<h2>SubmittedText<h2><p>Die Aufnahme in eine Burgerschaft ist heute Voraussetzung für den Erwerb der schweizerischen Staatsangehörigkeit. Andere Länder kennen in ihrer Gesetzgebung dieses zusätzliche Kriterium nicht. Der Bundesrat wird ersucht, eine Entflechtung von Burgerrecht und Staatsangehörigkeit zu prüfen.</p><p>Zahlreiche Burgerschaften im Land pflegen Traditionen und Brauchtum. Sie sind nicht grundsätzlich gegen den Erwerb der Staatsbürgerschaft durch Ausländerinnen und Ausländer und wehren sich im Grunde nur gegen die Aufnahme von neuen Burgerinnen und Burgern, die aus den verschiedensten Kulturkreisen kommen.</p><p>Es hat sich gezeigt, dass bei der Fusion von Gemeinden häufig auch der Verbleib von zwei Burgerschaften als Lösung gewählt wird, um die Befürchtungen nach Verlust von Tradition und Brauchtum aufzufangen.</p><p>Der Bundesrat wird ersucht, einen Bericht zu erstellen, der namentlich die Voraussetzungen zum Erwerb der Staatsbürgerschaft in anderen Ländern und die unterschiedliche Praxis in verschiedenen Schweizer Kantonen aufzeigt, und die Ergebnisse gegebenenfalls in die laufenden Revisionsvorlagen einfliessen zu lassen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2>Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.