<h2>SubmittedText<h2><p>Die Risse im Kernmantel des AKW Mühleberg sind in den letzten Jahren weiter gewachsen. Rund ein Viertel der am meisten betroffenen Rundnaht ist defekt. Auch wenn das Erdbebenrisiko in Mühleberg nicht als hoch einzustufen ist, kann es nicht ausgeschlossen werden.</p><p>Beeinflussen die Risse die Sicherheit des AKW bei einem allfälligen Erdbeben?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen, die unabhängige Aufsichtsbehörde des Bundes, prüft laufend die Sicherheit der Kernanlagen auch in Bezug auf die Erdbebensicherheit. Sie kommt zum Schluss, dass selbst dann, wenn Risse vorhanden sind, bei einem allfälligen Erdbeben der Reaktor abgeschaltet werden kann und die Sicherheit damit gewährleistet ist.</p><p>Sie verweist dabei auf folgende Umstände: Der Kernmantel ist betrieblich von Bedeutung für die richtige Kühlwasserführung im Reaktorkern. Er ist jedoch nicht Bestandteil der unter Druck stehenden Umschliessung des nuklearen Dampferzeugungssystems. Sicherheitstechnisch ist entscheidend, dass selbst bei einem Erdbeben und gleichzeitigem Abriss der Frischdampfleitung die Struktur des Kernmantels so stabil bleibt, dass das sichere Einfahren der Steuerstäbe zum Abschalten des Reaktors gewährleistet ist. Konservative Berechnungen ergeben, dass heute - selbst ohne Berücksichtigung der als präventive Sicherheitsmassnahme eingebauten vier Zuganker - eine mehr als doppelte Sicherheit besteht.</p>