B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-2613/2019 U r t e i l v o m 2 9 . O k t o b e r 2 0 2 0 Besetzung Richterin Viktoria Helfenstein (Vorsitz), Richter Beat Weber, Richter Daniel Stufetti, Gerichtsschreiberin Rahel Schöb. Parteien A._______GmbH, vertreten durch Dr. iur. Manuel Brandenberg, Rechtsanwalt, Beschwerdeführerin, gegen Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Vorinstanz. Gegenstand Berufliche Vorsorge; Beitragsverfügung Stiftung Auffangein- richtung BVG vom 15. April 2019 und Aufhebung Rechtsvor- schlag. C-2613/2019 Seite 2 Sachverhalt: A. Mit Verfügung vom 22. August 2017 schloss die Stiftung Auffangeinrichtung BVG ( nachfolgend: Auffangeinrichtung oder Vorinstanz) die A._______GmbH, (nachfolgend: Arbeitgeberin oder Beschwerdeführerin) rückwirkend per 1. Juni 2016 an und begründete dies mit der Ausrichtung von Löhnen an dem BVG-Obligatorium unterstellte Arbeitnehmende (Akten der Vorinstanz [nachfolgend: act.] 3). Die Verfügung erwuchs unangefoch- ten in Rechtskraft. B. B.a Mit Schreiben vom 1. Januar 2018 bestätigte die Auffangeinrichtung der Arbeitgeberin, dass der Zwangsanschluss nach Ablauf der Beschwer- defrist rückwirkend per 1. Juni 2016 durchgeführt worden sei und stellte Beiträge in der Höhe von Fr. 40'606.90 für die Periode vom 30. Juni 2016 bis 31. Dezember 2017 in Rechnung (act. 5). B.b Mit Einschreiben vom 24. Februar 2018 wurde die Arbeitgeberin – un- ter Androhung der Betreibung seinleitung sowie dem Anfallen von Betrei- bungsgebühren und Fr. 100.– zusätzlichen Kosten – von der Auffangein- richtung gemahnt, die Beitragsrechnung in der Höhe von Fr. 40'606.90 zu- züglich Fr. 50.– Mahnspesen bis zum 11. März 2018 zu begleichen (act. 7). B.c Am 19. März 2018 stellte die Auffangeinrichtung beim Betreibungsamt Baar ein Betreibungsbegehren (act. 8) für den Betrag von Fr. 40'606.90 nebst Zins zu 5 % seit 16. März 2018 zuzüglich Betreibungs- und Mahn- kosten von Fr. 150.– sowie Verzugszinsen vor Betreibung von Fr. 974.32. Am 7. Mai 2018 stellte das Betreibungsamt Baar der Arbeitgeberin den Zahlungsbefehl zu, wogegen diese am 16. Mai 2018 Rechtsvorschlag er- hob (act. 9). Mit Schreiben vom 1. Juni 2018 (act. 10) gewährte ihr die Auf- fangeinrichtung das rechtliche Gehör, indem sie sie zur Begründung des Rechtsvorschlags bis am 1. Juli 2018 aufforderte. B.d Am 29. Juni 2018 nahm die Arbeitgeberin zum erhobenen Rechtsvor- schlag Stellung (act. 11). Sie führte zur Begründung im Wesentlichen aus, dass die in Rechnung gestellten Beiträge nicht korrekt ermittelt worden seien und bat um gemeinsame Bereinigung sowie Rückzug der Betrei- bung. C-2613/2019 Seite 3 B.e Mit Schreiben vom 9. Juli 2018 teilte die Auffangeinrichtung der Arbeit- geberin mit, ihre Forderung und die damit verbundene Betreibung seien gerechtfertigt und könnten nicht zurückgezogen werden (act. 12). B.f Am 15. April 2019 erliess die Auffangeinrichtung androhungsgemäss eine Beitragsverfügung (act. 13), mit welcher sie nebst der Forderung von Fr. 40'606.90 zuzüglich Verzugszins zu 5 % auf Fr. 40'606.90 seit 16. März 2018, Mahngebühren von Fr. 50.–, Betreibungskosten von Fr. 100.– sowie Verzugszinsen bis zum 16. März 2018 von Fr. 974.32 nachforderte (Dispo- sitiv-Ziffer I) und den Rechtsvorschlag in vorgenannter Betreibung Nr. 20181336 im Umfang von Fr. 41'731.22 zuzüglich Verzugszins von 5 % auf Fr. 40'606.90 seit 6. März 2018 aufhob (Dispositiv-Ziffer II). C. Hiergegen liess die Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Manuel Brandenberg, mit Eingabe vom 28. Mai 2019 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben und folgende Rechtsbegehren stellen (Akten im Beschwerdeverfahren [nachfolgend: BVGer act.] 1): 1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, und die Vorinstanz sei an- zuweisen, die von der Beschwerdeführerin geschuldeten Beiträge und die Aufhebung des Rechtsvorschlags in der Betreibung Nr. 20181336 des Be- treibungsamtes Baar im Sinne der nachfolgenden Begründung neu zu be- rechnen. 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Vorinstanz. Zur Begründung liess sie im Wesentlichen vorbringen, die Vorinstanz habe den Sachverhalt unvol lständig festgestellt, indem sie es versäumt habe, bei der Ausgleichskasse Zug die Lohnbescheinigung 2017 be izuziehen. Stattdessen habe sie auf die Lohnabrechnung 2016 abgestellt. Die Vo- rinstanz habe im Weiteren Bundesr echt verletzt. So sei die Vorinstanz in Bezug auf die Ermittlung des massgebenden Lohnes im konkreten Fall je- weils an die Lohnbescheinigungen der zuständigen Ausgleichskasse ge- bunden. Mit Bezug auf das Jahr 2017 habe die Vorinstanz zu hohe Lohn- summen und davon zu hohe Arbeitgeberbeiträge berechnet. Aufgrund der falsch berechneten Beiträge gestützt auf eine zu hohe Lohnsumme er- weise sich auch die Verzugszinsberechnung der Vorinstanz als falsch. D. Mit Zwischenverfügung vom 29. Mai 2019 (BVGer act. 2) wurde die Be- schwerdeführerin aufgefordert, einen Kostenvorschuss von Fr. 3'000.– in C-2613/2019 Seite 4 Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten. Dieser wurde innert erstreckter Frist geleistet (BVGer act. 3, 4, 5). E. Mit Vernehmlassung vom 2. September 2019 (BVGer act. 9) stellte die Vo- rinstanz folgende Anträge: 1. Die Beschwerde sei teilweise gutzuheissen und Ziff. I sowie II der Bei- tragsverfügung vom 15. April 2019 seien wie folgt abzuändern: I. Der Arbeitgeber hat der Stiftung Auffangeinrichtung BVG CHF 29'962.81 zuzüglich Verzugszins 5 % auf CHF 29'962.81 seit 16. März 2018 und Gebühren für Mahnung vom 24. Februar 2018 CHF 50.00 Gebühren für Einleitung Betreibung CHF 100.00 Verzugszins bis zum 16. März 2018 CHF 726.20 zu bezahlen. II. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 20181336 des Betrei- bungsamtes Baar wird im Betrag von CHF 30'839.01 zuzüglich Verzugszins 5 % auf CHF 29'962.81 seit 16. März 2018 aufgehoben. 2. Unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin. Zur Begründung führte sie insbesondere aus, dass die Beschwerdeführerin die Lohnmeldung für das Jahr 2017 am 25. Juli 2018 an die Ausgleichs- kasse gesendet habe, aufgrund ihrer Mitwirkungspflicht jedoch verpflichtet gewesen wäre, die entsprechende Meldung auch an die Vorinstanz zu ma- chen. Im Jahr 2017 offenbar nicht mehr bei der Beschwerdeführerin be- schäftigt gewesen sei B._______. Auch in diesem Punkt habe es die Be- schwerdeführerin versäumt, ihrer Mitwirkungspflicht nachzukommen, da es bis heute an einer entsprechenden Austrittsmeldung mangle. Der geschul- dete Betrag sei entsprechend um Fr. 12'051.52 zu reduzieren. Gemäss Lohnbescheinigung der Ausgleichskasse habe sodann C._______ im Jahr 2017 einen Jahreslohn von Fr. 66'800 .– verdient, weshalb die Vorinstanz zu hohe Beiträge in Rechnung gestellt habe. Die korrekten Beiträge für das Jahr 2017 würden Fr. 6'251.12 (4 x 1'562.78) betragen, weshalb der der Vorinstanz geschuldete Betrag entsprechend zu reduzieren sei. Hingegen habe die Vorinstanz keine Kenntnis davon gehabt, das s ab 1. Juli 2017 D._______ bei der Beschwerdeführerin gearbeitet und bis Ende Jahr einen Lohn von Fr. 25'800.– erzielt habe. Entsprechend seien bisher für C-2613/2019 Seite 5 D._______ keine Beiträge in Rechnung gestellt worden. Bei einem hoch- gerechneten Jahreslohn von Fr. 51'600.– schulde die Beschwerdeführerin für ihn Beiträge in der Höhe von Fr. 1'427.02 (2 x 713.51). Die Beschwer- deführerin habe es versäumt, der Vorinstanz die relevanten Änderungen, wie den Eintritt von D._______ als neuen Arbeitnehmer per 1. Juli 2017, rechtzeitig, d.h. vor Verfügungserlass, zu melden. Sie habe damit ihre Mit- wirkungspflicht verletzt. Die Beiträge von D._______ für die Dauer vom 1. Juli 2017 bis 31. Dezember 2017 seien im Rahmen des hängigen Be- schwerdeverfahrens als neue bis anhin unbekannt e Sachverhaltsum- stände zu berücksichtigen. F. Mit Eingabe vom 5. September 2019 ersuchte die Beschwerdeführerin um Akteneinsicht (BVGer act. 11). Das Akteneinsichtsgesuch wurde mit Verfü- gung vom 10. September 2019 gutgeheissen (BVGer act. 12). G. Mit unaufgeforderter Replik vom 16. September 2019 (BVGer act. 13) hielt die Beschwerdeführerin vollumfänglich an ihren bisher gestellten Anträgen fest und führte ergänzend aus, dass sie ihrem Brief an die Vorinstanz vom 29. Juni 2018 ein korrigiertes Versichertenverzeichnis beigelegt habe, auf dem der Mitarbeiter B._______ mit einem Jahreslohn von Fr. 78'000.– für die Jahre 2017 und 2018 und geschuldeten Beiträgen von CHF 6'025.77 gestrichen gewesen sei. Die Streichung sei vermerkt worden mit den Wor- ten «bei uns nicht a ngestellt». Der Beschwerdeführerin könne keine Ver- letzung einer Verfahrenspflicht vorgeworden werden. H. Mit Duplik vom 11. Oktober 2019 (BVGer act. 15) hielt auch die Vorinstanz an ihren bisherigen Anträgen und Begründungen fest. Ergänzend brachte sie vor, dass ein Austritt des Mitarbeiters B._______ oder das genaue Aus- trittsdatum sich weder aus dem geänderten Versichertenverzeichnis noch aus dem Begleitschreiben ergeben würden. Die Beschwerdeführerin sei aufgrund der Anschlussvereinbarung und dem Schreiben der Vorinstanz vom 9. Juli 2018 ausdrücklich aufgefordert worden, entsprechende Anpas- sungen zu melden einzureichen, so dass durch diese Mitwirkungspflicht die Untersuchungspflicht der Vorinstanz begrenzt worden sei und für sie kein Anlass bestanden habe, die Lohnbescheinigungen bei der Ausgleichs- kasse zu verlangen. C-2613/2019 Seite 6 I. Mit Schreiben vom 10. Juli 2020 wurde den Parteien die Übernahme des Beschwerdeverfahrens durch die Abteilung III des Bundesverwaltungsge- richts angezeigt (BVGer act. 17). J. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be- schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. h VGG; Art. 60 Abs. 2bis BVG [SR 831.40 ]). Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich grundsätzlich nach dem VwVG (Art. 37 VGG). Die Beschwerdeführe- rin ist als Adressatin der angefochtenen Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein schutz -würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb sie zur Erhebung der Beschwerde legiti miert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG ). Nachdem auch der Kostenvorschuss frist gerecht geleistet wurde (BVGer act. 5), ist auf die frist - und formge recht einge- reichte Beschwerde vom 28. Mai 20 19 einzutreten (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 2. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 2.2 Gestützt auf das Rügeprinzip, welches im Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht in abgeschwächter Form zur Anwendung gelangt, ist nicht nach allen möglichen Rec htsfehlern zu suchen; dafür müssen sich zumindest Anhaltspunkte aus den Vorbringen der Verfahrens- beteiligten oder den Akten ergeben (vgl. statt vieler : Urteil d es BVGer A 5225/2018 vom 7. Mai 2019 E. 2 m.H.). 2.3 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit- sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen C-2613/2019 Seite 7 Verwaltungsverfügung (hier: 15. April 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verän- dert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsver- fügung sein. Immerhin sind indes Tatsachen, die sich erst später verwirkli- chen, soweit zu berücksichtigen , als sie mit dem Streitgegenstand in en- gem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu beeinflussen (BGE 121 V 362 E. 1b; Urteil des BGer 8C_95/2017 vom 15. Mai 2017 E. 5.1). 2.4 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass- geblich, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3; 139 V 335 E. 6.2; 138 V 475 E. 3.1). Deshalb finden die Vorschriften Anwendung, die spätestens beim Erlass der Verfügung vom 15. April 2019 in Kraft standen; weiter aber auch Vor- schriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche von Belang sind. 3. 3.1 Grundsätzlich der obligatorischen Versicherung des BVG unterstellt sind die bei der AHV versicherten Arbeitnehmenden (Art. 5 Abs. 1 BVG), die das 17. Altersjahr überschritten haben und bei einem Arbeitgeber mehr als den gesetzlichen – soweit hier interessierenden – Jahreslohn von min- destens Fr. 21'150. – für die Jahre 2016 und 2017 erzielen (vgl. Art. 2 Abs. 1, Art. 7 Ab s. 1 und Art. 9 BVG i.V.m. Art. 5 der Verordnung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen und Invalidenvor- sorge [BVV 2] in der in dieser Zeitspanne gültig gewesenen Fassung [ AS 2014 3343]). 3.1.1 Zur Ermittlung der Unterstellungspflicht nach Art. 7 Abs. 1 BVG – wie auch zur Berechnung der Beiträge an die berufliche Vorsorge – ist der mas- sgebende Lohn nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) heranzuzie- hen (Art. 7 Abs. 2 BVG ). Die Vorinstanz ist an die Lohnbescheinigungen der Ausgleichskasse gebunden und hat darauf abzustellen (vgl. Urteile des BVGer C-8470/2010 vom 17. September 2013 E. 5.2 [Erwägung nicht pu- bliziert in BVGE 2013/44]; A-4594/2017 vom 13. März 2018 E. 2.1.4 m.w.H.). C-2613/2019 Seite 8 3.1.2 Ist ein Arbeitnehmer weniger als ein Jahr lang bei einem Arbeitgeber beschäftigt, gilt als Jahreslohn der Lohn, den er bei ganzjähriger Beschäf- tigung erzielen würde (Art. 2 Abs. 2 BVG). Ausgenommen von der obliga- torischen Versicherung sind u.a. Arbeitnehmende mit einem befristeten Ar- beitsverhältnis von höchstens drei Monaten (sofern kein Fall von Art. 1 k BVV 2 vorliegt) sowie Arbeitnehmende, die nebenberuflich tätig sind und bereits für eine hauptberufliche Erwerbstätigkeit obligatorisch versichert sind oder im Hauptberuf eine selbständige Erwerbstätigkeit ausüben (Art. 1j Abs. 1 Bst. b und c BVV 2). 3.1.3 Zu versichern ist nur ein bestimmter, als sog. koordinierter Lohn be- zeichneter Teil des jeweiligen Jahreslohnes (vgl. Art. 8 Abs. 1 BVG i.V.m. Art. 5 BVV 2 ), und zwar (soweit vorliegend interessierend) der Lohn von Fr. 24'675.– bis und mit Fr. 84'600.– in den Jahren 2016-2017. 3.2 Der Arbeitgeber, der obligatorisch zu versichernde Arbeitnehmer be- schäftigt, muss eine in das Register für die beruflic he Vorsorge eingetra- gene Vorsorgeeinrichtung errichten oder sich einer solchen anschliessen (Art. 11 Abs. 1 BVG). Die Auffangeinrichtung ist eine Vorsorgeeinrichtung (Art. 60 Abs. 1 BVG). 3.3 Der Arbeitgeber ist auch verpflichtet, der Vorsorgeeinrichtung alle Än- derungen, die sich auf das Vorsorgeverhältnis und insbesondere auf die Berechnung der Beiträge auswirken, unverzüglich zu melden (Art. 10 BVV 2; Art. 3 Ziff. 1 -5 der einschlägigen Anschlussbedingungen der Auf- fangeinrichtung zur Anschlussverfügung vom 22. August 2017 (vgl. Sach- verhalt Bst. A hiervor [act. 3, Beilage 2] ; vgl. auch Urteil des BVGer A-4311/2016 vom 22. März 2017 E. 8.2). 3.4 Die Vorsorgeeinrichtung legt die Höhe der Beiträge des Arbeitgebers und der Arbeitnehmer in den reglementa rischen Bestimmun gen fest (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BVG). Die Vorinstanz ist als Vorsorgeeinrichtung somit bei der Festlegung der Beiträge – unter Vorbehalt der Beitragsparität nach Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BVG – grundsätzlich autonom, hat jedoch das Beitragssystem so auszugestalten, dass die Leistungen bei Fälligkeit erbracht werden können (Art. 65 Abs . 2 BVG und JÜRG BRÜHWILER, Bei- tragsbemessung in der obligatorischen beruflichen Vorsorge nach BVG, insbesondere Zusatzbeiträge für die Finanzierung des BVG-Mindestzinses und des BVG -Umwandlungssatzes in: SZ S 2003, S. 324 f.). Gemäss Art. 66 Abs. 2 BVG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 der Verordnung vom 28. August 1985 über die Ansprüche der Auffangeinrichtung der beruflichen Vorsorge C-2613/2019 Seite 9 (SR 831.434; nachfolgend: Verordnung Auffangeinrichtung) hat der Arbeit- geber der Auffangeinrichtung die Beiträge für alle dem BVG unt erstellten Arbeitnehmenden von dem Zeitpunkt an zu entrichten, von dem an er bei einer Vorsorgeeinrichtung hätte angeschlossen sein müssen. 3.5 Zur Fälligkeit der Beiträge ergibt sich aus Art. 3 Abs. 6 f. der Anschluss- bedingungen Folgendes: Die Beiträge gemäss dem jeweils gültigen Vor- sorgereglement werden dem Arbeitgeber vierteljährlich nachschüssig in Rechnung gestellt. Sie sind jeweils am 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember fällig. Die Zahlung muss innert 30 Tagen nach Fälligkeit bei der Auffangeinrichtung eingegangen sein. Bei verspäteter Zahlung kann die Auffangeinrichtung Zinsen auf die ausste henden Beiträge erhe- ben. Ausstehende Beiträge werden gemahnt. Wenn der Arbeitgeber die Mahnung nicht beachtet, fordert die Auffangeinrichtung die ausstehenden Beiträge samt Zinsen und Kosten ein. Die Zinsen werden mit den vom Stif- tungsrat festgesetz ten Verzugszinssätzen ab Fällig keit der Beiträge be- rechnet. Mahnung und Betreibung sind kostenpflichtig. Der Arbeitgeber an- erkennt die von der Auffangeinrichtung erstellten Beitragsrechnungen und Mahnungen, sofern er nicht binnen 20 Tagen nach Zustellung begründet Einspruch erhebt. 3.6 Nach Art. 11 Abs. 7 BVG stellt d ie Auffangeinrichtung dem säumigen Arbeitgeber den von ihm verursac hten Verwaltungsaufwand in Rechnung (vgl. auch Art. 3 Abs. 4 Verordnung Auffangeinrichtung, wonach der Arbeit- geber der Auffangeinrichtung alle Aufwendungen zu ersetzen hat, die die- ser in Zusammenhang mit seinem Anschluss entstehen). Gemäss dem im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung gültigen Kostenreg- lement der Auffangeinrichtung zur Deckung von ausserordentlichen admi- nistrativen Umtrieben, das Bestandteil der vorl iegend massgebenden An- schlussbedingungen bildet, können insbesondere für eine eingeschriebene Mahnung Fr. 50.–, für die Einleitung einer Betreibung, für die Stellung eines Fortsetzungsbegehrens oder eines Konkursbegehrens je Fr. 100.– und für die Mahnung der Lohnliste Fr. 100.– eingefordert werden. Voraussetzung für die Rechtmässigkeit dieser Gebührenforderungen ist praxisgemäss, dass die damit abgegoltenen Verwaltungsmassnahmen effektiv und zu Recht erfolgt sind (statt vieler: Urteil des BVGer A-91/2018 vom 6. Februar 2019 E. 4.3 m.H.). 3.7 Die Vorinstanz ist zwecks Erfüllung ihrer Aufgaben als Auffangeinrich- tung (Beitrags- und Zinserhebung sowie Geltendmachung von Schadener-C-2613/2019 Seite 10 satz im Zusammenhang mit Leistungen vor dem Anschluss) nicht nur zu- ständig, über den Bestand sowie de n Umfang ihrer Forderungen gegen- über Arbeitgebern Verfügungen zu erlassen, die vollstreckbaren Urteilen im Sinne von Art. 80 des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 über Schuld- betreibung und Konkurs (SchKG, SR 281.1) gleichgestellt sind (vgl. Art. 60 Abs. 2 Bst. a i.V.m. Art. 11 i.V.m. Art. 60 Abs. 2bis BVG). Als Rechtsöffnungs- instanz kann sie grundsätzlich gleichzeitig mit dem materiell -rechtlichen Entscheid über den strittigen Anspruch auch die Aufhebung eines Rechts- vorschlages verfügen, soweit es – wie vorliegend – um eine von ihr in Be- treibung gesetzte Forderung geht (BGE 134 III 115 E. 3.2 und E. 4.1.2 und statt vieler: Urteil des BVGer A-91/2018 vom 6. Februar 2019 E. 3.1 m.w.H.; JOLANTA KREN KOSTKIEWICZ, in: SchKG-Kommentar, 20. Aufl. 2020, Art. 79 Rz. 11 und zur anders gelagerten Konstellation statt vieler: Urteil des BVGer A-91/2018 vom 6. Februar 2019 E. 3.2 m.w.H.). 4. 4.1 Im vorliegenden Fall wurde die Beschwerdeführerin – wie eingangs dargelegt (Sachverhalt Bst. A hiervor) – rückwirkend per 1. Juni 2016 durch die Vorinstanz zwangsweise angeschlossen. Während den Jahren 201 6 und 2017 hat die Beschwerdeführerin dabei unbestrittenermassen obliga- torisch zu versichernde Arbeitnehmende beschäftigt (vgl. zu den Voraus- setzungen für die obligatorische Versicherung E. 3.1.1 f. hiervor). Ebenso wenig wird in Abrede gestellt, dass die Beschwerdeführerin deshalb grund- sätzlich (noch ausstehende) BVG-Beiträge schuldet. 4.2 Nach Darstellung der Vorinstanz bezieht sich die vorliegend angefoch- tene Verfügung einzig auf den Zeitraum vom 1. Juni 2016 bis 31. Dezember 2017. Die vorinstanzliche Berechnung der für die genannte Zeitspanne (angeblich) geschuldeten Beiträge ist in der Beilage 2 der angefochtenen Verfügung mitsamt den für das jeweilige Jahr herangezogenen Beitragss- ätzen detailliert ausgewiesen (act. 13, Beilage 2). Dabei werden die für den Zeitraum vom 1. Juni 2016 bis 31. Dezember 2016 geschuldete Beiträge von der Beschwerdeführerin ebenfalls nicht bestritten (vgl. dazu E. 2.2 hier- vor). 4.2.1 Demgegenüber ergeben sich aus der erwähnten Berechnung der Vo- rinstanz für den vorliegend umstrittenen Zeitraum ab 1. Januar 2017 fol- gende Beiträge (act. 13, Beilage 13, S. 12): Beiträge für E._______ vom 1. Januar 2017 – 31. März 2017: Fr. 2'008.03 vom 1. April 2017 – 30. Juni 2017: Fr. 2'008.03 C-2613/2019 Seite 11 vom 1. Juli 2017 – 30. September 2017: Fr. 2'008.03 vom 1. Oktober 2017 – 31. Dezember 2017: Fr. 2'008.03 Beiträge für B._______ vom 1. Januar 2017 – 31. März 2017: Fr. 3'012.88 vom 1. April 2017 – 30. Juni 2017: Fr. 3'012.88 vom 1. Juli 2017 – 30. September 2017: Fr. 3'012.88 vom 1. Oktober 2017 – 31. Dezember 2017: Fr. 3'012.88 Beiträge für C._______ vom 1. Januar 2017 – 31. März 2017: Fr. 1'567.68 vom 1. April 2017 – 30. Juni 2017: Fr. 1'567.68 vom 1. Juli 2017 – 30. September 2017: Fr. 1'567.68 vom 1. Oktober 2017 – 31. Dezember 2017: Fr. 1'567.68 4.2.2 Gemäss Beilage 2 der angefochtenen Verfügung beträgt sodann die Summe aller Beiträge für das Jahr 2017 Fr. 26'354.36 (act. 13, Beilage 13, S. 12). 4.3 Die Beschwerdeführerin rügt, dass die Jahreslohnsummen 2017 durch die Vorinstanz falsch berechnet worden seien, da B._______ im Jahr 2017 nicht mehr bei ihr gearbeitet hab e. Demgegenüber habe D._______ bei der Beschwerdeführerin vom Juli bis Dezember 2017 gearbeitet und dafür einen Bruttolohn von Fr. 25'800.– bezogen. Sodann habe der Arbeitneh- mer C._______ für das Jahr 2017 einen Bruttolohn von Fr. 66'800.– und nicht Fr. 66'943.– verdient. Indem die Vorinstanz in Bezug auf das Jahr 2017 zu hohe Lohnsummen und davon zu hohe Arbeitgeberbeiträge ermit- telt habe, habe diese Bundesrecht verletzt (BVGer act. 1). 4.4 Die Vorinstanz hält in ihrer Vernehmlassung fest, dass die Beschwer- deführerin zwar im Rahmen des rechtlichen Gehörs implizit vorgebracht habe, dass die Angaben nicht korrekt seien, jedoch die notwendigen Un- terlagen (Lohnbescheinigungen) trotz entsprechender Aufforderung nicht eingereicht habe. Aufgrund ihrer Mitwirkungspflicht sei die Beschwerdefüh- rerin verpflichtet gewesen, die entsprechende Lohnmeldung für das Jahr 2017 nicht nur an die Ausgleichskasse, sondern auch an die Vorinstanz zu machen. Aus den Lohnbescheinigungen der Ausgleichskasse für das Jahr 2017 ergebe sich, dass im Jahr 2017 drei Arbeitnehmende bei der Be- schwerdeführerin beschäftig gewesen seien: E._______ und C._______ hätten von Januar bis Dezember 2017 bei der Beschwerdeführerin gear- beitet, D._______ von Juli bis Dezember 2017. Im Jahr 2017 offenbar nicht mehr bei der Beschwerdeführerin beschäftigt gewesen sei B._______. Die Beschwerdeführerin habe es auch in diesem Punkt versäumt, ihrer Mitwir- kungspflicht nachzukommen. Für B._______ habe sie für das Jahr 2017 C-2613/2019 Seite 12 Beiträge in der Höhe von Fr. 12'051.52 (4 x 3'012.88) in Rechnung gestellt. Da er 2017 nicht mehr bei der Beschwerdeführerin angestellt gewesen sei, sei der geschuldete Betrag um Fr. 12'051.52 zu reduzieren. Basierend auf dem Lohn aus dem Jahr 2016 (hoc hgerechneter Jahreslohn von Fr. 79'800.–) habe sie für E._______ für das Jahr 2017 Beiträge in der Höhe von Fr. 8'032.12 (4 x 2'008.03) in Rechnung gestellt. Gemäss Lohn- bescheinigungen der Ausgleichskasse habe E._______ auch im Jahr 2017 einen AHV-Lohn von Fr. 79'800.– bezogen, weshalb die von der Vorinstanz in Rechnung gestellten Beiträge korrekt seien. Basierend auf dem hochge- rechneten Jahreslohn von Fr. 78'000. – für da s Jahr 2016 habe sie für C._______ für das Jahr 2017 Beiträge in der Höhe von Fr. 6'270.72 (4 x 1'567.68) in Rechnung gestellt. Gemäss Lohnbescheinigung habe C._______ im Jahr 2017 jedoch nur einen Jahreslohn von Fr. 66'800.– ver- dient, weshalb zu viel Beiträge in Rechnung gestellt worden seien. Die kor- rekten Beiträge für das Jahr 2017 würden Fr. 6'251.12 (4 x 1'562.78) be- tragen, weshalb der geschuldete Betrag entsprechend zu reduzieren sei. Hingegen habe sie keine Kenntnis gehabt, dass ab 1. Juli 2017 D._______ bei der Beschwerdeführerin arbeitete und bis Ende Jahr einen Lohn von Fr. 25'800.– erzielt habe. Entsprechend seien für ihn keine Beiträge in Rechnung gestellt worden. Bei einem hoc hgerechneten Jahreslohn von Fr. 51'600.– schulde die Beschwerdeführerin Beiträge für ihn in der Höhe von Fr. 1'427.02 (2 x 713.51). Diese Beiträge seien zwar nicht Gegenstand der Verfügung vom 15. April 2019 gewesen , es sei jedoch zulässig, dass die Vorinstanz im Laufe des Verfahrens bisher noch nicht gewürdigte, be- kannte wie auch bis anhin unbekannte, neue Sachverhaltsumstände vor- bringe und belege. Die Beschwerdeführerin habe versäumt es, der Vo- rinstanz relevante Änderungen, wie de n Eintritt von D._______ als neuer Arbeitnehmer per 1. Juli 2017, rechtzeitig, d.h. vor Verfügu ngserlass, zu melden. Sie habe damit ihre Mitwirkungspflicht verletzt. Die Beiträge von D._______ für die Dauer vom 1. Juli 2017 bis 31. Dezember 2017 seien im Rahmen des hängigen Beschwerdeverfahrens zu berücksichtigen (BVGer act. 9). 4.5 Die von der Vorinstanz in der Vernehmlassung vorgenommene Neube- rechnung der für das Jahr 2017 geschuldeten Beiträge (vgl. E. 4.4 hiervor; act. 18 f.) werden seitens der Beschwerdeführerin nicht beanstandet. Es bestehen zudem keine Anhaltspunkte, dass diese Berechnungen nicht zu- treffen würden. Folglich schuldet die Beschwerdeführerin entsprechend den Angaben in der genannten Vernehmlassung für die Jahre 20 16 und 2017 Beiträge von insgesamt Fr. 29'962.81. Jedenfalls im entsprechenden C-2613/2019 Seite 13 Umfang von Fr. 30'839.01 wurde der Rechtsvorschlag in der gegen die Be- schwerdeführerin eingeleiteten Betreibung dementsprechend zu Recht be- seitigt (vgl. auch act. 16). 5. Zu prüfen bleibt, ob die vorinstanzlichen Anordnungen betreffend den Ver- zugszins, die Mahngebühr, die Gebühr für di e Einleitung der Betreibung und die Kosten der angefochtenen Verfügung rechtmässig sind. 5.1 Nach den vorstehend in E. 3.5 genannten Vorschriften schuldet die Be- schwerdeführerin grundsätzlich einen Verzugszins auf den ausstehenden BVG-Beiträgen. Ein Beschluss des Stiftungsrates betreffend die Höhe des Verzugszinses ist vorliegend nicht aktenkundig. Folglich gilt ein Verzugs- zinssatz von 5 % (vgl. E. 3.5). Mit ihrer zutreffenden Neuberechnung der für das Jahr 2017 geschuldeten Beiträge hat die Vorinstanz auch eine da- rauf basierende, zu Recht unbestritten gebliebene Neuberechnung der bis zum Zeitpunkt der Betreibung aufgelaufenen Verzugszinsen von 5 % vor- gelegt. Danach be trägt der entsprechende Verzugszins Fr. 726.20 (vgl. act. 20). Der Verzugszins bis zum 16. März 2018 ist somit neu auf Fr. 726.20 festzusetzen. Der Betrag, auf welchem nach Dispositiv-Ziff. 1 der angefochtenen Verfü- gung ein Verzugszins von 5 % seit dem 16. März 2018 (Datum der Anhe- bung der Betreibung) geschuldet ist, ist aufgrund der gebotenen Neufest- legung der Beiträge für das Jahr 201 7 (vgl. E. 3.2) neu auf die Höhe der für die Jahre 201 6 und 201 7 geschuldeten BVG-Beiträge, also auf Fr. 29'962.81 festzusetzen. 5.2 Die Vorinstanz auferlegte der Beschwerdeführerin eine Gebühr für eine Mahnung vom 24. Februar 2018 in der Höhe von Fr. 50.– und hob in die- sem Umfang den Rechtsvorschlag in der Betreibung auf. Aus den Akt en geht hervor, dass die Vorinstanz die Beschwerdeführerin einmal mit eingeschriebener Mahnung zur Bezahlung ausstehender BVG- Beiträge aufgefordert hat (act. 7). Diese Mahnung erfolgte mit Blick darauf, dass die Beschwerdeführerin die BVG-Beiträge der Jahre 2016 und 2017 nicht rechtzeitig zahlte, zu Recht. 5.3 Die Vorinstanz hat in Anwendung des Kostenreglements von der Be- schwerdeführerin Fr. 100. – für die Einleitung der Betreibung verlangt. Rechtmässig ist eine solche Gebührenforderung dann, wenn die Inkasso-C-2613/2019 Seite 14 kosten für effektiv und zu Recht erfolgte Verwaltungsmassnahmen einge- fordert werden (vgl. E. 3.6). Vorliegend wurde jedenfalls für einen weit über- wiegenden Teil des seitens der Vorinstanz geltend gemachten Betrages zu Recht eine Betreibung eingeleite t. Es ist deshalb nicht zu bean standen, dass die Vorinstanz für die Einle itung der Betreibung eine Inkas sogebühr von Fr. 100.– gefordert und den Rechtsvorschlag im entsprechenden Um- fang aufgehoben hat. 6. 6.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet nach Art. 61 Abs. 4 VwVG in der Sache selbst (d.h. reformatorisch) oder weist diese ausnahmsweise mit verbindlichen Weisungen an die Vorinstanz zurück (kassatorischer Ent- scheid). Nach dem Gesagten erweist sich das vorliegende Verfahren als urteilsreif. Eine Kassation würde somit blossen prozessualen Mehrauf- wand bewirken, weshalb die Entscheidinstanz vorliegend in der Sache selbst entscheidet ( MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 3.194). 6.2 Zusammenfassend ist in insoweiter Gutheissung der Beschwerde Dis- positiv-Ziff. I der angefochtenen Verfügung dahingehend abzuändern, dass die Beschwerdeführerin der Vorinstanz Fr. 29'962.81 zuzüglich a) Verzugs- zins von 5 % auf diesem Betrag seit dem 16. März 2018, b) eine Mahnge- bühr von Fr. 50.– für die Mahnung vom 24. Februar 2018, c) eine Gebühr für die Einleitung der Betreibung von Fr. 100.– sowie d) einen Verzugszins bis zum 16. März 2018 von Fr. 726.20 zu bezahlen hat. Dispositiv -Ziff. II der angefochtenen Verfügung ist ferner dahing ehend zu modifizieren, als danach der Rechtsvorschlag in der Betreibung (nur) im Betrag von Fr. 30'839.01 zuzüglich Verzugszins von 5 % auf Fr. 29'962.81 seit 16. März 2018 aufgehoben wird. 7. Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten für das Beschwerdeverfahren und eine allfällige Parteientschädigung. 7.1 Die Beschwerdeführerin beantragt in ihrer Beschwerde vom 28. Mai 2019, die Kosten- und Entschädigungsfolgen seien der Vorinstanz aufzu- erlegen (BVGer act. 1). 7.2 Die Vorinstanz bringt demgegenüber vor, dass es sich lediglich um eine marginale Anpassung der Verfügung handle, welche die Beschwerdefüh- rerin überdies durch Verletzung ihrer Mitwirkungspflicht zu verantworten C-2613/2019 Seite 15 habe, weshalb ihr die gesamten Kosten des Verfahrens aufzuerlegen seien (BVGer-act. 9, S. 7). 7.3 Die Beschwerdeführerin hält dem replikweise entgegen, sie obsiege vollständig. Ihr Rechtsbegehren laute nämlich kassatorisch auf Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Anweisung an die Vorinstanz, die von der Beschwerdeführerin geschuldeten Beiträge im Sinne der Begründung neu zu berechnen. Diesem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts sei die Vorinstanz nunmehr zuvorgekommen, indem sie die Gutheissung der Beschwerde beantragte und ihre Beitragsberechnung neu vornehme, wo- mit sie materiell gesehen ihre eigene Verfügung in Widererwägung ziehe. Grundlage der Wi edererwägung seien ihre eigenen Abklärungen bei der Ausgleichskasse des Kantons Zug und eine inzwischen wohl gewonnene bessere Erkenntnis. Hätte die Vorinstanz ihre Verfügung auch forme ll in Wiedererwägung gezogen, würde das vorliegende Verfahren zufolge Ge- genstandslosigkeit abgeschrieben werden. Sodann könne der Beschwer- deführerin keine Verletzung einer Verfahrenspflicht vorgeworfen werden, welche die Auferlegung der Verfahrenskosten rechtfertigte. Vielmehr hätte die Vorinstanz einfach bei der Ausgleichskasse Zug die korrekten Deklara- tionen für das Jahr 2017 einholen können, womit sie von allem Anfang an korrekt hätte verfügen können. Bei dieser Sachlage und angesichts des Briefes der Beschwerdeführerin vom 29. Juni 2018 sei das Spannungsfeld zwischen der Feststellung des Sachverhaltes durch die Behörde von Am- tes wegen und der Mitwirkungspflicht der Parteien gemäss Art. 12 und 13 VwVG zu Gunsten der Sachverhaltsermittlung von Amtes wegen und damit in casu zu Lasten der Vorinstanz aufzulösen (BVGer-act. 13, S. 2 f.). 7.4 Duplikweise führt die Vorinstanz ergänzend aus, dass, hätte sie formell eine Wiedererwägung vorgenommen, das Beschwerdeverfahren lediglich zu einem kleinen Teil gegenstandslos geworden wäre. Gemäss Rechtspre- chung habe zudem diejenige Partei die Verfahrenskosten zu tr agen, wel- che die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens bewirkt hat. Dabei sei es un- erheblich, wer die formelle Prozesshandlung vornimmt, welche zur (teilwei- sen) Abschreibung des Verfahrens führt. Die Beschwerdeführerin habe durch ihr Verhalten bzw. durch die Verletzung der Mitwirkungspflicht be- wirkt, dass die Vorinstanz die Beitragsverfügung habe korrigieren müssen. Ob sie dies im Rahmen der Vernehmlassung oder formell als Wiedererwä- gungsverfügung mache, sei nicht massgebend, da die Beschwerdeführerin so oder anders die Kosten des Verfahrens zu tragen habe (BVGer-act. 15, S. 2 f.). C-2613/2019 Seite 16 7.5 Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Ausnahmsweise können auch einer obsiegenden Partei Verfahrenskosten auferlegt werden, wenn diese durch Verletzung von Verfahrenspflichten verursacht worden sind (Art. 63 Abs. 3 VwVG). Dies ist typischerweise der Fall, wenn die beschwerdefüh rende Partei das Beschwerdeverfahren und/oder das vorinstanzliche Verfahren durch Verletzung von Mitwirkungspflichten (Art. 13 VwVG) unnötigerweise verursacht und/oder in die Länge gezogen hat, etwa durch verspätetes Vor- bringen relevanter Beweismittel, die zu einer Gutheissung der Beschwerde führen (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 4.52). 7.6 7.6.1 Aus den eingereichten Akten ist e rsichtlich, dass die Vorinstanz der Beschwerdeführerin mit Einschreiben vom 1. Juni 2018 das rechtliche Ge- hör gewährte und sie zur Einreichung von Unterlagen bis zum 1. Juli 2018 aufforderte (act. 10). Hierauf reagierte die Beschwerdeführerin mit Schrei- ben vom 29. Juni 2018 und teilte der Vorinstanz mit, die Angaben seien nicht korrekt (act. 11). Dabei bat sie die Vorinstanz, sich mit ihr in Verbin- dung zu setzen, um «dies mit jemandem von Ihnen am Tisch persönlich anschauen u nd bereinigen» zu können. Aus dem ebenfalls an die Vo- rinstanz retournierten Versichertenverzeichnis ist sodann ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin bezüglich den Arbeitnehmer B._______ und den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 den handschriftlichen Vermerk anbrachte «bei uns nicht angestellt». Bezugnehmend auf dieses Schreiben der Beschwerdeführerin teilte die Vorinstanz am 9. Juli 2018 schriftlich mit, dass sie bis heute keine Rückmeldung auf die Aufforderung zur Einreichung de r Lohnmeldeliste erhalten habe, weshalb die Jahres- löhne vom Jahr 2016 auch für das Jahr 2017 fortgeführt worden seien. Falls Personen bereits ausgetreten seien oder der Jahreslohn bei gewis- sen Angestellten für das Jahr 2017 nicht korrekt sein sollte, werde die Be- schwerdeführerin gebeten, das entsprechende Formular – unter Hinweis auf die Homepage der Vorinstanz – zur Anpassung zuzustellen (act. 12). Nach dieser Mitteilung hat die Vorinstanz zehn Monate zugewartet, bis sie die Beiträge und die Aufhebung des Rechtsvorschlags schliesslich verfügt hat. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Beschwerdeführerin aber entgegen der Aufforderung der Vorinstanz weder eine Lohnmeldeliste noch ein For- mular betreffend Personal- und/oder Lohnmutationen eingereicht. 7.6.2 Im Übrigen dringt die Beschwerdeführer in mit ihren Anträgen zwar insoweit durch, als der geschuldete Beitrag für das Jahr 2017 und der damit C-2613/2019 Seite 17 zusammenhängende Verzugszins gestützt auf die aktenkundige Lohnbe- scheinigung gegenüber dem angefochtenen Entscheid zu reduzieren sind und der Rechtsvorschlag in diesem Umfang nicht zu beseitigen ist. Wenn sie hingegen vorbringt, es wäre gemäss Art. 12 VwVG an der Vorinstanz gelegen, die Lohnabrechnung 2017 vor Erlass der Beitragsverfügung bei der Ausgleichskasse Zug beizuziehen – und nicht erst nach Einreichung der Beschwerde, nämlich mit Schreiben vom 23. Juli 2019 (act. 14) – kann sie nicht gehört werden. Zwar wies die Beschwerdeführerin in ihrem Schreiben vom 29. Juni 2018 daraufhin, dass B._______ «bei uns nicht angestellt» sei, jedoch bringt die Vorinstanz zu Recht vor, dass sich weder dem Schreiben noch dem geänderten Versichertenverzeichnis ein ge- naues Austrittsdatum entnehmen lässt. Überdies hat es die Beschwerde- führerin versäumt, der Vorinstanz den Eintritt von D._______ als neuen Ar- beitnehmer per 1. Juli 2017, rechtzeitig, d.h. vor Verfügungserlass, zu mel- den (vgl. zur Berücksichtigung der entsprechenden Beiträge im vorliegen- den Beschwerdeverfahren E. 2. 3 hiervor). Die Beschwerdeführerin wäre jedoch zur unverzüglichen Meldung der im Jahr 2017 eingetretenen Per- sonal- und Lohnänderungen verpflichtet gewesen. Letzteres ergibt sich nicht nur aus der allgemeinen Regelung der Mitw irkungspflicht der Partei (Art. 13 VwVG), sondern auch aus Art. 3 Ziff. 2 und 3 der vorliegend mas- sgebenden Anschlussbedingungen, wonach der Vorinstanz Änderungen im Personalbestand innert 30 Tagen sowie Lohnänderungen unverzüglich zu melden sind. Schliesslich wurde die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 9. Juli 2018 zusätzlich explizit aufgefordert allfällige Änderungen zu melden. Die Vorinstanz durfte sich aufgrund des passiven Verhaltens der Beschwerdeführerin darauf verlassen, dass die ihr aufgrund der Lohnbe- scheinigung des Jahres 2016 bekannten Tatsachen nach wie vor der Wirk- lichkeit entsprechen (vgl. AUER/BINDER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], VwVG – Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren Kommentar, 2. Aufl. 2019, Art. 13 VwVG Rz. 5) 7.6.3 Nach dem Gesagten hat die Beschwerdeführerin die Kosten des vor- liegenden Verfahrens unnötigerweise verursacht, so dass ihr insoweit trotz ihres teilweisen Obsiegens ohne Einschränkung Kosten aufzuerlegen sind. Dementsprechend werden die Verfahrenskosten in Anwendung des Reg- lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) auf Fr. 2'000.– fest- gesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt . Der von der Beschwerde- führerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 3'000.– ist mit den Verfahrens- kosten von Fr. 2'000.– zu verrechnen und die Differenz von Fr. 1'000.– ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils auf ein C-2613/2019 Seite 18 von ihr bekannt zu gebendes Konto zurückzuerstatten. Einer unterliegen- den Vorinstanz sind gemäss Art. 63 Abs. 2 VwVG keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. 7.7 7.7.1 Eine Parteientschädigung an di e Beschwerdeführerin ist vorlie gend aus den gleichen Gründen, wie sie für die Kostenverlegung ausschlagge- bend sind (vgl. E. 7.6), nicht zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG sowie Art. 7 VGKE; Urteile des BVGer A-1087/2016 vom 10. August 2016 E. 6.2.1; A 6099/2014 vom 27. November 2015 E. 6.2). 7.7.2 Der Vorinstanz, welche die obligatorische Versicherung durchführt, ist gemäss Rechtsprechung, wonach Träger oder Versicherer der berufli- chen Vorsorge gemäss BVG grundsätzlich keinen Anspruch auf Parteient- schädigung haben (BGE 126 V 143 E. 4b), keine Parteientschädigung zu- zusprechen. (Für das Urteilsdispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen) C-2613/2019 Seite 19 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die Ziff. I und II der ange- fochtenen Verfügung vom 15. April 2019 wie folgt abgeändert werden: I. Der Arbeitgeber hat der Stiftung Auffangeinrichtung BVG CHF 29'962.81 zuzüglich Verzugszins 5 % auf CHF 29'962.81 seit 16. März 2018 und Gebühren für Mahnung vom 24. Februar 2018 CHF 50.00 Gebühren für Einleitung Betreibung CHF 100.00 Verzugszins bis zum 16. März 2018 CHF 726.20 zu bezahlen. II. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 20181336 des Betreibungs- amtes Baar wird im Betrag von CHF 30'839.01 zuzüglich Verzugszins 5 % auf CHF 29'962.81 seit 16. März 2018 aufgehoben. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.– werden der Beschwerdeführerin auf- erlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 3'000.– verrechnet. Der Differenzbetrag (F r. 1 '000.–) wird der Be- schwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu- rückerstattet. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) – die Oberaufsichtskommission BVG (Einschreiben) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. C-2613/2019 Seite 20 Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Viktoria Helfenstein Rahel Schöb Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerd e spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat di e Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: