<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00102</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206236&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00102</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.10.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Beschaffung eines Geografischen Informationssystems (GIS): Ausschlussgrund. Grundsatz der Gleichbehandlung der Anbietenden. Vergleichbarkeit der Offerten.<br/><br/>Wenn die Mitbeteiligte (indem sie bei der Vergabebehörde vorhandene Lizenzen berücksichtigt) "Concurrent User"-Lizenzen statt "Volllizenzen" anbietet, stellt dies keine einen wesentlichen Mangel darstellende Unvollständigkeit des Angebots dar, die zum Ausschluss vom Vergabeverfahren führen würde. Anders verhielte es sich nur, wenn an der Nutzbarkeit der bei der Vergabebehörde bereits vorhandenen Lizenzen begründete Zweifel bestünden, was im vorliegenden Fall nicht zutrifft (E. 5).<br/><br/>Die Submissionsvorgabe, welche "4 Arbeitsplätze mit voller Funktionalität des GIS-Tools" verlangt, ist interpretationsbedürftig. Sie kann nach Treu und Glauben nur so verstanden werden, dass jedenfalls die wichtigsten Funktionen an allen vier Stationen gleichzeitig zur Verfügung stehen müssen. Die wichtige Auskunft an die Mitbeteiligte, dass die Vorgabe erfüllt sei, wenn "jeweils 1-2 VBZ-GIS-User gleichzeitig arbeiten können", muss die Vergabebehörde gleichzeitig auch allen anderen Anbietenden mitteilen, ansonsten der Grundsatz der Gleichbehandlung der Anbietenden verletzt ist. Die beiden Offerten sind aufgrund des von der Vergabebehörde zu vertretenen Missverständnisses in Bezug auf die "volle Funktionalität" nicht vergleichbar. Der Beschwerdeführerin ist Gelegenheit zu geben, ihre Offerte auf die gleiche Grundlage wie diejenige der Mitbeteiligten zu stellen (E. 6).<br/><br/>Weitere Anweisungen und Hinweise für den Umfang der neuerlichen Beurteilung des Vergabeentscheids (E. 7-10).<br/><br/>Teilweise Gutheissung (E. 11).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNGSPFLICHT">BEGRÃNDUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHBEHANDLUNG">GLEICHBEHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREISDIFFERENZ">PREISDIFFERENZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREISVERGLEICH">PREISVERGLEICH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNVOLLSTÃNDIGES ANGEBOT">UNVOLLSTÃNDIGES ANGEBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERGLEICHBARKEIT">VERGLEICHBARKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WESENTLICHER MANGEL">WESENTLICHER MANGEL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 1 Abs. III lit. b IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">Art. 11 lit. a IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">§ 17 Abs. II SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 28 lit. h SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Verkehrsbetriebe ZÃ¼rich (VBZ) erÃ¶ffneten im Oktober 2005 ein Einladungsverfahren zur Beschaffung eines Geografischen Informationssystems (GIS) fÃ¼r die Abteilung Angebotsentwicklung. Innert Frist reichten die A AG und die C AG Angebote in der HÃ¶he von Fr. 38'438.- (inkl. Schulungskosten von Fr. 4'940.-, aber exkl. jÃ¤hrliche Folgekosten von Fr. 10'241.-) bzw. von Fr. 15'924.80 (exkl. Schulungskosten von Fr. 6'300.- und jÃ¤hrlichen Folgekosten von Fr. 4'200.-) ein. Mit VerfÃ¼gung vom 15. Februar 2006 erteilten die VBZ den Zuschlag an die C AG unter gleichzeitigen Mitteilung des Entscheids an beide zur Angebotsabgabe eingeladenen Anbieterinnen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 27. Februar 2006 liess die A AG dem Verwaltungsgericht im Wesentlichen beantragen, die C AG sei vom Vergabeverfahren auszuschliessen bzw. der Zuschlag sei aufzuheben und an sie zu erteilen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte sie um Erteilung der aufschiebenden Wirkung, GewÃ¤hrung der Akteneinsicht sowie sinngemÃ¤ss um die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels.</p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r die Stadt ZÃ¼rich beantragten die VBZ am 22. MÃ¤rz 2006 die Abweisung der Beschwerde und des Gesuchs betreffend aufschiebende Wirkung, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 4. April 2006 wurde die bei Beschwerdeeingang provisorisch erteilte aufschiebende Wirkung einstweilen aufrechterhalten und gleichzeitig das Akteneinsichtsbegehren der BeschwerdefÃ¼hrerin teilweise gutgeheissen.</p> <p class="Urteilstext">Mit Replik vom 27. April 2006 und Duplik vom 23. Mai 2006 hielten die Parteien an ihren bisherigen AntrÃ¤gen vollumfÃ¤nglich fest. Die Mitbeteiligte C AG liess sich zu keinem Zeitpunkt vernehmen.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 26. Mai 2006 wurde der Beschwerde aufschiebende Wirkung erteilt.</p> <p class="Urteilstext">Die Parteivorbringen werden, soweit rechtserheblich, im Rahmen der nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weiter gezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie § 2 des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. September 2003 zur Anwendung.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nicht berÃ¼cksichtigte Anbietende sind zur Beschwerde gegen den Vergabeentscheid legitimiert, wenn sie bei deren Gutheissung eine realistische Chance haben, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem sie ein neues Angebot einreichen kÃ¶nnen; andernfalls fehlt ihnen das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11; § 21 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Vorliegend ist die BeschwerdefÃ¼hrerin eine von lediglich zwei Anbieterinnen. Falls ihre RÃ¼gen begrÃ¼ndet sind, hat sie eine realistische Chance auf den Zuschlag und ist demnach zur Beschwerde legitimiert.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Obwohl hier aufgrund des Auftragswertes eine freihÃ¤ndige Vergabe mÃ¶glich gewesen wÃ¤re (vgl. Anhang 2 IVÃ¶B), hat sich die VergabebehÃ¶rde fÃ¼r das hÃ¶herstufige Einladungsverfahren entschieden. Dies ist ohne weiteres zulÃ¤ssig, hat indessen zur Folge, dass sie sich bei der gewÃ¤hlten Verfahrensart behaften lassen muss und die dafÃ¼r geltenden GrundsÃ¤tze, z.B. betreffend Nichtdiskriminierung und Gleichbehandlung, einzuhalten hat (RB 1999 Nr. 65 = BEZ 1999 Nr. 36).</span></p> <p class="Urteilstext">Um einen zumindest minimalen Wettbewerb zu gewÃ¤hrleisten, sind nach<span> Art. 12 Abs. 1 lit. b<sup>bis</sup> IVÃ¶B</span> im Rahmen des Einladungsverfahrens wenn mÃ¶glich mindestens drei Angebote einzuholen. Ein Unterschreiten dieser Zahl kommt dann in Betracht, wenn die aus­geschriebene Leistung nur von sehr wenigen Anbietern erbracht werden kann. Soweit aus den Akten ersichtlich, wurden vorliegend bloss zwei Offerten eingeholt. Es ist nicht bekannt, ob neben den eingeladenen Anbieterinnen noch weitere mit dem ausgeschriebenen Auftrag hÃ¤tten betraut werden kÃ¶nnen. Dieser Frage ist jedoch nicht weiter nachzugehen. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin durch eine mÃ¶gliche Verletzung von<span> Art. 12 Abs. 1 lit. b<sup>bis</sup> IVÃ¶B</span> keinen Nachteil erlitten hat, bleibt dieser Umstand fÃ¼r den Ausgang des Verfahrens ohne Bedeutung.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt in verfahrensrechtlicher Hinsicht eine Verletzung der BegrÃ¼ndungspflicht.</p> <p class="Urteilstext">Die BegrÃ¼ndungspflicht ergibt sich aus dem Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r, der in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV) verankert ist (vgl. auch KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 36); sie wird Ã¼berdies in § 10 Abs. 2 VRG ausdrÃ¼cklich festgehalten. Nach den Spezialvorschriften von Art. 13 lit. h IVÃ¶B und § 38 Abs. 2 der Submissionsverordnung vom 23 uli 2003 (SubmV) ist die Vergabestelle indessen bei der ErÃ¶ffnung des Zuschlags lediglich zu einer summarischen BegrÃ¼ndung verpflichtet; nur auf Gesuch eines Anbietenden hin, hat sie diesem die wesentlichen GrÃ¼nde fÃ¼r seine NichtberÃ¼cksichtigung bekannt zu geben (§ 38 Abs. 3 SubmV). Ob die Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit der ZuschlagserÃ¶ffnung ihrer BegrÃ¼ndungspflicht hinreichend nachkam, kann indessen offen bleiben, da eine allfÃ¤llige Verletzung des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r jedenfalls durch die AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeantwort sowie durch die der BeschwerdefÃ¼hrerin eingerÃ¤umte Gelegenheit, mittels Replik zur Beschwerdeantwort Stellung zu nehmen, geheilt wurde (RB 2000 Nr. 59 = BEZ 2000 Nr. 25 E. 4a). Eine allfÃ¤llige GehÃ¶rsverletzung ist damit fÃ¼r den Ausgang des Verfahrens nicht mehr von Bedeutung. Die ansonsten von der BeschwerdefÃ¼hrerin gegen die BegrÃ¼ndung erhobenen EinwÃ¤nde sind nicht formeller, sondern inhaltlicher Art. Sie sind im Folgenden zu beurteilen.</p> <p class="Erwgung1"><a id="_Ref150054273"><b>5. </b> </a></p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht hauptsÃ¤chlich geltend, das Angebot der Mitbeteiligten sei unvollstÃ¤ndig und daher gestÃ¼tzt auf § 28 lit. h SubmV sowie Ziffer 8 der Allgemeine Submissionsbedingungen vom Verfahren auszuschliessen. Das Angebot der Mitbeteiligten stimme nicht mit der in der Ausschreibung geforderten Leistung Ã¼berein. Bei der Beschaffung eines GIS handle es sich um ein Software-System, welches von den zur Offertstellung eingeladenen Firmen als Standardsoftware in Form diverser Software-Module bzw. einzelner Software-Applikationen zum Verkauf bzw. zur Lizenzierung angeboten werde. Die Mitbeteiligte habe nur einen Teil der im Pflichtenheft der Vergabe gestellten Anforderungen und FunktionalitÃ¤ten offeriert und mit einem konkreten Preis versehen. In Bezug auf einen wesentlichen Teil der im Pflichtenheft umschriebenen FunktionalitÃ¤ten an das GIS habe sie lediglich darauf hingewiesen, dass entsprechende Softwaremodule bzw. Applikationen ihrer Standardsoftware bereits an anderen Stellen innerhalb der Stadtverwaltung lizenziert worden seien. Die Mitbeteiligte gehe sodann davon aus, dass die Vergabestelle diese Softwaremodule bei einem nicht formell, wohl aber faktisch bestehenden Lizenzpool der Stadt ZÃ¼rich beziehen kÃ¶nne und ihr insoweit daher keine Anschaffungskosten entstÃ¼nden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe nun aber bislang keine Kenntnis von der Existenz dieses angeblich Ã¼ber einen zentralen Server bei Geomatik + Vermessung Stadt ZÃ¼rich (GeoZ) laufenden Lizenzpools gehabt. Auch in den Ausschreibungsunterlagen sei nicht auf das Bestehen eines solchen hingewiesen worden. Sollte ein solcher Lizenzpool existieren, mÃ¼sse bezweifelt werden, dass ein Bezug von entsprechenden Lizenzen durch die Vergabestelle tatsÃ¤chlich zulÃ¤ssig und Ã¼berdies auch kostenneutral wÃ¤re. Die ZulÃ¤ssigkeit der MitbenÃ¼tzung sei anhand des jeweiligen Lizenzvertrags zu klÃ¤ren und keineswegs selbstverstÃ¤ndlich. Selbst wenn der Bezug beim Lizenzpool vertraglich zulÃ¤ssig wÃ¤re, sei anzunehmen, dass dafÃ¼r eine interne Kostenbeteiligung erhoben werde. Diesfalls komme dem Lizenzpool die Bedeutung eines Subunternehmers der Mitbeteiligten zu. Ihre Offertangaben Ã¼ber diesen Subunternehmer bzw. dessen Leistungen und Kosten seien nicht ausreichend spezifiziert und bezeichnet und somit unvollstÃ¤ndig. Von einer separaten Offerte bzw. einer direkten Vereinbarung zum Bezug der vorgenannten Softwaremodule der Mitbeteiligten zwischen diesem Lizenzpool der Stadt ZÃ¼rich und der Vergabestelle habe die BeschwerdefÃ¼hrerin keine Kenntnis. Die teilweise Auftragsvergabe an eine nicht in das Vergabeverfahren involvierte Drittpartei wÃ¤re jedoch gemÃ¤ss den anwendbaren submissionsrechtlichen Bestimmungen ohnehin rechtswidrig.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>GemÃ¤ss § 28 Abs. 1 lit. h SubmV werden Anbietende von der Teilnahme am Verfahren ausgeschlossen, wenn sie wesentliche Formvorschriften verletzt haben, insbesondere auch durch UnvollstÃ¤ndigkeit des Angebots. Diese Rechtsfolge ist allerdings nur adÃ¤quat, wenn es sich um einen wesentlichen Mangel handelt, denn ein Ã¼berspitzter Formalismus ist zu vermeiden (RB 1999 Nr. 61 = BEZ 1999 Nr. 25 = ZBl 101/2000, S. 265).</p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrerin sieht einen wesentlichen Mangel des Angebots der Mitbeteiligten im Wesentlichen darin, dass dieses kostenmÃ¤ssig nicht mit der geforderten Leistung Ã¼bereinstimme. Namentlich habe die Mitbeteiligte lediglich die offensichtlich kostengÃ¼nstigere Variante von Concurrent User (CU)-Lizenzen angeboten, bei denen eine gleichzeitige Nutzung des GIS-Tools an vier ArbeitsplÃ¤tzen nicht mÃ¶glich sei. DafÃ¼r, dass CU-Lizenzen fÃ¼r die Beschwerdegegnerin ausreichend sein sollten, fÃ¤nden sich in den Ausschreibungsunterlagen aber keinerlei Hinweise.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Unerheblich ist zunÃ¤chst, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin von der Existenz eines zentralen Lizenzpools der Stadt ZÃ¼rich Kenntnis hatte oder nicht. Wie sie selbst ausfÃ¼hrt, greifen vorliegend beide Anbieterinnen je auf ihre eigene Produktepalette zurÃ¼ck. Die BeschwerdefÃ¼hrerin muss sich folglich entgegenhalten lassen, dass sie â wie auch die Mitbeteiligte â selbst am besten weiss, welche LizenzvertrÃ¤ge sie mit der Beschwerdegegnerin bereits abgeschlossen hat. DarÃ¼ber hinaus kann sie anhand der in Frage kommenden VertrÃ¤ge auch selbst beurteilen, ob eine zusÃ¤tzliche Nutzung dieser Lizenzen durch die Vergabestelle mÃ¶glich oder zumindest nÃ¤her zu prÃ¼fen ist. Unerheblich ist schliesslich auch, ob diese zusÃ¤tzliche Nutzung Ã¼ber einen zentralen oder aber Ã¼ber mehrere dezentrale Server erfolgt. Massgebend wÃ¤re diesbezÃ¼glich einzig die technische Machbarkeit des Zugriffs auf verschiedene Server, welche von der BeschwerdefÃ¼hrerin indessen gar nicht in Frage gestellt wurde.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Soweit die fraglichen Lizenzen bei der Beschwerdegegnerin bereits vorhanden sind und deren zusÃ¤tzliche Nutzung durch die einzelnen Amtsstellen faktisch und rechtlich mÃ¶glich ist, besteht grundsÃ¤tzlich auch kein Beschaffungsbedarf. Entgegen dem beschwerdefÃ¼hrerischen DafÃ¼rhalten handelt es sich dabei nicht um eine den Submissionsvorschriften unterstehende Vergabe an einen Subunternehmer oder Drittanbieter, sondern um das AusschÃ¶pfen eigener Mittel und Reserven. Ob und in welchem Umfang dafÃ¼r verwaltungsintern eine Kostenbeteiligung bzw. -Ã¼berwÃ¤lzung festgesetzt wird, ist vorliegend nicht relevant (vgl. hinten E. 8).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Anders verhÃ¤lt es sich, wenn begrÃ¼ndete Zweifel an der Nutzbarkeit der bei der VergabebehÃ¶rde vorhandenen Lizenzen bestehen. Diesfalls erscheint es fÃ¼r die Anbieterin geboten, auf diese Ungewissheit hinzuweisen und im entsprechenden Umfang zusÃ¤tzliche Lizenzen zu offerieren. Ansonsten lÃ¤uft sie Gefahr, dass sich ihr Angebot tatsÃ¤chlich als lÃ¼ckenhaft erweist.</p> <p class="Urteilstext"><span>Nachdem die Mitbeteiligte als Lizenzgeberin die zusÃ¤tzliche Nutzung ihrer bei GeoZ vorhandenen Lizenzen durch die Vergabestelle von sich aus und ohne EinschrÃ¤nkung vorgeschlagen hat, kann in rechtlicher Hinsicht von der ZulÃ¤ssigkeit dieser Mitnutzung ausgegangen werden. In faktischer Hinsicht besteht laut der Beschwerdegegnerin lediglich beim Modul ArcEditor eine gewisse Unsicherheit, ob die bei GeoZ vorhandenen Lizenzen in jedem Fall fÃ¼r die zusÃ¤tzliche Nutzung durch die VBZ ausreichen. Dass darÃ¼ber hinaus auch noch bei anderen Modulen nicht genÃ¼gend NutzungskapazitÃ¤ten vorhanden seien, wird von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht substanziiert dargetan. Es besteht folglich auch kein begrÃ¼ndeter Anlass, an den dem Angebot der Mitbeteiligten zugrunde liegenden Annahmen zur verfÃ¼gbaren NutzungskapazitÃ¤t der vorhandenen Module zu zweifeln. Wie die Beschwerdegegnerin sodann ausfÃ¼hrt, hat die Mitbeteiligte die beim Modul ArcEditor bestehende Unsicherheit berÃ¼cksichtigt und diesbezÃ¼glich ein kostenloses Upgrade (in Ziff. II. 7 der Beschwerdeantwort fÃ¤lschlicherweise als Update betitelt) der zu beschaffenden ArcView-Lizenz auf eine ArcEditor-Lizenz offeriert. In der Offerte der Mitbeteiligten heisst es dazu: "Um eigene Daten von Zeit zu Zeit in den Geo-Server zu laden, kann die bestehende ArcEditor-Lizenz aus dem GeoZ-Lizenzpool verwendet werden. Falls dazu ArcEditor zu oft benÃ¶tigt wÃ¼rde, erklÃ¤rt sich die Mitbeteiligte bereit, eine ArcView Concurrent Lizenz der VBZ spÃ¤ter kostenlos auf eine ArcEditor-Lizenz upzugraden." Dass allfÃ¤llige UnterkapazitÃ¤ten mit diesem Upgrade ausgeglichen werden kÃ¶nnen, wird von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht bestritten. Sie wendet aber ein, es werde hierbei ausser Acht gelassen, dass die Wartung dieses Moduls wiederum kostenpflichtig sei. Dieser Einwand erweist sich indessen als unbegrÃ¼ndet, da die von der Mitbeteiligten offerierten Wartungskosten fÃ¼r die Module "ArcView CU" und "ArcEditor CU" identisch sind. Ein Upgrade von ArcView zu ArcEditor hÃ¤tte somit keine ErhÃ¶hung der Wartungskosten zur Folge. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ein wesentlicher Mangel durch UnvollstÃ¤ndigkeit des Angebots der Mitbeteiligten ist demnach nicht ersichtlich, so dass jedenfalls kein Ausschlussgrund vorliegt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt ferner, die Angebote seien nicht vergleichbar. Die VergabebehÃ¶rde habe zwei auf unterschiedlicher Grundlage basierende Kostenofferten ohne weitere Differenzierungen miteinander verglichen, ohne zu berÃ¼cksichtigen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die gesamten, die Mitbeteiligte hingegen aus den bereits angefÃ¼hrten GrÃ¼nden nur die Kosten fÃ¼r einen Teil des Auftrages offeriert habe. Damit habe die VergabebehÃ¶rde gegen die Pflicht, die objektive Vergleichbarkeit der eingegangenen Offerten im Sinn von § 29 SubmV herzustellen, verstossen.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Nach § 33 Abs. 1 SubmV erfolgt der Zuschlag â sofern nicht ausnahmsweise das alleinige Kriterium des niedrigsten Preises (§ 33 Abs. 2 SubmV) zur Anwendung kommt â auf das wirtschaftlich gÃ¼nstigste Angebot. Bei der Bewertung der Angebote ist das Preis-Leistungs-VerhÃ¤ltnis zu beachten, wobei neben dem Preis insbesondere die folgenden Kriterien berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen: QualitÃ¤t, ZweckmÃ¤ssigkeit, Termine, technischer Wert, Ãsthetik, Betriebskosten, Nachhaltigkeit, KreativitÃ¤t, Kundendienst, Lehrlingsausbildung und Infrastruktur. Die fÃ¼r eine bestimmte Beschaffung massgeblichen Zuschlagskriterien werden von der VergabebehÃ¶rde im Hinblick auf die Besonderheiten des Auftrags festgelegt. Dabei steht ihr ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu, wie auch beim Urteil darÃ¼ber, welches Angebot anhand der Zuschlagskriterien das wirtschaftlich gÃ¼nstigste sei (VGr, 7. Juli 1999, ZBl 101/2000, S. 271, 273 = BEZ 1999 Nr. 26 E. 6a, mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2">Dem Verwaltungsgericht steht keine Ermessenskontrolle zu (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B; vgl. auch § 50 Abs. 3 VRG). Es prÃ¼ft dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 2 lit. c VRG).</p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend wurden in Ziffer 16 der allgemeinen Submissionsbedingungen folgende Zuschlagskriterien genannt: </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> Preis Gewichtung 80 %</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> Problemanalyse Gewichtung 10 %</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> Umsetzungsvorschlag Gewichtung 10 %</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Auswahl der Zuschlagskriterien und deren Gewichtung werden von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht in Frage gestellt. Unbestritten blieb auch die gleichermassen gute Bewertung der Angebote bei den Zuschlagskriterien "Problemanalyse" und "Umsetzungsvorschlag". Ihre Vorbringen richten sich ausschliesslich gegen die konkrete Beurteilung der Angebote beim Zuschlagskriterium "Preis".</span></p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Im Hauptpunkt dreht sich der Preisbewertungsstreit um die Auslegung der Vorgaben des Pflichtenhefts. Dort wird unter Ziffer 1 "Geplante GIS-Einsatzumgebung" statuiert, dass "4 ArbeitsplÃ¤tze mit voller FunktionalitÃ¤t des GIS-Tools" gefordert seien.</p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die geforderte "volle FunktionalitÃ¤t" habe nur so verstanden werden kÃ¶nnen, dass zumindest die wesentlichen Grundfunktionen an allen vier ArbeitsplÃ¤tzen zur zeitgleichen Nutzbarkeit zur VerfÃ¼gung stehen sollten. Dementsprechend habe sie die GIS-Basis-Software fÃ¼r alle vier ArbeitsplÃ¤tze offeriert. Lediglich fÃ¼r diejenigen Komponenten, welche auch bei einer gleichzeitigen Inanspruchnahme aller vier Arbeitsstationen nicht mehrfach benÃ¶tigt wÃ¼rden, habe sie eine reduzierte Anzahl Lizenzen zur alternativen Nutzung offeriert. </p> <p class="Urteilstext"><span>DemgegenÃ¼ber hat die Mitbeteiligte alle Software-Module als CU-Lizenzen offeriert, d.h., jede Lizenz lÃ¤sst sich von verschiedenen ArbeitsplÃ¤tzen, allerdings zur gleichen Zeit jeweils nur von einem Arbeitsplatz aus, nutzen. Wie sie in ihrer Offerte festhÃ¤lt, gewÃ¤hrleistet die von ihr vorgeschlagene LÃ¶sung, "dass jeweils 1â2 VBZ-GIS-User gleichzeitig arbeiten kÃ¶nnen, was gemÃ¤ss Aussage von Hr. D genÃ¼gt. Gesichtet werden kÃ¶nnen die Daten jederzeit mit ArcReader von beliebig vielen Usern".</span></p> <p class="Erwgung2">Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt aus, die Ausschreibungsunterlagen wÃ¼rden an keiner Stelle die Vorgabe enthalten, dass sÃ¤mtliche Funktionen gleichzeitig an allen vier ArbeitsplÃ¤tzen zur VerfÃ¼gung stehen mÃ¼ssten<i>. </i>Die FunktionalitÃ¤t gemÃ¤ss Pflichtenheft sei von den Anbietenden als Fachleute gerade auch im Hinblick auf die spezifischen BedÃ¼rfnisse der Abteilung Angebotsentwicklung zu interpretieren gewesen. So sei insbesondere zu berÃ¼cksichtigen gewesen, welche Funktionen hÃ¤ufig genutzt werden und welche Funktionen zwar grundsÃ¤tzlich zur VerfÃ¼gung stehen, auf Grund des Aufgabenbereichs der Abteilung aber nur wenig genÃ¼tzt werden mÃ¼ssen. Die Vergabestelle habe daher bewusst nicht vorgegeben, mit welchen Mitteln die FunktionalitÃ¤t gemÃ¤ss Pflichtenheft zu erreichen sei. Insbesondere sei nicht festgelegt worden, welche Anzahl und Art von Lizenzen zu erteilen seien. Anhand dieser offenen Vorgaben habe die Mitbeteiligte die BedÃ¼rfnisse der Abteilung Angebotsentwicklung weit besser analysiert als die BeschwerdefÃ¼hrerin und eine optimale LÃ¶sung eruiert. SÃ¤mtliche Funktionen gemÃ¤ss Pflichtenheft seien mit diesem System an allen vier ArbeitsplÃ¤tzen nutzbar. Durch eine den NutzungsbedÃ¼rfnissen angepasste EinschrÃ¤nkung der gleichzeitigen Nutzbarkeit gewisser Module wÃ¼rden jedoch die Lizenzkosten sinnvoll minimiert. Die offerierte LÃ¶sung erfÃ¼lle die gemÃ¤ss Pflichtenheft verlangte volle FunktionalitÃ¤t des GIS-Tools an vier ArbeitsplÃ¤tzen vollumfÃ¤nglich. Im Ãbrigen interpretiere auch die BeschwerdefÃ¼hrerin den Begriff der vollen FunktionsfÃ¤higkeit an vier ArbeitsplÃ¤tzen nicht im Sinn einer gleichzeitigen Nutzbarkeit sÃ¤mtlicher Funktionen an sÃ¤mtlichen ArbeitsplÃ¤tzen. Und auch sie analysiere die allgemeinen Anforderungen gemÃ¤ss Pflichtheft und setze bei der Nutzbarkeit der Funktionen auf eine PrioritÃ¤tenbildung im Hinblick auf die konkreten BedÃ¼rfnisse der Abteilung Angebotsentwicklung. UnerklÃ¤rlich bleibe, weshalb die BeschwerdefÃ¼hrerin bei der Suche nach dieser optimalen LÃ¶sung auf halbem Weg stehen geblieben sei und eine weit Ã¼ber die NutzungsbedÃ¼rfnisse der Abteilung Angebotsentwicklung hinausgehende Lizenzierung offeriere. </p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.2 </b>Der Beschwerdegegnerin ist zwar beizupflichten, dass die Vorgaben nicht lauteten, es mÃ¼ssten <i>sÃ¤mtliche Funktionen</i> gleichzeitig an allen vier ArbeitsplÃ¤tzen zur VerfÃ¼gung stehen<i>.</i> Auch die BeschwerdefÃ¼hrerin interpretiert den Begriff der vollen FunktionalitÃ¤t letztlich nicht in diesem Sinn. Vielmehr fÃ¼hrt sie aus, dass die Forderung von "vier ArbeitsplÃ¤tzen mit voller FunktionalitÃ¤t" in guten Treuen (nur) dahingehend verstanden werden kÃ¶nne, dass an allen ArbeitsplÃ¤tzen ein gleichzeitiges Arbeiten mit GIS mÃ¶glich sein soll und daher <i>zumindest die wichtigsten Funktionen</i> an allen vier Stationen gleichzeitig zur VerfÃ¼gung stehen mÃ¼ssen. Diese Auslegung vermag ohne weiteres zu Ã¼berzeugen. Sind vier ArbeitsplÃ¤tze verlangt, liegt die Schlussfolgerung am nÃ¤chsten, dass sie grundsÃ¤tzlich auch gleichzeitig nutzbar sein mÃ¼ssen. Entgegen dem DafÃ¼rhalten der Beschwerdegegnerin ist dies eine Konsequenz ihrer Umschreibung der Vorgaben im Pflichtenheft und nicht einer schlechten Analyse und Umsetzung der Problemstellung. Mit diesem Einwand setzt sie sich denn auch in Widerspruch zur exakt gleich guten Bewertung der Angebote bei den einschlÃ¤gigen Zuschlagskriterien "Problemanalyse" und "Umsetzungsvorschlag". WidersprÃ¼chlich argumentiert die Beschwerdegegnerin auch mit ihrem in der Duplik erhobenen Einwand, es werde bestritten, dass es sich bei den von der BeschwerdefÃ¼hrerin ebenfalls als CU-Lizenzen offerierten Modulen lediglich um solche handle, die nie mehrfach benÃ¶tigt wÃ¼rden. Nachdem die LÃ¶sung der Mitbeteiligten ausschliesslich CU-Lizenzen fÃ¼r 1â2 gleichzeitig arbeitende Nutzer vorsieht, geht die BeschwerdefÃ¼hrerin mit der gleichen Annahme fÃ¼r lediglich einen Teil der Module sicher nicht zu weit, sondern â wie die Beschwerdegegnerin grundsÃ¤tzlich argumentiert â eben gerade nicht weit genug.</p> <p class="Urteilstext">Im Weiteren bestand fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin auch keine Veranlassung nachzufragen, ob die volle FunktionalitÃ¤t allenfalls auch durchwegs mit CU-Lizenzen erfÃ¼llt werden kÃ¶nne. Was die Mitbeteiligte offenbar dennoch zu einer entsprechenden Nachfrage veranlasste, kann offen bleiben. Wie sie in ihrer Offerte festhÃ¤lt (vgl. oben E. 6.2.1), erhielt sie zur Antwort, es genÃ¼ge, wenn jeweils 1â2 VBZ-GIS-User gleichzeitig arbeiten kÃ¶nnten. Anscheinend wurden weder die Frage der Mitbeteiligten noch die seitens der Vergabestelle erteilte Auskunft der BeschwerdefÃ¼hrerin zur Kenntnis gebracht. Derartige wichtige AuskÃ¼nfte an einzelne Anbietende mÃ¼ssen aber gleichzeitig auch allen anderen mitgeteilt werden (§ 17 Abs. 2 SubmV), ansonsten der Grundsatz der Gleichbehandlung der Anbieterinnen bzw. der entsprechenden Angebote verletzt ist (Art. 1 Abs. 3 lit. b und Art. 11 lit. a IVÃ¶B).</p> <p class="Urteilstext"><span>Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin wÃ¤re aber auch dann zu beanstanden, wenn die Mitbeteiligte ihre Interpretation des Begriffs "volle FunktionalitÃ¤t" ohne eine entsprechende Auskunft getroffen hÃ¤tte. Dass die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht von den gleichen Vorgaben wie die Mitbeteiligte und die Vergabestelle ausging, hat nach dem Gesagten nicht sie, sondern die Vergabestelle zu vertreten. Da dieses MissverstÃ¤ndnis zudem einen wesentlichen und in erheblichem Masse kostenrelevanten Aspekt betrifft, ist die Vergleichbarkeit der Offerten, wie sie vorliegen, nicht gegeben. Es ist durchaus denkbar, dass eine entsprechend bereinigte Kostenrechnung den Ausschlag zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin gibt. Sie muss daher die Gelegenheit erhalten, ihre Offerte diesbezÃ¼glich auf die gleiche Grundlage wie die Mitbeteiligte zu stellen. Konkret heisst das: die volle FunktionalitÃ¤t ist gewÃ¤hrleistet, wenn "jeweils 1â2 VBZ-GIS-User gleichzeitig arbeiten kÃ¶nnen". Anzumerken ist, dass diese Formulierung interpretationsbedÃ¼rftig ist und einer nÃ¤heren KlÃ¤rung durch die VergabebehÃ¶rde bedarf.</span></p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde erweist sich demnach in Bezug auf die RÃ¼ge der mangelnden Vergleichbarkeit der Offerten als begrÃ¼ndet und der Vergabeentscheid ist aufzuheben. Soweit die weiteren Beschwerdepunkte auch fÃ¼r den neuerlichen Entscheid der VergabebehÃ¶rde von Bedeutung sind, sind sie nachfolgend gleichwohl zu prÃ¼fen.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Bezug auf die Preisbewertung der Angebote bringt die BeschwerdefÃ¼hrerin wiederum vor, dass sie ebenfalls ein entsprechend tieferes Angebot hÃ¤tte einreichen kÃ¶nnen, wenn sie wie die Mitbeteiligte Kenntnis von der Existenz eines Lizenzpools gehabt hÃ¤tte. Zwar habe auch sie in ihrem Angebot darauf hingewiesen, dass einige der fÃ¼r die Umsetzung des ausgeschriebenen Auftrags erforderlichen Softwaremodule von der Beschwerdegegnerin bzw. den VBZ bereits zu einem frÃ¼heren Zeitpunkt lizenzweise erworben worden seien und dass diese bestehenden Lizenzen eventuell gemeinsam genutzt werden kÃ¶nnten. Die Offertsumme stelle jedoch richtigerweise den Preis fÃ¼r die Umsetzung der gesamten FunktionalitÃ¤ten (einschliesslich der Lizenz- und Wartungskosten der bereits bei der Beschwerdegegnerin vorhandenen Softwaremodule) gemÃ¤ss Pflichtenheft dar. FÃ¼r einen korrekten Offertvergleich mÃ¼ssten diese Kostenanteile nun von ihrem Offertpreis abgezogen werden. HÃ¤tte sie zudem von der MÃ¶glichkeit gewusst, Ã¼ber diesen Lizenzpool auch von anderen stÃ¤dtischen Stellen erworbene Lizenzen zu nutzen, hÃ¤tte sie auch das Software-Modul GeoMedia GRID gemÃ¤ss Ziff. 5.3 ihres Angebots in ihrer Offerte kostenmÃ¤ssig nicht aufgefÃ¼hrt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Dem ist wiederum entgegenzuhalten, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin als Lizenzgeberin am besten weiss, welche fÃ¼r diese Vergabe relevanten LizenzvertrÃ¤ge sie mit der Stadt bestehen und ob diese eine zusÃ¤tzliche Nutzung der Lizenzen durch die Vergabestelle rechtlich erlauben. In ihrem eigenen Interesse, eine mÃ¶glichst kostengÃ¼nstige Offerte einzureichen, hÃ¤tte sie sodann auf die bestehenden LizenzvertrÃ¤ge hinweisen mÃ¼ssen. Wenn sie dies mit Bezug auf das GeoMedia GRID-Modul unterlassen hat, dann wohl aus der Ãberlegung, dass der Lizenzvertrag eine Nutzung durch die Vergabestelle nicht erlaubt. Wenn dem so ist, war die Nicht-Nennung auch nicht relevant. Wenn sie die Nutzung durch die Vergabestelle aber als rechtlich zulÃ¤ssig und faktisch als immerhin mÃ¶glich erachtete, hÃ¤tte sie dies mit einem entsprechenden Hinweis in ihrer Offerte vermerken kÃ¶nnen. Jedenfalls hat sie die Konsequenzen der Nicht-Nennung der bereits vorhandenen Lizenz des Moduls GeoMedia GRID selber zu vertreten. Diese Unterlassung kann sie auch im Rahmen der RÃ¼ckweisung nicht mehr korrigieren. Grund der RÃ¼ckweisung ist einzig die fehlende Vergleichbarkeit der Angebote aufgrund der unklaren Auftragsumschreibung. Ãnderungen am Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin sind nur in jenem Punkt mÃ¶glich. DarÃ¼ber hinaus ist es ihr nach dem Grundsatz der UnabÃ¤nderlichkeit der Angebote (vgl. § 24 Abs. 3 SubmV) verwehrt, ihr Angebot durch eine weitergehende BerÃ¼cksichtigung bestehender LizenzvertrÃ¤ge fÃ¼r weitere Module attraktiver zu gestalten.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Anders verhÃ¤lt es sich, soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Offerte auf vorhandene Lizenzen hingewiesen hat. In Ziffer 2.2 ihrer Offerte findet sich dazu folgender Hinweis: "Bitte beachten Sie, dass die VBZ bereits Ã¼ber eine GeoMedia Professional und eine GeoMedia Server-Lizenz verfÃ¼gt. Diese beiden Lizenzen kÃ¶nnten evt. gemeinsam, d.h. abteilungsÃ¼bergreifend genutzt werden." Die Beschwerdegegnerin wendet hierzu ein, eine Bewertung dieses abstrakten Hinweises ohne Angabe der Auswirkung auf den Preis sei nicht mÃ¶glich gewesen. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die BeschwerdefÃ¼hrerin diese gemeinsame Nutzung nicht zumindest als Option in ihrer Preisofferte oder allenfalls als System-Variante vorgesehen habe. Dass die Offerte diesbezÃ¼glich mangelhaft sei, habe offenbar auch die BeschwerdefÃ¼hrerin gemerkt. Sie habe nÃ¤mlich versucht, dieses VersÃ¤umnis in einer E-Mail nachtrÃ¤glich zu korrigieren. Die Beschwerdegegnerin habe darauf aber wegen des Verbots von Abgebotsrunden nicht eingehen kÃ¶nnen. </p> <p class="Urteilstext"><span>Diese Auffassung erscheint Ã¼berspitzt formalistisch. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat zwar im Angebot nur die MÃ¶glichkeit einer Kostenreduktion ausdrÃ¼cklich erwÃ¤hnt, ohne diese bei der Eingabesumme separat zu beziffern. Es ist jedoch zu beachten, dass es sich bei dieser Reduktion lediglich um eine bedingte Option handelt. Ihre Realisierung ist davon abhÃ¤ngig, dass fÃ¼r die Nutzung der fraglichen Module Ã¼berhaupt noch genÃ¼gend freie KapazitÃ¤ten vorhanden sind. Ob diese Bedingung erfÃ¼llt ist, konnte und kann die BeschwerdefÃ¼hrerin unbestrittenermassen nicht wissen. Hinzu kommt, dass sich die entsprechenden Kosten und damit der Betrag einer allfÃ¤lligen Reduktion aus der Preisliste in Beilage 1 zur Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerin ohne weiteres und zweifelsfrei entnehmen lassen. Sofern in diesem Zusammenhang Ã¼berhaupt von einem Mangel der Offerte gesprochen werden kann, ist er hÃ¶chstens von untergeordneter Bedeutung und ohne weiteres behebbar. Wie in besagter Beilage 1 aufgefÃ¼hrt, betrÃ¤gt der StÃ¼ckpreis fÃ¼r die Software "GeoMedia Professional NL 6.0" Fr. 16'750.- (exkl. Wartung) und derjenige fÃ¼r die Software "GeoMedia nodelocked 6.0" Fr. 3'920.- (exkl. Wartung). Zieht man diese BetrÃ¤ge von der Gesamtsumme der offerierten Software ab, ergibt das unter BerÃ¼cksichtigung des gewÃ¤hrten Rabatts einen reduzierten Gesamtpreis "Software, exkl. MwSt., exkl. Installation" von Fr. 20'796.50, wie von der BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer E-Mail vom 16. Januar 2006 angegeben. Das ergÃ¤be inklusive der MwSt. (von Fr. 1'580.55) einen Gesamtpreis von Fr. 22'377.05 und entsprechend der Preisbildung gemÃ¤ss Offertvergleich im OffertÃ¶ffnungsprotokoll einen Totalbetrag von Fr. 27'317.05 (inkl. Schulungskosten von Fr. 4'940, exkl. jÃ¤hrliche Folgekosten von Fr. 10'241). Es trifft somit nur bedingt zu, dass diese "Option in der Preisofferte" nicht zum Ausdruck kommt. Anzumerken ist, dass die Mitbeteiligte die von ihr vorgeschlagenen Software-Optionen ebenfalls "nur" mit den StÃ¼ckpreisen auf dem ihrer Offerte beigelegten Preisblatt auflistet, ohne fÃ¼r jede Option jeweils auch die geÃ¤nderte Gesamteingabesumme auszuweisen. Die BerÃ¼cksichtigung der beschwerdefÃ¼hrerischen Option â sofern sie sich Ã¼berhaupt realisieren lÃ¤sst â ist demnach auch aus GrÃ¼nden der Gleichbehandlung der Anbieterinnen geboten. </span></p> <p class="Erwgung1"><a id="_Ref150055748"><b>8. </b> </a></p> <p class="Urteilstext"><a id="_Ref150055696"><span>Im Streit liegt ferner, ob und in welchem Umfang bei der Preisbewertung der Angebote auch allfÃ¤llige verwaltungsinterne Kosten fÃ¼r die zusÃ¤tzliche Nutzung bestehender Lizenzen zu berÃ¼cksichtigen sind. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die interne Nutzung von Lizenzen aus dem Pool sei nur in den allerseltensten FÃ¤llen kostenneutral. Nach Auskunft der GeoZ mÃ¼ssten die betreffenden Abteilungen in der Regel kostenpflichtige DienstleistungsvertrÃ¤ge mit GeoZ abschliessen. Dem hÃ¤lt die Beschwerdegegnerin entgegen, die stadtinterne Kostenbeteiligung fÃ¼r die Nutzung bestehender Lizenzen sei vorliegend nicht von Belang. Selbst wenn man die gegenteilige Auffassung vertreten wolle, wÃ¼rden die Kosten vorliegend keinesfalls ein relevantes Ausmass annehmen; einerseits, weil zum Teil nur eine sporadische Nutzung vorgesehen sei und andererseits, weil im Gegenzug auch neu erworbene Lizenzen in den Pool eingebracht wÃ¼rden. Zur StÃ¼tzung dieser AusfÃ¼hrungen legte die Beschwerdegegnerin mehrere Varianten von Offertvergleichen vor.</span></a></p> <p class="Urteilstext"><span>Auf den ersten Blick erscheint es nahe liegend, die intern anfallenden Kostenbeteiligungen im Vergabeverfahren zu berÃ¼cksichtigen, weil sie die Wirtschaftlichkeit des Angebots aus der Sicht der ausschreibenden Verwaltungsabteilung indirekt beeinflussen kÃ¶nnen. Massgeblich ist indessen nicht die Sicht der Verwaltungsabteilung, sondern der Stadt ZÃ¼rich als Beschwerdegegnerin. Aus ihrer Ã¼bergeordneten Sicht ist die "Amortisation" bestehender LizenzvertrÃ¤ge in jedem Fall gÃ¼nstiger als der Abschluss weiterer, aus KapazitÃ¤tsgrÃ¼nden nicht zwingend erforderlicher LizenzvertrÃ¤ge. Im Ãbrigen liesse sich die HÃ¶he solcher Beteiligungen, soweit sie nutzungsabhÃ¤ngig und nicht pauschal festgesetzt werden, kaum verbindlich voraussagen. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend bemerkt, wÃ¤re in diesem Zusammenhang nicht nur die "Ausgabenseite", sondern konsequenterweise auch eine allfÃ¤llige "Einnahmenseite" zu berÃ¼cksichtigen, d.h., es wÃ¤re auch abzuklÃ¤ren, ob und inwieweit die Vergabestelle fÃ¼r die ihrerseits dem Pool zur VerfÃ¼gung gestellten neuen Lizenzen kostenmÃ¤ssig entlastet wird. Dass all die AbklÃ¤rungen Ã¼ber die HÃ¶he der internen Kostenbeteiligungen zu einem verwertbaren Ergebnis fÃ¼hren wÃ¼rden, hat die BeschwerdefÃ¼hrerin weder behauptet noch substanziiert dargetan und erscheint auch Ã¤usserst fraglich. Es ist daher sachgerecht und jedenfalls vertretbar, die verwaltungsintern verrechneten MitbenutzungsgebÃ¼hren beim vorliegenden Preisvergleich ausser Acht zu lassen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Erstmals in der Replik macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, die zusÃ¤tzliche Nutzung bestehender Lizenzen durch die Vergabestelle sei nicht nur verwaltungsintern, sonder auch nicht kostenneutral. DarÃ¼ber hinaus entstÃ¼nden regelmÃ¤ssig auch zusÃ¤tzliche Lizenzkosten, die GeoZ aufgrund einer Mehr- oder Andersnutzung an den privaten Lizenzgeber abfÃ¼hren mÃ¼sste. Hierbei handelt es sich um einen allgemeinen lizenzrechtlichen Einwand, welcher der BeschwerdefÃ¼hrerin bereits im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung bekannt war und der auch nicht erst durch die AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeantwort veranlasst wurde. Es ist denn auch nicht ersichtlich, was einer frÃ¼heren Erhebung dieser RÃ¼ge entgegengestanden hÃ¤tte. Die erstmalige Geltendmachung im Rahmen der Replik erweist sich daher als verspÃ¤tet </span>(vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 54 N. 8, § 58 N. 12).</p> <p class="Erwgung1"><b>10. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Schliesslich macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, sie sei erst zur PrÃ¤sentation bzw. Besprechung ihres Angebots eingeladen worden, nachdem sie anhand der im OffertÃ¶ffnungsprotokoll dargelegten Vergleichszahlen festgestellt habe, dass mit den Preisen bzw. der diesen zugrunde liegende Vergleichsbasis etwas nicht stimmen kÃ¶nne und deswegen bei der Beschwerdegegnerin interveniert habe. Es ist indessen nicht ersichtlich, was sie aus diesem Umstand ableiten will, so dass darauf nicht weiter einzugehen ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>11. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend ergibt sich, dass der Antrag auf Ausschluss der Mitbeteiligten vom Verfahren unbegrÃ¼ndet ist, der Vergabeentscheid in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache zur Herstellung der Vergleichbarkeit der Offerten sowie zum anschliessenden Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Vergabestelle zurÃ¼ckzuweisen ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>12. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss wird sowohl die BeschwerdefÃ¼hrerin wie die Beschwerdegegnerin kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Angemessen erscheint, die Kosten zu einem Drittel der BeschwerdefÃ¼hrerin und zu zwei Dritteln der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Im Ãbrigen rechtfertigt sich angesichts des Verfahrensausgangs keine Zusprechung von ParteientschÃ¤digungen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Vergabeentscheid vom 15. Februar 2006 aufgehoben und die Sache zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Verkehrsbetriebe ZÃ¼rich zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 140.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'140.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden zu einem Drittel der BeschwerdefÃ¼hrerin und zu zwei Dritteln der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden keine zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>