A bteilung III C -2964/2006 {T 0/2} U rteil vom 4. Juni 2007 M itw irkung: M ichael Peterli, vorsitzender R ichter Franziska Schneider, R ichterin Francesco Parrino, R ichter W ilhelm -U lrich Schodde, G erichtsschreiber J._______, Beschw erdeführer, H eim adresse: Tschechische R epublik, gegen Schw eizerische A usgleichskasse, avenue Edm ond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 G enf 2, Vorinstanz, betreffend Freiw illige Versicherung B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Am 9. M ärz 2006 unterzeichnete der am 13. M ärz 1988 geborene, ledige Schw eizer Bürger J._______ der gem äss eigenen Angaben seit 1994 im Ausland niedergelassen ist, die Beitrittserklärung zur freiw illigen Alters-, H interlassenen- und Invalidenversicherung. D iese Beitrittserklärung ging am 12. M ai 2006 bei der Schw eizerischen Ausgleichskasse (nachfolgend: SAK) ein (act. 1). D er G esuchsteller w ar m it seinen Eltern im Septem ber 1994 im Alter von 6 Jahren nach Zypern und gem äss seinen Angaben im Jahre 2001 im Alter von 13 Jahren nach Tschechien gezogen; seit Sep- tem ber 2005 studiert er am M assachusetts Institute of Technology (M IT), C am bridge, U SA (vgl. Beschw erdeakten). D ie SAK w ies das Beitrittsge- such m it Verfügung vom 28. Juli 2006 ab m it der Begründung, dass der G esuchsteller vor Ausscheiden aus der obligatorischen Versicherung nicht w ährend m indestens 5 Jahren der schw eizerischen AH V/IV angeschlossen gew esen sei, und dass er sich nicht innert Jahresfrist seit dem W egfall der Voraussetzungen für die obligatorische Versicherung in der freiw illigen Versicherung angem eldet habe (act. 2). B. M it Schreiben vom 22. August 2006 erhob der G esuchsteller bei der SAK Einsprache gegen die Verfügung vom 28. Juli 2006 und beantragte sinnge- m äss die Aufhebung der Verfügung sow ie seine Aufnahm e in die freiw illige Versicherung. M it Einspracheentscheid vom 15. Septem ber 2006 w ies die SAK die Einsprache des G esuchstellers ab m it der Begründung, dass der Versicherungsbeitritt der Eltern denjenigen der Kinder nicht autom atisch nach sich ziehe, w eshalb die Zeitspanne von der W ohnsitznahm e in Tschechien im Jahre 1994 bis heute nicht als Versicherungszeit angese- hen w erden könne. D ie Beitritsbedingungen seien deshalb nicht erfüllt und auch die Beitrittsfrist sei überschritten w orden. Ferner w ies die SAK darauf hin, dass die Zugehörigkeitsdauer zur freiw illigen Versicherung im EU - Staat Tschechien nur noch bis zum 1. April 2012 m öglich gew esen w äre (act. 4). C . G egen den Einspracheentscheid vom 15. Septem ber 2006 erhob D avid Jenicek (nachfolgend: Beschw erdeführer) am 10. O ktober 2006 Beschw er- de bei der Eidgenössischen AH V/IV-R ekurskom m ission für die im Ausland w ohnenden Personen und beantragte die Aufhebung der Verfügung sow ie seine Aufnahm e in die freiw illige Versicherung. Zur Begründung führte er im W esentlichen an, dass seine Eltern 1994 m it ihm und seinen G eschw is- tern nach Zypern gezogen seien, und dass die zuständigen Schw eizer Be- hörden seine Eltern nicht darauf hingew iesen hätten, dass die Anm eldung der Eltern in die freiw illige Versicherung die Kinder im Alter von 3, 5 und 6 Jahren nicht m iteinschloss; dies w äre jedoch deren Pflicht gew esen, da die individuelle Anm eldung der Kinder in die freiw illige Versicherung nicht leicht zu erkennen gew esen sei, stünde diese doch im W iderspruch zur U nm öglichkeit, als Kind in die obligatorische AH V aufgenom m en w erden zu können. D . In ihrer Vernehm lassung vom 13. N ovem ber 2006 beantragte die SAK die 3 Abw eisung der Beschw erde. Zur Begründung w ies sie darauf hin, dass auf die Vorbringen bezüglich eines m öglichen Fehlverhaltens der Behörden zur Zeit des Beitrittes der Eltern in die freiw illige Versicherung im Jahre 1994 keine Stellung genom m en w erden könne, da keine entsprechenden U nterlagen ins R echt gelegt w orden seien. Auf jeden Fall hätten die Behör- den im Jahre 1994 keine Auskünfte über G esetzesänderungen geben kön- nen, w elche erst sechs Jahre später in Kraft getreten seien. N ach der am 1. Januar 2001 in Kraft getretenen R eform der freiw illigen Versicherung hätten sich die Beitrittsbedingungen insow eit geändert, als Beitrittsgesu- che bis spätestens am 31. M ärz 2001 hätten gestellt w erden m üssen, falls die im Ausland w ohnhafte Person nicht w ährend fünf aufeinanderfolgen- den Jahren der obligatorischen Versicherung angehört habe. Von dieser N euregelung seien auch die Kinder betroffen gew esen, da der Versiche- rungsbeitritt der Eltern nicht autom atisch denjenigen der Kinder nach sich ziehe. E. R eplicando hielt der Beschw erdeführer an seinen Anträgen fest und rügte, dass die zuständigen Schw eizer Behörden seine 1994 nach Zypern gezo- genen Eltern bei deren Anm eldung zur freiw illigen Versicherung nicht da- rauf hingew iesen hätten, dass die Kinder von Versicherten sich eigenstän- dig anzum elden hatten und nicht autom atisch m itversichert w aren, w ie dies für nichterw erbstätige Ehefrauen von Versicherten der Fall gew esen sei. Im Jahre 1997 sei seine M utter durch die Auslandsvertretung in Zypern inform iert w orden, dass sie als nichterw erbstätige Ehefrau, die durch ihren Ehem ann bei der AH V versichert sei, aufgrund der 10. AH V- R evision ihren persönlichen Beitritt zur freiw illigen AH V erklären m üsse, um Beitragslücken zu verm eiden (vgl. Brief vom 18.2.1997 im Beschw erdedossier). H ingegen seien die Kinder von Versicherten dam als nicht aufgefordert w orden, den Beitritt zur freiw illigen Versicherung zu erklären. Ebenso w enig seien sie nach der AH V-R evision per 1. Januar 2001 auf die M öglichkeit des freiw illigen Beitritts aufm erksam gem acht w orden. F. M it D uplik vom 8. M ärz 2007 hielt die Vorinstanz an ihrem Abw eisungsan- trag fest und gab an, dass entgegen der Annahm e des Beschw erdefüh- rers, die m inderjährigen Kinder der beitragszahlenden Eltern der freiw illi- gen Versicherung auch vor Inkrafttreten der R eform der freiw illigen Versi- cherung per 1. Januar 2001 nicht autom atisch angehörten; vielm ehr hätte auch dam als eine eigentliche Anm eldung erfolgen m üssen. G . Am 1. Januar 2007 ging das Beschw erdeverfahren auf das Bundesverw al- tungsgericht über, das den Parteien die Zusam m ensetzung des Spruch- körpers bekannt gab. Es ging kein Ausstandsbegehren ein.4 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D epartem en- te hängigen R echtsm ittel. D ie Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrens- recht (vgl. Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht [VG G , SR 173.32]). 1.2 G em äss Art. 31 VG G in Verbindung m it Art. 33 lit. d VG G und Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und H interlassenenversiche- rung vom 20. D ezem ber 1946 (AH VG ; SR 831.10) beurteilt das Bundes- verw altungsgericht Beschw erden von Personen im Ausland gegen Verfü- gungen der Schw eizerischen Ausgleichskasse. Es liegt keine Ausnahm e im Sinne von Art. 32 VG G vor. 1.3 Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) findet das Vw VG kei- ne Anw endung in Sozialversicherungssachen, sow eit das Bundesgesetz vom 6. O ktober 2000 über den Allgem einen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG , SR 830.1) anw endbar ist. G em äss Art. 1 Abs. 1 AH VG sind die Bestim m ungen des ATSG auf die im ersten Teil geregelte Alters- und H interlassenenversicherung anw endbar, sow eit das AH VG nicht ausdrück- lich eine Abw eichung vom ATSG vorsieht. 1.4 D er Beschw erdeführer ist durch den angefochtenen Einspracheentscheid berührt und hat ein schutzw ürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschw erdelegitim iert ist. 1.5 D a die Beschw erde im Ü brigen frist- und form gerecht (Art. 60 ATSG und Art. 52 Vw VG ) eingereicht w urde, ist auf die Beschw erde einzutreten. 2. 2.1 Vorliegend ist strittig und vom Bundesverw altungsgericht zu prüfen, ob die SAK den Beschw erdeführer zu R echt nicht in die freiw illige Versicherung aufgenom m en hat. D iese Frage beurteilt sich aufgrund derjenigen R echts- sätze, die bei Erfüllung des zu R echtsfolgen führenden Tatbestandes G el- tung hatten (BG E 126 V 136 Erw . 4b, 124 V 227 Erw . 1), som it nach den im Jahre 2006 (Beitrittsgesuch 9. M ärz 2006) gültigen Bestim m ungen des AH VG , der Verordnung über die Alters- und H interlassenenversicherung vom 31. O ktober 1947 (AH VV, 831.101) sow ie der Verordnung über die freiw illige Alters-, H interlassenen- und Invalidenversicherung vom 26. M ai 1961 (VFV, SR 831.111). 2.2 O bligatorisch versichert sind nach Art. 1a Abs. 1 AH VG unter anderem die natürlichen Personen m it W ohnsitz in der Schw eiz (lit. a) und die natürli-5 chen Personen, die in der Schw eiz eine Erw erbstätigkeit ausüben (lit. b). Sodann bestim m t Art. 2 Abs. 1 AH VG in der hier m assgebenden Fassung (vgl. Erw . 1) unter dem Titel ''Freiw illige Versicherung'', dass Schw eizer Bürger und Staatsangehörige der M itgliedstaaten der Europäischen G e- m einschaft (nachfolgend: EU ), die in einem Staat ausserhalb der EU le- ben, der freiw illigen Versicherung beitreten können, falls sie unm ittelbar vorher w ährend m indestens fünf aufeinander folgenden Jahren obligato- risch versichert w aren. 2.3 G em äss Art. 2 Abs. 6 AH VG erlässt der Bundesrat ergänzende Bestim - m ungen über die freiw illige Versicherung, nam entlich über die Frist und die M odalitäten des Beitritts, des R ücktritts und des Ausschlusses. G estützt darauf hat der Bundesrat die VFV erlassen, deren revidierte Fassung am 1. Januar 2001 in Kraft getreten ist. Am 1. April 2001 sind schliesslich die revidierten Art. 7 und 8 VFV in Kraft getreten, w elche den Beitritt zur frei- w illigen Versicherung regeln. 2.4 G em äss Art. 7 VFV können Personen der freiw illigen Versicherung beitre- ten, w elche die Versicherungsvoraussetzungen nach Art. 2 Abs. 1 AH VG erfüllen, einschliesslich jener, die für einen Teil ihres Einkom m ens der obli- gatorischen Versicherung unterstellt sind. N ach Art. 8 VFV m uss die Bei- trittserklärung schriftlich bei der zuständigen Auslandsvertretung innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt des Ausscheidens aus der obligatorischen Versicherung eingereicht w erden. N ach Ablauf dieser Frist ist der Beitritt zur freiw illigen Versicherung nicht m ehr m öglich (Abs. 1). D ie Versicherung beginnt m it dem Ausscheiden aus der obligatorischen Versicherung (Abs. 2). Liegen ausserordentliche U m stände vor, die nicht vom Antragsteller zu vertreten sind, kann die Ausgleichskasse auf G esuch in Einzelfällen die Frist zur Abgabe der Beitrittserklärung um längstens ein Jahr erstrecken. D ie G ew ährung oder die Ablehnung ist durch eine Kassenverfügung zu treffen (Art. 11 VFV). 2.5 Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschw erdeführer im Besitz des Schw eizerbürgerrechts ist, seit seiner G eburt bis zum 7. Altersjahr m it sei- nen Eltern in der Schw eiz und seit 1994 bis zu seinem 13. Altersjahr im Jahre 2001 in Zypern angem eldet w ar (vgl. Beschw erdeakten). Seine El- tern sind nach ihrem U m zug nach Zypern der freiw illigen Versicherung bei- getreten. Im Alter von 13 Jahren ist der Beschw erdeführer m it seinen El- tern nach Tschechien gezogen, w o er trotz des U S-am erikanischen Studi- enaufenthaltes ab Septem ber 2005 seinen W ohnsitz hat (vgl. Beschw erde- akten). Bei Personen, die sich lediglich zu Studienzw ecken im Ausland aufhalten, besteht eine w iderlegbare Verm utung, w onach am O rt des Auf- enthalts kein W ohnsitz begründet w ird, w as indessen eine W ohnsitzbe- gründung am Studienort nicht ausschliesst (ZAK 1984 S. 540 Erw . 2 m it H inw eisen). Im Zeitpunkt des Beitrittsgesuchs (9. M ärz 2006) hatte der Beschw erdeführer W ohnsitz in der Tschechischen R epublik, die seit dem 1. April 2006 M itgliedsstaat der Europäischen G em einschaft ist. Bis zum 31. M ärz 2006 galt die Tschechische R epublik als Staat ausserhalb der EU , und der Beitritt des Beschw erdeführers zur freiw illigen Versicherung w äre bis zum 31. M ärz 2006 grundsätzlich m öglich gew esen. Zu prüfen ist 6 zunächst, ob der Beschw erdeführer im Sinne von Art. 2 Abs. 1 AH VG w ährend m indestens fünf aufeinander folgenden Jahren versichert w ar und, w ie es Art. 8 Abs. 1 VFV verlangt, innerhalb eines Jahres die Beitrittserklärung abgegeben hat. 2.6 D er Beschw erdeführer w ar als Kind seit G eburt bis zum W egzug der Fam i- lie nach Zypern im Jahre 1994 in der Schw eiz gem äss Art. 1 Abs. 1 lit. a AH VG in der bis zum 31. D ezem ber 1996 gültig gew esenen Fassung obli- gatorisch versichert. M it der W ohnsitznahm e der Eltern in Zypern im Jahre 1994 endete die obligatorische Versicherung sow ohl für die Eltern w ie für den Beschw erdeführer. U m stritten ist, ob seither ein den Anforderungen von Art. 2 Abs. 1 AH VG gerecht w erdendes Versicherungsverhältnis be- stand. D er Beschw erdeführer leitet ein solches aus dem U m stand ab, durch seine Eltern freiw illig versichert gew esen zu sein bzw . im m er noch zu sein. Er sei als M inderjähriger ohne sein Zutun und dam it obligatori- scherw eise in diese Versicherung einbezogen w orden. 2.7 G em äss höchstrichterlicher R echtsprechung sind die Versicherungsvor- aussetzungen für jede Person einzeln zu beurteilen, und im R ahm en des Fam ilienverbandes m uss die Situation jedes einzelnen Fam ilienm itglieds gesondert betrachtet w erden (vgl. BG E 126 V 219 f. E. 1d, unveröffentli- ches U rteil des EVG H 216/03). Ein M it- bzw . Fam ilienversicherungsprinzip lässt sich w eder aus einer die freiw illige Versicherung betreffenden N orm noch aus deren Verschiedenheit im Vergleich zur obligatorischen Versi- cherung ableiten, so dass vom G rundsatz der Individualversicherung aus- zugehen ist. D a die Anm eldung des Beschw erdeführers zur freiw illigen Versicherung m ehr als ein Jahr nach dem Ausscheiden aus der obligatori- schen Versicherung erfolgte, und nachdem der Versicherte nicht w ährend m indestens fünf aufeinander folgenden Jahren vor dem Beitritt versichert w ar und auch keine M öglichkeit besteht, nachträglich diese Versicherungs- lücke zu schliessen, sind die Voraussetzungen von Art. 2 Abs. 1 AH VG in Verbindung m it Art. 8 VFV nicht erfüllt. 3. 3.1 W eiter beanstandet der Beschw erdeführer, dass die zuständigen Schw ei- zer Behörden seine Eltern und ihn selbst nie über die Beitrittsm öglichkei- ten für m inderjährige Kinder von freiw illig Versicherten inform iert hätten. Indirekt m acht er dam it eine Verletzung des verfassungsm ässigen R echts auf Treu- und G laubensschutz geltend. D er G rundsatz von Treu und G lauben schützt den Bürger in seinem be- rechtigten Vertrauen auf behördliches Verhalten und bedeutet, u.a., dass falsche Auskünfte von Verw altungsbehörden unter bestim m ten Vorausset- zungen eine vom m ateriellen R echt abw eichende Behandlung des R echts- suchenden gebieten. G em äss R echtsprechung und D oktrin ist ein falsche Auskunft bindend, 1. w enn die Behörde in einer konkreten Situation m it Bezug auf bestim m te Personen gehandelt hat; 2. w enn sie für die Erteilung der betreffenden Auskunft zuständig w ar oder w enn der Bürger die Behör-7 de aus zureichenden G ründen als zuständig betrachten durfte; 3. w enn der Bürger die U nrichtigkeit der Auskunft nicht ohne w eiteres erkennen konnte, 4. w enn er im Vertrauen auf die R ichtigkeit der Auskunft D ispositionen ge- troffenen hat, die nicht ohne N achteil rückgängig gem acht w erden können; 5. w enn die gesetzliche O rdnung seit der Auskunftserteilung keine Ände- rung erfahren hat. Als D ispositionen gelten nach konstanter R echtspre- chung auch U nterlassungen. Erforderlich ist, dass die Auskunft für die da- rauf folgende U nterlassung ursächlich w ar. Ein solcher Kausalzusam m en- hang ist gegeben, w enn angenom m en w erden kann, der Versicherte hätte sich ohne die fehlerhafte Auskunft anders verhalten. An den Bew eis des Kausalzusam m enhangs zw ischen Auskunft und D isposition bzw . U nterlas- sung w erden nicht allzu strenge Anforderungen gestellt. D er erforderliche Kausalitätsbew eis darf deshalb schon als geleistet gelten, w enn es auf- grund der allgem einen Lebenserfahrung als glaubhaft erscheint, dass sich der Versicherte ohne die fragliche Auskunft anders verhalten hätte. G e- m äss konstanter R echtsprechung sind schw eizerische Auslandvertretun- gen zw ar nicht verpflichtet, aber doch befugt, die Auslandschw eizer über die Beitrittsm öglichkeiten und die Ausw irkungen der freiw illigen Versiche- rung zu orientieren. M achen sie indessen von dieser M öglichkeit G e- brauch, sind sie gehalten, die Auslandschw eizer richtig zu beraten und über die Beitrittsm öglichkeiten zur freiw illigen Versicherung zu inform ieren (BG E 121 V 65 m it H inw eisen). 3.2 M it Blick auf diese R echtsprechung ist der U m stand, dass die zuständigen Schw eizer Behörden die im Jahre 1994 nach Zypern gezogenen Eltern des Beschw erdeführers bei der Anm eldung zur freiw illigen Versicherung des Vaters nicht darauf hingew iesen haben, dass sich die Kinder von Versi- cherten eigenständig anzum elden hatten und nicht autom atisch m itversi- chert w aren, nicht zu beanstanden. 3.3 Im Jahre 1997 inform ierte die Auslandsvertretung in Zypern die M utter des Beschw erdeführers, dass seit Inkraftreten der 10. AH V-R evision (1. Januar 1997) auch nichtserw erbstätige Ehefrauen beitragspflichtig seien. Als nichterw erbstätige Ehefrau, die durch ihren Ehem ann bei der AH V versi- chert sei, m üsse neu ihr persönlicher Beitritt zur freiw illigen AH V registriert w erden, dam it keine Betragslücken entstünden. D ie Auslandvertretung hat bei dieser G elegenheit nicht darauf hingew iesen, dass sich die Beitrittser- klärung der Eltern nicht autom atisch auf die Kinder erstreckt. N ach Ansicht des Bundesverw altungsgerichts liegt hierbei keine unvoll- ständige Inform ation vor, die geeignet w äre, eine erfolgreiche Berufung auf den Vertrauensschutz zu rechtfertigen. D ass sich die Auslandvertretung in Zypern darauf beschränkte, jene Fam ilienangehörigen der Versicherten zu kontaktieren, w elche von der R echtssänderung im Jahre 1997 betroffen w aren, w eil sie neu ohne Beitrittserklärung Beitrittslücken in Kauf nehm en m ussten, kann nicht beanstandet w erden. D iese O rientierung w ar richtig, unm issverständlich und um fassend. Für die Behörde gab es zu diesem Zeitpunkt keinen besonderen Anlass, geschw eige denn eine Pflicht, (auch) über die R echtsposition der Kinder von Versicherten zu inform ieren. Im U nterschied zu den nichterw erbstätigen Ehefrauen von Versicherten ha-8 ben sich aufgrund der 10. AH V-R evision die rechtlichen Verhältnisse für deren Kinder nicht geändert, und ein sofortiger freiw illiger Beitritt erschien dam als auch nicht nötig: Zw ar zog der freiw illige Versicherungsbeitritt der Eltern (nach w ie vor) nicht autom atisch denjenigen der Kinder m it sich. D ie Kinder hätten sich daher selbst (m it Zustim m ung ihrer gesetzlichen Ver- treter) zum Beitritt anm elden m üssen; gem äss der bis 2001 gültig gew esenen Fassung von Art. 2 Abs. 1 AH VG konnten sich Schw eizer Bürger im Ausland, die nicht obligatorisch versichert w aren, allerdings jederzeit versichern (sofern sie das 50. Altersjahr noch nicht vollendet hatten). D ie Einschränkung, dass nur solche Schw eizer Bürger (und Saatsangehörige der M itgliedstaaten der Europäischen G em einschaft oder der Europäischen Freihandelsassoziation), die nicht in einem M itgliedstaat der Europäischen G em einschaft oder der Europäischen Freihandelsasso- ziation leben, (innerhalb eines Jahre) der freiw illigen Versicherung beitreten können, und zw ar nur unter der Bedingung, dass sie unm ittelbar vorher w ährend m indestens fünf auf einander folgenden Jahren obligatorisch versichert w aren, gilt erst seit 2001 (vgl. Art. 2 Abs. 1 AH VG i.V.m . Art. 8 Abs. 1 VFV). 3.4 D ass im Jahre 2001 unrichtig bzw . unvollständig inform iert w urde, w ird vom Beschw erdeführer nicht behauptet und es gibt aufgrund der Akten auch keine Anhaltspunkte dafür. D as U nterbleiben einer offiziellen Infor- m ation über die per 1. Januar 2001 erfolgte R echtsänderung ist - w ie er- w ähnt – gem äss R echtsprechung des Bundesgerichts nicht geeignet, ei- nen Anspruch auf eine dem m ateriellen R echt w idersprechende Behand- lung zu begründen. 4. 4.1 D ie Beschw erde gegen den Einspracheentscheid vom 15. Septem ber 2006 ist daher abzuw eisen. 4.2 D as Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85bis Abs. 2 AH VG ). D er unterliegende Beschw erdeführer hat keinen Anspruch auf Parteientschädi- gung (Art. 64 Abs. 1 Vw VG e contrario).9 D as B undesverw altungsgericht erkennt: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben und dem Beschw erdeführer w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (eingeschrieben, an die Zustelladresse in der Tschechischen R epublik, m it R ückschein) - der Vorinstanz (G erichtsurkunde) - dem Bundesam t für Sozialversicherungen (G erichtsurkunde, R ef N r. y). D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: M ichael Peterli W ilhelm -U lrich Schodde R echtsm ittelbelehrung G egen diesen Entscheid kann innerhalb von 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesge- richt, Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, Be- schw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echts- schrift hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :