<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-06-02-5A_380-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_380/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 2. Juni 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Matthias Fricker, dieser </div> <div class="para">substituiert durch Rechtsanwältin Karin Koch Wick, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Vorsorgliche Massnahme (Regelung persönlicher Verkehr), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts </div> <div class="para">des Kantons Aargau, Zivilgericht, 3. Kammer, </div> <div class="para">vom 3. April 2023 (ZSU.2022.259). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Die rubrizierten Parteien sind die unverheirateten und getrennt lebenden Eltern eines am 12. Februar 2017 geborenen und unter der gemeinsamen elterlichen Sorge stehenden Sohnes. </div> <div class="para">Mit Entscheid vom 29. April 2021 übertrug das Familiengericht U.________ die Obhut der Mutter, unter Regelung des Besuchsrechts des Vaters und Errichtung einer Beistandschaft. Am 30. November 2021 erging ein weiterer Entscheid. </div> <div class="para">Auf Gesuch des Beistandes hin sistierte das Familiengericht das Besuchsrecht mit Verfügung vom 19. Juli 2022 einstweilen. Nach Durchführung einer Verhandlung regelte das Familiengericht mit vorsorglichem Massnahmeentscheid vom 29. September 2022 die Situation dahingehend, dass es die Sistierung aufhob, einen schrittweisen Wiederaufbau des Kontaktrechtes anordnete, den Übergabeort bestimmte, den Aufgabenbereich des Beistandes anpasste und den Parteien verschiedene Weisungen erteilte (betreffend Kommunikation, angemessene Wortwahl, Besuch eines Kurses). </div> <div class="para">Die hiergegen erhobene Berufung (inkl. Ausstandsgesuch) wies das Obergericht des Kantons Aargau mit ausführlichem Entscheid vom 3. April 2023 ab. </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 15. Mai 2023 (Eingang: 22. Mai 2023) wendet sich der Vater an das Bundesgericht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde in Zivilsachen ist ein reformatorisches Rechtsmittel (<span class="artref">Art. 107 Abs. 1 BGG</span>) und hat deshalb Begehren in der Sache zu enthalten (<span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer verlangt: "1. Ablehnung und Revision des Entscheids vom 3. April 2023 des OG. 2. Ausstand des gesamten Gerichtes U.________ mit der gesamten JEFB U.________ wegen Befangenheit. 3. Neubeurteilung des gesamten Falles anhand jahrelangen Betrugs der JEFB als Beistand. 4. Fristerstreckung, Beweiseinbringung. 5. Parteientschädigung." </div> <div class="para">Soweit die Begehren überhaupt den durch die Anordnungen des Entscheides vom 29. September 2022 umschriebenen Anfechtungsgegenstand beschlagen, ist nicht ersichtlich, welche konkreten Änderungen diesbezüglich angestrebt werden. Mithin scheitert die Beschwerde bereits daran. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Im Übrigen geht es um eine vorsorgliche Massnahme. Diesbezüglich kann nur die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (<span class="artref">Art. 98 BGG</span>). Es gilt somit das strenge Rügeprinzip im Sinn von <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>. Das bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und soweit möglich belegte Rügen prüft, während es auf ungenügend begründete Rügen und appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid nicht eintritt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=21.05.2023&amp;to_date=09.06.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-244%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page244">BGE 134 II 244</a> E. 2.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=21.05.2023&amp;to_date=09.06.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">142 III 364</a> E. 2.4). </div> <div class="para">Diesen Begründungsanforderungen wird die Eingabe nicht ansatzweise gerecht. Die Ausführungen bleiben rein appellatorisch, sind weitgehend polemisch und bestehen zum grössten Teil aus Vorwürfen, die ausserhalb des möglichen Anfechtungsgegenstandes liegen (Kritik am eigenen Anwalt, der angeblich die Gegenseite unterstützt haben soll und schliesslich das Mandat niederlegte; Pauschalkritik an der vorsitzenden Oberrichterin, die sich nur um die Eingaben der Gegenseite kümmere, vertusche und manipuliere). Soweit sinngemäss eine Befangenheit der erstinstanzlichen Gerichtsmitglieder geltend gemacht wird, läge dies innerhalb des möglichen Anfechtungsgegenstandes; allerdings bleiben die Ausführungen, soweit sie verständlich sind, auch hier appellatorisch und erschöpfen sich in allgemeiner Polemik. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten mangelt es an hinreichenden Begehren und erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 3. Kammer, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 2. Juni 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>