<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">9C_639/2008 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 30. September 2008 </div> <div class="para">II. sozialrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter U. Meyer, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Lustenberger, Seiler, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Fessler. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">O.________, Deutschland, Beschwerdeführerin, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Philipp Zirlewagen, Theodor-Hanloser-Strasse 1, DE-78224 Singen, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle für Versicherte im Ausland, </div> <div class="para">Avenue Edmond-Vaucher 18, 1203 Genf, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Invalidenversicherung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid </div> <div class="para">des Bundesverwaltungsgerichts </div> <div class="para">vom 4. Juli 2008. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para">dass das Bundesverwaltungsgericht mit Entscheid vom 4. Juli 2008 die Beschwerde der in Deutschland wohnhaften O.________ gegen den Einspracheentscheid der IV-Stelle für Versicherte im Ausland vom 5. Mai 2006 betreffend den Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung abwies, </div> <div class="para">dass O.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erhoben hat, </div> <div class="para">dass die Vorinstanz bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades durch Einkommensvergleich (<span class="artref">Art. 28 Abs. 2 IVG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 16 ATSG</span>) gestützt auf das - am 12. September 2005 beim Sozialgericht eingereichte - internistische Gutachten der Kliniken X.________ sowie das psychiatrische Sachverständigengutachten des Universitätsklinikums Y.________ vom 24. Oktober 2005 von einer verbliebenen Arbeitsfähigkeit von 80 % (sechs bis acht Stunden im Tag) in leidensangepassten Tätigkeiten ausgegangen ist, </div> <div class="para">dass der Einwand der Beschwerdeführerin, aufgrund von noch nachzureichenden Gutachten könne sie höchstens bis zu drei Stunden täglich leichte Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausführen, eine unzulässige appellatorische Kritik am vorinstanzlichen Entscheid darstellt (<span class="artref">Art. 105 BGG</span>; Urteil 9C_882/2007 vom 11. April 2008 E. 5.1), </div> <div class="para">dass sodann der Einspracheentscheid vom 5. Mai 2006 die zeitliche Grenze der gerichtlichen Prüfung bildet (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=16.09.2008&amp;to_date=05.10.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F131-V-353%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page353">BGE 131 V 353</a> E. 2 S. 354), </div> <div class="para">dass die Vorinstanz weiter festgestellt hat, von den Gutachtern seien konkrete Behandlungsmöglichkeiten sowie Therapien für diverse diagnostizierte Leiden (so etwa das Schlafapnoesyndrom) vorgeschlagen worden, die positive Auswirkungen auf Leistungsfähigkeit, Schmerzverarbeitung und Depressivität haben können, </div> <div class="para">dass diese auf fachärztlicher prognostischer Beurteilung beruhende Sachverhaltsfeststellung nicht offensichtlich unrichtig und daher für das Bundesgericht verbindlich ist (<span class="artref">Art. 105 Abs. 2 BGG</span>), </div> <div class="para">dass der daraus gezogene Schluss, die Beschwerdeführerin sei bis zum Zeitpunkt der Therapierung, die durchgeführt worden sei, gerade nicht in der Lage gewesen, die von der IV-Stelle angenommene Arbeitsleistung zu erbringen, soweit er nicht dem Grundsatz der prognostischen Beurteilung der Anspruchsberechtigung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=16.09.2008&amp;to_date=05.10.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-108%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page108">BGE 124 V 108</a> E. 3b S. 111, 110 V 99 E. 2 S. 102 oben) und der Schadenminderungspflicht (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=16.09.2008&amp;to_date=05.10.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-V-97%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page97">BGE 130 V 97</a> E. 3.2 S. 99, 114 V 176) widerspricht, weder näher begründet noch aktenmässig belegt wird, </div> <div class="para">dass sodann die Vorinstanz der im psychiatrischen Gutachten vom 24. Oktober 2005 diagnostizierten somatoformen Schmerzstörung keinen invalidisierenden Charakter zuerkannt hat (vgl. dazu <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=16.09.2008&amp;to_date=05.10.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F131-V-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">BGE 131 V 49</a>, 130 V 352), </div> <div class="para">dass dagegen vorgebracht wird, es sei versucht worden, die Depression konsequent zu behandeln und auch die somatoforme Schmerzstörung zu therapieren, was jedoch nicht möglich gewesen sei, </div> <div class="para">dass eine aufgrund prognostischer Beurteilung zur Verbesserung oder zur Verhinderung einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes als notwendig erachtete, trotz vorhandener Motivation- und Eigenanstrengung der versicherten Person jedoch erfolglose psychotherapeutische Behandlung allenfalls Anlass für eine Neuüberprüfung der Anspruchsberechtigung für die Zeit nach Verfügungserlass sein kann (Urteil 9C_386/2007 vom 29. August 2007 E. 4.3), </div> <div class="para">dass schliesslich nicht ersichtlich ist und auch nicht dargelegt wird, inwiefern die Ermittlung des Schwerbehindertengrades einerseits und der Minderung der Erwerbsfähigkeit anderseits in je gesonderten Verfahren nach deutschem Recht die vorinstanzliche Berechnung des Invaliditätsgrades als bundesrechtswidrig erscheinen lässt, </div> <div class="para">dass dies auch für die ergänzenden Anmerkungen zu der von der Beschwerdeführerin angeblich nie ausgeübten Tätigkeit in der Hausaufgaben- und Seniorenbetreuung gilt, </div> <div class="para">dass die vorinstanzliche Invaliditätsbemessung im Übrigen nicht bestritten ist und kein Anlass zu einer näheren Prüfung besteht, </div> <div class="para">dass die Beschwerde, soweit zulässig, unbegründet ist, </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen hat (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auf-erlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht, der Schweizerischen Ausgleichskasse und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 30. September 2008 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">i.V. Seiler Fessler </div> </div></body></html>