200 13 627 UV KNB/GET/KRK Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung Urteil vom 17. November 2014 Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Schwegler Gerichtsschreiber Germann A.________ vertreten durch Rechtsanwältin B.________ Beschwerdeführer gegen Visana Versicherungen AG Weltpoststrasse 19, Postfach 253, 3000 Bern 15 Beschwerdegegnerin betreffend Einspracheentscheid vom 7. Juni 2013 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/13/627, Seite 2 Sachverhalt: A. Der 1979 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be- schwerdeführer) arbeitet als … bei der C.________ und ist dadurch bei der Visana Versicherungen AG (nachfolgend Visana bzw. Beschwerdegegne- rin) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufs- krankheiten versichert (Akten der Beschwerdegegnerin [act. II], 002; 077). Mit Bagatellunfall-Meldung UVG vom 8. August 2012 (act. II 001) liess der Versicherte der Visana mitteilen, dass er sich am … bei einer Rangelei … die rechte Schulter verletzt habe. Am … (act. II 011) erfolgte eine diagnos- tische Arthroskopie mit arthroskopischer subacromialer Dekompression. Nachdem die Visana Berichte der behandelnden Ärzte eingeholt und die medizinischen Akten ihrem beratenden Arzt, Dr. med. D.________, Fach- arzt für Chirurgie FMH, vorgelegt hatte (act. II 012 f.), verneinte sie mit Ver- fügung vom 30. Januar 2013 (act. II 019 f.) einen Anspruch auf Versiche- rungsleistungen mit der Begründung, das Ereignis vom … habe bereits im Zeitpunkt der Erstbehandlung am 8. August 2012 seine unfallkausale Be- deutung verloren gehabt, weshalb der natürliche Kausalzusammenhang zu keinem Zeitpunkt gegeben gewesen sei. Dagegen erhob der Versicherte Einsprache (act. II 037), woraufhin die Visana weitere Abklärungen tätigte; insbesondere veranlasste sie bei Dr. med. D.________ ein Aktengutachten (Expertise vom 13. Mai 2013 [act. II 066 ff.]). Mit Entscheid vom 7. Juni 2013 (act. II 075 ff.) hiess die Visana die Einsprache des Versicherten in- soweit teilweise gut, als sie ihre Leistungspflicht grundsätzlich anerkannte, ihre Leistungen jedoch ab Erreichen des Status quo sine per 14. August 2012 einstellte. Soweit weitergehend, wies die Visana die Einsprache ab.Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/13/627, Seite 3 B. Gegen den Einspracheentscheid vom 7. Juni 2013 liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin B.________, am 10. Juli 2013 Beschwerde erheben und folgende Rechtsbegehren stellen: 1. Der Einspracheentscheid der Visana vom 7. Juni 2013 sei auf- zuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, auch nach dem 14. August 2012 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. 2. Eventualiter sei eine neutrale Begutachtung anzuordnen und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei- sen. - Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen - Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen vor, die Beschwerdegegne- rin stütze ihren Einspracheentscheid vollständig auf das Aktengutachten von Dr. med. D.________ ab. Unter Ziffer 6 des Einspracheentscheides werde dabei ein Auszug des Aktengutachtens wiedergegeben. Die eigentli- che Erwägung in Ziffer 7 sei bloss einen Satz lang und nehme keine Abwä- gung der vorgängig aufgezeigten rechtlichen Grundlagen bzw. dem Sach- verhalt und dem Aktengutachten vor. Mithin werde in keiner Art und Weise aufgezeigt, weshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit spätestens bei der Durchführung des MRI vom 14. August 2012 der Status quo sine er- reicht gewesen sein soll. Der Einspracheentscheid sei zu wenig begründet. In materieller Hinsicht macht der Beschwerdeführer hauptsächlich geltend, es mute komisch an, wenn Dr. med. D.________ bei der ersten Beurteilung des Falles zum Entschluss komme, dass die Beschwerdegegnerin über- haupt keine Leistungspflicht treffe, um nach der Einsprache des Beschwer- deführers und einem erneuten Auseinandersetzen mit dem Fall zum Schluss zu gelangen, dass die Leistungspflicht ab dem 14. August 2012 entfalle. Entgegen der Auffassung von Dr. med. D.________ könne hin- sichtlich der erfolgten … gerade nicht von einem gesteuerten gezielten mo- torischen Ablauf gesprochen werden. Ferner hätten die Beschwerdegegne- rin bzw. Dr. med. D.________ bei ihrer Annahme, der Beschwerdeführer sei nicht arbeitsunfähig gewesen, nicht abgeklärt, ob dieser z.B. während der Zeit nach dem Vorfall vom … ausschliesslich im … tätig gewesen sei. Die getroffene Annahme sei deshalb willkürlich und somit nicht verwend- bar. Sodann sei die vor allem auf den MRI-Bericht vom 14. August 2012 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/13/627, Seite 4 gestützte Aussage von Dr. med. D.________, wonach es nicht zu einer Ruptur der Sehne der Rotatorenmanschette gekommen sei, sondern im Rahmen einer Stauchung der Schulterregion zu einer kurzzeitigen Aktivie- rung einer AC-Gelenksarthrose, wenig zuverlässig; namentlich treffe es mit Blick auf die Ausführungen von Dr. med. E.________, Orthopädische Chir- urgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 26. Oktober 2012 nicht zu, dass weder Rupturen noch Partialrupturen noch Gelenkergüsse beschrieben worden seien. Auch die Aussage von Dr. med. D.________, es habe sich bei der Operation keine äussere Partialruptur finden lassen, sei nicht beweiswertig, da vorliegend eine intratendinöse Partialruptur zur Diskussion stehe, welche untersucht werden müsste. Da die Beschwerde- gegnerin nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen habe, dass die Unfallursächlichkeit am 14. August 2012 dahingefallen sei, sei davon auszugehen, dass die Beschwerden auch nach dem 14. August 2012 Unfallfolgen gewesen seien. In der Beschwerdeantwort beantragt die Beschwerdegegnerin die Abwei- sung der Beschwerde. In der Begründung bringt sie hauptsächlich vor, es sei zweifelhaft, ob am … überhaupt ein tatbestandsmässiges Ereignis stattgefunden habe. Die Frage könne insoweit offen bleiben, als die Be- schwerdegegnerin in jedem Fall vom Erreichen des Status quo sine per 14. August 2012 ausgegangen sei und die bis dahin angefallenen Ab- klärungs- und Behandlungsmassnahmen übernommen habe. Im Übrigen sei Dr. med. D.________, welcher im Besitz aller Akten gewesen sei, zum Ergebnis gelangt, dass durch das Ereignis vom … aufgrund der dokumen- tierten ärztlichen Befunde und unter Einbeziehung einer Stauchung der Schulterregion von einer kurzzeitigen Aktivierung der AC-Gelenkarthrose ausgegangen werden könne und der Status quo sine spätestens im Zeit- punkt des MRI erreicht gewesen sei. Die MRI-Befunde vom 14. August 2012 dokumentierten degenerative Veränderungen, unfallunabhängige intrinsische und extrinsische Faktoren, welche zum beschriebenen Be- schwerdebild geführt hätten. Diese seien z. T. durch die intraoperativen Befunde vom … bestätigt worden (Aufrauhung und Ausfransung), was die Richtigkeit des Zeitpunkts für die Annahme des Status quo sine per 14. August 2012 bestätige.Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/13/627, Seite 5 Erwägungen: 1. 1.1Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche- rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ- gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 1.2Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 7. Juni 2013 (act. II 075 ff.). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Leistun- gen in Zusammenhang mit dem Ereignis vom … zu Recht per 14. August 2012 eingestellt hat. 1.3Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 1.4Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/13/627, Seite 6 2. 2.1Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines Nichtberufsunfalles, einer Berufskrankheit oder einer unfallähnlichen Körperschädigung voraus (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; SR 832.20]; Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 [UVV; SR 832.202]). Der Unfallversicherer haftet jedoch für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser in einem natürlichen sowie adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht ( BGE 129 V 177 E. 3 S. 181). 2.2Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). 2.3Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). 2.4Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/13/627, Seite 7 cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus- schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan- des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 3b). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa- chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ur- sächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusam- menhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2). 3. 3.1Zunächst erweist sich die Kritik des Beschwerdeführers, der ange- fochtene Einspracheentscheid sei zu wenig begründet, als nicht stichhaltig: Aus dem nämlichen Entscheid geht zwar knapp, aber dennoch rechts- genüglich hervor, von welchen Überlegungen sich die Beschwerdegegnerin hat leiten lassen. Dem Beschwerdeverführer war es denn auch ohne weite- res möglich, den Einspracheentscheid sachgerecht anzufechten, zumal er nicht geltend macht, aktenmässig nicht umfassend dokumentiert gewesen zu sein. 3.2Die Beschwerdegegnerin begründete die Einstellung der Versiche- rungsleistungen per 14. August 2012 mit dem Erreichen des Status quo sine (act. II 076). Zur Frage der gesundheitlichen Einschränkungen in der rechten Schulter sowie des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/13/627, Seite 8 dem Ereignis vom … und den geklagten Beschwerden ergeben die medizi- nischen Akten im Wesentlichen das folgende Bild: 3.2.1In der Bagatellunfall-Meldung vom 8. August 2012 (act. II 001) wur- de das Ereignis vom … wie folgt umschrieben: „... Bei der daraus entste- henden Rangelei zog ich mir eine Verletzung an der rechten Schulter zu. Im Moment fühlte es sich wie ein Messerstich an (verm. Sehnenentzün- dung o.a.).“ 3.2.2Nach Zuweisung durch den behandelnden Arzt Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, wurde am 14. August 2012 ein MRI der rechten Schulter durchgeführt. In der entspre- chenden Beurteilung hielt Dr. med. G.________, Facharzt für Radiologie, folgende Beurteilung fest (act. II 007): „Derzeit geringfügig aktivierte, allen- falls initial ausgeprägte AC-Arthrose. Bursitis subacromialis/subdeltoidea geringer Ausprägung. Auftreibung des Ligamentum coracoacromiale. Chronische Tendinopathie der Supraspinatussehne mehr als der Infraspi- natussehne, mit initialer intratendinöser Delaminierung in der ventralen Insertion der Supraspinatussehne. Intratendinöse Partialruptur im oberen Rand der Subscapularissehne. Ausschluss einer transmuralen Rotatoren- manschettenruptur. Lange Bicepssehne und Labrum intakt.“ 3.2.3Mit Bericht vom 9. September 2012 (act. II 014) diagnostizierte Dr. med. E.________ eine Partialruptur der Infraspinatus- und Subscapularis- sehne rechts vom …, einen Akromiontyp 3 nach Bigliani mit Bursitis suba- cromialis und Tendopathie der Supraspinatussehne. Der Beschwerdeführer habe angegeben, am … … bei einer ruckartigen Bewegung die rechte Schulter verdreht und dabei einen plötzlichen Stich verspürt zu haben. Die- se Beschwerden seien anschliessend schlimmer und bei Belastungen und in Ruhe anhaltend geworden. Durch Verminderung der körperlichen Akti- vität (Training) würden erträgliche Beschwerden im rechten Schultergelenk angegeben. Besonders schmerzhaft seien die Innendrehung gegen Wider- stand sowie das Heben des rechten Armes über Schulterniveau hinaus. Vor eventuellen operativen Massnahmen habe er – Dr. med. E.________ – mit dem Beschwerdeführer das Einholen einer Zweitmeinung bei Prof. Dr. med. H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/13/627, Seite 9 gie des Bewegungsapparates FMH, veranlasst (vgl. Überweisungsschrei- ben vom 10. September 2012 [act. II 015]). 3.2.4Im Bericht vom 26. Oktober 2012 (act. II 008 f.) diagnostizierte Prof. Dr. med. H.________ ein postdistorsionelles Impingement-Syndrom Stadi- um II rechts mit Tendinopathie der Supra- und Infraspinatussehnen. In der Beurteilung führte er aus, die vorliegende Pathologie sei einer kurativen Behandlung schwer zugänglich. In erster Linie bestehe eine Tendinopathie mit möglichen intratenonalen Partialrupturen der Supra- und Infraspinatus- sehnen; zweitens bestehe eine subacromiale Bursitis mit einem etwas en- gen anterolateralen Subacromialraum. 3.2.5Mit Arztzeugnis UVG vom 4. Dezember 2012 (act. II 010) hielt Dr. med. F.________ fest, die Erstbehandlung sei am 8. August 2012 erfolgt. Ferner beantwortete er die Frage, ob ausschliesslich Unfallfolgen vorlägen, mit „ja“. 3.2.6Am … wurde beim Beschwerdeführer eine diagnostische Arthro- skopie sowie eine arthroskopische subacromiale Dekompression durchge- führt. Im entsprechenden Bericht (act. II 011) diagnostizierte Prof. Dr. med. H.________ ein postdistorsionelles Impingement-Syndrom Stadium I-II rechts. Im Übrigen hielt er Folgendes fest: „Intraarticulär besteht eine leichtgradige Ausfransung des Labrums zwischen 12 und 2 Uhr. Des Wei- teren besteht eine Aufrauung des freien Randes des Subscapularis etwa 1½ cm proximal von dessen Insertion. Eine entsprechende Läsion im Be- reiche des knöchernen Kanales (Akromion) besteht nicht. Möglicherweise handelt es sich um einen Reibeffekt gegen den vorderen oberen Akromion- rand in maximaler Abduktion/ Aussenrotation. Intakte Kapsel. Intakte Su- pra- und lnfraspinatussehnen. […]. Bursoskopie: Resektion einer verdickten aber nur mässig entzündlich veränderten Bursa. Die Rotatorenmanschette ist soweit beurteilbar intakt. […].“ 3.2.7Am 13. Dezember 2012 legte die Beschwerdegegnerin die medizi- nischen Akten ihrem beratenden Arzt, Dr. med. D.________, zur Beurtei- lung vor. In der entsprechenden „Aktennotiz“ (act. II 012 f.) wurde die Fra- ge, ob das Ereignis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest im Sinne einer Teilursache zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen geführt Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/13/627, Seite 10 habe, verneint. In der Begründung wurde ausgeführt, mit dem Ereignis sei es höchstens zu einer kurzzeitigen AC-Gelenksaktivierung gekommen. Diese sei aber rückläufig gewesen, eine Arbeitsunfähigkeit als … habe nicht bestanden. Auszugehen sei von natürlichen Verschleisserscheinun- gen im Sinne eines Impingements aufgrund einer Konfliktsituation zwischen dem gekrümmten Akromion und der chronisch veränderten Subscapularis- sehne, für die eine überwiegende Kausalität nicht ausgewiesen sei. Auch die übrigen Sehnen der Rotatorenmanschette seien ausschliesslich dege- nerativ verändert. Die mehrmonatige Latenz zwischen einem "angenom- menen" Ereignis, das nicht zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt habe und den fehlenden unfallbedingten strukturellen Schäden spreche für die An- nahme eines unfallunabhängigen Prozesses. 3.2.8Der von Dr. med. F.________ zu Handen der Beschwerdegegnerin am 17. April 2013 zugestellten Krankengeschichte des Beschwerdeführers lässt sich folgender Eintrag vom 19. März 2012 entnehmen (act. II 060): Schulter rechts nach Distorsion im Januar Schmerzen; falls persistierend MRI. 3.2.9Mit im Rahmen des Einspracheverfahrens erstelltem Aktengutach- ten vom 13. Mai 2013 (act. II 066 ff.) hielt Dr. med. D.________ in der Be- urteilung (act. II 068 f.) fest, im MRI vom 14. August 2012 hätten sich aus- schliesslich erhebliche degenerativ bedingte Veränderungen ergeben. Eine transmurale Ruptur einer Sehne der Rotatorenmanschette sei nicht nach- gewiesen worden. Zum einen hätten chronische Tendinopathien sowohl der Supraspinatus- wie auch der Infraspinatussehne mit Veränderungen innerhalb der Sehne kurz vor ihrer Insertion am Tuberculum majus bestan- den. Es handle sich damit um degenerativ bedingte sogenannte intrinsi- sche Faktoren, die eine Pathologie und ein Impingement begünstigten. Diese Veränderungen entwickelten sich vor allem im Bereich der minder durchbluteten Sehne unmittelbar vor der Ansatzstelle am Oberarmknochen, wie dies beim Beschwerdeführer der Fall gewesen sei. Es lägen innerhalb der Sehne beschriebene Partialrupturen vor. Diese seien altersbedingt de- generativ entstanden und nicht auf ein Ereignis zurückzuführen. Auch für die Subscapularissehne seien intratendinöse, d.h. innerhalb der Sehne liegende Signalanhebungen im Sinne einer intratendinösen Partialruptur Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/13/627, Seite 11 gesehen worden. Die Supraspinatussehne sei als aufgetrieben beschrie- ben worden (act. II 069). Als sogenannter extrinsischer Faktor, der ebenfalls unfallunabhängig beim Beschwerdeführer vorliege, sei eine AC-Gelenksarthrose mit einem Akro- mion Typ III gesehen worden, d.h. es liege eine pathologische Krümmung des Akromions mit einer zusätzlichen AC-Gelenksarthrose vor, was wie- derum auf die darunter vorbeilaufenden Sehnen einwirke und ebenfalls ein Impingement begünstige. Beim Beschwerdeführer lägen also unfallunabhängig extrinsische und int- rinsische Faktoren vor, die eine Schultergelenkspathologie und auch ein Impingement triggerten. Dementsprechend sei Prof. Dr. med. H.________ auch davon ausgegangen, dass diese Konstellation einer kurativen Be- handlung schwer zugänglich sei (act. II 069). Intraoperativ habe Prof. Dr. med. H.________ eine intakte Rotatorenman- schette gefunden. Damit sei auch eindeutig bewiesen, dass keine äussere Partialruptur bestanden habe. Dieser Befund entspreche den im MRI fest- gestellten intratendinösen Veränderungen. Hingewiesen werden müsse aber auch auf die Aufrauhung des freien Randes der Subscapularissehne, etwa 1½ cm proximal von dessen Insertion. Schon der Begriff Aufrauhung deute auf einen chronischen Reibeeffekt hin. Prof. Dr. med. H.________ habe die Möglichkeit mit einbezogen, dass es sich möglicherweise um ei- nen Reibeffekt der Sehne gegen den vorderen oberen Akromionrand han- deln könnte. Auch damit liege unfallunabhängig eine Pathologie vor, die bei der Innenrotation der Schulter zu Schmerzen führen könne (act. II 068). In Beantwortung der von der Beschwerdegegnerin gestellten Fragen hielt Dr. med. D.________ fest, der Beschwerdeführer habe bei der … (vom …) einen Zwick in der rechten Schulter verspürt, der aber weder zur Arbeitsun- fähigkeit noch zu einer zeitnahen Konsultation geführt habe. Zu einer Rup- tur der Sehne der Rotatorenmanschette sei es nicht gekommen. Beziehe man eine Stauchung der Schulterregion mit ein, so könne man von einer kurzzeitigen Aktivierung einer AC-Gelenksarthrose ausgehen. Eine damit verbundene Schmerzproblematik habe aber nicht zu einer Arbeitsunfähig- keit des auch im … tätigen … geführt.Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/13/627, Seite 12 Zu einer richtunggebenden Verschlimmerung sei es nicht gekommen. Dementsprechend sei bei der Operation vom … auch keine AC- Gelenksresektion durchgeführt worden. Operativ sei der subakromiale Raum mit einer Akromioplastik erweitert worden. Der subakromiale Raum sei aufgrund degenerativ bedingter extrinsischer und intrinsischer Faktoren eingeengt gewesen (act. II 067). Betreffend die Frage nach dem Eintritt des Status quo ante vel sine hielt Dr. med. D.________ fest, die Beschwerdegegnerin sei in ihrer Verfügung vom 30. Januar 2013 davon ausgegangen, dass gemäss den Berichten des Hausarztes die Erstbehandlung am 8. August 2012 stattgefunden ha- be, so dass innerhalb der mehrmonatigen Latenz das Ereignis seine unfall- kausale Bedeutung verloren gehabt hätte, weshalb der natürliche Kausal- zusammenhang nie gegeben gewesen sei. Dies müsse korrigiert werden, da der Hausarzt im Nachhinein den 19. März 2012 als Datum der Erstbe- handlung der Schulterbeschwerden rechts angegeben habe und noch am 25. Mai 2012 eine Kenacort-Infiltration durchgeführt worden sei. Diese Ab- klärungs- und Behandlungsmassnahmen seien zu übernehmen. Spätes- tens mit dem MRI vom 14. August 2012 müsse aber von einem Status quo sine ausgegangen werden. Zu diesem Zeitpunkt hätten keine unfallbeding- ten Schäden mehr bestanden. Es seien weder Rupturen noch Partialruptu- ren noch Gelenkergüsse beschrieben worden. Dagegen hätten unfallunab- hängig extrinsische wie intrinsische Faktoren vorgelegen, die zwangsläufig ein chronisches Impingement begünstigt hätten. Auch intraoperativ seien keine unfallbedingten Schäden aufgedeckt worden (act. II 066 f.). 3.3 3.3.1Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge- ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/13/627, Seite 13 3.3.2Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu- chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt- nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus- schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her- kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn die Ak- ten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Sta- tus ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund vorhandener Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können (RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). 3.3.3Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be- gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.). 3.4Soweit die Beschwerdegegnerin zunächst geltend macht, es könne offenbleiben, ob das Ereignis vom … als Unfall oder unfallähnliche Körperschädigung zu qualifizieren sei, kann ihr nicht gefolgt werden, setzt doch die Leistungspflicht des Unfallversicherers einen Unfall (Art. 6 Abs. 1 UVG) bzw. ein unfallähnliches Ereignis (Art. 9 Abs. 2 UVV) unabdingbar voraus (vgl. E. 2.1 vorne). Anders könnte lediglich dann entschieden werden, wenn die Kausalität von Beginn weg verneint würde. Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin indes ihre Leistungspflicht – wenn auch bloss Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/13/627, Seite 14 in zeitlich beschränktem Umfang – und damit auch das Vorliegen eines tatbestandsmässigen Ereignisses dem Grundsatz nach anerkannt. 3.5 3.5.1Das Gutachten von Dr. med. D.________ vom 13. Mai 2013 (act. II 066 ff.) erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung an Expertisen (vgl. E. 3.4.2 vorne) und erbringt vollen Beweis. Dabei schadet nicht, dass es sich dabei um ein Aktengutachten handelt, konnte Dr. med. D.________ seine Beurteilung doch auf einen bildgebend sowie intraoperativ und damit lückenlos erhobenen, im Übrigen grundsätzlich unbestrittenen Befund ab- stellen. Auch ergeben die Akten ein vollständiges Bild über die Anamnese sowie den Verlauf der rechtsseitigen Schulterbeschwerden. Seine Schluss- folgerung, wonach die seit dem … geklagten Schulterbeschwerden rechts vorerst als durch das Ereignis vom … bedingt zu betrachten sind und spätestens ab dem 14. August 2012 (Zeitpunkt der Untersuchung mittels MRI) von einem Wegfall des natürlichen Kausalzusammenhangs und einer überwiegend wahrscheinlich krankheitsbedingten Pathologie auszugehen ist, leuchtet ein und ist mit Blick auf das im Aktengutachten dargelegte Ar- gumentarium (vgl. E. 3.2.9 vorne) ohne weiteres nachvollziehbar (vgl. E. 3.4.2 vorne). Nichts Anderes folgt aus den übrigen im Recht liegenden medizinischen Berichten, zumal sich diese nicht oder lediglich summarisch zur Frage der Kausalität äussern. Namentlich vermag der Umstand, wonach Dr. med. F.________ im Arztzeugnis UVG vom 4. Dezember 2012 (act. II 010) die Kausalität bejahte, keine von den Schlussfolgerungen von Dr. med. D.________ abweichende Beurteilung zu rechtfertigen, hat Dr. med. F.________ seine Auffassung doch nicht näher begründet. Jedenfalls ver- mag dieser Bericht keine – auch nur geringen – Zweifel am Beweiswert des Aktengutachtens vom 13. Mai 2013 zu begründen (vgl. E. 3.4.3 vorne). 3.5.2Schliesslich vermögen sämtliche Vorbringen in der Beschwerde an der Kausalitätsbeurteilung von Dr. med. D.________ nichts zu ändern: Zunächst trifft es zwar zu, dass Dr. med. D.________ im Rahmen der als „Aktennotiz“ wiedergegebenen Einschätzung vom 13. Dezember 2012 (act. II 012 f.) von einem im Zeitpunkt der Erstbehandlung bereits Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/13/627, Seite 15 dahingefallenen Kausalzusammenhang ausgegangen war – was das Fehlen jeglicher Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin bedeutet hätte –, wohingegen er im Aktengutachten vom 13. Mai 2013 den Status quo sine als spätestens im Zeitpunkt der Durchführung des MRI’s am 14. August 2012 eingetreten postulierte. Diese Diskrepanz gründet im Umstand, dass Dr. med. D.________ bei seiner ersten Beurteilung davon ausging und – gestützt auf die damalige Aktenlage (act. II 010) – auch ausgehen durfte, die erste Behandlung beim behandelnden Arzt sei am 8. August 2012 erfolgt. Erst im Nachhinein stellte sich heraus, dass die erste Konsultation bei Dr. med. F.________ effektiv am 19. März 2012 (act. II 048; 060) stattfand, worauf Dr. med. D.________ denn auch ausdrücklich verweist (act. II 067). Die in zeitlicher Hinsicht unterschiedliche Kausalitätsbeurteilung ist somit sachlich und widerspruchsfrei begründet. Ferner macht der Beschwerdeführer geltend, entgegen der Annahme von Dr. med. D.________ habe es sich bei der erfolgten … vom … gerade nicht um einen gesteuerten gezielten motorischen Ablauf gehandelt. Abgesehen davon, dass auch Dr. med. D.________ festhält, der genaue Geschehens- ablauf sei unbekannt (act. II 067), war für die Festlegung des Status quo sine der (hinreichend bekannte) Gesundheitsschaden an der rechten Schulter massgebend und nicht der Ereignishergang. Ebenso wenig aus- schlaggebend ist die vom Beschwerdeführer als willkürlich bezeichnete Darstellung von Dr. med. D.________, wonach im Nachgang des Ereignis- ses vom … nie eine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden sei. Immerhin bleibt jedoch festzuhalten, dass präoperativ keine Arbeitsunfähigkeit attes- tiert wurde (act. II 002; 010) und sich für die in der Beschwerde vorgebrach- te Hypothese einer nach dem Ereignis vom … erfolgten Tätigkeitsverlage- rung in den … weder Hinweise in den Akten ergeben noch allfällige ent- sprechende Atteste des Arbeitgebers vom Beschwerdeführer ins Recht gelegt werden. Schliesslich greift auch die Kritik, Dr. med. D.________ habe seine Schlussfolgerungen im Wesentlichen auf den MRI-Bericht vom 14. August 2012 abgestützt, was keine zuverlässige Grundlage bilde, ins Leere: Abge- sehen davon, dass bei Schulterverletzungen das MRI eine (anerkannte) Möglichkeit apparativer Diagnostik darstellt (vgl. Entscheid des Bundesge-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/13/627, Seite 16 richts [BGer] vom 2. Dezember 2011, 8C_632/2011, E. 4), glich Dr. med. D.________ die entsprechenden Untersuchungsergebnisse auch mit den intraoperativen Befunden ab und hielt im Einklang mit den Ausführungen von Prof. Dr. med. H.________ im Operationsbericht vom 7. Dezember 2012 (act. II 011) fest, dass die Rotatorenmanschette nicht rupturiert bzw. intakt war. Die in der Beurteilung im MRI-Bericht vom 14. August 2012 be- schriebene „intratendinöse Partialruptur im oberen Rand der Subscapula- rissehne“ hat Dr. med. D.________ – entgegen den Ausführungen in der Beschwerde – durchaus berücksichtigt und sie den degenerativen, soge- nannt intrinsischen Faktoren zugerechnet (act. II 069). An dieser Einschät- zung vermögen auch die Berichte von Dr. med. E.________ (act. II 014 f.; 047) nichts zu ändern. Soweit mit der von ihm gestellten Diagnose „Partial- ruptur der Infraspinatussehne und Subscapularissehne rechts vom …“ ein Ursache-Wirkung-Zusammenhang impliziert werden soll, so könnte darauf nicht abgestellt werden, liefe dies doch auf eine Argumentation „post hoc ergo propter hoc“ hinaus, was zum Nachweis des fraglichen Kausalzusammenhangs praxisgemäss unzureichend ist. Ferner bestehen in den Akten keine Hinweise noch werden seitens des Beschwerdeführers medizinische Berichte ins Recht gelegt, welche die Einschätzung von Dr. med. D.________ zu falsifizieren vermöchten. Alsdann sind von weite- ren Abklärungen die intratendinösen Partialrupturen betreffend keine zu- sätzlichen neuen Erkenntnisse zu erwarten: Zum einen ist die rechte Schul- ter inzwischen operativ versorgt, weshalb von einer Begutachtung zum vornherein keine neuen rechtserheblichen sachverhaltlichen Aspekte zu erwarten wären. Zum andern – und dies ist entscheidender – ist mittels MRI sowie intraoperativem Befund eine bestmögliche Objektivierung und Dokumentation des Gesundheitsschadens erfolgt, womit dem Untersu- chungsgrundsatz in rechtsgenüglicher Weise Rechnung getragen wurde. 3.5.3Aus dem Dargelegten folgt somit, dass – wie Dr. med. D.________ in ausführlicher und überzeugender Weise dargelegt hat – die Ursache der über den 14. August 2012 hinaus geklagten Beschwerden in der rechten Schulter überwiegend wahrscheinlich in einem degenerativen Verschleiss- schaden im Sinne chronischer Tendinopathien sowohl der Supraspinatus- wie auch der Infraspinatussehne mit Veränderungen innerhalb der Sehnen Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/13/627, Seite 17 sowie in einer das Impingement begünstigenden pathologischen Krüm- mung des Akromions mit einer zusätzlichen AC-Gelenksarthrose liegt. 3.6Zusammenfassend ist überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass per 14. August 2012 der Status quo sine erreicht war, womit ab diesem Zeit- punkt kein Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung mehr bestand bzw. besteht. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 7. Juni 2013 ist somit nicht zu beanstanden und die dagegen gerichtete Beschwerde ist abzuweisen. 4. 4.1Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG). 4.2Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für den unter- liegenden Beschwerdeführer noch für die obsiegende Beschwerdegegnerin ein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150). Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä- digung zugesprochen.Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Nov. 2014, UV/13/627, Seite 18 3. Zu eröffnen (R): - Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers - Visana Versicherungen AG - Bundesamt für Gesundheit Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber: Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün- dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun- desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge- führt werden.