Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 6. Mai 2015 (810 15 103) ____________________________________________________________________ Zivilgesetzbuch Umplatzierung bei bestehendem Obhutsentzug Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Ka ntonsrichter Niklaus Ruckstuhl, Markus Clausen, Christian Haidlauf, Claude Jeanneret , Gerichtsschreiberin i.V. Aisha Paloma Braun Parteien A. ____ , Beschwerdeführer gegen Kinde s- und Erwachsenenschutzbehörde B .____ , Beschwerdege g- nerin, Beschwerdegegnerin Beigeladene C.____ Betreff Umplatzierung bei bestehendem Obhutsentzug (Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 1. April 2015) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. A.____ wurde am XX.XX.1999 als Sohn der C.____ un d des mittlerweile verstorbenen D.____ in Basel-Stadt geboren. Aufgrund einer Gefäh rdungsmeldung der Schule E.___ errich- tete die Vormundschaftsbehörde der Gemeinde F.____ mi t Entscheid vom 30. Juni 2010 für A.____ eine Erziehungsbeistandschaft und ernannte G.__ __, Sozialberatung F.____, zu sei- nem Beistand. Mit Entscheid vom 12. Juli 2010 entzog die Vormundschaftsbehörde der Kinds- mutter die elterliche Obhut und platzierte A.____ im kantonalen Schulheim H.____. Dieser Be- schluss wurde aufgrund einer Beschwerde der Mutter am 9 . August 2010 in Wiedererwägung gezogen. Der Mutter wurde die elterliche Obhut belass en und A.____ wurde auf freiwilliger Ba- sis bis im Sommer 2012 im Heim I.____ in J.____ platziert. Nach einem Vorfall, bei dem A.____ seine Mutter mit einem Taschenmesser angegriffen und di e Balkontüre der gemeinsamen Wohnung eingeschlagen hatte, entzog die Vormundschaftsbehörde am 16. November 2012 der Mutter abermals die elterliche Obhut über ihr Kind un d ordnete erneut die Platzierung von A.____ an, diesmal im Internat K.____ in der Aussensta tion L.____. Mit Entscheid der neu zu- ständigen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ ( KESB) vom 20. Juni 2013 wurde A.____ in der geschlossenen Durchgangsgruppe des Jugendhe ims M.____ platziert, nachdem er am 19. März 2013 definitiv aus dem Internat K.____ ausgeschlossen worden war und seit dem 28. Februar 2013 die Schule nicht mehr besucht hatte. B. Mit Entscheid der KESB vom 17. September 2013 wurd e beschlossen, dass A.____ in die offene Wohngruppe des Jugendheims M.____ wechseln kö nne. Da aber diese Platzierung wegen seiner mangelnden Kooperation nicht aufrechter halten werden konnte und sich A.____ seit August 2014 ausschliesslich bei seiner Mutter aufgehal ten hatte, wo er den Schulbesuch verweigerte, beantragte der Beistand mit Schreiben vom 13. März 2015 seine Umplatzierung in die geschlossene Abteilung des N.____. Mit Entscheid vom 1. April 2015 wurde in der Folge verfügt, dass A.____ per 2. April 2015 gemäss Art. 310 A bs. 1 und 2 i.V.m. Art. 314b ZGB in der geschlossenen Abteilung des N.____ platziert werde un d der Entzug des Aufenthaltsbe- stimmungsrechts der Mutter bestehen bleibe. Die Mutter d es Beschwerdeführers wurde zudem angewiesen, eine psychotherapeutische Begleitung in Ansp ruch zu nehmen. Im Wesentlichen wurde der Entscheid damit begründet, dass A.____ jegli che Zusammenarbeit bei freiwilligen Lösungen verweigert habe und deshalb eine Umplatzieru ng in eine geschlossene Institution angezeigt sei. C. Mit Eingabe vom 10. April 2015 erhob A.____ gege n diesen Entscheid ohne Angabe von Gründen Beschwerde bei der KESB, welche die Eingabe z uständigkeitshalber mit Schreiben vom 17. April 2015 an das Kantonsgericht Basel-Landscha ft, Abteilung Verfassungs- und Ver- waltungsrecht (Kantonsgericht), weiterleitete. D. Am 28. April 2015 liess sich die KESB vernehmen und beantragte die Abweisung unter o/e-Kostenfolge. Die Begründung wird im Rahmen der r echtlichen Erwägungen, soweit erfor- derlich, wiedergegeben. E. An der heutigen Parteiverhandlung nehmen der Besc hwerdeführer, seine Mutter als Beigeladene und Frau O.____ als Vertreterin der KESB teil. Als Auskunftspersonen werden der Beistand sowie Frau P.____, pädagogische Leiterin des N .____, befragt. Die Parteien halten Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht vollumfänglich an ihren Anträgen fest. Auf die währen d der jeweiligen Befragungen und Plädo- yers vorgebrachten Begründungen wird, soweit erforderl ich, in den rechtlichen Erwägungen eingegangen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g: 1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZG B kann gegen Entscheide einer Kindesschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Geri cht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 erklärt für die Beurteilung von Besc hwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrec ht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 ZGB bis Art. 450e ZGB. I m Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Nach dem Gesagten ist die Fünferkammer der Abteilung Verfassungs- und Ver waltungsrecht des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (§ 1 Abs. 2 des Gesetzes über die Ver- fassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 16. Dezem ber 1993). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am V erfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahe stehen (Ziff. 2) oder di e ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hab en (Ziff. 3). Der Beschwerdefüh- rer ist als direkt Verfahrensbeteiligter zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Des Weiteren besagt Art. 314b Abs. 2 ZGB, dass ein urteilsfähiges Kind selber das Gericht anrufen kann. Wie sich an der heutigen Parteiverhandlung gezeigt hat, ist der Beschwerdeführer bezüglich seiner Heimun- terbringung bzw. seines Heimaufenthalts urteilsfähig un d somit prozesslegitimiert. Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen gegeben sind, kann a uf die Beschwerde eingetreten wer- den. 2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststel lung des rechtserheblichen Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. Allerdings auferlegt sich das Kantonsgericht entsprechend der Rechtsprechung des Bundesgerichts bei der Ermessens- kontrolle eine gewisse Zurückhaltung. Dies insbesondere deshalb, weil die Kindes- und Er- wachsenenschutzbehörden als Fachbehörden anzusehen sind ( vgl. BGE 135 II 384 E. 2.2.2 und 3.4.2; Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, A bteilung Verfassungs- und Verwal- tungsrecht [KGE VV] vom 18. März 2015 [810 14 386] E. 2., KGE VV vom 2. Juli 2014 [810 14 99] E. 2.; D ANIEL STECK , in: Heinrich Honsell/Nedim Peter Vogt/Thomas Geise r [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch, 5. Aufl., Basel 2014, Rz. 17 ff. zu Art. 450a ZGB mit Hinwei- sen). 3.1 Wird ein Kind von einer Kindesschutzbehörde in ein er geschlossenen Einrichtung oder in einer psychiatrischen Klinik untergebracht, so sind gem äss Art. 314b Abs. 1 ZGB die Best- immungen des Erwachsenenschutzes über die fürsorgerische Unterbringung sinngemäss an- wendbar (FU; Art. 426 ff. ZGB). Mit einem Einweisungs- bzw. Unterbringungsentscheid gemäss Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Art. 426 ff. ZGB kann gleichzeitig ein Gutachtenauftrag erteilt werden (DANIEL ROSCH , in: Daniel Rosch/Andrea Büchler/Dominique Jakob [Hrsg.], Das neue E rwachsenenschutzrecht, Basel 2011, Rz. 1 zu Art. 449 ZGB). Der Begriff „Einrichtun g“ entspricht den Begrifflichkeiten des Er- wachsenenschutzrechts und betrifft eine organisatorische Einheit, die ihre minderjährigen Be- wohner einem strikteren Regime unterwirft als es üblic herweise Altersgenossen in ihren Fami- lien trifft (vgl. BGE 121 III 306 E. 2; C HRISTOF BERNHART , Handbuch der fürsorgerischen Unter- bringung, Basel 2011, S. 101 f.; M ARKUS LUSTENBERGER , Die fürsorgerische Freiheitsentzie- hung bei Unmündigen unter elterlicher Gewalt, Freibu rg 1987, S. 80 ff.). Bei der Qualifikation einer Einrichtung kommt es nicht auf das physische „Einges perrtsein“ oder die Möglichkeit me- dizinischer und/oder therapeutischer Behandlungen allein an, sondern insbesondere auf die konkrete ärztliche oder behördliche Anordnung bzw. die in Aussicht genommenen Behandlun- gen. Damit ist denkbar, dass innerhalb ein und derselbe n Einrichtung ein unterschiedliches Re- gime gelten kann (P ETER BREITSCHMID , in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], a.a.O., Rz. 5 zu Art. 314b ZGB). Das N.____ versteht sich als eine Einricht ung für männliche Kinder und Ju- gendliche, die sich in einer akuten Krise, die in alle r Regel mit Gewalt, Fremd- oder Selbstge- fährdung einhergeht, befinden. Es dient als Anlaufste lle, wenn die Bezugspersonen aus Eltern- haus, Schule oder Lehrbetrieb sich überfordert sehen und die Möglichkeiten ambulanter Mass- nahmen erschöpft sind. In der geschlossenen Abteilung des N.____ wird die Bewegungsfreiheit von A.____ aufgrund der Betreuung, der Überwachung un d der Begutachtung folglich stärker beschränkt als dies bei Altersgenossen, die in einer Fam ilie, einer Pflegefamilie oder sogar in einer offenen Wohngruppe aufwachsen, üblicherweise der Fall ist. Auch bei der Pflege von Kontakten zu Personen ausserhalb des N.____ ist A.____ g egenüber seinen Altersgenossen stärker in seiner Freiheit eingeschränkt, weil die Einha ltung der Heimordnung diesen Kontakten engere Grenzen setzt als dies beim Aufwachsen in einer Familie oder einer offenen Wohngrup- pe der Fall wäre. Abgesehen davon stützt sich die KESB in ihrem Entscheid betreffend die Un- terbringung von A.____ explizit auf Art. 310 Abs. 1 i.V.m. Art. 314b Abs. 1 ZGB. Bei der Platzie- rung von A.____ im N.____ handelt es sich demzufolge u m eine Einrichtungsunterbringung im Sinne von Art. 314b Abs. 1 ZGB. 3.2 Der Beschwerdeführer ficht seine Platzierung in der geschlossenen Abteilung des N.____ (Ziffer 1 des Dispositivs des Beschlusses vom 1. April 2015) und den Bericht der KESB an. Regelmässig ist die zwangsweise Unterbringung eines M inderjährigen mit einem Obhuts- entzug verbunden. Im angefochtenen Entscheid wurde d er Obhutsentzug jedoch nur bestätigt, da der Kindsmutter die Obhut bereits mit Entscheid der KESB vom 16. November 2012 entzo- gen worden war. Damit jedoch die Zwangsunterbringun g eines urteilsfähigen Unmündigen rechtmässig ist, müssen die materiellen Voraussetzungen von Art. 310 Abs. 1 ZGB gegeben sein (Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Änderung des Schwe izerischen Zivilgesetzbuches, BBl 2006, S. 7102). Somit erfolgt die zwangsweise Unterbri ngung eines urteilsfähigen Unmündigen analog dem Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts. 3.3 Materiellrechtlich beruht der Entzug des Aufenthal tsbestimmungsrechts auf Art. 310 Abs. 1 ZGB, wonach die Kindesschutzbehörde das Kind den Eltern wegzunehmen und in an- gemessener Weise unterzubringen hat, wenn einer Gefäh rdung des Kindes nicht anders be- gegnet werden kann. Die Gefährdung muss darin liegen, dass das Kind in der elterlichen Obhut Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht nicht so geschützt und gefördert wird, wie es für seine körperliche, geistige und sittliche Entfal- tung nötig wäre. Unerheblich ist, auf welche Ursachen di e Gefährdung zurückzuführen ist. Des- gleichen spielt keine Rolle, ob die Eltern ein Verschulden an der Gefährdung trifft. Entscheidend ist, dass die Vorkehr das richtige Mittel zur Verwirklichun g des Ziels ist; d.h. die Unterbringung (z.B. in einem Heim) muss besser als jene beim bisherigen Obhutsinhaber Gewähr dafür bie- ten, dass das Kind in seiner Entfaltung geschützt und gef ördert wird (Urteil des Bundesgerichts 5A_322/2014 vom 14. Juli 2014 E. 2; Urteil des Bundesg erichts 5C.34/2002 vom 3. April 2002 E. 2a; KGE VV vom 13. August 2014 [810 14 61] E. 3.2; vgl. auch CYRIL HEGNAUER , Grundriss des Kindesrechts, 5. Aufl., Bern 1999, Rz. 27.36). Eine Kindeswohlgefährdung kann sich unter anderem bei Unfähigkeit der Eltern ergeben, sich adäq uat um das Kind zu kümmern, weil sie durch persönliche Probleme übermässig absorbiert oder wei l sie allgemein überfordert sind; weiter kann sie bei psychischer Erkrankung der Eltern mit entsprechend konkreten, objektivier- baren Auswirkungen auf das Wohl des Kindes sowie bei alle n Formen der Misshandlung ange- zeigt sein (vgl. B REITSCHMID , a.a.O., Rz. 5 zu Art. 310 ZGB; C HRISTOPH HÄFELI , Grundriss zum Erwachsenenschutzrecht, Bern 2013, S. 350). Bedarf es e iner Festlegung des geeigneten Set- tings, so ist insbesondere die Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts für die Dauer einer Abklärung zulässig (ALBERT GULER , in: Jolanta Kren Kostkiewicz et al. [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch, 2. Aufl., Zürich 2011, Rz. 2 zu Art. 310 ZGB). Wie alle Kin- desschutzmassnahmen muss auch der Entzug des Aufenthaltsrechts erforderlich sein (Subsidi- arität) und es ist immer die mildeste Erfolg versprech ende Massnahme anzuordnen (Proportio- nalität); diese sollen elterliche Bemühungen nicht erset zen, sondern ergänzen (Komplementari- tät). Das Aufenthaltsrecht ist nur zu entziehen, wenn an dere Massnahmen ohne Erfolg geblie- ben sind oder von vornherein als ungenügend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden (vgl. Art. 389 ZGB; Urteil des Bundesgerichts 5A_561/20 13 vom 10. Januar 2014 E. 7.2; BREITSCHMID , a.a.O., Rz. 4 zu Art. 310 ZGB). 3.4 Im angefochtenen Entscheid der KESB vom 1. April 2 014 wird begründend ausgeführt, dass die Umplatzierung des Beschwerdeführers angezeigt se i, da er jegliche Zusammenarbeit auf freiwilliger Basis verweigert habe. In der Verneh mlassung vom 28. April 2015 wird weiter erläutert, dass im vorliegenden Fall aufgrund der zahl reichen Gefährdungsmeldungen, der Schulverweigerung des Beschwerdeführers sowie der Tatsache , dass die Kindsmutter selbst mehrfach um Hilfe gebeten habe, eine Gefährdung des Kindeswohls vorliege. Zahlreiche milde- re Massnahmen wie die Platzierung in einer offenen Ins titution, der Beschulung in Privatschu- len, einer Familientherapie und Time Outs, hätten n icht zu einer Stabilisierung der Situation geführt. Aufgrund der langen Geschichte und der Erfah rungen sei davon auszugehen, dass zum jetzigen Zeitpunkt ohne sorgfältige Vorabklärung und Vorbereitung eine Platzierung in of- fenem Rahmen scheitern würde. Hierzu sei anzumerken, dass auch das Universitäts- Kinderspital beider Basel (UKBB) bei anhaltendem Absentismus eine Platzierung in einer päda- gogischen Institution empfohlen habe und keine Platzierung in e iner psychiatrischen Institution. Es sei nach wie vor eine schulische Indikation für die Pl atzierung gegeben. Ziel sei es, eine nachhaltige, verlässliche Lösung zu erarbeiten, die auch vom Beschwerdeführer und seiner Mutter getragen werde. Sollte die Platzierung des Be schwerdeführers im N.____ per sofort auf- gehoben werden, sei zu befürchten, dass sich die lange Leidensgeschichte des Beschwerde- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht führers weiter in die Länge ziehe. Die Prognose sei für den Beschwerdeführer aufgrund der Aktenlage schlecht. 3.5 Die Vertreterin der KESB gibt an der heutigen P arteiverhandlung weiter zu Protokoll, dass das N.____ den Auftrag habe, abzuklären, weshalb de r Beschwerdeführer die Schule verweigere und es ihm schwer falle, sich an Regeln zu halt en. Auch solle eine geeignete An- schlusslösung für ihn gefunden werden. Aktuell sei sie der Meinung, dass eine offene Wohn- gruppe für den Beschwerdeführer nicht das Richtige sei. Diese Möglichkeit habe zu einem früheren Zeitpunkt bestanden, sei aber durch den Beschwe rdeführer nicht wahrgenommen worden. Bezüglich des Beschwerdeführers gäbe es keine psychia trische Abklärung. Es würde nur die Abklärung vorliegen, die die Mutter des Beschwe rdeführers in Auftrag gegeben habe. Darin stehe, dass der Beschwerdeführer keine psychiatrischen Probleme habe. Indes müsse er psychologisch betreut werden und sei erziehungsbedürftig. Am folgenden Tag werde ein Standortgespräch mit dem Beschwerdeführer im N.____ durchgeführt. 3.6 Der Beschwerdeführer bringt anlässlich der heutigen Pa rteiverhandlung vor, dass die Jugendwohngruppe der Stiftung Q.____ in R.____ das Be ste für ihn sei. Das erste Mal habe er von der Jugendwohngruppe Q.____ und vom Zentrum S.___ _ der Stiftung S.____ in F.____ von seinem Beistand erfahren. Die Zeit sei aber verstrich en und er habe sich nicht für die Wohngruppe beworben. Der Erfolg seiner zahlreichen Unt erbringungen habe daran gemessen werden können, wie geschlossen beziehungsweise offen eine Institution gewesen sei. In J.____ habe seine Unterbringung gegen Ende beispielsweise gut geklappt. Im Internat K.____ habe er das Problem gehabt, dass er seine Familie nicht habe s ehen und den Ort nicht habe verlassen können. Im Jugendheim M.____ habe er zwar teilweise an den Wochenenden nach Hause ge- hen können, doch sei dies nur möglich gewesen, wenn er seine Wochenziele erreicht habe. Sein Aufenthalt im Jugendheim M.____ sei seiner Meinung nach daran gescheitert, dass er dort zu wenig Freiheit gehabt habe und das Heim zu geschlossen gewesen sei. Ausserdem wolle er in der Nähe seines Wohnortes bleiben, damit er ab und an auch seine Mutter und seine Freun- de treffen könne. Er wisse aber, dass er nicht zu Hause b ei seiner Mutter leben könne, denn er schaffe es einfach nicht, von dort aus in die Schule zu gehen. Sein Tag beginne zu Hause, in- dem er ausschlafe, sich Frühstück mache und dann auf seine m Telefon nachschaue, ob je- mand ihm geschrieben habe. Wenn dies der Fall sei, geh e er raus mit den Kollegen. Sonst spiele er Videospiele. Eine Wohngruppe erachte er als die beste Lösung für ihn. Er brauche jemanden, der ihm klar sage, dass er am Morgen aufstehe n und in die Schule gehen müsse. Seine Mutter habe zwar versucht, ihn morgens in die Sch ule zu schicken, doch reagiere er da- rauf nicht. Vielleicht würde er gehorchen, wenn es ein Mann wäre, der ihm Befehle erteilen würde. Am besten funktioniere der reguläre Schulbesuch in einer offenen Institution. Wenn er an einem Ort wie der geschlossenen Abteilung des N.____ sei, fehle ihm jegliche Motivation, um Leistungen zu erbringen. Er wolle Mediamatiker w erden und Informatik studieren. Damit er das schaffe, brauche er eine offene Wohngruppe wie die Jugendwohngruppe Q.____. Er wisse, dass sowohl zu viel Freiheit als auch zu wenig Freiheit i hm schaden würden, wobei Freiheit für Ihn bedeute, ein Mobiltelefon zu besitzen und Kontakt zu haben mit wem man wolle. Nicht, dass jemand einem sagen könne, man dürfe nur zehn Minuten telefonieren. Ausserdem gehöre da- zu, dass man ausgehen könne, wenn man seine Pflichten erle digt habe. Im N.____ sei dies Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht alles nicht möglich. Abgesehen davon bringe es ihm nich ts in dieser Institution zu sein, und es fänden hier auch keine Abklärungen statt. 3.7 Die Beigeladene führt anlässlich der heutigen Par teiverhandlung aus, dass ihr Sohn ohne seinen leiblichen Vater aufgewachsen sei. Sein Gr ossvater habe jedoch eine Vorbildfunk- tion für ihn einnehmen können. Wenn sie gearbeitet h abe, sei ihr Sohn bei ihren Eltern gewe- sen, die ihn liebevoll umsorgt hätten. Mittlerweile se i ihr Vater leider verstorben. Seit letztem Sommer lebe der Beschwerdeführer wieder bei ihr zu Hau se. Dies gestalte sich sehr schwierig für sie, da er bei ihr jede Hilfe im Haushalt verweig ere. In Anbetracht ihres Arbeitspensums von 70 – 80% stelle das Verhalten ihres Sohnes eine zusätzlich e Belastung dar, die sie zunehmend überfordere. Es reiche einfach nicht, dass sie am Morgen sein Zimmer betrete und ihn aufforde- re, aufzustehen und in die Schule zu gehen. In solchen Momenten drehe er sich im Bett auf die andere Seite und schlafe einfach weiter. Irgendwann se i der Respekt zwischen ihr und ihrem Sohn verlorengegangen. Sie denke, dass er professionelle Betreuung brauche. Ihrer Meinung nach könne er die für ihn geeignete Betreuung in de r Jugendwohngruppe Q.____ finden. Dort wäre es für ihn auch möglich, eine Lehre zu beginnen. Als ihm die Wohngruppe Q.____ zum ersten Mal durch seinen Beistand vorgestellt worden sei, h abe er nur mit dem Leiter ein Ge- spräch vereinbaren und sich mit der Gruppe für ein Aben dessen treffen müssen, damit er in die Wohngruppe aufgenommen worden wäre. Beides habe er jedoch wegen Nachlässigkeit unter- lassen. Sie glaube, dass dieses störrische, nachlässige und v erweigernde Verhalten eng mit einem Ereignis während der Schule zusammenhänge. Dama ls sei mit einem älteren Lehrer etwas vorgefallen, das auch andere Kinder nicht hätten verarbeiten können. Die Eltern hätten jedoch nicht gewusst, welches Ausmass dieser Vorfall an nehmen würde. Des Weiteren sei es für ihren Sohn schwer, dass er immer aus bekannten Struktu ren herausgerissen und neu plat- ziert werde. Diese Unstetigkeit verunmögliche es ihm, sich an einem Ort etwas aufzubauen. Ihr sei bewusst, dass sie bezüglich der jetzigen Situation ihr es Kindes eine Mitverantwortung trage und zu einem früheren Zeitpunkt, als sich ihr Sohn im Ei nzeltimeout befunden habe, habe sie sich auch gegen die Massnahmen der KESB gestellt. Heute wolle sie jedoch kooperieren. Sie stehe hinter der Platzierung im N.____. 3.8 Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung führt d er Beistand des Beschwerdeführers ergänzend aus, dass die Vergangenheit gezeigt habe, wie wichtig die Haltung und die Koopera- tion der Mutter bei einer Unterbringung sei. In den Situationen, in denen die Mutter sich der Un- terbringung gegenüber ambivalent gezeigt habe, sei die se gescheitert. Er verstehe aber auch, dass es für sie manchmal schwer sei, zwischen den Behörden und ihrem Kind zu stehen. Den Wunsch des Beschwerdeführers, in der Jugendwohngruppe Q._ ___ platziert zu werden, inter- pretiere er dahingehend, dass dieser Ort dem Beschwerde führer am angenehmsten sei. Das Projekt sei seiner Meinung nach gut, doch verlange es e inen hohen Grad an Selbständigkeit, die der Beschwerdeführer heute noch nicht aufweise. Er habe mit dem Beschwerdeführer die Möglichkeit bereits angeschaut und damals habe der Beschwe rdeführer klarerweise kein Inte- resse an dieser Institution gezeigt. Er glaube aber gle ichzeitig auch, dass es wichtig sei, den Beschwerdeführer zu stärken. Schliesslich präsentiere sich d em Beschwerdeführer die letzte Chance, um einen Schulabschluss zu erreichen. Bezüglich der gegenwärtigen Situation des Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht Beschwerdeführers habe er noch kein Feedback des N.____ erhalten. Nach dem bevorstehen- den Standortgespräch wisse er jedoch mehr. 3.9 Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung führt d ie Vertreterin des N.____ zur Situati- on des Beschwerdeführers folgendes aus: Im N.____ würde n Abklärungen hinsichtlich einer Anschlusslösung für den Beschwerdeführer gemacht. Ob der B eschwerdeführer einen Schul- abschluss machen könne, wisse man zum jetzigen Zeitpunkt nicht . Deshalb versuche man nun seit dem Eintritt am 2. April 2015 abzuklären, was seine Ressourcen und seine Schwächen sei- en. Im Einzelgespräch könne der Beschwerdeführer gut Vereinbarungen treffen, doch falle es ihm schwer, sich in einer Gruppe einzufinden. Bis jetzt kö nne er sich im Heim nicht einfügen und er versuche immer wieder, seinen Willen anderen au fzuzwingen. Dass man dem Be- schwerdeführer allerlei Hilfestellungen gegeben habe, keine aber zielführend gewesen sei, hänge ihrer Ansicht nach damit zusammen, dass zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Mutter eine spezielle Dynamik herrsche und er sich in Institutionen immer so schlecht benehme, dass er früher oder später freigestellt werde. Der Beschw erdeführer sei nun bald 16 Jahre alt und stehe mit leeren Händen da. Er habe den Charakte rzug entwickelt, seine einst gesetzten Ziele nach kurzer Zeit nicht mehr zu verfolgen. Er verste he nicht, dass Veränderungen mit An- strengungen verbunden seien. Sollte er heute austreten oder nicht, das Ergebnis müsse darin liegen, dass er Leistungen erbringe. Ihrer Meinung nach gehe es im Fall des Beschwerdefüh- rers um reine pädagogische Arbeit. Demnach leide er n icht unter einem Trauma, das er im Zu- sammenhang mit der Schule erlebt habe. Sein Problem l iege in seiner Bequemlichkeit. Aus diesem Grund wolle er auch in der Wohngruppe Q.____ u nterkommen. Damit der Beschwerde- führer aber in einer lockereren Form der Betreuung m ehr Freiheit geniessen könne, müsse er absprachefähig werden. Sollte er dies bereits nach e inem kürzeren Aufenthalt in der geschlos- senen Abteilung erreichen, könne er einen freieren Um gang in der offenen Abteilung des N.____ proben. Jedoch habe sich der Zustand des Beschwerde führers in den letzten fünf Wo- chen nicht verändert. Damit sich der gegenwärtige Aufwa nd auch lohne, halte sie es nicht für eine gute Idee, ihn jetzt in die Wohngruppe Q.____ z u entlassen. Auf Dauer müsse der Be- schwerdeführer jedoch in einer offenen Institution unt ergebracht werden. In diesem Stadium könne er eine Ausbildung anfangen. Letzten Endes liege es aber an ihm, ob er seine letzte Chance wahrnehme. 4.1 Bildung ist ein umfassender und lebenslanger Proze ss, der die Menschen in ihren geis- tigen, körperlichen, seelischen, kulturellen und soziale n Fähigkeiten altersgemäss fördert und von ihnen Leistungsbereitschaft fordert (vgl. § 2 des Bil dungsgesetzes des Kantons Basel- Landschaft vom 6. Juni 2002). Für die kindliche Entwicklun g ist der Besuch der Schule unab- dingbar. Eine den individuellen Voraussetzungen entsp rechende Schulung erlaubt es Kindern und Jugendlichen, die Herausforderungen, welche die G esellschaft oder die Umgebung später im Erwachsenenalter an sie stellen werden, bewältigen zu können (vgl. H ERBERT PLOTKE , Schweizerisches Schulrecht, 2. Aufl., 2003 Bern, S. 164). Die Schulpflicht ist dabei das Gegen- stück zum Anspruch auf ausreichenden und unentgeltlichen Grundschulunterricht, der in der Bundesverfassung verankert ist. Die Garantie auf Grundschul unterricht soll zur Verwirklichung der Chancengleichheit beitragen und gewährleistet den Menschen ein Mindestmass an Bildung, das nicht nur für die individuelle Entfaltung, sondern auch für die Wahrnehmung der Grundrech- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht te und zur Bildung einer kulturellen Identität unabdingbar ist (vgl. BGE 129 I 12 E. 4.1; BGE 129 I 35 E. 7.2; R EGULA KÄGI -DIENER , in: Bernhard Ehrenzeller et al. [Hrsg.], St. Galle r Kommentar zur schweizerischen Bundesverfassung, 3. Aufl., Zürich 2014, Rz. 15 zu Art. 19 BV). Aus den vorinstanzlichen Akten sowie den Ausführungen der Parteie n und Auskunftspersonen geht her- vor, dass der Beschwerdeführer seit August 2014 den Schulbe such trotz bestehender Schul- pflicht verweigert. Damit gefährdet er konkret seine be rufliche Zukunft und seine persönliche Entwicklung in einem Ausmass, das nicht als geringfügig abgetan werden kann. Der Beschwer- deführer befindet sich durch sein Verhalten bereits in einer nachteiligen Situation gegenüber Gleichaltrigen, die bei Bestehenbleiben der Schulverwei gerung nur noch gravierendere Folgen nach sich ziehen wird. Damit ist festzustellen, dass im vor liegenden Fall durch die hartnäckige Verweigerung des Schulbesuchs zweifellos eine Gefährdung des Kindeswohls vorliegt. 4.2 Weiter ist zu prüfen, ob die Unterbringung des Besch werdeführers im N.____ erforder- lich ist, sie die mildeste erfolgversprechende Massnahme d arstellt und die Bemühungen der Mutter durch die Unterbringung nicht ersetzt werden, w obei zusätzlich andere Massnahmen ohne Erfolg geblieben sein müssen oder von vornherein al s ungenügend erscheinen müssen, um die Gefährdung abzuwenden (vgl. E. 3.3). Die KESB hat in vorliegender Angelegenheit in der Vergangenheit verschiedene Stufen von milderen Massnahmen (wie die Platzierung in einer offenen Institution, der Beschulung in Privatschulen, e iner Familientherapie und Time Outs) angeordnet. Keine dieser Massnahmen hat jedoch dazu gef ührt, dass die Situation des Be- schwerdeführers längerfristig stabilisiert werden konnte. Die Mutter des Beschwerdeführers ist mit dem Verhalten ihres Sohnes nach eigenen Aussagen g änzlich überfordert und hat die KESB bereits mehrfach um Hilfe gebeten. Auch ist sie nun mit der Platzierung des Beschwerde- führers im N.____ einverstanden. Der Beschwerdeführer g ibt anlässlich der heutigen Verhand- lung zwar zu Protokoll, sich zur Erbringung von Leistungen nur motivieren zu können, wenn er in einer Institution ein gewisses Mass an Freiheit genie sse, doch erscheint es vor dem Hinter- grund der Aktenlage als äusserst unwahrscheinlich, dass er momentan mit einer lockeren Be- treuungsstruktur umgehen könnte. Dies muss insbesondere i m Hinblick auf seinen Ausschluss aus der offenen Wohngruppe des Jugendheims M.____ gelte n, der zeitlich unmittelbar vor sei- nem Aufenthalt bei der Mutter und der damit verbund enen Schulverweigerung ab April 2014 lag. Der Beschwerdeführer gibt zwar an, Informatik stud ieren und eine Ausbildung als Media- matiker absolvieren zu wollen. Tatsächlich ist es aber so, dass er seit August 2014 die Schule nicht mehr besucht hat und sowohl die KESB als auch de r Beistand und das N.____ der Mei- nung sind, dass er vor der letzten Chance steht, einen Schu labschluss erreichen zu können. Der Beschwerdeführer weist diesbezüglich keinerlei Realitätsbezug auf. Obwohl ihm in der Ver- gangenheit die Möglichkeit gegeben worden ist, in eine r offenen Institution wie der Jugend- wohngruppe Q.____ oder dem Zentrum S.____ untergebracht zu werden, hat er diese Möglich- keiten nicht ergriffen. Angesichts des strengen Regimes der geschlossenen Abteilung des N.____ scheint es nachvollziehbar, dass er mehr Freiheit geniessen möchte. Nichtsdestotrotz raten die KESB, sein Beistand und die Vertreterin des N.____ davon ab, ihn in die Wohngruppe Q.____ zu entlassen. Entgegen der Aussage des Beschwerdef ührers versucht das N.____ ab- zuklären, welches die Ressourcen und Schwächen des Beschwerdeführers sind, damit e ruiert werden kann, was die adäquate Anschlusslösung für den Besc hwerdeführer ist. Gemäss der Aussage der Vertreterin des N.____ könnte der Beschwe rdeführer, sollte er sich kooperativ Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht zeigen und die geforderten Leistungen erbringen, bere its nach vier Wochen in die offene Abtei- lung des N.____ wechseln. Demnach liegt es in seiner Han d, wie lange sich sein Aufenthalt in der geschlossenen Abteilung des N.____ tatsächlich ausgesta lten wird. Vor dem Hintergrund der vorangehenden Erwägungen hat die Vorinstanz zurecht die Unterbringung des Beschwer- deführers in der geschlossenen Abteilung des N.____ ang eordnet und die Beschwerde gegen den Entscheid des KESB vom 1. April 2014 ist abzuweisen. 5. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Ab s. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterlieg enden Partei in angemessenem Aus- mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die dem selbständig Be schwerde führenden unmündigen Kind auferlegten Kosten sind als Teil der Unterhaltsp flicht der Eltern (Art. 276 Abs. 1 und 2 ZGB) von diesen zu tragen. Somit sind die Verfahrensko sten in der Höhe von Fr. 1‘800.-- vor- liegend der Beigeladenen aufzuerlegen. Die ausserordentlichen Kosten sind in Anwendung von § 21 Abs. 1 und 2 VPO wettzuschlagen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 1‘800.-- wer den der Beigeladenen auferlegt. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Vizepräsident Gerichtsschreiberin i.V.