Handelsgericht des Kantons Zürich Geschäfts-Nr.: HG190181-O U/dz (vormals HG080251-O) Mitwirkend: Oberrichterin Dr. Claudia Bühler, Vizepräsidentin, und Oberrichterin Flurina Schorta, die Handelsrichter Hans-Rudolf Müller, Patrik Ho- wald und Marco La Bella sowie der Gerichtsschreiber Jan Busslinger Urteil vom 6. März 2020 in Sachen A._____, Klägerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ gegen B._____ AG, Beklagte vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ betreffend Forderung - 2 - Rechtsbegehren der Klägerin: (act. 1 S. 2-3) 1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin zu bezahlen: Unter dem Titel "Pflege-Betreuungsschaden": 1.1. Fr. 783'282.— nebst Zins zu 5 % seit 01.10.2002 (mittleres Verfalldatum vom 01.05.1994 bis zum Rechnungstag tt.02.2009) 1.2. Fr. 2'790'341.— nebst Zins zu 5 % ab tt.02.2009 (Rechnungstag) Unter dem Titel "Erwerbsausfall": 1.3. Fr. 306'637.— nebst Zins zu 5 % seit 31.01.2006 1.4. Fr. 4'324'367.— nebst Zins zu 5 % seit dem 01.09.2010 Unter dem Titel "Haushaltschaden": 1.5. Fr. 150'097.— nebst Zins zu 5 % seit dem 01.07.2002 1.6. Fr. 307'152.— nebst Zins zu 5 % seit dem 01.09.2010 Unter dem Titel "Genugtuung": 1.7. Es sei der Klägerin eine nach richterlichem Ermessen zu bestim- mende Genugtuungsrente von mehr als Fr. 16.—pro Tag bzw. Fr. 480.—pro Monat zu bezahlen nebst Zins zu 5 % ab mittlerem Verfalldatum für die Genugtuungsrente ab Unfalltag bis zum Rechnungstag. Diese Rente sei ab Rechnungstag (tt.02.2009) an den Landesindex der Konsumentenpreise anzubinden. Unter dem Titel "vorprozessuale Anwaltskosten": 1.8. Fr. 133'251.— nebst Zins zu 5 % ab Klageeinleitung - 3 - 2. Der Klägerin sei für das vorliegende Verfahren unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und der Unterzeichnende sei ihr als unentgeltlicher Prozessbeistand zu bestellen. 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, inklusive der Kos- ten des Friedensrichters von Fr. 1'240.--, nebst Zins zu 5 % ab Klageeinreichung, zulasten der Beklagten. Am 15. November 2010 geändertes Rechtsbegehren der Klägerin: (act. 50 S. 2) 1. "In Abänderung der Ziffer 1.3, 1.4, 1.5 und 1.6 des Rechtsbegeh- rens gemäss Klageschrift sei die Beklage zu verpflichten, der Klägerin zu bezahlen, neu: Unter dem Titel "Erwerbsunfall" [sic!], inklusive Rentenschaden: 1.3. Fr. 417'669.— nebst Zins zu 5 % seit 31.01.2006 1.4. Fr. 1'166'815.— nebst Zins zu 5 % seit dem 01.09.2010 Unter dem Titel "Haushaltschaden": 1.5. Fr. 160'062.— nebst Zins zu 5 % seit dem 01.07.2002 1.6. Fr. 1'411'953.— nebst Zins zu 5 % seit dem 01.09.2010." Konsolidiertes Rechtsbegehren der Klägerin: (act. 1 S. 2-3; act. 50 S. 2; konsolidiert) 1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin zu bezahlen: Unter dem Titel "Pflege-Betreuungsschaden": 1.1. Fr. 783'282.— - 4 - nebst Zins zu 5 % seit 01.10.2002 (mittleres Verfalldatum vom 01.05.1994 bis zum Rechnungstag tt.02.2009) 1.2. Fr. 2'790'341.— nebst Zins zu 5 % ab tt.02.2009 (Rechnungstag) Unter dem Titel "Erwerbsausfall", inklusive Rentenschaden: 1.3. Fr. 417'669.— nebst Zins zu 5 % seit 31.01.2006 1.4. Fr. 1'166'815.— nebst Zins zu 5 % seit dem 01.09.2010 Unter dem Titel "Haushaltschaden": 1.5. Fr. 160'062.— nebst Zins zu 5 % seit dem 01.07.2002 1.6. Fr. 1'411'953.— nebst Zins zu 5 % seit dem 01.09.2010 Unter dem Titel "Genugtuung": 1.7. Es sei der Klägerin eine nach richterlichem Ermessen zu bestim- mende Genugtuungsrente von mehr als Fr. 16.—pro Tag bzw. Fr. 480.—pro Monat zu bezahlen nebst Zins zu 5 % ab mittlerem Verfalldatum für die Genugtuungsrente ab Unfalltag bis zum Rechnungstag. Diese Rente sei ab Rechnungstag (tt.02.2009) an den Landesindex der Konsumentenpreise anzubinden. Unter dem Titel "vorprozessuale Anwaltskosten": 1.8. Fr. 133'251.— nebst Zins zu 5 % ab Klageeinleitung 2. Der Klägerin sei für das vorliegende Verfahren unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und der Unterzeichnende sei ihr als unentgeltlicher Prozessbeistand zu bestellen. 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, inklusive der Kos- ten des Friedensrichters von Fr. 1'240.--, nebst Zins zu 5 % ab Klageeinreichung, zulasten der Beklagten. - 5 - Rechtsbegehren der Beklagten: (act. 9 S. 2) Die Klage sei maximal im Umfange von CHF 344'102.25 gutzuheissen und im übrigen Umfange vollumfänglich abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Klägers. Mit der Duplik geändertes Rechtsbegehren der Beklagten: (act. 35 S. 2) Die Klage sei maximal im Umfange von CHF 268'825.80 gutzuheissen und im übrigen Umfange vollumfänglich abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Klägers. Am 14. Januar 2011 geändertes Rechtsbegehren der Beklagten: (act. 54 S. 1) 1. Unter dem Vorbehalt der Zulassung der von der Klägerin bean- tragten Klageänderung sei in Abänderung des in der Duplik ge- stellten Antrags das Begehren auf Ersatz eines zukünftigen Er- werbsausfalls abzuweisen; 2. das Begehren auf Ersatz eines Rentenschadens sei abzuweisen, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann; 3. das Abänderungsbegehren bzw. die Erhöhung des Rechtsbegeh- rens unter dem Titel 'Haushaltschaden' sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. - 6 - Konsolidiertes Rechtsbegehren der Beklagten: (act. 35 S. 2 und 69; act. 54 S. 1; sinngemäss) Die Klage sei maximal im Umfange von CHF 144'121.85 gutzuheissen: Bisheriger Erwerbsausfall: CHF 135'874.63 Vorübergehender Pflegeschaden CHF 4'703.70 Aufgelaufener Haushaltschaden (90 %) CHF 93'481.52 Zukünftiger Haushaltschaden (90 %) CHF 156'700.95 Genugtuung CHF 52'520.00 Abzüglich diverse Akontozahlungen CHF -299'159.00 und im übrigen Umfange vollumfänglich abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Klägerin. - 7 - Übersicht Sachverhalt und Verfahren .................................................................................... 8 A. Sachverhalt .................................................................................................... 8 a. Parteien und ihre Stellung ........................................................................... 8 b. Prozessgegenstand .................................................................................... 9 B. Prozessverlauf .............................................................................................. 12 Erwägungen ........................................................................................................ 14 1. Rückweisung ................................................................................................ 14 2. Anwendbares Prozessrecht .......................................................................... 16 3. Prozessvoraussetzungen ............................................................................. 16 4. Noven ........................................................................................................... 17 5. Anwendbares Recht ..................................................................................... 17 6. Haftungsbegründung .................................................................................... 17 7. Allgemeines zur Haftungsausfüllung ............................................................ 17 8. Betreuungs- und Pflegeschaden .................................................................. 17 8.1. Allgemeines ........................................................................................... 17 8.2. Aufwand ................................................................................................ 17 8.2.1. Vergangener Betreuungs- und Pflegeaufwand ...................................... 17 8.2.2. Zukünftiger Betreuungs- und Pflegeaufwand ......................................... 18 8.3. Ansatz ................................................................................................... 18 8.3.1. Vergangener Pflegeschaden .................................................................. 18 8.3.2. Zukünftiger Pflegeschaden .................................................................... 18 8.4. Versicherungsleistungen ....................................................................... 18 8.5. Schadensberechnung ........................................................................... 19 8.5.1. Bisheriger Betreuungs- und Pflegeschaden ........................................... 19 8.5.1.1. Haftpflichtrechtlicher Schaden ............................................................ 19 8.5.1.2. Direktschaden ..................................................................................... 19 8.5.2. Zukünftiger Betreuungs- und Pflegeschaden ......................................... 19 8.6. Zwischenergebnis ................................................................................. 19 9. Erwerbsausfall .............................................................................................. 20 9.1. Allgemeines ........................................................................................... 20 9.2. Invalideneinkommen ............................................................................. 21 9.2.1. Invalideneinkommen bis zum 31. August 2016 ...................................... 21 9.2.2. Invalideneinkommen ab 1. September 2016 .......................................... 21 9.3. Valideneinkommen ................................................................................ 22 9.4. Versicherungsleistungen ....................................................................... 23 9.5. Schadensberechnung ........................................................................... 23 9.5.1. Bisheriger Erwerbsschaden ................................................................... 23 9.5.1.1. Haftpflichtrechtlicher Schaden ............................................................ 23 9.5.1.2. Direktschaden ..................................................................................... 24 9.5.2. Zukünftiger Erwerbsausfall ..................................................................... 25 9.5.2.1. Haftpflichtrechtlicher Schaden ............................................................ 25 9.5.2.2. Direktschaden ..................................................................................... 26 9.6. Zwischenergebnis ................................................................................. 27 10. Rentenschaden ......................................................................................... 27 - 8 - 11. Haushaltschaden ...................................................................................... 31 11.1. Schadensparameter .......................................................................... 31 11.2. Schadensberechnung ........................................................................ 31 11.2.1. Bisheriger Haushaltschaden ................................................................ 32 11.2.1.1. Haftpflichtrechtlicher Schaden .......................................................... 32 11.2.1.2. Versicherungsleistungen ................................................................... 32 11.2.1.3. Direktschaden ................................................................................... 32 11.2.2. Zukünftiger Haushaltschaden .............................................................. 34 11.2.2.1. Haftpflichtrechtlicher Schaden .......................................................... 34 11.2.2.2. Versicherungsleistungen ................................................................... 34 11.2.2.3. Direktschaden ................................................................................... 34 11.3. Zwischenergebnis .............................................................................. 37 12. Wohnungsmehrkosten .............................................................................. 37 13. Mobilitätsschaden ..................................................................................... 37 14. Genugtuung .............................................................................................. 38 15. Vorprozessuale Anwaltskosten ................................................................. 40 16. Akontozahlungen ...................................................................................... 40 17. Gesamtergebnis ....................................................................................... 41 18. Zinsen ....................................................................................................... 42 19. Kosten- und Entschädigungsfolgen .......................................................... 42 19.1. Gerichtskosten ................................................................................... 42 19.2. Prozessentschädigung ...................................................................... 43 19.3. Verteilung .......................................................................................... 43 20. Rechtsmittelstreitwert ............................................................................... 44 Sachverhalt und Verfahren A. Sachverhalt a. Parteien und ihre Stellung Die am tt. Februar 1975 in C._____ (CZ; C'._____) geborene Klägerin ist prom o- vierte Psychologin und in D._____ AG wohnhaft. Die Beklagte ist eine seit dem tt. Juli 1884 im Handelsregister eingetragene Akt i- engesellschaft schweizerischen Rechts mit Sitz in Zürich ZH; sie bezweckt den Betrieb aller Arten von Versicherungs - und Rückversicherungsgeschäften mit Ausnahme der direkten Lebensversicherung. - 9 - b. Prozessgegenstand Die Klägerin macht Schadenersatz und Genugtuung aus einem Verkehrsunfall am 22. September 1993 gegen die Beklagte als Haftpflichtversicherung des Halters und Fahrers des Unfallfahrzeugs geltend. E._____, welcher als Halter des Ford Probe mit dem Kennzeichen ZH … bei der Beklagten haftpflichtversichert war, verursachte am 22. September 1993 um ca. 19:10 Uhr als Lenker dieses Fahrzeugs auf der Strasse der I. Klasse Nr. 3 E-55 von F._____ (CZ; F'._____) in Richtung G._____ (CZ; G'._____) fahrend bei K i- lometer 179.5 einen Selbstunfall. Nachdem er ein entgegenkommendes Fahrzeug passiert hatte, gelangte er mit den rechten Rädern in den Schotterstreifen rechts der Strasse, worauf er die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Dieses schlitterte über die Strasse, kollidierte mit einem Verkehrsschild und stiess gegen die B ö- schung des gegenüberliegenden Strassengrabens, wo es zwischen Bäumen ei n- gekeilt im Wald zum Stillstand kam. Dabei wurde die auf dem Beifahrersitz si t- zende Klägerin, welche zu dieser Zeit nicht angegurtet war, aus dem Fahrzeug geschleudert (act. 1 Ziff. 1 S. 4; act. 9 Ziff. 1 S. 3, Ziff. 4 S. 4-5; act. 10/1 S. 1-2; act. 10/2 S. 1-2). Bei dem Unfall erlitt die Klägerin insbesondere Verletzungen der Wirbelsäule. Das Vorliegen einer Paraplegie ist nicht streitig, doch decken sich die Behauptungen der Parteien bezüglich der konkreten Verletzungen und deren Lokalisation nicht vollständig (vgl. act. 1 Ziff. 5 S. 5; act. 9 Ziff. 5 S. 5). Das im vorliegenden Verfah- ren erstellte medizinische Gutachten vom 12. September 2016 geht von einer kompletten Paraplegie ab dem 7. Brustwirbel (Th7) aus (act. 234 Ziff. 4 S. 6). Nach dem Unfall wurde die Klägerin notfallmässig ins Spital von G._____ über- wiesen und operiert (act. 1 Ziff. 6 S. 5). Am 2. Oktober 1993 erfolgte die Verl e- gung ins Universitätsspital Zürich (act. 1 Ziff. 6, 7 S. 5). Dort erfolgte am 3. Oktober 1993 die operative Reposition der Rotation/Trans lation zwischen dem 4. und 5. Brustwirbel (Th4/5) mit anschliessender Stabilisierung durch eine dyna- mische Knochenplatte (LC DCP) über je zwei Nachbarsegmente (act. 1 Ziff. 7 S. 5; act. 9 Ziff. 7 S. 5; act. 4/3; act. 4/4). In der Folge kam es zu einem Funk ti-- 10 - onsausfall des Atmungssystems infolge einer Lungenentzündung und von Lun- genquetschungen (act. 1 Ziff. 8 S. 6; act. 9 Ziff. 8 S. 5; act. 4/4). Nach einer Stabi- lisierung konnten am 13. Oktober 1993 die Schläuche gezogen werden (act. 1 Ziff. 8 S. 6; act. 9 Ziff. 8 S. 6; act. 4/4). Da die Mobilisation gute Fortschritte mach- te, erfolgte am 18. Oktober 1993 die Verlegung von der Intensivstation zur Reha- bilitation in das Paraplegikerzentrum der Klinik H._____ (act. 1 Ziff. 9 S. 6; act. 9 Ziff. 9 S. 6; act. 4/4: act. 4/5/26). Dort war die Klägerin vom 18. Oktober 1993 bis zum 30. April 1994 hospitalisiert (act. 1 Ziff. 9, 10 S. 6, Ziff. 18 S. 15; act. 9 Ziff. 10 S. 6, Ziff. 18.1 S. 13-14, Ziff. 19 S. 17; act. 4/5/26). Nach der Entlassung aus der Rehabilitation hielt sich die Klägerin bei ihrer Grossmutter mütterlicherseits in Tschechien auf (act. 9 Ziff. 18.1 S. 14; act. 27 Ziff. 18.1 S. 15). Der Zeitpunkt der Rückkehr aus Tschechien in die Schweiz ist streitig. Danach wohnte die Klägerin bis zum 30. September 2001 bei ihrer Mutter in I._____ ZH (act. 1 Ziff. 20 S. 17; vgl. act. 4/1). Vom 1. Oktober 2001 bis zum 30. September 2005 wohnte sie mit einer Kollegin in einer Wohngemeinschaft in Zürich … (act. 1 Ziff. 20 S . 17; vgl. act. 4/5/5-8; act. 4/17/1; act. 4/18/1-2), vom 1. Oktober 2005 bis Juni 2010 alleine in Zürich … (act. 1 Ziff. 20 S. 17; act. 9 Ziff. 20.1 S. 17-19; act. 106 S. 3; vgl. act. 4/5/1-4; act. 4/17/2-3; act. 4/18/3-6). Im Zeitpunkt des Unfalls hatte die Klägerin ihre Ausbildung am Gymnasium der Kantonsschule J._____ unterbrochen, um am 1. September 1993 eine auf vier Monate befristete Stelle bei der K._____[Bank] in L._____ anzutreten (act. 9 Ziff. 21 S. 25). Im August 1995 nahm die Klägerin den Besuch des Gymnasiums wieder auf, welches sie im Januar 1997 mit der Maturität Typus B abschloss (act. 1 Ziff. 21 S. 26; act. 87). Im Herbst 1997 begann sie das Studium der Ps y- chologie an der Universität Zürich, welches sie am 28. Mai 2004 mit dem Lizenz i- at abschloss (act. 1 Ziff. 21 S. 26; vgl. act. 185/7). Vom 1. Dezember 2004 bis Ende Juni 2005 arbeitete die Klägerin mit einem Pen- sum von 50 % im Paraplegikerzentrum der Universitäts klinik H._____; vom 1. Juli 2005 bis 30. September 2009 war sie dort im Zusammenhang mit einem For- schungsprojekt zu einem Pensum von 50 % beschäftigt (act. 1 Ziff. 22 S. 26-27; act. 27 Ziff. 28 S. 32; act. 89/2). Dazu arbeitete die Klägerin vom 1. August 2005 - 11 - bis 31. Oktober 2008 bei der M._____ AG in N._____ ZH (act. 1 Ziff. 22 S. 27, Ziff. 29 S. 30-31; act. 27 Ziff. 29 S. 33; act. 95; act. 96/1; act. 96/6). Vom 1. Oktober 2009 an arbeitete sie an der Universitätsklinik H._____ als klinische Psychologin mi t einem Pensum von 30 % zu einem Bruttojahreslohn von CHF 29'520.00 (act. 27 Ziff. 28 S. 32; act. 119/4). Zwischen den Parteien ist strei- tig, ob die Klägerin in den Jahren 2008 und 2009 in einem darüber hinausgehen- den Masse erwerbstätig gewesen sei. Ab 1. Januar 2010 wurde das Pensum der Klägerin aufgrund eines Zusatzprojekts um 20 % erhöht (act. 48 Ziff. 2.4 S. 12). Am 15. Juni 2010 wurde die Klägerin promoviert (act. 47/7; act. 185/9). Am tt.mm.2010 brachte sie ihr erstes Kind O._____ zur Welt (act. 48 Ziff. 2.4 S. 12- 13; act. 50 S. 3; act. 54 S. 1-2). Einschliesslich bezahlten Mutterschaftsurlaubs war sie bis 30. November 2010 mit einem Pensum von 50 % zu einem Jahreslohn von CHF 45'415.20 beschäftigt (act. 48 Ziff. 2.4 S. 12; act. 50 S. 8). Im Juni 2010 gab die Klägerin ihre Wohnung an der …- strasse in Zürich … auf und zog nach I._____ ZH (act. 106 S. 3). Am tt. August 2011 heiratete die Klägerin Dr. P._____ (act. 106 S. 3). Da der Ehemann der Klägerin seit Anfang 2011 zwecks Erwerbs seines Facharzttitels in Deutschland tätig war, lebte die Klägerin ab Mai 2011 zeitweise in Deutschland (act. 106 S. 4; act. 123 S. 3). Vom 10. Oktober 2011 bis Mai 2012 arbeitete die Klägerin mit einer wöchentlichen Bruttoarbeitszeit von 24 Stunden, entsprechend einer Nettoar beitszeit von 20 Stunden, am Uni -Klinikum Q._____ (act. 106 S. 4; act. 123 S. 1-2; act. 135 S. 3-4). Von Mai 2012 bis zum 22. November 2012 er- hielt sie eine Lohnfortzahlung wegen Schwangerschaft (act. 123 S. 1-2; act. 135 S. 4). Am tt.mm.2012 brachte die K lägerin ihr zweites Kind R._____ zur Welt (act. 123 S. 1-2; act. 135 S. 2). Vom tt.mm.2012 bis tt.mm.2013 bezog sie Elter n- geld (act. 135 S. 4; act. 185/30). Anschliessend verlängerte sie die Elternzeit um ein Jahr, um den deutschen Krankenversicherungsschutz beibehalten zu können (act. 195 S. 4; act. 185/33). Am 28. Februar 2014 beendete die Klägerin ihre A n- stellung und kehrte Mitte 2014 mit ihrer Familie ganz in die Schweiz zurück (act. 195 S. 5). Anfang 2015 bezog die Familie ein Einfamilienhaus in D.____ _ AG (act. 195 S. 5-6; act. 214). - 12 - B. Prozessverlauf Das vorliegende Verfahren machte die Klägerin mit Einreichung der Klageschrift vom 15. Oktober 2008 hierorts rechtshängig (§ 102 Abs. 1 aZPO/ZH ; act. 1; act. 3; act. 4/1-24). Zum bisherigen Prozessverlauf w ird auf das Urteil und den Beschluss vom 20. November 2018 (nachfolgend: Ersturteil) verwiesen. Damit entschied das hiesige Gericht wie folgt: " Das Handelsgericht beschliesst: 1. Das Verfahren wird im Umfang von CHF 1'931'754.00 zufolge Klagerückzugs als erledigt abgeschrieben. 2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis. und erkennt sodann: 1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin zu bezahlen CHF 2'021'374.00 zuzüglich Zins zu 5 % seit 20. November 2018; CHF 451'193.00 aufgelaufene Zinsen. 2. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Rente für künftigen Pflege- und Betreuungsschaden wie folgt zu bezahlen: CHF 2'665.00 pro Monat von tt. Februar 2025 bis tt. Februar 2035; CHF 5'329.00 pro Monat von tt. Februar 2035 bis tt. Februar 2045; CHF 10'658.00 pro Monat ab tt. Februar 2045. Die Rente ist monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten jeden Monats zu be- zahlen. Der Rentenanspruch erlischt mit dem Tod der Klägerin. 3. Die Rentenhöhe gemäss Ziffer 2 reduziert sich um den Betrag, um welchen die gesetzlichen Sozialversicherungsleistungen, welche die Klägerin für dieselbe Periode erhält oder deren Geltendmachung sie unterlässt, und welche den Ausgleich des Pflege- und Betreuungsschadens bezwecken (Kongruenz), zu- sammen mit der zugesprochenen Rente den folgenden Gesamtschaden über- steigt: CHF 2'961.00 pro Monat von tt. Februar 2025 bis tt. Februar 2035; - 13 - CHF 5'921.00 pro Monat von tt. Februar 2035 bis tt. Februar 2045; CHF 11'842.00 pro Monat ab tt. Februar 2045. 4. Die Rente bzw. der Gesamtschaden gemäss Ziffer 2 und 3 basieren auf dem Totalnominallohnindex 1993 des Bundesamtes für Statistik für das Jahr 2017 von 130.5 Punkten (Basis 1993 = 100 Punkte). Die Beträge sind jeweils auf den 1. Januar jeden Jahres, erstmals auf den 1. Januar 2019, dem Stand des je- weils aktuellsten, vom Bundesamt für Statistik publizierten Stand des Totalno- minallohnindexes anzupassen. Die Anpassung erfolgt nach folgender Formel: Neue Rentenhöhe = alte Rentenhöhe x neuer Index 130.5 5. Im Mehrbetrag wird die Klage abgewiesen. 6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 200'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: CHF 24'000.00 Gutachten 7. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. 8. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Prozessentschädigung von CHF 620.00 zu bezahlen. Im Übrigen werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen. 9. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie gemäss Art. 49 Abs. 2 VAG an die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA, Laupenstrasse 27, 3003 Bern. 10. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (sub- sidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bun- desgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert beträgt CHF 6'978'573.00." Auf Beschw erde der Beklagten hob das Bundesgericht mit Urteil vom 19. September 2019 (nachfolgend: Rückweisungsurteil) die Dispositiv -Ziffer 1-4 - 14 - sowie 6-8 des Urteils vom 20. November 2018 auf und wies die Sache zur Neu- beurteilung zurück. Mit Verfügung vom 23. Januar 2020 wurde davon Vormerk genommen, dass der Beschluss vom 20. November 2018 in Rechtskraft erwachsen ist. Gleichzeitig wurde den Parteien die geänderte Gerichtsbesetzung mitgeteilt (act. 278). Das Rückweisungsurteil vom 19. September 2019 bietet keinen A nlass zur E r- gänzung von Sachverhalt und Beweisen. Das Verfahren ist spruchreif. Erwägungen 1. Rückweisung 1.1. Auf Beschwerde der Beklagten hob das Bundesgericht mit Urteil vom 19. September 2019 (Rückweisungsurteil) die Dispositiv-Ziffer 1-4 sowie 6 -8 des Urteils vom 20. November 2018 (Ersturteil) auf und wies die Sache zur Neubeur- teilung zurück. 1.2. Die Rückweisung versetzt das Verfahren hinsichtlich der aufgehobenen Punkte in die Lage, in welcher es sich vor Fällung des angefochtenen Entscheids befunden hat (BGE 116 II 220 E. 4a S. 222). Die Vorinstanz, an welche das Bun- desgericht die Sache zur Neubeurteilung zurückweist, ist an die rechtlichen Erw ä- gungen des Rückweisungsentscheids gebunden, soweit diese die Sache definitiv entscheiden (BGE 131 III 91 E. 5.2 S. 94 m.Nw.; dem folgend BGE 133 III 201 E. 4.2 S. 208; BGer 4A_226/2019 vom 18. November 2019 E. 2), ebenso wie an die nicht angefochtenen tatsächlichen Feststellungen (BGE 131 III 91 E. 5.2 S. 94 m.Nw.). Es ist ihr verwehrt, "der Beurteilung des Rechtsstreits einen anderen als den bisherigen Sachverhalt zu unterstellen oder die Sache unter rechtlichen G e- sichtspunkten zu prüfen, die im Rückweisungsentscheid ausdrücklich abgelehnt oder überhaupt nicht in Erwägung gezogen worden waren" (BGE 135 III 334 E. 2 S. 335; dem folgend BGer 4A_226/2019 vom 18. November 2019 E. 2). Der Rückweisungsentscheid gibt den tatsächlichen und rechtlichen Rahmen der neu- en Entscheidung vor (BGE 135 III 334 E. 2 S. 335). Insofern ist auch ei ne Bin-- 15 - dung der Vorinstanz an die eigenen, vor Bundesgericht nicht angefochtenen oder von diesem geschützten Erwägungen zu bejahen. Schliesslich ist auch das Bu n- desgericht an seine eigenen Rückweisungsentscheide gebunden ( BGE 125 III 421 E. 2a S. 423 m.Nw.; dem folgend BGE 133 III 201 E. 4.2 S. 208; BGE 135 III 334 E. 2 S. 335; BGE 143 III 290 E. 1.5 S. 295-296; BGer 4A_226/2019 vom 18. November 2019 E. 2). Mit dem Rückweisungsurteil vom 19. September 2019 wurden die folgenden Punkte abweichend vom Ersturteil vom 20. November 2018 entschieden: a) Ein künftiger Pflegeschaden ist nicht erstellt ( Rückweisungsurteil vom 19. September 2019 E. 4.6). Die entsprechenden Erwägungen im vorinstanzl i- chen Urteil vom 20. November 2018 sind dadurch überholt ( Ersturteil vom 20. November 2018 E. 6.2.6-6.2.8). b) Im Valideneinkommen ist nur eine individuelle Reallohnerhöhung zu berüc k- sichtigen ( Rückweisungsurteil vom 19. September 2019 E. 5.2.2, 5.3). Die ent- sprechenden Erwägungen im vorinstanzlichen Urteil vom 20. November 2018 sind dadurch überholt (Ersturteil vom 20. November 2018 E. 7.1.4, 7.2.3.6, 7.3.3). c) Die Genugtuung ist in der Grössenordnung der Beträge zu bemessen, wel- che in vergleichbaren Fällen zugesprochen wurden ( Rückweisungsurteil vom 19. September 2019 E. 6.3). Die entsprechenden Erwägungen im vorinstanzl i- chen Urteil vom 20. November 2018 sind dadurch überholt ( Ersturteil vom 20. November 2018 E. 12.3.1, 12.6). In den Punkten, in welchen das Rückweisungsurteil vom 19. September 2019 nicht in das Erstur teil vom 20. November 2018 eingreift, ist dessen Begründung zu übernehmen bzw. auf diese zu verweisen. 1.3. Die Rückweisung umfasst insbesondere auch die Neuberechnung des E r- werbsausfalls und des Rentenschadens ( Ersturteil vom 20. November 2018 E. 6.4). Die seit dem Ersturteil vom 20. November 2018 erschienenen neuen B e- rechnungsgrundlagen finden auf alle Fälle Anwendung, welche noch nicht recht s- kräftig entschieden sind (BGE 117 V 71 E. 6b S. 92-93; WILHELM STAUFFER/THEO - 16 - SCHAETZLE/MARC SCHAETZLE/STEPHAN WEBER, Ba rwerttafeln und Berechnungs- programme, Band I, 7. Aufl. 2018, N 2.8). Die Kapitalisierung beruht deshalb auf den aktuellen Berechnungsgrundlagen AHV 2015. Der Rechnungstag verschiebt sich auf den heutigen Urteilstag. Obwohl sich beim Haushaltschaden in der Sache keine Veränderungen ergeben, sind auch bei diesem die neuen Berechnungs- grundlagen und der neue Rechnungstag zu berücksichtigen. In technischer Hi n- sicht erfolgen die Berechnungen weitgehend mit der Applikation Leonardo. 2. Anwendbares Prozessrecht Am 1. Januar 2011 ist die Schweizerische Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) in Kraft getreten und hat die Zivilprozessor d- nung des Kantons Zürich vom 13. Juni 1976 (aZPO/ZH; ehemals LS 271) ersetzt. Die vorliegende Klage wurde am 15. Oktober 2008 eingereicht (act. 1), womit die altrechtliche Rechtshängigkeit eintrat (§ 102 Abs. 1 aZPO/ZH). Gemäss Art. 404 Abs. 1 ZPO findet bei rechtshängigen Verfahren bis zum Abschluss vor der be- troffenen Instanz das bisherige Verfahrensrecht weiterhin Anwendung. Dieses bleibt auch bei der Wiederaufnahme des Verfahrens nach einem Rückweisungs- entscheid anwendbar (BGer 5A_61/2017, 5A_74/2017 vom 7. März 2019 E. 8.3 m.Nw.). Einzig auf die örtliche Zuständigkeit gelangt grundsätzlich das neue Recht zur Anwendung (Art. 404 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Im internationalen Verhältnis ist zu beachten, dass für die Schweiz ebenfalls am 1. Januar 2011 das Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil - und Handelssachen vom 30. Oktober 2007 (LugÜ; SR 0.275.11) jenes vom 16. September 1988 (aLugÜ) ersetzte. Gemäss Art. 63 Ziff. 1 LugÜ bleibt auf rechtshängige Klagen das bisherige Recht anwendbar. 3. Prozessvoraussetzungen Die Prozessvoraussetzungen sind nicht Gegens tand des Rückweisungsurteils vom 19. September 2019. Es wird unverändert auf das Ersturteil vom 20. November 2018 E. 1.2 und 1.3 verwiesen. - 17 - 4. Noven Zur Zulässigkeit der im erstinstanzlichen Verfahren eingebrachten Noven wird un- verändert auf das Ersturteil vom 20. November 2018 E. 1.4 verwiesen. 5. Anwendbares Recht Zum anwendbaren materiellen Recht wird unverändert auf das Ersturteil vom 20. November 2018 E. 3 verwiesen. 6. Haftungsbegründung Zur Haftungsbegründung wird unverändert auf das Ersturteil vom 20. November 2018 E. 4 verwiesen. Die Beklagte haftet der Klägerin grundsätzlich mit einer Quote von 90 %. 7. Allgemeines zur Haftungsausfüllung Die allgemeinen Voraussetzungen sind im Ersturteil vom 20. November 2018 E. 5 dargestellt. Der künftige Schaden ist mit 3.5 % zu kapitalisieren. 8. Betreuungs- und Pflegeschaden 8.1. Allgemeines Die allgemeinen Erwägungen zum Betreuungs- und Pflegeschaden finden sich im Ersturteil vom 20. November 2018 E. 6.1. Gegen die Ablehnung der Ersatzfähi g- keit des sog. Selbstpflegeschadens hat die Klägerin keine zulässige Beschwerde erhoben (Rückweisungsurt eil vom 19. September 2019 E. 2). Der Selbstpflege- schaden bleibt nicht ersatzfähig. 8.2. Aufwand 8.2.1. Vergangener Betreuungs- und Pflegeaufwand Zum vergangenen Betreuungs - und Pflegeaufwand wird unv erändert auf das Ersturteil vom 20. November 2018 E. 6.2.1-6.2.5 verwiesen. - 18 - 8.2.2. Zukünftiger Betreuungs- und Pflegeaufwand Im Gegensatz zum Ersturteil vom 20. November 2018 E. 6.2.6-6.2.8 gelangt das Rückweisungsurteil vom 19. September 2019 E. 4.5, 4.6 zum Erg ebnis, dass die Voraussetzungen für eine Schadensschätzung nicht gegeben seien. Es bed ürfe konkreter Anhaltspunkte dafür , dass (mit überwiegender Wahrscheinlichkeit) ein konkreter Schaden zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem bestimmten Aus- mass eintreten werde , damit eine Schätzung nach Art. 42 Abs. 2 OR vorgenom- men werden könne. Ein künftiger Pflegeschaden sei nicht ausgewiesen. Das er- kennende Gericht ist an diese Erwägungen im Rückweisungsurteil gebunden. Die Verneinung eines erhöhten Drittpflegebedarf s im Ersturteil vom 20. November 2018 E. 6.2.6.4 beanstandet das Rückweisungsurteil vom 19. September 2019 nicht. Ein zukünftiger Betreuungs - und Pflegeaufwand ist damit nicht ausgewi e- sen. 8.3. Ansatz Die allgemeinen Voraussetzungen sind im Ersturteil vom 20. November 2018 E. 6.3 dargestellt. 8.3.1. Vergangener Pflegeschaden Zum dem vergangenen Pflegeschaden zugrunde zu legenden Ansatz wird unver- ändert auf das Ersturteil vom 20. November 2018 E. 6.3.1 verwiesen. 8.3.2. Zukünftiger Pflegeschaden Da ein zukünftiger Pflegeschaden nicht ausgewiesen ist, erübrigen sich Erwägun- gen zum anzuwendenden Ansatz (vgl. ansonsten Ersturteil vom 20. November 2018 E. 6.3.2). 8.4. Versicherungsleistungen Zu den relevanten Versicherungsleistungen und ihrer Anrechenbarkeit wird auf das Ersturteil vom 20. November 2018 E. 6.4 verwiesen. Da ein zukünftiger Pfl e- geschaden nicht ausgewiesen ist, stellt sich die Frage der zukünftigen Versich e-- 19 - rungsleistungen nicht mehr (vgl. ansonsten Ersturteil vom 20. November 2018 E. 6.4.2). 8.5. Schadensberechnung 8.5.1. Bisheriger Betreuungs- und Pflegeschaden 8.5.1.1. Haftpflichtrechtlicher Schaden Von Bis Anzahl Tage Zeitaufwand (h pro Tag) Zeitaufwand (h pro Woche) Stundenan- satz (CHF) Betreuungs schaden (CHF) UT 30.04.1994 221 0 0 30.00 0 01.05.1994 30.04.1995 365 2 14 30.00 21'840 01.05.1995 31.07.1995 92 5.42 37.94 30.00 14'918 01.08.1995 29.02.1996 213 3.16 22.12 30.00 20'122 8.5.1.2. Direktschaden Jahr Betreuungs- schaden Versiche- rungs- leistungen Ungedeckt Schadener- satz (90 %) Direktscha- den Regress Überschuss 1993 0 0 0 0 / 0 0 / 0 1994 14'660 4'272 10'388 13'194 10'388 / 0 0 / 4'272 2'806 (QV) 1995 36'563 6'408 30'155 32'907 30'155 / 0 0 / 6'408 2'752 (QV) 1996 5'657 1'068 4'589 5'091 4'589 / 0 0 / 1'068 502 (QV) Total 56'880 11'748 45'132 51'192 45'132 6'060 6'060 8.5.2. Zukünftiger Betreuungs- und Pflegeschaden Ein zukünftiger Betreuungs- und Pflegeschaden ist nicht ausgewiesen. 8.6. Zwischenergebnis Die Klägerin hat Anspruch auf Ersatz des folgenden Betreuungs- und Pflege- schadens gegen die Beklagte: - 20 - Schadensposition Betrag Vergangener Pflege- und Betreuungsschaden CHF 45'132 Zukünftiger Pflege- und Betreuungsschaden CHF 0 Total Pflege- und Betreuungsschaden CHF 45'132 9. Erwerbsausfall 9.1. Allgemeines Zu den Grundsätzen der Bestimmung von Brutto- und Nettoeinkommen sowie zu der hypothetischen Berufswahl der Klägerin wird unverändert auf das Ersturteil vom 20. November 2018 E. 7.1.1-7.1.3 verwiesen. Die Rechtsprechung lehnt beim Erwerbsausfall im Gegensatz zum Haushaltscha- den eine generelle Berücksichtigung der Reallohnerhöhung ab, da beim Erwerbs- ausfall regelmässig konkrete Umstände des Einzelfalls, insbesondere die berufl i- che Situation des Geschädigten, berücksichtigt werden könnten (BGer 4C.349/2006 vom 22. Januar 2007 E. 3.4; dem folgend 4A_116/2008 vom 13. Juni 2008 nicht in BGE 134 III 489 publ. E. 3.1). In einer neueren Entschei- dung hat das Bundesgericht zwischen durch Veränderung persönlicher Eige n- schaften wie das Alter begründeter individueller und durch Veränderung des al l- gemeinen Lohnniveaus begründeter allgemeiner Reall ohnerhöhung unterschi e- den und die Vorinstanz wegen mangelnder Differenzierung ausdrücklich gerügt (BGer 4A_260/2014 vom 8. September 2014 E. 6; im Schrifttum M ATTHIAS MAU- RER, Die Bestimmung der Einkommensentwicklung in der Berechnung des Pers o- nenschadens, in: Pierre Tercier (Hrsg.), Kapitalisierung – Neue Wege, 1998, 283- 320, S. 292; STEPHAN WEBER/ROLAND VOß, Neue Zahlen und Hilfsmittel für die Schadenberechnung, in: Stephan Weber (Hrsg.), Personen -Schaden-Forum 2018, 231-294, S. 234). Die individuelle Steigerung beruht im Gegensatz zur al l- gemeinen Lohnentwicklung auf einer Längsschnittbetrachtung ( WEBER/VOß, a.a.O., S. 254). In der allgemeinen Lohnentwicklung ist sie nicht berücksichtigt (SCHAETZLE/WEBER, a.a.O., N 4.34). Das Ersturteil vom 20. November 2018 E. 7.1.4 hat sich auf diese Differenzierung gestützt und neben der konkreten die - 21 - allgemeine Lohnsteigerung berücksichtigt , da die konkreten Umstände des Ei n- zelfalls nur bei der individuellen Reallohnerhöhung zum Tragen kämen. Die all- gemeine und die individuelle Lohnsteigerung wären zu addieren. Das Rückweisungsurteil vom 19. September 2019 E. 5.2.2 erachtet es indessen als unzulässig, beim Erwerbsschaden die allgemeine Lohnentwicklung zu berüc k- sichtigen. Das erkennende Gericht ist an diese Erwägungen im Rückweisungsur- teil gebunden. Der Klägerin ist deshalb keine allgemeine Reallohnsteigerung auf dem künftigen Einkommen zu gewähren. Die Berücksichtigung der individuellen Lohnentwicklung beanstandet das Rüc k- weisungsurteil vom 19. September 2019 E. 5.3 nicht. Soweit gilt weiterhin die Be- gründung im Ersturteil vom 20. November 2018 E. 7.1.4. Es ist von einer individu- ellen Reallohnsteigerung der Klägerin von 1 % bis zum Alter 50 auszugehen. Sie ist beim schweizerischen Einkommen ab dem Jahre 2010 zu berücksichtigen, als die Klägerin zum letzten Mal in der Schweiz gearbeitet hat. 9.2. Invalideneinkommen 9.2.1. Invalideneinkommen bis zum 31. August 2016 Zum Invalideneinkommen bis zum 31. August 2016 wird unverändert auf das Ersturteil vom 20. November 2018 E. 7.2.1-7.2.2 verwiesen. 9.2.2. Invalideneinkommen ab 1. September 2016 Zum Umfang der Erwerbstätigkeit der Klägerin ab 1. September 2016 wird auf das Ersturteil vom 20. November 2018 E. 7.2.3.1-7.2.3.5 verwiesen. Bei der Ei n- kommenshöhe ist hingegen lediglich von einer realen Einkommenssteigerung von 1 % bis Alter 50 (10. Februar 2025) auszugehen. Damit ergibt sich folgendes ver- gangenes und künftiges Invalideneinkommen ab 1. September 2016: Von Bis Anzahl Tage Invalideneinkommen Arbeitgeber Pensum Bruttojahres- einkommen (CHF) 01.09.2016 RT-1 1'282 Universitätsklinik H._____ 30 % 28'925.48 (*) + 1 %/Jahr - 22 - RT 31.08.2022 909 Universitätsklinik H._____ 30 % 30'099.98 (**) + 1 %/Jahr 01.09.2022 tt.02.2025 894 Universitätsklinik H._____ 40 % 40'939.99 (***) + 1 %/Jahr tt.02.2025 31.08.2030 2'028 Universitätsklinik H._____ 40 % 41'762.88 (****) 01.09.2030 28.02.2039 3'103 Keine Erwerbstätigkeit 0 % 0.00 (*) Auf der Basis Jahreseinkommen 2010 mit jährlicher Reallohnsteigerung um 1 %: CHF 90'830.40 * 1.016 = CHF 96'418.30 für das Jahr 2016 (**) Auf der Basis Jahreseinkommen 2010 mit jährlicher Reallohnsteigerung um 1 %: CHF 90'830.40 * 1.0110 = CHF 100'333.27 am tt.02.2020 (Alter 45) (***) Auf der Basis Jahreseinkommen 2010 mit jährlicher Reallohnsteigerung um 1 %: CHF 90'830.40 * 1.0112 = CHF 102'349.97 am tt.02.2022 (Alter 47) (****) Auf der Basis Jahreseinkommen 2010 mit jährlicher Reallohnsteigerung um 1 % bis tt.02.2024 (Alter 50): CHF 90'830.40 * 1.0114 = CHF 104'407.20; danach ist keine Reallohn- steigerung mehr zu berücksichtigen 9.3. Valideneinkommen Zum Umfang der hypothetischen Erwerbstätigkeit der Klägerin wird auf das Ers t- urteil vom 20. November 2018 E. 7.3 verwiesen. Bei der Einkommenshöhe ist hingegen lediglich von einer realen Einkommenssteigerung von 1 % bis Alter 50 auszugehen. Abweichend vom Ersturteil vom 20. November 2018 E. 7.3 ergibt sich ab 1. Juni 2014 folgendes hypothetisches Valideneinkommen: Von Bis Anzahl Tage Valideneinkommen Invalidenpensum Invaliditäts- grad Brutto- einkommen Pensum 01.06.2014 31.08.2016 823 CHF 47'259.24 (*) + 1 %/Jahr 50 % 0 % 100 % 01.09.2016 RT-1 1'282 CHF 48'209.15 (**) + 1 %/Jahr 50 % 30 % 40 % RT 31.08.2022 909 CHF 50'166.63 (***) 50 % 30 % 40 % 01.09.2022 31.12.2024 853 CHF 51'174.98 (****) + 1 %/Jahr 50 % 40 % 20 % 01.01.2025 tt.02.2025 41 CHF 73'085.04 (*****) 70 % 40 % 42.86 % - 23 - tt.02.2025 31.08.2030 2'028 CHF 73'085.04 70 % 40 % 42.86 % 01.09.2030 31.12.2032 853 CHF 73'085.04 70 % 0 % 100 % 01.01.2033 28.02.2039 2'232 CHF 104'407.20 (*****) 100 % 0 % 100 % (*) Auf der Basis Jahreseinkommen 2010 mit jährlicher Reallohnsteigerung um 1 %: CHF 90'830.40 * 1.014 = CHF 94'518.48 für das Jahr 2014 (**) Auf der Basis Jahreseinkommen 2010 mit jährlicher Reallohnsteigerung um 1 %: CHF 90'830.40 * 1.016 = CHF 96'418.30 für das Jahr 2016 (***) Auf der Basis Jahreseinkommen 2010 mit jährlicher Reallohnsteigerung um 1 %: CHF 90'830.40 * 1.0110 = CHF 100'333.27 am tt.02.2020 (Alter 45) (****) Auf der Basis Jahreseinkommen 2010 mit jährlicher Reallohnsteigerung um 1 %: CHF 90'830.40 * 1.0112 = CHF 102'349.97 am tt.02.2022 (Alter 47) (*****) Auf der Basis Jahreseinkommen 2010 mit jährlicher Reallohnsteigerung um 1 % bis tt.02.2024 (Alter 50): CHF 90'830.40 * 1.0114 = CHF 104'407.20; danach ist keine Reallohn- steigerung mehr zu berücksichtigen 9.4. Versicherungsleistungen Zu den relevanten Versicherungsleistungen und ihrer Anrechenbarkeit wird auf das Ersturteil vom 20. November 2018 E. 7.4 verwiesen. 9.5. Schadensberechnung 9.5.1. Bisheriger Erwerbsschaden 9.5.1.1. Haftpflichtrechtlicher Schaden Die nachfolgende Tabelle orientiert sich am Urteilsaufbau und weicht deshalb leicht vom Leonardo-Standard ab: Von Bis Anzahl Tage Bruttoeinkommen CHF AN- Beiträge Nettoausfall CHF Valid Invalid Ausfall 22.09.1993 31.08.2001 2'901 0 0 0 – 0 - 24 - 01.09.2001 31.12.2003 852 90'830/Jahr 0 90'830/Jahr 7.95 % 83'609/Jahr = 195'164 01.01.2004 31.12.2004 366 90'830 4'393 86'437 8.10 % 79'436 01.01.2005 31.12.2005 365 90'830 44'908 45'922 8.68 % 41'936 01.01.2006 31.12.2006 365 90'830 57'386 33'444 11.79 % 29'502 01.01.2007 31.12.2007 365 90'830 57'197 33'633 11.91 % 29'627 01.01.2008 31.12.2008 366 90'830 58'466 32'364 12.15 % 28'433 01.01.2009 31.12.2009 365 90'830 45'939 44'891 10.58 % 40'140 01.01.2010 30.11.2010 334 83'260 41'630 41'630 9.73 % 37'578 01.12.2010 31.08.2011 274 identisch 0 – 0 01.09.2011 30.09.2011 30 1'850 (DE-netto) 0 1'850 (DE-netto) – 1'850 01.10.2011 31.05.2014 974 identisch 0 – 0 01.06.2014 31.08.2016 823 47'259 + 1 %/Jahr 0 47'259 + 1 %/Jahr 8.65 % 43'171 + 1 %/Jahr = 98'275 01.09.2016 RT-1 1'282 48'209 + 1 %/Jahr 28'925 + 1 %/Jahr 19'284 + 1 %/Jahr 8.67 % 17'612 + 1 %/Jahr = 63'037 9.5.1.2. Direktschaden Jahr Erwerbsaus- fall Versiche- rungs- leistungen Ungedeckt Schadener- satz (90 %) Direktscha- den Regress Überschuss 1993 0 0 0 0 / 0 0 / 0 1994 0 0 0 0 / 0 0 / 0 1995 0 0 0 0 / 0 0 / 0 1996 0 0 0 0 / 0 0 / 0 1997 0 0 0 0 / 0 0 / 0 1998 0 0 0 0 / 0 0 / 0 1999 0 0 0 0 / 0 0 / 0 2000 0 0 0 0 / 0 0 / 0 2001 27'946 27'375 571 25'151 571 / 0 0 / 27'375 24'580 (QV) 2002 83'609 27'375 56'234 75'248 56'234 / 0 0 / 27'375 19'014 (QV) - 25 - 2003 83'609 27'375 56'234 75'248 56'234 / 0 0 / 27'375 19'014 (QV) 2004 79'436 21'360 58'076 71'492 58'076 / 0 0 / 21'360 13'416 (QV) 2005 41'936 15'840 26'096 37'742 26'096 / 0 0 / 15'840 11'646 (QV) 2006 29'502 15'840 13'662 26'552 13'662 / 0 0 / 15'840 12'890 (QV) 2007 29'627 16'248 13'379 26'664 13'379 / 0 0 / 16'248 13'285 (QV) 2008 28'433 16'248 12'185 25'590 12'185 / 0 0 / 16'248 13'405 (QV) 2009 40'140 16'752 23'388 36'126 23'388 / 0 0 / 16'752 12'738 (QV) 2010 37'578 18'900 18'678 33'820 18'678 / 0 0 / 18'900 15'142 (QV) 2011 1'850 21'120 -19'270 1'665 0 / -19'270 0 / 1'850 1'665 (QV) 2012 21'848 -21'848 0 / -21'848 0 / 0 0 (QV) 2013 25'488 -25'488 0 / -25'488 0 / 0 0 (QV) 2014 25'311 25'488 -177 22'780 0 / -177 0 / 25'311 22'780 (QV) 2015 43'605 25'488 18'117 39'244 18'117 / 0 0 / 25'488 21'127 (QV) 2016 35'230 25'488 9'742 31'707 9'742 / 0 0 / 25'488 21'965 (QV) 2017 17'792 25'488 -7'696 16'013 0 / -7'696 0 / 17'792 16'013 (QV) 2018 17'970 25'488 -7'518 16'173 0 / -7'518 0 / 17'970 16'173 (QV) 2019 18'149 25'488 -7'339 16'334 0 / -7'339 0 / 18'149 16'334 (QV) 2020 bis RT-1 3'255 6'372 -3'117 2'929 0 / -3'117 0 / 3'255 2'929 (QV) Total 644'979 431'069 213'910 580'481 213'909 366'572 274'119 9.5.2. Zukünftiger Erwerbsausfall 9.5.2.1. Haftpflichtrechtlicher Schaden Von Bis Anzahl Tage Bruttoeinkommen CHF AN- Beiträge Nettoausfall CHF Valid Invalid Ausfall RT 31.08.2022 909 50'167 + 1 %/Jahr 30'099 + 1 %/Jahr 20'068 + 1 %/Jahr 8.77 % 18'308 + 1 %/Jahr - 26 - 01.09.2022 31.12.2024 853 51'174 + 1 %/Jahr 40'939 + 1 %/Jahr 10'235 + 1 %/Jahr 10.12 % 9'199 + 1 %/Jahr 01.01.2025 tt.02.2025 41 73'085 41'762 31'322 12.93 % 27'272 tt.02.2025 31.08.2030 2'028 73'085 41'762 31'322 11.19 % 27'817 01.09.2030 31.12.2032 853 73'085 0 73'085 12.28 % 64'110 01.01.2033 28.02.2039 2'232 104'407 0 104'407 10.38 % 93'570 9.5.2.2. Direktschaden Alter Jahr Erwerbs- ausfall Versiche- rungs- leistungen Ungedeckt Schaden- ersatz (90 %) Direkt- schaden Regress Über- schuss Faktor 45 1 18'308 25'488 -7'180 16'477 0 / -7'180 0 / 18'308 16'477 (QV) 0.92 46 2 18'492 25'488 -6'996 16'643 0 / -6'996 0 / 18'492 16'643 (QV) 0.95 47 3 14'444 25'488 -11'044 13'000 0 / -11'044 0 / 14'444 13'000 (QV) 0.92 48 4 9'292 25'488 -16'196 8'363 0 / -16'196 0 / 9'292 8'363 (QV) 0.88 49 5 11'388 25'488 -14'100 10'250 0 / -14'100 0 / 11'388 10'250 (QV) 0.85 50 6 27'817 42'240 -14'423 25'035 0 / -14'423 0 / 27'817 25'035 (QV) 0.82 51 7 27'817 42'240 -14'423 25'035 0 / -14'423 0 / 27'817 25'035 (QV) 0.79 52 8 27'817 42'240 -14'423 25'035 0 / -14'423 0 / 27'817 25'035 (QV) 0.76 53 9 27'817 42'240 -14'423 25'035 0 / -14'423 0 / 27'817 25'035 (QV) 0.73 54 10 27'817 42'240 -14'423 25'035 0 / -14'423 0 / 27'817 25'035 (QV) 0.71 55 11 44'025 39'692 4'333 39'622 4'333 / 0 0 / 39'692 35'289 (QV) 0.68 56 12 64'110 37'872 26'238 57'699 26'238 / 0 0 / 37'872 31'461 (QV) 0.65 57 13 67'410 36'780 30'630 60'669 30'630 / 0 0 / 36'780 30'039 (QV) 0.63 58 14 93'569 33'504 60'065 84'212 60'065 / 0 0 / 33'504 24'147 (QV) 0.61 59 15 93'569 33'504 60'065 84'212 60'065 / 0 0 / 33'504 24'147 (QV) 0.58 - 27 - 60 16 93'569 33'504 60'065 84'212 60'065 / 0 0 / 33'504 24'147 (QV) 0.56 61 17 93'569 33'504 60'065 84'212 60'065 / 0 0 / 33'504 24'147 (QV) 0.54 62 18 93'569 33'504 60'065 84'212 60'065 / 0 0 / 33'504 24'147 (QV) 0.52 63 19 93'569 33'504 60'065 84'212 60'065 / 0 0 / 33'504 24'147 (QV) 0.49 Total 593'781 461'453 132'328 534'403 132'328 402'075 297'386 13.59 9.6. Zwischenergebnis Schadensposition Betrag Bisheriger Erwerbsausfall CHF 213'909 Zukünftiger Erwerbsausfall CHF 132'328 Total Erwerbsausfall CHF 346'237 10. Rentenschaden Die Klägerin behauptet eine hypothetische Altersrente von 60 % des letzten Brut- toeinkommens (Ersturteil vom 20. November 2019 E. 8.1). Die Beklagte aner- kennt eine Quote von 60 % des letzten Bruttoeinkommens (act. 9 Ziff. 35.5 S. 39- 40). Die hypothetischen Altersleistungen können deshalb auf dieser Basis be- stimmt werden. Die geänderten Werte zum Erwerbseinkommen führen gegenüber dem Ersturteil vom 20. November 2018 E. 8 auch zu einer Änderung des für die Berechnung des Rentenschadens massgeblichen Bruttoeinkommens. Die hypothetischen Altersleistungen betragen 60 % des letzten Bruttovalidenei n- kommens (Ersturteil vom 20. November 2019 E. 8.1, 8.3). Ausgehend von einem Bruttovalideneinkommen von CHF 104'407.20 (CHF 90'830.40 * 1.0114) entspricht dies CHF 62'644.32. Zur Berechnung der zu erwartenden BVG -Jahresrente ist zu bestimmen, welches BVG -Alterskapital die Klägerin bei Erreichen des Rentenal- ters angespart haben und welche Rente daraus resultieren wird. - 28 - Der aktuelle Koordinationsabzug beträgt CHF 24'885 (Art. 8 Abs. 1 BVG i.d.F. vom 21. September 2018, AS 2018 3537; im Ersturteil vom 20. November 2018 E. 8.3 noch CHF 24'675). Die (altersabhängigen) Beitragssätze richten sich nach Art. 16 BVG. Im Gegensatz zur Berechnung des Nettolohnes ist auch der Anteil des Arbeitgebers zu berücksichtigen, da dieser gleichermassen kapitalbil dend ist. Die Verzinsung des angesparten Altersguthabens richtet sich für die vergangenen Perioden nach Art. 12 BVV 2. Für die künftigen Perioden ist der Zins zu schätzen. Eine Prognose über die künftigen Zinssätze ist nicht möglich. In Anbetracht der für die vergangenen Zeitperioden gültigen Zinssätze ist von einem Durchschnitts- wert von 2.00 % auszugehen. Dies führt zur folgenden Berechnung: Von Bis Anz. Tage Bruttoeinkommen CHF Beitrag Zins Alters- guthaben Jahr Periode koordiniert Satz Betrag 01.12.2004 31.12.2004 30 52'716 4'393 2'319 7% 162 2.25% 162 01.01.2005 31.12.2005 360 44'908 44'908 20'023 7% 1'402 2.50% 1'568 01.01.2006 31.12.2006 360 57'386 57'386 32'501 7% 2'275 2.50% 3'882 01.01.2007 31.12.2007 360 57'197 57'197 32'312 7% 2'262 2.50% 6'241 01.01.2008 31.12.2008 360 58'466 58'466 33'581 7% 2'351 2.75% 8'763 01.01.2009 31.12.2009 360 45'939 45'939 21'054 7% 1'474 2.00% 10'413 01.01.2010 tt.02.2010 40 45'415 5'046 2'281 7% 160 2.00% 12'434 tt.02.2010 30.11.2010 290 45'415 36'584 16'538 10% 1'654 01.12.2010 31.12.2010 30 Keine Erwerbstätigkeit in der Schweiz 10% 0 01.01.2011 31.12.2011 360 Keine Erwerbstätigkeit in der Schweiz 10% 0 2.00% 12'683 01.01.2012 31.12.2012 360 Keine Erwerbstätigkeit in der Schweiz 10% 0 1.50% 12'873 01.01.2013 31.12.2013 360 Keine Erwerbstätigkeit in der Schweiz 10% 0 1.50% 13'066 - 29 - 01.01.2014 31.12.2014 360 Keine Erwerbstätigkeit in der Schweiz 10% 0 1.75% 13'295 01.01.2015 31.12.2015 360 Keine Erwerbstätigkeit in der Schweiz 10% 0 1.75% 13'528 01.01.2016 31.08.2016 240 Keine Erwerbstätigkeit in der Schweiz 10% 0 1.25% 13'831 01.09.2016 31.12.2016 120 28'925 9'642 1'347 10% 135 01.01.2017 31.12.2017 360 29'219 29'219 4'334 10% 433 1.00% 14'403 01.01.2018 19.11.2018 320 29'512 26'233 4'113 10% 411 1.00% 15'010 20.11.2018 31.12.2018 40 29'512 3'279 514 10% 51 01.01.2019 tt.02.2019 40 29'806 3'312 547 10% 55 1.00% 15'652 tt.02.2019 31.12.2019 320 29'806 26'494 4'374 10% 437 01.01.2020 tt.02.2020 40 30'099 3'344 579 10% 58 1.00% 16'602 tt.02.2020 31.12.2020 320 30'403 27'025 4'905 15% 736 01.01.2021 tt.02.2021 40 30'403 3'378 613 15% 92 2.00% 17'803 tt.02.2021 31.12.2021 320 30'708 27'296 5'176 15% 776 01.01.2022 tt.02.2022 40 30'708 3'412 647 15% 97 2.00% 19'569 tt.02.2022 31.08.2022 200 31'012 17'229 3'404 15% 511 01.09.2022 31.12.2022 120 40'939 13'646 5'351 15% 803 01.01.2023 tt.02.2023 40 40'939 4'549 1'784 15% 268 2.00% 22'423 tt.02.2023 31.12.2023 320 41'350 36'756 14'636 15% 2'195 01.01.2014 tt.02.2024 40 41'350 4'594 1'829 15% 274 2.00% 25'396 tt.02.2024 31.12.2024 320 41'762 37'122 15'002 15% 2'250 01.01.2025 tt.02.2025 40 41'762 4'640 1'875 15% 281 2.00% 28'436 tt.02.2025 31.12.2025 320 41'762 37'122 15'002 15% 2'250 - 30 - 01.01.2026 tt.02.2026 40 41'762 4'640 1'875 15% 281 2.00% 31'536 tt.02.2026 31.12.2026 320 41'762 37'122 15'002 15% 2'250 01.01.2027 tt.02.2027 40 41'762 4'640 1'875 15% 281 2.00% 34'698 tt.02.2027 31.12.2027 320 41'762 37'122 15'002 15% 2'250 01.01.2028 tt.02.2028 40 41'762 4'640 1'875 15% 281 2.00% 37'924 tt.02.2028 31.12.2028 320 41'762 37'122 15'002 15% 2'250 01.01.2029 tt.02.2029 40 41'762 4'640 1'875 15% 281 2.00% 41'214 tt.02.2029 31.12.2029 320 41'762 37'122 15'002 15% 2'250 01.01.2030 tt.02.2030 40 41'762 4'640 1'875 15% 281 2.00% 44'007 tt.02.2030 31.08.2030 200 41'762 23'201 9'376 18% 1'688 01.09.2030 31.12.2030 120 0 0 0 18% 0 01.01.2031 31.12.2031 360 0 0 0 18% 0 2.00% 44'887 01.01.2032 31.12.2032 360 0 0 0 18% 0 2.00% 45'785 01.01.2033 31.12.2033 360 0 0 0 18% 0 2.00% 46'701 01.01.2034 31.12.2034 360 0 0 0 18% 0 2.00% 47'635 01.01.2035 31.12.2035 360 0 0 0 18% 0 2.00% 48'588 01.01.2036 31.12.2036 360 0 0 0 18% 0 2.00% 49'559 01.01.2037 31.12.2037 360 0 0 0 18% 0 2.00% 50'550 01.01.2038 31.12.2038 360 0 0 0 18% 0 2.00% 51'561 01.01.2039 tt.02.2039 360 0 0 0 18% 0 2.00% 52'593 Unter Zugrundelegung dieser Parameter beträgt das Alterskapital der Klägerin am 31. Dezember 2030 CHF 44'007 und erhöht sich bei einer Weiterverzinsung zu 2 % bis 10. Februar 2039 auf CHF 52'593 (CHF 44'007 * 1.029). Bei einem U m- wandlungssatz von 6.8 % (Art. 14 Abs. 2 BVG) ergäbe sich eine hypothetische Al-- 31 - tersrente von CHF 3'576 pro Jahr. Diese muss sich die Klägerin unabhängig da- von anrechnen lassen, ob sie die Möglichkeit hat, eine Rente zu beziehen, oder lediglich das Kapital erhält, da letzteres an die Stelle einer Rente tritt. Anzurech- nen sind weiter die AHV -Rente von monatlich CHF 1'790.00, entsprechend CHF 21'480.00 pro Jahr, sowie die UVG -Rente von monatlich CHF 1'002.00, ent- sprechend CHF 12'024.00. Die Klägerin erhält damit anrechenbare Versiche- rungsleistungen (AHV, UVG, BV) von insgesamt CHF 37'080 pro Jahr. Der jährliche Rentenschaden entspricht CHF 25'564 (hypothetische Altersleistun- gen von CHF 62'644 abzüglich anrechenbare Versicherungsleistungen von CHF 37'080). Aufgrund des Quotenvorrechts ist dieser trotz reduzierter Haftungs- quote vollständig als Direktschaden aus dem Schadenersatzanspruch zu decken. Zur Kapitalisierung ist die Tabelle M4y (Aufgeschobene Leibrente bis Alter 64 – Frauen, Rechnungsgrundlagen 2015) der Barwerttafeln zu verwenden. Bei Alter 45 und einem Kapitalisierungszinsfuss von 3.5 % beträgt der entsprechende Kapi- talisierungsfaktor 8.48 (STAUFFER/SCHAETZLE/SCHAETZLE/WEBER, a.a.O., S. 156) bzw. bei taggenauer Kapitalisierung mit der Applikation Leonardo per Rechnungs- tag 8.50. Der kapitalisierte Rentensc haden beläuft sich auf CHF 217'263. Bei e i- ner Haftungsquote von 90 % beträgt der ersatzfähige Direktschaden CHF 195'537. Die Klägerin verfügt gegen die Beklagte über einen Anspruch auf Ersatz des Ren- tenschadens von CHF 195'537. 11. Haushaltschaden 11.1. Schadensparameter Zu den Zahlen für die Bestimmung des Haushaltschadens wird unverändert auf das Ersturteil vom 20. November 2018 E. 9.1-9.4 verwiesen. 11.2. Schadensberechnung Bei der Berechnung des Haushalt schadens ist dem geänderten Rechnungstag und den aktuellen Berechnungsgrundlagen Rechnung zu tragen. - 32 - 11.2.1. Bisheriger Haushaltschaden 11.2.1.1. Haftpflichtrechtlicher Schaden Von Bis Anzahl Tage Zeitaufwand Validenhaushalt (h pro Woche) Beeinträchtigung (%) Stundenan- satz (CHF) Haushaltschaden (CHF) 22.09.1993 30.04.1994 221 0.0 – – 0 01.05.1994 31.12.1995 610 14.7 100 % 26.00 +1 %/Jahr 33'413 01.01.1996 30.09.2001 2'100 14.7 55 % 26.26 +1 %/Jahr 66'188 01.10.2001 30.09.2005 1'461 14.5 55 % 27.60 +1 %/Jahr 47'678 01.10.2005 28.07.2010 1'763 14.8 55 % 28.72 +1 %/Jahr 60'244 29.07.2010 30.04.2011 275 67.4 62 % 29.16 +1 %/Jahr 47'954 01.05.2011 31.08.2011 123 67.4 62 % 10.00 7'323 01.09.2011 30.09.2011 30 50.7 62 % 10.00 1'343 01.10.2011 21.11.2012 418 50.7 62 % 10.00 18'679 22.11.2012 31.12.2013 405 72.4 62 % 10.00 25'893 01.01.2014 31.05.2014 151 54.7 61 % 10.00 7'178 01.06.2014 21.11.2015 539 54.7 61 % 29.75 +1 %/Jahr 76'686 22.11.2015 21.11.2019 1'461 50.2 60 % 30.05 +1 %/Jahr 192'814 22.11.2019 RT-1 105 43.3 58 % 31.27 +1 %/Jahr 11'799 11.2.1.2. Versicherungsleistungen Beim Haushaltschaden sind keine anrechenbaren Versicherungsleistungen er- sichtlich. Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die Leistungen der Sozial- versicherungen nicht ausschliesslich mit Blick auf die Erwerbseinbusse ausgerich- tet worden sind (vgl. BGE 134 III 489 E. 4.5.3 S. 496). 11.2.1.3. Direktschaden Jahr Haushalt- schaden Versiche- rungs- leistungen Ungedeckt Schadener- satz (90 %) Direktscha- den Regress Überschuss 1993 0 0 0 0 / 0 0 / 0 - 33 - 1994 13'340 13'340 12'006 12'006 / 1'334 0 / 0 1995 20'073 20'073 18'066 18'066 / 2'007 0 / 0 1996 11'241 11'241 10'117 10'117 / 1'124 0 / 0 1997 11'356 11'356 10'220 10'220 / 1'136 0 / 0 1998 11'470 11'470 10'323 10'323 / 1'147 0 / 0 1999 11'585 11'585 10'427 10'427 / 1'158 0 / 0 2000 11'700 11'700 10'530 10'530 / 1'170 0 / 0 2001 11'774 11'774 10'596 10'596 / 1'178 0 / 0 2002 11'772 11'772 10'595 10'595 / 1'177 0 / 0 2003 11'890 11'890 10'701 10'701 / 1'189 0 / 0 2004 12'009 12'009 10'808 10'808 / 1'201 0 / 0 2005 12'190 12'190 10'971 10'971 / 1'219 0 / 0 2006 12'416 12'416 11'174 11'174 / 1'242 0 / 0 2007 12'454 12'454 11'209 11'209 / 1'245 0 / 0 2008 12'492 12'492 11'243 11'243 / 1'249 0 / 0 2009 12'530 12'530 11'277 11'277 / 1'253 0 / 0 2010 34'142 34'142 30'728 30'728 / 3'414 0 / 0 2011 33'829 33'829 30'446 30'446 / 3'383 0 / 0 2012 17'110 17'110 15'399 15'399 / 1'711 0 / 0 2013 23'342 23'342 21'008 21'008 / 2'334 0 / 0 2014 37'442 37'442 33'698 33'698 / 3'744 0 / 0 2015 51'579 51'579 46'421 46'421 / 5'158 0 / 0 2016 47'539 47'539 42'785 42'785 / 4'754 0 / 0 2017 48'017 48'017 43'215 43'215 / 4'802 0 / 0 2018 48'495 48'495 43'645 43'645 / 4'850 0 / 0 - 34 - 2019 48'081 48'081 43'272 43'272 / 4'809 0 / 0 2020 bis RT-1 7'324 7'324 6'592 6'592 / 732 0 / 0 Total 597'192 597'192 537'473 537'473 0 0 11.2.2. Zukünftiger Haushaltschaden 11.2.2.1. Haftpflichtrechtlicher Schaden Von Bis Anzahl Tage Zeitaufwand Validenhaushalt (h pro Woche) Beeinträchtigung (%) Stundenan- satz (CHF) Haushaltschaden (CHF) RT tt.02.2025 1'804 43.3 58 % 31.58 + 1 %/Jahr 190'331 tt.02.2025 21.11.2027 1'013 43.3 58 % 33.52 + 1 %/Jahr 97'254 22.11.2027 28.07.2030 980 34.5 59 % 34.20 + 1 %/Jahr 70'678 29.07.2030 21.11.2032 847 30.5 61 % 35.23 + 1 %/Jahr 52'075 22.11.2032 31.12.2032 40 25.3 61 % 35.94 1'984 01.01.2033 tt.02.2035 771 22.0 61 % 35.94 + 1 %/Jahr 31'673 tt.02.2035 28.02.2039 1'479 22.0 80 % 36.67 + 1 %/Jahr 72'431 01.03.2039 tt.02.2045 2'174 29.1 82 % 38.15 117'347 tt.02.2045 tt.02.2055 3'652 29.1 100 % 38.15 151'342 tt.02.2055 HA 9'862 23.4 100 % 38.15 52'681 11.2.2.2. Versicherungsleistungen Beim Haushaltschaden sind keine anrechenbaren Versicherungsleistungen e r- sichtlich (vgl. auch Ziffer 11.2.1.2 oben). 11.2.2.3. Direktschaden Der zukünftige Haushaltschaden ist mit Hilfe der Aktivitätstafeln zu kapitalisieren (BGE 129 III 135 E. 4.2.2.3 S. 159-160; SCHAETZLE/WEBER, a.a.O., N 2.222): Alter Jahr Haushalt- schaden Versiche- rungs- leistungen Ungedeckt Schaden- ersatz (90 %) Direkt- schaden Regress Über- schuss Faktor 45 1 41'241 41'241 37'117 37'117 / 4'124 0 / 0 0.92 - 35 - 46 2 41'662 41'662 37'496 37'496 / 4'166 0 / 0 0.95 47 3 42'083 42'083 37'875 37'875 / 4'208 0 / 0 0.92 48 4 42'504 42'504 38'253 38'253 / 4'251 0 / 0 0.88 49 5 42'924 42'924 38'632 38'632 / 4'292 0 / 0 0.85 50 6 43'777 43'777 39'400 39'400 / 4'377 0 / 0 0.82 51 7 44'219 44'219 39'797 39'797 / 4'422 0 / 0 0.79 52 8 42'781 42'781 38'503 38'503 / 4'278 0 / 0 0.76 53 9 36'562 36'562 32'905 32'905 / 3'657 0 / 0 0.73 54 10 36'927 36'927 33'234 33'234 / 3'693 0 / 0 0.71 55 11 35'562 35'562 32'006 32'006 / 3'556 0 / 0 0.68 56 12 34'429 34'429 30'986 30'986 / 3'443 0 / 0 0.65 57 13 33'011 33'011 29'710 29'710 / 3'301 0 / 0 0.63 58 14 25'087 25'087 22'578 22'578 / 2'509 0 / 0 0.61 59 15 25'338 25'338 22'804 22'804 / 2'534 0 / 0 0.58 60 16 33'559 33'559 30'203 30'203 / 3'356 0 / 0 0.56 61 17 33'900 33'900 30'510 30'510 / 3'390 0 / 0 0.54 62 18 34'240 34'240 30'816 30'816 / 3'424 0 / 0 0.52 63 19 34'581 34'581 31'123 31'123 / 3'458 0 / 0 0.49 64 20 46'725 46'725 42'053 42'053 / 4'672 0 / 0 0.47 65 21 47'336 47'336 42'603 42'603 / 4'733 0 / 0 0.45 66 22 47'335 47'335 42'602 42'602 / 4'733 0 / 0 0.43 67 23 47'334 47'334 42'601 42'601 / 4'733 0 / 0 0.41 68 24 47'333 47'333 42'600 42'600 / 4'733 0 / 0 0.39 69 25 47'332 47'332 42'599 42'599 / 4'733 0 / 0 0.37 70 26 57'721 57'721 51'949 51'949 / 5'772 0 / 0 0.35 - 36 - 71 27 57'722 57'722 51'950 51'950 / 5'772 0 / 0 0.33 72 28 57'723 57'723 51'951 51'951 / 5'772 0 / 0 0.31 73 29 57'724 57'724 51'952 51'952 / 5'772 0 / 0 0.29 74 30 57'726 57'726 51'953 51'953 / 5'773 0 / 0 0.27 75 31 57'727 57'727 51'954 51'954 / 5'773 0 / 0 0.25 76 32 57'728 57'728 51'955 51'955 / 5'773 0 / 0 0.23 77 33 57'729 57'729 51'956 51'956 / 5'773 0 / 0 0.22 78 34 57'730 57'730 51'957 51'957 / 5'773 0 / 0 0.20 79 35 57'731 57'731 51'958 51'958 / 5'773 0 / 0 0.18 80 36 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.17 81 37 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.15 82 38 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.13 83 39 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.12 84 40 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.10 85 41 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.09 86 42 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.08 87 43 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.07 88 44 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.05 89 45 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.04 90 46 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.03 91 47 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.03 92 48 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.02 93 49 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.01 94 50 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.01 95 51 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.01 - 37 - 96 52 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.00 97 53 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.00 98 54 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.00 99 55 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.00 100 56 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.00 101 57 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.00 102 58 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.00 103 59 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.00 104 60 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.00 105 61 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.00 106 62 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.00 107 63 46'424 46'424 41'781 41'781 / 4'643 0 / 0 0.00 Total 837'796 0 837'796 754'016 754'016 0 0 19.85 11.3. Zwischenergebnis Schadensposition Betrag Bisheriger Haushaltschaden CHF 537'473 Zukünftiger Haushaltschaden CHF 754'016 Total Haushaltschaden CHF 1'291'489 12. Wohnungsmehrkosten Die Klägerin verfügt über keinen Anspruch auf Ersatz von Wohnungsmehrkosten gegen die Beklagte (Ersturteil vom 20. November 2019 E. 10). 13. Mobilitätsschaden Zum Mobil itätsschaden wird unverändert auf das Ersturteil vom 20. November 2018 E. 11 verwiesen. Insgesamt ergibt sich der folgende Mobilitätsschaden: - 38 - Von Bis Anzahl Monate Wohnort Mobilitäts- schaden 01.04.1996 30.09.2001 66 …- strasse, I._____ CHF 360.00 01.10.2001 30.09.2005 48 …- strasse, Zürich … CHF 510.00 01.10.2005 31.05.2010 56 …- strasse, Zürich … CHF 360.00 Gesamtschaden CHF 68'393.00 Schadenersatz (90 %) CHF 61'554 14. Genugtuung 14.1. Gestützt auf die sog. Zwei -Phasen-Methode gelangte das Ersturteil vom 20. November 2018 zu einer Gesamtgenugtuung von CHF 265'000.00 (Ersturteil vom 20. November 2018 E. 12.1-12.2). 14.2. Gestützt auf die sog. Präjudizienvergleichsmethode stellte das Ersturteil vom 20. November 2018 dieses Ergebnis den in vergl eichbaren Fällen zugespro- chenen Genugtuungssummen gegenüber, namentlich BGE 134 III 97 = H ÜT- TE/LANDOLT Urteil-Nr. 562, BGer 4C.103/2002 vom 16. Juli 2002 = HÜTTE/LANDOLT Urteil-Nr. 65 sowie BGE 123 III 306 = Pra 86 (1997) Nr. 170 = HÜTTE/LANDOLT Ur- teil-Nr. 69, und berücksichtigte die bis zum Unfallzeitpunkt aufgelaufene Teue- rung. Dabei stellte es fest, dass eine Genugtuungssumme von CHF 265'000.00 um gut die Hälfte über dem im Urteil vom 8. Januar 2008 zugesprochenen Betrag (BGE 134 III 97 = H ÜTTE/LANDOLT Urteil-Nr. 562) liege (Ersturteil vom 20. November 2018 E. 12.3.1), wenn die bis zum vorliegend zu beurteilenden U n- fallereignis aufgelaufene Teuerung berücksichtigt werde (CHF 265'000.00 zu CHF 160'843.67). An diesem Präjudiz orientieren sich sow ohl die Beklagte als auch das Rückweisungsurteil vom 19. September 2019 E. 6.3. Das Ersturteil vom 20. November 2018 stützte sich auf die Bemerkung in einem publizierten strafrechtlichen Urteil vom 30. April 1999, es bestehe eine Tendenz, höhere Genugtuungsbeträge zuzusprechen (BGE 125 III 269 E. 2a S. 274 = Pra 88 [1999] Nr. 175: " D'une manière générale, la jurisprudence tend, depuis quelques années, à allouer des montants plus importants en matière d'atteintes - 39 - graves à l'intégrité d'une personne." ). Entgegen dieser Bemerkung vermag das Rückweisungsurteil vom 19. September 2019 E. 6.3 keinen Wandel der Recht s- anschauungen seit dem vergleichbaren Urteil vom 8. Januar 2008 zu erkennen; die Vorinstanz hätte die Genugtuung im Rahmen der Höhe bemessen müssen, die sie unter Berücksichtigung der Teuerung festgestellt habe, zumal auf der G e- nugtuungssumme ein Zins von 5 % (Art. 73 OR) ab dem schädigenden Ereignis laufe. Das erkennende Gericht ist an diese Erwägungen im Rückweisungsurteil gebun- den. Demzufolge stellt die Zusprechung einer Genugtuung, welche deutlich über oder unter dem auf den Unfallzeitpunkt teuerungsbereinigten Betrag von CHF 160'843.67 liegt, eine Ermessensüberschreitung dar. Unter Berücksichtigung der Praxis in vergleichbaren Fällen ist die nach der Zwei -Stufen-Methode be- stimmte Genugtuungssumme um CHF 100'000.00 zu reduzieren und auf CHF 165'000.00 festzusetzen. 14.3. Das Ersturteil vom 20. November 2018 E. 12.3.2 stellte den Genugtuungs- betrag zudem in Relation zu einer dem Kapitalwert entsprechenden Genugt u- ungsrente. Indessen braucht nicht beurteilt zu werden, ob der Vergleich mit erli t- tener Untersuchungshaft gerechtfertigt ist und ob die vorliegende Genugtuungs- summe einem solchen standhielte. Denn die Zusprechung einer höheren Genug- tuungssumme würde gegen die verbindlichen Vorgaben des Rückweisungsurteils vom 19. September 2019 verstossen. Sie würde sich deshalb selbst dann verbi e- ten, wenn sich die Genugtuungssumme bei einem Rentenvergleich als unange- messen niedriger Betrag erweisen würde. 14.4. Die Genugtuung ist in Form einer Kapitalzahlung abzugelten (Ersturteil vom 20. November 2018 E. 12.4). 14.5. Aufgrund der Haftungsquote von 90 % beträgt die haftpflichtrechtliche G e- nugtuung CHF 148'500.00. Die unfallversicherungsrechtliche Integritätsentschä- digung ist von Gesetzes wegen kongruent zur zivilrechtlichen Genugtuung (Art. 43 Abs. 2 lit. d aUVG). Die der Klägerin am 8. Juli 1996 zugesprochene In- tegritätsentschädigung in der Höhe von CHF 87'480.00 (act. 1 Ziff. 33 S. 34) ist - 40 - auf den Direktanspruch anzurechnen, wobei der Klägerin ein integrales Quote n- vorrecht zuzugestehen ist (Ersturteil vom 20. November 2018 E. 12.4). Der Kläge- rin ist die volle Differenz zwischen der ungekürzt en Genugtuung und der Integr i- tätsentschädigung zuzusprechen. Die Ausfallquote von CHF 16'500.00 (10 %) verbleibt beim Regressschaden. Die haftpflichtrechtliche Genugtuung verteilt sich zu CHF 77'520.00 auf den Direktschaden und zu CHF 70'980.00 auf den R e- gressschaden. 14.6. Die zuzusprechende Genugtuung beträgt CHF 77'520.00 und ist seit dem Unfalltag mit 5 % zu verzinsen. Der aufgelaufene Zins bis zum RT beträgt CHF 92'577. 15. Vorprozessuale Anwaltskosten Der Klägerin ist kein Ersatz für vorprozessuale Anwaltskoste n zuzusprechen (Ersturteil vom 20. November 2019 E. 13.3). 16. Akontozahlungen Zur Anrechenbarkeit der Akontozahlungen wird unverändert auf das Ersturteil vom 20. November 2018 E. 14 verwiesen. Die Zahlung vom 6. Mai 1996 von CHF 30'000.00 akonto Anwaltshonorar ist nicht anzurechnen (Ersturteil vom 20. November 2018 E. 13.4). - 41 - Demnach ergeben sich die folgenden Zahlungen akonto Gesamtschaden: Zahlungsdatum Betrag Für 14.03.1994 CHF 5'000.00 Gesamtschaden 07.07.1994 CHF 5'000.00 Gesamtschaden 30.01.1996 CHF 50’000.00 Gesamtschaden 04.03.1996 CHF 10’000.00 Gesamtschaden 22.07.1997 CHF 7’125.00 Gesamtschaden 14.04.1998 CHF 27'034.00 Gesamtschaden 15.03.1999 CHF 15'000.00 Gesamtschaden 22.03.2001 CHF 20'000.00 Gesamtschaden 27.02.2002 CHF 20'000.00 Gesamtschaden 04.09.2003 CHF 20'000.00 Gesamtschaden 27.10.2005 CHF 20'000.00 Gesamtschaden 08.01.2010 CHF 100’000.00 Gesamtschaden Total CHF 299'159.00 17. Gesamtergebnis Die Beklagte hat der Klägerin die folgenden Schadenspositionen zu ersetzen: Schadensposition Rechtsbegehren Entscheid Pflege-Betreuungsschaden CHF 3'573'623 CHF 45'132 Erwerbsausfall CHF 1'584'484 CHF 346'237 Rentenschaden CHF 195'537 Haushaltschaden CHF 1'572'015 CHF 1'291'489 Wohnungsmehrkosten CHF 0 Mobilitätsschaden CHF 61'554 - 42 - Genugtuung CHF 115'200 CHF 77'520 Vorprozessuale Anwaltskosten CHF 133'251 CHF 0 Gesamtschaden CHF 6'978'573 CHF 2'017'469 ./. Akontozahlungen – ./. CHF 299'159 Total CHF 6'978'573 CHF 1'718'310 Der Klägerin sind somit CHF 1'718'310 zuzusprechen. 18. Zinsen Der Klägerin ist Ersatz für die bis zum Rechnungstag auf den vergangenen Scha- den aufgelaufenen Zinsen zuzusprechen (Ersturteil vom 20. November 2018 E. 16): Schadensposition Aufgelaufener Zins Pflege-Betreuungsschaden CHF 55'973 Erwerbsausfall CHF 186'630 Haushaltschaden CHF 245'751 Mobilitätsschaden CHF 51'750 Genugtuung CHF 92'987 Total CHF 633'091 ./. Zins Akontozahlungen ./. CHF 257'349 Aufgelaufener Zins bis RT CHF 375'742 19. Kosten- und Entschädigungsfolgen 19.1. Gerichtskosten Die Gerichtsgebühr ist auf CHF 200'000.00 festzusetzen. Hinzu kommen die Bar- auslagen für das Gutachten von CHF 24'000.00. Zur Begründung wird unverän- dert auf das Ersturteil vom 20. November 2018 E. 17.1 verwiesen. - 43 - 19.2. Prozessentschädigung Die Anwaltsgebühr ist auf CHF 200'000.00 festzusetzen. Mit der Prozessentschä- digung ist auch Ersatz für die Weisungsgebühr von CHF 1'240.00 zuzusprechen. Zur Begründung wird unverändert auf das Ersturteil vom 20. November 2018 E. 17.2 verwiesen. 19.3. Verteilung Die Verteilung der Gerichtskosten und die Zusprechung der Prozessentschädi- gung erfolgen im gleichen Verhältnis (§ 68 Abs. 1 Satz 1 aZPO/ZH) und richten sich in der Regel nach dem Verhältnis von Obsiegen und Unterliegen (§ 64 Abs. 2 aZPO/ZH). Von dieser Regel kann insbesondere dann abgewichen werden, wenn die unterliegende Partei sich in guten Treuen zur Prozessführung veranlasst sah oder wenn dem Kläger die genaue Bezifferung seines Anspruchs nicht zumutbar war und seine Klage im Grundsatz gutgeheissen wurde (§ 64 Abs. 3 aZPO/ZH). Bei Haftpflichtprozessen kann es sich auch bei nur teilweiser Klagegutheissung rechtfertigen, nach dem sog. Veranlassungsprinzip die Kosten vollständig der be- klagten Partei aufzuerlegen und diese zur Zahlung einer vollen Prozessentsc hä- digung an die klagende Partei zu verpflichten (KassGer ZH ZR 102 [2003] Nr. 59 E. 3b S. 281-282; FRANK/STRÄULI/MESSMER, a.a.O., N. 29 zu § 64 aZPO/ZH ). In gewissen Fällen kann sich dies gar bei erheblichem Überklagen (Gutheissung von weniger als 50 %) rechtfertigen (KassGer ZH ZR 102 [2003] Nr. 59 E. 3c S. 282- 283). Der letzte aufrecht erhaltene Klagebetrag beläuft sich auf CHF 6'978'573. Davon erhält die Klägerin CHF 1'718'310 zugesprochen. Sie obsiegt zu rund einem Vier- tel. Unter Berücksichtigung der teils schwierigen Schätzungen und Berechnungen sowie angesichts fehlender gefestigter Praxis insbesondere bezüglich Pflege- schaden erscheint in Nachachtung des Veranlassungsprinzips eine hälftige Kos- tenteilung als angemessen. Die Klagereduktion vom 15. November 2010 ist durch die Geburt eines Kindes durch die Klägerin veranlasst worden. Damit hat sich ei- ne Wendung im Leben der Klägerin vollzogen, die ihr nicht einseitig angelastet - 44 - werden darf. Es rechtfertigt sich auch für den durch Rückzug erledigten Teil der Klage eine hälftige Teilung. Die Kosten sind deshalb insgesamt hälftig zu teilen. Die Prozessentschädigungen heben sich gegenseitig auf. Der Klägerin ist Ersatz für die halbe Weisungsgebühr zuzusprechen. Die Gerichtskosten sind den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen. Die Beklagte ist zu verpflichten, der Klägerin eine Prozessentschädigung von CHF 620.00 zu be- zahlen. Im Übrigen sind keine Prozessentschädigungen zuzusprechen. 20. Rechtsmittelstreitwert Der Rechtsmittelstreitwert beträgt (unverändert) CHF 6'978'573 (Ersturteil vom 20. November 2018 E. 18). Das Handelsgericht erkennt: 1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin zu bezahlen CHF 1'718'310.00 zuzüglich Zins zu 5 % seit 6. März 2020; CHF 375'742.00 aufgelaufene Zinsen. 2. Im Mehrbetrag wird die Klage abgewiesen. 3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 200'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: CHF 24'000.00 Gutachten 4. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. 5. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Prozessentschädigung von CHF 620.00 zu bezahlen. Im Übrigen werden keine Prozessentschädigun- gen zugesprochen. 6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie gemäss Art. 49 Abs. 2 VAG an die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA, Laupenstrasse 27, 3003 Bern. - 45 - 7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert beträgt CHF 6'978'573.00. Zürich, 6. März 2020 Handelsgericht des Kantons Zürich Vizepräsidentin: Dr. Claudia Bühler Gerichtsschreiber: Jan Busslinger