<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00099</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107418&amp;W10_KEY=13013571&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00099</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.09.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verfahrenskosten</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verfahrenskosten (Rekursverfahren vor Baurekurskommission) Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur Behandlung einer Kostenbeschwerde (E. 1a). Die Beschwerde ist rechtzeitig eingereicht worden (E. 3a) und umfasst eine - knapp - genügende Begründung (E. 3b). Rechtsgrundlagen und Praxis für die Verlegung der Kosten im Rekursverfahren: Wird im Rekursverfahren eine Baubewilligung aufgrund eines Rekurses eines Dritten aufgehoben, sind die Kosten grundsätzlich vom unterliegenden Bauherrn zu tragen; nur in Fällen, in denen sich die kommunale Baubewilligung als qualifiziert fehlerhaft erweist, können die Kosten ganz oder teilweise dem Gemeinwesen auferlegt werden (E. 5a). Vorliegend hat es sich der Bauherr selber zuzuschreiben, dass die Gemeinde die Baubewilligung zu Unrecht erteilt hat, weil die vom Bauherr eingereichten Planunterlagen fehlerhaft waren (E. 5b). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUREKURSKOMMISSION">BAUREKURSKOMMISSION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTEN">KOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENBESCHWERDE">KOSTENBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENVERLEGUNG">KOSTENVERLEGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKURSKOSTEN">REKURSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 13 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 32 lit. III VRG</span><br/><span class="gerade">§ 41 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 17. September 2002 erteilte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich A unter Bedingungen und Auflagen die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Umbau des Einfamilienhauses Vers.Nr. 1 auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 2 an der K-Strasse Nr. 4 in ZÃ¼rich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Einen Rekurs von B, der EigentÃ¼merin des angebauten Einfamilienhauses (K-Strasse 5), hiess die Baurekurskommission I am 17. Januar 2003 gut, soweit sie darauf eintrat. Sie hob den Beschluss der Bausektion insofern auf, als damit zwei Fenster in der Nordostfassade, die zugleich die Brandmauer zwischen den beiden HÃ¤usern bildet, bewilligt worden waren. Die Kosten des Verfahrens von insgesamt Fr. 1'722.- auferlegte sie zu 5/6 (Fr. 1'435.-) A und zu 1/6 (Fr. 287.-) B.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 10. MÃ¤rz 2003 erhob A Beschwerde beim Verwaltungsgericht, die sich allein gegen die Kostenauflage richtete. Die Baurekurskommission I schloss in ihrer Vernehmlassung vom 21. MÃ¤rz 2003 auf Abweisung der Beschwerde. B beantragte in der Beschwerdeantwort vom 10. April 2003, auf die Beschwerde wegen verspÃ¤teter Einreichung nicht einzutreten. Ansonsten sei die Beschwerde unter Kostenfolgen zulasten des Beschwer­defÃ¼hrers abzuweisen. Die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich bezweifelte in der Beschwerdeantwort vom 15. April 2003 die Rechtzeitigkeit der Beschwerde. Ausserdem machte sie geltend, in der Beschwerde werde eine rechtsverletzende Kostenverlegung nicht genÃ¼gend dargetan, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten sei. Eventualiter sie die Beschwerde abzuweisen. Mit Eingabe vom 31. August 2003 verweist der BeschwerdefÃ¼hrer darauf, dass die Beschwerdeschrift rechtzeitig eingereicht worden sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text23"></a><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Kostenbeschwerde funktionell und sachlich zustÃ¤ndig (§ 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 [VRG]; § 43 Abs. 3 VRG e contrario; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 48 N. 2). Angesichts des Streitwerts von Fr. 1'435.- fÃ¤llt die Behandlung in die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit (§ 38 Abs 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Dem Verwaltungsgericht kommt in der Regel nur eine Rechtskontrolle und keine Ermessenskontrolle zu (§ 50 VRG). Weil die Festsetzung der Verfahrenskosten weitgehend nach Ermessen erfolgt, kann sie vom Verwaltungsgericht nur in beschrÃ¤nktem Umfang Ã¼berprÃ¼ft werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 91).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Im Verfahren vor Verwaltungsgericht sind A und C als BeschwerdefÃ¼hrende<br/> â entsprechend der Angabe im Kopf der Beschwerdeschrift â aufgefÃ¼hrt. Wie sich nunmehr aus den Akten ergibt, ist bisher aber nur A als Bauherr und EigentÃ¼mer des streitbetroffenen GrundstÃ¼cks als Verfahrensbeteiligter aufgetreten. Die Beschwerdeschrift ist im Ãbrigen auch nur mit einer Unterschrift versehen, und zwar mit derjenigen von A. Dementsprechend ist das Rubrum zu korrigieren und ausschliesslich A als BeschwerdefÃ¼hrer aufzufÃ¼hren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Die beiden Beschwerdegegnerinnen bezweifeln die Rechtzeitigkeit der Beschwerde. GemÃ¤ss § 53 VRG ist eine Beschwerde innert 30 Tagen seit der Mitteilung der weiterziehbaren Anordnung beim Verwaltungsgericht schriftlich einzureichen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie sich den Akten entnehmen lÃ¤sst, hat die Baurekurskommission anscheinend die Personalien von A â damals Rekursgegner â falsch erfasst. Dieser wohnt richtigerweise an der L-Strasse 6 in ZÃ¼rich<i>.</i> In den Akten der Baurekurskommission erscheint dagegen die Anschrift L-Strasse 7<i>.</i> Dort ist eine Person namens D mit gleichem Familiennamen und Ã¤hnlich lautendem Vornamen wie A ansÃ¤ssig. Entsprechend der falsch erfassten Adresse erfolgte eine erste Zustellung des Entscheids der Baurekurskommission am 22. Januar 2003 an A, L-Strasse 7. Die Post retournierte das Couvert mit dem Vermerk "Adresse und Briefkasten-/Postfach-Anschrift stimmen nicht Ã¼berein" an die Baurekurskommission, bei der die Sendung am 5. Februar 2003 einging. Am 11. Februar 2003 nahm die Baurekurs­kommission eine zweite Zustellung an A, L-Strasse 6, also an den richtigen EmpfÃ¤nger, vor. A nahm den Entscheid am 12. Februar 2003 in Empfang. Die 30-tÃ¤gige Rechtsmittelfrist begann somit am 13. Februar 2003 und endete am Freitag, 14. MÃ¤rz 2003. Der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼bergab die Beschwerdeschrift am 10. MÃ¤rz 2003 der Post. Mithin ist die Beschwerdeerhebung rechtzeitig erfolgt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Beschwerdegegnerin 1 beantragt, auf die Beschwerde nicht einzutreten, weil nicht genÃ¼gend dargetan werde, inwiefern die Verlegung der Prozesskosten Recht verletze. GemÃ¤ss § 54 Satz 1 VRG muss die Beschwerde einen Antrag und dessen BegrÃ¼ndung enthalten. Der Vorsitzende des Verwaltungsgerichts prÃ¼ft die eingehenden Beschwerden und ordnet zur Verbesserung allfÃ¤lliger MÃ¤ngel das NÃ¶tige an (§ 56 Abs. 1 VRG). Eine BegrÃ¼ndung ist formell genÃ¼gend, wenn erkennbar ist, was den BeschwerdefÃ¼hrer zur Stellung seines Antrags bewogen hat (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 54 N. 6).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein Antrag liegt jedenfalls in sinngemÃ¤sser Form vor: Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet sich gegen die Kostenauflage im Rekursverfahren vor Baurekurskommission. Als BegrÃ¼ndung beruft sich der BeschwerdefÃ¼hrer auf zwei Ã¤usserst kurz umschriebene Punkte. Die BegrÃ¼ndung liegt zwar an der Grenze dessen, was gerade noch als hinreichende BegrÃ¼ndung vorauszusetzen ist. Zum Zeitpunkt des Eingangs der Beschwerde, als dem Gericht noch keine vorinstanzlichen Akten zur VerfÃ¼gung standen, erschienen die beiden zur BegrÃ¼ndung angegebenen Elemente jedoch als hinreichende Anhaltspunkte dafÃ¼r, worauf die Kostenauflage zu Ã¼berprÃ¼fen sei. Eine bloss summarische BegrÃ¼ndung stellt nÃ¤mlich noch keinen Mangel dar, der zur Ansetzung einer Nachfrist zwÃ¤nge (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 54 N. 6). Daher sah sich der Vorsitzende nicht veranlasst, eine Verbesserung der BegrÃ¼ndung zu verlangen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Dem Rechtsstreit liegt folgende Situation zugrunde: Der BeschwerdefÃ¼hrer beabsichtigt, das GebÃ¤ude Vers.Nr. 1 â ein Reiheneinfamilienhaus â umzubauen. Das Bauprojekt umfasst auch den Einbau von zwei Fenstern in der Giebelfassade zum angebauten Reiheneinfamilienhaus Vers.Nr. 3, das der Beschwerdegegnerin 2 gehÃ¶rt. Zudem soll eine AussendÃ¤mmung angebracht werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen diese beiden Teile des Bauvorhabens rekurrierte die Beschwerdegegnerin 2 bei der Baurekurskommission I. Diese erwog, bei der streitbetroffenen Giebelfassade handle es sich um eine Grenzbaute, die als Brandmauer auszugestalten sei (vgl. § 290 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 [PBG]). Ãffnungen in Brandmauern bedÃ¼rften der baurechtlichen Bewilligung der BaubehÃ¶rde und der Zustimmung des Nachbarn (§ 289 Abs. 1 PBG). Die Zustimmung des Nachbarn sei zwingendes Bewilligungserfordernis. Eine solche Zustimmung liege nicht vor, und die Beschwerdegegnerin 2 bekrÃ¤ftige in der Rekursschrift, dass sie keine Fenster in der streitbetroffenen Grenzfassade wolle. Der Rekurs erweise sich daher in diesem Punkt als begrÃ¼ndet. Die geplante AussendÃ¤mmung Ã¼berstelle die Grenze zum GrundstÃ¼ck der Beschwerdegegnerin 2. Aus diesem Grund habe die Bausektion die Baubewilligung unter dem Vorbehalt erteilt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer vor Baubeginn seine Berechtigung fÃ¼r die GrenzÃ¼berstellung nachweisen kÃ¶nne, andernfalls er auf die AusfÃ¼hrung der AussendÃ¤mmung zu verzichten habe. Aufgrund dieses als Bedingung umschriebenen Vorbehalts kÃ¶nne die AussendÃ¤mmung ohne Zutun der Beschwerdegegnerin 2 nicht realisiert werden. Deshalb sei sie â im vorinstanzlichen Verfahren in der Parteirolle als Rekurrentin â durch die angefochtene Nebenbestimmung nicht beschwert, so dass in diesem Punkt auf das Rechtsmittel nicht einzutreten sei. Die Baurekurskommission I hiess demnach den Rekurs gut, soweit darauf einzutreten war und hob den Beschluss der Bausektion insoweit auf, als damit zwei Fenster in der Grenzfassade bewilligt worden waren. AusgangsgemÃ¤ss auferlegte sie die Kosten zu 5/6 dem BeschwerdefÃ¼hrer (im vorinstanzlichen Verfahren Rekursgegner) und zu 1/6 der Beschwerdegegnerin 2 (Rekurrentin).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) GemÃ¤ss § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG tragen im Rekursverfahren mehrere am Verfahren Beteiligte die Kosten in der Regel entsprechend ihrem Unterliegen (Satz 1). Kosten, die ein Beteiligter durch Verletzung von Verfahrensvorschriften oder durch nachtrÃ¤gliches Vorbringen solcher Tatsachen oder Beweismittel verursacht, die er schon frÃ¼her hÃ¤tte geltend machen kÃ¶nnen, sind ihm ohne RÃ¼cksicht auf den Ausgang des Verfahrens zu Ã¼berbinden (Satz 2). GemÃ¤ss § 13 Abs. 3 VRG in der frÃ¼heren, bis Ende 1997 geltenden Fassung durften zÃ¼rcherischen Amtsstellen fÃ¼r nicht in ihrem finanziellen Interesse liegende Amtshandlungen keine Verfahrenskosten auferlegt werden; auf sie entfallende Kostenanteile waren auf die Amtskasse zu Ã¼bernehmen (vgl. RB 1978 Nr. 1 und 1987 Nr. 7). Seit Aufhebung dieser Sonderregelung stellt sich die Frage, wie es sich mit der Kostenpflicht von Amtsstellen in Rechtsmittelverfahren verhÃ¤lt, in denen die Rechtsmittelinstanz die einem Privaten erteilte Bewilligung auf Rekurs oder Beschwerde eines Dritten hin aufhebt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach stÃ¤ndiger Praxis des Verwaltungsgerichts sind in solchen FÃ¤llen die Verfahrenskosten in der Regel ausschliesslich der unterliegenden <i>privaten</i> Partei aufzuerlegen, ungeachtet dessen, dass auch die Amtsstelle, deren Bewilligung aufgehoben wird, am Rechtsmittelverfahren beteiligt ist (zur Verfahrensbeteiligung der Amtsstelle bzw. des betreffenden Gemeinwesens vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 58 N. 4); nur in FÃ¤llen, in denen eine kommunale Baubewilligung sich als qualifiziert fehlerhaft erweist, rechtfertigt es sich, die Kosten des Rechtsmittelverfahrens statt ausschliesslich dem unterliegenden Bauherrn ganz oder teilweise dem Gemeinwesen aufzuerlegen, dessen Amtsstelle die Bewilligung zu Unrecht erteilt hat (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 21). Eine entsprechende Praxis befolgen offenbar auch die Baurekurskommissionen. Aus dem von der Beschwerdegegnerin angerufenen Rekursentscheid vom 29. Mai 1998 (BEZ 1998 Nr. 14) ergibt sich dies allerdings nicht zwingend, wurde doch dort ausgefÃ¼hrt, das als grob fehlerhaft zu wÃ¼rdigende Vorgehen der Vorinstanz rechtfertige es, die Rekurskosten "ausschliesslich" der Gemeinde aufzuerlegen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die dargelegte Praxis beruht auf dem Gedanken, dass in Verfahren der genannten Konstellation â unter dem Gesichtswinkel des Unterliegerprinzipes â primÃ¤r nicht die Amtsstelle, sondern der Bauherr als unterliegende Partei zu gelten hat und â unter dem Gesichtswinkel des Verursacherprinzips â grundsÃ¤tzlich nicht die Amtsstelle, sondern der das Baubewilligungsverfahren auslÃ¶sende Bauherr als Verursacher zu betrachten ist; nur bei grob fehlerhaften Entscheiden â insbesondere krassen VerfahrensmÃ¤ngeln â rechtfertigt sich der Schluss, die Kosten des Rechtsmittelverfahrens seien auch oder ausschliesslich durch die BewilligungsbehÃ¶rde verursacht worden und daher dieser teilweise oder ganz aufzuerlegen. Dieser Gedanke, den der Gesetzgeber bei der Regelung der ParteientschÃ¤digung in § 17 Abs. 3 VRG (Fassung vom 6. September 1987) klar zum Ausdruck gebracht hat (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 46), muss auch fÃ¼r die Auslegung von § 13 Abs. 2 VRG massgebend sein. Die dargelegte Praxis erweist sich als gesetzmÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Zu Recht verweist die Beschwerdegegnerin 2 auf die eingereichten Planunterlagen des BeschwerdefÃ¼hrers, in denen die geplanten Fenster nicht als neue, sondern als bleibende Bauteile eingezeichnet sind, und auf den Baubeschrieb, der das Bauvorhaben nicht detailliert bezeichnet, namentlich die neu zu errichtenden Fenster nicht erwÃ¤hnt. Somit hat es sich der BeschwerdefÃ¼hrer selber zuzuschreiben, dass die BaubewilligungsbehÃ¶rde von falschen Annahmen ausgegangen ist und die Baubewilligung fÃ¼r die beiden Fenster in der Brandmauer zu Unrecht erteilt hat. GestÃ¼tzt auf die dargelegte Praxis sind daher die Rekurskosten, soweit sie nicht ohnehin der heutigen Beschwerdegegnerin 2 als Rekurrentin belastet worden sind, zu Recht dem BeschwerdefÃ¼hrer als damaligem privatem Rekursgegner auferlegt worden. Wenn die Baurekurskommission davon abgesehen hat, den nicht auf die Rekurrentin entfallenden Kostenanteil ganz oder teilweise der Bausektion der Stadt ZÃ¼rich aufzuerlegen, so ist dies nicht rechtsverletzend.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemÃ¤ss dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss <a id="Text17"></a></span><span>verfÃ¼gt</span><span> </span><span>der</span><span> </span><span>Einzelrichter</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>Es wird davon Vormerk genommen, dass ausschliesslich A BeschwerdefÃ¼hrer ist; das Rubrum wird entsprechend korrigiert;</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 400.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 490.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>4. ...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>