<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2014.00242</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=214175&amp;W10_KEY=13013523&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2014.00242</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.05.2014</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Dem Beschwerdeführer wurde eine Kurzaufenthaltsbewilligung erteilt, um sich in der Schweiz operieren zu lassen. Er reiste hernach nicht wieder aus und lebt nun als Pflegekind bei seiner Tante.] Art. 8 EMRK schützt im Zusammenhang mit der Bewilligung des Aufenthalts in erster Linie die Kernfamilie, das heisst die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minderjährigen Kindern. Neben der eigentlichen Kernfamilie werden auch weitere familiäre Verhältnisse erfasst, sofern eine genügend nahe, echte und tatsächlich gelebte Beziehung besteht (E. 4.1). Das Bundesgericht verlangt für Beziehungen ausserhalb der Kernfamilie (in der Regel), dass ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis zwischen der um Bewilligung ersuchenden ausländischen und der hier aufenthaltsberechtigten Person besteht, welches über die normalen affektiven Bindungen hinausgeht. DIes ist in der Lehre umstritten (E. 4.2). Die Beziehung des Beschwerdeführers zu seinen Eltern ist intakt und diese können seine Betreuung sicherstellen. Ob neben dieser Beziehung eine weitere schützenswerte Beziehung im Sinn von Art. 8 EMRK entstehen kann, erscheint deshalb fraglich, kann aber letztlich ebenso offenbleiben wie die Frage, ob zwischen den Beschwerdeführenden ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis erforderlich ist bzw. ob ein solches aufgrund der medizinischen Probleme des Beschwerdeführers bestünde (E. 4.3). Eine Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung erweist sich als verhältnismässig. Dem Beschwerdeführer kommt gestützt auf Art. 8 EMRK kein Aufenthaltsanspruch zu (E. 4.13). Nach Art. 30 Abs. 1 lit. c AuG kann von den Zulassungsvoraussetzungen (Art. 18â29 AuG) abgewichen werden, um den Aufenthalt von Pflegekindern zu regeln. Dieser Artikel ist nur auf Pflegekinder anwendbar, bei denen â wie beim Beschwerdeführer â keine Adoption in der Schweiz vorgesehen ist (E. 6.2). Es kann nicht als rechtsverletzend erachtet werden, wenn der Beschwerdegegner im vorliegenden Fall gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. c AuG dem Beschwerdeführer keine Aufenthaltsbewilligung erteilt (E. 6.5). Das Gleiche trifft mit Blick auf Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG zu (E. 7.2). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIÃRE BEZIEHUNG">FAMILIÃRE BEZIEHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEDIZINISCHE VERSORGUNG">MEDIZINISCHE VERSORGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFLEGEKIND">PFLEGEKIND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZ DES FAMILIENLEBENS">SCHUTZ DES FAMILIENLEBENS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 30 Abs. I lit. b AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 30 Abs. I lit. c AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 48 AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 8 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=22050" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2014.00242</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">28. Mai 2014</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Janine Waser. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">1.<b> </b>A, </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">2.<b> </b>B, </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoBodyText">BeschwerdefÃ¼hrer 2 vertreten durch die</p> <p class="MsoBodyText">BeschwerdefÃ¼hrerin 1,</p> <p class="MsoBodyText"> </p> <p class="MsoBodyText">beide vertreten durch RA C, </p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrende</b>, </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, <br/> <br/> </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegner</b>, </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A stammt aus dem Staat H und ist Schweizer BÃ¼rgerin. Zusammen mit ihrer Tochter lebt sie seit LÃ¤ngerem in ZÃ¼rich. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>B, ein 1999 geborener AngehÃ¶riger des Staats H, reiste kurz nach seiner Geburt aus der Schweiz aus und lebte danach zusammen mit seinen zwei Geschwistern im Staat H bei seinen Eltern. Er leidet an einer Knochenerkrankung. A ist seine Tante.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Am 22. Juli 2011 stellte A ein Gesuch um eine (erneute) Einreisebewilligung fÃ¼r B. Als Zweck der Einreise gab sie die medizinische Behandlung von B an und ersuchte um eine einjÃ¤hrige Aufenthaltsbewilligung. Mit Schreiben vom 18. August 2011 erklÃ¤rten sich die Eltern von B mit seiner Einreise in die Schweiz einverstanden und verpflichteten sich, dafÃ¼r zu sorgen, dass ihr Kind nach der medizinischen Behandlung umgehend das Land wieder verlasse. Nach lÃ¤ngeren AbklÃ¤rungen ermÃ¤chtigte das Migrations­amt des Kantons ZÃ¼rich die Schweizerische Vertretung im Staat H mit VerfÃ¼gung vom 7. November 2011 zur Visumserteilung. B wurde die Einreise fÃ¼r eine maximale Aufenthaltsdauer von zwÃ¶lf Monaten zwecks medizinischer Behandlung gestattet. Er reiste am 16. November 2011 in die Schweiz ein, woraufhin ihm eine bis 15. November 2012 gÃ¼ltige Kurzaufenthaltsbewilligung erteilt wurde. In der Folge wurde die Knochenerkrankung von B operativ behandelt. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde erteilte A am 20. Februar 2012 die Bewilligung, B als Pflegekind aufzunehmen.</p> <p class="Urteilstext">Am 18./25. Oktober 2012 ersuchte A um Erteilung einer Aufenthalts­bewilligung fÃ¼r B als Pflegekind. </p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 18. Dezember 2013 wies das Migrationsamt dieses Gesuch ab und setzte B Frist zum Verlassen der Schweiz bis 18. MÃ¤rz 2014. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den dagegen am 20. Januar 2014 erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 12. MÃ¤rz 2014 in der Hauptsache ab. Sie setzte B eine neue Frist zum Verlassen der Schweiz bis 31. Juli 2014. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A und B liessen am 14. April 2014 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben und folgende AntrÃ¤ge stellen: </p> <p class="EinzugZitat">" 1. Der [â¦] Rekursentscheid sei aufzuheben.</p> <p class="EinzugZitat"> 2. Das Migrationsamt sei anzuweisen, das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrer vom 25. Oktober 2012 um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an B gutzuheissen.</p> <p class="EinzugZitat"> 3. Den BeschwerdefÃ¼hrenden sei eine angemessene EntschÃ¤digung fÃ¼r Anwaltskosten gestÃ¼tzt auf § 17 Abs. 2 VRG [Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959, LS 175.2] zuzusprechen."</p> <p class="Urteilstext">Am 2./5. Mai 2014 verzichtete die Sicherheitsdirektion ausdrÃ¼cklich auf Vernehmlassung. Am 6. Mai 2014 reichten A und B weitere Unterlagen ein. Das Migrationsamt verzichtete stillschweigend auf Beschwerdeantwort.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 VRG prÃ¼ft das Verwaltungsgericht seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen. Diese ist unter anderem betreffend erstinstanzliche Rekursentscheide einer Direktion auf dem Gebiet des AuslÃ¤nderrechts gegeben (§§ 41â44 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 Satz 1, 19a Abs. 1 sowie 19b Abs. 2 lit. b Ziff. 1 VRG). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde ein­zutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach § 52 Abs. 1 in Verbindung mit § 20a Abs. 2 VRG sind neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel im Beschwerdeverfahren zulÃ¤ssig. Abzustellen ist entsprechend auf die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse im Zeitpunkt des gegenwÃ¤rtig zu fÃ¤llenden Entscheides (vgl. BGr, 20. April 2009, 2C_651/2008, E. 4.2; BGE 135 II 369 E. 3.3; VGr, 6. Oktober 2010, VB.2010.00167, E. 5). Die mit der vorliegenden Beschwerde eingereichten Unterlagen gilt es folglich zu berÃ¼cksichtigen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das AuslÃ¤ndergesetz vom 16. Dezember 2005 (AuG, SR 142.20) regelt die Ein- und Ausreise, den Aufenthalt sowie den Familiennachzug von AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤ndern in der Schweiz (Art. 1 Satz 1 AuG). Es gilt fÃ¼r AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder, soweit keine anderen Bestimmungen des Bundesrechts oder von der Schweiz abgeschlossene vÃ¶lkerrechtliche VertrÃ¤ge zur Anwendung kommen (Art. 2 Abs. 1 AuG).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen unter anderem geltend, dem BeschwerdefÃ¼hrer komme gestÃ¼tzt auf Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK, SR. 0.101) ein Aufenthaltsanspruch zu. </p> <p class="Urteilstext">Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. der inhaltlich gleichwertige Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) garantieren den Schutz des Familien- und Privatlebens. Hat eine auslÃ¤ndische Person nahe Verwandte mit gefestigtem Anwesenheitsrecht in der Schweiz, ist diese familiÃ¤re Beziehung intakt und wird sie tatsÃ¤chlich gelebt, kann das in Art. 8 Abs. 1 EMRK garantierte Recht auf Achtung des Familienlebens tangiert sein, wenn die Anwesenheit in der Schweiz untersagt wird. Art. 8 EMRK schÃ¼tzt im Zusammenhang mit der Bewilligung des Aufenthalts in erster Linie die Kernfamilie, das heisst die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minderjÃ¤hrigen Kindern (BGE 135 I 143 E. 1.3.2). Neben der eigentlichen Kernfamilie werden auch weitere familiÃ¤re VerhÃ¤ltnisse erfasst, sofern eine genÃ¼gend nahe, echte und tatsÃ¤chlich gelebte Beziehung besteht. Hinweise fÃ¼r solche Beziehungen sind das Zusammenleben in einem gemeinsamen Haushalt, eine finanzielle AbhÃ¤ngigkeit, speziell enge familiÃ¤re Bande, regelmÃ¤ssige Kontakte oder die Ãbernahme von Verantwortung fÃ¼r eine andere Person. So sind bei hinreichender IntensitÃ¤t auch Beziehungen zwischen nahen Verwandten wie Geschwistern oder Tanten und Nichten wesentlich (BGE 135 I 143 E. 3.1; BGr, 24. September 2012, 2C_56/2012, E. 5.4.1). Mit Bezug auf das konventionsrechtlich geschÃ¼tzte Familienleben ist denn auch nicht die formelle Obhuts- oder Sorgeberechtigung massgeblich, sondern die EffektivitÃ¤t der Beziehung (BGr, 20. November 2013, 2C_326/2013, E. 5.1; Alberto Achermann/Martina Caroni, Einfluss der vÃ¶lkerrechtlichen Praxis auf das schweizerische Migrationsrecht, in: Peter Uebersax et al. [Hrsg.], AuslÃ¤nderrecht, 2. A., Basel 2009, S. 189 ff., Rz. 6.27).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Das Bundesgericht verlangt fÃ¼r Beziehungen ausserhalb der Kernfamilie (in der Regel), dass ein besonderes AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis zwischen der um Bewilligung ersuchenden auslÃ¤ndischen und der hier aufenthaltsberechtigten Person besteht, welches Ã¼ber die normalen affektiven Bindungen hinausgeht (BGE 137 I 154 E. 3.4.2, 120 Ib 257 E. 1d; BGr, 14. November 2013, 2C_998/2013, E. 2.2; EGMR, 13. Dezember 2007, Emonet, 39051/03, § 35, www.echr.coe.int). Dabei genÃ¼gt die alleinige finanzielle AbhÃ¤ngigkeit von einer Person nicht (vgl. BGr, 18. Oktober 2001, 2A.463/2001, E. 2c, ferner 15. Oktober 2001, 2A.119/2001, E. 5b). Die AnknÃ¼pfung an ein besonderes AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis stÃ¶sst in der Literatur auf Kritik. Es wird gefordert, dass die Berufung auf Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV unabhÃ¤ngig von einem AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis mÃ¶glich sein soll, sofern eine besonders enge Beziehung besteht (vgl. Martin Bertschi/Thomas GÃ¤chter, Der Anwesenheitsanspruch aufgrund der Garantie des Privat- und Familienlebens â Bemerkungen zur Schutzwirkung von Art. 8 EMRK in verschiedenen auslÃ¤nderrechtlichen Konstellationen, ZBl 5/2003, S. 225 ff., 259 f.). So kÃ¶nnten sich auch Konkubinatspaare auf den Schutz des Familienlebens berufen (vgl. BGr, 23. Februar 2012, 2C_702/2011, E. 3.1; ferner VGr, 20. Dezember 2013, VB.2013.00582, E. 2.2 f.). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist Schweizer BÃ¼rgerin und verfÃ¼gt folglich Ã¼ber ein gefestigtes Aufenthaltsrecht. Sie lebt mit dem BeschwerdefÃ¼hrer, der ihr Pflegekind ist, zusammen. Die Beziehung des BeschwerdefÃ¼hrers zu seinen Eltern ist jedoch ebenfalls intakt und sie kÃ¶nnen seine Betreuung sicherstellen. Ob neben dieser Beziehung eine weitere schÃ¼tzenswerte Beziehung im Sinn von Art. 8 EMRK entstehen kann, erscheint deshalb fraglich, kann aber letztlich ebenso offenbleiben wie die Frage, ob zwischen den BeschwerdefÃ¼hrenden ein besonderes AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis erforderlich ist bzw. ob ein solches aufgrund der medizinischen Probleme des BeschwerdefÃ¼hrers bestÃ¼nde. Eine Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung erwiese sich auch dann als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Der Anspruch auf Achtung des Familienlebens im Sinn von Art. 8 Abs. 1 EMRK gilt nicht absolut. GemÃ¤ss Art. 8 Abs. 2 EMRK ist ein Eingriff in das durch Abs. 1 geschÃ¼tzte Rechtsgut statthaft, soweit er gesetzlich vorgesehen und in einer demokratischen Gesellschaft fÃ¼r die nationale oder Ã¶ffentliche Sicherheit, fÃ¼r das wirtschaftliche Wohl des Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur VerhÃ¼tung von Straftaten, zum Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Analoge Voraussetzungen ergeben sich aus Art. 36 BV im Hinblick auf einen Eingriff in Art. 13 BV (<span>BGE 135 I 143</span> E. 2.1).</p> <p class="Urteilstext">Als zulÃ¤ssiges Ã¶ffentliches Interesse fÃ¤llt die Durchsetzung einer restriktiven Einwanderungspolitik in Betracht (vgl. <a href="http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=01.01.2012&amp;to_date=16.05.2014&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=%22art.+8%22+emrk+Kernfamilie+besonderes+abh%E4ngigkeitsverh%E4ltnis&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-I-284%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page284"><span>BGE 137 I 284</span></a> E. 2.1). Eine solche ist im Hinblick auf ein ausgewogenes VerhÃ¤ltnis zwischen schweizerischer und auslÃ¤ndischer WohnbevÃ¶lkerung, die Schaffung gÃ¼nstiger Rahmenbedingungen fÃ¼r die Eingliederung der in der Schweiz fest ansÃ¤ssigen AuslÃ¤nder und die Verbesserung der Arbeitsmarktstruktur sowie eine mÃ¶glichst ausgeglichene BeschÃ¤ftigung im Licht von Art. 8 Abs. 2 EMRK zulÃ¤ssig (BGE 135 I 153 E. 2.2.1, 135 I 143 E. 2.2 mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Der fast 15 Jahre alte BeschwerdefÃ¼hrer besucht hier die Schule. Ihm scheint die Integration in die hiesigen VerhÃ¤ltnisse so weit recht gut gelungen zu sein. Hieraus kann er jedoch nicht viel zu seinen Gunsten ableiten, durfte er nach dem Folgenden doch nicht mit seinem weiteren Verbleib in der Schweiz rechnen. </p> <p class="Urteilstext">Ihm wurde gestÃ¼tzt auf Art. 29 AuG, wonach auslÃ¤ndischen Personen zu medizinischen Behandlungen zugelassen werden kÃ¶nnen, wenn deren Finanzierung und die Wiederausreise gesichert ist, die Einreise und der Aufenthalt in die Schweiz gestattet. Die Aufenthaltsbewilligung wurde auf zwÃ¶lf Monate befristet. Trotz Zusicherung der Ausreise nach Abschluss der medizinischen Behandlung und Ablauf der zwÃ¶lf Monate blieb der BeschwerdefÃ¼hrer aber in der Schweiz. Er liess am 18./25. Oktober 2012 um Bewilligung des Aufenthalts als Pflegekind ersuchen. Der Beschwerdegegner wies dieses Gesuch mit VerfÃ¼gung vom 18. Dezember 2013 ab und entzog einem Rekurs gegen die VerfÃ¼gung und dem Lauf der Rekursfrist die aufschiebende Wirkung. Gleichwohl hielt sich der BeschwerdefÃ¼hrer weiter in der Schweiz auf. Mit der nicht erfolgten RÃ¼ckkehr des BeschwerdefÃ¼hrers in sein Heimatland sorgten die BeschwerdefÃ¼hrenden selbst dafÃ¼r, dass ein gemeinsames Familienleben in der Schweiz weiterhin mÃ¶glich war. Vor der Einreise des BeschwerdefÃ¼hrers im November 2011 bestand kein â zumindest kein rechtlich geschÃ¼tztes â Familienleben der BeschwerdefÃ¼hrenden. Der BeschwerdefÃ¼hrer lebte zusammen mit seinen zwei Geschwistern bei seinen Eltern im Staat H. Der Integration wÃ¤hrend eines gestÃ¼tzt auf die aufschiebende Wirkung von Rechtsmitteln verbrachten Aufenthalts kommt keine oder nur beschrÃ¤nkte Bedeutung zu (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.3). Dies hat umso mehr fÃ¼r den bewilligungslosen Aufenthalt zu gelten. Die BeschwerdefÃ¼hrenden mussten nach Ablauf der auf Art. 29 AuG gestÃ¼tzten Bewilligung mit der baldigen Ausreise des BeschwerdefÃ¼hrers rechnen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, die medizinische Behandlung insbesondere der psychischen Leiden des BeschwerdefÃ¼hrers kÃ¶nne im Staat H nicht sichergestellt werden. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.7 </b>Einem Schreiben von Dr. med. X vom 2. Oktober 2012 dazu ist zu entnehmen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer unter somatischen, aber auch psychosozialen Problemen leide. Die Knochenerkrankung sei operativ behandelt worden und habe eine sechswÃ¶chige Hospitalisierung in einem Rehabilitationszentrum nach sich gezogen. Auf den 8. Oktober 2012 sei eine Metallentfernung geplant, hernach seien kontinuierliche Kontrollen notwendig â diese seien im Staat H nicht mÃ¶glich. Die familiÃ¤re Situation im Heimatland des BeschwerdefÃ¼hrers sei sodann sehr angespannt. Er bitte deshalb darum, dass die Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers verlÃ¤ngert werde. </p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 4. Februar 2014 fÃ¼hrt Dr. X ferner aus, dass die gesamte Symptomatik beim BeschwerdefÃ¼hrer Ausdruck einer akuten BelastungsstÃ¶rung sei, die zu chronifizieren bzw. in eine depressive StÃ¶rung Ã¼berzugehen drohe. Die anamnetischen Daten verwiesen auf ein eher unstrukturiertes Entwicklungsmilieu auf Seiten der Kindseltern mit Anzeichen eines tiefen Niveaus der wechselseitigen Bindung und psychischer Verwahrlosung. Die BelastungsstÃ¶rung sei als Reaktion auf den drohenden Verlust der Bindung zu seiner Tante zu sehen. Die Tante habe die Rolle einer Ersatz-Elternschaft Ã¼bernommen. Eine erzwungene AuflÃ¶sung dieses familiÃ¤ren und psychologischen AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnisses sei fÃ¼r das gesundheitliche Wohl des Kindes schÃ¤dlich. </p> <p class="Urteilstext">Diese Ãusserungen basieren jedoch einzig auf Aussagen der BeschwerdefÃ¼hrenden, ohne dass weitere AbklÃ¤rungen im Staat H getÃ¤tigt wurden, weshalb auf sie nur beschrÃ¤nkt abgestellt werden kann. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.8 </b>Die Knochenerkrankung des BeschwerdefÃ¼hrers ist in der Schweiz operativ behandelt worden. Wie die Vorinstanz zutreffend ausfÃ¼hrt, kann davon ausgegangen werden, dass die Operationen die gewÃ¼nschten Erfolge gebracht haben. So mag der BeschwerdefÃ¼hrer mÃ¶glicherweise nicht gÃ¤nzlich geheilt sein, doch hat sich sein Gesundheitszustand wesentlich verbessert. Eine Stellungnahme der Klinik Z vom 6. Juli 2011, wo spÃ¤ter die Operation des BeschwerdefÃ¼hrers stattfand, hÃ¤lt fest, dass die Operation des BeschwerdefÃ¼hrers im Staat H nicht durchgefÃ¼hrt werden kÃ¶nne, weshalb ihm eine Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r mindestens sechs bis zwÃ¶lf Monate gewÃ¤hrt werden solle. Diese Aufenthaltsdauer sei notwendig, um die entsprechenden Nachbehandlungen und entsprechenden Nachkontrollen durchfÃ¼hren zu kÃ¶nnen. Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt sich nun bereits seit zweieinhalb Jahren in der Schweiz auf â folglich sollte keine (komplizierte) Nachbetreuung mehr notwendig sein. So heisst es denn auch in der Beschwerde vom 14. April 2014, die Behandlung des BeschwerdefÃ¼hrers sei (zumindest vorlÃ¤ufig) abgeschlossen. Die Knochenerkrankung erfordert folglich keinen weiteren Aufenthalt in der Schweiz. Hieran vermag auch das Schreiben von Dr. X vom 2. Oktober 2012 nichts zu Ã¤ndern, welches in keiner Weise darlegt, weshalb die kontinuierlichen medizinischen Kontrollen im Staat H nicht gewÃ¤hrleitstet werden kÃ¶nnten. Im Zusammenhang mit dem Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestÃ¼tzt auf Art. 29 AuG wurden Ã¼berdies AbklÃ¤rungen an der dortigen UniversitÃ¤tsklinik getÃ¤tigt, wo allfÃ¤llige spÃ¤tere Kontrollen stattfinden kÃ¶nnten, selbst wenn die eigentliche Operation dort nicht mÃ¶glich war. </p> <p class="Urteilstext">Am 6. Juni 2013 brachte die BeschwerdefÃ¼hrerin vor, der BeschwerdefÃ¼hrer bedÃ¼rfe regelmÃ¤ssig Physiotherapie und man mÃ¼sse ihn tÃ¤glich dazu anhalten, seine Ãbungen zu machen. Dies allein lÃ¤sst keinen weiteren Aufenthalt in der Schweiz notwendig erscheinen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.9 </b>Sollte der BeschwerdefÃ¼hrer â wie geltend gemacht â ausserdem noch an seinen FÃ¼ssen operiert werden mÃ¼ssen und eine solche Operation im Staat H nicht mÃ¶glich sein, kÃ¶nnte er erneut ein Gesuch um Aufenthalt gestÃ¼tzt auf Art. 29 AuG stellen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.10 </b>Die geltend gemachten psychosomatischen Beschwerden und depressiven Symptome stellen BeeintrÃ¤chtigungen dar, welche gemÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung â entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrenden â auch im Staat H behandelt werden kÃ¶nnen<span>. Der blosse Umstand, dass das Gesundheits- oder Sozialversicherungswesen in einem anderen Staat allenfalls nicht mit demjenigen in der Schweiz vergleichbar ist und die hiesige medizinische Versorgung einem hÃ¶heren Standard entspricht, kann nicht die Unzumutbarkeit der RÃ¼ckkehr zur Folge haben (BGE 128 II 200 E. 5.3; BGr, 27. November 2013, 2C_476/2013, E. 2 â </span>10. <span>Januar 2013, 2C_930/2012, E. 4.4.3 â 6. Juni 2011, 2C_833/2011, E. 3.3.2). </span>Die finanziellen Schwierigkeiten, welche sich mit der medizinischen Behandlung des BeschwerdefÃ¼hrers allenfalls fÃ¼r dessen Familie ergeben, kÃ¶nnten durch die BeschwerdefÃ¼hrerin gemildert werden, kommt sie doch auch aktuell fÃ¼r den Lebensunterhalt des BeschwerdefÃ¼hrers auf. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.11 </b>Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist die RÃ¼ckkehr in sein Heimatland zumutbar. Er kann dort bei seinen Eltern <span>â</span> wie bis November 2011 zusammen mit seinen Geschwistern <span>â</span> leben und durch jene betreut werden. Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, den Eltern des BeschwerdefÃ¼hrers sei es nicht mÃ¶glich, sich um ihren Sohn zu kÃ¼mmern, da dessen Vater psychische Probleme habe und die Mutter arbeitslos sei. Hierzu sei nochmals angemerkt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin allenfalls finanzielle Hilfe bieten kÃ¶nnte. Die Vorbringen sind Ã¼berdies zu wenig substanziiert. </p> <p class="Urteilstext">Es kann davon ausgegangen werden, dass der BeschwerdefÃ¼hrer mit den VerhÃ¤ltnissen im Staat H nach wie vor vertraut ist; denn er lebt erst seit Kurzem in der Schweiz und besuchte in dieser Zeit sein Heimatland. Die Gesundheit des BeschwerdefÃ¼hrers steht einer RÃ¼ckkehr in den Staat H wie ausgefÃ¼hrt nicht entgegen. Selbst wenn die gesellschaftlichen VerhÃ¤ltnisse fÃ¼r Menschen mit Behinderungen in der Schweiz optimaler sein sollten als im Staat H, vermÃ¶chte dies keinen Aufenthaltsanspruch in der Schweiz zu vermitteln. Die EinschrÃ¤nkungen, mit welchen der BeschwerdefÃ¼hrer nach den geglÃ¼ckten Operationen noch zu kÃ¤mpfen hat, sind nicht Ã¼bermÃ¤ssig. Den langen Schulweg musste er bereits vor seiner Operation bewÃ¤ltigen. Seine Eltern kÃ¶nnten ihm hierbei mÃ¶glicherweise behilflich sein. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.12 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin kann ihr Pflegekind und Neffen wie vor dessen Einreise in seinem Heimatland besuchen und den Kontakt mittels Telekommunikation aufrecht erhalten. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.13 </b>Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Ã¶ffentliche Interesse vorliegend die privaten der BeschwerdefÃ¼hrenden Ã¼berwiegt. Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist es zumutbar, zu seinen Eltern zurÃ¼ck ins Heimatland zu reisen. Er kann keinen Aufenthaltsanspruch aus Art. 8 EMRK ableiten.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer ist das Pflegekind der BeschwerdefÃ¼hrerin. Da keine Adoption durch seine Tante geplant ist, kann er aber aus Art. 48 Abs. 1 AuG, nach welchem Pflegekinder Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung einer Aufenthaltsbewilligung haben, wenn ihre Adoption in der Schweiz vorgesehen ist (lit. a), die zivilrechtlichen Voraussetzungen fÃ¼r die Aufnahme von Pflegekindern zur Adoption erfÃ¼llt sind (lit. b) und ihre Einreise fÃ¼r den Zweck der Adoption rechtmÃ¤ssig erfolgt ist (lit. c), nichts zu seinen Gunsten ableiten. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, dem BeschwerdefÃ¼hrer sei gestÃ¼tzt auf Art. 30 Abs. 1 lit. c AuG eine Aufenthaltsbewilligung zu gewÃ¤hren. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Art. 30 Abs. 1 lit. c AuG ist nur auf Pflegekinder anwendbar, bei denen â wie beim BeschwerdefÃ¼hrer â keine Adoption in der Schweiz vorgesehen ist (vgl. auch Andrea Good/Titus Bosshard in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 30 N. 20). </p> <p class="Urteilstext">Nach dem besagten Artikel kann von den Zulassungsvoraussetzungen (Art. 18â29 AuG) abgewichen werden, um den Aufenthalt von Pflegekindern zu regeln. Art. 33 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit (VZAE, SR 142.201) prÃ¤zisiert diese Bestimmung und hÃ¤lt fest, dass Pflegekindern Aufenthaltsbewilligungen erteilt werden kÃ¶nnen, wenn die zivilrechtlichen Voraussetzungen fÃ¼r die Aufnahme von Pflegekindern erfÃ¼llt sind. GemÃ¤ss Art. 6 Abs. 1 der Pflegekinderverordnung vom 19. Oktober 1977 (PAVO, SR 211.222.338) kann ein auslÃ¤ndisches Kind, das bisher im Ausland gelebt hat, wenn keine Adoption angestrebt wird, in der Schweiz nur aufgenommen werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (Art. 6 Abs. 1). Die Pflegeeltern mÃ¼ssen sodann eine schriftliche ErklÃ¤rung des nach dem Recht des Herkunftslandes des Kindes zustÃ¤ndigen gesetzlichen Vertreters vorlegen, in der dieser angibt, zu welchem Zweck das Kind in der Schweiz untergebracht werden soll (Abs. 2 Satz 1). Die Pflegeeltern mÃ¼ssen sich schriftlich verpflichten, ohne RÃ¼cksicht auf die Entwicklung des PflegeverhÃ¤ltnisses fÃ¼r den Unterhalt des Kindes in der Schweiz wie fÃ¼r den eines eigenen aufzukommen und dem Gemeinwesen die Kosten zu ersetzen, die es an ihrer Stelle fÃ¼r den Unterhalt des Kindes getragen hat (Abs. 3). </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss bundesbehÃ¶rdlicher Praxis wird die Aufnahme eines Kindes aber nur zugelassen, wenn es sich um eine Vollwaise handelt oder wenn die verwandte Person oder die Betreuungsperson erwiesenermassen ausserstande ist, diese Aufgabe auch kÃ¼nftig zu erfÃ¼llen; eine weitere Bedingung liegt in der UnmÃ¶glichkeit, im Herkunftsland eine andere, dem Kindeswohl angepasste LÃ¶sung anzubahnen (Weisungen des Bundesamts fÃ¼r Migration, I. AuslÃ¤nderbereich, Ziffer 5.4.4.5, Version vom 25. Oktober 2013, abrufbar unter www.bfm.admin.ch/content/dam/data/bfm/rechtsgrundlagen/weisungen/auslaender/weisungen-aug-d.pdf [auch zum Folgenden]). Bei Kindern Ã¼ber zwÃ¶lf Jahren ist insbesondere auch zu prÃ¼fen, ob nicht eine Umgehung der Zulassungsvoraussetzungen vorliegt. Die Praxis betreffend nachtrÃ¤glichen Familiennachzug gilt hier sinngemÃ¤ss (vgl. Art. 47 Abs. 4 AuG sowie beispielsweise BGr, 6. Januar 2014, 2C_485/2013, E. 2.3, und 19. September 2012, 2C_132/2012, E. 2.3.1). Der Hauptzweck von Art. 33 VZAE besteht darin, einem Kind zu einem angemessenen familiÃ¤ren und sozialen Umfeld zu verhelfen. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>Aus Art. 33 VZAE in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 lit. c AuG fliesst kein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung (Marc Spescha et al., Migrationsrecht, 3. A., ZÃ¼rich 2012, Art. 48 N. 3). Auch nach erfolgter Einreise kann die MigrationsbehÃ¶rde den Aufenthalt von Pflegekindern, bei welchen keine Adoption geplant ist, im Rahmen des Ermessens beurteilen (Art. 96 AuG). Die AuslÃ¤nderbehÃ¶rde ist dabei nicht an die Entscheide von â schweizerischen oder auslÃ¤ndischen â ZivilbehÃ¶rden gebunden; sie braucht deren Beurteilung nicht zu berÃ¼cksichtigen. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b>Die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde bewilligte der BeschwerdefÃ¼hrerin am 20. Februar 2012 gestÃ¼tzt auf Art. 4 und 5 PAVO sowie § 5 der (kantonalen) <span>Verordnung Ã¼ber die PflegekinderfÃ¼rsorge </span>vom 11. <span>September 1969 (LS 852.22</span>) die Aufnahme des BeschwerdefÃ¼hrers als Pflegekind. Sie prÃ¼fte folglich nicht, ob ein wichtiger Grund im Sinn von Art. 6 PAVO fÃ¼r die Aufnahme als Pflegekind vorlag. Im Zeitpunkt der Bewilligung der Aufnahme des BeschwerdefÃ¼hrers als Pflegekind war er denn auch in Besitz einer Kurzaufenthaltsbewilligung. Nach Ablauf der Kurzaufenthaltsbewilligung hÃ¤tte er die Schweiz aber verlassen mÃ¼ssen. Ob die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde die Bewilligung der Aufnahme des BeschwerdefÃ¼hrers als Pflegekind deshalb nur unter dem Vorbehalt einer gÃ¼ltigen Aufenthaltsbewilligung und unter den Voraussetzungen von Art. 6 PAVO hÃ¤tte erteilen dÃ¼rfen (vgl. BGr, 24. September 2012, 2C_56/2012, E. 5.4.3), kann letztlich unbeantwortet bleiben, ist der Beschwerdegegner doch ohnehin nicht an den Entscheid dieser BehÃ¶rde gebunden. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.5 </b>BehÃ¶rden kÃ¶nnen auslÃ¤ndischen (Pflege-)Kindern, welche nicht adoptiert werden sollen, eine Aufenthaltsbewilligung erteilen. Bei dieser Bestimmung wurde an FÃ¤lle gedacht, wo ein auslÃ¤ndisches Kind Vollwaise ist und keine Betreuung im Heimatland mehr sichergestellt werden kann. Dies trifft im vorliegenden Fall wie dargestellt nicht zu. Die Eltern des BeschwerdefÃ¼hrers leben im Staat H, wo er bis November 2011 zusammen mit seinen Geschwistern ebenfalls lebte. Dass die Beziehung zu seiner Tante inzwischen eine sehr enge ist, Ã¤ndert nichts an dem Umstand, dass seine Betreuung auch im Heimatland im Schoss seiner Kernfamilie mÃ¶glich ist. Es kann daher nicht als rechtsverletzend erachtet werden, wenn der Beschwerdegegner im vorliegenden Fall gestÃ¼tzt auf Art. 30 Abs. 1 lit. c AuG dem BeschwerdefÃ¼hrer keine Aufenthalts­bewilligung erteilt. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen weiter geltend, dem BeschwerdefÃ¼hrer sei gestÃ¼tzt auf Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Auch Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG ist als Kann-Vorschrift formuliert. Da die Anwendung dieser Be­stimmung im Ermessen der MigrationsbehÃ¶rden liegt, vermittelt sie keinen Rechtsanspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Bei der ErmessensausÃ¼bung haben die MigrationsbehÃ¶rden gemÃ¤ss Art. 96 Abs. 1 AuG die Ã¶ffentlichen Interessen und die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse sowie den Grad der Integration der AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder zu berÃ¼cksichtigen. Die Ã¶ffentlichen Interessen werden durch Art. 3 Abs. 1 und 3 AuG konkretisiert. Bei der Beurteilung, ob eine Aufenthaltsbewilligung wegen eines schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls im Sinn von Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG zu erteilen ist, sind nach Art. 31 Abs. 1 VZAE namentlich die Integration der gesuchstellenden Person, die Respektierung der Rechtsordnung durch diese, die FamilienverhÃ¤ltnisse, insbesondere der Zeitpunkt der Einschulung und die Dauer des Schulbesuchs der Kinder, die finanziellen VerhÃ¤ltnisse sowie der Wille zur Teilhabe am Wirtschaftsleben und zum Erwerb von Bildung, die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz, der Gesundheitszustand und die MÃ¶glichkeiten fÃ¼r eine Wiedereingliederung im Herkunftsstaat zu berÃ¼cksichtigen. Ein solcher HÃ¤rtefall ist nicht schon deswegen anzunehmen, weil der betreffende AuslÃ¤nder sich seit lÃ¤ngerer Zeit in der Schweiz aufgehalten hat, hier sozial und beruflich gut integriert ist und sein Verhalten zu keinen Klagen Anlass gegeben hat. Verlangt wird, dass sich der AuslÃ¤nder in einer persÃ¶nlichen Notlage befindet; seine Lebens- und Daseinsbedingungen mÃ¼ssen gemessen am durchschnittlichen Schicksal von AuslÃ¤ndern in gesteigertem Masse in Frage gestellt sein (BGE 130 II 39 [= Pra 93/2004 Nr. 140] E. 3; BGr, 11. August 2006, 2A.385/2006, E. 2.2; Peter Uebersax, Einreise und Anwesenheit, in: Uebersax et al., S. 221 ff., Rz. 7.192). </p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Vorliegend bestehen keine Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen in unzulÃ¤ssiger Weise ausgeÃ¼bt hat. Es kann auf ihre AusfÃ¼hrungen verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG) und im Ãbrigen im Wesentlichen auf das oben Erwogene. Demnach ist der Schluss von Beschwerdegegner und Vorinstanz, dem BeschwerdefÃ¼hrer im Rahmen von Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG keine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, nicht rechtsverletzend.</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">Die von der Vorinstanz angesetzte Ausreisefrist ist noch nicht abgelaufen und kann so belassen werden. Sollte allerdings ein Weiterzug dieses Urteils an das Bundesgericht erfolgen und Letzteres dem Rechtsmittel aufschiebende Wirkung verleihen, hat der Beschwerde­fÃ¼hrer sich bei einem den Wegweisungspunkt nicht Ã¤ndernden bundesgerichtlichen End­entscheid binnen zweier Monate ab dessen Datum aus dem Land zu entfernen.</p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten je zur HÃ¤lfte den BeschwerdefÃ¼hrenden aufzuerlegen, wobei sie solidarisch fÃ¼reinander haften; eine ParteientschÃ¤digung ist nicht zuzusprechen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 sowie § 14 und § 17 Abs. 2 VRG; Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 14 N. 6 und 11).</p> <p class="Erwgung1"><b>10. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung im nachstehenden VerfÃ¼gungsdispositiv ist Folgendes zu erlÃ¤utern:</p> <p class="Urteilstext">Soweit ein Bewilligungsanspruch des BeschwerdefÃ¼hrers geltend gemacht werden will, ist Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zu erheben (vgl. Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG e contrario; BGE 139 I 330 E. 1.1; Daniela Thurnherr in: Caroni/GÃ¤chter/Thurnherr, Art. 112 N. 39 ff.; Thomas HÃ¤berli, Basler Kommentar, 2011, Art. 83 BGG N. 64 ff.). Andernfalls steht lediglich die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG zu Gebot (siehe zu ihrer hier besonders beschrÃ¤nkten Reichweite Peter NiderÃ¶st, Sans-Papiers in der Schweiz, in: Uebersax et al., S. 373 ff., Rz. 9.33; Thurnherr, Art. 112 N. 72â75; HÃ¤berli, Art. 83 N. 61); das trifft insbesondere im Zusammenhang mit dem Wegweisungspunkt zu (Art. 83 lit. c Ziff. 2 und 4 BGG; Thurnherr, Art. 112 N. 62; BGr, 3. August 2012, 2C_673/2011, E. 1.4).</p> <p class="Urteilstext">Das Ergreifen beider Rechtsmittel hÃ¤tte laut Art. 119 Abs. 1 BGG in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </p> <p class="Einzug2">2. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird im Sinn der ErwÃ¤gung 8 Abs. 2 aus der Schweiz weggewiesen.</p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander je zur HÃ¤lfte auferlegt.</p> <p class="Einzug2">5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen. </p> <p class="Einzug2">6. Gegen diesen Entscheid kann im Sinn der ErwÃ¤gung 10 Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">7. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>