<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd"> <html lang="en"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Entscheid: AL.2008.00213</title> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/favicon.ico" rel="SHORTCUT ICON"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/dijit/themes/tundra/tundra.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/ibm/domino/widget/layout/css/domino-default.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xsp.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspLTR.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspFF.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger.scss" media="screen" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger_print.scss" media="print" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body class="xspView tundra"> <form action="/c050018/svg/findexweb.nsf/urteil.xsp?uid=UWEE-9AR2E5" class="xspForm" enctype="multipart/form-data" id="view:_id1" method="post"> <header><div class="container-main noprint"><div class="container-header"><img alt="" class="xspImage" id="view:_id1:_id2:image1" src="/c050018/svg/findexweb.nsf/logo.png"/><div class="container-header-slogan show-for-medium"><h6>Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</h6></div></div></div></header><div class="container"> <div class="inner-container1 wrap clearfix"> <section class="vacancy"><div class="grid-container container-main"> <div class="grid-x grid-margin-x grid-margin-y container-form"> <div class="cell small-9 noprint"> <span>Entscheid: AL.2008.00213<span class="xspTextComputedField"></span></span></div> <div class="cell small-3 noprint"> <a href="#" id="view:_id1:lnkPrint">Drucken</a><a href="#" id="view:_id1:lnkBack">Zurück</a></div> <div class="cell small-12"> <div id="view:_id1:inputRichText1"><div class="domino-par--indent"><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b>AL.2008.00213</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b> </b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">des Kantons Zürich</font><br/> <font face="serif" size="3">III. Kammer</font><br/> <font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Spitz, Vorsitzender</font> <p><font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer</font></p> <p><font face="serif" size="3">Ersatzrichterin Condamin</font></p> <p><font face="serif" size="3">Gerichtssekretär Bachofner</font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Urteil vom 31. März 2009</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">A.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3">Unia Arbeitslosenkasse</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Zentralverwaltung Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Strassburgstrasse 11, </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <br/> <font face="RotisSerif" size="3">Nachdem die Unia Arbeitslosenkasse den Anspruch von A.___ auf Arbeitslosenentschädigung mit Verfügung vom 5. Juni 2008 (Urk. 7/6) wegen arbeitgeberähnlicher Stellung verneint und mit Verfügung vom 6. Juni 2008 (Urk. 7/3) zu viel ausbezahlte Leistungen im Betrag von Fr. 23'300.65 zurückgefordert hat,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">nachdem die Arbeitslosenkasse die gegen diese Verfügungen erhobene Einsprache mit Einspracheentscheid vom 7. Juli 2008 (Urk. 2/1) vorerst bestätigt, jedoch diesen Entscheid mit Einspracheentscheid vom 21. Juli 2008 (Urk. 2/2) insofern in Wiedererwägung zog, als sie das Einspracheverfahren gegen die Verfügung vom 6. Juni 2008 (Rückforderung) bis zum rechtskräftigen Entscheid über die Kassenverfügung vom 5. Juni 2008 (Anspruchsberechtigung) sistierte,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">nach Einsicht in die Beschwerdeschrift vom 23. Juli 2008, mit welcher der Beschwerdeführer sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 7. beziehungsweise vom 21. Juli 2008 beantragt hat (Urk. 1), und in die Beschwerdeantwort der Arbeitslosenkasse vom 12. August 2008 (Urk. 6), in der sie bezüglich der Verneinung der Anspruchsberechtigung die Abweisung der Beschwerde und betreffend die Rückforderung die Sistierung des Verfahrens beantragte, sowie in die übrigen Akten;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">in Erwägung,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass es in Bezug auf das (sinngemässe) Begehren auf Aufhebung des Einspracheentscheids betreffend Rückforderung - nach der diesbezüglich wiedererwägungsweise erfolgten Aufhebung des Einspracheentscheids vom 7. Juli 2008 (Urk. 2/1) und der mit Entscheid vom 21. Juli 2008 (Urk. 2/2) angeordneten Sistierung des Einspracheverfahrens - an einem Anfechtungsgegenstand (Einspracheentscheid) und damit an einer Sachurteilsvoraussetzung fehlt, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann (BGE 125 V 414 Erw. 1a in Verbindung mit BGE 116 V 248 Erw. 1a),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass somit einzig streitig und zu prüfen ist, ob dem Beschwerdeführer ab 3. August 2006 ein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung zusteht,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die versicherte Person unter den Voraussetzungen von Art. 8 ff. des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG) Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass gemäss Art. 31 Abs. 1 AVIG Arbeitnehmer, deren normale Arbeitszeit verkürzt oder deren Arbeit ganz eingestellt ist, Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung haben, wenn sie bestimmte, in lit. a-d näher umschriebene Voraussetzungen erfüllen, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass Personen, die in ihrer Eigenschaft als Gesellschafter, als finanziell am Betrieb Beteiligte oder als Mitglieder eines obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums die Entscheidungen des Arbeitgebers bestimmen oder massgeblich beeinflussen können, sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten, keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung haben (Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass Art. 31 Abs. 3 AVIG dem Wortlaut nach auf Kurzarbeitsfälle zugeschnitten ist, sich daraus jedoch nicht folgern lässt, dass die in lit. c genannten arbeitgeberähnlichen Personen in jedem Fall Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung bei Ganzarbeitslosigkeit haben, da insbesondere zu prüfen bleibt, ob eine rechtsmissbräuchliche Gesetzesumgehung vorliegt, was zu bejahen ist, wenn der Arbeitnehmer nach der Entlassung seine arbeitgeberähnliche Stellung im Betrieb beibehält und dadurch die Entscheidungen des Arbeitgebers weiterhin bestimmen oder massgeblich beeinflussen kann (BGE 123 V 237 f. Erw. 7b);</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">in weiterer Erwägung,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass aufgrund der Akten feststeht und unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer vom 21. März 2005 bis zur Kündigung durch den Arbeitgeber per 31. Juli 2006 als Betriebsmitarbeiter bei der Einzelfirma seines Onkels, B.___ (beziehungsweise C.___) angestellt (Urk. 7/29) und vom 4. März 2005 bis 14. Februar 2008 nebst seinem Onkel (als Inhaber) als einzige weitere Person mit Einzelunterschriftsberechtigung (ohne Angabe einer Funktion) im Handelsregister eingetragen gewesen war (Urk. 7/9),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass sich die Arbeitslosenkasse auf den Standpunkt stellte, der Beschwerdeführer habe aufgrund der Einzelzeichnungsberechtigung eine arbeitgeberähnliche Stellung inne gehabt, weshalb die Anspruchsberechtigung zu verneinen sei (Urk. 7/6, 2/2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass der Beschwerdeführer demgegenüber im Wesentlichen vorbrachte, er sei nie Arbeitgeber gewesen und habe nie eine arbeitgeberähnliche Stellung gehabt; die volle Verantwortung und das volle Risiko für die Führung des Ladens habe jederzeit bei seinem Onkel gelegen (Urk. 1), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass der Kasse zuzustimmen ist, dass der mit Einzelunterschriftsberechtigung ausgestattete Beschwerdeführer aufgrund der internen betrieblichen Struktur jederzeit die Entscheidungen der Einzelfirma bestimmen oder massgeblich beeinflussen konnte; auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer beabsichtigt hatte, das Geschäft des Onkels einmal zu übernehmen (vgl. Urk. 7/2 unten), als Indiz dafür gewertet werden kann, dass er arbeitgeberähnliche Einflüsse ausübte; der Beschwerdeführer sodann auch nach der Auflösung des Arbeitsverhältnisses grundsätzlich jederzeit die Möglichkeit hatte, sich selbst wieder anzustellen oder sich von seinem Onkel als Inhaber der Einzelfirma erneut anstellen zu lassen,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass der Beschwerdeführer somit mit der Auflösung des Arbeitsverhältnisses diejenigen Eigenschaften, die ihn zur arbeitgeberähnlichen Person machten, nicht aufgegeben hat, weshalb die Arbeitslosenkasse - entgegen der Vorbringen des Beschwerdeführers - gestützt auf die mit BGE 123 V 234 begründete Rechtsprechung, die nicht nur dem ausgewiesenen Missbrauch an sich begegnen will, sondern bereits dem Risiko eines solchen, das der Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung an arbeitgeberähnliche Personen und deren im Betrieb mitarbeitende Ehegatten inhärent ist (ARV 2003 Nr. 22 S. 240), den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung zu Recht verneint hat;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>erkennt das Gericht:</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- A.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Unia Arbeitslosenkasse</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Staatssekretariat für Wirtschaft seco</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- AWA Amt für Wirtschaft und Arbeit</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><font face="RotisSansSerif" size="3"><b>30 Tagen</b></font><font face="RotisSansSerif" size="3"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font></div></div></div> </div> </div> </section></div> </div> <input id="view:_id1__VUID" name="$$viewid" type="hidden" value="!5zfvhaw7m51w33vtyb5dhmufe!"/> <input name="$$xspsubmitid" type="hidden"/> <input name="$$xspexecid" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitvalue" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitscroll" type="hidden"/> <input name="view:_id1" type="hidden" value="view:_id1"/></form> </body> </html>