<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Statistik über den Verkauf von Erdölprodukten nach Kantonen aufgeschlüsselt zu veröffentlichen und sie über die Eidgenössische Zollverwaltung an die Kantone zu übermitteln, damit diese ihre Statistiken über den Energieverbrauch leichter erstellen und ergänzen können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>lm Rahmen des Vollzugs der Mineralölsteuergesetzgebung erstellt die Zollverwaltung eine Statistik über den Verkehr mit Waren, die dem Mineralölsteuergesetz unterliegen. Die Statistik wird aufgrund der Steueranmeldungen sowie der periodischen Meldungen der zugelassenen Lagerinhaber erstellt. Die MineralöIsteuerdaten geben keine Auskunft über den Verkauf von Erdölprodukten. Auch der Ort des Verbauchs ist aus der Statistik nicht ersichtlich.</p><p></p><p>Der Handel mit Erdölprodukten ist interregional tätig. So werden zum Beispiel Waren, die in den Basler Rheinhäfen lagern, nicht nur im Kanton verkauft, in dem sich der Lagerort befindet, sondern praktisch in alle andern Kantone geliefert. Daten bezüglich solcher Lieferungen sind f ü r die Mineralölsteuer nicht relevant und werden somit nicht erhoben.</p><p></p><p>Auf Bundesebene wird keine Statistik über den Verkauf von Erdölprodukten geführt. Eine solche Verkaufsstatistik könnte nur durch eine Direkterhebung der erforderlichen Daten im Rahmen des Bundesstatistikgesetzes erstellt werden. Die Daten über die Art der Ware und deren Menge müssten, strukturiert nach Lieferort, bei jedem Händler, der z.B. Tankstellen oder Heizölverbraucher beliefert, erhoben werden. Die Firmen des Mineralölhandels müssten folglich ihre Geschäftsdaten offenlegen.</p><p></p><p>Selbst wenn man die Verkaufszahlen nach Kantonen aufgeschlüsselt erhalten würde, wäre mit zum Teil sehr grossen Abweichungen zur letztlich interessanten Grösse - dem Verbrauch - zu rechnen. Dies gilt insbesondere f ü r die Treibstoffe, wo der internationale und interkantonale Tanktourismus grosse Verzerrungen in den Grenz- und Transitregionen bewirkt. Da zur Zeit diesbezüglich nicht einmal gesamtschweizerisch genaue Verbrauchswerte bestehen, würde sich eine Ermittlung auf Kantonsstufe umso schwieriger und aufwendiger gestalten. Der kantonale Verbrauch an Heizöl könnte nur mit einer sehr kostenintensiven (repräsentativen) Umfrage erhoben werden.</p><p></p><p>Der Bundesrat ist der Auffassung, dass der Aufwand für statistische Erhebungen und deren Nutzen in einem verantwortbaren Verhältnis stehen müssen. Bei einer nach Kantonen aufgeschlüsselten Verkaufsstatistik wäre diese Voraussetzung nicht gegeben. Zudem ist er der Meinung, dass die gewünschte Erhebung und Publikation von reinen kantonalen Verkaufsdaten wenig aussagekräftig wäre.</p><p></p><p>Die im Postulat verlangte Verkaufsstatistik wäre f ü r die betroffenen Wirtschaftskreise mit erheblichem administrativem Aufwand verbunden. Der Mineralô1handel würde mit nicht unerheblichen Kosten belastet.</p><p></p><p>Der Bundesrat lehnt eine nach Kantonen aufgeschlüsselte Verkaufsstatistik f ü r Erdölprodukte aus wirtschaftspolitischen Ueberlegungen ab.</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.