<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2006 41 S.213</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2006</span> <span class="title">Fürsorgerische Freiheitsentziehung</span> <span class="page_no">213</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>VII. Fürsorgerische Freiheitsentziehung</b></span><br/> <br/> <br/> <br/> <span class="ft3"><b>41</b></span> <span class="ft3"><b>Verhältnismässigkeit der fürsorgerischen Freiheitsentziehung bei einem</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Patienten mit schwerer chronischer Schizophrenie, trotz begrenzter Be-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>handlungsfähigkeit und ohne Selbst- und Fremdgefährdung, zur Sicher-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>stellung der persönlichen Fürsorge, der regelmässigen Medikation sowie</b></span><br/> <span class="ft3"><b>zur Sicherung eines menschenwürdigen Daseins.</b></span><br/> <span class="ft4">-</span> <span class="ft3"><b>Wenn mittels fürsorgerischer Freiheitsentziehung die Wiedererlan-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>gung der Selbstständigkeit einer Person nicht erreicht werden kann,</b></span><br/> <span class="ft3"><b>ist die Zurückbehaltung in der Anstalt zur Erbringung der notwendi-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>gen persönlichen Betreuung und zur Sicherung eines menschenwür-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>digen Daseins trotz fehlender Behandelbarkeit zulässig (Erw. 4.1 und</b></span><br/> <span class="ft3"><b>4.2; Bestätigung der Rechtsprechung, vgl. AGVE 2005, S. 259).</b></span><br/> <span class="ft4">-</span> <span class="ft3"><b>Stationärer Aufenthalt zur Sicherstellung der regelmässigen Medika-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>tion, zur Vermeidung einer Verwahrlosung und zur Sicherung eines</b></span><br/> <span class="ft3"><b>menschenwürdigen Daseins, unabhängig davon, ob und in welchem</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Ausmass sich das Zustandsbild noch verbessern wird (Erw. 4.2.3).</b></span><br/> <br/> <span class="ft6">Entscheid des Verwaltungsgerichts, 1. Kammer, vom 17. Januar 2006 in Sa-</span><br/> <span class="ft6">chen W.B. gegen Verfügung des Bezirksamtes X.</span><br/> <br/> <span class="ft7"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft8">4.</span><br/> <span class="ft8">4.1. Die betroffene Person muss entlassen werden, sobald ihr</span><br/> <span class="ft8">Zustand es erlaubt (Art. 397a Abs. 3 ZGB; § 67 f EG ZGB). Es ist</span><br/> <span class="ft8">demnach zu prüfen, ob der Beschwerdeführer im heutigen Zeitpunkt</span><br/> <span class="ft8">entlassen werden kann (AGVE 1992, S. 276, 285; 1990, S. 224;</span><br/> <span class="ft8">Gottlieb Iberg, Aus der Praxis der fürsorgerischen Freiheitsentzie-</span><br/> <span class="ft8">hung, in: SJZ 79/1983, S. 297). Kann einer Person die nötige Für-</span><br/> <span class="ft8">sorge anders erwiesen werden, d.h. mit weniger schwerwiegenden</span><br/> <span class="ft8">Eingriffen als mit einer fürsorgerischen Freiheitsentziehung, so muss</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2006</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">214</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">die mildere Massnahme angeordnet werden (AGVE 1997, S. 241;</span><br/> <span class="ft8">1992, S. 276, 285; 1990, S. 224; Thomas Geiser, in: Basler Kom-</span><br/> <span class="ft8">mentar, ZGB I, 2. Aufl., Basel/Genf/München 2002, Art. 397a N 12</span><br/> <span class="ft8">f.; Eugen Spirig, in: Zürcher Kommentar, Art. 397a-397f ZGB, Zü-</span><br/> <span class="ft8">rich 1995, Art. 397a N 259 f. [je mit Hinweisen]).</span><br/> <span class="ft8">In der Regel soll der Klinikaufenthalt eine (meist medikamen-</span><br/> <span class="ft8">töse) Behandlung ermöglichen, die notwendig erscheint und wegen</span><br/> <span class="ft8">des Zustands und Verhaltens der betroffenen Person nicht ambulant</span><br/> <span class="ft8">erfolgen kann. Das Verwaltungsgericht hat in seiner bisherigen</span><br/> <span class="ft8">Rechtsprechung daher festgehalten, die fürsorgerische Freiheitsent-</span><br/> <span class="ft8">ziehung sei unverhältnismässig, wenn nur vage Aussichten auf einen</span><br/> <span class="ft8">Behandlungserfolg bestünden und der Betroffene nicht in hohem</span><br/> <span class="ft8">Masse selbst- oder fremdgefährlich sei (AGVE 1993, S. 310 ff.). Bei</span><br/> <span class="ft8">Gefahr eines sofortigen Rückfalls könne jedoch keine Entlassung er-</span><br/> <span class="ft8">folgen (AGVE 1994, S. 352 ff.). Es sei - namentlich in schweren</span><br/> <span class="ft8">Fällen - zu prüfen, ob die Behandlungsfähigkeit der betroffenen Per-</span><br/> <span class="ft8">son gegeben sei. Der mit dem Freiheitsentzug verbundene Eingriff in</span><br/> <span class="ft8">die persönliche Freiheit sei in der Regel unverhältnismässig, wenn</span><br/> <span class="ft8">der Freiheitsentzug weitgehend den Charakter einer blossen Verwah-</span><br/> <span class="ft8">rung annähme (AGVE 1988, S. 265). Diese Rechtsprechung ist zuge-</span><br/> <span class="ft8">schnitten auf die Vielzahl der Fälle fürsorgerischer Freiheitsentzie-</span><br/> <span class="ft8">hungen von psychisch kranken Menschen, die in einem akuten Zu-</span><br/> <span class="ft8">stand (z.B. wegen Exazerbation einer paranoiden Schizophrenie) in</span><br/> <span class="ft8">eine Psychiatrische Klinik zur stationären Behandlung eingewiesen</span><br/> <span class="ft8">werden. Das Ziel ist in diesen Fällen eine Verbesserung des Zustands</span><br/> <span class="ft8">und eine Stabilisierung durch medikamentöse Behandlung, um da-</span><br/> <span class="ft8">nach die Patienten wieder aus der Klinik zu entlassen und in einem</span><br/> <span class="ft8">ambulanten Rahmen weiter zu behandeln.</span><br/> <span class="ft8">Daneben umfasst Art. 397a ZGB aber auch andere Situationen,</span><br/> <span class="ft8">in denen einer psychisch kranken (bzw. süchtigen oder verwahrlos-</span><br/> <span class="ft8">ten) Person die notwendige persönliche Fürsorge nur noch durch eine</span><br/> <span class="ft8">stationäre Betreuung und Pflege erwiesen werden kann, ansonsten</span><br/> <span class="ft8">ihr ein menschenwürdiges Leben verunmöglicht wird. Diese Voraus-</span><br/> <span class="ft8">setzung kann unabhängig vom Vorliegen einer Behandlungsfähigkeit</span><br/> <span class="ft8">erfüllt sein. Zu denken ist beispielsweise an Personen mit einem</span><br/> <span class="ft8">chronifizierten Krankheitsbild oder mit einer Demenzerkrankung,</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2006</span> <span class="title">Fürsorgerische Freiheitsentziehung</span> <span class="page_no">215</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">welchen aufgrund dieser Geistesschwäche bzw. Geisteskrankheit ein</span><br/> <span class="ft8">selbstständiges Wohnen verunmöglicht ist (z.B. wegen Vergesslich-</span><br/> <span class="ft8">keit, Orientierungslosigkeit, körperlicher Pflegebedürftigkeit, Ver-</span><br/> <span class="ft8">wahrlosungsgefahr, Selbstgefährdung) und welche an einer Krank-</span><br/> <span class="ft8">heit leiden, die im heutigen Zeitpunkt weder durch Therapie noch</span><br/> <span class="ft8">durch medikamentöse Behandlung geheilt werden kann. Das Fürsor-</span><br/> <span class="ft8">gebedürfnis solcher Patienten, welche z.B. aufgrund einer Alzhei-</span><br/> <span class="ft8">mer-Demenz oder einer schweren chronischen Schizophrenie an ei-</span><br/> <span class="ft8">ner Geisteskrankheit im juristischen Sinne leiden, kann in einer eng-</span><br/> <span class="ft8">maschigen Betreuung, Pflege und Kontrolle bestehen, die unter Um-</span><br/> <span class="ft8">ständen nur noch in einem professionellen stationären Rahmen er-</span><br/> <span class="ft8">wiesen werden kann, weil eine 1:1-Betreuung im privaten Umfeld</span><br/> <span class="ft8">aufgrund der Belastung der Umgebung einerseits und der Schutzbe-</span><br/> <span class="ft8">dürftigkeit des Betroffenen andererseits oft nicht mehr möglich ist.</span><br/> <span class="ft8">Fehlt es somit an einer eigentlichen Behandlungsfähigkeit, so ist im</span><br/> <span class="ft8">Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung abzuklären, ob das kon-</span><br/> <span class="ft8">krete Fürsorgebedürfnis eine fürsorgerische Freiheitsentziehung</span><br/> <span class="ft8">rechtfertige, d.h. ob dieses in einem ambulanten Rahmen nicht mehr</span><br/> <span class="ft8">abgedeckt werden könne.</span><br/> <span class="ft8">Diese konstante Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts ent-</span><br/> <span class="ft8">spricht der neueren Lehre. So führt Elisabeth Scherwey aus: "Die</span><br/> <span class="ft8">Freiheitsentziehung muss die persönliche Fürsorge sicherstellen und</span><br/> <span class="ft8">hat die Anstaltsentlassung innert nützlicher Frist herbeizuführen.</span><br/> <span class="ft8">Eine Relativierung erfährt diese Aussage bei unheilbaren Zuständen,</span><br/> <span class="ft8">wenn Ziel und Zweck der fürsorgerischen Freiheitsentziehung, näm-</span><br/> <span class="ft8">lich die Wiedererlangung der Selbstständigkeit und Eigenverant-</span><br/> <span class="ft8">wortung einer Person, nicht erreicht werden kann, die Anordnung ei-</span><br/> <span class="ft8">ner fürsorgerischen Freiheitsentziehung sich aber gleichwohl auf-</span><br/> <span class="ft8">drängt und rechtfertigt. Dies kann beispielsweise auf Personen mit</span><br/> <span class="ft8">altersbedingter Verwirrtheit zutreffen. Hier ist die Anstaltsunterbrin-</span><br/> <span class="ft8">gung zur Erbringung der notwendigen persönlichen Betreuung und</span><br/> <span class="ft8">zur Sicherung eines menschenwürdigen Daseins trotz fehlender Be-</span><br/> <span class="ft8">handelbarkeit zulässig. In solchen Einzelfällen steht nicht mehr die</span><br/> <span class="ft8">Entlassung im Vordergrund, sondern die Sicherung eines menschen-</span><br/> <span class="ft8">würdigen Daseins (unter Umständen mit ständigem Aufenthalt in der</span><br/> <span class="ft8">hiefür geeigneten Anstalt). Welcher Art die persönliche Fürsorge zu</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2006</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">216</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">sein hat und in welchem Umfang sie zu gewähren ist, hängt von den</span><br/> <span class="ft8">Umständen und Bedürfnissen des Einzelfalles ab" (Elisabeth Scher-</span><br/> <span class="ft8">wey, Das Verfahren bei der vorsorglichen fürsorgerischen Freiheits-</span><br/> <span class="ft8">entziehung, Diss. Lachen 2004, S. 15 f.; vgl. auch dazu Geiser, a.a.O,</span><br/> <span class="ft8">Vor Art. 397a-f, N 9).</span><br/> <span class="ft8">4.2.</span><br/> <span class="ft8">4.2.1. Der Beschwerdeführer erklärte anlässlich der verwal-</span><br/> <span class="ft8">tungsgerichtlichen Verhandlung, er wolle, spätestens wenn er eine</span><br/> <span class="ft8">neue Wohnung habe, aus der Klinik entlassen werden. Er nehme in</span><br/> <span class="ft8">Y. ein Zimmer, da gebe es ein günstiges Restaurant. Ins Wohnheim</span><br/> <span class="ft8">X. wolle er nicht mehr zurück.</span><br/> <span class="ft8">4.2.2. Nach Aussagen des zuständigen Oberarztes habe sich der</span><br/> <span class="ft8">Zustand des Beschwerdeführers seit dem Eintritt etwas gebessert, er</span><br/> <span class="ft8">sei weniger angetrieben und der Abstammungswahn sei in den Hin-</span><br/> <span class="ft8">tergrund getreten. Weil der Beschwerdeführer früher Probleme mit</span><br/> <span class="ft8">extrapyramidalen Nebenwirkungen gehabt habe, werde nun das neue</span><br/> <span class="ft8">Medikament Abilify eingesetzt. Der Beschwerdeführer reagiere gut</span><br/> <span class="ft8">darauf und zeige keinerlei Nebenwirkungen. Der zuständige Oberarzt</span><br/> <span class="ft8">erhofft sich durch eine Weiterbehandlung eine weitere Verbesserung,</span><br/> <span class="ft8">wobei keine vollständige Remission zu erwarten sei. Der Beschwer-</span><br/> <span class="ft8">deführer habe im ambulanten Rahmen die Behandlung stets abge-</span><br/> <span class="ft8">setzt, einzig das Medikament Marcoumar (Blutverdünnungsmittel)</span><br/> <span class="ft8">habe er regelmässig eingenommen. Bei einer sofortigen Entlassung</span><br/> <span class="ft8">aus der Klinik sei damit zu rechnen, dass der Beschwerdeführer die</span><br/> <span class="ft8">Medikamente nicht wie verordnet einnehmen würde, dadurch würde</span><br/> <span class="ft8">sich der psychische Zustand verschlechtern und es käme schnell</span><br/> <span class="ft8">wieder zur Verwahrlosung, sowohl betreffend Wohnraum als auch</span><br/> <span class="ft8">betreffend Körperpflege.</span><br/> <span class="ft8">4.2.3. Für das Verwaltungsgericht steht aufgrund der Kranken-</span><br/> <span class="ft8">geschichte, der ärztlichen Aussagen und des an der Verhandlung ge-</span><br/> <span class="ft8">wonnenen Eindrucks fest, dass der Beschwerdeführer immer noch</span><br/> <span class="ft8">behandlungsbedürftig ist. Nach dem Verlassen des Wohnheims X.</span><br/> <span class="ft8">setzte er die neuroleptische Medikation ab, worauf sich sein Zustand</span><br/> <span class="ft8">verschlechtert hat. In der Klinik konnte mit konsequenter Behand-</span><br/> <span class="ft8">lung bereits eine gewisse Verbesserung erzielt werden. Anlässlich der</span><br/> <span class="ft8">verwaltungsgerichtlichen Verhandlung war erkennbar, dass die</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2006</span> <span class="title">Fürsorgerische Freiheitsentziehung</span> <span class="page_no">217</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">Wahnhaftigkeit des Beschwerdeführers noch stark im Vordergrund</span><br/> <span class="ft8">steht. Bei Fortsetzung der Behandlung ist mit dem zuständigen Ober-</span><br/> <span class="ft8">arzt und dem Fachrichter eine weitere Beruhigung des Beschwerde-</span><br/> <span class="ft8">führers und eine gewisse Stabilisierung des Zustandsbilds zu erwar-</span><br/> <span class="ft8">ten. Somit kann zumindest noch für eine gewisse Zeit auch die Be-</span><br/> <span class="ft8">handlungsfähigkeit des Beschwerdeführers bejaht werden.</span><br/> <span class="ft8">Unabhängig davon, ob und in welchem Ausmass sich das Zu-</span><br/> <span class="ft8">standsbild des Beschwerdeführers noch verbessert, steht fest, dass</span><br/> <span class="ft8">der Beschwerdeführer zur Sicherstellung der regelmässigen Medika-</span><br/> <span class="ft8">tion und zur Vermeidung einer Verwahrlosung eine betreute Wohn-</span><br/> <span class="ft8">situation braucht. Auch wenn der optimal erreichbare Behandlungs-</span><br/> <span class="ft8">erfolg eingetreten sein wird, kann dem Beschwerdeführer ein men-</span><br/> <span class="ft8">schenwürdiges Dasein einzig im stationären Rahmen gesichert wer-</span><br/> <span class="ft8">den. So ist es jeweils bei den langen Klinikaufenthalten wie auch im</span><br/> <span class="ft8">Wohnheim X. recht gut gegangen und der Beschwerdeführer konnte</span><br/> <span class="ft8">erhebliche Freiheiten geniessen und einer Beschäftigung nachgehen.</span><br/> <span class="ft8">Sobald er wieder in eine eigene Wohnung gezogen und auf sich al-</span><br/> <span class="ft8">leine gestellt war, setzte er die Medikamente ab, sein Zustandsbild</span><br/> <span class="ft8">verschlechterte sich, die Wahngebäude traten in den Vordergrund,</span><br/> <span class="ft8">eine Verwahrlosung setzte ein und in sämtlichen sozialen Beziehun-</span><br/> <span class="ft8">gen bekam er Probleme. So kam es auch zur Wohnungskündigung</span><br/> <span class="ft8">per Ende Januar 2006. Demgegenüber ging es auch gemäss Aussagen</span><br/> <span class="ft8">seiner Beiständin anlässlich der verwaltungsgerichtlichen Ver-</span><br/> <span class="ft8">handlung im Wohnheim X. sehr gut, der Beschwerdeführer arbeitete</span><br/> <span class="ft8">gut, war sehr aktiv und konnte vieles unternehmen. Sowohl der zu-</span><br/> <span class="ft8">ständige Oberarzt als auch die Beiständin erachten eine betreute</span><br/> <span class="ft8">Wohn- und Arbeitsform für den Beschwerdeführer als angezeigt.</span><br/> <span class="ft8">Eine Entlassung im jetzigen Zeitpunkt wäre in Anbetracht der</span><br/> <span class="ft8">bisherigen Krankengeschichte unverantwortlich und würde unwei-</span><br/> <span class="ft8">gerlich zu einer schnellen Verschlechterung des Zustands und zu ei-</span><br/> <span class="ft8">ner baldigen Eskalation der Situation führen sowie eine Verwahrlo-</span><br/> <span class="ft8">sungsgefahr mit sich bringen. Die nötige persönliche Fürsorge kann</span><br/> <span class="ft8">dem Beschwerdeführer im Verhandlungszeitpunkt nur mit einer Fort-</span><br/> <span class="ft8">führung der stationären psychiatrischen Behandlung erwiesen wer-</span><br/> <span class="ft8">den.</span><br/></div> </div> </body> </html>