<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">9C_625/2007 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 18. Oktober 2007 </div> <div class="para">II. sozialrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter U. Meyer, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Kernen, Seiler, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Traub. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">Z.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Zollinger, Rämistrasse 5, 8001 Zürich, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons Aargau, Kyburgerstrasse 15, 5000 Aarau, Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Invalidenversicherung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 3. Juli 2007. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para">A. </div> <div class="para">Die 1956 geborene Z.________ meldete sich am 1. Februar 2006 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Nach medizinischen und erwerbsbezogenen Abklärungen lehnte die IV-Stelle des Kantons Aargau den Rentenanspruch mangels Invalidität ab (Verfügung vom 4. April 2007). </div> <div class="para">B. </div> <div class="para">Das Versicherungsgericht des Kantons Aargau wies die gegen diese Verfügung eingereichte Beschwerde ab (Entscheid vom 3. Juli 2007). </div> <div class="para">C. </div> <div class="para">Z.________ lässt Beschwerde einreichen und beantragen, in Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei ihr eine ganze Invalidenrente zuzusprechen; eventuell sei die Sache zur Einholung eines Gutachtens und neuen Beurteilung zurückzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> beruht (<span class="artref">Art. 105 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Streitig und zu prüfen ist als Voraussetzung des Rentenanspruchs (<span class="artref">Art. 28 IVG</span>) der Invaliditätsgrad und in diesem Rahmen die Frage, ob und in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin aufgrund eines versicherten Gesundheitsschadens arbeitsunfähig ist (<span class="artref">Art. 6 ATSG</span>). Das kantonale Gericht hat die zur Beurteilung des Leistungsanspruchs einschlägigen Rechtsgrundlagen zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. </div> <div class="para">2.1 Die Vorinstanz hat in einlässlicher Würdigung der medizinischen Akten festgestellt, dass die Beschwerdeführerin seit Jahren zwar an gesundheitlichen Beschwerden (mittelgradige depressive Episode mit ängstlich und wahnhaft anmutenden Symptomen, chronische Rücken- und Kopfschmerzen mit somatoformer Komponente im Rahmen der Depression) leidet; sie sei deswegen aber in ihrer Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt, weil einerseits die Leistungseinschränkung in erheblichem Ausmass durch invaliditätsfremde Faktoren bedingt sei und anderseits die depressive Störung kein invalidisierendes Ausmass annehme. Diese Feststellungen tatsächlicher Natur sind für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich (E. 1; vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=12.10.2007&amp;to_date=31.10.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-V-393%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page393">BGE 132 V 393</a>). Auf die insoweit zutreffende Begründung wird verwiesen (<span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para">2.2 Das im Wesentlichen psychische Leiden entspricht nach Feststellung der Vorinstanz einer unmittelbaren Reaktion auf psychosoziale Belastungsfaktoren (namentlich Überforderung durch Veränderungen am Arbeitsplatz), denen kein Krankheitswert zukommt. Ärzte der Klinik T.________ führten nach einem gut einmonatigen Spitalaufenthalt aus, dem mittel- bis langfristig anzustrebenden Ausbau der Arbeitsfähigkeit stünden Rehabilitationshindernisse wie schlechte Sprachkenntnisse, geringe Bildung und fehlende Ausbildung sowie ein sekundärer Krankheitsgewinn entgegen (Bericht vom 18. Oktober 2006). Die Beeinträchtigungen rühren insoweit nicht von einer Schädigung der (allein versicherten) psychischen Integrität her, sondern sind im Wesentlichen direkt auf die oben erwähnten psychosozialen Belastungen zurückzuführen. Es ist nicht erstellt, dass diese Faktoren zur Entstehung eines verselbständigten Gesundheitsschadens geführt hätten (dazu <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=12.10.2007&amp;to_date=31.10.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-V-294%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page294">BGE 127 V 294</a> E. 5a S. 299). Ein anderes Bild ergibt sich auch nicht aufgrund der - nach eigenen Angaben - "groben Schätzung" der Klinik T.________, die Arbeitsunfähigkeit sei ungefähr zur Hälfte durch ein psychiatrisches Leiden und zur anderen Hälfte durch psychosoziale und soziokulturelle Umstände verursacht (Bericht vom 10. Januar 2007): Zunächst wird an dieser Stelle einschränkend festgehalten, dabei handle es sich eigentlich um eine gutachtliche Fragestellung, die im Rahmen eines therapeutischen Aufenthalts gar nicht abschliessend beantwortet werden könne. Sodann steht einerseits fest, dass die Versicherte mit dem diagnostizierten Krankheitsbild im Jahr 2004 ohne Einschränkungen gearbeitet hat (Arbeitgeberbericht der Firma A.________ vom 14. Februar 2006); anderseits stehen die entsprechenden Befunde der Perspektive, die Arbeit später wieder aufnehmen zu können, nicht entgegen (Bericht der Klinik T.________ vom 18. Oktober 2006). </div> <div class="para">2.3 Ist die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nach dem Gesagten nicht wesentlich beeinträchtigt, entfällt von vornherein eine rentenbegründende Einschränkung der Erwerbsfähigkeit. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Angesichts der schlüssigen medizinischen Aktenlage bedarf es keiner weiteren medizinischen Abklärungen, weshalb von der eventualiter beantragten medizinischen Untersuchung abzusehen ist (antizipierte Beweiswürdigung; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=30&amp;from_date=12.10.2007&amp;to_date=31.10.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-90%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page90">BGE 124 V 90</a> E. 4b S. 94). Namentlich gibt der letztinstanzlich (prozessual an sich unzulässigerweise; vgl. <span class="artref">Art. 99 Abs. 1 BGG</span>) nachgereichte Bericht der behandelnden Psychiaterin Dr. Y.________, Ambulatorium Klinik X.________, vom 7. September 2007 keinen Grund zur Annahme, weitere Abklärungen könnten die bisherigen Erkenntnisse massgeblich korrigieren. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Die Beschwerde ist offensichtlich unbegründet, weshalb sie im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> erledigt wird. </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten werden der Beschwerdeführerin als unterliegender Partei auferlegt (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 18. Oktober 2007 </div> <div class="para">Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Meyer Traub </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>