B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-2140/2019 U r t e i l v o m 7 . A u g u s t 2 0 1 9 Besetzung Einzelrichterin Christa Luterbacher, mit Zustimmung von Richter David Wenger; Gerichtsschreiberin Sandra Bodenmann. Parteien A._______, geboren am (…), Sri Lanka, vertreten durch Gabriel Püntener, Rechtsanwalt, Advokaturbüro, Beschwerdeführer, gegen Staatssekretariat für Migration (SEM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung (Mehrfachgesuch), Verfügung des SEM vom 29. März 2019 / N (…). E-2140/2019 Seite 2 Sachverhalt: I. A. Der Beschwerdeführer stellte am 18. November 2015 ein erstes Asylge- such in der Schweiz. A.a Anlässlich der Befragung zur Person (BzP) vom 1. Dezember 2015 und der einlässlichen Anhörung vom 5. Juli 2018 trug der Beschwerdefüh- rer vor, er sei sri -lankischer Staatsangehöriger tamilischer Ethnie und sei in B._______, (Bezirk Mullaitivu, Nordprovinz) geboren. Zuletzt habe er sich offiziell in C._______, Bezirk Vavuniya, Nordprovinz, aufgehalten. Er habe die neunte Klasse abgeschlossen und als (…) gearbeitet. Seine ganze Familie habe bei den Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) mitgemacht. Er selbst habe insbesondere von 2006 bis August 2007 für die LTTE Bunker ausgehoben respektive die Materialversorgung («approvisi- onnement») gewährleistet sowie Verletztentransporte durchgeführt. Von Mai bis November 2009 habe er sich in einem Flüchtlingscamp in (…) und danach bis zum Jahr 2015 im Vanni-Gebiet aufgehalten. Sein jüngerer Bruder D._______ sei von 1999 bis zum letzten Kampf in leitender Funktion der LTTE tätig und für deren Waffen zuständig gewesen; seither sei er verschollen. Ein weiterer Bruder sei 2006 den LTTE beigetre- ten und habe für diese als Chauffeur gearbeitet. Ein ehemaliges Mitglied der LTTE namens E._______, das für das CID gearbeitet habe, habe den Beschwerdeführer verraten und dem CID (Cri- minal Investigation Departement) von seinen früheren Tätigkeiten für die LTTE berichtet. Mitte 2014 seien Beamte des CID betreffend seinen Bruder D._______ nach Hause gekommen. Die Beamten hätten diesbezüglich In- formationen vom Beschwerdeführer gewollt, seiner Ehefrau ein entspre- chendes Dossier vorgelegt und sie dabei bedroht. Er habe die Angehörigen des CID nie persönlich angetroffen. Seine Frau habe ihn nach dem ersten Behördenbesuch telefonisch gewarnt. Wegen dieser Vorfälle habe er sein Zuhause verlassen. Danach seien die Beamten etwa sechs- oder siebenmal bei ihm zu Hause vorbeigekommen, um nach ihm zu suchen. Bei der letzten Vorsprache vom 24. August 2014 hätten die CID -Leute seiner Frau eine Vorladung des Polizeipostens in B._______ für ihn übergeben und s eine Identitätskarte konfisziert. Seine E-2140/2019 Seite 3 Frau habe ihnen anlässlich dieses Besuches gesagt, dass er – der Be- schwerdeführer – das Land verlassen habe. Deshalb sei nicht mehr nach ihm gesucht worden. Nach dem ersten Behördenbesuch habe er sich bis zur Ausreise im Juli 2015 in Jaffna und (…) versteckt. Während dieser Zeit habe er keine Probleme gehabt. Er habe Sri Lanka dann im September 2015 über den Flughafen in Colombo mit einem auf seinem Namen lauten- den Reisepass verlassen respektive er habe nie einen eige nen Pass be- sessen. Er sei mit dem Pass einer anderen Person ausgereist. Weitere Asylgründe habe er nicht. Zur Stützung seiner Vorbringen wurden mehrere Beweismittel (ein fremd- sprachiges Dokument im Original [gemäss eigenen Angaben: Vorladung des CID], ein e «temporary identity card», 5 Farbfotos, ein sri -lankischer Registerauszug im Original [Register of Birth] sowie 7 Registerauszüge in Kopie) zu den Akten gereicht. B. Mit Verfügung vom 14. September 2018 stellte das SEM fest, der Be- schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte sein Asylge- such ab, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den Voll- zug derselben an. C. Die gegen die Verfügung vom 14. September 2018 erhobene Beschwerde vom 18. Oktober 2018 wies das Bundesverwaltungsger icht mit Urteil E-5973/2018 vom 22. November 2018 ab, soweit es darauf eintrat. Dem Beschwerdeführer wurden dabei Verfahrenskosten von Fr. 1'300.- und sei- nem Rechtsvertreter weitere Fr. 200.- (für unnötig verursachte Kosten) auf- erlegt. D. Mit Schreiben vom 29. November 2018 teilte das SEM dem Beschwerde- führer mit, dass er angesichts des am 22. November 2018 ergangenen Ur- teils des Bundesverwaltungsgerichts bis am 29. Dezember 2018 die Schweiz zu verlassen habe. E-2140/2019 Seite 4 II. E. Am 18. Januar 2019 reichte der Beschwerdeführer beim SEM eine als «neues Asylgesuch» betitelte Eingabe seines Rechtsvertreters ein. Er trug dazu vor, er befürchte aufgrund sowohl früher geltend gemachte r als auch neuer Asylgründen, bei einer Rückkehr nach Sri Lanka in asylre- levanter Weise verfolgt zu werden. Er stamme aus dem Vanni-Gebiet und habe mit Ausnahme einiger Monate stets dort gelebt, insbesondere auch während der Endphase des sri-lanki- schen Bürgerkrieges. Dabei habe er die LTTE unterstützen müs sen und Hilfstätigkeiten für die LTTE ausgeführt. Nach dem Ende des Waffenstill- standsabkommens von 2006 habe er bis August 2007 Bunker ausgeho- ben, Holz von Lastwagen abgeladen und Kriegsverletzte transportiert. Er habe dabei stets eine grüne Uniform getrag en, habe über einen entspre- chenden Ausweis verfügt und während diesen Tätigkeiten auch Kenntnisse über Waffenverstecke der LTTE erlangt. Zudem seien zahlreiche seiner Familienmitglieder entweder LTTE-Mitglieder oder hätten sich für die Be- wegung mit Unterstützungsleistungen eingesetzt. Sein Bruder D._______ sei 2000 den LTTE beigetreten, sei für die Waffenbeschaffung und -vertei- lung innerhalb der LTTE zuständig gewesen und sei bis zum (…) aufge- stiegen. Ein anderer Bruder (F._______) habe seit 2006 als Chauff eur für die LTTE Kriegsverletzte transportiert. Fast die gesamte Familie des Be- schwerdeführers habe sich für die LTTE betätigt. Viele Familienangehörige seien ins Ausland geflohen, wo ihnen – auch in der Schweiz – Asyl gewährt worden sei. Nach Ende des Bürgerkrieges sei der Beschwerdeführer in einem Flücht- lingscamp interniert worden. Er habe seine Unterstützungsleistungen zu- gunsten der LTTE verschwiegen und sei im August 2011 aus dem Camp entlassen worden, wobei weder er noch sein Bruder F._______ rehabilitiert worden seien. Im August 2014 sei der Beschwerdeführer vom CID mehr- mals gesucht worden. Seine Ehefrau sei dabei von seinem ehemaligen Vorgesetzten bei den LTTE, E._______, welcher heute für das CID arbeite, verhört worden. Bei der siebten Vorsprache ha be E._______ eine Vorla- dung des CID abgegeben. Der Beschwerdeführer besitze keine gültigen Einreisepapiere und halte sich seit über drei Jahren in der tamilischen Diaspora in der Schweiz auf. E-2140/2019 Seite 5 Zudem habe er sich in der Schweiz exilpolitisch stark engagiert und sich exponiert für die tamilische Sache eingesetzt. Aufgrund seiner politischen Überzeugung und seines Hintergrunds würde er bei einer Rückkehr vom sri-lankischen Sicherheitsapparat ins Visier genommen und hätte Verfol- gungsmassnahmen zu gewärtigen. Er weise somit zwei stark risikobegrün- dende Faktoren und zwei generelle Risikofaktoren im Sinne des Referen- zurteils E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 auf. Es hätten sich seit dem Urteil des Gerichts vom 22. November 2018 neue Sachverhaltselemente verwirkl icht. Dem Onkel des Beschwerdeführers (G._______) sei in der Schweiz Asyl gewährt worden. Die gesamte Familie stamme aus einem «LTTE -Dorf». Die Bedrohungslage des Beschwerde- führers habe sich aufgrund seiner Vorgeschichte und seines regimekriti- schen separatistischen Netzwerkes im Exil besonders akzentuiert. Frühestens seit Mitte 2017, spätestens mit dem Ausgang der Kommunal- wahlen im Februar 2018 habe sich der Beginn einer neuen Phase in der Nachkriegszeit in Sri Lanka abgezeichnet. Die Ernennung des ehemaligen sri-lankischen Präsidenten Rajapaksa zum neuen Premierminister im Ok- tober 2018 habe Sri Lanka in eine fast zweimonatige Krise gestürzt. Raja- paksa habe trotz der Wiedereinsetzung von Wickremesinghe als Premier- minister durch das Urteil des Supreme Court in Sri Lanka heimlich die Macht inne; er sei im Januar 2019 als Oppositionsführer im Parlament be- stätigt worden. Für Regimekritiker und Angehörige religiöser und ethni- scher Minderheiten, insbesondere für Tamilen, sei eine unmittelbare Be- drohungslage entstanden. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. November 2018 ba- siere weitgehend auf jenen Länderinformationen, die im Rahmen des Re- ferenzurteils E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 herangezogen worden seien und teilweise auf dem «manipulierten» Lagebild des SEM vom 16. August 2016 basieren würden. Auch der SEM-Entscheid vom 14. September 2018 berufe sich auf diese veralteten Länderinformationen. Schliesslich sei der Wegweisungsvollzug als unzulässig, unzumutbar und unmöglich einzustufen. Der Beschwerdeführer sei zum neu geltend gemachten Sachverhalt aus- führlich anzuhören. Zudem sei die zuständige kantonale Behörde sofort anzuweisen, auf Vollzugshandlungen zu verzichten, zumal die Einreichung eines neuen Asylgesuchs solche unzulässig mache. E-2140/2019 Seite 6 Zur Stützung der Vorbringen wurde mit dem Gesuch vom 18. Januar 2019 die folgenden Beweismittel eingereicht: - Ausweis von G._______ (in Kopie); - interne Mitteilung des SEM vom 6. November 2018 im Verfahren N (…); - Urteil des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) vom 26. Januar 2017, Case X vs. Switzerland; - diverse Zeitungsberichte; - Eine CD-ROM mit Unterordner «Beilagen Asylgesuch 18.1.19» mit 50 Beilagen (inklusive einem vom Rechtsvertreter verfassten Länderinfor- mationsbericht, Stand 22. Oktober 2018 [Beilage Nr. 50] sowie Unter- ordner «CD-Rom, Beilagen zum Bericht Sri Lanka Version 22. Oktober 2018» mit 410 Beilagen. F. Mit Schreiben vom 24. Januar 2019 an die zuständige kantonale Migrati- onsbehörde (mit Kopie an den Rechtsvertreter) hielt das SEM fe st, vorlie- gend sei das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit rechtskräftigem Ent- scheid vom 14. September 2018 abgelehnt worden. Es sei mit Eingabe vom 18. Januar 2019 ein Wiedererwägungsgesuch eingereicht worden. Die kantonale Migrationsbehörde wurde gestüt zt auf eine summarische Prüfung der Akten ersucht, den Vollzug der Wegweisung im Sinne einer vorsorglichen Massnahme im Sinne von Art. 111b Abs. 3 AsylG einstweilen auszusetzen; Vorbereitungshandlungen (inklusive Papierbeschaffung) könnten hingegen weiterhin getroffen werden. G. Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 29. Januar 2019 liess der Be- schwerdeführer auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. No- vember 2018 und auf den Umstand, dass er am 18. Januar 2019 ein neues Asylgesuch eingereicht habe, verweisen. Gleichzeitig forderte er das SEM auf, seine Verfügung vom 24. Januar 2019 zu korrigieren und sein Asylge- such korrekt zu behandeln. H. Mit Schreiben vom 21. Februar 2019 bestätigte das SEM die Entgegen- nahme der Eingabe vom 18. Januar 2019 als neues Asylgesuch. E-2140/2019 Seite 7 I. Mit Verfügung vom 29. März 2019 – eröffnet am 5. April 2019 – stellte die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte das Asylgesuch ab, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete deren Vollzug an. Gleichzeitig wurde eine Gebühr von Fr. 600.- erhoben. Das SEM hielt dabei fest, das zweite Asylgesuch werde als Mehrfachge- such im Sinne von Art. 111c Abs. 1 AsylG behandelt. Das erste Asylgesuch sei mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. November 2018 ab- geschlossen worden. Entgegen den Ausführungen im zweiten Asylgesuch erfolge das Verfahren schriftlich und es gebe keine Veranlassung zur Durchführung einer neuen Anhörung. Es sei nicht erstellt, dass es sich bei der Person, auf welche der Beschwer- deführer in seiner Eingabe vom 18. Januar 2019 verweise (Verfahren N […]), um seinen Onkel im rechtlichen Sinn handle. Der Beschwerdeführer habe im ersten Asylverfahren keinen Bezug auf diesen «Onkel» genom- men und keine entsprechenden Bewei smittel eingereicht. Die Vorbringen im ersten Asylverfahren seien als unglaubhaft gewürdigt worden. Die Aus- führungen im zweiten Asylgesuch liessen nicht darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer zu einer gefährdeten Risikogruppe gehöre, insbeson- dere da er in der Schweiz keine besonders exponierten politischen Aktivi- täten entfaltet habe. Es sei daher nicht davon auszugehen, dass er im Falle einer Rückkehr nach Sri Lanka ins Visier der sri-lankischen Regierung ge- rate und asylbeachtliche Verfolgungsmassnahm en zu gewärtigen habe. Die Ausführungen zur aktuellen politischen Situation in Sri Lanka seien all- gemein gehalten und wiesen keinen Bezug zum Beschwerdeführer auf. Die allenfalls zu gewärtigen den Befragungen am Flughafen seien zudem nicht asylbeachtlich. Die allfällige Kontaktaufnahme mit dem sri-lankischen Konsulat im Zusammenhang mit der Reisepapierbeschaffung erfolge auf legaler Basis; die entsprechenden Massnahmen hätten keine flüchtlings- beachtliche Gefährdung zur Folge. Art. 97 AsylG regle spezialgeset zlich die Datenübermittlung und verdränge vorliegend somit die Anwendung von Art. 6 des Datenschutzgesetzes (DSG; SR 235.1). Der Wegweisungsvollzug sei als zulässig, zumutbar und möglich einzustu- fen. Der Beschwerdeführer stamme aus dem Bezirk Vavuniya. Er habe eine Schulbildung genossen und verfüge über Berufserfahrung in der (…). Er könne zudem auf ein familiäres Beziehungsnetz zurückgreifen. Seine E-2140/2019 Seite 8 Familie besitze (…). Zudem könne er allenfalls eine Rückkehrhilfe bean- spruchen. Der Wegweisungsvollzug sei deshalb als zumutbar zu qualifizie- ren. J. Mit Eingabe vom 6. Mai 2019 erhob der Beschwerdeführer beim Bundes- verwaltungsgericht Beschwerde und stellte folgende Anträge: Dem Beschwerdeführer sei vollständige Einsicht in die gesamten Akten des SEM zu gewähren und eine angemessene Frist zur Beschwerdeer- gänzung anzusetzen (nachfolgend: Antrag 1). Das Bundesverwaltungsge- richt habe nach dem Eingang der Beschwerde unverzüglich d arzulegen, welche Gerichtspersonen mit der Behandlung der vorliegenden Sache be- traut würden (Antrag 2A). Gleichzeitig habe das Bundesverwaltungsgericht bekannt zu geben, ob diese Gerichtspersonen zufällig ausgewählt worden seien und andernfalls die objektiven Kriterien bekannt zu geben, nach de- nen diese Gerichtspersonen ausgewählt worden seien (Antrag 2B). Das vorliegende Verfahren sei angesichts der am 21. April 2019 erfolgten An- schläge in Sri Lanka zu sistieren (Antrag 3). Weiter sei die Widerrechtlich- keit der Übermittlung von Personendaten des Beschwerdeführers an die sri-lankischen Behörden festzustellen (Antrag 4). Die angefochtene Verfügung sei wegen der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Antrag 5) respektive eventualiter wegen Verletzung der Begründungspflicht (Antrag 6) aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventualiter sei die SEM -Verfügung vom 29. März 2019 aufzuheben und die Sache zur Feststellung des vollständi- gen und richtigen rechtserheblichen Sachverhalts und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Antrag 7) respektive es sei die Flücht- lingseigenschaft des Beschwerdeführers festzustellen und ihm Asyl zu ge- währen (Antrag 8). Eventualiter seien die Ziffern 4 und 5 der angefochte- nen Verfügung aufzuheben und die Unzulässigkeit oder zumindest die Un- zumutbarkeit festzustellen (Antrag 9). Unter dem Titel "Beweisanträge" (Beschwerde Ziff. 9 S. 66) wurde zudem beantragt, es seien dem Beschwerdeführer jene Quellen und Beweismittel vollständig anzugeben und offenzulegen, auf welche sich das SEM bei der Analyse der aktuellen Situation in Sri Lanka nach dem versuchten Putsch (im Herbst 2018) stütze (nachfolgend Antrag 10A). Im Weiteren sei der Be-E-2140/2019 Seite 9 schwerdeführer erneut betreffend seiner individuellen Bedrohungslage an- zuhören (Antrag 10B). Schliesslich sei ihm Einsicht in die Akten seines On- kels G._______ (Verfahren N […]) zu gewähren (Antrag 10C). Zur Begründung wurde in Ergänzung des bisher Vorgetragenen ausge- führt, dem Rechtsvertreter sei am 1. Oktober 2018 ein A ktenverzeichnis aus dem ersten Asylverfahren zugestellt worden, auf welchem 15 Akten- stücke aufgeführt seien. In der SEM-Verfügung vom 29. März 2019 werde Aktenstück A18 erwähnt; es sei unklar, worum es sich dabei handle. Es sei möglich, dass das SEM eine bisher nicht offengelegte Botschaftsabklärung vorgenommen habe. Dem Beschwerdeführer sei deshalb Einsicht in sämt- liche Aktenstücke, die auf A15 gefolgt seien, zu gewähren. In Sri Lanka existiere kein angemessenes datenschutzrechtliches Schutzniveau im Sinne von Art. 6 DSG. Art. 97 AsylG übernehme die Schutzmechanismen von Art. 6 DSG nicht in ausreichendem Mass, weshalb die asylrechtliche Bestimmung Art. 6 DSG nicht verdränge . Die Übermittlung der Personendaten des Beschwerdeführers an die sri - lankischen Behörden verletze Art. 6 DSG. Im Weiteren sei die einlässliche Anhörung vom 5. Juli 2018 nicht zeitnah zur verkürzten BzP vom 1. Dezember 2015 erfolgt. Nachdem a m 18. Ja- nuar 2019 ein zweites Asylgesuch gestellt worden sei, sei dieses am 29. März 2019 abgewiesen und dabei die aufschiebende Wirkung einer all- fälligen Beschwerde entzogen worden. Beim Lesen der angefochtenen Verfügung dränge sich die Frage a uf, ob der beigezogene Spezialist des SEM und Verfasser der Verfügung vom 29. März 2019 über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse verfügt habe. Es müsse davon ausgegangen werden, dass das deutsch-sprachige Asylgesuch vom 18. Januar 2019 und das Urteil de s Bundesverwaltungs- gerichts vom 22. November 2018 teilweise nicht verstanden und falsch dar- gelegt oder mutwillig gewisse relevante Tatsachen übergangen worden seien. Zudem habe sich der zuständige Sachbearbeiter vom Beschwerde- führer keinen persönlichen Ein druck machen können, da keine Anhörung durchgeführt worden sei. Aufgrund des neu geltend gemachten Sachver- haltes hätte zwingend eine persönliche Anhörung durchgeführt werden müssen. Der Beschwerdeführer sei bereits bei der letzten Anhörung mental stark beeinträchtigt gewesen und habe seine komplexen Asylgründe nicht komplett verständlich darlegen können. Hierzu wurde auf die Empfehlun-E-2140/2019 Seite 10 gen von Professor Walter Kälin in seinem Rechtsgutachten vom 23. Feb- ruar 2014 verwiesen. Falls die SEM -Verfügung nicht aufgeh oben werde, habe das Gericht die beim SEM zur Anhörung intern angelegten Akten bei- zuziehen. Das SEM habe vorliegend das Recht auf Prüfung von Parteivor- bringen und die damit verbundene Begründungspflicht verletzt. Der Verweis auf die frühere Beurteilung von Asylvorbringen sei für die Be- urteilung einer aktuellen Verfolgung grundsätzlich nicht zweckdienlich. Zu- dem treffe es vorliegend nicht zu, dass alle Vorbringen des Beschwerde- führers als unglaubhaft beurteilt worden seien. Seine Herkunft und familiä- ren Verbindungen zu den LTTE sowie seine Internierung seien im ersten Asylverfahren belegt worden. Mit der Wiedererstarkung Rajapaksas und dem aktuellen politischen Kurs Präsident Sirisenas sei es naheliegend, dass der Beschwerdeführer mit seinem Profil klar zu einer verstärkt gefährdeten Gruppe gehöre und im Fall einer Rückkehr Opfer von völkerrechtswidrigen Verfolgungsmassnah- men werde. Der Beschwerdeführer habe seinen Onkel im ersten Asylverfahren mehr- fach erwähnt, insbesondere in der Beschwerde vom 18. Oktober 2018. Zu- dem habe er im ersten Asylverfahren angegeben, dass alle Einwohner sei- nes Herkunftsdorfes Familienangehörige seien. Es bleibe unklar, weshalb das SEM die Akten dieses Onkels für die Beurteilung des (zweiten) Asyl- gesuchs des Beschwerdeführers nicht beigezogen habe. Im Zusammenhang mit der Gefährdungslage von tamilischen Rückkehrern wurde Bezug auf die im Referenzurteil E -1866/2015 des Bundesverwal- tungsgerichts vom 15. Juli 2016 definierten Risikofaktoren genommen. Der Beschwerdeführer stamme aus dem Vanni-Gebiet. Er gehöre zu den Risi- kogruppen der Personen mit persönlichen und familiären LTTE-Verbindun- gen, der im Exil politisch Tätigen und der tamilischen Rückkehrer und er- fülle zahlreiche der vom Bundesverwaltungsgericht definierten Risikofak- toren. Weder das SEM noch das Gericht habe im ersten Verfahren seine LTTE-Verbindungen als unglaubhaft eingestuft. Vor diesem Hintergrund sei die geltend gemachte Furcht begründet. Das SEM habe gewisse Sachverhaltselemente (LTTE -Verbindungen des Beschwerdeführers, Herkunft aus dem Vanni -Gebiet und dortiger Aufent- halt während der Endphase des Bürgerkriegs) weder vollständig noch rich- tig abgeklärt. E-2140/2019 Seite 11 Die zu erwartende Papierbeschaffung auf dem sri-lankischen Generalkon- sulat beziehungsweise der bei Rückkehrern s tandardmässig vorgenom- mene behördliche «Background Check» führe regelmässig zu einer asyl- relevanten Verfolgung. Es sei vom SEM und dem Bundesverwaltungsge- richt im Verfahren D -4794/2017 auch zugestanden worden, dass jeder nach Sri Lanka zurückgeschaffte Tam ile am Flughafen in Colombo einer mehrstufigen intensiven Überprüfung und Befragung durch die Polizei, das CID und die TID (Terrorist Investigation Division) unterzogen werde. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers machte ausserdem ausge- dehnte allgemeine Ausführungen zur Lage in Sri Lanka und nahm dabei konkreten Bezug auf eine umfangreiche eigene Dokumenten - und Quel- lensammlung (Stand: 22. Oktober 2018; [Beschwerdebeilage 85]), welche das Lagebild und die Einschätzung des SEM gemäss seinem Lagebild vom 16. August 2016 widerlege. Weiter wurde ausgeführt, die Sicherheits- und Menschenrechtslage habe sich seit der Anschlagserie vom 21. April 2019 deutlich verschärft. Schliesslich sei der Wegweisungsvollzug unzulässig und unzumutbar. Durch die Übernahme der menschenrechtsverletzenden Politik des philippinischen Präsidenten und der beliebigen Tötung von Personen unter dem Vorwand der Drogenkriminalität drohe dem Beschwerdeführer bei der Rückschaffung ein «real risk» im Sinne der Rechtsprechung zu Art. 3 EMRK. Zudem habe der Beschwerdeführer in Sri Lanka kein sozial tragfähiges Beziehungsnetz. Viele seiner Verwandte mit LTTE-Hintergrund seien im Ausland. Er verfüge über keine abgeschlossene Berufsbildung und leide mit erheblicher Wahrscheinlichkeit unter psych ischen Problemen. Mit der Beschwerde reichte der Beschwerdeführer eine CD -ROM mit den in der Beschwerde aufgeführten Beweismitteln Nr. 2 bis 114 ( u.a. Akten- verzeichnis des SEM im ersten und zweiten Asylverfahren; Unterlagen und Medienberichte zur allgemeinen Lage in Sri Lanka, ein Formular Ersatzrei- sepapierbeschaffung des sri -lankischen Generalkonsulats die Vernehm- lassung der Vorinstanz im Verfahren D-4794/2017 vom 8. November 2017, Reisehinweise des EDA [Eidgenössisches Departement für Auswärtige An- gelegenheiten] vom 3. Mai 2019, eine interne Mitteilung des SEM vom 6. November 2018 zum Verfahren N (…), das Lagebild des SEM vom 16. August 2016 [Auszug], das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Men- schenrechte [EGMR]; Case X gegen Schweiz vom 26. Januar 2017 sowie E-2140/2019 Seite 12 eine CD-ROM mit einer vom Rechtsvertreter zusammengestellten Samm- lung von Länderinformationen zu Sri Lanka, Stand 22. Oktober 2018 [Bei- lage 85]) zu den Akten. Des Weiteren führte er an, es werde ohne aus- drücklichen Gegenbericht davon ausgegangen, dass die Beilagen in elekt- ronischer Form auf der CD -ROM als vollwertige Beweismittel akzeptiert würden und auf die Einreichung dieser Beilagen in Papierform verzichtet werden könne. Die Nummerierung auf der CD -ROM folge der Nummerie- rung in der Beschwerde. K. Mit Instruktionsverfügung vom 7. Mail 2019 bestätigte das Gericht den Ein- gang der Beschwerde und hielt fest, der Beschwerdeführer könne den Aus- gang des Verfahrens einstweilen in der Schweiz abwarten. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. März 2019 ist die Teilrevision des Asylgesetzes in Kraft getreten (AS 2016 3101). Für das vorliegende Verfahren gilt das bisherige Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 25. September 2015). 1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver- waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei- det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – endgül- tig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der Be- schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz- würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung; er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und aArt. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be- schwerde ist – unter Vorbehalt nachfolgender Erwägung – einzutreten. E-2140/2019 Seite 13 1.4 Auf den Antrag 2B auf Mitteilung betreffend die Zufälligkeit der Zusam- mensetzung des Spruchkörpers ist nicht einzutreten (vgl. Teilurteil des BVGer D-1549/2017 vom 2. Mai 2018 E. 4.3 [zur Publikation vorgesehen]). 1.5 Gestützt auf Art. 33 a Abs.2 VwVG wird das Beschwerdeverfahren in deutscher Sprache geführt. 2. Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus- länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 3. Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei- ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste- hend aufgezeigt, handelt es sich um eine so lche, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet. 4. In der Beschwerde (vgl. Ziff. 5) wird ausgeführt, das SEM habe im vorlie- genden Verfahren einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen. Weder die Erwägungen noch das Dispositiv der angefochtenen Verfügung vom 29. März 2019 enthalten Ausführungen zum Entzug der aufschiebenden Wirkung einer Beschwerde, weshalb s ich diese Behaup- tung als aktenwidrig erweist und sich weitere diesbezügliche Erwägungen erübrigen. 5. 5.1 Der Antrag 2A betreffend Mitteilung des Spruchgremiums wird mit Er- lass des vorliegenden Urteils gegenstandslos. 5.2 Der Beschwerdeführer stellt unter Hinweis auf die Sicherheitslage in seinem Heimatstaat den Antrag 3 auf Sistierung seines Verfahrens. Am Ostersonntag 2019 erfolgten in Sri Lanka gewalttätige Angriffe auf Kirchen und Hotels, worauf der Ausnahmezustand ausgerufen und am 22. Juni 2019 verlängert wu rde (vgl. hierzu: Urteil des BVGer E -1904/2019 vom 13. Mai 2019 E. 4.2 sowie: Neue Zürcher Zeitung (online) vom 22. Juni E-2140/2019 Seite 14 2019: Sri Lankas Präsident verlängert Ausnahmezustand: https://www.nzz.ch/international/sri-lankas-praesident-verlaengert-aus- nahmezustand-ld.1490847, abgerufen am 1. Juli 2019). Das Bundesverwaltungsgericht verfolgt die Lage in Sri Lanka aufmerksam und widmet insbesondere der Situation von Angehörigen muslimischer und christlicher Glaubensgemeinschaften sowie Personen, die sich im Rahmen muslimischer und christlicher Organisationen engagieren, ein besonderes Augenmerk. Trotz der gewalttätigen Angriffe in Negombo, Colombo und in Batticaloa ist aktuell nicht von einer im ganzen Land herrschenden Situa- tion allgemeiner Gewalt auszugehen. Das Bundesverwaltungsgericht sieht zurzeit keine Veranlassung, die Behandlung von sri -lankischen Asylbe- schwerdeverfahren generell auszusetzen. Der Beschwerdeführer gehört entgegen den Ausführungen in der Beschwerdeschrift nicht zu einer Per- sonengruppe, die nach den genannten Vorfällen an Ostern 2019 einem er- höhten Risiko ausgesetzt ist, Opfer von weiteren Anschlägen zu werden. Aus den dargelegten Gründen wird deshalb der Sistierungsantrag (Antrag 3) abgelehnt und es kann in der Sache selbst entschieden werden. 6. 6.1 In der Beschwerde werden verschiedene formelle Rügen erhoben, wel- che vorab zu beurteilen sind, da sie allenfalls geeignet wären, eine Kassa- tion der vorinstanzlichen Verfügung zu bewirken. Der Beschwerdeführer rügt eine unvollständige Gewährung von Akteneinsicht, die Verletzung des rechtlichen Gehöranspruchs und die Verletzung der Begründungspflicht. Zudem rügt er, es seien nicht alle Sachverhaltselemente im angefochtenen Entscheid berücksichtigt worden. Es sei insgesamt von einer unvollständi- gen und unrichtigen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts auszu- gehen (vgl. Sachverhalt oben, Bst. J; Anträge 1 und 5-7). 6.2 Gemäss Art. 29 VwVG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör, welches als Mitwirkungsrecht alle Befugnisse umfasst, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3; BVGE 2009/35 E. 6.4.1). Mit dem Gehörsanspruch korreliert die Pflicht der Be - hörden, die Vorbringen tatsächlich zu hören, ernsthaft zu prüfen und in ih- rer Entscheidfindung angemessen zu berücksichtigen. Nicht erforderlich ist, dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich aus- einandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt (vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2). E-2140/2019 Seite 15 6.3 Die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts in Verletzung der behördlichen Untersuchungspflicht bildet ei- nen Beschwerdegrund (Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG). Unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn der Verfügung ein falscher und aktenwidri- ger Sachverhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise falsch gewürdigt wor- den sind; unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den Entscheid rechtswe- sentlichen Sachumstände berücksichtigt werden (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERT- SCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., 2013, Rz. 1043). 7. 7.1 Der Beschwerdeführer rügt zunächst, es sei ihm nicht vollständige Ak- teneinsicht gewährt worden (Antrag 1); namentlich seien ihm die Aktenstü- cke A16-A18 vorenthalten worden. Zudem verlangt er die Angabe und Of- fenlegung der Quellen und Beweismittel, auf welche sich das SEM im Rah- men seines Entscheides gestützt habe (Antrag 10A) sowie die Einsicht in die Akten seines angeblichen Onkels (Antrag 10C). Hierzu ist das Folgende festzuhalten: 7.1.1 Bei Aktenstück A16 handelt es sich um die vom Rechtsvertreter im Verfahren E-5973/2018 eingereichte Beschwerdeeingabe vom 18. Oktober 2018; mit A17 wurde die dem Beschwerdeführer respektive seinem Rechtsvertreter in jenem Verfahren eröffnete Instruktionsverfügung vom 24. Oktober 2018 paginiert. Beim Aktenstück A18 handelt es sich – wie auf Seite 8 der Beschwerde vermutet w ird – um das dem Beschwerdeführer eröffnete und zugestellte Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E - 5973/2018 vom 22. November 2018. Alle drei von der Rüge der unvollstän- dig erteilten Akteneinsicht betroffenen Verfahrensakten A16-A18 stammen vom Beschwerdeführer selbst oder sind ihm respektive seinem Rechtsver- treter eröffnet worden. Sie sind ihm somit bekannt. Das Gericht kann weiter feststellen, dass entgegen der in der Beschwerdeschrift geäusserten Ver- mutung im vorliegenden Verfahren keine Botschaftsabklär ung vorgenom- men wurde. Dem Beschwerdeführer wurde korrekt und vollständig Akten- einsicht gewährt. Es besteht keine Veranlassung, eine ergänzende Akten- einsicht sowie eine damit verbundene Frist zur Ergänzung zu gewähren. Die diesbezügliche Rüge stösst deshal b ins Leere und Antrag 1 ist abzu- weisen. 7.1.2 Der Antrag um Offenlegung der von der Vorinstanz für die Beurteilung der aktuellen Lage verwendeten Quellen ( Antrag 10A) ist ebenfalls abzu- weisen. Die Vorinstanz stützte sich bei ihrer Einschätzung der Situation auf E-2140/2019 Seite 16 allgemeine und öffentlich zugängliche Informationsquellen, bei welchen das SEM keine Offenlegungspflicht trifft. 7.1.3 Soweit der Beschwerdeführer Einsicht in die Verfahrensakten seines angeblichen Onkels (Verfahren N […]) beantragt, ist schliesslich festzuhal- ten, dass der Rechtsvertreter in seiner Eingabe vom 18. Januar 2019 (vgl. Ziff. 3, S. 3 unten) selbst festhält, dass ihm die fraglichen Verfahrensakten vorliegen. Bei dieser Sachlage ist davon auszugehen, dass sich der Be- schwerdeführer aufgrund seiner vo llständigen Kenntnis dieser Akten ein- lässlich dazu hat äussern können, inwiefern er Sachumstände aus diesem Verfahren für sein eigenes Asylverfahren ableitet. Es besteht keine Veran- lassung, ergänzende Einsicht in diese Akten zu gewähren, weshalb auch Antrag 10C abzuweisen ist. 7.2 Die weiter vorgetragene Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs- anspruchs wird damit begründet, der zuständige Fachspezialist des SEM habe angeblich die deutsche Sprache nur mangelhaft beherrscht und in der Folge den angefochtenen Entscheid nicht rechtsgenüglich fällen kön- nen. Allenfalls habe dieser Spezialist mutwillig relevante Tatsachen über- gangen. Zudem sei der Entscheid des SEM nicht von der gleichen Person abgefasst worden, die die Anhörung durchgeführt habe. 7.2.1 Eine Durchsicht des deutsch-sprachigen BzP- und des französisch- sprachigen Anhörungsprotokolls sowie der französisch verfassten ange- fochtenen Verfügung liefert keine konkrete Anhaltspunkte, die die in der Beschwerde erhobene Kritik stützen würden. Weder die beiden genannten Befragungsprotokolle noch die angefochtene Verfügung enthalten Hinweise auf sprachliche Schwierigkeiten der befra- genden Person respektive des Verfassers des SEM-Entscheides. Es sind auch keine inhaltliche Lücken innerhalb der Anhörung respektive Ent- scheidbegründung erkennbar. Seitens des Beschwerdeführers werden auch keine spezifischen Hinweise für die behaupteten unzureichenden Sprachkenntnisse des SEM -Spezialisten geliefert. Dasselbe gilt auch für die bloss behaupteten mentalen Beeinträchtigungen des Beschwerdefüh- rers während der einlässlichen Anhörung (vgl. Beschwerde, S. 17). Der pauschale Verweis auf eine angeblich mangelhafte BzP (Beschwerde Ziff. 7.1.3) vermag ebenfalls keine substanziierte Grundlage für die behaupte- ten Unstimmigkeiten innerhalb d er Erstbefragung darzustellen. Die ent- sprechende Rüge erweist sich deshalb als unbehelflich. E-2140/2019 Seite 17 7.2.2 Der Beschwerdeführer rügt weiter, der SEM Entscheid sei nicht durch die gleiche Person gefällt worden, die die Anhörung durchgeführt habe (Be- schwerde, Ziff. 7.1.3). Bei dem in diesem Zusammenhang zitierten Rechts- gutachten von Professor Walter Kälin handelt es sich indessen lediglich um eine Empfehlung, die Anhörung und die Abfassung des Asylentscheids möglichst durch die gleiche Person durchzuführen, und nicht um eine jus- tiziable Verfahrenspflicht (vgl. unter vielen: Urteil des BVGer E-1904/2019 vom 13. Mai 2019 E. 6.1.1 mit weiteren Verweisen). Die diesbezügliche Rüge stösst deshalb ins Leere. 7.3 In der Beschwerde wird weiter gerügt, das SEM habe die Begrün- dungspflicht verletzt (vgl. Beschwerde, Ziff. 7.2) und den rechtserheblichen Sachverhalt nicht vollständig und richtig abgeklärt (Beschwerde, Ziff. 7.3) 7.3.1 Wie in der Beschwerdeschrift selbst ausgeführt wird (vgl. Ziff. 7.2.1) wurden die vom Beschwerdeführer bereits im ersten Asylverfahren vorge- tragene Herkunft aus dem Vanni-Gebiet, sein dortiger Aufenthalt, die gel- tend gemachten LTTE -Verbindungen und exilpolitische Tätigkeit bereits gewürdigt. Die entsprechenden Vorbringen wurden rechtskräftig als nicht asylrelevant qualifiziert und ein diesbezügliches Verfolgungsinteresse der sri-lankischen Behörden wurde rechtskräftig verneint (vgl. SEM-Verfügung vom 14. September 2018 Ziff. II/1-4 sowie Urteil E-5973/2018 vom 22. No- vember 2018 E. 13). Entgegen der anderslautende n Behauptung in der Beschwerde sind die vom Beschwerdeführer im ersten Asylverfahren vor- getragenen Vorfluchtgründe, namentlich die eigenen und familiären Ver- bindungen zu den LTTE, als unglaubhaft eingestuft worden (vgl. E - 5973/2018 E.13.2). Der Beschwerdeführer legte in seinem neuen, zweiten Asylgesuch nicht schlüssig dar, welche persönlichen Sachverhaltsele- mente eine neue Beurteilung erfordern würden. Bei dieser Sachlage be- stand seitens des SEM keine Veranlassung, im neuen, am 18. Januar 2019 und somit rund zwei Monate nach Abschluss des ersten Asylverfahrens gestellten Mehrfachgesuch nochmals auf diese bereits gewürdigten Vor- bringen weiter einzugehen. Die diesbezüglich angebrachte Kritik stösst da- her ins Leere. 7.3.2 Der Beschwerdeführer vermischt in seiner Argumentation zudem die Begründungspflicht mit der materiellen Würdigung der Vorbringen. Wie aus der angefochtenen Verfügung hervorgeht, hat die Vorinstanz die im neuen Asylgesuch geltend gemachten Vorbringen im Sachverhalt aufgenommen und im Rahmen der Erwägungen gewürdigt. Dabei wies das SEM zu Recht E-2140/2019 Seite 18 darauf hin, dass diese Vorbringen bereits im Urteil des Bundesverwaltungs- gerichts E-5973/2018 vom 22. November 2018 abschliessend gewürdigt worden seien (vgl. Verfügung des SEM vom 29. März 2019, Ziff. I/2 sowie Ziff. II, 6. Abschnitt, S. 3). Die Vorinstanz hat sich in der angefochtenen Verfügung mit den wesentlichen Vorbringen des Beschwerdeführers aus- einandergesetzt und die Überlegungen, von denen sie sich hat leiten las- sen, mit der sachlich gebotenen Begründungsdichte dargelegt. Diese Vor- gehensweise des SEM bei der Begründung seines Entscheids ist nicht zu beanstanden. Schliesslich lässt nicht zuletzt auch die Ausführlichkeit der Beschwerdebegründung (93 Seiten) darauf schliessen, dass eine sachge- rechte Anfechtung möglich war. Dass der Beschwerdeführer inhaltlich mit der von der Vorinstanz vorgenommenen Würdigung nicht einverstanden ist, betrifft nicht eine Frage formeller Mängel, sondern die materielle Wür- digung der Sache. Eine Verletzung der Begründungspflicht liegt nach dem Gesagten deshalb nicht vor. 7.3.3 Auch der Umstand, dass die Vorinstanz in der Länderpraxis zu Sri Lanka einer anderen Linie folgt, als vom Beschwerdeführer vertreten, und sie zu einer anderen rechtlichen Würdigung seiner Vorbringen gelangt, stellt weder eine fehlerhafte Sachverhaltsermittlung, noch eine Verletzung der Begründungspflicht, sondern eine Kritik in der Sache selbst dar. Auch dass das SEM nicht jedes einzelne Detail der Asylvorbringen in der Verfü- gung festgehalten oder in der Begründung einlä sslich jede Einzelheit be- rücksichtigt, abgehandelt und widerlegt hat, führt nicht zu einer ungenü- genden Sachverhaltsfeststellung oder einer Verletzung der Begründungs- pflicht (vgl. dazu: Referenzurteil E -1866/2015 vom 15. Juli 2016 E. 3.2.3; vgl. auch BGE 1 36 I 184 E. 2.2.1 S. 188). Der Beschwerdeführer konnte sich sodann auch über die Tragweite der vorinstanzlichen Verfügung ein Bild machen. Es war ihm im Rahmen der sehr einlässlich ausgestalteten, 93-seitigen Rechtsmitteleingabe seines Rechtsvertreters mög lich, sich ausführlich mit der diesbezüglichen sachlichen Einschätzung, den Argu- menten und der Begründung der Vorinstanz inhaltlich auseinanderzuset- zen. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör und der Begrün- dungspflicht ist daher auch in diesem Zusammenhang zu verneinen. 7.3.4 Die Vorinstanz war nicht verpflichtet, den Beschwerdeführer aber- mals anzuhören. Das zweite Asylgesuch wurde nach dem rechtskräftigen Abschluss des ersten Asylverfahrens innerhalb der Fünfjahresfrist von Art. 111c AsylG eingereicht. Bei dieser Konstellation ist eine Anhörung ge- mäss Art. 29 AsylG grundsätzlich nicht vorgesehen (vgl. BVGE 2014/39 E. E-2140/2019 Seite 19 4.3). Der Beschwerdeführer war aufgrund der ihm obliegenden Mitwir- kungspflicht (vgl. Art. 8 AsylG) gehalten, seine neuen Asylgründe ber eits bei der Einreichung des Gesuchs umfassend und substanziiert darzutun und mit entsprechenden Beweismitteln zu belegen. Diese hat der anwalt- lich vertretene Beschwerdeführer in seinem 28 Seiten umfassenden schriftlichen (Mehrfach-) Gesuch ausführlich dar gelegt. Auf Beschwerde- ebene wird denn auch diesbezüglich nichts Neues vorgetragen. Vor die- sem Hintergrund erachtet das Bundesverwaltungsgericht den Sachverhalt als rechtsgenüglich festgestellt. Der Antrag auf Durchführung einer erneu- ten Befragung (Antrag 10B) ist deshalb abzuweisen. 7.4 Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist festzustellen, dass die vom SEM vorliegend eingeschlagene Vorgehensweise nicht zu beanstanden ist. Von einer Verletzung des rechtlichen Gehörsanspruchs oder der Be- gründungspflicht kann vor liegend keine Rede sein. Ebenso ist der Sach- verhalt hinlänglich festgestellt. Die vom Beschwerdeführer erhobenen Rü- gen (Anträge 5-7) erweisen sich daher als unbegründet und stellen keine Grundlage für die beantragte Kassation dar. 7.5 Soweit die Feststellung d er Widerrechtlichkeit der Übermittlung von Personendaten des Beschwerdeführers an die sri -lankischen Behörden verlangt wird (Antrag 4), kann auf das Urteil E -4293/2018 vom 8. August 2018 E. 8 verwiesen werden. In diesem Urteil hielt das Gericht insbeson- dere fest, Art. 97 AsylG regle die Datenweitergabe im vorliegend interes- sierenden Kontext als lex specialis abschliessend und die Datenweiter- gabe erweise sich – wie im Übrigen bereits im Urteil E -4703/2017, E-4705/2017 vom 25. Oktober 2017 E. 2.5 festgestel lt – als rechtmässig. Antrag 4 ist deshalb abzuweisen. 7.6 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Vorinstanz den relevan- ten Sachverhalt im vorliegenden Asylverfahren korrekt festgestellt hat und keine rechtswidrige Weitergabe von Personendaten vorliegt. Die in der Be- schwerdeschrift behaupteten formellen Rügen erweisen sich allesamt als nicht begründet. 8. 8.1 In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, ob im zweiten Asylgesuch vom 18. Januar 2019 neue flüchtlingsrechtlich relevante Asylgründe vorgetragen wurden respektive ob die vom SEM in seiner Verfügung vom 29. März 2019 E-2140/2019 Seite 20 die Vorbringen des Beschwerdeführers inhaltlich zu Recht und mit zutref- fender Begründung als unglaubhaft eingestuft wurden. 8.2 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be- gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 8.3 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa- chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). Das Bundesverwaltungsgericht hat die Anfor derungen an das Glaubhaft- machen der Vorbringen in verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis. Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1 m.w.H.). 9. 9.1 Der Beschwerdeführer machte in seinem zweiten Asylgesuch vom 18. Januar 2019 im Wesentlichen geltend, seit dem Urteil vom 22. Novem- ber 2019 hätten sich rechtserhebliche Sachverhaltselemente verwirklicht. Er trug zunächst vor, seinem Onkel sei in der Schweiz Asyl gewährt wor- den. Zudem verwies er auf zwei Brüder und weitere Verwandte, die LTTE- Verbindungen aufweisen würden. 9.1.1 Das SEM führte hierzu aus, es sei nicht erstellt, dass es sich bei der Person, auf welche der Beschwerdeführer Bezug nehme, um seinen Onkel im rechtlichen Sinn handle. Zudem habe der Beschwerdeführer im ersten Asylverfahren keinen Bezug auf diesen Verwandten genommen und es seien auch keine diesbezüglichen Beweismittel eingereicht worden. Zu- dem seien die Asylvorbringen des Beschwerdeführers im Urteil E-2140/2019 Seite 21 E-5973/2018 des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. November 2018 als nicht glaubhaft gewürdigt worden. 9.1.2 Es trifft zwar zu, dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitte- leingabe vom 18. Oktober 2018 zum ersten Asylverfahren seinen in der Schweiz lebenden «Onkel» erwähnt hat; er hat hierzu weiter angegeben, dass diesem «Onkel» in der Schweiz Asyl erteilt wor den sei (vgl. Be- schwerde vom 18. Oktober 2018, Ziff. 5.5.2.1, S. 28). Im Urteil E-5973/2018 vom 22. November 2018 wurde die Asylrelevanz der Vor- fluchtgründe des Beschwerdeführers verneint und dabei auch die vorge- tragenen familiären Verbindungen zu den LTTE und die sein exilpolitisches Wirken mitberücksichtigt (vgl. Sachverhalt Bst. C und Erwägung 13.3, letz- ter Abschnitt). Die Asylgewährung des «Onkels» hat sich – gemäss den eigenen Angaben des Beschwerdeführers – während des ersten Asylver- fahrens verwirklicht; ihm ist im Februar 2014 Asyl erteilt worden; das Asyl- gesuch in der Schweiz hatte er bereits Ende 2008 gestellt . Dieses im or- dentlichen Beschwerdeverfahren geltend gemachte Vorbringen ist deshalb im vorliegenden zweiten Asylverfahren nicht nochmals res pektive nicht weiter zu überprüfen. Mit Urteil vom 22. November 2018 wurde bereits rechtskräftig und abschliessend über die familiären Verbindungen des Be- schwerdeführers zu den LTTE entschieden und die fehlende Asylrelevanz festgestellt. Ein Zurückkommen auf diese Einschätzung wäre nur unter den gesetzlich eng vorgegebenen revisionsrechtlichen Gesichtspunkten recht- lich möglich respektive zulässig gewesen. Aufgrund dieser Erwägungen sieht sich das Bundesverwaltungsgericht nicht veranlasst, die Akten des angeblichen Onkels beizuziehen. 9.2 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, es sei aufgrund der seit Oktober 2018 eingetretenen Veränderung der politischen Situation in Sri Lanka – unter Mitberücksichtigung seiner Verbindungen zu den LTTE und seinen exilpolitischen Aktivitäten – eine neue persönliche Gefährdungslage entstanden. Die Sicherheits- und Menschenrechtslage habe sich insbeson- dere seit den am Ostersonntag, 21. April 2019 erfolgten Terroranschläge verschlechtert (vgl. Beschwerde, Ziff. 7.3.3 ff.). 9.2.1 Die Vorinstanz hat die jüngsten Entwicklungen als ungenügend er- achtet, um von einer begründeten Furcht des Beschwerdeführers vor künf- tiger Verfolgung auszugehen. Die vorinstanzlichen Erwägungen erweisen sich aufgrund der Akten als zutreffend und sind zu bestätigen, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen vorab auf die Ausführungen des SEM in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann (vgl. Sachverhalt E-2140/2019 Seite 22 oben, Bst. I). An dieser Stelle ist nochmals darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer im neuen, zw eiten Asylverfahren hinsichtlich der gel- tend gemachten LTTE-Verbindungen und der Entfaltung exilpolitischer Tä- tigkeiten nichts Neues vorgetragen hat, was an der bisherigen Einschät- zung im ersten Asylverfahren etwas ändern würde. Für das in der Eingabe vom 18. Januar 2019 vorgetragene starke Engagement für die tamilische Sache wurden keine rlei konkretere Angaben gemacht. Es wurden auch keine entsprechenden Beweismittel eingereicht, die einen persönlichen Bezug zum Beschwerdeführer aufweisen und die behauptet en persönli- chen Gefährdungselemente stützen würden. 9.2.2 Die aktuelle Lage in Sri Lanka ist zwar als angespannt und volatil zu beurteilen. Der am 26. Oktober 2018 begonnene Machtkampf zwischen Maithripala Sirisena, Mahinda Rajapaksa und Ranil Wickremesinghe ver- mag an der Gesamteinschätzung des Asylverfahrens des Beschwerdefüh- rers jedoch nichts Grundlegendes zu ändern. Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise und es wird auch nicht schlüssig dargelegt, dass speziell der Beschwerdeführer einer erhöhten Gefahr ausgesetzt wäre. Auch unter Mitberücksichtigung der am 21. April 2019 erfolgten Angriffe auch Kirchen und Luxushotels in Sri Lanka ist nicht auf eine generell erhöhte Gefährdung von zurückkehrenden sri-lankischen Staatsangehörigen tamilischer Ethnie zu schliessen (vgl. auch E. 5.2 oben). 9.2.3 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Vorinstanz im Ergebnis und mit zutreffender Begründung zu Recht geschlossen hat, dass der Be- schwerdeführer kein asylrechtlich relevantes Risikoprofil aufweist und die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt. Nachdem er keine Vorfluchtgründe hat nachweisen oder glaubhaft machen können und er weder aufgrund eigener politischer Betätigung noch aufgrund familiärer Verbindungen zu den LTTE ein relevantes politisches Profil aufweist, erfüll t er keine der im Referenz- urteil E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 dargelegten stark risikobegründen- den Faktoren. Alleine aus seiner tamilischen Ethnie und seiner fast vierjäh- rigen Landesabwesenheit kann er keine Gefährdung flüchtlingsrechtlich beachtlichen Ausmasses im Sinne des genannten Referenzurteils ableiten. 9.2.4 An diesem Schluss vermögen auch die auf Beschwerdeebene einge- reichten Dokumente, Berichte und Länderinformationen, die im Wesentli- chen die allgemeine politische Lage in Sri Lanka betreffen, nichts zu än- dern. Die eingereichten Unterlagen haben allesamt kein en persönlichen Bezug zum Beschwerdeführer. Hinsichtlich der Vorsprache auf dem sri - lankischen Generalkonsulat (vgl. Beschwerde, insbesondere Ziff. 7.3.2 b, E-2140/2019 Seite 23 S. 39 ff.) ist auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts BVGE 2017 VI/6 E. 4.3.3 zu verweisen, w onach es sich bei der Ersatzreisepapierbeschaf- fung um ein standardisiertes, erprobtes und gesetzlich geregeltes Verfah- ren handelt. Nur aufgrund der Datenübermittlung der schweizerischen Be- hörden an die sri -lankischen Behörden und der Nennung des Ausreise- grundes anlässlich einer Vorsprache auf dem sri -lankischen Generalkon- sulat ist bei einer Rückkehr nach Sri Lanka nicht mit einer asylrelevanten Verfolgung zu rechnen. 9.3 Nach dem Gesagten muss nicht angenommen werden, dass dem Be- schwerdeführer im Falle einer Rü ckkehr nach Sri Lanka persönlich ernst- hafte Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG drohen würden. Antrag 8 ist da- her abzuweisen. Die Vorinstanz hat sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt 10. 10.1 Lehnt das Staatssekretariat das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 AsylG). 10.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol- chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 11. 11.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 11.2 11.2.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, es sei mit überwiegender Wahr- scheinlichkeit davon auszugehen, dass vor dem Hintergrund der neuesten politischen Entwicklungen jeder nach Sri Lanka zurückgeschaffte tamili- sche Asylgesuchsteller jederzeit Opfer einer Verhaftung und von Verhören E-2140/2019 Seite 24 unter Anwendung von Folter werden könne. Da er mit seiner Vorgeschichte in diese bestimmte Gruppe falle, wäre auch bei ihm von einer solchen über- wiegenden Gefahr auszugehen, weshalb die Unzulässigkeit respektive Un- zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen sei. 11.2.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun- gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Aus- reise in ein solches Land gezwungen zu we rden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts- stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, un menschliche oder erniedri- gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat sich mit der Gefährdungssituation im Hinblick auf eine EMRK-widrige Behandlung na- mentlich für Tamilen, die aus einem europäischen Land nach Sri Lanka zurückkehren müssen, wiederholt befasst (vgl. EGMR, R.J. gegen Frank- reich, Urteil vom 19. September 2013, Beschwerde Nr. 10466/11; T.N. ge- gen Dänemark, Urteil vom 20. Januar 2011, Beschwerde Nr. 20594/08; P .K. gegen Dänemark, Urteil vom 20. Januar 2011, Beschwerde Nr. 54705/08; N.A. gegen Grossbritannien, Urteil vom 17. Juli 2008, Be- schwerde Nr. 25904/07). Dabei unterstreicht der Gerichtshof, dass nicht in genereller Weise davon auszugehen sei, zurückkehrenden Tamilen drohe eine unmenschliche Behandlung. Vielmehr müssten im Rahmen der Beur- teilung, ob der oder die Betroffene ernsthafte Gründe für die Be fürchtung habe, die Behörden hätten an seiner Festnahme und Befragung ein Inte- resse, verschiedene Aspekte – welche im Wesentlichen durch die im Re- ferenzurteil E-1866/2015 identifizierten Risikofaktoren abgedeckt sind (vgl. EGMR, T.N. gegen Dänemark, a.a.O., § 94) – in Betracht gezogen werden, wobei dem Umstand gebührend Beachtung zu schenken sei, dass diese E-2140/2019 Seite 25 einzelnen Aspekte, auch wenn sie für sich alleine betrachtet möglicher- weise kein "real risk" darstellen, diese Schwelle bei einer kumulativen Wür- digung erreichen könnten. 11.2.3 Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung mit zutreffender Begründung erkannt, dass der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung mangels Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft keine Anwendung findet und keine anderweitigen völkerrechtlichen Vollzugshin- dernisse erkennbar sind (vgl. Ziff. III/1). Gemäss Rechtsprechung des Bun- desverwaltungsgerichts lassen weder die Zugehörigkeit zur tamilischen Ethnie noch die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka den Wegweisungsvollzug als unzulässig erscheinen (vgl. den als Referenzur- teil publizierten Entscheid E -1866/2015 E. 12.2 f.). Trotz aktueller politi- scher Veränderungen ist an der Lageeinschätzung im genannten Refe- renzurteil festzuhalten. Auch der EGMR hat, wie ber eits vorstehend er- wähnt, wiederholt festgestellt, dass nicht generell davon auszugehen sei, zurückkehrenden Tamilen drohe in Sri Lanka eine unmenschliche Behand- lung. Eine Risikoeinschätzung müsse im Einzelfall vorgenommen werden (vgl. Urteil des EGMR R.J. gegen Frankreich vom 19. September 2013, 10466/11, Ziff. 37). Weder aus den Vorbringen des Beschwerdeführers noch in anderweitiger Hinsicht ergeben sich konkrete Anhaltspunkte dafür, dass er im Falle einer Ausschaffung nach Sri Lanka dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer gemäss der EMRK oder der FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Dies gilt insbesondere auch un- ter Berücksichtigung der Behauptung des Beschwerdeführers, es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er – wie jeder nach Sri Lanka zurückgeschaffte Asylgesuchsteller ‒ jederzeit Opfer einer Verhaftung und von Verhören unter Folteranwendung werden könne, zu- mal die Gefährdungslage für Exil-Tamilen seit Oktober 2018 respektive seit den Terroranschlägen an Ostern 2019 eine neue Dimension erreicht habe. Nach Einschätzung des Bundesverwaltungsgerichts ändern auch die vola- tile Lage und die Ernennung Rajapaksas zum Oppositionsführer nichts an der Beurteilung der Verfolgungssituation für nach Sri Lanka zurückk eh- rende Tamilen. Aufgrund der fehlenden Glaubhaftigkeit respektive Asylre- levanz der Vorbringen des Beschwerdeführers (vgl. auch das Urteil E-5973/2018 vom 22. November 2018) besteht für eine derartige Befürch- tung kein konkreter Anlass. Es besteht keinerle i konkreter Grund zur An- nahme, die erwähnten allgemeinen politischen Entwicklungen in Sri Lanka könnten sich zum heutigen Zeitpunkt in entscheidwesentlicher Weise auf den Beschwerdeführer auswirken. Der Vollzug der Wegweisung ist somit E-2140/2019 Seite 26 sowohl im Sinne der asylgesetzlichen als auch der völkerrechtlichen Best- immungen zulässig. 11.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf- grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me- dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 11.3.1 Nach einer eingehenden Analyse der sicherheitspolitischen Lage in Sri Lanka ist das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss gekommen, dass der Wegweisungsvollzug in die Nordprovinz (mit Ausnahme des „Vanni - Gebiets“) zumutbar ist, wenn das Vorliegen der individuellen Zumutbar- keitskriterien (insbesondere Existenz eines tragfähigen familiären oder so- zialen Beziehungsnetzes sowie Aussichten auf eine gesicherte Einkom- mens- und Wohnsituation) bejaht werden kann (vgl. Referenzurteil E-1866/2015 E. 13.2). In seinem späteren, auch als Referenzurteil publi- zierten, Entscheid vom 16. Oktober 2017 erachtet das Bundesverwaltungs- gericht auch den Wegweisungsvollzug ins „Vanni -Gebiet“ als zumutbar (Urteil D-3619/2016 vom 16. Oktober 2017 E. 9.5). An dieser Einschätzung vermögen auch die neusten Gewaltvorfälle in Sri Lanka am 21. April 2019 und der von der sri -lankischen Regierung verhängte und inzwischen ver- längerte Ausnahmezustand nichts zu ändern (vgl. Erwägung 5.2 oben). 11.3.2 In Bezug auf das Vorliegen individueller Zumutbarkeitskriterien kann ebenfalls auf das bereits zitierte Referenzurteil E-1866/2015 (E. 13 und 15) respektive auf das den Beschwerdeführer betreffende Urteil E-5973/2018 vom 22. November 2018 und auf die angefochtene Verfü- gung vom 29. März 2019 (Ziff. III/2) verwiesen werden. Der Beschwerde- führer macht im vorliegenden Verfahren nichts geltend, das an diesen bis- herigen Einschätzungen etwas ändern könnte. An seinem Herkunftsort C._______ (Bezirk Vavuniya, Nord-Provinz) ver- fügt der Beschwerdeführer über ein bestehendes familiäres Beziehungs- netz (Ehefrau und Kinder in […] bei C._______ sowie Eltern und ein Bruder in […] bei C._______; vgl. A3 Ziff. 2.02 und 3.01), welches ihm bei der Rückkehr und Reintegration behilflich sein kann. Für die pauschale Be- hauptung in der Rechtsmitteleingabe, der Beschwerdeführer leide mit er- heblicher Wahrscheinlichkeit unter psychischen Problemen (vgl. S. 93) E-2140/2019 Seite 27 werden keinerlei weiterf ührenden oder spezifizierenden Angaben ge- macht. Die blosse Möglichkeit, dass der Beschwerdeführer an psychischen Problemen leiden könnte, genügt nicht, um ein Wegweisungshindernis dar- zustellen. Der Vollzug der Wegweisung ist somit auch zumutbar. 11.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi- gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei- sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 11.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG), weshalb Antrag 9 abzuweisen ist. 12. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so- wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit da- rauf einzutreten ist. 13. 13.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer- deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und zufolge seiner sehr um- fangreichen Beschwerde mit zahlreichen Beilagen und Ausführungen ohne individuellen Bezug zu ihm praxisgemäss auf insgesamt Fr. 1ꞌ500.– festzu- setzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 13.2 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers stellte im vorliegenden Fall zum wiederholten Mal ein Rechtsbegehren, über das bereits in ande- ren Verfahren mehrfach befunden worden ist (Bestätigung der Zufälligkeit beziehungsweise Offenlegung der objektiven Kriterien der Zusammenset- zung des Spruchkörpers). Diese unnötig verursachten Kosten sind dem Rechtsvertreter deshalb persönlich aufzuerlegen und auf Fr. 100.– festzu- setzen (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 66 Abs. 3 BGG; vgl. auch Urteil des Bun- desgerichts 5D_56/2018 vom 18. Juli 2018 E. 6). Dieser Betrag ist von den E-2140/2019 Seite 28 dem Beschwerdeführer aufzuerlegenden Gesamtverfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1ꞌ500.– in Abzug zu bringen. E-2140/2019 Seite 29 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 2. Dem Beschwerdeführer werden Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1ꞌ400.– auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Ur- teils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Rechtsanwalt Gabriel Püntener werden Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 100.– persönlich auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale Migrationsbehörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Christa Luterbacher Sandra Bodenmann Versand: