Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer II II 2021 71 Entscheid vom 18. Januar 2022 Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident Dr.oec. Andreas Risi, Richter Dr.iur. Frank Lampert, Richter MLaw Simone Höfliger, a.o. Gerichtsschreiberin Parteien A.________, Beschwerdeführerin, gegen 1.Suva, Versicherungstechnik, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern, Vorinstanz, 2. B.________, 3. C.________, 4. D.________, 5. E.________, 6. F.________, 7. G.________, 8. H.________, Beigeladene, Gegenstand Versicherteneigenschaft; Prämienforderung2 Sachverhalt: A.Am 1. Januar 2009 wurde die A.________ (nachfolgend A.________) als Betrieb bei der Suva erfasst (Vi-act. 2). Im Zuge einer Revision kam die Suva I.________ am 22. Oktober 2020 zum Schluss, dass verschiedene Personen (darunter auch die Beigeladenen), welche im Revisionszeitraum vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2018 für die A.________ tätig waren, als unselbständige Erwerbstätige zu qualifizieren sind. Darauf gestützt forderte die Suva mit Rech- nung vom 27. Oktober 2020 von der A.________ eine Nachzahlung der entspre- chenden Prämien für die Berufsunfall- (BUV) und die Nichtberufsunfallversiche- rung (NBUV) im Gesamtwert von Fr. 954.20 ein (mit Fälligkeit am 1.12.2020; Vi- act. 154). B.Mit Einschreiben am 2. November 2020 (Postversand gleichentags) erhob E.________ als Generalbevollmächtigter im Namen der A.________ Einsprache gegen das Revisionsergebnis bzw. die Rechnung vom 27. Oktober 2020 (Vi-act. 154). Eine mit Einsprache erbetene Fristerstreckung wurde von der Suva mit Schreiben vom 5. November 2020 abgelehnt (Frist für Nachreichung von Rechtsbegehren und Begründung bis 30. November 2020; Vi-act. 155). Darauf- hin beantragte die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 27. November 2020 im Wesentlichen, dass sämtliche betroffenen Personen hinsichtlich ihrer Tätigkeit für die A.________ im Revisionszeitraum als Selbständigerwerbende zu beurteil- ten seien. Die Suva unterrichtete am 9. Februar 2021 und 18. Februar 2021 die betroffenen Personen über die Revision bzw. die Rechnung vom 27. Oktober 2020 und gewährte ihnen die Möglichkeit zur Einsprache (Bf-act. 02/99 bzw. Vi- act. 183), worauf diese verzichteten. C.Mit Einspracheentscheid vom 12. Mai 2021 hiess die Suva die Einsprache insofern gut, als für den Revisionszeitraum die Prämien für E.________ auf der Lohnsumme von Fr. 50'000.-- pro Jahr erhoben und die prämienpflichtigen Lohn- summen für die Personen J.________ und K.________ im Jahr 2017 auf Fr. 0.-- reduziert wurden. Im Weiteren wurde die Einsprache abgewiesen (Vi-act. 194). D.Gegen den Einspracheentscheid vom 12. Mai 2021 erhebt die A.________ am 14. Juni 2021 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und beantragt (sinngemäss), der Einspracheentscheid vom 12. Mai 2021 und die Rechnung vom 27. Oktober 2020 seien aufzuheben und die betrof- fenen Personen, welche zwischen 2015 und 2018 für die A.________ tätig wa- ren, seien als selbständig erwerbende Personen zu qualifizieren; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegner.3 E.Mit verfahrensleitender Verfügung vom 15. Juni 2021 lädt das Verwal- tungsgericht B.________, C.________, D.________, E.________, F.________, G.________ und H.________ in das Verfahren bei. Zur Einreichung der Ver- nehmlassung wird Ihnen sowie der Suva Frist bis 13. Juli 2021 angesetzt. F.Mit Stellungnahme vom 19. Juni 2021 (Gesuch) beantragt die Beschwerde- führerin (sinngemäss) zur sachdienlichen Objektivierung und für elementare Er- gänzungen eine Erweiterung der Beigeladenen um zwei Gründungsmitglieder und Gesellschafter der L.________ GmbH, M.________ und N.________, sowie den Coach und Auftragnehmer O.________ von P.________. G.Mit Vernehmlassung vom 8. Juli 2021 äussern sich E.________ und G.________ mit gemeinsamem Schreiben (mitunterzeichnet durch M.________) zum Sachverhalt, ohne Anträge zu stellen. Die übrigen Beigeladenen lassen sich innert angesetzter Frist nicht vernehmen. H.Die Suva beantragt vernehmlassend mit Eingabe vom 13. Juli 2021, die Beschwerde sei abzuweisen und der Einspracheentscheid vom 12. Mai 2021 sei zu bestätigen. Zur Begründung verweist sie auf die Ausführungen des Einspra- cheentscheides vom 12. Mai 2021. Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.1.1Werden durch eine Verfügung oder einen Entscheid voraussichtlich schützenswerte Interessen eines Dritten betroffen, so kann ihn die Behörde auf sein Gesuch hin oder auf Antrag einer Partei oder von Amtes wegen als Nebenpartei in das Verfahren einbeziehen. Der Beigeladene kann im Verfahren Parteirechte ausüben; er kann Anträge nur zu Gunsten oder zu Lasten der Hauptparteien stellen. Die Verfügung oder der Entscheid wird auch gegenüber dem Beigeladenen rechtswirksam (§ 14 Verwaltungsrechtspflegegesetz [VRP, SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). 1.1.2Die Beiladung ist ein Ausfluss des rechtlichen Gehörs (Art. 29 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101] vom 18.4.1999). Das Beiladungsinteresse setzt die voraussichtlich schützenswerten Interessen eines Dritten voraus. Schützenswert sind grundsätzlich jene Interessen, die zur Beschwerdebefugnis nach § 37 Abs. 1 VRP ausreichen. Die Besonderheit der Beiladung liegt nun darin, dass sich die Interessensbeeinträchtigung noch nicht aktualisiert hat, wie dies bei einer beschwerdeführenden Partei der Fall ist (Josef Hensler, Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Kanton Schwyz, S. 35).4 1.1.3Zweck der Beiladung ist es im Wesentlichen, die Rechtskraft des Entscheides auf Drittpersonen auszudehnen, die nicht Verfahrenspartei sind, durch den ausstehenden Entscheid aber voraussichtlich in ihren schützenswerten Interessen betroffen werden. Diese Rechtskraftausdehnung verhindert ein zweites Verfahren über den gleichen Streitgegenstand. Die Beiladung dient mithin der Prozessökonomie, der Rechtssicherheit und den Interessen Dritter. In der Praxis wird den Verfügungs- und Entscheidinstanzen bei der Frage, ob eine Beiladung anzuordnen ist, ein gewisser Ermessensspielraum eingeräumt. Das Verwaltungsgericht bejaht das Beiladungsinteresse umso eher, wenn der Beizuladende zur Sachverhaltsermittlung Wesentliches beitragen kann (VGE 539/92Z vom 12.5.1992 Erw. 2a; VGE 594/95Z vom 20.7.1995 Erw. 2; EGV-SZ 1990 S. 17, VGE 1047 + 1048/03 vom 29.1.2004 Erw. 4.3 = EGV-SZ 2004, Nr. B 1.7; Merkli/ Aeschlimann/ Herzog, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, N 1 zu Art. 14). 1.2Die Beschwerdeführerin macht in ihrem Gesuch (Schreiben vom 19.6.2021) geltend, für die sachdienliche Objektivierung des Verfahrens seien die Gründungsmitglieder und Gesellschafter der L.________ GmbH, M.________ und N.________, sowie der Auftragnehmer und Coach für die Verselbständigung der Teilnehmer, O.________ von P.________, beizuladen. Sie begründete ihr Gesuch wie folgt: Es ist mithin entscheidend, dass Gründungsmitglieder und Beauftragte an diesem Verfahren mit ihren Angaben teilhaben können, welches zu einer ordentlichen Urteilsfindung führt. Eine Objektivierung durch Personen, welche nur sehr kurze Zeit Teil dieses Projektes waren, welches über drei Jahre andauerte, von rund 3 Wochen (B.________) oder rund 3 Monate (F.________) sind für verlässliche und objektive Angaben in jeglicher Hinsicht somit nicht relevant. 1.3.1Im vorliegenden Fall werden M.________ und N.________, sowie O.________ bzw. P.________ weder von der Revisionsverfügung der Suva, noch vom Einspracheentscheid der Vorinstanz berührt. Eine Aufhebung oder Änderung des Entscheides bzw. der Verfügung durch das Verwaltungsgericht hätte für sie - im Gegensatz zu den Beigeladenen, deren Versichertenstellung bestritten ist - keine Auswirkung. Sie besitzen deshalb kein schützenswertes Interesse an einer Beiladung. Die Beschwerdeführerin vermag auch nicht näher zu begründen, weshalb es erforderlich wäre, diese Dritten in das Verfahren beizuladen und mit Parteirechten auszustatten. Es ist auch nicht klar, auf was die Beschwerdeführerin mit der Forderung der Objektivierung genau abzielt bzw. inwiefern diese Dritten weitere Aspekte in das Verfahren einbringen müssen, die 5 nicht auch durch die Beschwerdeführerin selbst eingebracht werden können. Im Verfahren steht es der Beschwerdeführerin frei, Aussagen und Beweismittel von Dritten in das Verfahren einzubringen, ohne dass diese als Beigeladene in das Verfahren eingebunden werden müssen. Dies hat die Beschwerdeführerin mit der Bestätigung von M.________ im Schreiben vom 8. Juli 2021 auch entsprechend getan. 1.3.2Aufgrund des fehlenden schützenswerten Interesses sieht das Gericht von einer Beiladung von M.________, N.________ und O.________ ab. 2.1.1Der sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000). Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429 mit Hinweis). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indes nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 Erw. 2 mit Hinweisen), die diejenigen Beweismittel, die sie in Händen haben oder die sie sich allenfalls bei Dritten besorgen können, beizubringen haben. Mithin kommt die Mitwirkungspflicht naturgemäss bei Tatsachen zum Tragen, die eine Partei besser kennt als die Behörden und die ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht 6 mit vernünftigem Aufwand erhoben werden können (vgl. BGE 138 II 465 Erw. 8.6.4). Ist die Mitwirkung des Versicherten für die Abklärung des Sachverhalts in Bezug auf eine Versicherungsunterstellung notwendig und kommt er dieser, trotz Aufforderung und Mahnung (samt Rechtsbelehrung und Einräumung einer Bedenkzeit) auf ungerechtfertigte Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG gestützt auf die vorhandenen Akten verfügen. Eine ungerechtfertigte Weise kann angenommen werden, wenn das Verhalten des Versicherten nicht mehr nachvollziehbar ist, was etwa dann gegeben ist, wenn ein Rechtfertigungsgrund nicht einmal ansatzweise erkennbar ist oder wenn das Verhalten schlechthin unverständlich ist. 2.1.2Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt so- dann der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 ATSG). Danach haben die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be- weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da- nach, nach freier Überzeugung zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten (vgl. Hans Schmid, Basler Kommentar, Art. 8 ZGB N 78). Auf ein beantragtes Be- weismittel kann ohne Verletzung des Gehörsanspruches des Versicherten ver- zichtet werden, wenn die Verwaltung oder der Richter bei pflichtgemässer Be- weiswürdigung zur Überzeugung gelangt, der Sachverhalt, den eine Partei be- weisen will, sei nicht rechtserheblich oder der angebotene Beweis vermöge keine Abklärungen herbeizuführen. In der damit verbundenen antizipierten Beweiswür- digung kann kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör nach Art. 29 BV erblickt werden (BGE 144 II 427 Erw. 3.1.3; BGE 141 I 60 Erw. 3.3). Die Beurteilung einer sozialversicherungsrechtlichen Stellung von Erwerbstätigen ist, gerade bei neuartigen Arbeitsformen wie Pilotprojekten, ein Prozess des Ge- genüberstellens und der Abwägung verschiedenster Merkmale. Im Rahmen der Beweiswürdigung für oder gegen das Vorliegen einer selbständigen Erwerbs- tätigkeit kommen in der Regel Indizien massgebliche Bedeutung zu. Die Verwal- tung hat die mit Einsprache vorgebrachten Beweismittel der Einsprecherin um- fassend zu prüfen und pflichtgemäss zu würdigen. Sie begeht aber nicht zwin- gend eine Gehörsverletzung, wenn sie nicht auf jedes einzelne Beweismittel ein- zugeht. Die Verwaltung kann nach objektiver Prüfung nach freier Überzeugung entscheiden, sofern die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung gestatten. 7 2.2.1Hinsichtlich Auseinandersetzung mit ihren Vorbringen kritisiert die Be- schwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift (S. 2): Wir stellen fest, dass die SUVA in der Bearbeitung dieser Angelegenheit sich nicht mit dem Inhalt der Gegenpartei auseinandergesetzt hat und die eingereichten Be- weismittel zudem kategorisch ignorierte. Die Interpretationen der SUVA werden immer zum angestrebten und eigenen Resultat führen, da die Ausgangslage für In- terpretationen immer aus der Sichtweise einer Unselbständigkeit definiert werden. 3.6.3 Die Stellungnahme zu eingereichten Dokumenten und Beweismittel In der Einsprache vom 27.11.2020 haben wir unter Punkt F folgendes von der SU- VA gefordert; "nachfolgend gehen wir nummeriert im Bezug auf die einzelnen Personen vor, in der Belegung der Dokumente. Die Stellungnahme der SUVA hat in dem erwähnten Nummernbezug zu den eingereichten Dokumenten auch so zu erfolgen. Wir behalten uns vor, Ignorierungen von wichtigen Aussagen und Dokumenten der nächsten Instanz wiederum vorzulegen." Unser erklärtes Ziel war es, dass die SUVA auf die einzelnen Beweismittel einge- hen muss, ansonsten ein verzerrtes Bild durch freie Interpretationen entstehen kann, was nun im Besonderen im Einspracheentscheid zum Ausdruck gekommen ist. 2.2.2Vorab gilt es festzuhalten, dass die Vorinstanz nach Eingang der Einspra- che die Beschwerdeführerin telefonisch kontaktierte, um die Eingabe besser ver- stehen und einordnen zu können (Vi-act. 173). Anschliessend hat sie der Be- schwerdeführerin gestützt auf die Einsprache und das Telefonat einen Fragenka- talog unterbreitet, um den Sachverhalt beurteilen zu können (Vi-act. 174). Detail- liertere Angaben bzw. eine Beantwortung verweigerte die Beschwerdeführerin (Vi-act. 177; vgl. Erw. 2.3.5 f.). Aus dem Entscheid der Vorinstanz ist weiter ersichtlich, dass Beilagen der Be- schwerdeführerin in der Beweiswürdigung bzw. Entscheidfindung durchaus berücksichtigt wurden. So finden sich direkte Verweise auf Beilage 7 und 52 (Vi- act. 194 Erw. 4.1. und 4.2). Weiter entschied die Vorinstanz in der Neubeurtei- lung der sozialversicherungsrechtlichen Stellung von J.________ und K.________ entsprechend den Beilagen 14 bis 35 und zeigt mit der Neubeurtei- lung der sozialversicherungsrechtlichen Stellung der Fahrradmechaniker gleich- zeitig auf, dass der Entscheid nicht tendenziös und voreingenommen, sondern ergebnisoffen, unter Berücksichtigung neuer Aspekte erfolgte. Die Beweismittel der Beschwerdeführerin wurden nicht kategorisch ignoriert, sondern es hat eine Auseinandersetzung damit stattgefunden; auch wenn die Vorinstanz der Auffor- derung der Beschwerdeführerin, zu jedem Beweismittel einzeln Stellung zu be- ziehen, nicht folgte. Die Beschwerdeführerin vermag im Weiteren nicht fundiert 8 zu begründen, inwiefern die Vorinstanz mit ihrer Würdigung der Beweise eine Gehörsverletzung bewirkt haben soll. 2.3.1.Hinsichtlich Untersuchungsgrundsatz bringt die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift vor (S. 2): 3.3 Informationsbeschaffung Die SUVA forderte aber nach der eingeleiteten Einsprache weitere Informationen an, welche wir mit eingeschriebenen Schreiben am 26.1.2021 in der Vorgehens- weise bemängelt haben (ausweichende und fehlerhafte Verwaltungshandlungen). (Beweismittel Nr. 97). 3.4. Die Anfrage von Adressaten für ein rechtliches Gehör Die SUVA stellte erneut 12.2.21 ausserhalb des Einspracheverfahrens die Anfrage an die Firma A.________ für Adressaten der Pilot-Projektteilnehmer bezüglich ei- nes rechtlichen Gehörs. Erneut haben wir die SUVA darauf hingewiesen, dass wir in einem laufenden Verfahren keine weiteren Angaben zu leisten haben. (Be- weismittel 98) Zusätzlich rügt die Beschwerdeführerin (S. 4): Die SUVA reduziert sich in der eigenen Betrachtungsweise selbst, da Sie sachlich keinen Anhaltspunkt findet dieses Projekt nur in den Ansätzen einschätzen zu können. Die Beschwerdeführerin macht geltend, ihrer Auskunftspflicht nachgekommen zu sein, indem sie der Treuhandgesellschaft mit E-Mail vom 28. September 2020 einen Kurzbeschrieb des ökologischen Pilotprojektes zukommen liess und ihre Treuhandfirma die vorhandenen Unterlagen beim Betriebsbesuch dem Revisor offengelegt habe (Vi-act. 196 Ziff. 3.2). Ausserdem bemängelt die Beschwerde- führerin, dass die Suva erst nach erhobener Einsprache weitere Informationen einholen wollte. Man habe der Vorinstanz deshalb eröffnet, im laufenden Verfah- ren keine Angaben mehr zu leisten. 2.3.2Aus den Akten ergibt sich hierzu folgendes: 2.3.3Nachdem ein Betriebsbesuch bei der Beschwerdeführerin im November 2019 nicht möglich war (vgl. Vi-act. 120), erfolgte am 24. Januar 2020 ein erster Betriebsbesuch bei der Q.________ AG. Aufgrund der besonderen Situation der Covid-19-Pandemie kam es in der Folge zu einer Verzögerung der Revision. Mit Schreiben vom 13. Mai 2020 an die Beschwerdeführerin und Kopie an die Q.________ forderte der Revisor fehlende Belege und Erläuterungen ein (Vi-act. 135, Schreibweise gemäss Original): Unterstützen Sie uns bitte und halten Sie folgende Unterlagen (auf Papier oder elek- tronisch) für den Besuch bereit: - Veranlagungsverfügungen 2015, 2016, 2017 und 20189 - Begründungen / Berechnungen der folgenden Positionen auf Kto. 1120: Gutschrift Jahresmieten CH 20'000 / 2017; CHF 20'000 /2016 Büromiete zu Hause 2015, 2016, 2017: CHF 5'000 pro Jahr, Wohnungsgrös- se, Eigenmietwert Nebenkosten Büro zu Hause 2015, 2016: 2017 CHF 1'200 pro Jahr; Ge- samtkosten der Nebenkosten Privat bezahlte Autokosten 2015, 2016, 2017 3600 pro Jahr; Fahrtenbuch Fahrzeugart Berechnung Privatanteil Geschäftsfahrzeug 2015, 2016, 2017 CHF 750/Jahr (Fahrzeug- wert) Pauschalspesen + Spesen 2015, 2016, 2017 CHF 4'800 pro Jahr / Belege der Aufwendungen Verwaltungskosten CHF 12'000/2017; CHF 12'000/2016; CHF 6'000/2015 Fremdleistungen E.________: 2016 CHF 24'000; 2017 CHF 36'000 Vorleistungen Gesellschafter: 2016 CHF 51'746.15 - Adressen sowie je ein Rechnungsbeleg von untenstehenden Personen: M.________ (2015, 2016, 2017) C.________ (2016 + 2017) F.________ (2016) B.________ (2015) K.________ (2017) J.________ (2017) 2.3.4Der zweite angesetzte Revisionsbesuch bei der Q.________ AG am 23. Juni 2020 wurde mit E-Mail vom 19. Juni 2020 von R.________ (Q.________) abgesagt, da die Beschwerdeführerin die entsprechenden Unter- lagen für die Revision nicht bereitstellen könne. Grund dafür seien Probleme von E.________, verursacht durch die Folgen eines früheren Unfalles und damit zu- sammenhängende Rechtsstreite mit der Suva bzw. den Versicherungen des Un- fallverursachers (Vi-act. 142). Im Zuge einer erneuten Anfrage für einen Revisi- onstermin, wurde dem Revisor von der Q.________ AG am 16. September 2020 telefonisch mitgeteilt, dass der Kunde auf Anfrage der Q.________ AG keine Un- terlagen einreiche (vgl. Vi-act. 147 S. 4, Feststellungen und Anträge). Mit Schrei- ben vom 17. September 2020 mahnte die Suva I.________ letztmals und forder- te die Nachreichung der erforderlichen Unterlagen mit Frist bis am 18. Oktober 2020 um 9 Uhr, mit Hinweis auf allfällige Rechtsfolgen (Vi-act. 143). Der letzten Aufforderung der Suva leistete die Beschwerdeführerin keine Folge. Nach unge- nutzter Frist entschied der Revisor gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten und besprach am 21. September 2020 das Revisionsergebnis mit R.________ bei der Q.________ AG (vgl. Vi-act. 147 S. 4, Feststellungen und Anträge). 2.3.5Nachdem die Beschwerdeführerin gegen den Revisionsentscheid und die darauf gestützt erfolgte Rechnung Einsprache erhoben hatte, wurde sie am 10 7. Dezember 2020 von einem Suva-Mitarbeiter telefonisch kontaktiert. Absicht des Anrufes sei die Klärung der Frage gewesen, ob im Rahmen der Einsprache eine Lohngrundlage gewollt sei oder nicht. Gemäss Aktennotiz habe E.________ mehrmals erwähnt, dass es sich bei den Entschädigungen für ihn nicht um Löh- ne, sondern um selbständige Einkommen handle. Indes sei unklar geblieben, ob er an den deklarierten Löhnen festhalten wolle. Da bezüglich Entschädigung und Tätigkeiten noch Unklarheiten bestehen geblieben seien, sei vereinbart worden, dass man der Beschwerdeführerin ein Schreiben mit Fragen zustelle, die E.________ zur Klärung des Sachverhalts beantworten solle (Vi-act. 173). Im Schreiben vom 28. Dezember 2020 listete die Vorinstanz folgende Angaben und Unterlagen auf, welche aus ihrer Sicht für die Beurteilung noch notwendig waren und bis zum 28. Januar 2021 einzureichen seien (Vi-act. 174): -Detaillierte Beschreibung des von Ihnen in der Einsprache erwähnten ökologi- schen Projekts: oWelches war das Angebot an Endkunden? oWelche Leistungen wurden erbracht? oWie war der Ablauf der Aufträge? oBitte geben Sie für jede aufgerechnete Person (inkl. Sie [E.________] selbst) an, welches die genaue Tätigkeit für die Firma A.________ war. -Für Ihre Person wurden in den betreffenden Jahren 2015 bis 2018 aufgrund einer Vereinbarung Prämien auf einer Lohnsumme von CHF 50'000.- pro Jahr erhoben (dies wurde mit der Revision korrigiert). Diesbezüglich bitten wir Sie, uns Folgen- des mitzuteilen: oStellen Sie den Antrag, dass die Lohnsumme gemäss Vereinbarung in den Jahren 2015-2019 als Grundlage dient und bei der Suva darauf Prämien erhoben werden (Revisionskorrektur rückgängig machen)? oStellen Sie den Antrag, dass die Lohnsumme gemäss Vereinbarung in den Jahren 2015-2018 nicht als Grundlage dient und darauf keine Prä- mien erhoben werden (Revisionskorrektur wäre korrekt)? oStellen Sie den Antrag, dass die geflossenen Entschädigungen an Sie als selbständiges Einkommen gewertet werden? -Sie erwähnten im Zusammenhang mit D.________ die L.________ GmbH. Bitte geben Sie an, inwiefern die L.________ GmbH in das Verhältnis der A.________ zu verschiedenen aufgerechneten Personen involviert war und was die Anfrage der L.________ GmbH war. -Sollten betreffend die aufgerechneten Personen noch nicht eingereichte Rech- nungen, Zusammenarbeitsvereinbarungen oder weitere Dokumente vorhanden sein, bitten wir Sie, uns diese einzureichen. 2.3.6Mit Einschreiben vom 26. Januar 2021 teilte die Beschwerdeführerin mit, dass sich sämtliche Fragestellungen des Schreibens vom 28. Dezember 2020 mit der Einsprache beantworten liessen und auf weitere Ausführungen verzichtet werde (Vi-act. 177). Mit Hinweis, dass sich die Antworten auf die konkreten Fra- gen der Suva nicht aus der Einsprache ergäben, jedoch für die Überprüfung der Lohnaufrechnung nötig seien, mahnte die Suva die Beschwerdeführerin mit 11 Schreiben vom 19. Februar 2021, setzte eine letzte Frist (Einreichung bis spätes- tens 12.3.2021) und wies auf die Mitwirkungspflicht, Rechtfolgen und darauf hin, dass bei Säumnis die Möglichkeit bestehe, dass die Aufrechnung bestehen blie- be (Vi-act. 186). Die Beschwerdeführin kam der Aufforderung der Suva nicht nach. 2.4.1 Indem die Vorinstanz weitere Informationen bei der Beschwerdeführerin einforderte sowie zusätzliche Abklärungen bei den Beigeladenen und Behörden (insb. der SVA S.________) vornahm, folgte sie dem geltenden Untersuchungs- grundsatz. 2.4.2Die Beschwerdeführerin wurde in beiden Verfahrensabschnitten (Verfü- gungs- und Einspracheverfahren) auf ihre Mitwirkungspflicht und auf die Not- wendigkeit Ihrer Mithilfe aufmerksam gemacht. Ihr wurden über mehrere Monate (24.1.2020-18.10.2020 sowie 7.12.2020-12.3.2021) wiederholt und mit ange- messener Frist Möglichkeiten geboten, die für die Abklärung des Sachverhalts notwendigen Informationen einzubringen. Obwohl die Beschwerdeführerin Ein- sprache erhob und den Sachverhalt als fehlerhaft rügte, zeigte Sie sich nicht be- reit, die Fragen der Vorinstanz zu beantworten und die erfragten Dokumente nachzureichen. Die Beschwerdeführerin liess sich durch Vertreter entschuldigen (vgl. Vi-act. 114, 142), ohne konkrete Ausführungen zu den Gründen und ohne Bitte um Fristerstreckung; auch verwies sie auf die bestehende (und von der Vorinstanz als unzureichend bezeichnete) Aktenlage bzw. Einsprache. Die Ein- reichung der entsprechenden Dokumente oder Beantwortung der Fragen waren der Beschwerdeführerin grundsätzlich zumutbar; zumal sie gegenüber der Vorinstanz keine konkreten Gründe für eine Unzumutbarkeit vorbrachte. Das Verhalten der Beschwerdeführerin ist nicht nachvollziehbar. Es liegt offenkundig eine nicht entschuldbare Verletzung der Mitwirkungspflicht vor. Die Folgen einer Verletzung der Mitwirkungspflicht hat die Suva der Beschwerdeführerin mehrfach angedroht. Die Voraussetzungen für ein Vorgehen nach Art. 43 Abs. 3 ATSG sind im vorliegenden Fall erfüllt und die Vorinstanz hat zu Recht gestützt auf die vorhandene Aktenlage entschieden. Das Verhalten der Beschwerdeführerin ver- dient in dieser Hinsicht keinen Rechtschutz und oben angeführte (vgl. Erw. 2.3.1) oder ähnliche Vorbringen der Beschwerdeführerin finden in den folgenden Aus- führungen keine Berücksichtigung. 3.Materiell ist im vorliegenden Fall die sozialversicherungsrechtliche Qualifi- zierung der beruflichen Tätigkeit der Beigeladenen, d.h. von B.________, C.________, D.________, E.________, F.________, G.________ und H.________ bei der Beschwerdeführerin umstritten und zu prüfen.12 3.1Obligatorisch versichert sind gemäss Art. 1a Abs. 1 des Bundesgesetztes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 die in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmer, einschliesslich der Heimarbeiter, Lehrlinge, Praktikanten, Volontäre sowie der in Lehr- oder Invalidenwerkstätten tätigen Per- sonen. Arbeitnehmer im Sinne des Gesetztes ist, wer eine unselbständige Er- werbstätigkeit im Sinne des Bundesgesetztes über die Alters- und Hinterlasse- nenversicherung (AHVG) ausübt (Art. 1 der Verordnung über die Unfallversiche- rung [UVV; SR 832.202] vom 20.12.1982). Gemäss bundesgerichtlicher Recht- sprechung ist im Interesse eines möglichst umfassenden Versicherungsschutzes gegen die arbeitsimmanenten Gefahren der Begriff des Arbeitnehmers weiter zu verstehen, als jener im Arbeitsrecht oder im Bereich der AHV (BGE 141 V 313 Erw. 2.1). 3.2Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit vorliegt, nicht aufgrund der Rechtsnatur des Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien; entscheidend sind vielmehr die wirtschaftlichen bzw. tatsächlichen Gegebenheiten. Die zivil- rechtlichen Verhältnisse vermögen dabei allenfalls gewisse Anhaltspunkte für die AHV-rechtliche Qualifikation zu bieten, ohne jedoch ausschlaggebend zu sein. Als unselbständig erwerbstätig ist im Allgemeinen zu betrachten, wer von einem Arbeitgeber in betriebswirtschaftlicher bzw. arbeitsorganisatorischer Hinsicht ab- hängig ist und kein spezifisches Unternehmerrisiko trägt. Aus diesen Grundsät- zen allein lassen sich indessen noch keine einheitlichen, schematisch anwendba- ren Lösungen ableiten. Die Vielfalt der im wirtschaftlichen Leben anzutreffenden Sachverhalte zwingt dazu, die beitragsrechtliche Stellung einer erwerbstätigen Person jeweils unter Würdigung der gesamten Umstände des Einzelfalles zu be- urteilen. Weil dabei vielfach Merkmale beider Erwerbsarten zu Tage treten, muss sich der Entscheid oft danach richten, welche dieser Merkmale im konkreten Fall überwiegen (BGE 144 V 111 Erw. 4.2; 123 V 161 Erw. 1; 119 V 161 Erw. 2; vgl. auch SVR 2018 UV Nr. 19 S. 66, 8C_571/2017 Erw. 2 und SVR 2015 UV Nr. 7; 8C_183/2014 Erw. 7.1; 8C_218/2019 Erw. 2.2; VGE I 2019 64 vom 16.3.2020 Erw. 3.2). 3.3.1Gemäss Wegleitung über den massgebenden Lohn (WML) in der AHV, IV und EO (Stand 1.1.2021) sind Merkmale für das Bestehen eines Unternehmerri- sikos namentlich (Rz. 1019): -das Tätigen erheblicher Investitionen, -die Verlusttragung, -das Tragen des Inkasso- und Delkredererisikos, -die Unkostentragung,13 -das Handeln in eigenem Namen und auf eigene Rechnung, -das Beschaffen von Aufträgen, -die Beschäftigung von Personal, -eigene Geschäftsräumlichkeiten. Auf der anderen Seite kommt das wirtschaftliche respektive arbeitsorganisatori- sche Abhängigkeitsverhältnis Unselbständigerwerbender beim Vorhandensein folgender Merkmale zum Ausdruck (Rz. 1020): -eines Weisungsrechts, -eines Unterordnungsverhältnisses, -der Pflicht zur persönlichen Aufgabenerfüllung, -eines Konkurrenzverbots, -einer Präsenzpflicht. 3.3.2Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungs- weisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 114 III 353 Erw. 2.2; 144 V 361 Erw. 6.2.8; VGE I 2019 64 vom 16.3.20 Erw. 3.4). 3.4.Die laufende Flexibilisierung und Optimierung von Arbeitsprozessen in der Wirtschaft führt (insbesondere im Dienstleistungssektor) zur Entwicklung von neuen Arbeitsformen (z.B. Jobsharing, Crowdwork, Portage Salarial, Employee Sharing). Damit man Erwerbstätigen in diesen Bereichen einen möglichst umfas- senden Versicherungsschutz gewähren sowie Rechtssicherheit und -gleichheit schaffen kann, ist es notwendig, dass sich auch neuartige und innovative Arbeits- formen anhand der üblichen bzw. herkömmlichen Abgrenzungskriterien in selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit einteilen lassen (Hürze- ler/Kieser, Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, UVG [Bundesgesetz über die Unfallversicherung], Bern 2018, Art. 1a N 24 ff.; vgl. Erw. 2.1). Den Besonderheiten der neuen Arbeitsformen soll durch die Beurteilung im Einzelfall und mittels einer Gesamtbetrachtung Rechnung getragen werden (Hür- zeler/Kieser, a.a.O, Art. 1a N 25 ff.). 4.Sachverhaltsgemäss ergibt sich aus den Akten was folgt:14 4.1.Die Beschwerdeführerin (CHE-________; besteht seit __.__.2002; seit __.__.2011 [Tagesregistereintrag] mit Sitz in ________ [vormals S.________]) bezweckt gemäss Handelsregistereintrag das Ausführen von Kurierdiensten und als Dienstleister den Einkauf und Verkauf von Produkten sowie Beratungsdienst- leistungen aller Art, etc. Sie verfügt über ein Stammkapital von Fr. 20'000.--. T.________ ist seit Gründung der GmbH Gesellschafterin und Geschäftsführerin mit Einzelunterschrift. Ferner war ____________ bis zum 14. Februar 2011 (Ta- gesregistereintrag) ebenfalls Gesellschafter (ohne Zeichnungsberechtigung) mit einem Stammanteil von Fr. 1'000.-- (Internet-Handelsregisterauszug vom 24.9.2021). 4.2Am 1. Januar 2009 wurde die Beschwerdeführerin personalaktiv. Sie wurde bei der Suva S.________ als Betrieb im Bereich Beratung, Logistik und Trans- port von Sendegütern erfasst (Kunden-Nr. _________; Vi-act. 1-2) und schloss eine Berufs- (BUV) und Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) ab (Vi-act. 3-5, 62 f., 72). 4.3.1Die Beschwerdeführerin realisierte zwischen 2014 und 2018 ein Pilotpro- jekt. Ziel war es, die herkömmliche Form der Zustellung ökologisch zu optimie- ren, um CO 2-Emissionen zu reduzieren (Bf-act. 02/7 bzw. Vi-act. 170/17). Aus der Buchhaltung ist ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin neben vereinzelten Aufträgen (bspw. für __________ AG oder __________ AG) überwiegend für das U.________, die V.________ AG und __________ tätig war (Vi-act. 160- 164). Für die Erfüllung der Aufträge beschäftigte die Beschwerdeführerin unter anderem die Beigeladenen, B.________ (7.2015), D.________ (9.2015-6.2016), C.________ (12.2015-12.2017), F.________ (7.2016-9.2016), G.________ (7.2016-11.2017) und H.________ (11.2016-7.2018). 4.3.2Ende 2015 wurde die Beschwerdeführerin gemeinsam mit den Projektteil- nehmern N.________, M.________ und D.________ Gesellschafterin der L.________ GmbH (CH-__________; seit __.__.2015 [Tagesregistereintrag] mit Sitz in ________; einzelzeichnungsberechtigt: Geschäftsführerin T.________ und Vorsitzender der Geschäftsführung, E.________), die aus einer Mantelge- sellschaft (vormals __________ GmbH; Sitz in __________) gegründet wurde. Diese Gesellschaft bezweckte neu die Ausführung von Kurierdiensten und Son- derfahrten für Güter aller Art in der Schweiz sowie in Europa und die Erbringung aller damit verbundenen Dienstleistungen. Ziel der Gesellschaftsgründung war es, die Umsetzung, Entwicklung und Weiterführung des ökologischen Vorhabens nach Beendigung des Pilotprojekts zu ermöglichen, ohne grosse finanzielle Auf- wendungen der Beteiligten (Vi-act. 170/7 Ziff. 18; vgl. Schreiben vom 8.7.2021). 15 Nach 10 Monaten wurde D.________ durch Beschluss der Gesellschafterver- sammlung ausgeschlossen. Anschliessende Auseinandersetzungen führten schliesslich zur Liquidation der inaktiven L.________ GmbH (Gesellschaftsbe- schluss __.4.2017; Löschung __.__.2018 [Tagesregistereintrag]). 4.4.1E.________ ist der Ehemann der Gesellschafterin und Geschäftsführerin T.________ (vgl. Vi-act. 190) und vertritt als Generalbevollmächtigter die Be- schwerdeführerin im vorliegenden Verfahren (vgl. Vi-act. 170/9). Selbst hatte er jedoch nie eine Gesellschafterstellung inne. Im Zeitraum von 2015 bis 2018 de- klarierte die Beschwerdeführerin jährlich einen Jahreslohn von Fr. 50'000.-- für E.________ (vgl. Vi-act. 67, 82, 92, 101 und 110). Aus seinem Kurzbeschrieb des ökologischen Projekts (Mail vom 28.9.2020) geht hervor, dass E.________ im Jahr 2014 zusammen mit der Beschwerdeführerin das ökologische Projekt aufgleiste, Vorabklärungen traf und Unterstützter für das Projekt akquirierte (vgl. Vi-act. 170/17). Aus der Einsprache ergibt sich, dass er während des Projektes unter anderem Dienstleister evaluierte, deren Einteilung innerhalb des Projekts vornahm und unselbständige Teilnehmer der Institution P.________ zuführte (als sein Stellvertreter übernahm auch N.________ diese Aufgaben; vgl. Vi-act. 170 Ziff. 6). 4.4.2Zwischen 2015 und 2018 deklarierte E.________ gegenüber der Suva im Zusammenhang mit Schadens- bzw. Unfallmeldungen dreimal eine entspre- chende Anstellung bei der Beschwerdeführerin: Bei einer Unfallmeldung mit Schadensdatum am 15. Februar 2015 gab E.________ ein Anstellungsverhältnis als Kaufmann mit einem Pensum von 100% (45 Stunden pro Woche) und einem Lohn von Fr. 50'000.-- bei der Be- schwerdeführerin an (Vi-act. 192, S. 6-14). Im Zuge einer weiteren Schadens- meldung vom 12. Januar 2017 (Schadensdatum 10.1.2017) meldete E.________ eine Tätigkeit als Velokurier (Angestellter) mit einem 100% Pensum (45 Stunden pro Woche) bei der Beschwerdeführerin (Vi-act. 192, S. 1 f.). Bei ei- ner Meldung eines Berufsunfalles mit einem Velo am 20. November 2018 (Scha- densdatum 6.11.2018) gab E.________ eine Anstellung bei der Beschwerdefüh- rerin als Velokurier (40 Stunden pro Woche) in höherer Kaderstellung an (Vi-act. 192, S. 3 f.). 4.4.3Auch bei einer späteren Schadensmeldung (Unfall mit Roller und Fahr- zeug) am 2. Juli 2019 (Schadensdatum 11.3.2019) meldete sich E.________ als angestellter Kaufmann in höherer Kaderposition der Beschwerdeführerin in ei- nem 100% Pensum (45 Stunden pro Woche) bei der Suva (Vi-act. 192, S. 5 f.).16 4.5Eine Prüfung der Unterlagen und Abklärung der sozialversicherungsrechtli- chen Stellung von Simon Jägers Tätigkeit im Bereich Kurierdienst durch die Suva S.________ ergaben, dass diese bei Sozialversicherungen als unselbständiger- werbend gelte und er als Arbeitnehmer durch seine Arbeitgeberin bzw. die Be- schwerdeführerin obligatorisch gegen Unfall zu versichern sei. Darüber wurde die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 25. November 2016 durch die Suva S.________ in Kenntnis gesetzt (Vi-act. 91). 4.6Mit Schreiben vom 25. April 2019 informierte die Suva I.________ die Be- schwerdeführerin, dass die Überprüfung der aktuellen Betriebsverhältnisse an- stehe und dafür eine neue Betriebsbeschreibung mit Angaben von "Lohnanteilen in %" erforderlich sei (Vi-act. 113). Mit Schreiben vom 21. Mai 2019 und Mail vom 23. Juli 2019 informierte Timucin Türkogul (P.________) die Suva I.________ im Namen der Beschwerdeführerin, aufgrund von pendenten Fällen (Verzögerung der Unfallabwicklung) bei der Suva könne noch keine Stellung genommen wer- den (Vi-act. 114). Die Suva I.________ forderte die Beschwerdeführerin während dem darauffolgenden Jahr mehrfach auf, die entsprechende Betriebsbeschrei- bung abzugeben (vgl. Vi-act. 116, 123, 130, 134, 138, 139). 4.7Wie bereits in Erw. 2.3.3 f. aufgezeigt, wurde die Beschwerdeführerin im Rahmen von Betriebsbesuchen vom Revisor und der Q.________ AG angehal- ten, fehlende Belege und Erläuterungen nachzureichen und an einem Betriebs- besuch teilzunehmen (Vi-act. 135, 142, 147 S. 4). Die Beschwerdeführerin leiste- te keiner Aufforderung Folge. Mit Schreiben vom 17. September 2020 erfolgte eine letztmalige Aufforderung zur Nachreichung der erforderlichen Unterlagen, samt Mahnung und Hinweis auf allfällige Rechtsfolgen (vgl. Vi-act. 143). Nach ungenutzter Frist erfolgte ein Revisionsergebnis gestützt auf die Akten, welches am 21. September 2020 mit der Q.________ AG besprochen wurde (vgl. Vi-act. 147 S. 4). 4.8Am 22. Oktober 2020 erfolgte der finale Revisionsbericht betreffend Be- schwerdeführerin für die Revisionsperiode vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2018. Der Revisor hielt im Bericht fest, der Betrieb bzw. die Beschwerdeführerin gehe fälschlicherweise davon aus, dass alle Kuriere selbständigerwerbend ge- wesen seien. Es fehle daher an einem BVG-Anschluss, sowie einem Lohnpro- gramm bzw. einer Lohnbuchhaltung (Vi-act. 147). Laut Revisionsbericht fehle es auch an einer korrekten Abrechnung der Lohn- summen von Fr. 50'000.-- (Vi-act. 147). Weiter wurden Feststellungen und An- träge gestellt zu N.________, G.________, H.________, M.________ und fest- gestellt, dass zu C.________, F.________, B.________, K.________ und 17 J.________ keine Angaben in Erfahrung gebracht werden konnten und sie auf- gerechnet worden seien (Vi-act. 147 S. 4f). In einem ergänzenden Bericht hielt der Revisor fest, dass bei den gemeldeten Schadensfällen (11.3.2019, 6.11.2018, 10.1.2017, 15.2.2015) die Taggelder an den verunfallten E.________ auf der Basis eines versicherten Verdienstes von Fr. 50'000.-- bezahlt wurden, weil E.________ nicht Gesellschafter der Beschwerdeführerin gewesen sei und dementsprechend auch keinen versicherten Lohn im Sinne von Art. 22 Abs. 2 lit. c UVG aufgewiesen habe. Die Beschwerdeführerin habe den effektiven Ver- dienst von E.________ dabei nicht als ordentlichen Lohn verbucht, sondern unter dem Aufwandkonto als "Fremdarbeit/Drittleistung" sowie "Verwaltungskosten". Diese Zahlungen seien anlässlich der Lohnrevision als prämienpflichtiger Lohn aufgerechnet worden, was zu folgenden Lohnsummen geführt habe: im Jahr 2015 zu Fr. 0.--, im Jahr 2016 zu Fr. 38'390.--, im Jahr 2017 zu Fr. 50'948.-- und im Jahr 2018 zu Fr. 0.-- (Vi-act. 146). 4.9Das Ergebnis der Betriebsrevision (Revisionsbericht und entsprechende Aufrechnungen der Lohnsummen) wurde der Beschwerdeführerin und der Ge- schäftsführerin am 23. Oktober 2020 per Einschreiben resp. A-Post zugestellt (Vi-act. 150 f.). Darauf gestützt folgte am 27. Oktober 2020 eine Rechnung nach Revision 1.1.2015 - 31.12.2018 für ein Prämientotal von Fr. 954.25 (Fälligkeit 1.12.2020) der Suva (Vi-act. 153). 4.10 Mit Einschreiben vom 2. November 2020 (Vi-act. 154) - ergänzt durch Schreiben von 27. November 2020 (Bf-act. 02/78 bzw. Vi-act. 170/1) - erhob die Beschwerdeführerin Einsprache. Sie macht (sinngemäss) geltend, der Revisi- onsentscheid der Suva sei aufzuheben und die Betroffenen seien als Selbständi- gerwerbende zu qualifizieren. Sie begründet dies (sinngemäss) wie folgt: Die Buchhaltungsunterlagen der Beschwerdeführerin sowie die meisten Belege hätten sich im Zeitpunkt der Revisionsbesuche bei der Q.________ AG befun- den, wodurch die Suva entgegen ihren Aussagen Zugang zu den erforderlichen Unterlagen gehabt habe (Bf-act. 02/78, Bst. A bzw. Vi-act. 170/1). Das Revisi- onsergebnis lasse sich nicht aus den Unterlagen erschliessen und müsse daher auf Annahmen und Mutmassungen beruhen (Bf-act. 02/78, Bst. B bzw. Vi-act. 170/1). Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, dass seitens der Suva keine Aufforderung erfolgt und damit auch keine Gelegenheit geboten worden sei, mögliche Anstellungsverhältnisse im Zusammenhang mit dem ökologischen Projekt zu entkräften (Bf-act. 02/79, Bst. D bzw. Vi-act. 170/2). Das ökologische Pilotprojekt sei zu keinem Zeitpunkt darauf ausgelegt gewesen, die Teilnehmer in einem Anstellungsverhältnis einzubinden. Dies ergebe sich 18 auch aus der E-Mail von Frau __________ (Q.________ AG, vom 25.8.2017), dem Kurzbeschrieb des Projekts (E-Mail von E.________ an Q.________ AG, vom 28.9.2017) sowie den Buchhaltungsunterlagen der Beschwerdeführerin (Bf- act. 02/79, Ziff. 2 bzw. Vi-act. 170/2). Sämtliche Teilnehmer des Projektes seien gleichbehandelt (identisch gehandhabt) worden. Es gäbe weder mündliche noch schriftliche Belege, welche das Gegenteil beweisen könnten (Bf-act. 02/80, Ziff. 5 bzw. Vi-act. 170/3). N.________ sei von Anfang an selbständig und Stellvertreter von E.________ gewesen und habe im Zusammenhang mit dem Pilotprojekt wesentliche Aufga- ben übernommen. Er sei für die Evaluation der Dienstleister, deren Einteilung im Projekt sowie für die Zuweisung der unselbständigen Teilnehmer an die Instituti- on P.________ (zur Einleitung der Selbständigkeit) zuständig gewesen. Ende 2017 sei dieser aus dem Projekt ausgestiegen (Bf-act. 02/80, Ziff. 6 bzw. Vi-act. 170/3). J.________, K.________ und __________ seien Betreiber einer Velowerkstatt gewesen, in der die Lastenvelos und Velos des Pilotprojekts zur Reparatur und Revision gebracht worden seien (Bf-act. 02/81, Ziff. 7 bzw. Vi-act. 170/4). Ihre (selbständige) Tätigkeit stehe in keiner Verbindung zum Pilotprojekt oder zur Tätigkeit der Beschwerdeführerin (Bf-act. 02/81, Ziff. 8 bzw. Vi-act. 170/4). H.________ habe vor ihrer Teilnahme viele andere Tätigkeiten ausgeübt und ihre Selbständigkeit während dem Projekt angestrebt, die sie in Zusammenarbeit mit P.________ schlussendlich erlangt habe (Bf-act. 02/81, Ziff. 9 bzw. Vi-act. 170/4). C.________ habe sich ebenfalls vor seiner Teilnahme vielseitig engagiert und während dem Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit P.________ eine Verselbstän- digung angestrebt (Bf-act. 02/81, Ziff. 10 bwz. Vi-act. 170/4). G.________ bilde eine Ausnahme, da er als einzige Person für drei Monate bei der Beschwerdeführerin als unselbständiger Erwerbstätiger angestellt gewesen sei. Auch er habe sich in einem (langatmigen) Verselbständigungsprozess be- funden (Bf-act. 02/82, Ziff. 11 i.V.m. Ziff. 2; Vi-act. 170/5). D.________ habe während seiner Teilnahme ebenfalls in Zusammenarbeit mit P.________ eine Selbständigkeit angestrebt, dies aber nach seinem Ausschluss aus der L.________ GmbH wieder aufgegeben. Um eine gerichtliche Auseinan- dersetzung mit der AHV-Schwyz zu vermeiden, habe man nachträglich seine AHV-Beiträge entrichten müssen (Bf-act. 02/83, Ziff. 13 bzw. Vi-act. 170/6). F.________ habe rund drei Monate am Projekt teilgenommen. Er sei als Selbständigerwerbender bereits bei __________ im Einsatz und zusätzlich in 19 anderen Bereichen selbständig gewesen (Bf-act. 02/83, Ziff. 14 bzw. Vi-act. 170/6). B.________ sei einen Monat als selbständiger Teilnehmer am Projekt beteiligt und gleichzeitig im Gesundheitsbereich bereits selbständig tätig gewesen (Bf-act. 02/83, Ziff. 15 bzw. Vi-act. 170/6). Die Revisionsrechnung der Suva stimme in Bezug auf E.________ nicht, da die- ser als Selbständiger ordentlich mit der SVA-S.________ abgerechnet habe und eine Belastung zusätzlich durch Beiträge eines Unselbständigerwerbenden eine Doppelbelastung darstellen würden (Bf-act. 02/82, Ziff. 12 bzw. Vi-act. 170/5). Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, dass eine im Jahr 2002 obligato- risch abgeschlossene Betriebsausfallsversicherung von Fr. 50'000.-- weiterhin Bestand habe, sofern keine Vertragserneuerung bzw. -anpassung erfolge (Bf-act. 02/82, Ziff. 12 bzw. Vi-act. 170/5). Der Prozess der Verselbständigung nehme eine gewisse Zeit in Anspruch. Ande- re Teilnehmer hätten gegenüber der Beschwerdeführerin ihre Selbständigkeit be- teuert. Sofern diese nur kurzfristig am Projekt teilgenommen hätten, sei die Be- schwerdeführerin nicht in der Lage, der Steuerbehörde den Nachweis deren Selbständigkeit und weitere Auskünfte für diese zu geben (Bf-act. 02/84, Ziff. 16 Vi-act. 170/7). Für das ökologische Projekt und um die Weiterführung der Idee nach Ablauf des Projektes zu ermöglichen, habe man die L.________ GmbH gegründet. Es habe sich dabei um eine inaktive Mantelgesellschaft gehandelt, um den Teilnehmern ohne Kapitaleinsatz eine Rolle als Gesellschafter zu ermöglichen (Bf-act. 02/84, Ziff. 17 f. bzw. Vi-act. 170/7). Zusammenfassend hält die Beschwerdeführerin fest (Bf-act. 02/85, Ziff. 21 bzw. Vi-act. 170/8): Es ist unschwer erkennbar, dass mehrere Teilnehmer bereits im Vorfeld verschie- dene und unterschiedliche Tätigkeiten in selbständiger Tätigkeit ausgeübt haben. Aus dem Revisionsergebnis der SUVA geht ohne Zweifel und unverkennbar und besondere Motivation hervor. Die bereits verschiedenen Tätigkeiten der einzelnen Teilnehmer auf eine Institution zu reduzieren und dies als Arbeitgeber zu deklarie- ren ist sehr einzigartig und lässt eindeutig Feststellungen unsererseits zu, welches Ziel eine derartige Erhebung und Deklarierung überhaupt verfolgt. 4.11Am 7. Dezember 2020 wurde die Beschwerdeführerin von der Vorinstanz telefonisch kontaktiert, um Unklarheiten in Bezug auf die Einsprache zu klären (Vi-act. 173). Wie vereinbart, wurde der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 28. Dezember 2020 ein Fragebogen zugestellt, mit dessen Beantwortung der Sachverhalt geklärt werden solle (Vi-act. 174). Mit Einschreiben vom 26. Januar 20 2021 teilte die Beschwerdeführerin mit, dass sie auf die Beantwortung bzw. wei- tere Ausführungen verzichte (Vi-act. 177). Mit Ansetzung einer letzten Frist sowie Hinweis auf die Mitwirkungspflicht, die Notwendigkeit der Klärung und allfällige Rechtsfolgen bei Säumnis, forderte die Vorinstanz die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 19. Februar 2021 erneut zur Beantwortung der konkreten Fragen auf (Vi-act. 186). Die Beschwerdeführung kam der Aufforderung der Suva nicht nach (vgl. auch Erw. 2.3.5 f.). 4.12Am 17. Februar 2021 kontaktierte die Suva F.________ und B.________ telefonisch und erfasste ihre Postadressen für die Zustellung eines Schreibens betreffend rechtliches Gehör (Vi-act. 183). Weiter kontaktierte die Suva mit Tele- fonat vom 20. April 2021 die SVA S.________ und erhielt folgende Auskünfte (Vi- act. 193, Schreibweise gemäss Original): E.________: War vom 01.08.2018 - Ende 2020 als S mit der Branche "Kunst" er- fasst. Kollektivgemeinschaft K.________/J.________/________: Erfasst bei SVA S.________ seit 01.02.2018 als S für die Tätigkeit Fahrradreparatur/Fahrradhan- del. 4.13Am 12. Mai 2021 entschied die Vorinstanz gestützt auf die vorhandenen Akten und Beweismittel. In ihrem Einspracheentscheid kommt sie zum Schluss, dass die Beigeladenen in ihrer Tätigkeit für die Beschwerdeführerin die Merkmale gemäss der WML, welche für eine selbständige Erwerbstätigkeit sprechen (vgl. Erw. 3.3.1), nicht erfüllen. Da sie in einem arbeitsorganisatorischen Abhängig- keitsverhältnis zur Beschwerdeführerin stehen und kein spezifisches Unterneh- merrisiko tragen, würden klar die Merkmale für eine unselbständige Erwerbs- tätigkeit überwiegen (Vi-act. 194, Erw. 6). Im Einzelnen hat die Vorinstanz erwogen, die Beschwerdeführerin sei ihrer Aus- kunftspflicht nicht nachgekommen, weil sie trotz mehrfacher Aufforderung mit Hinweis auf die Mitwirkungspflicht die benötigten Angaben und Unterlagen nicht eingereicht habe. Es habe der Vorinstanz für die Beurteilung insbesondere ge- naue Angaben zum ökologischen Projekt, zu den konkreten Tätigkeiten der Per- sonen sowie zum Antrag gefehlt. Sofern der Vorwurf der Beschwerdeführerin, die Festlegung und eingeleiteten Massnahmen der Suva würden nur auf Annahmen und Mutmassungen beruhen, eine Rüge einer Gehörsverletzung beinhalte, sei diese in Anbetracht ihres Verhaltens im Abklärungsverfahren und der Möglich- keit, Vorbingen im Einspracheverfahren darzutun, als geheilt zu betrachten (Vi- act. 194, Erw. 3). Aus dem Kurzbeschrieb in der E-Mail der Beschwerdeführerin vom 28. Septem- ber 2020 (Bf-act. 02/7) ergehe einzig, dass die Beschwerdeführerin in ihrem Pi-21 lotprojekt die Zustellung im herkömmlichen Bereich auf eine andere Art und Wei- se anstrebe. Gemäss Zweckangabe im Handelsregister, führe die Beschwerde- führerin unter anderem Kurierfahrten aus, was sich mit den Angaben von B.________ decke. Sofern zu den Beigeladenen keine anderslautenden Informa- tionen vorlägen, dürfe davon ausgegangen werden, dass sie (F.________, G.________, B.________, H.________, C.________ und D.________) im Kern- bereich der Beschwerdeführerin tätig gewesen seien und Fahrradkurierfahrten ausführten. Dafür spreche auch, dass die Beschwerdeführerin gemäss Buchhal- tung zwei Kunden habe (U.________ und V.________ AG), deren Aufträge sie zur Ausführung an ihre Kurierfahrer habe weitergeben müssen. In dieser Konstel- lation seien die Beigeladenen als Subunternehmer zur Beschwerdeführerin und grundsätzlich als Unselbständigerwerbende zu qualifizieren. Der Erwerb eines Fahrrades könne nicht als erhebliche Investition i.S. eines Unternehmerrisikos betrachtet werden. Weiter sei nicht erkennbar, dass die Kuriere sonstige erhebli- chen Kosten oder das eigene Inkasso- und Delkredererisiko getragen, Kunden für die Beschwerdeführerin akquiriert hätten oder im eigenen Namen und auf ei- gene Rechnung tätig gewesen wären. Es gebe keine Hinweise auf einen aktiven Marktauftritt im Bereich Fahrradkurierfahrten oder das Tragen eines Unterneh- merrisikos. Im Revisionszeitraum seien die entsprechenden Personen auch nicht oder bloss für eine andere Tätigkeit bei einer Ausgleichskasse als Selbständi- gerwerbende registriert gewesen. In arbeitsorganisatorischer Hinsicht seien die Kuriere für die Kunden der Beschwerdeführerin tätig gewesen, weshalb anzu- nehmen sei, dass sie gegenüber den Endkunden im Interesse der Beschwerde- führerin gehandelt und die Kurierfahrten in arbeitsorganisatorischer Abhängigkeit zu ihr erledigt hätten. Vertragsfahrer, wozu auch Kurierdienste zählen, seien selbständig erwerbend, soweit sie ein Unternehmerrisiko tragen und arbeitsorga- nisatorisch nicht in besonderem Masse vom Arbeitgeber abhängig seien. F.________, G.________, B.________, H.________, C.________ und D.________ seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als unselbständiger- werbend zu qualifizieren. Aufgrund der Aktenlage könne keine andere Beurtei- lung getroffen werden. Im Fall von G.________ sei dies bereits im Jahr 2016 festgestellt worden, als seine Anmeldung als selbständiger Kurierdienst mit Schreiben der Suva vom 25. November 2016 abgelehnt und als unselbständige Tätigkeit qualifiziert worden sei. Davon habe die Beschwerdeführerin Kenntnis gehabt (Vi-act. 194 Erw. 4.1). Bei der gesonderten Beurteilung von E.________ erwog die Vorinstanz, er sei im Revisionszeitpunkt nicht als Gesellschafter eingetragen gewesen, weshalb ein berufsüblicher Lohn (vgl. Art. 92 UVG) nicht herangezogen werden könne. Die eingereichte Beitragsverfügung der SVA S.________ habe eine selbständige 22 Tätigkeit des Beigeladenen bescheinigt, jedoch hätten telefonische Abklärungen der Vorinstanz bei der SVA S.________ (vgl. Vi-act. 193) ergeben, dass diese Selbständigkeit in der Branche 'Kunst' erfasst sei und damit in keinem Zusam- menhang mit seiner Tätigkeit für die Beschwerdeführerin stehe. Die von der Be- schwerdeführerin zwischen 2015 und 2018 jährlich erfolgten Lohnmeldungen mit Lohnsummen von jeweils Fr. 50'000.-- zugunsten des Arbeitnehmers E.________ habe dieser bestätigt, indem er die Fr. 50'000.-- gegenüber der Suva als prämienpflichtigen Lohn deklariert und als bestehende Bemessungsgrundla- ge geltend gemacht habe. Allerdings seien in den Buchungsunterlagen der Be- schwerdeführerin der Revisionsperiode (2015-2018) keine Lohnaufwendungen ersichtlich. Indes seien Fremdleistungen und Verwaltungskosten zugunsten von E.________ verbucht worden, welche mit der Revision als Lohn aufgerechnet worden seien. Weil E.________ auf Unfall- und Schadensmeldungen in den Jah- ren 2015 und 2017, sowie 2018 und 2019 angegeben habe, dass er zwischen 40 und 50 Stunden pro Woche zu 100% für die Beschwerdeführerin als Arbeitneh- mer (Velokurier und Kaufmann) gearbeitet habe und sich die Unfallmeldung 2018 und 2019 auf Berufsunfälle mit dem Fahrrad bezogen, folgerte die Vorinstanz, dass E.________ selbst Fahrten ausgeführt habe und mit Bezug auf die Fahr- radkuriertätigkeit sowohl strategisch wie auch operativ tätig gewesen sei. Es sei- en keine Hinweise ersichtlich, die darauf hindeuten würden, dass E.________ für die Beschwerdeführerin mit einem eigenen Unternehmerrisiko oder arbeitsorga- nisatorisch unabhängig gearbeitet habe. Vielmehr habe er regelmässig und ent- geltlich für die Beschwerdeführerin gearbeitet. Mit Verweis auf die Ausführungen zu den anderen betroffenen Personen (vgl. Vi-act. 194 Erw. 4.1) werde auch E.________ Tätigkeit für die Beschwerdeführerin als unselbständige qualifiziert (Vi-act. 194 Erw. 4.2). Die Vorinstanz korrigierte im Einspracheentscheid ihre Einschätzung der Fahr- radmechaniker J.________ und K.________ (__________ war gar nie betroffen). Deren Tätigkeit (Veloreparaturen) falle nicht unter das Kerngeschäft der Be- schwerdeführerin, somit seien sie nicht als Subunternehmer zu qualifizieren. Da sie ihre Arbeit in eigenen Betriebsräumlichkeiten und mit eigenen Betriebsmitteln verrichten würden, bestehe auch kein arbeitsorganisatorisches Abhängigkeits- verhältnis. Ihre Tätigkeit für die Beschwerdeführerin müsse als selbständig be- wertet werden (Vi-act. 194 Erw. 4.3). Diese Qualifikation ist im weiteren Verfah- ren unbestritten. Zusammengefasst wurden die Beigeladenen für ihre Tätigkeit bei der Beschwer- deführerin von der Vorinstanz als Unselbständigerwerbende eingeschätzt und darauf gestützt wurden verschiedene Buchungen im Revisionszeitraum als prä- mienpflichtige Entgelte bzw. Löhne beurteilt (Vi-act. 194 Erw. 5 f.). 23 4.14Gegen den Einspracheentscheid erhob die Beschwerdeführerin mit Schrei- ben vom 14. Juni 2021 Beschwerde vor Verwaltungsgericht (Vi-act. 196). Sie macht (sinngemäss) geltend, die Beurteilung und Qualifizierung der Vorinstanz gehe fehl. Die Beschwerdeführerin hält grundsätzlich an den Ausführungen in ih- rer Einsprache fest und macht folgende ergänzende Ausführungen: Es habe sich beim ökologischen Pilotprojekt um einen Versuch gehandelt, der auf eine (unbestimmte) Laufzeit begrenzt gewesen sei und dessen Ziel darin be- standen habe, sich von einer traditionellen Arbeitsweise zu lösen und durch kon- trovers ausgeführte Abholtouren bzw. Zustellungen den CO 2-Ausstoss von Sen- dungen zu reduzieren. Eine Innovation strebe nach anderen, günstigeren We- gen, um mit einem minimalen Risiko eine Grundlage für eine Alternative zu den herkömmlichen Marktprodukten zu schaffen und erfordere deshalb andere Vor- gehensweisen und Rahmenbedingungen. Eine der besonderen Voraussetzun- gen sei gewesen, dass die Teilnehmer nur auf selbständiger Basis hätten teil- nehmen können und für das Projekt geeignet sein mussten. Im Rahmen des Pro- jekts habe die Plattform P.________ (noch unselbständige) Teilnehmer im Pro- zess zur Selbständigkeit begleitet und unterstützt. Die Vorinstanz habe keine An- haltspunkte gehabt, um das Projekt in seinen Ansätzen sachlich einschätzen zu können und sei gezwungen gewesen, das Projekt, auf einfache Velokurieraufträ- ge in einem Anstellungsverhältnis zu reduzieren. Durch diese Reduktion habe die Vorinstanz jedoch die Ausführungen der Beschwerdeführerin verkannt und sie habe zu einem falschen Ergebnis geführt. Die Vorinstanz habe die Teilnahme am Pilotprojekt fälschlicherweise unter den Begriff der unselbständigen Erwerbs- tätigkeit subsumiert. Bei Pilotprojekten bestehe generell nie ein Weisungsrecht, ein Unterordnungsverhältnis, eine Pflicht zur persönlichen Aufgabenerfüllung, ein Konkurrenzverbot oder eine Präsenzpflicht. Es handle sich vielmehr um ein Auf- tragsverhältnis. Indem die Suva M.________, N.________ und __________ nicht in ihrer Revision berücksichtigt habe, obwohl die Beschwerdeführerin darauf hin- gewiesen habe, dass sämtliche Teilnehmer unter den gleichen Voraussetzungen in das Pilotprojekt involviert gewesen seien, habe die Vorinstanz das Resultat der Gesamtbeurteilung verfälscht (Vi-act. 196 Ziff. 4.0). In Bezug zur Betriebsausfallsversicherung, welche bei der Gründung im Jahr 2002 abgeschlossen worden sei, habe die Suva fälschlicherweise die Vorleistung von Fr. 51'746.-- und Fremdleistung von Fr. 24'000.--, beide von E.________ pri- vat investiert, als Lohnbezüge deklariert. Im Revisionszeitraum habe die Suva die Lohnsumme anschliessend willkürlich festgelegt (Vi-act. 196 Ziff. 4.0). 5.Im vorliegenden Verfahren geht es um die sozialversicherungsrechtliche Qualifizierung von Erwerbstätigen, welche im Rahmen eines Pilotprojekts zwi-24 schen 2015 und 2018 für die Beschwerdeführerin tätig waren. Die Beschwerde- führerin selber erachtet die Teilnehmer des Projekts, aufgrund der neu entwickel- ten Arbeitsform, als Selbständigerwerbende in einem Auftragsverhältnis. 5.1.1Übt eine versicherte Person gleichzeitig mehrere Erwerbstätigkeiten aus, ist die beitragsrechtliche Qualifikation nicht aufgrund einer Gesamtbeurteilung über alle Tätigkeiten vorzunehmen. Vielmehr ist jedes einzelne Erwerbseinkom- men dahin zu prüfen, ob es aus selbständiger oder unselbständiger Erwerbs- tätigkeit stammt (BGE 144 V 111 Erw. 6.1; BGE 123 V 161 Erw. 4a; BGE 122 V 169 Erw. 3b; VGE I 2019 63 vom 16.3.2020 Erw. 7). Bei der Beurteilung dieser Frage ist nicht auf interne Vereinbarungen der beteilig- ten Parteien, sondern auf die äusseren Erscheinungsformen der wirtschaftlichen Sachverhalte abzustellen. Bei der Beurteilung, ob eine selbständige oder un- selbständige Erwerbstätigkeit vorliegt, ist aufgrund der konkreten Vertragsverein- barungen und unter Würdigung der gesamten Umstände abzuklären, welche der massgeblichen Kriterien beider Erwerbsarten im Einzelfall überwiegen (vgl. vor- stehend Erw. 3.2). 5.1.2Es ist unbestritten, dass die Beigeladenen neben ihrer untergeordneten Tätigkeit für die Beschwerdeführerin auch anderen Erwerbstätigkeiten, teils auch selbständigen, nachgingen. Beispielsweise waren C.________ (vgl. Bf-act. 42 f. bzw. Vi-act. 170/51 ff.) und F.________ (Vi-act. 170/74 Ziff. 14) unter anderem als Künstler oder B.________ als selbständiger Masseur (Vi-act. 170/74 Ziff. 15) tätig. Dies ist allerdings ohne Belang für die sozialversicherungsrechtliche Quali- fizierung ihrer Tätigkeit bei der Beschwerdeführerin. Der Einwand der Beschwer- deführerin, dass die Vorinstanz durch die Nichtbeachtung anderer Selbständig- keiten das Ergebnis der Gesamtbewertung verzerre, geht fehl. Die Tätigkeit der Beigeladenen für die Beschwerdeführerin ist getrennt bzw. unabhängig von allfäl- ligen anderen (selbständigen) Erwerbstätigkeiten zu beurteilen. Weiter hat weder eine Vereinbarung zwischen der Beschwerdeführerin und den Teilnehmern noch die Einschätzung der Treuhandgesellschaft, dass die Be- schwerdeführerin nur Selbständigerwerbende beauftrage, einen Einfluss auf die sozialversicherungsrechtliche Qualifikation. Die zivilrechtlichen Verhältnisse ver- mögen allenfalls gewisse Anhaltspunkte zu bieten, ohne jedoch ausschlagge- bend zu sein (BGE 122 V 169 Erw. 3a). Da sich in den Akten keine Vertragsver- einbarungen zwischen den Beigeladenen und der Beschwerdeführerin finden, hat die Beurteilung der massgeblichen Kriterien (vgl. vorstehend Erw. 3.3.1 f.) gestützt auf die konkreten Umstände und Akten (vgl. vorstehend Erw. 3.2) zu er- folgen.25 5.2.1Bei der sozialversicherungsrechtlichen Beurteilung der Erwerbstätigkeit kommt dem Merkmal des Unternehmerrisikos besondere Bedeutung zu. Es zeichnet sich dadurch aus, dass bei selbständiger Erwerbstätigkeit neben der Leistung von Arbeit auch der Einsatz von Kapital erfolgt (Frésard-Fellay/ Klett/ Leuzinger, Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, Basel 2020, N 6 zu Art. 12 ATSG; BGE 115 V 161 Erw. 9a m.w.H.; Urteil BGer 9C_589/2019 vom 2.3.2020 Erw. 3.3) und die betreffende Person dadurch die Gefahr eingeht, dass sie als Folge von beruflichem Fehlverhalten oder von beruf- lichen Fehleinschätzungen in der Zukunft mit einer Verminderung des Ge- schäftsvermögens zu rechnen hat (Frésard-Fellay/ Klett/ Leuzinger, a.a.O., N 8 zu Art. 12 ATSG; vgl. Hürzeler/ Kieser, Kommentar zum schweizerischen Sozial- versicherungsrecht, UVG [Bundesgesetz über die Unfallversicherung], Bern 2018, Art. 1a N 18). Bei investitionsarmen Dienstleistungstätigkeiten wird das Merkmal der betriebswirtschaftlich-arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit ge- genüber dem Unternehmerrisiko jedoch stärker gewichtet (BGE 144 V 111 E. 6.1.1 m.w.H.; Urteil 9C_589/2019 vom 2.3.2020 Erw. 3.3). 5.2.2Zunächst stellt sich die Frage nach den erheblichen Investitionen sowie der Tragung von Unkosten. Erhebliche Investitionen zeichnen sich insb. dadurch aus, dass mit eigenem oder fremdem Kapital Arbeitsgeräte, Produktionsanlagen oder sonstiges Umlauf- oder Anlagevermögen angeschafft wird. Die Investitionen müssen zudem betragsmässig von einer gewissen Bedeutung ("erheblich") sein (Frésard-Fellay/ Klett/ Leuzinger, a.a.O., N 15 zu Art. 10 ATSG m.w.H; BGE 122 V 169 E. 3c). Bei Fahrzeugen kann ein Risiko darin bestehen, dass es im Ge- gensatz zu Personen- oder Stationsfahrzeugen ausschliesslich berufsspezifisch, nicht zu privaten oder anderen erwerblichen Zwecken eingesetzt werden kann (vgl. Urteil BGer 8C_357/2014 vom 17.6.2014 Erw. 4.2 m.w.H.; VGE I 2019 64 vom 16.3.2020 Erw. 8.1; Rz. 4087 - 4089 WML). Die Kosten für Parkplatz, Unter- halt, Versicherung usw. fallen auch bei einer rein privaten Nutzung eines Fahr- zeuges an und sind nicht als relevante Unkosten zu qualifizieren, welche für das Vorliegen eines Unternehmerrisikos sprechen (VGE I 2019 64 vom 16.3.2020 Erw. 8.1). Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 2015 und 2016 mindestens drei Lastenvelos (Vi-act. 161/04-06), ein Rennrad, (Vi-act. 162/09) und zwei Veloanhänger (Vi-act. 161/05 f.) erworben hat. Weiter hat sie motori- sierte Nutzfahrzeuge geleast (vgl. __________ Leasing AG, Vi-act. 161 ff.) und gemietet (vgl. __________ AG, Vi-act. 162 ff.) sowie im August 2018 einen Sko- da erworben (Vi-act. 164/47). Sofern die Beigeladenen zusätzliche Fahrzeuge für die Erfüllung der Kurier- bzw. Transportaufträge selbst anschaffen mussten, ist 26 unter Berücksichtigung der Projektziele und -erfolge (nach Angaben der Be- schwerdeführerin gesamthafte Einsparung von 450 t CO 2, Beschwerdeschrift S. 4) davon auszugehen, dass es sich dabei ebenfalls um (Lasten-) Fahrräder oder kleinere motorisierte Fahrzeuge (vgl. Mofakuppung, Vi-act. 161/04) handelte. Wie die Vorinstanz richtig erkannte, ist ein solches Transportfahrzeug angesichts der geltenden Rechtsprechung nicht als erhebliche Investition zu werten, zumal so- wohl ein Personenwagen, als auch ein (Lasten-) Fahrrad privat oder für andere erwerbliche Zwecke genutzt werden kann. Die Beschwerdeführerin übernahm auch Unkosten, welche die Beigeladenen im Rahmen ihrer Tätigkeit im Pilotprojekt betrafen. So investierte sie in Arbeitsmate- rial (z.B. Material wie Velorucksack [Vi-act. 162/05], Abdeckplane [Vi-act. 162/10], etc.), Fahrzeugunterhalt sowie Berufskleidung der L.________ GmbH im Wert von Fr. 4'200.-- (Vi-act. 162/01), mietete Geschäftsräume und kam für Website (vgl. __________ GmbH, Vi-act. 161/06 ff.) und für Werbung (vgl. Auto- beschriftung [Vi-act. 161/01], __________ [Vi-act. 161/10]) auf. Die Beigeladenen benötigten im Rahmen ihrer Tätigkeit für die Beschwerdeführerin weder eigene Geschäftsräumlichkeiten noch Personal. Für Lohnkosten mussten sie nicht auf- kommen. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass sie hypothetisch die Mög- lichkeit gehabt hätten, Personal einzustellen. Es müssen effektive Kosten anfal- len, welche unabhängig vom Arbeitserfolg entstehen, damit von einem spezifi- schen Unternehmerrisiko gesprochen werden kann (Urteil BGer 9C_618/2015 vom 22.1.2016 Erw. 2.5.2; 9C_250/2017 vom 30.10.2017 Erw. 5.4.3). Die Be- schwerdeführerin macht nicht geltend, dass den Beigeladenen weitere Investitio- nen angefallen sind. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass die Beigela- denen bei ausbleibenden Aufträgen bzw. Kundschaft keine grösseren Fixkosten bzw. Unkosten zu bewältigen gehabt hätten. Zudem führt E.________ in seinen ergänzenden Erläuterungen zur L.________ GmbH (CHE-__________) aus (Schreiben v. 8.7.2021 S. 1 f.): Wir, das heisst die Gesellschafter haben im Vorfeld damals festgehalten, welches im Auftrag der Firma A.________ dann ausgeführt wurde. Der gemeinsam bestimmte Auftrag hiess damals, nach Möglichkeit eine inaktive Mantelfirma zu erwerben, welche den Gesellschaftern mit ihrem gemeinsamen und prospektiven Wirken im Verlauf des ökologischen Projektes, aber auch für die Zu- kunft mit Partizipation eine geeignete Plattform in der gemeinsamen Entwicklung sich erarbeiten kann und dies ohne eine Investition tätigen zu müssen. Die Ausführungen machen deutlich, dass die finanziellen Risiken der Teilnehmer (darunter des beigeladenen D.________) bewusst so gering wie möglich gehal- ten wurden und die Investitionen sowie die damit einhergehenden Risiken über-27 wiegend auf die Beschwerdeführerin (mit Stammanteilen von Fr. 10'400.-- am Stammkapital von Fr. 20'000.-- an der L.________ GmbH) übertragen wurden. Den Beigeladenen sind infolge ihrer Tätigkeit für die Beschwerdeführerin somit weder erhebliche Investitionen noch Unkosten angefallen, die für ein Unterneh- merrisiko sprechen würden. 5.2.3Ein weiteres Element des Unternehmerrisikos ist das Risiko der Verlusttra- gung. Erschöpft sich das Risiko der betroffenen Person darin, ob und in welchem Umfang sie mit Aufträgen rechnen kann, ist es gleich zu gewichten wie das eines Arbeitnehmers, seine Stelle zu verlieren. Es ist nicht gleich zu setzten mit dem Verlustrisiko eines Selbständigerwerbenden (Urteil BGer 9C_127/2009 vom 28.8.2009 Erw. 5.3; BGE 122 V 169 Erw. 6a/dd; BGE 144 V 111 Erw. 6.2.1). Soweit es sich feststellen lässt, hing die Zuteilung von Aufträgen hauptsächlich davon ab, ob sich die betreffende Person im Sinne einer ökologischen Vorge- hensweise in einem konkreten Fall als Kurier eignete oder nicht. Die Beurteilung der Eignung wurde durch die Beschwerdeführerin vorgenommen. Nach welchen Kriterien diese Einschätzung erfolgte, lässt sich den Akten nicht entnehmen. Es muss aber davon ausgegangen werden, dass diese ausschlaggebenden Ele- mente nicht allein beim Kurier lagen, sondern zusätzlich äussere Faktoren berücksichtigte (z.B. Abhol- und Zustelladresse, Dringlichkeit, Transportgegen- stand), welche die Beigeladenen nicht oder nur beschränkt beeinflussen konnten. Letztlich muss es in der alleinigen Kompetenz der Beschwerdeführerin gelegen haben, ob ein Auftrag erteilt wurde. In diesem Sinne trugen die Beigeladenen im Rahmen ihrer Tätigkeit grundsätzlich nur soweit ein Verlustrisiko, als dass sie je nach Nachfrage und Voraussetzungen nur wenige oder keine Aufträge erhalten würden. Dies spricht mithin gegen ein Unternehmerrisiko. 5.2.4Selbständigerwerbende tragen das Inkasso- und Delkredererisiko, d.h. die Folgen einer allfälligen Zahlungsunfähigkeit oder -willigkeit ihrer Kundschaft (Frésard-Fellay/ Klett/ Leuzinger, a.a.O., N 17 zu Art. 10 ATSG). Im vorliegenden Fall zahlten die Endkunden direkt an die Beschwerdeführerin, welche den Beigeladenen wiederum ihre Leistungen entsprechend vergütete (vgl. Vi-act. 161 ff.). Die Beigeladenen trugen zwar ein Risiko in Bezug auf eine Zahlungsunfähigkeit der Beschwerdeführerin; diesbezüglich unterscheidet sich ihr Risiko allerdings nicht von demjenigen von Arbeitnehmern (vgl. VGE I 2019 64 vom 16.3.2020 Erw. 8.3). Insofern erkannte die Vorinstanz richtig, dass die Beigeladenen ohne eigenes Inkasso- oder Delkredererisiko tätig waren.28 5.2.5Im Rahmen ihrer Tätigkeit treten Selbständigerwerbende grundsätzlich in eigenem Namen auf. Dieses Kriterium bestimmt sich massgeblich über die Art und den Umfang des Kontakts zwischen der Person und dem Kunden (z.B. Ak- quirieren, Auftragserteilung, Rechnungsstellung). Es finden sich keine Hinweise, dass die Beigeladenen bei Erfüllung der Kurier- aufträge gegenüber den Kunden direkt Aufträge entgegennahmen oder bei Auf- tragserfüllung in eigenem Namen auftraten. Die Beschwerdeführerin macht auch nichts dergleichen geltend. Aus der E-Mail der Beschwerdeführerin vom 28. Sep- tember 2020 geht hervor, dass das Akquirieren der Kunden über die Beschwer- deführerin bzw. über ihren Generalbevollmächtigten E.________ erfolgte ("[…] Die Auftraggeber konnte ich so dazu führen, dieses Projekt zu unterstützten […]", Bf-act. 02/7 bzw. Vi-act. 170/17). Es handelt sich bei den Kunden um einen klei- nen Kreis von erlesenen Unternehmen, welche regelmässig die Dienste der Be- schwerdeführerin in Anspruch nahmen. Aufgrund der Beschreibung des Projek- tes kann geschlossen werden, dass die Aufträge der Kunden direkt an die Be- schwerdeführerin erfolgten, diese unter Berücksichtigung der grösstmöglichen CO2-Einsparung die Aufträge koordinierte und sie auf ihre Kuriere verteilte (vgl. vorstehend Erw. 4.3.1). Die Beigeladenen führten daraufhin eine einfache Dienst- leistung aus, welche im Gegensatz zu einer komplexen Arbeit (vgl. Unterneh- mensberatung, Urteil BGer 9C_589/2019 vom 2.3.2020 Erw. 3.3) keine materiel- le Beziehung oder besondere Bindung zum Dienstleistungsbezüger erforderte. Zudem waren einzelne Beigeladene nur für kurze Zeit Projektteilnehmer, so dass (über die gesamte Projektdauer) eine Kundenbindung gegenüber der Beschwer- deführerin bestanden haben muss. Entsprechend nahmen die Kunden primär die Beschwerdeführerin und nicht die einzelnen Kuriere als Vertragspartner wahr, zumal auch die Bezahlung über die Beschwerdeführerin lief. Die Beschwerdefüh- rerin war in der Beziehung zu den Dienstleistungsbezügern mehr als eine vermit- telnde Unternehmung in einem Dreiparteienverhältnis. 5.2.6Insgesamt sprechen die vorstehend geprüften Merkmale gegen das Vorlie- gen eines unternehmerischen Risikos bei den Beigeladenen und damit gegen ei- ne selbständige Erwerbstätigkeit. 5.3Da es sich jedoch bei Kurierdiensten (meist) um investitionsarme Dienst- leistungstätigkeiten handelt, ist das folgend zu prüfende Merkmal des betriebs- wirtschaftlich-arbeitsorganisatorischen Abhängigkeitsverhältnisses stärker zu gewichten (vgl. vorstehend Erw. 5.2.1). Eine wirtschaftliche Abhängigkeit liegt vor, wenn die erwerbstätige Person örtlich, zeitlich und mit Bezug auf ihre Ar- beitstätigkeit weisungsgebunden, Dienstleistungen nach diesen Weisungen "fremdgesteuert" erbringt und rechenschaftspflichtig sowie hierarchisch (Unter-29 ordnungsverhältnis) in eine fremde Arbeitsorganisation eingegliedert ist (VGE I 2019 64 vom 16.3.2020 Erw. 9.1 m.H.; Hürzeler/Kieser, a.a.O., Art. 1a N 27). Hinweise für eine selbständige Erwerbstätigkeit sind demgegenüber eine weitge- hend freie Einteilung der Arbeitstätigkeit und eine Weisungsgebundenheit nur in Bezug auf das Arbeitsergebnis, nicht aber mit Bezug auf die Art und Weise der Arbeitstätigkeit (vgl. Riemer-Kafka, Plattformarbeit oder andere Formen der Zu- sammenarbeit, SZS 2008 S. 584 f. m.H.). 5.3.1 Die Weisungsbefugnis des Arbeitgebers muss sich insbesondere auf Ele- mente beziehen wie die Arbeitszeit, das Verhalten am Arbeitsort, das Arbeitsver- fahren, die Zuweisung von Arbeiten, den Einsatzplan und vergleichbare Aspekte, bei welchen es sich um Anordnungen handelt, die sich nicht nur auf das anzu- strebende Ziel, sondern auch auf die Art der Durchführung beziehen (BGE 146 V 139 Erw. 6.2.2 m.w.H.). Eine Weisungsbefugnis fehlt bei selbständig Erwerbs- tätigen weitgehend, insbesondere hinsichtlich der Arbeitsweise oder der Prä- senzzeit (Frésard-Fellay/ Klett/ Leuzinger, a.a.O., N 8 zu Art. 13 ATSG). Wie die Beschwerdeführerin anführt, ist nicht zu verkennen, dass auch im Rah- men eines Auftragsverhältnisses von Seiten des Auftraggebers Anforderungen an den Dienstleister gestellt werden und Vorgaben in Bezug auf die gewünschte Ausführung der Arbeit gemacht werden, woraus nicht schon auf ein Abhängig- keitsverhältnis geschlossen werden kann (vgl. VGE I 2019 64 vom 16.3.2020 Erw. 9.2). Vorliegend bestehen jedoch Vorgaben hinsichtlich Verrichtung (Route) und Fahrzeug, sowie eine darauf bezogene Rechenschaftspflicht gegenüber der Beschwerdeführerin. Gemäss Beschwerdeführerin grenzte sich der Kurierdienst durch seine innovative Art der Zustellung und dem Ziel, die CO 2-Emmissionen zu minimieren, von den herkömmlichen Zustelldiensten ab (Beschwerdeschrift Erw. 4.0). Ihre Lieferungen gingen über einen professionellen und ordnungsgemässen Service hinaus. Die Kuriere ordneten sich dem Ziel der Beschwerdeführerin unter und die Beschwerdeführerin machte gegenüber den Kurieren die notwendigen Vorgaben hinsichtlich Art und Ausführung der Arbeit, um die CO 2-Emmissionen effektiv reduzieren zu können. In ihrer Beschwerdeschrift erläutert die Beschwer- deführerin, dass die CO 2-Einsparungen durch "andere Mittel" und "andere Wege reduziert auf ein Minimum" erreicht wurden (Beschwerdeschrift Erw. 4.0). Aus Letzterem kann abgeleitet werden, dass die Beschwerdeführerin für die Zuteilung Kenntnis der Standorte der Kuriere haben musste und die ideale Route vor- schrieb. Der Hinweis auf die Ausführung mit "anderen Mitteln" zeigt, dass die Be- schwerdeführerin gegenüber den Kurieren Vorgaben hinsichtlich der Fahrzeuge gemacht hat, um die ökologische Zielsetzung verwirklichen zu können. Folglich 30 unterlagen die Beigeladenen gewissen Weisungen hinsichtlich der Arbeitsweise und dem -verfahren. Es finden sich in den Akten keine Hinweise auf eine Präsenzpflicht. Wie bereits ausgeführt wurde, erfolgte jedoch die Auftragsverteilung über die Beschwerde- führerin. Die Beigeladenen nahmen weder direkt Aufträge entgegen, noch akqui- rierten sie eigens Kunden bzw. Aufträge. Auch wenn die Arbeitszeiten flexibel ausgestaltet sein mochten, konnten sie aufgrund der Auftragsvermittlung durch die Beschwerdeführerin nicht komplett frei in der Ausgestaltung ihrer Arbeitszei- ten sein. Um die Aufträge der Beschwerdeführerin erfüllen zu können, insb. Ex- press- oder Notfallsendungen (vgl. Beschwerdeschrift S. 4), musste ein zeitliches Weisungsrecht der Beschwerdeführerin gegenüber den beigeladenen Projektteil- nehmern bestanden haben. Kommt hinzu, dass auch bei fehlender Präsenz- pflicht, vollständiger Freiheit zur An- oder Ablehnung einer Arbeit weitere Fakto- ren für das Vorliegen einer arbeitsorganisatorischen Einbindung sprechen kön- nen (vgl. BGE 144 V 111 Erw. 6.3.1). Entscheidend ist, dass der Kurier bei An- nahme der Arbeit die Tätigkeit anhand der dargestellten Vorgaben der Be- schwerdeführerin zu erledigen hat. Der Aspekt, dass die Beschwerdeführerin sowohl die Aufträge sowie die Zahlun- gen der Endkunden entgegennahm, deutet ebenfalls darauf hin, dass die Beige- ladenen gegenüber den Endkunden im Interesse der Beschwerdeführerin han- delten. Weil die Kuriere weder selbstbestimmt Aufträge annehmen oder ablehnen sowie allfällige Preise festlegen konnten, ist davon auszugehen, dass die Be- schwerdeführerin die Konditionen festlegte und diese für die Kurierfahrer verbind- lich waren. Dies sind allesamt Indizien für das Vorliegen eines gewissen Wei- sungsrechts der Beschwerdeführerin gegenüber den Beigeladenen. 5.3.2Gegenstück zum Weisungsrecht des Arbeitgebers ist das Vorliegen eines Unterordnungsverhältnisses seitens der unselbständig erwerbstätigen Person. Der Arbeitnehmer hat demnach für den Arbeitgeber (in dessen Namen und auf dessen Rechnung) Arbeit zu erledigen und sich dabei dessen Weisungen zu un- terwerfen (Frésard-Fellay/ Klett/ Leuzinger, a.a.O., N 8 zu Art. 13 ATSG). Im vorliegenden Fall finden sich in den Akten keine Hinweise auf eine Präsenz- pflicht, ein Konkurrenzverbot, weitere Kontrollbefugnisse der Beschwerdeführerin oder eine Pflicht zur persönlichen Aufgabenerfüllung. Diese Merkmale stellen grundsätzlich allesamt Indizien für das Fehlen eines Subordinationsverhältnisses dar. Allerdings sprechen das Fehlen einer Präsenzpflicht und eine zeitliche Flexi- bilität bei der Ausübung der Erwerbstätigkeit gemäss bundesgerichtlicher Recht- sprechung - wie dargelegt - nicht per se gegen eine faktische arbeitsorganisatori- sche Einbindung (BGE 144 V 111 Erw. 6.3.1; Urteil BGer 9C_407/2016 vom 31 23.11.2016 Erw. 4.2.2; VGE I 2019 64 vom 16.3.2020 Erw. 9.3). Auch bei feh- lender Präsenzpflicht und dem Fehlen von umfassenden Kontrollbefugnissen können weitere Faktoren für das Vorliegen einer arbeitsorganisatorischen Ein- bindung sprechen (vgl. BGE 144 V 111 Erw. 6.3.1). Letztlich weist die von den Beigeladenen für die Beschwerdeführerin ausgeübte Tätigkeit als Kuriere auch in Bezug auf das Kriterium des Abhängigkeits- und Un- terordnungsverhältnisses verschiedene Indizien auf, die auf das Vorliegen eines solchen hinweisen. Die Beigeladenen mussten in der Ausübung ihrer Erwerbs- tätigkeit Weisungen befolgen, um das Erreichen des übergeordneten Ziels der Beschwerdeführerin, dem sie sich unterordneten, zu ermöglichen (arbeitsorgani- satorische Abhängigkeit). Die Beschwerdeführerin führte in der Beschwerde- schrift aus, dass das Projekt Erfolge in Form von erheblichen Einsparungen von CO2-Emissionen aufweisen konnte (vgl. Beschwerdeschrift S. 4), was indiziert, dass diese Unterordnung und Befolgung von Weisungen auch tatsächlich erfolgt ist. Weiter spricht die zentrale Stellung der Beschwerdeführerin in der Koordinati- on und Zuteilung der Aufträge, im direkten Kundenkontakt, sowie in der Abwick- lung des Zahlungsverkehrs für eine gewisse Abhängigkeit der Beigeladenen (wirtschaftliche Abhängigkeit). 5.3.3Die Würdigung der gesamten Umstände ergibt, dass ein Ungleichgewicht zwischen der Beschwerdeführerin und den Beigeladenen bestand. Den Beigela- denen kommt nicht die Stellung von gleichberechtigten Vertragspartnern zu. Die Beschwerdeführerin kann nicht als blosse Vermittlerin zwischen Kunden und un- abhängigen Kurierdiensten qualifiziert werden. Sie wirkte gestaltend auf die Ku- rierdiensttätigkeit ein, wodurch sie die Fahrer in ihre Betriebsorganisation einge- bunden hat. 5.4.Die Beschwerdeführerin weist in ihrer Beschwerdeschrift darauf hin, dass sämtliche Teilnehmer im Pilotprojekt den gleichen Bedingungen unterstanden (vgl. Beschwerdeschrift S. 4). In Bezug auf die gesonderte Beurteilung von E.________ kann grundsätzlich auf die vorherigen Ausführungen (vgl. vorste- hend Erw. 5.2.1 ff.) zu den anderen Beigeladenen verwiesen und folgendes hin- zugeführt werden: 5.4.1Wie die Vorinstanz korrekt erkannte, war E.________ weder bei der Be- schwerdeführerin, noch bei der L.________ GmbH (ab Gründung am 18.12.2015) im Revisionszeitraum als Gesellschafter eingetragen (Internet- Handelsregisterauszug vom 22.11.2021). Die Beschwerdeführerin führt in der Beschwerdeschrift aus, dass E.________ im Zeitpunkt der Gründung der L.________ GmbH (18.12.2015) für sie noch unselbständig tätig war. Mit Schrei-32 ben vom 8. Juli 2021 bestätigt dies E.________. Wie die anderen Teilnehmer am Projekt wollte er unter der Leitung von N.________ und P.________ bzw. O.________, die Selbständigkeit erlangen (Schreiben vom 8.7.2021, S. 2). Seine anschliessend erlangte Selbständigkeit bezog sich gemäss Angaben der SVA S.________ auf die Kunstbranche (vgl. Vi-act. 193) und erfasste somit nicht sei- ne Tätigkeit bei der Beschwerdeführerin, deren Zweck gemäss Handelsregister auf Kurierdienste gerichtet war. Die von der Beschwerdeführerin mit Einsprache eingereichten Beilagen (Vi-act. 170/62-68) vermögen nicht aufzuzeigen, inwie- fern die Leistungen an die SVA S.________ im Zusammenhang mit seiner Arbeit für die Beschwerdeführerin stehen. 5.4.2E.________ leistete im Vorfeld des Projektes Vorbereitungsarbeiten und akquirierte für die Beschwerdeführerin Auftraggeber (vgl. Vi-act. 170/17). Im dar- auffolgenden Revisionszeitraum deklarierte die Beschwerdeführerin gegenüber der Vorinstanz auf Lohnerklärungen im Revisionszeitraum einen Jahreslohn für E.________ von jeweils Fr. 50'000.-- (2014 Vi-act. 67, 2015 Vi-act. 82/1, 2016 Vi- act. 92/1, 2017 Vi-act. 101, 2018 Vi-act. 110). E.________ machte zudem ge- genüber der Vorinstanz im Rahmen von Schadens- und Unfallmeldungen in den Jahren 2015, 2017 sowie 2018 eine unselbständige Anstellung bei der Be- schwerdeführerin mit einem Pensum von 100% als Velokurier bzw. Kaufmann (Erw. 4.4.2) und 2015 ausdrücklich einem Jahreslohn von Fr. 50'000.-- (vgl. Vi- act. 192/10) geltend. Die Annahmen der Vorinstanz, E.________ sei wie die an- deren Beigeladenen für die Beschwerdeführerin strategisch (vgl. Erw. 4.4.1; u.a. Evaluation von Dienstleistern, sowie Einteilung der Teilnehmer) wie auch opera- tiv (eigentliche Kuriertätigkeit) tätig gewesen, sind schlüssig. Die Beschwerdefüh- rerin vermag mit ihrer Beschwerde nicht aufzuzeigen, inwiefern E.________ in seiner Tätigkeit für sie selbständig erwerbstätig war. 5.5Nach dem Gesagten weist die Tätigkeit der Beigeladenen für die Be- schwerdeführerin zwar verschiedene Merkmale einer selbständigen Erwerbs- tätigkeit auf (insbesondere die Beschaffung für Fahrzeuge, fehlende Präsenz- pflicht, fehlende Kontrollbefugnisse, fehlendes Konkurrenzverbot). Eine Gesamt- betrachtung der Elemente des Unternehmensrisikos und des Abhängigkeitsver- hältnisses ergeben jedoch, dass gestützt auf die Akten eine Vielzahl von Fakto- ren für eine unselbständige Erwerbstätigkeit sprechen. Die Beigeladenen traten im Rahmen ihrer Tätigkeit für die Beschwerdeführerin gegen aussen nicht in ei- genem Namen auf. Sie erscheinen diesbezüglich als vollständig in die Betriebs- organisation der Beschwerdeführerin eingebunden. Sie konnten keine Rechnun- gen stellen und das Inkasso oblag allein der Beschwerdeführerin. Die Beigelade- nen waren auf die Administration und Organisation der Beschwerdeführerin an-33 gewiesen. Sie hatten keinen unmittelbar ersichtlichen Einfluss auf die Preisge- staltung oder den Erhalt bzw. die Vergabe der Fahraufträge. Des Weiteren be- standen durch die Unterordnung der Zielsetzung des Projektes bestimmte Vor- gaben in Bezug auf die Art und Weise der Arbeitsverrichtung. Insofern liegt of- fenkundig ein Weisungsrecht der Beschwerdeführerin gegenüber den Beigelade- nen vor. Diese Gesamtbetrachtung der Voraussetzungen ergibt, dass die Beige- ladenen in ihrer Tätigkeit für die Beschwerdeführerin als unselbständige Erwerbs- tätige zu qualifizieren sind. 5.6.1Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, dass sämtliche beigelade- nen Teilnehmer, die zu Beginn ihrer Projektteilnahme noch keine Selbständigkeit vorwiesen und bei der Beschwerdeführerin unselbständig erwerbend gewesen seien, durch die Unterstützung von O.________ von P.________ im Rahmen des Pilotprojektes die Selbständigkeit angestrebt und erreicht hätten (vgl. Vi-act. 196/3 Ziff. 4.0). H.________ (vgl. Bf-act. 02/39 bzw. Vi-act. 170/49) und C.________ (vgl. Bf-act. 02/46f. bzw. Vi-act. 170/56 f.) hätten ihre Selbständig- keit als Kurierdienst am 1. Juli 2017 erlangt; G.________ habe seine Selbstän- digkeit im Transportgewerbe bereits am 1. Juli 2016 erlangt (vgl. Bf-act. 02/48 bzw. Vi-act. 170/58). 5.6.2Diese Vorbringen der Beschwerdeführerin sind unbehelflich, denn ein bis- heriger Arbeitnehmer wird noch nicht dadurch selbständig, dass er das bisherige Anstellungsverhältnis durch ein Auftragsverhältnis ersetzt, wenn sich an seiner tatsächlichen Stellung nichts ändert (vgl. Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG], 4. Aufl., Zürich 2020, Art. 10 N 28 mit Hinweisen). Es ist demnach erforderlich, dass bei ansons- ten gleichbleibenden wirtschaftlichen Beziehungen veränderte Tatsachen einen Wechsel von der unselbständigen in die selbständige Position begründen bzw. rechtfertigen. Die Beschwerdeführerin erklärt, dass die Teilnehmer zu Beginn un- selbständig erwerbend waren, vermag indes nicht aufzuzeigen, inwiefern sich die tatsächliche Stellung der Teilnehmer während des Projekts bzw. mit Erlangung der angeblichen Selbständigkeit verändert habe. Aus den Akten und den Buch- haltungsunterlagen der Beschwerdeführerin lässt sich ebenfalls keine Verände- rung des Verhältnisses zwischen den Teilnehmern ab dem 1. Juli 2016 bzw. dem 1. Juli 2017 erkennen. 6.1Nicht zu hören ist der Einwand der Beschwerdeführerin, es handle sich bei zwei Zahlungen ("Vorleistungen Gesellschafter für A.________" Fr. 51'746.15; "E.________ Fremdleistungen" Fr. 24'000.--) vom 31. Dezember 2016 an 34 E.________ nicht um Lohnzahlungen, sondern die Rückerstattung von Kapital- einsätzen, welche er zuvor privat in die GmbH investiert habe. 6.2Den Einwand der Rückerstattung von Kapitaleinsätzen hat die Beschwer- deführerin in ihrer Einsprache gegenüber der Vorinstanz nicht vorgebracht und dementsprechend wurde er auch nicht geprüft. Da die in den Vorgang involvierte Beschwerdeführerin und ihr Generalbevollmächtigter E.________ deutlich mach- ten, dass sie im laufenden Verfahren keine weiteren Auskünfte mehr machen, ist eine weitere Ermittlung des Sachverhaltes nicht greifbar und die Beurteilung hat gestützt auf die Akten zu erfolgen. Weder lassen sich aus den Unterlagen der Geschäftsjahren 2015 und 2016 (Vi-act. 161 f.) Investitionen seitens E.________ erkennen, noch gibt es andere Hinweise, welche einen Kapitaleinsatz bzw. des- sen Rückzahlung mindestens wahrscheinlich machen. Die Bezeichnungen der Zahlungen in der Buchhaltung der Beschwerdeführerin, "Vorleistung Gesellschaf- ter für A.________" und "E.________ Fremdleistung", deuten ebenfalls nicht auf eine Rückzahlung des Kapitaleinsatzes hin; zumal E.________ nie Gesellschaf- ter war (vgl. vorstehend Erw. 4.3.2 und 4.4.1) und Fremdleistungen auch in ande- ren Jahren verrechnet wurden, diese jedoch nicht als Rückzahlung von Kapital- einsätzen geltend gemacht werden. Aus den Akten geht nicht hervor, dass die Zahlungen eine Rückerstattung von Kapitaleinsätzen waren. 6.3Die Beschwerdeführerin möchte mit diesem Vorbringen eine neue Beurtei- lung der Zahlungen zu ihren Gunsten erwirken, bringt jedoch keine Unterlagen oder andere Nachweise vor, welche ihre Darlegung stützen würden. Sie vermag ihren Einwand nicht zu substantiieren und hat die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen. Es ist der Einschätzung der Vorinstanz zu folgen, welche die entspre- chenden Zahlungen des Kontos "Drittleistungen, Fremdabreiten" als Lohnzah- lungen gegenüber E.________ qualifizierte. 7.Insgesamt überwiegen die Merkmale einer unselbständigen Erwerbstätig- keit der Beigeladenen. Am dargelegten Ergebnis vermögen die Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts zu ändern. Entsprechend ist der angefochtene Ein- spracheentscheid, mit welchem die Tätigkeit der Beigeladenen für die Beschwer- deführerin als unselbständig qualifiziert wird, zu bestätigen und die Beschwerde ist abzuweisen. 8.Gemäss dem bis 31. Dezember 2020 gültigen Art. 61 lit. a ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 KVG musste das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht u.a. für die Parteien kostenlos sein. Für nach dem 1. Januar 2021 eingeleitete Verfahren gilt neu Art. 61 lit. f bis ATSG (vgl. Übergangsbestimmung Art. 83 ATSG). Danach ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflich-35 tig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist; sieht das Einzelgesetz keine Kostenpflicht bei solchen Streitigkeiten vor, so kann das Gericht einer Par- tei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichtskosten auferlegen. Mithin wurde mit der ATSG-Revision 2019 die allgemeine Kostenlosigkeit gestrichen und es kommt bezüglich Verfahrenskosten das kantonale Recht zur Anwendung (Art. 61 Satz 1 ATSG; § 71 ff. VRP), soweit nicht die Kostenlosigkeit gemäss neuem Art. 61 lit. fbis ATSG greift (vgl. zum Ganzen VGE II 2021 4 Erw. 6.1). Vorliegend handelt es sich nicht um eine Streitigkeit über Leistungen im Sinne von Art. 61 lit. f bis ATSG. Streitgegenstand sind Beiträge, womit das Verfahren kostenpflichtig ist. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von ins- gesamt Fr. 500.-- (vgl. § 3 der Gebührenordnung für die Verwaltung und die Rechtspflege im Kantons Schwyz [GebO; SRSZ 173.111] vom 20.1.1975 i.V.m. § 25 Ziff. 29 GebO [Gebührenrahmen von Fr. 100.-- bis Fr. 20'000.-- für verwal- tungsgerichtliche Beschwerdeverfahren]) sind dem Verfahrensausgang entspre- chend der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). 36 Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie hat am 24. Ju- ni 2021 einen Kostenvorschuss in dieser Höhe geleistet, womit die Rech- nung ausgeglichen ist. 3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer- de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei- zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes- gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe- schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 4. Zustellung an: -die Beschwerdeführerin (R) -die Vorinstanz (R) -die Beigeladenen (R) -und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). Schwyz, 18. Januar 2022 Im Namen des Verwaltungsgerichts Der Vizepräsident: Die a.o. Gerichtsschreiberin: *Anforderungen an die Beschwerdeschrift Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru- mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Versand: 3. Februar 2022Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer II