14. Dezember 1990 2433 Postulat Basler tion des Pferdesports in Jugend + Sport wird also langfristig auch der Erwachsenensport gefördert. Mit der Einfügung des Pferdesports in Jugend + Sport wird der nachkommenden Generation nicht nur eine sportliche Tätig- keit ermöglicht, sondern es wird auch ein bedeutendes kultu- relles Erbe weitergegeben. Darüber hinaus wird zwangsläufig Anleitung zum Umgang mit Natur, Tier und Landschaft vermit- telt. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 3. Dezember 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 3 décembre 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 90.738 Postulat Burckhardt Schaffung eines Europäischen Sicherheitsraumes (ESR) Espace de sécurité européen Wortlaut des Postulates vom 26. September 1990 Der Bundesrat wird eingeladen, angesichts der auch auf dem Gebiet der Sicherheit schnell vorangetriebenen Europäischen Integration zu prüfen, welche Schritte er unternehmen kann, um die Schweiz an den diesbezüglichen internationalen Ko- operationen zu beteiligen. Analog und in Ergänzung zum Eu- ropäischen Wirtschaftsraum (EWR) ist die Schaffung eines Eu- ropäischen Sicherheitsraumes (ESR) in Angriff zu nehmen, um die durch den vorgesehenen Abbau der Binnengrenzkon- trollen entstehenden Sicherheitsrisiken auszugleichen. Insbe- sondere ist zu prüfen, ob und in welcher Form sich die Schweiz ohne Präjudiz einer EG-Beteiligung der Schweiz an dem Schengener Abkommen von 1985/1990 zwischen Frank- reich, Deutschland und den Benelux-Staaten beteiligen könnte. Texte du postulat du 26 septembre 1990 Vu la rapidité de l'intégration européenne en matière de sécu- rité, le Conseil fédéral est invité à examiner les mesures qu'il pourrait prendre en vue d'une participation de la Suisse à la coopération internationale dans ce domaine. Il devra tenir compte de la création de l'Espace de sécurité européen, com- plément à l'Espace Economique Européen (EEE), afin de compenser les risques en matière de sécurité qui vont surgir lors de la suppression des contrôles douaniers intracommu- nautaires. Mais il importe avant tout de déterminer si la Suisse pourrait participer, et sous quelle forme, à l'Accord de Schen- gen de 1985/1990 entre la France, l'Allemagne et les Etats du Bénélux, sans compromettre une éventuelle participation à la Communauté européenne. Mitunterzeichner-Cosignataires: Aliesch, Aubry, Auer, Basler, Coutau, Daepp, Eggly, Eisenring, Eppenberger Susi, Etique, Feigenwinter, Frey Walter, Friderici, Giger, Graf, Gros, Gui- nand, Houmard, Jeanneret, Leuba, Loeb, Mauch Rolf, Müller- Meilen, Nabholz, Nebiker, Petitpierre, Segond, Steinegger, Stucky, Tschuppert, Wanner, Zölch, Zwingli (33) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die bisherige Integration Europas führte zwischen den EG- Staaten nicht nur zu einer wirtschaftlichen, sondern auch zu ei- ner bedeutend engeren Zusammenarbeit im Sicherheitsbe- reich: Deutschland, Frankreich und die Benelux-Staaten ha- ben mit dem sogenannten Schengener Abkommen von 1985 und dem entsprechenden Uebereinkommen vom Juni dieses Jahres Vorkehrungen getroffen, welche die durch den im Zu- sammenhang mit EG 93 und EWR geplanten Abbau der Bin- nengrenzkontrollen entstehenden Sicherheitsmängel kom- pensieren sollen. Darunterfallen u. a. die Vereinfachung der polizeilichen Zusammenarbeit und der Rechtshilfe, die Verein- heitlichung der Visumsbestimmungen, die Koordination in der Bekämpfung der Betäubungsmittel, die Harmonisierung des Waffenrechts sowie die Einrichtung eines Informationssy- stems (Fahndungssystem). Die Schweiz blieb bisher von solchen Kooperationen ausge- schlossen. Zudem hat die bis heute vor allem auf Staats- und wirtschaftspolitische Fragen ausgerichtete Schweizer Aussen- politik die drohende Abkapselung der Schweiz im Sicherheits- bereich bisher kaum in Betracht gezogen. Die Verwirklichung der Freiheiten des Verkehrs von Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital innerhalb des EWR setzt u. a. den Abbau der Binnengrenzkontrollen voraus. Die am Schengener Abkommen beteiligten Staaten suchen das da- durch entstehende Sicherheitsmanko durch verschiedene Ausgleichsmassnahmen zu kompensieren. Es wäre, nun nicht sinnvoll, bliebe die Schweiz als Mitglied des EWR von diesen Kompensationsmassnahmen ausgeschlossen. Aber auch un- abhängig davon, ob der EWR zustande kommt oder nicht: Eine Folge des Schengener Abkommens wird sein, dass die Grenzkontrollen zu den an diesem Abkommen nicht beteilig- ten Drittstaaten wesentlich verschärft würden. Dies hätte u. a. für Schweizer Grenzkantone wie Genf, Tessin, Thurgau, Ba- sel-Stadt negative Auswirkungen. Ein Abseitsstehen der Schweiz auf dem Gebiet der europäi- schen Koordination in Sicherheitsfragen scheint mit zu gros- sen Risiken verbunden zu sein. Mit bilateralen Abkommen al- lein könnten die absehbaren Probleme kaum bewältigt wer- den. Daher würde die Schaffung eines ESR, das heisst eine generelle Harmonisierung aller sicherheitsrelevanten Vor- schriften und Bestimmungen im Rahmen der an einem EWR beteiligten Länder der EG und der Efta, die angesprochenen Probleme entschärfen. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 26. November 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 26 novembre 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 90.744 Postulat Basler Staatsakten. Offenlegungsverfahren Documents établis pour assurer la sécurité de l'Etat. Consultation et destruction ou archivage Wortlaut des Postulates vom 27. September 1990 Gemäss viertem Zwischenbericht des Sonderbeauftragten wird das Offenlegungsverfahren für die Pichen bis in den Herbst 1991 dauern. Erst anschliessend beginnt die Einsicht in die Dossiers, die mit noch aufwendigerer Abdeckungsarbeit verbunden ist als jene in die Karteikarten. Sie wird weitere 4 bis 6 Jahre dauern. Es zeigt sich schon heute, dass das durch Of- fenlegung der Eintragungen erhoffte Ziel, Vertrauen in unse- ren Staat zurückgewinnen, nicht erreichbar ist, weil Abdeckun- gen neue Fragen bei den Betroffenen auslösen und das da- malige politische Umfeld nicht mehr gegenwärtig ist.Postulat Cotti 2434 N 14 décembre 1990 Ich ersuche daher den Bundesrat zu prüfen, ob er- in Verbin- dung mit dem neuen Staatsschutzgesetz oder in einem sepa- raten allgemeinverbindlichen Bundesbeschluss-: - die Modalitäten der Einsichtnahme neu festlegen, - das Einsichtsverfahren bezüglich der alten, überholten Staatsschutzakten möglichst rasch abschliessen sowie - die Aktenvernichtung oder -archivierung regeln könne. Texte du postulat du 27 septembre 1990 Selon le quatrième rapport intermédiaire du préposé spécial, la procédure de consultation des fiches durera jusqu'en au- tomne 1991. Ensuite seulement pourra commencer la consul- tation des dossiers, mais le travail de préparation de ceux-ci (données à cacher) sera encore plus long que celui des fiches. La consultation des dossiers devrait donc durer encore 4 à 6 ans. En laissant les citoyens consulter les inscriptions les concernant, on avait espéré restaurer la confiance en notre Etat; or, on constate aujourd'hui déjà que ce but ne sera pas atteint de cette manière, car les données cachées soulèvent de nouvelles questions et le climat politique s'est profondé- ment modifié. C'est pourquoi je prie le Conseil fédéral d'examiner s'il pour- rait introduire les mesures suivantes, soit dans le cadre de la nouvelle loi sur la sécurité de l'Etat, soit par la voie d'un arrêté fédéral distinct, de portée générale: -fixer de nouvelles modalités pour la consultation des docu- ments; - clore le plus rapidement possible la procédure de consulta- tion des vieux documents qui sont aujourd'hui dépassés; - réglementer la destruction ou l'archivage des documents. Mitunterzeichner - Cosignataires: Auer, Bühler, Cincera, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Frey Walter, Giger, Mari, Hess Otto, Hess Peter, Hösli, Müller-Wiliberg, Nebiker, Neuenschwander, Reichling, Rutishauser, Rychen, Schwab, Seiler Hanspeter, Wanner, Zölch (21 ) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 3. Dezember 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 3 décembre 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Präsident: Das Postulat wird von Herrn Rechsteiner be- kämpft. Die Diskussion wird verschoben. Verschoben - Renvoyé #ST# 90.794 Postulat Cotti Revision der Lex Friedrich Postulato Cotti Revisione della Lex Friedrich Postulat Cotti Révision de la Lex Friedrich Wortlaut des Postulates vom 3. Oktober 1990 Ich ersuche den Bundesrat, die Möglichkeit für eine Totalrevi- sion der Lex Friedrich zu prüfen, die den veränderten Verhält- nissen sowie auch der Notwendigkeit Rechnung trägt, mass- lose oder unnütze Verbote abzuschwächen. Es geht dabei ins- besondere darum: - die Uebertragung von Ausländer zu Ausländer und somit auch die Uebertragung durch Erbfall oder von einem Auslän- der, der auf seinen Erstwohnsitz verzichtet, an einen ändern Ausländer zu liberalisieren; - die Härtefälle extensiver ;:u formulieren; - die Kriterien für den Erwerb eines Geschäftsbetriebes neu zu definieren; - Investitionen zu unterstützen, die darauf abzielen, das Woh- nungsangebot zu erhöhen. Testo del postulato del 3 ottobre 1990 Chiedo al Consiglio federale di esaminare la possibilità di una completa revisione della Lex Friedrich che tenga conto delle mutate condizioni e della necessità di attenuare divieti ecces- sivi o inutili. Si tratta in particolare: - di liberalizzare il trapasso da straniero a straniero, ed in via subordinata di liberalizzare il trapasso per successione e il tra- passo da straniero che riuncia al domicilio primario ad altro straniero, - di formulare in modo più estensivo i casi di rigore, - di ridefinire i criteri relativi all'acquisto di uno stabilimento di commercio, - di agevolare gli investimanti tendenti ad aumentare l'offerta di alloggi. Texte du postulat du 3 octobre 1990 Le Conseil fédéral est prié d'examiner la possibilité d'une révi- sion complète de la loi Friedrich sur la vente d'immeubles aux étrangers, de manière à tenir compte de l'évolution récente et de la nécessité d'atténuer les interdictions excessives ou inuti- les. Il s'agit notamment de veiller aux points suivants: - libéraliser la vente par un étranger à un autre étranger, et subsidiairement le transfert par succession, ainsi que la vente à un autre étranger par un étranger qui renonce à utiliser sa propriété comme résidence primaire; - définir les cas de rigueur d'une manière plus large; -redéfinir les critères d'acquisition d'un établissement de commerce; -faciliter les investissements tandant à accroître l'offre de lo- gement. Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Aubry, Baggi, Biel, Cavadini, Coutau, Déglise, Ducret, Eggly, Feigenwinter, Grassi, Gros, Jeanneret, Leuba, Paccolat, Pidoux, Portmann, Reimann Maximilian, Salvioni.Wellauer (19) Schriftliche Begründung - Motivazione scritta - Développement par écrit Mi riferisco alla motivazione dell'interpellanza che ho presen- tato in data odierna e che completo come segue: 1. La Lex Friedrich contiene limitazioni che non sono più giu- stificate dalle circostanze. Quando entrò in vigore erano an- cora valide, per esempio ir Germania, norme come il «Bauher- renmodell», che esentavano dall'imposta sul reddito i proventi destinati a investimenti immobiliari, anche quando questi inve- stimenti awenivano all'estero. Nel frattempo la legge fiscale te- desca ha lasciato cadere questi privilegi e gli interessi agli in- vestimenti sono diminuiti notevolmente. A ben guardare pochi sarebbero gli articoli della legge che meriterebbero sopravvivenza, ma ve ne sono che debbono es- sere immediatamente cancellati o perlomeno emendati. 2. Mi riferisco in particolare alle situazioni seguenti: a. L'eccezione all'obbligo di autorizzazione non è data pertutti gli eredi, ma soltanto per gli eredi legittimi. Gli eredi istituiti non sono al beneficio dell'eccezione, il che porta a situazioni inaccettabili. Accade sovente che una per- sona vedova, avente dei figli, (anche per motivi attinenti ai rap- porti con i figli stessi) non si risposa ma convive con il suo partner. Parrebbe assolutamente leggittimo permettere il tra- sferimento dell'alloggio, per testamento o per donazione, al partner. Il divieto di disporre del bone per testamento costituisce inol- tre, a non averne dubbio, u:na violazione del diritto della perso- nalità.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Postulat Basler Staatsakten. Offenlegungsverfahren Postulat Basler Documents établis pour assurer la sécurité de l'Etat. Consultation et destruction ou archivage In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 90.744 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 14.12.1990 - 08:00 Date Data Seite 2433-2434 Page Pagina Ref. No 20 019 345 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.