<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2019-07-04-4F_5-2019.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4F_5/2019</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 4. Juli 2019</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Kiss, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichterinnen Klett, Hohl, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Leemann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Gesuchstellerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. Bank B.________ AG, </div> <div class="para">2. Bezirksgericht Zürich, 2. Abteilung, </div> <div class="para">3. Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, </div> <div class="para">Gesuchsgegner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Forderung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 18. April 2019 (4A_159/2019, 4A_160/2019, 4A_161/2019, 4A_162/2019, 4A_163/2019, 4A_164/2019 und 4A_165/2019). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>In Erwägung,</b> </div> <div class="para">dass die Gesuchstellerin am 28. September 2016 beim Bezirksgericht Zürich eine Klage auf Auskunftserteilung und Bezahlung von Schadenersatz im Betrag von EUR 17.2 Mio. gegen die Gesuchsgegnerin 1 einreichte; </div> <div class="para">dass die Gesuchstellerin gegen zahlreiche in diesem Verfahren ergangene Entscheide Rechtsmittel erhob, wobei das Bundesgericht unter anderem mit Entscheiden vom 15. März 2017 (Verfahren 4A_87/2017), 24. Juli 2017 (Verfahren 4A_181/2017, 4A_187/2017, 4A_219/2017, 4A_221/2017, 4A_223/2017, 4A_225/2017) und 5. April 2018 (Verfahren 4A_178/2018) auf die von der Gesuchstellerin gegen die jeweiligen kantonalen Entscheide erhobenen Beschwerden nicht eintrat; </div> <div class="para">dass die Gesuchstellerin dem Bundesgericht mit Eingabe vom 1. April 2019 erklärte, sieben Entscheide des Obergerichts des Kantons Zürich mit Beschwerde anfechten zu wollen (Verfahren 4A_159/2019, 4A_160/2019, 4A_161/2019, 4A_162/2019, 4A_163/2019, 4A_164/2019 und 4A_165/2019); </div> <div class="para">dass die Gesuchstellerin dem Bundesgericht am 9. und 15. April 2019 weitere Eingaben einreichte; </div> <div class="para">dass das Bundesgericht mit Urteil vom 18. April 2019 auf die offensichtlich unzulässigen Beschwerden in den Verfahren 4A_159/2019, 4A_160/2019, 4A_161/2019, 4A_162/2019, 4A_163/2019, 4A_164/2019 und 4A_165/2019 in Anwendung von <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG</span> nicht eintrat; </div> <div class="para">dass das Bundesgericht zunächst erwog, dass über die von der Gesuchstellerin gegen drei kantonale Entscheide erhobenen Beschwerden bereits in früheren Verfahren entschieden worden war, weshalb auf die erneut erhobenen Beschwerden gegen diese Entscheide von vornherein nicht eingetreten werden könne (Verfahren 4A_159/2019, 4A_160/2019 und 4A_161/2019); </div> <div class="para">dass das Bundesgericht zudem erwog, die Beschwerdeerhebung mit Eingabe vom 1. April 2019 sei in den vier weiteren Verfahren offensichtlich verspätet erfolgt (Verfahren 4A_162/2019, 4A_163/2019, 4A_164/2019 und 4A_165/2019); </div> <div class="para">dass das Bundesgericht im Urteil vom 18. April 2019 im Weiteren erwog, die Eingaben der Gesuchstellerin erfüllten ausserdem die erwähnten Begründungsanforderungen offensichtlich nicht, weshalb darauf selbst bei fristgerechter Einreichung in Anwendung von <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> nicht eingetreten werden könnte; </div> <div class="para">dass das Bundesgericht schliesslich darauf hinwies, dass die Art der Prozessführung der Gesuchstellerin, die systematisch jede gerichtliche Mitteilung oder Verfügung anficht, ohne rechtsgenügende Rügen zu erheben, als rechtsmissbräuchlich erscheine, weshalb auf die Beschwerden auch aus diesem Grund nicht einzutreten wäre (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. c BGG</span>); </div> <div class="para">dass die Gesuchstellerin mit Eingabe vom 15. Mai 2019 die Revision des Bundesgerichtsurteils vom 18. April 2019 (Verfahren 4A_159/2019, 4A_160/2019, 4A_161/2019, 4A_162/2019, 4A_163/2019, 4A_164/2019 und 4A_165/2019) beantragt; </div> <div class="para">dass die Gesuchstellerin dem Bundesgericht am 16. Mai 2019 eine weitere Eingabe einreichte; </div> <div class="para">dass eine Rechtsschrift gemäss <span class="artref"><artref id="CH/173.110/42/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/42/1" type="start"></artref>Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref> die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten muss und in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern das angefochtene Urteil Recht verletzt; </div> <div class="para">dass die Revision eines Entscheides des Bundesgerichts nur aufgrund der in den <span class="artref"><artref id="CH/173.110/121" type="start"></artref>Art. 121-123 BGG</span><artref id="CH/173.110/123" type="end"></artref> abschliessend aufgezählten Gründe verlangt werden kann; </div> <div class="para">dass in einem Revisionsgesuch dementsprechend unter Angabe der Beweismittel der Revisionsgrund im Einzelnen darzulegen ist, wobei es nicht genügt, das Vorliegen eines solchen einfach zu behaupten, sondern vielmehr dargetan werden muss, weshalb dieser gegeben und inwiefern gestützt darauf das Urteilsdispositiv abzuändern ist (Urteile des Bundesgerichts 4F_19/2014 vom 20. November 2014; 4F_14/2012 vom 11. Oktober 2012 und 8F_10/2008 vom 11. August 2008); </div> <div class="para">dass sich die Gesuchstellerin auf <span class="artref">Art. 121 BGG</span> beruft, jedoch über weite Strecken keine Verletzung einer der in lit. a-d dieser Bestimmung genannten Verfahrensvorschriften geltend macht, die zur Revision des angefochtenen Urteils führen könnte; </div> <div class="para">dass die Gesuchstellerin etwa mit ihrem Vorwurf, die Einzelrichterin habe die Grundrechte, so insbesondere den Gehörsanspruch verletzt, keinen Revisionsgrund nach <span class="artref">Art. 121 BGG</span> aufzeigt; </div> <div class="para">dass die Gesuchstellerin im Revisionsverfahren einmal mehr einen Ablehnungsantrag gegen die Präsidentin der I. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts stellt, ohne diesen Antrag jedoch hinreichend zu begründen; </div> <div class="para">dass insbesondere Ausstandsbegehren, die primär mit früheren, zuungunsten der Partei ausgefallenen Erkenntnissen, an denen die abgelehnte Gerichtsperson mitgewirkt hat, oder sonstwie mit nicht nachvollziehbaren Motiven begründet werden, unzulässig sind und die abgelehnten Gerichtspersonen am Entscheid darüber mitwirken können, ohne dass gemäss <span class="artref">Art. 37 BGG</span> vorzugehen wäre (Urteile 4F_5/2018 vom 22. Januar 2018; 4F_20/2016 vom 6. Dezember 2016 mit Hinweisen), weshalb kein Revisionsgrund im Sinne von <span class="artref">Art. 121 lit. a BGG</span> vorliegt; </div> <div class="para">dass zudem mit Bezug auf den Revisionsgrund nach <span class="artref">Art. 121 lit. a BGG</span>, den die Gesuchstellerin anzurufen scheint, weil das angefochtene Urteil als Einzelrichterentscheid und nicht in Dreierbesetzung erging, darauf hinzuweisen ist, dass die Beurteilung der Einzelrichterin, auf die Beschwerde sei infolge offensichtlicher Unzulässigkeit oder wegen offensichtlich unzureichender Begründung nicht einzutreten (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/108/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/a" type="start"></artref>Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG</span><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/108/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/b" type="end"></artref>) bzw. weil die Beschwerde querulatorisch oder rechtsmissbräuchlich ist (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. c BGG</span>), nicht mit einem Revisionsgesuch in Frage gestellt werden kann (Urteil 4F_16/2018 vom 31. August 2018 E. 2.2 mit Hinweisen); </div> <div class="para">dass die Gesuchstellerin im Übrigen den zur Revision beantragten Entscheid in unzulässiger Weise inhaltlich kritisiert, indem sie etwa einen Verstoss gegen <span class="artref">Art. 141 ZPO</span> bzw. gegen das Haager Übereinkommen vom 15. November 1965 über die Zustellung gerichtlicher und aussergerichtlicher Schriftstücke im Ausland in Zivil- oder Handelssachen (HZÜ65; SR 0.274.131) geltend macht und sich auf den Standpunkt stellt, ihre Beschwerde sei nicht verspätet erfolgt und es wäre daher darauf einzutreten gewesen; </div> <div class="para">dass die Gesuchstellerin mit ihrem Hinweis auf <span class="artref">Art. 122 BGG</span> schliesslich verkennt, dass für eine Revision nach dieser Bestimmung unter anderem vorausgesetzt wird, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in einem endgültigen Urteil festgehalten hat, die EMRK oder die Protokolle dazu seien verletzt worden; </div> <div class="para">dass das Revisionsgesuch damit abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann; </div> <div class="para">dass die Gerichtskosten bei diesem Verfahrensausgang der Gesuchstellerin aufzuerlegen sind (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>); </div> <div class="para">dass den Gesuchsgegnern keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/68/3" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/68/2" type="start"></artref>Art. 68 Abs. 2 und 3 BGG</span><artref id="CH/173.110/68/3" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/3" type="end"></artref>); </div> <div class="para">dass sich das Bundesgericht vorbehält, weitere Eingaben ähnlicher Art nach Prüfung unbeantwortet abzulegen; </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Gesuchstellerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien schriftlich mitgeteilt, der Gesuchstellerin auf dem Rechtshilfeweg. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 4. Juli 2019 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Kiss </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Leemann </div> </div></body></html>