B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-2515/2013 U r t e i l v o m 2 2 . A u g u s t 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer, mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach; Gerichtsschreiberin Blanka Fankhauser. Parteien A._______, geboren am (…), Äthiopien, (…) Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 25. April 2013 / N (…). E-2515/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer, ein äthiopischer Staatsangehöriger aus A d- dis Abeba , eigenen Angaben zufolge seine Heimat Ende August 2012 verliess, am 17. März 2013 unter Umgehung der Grenzkontrolle in die Schweiz einreiste und gleichentags im Empfangs - und Verfahrenszent- rum (EVZ) (…) ohne Einreichung von Identitätsdokumenten um Asyl nachsuchte, dass er dort am 22. März 2013 summarisch befragt und am 4. April 2013 einlässlich zu seinen Asylgründen angehört wurde, dass er dabei im Wesentlichen geltend machte, sein Vater habe sich in einer illegalen Organisation politisch betätigt und Probleme mit den äthio- pischen Behörden bekommen, weshalb er vor 17 Jahren vermutlich nach Kenia gegangen sei, dass darauf seine Mutter, die Eritreerin gewesen sei, nach Eritrea depo r- tiert worden sei, dass anlässlich der Wahlen im Jahre (…) Jugendliche die Polizei mit Steinen beschossen hätten und darauf vo n ihr verfolgt ins Haus des B e- schwerdeführers geflüchtet seien, dass er ihnen geholfen habe, durch die Hintertür zu flüchten, dass die Polizisten die Jugendlichen – trotz einer Hausdurchsuchung – zwar n icht mehr in seinem Haus vorgefunden, den Beschwerdeführer aber während dreier Monate in Gewahrsam genommen und geschlagen hätten, dass sie ihn auch über den Verbleib seines Vaters befragt hätten, dass er seitdem von den Behörden beobachtet worden sei und sich zweimal in der Woche bei der Polizei habe melden müssen, dass er sich nicht frei gefühlt habe und daher ausgereist sei, dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen auf die Protokolle bei den Akten verwiesen wird, E-2515/2013 Seite 3 dass das BFM mit Verfügung vom 25. April 2013 – gleichentags mündlich eröffnet und ausgehändigt – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat , die Wegw eisung aus der Schweiz verfügte und den B e- schwerdeführer – unter Androhung von Zwangsmitteln im Unterlassungs- fall – aufforderte, die Schweiz bis am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlassen, dass es den Kanton C._______ verpflichtete, die Wegweisungsverfügung zu vollziehen, dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen ausführte, der Beschwerdeführer habe den Asylbehörden innerhalb der ihm dazu eingeräumten Frist von 48 Stunden ohne entschuldbare Gründe keine rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapiere eingereicht, dass er geltend gemacht habe, seine Identitätskarte bei (…) in Addis Abeba zurückgelassen zu haben und illegal in die Schweiz gereist zu sein, dass der Beschwerdeführer keine Anstrengungen unternommen habe, seine Identitätskarte zu beschaffen, und es unglaubhaft sei, dass er keine einzige Möglichkeit gehabt habe, mit jemandem Kontakt in seiner Heimat aufzunehmen, dass seine Behauptung, die Telefonnummer (…) nicht im Kopf zu haben, nicht plausibel sei, dass zudem die Schilderung des Reisewegs, insbesondere des A b- schnitts von Ägypten nach Frankreich, wie er den Hafen von Marseille ohne jegliche Kontrolle habe verlassen können, äusserst unsubstanziiert ausgefallen sei, dass vor dem Hintergrund der unplausiblen Reisewegschilderung und der fehlenden Bemühungen, die Identitätskarte überhaupt zu beschaffen, d a- von auszugehen sei, der Beschwerdeführer enthalte diese dem BFM be- wusst vor, um den Vollzug zu erschweren oder gar zu verunmöglichen, dass deshalb keine entschuldbaren Gründe vorläge n, die es ihm veru n- möglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen, E-2515/2013 Seite 4 dass bei Papierlosigkeit weiter zu prüfen sei, ob aufgrund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festg e- stellt werden könne, oder ob zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder des Wegweisungsvollzugs nötig seien, dass die Verfolgungsvorbringen jedoch den Anforderungen gemäss Art. 7 AsylG an die Glaubhaftmachung eines asylbegründenden Sachverhalts offensichtlich nicht genügten, dass die Schilderung des Beschwerdeführers , wegen demonstrierenden Jugendlichen, die er versteckt haben soll, drei Monate lang inhaftiert wor- den zu sein, in Frage gestellt werden müsse, dass die Polizisten ihm nicht hätten nachweisen könne n, die Jugendl i- chen versteckt zu haben , und ihnen zudem hätte klar sein müssen, dass der Beschwerdeführer selbst mit der Demonstration nichts zu tun gehabt habe, weil er fern geschaut habe, dass ferner die Haftschilderung äusserst unsubstanziiert ausgefallen sei und er trotz der Möglichkeit , darüber zu berichten, sich lediglich auf Al l- gemeinplätze beschränkt habe, dass auch nicht geglaubt werden könne, er sei seit seiner Entlassung aus der Haft im Visier der Behörden gestanden, weil bei der Hausdu rchsu- chung die Vergangenheit seines Vaters aufgedeckt worden sei, dass erhebliche Zweife l bestünden, dass sein Vater überhaupt gesucht worden sei, da dieser damals zwar festgenommen, aber wieder freigelas- sen worden sei, dass realitätsfremd erscheine, dass der völlig unauffällige Beschwerde- führer seit dessen Verschwinden während neun Jahren unbehelligt habe leben können und dann plötzlich in der geltend gemachten hohen Intensi- tät – er habe zw ei Mal wöchentlich eine Unterschrift leisten müssen und sei durch den Geheimdienst beobachtet worden – überwacht worden wä- re, dass seine Präsenz den Behörden hätte bekannt gewesen sein müssen, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2. Mai 2013 (Eingabe und Poststempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei unter anderem beantragte, die Verfügung E-2515/2013 Seite 5 des Bundesamtes vom 25. April 2013 sei aufzuheben, die Vorinstanz sei anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten, seine Flüchtlingseige n- schaft pflichtgemäss zu prüfen und eine neue Verfügung zu erlassen, dass er in verfahr ensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt - lichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Verwaltungsve r- fahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte, dass er sodan n beantragte, im Sinne einer vorsorglichen Massnahme seien die Vollzugsbehörden anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit dem Heimat- oder Herkunftsstaat sowie jede Weitergabe von Daten an de n- selben bis zum Endentscheid zu unterlassen, dass vor einer allfälligen Ablehnung dieser Beschwerde die Vorinstanz anzuweisen sei, eine eventuell bereits erfolgte Datenweitergabe ab se i- nen Heimatstaat offenzulegen und ihm dazu das rechtliche Gehör im Hin- blick auf subjektive Nachfluchtgründe zu gewähren, dass der Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 30. Mai 2013 aufgefordert wurde, detailliert darzulegen, wie er in Kontakt zu (…) getre- ten sei, da aus seinen Ausführungen nicht klar hervorg ehe, ob diese ihm die Identitätskarte gefaxt habe, Namen und Adress e der Person a n- zugeben, von der der Telefax stamme und mitzuteilen, von wo aus man ihm die Identitätskarte gefaxt habe, dass er dem Gericht weiter eine Postbestätigung (…) von Äthiopien zu- kommen lassen solle, woraus ersichtlich sei, an welchem Datum das Ori- ginal der Identitätskarte abgeschickt worden sei, dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 29. Mai 2013 ein von (…) geschicktes Kuvert aus Äthiopien mit einem Stempel vom 14. Mai 2013 einreichte, in welchem sich angeblich das Original der Identitätsk arte be- funden habe, dass mit Zwischenverfügung vom 9. Juli 2013 der Beschwerdeführer auf- gefordert wurde, zu den vom Gericht festgestellten Fälschungsmerkma- len auf seiner Identitätskarte Stellung zu nehmen, dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 16 . Juli 2013 hierzu Ste l- lung nahm, E-2515/2013 Seite 6 dass auf die Begründung seiner Ausführungen, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen wird, und zieht in Erwägung: dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen von Art. 5 VwVG des BFM en t- scheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Sta a- tes, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz suc ht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32 – 35a AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwe r- deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/ 9 E. 5 S. 116), E-2515/2013 Seite 7 dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintr e- tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mat e- riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die S a- che zu neuer Entscheidung an die Vori nstanz zurückweist (vgl. BVGE 2011/30 E. 3. S. 568, BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass indessen im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der Flücht- lingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfahren ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen Nichtein - tretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft Prozess gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mat e- riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst . a AsylG auf ein Asylgesuch nicht eing e- treten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise - oder Identitätspapiere abgeben, dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asyls u- chende gl aubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn au f- grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlings- eigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b Asyl G) oder wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugs- hindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), E-2515/2013 Seite 8 dass entschuldbare Gründe dann vorliegen, wenn die asylsuchende Per- son glaubhaft macht, dass sie ohne ihre im Heimatland zurückgelassenen Papiere in die Schweiz gereist ist und sich umgehend und ernsthaft da r- um bemüht, die zurückgelassenen Papiere innert angemessener Frist zu beschaffen (vgl. BVGE 2010/2), dass vorliegend unbestritten ist, dass es der Beschwerdeführer unte r- liess, im Moment der Einreichung des Asylgesuches im EVZ bezi e- hungsweise in den 48 Stunden nach der diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines Informationsblattes ein Dokument zu seiner Identifi- zierung abzugeben, dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvorausse t- zung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend erfüllt ist, dass die Vorinstanz zu Recht erwog, die Erklärung des Beschwerdefüh- rers, seine Identitätskarte bei (…) in Addis Abeba gelassen und die Ein- reise in den Hafen von Marseille ohne jegliche Kontrolle absolviert zu h a- ben, sei unglaubhaft, dass er bei der Befragung vom 22. März 2013 erklärte, bis jetzt nichts un- ternommen zu haben, e r werde aber versuchen, seine Identitätskarte zu beschaffen, dass er jedoch bei der Anhörung vom 4. April 2013 mitteilte, diesbezüg- lich immer noch nichts unternommen zu haben, dass somit die Vorinstanz das Vorliegen entschuldbarer Gründe, die es dem Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden solche D o- kumente einzureichen, mit überzeugender Begründung verneint hat (vgl. angefochtene Verfügung S. 3 Ziffer 1), dass der Beschwerdeführer erst mit seiner Beschwerde eine Kopie einer Identitätskarte einreichte, dass er aufgefordert wurde mitzuteilen, von wo diese Faxkopie geschickt wurde, woraufhin er in seiner Stellungnahme vom 16. Juli 2013 angab, diese direkt aus Äthiopien bekommen zu haben, dass sich jedoch aufgrund der Faxnummer des Absenders der Schluss aufdrängt, dass der Fax nicht aus Äthiopien verschickt worden sein kann, wie vom Beschwerdeführer behauptet, E-2515/2013 Seite 9 dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 29. Mai 2013 das ange b- liche Original seiner Identitätskarte einreichte, dass jedoch mit blossen Auge erkennbar ist, dass es sich hier um eine Fälschung handeln muss, dass nämlich (…), was auf eine Manipulation schliessen lässt, dass sie schliesslich eine andere Unterschrift aufweist, als auf den Befr a- gungsprotokollen, dass es somit dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, glaubhaft darzu- legen, dass er ohne seine im Heimatland zurückgelassenen Papiere in die Schweiz gereist ist, und sich umgehend un d ernsthaft darum bemüht hat, die im Heimatland zurückgelassenen Papiere innert angemessener Frist zu beschaffen (vgl. BVGE 2010/2 E. 5 und 6 S. 27 ff.), zumal mit ei- ner gefälschten Identitätskarte ein Identitätsnachweis nicht möglich ist, dass vor dem H intergrund sowie der unplausiblen Reisewegschilderung , davon ausgegangen werden muss, der Beschwerdeführer sei mit ande- ren Reisepapieren gereist und habe diese den Asylbehörden bewusst vorenthalten, um den Wegweisungsvollzug zu erschweren oder gar zu verunmöglichen, dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, glaubhaft zu machen, dass er seine Reise - respektive Identitätspapiere im Heimatland zurüc k- gelassen beziehungsweise diese nicht mitgenommen hat , mithin liegen keine entschuldbaren Gründe für die Nichtabgabe von Reise- oder Identi- tätspapieren innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG vor, dass demnach zu prüfen bleibt, ob das BFM zu Recht davon ausgega n- gen ist, die Flüchtlingseigenschaft sei nicht gegeben und es bestehe au f- grund der Anhörung keine Notwendigkeit zur Vornahme von weiteren A b- klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines We g- weisungsvollzugshindernisses, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers, wie er wegen seines Vaters und dann wegen Versteckens von Jugendlichen verfolgt worden sei, reali- tätsfremd sind, E-2515/2013 Seite 10 dass auch die geschilderte Haft sehr oberflächlich und ohne jegliche Be- troffenheit geschildert wurde, weshalb sie nicht geglaubt werden kann, dass er in seiner Beschwerde den diesbezüglichen vorinstanzlichen E r- wägungen nichts Wesentliches entgegenhält, dass das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers nach dem Gesagten ohne weiteres ausgeschlossen werden kann und auch keine zusätzlichen Abklärungen hinsichtlich der Frage des Wegwe i- sungsvollzugs notwendig erscheinen, dass darauf verzichtet werden kann, auf die Vorbringen in der Beschwe r- de einzugehen, da sie an der vorstehenden Einschätzung nichts zu ä n- dern vermögen, dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. EMARK 2001 Nr. 21), wes- halb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Besti m- mungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wu r- de, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Au sländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner Vo r- gängerorganisation ARK der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüch t- lingseigenschaft gilt, das heis st, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), E-2515/2013 Seite 11 dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Wei terreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Fr eiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegw eisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdef ührer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non - Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und ke i- ne Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgeno s- senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinko m- mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere gr ausame, un- menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) er- sichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunftsland droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage im Heimat - bzw. Herkunftsstaat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefäh r- dung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, dass der Beschwerdeführer – soweit den Akten entnommen werden kann – gesund ist und in seiner Heimat über ein Beziehungsnetz verfügt, wes-E-2515/2013 Seite 12 halb nicht zu erwarten ist, er werde bei einer Rückkehr in sein Heimatland in eine existenzbedrohende Situation geraten, dass somit der Vollzug der Wegweisung insgesamt als zumutbar zu e r- achten ist, dass der Vollzug der Wegweisung dem Beschwerdeführer in den Heimat- staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 - 515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdef ührer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass der Antrag auf K ostenvorschussverzicht mit dem vorl iegenden Ent- scheid hinfällig geworden ist, dass gestützt auf Art. 97 Abs. 2 AsylG der Antrag, die zuständigen Behör- den seien vorsorglich anzuweisen, keine Personendaten an das Heima t- land weiterzuleiten, abzuweisen ist, dass im Übrigen den Akten der Vorinstanz keine Hinweise dafür zu en t- nehmen sind , dass sie mit den Behörden des Heimatstaates des B e- schwerdeführers bereits Kontakt aufgenommen hätte, so dass der Antrag auf Bekanntgabe einer b ereits erfolgten Kontaktaufnahme gegenstand s- los ist, dass somit auch das Gesuch um rechtliches Gehör zu allfälligen bereits erfolgten Datentransfers im Hinblick auf allfällige subjektive Nachfluch t- gründe gegenstandslos ist, dass sich die gestellten Rechtsb egehren nach dem Gesagten als au s- sichtslos erweisen, weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltl i- chen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG – ungeachtet ei- ner allenfalls bestehenden prozessualen Bedürftigkeit – abzuweisen ist, E-2515/2013 Seite 13 dass der Umstand, dass der Beschwerdeführer ein gefälschtes Dokument einreichte, bei der Bemessung der Höhe der Verfahrenskosten zu b e- rücksichtigen ist, weshalb diese auf Fr. 900. - zu erhöhen sind (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwa l- tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), dass die eingereichte Identitätskarte angesichts der Einschätzung, dass es sich hierbei um ein gefälschtes Dokument handelt, in Anwendung von Art. 10 Abs. 4 AsylG einzuziehen ist. (Dispositiv nächste Seite) E-2515/2013 Seite 14 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird a b- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 900.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Die Identitätskarte wird eingezogen. 5. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Gabriela Freihofer Blanka Fankhauser Versand: