<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2000.00031</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106124&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2000.00031</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.05.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kündigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Versetzung eines Volksschullehrers ist grundsätzlich zumutbar. Zuständigkeit (E. 1) und anwendbares Recht (E. 2a). Weil § 18 PG nicht anwendbar ist und auch die obligationenrechtlichen Vorschriften nicht durch Lückenfüllung anwendbar sind, steht dem Bf unter keinem Titel eine Entschädigung zu (E. 2b). Die Zulässigkeit einer Versetzung durch den Arbeitgeber ergibt sich einerseits aus seinem Weisungsrecht gegenüber dem Arbeitnehmer und andererseits, für Volksschullehrkräfte seit dem 1.10.2000, aufgrund von § 28 PG. Die Voraussetzung einer Versetzung ist deren Zumutbarkeit (E. 3). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANWENDBARES RECHT">ANWENDBARES RECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSCHÃDIGUNG">ENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSTELLUNGSKLAGE">FESTSTELLUNGSKLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNGERECHTFERTIGTE KÃNDIGUNG">UNGERECHTFERTIGTE KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSETZUNG">VERSETZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEISUNGSRECHT">WEISUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUMUTBARKEIT">ZUMUTBARKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 2 LPG 412.31</span><br/><span class="gerade">§ 18 PG</span><br/><span class="ungerade">§ 28 PG</span><br/><span class="gerade">§ 17 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 80b VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Mit VerfÃ¼gung vom 28. Juli 1998 ordnete die Erziehungsdirektion (heute Bil­dungs­direktion) des Kantons ZÃ¼rich A, geboren 1954, auf Beginn des Schuljahres 1998/99 (das heisst ab 16. August 1998) unbefristet als Verweser an die Pri­marschule ZÃ¼rich X ab, wo er zunÃ¤chst im Schulhaus O und ab dem Schuljahr 1999/2000 im Schulhaus P unter­rich­tete. Auf Antrag der Kreisschulpflege X vom 3. April kÃ¼ndigte das Volksschulamt am 14. April 2000 diese Verweserstelle auf Ende Schuljahr 1999/2000, das heisst auf den 15. Au­gust 2000; einem allfÃ¤lligen Re­kurs wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diese KÃ¼ndigung rekurrierte A am 12. Mai 2000 an die Bil­dungs­direk­tion.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit einem Zwischenentscheid vom 7. Juli 2000 hiess diese das Rechtsmittel in Be­zug auf die Einhaltung der KÃ¼ndigungsfrist gut; die KÃ¼ndigung trete somit erst per 15. Au­gust 2001 in Kraft. Gleichzeitig wurde das Volksschulamt eingeladen, das ArbeitsverhÃ¤lt­nis fÃ¼r das Schuljahr 2000/2001 zu regeln. Dieses verfÃ¼gte am 26. Juli 2000 A werde nicht mehr im Schulkreis X unterrichten, sondern fÃ¼r dieses Schuljahr im Schul­­kreis X besoldet beurlaubt und im Rahmen der Zumutbarkeit versetzt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>A liess am 23. August 2000 auch gegen diese VerfÃ¼gung rekurrieren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 8. November 2000 vereinigte die Bildungsdirektion die Verfahren und hiess "den" Rekurs im Sinne der ErwÃ¤gungen teilweise gut; zudem sprach sie A eine Parteient­schÃ¤digung von Fr. 1'500.- zu. In den ErwÃ¤gungen bestÃ¤tigte die Bildungsdirek­tion den Entzug der aufschiebenden Wirkung. Sodann erwog sie, dass zwar bezÃ¼glich des KÃ¼ndi­gungsschutzes § 2 des Gesetzes Ã¼ber das Ar­beits­verhÃ¤ltnis der Lehrpersonen an der Volks­schule (Lehrerpersonalgesetz) vom 10. Mai­ 1999 (LPG; LS 412.31) subsidiÃ¤r auf das Ge­setz Ã¼ber das ArbeitsverhÃ¤ltnis des Staatspersonals (Per­sonalgesetz) vom 27. September 1998 (PG, LS 177.10) verweise, doch sei diese Bestimmung wegen der erst teilweisen In­kraftsetzung des Leh­rerpersonalgesetzes noch nicht anwendbar. Indes­sen wÃ¤re es rechtsun­gleich, die Volks­schullehrkrÃ¤fte als einzige Berufsgruppe nach Ab­schaf­fung der Amts­dauer nicht in den Genuss des erweiterten KÃ¼ndigungsschutzes des Per­sonalgesetzes kom­men zu lassen. Die verfassungskonforme Auslegung des Personalge­set­zes erfordere des­halb die Anwendung seiner KÃ¼ndigungsschutzbestimmungen auch auf die Volksschullehr­krÃ¤fte. Hier habe das KÃ¼ndigungsverfahren nicht den Anforderungen von § 19 PG entspro­chen. Zudem kÃ¶nne A insgesamt nur vorgeworfen werden, dass er, nachdem ihm am 30. No­vember 1999 die KÃ¼ndigungsabsicht mitgeteilt worden sei, auf sehr auf­dringliche und beharrliche Weise versucht habe, seine Rechte durchzusetzen, was fÃ¼r sich allein die KÃ¼ndigung nicht zu rechtfertigen vermÃ¶ge. Gleichwohl habe A kei­nen Anspruch auf eine EntschÃ¤digung im Sinn von § 18 Abs. 3 PG, da ihm das Volks­schul­amt mitgeteilt habe, dass er an einer anderen Lehrstelle der zÃ¼rcherischen Volks­schu­le eingesetzt wÃ¼rde. So­dann stehe ihm auch keine Abfindung gemÃ¤ss § 26 PG zu, da er die zeitlichen Voraus­set­zungen hierfÃ¼r nicht erfÃ¼lle. Schliesslich habe das Volks­schul­amt zu­lÃ¤ssiger­weise angeord­net, dass A nicht weiter im Schulkreis X, je­doch an einer anderen Stelle in der zÃ¼rcheri­schen Volksschule eingesetzt werden kÃ¶nne.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Rekursentscheid liess A am 8. Dezember 2000 Be­schwerde er­he­ben mit den AntrÃ¤gen:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. In AbÃ¤nderung von Ziff. I der angefochtenen VerfÃ¼gung sei</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>a) dem BeschwerdefÃ¼hrer eine EntschÃ¤digung gemÃ¤ss § 18 Abs. 3 PG in der HÃ¶he von fÃ¼nf MonatslÃ¶hnen, das sind Fr. 43'110.--, zuzu­sprechen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>b) festzustellen, dass die Versetzung gemÃ¤ss der VerfÃ¼gung des Volks­schulamts vom 26. Juli 2000 unzulÃ¤ssig ist;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 2. In AbÃ¤nderung von Ziff. II der angefochtenen VerfÃ¼gung sei die Par­teientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekursverfahren auf Fr. 4'000.-- festzulegen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegeg­nerin."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Bildungsdirektion am 10. Januar und die als Mitbeteiligte ins Verfahren einbe­zogene Kreisschulpflege X am 3. MÃ¤rz 2001 beantragten Abweisung der Beschwerde, letztere zudem die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Beschwerde richtet sich gegen einen erstinstanzlichen Rekursentscheid der Bildungsdirektion Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung. GemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Ver­waltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (in der Fassung vom 8. Juni 1997; VRG) ist das Verwaltungsgericht fÃ¼r die Behandlung zustÃ¤ndig. Angesichts des 20'000 Franken klar Ã¼bersteigenden Streitwerts ist der Entscheid gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 VRG von der Kam­mer zu fÃ¤llen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) GemÃ¤ss § 1 Abs. 1 PG unterstehen diesem Gesetz das Personal des Staates und seiner unselbstÃ¤ndigen Anstalten; laut Absatz 2 gilt das Gesetz fÃ¼r die LehrkrÃ¤fte an Semi­naren, Mittelschulen und Berufsschulen, soweit nicht besondere Bestimmungen bestehen. Nicht unterstellt sind dem Personalgesetz somit die VolksschullehrkrÃ¤fte. Auf diese findet es gemÃ¤ss § 2 LPG nur Anwendung, sofern das Lehrerpersonalgesetz keine ausdrÃ¼ckliche Regelung enthÃ¤lt. Von diesem standen im Zeitpunkt der KÃ¼ndigung am 14. April 2000 und auch bei AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses am 15. August 2000 lediglich §§ 5, 29 und 30 lit. a und b in Kraft, nicht jedoch § 2 LPG betreffend die subsidiÃ¤re Anwendung des (all­ge­meinen) Personalgesetzes (Regierungsratsbeschluss vom 19. Januar 2000, OS 56, 53); die vollstÃ¤ndige Inkraftsetzung erfolgte erst auf 1. Oktober 2000 (Regierungsratsbe­schluss vom 19. Juli 2000, OS 56, 216).</span></p> <p class="Einzug1"><span>Trotz dieser beschrÃ¤nkten Anwendbarkeit des (allgemeinen) Personal­gesetzes hat die Vorinstanz gleichwohl die KÃ¼ndigungsschutzbestimmungen von § 18 PG angewandt. Wie das Verwaltungsgericht bereits mehrfach entschieden hat (VGr, 14. MÃ¤rz 2001, PB.2000.00018 und 00029; VGr, 11. April 2001, PB.2000.00024), ist diese Auffassung rechtsirrtÃ¼mlich. Entgegen der Auffassung der Vor­instanz ist die Nichtanwendbarkeit die­ser KÃ¼ndigungsschutzbestimmungen bis zum Zeitpunkt des vollstÃ¤ndigen Inkrafttretens des Lehrerpersonalgesetzes nicht stossend und besteht kein Grund, sie "in verfas­sungs­kon­former Auslegung des Personalgesetzes" gleichwohl anzuwenden. Das gilt nicht nur, wenn es um die KÃ¼ndigung von bisher von den Gemeinden auf Amtsdauer gewÃ¤hlten Lehrperso­nen gemÃ¤ss § 29 Abs. 2 LPG geht, sondern auch bei der KÃ¼ndigung eines bisher gemÃ¤ss § 300 lit. b des Unterrichtsgesetzes vom 23. Dezember 1859 (UnterrichtsG, in der bis am 1. Februar 2000 gelten Fassung; GS 410.1) auf unbestimmte Zeit abgeordneten Verwesers. Solche ArbeitsverhÃ¤ltnisse blieben gemÃ¤ss dem auf 1. Februar 2000 in Kraft gesetzten § 5 Abs. 1 LPG weiterhin unbefristet; ein KÃ¼ndigungsschutz ergab sich bereits daraus, dass der Staat als Ã¶ffentlichrechtlicher Arbeitgeber an verfassungs­rechtliche Grundprinzipien wie das WillkÃ¼rverbot, die GrundsÃ¤tze der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssig­keit, von Treu und Glauben sowie in verfahrensmÃ¤ssiger Hinsicht des rechtlichen GehÃ¶rs gebunden ist. Somit bestand keine LÃ¼cke, welche durch die Voranwendung des wegen der nicht vollstÃ¤ndigen Inkraftsetzung des Lehrerpersonalgesetzes noch nicht anwendbaren § 18 PG hÃ¤tte geschlossen werden mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Ist § 18 PG noch nicht anwendbar, so fÃ¤llt die vom BeschwerdefÃ¼hrer unter die­sem Titel geforderte EntschÃ¤digung in der HÃ¶he von 5 MonatslÃ¶hnen von vornherein aus­ser Betracht. Die obligatio­nenrechtlichen Vorschriften Ã¼ber die missbrÃ¤uchliche KÃ¼ndi­gung (Art. 336/336a OR) lassen sich auch nicht auf dem Weg der LÃ¼ckenfÃ¼llung anwenden (vgl. Verwaltungsgericht, 2. MÃ¤rz 1995 [VK.94.0031], ZBl 96/1995, 382 ff.; eine gegen diesen Entscheid erhobene staatsrechtliche Beschwerde hat das Bundesgericht am 23. Ok­tober 1996 abgewiesen). Eine solche LÃ¼cken­fÃ¼llung kommt auch deshalb nicht in Betracht, weil der vorweg in Kraft gesetzte § 29 Abs. 3 LPG ausdrÃ¼cklich nur auf die Bestimmungen des (allgemeinen) Personalgesetzes Ã¼ber die Abfindung verweist und nicht auch auf die KÃ¼n­digungsschutzbestimmungen von § 18 PG, welcher in Absatz 3 bei missbrÃ¤uchlicher oder sachlich nicht gerechtfertigter KÃ¼ndigung eine EntschÃ¤digung nach den Bestimmun­gen des Obligationenrechts vorsieht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer will sodann festgestellt haben, dass die von der Vorin­stanz geschÃ¼tzte Versetzung gemÃ¤ss VerfÃ¼gung des Volksschulamtes vom 26. Juli 2000 unzulÃ¤ssig sei. Diese "Versetzung" betrifft die TÃ¤tigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers bis zur Auf­lÃ¶sung des AnstellungsverhÃ¤ltnisses auf Ende des Schuljahres 2000/2001, das heisst bis 15. August 2001. Die VerfÃ¼gung ist insofern unklar, als sie einerseits von einer besoldeten Beurlaubung im Schulkreis X und andererseits von einer Versetzung im Rahmen der Zu­mutbarkeit spricht. Gemeint ist offenkundig, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bis 15. August 2001 seine Besoldung beziehen soll, dass er aber im Rahmen der Zumutbarkeit an einer Lehrstelle der zÃ¼rcherischen Volksschule ausserhalb des Schulkreises X eingesetzt werden kann. Die Vorinstanz hat den Rekurs insofern gestÃ¼tzt auf § 28 PG abgewiesen. Nach die­ser Bestimmung kann die Anstellungs- oder AufsichtsbehÃ¶rde Angestellte, wenn es der Dienst oder der wirtschaftliche Personaleinsatz erfordert, unter Beibehaltung des bishe­ri­gen Lohnes fÃ¼r die Dauer der KÃ¼ndigungsfrist sowie im Rahmen der Zumutbarkeit ver­setzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, die Versetzung von einer Gemeinde in eine andere sprenge den Rahmen von § 28 PG. Sodann sei hier die Versetzung nicht durch dienstliche GrÃ¼nde geboten gewesen, sondern einzig die Folge des Konflikts mit der PrÃ¤si­dentin der Kreisschulpflege. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) FÃ¼r VolksschullehrkrÃ¤fte ist § 28 PG erst mit der vollstÃ¤ndigen Inkraftsetzung des Lehrerpersonalgesetzes auf 1. Oktober 2000 anwendbar geworden. Die Abordnung des BeschwerdefÃ¼hrers als Vikar ins Schulhaus K im Schulkreis ZÃ¼rich-.... ab 12. Sep­tember 2000 gemÃ¤ss Vikariatsabordnung der Bildungsdirektion vom 8. September 2000 lÃ¤sst sich somit nicht auf diese Bestimmung stÃ¼tzen. Indessen kann aus dem Fehlen einer entspre­chenden Bestimmung fÃ¼r den Zeittraum bis zum 1. Oktober 2000 nicht auf die Un­zulÃ¤ssig­keit der Abordnung geschlossen werden. Die Abordnung des Verwesers in ein be­stimmtes Schul­haus beruht auf dem Weisungsrecht des Arbeitgebers und begrÃ¼ndet in der Regel kei­nen Rechtsanspruch des Arbeitnehmers auf Beibehaltung einer bestimmtem Klas­se und Ver­bleiben an einem bestimmten Arbeitsort; das muss jedenfalls solange gel­ten, als es sich wie hier um unwesentliche Ãnderungen des TÃ¤tigkeitsgebiets und klein­rÃ¤umige Ver­­legun­gen des Arbeitsortes handelt (vgl. Andreas Keiser, Rechtsschutz im Ã¶f­fentlichen Personal­recht nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZBl 99/1998, S. 200); so hat das Verwaltungsgericht entschieden, die Aufhebung eines Kin­dergartens mit der Folge, dass die Arbeitnehmerin in einem anderen Kindergarten unter­richten mÃ¼sse, stelle keine anfechtbare VerfÃ¼gung dar (VGr, 22. September 1999, PB.1999.00013; eine hiergegen erhobene staatsrechtliche Beschwerde hat das Bundesge­richt am 22. Dezember 1999 abgewiesen). Im Ergebnis erweist sich damit die Beschwerde bezÃ¼glich der Zeit vor dem 1. Oktober 2000 als unbegrÃ¼ndet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) FÃ¼r die Zeit ab 1. Oktober 2000 bestimmt sich die ZulÃ¤ssigkeit einer Versetzung nach § 28 PG. Inwiefern ein Einsatz in einer anderen Gemeinde den Rahmen von § 28 PG sprengen kÃ¶nnte, ist nicht ersichtlich; entscheidend ist, ob ein solcher Einsatz zumutbar ist, was neben der Art der Arbeit insbesondere auch vom Arbeitsweg abhÃ¤ngt. Das lÃ¤sst sich naturgemÃ¤ss nicht allgemein, sondern nur in Bezug auf eine bestimmte Arbeitsstelle beur­teilen. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer die UnzulÃ¤ssigkeit einer Versetzung allgemein festge­stellt haben will, ist auf die Beschwerde schon aus diesem Grund nicht einzutreten. Sodann fehlt es bezÃ¼glich der vom BeschwerdefÃ¼hrer bereits abgelehnten ArbeitseinsÃ¤tze jeden­falls im heutigen Zeitpunkt an einem Feststellungsinteresse des BeschwerdefÃ¼hrers. Soweit aufgrund der Akten ersichtlich, hat er nÃ¤mlich bis anhin die Besoldung als Verweser bezo­gen und ist ihm diese nicht mit der BegrÃ¼ndung aberkannt worden, er habe die Ãbernahme zumutbarer EinsÃ¤tze verweigert. Ãber die von ihm geltend gemachten GrÃ¼nde gegen Ein­sÃ¤tze unter anderem in F und G wÃ¤re deshalb erst zu befinden, wenn un­ter Hinweis auf diese Arbeitsangebote weitere Besoldungszahlungen verweigert oder be­reits erfolgte zu­rÃ¼ckgefordert wÃ¼rden. Eine solche Anordnung ist soweit ersichtlich bis heu­­te nicht ergan­gen, und das Verwaltungsgericht hat ihr nicht vorzugreifen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt die ihm im Rekursverfahren zugesprochene Partei­entschÃ¤digung von Fr. 1'500.- als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig tief; selbst mit den beantragten Fr. 4'000.- wÃ¤ren seine Vertretungskosten nur zur HÃ¤lfte gedeckt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer hat im Rekursverfahren beantragt, es sei festzustellen, dass die KÃ¼ndigung erst auf Ende Schuljahr 2000/2001 wirksam werde und sie zudem sachlich nicht gerechtfertigt sei, weshalb er wieder als Verweser im Schulkreis X einzustellen, ihm eventuell eine EntschÃ¤digung von 5 MonatslÃ¶hnen zuzusprechen sei. Nachdem das An­stellungsverhÃ¤ltnis auf Ende Schuljahr 2000/2001 aufgelÃ¶st worden ist, der Beschwer­de­fÃ¼hrer nicht wieder im Schulkreis X als Verweser eingestellt worden und ihm die bean­tragte EntschÃ¤digung versagt geblieben ist, erscheint er jedenfalls schon im Rekursver­fah­ren nicht als Ã¼berwiegend obsiegende Partei. Nach der Praxis hÃ¤tte ihm deshalb Ã¼ber­haupt keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen werden mÃ¼ssen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Boss­hart/­Mar­tin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼­rich 1999, § 17 N. 32) und bedeutet die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- jedenfalls keine Rechtsverletzung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Die Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. ... </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>