<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00623</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221095&amp;W10_KEY=13013476&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00623</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.03.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verlängerung der Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA bzw. Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der aus Polen stammende Beschwerdeführer hat im Bewilligungsverfahren seine Vorstrafen nicht angegeben. Er ist arbeitslos und ersucht um Verlängerung einer Kurzaufenthaltsbewilligung bzw. um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA.] Der Beschwerdeführer verfügt über keinen Arbeitsvertrag, welcher ihm ein Anstellungsverhältnis von mehr als einem Jahr bestätigt. Er kann sich nicht auf die Arbeitsnehmereigenschaft berufen (E. 4.2). Der Beschwerdeführer befindet sich seit über einem Jahr auf Stellensuche. Die Frist zur Stellensuche von bis zu einem Jahr ist damit abgelaufen. Es ist daher auch der Aufenthalt zur Stellensuche nicht mehr zu gestatten (E. 5.2). Der Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA für einen erwerbslosen Aufenthalt (E. 6). Auch ist ihm eine solche nicht im pflichtgemässem Ermessen zu erteilen (E. 7). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEHÃR, RECHTLICHES">GEHÃR, RECHTLICHES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORSTRAFEN">VORSTRAFEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 2 Abs. I Anhang I FZA</span><br/><span class="gerade">Art. 6 Abs. I Anhang I FZA</span><br/><span class="ungerade">Art. 24 Anhang I FZA</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=52647" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00623</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">10. MÃ¤rz 2021</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A,<b> </b>vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend VerlÃ¤ngerung der Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA</span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span>bzw. Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">A, geboren im Jahr 1991, StaatsangehÃ¶riger von Polen, reiste am 23. September 2017 in die Schweiz ein und erhielt im Kanton C eine bis am 23. MÃ¤rz 2018 gÃ¼ltige Kurzarbeitsbewilligung EU/EFTA zur Stellensuche. Am 1. Dezember 2017 zog er in den Kanton ZÃ¼rich. Auf seinem Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung vom 19. Februar 2018 gab er wahrheitswidrig an, weder in der Schweiz noch im Ausland vorbestraft zu sein oder in einer Strafuntersuchung zu stehen. </p> <p class="Sachverhalt1">Am 22. Juni 2018 zog A in den Kanton C zurÃ¼ck und erhielt dort eine bis am 12. Februar 2019 gÃ¼ltige Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA zur ErwerbstÃ¤tigkeit.</p> <p class="Urteilstext">Mit Gesuch vom 5. Februar 2019 beantragte A eine Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA im Kanton ZÃ¼rich. Auf diesem Gesuch gab er erstmals Auskunft Ã¼ber seine Vorstrafen. Nachdem die Beschaffung des polnischen Strafregisterauszugs lÃ¤ngere Zeit in Anspruch nahm, erteilte das Migrationsamt ihm am 28. Mai 2019 eine bis am 12. August 2019 gÃ¼ltige Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA zur Stellensuche mit der Auflage, den heimatlichen Strafregisterauszug bei der nÃ¤chsten VerlÃ¤ngerung vorzulegen.</p> <p class="Urteilstext">Am 29. Juli 2019 ersuchte A um VerlÃ¤ngerung der Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA bzw. um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA. Zusammen mit dem Gesuch reichte er den polnischen Strafregisterauszug ein. </p> <p class="Urteilstext">Aus dem Strafregisterauszug gehen die folgenden strafrechtlichen Verurteilungen hervor:</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Urteil des D-Gerichts vom 6. Januar 2009 wurde er wegen Hehlerei zu einer FreiheitsbeschrÃ¤nkung von sechs Monaten und 30 Stunden Sozialarbeit und Aufsicht durch einen BewÃ¤hrungshelfer verurteilt. Mit Beschluss des D-Gerichts vom 14. Dezember 2010 wurde die FreiheitsbeschrÃ¤nkung in eine Ersatzfreiheitsstrafe von 87 Tagen umgewandelt.</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Urteil des D-Gerichts vom 12. MÃ¤rz 2010 wurde er wegen Diebstahls, Verwendung oder Diebstahls eines Ausweises einer anderen Person und Vernichtung oder Verstecken eines Dokuments ohne VerfÃ¼gungsrecht zu einer Freiheitsentziehung von sechs Monaten (auf BewÃ¤hrung ausgesetzt; BewÃ¤hrungszeit vier Jahre, Aufsicht durch einen BewÃ¤hrungshelfer) und einer Geldstrafe von 50 TagessÃ¤tzen verurteilt. Mit Beschluss des E-Gerichts vom 8. September 2011 wurde die Vollstreckung der zur BewÃ¤hrung ausgesetzten Strafe angeordnet.</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Urteil des E-Gerichts vom 7. Juni 2010 wurde er wegen Diebstahls und SachbeschÃ¤digung zu einem Jahr Freiheitsentziehung (zur BewÃ¤hrung ausgesetzt; BewÃ¤hrungszeit vier Jahre, Aufsicht durch einen BewÃ¤hrungshelfer) verurteilt. Mit Beschluss des E-Gerichts vom 8. September 2011 wurde die Vollstreckung der zur BewÃ¤hrung angesetzten Strafe angeordnet.</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Mit Urteil des E-Gerichts vom 11. Oktober 2012 wurde er wegen FÃ¤lschung eines Dokuments und dessen authentische Verwendung zu einer Freiheitsentziehung von sechs Monaten (zur BewÃ¤hrung ausgesetzt; BewÃ¤hrungszeit fÃ¼nf Jahre, Aufsicht durch einen BewÃ¤hrungshelfer). Mit Beschluss vom 23. Mai 2013 wurde die Vollstreckung der zur BewÃ¤hrung ausgesetzten Strafe angeordnet.</p> <p class="Urteilstext">Das E-Gericht bildete mit Urteil vom 10. Januar 2018 bezÃ¼glich der Verurteilungen vom 6. Januar 2009 und 7. Juni 2010 eine Gesamtstrafe von einem Jahr und einem Monat, unter Anrechnung der bezÃ¼glich des Urteils vom 6. Januar 2009 verbÃ¼ssten Ersatzfreiheitsstrafe. </p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 23. Oktober 2019 wies das Migrationsamt das Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA bzw. um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA ab, wies A aus der Schweiz weg und setzte ihm Frist zum Verlassen der Schweiz bis 15. Dezember 2019. Gleichzeitig entzog es einem allfÃ¤lligen Rekurs die aufschiebende Wirkung. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion am 27. Juli 2020 ab, soweit sie darauf eintrat und der Rekurs nicht gegenstandslos geworden war, und setzte A eine neue Frist zum Verlassen der Schweiz bis am 15. September 2020. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Mit Beschwerde vom 14. September 2020 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, der Entscheid der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 27. Juli 2020 sei mit Ausnahme der Dispositiv-Ziffern III. (unentgeltliche Rechtspflege) und V. (EntschÃ¤digung unentgeltlicher Rechtsbeistand) aufzuheben und ihm die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zu erteilen. Eventualiter sei ihm die Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA zu verlÃ¤ngern. Subeventualiter sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen, um nach einer Einholung einer Stellungnahme von A neu Ã¼ber die Sache unter dem Aspekt von Art. 4 das FreizÃ¼gigkeitsabkommen vom 21. Juni 1999 (FZA), resp. Art. 6 Anhang I FZA sowie Art. 2 Abs. 1 Satz 2 Anhang I FZA zu befinden. </p> <p class="Sachverhalt1">In prozessrechtlicher Hinsicht beantragte er, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen und bis zum rechtskrÃ¤ftigen Entscheid auf Vollzugsvorkehrungen zu verzichten. Weiter sei ihm eine angemessene EntschÃ¤digung zzgl. MWST zuzusprechen. Eventualiter sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege und unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung zu gewÃ¤hren, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</p> <p class="Sachverhalt1">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 15. September 2020 hielt das Verwaltungsgericht fest, dass der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukomme, weshalb antragsgemÃ¤ss davon Vormerk genommen werde, dass Vollzugsvorkehrungen wÃ¤hrend des Verfahrens zu unterbleiben haben. Weiter hielt es fest, dass Ã¼ber das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nach Eingang der vorinstanzlichen Akten oder mit dem Endentscheid zu befinden sei, es sich aber vorerst rechtfertige, auf die Erhebung eines Prozesskostenvorschusses zu verzichten. Weiter setzte es A Frist zur Einreichung eines aktuellen Strafregisterauszugs, unter Hinweis auf ein hÃ¤ngiges Strafverfahren, das gegen ihn gefÃ¼hrt werde. Es forderte ihn Ã¼berdies auf, umfassend Ã¼ber sÃ¤mtliche hÃ¤ngigen Strafverfahren unter Beilage allfÃ¤lliger Strafentscheide und ZwischenverfÃ¼gungen zu informieren sowie sÃ¤mtliche bewilligungsrelevanten UmstÃ¤nde zeitnah und unter Beilage geeigneter Belege mitzuteilen, namentlich den Antritt einer Arbeitsstelle oder das Vorliegen entsprechender Stellenangebote. </p> <p class="MsoNormal"><span>WÃ¤hrend das Migrationsamt sich nicht vernehmen liess, teilte die Sicherheitsdirektion am 22. September 2020 den Verzicht auf Vernehmlassung mit. </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Am 14. September 2020 reichte der Rechtsanwalt des BeschwerdefÃ¼hrers seine Kostennote ein. Mit Eingabe vom 12. November 2020 reichte </span><span>A eine Stellungnahme zum hÃ¤ngigen Strafverfahren sowie den bewilligungsrelevanten UmstÃ¤nden ein, unter Beilage von Beweismitteln. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss Art. 2 Abs. 2 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG, vormals AuG) gilt dieses Gesetz fÃ¼r StaatsangehÃ¶rige der Mitgliedstaaten der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und ihre FamilienangehÃ¶rigen nur so weit, als das FreizÃ¼gigkeitsabkommen vom 21. Juni 1999 (FZA) keine abweichenden Bestimmungen enthÃ¤lt oder das AIG gÃ¼nstigere Bestimmungen vorsieht. Mit Ausnahme eines Auslandaufenthaltes wegen MilitÃ¤rdienstes erlischt aber auch eine im Anwendungsbereich des FZA erteilte Aufenthaltsbewilligung nach einem mehr als sechsmonatigen Auslandaufenthalt (Art. 6 Abs. 5, Art. 12 Abs. 5 und Art. 24 Abs. 6 Anhang l FZA; vgl. auch Art. 23 Abs. 1 die Verordnung Ã¼ber die EinfÃ¼hrung des freien Personenverkehrs vom 22. Mai 2002 [VEP]).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer als StaatsangehÃ¶riger von Polen auf das FZA berufen kann, ist unbestritten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt vorab eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs. Das Migrationsamt habe die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung lediglich auf Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA sowie Art. 96 AIG geprÃ¼ft, weshalb er in seinem Rekurs nur zu diesen AusfÃ¼hrungen Stellung genommen habe. Die Vorinstanz werfe ihm nun vor, die Voraussetzungen zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gemÃ¤ss Art. 4 FZA, Art. 6 Anhang I FZA sowie Art. 2 Abs.1 Satz 2 Anhang I FZA nicht zu erfÃ¼llen. Er habe dadurch eine Instanz verloren. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>GrundsÃ¤tzlich ist es zulÃ¤ssig, dass eine RechtsmittelbehÃ¶rde die angefochtene Anordnung im Sinn einer sogenannten Motivsubstitution aus anderen als den angefÃ¼hrten rechtlichen GrÃ¼nden bestÃ¤tigt, da sie nicht an die rechtlichen ErwÃ¤gungen der Vorinstanz gebunden ist. Wenn sie ihren Entscheid indes auf Rechtsnormen stÃ¼tzt, mit deren Anwendung die Parteien nicht rechnen mussten, hat sie diesen hierzu das rechtliche GehÃ¶r zu gewÃ¤hren (Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], Vorbemerkungen zu §§ 19â28a N. 29; Marco Donatsch, Kommentar VRG, § 20a N. 21).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Das Migrationsamt hat in seinem Entscheid nicht geprÃ¼ft, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼berhaupt ein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zukommt, da es zum Schluss gekommen war, dass allfÃ¤llige aus dem FZA abgeleiteten Rechte aus GrÃ¼nden der Ã¶ffentlichen Ordnung, Sicherheit und Gesundheit ohnehin einzuschrÃ¤nken wÃ¤ren. Die Vorinstanz ging im angefochtenen Entscheid hingegen davon aus, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼berhaupt kein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zukommt. VollstÃ¤ndigkeitshalber hielt sie fest, dass keine gegenwÃ¤rtige, tatsÃ¤chliche und hinreichend schwere GefÃ¤hrdung der Ã¶ffentlichen Ordnung vorliege, weshalb die durch das FZA gewÃ¤hrten Aufenthaltsrechte nicht eingeschrÃ¤nkt werden dÃ¼rften. Dem rechtskundig vertretenen BeschwerdefÃ¼hrer musste bewusst gewesen sein, dass er seinen Aufenthalt auf eine Rechtsgrundlage stÃ¼tzen muss. Da der BeschwerdefÃ¼hrer bereits im erstinstanzlichen Verfahren und erst recht im Rekursverfahren mit der Anwendung dieser Bestimmung zu rechnen hatte, ist eine GehÃ¶rsverletzung durch die Vorinstanz nicht ersichtlich. Eine solche wÃ¤re Ã¼berdies geheilt, nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer sich (auch) im Beschwerdeverfahren zu sÃ¤mtlichen Anspruchsgrundlagen Ã¤ussern konnte. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Das FreizÃ¼gigkeitsabkommen bezweckt die diskriminierungsfreie EinfÃ¼hrung des freien Personenverkehrs fÃ¼r erwerbstÃ¤tige (Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie SelbstÃ¤ndigerwerbende [Art. 1 lit. a FZA]) sowie nichterwerbstÃ¤tige (Art. 1 lit. c FZA) AngehÃ¶rige eines EU-Mitgliedstaats und ihre FamilienangehÃ¶rigen (vgl. Art. 3 Anhang I FZA). Entsprechend ist den genannten Personenkategorien im Rahmen der Voraussetzungen des Anhangs I FZA etwa gestattet, sich â mit einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA â in der Schweiz aufzuhalten und hier einer unselbstÃ¤ndigen oder selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit nachzugehen (vgl. Art. 6 ff. Anhang I FZA) bzw. im Anschluss an diese gegebenenfalls im Land zu verbleiben (Art. 4 Abs. 1 Anhang I FZA; vgl. zum Ganzen BGr, 2. November 2015, 2C_243/2015, E. 2.1 mit Hinweisen). </p> <p class="Urteilstext"><span>AuslÃ¤ndischen Arbeitnehmenden wird je nach Dauer des ArbeitsverhÃ¤ltnisses eine Kurzaufenthaltsbewilligung (Ausweis L EU/EFTA) oder eine Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B EU/EFTA) ausgestellt. FÃ¼r EU/EFTA-StaatsangehÃ¶rige dÃ¼rfen die Vertragsparteien nur noch eine EinstellungserklÃ¤rung oder eine Arbeitsbescheinigung verlangen (Art. 6 Abs. 3 Bst. b Anhang I FZA). Aus diesen Urkunden muss ausser den Personalien des Arbeitgebers und der Arbeitnehmenden die Dauer des ArbeitsverhÃ¤ltnisses und der Anstellungsgrad hervorgehen. Nur so kann bestimmt werden, ob dem Gesuchsteller oder der Gesuchstellerin die Arbeitnehmereigenschaft tatsÃ¤chlich zukommt und ob fÃ¼r die Aufenthaltsregelung in der Schweiz eine Kurzaufenthalts- oder Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA benÃ¶tigt wird (Kap. II 8).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Geht aus der EinstellungserklÃ¤rung oder der Arbeitsbescheinigung hervor, dass ein unterjÃ¤hriges ArbeitsverhÃ¤ltnis (Dauer bis zu 364 Kalendertage) eingegangen wurde, ist eine Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA zu erteilen. Geht jedoch aus der EinstellungserklÃ¤rung oder der Arbeitsbescheinigung hervor, dass ein ArbeitsverhÃ¤ltnis mit einer Dauer von mehr als einem Jahr (ab 364 Kalendertagen) eingegangen werden soll, ist eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zu erteilen. Die Aufenthalts- bzw. Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA wird ausgestellt, sofern keine Verletzung der Ã¶ffentlichen Ordnung vorliegt (Ziff. II 10.4.1; vgl. zum Ganzen Weisungen und ErlÃ¤uterungen zur Verordnung Ã¼ber den freien Personenverkehr und ErlÃ¤uterungen vom 31. Dezember 2020 [Weisungen VEP], E. 4.2.1).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, er habe ein bereits unterzeichnetes Arbeitsangebot als Hilfsarbeiter bei der Firma F, weshalb er die Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA erfÃ¼lle. Aus dem von ihm eingereichten Einsatzvertrag vom 10. November 2020 zwischen ihm und dem Stellenvermittler G geht hervor, dass der Einsatz bei der Firma F mit Beginn am 11. November 2020 und einer Einsatzdauer bis Ende der ArbeitsÃ¼berlastung, maximal drei Monate, vereinbart wurde. Er verfÃ¼gt damit Ã¼ber keinen Arbeitsvertrag, welcher ihm ein AnstellungsverhÃ¤ltnis von mehr als einem Jahr bestÃ¤tigt. Der BeschwerdefÃ¼hrer kann sich nach dem Gesagten nicht auf die Arbeitsnehmereigenschaft berufen und hat gestÃ¼tzt auf <span>Art. 6 Abs. 1 Anhang I FZA </span>keinen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA. Daran vermag auch der Umstand, dass sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt aufgrund der Covid-19-Pandemie schwieriger gestaltet, nichts zu Ã¤ndern. Auch kann dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht wie beantragt eine Aufenthaltsbewilligung mit dem Vorbehalt, innert einer angemessenen Frist eine EinstellungserklÃ¤rung einzureichen, erteilt werden. Weder das FZA noch das AIG enthÃ¤lt eine Anspruchsgrundlage fÃ¼r die Erteilung einer solchen Aufenthaltsbewilligung. Der Antrag ist somit abzuweisen. Ebenfalls kann der BeschwerdefÃ¼hrer aus dem eingereichten Arbeitsangebot keinen Anspruch auf Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA ableiten. Das auf maximal drei Monate befristete Arbeitsangebot vom 10. November 2020 ist mittlerweile abgelaufen. Schliesslich ist dem BeschwerdefÃ¼hrer auch keine Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA auszustellen, damit er genÃ¼gend Zeit hat, um angemessen auf die neuen Vorbringen der Vorinstanz reagieren zu kÃ¶nnen. Wie bereits mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 15. September 2020 festgehalten wurde, kommt der Beschwerde von Gesetzes wegen die aufschiebende Wirkung zu. Der BeschwerdefÃ¼hrer konnte das Beschwerdeverfahren somit in der Schweiz abwarten. Er hatte die MÃ¶glichkeit, sich in der Beschwerde mit den Vorbringen der Vorinstanz auseinanderzusetzen. Es besteht deshalb kein Anlass, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA zu erteilen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>EU-BÃ¼rger haben gestÃ¼tzt auf Art. 2 Abs. 1 Anhang I FZA das Recht, sich bis zu sechs Monaten zwecks Stellensuche in der Schweiz aufzuhalten. Die Bewilligung zur Stellensuche kann bis zu einem Jahr verlÃ¤ngert werden, sofern der EU- bzw. EFTA-AngehÃ¶rige SuchbemÃ¼hungen nachweist und begrÃ¼ndete Aussicht auf eine Anstellung besteht (Art. 18 Abs. 3 der Verordnung vom 22. Mai 2002 Ã¼ber die EinfÃ¼hrung des freien Personenverkehrs [VEP]).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid festgehalten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bereits seit Ende Februar 2019 arbeitslos sei. Es befinde sich zwar ein TemporÃ¤r-Einsatzvertrag als Hilfsarbeiter vom 13. August 2019 mit Einsatzbeginn am 9. August 2019 in den Akten, dass er dort tatsÃ¤chlich arbeitstÃ¤tig gewesen sei, gehe aus diesem jedoch nicht hervor. Die Aufenthaltsdauer von drei Monaten zur Stellensuche habe er jedenfalls bereits erreicht. Er weise zudem nicht nach, dass er Ã¼ber die fÃ¼r den Unterhalt notwendigen finanziellen Mittel verfÃ¼ge. Vielmehr mache er geltend, Ã¼ber kein relevantes VermÃ¶gen und auch Ã¼ber kein Einkommen zu verfÃ¼gen. An diesen zutreffenden Feststellungen der Vorinstanz vermag auch das eingereichte Arbeitsangebot als Hilfsarbeiter bei der Firma F nichts zu Ã¤ndern, fehlt es doch auch hier an einem Nachweis, dass der BeschwerdefÃ¼hrer tatsÃ¤chlich gearbeitet hat. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht auch nicht geltend, dass die Frist von sechs Monaten gemÃ¤ss Art. 2 Abs. 1 Anhang I FZA bzw. eine allenfalls nach Art. 18 Abs. 3 VEP verlÃ¤ngerte Frist noch nicht abgelaufen ist. Der BeschwerdefÃ¼hrer befindet sich somit seit MÃ¤rz 2019 auf Stellensuche. Die Frist von bis zu einem Jahr ist damit abgelaufen. Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist daher auch der Aufenthalt zur Stellensuche nicht mehr zu gestatten.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">VollstÃ¤ndigkeitshalber ist festzuhalten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer auch keinen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA fÃ¼r einen erwerbslosen Aufenthalt erfÃ¼llt (Art. 24 Anhang I FZA). Er macht dies zu Recht auch nicht geltend.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Es bleibt zu prÃ¼fen, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer wegen eines wichtigen Grunds gemÃ¤ss Art. 20 VEP oder wegen eines schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls gemÃ¤ss Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zu erteilen ist. Die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aus diesen GrÃ¼nden steht im pflichtgemÃ¤ssen Ermessen der BehÃ¶rde. Der Beschwerdegegner und die Vorinstanz verweigerten die Erteilung einer entsprechenden Bewilligung.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer reiste im Alter von 26 Jahren in die Schweiz ein und hÃ¤lt sich mittlerweile seit drei Jahren hier auf. Er dÃ¼rfte mit seinem Heimatland nach wie vor gut vertraut sein. Es liegen keine Hinweise auf besonders enge private Beziehungen zur Schweiz sowie eine vertiefte Integration in die hiesigen VerhÃ¤ltnisse vor. Aufgrund seiner mehrjÃ¤hrigen Arbeitslosigkeit ist der BeschwerdefÃ¼hrer auch in beruflicher Hinsicht nur ungenÃ¼gend integriert. <span>Eine RÃ¼ckkehr erscheint dem BeschwerdefÃ¼hrer nach dieser kurzen Zeit ohne Weiteres zumutbar.</span></p> <p class="Urteilstext">Der Schluss von Beschwerdegegner und Vorinstanz, dem BeschwerdefÃ¼hrer auch im Rahmen des pflichtgemÃ¤ssen Ermessens die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA nicht zu erteilen bzw. die Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA nicht zu verlÃ¤ngern, ist demnach nicht rechtsverletzend.</p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>8.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen und ist ihm keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 sowie § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>8.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ersucht um unentgeltliche Rechtspflege. GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG haben Private, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offenkundig aussichtslos erscheinen, auf Ersuchen Anspruch auf unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung. Ein Anspruch auf Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung besteht, wenn die Gesuchstellenden zusÃ¤tzlich nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (§ 16 Abs. 2 VRG). Offenkundig aussichtslos sind Begehren, deren Chancen auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 16 N. 46). Mittellos ist, wer nicht in der Lage ist, die Gerichtskosten aus seinem Einkommen â nach Abzug der Lebenshaltungskosten â innert angemessener Frist zu bezahlen (PlÃ¼ss, § 16 N. 20).</p> <p class="Erwgung2"><b>8.3 </b>Nach dem vorgÃ¤ngig AusgefÃ¼hrten, der klaren Rechtslage und unter BerÃ¼cksichtigung des ausfÃ¼hrlich begrÃ¼ndeten Rekursentscheids konnte der BeschwerdefÃ¼hrer nicht ernsthaft mit einer Gutheissung seiner Beschwerde rechnen, weshalb diese sich als offenkundig aussichtslos erweist. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist deshalb abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zulÃ¤ssig. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Erwgung2">DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</p> <p class="Einzug2"><span>1. <span>Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.-; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.-</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.-</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt<span>. </span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. </span><span>Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>