B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-5485/2013 U r t e i l v o m 2 3 . J u l i 2 0 1 4 Besetzung Richterin Marianne Teuscher (Vorsitz), Richter Blaise Vuille, Richter Daniele Cattaneo, Gerichtsschreiberin Giulia Santangelo. Parteien L._______, vertreten durch Jürgen Bouli, BCD AG, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Verweigerung der Einreisebewilligung und Verweigerung der Zustimmung zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. C-5485/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer (geb. 1982) , indonesischer Staatsangehöriger , beantragte am 4. Juli 2013 bei der Schweizerischen Botschaft in Jakarta die Erteilung eines Einreisevisums und einer Aufen thaltsbewilligung, um an der Università della Svizzera italiana (USI) in Lugano während 24 Mo- naten ein Masterstudium in "Management and Informatics" zu absolvi e- ren. Das Gesuch wurde mit zahlreichen Unterlagen , unter anderem Be - stätigungen über die fachlich en und sprachlichen Fähigkeiten, Belege über absolvierte Studien und berufliche Tätigkeiten sowie Bankauszügen des Garanten ergänzt. B. Mit Schreiben der Sezione della popolazione vom 31. Juli 2013 wurde der USI die Bereitschaft zur Ausstellung einer entsprechenden Aufenthalts- bewilligung angezeigt, unter Vorbehalt der Zustimmung durch das Bu n- desamt für Migration. C. Das BFM stellte in seinem Schreiben vom 13. August 2013 betreffend rechtliches Gehör fest , dass der Beschwerdeführer in seiner Heimat be- reits einen Bachelorabschluss in Informatik erlangt habe und seit mehr e- ren Jahren berufstätig sei, weshalb erwogen werde, die vom Kanton b e- antragte Zustimmung zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zu ve r- weigern. D. In seinem Schreiben vom 24. August 201 3 legte der Beschwerdeführer die Gründe für das beabsichtigte Masterstudium an der USI dar und er- klärte, weshalb er dafür besonders geeignet sei. Dabei betonte er, dass dieses Masterprogramm eine einzigartige internationale P erspektive bie- te, indem es Stud enten und Dozenten aus verschiedenen Ländern vere i- nige. E. Mit Verfügung vom 10. September 2013 verweigerte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer die Einreisebewilligung und die Zustimmung zur Erte i- lung einer Aufenthaltsbewilligung. Zur Begründung brachte sie im W e- sentlichen vor, der Beschwerdeführer sei 31 Jahre alt. Er beabsichtige an der USI vor Studienbeginn einen Englisch -Intensivkurs zu besuchen, o b- wohl aufgrund der Zulassungsbestätigung durch die Universität davon C-5485/2013 Seite 3 auszugehen sei, dass er über die erforderlichen Englischkenntnisse ver- füge. Sodann habe er Stipendien beantragt, obwohl er angeblich über hinreichende finanzielle Mittel verfüge. Der Beschwerdeführe r habe ohne Masterabschluss seit 2003 einer Erwerbstätigkeit nachgehen können. Die Notwendigkeit auf beruflicher Ebene seine Studien zu vervollständigen , sei überdies kein hinreichendes Argument für eine Gutheissung . Würden doch Studenten, welche eine Erstausbildung absolvieren wollten, vorran- gig behandelt. F. Mit Beschwerde vom 29. September 2013 beant ragt der Beschwerdefüh- rer die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Einreiseerlaub- nis, die Zustimmung zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung für 24 M o- nate ab dem 3. Oktober 2013 sowie eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 4'500.-. Eventualiter sei die Einreiseerlaubnis und die Zustimmung zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung für 24 Monate ab dem 1. Septe m- ber 2014 zu erteilen und zusätzlich eine Entschädigung in der Höhe der bereits bezahlten Studiengebühren für das Wintersemester 2013/2 014 von Fr. 4'500.- zu bezahlen. In formeller Hinsicht ersuchte der Beschwe r- deführer, im Sinne einer superprovisorischen vorsorglichen Massnahme, um sofortige Einreisevisaerteilung und um Bewilligung des Aufenthalts in der Schweiz sowie um Akteneinsicht. Zur Begründung brachte er im We- sentlichen vor, für die geplanten kurz - und langfristigen akademischen und beruflichen Karriereschritte sei ein Masterstudium zwingend notwe n- dig. Er habe bereits seinem Gesuch sämtliche für eine Gutheissung not- wendigen Unterlagen beigefügt, was auch durch den positiven Entscheid der zuständigen kantonalen Behörde bestätig t werde. Wie er bereits der Vorinstanz dargelegt habe, biete die USI ein einzigartiges, auf Business Know-how ausgerichtetes Programm, welches sich ebenfalls durch seine spezialisierte Praxisorientiertheit auszeichne und auf diese Weise von keiner anderen Universität angeboten werde. Er erfülle sämtliche in Art. 27 AuG (SR 140.20) aufgeführten Voraussetzungen, womit ihm e ine ent- sprechende Bewilligung erteilt werden könne. Sodann könne nicht ange- hen, dass das Alter für die Ablehnung seines Gesuchs herang ezogen werde. Es gehöre zur K arriere eines Akademikers, nach dem Bachelor einen Master zu absolvieren. Er habe keine Lehre absolviert, weshalb diese akademische Ausbildung seine Erstausbildung sei. G. Mit Zwischenverfügung vom 4. Oktober 2013 wurde das Gesuch um E r-C-5485/2013 Seite 4 lass vorsorglicher Massnahme (Erteilung eines Einreisevisums und Bewil- ligung des Aufenthalts) abgewiesen. H. Die Vorinstanz hält in ihrer Vernehmlassung vom 25. November 2013 an ihrem Entscheid und der Begründung fest. I. In seiner Replik vom 28. Dezember 2013 beantragt der Beschwerdefü h- rer erneut die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung, die Erteilung der Einreisebewilligung und der Aufenthaltsbewilligung für 24 Monate ab September 2014 sowie eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 4 '000.- für die bereits bezahlten Studiengebühren für das Wintersemester 2013/2014 und Fr. 4'500.- für die ihm entstandenen Kosten und Umtriebe. J. Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit rechtserheblich, in den Erw ä- gungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter Vorbehalt der in Art. 32 genannten Ausnahmen Beschwerden gegen Ver- fügungen nach Art. 5 VwVG, welche von einer der in Art. 33 aufgeführten Behörden erlassen wurden. Darunter fallen Verfügungen des BFM, we l- che sowohl die Einreisebewilligung als auch die Zustimmung zur Erte i- lung einer Aufenthaltsbewill igung zu Aus - und Weiterbildungszwecken betreffen. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet endgültig, soweit nicht die Beschwerde in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht offen steht BGG. 1.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahre n vor dem Bundes - verwaltungsgericht nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz, soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt. 1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die im Übrigen frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten (Art. 49 ff. VwVG). C-5485/2013 Seite 5 2. Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtse r- heblichen Sachverhaltes und – sofern nicht eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerd e- verfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 2013/33 E. 2 sowie BVGE 2012/21 E. 5.1 mit Hinweisen). 3. 3.1 Ausländische Personen sind zur Anwesenheit in der Schweiz nur dann berechtigt, wenn sie rechtmässig einreisen und eine Anwesenheit s- bewilligung haben oder von Gesetzes wegen keiner solchen bedürfen. Art und Ausgestaltung der Anwesenheitsberechtigung bzw. bei Bewilligung s- pflicht der Anwesenheitsbewilligung richten sich im Wesentlichen nach dem Anwesenheitszweck, allfälligen familiären Beziehungen sowie der bereits in der Schweiz ordnungsgemäss verbrachten Dauer. Gemäss Art. 10 Abs. 1 AuG i.V.m. Art. 9 Abs. 1 erster Satz der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE, SR 142.201) ist die Anwesenheit während drei Monaten innerhalb eines Zeitraumes von sechs Monaten nach der Einreise, sofern sie nicht der Erwerbstätigkeit dient, bewilligungsfrei. Wird ein längerer Aufenthalt b e- absichtig, ist dieser bewilligungspflichtig. 3.2 Wo kein An spruch auf Erteilung einer Anwesenheitsbewilligung b e- steht, gilt der Grundsatz des Behördenermessens. Die Ermessensau s- übung steht unter dem Vorbehalt der allgemeinen Schranken rechtsstaat- licher Natur und stellt daher ein rechtlich gebundenes pflichtgemässe s Ermessen dar. Das Gesetz selber nennt die wichtigsten Kriterien, an we l- chen sich die Migrationsbehörde bei der Ausübung zu orientieren hat. In Art. 96 AuG werden diese Kriterien im Sinne einer Generalklausel allg e- mein umschrieben. Dies entbindet die Behö rden jedoch nicht von einer sorgfältigen Interessenabwägung im Einzelfall. Dabei sind grundsätzlich die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie der Grad der Integration zu berücksichtigen (Art. 96 Abs. 1 AuG). Auf die Er- teilung von Anwesenheitsbewilligungen, sei es zu Erwerbszwecken, sei C-5485/2013 Seite 6 es aus anderen Gründen, besteht für Drittausländer grundsätzlich kein Anspruch. 4. 4.1 Der Entscheid über die Zulassung zum Aufenthalt zu Aus - oder Wei- terbildungszwecken obliegt grundsätzlich dem Kanton. Vorbehalten bleibt die Zuständigkeit des Bundes für das Zustimmungsverfahren nach Art. 99 AuG. Der Bundesrat legt nach dieser Bestimmung fest, in welchen Fällen Kurzaufenthalts-, Auf enthalts- und Niederlassungsbewilligungen sowie kantonale arbeitsmarkt rechtliche Vorentscheide dem BFM zur Zusti m- mung zu unter breiten sind. Gemäss Art. 85 Abs. 1 Bst. a VZAE ist die Vorinstanz zuständig für die Zustimmung zur Erteilung der Kurzaufen t- halts-, Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung sowie zur Verläng e- rung der Aufenthaltsbewilligung, wenn es ein Zustimmungsverfahren zur Koordination der Praxis im Rahmen des Gesetzesvollzugs für bestimmte Personen- und Gesuchskategorien als notwendig erachtet. 4.2 Die Notwendigkeit der Zustimmung durch das BFM ergibt sich im Fa l- le de s Beschwerdeführers aus Art. 85 VZAE in Verbindung mit Ziffer 1.3.1.1 und 1.3.1.2.2 der Weisungen des BFM im Ausländerbereich in der Fassung vom 25. Oktober 2013 (online abrufbar unter: www.bfm.admin.ch > Dokumentation > Rechtliche Grundlagen > Weisu n- gen und Kreisschreiben > I. Ausländerbereich > 1 Verfahren und Zustä n- digkeiten; nachfolgend: Weisungen). 4.3 Das BFM kann die Zustimmung verweigern, den kantonalen En t- scheid einschränken oder mit Bedingungen verbinden (Art. 99 AuG, Art. 86 Abs. 1 VZAE). Es verweigert seine Zustimmung unter anderem, wenn die Zulassungsvoraussetzungen nicht oder nicht mehr erfüllt sind oder Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG vorliegen (Art. 86 Abs. 2 Bst. a und Bst. c Ziff. 2 und Ziff. 3 VZAE ). Es ist bei seinem Entscheid über d ie Zustimmung nicht an die kantonale Beurteilung gebunden (vgl. BGE 127 II 49 E. 3; Urteil des BVGer C-2208/2013 vom 11. März 2014 E. 4.3) 5. 5.1 Als allgemeine Voraussetzungen der Zulassung stellt Art. 3 AuG b e- stimmte Grundsätze auf. Danach muss die Zulassung den Interessen der Gesamtwirtschaft entsprechen, Chancen für eine nachhaltige Integration der betreffenden Person bieten, den kulturellen und wirtschaftlichen B e- dürfnissen der Schweiz entsprechen und die demografische, soziale und gesellschaftliche Entwicklung der Schweiz berücksichtigen. C-5485/2013 Seite 7 5.2 Art. 27-29 AuG enthalten ergänzende Bestimmungen zur Zulassung für eine Anwesenheit ohne Erwerbstätigkeit . Dies sind die Anwesenheit für eine Aus- und Weiterbildung (Art. 27 AuG) , als Rentnerinnen und Rentner (Art. 28 AuG) sowie zur medizinischen Behandlung (Art. 29 AuG). 5.3 Eine Zulassung zu Aus - und Weiterbildungszwecken ist möglich, wenn eine entsprechend e Bestätigung der Schulleitung und eine b e- darfsgerechte Unterkunft vorliegen sowie wenn die nötigen Finanzen vo r- handen sind und die Wiederausreise sowie allenfalls bei Minderjährigen die erforderliche Betreuung sichergestellt sind (Art. 27 AuG). Die persön- lichen Voraussetzungen sind namentlich dann erfüllt, wenn keine früheren Aufenthalte oder Gesuchsverfahren oder andere Um stände darauf hi n- weisen, dass die Aus - oder Weiterbildung in der Schweiz dazu dient, die allgemeinen Vorschriften über die Zulassung und den Aufenthalt zu u m- gehen (Art. 23 Abs. 2 VZAE) . Aus- oder Weiterbildungen werden in der Regel für längstens acht Jahre bewilligt. Ausnahmen sind möglich, wenn sie einzig der Aus - und Weiterbildung dienen und müssen dem BFM zur Zustimmung unterbreitet werden (Art. 23 Abs. 3 VZAE). Art. 27 AuG ist eine "Kann-Vorschrift". Ein Rechtsanspruch auf Zulassung zur Aus - und Weiterbildung besteht selbst dann nicht, wenn die gesetzlichen Vorau s- setzungen erfüllt sind. Den zuständige n Behörden wird somit ein breiter Ermessensspielraum eingeräumt, den sie nach Art. 96 Abs. 1 AuG unter Berücksichtigung der öffentlichen Interessen, der persönlichen Interessen und dem Grad der Integration auszufüllen haben. 5.4 Gemäss Art. 24 Abs. 1 VZAE müssen Schulen, die Ausländerinnen und Ausländer weiterbilden, Gewähr für eine fachgerechte Aus - und Wei- terbildung und die Einhaltung des Unterrichtsprogramms b ieten. Die z u- ständigen Behörden können die Zulassung zur Aus - und Weiterbildung auf anerkannte Schulen beschränken. Das Unterrichtsprogramm und die Dauer der Aus - und Weiterbildung müssen festgelegt sein (Abs. 2). Die Schulleitung muss bestätigen, dass die sprachlichen und bildungsmäss i- gen Voraussetzungen für die vorgesehene Aus - und Weiterbildung erfüllt sind (Abs. 3). In begründeten Fällen können die zuständigen Behörden zusätzlich einen Sprachtest verlangen (Abs. 4). 6. 6.1 Der Entscheid der Vorinstanz, die vom Beschwerdeführer anbegehrte Einreise- und Aufenthaltserlaubnis zu verweigern stützt sich im vorliegen- den Fall nicht auf die in Art. 27 Abs. 1 AuG aufgelisteten Voraussetzun-C-5485/2013 Seite 8 gen. Obwohl sich das BFM dazu nicht explizit äussert, ist davon ausz u- gehen, dass d iese Voraussetzungen erfüllt sind. Hingegen wurde au f- grund des Alters des Beschwerdeführers sowie aufgrund der Tatsache, dass dieser, auch ohne einen u niversitären Abschluss auf Masterstufe vorzuweisen können , seit 2003 arbeitstätig war , eine Verhältnismässig- keitsprüfung durchgeführt. Dabei verneinte die Vorin stanz eine Notwe n- digkeit die beabsichtigten Studien in der Schweiz zu absolvieren. Der Umstand, dass die USI internationales Ansehen geniesse, stelle kein hin- reichendes Argument für eine Gutheissung dar. Dies nicht zuletzt de s- halb, weil der angestrebte Abschluss auch in der Heimat erworben we r- den könne. Ebenso wenig genüge die behauptete berufliche Notwendi g- keit, die in der Heimat absolvierten Studien zu vervollständigen. Werde doch jenen Studenten d er Vorrang gegeben, welche in der Schweiz eine Erstausbildung absolvierten. In Abwägung sämtlicher Interessen erschei- ne die Einreise und der Aufenthalt des Beschwerdeführers in die bzw. der Schweiz zu Aus- und Weiterbildungszwecken als nicht hinreichend ge- rechtfertigt. 6.2 Der Beschwerdeführer wünscht seinen in der Heimat erlangten B a- chelor-Abschluss in Informatik in der Schweiz mit einem Master of scien- ce in "Management and Informatics", an der USI zu vervollständigen. Als Grund für diese Wahl brachte er vor, das Studium beinhalte ein einzigarti- ges, auf Business Know-how ausgerichtetes Programm, welches sich zu- dem durch seine spezialisierte Praxisorientiertheit auszeichne und auf diese Weise von keiner anderen Universität angeboten werde. Er bekrä f- tigte wiederholt seine Absicht, nach Studienabschluss die Schweiz zu ver- lassen und nach Indonesien zurückzukehren, um seine berufliche Lau f- bahn dort weiter zu verfolgen. Diese Absicht gilt es jedoch insofern zu re- lativieren, als es sich bei der Ausreise nach Abschluss der Aus- und Wei- terbildung um ein in der Zukunft liegendes Ereignis handelt, über dessen Eintritt oder Ausbleiben sich im Zeitpunkt des Zulassungsentscheids l e- diglich spekulieren und dessen Umsetzung sich kaum sicherstellen lässt und selbst eine entsprech ende Erklärung keine rechtlichen Verbindlic h- keiten zu schaffen vermag. 6.3 Es entspricht der ständigen Praxis, dass in erster Linie Bewilligungen für eine Erstausbildung in der Schweiz erteilt werden. Personen, die eine solche bereits im Ausland erhalten haben, werden zugelassen, wenn die in der Schweiz angestrebte Aus - oder Weiterbildung der Vertiefung ihrer bereits erworbenen Kenntnisse dient (vgl. Urteil des BVGer C -6702/2011 vom 14. Februar 2013). Eine Notwendigkeit der Aus - oder Weiterbildung C-5485/2013 Seite 9 in der Schw eiz ist keine Voraussetzung für die Zulassung zu Aus - und Weiterbildungszwecken, doch kann sie unter Opportunitätsgesichtspun k- ten im Rahmen der Ermessensausübung berücksichtigt werden, wenn die entsprechenden Studien auch anderswo möglich sind. Der Beschwe rdeführer verfügt über eine universitäre Ausbildung mit e i- nem Bachelorabschluss in Informatik, welchen er an der Universitas na- sional (UNAS) in Jakarta erlangte. Entgegen des vo n ihm vertretenen Standpunktes, ist ein Masterstudium gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts nicht Teil der Erstausbildung (vgl. Urteil des BVGer C-3139/2013 vom 10. März 2014). Dieses Argument muss er sich entgegen halten lassen . Hingegen stellt das Masterstudium in "Inform a- tics and Management" zumindest teilweise eine Vertiefung bzw. Erweite- rung der im Bachelorstudium erworbenen Fähigkeiten dar . Soweit der Beschwerdeführer mit den unternehmerischen Aspekten des Studiums konfrontiert wird, erwirbt er hingegen Fähigkeiten einer neuen Fachric h- tung. Die Ausbildung an der USI entspricht dem wachsenden Bedürfnis von öffentlichen und privaten Unternehmen, Informationstechnologien in ihre Organisation zu integrieren. Fach leute auf diesem Gebiet sind heute sehr gefragt. Das wachsende Bedürfnis, in diesem Bereich Spezialisten auszubilden wurde im In- und Ausland bereits erkannt. Es werden in der Schweiz, wie auch im Ausland zahlreiche Ausbildungen und Studiengän- ge angeboten, welche Informatik und Management verbinden. Eine b e- sondere Notwendigkeit, den "Master of science in M anagement and I n- formatics" an der USI zu erlangen, ist daher nicht ersichtlich. Eine solche vermag auch der Beschwereführer nicht darzulegen. Beschränkt er sich doch in seinen Ausführungen darauf die Studienbeschreibung der Univer- sität selber wiederzugeben, anstatt eigenständige Argumente für die Not- wendigkeit eines Studiums an der USI vor zubringen. Dass sich der B e- schwerdeführer wünscht, seine Ausbildung in einem internationalen Rahmen absolvieren zu können, ist zwar verständlich, stellt jedoch eben- falls kein hinreichendes privates Interesse dar. 6.4 Der Beschwerdeführer ist 1982 geboren. Besondere Umstände vo r- behalten, dürfen an Personen über dreissig Jahren grundsätzlich keine Aufenthaltsbewilligungen zu Aus - und Weiterbildungen erteilt werden. Ausnahmen sind hinreichend zu begründen (vgl. Ziffer 5.1.2 der Weisu n- gen). Im vorliegenden Fall sind keine Umstände ersichtlich, welche es rechtfertigen würden, im Falle des Beschwerdeführers, aus besonderen Gründen von diesem Grundsatz abzuweichen. D as Vorbringen, wonach es alltäglich sei, dass über Dreissigjährige sich ebenfalls aus- und weiter-C-5485/2013 Seite 10 bildeten, rechtfertigt nach dem Gesagten gerade eben keine solche Au s- nahme. 6.5 Den persönlichen Interessen des Beschwerdeführers ist das öffentl i- che Interesse, wie es sich aus Art. 3 Abs. 3 AuG ergibt gegenüber zu stel- len. So sind Aspekte, wie die demografische, die soziale und die gesel l- schaftliche Entwicklung der Schweiz sowie die sich daraus ergebenden Probleme im migrationspolitischen Kontext zu berücksichtigen . Denn es darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass die Zulassung von Auslä n- derinnen und Ausländern – unter Vorbehalt der völkerrechtlichen Ve r- pflichtungen – ein autonomer Entscheid jedes souveränen Staates ist und deshalb in der Regel kein Anspruch auf die Einreise un d die Gewährung des Aufenthalts besteht (BBl 2002 3725). 6.6 Selbst wenn keine Zweifel über den Nutzen eines Masterstudiums an der USI bestehen und der Wunsch des Beschwerdeführers, diesen zu er- langen verständlich ist, gilt es gleichwohl festzustellen, dass im vorlie- genden Einzelfall keine hinreichenden speziellen Umstände vorliegen, welche es rechtfertigten, dem anbegehrten Aufenthalt zu Studienzwecken zuzustimmen. 6.7 Aus den vorstehenden Erwägungen folgt, dass die angefochtene Ver- fügung nicht zu beanstanden und als rechtmässig und angemessen zu bestätigen ist (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 6.8 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerd e- führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Dispositiv Seite 11 C-5485/2013 Seite 11 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1' 200.– werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Sie sind durch den am 31. Oktober 2013 geleisteten Kostenvor- schuss gedeckt. 3. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben) – die Vorinstanz (…) – Ufficio della migrazione, sezione della popolazione a Bellinzona Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Marianne Teuscher Giulia Santangelo Versand: