<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00687</span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiberin Muraro</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 31. August 2018</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. Elms</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">schadenanwaelte.ch AG</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Industriestrasse 13c, 6300 Zug</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1968 geborene X.___, welche in ihrem Heimatland gemäss eigenen Angaben eine einjährige Ausbildung zur Chemielaborantin absolviert hatte (Urk. 10/48/1 und Urk. 10/69/10), reiste 1996 in die Schweiz ein und war ab 2001 bei Y.___ als Produktionsmitarbeiterin vollzeitlich erwerbs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätig. Die Versicherte ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mutter zweier in den Jahren 1989 und 1999 geborener Kinder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und meldete sich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am 30. September 2014 (Eingangsdatum) unter Hinweis auf eine seit 12 Jahren bestehende Fibromyalgie bei der Sozialversicherungsan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung an (Urk. 10/2, Urk. 10/7 und Urk. 10/9). Die IV-Stelle tätigte beruflich-erwerbliche sowie medizinische Abklärungen und teilte der Versicherten am 5. Dezember 2014 mit, berufliche Massnahmen (insbesondere eine Arbeitsplatz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erhaltung) seien derzeit nicht notwendig, da keine langfristige Krankschreibung vorliege und nicht mit der Kündigung des Arbeitsplatzes gerechnet werde (Urk. 10/16). Mit Vorbescheid vom 28. September 2015 kündigte die IV-Stelle der Versicherten an, das Leistungsbegehren abzuweisen (Urk. 10/28), wogegen die Versicherte mit Eingabe vom 28. Oktober 2015 Einwand erhob (Urk. 10/34). Mit Eingabe vom 1. Dezember 2015 ergänzte die Versicherte ihren Einwand (Urk. 10/38). Die IV-Stelle tätigte weitere medizinische Abklärungen und veran</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lasste eine polydisziplinäre Begutachtung der Versicherten (Auftrag vom 20. Juli 2016 [Urk. 10/63]). Die MEDAS Z.___ erstattete das Gutachten am 2. Dezember 2016 (Urk. 10/69). Am 14. Dezember 2016 bat die IV-Stelle die MEDAS Z.___ um Ergänzung des Gutachtens (Urk. 10/70), woraufhin der begutachtende Psychiater mit Schreiben vom 3. Januar 2017 (Urk. 10/71) Stellung nahm. Die Versicherte äusserte sich am 18. April 2017 zum Gutachten (Urk. 10/78), und die IV-Stelle wies das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 15. Mai 2017 ab (Urk. 2 [= Urk. 10/80]). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 14. Juni 2017 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr eine Inva</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lidenrente zuzusprechen; eventuell sei ein Gerichtsgutachten einzuholen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 29. August 2017 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 9), was der Beschwerdeführerin mit Verfü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 30. August 2017 mitgeteilt wurde (Urk. 11). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des Sozialversicherungsrechts [ATSG])</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">[</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist bei psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Beeinträchtigungen zu prüfen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rentenausschliessendes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Erwerbseinkommen zu erzielen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">139 V 547</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine psychiatrische, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lege </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">artis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">141 V 281 E. 2.1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Eine fachärztlich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einwandfrei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">139 V 547 E. 5.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Annahme der Invalidität nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkrankungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunfts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vorder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">len Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">selbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Daran, dass ein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden nur gegeben sein kann, wenn das klinische Beschwerdebild nicht einzig in psychosozialen und soziokulturellen Umständen seine Erklärung findet, sondern davon psychiatrisch unterscheidbare Befunde umfasst, ändert auch die neue Rechtsprechung nichts (Urteil des Bundesgerichts 9C_732/2017 vom 5. März 2018 E. 4.3.1 mit Hinweis).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann die ärztliche Arbeitsfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keitsschätzung, zumindest ohne einlässliche Befassung mit den spezifischen nor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mativen Vorgaben und ohne entsprechende Begründung, zwar den rechtlich geforderten Beweis des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 Abs. 2 ATSG) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht erbringen, weil sie weitgehend vom Ermessen des medizinisch-psychiatri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Sachverständigen abhängt. Die medizinische Einschätzung der Arbeitsfä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit ist aber eine wichtige Grundlage für die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anschliessende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> juristische Beur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 140 V 193 E. 3.2). Dabei gilt, dass die versicherte Person als grundsätzlich gesund anzusehen ist und sie ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen kann (vgl. BGE 141 V 281 E. 3.7.2). Hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsfä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit haben sich sowohl die medizinischen Sachverständigen als auch die Organe der Rechtsanwendung bei ihrer Einschätzung des Leistungsvermögens an den normativen Vorgaben zu orientieren; die Gutachter im Idealfall </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der entsprechend formulierten Fragestellung (BGE 141 V 281 E. 5.2). Die Rechtsan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere daraufhin, ob die Ärzte sich an die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">massgebenden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schliessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> lassen (BGE 143 V 418 E. 6). Im Rahmen der Beweiswürdigung obliegt es den Rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anwendern zu überprüfen, ob in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">concreto</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausschliesslich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> funktionelle Ausfälle bei der medizinischen Einschätzung berücksichtigt wurden und ob die Zumutbar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keitsbeurteilung auf einer objektivierten Grundlage erfolgte (BGE 141 V 281 E. 5.2.2; Art. 7 Abs. 2 ATSG). Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fung nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Massgabe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des strukturierten Beweisverfahrens stattfinden (BGE 141 V 281 E. 5.2.3; vgl. auch Andreas Traub, in: Ueli Kieser [Hrsg.], Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherungsrechtstagung 2016, S. 142 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.3), sondern im Rahmen der Beweiswürdigung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen (BGE 141 V 281 E. 6; Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2017 vom 1. Dezember 2017 E. 4.2.4). Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">abschliessend</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geblichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Pers</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">on auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3, 143 V 418 E. 6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einandersetzung mit den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fredenhagen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Übergangsrechtlich ist bedeutsam, dass die vor der Rechtsprechungsänderung eingeholten Gutachten nicht einfach ihren Beweiswert verlieren. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">abschliessendes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8 unter Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 6). Mithin ist im kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kreten Fall zu klären, ob die beigezogenen Gutachten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> allenfalls zusammen mit weiteren fachärztlichen Berichten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eine schlüssige Beurteilung anhand der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">März 2018 E. 5.2.2 und 8C_300/2017 vom 1. Februar 2018 E. 4.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der angefochtenen Verfügung vom 15. Mai 2017 (Urk. 2) erwog die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin, die fachärztlich gestellten Diagnosen hätten keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge. Es liege ein vorübergehendes Leiden vor. Leicht- bis mittelgradige Störungen würden sich in der Regel unter einer Therapie bessern. Es hätten zudem Widersprüche betreffend die Medikamenteneinnahme und das Schmerzverhalten festgestellt werden können. Die Beschwerdeführerin verfüge über einige Ressourcen, welche ihr die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit erleich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terten. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber wandte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 14. Juni 2017 im Wesentlichen ein (Urk. 1), das MEDAS-Gutachten sei schlüssig und es könne darauf abgestellt werden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im polydisziplinären MEDAS-Gutachten vom 2. Dezember 2016, welches auf internistischen, rheumatologischen und psychiatrischen Untersuchungen basiert, wurden die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (Urk. 10/69/17):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Mittelgradige depressive Episode mit ausgeprägtem somatischem Syn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">drom, chronifiziert (ICD-10 F32.11)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Als Diagnosen ohne wesentliche Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert wurden genannt (Urk. 10/69/17):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Pseudohalbseitensyndrom rechts (Oberflächensensibilität)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Fibromyalgiformes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Ganzkörperschmerzsyndrom</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Diffuse idiopathische </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Spondylosis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">hyperostotica</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> (Ganzkörper-MRI 04/2015)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Leichte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Aorteninsuffizienz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> 04/2009</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Rezidivierender Herpes Simplex, anamnestisch</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Dem Gutachten lassen sich folgende Angaben der Beschwerdeführerin zu ihrem persönlichen und beruflichen Werdegang entnehmen: Sie sei in Portugal aufge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">wachsen, als jüngstes von fünf Kindern. Ihre Mutter sei gelernte Schneiderin gewesen, der Vater Fabrikarbeiter. Er sei frühpensioniert worden wegen einer «bipolaren Depression». Die Mutter sei an Alzheimer erkrankt und habe unter Depressionen, Darmkrebs, Fibromyalgie und «Kopfproblemen» gelitten. Eine Schwester sei bereits verstorben, die übrigen Geschwister (eine Schwester und zwei Brüder) und die Kinder der Geschwister seien alle nervös. Sie selbst sei gemäss Angaben ihrer Mutter als Kind im Alter von acht bis neun Monaten an einer Leukämie erkrankt und mehr als eineinhalb Jahre im Spital gewesen. Sie könne sich daran nicht erinnern. Ihre gesundheitlichen Probleme hätten bereits in der Schule begonnen, sie sei nicht gleich gewesen wie andere Kinder, habe nicht mitgespielt, nur zugeschaut. Sie habe sich damit zufriedengegeben, andere Kinder zu beobachten und deren Verhalten zu analysieren. Sie habe sich mit die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ser Beschäftigung wohl gefühlt. Oft sei sie aber auch traurig gewesen. Sie sei eine gute Schülerin gewesen mit guten Noten. Probleme habe sie vor allem mit ihrer neun Jahre älteren Schwester gehabt, von der sie immer geschlagen worden sei (Urk. 10/69/11 und Urk. 10/69/31). Sie könne sich erinnern, dass sie im Jahr 1979 von dieser derart geschlagen worden sei, dass sie zum Arzt habe gehen müssen. Die Mutter habe die Schwester zurechtgewiesen, jedoch ohne nachhaltige Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">besserung. Frühe habe sie grosse Ängste vor der Schwester gehabt, heute habe sich das Verhältnis eher umgekehrt. Sie (die Beschwerdeführerin) könne bei Pro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">vokationen durchaus auch aggressiv werden. Unter Beinschmerzen habe sie schon als Kind gelitten (Urk. 10/69/33). Probleme mit der Galle habe sie auch bereits ab ihrem 9. Lebensjahr gehabt, es seien Bauchschmerzen nach fettigen Speisen aufgetreten. Sie sei ausserdem nervös gewesen. Der Doktor habe damals gesagt, dies seien die «Nerven». Mit 19 Jahren habe sie erstmals Medikamente für die Nerven erhalten, in jener Zeit sei es auch zu einer erstmaligen psychiatrischen Behandlung gekommen. Aufgrund der eingenommenen Medikamente habe sie in zwei Wochen 10 kg zugenommen, weshalb sie diese Medikamente wieder abge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">setzt habe (Urk. 10/69/12). Nach den 11 Jahren obligatorischer Schulzeit habe sie sofort versucht, selbständig und von den Eltern unabhängig zu werden. Sie habe eine Ausbildung zur Textillaborantin machen können. An Abenden und am Wochenende sei sie in der Schule gewesen und habe tagsüber gearbeitet. Nach der Berufsausbildung sei sie zur Laborchefin befördert worden. Diese Tätigkeit sei sehr streng gewesen, habe ihr aber auch gut gefallen. Sie habe damals mit grosser Energie arbeiten können (Urk. 10/69/32). 1988 habe sie ihren Mann geheiratet. Dieser sei jedoch ein Jahr später in die Schweiz gegangen, um dort zu arbeiten. Sie sei mit ihrem drei Monate alten Sohn alleine in Portugal zurückgeblieben. Dies sei eine schwierige Zeit gewesen, sie habe immer zu 100 % gearbeitet, sei immer nervös gewesen und habe für ihr Kind eine Tagesmutter gehabt. Teilweise sei sie auch sehr traurig gewesen. 1996 sei sie in die Schweiz gekommen und 2001 sei sie zum ersten Mal in der Schweiz zu einem Psychiater in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">O.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> gegangen. Ihr Hausarzt habe sie dorthin geschickt. Man habe von einer Depres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sion gesprochen. Sie sei während eines halben Jahres behandelt worden, worauf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">hin es ihr besser gegangen sei. Sie sei in der Folge jedoch immer wieder nervös gewesen und habe trotzdem weiter gearbeitet. Wiederholt habe sie auch Todes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">wünsche gehabt, dabei aber immer wieder an ihre Kinder denken müssen (Urk. 10/69/12). Sie habe gewusst, dass sie in der Schweiz nicht mehr als Textil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">laborantin werde arbeiten können. Anfänglich sei sie im Catering des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">P.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">s tätig gewesen und habe später zu Y.___ gewechselt. Beide Tätigkeiten hätten ihr sehr gut gefallen, auch wenn sie ihre erlernten Fähigkeiten nicht mehr habe anwenden können und in diesem Sinne unterfordert gewesen sei. Sie habe Herz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">katheter montiert (Urk. 10/69/32).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Beschwerdeführerin gab sodann an, die Entwicklung ihres Sohnes habe ihr schon über viele Jahre sehr grosse Sorgen gemacht. Er habe nicht richtig sprechen gelernt und im jungen Erwachsenenalter einen Suizidversuch unternommen. Ins</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gesamt viermal sei er in verschiedenen Kliniken hospitalisiert gewesen. Sie habe den Sohn mehrfach besucht, kenne die Institutionen daher ein bisschen und könne sich nicht vorstellen, selbst auch einmal hospitalisiert zu werden (Urk. 10/69/32). Im Januar 2011 sei ihr Sohn an einer Schizophrenie erkrankt, das sei für sie wie eine «Bombe im Kopf» gewesen. Sie sei danach nicht mehr gleich gewesen, habe keine Wünsche mehr gehabt, beziehungsweise nur noch den Wunsch, dass es ihrem Sohn besser gehe. Sie habe keine Pläne mehr gehabt, keine Interessen (Urk. 10/69/12). Sie habe die Tatsache, dass ihr Sohn an Schizophrenie erkrankt sei, nie überwinden können, sie habe sein Schicksal nie akzeptiert. Er lebe heute in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Q.___ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">und werde von der Invalidenversicherung unterstützt. Es bestünden gute Kontakte zu ihm. Früher sei er aggressiv gewesen, habe sich unter den Medikamenten beruhigt und schätze den Umgang mit ihr. Die Tochter sei im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">zweiten Jahr der Ausbildung zur Krankenschwester. Auch zu ihr bestünden gute Kontakte (Urk. 10/69/32). Seit September 2012 sei sie (die Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">rerin) in Behandlung bei Dr. med. A.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, und erhalte Medikamente für den Schlaf und gegen die Depression. In dieser Zeit sei sie noch arbeitstätig gewesen und habe bei der Arbeit nicht mehr geredet, nur gearbeitet. Gesundheitlich sei es aber immer schlimmer geworden. Sie habe unter Schmerzen und Depressionen gelitten und sei wechselnd arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">unfähig geworden. Seit Ende Mai 2015 sei sie nun anhaltend arbeitsunfähig. Sie habe sich bei der Invalidenversicherung angemeldet, weil sie bemerkt habe, dass es mit Arbeiten nicht mehr gehe (Urk. 10/69/12). Aktuell sei am schlimmsten, dass sie fast nicht schlafe, dass sie sich schlecht konzentrieren könne, Namen vergesse, ihr Kopf blockiert sei und sie manchmal Schmerzen im Kopf, Schmerzen im rechten Arm und im rechten Bein sowie Schmerzen im Bereich beider Füsse habe. Deswegen könne sie nicht lange gehen, auch das Sitzen sei nicht so gut. Sie habe extreme Rückenschmerzen nach längerem Sitzen, wie ein Messer im Rücken, manchmal sei sie auch blockiert oben und unten im Rücken. Sie habe eigentlich Schmerzen im ganzen Körper, vor allem auf der rechten Seite. Psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">chisch gehe es schlecht. Es sei nicht mehr gleich wie früher, sie habe keine Freude mehr, könne keine Pläne mehr machen, habe kein Interesse, keine Lust, Panik wegen Kleinigkeiten. Sie sei mit ihrem Mann mit dem Zug angereist, weil sie Angst gehabt habe, alleine zu kommen. In zwei Tagen werde sie trotzdem versu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">chen, alleine mit dem Zug anzureisen; ihr Mann müsse dann arbeiten (Urk. 10/69/13). Aufgrund ihrer Beschwerden könne sie kaum mehr etwas unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">nehmen, sie mache nur noch kurze Spaziergänge von 30 Minuten. Sie lese keine Zeitungen, habe noch wenige Bücher, in die sie sich vertiefen könne. Sie lese viele Artikel über Schizophrenie. Sie lebe in einer dauernden Angst, auch schizo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">phren zu werden, und leide unter einer andauernden inneren Unruhe und Anspannung. Im öffentlichen Verkehr gerate sie in Panik, vor allem wenn viele Personen anwesend seien. Sie habe keine Freude mehr am Kochen und beschränke sich im Haushalt auf ein Minimum. Der Ehemann könne verbilligte Flugbillette auch für sie besorgen, sie habe aber nie mehr davon Gebrauch gemacht. Auch die Reisen nach Portugal würden ihr keinerlei Freude mehr berei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ten (Urk. 10/69/33). Sie empfinde keinerlei Freude mehr und wisse, dass sie den Alltag bewältigen müsse und zur Mitwirkung im Haushalt verpflichtet sei. Sie zeige kein aktives Verhalten mehr, organisiere keine Besuche und treffe sich kaum noch mit Kolleginnen. Einzig die Kontakte mit den beiden Kindern gestalte sie aktiv (Urk. 10/69/34).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Befragt zum Tagesablauf gab die Beschwerdeführerin an, dieser gestalte sich unterschiedlich und sei abhängig vom Schlaf. Sie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> könne teils kaum schlafen, sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dann morgens vermehrt müde, stehe meist irge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ndwann zwischen 08.00 und 11.00 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Uhr auf, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">frühstücke und verrichte vormittags Haushaltsarbeiten (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Betten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> richten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">, Geschirr ausräumen et </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">cetera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">). Das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Mittagessen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">nehme sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">alleine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> ein, dabei esse sie fast immer kalt, etwas Kleines.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">N</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">achmittags </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">nehme sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">teils Arzt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">termine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> wahr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">, einmal wöchentlich gehe sie ins Hal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">lenschwimmbad nach Walli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sellen und b</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ade</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> im warmen Wasser. Es komme vor, dass sie vormittags und nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">mittags einen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Spaziergang </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">von</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> 10 bis 15 Minuten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Dauer unternehme</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">jedoch nicht täglich. Sie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> sei fast immer zuhause, habe keine Lust</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">, etwas zu machen.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Nachtessen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">werde </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gegen 18.00 Uhr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> eingenommen. T</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">eils koche sie, teils koche ihr Mann </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dann </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">fertig oder koche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sogar das ganze Nachtessen. Sie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> habe oft keine Kraft, früher </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">habe sie viel Energie gehabt. Jetzt sei sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">eine alte Frau, 90-jährig oder mehr,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> dies sei für sie so schwierig. A</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">bends </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">schaue sie allenfalls TV oder lese. Zu Bett gehe sie meistens </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">zwischen 21.00 und 22.00 Uhr, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sie habe jedoch Mühe einzuschlafen und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> stehe nachts wegen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Schmerzen teils wiederholt auf, null bis drei Mal. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Sie h</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">abe keine Hobbies, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ausser dem Lesen von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Romane</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> und Bücher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> vor allem auch über ihre Krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">heit und diejenige ihres Sohnes. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Sie w</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ürde gerne noch arbeiten, gerne mit Kolleginnen Kaffee trinken, wie früher, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">vermisse dies. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Kürzere Strecken fahre sie noch mit dem Auto. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Haushaltarbei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">mache sie soweit möglich selber, sie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> habe aber teils kaum Kraft, müsse sich dann immer wieder hinlegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">. I</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">hr Mann und auch die Tochter würden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">bei sämtli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">chen Arbeiten mithelfen. S</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">eit die Tochter arbeite, mache diese etwas weniger, ihr Mann aber umso mehr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> (Urk. 10/69/11)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Der begutachtende Psychiater erhob den folgenden Befund: Die Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">rerin sei e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">indeutig depressiv gestimmt, mit reduziertem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Vitalgefühl und aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">drucksarmem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Gesicht. Über weite Strecken </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">habe sie versucht, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">in ordentlichem Deutsch direkt zu antworten. Vereinzelt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">durch die Dolmetscherin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">stützt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> worden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">habe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">eine gute Introspektionsfähigkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> gezeigt und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">hre Befindlichkeit differenziert beschreiben </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">können. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Form und Inhalt des ganzen Denkens </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">hätten einen mindestens durchschnittl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ichen Bildungsstand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> verraten.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">habe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sich Gedanken zur ganzen familiären Belastung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> gemacht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">, zur Wahrschein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">lichkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">, selbst an einer Schizophrenie zu erkranken. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">fä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">nden sich weder Stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">rungen des Bew</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">usstseins noch der Orientierung.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Die von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">der Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">angegebene Verwirrung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">habe sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">während des Gesprächs nicht objektivieren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> las</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sen.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Aufmerksamkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">s-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> und Gedächtnisstö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">run</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">hätten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sich nicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> finden lassen. Das Denken sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> gehemmt, verlangsamt, eingeengt auf ihre Defizite und auf ihre Schmerzproblematik. Sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">habe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Befürchtungen in Bezug auf ihre Zukunftsgestal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">tung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> geäussert.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Zw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">angshandlungen im engeren Sinne, Sinnestäuschungen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Wahnphänomene</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> oder Ich-Störungen hätten sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">nicht feststellen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> lassen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Bereich der Affekte fä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">nden sich ausgepräg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">te Defizite. Es bestehe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Gefühl der Gefühllosigkeit. Die Beschwerdeführerin sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ausgesproche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">n affektarm, das Vital</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gefühl sei reduziert, sie zeig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">e eine ausgeprägte in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">nere Anspannung. Der Antrieb sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> ebenso wie die Psychomotorik deutlich reduziert. Zirkadiane Besonderheite</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">n würden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> sich nicht eruieren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> lassen. Es bestünden ein sozialer Rückzug sowie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> ein Vermeidungsverhalten in Bezug auf Menschenansammlungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Suizidgedanken </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">seien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> im Moment des Gesprächs nicht vorhanden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> gewesen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">, stell</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">en sich aber regelmässig ein. D</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ie ausgeprägte Schlafstörung sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> bereits beschrieben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> worden (Urk. 10/69/34)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">In seiner Beurteilung hielt der begutachtende Psychiater im Wesentlichen fest, die Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">entstamm</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> einer mit psychiatrischen Leiden offenbar doch erheblich belasteten Familie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Nachdem ihr eigener Sohn schizophren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gewor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">den sei, sei ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">weiterer, grosser Stressfaktor </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">hinzugetreten. Eindrücklich habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sodann </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">geschildert, dass sie selbst befürchte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> ebenfalls noch schizophren zu wer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">den.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Trotz </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> ungünstigen Konstellation </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">in der Kindheit/Jugend habe die Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">eine eindrückliche Berufslaufbahn beginnen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> können. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Sie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> eine Ausbildung ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">geschlossen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">zur Vorgesetzten befördert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> worden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">, was sicher nur </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">mit guten Leistungen möglich gewesen sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">In der Schweiz sei die Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">intellektuell eher unterfordert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> gewesen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">, was sehr oft ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> zusätzlicher Stressor darstelle. Der Gutachter Dr. B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">vor rund </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">1 1/2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Jahren noch von einer 50%</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">igen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Arbeitsunfähigkeit aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gegangen und die Problematik habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> sich zwischenzeitlich weiter chronif</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">iziert und verfestigt, somit sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> der Zustand heute sicher nicht besser als damals. Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">steh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> ohne Motivation und Ant</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">rieb den Alltag durch, sie erlebe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> keine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> banalen Freuden mehr, sie kenne ihre Pflichten und versuche,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> diese noch soweit wie mögl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ich zu erfüllen. Die Aufgabe habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> sich durch den Wegzug der Nachkommen reduziert. D</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ie All</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">tagsbelastung sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> aber immer noch so, das</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> ei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">n Wohnungswechsel vollzogen werde,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> um das Treppensteigen zu vermeiden.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Das genaue Ausmass der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">unfähigkeit festzulegen sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> gerade bei depressiven Versicherten eine Ermessens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">frage. Unter Berücksichtigung aller aufgeführten Aspekte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">aber von einer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> 75%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (Urk. 10/69/36 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Gutachter gelangten zum Schluss, die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Produk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">tionsmitarbeiterin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">in der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Herzkatheter-Produktion –</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> wie au</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ch jede andere körper</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">lich leich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">tere bis m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ittelschwere manuelle Tätigkeit – sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Beschwerdeführerin lediglich noch zu 25 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">% der Norm zumutbar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">. Limitierend würden sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">diesbezüg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">lich die chronifizierten psychischen Störungen mit insbesondere erheblich aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">geprägter Beeinträchtigung der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Widerstands- und Durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">haltefähigkeit, der Kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">versation und Kontaktfähigkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> zu Dritten sowie der Gruppenfä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">higkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> erweisen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Z</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">usätzlich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">bestehe gemäss dem psychiatrischen Teilgutachten eine mä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ssig ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">prägte Beeinträchtigung diverser weiterer Fähigkeiten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">. Eine nachhaltige Besse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">rung des psychischen Zustandsbildes sei sehr unwahrscheinlich (Urk. 10/69/17 f.). Die somatischen Befunde seien bezüglich einer allfälligen Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Produktions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">mitarbeiterin als nicht relevant einzustufen (Urk. 10/69/16). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der begutachtende Psychiater, welcher um eine Begründung der von ihm ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nommenen 50%igen Arbeitsunfähigkeit durch den Gutachter Dr. B.___ sowie um eine retrospektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gebeten wurde, gab am 3. Januar 2017 folgende Auskunft: Dr. B.___ habe im Februar 2015 bloss eine teilweise Arbeitsunfähigkeit attestiert und habe sich nicht auf eine Zahlenangabe festgelegt. Im Rahmen der aktuellen Begutachtung habe er (der begutachtende Psychiater) aus den Ausführungen von Dr. B.___ auf eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % geschlossen. Mit einem leicht wellenförmigen Verlauf habe sich die Arbeitsunfähigkeit dann schleichend verstärkt. Dazu beigetragen habe die Chro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nifizierung, die schleichend stärkere Ausprägung der Krankheitszeichen, die Resignation über den Zeitraum von zwei Jahren. Die Beschwerdeführerin ermüde rasch, die Schmerzen seien ausgeprägter, das Durchhaltevermögen sei einge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkter, die Sozialkompetenz habe abgenommen und die Ressourcen zur Bewältigung der Defizite hätten sich ebenfalls vermindert. In diesem Sinne gehe er von einer Reduktion der verbleibenden Restarbeitsfähigkeit von 50 % auf 25 % aus (Urk. 10/71).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">polydisziplinäre MEDAS-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gutachten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 2. Dezember 2016 basiert auf fach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärztli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Untersuchungen, wurde in Kenntnis der und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auseinandersetzung mit den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sowie insbesondere auch unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden erstatte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t. Die Gutachter haben die medi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt und ihre </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diesbezüglichen Schlussfolge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen nachvoll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziehbar begründet. Das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">MEDAS-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gutachten erfüllt demnach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">alle rechtspre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chungsgemässen Kriterien für eine beweis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">taugliche medizinische Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dungsgrundlage, weshalb ihm grundsätzlich vol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ler Beweiswert zukommt (vgl. E. 1.3.1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ausgewiesen und unbestritten ist, dass aus somatischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründet werden kann. Aus psychiatrischen Gründen wird der Beschwerdeführerin von den Gutachtern allerdings eine hoch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gradige Arbeitsunfähigkeit von 75 % attestiert. Diese </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">medizinische Ei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nschätzung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Arbeitsfähigkeit vermag nicht zu überzeugen (vgl. E. 1.1.4), was nachfolgend aufzuzeigen ist. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass die Gutachter die Diagnosekriterien zutref</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fend gemäss dem gebräuchlichen Klassifikationssystem ICD-10 beurteilt haben. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Diagnosen entsprechen den erhobenen Befunden, weshalb sich diesbezügli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Weiterungen erübrigen. Die MEDAS-Gutachter haben es jedoch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versäum</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psychosoziale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n Umstände aus ihrer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beurteilung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Arbeitsfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auszuklam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mern.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Not</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung von</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Krankheitswert vorhanden sein (E. 1.1.3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Anlässlich der Eingliederungsberatung vom 5. Dezember 2014 hatte die Beschwerdeführerin angegeben, ihre Beschwerden hätten seit Eintritt der Krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">heit ihres Sohnes stark zugenommen (Urk. 10/17/1). Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt in seinem Privatgutach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ten vom 9. Februar 2015 (Urk. 10/25) sodann fest, auffällig sei, dass die Schmer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">zen (Fibromyalgie) bei der Beschwerdeführerin dann besonders gross würden, wenn sie an ihren Sohn denke, der vor vier Jahren psychisch schwer erkrankt sei (Urk. 10/25/2). Dr. B.___ stellte die Diagnose mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) und gelangte zum Schluss, im Sinne einer Entlastung und einer damit einhergehenden Symptomverringerung sei eine teilweise Arbeitsunfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">keitsrente, zumindest für einige Jahre, zu empfehlen. Eine ganze Invalidenrente wolle die Beschwerdeführerin selber nicht, weil sie die soziale Einbettung und Wahrnehmung ihrer eigenen Leistungsfähigkeit wünsche (Urk. 10/25/3 f.). Auch gemäss Bericht der C.___ vom 16. März 2016 hatte die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">führerin angegeben, es gehe ihr </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">seit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> 3 ½ Jahren psychisch schlecht. Auslöser sei die Krankheit ihres Sohnes gewesen, bei dem vor fünf Jahren eine bipolare Stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">rung diagnostiziert worden sei. Sie sorge sich sehr um ihren Sohn und habe Angst, dass es ihm nicht wieder besser gehen werde (Urk. 10/48/1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Wenn die MEDAS-Gutachter angesichts dieser dominierenden Sorge um den Sohn zum Schluss gelangten, die allfälligen Auswirkungen eines Wegfalls der psychosozialen Belastungsfaktoren seien nur von akademischem Interesse – diese Faktoren seien unverrückbare Teile der Realität, gehörten zum ganzen Lebensplan der Beschwerdeführerin, weshalb Spekulationen zur Entwicklung ohne diese Fak</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">toren keinen Sinn ergäben (Urk. 10/69/19) –, verkennen sie die juristische Bedeu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">tung dieser Hypothese (E. 1.1.3). Immerhin erkannte auch der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">begutachtende Psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">chiater </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">in seinem Teilgutachten vom 13. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">September 2016, dass emotionale Kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">flikte und psychosoziale Belastungsfaktoren i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">n eindrücklichem Umfang vorlägen (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">10/69/36). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Es ist daher unerlässlich, die psychosozialen Belastungsfaktoren, welche die Beschwerdeführerin selbst als Auslöser ihrer Einschränkungen bezeichnet hatte, bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auszuscheiden, insbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sondere auch angesichts des beruflichen Werdegangs der Beschwerdeführerin, welche gemäss eigenen Angaben früher stets zu 100 % arbeitstätig gewesen war (Urk. 10/69/12 und Urk. 10/69/32). Trotz angegebener wiederholter psychischer Instabilitäten kam es früher nie zu einer längerfristigen Arbeitsunfähigkeit. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Als Zwischenfazit ist somit festzuhalten, dass bei der Beschwerdeführerin psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">chosoziale Belastungsfaktoren im Vordergrund stehen und deshalb nicht auf die – diese Faktoren nicht ausklammernde – Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im MEDAS-Gutachten abgestellt werden kann. Hinzu kommt, dass der begutach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">tende Psychiater bei seiner Beurteilung der Arbeitsfähigkeit eine spekulative Annahme traf. Er ging davon aus, Dr. B.___ sei in seinem Privatgutachten vom 9. Februar 2015 (Urk. 10/25) von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Dies trifft aber nicht zu (vgl. E. 4.2); Dr. B.___ quantifizierte die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht (Urk. 10/25). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit verbleibt dem Gericht die Prüfung der Stan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dardindikatoren gemäss der aktuellen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bundesgerichtlichen Rechtsprechung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund der im MEDAS-Gu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tachten gestellten Diagnosen ist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ein strukturiertes Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisverfahren durchzuführen (BGE 141 V 281 sowie BGE 143 V 409 und BGE 143 V 418). Da das</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gutachten eine schlüssige Beurteilung im Lichte der nunmehr m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">assgeblichen Indikatoren erlaubt,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> kann </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es vorliegend als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Grundlage </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">für die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenprüfung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dienen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 1.3.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter der Kategorie «funktioneller Schweregrad» ist als Erstes darauf hinzuwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen, dass aus rheumatologischer Sicht keine relevanten somatischen Befunde am Bewegungsapparat objektiviert werden konnten (Urk. 10/69/27) und dass anam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nestisch eine persistierend hohe Schmerzintensität (visuelle analoge Schmerzskala)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufgefallen ist, dies trotz regelmässiger Einnahme von Ibuprofen in ausreichender Dosis, trotz ausserhäuslicher beruflicher Dispensierung und trotz erheblicher Beanspruchung von Fremdhilfe (Ehemann, Tochter) im eigenen Haus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halt (Urk. 10/69/26). Der begutachtende Rheumatologe hielt denn auch fest, der Verdacht der Beschwerdeführerin, es könnte eine mögliche familiäre Disposition zu Fibromyalgie vorliegen, verstärke die hypochondrische Tendenz (Urk. 10/69/26). Eine Hypochondrie wirft aber die Frage nach dem Vorliegen von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verdeutlichungstendenzen auf, sowohl aus somatischer als auch aus psychiatri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Sicht. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) hielt in seiner Beurteilung vom 16. März 2017 unter anderem fest, es sei im psychiatrischen Befund nicht beschrieben wor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">den, ob die Beschwerdeführerin Anzeichen von Schmerzen gezeigt habe (Urk. 10/81/8), was zutrifft (Urk. 10/69/34) und den Schluss zulässt, dass solche Anzeichen vom begutachtenden Psychiater nicht beobachtet und deshalb nicht festgestellt werden konnten. Dies stellt einen klaren Hinweis auf Verdeutli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">chungstendenzen dar. Die Beschwerdeführerin gab gegenüber dem begutachten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">den Internisten sodann an, am schlimmsten sei, dass sie fast nicht schlafe, dass sie sich schlecht konzentrieren könne – sie vergesse Namen –, dass ihr Kopf blo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ckiert sei und sie manchmal Schmerzen im Kopf habe, Schmerzen im rechten Arm und Bein sowie im Bereich beider Füsse (Urk. 10/69/13). Auch gegenüber dem begutachtenden Psychiater gab die Beschwerdeführerin an, unter chronischen Schlafstörungen zu leiden, welche trotz der Medikamenteneinnahme kaum bes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">serten (Urk. 10/69/33). Zum Tagesablauf befragt gab die Beschwerdeführerin aber an, sie gehe zwischen 21.00 und 22.00 Uhr zu Bett, habe Mühe einzuschlafen und stehe nachts wegen Schmerzen teils wiederholt auf, null bis drei Mal (Urk. 10/69/11). Dies deutet nicht auf ausgeprägte regelmässige Schlafstörungen hin, zumal die Beschwerdeführerin offensichtlich teilweise auch durchschlafen kann und der Serumspiegel des Medikaments </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Trittico</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> mit dem Wirkstoff </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Trado</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">zon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">, welches die Beschwerdeführerin als Schlafmittel einnimmt (Urk. 10/17/3), deutlich unter dem therapeutischen Bereich liegt (Urk. 10/69/22 und Urk. 10/69/35). Den Schilderungen der Beschwerdeführerin zu ihrem Tagesablauf lässt sich zudem nicht entnehmen, dass sie tagsüber Schlafpausen einlegt (Urk. 10/69/11), was bei massiven nächtlichen Schlafstörungen durchaus eine Möglichkeit zur Erholung darstellen würde. Aufmerksamkeits- und Gedächtnis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">störungen konnte der begutachtende Psychiater keine feststellen (Urk. 10/69/34), obwohl die Beschwerdeführerin über eine schlechte Konzentration geklagt hatte. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Nach dem Gesagten ist eine Verdeutlichungstendenz erkennbar, welche das Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">mass einer Aggravation zwar nicht erreicht und auch die korrekte Diagnosestel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">lung der MEDAS-Gutachter nicht in Zweifel zu ziehen vermag. Allerdings stellt die Verdeutlichungstendenz den von der Beschwerdeführerin angegebenen Schweregrad der funktionellen Auswirkungen ihrer Beschwerden in Frage. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Eine erhebliche Ausprägung der Beeinträchtigungen ergibt sich denn auch aus der Auswertung des Mini-ICF-Fragebogens (Urk. 10/69/39 f.) nicht. Es wurde darin angegeben, bei vier Fähigkeiten bestehe eine leicht ausgeprägte, bei sechs </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Fähigkeiten eine mässig ausgeprägte und bei drei Fähigkeiten eine erheblich aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">geprägte Beeinträchtigung. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Umstand, dass der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Serumspiegel des Wirkstoff</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Tradozon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deutlich unter dem therap</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eutischen Bereich lag (Urk. 10/69/22 und Urk. 10/69/35), ist unter dem Aspekt der «Konsistenz» ebenfalls Bedeutung zuzumessen. Da die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin die erforderliche medikamentöse Therapie nicht in ausreichendem Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mass in Anspruch nimmt, ist von keinem sehr ausgeprägten Leidensdruck auszu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehen. Ein Leidensdruck kann aber auch nicht gänzlich in Abrede gestellt werden, begibt sich die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">doch regelmässig in therapeutische Behand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung, zweimal monatlich bei Dr. A.___ für Gespräche auf Portugiesisch und alle zwei Wochen für jeweils eine Stunde bei Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 10/69/13).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Ein Verbesserungspotential lässt sich aufgrund des Berichts der C.___ vom 16. März 2016 nicht ausschliessen: Die Beschwerdeführerin habe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sehr motiviert am Therapieprogramm teil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">genommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> und sich in den psychotherapeu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">tischen Gesprächen offen und den inhaltlichen Themen stets zugewandt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gezeigt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">. Trotz der Sprachbarriere </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> grosses Interesse bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">beo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">bachtet werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> können</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">, die vermittelten Inhalte zu verstehen und bei sprachli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">chen Verständnisschwierigkeiten jederzeit nachzufragen. Die Erkrank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ung des Sohnes an Schizophrenie habe bei der Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">zu einer chronischen depressiven Symptomatik</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> geführt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Auf die verschiedenen Übungen für die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">zuhause verbrachten Wochenenden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">habe sich die Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gut einlas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">können. Aufgrund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> der beschriebenen Symptomatik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">seien </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">die Gespräche zunächst auf die Wahrnehmung von belastungsrelevanten Faktoren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> fokussiert worden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">. Hinsichtlich des Krankheitskonzepts </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">habe die Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">erken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">nen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> können</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">, wie sehr auch Belastungsfaktoren der Vergangenheit (psychische Erkrankung des Vaters während der Kindheit, schwierige Beziehung zu einigen Geschwistern, Ablehnung dur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ch die Familie des Ehemannes, Mi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gration sowie die psychische Erkrankung des Sohnes) sie heute noch beschäftigten. Auch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sei deut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">lich geworden, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">wie stark perfektionistische Ansprüche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> die Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">prägten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Vor </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">diesem Hintergrund </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">habe sich gezeigt, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dass sich die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">rerin häufig überfordert habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">frustriert gewesen sei, wenn </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ihren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Ansprü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">chen nicht mehr </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">genügen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">vermocht habe, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">was</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> hohe Anspannung in ihr erzeugt habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">. Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Beschwerdeführerin habe auch gemerkt, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dass dies wiederum die kör</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">perlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">en Beschwerden verstärken könne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">. Insofern </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sei es gelungen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">das Krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">heitskonzept der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">hinsichtlich zentraler psychosomatischer Einflussfaktoren zu ergänzen.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Die Beschwerdeführerin habe gut auf aktive Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">spannungstherapien angesprochen, weshalb ihr empfohlen worden sei, diese selb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ständig auch zu Hause </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">zu vertiefen. Erfreulich sei für die Beschwerdeführerin die Erkenntnis gewesen, dass sie hier gelernt habe, was Entspannung sei und dass sie dies weiterhin zuhause nutzen wolle. Die Distanzgewinnung von zu Hause, die erfrischenden sozialen Kontakte sowie die abwechselnde und aktivierende Tages</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">struktur hätten der Beschwerdeführerin gutgetan, um ein besseres Krankheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">verständnis zu gewinnen und alternative Strategien im Umgang mit ihrer Erkran</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">kung aufbauen zu können. Der Umgang mit psychischen Erkrankungen, gerade in Bezug auf ihren Sohn, sowie der Aufbau der eigenen Selbstfürsorge seien nach wie vor wichtige Themen und sollten weiterhin in der ambulanten Therapie berücksichtigt werden (Urk. 10/48/3 f.). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Im</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Bericht der C.___ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">wurde </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">der Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">keine über die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Dauer des Aufenthaltes </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">(27. Januar bis 23. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Februar 2016</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">hinausgehende Arbeitsunfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">attes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">tiert (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">10/48</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">/4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Der Verlauf während des Klinikaufenthalts in der C.___ macht deutlich, dass nicht von einer Behandlungsresistenz ausgegangen werden kann. Daran ändert nichts, dass Dr. D.___, welcher die Beschwerdeführerin nach dem Klinikau</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">fenthalt in der C.___, konkret ab dem 15. April 2016, behandelte (Urk. 10/51/7), in seinem Bericht vom 2. Juni 2016 (Urk. 10/55) bloss von sehr geringen Verbesserungen berichten konnte, zumal unklar ist, ob die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">führerin die Umstellung der medikamentösen Behandlung in der Folge seriös umsetzte; wie gesagt, lag der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Serumspiegel des Wirkstoffs </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Tradozon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">im Begut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">achtungszeitpunkt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">deutlich unter dem therapeutischen Bereich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Aus den genannten Gründen ist eine Therapieresistenz nicht ausgewiesen. Aller</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">dings liegt mittlerweile eine Chronifizierung der psychischen Leiden vor, was die Erfolgsaussichten der Therapien erschweren dürfte. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es liegt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine Wechselwirkung zwischen der somatoformen Schmerzstörung und der depressiven Symptomatik </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vor (im Sinne einer Komorbidität)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">was </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">insge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">samt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ressourcenhemmend auswirkt. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführerin verbleiben aber den</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">noch einige Ressourcen. Sie verrichtet vormittags Haushaltsarbeiten (Betten, Geschirr ausräumen et </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cetera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), verpflegt sich über Mittag selbständig, nimmt nachmittags teils Arzttermine wahr, geht einmal wöchentlich ins Hallenbad, wo sie in warmem Wasser badet, unternimmt vormittags und nachmittags manchmal Spaziergänge von 10 bis 15 Minuten Dauer, kocht teilweise das Abendessen, schaut abends fern, liest Romane und Bücher, vor allem über ihre Krankheit und diejenige des Sohnes, fährt kürzere Strecken mit dem Auto (Urk. 10/69/11) und verreist in die Ferien (Urk. 10/61). Der begutachtende Psychiater hielt zudem fest, die Alltagsbelastung der Beschwerdeführerin sei immer noch so, dass ein Woh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nungswechsel vollzogen werde, um das Treppensteigen zu vermeiden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 10/69/36). Das Aktivitätsniveau der Beschwerdeführerin mag zwar reduziert sein, aber bei Weitem nicht im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit von 75 %. Weshalb das Lesen von Fachliteratur nicht als Ressource soll gewertet werden können (Urk. 1 S. 18), erschliesst sich nicht. Ob das Lesen der Entspannung oder der fachlichen Information über die eigene und die Erkrankung des Sohnes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dient, ist unerheblich; die Literatur von Fachbüchern, welche inhalt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich in der Regel anspruchsvoller sind als Romane, setzt eine erhebliche Konzent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rationsfähigkeit voraus. Auch die übrigen aufgezählten Tätigkeiten dürfen – ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen einzelner Vorbringen der Beschwerdeführerin – bei der Ressourcenprüfung berücksichtigt werden. Weiterungen erübrigen sich daher. Anzufügen bleibt, dass das Argument, es hätte ein Mahn- und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bedenkzeitverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> durchgeführt werden müssen (vgl. Urk. 1 S. 15) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von Vornherein nicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sticht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, weil die fehlende Inan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchnahme der verfügb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aren Therapiemöglichkeiten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Rahmen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der gesamtheit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Indikatorenprüfung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheidend in Anschlag gebracht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> werden darf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urteil des Bundesgerichts 9C_45/2017 vom 7. Februar 2018 E. 3.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damit kann eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in rentenbegründendem Ausmass nicht mit dem erforderlichen Beweismass der überwiegenden Wahr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheinlichkeit nachgewiesen werden. Dazu müsste die Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit zu mindestens 40 % eingeschränkt sein, was sich nicht begründen lässt, zumal es sich bei der bisherigen Tätigkeit um eine optimal angepasste Tätigkeit handelte. Die Beschwerdeführerin gab anlässlich der Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gliederungsberatung vom 5. Dezember 2014 an, die Arbeitszeiten seien für sie zu lang. Manchmal habe sie bereits nach kurzer Zeit solche Schmerzen, dass sie kaum mehr weiterarbeiten könne. Auf die Frage, was am Arbeitsplatz denn geändert werden müsse, damit sie besser arbeiten könne, gab die Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin zur Auskunft, Änderungen seien eigentlich nicht nötig. Aber sie könne ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fach nicht mehr im Schichtbetrieb arbeiten und so früh zur Arbeit fahren. Danach gefragt, ob es denn etwas beitragen würde, wenn sie nur noch späte Schichten hätte, antwortete die Beschwerdeführerin, dass sie dies nicht möchte, da sie dann ihre Tochter abends nicht mehr sähe. Die Eingliederungsberaterin hielt daraufhin fest, dass nicht nachvollziehbar dargelegt werden könne, welche Beschwerden eine Schichtarbeit verhinderten. Bei der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle wollte die Beschwerdeführerin auch nicht unterstützt werden, da ihr die Tätigkeit beim aktuellen Arbeitgeber gefalle und man keine bessere Tätigkeit für sie finden könne (Urk. 10/17/3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 700.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. 700</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Stephanie C. Elms</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><span id="_GoBack"></span>HurstMuraro</p><p></p></div> </div></body></html>