<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00489</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204853&amp;W10_KEY=4467139&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00489</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.03.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Festsetzung Strassenprojekt</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verzicht auf Strassenprojekt: <br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E.1). Da Verkehrsbaulinien bereits in einem vorausgehenden umfassenden gerichtlichen Verfahren angefochten werdenk können, fragt es sich, welche Rügen in einem Projektanfechtungsverfahren noch zulässig sind. Die grundsätzliche Abwägung zwischen dem Interesse am Strassenbau und den dafür zu enteignenden Grundeigentümern soll im Verfahren betreffend Festsetzung der Baulinien stattfinden. Eine Beschränkung der im Projektanfechtungsverfahren zulässigen enteignungsrechtlichen Rügen ist jedoch nur dann am Platz, wenn eine Baulinie im Hinblick auf ein bereits hinreichend konkretisiertes Strassenprojekt festgesetzt wurde. Die Baulinien wurden vorliegend 1952 festgesetzt, weshalb die Rügen der Beschwerdeführerin ohne Einschränkung zu prüfen sind (E.2.1). Wird das öffentliche Intresse am Projekt als solchem im Projektanfechtungsverfahren voll überprüft, so lässt sich dem Projekt umgekehrt nicht entgegenhalten, es müsse dem ursprünglichen Zweck der bestehenden Baulinie entsprechen. Der vorliegend durch die Einrichtung einer Haltestelle des öffentlichen Verkehrs notwendige Strassenausbau entspricht dem Zweck der Baulinie (E.2.2). Für das strittige Strassenprojekt besteht ein gewichtiges öffentliches Interesse von zentraler verkehrsplanerischer Bedeutung (E.2.3). Die Verlegung der Tramhaltestelle erweist sich als zweckmässig (E.2.4). Das Projekt entspricht dem Anliegen der Verkehrssicherheit (E.2.5). Städtebauliche Aspekte stehen dem Projekt nicht entgegen (E.2.6). Das öffentliche Interesse am Strassenprojekt überwiegt das private Interesse der Beschwerdeführerin (E.2.7). Auch dem Eventualantrag der Beschwerdeführerin, die neue Haltestelle sei um mindestens 2 m Richtung Sihl zu verschieben stehen gewichtige Interessen der Verkehrssicherheit entgegen (E.3.2). Das Strassenprojekt ordnet sich ausreichend ein (E.3.3). Abweisung der Beschwerde und Kostenfolge (E.5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAULINIE">BAULINIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAULINIE">BAULINIE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTEIGNUNG">ENTEIGNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHES INTERESSE">ÃFFENTLICHES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: SONDERNUTZUNGSPLÃNE">SONDERNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SONDERNUTZUNGSPLÃNE">SONDERNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STÃDTEBAU">STÃDTEBAU</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENPROJEKT">STRASSENPROJEKT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TRAM">TRAM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSBAULINIEN">VERKEHRSBAULINIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWECKBESTIMMUNG">ZWECKBESTIMMUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 96 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 96 Abs. II lit. a PBG</span><br/><span class="gerade">§ 238 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 14 StrassG</span><br/><span class="gerade">§ 18 StrassG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 StrassG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2005 Nr. 57 S. 149</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Stadtrat ZÃ¼rich setzte am 29. Oktober 2003 ein Strassenbauprojekt mit Landerwerb an der Kasernenstrasse, Verschiebung Haltestelle </span><span>"</span><span>Kaserne</span><span>"</span><span>, Neugestaltung der StrassenrÃ¤ume und Anpassung der Tram- und BuslinienfÃ¼hrung fest (Disp.-Ziff. 1). Dabei behandelte er gleichzeitig eine Einsprache, welche die von der Landabtretung betroffene EigentÃ¼merin des GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 01 A AG erhoben hatte. Deren Hauptantrag, wonach auf das Strassenprojekt zu verzichten sei, sowie den Eventualantrag auf eine ProjektÃ¤nderung in dem Sinne, dass das Vorgartengebiet und die Zu- und WegfahrtmÃ¶glichkeiten auf ihrem GrundstÃ¼ck nicht tangiert wÃ¼rden, wies der Stadtrat ganz ab (Disp.-Ziff. 2). Der Subeventualantrag, wonach die Enteignerin zu einer vollen EntschÃ¤digung und zur DurchfÃ¼hrung der erforderlichen Anpassungsarbeiten auf ihre Kosten zu verpflichten sei, wurde teilweise in das kantonale SchÃ¤tzungsverfahren verwiesen, teilweise gutgeheissen, jedoch hinsichtlich beantragter LÃ¤rmschutzmassnahmen und einer Anpassung des Versickerungsschachtes abgewiesen (Disp.-Ziff. 3).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diesen Beschluss erhob die A AG am 8. Dezember 2003 Rekurs beim Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich und beantragte, dem Strassenprojekt sei die Genehmigung zu verweigern und auf eine Enteignung der Rekurrentin zu verzichten. Eventuell sei das Projekt abzuÃ¤ndern, sodass das Vorgartengebiet und die Zu- und WegfahrtmÃ¶glichkeiten auf ihrem GrundstÃ¼ck nicht tangiert wÃ¼rden. Subeventuell verlangte die Rekurrentin, der angefochtene Einspracheentscheid sei in Bezug auf LÃ¤rmschutzmassnahmen und Anpassung des Versickerungsschachtes aufzuheben und der Rekursgegner zu einer vollen EntschÃ¤digung und zur DurchfÃ¼hrung sÃ¤mtlicher erforderlicher Anpassungsarbeiten auf seine Kosten zu verpflichten, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Rekursgegners. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Regierungsrat wies das Rechtsmittel am 22. September 2004 ab, soweit er darauf eintrat, das heisst soweit die AntrÃ¤ge nicht ins SchÃ¤tzungsverfahren verwiesen und das Begehren auf LÃ¤rmschutzmassnahmen und auf Anpassung des Versickerungsschachts abgewiesen worden waren. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Rekursentscheid erhob die A AG am 1. November 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und erneuerte ihren bereits im Rekursverfahren erhobenen Haupt- und Eventualantrag. BezÃ¼glich der Anpassungsarbeiten verlangte sie, dass der Beschwerdegegner auch zu den Anpassungen beim Versickerungsschacht zu verpflichten sei.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>In seiner Vernehmlassung vom 14. Dezember 2004 beantragte der Regierungsrat, die Beschwerde sei im Haupt- und Eventualantrag abzuweisen und auf den Antrag bezÃ¼glich Anpassungsarbeiten sei nicht einzutreten. Die Stadt ZÃ¼rich erstattete ihre Beschwerdeantwort am 10. Januar 2005 und beantragte die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Streit liegt ein Strassenprojekt von Ã¼berkommunaler Bedeutung, welches die Stadt ZÃ¼rich gestÃ¼tzt auf die ihr in § 43 des Strassengesetzes vom 27. September 1981 (StrassG) Ã¼bertragene ZustÃ¤ndigkeit anstelle des Regierungsrats (§ 15 Abs. 1 StrassG) festgesetzt hat. Einsprachen gegen das Projekt werden beim Stadtrat erhoben und von diesem mit der Projektfestsetzung behandelt. Der Entscheid kann direkt beim Regierungsrat angefochten werden (§ 45 Abs. 2 StrassG). Dessen Rekursentscheid unterliegt gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) der Beschwerde an das Verwaltungsgericht. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Als vom Projekt betroffene GrundeigentÃ¼merin ist die BeschwerdefÃ¼hrerin ohne weiteres zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Auf die Beschwerde ist einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Das vorliegend strittige Strassenprojekt erfordert die Abtretung von rund 460 m<sup>2</sup> des GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 01. Die AbtretungsflÃ¤che liegt vollstÃ¤ndig innerhalb der Baulinien entlang der MilitÃ¤r- und der Kasernenstrasse. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da Verkehrsbaulinien unter anderem der Sicherung eines kÃ¼nftigen Strassenausbaus dienen und als eigentumsbeschrÃ¤nkende Massnahmen von den Betroffenen bereits in einem vorausgehenden umfassenden gerichtlichen Verfahren angefochten werden kÃ¶nnen, fragt es sich, welche RÃ¼gen in einem Projektanfechtungsverfahren wie dem vorliegenden noch zulÃ¤ssig sind. Im Zusammenhang mit Werkplanfestsetzungen hat das Bundesgericht es als unzulÃ¤ssig erachtet, dass der Werkplan im nachfolgenden Planauflageverfahren noch akzessorisch Ã¼berprÃ¼ft werden kÃ¶nne (BGE 120 Ia 19 E. 4b) und unter Berufung darauf auch bei einem Projekt innerhalb von Verkehrsbaulinien erwogen, das Enteignungsrecht kÃ¶nne in diesen FÃ¤llen nicht mehr uneingeschrÃ¤nkt bestritten werden (BGr, 24. Januar 1997, 1P.233/1996 und 1P.535/1996, E. 3a). Der Regierungsrat ist im angefochtenen Entscheid davon ausgegangen, die Betroffenen seien im Rahmen der Projektanfechtung berechtigt, das Fehlen eines ausreichenden Ã¶ffentlichen Interesses am Projekt geltend zu machen, wenn der Expropriant fÃ¼r das Projekt das mit der Bewilligung der Baulinien verbundene Enteignungsrecht in Anspruch nehmen wolle (Vorinstanz E. 2a).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Strassenbau nach StrassG setzt ein gÃ¼ltiges, die strassen- und raumplanungsrechtlichen GrundsÃ¤tze beachtendes Strassenprojekt und, falls er zulasten bestehender Privatrechte geht, zusÃ¤tzlich den Rechtserwerb durch das baupflichtige Gemeinwesen voraus. Der Rechtserwerb erfolgt entweder freihÃ¤ndig, im Landumlegungsverfahren oder durch Enteignung (§ 18 StrassG). Ist eine Enteignung notwendig, so erfolgt diese nach der kantonalen Enteignungsgesetzgebung, sofern das Strassengesetz keine abweichenden Bestimmungen enthÃ¤lt (§ 21 StrassG). Nach dem Gesetz betreffend die Abtretung von Privatrechten vom 30. November 1879 (Abtretungsgesetz, AbtrG) setzt die Enteignung, wenn sie nicht vom Kanton selber beansprucht wird, die Erteilung des Enteignungsrechtes durch den Regierungsrat bzw. auf dessen Antrag durch den Kantonsrat voraus (§ 21 Abs. 1 und 3 AbtrG). Bei der Erteilung des Enteignungsrechtes geht es darum, das Unternehmen an sich, das heisst das BedÃ¼rfnis dafÃ¼r und das Ã¶ffentliche Interesse daran in AbwÃ¤gung zu entgegenstehenden Privatinteressen zu beurteilen (vgl. Robert Hauser, Das Expropriationsverfahren nach zÃ¼rcherischem und eidgenÃ¶ssischem Recht, Turbenthal 1946, S. 51; Tobias Jaag, Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, N. 2628). Nach § 110 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) in Verbindung mit § 96 Abs. 2 lit. a PBG steht dem strassenbaupflichtigen Gemeinwesen mit der Rechtskraft von Verkehrsbaulinien im Rahmen ihrer Zweckbestimmung bereits das Enteignungsrecht zu. Damit hat der Gesetzgeber zum Ausdruck gebracht, dass am Strassenbau innerhalb der bereits zu seinem Zweck ausgeschiedenen Baulinien von vornherein ein Ã¶ffentliches Interesse besteht, das allfÃ¤llige entgegenstehende private Interessen Ã¼berwiegt. Die grundsÃ¤tzliche AbwÃ¤gung zwischen dem Interesse am Strassenbau und den dafÃ¼r zu enteignenden GrundeigentÃ¼mern soll demnach im Verfahren betreffend Festsetzung der Baulinien stattfinden, sodass im Rahmen der Projektanfechtung nur noch nachzuweisen ist, dass das Projekt der Zweckbestimmung der Baulinie auch tatsÃ¤chlich entspricht. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Indessen kann in der Praxis die Zweckbestimmung von Verkehrsbaulinien sehr vielfÃ¤ltig sein und wird unter anderem etwa auch wohnhygienisch begrÃ¼ndet, kann dem Immissionsschutz oder stÃ¤dtebaulichen Anliegen dienen (vgl. RB 1981 Nr. 107). Damit steht der Baulinienzweck einem allfÃ¤lligen Strassenausbau unter UmstÃ¤nden gerade explizit entgegen. Da Verkehrsbaulinien sodann hÃ¤ufig und im Gegensatz zu konkreten WerkplÃ¤nen bereits Jahre und Jahrzehnte vor einem allfÃ¤lligen Strassenausbau festgelegt werden, ohne dass dabei ihre Zweckbestimmung auf ein konkretes Projekt hin definiert wÃ¼rde, kann die Baulinie das Strassenprojekt in aller Regel nicht derart determinieren, dass daraus eine BeschrÃ¤nkung des RÃ¼gerechts bei der Projektanfechtung abgeleitet werden kÃ¶nnte. Zudem lÃ¤sst sich die enteignungsrechtliche RÃ¼ge, es liege kein hinreichendes und Ã¼berwiegendes Ã¶ffentliches Interesse am Projekt als solchem vor bzw. die Beanspruchung des Enteignungsrechts sei unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, hÃ¤ufig nicht klar trennen von dem im Rahmen der Projekteinsprache zulÃ¤ssigen Einwand, das Projekt widerspreche in seiner spezifischen Ausgestaltung gewichtigen PlanungsgrundsÃ¤tzen und privaten Interessen. Eine BeschrÃ¤nkung der im Projektanfechtungsverfahren zulÃ¤ssigen enteignungsrechtlichen RÃ¼gen ist daher nur dann am Platz, wenn eine Baulinie im Hinblick auf ein bereits hinreichend konkretisiertes Strassenprojekt festgesetzt wurde (vgl. etwa VGr, 21. MÃ¤rz 2001, VB.2000.00342, wo das Verwaltungsgericht das Ã¶ffentliche Interesse am Projekt bereits im Rahmen der Baulinienfestsetzung Ã¼berprÃ¼ft hatte).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im vorliegenden Fall beansprucht das Strassenprojekt den Raum zwischen den Baulinien entlang der Kasernen- und der MilitÃ¤rstrasse. Die entsprechende Festsetzung stammt aus dem Jahr 1952 und stand in keinem Zusammenhang mit dem vorliegend strittigen Projekt.<i> </i>Der Regierungsrat hat daher die enteignungsrechtlichen RÃ¼gen der BeschwerdefÃ¼hrerin im vorliegenden Fall zu Recht ohne EinschrÃ¤nkung geprÃ¼ft. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, das Strassenprojekt entspreche nicht dem Zweck der Baulinie entlang der Kasernenstrasse. Dieser Einwand hat nach dem vorstehend AusgefÃ¼hrten insbesondere dort seine Berechtigung, wo eine Baulinie fÃ¼r einen spezifischen Zweck ausgeschieden wurde und demzufolge enteignungsrechtliche Einwendungen im Projektanfechtungsverfahren ausgeschlossen sind. Wird jedoch das Ã¶ffentliche Interesse am Projekt als solchem im Projektanfechtungsverfahren voll Ã¼berprÃ¼ft, so lÃ¤sst sich dem Projekt umgekehrt nicht entgegenhalten, es mÃ¼sse dem ursprÃ¼nglichen Zweck der bestehenden Baulinie entsprechen. Unter diesen UmstÃ¤nden genÃ¼gt es vielmehr, wenn der Strassenausbau innerhalb der generellen Zweckbestimmung von Verkehrsbaulinien liegt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss § 96 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a PBG dienen Verkehrsbaulinien der Sicherung bestehender oder geplanter Strassen, Wege, PlÃ¤tze und Eisenbahnen, gegebenenfalls samt begleitenden VorgÃ¤rten, LÃ¤rmschutzanlagen, GrÃ¼nzÃ¼gen und FahrzeugabstellplÃ¤tzen. Zur Strasse gehÃ¶ren gemÃ¤ss § 3 StrassG die FlÃ¤chen fÃ¼r den fliessenden und ruhenden Ã¶ffentlichen und privaten Verkehr sowie alle dem bestimmungsgemÃ¤ssen Gebrauch, der technischen Sicherung und dem Schutz der Umgebung dienenden Bauten und Einrichtungen. Der vorliegend durch die Einrichtung einer Haltestelle des Ã¶ffentlichen Verkehrs notwendige Strassenausbau liegt im Rahmen dieser Zweckbestimmung. Auch der in der Baubewilligung vom 9. Februar 1999 statuierte Beseitigungsrevers, welcher die GrundeigentÃ¼merin </span><span>"</span><span>bei einem allfÃ¤lligen Ausbau der Kasernen- und/oder der MilitÃ¤rstrasse</span><span>"</span><span> bindet, ist vor dem Hintergrund der genannten gesetzlichen Bestimmungen zu verstehen und beschreibt damit die mÃ¶gliche Inanspruchnahme des Baulinienbereichs durch das vorliegend strittige Strassenprojekt zureichend.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Das strittige Strassenprojekt bezweckt, die Erschliessung des provisorischen <br/> S-Bahnhofs Sihlpost und des geplanten Durchgangbahnhofs LÃ¶wenstrasse mit Tram und Bus zu verbessern, indem die Tram- und Bushaltestelle (Linien 3, 14 und 31) um rund 100 m in Richtung Bahnhof verschoben und damit die Gehdistanz fÃ¼r die FussgÃ¤nger auf 250 m verkÃ¼rzt wird. Darin liegt ein gewichtiges Ã¶ffentliches Interesse von zentraler verkehrsplanerischer Bedeutung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Was die BeschwerdefÃ¼hrerin dagegen vorbringt, Ã¼berzeugt nicht. Im Umfeld des Haupt­bahnhofs ZÃ¼rich als einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Schweiz besteht ein grosses Ã¶ffentliches Interesse daran, dass die Umsteigebeziehungen in alle Richtungen des stÃ¤dtischen Gebiets optimiert werden. Dabei ist eine VerkÃ¼rzung des Fusswegs von 350 m auf 250 m zwischen dem S-Bahnhof Sihlpost und der Haltestelle Kaserne zwar in der Tat nur eine punktuelle Massnahme, jedoch als solche bereits eine wesentliche Verbesserung fÃ¼r Pendler, welche in Richtung Albisrieden, Altstetten und Schlieren weiterfahren. Daran Ã¤ndert nichts, dass andere Pendler, welche etwa in den Stadtkreis 5 gelangen wollen, je nach Ankunftsgleis ebenfalls 350 m zur Haltestelle Sihlquai zurÃ¼cklegen mÃ¼ssen. Auch aus der von der BeschwerdefÃ¼hrerin angerufenen Verordnung Ã¼ber das Angebot im Ã¶ffentlichen Personenverkehr vom 14. Dezember 1988 (AngebotsV) lÃ¤sst sich nichts fÃ¼r ihren Standpunkt ableiten. Die genannte Verordnung regelt das anzustrebende Verbundangebot fÃ¼r die Erschliessung von Siedlungsgebieten mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr, ohne sich zu den Umsteigebeziehungen zwischen den verschiedenen Ã¶ffentlichen VerkehrstrÃ¤gern zu Ã¤ussern. Auch hilfsweise lÃ¤sst sich aus der AngebotsV nicht ableiten, Umsteigedistanzen von bis zu 400 m bedÃ¼rften keiner Verbesserung. Die AttraktivitÃ¤t Ã¶ffentlicher Verkehrsmittel hÃ¤ngt nicht allein von den jeweiligen Distanzen der Haltestellen zum Ausgangs- und Zielpunkt ab, sondern ebenso von den UmsteigemÃ¶glichkeiten zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln. Die Optimierung dieser Umsteigedistanzen ist daher von besonderem Interesse, zumal wenn sie wie hier einer grossen Zahl von Pendlern aus allen mÃ¶glichen Richtungen zugute kommen soll und damit um ein Vielfaches mehr bewirkt als eine blosse DistanzverkÃ¼rzung an einem bestimmten Ausgangs- oder Zielort.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt weiter vor, es sei eine Renaissance der Tramlinie 1 geplant, die unabhÃ¤ngig davon, ob die LinienfÃ¼hrung Ã¼ber die Post- oder Ã¼ber die GessnerbrÃ¼cke gehe, die Verlegung der Haltestelle Kaserne im Nachhinein als vÃ¶llig unzweckmÃ¤ssig erscheinen liesse. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dem kann nicht gefolgt werden. Zu Recht weist der Beschwerdegegner vorerst darauf hin, dass zum jetzigen Zeitpunkt unklar sei, ob und wann die neue Tramlinie realisiert werde. Die Umsteigebeziehung mÃ¼sse kurzfristig verbessert werden, da der provisorische Bahnhof Sihlpost mindestens noch ca. 10 Jahre bestehen werde. Im Weiteren kann aber auch mit dem Beschwerdegegner festgestellt werden, dass die Verschiebung der Haltestelle Kaserne letztlich auch spÃ¤tere Umsteigebeziehungen zu einer Haltestelle der neuen Tramlinie 1 verbessern wird. Eine gemeinsame Haltestelle fÃ¼r die Linien 3, 14 und 31 sowie fÃ¼r die neue Linie 1 kommt unabhÃ¤ngig davon, ob die Linie 1 Ã¼ber die GessnerbrÃ¼cke oder die PostbrÃ¼cke gefÃ¼hrt wird, wohl gar nicht infrage, wenn diese tatsÃ¤chlich entsprechend dem regionalen Verkehrsrichtplan Ã¼ber die Lagerstrasse stadtauswÃ¤rts fÃ¼hren soll. Unter diesen UmstÃ¤nden ist es auch in Hinblick auf diese mÃ¶gliche neue Linie durchaus wÃ¼nschenswert, wenn die Haltestelle Kaserne nahe bei einer mÃ¶glichen Haltestelle Lagerstrasse oder PostbrÃ¼cke zu liegen kommt. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span>Was die BeschwerdefÃ¼hrerin bezÃ¼glich Verkehrssicherheit gegen das Projekt vorbringt, ist schwer nachvollziehbar. Mit Bezug auf den privaten Verkehr an der Kreuzung Kasernenstrasse/GessnerbrÃ¼cke ist nicht einzusehen, inwiefern die Einrichtung der Doppelhaltestelle den Verkehrsfluss hindern soll. Tram und Bus sollen ja gerade auf eigenen Fahrspuren und getrennt vom Individualverkehr fahren. Einzig bei den in Richtung Innenstadt verkehrenden Bussen kann es sein, dass sie bei der EinmÃ¼ndung der MilitÃ¤rstrasse warten mÃ¼ssen, bis die Tramhaltestelle frei ist, und damit andere Verkehrsteilnehmer ebenfalls zum Anhalten zwingen. Dem soll mit der Einrichtung einer Lichtsignalanlage begegnet werden. Im Ãbrigen bringt das neue Projekt gerade bei der Verkehrssicherheit entscheidende Vorteile, nachdem die bestehende Bushaltestelle nur schlecht wahrnehmbar im Einlenkerbereich der MilitÃ¤rstrasse liegt. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.6 </span></b><span>Auch die von der BeschwerdefÃ¼hrerin angerufenen stÃ¤dtebaulichen Aspekte stehen dem Projekt nicht entgegen. Die mit der Verlegung der Haltestelle erforderliche Strassenverbreiterung geht zwar zulasten des bestehenden Vorplatzes vor dem Wohn- und GeschÃ¤ftshaus der BeschwerdefÃ¼hrerin, jedoch ist dieser Raum unter stÃ¤dtebaulichen Gesichtspunkten nicht besonders schÃ¼tzenswert. Wesentliche stÃ¤dtebauliche Akzente werden hier â wie der Beschwerdegegner zutreffend darlegt â allein von der Baumreihe entlang der Sihl und der durchgehenden Fassadenreihe an der Kasernenstrasse gesetzt. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.7 </span></b><span>Das dargelegte Ã¶ffentliche Interesse am Strassenprojekt Ã¼berwiegt das private Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin am Erhalt ihres Vorplatzes. Der Regierungsrat hat sich im angefochtenen Entscheid eingehend mit den Folgen der Abtretung fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin auseinander gesetzt und dargelegt, dass die damit verbundenen Nachteile vollumfÃ¤nglich im Rahmen der EnteignungsentschÃ¤digung abgegolten werden kÃ¶nnen. Diesen zutreffenden ErwÃ¤gungen vermag die BeschwerdefÃ¼hrerin mit dem blossen Verweis auf ihre AusfÃ¼hrungen in der Einspracheschrift nichts Substanzielles entgegenzuhalten. Die BeschwerdefÃ¼hrerin musste sich bereits beim Bau des bestehenden Wohn- und GeschÃ¤ftshauses im Klaren darÃ¼ber sein, dass sie das fÃ¼r die Strassenverbreiterung der Kasernenstrasse und den Einlenker MilitÃ¤rstrasse benÃ¶tige Land allenfalls wÃ¼rden abtreten mÃ¼ssen. Insofern erweist sich auch ihre RÃ¼ge, wonach die verlangte Abtretung Treu und Glauben widerspreche, als unbegrÃ¼ndet. Selbst auf dem am 29. Mai 2001 bewilligten Umgebungsplan, den sie als besondere Vertrauensgrundlage anruft, findet sich von BehÃ¶rdenseite die ausdrÃ¼ckliche Bemerkung, dass die Umgebungsgestaltung bei der Realisierung des zur Zeit geplanten Strassen- und Haltestellenausbaukonzepts angepasst werden mÃ¼sse. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>DemgemÃ¤ss ist ein Ã¼berwiegendes Ã¶ffentliches Interesse am strittigen Strassenprojekt grundsÃ¤tzlich zu bejahen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit des strittigen Eigentumseingriffs hÃ¤ngt bezogen auf die Projektausgestaltung im Einzelnen eng mit der Frage nach der Einhaltung der massgebenden ProjektierungsgrundsÃ¤tze zusammen. GemÃ¤ss § 14 StrassG sind die Strassen entsprechend ihrer Bedeutung und Zweckbestimmung nach den jeweiligen Erkenntnissen der Bau- und Verkehrstechnik, mit bestmÃ¶glicher Einordnung in die bauliche und landschaftliche Umgebung sowie unter Beachtung der Sicherheit, des Umweltschutzes, der Wirtschaftlichkeit und mit sparsamer Landbeanspruchung zu projektieren; die BedÃ¼rfnisse des Ã¶ffentlichen Verkehrs, der FussgÃ¤nger, der Radfahrer sowie der Behinderten und Gebrechlichen sind angemessen zu berÃ¼cksichtigen. Da es sich bei einem Strassenprojekt um einen Sondernutzungsplan handelt, sind sodann generell auch die GrundsÃ¤tze des Raumplanungsrechts zu beachten. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt im Eventualantrag, die neue Haltestelle sei â gegebenenfalls verkÃ¼rzt und/oder als Einfachhaltestelle und einseitig kombiniert mit der Fahrspur des privaten Verkehrs â um mindestens 2 m Richtung Sihl zu verschieben. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Angesichts der von der BeschwerdefÃ¼hrerin in anderem Zusammenhang anerkannten Bedeutung des Verkehrsknotens Kasernenstrasse/GessnerbrÃ¼cke verbietet sich eine VerkÃ¼rzung der Haltestelle auf eine Einfachhaltestelle ebenso wie die Einrichtung einer kombinierten Fahrspur. Beiden Ãnderungen stehen nach den Ã¼berzeugenden AusfÃ¼hrungen des Beschwerdegegners gewichtige Interessen der Verkehrssicherheit entgegen. Auch lassen die engen PlatzverhÃ¤ltnisse keine Verschiebung des Projektes in Richtung Sihl zu, ohne damit die Sicherheit im EinmÃ¼ndungsbereich der GessnerbrÃ¼cke zu gefÃ¤hrden. Schliesslich steht einer Verschiebung in Richtung Sihl auch entgegen, dass der regionale Siedlungs- und Landschaftsplan praktisch den gesamten Sihlraum innerhalb der stÃ¤dtischen Bauzonen zusammen mit dem angrenzenden Sihlufer als fÃ¼r den Ã¶kologischen Ausgleich Ã¤usserst wichtig einstuft und daher mit der Bezeichnung </span><span>"</span><span>Ãkologische Vernetzung</span><span>"</span><span> Ã¼berlagert hat (vgl. auch Textteil zum Regionalen Richtplan, Ziff. 4.3.7). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt sodann die mangelnde Einordnung des Strassenprojektes im Sinne von § 238 PBG. Nach § 14 StrassG hat sich ein Strassenprojekt bestmÃ¶glich in die bauliche und landschaftliche Umgebung einzuordnen. Diese Anforderung ist nicht deckungsgleich mit der befriedigenden Gesamtwirkung, welche bei der Gestaltung von Bauten, Anlagen und Umschwung gemÃ¤ss § 238 PBG anzustreben ist. Strassenprojekte dienen in erster Linie der Realisierung technischer Nutzbauten und sind aus verkehrstechnischen GrÃ¼nden unter UmstÃ¤nden selbst an besonders empfindlichen Orten notwendig, wo sie sich kaum befriedigend in die unmittelbare Umgebung einordnen. Insofern kann die bestmÃ¶gliche Einordnung einer Strasse im Einzelfall sowohl mehr als auch weniger als eine befriedigende Gesamtwirkung erzielen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im vorliegenden Fall nimmt das Strassenprojekt so weit mÃ¶glich RÃ¼cksicht auf die beiden wesentlichen stÃ¤dtebaulichen Akzente der Umgebung â die Fassadenflucht entlang der Kasernenstrasse einerseits und die Baumallee entlang der Sihl bzw. den Fluss selber als Ã¶kologischen Korridor andererseits. Die Einzelheiten des Projektes ergeben sich praktisch vollstÃ¤ndig aus den verkehrstechnischen Anforderungen. Die ProjektÃ¤nderungen, welche die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt, widersprechen diesen Anforderungen und versprechen in gestalterischer Hinsicht ohnehin keine Verbesserung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>DemgemÃ¤ss ist es der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht gelungen darzutun, dass das vorliegende Strassenprojekt in seiner konkreten Ausgestaltung unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig wÃ¤re oder wichtige ProjektierungsgrundsÃ¤tze missachten wÃ¼rde. Der Beschwerdegegner hat den ihm vom Gesetzgeber zugestandenen Planungsspielraum korrekt wahrgenommen. FÃ¼r den Regierungsrat als Rekursinstanz bestand kein Anlass, das Projekt aufgrund Ã¼berkommunaler Interessen wegen Widerspruchs mit wegleitenden GrundsÃ¤tzen und Zielen der Raumplanung oder wegen offensichtlicher UnzweckmÃ¤ssigkeit oder Unangemessenheit abÃ¤ndern zu lassen. FÃ¼r das Verwaltungsgericht, das sich im Beschwerdeverfahren auf eine reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken hat (§ 50 VRG), besteht umso weniger Anlass, das Strassenprojekt aufzuheben und Ã¼berarbeiten zu lassen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet sich schliesslich auch gegen den Rekursentscheid, soweit darin betreffend Anpassung des Versickerungsschachtes nicht eingetreten wird. Sie ist der Auffassung, der Stadtrat habe ihren diesbezÃ¼glichen Antrag materiell abgewiesen, weshalb der Regierungsrat sich ebenfalls materiell mit der Sache hÃ¤tte auseinander setzen mÃ¼ssen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss § 32 in Verbindung mit § 29 Abs. 1 AbtrG entscheidet die SchÃ¤tzungskommission sowohl Ã¼ber das Mass der EntschÃ¤digung als auch Ã¼ber die vom Enteigner zu erfÃ¼llenden Leistungen, worunter Anpassungsarbeiten im Sinne von § 16 AbtrG zu verstehen sind. Vor Einleitung des SchÃ¤tzungsverfahrens hat der Enteigner allerdings den Versuch zu machen, sich mit denjenigen, welche Einsprachen erhoben oder Forderungen gestellt haben, darÃ¼ber zu verstÃ¤ndigen. Soweit demnach der Stadtrat die Anpassung des Versickerungsschachtes abgelehnt hat, stellt sein Entscheid lediglich eine negative Stellungnahme dar, womit der entsprechende Antrag der BeschwerdefÃ¼hrerin als strittig zu gelten hat und im Verfahren vor der SchÃ¤tzungskommission beurteilt werden muss. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>DemgemÃ¤ss ist der Regierungsrat zu Recht auf den entsprechenden Rekursantrag der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht eingetreten. Die dagegen gerichtete Beschwerde ist abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ProzessentschÃ¤digung steht ihr damit nicht zu. Trotz Obsiegens in der Sache kann aber auch der Beschwerdegegner keine ProzessentschÃ¤digung fÃ¼r sich beanspruchen, da die Durchsetzung strittiger Strassenprojekte zu dessen angestammten Aufgabenbereich gehÃ¶rt und die Verwaltung nicht Ã¼ber GebÃ¼hr bean­sprucht hat (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 17 N. 19).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf</p> <p class="Einzug2">Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:</p> <p class="Einzug2">Fr. 60.-- Zustellungskosten,</p> <p class="Einzug2">Fr. 4'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>