<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2006 66 S.321</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2006</span> <span class="title">Bäuerliches Bodenrecht</span> <span class="page_no">321</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>II. Bäuerliches Bodenrecht</b></span><br/> <br/> <br/> <br/> <span class="ft3"><b>66</b></span> <span class="ft3"><b>Beschwerdelegitimation; Zuständigkeit zur Prüfung des Vorkaufsrechts</b></span><br/> <span class="ft4">-</span> <span class="ft3"><b>Auslegung von Art. 83 Abs. 3 BGBB (Erw. 2.4.1. - 2.4.4.)</b></span><br/> <span class="ft4">-</span> <span class="ft3"><b>Zuständigkeit des Zivilrichters zur Prüfung des Bestandes eines Vor-</b></span><br/> <span class="ft3"><b>kaufsrechts (Erw. 2.5.1. - 2.5.6.)</b></span><br/> <span class="ft4">-</span> <span class="ft3"><b>Streitwert bei einer Erwerbsbewilligung nach BGBB (Erw. 4.)</b></span><br/> <br/> <span class="ft6">Aus dem Entscheid der Landwirtschaftlichen Rekurskommission vom</span><br/> <span class="ft6">20. April 2006 in Sachen K. gegen R. und D.</span><br/> <br/> <span class="ft4">Das Bundesgericht hat die gegen den Entscheid erhobenen Verwaltungsgerichtsbe-</span><br/> <span class="ft4">schwerde und staatsrechtliche Beschwerde abgewiesen.</span><br/> <br/> <span class="ft7"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft8">2.4.1. Nach dem klaren Wortlaut von Art. 83 Abs. 3 BGBB sind</span><br/> <span class="ft8">Vorkaufsberechtigte zur Beschwerde gegen die Erwerbsbewilligung</span><br/> <span class="ft8">legitimiert.</span><br/> <span class="ft8">2.4.2. Zur Auslegung von Art. 83 Abs. 3 BGBB ist weiter die</span><br/> <span class="ft8">Entstehungsgeschichte heranzuziehen (vgl. BGE 112 Ia 97).</span><br/> <span class="ft8">Der Nationalrat wie auch der Bundesrat wollten die Beschwer-</span><br/> <span class="ft8">delegitimation nicht speziell regeln, sondern die allgemeine Norm</span><br/> <span class="ft8">von Art. 103 lit. a des Bundesgesetzes über die Organisation der</span><br/> <span class="ft8">Bundesrechtspflege (Bundesrechtspflegegesetz [OG]) vom 16. De-</span><br/> <span class="ft8">zember 1943 (SR 173.110) gelten lassen, wonach zur Verwaltungs-</span><br/> <span class="ft8">gerichtsbeschwerde berechtigt ist, wer durch die angefochtene</span><br/> <span class="ft8">Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren</span><br/> <span class="ft8">Aufhebung oder Änderung hat (Amtliches Bulletin Nationalrat 1991,</span><br/> <span class="ft8">S. 876 f.). Der Ständerat vertrat jedoch die Ansicht, eine spezielle</span><br/> <span class="ft8">Regelung dränge sich auf, um namentlich die Beschwerdebefugnis</span><br/> <span class="ft8">des Nachbarn auszuschalten, denn es wurde eine nicht erwünschte,</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2006</span> <span class="title">Landwirtschaftliche Rekurskommission</span> <span class="page_no">322</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">unberechenbare Ausdehnung der Beschwerdelegitimation auf Dritte</span><br/> <span class="ft8">befürchtet; er sah vor, dass gegen die Verweigerung der Bewilligung</span><br/> <span class="ft8">die Vertragsparteien und gegen die Erteilung der Bewilligung ledig-</span><br/> <span class="ft8">lich die kantonale Aufsichtsbehörde Beschwerde führen dürfen</span><br/> <span class="ft8">(Amtliches Bulletin Ständerat 1990, S. 686; 1991, S. 154; 1991,</span><br/> <span class="ft8">S. 731; Beat Stalder, in: Das bäuerliche Bodenrecht, Kommentar zum</span><br/> <span class="ft8">Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht vom 4. Oktober 1991,</span><br/> <span class="ft8">Brugg 1995 [nachfolgend: BGBB-Kommentar], N 15 zu Art. 83).</span><br/> <span class="ft8">Bundesrat Koller meinte, dass es vor allem um den Pächter und jene</span><br/> <span class="ft8">gehe, die Kaufs-, Vorkaufs- und Zuweisungsrechte geltend machen</span><br/> <span class="ft8">können; wenn diese Parteien ausdrücklich erwähnt würden, könnte</span><br/> <span class="ft8">eine Kompromisslösung gefunden werden (Amtliches Bulletin</span><br/> <span class="ft8">Ständerat 1991, S. 731). Die vom Parlament akzeptierte Kom-</span><br/> <span class="ft8">promisslösung (Amtliches Bulletin Ständerat 1991, S. 731; 1991,</span><br/> <span class="ft8">S. 852; Amtliches Bulletin Nationalrat 1991, S. 1701) finden wir nun</span><br/> <span class="ft8">in Art. 83 Abs. 3 BGBB. Es wurde betont, dass nicht der Nachbar zur</span><br/> <span class="ft8">Beschwerde legitimiert sein soll, sondern der Pächter und die</span><br/> <span class="ft8">Vorkaufs- und Kaufsberechtigten (Amtliches Bulletin Nationalrat</span><br/> <span class="ft8">1991, S. 1701 f.). Wie sich aus dem Vorgenannten ergibt, wollte der</span><br/> <span class="ft8">Gesetzgeber die Beschwerdelegitimation mit Art. 83 Abs. 3 BGBB</span><br/> <span class="ft8">enger umschreiben als in Art. 103 lit. a OG (BGE 5A.21/2005 vom</span><br/> <span class="ft8">17. November 2005, Erw. 4.2.; BGE 126 III 274, Erw. 1c).</span><br/> <span class="ft8">2.4.3. Weiter ist nach dem Sinn und Zweck des Abs. 3 des</span><br/> <span class="ft8">Art. 83 BGBB zu fragen.</span><br/> <span class="ft8">Die hier genannten Beschwerdelegitimierten können allesamt</span><br/> <span class="ft8">grundsätzlich ein qualifiziertes Interesse am fraglichen landwirt-</span><br/> <span class="ft8">schaftlichen Grundstück bzw. Gewerbe und dadurch an der Erwerbs-</span><br/> <span class="ft8">bewilligung bzw. deren Verweigerung aufweisen, wobei sich dieses</span><br/> <span class="ft8">Interesse aus anderen Bestimmungen des BGBB ergibt:</span><br/> <span class="ft8">a) Durch das Erfordernis einer Erwerbsbewilligung werden die</span><br/> <span class="ft8">Vertragsparteien in ihrem Recht, über das Grundstück frei zu verfü-</span><br/> <span class="ft8">gen, eingeschränkt, wobei diese Einschränkung im BGBB selbst</span><br/> <span class="ft8">begründet ist. Als Korrelat wird ihnen immerhin die Befugnis einge-</span><br/> <span class="ft8">räumt, gegen eine ihrer Ansicht nach ungerechtfertigte Verweigerung</span><br/> <span class="ft8">der Bewilligung Beschwerde zu führen.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2006</span> <span class="title">Bäuerliches Bodenrecht</span> <span class="page_no">323</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">b) Nach Art.</span> <span class="ft8">83 Abs.</span> <span class="ft8">3 BGBB ist auch der Pächter</span><br/> <span class="ft8">beschwerdelegitimiert. Die besondere Beziehung des Pächters zum</span><br/> <span class="ft8">landwirtschaftlichen Grundstück und zur Erwerbsbewilligung ergibt</span><br/> <span class="ft8">sich aus bäuerlichem Sonderrecht: zum einen aus dem Bundesgesetz</span><br/> <span class="ft8">über die landwirtschaftliche Pacht (LPG) vom 4. Oktober 1985 (SR</span><br/> <span class="ft8">221.213.2), zum anderen aus dem BGBB. Das BGBB räumt ihm in</span><br/> <span class="ft8">Art. 47 bei Veräusserung des Grundstücks ein Vorkaufsrecht ein. Will</span><br/> <span class="ft8">oder kann er sein Vorkaufsrecht nicht ausüben, läuft er Gefahr, dass</span><br/> <span class="ft8">das Pachtverhältnis durch den Erwerber wegen Eigengebrauchs</span><br/> <span class="ft8">aufgelöst wird (Art. 15 Abs. 1 LPG; BGBB-Kommentar, N 16 zu</span><br/> <span class="ft8">Art. 83).</span><br/> <span class="ft8">c) Als beschwerdebefugt nennt Art. 83 Abs. 3 BGBB zudem</span><br/> <span class="ft8">Kaufs-, Vorkaufs- oder Zuweisungsberechtigte. Ihre Kaufs-, Vor-</span><br/> <span class="ft8">kaufs- bzw. Zuweisungsberechtigung, somit auch ihr spezielles Inte-</span><br/> <span class="ft8">resse am landwirtschaftlichen Grundstück bzw. Gewerbe und an der</span><br/> <span class="ft8">Verweigerung der Erwerbsbewilligung, gründet im BGBB (Art. 11</span><br/> <span class="ft8">ff., Art. 25 ff., Art. 36 ff., Art. 42 ff.). Bei Veräusserung an einen</span><br/> <span class="ft8">Dritten könnten sie unter gewissen Umständen ihr Vorzugsrecht</span><br/> <span class="ft8">verlieren, namentlich wenn das Vorzugsrecht auf das gesamte land-</span><br/> <span class="ft8">wirtschaftliche Gewerbe ausgeübt werden könnte, im konkreten Fall</span><br/> <span class="ft8">jedoch nur ein Teilverkauf vorgenommen wird (BGBB-Kommentar,</span><br/> <span class="ft8">N 15 zu Art. 83).</span><br/> <span class="ft8">d) Klarerweise findet auch die Beschwerdeberechtigung der</span><br/> <span class="ft8">kantonalen Aufsichtsbehörde ihre Grundlage im Sinn und Zweck des</span><br/> <span class="ft8">BGBB: die Aufsichtsbehörde soll über die Einhaltung der BGBB-</span><br/> <span class="ft8">Bestimmungen wachen (LKE BB.1998.50001 vom 28. April 1998,</span><br/> <span class="ft8">S. 12 f., in: AGVE 1998, S. 498 ff.).</span><br/> <span class="ft8">2.4.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Absicht des Parla-</span><br/> <span class="ft8">ments wie oben ausgeführt darin bestand, die Beschwerdebefugnis</span><br/> <span class="ft8">gegenüber Art. 103 lit. a OG enger zu fassen, namentlich sollte der</span><br/> <span class="ft8">Nachbar von der Beschwerde ausgeschlossen werden. Dies bedeutet</span><br/> <span class="ft8">aber und ergibt sich aus der Auslegung nach Sinn und Zweck, dass</span><br/> <span class="ft8">entgegen dem Wortlaut von Art. 83 Abs. 3 BGBB selbst den dort</span><br/> <span class="ft8">Aufgezählten keine Beschwerdelegitimation zukommt, wenn sie</span><br/> <span class="ft8">aufgrund der konkreten Umstände über kein Interesse im Sinne von</span><br/> <span class="ft8">Art. 103 lit. a OG verfügen.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2006</span> <span class="title">Landwirtschaftliche Rekurskommission</span> <span class="page_no">324</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">Ein schutzwürdiges Interesse setzt ein tatsächliches, aktuelles</span><br/> <span class="ft8">Interesse voraus (BGE 5A.21/2005, Erw. 4.2.).</span><br/> <span class="ft8">2.5. 2.5.1. Sowohl die Vorkaufsberechtigung als auch die Be-</span><br/> <span class="ft8">schwerdeberechtigung gegen die Erwerbsbewilligung setzen den</span><br/> <span class="ft8">Willen und die Eignung zur Selbstbewirtschaftung voraus. Mit der</span><br/> <span class="ft8">Ausübung des Vorkaufsrechts kann die vorkaufsberechtigte Person</span><br/> <span class="ft8">das Gewerbe an sich ziehen. Wird eine Erwerbsbewilligung aus</span><br/> <span class="ft8">Gründen, die in der Person des Käufers liegen, verweigert, so bleibt</span><br/> <span class="ft8">dies gemäss Art. 216d Abs. 2 OR i.V.m. Art. 681 ff. ZGB gegenüber</span><br/> <span class="ft8">dem Vorkaufsberechtigten ohne Wirkung, das heisst, er kann das</span><br/> <span class="ft8">Vorkaufsrecht ungeachtet der Aufhebung der Erwerbsbewilligung</span><br/> <span class="ft8">ausüben. Aus diesem Grunde fordert Beat Stalder im BGBB-Kom-</span><br/> <span class="ft8">mentar, dass der Vorkaufsberechtigte, der sein Recht noch ausüben</span><br/> <span class="ft8">kann, im Einzelfall ein Rechtsschutzbedürfnis nachweisen muss, das</span><br/> <span class="ft8">über seinen Anspruch, das in Frage stehende Gewerbe an sich zu</span><br/> <span class="ft8">ziehen, hinausgeht (BGBB-Kommentar, N. 15 zu Art. 83; in diesem</span><br/> <span class="ft8">Sinne entschied auch das Obergericht des Kantons Schaffhausen am</span><br/> <span class="ft8">14. Februar 2003 i.S. S. [in: Amtsbericht des Obergerichts an den</span><br/> <span class="ft8">Grossen Rat des Kantons Schaffhausen {ABSH} 2003, S. 139 ff.];</span><br/> <span class="ft8">vgl. entsprechender Hinweis im Entscheid des Verwaltungsgerichts</span><br/> <span class="ft8">des Kantons Schwyz vom 19. Juli 2002 [in: Entscheide der Gerichts-</span><br/> <span class="ft8">und Verwaltungsbehörden des Kantons Schwyz {EGVSZ} 2002,</span><br/> <span class="ft8">S. 110 f.]; vgl. dagegen BGE 5A.33/2004 vom 9. Mai 2005, welcher</span><br/> <span class="ft8">diese Problematik allerdings nicht abhandelte).</span><br/> <span class="ft8">(...)</span><br/> <span class="ft8">2.5.3. Was die Beschwerdeführerin hinsichtlich der beanstande-</span><br/> <span class="ft8">ten nicht rechtzeitigen Mitteilung der Erwerbsbewilligung vorbringt,</span><br/> <span class="ft8">ändert nichts an der Legitimationsvoraussetzung hinsichtlich des</span><br/> <span class="ft8">schutzwürdigen Interesses. Besteht kein schutzwürdiges Anfech-</span><br/> <span class="ft8">tungsinteresse bei rechtzeitiger Mitteilung, so ist ein solches auch bei</span><br/> <span class="ft8">einer allfällig verspäteten Mitteilung nicht gegeben.</span><br/> <span class="ft8">An dieser Stelle sei jedoch angeführt, dass die Vorinstanz poten-</span><br/> <span class="ft8">ziell Beschwerdeberechtigten die Erwerbsbewilligung mitzuteilen</span><br/> <span class="ft8">hat. Der Entscheid über die Vorkaufsberechtigung bzw. Mitteilungs-</span><br/> <span class="ft8">pflicht kann - entgegen dem Kreisschreiben des Departements des</span><br/> <span class="ft8">Innern und des Finanzdepartements zum Vollzug des BGBB vom</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2006</span> <span class="title">Bäuerliches Bodenrecht</span> <span class="page_no">325</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">8. Juli 2004 (...) - nicht an die Urkundsperson delegiert werden. Die</span><br/> <span class="ft8">Rechtsmittelbelehrung ist mit dem Hinweis zu ergänzen, dass die</span><br/> <span class="ft8">Beschwerdeerhebung eine Beschwerdelegitimation voraussetzt.</span><br/> <span class="ft8">(...)</span><br/> <span class="ft8">2.5.5. Was das Argument des aufwändigen Zivilprozesses be-</span><br/> <span class="ft8">trifft, ist Folgendes auszuführen. Sowohl die Vorkaufsberechtigung</span><br/> <span class="ft8">als auch die Beschwerdeberechtigung gegen die Erwerbsbewilligung</span><br/> <span class="ft8">setzen den Willen und die Eignung zur Selbstbewirtschaftung voraus.</span><br/> <span class="ft8">Wille und Eignung sind somit sowohl im Zivilprozess als auch im</span><br/> <span class="ft8">Verwaltungsverfahren Prüfpunkte. Das Beschwerdeverfahren gegen</span><br/> <span class="ft8">die Erwerbsbewilligung geht aber darüber weit hinaus, ist doch</span><br/> <span class="ft8">eigentlicher Beschwerdegegenstand die Überprüfung der Erwerbsbe-</span><br/> <span class="ft8">willigung. Der Gesetzgeber schuf das Beschwerdeverfahren gegen</span><br/> <span class="ft8">die Erwerbsbewilligung nicht zum Zweck, zivilprozessuale Fragen</span><br/> <span class="ft8">vorab durch das Verwaltungsgerichtsverfahren zu beantworten, denn</span><br/> <span class="ft8">hiezu bestand kein öffentliches Interesse (vgl. LKE LP.96.50001 i.S.</span><br/> <span class="ft8">U. vom 28. August 1996, S. 7). Der Bestand des zivilrechtlichen</span><br/> <span class="ft8">Instituts des Vorkaufsrechts ist entsprechend vorab vom dafür zustän-</span><br/> <span class="ft8">digen Zivilrichter zu prüfen und zu beurteilen.</span><br/> <span class="ft8">2.5.6. Zusammenfassend ergibt sich, dass kein schutzwürdiges</span><br/> <span class="ft8">Interesse der Beschwerdeführerin an der Aufhebung der Erwerbsbe-</span><br/> <span class="ft8">willigung ersichtlich ist:</span><br/> <span class="ft8">Denn ist sie vorkaufsberechtigt, so zieht sie mit Ausübung ihres</span><br/> <span class="ft8">Vorkaufsrechts ohnehin das Gewerbe an sich, woran weder der Wei-</span><br/> <span class="ft8">terbestand noch die Aufhebung der angefochtenen Erwerbsbewilli-</span><br/> <span class="ft8">gung etwas ändern.</span><br/> <span class="ft8">Sollte sie jedoch nicht vorkaufsberechtigt sein, so steht ihr man-</span><br/> <span class="ft8">gels Vorkaufsrechts auch keine Legitimation zur vorliegenden Be-</span><br/> <span class="ft8">schwerde zu.</span><br/> <span class="ft8">Folglich ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.</span><br/> <span class="ft8">(...)</span><br/> <span class="ft8">4. (...) Analog zur aargauischen Praxis, dass bei einer als Gan-</span><br/> <span class="ft8">zes strittigen Baubewilligung 10% der Bausumme den Streitwert</span><br/> <span class="ft8">bildet (BGE 1P.654/2005 vom 16. März 2006; AGVE 1989, S. 283</span><br/> <span class="ft8">ff.; AGVE 1983, S. 249 ff.), ist bei einer angefochtenen Erwerbsbe-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2006</span> <span class="title">Landwirtschaftliche Rekurskommission</span> <span class="page_no">326</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft8">willigung nach BGBB von einem Streitwert in der Höhe von</span><br/> <span class="ft8">höchstens 10% des Kaufpreises auszugehen. (...)</span><br/></div> </div> </body> </html>