<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht aufzuzeigen, wie im Gesundheitswesen zuverlässige und richtige Messwerte durch Rückführung auf anerkannte Referenzwerte künftig durchgesetzt werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat anerkennt, dass die Labordiagnostik einen wichtigen Beitrag zur Diagnosestellung leistet. Wichtig in der Diagnosestellung ist primär die Interpretation der Resultate nach den für die jeweiligen Analysemethode geltenden Normwerten. Eine Vergleichbarkeit der Messwerte, die an verschiedenen Orten mit unterschiedlichen Methoden gemacht wurden, kann zur Verbesserung der Qualität und Effizienz in der Gesundheitsversorgung beitragen. Mittelfristig ist entsprechend darauf hinzuarbeiten, dass die Messtechnik universell vergleichbare Messwerte liefert.</p><p>Die Konzeption der Anforderungen an die Qualität sowie die Kontrolle deren Erfüllung ist gemäss Artikel 77 der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV; SR 832.102) grundsätzlich Aufgabe der Tarifpartner. Im Laborbereich besteht seitens der Tarifpartner das Organ der Qualab (Schweizerische Kommission für Qualitätssicherung im medizinischen Labor), welches die Qualitätssicherung umsetzt. Es ist somit primär Sache dieser Kommission, sich mit der Methode der Rückführung auf international anerkannte Referenzwerte zu befassen und die Wege der Umsetzung zu bestimmen sowie durchzusetzen. Entsprechend den gesetzlichen Grundlagen im Krankenversicherungsgesetz liegen die Durchsetzungsinstrumente vorrangig bei den Tarifpartnern und nicht beim Bund. Das Anliegen mit der Rückführung auf international anerkannte Referenzwerte ist noch relativ jung und wurde in den umliegenden europäischen Ländern bisher nicht verpflichtend umgesetzt. Der Bundesrat ist bereit, einen Kurzbericht zur Problematik zu erstellen und danach das weitere Vorgehen zu prüfen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.