Übereinkommen vom 15. Dezember 1992 über Vergleichs- und Schiedsverfahren innerhalb der KSZE (mit Finanzprotokoll) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4392_4392_4392/20190312/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4392_4392_4392/20190312"/><FRBRdate date="2019-03-12" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1992-12-15" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-12-05" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.193.235"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 15 décembre 1992 relative à la conciliation et à l'arbitrage au sein de la CSCE (avec prot. financier)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 15 dicembre 1992 relativa alla conciliazione e all'arbitrato nel quadro della CSCE (con Protocollo)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 15. Dezember 1992 über Vergleichs- und Schiedsverfahren innerhalb der KSZE (mit Finanzprotokoll)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4392_4392_4392/20190312/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4392_4392_4392/20190312/de"/><FRBRdate date="2019-03-12" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1992-12-15" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-12-05" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4392_4392_4392/20190312/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4392_4392_4392/20190312/de/xml"/><FRBRdate date="2019-03-12" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1992-12-15" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-12-05" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.193.235 </docNumber></p><p><sup> </sup>AS <b>1995</b> 4392; BBl <b>1993</b> II 1153</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Originaltext</p><p><docTitle>Übereinkommen<br/>über Vergleichs‑ und Schiedsverfahren <br/>innerhalb der KSZE<inline name="man-font-weight-normal"><sup><authorialNote><p> Neue Bezeichnung seit 1. Jan. 1995: «Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE)»</p></authorialNote></sup></inline></docTitle></p><p>Abgeschlossen in Stockholm am 15. Dezember 1992 <br/>Von der Bundesversammlung genehmigt am 6. Dezember 1993<authorialNote><p> Art. 1 Abs. 1 des BB vom 6. Dez. 1993 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1994/1044_1044_1044" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1994</b> 1044</ref>)</p></authorialNote> <br/>Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 23. Dezember 1993 <br/>In Kraft getreten für die Schweiz am 5. Dezember 1994</p><p> (Stand am 12. März 2019)</p></preface><preamble><p>Die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens,</p><p>die Teilnehmerstaaten der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa sind,</p><p>im Bewusstsein ihrer Verpflichtung aus Artikel 2 Absatz 3 und Artikel 33 der Charta der Vereinten Nationen<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/160" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.120</b></ref></p></authorialNote>, ihre Streitigkeiten friedlich beizulegen;</p><p>hervorhebend, dass sie in keiner Weise beabsichtigen, die Zuständigkeit anderer bestehender Einrichtungen oder Mechanismen, einschliesslich des Internationalen Gerichtshofs, des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften und des Ständigen Schiedshofs, zu beeinträchtigen;</p><p>in Bekräftigung ihrer feierlichen Verpflichtung, Streitigkeiten mit friedlichen Mitteln beizulegen, und ihres Beschlusses, Mechanismen zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Teilnehmerstaaten zu entwickeln;</p><p>eingedenk dessen, dass allein schon die vollständige Verwirklichung aller KSZE‑Prinzipien und ‑Verpflichtungen ein wesentliches Element zur Verhinderung von Streitigkeiten zwischen den KSZE‑Teilnehmerstaaten ist;</p><p>bestrebt, die Verpflichtungen zu erweitern und zu verstärken, die insbesondere im Bericht über das Expertentreffen über die friedliche Regelung von Streitfällen, der in La Valletta angenommen und von dem KSZE‑Rat der Aussenminister auf seinem Treffen am 19. und 20. Juni 1991 in Berlin gebilligt wurde, enthalten sind; </p><p>sind wie folgt übereingekommen:</p></preamble><body><chapter eId="chap_I"><num>Kapitel I </num><heading>Allgemeine Bestimmungen</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Errichtung des Gerichtshofs</heading><paragraph eId="art_1/para"><content><p>Es wird ein Vergleichs‑ und Schiedsgerichtshof errichtet, der die Aufgabe hat, durch das Mittel des Vergleichs und gegebenenfalls der Schiedsgerichtsbarkeit die Streitigkeiten beizulegen, die ihm gemäss den Bestimmungen dieses Übereinkommens unterbreitet werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Vergleichskommissionen und Schiedsgerichte</heading><paragraph eId="art_2/para_1"><num>(1)</num><content><p>Das Vergleichsverfahren wird von einer Vergleichskommission durchgeführt, die für jede einzelne Streitigkeit gebildet wird. Die Kommission setzt sich aus Schlichtern zusammen, die anhand einer gemäss Artikel 3 erstellten Liste bestellt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>(2)</num><content><p>Das Schiedsverfahren wird von einem Schiedsgericht durchgeführt, das für jede einzelne Streitigkeit gebildet wird. Das Gericht setzt sich aus Schiedsrichtern zusammen, die anhand einer gemäss Artikel 4 erstellten Liste bestellt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_3"><num>(3)</num><content><p>Die Gesamtheit der Schlichter und Schiedsrichter bildet den Vergleichs‑ und Schiedsgerichtshof innerhalb der KSZE, im folgenden «Gerichtshof» genannt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Ernennung der Schlichter</heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>(1)</num><content><p>Jeder Vertragsstaat dieses Übereinkommens ernennt innerhalb von zwei Monaten nach Inkrafttreten des Übereinkommens zwei Schlichter, von denen mindestens einer sein Staatsangehöriger ist. Der andere kann Staatsangehöriger eines anderen KSZE‑Teilnehmerstaats sein. Ein Staat, der nach Inkrafttreten dieses Übereinkommens Vertragspartei wird, ernennt seine Schlichter innerhalb von zwei Monaten, nachdem das Übereinkommen für ihn in Kraft getreten ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Schlichter müssen Personen sein, die hohe innerstaatliche oder internationale Funktionen ausüben oder ausgeübt haben, und anerkannte Fachleute auf dem Gebiet des Völkerrechts, der internationalen Beziehungen oder der Streitbeilegung sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_3"><num>(3)</num><content><p>Die Schlichter werden für eine Amtszeit von sechs Jahren ernannt; Wiederernennung ist zulässig. Während ihrer Amtszeit können sie vom ernennenden Staat nicht abberufen werden. Im Fall des Todes, des Rücktritts oder einer vom Präsidium anerkannten Verhinderung ernennt der betreffende Staat einen neuen Schlichter; dessen Amtszeit entspricht der verbleibenden Amtszeit seines Vorgängers.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_4"><num>(4)</num><content><p>Nach Ablauf ihrer Amtszeit setzen die Schlichter die Behandlung aller Fälle fort, mit denen sie bereits befasst sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_5"><num>(5)</num><content><p>Die Namen der Schlichter werden dem Kanzler notifiziert, der sie in eine Liste einträgt, welche dem KSZE‑Sekretariat zur Weiterleitung an die KSZE‑Teilnehmerstaaten übermittelt wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Ernennung der Schiedsrichter</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>(1)</num><content><p>Jeder Vertragsstaat dieses Übereinkommens ernennt innerhalb von zwei Monaten nach Inkrafttreten des Übereinkommens einen Schiedsrichter und einen Stellvertreter, die seine eigenen Staatsangehörigen oder Staatsangehörige eines anderen KSZE‑Teilnehmerstaats sein können. Ein Staat, der nach Inkrafttreten dieses Übereinkommens Vertragspartei wird, ernennt seinen Schiedsrichter und dessen Stellvertreter innerhalb von zwei Monaten, nachdem das Übereinkommen für ihn in Kraft getreten ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Schiedsrichter und ihre Stellvertreter müssen die in ihrem Staat für die höchsten richterlichen Ämter erforderlichen Voraussetzungen erfüllen oder Völkerrechtsgelehrte von anerkanntem Ruf sein.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>(3)</num><content><p>Die Schiedsrichter und ihre Stellvertreter werden für eine Amtszeit von sechs Jahren ernannt; einmalige Wiederernennung ist zulässig. Während ihrer Amtszeit können sie vom ernennenden Staat nicht abberufen werden. Im Fall des Todes, des Rücktritts oder einer vom Präsidium anerkannten Verhinderung eines Schiedsrichters tritt sein Stellvertreter an seine Stelle.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_4"><num>(4)</num><content><p>Wenn ein Schiedsrichter und sein Stellvertreter sterben, zurücktreten oder beide verhindert sind, wobei die Verhinderung vom Präsidium anerkannt ist, werden Neuernennungen gemäss Absatz 1 vorgenommen. Der neue Schiedsrichter und sein Stellvertreter beenden die Amtszeit ihrer Vorgänger.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_5"><num>(5)</num><content><p>Die Verfahrensordnung des Gerichtshofs kann eine teilweise Neuernennung der Schiedsrichter und ihrer Stellvertreter vorsehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_6"><num>(6)</num><content><p>Nach Ablauf ihrer Amtszeit setzen die Schiedsrichter die Behandlung aller Fälle fort, mit denen sie bereits befasst sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_7"><num>(7)</num><content><p>Die Namen der Schiedsrichter werden dem Kanzler notifiziert, der sie in eine Liste einträgt, welche dem KSZE‑Sekretariat zur Weiterleitung an die KSZE‑Teilnehmerstaaten übermittelt wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Unabhängigkeit der Mitglieder des Gerichtshofs und des Kanzlers</heading><paragraph eId="art_5/para"><content><p>Die Schlichter, die Schiedsrichter und der Kanzler üben ihr Amt in völliger Unabhängigkeit aus. Vor Aufnahme ihrer Tätigkeit geben sie eine Erklärung ab, dass sie ihre Befugnisse unparteiisch und gewissenhaft ausüben werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Vorrechte und Immunitäten</heading><paragraph eId="art_6/para"><content><p>Die Schlichter, die Schiedsrichter, der Kanzler sowie die Bevollmächtigten und die Rechtsbeistände der Streitparteien geniessen bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Hoheitsgebiet der Vertragsstaaten dieses Übereinkommens die Vorrechte und Immunitäten, die den mit dem Internationalen Gerichtshof im Zusammenhang stehenden Personen gewährt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Präsidium des Gerichtshofs</heading><paragraph eId="art_7/para_1"><num>(1)</num><content><p>Das Präsidium des Gerichtshofs besteht aus einem Präsidenten, einem Vizepräsidenten und drei weiteren Mitgliedern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>(2)</num><content><p>Der Präsident des Gerichtshofs wird von den Mitgliedern des Gerichtshofs aus ihren eigenen Reihen gewählt. Der Präsident führt den Vorsitz im Präsidium.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_3"><num>(3)</num><content><p>Die Schlichter und die Schiedsrichter wählen aus ihren eigenen Reihen je zwei Mitglieder des Präsidiums und deren Stellvertreter.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_4"><num>(4)</num><content><p>Das Präsidium wählt seinen Vizepräsidenten aus den Reihen seiner Mitglieder. Ist der Präsident ein Schiedsrichter, so wird ein Schlichter zum Vizepräsidenten gewählt; ist der Präsident ein Schlichter, so wird ein Schiedsrichter zum Vizepräsidenten gewählt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_5"><num>(5)</num><content><p>Die Verfahrensordnung des Gerichtshofs legt die Verfahren für die Wahl des Präsidenten und der anderen Mitglieder des Präsidiums und deren Stellvertreter fest.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Entscheidungsfindungsverfahren</heading><paragraph eId="art_8/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die Entscheidungen des Gerichtshofs werden mit der Mehrheit der an der Abstimmung teilnehmenden Mitglieder gefasst. Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Entscheidungen des Präsidiums werden mit der Mehrheit seiner Mitglieder gefasst.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_3"><num>(3)</num><content><p>Die Entscheidungen der Vergleichskommissionen und der Schiedsgerichte werden mit der Mehrheit ihrer Mitglieder gefasst; Stimmenthaltung ist nicht zulässig.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_4"><num>(4)</num><content><p>Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Kanzler</heading><paragraph eId="art_9/para"><content><p>Der Gerichtshof ernennt seinen Kanzler und kann für die Ernennung der erforderlichen sonstigen Bediensteten sorgen. Die Personalordnung für die Kanzlei wird vom Präsidium ausgearbeitet und von den Vertragsstaaten dieses Übereinkommens angenommen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Sitz</heading><paragraph eId="art_10/para_1"><num>(1)</num><content><p>Sitz des Gerichtshofs ist Genf.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>(2)</num><content><p>Auf Antrag der Streitparteien und mit Zustimmung des Präsidiums kann eine Vergleichskommission oder ein Schiedsgericht an einem anderen Ort zusammentreten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Verfahrensordnung des Gerichtshofs</heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>(1)</num><content><p>Der Gerichtshof gibt sich eine Verfahrensordnung, die der Billigung durch die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens bedarf.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Verfahrensordnung des Gerichtshofs legt insbesondere die Verfahrensregeln fest, die von den Vergleichskommissionen und den Schiedsgerichten anzuwenden sind, die aufgrund dieses Übereinkommens gebildet werden. Sie bezeichnet die Regeln, von denen die Streitparteien auch einvernehmlich nicht abweichen dürfen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Arbeitssprachen</heading><paragraph eId="art_12/para"><content><p>Die Verfahrensordnung des Gerichtshofs legt Regeln für die Verwendung der Sprachen fest.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Finanzprotokoll</heading><paragraph eId="art_13/para"><content><p>Vorbehaltlich des Artikels 17 werden alle Kosten des Gerichtshofs von den Vertragsstaaten dieses Übereinkommens getragen. Die Bestimmungen über die Berechnung der Kosten, die Erstellung und Billigung des Jahreshaushalts des Gerichtshofs, die Verteilung der Kosten auf die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens, die Prüfung der Bücher des Gerichtshofs und damit zusammenhängende Angelegenheiten sind in einem vom Ausschuss Hoher Beamter anzunehmenden Finanzprotokoll enthalten. Ein Staat ist an das Protokoll gebunden, sobald er Vertragspartei des Übereinkommens wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><heading>Regelmässiger Bericht</heading><paragraph eId="art_14/para"><content><p>Das Präsidium legt dem KSZE‑Rat über den Ausschuss Hoher Beamter alljährlich einen Bericht über die Tätigkeiten im Rahmen dieses Übereinkommens vor.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><heading>Mitteilung über Ersuchen um Vergleichs‑ oder Schiedsverfahren</heading><paragraph eId="art_15/para"><content><p>Der Kanzler des Gerichtshofs teilt dem KSZE‑Sekretariat alle Ersuchen um Vergleichs‑ oder Schiedsverfahren zum Zweck der unverzüglichen Weiterleitung an die KSZE-Teilnehmerstaaten mit.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><heading>Verhaltensregeln für die Parteien – Einstweilige Massnahmen</heading><paragraph eId="art_16/para_1"><num>(1)</num><content><p>Während des Verfahrens enthalten sich die Streitparteien jeder Handlung, welche die Lage verschärfen oder die Beilegung der Streitigkeit weiter erschweren oder verhindern kann.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Vergleichskommission kann die Parteien der Streitigkeit, mit der sie befasst ist, auf Massnahmen hinweisen, die diese ergreifen könnten, um eine Verschärfung der Streitigkeit oder eine Erschwerung ihrer Beilegung zu verhindern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_3"><num>(3)</num><content><p>Das für eine Streitigkeit gebildete Schiedsgericht kann einstweilige Massnahmen bezeichnen, die von den Streitparteien gemäss Artikel 26 Absatz 4 ergriffen werden sollten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><heading>Verfahrenskosten</heading><paragraph eId="art_17/para"><content><p>Die Streitparteien und jede einem Verfahren beitretende Partei tragen ihre eigenen Kosten.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_II"><num>Kapitel II </num><heading>Zuständigkeit</heading><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><heading>Zuständigkeit der Kommission und des Gerichts</heading><paragraph eId="art_18/para_1"><num>(1)</num><content><p>Jeder Vertragsstaat dieses Übereinkommens kann einer Vergleichskommission jede Streitigkeit mit einem anderen Vertragsstaat unterbreiten, die nicht in angemessener Frist durch Verhandlung beigelegt worden ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_2"><num>(2)</num><content><p>Streitigkeiten können einem Schiedsgericht unter den in Artikel 26 angeführten Voraussetzungen unterbreitet werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><heading>Wahrung bestehender Mittel der Streitbeilegung</heading><paragraph eId="art_19/para_1"><num>(1)</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_19/para_1/listintro">Eine Vergleichskommission oder ein Schiedsgericht, die für eine Streitigkeit gebildet wurden, werden in dieser nicht weiter tätig:</listIntroduction><item eId="art_19/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>wenn die Streitigkeit, bevor sie der Kommission oder dem Gericht unterbreitet worden ist, einem Gerichtshof oder einem Schiedsgericht vorgelegt worden war, dessen Zuständigkeit in der Streitigkeit die beteiligten Parteien anzuerkennen rechtlich verpflichtet sind, oder wenn eine solche Instanz bereits eine Sachentscheidung über die Streitigkeit getroffen hat;</p></item><item eId="art_19/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>wenn die Streitparteien im voraus die ausschliessliche Zuständigkeit eines anderen Rechtsprechungsorgans als des im Rahmen dieses Übereinkommens gebildeten Gerichts anerkannt haben, das zuständig ist, über die ihm unterbreitete Streitigkeit verbindlich zu entscheiden, oder wenn die beteiligten Parteien übereingekommen sind, die Beilegung der Streitigkeit ausschliesslich mit anderen Mitteln anzustreben.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_2"><num>(2)</num><content><p>Eine für eine Streitigkeit gebildete Vergleichskommission wird nicht weiter tätig – selbst wenn ihr die Streitigkeit bereits unterbreitet wurde –, wenn eine oder alle Parteien die Streitigkeit einem Gerichtshof oder Schiedsgericht unterbreiten, dessen Zuständigkeit in der Streitigkeit die beteiligten Parteien anzuerkennen rechtlich verpflichtet sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_3"><num>(3)</num><content><p>Eine Vergleichskommission setzt die Prüfung einer Streitigkeit aus, wenn diese einem anderen Organ vorgelegt worden ist, das die Zuständigkeit hat, Vorschläge zu derselben Streitigkeit abzugeben. Kann die Streitigkeit durch diese vorherigen Bemühungen nicht beigelegt werden, so nimmt die Kommission auf Ersuchen der Streitparteien oder einer von ihnen ihre Arbeit vorbehaltlich des Artikels 26 Absatz 1 wieder auf.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_4"><num>(4)</num><content><p>Ein Staat kann zum Zeitpunkt der Unterzeichnung, Ratifikation oder des Beitritts zu diesem Übereinkommen einen Vorbehalt anbringen, um die Vereinbarkeit des in diesem Übereinkommen festgelegten Streitbeilegungsmechanismus mit anderen Mitteln der Streitbeilegung sicherzustellen, die sich aus internationalen Verpflichtungen ergeben, die auf diesen Staat anwendbar sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_5"><num>(5)</num><content><p>Gelangen die Parteien zu irgendeinem Zeitpunkt zu einer Beilegung ihrer Streitigkeit, so streicht die Kommission oder das Gericht die Streitigkeit aus ihrer Liste, sobald eine schriftliche Bestätigung aller beteiligten Parteien eingegangen ist, dass sie eine Beilegung der Streitigkeit erreicht haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_6"><num>(6)</num><content><p>Haben die Streitparteien unterschiedliche Auffassungen über die Zuständigkeit der Kommission oder des Gerichts, so entscheidet die Kommission oder das Gericht.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_III"><num>Kapitel III </num><heading>Vergleichsverfahren</heading><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><heading>Ersuchen um Bildung einer Vergleichskommission</heading><paragraph eId="art_20/para_1"><num>(1)</num><content><p>Jeder Vertragsstaat dieses Übereinkommens kann einen Antrag an den Kanzler richten, in dem er um Bildung einer Vergleichskommission für eine Streitigkeit zwischen sich und einem oder mehreren anderen Vertragsstaaten ersucht. Zwei oder mehr Vertragsstaaten können auch gemeinsam einen Antrag an den Kanzler richten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Bildung einer Vergleichskommission kann auch aufgrund einer Vereinbarung zwischen zwei oder mehr Vertragsstaaten oder zwischen einem oder mehreren Vertragsstaaten und einem oder mehreren anderen KSZE‑Teilnehmerstaaten beantragt werden. Die Vereinbarung wird dem Kanzler notifiziert.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><heading>Bildung der Vergleichskommission</heading><paragraph eId="art_21/para_1"><num>(1)</num><content><p>Jede Streitpartei bestellt anhand der gemäss Artikel 3 erstellten Liste der Schlichter einen Schlichter zum Mitglied der Kommission.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_2"><num>(2)</num><content><p>Sind mehr als zwei Staaten Parteien derselben Streitigkeit, so können die Staaten mit gleichen Interessen einvernehmlich einen einzigen Schlichter bestellen. Wird ein solches Einvernehmen nicht erzielt, so bestellt jede der beiden Seiten der Streitigkeit die gleiche Anzahl von Schlichtern bis zu einer vom Präsidium bestimmten Höchstzahl.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_3"><num>(3)</num><content><p>Ein Staat, der Partei einer der Vergleichskommission unterbreiteten Streitigkeit ist, ohne Vertragspartei dieses Übereinkommens zu sein, kann eine Person entweder anhand der gemäss Artikel 3 erstellten Liste der Schlichter oder unter anderen Personen, die Staatsangehörige eines KSZE‑Teilnehmerstaats sind, zum Mitglied der Kommission bestellen. In diesem Fall haben diese Personen zum Zweck der Prüfung der Streitigkeit dieselben Rechte und Pflichten wie die anderen Mitglieder der Kommission. Sie üben ihre Aufgaben in voller Unabhängigkeit aus und geben die in Artikel 5 vorgesehene Erklärung ab, bevor sie ihren Sitz in der Kommission einnehmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_4"><num>(4)</num><content><p>Sobald der Antrag oder die Vereinbarung eingegangen ist, mit denen die Streitparteien um Bildung einer Vergleichskommission ersuchen, konsultiert der Präsident des Gerichtshofs die Streitparteien hinsichtlich der Zusammensetzung der übrigen Kommission.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_5"><num>(5)</num><content><p>Das Präsidium bestellt drei weitere Schlichter zu Mitgliedern der Kommission. Diese Zahl kann vom Präsidium erhöht oder verringert werden, sie muss jedoch ungerade sein. Mitglieder des Präsidiums und ihre Stellvertreter, die auf der Liste der Schlichter stehen, können zu Kommissionsmitgliedern bestellt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_6"><num>(6)</num><content><p>Die Kommission wählt ihren Vorsitzenden aus den Reihen der vom Präsidium bestellten Mitglieder.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_7"><num>(7)</num><content><p>Die Verfahrensordnung des Gerichtshofs legt die Verfahren fest, die Anwendung finden, wenn eines der bestellten Kommissionsmitglieder abgelehnt wird oder zu Beginn oder im Verlauf des Verfahrens verhindert ist oder sich weigert, als Kommissionsmitglied tätig zu sein.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_8"><num>(8)</num><content><p>Jede Frage bezüglich der Anwendung dieses Artikels wird vom Präsidium als Vorfrage entschieden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><heading>Verfahren zur Bildung einer Vergleichskommission</heading><paragraph eId="art_22/para_1"><num>(1)</num><content><p>Wird mittels eines Antrags um Bildung einer Vergleichskommission ersucht, so sind in dem Antrag der Streitgegenstand, die Partei oder die Parteien, gegen die sich der Antrag richtet, sowie der Name des Schlichters oder der Schlichter anzugeben, die von der oder den antragstellenden Streitparteien bestellt werden. In dem Antrag sind auch kurz die bereits in Anspruch genommenen Mittel der Streitbeilegung anzugeben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_2"><num>(2)</num><content><p>Sobald ein Antrag eingegangen ist, notifiziert der Kanzler dies der oder den anderen in dem Antrag angegebenen Streitparteien. Die andere oder anderen Streitparteien bestellen innerhalb von fünfzehn Tagen nach der Notifikation den oder die Schlichter ihrer Wahl zum Mitglied der Kommission. Haben eine oder mehrere Streitparteien innerhalb dieser Frist das oder die Kommissionsmitglieder, zu deren Bestellung sie berechtigt sind, nicht bestellt, so bestellt das Präsidium die entsprechende Anzahl von Schlichtern. Diese Bestellung wird aus den Reihen der gemäss Artikel 3 von der oder von jeder betroffenen Partei ernannten Schlichter vorgenommen, oder, sollten diese Parteien noch keine Schlichter ernannt haben, aus den Reihen der anderen Schlichter, die nicht von der oder den anderen Streitparteien ernannt wurden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_3"><num>(3)</num><content><p>Wird mittels einer Vereinbarung um Bildung einer Vergleichskommission ersucht, so ist in der Vereinbarung der Streitgegenstand anzugeben. Gibt es keine völlige oder teilweise Übereinstimmung hinsichtlich des Streitgegenstands, so kann jede beteiligte Partei ihren eigenen Standpunkt zu dem Streitgegenstand darlegen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_4"><num>(4)</num><content><p>Gleichzeitig mit dem Ersuchen um Bildung einer Vergleichskommission mittels Vereinbarung notifiziert jede Partei dem Kanzler den Namen des Schlichters oder der Schlichter, die sie zu Mitgliedern der Kommission bestellt hat.</p></content></paragraph></article><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><heading>Vergleichsverfahren</heading><paragraph eId="art_23/para_1"><num>(1)</num><content><p>Das Vergleichsverfahren ist vertraulich; alle Streitparteien haben das Recht, gehört zu werden. Vorbehaltlich der Artikel 10 und 11 und der Verfahrensordnung des Gerichtshofs bestimmt die Vergleichskommission nach Konsultation der Streitparteien das Verfahren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_2"><num>(2)</num><content><p>Sofern die Streitparteien damit einverstanden sind, kann die Vergleichskommission jeden Vertragsstaat dieses Übereinkommens, der ein Interesse an der Beilegung der Streitigkeit hat, zum Beitritt zum Verfahren einladen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b></num><heading>Ziel des Vergleichs</heading><paragraph eId="art_24/para"><content><p>Die Vergleichskommission hilft den Parteien, eine Beilegung ihrer Streitigkeit gemäss dem Völkerrecht und ihren KSZE‑Verpflichtungen zu finden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_25"><num><b>Art. 25</b></num><heading>Ergebnis des Vergleichs</heading><paragraph eId="art_25/para_1"><num>(1)</num><content><p>Gelangen die Streitparteien während des Verfahrens mit Hilfe der Vergleichskommission zu einer für alle Seiten annehmbaren Lösung, so halten sie die Bedingungen dieser Lösung in einem Ergebnisprotokoll fest, das von ihren Vertretern und den Mitgliedern der Kommission unterzeichnet wird. Mit der Unterzeichnung dieser Urkunde ist das Verfahren abgeschlossen. Der KSZE‑Rat wird über den Ausschuss Hoher Beamter von dem erfolgreichen Vergleich unterrichtet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_2"><num>(2)</num><content><p>Gelangt die Vergleichskommission zu der Auffassung, dass alle Gesichtspunkte der Streitigkeit und alle Möglichkeiten, eine Lösung herbeizuführen, geprüft worden sind, so arbeitet sie einen Schlussbericht aus. Dieser Bericht enthält die Vorschläge der Kommission zur friedlichen Beilegung der Streitigkeit.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_3"><num>(3)</num><content><p>Der Bericht der Vergleichskommission wird den Streitparteien notifiziert; diese verfügen über eine Frist von dreissig Tagen, um den Bericht zu prüfen und dem Vorsitzenden der Kommission mitzuteilen, ob sie bereit sind, die vorgeschlagene Lösung anzunehmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_4"><num>(4)</num><content><p>Nimmt eine Streitpartei die vorgeschlagene Lösung nicht an, so sind die anderen Parteien nicht länger an ihre eigene Annahme der Lösung gebunden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_5"><num>(5)</num><content><p>Haben die Streitparteien die vorgeschlagene Lösung nicht innerhalb der in Absatz 3 festgelegten Frist angenommen, so wird der Bericht dem KSZE‑Rat über den Ausschuss Hoher Beamter zugeleitet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_25/para_6"><num>(6)</num><content><p>Ein Bericht zur sofortigen Notifikation des KSZE‑Rates über den Ausschuss Hoher Beamter wird auch über die Umstände erstellt, unter denen eine Partei nicht zum Vergleichsverfahren erscheint oder ein Verfahren nach dessen Beginn verlässt.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_IV"><num>Kapitel IV </num><heading>Schiedsverfahren</heading><article eId="art_26"><num><b>Art. 26</b></num><heading>Ersuchen um Bildung eines Schiedsgerichts</heading><paragraph eId="art_26/para_1"><num>(1)</num><content><p>Ein Ersuchen um ein Schiedsverfahren kann jederzeit aufgrund einer Vereinbarung zwischen zwei oder mehr Vertragsstaaten dieses Übereinkommens oder zwischen einem oder mehreren Vertragsstaaten des Übereinkommens und einem oder mehreren anderen KSZE‑Teilnehmerstaaten gestellt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens können jederzeit durch eine an den Verwahrer gerichtete Mitteilung erklären, dass sie unter dem Vorbehalt der Gegenseitigkeit die Zuständigkeit eines Schiedsgerichts ipso facto und ohne besondere Übereinkunft als obligatorisch anerkennen. Diese Erklärung kann für unbestimmte Zeit oder für eine bestimmte Zeit abgegeben werden. Sie kann für alle Streitigkeiten gelten oder Streitigkeiten ausschliessen, die Fragen ihrer territorialen Integrität oder ihrer Landesverteidigung, ihrer Hoheitsansprüche auf Landgebiete oder konkurrierende Ansprüche hinsichtlich der Hoheitsgewalt über andere Gebiete berühren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_3"><num>(3)</num><content><p>Ein Ersuchen um ein Schiedsverfahren gegen einen Vertragsstaat dieses Übereinkommens, der eine Erklärung nach Absatz 2 abgegeben hat, kann erst nach Ablauf von dreissig Tagen mittels eines Antrags an den Kanzler gestellt werden, nachdem der Bericht der mit der Streitigkeit befassten Vergleichskommission an den KSZE‑Rat gemäss Artikel 25 Absatz 5 übermittelt worden ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_4"><num>(4)</num><content><p>Wird eine Streitigkeit gemäss diesem Artikel einem Schiedsgericht unterbreitet, so kann das Gericht von sich aus oder auf Ersuchen einer oder aller Streitparteien einstweilige Massnahmen bezeichnen, welche von den Streitparteien ergriffen werden sollten, um zu verhindern, dass sich die Streitigkeit verschärft, ihre Beilegung erschwert oder durch das Verhalten einer oder mehrerer Streitparteien die Durchsetzbarkeit eines künftigen Spruchs des Schiedsgerichts unmöglich gemacht wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_27"><num><b>Art. 27</b></num><heading>Einem Schiedsgericht unterbreitete Fälle</heading><paragraph eId="art_27/para_1"><num>(1)</num><content><p>Wird mittels Vereinbarung ein Ersuchen um ein Schiedsverfahren gestellt, so wird darin der Streitgegenstand angegeben. Gibt es keine völlige oder teilweise Übereinstimmung hinsichtlich des Streitgegenstands, so kann jede beteiligte Partei ihren eigenen Standpunkt zu dem Streitgegenstand darlegen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_27/para_2"><num>(2)</num><content><p>Wird mittels eines Antrags ein Ersuchen um ein Schiedsverfahren gestellt, so werden darin der Streitgegenstand, der oder die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens, gegen die sich der Antrag richtet, sowie die wesentlichen Punkte in sachlicher und rechtlicher Hinsicht angegeben, auf denen der Antrag beruht. Sobald der Antrag eingegangen ist, notifiziert der Kanzler dies dem oder den anderen in dem Antrag genannten Vertragsstaaten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_28"><num><b>Art. 28</b></num><heading>Bildung des Schiedsgerichts</heading><paragraph eId="art_28/para_1"><num>(1)</num><content><p>Wird ein Ersuchen um ein Schiedsverfahren gestellt, so wird ein Schiedsgericht gebildet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_28/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die von den Streitparteien gemäss Artikel 4 ernannten Schiedsrichter sind von Amts wegen Mitglieder des Gerichts. Sind mehr als zwei Staaten Parteien derselben Streitigkeit, so können die Staaten mit gleichen Interessen einvernehmlich einen einzigen Schiedsrichter bestellen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_28/para_3"><num>(3)</num><content><p>Das Präsidium bestellt aus den Reihen der Schiedsrichter eine Anzahl von Mitgliedern des Schiedsgerichts, so dass die Anzahl der von ihm bestellten Mitglieder die der von Amts wegen tätigen um mindestens eins übersteigt. Die Mitglieder des Präsidiums und ihre Stellvertreter, die auf der Liste der Schiedsrichter stehen, können zu Mitgliedern des Gerichts bestellt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_28/para_4"><num>(4)</num><content><p>Ist ein von Amts wegen tätiges Mitglied verhindert oder hat es schon früher in irgendeiner Eigenschaft an der Sache mitgewirkt, die Gegenstand der dem Gericht unterbreiteten Streitigkeit ist, so wird dieses Mitglied durch seinen Stellvertreter ersetzt. Ist der Stellvertreter in derselben Lage, so bestellt der betreffende Staat ein Mitglied zur Prüfung der Streitigkeit gemäss den in Absatz 5 festgelegten Bedingungen. Bestehen Zweifel daran, ob ein Mitglied oder sein Stellvertreter dem Gericht angehören darf, so entscheidet das Präsidium.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_28/para_5"><num>(5)</num><content><p>Ein Staat, der Partei einer dem Schiedsgericht unterbreiteten Streitigkeit ist, ohne Partei dieses Übereinkommens zu sein, kann eine Person seiner Wahl entweder anhand der gemäss Artikel 4 erstellten Liste der Schiedsrichter oder unter anderen Personen, die Staatsangehörige eines KSZE‑Teilnehmerstaates sind, zum Mitglied des Gerichts bestellen. Eine so bestellte Person muss die in Artikel 4 Absatz 2 festgelegten Anforderungen erfüllen; zum Zwecke der Prüfung der Streitigkeit hat sie dieselben Rechte und Pflichten wie die anderen Mitglieder des Gerichts. Die Person übt ihre Aufgaben in völliger Unabhängigkeit aus und gibt die in Artikel 5 vorgesehene Erklärung ab, bevor sie ihren Sitz im Gericht einnimmt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_28/para_6"><num>(6)</num><content><p>Das Gericht ernennt seinen Vorsitzenden aus den Reihen der vom Präsidium bestellten Mitglieder.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_28/para_7"><num>(7)</num><content><p>Kann ein vom Präsidium bestelltes Mitglied des Gerichts am Verfahren nicht teilnehmen, so wird dieses Mitglied nur dann ersetzt, wenn die Anzahl der vom Präsidium bestellten Mitglieder unter die Anzahl der von Amts wegen tätigen Mitglieder beziehungsweise der von den Streitparteien gemäss Absatz 5 bestellten Mitglieder sinkt. In diesem Fall bestellt das Präsidium ein oder mehrere neue Mitglieder nach Massgabe der Absätze 3 und 4 dieses Artikels. Im Falle der Bestellung eines oder mehrerer neuer Mitglieder wird ein neuer Vorsitzender nur dann gewählt, wenn das verhinderte Mitglied der Vorsitzende des Gerichts ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_29"><num><b>Art. 29</b></num><heading>Schiedsverfahren</heading><paragraph eId="art_29/para_1"><num>(1)</num><content><p>Während des Schiedsverfahrens, das den Grundsätzen eines gerechten Verfahrens entspricht, haben alle Parteien das Recht, gehört zu werden. Das Verfahren besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_29/para_2"><num>(2)</num><content><p>Das Schiedsgericht besitzt gegenüber den Streitparteien die zur Erfüllung seiner Aufgaben erforderlichen Untersuchungs- und Ermittlungsbefugnisse.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_29/para_3"><num>(3)</num><content><p>Jeder KSZE‑Teilnehmerstaat, welcher der Auffassung ist, ein besonderes rechtliches Interesse zu haben, das durch die Entscheidung des Gerichts berührt werden könnte, kann innerhalb von fünfzehn Tagen nach der in Artikel 15 genannten Weiterleitung der Notifikation durch das KSZE‑Sekretariat beim Kanzler ein Ersuchen um Beitritt zum Verfahren stellen. Dieses Ersuchen wird den Streitparteien und dem für die Streitigkeit gebildeten Gericht umgehend übermittelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_29/para_4"><num>(4)</num><content><p>Weist der um Beitritt ersuchende Staat nach, dass er ein solches Interesse hat, so ist er befugt, in dem zum Schutz dieses Interesses erforderlichen Umfang am Verfahren teilzunehmen. Der entsprechende Teil der Entscheidung des Schiedsgerichts ist für den beitretenden Staat bindend.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_29/para_5"><num>(5)</num><content><p>Die Streitparteien können dem Gericht ihre Stellungnahmen zu dem Ersuchen um Beitritt innerhalb einer Frist von dreissig Tagen zukommen lassen. Das Gericht entscheidet über die Zulässigkeit des Ersuchens.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_29/para_6"><num>(6)</num><content><p>Die Verhandlungen vor dem Gericht erfolgen unter Ausschluss der Öffentlichkeit, sofern das Gericht auf Antrag der Streitparteien nichts anderes beschliesst.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_29/para_7"><num>(7)</num><content><p>Erscheinen eine oder mehrere Streitparteien nicht, so können die anderen beteiligten Parteien das Gericht ersuchen, im Sinne ihrer Anträge zu entscheiden. Bevor das Gericht diesem Ersuchen stattgibt, muss es sich seiner Zuständigkeit und der Begründetheit der Anträge der am Verfahren beteiligten Partei oder Parteien vergewissern.</p></content></paragraph></article><article eId="art_30"><num><b>Art. 30</b></num><heading>Aufgabe des Schiedsgerichts</heading><paragraph eId="art_30/para"><content><p>Aufgabe des Schiedsgerichts ist es, die ihm unterbreiteten Streitigkeiten gemäss dem Völkerrecht zu entscheiden. Diese Bestimmung berührt nicht die Befugnis des Gerichts, einen Fall <i>ex aequo et bono</i> zu entscheiden, sofern die Streitparteien dies vereinbaren.</p></content></paragraph></article><article eId="art_31"><num><b>Art. 31</b></num><heading>Schiedsspruch</heading><paragraph eId="art_31/para_1"><num>(1)</num><content><p>Der Schiedsspruch des Schiedsgerichts ist zu begründen. Gibt er weder ganz noch zum Teil die übereinstimmende Auffassung der Mitglieder des Schiedsgerichts wieder, so hat jedes Mitglied das Recht, eine persönliche oder abweichende Meinung zu äussern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_31/para_2"><num>(2)</num><content><p>Vorbehaltlich des Artikels 29 Absatz 4 ist der Schiedsspruch des Gerichts nur für die Streitparteien und nur für den Fall bindend, auf den er sich bezieht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_31/para_3"><num>(3)</num><content><p>Der Schiedsspruch ist endgültig und unterliegt keinem Rechtsmittel. Die Streitparteien oder eine von ihnen können jedoch das Gericht ersuchen, den Schiedsspruch hinsichtlich seiner Bedeutung oder seiner Tragweite auszulegen. Sofern die Streitparteien nichts anderes vereinbaren, ist ein solcher Antrag spätestens sechs Monate nach Übermittlung des Schiedsspruchs zu stellen. Nachdem das Gericht die Stellungnahmen der Streitparteien erhalten hat, nimmt es diese Auslegung so bald wie möglich vor.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_31/para_4"><num>(4)</num><content><p>Ein Antrag auf Wiederaufnahme des Schiedsverfahrens kann nur gestellt werden, wenn eine Tatsache von entscheidender Bedeutung bekannt wird, die vor Verkündung des Schiedsspruchs dem Gericht und der oder den die Wiederaufnahme beantragenden Streitparteien unbekannt war. Der Antrag auf Wiederaufnahme muss spätestens sechs Monate nach Bekanntwerden der neuen Tatsache gestellt werden. Nach Ablauf von zehn Jahren nach Übermittlung des Schiedsspruchs ist ein Wiederaufnahmeantrag nicht mehr zulässig.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_31/para_5"><num>(5)</num><content><p>Soweit möglich wird ein Auslegungsersuchen oder ein Wiederaufnahmeantrag von dem Gericht geprüft, das den Schiedsspruch gefällt hat. Ist dies nach Auffassung des Präsidiums nicht möglich, so wird ein anderes Gericht gemäss Artikel 28 gebildet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_32"><num><b>Art. 32</b></num><heading>Veröffentlichung des Schiedsspruchs</heading><paragraph eId="art_32/para"><content><p>Der Schiedsspruch wird durch den Kanzler veröffentlicht. Eine beglaubigte Abschrift wird den Streitparteien und dem KSZE‑Rat über den Ausschuss Hoher Beamter übermittelt.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_V"><num>Kapitel V </num><heading>Schlussbestimmungen</heading><article eId="art_33"><num><b>Art. 33</b></num><heading>Unterzeichnung und Inkrafttreten</heading><paragraph eId="art_33/para_1"><num>(1)</num><content><p>Dieses Übereinkommen liegt für die KSZE‑Teilnehmerstaaten bei der Regierung Schwedens bis zum 31. März 1993 zur Unterzeichnung auf. Es bedarf der Ratifikation.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_33/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die KSZE‑Teilnehmerstaaten, die dieses Übereinkommen nicht unterzeichnet haben, können ihm später beitreten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_33/para_3"><num>(3)</num><content><p>Dieses Übereinkommen tritt zwei Monate nach Hinterlegung der zwölften Ratifikations‑ oder Beitrittsurkunde in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_33/para_4"><num>(4)</num><content><p>Für jeden Staat, der dieses Übereinkommen nach Hinterlegung der zwölften Ratifikations‑ oder Beitrittsurkunde ratifiziert oder ihm beitritt, tritt das Übereinkommen zwei Monate nach Hinterlegung seiner Ratifikations‑ oder Beitrittsurkunde in Kraft.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_33/para_5"><num>(5)</num><content><p>Die Regierung Schwedens ist Verwahrer dieses Übereinkommens.</p></content></paragraph></article><article eId="art_34"><num><b>Art. 34</b></num><heading>Vorbehalte</heading><paragraph eId="art_34/para"><content><p>Vorbehalte zu diesem Übereinkommen sind nicht zulässig, sofern sie darin nicht ausdrücklich zugelassen sind.</p></content></paragraph></article><article eId="art_35"><num><b>Art. 35</b></num><heading>Änderungen</heading><paragraph eId="art_35/para_1"><num>(1)</num><content><p>Änderungen dieses Übereinkommens müssen nach Massgabe der folgenden Absätze beschlossen werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_2"><num>(2)</num><content><p>Änderungen dieses Übereinkommens können von jedem Vertragsstaat des Übereinkommens vorgeschlagen werden; sie werden vom Verwahrer dem KSZE‑Sekretariat zur Weiterleitung an die KSZE‑Teilnehmerstaaten übermittelt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_3"><num>(3)</num><content><p>Beschliesst der KSZE‑Rat den vorgeschlagenen Wortlaut der Änderung, so wird dieser vom Verwahrer an die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens zur Annahme nach Massgabe ihrer jeweiligen verfassungsrechtlichen Erfordernisse weitergeleitet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_4"><num>(4)</num><content><p>Jede derartige Änderung tritt am dreissigsten Tag nach dem Zeitpunkt in Kraft, zu dem alle Vertragsstaaten dieses Übereinkommens dem Verwahrer ihre Annahme der Änderung mitgeteilt haben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_36"><num><b>Art. 36</b></num><heading>Kündigung</heading><paragraph eId="art_36/para_1"><num>(1)</num><content><p>Jeder Vertragsstaat dieses Übereinkommens kann das Übereinkommen jederzeit durch eine an den Verwahrer gerichtete Notifikation kündigen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_36/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Kündigung wird ein Jahr nach Eingang der Notifikation bei dem Verwahrer wirksam.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_36/para_3"><num>(3)</num><content><p>Dieses Übereinkommen bleibt jedoch für die kündigende Partei im Hinblick auf die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Kündigung laufenden Verfahren gültig. Diese Verfahren werden zu Ende geführt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_37"><num><b>Art. 37</b></num><heading>Notifikationen und Mitteilungen</heading><paragraph eId="art_37/para"><content><p>Die vom Verwahrer vorzunehmenden Notifikationen und Mitteilungen werden dem Kanzler und dem KSZE‑Sekretariat zur Weiterleitung an die KSZE‑Teilnehmerstaaten übermittelt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_38"><num><b>Art. 38</b></num><heading>Nichtvertragsparteien</heading><paragraph eId="art_38/para"><content><p>Im Einklang mit dem Völkerrecht wird bekräftigt, dass nichts in diesem Übereinkommen so auszulegen ist, dass KSZE‑Teilnehmerstaaten, die nicht Vertragsparteien dieses Übereinkommens sind, Verpflichtungen entstehen, sofern solche Verpflichtungen nicht ausdrücklich vorgesehen sind und von solchen Staaten nicht ausdrücklich in schriftlicher Form anerkannt werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_39"><num><b>Art. 39</b></num><heading>Übergangsbestimmungen</heading><paragraph eId="art_39/para_1"><num>(1)</num><content><p>Der Gerichtshof wählt innerhalb von vier Monaten nach Inkrafttreten dieses Übereinkommens das Präsidium, nimmt seine Verfahrensordnung an und ernennt den Kanzler gemäss den Bestimmungen der Artikel 7, 9 und 11. Die Regierung des Sitzstaats des Gerichtshofs trifft im Zusammenwirken mit dem Verwahrer die erforderlichen Vorkehrungen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_39/para_2"><num>(2)</num><content><p>Bis zur Ernennung eines Kanzlers werden die Aufgaben des Kanzlers gemäss Artikel 3 Absatz 5 und Artikel 4 Absatz 7 vom Verwahrer wahrgenommen.</p></content></paragraph></article></chapter><signature><p>Geschehen zu Stockholm am 15. Dezember 1992 in deutscher, englischer, französischer, italienischer, russischer und spanischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"> (Es folgen die Unterschriften)</p></signature></body><components><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4392_4392_4392/20190312/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4392_4392_4392/20190312"/><FRBRdate date="2019-03-12" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1992-12-15" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-12-05" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.193.235"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 15 décembre 1992 relative à la conciliation et à l'arbitrage au sein de la CSCE (avec prot. financier)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 15 dicembre 1992 relativa alla conciliazione e all'arbitrato nel quadro della CSCE (con Protocollo)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 15. Dezember 1992 über Vergleichs- und Schiedsverfahren innerhalb der KSZE (mit Finanzprotokoll)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4392_4392_4392/20190312/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4392_4392_4392/20190312/de"/><FRBRdate date="2019-03-12" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1992-12-15" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-12-05" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4392_4392_4392/20190312/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4392_4392_4392/20190312/de/xml"/><FRBRdate date="2019-03-12" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1992-12-15" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-12-05" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Finanzprotokoll <br/>nach Artikel 13 des Übereinkommens</block></container></preface><mainBody><p>Angenommen in Prag am 28. April 1993</p><article eId="annex_u1/art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Kosten des Gerichtshofs</heading><paragraph eId="annex_u1/art_1/para_1"><num>1.</num><content><p>Alle Kosten des durch das Übereinkommen über Vergleichs‑ und Schiedsverfahren innerhalb der KSZE (im folgenden als «Übereinkommen» bezeichnet) errichteten Gerichtshofs werden von den Vertragsstaaten des Übereinkommens getragen. Die Kosten für die Schlichter und Schiedsrichter sind Kosten des Gerichtshofs.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_1/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Verpflichtungen des Gaststaats hinsichtlich der Ausgaben im Zusammenhang mit den Räumlichkeiten und der Ausstattung des Gerichtshofs, deren Unterhaltung, Versicherung und Sicherheit sowie deren Nebenkosten werden in einem Schriftwechsel zwischen dem mit Zustimmung und im Namen der Vertragsstaaten des Übereinkommens handelnden Gerichtshof und dem Gaststaat festgelegt.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Beiträge zum Haushalt des Gerichtshofs</heading><paragraph eId="annex_u1/art_2/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Beiträge zum Haushalt des Gerichtshofs werden unter den Vertragsstaaten des Übereinkommens entsprechend dem in der KSZE geltenden Beitragsschlüssel aufgeteilt und unter Berücksichtigung des zahlenmässigen Unterschieds zwischen den KSZE‑Teilnehmerstaaten und den Vertragsstaaten des Übereinkommens angepasst.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_2/para_2"><num>2.</num><content><p>Ratifiziert ein Staat das Übereinkommen nach seinem Inkrafttreten oder tritt er ihm danach bei, so beträgt sein Beitrag für das laufende Finanzjahr ein Zwölftel seines Anteils an dem nach Absatz 1 berechneten Satz für jeden vollen Monat des Finanzjahrs, das nach dem Zeitpunkt verbleibt, zu dem das Übereinkommen für den Staat in Kraft getreten ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_2/para_3"><num>3.</num><content><p>Unterbreitet ein Staat, der nicht Vertragspartei des Übereinkommens ist, dem Gerichtshof nach Artikel 20 Absatz 2 oder Artikel 26 Absatz 1 des Übereinkommens eine Streitigkeit, so trägt er für die Dauer des Verfahrens zur Finanzierung des Haushalts des Gerichtshofs bei, als sei er Vertragspartei des Übereinkommens.</p><p>Bezüglich der Anwendung dieses Absatzes gilt das Vergleichsverfahren als an dem Tag begonnen, an dem der Kanzler die Mitteilung von der Vereinbarung der Parteien über die Bildung einer Kommission erhält, und als an dem Tag beendet, an dem die Kommission den Parteien ihren Bericht notifiziert. Zieht sich eine Partei aus dem Verfahren zurück, so gilt das Verfahren als an dem Tag beendet, an dem der in Artikel 25 Absatz 6 des Übereinkommens genannte Bericht notifiziert wird. Das Schiedsverfahren gilt als an dem Tag begonnen, an dem der Kanzler die Mitteilung von der Vereinbarung der Parteien über die Bildung eines Gerichts erhält, und als an dem Tag beendet, an dem das Gericht seinen Schiedsspruch fällt.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Finanzjahr und Haushalt</heading><paragraph eId="annex_u1/art_3/para_1"><num>1.</num><content><p>Das Finanzjahr beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_3/para_2"><num>2.</num><content><p>Der in Übereinstimmung mit dem Präsidium des Gerichtshofs handelnde Kanzler stellt alljährlich einen Haushaltsentwurf für den Gerichtshof auf. Der Haushaltsentwurf für das folgende Finanzjahr wird den Vertragsstaaten des Übereinkommens vor dem 15. September zugeleitet.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_3/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Haushalt wird von den Vertretern der Vertragsstaaten des Übereinkommens gebilligt. Prüfung und Billigung des Haushalts erfolgen in Wien, sofern die Vertragsstaaten des Übereinkommens nichts anderes vereinbaren. Nach Billigung des Haushalts für das Finanzjahr ersucht der Kanzler die Vertragsstaaten des Übereinkommens um Überweisung ihrer Beiträge.</p><p>Ist der Haushalt bis zum 31. Dezember nicht gebilligt, so legt der Gerichtshof seiner Arbeit den vorigen Haushalt zugrunde und, vorbehaltlich späterer Anpassungen, ersucht der Kanzler die Vertragsstaaten des Übereinkommens um Überweisung ihrer Beiträge entsprechend diesem Haushalt.</p><p>Der Kanzler ersucht die Vertragsstaaten des Übereinkommens, fünfzig Prozent ihres Beitrags am 1. Januar und die übrigen fünfzig Prozent am 1. April zur Verfügung zu stellen.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_3/para_4"><num>4.</num><content><p>Vorbehaltlich eines gegenteiligen Beschlusses durch die Vertreter der Vertragsstaaten des Übereinkommens lautet der Haushalt auf Schweizer Franken, und die Beiträge der Staaten werden in dieser Währung geleistet.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_3/para_5"><num>5.</num><content><p>Ein Staat, der das Übereinkommen nach dessen Inkrafttreten ratifiziert oder ihm danach beitritt, zahlt seinen ersten Beitrag zum Haushalt innerhalb von zwei Monaten, nachdem der Kanzler darum ersucht hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_3/para_6"><num>6.</num><content><p>Staaten, die nicht Vertragspartei des Übereinkommens sind, dem Gerichtshof jedoch eine Streitigkeit unterbreitet haben, entrichten ihren Beitrag innerhalb von zwei Monaten, nachdem der Kanzler darum ersucht hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_3/para_7"><num>7.</num><content><p>Im Jahr des Inkrafttretens des Übereinkommens entrichten die Vertragsstaaten des Übereinkommens ihren Beitrag zum Haushalt innerhalb von zwei Monaten nach Hinterlegung der zwölften Ratifikationsurkunde zu dem Übereinkommen. Dieser Haushalt wird vorläufig auf 250 000 Schweizer Franken festgesetzt.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Verpflichtungen, Zahlungen und überarbeiteter Haushalt</heading><paragraph eId="annex_u1/art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Mit der Billigung des Haushalts erhält der unter der Verantwortung des Präsidiums des Gerichtshofs handelnde Kanzler die Befugnis, bis zu der genehmigten Höhe und zu den genehmigten Zwecken Verbindlichkeiten einzugehen und Zahlungen zu tätigen.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Der unter der Verantwortung des Präsidiums des Gerichtshofs handelnde Kanzler ist befugt, zwischen den Einzelposten und Unterpositionen Übertragungen bis zu fünfzehn Prozent der Einzelposten/Unterpositionen vorzunehmen. Alle diese Übertragungen müssen vom Kanzler im Zusammenhang mit dem in Artikel 9 genannten Jahresabschluss gemeldet werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_4/para_3"><num>3.</num><content><p>Verbindlichkeiten, die am Ende des Finanzjahres noch offen sind, werden ins nächste Finanzjahr übertragen.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_4/para_4"><num>4.</num><content><p>Wenn es die Umstände erfordern, ist der Kanzler nach sorgfältiger Prüfung der zur Verfügung stehenden Mittel im Hinblick auf Einsparungen befugt, einen überarbeiteten Haushalt, mit dem ein Ersuchen um zusätzliche Mittelzuweisungen einhergehen kann, den Vertretern der Vertragsstaaten des Übereinkommens zur Billigung vorzulegen.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_4/para_5"><num>5.</num><content><p>Jeder Überschussbetrag für ein bestimmtes Finanzjahr wird von den veranschlagten Beiträgen für das Finanzjahr abgezogen, welches auf dasjenige folgt, in dem die Abrechnung von den Vertretern der Vertragsstaaten des Übereinkommens gebilligt wurde. Jeder Minusbetrag wird auf das folgende Finanzjahr übertragen, es sei denn, die Vertreter der Vertragsstaaten des Übereinkommens beschliessen zusätzliche Beiträge.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Betriebsmittelfonds</heading><paragraph eId="annex_u1/art_5/para"><content><p>Durch Konsens kann ein Betriebsmittelfonds gebildet werden, falls die Vertragsstaaten des Übereinkommens ihn als notwendig erachten. Er wird von den Vertragsstaaten des Übereinkommens finanziert.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Tagegelder und Nominalpauschalen</heading><paragraph eId="annex_u1/art_6/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Mitglieder des Präsidiums des Gerichtshofs, der Vergleichskommissionen und der Schiedsgerichte erhalten ein Tagegeld für jeden Tag, an dem sie ihre Aufgaben wahrnehmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_6/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Mitglieder des Präsidiums des Gerichtshofs erhalten zusätzlich eine jährliche Nominalpauschale.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_6/para_3"><num>3.</num><content><p>Das Tagegeld und die jährliche Nominalpauschale werden von den Vertretern der Vertragsstaaten des Übereinkommens festgelegt.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Gehälter, Sozialversicherung und Ruhegehalt</heading><paragraph eId="annex_u1/art_7/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Kanzler und alle nach Artikel 9 des Übereinkommens ernannten Bediensteten der Kanzlei erhalten ein von den Vertretern der Vertragsstaaten des Übereinkommens festgelegtes Gehalt.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Bediensteten der Kanzlei werden auf die zur Gewährleistung der Arbeit des Gerichts erforderliche absolute Mindestzahl beschränkt.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_7/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Vertreter der Vertragsstaaten des Übereinkommens sorgen dafür, dass der Kanzler und die Bediensteten der Kanzlei in den Genuss einer Sozialversicherung und eines Ruhegehalts kommen.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Reisekosten</heading><paragraph eId="annex_u1/art_8/para_1"><num>1.</num><content><p>Den Mitgliedern des Präsidiums des Gerichtshofs, der Vergleichskommissionen und der Schiedsgerichte sowie dem Kanzler und den Bediensteten der Kanzlei werden Reisekosten gezahlt, die für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben unbedingt erforderlich sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_8/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Reisekosten umfassen die tatsächlichen Fahrtkosten, einschliesslich der üblichen Reisenebenkosten, und ein Reisetagegeld zur Begleichung aller Aufwendungen für Verpflegung, Unterkunft, Gebühren und Zuwendungen sowie anderer persönlicher Ausgaben. Das Reisetagegeld wird von den Vertretern der Vertragsstaaten des Übereinkommens festgelegt.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Unterlagen und Geschäftsbücher</heading><paragraph eId="annex_u1/art_9/para_1"><num>1.</num><content><p>Der unter der Verantwortung des Präsidiums des Gerichtshofs handelnde Kanzler trägt dafür Sorge, dass über die Transaktionen entsprechende Unterlagen und Geschäftsbücher geführt und alle Zahlungen ordnungsgemäss genehmigt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_9/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="annex_u1/art_9/para_2/listintro">Der unter der Verantwortung des Präsidiums des Gerichtshofs handelnde Kanzler legt den Vertragsstaaten des Übereinkommens spätestens am 1. März einen Jahresabschluss vor, in dem für das vorangegangene Finanzjahr folgendes ausgewiesen ist:</listIntroduction><item eId="annex_u1/art_9/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>die Einnahmen und Ausgaben auf allen Konten;</p></item><item eId="annex_u1/art_9/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>der Stand hinsichtlich der Haushaltsbereitstellungen;</p></item><item eId="annex_u1/art_9/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>die finanziellen Aktiva und Passiva am Ende des Finanzjahrs.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Rechnungsprüfung</heading><paragraph eId="annex_u1/art_10/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Geschäftsbücher des Gerichts werden von zwei Rechnungsprüfern unterschiedlicher Staatsangehörigkeit geprüft, die von den Vertragsstaaten des Übereinkommens für verlängerbare Zeiträume von drei Jahren ernannt werden.</p><p>Personen, die auf der Liste der Schlichter oder Schiedsrichter geführt werden oder wurden, beziehungsweise nach Artikel 7 dieses Protokolls vom Gerichtshof Zahlungen erhalten haben, dürfen nicht Rechnungsprüfer sein.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_10/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Rechnungsprüfer führen alljährlich eine Rechnungsprüfung durch. Sie prüfen insbesondere die Richtigkeit der Bücher, die Aufstellung der Aktiva und Passiva und die Kontenaufstellungen. Die Bücher stehen spätestens am 1. März für die jährliche Rechnungsprüfung und Einsichtnahme zur Verfügung.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_10/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Rechnungsprüfer führen die von ihnen als notwendig erachteten Buchprüfungen durch, um zu bestätigen,</p><blockList><item eId="annex_u1/art_10/para_3/lbl_a"><num>a) </num><p>dass der ihnen vorgelegte Jahresabschluss richtig ist und mit den Büchern und Unterlagen des Gerichtshofs übereinstimmt,</p></item><item eId="annex_u1/art_10/para_3/lbl_b"><num>b) </num><p>dass die in dem Abschluss ausgewiesenen Finanztransaktionen in Übereinstimmung mit den einschlägigen Regeln, Haushaltsbereitstellungen und sonstigen gegebenenfalls anwendbaren Richtlinien durchgeführt wurden und</p></item><item eId="annex_u1/art_10/para_3/lbl_c"><num>c) </num><p>dass die hinterlegten und die verfügbaren Mittel anhand von Bestätigungen, die unmittelbar von den Hinterlegungsstellen eingegangen sind, oder durch Zählen nachgeprüft wurden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_10/para_4"><num>4.</num><content><p>Der Kanzler stellt den Rechnungsprüfern die Hilfe und die Erleichterungen zur Verfügung, die für die ordnungsgemässe Erfüllung ihrer Aufgaben notwendig sind. Die Rechnungsprüfer erhalten insbesondere ungehinderten Zugang zu den Büchern, Unterlagen und Dokumenten, die nach ihrer Auffassung für die Buchprüfung notwendig sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_10/para_5"><num>5.</num><content><p>Die Rechnungsprüfer erstellen alljährlich einen Bericht, der die Richtigkeit der Buchführung bestätigt und die Stellungnahmen zu der Buchprüfung enthält. Sie können in diesem Zusammenhang auch von ihnen als notwendig erachtete Anmerkungen zur Wirksamkeit der Finanzverfahren, des Buchführungssystems und der internen Finanzkontrolle machen.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_10/para_6"><num>6.</num><content><p>Der Bericht wird den Vertretern der Vertragsstaaten des Übereinkommens spätestens vier Monate nach Ablauf des Finanzjahrs vorgelegt, auf das sich die Buchführung bezieht. Der Bericht geht dem Kanzler im Voraus zu, damit dieser mindestens fünfzehn Tage Zeit hat, um ihm notwendig erscheinende Erklärungen und Rechtfertigungen abzugeben.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_10/para_7"><num>7.</num><content><p>Zusätzlich zu der jährlichen Rechnungsprüfung haben die Rechnungsprüfer jederzeit ungehinderten Zugang zum Zweck der Prüfung der Bücher, der Aufstellung der Aktiva und Passiva und der Kontenaufstellungen.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_10/para_8"><num>8.</num><content><p>Auf der Grundlage des Rechnungsprüfungsberichts erteilen die Vertreter der Vertragsstaaten des Übereinkommens ihre Zustimmung zum Jahresabschluss oder treffen die ihnen angemessen erscheinenden Massnahmen.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Konto für Sonderzahlungen</heading><paragraph eId="annex_u1/art_11/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Vertragsstaaten des Übereinkommens können ein Konto für Sonderzahlungen einrichten, das dazu dient, die Verfahrenskosten für die Staaten zu senken, die Parteien in der dem Gerichtshof unterbreiteten Streitigkeit sind und Schwierigkeiten haben, diese Kosten zu tragen. Das Konto wird durch freiwillige Beiträge der Vertragsstaaten des Übereinkommens finanziert.</p></content></paragraph><paragraph eId="annex_u1/art_11/para_2"><num>2.</num><content><p>Ein Staat, der Partei einer dem Gerichtshof unterbreiteten Streitigkeit ist und Mittel aus dem Konto für Sonderzahlungen zu erhalten wünscht, richtet an den Kanzler ein Ersuchen mit einer ausführlichen Aufstellung der geschätzten Verfahrenskosten.</p><p>Das Präsidium des Gerichtshofs prüft das Ersuchen und leitet seine Empfehlung an die Vertreter der Vertragsstaaten des Übereinkommens weiter, die darüber entscheiden, ob und in welchem Umfang dem Ersuchen stattzugeben ist.</p><p>Nachdem in der Sache verhandelt wurde, richtet der Staat, der Mittel aus dem Konto für Sonderzahlungen erhalten hat, an den Kanzler zur Prüfung durch das Präsidium einen ausführlichen Bericht über die tatsächlich entstandenen Verfahrenskosten; gegebenenfalls erstattet er die über die tatsächlichen Kosten hinausgehenden Beträge.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Beschlussfassung</heading><paragraph eId="annex_u1/art_12/para"><content><p>Alle Beschlüsse der Vertragsstaaten des Übereinkommens oder ihrer Vertreter im Rahmen dieses Protokolls werden durch Konsens gefasst.</p></content></paragraph></article><article eId="annex_u1/art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Änderungen</heading><paragraph eId="annex_u1/art_13/para"><content><p>Änderungen dieses Protokolls werden nach Massgabe des Artikels 35 des Übereinkommens beschlossen. Das Präsidium des Gerichtshofs kann dem KSZE‑Sekretariat seine Auffassung über vorgeschlagene Änderungen zur Weiterleitung an die KSZE‑Teilnehmerstaaten übermitteln.</p><p>Dieses Protokoll, das in deutscher, englischer, französischer, italienischer, russischer und spanischer Sprache abgefasst ist, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist, und das nach Artikel 13 des Übereinkommens über Vergleichs‑ und Schiedsverfahren innerhalb der KSZE am 28. April 1993 in Prag vom Ausschuss Hoher Beamter angenommen wurde, wird bei der Regierung von Schweden hinterlegt.</p></content></paragraph></article></mainBody></doc></component><component eId="scope_u1"><doc name="scope"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4392_4392_4392/20190312/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4392_4392_4392/20190312"/><FRBRdate date="2019-03-12" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1992-12-15" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-12-05" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.193.235"/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention du 15 décembre 1992 relative à la conciliation et à l'arbitrage au sein de la CSCE (avec prot. financier)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione del 15 dicembre 1992 relativa alla conciliazione e all'arbitrato nel quadro della CSCE (con Protocollo)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Übereinkommen vom 15. Dezember 1992 über Vergleichs- und Schiedsverfahren innerhalb der KSZE (mit Finanzprotokoll)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4392_4392_4392/20190312/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4392_4392_4392/20190312/de"/><FRBRdate date="2019-03-12" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1992-12-15" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-12-05" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4392_4392_4392/20190312/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1995/4392_4392_4392/20190312/de/xml"/><FRBRdate date="2019-03-12" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1992-12-15" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1994-12-05" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Geltungsbereich am 12. März 2019<inline name="man-font-weight-normal"><authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1995/4392_4392_4392" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1995</b> 4392</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2002/566" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2002</b> 3682</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2008/33" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2008</b> 87</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2019/187" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2019</b> 1033</ref>. Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereiches findet sich auf der Internetseite des EDA (www.eda.admin.ch/vertraege).</p></authorialNote></inline></block></container></preface><mainBody><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Vertragsstaaten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Ratifikation</p><p>Beitritt (B)</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Inkrafttreten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><td><p>Albanien</p></td><td><p>10. Juni</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>10. August</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Armenien</p></td><td><p>  8. Oktober</p></td><td><p>2001</p></td><td><p>  8. Dezember</p></td><td><p>2001</p></td></tr><tr><td><p>Belarus</p></td><td><p>  7. Februar</p></td><td><p>2000 B</p></td><td><p>  7. April</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Bosnien und Herzegowina</p></td><td><p>14. November</p></td><td><p>2000</p></td><td><p>14. Januar</p></td><td><p>2001</p></td></tr><tr><td><p>Dänemark*</p></td><td><p>23. August</p></td><td><p>1994</p></td><td><p>  5. Dezember</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Deutschland*</p></td><td><p>29. September</p></td><td><p>1994</p></td><td><p>  5. Dezember</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Finnland*</p></td><td><p>20. Februar</p></td><td><p>1995</p></td><td><p>20. April</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Frankreich</p></td><td><p>13. August</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>  5. Dezember</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Griechenland*</p></td><td><p>22. August</p></td><td><p>1995</p></td><td><p>22. Oktober</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Italien</p></td><td><p>  5. Oktober</p></td><td><p>1994</p></td><td><p>  5. Dezember</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Kroatien</p></td><td><p>  4. November</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>  5. Dezember</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Lettland</p></td><td><p>25. Juli</p></td><td><p>1997</p></td><td><p>25. September</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Liechtenstein*</p></td><td><p>15. Juli</p></td><td><p>1994</p></td><td><p>  5. Dezember</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Litauen*</p></td><td><p>19. Dezember</p></td><td><p>1997 B</p></td><td><p>19. Februar</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Luxemburg</p></td><td><p>18. Juni</p></td><td><p>2003</p></td><td><p>18. August</p></td><td><p>2003</p></td></tr><tr><td><p>Malta*</p></td><td><p><inline name="man-color-FFFFFF">0</inline>6. April</p></td><td><p>2001</p></td><td><p>  6. Juni</p></td><td><p>2001</p></td></tr><tr><td><p>Moldau</p></td><td><p>  1. Februar</p></td><td><p>1999</p></td><td><p>  1. April</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>Monaco</p></td><td><p>14. Oktober</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>  5. Dezember</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Montenegro</p></td><td><p>15. April</p></td><td><p>2016 B</p></td><td><p>15. Juni</p></td><td><p>2016</p></td></tr><tr><td><p>Nordmazedonien*</p></td><td><p>21. April</p></td><td><p>1998 B</p></td><td><p>21. Juni</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Norwegen</p></td><td><p>  8. September</p></td><td><p>1998</p></td><td><p>  8. November</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Österreich*</p></td><td><p>14. November</p></td><td><p>1995</p></td><td><p>14. Januar</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Polen*</p></td><td><p>  9. Dezember</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>  5. Dezember</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Portugal</p></td><td><p> 9. August</p></td><td><p>2000</p></td><td><p> 9. Oktober</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Rumänien*</p></td><td><p>22. Mai</p></td><td><p>1996</p></td><td><p>22. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>San Marino</p></td><td><p>18. November</p></td><td><p>1994</p></td><td><p>18. Januar</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Schweden*</p></td><td><p>25. November</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>  5. Dezember</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Schweiz*</p></td><td><p>23. Dezember</p></td><td><p>1993</p></td><td><p>  5. Dezember</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Slowenien</p></td><td><p>11. Mai</p></td><td><p>1994</p></td><td><p>  5. Dezember</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Tadschikistan</p></td><td><p>24. März</p></td><td><p>1995 B</p></td><td><p>24. Mai</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Ukraine</p></td><td><p>12. Dezember</p></td><td><p>1995</p></td><td><p>12. Februar</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Ungarn</p></td><td><p>  2. Juni</p></td><td><p>1995</p></td><td><p>  2. August</p></td><td><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Usbekistan</p></td><td><p>24. Januar</p></td><td><p>1996 B</p></td><td><p>24. März</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Zypern</p></td><td><p>16. Februar</p></td><td><p>1994</p></td><td><p>  5. Dezember</p></td><td><p>1994</p></td></tr><tr><td/><td/><td/><td/><td/></tr><tr><td colspan="5"><blockList><item><num>* </num><p>Vorbehalte und Erklärungen.<br/></p><p>Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlich, mit Ausnahme der Vorbehalte und Erklärungen der Schweiz. Die französischen und englischen Texte können eingesehen werden auf der Internetseite der KSZE: www.csce.gov/ oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern bezogen werden.</p></item></blockList></td></tr></table><level eId="scope_u1/lvl_u1"><heading>Vorbehalte und Erklärungen</heading><content><p>Schweiz</p><p>In Anwendung von Artikel 19 Absatz 4 behält sich der Schweizerische Bundesrat die Vergleichs‑ und gerichtlichen Verfahren vor, die in den von der Schweiz abgeschlossenen und abzuschliessenden bilateralen Verträgen vorgesehen sind, soweit diese Verfahren einseitig eingeleitet werden können. Er behält sich auch ad hoc vereinbarte und zu vereinbarende Vergleichs‑ und Gerichtsverfahren für einen besonderen Streitfall oder eine Reihe von besonderen Streitfällen vor.</p></content></level></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>