<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE - Archiv</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">182</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> [...]<br/> <br/> <span class="ft3"><b>36</b></span> <span class="ft3"><b>Zonenkonformität einer Tankstelle mit Shop in einer Zone, in der nur</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Betriebe zulässig sind, deren Auswirkungen im Rahmen herkömmlicher</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Handwerks- und Gewerbebetriebe bleiben, auf die üblichen Arbeits- oder</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Öffnungszeiten beschränkt sind und nur vorübergehend auftreten.</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Besitzstandsschutz.</b></span><br/> <br/> <span class="ft1">Urteil des Verwaltungsgerichts, 3. Kammer, vom 12. Mai 2009 in Sachen X.</span><br/> <span class="ft1">und Y. AG gegen den Regierungsrat (WBE.2008.99).</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft2">II.</span><br/> <span class="ft2">1.</span><br/> <span class="ft2">Die Beschwerdeführerin 1 [X. AG] plant, die bestehenden bei-</span><br/> <span class="ft2">den Tanksäulen, die sich unmittelbar angrenzend an der Kantons-</span><br/> <span class="ft2">strasse K 292 und nördlich des Gebäudes Nr. 93 (...) befinden, zu</span><br/> <span class="ft2">demontieren und westlich dieses Gebäudes eine neue, überdachte</span><br/> <span class="ft2">Tankstelle mit vier Betankungsplätzen zu bauen. Ausserdem sind</span><br/> <span class="ft2">insgesamt 11 Parkplätze vorgesehen. Im westlichen Bereich der</span><br/> <span class="ft2">Parzelle soll die bestehende Rabatte aufgehoben und die Einfahrt</span><br/> <span class="ft2">realisiert werden. Die Ausfahrt auf die K 292 ist östlich der neu ge-</span><br/> <span class="ft2">planten Überdachung geplant. Im Erdgeschoss der genannten Lie-</span><br/> <span class="ft2">genschaft soll im bisherigen Ausstellungsraum der Autogarage ein</span><br/> <span class="ft2">Tankstellen-Shop von 86 m</span><span class="ft5"><sup>2</sup></span> <span class="ft2">Fläche mit Stehbar eingebaut werden.</span><br/> <span class="ft2">Es ist vorgesehen, den Shop werktags von 06.00 bis 22.00 Uhr sowie</span><br/> <span class="ft2">samstags und sonntags von 08.00 bis 20.00 Uhr geöffnet zu haben</span><br/> <span class="ft2">und Güter des Autobedarfs sowie des täglichen Bedarfs zu ver-</span><br/> <span class="ft2">kaufen. Die Tankstelle soll ganzjährlich im 24-Stundenbetrieb zu-</span><br/> <span class="ft2">gänglich sein (...).</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Bau-,Raumplanungs-undUmweltschutzrecht</span> <span class="page_no">183</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft2">2.</span><br/> <span class="ft2">Die Bauparzelle befindet sich gemäss Bauzonenplan der Ge-</span><br/> <span class="ft2">meinde Stein vom 11. Dezember 1992 / 18. Januar 1994 in der Dorf-</span><br/> <span class="ft2">zone D, der die Empfindlichkeitsstufe (ES) III zugewiesen wurde.</span><br/> <span class="ft2">Die ES III gilt in Zonen, in denen mässig störende Betriebe zugelas-</span><br/> <span class="ft2">sen sind (Art. 43 Abs. 1 lit. c LSV). Die Bau- und Nutzungsordnung</span><br/> <span class="ft2">(BNO) vom 10. Dezember 1999 / 15. März 2000 (mit Änderungen</span><br/> <span class="ft2">vom 10. Juni 2005 / 19. Oktober 2005) der Gemeinde Stein bestimmt</span><br/> <span class="ft2">in § 6 für die Dorfzone D:</span><br/> <span class="ft1">"</span><span class="ft5"><sup>1</sup></span><span class="ft1">Die Dorfzone dient der Erhaltung des Ortskerns. Sie ist bestimmt für Woh-</span><br/> <span class="ft1">nen, mässig störendes Gewerbe sowie Landwirtschaft.</span><br/> <span class="ft5"><sup>2</sup></span><span class="ft1">Gebäude sind mit ihrer Umgebung zu erhalten und dürfen nicht abgebrochen</span><br/> <span class="ft1">werden. Der Gemeinderat kann Ausnahmen bewilligen, sofern ein Gebäude für das</span><br/> <span class="ft1">Ortsbild unwichtig oder die Erhaltung der Bausubstanz unzumutbar ist.</span><br/> <span class="ft5"><sup>3</sup></span><span class="ft1">Bauten dürfen umgebaut und umgenutzt werden, sofern der Schutzzweck</span><br/> <span class="ft1">dadurch nicht beeinträchtigt wird. Unter den gleichen Bedingungen kann der Ge-</span><br/> <span class="ft1">meinderat Ergänzungsbauten bewilligen.</span><br/> <span class="ft5"><sup>4</sup></span><span class="ft1">Bei der Festlegung der Baumasse und der Gestaltungsvorschriften orientiert</span><br/> <span class="ft1">sich der Gemeinderat am Charakter der bestehenden Überbauung. Dacheinschnitte</span><br/> <span class="ft1">sind untersagt.</span><br/> <span class="ft5"><sup>5</sup></span><span class="ft1">Der Gemeinderat gewährleistet die fachliche Beratung und kann soweit nötig</span><br/> <span class="ft1">Fachleute beiziehen. Zu diesem Zweck sind Bauvorhaben möglichst früh anzuzei-</span><br/> <span class="ft1">gen."</span><br/> <span class="ft2">Als mässig störend gelten nach § 23 Abs. 2 BNO Betriebe mit</span><br/> <span class="ft2">Auswirkungen, die im Rahmen herkömmlicher Handwerks- und</span><br/> <span class="ft2">Gewerbebetriebe bleiben, auf die üblichen Arbeits- oder Öffnungs-</span><br/> <span class="ft2">zeiten beschränkt sind und nur vorübergehend auftreten. Betriebe,</span><br/> <span class="ft2">die ein hohes Mass von quartierfremdem Verkehr verursachen, gelten</span><br/> <span class="ft2">als stark störend.</span><br/> <span class="ft2">(...)</span><br/> <span class="ft2">3.</span><br/> <span class="ft2">3.1.</span><br/> <span class="ft2">Die Beschwerdeführerinnen verlangen die Feststellung, dass die</span><br/> <span class="ft2">Nutzung der Parzelle Nr. 1382 mit Garagenbetrieb, Tankstelle mit</span><br/> <span class="ft2">zwei Zapfsäulen und vier Tankplätzen sowie der Tankstellen-Shop</span><br/> <span class="ft2">von 86 m</span><span class="ft5"><sup>2</sup></span> <span class="ft2">zonenkonform sei (...).</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">184</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft2">3.2.</span><br/> <span class="ft2">Voraussetzung einer Baubewilligung ist unter anderem, dass die</span><br/> <span class="ft2">Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen bzw.</span><br/> <span class="ft2">zonenkonform sind (vgl. Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG). Welche Nutzung</span><br/> <span class="ft2">dem Zonenzweck entspricht und damit zulässig ist, ergibt sich</span><br/> <span class="ft2">einerseits aus § 6 BNO, der sich mit der Dorfzone D befasst, und an-</span><br/> <span class="ft2">dererseits aus der Zuordnung der ES III zu dieser Zone. Soweit die</span><br/> <span class="ft2">kommunalen Zonenvorschriften dem Schutz vor Immissionen die-</span><br/> <span class="ft2">nen, stellt sich die Frage, inwieweit diesen Vorschriften neben dem</span><br/> <span class="ft2">Bundesumweltrecht selbständiger Gehalt zukommt.</span><br/> <span class="ft2">Normen des kantonalen und kommunalen Rechts, welche den</span><br/> <span class="ft2">direkten Schutz vor Immissionen regeln, haben mit dem Inkrafttreten</span><br/> <span class="ft2">des USG ihre selbständige Bedeutung verloren, soweit sich ihr</span><br/> <span class="ft2">materieller Gehalt mit dem Bundesrecht deckt oder weniger weit</span><br/> <span class="ft2">geht als dieses; sie haben sie dort behalten, wo sie die bundesrecht-</span><br/> <span class="ft2">lichen Normen ergänzen oder, soweit erlaubt, verschärfen. Das Bun-</span><br/> <span class="ft2">desrecht regelt abschliessend namentlich die vorsorgliche Emissions-</span><br/> <span class="ft2">begrenzung, die Verschärfung der Emissionsbegrenzungen bei</span><br/> <span class="ft2">Überschreitung der Immissionsgrenzwerte und die Planungswerte für</span><br/> <span class="ft2">Lärm (Art. 1 Abs. 2, Art. 11 ff., Art. 23 und Art. 65 Abs. 2 USG;</span><br/> <span class="ft2">Art. 7 f., Art. 36 ff. und Art. 40 ff. LSV; BGE 118 Ia 114 f. und 118</span><br/> <span class="ft2">Ib 595 f., je mit Hinweisen; BGE vom 5. Juni 2001 [1A.199/2000,</span><br/> <span class="ft2">1P.373/2000], Erw. 1/b/aa; AGVE 2005, S. 147 ff.; 1998, S. 317 f.</span><br/> <span class="ft2">und 1993, S. 394 ff., je mit Hinweisen). In diesem Sinne haben Nut-</span><br/> <span class="ft2">zungsvorschriften des kantonalen und kommunalen Rechts nach wie</span><br/> <span class="ft2">vor selbständigen Gehalt, soweit sie die Frage regeln, ob eine Baute</span><br/> <span class="ft2">am vorgesehenen Ort erstellt und ihrer Zweckbestimmung übergeben</span><br/> <span class="ft2">werden darf. Namentlich ist es weiterhin Sache des kantonalen und</span><br/> <span class="ft2">kommunalen Rechts, die für den Charakter eines Quartiers</span><br/> <span class="ft2">wesentlichen Vorschriften über Nutzungsart und -intensität zu erlas-</span><br/> <span class="ft2">sen. Kantonal- und kommunalrechtliche Begriffe wie "wenig oder</span><br/> <span class="ft2">mässig störendes Gewerbe" können daher trotz des Bundesumwelt-</span><br/> <span class="ft2">rechts noch eine selbständige Bedeutung haben. So lassen sich etwa</span><br/> <span class="ft2">Bauten und Betriebe, die mit dem Charakter einer Wohnzone</span><br/> <span class="ft2">unvereinbar sind, untersagen, auch wenn die Lärmimmissionen, zu</span><br/> <span class="ft2">denen sie führen, bundesrechtliche Schranken nicht überschreiten,</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Bau-,Raumplanungs-undUmweltschutzrecht</span> <span class="page_no">185</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft2">sofern die Unzulässigkeit nicht einzig mit der konkreten Lärmbe-</span><br/> <span class="ft2">lästigung begründet wird. Auch erfasst das Umweltschutzrecht des</span><br/> <span class="ft2">Bundes nicht alle erdenklichen Auswirkungen oder Sekundär-</span><br/> <span class="ft2">immissionen (erwähnter BGE vom 5.</span> <span class="ft2">Juni 2001, Erw. 1/b/aa;</span><br/> <span class="ft2">BGE 118 Ia 115 und 118 Ib 595, je mit Hinweisen; AGVE 1993,</span><br/> <span class="ft2">S.</span> <span class="ft2">395 mit Hinweisen; siehe zum Ganzen auch AGVE 2005,</span><br/> <span class="ft2">S. 147 f.; VGE III/50 vom 6. Juli 2004 [BE.2004.00168], S. 11 f.).</span><br/> <span class="ft2">§ 23 Abs. 2 BNO umschreibt die Auswirkungen bzw. Immissio-</span><br/> <span class="ft2">nen, welche den Typus des (höchstens) mässig störenden Betriebs</span><br/> <span class="ft2">kennzeichnen. Diese Auswirkungen müssen unter anderem im Rah-</span><br/> <span class="ft2">men herkömmlicher Handwerks- und Gewerbebetriebe bleiben und</span><br/> <span class="ft2">auf die üblichen Arbeits- und Öffnungszeiten beschränkt sein. Der-</span><br/> <span class="ft2">artige Kategorisierungen finden sich weder im USG noch in den</span><br/> <span class="ft2">ausführenden Verordnungen (LSV und LRV). Zwar enthält Anhang 6</span><br/> <span class="ft2">der LSV spezifische "Belastungsgrenzwerte für Industrie- und Ge-</span><br/> <span class="ft2">werbelärm", wobei die in der Dorfzone D geltende ES III auf die</span><br/> <span class="ft2">Immissionsstufe der "mässig störenden Betriebe" abgestimmt ist</span><br/> <span class="ft2">(Art. 43 Abs. 1 lit. c LSV). Das spezifizierende Beiwort "herkömm-</span><br/> <span class="ft2">lich" wird durch diese Bestimmungen aber nicht abgedeckt. Die LSV</span><br/> <span class="ft2">legt die Belastungsgrenzwerte für Anlagen der Industrie, des Gewer-</span><br/> <span class="ft2">bes und der Landwirtschaft ganz allgemein fest (Ziff. 1 Abs. 1 lit. a</span><br/> <span class="ft2">des erwähnten Anhangs) und differenziert nicht in Bezug auf die Art</span><br/> <span class="ft2">der Anlage. Ebenso wenig wird der Anforderung der "üblichen" Ar-</span><br/> <span class="ft2">beits- und Öffnungszeiten schon damit Rechnung getragen, dass es</span><br/> <span class="ft2">Belastungsgrenzwerte für den Tag (07 bis 19 Uhr) und (um 10 dBA</span><br/> <span class="ft2">tiefere) für die Nacht (19 bis 07 Uhr) gibt (Ziff. 2 und 31 der LSV</span><br/> <span class="ft2">des erwähnten Anhangs). § 23 Abs. 2 BNO enthält somit Elemente,</span><br/> <span class="ft2">die das Bundesumweltrecht nicht kennt. Das indiziert die selbstän-</span><br/> <span class="ft2">dige Bedeutung der kommunalen Vorschrift.</span><br/> <span class="ft2">Hinzu kommt, dass § 23 Abs. 2 BNO in doppelter Hinsicht eine</span><br/> <span class="ft2">raumplanerische Funktion erfüllt, was ihren eigenständigen Gehalt</span><br/> <span class="ft2">unterstreicht. Zum einen dient sie der Koordination verschiedener</span><br/> <span class="ft2">Nutzungen innerhalb derselben Zone (vgl. auch AGVE 2005, S. 150</span><br/> <span class="ft2">f.; VGE III/47 vom 28. August 2007 [WBE.2006.300], S. 6 f.). Keine</span><br/> <span class="ft2">der Nutzungen soll so intensiv auf die andere einwirken, dass diese</span><br/> <span class="ft2">andere Nutzung überhaupt nicht mehr oder nur noch unter übermäs-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">186</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft2">sig erschwerten Bedingungen ausgeübt werden kann (AGVE 2005,</span><br/> <span class="ft2">S. 150). Zum anderen schützt die Norm eine gewachsene Nutzungs-</span><br/> <span class="ft2">struktur, indem sie nur Betriebe mit Auswirkungen zulässt, deren</span><br/> <span class="ft2">Auswirkungen im Rahmen "herkömmlicher" Handwerks- und Ge-</span><br/> <span class="ft2">werbebetriebe bleiben, auf die "üblichen" Arbeits- und Öffnungszei-</span><br/> <span class="ft2">ten beschränkt sind und die kein hohes Mass an quartierfremdem</span><br/> <span class="ft2">Verkehr verursachen (vgl. BGE vom 5. Juni 2001 [1A.1999/2000</span><br/> <span class="ft2">und 1P.373/2000]), Erw. 1b/aa; vgl. auch AGVE 2005, S. 149 f.).</span><br/> <span class="ft2">Nach dem Gesagten kommt § 23 Abs. 2 BNO neben dem Bun-</span><br/> <span class="ft2">desumweltrecht eine selbständige Bedeutung zu.</span><br/> <span class="ft2">3.3.</span><br/> <span class="ft2">3.3.1.-3.3.3. (...)</span><br/> <span class="ft2">3.3.4.</span><br/> <span class="ft2">Gemäss § 13 Abs. 1 und § 15 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a BauG er-</span><br/> <span class="ft2">lassen die Gemeinden allgemeine Nutzungspläne (Zonenpläne) und</span><br/> <span class="ft2">allgemeine Nutzungsvorschriften (Bau- und Zonenordnungen), die</span><br/> <span class="ft2">das Gemeindegebiet in verschiedene Nutzungszonen einteilen und</span><br/> <span class="ft2">Art und Mass der Nutzung regeln; sie können dabei insbesondere</span><br/> <span class="ft2">Bauzonen, namentlich Wohn-, Kern-, Gewerbe-, Industriezonen und</span><br/> <span class="ft2">Zonen für öffentliche Bauten ausscheiden. Bei der Ausscheidung und</span><br/> <span class="ft2">Definition der verschiedenen Zonen geniessen die Gemeinden auf-</span><br/> <span class="ft2">grund von § 106 KV verfassungsrechtlich geschützte Autonomie;</span><br/> <span class="ft2">hierin eingeschlossen ist die Anwendung des autonomen Gemeinde-</span><br/> <span class="ft2">rechts. Daraus folgt, dass sich das Verwaltungsgericht bei der</span><br/> <span class="ft2">Überprüfung einschlägiger gemeinderätlicher Entscheide zurückzu-</span><br/> <span class="ft2">halten hat. Die Gemeinde kann sich in solchen Fällen bei der Aus-</span><br/> <span class="ft2">legung kommunalen Rechts insbesondere dort auf ihre Autonomie</span><br/> <span class="ft2">berufen, wo eine Regelung unbestimmt ist und verschiedene Ausle-</span><br/> <span class="ft2">gungsergebnisse rechtlich vertretbar erscheinen. Die kantonalen</span><br/> <span class="ft2">Rechtsmittelinstanzen sind hier gehalten, das Ergebnis der gemeinde-</span><br/> <span class="ft2">rätlichen Rechtsauslegung zu respektieren und nicht ohne Not ihre</span><br/> <span class="ft2">eigene Rechtsauffassung an die Stelle der gemeinderätlichen zu</span><br/> <span class="ft2">setzen. Die Autonomie der Gemeindebehörden hat jedoch auch in</span><br/> <span class="ft2">diesen Fällen dort ihre Grenzen, wo sich eine Auslegung mit dem</span><br/> <span class="ft2">Wortlaut sowie mit Sinn und Zweck des Gesetzes nicht mehr verein-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Bau-,Raumplanungs-undUmweltschutzrecht</span> <span class="page_no">187</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft2">baren lässt (vgl. zum Ganzen AGVE 1998, S. 319 f. mit Hinweisen;</span><br/> <span class="ft2">ferner AGVE 1984, S. 366).</span><br/> <span class="ft2">Das kommunale Recht lässt vom Wortlaut her erheblichen In-</span><br/> <span class="ft2">terpretationsspielraum offen ("mässig störender Betrieb"; "Auswir-</span><br/> <span class="ft2">kungen, die im Rahmen herkömmlicher Handwerks- und Gewerbe-</span><br/> <span class="ft2">betriebe bleiben"; "Betriebe, die ein hohes Mass von quartierfremden</span><br/> <span class="ft2">Verkehr verursachen"). Auch wenn diese Begriffe der Musterbau-</span><br/> <span class="ft2">ordnung entnommen wurden, bedeutet dies nicht, dass sie auf dem</span><br/> <span class="ft2">ganzen Kantonsgebiet einheitlich auszulegen sind. Angesichts der</span><br/> <span class="ft2">Autonomie der Gemeinde auf diesem Gebiet ist dieser die Mög-</span><br/> <span class="ft2">lichkeit einer eigenständigen Interpretation einzuräumen, die sich</span><br/> <span class="ft2">freilich an die gesetzlichen Regeln und Schranken der Auslegung zu</span><br/> <span class="ft2">halten hat. Nachdem die Gemeinde § 23 Abs. 2 BNO innerhalb die-</span><br/> <span class="ft2">ser Grenzen autonom auslegen darf, kommt den von den Beschwer-</span><br/> <span class="ft2">deführerinnen erwähnten Entscheiden - soweit sie andere Gemeinden</span><br/> <span class="ft2">und/oder andere Vorhaben betrafen - keine rechtserhebliche Be-</span><br/> <span class="ft2">deutung zu (...). Der Entscheid des Regierungsrats vom 23. Oktober</span><br/> <span class="ft2">1996 (...), der offenbar die Gemeinde Stein betraf, bindet das Ver-</span><br/> <span class="ft2">waltungsgericht nicht.</span><br/> <span class="ft2">3.3.5.</span><br/> <span class="ft2">Es ist vorgesehen, den Shop werktags von 06.00 bis 22.00 Uhr</span><br/> <span class="ft2">sowie samstags und sonntags von 08.00 bis 20.00 Uhr und die Tank-</span><br/> <span class="ft2">stelle während 24 h offen zu halten. In Stein gelten Öffnungszeiten</span><br/> <span class="ft2">von 07.30 bis 18.30 Uhr als üblich (...). Die Auswirkungen der</span><br/> <span class="ft2">Tankstelle und des Shops beschränken sich somit nicht auf die übli-</span><br/> <span class="ft2">chen Arbeits- und Öffnungszeiten, weshalb der Betrieb in dieser Hin-</span><br/> <span class="ft2">sicht aus dem Rahmen von § 23 Abs. 2 BNO fällt. Das würde selbst</span><br/> <span class="ft2">dann gelten, wenn die Öffnungszeiten des Shops auf 06.00-21.00</span><br/> <span class="ft2">Uhr und diejenigen der Tankstelle auf 06.00-24.00 Uhr reduziert</span><br/> <span class="ft2">würden (...). Die Öffnungszeiten sprechen somit gegen die Zonen-</span><br/> <span class="ft2">konformität des Vorhabens. (...).</span><br/> <span class="ft2">Demgegenüber ist die Garage selber (Werkstatt und Verkauf)</span><br/> <span class="ft2">von Montag bis Freitag von 07.30 bis 12.00 und von 13.00 bis 17.30</span><br/> <span class="ft2">Uhr sowie am Samstag von 08.00 bis 12.00 Uhr geöffnet. Damit hält</span><br/> <span class="ft2">sie sich an die üblichen Arbeits- und Öffnungszeiten. Es ist ausser-</span><br/> <span class="ft2">dem anzunehmen, dass die Auswirkungen dieses Betriebszweigs im</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">188</span></div> <div class="page" id="S7"> <div role="main"><br/> <span class="ft2">Rahmen herkömmlicher Handwerks- und Gewerbebetriebe bleiben</span><br/> <span class="ft2">und dass er kein hohes Mass an quartierfremdem Verkehr verursacht.</span><br/> <span class="ft2">Gegenteiliges haben weder die Beschwerdegegner behauptet, noch</span><br/> <span class="ft2">war es die Absicht der Vorinstanz, diesem Betriebszweig die Zonen-</span><br/> <span class="ft2">konformität abzusprechen (...).</span><br/> <span class="ft2">3.3.6.</span><br/> <span class="ft2">3.3.6.1.</span><br/> <span class="ft2">Die Beschwerdeführerinnen bringen vor, es habe in der Kern-</span><br/> <span class="ft2">zone K Tankstellen, die sich ebenfalls nicht an die üblichen Arbeits-</span><br/> <span class="ft2">zeiten hielten. Aus § 23 Abs. 2 BNO, der als allgemeine Vorschrift</span><br/> <span class="ft2">sowohl für die Dorfzone D als auch für die Kernzone K gelte, könne</span><br/> <span class="ft2">deshalb nicht geschlossen werden, dass abends oder nachts keine</span><br/> <span class="ft2">Gewerbetätigkeit mehr möglich sei (...). Die Beschwerdeführerinnen</span><br/> <span class="ft2">machen ausserdem geltend, in der Dorfzone D habe es zwei Re-</span><br/> <span class="ft2">staurants, die nachts ebenfalls geöffnet hätten (...).</span><br/> <span class="ft2">Der Gemeinderat stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt,</span><br/> <span class="ft2">§ 23 Abs. 2 BNO sei zonenspezifisch auszulegen. Bei der Anwen-</span><br/> <span class="ft2">dung dieser Vorschrift sei auf den unterschiedlichen Zweck der</span><br/> <span class="ft2">Dorfzone D und der Kernzone K Rücksicht zu nehmen. Während in</span><br/> <span class="ft2">der Dorfzone D die bestehende Struktur erhalten werden soll, wolle</span><br/> <span class="ft2">die Kernzone K die Entwicklung eines neuen Wohn- und Geschäfts-</span><br/> <span class="ft2">quartiers fördern (...).</span><br/> <span class="ft2">3.3.6.2.</span><br/> <span class="ft2">In Mischzonen ist (wie gesagt) mit planerischen Mitteln sicher-</span><br/> <span class="ft2">zustellen, dass keine der Nutzungen so intensiv auf die andere ein-</span><br/> <span class="ft2">wirkt, dass diese andere Nutzung überhaupt nicht mehr oder nur</span><br/> <span class="ft2">noch unter übermässig erschwerten Bedingungen ausgeübt werden</span><br/> <span class="ft2">kann (AGVE 2005, S. 150). Innerhalb dieses Rahmens erscheint es</span><br/> <span class="ft2">aber grundsätzlich möglich, den Schutz der Wohnbevölkerung vor</span><br/> <span class="ft2">gewerblichen Immissionen in den einzelnen Mischzonen unter-</span><br/> <span class="ft2">schiedlich auszugestalten. Es besteht mithin durchaus Raum, dem</span><br/> <span class="ft2">Charakter eines Gebiets durch eine spezifische Umschreibung der</span><br/> <span class="ft2">zulässigen Nutzungsintensität Rechnung zu tragen und damit der</span><br/> <span class="ft2">Wohnbevölkerung in den einzelnen Mischzonen einen unterschied-</span><br/> <span class="ft2">lichen Schutz vor Immissionen zukommen zu lassen. Analoges gilt</span><br/> <span class="ft2">im Verhältnis von Wohn- und Mischzonen: Praxisgemäss kann die</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Bau-,Raumplanungs-undUmweltschutzrecht</span> <span class="page_no">189</span></div> <div class="page" id="S8"> <div role="main"><br/> <span class="ft2">Wohnbevölkerung in Mischzonen nicht denselben Schutz vor Beein-</span><br/> <span class="ft2">trächtigungen beanspruchen wie in reinen Wohnzonen (AGVE 2005,</span><br/> <span class="ft2">S. 150). Ebenso wenig kann ein Betriebsinhaber, der in einer</span><br/> <span class="ft2">Gewerbezone wohnt, denselben Schutz vor Immissionen geltend ma-</span><br/> <span class="ft2">chen, wie der Bewohner einer reinen Wohnzone oder einer Misch-</span><br/> <span class="ft2">zone, in denen Wohn- und Gewerbenutzung einander gleichgestellt</span><br/> <span class="ft2">sind. Aufgrund des Vorrangs der gewerblichen Nutzung hat der Be-</span><br/> <span class="ft2">triebsinhaber in der Gewerbezone ein Mehreres an unliebsamen</span><br/> <span class="ft2">Einwirkungen in Kauf zu nehmen.</span><br/> <span class="ft2">Es besteht somit ein nachvollziehbares planerisches Ziel darin,</span><br/> <span class="ft2">die Wohnbevölkerung in Mischzonen, in denen eine Entwicklung des</span><br/> <span class="ft2">Gewerbes gefördert werden soll, weniger stark vor Immissionen zu</span><br/> <span class="ft2">schützen als in Zonen, in denen keine Ausdehnung der gewerblichen</span><br/> <span class="ft2">Nutzung angestrebt wird. Die Grenze ist aber auch in gewerblichen</span><br/> <span class="ft2">Entwicklungsgebieten stets dort zu ziehen, wo die Erholungsfunktion</span><br/> <span class="ft2">der Wohnnutzung nicht mehr gewährleistet ist. Wo es um den Schutz</span><br/> <span class="ft2">der Nacht- oder Sonntagsruhe geht, geniesst die Wohnnutzung in</span><br/> <span class="ft2">typischen Mischzonen generell einen gewissen Vorrang (vgl. AGVE</span><br/> <span class="ft2">1999, S. 253 f. mit Hinweisen).</span><br/> <span class="ft2">3.3.6.3.</span><br/> <span class="ft2">Das Anliegen des Gemeinderats, den Begriff des mässig stören-</span><br/> <span class="ft2">den Gewerbes zonenspezifisch auszulegen, ist demnach einleuch-</span><br/> <span class="ft2">tend. Im konkreten Fall stehen einer zonenspezifischen Interpretation</span><br/> <span class="ft2">jedoch Wortlaut und Systematik des Gesetzes entgegen. Die BNO</span><br/> <span class="ft2">der Gemeinde Stein verwendet den Begriff des "mässig störenden</span><br/> <span class="ft2">Gewerbes" in den Zonen, in denen eine Mischnutzung möglich ist.</span><br/> <span class="ft2">Er taucht in § 6 Abs. 1 für die Dorfzone D, in § 7 Abs. 1 für die</span><br/> <span class="ft2">Kernzone K, in § 10 Abs. 1 für die Wohn- und Gewerbezone WG</span><br/> <span class="ft2">und in § 13 Abs. 1 für die Gewerbezone G auf, in der eine Wohnnut-</span><br/> <span class="ft2">zung nur ausnahmsweise in Betracht kommt. § 23 Abs. 2 BNO</span><br/> <span class="ft2">spricht von "herkömmlichen" Handwerks- und Gewerbebetrieben</span><br/> <span class="ft2">und von "üblichen" Arbeits- und Öffnungszeiten. Nach dem norma-</span><br/> <span class="ft2">len Sprachgebrauch können die Begriffe "herkömmlich" und "üb-</span><br/> <span class="ft2">lich" nicht derart kleinräumig verstanden werden, wie dies dem Ge-</span><br/> <span class="ft2">meinderat vorschwebt (vgl. auch AGVE 2005, S. 151). Jedenfalls</span><br/> <span class="ft2">kleinere Gemeinden werden sich kaum in Teilgebiete auftrennen las-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">190</span></div> <div class="page" id="S9"> <div role="main"><br/> <span class="ft2">sen, in denen den Begriffen "herkömmlich" und "üblich" eine ge-</span><br/> <span class="ft2">bietsspezifische Bedeutung zukommt. Das bestätigt auch die Situa-</span><br/> <span class="ft2">tion in der Gemeinde Stein, zeigt sich doch hier, dass die Öffnungs-</span><br/> <span class="ft2">zeiten in der Kernzone K und der Dorfzone D grundsätzlich überein-</span><br/> <span class="ft2">stimmen. Eine Ausnahme bilden lediglich die Gastgewerbebetriebe</span><br/> <span class="ft2">beider Zonen sowie die Tankstellen-Shops in der Kernzone K (...).</span><br/> <span class="ft2">Sodann steht § 23 BNO systematisch unter dem Abschnitt "De-</span><br/> <span class="ft2">finitionen", der an den Abschnitt "Zonenvorschriften" anschliesst.</span><br/> <span class="ft2">Aus der systematischen Stellung der Vorschrift ergibt sich somit klar,</span><br/> <span class="ft2">dass der Gesetzgeber den Definitionen eine zonenübergreifende</span><br/> <span class="ft2">Bedeutung zuweisen wollte. Hätte er dem Begriff des "mässig</span><br/> <span class="ft2">störenden Gewerbes" eine zonenspezifische Bedeutung geben</span><br/> <span class="ft2">wollen, hätte er den Begriff bei den einzelnen Zonenvorschriften de-</span><br/> <span class="ft2">finiert. Das Auslegungsergebnis des Gemeinderats lässt sich somit</span><br/> <span class="ft2">weder mit dem Wortlaut noch mit der Systematik des Gesetzes ver-</span><br/> <span class="ft2">einbaren.</span><br/> <span class="ft2">Im konkreten Fall stehen die Öffnungszeiten der Tankstelle und</span><br/> <span class="ft2">des Tankstellen-Shops der Zonenkonformität entgegen, weshalb das</span><br/> <span class="ft2">Feststellungsbegehren der Beschwerdeführerinnen mit Blick auf die</span><br/> <span class="ft2">bestehende und die geplante Tankstelle sowie den geplanten Tank-</span><br/> <span class="ft2">stellen-Shop abzuweisen ist. An der Zonenwidrigkeit dieser Be-</span><br/> <span class="ft2">triebszweige vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass der</span><br/> <span class="ft2">Gemeinderat in der Kernzone K Tankstellen und Tankstellen-Shops</span><br/> <span class="ft2">mit Öffnungszeiten zulässt, die den ortsüblichen Umfang sprengen.</span><br/> <span class="ft2">Nachdem zwar Sinn und Zweck der Kernzone K, nicht aber Wortlaut</span><br/> <span class="ft2">und Systematik der BNO Raum lassen für längere Öffnungszeiten in</span><br/> <span class="ft2">dieser Zone, wird der Gemeinderat zu prüfen haben, ob er die Nut-</span><br/> <span class="ft2">zungsvorschriften der Kernzone K anzupassen hat.</span><br/> <span class="ft2">3.3.6.4.</span><br/> <span class="ft2">In einem Spannungsverhältnis zu § 23 Abs. 2 BNO stehen auch</span><br/> <span class="ft2">die Gastgewerbebetriebe, die der Gemeinderat trotz längerer Öff-</span><br/> <span class="ft2">nungszeiten sowohl in der Kernzone K als auch in der Dorfzone D</span><br/> <span class="ft2">zulässt. Zwar unterstehen diese Betriebe dem kantonalen Gesetz über</span><br/> <span class="ft2">das Gastgewerbe und den Kleinhandel mit alkoholhaltigen Ge-</span><br/> <span class="ft2">tränken (Gastgewerbegesetz, GGG) vom 25. November 1997</span><br/> <span class="ft2">(SAR 970.100), womit die darin vorgesehenen Öffnungszeiten gel-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Bau-,Raumplanungs-undUmweltschutzrecht</span> <span class="page_no">191</span></div> <div class="page" id="S10"> <div role="main"><br/> <span class="ft2">ten. Der Gemeinderat kann jedoch nach Massgabe der Bau- und Um-</span><br/> <span class="ft2">weltschutzgesetzgebung andere Öffnungszeiten bewilligen und na-</span><br/> <span class="ft2">mentlich die Öffnungszeiten der einzelnen Betriebe auf Dauer oder</span><br/> <span class="ft2">längere Frist erweitern oder einschränken (§ 4 Abs. 2 GGG). Das</span><br/> <span class="ft2">GGG liesse somit durchaus Raum, die Öffnungszeiten auf die Zonie-</span><br/> <span class="ft2">rung abzustimmen, was die Gemeinde Stein jedoch nicht getan hat.</span><br/> <span class="ft2">Die Erwähnung von Gaststätten in § 7 Abs. 2 BNO spricht vielmehr</span><br/> <span class="ft2">dafür, dass der Gesetzgeber solche Betriebe (jedenfalls) in der Kern-</span><br/> <span class="ft2">zone K als zonenkonform erachtete. Welche Öffnungszeiten im</span><br/> <span class="ft2">Gastgewerbe als üblich zu bezeichnen sind, ergibt sich deshalb bei</span><br/> <span class="ft2">einer widerspruchsfreien Auslegung des Gesetzes aus dem GGG,</span><br/> <span class="ft2">welches § 23 Abs. 2 BNO insofern verdrängt. Die Zonenkonformität</span><br/> <span class="ft2">des Bauvorhabens lässt sich deshalb ebenso wenig mit dem Umstand</span><br/> <span class="ft2">begründen, dass sich in der Dorfzone D Gastgewerbebetriebe</span><br/> <span class="ft2">befinden, deren Öffnungszeiten über das ortsübliche Mass hinausge-</span><br/> <span class="ft2">hen.</span><br/> <span class="ft2">3.3.6.5. (...)</span><br/> <span class="ft2">4.</span><br/> <span class="ft2">4.1.</span><br/> <span class="ft2">Die Beschwerdeführerinnen berufen sich auf die Besitzstands-</span><br/> <span class="ft2">garantie gemäss § 68 BauG. Der ganze Betrieb Y. sei mit allen Be-</span><br/> <span class="ft2">triebsbestandteilen und mit seiner räumlichen Ausdehnung auf der</span><br/> <span class="ft2">Parzelle Nr. 1382 formell und materiell rechtmässig bewilligt. Den</span><br/> <span class="ft2">Betrieb habe es schon vor dem BauG 1971 und der ersten BNO von</span><br/> <span class="ft2">Stein aus dem Jahr 1971 gegeben. Seitherige Veränderungen seien</span><br/> <span class="ft2">ebenfalls bewilligt worden. Von der Bewilligung abgedeckt sei auch</span><br/> <span class="ft2">der Werkplatz im westlichen Bereich der Parzelle. Die Wahrung des</span><br/> <span class="ft2">Besitzstandes richte sich nach dem heutigen Betrieb. § 68 BauG er-</span><br/> <span class="ft2">laube einem Gewerbebetrieb, der sich dynamisch verhalten und ent-</span><br/> <span class="ft2">wickeln müsse, um überleben zu können, die Anpassung an das ver-</span><br/> <span class="ft2">änderte Marktumfeld. Bei der Verlegung der Tankstelle und dem neu</span><br/> <span class="ft2">vorgesehenen Tankstellen-Shop handle es sich um einen klassischen</span><br/> <span class="ft2">Fall der betrieblichen Weiterentwicklung, die nach Marktlage und</span><br/> <span class="ft2">Gewohnheiten der Marktteilnehmer notwendig sei. Der funktionale</span><br/> <span class="ft2">Zusammenhang zum bisherigen Betrieb sei ebenfalls gegeben. Die</span><br/> <span class="ft2">Beschwerdeführerinnen beabsichtigten keine räumliche Erweiterung</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">192</span></div> <div class="page" id="S11"> <div role="main"><br/> <span class="ft2">des Betriebsgeländes. Auch der Werkplatz im westlichen Bereich der</span><br/> <span class="ft2">Parzelle sei bereits für die gewerbliche Nutzung bewilligt. Die</span><br/> <span class="ft2">bestehende Tankstelle werde lediglich nach Westen verschoben. Die</span><br/> <span class="ft2">Erweiterung der Tankkapazität auf 4 Tankplätze sei im räumlichen</span><br/> <span class="ft2">Zusammenhang und im Zusammenhang mit dem Volumen der</span><br/> <span class="ft2">Gebäude irrelevant. Die Umwandlung des Verkaufsraumes für Autos</span><br/> <span class="ft2">und Autobedarf zu einem Tankstellen-Shop bedürfe keines Mehr-</span><br/> <span class="ft2">volumens und vergrössere die Bruttogeschossfläche nicht. Es gehe</span><br/> <span class="ft2">lediglich um eine Verlagerung innerhalb der bereits bewilligten Ver-</span><br/> <span class="ft2">kaufsnutzung, die für sich alleine betrachtet in der Dorfzone D ohne</span><br/> <span class="ft2">Zweifel zonenkonform sei. Die mit der geplanten Veränderung</span><br/> <span class="ft2">verbundenen Auswirkungen seien zudem lärmmässig ohne Bedeu-</span><br/> <span class="ft2">tung (...).</span><br/> <span class="ft2">4.2. (...)</span><br/> <span class="ft2">4.3.</span><br/> <span class="ft2">Nach § 68 BauG dürfen rechtmässig erstellte Bauten, die den</span><br/> <span class="ft2">geltenden Plänen oder Vorschriften widersprechen, unterhalten und</span><br/> <span class="ft2">zeitgemäss erneuert werden. Die Nutzungsordnung kann für be-</span><br/> <span class="ft2">stimmte Schutzzonen die zeitgemässe Erneuerung einschränken oder</span><br/> <span class="ft2">verbieten (lit. a). Solche Bauten dürfen ausserdem angemessen er-</span><br/> <span class="ft2">weitert, umgebaut oder in ihrem Zweck geändert werden, wenn da-</span><br/> <span class="ft2">durch ihre Rechtswidrigkeit nicht wesentlich verstärkt wird und</span><br/> <span class="ft2">keine besonderen Nutzungsvorschriften entgegenstehen (lit. b).</span><br/> <span class="ft2">4.3.1.</span><br/> <span class="ft2">Nach Angaben der Beschwerdeführerinnen besteht die Garage</span><br/> <span class="ft2">Y., inklusive Tankstelle, seit 1929. Die Garage geht somit auf eine</span><br/> <span class="ft2">Zeit zurück, in der es noch keine Zonenvorschriften gab. Eine erste</span><br/> <span class="ft2">Zonierung brachte die BNO vom 4. Juni 1971/14. März 1973, wel-</span><br/> <span class="ft2">che in der Dorfzone D Wohnungen, Läden, Gaststätten, Büros sowie</span><br/> <span class="ft2">nicht übermässig störendes Gewerbe erlaubte (§ 31). Nachdem die</span><br/> <span class="ft2">Tankstelle schon heute während 24 Stunden pro Tag betrieben wird,</span><br/> <span class="ft2">sprengt sie infolge ihrer Öffnungszeiten den Rahmen des mässig</span><br/> <span class="ft2">Störenden im Sinn von § 23 Abs. 2 BNO. Nachdem der bestehende</span><br/> <span class="ft2">Betrieb jedoch ursprünglich rechtmässig war, ist er in seinem Besitz-</span><br/> <span class="ft2">stand grundsätzlich geschützt.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Bau-,Raumplanungs-undUmweltschutzrecht</span> <span class="page_no">193</span></div> <div class="page" id="S12"> <div role="main"><br/> <span class="ft2">4.3.2.</span><br/> <span class="ft2">Im konkreten Fall findet die Erweiterung der Tankstelle ausser-</span><br/> <span class="ft2">halb der bestehenden Gebäudehülle statt. Die bauliche Trennung</span><br/> <span class="ft2">zwischen Alt- und Neubaute schliesst jedoch den Schutz des Besitz-</span><br/> <span class="ft2">standes nicht von vornherein aus. Dieses Privileg greift auch dann,</span><br/> <span class="ft2">wenn ein enger funktionaler und räumlicher Zusammenhang besteht</span><br/> <span class="ft2">zwischen der besitzstandsgeschützten Nutzung eines Gebäudes und</span><br/> <span class="ft2">einer auf dem angrenzenden Vorplatz geplanten Nutzung</span><br/> <span class="ft2">(VGE III/59 vom 31. August 2006 [WBE.2005.59], S. 8). Das ist</span><br/> <span class="ft2">hier der Fall. Damit ist allerdings noch nichts über die Tragweite des</span><br/> <span class="ft2">Besitzstandsschutzes ausgesagt.</span><br/> <span class="ft2">4.3.3.</span><br/> <span class="ft2">Schon § 135 aBauG bestimmte, dass bereits vorhandene Bauten</span><br/> <span class="ft2">für Industrie und Gewerbe, die nicht in einer für sie bestimmten Zone</span><br/> <span class="ft2">liegen, weiterbestehen und angemessen erweitert werden dürfen,</span><br/> <span class="ft2">wenn ihre unvermeidlichen Einwirkungen auf die Nachbarschaft</span><br/> <span class="ft2">nicht übermässig sind. Eine gefestigte verwaltungsgerichtliche Praxis</span><br/> <span class="ft2">sah hinter dieser Bestimmung das Bestreben des Gesetzgebers,</span><br/> <span class="ft2">Industrie- und Gewerbebetrieben eine beschränkte Dynamik zu</span><br/> <span class="ft2">ermöglichen, damit sie sich gewandelten technischen und wirtschaft-</span><br/> <span class="ft2">lichen Verhältnissen in gewissem Rahmen laufend anpassen können.</span><br/> <span class="ft2">Eine Erweiterung nach § 135 aBauG musste sich aber in jedem Falle</span><br/> <span class="ft2">an das Bestehende anlehnen und quantitativ und qualitativ in engen</span><br/> <span class="ft2">Grenzen halten. In qualitativer Hinsicht hiess dies, dass die betref-</span><br/> <span class="ft2">fende betriebliche Nutzung funktional an den bisherigen Betriebs-</span><br/> <span class="ft2">standort gebunden war, sich gewichtsmässig an das Bestehende an-</span><br/> <span class="ft2">lehnte und lediglich in untergeordnetem Rahmen fortführte. In</span><br/> <span class="ft2">quantitativer Hinsicht wurde die Erweiterung in der Regel als ange-</span><br/> <span class="ft2">messen betrachtet, wenn sich die Vergrösserung im Rahmen eines</span><br/> <span class="ft2">Viertels der bestehenden betrieblichen Grundfläche bewegte. Neben</span><br/> <span class="ft2">der Grundfläche wurden bei der Bemessung der Erweiterung auch</span><br/> <span class="ft2">andere Kriterien vorbehalten. Weiter wurde erwogen, dass es sich bei</span><br/> <span class="ft2">der "Viertel-Regel" lediglich um eine Faustregel handle, die nicht im</span><br/> <span class="ft2">Gesetz enthalten sei. Sie dürfe nicht starr gehandhabt werden, son-</span><br/> <span class="ft2">dern verlange eine Überprüfung anhand der Besonderheiten des je-</span><br/> <span class="ft2">weiligen Einzelfalls. So sei beispielsweise denkbar, dass die Erweite-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">194</span></div> <div class="page" id="S13"> <div role="main"><br/> <span class="ft2">rung eines Kleinbetriebs angemessen sei, obwohl um mehr als ein</span><br/> <span class="ft2">Viertel vergrössert werde, anderseits könne bei grossen Betrieben die</span><br/> <span class="ft2">Grenze für eine angemessene Erweiterung erheblich unter einem</span><br/> <span class="ft2">Viertel liegen. In jedem Fall habe zur Feststellung der Angemessen-</span><br/> <span class="ft2">heit einer geplanten Erweiterung eine Würdigung aller in Betracht</span><br/> <span class="ft2">fallender Kriterien stattzufinden (vgl. AGVE 1996, S. 334 f. mit Hin-</span><br/> <span class="ft2">weis). An dieser Rechtsprechung hat das Verwaltungsgericht auch</span><br/> <span class="ft2">unter dem aktuellen Baugesetz in der bis zum 30. November 2002</span><br/> <span class="ft2">geltenden Fassung festgehalten. Daraus, dass das Baugesetz für das</span><br/> <span class="ft2">Gebiet innerhalb der Bauzonen keine spezifische Vorschrift für</span><br/> <span class="ft2">industrielle und gewerbliche Bauten mehr kenne, dürfe nicht ge-</span><br/> <span class="ft2">schlossen werden, der Gesetzgeber habe davon abrücken wollen, der</span><br/> <span class="ft2">erwähnten Kategorie von Bauten eine gewisse Sonderstellung zuzu-</span><br/> <span class="ft2">gestehen. Eine durchgehende Gleichstellung namentlich mit Wohn-</span><br/> <span class="ft2">bauten wäre denn auch nach wie vor nicht sachgerecht. Wohnbauten</span><br/> <span class="ft2">seien, vereinfacht ausgedrückt, etwas Statisches, wogegen ein Indu-</span><br/> <span class="ft2">strie- und Gewerbebetrieb zur Erhaltung seiner Existenzfähigkeit dy-</span><br/> <span class="ft2">namisch bleiben, d.h. sich an veränderte Marktverhältnisse anpassen</span><br/> <span class="ft2">können müsse (AGVE 1996, S. 335). Diese Rechtsprechung ist unter</span><br/> <span class="ft2">der Herrschaft von § 68 BauG in der heute geltenden Fassung fort-</span><br/> <span class="ft2">geführt worden (VGE III/59 vom 31. August 2006 [WBE.2005.59],</span><br/> <span class="ft2">S. 9 f.).</span><br/> <span class="ft2">4.3.4.</span><br/> <span class="ft2">Der angefochtene Entscheid ist in dieser Hinsicht nicht zu bean-</span><br/> <span class="ft2">standen. Mit der Verlegung der beiden Tanksäulen und der Schaffung</span><br/> <span class="ft2">von 4 Tankplätzen würde die bestehende Tankstellenfläche wesent-</span><br/> <span class="ft2">lich vergrössert und zusätzlich überdacht, so dass schon die vorgese-</span><br/> <span class="ft2">henen baulichen Massnahmen den Rahmen der angemessen Erweite-</span><br/> <span class="ft2">rung sprengen. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerinnen sel-</span><br/> <span class="ft2">ber mit einer Verdoppelung der Fahrzeugbewegungen rechnen. Das</span><br/> <span class="ft2">Vorhaben würde somit neuen Zielverkehr verursachen. Das gilt zum</span><br/> <span class="ft2">einen für die Tankstelle, weil die Treibstoffpreise hierzulande erfah-</span><br/> <span class="ft2">rungsgemäss günstiger sind als im benachbarten Ausland; zum an-</span><br/> <span class="ft2">dern für den Shop, weil er wegen der attraktiven Öffnungszeiten</span><br/> <span class="ft2">auch von Kunden aufgesucht würde, die nicht auf der Durchfahrt</span><br/> <span class="ft2">sind. Es ist dementsprechend auch mit einer erheblichen Zunahme</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Bau-,Raumplanungs-undUmweltschutzrecht</span> <span class="page_no">195</span></div> <div class="page" id="S14"> <div role="main"><br/> <span class="ft2">von Betankungen ausserhalb der üblichen Arbeits- und Öffnungs-</span><br/> <span class="ft2">zeiten und deshalb mit einer wesentlichen Verstärkung der Rechts-</span><br/> <span class="ft2">widrigkeit zu rechnen. Das gilt nicht nur wegen der Verlegung und</span><br/> <span class="ft2">Vergrösserung der Tankstelle, sondern auch wegen des Tankstellen-</span><br/> <span class="ft2">Shops, dessen Betriebszeiten den Rahmen üblicher Arbeits- und Öff-</span><br/> <span class="ft2">nungszeiten ebenfalls sprengen würden. Solche Tankenstellen-Shops</span><br/> <span class="ft2">sind gerade darauf ausgerichtet, das Konsumbedürfnis der</span><br/> <span class="ft2">Kundschaft ausserhalb der üblichen Öffnungszeiten zu befriedigen.</span><br/> <span class="ft2">Der geplante Shop führte daher namentlich auch zu einer Zunahme</span><br/> <span class="ft2">der Immissionen zu Zeiten, in denen ein erhöhtes Ruhebedürfnis be-</span><br/> <span class="ft2">steht. Es ist zwar fraglich, ob allein die Zunahme des Verkehrslärms</span><br/> <span class="ft2">zu spürbaren Mehrimmissionen führte. Zu den typischen lärmverur-</span><br/> <span class="ft2">sachenden Vorgängen des geplanten Betriebs gehören jedoch auch</span><br/> <span class="ft2">das Türenschlagen, der Motorstart, der Betrieb der Zapfsäulen und</span><br/> <span class="ft2">verhaltensbezogene Geräusche wie Hupen, lauter Radiobetrieb und</span><br/> <span class="ft2">Rufen (vgl. BGE vom 5. Juni 2001 [1A.199/2000 und 1P.373/2000],</span><br/> <span class="ft2">Erw. 4d). Da der Strassenverkehr insbesondere zur Nachtzeit keinen</span><br/> <span class="ft2">konstanten Geräuschpegel verursacht, sind die erwähnten, impuls-</span><br/> <span class="ft2">haften Geräusche neben dem Verkehrslärm wahrnehmbar. Sie unter-</span><br/> <span class="ft2">brechen unter Umständen plötzlich und nur während einer relativ</span><br/> <span class="ft2">kurzen Dauer die Stille der Nacht, was das Wohlbefinden der</span><br/> <span class="ft2">schlafenden Bevölkerung beeinträchtigen kann (vgl. BGE 126 III</span><br/> <span class="ft2">229; 102 Ib 274; 101 Ib 407), und zwar auch dann, wenn die Tank-</span><br/> <span class="ft2">stelle in der Nacht nur von wenigen Kunden aufgesucht würde. Die</span><br/> <span class="ft2">Vorinstanz schloss deshalb in vertretbarer Weise auf eine wesentliche</span><br/> <span class="ft2">Verstärkung der Rechtswidrigkeit, die sich aus der Anwendung von</span><br/> <span class="ft2">§ 23 Abs. 2 BNO ergibt. Daran vermag auch der Umstand nichts zu</span><br/> <span class="ft2">ändern, dass der Betrieb der Tankstelle während der Öffnungszeiten</span><br/> <span class="ft2">des Tankstellen-Shops überwacht ist.</span><br/> <span class="ft2">4.4.</span><br/> <span class="ft2">Keine Bedeutung kommt der Frage zu, ob das Vorhaben in an-</span><br/> <span class="ft2">deren Zonen der Gemeinde Stein verwirklicht werden könnte oder</span><br/> <span class="ft2">nicht (...), da eine Gemeinde grundsätzlich nicht verpflichtet ist, jede</span><br/> <span class="ft2">beliebige Nutzung auf ihrem Gemeindegebiet zuzulassen. Zwar ist es</span><br/> <span class="ft2">grundsätzlich sinnvoll, Tankstellen an den Hauptverkehrsachsen zu</span><br/> <span class="ft2">positionieren, um zusätzlichen Zielverkehr zu verhindern (...). Da-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">196</span></div> <div class="page" id="S15"> <div role="main"><br/> <span class="ft2">raus kann indes nicht abgeleitet werden, eine Gemeinde müsse Tank-</span><br/> <span class="ft2">stellen ohne Rücksicht auf die übrigen Anliegen der Raumplanung</span><br/> <span class="ft2">(z.B. des Ortsbildschutzes) an sämtlichen Hauptverkehrsachsen zu-</span><br/> <span class="ft2">lassen.</span><br/> <span class="ft2">4.5.</span><br/> <span class="ft2">Das Vorhaben ist somit zonenwidrig, womit das Feststellungs-</span><br/> <span class="ft2">begehren abzuweisen ist.</span><br/> <span class="ft2">5. (... [Ortsbildschutz])</span><br/> <span class="ft2">6. (...)</span><br/> <span class="ft2">7.</span><br/> <span class="ft2">Zusammenfassend ist das Vorhaben weder zonenkonform noch</span><br/> <span class="ft2">ortsbildverträglich, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.</span><br/></div> </div> </body> </html>