B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-148/2011 U r t e i l v o m 7 . J a n u a r 2 0 1 3 Besetzung Richter Kurt Gysi (Vorsitz), Richterin Christa Luterbacher, Richter Bruno Huber, Gerichtsschreiber Nicholas Swain. Parteien A._______, geboren am (…), B._______, geboren am (…), C._______, geboren am (…), D._______, geboren am (…), Iran, alle vertreten durch Katerina Baumann, Fürsprecherin, Berner Rechtsberatungsstelle für Menschen in Not, Beschwerdeführende, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 16. Dezember 2010 / N (…). E-148/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. Die Beschwerdeführenden reisten am 18. Oktober 2010 in die Schweiz ein, und ersuchten gleichentags im Empfangs - und Verfahrenszentrum (EVZ) E._______ um Asyl. Sie wurden am 21. Oktober 2010 im EVZ summarisch befragt und am 12. November 2010 fanden direkte Anhörun- gen durch das BFM gemäss Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) statt. B. B.a. Der Beschwerdeführer – ein Kurde mit letztem Wohnsitz in F._______ − brachte zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentl i- chen vor, er sei im Januar/Februar 1999 aufgrund einer Auseinanderse t- zung mit einem Geistlichen festgenommen worden und habe 11 Tage in Untersuchungshaft verbracht. Er stamme aus einer politisch aktiven F a- milie. Sein Bruder G._______ sei im Jahre 2003 der Komala-Partei beige- treten und sei ab 2006 als Mitglied der Peschmerga dieser Partei haupt- sächlich im Irak aktiv gewesen. Er selber sei ebenfalls ab 2006 aktives Mitglied dieser Partei gewesen. Seine Aufgabe sei es gewesen, zwei im Internet publizierte Zeitschriften jeweils auszudrucken und diese an den Parteikollegen I._______ weiterzugeben, welcher sie vervielfältigt und verteilt habe. Es habe sich um die in kurdischer Sprache publizierte Zei t- schrift "Pishrou" der Komala-Partei und die in Farsi erscheinende Publika- tion "Jahan-e Emruz" der Kommunistischen Arbeiterpartei Iran gehandelt. Zudem habe er zweimal im Auftrag der Partei die Ladenbesitzer über b e- vorstehende Kundgebungen unterrichtet. Im Monat Tir 1389 (Juni/Juli 2010) sei G._______ zusammen mit zwei weiteren Parteigenossen fest- genommen worden. Am (…) sei seiner Familie vom iranischen Gehei m- dienst (Etelaat) mitgeteilt worden, dass G._______ in H._______ hinge- richtet worden sei und sie seinen Leichnam abholen sollten. Er habe dies zusammen mit seinem Vater und seinem ältesten Bruder getan. Sie hät- ten die Kosten der Hinrichtung bezahlen müssen , und es sei ihnen unter- sagt worden, eine Trauerfeier für G._______ abzuhalten und ihn im Friedhof von F._______ zu bestatten. Zudem hätten sie ihre Geschäfte nicht zum Zeichen der Trauer schliessen dürfen. Seit der Beerdigung von G._______ sei das Haus seiner Familie von Beamten de s Etelaat in Zivil überwacht worden. Im Weiteren habe er in den Jahren 2009/2010 einen Web-Log geführt, in welchem er kritische Artikel und Kommentare und von de n iranischen Behörden zensierte Nachrichten veröffentlicht habe. Er habe deshalb Drohungen erhalten , und schliesslich sei der Web -Log E-148/2011 Seite 3 gesperrt worden. Daraufhin habe er einen zweiten Web-Log mit leicht ab- geänderter Adresse eröffnet, diesen aber nach der Hi nrichtung seines Bruders geschlossen. Schliesslich habe e r etwa 105 verbotene Bücher aus dem Internet heruntergeladen, auf CDs gebrannt und diese an ve r- trauenswürdige Freunde weit ergegeben. Die streng religiösen Familien einiger dieser Freunde hätten jedoch seinen Vater wegen des regime - und islamkritischen Inhalts dieser Bücher getadelt. Eine Woche nach der Hinrichtung von G._______, glaublich am (…), habe die Ehefrau von I._______ seiner Ehefrau telefonisch mitg eteilt, dass dieser verhaftet worden sei. Er habe befürchtet, ebenfalls festgenommen zu werden und sich daher, auf Anraten seines Vaters und seiner Brüder , zur Ausreise entschlossen. Er und seine Ehefrau seien zusammen mit ihren Kindern noch am selben Tag zu einem Freund seines Vaters nach J._______ ge- reist. Am nächsten Tag hätten sie mit Hilfe eines Schleppers zu Pferd die Grenze zur Türkei überquert, von wo sie per PW und LKW in die Schweiz gebracht worden seien. Er sei überzeugt , dass I._______ oder die zu- sammen mit seinem Bruder verhafteten Parteigenossen den Behörden unter Folter seinen Namen preisgeben würde n, und ihm daher auch die Hinrichtung drohe. B.b. Die Beschwerdeführerin bestätigte im Wesentlichen die Vorbringen ihres Ehemannes. Sie habe sich sel ber nicht politisch betätigt und nie Probleme mit den Behörden gehabt. Sie habe ihr Herkunftsland au s- schliesslich aufgrund der von ihrem Ehemann wegen seiner politischen Aktivitäten befürchteten Verfolgung verlassen. C. Mit Verfügung vom 16. Dezember 2010 – eröffnet am 17. Dezember 2010 − stellte das BFM fest, dass d ie Beschwerdeführenden die Flüchtlingsei- genschaft nicht erfüll ten, lehnte ihre Asylgesuche ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug an. Auf die Begrü n- dung wird – soweit entscheidwesentlich – in den Erwägungen eingega n- gen. D. Mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 10. Januar 2011 beantragten die Beschwerdeführenden, die Verfügung des BFM sei aufzuheben und es sei ihnen die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und das Asyl zu g e- währen. Eventualiter sei die Unzulässigkeit beziehungsweise Unzumu t- barkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und ihnen die vorläufige Aufnahme zu gewähren. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchten die E-148/2011 Seite 4 Beschwerdeführenden um Gewährung der unent geltlichen Rechtspflege sowie um Erlass des Kostenvorschusses. E. Mit Zwischenverfügung vom 19. Januar 2011 hiess der Instruktionsrichter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal tungsverfah- ren (VwVG, SR 172.021) gut und verzichtete antragsgemäss auf die E r- hebung eines Kostenvorschusses. F. Mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 26. Januar 2011 reichten die Be- schwerdeführenden mehrere fremdsprachige Dokumente (Identitätskarte und Todesschein des Bruders des Beschwerdeführers [jeweils in Kopie], mehrere im Internet publizierte Berichte) zu den Akten. G. Mit Verfügung vom 1. März 2011 forderte der Instruktionsrichter die B e- schwerdeführenden dazu auf, diese Dokumente innert Frist in eine Amts- sprache übersetzen zu lassen. H. Mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 8. März 2011 reichten die B e- schwerdeführenden eine Übersetzung der den Bruder des Beschwerd e- führers betreffenden Dokumente sowie ein Bestätigungsscheiben der "Representation of Komala Abroad" vom 17. Februar 2011 e in. Im Weite- ren beantragten sie unter Hinweis darauf , dass die Übersetzung der I n- ternet-Artikel ihre finanziellen Mittel übersteige, diesbezüglich die Gewäh- rung der unentgeltlichen Prozessführung. I. In der Folge veranlasste der Instruktionsrichter von Amtes wegen eine Übersetzung der genannten Dokumente. J. In ihrer Vernehmlassung vom 20. April 2011 hielt die Vorinstanz an ihrer Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. K. Mit Verfügung vom 28. April 2011 wurde den Beschwerdeführenden G e- legenheit zur Stellungnahme zu dieser Vernehmlassung gegeben. E-148/2011 Seite 5 L. Mit Eingabe vom 11. Mai 2011 machten die Beschwerdeführenden ergän- zende Bemerkungen zu ihrer Beschwerdeeingabe und hielten an ihren Beschwerdevorbringen fest. M. Mit Ei ngabe vom 25. Mai 2011 machten die Beschwerdeführenden ein exilpolitisches Engagement geltend und reichten zum Beleg desselben Fotos von mehreren Kundgebungen aus den Jahren 2010 und 2011 zu den Akten. N. Mit Eingabe vom 24. Januar 2012 reichten die Beschwerdeführenden ei- nen die Beschwerdeführerin betreffenden undatierten fachärztlichen Be- richt der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD) zu den Akten. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltung s- gerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher z u- ständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen eines Ausliefe- rungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Pe r- son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2. Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Die Beschwer- deführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 E-148/2011 Seite 6 und Art. 108 Abs. 1 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrich tige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. 3.1. Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG). 3.2. Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Ung laubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 4. 4.1. Zur Be gründung ihrer Verfügung stellte sich die Vorinstanz auf den Standpunkt, die vom Beschwerdeführer vorgebrachten politischen Aktivi- täten und seine angeblichen damit verbundenen Probleme seien als un- glaubhaft zu erachten . Seine Darstellung, er habe jeweils per E-Mail die Anweisungen zum Herunterladen und Ausdrucken der Parteizeitungen erhalten, erscheine angesichts der genauen Überwachung aller Tätigkei- ten im Internet im Iran nicht nachvollziehbar. Zudem seien die regimekriti- schen Aktivitäten des Beschwerdeführers nicht vereinbar mit dem U m- stand, dass seine Familie bereits aufgrund des Engagements seines Br u- ders G._______ im Fokus der Behörden gestanden habe und er deshalb mit einer genauen Überwachung habe rechnen müssen. Demnach hätte er mit seiner Vorgehensweise nicht nur sich , sondern auch seine Familie E-148/2011 Seite 7 und die Partei gefährdet. Ebenso erscheine angesichts des geschilderten Hintergrunds des Beschwerdeführers und seiner Familie realitätsfremd, dass er bis zur Ausreise persönlic h keine Probleme mit den Behörden gehabt habe und insbesondere, dass die Behörden nach dem Anruf, mit welchem die Beschwerdeführenden über die Verhaftung des Parteikoll e- gen I._______ informiert worden seien, nicht eingegriffen hätten. Im We i- teren hätten die Beschwerdeführenden sich widersprüchlich dazu geäu s- sert, in welchem Masse die Beschwerdeführerin Kenntnis von den Aktiv i- täten ihres Ehemannes gehabt habe, und der Beschwerdeführer habe un- terschiedliche Aussagen zu seinen Kontakten mit seinem Bruder G._______ gemacht. Zudem sei nicht nachvollziehbar, dass er nicht wi s- se, ob die Frau von I._______ auf den Festnetzanschluss oder das Mobil- telefon seiner Familie angerufen habe. Schliesslich liege kein zeitlicher und sachlicher Zusammenhang zwischen der Ausreise der Beschwerd e- führenden und dem vorgebrachten Vorfall im Jahre 1999 vor. Im Übrigen würden keine Hinweise auf eine den Beschwerdeführenden drohende, gegen Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheite n (EMRK, SR 0.101) verstossende Behandlung oder Bestrafung vorliegen , und weder die in ihrem Heima t- staat herrschende allgemeine Situation noch individuelle Gründe würden gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges sprechen. Namen t- lich seien die Beschwe rdeführenden noch relativ jung und bei guter G e- sundheit und würden über eine gute Schuldbildung und berufliche Erfa h- rung verfügen. Zudem hätten sie sowohl in ihrem Heimatland als auch im Ausland ein familiäres Netz , auf dessen Unterstützung sie zurückgreif en könnten. 4.2. Die Beschwerdeführenden brachten zur Begründung ihrer Beschwer- de vor, das Bundesamt habe ihre Vorbringen zur Unrecht als unglaubhaft eingestuft. Die ihnen vorgeworfenen Widersprüche und Ungereimtheiten liessen sich bei einer neutralen Betracht ung auflösen. Bezüglich der B e- nachrichtigung durch die Partei per E -Mail sei zu beachten, dass der Be- schwerdeführer nur einmal eine Anweisung auf diesem Weg erhalten h a- be, aufgrund derer er dann wiederholt Zeitschriften heruntergeladen und ausgedruckt habe . Zudem könne eine Nachricht per E -Mail zwar den Empfänger gefährden, nicht aber den Absender. Es rechtfertige sich fe r- ner nicht, aus dem Umstand, dass die Familie des Beschwerdeführers in den Fokus des Geheimdiensts geraten sei, auf die Unglaubhaftigkeit sei- nes Engagements zu schliessen. Schliesslich habe sich auch sein Bruder G._______ nicht von seinen Aktivitäten abhalten lassen, und jedes oppo- sitionelle Engagement sei mit einem gewissen Risiko verbunden. Dass E-148/2011 Seite 8 die Behörden nicht sofort nach dem Telefonanruf der Frau von I._______ eingegriffen hätten, könne verschieden e, durchaus plausible Gründe h a- ben. Die Aussage der Beschwerdeführe rin, sie habe über die Aktivitäten ihres Ehemannes nicht Bescheid gewusst, könne nicht so verstanden werden, dass sie gar ni chts darüber gewusst habe. Sie habe sich immer aus seinen Aktivitäten herausgehalten, weil sie diese nicht gebilligt habe. Der Beschwerdeführer habe nur per E -Mail und Mobiltelefon Kontakt zu G._______ gepflegt, weshalb ihm dessen jeweiliger Aufenthaltsort nicht bekannt gewesen sei. Ihre Aussagen seien insgesamt nachvollziehbar, stimmig und logisch und deshalb als glaubwürdig zu betrachten. Es sei zu berücksichtigen, dass die Vorinstanz anscheinend ihre Aussagen über das Schicksal des Bruders G._______ nicht in Zweifel gezogen habe. Die Festnahme im Jahre 1999 sei für die Beschwerdeführenden kein Fluch t- grund gewesen, weshalb die diesbezüglichen Ausführungen in der v o- rinstanzlichen Verfügung irreführend seien. Sie hätten aber aufgrund der politischen Aktivitäten des Beschwerdeführers in den letzten Jahren und der Tätigkeit seines Bruders begründete Furcht, ernsthaften, asylrechtlich relevanten Nachteilen ausgesetzt zu werden. Es sei zu berücksichtigen, dass sie als Angehörige der kurdischen Minderheit im Falle der Rückkehr in den Iran mit einer intensiven Befragung durch die Sicherheitsbehörden und, falls sich Anhaltspunkte für eine regimekritische Einstellung ergeben würden, mit einer menschenrechtswidrigen Behandlung rechnen müs s- ten. 4.3. In seiner Vernehmlassung führte das Bundesamt aus, die auf B e- schwerdeebene eingereichten Dokumente betreffend G._______ (Identi- tätskarte, Todesschein) würden nur in Form von Kopien vorliegen, welche keinen Beweiswert hätten. Zudem liessen sich diesen Dokumenten keine Hinweise auf eine Exekution von G._______ entnehmen, und das in i h- nen angegebene Alter von G._______ stimme nicht mit den entsprechen- den Angaben des Beschwerdeführers überein. Auch dem Bestätigung s- schreiben der Komala komme aufgrund von dessen Gefälligkeitscharak- ter k ein Beweiswert zu. Die CD -Rom, welche Bücher enthalte, die der Beschwerdeführer heruntergeladen habe, vermöge die ange bliche Ver- folgung nicht zu belegen. In den eingereichten, aus dem Internet heru n- tergeladenen Publikationen werde von Hinrichtungen und Ver haftungen berichtet, ohne dass die Identität der betroffenen Personen genannt we r- de. Ein direkter Zusammenhang mit den Asylvorbringen der Beschwerde- führenden sei nicht ersichtlich, zumal ausgeschlossen werden könne, dass der Freund I._______ zu den erwähnt en verhafteten Personen g e- höre. E-148/2011 Seite 9 4.4. In ihrer Replikeingabe wiesen die Beschwerdeführenden namentlich darauf hin, dass der Beschwerdeführer das Alter seiner Geschwister nur ungefähr kenne und daher eine falsche Angabe des Alters von G._______ nachvollziehbar sei. Es werde daran festgehalten, dass wer Texte, wie sie auf der CD -Rom enthalten seien, im Iran verbreite, einer massiven Verfolgungsgefahr ausgesetzt sei. Bei den in den Internet - Publikationen genannten verhafteten Personen handle es sich um Freu n- de des Beschwerdeführers. 5. 5.1. Bei der Beurteilung, ob die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, geht es um eine Gesamtwürdigung aller Sachverhaltselemente, die für oder gegen die Vorbringen der asylsuchenden Person sprechen (vgl. Entscheidungen und Mitteilung en der Schweizerischen Asylrekursko m- mission [EMARK] 1996 Nr. 28 E. 3a S. 270). Für die Glaubhaftigkeit von Fluchtvorbringen sprechen insbesondere: Übereinstimmung (zwischen den verschiedenen Befragungen, mit den Beweismitteln und Indizien, mit der allgemei nen La ge im Heimatgebiet, Vereinbarkeit mit dem dortigen Verfolgungsmuster etc.), Kohärenz, Substanziiertheit, Plausibilität, Schlüssigkeit, Korrektheit und Originalität der Angaben, persönliche Glaubwürdigkeit und Offenheit sowie gegebenenfalls die Weite rführung der im Heimatland begonnenen politischen Aktivität. Gegen die Glaubhaf- tigkeit sprechen insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismit- tel abgestützt werden sowie aufgeblähte Schilderungen und nachgesch o- bene Vorbringen. Glaubhaft ist eine Sachverhaltsschilderung dann, wenn die positiven Elemente überwiegen. Die blosse Plausibilität reicht aber nicht aus, wenn gewichtige Umstände gegen die Sachverhaltsdarstellung sprechen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Peter Uebersax/Beat R u- din/Thomas Hugi Yar/Thomas Geiser {Hrsg.}, Ausländerrecht, Handb ü- cher für die Anwaltspraxis, Band VIII, Basel u.a. 2009, S. 568, Rz. 11.149; EMARK 1996 Nr. 28 E. 3a S. 270). An die Glaubhaftmachung dürfen nicht zu strenge Anforderungen gestellt werden und die Argumentation der B e- hörden darf sich nicht in blossen Gegenbehauptungen oder allgemeinen Vermutungen erschöpfen. Angesichts des reduzierten Beweismasses der Glaubhaftmachung besteht durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen des Gesuchstellers. Entscheidend ist, ob eine Gesamtwürdigung aller Vorbringen ergibt, dass die Gründe, die für die Richtigkeit der Sach verhaltsdarstellung des Gesuchstellers sprechen, überwiegen oder nicht (vgl. BVGE 2010/57 E. 2.3 S. 826 f., EMARK 2005 E-148/2011 Seite 10 Nr. 21 E. 6.1 S. 190 f.; EMARK 2004 Nr. 1 E 5 S. 4 ff., jeweils mit weiteren Hinweisen). 5.2. In Anwendung des vorgenannten Massstabs gelangt das Gericht zum Schluss, dass der Argumentation der Vorinstanz nicht gefolgt werden kann. Die Argumentation, d ie vom Beschwerdeführer vorgebrachten regim ekri- tischen Aktivitäten sei en mit der prekären Situation seiner Familie au f- grund des oppos itionellen Engagements seines Bruders nicht vereinbar, ist nicht stichhaltig . Zwar hat der Beschwerdefüh rer mit seinen Handlu n- gen sich und seine Familie einem nicht unerheblichen Risiko ausgesetzt ; aber er hat durchaus auch gewisse Vorsichtsmassnahmen getroffen. So stand er nach eigenen Angaben nur mit einem Parteikollegen in Kontakt, und er stellte nach der Hinrichtung seines Bruders seinen Web-Log ein. In diesem Zusammenhang ist auch die zeitliche Abfolge der geschilderten Vorfälle zu beachten. Nach Darstellung der Beschwerdeführenden wurde G._______, der Bruder des Beschwerdeführers, im Juni/Juli 2010 verha f- tet und am (…) hingerichtet. Ihre Ausreise erfolgte nur etwa eine Woche später. Demnach fanden die regimekritischen Aktivitäten des Be schwer- deführers zur Hauptsache vor der Verhaftung von G._______ statt und damit zu einem Zeitpunkt, in welchem die Beschwerdeführenden und ihre Familie noch nicht unter verstärkter Beobachtung der Behörden standen. Vor diesem Hintergrund erscheinen die Han dlungen des Beschwerdefüh- rers nicht derart risikobehaftet, dass es sich rechtfertigen würde, sie als unrealistisch zu bezeichnen. Im Weiteren hat das BFM dessen protokol- lierte Aussagen zu Unrecht dahingehend interpretiert, er habe jedes Mal, wenn er Ausgaben der beiden regimekritischen Zeitungen ausdruckte, zuvor einen entsprechenden Auftrag per E -Mail erhalten. Er hat zwar ausgesagt, etwa 80 Mal Zeitschriften ausgedruckt und den Auftrag dazu per E-Mail erhalten zu haben, jedoch sind den in d er angefochtenen Ver- fügung bezeichneten Protokollstellen keine Angaben zur Anzahl der von ihm erhaltenen E -Mails zu entnehmen. Die diesbezüglichen Ausführu n- gen des Beschwerdeführers können durchaus dahingehend verstanden werden, dass die Auftragserteilung nur ein einziges Mal erfolgte. Im Wei- teren erscheint auch nicht realitätsfremd, dass der Beschwerdeführer nicht zeitgleich mit seinem Freund I._______ festgenommen wurde. Es ist vielmehr plausibel, dass den Behörden deren Kollaboration im Zei t- punkt der Verhaftung von I._______ (noch) nicht bekannt war. In den An- gaben des Beschwerdeführers zu seinem Kontakt mit seinem Bruder ist kein Widerspruch zu erblicken, ist es doch, wie in der Beschwerdeschrift E-148/2011 Seite 11 zu Recht geltend gemacht wird, durchaus möglich, dass er m it diesem Kontakt pflegte, ohne seinen Aufenthaltsort zu kennen. Es ist auch nach- vollziehbar, dass er seine Ehefrau nicht danach fragte, ob der Anruf der Ehefrau seines Parteikollegen auf den Festnetzanschluss oder das Ha n- dy erfolgte, handelt es sich doch dabei um ein unwesentliches Detail. Die Aussage der Beschwerdeführerin anlässlich der Befragung zur Person, sie habe über die Aktivitäten ihres Ehemannes nicht Bescheid gewusst, steht zwar tatsächlich im Widerspruch zu den Angaben beider Beschwe r- deführenden anlässlich der ausführlichen Anhörungen, dass sie davon Kenntnis gehabt habe. Da es sich dabei aber nicht um ein wesentliche s Element der Asylvorbringen handelt, rechtfertigt es sich nicht, daraus auf die Unglaubhaftigkeit derselben zu schliessen . Im Übr igen ergibt eine Durchsicht der Protokolle, dass die Ausführungen beider Beschwerdefüh- renden im Grossen und Ganzen die zu erwartende S ubstanziiertheit und Detailliertheit aufweisen und in den wesentlichen Punkten widerspruchs- frei ausgefallen sind. Schliesslich ist zu beachten, dass die Angaben des Beschwerdeführers zur Geschichte und den Zielen der Komala -Partei im Wesentlichen zutreffend sind (vgl. Akten BFM A 9/ S. 6). 6. 6.1. Im Verwaltungsverfahren und insbesondere im Asylverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz, das heisst die Behörde stellt den rechtserhebli - chen Sachverhalt von Amtes wegen fest (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 12 VwVG; vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG). Die Bestimmung von Art. 13 VwVG beschränkt den Untersuchungsgrundsatz und hält fest , dass die Parteien verpflichtet sind, an der Feststellung des Sachverhalts mitzuwir - ken. Eine im Vergleich zum Verwaltungsverfahren verstärkte Mitwi r- kungspflicht ist in Art. 8 AsylG vorgesehen und detailliert umschrieben. Dahinter steckt der Grundgedanke , dass die zuständige Behörde den Sachverhalt nicht sel ber ermitteln muss, wenn ein Asylsuchender die e r- forderliche Mitwirkung verweigert. Für das erstinstanzliche Asylverfahren bedeutet dies, dass das BFM zur richtigen und vollständigen Ermittlung und Feststellung des rechtserhebli chen Sachverhalts verpflichtet ist und auch nach allen Elementen zu for schen hat, die zugunsten der asyls u- chenden Person sprechen. Sofern es zur Feststellung des Sachverhalts notwendig ist und die gesetzlichen Mitwir kungspflichten durch die asylsu- chende Person nicht verletzt worden sind, ist das Bundesamt gesetzlich verpflichtet, über die Befragung hin aus weitere Abklärungen vorzune h- men (vgl. Art. 41 Abs. 1 AsylG). Nach Lehre und Praxis besteht eine No t- wendigkeit für weitere Abklärungen insbe sondere dann, wenn aufgrund der Vorbringen der asylsuchenden Per son und der von ihr eingereichten E-148/2011 Seite 12 oder angebotenen Beweismittel Zweifel und Unsicherheiten am Sachve r- halt weiterbestehen, die voraussicht lich mit Ermittlungen von Amtes w e- gen beseitigt werden kön nen (vgl. BVGE 2009/50 E. 10.2.1 S. 734; EMARK 1995 Nr. 23 E. 5a mit weiteren Hinweisen). 6.2. Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 der Bunde s- verfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 1 01], Art. 29 VwVG, Art. 32 Abs. 1 VwVG) verlangt unter an - derem, dass die verfügende Behörde die Vorbringen des Betroffenen tat - sächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt, was sich entsprechend in der Entsche idbegründung nie- derschlagen muss (vgl. Art. 35 Abs. 1 VwVG). Ferner soll die Abfas sung der Begründung dem Betroffenen ermöglichen, den Entscheid gegebe - nenfalls sachgerecht anzufechten, was nur der Fall ist, wenn sich sowohl der Betroffene als auch die R echtsmittelinstanz über die Trag weite des Entscheides ein Bild machen können, wobei sich die verfügende Behörde allerdings nicht aus drücklich mit jeder tatbeständlichen Be hauptung und jedem rechtlichen Ein wand auseinandersetzen muss, son dern sich a uf die wesentlichen Ge sichtspunkte beschränken kann. Die Begründung s- dichte richtet sich dabei nach dem Verfügungsgegenstand, den Verfa h- rensumständen und den Interessen des Betroffenen (vgl. BVGE 2008/47 E. 3.2 S. 674 f. mit weiteren Hinweisen). 7. 7.1. Im vorliegenden Fall ist die Vorinstanz ihren Pflichten, die sich aus dem Untersuchungsgrundsatz sowie aus dem Anspruch der Beschwerde- führenden auf rechtliches Gehör ergeben, nicht hinreichend nachgeko m- men. Dass sie nach Elementen geforscht hätte, die zugunsten de r asyl- suchenden Personen sprechen, ist der angefochtenen Verfügung nicht zu entnehmen. Wie oben dargelegt , überzeugt die Begründung des BFM, mit welcher dieses die Vorbringen de r Beschwerdeführenden als u n- glaubhaft erachtete, nicht, da die gerügten Unger eimtheiten und Wide r- sprüche in ihren Aussagen bei näherer Betrachtung nicht bestehen b e- ziehungsweise unwesentliche Details betreffen . Unter Berücksichtigung der bestehenden Aktenlage war die angebliche Unglaubhaftigkeit der Asylvorbringen der Beschwerdeführenden mithin nicht mit den vom BFM verwendeten Argumenten zu begründen. Ob bereits von der grundsätzl i- chen Glaubhaftigkeit der Fluchtgründe auszugehen war oder ist, kann i n- sofern offenblei ben, als ein reformatorischer Entscheid unterbleibt. Die Vorinstanz wäre gehalten gewesen, weitere Untersu chungsmassnahmen im Sinne einer ergänzenden Anhörung oder allenfalls Abklärungen vor Ort E-148/2011 Seite 13 durch die Schweizerische Botschaft zu treffen und bei Festhalten an ihrer Einschätzung eine andere, rechtsgenügliche Begründung für die aus ihrer Sicht beste hende Unglaubhaftigkeit der Fluchtgründe zu formulieren. Namentlich drängen sich nähere Abklärungen zu den vom Beschwerd e- führer nach seinen Aussagen verbreiteten Pu blikationen "Pishrou" und "Jahan-e Emruz" sowie den von ihm verfassten Web -Logs auf. Im Hi n- blick auf eine allfällige Reflexverfolgung erschein t zudem eine vertieftere Prüfung der von ihm geschilderten Umstände der Hinrichtung und Bestat- tung seines Bruders, sowie der Frage, ob die im Heimatstaat verblieb e- nen Angehörigen von Verfolgungsmassnahmen betroffen sind, sinnvoll. Schliesslich werden auch die auf Beschwerdeebene vorgebrachten exi l- politischen Aktivitäten des Beschwerdeführers sowie die gesundheitlichen Probleme der Beschwerdeführerin zu berücksichtigen sein. 7.2. Das Bundesverwaltungsgericht kommt demnach zum Schluss, dass insbesondere eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliegt. Im Ra h- men der vom BFM erwogenen Unglaubhaftigkeit der Kernvorbringen wurde der rechtserhebliche Sachverhalt ungenügend erstell t respektive falsch gewürdigt. 8. 8.1. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs führt grundsätzlich – das heisst ungeachtet der materiellen Auswirkungen – zur Aufhebung des da- raufhin ergangenen Entscheides. Die Heilung einer Gehörsverletzung aus prozessökonomischen Gründen auf Beschwerdeebene ist jedoch mög - lich, sofern das Versäumte nachgeholt wird, der Beschwerdeführer dazu Stellung nehmen kann und der Beschwerdeinstanz im streitigen Fall die freie Überprüfungsbefugnis in Bezug auf Tatbestand und Rechtsanwen - dung zukommt, sowie die festgestellte Verletzung nicht schwerwiegender Natur ist und die fehlende Entscheidreife durch die Beschwerdeinstanz mit vertretbarem Aufwand hergestellt werden kann (vgl. BVGE 2008/47 E. 3.3.4 S. 676 f. mit weiteren Hinweisen). 8.2. Ein reformatorischer Entscheid respektive eine Heilung im Rahmen des Beschwerdeverfahrens erscheint vorliegend nicht angebracht, zumal es nicht Sinn und Zweck des Beschwerdeverfahrens ist, von der Vorin - stanz begangene Gehörsverletzungen zu heilen und damit v erbunden al- lenfalls Verfahrenshandlungen nachzuholen. Zudem würde bei ei nem re- formatorischen Entscheid den Beschwerdeführenden eine Instanz verlo - ren gehen, was vorliegend auch gegen ein reformatorisches Urteil im Rahmen einer Motivsubstitution spricht. E-148/2011 Seite 14 9. Zusammenfassend ist die Beschwerde gutzuheissen, soweit die Aufh e- bung der vorinstanzlichen Verfügung vom 16. Dezember 2010 beantragt wird und die Sache ist zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinne der Erwägungen und zur Neubeurteilung an das BFM zurückzuweisen. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten aufzu- erlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 11. Den obsiegenden, vertretenen Beschwerdeführenden ist sodann zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung für die ihnen erwachsenen no t- wendigen und verhältnismässig hohen Kosten zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Es wurde keine Kostennote zu den Akten g e- reicht. Der notwendige Vertretungsaufwand lässt sich aber aufgrund der Aktenlage zuverlässig abschätzen, weshalb auf die Einholung einer so l- chen verzichtet wird (vgl. Art. 14 Abs. 2 in fine VGKE). Gemäss Art. 10 Abs. 2 VGKE beträgt der Stundenansat z für Anwälte und Anwältinnen mindestens Fr. 200.- und höchstens Fr. 400.-. In Anwendung der genann- ten Bestimmung und unter Berücksichtigung der massgebenden Beme s- sungsfaktoren (vgl. Art. 8 ff. VGKE) ist die Parteientschädigung demnach von Amtes wegen auf pauschal Fr. 1'400.- (inkl. Mehrwertsteuer) festz u- setzen. (Dispositiv nächste Seite) E-148/2011 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen soweit die Aufhebung der angefoc h- tenen Verfügung beantragt wird. 2. Die Verfügung des BFM vom 16. Dezember 2010 wird aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung im Sinne der E r- wägungen an das BFM überwiesen. 3. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. Das BFM wird angewiesen, den Beschwerdeführenden ei ne Parteien t- schädigung von Fr. 1'400.- (inkl. MWSt) auszurichten. 5. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die z u- ständige kantonale Behörde. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Kurt Gysi Nicholas Swain Versand: