<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">AL.2009.00290</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">III. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichterin Heine, Vorsitzende</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Annaheim</font> </p><p><font size="4">Ersatzrichterin Condamin</font> </p><p><font size="4">Gerichtssekretärin Meier-Wiesner</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 13. Januar 2011</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">Unia Arbeitslosenkasse</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Neumattstrasse 7, 8953 Dietikon</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Nachdem die Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid vom 17. November 2009 ihre Verfügung vom 29. Oktober 2009 betreffend Festsetzung des versicherten Verdienstes auf Fr. 2'213.-- bestätigt hat (Urk. 2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> nach Einsicht in die Beschwerde vom 24. November 2009, mit welcher der Beschwerdeführer sinngemäss um Festsetzung eines höheren versicherten Verdienstes beantragt hat (Urk. 1), und in die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 23. Dezember 2009 (Urk. 7),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> unter Hinweis auf das Urteil des hiesigen Gerichts vom 27. Oktober 2009, womit die Anspruchsberechtigung des Beschwerdeführers ab 30. April 2009 infolge Befreiung von der Beitragszeit nach Aufenthalt in einer Strafanstalt und anschliessender krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit festgestellt wurde (Prozess Nr. AL.2009.00164),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> in Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV-Gesetzgebung massgebende Lohn gilt, der während eines Bemessungszeitraumes aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise erzielt wurde (Art. 23 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung; AVIG),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> sich der versicherte Verdienst nach dem Durchschnittslohn der letzten sechs Beitragsmonaten beziehungsweise - wenn dieser höher ist - nach dem Durchschnittslohn den letzten zwölf Monaten vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug bemisst (Art. 37 Abs. 1 und 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung; AVIV),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> der Bundesrat unter anderem für Personen, die von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind, Pauschalansätze als versicherten Verdienst festlegt, wobei er insbesondere das Alter, den Ausbildungsstand sowie die Umstände berücksichtigt, die zur Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit geführt haben (Art. 23 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 14 AVIG),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> für den versicherten Verdienst unter anderem von Personen, die von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind folgende Pauschalansätze gelten:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">a. 153 Franken im Tag für Personen mit Hochschulabschluss, mit höherer Berufsbildung oder mit gleichwertiger Ausbildung;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">b. 127 Franken im Tag für Personen mit einer abgeschlossenen Berufslehre;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">c. 102 Franke im Tag für alle übrigen Personen, die 20 Jahre oder älter sind, und 40 Franken im Tag für jene, die weniger als 20 Jahre alt sind (Art. 41 Abs. 1 AVIV),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> sich der versicherte Verdienst von Personen, die von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind, aber innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt haben, auf Grund des erzielten Lohnes und des um den Beschäftigungsgrad gekürzten Pauschalansatzes bestimmt (Art. 23 Abs. 2</font><sup><font face="RotisSerif" size="4">bis</font></sup><font face="RotisSerif" size="4"> AVIG),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> streitig und zu prüfen die Berechnung des versicherten Verdienstes des Beschwerdeführers ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Beschwerdegegnerin dazu den tiefsten Pauschalansatz verwendete, da der von der Beitragszeit befreite Beschwerdeführer keinen Berufsabschluss vorweisen könne (Urk. 2 S. 1, Urk. 7, Urk. 8/1),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> sich der Beschwerdeführer demgegenüber auf den Standpunkt stellt, sein versicherter Lohn als Erwerbstätiger habe Fr. 4'600.-- betragen, ausserdem berücksichtige der tiefe Pauschalansatz die schwierige finanzielle Situation seiner vierköpfigen Familie nicht (Urk. 1, Urk. 8/3, Urk. 12),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> der Beschwerdeführer innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit (30. April 2007 bis 29. April 2009) nicht während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hatte, weil er nach einem einjährigen Freiheitsentzug zu 100 % arbeitsunfähig war, womit die Festsetzung des versicherten Verdienstes weder nach Art. 23 Abs. 1 Satz 1 AVIG in Verbindung mit Art. 37 Abs. 1 und 2 AVIV noch nach Art. 23 Abs. 2</font><sup><font face="RotisSerif" size="4">bis</font></sup><font face="RotisSerif" size="4"> AVIG erfolgt,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> das Vorgehen der Beschwerdegegnerin demnach korrekt war, den versicherten Verdienst gestützt auf Art. 23 Abs. 2 AVIG festzusetzen, wie auch dem tiefsten Pauschalansatz nach Art. 41 Abs. 1 lit. c AVIV zu verwenden, hat doch das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht bereits mehrmals festgehalten, dass Art. 41 Abs. 1 AVIV, der die Abstufung der Pauschalansätze aufgrund unterschiedlicher Ausbildungsabschlüsse statuiert, bundesrechtskonform ist, und der Anspruch auf den mittleren Pauschalansatz nach dem klaren Wortlaut von lit. b dieser Vorschrift eine abgeschlossene Berufslehre oder eine gleichwertige Ausbildung an einer Fachschule oder einer ähnlichen Lehranstalt voraussetzt (ARV 2003 Nr. 23 S. 244 f.),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> der Beschwerdeführer über keinen Berufsabschluss verfügt (Urk. 8/4),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> angesichts der mehrjähriger Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers in der Schweiz (Urk. 8/3) zwar davon ausgegangen werden kann, dass reichlich Berufserfahrung vorhanden ist, es aus Gründen der Rechtssicherheit dennoch nicht angezeigt ist, vom klaren Wortlaut der erwähnten Vorschrift abzuweichen und den mittleren Ansatz vorliegend im Sinne eines Einzelfalles auch ohne Berufsabschluss zu gewähren, womit die Beschwerde abzuweisen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Unia Arbeitslosenkasse</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Staatssekretariat für Wirtschaft seco</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- AWA Amt für Wirtschaft und Arbeit</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p></div></body></html>