A bteilung III C -1133/2006 {T 0/2} U rteil vom 12. Juli 2007 M itw irkung: R ichterin Beutler (Vorsitz); R ichter Vaudan; R ichter Im oberdorf (Kam m erpräsident); G erichtsschreiber Segessenm ann. 1. W ._______, 2. C ._______, Beschw erdeführer, beide vertreten durch R echtsanw alt lic. iur. G eorg Engeli, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend erleichterte Einbürgerung. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie Beschw erdeführerin, geboren am 19. M ai 1966, stam m t ursprünglich aus dem Senegal und reiste am 26. August 1992 in die Schw eiz ein. N ach einer ersten Ehe m it einem schw eizerischen Staatsangehörigen heiratete sie am 25. Juni 2003 den Schw eizer Bürger A._______. D er Beschw erde- führer, geboren am 1. Septem ber 1990, ist das erste Kind der Beschw er- deführerin aus einer vorehelichen Beziehung und lebt bei den G rosseltern im Senegal. D ie Beschw erdeführerin hat zw ei w eitere m inderjährige Kin- der, geboren am 2. N ovem ber 1992 bzw . am 4. Januar 2004, die über das Schw eizer Bürgerrecht verfügen. B. Am 14. Juli 2004 stellte die Beschw erdeführerin beim dam aligen Bundes- am t für Zuw anderung, Integration und Ausw anderung (IM ES; heute: Bun- desam t für M igration [BFM ]) ein G esuch um erleichterte Einbürgerung gem äss Art. 27 des Bürgerrechtsgesetzes vom 29. Septem ber 1952 (BüG , SR 141.0). Im entsprechenden G esuchsform ular w urde unter der R ubrik "U nverheiratete ausländische Kinder unter 18 Jahren" auch der Beschw er- deführer aufgeführt m it dem Verm erk, dass dieser im Ausland lebe. C . D as G em eindeam t des Kantons Zürich beantragte am 7. O ktober 2005, dem G esuch um erleichterte Einbürgerung der Beschw erdeführerin zu ent- sprechen. Im diesbezüglichen Schreiben w urde zudem festgehalten, dass der Beschw erdeführer gem äss Telefongespräch m it der Beschw erdeführe- rin vom 16. August 2005 nicht im G esuch m iteinbezogen sei, da er W ohn- sitz im Senegal habe. D . Am 24. N ovem ber 2005 reichte der R echtsvertreter bei der Vorinstanz eine Vollm acht ein und ersuchte um Einsicht in die U nterlagen des Einbürge- rungsverfahrens. G leichzeitig w ies er darauf hin, dass die Beschw erdefüh- rerin seines W issens für sich und ihren Sohn C ._______ die Einbürgerung beantragt habe. E. M it Verfügung vom 12. D ezem ber 2005 - vor Ablauf der dreijährigen Frist von Art. 27 Abs. 1 Bst. c BüG - erteilte die Vorinstanz den Beschw erdefüh- rern die erleichterte Einbürgerung. In der Folge w urde der Beschw erdefüh- rerin am 27. D ezem ber 2005 eine "berichtigte Verfügung" zugestellt, w el- che ebenfalls das D atum vom 12. D ezem ber 2005 trägt, auf w elcher je- doch der Beschw erdeführer nicht m ehr aufgeführt ist. F. Am 31. Januar 2006 erhoben die Beschw erdeführer beim Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) Beschw erde. D arin beantragen sie, die abgeänderte Verfügung vom 12. D ezem ber 2005 sei aufzuheben, die ursprüngliche Verfügung vom gleichen Tag sei für rechtskräftig zu erklären und der Beschw erdeführer sei einzubürgern. G . In der Vernehm lassung vom 16. M ärz 2006 beantragt die Vorinstanz die Abw eisung der Beschw erde. H . M it Schreiben vom 22. April 2006 beantragen die Beschw erdeführer, die 3 Einbürgerung der Beschw erdeführerin sei für rechtskräftig zu erklären und das Verfahren sei lediglich bezüglich der Einbürgerung des Beschw erde- führers w eiterzuführen. G leichzeitig ersuchten die Beschw erdeführer noch- m als um Einsicht in das vorinstanzliche D ossier. I. M it Zw ischenverfügung vom 25. April 2006 gew ährte das EJPD antragsge- m äss Einsicht in die vorinstanzlichen Akten. J. In der R eplik vom 30. Juni 2006 halten die Beschw erdeführer betreffend die Einbürgerung des Beschw erdeführers an ihren Anträgen und deren Be- gründung fest. K. Am 15. Januar 2007 w urde eine schriftliche Erklärung des inzw ischen 16- jährigen Beschw erdeführers nachgereicht, in w elcher dieser erklärte, die schw eizerische Staatsbürgerschaft erw erben zu w ollen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht unter Vorbehalt der in Art. 32 VG G genannten Ausnahm en Beschw erden gegen Verfügun- gen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), w elche von einer der in Art. 33 VG G aufgeführten Behörden erlassen w urden. D arunter fallen gem äss Art. 51 Abs. 1 BüG Verfügungen des BFM , die sich auf dieses G esetz stützen. 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D epartem en- te hängigen R echtsm ittel und w endet das neue Verfahrensrecht an (Art. 53 Abs. 2 VG G ). G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht nach dem Vw VG , sofern das G esetz nichts an- deres bestim m t. 1.3 D er Beschw erdeführer ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung (vgl. Art. 48 Abs. 1 Vw VG ), w eil ihm m it dieser behördlichen Anordnung die in der ursprünglichen Verfügung vom 12. D ezem ber 2005 erteilte erleichterte Einbürgerung w ieder entzogen w urde. D ie Beschw erdeführerin ist als M ut- ter des Beschw erdeführers durch den nachträglichen Entzug von dessen erleichterter Einbürgerung ebenfalls besonders berührt und daher sow ohl im eigenen N am en als auch als gesetzliche Vertreterin des Beschw erde- führers (vgl. Art. 304 Abs. 1 des Schw eizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. D ezem ber 1907 [ZG B, SR 210]) zur Beschw erde legitim iert. Auf die frist- und form gerecht beim EJPD eingereichte Beschw erde ist daher ein- zutreten (vgl. Art. 50 und 52 Vw VG ). 2. M it Schreiben vom 22. April 2006 haben die Beschw erdeführer ihre 4 R echtsbegehren insofern präzisiert, als nicht m ehr die vollum fängliche Auf- hebung der angefochtenen Verfügung beantragt w ird, sondern lediglich noch deren teilw eise Aufhebung, sow eit der Beschw erdeführer darin nicht m ehr aufgeführt bzw . ihm die Erteilung des Bürgerrechts verw eigert w ird. D am it haben die Beschw erdeführer ihre Beschw erde teilw eise zurückgezo- gen, w eshalb diese im entsprechenden U m fang als gegenstandslos gew or- den abzuschreiben ist. 3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet im W esentlichen (noch) die Frage, ob die Vorinstanz ihre ursprüngliche Verfügung vom 12. D ezem ber 2005 nachträglich abändern durfte, indem sie der Be- schw erdeführerin am 27. D ezem ber 2005 eine neue Version der Einbürge- rungsverfügung zustellte, auf w elcher der Beschw erdeführer nicht m ehr aufgeführt w ar. 4. 4.1 M it einer Verfügung soll ein R echtsverhältnis zw ischen Staat und Bürger verbindlich geregelt w erden; charakteristisch ist, dass sie einseitig von den Behörden erlassen w ird und darauf gerichtet ist, im Einzelfall konkrete R echte und Pflichten zu begründen, zu ändern oder aufzuheben (vgl. Art. 5 Abs. 1 Bst. a Vw VG ). Ist gegen eine Verfügung ein ordentliches R echtsm ittel nicht oder nicht m ehr zulässig, w ird sie form ell rechtskräftig und vollstreckbar. M aterielle R echtskraft einer Verfügung bedeutet, dass diese unabänderbar ist, also auch von Seiten der Behörden nicht m ehr w i- derrufen w erden kann. W ährend U rteile von Zivilgerichten m it Eintritt der form ellen R echtskraft stets auch in m aterielle R echtskraft erw achsen, w er- den Verw altungsverfügungen gem äss herrschender Lehre nicht m ateriell rechtskräftig (vgl. Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 69.124, E. 4.a m it H inw eisen). 4.2 N ach der bundesgerichtlichen R echtsprechung kann eine inhaltlich unrich- tige Verfügung nach Ablauf der R echtsm ittelfrist grundsätzlich unter be- stim m ten Voraussetzungen zurückgenom m en w erden. D anach sind das In- teresse an der richtigen D urchführung des objektiven R echts und dasjeni- ge an der W ahrung der R echtssicherheit gegeneinander abzuw ägen. In der R egel geht das Postulat der R echtssicherheit dem Interesse an der D urchsetzung des objektiven R echts vor und ist ein W iderruf nicht zuläs- sig, w enn durch die Verfügung ein subjektives R echt begründet w urde oder die behördliche Anordnung in einem Verfahren ergangen ist, in dem die sich gegenüberstehenden Interessen einer G esam tw ürdigung zu unter- ziehen w aren, oder w enn die betroffene Person von einer ihr durch die Verfügung eingeräum ten Befugnis bereits G ebrauch gem acht hat. Auch in diesen Fällen kann ein W iderruf jedoch ausnahm sw eise in Frage kom m en, w enn er durch ein besonders gew ichtiges öffentliches Interesse geboten ist (BG E 121 II 273 E. 1.a/aa S. 276 f. m it H inw eisen). Im Bereich des Bürgerrechts ist die M öglichkeit der Verw altung, auf form ell rechtskräftige Einbürgerungen zurückzukom m en stärker eingeschränkt; ein W iderruf kann nur noch unter den Voraussetzungen von Art. 41 BüG erfolgen (BG E 120 Ib 193 E. 4 S. 198), d.h. w enn die Einbürgerung durch falsche Anga-5 ben oder Verheim lichung erheblicher Tatsachen erschlichen w urde. 4.3 D ie nachträgliche Abänderung von angefochtenen, noch nicht form ell rechtskräftigen Verfügungen durch die verfügende Behörde ist dem gegen- über gem äss Art. 58 Abs. 1 Vw VG grundsätzlich zulässig. N ach dieser Bestim m ung kann die Vorinstanz bis zu ihrer Vernehm lassung die an- gefochtene Verfügung in W iedererw ägung ziehen. Eine Anpassung zu U n- gunsten des Beschw erdeführers ist jedoch nicht uneingeschränkt m öglich. W ie im R echtsm ittelverfahren selber (vgl. Art. 62 Abs. 2 Vw VG ) soll eine beschw erdeführende Partei auch vor einer ungünstigen Änderung einer angefochtenen Verfügung durch die Vorinstanz teilw eise geschützt sein. Einer sich für den Beschw erdeführer negativ ausw irkenden W iedererw ä- gungsverfügung kom m t sodann lediglich der C harakter eines Antrags an die Beschw erdeinstanz zu, vor der das Verfahren infolge D evolutiveffekts hängig ist. Sie entscheidet letztlich über eine allfällige reform atio in peius (VPB 63.79, E. 2 m it H inw eisen). 4.4 In Anlehnung an die R egelung von Art. 58 Vw VG kann die Verw altung ge- m äss ständiger Praxis des Bundesgerichts w ährend der R echtsm ittelfrist auch auf eine unangefochtene Verfügung zurückkom m en. D abei m uss die Verfügung w eder zw eifellos unrichtig sein noch m uss deren Berichtigung erhebliche Bedeutung zukom m en, da der R echtssicherheit und dem Ver- trauensgrundsatz bis zum Eintritt der form ellen R echtskraft nicht die glei- che Bedeutung zukom m en w ie nach diesem Zeitpunkt. D ie W iederer- w ägung dient der m öglichst einfachen D urchsetzung des objektiven R echts und rechtfertigt sich um so m ehr, w enn auf eine (noch) nicht ange- fochtene Verfügung zurückgekom m en w ird (BG E 107 V 191 E. 1 S. 192, zuletzt bestätigt in BG E 129 V 110 E. 1.2.1 S. 111), zum al sich diesfalls - anders als bei der reform atio in peius auf R ekursebene - das Problem ei- ner faktischen Verkürzung des Instanzenzugs nicht stellt. 5. Auf R ekursebene w ird im W esentlichen geltend gem acht, die Beschw erde- führerin habe im Antrag für die erleichterte Einbürgerung keine falschen Angaben gem acht. Som it sei die ursprüngliche Verfügung zu R echt ergan- gen und der Beschw erdeführer zu R echt eingebürgert w orden. D ie nach- trägliche Abänderung sei ohne Begründung erfolgt. Zudem sei der Be- schw erdeführerin keine M öglichkeit zur Stellungnahm e geboten und som it das rechtliche G ehör verw eigert w orden. U nter diesen U m ständen sei der Erlass der abgeänderten Verfügung nicht zulässig gew esen. Im Ü brigen sei die Abänderung auch m ateriell falsch. D er Beschw erdeführer sei zw ar nicht in der Schw eiz w ohnhaft. Eine Einbürgerung im Sinne von Art. 33 BüG sei aber dennoch m öglich. D adurch, dass der Beschw erdeführer m it seiner M utter, der Beschw erdeführerin, und seinen beiden H albgeschw is- tern in der Schw eiz zusam m enw ohnen w erde, sei er w ohl ohnehin in sei- ner U m gebung integriert. Zu beachten sei auch, dass er im Senegal auf französisch unterrichtet w orden sei und som it eine schw eizerische Landes- sprache beherrsche. Es w ürden ferner keine H inw eise dafür vorliegen, dass er die R echtsordnung nicht beachten oder die Sicherheit der Schw eiz gefährden w ürde. D ie Beschw erdeführer w ürden sodann eine intakte fam i- liäre Beziehung unterhalten und der Beschw erdeführer habe sich bereits 6 m ehrfach in der Schw eiz zu Ferienzw ecken aufgehalten. Schliesslich liege ein Verstoss gegen das Vertrauensprinzip vor. D em R echtsvertreter sei am 6. D ezem ber 2005 vom BFM telefonisch m itgeteilt w orden, dass alles in O rdnung sei und dem Einbürgerungsgesuch nichts entgegenstehe. M it die- ser Begründung seien die Akten in der Folge nicht zur Einsicht zugestellt w orden, nachträglich jedoch eine anderslautende Verfügung erlassen w or- den. Zu dieser Zeit sei auch das Verfahren vor Bundesgericht hängig ge- w esen, m it w elchem die Beschw erdeführerin um eine Aufenthaltsbew illi- gung für ihren Sohn ersucht habe. D a auf G rund der Auskunft der Vorin- stanz habe angenom m en w erden m üssen, dass die Einbürgerung ohnehin erfolge, seien in jenem Verfahren keine w eiteren Anträge m ehr gestellt bzw . Bew eism ittel eingereicht w orden, w as m öglicherw eise dazu beigetra- gen habe, dass die Verw altungsgerichtsbeschw erde abgew iesen w orden sei. 6. D em hält die Vorinstanz auf Vernehm lassungsstufe entgegen, dass die unm ündigen Kinder zw ar in der R egel in die Einbürgerung eines Elternteils einbezogen w ürden. Setze eine Einbürgerung jedoch - w ie bei der erleich- terten Einbürgerung nach Art. 27 BüG - voraus, dass die gesuchstellende Person ihren W ohnsitz in der Schw eiz habe, so w erde gem äss der Praxis des BFM auch für die in die Einbürgerung einzubeziehenden Kinder ein W ohnsitz in der Schw eiz verlangt. Für Kinder, w elche beispielsw eise m an- gels eines W ohnsitzes nicht in die Einbürgerung eines Elternteils einbezo- gen w erden könnten, bestehe seit dem 1. Januar 2006 m it Art. 31a BüG die M öglichkeit, nach einem W ohnsitz von insgesam t fünf Jahren in der Schw eiz bis zur Vollendung des 22. Altersjahres ein G esuch um er- leichterte Einbürgerung zu stellen. D ie Einführung dieser Bestim m ung er- gebe nur Sinn, w enn der Einbezug in die Einbürgerung eines Elternteils m it einem Inlandsbezug nicht m öglich sei, sofern das einzubürgernde Kind keinen schw eizerischen W ohnsitz habe. Im W eiteren sei das öffentliche In- teresse an der richtigen R echtsanw endung fraglos gegeben und sei nicht davon auszugehen, dass durch die Anpassung der Verfügung die R echts- sicherheit und der Vertrauensschutz in schw erw iegender W eise tangiert w orden seien. D ie Beschw erdeführerin sei innerhalb einer kurzen Zeit- spanne und zu einem Zeitpunkt, da sie in Anbetracht der noch laufenden R echtsm ittelfrist ohnehin noch nicht auf die R echtsbeständigkeit des Ent- scheides habe abstellen dürfen, über die Änderung des Entscheides be- züglich des Kindes inform iert w orden. Es sei nicht davon auszugehen, dass sie im Vertrauen auf den ersten, fehlerhaften Entscheid bereits Auf- w endungen getätigt habe oder Verpflichtungen eingegangen sei. 7. Für die Frage der nachträglichen Abänderbarkeit der ursprünglichen Verfü- gung vom 12. D ezem ber 2005 ist in einem ersten Schritt auf die Frage der R echtm ässigkeit der darin verfügten erleichterten Einbürgerung des Be- schw erdeführers einzugehen. 7.1 N ach Art. 27 Abs. 1 BüG kann eine ausländische Person nach der Ehe- schliessung m it einer Schw eizerin oder einem Schw eizer ein G esuch um erleichterte Einbürgerung stellen, w enn sie insgesam t fünf Jahre in der Schw eiz gew ohnt hat, seit einem Jahr hier w ohnt und seit drei Jahren in 7 ehelicher G em einschaft m it einem Schw eizer oder einer Schw eizerin lebt. D ie unm ündigen Kinder der gesuchstellenden Person w erden in der R egel in die Einbürgerung m iteinbezogen (Art. 33 BüG ). U nm ündige können das Einbürgerungsgesuch nur durch ihre gesetzliche Vertretung einreichen; über 16 Jahre alte Personen haben zudem ihren eigenen W illen auf Er- w erb des Schw eizer Bürgerrechts zu erklären (Art. 34 BüG ). G em äss ständiger Praxis erfolgt grundsätzlich kein Einbezug bei G esu- chen um erleichterte Einbürgerung nach Art. 27 BüG , w enn die Kinder im Ausland w ohnen. D er Einbezug unm ündiger Kinder in eine solche erleich- terte Einbürgerung ist indessen auch bei fehlendem W ohnsitz der Kinder in der Schw eiz nicht von G esetzes w egen ausgeschlossen. D er von der Vor- instanz in diesem Zusam m enhang angeführte neue Art. 31a BüG , der seit dem 1. Januar 2006 die erleichterte Einbürgerung von nicht in die Einbür- gerung eines Elternteils einbezogenen Kindern unter gew issen Vorausset- zungen erm öglicht (vgl. auch Botschaft vom 21. N ovem ber 2001 zum Bür- gerrecht für junge Ausländerinnen und Ausländer und zur R evision des Bürgerrechtsgesetzes, BBl 2001 1959), ist ein H inw eis auf die geübte Be- hördenpraxis, w onach Kinder ohne W ohnsitz in der Schw eiz in aller R egel nicht in die erleichterte Einbürgerung nach Art. 27 BüG einbezogen w er- den. D am it ist - zum indest vom W ortlaut her - die Zulässigkeit des Einbe- zugs trotz fehlendem Inlandw ohnsitz nicht von vornherein ausgeschlossen. 7.2 W ie aus dem Sachverhalt hervorgeht, führte die Beschw erdeführerin im Antragsform ular für die erleichterte Einbürgerung auch den im Senegal le- benden Beschw erdeführer auf. Zudem w ies der R echtsvertreter in seinem Schreiben vom 24. N ovem ber 2005 die Vorinstanz kurz vor Erlass der ur- sprünglichen Verfügung vom 12. D ezem ber 2005 ausdrücklich darauf hin, dass die Beschw erdeführerin die Einbürgerung seines W issens sow ohl für sich selber als auch für ihren Sohn beantragt habe. Vor diesem H inter- grund ist davon auszugehen, dass dem BFM nicht nur betreffend die Be- schw erdeführerin, sondern auch bezüglich des Beschw erdeführers ein G e- such um erleichterte Einbürgerung zur Behandlung vorlag. 7.3 D a jedoch den Akten keine besonderen G ründe entnom m en w erden kön- nen, die geeignet w ären, ein Abw eichen von der geltenden Praxis hinsicht- lich des Einbezugs unm ündiger Kinder in die erleichterte Einbürgerung ei- nes Elternteils zu rechtfertigen, hätte das entsprechende G esuch des Be- schw erdeführers von der Vorinstanz abgew iesen w erden m üssen. D iese Schlussfolgerung rechtfertigt sich um so m ehr, als sich der Beschw erdefüh- rer in seinem bisherigen Leben nur besuchsw eise in der Schw eiz aufgehal- ten hat und im G esuchszeitpunkt schon 14 bzw . im Zeitpunkt der erleich- terten Einbürgerung bereits 16 Jahre alt w ar. U nter diesen U m ständen sind hinsichtlich seiner Integrationsaussichten in die schw eizerischen Ver- hältnisse - ungeachtet der offenbar vorhandenen Kenntnisse einer schw ei- zerischen Landessprache und den geltend gem achten intakten fam iliären Beziehungen - zum indest gew isse Zw eifel anzubringen (vgl. Art. 26 Abs. 1 Bst. a BüG ). D ie vom BFM m it der ersten Verfügung vom 12. D ezem ber 2005 - anscheinend versehentlich - erteilte erleichterte Einbürgerung ist 8 daher zu U nrecht erfolgt. 8. D a die erleichterte Einbürgerung des Beschw erdeführers nach dem G e- sagten dem objektiven R echt w iderspricht, ist im Folgenden zu prüfen, ob in casu das öffentliche Interesse an der richtigen R echtsanw endung oder das private Interesse der Beschw erdeführer auf Schutz des durch die ur- sprüngliche Verfügung vom 12. D ezem ber 2005 begründeten Vertrauens überw iegt. 8.1 D ie ursprüngliche Verfügung vom 12. D ezem ber 2005 w urde der Be- schw erdeführerin nicht vor dem 13. D ezem ber 2005 zugestellt und hätte som it unter Berücksichtigung des Fristenstillstands w ährend der W eih- nachtsfeiertage frühestens am 27. Januar 2006 in form elle R echtskraft er- w achsen können (vgl. Art. 22a Abs. 1 Bst. c Vw VG in der dam als gelten- den Fassung gem äss Anhang Ziff. 3 des BG vom 4. O ktober 1991 [AS 1992 288]). D ie m it Begleitschreiben vom 27. D ezem ber 2005 versandte neue Version der vorinstanzlichen Verfügung, in w elcher der Beschw erde- führer nicht m ehr als erleichtert eingebürgert aufgeführt w ar, ging der Be- schw erdeführerin indessen spätestens am 3. Januar 2006 zu, m ithin lange vor Ablauf der R echtsm ittelfrist. D ie ursprüngliche, m ateriell fehlerhafte Verfügung des BFM w ar folglich im Zeitpunkt des Zugangs der nachträg- lich korrigierten Fassung noch nicht form ell rechtskräftig. D ie M öglichkeit der nachträglichen Berichtigung der Verfügung w ar vorliegend som it nicht beschränkt auf die in Art. 41 BüG aufgeführten Konstellationen (vgl. BG E 120 Ib 193 E. 4 S. 198) . Vielm ehr w ar es der Vorinstanz unter den gege- benen U m ständen praxisgem äss grundsätzlich erlaubt, zur D urchsetzung des objektiven R echts w ährend der R echtsm ittelfrist auf die fälschlicher- w eise erteilte erleichterte Einbürgerung des Beschw erdeführers zurückzu- kom m en (vgl. BG E 107 V 191 E. 1 S. 192). 8.2 D aran verm ögen auch die von Seiten der Beschw erdeführer geltend ge- m achten privaten Interessen am Schutz des durch die ursprüngliche Verfü- gung gew eckten Vertrauens nichts zu ändern. D ies insbesondere vor dem H intergrund, dass das G em eindeam t des Kantons Zürich der Beschw erde- führerin bereits am 16. August 2005 telefonisch m itgeteilt hatte, der Be- schw erdeführer sei im Einbürgerungsgesuch nicht m iteinbezogen. D iese Auffassung hat das G em eindeam t auch der Vorinstanz kom m uniziert, so beispielsw eise im Schreiben vom 7. O ktober 2005. D am it brachte die zur Abgabe einer Stellungnahm e nach Art. 32 BüG zuständige kantonale Be- hörde - sow ohl gegenüber dem BFM als auch gegenüber den Beschw er- deführerin - klar zum Ausdruck, dass sie die Einbürgerungsvoraussetzun- gen beim Beschw erdeführer als nicht erfüllt betrachtete. Bei dieser Sachlage kann dem allenfalls gew eckten Vertrauen in die R echtsbeständigkeit der ursprünglichen Verfügung keine grosse Bedeu- tung zukom m en. Selbst w enn die Vorinstanz den Fehler nicht bem erkt und diesen nicht sogleich w ährend noch laufender R echtsm ittelfrist korrigiert hätte, w äre die erleichterte Einbürgerung aller Voraussicht nach nicht for- m ell rechtskräftig gew orden. D em Kanton Zürich w äre gestützt auf Art. 51 Abs. 2 BüG die M öglichkeit offen gestanden, gegen die erleichterte Einbür-9 gerung des Beschw erdeführers beim dam als zuständigen EJPD Beschw er- de zu erheben. Auf G rund der Aktenlage bestehen keine ernsthaften Zw ei- fel daran, dass der Kanton von seinem Beschw erderecht auch tatsächlich G ebrauch gem acht hätte, w enn die Vorinstanz nicht bereits selber auf ihre offensichtlich fehlerhafte Verfügung zurückgekom m en w äre. 8.3 Im W eiteren können die Beschw erdeführer nichts daraus ableiten, dass ihr R echtsvertreter - gestützt auf die telefonische Auskunft des BFM vom 6. D ezem ber 2005, w onach der Einbürgerung nichts entgegenstehe, bzw . im Vertrauen auf die ursprüngliche Verfügung vom 12. D ezem ber 2005 - im dam als gleichzeitig hängigen Verfahren vor Bundesgericht betreffend Erteilung einer Aufenthaltsbew illigung zu G unsten des Beschw erdeführers keine w eiteren Anträge m ehr gestellt bzw . Bew eism ittel eingereicht habe, w as m öglicherw eise dazu beigetragen habe, dass die Beschw erde abge- w iesen w orden sei. H ätten die Beschw erdeführer näm lich tatsächlich auf den Einbezug des Beschw erdeführers in die erleichterte Einbürgerung der Beschw erdeführerin vertraut, so hätten sie das entsprechende Verfahren vor Bundesgericht w egen w eggefallenen R echtsschutzinteresses zurück- ziehen m üssen. D ass sie dies nicht getan haben, deutet darauf hin, dass sie selber Zw eifel an der R ichtigkeit der vorinstanzlichen Auskunft an der R echtm ässigkeit der ursprünglichen Verfügung hatten. D a sie die Verw al- tungsgerichtsbeschw erde vor Bundesgericht im fraglichen Zeitpunkt nicht zurückgezogen haben, hätten sie bei gebotener Sorgfalt konsequenter- w eise nicht darauf verzichten dürfen, allenfalls notw endige zusätzliche Vorkehrungen zu treffen, um im entsprechenden Verfahren zu einer G ut- heissung zu gelangen. Im Ü brigen w ird von Seiten der Beschw erdeführer nicht w eiter substantiiert, w elche konkreten w eiteren Begehren bzw . Be- w eism ittel sie vor Bundesgericht noch hätten einbringen w ollen. Ferner un- terlassen es die Beschw erdeführer auch darzulegen, inw iefern sich das Verfahren vor Bundesgericht w ährend der kurzen Zeitspanne vom 6. D e- zem ber 2005 bis zum 3. Januar 2006 - m ithin zu einem grossen Teil w äh- rend der Feiertage von W eihnachten und N eujahr - in einer entscheiden- den Phase befunden haben sollte. 8.4 Schliesslich verm ag auch das Argum ent, die R ücknahm e der ursprüngli- chen Verfügung sei für die Beschw erdeführerin ein Schock gew esen, da sie davon ausgegangen sei, ihre jahrelangen Bem ühungen, m it ihrem Sohn zusam m enleben zu können, seien endlich erfolgreich gew esen, die Interessenabw ägung im vorliegenden Fall nicht entscheidend zu G unsten der Beschw erdeführer zu beeinflussen. Zw ar ist es durchaus nachvollzieh- bar, dass die nachträgliche Korrektur der Verfügung vom 12. D ezem ber 2005 für die Beschw erdeführerin eine grosse Enttäuschung gew esen sein m uss. Es fehlt indessen an konkreten H inw eisen, dass die Beschw erde- führerin im Anschluss an die erleichterte Einbürgerung ihres Sohnes ir- gendw elche für sie nachteilige D ispositionen getätigt hätte. Selbst w enn im R ahm en einer um fassenden Interessenabw ägung auch die durch die R ücknahm e der Einbürgerungsverfügung erlittene seelische U nbill berück- sichtigt w ird, kann diesem U m stand - nicht zuletzt vor dem H intergrund der der Beschw erdeführerin bekannten ablehnenden H altung des beschw erde-10 berechtigten Kantons bezüglich der erleichterten Einbürgerung ihres Soh- nes - kein entscheidendes G ew icht beigem essen w erden. 8.5 D a som it die erleichterte Einbürgerung des Beschw erdeführers im Zeit- punkt der Zustellung der korrigierten Verfügung noch nicht in form elle R echtskraft erw achsen w ar und die W ürdigung der auf dem Spiel stehen- den Interessen ergibt, dass dem öffentlichen Interesse an der D urchset- zung des objektiven R echts im vorliegenden Fall keine überw iegenden pri- vaten Interessen der Beschw erdeführer an der R echtsbeständigkeit der ersten Verfügung entgegenstanden, kom m t das Bundesverw altungsgericht zum Schluss, dass die Vorinstanz berechtigt - und letztlich auch verpflich- tet - w ar, ihre ursprüngliche Verfügung vom 12. D ezem ber 2005 durch den Erlass einer neuen Verfügung nachträglich zu korrigieren. 9. In einem letzten Schritt bleibt zu prüfen, ob die Vorinstanz die von den Be- schw erdeführern angefochtene geänderte Version der Verfügung vom 12. D ezem ber 2005 auch in form eller H insicht korrekt berichtigt hat. 9.1 D ie Beschw erdeführer w enden zu R echt ein, dass die nachträgliche Abän- derung der ursprünglichen Verfügung ohne Begründung erfolgt sei. In der Tat enthält die korrigierte Fassung der vorinstanzlichen Verfügung keine inhaltliche Begründung der (faktischen) Abw eisung des Einbürgerungsge- suchs des Beschw erdeführers. D am it hat die Vorinstanz ihre Begrün- dungspflicht gem äss Art. 35 Abs. 1 Vw VG und Art. 29 Abs. 2 der Bundes- verfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), w elcher den Anspruch auf rechtliches G ehör garantiert, of- fensichtlich verletzt (vgl. zu den verfassungsm ässigen Anforderungen an die Begründungspflicht: BG E 129 I 232 E. 3.2 S. 236 f. m it H inw eisen). D as Fehlen einer Begründung ist in casu jedoch als geheilt zu betrachten, da diese in der Vernehm lassung der Vorinstanz enthalten w ar, die Be- schw erdeführer dazu Stellung nehm en konnten und das Bundesverw al- tungsgericht über volle Kognition verfügt (vgl. BG E 129 I 129 E. 2.2.3 S. 135 m it H inw eis). D ie H eilung der Verfahrensrechtsverletzung rechtfer- tigt sich vorliegend nam entlich auch vor dem H intergrund, dass der Vorin- stanz angesichts der ständigen Praxis, im Ausland lebende m inderjährige Kinder in aller R egel nicht in die erleichterte Einbürgerung eines Elternteils nach Art. 27 BüG m iteinzubeziehen, nur ein geringer Erm essensspielraum zustand (vgl. BG E 129 I 232 E. 3.3 S. 239 m it H inw eisen). 9.2 Im W eiteren trifft es zu, dass die Beschw erdeführer erst auf R ekursebene Einsicht in die vorinstanzlichen Akten erhielten, obw ohl ein entsprechender Antrag bereits am 24. N ovem ber 2005 ein erstes M al gestellt w orden w ar. D ieser Verfahrensm angel ist aus den oben genannten G ründen ebenfalls einer H eilung zugänglich. D en Beschw erdeführern w urde das Einbürge- rungsdossier auf R ekursebene zur Einsicht zugestellt und es w urde ihnen G elegenheit zur Einreichung einer Stellungnahm e eingeräum t. D ie im erst- instanzlichen Verfahren unterlassene Einsichtsgew ährung durch das BFM ist vorliegend auch deshalb als von geringer Tragw eite zu betrachten, als sich die Akten des vorinstanzlichen Verfahrens praktisch ausschliesslich 11 auf die Beschw erdeführerin beziehen, deren Einbürgerung nicht G egen- stand des vorliegenden Verfahrens bildet. 9.3 Entgegen der von den Beschw erdeführern vertretenen Auffassung bestand indessen kein Anspruch darauf, vor Erlass der angefochtenen Verfügung nochm als von der Vorinstanz angehört zu w erden. Auf G rund der gefestig- ten Praxis des BFM zu Art. 33 BüG betreffend den grundsätzlichen N icht- einbezug von im Ausland lebenden Kindern in die erleichterte Einbürge- rung eines Elternteils nach Art. 27 BüG und m angels Anhaltspunkten, die im konkreten Fall eine Ausnahm e von dieser Praxis unter U m ständen hät- ten rechtfertigen können, durfte die Vorinstanz darauf verzichten, hinsicht- lich des Beschw erdeführers Abklärungen tatsächlicher N atur zu treffen. D ie Behandlung seines Einbürgerungsgesuchs beschränkte sich daher auf die Frage der rechtlichen W ürdigung des m it dem G esuch vorgetragenen Sachverhalts. D a die Beschw erdeführer zudem dam it rechnen m ussten, dass sich die Vorinstanz in ihrer Verfügung auf die erw ähnte ständige Praxis zu Art. 33 BüG stützen w ürde, bestand in casu kein Anspruch auf vorgängige Anhörung (vgl. JÖ R G PAU L M Ü LLE R , G rundrechte in der Schw eiz, 3. Aufl., Bern 1999, S. 521 m it H inw eisen). Angesichts der kurzen Zeitdauer, w elche zw ischen der ursprünglichen Ver- fügung vom 12. D ezem ber 2005 und der m it Schreiben vom 27. D ezem ber 2005 zugesandten korrigierten Version verstrichen w ar, sow ie unter Be- rücksichtigung des U m standes, dass das Zurückkom m en lediglich der Kor- rektur eines offensichtlichen Versehens diente und nicht auf einer N eube- urteilung des Falles gründete, ist ferner davon auszugehen, dass die Be- schw erdeführer hinsichtlich der korrigierten Verfügung über keinen w eiter- gehenden Anspruch auf Einräum ung des rechtlichen G ehörs verfügten als bezüglich der ursprünglichen Entscheidung. In dieser Konstellation durfte das BFM dem nach darauf verzichten, die Beschw erdeführer zur beabsich- tigten Korrektur der ursprünglichen Verfügung Stellung nehm en zu lassen. 9.4 D er Vollständigkeit halber ist sodann festzuhalten, dass die Vorinstanz die beiden Verfügungen vom 12. D ezem ber 2005 fälschlicherw eise nicht dem R echtsvertreter zugestellt hat, sondern direkt der Beschw erdeführerin (vgl. Art. 11 Abs. 3 Vw VG ). D ie Verletzung dieser Verfahrensvorschrift w ird von den Beschw erdeführern nicht gerügt, da ihnen daraus offenbar kein R echtsnachteil entstanden ist (vgl. Art. 38 Vw VG ) und sie dadurch insbe- sondere nicht an der Ausübung ihres Beschw erderechts gehindert w urden. 9.5 N ach dem G esagten ist die Berichtigung der ursprünglichen Verfügung vom 12. D ezem ber 2005 m it verschiedenen form ellen M ängeln behaftet. D iese M ängel erw eisen sich jedoch in casu bei genauerer Betrachtung nicht als derart gew ichtig, als dass sie eine Aufhebung der korrigierten Verfügung zu rechtfertigen verm öchten, und können auf G rund nachträg- lich gew ährter Akteneinsicht und der auf R ekursebene nachgelieferten Be- gründung der angefochtenen Verfügung als geheilt betrachtet w erden (vgl. M IC H E LE ALBER TIN I, D er verfassungsm ässige Anspruch auf rechtliches G ehör im Verw altungsverfahren des m odernen Staates, Bern 2000, S. 454 ff. m it H inw eisen).12 9.6 Som it erw eist sich die angefochtene Verfügung als rechtm ässig (Art. 49 Vw VG ). D ie Beschw erde ist daher abzuw eisen. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären die Kosten grundsätzlich den Beschw erdeführern aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D arauf ist je- doch im vorliegenden Fall in Anw endung von Art. 6 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht (VG KE, SR 173.320.2) zu verzichten, zum al die Einreichung der vorliegenden Beschw erde m assgeblich auf die U nsorgfalt des BFM bzw . die Verletzung von Verfahrensvorschriften beim Erlass so- w ohl der ursprünglichen als auch der nachträglich berichtigten Verfügung vom 12. D ezem ber 2005 zurückzuführen ist. (D ispositiv nächste Seite)13 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit sie nicht gegenstandslos gew or- den ist. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - den Beschw erdeführern (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (m it G erichtsurkunde; Akten retour) D er Kam m erpräsident: D er G erichtsschreiber: Antonio Im oberdorf Thom as Segessenm ann R echtsm ittelbelehrung: G egen dieses U rteil kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ge- führt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Ju- ni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufas- sen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :