<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00033</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204081&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00033</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.03.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 21.05.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rückerstattung unrechtmässig bezogener Sozialhilfeleistungen: Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). Die Beschwerdeführenden verschwiegen in ihrem Gesuch um Sozialhilfe, dass sie im Ausland über eine Liegenschaft im Wert von Fr. 183'000.- verfügen. Da sie unter unwahren und unvollständigen Angaben wirtschaftliche Hilfe erwirkt haben, sind sie nach § 26 SHG zur Rückerstattung verpflichtet. Unbeheflich ist der Einwand, dass der Wert der Liegenschaft nicht realisierbar ist. Wer nämlich Vermögenswerte verschwiegen hat, kann sich gegenüber einer Rückerstattungsforderung nach § 26 SHG nicht auf die Regelung von § 20 SHG bzw. darauf berufen, die Realisierung dieser Werte sei nicht möglich oder nicht zumutbar (E. 2). Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Prozessführung und Gewährung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, da die Beschwerdeführenden nicht mittellos sind (E. 3). Abweisung der Beschwerde und Kostenfolge (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REALISIERBARKEIT">REALISIERBARKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKERSTATTUNGSPFLICHT">RÃCKERSTATTUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMÃGEN">VERMÃGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 18 Abs. 1 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 26 SHG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2004 Nr. 51 S. 110</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die SozialbehÃ¶rde der Gemeinde X forderte von A und B mit Beschluss vom 22. Juli 2003 die von Juli 2000 bis September 2002 bezogenen Sozialhilfeleistungen zurÃ¼ck. Die RÃ¼ckerstattungsforderung wurde unter BerÃ¼cksichtigung der bezogenen Sozialhilfeleistungen und finanzierten KrankenkassenprÃ¤mien von insgesamt Fr. 104'895.85 ("Ausgaben") einerseits sowie von verschiedenen Sozialversicherungs­leistungen ("Einnahmen") anderseits be­rechnet, was einen "AusgabenÃ¼berschuss" von Fr. 57'439.75 ergab; diese wurde vermehrt um einen Betrag von Fr. 15'868.-, bei dem es sich um jenen Teil einer frÃ¼heren RÃ¼ckforderung von im Juli 2000 bis Februar 2002 bezogenen SUVA-Unfalltaggeldern von insgesamt Fr. 26'868.- handelt, auf dessen RÃ¼ckerstattung die SozialbehÃ¶rde X im Rahmen eines frÃ¼heren Rekursverfahrens vergleichsweise verzichtet hatte; demnach wurde die gesamte RÃ¼ck­erstattungsforderung auf Fr. 73'307.75 beziffert.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bereits mit Schreiben vom 16. Juni 2003 hatte die anwaltlich vertretene Sozial­behÃ¶rde die RÃ¼ckforderung unter Hinweis auf § 26 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) damit begrÃ¼ndet, im Gesuch vom 15. Dezember 1999 um GewÃ¤hrung von Sozialhilfeleistungen sei unter der Rubrik "VermÃ¶gen" lediglich ein Bankguthaben von Fr. 5'000.- ange­geben worden. Erst aus den Akten betreffend Zusatzleistungen zur AHV/IV (Gesuch und LeistungsverfÃ¼gung der kommunalen DurchfÃ¼hrungsstelle vom 18. Februar 2003) sei ersichtlich geworden, dass die Eheleute A und B EigentÃ¼mer einer Liegenschaft im Land L mit einem VermÃ¶genssteuerwert von Fr. 183'412.- seien. HÃ¤tte die SozialbehÃ¶rde bei der erst­maligen Zusprechung von Sozialhilfe von diesem Grundeigentum gewusst, wÃ¤ren die BezÃ¼ger aufgefordert worden, diesen VermÃ¶genswert zu realisieren; wirtschaftliche Hilfe wÃ¤re damals nur gegen eine pfandversicherte RÃ¼ckerstattungsverpflichtung bis zum Verkauf der Liegenschaft gewÃ¤hrt worden.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Rekurs vom 5. September 2003 ersuchten A und B um Aufhebung des RÃ¼ckerstattungs­beschlusses vom 22. Juli 2003; ausserdem sei ihnen die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu bewilligen und in der Person von RechtsanwÃ¤ltin lic.iur. C ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bewilligen. Im Rekursverfahren anerkannte die SozialbehÃ¶rde, dass bei der Berechnung der RÃ¼ckforderung der Betrag von Fr. 15'868.- (<span>"</span>ungedeckter Teil<span>"</span> aus dem im frÃ¼heren Rekursverfahren abgeschlossenen Vergleich) versehentlich aufgerechnet worden sei, weshalb sich die RÃ¼ckforderung richtig berechnet auf Fr. 57'439.75 belaufe. Mit Beschluss vom 10. Dezember 2003 merkte der Bezirksrat W diese Reduktion der RÃ¼ckerstattungsforderung seitens der Rekursgegnerin vor (Disp.-Ziff. I); der Rekurs wurde abgewiesen (Disp.-Ziff. II), ebenso das Gesuch um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung (Disp.-Ziff. III); auf die Erhebung von Verfahrens­kosten wurde gestÃ¼tzt auf § 10 der GebÃ¼hrenordnung fÃ¼r die VerwaltungsbehÃ¶rden vom 30. Juni 1966 (GebÃ¼hrenO) verzichtet (Disp.-Ziff. IV); ParteientschÃ¤digungen wurden weder den Rekurrierenden noch der Rekursgegnerin zugesprochen (Disp.-Ziff. V). </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 16. Januar 2004 beantragten A und B dem Verwaltungsgericht, in Aufhebung des Rekursentscheids des Bezirksrats W sei auf die RÃ¼ckforderung von Fr. 57'439.75 der Beschwerdegegnerin zu verzichten; ausserdem erneuerten sie ihr Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Der Bezirksrat verzichtete auf Vernehmlassung. Die Gemeinde X ersuchte am 24. Februar 2004 um Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrenden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Wer unter unwahren oder unvollstÃ¤ndigen Angaben wirtschaftliche Hilfe erwirkt hat, ist nach § 26 SHG zur RÃ¼ckerstattung einschliesslich Verzinsung (§ 29 SHG) verpflichtet. Dieser RÃ¼ckerstattungstatbestand knÃ¼pft an die in § 18 Abs. 1 SHG statuierte Verpflichtung der Hilfesuchenden an, Ã¼ber ihre VerhÃ¤ltnisse wahrheitsgemÃ¤ss Auskunft zu erteilen</span> und Einsicht in ihre Unterlagen zu gewÃ¤hren. </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrenden, die erstmals Ende 1999 um GewÃ¤hrung von Sozialhilfeleistungen ersuchten, erhielten am 9. Dezember 1999 eine Aufstellung der an der auf den 15. Dezember 1999 angesetzten Besprechung mitzubringenden Unterlagen; diese Aufstellung war generell, <span>"</span>formularmÃ¤ssig<span>"</span> abgefasst; sie nahm noch in keiner Weise konkret Bezug auf die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse der BeschwerdefÃ¼hrenden, welche es ja noch abzuklÃ¤ren galt. AnlÃ¤sslich der Besprechung vom 15. Dezember 1999 gaben die BeschwerdefÃ¼hrenden in dem eigenhÃ¤ndig ausgefÃ¼llten weiteren Formular in der Rubrik <span>"</span>VermÃ¶gen<span>"</span> lediglich ein Bankguthaben von Fr. 5'000.- an; die ihnen gehÃ¶rende Liegenschaft im Land L fÃ¼hr­ten sie nicht an. Zugleich unterzeichneten sie eine ErklÃ¤rung, wonach alle ihre Angaben der Wahrheit entsprÃ¤chen, keine Angaben, die den Entscheid der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde be­ein­flussen kÃ¶nnten, verschwiegen worden seien, alle sachdienlichen Unterlagen vollstÃ¤ndig eingereicht worden seien und sÃ¤mtliche VermÃ¶genswerte vollstÃ¤ndig deklariert worden seien.</p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat ist zum Schluss gelangt, unter diesen UmstÃ¤nden sei der RÃ¼ckerstattungstatbestand von § 26 SHG entgegen den Einwendungen der Rekurrierenden erfÃ¼llt. Dieser Be­urteilung ist beizutreten; es kann auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen der Vorinstanz verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Insbesondere hat der Be­zirksrat zutreffend erwogen, die BeschwerdefÃ¼hrenden kÃ¶nnten nichts zu ihren Gunsten daraus ableiten, dass weder das ihnen am 9. Dezember 1999 abgegebene Formular betreffend beizubringende Unterlagen noch das am 15. Dezember 1999 eigenhÃ¤ndig ausgefÃ¼llte Formular mit Fragen betreffend ihre finanziellen VerhÃ¤ltnisse ausdrÃ¼cklich Bezug auf Liegenschaften nimmt. Die BeschwerdefÃ¼hrenden wiederholen im Wesentlichen diese bereits in der Rekursschrift erhobenen, nach dem Gesagten zu Recht verworfenen Einwendungen. Am Einwand, anlÃ¤sslich der Besprechung vom 15. Dezember 1999 seien sie infolge mangelhafter Kenntnisse der deutschen Sprache nicht in der Lage gewesen, die Tragweite der Frage nach ihrem VermÃ¶gen zu verstehen, halten sie nicht mehr fest; die Vorinstanz hat denn auch diesen Einwand mit dem unbestritten gebliebenen Hinweis widerlegt, dass die in W geborene und in der Region aufgewachsene Rekurrentin der deutschen Sprache sehr wohl mÃ¤chtig ist. </p> <p class="Urteilstext">Die RÃ¼ckerstattungsforderung beruht auf der Annahme, der Liegenschaft im Land L komme mindestens ein Wert von Fr. 183'000.- zu, was unbestrittenermassen dem amtlichen Steuer- oder SchÃ¤tzungswert entspricht. Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, die Liegenschaft sei <span>"</span>deutlich weniger<span>"</span> wert, weshalb sie im Land L Einsprache gegen die Bewertung erhoben hÃ¤tten. Es handle sich um ein einfaches und renovationsbedÃ¼rftiges Objekt, weshalb sie hierfÃ¼r weder einen KÃ¤ufer finden noch von einer Bank eine Hypothek erhalten wÃ¼rden. Die Einwendungen sind unbehelflich. Die BeschwerdefÃ¼hrenden selber haben in ihrem Gesuch um Zusatzleistungen zur IV-Rente vom 18. Februar 2003 den Wert der Liegenschaft mit Fr. 183'000.- angegeben. Im Ãbrigen hÃ¤tte die streitige RÃ¼ckerstattungsforderung von Fr. 57'439.75 eine betragsmÃ¤ssig hinreichende Grundlage auch dann, wenn der Wert der Liegenschaft wesentlich tiefer wÃ¤re; das wird indessen lediglich in pauschaler Weise ohne jede nÃ¤here Substanziierung behauptet. Der Einwand, der Wert der Liegenschaft sei wegen der (behaupteten) Schwierigkeiten bei der Beschaffung einer Hypothek oder bei der Suche nach einem KÃ¤ufer nicht realisierbar, ist auch aus einem anderen Grunde unbehelflich: SinngemÃ¤ss machen die BeschwerdefÃ¼hrenden damit geltend, hÃ¤tten sie die Liegenschaft im Dezember 1999 oder jedenfalls vor dem Entscheid Ã¼ber die GewÃ¤hrung von Sozialhilfe deklariert, so wÃ¤ren sie in den Genuss der Regelung von § 20 SHG gekommen, wonach das Vorhandensein von VermÃ¶genswerten, deren Realisierung zurzeit nicht mÃ¶glich oder nicht zumutbar ist, der GewÃ¤hrung von Sozialhilfe nicht entgegensteht. Wer indessen VermÃ¶genswerte verschweigt, kann sich gegenÃ¼ber einer entsprechenden RÃ¼ckerstattungsforderung nach § 26 SHG nicht auf die Regelung von § 20 SHG bzw. darauf berufen, die Realisierung dieser Werte sei nicht mÃ¶glich oder nicht zumutbar (vgl. RB 1997 Nr. 121).</p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend ergibt sich, dass die RÃ¼ckerstattungsforderung von Fr. 57'439.75 vollumfÃ¤nglich zu bestÃ¤tigen ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrenden fechten den Rekursentscheid auch insoweit an, als ihnen eine unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung verweigert worden ist. FÃ¼r das Beschwerdeverfahren verlangen sie die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und erneut die GewÃ¤hrung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands. </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 16 VRG (in der Fassung vom 8. Juni 1997) ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, auf entsprechendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten zu erlassen (Abs. 1). Sie haben Ã¼ber­dies Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selber zu wahren (Abs. 2). FÃ¼r die GewÃ¤h­rung der unentgeltlichen Rechtspflege wird damit vorausgesetzt, dass der Gesuchsteller mittellos und sein Begehren nicht offensichtlich aussichtslos ist; fÃ¼r die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes ist zusÃ¤tzlich erforderlich, dass der Gesuchsteller zur Wahrung seiner Rechte eines solchen bedarf.</p> <p class="Urteilstext">Als aussichtslos sind Begehren anzusehen, bei denen die Aussichten auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 16 N. 32). Dies trifft jedenfalls fÃ¼r das vorliegende Beschwerdeverfahren angesichts der Ã¼berzeugenden ErwÃ¤gungen der Rekursinstanz, denen die BeschwerdefÃ¼hrenden keine stichhaltigen Argumente entgegensetzen, zu. Ob bereits die Rekurserhebung als aussichtslos bezeichnet werden muss, kann offen bleiben. Jedenfalls fehlt es an der Voraussetzung der Mittellosigkeit. Nicht als mittellos im Sinn von § 16 Abs. 1 VRG gilt in der Regel, wer neben einem geringen Einkommen Ã¼ber einiges VermÃ¶gen verfÃ¼gt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 27; RB 2000 Nr. 4). Demnach sind zusÃ¤tzlich zum anrechenbaren Einkommen vorhandene VermÃ¶genswerte zu berÃ¼cksichtigen, sofern sie realisierbar sind, namentlich Liegenschaften, deren Belehnung dem Gesuchsteller zugemutet werden kann (RB 1996 Nr. 8). Wie erwÃ¤hnt (vorstehend E. 2), haben die BeschwerdefÃ¼hrenden zwar behauptet, jedoch nicht hinreichend substanziiert, dass ihre Liegenschaft im Land L nicht mittels einer Hypothek be­lehn­bar sei. Unter diesen UmstÃ¤nden kÃ¶nnen sie nicht als mittellos gelten. Dass sie aufgrund ihres geringen Erwerbseinkommens und ihres IV-Rentenbezugs zu IV-Er­gÃ¤n­zungs­leistungen berechtigt sind, vermag hieran nichts zu Ã¤ndern. </p> <p class="Urteilstext">Weil die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht mittellos sind, ist der Rekursentscheid auch hinsichtlich der Verweigerung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung zu bestÃ¤tigen, und sind die Begehren um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung sowie unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung im Beschwerdeverfahren abzuweisen. Ob die BeschwerdefÃ¼hrenden zur Wahrung ihrer Rechte im Rekurs- und im Beschwerdeverfahren auf einen Rechtsvertreter angewiesen waren (vgl. zu dieser Frage RB 1994 Nr. 4, 1998 Nr. 5 und 2001 Nr. 6; VGr, 4. Dezember 2003, VB.2003.00348, www.vgrzh.ch), kann bei dieser Sach- und Rechtslage offen bleiben. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrenden sind die Gerichtskosten je zur HÃ¤lfte, unter solidarischer Haftung eines jeden fÃ¼r den restlichen Betrag, aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung nach § 17 Abs. 2 VRG steht ihnen von vornherein nicht zu. Eine solche EntschÃ¤digung verlangt auch die obsiegende Beschwerdegegnerin. Soweit sich dieses Begehren auch auf das Rekursverfahren beziehen sollte, kann ihm schon deswegen nicht entsprochen werden, weil die Beschwerdegegnerin gegen die Verweigerung einer solchen schon damals verlangten EntschÃ¤digung nicht Beschwerde gefÃ¼hrt hat. FÃ¼r das Beschwerdeverfahren wÃ¤re ihr eine solche EntschÃ¤digung nur zuzusprechen, wenn die Beantwortung der Beschwerde mit einem ausserordentlichen Aufwand verbunden gewesen wÃ¤re. Denn die Beantwortung von Rechtsmitteln gehÃ¶rt zum angestammten Aufgabenbereich eines Gemeinwesens und ist nur in FÃ¤llen, die mit einem ausserordentlichen Aufwand verbunden sind, mit einer ParteientschÃ¤digung abzugelten (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 19). Diese Voraussetzung ist hier nicht erfÃ¼llt. </p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">Die Begehren um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung werden abgewiesen; </p> <p class="Einzug1"><span>und </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte, unter solidarischer Haftung fÃ¼r den restlichen Betrag, auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>