A bteilung III C -692/2006 {T 0/2} U rteil vom 3. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter Antonio Im oberdorf (Kam m erpräsident); R ichterin Elena Avenati-C arpani; R ichterin R uth Beutler; G erichtsschreiberin Evelyne Sturm . Z._______, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend Verw eigerung der Einreisebew illigung in B ezug auf A ._______, B ._______ und C ._______. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Am 12. Juli 2005 ersuchten die pakistanischen Staatsangehörigen A._______, geboren 1965 (nachfolgend: G esuchstellerin 1), ihre Tochter B._______, geboren [...] 1987 (nachfolgend: G esuchstellerin 2), und ihr Sohn C ._______, geboren [...] 1990 (nachfolgend: G esuchsteller 3), bei der Schw eizerischen Botschaft in Islam abad um eine Einreisebew illigung für einen einm onatigen Besuchsaufenthalt bei ihrem im Kanton St. G allen w ohnhaften Ehem ann bzw . Vater. D ie Auslandvertretung verw eigerte die beantragten Visa vorerst form los und überm ittelte anschliessend die G e- suche der Vorinstanz zum form ellen Entscheid. B. N achdem die Vorinstanz beim kantonalen Ausländeram t ergänzende Aus- künfte eingeholt hatte, lehnte sie die Einreisebegehren m it Verfügung vom 17. August 2005 ab. Zur Begründung w urde im W esentlichen ausgeführt, die anstandslose und fristgerechte W iederausreise könne angesichts der w irtschaftlichen und soziokulturellen Lage im H erkunftsland nicht als ge- sichert betrachtet w erden. Viele Landsleute w ürden versuchen ihren Auf- enthalt in der Schw eiz unter Ausschöpfung säm tlicher rechtlicher M ittel zu verlängern und sich so eine verm eintlich bessere Zukunft aufzubauen. Ausserdem w ürden keine G ründe vorliegen, w elche eine Einreise trotzdem zw ingend notw endig erscheinen liessen. C . M it Beschw erde vom 16. Septem ber 2005 an das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) beantragt der Ehem ann bzw . Vater, Z._______ (nachfolgend: Beschw erdeführer oder R ekurrent), sinngem äss die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Erteilung der Besuchervisa oder um Bew illigung von aufeinanderfolgenden Be- suchsaufenthalten. Im W esentlichen bringt er zur Begründung vor, seine Ehefrau und die Kinder w ürden in m ittelständischen Verhältnissen in einer G rossfam ilie leben. D ie beiden Kinder besuchten das C ollege bzw . die H igh School und hätten Ausbildungsziele, w elche auf Pakistan ausge- richtet seien. Bei einem Verbleib in der Schw eiz hätten sie folglich m it einem Zeitverlust zu rechnen, bis sie die Ausbildung in der Schw eiz nach- geholt hätten. Ferner führt der Beschw erdeführer an, er könne m it seinen R im essen seiner Fam ilie in Pakistan ein w eit kom fortableres Lebensniveau bieten, als w enn sie in die Schw eiz käm e, w o sie w eder Aussichten auf Asylgew ährung noch auf eine vorläufige Aufnahm e hätten. Schliesslich rügt der Beschw erdeführer, die vorinstanzliche Verfügung berücksichtige die individuell-konkreten Verhältnisse der G esuchsteller nicht. D . D er Beschw erdeführer reicht am 11. O ktober 2005 unaufgefordert erneut eine Eingabe ein, m it w elcher er w iederholt um die Aufhebung der vor- instanzlichen Verfügung ersucht. U nter anderem bringt er vor, er habe ge- m äss den G arantien der Europäischen M enschenrechtskonvention ein R echt darauf, dass seine Fam ilie ihn besuche. Er selber könne sie aus verschiedenen G ründen sow ie aufgrund religiöser, politischer und persön-3 licher U m stände nicht in Pakistan treffen. Schliesslich fügt er an, er w ürde unter der Trennung von seiner Fam ilie leiden. E. In ihrer Vernehm lassung vom 26. O ktober 2005 beantragt die Vorinstanz die Abw eisung der Beschw erde und führt an, die G esuchstellerin 1 verfüge über keine Verpflichtungen in ihrem H eim atland, sondern lebe getrennt von ihrem Ehegatten in einem Fam ilienverbund. D er Beschw erdeführer selbst sei 1990 in die Schw eiz eingereist und habe dam als um Asyl er- sucht. D as R isiko sei dem nach gross, dass im Falle einer Einreise die rest- lichen Fam ilienm itglieder die gleichen G ründe geltend m achen könnten. D ie G esuchstellerin 1 w äre denn auch ohne W eiteres bereit, den Fam ilien- verbund zu vernachlässigen oder aufzugeben, w ie dies das Asylgesuch des Beschw erdeführers deutlich zeige. Ein ähnliches Begehren der G e- suchstellerin 1 sei zudem bereits in früheren Jahren abgew iesen w orden. Im Ü brigen besitze der Beschw erdeführer einen pakistanischen R eise- pass, w elcher es ihm erm öglichen w ürde, seine Angehörigen im Ausland zu besuchen. F. D er Beschw erdeführer führt in seiner R eplik vom 2. D ezem ber 2005 die bisherigen Einw ände an und bringt ergänzend vor, w eder seine Frau noch seine Fam ilie hätten ein früheres Einreisegesuch gestellt. Ferner sei es ihm w egen seiner Arbeit und seiner W ohnung nicht einfach m öglich, sich w ährend zw ei bis drei M onaten im Ausland aufzuhalten und seine Fam ilie zu besuchen. Schliesslich versichere er, dass die Fam ilie fristgerecht Aus- reisen w erde. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Verfügungen des Bundesam tes für M igration (BFM ) betreffend Einreise- verw eigerung unterliegen der Beschw erde an das Bundesverw altungs- gericht (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Auf- enthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20], Art. 31 ff. des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). D essen U rteil ist entgültig (Art. 1 Abs. 2 VG G i.V.m . Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t die bei Inkrafttreten des Verw al- tungsgerichtsgesetzes bei Eidgenössischen R ekurs- oder Schieds- kom m issionen oder bei Beschw erdediensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 VG G ). D em nach richtet sich das Verfahren nach den Be- stim m ungen des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Ver- w altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) sow eit das Verw altungsgerichts- gesetz nichts anderes bestim m t (vgl. Art. 37 VG G ). 1.3 D er Beschw erdeführer ist als Ehem ann bzw . Vater und G astgeber gem äss Art. 20 Abs. 2 AN AG i.V.m . Art. 48 Vw VG zur Beschw erdeführung le-4 gitim iert. Auf die frist- und form gerechte Beschw erde ist daher einzutreten (Art. 49 – 52 Vw VG ). 2. M it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Ü berschreitung oder M issbrauch des Er- m essens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb- lichen Sachverhaltes sow ie die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 49 Vw VG ). D as Bundesverw altungsgericht w endet im Beschw erdeverfahren das Bundesrecht von Am tes w egen an. Es ist gem äss Art. 62 Abs. 4 Vw VG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann die Beschw erde auch aus anderen als den geltend gem achten G ründen gutheissen oder abw eisen. M assgebend ist grundsätzlich die Sach- und R echtslage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. U rteile des Bundesver- w altungsgerichts C -389/2006 E. 2 vom 4. Juni 2007 E. 2, C -81/2006 vom 13. M ärz 2007 E. 3 [m it H inw eisen]). 3. 3.1 Ausländer/-innen sind zur Anw esenheit in der Schw eiz berechtigt, w enn sie eine Aufenthalts- oder N iederlassungsbew illigung besitzen oder w enn sie keiner solchen bedürfen (vgl. Art. 1a AN AG ). D ie Behörde entscheidet, im R ahm en der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge m it dem Aus- land, nach freiem Erm essen über die Bew illigung von Aufenthalt oder N ie- derlassung (Art. 4 AN AG ). D aher räum t das schw eizerische R echt w eder einen Anspruch auf Einreise noch auf Erteilung eines Visum s ein (vgl. PETER U EBER SA X, Einreise und Anw esenheit, in: Peter U ebersax/Peter M ünch/Thom as G eiser/M artin Arnold, Ausländerrecht, Ausländerinnen und Ausländer im öffentlichen R echt, Privatrecht, Steuerrecht und Sozialrecht der Schw eiz, Basel/G enf/M ünchen 2002, S. 143). D em behördlichen Er- m essen steht som it im Falle der Erteilung einer Einreisebew illigung ein w eiterer Spielraum offen als beispielsw eise bei der Verlängerung einer all- m ählich den Vertrauensschutz verfestigenden Anw esenheitserlaubnis. D ies gilt auch für die Beurteilung von Einreiseersuchen zur Anw esenheit von bis zu drei M onaten, die bew illigungsfrei, aber unter U m ständen vi- sum pflichtig sind (vgl. Art. 2 Abs. 1 AN AG i.V.m den nachstehenden Vi- sum sbestim m ungen). 3.2 D as Visum w ird verw eigert, w enn die Ausländerin oder der Ausländer die Einreisevoraussetzungen nach Art. 1 der Verordnung vom 14. Januar 1998 über Einreise und Anm eldung von Ausländerinnen und Ausländer (VEA, SR 142.211) nicht erfüllt (vgl. Art. 14 Abs. 1 VEA). So m üssen Personen, die in die Schw eiz reisen m öchten, unter anderem G ew ähr bieten, dass sie fristgerecht w ieder ausreisen w erden (Art. 1 Abs. 2 Bst. c. VEA). 3.3 D ie beiden G esuchstellerinnen sow ie der G esuchsteller können sich auf keine Ausnahm eregelung berufen und unterliegen aufgrund ihrer N ationa- lität den Visum sbestim m ungen (vgl. Art. 1-5 VEA). Für die Prüfung, ob das Kriterium der gesicherten W iederausreise erfüllt ist, m uss ein zukünftiges Verhalten beurteilt w erden. D azu lassen sich in der R egel keine gesicher- ten Feststellungen, sondern lediglich Voraussagen m achen. D abei sind säm tliche U m stände des konkreten Einzelfalles zu w ürdigen.5 4. 4.1 D er Beschw erdeführer bringt vor, die Berufung auf die Zuw anderung aus der H erkunftsregion seiner Fam ilie und die Berücksichtigung der w irtschaftlichen und soziokulturellen Lage Pakistans seien zu pauschali- siert, w eshalb sie für die Beurteilung nicht herangezogen w erden dürften. D ie Berücksichtigung der allgem einen Lage im H erkunftsland sow ie der Zuw anderungssituation ergibt sich jedoch im plizit aus Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA, können daraus doch Anhaltspunkte zur Beurteilung der fristge- rechten W iederausreise gew onnen w erden. Insbesondere Einreisegesuche von Bürgerinnen und Bürgern aus Staaten beziehungsw eise R egionen m it politisch oder w irtschaftlich vergleichsw eise ungünstigen Verhältnissen können darauf hindeuten, dass die persönliche Interessenlage in solchen Fällen nicht m it dem Ziel und Zw eck einer zeitlich befristeten Einreisebe- w illigung in Einklang steht. 4.2 D ie pakistanische W irtschaft konnte zw ar in den vergangenen Jahren ein beachtliches W achstum verzeichnen. Allerdings zählt Pakistan w eiterhin zu den Länder m it niedrigen Einkom m en. Trotz der eingeleiteten R eform en zur Arm utsbekäm pfung und zur Schaffung von Arbeitsplätzen bleibt diesbezüglich ein grosser H andlungsbedarf bestehen. Zudem ist die innenpolitische Lage angespannt. D abei hat sich in jüngster Zeit insbeson- dere die Konfrontation zw ischen R egierung und O pposition verschärft, w as zu verschiedenen gew alttätigen Auseinandersetzungen führte (vgl. Länder- und R eiseinform ationen auf der W ebsite des Ausw ärtigen Am tes, Länder- und R eiseinform ationen > Pakistan > W irtschaft, Staatsaufbau/Innenpolitik, <http://w w w .ausw aertiges-am t.de>, besucht am 16. Juli 2007; Background N ote auf der W ebsite des U .S. D epartm ent of State > C ountries > Back- ground N otes > Pakistan, <http://w w w .state.gov/, besucht am 17. Juli 2007; Länderbericht Pakistan auf der W ebsite des Staatssekretariats für W irtschaft (SEC O ), Them en > Aussenw irtschaft > Länderinform ationen > Asien/O zeanien > Pakistan, <http://w w w .seco.adm in.ch>, besucht am 16. Juli 2007). 4.3 Vor diesem H intergrund und unter Berücksichtigung, dass die Bereitschaft auszuw andern, erfahrungsgem äss dort begünstigt w ird, w o bereits Ver- w andte oder Bekannte im Ausland leben, ist die Beurteilung der Vorin- stanz, die das R isiko einer nicht fristgerechten W iederausreise als relativ hoch einschätzte, nicht zu beanstanden. Es w äre jedoch zu schem atisch und nicht haltbar generell und ohne spezifische Anhaltspunkte aus- schliesslich aufgrund der allgem einen Lage im H erkunftsland auf eine nicht hinreichend gesicherte W iederausreise zu schliessen. D ie eben genannten U m stände entbinden daher die Vorinstanz nicht von einer einzelfallbezo- genen Beurteilung. N am entlich können berufliche, gesellschaftliche oder fam iliäre Verpflichtungen die Prognose einer anstandslosen W iederaus- reise begünstigen. W ie unter Ziff. 2 ausgeführt, sind dabei die Verhältnisse zum Zeitpunkt des Entscheides m assgebend.6 5. 5.1 W ie sich aus den vorinstanzlichen Akten ergibt, sind die drei G esuchsteller in K._______ im D istrikt G ujrat w ohnhaft. D ie 42-jährige G esuchstellerin 1 ist nach eigenen Angaben H ausfrau. D ie G esuchstellerin 2 und der G esuchsteller 3 besuchen das C ollege bzw . die H igh School. In seiner R echtsm itteleingabe vom 16. Septem ber 2005 führt der Beschw erdeführer zudem aus, seine Frau und die beiden Kinder w ürden in einer G rossfam ilie zusam m en m it den G rosseltern väterlicherseits und je einem O nkel m ütter- licher- und väterlicherseits leben. D er Beschw erdeführer bezeichnet die Verhältnisse seiner Fam ilie als m ittelständisch, zum al der G rossvater eine ertragreiche Tankstelle besitzen w ürde. 5.2 Entgegen den Ausführungen in der Vernehm lassung der Vorinstanz, kann alleine aufgrund der Tatsache, dass der R ekurrent im Jahre 1990 sein H eim atland verliess und in der Schw eiz ein Asylgesuch einreichte, nicht gefolgert w erden, seine Ehefrau sei - nunm ehr 17 Jahre später - ebenfalls ohne W eiteres bereit, den Fam ilienverbund zu verlassen bzw . die rest- lichen Fam ilienm itglieder könnten die gleichen G ründe geltend m achen. Eine solche Schlussfolgerung w ürde den zeitlichen U m ständen nicht aus- reichend R echnung tragen. Sow eit die Vorinstanz zudem ein früher abge- w iesenes Einreisebegehren der G esuchstellerin 1 zur Begründung der nicht gesicherten W iederausreise anführt, kann ihr ebenfalls nicht gefolgt w erden. D enn aus den Akten geht nicht hinreichend hervor, dass sich das im Jahre 1997 gestellte Einreisebegehren tatsächlich auf die G esuch- stellerin 1 bezieht, lassen doch inbesondere die Angaben des dam aligen Visum santrages zum Zivilstand und hinsichtlich des G astgebers Zw eifel an der Identität m it der G esuchstellerin 1 aufkom m en, w ar diese doch dam als bereits eine verheiratete M utter und nicht ledig. D er Beschw erdeführer erklärt denn auch, seine Frau habe bisher keinen Visum santrag gestellt. W ie es sich dam it verhält, kann jedoch offen gelassen w erden, w eil auch Einreisebegehren, die zu einem früheren Zeitpunkt gestellt w urden, die Vorinstanz nicht davon entbinden, ein nachfolgendes G esuch erneut nach den in Ziff. 4.3 genannten G esichtspunkten zu prüfen. 5.3 D ie Ausführungen des Beschw erdeführers zu den fam iliären Verhältnissen der G esuchsteller erscheinen zw ar angesichts seiner im Asylverfahren ge- m achten Aussagen teilw eise als fraglich. D am als erklärte er, sein Vater sei 1989 verstorben und sein Bruder sei im gleichen Jahr verschollen. In seiner R echtsm itteleingabe bringt er hingegen vor, seine Kinder w ürden zusam m en m it dem G rossvater und O nkel väterlicherseits in einem Fa- m ilienverbund w ohnen. Selbst w enn sich indessen die fam iliären Verhältnisse seit den Aussagen im Asylverfahren veränderten haben und die G esuchsteller in einer G rossfam ilie leben, w om it durchaus gew isse fam iliäre Verpflichtungen im H eim atland bestehen dürften, bilden diese angesichts der allgem ein schw ierigen Situation in Pakistan (vgl. Ziff. 4.2) keine ausreichende G arantie für die anstandslose und fristgerechte W iederausreise der G esuchsteller. Zw ar leben die G esuchsteller seit 1990 vom Beschw erdeführer getrennt, w as für eine gew isse Verw urzelung im H eim atland spricht. W esentliche Bedeutung kom m t jedoch in solchen 7 Konstellationen regelm ässig den w irtschaftlichen Verhältnissen zu, in denen sich die G esuchsteller befinden. In diesem Zusam m enhang ver- w eist der Beschw erdeführer auf die Einkünfte der Fam ilie aus dem Betrieb einer Tankstelle, indessen geht keiner der G esuchsteller einer Erw erbs- tätigkeit nach. Zudem benötigt die Fam ilie für ihren Lebensstandard die Ü berw eisungen des R ekurrenten, w as auf eine gew isse w irtschaftliche Ab- hängigkeit schliessen lässt. D ie fristgerechte W iederausreise kann ange- sichts der w irtschaftlichen Verhältnisse der Fam ilie daher nicht als hin- reichend gesichert erachtet w erden. D aran verm ag auch der U m stand nichts zu ändern, dass die Ausbildungsziele der G esuchstellerin 2 und des G esuchstellers 3 auf Pakistan ausgerichtet sein sollen, haben sie sich doch noch keine Existenz aufgebaut, die - über die schulischen Pflichten hinaus - auf w eitere Verpflichtungen im H eim atland schliessen lassen. 5.4 D ie persönliche Situation der drei G esuchsteller bietet daher keine aus- reichende G ew ähr für eine fristgerechte W iederausreise nach erfolgtem Besuchsaufenthalt in der Schw eiz. D iese Prognose bleibt zudem vom Er- suchen des Beschw erdeführers, den G esuchstellern nacheinander die Ein- reise zu bew illigen, unbeeinflusst. Ebenso w enig w ird diese Beurteilung durch die Zusicherung des R ekurrenten begünstigt, seine Fam ilie w erde die Schw eiz fristgerecht verlassen. Eine solche Zusicherung ist rechtlich nicht durchsetzbar, w eil der Beschw erdeführer nicht verpflichtet w erden kann, seine G äste zum Verlassen der Schw eiz anzuhalten, w eshalb aus- schliesslich die Verhältnisse der gesuchstellenden Personen G ew ähr für eine fristgerechte und anstandslose W iederausreise bieten m üssen (vgl. U rteile des Bundesverw altungsgerichts C -1000/2006 E. 4.5 vom 4. Juni 2007 sow ie C -778/2006 E. 5 vom 9. M ai 2007). 6. 6.1 Sow eit der Beschw erdeführer eine Verletzung der Bundesverfassung, der Europäischen M enschenrechtskonvention und des schw eizerischen Zivil- gesetzes rügt, gilt es vorliegend zu prüfen, ob die Einreiseverw eigerung das Interesse des R ekurrenten und der G esuchsteller an einem von staat- lichen Eingriffen ungestörten Fam ilienleben verletzt, w elches in all- gem einer W eise von Art. 13 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) und Art. 8 der Kon- vention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N o- vem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) geschützt w ird. 6.2 D er Schutzbereich des Fam ilienlebens im Sinne der genannten N orm en um fasst einerseits Konstellationen, in denen es um die Anw esenheits- regelung bzw . den Aufenthaltsanspruch von Fam ilienm itgliedern geht. An- dererseits w erden aber auch Situationen abgedeckt, die keinen Zu- sam m enhang m it einem Anw esenheitsanspruch haben (dazu M AR TIN BER TSC H I/TH O M AS G ÄC H TER , D er Anw esenheitsanspruch aufgrund der G a- rantien des Privat- und Fam ilienlebens, Schw eizerisches Zentralblatt für Staats- und Verw altungsrecht [ZBL], 2003, S. 241). So kann auch die Pflege eines persönliches Kontaktes zw ischen Fam ilienm itgliedern im R ah-8 m en von Besuchsaufenthalten in den Schutzbereich von Art. 8 EM R K fallen (vgl. U rteil des Bundesgerichts 2A.10/2001 vom 11. M ai 2001 E. 2b). 6.3 Selbst w enn jedoch die fam iliären Beziehungen trotz des U m standes, dass der R ekurrent seit 17 Jahren von seiner Fam ilie getrennt lebt, vom Schutz- bereich des Fam ilienlebens erfasst w ären, garantiert die EM R K bzw . die BV indessen kein R echt auf Einreise oder auf ein Fam ilienleben an einem bestim m ten O rt (vgl. BG E 130 II 281 E. 3.1 [m it H inw eisen]; ferner STEPH AN BR EITEN M O SER , in: Bernhard Ehrenzeller/Philippe M astronardi/ R ainer J. Schw eizer/Klaus A. Vallender, D ie schw eizerische Bundesverfassung, Zürich/Basel/G enf 2002, Kom m entar zu Art. 13 BV, N . 25; AR TH U R H AEFLIG ER /FR AN K SC H Ü R M AN N , D ie Europäische M enschenrechtskonvention und die Schw eiz, D ie Bedeutung der Konvention für die schw eizerische R echtspraxis, 2. Aufl., Bern 1999, S. 261). Ein Eingriff in den Schutz- bereich des Fam ilienlebens liegt daher grundsätzlich erst vor, w enn sich die Betroffenen überhaupt nirgends treffen könnten und der persönliche Kontakt deshalb nur in der Schw eiz m öglich w äre. D ie Visum sver- w eigerung w ürde folglich erst dann zu einem Eingriff führen, w enn dem Beschw erdeführer R eisen ins Ausland generell oder zum indest noch w ährend längerer Zeit verw ehrt w ären und dam it der Kontakt zu seiner Fam ilie verunm öglicht w ürde. W ie die Vorinstanz ausführt, besitzt der Be- schw erdeführer jedoch ein R eisedokum ent, w elches ihm erm öglichen w ürde, den Kontakt zu den G esuchstellerin im Ausland zu pflegen. U n- beachtlich sind diesbezüglich die Vorbringen des Beschw erdeführers, er könne aus politischen, religiösen und persönlichen G ründen nicht in sein H eim atland reisen, denn es bestehen keine H inw eise dafür, dass sich die Fam ilie nicht auch in einem D rittstaat treffen könnte. D er Beschw erde- führer m acht zw ar geltend, aufgrund seiner Arbeit bzw . seiner W ohnung nicht für zw ei oder drei M onate ins Ausland reisen zu können, dies schliesst jedoch kürzere Aufenthalte und dam it den Kontakt zu den G e- suchstellern nicht generell aus. D eshalb stellt die Einreiseverw eigerung in Bezug auf die drei G esuchsteller som it keinen Eingriff in den Schutz- bereich des Fam ilienlebens dar. 7. 7.1 Aus diesen G ründen ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das öffentliche Interesse sow ie die Beachtung der geltenden Be- stim m ungen entsprechend gew ichtete und den drei G esuchstellern die Einreise verw eigerte. D ie angefochtene Verfügung ist som it im Lichte von Art. 49 Vw VG nicht zu beanstanden. 7.2 D ie Beschw erde ist som it abzuw eisen und die Verfahrenskosten sind dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 1 und Art. 2 sow ie Art. 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]).9 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.- w erden dem Beschw erdeführer aufer- legt. Sie sind durch den am 12. O ktober 2005 geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (eingeschrieben) - der Vorinstanz (eingeschrieben, Beilage: Akten R ef-N r. [...] und [...] retour) D er Kam m erpräsident: D ie G erichtsschreiberin: A. Im oberdorf E. Sturm Versand am :