A bteilung V E -6803/2006 kom /bir/scb {T 0/2} U rteil vom 27. Juli 2007 M itw irkung: R ichter König, W espi, G ysi G erichtsschreiber Bindschedler A ._______, Belarus, B._______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), vorm als Bundesam t für Flüchtlinge (BFF), Q uellen- w eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 8. O ktober 2003 i.S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass der Beschw erdeführer eigenen Angaben zufolge am 28. Februar 2003 seinen H ei- m atstaat verliess und am 1. M ärz 2003 illegal in die Schw eiz einreiste, w o er am 3. M ärz 2003 um Asyl nachsuchte, dass er anlässlich der Kurzbefragung im Transitzentrum Altstätten vom 5. M ärz 2003 so- w ie der kantonalen Anhörung vom 14. April 2003 zur Begründung seines Asylgesuchs im W esentlichen geltend m achte, er sei am 5. Juni 2000 w egen des Verteilens von Flug- blättern in C ._______ festgenom m en w orden und habe anlässlich dieser Festnahm e eine tätliche Auseinandersetzung m it dem Beam ten K. gehabt, dass der Beschw erdeführer darauf am 21. August 2000 zu einer unbedingt ausgespro- chenen H aftstrafe von zw ei Jahren w egen Verleum dung der R epublik sow ie Störung der öffentlichen O rdnung verurteilt w orden sei, dass er w ährend des Strafvollzugs habe Zw angsarbeit verrichten m üssen, indes bereits nach einem Jahr freigelassen w orden sei, w orauf er im N ovem ber 2001 w ieder habe nach C ._______ zurückkehren können, dass er dort der polizeilichen M eldepflicht habe nachkom m en m üssen und dort auch den erw ähnten K. w ieder angetroffen habe, dass der Beschw erdeführer am 8. D ezem ber 2002 überfallen und versucht w orden sei, ihn zu entführen, und er dabei nur knapp m it dem Leben davon gekom m en sei, dass er angenom m en habe, beim Ü berfall handle es sich um einen R acheakt jenes K., dass er ins Spital eingeliefert w orden sei, w o er von der U ntersuchungsbehörde aufge- sucht w orden sei, w elche nähere Angaben über den Ü berfall habe erfahren w ollen, dass er indessen noch keine Angaben habe m achen können, w eshalb er aufgefordert w orden sei, dies später nachzuholen, dass der Beschw erdeführer nach seiner Entlassung aus dem Spital jedoch unterge- taucht sei, dass er beim Stellen seines Asylgesuchs verschiedene D okum ente als Bew eism ittel ins R echt legte (vgl. angefochtene Verfügung S. 2), dass das Bundesam t das Asylgesuch des Beschw erdeführers m it Verfügung vom 8. O k- tober 2003 - eröffnet am 10. O ktober 2003 - ablehnte und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug anordnete, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 7. N ovem ber 2003 gegen diesen Ent- scheid bei der dam als zuständigen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) Be- schw erde erhob, dass er dabei die R echtsbegehren nicht in einer der Am tssprachen form uliert hatte, w es- halb er m it Zw ischenverfügung des dam als zuständigen Instruktionsrichters vom 19. N o- vem ber 2003 zur Beschw erdeverbesserung aufgefordert w urde, dass er m it fristgerecht nachgereichter Beschw erdeverbesserung die Aufhebung der 3 angefochtenen Verfügung, die W iederherstellung der aufschiebenden W irkung, die Feststellung der U ndurchführbarkeit einer vorsorglichen W egw eisung in einen D rittstaat, die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die G ew ährung von Asyl, eventuell die Feststellung der U nzulässigkeit, U nzum utbarkeit und U nm öglichkeit des W egw eisungs- vollzugs sow ie die Anordnung der vorläufigen Aufnahm e und schliesslich die G e- w ährung der unentgeltlichen R echtspflege inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses beantragte, dass dem Beschw erdeführer am 12. April 2007 m itgeteilt w urde, dass sein Beschw erde- verfahren per 1. Januar 2007 vom Bundesverw altungsgericht übernom m en w orden sei (Art. 53 Abs. 2 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]) und von der Abteilung V behandelt w erde, dass den Akten zu entnehm en ist, dass der Beschw erdeführer w ährend seines Aufent- haltes in der Schw eiz im Zusam m enhang m it Verm ögensdelikten aufgefallen ist, und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verw altungsverfahren vom 20. D ezem ber 1968 [Vw VG , SR 172.021]) des BFM (vorm als BFF) entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31] i.V.m . Art. 31 - 34 VG G ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass das Bundesverw altungsgericht am 1. Januar 2007 die Beurteilung der bei der ehem aligen AR K hängigen R echtsm ittel übernim m t und dabei das neue Verfahrensrecht anw endet (Art. 53 Abs. 2 VG G ), dass der Beschw erdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutz- w ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschw erde legitim iert ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 Vw VG ), dass som it auf seine frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde unter folgendem Vorbehalt einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 50 ff. Vw VG ), dass auf das zw eite und dritte Begehren m angels entsprechenden Anfechtungsgegen- standes nicht einzutreten ist, w eil die Vorinstanz w eder einer allfälligen Beschw erde die aufschiebende W irkung entzogen noch eine vorsorgliche W egw eisung in einen D rittstaat angeordnet hat, dass m it Beschw erde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständi- ge Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass über offensichtlich unbegründete Beschw erden in einem vereinfachten Verfahren entschieden w ird und die vorliegende Beschw erde, w ie nachfolgend aufgezeigt, offen- sichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ), dass die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl gew ährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG ), w obei 4 als Flüchtling eine ausländische Person anerkannt w ird, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehö- rigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauun- gen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achtei- len ausgesetzt zu w erden (Art. 3 Abs. 1 AsylG ), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgew iesen oder zum indest glaubhaft gem acht w er- den m uss (Art. 7 AsylG ), dass die Vorinstanz den Sachverhalt vollständig und korrekt festgestellt sow ie überzeu- gend dargelegt hat, w eshalb die Vorbringen des Beschw erdeführers entw eder asylrecht- lich unerheblich oder unglaubhaft sind, dass die Vorbringen des Beschw erdeführers auch nach Auffassung der Bundesverw al- tungsgerichts einerseits als asylrechtlich unerheblich und andererseits als w idersprüch- lich sow ie tatsachenw idrig qualifiziert w erden m üssen, dass zur Verm eidung unnötiger W iederholungen vorab auf die Erw ägungen in der ange- fochtenen Verfügung verw iesen w erden kann (vgl. Art. 109 Abs. 3 BG G i.V.m . Art. 6 AsylG ), dass die Vorbringen in der R echtsm itteleingabe die vom BFF aufgezeigten klaren U nge- reim theiten im Sachvortrag offensichtlich nicht zu w iderlegen verm ögen (vgl. Beschw er- de S. 2 f.), dass den Aussagen zu den Ausreisegründen in der Em pfangsstelle angesichts des sum - m arischen C harakters dieser Befragung für die Beurteilung der G laubhaftigkeit der vor- gebrachten Asylgründe zw ar tatsächlich nur ein beschränkter Bew eisw ert zukom m t (vgl. Beschw erde S. 3), W idersprüche für die Beurteilung der G laubhaftigkeit indessen dann herangezogen w erden dürfen, w enn klare Aussagen in der Em pfangsstelle - w ie vorlie- gend - in w esentlichen Punkten der Asylbegründung von den späteren Aussagen diam etral abw eichen, oder w enn bestim m te Ereignisse oder Befürchtungen, w elche spä- ter als zentrale Asylgünde genannt w erden, nicht bereits in der Em pfangsstelle zum in- dest ansatzw eise erw ähnt w erden (vgl. die diesbezügliche Praxis der AR K, der sich das Bundesverw altungsgericht anschliesst, in Entscheidungen und M itteilungen der Schw ei- zerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 1993 N r. 3), dass sich aus den protokollierten Vorbringen zusätzlich zu den vom BFF in der ange- fochtenen Verfügung angeführten noch w eitere Aussagew idersprüche ergeben, dass beispielsw eise der Beschw erdeführer bei der Anhörung im Transitzentrum erklärte, er habe niem als Flugblätter verteilt (vgl. Protokoll des Transitzentrum s S. 5), hingegen anlässlich der kantonalen Anhörung darlegte, er habe einem Bekannten geholfen, Flug- blätter zu verteilen und aufzukleben (vgl. kantonales Protokoll S. 8), dass die bei den Befragungen protokollierten Vorbringen des Beschw erdeführers nebst den erw ähnten U nglaubhaftigkeitsm erkm alen auch einen deutlichen M angel an so ge- nannten R ealkennzeichen aufw eisen, dass auch das Vorbringen in der Beschw erde, w onach der Beschw erdeführer Zeuge ei- nes unvollendeten M ordversuchs gew orden sei und sinngem äss bei einer R ückkehr um sein Leben fürchten m üsse (vgl. Beschw erde S. 3), angesichts der U nglaubhaftigkeit der bei den Anhörungen geltend gem achten Ausreisegründe nicht überzeugen kann, sow eit dam it nicht ohnehin der angebliche Ü berfall auf ihn gem eint ist,5 dass die Ausführungen in der Beschw erde, w ie zusam m enfassend festzustellen ist, die Schlussfolgerungen in der angefochtenen Verfügung nicht um zustossen verm ögen, dass es dem Beschw erdeführer som it nicht gelingt, die Flüchtlingseigenschaft nachzu- w eisen oder zum indest glaubhaft zu m achen, w eshalb das Bundesam t sein Asylgesuch zu R echt abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG ), vorlie- gend der Kanton keine Aufenthaltsbew illigung erteilt hat und der Beschw erdeführer zu- dem keinen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat (vgl. EM AR K 2001 N r. 21), w es- halb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und dem nach vom Bundesam t zu R echt angeordnet w urde, dass das Bundesam t, ist der Vollzug nicht zulässig, nicht zum utbar oder nicht m öglich, das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern regelt (Art. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landes- rechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, da die Flüchtlingseigenschaft nicht besteht und keine Anhaltspunkte für eine m enschenrechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die dem Beschw erdeführer in seinem H eim at- oder H erkunftsstaat droht (Art. 14a Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Auslän- der (AN AG , SR 142.20), dass sich aus den Akten zudem keine konkreten Anhaltspunkte ergeben, aufgrund derer allenfalls geschlossen w erden könnte, der Beschw erdeführer gerate im Falle der R ück- kehr in seinen H eim atstaat aus individuellen G ründen w irtschaftlicher, sozialer oder ge- sundheitlicher N atur in eine existenzbedrohende Situation, und zudem in Belarus keine Situation allgem einer G ew alt herrscht, dass der Beschw erdeführer seinen Angaben zufolge in seinem H eim atland über ein fa- m iliäres Beziehungsnetz sow ie aufgrund seiner Ausbildung und Berufserfahrung auch über intakte Aussichten verfügt, sich w ieder in seinem H eim atland zu integrieren (vgl. Protokoll des Transitzentrum s S. 2 f.), dass sich der Vollzug der W egw eisung dam it auch als zum utbar gem äss Art. 14a Abs. 4 AN AG erw eist, dass der Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers in seinen H eim atstaat schliesslich m öglich ist, da keine praktischen H indernisse erkennbar sind, die einer R ückkehr entgegenstehen könnten, und er verpflichtet ist, sich bei der heim atlichen Ver- tretung allenfalls benötigte R eisepapiere zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), dass nach dem G esagten som it keine W egw eisungshindernisse vorliegen und der vom Bundesam t verfügte Vollzug der W egw eisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschw erdeführer dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, sow eit darauf einzutreten ist, dass der Beschw erdeführer in seiner Beschw erdeverbesserung unter anderem auch um unentgeltliche R echtspflege im Sinne von Art. 65 Vw VG und um Verzicht auf die Erhe-6 bung eines Kostenvorschusses ersuchte, dass in der Folge auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet w orden ist, dass die Beschw erdebegehren nach den vorstehenden Erw ägungen als aussichtslos zu qualifizieren sind, w om it es an den m ateriellen Voraussetzungen zur G ew ährung der un- entgeltlichen R echtspflege fehlt und das G esuch um unentgeltliche R echtspflege abzu- w eisen ist, dass im Ü brigen die Bedürftigkeit des Beschw erdeführers im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG nicht ausgew iesen gew esen w äre, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)7 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf eingetreten w ird. 2. D as G esuch um unentgeltliche R echtspflege w ird abgew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu über- w eisen. 4. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer, 2 Expl. (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungsschein; über die H erausgabe der bei der Vorinstanz eingereichten D okum ente ent- scheidet das BFM auf Anfrage) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - die _______ (Beilage: W eissrussischer R eisepass _______) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: M arkus König R udolf Bindschedler Versand am :