Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer III III 2021 98 Entscheid vom 7. September 2021 Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident Monica Huber-Landolt, Richterin Dr.oec. Andreas Risi, Richter MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________, gegen 1.Gemeinderat Lachen, Alter Schulhausplatz 1, Postfach 263, 8853 Lachen, vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. C.________, 2.Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, Postfach 1186, 6431 Schwyz, 3.Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Postfach 1260, 6431 Schwyz, Vorinstanzen, 4.D.________, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt M.A. E.________, 5. F.________, Beigeladene, Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung; Verfahren III 2020 62: Verfahrenskosten und Parteientschädigungen)2 Sachverhalt: A.Nach einem ersten Baugesuch mit nachfolgendem Einsprache- und Ver- waltungsbeschwerdeverfahren reichte die D.________ am 18. Juli 2019 ein überarbeitetes Baugesuch ein. Hiergegen erhoben die vormaligen Einsprecher und Beschwerdeführer A.________ sowie eine Drittperson wiederum öffentlich- rechtliche Einsprache. Mit Beschluss Nr. 407 vom 17. Dezember 2019 wies der Gemeinderat Lachen die Einsprache im Sinne der Erwägungen ab und erteilte die Baubewilligung im Sinne der Projektänderung. B.Die von A.________ und der Drittperson gegen die Baubewilligung vom 17. Dezember 2019 erhobene Verwaltungsbeschwerde wies der Regierungsrat mit Beschluss (RRB) Nr. 165/2020 (Verfahren VB 7/2020) vom 10. März 2020 ab, soweit darauf eingetreten werden konnte (Disp.-Ziff. 1). Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- wurden A.________ und der Drittperson auferlegt (Disp.-Ziff. 2). Diese wurden zudem verpflichtet, der Gemeinde Lachen eine Parteientschädi- gung von Fr. 800.-- und der D.________ eine solche von Fr. 400.-- zu bezahlen (Disp.-Ziff. 3). C.Gegen diesen RRB Nr. 165/2020 vom 10. März 2020 erhob A.________ mit Eingabe vom 7. April 2020 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, welches mit VGE III 2020 62 vom 16. Juli 2020 wie folgt entschied: 1. Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, im Sinne der Erwägun- gen (insbesondere Erw. 3.4.3 f., Erw. 3.6.4 und Erw. 3.7) teilweise gutge- heissen. Die Bauherrschaft (Beschwerdegegnerin) wird verpflichtet, vor und als Voraussetzung für die Baufreigabe - das Vordach beim Hauseingang (mindestens) auf die gesetzlich zulässi- ge Ausladung zurückzuführen oder ein gesetzmässiges Vordach an- derswie vorzusehen, damit der Grenzabstand auch auf der Nordseite gewahrt wird, - die Frage der Markisen (Lokalisierung, Gestaltung u.ä.) von der Baube- willigungsbehörde prüfen zu lassen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 2.1 Die Kosten des regierungsrätlichen Beschwerdeverfahrens RRB Nr. 165/ 2020 von insgesamt Fr. 1'500.-- werden neu zu Fr. 1'350.-- dem (für die Kosten des Verwaltungsbeschwerdeverfahrens solidarisch haftenden) Be- schwerdeführer und zu je Fr. 75.-- der Gemeinde Lachen und der Be- schwerdegegnerin auferlegt. 2.2 Der (für die Parteientschädigung im Verwaltungsbeschwerdeverfahren soli- darisch haftende) Beschwerdeführer hat der Gemeinde für das regierungs- rätliche Beschwerdeverfahren RRB Nr. 165/2020 neu eine reduzierte Par-3 teientschädigung von Fr. 640.-- und der Beschwerdegegnerin eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 320.-- auszurichten. 3.1 Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 2'500.-- werden in der Höhe von Fr. 2'250.-- dem Beschwerdeführer und von je Fr. 83.-- der Gemeinde und dem Kanton sowie von Fr. 84.-- der Beschwerdegegnerin auferlegt. Der Beschwerdeführer hat am 14. April 2020 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- bezahlt, womit ihm Fr. 250.-- aus der Gerichtskasse zurückzuzahlen sind. Die Gemeinde und die Beschwerdegegnerin haben ihre Betreffnisse von Fr. 83.-- bzw. Fr. 84.-- innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids auf das Postkonto ________ des Verwaltungsgerichts zu überweisen. Auf die kantonsinterne Verrechnung wird verzichtet. 3.2 Der Beschwerdeführer hat der beanwalteten Beschwerdegegnerin eine (re- duzierte) Parteientschädigung von Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu bezahlen. Der Kanton und die Gemeinde haben dem beanwalteten Beschwerdeführer eine (reduzierte) Parteientschädigung von je Fr. 150.--, total also Fr. 300.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu bezahlen. (4.-5. Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). D.A.________ zog diesen VGE III 2020 62 am 14. September 2020 ans Bun- desgericht weiter, welches mit Urteil 1C_513/2020 vom 3. Mai 2021 wie folgt ent- schied: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. 3. Der Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegnerin für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'000.-- zu entschädigen. (4. Schriftliche Mitteilung). Das Bundesgericht begründete seinen Nichteintretensentscheid damit, dass der angefochtene Entscheid - unabhängig von seiner Qualifikation nach kantonalem Recht - einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 92 f. BGG darstelle (Erw. 1.1.1). Gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide, die we- der die Zuständigkeit noch ein Ausstandsbegehren beträfen, sei die Beschwerde gemäss Art. 93 Abs. 1 BGG nur zulässig, wenn sie einen nicht wieder gutzuma- chenden Nachteil bewirken können (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Be- schwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen wür- de (lit. b). Diese Voraussetzungen seien vorliegend nicht gegeben (Erw. 1.2 ff.). Auf die Beschwerde sei daher nicht einzutreten (Erw. 1.3). 4 E.Mit Eingabe vom 26. Mai 2021 beantragt der Beschwerdeführer eine Neu- verlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen aus dem Verfahren VGE III 2020 62 sowie des vorgelagerten regierungsrätlichen Beschwerdeverfahrens. Der Nichteintretensentscheid des Bundesgerichts bestätige im Ergebnis, dass es sich beim Entscheid VGE III 2020 62 vom 16. Juli 2020 um einen Rückwei- sungsentscheid handle, da das Baubewilligungsverfahren mit dem verwaltungs- gerichtlichen Entscheid noch nicht abgeschlossen sei, sondern die Baubewilli- gungsbehörde einen neuen Entscheid im noch hängigen Verfahren mit einem of- fenen Ausgang werde fällen müssen. Praxisgemäss handle es sich bei einer sol- chen Rückweisung der Sache an die Vorinstanz um ein Obsiegen der Beschwer- de führenden Partei, auch wenn die Rückweisung nicht beantragt worden sei. F.Mit Vernehmlassung vom 2. Juni 2021 beantragt das Sicherheitsdeparte- ment, auf eine Neuverlegung der im Entscheid VGE III 2020 62 vom 16. Juli 2020 festgelegten Verfahrenskosten und Parteientschädigungen für die Verfah- ren vor dem Verwaltungsgericht und dem Regierungsrat sei zu verzichten. Der Gemeinderat Lachen lässt mit Schreiben vom 11. Juni 2021 die Abweisung des Antrags des Beschwerdeführers beantragen, eventualiter sei auf den Antrag nicht einzutreten; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers. Die Beschwerdegegnerin führt mit Schreiben vom 1. Juli 2021 aus, auf die Kosten- und Entschädigungsfolgen sei nicht erneut zurückzu- kommen. G.Am 14. Juni 2021 lässt die Abteilung "Bau und Umwelt" der Gemeinde La- chen dem Gericht die Kopie eines Schreibens an die Beschwerdegegnerin (Bau- herrschaft) zukommen. Diesem Schreiben ist zu entnehmen, dass die Beschwer- degegnerin auf das Vordach beim Hauseingang und auf die Markisen verzichtet. In den übrigen Punkten sei die Baubewilligung vom Verwaltungsgericht bestätigt worden. Die Baufreigabe für das mit GRB Nr. 407 vom 17. Dezember 2019 bewil- ligte Bauvorhaben (ohne Vordach und Markisen) könne daher erteilt werden, wo- bei die Bauherrschaft ausdrücklich darauf hingewiesen werde, dass der Baube- ginn auf ihr eigenes Risiko erfolge. Mit Eingabe vom 17. Juni 2021 erhob der Beschwerdeführer beim Regierungsrat "Beschwerde/Aufsichtsanzeige mit dringlichen Anträgen" betreffend die Baufrei- gabe mit den (Haupt-)Anträgen, die von der Abteilung "Bau und Umwelt" erteilte Baufreigabe sei aufzuheben und es sei der Bauherrschaft zu verbieten, Bauar- beiten auszuführen (Antrag Ziff. 1), und der Gemeinderat sei anzuweisen, für die Projektänderung "Vordach" das Baubewilligungsverfahren durchzuführen und mit einem förmlichen Bauentscheid abzuschliessen (Antrag Ziff. 3). 5 Mit Zwischenbescheid vom 21. Juni 2021 untersagte das Sicherheitsdepartement der Bauherrschaft, von der Baubewilligung gemäss dem Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung vom 24. September 2019 bzw. dem GRB Nr. 407 des Gemeinderates Lachen vom 17. Dezember 2019 Gebrauch zu machen. H.Mit Replik vom 22. Juli 2021 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen gemäss der Eingabe vom 26. Mai 2021 fest. Mit Schreiben vom 29. Juli 2021 teilt die Beschwerdegegnerin ihren Verzicht auf eine Duplik mit. Der Gemeinderat La- chen lässt mit Duplik vom 20. August 2021 an mit der Vernehmlassung vom 11. Juni 2021 gestellten Anträgen festhalten. Der Beschwerdeführer liess sich hierzu innert mit gerichtlichem Schreiben vom 20. August 2021 angesetzter Frist (2.9.2021) nicht mehr vernehmen. Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.Das Bundesgericht erwog, bei der Verpflichtung gemäss Disp.-Ziff. 1 erstes Lemma des verwaltungsgerichtlichen Entscheides handle es sich um eine Ne- benbestimmung zur Baubewilligung, die als aufschiebende Wirkung formuliert sei. Bis zu ihrer Realisierung könne die Baubewilligung daher keine praktische Rechtswirksamkeit haben. Nach der Rechtsprechung führe eine derartige Bedin- gung dazu, dass das Baubewilligungsverfahren als noch nicht abgeschlossen gelte, sofern der Baubehörde bei der Beurteilung der Erfüllung der Bedingung noch ein Entscheidungsspielraum offenstehe (Erw. 1.1). Das Baubewilligungs- verfahren werde daher erst abgeschlossen sein, wenn die von der Beschwerde- gegnerin vorzulegenden Pläne für das Vordach genehmigt sind. Demnach stelle der angefochtene Entscheid - unabhängig von seiner Qualifikation nach kantona- lem Recht - einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 92 f. Bundesgesetzes über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) vom 17. Juni 2005 dar (Erw. 1.1.1). Gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentschei- de, die weder die Zuständigkeit noch ein Ausstandsbegehren beträfen, sei die Beschwerde gemäss Art. 93 Abs. 1 BGG nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Diese Voraussetzungen seien vorliegend nicht gegeben (Erw. 1.2 ff.). Auf die Beschwerde sei daher nicht einzutreten (Erw. 1.3). 2.1In der Replik (S. 2) führt der Beschwerdeführer als Rechtsgrundlagen sei- nes Antrages auf Neuverlegung der Kosten- und Parteientschädigungen des VGE III 2020 62 vom 20. Juli 2020 § 61 lit. b und c des Verwaltungsrechtspflege- gesetzes (SRSZ 234.110; VRP) vom 6. Juni 1974 an. Demgemäss zieht die Behörde ihre rechtskräftige Verfügung oder ihren rechtskräftigen Entscheid auf Begehren einer Partei in Revision, wenn die Partei nachträglich neue erhebliche 6 Tatsachen oder Beweismittel vorbringt, die sie früher trotz zumutbarer Sorgfalt nicht vorbringen konnte (lit. b), oder wenn die Behörde wesentliche Verfahrens- vorschriften verletzt hat, welche die dadurch benachteiligte Partei nicht rechtzei- tig geltend machen konnte (lit. c). 2.2.1Das Bundesgericht erwog im Weiteren (Erw. 1.2.1), der Beschwerdeführer mache sinngemäss geltend, es entstehe ihm ein nicht wieder gutzumachender Nachteil, weil er aus dem weiteren Verfahren ausgeschlossen werde. Dies treffe indessen nicht zu. Das Vordach sei Teil des Baugesuchs und die Umsetzung der Bedingung sei Bestandteil des Baubewilligungsverfahrens, in welchem der Be- schwerdeführer Partei sei und ihm entsprechende Parteirechte zustünden. Die Genehmigung der Vordachänderung müsse ihm daher eröffnet werden, damit er sich dagegen wirksam zur Wehr setzen könne (Hinweis auf Urteile BGer 1C_302/2017 vom 6.2.2018 Erw. 1.9; 1C_407/2008 vom 25.5.2009 Erw. 1.3.1). Sollte der Beschwerdeführer keine Einwände gegen das modifizierte Vordach haben, könne er direkt im Anschluss an dessen Genehmigung beim Bundesge- richt Beschwerde gegen den vorinstanzlichen Zwischenentscheid erheben, ohne nochmals den kantonalen Rechtsweg beschreiten zu müssen (Hinweis auf Art. 93 Abs. 3 BGG; Urteil BGer 1C_407/2008 vom 25.5.2009 Erw. 1.3.1 mit Hinweis). 2.2.2Es ist dem Beschwerdeführer also beizupflichten (vgl. Replik S. 1 f.), dass der VGE III 2020 62 vom 16. Juli 2021 entgegen der Auffassung des Sicher- heitsdepartements (vgl. Vernehmlassung, indessen auch vorstehend Ingress lit. G) noch nicht in Rechtskraft erwachsen ist. Damit fällt aber eine Revision, welche eine rechtskräftige Verfügung oder einen rechtskräftigen Entscheid vor- aussetzt bzw. mit welcher sich nur eine rechtskräftige Verfügung oder ein rechts- kräftiger Entscheid korrigieren lässt, ausser Betracht. 2.2.3Der VGE III 2020 62 vom 16. Juli 2021 ist noch nicht in Rechtskraft er- wachsen. Dies gilt auch für die Regelung der Verfahrenskosten und Parteien- tschädigungen. Jedenfalls spricht nichts dafür und wird auch nicht geltend ge- macht, dass der VGE III 2020 61 vom 16. Juli 2021 diesbezüglich in (Teil-) Rechtskraft erwachsen ist. Die vom Bundesgericht beschriebene Möglichkeit ei- nes Weiterzugs des VGE III 2020 62 vom 16. Juli 2021 betrifft konsequenterwei- se auch die Verfahrenskosten und Parteientschädigungen. 2.3.1Die Beschwerdegegnerin weist vernehmlassend darauf hin, dass die Vor- aussetzungen für eine Berichtigung (ebenfalls) nicht gegeben sind und vom Be- schwerdeführer auch nicht dargetan werden. Dies ist zutreffend.7 Das VRP enthält keine Bestimmungen zur Berichtigung, womit die entsprechen- den Bestimmungen des Justizgesetzes (JG; SRSZ 231.110) vom 18. November 2009 zur Anwendung kommen (vgl. § 4 Abs. 2 VRP). Berichtigungen betreffen offenkundige Versehen, wie Schreibfehler, Rechnungsirrtümer und irrige Be- zeichnung der Parteien (§ 166 JG). Die strittige Verlegung der Verfahrenskosten und Parteientschädigungen fällt nicht darunter. 2.3.2Ebensowenig kommt ein Widerruf/Wiedererwägung (§ 34 Abs. 1 VRP) der Verlegung der Verfahrenskosten und der Parteientschädigung in Frage. Abgesehen davon, dass der Rechtsbehelf des Widerrufs/Wiedererwägung grundsätzlich nur in der verwaltungsinternen Verwaltungsrechtspflege zugelas- sen ist (vgl. VGE 503/96 vom 18.7.1996 Erw. 1.c mit Hinweis auf Ursina Beerli- Bonorand, Die ausserordentlichen Rechtsmittel in der Verwaltungsrechtspflege des Bundes und der Kantone, 1985, S. 50 mit Verweisen) bzw. für das Zurück- kommen auf einen Gerichtsentscheid strengere Regeln als für das Zurückkom- men auf eine Verwaltungsverfügung gelten (BGE 147 V 65 Erw. 4.3), fehlt es vorliegend offenkundig auch an den hierfür nach § 34 Abs. 1 VRP erforderlichen Voraussetzungen (Änderung der Verhältnisse oder erhebliche öffentliche Inter- essen verlangen es, und keine Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glau- ben). 2.4Der Beschwerdeführer vertritt die Auffassung, der Nichteintretensentscheid des Bundesgerichts bestätige im Ergebnis, dass es sich beim Entscheid VGE III 2020 62 vom 16. Juli 2020 um einen Rückweisungsentscheid handle (vorstehend lit. E). Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Zum einen prüft das Bundesgericht, ob nach Massgabe der Vorgaben des BGG ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 92 f. BGG vorliegt, wie es festgehalten hat, unabhängig von der Qualifikation des angefochtenen Entscheides nach kan- tonalem Recht (vgl. vorstehend Ingress lit. D). Aus dem Nichteintreten lässt sich mithin nichts für die Qualifikation des VGE III 2020 62 ableiten. Zum andern findet sich - bei einer formalistischen Betrachtungsweise - im Bun- desgerichtsurteil der Terminus "Rückweisung" nicht. Vielmehr hat das Bundesge- richt die Verpflichtung der Beschwerdegegner/Bauherrschaft, welche zur teilwei- sen Gutheissung der Beschwerde führte, zutreffenderweise als "Nebenbestim- mung zur Baubewilligung, die vorliegend als aufschiebende Bedingung formuliert ist", charakterisiert. 2.5Nachdem dem Beschwerdeführer (auch) betreffend die Regelung der Ver- fahrenskosten und Parteientschädigungen des VGE III 2020 62 vom 16. Juli 8 2020 nach wie vor die Beschwerde ans Bundesgericht offen steht und daher ausserordentliche Rechtsmittel und Rechtsbehelfe wie die Revision und die Wie- dererwägung, aber auch eine Berichtigung, nicht in Frage kommen, ist auf den Antrag um Neuregelung der Verfahrenskosten und Parteientschädigung im Er- gebnis mangels Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts und/oder Zulässigkeit des Rechtsmittels nicht einzutreten (vgl. § 27 Abs. 1 lit. a und lit. e VRP i.V.m. § 27 Abs. 2 VRP), wie dies vernehmlassend der Gemeinderat beantragt. 3.1Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist der Antrag des Beschwerde- führers auf Neuregelung der Verfahrenskosten und Parteientschädigung im Ver- fahren III 2020 62, soweit überhaupt darauf einzutreten ist, somit abzuweisen. 3.2Dem Verfahrensausgang (§ 72 VRP) entsprechend sind die Kosten dieses Verfahrens (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 500.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. 3.3Der Beschwerdeführer hat überdies der beanwalteten Gemeinde und der beanwalteten Beschwerdegegnerin ebenfalls dem Verfahrensausgang entspre- chend je eine Parteientschädigung zu entrichten. Diese Parteientschädigungen sind in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der ordentlicherweise für das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, in § 2 die Bemessungskriterien erwähnt und in § 16 Abs. 2 unter bestimmten Voraussetzungen, welche vorliegend erfüllt sind, eine Unter- schreitung der Mindestansätze für zulässig erklärt, sowie unter Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf je Fr. 250.-- (je inkl. Barauslagen und MwSt) festzulegen. 9 Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 1. Der Antrag des Beschwerdeführers, die Kosten- und Entschädigungsfolgen aus dem Verfahren VGE III 2020 62 sowie des vorgelagerten regierungsrät- lichen Beschwerdeverfahrens seien neu zu verlegen, wird abgewiesen, so- weit überhaupt darauf einzutreten ist. 2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Er hat diesen Be- trag innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids auf das Postkonto _______ des Verwaltungsgerichts zu überweisen. 3. Der Beschwerdeführer hat der beanwalteten Gemeinde sowie der beanwal- teten Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung von je Fr. 250.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu bezahlen. 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau- sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe- schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 5. Zustellung an: - den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R; unter Beilage der Ein- gabe der Beschwerdegegnerin vom 29.7.2021) - den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin (2/R) - den Rechtsvertreter des Gemeinderats Lachen (2/R; unter Beilage der Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 29.7.2021) - die Beigeladene (R; unter Beilage der Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 29.7.2021) - den Regierungsrat - das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB, unter Beilage der Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 29.7.2021) - und das kantonale Amt für Raumentwicklung (EB, unter Beilage der Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 29.7.2021). Schwyz, 7. September 202110 Im Namen des Verwaltungsgerichts Der Präsident: Die a.o. Gerichtsschreiberin: *Anforderungen an die Beschwerdeschrift Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru- mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Versand: 14. September 2021