<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen einzuleiten, damit die Schweizer Bevölkerung die hier lebenden Ausländerinnen und Ausländer nicht nur akzeptiert, sondern ihrerseits einen Beitrag zum besseren Zusammenleben leistet. Dadurch soll auch die Erkenntnis wachsen, dass Ausländerinnen und Ausländer in unserem Land unentbehrlich sind. Die Bemühungen sollen einen Beitrag zum gegenseitigen kulturellen und wirtschaftlichen Austausch sein.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Ende April 2000 wurde der Entwurf einer Verordnung über die soziale Integration von Ausländerinnen und Ausländern durch den Bundesrat in die Vernehmlassung gegeben. Die Integrationsförderung soll das gegenseitige Verständnis zwischen der schweizerischen und der ausländischen Bevölkerung wecken und das Zusammenleben auf der Basis gemeinsamer Grundwerte und Verhaltensweisen erleichtern.</p><p>Im Verordnungsentwurf werden auch die Aufgaben der Eidgenössischen Ausländerkommission (EKA) festgelegt. Im Rahmen eines umfassenden Informationsauftrages fördert die EKA demnach die Kenntnisse der Ausländerinnen und Ausländer über die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Schweiz sowie ihre Bereitschaft, mit der schweizerischen Bevölkerung in Kontakt zu treten. Sie soll aber auch die schweizerische Bevölkerung über die Probleme der Ausländerinnen und Ausländer, ihre Situation, ihre Kultur, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten orientieren. Die positiven Auswirkungen der Migration auf unser Land sind ebenfalls zu vermitteln. Dazu gehören etwa die Tatsachen, dass die heutige wirtschaftliche Position der Schweiz ohne die Mitarbeit sehr vieler ausländischer Arbeitskräfte auf allen Stufen nicht denkbar wäre und dass die Anwesenheit von Menschen unterschiedlicher Herkunft auch zu einer kulturellen Bereicherung führt.</p><p>Der Entwurf für ein neues Bundesgesetz für Ausländerinnen und Ausländer wird voraussichtlich vor der Sommerpause in die Vernehmlassung gehen. Er enthält eine Bestimmung, wonach der Bund und die Kantone Bestrebungen fördern, die die Bevölkerung über die Migrationspolitik umfassend informieren.</p><p>Der Bundesrat ist der Auffassung, dass eine glaubwürdige Information objektiv sein muss und alle Aspekte der Migration beinhalten sollte. In diesem Sinn ist er bereit, die Motion als Postulat entgegenzunehmen.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.