<h2>SubmittedText<h2><p>Es wird in den USA reihenweise über Pannen des F-35 berichtet. Vor Kurzem wurde in der Saga um dieses Flugzeug, das immer noch und noch für einige Jahre in Entwicklung ist, eine neues Problemkapitel eröffnet: Diesmal ist es der Motor, der sich ins Gespräch bringt. Er soll sich im Betrieb zu stark erhitzen, was zu Schäden führt und die Tarnkappentechnik in Mitleidenschaft zieht. Im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der geostrategischen Politik und der militärischen Prioritäten der USA auf die Asien-Pazifik-Achse sollen zudem Flugdistanz und Flugzeit des Flugzeugs ausgebaut werden. Mit einem neuen Motor, versteht sich.</p><p>Das Flugzeug ist erst auf der Stufe 3B seines endlosen Entwicklungswegs. Darum sollte die Schweiz 2027 36 F-35-Kampfjets der Block-4-Version beschaffen. Zahlreiche Anpassungen sind an diesem Riesencomputer, der nach unseren Informationen zu exorbitanten Kosten fliegt, noch vorzunehmen. Und nun kommt noch die Frage eines Motorwechsels hinzu: Im Rahmen des Voranschlags 2022 ist ein entsprechender Gesetzesentwurf enthalten. Enorme Zusatzkosten und eigentlich ein neues Flugzeug...</p><p>Kann der Bundesrat uns sagen, ob das Flugzeug, das er beschaffen will, mit dem alten problembehafteten Motor ausgestattet sein wird oder mit dem neuen? Wenn mit dem neuen, kennt er die zusätzlichen Kosten, die auf uns zukämen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die vorgesehene Beschaffung umfasst die aktuellste Version des Triebwerks. Der F-35A hat mit diesem Triebwerk bereits über 460'000 Flugstunden absolviert, wobei das Triebwerk sehr zuverlässig funktioniert hat. Dass ein modernes Kampfflugzeug Weiterentwicklungen erfährt, ist normal und zeigt sich auch beim Betrieb der heutigen F/A-18C/D, bei welchen im Verlauf der Nutzung mehrere Upgrades erfolgt sind.</p><p>Die USA prüfen derzeit Umsetzungsvarianten zur Weiterentwicklung des Triebwerks. Einerseits werden punktuelle Verbesserungen am aktuellen Triebwerk vorgeschlagen, andererseits verlangt der amerikanische Kongress eine Strategie zum Einbau eines Triebwerks, das auf einer neuen, in den letzten Jahren entwickelten Technologie basiert. Damit könnte sowohl der Maximalschub erhöht, als auch der durchschnittliche Treibstoffverbrauch gesenkt werden.</p>  Antwort des Bundesrates.