Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 29. Oktober 2014 (810 14 159) ____________________________________________________________________ Steuern und Kausalabgaben Nach- und Strafsteuer zur direkten Bundessteuer 1999/2000 Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Ka ntonsrichter Christian Haidlauf, Markus Clausen, Claude Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl , Gerichtsschreiberin Julia Kempfert Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Dr. Alexander Filli , Advokat gegen Steuer - und Enteignungsgericht des Kantons Basel -Landschaft (Abteilung Steuergericht) , Kreuzbodenweg 1, 4410 Liestal, Be- schwerdegegner Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft , Rheinstrasse 33, Postfach, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin Beigeladene Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV , Eigerstrasse 65, Postfach , 3003 Bern Betreff Nach- und Strafsteuer zur direkten Bundesst euer 1999/2000 (Entscheid der Abteilung Steuergericht vom 28. Februar 2014) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft fü hrt ein Strafverfahren unter anderem wegen Steuerbetrugs gegen A.____, welcher in den Jahren 1999 und 2000 als Organ der B.____ AG (B.____) amtete. Aufgrund einer Meldu ng der Staatsanwaltschaft leitete die Steuerverwaltung Basel-Landschaft (Steuerverwaltung) i m Dezember 2009 ein Nach- und Strafsteuerverfahren gegen A.____ ein. Mit Verfügung vom 28. März 2013 erhob die Steuer- verwaltung für die Steuerjahre 1999/2000 für die dir ekte Bundessteuer Nachsteuern in der Hö- he von Fr. 241‘400.-- sowie eine Steuerbusse von 150% d er Nachsteuer in der Höhe von Fr. 362‘100.-- und Verzugszinsen von insgesamt Fr. 111‘447.50. Zur Begründung wurde ausge- führt, dass in den Jahren 1999 und 2000 nicht alle Einkünfte der B.____ im Zusammenhang mit den Vermittlungsprovisionen der C.____ AG (C.____) dekl ariert worden seien. A.____ sei zu 56% an der B.____ als Aktionär beteiligt, weshalb ihm 56% der nicht verbuchten Vermittlungs- provisionen als geldwerte Leistungen zugerechnet würden. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten dur ch Dr. Alexander Filli, Advokat, am 25. April 2013 Einsprache und stellte darin im Wes entlichen die Anträge, das Verfahren sei bis zum Abschluss der Strafuntersuchungen gegen D.____ und A.____ sowie des Nach- und Strafsteuerverfahrens gegen die B.____ zu sistieren und die Verfügung betreffend Nachsteuer und Busse zur direkten Bundessteuer 1999/2000 vom 28. Mä rz 2013 aufzuheben. Mit Ein- spracheentscheid vom 9. Oktober 2013 wies die Steuerverwaltung sowohl die Sistierungsanträ- ge als auch die Einsprache in der Sache ab. C. A.____, vertreten durch Dr. Alexander Filli, erho b am 8. November 2013 gegen den Einspracheentscheid Beschwerde an das Steuer- und Enteig nungsgericht des Kantons Basel- Landschaft, Abteilung Steuergericht (Steuergericht). Darin beantragte er in verfahrensrechtli- cher Hinsicht, es sei das Verfahren bis zum Abschluss der St rafuntersuchungen gegen ihn und D.____ und bis zum Abschluss des Nach- und Strafsteuerver fahrens gegen die B.____ zu sis- tieren. Im Weiteren stellte er den Antrag, der Einspr acheentscheid sei aufzuheben und die di- rekte Bundessteuer 1999/2000 sei unverändert gemäss der ursprünglichen Veranlagung festzu- legen. Eventualiter sei von einer Strafsteuer abzuse hen, subeventualiter sei diese herabzuset- zen; unter o/e-Kostenfolge zulasten des Staates. D. Das Steuergericht wies zunächst die Sistierungsanträ ge mit Verfügung vom 3. Januar 2014 ab. Mit Entscheid vom 28. Februar 2014 wies es sodann die Beschwerde in der Sache sowie die Einsprache gegen die Verfügung vom 3. Januar 2014 ab. E. Gegen den Entscheid des Steuergerichts erhob A.____ , vertreten durch Dr. Alexander Filli, mit Eingabe vom 13. Juni 2014 B eschwerde beim Kantonsgericht Basel- Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei der Entscheid des Steuerg erichts betreffend Nach- und Straf- steuern aufzuheben und es sei die direkte Bundessteuer 19 99/2000 unverändert gemäss der ursprünglichen Veranlagung festzulegen und es sei von d er Strafsteuer abzusehen. Eventuali- ter sei die Strafsteuer herabzusetzen; unter o/e-Kosten folge zulasten des Staates. In verfah- rensrechtlicher Hinsicht wurde beantragt, das Nachsteuer- und Strafsteuerverfahren, eventuell nur das Strafsteuerverfahren, seien bis zum rechtskräftige n Abschluss des Strafverfahrens ge- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht gen D.____ und A.____ und bis zum rechtskräftigen Abschl uss des Nach- und Strafsteuerver- fahrens gegen die B.____ zu sistieren; sodann sei das Nachsteuerverfahren vom Strafsteuer- verfahren zu trennen. F. In ihrer Stellungnahme vom 7. Juli 2014 beantrag te die Steuerverwaltung die Ab- weisung der Verfahrensanträge und mit Vernehmlassung vom 12. August 2014 die Abweisung der Beschwerde in der Hauptsache. Das Steuergericht liess sich mit Eingabe vom 8. Juli 2014 zu den Verfahrensanträgen und zu der Hauptsache vernehm en und schloss ebenfalls auf Ab- weisung der Beschwerde. Die Eidgenössische Steuerverwaltu ng liess sich innert Frist nicht vernehmen. Mit Präsidialverfügung vom 30. Juli 2014 wur den die Anträge auf Sistierung und Trennung der Verfahren abgewiesen. Auf die dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundes- gericht mit Urteil vom 23. September 2014 nicht ein. G. Mit Schreiben vom 15. September 2014 beantragte d er Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Alexander Filli, die Durchführung einer mün dlichen Verhandlung. Mit verfahrenslei- tendet Verfügung vom 19. September 2014 wurde der Fa ll der Kammer zur Beurteilung über- wiesen und eine Parteiverhandlung angesetzt. Der Beweisa ntrag des Beschwerdeführers, wo- nach beim Amt für Justiz des Fürstentums Liechtenstein e ine amtliche Erkundigung einzuholen sei, wurde gutgeheissen und die weiteren Beweisanträg e des Beschwerdeführers abgewiesen. Nach nochmaliger Durchsicht der Verfahrensakten wurde m it Verfügung vom 25. September 2014 auf eine amtliche Erkundigung bzw. die amtliche Einholung eines Handelsregisterauszugs der E.____ Anstalt beim Amt für Justiz des Fürstentums Li echtenstein verzichtet und es dem Beschwerdeführer freigestellt, die von ihm beantragte Erkundigung einzuholen und dem Gericht einzureichen. H. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung halten di e Parteien an ihren Anträgen und Vorbringen fest. Der Rechtsvertreter des Beschwerde führers reicht dem Gericht die Ankla- geschrift der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 26. September 2014 ein und stellt zu- dem erneut die Verfahrensanträge, es seien das Nachsteuer- und Strafsteuerverfahren bis zum rechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens gegen D.____ und A.____ zu sistieren; sodann sei das Nachsteuerverfahren vom Strafsteuerverfahren zu t rennen. Im Weiteren wiederholt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers seine Beweisanträge , wonach Herr F.____, Frau G.____ und Herr H.____ als Zeugen einzuvernehmen seien . Die Beschwerdegegner beantra- gen, es seien die erneut gestellten Verfahrens- sowie Beweisanträge abzuweisen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g: 1. Gemäss Art. 145 des Bundesgesetzes über die direkte B undessteuer (DBG) vom 14. Dezember 1990 i.V.m. § 3 der Vollzugsverordnung z um Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer vom 13. Dezember 1994 können Entscheide d es Steuergerichts mit Verwal- tungsgerichtsbeschwerde beim Kantonsgericht als letzte kanto nale Instanz angefochten wer- den. Mit der Beschwerde in Steuersachen können gemäss § 45 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 alle Mängel des Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht angefochtenen Entscheids und des vorangegangenen Verfahrens gerügt werden. Die formellen Voraussetzungen nach Art. 140 ff. DBG und Art. 145 Abs. 2 DBG sowie §§ 43 ff. VPO sind er- füllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist. 2.1 Vorweg ist über die an der heutigen Parteiverhand lung erneut gestellten Beweis- und Verfahrensanträge des Beschwerdeführers zu befinden. 2.2 Mit Präsidialverfügung vom 19. September 2014 wur den die Beweisanträge, wonach die vorgenannten Zeugen einzuvernehmen seien, abgewie sen. Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, welche ein Abweichen von der damaligen Verf ügung rechtfertigen würden, zumal vom Beschwerdeführer in keiner Weise vorgebracht wird, inwiefern die angerufenen Zeugen zur Aufklärung des Sachverhalts zusätzlich beitragen könnten. Aus dem Strafverfahren befinden sich die Einvernahmeprotokolle der Zeugen in den vorlieg enden Verfahrensakten und das Ge- richt kann somit grundsätzlich darauf abstellen und diese Aussagen in die Beurteilung einbezie- hen. Die Beweisanträge des Beschwerdeführers, wonach He rr F.____, Frau G.____ und Herr H.____ als Zeugen einzuvernehmen seien, werden abgewiesen. 2.3 Mit Präsidialverfügung vom 30. Juli 2014 wurden d ie Verfahrensanträge des Be- schwerdeführers auf Sistierung des Nachsteuer- und Strafsteuerverfahrens sowie auf Trennung der beiden Verfahren abgewiesen. Auf die dagegen er hobene Beschwerde ist das Bundesge- richt mit Urteil vom 23. September 2014 nicht eingetre ten und hat dabei dargelegt, dass nicht erkennbar sei, inwiefern die Verweigerung der nachgesu chten Sistierung und Trennung der Verfahren einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil fü r den Beschwerdeführer beinhalte. Auch aufgrund der heute eingereichten Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft ändert sich nichts an der Tatsache, dass der Beschwerdeführer nicht darlegt, inwiefern Informa- tionen, welche ihn im Nachsteuerverfahren entlasten wür den, im Steuerstrafverfahren für ihn nachteilig sein könnten. Zudem hat er sich im vorliegen den Verfahren in seiner Beschwerdebe- gründung bereits ausführlich zur Sache geäussert. Diese Rechtsschriften samt Beilagen sowie die Verfahrensakten sind dem Gericht bereits bekannt. Sch liesslich ist festzustellen, dass an der heutigen – vom Beschwerdeführer beantragten – Par teiverhandlung lediglich der Rechts- vertreter des Beschwerdeführers anwesend ist, weshalb der Beschwerdeführer selber keine weiteren Fragen beantworten bzw. keine Auskunft erteil en muss, welche ihn belasten könnte. Es liegen somit keine Gründe vor, welche eine Sistierun g oder Trennung der Verfahren, insbe- sondere gegen den Willen der Beschwerdegegner, rechtfe rtigen würden (vgl. Präsidialverfü- gung vom 30. Juli 2014 E. 2). Die Verfahrensanträge des Beschwerdeführers, es seien das Nachsteuer- und Strafsteuerverfahren bis zum rechtskräftig en Abschluss des Strafverfahrens gegen D.____ und A.____ zu sistieren und das Nachsteuerve rfahren vom Strafsteuerverfahren zu trennen, werden abgewiesen. 3.1 Der Beschwerdeführer bringt im Weiteren vor, er habe im Zeitraum 1997 bis 2001 kei- nen Wohnsitz in der Schweiz gehabt. Zu dieser Zeit hab e er mit seiner damaligen Lebenspart- nerin und den gemeinsamen Kindern in Frankreich gewohn t. Er habe damals der Steuerbehör- de Basel-Landschaft einen Wohnsitz in I.____ angegeben, da er sich daraus für die Schei- dungsauseinandersetzung mit seiner damaligen Ehefrau Vorteile erhofft habe. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.2 Der Beschwerdegegner führt dagegen aus, dass die Da rlegungen des Beschwerde- führers betreffend Wohnsitz in den Jahren 1999 und 2000 als Schutzbehauptungen zu werten seien, zumal der Beschwerdeführer bis vor Einleitung des Nachsteuerverfahrens seinen dama- ligen Wohnsitz auch nicht in Frankreich gesehen habe. 3.3 Das Nachsteuerverfahren ist grundsätzlich auf die Beh andlung derjenigen Punkte zu beschränken, in denen sich Abänderungen aus den neu entdeckten Tatsachen oder Beweismit- teln ergeben (K LAUS A. VALLENDER /M ARTIN E. LOOSER , in: Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2b, 2. Auflage, Basel 2008, Rz. 13 zu Art. 151). Von der Zwecksetzung des Nachsteuerverfahrens – der Korrektur des Ste uerausfalls – her erscheint es jedoch richtig, vom Steuerpflichtigen erstmals im Nachsteu erverfahren geltend gemachte steu- ermindernde Tatsachen auch dann zu berücksichtigen, wenn sie für ihn nicht neu sind, und zwar unabhängig davon, ob sie zu den steuerbegründenden Tatsachen, die zum Nachsteuer- verfahren geführt haben, kausal sind oder nicht (K LAUS A. VALLENDER /M ARTIN E. LOOSER , a.a.O., Rz. 14 zu Art. 151). Vorbehalten werden in d iesem Zusammenhang sowohl für die Ver- waltung als auch für den Pflichtigen der Grundsatz von T reu und Glauben und das Verbot wi- derspruchsvollen Verhaltens (K LAUS A. VALLENDER /M ARTIN E. LOOSER , a.a.O., Rz. 14 zu Art. 151). Daraus ergibt sich, dass Grundlagen, welche die steuerpflichtige Person im ordentli- chen Einschätzungsverfahren anerkannt hatte, nicht erneu t in Frage gestellt werden können (FELIX RICHNER /W ALTER FREI /S TEFAN KAUFMANN /H ANS ULRICH MEUTER , Kommentar zum Zür- cher Steuergesetz, 3. Auflage, Zürich 2013, Rz. 45 zu § 160). Vielmehr ist die steuerpflichtige Person an die im ordentlichen Einschätzungsverfahren g egebene Sachverhaltsdarstellung und die daraus gezogenen Schlüsse gebunden. Insbesondere k ann die bisher unangefochtene Steuerhoheit im Nachsteuerverfahren nicht mehr in Frag e gestellt werden. Dasselbe gilt analog für die subjektive Steuerpflicht (F ELIX RICHNER /W ALTER FREI /S TEFAN KAUFMANN /H ANS ULRICH MEUTER , a.a.O., Rz. 45 zu § 160). 3.4 In seinen Steuerveranlagungen der Jahre 1999 und 2 000 hat der Beschwerdeführer jeweils seinen Wohnsitz in I.____ im Kanton Basel-Landsc haft vorbehaltlos angegeben. Diese Veranlagungen sind in Rechtskraft erwachsen, ohne dass sic h der Beschwerdeführer gegen seine Veranlagung im Kanton Basel-Landschaft gewehrt hätte. Indem der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren die Steuerhoheit des Kantons Ba sel-Landschaft bestreitet, obschon er diese im Veranlagungsverfahren 1999 und 2000 ausdrücklic h anerkannt hat, verhält er sich offensichtlich widersprüchlich, was unter dem Gesichtspunkt des Grundsatzes von Treu und Glauben nicht geschützt werden kann. Anzufügen bleibt , dass die vom Beschwerdeführer be- auftragten Treuhänder, J.____ AG, in ihrem Schreiben an die Steuerverwaltung vom 14. Februar 2002 ausführen, dass der Beschwerdeführer seit dem 1. Januar 2001 im Ausland lebe und er sie unter anderem beauftragt habe, seine bisherigen Steuererklärungen zu überar- beiten. Es muss somit davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer erst seit Janu- ar 2001 im Ausland lebt und bis zu diesem Zeitpunkt sei nen Wohnsitz in der Schweiz gehabt hatte. Die Bescheinigung der damaligen Lebensgefährt in des Beschwerdeführers vom 7. April 2013, wonach dieser in den Jahren 1997 bis 2001 mit i hr in Frankreich gelebt hätte, ist als Ge- fälligkeitsschreiben zu werten. Diese Rüge ist somit unbegründet. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4. Strittig und zu beurteilen ist weiter, ob die Ste uerverwaltung dem Beschwerdeführer zu Recht Nach- und Strafsteuern für die Jahre 1999 und 20 00 auferlegt und das Steuergericht die- sen Entscheid zu Recht gestützt hat. 4.1 Ergibt sich aufgrund von Tatsachen oder Beweismitte ln, die der Steuerbehörde nicht bekannt waren, dass eine Veranlagung zu Unrecht unterblieben oder eine rechtskräftige Veran- lagung unvollständig ist, oder ist eine unterbliebene oder unvollständige Veranlagung auf ein Verbrechen oder ein Vergehen gegen die Steuerbehörde zurückzuführen, so wird gemäss Art. 151 DBG die nicht erhobene Steuer samt Zins als Nachsteuer eingefordert (Abs. 1). Hat der Steuerpflichtige Einkommen, Vermögen und Reingewinn i n seiner Steuererklärung vollständig und genau angegeben und das Eigenkapital zutreffend au sgewiesen und haben die Steuerbe- hörden die Bewertung anerkannt, so kann keine Nachsteuer erhoben werden, selbst wenn die Bewertung ungenügend war (Abs. 2). 4.2 Im Veranlagungsverfahren muss der Steuerpflichtige alles tun, um eine vollständige und richtige Veranlagung zu ermöglichen (Art. 126 Abs. 1 DBG). Insbesondere muss er das Formular für die Steuererklärung wahrheitsgemäss und vo llständig ausfüllen (Art. 124 Abs. 2 DBG). Der Steuerpflichtige trägt dabei die Verantwo rtung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Steuererklärung (Urteile des Bundesgerichts 2C_123/2 012/2C_124/2012 vom 8. August 2012 E. 5.1; 2C_494/2011/2C_495/2011 vom 6. Juli 2012 E. 2.1.1, in: StE 2012 B 72.25 Nr. 2). Die Steuerbehörde ihrerseits ist zur Vornahme ergänzend er Abklärungen verpflichtet, wenn die Steuererklärung Fehler enthält, die klar ersichtlich bzw. offensichtlich sind. Nur solche augenfäl- ligen Mängel begründen eine Verletzung der behördli chen Untersuchungspflicht und bewirken, dass keine "neuen Tatsachen" im Sinne von Art. 151 Abs . 1 DBG vorliegen (Art. 130 Abs. 1 DBG; Urteile des Bundesgerichts 2C_1225/2012/ 2C_1226/ 2012 vom 7. Juni 2013 E. 3.1; 2C_494/2011/2C_495/2011 vom 6. Juli 2012 E. 2.1.3, in: StE 2012 B 72.25 Nr. 2; Urteil 2C_123/2012/2C_124/2012 vom 8. August 2012 E. 5.3). 4.3 Gemäss Art. 153 Abs. 3 DBG sind im Nachsteuerverfahr en die Vorschriften über die Verfahrensgrundsätze sowie das Veranlagungs- und das Beschw erdeverfahren sinngemäss anwendbar. Damit gelten auch im Nachsteuerverfahren di e allgemeinen Grundsätze zur Be- weislast und Mitwirkungspflicht im System der gemischten Ve ranlagung (vgl. Art. 123 ff. DBG; BGE 121 II 273 E. 3c/aa; Urteile des Bundesgerichts 2C _494/2011/2C_495/2011 vom 6. Juli 2012 E. 2.3.1, in: StE 2012 B 72.25 Nr. 2; 2C_76/2009 vom 23. Juli 2009 E. 2.2, in: StR 64/2009 S. 834). Nach der im Steuerrecht herrschenden Normentheorie trägt die Steuerbehör- de die Beweislast für die steuerbegründenden und -erhö henden Tatsachen. Dagegen ist der Steuerpflichtige für die steueraufhebenden und -minde rnden Tatsachen beweisbelastet (Art. 8 ZGB analog; BGE 138 II 57 E. 7.1; 133 II 153 E. 4.3 ; Urteile des Bundesgerichts 2C_95/2013/2C_96/2013 vom 21. August 2013 E. 2.2 mit Hinweisen). Die Steuerbehörde hat nachzuweisen, was die Eröffnung des Nachsteuerverfahrens u nd auch den Erlass einer zulas- ten des Steuerpflichtigen veränderten Veranlagung re chtfertigt (Urteil 2C_494/2011/ 2C_495/2011 vom 6. Juli 2012 E. 2.3.1 mit Hinweisen, in: StE 2012 B 72.25 Nr. 2). Demzufolge obliegt der Beweis, dass die Veranlagung ungenügend ge wesen ist, der Steuerbehörde (KLAUS Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. VALLENDER /M ARTIN E. LOOSER , a.a.O., Rz. 12 zu Art. 151). Nach dem Bundesgericht g enügt für den Beweis der unvollständigen Besteuerung die Über zeugung, dass die entdeckten Ele- mente mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ni cht versteuert worden sind (K LAUS A. VALLENDER /M ARTIN E. LOOSER , a.a.O., Rz. 12 zu Art. 151). 4.4 Nach Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG sind als Ertrag aus bewegl ichem Vermögen steuerbar insbesondere Dividenden, Gewinnanteile, Liquidationsüb erschüsse und geldwerte Vorteile aus Beteiligungen aller Art. Zu den geldwerten Vorteile n zählen unter anderem auch die so genannten "verdeckten Gewinnausschüttungen". Es handelt si ch dabei um Leistungen der Gesellschaft an den Inhaber von Beteiligungsrechten (oder diesen Nahestehende), denen keine oder keine genügenden Gegenleistungen gegenüberstehen und die einem an der Gesellschaft nicht beteiligten Dritten nicht oder in wesentlich ger ingerem Umfang erbracht worden wären. Anzustellen ist dazu ein Drittvergleich (vgl. BGE 138 II 57 E. 2.2 ff. mit umfassenden Hinweisen auf Rechtsprechung und Literatur). 5.1 Das Steuergericht führt in seinem Entscheid aus, das Geschäftsmodell der B.____ sei ungewöhnlich, sachwidrig und vor allem aber den wirtsch aftlichen Gegebenheiten völlig unangemessen. Dass die B.____ auf der einen Seite die L ohnkosten für “fremde“ Versiche- rungsagenten der E.____ Anstalt mit Sitz in K.____ ge tragen habe, sie aber auf der anderen Seite auf ihr als Gegenleistung zustehende Provisionen au s den vermittelten C.____ Versiche- rungsverträgen verzichtet haben soll, sei wirtschaftlich gese hen unverständlich. Als Organ und Mehrheitsaktionär (56%) der B.____ habe der Beschwerde führer den Geldfluss innerhalb der Gesellschaft zweifellos bestens beeinflussen können. Damit seien ihm auch die an die E.____ anstatt an die B.____ geflossenen Gelder zur freien V erfügung gestanden. Die Nachsteuer sei demzufolge samt Zinsen zu Recht erhoben worden. Auch der objektive sowie subjektive Tatbe- stand der Steuerhinterziehung seien damit erfüllt. Zud em sei die verfügte Strafsteuer durch die Höhe des hinterzogenen Betrages und den absichtlichen Ein satz eines Konstrukts mit einer liechtensteinischen Anstalt, was als schweres Verschulden zu qualifizieren sei, gerechtfertigt. Die Strafsteuer in der Höhe von 150% der Nachsteuer sei somit nicht zu beanstanden. 5.2 Der Beschwerdeführer macht hingegen geltend, dass die B.____ keinerlei Zahlungen an die E.____ geleistet habe und sie auch keine naheste henden Personen seien. Die B.____ habe rechtlich gar keinen Anspruch auf die von der C. ____ an die E.____ bezahlten Provisio- nen. Die Übernahme der Agentenlöhne durch die B.____ sei ein geschäftsmässig begründeter Aufwand gewesen, da sie eine gerechtfertigte Vorinvest ition in künftige Geschäfte dargestellt und die B.____ zudem die Bestandesprovisionen für alle vermittelten C.____ Versicherungsver- träge erhalten habe. Es bestehe keinerlei Rechtfertig ung zur Annahme einer geldwerten Leis- tung an den Beschwerdeführer. Damit bestehe keine rec htliche Grundlage zur Erhebung einer Nach- und Strafsteuer. 5.3 Im parallel geführten Beschwerdeverfahren wird mit Urteil des Kantonsgerichts vom 29. Oktober 2014 bereits festgehalten, dass die B.____ auf ihr zustehende Einnahmen teilweise zugunsten der ihr nahestehenden liechtensteinischen E._ ___ Anstalt verzichtet hat, ohne eine Gegenleistung zu erhalten, welche grundsätzlich von eine m unabhängigen Dritten gefordert Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht würde. Dieser Ertragsverzicht zählt zum steuerbaren Reinge winn der B.____, weshalb die Steuerverwaltung zu Recht eine Nachsteuer bei der B._ ___ erhoben und das Steuergericht dieses Vorgehen zu Recht geschützt hat (Urteile des Kanto nsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 29. Oktober 2014 [8 10 14 161/810 14 162] E. 9.4). In Be- zug auf das Nach- und Strafsteuerverfahren betreffend die B.____ kann somit vollumfänglich auf die Ausführungen im vorgenannten Urteil verwiesen werden. Zu beurteilen ist demzufolge, ob auch dem Beschwerdeführer als Organ und Mehrheitsak tionär der B.____ der Ertragsver- zicht der B.____ anzurechnen und infolgedessen eine Nach- bzw. Strafsteuer für diesen Ertrag zu erheben ist. 6.1 Die Vorinstanz hält diesbezüglich fest, dass der Beschw erdeführer als Organ und Mehrheitsaktionär der B.____ den Geldfluss innerhalb der Gesellschaft zweifellos bestens habe beeinflussen können. Somit habe er auch alle für den G eldtransfer ins Ausland notwendigen Schritte planen und veranlassen können. In der Folge hä tten ihm dann die an die E.____ an- statt an die B.____ geflossenen Gelder zur freien Verf ügung gestanden. Es sei naheliegend, dass auch die E.____ durch den Beschwerdeführer sowie du rch D.____ beherrscht worden sei und somit als Mittel zum Zweck gedient habe, die Gelder ausser Landes zu schaffen, um sie danach steuerfrei vereinnahmen zu können. Indem die B. ____ auf die Vereinnahmung der ihr zustehenden Provisionen verzichtet habe, um diese an die E.____ weiterzuleiten, damit sie dort wiederrum dem Beschwerdeführer zur Verfügung gestanden hätten, habe die B.____ ihrem Aktionär über die E.____ eine geldwerte Leistung zukomm en lassen, die grundsätzlich auf der Ebene des Aktionärs der Einkommenssteuer unterliege. D ass die E.____ dazwischen gestan- den sei und die Gelder nicht direkt geflossen seien, sei unerheblich, zumal die E.____ nur die Funktion gehabt habe, die Gelder ausser Landes zu trans ferieren. Es dränge sich aufgrund der gesamten Umstände zwingend die Schlussfolgerung auf, d ass die geldwerten Leistungen den Aktionären der B.____ zugekommen seien. 6.2 In Bezug auf diese Ausführungen der Vorinstanz ent gegnet der Beschwerdeführer, dass er im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell der E.___ _ nicht involviert gewesen sei. Er habe die E.____ nicht beherrscht und diese habe ihm auch nicht als Mittel zum Zweck ge- dient, um Gelder ins Ausland zu schaffen, um sie steuerf rei vereinnahmen zu können. Dem Beschwerdeführer seien im fraglichen Zeitraum weder von der B.____ noch von der E.____ Gelder im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell der E.____ und damit auch keine geldwer- ten Leistungen zugeflossen. 6.3 Den vorliegenden Akten sind zwar Indizien dafür zu e ntnehmen, dass der Beschwerde- führer und sein Geschäftspartner bei der B.____, D.____, die Eigentümer bzw. die wirtschaftlich Berechtigten an der E.____ Anstalt waren. Allein die se Indizien oder Annahmen können jedoch nicht dazu führen, dass die geldwerten Leistungen, welch e die E.____ erhalten hat, direkt dem Beschwerdeführer angerechnet werden. Den vorliegenden Akten ist kein direkter Beweis zu entnehmen, welcher auf die Eigentümerschaft bzw. die wi rtschaftliche Berechtigung des Be- schwerdeführers an der E.____ hindeuten würde. Es fehle n Beweismittel oder Tatsachen, wel- che eine direkte Verbindung zwischen der liechtensteinischen E.____ und dem Beschwerdefüh- rer aufzeigen. Insbesondere liegen keine Beweise vor, we lche einen direkten oder indirekten Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Vermögensübertrag von der E.____ an den Beschwerdeführer bestätigen. Den Akten ist jedoch zu entnehmen, dass H.____, damaliger Mitarbeiter der C.____ und Verantwortlicher für die Lei- tung des Maklergeschäfts, an seinen Einvernahmen vom 31. März 2009 und vom 24. September 2009 aussagte, dass bei der Provisionsabwickl ung zwischen der C.____ und der B.____ immer D.____ von der B.____ im Vordergrun d gestanden habe und Informationen über die E.____ auch immer von D.____ gekommen seien . In seiner Einvernahme vom 10. Mai 2010 führte F.____ aus, er sei Verwaltungsrat bei der E.____ gewesen und ihm sei A.____ zwar als Geschäftspartner von D.____ vorgestellt worden, seiner Ansicht nach sei je- doch D.____ hinter der E.____ gestanden. Aussagen oder Hinweise für eine direkte wirtschaft- liche Beteiligung des Beschwerdeführers an der E.____ l iegen nicht vor. Dass eine direkte ge- schäftliche Verbindung zwischen der B.____ und der ihr n ahestehenden E.____ bestanden hat und die B.____ zugunsten der E.____ auf ihr zustehen de Erträge verzichtet hat, ist erstellt (vgl. KGE VV vom 29. Oktober 2014 [810 14 161/810 14 162]) . Ob dem Beschwerdeführer durch diese geschäftliche Verbundenheit indirekt oder direkt geldwerte Leistungen zugekommen sind, ist nicht bewiesen. Zudem wird in der Beilage C des R evisionsberichts Nr. 2009-210 vom 16. Dezember 2009 festgehalten, dass die betroffenen Geschäftsführer der B.____ gegenüber der Staatsanwaltschaft jede Auskunft verweigern würden und somit unklar bleibe, an wen die Provisionen weitergeflossen seien. Aus diesem Grund sei ein Rechtshilfegesuch in K.____ hängig. Über den Verlauf oder allfällige Ergebnisse d ieses Rechtshilfegesuchs geht aus den Entscheiden der Vorinstanzen und den Akten nichts hervo r. Im Rahmen der Beweislastvertei- lung wäre es jedoch an der Steuerverwaltung gelegen, zu beweisen, dass das steuerauslösen- de Element der Eigentümerschaft an der E.____ bzw. ei ne wirtschaftliche Berechtigung an der- selben auch wirklich vorliegt. Ein solcher Nachweis ist der Steuerverwaltung indessen nicht ge- lungen. Ebenso wenig hat der Beschwerdeführer eingesta nden, wirtschaftlich an der E.____ berechtigt gewesen zu sein. 6.4 Trotz des erstellten Ertragsverzichts der B.____ zugunst en der ihr nahestehenden E.____ (vgl. KGE VV vom 29. Oktober 2014 [810 14 161/8 10 14 162]), liegen keine direkten Beweise und auch keine genügenden Indizien vor, welche einen direkten Beweis ersetzen wür- den, dass der Beschwerdeführer von der E.____ Gelder bezogen hat. Daraus folgt, dass die an die E.____ geflossenen Provisionen, auf welche die B.___ _ verzichtet hatte, nicht dem Be- schwerdeführer zugerechnet werden dürfen. Unter diesen Umständen ist der beweisbelasteten kantonalen Steuerverwaltung der Nachweis nicht gelun gen, dass der Beschwerdeführer geld- werte Leistungen von der liechtensteinischen E.____ Ansta lt erhalten und nicht deklariert hat. Demzufolge fehlt es an den Voraussetzungen von Art. 151 D BG für eine Nachsteuererhebung. Zugleich ist damit der objektive Tatbestand einer volle ndeten Steuerhinterziehung gemäss Art. 175 DBG ausgeschlossen, womit auch die Voraussetzungen für die Erhebung einer Hinter- ziehungsbusse nach § 175 DBG nicht vorliegen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2A.706/2006 vom 1. März 2007 E. 3.4; 2A.583/2004 vom 21. April 200 5 E. 3.1). Die Beschwerde ist somit gutzuheissen. 7.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Ausgangsgemä ss gehen die Verfahrenskosten des kantonsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens zu Lasten der Gerichtskasse (Art. 145 Abs. 2 DBG i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG, § 20 Abs. 3 und 4 VP O). Der erhobene Kostenvorschuss ist Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht dem Beschwerdeführer zurückzuzahlen. Der Rechtsvertreter d es Beschwerdeführers hat dem Gericht für die Verfahren 810 2014 159 und 810 2014 160 eine gemeinsame Honorarrechnung (pro forma) eingereicht. Darin macht er einen Aufwan d von 32,25 Stunden à Fr. 400.-- geltend. Entgegen der Aufforderung in der Verfügung vom 19. S eptember 2014 hat der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers keine detaillierte Honorarnote ein gereicht, weshalb sein Aufwand er- messensweise festzulegen ist. Insbesondere hinsichtlich der Be schwerdebegründung, welche grösstenteils mit der Beschwerdebegründung an das Steuerg ericht übereinstimmt, erscheint eine pauschale Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5‘000.-- für den vorliegenden Fall als angemessen. Demzufolge hat die Steuerverwaltung des Ka ntons Basel-Landschaft dem Be- schwerdeführer eine pauschale Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5'000.-- (inklusive Auslagen und antragsgemäss ohne Mehrwertsteuer) zu beza hlen (Art. 145 Abs. 2 DBG i.V.m. Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesge setzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 [VwVG]). 7.2 Die Angelegenheit ist zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens an das Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Land schaft, Abteilung Steuergericht, zurückzuweisen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der vorinst anzliche Entscheid aufgehoben. 2. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Koste n des vorinstanzli- chen Verfahrens an das Steuer- und Enteignungsgericht d es Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Steuergericht, zurückgewiesen. 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Besch werdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1‘400.-- zurück- erstattet. 4. Die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft ha t dem Be- schwerdeführer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5‘000.-- (inkl. Auslagen) auszurichten. Vizepräsident Gerichtsschreiberin Gegen diesen Entscheid wurde am 9. Januar 2015 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah- rensnummer 2C_16/2015) erhoben.