<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2008.00804</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Meyer als Einzelrichter</p><p>Gerichtssekretär Brugger</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 23. März 2009</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">, geb. 1994</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gesetzlich vertreten durch die Eltern </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Y.___</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> und </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Z.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Eltern von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1994, meldeten diesen am 27. April 2001 wegen eines Geburtsgebrechens bei der Invalidenversicherung zum Leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsbezug für medizinische Massnahmen an (Urk. 7/2 Ziff. 5.2 und 5.7). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 27. Juni 2001 erteilte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, Kostengutsprache für die Behandlung des Geburts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebrechens Ziff. 404 (Urk. 7/6). Mit Verfügung vom 12. September 2001 verlän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerte die IV-Stelle die Gutsprache für Ergotherapie für die Zeit vom 1. Juli 2001 bis 31. Dezember 2002 (Urk. 7/11 S. 1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 24. April 2008 stellte Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Antrag auf Wiederaufnahme der Therapie (Urk. 7/12). Am 18. Mai 2008 beantragte dieser die Übernahme der Kosten für medizinische Massnahmen und der neuropsychologischen Abklärung des Versicherten bei Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> durch die Invalidenversicherung (Urk. 7/14 S. 6). In der Folge erteilte die IV-Stelle am 29. Mai 2008 Kostengutsprache für die Behandlung des Geburtsgebrechens Ziff. 404 für die Zeit vom 24. April 2008 bis 30. Juni 2014 (Urk. 7/16). Die Übernahme der Kosten der neuropsycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gischen Abklärung lehnte die IV-Stelle nach der Durchführung des Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rens (Urk. 7/17-18) dagegen mit Verfügung vom 14. Juli 2008 ab (Urk. 7/19 = Urk. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügung vom 14. Juli 2008 (Urk. 2) erhoben die Eltern von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am 21. Juli, Poststempel vom 13. August, 2008 Beschwerde beim Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsgericht des Kantons Zürich. Sinngemäss beantragten sie die Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">he</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bung der Verfügung und die Übernahme der Kosten der neuropsycholo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gischen Untersuchung durch die Invalidenversicherung (Urk. 1 S. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 16. September 2008 ersuchte die IV-Stelle um Sistie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung des Verfahrens (Urk. 6). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 26. September 2008 forderte das Gericht die Eltern des Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten auf, zum Sistierungsantrag Stellung zu nehmen (Urk. 8). Mit Eingabe vom 16. Oktober 2008 hielten diese am Antrag auf Übernahme der Kosten durch die Invalidenversicherung fest und beantragten die Ablehnung der Sistierung (Urk. 10). Mit Verfügung vom 13. November 2008 schloss das Gericht den Schriftenwechsel ab (Urk. 12). </span></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Einzelrichter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="VV153"></span><span id="IV118"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX118"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherte haben bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen (Art. 3 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teils des Sozialversicherungsrechts, ATSG) notwendigen medizi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nischen Massnahmen (Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung, IVG). Der Bundesrat bezeichnet die Gebrechen, für welche diese Mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen gewährt werden. Er kann die Leistung ausschliessen, wenn das Gebrechen von geringfügiger Bedeutung ist (Art. 13 Abs. 2 IVG). </span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Als Geburtsgebrechen gelten diejenigen Krankheiten, die bei vollendeter Geburt bestehen (Art. 3 Abs. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 Satz 1 der Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ord</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nung über Geburtsgebrechen, GgV). Die blosse Veranlagung zu einem Leiden gilt nicht als Geburtsgebrechen. Der Zeitpunkt, in dem ein Geburtsgebrechen als solches erkannt wird, ist unerheblich (Art. 1 Abs. 1 GgV). Die Geburtsgebrechen sind in der Liste im Anhang aufgeführt. Das Eidgenössische Departement des Innern kann die Liste jährlich anpassen, sofern die Mehrausgaben einer solchen Anpassung für die Versicherung insgesamt drei Millionen Franken pro Jahr nicht übersteigen (Art. 1 Abs. 2 GgV). Als medizinische Massnahmen, die für die Behandlung eines Geburtsgebrechens notwendig sind, gelten sämtliche Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kehren, die nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zeigt sind und den therapeutischen Erfolg in einfacher und zweckmässiger Weise anstreben (Art. 2 Abs. 3 GgV).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Als Geburtsgebrechen gemäss Ziff. 404 Anhang zur GgV gelten kongenitale Hirnstörungen mit vorwiegend psychischen und kognitiven Symptomen bei normaler Intelligenz (kongenitales infantiles Psychosyndrom, kongenitales hirndiffuses psychoorganisches Syndrom, kongenitales hirnlokales Psychosyn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drom), sofern sie mit bereits gestellter Diagnose als solche vor Vollendung des 9. Altersjahres behandelt worden sind. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Kosten von Abklärungsmassnahmen werden von der Versicherung getragen, wenn die Massnahmen durch die IV-Stelle angeordnet wurden oder, falls es an einer solchen Anordnung fehlt, soweit sie für die Zusprechung von Leistungen unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Eingliede</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsmassnahmen bilden (Art. 78 Abs. 3 der Verordnung über die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung, IVV). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Eltern des Beschwerdeführers brachten vor, die neuropsychologische Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchung sei aufgrund der medizinischen Befunde und Beurteilungen unum</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gänglich gewesen. Ausserdem sei schwer verständlich, weshalb im Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 29. Mai 2008 ein Geburtsgebrechen Ziff. 404 bestätigt, ein solches in der Verfügung vom 14. Juli 2008 aber in Frage gestellt werde (Urk. 1 S. 1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Leistungsbegehrens in der Verfügung vom 14. Juli 2008 damit, dass anhand der medizinischen Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lagen die Kosten der neuropsychologischen Untersuchung zum jetzigen Zeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt nicht übernommen werden könnten und die Abklärungsmassnahme nicht von der IV-Stelle angeordnet worden sei. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ergänzend führte die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort an, bis heute sei ungeklärt, welche therapeutische Behandlung durchzuführen sei. Es sei nicht Aufgabe der Beschwerdegegnerin, diese Frage zu entscheiden. Ob die Kosten der neuropsychologischen Abklärung von der Beschwerdegegnerin zu übernehmen seien, lasse sich daher nicht abschliessend beantworten. Das Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren sei deshalb zu sistieren, bis die Eltern des Beschwerdeführers die durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuführende Therapie bezeichnet hätten (Urk. 6 Ziff. 3-4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig ist, ob die Kosten der neuropsychologischen Abklärung bei Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von der Invalidenversicherung zu übernehmen sind. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Antrag der Beschwerdegegnerin auf Sistierung des Verfahrens ist abzuwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen, nachdem vorliegend in der Sache selbst entschieden werden kann. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Pädiatrie FMH, führte in einem Bericht vom 18. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2008 (Urk. 7/14 = Urk. 3/1) aus, beim Beschwerdeführer liege ein psychoorganisches Syndrom (POS) vor. Er habe während des Kindergartens und zu Beginn der Schulzeit grosse Schwierigkeiten gehabt. Er sei mit Ergotherapie behandelt und kinderärztlich betreut worden (Urk. 7/14 S. 5 oben). Der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführer befinde sich aktuell in einer akuten Krise aufgrund des Über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tritts in die Oberstufe. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Um das Prozedere festzulegen, sei eine neuropsychologische Untersuchung unum</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gänglich. Es sei festzustellen, ob die Konflikte und Beschwerden des Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführers vorwiegend psychologischer Natur seien und wie weit die frü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">her festgestellten Wahrnehmungsprobleme noch vorhanden seien. Das Resultat der Abklärung werde die Art der Hilfestellung bestimmen (Urk. 7/14 S. 5 unten). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem Bericht von Dr. phil. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fachpsychologe für Neuro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cholo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gie und für Kinder und Jugendliche FSP, vom 21. Mai 2008 (Urk. 3/3) sei das Ziel der Abklärung die neuropsychologische Standortbestimmung und Potenzialabklärung im Zusammenhang mit einem abrupten Leistungsabfall des Beschwerdeführers in der Oberstufe (Urk. 3/3 S. 1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der rund dreieinhalb Stunden dauernden neuropsychologischen Abklärung sei unter anderem eine leichte neuropsychologische Teilleistungsschwäche in sehr eng umschriebenen Funktionsbereichen bei zahlreichen durchschnittlichen und gut durchschnittlichen Funktionen festgestellt worden. Die Befunde seien mit einer Aufmerksamkeits-Defizit-Störung (ADS) vereinbar. Therapeutische Unterstützung sei angezeigt. Als äquivalente Therapieformen sei eine heilpäda</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gogische Förderung oder eine Ergo- oder Lerntherapie zu nennen. Eine medi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kamentöse Therapie mit Stimulanzien (zum Beispiel Ritalin) sei bei dieser Art von Teilleistungsschwäche oft hilfreich (Urk. 3/3 S. 3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Abklärung bei Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wurde von der Beschwerdegegnerin nicht ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ordnet. Nach Art. 78 Abs. 3 IVV sind die entstanden Kosten daher nur dann von der Beschwerdegegnerin zu übernehmen, soweit die Abklärung für die Zuspre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chung von Leistungen unerlässlich war oder wenn die Abklärung Bestandteil nachträglich zugesprochener Eingliederungsmassnahmen bildete. Letzteres fällt vorliegend ausser Betracht.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beim Beschwerdeführer wurde ein psychoorganisches Syndrom im Sinne eines Geburtsgebrechens nach Ziff. 404 GgV Anhang diagnostiziert (Urk. 7/1/3 Ziff. 3). Von Januar 2001 bis Dezember 2002 war der Beschwerdeführer in er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">go</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapeutischer Behandlung, wofür die Beschwerdegegnerin Kostengutspra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che erteilt hatte (Urk. 7/6, Urk. 7/11). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Eingabe vom 16. Oktober 2008 erklärten die Eltern des Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rers, aufgrund des Berichts von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 21. Mai 2008 seien schulische Interventionen (Integrierte Schulungsform) und ein ausserschulisches Coaching </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in Form einer Lerntherapie eingeleitet worden. Daneben werde d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer medikamentös mit Ritalin behandelt (Urk. 10 S. 1). Der Eingabe beige</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">legt ist ein Bericht des Schulpsychologischen Beratungsdienstes im Bezirk Hinwil vom 11. September 2008 (Urk. 11/2) und ein Schreiben der Oberstufen-Schulpflege </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> betreffend Kostengutsprache für Lerntherapie (Urk. 11/1). Da eine Kostengutsprache von Seiten der Schule des Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führers vorliegt, erübrigen sich weitere Ausführungen zu den Kosten der Lern</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapie. Bei dieser Ausgangslage ist jedoch nach wie vor unklar, ob weitere medizinische Massnahmen geplant sind, für welche nach Art. 13 Abs. 1 IVG die Invalidenversicherung aufzukommen hat. Die Eltern des Beschwerdeführers haben sich mit der Beschwerdegegnerin offenbar nicht über das weitere diesbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zügliche Vorgehen abgesprochen. Für die Beschwerdegegnerin war zum Zeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt der angefochtenen Verfügung vom 14. Juli 2008 daher nicht zu entschei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den, ob die neuropsychologische Abklärung für die Zusprache medizinischer Massnahmen unerlässlich war. Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde hat die Beschwerdegegnerin die Diagnose eines Geburtsgebrechens nach Ziff. 404 GgV Anhang in der Verfügung vom 14. Juli 2008 in keiner Weise in Frage gestellt, ist vorliegend doch einzig über die Übernahme der Kosten der neuropsychologischen Abklärung zu entscheiden. Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Übernahme der Kosten zum Zeitpunkt der Verfügung abgelehnt hat. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Somit ist die Beschwerde abzuweisen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Den Eltern des Beschwerdeführers bleibt es unbenommen, nach der Klärung des weiteren therapeutischen Vorgehens zwischen den Parteien bei der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin erneut die Übernahme der entstanden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Kosten zu beantragen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung). Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 400.-- als angemessen. Ausgangsgemäss ist sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. </span></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Einzelrichter verfügt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Gesuch um Sistierung des Verfahrens wird abgewiesen.</span></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">und erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">400</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dem</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"> und </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Z.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage je einer Kopie von Urk. 11/1-6</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der EinzelrichterDer Gerichtssekretär</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><span id="_GoBack"></span>MeyerBrugger</p></div> </div></body></html>