Bundesgesetz vom 20. März 2015 über Zweitwohnungen (Zweitwohnungsgesetz, ZWG) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2015/886/20241001/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2015/886/20241001"/><FRBRdate date="2024-10-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2015-03-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="702"/><FRBRname xml:lang="rm" value="Lescha federala dals 20 da mars 2015 davart las abitaziuns secundaras (Lescha davart las abitaziuns secundaras, LAS)" shortForm="LAS"/><FRBRname xml:lang="de" value="Bundesgesetz vom 20. März 2015 über Zweitwohnungen (Zweitwohnungsgesetz, ZWG)" shortForm="ZWG"/><FRBRname xml:lang="en" value="Federal Act of 20 March 2015 on Second Homes (Second Homes Act, SHA)" shortForm="SHA"/><FRBRname xml:lang="it" value="Legge federale del 20 marzo 2015 sulle abitazioni secondarie (Legge sulle abitazioni secondarie, LASec)" shortForm="LASec"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Loi fédérale du 20 mars 2015 sur les résidences secondaires (LRS)" shortForm="LRS"/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2015/886/20241001/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2015/886/20241001/de"/><FRBRdate date="2024-10-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2015-03-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2015/886/20241001/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2015/886/20241001/de/xml"/><FRBRdate date="2024-10-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="2015-03-20" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2016-01-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>702 </docNumber></p><p><docTitle>Bundesgesetz<inline name="man-font-weight-normal"><i><br/></i></inline>über Zweitwohnungen</docTitle></p><p>(Zweitwohnungsgesetz, ZWG)</p><p>vom 20. März 2015 (Stand am 1. Oktober 2024)</p></preface><preamble><p>Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,</p><p>gestützt auf die Artikel 75 und 75<i>b</i> der Bundesverfassung<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1999/404" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>101</b></ref></p></authorialNote>, <br/>nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 19. Februar 2014<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2014/409" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>2014</b> 2287</ref></p></authorialNote>,</p><p>beschliesst:</p></preamble><body><chapter eId="chap_1"><num>1. Kapitel: </num><heading>Allgemeine Bestimmungen</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Gegenstand</heading><paragraph eId="art_1/para"><content><p>Dieses Gesetz regelt die Zulässigkeit des Baus neuer Wohnungen sowie der baulichen und nutzungsmässigen Änderung bestehender Wohnungen in Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Begriffe</heading><paragraph eId="art_2/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_2/para_1/listintro"> Eine Wohnung im Sinne dieses Gesetzes ist eine Gesamtheit von Räumen, die:</listIntroduction><item eId="art_2/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>für eine Wohnnutzung geeignet sind;</p></item><item eId="art_2/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>eine bauliche Einheit bilden;</p></item><item eId="art_2/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>einen Zugang entweder von aussen oder von einem gemeinsam mit anderen Wohnungen genutzten Bereich innerhalb des Gebäudes haben;</p></item><item eId="art_2/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>über eine Kocheinrichtung verfügen; und</p></item><item eId="art_2/para_1/lbl_e"><num>e. </num><p>keine Fahrnis darstellen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>2</num><content><p> Eine Erstwohnung im Sinne dieses Gesetzes ist eine Wohnung, die von mindestens einer Person genutzt wird, die gemäss Artikel 3 Buchstabe b des Registerharmonisierungsgesetzes vom 23. Juni 2006<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/619" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>431.02</b></ref></p></authorialNote> in der Gemeinde, in der die Wohnung liegt, niedergelassen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_3"><num>3</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_2/para_3/listintro"> Erstwohnungen gleichgestellt sind Wohnungen, die:</listIntroduction><item eId="art_2/para_3/lbl_a"><num>a. </num><p>zu Erwerbs- oder Ausbildungszwecken dauernd bewohnt werden;</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_b"><num>b. </num><p>von einem Privathaushalt dauernd bewohnt werden, der im gleichen Gebäude eine andere Wohnung dauernd bewohnt;</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_c"><num>c. </num><p>von Personen dauernd bewohnt werden, die sich nicht beim Einwohneramt melden müssen, insbesondere von diplomatischem Personal und Asylsuchenden;</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_d"><num>d. </num><p>seit höchstens zwei Jahren leer stehen, bewohnbar sind und zur Dauermiete oder zum Kauf angeboten werden (Leerwohnungen);</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_e"><num>e. </num><p>zu landwirtschaftlichen Zwecken genutzt werden und wegen der Höhenlage nicht ganzjährig für landwirtschaftliche Zwecke zugänglich sind;</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_f"><num>f. </num><p>durch Unternehmen zur kurzzeitigen Unterbringung von Personal genutzt werden;</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_g"><num>g. </num><p>als Dienstwohnungen für Personen, die insbesondere im Gastgewerbe, in Spitälern und in Heimen tätig sind, genutzt werden;</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_h"><num>h. </num><p>rechtmässig vorübergehend anders als zum Wohnen genutzt werden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_4"><num>4</num><content><p> Eine Zweitwohnung im Sinne dieses Gesetzes ist eine Wohnung, die weder eine Erstwohnung ist noch einer Erstwohnung gleichgestellt ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Aufgaben und Kompetenzen der Kantone</heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1</num><content><p> Die Kantone legen bei Bedarf im Richtplan Massnahmen zur Förderung einer besseren Auslastung der Zweitwohnungen sowie zur Förderung von Hotellerie und preisgünstigen Erstwohnungen fest. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2</num><content><p> Sie können Vorschriften erlassen, die die Erstellung und Nutzung von Wohnungen stärker einschränken als dieses Gesetz.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_2"><num>2. Kapitel: </num><heading>Wohnungsinventar und Zweitwohnungsanteil</heading><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Wohnungsinventar</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1</num><content><p> Jede Gemeinde erstellt jährlich ein Wohnungsinventar.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2</num><content><p> Im Wohnungsinventar sind mindestens die Gesamtzahl der Wohnungen sowie die Anzahl der Erstwohnungen aufzuführen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>3</num><content><p> Die Gemeinde kann zudem die Kategorie der den Erstwohnungen gleichgestellten Wohnungen gesondert aufführen und diese Wohnungskategorie den Erstwohnungen zurechnen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_4"><num>4</num><content><p> Der Bundesrat regelt die Anforderungen an das Wohnungsinventar und legt die Einzelheiten der Veröffentlichung fest.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Feststellung des Zweitwohnungsanteils</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1</num><content><p> Der Bund stellt für jede Gemeinde auf der Grundlage des Wohnungsinventars nach Artikel 4 den Anteil der Zweitwohnungen am Gesamtbestand der Wohnungen fest.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2</num><content><p> Legt eine Gemeinde das Wohnungsinventar nicht fristgemäss vor, so wird für die betreffende Gemeinde ein Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent angenommen. Die zuständige Bundesbehörde kann auf Antrag der Gemeinde bei Vorliegen triftiger Gründe eine Nachfrist gewähren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_3"><num>3</num><content><p> Der Bundesrat bestimmt die Bundesbehörde, die den Zweitwohnungsanteil feststellt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_4"><num>4</num><content><p> Diese hört vor ihrem Entscheid den Kanton an, in dem die Gemeinde liegt.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_3"><num>3. Kapitel: </num><heading>Verbot neuer Zweitwohnungen</heading><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1</num><content><p> In Gemeinden, in denen der nach Artikel 5 festgestellte Zweitwohnungsanteil über 20 Prozent liegt, dürfen keine neuen Zweitwohnungen bewilligt werden. Liegt dieser Anteil unter 20 Prozent und hätte die Erteilung einer Baubewilligung zur Folge, dass die Gemeinde den Zweitwohnungsanteil von 20 Prozent überschreiten würde, so darf die Bewilligung nicht erteilt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2</num><content><p> Vorbehalten bleibt die Erstellung neuer Wohnungen nach Artikel 7 Absatz 1 Buchstabe b und nach Artikel 8, 9, 26 oder 27.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_4"><num>4. Kapitel:</num><heading>Erstellung neuer Wohnungen in Gemeinden mit Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent</heading><section eId="chap_4/sec_1"><num>1. Abschnitt: </num><heading>Neue Wohnungen mit Nutzungsbeschränkung</heading><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_7/para_1/listintro"> In Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent dürfen neue Wohnungen nur bewilligt werden, wenn sie wie folgt genutzt werden:</listIntroduction><item eId="art_7/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>als Erstwohnung oder als Wohnung, die nach Artikel 2 Absatz 3 einer Erstwohnung gleichgestellt ist; oder</p></item><item eId="art_7/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>als touristisch bewirtschaftete Wohnung.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_7/para_2/listintro"> Eine Wohnung gilt als touristisch bewirtschaftet, wenn sie dauerhaft zur ausschliesslich kurzzeitigen Nutzung durch Gäste zu markt- und ortsüblichen Bedingungen angeboten wird und sie:</listIntroduction><item eId="art_7/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>im selben Haus liegt, in dem der Eigentümer oder die Eigentümerin seinen beziehungsweise ihren Hauptwohnsitz hat (Einliegerwohnung); oder </p></item><item eId="art_7/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>nicht auf die persönlichen Bedürfnisse des Eigentümers oder der Eigentümerin zugeschnitten ist und im Rahmen eines strukturierten Beherbergungsbetriebs bewirtschaftet wird.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_3"><num>3</num><content><p> Die für die Baubewilligungen zuständige Behörde ordnet in der Baubewilligung mittels Nutzungsauflage die Nutzungsbeschränkung nach Absatz 1 Buchstabe a oder Absatz 2 Buchstabe a oder b an. Enthält die Baubewilligung für eine neue Wohnung keine solche Anordnung und liegt auch keine Bewilligung nach Artikel 8, 9, 26 oder 27 vor, so wird vermutet, dass die Nutzungsbeschränkung nach Absatz 1 Buchstabe a gilt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_4"><num>4</num><content><p> Unmittelbar nach Rechtskraft der Baubewilligung weist die Baubewilligungsbehörde das Grundbuchamt an, die Nutzungsbeschränkung zum betreffenden Grundstück im Grundbuch anzumerken.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_5"><num>5</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_7/para_5/listintro"> Der Bundesrat regelt die Einzelheiten, namentlich:</listIntroduction><item eId="art_7/para_5/lbl_a"><num>a. </num><p>die Anforderungen an den strukturierten Beherbergungsbetrieb;</p></item><item eId="art_7/para_5/lbl_b"><num>b. </num><p>die Meldepflicht für die Umnutzung einer touristisch bewirtschafteten Wohnung in eine Erstwohnung; und</p></item><item eId="art_7/para_5/lbl_c"><num>c. </num><p>die Formulierung der Nutzungsauflagen.</p></item></blockList></content></paragraph></article></section><section eId="chap_4/sec_2"><num>2. Abschnitt: </num><heading>Neue Wohnungen ohne Nutzungsbeschränkung</heading><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Wohnungen im Zusammenhang mit strukturierten Beherbergungsbetrieben</heading><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_8/para_1/listintro"> In Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent darf strukturierten Beherbergungsbetrieben die Erstellung von Wohnungen ohne Nutzungsbeschränkung nach Artikel 7 Absatz 1 bewilligt werden, wenn:</listIntroduction><item eId="art_8/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>der Betrieb nur mit dem Ertrag aus der Erstellung solcher Wohnungen wirtschaftlich geführt oder weitergeführt werden kann;</p></item><item eId="art_8/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>die Eigentümerin oder der Eigentümer beziehungsweise die Betreiberin oder der Betreiber auf Verlangen den Nachweis erbringt, dass der Ertrag aus den Wohnungen in den Bau oder Betrieb der strukturierten Beherbergung investiert wird;</p></item><item eId="art_8/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>die Hauptnutzfläche dieser Wohnungen einen Anteil von 20 Prozent der gesamten Hauptnutzfläche der Zimmer und der Wohnungen nicht übersteigt;</p></item><item eId="art_8/para_1/lbl_d"><num>d. </num><p>die Wohnungen mit dem strukturierten Beherbergungsbetrieb eine bauliche und funktionale Einheit bilden, es sei denn, Gründe des Ortsbild- oder Denkmalschutzes stehen dem entgegen; und</p></item><item eId="art_8/para_1/lbl_e"><num>e. </num><p>keine überwiegenden Interessen entgegenstehen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2</num><content><p> Für Wohnungen nach Absatz 1, die dauerhaft im Eigentum des strukturierten Beherbergungsbetriebs bleiben und von diesem vermietet werden, darf die gesamte Hauptnutzfläche nach Absatz 1 Buchstabe c höchstens 33 Prozent betragen. Im Grundbuch ist eine entsprechende Veräusserungsbeschränkung anzumerken. Artikel 7 Absätze 4 und 5 gilt sinngemäss. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_3"><num>3</num><content><p> Erstellt der Betrieb sowohl Wohnungen nach Absatz 1 wie auch solche nach Absatz 2, so wird der Höchstanteil von 33 Prozent reduziert um den Wert, der sich daraus ergibt, dass der Quotient aus der Fläche der Wohnungen nach Absatz 1 und der Summe der Flächen der Wohnungen nach den Absätzen 1 und 2 mit 13 Prozent multipliziert wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_4"><num>4</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_8/para_4/listintro"> Ein strukturierter Beherbergungsbetrieb, der am 11. März 2012 schon bestanden hat, kann zu maximal 50 Prozent der Hauptnutzfläche zu Wohnungen ohne Nutzungsbeschränkung nach Artikel 7 Absatz 1 umgenutzt werden, wenn:</listIntroduction><item eId="art_8/para_4/lbl_a"><num>a </num><p>er eine minimale Bewirtschaftungsdauer von 25 Jahren aufweist;</p></item><item eId="art_8/para_4/lbl_b"><num>b. </num><p>er nicht mehr wirtschaftlich weitergeführt und auch nicht in touristisch bewirtschaftete Wohnungen umgenutzt werden kann; </p></item><item eId="art_8/para_4/lbl_c"><num>c. </num><p>die Tatsache, dass der betreffende Beherbergungsbetrieb nicht mehr wirtschaftlich weitergeführt werden kann, nicht durch ein Fehlverhalten der Eigentümerin oder des Eigentümers beziehungsweise der Betreiberin oder des Betreibers verursacht worden ist; und</p></item><item eId="art_8/para_4/lbl_d"><num>d. </num><p>keine überwiegenden Interessen entgegenstehen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_5"><num>5</num><content><p> Zum Nachweis, dass die Voraussetzungen nach Absatz 1 oder 4 erfüllt sind, ist ein unabhängiges Gutachten erstellen zu lassen. Der Bundesrat regelt die Einzelheiten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Neue Wohnungen in geschützten Bauten</heading><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_9/para_1/listintro"> In Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent dürfen innerhalb der Bauzonen in geschützten oder ortsbildprägenden Bauten neue Wohnungen ohne Nutzungsbeschränkung nach Artikel 7 Absatz 1 bewilligt werden, wenn:</listIntroduction><item eId="art_9/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>die Baute in ihrem Schutzwert nicht beeinträchtigt wird, insbesondere die äussere Erscheinung und die bauliche Grundstruktur des Gebäudes im Wesentlichen unverändert bleiben;</p></item><item eId="art_9/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>eine dauernde Erhaltung der Baute nicht anders sichergestellt werden kann; und</p></item><item eId="art_9/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>keine überwiegenden Interessen entgegenstehen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2</num><content><p> Ausserhalb der Bauzonen beurteilt sich die Zulässigkeit von neuen Wohnungen ohne Nutzungsbeschränkungen im Sinne von Artikel 7 Absatz 1 nach den Bestimmungen der Raumplanungsgesetzgebung. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_3"><num>3</num><content><p> Die übrigen Voraussetzungen des Bundesrechts und des kantonalen Rechts bleiben vorbehalten.</p></content></paragraph></article></section></chapter><chapter eId="chap_5"><num>5. Kapitel:</num><heading>Änderung von Wohnungen in Gemeinden mit Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent</heading><section eId="chap_5/sec_1"><num>1. Abschnitt: </num><heading>Altrechtliche Wohnungen</heading><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Begriff</heading><paragraph eId="art_10/para"><content><p>Eine altrechtliche Wohnung im Sinne dieses Gesetzes ist eine Wohnung, die am 11. März 2012 rechtmässig bestand oder rechtskräftig bewilligt war.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Bauliche und nutzungsmässige Änderung</heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>1</num><content><p> Altrechtliche Wohnungen sind unter Vorbehalt bestehender oder künftiger Nutzungsbeschränkungen des kantonalen oder kommunalen Rechts in der Art der Wohnnutzung frei.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>2</num><content><p> Solche Wohnungen dürfen, ohne dass Nutzungsbeschränkungen nach Artikel 7 Absatz 1 auferlegt werden müssen, erneuert, umgebaut sowie abgebrochen und neu aufgebaut werden. Innerhalb der Bauzonen darf dabei die Hauptnutzfläche um maximal 30 Prozent der am 11. März 2012 vorbestehenden Hauptnutzfläche erweitert werden. In diesem Rahmen dürfen zusätzliche Wohnungen und Gebäude geschaffen werden.<authorialNote><p> Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 15. März 2024, in Kraft seit 1. Okt. 2024  (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2024/501" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2024</b> 501</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2023/1480" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>2023</b> 1480</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2023/2025" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">2025</ref>).</p></authorialNote></p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_3"><num>3</num><content><p> Übersteigt die Erweiterung einer bestehenden Wohnung das Mass von Absatz 2 zweiter Satz, so ist sie zulässig, wenn die Wohnung als Erstwohnung im Sinne von Artikel 7 Absatz 1 Buchstabe a oder als touristisch bewirtschaftete Wohnung im Sinne von Artikel 7 Absatz 1 Buchstabe b in Verbindung mit Artikel 7 Absatz 2 Buchstabe a oder b deklariert wird und die entsprechenden Bewilligungsvoraussetzungen erfüllt sind. Die Baubewilligungsbehörde ordnet in der Baubewilligung eine entsprechende Nutzungsbeschränkung an und weist unmittelbar nach Rechtskraft der Baubewilligung das Grundbuchamt an, die Nutzungsbeschränkung zum betreffenden Grundstück im Grundbuch anzumerken.<authorialNote><p> Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 15. März 2024, in Kraft seit 1. Okt. 2024  (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2024/501" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2024</b> 501</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2023/1480" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>2023</b> 1480</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2023/2025" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">2025</ref>).</p></authorialNote></p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_4"><num>4</num><content><p> Die übrigen Voraussetzungen des Bundesrechts und des kantonalen Rechts bleiben vorbehalten. Ausserhalb der Bauzonen beurteilt sich die Zulässigkeit von baulichen und nutzungsmässigen Änderungen nach den Bestimmungen der Raumplanungsgesetzgebung.<authorialNote><p> Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 15. März 2024, in Kraft seit 1. Okt. 2024  (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2024/501" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2024</b> 501</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2023/1480" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>2023</b> 1480</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/2023/2025" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">2025</ref>).</p></authorialNote></p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Missbrauch und unerwünschte Entwicklungen</heading><paragraph eId="art_12/para_1"><num>1</num><content><p> Die Kantone und Gemeinden ergreifen bei Bedarf die Massnahmen, die nötig sind, um Missbräuche und unerwünschte Entwicklungen zu verhindern, die sich aufgrund einer unbeschränkten Nutzung altrechtlicher Wohnungen zu Zweitwohnzwecken ergeben können.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>2</num><content><p> Zu diesem Zweck können die Kantone die Umnutzung von bisher zu Erstwohnzwecken genutzten Wohnungen zu Zweitwohnzwecken sowie die Änderungsmöglichkeiten nach Artikel 11 Absätze 2–4 stärker einschränken als dieses Gesetz. Soweit diese nutzungsmässigen und baulichen Änderungen nicht der Baubewilligungspflicht unterstehen, können die Kantone sie ihr unterstellen.</p></content></paragraph></article></section><section eId="chap_5/sec_2"><num>2. Abschnitt: </num><heading>Änderung und Sistierung der Nutzungsbeschränkungen</heading><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Änderung</heading><paragraph eId="art_13/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_13/para/listintro">Die Änderungen folgender Nutzungsbeschränkungen bedürfen einer Baubewilligung:</listIntroduction><item eId="art_13/para/lbl_a"><num>a. </num><p>Wechsel der Nutzung nach Artikel 7 Absatz 1 Buchstabe a in die Nutzung als touristisch bewirtschaftete Wohnung;</p></item><item eId="art_13/para/lbl_b"><num>b. </num><p>Wechsel der Nutzung innerhalb der Nutzungskategorien nach Artikel 7 Absatz 2.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><heading>Sistierung</heading><paragraph eId="art_14/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_14/para_1/listintro"> Die Baubewilligungsbehörde sistiert auf Gesuch der Eigentümerin oder des Eigentümers eine Nutzungsbeschränkung nach Artikel 7 Absatz 1 während einer bestimmten Dauer, wenn:</listIntroduction><item eId="art_14/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>die Nutzungsbeschränkung infolge besonderer Umstände wie Todesfall, Wohnsitzwechsel oder Zivilstandsänderung vorübergehend nicht eingehalten werden kann; oder</p></item><item eId="art_14/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>die Eigentümerin oder der Eigentümer nachweist, die Wohnung öffentlich ausgeschrieben und erfolglos nach Personen gesucht zu haben, die die Wohnung gegen angemessenes Entgelt rechtmässig nutzen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>2</num><content><p> Sie verlängert die Sistierung nach Absatz 1 Buchstabe b, wenn die Eigentümerin oder der Eigentümer nachweist, dass die Voraussetzungen weiterhin erfüllt sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_3"><num>3</num><content><p> Sie ordnet zusammen mit der Sistierung nach Absatz 1 Buchstabe b und bei jeder Verlängerung die Neueinschätzung des amtlichen Werts der Wohnung auf Kosten der Gesuchstellerin oder des Gesuchstellers an.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_4"><num>4</num><content><p> Der Bundesrat regelt die Dauer der Sistierungen und ihrer Verlängerungen sowie die Einzelheiten des Nachweises nach Absatz 1 Buchstabe b, insbesondere die Anforderungen an die öffentliche Ausschreibung der Wohnung.</p></content></paragraph></article></section></chapter><chapter eId="chap_6"><num>6. Kapitel: </num><heading>Vollzug</heading><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><heading>Aufsichtsbehörde</heading><paragraph eId="art_15/para"><content><p>Jeder Kanton bestimmt eine Behörde, die den Vollzug dieses Gesetzes beaufsichtigt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><heading>Meldepflichten </heading><paragraph eId="art_16/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_16/para_1/listintro"> Die Behörde, die für die Einwohnerkontrolle in einer Gemeinde mit einem Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent zuständig ist, meldet der für Baubewilligungen zuständigen Behörde Personen, die:</listIntroduction><item eId="art_16/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>innerhalb der Gemeinde die Wohnung wechseln;</p></item><item eId="art_16/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>aus der Gemeinde wegziehen; oder</p></item><item eId="art_16/para_1/lbl_c"><num>c. </num><p>ihre Niederlassung in eine andere Gemeinde verlegen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_2"><num>2</num><content><p> Das Grundbuchamt meldet der für Baubewilligungen zuständigen Behörde nach dem grundbuchlichen Vollzug den Eigentumsübergang eines in einer Gemeinde mit einem Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent gelegenen Grundstücks, für das eine Nutzungsbeschränkung nach Artikel 7 Absatz 1 angemerkt ist. Die Kantone regeln den Vollzug dieser Meldungen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_3"><num>3</num><content><p> Die zum Vollzug der Artikel 4 und 7 notwendigen Informationen der Einwohnerkontrollen und des Grundbuchs dürfen im eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregister erfasst werden. Die Erfassung erfolgt durch die zur Nachführung dieses Registers zuständige Behörde.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><heading>Amtliche Massnahmen bei unrechtmässiger Nutzung</heading><paragraph eId="art_17/para_1"><num>1</num><content><p> Wird eine Wohnung mit einer Nutzungsbeschränkung nach Artikel 7 Absatz 1 nicht rechtmässig genutzt, so setzt die zuständige Behörde der Eigentümerin oder dem Eigentümer unter Androhung der Ersatzvornahme und der Strafe nach Artikel 292 des Strafgesetzbuches<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>311.0</b></ref></p></authorialNote> eine Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands. Sie kann auf Antrag der Eigentümerin oder des Eigentümers in begründeten Fällen eine Nachfrist ansetzen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_2"><num>2</num><content><p> Behebt die Eigentümerin oder der Eigentümer den rechtswidrigen Zustand nicht fristgerecht, so untersagt die zuständige Behörde die Benutzung der Wohnung und ordnet deren Versiegelung an.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_3"><num>3</num><content><p> Die zuständige Behörde ergreift die Massnahmen, die zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands nötig sind. Sie kann insbesondere die Wohnung unter Einhaltung der Nutzungsbeschränkung nach Artikel 7 Absatz 1 vermieten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_4"><num>4</num><content><p> Erhalten Mitglieder der zuständigen Baubehörden oder deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer amtlichen Tätigkeit Kenntnis von Widerhandlungen, so sind sie verpflichtet, diese unverzüglich der Aufsichtsbehörde nach Artikel 15 zu melden. </p></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><heading>Durchführung der amtlichen Massnahmen bei unrechtmässiger Nutzung</heading><paragraph eId="art_18/para_1"><num>1</num><content><p> Die zuständige Behörde hat alle Rechte und Pflichten, die sie für die Wiederherstellung der rechtmässigen Nutzung in Vertretung der Eigentümerin oder des Eigentümers braucht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_2"><num>2</num><content><p> Sie kann Dritte für die Durchführung der nötigen Massnahmen beiziehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_3"><num>3</num><content><p> Die Einnahmen aus der Vermietung nach Artikel 17 Absatz 3, abzüglich des Verwaltungsaufwands der zuständigen Behörde und allenfalls beigezogener Dritter, gehen an die Eigentümerin oder an den Eigentümer.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><heading>Überprüfung der Wirkungen und Massnahmenvorschläge</heading><paragraph eId="art_19/para_1"><num>1</num><content><p> Das Bundesamt für Raumentwicklung untersucht in Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft regelmässig die Wirkungen dieses Gesetzes. Dabei werden insbesondere die Auswirkungen auf die touristische und regionalwirtschaftliche Entwicklung der betroffenen Regionen untersucht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_2"><num>2</num><content><p> Die betreffenden Departemente erstatten dem Bundesrat periodisch Bericht. In diesem werden bei Bedarf auch Massnahmen insbesondere im Bereich der Standortförderung vorgeschlagen. Diese Berichterstattung erfolgt erstmals vier Jahre nach Inkrafttreten dieses Gesetzes.</p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><heading>Zuständigkeit, Verfahren und Rechtsschutz</heading><paragraph eId="art_20/para_1"><num>1</num><content><p> Die Ausschreibung von Baugesuchen und die Mitteilung von Bauentscheiden richten sich abschliessend nach den jeweiligen kantonalen Vorgaben. Artikel 112 Absatz 4 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2006/218" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>173.110</b></ref></p></authorialNote> bleibt vorbehalten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_2"><num>2</num><content><p> Im Weiteren richten sich die Zuständigkeit, das Verfahren und der Rechtsschutz unter Vorbehalt der Bestimmungen dieses Gesetzes nach dem Raumplanungsgesetz vom 22. Juni 1979<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1979/1573_1573_1573" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>700</b></ref></p></authorialNote> und den dazugehörigen Ausführungsbestimmungen der Kantone.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_7"><num>7. Kapitel: </num><heading>Strafbestimmungen</heading><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><heading>Missachtung von Nutzungsbeschränkungen</heading><paragraph eId="art_21/para_1"><num>1</num><content><p> Wer vorsätzlich eine Nutzungsbeschränkung nach diesem Gesetz missachtet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_2"><num>2</num><content><p> Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_3"><num>3</num><content><p> Wird die Nutzungsbeschränkung nachträglich widerrufen, so ist die Strafe Geldstrafe bis zu 90 Tagessätzen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_4"><num>4</num><content><p> Bis zur rechtskräftigen Erledigung eines Verfahrens auf Sistierung oder Änderung einer Nutzungsbeschränkung ist die strafrechtliche Beurteilung aufzuschieben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><heading>Unrichtige Angaben</heading><paragraph eId="art_22/para_1"><num>1</num><content><p> Wer vorsätzlich den zuständigen Behörden über Tatsachen, die für die Bewilligung, die Sistierung oder die Änderung einer Nutzungsbeschränkung nach diesem Gesetz von Bedeutung sind, unrichtige oder unvollständige Angaben macht oder einen Irrtum dieser Behörden arglistig benutzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_2"><num>2</num><content><p> Wer fahrlässig unrichtige oder unvollständige Angaben macht, wird mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen bestraft.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_8"><num>8. Kapitel: </num><heading>Schlussbestimmungen</heading><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><heading>Ausführungsbestimmungen</heading><paragraph eId="art_23/para"><content><p>Der Bundesrat erlässt die Ausführungsbestimmungen, soweit das Gesetz nicht die Kantone für zuständig erklärt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b></num><heading>Änderung anderer Erlasse</heading><paragraph eId="art_24/para"><content><p>Die nachstehenden Gesetze werden wir folgt geändert:</p><p>…<authorialNote><p> Die Änderungen können unter <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2015/886" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2015</b> 5657 </ref>konsultiert werden.</p></authorialNote></p></content></paragraph></article><article eId="art_25"><num><b>Art. 25</b></num><heading>Übergangsbestimmungen</heading><paragraph eId="art_25/para_1"><num>1</num><content><p> Dieses Gesetz ist anwendbar auf Baugesuche, über die nach seinem Inkrafttreten erstinstanzlich oder in einem Beschwerdeverfahren zu entscheiden ist. </p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_2"><num>2</num><content><p> Ordnete eine Baubewilligung, die vor dem 11. März 2012 rechtskräftig erteilt worden war, einen zeitlichen Aufschub der Ausführung im Rahmen einer Kontingentierung an, so kann die für die Baubewilligung zuständige Behörde spätestens innert zweier Jahren nach Inkrafttreten dieses Gesetzes die Ausführung freigeben, wenn die Baubewilligung für den Beginn der Ausführung entweder keinen Zeitraum festsetzte oder diesen auf einen Zeitraum aufschob, der nicht später als zwei Jahre nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes endet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_3"><num>3</num><content><p> Verringert sich der Zweitwohnungsanteil einer Gemeinde auf 20 Prozent oder weniger, so hebt die für Baubewilligungen zuständige Behörde auf Gesuch der Eigentümerin oder des Eigentümers hin eine allfällige Nutzungsbeschränkung nach Artikel 7 Absatz 1 auf und weist das Grundbuchamt an, die betreffende Anmerkung auf dem Grundbuchblatt des betroffenen Grundstücks zu löschen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_4"><num>4</num><content><p> Die vor dem 31. Dezember 2012 gemäss jeweiligem kantonalem Verfahrensrecht rechtskräftig erteilten Baubewilligungen bleiben gültig.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_5"><num>5</num><content><p> Die nach dem 1. Januar 2013 gemäss jeweiligem kantonalem Verfahrensrecht bis zum Inkrafttreten dieses Gesetzes erteilten, rechtskräftig gewordenen Baubewilligungen bleiben gültig, soweit sie sich auf die Verordnung vom 22. August 2012<authorialNote><p> [<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2012/556" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2012</b> 4583</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2013/281" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2013</b> 1257 </ref><ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2013/667" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">3549</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2014/618" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2014</b> 3567</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2015/696" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2015</b> 4143</ref>]</p></authorialNote> über Zweitwohnungen abstützen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_26"><num><b>Art. 26</b></num><heading>Projektbezogene Sondernutzungspläne</heading><paragraph eId="art_26/para_1"><num>1</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_26/para_1/listintro"> In Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent dürfen Wohnungen, die Gegenstand eines projektbezogenen und mindestens zu einem wesentlichen Teil auf die Erstellung von Zweitwohnungen ausgerichteten Sondernutzungsplans bilden, ohne Nutzungsbeschränkung nach Artikel 7 Absatz 1 bewilligt werden, wenn dieser Plan:</listIntroduction><item eId="art_26/para_1/lbl_a"><num>a. </num><p>vor dem 11. März 2012 rechtskräftig genehmigt wurde; und</p></item><item eId="art_26/para_1/lbl_b"><num>b. </num><p>die wesentlichen Elemente der Baubewilligung betreffend Lage, Stellung, Grösse und Gestaltung der Bauten und Anlagen sowie deren Nutzungsart und Nutzungsmass regelt.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_2"><num>2</num><content><p> Änderungen von Sondernutzungsplänen nach Absatz 1 sind zulässig, sofern dabei weder der Anteil der Wohnungen ohne Nutzungsbeschränkung nach Artikel 7 Absatz 1 noch der Anteil der durch solche Wohnungen belegten Hauptnutzflächen erhöht werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_27"><num><b>Art. 27</b></num><heading>Vorabklärungen vor dem 18. Dezember 2007</heading><paragraph eId="art_27/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_27/para/listintro">Unabhängig von den Voraussetzungen nach Artikel 7 Absatz 2, Artikel 8, 9 oder 26 darf ein Baugesuch für eine neue Wohnung ohne Nutzungsbeschränkung nach Artikel 7 Absatz 1 bewilligt werden, wenn: </listIntroduction><item eId="art_27/para/lbl_a"><num>a. </num><blockList><listIntroduction eId="art_27/para/lbl_a/listintro">die für die Baubewilligung zuständige Behörde vor dem 18. Dezember 2007 aufgrund einer hinreichend detaillierten Voranfrage eine schriftliche Antwort gegeben hat, die: </listIntroduction><item eId="art_27/para/lbl_a/lbl_1"><num>1. </num><p>die wesentlichen Elemente der Baubewilligung im Sinne von Artikel 26 Absatz 1 Buchstabe b zum Gegenstand hat,</p></item><item eId="art_27/para/lbl_a/lbl_2"><num>2. </num><p>die Bewilligungsfähigkeit des Vorhabens bejaht;</p></item></blockList></item><item eId="art_27/para/lbl_b"><num>b. </num><p>die Baubewilligung vor dem 11. März 2012 nicht erteilt werden konnte, weil der Eigentümer oder die Eigentümerin unverschuldet verhindert war, das Baugesuch rechtzeitig einzureichen; und</p></item><item eId="art_27/para/lbl_c"><num>c. </num><p>die übrigen Voraussetzungen für die Erteilung der Baubewilligung erfüllt sind.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_28"><num><b>Art. 28</b></num><heading>Referendum und Inkrafttreten</heading><paragraph eId="art_28/para_1"><num>1</num><content><p> Dieses Gesetz untersteht dem fakultativen Referendum.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_28/para_2"><num>2</num><content><p> Der Bundesrat bestimmt das Inkrafttreten.</p><p>Datum des Inkrafttretens: 1. Januar 2016<authorialNote><p> BRB vom 4. Dez. 2015</p></authorialNote></p></content></paragraph></article></chapter></body></act></akomaNtoso>