A bteilung III C -1170/2006 {T 0/2} U rteil vom 3. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter Antonio Im oberdorf (Kam m erpräsident); R ichter Andreas Trom m er; R ichterin R uth Beutler; G erichtsschreiber D aniel G rim m . X._______, Beschw erdeführer, vertreten durch R echtsanw alt D r. Jean-Pierre M enge, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend N ichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er aus Kenia stam m ende, 1959 geborene Beschw erdeführer kam Ende D ezem ber 1992 in die Schw eiz, um an der "Alpina School of H otel M a- nagem ent" in Parpan eine Ausbildung im H otelfach zu absolvieren. Am 22. Septem ber 1994 verheiratete er sich in C hur m it einer 1942 geborenen Schw eizer Bürgerin. G em äss Eintrag im Fam ilienregister der G em einde C hur w ar er zum Zeitpunkt der Eheschliessung Vater zw eier in Kenia le- bender unm ündiger Kinder (geboren 1988 bzw . 1990) aus einer ersten, am 16. April 1991 geschiedenen Ehe. G estützt auf die neue Ehe m it der Schw eizer Bürgerin erhielt er im Kanton G raubünden eine Aufenthaltsbe- w illigung. B. Am 9. August 1999 stellte der Beschw erdeführer ein G esuch um erleich- terte Einbürgerung. Im R ahm en des Einbürgerungsverfahrens unterzeich- neten er und seine Ehefrau am 25. August 2000 gem einsam eine Erklä- rung, w onach sie in einer tatsächlichen, ungetrennten, stabilen ehelichen G em einschaft an derselben Adresse zusam m enlebten und dass w eder Trennungs- noch Scheidungsabsichten bestünden. G leichzeitig nahm en sie unterschriftlich zur Kenntnis, "dass die erleichterte Einbürgerung nicht m öglich ist, w enn vor oder w ährend des Einbürgerungsverfahrens einer der Ehegatten die Trennung oder Scheidung beantragt hat oder keine tat- sächliche eheliche G em einschaft m ehr besteht". Ü berdies bestätigten sie ihre Kenntnisnahm e davon, dass die Verheim lichung solcher U m stände zur N ichtigerklärung der Einbürgerung führen könne. Am 16. O ktober 2000 erhielt der G esuchsteller durch erleichterte Einbürgerung nach Art. 27 des Bundesgesetzes vom 29. Septem ber 1952 über den Erw erb und Verlust des Schw eizer Bürgerrechts (BüG ; SR 141.0) das Schw eizer Bürgerrecht. C . M it einem Schreiben vom 8. Septem ber 2004 w urde die Vorinstanz vom Am t für Zivilrecht des Kantons G raubünden darauf aufm erksam gem acht, dass die Eheleute den gem einsam en W ohnsitz anfangs D ezem ber 2000 aufgegeben und am 30. Januar 2001 eine Trennungs- und Scheidungs- konvention unterzeichnet hätten. D . Seit dem 28. O ktober 2004 ist die Ehe rechtskräftig geschieden. E. D ie Inform ationen des kantonalen Am tes für Zivilrecht bew ogen die Vorin- stanz dazu, ein Verfahren betreffend N ichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung einzuleiten. In einem Schreiben vom 11. O ktober 2004 for- derte sie den Beschw erdeführer auf, sich zur Frage der allfälligen N ichtig- erklärung und zur Trennung von seiner schw eizerischen Ehegattin zu äussern. In einer von seiner Schw eizerischen Ehefrau m it unterzeichneten Stellungnahm e vom 20. O ktober 2004 bestritt der Beschw erdeführer, die erleichterte Einbürgerung erschlichen zu haben oder gar eine Zw eckehe eingegangen zu sein. Vielm ehr sei die Ehe am 25. August 2000 bei der U nterzeichnung der Erklärung betreffend ehelicher G em einschaft intakt gew esen. Erst anfangs N ovem ber 2000 seien in der Ehe D inge passiert, w elche seiner Ehefrau ein w eiteres Zusam m enleben verunm öglicht hätten. 3 In einer Eingabe vom 14. D ezem ber 2004 ergänzte der inzw ischen beige- zogene Parteivertreter, die im N ovem ber 2000 unverhofft aufgetauchten ehelichen Problem e seien darauf zurückzuführen gew esen, dass die schw eizerische Ex-Ehefrau grundlos verm utet habe, ihr Partner unterhalte eine D rittbeziehung. D em Beschw erdeführer könne in dieser H insicht je- doch kein schuldhaftes oder rechtsw idriges Verhalten vorgew orfen w er- den. F. Auf Veranlassung der Vorinstanz w urde die schw eizerische Ex-Ehefrau vom Am t für Polizeiw esen und Zivilrecht des Kantons G raubünden am 17. Januar 2005 rogatorisch als Auskunftsperson einvernom m en. D er R echtsvertreter des Beschw erdeführers w ohnte der Anhörung bei. G . M it Schreiben vom 15. Februar 2005 gab die Vorinstanz dem Beschw erde- führer G elegenheit, sich zum Inhalt des Einvernahm eprotokolls zu äussern. G leichzeitig w urde er darum ersucht, an ihn gerichtete Briefe ei- ner D rittperson, die nach D arstellung der schw eizerischen Ex-Ehefrau für das Scheitern der Beziehung ausschlaggebend gew esen seien und die sich beim dam aligen gem einsam en R echtsvertreter im Scheidungsverfah- ren befänden, zu den Akten zu geben. In einem Schreiben vom 7. M ärz 2005 teilte der R echtsvertreter des Beschw erdeführers darauf hin m it, dass die schw eizerische Ex-Ehefrau sich auf Anfrage hin nicht bereit ge- zeigt habe, den dam aligen R echtsvertreter im Scheidungsverfahren vom Anw altsgeheim nis zu entbinden und die fraglichen Briefe herauszugeben. D arauf hin teilte die Vorinstanz dem Beschw erdeführer in einem Schreiben vom 18. M ärz 2005 m it, dass es ihm aufgrund der konkreten U m stände ohne w eiteres m öglich sein sollte, selbst für die Beschaffung der Briefe be- sorgt zu sein. N achdem der Beschw erdeführer darauf innert von der Vorin- stanz gesetzter Frist nicht reagierte, gelangte letztere m it dem gleichen Anliegen noch an die schw eizerische Ex-Ehefrau. D iese präzisierte in ei- nem Schreiben vom 7. Juni 2005, dass es sich um zw ei Liebesbriefe ge- handelt habe, die von einer Frau geschrieben und an den Beschw erdefüh- rer gerichtet gew esen seien. D iese Briefe ständen aber im Eigentum des Beschw erdeführers und sie sei nicht bereit, Kopien davon an die Behörden w eiterzugeben. H . Am 23. Juni 2005 teilte die Vorinstanz dem Beschw erdeführer m it, dass die Voraussetzungen für eine N ichtigerklärung der erleichterten Einbürge- rung nach Art. 41 BüG als erfüllt zu betrachten seien und gab ihm G ele- genheit zu einer abschliessenden Stellungnahm e. I. M it Schreiben vom 22. August 2005 reichte der Beschw erdeführer schliesslich doch noch D okum ente ein, bei denen es sich um Kopien der fraglichen Briefe handeln soll. D azu liess er ausführen, die (von anfangs resp. Ende N ovem ber 1999 datierenden) Briefe seien von einer jungen Frau verfasst, die er gar nicht kenne. D iese Frau habe offenbar versucht, ihm den Kopf zu verdrehen und ihn an sich zu binden, um den m isslichen Verhältnissen in ihrem H eim atland entgehen zu können, w as einem nicht seltenen Verhaltensm uster entspreche. Aus den Schreiben gehe w eder hervor, dass Treffen stattgefunden hätten, noch dass es dabei zu sexuel-4 len H andlungen gekom m en w äre. Er beantrage, die schw eizerische Ex- Ehefrau nochm als dazu zu befragen. J. Am 16. Septem ber 2005 ersuchte die Vorinstanz den H eim atkanton G rau- bünden um Zustim m ung zur N ichtigerklärung der erleichterten Einbürge- rung. D iese Zustim m ung lag am 22. Septem ber 2005 vor. K. M it Verfügung vom 29. Septem ber 2005 erklärte die Vorinstanz die erleich- terte Einbürgerung für nichtig. Aufgrund des zeitlichen Ablaufs der Ereig- nisse, des U m standes, dass die Ehegatten im Septem ber oder O ktober 2000 über eine Trennung und allfällige Scheidung gesprochen hätten und in Anbetracht des vom Beschw erdeführer eingegangenen ehebrecheri- schen Verhältnisses sei davon auszugehen, dass im Zeitpunkt der erleich- terten Einbürgerung kein intakter Ehew ille m ehr bestanden habe. Ü ber die- se Entw icklungen hätte der Beschw erdeführer die Einbürgerungsbehörde unterrichten m üssen. Schon das Verhalten des Beschw erdeführers unm it- telbar vor und nach der H eirat lasse den Schluss zu, dass es ihm in erster Linie darum gegangen sei, ein dauerndes Anw esenheitsrecht in der Schw eiz zu erw irken. So habe er die Ausbildung, für die er erklärter- m assen ursprünglich eingereist sei, abgebrochen und nach erfolgter H och- zeit nicht zu Ende geführt. D ie H eirat m it einer Schw eizer Bürgerin sei da- her m indestens teilw eise von zw eckfrem den M otiven geleitet gew esen. D er Beschw erdeführer habe die eheliche W ohnung zudem nur rund einein- halb M onate nach der erleichterten Einbürgerung verlassen. D en Angaben der Ex-Ehefrau zufolge sei zw ischen den Ehegatten seit Septem ber oder O ktober 2000 von einer Trennung m it allfälliger späterer Scheidung die R ede gew esen. D er Beschw erdeführer bestreite zw ar, vor der erleichterten Einbürgerung eine ehebrecherische Beziehung unterhalten zu haben. Sei- ne Erklärungsversuche, nam entlich jene zu den M otiven für das lange Auf- bew ahren der belastenden Briefe, charakterisierten sich aber als Schutz- behauptungen. D a der Parteivertreter an der Befragung der schw eizeri- schen Ex-Ehefrau teilgenom m en habe und auch die fraglichen Briefe da- m als ein Them a gew esen seien, erübrige es sich, die Ex-Ehefrau hierzu erneut zu befragen. D ie Voraussetzungen für eine N ichtigerklärung ge- m äss Art. 41 BüG seien erfüllt. L. M it Beschw erde vom 27. O ktober 2005 an das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) beantragt der Beschw erdeführer die Aufhe- bung der angefochtenen Verfügung. D azu lässt er vorbringen, die Vorin- stanz gehe von einem unzutreffenden Sachverhalt aus und ziehe daraus unhaltbare Schlüsse. D ie Ehe sei seinerzeit nicht aus zw eckm issbräuchli- chen M otiven eingegangen w orden. Zum Abbruch der Ausbildung habe er sich nicht w egen der H eirat, sondern aus finanziellen G ründen entschlos- sen. D ie Schule habe ihren Sitz dam als von Parpan nach Ilanz verlegt, w as für ihn m it erheblichen M ehrkosten verbunden gew esen w äre. D ies hätten er und seine dam alige Ehefrau sich nicht leisten können. D as Bun- desam t gehe auch zu U nrecht davon aus, er habe in Kenia eine ehebre- cherische Beziehung gepflegt. H ierfür gebe es keinerlei Bew eise. D aran ändere nichts, dass er die übertriebene Schw ärm ereien einer jungen Frau enthaltenden Briefe aufbew ahrt und deren Existenz der dam aligen Ehegat-5 tin verheim licht habe. D ie Angelegenheit sei ihm peinlich gew esen und er habe seine Ehefrau dam it nicht beunruhigen w ollen. M angels eines ehe- brecherischen Verhältnisses habe auch keine Verpflichtung bestanden, die Einbürgerungsbehörde über dieses Vorkom m nis zu inform ieren. Er und seine dam alige Ehegattin seien zum Zeitpunkt der Abgabe der gem einsa- m en Erklärung der Ü berzeugung gew esen, w ahre Angaben gem acht und nichts verheim licht zu haben. D ie erleichterte Einbürgerung könne som it nicht nichtig erklärt w erden. M . In seiner Vernehm lassung vom 29. D ezem ber 2005 schliesst das Bundes- am t auf Abw eisung der Beschw erde und verw eist nochm als auf die ausserordentliche zeitliche N ähe zw ischen der erleichterten Einbürgerung und der Aufhebung der ehelichen G em einschaft bzw . der U nterzeichnung der Scheidungskonvention. N . In der R eplik vom 3. M ärz 2006 w iederholt der Parteivertreter, aufgrund der Aussagen der Beteiligten könne seinem M andanten nicht rechtsgenüg- lich nachgew iesen w erden, dass er die erleichterte Einbürgerung m it un- w ahren Angaben erschlichen habe. M it Eingabe vom 14. M ärz 2006 reich- te er die in Aussicht gestellte Bestätigung des ehem aligen Schulleiters der "Alpina School of H otel M anagem ent" nach. D arin w ird bescheinigt, dass der Beschw erdeführer die Ausbildung im Jahre 1994 aus finanziellen G ründen abgebrochen habe. O . Auf den w eiteren Akteninhalt w ird, sow eit rechtserheblich, in den Erw ägun- gen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Verfügungen des BFM betreffend N ichtigerklärung der erleichterten Ein- bürgerung unterliegen der Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht (Art. 51 Ab. 1 BüG i.V.m . Art. 31 und Art. 33 Bst. d des Verw altungsge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t die Beurteilung der beim In- krafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes am 1. Januar 2007 bei Eidge- nössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei Beschw erde- diensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw al- tungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sow eit das G esetz nichts an- deres bestim m t. 1.4 D er Beschw erdeführer ist als Verfügungsbetroffener zur Beschw erdefüh- rung legitim iert. Auf die frist- und form gerechte Beschw erde ist einzutreten (Art. 48 ff. Vw VG ). 2. M it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht kann die Verletzung 6 von Bundesrecht einschliesslich Ü berschreitung oder M issbrauch des Er- m essens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb- lichen Sachverhaltes sow ie die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 49 Vw VG ). D as Bundesverw altungsgericht w endet im Beschw erdeverfahren das Bundesrecht von Am tes w egen an. Es ist gem äss Art. 62 Abs. 4 Vw VG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann die Be- schw erde auch aus anderen als den geltend gem achten G ründen gut- heissen oder abw eisen. M assgebend ist grundsätzlich die Sach- und R echtslage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. E. 1.2 des in BG E 129 II 215 teilw eise publizierten U rteils des Bundesgerichts 2A.451/2002 vom 28. M ärz 2003). 3. 3.1 D er Beschw erdeführer beantragt in der Beschw erdeschrift vom 27. O kto- ber 2005 die Befragung der schw eizerischen Ex-Ehefrau als Zeugin. Für den Fall, dass m an ihm nicht glaube, die Ausbildung aus rein finanziellen G ründen abgebrochen zu haben, schlägt er in der Eingabe vom 14. M ärz 2006 zudem die Einvernahm e des dam aligen Schulleiters der "Alpina School of H otel M anagem ent" vor. Im Verw altungs(beschw erde)verfahren gilt grundsätzlich das U ntersuchungsprinzip, das durch die M itw irkungs- pflicht der Parteien ergänzt w ird (vgl. Art. 12 und 13 Vw VG ). D er U ntersu- chungsgrundsatz bedeutet, dass die Verw altungs- und Justizbehörden den Sachverhalt von Am tes w egen abklären. Sie sind für die Beschaffung der Entscheidgrundlagen verantw ortlich. H ierfür bedienen sie sich nötigenfalls der in Art. 12 Vw VG genannten Bew eism ittel. D ie Einvernahm e von Zeu- ginnen und Zeugen ist nach Art. 14 Vw VG nur unter der einschränkenden Voraussetzung anzuordnen, dass sich der Sachverhalt auf andere W eise nicht hinreichend abklären lässt (zum G anzen vgl. BG E 130 ll 169 E. 2.3.3 oder BBl 1965 ll 1366/67). Art. 19 Vw VG i.V.m . Art. 37 des Bundesgeset- zes über den Bundeszivilprozess vom 4. D ezem ber 1947 (BZP, SR 273) verpflichtet die Behörde sodann nicht, alles und jedes, w as w ünschbar w äre, abzuklären. Bei der Ausw ahl der Bew eism ittel berücksichtigt sie viel- m ehr deren Tauglichkeit und Bew eiskraft (vgl. ALFR E D KÖ LZ/ISAB ELLE H ÄN E R , Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, R z. 276). Zusätzliche Abklärungen sind insofern nur dann vorzunehm en, w enn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte Anlass besteht. 3.2 Von beantragten Bew eisvorkehren kann abgesehen w erden, w enn der Sachverhalt, den eine Partei bew eisen w ill, nicht rechtserheblich ist, w enn bereits Feststehendes bew iesen w erden soll, w enn von vornherein gew iss ist, dass der angebotene Bew eis keine w esentlich neuen Erkenntnisse zu verm itteln verm ag oder w enn die Behörde den Sachverhalt aufgrund eige- ner Sachkunde ausreichend w ürdigen kann (vgl. KÖ LZ/H ÄN ER , a.a.O ., R z. 319 und 320; BG E 122 V 157 E. 1d S. 162 m it H inw eis). G elangt die Be- hörde bei pflichtgem ässer Bew eisw ürdigung zur Ü berzeugung, der zu be- w eisende Sachverhalt sei nicht rechtserheblich oder der angebotene Be- w eis nicht geeignet, w eitere Abklärungen herbeizuführen, kann auf ein be- antragtes Bew eism ittel verzichtet w erden (zur antizipierten Bew eisw ürdi-7 gung vgl. BG E 130 ll 169 nicht publizierte E. 2.1, ferner BG E 127 l 54 E. 2b S. 56, BG E 122 V 157 E. 1d S. 162, BG E 119 V 335 E. 2c S. 344; Ver- w altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 69.78 E. 5a). Eine solche Situ- ation ist hier gegeben. D ie schw eizerische Ex-Ehefrau w urde am 17. Ja- nuar 2005 von der kantonalen Frem denpolizeibehörde im Beisein des Par- teivertreters einvernom m en. Sie hat sich dabei zu den strittigen Punkten geäussert und ihren Standpunkt eingehend erläutert, w eshalb kein Anlass besteht, sie erneut zu befragen. Auch einer ergänzenden Einvernahm e des Schulleiters bedarf es nicht, ist doch aufgrund seiner Stellungnahm e vom 9. M ärz 2005 davon auszugehen, dass es tatsächlich finanzielle G ründe w aren, w elche den Beschw erdeführer dazu bew ogen, die begon- nene Ausbildung nach eineinhalb Jahren abzubrechen. W ie aufzuzeigen sein w ird, genügen die vorhandenen U nterlagen, um die sich stellenden R echtsfragen zu beantw orten. D en Anträgen auf Zeugeneinvernahm en ist dem zufolge nicht stattzugeben. 4. 4.1 N ach Art. 27 Abs. 1 BüG kann ein Ausländer nach der Eheschliessung m it einer Schw eizer Bürgerin ein G esuch um erleichterte Einbürgerung stellen, w enn er insgesam t fünf Jahre in der Schw eiz gew ohnt hat, seit einem Jahr hier w ohnt und seit drei Jahren in ehelicher G em einschaft m it der Schw ei- zer Bürgerin lebt. Seine Einbürgerung setzt gem äss Art. 26 Abs. 1 BüG zu- dem voraus, dass er in die schw eizerischen Verhältnisse eingegliedert ist, die schw eizerische R echtsordnung beachtet und die innere oder äussere Sicherheit der Schw eiz nicht gefährdet. Säm tliche Einbürgerungsvoraus- setzungen m üssen sow ohl im Zeitpunkt der G esuchseinreichung als auch anlässlich der Einbürgerungsverfügung erfüllt sein (BG E 132 ll 113 E. 3.2 S. 115, BG E 130 ll 482 E. 2 S. 483 f. m it H inw eisen, BG E 128 ll 97 E. 3a S. 98 f.). Fehlt es im Zeitpunkt des Einbürgerungsentscheids an der eheli- chen G em einschaft, darf die erleichterte Einbürgerung nicht ausgespro- chen w erden (vgl. BG E 129 ll 401 E. 2.2 S. 403 m it H inw eisen). 4.2 D er Begriff der ehelichen G em einschaft bedeutet nach der bundesgerichtli- chen R echtsprechung m ehr als nur das form elle Bestehen einer Ehe. Ver- langt w ird vielm ehr eine tatsächliche Lebensgem einschaft, getragen vom W illen, die Ehe auch künftig aufrecht zu erhalten (BG E 130 ll 482 E. 2 S. 483 f., BG E 130 ll 169 E. 2.3.1 S. 171 f., BG E 128 ll 97 E. 3a S. 98 f., BG E 121 ll 49 E. 2b S. 52). D er G esetzgeber w ollte dem ausländischen Ehegat- ten einer Schw eizer Bürgerin die erleichterte Einbürgerung erm öglichen, um die Einheit des Bürgerrechts im H inblick auf ihre gem einsam e Zukunft zu fördern. Zw eifel am W illen der Ehegatten, die eheliche G em einschaft aufrecht zu erhalten, sind beispielsw eise angebracht, w enn kurze Zeit nach der erleichterten Einbürgerung die Trennung erfolgt oder die Schei- dung eingeleitet w ird (BG E 130 ll 482 E. 2 S. 483 f., BG E 128 ll 97 E. 3a S. 98 f.). 4.3 D ie erleichterte Einbürgerung kann m it Zustim m ung der Behörde des H ei- m atkantons innert fünf Jahren für nichtig erklärt w erden, w enn sie durch falsche Angaben oder Verheim lichung erheblicher Tatsachen erschlichen 8 w orden ist (Art. 41 Abs. 1 BüG ). D as blosse Fehlen der Einbürgerungsvor- aussetzungen genügt nicht. D ie N ichtigerklärung der erleichterten Einbür- gerung setzt vielm ehr voraus, dass diese "erschlichen", d.h. m it einem un- lauteren und täuschenden Verhalten erw irkt w orden ist. Arglist im Sinne des strafrechtlichen Betrugstatbestandes ist nicht erforderlich, w ohl aber dass der Betroffene bew usst falsche Angaben m acht bzw . die Behörde be- w usst in einem falschen G lauben lässt und so den Vorw urf auf sich zieht, es unterlassen zu haben, die Behörde über eine erhebliche Tatsache zu inform ieren (BG E 132 ll 113 E. 3.1 S. 114 f. m it w eiteren H inw eisen). 5. Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschw erdeführer am 29. D ezem ber 1992 in die Schw eiz einreiste, um die "Alpina H otel M anagem ent School" in Parpan zu besuchen. H ierfür erhielt er eine Jahresaufenthaltsbew illi- gung. N ach einem einjährigen Lehrgang in Parpan absolvierte er in der ersten H älfte des Jahres 1994 ein Praktikum in Bad R agaz. N ach insge- sam t drei Sem estern brach er die Ausbildung aus finanziellen G ründen ab. In der genannten Periode w ohnte er bereits bei seiner nachm aligen Ehe- frau, einer siebzehn Jahre älteren Schw eizer Bürgerin. D iese hat den Be- schw erdeführer ihren eigenen Angaben zufolge im Som m er 1991 (also un- m ittelbar nach dessen Scheidung von seiner ersten Ehefrau und M utter zw eier gem einsam er Kinder) in Kenia kennen gelernt, als sie dort in den Ferien w eilte. G eheiratet haben sie im Septem ber 1994. D er Anstoss zur H eirat soll von beiden Ehegatten ausgegangen sein. D as Aufenthaltsrecht des zukünftigen Ehem annes habe keine R olle gespielt. N ach rund sechs Ehejahren gelangte der Beschw erdeführer am 16. O ktober 2000 in den G enuss der erleichterten Einbürgerung. Laut Trennungs- und Scheidungs- konvention vom 30. Januar 2001 haben die Parteien den gem einsam en H aushalt per 1. D ezem ber 2000 aufgelöst und für die Zeit ab dem 1. N o- vem ber 2000 rückw irkend eine getrennte Besteuerung beantragt. W as die G ründe für die Auflösung der Ehe anbelangt, so verw iesen die Eheleute in ihrer gem einsam en Stellungnahm e vom 20. O ktober 2004 auf nicht näher bezeichnete Vorkom m nisse, die sich anfangs N ovem ber 2000 zugetragen und die der schw eizerischen Ex-Ehefrau ein w eiteres Zusam m enleben ver- unm öglicht hätten. N ach langen G esprächen sei es zur faktischen Tren- nung und danach zur U nterzeichnung der Trennungs- und Scheidungskon- vention gekom m en. D er Parteivertreter präzisierte in der Eingabe vom 14. D ezem ber 2004, die schw eizerische Ex-Ehegattin habe unzutreffenderw ei- se verm utet, der Beschw erdeführer gehe frem d, w eshalb die Situation da- m als eskaliert sei. Zum Zeitpunkt der Abgabe der gem einsam en Erklärung habe aber noch eine stabile, tatsächliche eheliche G em einschaft bestan- den. Anlässlich der rogatorischen Einvernahm e durch das Am t für Polizei- w esen und Zivilrecht des Kantons G raubünden äusserte sich die Ex-Ehe- gattin eingehender zur Bekanntschaft m it dem Beschw erdeführer, zum Verlauf der Ehe und zu den G ründen, w elche zu deren Auflösung geführt haben sollen. In diesem Zusam m enhang erw ähnte sie die Briefe, die sie im Septem ber oder O ktober 2000 in einem Koffer entdeckt und aus denen sie geschlossen habe, der Beschw erdeführer pflege ein aussereheliches Verhältnis.9 6. 6.1 In der Bundesverw altungsrechtspflege gilt der G rundsatz der freien Be- w eisw ürdigung (Art. 19 Vw VG i.V.m . Art. 40 des Bundesgesetzes vom 4. D ezem ber 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP; SR 273]). Frei ist die Bew eisw ürdigung darin, dass sie nicht an bestim m te starre Bew eisre- geln gebunden ist, w elche der Behörde genau vorschreiben, w ie ein gülti- ger Bew eis zu Stande kom m t und w elchen Bew eisw ert die einzelnen Be- w eism ittel im Verhältnis zueinander haben. Freie Bew eisw ürdigung ist aber nicht m it freiem Erm essen zu verw echseln (FR ITZ G YG I, Bundesverw al- tungsrechtspflege, 2. Aufl. Bern 1983, S. 278/279; zu den Bew eism itteln: BG E 130 ll 169 E. 2.3.2 ff.). Für eine belastende Verfügung trägt die Ver- w altung die Bew eislast. Bei der N ichtigerklärung einer erleichterten Einbür- gerung ist von der Verw altung zu untersuchen, ob die Ehe im m assgebli- chen Zeitpunkt der G esuchseinreichung und der Einbürgerung tatsächlich gelebt w ird (BG E 130 ll 169 E. 2.3.1 S. 172). H ierbei geht es im W esentli- chen um innere Vorgänge, die der Behörde oft nicht bekannt und schw ierig zu bew eisen sind. In derartigen Situationen ist es zulässig, von bekannten Tatsachen (Verm utungsbasis) und unbekannte (Verm utungsfolge) zu schliessen. Solche tatsächlichen Verm utungen können sich in allen Berei- chen der R echtsanw endung ergeben, nam entlich auch im öffentlichen R echt. Es handelt sich dabei um W ahrscheinlichkeitsfolgerungen, die auf G rund der Lebenserfahrung gezogen w erden (BG E 130 ll 482 E. 3.2 S. 485 f. m it H inw eisen). 6.2 Als Problem der Bew eisw ürdigung berührt die tatsächliche Verm utung w e- der die Bew eislast noch die U ntersuchungsm axim e. Letztere gebietet zw ar, dass die Verw altung auch nach entlastenden, d.h. die Verm utung er- schütternden Elem enten sucht. H insichtlich der Voraussetzung des intak- ten Ehelebens liegt es jedoch in der N atur der Sache, dass solche Ele- m ente der Behörde oft nicht bekannt sein dürften und nur die Betroffenen darüber Bescheid w issen. Es obliegt daher dem erleichtert Eingebürger- ten, der nicht nur zur M itw irkung verpflichtet ist (Art. 13 Vw VG ), sondern angesichts der gegen ihn sprechenden tatsächlichen Verm utung selber ein em inentes Interesse hat bzw . haben sollte, die Verm utung durch den G e- genbew eis oder das Vorbringen erheblicher Zw eifel um zustürzen (BG E 130 ll 482 E. 3.2 S. 485 f.). 6.3 D ie vorinstanzliche Tatsachenverm utung gegen das Bestehen einer geleb- ten Ehe in den m assgebenden Zeitpunkten liesse sich im vorliegenden Fall am ehesten w iderlegen, w enn sich in der Phase nach der erleichterten Einbürgerung ein unvorhergesehenes oder aussergew öhnliches Vorkom m - nis zugetragen hätte oder w enn der Verfügungsadressat konkrete Anhalts- punkte für die Annahm e lieferte, dass die eheliche Beziehung aus Sicht der Beteiligten sow ohl Ende August 2000 und als auch M itte O ktober 2000 w irklich noch stabil und auf eine gem einsam e Zukunft ausgerichtet gew e- sen ist (zum G anzen vgl. die U rteile des Bundesgerichts 5A.12/2006 vom 23. August 2006 E. 2.3, 5A.22/2006 vom 13. Juli 2006 E. 2.3, 5A.18/2006 vom 28. Juni 2006 E. 3.3, 5A.13/2005 vom 6. Septem ber 2005 E. 4.2 und 4.3 oder 5A.23/2005 vom 22. N ovem ber 2005 E. 5.2 und 5.3).10 7. 7.1 D er Beschw erdeführer hatte am 25. August 2000 unterschriftlich bestätigt, dass er m it seiner Ehefrau in einer tatsächlichen ehelichen G em einschaft lebe und dass w eder Trennungs- noch Scheidungsabsichten bestünden. Am 16. O ktober 2000 erhielt er daraufhin das Schw eizer Bürgerrecht. D ie Tatsache, dass sich ein Paar kurze Zeit nach der erleichterten Einbürge- rung trennt, kann w ie angetönt einen H inw eis auf den fehlenden W illen der Ehegatten zur Aufrechterhaltung der ehelichen G em einschaft darstellen (BG E 130 ll 482 E. 2 S. 483 f., BG E 128 ll 97 E. 3a S. 98 f.). D ass zum Zeitpunkt des Einbürgerungsentscheids keine tatsächlich gelebte Ehege- m einschaft bestanden habe, schliesst das Bundesam t aus verschiedenen Indizien und Ereignisabläufen. 7.2 D ie Vorinstanz ist gem äss angefochtener Verfügung der Ü berzeugung, dass der Beschw erdeführer seinerzeit auch geheiratet hat, um sich ein An- w esenheitsrecht in der Schw eiz zu sichern. D em vorliegenden Einbürge- rungsverfahren liegt von der Art und W eise, w ie sich die Parteien kennen gelernt haben, allerdings keine typische M issbrauchskonstellation zu G run- de. D ie Verbindung geht offenbar auf eine Ferienbekanntschaft zurück, die im Som m er 1991 in Kenia zustande gekom m en sein soll. N ach einem Be- suchsaufenthalt in der Schw eiz kehrte der Beschw erdeführer im D ezem ber 1992 zum Besuch einer H otelfachschule hierhin zurück, w obei er w ährend der Ausbildung bei der künftigen G attin w ohnte (vgl. S. 2 des Einvernah- m eprotokolls sow ie die sich in den Akten befindlichen Ausw eiskopien). D ie Ausbildung brach er zw ar im Som m er 1994 ab, nach übereinstim m ender D arstellung der Betroffenen geschah dies indessen aus finanziellen G rün- den, w as der dam alige Schulleiter m it Schreiben vom 9. M ärz 2005 bestä- tigte. O hne anschliessende H eirat hätte dem Beschw erdeführer w ohl in der Tat die N ichtverlängerung der Aufenthaltsbew illigung gedroht, besagter Aspekt allein sagt aber norm alerw eise noch nichts über den tatsächlichen Ehew illen aus (vgl. die U rteile des Bundesgerichts 5A.13/2005 vom 6. Septem ber 2005 E. 3.2 und 5A.23/2005 vom 22. N ovem ber 2005 E. 4.2 je m it H inw eisen) und er verliert zusätzlich an Bedeutung, w enn sich ein Ehepaar w ie in casu erst nach rund dreijähriger Bekanntschaft (w ovon ein- einhalb Jahre in W ohngem einschaft) zu diesem Schritt entschliesst. Auch die Ausführungen der schw eizerischen Ex-Ehefrau deuten nicht darauf hin, die Ehe sei nur der Form halber geschlossen w orden. D er Anstoss zur H ei- rat soll von beiden ausgegangen sein. Für die G egenseitigkeit der Bezie- hung sprechen ferner das Vorhandensein gem einsam er Interessen und der U m stand, dass Beschw erdeführer w ie Ex-Ehegattin Kontakte zu Ange- hörigen des jew eiligen Partners unterhielten (S. 3 und 4 des Einvernahm e- protokolls), die Ehe zeichnete sich m it anderen W orten durch eine gew isse Substanz aus und sie w urde im m erhin rund sechs Jahre effektiv gelebt. Eher aussergew öhnlich erscheint hingegen der Altersunterschied bzw . die Tatsache, dass die Frau so viel älter ist als der M ann. Ansonsten finden sich in den Akten keine Anhaltspunkte, die zur Annahm e berechtigten, das Eingehen der Ehe sei von zw eckfrem den M otiven m itbestim m t gew esen.11 7.3 7.3.1 Ein zentrales Elem ent stellen unter den vorliegenden Begebenheiten die G ründe dar, w arum eine Ehe, die sechs Jahre Bestand hatte, nach Zu- sprechung der erleichterten Einbürgerung innert kürzester Zeit in die Brü- che ging. Zw ischen der Erteilung des Bürgerrechts und dem W egzug des Beschw erdeführers aus der ehelichen W ohnung liegen sechs W ochen, zw ischen der Einbürgerung und der Einleitung des Trennungs- und Schei- dungsverfahrens etw as m ehr als drei M onate. Angesichts dieser kurzen Zeitspannen spricht die Tatsachenverm utung gegen das Bestehen einer gelebten Ehe im m assgebenden Zeitpunkt (vgl. die U rteile des Bundesge- richts 5A.12/2006 vom 23. August 2006 E. 4.2, 5A.18/2006 vom 28. Juni 2006 E. 3.2 und 5A.15 vom 15. Juni 2006 E. 4.3), w as zur Folge hat, dass es den Betroffenen obliegt, die Verm utung durch den G egenbew eis bzw . durch das Erw ecken erheblicher Zw eifel an deren R ichtigkeit um zustürzen (BG E 130 ll 482 E. 3.2 S. 485 f.). H inw eise für das Scheitern der Ehe liefern die rogatorische Einvernahm e der schw eizerischen Ex-G attin, die Trennungs- und Scheidungskonvention und die schriftlichen Stellung- nahm en der Eheleute. M it in Betracht zu ziehen sind ferner Elem ente w ie die allgem eine Lebenserfahrung, die zeitliche Abfolge von Vorkom m nissen und allfällige Koinzidenzen. 7.3.2 Als H auptgrund für das eheliche Zerw ürfnis nennen die D irektbetroffenen die Briefe, w elche die schw eizerische Ex-Ehegattin im H erbst 2000 in ei- nem Koffer gefunden hat. O bw ohl sie nichts habe bew eisen können, sei für sie danach klar gew esen, dass der Beschw erdeführer eine aussereheliche Beziehung m it einer Landsfrau eingegangen sei, w as ihr Vertrauen in ihn nachhaltig erschüttert habe (vgl. S. 3 des Einvernahm eprotokolls). D er Parteivertreter hob zw ar w iederholt hervor, die Ehe sei bei der Abgabe der gem einsam en Erklärung intakt gew esen. D abei w ird übersehen, dass die Voraussetzungen für die erleichterte Einbürgerung auch im Zeitpunkt des Einbürgerungsentscheids selbst erfüllt sein m üssen. Vorliegend spricht ei- niges dafür, dass sich das erw ähnte einschneidende Vorkom m nis vor die- sem Eckdatum zugetragen hat. So gab die Ex-Ehegattin am 17. Januar 2005 gleich m ehrm als zu Protokoll, der Verdacht des Ehebruchs sei be- reits im Septem ber oder O ktober 2000 aufgekom m en (S. 2, 4 und 6 des Einvernahm eprotokolls). D am it einher geht ihre Feststellung, die Ehe sei bis ungefähr im Septem ber 2000 gut verlaufen. Auch in der Stellungnahm e vom 7. Juni 2005 siedelte sie das Vorgefallene zeitlich im Septem ber 2000 an. Kom m t hinzu, dass die Parteien für die Zeit nach dem 1. N ovem ber 2000, also gerade m al zw ei W ochen nach der erleichterten Einbürgerung, die getrennte Besteuerung beantragten und ab anfangs D ezem ber 2000 nicht m ehr zusam m en w ohnten (vgl. die Trennungs- und Scheidungskon- vention vom 30. Januar 2001). Beides deutet darauf hin, dass die zeitli- chen Einschätzungen im genannten Einvernahm eprotokoll zutreffen. N ur am R ande gilt festzuhalten, dass ohne Belang ist, von w em die Initiative zur Trennung ausging, zum al die erleichterte Einbürgerung nicht als "Be- lohnung" für eigenes eheliches W ohlverhalten betrachtet w erden kann. Vielm ehr w ollte der G esetzgeber m it dem einheitlichen Bürgerrecht der 12 Ehegatten ihre gem einsam e Zukunft fördern (BG E 130 ll 482 E. 2 S. 483 f.). M assgebend erscheint allein, dass die schw eizerische Ex-Ehefrau die om inösen Briefe im Septem ber oder O ktober 2000 entdeckt haben w ill und die Eheleute im gleichen Zeitraum schon über eine Trennung und allfällige spätere Scheidung sprachen (vgl. S. 4 des Einvernahm eprotokolls). D a es sich aus der Sicht der Ex-Ehegattin dem nach nicht um eine bloss vorüber- gehende eheliche U nstim m igkeit handelte, hätte die Behörde gestützt auf die im Einbürgerungsverfahren bestehende M itw irkungs- bzw . Auskunfts- pflicht (Art. 13 Abs. 1 Bst. a Vw VG ) unaufgefordert über diese, einer er- leichterten Einbürgerung entgegenstehende Änderung der Verhältnisse, orientiert w erden m üssen (vgl. BG E 132 ll 113 E. 3.2 S. 115 f. oder das U r- teil des Bundesgerichts 5A.9/2006 vom 7. Juli 2006 E. 2.4.1). 7.3.3 Selbst w enn davon ausgegangen w ürde, jener Vorfall habe sich erst an- fangs N ovem ber 2000 und dam it nach Erteilung der erleichterten Einbür- gerung ereignet, w ie dies anfänglich behauptet w urde (siehe die erste Stel- lungnahm e der Eheleute vom 20. O ktober 2004), änderte sich im Ergebnis nichts. W ie erw ähnt, besteht insbesondere zw ischen der erleichterten Ein- bürgerung einerseits, dem Antrag auf getrennte Besteuerung und der Auf- lösung des gem einsam en H aushalts andererseits, ein auffallend enger zeitlicher Konnex. Eine durch einen konkreten Anlass hervorgerufene Ei- fersucht verm ag bei einer angeblich w ährend sechs Jahren harm onisch verlaufenen Ehe w ohl eine Auseinandersetzung zu erklären, stellt nach all- gem einer Lebenserfahrung jedoch keinen nachvollziehbaren G rund für das unverm ittelte Einleiten eines Trennungs- und Scheidungsverfahrens dar. D ies um so w eniger, als es sich bei den fraglichen Briefen gem äss D arstel- lung des Beschw erdeführers um eine Lappalie bzw . um ein rational erklär- bares Phänom en gehandelt habe. In diesem Zusam m enhang fällt auch auf, dass die schw eizerische Ex-Ehefrau danach absolut nichts gegen die Auflösung der ehelichen G em einschaft unternom m en hat (vgl. das U rteil des Bundesgerichts 5A.16/2003 vom 4. Septem ber 2003 E. 3.3.1). Aus der zeitlichen Abfolge der Ereignisse und dem scheinbar abrupten Auseinan- derfallen der ehelichen G em einschaft ist zu folgern, dass das Trennungs- und Scheidungsverfahren den Endpunkt einer vorangegangenen längeren Phase gegenseitiger Entfrem dung sein m usste. D ie Ausführungen der schw eizerischen Ex-Ehefrau anlässlich der rogatorischen Einvernahm e sprechen diesbezüglich für sich. So führte sie aus, die Ehe sei an der Ver- schiedenheit der Parteien kaputt gegangen. Konkret sprach sie die unter- schiedliche kulturelle H erkunft sow ie den U m stand an, dass eine Frau bei einem Afrikaner nach ihrer eigenen W ahrnehm ung einen anderen Stellen- w ert habe als in hiesigen Breitengraden (S. 5 des Einvernahm eprotokolls). Beides sind subjektive Erkenntnisse, die über längere Zeit hinw eg gereift sein m üssen. G leich verhält es sich m it der Aussage der Ex-Ehegattin, dass sie m it dem grossen Altersunterschied von Beginn w eg M ühe bekun- det habe. Verstärkt w ird der Eindruck frühzeitig entstandener ehelicher D if- ferenzen durch H inw eise auf die spärlich bem essene Zeit für gem einsam e Aktivitäten und das getrennte Verbringen der Ferien (S. 3 des Protokolls). All diese G egebenheiten w eisen darauf hin, dass schon lange vor Ertei-13 lung der erleichterten Einbürgerung konkrete Anhaltspunkte für eine sich anbahnende Zerrüttung bestanden. Auch die sonstigen Vorbringen der Be- troffenen verm ögen nicht zu erklären, w eshalb die Ehe bis zur Einbürge- rung noch intakt, danach aber innert w eniger W ochen zerbrochen sein soll. D am it bleibt es bei der Tatsachenverm utung, dass der Beschw erdeführer und seine Schw eizer Ehefrau im Zeitpunkt der Einbürgerung nicht m ehr in einer stabilen ehelichen G em einschaft lebten und dass die erleichterte Ein- bürgerung infolgedessen erschlichen w urde. 7.4 Zusam m enfassend ergibt sich, dass die Voraussetzungen der N ichtigerklä- rung der erleichterten Einbürgerung gem äss Art. 41 Abs. 1 BüG erfüllt sind. D ie angefochtene Verfügung verletzt daher Bundesrecht nicht. D er rechtserhebliche Sachverhalt w urde – im Ergebnis – richtig und vollständig festgestellt und die Vorinstanz hat das ihr zustehende Erm essen pflichtge- m äss ausgeübt (Art. 49 Vw VG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist. 8. D em Ausgang des Verfahrens entsprechend w ird der unterliegende Be- schw erdeführer kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D ie Verfahrenskos- ten sind auf Fr. 800.-- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des R e- glem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D ispositiv S. 1414 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 800.-- w erden dem Beschw erdeführer aufer- legt. Sie sind durch den am 28. N ovem ber 2005 geleisteten Kostenvor- schuss gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (Akten R ef-N r. K 324 370 retour) D er Kam m erpräsident: D er G erichtsschreiber: Antonio Im oberdorf D aniel G rim m R echtsm ittelbelehrung G egen dieses U rteil kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ge- führt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eis- m ittel und die U nterschrift zu enthalten. D as angefochtene U rteil und die Be- w eism ittel sind, sow eit sie die Partei in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :