<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00898</span></p><p><span> </span></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichter Bachofner<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Peter-Schwarzenberger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 29. August 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">lic. iur. Y.___, Sozialversicherungsrecht, Team Recht</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1989, meldete sich am 8. März 2013 bei der Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nter Hinweis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">starke Zwangsstörungen zum Leistungsbezug an (Urk. 10/6). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, erteilte der Versicherten am 14. Oktober 2013 Kostengut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache für ein Job Coaching beziehungsweise Arbeitstraining bei der Z.___ zur Suche eines Einzelarbeitsplatzes (Urk. 10/24). Am 13. November 2013 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass sie die Kosten für ein Arbeitstraining an einem Einzelarbeitsplatz, namentlich beim Sekretariat des A.___, vom 18. November 2013 bis 17. Mai 2014 übernehme (Urk. 10/32). Die IV-Stelle verlängerte diese Kostengutsprache am 5. Mai 2014 um sechs Monate bis am 14. November 2014 (Urk. 10/40). Am 9. Dezember 2014 schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung ab, da es ihr nicht gelungen sei, die Beschwerdeführerin innert angemessener Zeit in den Arbeitsmarkt zu integrieren (Urk. 10/50). Nach durchgeführtem Vorbescheid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren (Urk. 10/92, Urk. 10/95, Urk. 10/98) verneinte die IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle mit Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 23. Juni 2016 (Urk. 10/102 = Urk. 2) einen Rentenanspruch.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 25. August 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen die Verfügung vom 23. Juni 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr eine Rente auszurichten, eventuell sei eine Neuevaluation der Arbeitsfähigkeit vorzunehmen (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-3). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">antwort vom 3. Oktober 2016 (Urk. 9) die Abweisung der Beschwerde. Mit Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 14. Oktober 2016 (Urk. 11) wurde antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2 Ziff. 4) die unentgeltliche Prozessführung bewilligt und der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zugestellt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. De</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zember 2015 E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 2015 E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. April 2016 E. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gelten psychische Störungen grundsätzlich nur als invalidisierend, wenn sie schwer und therapeutisch nicht (mehr) angehbar sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_614/2015 vom 15. De</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zember 2015 E. 5).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Rechtsprechung hat die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgaben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsanwender</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung seit jeher wie folgt verteilt: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es erstens, den Gesundheitszustand zu beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, das heisst mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und im Streitfall Gericht nicht kompetent sind. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, das heisst sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weil die Arbeitsfähigkeit somit keine medizinische, sondern eine rein juristische Frage ist, können sich Konstellationen ergeben, bei welchen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der im medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nischen Gutachten festgestellten Arbeitsunfähigkeit abzuweichen ist, ohne dass dieses seinen Beweiswert verlöre (Urteil des Bundesgerichts 9C_651/2014 vom 23. Dezember 2014 E. 5.1 mit Hinweisen).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) fest, dass aus den medizinischen Abklärungen ersichtlich sei, dass es sich bei der aktuell diagnostizierten psychiatrischen Diagnose um keine dauerhafte Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkung der Arbeitsfähigkeit handle. So verfüge die Beschwerdeführerin über genügend Ressourcen, wobei sie administrative Tätigkeiten erledigen, den Haushalt führen und sich ins Freie begeben könne. Durch die erfolgte Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stützung des Job Coaching sei es ihr möglich, ein rentenausschliessendes Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommen zu erzielen. Zudem könne mit einer Weiterführung der medizinischen Behandlung die gesundheitliche Einschränkung verbessert werden (S. 1 unten f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber vertrat die Beschwerdeführerin den Standpunkt (Urk. 1), dass sie an Zwangsgedanken und Zwangshandlungen leide, welche ihr nicht erlauben würden, sowohl der angestammten als auch einer adaptieren Tätigkeit nachzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehen (S. 7 Ziff. II.B.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist die Arbeitsfähigkeit und der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin sowie ein allfälliger Rentenanspruch.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus dem Bericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Ärzte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 3. Juni 2013 (Urk. 10/12) geht hervor, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beschwerdeführerin vom 18. März bis 30. Mai 2013 hospitalisiert war (Ziff. 1.3), zuvor war sie vom 12. Oktober bis 10. Dezember 2013 das erste Mal </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hospitalisiert (Ziff. 1.4). Ein Arzt des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Zwangsstörung, vorwiegend Zwangshandlungen, bestehend seit mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tens Sommer 2012 (ICD-10 F42.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anankastische (zwangshafte) Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">.5)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vom 12. Oktober 2012 bis 30. Mai 2013 habe in der angestammten Tätigkeit als Personalberaterin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (Ziff. 1.6). Gegenwärtig bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten (Ziff. 1.7), die Prognose sei offen (Ziff. 1.9).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Bericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Ärzte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 22. August 2013 (Urk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 10/21) ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin seit dem 30. Mai 2013 stationär behandelt werde (Ziff. 1.3). Eine Ärztin der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Zwangsstörung, vorwiegend Zwangshandlungen (ICD-10 F22.1 [richtig: F42.1])</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Persönlichkeitsakzentuierung mit zwangshaften Zügen (ICD-10 Z73.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">atypische Anorexia nervosa (ICD-10 F50.1) seit der Adoleszenz beziehungsweise </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">jungen Erwachsenenalter</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der angestammten Tätigkeit als Personalberaterin bestehe seit dem 30. Mai</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2013 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). Durch die Zwangs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">daraus resultierenden Zwangshandlungen sei die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin nicht mehr in der Lage gewesen, einer beruflichen Tätigkeit nachzuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen. Eine Halbtagsbeschäftigung im Bereich Bürotätigkeit erscheine als ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">messen (Ziff. 1.7, vgl. Ziff. 1.9).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus dem Verlaufsprotokoll der Eingliederungsberatung vom 9. Dezember 2014 (Urk. 10/51) geht hervor, dass sich die Beschwerdeführerin am Einzelarbeitsplatz gut eingearbeitet habe. Man sei sehr zufrieden mit ihr gewesen, und ihr habe die Arbeit viel Spass gemacht. Leider habe es einerseits durch private Ereignisse und andererseits gesundheitlich prädisponiert (Zwangshandlung) Rückschritte gegeben, so dass trotz Verlängerung des Arbeitsplatztrainings um sechs Monate eine Steigerung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit nicht habe umgesetzt wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den können. Bei der Stellensuche benötige die Beschwerdeführerin keine Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stützung, diese habe sie durch das Bewerbungscoaching durch die Arbeitsin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tegration erhalten. Es sei ihr möglich, selbständig eine Stelle zu suchen und eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt anzutreten. Sie könne durch das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) in Form eines Beschäftigungsprogrammes weiterhin im Sozialzentrum arbeiten, bis dort eine Stelle frei werde oder eine neue Tätigkeit gefunden werde. Es sei jedoch zweifelhaft, ob die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin mit der bestehenden Beeinträchtigung mehr als 50 % arbeiten könne (S. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Austrittsbericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der C.___ vom 15. Oktober </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2013 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 10/57/1-4) geht hervor, dass die Beschwerdeführerin vom 30. Mai bis 6. September 2013 in der C.___ stationär behandelt wurde. Eine Ärztin der C.___ nannte folgende psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrische Diagnosen (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Zwangsstörung, vorwiegend Zwangshandlungen (ICD-10 F22.1 [richtig: F42.1])</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Persönlichkeitsakzentuierung mit zwangshaften Zügen (ICD-10 Z73.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">atypische Anorexia nervosa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> (ICD-10 F50.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin habe ihre Zwangshandlungen und ihr Vermeidungsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halten reduzieren können. Eine völlige Remission der Zwangsstörung habe nicht erreicht werden können. Sie habe noch Schwierigkeiten, die Verantwor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung für die Überwindung ihrer Störung zu übernehmen (S. 3 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">PD Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und lic. phil. E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führten in ihrem Bericht vom 22. Februar </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 10/62) aus, dass sie die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin seit Januar 2013 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">behandeln würden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Ziff. 1.2), und nannte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seit 2008 bestehende Zwangshandlungen (ICD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10 F42.1) sowie eine Persönlichkeitsakzentuierung mit zwanghaften Zügen (ICD-10 Z73.1) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sie einen Zustand nach einer atypischen Anorexia nervosa (ICD-10 F50.1, Ziff. 1.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Prognose sei unsicher, da die Zwangssymptomatik sehr stark ausgeprägt und nicht auszuschliessen sei, dass ein erneuter Klinikaufenthalt notwendig sein werde. Langfristig sei zu erwarten, dass bei konsequenter Exposition eine Reduktion des Zwangsverhaltens und damit eine Besserung des Allgemeinzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standes der Beschwerdeführerin erreicht werden könne (Ziff. 1.4). Es erfolge eine psychotherapeutische Behandlung als kognitive Verhaltenstherapie in wöchentlichen Einzelsitzungen (Ziff. 1.5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die angestammte Tätigkeit als Personalberaterin sowie als Studentin Marketing- und Kommunikationswissenschaften sei der Beschwerdeführerin noch im Umfang von vier Stunden pro Tag möglich. Aufgrund der schweren Zwangs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">symptomatik bestehe zurzeit eine deutliche, mindestens um 50 % verminderte Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.7). Bei erfolgreicher Reduzierung der Zwangssympto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matik könne ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dem Jahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2016 mit einer Arbeitsfähigkeit von 60 % gerechnet werden (Ziff. 1.9).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. September 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erstattete Dr. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrie und Psychotherapie, das von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bene psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">atrische Gutachten (Urk. 10/85) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gestützt auf die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihm überlassenen Akten (S. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ff. Ziff. 2), die Angaben de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r Beschwerdeführerin (S. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> f</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">f. Ziff. 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) und die am 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">S. 1 Mitte) durchgeführten psychiatrischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(S. 6 ff. Ziff. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) Untersuchungen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nannte eine gemischte Zwangsstörung, gegenwärtig allerdings vorwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gend Zwangsgedanken (ICD-10 F42.2), als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 8 Ziff. 5.1). Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er einen Zustand nach einer Anorexia nervosa (ICD-10 F50.0, S. 8 Ziff. 5.2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Bezug auf frühere ärztliche Einschätzungen führte Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aus, dass sowohl eine Zwangsstörung als auch ein Zustand nach einer Anorexia nervosa bestätigt werden könne. Eine Persönlichkeitsstörung könne jedoch nicht bestä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigt werden, weil die Beschwerdeführerin nie unter einem anhaltend auffälligen Verhaltensmuster bezüglich Kognitionen, Wahrnehmungen und sozialer Inter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aktionen gelitten habe. Es seien auch keine anhaltenden Störungen der Impuls- und Affektkontrolle festzustellen. Die Störungen sozialer Interaktionen seien auf eine angstbedingte Vermeidhaltung und nicht auf tiefgreifende Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">defizite zurückzuführen. Deswegen könne höchstens von akzentuierten zwang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haften Persönlichkeitszügen ausgegangen werden, die nicht als psychiatrische Diagnose gelten würden (S. 11 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> legte dar, dass die Beschwerdeführerin in psychopathologischer Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicht vordergründig eine allgemeine Ängstlichkeit und Selbstunsicherheit, gleichzeitig aber auch eine reduzierte affektive Schwingungsfähigkeit als Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">druck eines psychischen Leidens aufweise. Gegenwärtig würden bei ihr Zwangsgedanken und nur in belastenden Situationen Zwangshandlungen im Vordergrund stehen. Aufgrund der festgestellten Zwangsstörung könne bei der Beschwerdeführerin von mittelschweren Beeinträchtigungen ihrer allgemeinen psychischen Belastbarkeit, einer eingeschränkten Durchhaltefähigkeit, einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkten Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, deutlich eingeschränkten Selbstbehauptungsfähigkeit und Störungen sozialer Interaktionen aufgrund einer störungsbedingten Vermeidungshaltung ausgegangen werden (S. 9 Ziff. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Für die angestammte Tätigkeit als Personalberaterin könne der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin aufgrund der störungsbedingt eingeschränkten sozialen Fähigkeiten und einer störungsbedingt eingeschränkten Selbstbehauptungsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit seit dem 12. Oktober 2012 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werden (S. 9 Ziff. 7.1-7.2). Vom 12. Oktober 2012 bis 6. September 2013 (Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tritt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) habe für sämtliche Tätigkeiten auf dem freien Wirtschaftsmarkt eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ab dem 7. September 2013 bis zirka Ende 2014 habe für angepasste Tätigkeiten eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestanden und seit Anfang 2015 bestehe für angepasste Tätigkeiten eine 60%ige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit (S. 9 Ziff. 7.3). Tätigkeiten mit sehr hohen Anforderungen an soziale Interaktionen beziehungsweise an die psychische Belastbarkeit (zum Beispiel viele Kundenkontakte) seien nicht geeignet (S. 9 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.4). Die Verbes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serung der Arbeitsfähigkeit sei auf die objektive und subjektive Verbesserung des psychischen Zustandes der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seit Ende 2013</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zurückzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führen (S. 10 Ziff. 8.4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin stehe in regelmässiger ambulanter psychiatrisch-psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapeutischer Behandlung, die bereits zu einer merklichen Verbesse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung ihres psychischen Zustandes und damit Verbesserung der sozialen Fertig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keiten inklusive Arbeitsfähigkeit geführt habe. Zwecks Erhaltung der attestier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten 60%igen Arbeitsfähigkeit seien weiterhin therapeutische Massnahmen not</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wendig. Es sei allerdings mit einer weiteren Verbesserung des psychischen Zustandes zu rechnen, weshalb eine Neuevaluation der Arbeitsfähigkeit in zirka einem Jahr vorgenommen werden könne (S. 9 Ziff. 6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In seiner </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">St</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ellungnahme vom 9. September </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2015 (Urk. 10/87/5)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> führte PD Dr. med. G.___, Facharzt für Neurologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) aus, dass auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">das psychiatrisch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e Gutachten abgestellt werden könne. Es sei eine konsequente Weiterführung der bereits etablierten therapeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tischen Massnahmen angezeigt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">PD Dr. D.___ legte in seinem – nach Verfügungserlass erstellten – Schreiben vom 22. August 2016 (Urk. 10/103 = Urk. 10/105) dar, dass die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin wegen ihrer schwersten Zwangskrankheit seit Jahren und weiterhin auf unbestimmte Zeit vollständig arbeitsunfähig sei. Die zeitweilig bestehenden Schwierigkeiten an der Therapie mitzumachen seien krankheitsbedingt und nicht Ausdruck fehlender Mitwirkung aufgrund des freien Willens. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In seinem – ebenfalls nach Verfügungserlass erstellten – Schreiben vom 24. August 2015 (richtig: 2016, Urk. 10/104 = Urk. 3/4) führte PD Dr. D.___ aus, dass die Beschwerdeführerin im September 2016 zu 100 % arbeitsunfähig sei. Er stellte nochmals fest, dass die Beschwerdeführerin viel zu krank sei, um im freien Markt zu arbeiten. Unzweifelhaft bestehe seit Jahren eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Die Beschwerdeführerin sei derzeit zu schwach, um sich an intensiven Therapien konsequent zu beteiligen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gutachter Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, so dass er zur Beurteilung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin grundsätzlich befähigt ist. Das psychiatrische </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gutachten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vorstehend E. 3.6) erscheint denn auch für die streitigen Belange umfassend und berücksichtigt die geklagten Beschwerden der Beschwerdeführerin. Zudem wurde es in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) erstellt und leuchtet in der Darlegung der medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen wurden nachvollziehbar begründet. Damit erfüllt das psychiatrische </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gutachten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die praxisgemässen Kriterien an ein beweiskräfti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ges </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gutachten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. vorstehend E. 1.4).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> diagnostizierte eine gemischte Zwangsstörung, gegenwärtig aller</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dings vorwiegend Zwangsgedanken, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Er legte in nachvollziehbarer Weise dar, weshalb entgegen der Ansicht des Arztes des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. vorstehend E. 3.1) keine Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitsstörung vorlieg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. So habe die Beschwerdeführerin nie unter einem anhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tend auffälligen Verhaltensmuster bezüglich Kognitionen, Wahrnehmungen und sozialer Interaktionen gelitten. Zudem hätten auch keine anhaltenden Störun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen der Impuls- und Affektkontrolle festgestellt werden können. So seien die Störungen sozialer Interaktionen auf eine angstbedingte Vermeidhaltung und nicht auf tiefgreifende Persönlichkeitsdefizite zurückzuführen. Dementspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chend könne höchstens von akzentuierten zwanghaften Persönlichkeitszügen ausgegangen werden (vorstehend E. 3.6, vgl. Urk. 10/85 S. 8 f. Ziff. 6). Diese Einschätzung stimmt denn auch mit de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> von den Ärzten der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und von PD Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D.___ und lic. phil. E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> diagnostizierten Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">akzentuierung überein (vgl. vorstehend E. 3.2, E. 3.4-3.5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich attestierte Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Beschwerdeführerin vom 12. Oktober 2012 bis 6. September 2013 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten, vom 7. September 2013 bis zirka Ende 2014 eine 50%ige Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit für angepasste Tätigkeiten und seit Anfang 2015 eine 60%ige Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit für angepasste Tätigkeiten (vorstehend E. 3.6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus dem psychiatrischen Gutachten geht hervor, dass sich der Gesundheitszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stand der Beschwerdeführerin in den letzten Jahren gebessert hat, obwohl ihre Zwänge immer noch schwanken. Sie führe jedoch nicht mehr so viele Zwangs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handlungen wie früher aus. Zum Zeitpunkt der Begutachtung habe die Beschwerdeführerin bezüglich Sauberkeit eher unter Zwangsgedanken gelitten. Seit dem Arbeitsende beim Sozialzentrum im Juni 2015 stehe die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin normalerweise um 09:00 Uhr auf, wenn sie aber unter starken Zwän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen leide, stehe sie erst am Nachmittag auf. Abends beziehungsweise nachts gehe sie zwischen 01:00 Uhr und 05:00 Uhr ins Bett. Nach eigenen Aussagen der Beschwerdeführerin könnte sie den Rhythmus wechseln, wenn sie arbeiten würde. Tagsüber erledige sie administrative Arbeiten, schreibe Bewerbungen, nehme den Haushalt in Angriff und begebe sich je nach Wetter nach draussen. Sie könne jedoch nicht selbst putzen aus Angst, etwas zu verschmutzen beziehungsweise selber dreckig zu werden. Die Beschwerdeführerin lebe eher zurückgezogen, wolle ihre Kolleginnen nicht mit ihren Problemen belasten. Sie sei schon lange nicht mehr in den Ausgang gegangen, treffe jedoch zirka ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mal pro Monat eine Kollegin oder einen Kollegen (Urk. 10/85 S. 6 Ziff. 3.5). Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf das psychiatrische Gutachten zum Schluss gelangte, dass die Beschwerdeführerin über genügend Ressourcen verfüge. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche Störungen grundsätzlich nur als invalidisierend gelten, wenn sie schwer und therapeutisch nicht (mehr) angehbar sind (vgl. vorstehend E. 1.3), ist das Vorliegen eines invalidisierenden Gesundheitsschadens zu verneinen, da die Beschwerdeführerin durch die Zwangsstörung (nur) mittelschwer beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigt ist und k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine Therapieresistenz vorliegt. So wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> im psychiatrischen Gutachten explizit erwähnt, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sich der psychische Zustand der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin durch die regelmässige ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung massiv verbessert habe und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mittels Weiterführung der therapeuti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Massnahmen mit einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> weiteren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Verbesserung des psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Zustands zu rechnen sei (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vorstehend E. 3.6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da die Arbeitsfähigkeit keine medizinische, sondern eine juristische Frage ist, können sich Konstellationen ergeben, bei welchen - wie hier - </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der im medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinischen Gutachten festgestellten Arbeitsunfähigkeit abzuweichen ist (vgl. vorstehend E. 1.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich den von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> genannten akzentuierten zwanghaften Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitszügen (vorstehend E. 4.2) ist festzuhalten, dass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">akzentuierte Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung keinen rechtserheblichen Gesundheitsschaden zu begründen vermögen (Urteil des Bundesgerichts 8C_558/2015 vom 22. Dezember 2015 E. 4.2.4 mit Hinweis auf 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1). Dazu bedürfte es zumindest einer Persönlichkeitsstörung (Urteil des Bundesgerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.5 mit Hinweisen), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die hier nicht vorliegt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich der nachträglich eingereichten Schreiben von PD Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 22. und 24. August 2016 (vorstehend E. 3.8-3.9) gilt, dass nach ständiger Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit des angefochte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Entscheids in der Regel nach dem Sachverhalt beurteilt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 131 V 242 E. 2.1, 121 V 362 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Schreiben von PD Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 22. August 2016 (vorstehend E. 3.8) wurde zwar nach Verfügungserlass erstellt,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> darin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> äusserte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sich jedoch zum vorliegend umstrittenen Sachverhalt, weshalb </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">das Schreiben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> grundsätzlich her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">angezogen werden kann. PD Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> legte jedoch nicht näher dar, weshalb die Beschwerdeführerin entgegen seiner früheren Beurteilung (vgl. vorstehend E. 3.5) zu 100 % arbeitsunfähig sein soll. Das Gleiche gilt für das Schreiben vom 24. August 2016 (vorstehend E. 3.9). Ausserdem attestierte er der Beschwerdeführerin darin eine nicht näher begründete 100%ige Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit für September 2016, mithin für den Zeitraum nach Verfügungserlass, der ohnehin nicht im vorliegenden Verfahren berücksichtigt werden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kann</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Folglich vermögen die beiden Schreiben von PD Dr. D.___ nichts am Beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wert des psychiatrischen Gutachtens von Dr. F.___ zu ändern.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ging die Beschwerdegegnerin zu Recht davon aus, dass die Beschwerdeführerin infolge der Zwangsstörung nicht dauerhaft in ihrer Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit eingeschränkt ist und kein invalidisierender Gesundheitsscha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die angefochtene Verfügung (Urk. 2) erweist sich demzufolge als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sind ermessensweise auf Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, infolge bewilligter unentgeltlicher Prozessführung aber einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf § 16 Abs. 4 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse genommen. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeführerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Stadt Zürich Soziale Dienste</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannPeter-Schwarzenberger</p></div> </div></body></html>