<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2014.01345</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichterin Philipp</p><p>Sozialversicherungsrichter Vogel</p><p>Gerichtsschreiberin Geiger</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil </span><span class="Standard berschrift2">vom </span><span class="Standard berschrift2">16. Juni 2016</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Dufourstrasse</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> 140, 8008 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wurde 1983 mit einer Fehlbildung des Rückenmarks bei Spina </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bifida</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lumbosacrale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Myelomeningocele</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit offener Neuralplatte) geboren und leidet an einer kompletten spastischen Paraplegie sowie einer neurogenen Bla</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen- und Darmfunktionsstörung. Die medizinischen Massnahmen zur Behand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung der damit in Zusammenhang stehenden Geburtsgebrechen wurden von der Invalidenversicherung übernommen, ebenso die behinderungsbedingten Mehr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kosten der beruflichen Ausbildung. Die Invalidenversicherung gab ausserdem Hilfsmittel ab und richtete bis zur Volljährigkeit Pflegebeiträge aus.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ab 1. Oktober 2001 wurde der Versicherten eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilflosenentschädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wegen Hilflosigkeit leichten Grades ausgerichtet (Urk. 7/107, 7/124). Im Zusammen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hang mit dem Inkrafttreten der 4. IV-Revision, mit welcher die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilflosen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">entschädigungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> für Personen, welche sich nicht in einem Heim aufhalten, ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">doppelt wurden, erklärte die Versicherte am 3. Januar 2004, sie halte sich zu Hause und nicht in einem Behindertenheim auf (Urk. 7/133, 7/136). Das im August 2007 eröffnete amtliche Revisionsverfahren ergab, dass sich die tat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sächlichen Verhältnisse nicht in anspruchsbeeinflussender Weise geändert hat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten, weshalb der Versicherten am 22. Januar 2008 mitgeteilt wurde, sie habe weiterhin Anspruch auf die bisherige Entschädigung wegen leichter Hilflosigkeit (Urk. 7/150).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Dezember 2013 wurde ein weiteres amtliches Revisionsverfahren eröffnet. Die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> diesem Zusammenhang getätigten Nachforschungen ergaben, dass die Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte seit 1. Oktober 2012 als Doktorandin am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> College in London ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">getragen war und dort im September 2013 auch geheiratet hatte (Urk. 7/196). Daraus schloss die IV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Stelle, dass sich die Versicherte nicht mehr in der Schweiz aufhalte, und sistierte die Ausrichtung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilflosenentschädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit soforti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ger Wirkung im Sinne einer vorsorglichen Massnahme mit Verfügung vom 17. Dezember 2013; einer allfälligen dagegen gerichteten Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (Urk. 7/197 S. 7-9). Mit Eingabe vom 31. Dezember 2013 (am 3. Januar 2014 bei der Poststelle aufgegeben) erklärte die Versicherte, sie habe nach wie vor Wohnsitz in der Schweiz, und ersuchte die Verwaltung um Aufhebung der Sistierung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilflosenentschädi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 7/197 S. 1-6). Die mit Schreiben vom 20. Februar 2014 (Urk. 7/201) zusätzlich verlangten Angaben und Unterlagen reichte die Versicherte mit Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gabe vom 20. März 2014 ein (Urk. 7/205). Mit Vorbescheid vom 2. Juli 2014 stellte die IV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Stelle der Versicherten in Aussicht, dass die Ausrichtung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">losenentschädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> rückwirkend per 30. September 2012 eingestellt werde, da </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sie sich seit Oktober 2012 nicht mehr in der Schweiz aufhalte; die von 1. Oktober 2012 bis 31. Dezember 2013 zu Unrecht bezogenen Leistungen seien ausserdem zurückzuerstatten, da eine Meldepflichtverletzung vorliege (Urk. 7/206). Am 14. Juli 2014 erhob der in der Zwischenzeit mandatierte Rechtsvertreter der Versicherten, Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler, gegen die in Aussicht gestellte Einstellung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilflosenentschädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Einwand (Urk. 7/207) und begründete diesen mit ergänzender Eingabe vom 12. September 2014 (Urk. 7/212). Mit Verfügung vom 20. November 2014 stellte die IV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Stelle die Ausrichtung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilflosenentschädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> rückwirkend per 30. September 2012 ein, da die Versicherte mit Aufnahme ihres Studiums in London Anfang Okto</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2012 ihren Wohnsitz in der Schweiz aufgegeben habe. Weiter wurde im Verfügungs-Dispositiv festgehalten, dass für die Zeit von 1. Oktober 2012 bis 31. Dezember 2013 eine Meldepflichtverletzung vorliege, weshalb die in dieser Zeit zu Unrecht bezogenen Leistungen zurückzuerstatten seien; darüber werde die Versicherte eine separate Verfügung erhalten. Einer allfälligen Beschwerde gegen die Verfügung wurde schliesslich die aufschiebende Wirkung entzogen (Urk. 2 [= 7/214]).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen die Verfügung vom 20. November 2014 erhob die Versicherte mit Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gabe vom 29. Dezember 2014 Beschwerde und stellte folgende Anträge (Urk. 1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">"1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verfügung der SVA vom 20. November 2014 sei aufzuheben.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführerin sei auch ab 1. Oktober 2012 eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilflosenent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auszurichten.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eventualiter sei der Beschwerdeführerin wenigstens ab 1.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">September 2013 wieder eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilflosenentschädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auszurichten.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Subeventualiter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sei wenigstens auf die Rückforderung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilflosenent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> für die Zeit vom 1. Oktober 2012 bis zum 31. Dezember 2013 zu verzichten.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die aufschiebende Wirkung der vorliegenden Beschwerde sei insoweit wieder herzustellen, als sich die Beschwerde gegen die Feststellung einer Meldepflichtverletzung und die Rückforderung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilflosenent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> für die Zeit vom 1. Oktober 2012 bis zum 31. Dezember 2013 richtet.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführerin sei eine Parteientschädigung zuzusprechen."</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Beschwerdeantwort vom 22. Januar 2015 beantragt die IV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Stelle Abwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sung der Beschwerde (Urk. 6). Das Doppel der Beschwerdeantwort wurde der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin mit Begleitschreiben vom 26. Januar 2015 zugestellt (Urk. 8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz, die hilflos im Sinne von Art. 9 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind, Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilflosenentschä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">digung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt in der Schweiz müssen als Anspruchsvoraussetzungen kumulativ gegeben sein (Meyer/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Reichmuth</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 1b N 2; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Kieser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 13 N 22).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Wohnsitz einer Person bestimmt sich gemäss Art. 13 Abs. 1 ATSG nach den Artikeln 23-26 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB). Er befindet sich an dem Ort, wo sie sich mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält; der Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">enthalt zum Zweck der Ausbildung oder Unterbringung einer Person in einer Erziehungs- oder Pflegeeinrichtung, einem Spital oder einer Strafanstalt be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gründet für sich allein keinen Wohnsitz (Art. 23 Abs. 1 ZGB in der ab 1. Januar 2013 gültigen Fassung; Art. 23 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">i.V.m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Art. 26 ZGB in der bis 31. Dezember 2012 gültig gewesenen Fassung).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat eine Person an dem Ort, an dem sie wäh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rend längerer Zeit lebt, selbst wenn diese Zeit zum Vornherein befristet ist (Art. 13 Abs. 2 ATSG). Nach der Rechtsprechung ist für den "gewöhnlichen" Aufenthalt der tatsächliche Aufenthalt in der Schweiz und der Wille, diesen Aufenthalt aufrechtzuerhalten, massgebend; zusätzlich dazu muss sich der Schwerpunkt aller Beziehungen in der Schweiz befinden (BGE 119 V 98 E. 6c, 119 V 111 E. 7b, 112 V 164 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_729/2014 vom 16. April 2015 E. 3). Die in objektivem Sinne zu verstehende Voraussetzung des tatsächlichen Aufenthalts wird in der Regel nach der Ausreise ins Ausland nicht mehr erfüllt. Bei vorübergehendem Aufenthalt ohne Absicht, die Schweiz für immer zu verlassen, lässt das Aufenthaltsprinzip jedoch die beiden Ausnahmen des voraussichtlich kurzfristigen und des voraussichtlich längerfristigen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">landaufenthaltes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu. Ein in diesem Sinne kurzfristiger Auslandaufenthalt ist ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geben, wenn und soweit sich dieser im Rahmen des allgemein Üblichen bewegt, aus triftigen Gründen, beispielsweise zu Besuchs-, Ferien-, Geschäfts-, Kur- oder Ausbildungszwecken, erfolgt und ein Jahr nicht übersteigt, wobei diese </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Maxi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">maldauer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nur bei Vorliegen eines wirklich triftigen Grundes voll ausgeschöpft werden darf. Der Ausnahmegrund des längerfristigen Auslandaufenthalts ist ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geben, wenn ein grundsätzlich als kurzfristig beabsichtigter Auslandaufenthalt wegen zwingender unvorhergesehener Umstände wie Erkrankung oder Unfall über ein Jahr hinaus verlängert werden muss oder wenn von vornherein zwin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gende Gründe wie Fürsorgemassnahmen, Ausbildung oder Krankheitsbehand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung einen voraussichtlich überjährigen Aufenthalt erfordern (BGE 111 V 180 E. 4; Urteile des Bundesgerichts 9C_729/2014 vom 16. April 2015 E. 3 und P 25/06 vom 23. August 2007 E. 4.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 88</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) erfolgt die Herabsetzung oder Aufhebung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilflosenentschädigungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> frühe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Mo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nats an (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. a); sie erfolgt rückwirkend ab Eintritt der für den Anspruch erhebli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen Änderung, wenn der Bezüger die Leistung zu Unrecht erwirkt hat oder der ihm nach Artikel 77 (der IVV) zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. b).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 31 Abs. 1 ATSG ist jede wesentliche Änderung in den für eine Lei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stung massgebenden Verhältnissen von den Bezügerinnen und Bezügern dem Versicherungsträger oder dem jeweils zuständigen Durchführungsorgan zu mel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 77 IVV hat der Berechtigte jede für den Leistungsanspruch wesent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liche Änderung, namentlich eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit, des Zustands der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwands oder Hilfebedarfs, des für den Ansatz der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilflosenent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und des Assistenzbeitrages massgebenden Aufenthaltsortes sowie der persönlichen und gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse unver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">züglich der IV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Stelle anzuzeigen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die IV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Stelle erwog in der angefochtenen Verfügung, aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin sei davon auszugehen, dass sich der Schwerpunkt aller Lebensbeziehungen seit Oktober 2012 nicht mehr in der Schweiz befinde. Die Beschwerdeführerin habe sich per Oktober 2012 bei der Gemeindeverwaltung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">abgemeldet und habe in der Folge in London geheiratet, wobei in der Heirats</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">urkunde als Wohnadresse diejenige des Ehegatten in London genannt worden sei. Das dreijährige Vollzeitstudium beinhalte verschiedene Einsätze und Prä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">senzpflichten ausserhalb der Schweiz. Die Beschwerdeführerin habe schliesslich angegeben, erst nach Abschluss des Doktorats dauerhaft in der Schweiz bleiben zu wollen. Da die Versicherte in London studiere und anzunehmen sei, dass die Beziehung zum Ehemann im Vordergrund stehe, hielt die IV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Stelle dafür, dass sich der Lebensmittelpunkt der Beschwerdeführerin in London befinde, weshalb ein Anspruch auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilflosenentschädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht mehr ausgewiesen sei. Da es sich bei einem Auslandaufenthalt um einen meldepflichtigen Tatbestand handle, die Versicherte im Jahr 2007 auf ihre Meldepflicht hingewiesen worden sei und sie die entsprechende Meldung unterlassen habe, liege eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Meldepflichtverlet</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vor, was eine rückwirkende Leistungsaufhebung sowie eine Pflicht zur Rückerstattung der zu Unrecht ausgerichteten monatlichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Betreffnisse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zur Folge habe (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Demgegenüber bringt die Beschwerdeführerin vor, es treffe zu, dass sie seit Oktober 2012 einen Doktorandenstudiengang in Anglistik in London absolviere. Fest stehe sodann, dass sie nach wie vor in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> als Einwohnerin registriert sei. Im Oktober 2012 habe sie noch nicht genau gewusst, wie das Studium am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> College strukturiert sei und wie oft sie vor Ort präsent sein müsse. Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprechend habe sie bei der Einwohnerkontrolle ihrer Wohngemeinde eine vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">übergehende Abwesenheitsmeldung für die Zeit von Oktober 2012 bis 10. September 2013 gemacht, um kundzutun, dass sie sich nur vorübergehend zu Ausbildungszwecken im Ausland aufhalte. Da sie ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz somit nicht aufgegeben habe, sei sie da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">von ausgegangen, dass sie ihren Studienaufenthalt der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sozialversicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anstalt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht habe melden müssen. Auch nach Oktober 2012 habe sich der tat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sächliche Lebensmittelpunkt der Beschwerdeführerin in der Schweiz befunden. Nach wie vor wohne sie im Haus ihrer Mutter in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, arbeite dabei für ihr Studium und verbringe auch ihre Ferien dort. Ihre Familie und die meisten Freunde, welche sie regelmässig und oft sehe, lebten in der Schweiz. Ihr Ehe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mann, welcher </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">desöftern</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Wochenenden und den Hauptteil seiner Ferien in der Schweiz verbringe, erlerne die deutsche Sprache und beabsichtige, sobald als möglich hierher zu ziehen. Dagegen beschränkten sich die privaten Kontakte der Beschwerdeführerin in London neben der Beziehung zu ihrem Ehemann auf andere Doktoranden. Der teilweise Aufenthalt in London diene allein Studien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zwecken. Die gesetzliche Vermutung, dass ein Aufenthalt am Studienort keinen Wohnsitz begründe, habe durch die Beschwerdegegnerin nicht widerlegt werden können. Daran vermöge auch der Umstand der Eheschliessung in London und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Tatsache, dass sie während ihrer temporären Aufenthalte selbstverständlich mit dem Ehemann zusammenlebe, nichts zu ändern. Da sich die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin nicht während längerer Zeit ununterbrochen in London aufgehalten habe, sei weder ihr Wohnsitz in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> noch der gewöhnliche Aufenthalt in der Schweiz untergegangen. Es entspreche ständiger Rechtspraxis, dass der ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wöhnliche Aufenthalt in der Schweiz durch eine Ausbildung, welche wie im vorliegenden Fall eines Doktorandenstudienganges in Anglistik zwingend einen überjährigen Auslandaufenthalt erfordere, nicht in Frage gestellt werde. Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprechend habe sie nach wie vor Anspruch auf die bis anhin ausgerichtete </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilflosenentschädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Weiter wird in der Beschwerde vom 29. Dezember 2014 vorgebracht, die Beschwerdeführerin sei seit mehr als sechs Monaten schwan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ger, weshalb sie von Mitte September bis Mitte Dezember 2014 neben ihrer da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">maligen, einen Teil des Doktorandenstudiums bildenden Tätigkeit als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Lehr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">assistentin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> an zwei Tagen pro Woche am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> College knapp die Hälfte ihrer Zeit in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> verbracht habe; dies namentlich wegen Arztterminen und Geburtsvorbereitungen. Ab Mitte Dezember 2014 halte sich die Beschwerdeführe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rin ausschliesslich in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auf und verzichte auf Flüge nach London. Bis zur Geburt ihres Kindes werde sie von Spezialisten des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> betreut. Die Geburt und das Aufwachsen des Kindes werde in der Schweiz erfolgen, da die Beschwerdeführerin dabei auch auf die Hilfe ihrer hier lebenden Angehörigen und Freunde angewiesen sei. Was ihr Studium betreffe, sei sie bis September 2015 wegen der Mutterschaft beurlaubt. Auch danach werde sie hauptsächlich von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> aus arbeiten und nur gelegentlich nach London reisen. Der Studienabschluss sei nunmehr für Juli 2016 geplant. Da die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin weder ihren Wohnsitz noch ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz aufgegeben habe, könne ihr schliesslich auch keine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Meldepflicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verletzung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vorgeworfen werden (Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin ist seit Oktober 2012 an einer in London domizilierten Hochschule als Doktorandin eingeschrieben und absolviert als Research Student einen mehrjährigen Studiengang in englischer Sprache und Literatur. Der damit zwingend verbundene Aufenthalt im Ausland erfolgt zu Ausbildungszwecken, weshalb grundsätzlich weder ein Wohnsitz am Ausbildungsort begründet, noch der gewöhnliche Aufenthalt in der Schweiz aufgegeben worden ist (BGE 137 II 122 E. 3.6 und 3.7). Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin spricht der Umstand, dass die Beschwerdeführerin der Einwohnerkontrolle ihrer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wohn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemeinde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> einen vorübergehenden Auslandaufenthalt zu Ausbildungszwecken </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemeldet hatte, nicht für eine Aufgabe ihres gewöhnlichen Aufenthalts in der Schweiz, sondern </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegenteils</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> für den Willen, ihren Aufenthalt hierzulande auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechtzuerhalten. Es wäre denn auch nur schwer vorstellbar, wie die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin als</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> körperlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ziemlich stark </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eingeschränkte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Person, welche im Alltag auf die Un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">terstützung ihrer hier lebenden Angehörigen und Freunde angewiesen ist, den Schwerpunkt ihrer Beziehungen nach Grossbritannien hätte verlagern können. Wie die Beschwerdeführerin zu Recht einwendet, bestehen für Absolventen von Doktorandenstudien nur wenige Präsenzpflichten (Urk. 7/205). Entsprechend kann sie zu einem wesentlichen Teil von ihrer vertrauten und ihrer Behinderung optimal angepassten Wohnsituation in der Schweiz aus arbeiten. Eine physische Präsenz ist sodann wegen der Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation und des Fernzugriffs auch für die meisten administrativen Angelegenheiten nicht mehr notwendig (vgl. Urk. 7/197 S. 4). Daran vermag die Tatsache ihrer Vermählung am Ausbildungsort nichts zu ändern. Es ist nicht ungewöhnlich, dass junge Menschen vor Abschluss ihrer Ausbildung trotz Heirat über ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trennte Wohnsitze verfügen und sich nur gelegentlich beim Ehegatten aufhal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten. Dass es sich anders verhalten würde, lässt sich auch nicht aus dem Um</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stand schliessen, dass auf der Heiratsurkunde des zuständigen britischen Amtes als Wohnadresse der Braut die Londoner Adresse des Bräutigams aufgeführt ist (Urk. 7/197 S. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin nennt sodann zu Recht weitere äussere Umstände, aus welchen geschlossen werden kann, dass sich der Schwerpunkt ihrer Beziehun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen in der Schweiz befindet. So liess sie sich während ihrer Schwangerschaft von Spezialisten des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> betreuen und hielt sich in den letzten drei Monaten vor der Geburt unbestrittenermassen ausschliesslich in der Schweiz auf (Urk. 1 S. 9). Dass die Beschwerdeführerin nach der Geburt des Kindes auf die Hilfe ihrer in der Schweiz lebenden Angehörigen und Freunde angewiesen sein wird, leuchtet ein und es versteht sich von selbst, dass die er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">forderliche Hilfe vom Ehegatten und Kindsvater allein nicht geleistet werden könnte.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wenn sämtliche massgebenden konkreten Umstände und Indizien gewürdigt und gewichtet werden, wird entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin deutlich, dass sich der Schwerpunkt aller Beziehungen im vorliegenden Fall nicht ins Ausland verschoben hat. Es trifft zwar zu, dass die Beziehung zum Ehegatten für die Beschwerdeführerin ohne Zweifel von grosser Bedeutung ist (vgl. Urk. 7/196 S. 5). Vor dem Hintergrund, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Beschwerdeführerin eine zwingend mit einem überjährigen Aufenthalt verbundene Ausbildung absolviert (vgl. oben E. 1.2) und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Hilfe der hier lebenden Angehörigen und Freunde </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihrem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Alltag unentbehr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich ist, verbietet es sich zu folgern, wegen der zum Ehemann eingegangenen Beziehung habe sich der Schwerpunkt aller </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beziehungen ins Ausland verlagert. Es ist daher mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Schwerpunkt der Beziehun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen der Beschwerdeführerin hierzulande liegt. Damit hat sie weder ihren Wohnsitz noch ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz aufgegeben und hat über Ende September 2012 hinaus Anspruch auf die zuvor ausgerichtete </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilflosen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fügung vom 20. November 2014, mit welcher die Ausrichtung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">losenentschädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> rückwirkend per 30. September 2012 eingestellt worden war, vollumfänglich aufzuheben. Bei diesem Ergebnis wird der Antrag um teil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weise Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde gegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">standslos.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin hat der vertretenen Beschwerdeführerin sodann ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stützt auf Art. 61 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) eine Prozessentschädigung aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zurichten. Diese ist unter Berücksichtigung der Streitsache und der Schwierig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit des Prozesses auf Fr. 2'100.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Stelle, vom 20. November 2014 aufgehoben und es wird festge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">stellt, dass die Beschwerdeführerin über Ende September 2012 hinaus Anspruch auf eine </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Hilflosenentschädigung</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wegen leichter Hilflosigkeit hat.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. 600</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin auferlegt. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rech</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> eine </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Prozessent</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schädigung</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> von Fr.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> 2'100</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">MWSt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstGeiger</p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>