<h2>SubmittedText<h2><p>1. Welches sind die wahren Gründe, weshalb die Daten über die Finanzströme zwischen dem Bund und den Kantonen nicht vollumfänglich veröffentlicht werden können?</p><p>2. Erwägt der Bundesrat, die Praxis der Bekanntmachung zu überprüfen und folglich die Daten über die Finanzströme zwischen dem Bund und den Kantonen, insbesondere dem Tessin, vollständig und vorbehaltlos zu publizieren?</p><p>3. Wenn ja, wann kann mit einer Publikation gerechnet werden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Informationen zu den Finanzströmen zwischen den Kantonen und dem Bund und im besonderen jene zwischen dem Bund und dem Kanton Tessin werden keineswegs verheimlicht. Mit der jährlichen Erstellung der Finanzstatistik der öffentlichen Haushalte informiert die Eidgenössische Finanzverwaltung umfassend über die finanziellen Beziehungen zwischen dem Bund und den Kantonen. Diese Daten werden der Öffentlichkeit in verschiedenen Publikationen regelmässig zur Verfügung gestellt. </p><p>Weiter veröffentlicht die Eidgenössische Finanzverwaltung jedes Jahr die Beschaffungsstatistik. Diese beinhaltet u. a. eine Zusammenstellung über die Beschaffungen des Bundes nach Kantonen, die über die formelle Inzidenz (Verteilung gemäss Zahlungsempfänger) Auskunft gibt. Schliesslich führt die Eidgenössische Finanzverwaltung in periodischen Abständen - in der Regel alle fünf Jahre - eine Untersuchung über die kantonale Verteilung der Bundesausgaben durch. Um den gewünschten Rhythmus einzuhalten, wurde diese Untersuchung kürzlich für die Ausgaben des Jahres 1999 gestartet. Der Bundesrat ist der Meinung, dass die verfügbaren Informationen über die Finanzflüsse zwischen dem Bund und den Kantonen genügen. Eine Aufteilung der Steuereinnahmen des Bundes, wie z. B. die Verrechnungssteuer oder die Mineralölsteuer, würde nur wenig Sinn machen. Weiterführende Untersuchungen, unter Einbezug insbesondere der gesamten Bundeseinnahmen, würden einen unverhältnismässigen Einsatz von Ressourcen verlangen und zudem nur Aussagen über die formelle und nicht die materielle Inzidenz der Bundesfinanzen erlauben.</p>  Antwort des Bundesrates.