<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">UV.2005.00277</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">I. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichter Spitz, Vorsitzender</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Grünig</font> </p><p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Bürker-Pagani</font> </p><p><font size="4">Gerichtssekretär S. Gasser</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 30. November 2006</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">1. T.___</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">2. A.___</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführende</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer 1 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jürg Baur</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Bahnhofstrasse 55, 8600 Dübendorf</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführerin 2 gesetzlich vertreten durch den Beschwerdeführer 1,</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">dieser vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jürg Baur</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">Helsana Unfall AG</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Zürichstrasse 130, 8600 Dübendorf</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">vertreten durch Helsana Versicherungen AG</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Versicherungsrecht</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Postfach, 8081 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Nachdem die Helsana Unfall AG mit Einspracheentscheid vom 15. Juni 2005 ihre Verfügung vom 26. Januar 2005 bestätigt und den Anspruch auf eine Komplementärrente der Unfallversicherung zu den Hinterlassenrenten der Alters- und Hinterlassenversicherung (AHV) verneint hat (Urk. 2, 8/K18), welche die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, mit Verfügung vom 18. Juli 2003 und Wirkung ab 1. Mai 2003 den Beschwerdeführenden zugesprochen hatte (Urk. 8/K3),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> nach Einsicht in die Beschwerde vom 26. August 2005, mit welcher Rechtsanwalt Dr. Jürg Baur die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids und die Ausrichtung von Komplementärrenten zu den Hinterlassenenrenten beantragt hat (Urk. 1), und in die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der Helsana Versicherungen AG vom 14. September 2005 (Urk. 7),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> nachdem der Schriftenwechsel am 16. September 2005 geschlossen worden ist (Urk. 9),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> in Erwägung,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass bei einem unfallbedingten Todesfall der überlebende Ehegatte und die Kinder der versicherten Person Anspruch auf Hinterlassenrenten haben (Art. 28 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG]),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass die Hinterlassenrenten der Unfallversicherung für Witwen und Witwer 40 %, für Halbwaisen 15 %, für Vollwaisen 25 % und für mehrere Hinterlassene zusammen höchstens 70 % des versicherten Verdienstes betragen (Art. 31 Abs. 1 UVG),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass nach Art. 66 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) Renten und Abfindungen unter Vorbehalt der Überentschädigung kumulativ gewährt werden,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass in der Unfallversicherung bezüglich Unfallrenten das seit 1. Januar 2003 geltende ATSG keine Neuerung gebracht hat und nach wie vor die bereits vor Inkrafttreten des ATSG geltende Ordnung massgebend ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass den Hinterlassenen, die Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung (IV) oder der AHV haben, gemeinsam eine Komplementärrente gewährt wird, die in Abweichung von Art. 69 ATSG der Differenz zwischen 90 % des versicherten Verdienstes und den Renten der AHV oder der IV, höchstens aber dem in Art. 31 Abs. 1 UVG vorgesehenen Betrag entspricht (Art. 31 Abs. 4 UVG),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die gemeinsame Komplementärrente beim erstmaligen Zusammentreffen der erwähnten Renten festgesetzt und lediglich späteren Änderungen der für Familienangehörige bestimmten Teile der Rente der AHV oder der IV angepasst wird (Art. 31 Abs. 4 UVG), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass Art. 31 Abs. 5 UVG dem Bundesrat die Befugnis zum Erlass näherer Vorschriften, namentlich über die Berechnung der Komplementärrenten in Sonderfällen, einräumt</font><b><i><font face="RotisSerif" size="4">,</font></i></b><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass nach Art. 43 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) bei der Berechnung der Komplementärrenten die Witwen-, Witwer- und Waisenrenten der AHV voll berücksichtigt werden (vgl. BGE 130 V 40 Erw. 2.1, 126 V 508 Erw. 2a ff., 115 V 285),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführenden neben den Hinterlassenrenten der AHV auch Anspruch auf eine gemeinsame Komplementärrente des Unfallversicherers haben (Urk. 1, 2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass der versicherte Verdienst der Verstorbenen in der Höhe von Fr. 8'355.-- unbestritten ist (Urk. 1, 2 und Urk. 3/15 S. 2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass die Hinterlassenrenten der AHV im Jahr für beide Beschwerdeführende zusammen Fr. 21'516.-- betragen (Urk. 8/K3), was ebenfalls unbestritten ist (Urk. 1, 2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass im Bereich der Unfallversicherung bei der Berechnung der Komplementärrente nicht auf den mutmasslich entgangenen Verdienst, sondern einzig auf den versicherten Verdienst der verstorbenen Person abzustellen ist (Art. 31 Abs. 4 UVG),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass Art. 31. Abs. 4 UVG somit eine Abweichung zu Art. 69 ATSG darstellt und darin die Anrechung von durch den Versicherungsfall verursachten Mehrkosten und allfälligen Einkommenseinbussen von Angehörigen nicht vorgesehen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass das Eidgenössische Versicherungsgericht in BGE 126 V 509 f. zur Anwendbarkeit dieser Regelung namentlich festgestellt hat, nach dem klaren Wortlaut sowie Sinn und Zweck der Bestimmung von Art. 31 Abs. 4 UVG seien die Renten der AHV oder der IV bei der Berechnung der Komplementärrenten für Hinterlassene grundsätzlich voll anzurechnen und es sei gesetz- und verfassungsmässig, wenn der Verordnungsgeber diesen Grundsatz in Art. 43 UVV ohne Einschränkungen übernommen habe, wobei der Verordnungsgeber mit dem seit 1. September 1997 in Kraft getretenen neuen Wortlaut von Art. 43 Abs. 1 UVV den in Rechtsprechung und Lehre geäusserten Bedenken in der Weise Rechnung getragen habe, dass die Anrechnung der AHV-Renten auf die Hinterlassenenrenten (Witwen-, Witwer- und Waisenrenten) beschränkt werde,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass das Eidgenössische Versicherungsgericht weiter ausführte, die Bestimmung von Art. 43 Abs. 1 UVV folge dem Grundsatz der sachlichen Kongruenz, wonach nur solche Leistungen in die Berechnung der Überentschädigung einzubeziehen seien, die für das gleiche versicherte Ereignis ausgerichtet würden und dem gleichen Zweck dienten, sie sich im Rahmen der Delegationsnorm von Art. 31 Abs. 5 UVG halte und als gesetzes- und verfassungskonform zu erachten sei,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass sich die Beschwerdegegnerin zu Recht an diese nach wie vor geltenden gesetzlichen Vorgaben und die dazu ergangene höchstrichterliche Rechtsprechung gehalten hat, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass somit die Hinterlassenenrenten der AHV in der Höhe von jährlich insgesamt Fr. 21'516.-- bei der Berechnung der gemeinsamen Komplementärrente voll zu berücksichtigen sind (Art. 43 Abs. 1 UVV),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass demnach keine gemeinsame Komplementärrente des Unfallversicherers geschuldet ist, da die Hinterlassenenrenten der AHV den versicherten Verdienst der Verstorbenen bei weitem überschreiten,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dass die Beschwerde demnach abzuweisen ist,</font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Rechtsanwalt Dr. Jürg Baur</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Helsana Versicherungen AG</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Gesundheit</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p></div></body></html>