Übereinkunft vom 28. Juni 1888 zwischen der Schweiz und Italien betreffend die gegenseitige Zulassung der an der Grenze wohnenden Medizinalpersonen zur Berufsausübung <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/10/724_649_724/18880915/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/10/724_649_724/18880915"/><FRBRdate date="1888-09-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1888-06-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1888-09-15" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.811.119.454.1"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 28 juin 1888 entre la Suisse et l'Italie concernant la réciprocité dans l'exercice des professions médicales par les personnes domiciliées à proximité de la frontière" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 28 giugno 1888 tra la Svizzera e l'Italia per l'ammissione reciproca degli esercenti arti salutari domiciliati nei distretti di frontiera all'esercizio della professione" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkunft vom 28. Juni 1888 zwischen der Schweiz und Italien betreffend die gegenseitige Zulassung der an der Grenze wohnenden Medizinalpersonen zur Berufsausübung" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/10/724_649_724/18880915/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/10/724_649_724/18880915/de"/><FRBRdate date="1888-09-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1888-06-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1888-09-15" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/10/724_649_724/18880915/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/10/724_649_724/18880915/de/xml"/><FRBRdate date="1888-09-15" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1888-06-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1888-09-15" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.811.119.454.1</docNumber></p><p><sup> </sup>BS <b>12</b> 442; BBl <b>1888</b> III 754</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung<i><authorialNote><p> Der Originaltext findet sich unter der gleichen Nummer in der französischen Ausgabe dieser Sammlung.</p></authorialNote></i></p><p><docTitle>Übereinkunft<br/>zwischen der Schweiz und Italien betreffend die gegenseitige Zulassung der an der Grenze wohnenden Medizinalpersonen zur Berufsausübung</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 28. Juni 1888</p><p>Von der Bundesversammlung genehmigt am 29. Juni 1888<authorialNote><p> AS <b>10</b> 723</p></authorialNote></p><p>Ratifikationsurkunden ausgetauscht am 29. Juli 1888</p><p>In Kraft getreten am 15. September 1888</p></preface><preamble><p>Der Bundesrat der Schweizerischen Eidgenossenschaft<br/>und<br/>Seine Majestät der König von Italien</p><p>haben es für nützlich befunden, gegenseitig die in der Nähe der Grenze wohnhaften Ärzte, Wundärzte<authorialNote><p> Diese Kategorie von Medizinalpersonen besteht heute nicht mehr.</p></authorialNote>, Tierärzte und Hebammen zur Ausübung ihrer Berufstätigkeit zu ermächtigen, und haben zum Zweck des Abschlusses einer hierauf bezüglichen Übereinkunft zu Bevollmächtigten ernannt:</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Namen der Bevollmächtigten)</p><p>welche, auf Grund ihrer in guter und gehöriger Form befundenen Vollmachten, über folgende Artikel übereingekommen sind:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="art_1/para"><content><p>Die schweizerischen Ärzte, Wundärzte<authorialNote><p> Siehe Anmerkung zum Ingress.</p></authorialNote>, Tierärzte und Hebammen, welche in der Nähe der italienisch‑schweizerischen Grenze wohnhaft sind, sollen das Recht haben, ihre Berufstätigkeit in den italienischen, in der Nähe der Grenze gelegenen Orten in gleichem Masse, wie ihnen dies in der Heimat gestattet ist, auszuüben, vorbehältlich der im Art. 2 enthaltenen Beschränkung; und umgekehrt sollen unter gleichen Bedingungen die italienischen Ärzte, Wundärzte<authorialNote><p> Siehe Anmerkung zum Ingress.</p></authorialNote>, Tierärzte und Hebammen, welche in der Nähe der italienisch‑schweizerischen Grenze wohnhaft sind, zur Ausübung ihrer Berufstätigkeit in den schweizerischen, in der Nähe der Grenze gelegenen Orten befugt sein.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="art_2/para"><content><p>Die vorstehend bezeichneten Personen sollen bei der Ausübung ihres Berufs in dem anderen Lande zur Selbstverabreichung von Arzneimitteln an die Kranken, abgesehen von dem Falle drohender Lebensgefahr, nicht befugt sein.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="art_3/para"><content><p>Die Personen, welche in Gemässheit des Art. 1 in den in der Nähe der Grenze gelegenen Ortschaften des Nachbarlandes ihren Beruf ausüben, sind nicht befugt, sich dort dauernd niederzulassen, noch mit Gemeinden des andern Landes besondere Verträge über ärztliche Besorgung abzuschliessen, noch ein Domizil zu begründen, es sei denn, dass sie sich der im dortigen Lande geltenden Gesetzgebung und namentlich einer nochmaligen Prüfung unterwerfen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="art_4/para"><content><p>Es gilt als selbstverständlich, dass die Ärzte, Wundärzte<authorialNote><p> Siehe Anmerkung zum Ingress.</p></authorialNote>, Tierärzte und Hebammen des einen oder des andern der beiden Länder, wenn sie von der ihnen im Art. 1 dieser Übereinkunft zugestandenen Befugnis Gebrauch machen wollen, sich bei der Ausübung ihres Berufs in den Grenzortschaften des anderen Landes den dort geltenden Gesetzen und Administrativvorschriften zu unterwerfen und insbesondere, sooft sie darum angegangen werden, sich durch einen ihnen von der zuständigen Kantonsregierung oder dem Präfekten der italienischen Provinz ausgestellten Ausweis über ihre Befugnis zur Berufsausübung zu rechtfertigen haben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="art_5/para"><content><p>Die genannten Medizinalpersonen dürfen die Grenze zu jeder Tages- und Nachtstunde, zu Fuss, zu Pferd oder in einem Wagen, und selbst auf Wegen überschreiten, die abseits von den Zollstrassen liegen; unter dem Vorbehalt jedoch, dass sie keine Waren mit sich führen, die dem Eingangszoll unterworfen sind.</p><p>Bei Überschreitung der Zollinie unterliegen sie der Untersuchung durch die Zollwächter, jedoch ohne gehalten zu sein, sich auf das Zollbüro zu begeben, es sei denn, dass sie zollpflichtige Gegenstände bei sich haben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="art_6/para"><content><p>Die gegenwärtige Übereinkunft soll zwanzig Tage nach ihrer beiderseits in den von den Gesetzen beider Staaten vorgeschriebenen Formen erfolgten Promulgation in Kraft treten und bis sechs Monate nach dem Tage in Kraft bleiben, an welchem sie von einer der vertragschliessenden Parteien aufgekündet wird. Sie soll ratifiziert und die Ratifikationen sollen sobald als möglich ausgewechselt werden.</p></content></paragraph></article><signature><p><i>Zu Urkund dessen </i>haben die beidseitigen Bevollmächtigten diese Übereinkunft unterzeichnet und derselben ihre Siegel beigedrückt.</p><p>So geschehen in doppelter Ausfertigung zu Bern, den 28. Juni 1888.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Droz</p></td><td><p>A. Peiroleri</p></td></tr></table></signature></body></act></akomaNtoso>