Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 16. April 2015 (730 14 261) ____________________________________________________________________ Krankenversicherung Wirtschaftlichkeit der Spitex-Kosten für die nächtliche Überwachung der Beatmung einer am Undine-Syndrom erkrankten Versicherten. Unter den Begriff der Behandlungspflege im Sinne vo n Art. 7 Abs. 2 KLV fallen nicht nur die Messung der Vitalzeichen und die Massnahmen zur Atemtherapie, sondern insbe- sondere auch die Massnahmen zur Überwachung von Ger äten, die der Kontrolle sowie der Erhaltung von vitalen Funktionen der versicherten Person dienen. Das Kriterium der Wirtschaftlichkeit spielt erst da nn eine Rolle, wenn und soweit im Ein- zelfall mehrere diagnostische oder therapeutische A lternativen zweckmässig sind. Eine alternative Behandlung in einem stationären Pflegeh eim erweist sich in casu als unzu- mutbar und damit als unzweckmässig. Selbst wenn ein Spitalaufenthalt, welcher wie eine alternative Übernachtung in einem stationären Pflegeheim als ebenso ungeeignet und da mit als unzweckmässig bezeichnet werden muss, in Betracht gezogen würde, ist unter Berücksichtigung der bundesgericht- lichen Rechtsprechung kein grobes Missverhältnis zw ischen den Kosten eines stationä- ren Spitalaufenthalts und den anfallenden Spitex-Kosten zu erkennen. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichterin Elisabe th Berger Götz, Kan- tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiber Stephan Paukner Parteien Gemeinde A.____ , Beschwerdeführerin , vertreten durch Dr. Axel Delvoigt, Advokat, St. Johanns-Vorstadt 23, Postfach 1328, 4001 Basel gegen CSS Kranken -Versicherung AG , Abt. Recht & Compliance , Tri b- schenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern, Beschwerdegegnerin Betreff Leistungen für B.____ A. Die 1989 geborene und in A.____ wohnhafte B.____ ist bei der CSS Kranken- Versicherung AG (CSS) im Rahmen der obligatorischen Kr ankenpflegeversicherung gegen Krankheits- und Unfallfolgen versichert. Sie leidet unter einem kongenitalen zentralen Hypoven- tilationssyndrom (Undine-Syndrom), welches dazu führt, da ss die Versicherte die normalen Er- stickungsgefühle nicht wahrnehmen kann und ihre Beatmung insbesondere nachts überwacht werden muss. Die Versicherte nimmt hierfür Leistungen der Spitex in Anspruch. B. Bereits im Jahre 2009 wurde bei der CSS um Kosten übernahme für die entsprechenden Spitex-Kosten im Umfang von jährlich Fr. 204‘6190.— e rsucht. Mit Schreiben vom 10. Dezem- ber 2009 lehnte die CSS deren vollumfängliche Übern ahme mit Hinweis auf die fehlende Wirt- schaftlichkeit und auf das Gleichbehandlungsgebot aller Versicherten ab. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass die nächtliche Überw achung der Versicherten in einer stationären Einrichtung ebenso wirksam und zweckmässig umgese tzt werden könne. Da es ihr jedoch ein Anliegen sei, der Versicherten ein Verble iben in ihrem familiären Umfeld zu ermögli- chen, beteilige sie sich unpräjudiziell und ohne Anerkenn ung einer weiteren Leistungspflicht an den Spitex-Kosten mit einem Betrag von Fr. 470.— pro Ta g, der auch im Falle eines stationären Aufenthalts anfallen würde. Mit Schreiben vom 10. Mai 2012 gelangte das Zentrum C.____ an die CSS mit der Bitte um Prüfung der Kostenübernahme während eines Jahres für Spitex- Leistungen, da die Leistungen für eine Nachtwache das normale Mass übersteigen würden. Am 7. Februar 2013 hielt die CSS fest, dass die Leistungspf licht unter der nunmehr geltenden Pfle- ge- und Spitalkostenfinanzierung erneut beurteilt werd en müsse. Da der Gesetzgeber in der neuen Pflegefinanzierung aber leider keine Regelung vorgesehen habe, welche für einen sol- chen Spezialfall angewendet werden könne, bestehe einzig die Möglichkeit, Kosten im Umfang der maximal anwendbaren Pflegestufe von Fr. 108.— pro P flegetag zu vergüten. Der Versicher- ten werde dabei von den aus der Grundversicherung nicht gedeckten Pflegekosten ein Anteil im Umfang von maximal 20% des höchsten, gesetzlich festgelegt en Spitex-Beitrags in Rechnung Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht gestellt. Die Restkosten würden zu Lasten des Kantons oder der Gemeinde gehen. Gestützt auf die Offerte der Stiftung D.____ vom 12. März 2013 wur de in der Folge mit Schreiben vom 19. März 2013 darum ersucht, Leistungen für eine Sitzwa che während der Dauer von acht Stunden à Fr. 65.40 pro Nacht zu erbringen. Mit Schr eiben vom 26. März 2013 hielt die CSS fest, dass die Sitzwache grundsätzlich keine Leistungspflich t nach dem Krankenversicherungs- gesetz darstelle. C. Nachdem die CSS ihre bisherige Kostengutsprache vore rst bis Ende März 2013 verlän- gert hatte, informierte sie mit Schreiben vom 3. Mai 2 013 den zwischenzeitlich involvierten Rechtsvertreter der Wohnsitzgemeinde der Versicherten, da ss die bisherige Ausrichtung einer Tagespauschale seit Einführung der neuen Spitalfinanzi erung nicht mehr gesetzeskonform sei. Darüber hinaus sei eine Referenztaxe nach dem Krankenver sicherungsgesetz basierend auf einer 24-Stunden-Betreuung unangemessen hoch. Es liege deshalb nahe, die Pflegefinanzie- rung heranzuziehen. Da es sich aber um eine ausserordentl iche Situation handle, sei die CSS bereit, für die Behandlungspflege durch eine KVG-aner kannte Pflegeperson einen Kostenbei- trag von Fr. 217.78 pro Tag zu vergüten. Dieser Betr ag resultiere, wenn man von einer effekti- ven Interventionszeit der Pflegeperson von insgesamt 3,3 3 Stunden pro Nacht infolge von ma- ximal 20 behandlungspflegerischen Interventionen à zehn Minuten ausgehe. D. Nachdem die CSS ihre vorübergehende Kostengutsprach e bis Ende Mai 2013 vorerst verlängert hatte, hielt sie nach einem weiteren Schrif tenwechsel mit der Wohnsitzgemeinde der Versicherten mit Verfügung vom 12. August 2013 an ihrem Entscheid vom 3. Mai 2013 fest und lehnte eine über den maximalen Betrag von Fr. 217.78 pro Tag hinaus gehende Kostenüber- nahme für Spitex-Leistungen aus der obligatorischen Kr ankenpflegeversicherung ab. Zur Be- gründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass die fra gliche Behandlungspflege mit sehr un- terschiedlichem Bedarf und Häufigkeit durchgeführt werde . Pro Nacht seien jeweils zwischen fünf und 20 Interventionen dokumentiert. Weil die Ei nsätze nicht planbar seien, werde die aus- sergewöhnliche Situation anerkannt. Man sei jedoch der A nsicht, dass sich auch die Wohnsitz- gemeinde beteiligen müsse. Die von der Gemeinde A.____ am 16. September 2013 gegen die- se Verfügung erhobene Einsprache wies die CSS mit Eins pracheentscheid vom 20. August 2014 ab. E. Hiergegen erhob die Gemeinde A.____, vertreten d urch Dr. Axel Delvoigt, Advokat, am 8. September 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte , die CSS sei in Aufhebung des an- gefochtenen Einspracheentscheids zu verpflichten, für die Versicherte spätestens ab 1. Juni 2013 die Behandlungspflegekosten in der Höhe von mind estens Fr. 3‘741.— pro Woche, ent- sprechend 58 Stunden à Fr. 64.50, zu übernehmen, unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass die insgesamt anfal lende Arbeitszeit der Pflegefachkraft, die im Zusammenhang mit der dauerhaft notwendigen Be atmungsüberwachung der Versicher- ten stehe, eine Pflichtleistung der Krankenversicherung darstelle. Die Tatsache alleine, dass dadurch hohe Kosten entstehen, bewirke kein unhaltbares Ergebnis. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht F. Mit Vernehmlassung vom 28. November 2014 schloss die CSS auf Abweisung der Be- schwerde. Zur Begründung verwies sie im Wesentlichen auf ihren Einspracheentscheid vom 20. August 2014. G. Mit Schreiben vom 5. Januar 2015 zog das Kantonsger icht die in der Angelegenheit der Versicherten ergangenen Akten der IV-Stelle Basel-Land schaft bei. Mit Aufforderung ebenfalls vom 5. Januar 2015 ersuchte das Kantonsgericht die CSS um Nachreichung ihrer in den bishe- rigen Rechtsschriften erwähnten vertrauensärztlichen Beu rteilung. Mit Eingabe vom 26. Januar 2015 teilte die CSS dem Gericht mit, dass die pflegeri schen Unterlagen ihrem Vertrauensarzt zugestellt, indes nicht von ihm, sondern von der Verwalt ung beurteilt worden seien. Eine ver- trauensärztliche Beurteilung liege demnach nicht vor. A m 24. Februar 2015 wurde der Fall in der Folge dem Gericht zur Beurteilung überwiesen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenver sicherung (KVG) vom 18. März 1994 in Verbindung mit Art. 56 Abs. 1 und A rt. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Verfügungen und Einspracheentscheide eines Sozialversicher ungsträgers beim zuständigen Versicherungsgericht innerhalb von 30 Tagen Verwaltung sgerichtsbeschwerde erhoben wer- den. Zuständig ist gemäss Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicher ungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person oder der Beschwerde führe nde Dritte zum Zeitpunkt der Be- schwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Gemäss § 15a des base llandschaftlichen Einführungs- gesetzes zum Bundesgesetz über die Krankenversicherung (EG KVG) vom 25. März 1996 ist die Differenz zwischen den anrechenbaren Pflegekosten und dem von der Krankenversiche- rung zu übernehmenden Beitrag abzüglich des Anteils de r versicherten Person von der Wohn- gemeinde der Versicherten zu übernehmen. Die Gemeinde A.____ ist vorliegend demnach ge- mäss Art. 59 ATSG durch den angefochtenen Einspracheent scheid berührt. Zugleich ist damit die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-La ndschaft zu bejahen. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltung sprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Ve rsicherungsgericht als einzige gerichtli- che Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentsche ide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Damit ist das Kantonsgericht auch s achlich zur Behandlung der vorlie- genden Beschwerde befugt. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten. 2.1 Am 1. Januar 2011 ist die Neuordnung der Pflegefi nanzierung vom 13. Juni 2008 in Kraft getreten (AS 2009 3517, 6847). Gemäss Art. 25a Abs. 1 KVG leistet die obligatorische Krankenversicherung lediglich noch einen Beitrag an di e Pflegeleistungen, die aufgrund ärztli- cher Anordnung ambulant oder im Pflegeheim erbracht werden. Der versicherten Person dürfen von den nicht von der Sozialversicherung gedeckten Pfleg ekosten maximal 20% des höchsten vom Bundesrat festgesetzten Pflegebeitrags überwälzt werd en. Die Kantone regeln die Restfi- nanzierung (Art. 25a Abs. 5 KVG). Die von den Kranken versicherungen zu erbringenden Bei- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht träge sind in Art. 7a Abs. 1 und 2 i.V.m. Art. 7 Abs. 1 lit. a und b der Verordnung des EDI über Leistungen in der obligatorischen Krankenversicherung (Kr ankenpflege-Leistungsverordnung, KLV) vom 29. September 1995 frankenmässig festgehalten. Gemäss Abs. 2 der Übergangsbe- stimmungen zur Änderung vom 13. Juni 2008 (Pflegefinan zierung) sind die bei Inkrafttreten dieser Änderung geltenden Tarife und Tarifverträge in nert drei Jahren an die vom Bundesrat festgesetzten Beiträge an die Pflegeleistungen anzugleichen. Die Angleichung ist von den Kan- tonsregierungen zu regeln. Im Kanton Basel-Landschaft g alten die bestehenden Tarife für am- bulante Pflegeleistungen lediglich bis 31. Dezember 2012 (vgl. § 1a und 2 der Verordnung über die Finanzierung von Pflegeleistungen vom 22. Februar 2011). 2.2 Gemäss ständiger Praxis des Bundesgerichts beurteilt sich die Rechtmässigkeit eines Verwaltungsaktes grundsätzlich nach der Rechtslage a m Tag des (Einsprache-) Entscheids (BGE 129 II 522 E. 5.3.2, mit Hinweisen). Das Sozialversicherungsgericht hat ferner bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den b is zum Zeitpunkt des Erlasses der strei- tigen Verfügung bzw. des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt abzustel- len (BGE 132 V 220 E. 3.1.1, 131 V 11 E. 1; jeweils mit Hinweisen). Nachdem die CSS mit Schreiben vom 3. Mai 2013 ihre bisherige Kostengutspra che vorerst noch bis Mai 2013 verlän- gert hatte, sind vorliegend Leistungen der Beschwerdegegnerin ab 1. Juni 2013 strittig. Anfech- tungsobjekt ist der Einspracheentscheid vom 20. August 201 4. Anwendbar für die vorliegende Beurteilung sind demnach die seit dem 31. Dezember 2012 geltenden Bestimmungen der neu- en Pflegefinanzierungsordnung. 2.3 Zu prüfen ist die Verpflichtung der Beschwerdegeg nerin zur Kostenvergütung der nach ärztlicher Anordnung erfolgten Spitex-Leistungen ab 1. Juni 2013 und damit zusammen- hängend die Frage, ob die Beschwerdegegnerin berechtigt ist, ihren Kostenbeitrag aus KVG auf Fr. 217.78 pro Tag zu plafonieren. 3.1 Nach Art. 24 KVG übernimmt die obligatorische Kran kenpflegeversicherung die Kosten für die Leistungen gemäss den Art. 25-31 nach Massg abe der in den Art. 32-34 KVG festgelegten Voraussetzungen. Die Leistungen umfassen unte r anderem Untersuchungen, Be- handlungen und Pflegemassnahmen, die ambulant, bei H ausbesuchen, stationär, teilstationär oder in einem Pflegeheim durch Personen durchgeführt werden, die auf Anordnung oder im Auftrag eines Arztes oder einer Ärztin Leistungen erbri ngen (Art. 25 Abs. 2 lit. a Ziff. 3 KVG in der bis 31. Dezember 2010 geltenden und vorliegend au fgrund der kantonalen Übergangsfrist anwendbaren Fassung, vgl. Art. 25 Abs. 2 lit. a und A rt. 25a Abs. 1 KVG in der seit 1. Januar 2011 geltenden Fassung). 3.2 Bei einem Aufenthalt in einem Pflegeheim (Art. 39 Abs. 3 KVG) vergütet der Versi- cherer gemäss Art. 50 KVG die gleichen Leistungen wie b ei ambulanter Krankenpflege nach Art. 25a KVG. In Art. 7 KLV wird der Leistungsbereich bei Krankenpflege zu Hause, ambulant oder im Pflegeheim näher bestimmt. Die Revision der Pf legefinanzierung hat die Art der versi- cherten Leistungen nicht geändert. Neu geregelt wurde bloss der Kostentragungsmodus (GEBHARD EUGSTER , Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bun- desgesetz über die Krankenversicherung, Erwin Murer/Han s-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Zü- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht rich/Basel/Genf 2010, Art. 25 N 4; vgl. auch: Urteil d es Bundesgerichts vom 21. September 2012, 9C_940/2011, E. 2.1). Gemäss Art. 7 Abs. 1 KLV g elten als Pflegeleistungen die Unter- suchungen, Behandlungen und Pflegemassnahmen, die aufg rund der Bedarfsabklärung auf ärztliche Anordnung hin oder im ärztlichen Auftrag unte r anderem von Pflegefachfrauen und Pflegefachmännern oder Organisationen der Krankenpfle ge und Hilfe zu Hause erbracht wer- den. Gemäss Art. 7 Abs. 2 KLV umfassen die Leistungen i m Sinne von Art. 7 Abs. 1 KLV Mas- snahmen der Abklärung, Beratung und Koordination (lit . a), der Untersuchung und Behandlung (lit. b) sowie der Grundpflege (lit. c). 3.3 Als allgemeine Voraussetzung für die Leistungspflicht aus der obligatorischen Kran- kenpflegeversicherung verlangt Art. 32 Abs. 1 KVG, dass di e Leistungen nach Art. 25-31 KVG wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sind (sog. „WZW-Kriteri en“). Zweckmässigkeit und Wirksamkeit der Leistung setzen voraus, dass die angeor dnete Massnahme geeignet ist, das angestrebte Ziel, in casu die Pflege der versicherten P erson, zu erreichen (Kranken- und Un- fallversicherung – Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [R KUV] 1999 Nr. KV 64 S. 67 f. E. 3a). Diese Frage beurteilt sich primär nach medizinischen Gesichtspunkten; persönliche Um- stände (z.B. Familie, Erwerbstätigkeit, gesellschaftliche, soziale und politische Aktivitäten) sind indessen mit zu berücksichtigen (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 2. Dezember 2003, K 33/02, E. 2.1; RKUV 2001 Nr. KV 144 S. 26 E. 3b). Das Gebot der Wirt- schaftlichkeit besagt demgegenüber, dass die Krankenversicherer die Leistungen auf das Mass zu beschränken haben, das im Interesse des Versicherten liegt und für den Behandlungszweck erforderlich ist (Art. 56 Abs. 1 KVG). Demnach haben sie dort, wo gleichzeitig mehrere Mass- nahmen als wirksam und zweckmässig zu qualifizieren sind, grun dsätzlich nur für die kosten- günstigere dieser Massnahmen aufzukommen (vgl. RKUV 1999 Nr. KV 64 S. 67 f. E. 3a). 3.4 Im Zusammenhang mit dem Wirtschaftlichkeitskriterium h at sich das Bundesgericht bislang vor allem zum Vergleich der Kosten durch eine Spitex-Pflege einerseits und den Kosten in einem Pflegeheim geäussert. Das Kriterium der Wirtsc haftlichkeit betrifft jedoch nicht nur die Art und das Ausmass der durchzuführenden diagnostischen oder therapeutischen Massnah- men, sondern berührt auch die Form der Behandlung, n amentlich die Fragen, ob eine Behand- lung überhaupt stationär erfolgen soll, und zu welcher Pflege- oder gegebenenfalls Spitalein- richtung ein solcher Fall vom medizinischen Standpunkt au s gehört. Nach der in BGE 126 V 334 ff. ausführlich dargelegten Rechtsprechung bedeutet das Gebot der Wirtschaft- lichkeit nicht, dass der Krankenversicherer befugt ist, die Vergütung der Spitex-Dienste stets auf jene Leistungen zu beschränken, die er bei Aufenthalt i n einem Pflegeheim zu gewähren hätte. Die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit darf daher nich t anhand einer strikten Gegenüberstellung der dem Krankenversicherer entstehenden Kosten eines Sp itex-Einsatzes einerseits und eines Pflegeheimaufenthalts andererseits erfolgen. Wenn abe r –bei gleicher Zweckmässigkeit der Massnahmen – zwischen den Kosten eines Spitex-Einsatzes und denjenigen des Aufenthalts in einem Pflegeheim ein grobes Missverhältnis besteht, ka nn der Spitex-Einsatz auch unter Be- rücksichtigung der berechtigten Interessen der versicherten Person nicht mehr als wirtschaftlich angesehen werden. Dies hat auch dann zu gelten, wenn der Spitex-Einsatz im konkreten Fall als zweckmässiger und wirksamer zu betrachten ist als ein an sich ebenfalls zweckmässiger und wirksamer Heimaufenthalt (BGE 126 V 338 E. 2a; Ur teil des Bundesgerichts vom Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 21. September 2012, 9C_940/2011, E. 2.3). Das Krite rium der Wirtschaftlichkeit spielt daher dann eine Rolle, wenn und soweit im Einzelfall überh aupt mehrere diagnostische oder thera- peutische Alternativen zweckmässig sind. Erst dann ist das Ver hältnis zwischen den Kosten und Nutzen jeder Massnahme abzuwägen. Wenn die eine von diesen Massnahmen ermöglicht, den erfolgten Zweck erheblich kostengünstiger als die anderen zu erreichen, hat die versicherte Person keinen Anspruch auf die Vergütung der Kosten der teureren Massnahme (Pra 87 Nr. 160). 4.1 Die im Zeitpunkt des angefochtenen Einspracheentsc heids 23 Jahre alte Versicherte leidet gemäss ärztlichem Bericht von Prof. Dr. E.____, L eiter Intensivmedizin und Pneumologie des Spitals F.____ vom 18. Mai 2009 (vgl. Beilage 3 zur Beschwerdebegründung) an einem kongenitalen zentralen Hypoventilationssyndrom (Undine -Syndrom). Diese seltene Krankheit führt dazu, dass weder die normalen Erstickungsgefühle no ch eine Luftnot wahrgenommen werden können. Ohne künstliche Beatmung würde die Pat ientin nachts ersticken, weshalb sie seit Geburt im Schlaf maschinell beamtet werden müsse. D iese Beatmung wiederum müsse permanent überwacht werden, weil eine Diskonnektion od er eine Fehlfunktion des Beatmungs- geräts trotz lauten Alarmsignals von der Patientin nicht realisiert werde. Eine permanente Überwachung während der ganzen Nacht sei daher unab dingbar. Diese Leistung müsse offen- sichtlich von Pflegefachleuten erbracht werden, um das Leben der Patientin nicht zu gefährden. Diese realisiere nicht mal tagsüber, ob sie genügend atm e. Gemäss Bedarfsabklärung vom 12. Oktober 2009 (vgl. Beilage 4 zur Beschwerdebegründun g) bedürfe die Versicherte pro Wo- che einer komplexen Grundpflege im Umfang von 56 Stund en. Dem Bericht des Zentrums C.____ vom 7. Mai 2013 (vgl. Beilage 9 zur Beschwerdeb egründung) kann ergänzend ent- nommen werden, dass seit dem Beginn des Aufenthalts der Versicherten innert eines Monats bereits drei risikovolle Situationen eingetreten seien, in welchen sie auch tagsüber beinahe bzw. bereits eingeschlafen sei. Es habe sich herausgestellt, da ss die Versicherte nebst mindestens acht Stunden Schlaf pro Nacht einmal pro Woche morgens z usätzlich zwei Stunden Schlaf be- nötige, um ihren Alltag meistern zu können. Damit kön ne das Risiko, tagsüber unbeobachtet einzuschlafen, minimiert werden. 4.2 Unter den Begriff der Behandlungspflege im Sinne von Art. 7 Abs. 2 KLV fallen nicht nur die Messung der Vitalzeichen und die Massnahmen zur Atemtherapie, wie beispielsweise O2-Verabreichungen, sondern insbesondere auch die Massn ahmen zur Überwachung von Ge- räten, die der Behandlung oder der Kontrolle sowie der Erhaltung von vitalen Funktionen der versicherten Person dienen. Die fragliche, medizinisch als lebensnotwendig zu qualifizierende Beatmungs-Überwachung der Versicherten lässt sich mithin zw anglos unter die Pflichtleistun- gen gemäss Art. 7 Abs. 1 und 2 lit. b Ziffern 1, 4 und 9 KLV subsumieren. Unter den Parteien ist ausserdem unbestritten geblieben, dass die umstrittene Spitex-Pflege eine grundsätzlich wirk- same und zweckmässige Behandlung darstellt, um die maschinel le Beatmung der am Undine- Syndrom erkrankten Versicherten nachts zu überwachen. In di esem Sinne hat die Beschwer- degegnerin bereits mit Schreiben vom 10. Dezember 2012 zu Recht erkannt, dass die nächtli- che Überwachung der Versicherten medizinisch ausgewiesen ist (vgl. Beilage 6 zur Beschwer- debegründung). Gestützt auf die entsprechenden Berichte in den Akten ist diese auch im ange- fochtenen Einspracheentscheid vertretene Auffassung nicht zu bemängeln. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.3.1 Umstritten ist hingegen der Umfang dieser Leistu ngen. Während die Beschwerdeführe- rin davon ausgeht, dass eine Unterscheidung zwischen eigent lichen Tätigkeiten und wartenden Zeiten weder sachgerecht noch vom Gesetz vorgesehen sei , stellt sich die Beschwerdegegne- rin auf den Standpunkt, dass nur tatsächliche Vorkehrungen, nicht jedoch sogenannt „wartende“ Zeiten zu entschädigen seien. Vorliegend würden Leistun gen der Behandlungspflege gemäss Art. 7 Abs. 2 KLV zwar klar erbracht. Diese würden jedo ch mit sehr unterschiedlichem Bedarf und Häufigkeit durchgeführt. Ausgehend von einer ausgewiesenen Höchstzahl von 20 Interven- tionen pro Nacht und unter der Annahme einer durchschn ittlichen Dauer von zehn Minuten pro Intervention sei von einer durchschnittlichen Notwendigke it pflegerischer Massnahmen im Um- fang von 3,33 Stunden pro Nacht auszugehen. Gestützt auf den Pflegebeitrag gemäss Art. 7a Abs. 1 li.t b KLV von Fr. 65.40 resultiere eine Entschädigung pro Tag im Umfang von Fr. 217.78 (20 x 10 Minuten = 3,33 Stunden x Fr. 65.40). 4.3.2 Dem Hilfe- und Pflegeplan der D.____ vom 12. Januar 2013 zufolge umfasst die Pflege der Versicherten während der Ruhe- und Schlafphase d ie Überwachung von nächtlichen Stör- faktoren, die Vitalkontrolle bei der Beatmung sowie die Garantie von Sicherheit durch eine Überwachung und Kontrolle der Beatmungsgeräte (vgl. A kt 29 der Beschwerdegegnerin, Über- sicht Unterstützung und stellvertretende Übernahme der Aktivitäten des täglichen Lebens, Ziffer 1, 7 und 8). Das Pflegeziel liegt in der Gewährleistung der sicheren Atemregulation während der Schlafphase. Die Massnahmen bestehen im Einzelnen in ei ner sorgfältigen Überwachung von lebensbedrohlichen Situationen, wie insbesondere eine Unterbrechung der Verbindung der Be- atmungsmaschine mit dem Beatmungsschlauch und die Überwa chung kritischer Momente bei der Beatmung im Tiefschlaf; darüber hinaus sind Alarme zu bewältigen, indem ein situativer Lagerungswechsel der Patientin durchgeführt, die Patie ntin geweckt sowie die Beatmungsmas- ke kontrolliert und allenfalls fixiert werden muss. Ausse rdem ist bei der Beatmung allfälliges Kondenswasser aus dem Schlauch zu entfernen. Am Gerät selb st ist der Druck anzupassen. Die Messdaten, das Volumen und der Druck sind zu überprüfe n und die Beatmungsmaschine ist auf sonstige Ausfälle wie defekte Sensoren, Kabel u nd Anschlüsse sowie Stromausfälle hin zu überwachen. Bei Krankheiten der Patientin muss eine zu sätzliche Überwachung und Kon- trolle gemäss medizinischer Vorgabe erfolgen (vgl. Akt 29 der Beschwerdegegnerin, Übersicht Unterstützung und stellvertretende Übernahme der Aktivit äten des täglichen Lebens, Ziffer 1, 7 und 8). Den Überwachungsblättern der D.____ (vgl. Akt 30 der Beschwerdegegnerin) lässt sich entnehmen, dass diese im Pflegeplan aufgeführten Massn ahmen auch tatsächlich alle wieder- holt anfallen. Ausgewiesen sind diverse nächtliche Verbi ndungsunterbrüche des Beatmungs- schlauches (vgl. Eintragungen beispielsweise vom 10. Mai 2 012 um 6.10 Uhr, ebenso 12. Mai 2012 um 3.53 sowie 4.39 Uhr, 17. Mai 2012 um 5.45 Uh r, et al.), ein Festzurren der Maske und der Kinnstütze (vgl. Eintragungen vom 29. Mai 2012 um 23.15 Uhr, 3. Juni, 6.30 Uhr, 25. Juni 2.30 Uhr, et al.), wiederholte Korrekturen von Körper - und Kopfhaltung infolge teils mehrfacher Vitalalarme (vgl. Eintragungen vom 17. Juni 2012, 3.00 Uhr, 28. Juni 2012, 3.00 Uhr, 10. Juli 2012, 4.50 Uhr, sowie 20. Juli 2012 um 3.00 Uhr, et a l.), vereinzelte Weckinterventionen (vgl. Eintragung vom 23. Juli 2012, 1.20 Uhr) sowie da s Entfernen von Kondenswasser (vgl. Eintragungen vom 2. Juni 2012, 3 Uhr, 14. Juli 2012, 3.30 Uhr, et al.). Die Beschwerdefüh- rerin weist sodann zu Recht darauf hin, dass teils deut lich mehr als 20 Alarme pro Nacht zu Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht verzeichnen sind (vgl. Eintragungen vom 7. / 8. Mai 2012 : 27 Alarme; 26. Mai 2012: 21 Alarme; 6. /. 7. Juni 2012 23 Alarme; 12. 13. August 2012: 29 Alarme; 16. / 17. Oktober 2012 26 Alarme; 30. / 31. Oktober 2012 42 Alarme). 4.3.3 Eine Beschränkung des Pflegeaufwands auf 3,33 Stu nden pro Nacht erweist sich be- reits in Anbetracht der teils deutlich öfters anfallenden Interventionen als nicht sachgerecht. Wie die Beschwerdegegnerin selber bereits in ihrem Schreiben vom 3. Mai 2013 (vgl. Beilage 10 der Beschwerdebegründung) festgehalten hat, resultiert im Gegenteil ein insgesamt weder zeitlich noch qualitativ planbarer Pflegeaufwand. Aus den Details der dargelegten Pflegedokumentation erhellt, dass die strittige Überwachung und die daraus r esultierenden Interventionen gemäss Art. 7 Abs. 2 lit. b Ziffer 1, 4 und 9 KLV nur gewäh rleistet werden können, wenn die Pflegefach- kraft einerseits die Versicherte selbst und andererseits das Beatmungsgerät während der medi- zinisch ausgewiesenen Schlafphase von acht Stunden bzw. zwe imal pro Woche neun Stunden pro Nacht, insgesamt somit total während 58 Stunden pro Woche (vgl. oben, Erwägung 5.1 hie- vor), durchgehend genau beobachtet. Andernfalls droht d ie Versicherte zu ersticken. Nichts anderes ergibt sich aus dem am 22. April 2014 bei der IV-Stelle Basel-Landschaft eingegange- nen Arztbericht des Spitals F.____, wonach die Beatmung kontinuierlich und „engmaschigst“ überwacht werden muss, andernfalls ein lebensgefährliche r, massiver Hirnschaden drohe (vgl. IV-Dok 211). Diese mithin dauernde Überwachung st ellt eine aktive Tätigkeit dar, welche mit Blick auf eine jederzeit mögliche, kritische Situatio n ein sofortiges Eingreifen garantieren muss und somit stete Aufmerksamkeit bedingt. Dies belegt zw eifelsohne auch der Blick in die Pflegedokumentation der D.____ (vgl. Akt 30 der Beschw erdegnerin): Die rein maschinelle Alarmierung erfordert jeweils unterschiedlich und sofo rtige Interventionen, was nicht nur im Zu- sammenhang mit der teils zu geringen Sauerstoffsättigu ng, sondern insbesondere auch mit Blick auf ein Befestigen der Atemmaske sowie das Entfern en von Kondenswasser aus dem Beatmungsschlauch gilt. Die von der CSS vertretene Auff assung, wonach ein Eingreifen durch die anwesende Pflegefachkraft nur dann notwendig sei, wenn die Beatmungsmaschine versage oder die Sauerstoffkonzentration angepasst werden müsse, widerspricht den Akten und greift deutlich zu kurz (vgl. Schreiben der CSS vom 19. Mai 2 008, Beilage 5 der Beschwerdebegrün- dung). Die mithin während 58 Stunden pro Woche als d auerhaft zu qualifizierende Überwa- chung erweist sich aber auch unter Berücksichtigung der med izinischen Akten als unerlässlich, wonach eine Diskonnektion oder eine Fehlfunktion des Beat mungsgeräts trotz lauten Alarmsig- nals von der Versicherten nicht realisiert wird (vgl. ob en, Erwägung 5.1 hievor). Unter diesen Umständen ist eine dauernde Beobachtung und Überwachung geradezu lebensnotwendig. Die- se stellt zweifelsohne eine durchgehend aktive Tätigkeit dar. Daran vermag nichts zu ändern, dass in den übrigen Akten terminologisch teils von einer Sitzwache gesprochen wird (vgl. bei- spielsweise Akt 31 der Beschwerdegegnerin). Ob eine Beh andlungsmassnahme überwacht oder ein Dauerkrankheitszustand, der situativ ein sofortige s Eingreifen zum Einleiten von vital notwendigen Massnahmen erfordert, permanent beobachtet werden muss, vermag mit Blick auf Art. 7 Abs. 2 lit. b KLV keinen Unterschied zu begründe n. Die entsprechende Pflegemassnah- me muss während der gesamten Schlafphase der Versicher ten erbracht werden. Die Beobach- tung und Überwachung der Atmungsfunktion der Versicher ten durch die Spitexdienste der D.____ hat deshalb im Umfang von 58 Stunden pro Woche zu erfolgen, um wirksam und zweckmässig zu sein. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.1 Zu prüfen bleibt die Wirtschaftlichkeit der stritt igen Pflegemassnahmen. In Anbetracht des soeben dargelegten Pflegeaufwands steht im vorliegen den Fall keine alternative Mass- nahme zur Verfügung, welche sich hinsichtlich ihrer Wirksa mkeit und Zweckmässigkeit als min- destens gleichwertig erweisen würde. Es daran zu erinne rn, dass das Kriterium der Wirtschaft- lichkeit erst dann eine Rolle spielt, wenn und soweit im Einzelfall mehrere diagnostische oder therapeutische Alternativen zweckmässig sind. Erst dann berü hrt das Kriterium der Wirtschaft- lichkeit auch die Form der Behandlung, namentlich die Fragen, ob eine Behandlung überhaupt stationär erfolgen soll, und zu welcher Pflege- oder gegebenenfalls Spitaleinrichtung ein solcher Fall vom medizinischen Standpunkt aus gehört. Nur diesfalls ist das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen der in Frage kommenden Massnahmen überhaupt gegenseitig abzuwägen (vgl. oben, Erwägung 3.3 a.E.). Im vorliegenden Fall ist aufgrund der medizinischen und pflege- rischen Akten davon auszugehen, dass ein chronischer Krankhe itszustand vorliegt und zwecks Überwachung der Vitalzeichen und Gewährleistung von Massnahmen zur Atemtherapie und zur Überwachung des Beatmungsgeräts (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. b Ziffern 1, 4 und 9 KLV) grundsätz- lich nur noch eine Pflege, nicht aber eine Therapie mö glich ist. Weiter ergibt sich, dass dieser Zustand seit Jahren stabil ist und auch lebenslänglich and auern wird. Trotzdem kann die Be- treuung der Versicherten nicht in einem Pflegeheim erfolgen. So sieht der Leistungskatalog des „Bewohner/innen-Einstufungs- und Abrechnungssystems“ BESA (vgl. www. besacare.ch) unter dem Titel 5.2.3 „Atmung und Sauerstoffversorgung“ zwar die Überwachung von Inhalationen oder Inhalationslösungen vor. Diese Überwachung aber b eschränkt sich der vereinheitlichen Normhäufigkeit zufolge auf lediglich zwei bis viermal pro Tag und Mitarbeiter (vgl. a.a.O., S. 12). Nicht anderes verhält es sich hinsichtlich der Messung von Vitalzeichen, welche zwar ebenso zwanglos unter die Leistungen nach Art. 7 KLV fallen, gemäss BESA-Einstufung in zeitlicher Hinsicht jedoch auf eine Normhäufigkeit von ein bis dr ei Mal pro Monat und Mitarbeiter be- schränkt sind (vgl. a.a.O., S. 10, ad Ziffer 5.2.1). Damit aber resultiert, dass die in den medizini- schen und pflegerischen Akten übereinstimmend als lebensnot wendig umschriebenen Bedürf- nisse der Versicherten in Bezug auf ihre zeitliche Permanenz in einem Pflegeheim schlicht nicht abgedeckt werden können. Es tritt hinzu, dass die Normh äufigkeit der BESA-Richtlinie auf dem Prinzip des Multitaskings der Pflegemitarbeitenden beruh t; eine durchgehende Betreuung von Patienten wie im vorliegend medizinisch ausgewiesenen S pezialfall wird davon gerade nicht erfasst. In qualitativer Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass der BESA-Katalog zwar die Mes- sung der Vitalzeichen (Atem) sowie allfällige Massnahmen zur Atemtherapie, nicht aber die in casu lebensnotwendige Überwachung eines Beatmungsgeräts gemäss Art. 7 Abs. 2 lit. b Ziffer 9 beinhaltet. Eine patientenbezogene Einzelüberwachun g in einem Pflegeheim ist daher aus systemischen Überlegungen grundsätzlich ausgeschlossen. 5.2 Eine alternative Behandlung der Versicherten in e inem stationären Pflegeheim kommt auch unter dem Blickwinkel von Art. 7 Abs. 3 KLV nicht in Frage. Das für Pflegeheime vorgese- hene Finanzierungssystem, wonach bei einem Pflegebedarf von bereits 221 Minuten pro Tag die höchste Pflegestufe erreicht wird, vermag der in ca su notwendigen acht bis neunstündigen, permanenten Überwachung in finanzieller Hinsicht offensichtlich nicht gerecht zu werden. Diese Ansicht scheint auch die Beschwerdegegnerin zu vertreten , wenn sie festhält, dass die Pflege- heim-Leistungen der Situation nicht gerecht würden (v gl. Schreiben der CSS vom 25. Juni Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2013, Akt 48 der Beschwerdegegnerin). In der Tat erschi ene es als nicht sachgerecht, die Kos- tenbeteiligung im Umfang der für die höchste Pflegest ufe vorgesehenen Kostenbeteiligung von Fr. 108.— zu plafonieren, obgleich der medizinisch ausgew iesene Zeitaufwand in casu mindes- tens doppelt so hoch ausfällt, als dies Art. 7a Abs. 3 lit. l KLV vorsieht. 5.3 Hinzu tritt ein Weiteres: Wie bereits erwähnt, sind bei der Beurteilung der Geeignetheit bzw. Zweckmässigkeit einer bestimmten Leistung nebst medizin ischen Gesichtspunkten stets auch die persönlichen, familiären und sozialen Umstände mit zu berücksichtigen (vgl. oben, Erwägung 3.3 hievor). Mit Blick auf diese Umstände erwe ist sich die Alternative einer nächtli- chen Beatmung und Überwachung in einem stationären Pf legeumfeld aber als unrealistisch. Im Zeitpunkt des angefochtenen Einspracheentscheids (vgl. obe n, Erwägung 2.2 hievor) wohnte die Versicherte seit knapp 1 ½ Jahren im Zentrum C.____, wo sie seither den Weg in ein „nor- males“, eigenverantwortliches Leben zu beschreiten versuch t. Das dort absolvierte Wohntrai- ning hat zum Ziel, selbständig wohnen, arbeiten und l eben zu lernen (vgl. Abklärung D.____ vom 12. Januar 2013, Akt 30 der Beschwerdegegnerin). Eine Konsolidierung dieser noch neuen sozialen Verhältnisse würde faktisch verunmöglicht, wenn die Versicherte jeweils in einem ex- ternen Pflegeheim übernachten müsste. Es ist notorisch, dass eine tägliche, auswärtige Über- nachtung für die Betroffene mit einem grossen organisa torischen Aufwand verbunden wäre. Eine externe Übernachtung würde die Wohn- und Leben ssituation im Zentrum C.____ daher destabilisieren. Sie würde dazu führen, dass jegliche Sozi al- und Tagestrukturen zeitlich ausei- nandergerissen würden. Bereits die abendliche Hin- und morgendliche Rückfahrt sowie die Abend- und Morgentoilette dürften einen nicht unbeach tlichen, zusätzlichen Zeitbedarf einneh- men. Dieser würde dazu führen, dass der Versicherten pr aktisch keine Zeit mehr für private Verrichtungen und sonstige Interessen zur Verfügung stünde. Ausschlaggebend ist, der Pflege- bedürftigen eine stets möglichst grosse Teilhabe am gese llschaftlichen Leben zu ermöglichen. Diese Zielsetzung aber würde vereitelt, müsste sie auswär ts in einem Pflegeheim nächtigen. Ausserdem würde sie – anders als in ihrer gewohnten Woh numgebung – kaum innert nützlicher Frist zu einem adäquaten und ruhigen Schlaf finden. Di e Gewährleistung einer Tagesstruktur würde letztlich verunmöglicht. Die Beschwerdegegnerin weist in ihrer Vernehmlassung zu Recht darauf hin, dass die Versicherte trotz der bei ihr geste llten Diagnose – im Gegensatz beispiels- weise zu einem Tetraplegiker (vgl. Urteil des Bundesge richts vom 5. September 2014, 8C_457/2014) – ein normales Leben führen kann. Ein Pflegeheim, in welchem sich praktisch ausschliesslich körperlich behinderte oder gar schwer alte rsdemente Menschen befinden, kann für die erst 23 Jahre junge Versicherte, welche sich grun dsätzlich frei bewegen kann, unter Be- rücksichtigung ihrer sozialen und intellektuellen Bedürfni sse deshalb auch aus grundsätzlichen Überlegungen schlicht keine geeignete Institution dars tellen. Unter Berücksichtigung der per- sönlichen und sozialen Verhältnisse erweist sich ein allnäch tlicher Aufenthalt in einem Pflege- heim insgesamt als unzumutbar und damit als unzweckmässig. 5.4 Als weiteres Zwischenergebnis kann demnach festgestell t werden, dass eine alternati- ve Behandlung in einer stationären Pflegeheim-Einricht ung als ungeeignet zu qualifizieren ist. Mangels alternativer Pflegemassnahmen in einer stationä ren Pflegeinstitution gemäss Art. 7 Abs. 1 lit. c KLV (Pflegeheim oder Pflegeabteilung in einem Spital für nicht akutspitalbedürftige Pflegepatienten) bedarf das Kriterium der Wirtschaftl ichkeit somit keiner eigenständigen Prü- Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht fung. Die Kostenbeteiligung der Beschwerdegegnerin wä re somit bereits an dieser Stelle im Umfang von 58 Stunden pro Woche à Fr. 65.40 (recte: in Abweichung zum Rechtsbegehren in Ziffer 1 der Beschwerdebegründung; so bereits auch S chreiben der CSS vom 25. Juni 2013, Akt 48 der Beschwerdegegnerin; Art. 7a Abs. 1 li.t b KLV) zu bejahen. 5.5 Auch wenn bei der Versicherten keine eigentliche S pitalbedürftigkeit ausgewiesen ist (vgl. ebenso Schreiben der CSS vom 25. Juni 2013, Akt 48 der Beschwerdegegnerin), verbliebe als alternative, wirksame Behandlung letztlich einzig ei ne nächtliche Beatmung in einer Spital- einrichtung. Ob deren Überwachung – wie die D.____ i n ihrem Schreiben vom 27. März 2013 geltend macht – einzig auf der Intensivstation gewährle istet werden könnte (vgl. Akt 38 der Be- schwerdegegnerin), kann allerdings offen bleiben. 5.5.1 Die bundesgerichtliche Rechtsprechung sieht vor, d ass zu Hause erbrachte Kran- kenpflegeleistungen, trotz Bestehens eines Missverhältnisse s im wirtschaftlichen Sinne, dann als angemessener gelten müssen als in einem Pflegeheim (oder in einer sonstigen geeigneten Institution), wenn sie der versicherten Person eine Entw icklung in persönlicher Hinsicht, wie Arbeit, Ausbildung oder ein soziales Engagement ermöglichen können, welche die Verlegung in eine alternative Institution nicht zuliesse (BGE 126 V 341 E. 3a). Dies sei jedoch dann nicht der Fall, wenn die Hauspflege der versicherten Person nur eine bessere Lebensqualität verschaffe. Die Erbringung der Hauspflege muss mit anderen Worten mit einem offensichtlichen Vorteil (sog. bénéfice manifeste; Urteil des Bundesgerichts vom 2 1. Januar 2014, 9C_343/2013, E. 4.2.1) verbunden sein. Wenn demgegenüber zwischen den Kosten alternativ zur Verfügung stehender Massnahmen ein offenkundiges Missverhältnis besteht , können die zu Hause er- brachten Krankenpflegeleistungen nicht mehr als wirtschaftlich angesehen werden, selbst wenn diese Leistungen im Einzelfall wirksamer und zweckmässiger er scheinen als der Aufenthalt in einem Pflegeheim (BGE 126 V 338 E. 2a). 5.5.2 In Fällen, in denen die Spitex-Pflege als leicht wirksamer und zweckmässiger als eine Heimpflege qualifiziert worden ist, hat das Bund esgericht in der Vergangenheit einen An- spruch auf Kostenübernahme bejaht bei 1.9-mal, 2.6- bi s 2.9-mal sowie 2.87-mal höheren Spi- tex-Kosten (Urteil des EVG vom 2. Dezember 2003, K 33/02 , E. 2.2 mit vielen weiteren Hinwei- sen; RKUV 2001 Nr. KV 162 S. 182 f. E. 3; Urteil des EVG vom 13. September 2001, K 201/00, E. 3c). Bei Gleichwertigkeit der Spitex- und der Heimp flege hat das Bundesgericht in einem weiteren Entscheid bei rund 2.35-mal höheren Kosten d ie Spitex-Pflege als "gerade noch" wirt- schaftlich qualifiziert (Urteil des Bundesgerichts vom 21. September 2012, 9C_940/2011, E. 3.4). Hingegen hat es die Wirtschaftlichkeit vernein t bei 3- bis 4-mal sowie bei 4- bis 5-mal höheren Spitex-Kosten (Urteil des EVG vom 11. Mai 2004, K 95/03, E. 3.2, Urteil des EVG vom 5. Oktober 2000, K 61/00, E. 4, hingegen bei 3.5-mal höheren Kosten in BGE 126 V 342 f. E. 3b bejaht, da die Spitex-Pflege als erheblich zweckmässiger und wirksamer qualifiziert wurde). In einem weiteren Fall einer 1932 geborenen, leicht de menten Person, welche sich trotz Gangun- sicherheit und Sturzgefahr unter Zuhilfenahme von Stöcke n bzw. des Rollators im eigenen Haus und in der näheren Umgebung noch frei bewegen u nd an sozialen bzw. familiären Aktivi- täten teilnehmen konnte, wurde die Spitex-Pflege schli esslich bei einem Faktor von 2,57 eben- Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht falls noch als wirtschaftlich bejaht (Urteil des Bundesger ichts vom 21. Januar 2014, 9C_343/2013, E. 4.2.1). 5.5.3 Diese Rechtsprechung ist analog ohne Weiteres au ch auf eine alternative Behandlung in einer Spitaleinrichtung anzuwenden. Dabei fallen die bei einem nächtlichen Spitalaufenthalt anfallenden Kosten bereits auf der Basis der tiefsten Sp italpauschale so oder anders zu hoch aus, als dass von einem Missverhältnis der strittigen Spitex-Kosten gesprochen werden könnte. Daran ändert auch nichts, dass die anfallenden Spitex-Ko sten im Rahmen der Wirtschaftlich- keitsprüfung nur mit den Kosten zu vergleichen sind, welc he vom Krankenversicherer effektiv zu tragen sind (BGE 126 V 334). Der Kanton sieht für e inen stationären Aufenthalt in der allge- meinen Abteilung eines Spitals eine Tagespauschale im U mfang der Vertragstaxe der KVG- Versicherten nach Art. 49 Abs. 1 KVG vor (Verordnung ü ber die Taxen und Tarife der kantona- len Krankenhäuser [Spitaltax- und Tarifverordnung] vom 14. Dezember 2004, Stand 1. Januar 2012, Anhang 1, Ziffer 1.1.1 lit. a). Diese belief si ch im Zeitpunkt des angefochtenen Ein- spracheentscheids per 2014 gemäss Vertragsvereinbarung „t arifsuisse“ für das Spital G.____ auf mindestens Fr. 630.— (vgl. Übersichtstabelle unter www.baselland.ch / pflegefinanzierung). Die tägliche Kostenbeteiligung des Krankenversicherers be trägt nach Abzug des kantonalen Kostenanteils von 55% (vgl. Art. 49a Abs. 2 KVG) demnac h mindestens Fr. 283.50 pro Tag bzw. Nacht. Die Kosten, die der Beschwerdegegnerin bei einem stationären Spitalaufenthalt pro Woche entstünden, betragen somit Fr. 1‘984.50. Die vo n der Spitex-Pflege D.____ erbrachten Leistungen belaufen sich pro Woche demgegenüber auf F r. 3‘793.20 (58 x Fr. 65.40). Damit sind die Kosten der Spitex-Pflege maximal 1.91-mal höh er als ein Aufenthalt in einer stationä- ren Spitaleinrichtung. Selbst wenn ein solcher Spitala ufenthalt, welcher wie eine alternative Übernachtung in einem stationären Pflegeheim als letztl ich ebenso ungeeignet und damit als unzweckmässig bezeichnet werden muss (vgl. oben, Erwägung 5. 2 hievor), in Betracht gezo- gen würde, ist unter Berücksichtigung der zitierten bunde sgerichtlichen Rechtsprechung jeden- falls kein grobes Missverhältnis zwischen den Kosten eines stati onären Spitalaufenthalts und den anfallenden Spitex-Kosten zu erkennen. Die Spitex-Pflege erwiese sich somit auch als wirt- schaftlich. Das von der Beschwerdegegnerin noch vorprozessu al ins Feld geführte Argument der Gleichbehandlung aller Versicherten vermag in Anbe tracht der medizinisch ausgewiesenen Sondersituation nichts daran zu ändern. 6. Die Beschwerde ist bei diesem Ergebnis gutzuheissen. De r Einspracheentscheid der CSS Kranken-Versicherung AG vom 28. August 2014 ist auf zuheben und die CSS Kranken- Versicherung AG ist zu verpflichten, für die Versicherte ab 1. Juni 2013 die Behandlungspflege- kosten im Umfang von 58 Stunden pro Woche nach dem gese tzlich umschriebenen Tarif von Art. 7a Abs. 1 li.t b der Krankenpflege-Leistungsverordnung KLV zu übernehmen. 7.1 Für das vorliegende Verfahren sind gestützt auf Art . 61 lit. a ATSG keine Kosten zu erheben. 7.2 Die obsiegende Partei hat nach Art. 61 lit. g AT SG grundsätzlich Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Gemeinden und andere Träger öffe ntlicher Aufgaben haben allerdings nur dann Anspruch auf eine Parteientschädigung, sofern der Beizug eines Anwalts bzw. einer An- Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht wältin gerechtfertigt war (§ 21 Abs. 2 VPO). Nach der Rechtsprechung des Kantonsgerichts wird den Gemeinden gestützt auf § 21 Abs. 2 VPO gene rell nur dann ein Anspruch auf Partei- entschädigung eingeräumt, wenn der Beizug eines externen Rechtsvertreters im Einzelfall auch für Gemeinden mit juristischer Fachkompetenz innerhalb d er eigenen Verwaltung gerechtfertigt erscheint. Dies trifft vor allem dann zu, wenn für eine angemessene Prozessvertretung rechtli- ches Spezialwissen gefordert ist, das über die bei der Rec htsanwendungstätigkeit erforderli- chen Kenntnisse hinausgeht und über welches gemeindeeig ene Rechtsdienste normalerweise nicht verfügen (vgl. dazu den wegweisenden Kantonsgerichts entscheid KGE VV vom 21. April 1999, Nr. 62). Diese Voraussetzung ist nur be i kleinen Gemeinden mit geringen Res- sourcen zu bejahen. Im vorliegenden Fall der Gemeinde A.____, welche sowohl organisatorisch als auch personell über einen umfangreichen Verwaltungs apparat verfügt, kann jedoch nicht davon gesprochen werden, dass die vorliegende Fragestel lung im Quervergleich zu anderen Fällen, wie beispielsweise im Bereich von Ergänzungsleist ungen, etc., jene Komplexität über- schritten hätte, welche ein juristisches Spezialwissen erforderlich gemacht hätte. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerde führende Gemeinde im Rahmen ihrer Verwaltungsführung über einen eigenen Rechtsdienst verfügt und vorliegend eine ausf ührliche, vorprozessuale Vorgeschichte bestanden hat, aufgrund welcher die Standpunkte beide r Parteien bereits schon vor Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids in rechtlicher Hinsicht hinlänglich bekannt waren. Unter diesen Umständen besteht kein Raum für eine Verlegung der Parteikosten nach dem Verursa- cherprinzip, weshalb die Beschwerdeführerin keinen Ansp ruch auf eine Parteientschädigung hat. Die ausserordentlichen Kosten sind daher wettzuschlagen. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einsprach eentscheid der CSS Kranken-Versicherung AG vom 28. August 2014 aufgeh oben und die CSS Kranken-Versicherung AG wird verpflichtet, für die Versicherte ab 1. Juni 2013 die Behandlungspflegekosten im Umfang von 58 Stun- den pro Woche nach dem gesetzlich umschriebenen Tarif von Art. 7a Abs. 1 lit. b der Krankenpflege-Leistungsverordnung K LV zu überneh- men. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Gegen dieses Urteil wurde am 3. Juli 2015 Beschwerde beim Bundesgericht (siehe nach Vor- liegen des Urteils: Verfahren-Nr. 9C_489/2015 ) erhoben.