<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, durch die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) einen Bericht erarbeiten zu lassen, der sämtliche fiskalischen Massnahmen kritisch - mit ihren Vor- und Nachteilen - prüft, die im Nachgang an die zu bewältigende Finanzmarktkrise genannt werden ("financial crisis responsibility fee", Steuer auf Finanztransaktionen, Besteuerung von Fremdkapital, Steuer auf Bankerboni). </p><p>Diese Analyse soll dem Parlament als solide Grundlage für eine vertiefte und zugleich wirkungsvolle politische Debatte der nationalen und internationalen Reformbemühungen des Finanzsektors dienen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In vielen Ländern waren die staatlichen Eingriffe zur Eindämmung der Finanz- und Wirtschaftskrise mit grossen fiskalischen Folgen verbunden. Verschiedene Länder lancierten deshalb Vorschläge von Finanzsektorabgaben mit unterschiedlichen Zielen. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 28. April 2010 dargelegt, dass das Generieren neuer Steuereinnahmen nicht erforderlich ist und er zur Erhöhung der Krisenresistenz des Finanzsystems prioritär auf regulatorische Auflagen an Banken setzt. Er erachtet somit die Einführung einer Finanzsektorsteuer zurzeit nicht als notwendig.</p><p>Der Bundesrat würde eine Finanzsektorsteuer dann erwägen, sofern sich innerhalb der G-20 ein koordiniertes Vorgehen abzeichnet. Eine Bestandesaufnahme und eine Beurteilung verschiedener Steuervarianten im Finanzbereich sind deshalb im Hinblick auf allfällige internationale Initiativen rechtzeitig in einem Bericht vorzunehmen. Hauptziel dieses Berichts ist die Bereitstellung von soliden Grundlagen, welche in einem gegenwärtig volatilen Umfeld der Weiterführung einer kohärenten Steuerpolitik dienlich sind. Aufgrund des Bundesratsbeschlusses vom 28. April 2010 zu den zur Lösung der "Too big to fail"-Problematik und der Vergütungspraxis von Finanzunternehmen (Boni) bereits in Gang gesetzten Arbeiten wird das vom Postulat verlangte Thema "Steuer auf Bankerboni" nicht im Bericht behandelt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.