<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00106</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107432&amp;W10_KEY=4467143&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00106</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.09.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Lieferung und Einbau von Aussentoren an einem Werkhofgebäude. Rangordnung und Gewichtung der Zuschlagskriterien<br/><br/>Wenn der Beschwerdegegner dem Kriterium "Architektonische Gestaltung" gegenüber den Kriterien "Preis" und "Qualität" mit der Gewichtung 50 %/30 %/20 % vorrangige Bedeutung beimisst, ist dies vor dem Hintergrund des erheblichen Beurteilungsspielraums der Vergabebehörde immer noch vertretbar (E. 3b). Die Beschwerdeführerin macht geltend, die erforderliche Transparenz des Vergabeverfahrens sei nur gewährleistet, wenn bei der Bekanntgabe der Zuschlagskriterien nicht nur deren Reihenfolge, sondern auch deren Gewichtung genannt werde. Vorliegend hat der Beschwerdegegner die Zuschlagskriterien in den Ausschreibungsunterlagen in der Rangfolge ihrer Bedeutung dargestellt und damit die Anfoderungen, welche die Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts an die Bekanntgabe der Kriterien stellt, erfüllt (E. 4). Aus den Ausschreibungsunterlagen ging klar hervor, dass dem gestalterischen Aspekt primäre Bedeutung beigemessen würde. Wenn es die Vergabebehörde unterlassen hat, bezüglich einzelner Gestaltungsfragen konkrete Anforderungen zu definieren und es vorgezogen hat, sich erst anhand der eingehenden Vorschläge eine abschliessende Meinung zu bilden, lag dies in ihrem Ermessen und ist nicht zu beanstanden (E. 5c). Es bestand keine Verpflichtung der Vergabebehörde, ein hinsichtlich der Profile nachträglich überarbeitetes Angebot der Beschwerdeführerin zu berücksichtigen. Abweisung (E. 5d).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ACRYLGLAS">ACRYLGLAS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERICHTIGUNG">BERICHTIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNG DER ZUSCHLAGSKRITERIEN">BEWERTUNG DER ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERLÃUTERUNGEN">ERLÃUTERUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLAS">GLAS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREISDIFFERENZ">PREISDIFFERENZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREISLICH GÃNSTIGSTES ANGEBOT">PREISLICH GÃNSTIGSTES ANGEBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUALITÃT">QUALITÃT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TOR">TOR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TRANSPARENZ">TRANSPARENZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WERKHOF">WERKHOF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAGSKRITERIEN">ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 1 lit. IIc IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 lit. II IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">Art. 16 lit. Ia IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">§ 17 lit. I i SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 27 SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 28 SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 29 SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 31 lit. I SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 50 lit. IIc VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 50 Abs. III VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Im November 2002 erÃ¶ffnete das Hochbauamt des Kantons ZÃ¼rich die im Einladungsverfahren durchgefÃ¼hrte Submission betreffend Lieferung und Einbau von Aussentoren am WerkhofgebÃ¤ude des Tiefbauamts an der L-Strasse in X. Nachdem ursprÃ¼nglich Tore ganz ohne FensterfÃ¼llungen vorgesehen waren, wurde der Leistungsbeschrieb in der Folge dahingehend geÃ¤ndert, dass die Sektionaltore (das Torblatt besteht aus waagrecht unterteilten und mit Scharnieren verbundenen Sektionen, die zum Ãffnen hochgezogen werden) mit GlasfÃ¼llungen aus Sekuritglas zu offerieren seien. Daraufhin gingen zwei mit dem Leistungsbeschrieb Ã¼bereinstimmende Offerten mit Angebotssummen von Fr. 147'809.70 und Fr. 165'171.15 sowie zwei Unternehmervarianten auf der Grundlage von AcrylglasfÃ¼llungen ein. Letzteres veranlasste die VergabebehÃ¶rde dazu, von sÃ¤mtlichen Offertstellern eine weitere Angebotsvariante mit FÃ¼llungen aus Polycarbonat-Mehr­fachstegplatten anzufordern. Zum geÃ¤nderten Leistungsbeschrieb gingen vier Offerten mit Angebotssummen von Fr. 122'835.85 bis Fr. 143'671.80 ein. Mit VerfÃ¼gung vom 12. MÃ¤rz 2003 erging der Zuschlag an die Firma C AG in Z fÃ¼r ihr Angebot Ã¼ber Fr. 131'513.40. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Gegen diesen Vergabeentscheid erhob die A AG in Y am 17. MÃ¤rz 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Vergabeentscheid sei aufzuheben und der Zuschlag an sie zu erteilen. Ferner wurde beantragt, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das Hochbauamt des Kantons ZÃ¼rich beantragte am 9. April 2003 die Abweisung der Beschwerde und des Gesuchs um Erteilung der aufschiebenden Wirkung, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Die Mitbeteiligte C AG liess sich nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Am 23. April 2003 wurde das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen, und am 6. Mai 2003 wurde ein diesen Entscheid betreffendes WiedererwÃ¤gungsgesuch abgelehnt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">GemÃ¤ss Mitteilung des Beschwerdegegners wurde der Vertrag mit der Mitbeteiligten am 29. April 2003 geschlossen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Replik vom 27. Mai 2003 liess die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragen, die Rechts­widrigkeit des Vergabeentscheids vom 12. MÃ¤rz 2003 sei festzustellen. Ferner wurde um Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung ersucht. Der Beschwerdegegner hielt mit Duplik vom 24. Juni 2003 an seinem bisherigen Standpunkt fest. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Parteivorbringen werden â soweit wesentlich â nachfolgend wiedergegeben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 22. September 1996 zur Anwendung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. In den Angebotsunterlagen hat der Beschwerdegegner folgende Zuschlagskriterien in der absteigenden Rangfolge ihrer Bedeutung bekannt gegeben: 1. Architektonische Gestaltung; 2. Preis; 3. QualitÃ¤t der Materialien/der AusfÃ¼hrung. FÃ¼r die spÃ¤tere Bewertung der Angebote gelangte sodann eine Gewichtung von 50 %/30 %/20 % zur Anwendung. Auf dieser Grundlage wurden zwei Nutzwertanalysen durchgefÃ¼hrt, einmal mit prozentualer Gewichtung und einmal mit Punktevergabe. GestÃ¼tzt darauf wurde der Zuschlag der Mitbeteiligten erteilt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, sie habe unbestrittenermassen das preislich tiefste Angebot eingereicht. Dieses liege mit Fr. 122'835.85 deutlich unter demjenigen der Mitbeteiligten Ã¼ber Fr. 131'513.40. Dass der Zuschlag dennoch an die Mitbeteiligte erteilt worden sei, werde zu Unrecht mit Vorteilen im Ã¤sthetischen Bereich begrÃ¼ndet. Im Einzelnen wendet sie sich dagegen, dass und in welchem Mass dem Kriterium "Architektonische Gestaltung" vorrangige Bedeutung beigemessen wurde. Sodann macht sie geltend, vorliegend hÃ¤tte nicht nur die Reihenfolge der Zuschlagskriterien, sondern auch die Gewichtung der einzelnen Kriterien vorgÃ¤ngig erÃ¶ffnet werden mÃ¼ssen. Schliesslich erhebt sie diverse EinwÃ¤nde gegen die konkrete Bewertung ihres Angebots anhand der einzelnen Zuschlagskriterien.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Nach § 31 Abs. 1 der Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (SubmV) erfolgt der Zuschlag â sofern nicht ausnahmsweise das alleinige Kriterium des niedrigsten Preises (§ 31 Abs. 2 SubmV) zur Anwendung kommt â auf das wirtschaftlich gÃ¼nstigste Angebot. Bei der Bewertung der Angebote ist das Preis-Leistungs-VerhÃ¤ltnis zu beachten, wobei neben dem Preis insbesondere die folgenden Kriterien berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen: QualitÃ¤t, Termine, Wirtschaftlichkeit, Betriebskosten, Kundendienst, Ãkologie, Zweck­mÃ¤ssigkeit, technischer Wert, Ãsthetik, KreativitÃ¤t, Lehrlingsausbildung, Infrastruk­tur. Die fÃ¼r eine bestimmte Beschaffung massgeblichen Zuschlagskriterien werden von der VergabebehÃ¶rde im Hinblick auf die Besonderheiten des Auftrags festgelegt. Dabei steht ihr ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die vom Beschwerdegegner festgelegte Rangordnung der Zuschlagskriterien und insbesondere die Gewichtung derselben widerspreche Treu und Glauben, sei willkÃ¼rlich, unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig und mit dem Ã¶ffentlichen Interesse nicht vereinbar. Es gehe nicht an, bei einer unscheinbar gelegenen Ã¶ffentlichen Baute ohne ReprÃ¤sentationscharakter dem Kriterium "Architektonische Gestaltung" erste PrioritÃ¤t einzurÃ¤umen und ihm mit 50 % (Nutzwertanalyse 1) bzw. 25 Punkten (Nutzwert­analyse 2) gleich viel Gewicht beizumessen wie den andern Kriterien "Preis" (30 % bzw. 18 Punkte) und "QualitÃ¤t von Materialien/AusfÃ¼hrung" (20 % bzw. 8 Punkte) zusammen. Das Kriterium "Architektonische Gestaltung" werde damit vom Beschwerdegegner in willkÃ¼rlicher Weise Ã¼berbewertet. Es sei im Ãbrigen unbestritten, dass die fallengelassene Variante der GlasfÃ¼llungen in Sekuritglas unter Ã¤sthetischen Gesichtspunkten weit besser abschneide als das nunmehr gewÃ¤hlte Acrylglas. Werde das Ã¤sthetische Element derart gross geschrieben, so hÃ¤tte man bei der AusfÃ¼hrung in Sekuritglas bleiben mÃ¼ssen. Es erstaune daher schon sehr, wenn der Beschwerdegegner im Nachhinein derart viel Gewicht auf die architektonische Detailgestaltung lege. Auch habe der Beschwerdegegner ursprÃ¼nglich sogar Tore gÃ¤nzlich ohne Fenster offerieren lassen und sich erst in einer zweiten Runde fÃ¼r Sekuritglas- bzw. in der dritten Runde fÃ¼r AcrylglasfÃ¼llungen entschieden. Das Ã¶ffentliche Interesse verlange, die Leistungen fÃ¼r ein WerkhofgebÃ¤ude an einem unbedeutenden Stand­ort demjenigen zu vergeben, der das kostengÃ¼nstigste Angebot eingereicht habe und die beste GewÃ¤hr fÃ¼r eine qualitativ hochstehende ArbeitsausfÃ¼hrung biete. Dem Kriterium "Architektonische Gestaltung" mÃ¼sse gegenÃ¼ber dem Preis- und QualitÃ¤tskriterium zwingend zweitrangige Bedeutung zukommen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dem hÃ¤lt der Beschwerdegegner entgegen, es liege durchaus im Ã¶ffentlichen Interesse und sei daher Programm des Beschwerdegegners, dass bei Bauobjekten Ã¤sthetische Fragen ins Zentrum gerÃ¼ckt wÃ¼rden und dass der architektonischen Leistung ein grosser Stellenwert eingerÃ¤umt werde. Sodann komme auch einem WerkhofgebÃ¤ude in bestimmtem Mass ein reprÃ¤sentativer Charakter zu. Dementsprechend seien im Zusammenhang mit dem Neu- und Umbau von anderen WerkhÃ¶fen durch den Kanton auch schon Architekturwettbewerbe durchgefÃ¼hrt worden (z.B. PfÃ¤ffikon und MÃ¤nnedorf). Es rechtfertige sich deshalb auch beim streitigen Werkhof, Ã¤sthetische Gesichtspunkte in den Vordergrund zu stellen. Die vorgenommene Gewichtung sei sachlich gerechtfertigt. Mit der Abstufung 50 %/30 %/20 % werde rechtmÃ¤ssigerweise ein klarer Schwerpunkt gesetzt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Bei der Wahl der massgeblichen Zuschlagskriterien und ihrer Gewichtung verfÃ¼gt die VergabebehÃ¶rde nach dem Gesagten Ã¼ber einen erheblichen Beurteilungsspielraum, in den das Verwaltungsgericht nicht eingreift. Wenn der Beschwerdegegner auch bei GebÃ¤uden ohne besonderen ReprÃ¤sentationscharakter Wert auf eine gute architektonische Gestaltung legt, ist dies zweifellos nicht zu beanstanden. Wenn er dem Kriterium "Architektonische Gestaltung" gegenÃ¼ber den Kriterien "Preis" und "QualitÃ¤t" mit der Gewichtung 50 %/30 %/20 % sogar vorrangige Bedeutung beimisst, ist dies vor dem Hintergrund des erheblichen Beurteilungsspielraums immerhin noch vertretbar.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Es ist sodann unbestritten, dass die Verwendung von Sekuritglas Ã¤sthetisch motiviert war und der Beschwerdegegner aus KostengrÃ¼nden von dieser Vorgabe abgekommen ist, obwohl die Ãsthetik das vorrangige Zuschlagskriterium bildet. Dies erscheint indessen nur auf den ersten Blick als widersprÃ¼chlich. Die unterschiedlichen FÃ¼llmaterialien erÃ¶ffnen verschiedene Preiskategorien. Der Entscheid fÃ¼r eine dieser Kategorien basiert â wie auch der nachfolgende Entscheid Ã¼ber den Zuschlag â auf einem AbwÃ¤gen der massgeblichen Kriterien. Weder fÃ¼r die Wahl der Preiskategorie noch fÃ¼r den eigentlichen Vergabeentscheid gilt der Vorrang des Kriteriums "Architektonische Gestaltung" absolut. Dementsprechend begrÃ¼ndet auch nicht jeder noch so geringe Ã¤sthetische Vorteil automatisch den Entscheid fÃ¼r eine hÃ¶here Preiskategorie. Wie der Beschwerdegegner Ã¼berzeugend ausfÃ¼hrt, erreichte vorliegend der Ã¤sthetische Vorrang von Glas gegenÃ¼ber Acrylglas nicht das nÃ¶tige Ausmass, um den damit verbundenen Mehrpreis aufzuwiegen. So habe sich gezeigt, dass auch Polycarbonatplatten einen durchaus reizvollen visuellen Effekt hÃ¤tten. Da es vor den Toren keine VordÃ¤cher gebe und die ganze lichtdurchlÃ¤ssige Konstruktion etwa 2/3 der Fassade ausmache, falle auch der gegenÃ¼ber Glas geringere Lichttransmissionsgrad nicht negativ ins Gewicht. Im Sinn eines Blend- und Hitzeschutzes sei eine transluzente Fassade, die nur rund 70 % Licht durchlasse, sogar wÃ¼nschenswert. Ausserdem betone das Material mit seiner nur leichten Durchsichtigkeit die gewollte KÃ¶rperhaftigkeit des GebÃ¤udes und schaffe eine visuelle Ordnung, indem die unvermeidliche Unordnung von unterschiedlichen Fahrzeugen und GerÃ¤ten hinter einem Schleier verborgen werde. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Zuschlagskriterien mÃ¼ssen, um die notwendige Transparenz eines Vergabeverfahrens (Art. 1 Abs. 2 lit. c IVÃ¶B) zu gewÃ¤hrleisten, in den Ausschreibungsunterlagen bekannt gegeben werden (§ 17 Abs. 1 lit. i SubmV), und es muss aus der Bekanntgabe ersichtlich sein, welches Gewicht die VergabebehÃ¶rde den einzelnen Kriterien beimisst. Die BehÃ¶rde hat daher die Kriterien im Voraus in der Reihenfolge ihrer Bedeutung bekannt zu geben oder zumindest die relative Bedeutung, die sie den einzelnen Kriterien zuerkennen will, ersichtlich zu machen (BGE 125 II 86 E. 7c; RB 1999 Nr. 62 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372 E. 3b).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die erforderliche Transparenz des Vergabeverfahrens sei nur gewÃ¤hrleistet, wenn bei der Bekanntgabe der Zuschlagskriterien nicht nur deren Reihenfolge, sondern auch die Gewichtung der einzelnen Kriterien genannt werde. Das Verwaltungsgericht hat sich mit diesem Einwand unlÃ¤ngst in einem Entscheid vom 18. Dezember 2002 (RB 2002 Nr. 47 = BEZ 2003 Nr. 13) eingehend und unter Darstellung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sowie der Rechtslage in andern Kantonen und der EuropÃ¤ischen Union auseinander gesetzt. Das Gericht ist dabei zum Schluss gelangt, eine Bekanntgabe der Gewichtungen zu Beginn des Vergabeverfahrens sei mit Blick auf die Trans­parenz desselben zwar wÃ¼nschenswert, doch liessen sich die Vor- und Nachteile verschiedener LÃ¶sungen im heutigen Zeitpunkt nicht ausreichend Ã¼berblicken. In dieser Situ­ation obliege es nicht in erster Linie der Rechtsprechung, sondern der Gesetzgebung und dem Verordnungsgeber, die Voraussetzungen der Vergabe Ã¶ffentlicher AuftrÃ¤ge nÃ¤her zu umschreiben. In den anwendbaren Bestimmungen des Bundes- und des interkantonalen Rechts sowie in der vom Kanton ZÃ¼rich noch nicht ratifizierten revidierten Fassung der Interkantonalen Vereinbarung sei aber eine Bekanntgabe der Gewichtung der Zuschlagskriterien bisher nicht vorgesehen. Es erscheine daher heute nicht gerechtfertigt, auf dem Weg der Rechtsprechung generell strengere Anforderungen aufzustellen. Im Entscheid vom 4. Juni 2003 (VB.2002.00383, www.vgrzh.ch) hat das Verwaltungsgericht seine bisherige Rechtsprechung zu diesem Punkt erneut bestÃ¤tigt, und es besteht auch vorliegend kein Anlass, davon abzuweichen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Vorliegend hat der Beschwerdegegner die Zuschlagskriterien in den Ausschreibungsunterlagen in der Rangfolge ihrer Bedeutung dargestellt und damit die Anforderungen, welche die Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts an die Bekanntgabe der Kriterien stellt, erfÃ¼llt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Der VergabebehÃ¶rde steht beim Urteil darÃ¼ber, welches Angebot gemessen an den Zuschlagskriterien das wirtschaftlich gÃ¼nstigste ist, ein erheblicher Ermessensspielraum zur VerfÃ¼gung (VGr, 7. Juli 1999, ZBl 101/2000, S. 271 = BEZ 1999 Nr. 26 E. 6a, mit Hinweisen). In dieses Ermessen greift das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]) nicht ein. Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B; § 50 Abs. 2 lit. c VRG). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Zum Kriterium "QualitÃ¤t der Materialien/der AusfÃ¼hrung" hat der Beschwerdegegner ausgefÃ¼hrt, das Produkt der Mitbeteiligten sei demjenigen der BeschwerdefÃ¼hrerin auch in sicherheitstechnischer Hinsicht Ã¼berlegen, was von der BeschwerdefÃ¼hrerin bestritten wird. Nachdem dieser Aspekt auf die Bewertung jedoch keinen Einfluss hatte, weil die Sicherheitserfordernisse nicht bepunktet wurden, erÃ¼brigen sich Weiterungen hierzu. Ferner wendet die BeschwerdefÃ¼hrerin ein, das Angebot der Mitbeteiligten entspreche in verschiedener Hinsicht nicht den gestellten Anforderungen. In den Ausschreibungsunterlagen werde verlangt, dass alle beweglichen und festen Sektoren mit einer eingesetzten Verglasung eingebaut werden mÃ¼ssten. GemÃ¤ss beiliegendem Prospekt werde das Produkt der Mitbeteiligten bezÃ¼glich der untersten Sektion nur als Paneel ohne Glaseinsatz geliefert. Auch werde im erwÃ¤hnten Prospekt die maximale Breite der Tore mit 4 m angegeben, wo doch vorliegend vier Tore mit einer Breite von 7 m eingebaut werden mÃ¼ssten. Dem hÃ¤lt der Beschwerdegegner treffend entgegen, die Tore der Mitbeteiligten wÃ¼rden die Anforderungen der Ausschreibung erfÃ¼llen. Sie verweist dazu auf den beigelegten Prospekt des fraglichen Produkts, welchem zu entnehmen ist, dass sowohl Tore mit einer maximalen Breite von 7,25 m standardmÃ¤ssig angeboten werden ("weitere TorgrÃ¶ssen auf Anfrage") als auch die Verglasung des Bodenfelds ohne weiteres mÃ¶glich sei. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin bemÃ¤ngelt sodann nicht nur die ungenÃ¼gende Gewichtung des Kriteriums "Preis" im VerhÃ¤ltnis vorab zum Kriterium "Architektonische Gestaltung", sondern wendet sich auch gegen die Bewertung ihres Angebots beim Kriterium "Preis". Sie macht geltend, bei diesem Kriterium habe sie lediglich 30 Punkte (Nutzwert­analyse 1) bzw. 36 Punkte (Nutzwertanalyse 2) mehr als die Mitbeteiligte erhalten, obwohl ihr Angebot mehr als 7 % gÃ¼nstiger als dasjenige der Mitbeteiligten ausgefallen sei. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die angefÃ¼hrten Differenzpunkte entsprechen bei der Nutzwertanalyse 1 einer Bewertungsdifferenz von 25 % und bei der Nutzwertanalyse 2 einer solchen von 20 %. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat es unterlassen darzutun, wieso damit der Preisdifferenz von 7 % aus ihrer Sicht nicht hinreichend Rechnung getragen wurde. Der entsprechende Einwand ist denn auch nicht nachvollziehbar bzw. erweist sich als unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Die Bewertung der Angebote beim Kriterium "Architektonische Gestaltung" erfolgte anhand von vier Unterkriterien: 1. feste Teile zwischen Toren; 2. Aufteilung in mÃ¶glichst breite Felder; 3. mÃ¶glichst schmale Profile (Sektion/Verti­kal­steg); 4. Profilansicht, Bezug Glasebene zu Profil (aussen). Bei den beiden letztgenannten Unterkriterien wurde das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin gegenÃ¼ber demjenigen der Mitbeteiligten schlechter bewertet. Im Ergebnis heisst dies, dass die Mitbeteiligte bei den beiden Nutzwertanalysen 200 bzw. 231 Punkte, die BeschwerdefÃ¼hrerin dagegen 163 bzw. 175 Punkte erzielte. Dies entspricht einer um rund 1/5 bzw. 1/4 tieferen Bewertung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, sowohl bei der Breite der Profile als auch bei der Profilansicht (Bezug Glasebene zu Profil) handle es sich um architektonische Details, denen ein absolut unverhÃ¤ltnismÃ¤ssiges Gewicht beigemessen werde. Hinzu komme, dass in den Ausschreibungsunterlagen nirgends Ã¤sthetische und architektonische Anforderungen an die Gestaltung der Profile und Tore definiert worden seien.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Vorliegend ging aus den Ausschreibungsunterlagen klar hervor, dass dem gestalterischen Aspekt primÃ¤re Bedeutung beigemessen wÃ¼rde. Wenn es die VergabebehÃ¶rde im Weiteren unterlassen hat, bezÃ¼glich einzelner Gestaltungsfragen konkrete Anforderungen zu definieren und es vorgezogen hat, sich erst anhand der eingehenden VorschlÃ¤ge eine abschliessende Meinung zu bilden, lag dies in ihrem Ermessen und ist nicht zu beanstanden. Der BeschwerdefÃ¼hrerin kann auch nicht gefolgt werden, wenn sie dem Beschwerdegegner vorwirft, der Punkteabzug knÃ¼pfe an einem Detail an. Vielmehr ist dem Beschwerdegegner beizupflichten, dass die Profile ein wesentliches Element der Torgestaltung bilden und damit indirekt auch das Bild des streitbetroffenen WerkhofgebÃ¤udes mitprÃ¤gen. Zur BegrÃ¼ndung der Bewertung beim Kriterium "Architektonische Gestaltung" fÃ¼hrt der Beschwerdegegner sodann aus, die Ebene der FÃ¼llungen und die Ã¤usserste Profilebene wÃ¼rden bei allen anderen Anbietern zusammenfallen, wÃ¤hrend die Profile der BeschwerdefÃ¼hrerin um ca. 1â1.5 cm vorstÃ¼nden. Dieser Niveauunterschied werde durch eine 45° Fase Ã¼berwunden. Die Torstruktur erhalte dadurch einen charakteristischen, durch die unterschiedliche Ausrichtung dieser 45° Fasen zum Tageslicht hervorgerufenen Ausdruck, der durch das Licht- und Schattenspiel die Profile in ihrer PlastizitÃ¤t sehr stark betone. Es sei dieser Ausdruck gewesen, der â an alte handwerkliche Fensterkonstruktionen fÃ¼r Einfachverglasungen mit Fensterkitt erinnernd â negativ beurteilt worden sei. Diese WÃ¼rdigung ist jedenfalls vertretbar und vermag auch den besagten Punkteabzug zu rechtfertigen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Im Weiteren ist unbestritten, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin von der VergabebehÃ¶rde angefragt wurde, ob sie die Tore auch mit flacheren Profilen liefern kÃ¶nne. Umstritten sind dagegen der genaue Wortlaut, der Zeitpunkt und das Ergebnis dieser Anfrage. Der Beschwerdegegner fÃ¼hrt aus, nachdem sich an der Besichtigung der Referenzobjekte vom 26./27. Februar 2003 gezeigt habe, dass sich die Profile der BeschwerdefÃ¼hrerin von denjenigen der andern Anbieter unterschieden, sei diese am 28. Februar nochmals telefonisch angefragt worden, ob in jedem Fall das in den Referenzobjekten verwendete und in der Originalofferte beschriebene stÃ¤rkere Profil verwendet werde, oder ob allenfalls das Normalprofil zur Anwendung kÃ¤me und dieses mÃ¶glicherweise ein flaches wÃ¤re. Keinesfalls sei ein Konkurrent namentlich genannt worden, und es habe auch kein ausdrÃ¼cklicher Vergleich mit dessen Produkt stattgefunden. Seitens der BeschwerdefÃ¼hrerin sei erklÃ¤rt worden, dass die offerierte stÃ¤rkere AusfÃ¼hrung wie auch das Normalprofil gleich aussÃ¤hen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe zu keinem Zeitpunkt zu erkennen gegeben, dass sie auch flache Profile anbieten kÃ¶nnte, ansonsten ihr Angebot angenommen und ihr auch der Zuschlag erteilt worden wÃ¤re. Nach der Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin fand besagte Anfrage erst zwei oder drei Tage vor der ZuschlagsverfÃ¼gung vom 12. MÃ¤rz 2003 statt. Sie sei angefragt worden, ob sie in der Lage sei, analog der Mitbeteiligten Tore mit geraden Profilen zu liefern. Sie habe daraufhin erklÃ¤rt, dass sie dies selbstverstÃ¤ndlich kÃ¶nne und in den nÃ¤chsten Tagen auch entsprechende Skizzen einreichen werde. Ungeachtet dieser Auskunft und ohne die besagten Skizzen abzuwarten, habe der Beschwerdegegner bereits ein paar Tage spÃ¤ter den Zuschlag der Mitbeteiligten erteilt. Angesichts dessen kÃ¶nne der Zuschlag nicht damit begrÃ¼ndet werden, das von der BeschwerdefÃ¼hrerin offerierte Produkt erfÃ¼lle nicht die gleichen modernen Standards und zeitgemÃ¤ssen architektonischen MassstÃ¤be wie dasjenige der Mitbeteiligten. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wÃ¤re durchaus in der Lage gewesen, ein analoges Produkt zu liefern.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Es ist unbestritten, dass dem Beschwerdegegner beim Vergabeentscheid kein hinsichtlich der zu verwendenden Profile geÃ¤ndertes schriftliches Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin vorlag. Auch nach der Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin lag ihrerseits erst eine mÃ¼ndliche GrundsatzerklÃ¤rung vor, ohne Anschauungsmaterial oder nÃ¤here Angaben Ã¼ber allfÃ¤llige Auswirkungen auf den Offertpreis. Selbst wenn man von dieser Sachverhaltsdarstellung ausgehen wollte, stellt sich die Frage, ob bzw. unter welchem Titel der Beschwerdegegner Ã¼berhaupt gehalten gewesen wÃ¤re, die angeblich in Aussicht gestellte Ãnderung abzuwarten und in seine Auswahl einzubeziehen. Das schriftliche Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin war vollstÃ¤ndig, deckt es doch die gesamte ausgeschriebene Leistung ab. Die Nachfrage, ob auch andere Profile lieferbar wÃ¤ren, diente folglich nicht der ErgÃ¤nzung eines unvollstÃ¤ndigen Angebots, welche im Ãbrigen ohnehin nur zulÃ¤ssig ist, wenn es sich um die Behebung eines unwesentlichen Mangels handelt (vgl. § 26 Abs. 1 lit. d SubmV). Ansonsten sind nachtrÃ¤gliche ErgÃ¤nzungen grundsÃ¤tzlich nur im engen Rahmen von Berichtigungen und ErlÃ¤uterungen nach den §§ 27 und 28 SubmV zulÃ¤ssig. Von der Korrektur eines offensichtlichen Fehlers im Sinn von § 27 SubmV kann vorliegend keine Rede sein. Die Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerin entsprach hinsichtlich der vorgesehenen Profile durchaus den Vorgaben der Ausschreibung, das heisst, sie wies diesbezÃ¼glich auch keine Unklarheiten auf, die mittels ErlÃ¤uterung gemÃ¤ss § 28 SubmV zu klÃ¤ren gewesen wÃ¤ren. Besagte Bestimmung kann somit ebenfalls nicht als Grundlage der streitigen Anfrage dienen. Ob es sich dabei sogar um verbotene Verhandlungen Ã¼ber Ãnderungen des Leis­t­ungs­inhalts im Sinn von § 29 SubmV handelte, kann offen gelassen werden. Jedenfalls bestand von vornherein keine Verpflichtung der VergabebehÃ¶rde, ein hinsichtlich der Pro­file nachtrÃ¤glich Ã¼berarbeitetes Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin zu berÃ¼cksichtigen. Es braucht folglich auch nicht abgeklÃ¤rt zu werden, ob ein solches Ã¼berhaupt in Aussicht gestellt worden war.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Beschwerde erweist sich demnach als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. AusgangsgemÃ¤ss wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG), und eine ParteientschÃ¤digung steht ihr von vornherein nicht zu. Die Voraussetzungen fÃ¼r die Zusprechung einer solchen an den Beschwerdegegner sind ebenfalls nicht erfÃ¼llt (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'210.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3.<span> </span>Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal"><span>5. ...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>