B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-4524/2013 U r t e i l v o m 1 5 . M a i 2 0 1 4 Besetzung Richter Frank Seethaler (Vorsitz), Richterin Eva Schneeberger, Richter Philippe Weissenberger; Gerichtsschreiberin Karin Behnke. Parteien X._______, Beschwerdeführer, gegen Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA, Einsteinstrasse 2, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Unerlaubte Entgegennahme von Publikumseinlagen/Werbeverbot/Publikation des Werbeverbots/Kostenauflage. B-4524/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Wegen Verdachts auf eine bewilligungspflichtige Tätigkeit setzte die Vorinstanz mit superprovisorischer Verfügung vom 1. März 2013 Rechts- anwalt A._______, B._______, als Untersuchungsbeauftragten ein. Darin untersagte sie der C._______ AG, der D._______AG und E._______ jeg- liche Entgegennahme von Publikumseinlagen sowie jede Werbung für de- ren Ent gegennahme. Der Untersuchungsbeauftragte wurde ermächtigt, allein für die C._______ AG und die D._______AG mit Organstellung zu handeln. Ferner wurden sämtliche Kontoverbindungen und Depots, die auf di e C._______ AG, die D._______ AG und/oder E._______ lauteten oder an denen diese wirtschaftlich berechtigt waren, gesperrt. Die drei Verfügungsadressaten wurden eingeladen, bis am 22. März 2013 zu den superprovisorisch verfügten vorsorglichen Massna h- men Stellung zu nehmen. Diese führten Beschwerde beim Bundesverwal- tungsgericht, welches mit drei Urteilen vom 22. Mai 2013 auf die B e- schwerden nicht eintrat. Die C._______AG und die D._______AG fochten die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Mai 2013 beim Bu n- desgericht an, welches auf die Beschwerden m it Urteilen 2C_571/2013 und 2C_570/2013 vom 21. Juni 2013 nicht eintrat. A.b Der von der Vorinstanz eingesetzte Untersuchungsbeauftragte erstat- tete am 19. April 2013 einen umfassenden Untersuchungsbericht. Darin kam er im Wesentlichen zum Ergebnis, die C._______AG werbe (vermut- lich ausschliesslich in F._______) bei einer Vielzahl von Personen für F i- nanzdienstleistungen. Sie biete Kunden Investitionsmöglichkeiten in schweizerische Immobiliengesellschaften an. Gemäss den Verkaufspro s- pekten der C._______ AG investierten die Kunden in Immobilienaktien oder in Immobilienschuldbriefe, wobei die Einzelheiten der beiden Investi- tionsmöglichkeiten aus den Verkaufsprospekten nicht genau hervorgi n- gen. Die Kunden schlössen mit der C._______AG einen schriftlichen Ver- trag ab bzw. würden in der Regel mit G._______ einen Treuhandvertrag sowie ein Formular A unterzeichnen . Die C._______ AG habe, soweit e r- sichtlich, von mindestens 20 Kunden Gelder im U mfang von rund Fr. 400'000.– entgegengenommen. Die C._______AG habe bis zum 5. März 2013 auf verschiedenen Internetseiten und mit verschiedenen Printm e- dien (Flyer, Informationsprosp ekte) für ihre Produkte bzw. ihre Anlage- möglichkeiten geworben. B-4524/2013 Seite 3 Die D._______ AG habe beabsichtigt, die Liegenschaft Kat. Nr. H._______ (Grundbuch I._______) käuflich zu erwerben und habe hierzu mit den Eheleuten J._______ am 12. August 2011 einen Kaufvertrag a b- geschlossen, den sie öffentlich beurkundet habe. Die D.________AG ha- be geplant , auf der erwähnten Liegenschaft ein Mehrfamilienhaus zu erstellen und dieses anschliessend zu verkaufen. Sie habe hierfür mit der K._______ am 25. Januar 2012 einen Darlehensvertrag über einen B e- trag von 1,14 Mio. Fr. abgeschlossen. Ferner habe die L._______ GmbH der D._______AG am 15. Oktober 2011 ein Darlehen von Fr. 350'000.– gewährt. Das Grundstück Kat. Nr. H._______ (Grundbuch I._______) sei jedoch nie in das Eigentum der D._______ AG übergegangen. Die K._______ habe deswegen in der Folge kein Darlehen gewährt. Die D._______AG habe mit dem ihr zur Verfügung stehen den Geld (insbe- sondere dem Darlehen der L._______GmbH keine Anlagen getätigt, son- dern ihre Betriebskosten beglichen und den Eheleuten M._______ ein zu 6 % p.a. verzinsliches Darlehen von Fr. 110'000. – gewährt. N._______ sei zusammen mit O._______ hälftige Miteigentümerin der Liegen schaft Kat. Nr. P .________ (Grundbuch Q._______). O._______ sei Verwaltung srat und Geschäftsführer der C._______ AG und D.________AG gewesen. Ferner sei er als I nhaber des Einzelunter- nehmens G._______ tätig gewesen. Der Beschwerdeführer sei auf Man- datsbasis Verwaltungsratspräsident der C._______ AG und D.______AG gewesen. Obwohl der Beschwerdeführer in seinen Telefax -Schreiben an den Untersuchungsbeauftragten wiederholt erklärt habe, über die in der superprovisorischen Verfügung gen annten Sachverhalte keine Kenntni s- se zu haben, finde sich seine Unterschrift auf Korrespondenzen, Vertr ä- gen und anderen Unterla gen der C._______ AG und D._______AG. Fer- ner habe er auch Schreiben an Kunden der C._______AG unterzeichnet, auf denen die Geldanlage erklärt werde und die Vertragsnummer ersicht- lich sei. Die Behauptungen des Beschwerdefüh rers, von den in der Ve r- fügung genannten und tatsächlich ausgeführten Ge schäftstätigkeiten der C.______AG und D._______AG nichts gewusst z u haben, überzeugte n nicht. Die C._______AG und die D._______AG seien in personeller, wirtschaft- licher und organisatorischer Sicht eng miteinander sowie mit O._______ (als Inhaber eines Einzelunternehmens) verflochten. Ferner bestünden Verflechtungen zwi schen der C._______ AG und der R._______ AG (in Gründung). Die zwischenzeitlich gelöschte S._______AG, in T._______, habe gemäss ihren Informationsprospekten Anlegern ein ähnliches Ange-B-4524/2013 Seite 4 bot wie die C._______ AG unterbreitet. Die U._______ sei bei den G e- schäften der S._______ AG Treuhänderin gewesen. Aus den Geschäft s- unterlagen gehe her vor, dass O.________ seit Herbst 2010 von der S._______AG anstelle der U._______ als Treuhänder eingesetzt worden sei. Es sei davon auszugehen, dass O._______ teilweise Kunden von der S._______AG zur C._______AG übernommen und bei dieser weiter b e- treut habe. Die C._______AG habe mit 20 Personen in F._______ und mit einer Per- son in der Schweiz Vermittlervereinbar ungen auf Provisionsbasis abg e- schlossen. Die C._______AG habe drei Bankkonten bei der V._______AG und ein Bankkonto bei der K._______ unterhalten. Gemäss der Basisdokumenta- tion sei die C._______AG an den Geldern auf diesen Bankkonten wir t- schaftlich berechtigt gewesen. Der Beschw erdeführer sowie O._______ hätten bezüglich dieser Bankkonten b is zur Sperrung durch die Vori n- stanz je Einzelzeichnungsberechtigung gehabt. Die D.________AG habe zwei Bankkonten bei der V._______AG und ein Konto bei der K._______ unterhalten, an welchen sie wirtschaftlich berechtigt gewesen sei. Auch bezüglich dieser Bankkonten hätten der Besc hwerdeführer und O._______ bis zur Sperrung durch die Vorinstanz je Einzelzeichnungsbe- rechtigung gehabt. E._______ habe bei der K._______ sechs Bankkon- ten unterhalten. Gemäss Basisdokumentation seien an den Geldern auf den Bankkon ten Nrn. 1234, 5678, 9101112 und 13141516, lautend auf E._______, bei der K._______ E._______ und O._______ wirtschaftlich berechtigt gewesen. E._______ und O._______ hätten bezüglich dieser Bankkonten bis zur Sperrung durch die Vorinstanz je Einzelzeichnu ngs- berechtigung gehabt. Sowohl die C._______AG als auch die D._______AG seien überschuldet und illiquid. Der Un tersuchungsbericht wurde der C._______ AG, der D._______ AG, O._______, E._______ und dem Beschwerdeführer am 23. April 2013 zur Stellungnahme bis zum 10. Mai 2013 zugestellt. Der Beschwerdeführer äusserte sich am 17. Juni 2013. A.c Mit Verfügung vom 12. Juli 2013 stellte die Vorinstanz fest, die C._______AG und D._______AG hätten ohne Bewilligung gewerbsmä s- sig Publikumseinlagen entgegengenommen und damit gegen das Ba n-B-4524/2013 Seite 5 kengesetz verstossen (Dispositiv-Ziff. 1). Ferner stellte sie fest, dass der Beschwerdeführer, O._______ sowie E._______ aufgrund ihres mas s- geblichen Beitrags zu den Tätigkeiten der C._______AG und D._______AG ohne Bewilligung gewerbsmässig Publikumseinlagen en t- gegengenommen sowie für diese Tä tigkeit Werbung betrieben und damit das Bankengesetz schwer verletzt hätten (Dispositiv -Ziff. 2). Die Vorin- stanz eröffnete am 17. Juli 2013, 08:00 Uhr, den Kon kurs über die C._______AG und D.________AG. Als Konkursliquidator setzte sie den bisherigen Untersuchungsbeauftrag ten ein (Dispositiv -Ziff. 4 bis 6). Es wurde sodann festgestellt, dass die Konten Nr. 1234, 5678, 9101112 und 13141516 bei der K._______ , alle lau tend auf E._______ , den Aktiven bzw. Passiven der C._______ AG zuzuordnen seien. Die mit superprov i- sorischer Verfügung vom 1. März 2013 erfolgte Sperre wurde aufrechte r- halten (Dispositiv -Ziff. 11). Gegenüber d em Beschwerdeführer, O._______ und E._______ sprach die Vorinstanz Ausübungs - und Wer- beverbote hinsichtlich der Entgegennahme von Publikumseinlagen aus (Dispositiv-Ziff. 12, 13). Die Vorinstanz verfügte sodann, dass die Disposi- tivziffern 12 und 13 nach Eintritt der Rechtskraft der angefochtenen Ve r- fügung betreffend den Beschwerdefüh rer, O._______ und E._______ für die Dau er von fünf Jahren auf ihrer Internetseite ( www.finma.ch) verö f- fentlicht würden (Dispositiv-Ziff. 14). Die Dispositivziffern 3 bis 11 der Ver- fügung wurden für sofort vollstreckbar erklärt (Dispositiv-Ziff. 15). Die Kosten des Untersuchungsbeauf tragten (Fr. 46'651.55 [inkl. MwSt]) und die Verfahrenskos ten (Fr. 39'000.–) wur- den sämtlichen Verfügungsadressaten solidarisc h auferlegt (Dispositiv - Ziff. 16, 17). Zur Begründung führte die Vorinstanz im Wesentlichen aus, es rechtfert i- ge sich eine gruppenweise Betrachtung der Vorgänge um die C._______- Gruppe anzunehmen, was zur Folge habe, dass die aufsichtsrechtlichen Konsequenzen alle Beteiligten träfen, selbst wenn nicht alle Involvierten an sämtlichen Handlungen teilgenommen hätten. Die C._______AG habe gestützt auf die Vertrags- und Geschäftsunterlagen seit dem ersten Quar- tal 2010 mindestens von 20 Kunden 90 Einzahlungen in der Gesamthöhe von mindeste ns Fr. 500'000. – entgegengenommen. Die durch die C._______AG angebotenen Anlagemöglichkeiten wiesen sämtliche Merkmale einer Publikumseinlage im Sinne des Bankengesetzes auf. Ferner seien die C._______AG und D._______AG illiquid und mutmass- lich überschuldet, weshalb der Konkurs über sie zu eröffnen sei. B-4524/2013 Seite 6 B. Gegen diese Verfügung reicht der Beschwerdeführer am 7. August 2013 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwer de ein und stellt folgende An- träge: "1. Das in der Verfügung vom 12.07.2013 gegen mich persönlich ausgesprochene "Werbeverbot" sei aufzuheben; 2. die vorgesehene Veröffentlichung des gegen mich gerichteten Werbeverbotes sei aufzuheben; 3. die mir in der Verfü gung vom 12.07.2013 solidarisch auferlegte Kostentragungspflicht sei aufz u- heben; 4. dem Beschwerdegegner seien die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen." Zur Begründung führt er an, seine Aktivitäten für die beiden Aktiengesell- schaften seien praktisch ausschliesslich im Aus land erfolgt. Er habe sich in der Schweiz nur 2011 und 2012 aufgehalten, so dass die tatsächliche Überwachung aller Aktivitäten von O._______ nur sehr eingeschränkt möglich gewesen sei. Aufgrund seines Mandatsvertrags habe ohnehin kein Grund für eine solch e Überwachung bestanden. Seine beruflich b e- dingte Auslandabwesenheit sei von der Familie M._______ geschickt da- zu benutzt worden, ein Luxusleben zu führen, so dass die von ihm zur Hälfte er worbene C._______ AG in Konkurs gegangen sei . O._______ habe ihm wichtige Aktivitäten vorenthalten. Hinzu komme, dass praktisch alle Kundengelder nicht etwa auf e ines der Geschäftskonten der C._______AG einbezahlt worden seien, sondern ausschliesslich auf Kon- ten der M._______ , an denen nur jene wirtschaft lich berechtigt ge wesen seien. Zudem sei der verfassungsrechtlich geschützte Gehörsanspruch, wie er auch in Art. 30 VwVG verbrieft sei, nicht gewährt worden. Für die in Art. 30 Abs. 2 VwVG aufgeführten Ausnahmen bestehe kein Raum . Er habe keine nach den Finanzmarktgesetzen unterstellungspflichtige Tätig- keit ausgeübt. Er sei nahezu ausschliesslich für die W._______-Gruppe in den USA tätig gewesen, so dass er für andere Tätigkeiten keine Zeit ge- habt habe. Die C._______AG habe in erster Linie die Beratung und die Vermittlung von nachrangigen Darlehen für die D._______AG bezweckt. C. Mit Zwischenverfügung vom 14. August 2013 wurde der Beschwerdefü h- rer aufgefordert, einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500.– in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten, woraufhin der Besch werde-B-4524/2013 Seite 7 führer mit Eingabe vom 22. August 2013 um unentgeltliche Rechtspflege ersuchte. D. Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 26. Augu st 2013 wurde der Beschwerdeführer aufgefordert, dem Bundesverwaltungsgericht bis zum 5. September 2013 eine gültige Zustelladresse in der Schweiz anzugeben sowie das beigelegte Formular bezüglich des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege ausgefüllt und mit den nötigen Beweismitteln versehen ei n- zureichen. Nachdem die Annahme dies er Verfügung, welche an die D._______AG adressiert war, von der Vorinstanz verweigert wurde, wu r- de der Beschwerdeführer mit instruktionsrichterlichem Schreiben vom 29. August 2013 aufgefordert, bis zum 9. September 2013 ein Zustelldomizil in der Schweiz anzugeben. E. Am 4. September 2013 reichte der Beschwerdeführer das ausgefüllte Gesuchsformular betreffend unentgeltliche Rechtspflege samt zweier Bei- lagen ein. F. Mit Zwischenverfügung vom 10. September 2013 wurde dem Beschwe r- deführer die angesetzte Frist zur Domizilv erzeigung bis zum 9. Septe m- ber 2013 abgenommen. Gleichzeitig wurde er aufgefordert, innert 10 T a- gen nach Empfang der Verfügung ein Zustelldomizil in der Schweiz a n- zugeben. Auch die Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses bis zum 16. September 2013 wurde dem Beschwerdeführer abgenommen. G. Am 23. September 2013 teilte der Beschwerdeführer dem Bundesverwa l- tungsgericht mit, dass seine Suche nach einem Zustelldomizil in der Schweiz erfolglos geblieben sei. Mit Zwischenverfügung vom 25. Se p- tember 2013 wurde die Vorinstanz angefragt, ob sie als Konkursliquidato- rin bereit wäre, an den Beschwerdeführer e rgehende, an die Adresse der C._______AG zugestellte gerichtliche Verfügungen weiterzuleiten, was die Vorinstanz mit Schreiben vom 1. Oktober 2013 ablehnte. H. Mit Vernehmlassung vom 18. Oktober 2013 beantragt die Vorinstanz die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. B-4524/2013 Seite 8 I. Replikando hält der Beschwerdeführer am 28. Oktober 2013 an seinen Prinzipalanträgen fest. J. Mit Eingabe vom 4. November 2013 verzichtet die Vorinstanz ausdrück- lich auf die Erstattung einer Duplik. K. Mit Eingabe vom 14. November 2013 ersucht der Beschwerdeführer um vollständige Einsicht in die Beilagen zur angefochtenen Verfügung bzw. um Zustellung aller Beilagen an seinen Wohnsitz in Deutschland, welches Gesuch mit Verfügung vom 18. November 2013 abgelehnt wurde. L. Mit Verfügung vom 27. November 2013 wurde die Vorinstanz aufgefo r- dert, die CDs mit den eingescannten Akten z.H. des Beschwerdeführers möglichst umgehend dem Bundesverwaltu ngsgericht einzureichen, we l- chem Ersuchen die Vorinstanz mit Eingabe vom 4. Dezember 2013 nach- kam. Am 11. De zember 2013, 15. Januar 2014 und 12. Februar 2014 stellte das Bundesverwaltungsgericht dem Besc hwerdeführer insgesamt drei Mal die von der Vorinstanz eingescannten Akten zu. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Der Entscheid der Vorinstanz vom 12. Juli 2013 stellt eine Verfügung im Sinne von Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) da r. Das Bundesverwaltung s- gericht ist gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerdeinstanz gegen Verfügungen gemäss Art. 5 VwVG, die u.a. von den Anstalten und Betrieben des Bundes erla s- sen werden (Art. 33 Bst. e VGG). Darunter fällt die vorliegende, von der Vorinstanz erlassene Verfügung (Art. 54 Abs. 1 des Finanzmarktau f- sichtsgesetzes vom 22. Juni 2007 [FINMAG, SR 956.1]). Das Bunde s- verwaltungsgericht ist damit zur Behandlung der Beschwerde gegen die vorinstanzliche Verfügung zuständig. 1.2 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgeno m- men, ist durch die ihn selbst betreffenden Feststellungen und Anordnu n- gen im angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat als Verf ü-B-4524/2013 Seite 9 gungsadressat ein schutz würdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Er ist somit zur Beschwerdeführung l e- gitimiert. 1.3 Die Eingabefrist sowie die Anforderungen an Form und Inhalt der B e- schwerdefrist sind gewahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 VwvG), und auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor. Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 1.4 Angefochten und damit Streitgegenstand sind die Feststellung, dass der Beschwerdeführer gegen das Bankengesetz verstossen hat , das Werbeverbot, die auf f ünf Jahre befristete Publikation des Werbeverbots sowie die dem Beschwerdeführer solidarisch auferlegte Kostentragung s- pflicht der Untersuchungs- und Verfahrenskosten. 2. Die Vorinstanz ist verpflichtet und befugt, bei Verletzung von Finan z- marktgesetzen oder zur Beseitigung von Missständen für die Wiederhe r- stellung des ordnungsgemässen Zustands zu sorgen (Art. 31 FINMAG). Sie übt die Aufsicht nach den Finanzmarktgesetzen und nach dem FINMAG aus und hat entsprechend über die Einhaltung der g esetzlichen Vorschriften zu wachen. Weil hierzu auch (potentielle) Verletzungen au f- sichtsrechtlicher Bestimmungen zählen (Art. 30 FINMAG), ist ihre Aufsicht nicht auf die einem Finanzmarktgesetz unterstellten Betrieb e beschränkt. Zu ihrem Aufgabenbereich g ehören vielmehr auch die Abklärung der in Frage stehenden finanzmarkrechtlichen Bewilligungspflicht einer Gesel l- schaft oder Person, welche nicht oder noch nicht formell unter die au f- sichtsrechtlichen Bestimmungen fallen (Art. 3 Bst. a FINMAG; Art. 1, Art. 3 ff. des Bankengesetzes vom 8. November 1934 [BankG, SR 952.0]; vgl. BGE 136 II 43 E. 3.1; BGE 132 II 382 E. 4.1, mit Hinweisen). Sie ist de s- halb berechtigt, die im Gesetz vorgesehenen Mittel auch gegenüber Inst i- tuten oder Personen einzusetzen, deren Unte rstellungs- und Bewill i- gungspflicht im Einzelfall umstritten sind (vgl. BGE 136 II 43 E. 3.1). Geht eine Gesellschaft unbewilligt einer den Banken vorbehaltenen Tätigkeit – wie etwa der gewerbsmässigen Entgegennahme von Publikumseinlagen (Art. 1 Abs. 2 BankG) – nach, kann die Vorinstanz sie im Rahmen der all- gemeinen Verfassungs- und Verwaltungsgrundsätze aufsichtsrechtlich l i- quidieren (Art. 37 Abs. 3 FINMAG; vgl. BGE 136 II 43 E. 3.2; BGE 131 II 306 E. 3.1.2). Diese Sanktion, welche als ult ima ratio den schwerstmögli- chen Eingriff darstellt, soll dabei den Hauptzwecken der finanzmarktrecht- lichen Gesetzgebung, dem Schutz der Gläubiger und Anleger sowie der B-4524/2013 Seite 10 Lauterkeit des Finanzplatzes Schweiz Rechnung tragen (Art. 5 FINMAG; vgl. BGE 136 II 43 E. 3.2; BGE 132 I I 382 E. 7.2; BGE 131 II 306 E. 4.1.3). Finanzmarktrechtliche Sanktionsmassnahmen müssen neben ihrer Voraussehbarkeit aufgrund genügend bestimmter gesetzlicher Grundl a- gen zudem verhältnismässig sein und sollen insbesondere nicht über das hinausgehen, was z ur Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands erforderlich ist. Geht die Gesellschaft oder eine Gruppe von Gesellscha f- ten sowohl bewilligungspflichtigen als auch finanzmarktrechtlich unb e- denklichen Aktivitäten nach, sind entweder nur der bewilligungspfl ichtige Teil der Gesellschaft oder nur die innerhalb einer Gruppe betroffenen Ge- sellschaften zu liquidieren, falls dies technisch möglich und die erlaubten Geschäftstätigkeiten von eigenständiger Bedeutung sind. Es dürfen dabei keine buchhalterisch nicht a bgrenzbaren finanziellen Mittel, die in Verle t- zung finanzmarktrechtlicher Bestimmungen generiert wurden, in die nicht- bewilligungspflichtige Tätigkeit geflossen sein. Zudem muss davon au s- gegangen werden können, dass künftig kein relevantes Risiko mehr b e- steht und keine gesetzwidrig bewilligungspflichtigen Aktivitäten mehr en t- faltet werden können (vgl. BGE 136 II 43 E. 3.3; Urteile des Bundesg e- richts 2C_74/2009 vom 22. Juni 2009 E. 3.2.3 und des Bundesverwa l- tungsgerichts B-4066/2010 vom 19. Mai 2011, E. 8.4; POLEDNA/JERMINI, in: Basler Kommentar , Bankengesetz, 2. Aufl. 2013, N . 10 zu Art. 23quinquies BankG S. 547; BAUER/HARI/JEANNERET, a.a.O., N. 13 zu Art. 33 BankG S. 686). 3. 3.1 Die Vorinstanz stellt in der angefochtenen Verf ügung fest, der B e- schwerdeführer habe aufgrund seines massgeblichen Beitrags zu der Tä- tigkeit der C._______ AG und D._______AG ohne Bewilligung gewerb s- mässig Publikumseinlagen entgegengenommen, für diese Tätigkeit We r- bung betrieben und damit aufsichtsrechtliche Bestimmungen (Bankenge- setz) schwer verletzt. Der Beschwerdeführer bestreitet dies. Aufgrund der örtlichen, personellen und finanziellen Verflechtungen der beiden Gesel l- schaften hat die Vorinstanz die genannten Gesellschaften als Einheit und damit als Gruppe qualifiziert. Dem hält der Beschwerdeführer im Wesent- lichen entgegen, er habe mi t den "betrügerischen Machenschaften" des Ehepaars M._______ nichts zu tun bzw. sei von den M._______ hinter- gangen worden; dies ergebe sich schon allein aus der Tatsache, dass der grösste Teil der Anlagegelder nicht auf Konten der beiden Gesellschaften, sondern auf Konten von E._______ bei der K._______ geflossen seien. B-4524/2013 Seite 11 3.2 Da der Beschwerdeführer die Feststellungen der Vorinstanz betre f- fend unerlaubte Entgegennahme von Publikumseinlagen d urch die C._______AG und D._______AG nicht bestreitet, sondern gar von "be- trügerischen Machenschaften" des M._______ spricht, kann auf die b e- treffenden Ausführungen in der angefochtenen Verfügung abgestellt und verwiesen werden. Damit ist vorliegend vorfra geweise zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Tätigkeit für die C._______ -Gruppe im banken- und bör- senrechtlichen Sinn als Mitglied dieser Gruppe zu qualifizieren und in die- ser Eigenschaft al s Gruppenmitglied aufsichtsrechtlich zur Mitverantwo r- tung zu ziehen ist. 3.3 Natürlichen und juristischen Personen, die nicht dem Bankengesetz unterstehen, ist es untersagt, gewerbsmässig Publikumseinlagen entg e- genzunehmen (Art. 1 Abs. 2 BankG). Die Bewilligungspflicht und die finanzmarktrechtliche Aufsicht sollen nicht dadurch umgangen werden können, dass einzelne Unternehmen bzw. die dahinter stehenden Personen für sich allein nicht alle Voraussetzungen für die Unterstellungspflicht erfüllen, im Erg ebnis aber gemeinsam de n- noch eine bewilligungspflichtige Tätigkeit ausüben. Der Schutz des Mar k- tes, des Finanzsystems und der Anleger rechtfertigt in solchen Fällen trotz formaljuristischer Trennung der Strukturen finanzmarktrechtlich eine einheitliche (wi rtschaftliche) Betrachtungsweise, falls zwischen den ei n- zelnen Personen und/oder Gesellschaften enge wirtschaftliche (finanzie l- le/geschäftliche), organisatorische oder personelle Verflechtungen best e- hen und vernünftigerweise einzig eine Gesamtbetrachtung den faktischen Gegebenheiten und der Zielsetzung der Finanzmarktaufsicht gerecht wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_30/2011/2C_543/2011 vom 12. Januar 2012 E. 3.1.1; BGE 136 II 43 E. 4.3.1; B-4066/2010 E. 5.3). 3.4 Ein gruppenweises Vorgehen liegt nach der Rechtsprechung insb e- sondere dann vor, wenn die Beteiligten gegen aussen als Einheit auftr e- ten oder aufgrund der Umstände (z.B. Verwischen der rechtlichen und buchhalterischen Grenzen zwischen den Beteiligten; faktisch gleiche G e- schäftssitze; wirtschaftlich unbegründete, verschachtelte Beteiligungsve r- hältnisse; zwischengeschaltete Treuhandstrukturen usw.) davon ausz u- gehen ist, dass koordiniert – ausdrücklich oder stillschweigend arbeitstei- lig und zielgerichtet – eine gemeinsame Aktivität im aufsichtsrec htlichen Sinn ausgeübt oder wesentlich gefördert wird. Ein blosses Parallelverha l- ten genügt für die Annahme, es werde gruppenweise gehandelt, nicht. B-4524/2013 Seite 12 Umgekehrt ist nicht erforderlich, dass eine gemeinsame Umgehungsa b- sicht besteht, da die von der Gruppe ausg ehende Gefahr nicht von den Intentionen der einzelnen Gruppenmitglieder abhängt. Die verschiedenen in der Rechtsprechung genannten Kriterien müssen nicht notwendige r- weise kumulativ erfüllt sein; je mehr Indizien vorliegen, umso eher darf in der Gesamtwürdi gung ein aufsichtsrechtlich gruppenweise zu erfasse n- des Handeln bejaht werden. Erforderlich ist eine faire Gesamtsicht (vgl. Urteil 2C_30/2011/2C_543/2011 E. 3.1.2; BGE 136 II 43 E. 4.3. 1; BLOCH/VON DER CRONE, Begriff der Gruppe in Fällen unbewilligter Eff ek- tenhändlertätigkeit, in: SZW 2010, S. 169). 4. Die Vorinstanz begründet die individuelle Verantwortlichkeit des B e- schwerdeführers für den Verstoss der C._______ -Gruppe gegen das Verbot von Art. 1 Abs. 2 BankG im Wesentlichen wie folgt . Sowohl der Beschwerdeführer als auch O._______ würden sich dahingehend zu e x- kulpieren versuchen, als sie sich gegenseitig die Verantwortung und die Schuld für die Ereignisse zuschöben. Der Beschwerde führer behaupte, von den Anlagetätigkeiten der C._______ -Gruppe nichts gew usst zu ha- ben, bzw. dass O._______ Hauptakteur gewesen sei. O._______ wieder- um mache geltend, sich bei seinen Aktivitäten für die C._______-Gruppe auf den Erfahrungsschatz des Beschwerdeführers verlassen zu haben. Die Argumente des Beschwerdeführers und von O._______ überzeugten nicht. Der Beschwerdeführer sei als einzelzeichnungsberechtigtes Organ der C._______ AG und der D.________ AG – insbesondere als deren Verwaltungsratspräsident – für die Geschäftsaktivitäten der C._______ - Gruppe direkt verantwortl ich. Das Geschäftsmodell der C._______ - Gruppe sei über diverse öffentlich zugängliche Kanäle wie Flyer, Werb e- broschüren, Internet, Roadshows usw. beworben worden. Es sei schwer vorstellbar, dass der Beschwerdeführer von diesen Aktivitäten nichts g e- wusst habe, zumal er in den diversen Werbeunterlagen als Finanzexperte ausgewiesen werde und auch auf der Inter netseite der C._______AG als solcher präsent gewesen sei . Der Beschwerdeführer habe zudem in se i- ner Stellungnahme vom 17. Juni 2013 eingeräumt, dass man mi ttels Werbeaktivitäten im Bereich nachrangige r Darlehen tätig gewesen sei und habe Fuss fassen wollen. In diesem Zusammen hang habe er und O._______ im Januar 2011 ein Seminar der SRO PolyReg besucht. 4.1 Von Frühjahr 2010 bis Frühjahr 2013 haben die C ._______AG und die D._______ AG von mindestens 20 Kunde n Gelder im Umfang von B-4524/2013 Seite 13 rund Fr. 500'000.– entgegen genommen ( vgl. Untersuchungsbericht Rz. 72, 73). 4.2 Der Bes chwerdeführer war bei der D._______ AG vom 26 . Januar 2011 bis zum 6. März 2013 und bei der C._______AG vom 2. Dezember 2010 bis zum 6. März 2013 jeweils als Präsident des Verwaltungsrates mit Einzelunterschriftsberechtigung im Handelsregister ein getragen. G e- mäss den Statu ten der C._______ AG vom 10. Juni 2010 war der B e- schwerdeführer Verwaltungsratspräsident der C._______AG (vgl. Beilage zur Eingabe vom 14. November 2013). Laut der öffentlichen Beurkundung über die Grün dung der D._______ AG vom 12. Januar 2011 war der B e- schwerdeführer Verwaltungsratspräsident der D._______AG (Beilage 108 zum Untersuchungsbericht). Ferner war der Beschwerdeführer zu 50 % als Aktionär an der C._______AG beteiligt. An der D._______AG war die C._______AG zu 95 % als Aktionärin beteiligt (Beilage 12 zum Unters u- chungsbericht). Zutreffend ist, dass zwischen dem Beschwerdeführer und O._______ am 17. Juni 2010 ein Mandatsvertrag abgeschlossen wurde, in welchem sich der Beschwerdeführer verpflichtete als fiduziarischer Verwaltungsrat bzw. nach den Weisungen von O._______ zu amten (Bei- lage 102 zum Untersuchungsbericht). Im Bereich der Aufgaben d es Art. 716a Abs. 1 OR trägt jeder Verwaltungsrat körperschaftsrechtlich die E i- genverantwortung. Er ist zur gestalterischen und entscheidenden Täti g- keit in diesem Bereiche höchstpersönlich berufen. Daher sind auch die unter früherem Rech t ziemlich verbreiteten "Verwaltungsrats - Bindungsverträge", insoweit als sie einen Verwaltungsrat im Bereich der unentziehbaren Hauptaufgaben dem Willen eines andern – womöglich eines Nichtverwaltungsrates – direkt und rechtlich durchsetzbar unterstel- len wollen, mit Art. 716a Abs. 1 OR unvereinbar und daher nichtig. Im Be- reich der Kernaufgaben der Art. 716 Abs. 2 OR, Art. 716a OR und Art. 716b OR kann sich der Verwaltungsrat schlechterdings nicht rechtsgültig vertraglich dazu verpflichten, Weisungen einer anderen Person oder Per- sonengruppe zu befolgen. Ein Vertrag mit diesem Inhalt verstösst ins o- weit gegen zwingendes Recht und ist unwirksam (PETER BÖCKLI, Schwei- zer Aktienrecht, 4. Aufl. 2009, N. 457 ff. S. 1727 f.). 4.3 Zu den unübertragbaren un d unentziehbaren Aufgaben des Verwa l- tungsrats gehört neben de r Oberleitung der Gesellschaft unter anderem die Oberaufsicht über die mit der Geschäftsführung beauftragten Pers o- nen, namentlich im Hinblick auf die Befolgung der Gesetze (Art. 716a Abs. 1 Ziff. 1 und 5 OR). B-4524/2013 Seite 14 Oberleitung ist (1) die Festlegung der Ziele mit der Strategie zu ihrer E r- reichung und die Festlegung der Unternehmenspolitik; (2) die Wahl der Mittel und Ressourcen, um die Ziele zu erreichen; (3) die dauernde B e- mühung um das finanzielle Gle ichgewicht, d.h. das Gleichgewicht zw i- schen Zielen und Mitteln im festgelegten Risikoprofil und im Auf und Ab des Geschäftsganges; (4) die grundsätzlichen Weisungen an die G e- schäftsführung, wie diese die Ziele anzustreben und wie sie mit diesen Mitteln umzugehen und worauf sie tunlichst zu verzichten hat; schliesslich und vor allem (5) die ständige Begleitung der Führungstätigkeit und die Bereitschaft zum Eingreifen, wenn die Dinge aus dem Ruder zu laufen beginnen. Das bedeutet die strategische Führung der Gesellschaft, die Auswahl und die Abgrenzung der konkreten Geschäftsfelder, die Festl e- gung der unternehmerischen Prioritäten und des Risikoprofils, und damit notwendigerweise auch die Entscheidung darüber, was nicht gema cht werden soll. Zur Oberleitung geh ört die Einrichtung und Überwachung des Risikomanagements, und vor allem die Eingriffsbereitschaft des Ve r- waltungsrates. Die Sorge um das finanzielle Gleichgewicht mit der stä n- digen Überwachung der Liquidität ist ein entscheidender Kern der Obe r- leitung des Verwaltungsrates, unentziehbar, aber auch "unabschiebbar" auf irgendeine andere Institution im Unternehmen (vgl. BÖCKLI, a.a.O., N. 306 f. S. 1656). Die Weisung ist eines der wichtigsten Führungsmittel, mit denen der Verwaltungsrat die Oberleitung in der Gesellschaft wahrnimmt. Weisungen ergehen entweder generell-abstrakt als Reglement, oder kon- kret als Anweisung an die geschäftsführenden Personen. Die Botschaft unterstreicht, die Geschäftsleitung sei an solche Weisungen des Verwa l- tungsrates gebunden. Obwohl die "Oberaufsicht" einen eigenen Punkt im Aufgabenkatalog des Verwaltungsrates ausmacht (Ziffer 5), ist schon hier die Überwachungspflicht gegenüber der Geschäftsleitung (bzw. den mit der Geschäftsführung besonders betrauten Mitgliedern des Verwaltung s- rates) anzuführen (BÖCKLI, a.a.O., N. 310, 311, 313 S. 1657). Obwohl im Gesetz nirgends ausgesprochen, kommt im Bereich der Hauptaufgaben, vor allem der Oberleitung, eine natürliche Führungsaufgabe dem Präs i- denten zu. Der Gesamtverwaltungsrat, als nur von Zeit zu Zeit zusa m- mentretendes Beratungsgremium, ist auf Gedeih und Verderb von der Tä- tigkeit und Standfestigkeit seines Vorsitzenden abhängig. Dem Verwa l- tungsrat ist in Tat und Wahrheit echte Oberleitung nur im Zusammenwi r- ken mit einem initiativen und verantwortungsbewussten Präsidenten mög- lich (BÖCKLI, a.a.O., N. 314 S. 1658/1659). 4.4 Auch als fiduziarischer Verwaltungsratspräsident der C._______AG wäre es Aufgabe des Beschwerdeführers gewesen, sich Einblick in die B-4524/2013 Seite 15 betriebsrelevanten Vorgänge zu versc haffen. Dies bedingt zunächst die Kenntnis über die genaue Geschäftstätigkeit der Gesellschaften. Statt- dessen erfolgten die Aktivitäten des Beschwerdeführers für die beiden Gesellschaften nach eigener Aussage praktisch ausschliesslich im Aus- land; so habe e r keine Zeit gehabt, die Aktivitäten von O._______ zu überwachen. Aus serdem hielt der Beschwerdeführer aufgrund des d a- mals bestandenen Mandatsvertrags eine Überwachung von O._______ für überflüssig (Beschwerde S. 2 oben), was, wie unter E. 4.2 und E. 4.3 hiervor ausgeführt, freilich eine unzutreffende Annahme war . Gleichwohl war der Be schwerdeführer darüber im Bilde, dass die L._______ GmbH der D._______AG ein Darlehen in der Höhe von Fr. 350'000 .– zum Er- werb eines Teils der Landparzelle Kat. Nr. H. in I._______ gewährte. Der Beschwerdeführer unterzeichnete den entsprechenden Darlehensv ertrag (Beilage 86 zum Untersuchungsbericht). Als Ver waltungsrat der D._______AG gewährte der Beschwerdeführer schliesslich dem Ehepaar M.________ ein verzinsliches Darleh en i n der Höhe von Fr. 110'000. – zum Erwerb der Liegenschaft Kat. Nr. P .______, Grundbuch Q._______ (Beilage 96 zum Untersuchun gsbericht). Mit Schreiben vom 11. Septe m- ber 2012 wies der Beschwerdeführer O._______ auf seine Verpflichtu n- gen aus dem Darlehensvertrag vom 1. November 2011 mit der D._______AG hin (Bestellung eines Schuldbriefs zugunsten der Darl e- hensgeberin über Fr. 150'000. –, lastend auf der Liegenschaft Kat. Nr. P ._______ in Q._______, im Rang nach der finanzierenden Bank) . Diese Aufforderung allein genügte den vorne umschriebenen Aufsichtspflichten eines Verwa l- tungsratspräsidenten indessen in ke iner Weise. Insofern spricht sie nur sehr bedingt für den Beschwerdeführer, da bereits die Darlehensverein- barung zwi schen der D._______ AG und den Eheleuten M._______ of- fensichtlich zweckentfremdend und unzulässig war, wie auch überhaupt der Umstand, dass die von ihm geführten Gesellschaften ohne im Besitz einer entsprechenden Bewilligung zu sein, namhafte Publikumseinlagen entgegennahmen. Im gle ichen Schre iben forderte er O._______ (aller- dings erfolglos) auf, das zweckgebundene Darlehen der L._______GmbH von Fr. 350'000.– bis zum 30. September 2012 wieder dem Firmenkapital der D._______ AG zuzuführen (Beschwerdebeilage 1) . Auch das zeigt, dass der Beschwerdefüh rer wusste, dass die D._______ AG Darlehen zwecks Erwerb von Liegenschaften entgegennahm . Gemäss seinem Brief vom 26. April 2013 an Y ._______ gelangte der Beschwerde führer angeblich erst am 1. März 2013 – mit der superprovisorischen Einsetzung des Untersuchungsbeauftragten durch die Vorinstanz – zur Erkenntnis , dass eine Reihe von Kun den an die C.______ AG Gelder überwies (Be-B-4524/2013 Seite 16 schwerdebeilage 7; vgl. auch Beschwerdebeilage 9). Diese Behauptung widerspricht allerdings den Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der Befragung vom 15. April 2013, bei der er angab, folgende Kunden der beiden Gesellschaften zu kennen: E heleute Z._______, A1 _______, B1_______, Eheleu te C1 ________, D1 ________, E1 ________, F1________, G1 ________ und H1 _______ (Beilage 44 zum Unters u- chungsbericht Ziff. II Ziff. 2). Auch insofern ergeben sich Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit in diesem Verfahren. 4.5 Gemäss Angaben von O.______ (Beilage 12 zum Untersuchungsb e- richt), E._______ (Beilage 11 zum Untersuchungsbericht) und I1_______ (Tochter der M._______ ; Beilage 42 zum Untersuc hungsbericht) hatten bei der C._______AG sowohl der Beschwerdeführer als auch O._______ die Geschäftsführung inne. Nach den Angaben des Beschwerdefüh rers war er bei der C.__ _____AG und D._______ AG nur als Präsident des Verwaltungsrates tätig (Beilage 44 zum Untersuchungsbericht Ziff. 1 und 3; vgl. aber Ziff. 16, wonach der Besc hwerdeführer mit O._______ die Geschäftsführung inne gehabt haben soll ; Vieraugenprinzip ). In einem Prospekt (Beilage 63 zum Untersuchungsbericht) wird der Beschwerd e- führer als Verwaltungsratspräsident , COB (Chairman of the board) und C._______AG-Ansprechpartner in Deutschland dargestellt. Im Sinne e i- nes Zwischenergebnisses ist daher festzuhalten, dass e r – entgegen sei- nen anderslautenden Beteuerungen – für das Wirken der von ihm geführ- ten Gesellschaften eine erhebliche Mitverantwortung trug. 4.6 Es ist zwar nicht von der Hand zu weisen , dass O._______ und E._______ einen wohl weitergehenden Beitrag an der Entgegennahme von Publikumsbeila gen geleistet haben als der Beschwerdeführer und von dieser unerlaubten Tätigkeit auch bedeutend mehr profitiert haben (Erwerb eines Eigenheims). Zudem ging ein grosser Teil der Anlagegelder auf Konten der K._______ von E._______, für welche der Beschwerd e- führer aktenkundig weder eine Unterschriftsberechtigung noch eine Vol l- macht besass. Auch hat O._______ höhere Geldbeträge an Kunden der S._______AG überwiesen, die dem Beschwerdeführer unbekannt waren (Beschwerdebeilagen 5, 6, 7). Entgegen seiner Darstellung – und wie vorstehend erwähnt – hat jedoch auch der Beschwerdeführer ei nen e r- heblichen aktiven Beitrag zur unerlaubten Entgegennahme von Publ i- kumsbeilagen geleistet (vgl. E. 4.2 ff. hiervor). B-4524/2013 Seite 17 5. Der Beschwerdeführer beantragt die Aufhebung des gegen ihn verhän g- ten Werbeverbots. Dieses Verbot besteht ausschliesslich darin, dass dem Beschwerdeführer unter Strafandrohung gemäss Art. 48 FINMAG untersagt wird, Publ i- kumseinlagen gewerbsmässig entgegenzunehmen oder für deren Entg e- gennahme Werbung zu betreiben. Damit wird dem Beschwerdeführer l e- diglich in Erinnerung gerufen, was bereits von Gesetzes wegen gilt (vgl. Urteil 2C_30/2011/ 2C_543/2011 E. 5.1). Das Bundesverwaltungsgericht sieht daher keinen Anlas s, das in den Dispositiv-Ziffern 12 und 13 der Verfügung gegen den Beschwerdeführer ausgesprochene Werbeverbot aufzuheben. 6. Der Beschwerdeführer verlangt schliesslich die Aufhebung der Publikat i- on des gegen ihn gerichteten Werbeverbots. 6.1 Nach Art. 34 Abs. 1 FINMAG kann die Vorinstanz bei schwerer Ve r- letzung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen ihre Endverfügung nach Ei n- tritt der Rechtskraft unter Angabe von Personendaten in elektronischer oder gedruckter Form veröffentlichen. Es handelt sic h bei dieser Mas s- nahme einerseits um eine Reputationsstrafe (sog. "naming and sh a- ming"), die einen erheblichen Eingriff in die allgemeinen und wirtschaftl i- chen Persönlichkeitsrechte der Betroffenen bewirkt und welcher insofern Sanktionscharakter zukommt (v gl. Urteile des Bundesgerichts 2C_71/2011 vom 26. Januar 2012 E. 5.3.1, 2C_30/2011 /2C_543/2011 vom 12. Januar 2012 E. 5.2.1 f. und 2C_929/2010 vom 13. April 2011 E. 5.2.1), andererseits aber auch um eine Massnahme zum Schutz des Pub- likums bzw. potentieller künftiger Anleger, die vor den Aktivitäten der A d- ressaten des Werbeverbots gewarnt werden sollen (vgl. hierzu und zum Folgenden: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -1186/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 5): 6.2 Wie hiervor dargelegt, hat der Beschwerdeführer insofern unerlaubt Publikumseinlagen entgegen genommen, als er wegen der pflichtwidrigen Unterlassung seiner aktienrechtlichen Pflichten im Sinne eines wissentl i- chen Gewährenlassens auch mit ei nem weniger aktiven Beitrag an dem ihm und den anderen Bet eiligten zum Vorwurf gereichenden Verhaltens beteiligt war. Zu prüfen ist, ob diese Verletzung aufsichtsrechtlicher Vo r-B-4524/2013 Seite 18 schriften als "schwer" im Sinne von Art. 34 Abs. 1 FINMAG einzustufen ist, da die Vorinstanz die Veröffentlichung aufsichtsrechtlicher Ve rfügun- gen gemäss Art. 34 Abs. 1 FINMAG nur im Falle einer schweren Verle t- zung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen anordnen kann. Eine schwere Verletzung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen bildet aber auch die Vo r- aussetzung für den Erlass einer Feststellungsve rfügung nach Art. 32 FINMAG. Weil eine Veröffentlichung gemäss Art. 34 FINMAG intensiver in die Rechtstellung der Betroffenen eingreift als eine blosse Feststellung nach Art. 32 FINMAG, setzt eine Veröffentlichung eine schwerwiegendere Verletzung aufsichts rechtlicher Bestimmungen voraus. Das ergibt sich aus dem Verhältnismässigkeitsgrundsatz (vgl. HSU/BAHAR/RENNINGER, in: Basler Kommentar , Börsen- und Finanz marktaufsichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 14 zu Art. 34 FINMAG S. 283). Beim Begriff der schweren Ve r- letzung handelt es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff. Was im Einzelnen als schwere Verletzung aufsichtsrechtlicher Pflichten zu qualifi- zieren ist, wird in Fortführung der bisherigen Praxis der EBK, des BPV und der Kst GwG durch die künftige Praxis de r Vorinstanz und der G e- richte bestimmt. Dabei kommt der Vorinstanz ein grosses Ermessen zu. Zu beachten ist allerdings, dass die Feststellungsverfügungen und die Verfügungen der Vorinstanz, die ein Werbeverbot veröffentlichen, der An- fechtung an das Bundesv erwaltungsgericht unterliegen und diesem – im Rahmen seiner weiten Kognitionsbefugnis – nicht nur die Kontrolle der Gesetzmässigkeit, sondern auch der Angemessenheit obliegt (Art. 49 VwVG). Das Gericht belässt jedoch der Vorinstanz einen gewissen fac h- technischen Beurteilungsspielraum (vgl. HSU/BAHAR/RENNINGER, a.a.O., N. 22 zu Art. 32 FINMAG S. 260). In der Rechtsprechung des Bundesgerichts haben sich eine Reihe von Kriterien herausgebildet, die eine weitgehend zuverlässige Beurteilung der Schwere des Verstosses erlauben. Die entsprechende verwaltung s- rechtliche Massnahme, d.h. die Verfügung, die ein Werbeverbot veröffent- licht, setzt danach eine Verletzung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen von einer gewissen Schwere voraus und muss im Einzelfall verhältn is- mässig sein. Eine einmalige, punktuelle und untergeordnete Verletzung finanzmarkrechtlicher Pflichten genügt nicht. Art. 34 FINMAG bildet in ers- ter Linie Grundlage, um Verstösse gegen aufsichtsrechtliche Vorgaben beaufsichtigter Betriebe zu sanktionieren ; bei einer illegalen gewerb s- mässigen Entgegennahme von Publikumseinlagen ist deshalb regelmä s- sig bereits schon von der Sache her von einer gewissen Schwere der Verletzung auszugehen, wobei jedoch eine bloss untergeordnete Implik a- tion oder besondere Umstän de, die darauf hinweisen, dass es künftig zu B-4524/2013 Seite 19 keiner weiteren Verletzung finanzmarktrechtlicher Pflichten kommen wird (sog. "tätige Reue"), der Publikation dennoch entgegenstehen können (vgl. Urteile 2C_71/2011 E. 5.2, 2C_30/2011 /2C_543/2011 E. 5.2.2 und 2C_929/2010 E. 5.2). 6.3 Dem Beschwerdeführer gereicht zum Vorwurf , dass jedenfalls auf Grund seiner pflichtwidrigen Unterlassung eines aktienrechtlich gebot e- nen Verhaltens von rund 20 Anlegern unerlaubt Publikumseinlagen in der Höhe von Fr. 400'000. – bis 500'000.– entgegengenommen, zweckfremd verwendet und bisher nicht zurückbezahlt wurden. Auf Grund der Ausfüh- rungen des Untersuchungsbeauftragten ist mit grosser Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass Gläubiger und Anleger, die gegenüber der C._______AG und/oder der D._______AG offene Forderungen haben, mit einem teilwei sen (D._______ AG) bzw. gänzlichen (C._______ AG) Ausfall dieser Forderungen rechnen müs sen. Der Beschwerdeführer war Verwaltungsratspräsident mit Einzelzeichnungsberechtigung beider G e- sellschaften. Auch wenn die Tatbeiträge der Eheleute M._______ aktiver und direkter auf den eigenen Vermögensvorteil ausgerichtet sein moch- ten, ändert dies nichts an der Tatsache, dass der Beschwerdeführer als Verwaltungsratspräsident der Gesellschaften der C._______-Gruppe mit- verantwortlich war. Es liegt somit durchaus auch von seiner Seite eine schwere Verletzung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen i.S.v. Art. 34 Abs. 1 FINMAG vor. Da der Vorinstanz, wie hiervor erwähnt, bei Verfügungen, die ein Werbeverbo t veröffentlichen, ei n gewisser fachtechnischer Beur- teilungsspielraum zukommt, rechtfertigt sich weder die gänzliche Aufh e- bung der Publikation des Werbeverbots noch eine Reduktion der Anzahl Jahre der Publikation. 6.4 Im Hinblick auf die erforderliche Bes timmtheit und Voraussehbarkeit der Sanktionsmassnahme verlangt die bundesgerichtliche Rechtspr e- chung, dass aus der betreffenden Verfügung klar hervorgehen muss, was unter welchen Bedingungen in welchen Medien wie lange publiziert we r- den soll und was die Au fsichtsbehörde im vorliegenden Zusammenhang als schwere Verletzung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen wertet (vgl. Urteil 2C_929/2010 E. 5.2.3). Die Vorinstanz hat im vorliegenden Fall in der angefochtenen Verfügung den Zeitraum der Veröffentlichung eing e- grenzt. Ausserdem geht aus der Verfügung hervor, dass die Veröffentl i- chung ausschliesslich auf der Homepage der Vorinstanz erfolgt. Die a n- gefochtene Verfügung erfüllt daher die genannten Bestimmtheits - und Vorhersehbarkeitserfordernisse in klarer Weise (vgl. Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichts B-2991/2011 vom 20. März 2012 E. 4.4). B-4524/2013 Seite 20 7. Der Beschwerdeführer beantragt schliesslich die Aufhebung der ihm in der angefochten Verfügung solidarisch auferlegten Kostentragungspflicht. Rechtfertigt es sich finanzmarktrechtlich, eine Aktivität gruppenweise zu erfassen, ist es konsequent, den einzelnen Mitgliedern auch die entsta n- denen Kosten solidarisch aufzuerlegen. Andernfalls käme es zu einem ungerechtfertigten Wertungswiderspruch zwischen dem Sach - und Ko s- tenentscheid. Die solidarische Auferlegung der Kosten des Unters u- chungsbeauftragten von Fr. 46'651.55 (inkl. MwSt) sowie der Verfahren s- kosten von Fr. 39'000.– an alle juristischen und natürlichen Personen, welche gemäss der angefochtenen Verfügung eine Gr uppe darstellen, entspricht der ständigen Praxis sowohl des Bundesgerichts als auch des Bundesverwaltungsgerichts (Art. 2 Abs. 2 der Allgemeinen Gebührenve r- ordnung vom 8. September 2004 [AllgGebV, SR 172.041.1] i.V.m. Art. 6 der FINMA -Gebühren- und Abgaben verordnung [FINMA -GebV, SR 956.122). 8. 8.1 Dieser Ausgang des Verfahrens hat zur Folge, dass der Beschwerde- führer als vollständig unterlegene Partei die Kosten des Verfahrens trägt (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsg e- richt [VGKE, SR. 172.320.2]). Diese werden auf Fr. 2'500.– festgelegt und sind nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils innert 30 Tagen der Gerichtskasse zu überweisen. 8.2 Mit Eingabe vom 22. August 2013 ersuchte der Beschwerdeführer um unentgeltliche Rechtspflege. Die Beschwerdeinstanz, ihr Vorsitzender oder der Instruktionsrichter befreit nach Einreichung der Beschwerde eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt , auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten, sofern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 VwVG). Massgebend für die Beurteilung der prozessualen Bedürftigkeit ist die gesamte wirtschaftliche Situation des Gesuchstellers, d.h. es sind nicht nur seine Einkünfte, sondern auch se i- ne Vermögenssituation zu berücksichtigen. Dabei ist aber zu beachten, dass das berücksichtigte Einkommen und Vermögen im Zeitpunkt der Entscheidung über das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege effektiv vorhanden und verfügbar oder weni gstens realisier- bar sein muss. Bei Gesuchen um Gewährung der unentgeltlichen B-4524/2013 Seite 21 Rechtspflege von Grundeigentümern stellt sich regelmässig die Frage, ob ein Grundeigentümer die Möglichkeit hat, die für den Prozess benötigten, liquiden Mittel durch Veräusserung von selbstgenutztem Wohneigentum , durch Vermietung nicht vermieteter oder einträglichere Vermietung fremdgenutzter Räumlichkeiten oder durch Aufnahme eines zusätzlichen Hypothekardarlehens zu beschaffen. Alle diese Möglichkeiten der Mitte l- beschaffung sind einem Grundeigentümer zumutbar und gehen dem A n- spruch auf unentgeltliche Rechtspflege vor (ALFRED BÜHLER, Die Pr o- zessarmut, in: Christian Schöbi [Hrsg.], Gerichtskosten, Parteikosten, Prozesskaution, unentgeltliche Prozessführung, Bern 2001, S. 137 f., 149 mit Hinweis auf BGE 119 Ia 12 E. 5 [ Aufstockung eines Hypothekarkredi- tes]; ZR 1997 Nr. 51, S. 131 ff. [ Veräusserung einer hypothekarisch nicht mehr höher belastbaren Liegenschaft]). Den von ihm eingereichten Unter- lagen zufolge verfügt der Beschwerdeführer über ein monatliches Ei n- kommen von Fr. 1'306. – und ebenso hohe Auslagen. An Vermögen liegt was folgt vor: ein Doppelhaus im Wert von Fr. 125'000.–, ein Reihenhaus im Wert von Fr. 90'000. –, Aktien der C._____ __AG im Wert von Fr. 2'000.–, ein Darlehen an O._______ in der Höhe von Fr. 50'000.– sowie ein Darlehen an die C._______ AG in der Höhe von Fr. 220'000.–. Der Beschwerdeführer hat folgende Schulden: eine Kreditschuld von Fr. 106'000.– bei der J1 _______, eine Kreditschuld von Fr. 8'500. – bei der K1_______, Hypothekarschulden von Fr. 215'000.– sowie weitere Schulden von Fr. 51'000.–. Einem Vermögen von Fr. 487'000. – stehen somit Schulden von Fr. 377'500. – gegenüber. Belegt hat der Beschwerdeführer ledi glich die Kreditschuld bei der J1_______ in der Höhe von Fr. 106'000.–. Da der Beschwerdeführer über Grundeigentum verfügt, wäre es ihm z u- zumuten dieses zu veräussern, wenn eine Aufstockung des Hypotheka r- kredits nicht mehr möglich ist. Der Beschwerdeführer ist d aher nicht als prozessarm einzustufen und sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist abzuweisen. B-4524/2013 Seite 22 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. 2. Die Beschwerde wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'5 00.– werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Der Beschwerdeführer hat diesen Betrag innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Urteils mittels separat zugestelltem Einzahlungsschein zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 5. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (über das Bundesamt für Justiz BJ, Bundes- rain 20, 3003 Bern; Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Frank Seethaler Karin Behnke B-4524/2013 Seite 23 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren B e- gründung mit Angabe der Bewei smittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eing e- gangen ode r zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überg e- ben werden (Art. 48 BGG). Versand: 21. Mai 2014