<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2018-03-19-1F_8-2018.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1F_8/2018</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 19. März 2018</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Merkli, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Eusebio, Kneubühler, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Störi. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">1. A.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt B.________, </div> <div class="para">2. B.________, </div> <div class="para">Gesuchsteller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bezirk Küssnacht, </div> <div class="para">vertreten durch den Bezirksrat, </div> <div class="para">Postfach 176, 6403 Küssnacht am Rigi, </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, Kammer III, Kollegiumstrasse 28, 6430 Schwyz. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 31. Januar 2018 (1C_52/2018). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Mit Urteil 1C_52/2018 ist das Bundesgericht am 31. Januar 2018 im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> auf die Beschwerde von A.________ und B.________ wegen verspäteter Einreichung nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 9. März 2018 beantragen A.________ und B.________, das Urteil 1C_52/2018 in Revision zu ziehen und aufzuheben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">Vernehmlassungen wurden keine eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Urteile des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft (<span class="artref">Art. 61 BGG</span>) und können nicht mit Beschwerde angefochten werden. Hingegen kann die Revision eines Bundesgerichtsurteils u. a. dann verlangt werden, wenn die Vorschriften über die Besetzung des Gerichts oder über den Ausstand verletzt worden sind (<span class="artref">Art. 121 lit. a BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Der Präsident der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung ist im Urteil 1C_52/2018 auf die Beschwerde der Gesuchsteller als Einzelrichter nicht eingetreten, weil sie, unter Berücksichtigung des Umstands, dass der Fristenstillstand von <span class="artref">Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG</span> für Stimmrechtsbeschwerden nicht gelte, offensichtlich verspätet eingereicht worden sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Die Gesuchsteller bringen - wie bereits in ihrer Beschwerde unter Berufung auf Hansjörg Seiler (in: Hansjörg Seiler/Nicolas von Werdt/Andreas Güngerich/Niklaus Oberholzer, Bundesgerichtsgesetz, 2. A. 2015, N. 109 zu <span class="artref">Art. 82 BGG</span>) vor - sie hätten ihre Beschwerde ausschliesslich mit der Verletzung materiellen Rechts begründet, weshalb diese keine Stimmrechtsbeschwerde im Sinn von <span class="artref">Art. 82 lit. c BGG</span> gewesen und dementsprechend die Frist unter Berücksichtigung des Fristenstillstands gewahrt worden sei. Das Bundesgericht habe sich zudem mit der Frage der Anwendbarkeit der Ausnahmebestimmung von <span class="artref">Art. 46 Abs. 2 BGG</span> in dieser Konstellation noch nie beschäftigt, weshalb sie nicht im vereinfachten Verfahren vom Präsidenten als Einzelrichter hätte entschieden werden dürfen. Das Urteil sei daher wegen Verletzung der Besetzungsvorschriften (Art. 108 i.V.m. <span class="artref">Art. 109 und <artref id="CH/173.110/20" type="start"></artref>Art. 20 BGG</span><artref id="CH/173.110/109" type="end"></artref>) aufzuheben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Die Kritik der Gesuchsteller in der Sache ist unbegründet. Sie übersehen, dass es bei keinem der in der von ihnen angeführten Kommentarstelle zitierten Urteile (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=23&amp;from_date=08.03.2018&amp;to_date=27.03.2018&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F131-I-291%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page291">BGE 131 I 291</a>; 386; 1C_360/2014 vom 2. September 2014; 1C_123/2011 vom 7. Juli 2011) um die Aufhebung einer Volksabstimmung geht. In dieser hier vorliegenden Konstellation einer Anfechtung der Weigerung der letzten kantonalen Instanz, eine Volksabstimmung aufzuheben, betrifft die Beschwerde ans Bundesgericht offenkundig und direkt eine Volksabstimmung, womit es sich nach dem klaren Wortlaut von <span class="artref">Art. 82 lit. c BGG</span> um eine Stimmrechtsbeschwerde handelt. Der Präsident hat sein richterliches Ermessen nicht überschritten und kein Bundesrecht verletzt, indem er diese Frage als Einzelrichter im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> beurteilte. Das Revisionsgesuch ist unbegründet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Gesuchsteller kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Revisionsgesuch wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden den Gesuchstellern auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Gesuchstellern, dem Bezirk Küssnacht und dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, Kammer III, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 19. März 2018 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Merkli </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Störi </div> </div></body></html>