<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00204</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204082&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00204</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.03.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kriteriengewichtung: Zur Beurteilung der Angebote erforderliche Abklärungen Die Angemessenheit des Vergabeentscheids bezüglich der Zuschlagskriterien kann durch das Verwaltungsgericht nicht überprüft werden (Art. 16 Abs. 2 IVöB; § 50 Abs. 3 VRG) (E. 2.2). Die Wahl der zur Evaluation eingesetzten Mittel steht der Vergabebehörde grundsätzlich frei. Das Verfahren muss einerseits eine sachliche Bewertung gewährleisten. Anderseits darf darauf geachtet werden, dass der Aufwand für die Beurteilung in einem vernünftigen Verhältnis zur Bedeutung der Beschaffung bleibt. Vertretbarkeit der getroffenen Bewertung bezüglich Bedienungsfreundlichkeit des Produkts (E. 2.3.3). Vertretbarkeit des Punkteabzugs bei einem weiteren, qualitätsbezogenen Zuschlagskriterium (E. 2.4). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFWAND">AUFWAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSSPIELRAUM">ERMESSENSSPIELRAUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EVALUATION">EVALUATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAGSKRITERIEN">ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 16 Abs. II IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">§ 50 Abs. III VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Mit einer Ausschreibung vom 14. MÃ¤rz 2003 erÃ¶ffnete die Stadt ZÃ¼rich die Submission zur Beschaffung von mindestens 35 Unterflur-Containern fÃ¼r die Abfallentsorgung in der ZÃ¼rcher Altstadt. ZusÃ¤tzlich zum Grundauftrag (als Los 1 bezeichnet) sah die Ausschreibung als Option einen Auftrag fÃ¼r die Gestaltung der oberirdischen Verkleidung der Container vor (Los 2). Innert Frist gingen Offerten von sechs Anbietern ein, darunter der A AG. Mit VerfÃ¼gung vom 21. Mai 2003 vergab der Direktor von Entsorgung + Recycling ZÃ¼rich den Auftrag an die D AG. Der Entscheid wurde den Ã¼brigen Anbietenden gleichentags schriftlich erÃ¶ffnet. </p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit einer vom 23. Mai 2003 datierten Eingabe (Poststempel vom 30. Mai 2003) erhob die </span>A AG<span> beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen die ZuschlagsverfÃ¼gung von Entsorgung + Recycling ZÃ¼rich und beantragte, die Leistungen aus Los 1 seien an sie zu vergeben und die Leistungen aus Los 2 mit ergÃ¤nzenden Angaben neu auszuschreiben. Die Beschwerdegegnerin stellte in ihrer Beschwerdeantwort vom 14. Juli 2003 Antrag auf Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</span></p> <p class="Urteilstext">In der Replik vom 29. September und der Duplik vom 4. November 2003 hielten die Parteien an ihren AntrÃ¤gen fest. Die Mitbeteiligte nahm zu keinem Zeitpunkt zur Beschwerde Stellung.</p> <p class="Urteilstext"><span>Am 14. Oktober 2003 teilte die Beschwerdegegnerin dem Gericht mit, dass der Vertrag mit der Mitbeteiligten inzwischen abgeschlossen sei. </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen in der vorliegend noch anwendbaren Fassung vom 25. November 1994 (aIVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 22. September 1996 (aIVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die Beschwerdegegnerin legte in den Ausschreibungsunterlagen folgende Zuschlagskriterien fest:</span></p> <p class="EinzugZitat">Zuschlagskriterien Los 1: Unterflur-Container</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> Preis (â¦) 40 %<br/> <br/> </p> <p class="EinzugZitat"> Bedienungsfreundlichkeit aus Sicht der Logistik, 30 %<br/> insbesondere in Bezug auf die Leerung des Unter-<br/> flur-Containers (Personal- und Zeitaufwand)</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> QualitÃ¤t des Unterflur-Containers in Bezug auf 20 %<br/> Materialien und Verarbeitung</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> Bedienungsfreundlichkeit aus Sicht der Benutze- 10 %<br/> rinnen und Benutzer, welche den Unterflur-<br/> Container benutzen</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">Zuschlagskriterien Los 2: sichtbare Verkleidung</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> Ãsthetik und FunktionalitÃ¤t der sichtbaren 70 %<br/> Verkleidung</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> Preis der sichtbaren Verkleidung (â¦) 30 %</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Angebot der Mitbeteiligten fÃ¼r das Los 1 wurde in allen Kriterien ausser beim Preis mit der maximalen Punktzahl bewertet. Dasjenige der BeschwerdefÃ¼hrerin erhielt beim Kriterium "Bedienungsfreundlichkeit aus Sicht der Logistik" nur 20 von 30 mÃ¶glichen Punkten und beim Kriterium "QualitÃ¤t in Bezug auf Materialien und Verarbeitung" nur 15 von 20 Punkten. Sie beanstandet die AbzÃ¼ge von 10 bzw. 5 Punkten als ungerechtfertigt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Der VergabebehÃ¶rde steht beim Urteil darÃ¼ber, welches Angebot anhand der Zuschlagskriterien das wirtschaftlich gÃ¼nstigste sei, ein erheblicher Ermessensspielraum zu (VGr, 7. Juli 1999, ZBl 2000, S. 271 = BEZ 1999 Nr. 26 E. 6a, mit Hinweisen). In dieses Ermessen greift das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 aIVÃ¶B; vgl. auch § 50 Abs. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]), nicht ein. Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a aIVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 2 lit. c VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Den Abzug beim Kriterium "Bedienungsfreundlichkeit aus Sicht der Logistik" begrÃ¼ndet die Beschwerdegegnerin damit, dass der Leerungsvorgang mit den Containern der BeschwerdefÃ¼hrerin lÃ¤nger dauere und mehr Arbeitsschritte erfordere als mit jenen der Mitbeteiligten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Beim Produkt der BeschwerdefÃ¼hrerin ist der InnenbehÃ¤lter des Containers, der zur Leerung herausgehoben wird, als flexibler Sack ausgefÃ¼hrt, der zur Leerung durch Ziehen an einer Reissleine geÃ¶ffnet und nach der Leerung wieder von Hand geschlossen wird. Der InnenbehÃ¤lter der Mitbeteiligten besteht dagegen aus Stahlblech und verfÃ¼gt zur Leerung Ã¼ber eine Bodenklappe, die sich mechanisch (Ã¼ber die Kranhydraulik des Leerungsfahrzeugs) Ã¶ffnen und schliessen lÃ¤sst. Die Beschwerdegegnerin betrachtet das System der Mit­beteiligten, bei dem die Leerung ohne manuelle Handlungen durchgefÃ¼hrt wird, als bedienungsfreundlicher als jenes der BeschwerdefÃ¼hrerin. Sie geht auch davon aus, dass die Leerung auf diese Weise rascher vonstatten gehe als bei der AusfÃ¼hrung der BeschwerdefÃ¼hrerin, wenngleich zum Zeitbedarf bei beiden Systemen keine konkreten Angaben vorliegen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht dazu geltend, dass die Mitbeteiligte nicht nur ein mechanisches, sondern auch ein manuelles System produziere, und es sei nicht klar, welches der beiden ihrem Angebot entspreche. Aus der Darstellung der Beschwerdegegnerin geht jedoch ohne weiteres hervor, dass es sich um das mechanische System handeln muss, was sie in der Duplik ausdrÃ¼cklich bestÃ¤tigt. Es besteht kein Anlass, an diesen Angaben zu zweifeln.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.2 </span></b><span>Des weitern fÃ¼hrt die BeschwerdefÃ¼hrerin aus, eine saubere Entleerung des Containers der Mitbeteiligten in die SchÃ¼ttung eines normalen Kehrichtfahrzeugs sei kaum mÃ¶glich, weil der Container wegen der Klappe in solcher HÃ¶he geÃ¶ffnet werden mÃ¼sse, dass ein Teil des Kehrichts neben die SchÃ¼ttung falle. Werde der Container tiefer gesenkt, behindere der herabhÃ¤ngende Deckel die hydraulische Vorrichtung, mit welcher der Kehricht aus der SchÃ¼ttung in den vorderen Teil des Leerungsfahrzeugs geschaufelt werde. Dieser Vorgang mÃ¼sse wÃ¤hrend einer Leerung mehrmals wiederholt werden, weil die SchÃ¼ttung nur ca. 1,5 m<sup>3</sup> aufnehme, der Container jedoch ein Volumen von ca. 5 m<sup>3</sup> umfasse.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerdegegnerin stellt zu diesen EinwÃ¤nden fest, dass von Anfang an vorgesehen gewesen sei, an den Leerungsfahrzeugen Einlenkhilfen in Form von Kunststoffschienen oder -flÃ¤chen anzubringen. Mit dieser Anpassung werde unabhÃ¤ngig vom verwendeten Container-System gewÃ¤hrleistet, dass der Abfall in die vorgesehenen BehÃ¤lter falle. Im Ãbrigen sei der Durchmesser des zu leerenden InnenbehÃ¤lters bei der BeschwerdefÃ¼hrerin derselbe wie bei der Mitbeteiligten, und es sei nicht einzusehen, weshalb der Abfall beim einen System neben das Leerungsfahrzeug geraten solle, wenn dies beim andern nicht der Fall sei. Ohnehin werde der Abfall in SÃ¤cken, nicht in Einzelteilen, gesammelt. Schliesslich sei die hydraulische Pressung des in der SchÃ¼ttung befindlichen Abfalls ohne BerÃ¼hrung des Containers bzw. des Deckels mÃ¶glich. Die Pressschaufel sei schon aus SicherheitsgrÃ¼nden so konzipiert, dass sie nirgends mit Containern, GerÃ¤ten oder Personen in Kontakt geraten kÃ¶nne.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Gericht kann den von den Parteien dargestellten Sachverhalt nicht im Einzelnen Ã¼berprÃ¼fen. Die Beschwerdegegnerin hat den Leerungsvorgang jedoch durch ihre erfahrenen Fachleute anhand der von den Anbietern gelieferten Unterlagen Ã¼berprÃ¼fen lassen, und es ist unwahrscheinlich, dass bei diesem Vorgehen derart elementare MÃ¤ngel, wie sie die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht, Ã¼bersehen wurden. Jedenfalls ergeben sich aus der Sachdarstellung der Parteien keine Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass die Beschwerdegegnerin das ihr in der Beurteilung dieser technischen Fragen zustehende Ermessen Ã¼berschritten hÃ¤tte.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei dieser Sachlage kann die BeschwerdefÃ¼hrerin auch aus der zusammenfassenden GegenÃ¼berstellung der LeerungsvorgÃ¤nge, die sie in der Replik aufgefÃ¼hrt hat, nichts zu ihren Gunsten ableiten. Die GegenÃ¼berstellung beruht auf ungÃ¼nstigen Annahmen Ã¼ber das Sys­tem der Mitbeteiligten, die nach dem Gesagten nicht zu Grunde gelegt werden dÃ¼rfen, und sie vermag das Erfordernis zusÃ¤tzlicher manueller Arbeitsschritte beim System der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht zu widerlegen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.3 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bemÃ¤ngelt schliesslich, dass die Beschwerdegegnerin keine Echtzeit-Vergleiche der angebotenen Systeme vorgenommen, sondern diese bloss anhand der eingereichten Unterlagen beurteilt habe. Sie beantragt, dass ein Echtzeit-Vergleich im Rahmen eines Augenscheins des Verwaltungsgerichts durchgefÃ¼hrt werde. Der VergabebehÃ¶rde steht es jedoch grundsÃ¤tzlich frei, mit welchen Mitteln sie die Evaluation der angebotenen Produkte vornehmen will, solange das eingeschlagene Verfahren geeignet ist, eine sachliche Bewertung zu gewÃ¤hrleisten. Dabei darf auch berÃ¼cksichtigt werden, dass der Aufwand fÃ¼r die Beurteilung in einem vernÃ¼nftigen VerhÃ¤ltnis zur Bedeutung der Beschaffung bleiben muss. Vorliegend geht es um die Beschaffung von zunÃ¤chst 35 Containern im Gesamtwert von rund Fr. 200'000.-. Ein Echtzeit-Vergleich der angebotenen Sys­teme unter praxisnahen Bedingungen hÃ¤tte zweifellos einen erheblichen Aufwand erfordert. Wenn die Beschwerdegegnerin unter diesen UmstÃ¤nden zur Auffassung gelangte, dass eine Beurteilung der Angebote durch ihre Fachleute anhand der eingereichten Unterlagen genÃ¼ge, so ist dieses Vorgehen nicht zu beanstanden. FÃ¼r die nachtrÃ¤gliche DurchfÃ¼hrung eines entsprechenden Vergleichstests im Rahmen eines gerichtlichen Augenscheins besteht ebenso wenig Anlass.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin vorgenommene Abzug von 10 Punkten (von 30 mÃ¶glichen Punkten) beim Kriterium "Bedienungsfreundlichkeit aus Sicht der Logistik" war daher gerechtfertigt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Den Abzug von 5 Punkten beim Zuschlagskriterium "QualitÃ¤t in Bezug auf Materialien und Verarbeitung" begrÃ¼ndete die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort damit, dass das System der BeschwerdefÃ¼hrerin aus verschiedenen Einzelteilen (Innensack aus Polyester und PE-Deckel) bestehe und deshalb anfÃ¤lliger sei als das System der Mitbeteiligten, bei welchem der InnenkÃ¶rper und der Deckel aus einem einzigen Teil (rostfreiem Stahl) bestehe. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet ein, dass der leichte Innensack aus Polyester eine Schutzbeschichtung besitze, welche Verletzungen der Haut verhindere. Ein Sys­tem aus mehreren Teilen habe zudem den Vorteil, dass einzelne Teile ersetzt werden kÃ¶nnten. Auch trete bei beiden Systemen FlÃ¼ssigkeit aus dem InnenbehÃ¤lter aus; die Klappen des BehÃ¤lters der Mitbeteiligten liessen sich ebenfalls nicht dicht schliessen. Dazu fÃ¼hrt die Beschwerdegegnerin in der Duplik aus, der Stahlcontainer der Mitbeteiligten besitze unten zwei Auffangwannen fÃ¼r den RÃ¼ckhalt der FlÃ¼ssigkeit, welche erst Ã¼ber dem Leerungsfahrzeug geÃ¶ffnet wÃ¼rden; beim System der BeschwerdefÃ¼hrerin mÃ¼sse dagegen regelmÃ¤ssig FlÃ¼ssigkeit aus dem eingebauten AussenbehÃ¤lter abgesaugt werden. Ferner seien auch beim System der Mitbeteiligten Einzelteile ersetzbar.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hierzu ist vorweg festzuhalten, dass die BegrÃ¼ndung des Vergabeentscheids grundsÃ¤tzlich mit der Duplik nicht mehr ergÃ¤nzt werden kann (VGr, 4. Juni 2003, BEZ 2003 Nr. 50). Ferner erscheint fraglich, ob es zulÃ¤ssig ist, die Undichtigkeit des aus einem Sack bestehenden InnenbehÃ¤lters der BeschwerdefÃ¼hrerin, die nach Angaben der Beschwerdegegnerin zu einem zusÃ¤tzlichen Wartungsbedarf bei den AussenbehÃ¤ltern fÃ¼hrt (Absaugen der ausgetretenen FlÃ¼ssigkeit), beim Kriterium "QualitÃ¤t in Bezug auf Materialien und Verarbeitung" zu berÃ¼cksichtigen. Die Undichtigkeit ist offenbar systembedingt und nicht auf SchwÃ¤chen des Materials zurÃ¼ckzufÃ¼hren, und sie hÃ¤tte daher eher beim Kriterium "Bedienungsfreundlichkeit aus Sicht der Logistik" bewertet werden mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Abgesehen davon erscheint jedoch die Annahme der Beschwerdegegnerin, dass ein BehÃ¤lter aus verzinktem Stahlblech robuster sei als ein Kunststoffsack, zumindest als vertretbar. Die Antwort auf diese Frage ist allerdings fÃ¼r den Entscheid nicht ausschlaggebend, da das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin in der Gesamtbewertung auch dann noch hinter jenem der Mitbeteiligten zurÃ¼cklÃ¤ge, wenn auf den Abzug von 5 Punkten bei diesem Kriterium verzichtet wÃ¼rde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach dem Gesagten ergeht der Grundauftrag fÃ¼r die Unterflurcontainer (Los 1) zu Recht an die Mitbeteiligte. Da bei dem von ihr angebotenen System keine zusÃ¤tzliche oberirdische Verkleidung (Los 2) erforderlich ist, kommt das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin auch beim Zusatzauftrag fÃ¼r das Los 2 nicht zum Zug. Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin hat somit nicht die Option auf den Zusatzauftrag zur Vergabe des Grund­auftrags gefÃ¼hrt, und es besteht auch kein Anlass fÃ¼r die von ihr beantragte neue Ausschrei­bung von Los 2.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Auf die AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin zur Bewertung der oberirdischen Verkleidung ist damit nicht einzugehen. Anzumerken ist immerhin, dass eine Gewichtung der Ãsthe­tik mit 70 % gegenÃ¼ber dem Preis mit 30 % bei einem Produkt dieser Art, das vor allem Ã¤sthetischen AnsprÃ¼chen zu genÃ¼gen hat und dessen Kosten im VerhÃ¤ltnis zur gesamten Beschaffung relativ gering sind, durchaus zulÃ¤ssig ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde erweist sich damit als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. AusgangsgemÃ¤ss wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig, und sie hat der Beschwerdegegnerin eine angemessene EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe des Beschwerdeverfahrens zu entrichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Bei der Bemessung der ParteientschÃ¤digung ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die Beschwerdegegnerin mit der Beschwerdeantwort im Wesentlichen nur die<br/> â von ihr ohnehin geschuldete â BegrÃ¼ndung des Vergabeentscheids nachgeholt hat; in Betracht fÃ¤llt daher vor allem noch der Aufwand, der ihr mit der Ausarbeitung der Duplik entstanden ist.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'210.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Verfahrenskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt. </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des vorliegenden Entscheids.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>