Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer II II 2024 83 Entscheid vom 12. Dezember 2024 Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident Dr.oec. Andreas Risi, Richter Dr.iur. Frank Lampert, Richter MLaw Andrea Reutter, a.o. Gerichtsschreiberin Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________, gegen Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, Vorinstanz, Gegenstand Ergänzungsleistungen (Vermögensverzicht)2 Sachverhalt: A.A.________ (geb. ________, geschieden seit ________ [vgl. Vi-act. 6]) (nachstehend: der Versicherte) wurde von der IV-Stelle Schwyz mit Verfügung vom 30. November 2022 rückwirkend ab dem 1. September 2020 eine ganze IV- Rente zugesprochen. Mit Gesuch vom 24. April 2023 meldete er sich bei der Ausgleichskasse Schwyz zum Bezug von Ergänzungsleistungen (EL) zur Invali- denversicherung (IV) an (vgl. Vi-act. 1). B. Nachdem der Versicherte auf Anfrage der Ausgleichskasse Schwyz weitere Unterlagen nachgereicht hatte, verneinte diese mit Verfügung vom 9. April 2024 einen Anspruch auf Ergänzungsleistungen ab dem 1. April 2023. Aus den einge- reichten Unterlagen errechnete sie für das Jahr 2017 einen Vermögensverzicht aus Verkauf der Liegenschaft GB Nr. ________, ________, von Fr. 716'432.10, welcher nach jährlichem Abzug von Fr. 10'000.-- in die EL-Berechnung einfloss und zur Überschreitung der Vermögensschwelle von Fr. 100'000.-- führte (Vi-act. 216). C.Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte mit Schreiben vom 30. April 2024 Einsprache bei der Ausgleichskasse Schwyz und verlangte die Aufhebung der Verfügung vom 4. April 2024 [recte: 9. April 2024] und die Ausrichtung der Ergänzungsleistungen (Vi-act. 218). Er machte namentlich geltend, die Einbrin- gung der Liegenschaft ________ in seine ________ GmbH & Co KG am 16. Ja- nuar 2017 stelle keinen Vermögensverzicht dar. D.Mit Einspracheentscheid Nr. 1090/2024 vom 10. September 2024 wies die Ausgleichskasse Schwyz die Einsprache vom 30. April 2024 im Sinne der Erwä- gungen ab bzw. verneinte einen Anspruch auf Ergänzungsleistungen mit der Be- gründung, dass sie an der Berücksichtigung eines Vermögensverzichts von min- destens Fr. 716'000.-- (per 1.1.2017) festhalte (Vi-act. 280). E.Gegen den Einspracheentscheid der Ausgleichskasse Schwyz lässt der Versicherte mit Eingabe vom 27. September 2024 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit folgenden Anträgen: 1. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 10. September 2024 (Einsprache Nr. 1090/2024 &) und die Verfügung vom 9. April 2024 seien aufzuheben und die Ausgleichskasse sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer vorerst für den Zeitraum vom 1.9.2020 bis 31.12.2023 Ergänzungsleistungen ohne Anrechnung eines Vermögensverzichts von CHF 666'432 auszuzahlen, mithin mindestens: Von 1.10.23 bis 12.10.23 Fr. 4'635 Für September 2023 Fr. 1'7453 Von 1.1.23 bis 30.8.23 Fr. 24'220 Von 1.1.22 bis 31.12.22 Fr. 37'013 Von 1.1.21 bis 31.12.21 Fr. 36'962 Von 1.9.20 bis 31.12.20 Fr. 9'308 2. Eventualiter sei die Sache zur Berechnung der Ergänzungsleistungen und Erlass einer entsprechenden Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 3. Unter Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. F.Mit Vernehmlassung vom 21. Oktober 2024 beantragt die Vorinstanz unter Verweis auf die mit Einspracheentscheid vom 10. September 2024 geäusserte Rechtsauffassung die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Auf wei- tere Ausführungen werde verzichtet. Festzuhalten sei einzig, dass weitere Ab- klärungen zur Prüfung eines allfälligen Anspruchs auf Ergänzungsleistungen notwendig seien, sollte das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz zum Schluss kommen, die Anrechnung des Vermögensverzichts sei zu Unrecht er- folgt und demnach die Vermögensschwelle von Fr. 100'000.-- unterschritten. Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.1Gemäss Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG; SR 831.30) vom 6. Okt- ober 2006 gewähren der Bund und die Kantone Personen, welche die Voraus- setzungen nach den Art. 4 bis 6 ELG erfüllen, Ergänzungsleistungen zur De- ckung ihres Existenzbedarfs. Nach Art. 4 Abs. 1 lit. a ELG haben unter anderem Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz Anspruch auf EL, wenn sie eine Altersrente der Alters- und Hinterlassenenversicherung beziehen. 1.2Der Anspruch auf eine jährliche Ergänzungsleistung besteht ab Beginn des Monats, in dem die Anmeldung eingereicht worden ist, sofern sämtliche gesetzli- chen Voraussetzungen erfüllt sind (Art. 12 Abs. 1 ELG). 1.3Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht gemäss Art. 9 Abs. 1 ELG dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen über- steigen, mindestens jedoch dem höheren der folgenden Beträge: a. der höchsten Prämienverbilligung, die der Kanton für Personen festgelegt hat, die weder Ergänzungsleistungen noch Sozialhilfe beziehen; b. 60 Prozent des Pauschalbetrages für die obligatorische Krankenpflegeversi- cherung nach Art. 10 Abs. 3 lit. d ELG. 4 1.4Art. 9a Abs. 1 ELG definiert Voraussetzungen hinsichtlich des Vermögens für einen Anspruch auf Ergänzungsleistungen. Laut Art. 9a Abs. 1 ELG haben Personen Anspruch auf Ergänzungsleistungen, wenn sie über ein Reinvermögen unterhalb der Vermögensschwelle verfügen; diese liegt bei alleinstehenden Per- sonen bei Fr. 100'000.-- (lit. a) und bei Ehepaaren bei Fr. 200'000.-- (lit. b). Ein Anspruch auf Ergänzungsleistungen wird folglich daher erst geprüft, wenn das Vermögen unterhalb dieser Vermögensschwelle liegt (Carigiet/Koch, Ergän- zungsleistungen zur AHV/IV, 3. Aufl. 2021, S. 225 Rz. 570). Zum Reinvermögen von Art. 9a Abs. 1 ELG gehört auch Vermögen, auf welches nach Art. 11a Abs. 2 - 4 verzichtet wurde (Abs. 3). 2.1Streitig und zu prüfen ist, ob bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen per 1. April 2023 ein Vermögensverzicht von Fr. 666'432.-- (per 1.1.2023) vor- liegt; mithin ob die Vermögensschwelle von Fr. 100'000.-- überschritten wurde. 2.2.1Meldet sich eine Person neu für den Bezug von Ergänzungsleistungen an, ist für die Beurteilung, ob der zulässige Schwellenwert überschritten wird, dasje- nige Vermögen massgebend, das am ersten Tag des Monats vorhanden ist, ab dem der Ergänzungsleistungsanspruch besteht (Carigiet/Koch, a.a.O., S. 226 Rz. 572). Zum Vermögen einer EL-beziehenden Person gehören die in ihrem Ei- gentum stehenden beweglichen und unbeweglichen Sachen, sowie ihre persönli- chen und dinglichen Rechte; deren Herkunft ist dabei unerheblich. 2.2.2Nach Art. 9a Abs. 3 ELG gehört auch das Vermögen zum Reinvermögen, auf das nach Art. 11a Abs. 2 - 4 ELG verzichtet wurde. Demnach werden auch die übrigen Einnahmen, Vermögenswerte und gesetzlichen oder vertraglichen Rechte als Einnahmen angerechnet, auf die ohne Rechtspflicht und ohne gleich- wertige Gegenleistung verzichtet wurde (vgl. Art. 11a Abs. 2 ELG). Ein Vermögensverzicht liegt gemäss Art. 11a Abs. 2 ELG entsprechend vor, wenn eine Person auf Vermögenswerte und gesetzliche oder vertragliche Rechte ohne Rechtspflicht und ohne Gegenleistung verzichtet hat. Eine weitere Präzisie- rung des Verzichtstatbestandes findet sich in Art. 17b ELV. Danach liegt ein Vermögensverzicht vor, wenn eine Person Vermögenswerte veräussert hat, ohne dazu rechtlich verpflichtet zu sein, und die Gegenleistung weniger als 90 Prozent des Wertes der Leistung entspricht (lit. a), oder im zu betrachtenden Zeitraum mehr Vermögen verbrauchte, als gemäss Art. 11a Abs. 3 ELG zulässig gewesen wäre (lit. b). Beim Vermögensverzicht durch Veräusserung müssen die Voraus- setzungen "ohne rechtliche Verpflichtung" bzw. "ohne adäquate Gegenleistung" entgegen Art. 11a Abs. 2 ELG bzw. Art. 17b lit. a der Verordnung über die Er- gänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV; 5 SR 831.301) indes nicht kumulativ erfüllt sein. Es reicht aus, wenn alternativ ei- nes der beiden Elemente gegeben ist (vgl. BGE 131 V 329 E. 4.2 ff. m.H.). Ein Vermögensverzicht kann demnach auch vorliegen, wenn zwar eine angemesse- ne Gegenleistung erbracht worden ist, hierzu aber keine rechtliche Verpflichtung besteht, oder eine Rechtspflicht besteht, aber die Gegenleistung nicht angemes- sen ist (vgl. BGE 131 V 329 E. 4.4; Carigiet/Koch, a.a.O., S. 244 Rz. 630). Der Vermögensverzicht setzt allerdings weiter voraus, dass zwischen Leistung und Gegenleistung, insbesondere in zeitlicher Hinsicht, ein direkter Zusammenhang besteht. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Entgeltlichkeit einer Leistung nur dann anzunehmen, wenn diese vorgängig vereinbart wurde (vgl. Urs Müller, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ELG, 3. Aufl. 2024, Rz. 468 mit Hinweisen auf BGE 131 V 329 E. 4.4 und Rz. 496 mit Hinweisen auf weitere Rechtsprechung; AGVE VBE.2022.141 E. 2.3). Bei Vorliegen eines Vermögensverzichts kann sich der Versicherte nicht auf den gegebenen Vermögensstand berufen, sondern muss sich die Frage nach den Gründen für den Vermögensrückgang gefallen und allenfalls mangels entspre- chender Beweise hypothetisches Vermögen entgegenhalten lassen (vgl. BGE 121 V 204 E. 4a/b). 2.2.3In zeitlicher Hinsicht ist für die Berücksichtigung eines Vermögensverzichts in der EL-Berechnung grundsätzlich unerheblich, wie weit die Verzichtshandlung zurückliegt (BGE 146 V 306 E. 2.3.1; Urteil BGer 9C_435/2017 vom 19.7.2018 E. 3.2 m.H.). Ein hypothetisches Vermögen ist demnach auch dann anzurech- nen, wenn die Verzichtshandlung weit zurückliegt (vgl. BGE 120 V 182 E. 4 f.; Urteil BGer 9C_198/2010 vom 9.8.2010 E. 3.2). Der Aspekt des Zeitablaufs wird durch die jährliche Reduktion gemäss Art. 17e ELV berücksichtigt. Danach wird der anzurechnende Betrag von Vermögenswerten, auf die verzichtet worden ist, jährlich um Fr. 10'000.-- reduziert (Abs. 1). Dabei ist der Betrag des Vermögens im Zeitpunkt des Verzichts unverändert auf den 1. Januar des Jahres, das auf den Verzicht folgt, zu übertragen und dann jeweils nach einem Jahr zu vermin- dern (Abs. 2). 2.2.4Beim Fehlen von Einkommen oder Vermögen bzw. dessen Verbrauch han- delt es sich um anspruchsbegründende Tatsachen, welche aufgrund der allge- meinen Beweislastverteilung durch die leistungsansprechende Person zu bewei- sen sind (vgl. BGE 121 V 204 E. 6a; Carigiet/Koch, a.a.O., S. 84 Rz. 205). In Be- zug auf Art. 11a Abs. 2 ELG hat die versicherte Person mithin das Bestehen ei- ner rechtlichen Verpflichtung bzw. den Erhalt einer adäquaten Gegenleistung zu 6 belegen, wobei blosses Glaubhaftmachen nicht genügt, sondern der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gilt (vgl. BGE 121 V 204 E. 6b/c). Dem- nach gilt ein Beweis als erbracht, wenn für die Richtigkeit der Sachbehauptung nach objektiven Gesichtspunkten derart gewichtige Gründe sprechen, dass an- dere denkbare Möglichkeiten vernünftigerweise nicht massgeblich in Betracht fal- len (vgl. Urteil BGer 9C_732/2014 vom 12.12.2014 E. 4.1.1 m.H.a.; Urteil BGer 4A_319/2014 vom 19.11.2014 E. 4.1). Im Falle der Beweislosigkeit, d.h. wenn es dem Leistungsansprecher nicht gelingt, einen (überdurchschnittlichen) Vermö- gensrückgang zu belegen oder die Gründe dafür rechtsgenügend darzutun, wird ein Vermögensverzicht angenommen und ein hypothetisches Vermögen, sowie ein darauf entfallender Ertrag angerechnet (vgl. BGE 121 V 204 E. 6a; BGE 146 V 306 E. 2.3.2; Riemer-Kafka/Wittwer, Der Verzicht im Sinne von Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG unter besonderer Berücksichtigung der Kapitalzahlung in der zweiten Säule [Teil 2], SZS 413 ff., 417). 2.2.5Das Verwaltungsverfahren sowie der erstinstanzliche Sozialversicherungs- prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz und dem Grundsatz der freien Be- weiswürdigung beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c des Bundesgeset- zes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000). Gemäss dem Untersuchungsgrundsatz haben der Versiche- rungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Versicherten resp. die Parteien trifft hingegen eine Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376 E. 4.1.1; BGE 110 V 48 E. 4a), vor allem in Bezug auf Tatsa- chen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörden und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnten (vgl. Urteil BGer 9C_669/2016 vom 20.12.2016 E. 7.1; Urteil BGer 9C_238/2015 vom 6.7.2015 E. 3.2.1 je mit Hinweisen). 3.1.1Der Verfügung vom 9. April 2024 bzw. dem vorliegend angefochtenen Ein- spracheentscheid Nr. 1090/2024 vom 10. September 2024 und mithin ihrer EL- Berechnung legte die Vorinstanz einen Vermögensverzicht - unter Berücksichti- gung der jährlichen Verminderung von Fr. 10'000.-- für die Jahre 2017 bis 2023 - von Fr. 666'432.-- zugrunde (Vi-act. 216 S. 2; Vi-act. 280). 3.1.2In Begründung des Vermögensverzichts führte die Vorinstanz mit Verfü- gung vom 9. April 2024 an, der Beschwerdeführer habe am 16. Januar 2017 die Liegenschaft GB-Nr. ________, ________, verkauft, welche zum Zeitpunkt des 7 Verkaufs einen Verkehrswert von EUR 2'750'000 gehabt habe. Der Verkaufs- preis (Übernahme der Hypothekardarlehen) habe jedoch nur EUR 2'081'000 be- tragen. Die Differenz zwischen dem Wert der Leistung (EUR 2'750'000) und dem Wert der Gegenleistung (EUR 2'081'000) von total EUR 669'000 müsse daher bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen als Verzicht berücksichtigt wer- den. Gemäss dem Tageskurs EUR/CHF von der Europäischen Zentralbank vom 16. Januar 2017 seien dies umgerechnet Fr. 716'432.10. Gemäss den gesetzlichen Bestimmungen werde dieser Verzicht (erstmals per 1. Januar 2019) jährlich um Fr. 10'000.-- amortisiert. Somit sei per 1. September 2020 bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen noch ein Vermögensverzicht in der Höhe von Fr. 696'432.-- zu berücksichtigen. Aufgrund dieses Verzichts und dem dadurch anrechenbaren Vermögen bestehe von Sep- tember 2020 bis Dezember 2023 kein Anspruch auf Ergänzungsleistungen. Auf- grund der mit der EL-Revision per 1. Januar 2021 eingeführten Vermögens- schwelle (Art. 9a Abs. 1 ELG) hätten alleinstehende Personen Anspruch auf Er- gänzungsleitungen, wenn sie über ein Reinvermögen unterhalb der Vermögens- schwelle von Fr. 100'000.-- verfügten und Ehepaare, wenn sie über ein Reinver- mögen unterhalb der Vermögensschwelle von Fr. 200'000.-- verfügten. Vermö- gen, auf welches verzichtet worden sei, gehöre auch zum Reinvermögen. Da der EL-Anspruch ab 1. Januar 2024 nach den neurechtlichen Bestimmungen geprüft werden müsse, bestehe aufgrund des per 1. Januar 2024 noch anzurechnenden Vermögensverzichts in der Höhe von Fr. 656'432.-- und der dadurch überschrit- tenen Vermögensschwelle kein Anspruch auf Ergänzungsleistungen. 3.2Dagegen machte der Beschwerdeführer mit Einsprache vom 30. April 2024 sinngemäss geltend, die Vorinstanz habe fälschlicherweise angenommen, dass er bei der Einbringung seiner Liegenschaft GB-Nr. ________, ________, in die ________ GmbH & Co. KG am 16. Januar 2017 auf Fr. 696'432.-- (recte: Fr. 716'432.10) verzichtet habe. Ein Vermögensverzicht liege gemäss Art. 11a ELG i.V.m. Art. 17b ELV vor, wenn Vermögenswerte veräussert würden, ohne dass dazu eine Rechtspflicht bestehe und die Gegenleistung weniger als 90 Prozent des Wertes der Liegenschaft entspräche. Ein solcher Vermögensver- zicht sei vorliegend nicht gegeben, da der Beschwerdeführer die Liegenschaft, welche sich in seinem Eigentum befunden habe, in seine Personengesellschaft ________ GmbH & Co. KG überführt und nicht verkauft habe. Er habe der Vorin- stanz sowohl die Einbringungsurkunde über die Einbringung der Liegenschaft in die ________ GmbH & Co. KG als auch das Protokoll der Generalversammlung zukommen lassen. Gemäss den eingereichten Unterlagen habe der Verkehrs-8 wert der Liegenschaft zum Zeitpunkt der Einbringung EUR 2'750'000 betragen. Zwei Hypothekardarlehen hätten mit insgesamt EUR 2'081'000 valutiert. Somit sei vollständig und lückenlos dokumentiert, dass bei der Einbringung nicht auf EUR 669'000 (recte Fr. 716'432.10) verzichtet worden sei, was bereits aus steu- erlichen Gründen in Deutschland nicht möglich sei, da die Einbringung nur zum Buchwert erfolgen könne. Der Beschwerdeführer sei auch nach der Transaktion sowohl Gesellschafter als auch Geschäftsführer der ________ GmbH & Co. KG gewesen und habe daher das Eigentum über diese Liegenschaft behalten. Der Beschwerdeführer habe seine private Liegenschaft aus finanziellen Gründen in eine GmbH Co. KG überführt. Eine GmbH & Co. KG bestehe aus zwei Gesell- schaften, nämlich aus einer GmbH, welche mit ihrem Gesellschaftsvermögen, hier EUR 25'000, als Komplementär an der KG hafte sowie aus einer Komman- ditgesellschaft, KG, deren Haftung jedoch minimal sei und vorliegend die Einlage des Kommanditisten A.________ in Höhe von EUR 1'000 betrage. Der Zweck ei- ner GmbH & Co. KG sei üblicherweise die Verwaltung des eigenen Vermögens, weshalb der Beschwerdeführer weiterhin wirtschaftlich Berechtigter/Eigentümer der Liegenschaft sei. Ein Verkauf derselben im Januar 2017 sei daher ausge- schlossen. Die Umschreibung der Hypothekardarlehen der Sparkasse Bodensee, Konstanz, von ihm persönlich auf seine Personengesellschaft ________ GmbH & Co. KG sei ausserdem erst am 1. April 2019 (vgl. Vi-act. 231) und unter Stellung erhebli- cher Sicherheiten durch ihn persönlich erfolgt, was ebenfalls beweise, dass es sich bei der Einbringung der Liegenschaft ________, in seine Personengesell- schaft ________ GmbH & Co. KG nicht um einen Verkauf handle. Bei einem Lie- genschaftsverkauf würden gegen den Kaufpreis Zug um Zug alle Belastungen und insbesondere auch die Hypothekenbelastung aus dem Grundbuch gelöscht, was hier allerdings nicht der Fall gewesen sei. Am 25. Februar 2020 sei unberechtigterweise eine Zwangshypothek auf die Lie- genschaft ________, eingetragen worden (vgl. Vi-act. 234 [Zwangssicherungs- hypothek der ________ GmbH über EUR 1'150'000.-- nebst Zins von 6 %]). Dar- aufhin habe ihn die Sparkasse Bodensee, Konstanz, als finanzierende Bank un- ter Androhung der sofortigen Fälligstellung der seiner Personengesellschaft ge- währten Hypothekardarlehen über insgesamt EUR 1,9 Mio. zu einem Notverkauf der Liegenschaft gedrängt, obwohl die steuerfreie 10-Jahresfrist erst Ende 2020 ausgelaufen wäre. Die Liegenschaft sei mit Notvertrag vom 31. Juli 2020 (vgl. Vi- act. 235) notverkauft worden. Der Erlös habe EUR 3,5 Mio. betragen. Der ge-9 samte Erlös aus dem Liegenschaftsverkauf sei dazu verwendet worden, ver- schiedene Gläubiger zu befriedigen. Die ________ GmbH & Co. KG befinde sich aufgrund von Steuerschulden in Abwicklung, was im Jahr 2017 noch nicht vor- hersehbar gewesen sei. Es seien zusammenfassend weder die Einbringung der Liegenschaft ________, am 16. Januar 2017 in seine Personengesellschaft ________ GmbH & Co. KG noch der Notverkauf vom 31. Juli 2020 als Vermö- gensverzicht zu qualifizieren. 3.3Im angefochtenen Einspracheentscheid führt die Vorinstanz in Bestätigung der Verfügung vom 9. April 2024 aus, die Überführung der Liegenschaft ________, in die ________ GmbH & Co. KG sei als Vermögensverzicht zu er- achten. Der Vermögensverzicht berechne sich wie folgt: Verkehrswert EUR 2'750'000.00 Kaufpreis EUR 2'081'000.00 = Differenz / Verzicht EUR 669'000.00 x 1.0709 (Kurs CHF/EUR am 16.1.2017) EUR (recte: CHF) 716'432.10 Bei der ________ GmbH & Co. KG handle es sich um eine Personengesell- schaft. Das Gesellschaftsvermögen der GmbH & Co. KG unterliege der soge- nannten gesamthänderischen Bindung. Das Vermögen stehe allen Gesellschaf- tern gemeinschaftlich zu. Da es sich bei der ________ GmbH & Co. KG um eine sogenannte "Einmann-GmbH & Co. KG" handle und somit der Beschwerdeführer bei der GmbH einziger Gesellschafter sowie bei der KG einziger Kommanditist sei, könne der Argumentation des Beschwerdeführers insofern gefolgt werden, als dass die Überführung der Liegenschaft ________, an sich zu keiner eigentli- chen Änderung der Eigentumsverhältnisse an der Liegenschaft geführt habe. Al- lerdings habe der Beschwerdeführer aufgrund der Eintragung einer Zwangssi- cherungshypothek am 25. Februar 2020 im Grundbuch die Liegenschaft ________, schliesslich notverkaufen müssen. Die Zwangssicherungshypothek habe die ________ GmbH, Berlin, eintragen lassen. Dabei handle es sich um ei- ne Crowdinvesting-Plattform, auf welcher sich Privatinvestoren an einzelnen Im- mobilien beteiligen können. Der Pressemitteilung vom 25. Januar 2017 lasse sich entnehmen, dass als neues Immobilien-Crowdinvesting die ________ der ________ GmbH & Co. KG angepriesen worden sei. Beim Crowdinvesting in Immobilien bestehe das Risiko eines Totalverlusts. Damit könne gesagt werden, dass sich sowohl die Anleger als auch die Eigentümer einer Immobilie bei solch einem Geschäft offensichtlich einem hohen Verlustrisiko aussetzen würden. Da- von zeuge auch die Tatsache, dass die Liegenschaft bereits nach drei Jahren 10 habe notverkauft werden müssen. Die Liegenschaft und somit das damit zu- sammenhängende Vermögen sei demnach zumindest in fahrlässiger Weise ei- nem erheblichen und absehbaren Verlustrisiko ausgesetzt worden, weshalb durchaus von einem Vermögensverzicht in der Höhe von mindestens Fr. 716'000.-- per 1. Januar 2017 auszugehen sei (vgl. Müller Urs, Rechtspre- chung des Bundesgerichts zum ELG, 3. Aufl., Rz. 617 ff.). 4.1Festzuhalten ist zunächst, dass die Vorinstanz von ihrer mit Verfügung vom 9. April 2024 in Begründung des Vermögensverzichts angeführten Argumentati- on, wonach der Beschwerdeführer die Liegenschaft ________, am 16. Januar 2017 mit einem zu tiefen Anrechnungswert an die Gesellschaft ________ GmbH & Co. KG verkauft habe und entsprechend aufgrund dieser Übertragung bzw. der zwischen dem Verkehrswert von EUR 2'750'000 und dem Kaufpreis (Übernahme der Hypothekardarlehen) von EUR 2'081'000 entstandenen Differenz von EUR 669'000 ein Vermögensverzicht anzunehmen sei, abgewichen ist. So führte die Vorinstanz mit Einspracheentscheid vom 10. September 2024 richtigerweise an, dass das Gesellschaftsvermögen der GmbH & Co. KG der sog. gesamthänderi- schen Bindung unterliegt und allen Gesellschaftern gemeinschaftlich zusteht. Wie von der Vorinstanz mit Einspracheentscheid Nr. 1090/2024 richtigerweise festgestellt, handelt es sich bei der ________ GmbH & Co. KG um eine sog. Ein- personen-GmbH & Co. KG, womit der Beschwerdeführer bei der GmbH einziger Gesellschafter sowie bei der KG einziger Kommanditist ist, wodurch wiederum die Überführung der besagten Liegenschaft in die ________ GmbH & Co. KG an sich zu keiner eigentlichen Änderung der Eigentumsverhältnisse an dieser Lie- genschaft zu führen vermag (vgl. htt- ps://de.wikipedia.org/wiki/GmbH_%26_Co._KG#Vermögen_der_Gesellschaft; eingesehen am 21.11.2024). Es ist also nicht weiter strittig, dass die Überführung der Liegenschaft durch den Beschwerdeführer in seine ________ GmbH & Co. KG, wie vom Beschwerdefüh- rer einspracheweise geltend gemacht und von der Vorinstanz nunmehr aner- kannt, nicht als Vermögensverzicht verstanden werden kann. 4.2Weiterhin strittig und nachfolgend zu prüfen ist dagegen die vorinstanzliche Begründung im Einspracheentscheid vom 10. September 2024, wonach beim Crowdfunding in Immobilien das Risiko eines Totalverlusts bestehe und damit gesagt werden könne, dass sich sowohl die Anleger wie auch die Eigentümer ei- ner Immobilie bei solch einem Geschäft offensichtlich einem so hohen Verlust- risiko aussetzen würden, dass von einem Vermögensverzicht ausgegangen wer- den müsse. 11 4.2.1Beim Crowdfunding in Immobilien schliessen sich Anleger über eine On- line-Plattform zu einer grossen Gruppe ("Crowd") zusammen und investieren gemeinsam in ein Immobilienprojekt. Das investierte Kapital wird von den Projek- tentwicklern verzinst, womit die Anleger entsprechend eine Rendite auf ihre In- vestition erhalten. Auf das Crowdfunding wird zumeist zurückgegriffen, wenn dem Projektentwickler das notwendige Eigenkapital für einen Bankkredit fehlt. Die Crowd stellt dann das notwendige Eigenkapital, meist in Form eines nach- rangigen Darlehens, zur Verfügung. Im Gegensatz zu einem Bankdarlehen kön- nen beim Crowdfunding auch Sicherheiten wie die Eigenkapitalquote als Sicherheit vollständig fehlen (https://________; eingesehen am 21.11.2024). 4.2.2Nach der von der Vorinstanz zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ELG liegt unter anderem ein Vermögensverzicht vor, wenn von Anfang an mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mit dem Verlust des gesamten oder eines grossen Teils des Vermögens gerechnet werden musste, sodass kein vernünfti- ger Mensch eine entsprechende Anlage getätigt hätte (Müller, a.a.O., Rz. 617; Urteil BGer 9C_180/2010 vom 15.6.2010 E. 6). Das Vorliegen eines Vermögens- verzichtes wird nach der besagten bundesgerichtlichen Rechtsprechung weiter auch dann angenommen, wenn bewusst ein Vermögen weggegeben oder zu- mindest in fahrlässiger Weise eine risikoreiche Investition getätigt wurde, bei wel- cher ein (erheblicher) Verlust im Zeitpunkt der Investition sehr wahrscheinlich und damit absehbar war (Müller, a.a.O., Rz. 618). Anzunehmen ist ein Verzichts- tatbestand nach der durch die Vorinstanz zitierten Rechtsprechung zum ELG schliesslich auch dann, wenn bei einer Geldanlage oder einem Darlehen unter den konkreten Umständen von Anfang an damit gerechnet werden muss, dass das Geld nicht zurückbezahlt wird (Müller, a.a.O., Rz. 626). Bei diesen Beispielen eines Vermögensverzichts geht es an und für sich ums An- legen von Vermögen bzw. um die Frage nach dem Vorliegen eines damit zu- sammenhängenden Vermögensverzichts. Der Beschwerdeführer fungierte im Immobilien-Crowdinvesting mit der ________ GmbH allerdings - wie vom Be- schwerdeführer mit Beschwerde vom 27. September 2024 korrekterweise gel- tend gemacht - nicht als Anleger, sondern als Eigentümer der Immobilie. Insofern kann die von der Vorinstanz zitierte Rechtsprechung grundsätzlich nicht ohne weiteres auf die vorliegende Fallkonstellation übertragen werden. Ein Crowd- investing in Immobilien eignet sich gemäss den expliziten eigenen Angaben der ________ GmbH (vgl. https://________; eingesehen am 21.11.2024) für risiko- bewusste "Anleger", womit ein Risiko namentlich auch bei diesen liegt. Allerdings kann auch nicht übersehen werden, dass auf ein Crowdfunding zu- meist bei Fehlen des notwendigen Eigenkapitals für einen Bankkredit zurückge-12 griffen wird, d.h. wenn eine Bank ein Darlehen gemäss den zu beachtenden Dar- lehensvergabebestimmungen nicht gewähren würde. Aus diesem Grund wie auch infolge des Fehlens von Sicherheiten für die Anleger ist das Crowdfunding mit höheren Zinsen für den Nehmer verbunden, was mithin auch für diesen ein entsprechend höheres Risiko für einen (Total-)Verlust in sich birgt. Dies illustriert vorliegend der auf Veranlassung der ________ GmbH erfolgte Zwangs- bzw. Notverkauf des Grundstücks. Wie es sich mit dem Risiko seitens des Beschwerdeführers verhält, ist indes für die vorliegende Beurteilung nicht weiter von Relevanz und braucht nicht absch- liessend beantwortet zu werden. 4.3.1Wie vom Beschwerdeführer mit Beschwerde vom 27. September 2024 rich- tigerweise sinngemäss geltend gemacht, wurde mit dem "Notverkauf" der Lie- genschaft ________ ein Erlös von EUR 3'500'000 erzielt (vgl. Vi-act. 235; diesem Erlös standen Grundpfandrechte von insgesamt über EUR 4 Mio. gegenüber, vgl. Vi-act. 235-6/24). Die Liegenschaft wurde also zu einem Verkehrswert über demjenigen von EUR 2'750'000 im Jahr 2017 verkauft. Dies spricht dagegen, dass aus dem Notverkauf ein Vermögensverzicht resultierte. 4.3.3Dies hat zur Folge, dass das Vermögen des Beschwerdeführers unter die Schwelle von Fr. 100'000.-- zu liegen kommen dürfte. Die Vorinstanz wird daher den Anspruch des Beschwerdeführers auf Ergänzungsleistungen neu zu prüfen und darüber neu zu verfügen haben. Hierzu wird sie die von ihr angesprochenen ergänzenden Abklärungen zu tätigen haben (vgl. vorstehend Ingress lit. F; Vi- act. 206-3/3 [mit der Bemerkung, dass die Veränderungen der Vermögensent- wicklung "nicht weiter ins Detail" geprüft würden]). Mit Blick auf die Liegenschaft ________ wird sie dabei in Erfahrung zu bringen haben, ob und inwieweit sich deren Verkehrswert gegenüber dem Jahr 2017 von EUR 2'750'000.-- allenfalls erhöht hat sowie entsprechend die sich gegebenenfalls hieraus für die Ermittlung des Vermögensverzichts ergebenden Konsequenzen prüfen müssen. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen und die Sache an die Vorinstanz zurück- zuweisen. 5.1Eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu weiterer Abklärung und neuem Entscheid (mit noch offenem Ausgang) gilt nach ständiger Praxis für die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten (wie auch der Zusprechung einer Parteientschädigung) als Obsiegen der Beschwerde führenden Partei (vgl. Urteile BGer 8C_78/2009 vom 31.8.2010 teilweise publ. in BGE 136 II 393ff. E. 12.1; 8C_503/2009 vom 6.11.2009 E. 5 mit Verweisen; vgl. VGE III 2011 78 vom 13 27.10.2011 E. 5; VGE III 2011 43 vom 6.7.2011 E. 5; VGE III 2011 41 vom 14.4.2011 E. 3.2.1; VGE II 2008 50 vom 4.3.2009 E. 6 f.). 5.2.1Bei Streitigkeiten über Leistungen ist das Verfahren kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist; sieht das Einzelgesetz keine Kostenpflicht bei solchen Streitigkeiten vor, so kann das Gericht einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichtskosten auferlegen (Art. 1 ELG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG). Grund hiervon abzuweichen, besteht vorliegend nicht. 5.2.2Dem Verfahrensausgang entsprechend ist dem beanwalteten Beschwerde- führer eine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG sowie Art. 61 Einleitungssatz ATSG i.V.m. § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [SRSZ 234.110; VRP] vom 6.6.1974). Diese Parteientschädigung wird in Be- achtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, welcher für das Honorar im Verfahren vor Ver- waltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, un- ter Beachtung der in § 2 GebTRA enthaltenen Kriterien sowie in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf insgesamt Fr. 1'100.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festgelegt.14 Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheent- scheid Nr. 1090/2024 vom 10. September 2024 aufgehoben. Die Sache wird im Sinne der Erwägungen zur Neubeurteilung des EL-Anspruchs des Beschwerdeführers an die Vorinstanz zurückgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä- digung von Fr. 1'100.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zugesprochen. 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer- de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei- zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes- gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe- schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 5. Zustellung an: -den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R) -die Vorinstanz (R) -und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A). Schwyz, 12. Dezember 2024 Im Namen des Verwaltungsgerichts Der Präsident: Die a.o. Gerichtsschreiberin: *Anforderungen an die Beschwerdeschrift Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru- mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Versand: 24. Januar 2025