<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.1999.00355</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105262&amp;W10_KEY=4467151&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.1999.00355</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.01.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4"></td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Parteientschädigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Parteientschädigung im Einspracheverfahren.<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts und des Einzelrichters (E. 1).<br/>Nach Sinn und Wortlaut von § 17 Abs. 1 und 2 VRG kann im Einspracheverfahren nach § 10a Abs. 2 lit. b VRG und nach §§ 57 und 115a GemeindeG keine Parteientschädigung zugesprochen werden. Daran vermag auch ein Verweis der städtischen GemeindeO (Art. 66 Abs. 1) auf die Bestimmungen des VRG über den Rekurs nichts zu ändern. Eine von § 17 VRG abweichende kommunale Regelung würde höherrangigem kantonalem Recht widersprechen (E. 2).<br/>Mangels eines entsprechenden Gesuchs ist nicht darüber zu befinden, ob ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen wäre (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Verwaltungsinterne Rechtspflege ST: EINSPRACHE">EINSPRACHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINSPRACHEVERFAHREN">EINSPRACHEVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)">UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 16 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 VRG</span><br/><span class="gerade">Art. 66 lit. I GemeindeO ZÃ¼rich</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Das Amt fÃ¼r Jugend‑ und Sozialhilfe der Stadt ZÃ¼rich gewÃ¤hrte A. B., geboren 1978, auf deren Gesuch vom Juli 1996 hin im August 1996 Be­vorschussungs­beitrÃ¤ge fÃ¼r Alimente von monatlich Fr. 650.‑. Grundlage dieser Be­vor­schussung bildete das Schei­dungs­urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom Juni 1994 bzw. die darin festge­legte Ver­pflich­tung des Kindsvaters, fÃ¼r A. B. monatliche Un­ter­haltsbeitrÃ¤ge in der genannten HÃ¶he zu leisten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Amt fÃ¼r Jugend‑ und Sozialhilfe der Stadt ZÃ¼rich verfÃ¼gte im Oktober 1997, die Bevorschussung werde ab Februar 1997 eingestellt und A. B. werde ver­pflichtet, in der Zeit von Februar 1997 bis September 1997 zuviel ausbezahlte BeitrÃ¤ge von Fr. 5'070.‑ zu­rÃ¼ckzuerstatten. BegrÃ¼ndet wurde dies damit, dass der fÃ¼r die Bevorschus­sung massgeb­li­che Rechtstitel infolge eines nachtrÃ¤glich ergangenen AbÃ¤nderungsurteils vom Februar 1997 dahingefallen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dagegen liess A. B. durch Rechtsanwalt C. D. im Oktober 1997 Einsprache er­he­ben, mit dem Antrag, die VerfÃ¼gung vom Oktober 1997 aufzuhe­ben und "unter Schaffung eines Rechtstitels hiefÃ¼r" die Bevorschussung ab Oktober 1997 wieder aufzunehmen, "un­ter EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten der Gesuchsgegnerin". Im Hin­blick auf die in der Ein­spra­che verlangte ProzessentschÃ¤digung ersuchte das Sozialde­partement den Rechts­ver­tre­ter der heutigen BeschwerdefÃ¼hrerin telefonisch um Einrei­chung der Kostennote fÃ¼r die an­waltlichen BemÃ¼hungen im Einspracheverfahren. Der Rechtsvertreter schrieb dem So­zial­departement im Juni 1998, er werde die "Schluss­rechnung" erst nach Vorliegen des Ein­spra­che­entscheids einreichen. Die Vorsteherin des Sozialdepartements hiess die Einsprache im Juli 1998 gut, hob die angefochtene VerfÃ¼­gung auf, wies die Sache zum Erlass einer neuen VerfÃ¼gung im Sinn der ErwÃ¤gungen an das Amt fÃ¼r Jugend‑ und Sozialhilfe zurÃ¼ck und wies Letzteres zudem an, dem Rechtsver­treter der Einsprecherin eine Prozessent­schÃ¤­di­gung von Fr. 500.‑ zu zahlen. Der Einspra­cheentscheid wurde dem Vertreter im Juli 1998 zugestellt. Letzterer hatte dem Sozial­departement im Juli 1998 eine Honorarnote zukom­men lassen, worin er fÃ¼r die BemÃ¼­hungen im Einspracheverfahren aufgrund eines Stun­denan­satzes von Fr. 200.‑ fÃ¼r 6,5 Stun­den sowie fÃ¼r verschiedene Barauslagen insgesamt Fr. 1'494.40 in Rechnung stellte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Einsprache vom Juli 1998 ersuchte der Rechtsvertreter den Stadtrat von ZÃ¼­rich, es sei seiner Mandantin fÃ¼r das erstinstanzliche Einspracheverfahren eine Prozess­ent­schÃ¤digung von Fr. 1'494.40 (statt von Fr. 500.‑) auszurichten; gleichzeitig beantragte er die Zusprechung einer weiteren ParteientschÃ¤digung von Fr. 350.‑ fÃ¼r das zweitinstanzliche Einspracheverfahren. Der Stadtrat von ZÃ¼rich wies die Einsprache im September 1998 ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Rekurs vom Oktober 1998 beantragte A. B. dem Bezirksrat ZÃ¼rich, es seien ihr fÃ¼r das erst‑ und das zweitinstanzliche Einspracheverfahren Prozessent­schÃ¤di­gun­gen von Fr. 1'494.40 bzw. Fr. 350.‑ zuzusprechen, unter Kosten‑ und EntschÃ¤di­gungs­fol­gen zulasten der Rekursgegnerin. Der Bezirksrat ZÃ¼rich wies den Rekurs im Oktober 1999 ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Mit Beschwerde vom November 1999 an das Verwaltungsgericht beantragte die unterlegene Rekurrentin, die Stadt ZÃ¼rich sei zu verpflichten, ihr fÃ¼r das Einsprachever­fah­ren vor dem stÃ¤dtischen Sozialdepartement, das Einspracheverfahren vor dem Stadtrat ZÃ¼­rich und das Rekursverfahren vor dem Bezirksrat ZÃ¼rich ProzessentschÃ¤digungen von Fr. 994.40, Fr. 350.‑ und Fr. 400.‑ zuzusprechen, unter Kosten‑ und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Der Bezirksrat ZÃ¼rich beantragte im Dezember 1999 Abweisung der Beschwerde. Den nÃ¤mlichen Antrag stellte im Januar 2000 der Stadtrat von ZÃ¼rich, der zudem um Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Beschwerde­ver­fah­ren ersuchte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Streitig ist die HÃ¶he der ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das (erstinstanzliche) Einspra­che­verfahren, das mit Entscheid der Vorsteherin des stadtzÃ¼rcherischen Sozialdepartements vom Juli 1997 in Gutheissung der Einsprache sowie unter Zusprechung einer Parteient­schÃ¤­di­gung von Fr. 500.‑ erledigt worden ist. DemgegenÃ¼ber verlangt die BeschwerdefÃ¼h­rerin fÃ¼r jenes Verfahren unter Hinweis auf die von ihrem Rechtsvertreter im Juli 1998 ein­gereichte Kostennote eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'494.40, was vom Stadt­rat von ZÃ¼rich als zweiter Einspracheinstanz sowie vom Bezirksrat ZÃ¼rich abgelehnt wor­den ist; dementsprechend haben die beiden Vorinstanzen die Zusprechung einer Partei­ent­schÃ¤digung fÃ¼r das zweitinstanzliche Einsprache‑ bzw. fÃ¼r das Rekursverfahren eben­falls abgelehnt, was von der BeschwerdefÃ¼hrerin zusÃ¤tzlich gerÃ¼gt wird. Zur Behandlung dieser BeschwerdeantrÃ¤ge ist das Verwaltungsgericht nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Ver­wal­tungs­rechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) funktionell und sach­lich zustÃ¤ndig (vgl. auch § 43 Abs. 3 VRG e contrario). Da auch die Ã¼brigen Sachur­teils­vor­aus­setzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. Zu deren Behandlung ist ange­sichts des unter Fr. 20'000.‑ liegenden Streitwerts der Einzelrichter zustÃ¤ndig (§ 38 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. GemÃ¤ss § 17 VRG werden in den Verfahren vor VerwaltungsbehÃ¶rden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen (Abs. 1). Im Rekursverfahren und im Verfahren vor Verwaltungsgericht kann indessen die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu einer ange­messenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners verpflichtet werden (Abs. 2), namentlich wenn die in lit. a und b nÃ¤her umschriebenen Voraussetzungen erfÃ¼llt sind. Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts bietet § 17 VRG keine Grundlage fÃ¼r die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung im Einspracheverfahren, weil Einsprachein­stanzen als "VerwaltungsbehÃ¶rden" im Sinn von § 17 Abs. 1 VRG gelten und weil § 17 Abs. 2 VRG die Zusprechung von ParteientschÃ¤digungen ausdrÃ¼cklich auf (verwaltungs­interne und verwaltungsexterne) Rekursverfahren nach §§ 19 ff. VRG sowie auf verwal­tungsgerichtliche Verfahren nach §§ 41 ff. VRG beschrÃ¤nkt (RB 1998 Nr. 7; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 10a N. 23, § 17 N. 23; vgl. auch Martin Bernet, Die ParteientschÃ¤digung in der schweizerischen Verwaltungsrechtspflege, ZÃ¼rich 1986, N. 116). Diese Rechtsprechung gilt sowohl fÃ¼r das allgemeine Einspracheverfahren nach § 10a Abs. 2 lit. b VRG (welches erst mit der Gesetzesrevision vom 8. Juni 1997 einge­fÃ¼hrt worden ist) wie auch fÃ¼r die gemeinderechtliche Einsprache nach §§ 57 und 115a des Gemeindegesetzes (GemeindeG; je in der ursprÃ¼nglichen Fassung vom 6. Juni 1926 bzw. vom 14. September 1969 und in der revidierten Fassung vom 8. Juni 1997; zum VerhÃ¤ltnis zwischen allgemeiner und gemeinderechtlicher Einsprache sowie zur Tragweite der Ge­setzesrevision vom 8. Juni 1997 hinsichtlich der gemeinderechtlichen Einsprache vgl. KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 12 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die MÃ¶glichkeit, der obsiegenden Einsprecherin eine ParteientschÃ¤digung nach § 17 VRG auszurichten, kann auch nicht daraus abgeleitet werden, dass Art. 66 Abs. 1 Satz 3 der Gemeindeordnung der Stadt ZÃ¼rich vom 26. April 1970 (GemeindeO; in der Fassung vom 6. Juni 1993) fÃ¼r das Einspracheverfahren vor dem Stadtrat "die Vorschriften des kantonalen Verwaltungsrechtspflegegesetzes Ã¼ber den Rekurs" als anwendbar erklÃ¤rt. Zum einen bezieht sich diese Verweisung zumindest nach ihrem Wortlaut auf die §§ 19 ff. VRG, die im Unterabschnitt C des zweiten Gesetzesabschnitts unter dem Titel "Rekurs" enthalten sind. Zum andern ist diese Verweisungsnorm so auszulegen, dass sie mit dem kantonalen Recht vereinbar ist; in der Rechtsprechung wird aber § 17 VRG wie erwÃ¤hnt dahin ausgelegt, dass Einspracheverfahren unter Abs. 1 dieser kantonalen Bestimmung fal­len. § 17 Abs. 2 VRG beinhaltet denn auch nicht eine rein verfahrensrechtliche Rege­lung; indem diese Bestimmung eine Haftung der unterliegenden Partei oder Amtsstelle fÃ¼r die Umtriebe des Prozessgegners statuiert, stellt sie materielles Ã¶ffentliches Recht dar (vgl. zur entsprechenden Regelung im Zivilprozess Richard Frank/Hans StrÃ¤uli/Georg Messmer, Kommentar zur zÃ¼rcherischen Zivilprozessordnung, 3. A., ZÃ¼rich 1997, § 68 N. 1). KÃ¤me der kommunalen Verweisungsnorm von Art. 66 Abs. 1 Satz 3 GemeindeO eine weitere, sich auch auf § 17 Abs. 2 VRG beziehende Tragweite zu, wÃ¤re sie insoweit, weil hÃ¶her­rangigem Recht widersprechend, unbeachtlich. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie angemerkt werden kann, bezieht sich die Verweisung auf "die Vorschriften des kantonalen Verwaltungsrechtspflegegesetzes Ã¼ber den Rekurs" in Art. 66 Abs. 1 Satz 3 GemeindeO ohnehin nur auf Einsprachen gegen VerfÃ¼gungen der Departemente. Wird die erstinstanzliche VerfÃ¼gung, wie hier, von einer departementsinternen Amtsstelle getroffen, so steht hiergegen nach der Praxis der Stadt ZÃ¼rich zunÃ¤chst die Einsprache an das Depar­tement offen. Ob diese Praxis, die zu einem zwei EinsprachebehÃ¶rden umfassenden Instan­zenzug fÃ¼hrt, mit dem kantonalen Recht vereinbar sei, braucht hier nicht nÃ¤her geprÃ¼ft zu werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Demnach hÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das erstinstanzliche Einspracheverfah­ren vor dem stadtzÃ¼rcherischen Sozialdepartement von vornherein keine ParteientschÃ¤di­gung nach § 17 VRG zugesprochen werden dÃ¼rfen und ist die Beschwerde schon aus die­sem Grund abzuweisen. Die dargelegte Rechtslage ist nicht nur vom stadtzÃ¼rcherischen Sozialdepartement, sondern auch vom Stadtrat ZÃ¼rich als zweiter Einspracheinstanz und vom Bezirksrat ZÃ¼rich als RekursbehÃ¶rde verkannt worden. Gleichwohl besteht kein Grund, die Entscheide der Vorinstanzen aufzuheben, da das Verwaltungsgericht die aufge­hobene Anordnung ohnehin nicht zum Nachteil der BeschwerdefÃ¼hrerin abÃ¤ndern kÃ¶nnte (§ 63 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. GemÃ¤ss § 16 VRG ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Be­gehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, auf entsprechendes Begehren die Be­zah­lung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen (Abs. 1). Sie haben Ã¼ber­dies Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (Abs. 2). Im Gegensatz zur Zu­spre­chung einer ParteientschÃ¤digung nach § 17 VRG besteht der Anspruch auf un­ent­gelt­li­che Rechtspflege und auf einen unentgeltlichen Rechtsbeistand, wenn die Voraus­setzungen von § 16 Abs. 1 und 2 VRG erfÃ¼llt sind, auch im nichtstreitigen VerfÃ¼gungsver­fahren so­wie im Einspracheverfahren (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 6). Bei der Bemessung einer Par­teientschÃ¤digung nach § 17 VRG kommt dem Zeitaufwand nicht die gleiche Be­deutung wie bei der Festsetzung einer EntschÃ¤digung an den unentgeltlichen Rechtsbei­stand zu (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 47 ff., § 17 N. 38).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Unterschiede scheint die BeschwerdefÃ¼hrerin bzw. ihr Rechtsvertreter, wie sich aus dessen Rechtsschriften an die Vorinstanz und an das Verwaltungsgericht ergibt, zu verkennen. Ob in ihrem Fall die Voraussetzungen fÃ¼r die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands nach § 16 Abs. 1 und 2 VRG erfÃ¼llt gewesen wÃ¤ren, braucht nicht ent­schieden zu werden. Denn ein solcher Rechtsbeistand ist, wie sich schon aus dem Wortlaut von § 16 Abs. 1 VRG ergibt, nur auf entsprechendes Begehren zu bestellen (vgl. auch KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 12). In seiner Einsprache vom Oktober 1997 an die Vor­steherin des Sozialdepartements hat der Vertreter der heutigen BeschwerdefÃ¼hrerin nicht um unentgeltliche Rechtspflege einschliesslich der Bestellung eines unentgeltlichen Rechts­beistands nach § 16 Abs. 1 und 2 VRG ersucht, sondern eine ParteientschÃ¤digung nach § 17 Abs. 2 VRG verlangt. Die Einspracheinstanz war auch nicht gehalten, sein Be­gehren in ein solches um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands umzudeuten. Daran vermÃ¶gen die AusfÃ¼hrungen in der Einspracheschrift vom Oktober 1997, worin unter anderem auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Anspruch auf einen unent­geltlichen Rechtsbeistand Bezug genommen wird (Ziffer 7 S. 10), nichts zu Ã¤ndern.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>