B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-4796/2012 U r t e i l v o m 2 3 . J u n i 2 0 1 4 Besetzung Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), Richter Vito Valenti, Richter Beat Weber, Gerichtsschreiber Roger Stalder. Parteien A._______, Schweiz, vertreten durch Prof. Dr. Pascal Grolimund, Advokat, Keller- hals Anwälte, Hirschgässlein 11, Postfach 257, 4010 Basel, Beschwerdeführerin, gegen SUVA, Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern, Vorinstanz. Gegenstand Unterstellung/Neueinreihung des B._______, Einsprache- entscheid der Suva betreffend A._______. C-4796/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Gemäss den Auszügen des Kantonsblattes C._______ (im Folgenden: C._______) vom 4. August und 10. September 2011 schrieben die D._______, das E._______ sowie das B._______ (im Folgenden: B._______) im Rahmen der Neuorganisation des Spitalwesens die obl i- gatorische Unfallversicherung aus (Beschwerdebeilage [ im Folgenden: BB] 1). An dieser Submission haben sich die Schweizerische Unf allversi- cherungsanstalt ( im Folgenden: Suva oder Vorinstanz) und Privatvers i- cherungsunternehmen beteiligt (BB 2). Mit Verfügungen vom 14. Nove m- ber 2011 wurde die Suva von der Ausschreibung ausgeschlossen und der Zuschlag der A._______ (im Folgenden: A._______) erteilt (BB 3). Gegen beide Verfügungen resp. die öffentliche Ausschreibung erhob die Suva Rekurs beim Appellationsgericht C._______; dieses Verfahren ist derzeit sistiert (BB 4 und 8). B. Am 24. November 2011 erliess die Suva eine Verfügung, mit welcher sie das B._______ zwangsweise der Versicherungspflicht unterstellte. Z u- sammenfassend führte sie zur Begründung dieses Entscheids aus, eine blosse organisatorische Umwandlung des B._______ von einer Diens t- stelle in eine öffentlich -rechtliche Anstalt des Kantons C._______ löse keinesfalls eine Berechtigung aus, den Unfallversicherer neu zu wählen; in Ermangelung eines bestehenden Wahlrechts sei das Personal weite r- hin bei der Suva unfallversiche rt (BB 5). Hiergegen liessen die A._______, vertreten durch PD Dr. Pascal Grolimund, am 21. Dezember und das B._______ am 23. Dezember 2011 Einsprache erheben (BB 6 und 7). C. Mit Entscheid vom 27. Juli 2012 trat die Suva auf die Einsprache der A._______ nicht ein (BB 6). Zur Begründung führte sie zusammengefasst aus, die A._______ könne – selbst bei Vorliegen eines Wahlrechts de s B._______ – keinen Vertragsabschluss erzwingen und sei damit nur mi t- telbar in ihrer eigenen Rechtsstellung betroffen. Dabei sei au ch zu b e- rücksichtigen, dass selbst der Zuschlag im Ausschreibungs - und Verga- beverfahren keinen Anspruch des Anbieters auf Vertragsabschluss b e- gründe. Die A._______ sei daher nicht zur Einsprache legitimiert. Auf An- trag de s B._______ in dessen Einsprache vo m 23. Dezember 2011 sei die A._______ zu jenem Verfahren beigeladen worden. Mit der Beiladung C-4796/2012 Seite 3 bekräftige die Suva aus Billigkeitsüberlegungen den Willen, der eigentl i- chen Streitfrage unter dem Lichte der Verfahrensökonomie materiell zu begegnen; die A._______ habe vom Recht zur Stellungnahme als Beig e- ladene mit Eingabe vom 4. Juni 2012 Gebrauch gemacht. D. Mit einem weiteren Entscheid vom 27. Juli 2012 wurde die Einsprache des B._______ vom 23. Dezember 2011 abgewiesen (BB 7). Gegen den Nichteintretensentscheid der Suva vom 27. Juli 2012 liess die A._______ durch ihren Rechtsvertreter beim Bundesverwaltungsgericht mit Eingabe vom 12. September 2012 Beschwerde erheben und beantragen, dieser Entscheid sei aufzuheben (Ziff. 1 der Rechtsbegehren) und die Verfügung der Suva vom 24. November 2011 in Sachen Unterstellung/Neueinreih - ung de s B._______ ab 1. Januar 2012 sei aufzuheben (Ziff. 2 der Rechtsbegehren; Akten im Beschwerdeverfahren [im Folgenden: B-act.] 1 und 5). Zur Begründung wurde zusammengefasst ausgeführt , als Adressatin des Einspracheentscheids sei die Beschwerdeführerin zur Beschwerde leg i- timiert. Sie sei durch den Nichteintretensentscheid beschwert. Ihre para l- lele Beschwerde als Beigeladene gegen den Einspracheentscheid gegen das B._______ vermöge daran nichts zu ändern. Zum einen erschienen nach heutiger Praxis und Lehre zentrale Aspekte der Verfahrensstellung einer Beigeladenen offen. Namentlich sei unklar, ob der Beigeladenen das Beschwerderecht erhalten bleibe, falls die Hauptpartei im Laufe des (weiteren) Verfahrens auf die eigene Beschwerdeführung verzichte. I n- soweit bestehe – im Parallelverfahren – gegebenenfalls eine gewisse Ab- hängigkeit der A._______ von der Verfahrensführung de s B._______, was im Vergleich zur Beschwerdeführung als Hauptpartei e in Minus da r- stelle. Zum anderen erfolge die Beiladung der Suva im Parallelverfahren lediglich "unpräjudiziell", d.h. unverbindlich, wobei diese die Tragweite dieser Einschränkung offengelassen habe. Es mache jedoch den A n- schein, als habe sich die Suva die Möglichkeit vorbehalten wollen, auf die Beiladung der A._______ zurückzukommen. Auch aus diesem Grund e r- scheine es für diese bedeutsam, dass ihre Stellung als selbstständige Hauptpartei anerkannt sei. Betreffend die beantragte Aufhebung des Nichteintreten sentscheids wur- de geltend gemacht, die Vorinstanz liege in mehrfacher Hinsicht falsch. Zunächst werde übersehen, dass die A._______ in casu nicht nur den Zuschlag erhalten, sondern das B._______ darüber hinaus den Versiche-C-4796/2012 Seite 4 rungsantrag unterzeichnet h abe. Der Antrag sei einzig unter den Vorb e- halt einer rechtskräftigen Zwangsunterstellung gestellt worden. Im Übr i- gen bleibe das B._______ bis zum Abschluss des hängigen Verfahrens gebunden. Folgerichtig könne die A._______ den Vertragsschluss e r- zwingen, womit selbst nach Massgabe der Suva die Legitimation der B e- schwerdeführerin erstellt sei. Die Legitimation könne im Übrigen nicht von der Möglichkeit abhängen, den Vertragsschluss erzwingen zu können, setze Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Al lge- meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) doch nur ein tatsächliches Interesse an der Einsprache voraus. Voraussetzung sei nicht, dass in eine bestehende Rechtsposition eingegriffen werde. Die Eingrenzung der Legitimation des Dritten er folge vielmehr über das Krite- rium der besonderen Beziehungsnähe. Der Einsprache führende private Versicherer habe stärker betroffen zu sein als die anderen nach Art. 68 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 (UVG; SR 832.20) registrierten Versicherer. Die besondere Beziehung s- nähe könne sich sowohl aus rechtlichen als auch aus tatsächlichen Gründen ergeben. Es gebe kein en Versicherer, der in casu vergleichbar betroffen wäre wie die Beschwerdeführerin. So treffe es insbesondere nicht zu, dass das B._______ trotz Zuschlags an die A._______ in der Wahl des Versicherers weiterhin völlig frei wäre. Namentlich würde das Beschaffungsrecht dem B._______ verbieten, an der Gewinnerin der Ausschreibung vorbei einfach mit einem dritten Versicher er abzuschlies- sen. Ansonsten würde das Submissionsrecht ad absurdum geführt. Für den Abbruch eines Submissionsverfahrens bedürfe es eines wichtigen Grundes. Ganz abgesehen davon sei das B._______ verpflichtet, sein Personal einer obligatorischen Unfallvers icherung zuzuführen. Aus all diesen Gründen werde deutlich, dass die A._______ von der Unterste l- lungsverfügung besonders berührt werde. Entsprechend sei ihre Parte i- stellung im Sinne von Art. 59 ATSG zu bejahen. E. Mit Zwischenverfügung vom 24. September 2012 wurde die Beschwerde- führerin – unter Hinweis auf die Säumnisfolgen (Nichteintreten auf die Beschwerde) – aufgefordert, einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.- in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten (B -act. 2 und 3); dieser Aufforderung wurde nachgekommen (B-act. 4). F. In ihrer Vernehmlassung vom 1 4. Januar 2013 beantragte die Suva, auf die Beschwerde vom 12. September 2012 sei nicht einzutreten; eventuell C-4796/2012 Seite 5 sie diese Beschwerde – soweit darauf einzutreten sei – abzuweisen und der (an die A._______ gerichtete) Einspracheentscheid vom 27. Juli 2012 zu bestätigen (B-act. 9). Zur Begründung wurde unter anderem ausgeführt, Streitgegenstand des angefochtenen Einspracheentscheids vom 27. Juli 2012 sei ausschlies s- lich die Frage, ob auf die Einsprache der A._______ einzutreten sei oder nicht. Diese sei nur dann beschwerdebefugt, wenn sie unter anderem an der Aufhebung des vorinstanzlichen Nichteintretensentscheids ein schutzwürdiges Interesse habe (Art. 59 ATSG). Ein solches sei nicht e r- sichtlich, weil die A._______ am Einspracheverfahren, welches vom B._______ mit Einsprache vom 23. Dezember 2011 eingeleitet worden sei, als Beigeladene habe mitwirken können und als solche beim Bu n- desverwaltungsgericht auch eine eigene Beschwerde gegen den abwe i- senden Einspracheentscheid vom 27. Juli 2012 ( Verfahren C-____/2012) erhoben habe. Hierzu sei sie legitimiert. Die A._______ könne somit ihre Interessen bereits im Rahmen des hängigen Verfahrens C-____/2012 vollumfänglich wahren. In diesem Prozess sei sie Beschwerd eführerin und somit Hauptpartei. Als solche sei sie auch berechtigt, ein zu ihren Ungunsten lautendes Urteil des Bundesverwaltungsgerichts beim Bu n- desgericht anzufechten. Somit bestehe kein schutzwürdiges Interesse der A._______, den Nichteintretensentscheid der Suva vom 27. Juli 2012 mit der Absicht anzufechten, deren Aufhebung zu bewerkstelligen und einen beschwerdefähigen materiellen Einspracheentscheid zur Frage zu erwi r- ken, ob dem B._______ ein Wahlrecht nach Art. 98 Abs. 2 der Verord- nung über die Unfa llversicherung vom 20. Dezember 1982 (UVV, SR 832.202) zustehe oder nicht. Diese materiell -rechtliche Frage sei bereits Gegenstand des von der A._______ selber mittels Beschwerde eingele i- teten Prozesses C-____/2012. G. Im Rahmen der Replik vom 14. März 2013 liess die Beschwerdeführerin an den beschwerdeweise gestellten Rechtsbegehren vollumfänglich fes t- halten und weitere Ausführungen machen (B-act. 13). H. In ihrer Duplik vom 24. Mai 2013 führte die Vorinstanz insbesondere aus, mit der Replik der A._______ vom 14. März 2013 werde nichts vorg e- bracht, das die Suva zu einer Änderung oder Ergänzung der ausführlich begründeten Beschwerdeantwort vom 1 4. Januar 2013 veranlassen wü r- de (B-act. 17). C-4796/2012 Seite 6 I. Mit prozessleitender Verfügung vom 30. Mai 2013 schloss die Instrukt i- onsrichterin den Schriftenwechsel (B-act. 18). J. Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften der Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Bundesverwal tungsgericht ist gemäss Art. 109 Bst. a UVG in Verbindung mit Art. 31 ff. des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) für die Beurteilung der vorliegenden Streitsache zuständig. Das Verfahren richtet sich grundsätzlich nach dem Bunde sge- setz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021 [vgl. Art. 37 VGG]). Vorbehalten bleiben gemäss Art. 3 Bst. d bis VwVG die besonderen Bestimmungen des ATSG. Gemäss Art. 1 Abs. 1 UVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Unfall versicherung a n- wendbar, soweit das vorliegende Gesetz nicht ausdrücklich eine Abwe i- chung vom ATSG vorsieht; eine Ausnahme gemäss Art. 1 Abs. 2 UVG ist vorliegend nicht gegeben. 1.2 Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann gerügt werden, die ange fochtene Verfügung verletze Bundesrecht (einschlies s- lich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 Bst. c VwVG). 1.3 Nach Art. 62 Abs. 4 VwVG sind Gerichte gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der B e- gehren der Parteien gebunden. 1.4 1.4.1 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 27. Juli 2012 (BB 6), mit welchem die Vorinstanz auf di e Einsprache vom 21. De- zember 2011 nicht eingetreten ist, da die A._______ nicht einsprachelegi- timiert gewesen sei. Dieser formelle Entscheid beinhaltet keine materielle C-4796/2012 Seite 7 Beurteilung resp. durch diesen wurde die Verfügung vom 24. November 2011 nicht ersetzt (vgl. hierzu BGE 131 V 407 E. 2.1.2). Vielmehr hätte diese Verfügung – bei Aufhebung des angefochtenen Nichteintretensen t- scheids – weiterhin Bestand, und es könnte gegen diese gemäss Art. 56 Abs. 1 ATSG Einsprache erhoben werden (vgl. BGE 131 V 407 E. 2.1 .2; vgl. auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, N. 45 zu Art. 52 ATSG). Unter diesen Umständen kann die Verf ü- gung vom 24. November 201 1 nicht Anfechtungsgegenstand des vorli e- genden Verfahrens bilden, weshalb auf das Rechtsbeg ehren 2 der B e- schwerdeführerin, die Verfügung der Suva vom 24. November 2011 in Sachen Unterstellung/Neueinreihung des B._______ ab 1. Januar 2012 sei aufzuheben, nicht einzutreten ist. 1.4.2 Aufgrund der vorstehenden Erwägung ist demnach im vorliegenden Verfahren streitig und zu prüfen, ob die Vorinstanz auf die Einsprache der A._______ vom 21. Dezember 2011 (vgl. Art. 52 Abs. 1 ATSG) mangels Legitimation zu Recht nicht eingetreten ist resp. ob dieser Nichteintr e- tensentscheid vom 27. Juli 2012 aufzuheben ist (Rechtsbegehren 1). 2. 2.1 Laut Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG ist zur Beschwerde berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglic h- keit zur Teilnahme erhalten hat. 2.1.1 Unbestrittenermassen wurde die Beschwerdeführerin von der Suva mit Schreiben vom 5. April 2012 eingeladen, zur Einsprache des Recht s- vertreters des B._______ vom 23. Dezember 2011 gegen die Verfügung vom 24. November 2011 Stellung zu nehmen. In Kenntnis der vom 4. Juni 2012 datierenden Stellungnahme der A._______ (BB 7 [Originaldokument nicht in den Akten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens]) , erliess die Suva am 27. Juli 2012 den vorliegend angefochtenen Einspracheen t- scheid, mit welchem sie auf die Einsprache vom 21. Dezember 2011 nicht eingetreten ist (BB 6). 2.1.2 Mit Blick auf die Geschehnisse im vorinstanzlichen Verfahren – un- ter anderem die Aufforderung an die Beschwerdeführerin zur Stellun g- nahme betreffend Einsprache de s B._______ vom 23. Dezember 2011 und den Erlass des Nichteintretensentscheids vom 27. Juli 2012 – ist oh- ne weiteres davon auszugehen, dass die A._______ vor der Suva am C-4796/2012 Seite 8 Verfahren teilgenommen hat; die Beschwerdelegitim ationsvoraussetzung gemäss Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG ist somit erfüllt. 2.2 Weiter ist nachfolgend die Voraussetzung von Art. 48 Abs. 1 Bst. b VwVG zu prüfen. 2.2.1 Nebst der Teilnahme am vorinstanzlichen Verfahren laut Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG muss die zur Beschwerde berechtigte Partei gemäss Art. 48 Abs. 1 Bst. b VwVG durch die angefochtene Verfügung besonders berührt sein. Eine solche Betroffenhe it liegt vor, wenn diese sich vom I n- teresse der Allgemeinheit klar abhebt (vgl. VERA MARANTELLI-SONANINI/ SAID HUBER in: Bernhard Waldmann/Philippe Weissenberger [Hrsg.], Pra- xiskommentar zum VwVG, Zürich/Basel/Genf 2009, N. 12 mit Hinweisen zu Art. 48 VwVG). 2.2.2 Die Rechtsstellung der Beschwerdeführerin wird durch den ang e- fochtenen Nichteintretensentscheid vom 27. Juli 2012 direkt beeinträc h- tigt. Es ist aktenkundig, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen des Submissionsverfahrens betreffend die Durchführung der obligatorischen Unfallversicherung de s B._______ den Zuschlag erhalten hat und der entsprechende Antrag vom Direktor und dem Bereichsleiter Personal und Betrieb des B._______ am 28. November 2011 und von einem Vertreter der F._______ am 29. November 2011 u nterzeichnet worden ist (B -act. 13 Beilage 1). Die Beschwerdeführerin als Gewinnerin der Ausschreibung ist durch die Unterstellungsverfügung der Suva vom 24. November 2011 in besonderer Weise und stärker betroffen als andere Versicherer, welche an der Ausschreibung überhaupt nicht teilgenommen oder den Zuschlag nicht erhalten haben. Darüber hinaus kann sie aufgrund der vorliegenden Umstände im Zusammenhang mit dem Submissionsverfahren eine spezi- fische, beachtenswerte und besonders nahe Beziehung zur Streits ache für sich in Anspruch nehmen ( vgl. VERA MARANTELLI-SONANINI/SAID HU- BER, a.a.O., N. 10 mit Hinweisen. 2.2.3 Nach dem Dargelegten ergibt sich, dass auch die Beschwerde legi- timationsvoraussetzung von Art. 48 Abs. 1 Bst. b VwVG erfüllt ist. 2.3 Nachfolgend ist in e inem weiteren Schritt zu prüfen, ob die Beschwerd e- führerin gemäss Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG ein schutzwürdiges Interesse C-4796/2012 Seite 9 an der Aufhebung des angefochtenen Nichteintretensentscheids vom 27. Juli 2012 hat. 2.3.1 Die Rechtsprechung betrachtet als schutzwürdiges I nteresse im Sinne von Art. 89 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über das Bundesg e- richt vom 17. Juni 2005 (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) – dessen Wortlaut identisch ist mit dem vorliegend anwendbaren Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG – jedes praktische oder rechtliche Interesse, welches eine von einer Verfügung betroffene Person an deren Änderung oder Aufhebung geltend machen kann. Das schutzwürdige Interesse besteht somit im praktischen Nutzen, den die Gutheissung der Beschwerde dem Verfügungsadressaten verschaffen würde, oder – anders ausgedrückt – im Umstand, einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder a n- derweitiger Natur zu vermeiden, welchen die angefochtene Verfügung (resp. Einspracheentscheid) mit sich bringen würde. Das rechtliche ode r auch bloss tatsächliche Interesse braucht somit mit dem Interesse, das durch die von der Beschwerde führenden Person als verletzt bezeichnete Norm geschützt wird, nicht übereinzustimmen (vgl. hierzu BGE 138 V 292 E. 3, 133 V 188 E. 4.3.1; SVR 2009 BVG Nr. 27 S. 98 E. 2.2). 2.3.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist ein Interesse nur dann schutzwürdig, wenn der Beschwerdeführer noch im Zeitpunkt der Urteilsfällung ein aktuelles praktisches Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides hat. Fehlt ein solches Intere s- se bereits bei Erhebung der Beschwerde, führt das zu einem Nichteintr e- ten. Fällt das schutzwürdige Interesse an einer Beschwerde im Laufe des Verfahrens dahin, so wird die Sache als erledigt erklärt. Das Bundesg e- richt verzichtet ausnahmsweise auf das Erfordernis des aktuellen Interes- ses, wenn sich die aufgeworfenen Fragen unter gleichen oder ähnlichen Umständen jederzeit wieder stellen können, eine rechtzeitige Überpr ü- fung im Einzelfall kaum je möglich wäre und die Beantwortung wegen de- ren grundsätzlichen Bedeutung im öffentlichen Interesse liegt (vgl. BGE 135 I 79 E. 1.1, 133 II 81 E. 3, 131 II 670 E. 1.2, 128 II 34 E. 1b). 2.3.3 Vorliegend richtet sich die Beschwerde gegen den Entscheid vom 27. Juli 2012, mit welchem die Su va auf die Einsprache der Beschwerde- führerin vom 21. Dezember 2011 ( betreffend das B._______) gegen die Verfügung der Suva vom 24. November 2011 nicht eingetreten war. Bei dieser Verfügung in Sachen Unterstellung/Neueinreihung de s B._______ handelt es sich um dieselbe wie im Verfahren C-____/2012. Ebenfalls am 27. Juli 2012 erliess die Suva einen weiteren Einspracheentscheid, mit C-4796/2012 Seite 10 welchem die Einsprache de s B._______ gegen die Verfügung vom 24. November 2011 abgewiesen und im Rahmen dessen die Beschwerdefüh- rerin im Einspracheverfahren beigeladen worden war. Mit Blick auf diese Vorgehensweise der Vorinstanz ist nicht nachvollziehbar, weshalb sie im selben Verwaltungsverfahren einerseits die Beschwerdeführerin beigel a- den hatte, was zum Beschwerde verfahren C-____/2012 geführt hat, und andererseits auf die Einsprache der A._______ vom 21. Dezember 2011 mangels Einsprachelegitimation nicht eingetreten war, was das vorli e- gende Beschwerdeverfahren zur Folge gehabt hat. Die Beschwerdeführe- rin liess beid e Beschwerden, welche zu den Verfahren C -4796/2012 und C-____/2012 geführt hatten, am selben Tag (12. September 2012) einre i- chen. 2.3.4 Da die Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren C -____/ 2012 volle Parteirechte (vgl. E. 1.4 ff. des entsprechenden Urteils) aus- üben kann, von der Vorinstanz bereits im Verwaltungsverfahren beigel a- den wurde und letzterem derselbe Sachverhalt zugrunde lag, ist das schützenswerte Interesse an der Beschwerdeerhebung bereits im Zei t- punkt der Einreichung der Beschwerde im vorliegende n Verfahren C-4796/2012 zu verneinen. Daraus folgt, dass die Beschwerdelegitimat i- onsvoraussetzung gemäss Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG nicht erfüllt ist, weshalb auf die Beschwerde vom 12. September 2012 gegen den Nich t- eintretensentscheid der Suva vom 27. Juli 2012 nicht einzutreten ist. 3. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. 3.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht kostenpflichtig und werden die Verfahrenskos- ten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Im Hinblick auf die Verfahrensführung der Vorinstanz ist auf die Erhebung von Verfahren s- kosten für das Beschwerdeverfahren ausnahmsweise zu verzichten. Der Beschwerdeführerin ist der von ihr geleistete V erfahrenskostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'000.- nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Nichteintretensentscheids auf ein von ihr bekannt zu gebendes Konto z u- rückzuerstatten. 3.2 Der Beschwerdeführerin ist aufgrund des Verfahrensausgangs keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 C-4796/2012 Seite 11 Abs. 1 VGKE e contrario). Die Vorinstanz hat ebenfalls keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Auf die Beschwerde vom 12. September 2012 wird nicht eingetreten. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der von der Beschwerdefüh- rerin geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'000. - wird dieser nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Es werden keine Parteientschädigungen gesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular Zahl - adresse) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Gesundheit (Einschreiben) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Franziska Schneider Roger Stalder C-4796/2012 Seite 12 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: