<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">ZL.2008.00088</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">I. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichter Spitz</font> </p><p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Bürker-Pagani</font> </p><p><font size="4">Gerichtssekretärin von Streng</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 16. Februar 2010</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">Stadt U.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Unter Hinweis darauf, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass sich die 1937 geborene X.___ am 12. Dezember 2007 zum Bezug von jährlichen Zusatzleistungen zur AHV-Rente anmeldete (Urk. 9/48/0),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass das Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV der Stadt U.___, U.___, mit Verfügung vom 18. Dezember 2007 und diese bestätigendem Einspracheentscheid vom 2. September 2008 einen Anspruch der Versicherten auf jährliche Zusatzleistungen für den Monat Dezember 2007 sowie für die Zeit ab Januar 2008 verneinte, da die anrechenbaren Einnahmen die anerkannten Ausgaben überstiegen (Urk. 2, Urk. 9/51/1), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass das U.___ dabei in Bezug auf den Dezember 2007 auf der Ausgabenseite nebst dem Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf von Fr. 18'140.-- Mietkosten von Fr. 13'104.-- sowie Krankenversicherungsprämien von Fr. 4'188.-- berücksichtigte, auf der Einnahmenseite die AHV-Rente von Fr. 15'792.--, Unterhaltsbeiträge von Fr. 30'000.-- sowie die Prämienverbilligung der Krankenversicherung von Fr. 600.--, woraus bei einem Einnahmentotal von Fr. 46'392.-- und einem Ausgabentotal von Fr. 35'432.-- ein Einnahmenüberschuss von Fr. 10'960.-- resultierte, wobei sich der Einnahmenüberschuss für die Zeit ab 1. Januar 2008 infolge um Fr. 12.-- höherer Krankenversicherungsprämien, dafür aber um Fr. 144.-- höherer Prämienverbilligung sogar noch leicht auf Fr. 11'092.-- erhöhte (Urk. 9/51/1 S. 3 f.), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Versicherte dagegen am 17. September 2008 Beschwerde erhob und geltend machte, es seien weitere Ausgaben zu berücksichtigen, namentlich solche für Gesundheit, Steuern, Schuldentilgung, Telefon, Bücher, Zeitschriften und Ähnliches (Urk. 1), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass das U.___ in der Beschwerdeantwort vom 20. Oktober 2008 auf Abweisung der Beschwerde schloss (Urk. 8), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in Erwägung,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass gemäss Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) die Ergänzungsleistungen aus der jährlichen Ergänzungsleistung, welche monatlich ausbezahlt wird, und der Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten bestehen,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass gemäss Art. 9 ELG die jährliche Ergänzungsleistung dem Betrag entspricht, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die anerkannten Ausgaben in Art. 10 ELG abschliessend aufgezählt sind, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass bei zu Hause lebenden alleinstehenden Personen als Ausgaben unter anderem ein Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf von Fr. 18'140.-- pro Jahr (Art. 10 Abs. 1 lit. a ELG), der jährliche Mietzins (maximal Fr. 13'200.--; Art. 10 Abs. 1 lit. b ELG) sowie ein jährlicher Pauschalbetrag für die obligatorische Krankenpflegeversicherung anerkannt werden können (Art. 10 Abs. 3 lit. d ELG), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass gemäss Art. 14 Abs. 1 ELG die Kantone den Bezügern einer jährlichen Ergänzungsleistung unter bestimmten Voraussetzungen Krankheitskosten vergüten können, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass gemäss Art. 14 Abs. 6 ELG auch Personen, die aufgrund eines Einnahmenüberschusses keinen Anspruch auf jährliche Ergänzungsleistungen haben, Anspruch auf Vergütung der Krankheitskosten haben, soweit diese den Einnahmenüberschuss übersteigen, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass nach der Verwaltungspraxis die Krankheitskosten nicht im Rahmen der Ermittlung des jährlichen Ergänzungsleistungsanspruchs berücksichtigt, sondern separat vergütet werden, in der Regel einmal jährlich, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die separate Vergütung von Krankheitskosten zwangsläufig dazu führt, dass der Anspruch auf Vergütung der Krankheitskosten und der Anspruch auf Ausrichtung der jährlichen Ergänzungsleistungen in zwei verschiedenen, eigenständigen Verwaltungsverfahren beurteilt werden, was nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gesetzeskonform ist (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts in Sachen T. vom 30. August 2004, P 28/04, Erw. 5.3), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass vorab festzustellen ist, dass das U.___ im angefochtenen Einsprachenentscheid vom 2. September 2008 allein über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf jährliche Ergänzungsleistungen befunden hat, wogegen es sich zu einem allfälligen Anspruch auf Vergütung der Krankheitskosten nicht geäussert hat, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens somit einzig der Anspruch auf jährliche Ergänzungsleistungen bildet und auf das Beschwerdebegehren, soweit es auf die Vergütung von Krankheitskosten gerichtet ist, deshalb nicht einzutreten ist, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass das U.___ im angefochtenen Einspracheentscheid die anerkannten Ausgaben gestützt auf Art. 10 ELG korrekt festgesetzt hat, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Aufwendungen (u.a. für Gesundheit, Steuern, Schuldentilgung) nach der klaren gesetzlichen Regelung von Art. 10 ELG nicht abzugsfähig sind, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass das U.___ unter diesen Umständen einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf jährliche Ergänzungsleistungen zu Recht aufgrund eines Einnahmenüberschusses verneint hat, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass sich der angefochtene Einspracheentscheid vom 2. September 2008 damit als korrekt erweist und die Beschwerde abzuweisen ist, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass festzustellen bleibt, dass es der Beschwerdeführerin offen steht, beim U.___ - separat zur jährlichen Ergänzungsleistung - ein Gesuch um Vergütung allfälliger Krankheitskosten nach Art. 14 ELG zu stellen und gegebenenfalls den Erlass einer anfechtbaren Verfügung darüber zu verlangen, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Stadt U.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p></div></body></html>