<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2002.00035</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107079&amp;W10_KEY=13013573&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2002.00035</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.02.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kündigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nichtigkeit einer Kündigung trotz scheinbarer Bedingtheit verneint, weil der wahre Sinn nach Treu und Glauben erkannt werden musste. Das Verwaltungsgericht tritt auf Anträge um Wiederherstellung bzw. Feststellung des Weiterbestehens des Arbeitsverhältnisses grundsätzlich nicht ein (E. 2a). Ist auf das Begehren um Feststellung der Nichtigkeit der Kündigung einzutreten? Offen gelassen (E. 2b). Eine bedingte Kündigung ist nichtig (E. 4a). Die nicht erläuterte Kündigungsverfügung ist nach Treu und Glauben auszulegen (E. 4b). Die vorliegende Kündigung wurde zwar nach dem Wortlaut bedingt ausgesprochen, doch ergab sich der wahre Sinn aus den Umständen (E. 4c-d). Abweisung, sofern einzutreten ist.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLEGUNG">AUSLEGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDINGT">BEDINGT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERLÃUTERUNGEN">ERLÃUTERUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNDIGUNG">KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTIGKEIT">NICHTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TREU UND GLAUBEN">TREU UND GLAUBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFÃGUNG">VERFÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSPRINZIP">VERTRAUENSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEITERBESCHÃFTIGUNG">WEITERBESCHÃFTIGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 18 OR</span><br/><span class="gerade">Art. 335 OR</span><br/><span class="ungerade">§ 74 lit. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 80 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A, wurde vom Stadtrat X auf den 15. November 1996 als Mitarbeiterin in der Sozi­al­abteilung mit einem Pensum von zu­nÃ¤chst 80 % (ab dem 1. September 2000: 70 %) an­gestellt. Ab dem 1. MÃ¤rz 1999 war sie ausschliesslich fÃ¼r die Asylbewerbenden­betreuung zu­stÃ¤ndig; zu ihren Aufgaben gehÃ¶rten unter anderm die Koordination mit kantonalen Stel­len betreffend die Aufnahme von Asylbewerbenden und deren Platzierung, sodann das Be­reit­stellen von UnterkÃ¼nften sowie die administrative, finanzielle und persÃ¶nliche Betreuung der Asylbewerbenden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Dezember 2001 erhielt die Sozialvorsteherin der Stadt X Hinweise, dass A eine Asylbewerberin mit dem HÃ¼ten ihres Sohns D beauftragt habe und dass sie hierbei unkorrekt vorgegangen sei. Im Auftrag der Sozialvorsteherin kon­frontierte die Leiterin der FÃ¼rsorgeabteilung A am 17. Dezember 2001 mit diesen VorwÃ¼rfen. A verteidigte sich im Wesentlichen damit, dass der HÃ¼tedienst eine freiwillige Hand­reichung un­ter Nachbarinnen gewesen und im Ãbrigen seit Sommer 2001 nicht mehr beansprucht worden sei. Nach weiteren AbklÃ¤rungen erstattete der Stadtrat X am 8. Ja­nuar (recte) 2002 bei der Bezirks­anwaltschaft Y Strafanzeige gegen A wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch (Art. 312 des Strafgesetzbuchs [StGB]), NÃ¶tigung (Art. 181 StGB) und Wucher (Art. 157 StGB). Durch VerfÃ¼gung des StadtprÃ¤sidenten vom 21. MÃ¤rz 2002 wurde A mit sofortiger Wirkung bis auf Wider­ruf ihrer Funktion als Asylbewerbendenbetreuerin enthoben und als Mitarbeiterin der Stadtverwaltung freigestellt. Gleichentags beschloss der Stadtrat, gegen sie ein Disziplinar­verfahren im Sinn von Art. 51 f. der Anstellungs- und Besoldungsverordnung der Stadt X vom 26. Oktober 1992 (ABVO) zu erÃ¶ffnen. Im Rahmen des Disziplinarverfahrens wurde A am 17. April 2002 von einer Delegation des Stadtrats zu den materiellen VorwÃ¼rfen angehÃ¶rt. In der AnhÃ¶rung gestand A auch ein, dass ihr eine andere Asylbewerberin im Haushalt geholfen habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 26. April 2002 sprach der Stadtrat X gegenÃ¼ber A eine "[v]orsorgliche ordentliche KÃ¼ndigung" des AnstellungsverhÃ¤ltnisses auf den 31. Juli 2002 mit folgendem Wort­laut aus:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"Im gegen Sie gerichteten Disziplinarverfahren betreffend Amtsmissbrauch in Ihrer Funktion als Asylbewerberbetreuerin haben wir Sie am 17. April 2002 in Anwesenheit Ihres Rechtsanwaltes B angehÃ¶rt. GestÃ¼tzt auf das Ergebnis der AnhÃ¶rung erachten wir eine Fort­setzung der Zusammenarbeit aus sachlichen GrÃ¼nden als nicht mehr mÃ¶glich.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>In Anwendung von Art. 5 der AusfÃ¼hrungsbestimmungen zur ABVO [vom 27. Juli 1993; AB ABVO] sehen wir uns deshalb veranlasst, <i>das Ã¶ffentlich-rechtliche AnstellungsverhÃ¤ltnis mit Ihnen vorsorglich per 31. Juli 2002 zu kÃ¼ndigen</i>.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Die vorsorgliche KÃ¼ndigung tangiert das hÃ¤ngige Disziplinarverfahren nicht, dessen Dauer und Ausgang noch ungewiss sind. Das heisst die KÃ¼ndi­­gung erfolgt ausdrÃ¼cklich unter dem Vorbehalt eines anderslautenden Ent­­scheides im Disziplinarverfahren."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1Tab"><span>Mit Schreiben vom 6. Mai 2002 wandte sich der Rechtsvertreter A's an den von der Stadt X mit der Interessenwahrung beauftragten Rechtsanwalt. Er frag­te unter anderm, wie der Be­griff der "vorsorglichen KÃ¼ndigung" zu verstehen sei und ob es sich eine bedingte oder eine unbedingte KÃ¼ndigung handle, ersuchte um eine BegrÃ¼n­dung der KÃ¼ndigung und bemÃ¤ngelte das Fehlen einer Rechtsmittelbelehrung. Mit Schreiben vom 8. Mai 2002 lieferte der Stadtrat die Rechtsmittelbelehrung nach und entzog einem allfÃ¤lligen Rekurs die aufschiebende Wirkung. Im Auftrag des Stadtrats teilte der Rechtsvertreter der Stadt X dem Rechtsanwalt A's am 10. Mai 2002 mit, dass die KÃ¼ndigungserklÃ¤rung (wenn auch knapp) begrÃ¼ndet worden sei und er­kenn­bar eine unbedingte KÃ¼ndigung erfolgt sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen die VerfÃ¼gung vom 26. April 2002 liess A am 27. Mai 2002 Rekurs an den Bezirksrat Y erheben. Sie liess beantragen, die VerfÃ¼gung sei aufzuheben und festzustellen, dass das AnstellungsverhÃ¤ltnis zwischen den Parteien ungekÃ¼ndigt sei, eventualiter seien ihr eine angemessene EntschÃ¤digung fÃ¼r die ungerechtfertigte KÃ¼ndigung und eine an­gemes­se­ne Abfindung gemÃ¤ss § 26 des Personalgesetzes vom 27. Sep­tember 1998 auszu­richten. Die BegrÃ¼ndung lautete im Wesentlichen, die KÃ¼ndigung sei bedingt ausgesprochen worden und daher nichtig. Weiter handle es sich nicht um eine ordentliche, sondern um eine disziplinarische KÃ¼ndigung; fÃ¼r eine solche seien jedoch die Voraussetzungen nicht gegeben. Schliesslich sei die KÃ¼ndigung unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig und entbehre eines sach­lichen Grundes. Der Be­zirks­rat wies den Rekurs mit Beschluss vom 28. August 2002 ab. In den ErwÃ¤gungen verneinte er das Vorliegen einer beding­ten KÃ¼ndigung; die Voraussetzun­gen einer administrativen Entlassung, die unabhÃ¤ngig vom Disziplinarverfahren zulÃ¤ssig sei, lÃ¤gen vor.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Beschluss liess A am 3. Oktober 2002 Beschwer­de an das Verwal­tungsgericht erheben mit den AntrÃ¤gen, der Beschluss des Bezirksrats Y vom 28. Au­gust 2002 und die VerfÃ¼gung des Stadtrats X vom 26. April 2002 seien unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Stadt X aufzuhe­ben. Dies wurde wiederum wie folgt be­grÃ¼ndet: Die KÃ¼ndigung sei bedingt ausgesprochen worden und daher nichtig; zudem be­ruhe sie nicht auf einem sachlich zureichenden Grund und sei unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Weiter sei der BeschwerdefÃ¼hrerin vor der KÃ¼ndigung keine Be­wÃ¤hrungsfrist eingerÃ¤umt worden; ihr Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r sei verletzt und der Sachverhalt ungenÃ¼gend abge­klÃ¤rt worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat Y teilte am 21. Oktober 2002 den Verzicht auf eine Vernehmlassung mit. Die Stadt X liess in ihrer Beschwerdeantwort vom 4. November 2002 Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Be­schwerdefÃ¼hrerin be­an­tragen. In ihren AusfÃ¼hrungen bestritt sie die Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin und be­grÃ¼ndete die KÃ¼ndigung damit, dass das Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin â nÃ¤mlich die pri­vate BeschÃ¤ftigung von Asylbewerberinnen â geeignet gewesen sei, dem Ansehen der Stadt und dem einwandfreien Funktionieren der Ã¶ffentlichen Ver­waltung Abbruch zu tun.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Strafverfahren gegen die BeschwerdefÃ¼hrerin wurde mit VerfÃ¼gung der Bezirks­­­anwaltschaft Y vom 11. Juli 2002 eingestellt. Mit Beschluss vom 4. Juli 2002 ist die BeschwerdefÃ¼hrerin mittlerweile (ebenfalls auf den 31. Juli 2002) auch disziplinarisch ent­lassen worden; der dagegen gerichtete Rekurs wurde vom Bezirksrat Y bis zum Abschluss des vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Verfahrens sistiert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde richtet sich gegen einen erstinstanzlichen Rekursentscheid des Bezirksrats Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung. Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung zustÃ¤ndig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Laut § 38 Abs. 1 und 2 VRG erledigt das Verwaltungsgericht JustizgeschÃ¤fte, de­ren Streitwert Fr. 20'000.- Ã¼bersteigt, abgesehen von hier nicht greifen­den Ausnahmen in Dreierbesetzung. Als Streitwert gelten bei einem noch andauernden Dienst­verhÃ¤ltnis die kon­troversen BruttobesoldungsansprÃ¼che bis zum Zeitpunkt, wo das Ver­fahren beim Ge­richt hÃ¤ngig wurde, zuzÃ¼glich derjenigen bis zur nÃ¤chstmÃ¶glichen AuflÃ¶sung des Dienstver­hÃ¤ltnisses seitens der beschwerdefÃ¼hrenden Partei (VGr, 23. Oktober 2002, PB.2002.00022, E. 1a, www.vgrzh.ch/rechtsprechung; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Boss­hart/Martin RÃ¶hl, Kom­mentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 5). Diese Praxis ist auch hier anwendbar, wo die Feststellung des Weiterbestehens des ArbeitsverhÃ¤ltnisses beantragt wird und die disziplinarische Entlassung noch nicht rechts­krÃ¤ftig ist. DemgemÃ¤ss betrÃ¤gt der Streitwert im vorliegenden Fall rund Fr. 27'500.-, woraus sich die ZustÃ¤ndigkeit der Kammer ergibt (vgl. Art. 5 AB ABVO).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Vor Verwaltungsgericht verlangt die BeschwerdefÃ¼hrerin einzig die Aufhebung des Beschlusses der Vorinstanz vom 28. August 2002 und der VerfÃ¼gung der Beschwer­­degegnerin vom 26. April 2002. Die vor der Vorinstanz gestellten Even­tualantrÃ¤ge auf EntschÃ¤digung und Abfindung wurden fallen gelassen. Die Beschwerde hat demnach ausschliesslich die Wiederherstellung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses zum Ziel. Dieser Antrag ist jedoch grundsÃ¤tzlich unzulÃ¤ssig, weil das Verwaltungsgericht laut § 80 Abs. 2 VRG â unter Vorbehalt des Verbots der Vereitelung von Bundesrecht â die AuflÃ¶sung eines DienstverhÃ¤ltnisses nicht rÃ¼ckgÃ¤ngig machen und damit von vornherein die ge­wÃ¼nschte Rechtsfolge nicht anordnen kann (vgl. Andreas Keiser, Rechtsschutz im Ã¶ffentlichen Personalrecht nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZBl 99/ 1998, S. 193 ff., 220 f.; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 80 N. 1+6). De</span>r Antrag kann grundsÃ¤tzlich auch nicht als Feststellungsbegehren entgegengenommen werden: Die personalrechtliche Be­schwerde an das Verwaltungsgericht setzt regelmÃ¤ssig voraus, dass der An­trag auf Feststellung der Rechtswidrigkeit der KÃ¼ndigung mit einem entsprechenden Ent­schÃ¤digungs­be­geh­ren verbunden wird, weil das Verwaltungsgericht darÃ¼ber gegebenenfalls im glei­chen Ver­fahren zu befinden hÃ¤tte (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 80 N. 4). <span>Auf die Beschwerde kann daher grundsÃ¤tzlich nicht eingetreten werden (VGr, 25. Oktober 2000, PB.2000.00016, E. 2, www.vgrzh.ch/rechtsprechung [Leitsatz in RB 2000 Nr. 30]; BGr, 8. Mai 2001, 2P.13/2001, E. 3c, www.bger.ch).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) </span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht allerdings gemÃ¤ss der BegrÃ¼ndung der Beschwer­de­­schrift die Nichtigkeit der KÃ¼ndigung geltend. Nach einer in der Lehre geÃ¤us­serten Ansicht ist <span>auf das Begehren um WeiterfÃ¼hrung des ArbeitsverhÃ¤ltnis­ses wegen Nichtigkeit der KÃ¼ndigung trotz der BeschrÃ¤nkung der Entscheidungsbefugnis des Verwal­tungs­ge­richts einzutreten </span>(vgl. Michael Merker, Rechtsmittel, Klage und Normenkontrollverfahren nach dem aargauischen Gesetz Ã¼ber die Verwaltungsrechtspflege [VRPG] vom 9. Juli 1968, ZÃ¼rich 1998, § 59 N 14 f., zur insoweit gleichbedeutenden aargauischen Rege­lung; vgl. weiter Protokoll der Kantonsratskommission betreffend Ãnderung des Verwal­tungs­rechts­pflegegesetzes, 1995/96, S. 135 ff.). Die Frage kann jedoch vorliegend offen blei­ben, da die Nichtigkeit der KÃ¼ndigung zu verneinen ist (vgl. auch VGr, 6. Dezember 2001, PB.2001.00021, E. 1c; 29. August 2001, PB.2001.00011, E. 1b = ZBl 102/2001, S. 581 [beide Entscheide unter www.vgrzh.ch/recht­sprechung]). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">c) <span>Die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen sind erfÃ¼llt; insbesondere ist das schutz­wÃ¼r­dige Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin am vorliegenden Verfahren (§ 80c in Verbindung mit §§ 70 und 21 lit. a VRG) nicht wegen der mittlerweile ausgesprochenen, aber noch nicht rechtskrÃ¤ftigen disziplinarischen Entlassung dahingefallen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die Dauer des AnstellungsverhÃ¤ltnisses und die Disziplinarmassnahmen sind in Art. 47 ff. ABVO normiert. Art. 5 AB ABVO regelt die KÃ¼ndigung des AnstellungsverhÃ¤lt­­nisses. Verfahrensrechte der Angestellten werden nur fÃ¼r das Disziplinarverfahren statu­iert (Art. 51 Abs. 2 und Art. 52 Abs. 2 ABVO). Art. 2 Abs. 1 ABVO sieht vor, dass "die kantonale Beamtenverordnung, die kantonale Angestelltenverordnung und die kantonalen Vollziehungsbestimmungen sinngemÃ¤ss Anwendung" finden, wenn "diese Verordnung und die auf ihr beruhenden AusfÃ¼hrungsbestimmungen keine Regelung" enthalten. EnthÃ¤lt auch das kantonale Recht keine Regelung, sollen nach Art. 2 Abs. 2 ABVO die Bestimmun­gen des Obligationenrechts (OR) als kommunales Recht Anwendung finden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Art. 2 Abs. 1 ABVO verweist ausdrÃ¼cklich auf das frÃ¼here kantonale Recht, nÃ¤mlich die Beamtenverordnung vom 15. Mai 1991 (OS 51, 507), </span>die Angestelltenverordnung <span>vom 26. Juni 1991 (OS 51, 569) sowie die Vollziehungsbestimmungen zur Beamtenverord­­nung vom 17. April 1991 (OS 51, 537; alle drei Erlasse mit zahlreichen spÃ¤teren Ãnderungen). Die genannten Erlasse wurden durch das Personalgesetz vom 27. Sep­tember 1998 und dessen AusfÃ¼hrungserlasse ausser Kraft gesetzt. Ob der Verweis der kommu­nalen Ver­ordnung auf das kantonale Recht starr oder dynamisch ist â ob er also auf das frÃ¼here oder auf das geltende kantonale Recht zu beziehen ist â, kann hier offen bleiben, wie sich aus den folgenden ErwÃ¤gungen ergibt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die KÃ¼ndigung sei nichtig, weil sie bedingt ausgesprochen worden sei. Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin verneinen, dass die KÃ¼ndigung bedingt erfolgt sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Nach Praxis und Lehre zum Obligationenrecht handelt es sich bei der KÃ¼ndigung um ein Gestaltungsrecht. Gestaltungsrechte sind grundsÃ¤tzlich bedingungsfeindlich, weshalb die KÃ¼ndigung vorbehaltlos und unbedingt erklÃ¤rt werden muss, es sei denn, der Eintritt der Bedingung hÃ¤nge allein vom Willen der EmpfÃ¤ngerin bzw. des EmpfÃ¤ngers der Er­klÃ¤­rung ab (vgl. BGE 123 III 246 E. 3 a.A.; JÃ¼rg BrÃ¼hwiler, Kommentar zum Einzelarbeits­­vertrag, 2. A., Bern/Stuttgart/Wien 1996, Art. 335 N. 2a; Manfred Rehbinder, Berner Kommentar, 1992, Art. 335 N. 1 OR). Andernfalls ist die bedingte KÃ¼ndigung "unbeachtlich und wirkungslos", also nichtig (Adrian Staehelin/Frank Vischer, ZÃ¼rcher Kommentar, 1996, Art. 335 N. 5 OR; Andreas von Tuhr/Hans Peter, Allgemeiner Teil des Schweizerischen Obligationenrechts, Bd. I, 3. A., ZÃ¼rich 1979, S. 225). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Bei Unklarheit wird nach der privatrechtlichen Praxis und Lehre die ErklÃ¤rung zulasten der erklÃ¤renden Partei ausgelegt (Peter MÃ¼nch in: Thomas Geiser/Peter MÃ¼nch [Hrsg.], Stellenwechsel und Entlassung, Basel/Frankfurt a.M. 1997, Rz. 1.16; Staehelin/Vischer, Art. 335 N. 4; beide mit weitern Hinweisen). Soweit nicht feststeht, dass die empfangende Partei die ErklÃ¤rung tatsÃ¤chlich so verstanden hat, wie sie von der erklÃ¤renden gemeint war, hat die Auslegung nach dem Vertrauensprinzip zu erfolgen. Danach ist mass­gebend, wie die ErklÃ¤rung nach den UmstÃ¤nden, welche die empfangende Partei im Zeitpunkt des Empfangs kannte oder hÃ¤tte kennen sollen, korrekterweise zu verstehen war, d.h. wie eine vernÃ¼nftige und korrekte Partei die ErklÃ¤rung in guten Treuen verstehen durf­te und musste (von Tuhr/Peter, S. 286 f.). Auch das spÃ¤tere Verhalten der Parteien kann von Bedeutung sein um festzustellen, wie die ErklÃ¤rung zur Zeit ihrer Abgabe verstanden wurde bzw. verstanden werden musste (vgl. auch Peter JÃ¤ggi/Peter Gauch, ZÃ¼rcher Kommen­tar, 1980, Art. 18 N. 308+417 OR; Wolfgang Wiegand, Basler Kommentar, 1996, Art. 18 N. 29 OR).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Die Unklarheit, UnvollstÃ¤ndigkeit, Zweideutigkeit und WidersprÃ¼chlichkeit Ã¶ffentlich-rechtlicher VerfÃ¼gungen kann auf dem Weg der ErlÃ¤uterung ausgerÃ¤umt werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 21; vgl. auch § 162 des Gerichtsverfassungs­­gesetzes vom 13. Juni 1976). Die MÃ¶glichkeit der ErlÃ¤uterung zeigt auf, dass bei unklaren VerfÃ¼gungen grundsÃ¤tzlich die authentische Auslegung durch die BehÃ¶rde vorbehal­ten bleiben soll (vgl. auch Robert Hauser/Erhard Schweri, Kommentar zum zÃ¼rcherischen Gerichtsverfassungsgesetz, ZÃ¼rich 2002, § 162 N. 4). Anderseits gehen Praxis und Lehre auch im Ã¶ffentlichen Recht davon aus, dass bei der Auslegung behÃ¶rdlicher ErklÃ¤rungen und VerfÃ¼gungen der Grundsatz von Treu und Glauben zu beachten ist, laut dem einer WillensÃ¤usserung der Sinn zu geben ist, den ihr die empfangende Partei aufgrund der UmstÃ¤nde, die dieser im Zeitpunkt des Empfangs bekannt waren oder hÃ¤tten bekannt sein mÃ¼ssen, in guten Treuen beilegen durfte und musste (BGE 113 Ib 318 E. 3a, 108 V 232 E. 2b; RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungs­­band, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 74 B V a; Beatrice Weber-DÃ¼rler, Vertrauensschutz im Ã¶ffentlichen Recht, Basel/Frankfurt a.M. 1983, S. 40 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Frage der authentischen Auslegung durch eine ErlÃ¤uterungsverfÃ¼gung stellt sich im vorliegenden Fall nicht. Obwohl das Schreiben des Rechtsanwalts der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 6. Mai 2002 als ErlÃ¤uterungsbegehren hÃ¤tte entgegengenommen werden kÃ¶nnen, wurde keine ErlÃ¤uterungsverfÃ¼gung erlassen; insbesondere stellt das Schreiben des Rechtsvertreters der Beschwerdegegnerin vom 10. Mai 2002 klarerweise keine solche dar. Eine authentische Auslegung der fraglichen KÃ¼ndigung liegt demnach nicht vor. AllfÃ¤llige damit zusammenhÃ¤ngende Besonderheiten der Auslegung von VerfÃ¼gun­gen im Ã¶ffentlichen Recht spielen deshalb vorliegend keine Rolle; die streitige KÃ¼ndigung ist â wie die KÃ¼ndigung eines privatrechtlichen ArbeitsverhÃ¤ltnisses â anhand des Grundsatzes von Treu und Glauben zu interpretieren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die KÃ¼ndigung vom 26. April 2002 wurde als "[v]orsorgliche ordentliche KÃ¼ndi­gung" bezeichnet. Es wurde festgestellt, dass diese KÃ¼ndigung das hÃ¤ngige Disziplinarverfahren nicht tangiere, dessen Dauer und Ausgang noch ungewiss seien, und hinzugefÃ¼gt: "Das heisst die KÃ¼ndigung erfolgt ausdrÃ¼cklich unter dem Vorbehalt eines anderslautenden Entscheides im Disziplinarverfahren".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdegegnerin wÃ¼nschte laut ihrer Rekursantwort mit der umstrittenen For­­mulierung zum Ausdruck zu bringen, dass sie das ArbeitsverhÃ¤ltnis wegen des gestÃ¶rten VertrauensverhÃ¤ltnisses auf jeden Fall beenden, sich jedoch vorbehalten wolle, trotz der KÃ¼ndigung das Disziplinarverfahren fortzufÃ¼hren und allenfalls Disziplinarmassnahmen, namentlich die fristlose KÃ¼ndigung oder sogar eine rÃ¼ckwirkende sofortige Entlassung, zu verhÃ¤ngen. In der Beschwerdeschrift macht sie ergÃ¤nzend geltend, dies sei fÃ¼r die Beschwer­defÃ¼hrerin klar erkennbar gewesen. Diese Interpretation wird auch von der Vorinstanz vertreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es steht ausser Zweifel, dass die Beschwerdegegnerin der KÃ¼ndigung den Sinn geben wollte, den sie ihr in der Rekurs- und der Beschwerdeschrift zumisst: Sie hat, seit ihr das Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin bekannt wurde, stets konsequent gehandelt (Erstattung der Strafanzeige, Einleitung des Disziplinarverfahrens, VerhÃ¤ngung vorsorglicher Mass­nahmen in der Form von Freistellung und Hausverbot, schliesslich disziplinarische Ent­lassung der BeschwerdefÃ¼hrerin ohne Wahrung der ordentlichen KÃ¼ndigungsfrist). Sie hat sich auch stets gleichlautend zum Sinn der KÃ¼ndigung geÃ¤ussert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Da die BeschwerdefÃ¼hrerin dem KÃ¼ndigungsschreiben einen andern Sinn entnimmt, ist massgebend, wie sie dieses als vernÃ¼nftige und korrekte EmpfÃ¤ngerin in guten Treuen verstehen durfte und musste.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin erwÃ¤hnt, sind "unter Vorbehalt" und "bedingt" nach gÃ¤ngigem Sprachgebrauch Synonyme (vgl. Duden Band 8, Sinn- und sachverwandte WÃ¶rter, Ã¼berarbeiteter Neudruck der 2. A., Mannheim u.a. 1997, S. 794; in Duden Band 10, Das Be­deutungswÃ¶rterbuch, 3. A., Mannheim u.a. 2002, S. 1015, wird "Vorbehalt" unter anderm mit "EinschrÃ¤nkung" erklÃ¤rt und "vorbehalten" mit "sich die MÃ¶glichkeit offen lassen, gegeben­enfalls anders zu entscheiden"). Der letzte Satz des KÃ¼ndigungsschreibens enthÃ¤lt, fÃ¼r sich allein genommen, die Aussage, dass die KÃ¼ndigung davon abhÃ¤ngig gemacht werde, ob nicht im Disziplinarverfahren ein anders lautender Entscheid getroffen werde. Er lÃ¤sst sich grammatikalisch nicht im Sinn der Beschwerdegegnerin interpretieren, da er unzweifelhaft die KÃ¼ndigung unter einen Vorbehalt stellt und nicht etwa ungeachtet der KÃ¼ndigung Diszipli­narmassnahmen vorbehÃ¤lt. Damit wÃ¼rde die KÃ¼ndigung von einer Bedingung â einer un­gewissen zukÃ¼nftigen Tatsache â abhÃ¤ngig gemacht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Ã¼brigen AusfÃ¼hrungen des KÃ¼ndigungsschreibens tragen nichts SchlÃ¼ssiges zur Interpretation bei; namentlich ist die Bezeichnung "[v]orsorgliche ordentliche KÃ¼ndigung" zweideutig. Immerhin vermag das Schreiben auch den Standpunkt der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht weiter zu stÃ¼tzen. Inbesondere ist das Fehlen einer Rechtsmittelbelehrung, auf das sich die BeschwerdefÃ¼hrerin beruft, in diesem Zusammenhang nicht entscheidend. Die Be­schwerdefÃ¼hrerin will daraus ableiten, dass sie die KÃ¼ndigung als bedingt betrachten muss­te, weil damit ausgedrÃ¼ckt worden sei, dass sie durch die KÃ¼ndigung bis zum Eintreten der Bedingung noch nicht beschwert werde. Diese Interpretation eines nicht unÃ¼blichen ErÃ¶ffnungsmangels erscheint allerdings gesucht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu prÃ¼fen bleibt, ob sich die Aussage, welche die Beschwerdegegnerin der KÃ¼ndigung zumisst, zweifelsfrei aus den UmstÃ¤nden erschliesst.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Die (zugegebenermassen Ã¤usserst knappe) BegrÃ¼ndung des KÃ¼ndigungsschreibens lautet, dass "[g]estÃ¼tzt auf das Ergebnis der AnhÃ¶rung ... eine Fortsetzung der Zusam­menarbeit aus sachlichen GrÃ¼nden als nicht mehr mÃ¶glich" erachtet werde. Grund­sÃ¤tzlich trifft der Hinweis der BeschwerdefÃ¼hrerin zu, dass es bei der AnhÃ¶rung vom 17. April 2002 ausschliesslich um die Freistellung und das Disziplinarverfahren gegangen sei. Doch wird aus dem Verweis auf die AnhÃ¶rung hinreichend klar, dass die streitige KÃ¼ndigung nicht auf das (noch offene) Ergebnis des Disziplinarverfahrens abgestÃ¼tzt werden sollte, sondern auf jene Sachverhaltselemente, die nach der AnhÃ¶rung feststan­den, weil sie von der BeschwerdefÃ¼hrerin eingestanden worden waren. Namentlich er­gibt sich aus dem Protokoll der AnhÃ¶rung, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin wÃ¤hrend mindes­tens drei Jahren ihren Sohn von einer Asylbewerberin betreuen liess und dafÃ¼r ein Entgelt leistete, das im Vergleich zu den AnsÃ¤tzen des TagesmÃ¼ttervereins und auch zum Betrag, den sie im Zeitpunkt der AnhÃ¶rung fÃ¼r dieselbe Aufgabe bezahlte, Ã¤usserst gering war. Sie gestand zudem ein, dass sie die EntschÃ¤digung fÃ¼r das KinderhÃ¼ten nie an die fÃ¼rsorgerecht­liche UnterstÃ¼tzung angerechnet hatte. Der betreffenden Asylbewerberin war sodann eine vom Sozialamt gemie­tete Wohnung vermittelt worden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin stellte zwar einen Zusammen­hang zum KinderhÃ¼tedienst mit folgenden Worten in Abrede: "Das hatte nichts mit D zu tun. â Ich hÃ¤tte nie gesagt, sie mÃ¼sse zur Wohnung raus, wenn sie D nicht mehr betreuen wollte." Damit liess sie allerdings offen, ob die <i>Zuweisung</i> der Wohnung auf die Dienst­leistung der Asylbewerberin zurÃ¼ckging. Dies alles geschah, obwohl die Leiterin der Sozial­abteilung gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin bereits frÃ¼h ihr Missfallen bezÃ¼glich des HÃ¼tedienstes geÃ¤ussert hatte (wobei die BeschwerdefÃ¼hrerin bestreitet, dass ein ausdrÃ¼ckliches Verbot erfolgt sei). Weiter ergibt sich aus dem AnhÃ¶rungsprotokoll, dass eine andere Asylbewerberin fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin Reinigungsarbeiten erledigte, was die Beschwer­de­fÃ¼hrerin wiederum als Gegenleistung fÃ¼r private Hil­festellungen bezeichnete. Schliesslich gestand die BeschwerdefÃ¼hrerin ein, in der AnhÃ¶rung durch ihre direkte Vorgesetzte, die Leiterin der FÃ¼rsorgeabteilung, nicht die ganze Wahr­heit gesagt zu haben, angeblich um ihre Vorgesetzte nicht zu belasten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zwar mag sich die BeschwerdefÃ¼hrerin, wie sie wiederholt beteuert hat, keiner Schuld bewusst sein. Massgebend ist allerdings nicht ihr subjektives Empfinden; vielmehr ist entscheidend, wie sie die Situation nach Treu und Glau­ben einschÃ¤tzen musste. Demnach musste der BeschwerdefÃ¼hrerin zweifelsfrei klar sein, dass die unstatthafte Inanspruch­nahme der betreffenden Asylbewerberin, wie sie nach der AnhÃ¶rung unumstritten feststand, einen sachlichen Grund fÃ¼r eine ordentliche KÃ¼ndigung darstellte. Sie durfte auch nicht davon ausgehen, dass das in der KÃ¼ndigung vorbehal­tene Disziplinarverfahren zu einer nennenswerten Entlastung fÃ¼hren wÃ¼rde. Unter diesen Um­stÃ¤nden ergab jedoch der Vorbehalt des Entscheids im Disziplinarverfahren nur als Vor­behalt einer fristlosen Entlassung Sinn. Daran Ã¤ndert auch nichts, dass die BeschwerdefÃ¼h­rerin zu Beginn der AnhÃ¶rung darauf hingewiesen worden war, dass die Disziplinarmassnah­men vom mÃ¼ndlichen Verweis bis zur Entlassung reichen kÃ¶nnten, hatte es sich doch dabei erkennbar um einen bloss formellen Hinweis auf die in Art. 51 Abs. 1 ABVO vorgesehenen Disziplinarmassnahmen gehandelt, von dem die EinschÃ¤tzung des konkreten Falles nicht ab­hÃ¤ngen konnte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Auch die Ã¼brigen UmstÃ¤nde vermÃ¶gen an diesem Ergebnis nicht zu Ã¤ndern.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Zwischenzeugnis, das am 18. Februar 2002 und somit nach Bekanntwerden der VorwÃ¼rfe ausgestellt wurde, ist zwar insgesamt sehr positiv und lobt ausdrÃ¼cklich die "gewissenhafte Arbeitsweise". Allerdings Ã¤ussert es sich â wohl bewusst â nicht zum Umgang mit den Asylbewerbenden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin konnte demnach dem Zeugnis jedenfalls nicht entnehmen, dass die Arbeitgeberin in diesem entscheidenden Punkt zufrieden war. Zu Recht beruft sie sich deshalb nicht auf das Zwischenzeugnis zur Untermauerung ihrer Ansicht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>"UnverstÃ¤ndlich" erscheint der BeschwerdefÃ¼hrerin der Hinweis der Vorinstanz (und der Beschwerdegegnerin), es sei bereits in einem TelefongesprÃ¤ch zwischen den Rechtsvertretern der Parteien angekÃ¼ndigt worden, dass die KÃ¼ndigung unabhÃ¤ngig vom Fortgang des Disziplinarverfahrens ausgesprochen werde. Sie anerkennt aber immerhin, dass das Telefonat als solches stattgefunden hat, und implizit auch, dass eine solche Bemerkung erfolgte; sie hat denn auch die entsprechenden AusfÃ¼hrungen des Rechtsvertreters der Beschwerdegegnerin in dessen Schreiben vom 10. Mai 2002 nie bestritten. Zwar wird die Behauptung der Be­schwerdefÃ¼hrerin, sie hÃ¤tte die telefonische Mitteilung als taktische Ãus­serung auffassen dÃ¼r­fen, jedenfalls insofern gestÃ¼tzt, als auch nach den Angaben der Beschwerde­gegnerin am Telefon "Ã¼ber eine vergleichsweise Erledigung diskutiert worden" ist. Doch spÃ¤tes­tens mit dem Eintreffen des KÃ¼ndigungsschreibens durfte sie an dieser Inter­pretation nicht mehr fest­halten, da die KÃ¼ndigung zeigte, dass die AnkÃ¼ndigung eben nicht (nur) aus taktischen GrÃ¼n­den erfolgt war. Im Ãbrigen macht die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht geltend, der Ver­treter der Beschwerdegegnerin habe am Telefon eine bedingte KÃ¼ndi­gung unter Vorbehalt des Ent­scheids im Disziplinarverfahren oder eine blosse KÃ¼ndigungs­androhung erwogen. Obwohl dieses TelefongesprÃ¤ch nicht als entscheidend fÃ¼r die Auslegung der VerfÃ¼gung gelten kann, stÃ¼tzt es doch den Standpunkt der Beschwerdegegnerin.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Schliesslich kann die BeschwerdefÃ¼hrerin auch aus dem Briefwechsel der Rechtsver­treter nach Erhalt der KÃ¼ndigung nichts zu ihren Gunsten ableiten. Dieser Briefverkehr ist nur insoweit beachtlich, als er RÃ¼ckschlÃ¼sse darauf zulÃ¤sst, wie die KÃ¼ndigung im Zeitpunkt ihrer Entgegennahme verstanden wurde. Das Schreiben des Rechtsvertreters der Beschwerde­­fÃ¼hrerin vom 6. Mai 2002 an den Rechtsanwalt der Beschwerdegegnerin enthÃ¤lt zahlreiche Fragen; unter anderm wird Aufschluss darÃ¼ber verlangt, ob die KÃ¼ndigung bedingt oder unbedingt erfolgt sei. Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin antwortete hierauf, das ArbeitsverhÃ¤ltnis sei "unabhÃ¤ngig von der Frage, wie das Disziplinarverfahren weiterzufÃ¼hren ist, ... vorsorglich ordentlich" und "erkennbar unbedingt" beendigt worden. Wie erwÃ¤hnt, entspricht die letztere Aussage der Auslegung, wel­che die Beschwerdegegnerin stets vertreten hat. Aus dem Schreiben des Rechtsvertreters der Be­schwerdefÃ¼hrerin kÃ¶nnte dagegen im­merhin auf Ungewissheit Ã¼ber die Folgen der KÃ¼n­digung ge­schlos­sen werden. Allerdings mÃ¶gen auch in diesem Schlagabtausch zwischen den Rechtsver­tretern taktische Aussagen vorgekommen sein. Dies kann hier offen blei­ben, da ohnehin nicht massgebend ist, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin die KÃ¼ndigung sub­jektiv allenfalls verstand, sondern wie sie sie nach Treu und Glauben hÃ¤tte verstehen mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Zusammenfassend ist festzustellen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die KÃ¼ndigung aufgrund der UmstÃ¤nde â namentlich aufgrund ihres Wissens um das Gewicht der KÃ¼n­­digungsgrÃ¼nde â so verstehen musste, wie sie von der Beschwerdegegnerin gemeint war. Die missverstÃ¤ndliche Formulierung im KÃ¼ndigungsschreiben genÃ¼gt deshalb nicht, um eine bedingte KÃ¼ndigung oder auch nur eine entsprechende Unklarheit, die zu Lasten der Beschwerdegegnerin ginge, anzunehmen. Sie fÃ¼hrt somit nicht zur Nichtigkeit der KÃ¼n­­digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Die Ã¼brigen von der BeschwerdefÃ¼hrerin behaupteten MÃ¤ngel der KÃ¼ndigung kÃ¶nnten wegen des Fehlens eines EntschÃ¤digungsbegehrens vom Verwaltungsgericht â wenn Ã¼berhaupt â nur unter dem Blickwinkel der Nichtigkeit Ã¼berprÃ¼ft werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, es liege kein sachlich zureichender KÃ¼ndigungsgrund vor, weil es sich bei der gerÃ¼gten Kinderbetreuung um einen Freundschaftsdienst unter MÃ¼ttern gehandelt habe, der nichts mit der dienstlichen BetÃ¤tigung der Beschwer­defÃ¼hrerin zu tun gehabt habe. Die KÃ¼ndigung sei ferner unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, weil sie fast ein Jahr nach dem letzten HÃ¼tedienst erfolgt sei. Sodann sei der Sachverhalt unvollstÃ¤ndig festgestellt worden, indem nicht berÃ¼cksichtigt worden sei, dass die Kinderbetreuung den Vorgesetzten der BeschwerdefÃ¼hrerin vollumfÃ¤nglich bekannt gewesen sei. Der Be­schwerdefÃ¼hrerin sei keine BewÃ¤hrungsfrist eingerÃ¤umt worden, und ihr Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r sei verletzt worden, weil keine separate AnhÃ¶rung im Administrativverfahren stattgefunden habe, sondern auf die AnhÃ¶rung im Disziplinarverfahren abgestellt wor­den sei. Im Zusammenhang mit den AusfÃ¼hrungen zur angeblichen Bedingtheit der KÃ¼n­digung wird weiter vorgebracht, die KÃ¼ndigung sei ungenÃ¼gend begrÃ¼n­det und es sei â zunÃ¤chst â keine Rechtsmittelbelehrung abgegeben worden (die Rechtsmittelbelehrung wurde mit Schreiben vom 8. Mai 2002 nachgeliefert).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Beanstandungen brauchen hier nicht im Einzelnen geprÃ¼ft zu werden. Inhaltliche MÃ¤ngel und Verfahrensfehler fÃ¼hren nur in ausserordentlich gravierenden AusnahmefÃ¤llen zur Nichtigkeit einer VerfÃ¼gung (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Ver­­waltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich/Ba­sel/Genf 2002, Rz. 965 ff., 981 ff.). </span>Derart schwerwiegende MÃ¤ngel sind hier nicht ersichtlich. Dass die behaupteten formellen und materiellen Fehler NichtigkeitgrÃ¼nde darstellten, wird denn auch in der Beschwerde gar nicht vorgebracht, ja sogar ausdrÃ¼cklich ausgeschlossen.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weil demnach die Nichtigkeit der KÃ¼ndigung zu verneinen ist, ist die Beschwerde abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Da der Streitwert nicht unter Fr. 20'000.- liegt, sind Gerichtskosten zu erheben (§ 80b VRG). GemÃ¤ss dem Verfahrensausgang sind die Verfahrenskosten von der BeschwerdefÃ¼hrerin zu tragen (§ 80c in Verbindung mit §§ 70 und 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Deren Unterliegen schliesst auch eine ParteientschÃ¤digung zu ihren Gunsten aus (§ 17 Abs. 2 VRG). Umgekehrt ist auch der obsiegenden Beschwerdegegnerin eine Partei­entschÃ¤­digung zu verweigern: Das Gemeinwesen besitzt in der Regel keinen solchen Anspruch; vor allem grÃ¶ssere und leistungsfÃ¤higere Gemeinwesen haben sich so zu organisieren, dass sie Verwaltungsstreitsachen selber durchfechten kÃ¶nnen (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 17 N. 19; RB 1981 Nr. 5). Vorliegend besteht kein Anlass, von diesem Grundsatz abzuweichen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>... </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>