<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2024.00261</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224790&amp;W10_KEY=13045527&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2024.00261</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.03.2025</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Fristlose Kündigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses eines Gemeindemitarbeiters im Asylbereich, nachdem während seiner Krankheitsabwesenheit festgestellt worden war, dass er seine Arbeit nicht wie vereinbart durchgeführt und seine Vorgesetzten diesbezüglich getäuscht hatte.] Dass die Kündigungsverfügung nur von einem der zwei für die Kündigung zuständigen Personen unterzeichnet wurde, führt nicht zu deren Nichtigkeit, da die andere zuständige Person offenkundig mit der Kündigung einverstanden und beim Kündigungsgespräch dabei war (E. 2.3). Eine fristlose Kündigung erweist sich auch dann noch als rechtzeitig, wenn sie dem Angestellten erst bei dessen Rückkehr an den Arbeitsplatz nach einer längeren Abwesenheit aufgrund eines medizinischen Einriffs ausgesprochen wird und sie auf Tatsachen beruht, die erst während dieser Abwesenheit entdeckt wurden. Das den wichtigen Grund für die fristlose Entlassung darstellende Verhalten des Beschwerdefühers konnte sich während seiner Abwesenheit nicht fortsetzen, weshalb die Dringlichkeit der Kündigung erst bei seiner Rückkehr wieder auflebte. Mit dem Zuwarten brachte die Beschwerdegegnerin bei dieser Ausgangslage nicht zum Ausdruck, ihr sei eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses oder das Abwarten der ordentlichen Kündigungsfrist zumutbar (E. 3.3.4). Es ist aufgrund der Aktenlage erstellt, dass der Beschwerdeführer die ihm aufgetragenen Kontrollen der Notwohnungen der Beschwerdegegnerin nicht durchführte und darüber nachträglich falsche Aktennotizen erstellte (E. 3.4.4). Dies stellt sowohl mit Blick auf andere schon zuvor an ihn gerichtete Beanstandungen sowie auch für sich isoliert betrachtet einen wichtigen Grund für eine fristlose Entlassung dar (E. 3.4.5). Die fristlose Entlassung war damit gerechtfertigt und es stehen dem Beschwerdeführer keine Ansprüche nach § 22 Abs. 4 PG in Verbindung mit Art. 337c OR und keine Abfindung zu (E. 3.5 und 4). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTLOSE ENTLASSUNG">FRISTLOSE ENTLASSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTLOSE KÃNDIGUNG">FRISTLOSE KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTZEITIGKEIT">RECHTZEITIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WICHTIGER GRUND">WICHTIGER GRUND</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 337c OR</span><br/><span class="ungerade">§ 22 Abs. 4 PG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=69977" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2024.00261</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom 13. MÃ¤rz 2025</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Reto HÃ¤ggi Furrer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, Gerichtsschreiber Dumenig Stiffler.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Gemeinde C, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch den Gemeinderat C,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Fristlose KÃ¼ndigung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A (geboren 1963) war ab dem 1. MÃ¤rz 2016 mit wechselnden Pensen (zuletzt 60 %) als Mitarbeiter im Asylbereich in der Abteilung Soziales und Gesundheit der Gemeinde C angestellt. Am 4. Februar 2022 wurde das ArbeitsverhÃ¤ltnis mit A fristlos aufgelÃ¶st, weil er Arbeitszeitrapporte manipuliert und gegenÃ¼ber seinen Vorgesetzten falsche Angaben zu der von ihm geleisteten Arbeit gemacht habe.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Auf ein am 7. MÃ¤rz 2022 gestelltes Gesuch von A um Neubeurteilung hin hielt der Gemeinderat C am 21. Juni 2023 an der KÃ¼ndigung vom 4. Februar 2022 fest, sprach ihm aber eine EntschÃ¤digung von zwei MonatslÃ¶hnen zuzÃ¼glich Zins zu 5 % seit dem 4. Februar 2022 zu. Dies begrÃ¼ndete der Gemeinderat damit, dass der Anspruch von A auf rechtliches GehÃ¶r verletzt worden sei, weil er keine MÃ¶glichkeit erhalten habe, sich vorab schriftlich zur beabsichtigten fristlosen KÃ¼ndigung zu Ã¤ussern.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Einen hiergegen am 26. Juli 2023 erhobenen Rekurs von A hiess der Bezirksrat D am 11. April 2024 teilweise gut und stellte fest, dass die fristlose KÃ¼ndigung nicht rechtmÃ¤ssig gewesen sei. Er verpflichtete die Gemeinde C, A den Lohn fÃ¼r die Dauer der ordentlichen hypothetischen KÃ¼ndigungsfrist abzÃ¼glich eines allfÃ¤lligen Ersatzeinkommens vom 5. Februar 2022 bis 31. Mai 2022 sowie eine EntschÃ¤digung von zwei MonatslÃ¶hnen im Sinn der ErwÃ¤gungen zuzÃ¼glich Zins zu 5 % zu bezahlen. Im Ãbrigen wies der Bezirksrat den Rekurs ab (Dispositiv-Ziff. I), erhob keine Verfahrenskosten (Dispositiv-Ziff. II) und sprach keine ParteientschÃ¤digungen zu (Dispositiv-Ziff. III).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 13. Mai 2024 erhob A hiergegen Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, unter EntschÃ¤digungsfolge sei der Beschluss des Bezirksrats vom 11. April 2024 aufzuheben, es sei festzustellen, dass die KÃ¼ndigungsverfÃ¼gung vom 4. Februar 2022 nichtig sei, und es sei die Gemeinde C anzuweisen, ihn weiter zu beschÃ¤ftigen. Eventualiter sei der Beschluss insofern aufzuheben, als der Bezirksrat nur zwei MonatslÃ¶hne EntschÃ¤digung und keinen Ã¼ber den 31. Mai 2022 hinausgehenden Lohnanspruch zugesprochen habe, und sei die Gemeinde C zu verpflichten, ihm eine EntschÃ¤digung in der HÃ¶he von fÃ¼nf MonatslÃ¶hnen, den Lohn fÃ¼r die Dauer der ordentlichen hypothetischen KÃ¼ndigungsfrist abzÃ¼glich eines allfÃ¤lligen Ersatzeinkommens bis zum 31. Dezember 2022 sowie eine Abfindung in der HÃ¶he von acht MonatslÃ¶hnen auszubezahlen; alles zuzÃ¼glich Zins zu 5 % seit dem 4. Februar 2022.</p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat D beantragte am 29. Mai 2024 die Abweisung der Beschwerde. Die Gemeinde C liess dem Verwaltungsgericht gleichentags das Personaldossier von A zukommen und beantragte am 12. Juni 2024 die vollumfÃ¤ngliche Abweisung der Beschwerde unter EntschÃ¤digungsfolge. A hielt mit Schreiben vom 25. Juni 2024 an seinen AntrÃ¤gen fest und verzichtete auf weitere Stellungnahme.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss §§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) fÃ¼r Beschwerden gegen Rekursentscheide eines Bezirksrats betreffend personalrechtliche Anordnungen einer Gemeinde zustÃ¤ndig. Weil auch die weiteren Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Im Hauptantrag verlangt der BeschwerdefÃ¼hrer die Feststellung der Nichtigkeit der KÃ¼ndigung, womit der Streitwert im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nach neuerer Praxis des Verwaltungsgerichts dem Bruttolohn fÃ¼r ein Jahr entspricht (VGr, 21. Dezember 2023, VB.2023.00071, E. 2 â 11. Mai 2023, VB.2022.00294, E. 2 â 30. MÃ¤rz 2023, VB.2022.00608, E. 1.3 â 8. Dezember 2022, VB.2022.00281, E. 2). Der Eventualantrag fÃ¼hrt im vorliegenden Fall zu einem hÃ¶heren Streitwert. Dieser entspricht der Differenz zwischen den beim Verwaltungsgericht gestellten Begehren und dem von der Vorinstanz zugesprochenen Betrag. Vor Verwaltungsgericht beantragt der BeschwerdefÃ¼hrer zusÃ¤tzlich insgesamt 18 MonatslÃ¶hne, was rund Fr. 72'000.- entspricht. Die Angelegenheit fÃ¤llt damit in die ZustÃ¤ndigkeit der Kammer (§ 38 Abs. 1 in Verbindung mit § 38b Abs. 1 lit. c e contrario VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt â wie schon im Neubeurteilungs- und Rekursverfahren â die Feststellung der Nichtigkeit der AusgangsverfÃ¼gung, da sie nur vom GeschÃ¤ftsleiter der PrÃ¤sidialabteilung der Gemeindeverwaltung der Beschwerdegegnerin unterzeichnet worden sei, obwohl in diesem Fall der GeschÃ¤ftsleiter zusammen mit dem Abteilungsleiter der Abteilung Soziales und Gesundheit fÃ¼r die Entlassung zustÃ¤ndig gewesen wÃ¤re. Folglich sei die KÃ¼ndigung mangels funktioneller und sachlicher ZustÃ¤ndigkeit der entscheidenden BehÃ¶rde nichtig.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Es ist unbestritten und ergibt sich auch aus Art. 21 Ziff. 3 lit. c der Gemeindeordnung der Gemeinde C in Verbindung mit Art. 63 des GeschÃ¤fts- und Kompetenzenreglements, dass fÃ¼r die Anstellung und Entlassung des BeschwerdefÃ¼hrers der GeschÃ¤ftsleiter zusammen mit dem Abteilungsleiter zustÃ¤ndig war.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die KÃ¼ndigungsverfÃ¼gung vom 4. Februar 2022 trÃ¤gt nur die Unterschrift des GeschÃ¤ftsleiters. Hieraus ist jedoch nicht zu schliessen, dass dieser die KÃ¼ndigung alleine beschlossen hÃ¤tte. So ergibt sich aus den Akten, dass am MitarbeitergesprÃ¤ch vom 4. Februar 2022, anlÃ¤sslich welchem dem BeschwerdefÃ¼hrer die KÃ¼ndigung mitgeteilt wurde, nebst dem BeschwerdefÃ¼hrer und dem GeschÃ¤ftsleiter der Beschwerdegegnerin auch der Abteilungsleiter Soziales und Gesundheit sowie ein Mitglied der Sozialkommission teilnahmen. Der Abteilungsleiter erstellte das Protokoll zu dieser Sitzung. Aus diesem ergibt sich, dass er den Antrag auf fristlose KÃ¼ndigung gestellt hatte und dem BeschwerdefÃ¼hrer im GesprÃ¤ch die GrÃ¼nde fÃ¼r die KÃ¼ndigung erlÃ¤uterte. Daraus lÃ¤sst sich ohne Weiteres ableiten, dass der Abteilungsleiter mit der (fristlosen) KÃ¼ndigung einverstanden war. Ausserdem geht einem solchen GesprÃ¤ch erfahrungsgemÃ¤ss eine Vorbereitung voraus. Selbst wenn die AusgangsverfÃ¼gung bereits fÃ¼r das ursprÃ¼nglich am 3. Februar 2022 geplante GesprÃ¤ch vorbereitet worden wÃ¤re, wurde sie dem BeschwerdefÃ¼hrer erst nach dem GesprÃ¤ch am 4. Februar 2022 ausgehÃ¤ndigt, als der Abteilungsleiter seine Zustimmung zur KÃ¼ndigung aufgrund der in der VerfÃ¼gung angegebenen GrÃ¼nde klar zum Ausdruck gebracht hatte. Von einem Entscheid einer unzustÃ¤ndigen Stelle kann deshalb nicht die Rede sein.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Weitere NichtigkeitsgrÃ¼nde sind nicht geltend gemacht und auch nicht ersichtlich. Damit ist die KÃ¼ndigung gÃ¼ltig und der Antrag des BeschwerdefÃ¼hrers auf WeiterbeschÃ¤ftigung abzuweisen. Zu beurteilen bleibt, ob die fristlose KÃ¼ndigung gerechtfertigt war.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Das kantonale Recht macht den Gemeinden im Bereich des Personalrechts nur wenige Vorgaben. Nach Art. 47 Abs. 1 der Kantonsverfassung vom 27. Februar 2005 (LS 101) untersteht das ArbeitsverhÃ¤ltnis des Gemeindepersonals dem Ã¶ffentlichen Recht. § 53 Abs. 1 GG wiederholt diese Regelung. Daneben sieht § 53 Abs. 2 GG vor, dass das kantonale Personalrecht sinngemÃ¤ss anzuwenden ist, sofern eine Gemeinde keine eigenen Vorschriften erlÃ¤sst. Die Regelung des Personalrechts fÃ¤llt demnach in den Kompetenzbereich der Gemeinden, wobei ihnen ein erheblicher Gestaltungsspielraum zukommt. Die Gemeinde C hat von dieser Kompetenz mit Erlass der fÃ¼r den vorliegenden Fall noch anwendbaren Besoldungsverordnung (aBVO) Gebrauch gemacht.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Art. 1 Abs. 2 aBVO verweist fÃ¼r den Fall, dass in der Besoldungsverordnung oder den ergÃ¤nzenden kommunalen AusfÃ¼hrungsbestimmungen nichts anderes bestimmt ist, subsidiÃ¤r auf das kantonale Personalrecht. FÃ¼r den Fall der fristlosen KÃ¼ndigung sieht Art. 11 Abs. 4 aBVO explizit vor, dass Tatbestand und Rechtsfolgen einer solchen sich nach den Bestimmungen des kantonalen Rechts richten. GemÃ¤ss § 16 lit. c in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 1 des Personalgesetzes vom 27. September 1998 [PG, LS 177.10] kann das ArbeitsverhÃ¤ltnis aus wichtigen GrÃ¼nden beidseits ohne Einhaltung von Fristen jederzeit aufgelÃ¶st werden. Als wichtiger Grund gilt dabei jeder Umstand, bei dessen Vorhandensein nach Treu und Glauben die Fortsetzung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses nicht zumutbar ist (§ 22 Abs. 2 PG). § 22 Abs. 4 Satz 1 PG verweist betreffend Tatbestand und Rechtsfolgen der fristlosen AuflÃ¶sung ergÃ¤nzend auf die Bestimmungen des Obligationenrechts (OR, SR 220). Entsprechend kann zur Auslegung von § 22 PG die Rechtsprechung zu Art. 337 und 337c OR angemessen berÃ¼cksichtigt werden; dabei ist den Besonderheiten des Ã¶ffentlichen Dienstes Rechnung zu tragen (BGr, 26. Juni 2014, 8C_146/2014, E. 3.3).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die Vorinstanz erwog, dass der BeschwerdefÃ¼hrer dadurch, dass er die Notwohnungen der Beschwerdegegnerin nicht vereinbarungsgemÃ¤ss kontrolliert und seinen Vorgesetzten hierÃ¼ber getÃ¤uscht habe, einen wichtigen Grund fÃ¼r eine fristlose Entlassung gesetzt habe. Jedoch stellte die Vorinstanz mit Verweis auf die Rechtsprechung zu Art. 337 OR (insbesondere BGE 138 I 113 E. 6.3) fest, dass die Beschwerdegegnerin die fristlose KÃ¼ndigung des BeschwerdefÃ¼hrers nicht rechtzeitig, das heisst nicht unmittelbar nach Kenntnisnahme dieser (aus ihrer Sicht) den wichtigen Grund fÃ¼r die fristlose KÃ¼ndigung darstellenden UmstÃ¤nde ausgesprochen hatte, weshalb diese ungerechtfertigt ("missbrÃ¤uchlich") sei.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>FÃ¼r die Frage der Rechtzeitigkeit einer fristlosen KÃ¼ndigung wird die privatrechtliche bundesgerichtliche Rechtsprechung zu <span class="artref">Art. 337 OR</span> berÃ¼cksichtigt, wonach der Arbeitgeber sich mit dem Aussprechen der fristlosen AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses nicht ungebÃ¼hrlich lange Zeit lassen darf. Ist ein wichtiger Grund gegeben, so ist die fristlose KÃ¼ndigung sofort auszusprechen. Andernfalls ist anzunehmen, das Einhalten der ordentlichen KÃ¼ndigungsfrist sei fÃ¼r den KÃ¼ndigenden subjektiv zumutbar, und ist das Recht auf eine sofortige VertragsauflÃ¶sung verwirkt (BGE 138 I 113 E. 6.3.1 mit weiteren Hinweisen; BGr, 4. MÃ¤rz 2024, 1C_514/2023, E. 5.1). In der Regel muss der KÃ¼ndigende innert zwei bis drei Tagen reagieren, bei besonderen VerhÃ¤ltnissen â etwa lÃ¤ngeren Entscheidungswegen in einer Gesellschaft â wird ihm eine wenige Tage lÃ¤ngere Reaktionsfrist zugestanden (VGr, 22. MÃ¤rz 2017, VB.2016.00803, E. 5.2 mit Hinweis).</p> <p class="Erwgung3">Aufgrund der verwaltungsrechtlichen Verfahrensvorschriften lÃ¤sst sich diese Rechtsprechung nicht unbesehen auf Ã¶ffentlich-rechtliche DienstverhÃ¤ltnisse Ã¼bertragen. So ist Angestellten vorgÃ¤ngig das rechtliche GehÃ¶r zu gewÃ¤hren und erlauben die speziellen VerfahrensablÃ¤ufe innerhalb der Verwaltung es nicht immer, unverzÃ¼glich zu entscheiden.<span> </span>Welche Verwirkungsfrist angemessen ist, ist insbesondere unter BerÃ¼cksichtigung des Verhaltens der Verwaltung unter Einschluss von deren BemÃ¼hungen um Einhaltung der ErklÃ¤rungsfrist zu entscheiden. Bei einer fristlosen KÃ¼ndigung eines Ã¶ffentlich-rechtlichen ArbeitsverhÃ¤ltnisses sind die Arbeitgebenden beispielsweise nicht verpflichtet, ihren Entscheid bereits wÃ¤hrend laufender Frist zur Stellungnahme durch den Arbeitnehmer im Rahmen der GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs vorzubereiten (zum Ganzen BGE 138 I 113 E. 6.4 f.; VGr, 22. MÃ¤rz 2017, VB.2016.00803, E. 5.2, und 2. Mai 2007, PB.2006.00020, E. 4.2.4 f.; vgl. auch BGr, 10. Februar 2004, 2A.518/2003, E. 5.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Im vorliegenden Fall fand am Freitag, 29. Oktober 2021, ein MitarbeiterbeurteilungsgesprÃ¤ch zwischen dem Leiter der Abteilung Soziales und Gesundheit der Beschwerdegegnerin und dem BeschwerdefÃ¼hrer statt. Thematisiert wurde dort, dass der BeschwerdefÃ¼hrer alle ihm bei der letzten Mitarbeiterbeurteilung gesetzten Ziele (Absolvierung einer Weiterbildung, korrekte Kommunikation mit den zu betreuenden Personen und Sauberkeit in der Asylunterkunft) nicht erreicht habe. Ausserdem sprach der Abteilungsleiter eine Verwarnung aus, weil der BeschwerdefÃ¼hrer zu den vereinbarten PrÃ¤senzzeiten teilweise nicht in der Asylunterkunft anwesend gewesen sei und weil er sich vereinzelt den zu betreuenden Personen gegenÃ¼ber diskriminierend geÃ¤ussert habe. Ab der darauffolgenden Woche war der BeschwerdefÃ¼hrer als Folge einer geplanten Operation bis Ende Januar 2022 zu 100 % arbeitsunfÃ¤hig. Er kehrte am Dienstag, 1. Februar 2022, an den Arbeitsplatz zurÃ¼ck. Die fristlose KÃ¼ndigung wurde am Freitag, 4. Februar 2022, nach einem MitarbeitergesprÃ¤ch mit dem zustÃ¤ndigen Abteilungsleiter und dem GeschÃ¤ftsleiter der Beschwerdegegnerin ausgesprochen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.3 </b>Die Vorinstanz erwog hierzu, nach glaubhafter Darlegung der Beschwerdegegnerin sei die Entdeckung, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Notwohnungen entgegen seinen monatlichen Rapporten nicht oder nur ungenÃ¼gend kontrolliert habe, das fÃ¼r die fristlose KÃ¼ndigung ausschlaggebende Ereignis gewesen. HierÃ¼ber habe die Beschwerdegegnerin spÃ¤testens am 23. November 2021 Kenntnis gehabt (vgl. hierzu unten E. 3.4.3). Folglich habe sie mit der fristlosen KÃ¼ndigung nicht bis zum 4. Februar 2022 zuwarten dÃ¼rfen. Dass es bei der Beschwerdegegnerin Abwesenheiten und PersonalengpÃ¤sse gegeben habe und die Pflichtverletzungen des BeschwerdefÃ¼hrers bei seiner Zeiterfassung erst im Januar 2022 zutage getreten seien, Ã¤ndere hieran nichts.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.4 </b>Die Vorinstanz liess hierbei ausser Acht, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bis kurz vor Aussprache der KÃ¼ndigung wegen eines geplanten medizinischen Eingriffs krankgeschrieben war und die Entdeckung seiner VersÃ¤umnisse betreffend die Notwohnungen in die Zeit dieser Krankschreibung fÃ¤llt. So ist eine fristlose KÃ¼ndigung wÃ¤hrend der Sperrfrist wegen Krankheit zwar zulÃ¤ssig (vgl. BGr, 1. Dezember 2016, BGr, 4A_521/2016, E. 2.2.3). Hieraus ist aber nicht abzuleiten, dass die fristlose KÃ¼ndigung auch zwingend wÃ¤hrend der Sperrfrist ausgesprochen werden muss, um die Verwirkungsfrist zu wahren. Im vorliegenden Fall wusste die Beschwerdegegnerin von Beginn weg, dass der BeschwerdefÃ¼hrer erst im Februar 2022 zur Arbeit zurÃ¼ckkehren wÃ¼rde. Bei dieser Ausgangslage kann aus dem Zuwarten der Beschwerdegegnerin mit der KÃ¼ndigung auch nach Kenntnisnahme der (aus ihrer Sicht) wichtigen GrÃ¼nde fÃ¼r eine fristlose KÃ¼ndigung wÃ¤hrend der Krankheitsabwesenheit nicht geschlossen werden, dass ihr die Fortsetzung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses oder eine ordentliche KÃ¼ndigung zumutbar war. Dadurch, dass der BeschwerdefÃ¼hrer krankheitsabwesend war, konnte sich das Verhalten, welches die wichtigen GrÃ¼nde fÃ¼r die fristlose KÃ¼ndigung darstellte, in dieser Zeit nicht fortsetzen und entfÃ¤llt folglich die Dringlichkeit der fristlosen KÃ¼ndigung; diese lebte erst mit der RÃ¼ckkehr des BeschwerdefÃ¼hrers an den Arbeitsplatz wieder auf. Wenn die Beschwerdegegnerin in einer solchen Situation unter RÃ¼cksichtnahme auf den gesundheitlichen Zustand des BeschwerdefÃ¼hrers und damit zu seinen Gunsten mit der fristlosen KÃ¼ndigung bis zu dessen RÃ¼ckkehr an den Arbeitsplatz zuwartet, ist dies â analog zur GewÃ¤hrung einer Sozialfrist (vgl. BGE 140 I 320 E. 7.4) â zulÃ¤ssig. Dies gilt umso mehr, als im Ã¶ffentlichen Personalrecht vor der KÃ¼ndigung das rechtliche GehÃ¶r zu gewÃ¤hren ist. Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer am 1. Februar 2022 wieder zu 50 % arbeitsfÃ¤hig war, wurde umgehend ein Termin fÃ¼r ein GesprÃ¤ch zu den KÃ¼ndigungsgrÃ¼nden vereinbart und dieses â nachdem es zunÃ¤chst wegen Verhinderung des BeschwerdefÃ¼hrers am 3. Februar 2022 nicht stattfinden konnte â am 4. Februar 2022 durchgefÃ¼hrt und gleichentags die fristlose KÃ¼ndigung ausgesprochen. Dies ist rechtzeitig. Entgegen der Vorinstanz ist die fristlose KÃ¼ndigung folglich nicht schon deshalb ungerechtfertigt, weil mit ihr zu lange zugewartet worden wÃ¤re.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Bei dieser Ausgangslage ist zu klÃ¤ren, ob die Vorinstanz zu Recht das Vorliegen eines wichtigen Grunds fÃ¼r eine fristlose Entlassung des BeschwerdefÃ¼hrers bejahte.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.1 </b>Die Beschwerdegegnerin begrÃ¼ndete die fristlose KÃ¼ndigung des BeschwerdefÃ¼hrers damit, dass er "nachweislich" Arbeitsstundenrapporte manipuliert und seine Aufgaben nicht gemÃ¤ss Stellenbeschreibung erledigt habe. Ausserdem habe er Falschaussagen Ã¼ber seine TÃ¤tigkeiten gemacht beziehungsweise versucht, seine Abwesenheiten zu verschleiern, und das Vertrauen des Abteilungsleiters und der Mitglieder der SozialbehÃ¶rde regelmÃ¤ssig missbraucht sowie sein Verhalten trotz Verwarnungen und Abmahnungen nicht verbessert.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.2 </b>ZunÃ¤chst ist festzuhalten, dass die bemÃ¤ngelten Verhaltensweisen des BeschwerdefÃ¼hrers, die diesem anlÃ¤sslich der Mitarbeiterbeurteilung vom 29. Oktober 2021 bereits vorgehalten wurden und auch in die Beurteilung einflossen (beispielsweise unangemessenes Verhalten gegenÃ¼ber betreuten Personen oder mangelhafte Einhaltung der PrÃ¤senzzeiten in der Asylunterkunft), fÃ¼r sich allein genommen keine wichtigen GrÃ¼nde fÃ¼r die fristlose Entlassung im Januar 2022 darstellen kÃ¶nnen. Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrte selbst aus, dass sie zum Zeitpunkt der Mitarbeiterbeurteilung beabsichtigte, dem BeschwerdefÃ¼hrer nach seiner dreimonatigen Abwesenheit bezÃ¼glich dieser Verhaltensweisen noch einmal eine Chance zu geben, und brachte damit die Zumutbarkeit der Fortsetzung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses in Kenntnis der genannten Beanstandungen zum Ausdruck (vgl. aber zur BerÃ¼cksichtigung dieser UmstÃ¤nde beim Hinzutreten weiterer VorfÃ¤lle unten E. 3.4.5.1 f.).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hatte ab Juni 2021 die Aufgabe, jeweils alle zwei Wochen die Notwohnungen, welche die Beschwerdegegnerin gewissen unterstÃ¼tzten Personen zur VerfÃ¼gung stellt, zu begehen, wobei diese Begehungen zu protokollieren sind. Bei einer Wohnung war ab dem 7. September 2021 sogar eine Begehung zweimal in der Woche vereinbart. Als der BeschwerdefÃ¼hrer krankheitshalber abwesend war, nahm ein Stellvertreter diese Begehungen vor und stellte bei Besichtigungen am 18. November 2021 (im Protokoll des Vorgesetzten an einer Stelle offensichtlich aus Versehen als 18. Oktober 2021 notiert) respektive am 23. November 2021 fest, dass eine der Wohnungen komplett vermÃ¼llt und sehr schmutzig gewesen sei. Die Bewohner einer anderen Wohnung seien Ã¼ber die vielen Besuche ab November 2021 Ã¼berrascht gewesen und hÃ¤tten auf Nachfrage angegeben, den BeschwerdefÃ¼hrer schon lÃ¤nger nicht mehr gesehen zu haben. Hieraus schloss die Beschwerdegegnerin, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seinen Kontrollaufgaben nicht wie vereinbart nachgekommen sei und seine Vorgesetzten diesbezÃ¼glich belogen habe. Es ergibt sich ferner aus den Akten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer es trotz entsprechender Vereinbarung im Sommer 2021 unterliess, Aktennotizen betreffend die Kontrolle der Notwohnungen zu erstellen, und erst nach dem MitarbeitergesprÃ¤ch vom 29. Oktober 2021 rÃ¼ckwirkend fÃ¼r den Zeitraum vom 23. Juli bis 29. Oktober 2021 zwÃ¶lf solche nacherfasste. Lediglich vier der zwÃ¶lf Aktennotizen decken sich terminlich mit der Leistungserfassung fÃ¼r die Kontrolle der Notwohnungen. Besonders auffÃ¤llig sind die Diskrepanzen bei der Aktennotiz, wonach am 23. Juli 2021 eine Wohnungskontrolle stattgefunden haben soll, wÃ¤hrend sich aus der Zeit- und Leistungserfassung ergibt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer an diesem Tag gar nicht arbeitete, und der Aktennotiz zur angeblichen Wohnungskontrolle vom 20. August 2021, welche in die Ferien des BeschwerdefÃ¼hrers fiel.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.4 </b>Bei dieser Aktenlage ist erstellt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nachtrÃ¤glich Aktennotizen zu Wohnungskontrollen anfertigte, die so nicht stattgefunden haben. Andere ErklÃ¤rungsansÃ¤tze fÃ¼r die Diskrepanzen zwischen seinen Aktennotizen und seiner Leistungs-/Zeiterfassung sowie den Feststellungen zum Zustand der Notwohnungen durch seinen Stellvertreter offeriert der BeschwerdefÃ¼hrer nicht und es sind auch keine solchen ersichtlich. Seine allgemein gehaltenen Bestreitungen vermÃ¶gen die Ã¼berzeugende Sachverhaltsdarstellung der Beschwerdegegnerin nicht in Zweifel zu ziehen. Ausserdem ergibt sich aus den Akten, dass die Beschwerdegegnerin vom Fehlverhalten des BeschwerdefÃ¼hrers erst Kenntnis nahm und nehmen konnte, als der Stellvertreter ab November 2021 die Wohnungskontrollen durchfÃ¼hrte und Unstimmigkeiten auftauchten, welche Anlass fÃ¼r weitere AbklÃ¤rungen gaben. Somit war das Fehlverhalten betreffend die Notwohnungen der Beschwerdegegnerin beim MitarbeiterbeurteilungsgesprÃ¤ch vom 29. Oktober 2021, nach welchem sie dem BeschwerdefÃ¼hrer noch einmal eine Chance geben wollte, noch nicht bekannt. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.5 </b>Zu klÃ¤ren bleibt, ob das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers einen wichtigen Grund fÃ¼r eine fristlose KÃ¼ndigung darstellt.</p> <p class="Erwgung4"><b>3.4.5.1 </b>Nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts ist die fristlose AuflÃ¶sung eines ArbeitsverhÃ¤ltnisses seitens des Arbeitgebers nur zulÃ¤ssig, wenn die geltend gemachten Vorkommnisse einerseits objektiv geeignet sind, die fÃ¼r das ArbeitsverhÃ¤ltnis wesentliche Vertrauensgrundlage zu zerstÃ¶ren oder zumindest so tiefgreifend zu erschÃ¼ttern, dass dem Arbeitgeber die Fortsetzung des AnstellungsverhÃ¤ltnisses nicht zumutbar ist. Anderseits mÃ¼ssen sie auch tatsÃ¤chlich zu einer derartigen ZerstÃ¶rung oder ErschÃ¼tterung des gegenseitigen Vertrauens gefÃ¼hrt haben. Sind die Verfehlungen weniger schwerwiegend, mÃ¼ssen sie trotz Verwarnung wiederholt vorgekommen sein (vgl. VGr, 13. August 2024, VB.2024.00012, E. 2.3). <span>Zeitlich zurÃ¼ckliegende, der Arbeitgeberin bzw. dem Arbeitgeber schon frÃ¼her bekannte VorfÃ¤lle kÃ¶nnen somit zusammen mit einem fÃ¼r sich allein nicht ausreichenden neuen Vorfall die fristlose KÃ¼ndigung rechtfertigen; dieser bildet gleichsam den Tropfen, der das volle Fass zum Ãberlaufen bringt (VGr, 12. Januar 2023, VB.2022.00279, E. 2.2 mit Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung3">Ob ein wichtiger Grund vorliegt, bestimmt sich nach den konkreten UmstÃ¤nden des Einzelfalls. Dabei ist unter anderem die Stellung der betroffenen Person zu berÃ¼cksichtigen, namentlich ob diese eine besondere Vertrauens- oder Verantwortungsposition bekleidet (vgl. BGE 130 III 28 E. 4.1, 127 III 86 E. 2c). FÃ¼r das Vorliegen eines wichtigen Grundes ist auch von Bedeutung, wie lange das ArbeitsverhÃ¤ltnis bereits gedauert hat. So vermÃ¶gen Verfehlungen langjÃ¤hriger Arbeitnehmender das durch die lÃ¤ngere Dauer gefestigte VertrauensverhÃ¤ltnis weniger zu erschÃ¼ttern als solche neu Eingetretener. Die<span> fristlose KÃ¼ndigung ist ultima ratio und muss dem Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit entsprechen</span>. Sie ist insbesondere dann unzulÃ¤ssig, wenn mildere Massnahmen wie zum Beispiel Verwarnung, vorÃ¼bergehende Freistellung oder ordentliche KÃ¼ndigung zur VerfÃ¼gung stehen, um die eingetretene StÃ¶rung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses in zumutbarer Weise zu beheben (zum Ganzen VGr, 17. Dezember 2020, VB.2020.00529, E. 2.3 ff. â 11. Dezember 2019, VB.2019.00504, E. 2.2 â 31. Januar 2018, VB.2017.00654, E. 2.1 je mit weiteren Hinweisen).</p> <p class="Erwgung4"><b>3.4.5.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer arbeitete zum Zeitpunkt der KÃ¼ndigung seit fast sechs Jahren bei der Beschwerdegegnerin. Die QualitÃ¤t seiner Arbeit gab regelmÃ¤ssig zu Beanstandungen Anlass. Das VertrauensverhÃ¤ltnis war insbesondere zum Zeitpunkt der Mitarbeiterbeurteilung vom 29. Oktober 2021 bereits erheblich belastet, wie sich aus den dortigen Verwarnungen betreffend die nicht eingehaltenen PrÃ¤senzzeiten und den diskriminierenden Umgang mit den zu betreuenden Personen sowie der Beurteilung aller drei bei der letzten Mitarbeiterbeurteilung vereinbarten Ziele als "nicht erreicht" ergibt. Die Aufsicht und Betreuung der NotunterkÃ¼nfte war sodann gemÃ¤ss Stellenbeschreibung vom 1. Dezember 2020 eine der zwei Hauptaufgaben des BeschwerdefÃ¼hrers. Wie sich aus den Protokollen der Arbeitsgruppe Asyl der Beschwerdegegnerin ergibt, fiel die Kontrolle der Notwohnungen in die alleinige ZustÃ¤ndigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers, womit ihm diesbezÃ¼glich erhebliche Verantwortung zukam. Als die Beschwerdegegnerin wÃ¤hrend der Krankheitsabwesenheit des BeschwerdefÃ¼hrers Kenntnis davon nahm, dass dieser die Kontrollen der Notwohnungen nicht wie angewiesen durchgefÃ¼hrt hatte und seinen Vorgesetzten hierÃ¼ber tÃ¤uschte, war dies unter BerÃ¼cksichtigung der Ã¼brigen bereits festgestellten Probleme geeignet, das VertrauensverhÃ¤ltnis endgÃ¼ltig zu erschÃ¼ttern. Ausserdem handelt es sich beim Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers auch isoliert betrachtet um eine schwerwiegende Verfehlung: Nicht nur riskierte er, dass der Beschwerdegegnerin durch Verwahrlosung der Notwohnungen ein betrÃ¤chtlicher Schaden entsteht, da diese zur ErfÃ¼llung ihrer Pflichten gegenÃ¼ber den zu betreuenden Personen auf bewohnbare NotunterkÃ¼nfte angewiesen ist, sondern er versuchte das eigene Fehlverhalten durch nachtrÃ¤glich erfasste unwahre Aktennotizen zu vertuschen. Dies ist insgesamt ein treuwidriges Verhalten, womit ein wichtiger Grund fÃ¼r eine fristlose Entlassung gegeben ist (vgl. auch VGr, 27. Februar 2020, VB.2019.00676, E. 4.5 â 14. Juni 2017, VB.2016.00661, E. 4.3 â 7. Dezember 2016, VB.2016.00413, E. 5.6). Bei dieser Ausgangslage kann offenbleiben, ob der BeschwerdefÃ¼hrer auch im Ãbrigen seine Zeiterfassung zum Nachteil der Beschwerdegegnerin fehlerhaft fÃ¼hrte und auch dies Grund fÃ¼r eine fristlose KÃ¼ndigung gewesen wÃ¤re.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Die fristlose KÃ¼ndigung des BeschwerdefÃ¼hrers war nach dem Gesagten gerechtfertigt, womit auch AnsprÃ¼che nach Art. 1 Abs. 2 aBVO in Verbindung mit § 22 Abs. 4 PG und Art. 337c OR entfallen. Die Vorinstanz sprach ihm dennoch eine EntschÃ¤digung von zwei MonatslÃ¶hnen sowie einen Ersatz fÃ¼r hypothetischen Lohn bis Ende Mai 2022 zu. Hiermit hat es vor Verwaltungsgericht aufgrund des Verbots der reformatio in peius (§ 63 Abs. 2 VRG) sein Bewenden.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Bei diesem Ergebnis steht dem BeschwerdefÃ¼hrer keine Abfindung zu, da er die KÃ¼ndigung durch sein eigenes Verhalten verschuldet hat (vgl. Art. 16 Abs. 1 aBVO in Verbindung mit § 26 PG).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Da der Streitwert mehr als Fr. 30'000.- betrÃ¤gt (vgl. E. 1.2), ist das Verfahren kostenpflichtig (§ 65a Abs. 3 e contrario VRG). AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) und ist ihm keine ParteientschÃ¤digung auszurichten (§ 17 Abs. 2 VRG). Damit steht ihm auch fÃ¼r das Rekursverfahren keine ParteientschÃ¤digung zu.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Die in ihrem amtlichen Wirkungskreis tÃ¤tig gewordene Beschwerdegegnerin hat praxisgemÃ¤ss ebenfalls keinen Anspruch auf eine ParteientschÃ¤digung (vgl. VGr, 22. Juni 2023, VB.2022.00754, E. 7 mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Weil der Streitwert mehr als Fr. 15'000.- betrÃ¤gt, ist als Rechtsmittel auf die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zu verweisen (Art. 85 Abs. 1 lit. b BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 95.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 5'595.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) den Bezirksrat D.</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>