<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2014.00629</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=214839&amp;W10_KEY=13013521&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2014.00629</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.12.2014</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 30.10.2015 gutgeheissen, den Entscheid aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zurÃ¼ckgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Erfolgreiche Integration Die erfolgreiche Integration nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG muss im Zeitpunkt der Auflösung der ehelichen Gemeinschaft vorliegen (E. 3). Begriff der erfolgreichen Integration (E. 4.1 und 4.2). Der Beschwerdeführer war während der Dauer der ehelichen Gemeinschaft ständig von der Sozialhilfe abhängig, beherrscht die Sprache nicht und ist während eines früheren Aufenthalts mehrfach straffällig geworden. Er ist deshalb im Zeitpunkt der Auflösung der ehelichen Gemeinschaft offensichtlich nicht erfolgreich integriert gewesen (E. 4.3). Auch unter Berücksichtigung der nach Auflösung der ehelichen Gemeinschaft und unter dem Druck der drohenden Wegweisung vorgenommenen Integrationsbemühungen kann der Beschwerdeführer nicht als erfolgreich integriert gelten (E. 4.4). Abweisung. Abweichende Meinung einer Minderheit der Kammer.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERFOLGREICHE INTEGRATION">ERFOLGREICHE INTEGRATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHEHELICHER HÃRTEFALL">NACHEHELICHER HÃRTEFALL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 50 Abs. I lit. a AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 77 Abs. IV VZAE</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=25254" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2014.00629</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">17. Dezember 2014</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Leana Isler, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Martin Businger.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">A,<b> </b><br/> vertreten durch RA B, </p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrer,</b> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, <br/> Postfach, 8090 ZÃ¼rich, </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegner,</b> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A, geboren 1974, StaatsangehÃ¶riger von Nigeria, reiste am 14. April 2004 erstmals in die Schweiz und ersuchte unter dem Namen "C" erfolglos um Asyl. Danach weigerte er sich, seiner Ausreiseverpflichtung nachzukommen, und hielt sich bis 2007 illegal in der Schweiz auf. Als Folge davon wurde A mehrfach wegen illegalen Aufenthalts bestraft. Am 8. August 2009 reiste A erneut in die Schweiz, nachdem er am 2. Juli 2008 die in der Schweiz niedergelassene D geheiratet hatte, und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau. Aufgrund seiner fortgesetzten SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit ist A zwei Mal schriftlich ermahnt und am 12. November 2012 fÃ¶rmlich verwarnt worden. Nachdem die eheliche Gemeinschaft im Oktober 2012 aufgegeben worden war, wies das Migrationsamt am 13. Januar 2014 das Gesuch von A um VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung ab und wies ihn aus der Schweiz weg.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion am 30. September 2014 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 31. Oktober 2014 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei ihm der weitere Aufenthalt zu gestatten. Zudem verlangte er eine ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung verzichtete, liess sich das Migrationsamt nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht ist gestÃ¼tzt auf § 41 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Behandlung von Beschwerden gegen Entscheide der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion in auslÃ¤nder­rechtlichen Angelegenheiten zustÃ¤ndig.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b><span>Mit der Beschwerde kÃ¶nnen Rechtsverletzungen und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 Abs. 1 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Nachdem die Ehe des BeschwerdefÃ¼hrers unbestrittenermassen definitiv gescheitert ist, kann er seinen weiteren Aufenthalt in der Schweiz nicht mehr auf Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder (AuG) abstÃ¼tzen. Er beruft sich denn auch im vorliegenden Verfahren ausschliesslich auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Nach AuflÃ¶sung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration besteht (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG). Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass die Ehegemeinschaft des BeschwerdefÃ¼hrers lÃ¤nger als drei Jahre gedauert hat; strittig ist dagegen, ob er sich erfolgreich integriert hat.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b>Der Zweck von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG besteht darin, einen schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefall zu vermeiden. Hat sich der auslÃ¤ndische Ehegatte wÃ¤hrend der Ã¼ber dreijÃ¤hrigen Ehegemeinschaft erfolgreich in die hiesigen VerhÃ¤ltnisse integriert, soll er die Schweiz nicht verlassen mÃ¼ssen, nur weil die eheliche Gemeinschaft aufgegeben worden ist. Aus diesem Normzweck ergibt sich, dass die<span> Dreijahresfrist von Art.</span> <span>50 Abs.</span> <span>1 lit.</span> <span>a AuG</span> nicht isoliert betrachtet werden darf, sondern stets im Zusammenhang mit dem Kriterium der <span>erfolgreichen Integration</span> z<span>u sehen</span> ist. <span>Beide Kriterien, Fristablauf und Integration, mÃ¼ssen kumulativ vorliegen, damit ein Rechtsanspruch auf VerlÃ¤ngerung der Aufenthalt</span>s<span>bewilligung besteht</span> (vgl. BGE 140 II 289 E. 3.5.1; 136 II 113 E. 3.3.3). In diesem Sinn hat das Bundesgericht entschieden, dass die mindestens dreijÃ¤hrige eheliche Gemeinschaft in der Schweiz gelebt worden sein mÃ¼sse, weil eine erfolgreiche Integration voraussetze, dass sich der AuslÃ¤nder eine gewisse Zeit in der Schweiz aufgehalten habe (vgl. zum Ganzen BGE 136 II 113, E. 3.3).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Aus dem erlÃ¤uterten Zusammenhang zwischen der mindestens dreijÃ¤hrigen Ehedauer und der erfolgreichen Integration sowie aus dem klaren Gesetzeswortlaut ergibt sich weiter, dass der auslÃ¤ndische Ehegatte im Zeitpunkt der Beendigung der ehelichen Gemeinschaft in die hiesigen VerhÃ¤ltnisse integriert sein muss. Denn nach Beendigung der ehelichen Gemeinschaft kann er seinen weiteren Aufenthalt nicht mehr auf Art. 42 f. AuG abstÃ¼tzen; sein Aufenthaltsanspruch besteht nur dann weiter, wenn er die Voraussetzungen von Art. 50 AuG erfÃ¼llt. Liegen diese bei Beendigung der ehelichen Gemeinschaft nicht vor, erlischt sein Aufenthaltsrecht endgÃ¼ltig.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Zusammenfassend muss der auslÃ¤ndische Ehegatte im Zeitpunkt der Beendigung der ehelichen Gemeinschaft erfolgreich integriert sein, damit er sich auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG berufen kann. Dies schliesst nicht aus, dass im Entscheidzeitpunkt im Sinn einer GesamtwÃ¼rdigung auch Integrationsleistungen berÃ¼cksichtigt werden, die erst nach Beendigung der ehelichen Gemeinschaft erbracht worden sind, weil die Integration grundsÃ¤tzlich ein laufender Prozess ist und teilweise nur schwer zwischen Integrationsleistungen unterschieden werden kann, die vor und nach Beendigung der ehelichen Gemeinschaft erbracht worden sind (vgl. auch VGr, 26. November 2014, VB.2014.00592, E. 3.3.1). Nur wenn der AuslÃ¤nder bei Aufgabe der ehelichen Gemeinschaft kaum in die hiesigen VerhÃ¤ltnisse integriert ist und seine IntegrationsbemÃ¼hungen erst danach und unter dem Druck der drohenden Wegweisung massiv verstÃ¤rkt, ist sein Anspruch aus Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG definitiv und von Bundesrechts wegen erloschen. Daran Ã¤ndert nichts, dass das Verwaltungsgericht nach § 20a Abs. 2 in Verbindung mit § 52 Abs. 1 VRG neue Tatsachenbehauptungen und Beweismittel zu berÃ¼cksichtigen hat und demnach die Sachlage grundsÃ¤tzlich so beurteilen muss, wie sie sich im Urteilszeitpunkt darstellt, weil der einmal erloschene Bewilligungsanspruch nicht nachtrÃ¤glich wieder aufleben kann.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Nach Art.</span> <span>77 Abs.</span> <span>4 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit (VZAE) liegt eine erfolgreiche Integration namentlich vor, wenn die auslÃ¤ndische Person die rechtsstaatliche Ordnung und die Werte der Bundesverfassung respektiert (lit.</span> <span>a) und den Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben sowie zum Erwerb der am Wohnort gesprochenen Landessprache bekundet (lit.</span> <span>b). Nach Art.</span> <span>4 der Verordnung vom 24.</span> <span>Oktober 2007 Ã¼ber die Integration von AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤ndern (VIntA) zeigt sich der Beitrag einer auslÃ¤ndischen Person zur Integration namentlich in der Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung und der Werte der Bundesverfassung (lit.</span> <span>a), im Erlernen der am Wohnort gesprochenen Landessprache (lit.</span> <span>b), in der Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen in der Schweiz (lit.</span> <span>c) und im Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben und zum Erwerb von Bildung (lit.</span> <span>d). Die</span>se AufzÃ¤hlung ist nicht abschliessend; massgebend ist stets eine umfassende WÃ¼rdigung der UmstÃ¤nde des Einzelfalls (<span>vgl. BGr, 30.</span> <span>November 2011</span>, <span>2C_426/2011</span>, E<span>.</span> <span>3.2).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Bei der PrÃ¼fung der Integrationskriterien besitzen die zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden einen grossen Ermessensspielraum. Nachdem das Verwaltungsgericht den angefochtenen Entscheid lediglich auf Rechtsverletzungen, nicht aber auf dessen Unangemessenheit Ã¼berprÃ¼fen darf (vgl. E. 1.2), hat es in die IntegrationsprÃ¼fung der Vorinstanzen mit einer gewissen ZurÃ¼ckhaltung einzugreifen (BGr, 4. Dezember 2012, 2C_276/2012, E. 2.2.1). GemÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung mÃ¼ssen indessen bei einem AuslÃ¤nder, der in der Schweiz beruflich integriert ist, zu keinem Zeitpunkt Sozialhilfe bezogen hat, nie gegen die Ã¶ffentliche Ordnung verstossen hat und die an seinem Wohnort gesprochene Sprache beherrscht, ernsthafte GrÃ¼nde vorliegen, damit seine erfolgreiche Integration verneint werden darf (vgl. BGr, 4. Dezember 2012, 2C_276/2012, E. 2.2.3). Umgekehrt ergibt sich aus dem Umstand, dass die auslÃ¤ndische Person sich strafrechtlich nichts zuschulden hat kommen lassen und ihr Unterhalt ohne Sozialhilfe gewÃ¤hrleistet erscheint, fÃ¼r sich allein noch keine erfolgreiche Integration (vgl. BGr, 10. Juni 2011, 2C_830/2010, E. 2.2.2; ebenso BGr, 10. Juni 2014, 2C_602/2013, E. 5.2; 10. Januar 2013, 2C_930/2012, E. 3.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Zu prÃ¼fen sind im Folgenden die Integrationserfolge des BeschwerdefÃ¼hrers bis zur Beendigung der ehelichen Gemeinschaft, das heisst bis zum definitiven ErlÃ¶schen des Ehewillens im Oktober 2012.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>In beruflicher Hinsicht ist keine Integration des BeschwerdefÃ¼hrers ersichtlich. Nach seiner Einreise im Sommer 2009 musste er von Oktober 2009 bis zur Beendigung der ehelichen Gemeinschaft im Oktober 2012 ununterbrochen von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt werden. Insgesamt wurde er gemÃ¤ss den unwidersprochen gebliebenen vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen mit rund Fr. 100'000.- unterstÃ¼tzt. Wegen seiner andauernden SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit ist er bereits anlÃ¤sslich der ersten VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung am 26. Juli 2010 schriftlich ermahnt worden. AnlÃ¤sslich der zweiten VerlÃ¤ngerung wurde er am 21. September 2011 erneut schriftlich ermahnt. Schliesslich wurde er am 12. November 2012 â und damit bereits nach Aufgabe der ehelichen Gemeinschaft â schriftlich wegen seiner SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit verwarnt. Zwar ist nicht von der Hand zu weisen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer gewisse Anstrengungen unternommen hat, im Arbeitsmarkt Fuss zu fassen; von einer beruflichen Integration kann aber im Zeitpunkt der Beendigung der ehelichen Gemeinschaft offensichtlich nicht gesprochen werden.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>In sprachlicher Hinsicht ist zu beachten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤hrend der gesamten Dauer der ehelichen Gemeinschaft keinen Sprachkurs besucht hat. Laut Schreiben des Sozialzentrums Dorflinde vom 5. Oktober 2012 spricht der BeschwerdefÃ¼hrer sehr schlecht Deutsch. GemÃ¤ss den AusfÃ¼hrungen in der Beschwerde besitzt der BeschwerdefÃ¼hrer rudimentÃ¤re Deutschkenntnisse, mit denen er seinen Alltag meistern kann; es ist jedoch fraglich, ob damit â auch unter BerÃ¼cksichtigung des "sozioprofessionellen" Umfelds des BeschwerdefÃ¼hrers â genÃ¼gend Sprachkenntnisse fÃ¼r eine erfolgreiche Integration vorliegen. Zudem ist die behauptete Bereitschaft des BeschwerdefÃ¼hrers zum Erwerb der Sprache entgegen den Beteuerungen in der Beschwerde nicht ersichtlich. In der Integrationsempfehlung vom 1. April 2010 hat der BeschwerdefÃ¼hrer selber eingestanden, er kÃ¶nne einen Deutschkurs besuchen, um seine beruflichen Chancen zu verbessern. Im Schreiben vom 11. September 2012 â und somit Ã¼ber zwei Jahre spÃ¤ter â machte der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, er habe keinen Deutschkurs besucht, weil ihm dieser nicht ermÃ¶glicht worden sei. Dasselbe wird auch in der Beschwerde vorgebracht. Es ist indessen weder aktenkundig noch wird vom BeschwerdefÃ¼hrer behauptet, dass er nach Abschluss der Integrationsempfehlung vom 1. April 2010 bei den BehÃ¶rden darauf gedrÃ¤ngt oder zumindest nachgefragt hÃ¤tte, wann er einen Deutschkurs besuchen kÃ¶nne. Des Weiteren besucht der BeschwerdefÃ¼hrer seit Beendigung der ehelichen Gemeinschaft einen kostenlosen Deutschkurs am Abend. Weshalb er von solchen Angeboten nicht bereits wÃ¤hrend der ehelichen Gemeinschaft Gebrauch gemacht hat, wird nicht weiter erlÃ¤utert und ist auch nicht ersichtlich. Somit muss auch die sprachliche Integration als ungenÃ¼gend qualifiziert werden.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hat sich wÃ¤hrend seines zweiten Aufenthalts in der Schweiz nichts zuschulden kommen lassen. AnlÃ¤sslich seines ersten Aufenthalts als Asylbewerber unter falscher IdentitÃ¤t ist er indessen vier Mal strafrechtlich verurteilt worden, hauptsÃ¤chlich als Folge seiner Weigerung, das Land nach der rechtskrÃ¤ftigen Wegweisung zu verlassen. Auch wenn diese Verurteilungen wie erwÃ¤hnt aus der Zeit vor der ehelichen Gemeinschaft stammen und insgesamt als nicht so schwerwiegend einzustufen sind, zeigen sie doch, dass der BeschwerdefÃ¼hrer zumindest damals nicht gewillt gewesen ist, fÃ¼r ihn negative Entscheide der Schweizer Justiz zu akzeptieren und ihnen freiwillig nachzukommen.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.4 </b>Zusammenfassend ist der BeschwerdefÃ¼hrer im Zeitpunkt der Aufgabe der ehelichen Gemeinschaft weder in beruflicher noch in sprachlicher Hinsicht integriert gewesen. Von einer erfolgreichen Integration kann daher offensichtlich keine Rede sein. Die frÃ¼here StraffÃ¤lligkeit des BeschwerdefÃ¼hrers rundet dieses negative Bild ab, sodass â einig mit der Vorinstanz â der Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG gar nicht entstanden ist und sich der BeschwerdefÃ¼hrer deshalb nicht darauf berufen kann.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Wie erwÃ¤hnt spielt es keine Rolle, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nach Beendigung der ehelichen Gemeinschaft und damit unter dem Druck der drohenden Wegweisung seine Integration vorangetrieben und sich erst nach diesem Zeitpunkt Ã¼berhaupt annÃ¤hernd integriert hat (vgl. E. 3). Doch auch unter BerÃ¼cksichtigung dieser Integrationsleistungen kann der BeschwerdefÃ¼hrer heute nicht als erfolgreich integriert gelten:</p> <p class="Erwgung3">In beruflicher Hinsicht hat sich der BeschwerdefÃ¼hrer kurz nach Beendigung der ehelichen Gemeinschaft von der Sozialhilfe gelÃ¶st und steht seit rund zwei Jahren wirtschaftlich auf eigenen Beinen. Zu beachten ist aber, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nach wie vor nicht Ã¼ber eine Festanstellung verfÃ¼gt, sondern im Rahmen von TemporÃ¤ranstellungen zu 100 % arbeitet, und deshalb â mit Blick auf seine jahrelange SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit â eine gewisse Gefahr kÃ¼nftigen Sozialhilfebezugs nicht von der Hand zu weisen ist. In sprachlicher Hinsicht besucht der BeschwerdefÃ¼hrer aktuell einen kostenlosen Deutschkurs. Einen regulÃ¤ren Sprachkurs kann er gemÃ¤ss eigenen Angaben wegen seiner Schichtarbeit nicht besuchen, was er indessen nicht weiter belegt und deshalb auch nicht nachprÃ¼fbar ist. Weiter werden in der Beschwerde auch keine substanziierten AusfÃ¼hrungen zum aktuellen Sprachniveau des BeschwerdefÃ¼hrers gemacht, sodass davon ausgegangen werden muss, dass seine Sprachkenntnisse nach wie vor schlecht sind. In Bezug auf die frÃ¼here StraffÃ¤lligkeit des BeschwerdefÃ¼hrers kann auf die vorstehenden AusfÃ¼hrungen verwiesen werden (E. 4.3.3). Weitere soziale Integrationsleistungen â wie ein Ã¼ber den Kontakt zu Landsleuten hinaus mit der hiesigen WohnbevÃ¶lkerung aufgebauter Bekanntenkreis, Mitwirkung im gesellschaftlichen Leben in einem Verein oder Ã¤hnliches â werden weder behauptet noch ist derartiges aus den Akten ersichtlich. Auch wenn damit eine â wenn auch erst unter dem Druck der drohenden Wegweisung angestrengte â marginale Integration des BeschwerdefÃ¼hrers nicht von der Hand zu weisen ist, kann der BeschwerdefÃ¼hrer im Licht einer Gesamtbetrachtung seines Aufenthalts wie erwÃ¤hnt auch heute nicht als erfolgreich integriert gelten.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Zusammenfassend kann sich der BeschwerdefÃ¼hrer nicht auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG berufen. Weitere Anspruchsgrundlagen werden vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht geltend gemacht noch beanstandet er die vorinstanzliche Verweigerung einer Ermessensbewilligung.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a Abs. 2 VRG) und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das<span> vorliegende </span>Urteil <span>kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art.</span> <span>82</span> <span>ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17.</span> <span>Juni 2005 (BGG) angefochten wer</span>-<span>den, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Andernfalls </span>steht <span>lediglich die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113</span> <span>ff. BGG</span> zur VerfÃ¼gung.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. E<span>ine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2">5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde an das Bundesgericht im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung anâ¦</p> <p class="Urteilstext"><span>Abweichende Meinung einer Minderheit der Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"><span>(§ 124 des Gesetzes vom 10. Mai 2010 Ã¼ber die Gerichts- und BehÃ¶rdenorganisation im Zivil- und Strafprozess in Verbindung mit § 71 VRG)</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Default"> </p> <p class="Urteilstext"><span>Eine Minderheit der Kammer hat unter entsprechenden Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen die Gutheissung der Beschwerde beantragt, aus folgenden GrÃ¼nden:</span></p> <p class="Urteilstext"><b>1.</b> </p> <p class="Urteilstext"><b>1.1</b> Bundesrechtswidrig <span>ist die </span>von der Mehrheit <span>vertretene Auffassung, der Anspruch des BeschwerdefÃ¼hrers aus Art.</span> 50 Abs. 1 lit. a AuG sei von vorneherein untergegangen, weil er wÃ¤hrend der Ehe und damit wÃ¤hrend seinem Anspruch auf eine Bewilligung gestÃ¼tzt auf Art. 43 AuG Sozialhilfe bezogen habe. Diese Auslegung der Vorinstanz und der Mehrheit der Kammer widerspricht dem Wortlaut von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG, wo es heisst "â¦und eine erfolgreiche Integration <i>besteht</i>". Es wird nicht verlangt, dass eine erfolgreiche Integration bei der AuflÃ¶sung der Ehegemeinschaft "<i>bestand</i>". Die Mehrheit nimmt damit eine dem Gesetzeswortlaut widersprechende teleologische Reduktion vor. Dies kommt einer PraxisÃ¤nderung gleich. GemÃ¤ss <span>der </span>stÃ¤ndigen <span>Praxis </span>des Verwaltungsgerichts <span>werden auch Integrations</span>bemÃ¼hungen<span> angerechnet, welche sich erst nach der Trennung der Ehegatten eingestellt haben</span>, solange diese nicht zweckgerichtet erst unter dem Druck des Wegweisungsverfahrens erfolgten<span> (</span>VGr, 26. November 2014, VB.2014.00592, E. 3.3.1). Ebenso rechnet das Bundesverwaltungsgericht Integrationserfolge nach der Trennung an (vgl. <span>BVGr, 23.</span> <span>Dezember 2011, C-6240/2008, E. 6.4</span>). Das Bundesgericht hat bislang nicht explizit zu dieser Auslegung Stellung genommen, implizit jedoch Integrationserfolge bis zum letztinstanzlichen kantonalen Entscheid berÃ¼cksichtigt.</p> <p class="Urteilstext"><b>1.2</b> Sodann sind d<span>ie Rekursabteilung wie das Verwaltungsgericht gestÃ¼tzt auf §</span> <span>20a Abs.</span> <span>2 VRG verpflichtet, die Entwicklung des Sachverhalts bzw. nach Erlass der angefochtenen VerfÃ¼gung eingetretene Entwicklungen zu berÃ¼cksichtigen (VGr, 9.</span> <span>Juli 2003, VB.2003.00126, E.</span> <span>1c; VGr, 12. Dezember 2012, VB.2012.765, E.</span> <span>2; BGE 135 II 369 E.</span> <span>3.3).</span></p> <p class="Urteilstext"><b> </b></p> <p class="Urteilstext">Es hÃ¤tte damit vorliegend auch zur Beurteilung der Integration auf die aktuellen VerhÃ¤ltnisse abgestellt werden mÃ¼ssen. </p> <p class="Urteilstext"><b> </b></p> <p class="Urteilstext"><b>2. </b></p> <p class="Urteilstext"><b>2.1 </b><span>Von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG wird keine vertiefte oder Ã¼berdurchschnittliche Integration verlangt (BGr, 4.</span> <span>Dezember 2012, 2C_276/2012</span>,<span> E.</span> <span>2.2.3). Die erfolgreiche Integration ist hier weder ein Aspekt des privaten Interesses, das sich im Rahmen der InteressenabwÃ¤gung bei einem Ermessensentscheid (vgl. Art.</span> <span>54 Abs.</span> <span>2 und Art.</span> <span>96 Abs.</span> <span>1</span><span> </span><span>AuG) gegen das zum vorn</span>e<span>herein erhebliche Gewicht des Ã¶ffentlichen Interesses an der Wahrung einer restriktiven Migrationspolitik durchsetzen mÃ¼sste, noch stellt sie sich als ein Wertungskriterium bei der Konkretisierung der restriktiv auszulegenden unbestimmten Rechtsbegriffe des "schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalles" nach Art.</span> <span>30 Abs.</span> <span>1 Bst.</span> <span>b AuG bzw. des "wichtigen Grundes" nach Art.</span> <span>50 Abs.</span> <span>1 </span>lit<span>.</span> <span>b AuG dar (vgl. Art.</span> <span>31 Abs.</span> <span>1 </span>lit<span>.</span> <span>a VZAE). Sie ist vielmehr eine eigenstÃ¤ndige Anspruchsvoraussetzung, die denjenigen auslÃ¤ndischen Personen zu einem Aufenthaltsrecht verhelfen will, die unter BerÃ¼cksichtigung ihrer konkreten Situation einen ausreichenden Beitrag zum Integrationsprozess geleistet haben, wie er in Art.</span> <span>77 Abs.</span> <span>4 VZAE und Art.</span> <span>4 VIntA umschrieben ist</span> (vgl. BVGr, 2. Januar 2013, C-3850/2009, E. 7.2 und 7.3)<span>. </span>In <span>Art.</span> <span>77 Abs.</span> <span>4 </span>lit. b <span>VZAE </span>ist vom <i><span>Willen</span></i><span> zur Teilnahme am Wirtschaftsleben sowie zum Erwerb der am Wohnort gesprochenen Landessprache </span>die Rede. D<span>as Bundesgericht </span>hat <span>festgehalten, dass Integration im Sinn der Teilhabe am wirtschaftlichen Leben keine aussergewÃ¶hnliche berufliche Laufbahn voraussetze. Es genÃ¼g</span>t<span>, wenn die betroffene Person selber fÃ¼r ihre BedÃ¼rfnisse aufkomm</span>t<span>, nicht auf Kosten der Sozialhilfe leb</span>t<span> und sich nicht verschulde</span>t<span> (vgl. </span>BGr, <span>2C_427/2011 vom 26.</span> <span>Oktober 2011 E.</span> <span>5.3 und 2C_430/2011 vom 11.</span> <span>Oktober 2011 E.</span> <span>4.2). </span>Sozialhilfebezug in der Vergangenheit schliesst eine Berufung auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG nicht zum vorneherein aus, allerdings darf die <span>erlangte finanzielle UnabhÃ¤ngigkeit </span>nicht <span>erst von kurzer Dauer </span>sein <span>(vgl. BVGr, C-6240/2008 vom 23.</span> <span>Dezember 2011 E.</span> <span>6.3).</span><span> </span><span>Im Urteil 2C_427/2011 E.</span> <span>5.3 hat das Bundesgericht </span>Ã¼berdies <span>unter Hinweis auf das Urteil 2C_839/2010 vom 25.</span> <span>Februar 2011 E.</span> <span>7.1.2 explizit festgehalten, dass aus dem Fehlen eines grÃ¶sseren Bekannten- oder Freundeskreises allein nicht auf mangelnde Integration im Sinn von Art.</span> <span>50 Abs.</span> <span>1 </span>lit<span>.</span> <span>a AuG geschlossen werden dÃ¼rfe.</span><span> </span>Sodann setzt das hÃ¶chste Gericht fÃ¼r eine Berufung auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG den Nachweis eines Sprachkursbesuchs nicht voraus (BGr, 6. Dezember 2013, 2C_1050/2012, E. 3.4.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2. </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer<b> </b>verdient seinen Lebensunterhalt seit dem 1. Dezember 2012 gÃ¤nzlich selbstÃ¤ndig. WÃ¤hrend seines (seit 2010 nur noch ergÃ¤nzenden) Sozialhilfebezugs bemÃ¼hte sich <span>der BeschwerdefÃ¼hrer, am Wirtschaftsleben teilzunehmen.</span><span> </span>Da seine wirtschaftliche UnabhÃ¤ngigkeit nunmehr seit mehr als zwei Jahren anhÃ¤lt, er fÃ¼r seine Arbeit durchwegs gute bis sehr gute Arbeitszeugnisse erhielt, seinen Verpflichtungen beim Sozialamt immer nachgekommen ist, keine Schulden hat, bei der Stellensuche nicht wÃ¤hlerisch ist, ist ihm fÃ¼r den Erhalt seiner wirtschaftlichen SelbstÃ¤ndigkeit eine gute Prognose auszustellen. Seine wirtschaftliche Integration ist damit heute als genÃ¼gend einzustufen. </p> <p class="Erwgung2">Die sprachliche Integration des BeschwerdefÃ¼hrers bleibt hinter der wirtschaftlichen zurÃ¼ck. Jedoch hat er seinen Willen zur besseren sprachlichen Integration glaubhaft dargetan. Da der BeschwerdefÃ¼hrer in seinem Berufsalltag Deutsch sprechen muss und sein derzeitiger Arbeitgeber ihm ein gutes Zwischenzeugnis ausgestellt hat, ist nicht davon auszugehen, dass er sich in alltÃ¤glichen Situationen nicht auf Deutsch verstÃ¤ndigen kann. </p> <p class="Urteilstext">Die Bestrafung wegen illegalen Aufenthalts fÃ¤llt heute nicht mehr ins Gewicht, da es zu berÃ¼cksichtigen gilt, dass die Erteilung der Bewilligung eo ipso zum Wegfall der Rechtswidrigkeit des Aufenthalts des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼hrte und einer diesbezÃ¼glichen Delinquenz die Grundlage entzieht (BGE 137 II 297 E. 3.4). Seit seiner bewilligten Einreise im Familiennachzug hat sich der BeschwerdefÃ¼hrer nichts zu Schulden kommen lassen, ebenso ist sein Strafregisterauszug von Nigeria blank. WÃ¼rde der Auffassung der Mehrheit gefolgt, wonach fÃ¼r die Beurteilung der Integration nur auf die Zeit der Ehegemeinschaft abgestellt werden darf, dÃ¼rften konsequenterweise auch die "vorehelichen" Straftaten nicht in die Beurteilung einbezogen werden. </p> <p class="Urteilstext">Die IntegrationsbemÃ¼hungen des BeschwerdefÃ¼hrers und sein derzeitiger Integrationsstand sind damit als knapp hinreichend zu betrachten, sodass die Voraussetzungen fÃ¼r die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung erfÃ¼llt waren. </p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>