<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bund unterstützt Fussballfanprojekte in der ganzen Schweiz, die auf die Gewaltprävention und Integration insbesondere von Jugendlichen ausgerichtet sind. Der Bundesrat stellt die notwendigen Kredite bis total maximal 500 000 Franken verteilt auf die Jahre 2004 bis 2008 im Budget ein, wenn sich der Schweizerische Fussballverband und/oder dessen Kammer "Nationalliga" mit einem namhaften finanziellen und organisatorischen Beitrag an der Aktion beteiligt. Die freigestellten Mittel sollen an jene Fussballvereine fliessen, die langfristig und professionell angelegte Fanprojekte initiieren.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat nimmt die Frage der Gewalt, insbesondere auch das Verhalten der Zuschauer bei Sportveranstaltungen, ernst.</p><p>So hat die Schweiz die "Convention européenne sur la violence et les débordements de spectateurs lors de manifestations sportives et notamment de matches de football" des Europarates am 16. August 1990 ratifiziert. Sie verpflichtete sich damit, vor allem in drei Bereichen Massnahmen zu entwickeln:</p><p>- polizeiliche Kontrolle und Intervention;</p><p>- Stadionbau;</p><p>- Prävention und Selbstverantwortung.</p><p>Die ersten beiden Bereiche (polizeiliche Kontrolle und Intervention; Stadionbau) stehen zwar nicht im Zentrum der vorliegenden Motion. Es sei aber darauf hingewiesen, dass das VBS aus Anlass der verschiedenen Gewaltausbrüche bei Sportveranstaltungen in der Schweiz im Jahre 2000 im Fussball und Eishockey eine Expertengruppe eingesetzt hat mit dem Auftrag, Massnahmen zur Bekämpfung von Gewalt bei Sportveranstaltungen auszuarbeiten. Darauf basierend setzte Swiss Olympic eine "Fachgruppe gegen Gewalt bei Sportveranstaltungen" ein. Grundsätzlich ist sie Ansprechstelle der privatrechtlichen Partner und ist auch verantwortlich für verschiedene Massnahmen der Sportverbände und -veranstalter zur Verbesserung des heutigen Zustandes. Die professionelle Fanarbeit im Sinne der Motion ist Teil davon.</p><p>Der Bundesrat hat am 11. Dezember 2000 das Konzept für eine Sportpolitik in der Schweiz beschlossen; am 30. November 2001 hat er die Massnahmen zur Umsetzung des Konzeptes gutgeheissen und das VBS beauftragt, in Zusammenarbeit nicht zuletzt mit den Partnerinstitutionen diese Massnahmen zu realisieren. Dafür wird für die Jahre 2003 bis 2006 jährlich ein Zahlungskredit von 3,95 Millionen Franken im Budget des Baspo eingestellt.</p><p>Als Bestandteil der Massnahmen zur Bildung durch Bewegung und Sport sind auch solche zur Suchtprävention, Gewaltprävention und zur sozialen Integration von Randgruppen im Sport bzw. durch Bewegung und Sport vorgesehen; der Aspekt des Zuschauerverhaltens wird dabei besonders erwähnt. Aufgrund der angespannten finanziellen Situation des VBS kann dafür aber nicht der in der Motion anbegehrte jährliche Betrag in der Grössenordnung von 100 000 Franken eingesetzt werden. Kompensationsmöglichkeiten innerhalb des VBS sind nicht mehr vorhanden. Es ist zusätzlich darauf hinzuweisen, dass der Bund mit dem Fonds Projekte gegen Rassismus und für Menschenrechte Projekte auch im Bereich Sport mit bisher rund 245 000 Franken unterstützt.</p><p>Besonders erwähnt sei das Fanprojekt Zürich, ein in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Verbänden breit angelegtes Präventionsprojekt unter jugendlichen Fussball- und Eishockeyfans. Das Programm umfasst kollektive Arbeit mit Fans (erlebnispädagogische Angebote, Sport, Kultur), individuelle Arbeit mit Fans (Beratung, Triage) und Lobby-Arbeit (Vermittlung, Forschung). Der Fonds unterstützt dabei konkrete Aktionen, die im Rahmen dieser Tätigkeiten darauf ausgerichtet sind, zu rechtsextremen Ansichten neigende Jugendliche einzubeziehen und das Thema Rassismus ins Zentrum zu stellen.</p><p>Bis zum Ende seiner Laufzeit im Jahr 2005 wird der Fonds - falls das jährliche Budget jeweils vom Parlament bewilligt wird - weiterhin qualitativ herausragende Projekte im Bereich Sport unterstützen, die sich ausdrücklich auch der Thematik Rassismus und Fremdenfeindlichkeit widmen.</p><p>Dem Anliegen der Motion wird durch die verschiedenen erwähnten Massnahmen Rechnung getragen. Ein wesentlicher Teil davon liegt aber im Zuständigkeitsbereich des privatrechtlichen Sports.</p><p>Der Bundesrat ist bereit, die Projekte für Jugendintegration und Gewaltprävention nach den Grundsätzen des sportpolitischen Konzepts in erster Linie subsidiär zu unterstützen; vor allem sollen auch die Jugendlichen selber und die betroffenen Jugendorganisationen in deren Konzeption und Umsetzung einbezogen werden.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.