<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00222</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105742&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00222</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 29.09.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Baubewilligung für Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage Das rechtliche Gehör ist nicht verletzt, wenn in die von der Gegenpartei eingereichten Akten jederzeit Einsicht genommen werden kann (E. 2a). Wird ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung als "Mehrfamilienhaus" bezeichnet, liegt darin keine unrichtige Sachverhaltsfeststellung, wenn die volumetrische Erscheinung richtig wiedergegeben wird (E. 2b). Das Gebot einer befriedigenden Einordnung steht der Ausschöpfung des baurechtlich erlaubten Volumens und damit einer baulichen Verdichtung nicht entgegen (E. 3c). Das Einordnungsgebot von § 238 PBG hat nicht zum Zweck, die bisherige Aussicht (Seesicht) von den Nachbargebäuden aus frei zu halten. Soweit er sich an die Bauvorschriften hält, kann der Bauherr frei wählen, wo genau er auf seinem Grundstück ein Gebäude realisieren will (E. 3d). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSNÃTZUNG">AUSNÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSICHT">AUSSICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SACHVERHALTSERMITTLUNG">SACHVERHALTSERMITTLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SACHVERHALTSFESTSTELLUNG">SACHVERHALTSFESTSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SEESICHT">SEESICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERDICHTUNG">VERDICHTUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 238 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 51 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2000 Nr. 51</span><br/><span class="ungerade">RB 2000 Nr. 98</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><a id="Text2"><span>I. </span></a><span>Die Baukommission D erteilte C am 21. September 1999 die baurechtliche Be­willigung fÃ¼r die Erstellung eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage auf dem gemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung der Gemeinde D vom 5. Dezember 1994 (BZO) in der Wohn­zone W2/1.50 gelegenen GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01 an der X-strasse in D. Dagegen liessen A (heute: Erben A.1-A.3) als EigentÃ¼merin des nÃ¶rdlich angrenzenden GrundstÃ¼cks Kat.Nr. 02 sowie G, EigentÃ¼merin der sÃ¼dlich an die Bauparzelle anstossenden Liegen­schaft Kat.Nr. 03 mit gemeinsamer Eingabe vom 1. November 1999 an die Baurekurs­kommission II rekurrieren, mit dem Antrag, die Baubewilligung sei aufzuheben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Baurekurskommission II wies den Rekurs am 9. Mai 2000 ab. Sie bejahte vorab die Legitimation der Rekurrierenden. Sodann erwog sie zusammengefasst, es sei nicht zu beanstanden, dass der Umgebungsplan und das Kanalisationsprojekt nicht Be­standteil des baurechtlichen Entscheids bildeten. Dadurch sei weder das Koordinationsge­bot noch der Grundsatz der Einheit der Baubewilligung verletzt worden. Es sei ohne weite­res mÃ¶glich, eine den Anforderungen von § 238 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) entsprechende Umgebungsgestaltung zu planen. Die Bewilli­gungsfÃ¤higkeit der Ãberbauung hÃ¤nge nicht von der Gestaltung der Umgebung ab. Auch beim Kanalisationsprojekt handle es sich um einen Nebenpunkt. Das BaugrundstÃ¼ck ver­fÃ¼ge Ã¼ber einen Anschluss an das Ã¶ffentliche Kanalisationsnetz und sei damit voll erschlos­sen. UnbegrÃ¼ndet sei sodann insbesondere der Einwand der mangelnden Einordnung, also der Verletzung von § 238 Abs. 1 PBG (was ausfÃ¼hrlich dargelegt wird). Schliesslich ver­warf die Rekurskommission auch alle weiteren RÃ¼gen (Nichteinhaltung der GebÃ¤udehÃ¶he von 7,5 m durch den Treppenhauskomplex; BeeintrÃ¤chtigung der Wohnhygiene bzw. Ver­letzung des umweltschutzrechtlichen Vorsorgeprinzips durch das Anbringen von Haupt­eingang, Treppenhaus, Lift, KÃ¼chen, WC und BÃ¤der in Richtung des GrundstÃ¼cks der Er­ben A; BeeintrÃ¤chtigung der PrivatsphÃ¤re der Rekurrierenden infolge der HÃ¶henlage des Bauprojekts; allfÃ¤llige Verletzung von Art. 38-40 BZO durch die geplanten AbstellplÃ¤tze).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit rechtzeitiger Beschwerde vom 19. Juni 2000 liessen die Erben von A dem Verwaltungsgericht beantragen, der Rekursentscheid vom 9. Mai 2000 und die Baubewilli­gung vom 21. September 1999 seien aufzuheben. Ferner sei ein verwaltungsgerichtlicher Augenschein durchzufÃ¼hren. Die Baukommission D liess mit Beschwerdeantwort vom 31. Juli 2000 Abweisung der Beschwerde beantragen. Den nÃ¤mlichen Antrag liess C als Bauherr mit Beschwerdeantwort vom 28. August 2000 stellen. Auf Abweisung des Rechtsmittels schloss auch die Baurekurskommission II mit Eingabe vom 29. August 2000. Alle Parteien verlangten ferner die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die ErwÃ¤gungen gemÃ¤ss angefochtenem Rekursentscheid sowie die AusfÃ¼hrungen der Parteien in den Rechtsschriften werden - soweit erforderlich - nachstehend wiederge­geben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Erben von A als BeschwerdefÃ¼hrer lassen folgende RÃ¼gen erheben: Es sei ihnen im Rekursverfahren das rechtliche GehÃ¶r verweigert worden, und die Baurekurskom­mission II habe den massgeblichen Sachverhalt unrichtig bzw. unvollstÃ¤ndig festgestellt. Sodann genÃ¼ge das Bauvorhaben den Anforderungen von § 238 (Abs. 1) PBG entgegen der von der Baurekurskommission II vertretenen Auffassung nicht. Der angefochtene Ent­scheid sei in sich widersprÃ¼chlich und teilweise rechtsverletzend. Ferner sei es auch rechts­verletzend, dass die Bauherrschaft in der Baubewilligung nicht ausdrÃ¼cklich verpflichtet worden sei, die erforderlichen PflichtabstellplÃ¤tze tatsÃ¤chlich zu erstellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Den Vorwurf der GehÃ¶rsverweigerung begrÃ¼nden die BeschwerdefÃ¼hrer da­mit, dass der private Beschwerdegegner anlÃ¤sslich des Augenscheins aufgefordert worden sei, eine Verkaufsdokumentation einzureichen; die Baukommission D ihrerseits sei ange­halten worden, das Inventar der kommunalen Schutzobjekte einzureichen. Die Baurekurs­kommission II habe den BeschwerdefÃ¼hrern nie Gelegenheit gegeben, in diese Akten Ein­sicht zu nehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die im genannten Zusammenhang erhobene RÃ¼ge der GehÃ¶rsverletzung ist offen­sichtlich unbegrÃ¼ndet. Was zunÃ¤chst die Verkaufsdokumentation anbetrifft, so ist diese anlÃ¤sslich des Augenscheins anstelle des verlangten Modells Ã¼bergeben worden (Protokoll der Baurekurskommission I, S. 5). Die BeschwerdefÃ¼hrer hatten damit von der Einreichung dieses Dokuments Kenntnis; es liegt denn auch bei den Rekursakten. Die BeschwerdefÃ¼h­rer hÃ¤tten also jederzeit in dieses AktenstÃ¼ck Einsicht nehmen kÃ¶nnen. Hinzu kommt, dass der Rekursentscheid mit keinem Wort Bezug auf diese VerkaufsbroschÃ¼re nimmt. Sie war mithin nicht entscheidrelevant. Das Dokument liefert im Ãbrigen hinsichtlich der Frage der Einordnung keine zusÃ¤tzlichen Gesichtspunkte, die sich nicht schon aus dem Resultat des Augenscheins, den Fotografien sowie den BauplÃ¤nen ergÃ¤ben. - Was sodann das Inventar der kommunalen Schutzobjekte anbetrifft, so ist dieses Ã¶ffentlich einsehbar. Hinzu kommt, dass auch dieses kommunale Inventar bei den Akten liegt und den BeschwerdefÃ¼hrern je­derzeit zur Einsicht offen gestanden hÃ¤tte. Diese machen im Ãbrigen selbst nicht geltend, dass es sich bei dem auf dem NachbargrundstÃ¼ck Kat.Nr. 04 stehenden Haus der Architek­tin Lux Guyer um ein Schutzobjekt im Sinn von § 203 Abs. 1 lit. c PBG handle. Es fehlt auch heute an diesbezÃ¼glichen substanzierten Behauptungen. Die Baurekurskommission II hat indes­sen auch dieser Variante Rechnung getragen und ausdrÃ¼cklich erwogen, dass das streitige Bauvorhaben auch § 238 Abs. 2 PBG zu genÃ¼gen vermÃ¶ge (angefochtener Entscheid S. 10 unten/S. 11 oben).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Verfehlt ist sodann auch der Einwand der unrichtigen bzw. unvollstÃ¤ndigen Sachverhaltsfeststellung. Davon kann nicht die Rede sein. GemÃ¤ss § 51 des Verwaltungs­rechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) kann mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht <i>jede fÃ¼r den Entscheid erhebliche</i> unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts angefochten werden. Die RÃ¼ge der unrichtigen oder unvoll­stÃ¤ndigen Sachverhaltsermittlung kann damit von vornherein nur den rechtserheblichen Sachverhalt betreffen. Es muss mithin um entscheidungswesentliche Tatsachen gehen (Al­fred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 20 N. 10, § 50 N. 6, § 51 N. 2 und 3). Die von den BeschwerdefÃ¼hrern als unrichtig oder unvollstÃ¤ndig gerÃ¼gte Sachverhaltsermittlung be­schlÃ¤gt keine solchen Tatsachen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrer beanstanden im Rahmen der RÃ¼ge der unrichtigen bzw. un­vollstÃ¤ndigen Sachverhaltsermittlung die Bezeichnung des Hauses der Rekurrentin G als Mehrfamilienhaus (angefochtener Entscheid S. 8). DarÃ¼ber, wie dieses gerÃ¤umige Einfamili­enhaus mit Einliegerwohnung (Charakterisierung durch die BeschwerdefÃ¼hrer) hinsichtlich des Haustyps zu bezeichnen ist, kann wohl gestritten werden. Richtig ist, dass es sich nicht um ein Mehrfamilienhaus im Sinn des Ã¼blichen Sprachgebrauchs handelt. Das ist indessen nicht entscheidend. Die ErwÃ¤gung der Baurekurskommission II erging im Zusammenhang mit der volumetrischen Erscheinung des geplanten GebÃ¤udes. DafÃ¼r ist nicht von wesentli­cher Bedeutung, wie viele Wohnungen sich in einem GebÃ¤ude befinden. Von einer unrichti­gen oder ungenÃ¼genden Sachverhaltsfeststellung kann nicht die Rede sein. - Warum sodann im Zusammenhang mit der Feststellung, dass die erlaubte GebÃ¤udehÃ¶he von 7,5 m nicht ausgeschÃ¶pft werde (angefochtener Entscheid S. 8), der Baurekurskommission II eine un­richtige Sachverhaltsfeststellung vorzuwerfen wÃ¤re, ist nicht zu sehen. Im Ãbrigen kritisie­ren die BeschwerdefÃ¼hrer in diesem Zusammenhang die von der Baurekurskommission II gezogene Schlussfolgerung. Darin kann von vornherein keine unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Sachverhaltsfeststellung liegen. - Gleiches gilt auch hinsichtlich der (zutreffenden) ErwÃ¤­gung der Baurekurskommission II, dass die Aussicht nicht zu den durch das Ã¶ffentliche Baurecht primÃ¤r geschÃ¼tzten RechtsgÃ¼tern gehÃ¶re und der Entzug von Aussicht keinen Einordnungsmangel darstelle (angefochtener Entscheid S. 9). Auch in diesem Zusammen­hang ist keine unzureichende Sachverhaltsermittlung zu erkennen. - Die BeschwerdefÃ¼hrer vermÃ¶gen aber auch mit den weiteren, im vorliegenden Zusammenhang erhobenen RÃ¼gen (Beschwerdeschrift S. 7 und 8) keine unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung entschei­dungswesentlicher Tatsachen darzutun. Dass es sich bei der strassenseitigen Fassade um die GebÃ¤udeostseite und nicht um die Westseite des geplantes Hauses handelt, ist klar. Diesbe­zÃ¼glich handelt es sich um einen offensichtlichen Verschrieb (angefochtener Entscheid S. 9), dem keinerlei entscheidungswesentliche Bedeutung zukommt. Schliesslich kÃ¶nnen darÃ¼ber, ob die Bauzone im Bereich der X-strasse als vollstÃ¤ndig Ã¼berbaut bezeichnet werden kann (angefochtener Entscheid S. 11), verschiedene Auffassungen vertreten werden. Jedenfalls ist das dortige Bauzonenland weitestgehend Ã¼berbaut, wie ein Blick auf den Zonenplan zeigt. Eine rechtsverletzende Sachverhaltsermittlung kann der Baurekurskommission auch in diesem Zusammenhang nicht vorgeworfen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Materieller Hauptstreitpunkt bildet das Problem der Einordnung, also die Frage, ob die geplante Baute den Anforderungen von § 238 Abs. 1 PBG genÃ¼ge. Diesbe­zÃ¼glich hat die Baurekurskommission II im Wesentlichen erwogen, es liege in der Natur der Sache, dass sich eine bauliche Verdichtung gestalterisch entsprechend auswirken kÃ¶nne. Eine solche Verdichtung stelle an und fÃ¼r sich noch keinen Einordnungsmangel dar. Das verdichtete Bauen bringe es mit sich, dass sich Neubauten von der bestehenden Ãber­bauungsstruktur abheben kÃ¶nnten. Diese Folge sei vom Gesetzgeber bewusst in Kauf ge­nommen worden. § 238 PBG biete keine Handhabe, einer Bauherrschaft die AusschÃ¶pfung der primÃ¤ren BaubeschrÃ¤nkungsnormen zu untersagen, nur weil die bestehenden Bauten in der Umgebung diese nicht voll beanspruchten. Die volumetrische Erscheinung des streiti­gen Bauvorhabens sei im Ãbrigen nicht im Entferntesten derart problematisch, wie sie von den Rekurrenten dargestellt werde. Der GebÃ¤udekubus sei durchaus zurÃ¼ckhaltend und unter angemessener RÃ¼cksichtnahme auf die bestehende bauliche Umgebung konzipiert (was nÃ¤her dargelegt wird). Soweit die Rekurrenten eine BeeintrÃ¤chtigung der Seesicht geltend machten, sei festzuhalten, dass die Aussicht nicht zu den durch das Ã¶ffentliche Baurecht unmittelbar geschÃ¼tzten RechtsgÃ¼tern gehÃ¶re. Der Entzug der Aussicht stelle eine rein affektive (subjektive) Werteinbusse und keinen Einordnungsmangel dar. Am geplan­ten Standort des GebÃ¤udes sei nichts auszusetzen. Es sei einleuchtend, dass das Haus nicht an die Baulinie sondern etwa in die Mitte des BaugrundstÃ¼cks gestellt werde. Dergestalt komme es infolge der Hangneigung auf eine tiefere HÃ¶henkote zu liegen, und die strassen­seitige Fassade erhalte einen grÃ¶sseren vorgelagerten Freiraum. Das AbrÃ¼cken von der X-strasse sei aus GrÃ¼nden des Immissionsschutzes geradezu geboten. WidersprÃ¼chlich sei die Argumentation der Rekurrenten hinsichtlich des nicht im Inventar der kommunalen Schutzobjekte enthaltenen "Guyer" Hauses auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 04 und des Chalets "J". WÃ¼rde das Streitobjekt nÃ¤her zur X-strasse verschoben, kÃ¤me es nÃ¤her zu diesen GebÃ¤uden zu liegen, was einordnungsmÃ¤ssig jedenfalls nicht von Vorteil wÃ¤re. Lediglich das Ge­bÃ¤ude des Autolifts sei in der nahen Umgebung des GrundstÃ¼cks Kat.Nr. 04 situiert. Das sei jedoch gestalterisch unproblematisch. Insgesamt habe die Baukommission D dem Bauvorhaben ohne Rechtsverletzung eine befriedigende Gestaltung im Sinn von § 238 Abs. 1 PBG attestieren dÃ¼rfen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Bei der Beurteilung der Frage, ob sich ein Bauvorhaben im Sinn von § 238 Abs. 1 PBG befriedigend in die bauliche und landschaftliche Umgebung einordnet, kommt der kommunalen BewilligungsbehÃ¶rde ein erheblicher Entscheidungs- und Ermessens­spielraum zu. In diesen Spielraum dÃ¼rfen die Baurekurskommissionen nicht eingreifen. Sie dÃ¼rfen ihr Ermessen nicht an die Stelle desjenigen der kommunalen BehÃ¶rde setzen. Viel­mehr ist deren Entscheid zu schÃ¼tzen, wenn er sachlich vertretbar ist, dies selbst dann, wenn auch andere LÃ¶sungen denkbar und vertretbar wÃ¤ren (RB 1981 Nr. 20, 1984 Nr. 106). Die ÃberprÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts ist von Gesetzes wegen ein­geschrÃ¤nkt. Das Gericht kann nur rechtsverletzende Ermessensfehler korrigieren. Eine freie ErmessensÃ¼berprÃ¼fung steht ihm nicht zu (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 Abs. 2 lit. c VRG). Die RÃ¼ge der Unangemessenheit ist im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdever­fahren nur zulÃ¤ssig, wenn die Voraussetzungen von § 50 Abs. 3 VRG gegeben sind, was hier nicht der Fall ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die BeschwerdefÃ¼hrer begrÃ¼nden die RÃ¼ge der Verletzung von § 238 Abs. 1 PBG vorab und insbesondere damit, dass mit dem geplanten Vorhaben die heute vom GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 02 vorhandene freie Seesicht weitestgehend verbaut werde. Andere EinwÃ¤nde zur behaupteten Verletzung von § 238 Abs. 1 PBG werden nicht, jedenfalls nicht hinreichend substanziert erhoben. Es wÃ¤re Sache der BeschwerdefÃ¼hrer gewesen, solche RÃ¼gen mit entsprechender BegrÃ¼ndung vorzutragen. Vor allem wird nicht dargelegt, dass sich das Projekt aus gestalterischen GrÃ¼nden nicht hinreichend in die bauliche und landschaftliche Umgebung einordne oder fÃ¼r sich genommen architektonisch nicht befrie­digend gestaltet sei. Solche MÃ¤ngel sind denn auch nicht zu erkennen. Nicht eindeutig ist, ob die BeschwerdefÃ¼hrer geltend machen wollen, das Bauvorhaben verletze wegen seines Volumens das Gebot der befriedigenden Einordnung. DiesbezÃ¼glich wÃ¤re der Baurekurs­kommission II ohne weiteres zu folgen. Das Verwaltungsgericht hat wiederholt entschie­den, dass § 238 Abs. 1 PBG der AusschÃ¶pfung des baurechtlich erlaubten Volumens grundsÃ¤tzlich nicht entgegensteht. Unter dem Gesichtspunkt der Einordnung kann von ei­nem Bauherrn nur in AusnahmefÃ¤llen, nÃ¤mlich wenn der Widerspruch zur baulichen Um­gebung klar und krass ist, ein Verzicht auf die Realisierung des baurechtlich erlaubten Volumens verlangt werden (RB 1990 Nr. 78; VGr, 6. Februar 1992, VB.91/0115; VGr, 9. MÃ¤rz 2000, VB.1999.00354; vgl. auch BGE 114 Ia 346). Andernfalls wÃ¼rden die Erst­bauenden unabhÃ¤ngig von dem gemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung Erlaubten praktisch be­stimmen, was fÃ¼r GebÃ¤udevolumen in einem Quartier kÃ¼nftig realisiert werden dÃ¼rfen. Das ist abzulehnen. Die BeschwerdefÃ¼hrer haben nicht dargelegt, dass hier ein Sachverhalt im genannten Sinn gegeben ist. Ein solcher Sachverhalt ist auch nicht ersichtlich. Daran Ã¤ndert nichts, dass die Baurekurskommission II davon ausgegangen ist, beim GebÃ¤ude der Rekur­rentin G handle es sich um ein Mehrfamilienhaus. Ebensowenig ist in diesem Zusammen­hang von Bedeutung, ob die Bauzonen im Bereich der X-strasse vollstÃ¤ndig, also bis zum letzten GrundstÃ¼ck Ã¼berbaut sind oder ob noch vereinzelte BaulÃ¼cken vorhanden sind (zu beiden Punkten vgl. vorstehend E. 2 b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Es ist unbestritten, dass durch das streitige Vorhaben die heute vom GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 02 der BeschwerdefÃ¼hrer aus vorhandene Seesicht weitestgehend verbaut wird. Davon ist auch die Baurekurskommission II aufgrund des durchgefÃ¼hrten Referentenau­genscheins ausgegangen. Es fragt sich, ob dem Vorhaben deswegen eine befriedigende Einordnung abgesprochen werden kann. Das ist mit der Baurekurskommission II zu ver­neinen. Das Verwaltungsgericht hat in einem Urteil vom 3. Oktober 1989 (VB.89/0110) darauf hingewiesen, dass die Aussicht (indirekt) durch die Bestimmungen Ã¼ber die Ge­schosszahl oder Ã¼ber die zulÃ¤ssigen Dachformen geschÃ¼tzt werde, was im Ãbrigen auch fÃ¼r das erlaubte GebÃ¤udevolumen gilt. Zudem erlaube § 75 PBG den direkten Schutz der Aus­sicht durch Festlegungen im Zonenplan. Keine solche Zielrichtung habe jedoch § 238 PBG. Daran ist festzuhalten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein Bauherr ist in der Wahl des Orts, wo genau er auf seinem GrundstÃ¼ck ein Ge­bÃ¤ude realisieren will, grundsÃ¤tzlich frei. EingeschrÃ¤nkt wird er dabei vorab durch die Vor­schriften betreffend die Grenz-, GebÃ¤ude-, Weg- und StrassenabstÃ¤nde. Allenfalls kann auch die in § 238 Abs. 2 PBG geforderte besondere RÃ¼cksicht auf benachbarte Schutzob­jekte die Lage eines Bauvorhabens mitbestimmen. Im vorliegenden Fall wird keine Verlet­zung von Abstandsvorschriften gerÃ¼gt. Es wird auch nicht geltend gemacht, dass eine Ver­schiebung der Baute in Anwendung von § 238 Abs. 2 PBG erforderlich sei. Es geht einzig und allein um die Sicht auf den See vom GrundstÃ¼ck der BeschwerdefÃ¼hrer aus. Unbestrit­ten ist, dass diese Sicht mit einer Verschiebung der Baute in Richtung X-strasse zum Min­desten in erheblichem Umfang erhalten werden kÃ¶nnte. DafÃ¼r aber bietet § 238 Abs. 1 PBG wie dargelegt keine Handhabe. Hinzu kommt hier, dass es sich bei der X-strasse um die stark befahrene Verbindung zwischen D und H handelt (Protokoll der Baurekurskom­mission II, S. 3). Es leuchtet daher ohne weiteres ein, dass der private Beschwerdegegner als Bauherr ein gewichtiges Interesse daran hat, mit dem Vorhaben aus GrÃ¼nden des LÃ¤rm­schutzes mÃ¶glichst weit von der X-strasse abzurÃ¼cken. Die Baurekurskommission II hat diesbezÃ¼glich erwogen, dass das aus GrÃ¼nden des Immissionsschutzes geradezu geboten sei. Die von den BeschwerdefÃ¼hrern verlangte Verschiebung der geplanten Baute hÃ¤tte damit fÃ¼r den privaten Beschwerdegegner ganz entscheidende Nachteile zur Folge. Insge­samt erweist sich die RÃ¼ge des Verstosses gegen § 238 Abs. 1 PBG als unbegrÃ¼ndet. An dieser Rechtslage Ã¤ndert nichts, dass die BeschwerdefÃ¼hrer auf eine angebliche Wertein­busse ihres eigenen GrundstÃ¼cks von rund Fr. 300'000.- als Folge der Realisierung des streitigen Vorhabens verweisen. Das GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01 liegt in einer Bauzone. Jeder Nachbar einer Parzelle, die noch nicht Ã¼berbaut ist oder die baulich nicht voll ausgenÃ¼tzt ist, muss damit rechnen, dass gelegentlich eine dem Zonenzweck und den Ã¼brigen Vor­schriften entsprechende Neubaute realisiert wird. Mit dem Hinweis auf den angeblichen Wertverlust lÃ¤sst sich jedenfalls das streitige Vorhaben nicht verhindern. Insgesamt kann weder der Baukommission D noch der Baurekurskommission II vorgeworfen werden, sie hÃ¤tten rechtsverletzend entschieden. Es kann auch nicht von einem in sich widersprÃ¼chli­chen Rekursentscheid die Rede sein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Ein verwaltungsgerichtlicher Augenschein ist nicht erforderlich. Der massgebli­che Sachverhalt ist aus den Akten (PlÃ¤ne, Fotografien) hinreichend ersichtlich (RB 1995 Nr. 12). Die auf dem Referentenaugenschein der Baurekurskommission II beruhenden Feststellungen Ã¼ber die Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse kÃ¶nnen auch im vorliegenden Beschwerde­verfahren berÃ¼cksichtigt werden (RB 1981 Nr. 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Was schliesslich den Einwand anbetrifft, es sei rechtsverletzend, dass der Bauge­suchsteller im baurechtlichen Entscheid nicht ausdrÃ¼cklich verpflichtet worden sei, die erforderlichen PflichtabstellplÃ¤tze zu erstellen, so kann diesbezÃ¼glich auf die in jeder Be­ziehung zutreffenden ErwÃ¤gungen der Baurekurskommission II verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 Satz 2 VRG in Verbindung mit § 70 VRG). Die RÃ¼ge ist offenkundig verfehlt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde erweist sich insgesamt als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>