<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2007.00292</span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Heine als Einzelrichterin</p><p>Gerichtssekretär Klemmt</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 22. September 2008</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch den Ehemann </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Y.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1946 geborene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erlitt am 18. November 1995 einen Unfall und brach sich dabei das linke Fersenbein (vgl. Urk. 8/12 S. 4, Urk. 8/17 S. 3, Urk. 8/85). Aufgrund dieses Gesundheitsschadens erhält sie seit dem 1. September 1999 eine Invalidenrente der Invalidenversicherung (vgl. Urk. 8/29, Urk. 8/41-42). Zudem übernahm die Invalidenversicherung die Kos</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten für diverse Hilfsmittel (vgl. Urk. 8/37, Urk. 8/46-47, Urk. 8/52).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach einem komplizierten, von Osteomyelitis und Weichteildefekten geprägten Heilverlauf mit mehreren Operationen (vgl. Urk. 8/85) musste der linke Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schenkel der Versicherten aufgrund eines chronischen Infekts im Bereich des linken oberen Sprunggelenkes am 21. Januar 2006 amputiert werden (vgl. Urk. 8/83). In der Folge wurde von der Firma </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> AG eine Un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terschenkelprothese angefertigt (vgl. Urk. 8/86). Wegen Beschwerden im Tibi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">a-stumpf erfolgte am 23. Mai 2006 eine weitere Operation mit Stumpfrevision des linken Unterschenkels (vgl. Urk. 8/84). Im Anschluss daran wurde eine wei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tere Unterschenkelprothese angefertigt, diesmal von der Firma </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. Urk. 8/87).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 24. April 2006 wurde für die Versicherte bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle), das Gesuch um Kosten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">übernahme für einen Modular-Rollstuhl gestellt (vgl. Urk. 8/89). Am 16. Mai 2006 sowie im Juli 2006 ersuchte die Versicherte die IV-Stelle des Weiteren um Übernahme der Kosten für die Unterschenkelprothesen (vgl. Urk. 8/57, Urk. 8/62). Nach durchgeführtem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheidverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> lehnte die IV-Stelle mit Verfügungen vom 7. und 8. Februar 2007 eine Leistungspflicht für die bean</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragten Hilfsmittel ab, da der Gesundheitsschaden immer noch auf das Unfaller</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eignis aus dem Jahr 1995 zurückgehe und die Unfallversicherung für die Hilfs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mittel aufzukommen habe (Urk. 2/1-2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> durch ihren Ehemann mit Eingabe vom 21. Februar 2007 Beschwerde und beantragte sinngemäss, in Aufhebung der angefochtenen Verfügungen sei ihr für den Modular-Rollstuhl sowie die beiden Unterschenkelprothesen Kostengutsprache zu erteilen (Urk. 1). In der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deantwort vom 18. Mai 2007 schloss die IV-Stelle auf Beschwerdeabweisung (Urk. 7). Am 29. Mai 2007 wurde der Schriftenwechsel geschlossen (Urk. 9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Einzelrichterin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span id="VV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span id="IV175"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 6. Oktober 2006, der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 28. September 2007, des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechts (ATSG) sowie das Bundesgesetz über die Schaffung und die Änderung von Erlassen zur Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) vom 6. Oktober 2006 in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 1, 126 V 136 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 4b, je mit Hinweisen). Weil die angefochtenen Verfügungen am 7. und 8. Februar 2007 ergingen, ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">langen die revidierten materiellen Vorschriften des IVG, der IVV und des ATSG im vorliegenden Fall noch nicht zur Anwendung. Bei den im Folgenden zitier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen handelt es sich deshalb - soweit nichts anderes vermerkt wird - um die Fassungen, wie sie bis Ende 2007 in Kraft gewesen sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle ist der Auffassung, dass die Beschwerden, welche schliesslich die Hilfsmittelversorgung der Beschwerdeführerin erforderlich machten, immer noch kausal auf das Unfallereignis vom 18. November 1995 zurückgingen, wes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halb die Kosten der beantragten Hilfsmittel zulasten der Unfallversicherung ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen würden (vgl. Urk. 2/1-2, Urk. 7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, die Invali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denversicherung müsse für die beantragten Hilfsmittel Kostengutsprache leisten. Einerseits sei die Invalidenversicherung leistungspflichtig für Hilfsmittel, welche von der Unfallversicherung aufgrund des dort vorgesehenen kleineren Kreises an Hilfsmitteln nicht übernommen würden. Andererseits sei die Invali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denversicherung bei Hilfsmitteln im Verhältnis zur Unfallversicherung vorleis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungspflichtig und habe anschliessend die Möglichkeit der Rückforderung (Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span><span id="IV156"></span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 21 Abs. 1 IVG hat die versicherte Person im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste Anspruch auf jene Hilfsmittel, deren sie für die Ausübung der Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich, zur Er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">haltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, für die Schulung, die Aus- und Weiterbildung oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedarf. Ferner bestimmt Art. 21 Abs. 2 IVG, dass Versicherte, die infolge ihrer Invalidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedürfen, im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel haben. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass ergänzender Vorschriften im Sinne von Art. 21 Abs. 4 IVG hat der Bundesrat in Art. 14 IVV an das Eidgenössische Departement des Innern übertragen, welches die Verord</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) mit anhangsweise aufgeführter Hilfsmittelliste erlassen hat. Laut Art. 2 Abs. 1 HVI besteht im Rahmen der im Anhang aufgeführten Liste Anspruch auf Hilfs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mittel, soweit diese für die Fortbewegung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge notwendig sind. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Definitive funktionelle Fuss- und Beinprothesen sowie Rollstühle werden in der Hilfsmittelliste unter den Ziffern 1 und 9 aufgeführt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Unfallversicherungsrecht sieht im Grundsatz ebenfalls eine Kostengutspra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che für die beantragten Hilfsmittel vor (vgl. Art. 11 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG] </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i.V.m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Art. 19 der Verordnung über die Unfallversi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherung [UVV] sowie die Hilfsmittelliste im Anhang der Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Unfallversicherung [HVUV]). Nach den Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stimmungen des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) besteht zwar ebenfalls ein Anspruch auf Sachleistungen, diese Decken sich jedoch nicht mit den Hilfsmitteln der Militär-, Unfall-, Invaliden- und Alters- und Hinter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lassenenversicherung (vgl. Art. 25 Abs. 2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. b KVG sowie Kieser, ATSG-Kom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mentar, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 10 zu Art. 65). Deshalb kommt eine Leistungspflicht seitens des ob</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ligatorischen Krankenversicherers nicht in Frage.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem Gesagten sehen sowohl die gesetzlichen Bestimmungen der Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung wie auch jene der Unfallversicherung den Anspruch auf die anbegehrten Hilfsmittel vor. Die in Art. 65 ATSG statuierte Prioritätenord</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung sieht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">solchenfalls</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vor, dass die Hilfsmittel in erster Linie zu Lasten der Unfallversicherung gehen und erst nachrangig von der Invalidenversicherung zu übernehmen sind (Art. 65 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. a und b ATSG). Trotzdem bleibt fraglich, ob die IV-Stelle ihre Leistungspflicht am 7. und 8. Februar 2007 (vgl. Urk. 2/1-2) mit der Begründung verneinen durfte, die Kosten der beantragten Hilfsmittel wür</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den aufgrund der nach wie vor bestehenden Unfallkausalität der Beschwerden zulasten der Unfallversicherung gehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei den Akten liegen folgende an die Beschwerdeführerin adressierten Rechnun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen: Rechnung vom 10. April 2006 der Firma </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> für eine Unterschenkel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prothese im Betrag von Fr. 8'343.75 (Urk. 8/86; vgl. auch Urk. 8/56); Rechnung vom 29. August 2006 der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> AG für einen Modular-Rollstuhl, lautend auf Fr. 4'687.60 (Urk. 8/88; vgl. auch Urk. 8/89); Rechnung vom 29. Juni 2006 der Firma </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> für eine Unterschenkelprothese im Betrag von Fr. 6'114.50 (Urk. 8/87).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus der Leistungsabrechnung der Helsana Versicherungen AG vom 2. September 2006 ergibt sich, dass die Helsana aus der Versicherung "TOP-Krankenpflege-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusatzvers</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. für spezielle Leistungen" einen Kostenbeitrag an die Anschaffungskosten des Rollstuhls von Fr. 1'000.-- geleistet hat. Weiter geht daraus hervor, dass die Helsana über die Versicherung "BASIS - Obligatorische Krankenpflegeversicherung" Fr. 5'551.75 an die Gesamtkosten von Fr. 6'114.50 der von der Firma </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> angefertigten Unterschenkelprothese bezahlt hat (vgl. Urk. 8/81; vgl. auch Urk. 8/80 S. 7 sowie Urk. 8/90 S. 4). Weder aus den Akten noch aus den Parteivorbringen ergeben sich Anhaltspunkte dafür, dass seitens eines obligatorischen Unfallversicherers bereits Vergütungen für die be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">antragten Hilfsmittel erfolgt wären. Unter diesen Umständen besteht nach wie vor Unklarheit darüber, ob ein allfälliger Unfallversicherer - wobei bereits das Bestehen eines solchen fraglich ist (vgl. aber Urk. 8/4 S. 3) - für die Hilfsmittel aufzukommen hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Begründet ein Versicherungsfall einen Anspruch auf Sozialversicherungs-leistun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen, bestehen aber Zweifel darüber, welche Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung die Leistungen zu erbringen hat, so kann die berechtigte Person Vorleistung verlangen (Art. 70 Abs. 1 ATSG). Eine Übernahme der beantragten Leistungen durch die obligatorische Krankenversicherung (vgl. dazu Art. 70 Abs. 2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. a ATSG) ist - wie bereits ausgeführt (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 4.2) - nicht vorgesehen. Im Verhältnis Unfallversicherung - Invalidenversicherung besteht keine gesetzliche Regelung der Vorleistungspflicht (Kieser, a.a.O., Art. 70 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 14). Indessen ist zu beachten, dass die Vorleistungspflicht im Interesse der Versicherten geschaffen wurde, um das Entstehen von Leistungslücken zu vermeiden (Kieser, a.a.O., </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 1 und 5 zu Art. 70). Nachdem die Voraussetzungen für die Abgabe der bean</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragten Hilfsmittel nach den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">invalidenversicherungsrechtlichen Vorschriften weniger streng sind als nach denjenigen der Unfallversicherung, die IV-Stelle die Leistung im Falle der späteren Übernahme durch die Unfallversicherung bei letzterer zurückverlangen kann (vgl. Art. 71 ATSG), und die Invalidenversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung als finaler Versicherungszweig die Hilfsmittel nachrangig - bei fehlender Leistungspflicht durch den Unfallversicherer - ohnehin zu übernehmen hätte (Art. 65 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. b ATSG), hat die Invalidenversicherung und damit die IV-Stelle als vorleistungspflichtig zu gelten (vgl. Urteil des Sozialversicherungsgerichts in Sachen B. vom 22. Juni 2007, IV.2006.00289, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 3). Die angefochtenen Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügungen sind somit aufzuheben, und die Sache ist an die IV-Stelle zurückzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisen, damit sie den Anspruch auf eine Kostengutsprache für den Modular-Rollstuhl sowie die beiden Unterschenkelprothesen weiter abkläre und hernach erneut darüber verfüge; für den Rückgriff auf private Versicherer, welche eben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">falls für den Versicherungsfall haften, sind die einschlägigen Bestimmungen des ATSG anwendbar (Art. 72 ff. ATSG). In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heissen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ausgangsgemäss gehen die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- zulasten der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdegegnerin (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtenen Verfügungen vom 7. und 8. Februar 2007 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsan</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Übernahme der Kosten für den Modular-Rollstuhl sowie die beiden Unterschen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">kelprothesen verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">500</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rech</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span><span id="_GoBack"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die EinzelrichterinDer Gerichtssekretär</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HeineKlemmt</p></div> </div></body></html>