A bteilung V E -1188/2007 hub/let {T 0/2} U rteil vom 20. Juli 2007 M itw irkung: R ichter H uber, R ichterin Teuscher, R ichter Badoud G erichtsschreiberin Lettau A ._______, geboren _______, Bangladesch, vertreten durch D r. iur. R eza Shahrdar, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 25. Januar 2007 i. S. A syl und W egw eisung (W iedererw ägung und R evision) / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. D er Beschw erdeführer beziehungsw eise der G esuchsteller (nachfolgend Be- schw erdeführer) stellte am 25. N ovem ber 1998 in der Schw eiz ein Asylgesuch. M it Verfügung vom 30. April 1999 lehnte das dam alige Bundesam t für Flüchtlinge (BFF) das Asylgesuch ab und ordnete die W egw eisung sow ie den W egw eisungs- vollzug an. D ie gegen die Verfügung erhobene Beschw erde w urde m it U rteil der vorm aligen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) vom 1. Juli 1999 abge- w iesen. B. D er Beschw erdeführer liess durch seinen R echtsvertreter m it einem als „W ieder- erw ägungsgesuch/N eues Asylgesuch“ bezeichneten Antrag vom 26. Septem ber 2006 um W iedererw ägung der Verfügung vom 25. N ovem ber 1998 ersuchen. Zur Begründung w urde im W esentlichen geltend gem acht, dem Beschw erdeführer sei fälschlicherw eise w egen nicht vorgenom m ener Abklärungen in Bangladesch nicht Asyl gew ährt w orden. Zum dam aligen Zeitpunkt seien First Inform ation R eports (FIR ) erstellt w orden, die zum Bew eis seiner seit 1998 w ährenden Verfolgung ein- gereicht w ürden. G leichzeitig m achte der Beschw erdeführer die faktische U nm ög- lichkeit der R ückschaffung geltend. D er Beschw erdeführer lebe seit Ende 1998 in der Schw eiz und habe nicht zurück geschafft w erden können, w eshalb er vorläufig aufzunehm en sei. D er Beschw erdeführer reichte zusam m en m it seinem G esuch und einer ergänzen- den Eingabe vom 30. O ktober 2006 fünf FIR im O riginal m it englischer Ü berset- zung und notarieller Beglaubigung, datierend vom 16. Juni 1996, 8. Juli 1998, 13. D ezem ber 2002, 20. Juni 2005 und 31. M ärz 2006, ein sow ie ein beglaubigtes Bestätigungsschreiben der B._______ Police Station in englischer Sprache im O ri- ginal vom 15. Septem ber 2005. C . M it Anfrage vom 3. O ktober 2006 und 9. N ovem ber 2006 w andte sich das BFM an die Schw eizerische Botschaft in D haka/ Bangladesch, um die Echtheit der einge- reichten FIR überprüfen zu lassen. D as Abklärungsergebnis vom 19. D ezem ber 2006 ergab, dass die Botschaft alle eingereichten FIR inhaltlich und form al als Fälschung erachtete. D . D em Beschw erdeführer w urde m it Schreiben vom 10. Januar 2007 das rechtliche G ehör zur Botschaftsanfrage und zu den w esentlichen Abklärungsergebnissen ge- w ährt. G leichzeitig w urde dem Beschw erdeführer G elegenheit gegeben, sich bis zum 20. Januar 2007 zu den Abklärungsergebnissen zu äussern und G egenbe- w eism ittel zu bezeichnen. E. M it Schreiben vom 16. Januar 2007 ersuchte der R echtsvertreter des Beschw erde- führers um Fristverlängerung von 30 Tagen m it der Begründung, er erw arte noch eine Stellungnahm e eines bangladesischen R echtsanw altes und gegebenenfalls 3 G egenbew eise betreffend die Botschaftsabklärungen. F. M it Verfügung des BFM vom 25. Januar 2007 behandelte das BFM das G esuch als W iedererw ägungsgesuch und erklärte die Verfügung des vorm aligen BFF vom 30. April 1999 für rechtskräftig und vollstreckbar. G leichzeitig hielt es fest, einer Beschw erde kom m e keine aufschiebende W irkung zu. D as BFM zog die einge- reichten FIR gestützt auf Art. 10 Abs. 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) ein. D ie FIR seien der Schw eizer Vertretung in D haka zur Echtheitsüberprüfung vorgelegt w orden, w elche die Berichte aufgrund form aler und inhaltlicher U nzulänglichkeiten als Fälschung bew ertete. D em Beschw erde- führer sei hierzu das rechtliche G ehör gew ährt w orden. D as G esuch um Frister- streckung zur Einreichung einer Stellungnahm e eines bangladesischen R echtsan- w altes sei abzuw eisen, da sich gem äss Art. 22 Abs. 2 des Verw altungsverfah- rensgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 (Vw VG , SR 172.021) keine hinreichenden G ründe für die G ew ährung einer N achfrist böten. Eine in Aussicht gestellte Stel- lungnahm e w ürde keinen Bew eis für die Echtheit der D okum ente erbringen. D ie eingereichten D okum ente seien teilw eise zw ar neu, aber w egen Fälschung nicht erheblich im Sinne von Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG . D em Beschw erdeführer w ur- den G ebühren von Fr. 1'800.-- auferlegt. D as BFM hielt fest, es seien insgesam t keine G ründe ersichtlich, w elche die R echtskraft der Verfügung beseitigen könn- ten, auch die gegenw ärtige Situation im Lande verm öge daran nichts zu ändern. G . D er Beschw erdeführer liess die Verfügung des BFM vom 25. Januar 2007 m it Beschw erde vom 14. Februar 2007 durch seinen R echtsvertreter anfechten. Er beantragte die Verfügung aufzuheben, dem Beschw erdeführer Asyl zu gew ähren, eventualiter die vorläufige Aufnahm e anzuordnen sow ie die aufschiebende W ir- kung w ieder herzustellen. Von der Erhebung eines Kostenvorschusses sei abzu- sehen. D ie Botschaftsabklärung des BFM sei nicht ordnungsgem äss abgelaufen, das Abklärungsergebnis sei falsch. D ie FIR stellten keine Fälschungen dar, w as der beiliegenden, beglaubigten Erklärung des bangladesischen R echtsanw altes C ._______ zu entnehm en sei. Im Ü brigen sei der Beschw erdeführer vor über acht Jahren in die Schw eiz geflüchtet, m it U rteil der AR K vom 1. Juli 1999 sei sein Asylgesuch definitiv abgelehnt w orden. D ies bedeute, dass der W egw eisungsvollzug seit m ittlerw eile siebeneinhalb Jahren nicht habe vollzogen w erden können. D aher und unter dem Aspekt der U nm öglichkeit beziehungsw eise U ndurchführbarkeit des W egw eisungsvollzuges ergäbe sich die U nzum utbarkeit der R ückkehr des Beschw erdeführers. D er Beschw erdeführer befinde sich in einer persönlichen N otlage, da er aufgrund seiner jahrelangen Anw esenheit in der Schw eiz w eder ein Fam iliennetz habe noch andere Voraussetzungen erfüllt seien, um sich dort eine Existenz aufbauen zu können. D er Beschw erde lag eine Erklärung des vorerw ähnten bangladesischen R echtsan- w altes vom 7. Februar 2007 in Kopie bei. H . M it am 15. Februar 2007 per Telefax überm ittelter Verfügung liess der Instruktionsrichter den W egw eisungsvollzug einstw eilen aussetzen. N ach Eingang 4 der Vorakten setzte er m it Verfügung vom 27. Februar 2007 den W egw eisungsvollzug definitiv aus, w ies das G esuch um Verzicht auf einen Kostenvorschuss w egen eines fehlenden Bedürftigkeitsnachw eises ab und forderte den Beschw erdeführer auf, bis zum 14. M ärz 2007 einen Kostenvorschuss von Fr. 1'200.-- zu zahlen. I. M it Eingabe vom 16. Februar 2007 reichte der Beschw erdeführer die Erklärung des bangladesischen R echtsanw altes im O riginal inklusive Zustellum schlag nach. J. M it Eingabe vom 27. Februar 2007 reichte er durch seinen R echtsvertreter zw ei w eitere FIR im O riginal, datierend vom 27. April 2003 und 31. M ai 2005, m it eng- lischer Ü bersetzung und O riginalzustellum schlag zu den Akten. K. D er Beschw erdeführer ersuchte innerhalb Frist m it Schreiben vom 8. M ärz 2007 unter Beilegung einer Fürsorgebestätigung der G em einde R einach/BL, Asylbe- reich, vom 2. M ärz 2007 um Erlass des Verfahrenskostenvorschusses. L. M it Zw ischenverfügung vom 14. M ärz 2007 verzichtete der zuständige Instrukti- onsrichter w iedererw ägungsw eise auf den Kostenvorschuss und lud die Vorins- tanz zur Vernehm lassung ein. D as BFM w urde eingeladen, sich insbesondere zur Frage der rechtlichen Q ualifizierung des G esuchs als qualifiziertes W iedererw ä- gungsgesuch statt als R evisionsgesuch zu äusseren. M . D as Bundesam t führte in seiner Vernehm lassung vom 20. M ärz 2007 aus, bei dem G esuch des Beschw erdeführers handle es sich deshalb um ein W iedererw ägungs- gesuch, w eil der Beschw erdeführer explizit eine solches gestellt habe und er sich auf eine persönliche H ärtefallsituation w egen seines langjährigen Aufenthaltes in der Schw eiz und der N ichtdurchführbarkeit des W egw eisungsvollzuges berufe. Auch datierten die beim BFM eingereichten FIR zum Teil vor, zum Teil nach dem AR K-Entscheid vom 1. Juli 1999. Es sei strittig, ob D okum ente, die nach einem or- dentlichen Asylverfahren eingereicht w ürden, als R evisions- oder W iedererw ä- gungsgesuch zu behandeln seien. D ie Eingabe enthalte insgesam t sow ohl R evisi- ons- als auch W iedererw ägungselem ente. D ie auf Beschw erdeebene eingereich- ten D okum ente w ürden das Ergebnis der Botschaftsabklärung, w onach es sich bei den eingereichten FIR um Fälschungen handle, nicht entkräften. Im Ü brigen bean- tragte das BFM die Abw eisung der Beschw erde. N . In seiner R eplik vom 5. April 2007 kritisierte der R echtsvertreter des Beschw erde- führers die vorgenom m ene Botschaftsabklärung und reichte m it Schreiben vom 10. April 2007 eine Erklärung des bangladesischen R echtsvertreters vom 15. M ärz 2007 im O riginal und in englischer Sprache m it dazugehörigem Zustellum schlag ein.5 O . D as BFM w urde vom Bundesverw altungsgericht m it Verfügung vom 19. April 2007 aufgefordert, zu der vom Beschw erdeführer geltend gem achten U nm öglichkeit des W egw eisungsvollzuges Stellung zu nehm en. In seiner zw eiten Vernehm lassung vom 27. April 2007 äusserte sich die Vorinstanz auch zum Schreiben des bangla- desischen R echtsvertreters vom 15. M ärz 2007 und hielt unter Aufrechterhaltung des Antrages auf Abw eisung der Beschw erde an der angefochtenen Verfügung fest. P. In seiner Stellungnahm e vom 3. M ai 2007 äusserte sich der Beschw erdeführer ins- besondere zur Frage der U nm öglichkeit des W egw eisungsvollzuges und der N otla- gesituation des Beschw erdeführers. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. D as Bundesverw altungsgericht entscheidet endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 Vw VG ) des BFM auf dem G ebiet des Asyls (Art. 105 Abs. 1 AsylG i.V.m . Art. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D er vorliegende Entscheid des BFM , w onach das W iedererw ägungsgesuch des Beschw erdeführers abgew iesen w ird, stellt eine Verfügung dar, die m it Beschw er- de an das Bundesverw altungsgericht w eitergezogen w erden kann. D as Bundesverw altungsgericht ist gem äss dem zur Publikation vorgesehenen U r- teil BVG E D -4889/2006 vom 12. Juli 2007 E.X. als letztinstanzliches G ericht im Asylrecht auch für die Beurteilung von R evisionsgesuchen zuständig, die sich ge- gen U rteile der vorm aligen AR K richten, w obei das Verw altungsverfahrensgesetz zur Anw endung gelangt. 1.1 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem es- senheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D er Beschw erdeführer ist durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzw ürdiges Interesse an dessen Aufhebung beziehungsw eise Änderung. Er ist m ithin sow ohl zur Beschw erde gegen den negativen W iedererw ägungsentscheid des BFM als auch zur R evision berechtigt. D ie Beschw erde ist form - und fristge- recht eingereicht. 3. 3.1 Zunächst ist auf die Frage einzugehen, ob das BFM die Eingabe des Beschw erde-6 führers vom 26. Septem ber 2006 zu R echt als W iedererw ägungsgesuch entge- gengenom m en hat; die Eingabe enthält sow ohl w iedererw ägungs- als auch revisi- onsrechtliche Elem ente. 3.2 N ach Praxis der AR K (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission / EM AR K 1995 N r. 21 S. 202 f. m it w eiterführenden H inw ei- sen auf Literatur, Lehre und Praxis), w elche M einung das Bundesverw altungsge- richt teilt, w ird der Begriff der W iedererw ägung in m ehrfachem Sinn verw endet, w obei im W esentlichen drei Konstellationen erfasst w erden. 3.3 In seiner ersten Bedeutung stellt ein W iedererw ägungsgesuch einen blossen R echtsbehelf dar, auf dessen Behandlung durch die verfügende Behörde kein An- spruch besteht. 3.4 In seiner zw eiten Bedeutung ist das W iedererw ägungsgesuch ein ausserordentli- ches R echtsm ittel m it Eintretens- und Behandlungspflicht beim Vorliegen qualifi- zierter W iedererw ägungsgründe. Analog der gesetzlichen R egelung von Art. 66 Vw VG leitete die Praxis unm ittelbar aus Art. 4 aBV einen Anspruch auf W iederer- w ägung ab, sofern R evisionsgründe geltend gem acht w erden können (insbeson- dere die Verletzung w esentlicher Verfahrensvorschriften im ursprünglichen Verfü- gungsverfahren sow ie das Bekanntw erden neuer, erheblicher Tatsachen und Be- w eise, w elche trotz zum utbarer Sorgfalt nicht früher, nam entlich nicht in einem or- dentlichen R echtsm ittelverfahren, geltend gem acht w erden konnten). W urde je- doch eine Verfügung m it ordentlichen R echtsm itteln angefochten, sind R evisions- gründe nicht in einem W iedererw ägungsverfahren, sondern im R evisionsverfahren gem äss Art. 66 ff. Vw VG darzulegen. 3.5 In seiner letzten Bedeutung bezeichnet der Begriff der W iedererw ägung die An- passung einer ursprünglich fehlerfreien Verfügung an nachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage. 4. 4.1 D er Beschw erdeführer m acht in seinem G esuch geltend, w ie aus den eingereich- ten FIR hervorgehe, w erde der Beschw erdeführer seit dem Jahr 1998 verfolgt. H ätten die FIR aus den Jahren 1996 bis 2006 bereits zum dam aligen Zeitpunkt vorgelegen, w äre die Verfolgung des Beschw erdeführers belegt gew esen. 4.2 D ie Vorinstanz w ertet die Eingabe als qualifiziertes W iedererw ägungsgesuch. D er Beschw erdeführer m ache das Vorliegen neuer erheblicher Tatsachen beziehungs- w eise Bew eism ittel im Sinne von Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG geltend. Im R ahm en des ersten Schriftenw echsels äussert sie sich auf Einladung des Bundesverw al- tungsgerichtes dahingehend, dass die beim BFM eingereichten FIR teils vor, teils nach dem AR K-Entscheid vom 1. Juli 1999 datierten. Es sei in R echtsprechung und Lehre um stritten, ob D okum ente, die nach einem ordentlichen Asylverfahren hergestellt w orden seien, als R evisions- oder W iedererw ägungsgesuch zu behan- deln seien. D ie Eingabe enthalte insgesam t sow ohl R evisions- als auch W iederer- w ägungselem ente. 4.3 D ie R echtsauffassung des BFM kann nicht geteilt w erden. D ie FIR sind revisions-7 rechtlich zu beurteilen. M it dem ausserordentlichen R echtsm ittel der R evision w ird die U nabänderlichkeit und M assgeblichkeit eines rechtskräftigen Beschw erdeent- scheides angefochten, dam it in der Sache neu entschieden w erden kann (vgl. FR ITZ G YG I, Bundesverw altungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 229 f.; U R SIN A BE ER LI- BO N O R AN D , D ie ausserordentlichen R echtsm ittel in der Verw altungsrechtspflege des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 148 f.). G rundsätzlich sind in dem Fall, in dem eine Verfügung w ie vorliegend m it ordentlichen R echtsm itteln angefochten w urde, R evisionsgründe nicht in einem W iedererw ägungsverfahren, sondern im R evisionsverfahren gem äss Art. 66 ff. Vw VG darzulegen. N ach der von der AR K übernom m enen Praxis m üssen auch die Bew eism ittel selber - im G egensatz zu den geltend gem achten neuen Tatsachen - nicht notw endigerw eise aus der Zeit vor dem Beschw erdeentscheid stam m en (vgl. EM AR K 2002 N r. 13 E. 5A S. 114). D aher sind auch die nach dem Entscheid vom 1. Juli 1999 datierenden Bew eism it- tel, also die m it dem G esuch und der Beschw erde eingereichten FIR aus den Jah- ren 2002, 2003, 2005 und 2006, revisionsrechtlich zu beurteilen. Sie beziehen sich näm lich auf Tatsachen beziehungsw eise U m stände, die zum Zeitpunkt des Ab- schlusses des ordentlichen Verfahrens bereits bestanden haben: die seit 1998 an- dauernde und geltend gem achte Verfolgung durch die Polizei, die unglaubhaft ge- blieben ist. D ie Vorinstanz hat dem zufolge einen Teil der eingereichten Bew eism ittel zu U n- recht unter dem Titel „W iedererw ägung“ geprüft. N achdem die AR K im ordentli- chen Asylverfahren m ateriell geurteilt hatte, w äre das Bundesverw altungsgericht zuständig gew esen (vgl. Art. 66 Vw VG i.V.m . Art. 105 Abs. 1 AsylG ); die Vorins- tanz hätte die Eingabe dem Bundesverw altungsgericht zur Prüfung unter dem G e- sichtspunkt einer R evision überw eisen m üssen. N achdem m it der AR K als Vorgän- gerorganisation und dem Bundesverw altungsgericht als Beschw erde- w ie auch R evisionsinstanz übereinstim m en und dem Beschw erdeführer durch die Beurtei- lung durch die Vorinstanz kein N achteil erw achsen ist, w erden die entsprechenden Vorbringen nachfolgend unter revisionsrechtlichen Aspekten geprüft, ohne form ell ein R evisionsverfahren zu eröffnen. 4.4 D er Beschw erdeführer m acht vorliegend R evisionsgründe nach Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG geltend, da er unter Bezugnahm e auf vorbestandene Tatsachen und unter Einreichung von Bew eism itteln im Sinne von Art. 66 Abs. 2 a Vw VG sinnge- m äss feststellt, der m aterielle Entscheid der AR K vom 1. Juli 1999 sei fehlerhaft. Für R evisionsgesuche, die U rteile der AR K betreffen, sind gem äss dem zur Publi- kation vorgesehenen U rteil BVG E D -4889/2006 vom 12. Juli 2007 E.X. nicht die Art. 121 ff. BG G , sondern Art. 66 Vw VG einschlägig. 5. D ie Beschw erdeinstanz zieht einen Beschw erdeentscheid auf Begehren einer Partei in R evision, w enn die Partei neue erhebliche Tatsachen oder Bew eism ittel vorbringt oder nachw eist, dass die Beschw erdeinstanz aktenkundige erhebliche Tatsachen oder bestim m te Begehren übersehen hat, oder nachw eist, dass sie die Bestim m ungen von Art. 29 bis 33 Vw VG über das rechtliche G ehör verletzt hat (vgl. Art. 66 Abs. 2 Bstn. a, b und c Vw VG ). G ründe im Sinne von Art. 66 Abs. 2 gelten nicht als R evisionsgründe, w enn die Partei sie im R ahm en des Verfahrens, das dem Beschw erdeentscheid voranging, geltend m achen konnte (vgl. Art. 66 8 Abs. 3 Vw VG und EM AR K 1994 N r. 27 E. 5 a und b S. 198 f.). Vorbringen, die im Sinne von Art. 66 Abs. 3 Vw VG verspätet sind, führen dennoch zur R evision eines rechtskräftigen U rteils, w enn dadurch offensichtlich w ird, dass dem G esuchsteller Verfolgung oder m enschenrechtsw idrige Behandlung droht und dam it ein völker- rechtliches W egw eisungshindernis besteht (vgl. EM AR K 1995 N r. 9 E. 7 und ins- besondere 7g S. 77 ff.). Als "neu" im Sinne dieser Bestim m ungen gelten Tatsachen und Bew eism ittel, w el- che sich bis zum Zeitpunkt, da im H auptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig w aren, verw irklicht haben, jedoch dem R evisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt w aren. D ie neuen Tatsachen m üssen ferner erheblich sein, d.h. sie m üssen geeignet sein, die tatbeständliche G rundlage des angefochtenen U rteils zu verändern und bei zu- treffender rechtlicher W ürdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen. Be- w eism ittel haben entw eder dem Bew eis der die R evision begründenden neuen er- heblichen Tatsachen oder dem Bew eis von Tatsachen zu dienen, die zw ar im frü- heren Verfahren bekannt gew esen, aber zum N achteil des G esuchstellers unbe- w iesen geblieben sind. Sollen bereits vorgebrachte Tatsachen m it den neuen M it- teln bew iesen w erden, so hat der G esuchsteller auch darzutun, dass er die Be- w eism ittel im früheren Verfahren nicht beibringen konnte. Erheblich ist ein Bew eis- m ittel dann, w enn angenom m en w erden m uss, es hätte zu einem anderen U rteil geführt, w enn der R ichter im H auptverfahren davon Kenntnis gehabt hätte (BG E 108 V 171 f.). Ausschlaggebend ist, dass das Bew eism ittel nicht bloss der Sachverhaltsw ürdigung, sondern der Sachverhaltserm ittlung dient. Auch ist ein R evisionsgrund nicht schon gegeben, w enn das G ericht bereits im H auptverfahren bekannte Tatsachen m öglicherw eise unrichtig gew ürdigt hat. N otw endig ist viel- m ehr, dass die unrichtige W ürdigung erfolgte, w eil für den Entscheid w esentliche Tatsachen nicht bekannt w aren oder w enn sie unbew iesen geblieben sind (BG E 110 V 141 E. 2). 6. 6.1 D er G esuchsteller m acht in seiner Eingabe vom 21. O ktober 2004 geltend, es sei ihm zum dam aligen Zeitpunkt fälschlicherw eise nicht Asyl erteilt w orden. D ie ein- gereichten Bew eism ittel könnten die schon dam als bestehende Verfolgung bele- gen. 6.2 D ie Echtheitsüberprüfung der FIR durch die Schw eizerische Botschaft in D haka hat ergeben, dass die fünf von der B._______ Police Station, D istrikt E._______, ausgestellten Berichte als Fälschung zu qualifizieren seien. So seien die in den FIR erw ähnten Vorgänge in den polizeilichen R egistern der besagten Polizeista- tion nicht registriert. Form al entsprächen die fünf FIR nicht den gängigen Form u- laren. Es habe auch keiner der in den Berichten aufgeführten Subinspektoren in der Zeit, als die Vorfälle angezeigt w orden seien, bei dieser Polizeistation gear- beitet; ebenfalls seien die erw ähnten Investigation O fficers nie in der Polizeistation tätig gew esen. 6.3 D ie Vorinstanz führt in ihrer Verfügung aus, die Botschaftsabklärung habe erge- ben, dass es sich bei den eingereichten FIR w egen form aler und inhaltlicher U nzu-9 länglichkeiten um Fälschungen handle. 6.4 D er Beschw erdeführer übt generell an den Ergebnissen der Botschaftsabklärung Kritik und reicht eine Erklärung seines bangladesischen R echtsvertreters zu den Akten. D ieser behauptet, er habe den Beschw erdeführer in drei gegen den Be- schw erdeführer eröffneten Verfahren, im Juni 1996, im Juli 1998 und D ezem ber 2002, vertreten. Alle drei Anzeigen gegen den Beschw erdeführer seien bei der B._______ Police Station eingereicht w orden. D er Beschw erdeführer sei regiona- ler Führer der D ._______-Partei, die von den Behörden als illegal erklärt w orden sei. D ie Behörden hätten gegen den Beschw erdeführer bew usst w ahrheitsw idrige Strafverfahren w egen Aktivitäten im Zusam m enhang m it Sprengstoffanschlägen, W affenbesitz und Sabotage eröffnet. Er sei gezw ungen gew esen, sein Land zu verlassen, um nicht inhaftiert zu w erden. D ie Polizei w ürde ihn bei Ergreifung zu langjähriger Freiheitsstrafe verurteilen. Zudem w ürden fundam entalistische G rup- pen M itglieder der D ._______-Partei bedrohen. Kürzlich habe der bangladesische Anw alt erfahren, dass die Schw eizer Behörden behaupteten, an der B._______ Police Station sei kein Verfahren gegen den Beschw erdeführer bekannt; der ent- sprechende Botschaftsbericht sei völlig unbegründet. 6.5 D ie Vorinstanz führt in ihrer Vernehm lassung vom 20. M ärz 2007 aus, in dem Schreiben des R echtsvertreters w erde lediglich behauptet, die U ntersuchungser- gebnisse der Schw eizer Botschaft seien haltlos, der Beschw erdeführer habe in keinem seiner Eingaben zu den Fälschungsvorw ürfen Stellung genom m en. Zu- dem sei der Bew eisw ert bangladesischer G erichtsdokum ente äusserst gering, da am tliche D okum ente in Bangladesch ohne w eiteres unrechtm ässig erw orben w er- den könnten. Am tliche Blankoform ulare seien angesichts verbreiteter Korruption frei erhältlich; auch sei es problem los m öglich, ein (Schein-) Verfahren gegen sich selber in G ang zu setzen. H ierbei w ürde ein echter FIR ausgestellt. D as vorliegen- de Verfahren bestätige dies, da es dem sich seit dem Jahr 1998 in der Schw eiz aufhaltenden Beschw erdeführer ohne w eiteres m öglich gew esen sei, FIR zu be- schaffen, w elche (angebliche) Verfahren gegen ihn in den Jahren 1996 bis 2006 zum Inhalt hätten. 6.6 D er Beschw erdeführer m acht in seiner R eplik geltend, die Botschaftsabklärung der FIR sei nicht ordnungungsgem äss abgelaufen. Im zw eiten Schreiben des bangla- desischen R echtsvertreters vom 15. M ärz 2007 w iederholt dieser, der Beschw er- deführer sei regionaler Führer der D ._______-Partei, w elche gem einnützige Ziele verfolge. D ie Partei sei von der R egierung für illegal erklärt w orden. D er Beschw er- deführer sei w egen Sprengstoffanschlägen, W affenbesitzes und Sabotage ange- zeigt w orden. Er habe fliehen m üssen. Am 11. Januar 2007 sei eine m ilitärisch un- terstütze Interim sregierung an die M acht gekom m en, w elche Anführer der D ._______-Partei unter falschem Vorw and verhafteten lasse. D er Beschw erdeführer w ürde bei R ückkehr w ahrscheinlich inhaftiert und getötet. 6.7 Im R ahm en eines zw eiten Schriftenw echsels betont die Vorinstanz, sie habe m it der Botschaftsanfrage abklären lassen und im Entscheid vom 25. Januar 2007 festgehalten, dass die vom bangladesischen R echtsvertreter erw ähnten Anklagen nicht erfolgt seien. 6.8 D en Erw ägungen der Vorinstanz ist vollum fänglich zuzustim m en. D ie Abklärung der Schw eizerischen Botschaft in D haka hat aufgrund form aler und inhaltlicher U n-10 zulänglichkeiten eindeutig ergeben, dass es sich bei den eingerichten FIR um Fäl- schungen handelt. D ie Verfahren gegen den Beschw erdeführer und dessen seit dem Jahr 1998 andauernde Verfolgung können som it nicht geglaubt w erden. Aus- ser einer generellen Kritik an der Abklärung verm ag der Beschw erdeführer den Ergebnissen nichts entgegenzuhalten. Zudem ist fraglich, w ie der Beschw erdefüh- rer an die m it seinem G esuch eingereichten FIR gelangt ist. W ie die Vorinstanz zu R echt festgestellt hat, sind die beiden auf Beschw erdeebe- ne eingereichten Schreiben des bangladesischen R echtsvertreters in keiner W eise geeignet, das Abklärungsergebnis der Botschaft in Frage zu stellen. W arum der Beschw erdeführer nicht bereits im ordentlichen Verfahren zum N achw eis der ge- gen ihn eröffneten Verfahren und seiner anw altlichen Vertretung in den Verfahren die FIR aus den Jahren 1996 und 1998 und eine Bestätigung des bangladesischen R echtsvertreters eingereicht hat, bleibt unklar. Auch bleibt die Frage offen, w ie der bangladesische R echtsvertreter, der laut Aus- kunft des Beschw erdeführers und gem äss beiliegendem Zustellcouvert die zw ei auf Beschw erdeebene eingereichten FIR aus Bangladesch gesandt haben soll, an diese gelangt ist. Auch die später eingereichten FIR können das Abklärungsergebnis nicht um stos- sen, zum al die Form der auf Beschw erdeebene eingereichten FIR im W esentlich- en der nach Abklärung als gefälscht herausgestellten fünf FIR entspricht. D ie Ein- w ände auf Beschw erdeseite sind nicht stichhaltig; w eder in den eingereichten Schriftsätzen des R echtsvertreters in der Schw eiz noch in den als Bew eism ittel eingereichten Schreiben des R echtsvertreters in Bangladesch w ird zu den festge- stellten form ellen und inhaltlichen Fälschungsm erkm alen Stellung genom m en. D as Bundesverw altungsgericht hat keine Veranlassung, an der Korrektheit und dem Ergebnis der Abklärungen der Schw eizerischen Botschaft in D haka zu zw eifeln. Es ist som it festzustellen, dass es den eingereichten Bew eism itteln - auch den auf Beschw erdeebene eingereichten - am Erfordernis der revisionsrechtlichen Erheb- lichkeit eines neuen Bew eism ittels m angelt, da sie als Fälschungen w egen ihrer U nglaubhaftigkeit nicht geeignet sind, die im ordentlichen Verfahren von dem G e- suchsteller behauptete polizeiliche Verfolgung als M itglied der D ._______-Partei zu belegen. D em Schreiben der B._______ Police Station vom 15. Septem ber 2005, in w elchem der G rundbesitz des Beschw erdeführers bestätigt w ird, fehlt es ohnehin an jeglichem Bew eisw ert hinsichtlich der geltend gem achten Verfolgung. Angesichts der m angelnden Erheblichkeit erübrigen sich Ausführungen zu den Fragen der revisionsrechtlichen N euheit beziehungsw eise der rechtzeitigen Ein- reichung der Bew eism ittel. N ach dem G esagten sind die Vorbringen im W ieder- erw ägungsverfahren, sow eit sie als sinngem ässes R evisionsgesuch entgegenzu- nehm en sind, abzuw eisen. 7. 7.1 Schliesslich ist auf die vom Beschw erdeführer geltend gem achte lange Anw esen- heit in der Schw eiz einzugehen. H ierbei beruft sich der Beschw erdeführer auf eine veränderte Sachlage, indem er die U nm öglichkeit des W egw eisungsvollzuges gel-11 tend m acht; die lange Anw esenheit des Beschw erdeführers in der Schw eiz lasse darauf schliessen, dass der W egw eisungsvollzug undurchführbar und der Be- schw erdeführer vorläufig aufzunehm en sei. D ie U nm öglichkeit des W egw eisungsvollzuges kann tatsächlich einen W iederer- w ägungsgrund darstellen, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der rechtskräftig verfügten W egw eisung objektive und andauernde H indernisse ent- gegenstehen (siehe EM AR K 1995 N r. 14, 2006 N r. 15). D ie Feststellung der tech- nischen und praktischen U nm öglichkeit des W egw eisungsvollzuges setzt voraus, dass sow ohl durch die betroffene Person als auch durch die zuständigen Kantons- und Bundesbehörden alle Anstrengungen im H inblick auf eine freiw illige Ausreise beziehungsw eise zw angsw eise R ückkehr unternom m en w orden sind. D ie Vorinstanz führt hierzu im R ahm en des zw eiten Schriftenw echsels aus, der Beschw erdeführer sei seiner sich aus Art. 8 Abs. 4 AsyG ergebenden Pflicht, nach Vorliegen eines vollziehbaren W egw eisungsentscheides bei der Beschaffung von R eisepapieren m itzuw irken, nicht nachgekom m en. Er habe keine konkreten An- strengungen unternom m en, über seine Angehörigen im H eim atstaat die Ausstel- lung von Ersatzpapieren zu beschleunigen, und er habe sich w enig initiativ und kooperativ verhalten. Zudem stünde bei Eintritt der R echtskraft eines W egw ei- sungsentscheides bei Asylsuchenden aus Bangladesch die Identitität nicht im m er vollzugsgenüglich fest; die notw endigen Abklärungen nähm en längere Zeit in An- spruch und könnten durch unkooperatives Verhalten eines abgew iesenen Asylbe- w erbers verzögert w erden. M it Sicherheit könne nicht behauptet w erden, die bang- ladesische R egierung w eigere sich, ihre Staatsangehörigen aufzunehm en bezie- hungsw eise Ersatzdokum ente für deren R ückkehr auszustellen. Vorliegend sei eine freiw illige H eim reise m öglich, w eshalb entsprechend EM AR K 1995 N r. 14 ei- ne vorläufige Aufnahm e infolge U nm öglichkeit des W egw eisungsvollzuges aus- scheide. D en Erw ägungen der Vorinstanz ist zuzustim m en. O bjektive und andauernde H in- dernisse für einen W egw eisungsvollzug des Beschw erdeführers sind nicht ersicht- lich. Sow eit der Beschw erdeführer in seiner R eplik im R ahm en des zw eiten Schrif- tenw echsels erneut die lange Anw esenheit des Beschw erdeführers in der Schw eiz betont, ist dem entgegenzuhalten, dass allein aus der langen Anw esenheit in der Schw eiz nicht bereits auf die technische und praktische U nm öglichkeit des W eg- w eisungsvollzuges zu schliessen ist. Vielm ehr ist den Akten - w ie von der Vorin- stanz angeführt - eine Verletzung der M itw irkungspflicht des Beschw erdeführers bei der Beschaffung gültiger R eisepapiere (Art. 8 Abs. 4 AsylG ) zu entnehm en. Ei- ne Verletzung der M itw irkungspflicht ist nicht bereits im U m kehrschluss ausge- schlossen, w enn - w ie der R echtsvertreter entgegenhält - der Beschw erdeführer sich nicht einem Vollzug w idersetzt hat. D er Beschw erdeführer m uss im R ahm en seiner M itw irkungspflicht konkrete Anstrengungen unternehm en, um bei der Be- schaffung von R eisepapieren zu kooperieren. Vorliegend hat sich nicht nur die Fa- m ilie des Beschw erdeführers im H eim atland, sondern auch der Beschw erdeführer selbst gew eigert, ein „N ational C ertificate“ zu besorgen. Einer Aufforderung, der kantonalen Behörden von April 2005, seine M itw irkungspflicht bei der Beschaffung von R eise- oder Identitätspapieren w ahrzunehm en, ist der Beschw erdeführer nicht nachgekom m m en, w eshalb ihm entsprechend der erfolgten Androhung die Für- sorgeleistungen 2006 nach Art. 83 Bst. g AsylG gekürzt w urden. Auch aus der 12 Kurzbefragung zum Stand der Papierbeschaffung vom 3. Februar 2006 w ird deut- lich, das der Beschw erdeführer keinerlei Bem ühungen unternom m en hat, von seinen Eltern, m it denen er zu diesem Zeitpunkt gem äss Aktenlage in Kontakt stand, entsprechende Papiere zu erhalten. 7.2 Sow eit der Beschw erdeführer w iedererw ägungsw eise um die Feststellung einer persönlichen N otlage aufgrund seiner langen Anw esenheit in der Schw eiz und der fehlenden sozialen Kontakten im H eim atland ersucht, ist darauf hinzuw eisen, dass im R ahm en des vorliegenden W iedererw ägungsverfahrens auch unter altem R echt eine Prüfung des Bestehens einer schw erw iegenden persönlichen N otlage nicht in Betracht gekom m en w äre (vgl. EM AR K 2001 N r. 20 E. 3c.dd S. 155 f. und E. 3d-h S. 158 ff.). U nd m it der Änderung des Asylgesetzes vom 16. D ezem ber 2005 (AS 2006 4751) sind die bisherigen Bestim m ungen betreffend die vorläufige Auf- nahm e infolge einer schw erw iegenden persönlichen N otlage (insbesondere Art. 44 Abs. 3 - 5 a AsylG ) aufgehoben w orden, w eshalb bei Beschw erden gegen Verfü- gungen des BFM im Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht das Vorliegen einer schw erw iegenden persönlichen N otlage nicht m ehr geprüft w erden kann (Art. 1 der Ü bergangsbestim m ungen zur Änderung des Asylgesetzes vom 16. D e- zem ber 2005). 8. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). Ü berdies liegen keine R evisions- gründe im Sinne von Art. 66 Abs. 2 Vw VG vor. D ie Beschw erde und das R evisi- onsgesuch sind dem nach abzuw eisen. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären die Kosten dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) und auf insgesam t Fr. 1'200.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]). D a die Beschw erde im R ahm en des w iedererw ägungs- w eisen Verzichts auf einen Kostenvorschuss als nicht offensichtlich aussichtslos erachtet w urde, sind dem Beschw erdeführer keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. (D ispositiv nächste Seite)13 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - das Am t _______ ad _______ D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Bruno H uber M areile Lettau Versand am :