U rteil vom 6. Juni 2007 M itw irkung: R ichter D aniel Schm id (Vorsitz), M artin Zoller, Fulvio H aefeli G erichtsschreiberin Iringo H ockley A ._______, geboren [...], Türkei, w ohnhaft im Irak, vertreten durch Frau lic. iur. C laudia D hali-Scheitlin, C aritas Schw eiz, Löw enstrasse 3, 6002 Luzern, Beschw erdeführerin gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 8. D ezem ber 2006 i.S. Einreisebew illigung und A syl / N [...] B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l A bteilung IV D -237/2007 {T 0/2}2 Sachverhalt: A. D ie Beschw erdeführerin, eine zur Zeit im N ordirak w ohnhafte, ursprünglich aus V._______ stam m ende türkische Staatsangehörige kurdischer Ethnie, stellte am 24. N ovem ber 2006 durch ihre R echtsvertreterin in der Schw eiz ein direkt an das BFM gerichtetes schriftliches Asylgesuch und ersuchte um Erteilung einer Ein- reisebew illigung in die Schw eiz. Zur Stützung ihrer Vorbringen reichte die Beschw erdeführerin eine vier Seiten um - fassende, schriftliche Begründung ihres Asylgesuches, einen Artikel der Zeitung H ürriyet vom [...] sam t deutscher Ü bersetzung, einen Artikel der Zeitung M illiyet vom [...], eine deutsche Ü bersetzung aus dem M elderegister sow ie eine Kopie einer Fotografie zu den Akten. B. Zur Begründung ihres Asylgesuches m achte die Beschw erdeführerin im W esent- lichen geltend, sie sei in V._______ aufgew achsen, w obei sie w egen ihres kurdisch-allevitischen H intergrundes benachteiligt, ausgegrenzt, geschlagen und beschim pft w orden sei. D ieser D ruck habe ihre Fam ilie dazu veranlasst, ihren W ohnort nach W ._______ zu verlegen. Im M ai 1997 - w ährend ihres Studium s an der U niversität in X._______ - hätten fünf bis sechs bew affnete Polizeibeam te ihre W ohnung gestürm t und dabei Bücher von linksgerichteten intellektuellen Autoren gefunden. In der Folge sei sie festgenom m en und w ährend der U ntersuchungshaft gefoltert und unter Todesdrohungen unter D ruck gesetzt w orden, sich zur Arbeiter- partei Kurdistans (Partiya Karkerên Kurdistan, PKK) zu bekennen und m it dem tür- kischen Staat zusam m enzuarbeiten. Auch nach ihrer Entlassung sei sie verfolgt und ihr Telefon abgehört w orden. N achdem sie von den heim atlichen Behörden nam entlich auf öffentlich ausgehängten Listen potentieller Selbstm ordattentäter aufgeführt w orden sei, sei sie zunächst in der Türkei untergetaucht und habe sich anschliessend in den N ordirak abgesetzt, w o sie seit 1998 im Flüchtlingslager Y._______ gelebt habe. N achdem sie dort M itglieder der PKK kennen gelernt habe, sei sie 1999 ins [G ebiet] gegangen und habe [Angaben zu den ausgeübten Tätigkeiten]. D aneben sei sie im Bereich "Presse und Sendung" sow ie für das Archivieren zuständig gew esen. An m ilitärischen Auseinandersetzungen habe sie dagegen nie teilgenom m en. Sie sei w egen gesundheitlicher Problem e im Jahre 2003 ins Flüchtlingslager Y._______ zurück geschickt w orden und habe sich im M ärz [Jahr] entschlossen, die Partei zu verlassen. Aufgrund ihrer M itgliedschaft bei der PKK sei ihre Fam ilie in der Türkei von den Sicherheitsbehörden belästigt und bedroht w orden. So sei ihre C ousine B._______ am [...] festgenom m en, über sie (die Beschw erdeführerin) befragt und drei M onate festgehalten w orden. Ihr C ousin C ._______ sei im R ahm en eines Angriffes der türkischen Soldaten am [...] um s Leben gekom m en. N achdem sie die PKK verlassen habe, habe sie unter m assiven psychischen und physischen Problem en gelitten. Anlässlich ihres Fluchtversuches nach Ö sterreich 3 sei sie zusam m en m it ihrer Freundin D ._______ an der G renze zu Z._______ w egen illegalen G renzübertrittes festgenom m en und zu 5 Jahren H aft verurteilt w orden. N ach eineinhalb Jahren H aft unter schw ersten Bedingungen und m assiver Verschlechterung ihres G esundheitszustandes sei sie m it H ilfe des U nited N ations H igh C om m issioner for R efugees (U N H C R ) und der Internationalen O rganisation für M igration (IO M ) entlassen und w ieder in den N ordirak verbracht w orden. D a sie von der PKK gesucht w erde, lebe sie nun unter ständigem W echsel ihres W ohnortes illegal und ohne verw andtschaftliche Beziehungen in N ._______ und könne nur D ank der U nterstützung ihrer Verw andten in Europa überleben. In die Türkei könne sie auch nicht m ehr zurückkehren, w eil sie aufgrund ihrer m ehrjährigen M itgliedschaft bei der PKK landesw eit von den Sicherheitsbehörden gesucht w erde. Indessen verfüge sie in ihrem O nkel E._______, der als anerkannter Flüchtling m it einer N iederlassungsbew illigung in der Schw eiz w ohne, über einen engen Fam ilienangehörigen in der Schw eiz. Auch ihre beste Freundin D ._______, m it w elcher sie in den Bergen [G ebiet] der PKK gedient habe, lebe als anerkannte Flüchtlingsfrau in der Schw eiz, w om it ihre Beziehungsnähe zur Schw eiz vorliege. Ausserdem sei sie dringend auf ärztliche Behandlung angew iesen. C . M it am 11. D ezem ber 2006 eröffneter Verfügung vom 8. D ezem ber 2006 verw ei- gerte das BFM der Beschw erdeführerin in Anw endung von Art. 20 Abs. 2 und Art. 52 Abs. 2 AslyG die Einreise in die Schw eiz und lehnte deren Asylgesuch ab. Auf die detaillierte Begründung w ird - sow eit entscheidw esentlich - in den Erw ägungen eingegangen. D . M it Schreiben vom 19. D ezem ber 2006 überm ittelte das Schw eizerische Verbin- dungsbüro in Bagdad dem BFM das dem Bundesam t bereits vorliegende, im W e- sentlichen identische Schreiben der Beschw erdeführerin betreffend ihre Asylbe- gründung, den Artikel der Zeitung H ürriyet vom [...] inklusive deutscher Ü bersetzung, den Artikel der Zeitung M illiyet vom [...] sow ie die deutsche Ü berset- zung aus dem M elderegister. D em Schreiben lag ferner ein undatiertes ärztliches Zeugnis von D r. F._______ von [Angaben zu Ausstellungsort und Zeitpunkt], sam t englischer Ü bersetzung, eine Faxkopie vom 11. D ezem ber 2006 eines von D ._______ verfassten Schreibens sow ie Adressen beziehungsw eise Telefonnum m ern der Verw andten und Bekannten der Beschw erdeführerin bei. E. M it Eingabe vom 10. Januar 2007 erhob die Beschw erdeführerin durch ihre R echtsvertreterin Beschw erde gegen die vorinstanzliche Verfügung und beantrag- te deren Aufhebung sow ie die Bew illigung der Einreise in die Schw eiz, die Aner- kennung der Flüchtlingseigenschaft und die G ew ährung von Asyl. Eventualiter sei die Sache zur Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts an das BFM zurück- zuw eisen. In form eller H insicht w urde die G ew ährung der unentgeltlichen R echts- pflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG sow ie der unentgeltlichen Beiordnung eines 4 Anw altes gem äss Art. 65 Abs. 2 Vw VG beantragt. Auf die Begründung w ird - so- w eit entscheidw esentlich - in den Erw ägungen eingegangen. D er Beschw erde legte die R echtsvertreterin das bereits aktenkundige, auf Eng- lisch übersetzte ärztliche Zeugnis von D r. F._______ bei. F. M it Eingabe vom 17. Januar 2007 reichte die R echtsvertreterin der Beschw erde- führerin das bereits aktenkundige Schreiben von D ._______ im O riginal (datiert auf den 14. D ezem ber 2006), ein Schreiben des BFM vom 22. D ezem ber 2006 betreffend die Asylgew ährung von D ._______ und ein in der türkischen Sprache verfasstes und auf D eutsch übersetztes Schreiben der Beschw erdeführerin vom 7. Januar 2007 zu den Akten. In diesem Schreiben präzisiert die Beschw erdeführerin unter anderem ihre Anga- ben zu ihrer Tätigkeit für die PKK. So habe sie unter anderem zusam m en m it G ._______ für [spezifische Angaben zum G rem ium der PKK] gearbeitet, w obei sie [Angaben zu den ausgeübten Tätigkeiten]. N ach ihrer Flucht sei G ._______ w egen ihres Internaw issens von der PKK getötet w orden. Kurz danach sei sie (die Beschw erdeführerin) nach M ._______ geschickt w orden, um [Angaben zu den Tätigkeiten]. Aufgrund ihres w ährend dieser Tätigkeit angeeigneten G eheim - w issens sei ihr das w ahre G esicht der PKK bew usst gew orden und sie habe ihren G lauben an die Partei verloren. Im Jahre [...] sei sie w ieder ins Flüchtlingslager Y._______ zurückgesandt w orden und hätte in die Berge zurückgehen sollen. W eil sie sich indessen nicht m ehr m it der PKK habe identifizieren können und Angst gehabt habe, w egen ihres G eheim w issens um gebracht zu w erden, habe sie die Flucht ergriffen. N un w erde sie einerseits von der PKK gesucht und befürchte an- dererseits von den irakischen Behörden aufgrund ihres internen W issens über die PKK ausgenutzt und dann an die PKK ausgeliefert zu w erden. Im W eiteren ver- suche die Fam ilie, die sie beherbergt, sie m it ihrem Sohn zw angsw eise zu verheiraten. G . M it Zw ischenverfügung des zuständigen Instruktionsrichters des Bundesverw al- tungsgerichtes vom 6. Februar 2007 w urde das G esuch um G ew ährung der unent- geltlichen R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG gutgeheissen und auf die Er- hebung eines Kostenvorschusses verzichtet. D as G esuch um unentgeltliche Ver- beiständung im Sinne von Art. 65 Abs. 2 Vw VG w urde hingegen abgew iesen. H . In ihrer Standardvernehm lassung vom 9. Februar 2007 hielt die Vorinstanz vollum - fänglich an ihren Erw ägungen fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. D ie Vernehm lassung w urde der Beschw erdeführerin am 13. Februar 2007 ohne R eplikrecht zur Kenntnisnahm e zugestellt.5 I. Am 6. Juni 2007 beriet das Spruchgrem ium den vorliegenden Entscheid gestützt auf Art. 41 Abs. 2 Bst. a VVG . D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 vorliegt. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG ; SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsge- setzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]). 1.2 M it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht kann die Verletzung von Bun- desrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (vgl. Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 1.3 D ie Beschw erdeführerin ist legitim iert; auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde ist einzutreten (vgl. Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). 2. 2.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling w ird eine Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörig- keit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschau- ungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträg- lichen psychischen D ruck bew irken. D en frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum in- dest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vor- handensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet 6 oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeb- lich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). D as BFM kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, w enn die asylsu- chende Person keine Verfolgung glaubhaft zu m achen verm ag oder ihr die Aufnah- m e in einem D rittstaat zugem utet w erden kann (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG ). Ist dagegen eine G efährdung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gem acht w orden oder kann der asylsuchenden Person w eder der Verbleib am Auf- enthaltsort noch die Ausreise in ein anderes Land zugem utet w erden, ist die Ein- reise in die Schw eiz zu bew illigen, sei dies im H inblick auf die Anerkennung als Flüchtling und die Asylgew ährung oder sei dies zur näheren Abklärung des Sach- verhalts (vgl. Art. 20 Abs. 2 und 3 AsylG ). 2.2 Bei diesem Entscheid sind die Voraussetzungen zur Erteilung einer Einreisebew il- ligung grundsätzlich restriktiv zu um schreiben, w obei den Behörden ein w eiter Er- m essensspielraum zukom m t. N eben der erforderlichen G efährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind nam entlich die Beziehungsnähe zur Schw eiz, die M öglichkeit der Schutzgew ährung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische M öglichkeit und objektive Zum utbarkeit der anderw eitigen Schutzsuche sow ie die voraussichtlichen Eingliederungs- und Assim ilationsm ög- lichkeiten in Betracht zu ziehen (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw ei- zerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 1997 N r. 15, insb. S. 131 ff.; dieser G rundsatzentscheid zur R echtslage gem äss Art. 6 Abs. 2 beziehungsw eise Art. 13b Abs. 2 und 3 aAsylG ist in Bezug auf Art. 20 Abs. 2 und 3 beziehungsw ei- se Art. 52 Abs. 2 AsylG - angesichts bloss redaktioneller Änderungen bei der G e- setzesrevision vom 26. Juni 1998 - nach w ie vor gültig). Ausschlaggebend für die Erteilung der Einreisebew illigung ist dabei die Schutzbedürftigkeit der betroffenen Person (vgl. EM AR K 1997 N r. 15 E. 2c S. 130), m ithin die Prüfung der Fragen, ob eine G efährdung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gem acht w ird und ob der Verbleib am Aufenthaltsort für die D auer der Sachverhaltsabklärung zugem utet w erden kann. 3. Vor w eiteren Ausführungen zur Anw endbarkeit von Art. 52 Abs. 2 AsylG ist unter dem Aspekt von Art. 20 Abs. 3 AsylG zu prüfen, ob und inw iefern die Beschw erde- führerin vor ihrer Ausreise in den Irak in ihrem H eim atstaat einer unm ittelbaren G efährdung im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt w ar, beziehungsw eise ob im heutigen Zeitpunkt - bei einer allfälligen R ückkehr in die Türkei - H inw eise auf das Vorhandensein einer begründeten Furcht vor (erneuter) Verfolgung durch die tür- kischen Behörden vorliegen. 3.1 D ie schriftlichen Ausführungen der Beschw erdeführerin betreffend die H ausdurch- suchung im M ai 1997, die darauf folgende Festnahm e und U ntersuchungshaft so- w ie die Flucht in den N ordirak erscheinen als plausibel, w iderspruchsfrei und ins- gesam t nachvollziehbar. Ihre Angaben zur M itarbeit für [Angaben zum G rem ium ] sind detailliert, differenziert und enthalten R ealkennzeichen, w ie beispielsw eise die 7 nam entliche N ennung zahlreicher M itglieder [Angaben zum G rem ium ] sam t C odenam en. Ferner hat die Beschw erdeführerin ihre Bew eggründe, sich von der Partei zu distanzieren, anschaulich geschildert. Auch die Vorbringen bezüglich den N achstellungen der türkischen Behörden, unter denen ihre Fam ilie gelitten habe, sind aufgrund der derzeitigen Aktenlage als glaubhafte und durchaus nachvollziehbare Anhaltpunkte für das Vorliegen einer asylrelevanten G efährdung der Beschw erdeführerin zu w erten. M it den beiden eingereichten türkischen Zeitungsartikeln, w orin sie nam entlich als m ögliche Selbstm ordattentäterin bezeichnet w ird, hat die Beschw erdeführerin im W eiteren ihre G efährdungslage zusätzlich unterm auert: G em äss dem Artikel der Zeitung H ürriyet vom [...] hätten die nachrichtendienstlichen Einheiten der türkischen Sicherheitsbehörden [Angaben zu deren Erm ittlungen], erm ittelt. D ie Fotos und Personendaten dieser "lebendigen Bom ben" seien an öffentlichen Plätzen der Stadt O ._______ aufgehängt w orden. 3.2 Ü berdies führte die Vorinstanz in ihrem angefochtenen Entscheid aus, es sei auf- grund der Aktenlage "m it grosser W ahrscheinlichkeit" davon auszugehen, dass die Beschw erdeführerin von den türkischen Behörden als m ögliche Terroristin betrach- tet w erde und sie deshalb bei einer R ückkehr in die Türkei "w ohl" m it behördlicher Verfolgung rechnen m üsse. 3.3 D am it hat das BFM zu R echt anerkannt, dass die Beschw erdeführerin bei einer all- fälligen R ückkehr in die Türkei in objektiv nachvollziehbarer W eise begründete Furcht hätte, m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit in absehbarer Zukunft Verfolgung durch die türkischen Behörden im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt zu w erden. Vorliegend ist som it von einer asylrelevanten G efährdung der Beschw erdeführerin auszugehen. 4. Im W eiteren ist das Asylgesuch der Beschw erdeführerin - da dieses im Ausland gestellt w urde und sie sich nach w ie vor in einem D rittstaat befindet - im Licht von Art. 52 Abs. 2 AsylG zu prüfen. 4.1 N ach dieser N orm kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch abgelehnt w erden, w enn der gesuchstellenden Person die Aufnahm e in einem D rittstaat zugem utet w erden kann. D abei ist in einer G esam tschau zu prüfen, ob es aufgrund der gan- zen U m stände geboten erscheint, dass es gerade die Schw eiz ist, die den ange- sichts der bestehenden G efährdung erforderlichen Schutz gew ähren soll (vgl. EM AR K 1997 N r. 15 E. 2f S. 132). Bei einem Asylgesuch aus einem D rittstaat ist im W eiteren (verm utungsw eise) da- von auszugehen, die betreffende Person habe dort bereits anderw eitig Schutz ge- funden, w as dann auch in der R egel zur Ablehnung des Asylgesuchs und zur Ver- w eigerung der Einreisebew illigung führen w ird (vgl. ALBER TO AC H E R M AN N / C H R ISTIN A H AU SAM M A N N , H andbuch des Asylrechts, 2. Aufl., Bern/Stuttgart 1991, S. 158 f; 8 M AR IO G ATTIKE R , D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 23). D ie R e- gelverm utung, das Stellen eines Asylgesuchs aus einem D rittstaat sei m it bereits gefundenem Schutz gleichzusetzen, w oraus die Zum utbarkeit des Verbleibs in je- nem Land folgt, kann indessen w iderlegt w erden, w ie sich aus Art. 52 Abs. 2 AsylG erschliesst. D iese N orm trifft bezeichnenderw eise keine U nterscheidung zw ischen Asylgesuchen aus dem H erkunftsland der asylsuchenden Person und solchen, die aus einem D rittstaat gestellt w erden. D em nach ist es zw ar sachge- recht, bei einem G esuch aus einem D rittstaat in bestim m ter H insicht höhere Anfor- derungen in Bezug auf die Zum utbarkeit der Zufluchtnahm e in einem anderen Staat als der Schw eiz zu stellen. D ies gilt insbesondere unter dem Aspekt, dass davon auszugehen ist, die betroffene Person habe bereits Schutz vor der flucht- auslösenden Verfolgung gefunden. Andererseits w ird aus Art. 52 Abs. 2 AsylG auch deutlich, dass die zuständigen Asylbehörden auch bei Asylgesuchen aus einem solchen D rittstaat eine Abw ägung der Zum utbarkeit der Zufluchtnahm e in eben diesem (oder auch einem anderen) Land vorzunehm en haben. D abei gilt die generelle Feststellung, es lasse sich nicht allgem ein festlegen, unter w elchen Voraussetzungen die Zum utbarkeit der Bem ühung um Aufnahm e in einem anderen Staat zu verneinen ist (s. EM AR K 1997 N r. 15 E. 2f S. 131). 4.2 Es ist som it im Folgenden zu prüfen, ob es andere Staaten gibt, in w elchen es der Beschw erdeführerin zugem utet w erden kann, sich um eine Schutzgew ährung res- pektive um Asyl zu bem ühen. D a sie sich zurzeit im Irak befindet und es nach dem G esagten grundsätzlich auf der H and liegt, dass sie sich vorab dort um eine Schutzgew ährung bem üht, w ird zunächst die Frage der Zum utbarkeit der Bem ü- hung um Aufnahm e im Irak - w elche von der Vorinstanz bejaht w ird - erläutert (vgl. nachfolgend E. 5). Vor den Erw ägungen zur Beziehungsnähe der Beschw er- deführerin zur Schw eiz (vgl. E. 7), ist sodann darauf einzugehen, ob sie auf Ö ster- reich, w o ihre [Angaben zu den Verw andten] leben, verw iesen w erden kann (vgl. E. 6). 5. 5.1 D ie Vorinstanz führte zur Begründung der angefochtenen Verfügung im W esentli- chen aus, die Beschw erdeführerin halte sich zurzeit gefahrlos im N ordirak auf und w erde von den irakischen Behörden nicht in die Türkei abgeschoben. Im W eiteren habe die Beschw erdeführerin nach ihrem Austritt aus der PKK keine Konse- quenzen seitens der Partei zu befürchten, da keine konkreten Anhaltspunkte vor- liegen w ürden, w onach sie innerhalb der PKK eine hohe Funktion innegehabt habe oder G eheim nisträgerin gew esen sei. Ausserdem sei ihr zuzum uten, zuerst die kurdischen Behörden im N ordirak um Schutz vor der PKK zu ersuchen, bevor sie sich an die Schw eiz w enden könne. D a sich aus den Akten jedoch diesbezüglich keine H inw eise ergeben w ürden, sei ihr die Einreise in die Schw eiz nicht zu bew il- ligen. 5.2 D ie Beschw erdeführerin m achte dagegen in ihrer Beschw erdeschrift geltend, es sei ihr als alleinstehende Frau ohne verw andtschaftliches Beziehungsnetz nicht 9 zuzum uten, sich im Irak um Schutz vor der PKK zu bem ühen. Sie halte sich nach w ie vor illegal beziehungsw eise m it ungeklärtem Aufenthaltsstatus im bürger- kriegsgeplagten Irak auf, der w eder das Abkom m en vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge (FK; SR 0.142.30) ratifiziert habe, noch über ein or- dentliches Asylverfahren verfüge. G egen die Zum utbarkeit ihres w eiteren Ver- bleibes im Irak und der dortigen Schutzsuche spreche ferner die aktuelle Praxis des BFM , w onach der W egw eisungsvollzug abgew iesener irakischer Asylsuchen- den in den N ordirak als unzum utbar eingestuft w ird. Ausserdem gehe es der Be- schw erdeführerin gesundheitlich sehr schlecht; eine Behandlung im Irak sei kaum m öglich. Im W eiteren habe das BFM das G leichheitsgebot verletzt: D ._______ habe w ie die Beschw erdeführerin im [...]-G ebirge für die PKK gearbeitet und sich dann von der O rganisation distanziert. Zusam m en m it D ._______ sei die Beschw erdeführerin am [...] an der G renze zu Z._______ verhaftet und nach insgesam t eineinhalb Jahren m it H ilfe des U N H C R und IO M am [...] in den N ordirak zurückgeführt w orden. O bw ohl die beiden Frauen ähnliche Asylgründe geltend gem acht hätten, habe nur D ._______ Asyl erhalten. D iese U ngleichbehandlung sei jedoch nicht gerechtfertigt. 5.3 D as Bundesverw altungsgericht kom m t zum Schluss, dass aufgrund der gesam ten Aktenlage vorliegend nicht davon auszugehen ist, der Beschw erdeführerin sei es zuzum uten oder m öglich, sich im Irak um ständige Zufluchtnahm e zu bem ühen. 5.3.1 In der angefochtenen Verfügung hielt das BFM zu R echt fest, in der R egel m üss- ten (nur) Abtrünnige der PKK, die eine hohe Funktion inne gehabt hätten oder G e- heim nisträger seien, m it Konsequenzen durch die PKK rechnen (vgl. auch M IC H AEL KIR SC H N ER , Türkei/Irak: Aktivitäten der N achfolgeorganisationen der Kurdischen Ar- beiterpartei PKK zw ischen 2003 und 2004, Auskunft der Schw eizerischen Flücht- lingshilfe, Bern 2005, S. 8, w onach die PKK im N ordirak Abtrünnige m it W issen über geheim e PKK-Inform ationen verfolge oder zur R ückkehr zw inge). O bw ohl die auf Beschw erdeebene vorgebrachten Angaben der Beschw erde- führerin zahlreiche konkrete H inw eise enthalten, w onach sie über geheim e PKK- Inform ationen verfügt (vgl. Erw ägung 3.1 und die Vorbringen der Beschw erde- führerin betreffend die Tätigkeit [Angaben zur Tätigkeit], hielt die Vorinstanz in ihrer Vernehm lassung vom 9. Februar 2007 vollum fänglich an ihren Erw ägungen fest und bestätigte dam it sachw idrig ihre Ausführungen, w onach sich aus den Akten und den Aussagen der Beschw erdeführerin "keine konkreten Anhaltspunkte" dafür finden liessen, dass sie ein "besonderes R isikoprofil" aufw eisen w ürde. Entgegen den vorinstanzlichen Erw ägungen ist indessen davon auszugehen, dass die Beschw erdeführerin über G eheim w issen über die PKK im N ordirak verfügt und deshalb begründete Furcht hat, von der O rganisation gesucht zu w erden. O b sie im Irak dauerhaften Schutz vor den N achstellungen der PKK finden könnte, ist in einem nächsten Schritt zu prüfen.10 5.3.2 N ach gesicherter Kenntnis des Bundesverw altungsgerichtes haben sich viele PKK-Abtrünnige im N ordirak der Kurdischen D em okratischen Partei (KD P) oder der Patriotischen U nion Kurdistans (PU K) angeschlossen. Teilw eise sind sie ein- gehend befragt w orden und nach einer gew issen Zeit H ausarrest haben sie die M öglichkeit erhalten, sich den Peschm ergas der KD P anzuschliessen. Indessen sind PKK-Abtrünnige auch inhaftiert und PKK-U nterstützer von der KD P m assiv verfolgt w orden; die KD P w ie auch die PU K haben im m er w echselnde Phasen, die (je nach Eigeninteressen) von einer Zusam m enarbeit m it der PKK bis zu einer Feindschaft reichen. Bei dieser Sachlage erscheint die Befürchtung der Beschw erdeführerin, aufgrund ihres W issens über PKK-Interna von der KD P oder PU K verhört, ausgenutzt und anschliessend der PKK ausgeliefert zu w erden, als nachvollziehbar. Es kann dem - nach nicht davon ausgegangen w erden, die nordirakischen Behörden seien gew illt, der Beschw erdeführerin dauerhaften und effektiven Schutz vor der PKK zu bieten. D ie nicht im G eringsten näher begründete Erw ägung der Vorinstanz, der Be- schw erdeführerin sei es zuzum uten, bei den nordirakischen Behörden um Schutz vor der PKK nachzusuchen, verm ag in keiner W eise zu überzeugen und ist als M utm assung zu erachten. 5.3.3 Im W eiteren erscheint die Schutzsuche im Irak insbesondere auch aufgrund des U m standes, dass der Irak die FK nicht ratifiziert hat, als unzum utbar: Eine hinrei- chende G rundlage für die Annahm e, dass die Beschw erdeführerin im Irak ein or- dentliches Asylverfahren durchlaufen könne, besteht dem nach nicht einm al an- satzw eise. Ferner sind keinerlei H inw eise ersichtlich, die den Schluss zulassen w ürden, das "non refoulem ent"-Prinzip sei im geltenden irakischen R echt anders- w ie verankert. D a dem nach eine allfällige Abschiebung in die Türkei nicht ausge- schlossen w erden kann, erscheint die Befürchtung der Beschw erdeführerin, es drohe ihr eine R ückschiebung in den H eim atstaat, als durchaus nachvollziehbar (vgl. auch EM AR K 2005 N r. 19 E. 5.1 S. 176 f.). D ie nicht näher begründete Erw ä- gung des BFM , w onach türkische Kurden und PKK-Angehörige von den nordiraki- schen Behörden nicht in die Türkei abgeschoben w erden, ist indessen ebenso als blosse M utm assung zu bezeichnen. N ach dem G esagten erscheint die M öglichkeit, dass die Beschw erdeführerin zur Zeit dauernden Schutz vor Verfolgung in Form einer Bew illigung für einen dauern- den Aufenthalt (vgl. ALBER TO AC H ER M AN N / C H R ISTIN A H AU SAM M A N N , H andbuch des Asyl- rechts, 2. Aufl., Bern/Stuttgart 1991, S. 153) im Irak erlangen könnte, nicht gege- ben. 5.3.4 Im W eiteren rügt die Beschw erdeführerin zu R echt, die U ngleichbehandlung zw i- schen ihrem Fall und dem von D ._______, die praktisch die gleichen Asylgründe vorgebracht und erstinstanzlich Asyl erhalten hat, liesse sich nicht rechtfertigen. So seien die beiden Frauen gem äss einem von D ._______ verfassten Schreiben seit 2002 m iteinander befreundet. Sie hätten beide für die PKK gearbeitet und sich gem einsam im M ärz [Jahr] von der O rganisation getrennt. An der G renze zu 11 Z._______ sind sie zusam m en verhaftet und im D ezem ber [Jahr] in den Irak zurückgeführt w orden. D ._______ habe am [...] persönlich bei der Schw eizer Botschaft in Bagdad um Asyl ersucht, w as der Beschw erdeführerin aus gesundheitlichen G ründen nicht m öglich gew esen sei (vgl. auch S. 17 des kantonalen Anhörungsprotokolles vom 16. Juni 2006 [B12/17; N {D ossiernum m er von D ._______}], w o D ._______ die Beschw erdeführerin nam entlich erw ähnt). W ie bereits ausgeführt (vgl. E. 5.3.1), ist davon auszugehen, dass die Beschw er- deführerin (w ie auch D ._______) über G eheim w issen über die PKK verfügt. Eine sich auf den (verm eintlich) unterschiedlichen Inform ationsstand über PKK-Interna stützende U ngleichbehandlung zw ischen den beiden Frauen erscheint dem nach nicht gerechtfertigt. Vorliegend sind denn auch keinerlei w eiteren G ründe ersichtlich, die den w eiteren Verbleib der Beschw erdeführerin im Irak - im G egensatz zu dem von D ._______ - als zum utbar erscheinen liessen. In ihrer Standardvernehm lassung hat die Vorinstanz denn auch keinerlei G ründe vorgebracht, inw iew eit sich die Sicherheitslage im Irak für die Beschw erdeführerin günstiger ausgestalte als für D ._______ oder inw iew eit sich die G efahr für die Beschw erdeführerin, in die Türkei ausgeschafft zu w erden oder von der PKK ge- fangen genom m en zu w erden, von der von D ._______ unterscheide. 5.4 N ach dem G esagten ist zusam m enfassend festzuhalten, dass keine Anhaltspunkte vorliegen, w onach die Beschw erdeführerin - gerade auch im H inblick auf ihre ge- sundheitlichen Problem e und der Tatsache, dass D ._______ die Einreise in die Schw eiz genehm igt w urde - im N ordirak vor der PKK beziehungsw eise vor einer R ückschiebung in die Türkei effektiven und dauerhaften Schutz finden könnte. Ihr ist es dem nach objektiv nicht zuzum uten, sich im Irak um Schutz vor Verfolgung beziehungsw eise um ständige Zufluchtnahm e zu bem ühen. 6. Es bleibt zu prüfen, ob es andere Staaten gibt, in w elchen es der Beschw erdefüh- rerin zugem utet w erden kann, sich um eine Schutzgew ährung respektive um Asyl zu bem ühen. In Betracht fällt Ö sterreich, w o nach Angaben der Beschw erdeführerin [Angaben zu den Verw andten] leben. In Bezug auf die Zum utbarkeit der Schutzsuche in Ö sterreich sind indessen folgende Einschränkungen anzubringen: Zum einen ist zur Zeit keine österreichische Vertretung im Irak stationiert; m an w ird auf Jordanien verw iesen. Zum anderen sieht das österreichische Asylverfahren die M öglichkeit der Einreichung eines Asylgesuches aus dem Ausland und einer Einreise w ährend hängigem Verfahren nur für Fam ilienangehörige von in Ö s- terreich vorläufig aufgenom m enen (subsidiär Schutzberechtigten) oder asylberech- tigten Personen vor (vgl. Paragraf 35 des österreichischen Bundesgesetzes über die G ew ährung von Asyl 2005 [österreichisches AsylG ]). D ie ledige, kinderlose Be- schw erdeführerin fällt jedoch in Bezug auf ihre in Ö sterreich lebenden Eltern und G eschw ister nicht unter den Begriff einer Fam ilienangehörigen im Sinne des Para- grafen 2 Abs. 1 Ziff. 22 des österreichischen AsylG , w elcher lediglich Eltern m in- derjähriger Kinder, Ehegatten sow ie m inderjährige unverheiratete Kinder um fasst. 12 N ach dem G esagten ist - in stillschw eigender Zustim m ung des BFM , w elches die Beschw erdeführerin nie auf Ö sterreich verw iesen hat - nachvollziehbar, dass sie nicht dort, sondern in der Schw eiz um Asyl nachsuchte. W eitere D rittstaaten, an w elche die Beschw erdeführerin für die Einreichung eines Asylgesuchs verw iesen w erden könnte, sind nicht ersichtlich. 7. D a in casu die asylrelevante G efährdung der Beschw erdeführerin in der Türkei festgestellt w urde (vgl. E. 3) und es ihr an einer alternativen M öglichkeit der Schuztsuche fehlt (vgl. E. 5 und 6), ist ihr die Einreise - unabhängig von einer Be- ziehungsnähe zur Schw eiz - zu bew illigen (vgl. EM AR K 2005 N r. 19 E. 6, w o erw o- gen w urde, dass die Einreise auch ohne das Bestehen einer besonderen Bezie- hungsnähe zur Schw eiz zu bew illigen ist, sofern H inw eise auf eine aktuelle G e- fährdung des Asylsuchenden im H eim atstaat vorliegen und eine effektive M öglich- keit anderw eitiger Schutzsuche fehlt). Vorliegend ist festzustellen, dass die Be- schw erdeführerin in der Schw eiz - w enn auch deutlich w eniger um fangreich als in Ö sterreich - über ein hinreichendes enges Beziehungsnetz verfügt: So lebt der O n- kel E._______ der Beschw erdeführerin m it seiner Fam ilie in der Schw eiz, w om it sie hier über einen Verw andten verfügt. Im W eiteren lebt D ._______, die enge Freundin und langjährige W eggefährtin der Beschw erdeführerin, als anerkannter Flüchtling in der Schw eiz. G em äss EM AR K 1997 N r. 15 ist nicht ausgeschlossen, dass gegebenenfalls auch aus anderen G ründen als aufgrund einer Verw andtschaft zu hier lebenden Personen eine enge Beziehung zur Schw eiz anzunehm en sein könnte (vgl. EM AR K 1997 N r. 15 E. 2g S. 132, w o unter anderem erw ogen w urde, ob m it dem betreffenden Beschw erdeführer befreundete Personen in der Schw eiz lebten). W ie bereits erw ähnt, sind die Be- schw erdeführerin und D ._______ seit langem befreundet: G em einsam haben sie sich von der PKK abgesetzt und w urden in Z._______ verhaftet. N ach eineinhalb Jahren H aft sind sie zusam m en in den N ordirak zurück geführt w orden. Aufgrund der gesam ten U m stände (der unm issverständlichen Bezeugung der Freundschaft seitens D ._______ und der Beschw erdeführerin sow ie der Verw andschaft zu E._______) ist vorliegend von einer hinreichend engen Beziehungsnähe der Beschw erdeführerin zur Schw eiz auszugehen. 8. 8.1 N ach dem G esagten ist zusam m enfassend festzuhalten, dass eine (w eiterhin) ak- tuelle G efährdung der Beschw erdeführerin in ihrem H eim atland im Sinne von Art. 3 AsylG festgestellt w urde und ihr auch nicht zugem utet w erden kann, im Irak zu bleiben oder sich um Aufnahm e in einem anderen D rittstaat, insbesondere Ö ster- reich, zu bem ühen. D em nach fehlt es an praktischer M öglichkeit und objektiver Zu- m utbarkeit zur anderw eitigen Schutzsuche. D am it erfüllt die Beschw erdeführerin die Voraussetzungen für die Erteilung einer Einreisebew illigung. Im W eiteren ver- fügt sie aufgrund ihres hier lebenden O nkels E._______ und Freundin D ._______ über eine hinreichende Beziehungsnähe zur Schw eiz. Ausserdem sind den Akten 13 keine Anhaltspunkte für die Annahm e allfälliger Asylausschlussgründe im Sinne von Art. 53 AsylG zu entnehm en. 8.2 D ie Beschw erde ist dem nach gutzuheissen und die angefochtene Verfügung auf- zuheben. D as BFM ist anzuw eisen, der Beschw erdeführerin die Einreise in die Schw eiz zu bew illigen und nach deren Einreise das Verfahren im H inblick auf die G ew ährung des Asyls fortzuführen. 8.3 D er Eventualantrag der Beschw erdeführerin, die Sache sei an die Vorinstanz zu- rückzuw eisen, da diese das rechtliche G ehör verletzt habe, indem es - trotz ent- sprechenden expliziten Begehren der R echtsvertreterin - unterlassen habe, die Beschw erdeführerin vor Erlass des negativen Entscheides anzuhören und die R echtsvertreterin über dieses Vorgehen zu inform ieren, ist angesichts der G ut- heissung der Beschw erde und der dam it verbundenen W eiterführung des Asylver- fahrens in der Schw eiz als gegenstandslos zu betrachten. 9. 9.1 Bei diesem Ausgang des Beschw erdeverfahrens sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). 9.2 D er Beschw erdeführerin ist als obsiegende Partei für die ihr im Beschw erdeverfah- ren entstandenen notw endigen Kosten eine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 7 Abs. 1 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE; SR 173.320.2]). An- gesichts des Aufw andes erscheint die Kostennote der R echtsvertreterin vom 10. April 2007 - w orin sie einen zeitlichen Aufw and von 9 Stunden zu einem Stun- denansatz von Fr. 161.40 beziffert - als angem essen. D ie zu entschädigenden Kosten der Partei sind alsdann auf der Basis des geltend gem achten Stundenan- satz und unter Berücksichtigung der Auslagen auf Fr. 1'506.40 festzusetzen (Art. 9 Abs. 1 und Art. 10 Abs. 2 VG KE). D ieser Betrag ist vom BFM als Entschädigung für das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht an die Beschw erdeführerin zu entrichten (Art. 64 Abs. 2 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)14 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen und die Verfügung des BFM vom 8. D ezem ber 2006 aufgehoben. 2. D as BFM w ird angew iesen, der Beschw erdeführerin die Einreise in die Schw eiz zu bew illigen und in der Folge das ordentliche Asylverfahren im Sinne der Erw ä- gungen durchzuführen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. D as BFM hat der Beschw erdeführerin für das Verfahren vor dem Bundesverw al- tungsgericht eine Parteientschädigung in der H öhe von Fr. 1506.40 (inklusive Aus- lagen) auszurichten. 5. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin der Beschw erdeführerin, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N [N um m er]) zw ecks Erteilung der Einreisebew illigung und D urchführung des ordentlichen Asylverfahrens - Schw eizerisches Verbindungsbüro in Bagdad zur Kenntnisnahm e D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: D aniel Schm id Iringo H ockley Versand am :