Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht vom 03. Januar 2012 (410 11 360) ____________________________________________________________________ Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) Definitive Rechtsöffnung Besetzung Präsidentin Christine Baltzer-Bader; Gerichtsschreiberin i.V. Nathalie Aebischer Parteien A.____ , vertreten durch B.____ Beschwerdeführerin gegen Kanton Basel-Landschaft und Gemeinde Oberdorf , 4410 Liestal, vertreten durch Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, Postfach, 4410 Liestal, Beschwerdegegner Gegenstand definitive Rechtsöffnung / Beschwerde gegen das Urteil der Bezirksgerichtspräsidentin Arlesheim vom 23. November 2011 A. Mit Entscheid vom 23. November 2011 bewilligte die Bezirksgerichtspräsidentin Arlesheim dem Kanton Basel-Landschaft, vertreten durch die Steuer verwaltung des Kantons Basel- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Landschaft, die definitive Rechtsöffnung in der Betre ibung Nr. 21112206 des Betreibungsamtes Binningen gegen A.____ für eine Forderung von CHF 69'698.05. B. Mit Eingabe vom 7. Dezember 2011 erhob B.____ namens v on A.____ beim Kantonsge- richt Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, Beschwerde gegen diesen Entscheid. Er verlangte die Zustellung der Verfahrensakten und die Gewährung einer Frist für die Begründung der Be- schwerde. Erwägungen 1. Gegen den Entscheid in Rechtsöffnungssachen kann lediglic h das Rechtsmittel der Be- schwerde erhoben werden (Art. 309 lit. b Ziff. 3 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO; SR 272]). Rechtsöffnungen w erden im summarischen Verfahren beurteilt (Art. 251 lit. a ZPO), weshalb die Beschwer defrist zehn Tage beträgt (Art. 321 Abs. 2 ZPO). Gemäss § 5 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu r Schweizerischen Zivilprozessord- nung vom 23. September 2010 (EG ZPO; SGS 221) ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Entscheide von Bezirksgerichtspräsidien in Summarsachen das Präsidium der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts zuständig. Das Urteil der Be zirksgerichtspräsidentin Arlesheim vom 23. November 2011 wurde der Beschwerdeführerin am 28. November 2011 zugestellt. Die vorliegende Beschwerde wurde am 7. Dezember 2011 der S chweizerischen Post übergeben, womit die Beschwerdefrist gewahrt worden ist (Art. 143 ZPO). 2. Jeder prozessfähiger Partei steht es frei, ob sie ihre Sa che vor Gericht selbst führen oder ob sie eine von ihr selbst bestimmte Vertretung damit beauftragen will (Art. 68 Abs. 1 ZPO). Die Vertretung einer Prozesspartei hat sich durch eine Vollmacht auszuweisen, es sei denn es han- delt sich um eine gesetzliche Vertretung, die ihre grund sätzliche Ermächtigung durch das Ge- setz erlangt. Die Beschwerdeführerin hat keine Vollmacht beigelegt. Es ist davon auszugehen, dass es sich bei der Vertretung durch den Ehemann um ein e gesetzliche Vertretung aufgrund der ehelichen Gemeinschaft handelt. Somit ist der Ehema nn der Beschwerdeführerin zur Be- schwerdeeinreichung legitimiert. 3. Gemäss Art. 321 Abs. 1 ZPO ist eine Beschwerde schriftlich und begründet einzureichen. Dabei ist im Einzelnen darzulegen, aus welchen Gründen der angefochtene Entscheid falsch ist und deshalb abgeändert werden muss. Der Beschwerdeführ er muss sich also mit der Begrün- dung des vorinstanzlichen Entscheids auseinandersetzen. Der Entscheid der Bezirksgerichts- präsidentin Arlesheim vom 23. November 2011 ist mit ein er Rechtsmittelbelehrung versehen. Danach kann gegen den besagten Entscheid innert zehn Ta gen seit Zustellung schriftlich und begründet Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landsch aft, Abteilung Zivilrecht, eingereicht werden. Die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 7. Dez ember 2011 lässt sowohl Anträge als auch eine taugliche Begründung, welche sich mit dem vori nstanzlichen Entscheid auseinander- setzt, vermissen. Es wird in keiner Weise dargelegt, wesh alb der Entscheid falsch sei und ab- geändert werden soll. Vielmehr macht die Beschwerdefüh rerin geltend, ihr seien die Akten zu- zustellen und es sei eine angemessene Frist zum Aktenstudium und für die Begründung zu ge- währen. Da den Anforderungen der Begrünungspflicht n icht genüge getan wird, kann auf die Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Beschwerde nicht eingetreten werden. Aufgrund der of fensichtlichen Unbegründetheit erübrigt sich die Einholung einer Beschwerdeantwort im Sinne von Art. 322 Abs. 1 ZPO. 4. In Anwendung von § 9 Abs. 2 lit. a GebT werden die Ge richtskosten auf CHF 300.00 fest- gesetzt, diese werden der Beschwerdeführerin als unterl iegende Partei gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO auferlegt. Demnach wird erkannt: ://: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Gerichtskosten von CHF 300. 00 werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Präsidentin Christine Baltzer-Bader Gerichtsschreiberin i. V. Nathalie Aebischer