Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 10. April 2019 (810 16 120) ____________________________________________________________________ Raumplanung, Bauwesen Baubewilligung für eine Mobilfunkanlage / Standortevaluation nach Kaskadensystem Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsri chter Hans Furer, Daniel Ivanov, Stefan Schulthess , Kantonsrichterin Helena Hess, Gerichtsschreiberin i.V. Sarah Rivoli Beteiligte 1. A.____ , Beschwerdeführerin 2. B.____ , Beschwerdeführer 3. A.C.____ und B.C.____ , Beschwerdeführer 4. A.D.____ und B.D.____ , Beschwerdeführer 5. A.E.____ und B.E.____ , Beschwerdeführer 6. F.____ , Beschwerdeführer 7. G.____ , Beschwerdeführerin alle vertreten durch B.D.____ gegen 1. Baurekurskommission des Kantons Basel -Landschaft , Rheinstrasse 29, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2. Swisscom (Schweiz) AG , Wireless Access Central, Grosspeter- strasse 20, Postfach, 4002 Basel, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Michael Merz, Rechtsanwalt Einwohnergemeinde Münchenstein , Schulackerstrasse 4, 4142 Münchenstein, Beigeladene Betreff Baugesuch für Mobilfunkkommunikationsanlage an H ochspannungs- mast mit Gerätekabine (Entscheid der Baurekurskommission vom 18. November 2014) A. Die Swisscom (Schweiz) AG reichte am 8. September 201 1 beim Bauinspektorat des Kantons Basel-Landschaft (Bauinspektorat) das Baugesuch Nr . 1776/2011 ein für eine Mobil- funkkommunikationsanlage am Hochspannungsmast neben dem Trassee der Bahnlinie Basel - Delémont auf der Parzelle Nr. 39, Grundbuch (GB) Mü nchenstein. Die Schweizerischen Bun- desbahnen (SBB) haben das Baugesuch als Grundeigentümer mitunterzeichnet. B. Während der gesetzlichen Auflagefrist erhoben die Ei nwohnergemeinde Münchenstein sowie zahlreiche Anwohner Einsprache gegen das Baugesuch. C. Mit Entscheid vom 16. Mai 2014 (Nr. 031/14) wies d as Bauinspektorat die Einsprachen ab, soweit es auf diese eintrat, und erteilte die B aubewilligung unter Auflagen. Die Einsprecher wurden bezüglich der privatrechtlichen Einsprachen an den zuständigen Zivilrichter verwiesen. Die von den Anwohnern dagegen erhobene Beschwerde wie s die Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft (Baurekurskommission) mit Entscheid vom 18. November 2014 (ver- sandt am 18. April 2016) im Sinne der Erwägungen ab. D. Gegen den Entscheid der Baurekurskommission vom 18. Nove mber 2014 erhoben die im Rubrum genannten Einsprecher mit gemeinsamer Einga be vom 1. Mai 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Sie bean- tragen mit am 18. Mai 2016 aufforderungsgemäss verbesserter Beschwerde die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und sinngemäss die Verweigerung der Baubewilligung. E. Mit Eingabe vom 7. Juni 2016 verzichtete die Einwohn ergemeinde Münchenstein unter Verweis auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids auf die Stellung von Rechtsbegeh- ren, sie äusserte sich aber zum Ablauf des Verfahrens und zur Standortevaluation. F. Am 8. Juni 2016 liess sich die Baurekurskommission verne hmen und schloss unter Hinweis auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid sowie unter Verweis auf die beigeleg- te Stellungnahme des Lufthygieneamts beider Basel vom 3 1. Mai 2016 auf Abweisung der Be- schwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht G. Die Swisscom (Schweiz) AG beantragte mit Eingabe vom 20. Juni 2016 die kostenfälli- ge Abweisung der Beschwerde. H. Mit Eingabe vom 3. November 2016 teilte die Bauge suchstellerin dem Gericht mit, dass ihr ein alternativer Antennenstandort angeboten wo rden sei. Komme der Mietvertrag zu- stande, wovon auszugehen sei, werde sie das streitgegens tändliche Baugesuch zurückziehen. Das Kantonsgericht bot in der Folge die für den 16. November 2016 angesetzte Verhandlung mit Augenschein ab und sistierte antragsgemäss das Verfah ren. Nachdem die Sistierung auf Ersuchen der Baugesuchstellerin mehrfach verlängert wo rden war, hob das Gericht die Sistie- rung mit Verfügung vom 29. Januar 2019 auf und setzte den Termin für die Parteiverhandlung neu auf das heutige Datum an. I. Das Kantonsgericht führt heute einen Augenschein vor Ort durch. An der anschlies- senden Parteiverhandlung halten die Parteien vollumfänglich an den gestellten Rechtsbegehren fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss § 134 Abs. 5 des Raumplanungs- und Baugeset zes (RBG) vom 8. Januar 1998 i.V.m. § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassu ngs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 können Entscheide der Bau rekurskommission durch die Be- troffenen und die Gemeinden beim Kantonsgericht ange fochten werden. Die örtliche, sachliche und funktionale Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beu rteilung der vorliegenden Beschwer- de ist somit gegeben. 1.2 Nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO ist zur Beschwerde befugt , wer durch die angefochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt is t und ein schutzwürdiges Interesse an der Änderung oder Aufhebung hat. Gemäss bundesgerichtl icher Rechtsprechung sind gegen eine projektierte Mobilfunkanlage alle Personen beschwe rdelegitimiert, die innerhalb eines be- stimmten Radius wohnen, ausserhalb dessen in jedem Fall e ine tiefere Strahlung als 10 % des Anlagegrenzwertes erzeugt wird (BGE 128 II 168 E. 2.3) . Im vorliegenden Fall beträgt der nach bundesgerichtlicher Formel berechnete Einspracheperimeter gemäss Standortdatenblatt 457.8 Meter. Die Beschwerdeführer sind allesamt innerh alb des legitimationsbegründenden Perimeters wohnhaft und somit zur Erhebung der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde berech- tigt. 1.3 Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen gem äss den §§ 43 ff. VPO gegeben sind, ist auf die vorliegende Beschwerde einzutreten. 2. Die Kognition des Kantonsgerichts ist nach § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf be- schränkt, den angefochtenen Entscheid hinsichtlich allfäl liger Rechtsverletzungen zu überprü- fen bzw. zu prüfen, ob die Vorinstanz ein allfälliges Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. Des Weiteren kann beurteilt werden, ob diese den Sac hverhalt unrichtig oder unvollständig Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht festgestellt hat. Die Beurteilung der Angemessenheit i st dem Kantonsgericht dage- gen - abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmef ällen - untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO). 3. Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahren s bildet das Baugesuch Nr. 1776/2011 für die Errichtung einer Mobilfunkanten ne auf der im Eigentum der SBB stehen- den Parzelle Nr. 39, GB Münchenstein. Das Grundstück ist im Zonenplan weiss dargestellt. Es handelt sich um eine schmale lange Parzelle, die im W esentlichen als Bahnareal dient und mit Gleisen sowie Bahnanlagen überbaut ist. Das streitgege nständliche Baugesuch sieht auf dem Bahnareal die Installation von GSM1800/UMTS Antennen am an der Dammstrasse auf der Hö- he der Einmündung der Gartenstrasse stehenden Hochspannu ngsmast Nr. 24 vor. Auf Stras- senniveau ist am besagten Standort zusätzlich die Errichtun g eines Podests mit einer Geräte- kabine geplant. 4.1 Die geplante Mobilfunkanlage soll auf dem Bahnar eal SBB errichtet werden. Da die Antennenanlage nicht ganz oder überwiegend dem Bahnbe trieb dient, ist sie nicht im eisen- bahnrechtlichen Plangenehmigungsverfahren gemäss Art. 1 8 des Eisenbahngesetzes (EBG) vom 20. Dezember 1957 zu bewilligen. Es handelt sich vie lmehr um eine Nebenanlage i.S.v. Art. 18m EBG, deren Erstellung grundsätzlich dem kantonalen Recht unterliegt (Urteil des BGer 1A.140/2003 vom 18. März 2004 E. 2). 4.2 Die Errichtung einer Mobilfunkantenne auf einem H ochspannungsleitungsmast ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht als Änderung einer elektrischen Anlage, sondern als Erstellung einer Fernmeldeanlage auf einer elektri schen Anlage zu betrachten. Da die Mo- bilfunkantenne in diesem Fall als Nebenanlage zur ele ktrischen Anlage gilt, untersteht ihr Bau oder ihre Änderung ebenfalls nicht dem bundesrechtliche n Plangenehmigungsverfahren, son- dern dem kantonalen Baubewilligungsrecht (BGE 133 II 49). 4.3 Das Bahntrassee der SBB durchschneidet die Gemeinde Münchenstein. Der geplante Antennenstandort liegt inmitten des Siedlungsgebiets und ist umgeben von Bauzonen. Neben den Bahnreisenden sollen mit der neuen Antenne vor al lem die umliegenden Wohngebiete in den Genuss einer verbesserten Mobilfunkversorgung kommen. Die Vorinstanz kam deshalb mit ausführlicher und überzeugender Begründung zum zutreffe nden Schluss, dass es sich um ein grundsätzlich zonenkonformes Bauvorhaben innerhalb der B auzone handle. Auf diese Ausfüh- rungen kann verwiesen werden. 5.1 Das kantonale und kommunale Bau- und Planungsrecht kann innerhalb der Bauzone für Mobilfunkanlagen eine Standortevaluation bzw. eine Koordinationspflicht vorschreiben (BGE 133 II 353 E. 4.2). Im Laufe des kantonsgerichtlichen Verfahrens ist das von der Gemeindever- sammlung Münchenstein am 16. Juni 2016 beschlossene revidi erte Zonenreglement Siedlung (ZRS) in Kraft getreten. Dieses ist in Nachachtung von § 125 Abs. 2 RBG im Rechtsmittelver- fahren anzuwenden. Der neue § 22 ZRS statuiert, dass fü r Antennenstandorte für Mobilfunkbe- treiber das Kaskadensystem zur Anwendung kommt. Der Komme ntar zur Norm verweist auf das Standortkonzept Mobilfunkanlagen Gemeinde Münchens tein vom 13. März 2013. Dieses Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht Konzept zeigt Standortvorschläge für Mobilfunkanlagen un terschiedlicher Priorisierung auf, wo- bei diese grundsätzlich in der Bauzone zu errichten sind. Neben den Gebieten, die sich für eine Anlage eignen, zeigen die Pläne auch jene Gebiete, in denen keine Anlagen erwünscht sind (z.B. Aussichtszonen, Kernzone, Denkmalschutzzonen). Optisch wahrnehmbare Mobilfunkan- lagen ausserhalb von Gebäuden sind nach dem Konzept prioritär an bestehenden Infrastruktur- anlagen zu errichten (bestehende Mobilfunkantennenmaste n, Strommasten, Radio- und Fern- sehantennenmasten, Sirenenanlagen, Flutlichtmasten etc. ). In zweiter Linie kommt die Errich- tung auf Dächern von öffentlichen Gebäuden, landwirtsch aftlichen Nutzbauten sowie Industrie- und Gewerbebauten in Frage. Dritte Priorität geniesst die Errichtung auf Dächern von Wohnge- bäuden. Die Errichtung vollständig neuer Mastanlagen kommt nur in vierter und letzter Priorität in Frage. 5.2 Die Beschwerdeführer stellen sich auf den Standpunkt , der Standort der geplanten Mobilfunkanlage sei im neuen Standortkonzept der Geme inde Münchenstein nicht vorgesehen. Dieses empfehle für die Abdeckung von eventuellen Funklö chern im Quartier Bruckfeld den Bau einer Mobilfunkantenne auf dem weiter südlich gel egenen Hochspannungsmast beim Kul- tur- und Sportzentrum Bruckfeld. 5.3 Dem entgegnet die Baugesuchstellerin, sie habe wäh rend Jahren zusammen mit der Gemeinde Alternativstandorte evaluiert und versucht, einen besseren Standort zu finden. So sei der Hochspannungsmast beim Kultur- und Sportzentrum auf Vorschlag der Gemeinde bereits in einem frühen Stadium geprüft worden. Dabei habe sich gezeigt, dass die einwandfreie und durchgehende Versorgung des Quartiers bei einer derarti gen Standortverschiebung nach Sü- den nicht mehr gewährleistet sei. Aufgrund der ungen ügenden Abdeckung würde vielmehr eine zusätzliche zweite Antennenanlage notwendig, weshalb der Standort beim Kultur- und Sport- zentrum wieder verworfen worden sei. 5.4 Das kommunale Standortkonzept schreibt als Planungs- und Steuerungsinstrument den Mobilfunkbetreibern eine Standortevaluation nach einer Kaskadenordnung vor. Auf dem Plan potentieller Mobilfunk-Antennenstandorte Münchenstein Süd ist der vom strittigen Standort in südlicher Entfernung von ca. 130 m nächstgelegene Hochspannungsmast Nr. 25 beim Kultur- und Sportzentrum als potenzieller Standort mit 1. Pri orität eingezeichnet. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Mobilfunkantennen an anderen im Umkreis geleg enen Standorten nicht zulässig wären. Beim Standortkonzept handelt es sich um ein Kaskad enmodell und nicht um eine reine Positivplanung, die Mobilfunkanlagen - rechtlich problematisch - nur an wenigen vorbestimmten Orten erlauben würde. Das Standortkonzept soll und wi ll einzig sicherstellen, dass eine umfas- sende Interessenabwägung vorgenommen wird und die Bedü rfnisse der Gemeinde und der Bevölkerung berücksichtigt werden. Gegeneinander abzuwägen sind die orts- und raumplaneri- schen Interessen, die Interessen der Mobilfunknutzer und d ie Interessen der Mobilfunkbetrei- ber. Ziel ist die Optimierung des Antennenstandorts anhand der vorgegebenen Kriterien. Die im Plan eingezeichneten Standorte sind in der Reihenfolg e ihrer Priorität auf ihre Eignung für die gewünschte qualitative Mobilfunkversorgung zu prüfen, w obei gleichzeitig dem Kriterienkatalog Rechnung zu tragen ist. Erweisen sich mehrere Standorte als geeignet, ist der optimalste zu wählen. Steht ein besser geeigneter Alternativstandort effektiv zur Verfügung, darf die Gemein- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht de den ursprünglichen Standort ablehnen. Findet sich da gegen kein besserer Standort, muss das Baugesuch ordentlich behandelt werden (vgl. B ENJAMIN WITTWER , Bewilligung von Mobil- funkanlagen, 2. Aufl., Zürich 2008, S. 119). Wie die Baugesuchstellerin ausführlich darlegt und mit Belegen untermauert, hat sie in einem jahrelangen Evaluationsverfahren zusammen mit der Gemeinde versucht, einen besser geeigneten Standort al s den letztendlich ausgewählten zu finden. Die angefragten möglichen Standorte wurden m ehrheitlich in einem frühen Stadium von den jeweiligen privaten Eigentümern oder der Gemeinde abgelehnt. Zu den geprüften Alternati- ven gehört auch der Hochspannungsmast Nr. 25 beim Kultur- und Sportzentrum. Wie sich zeig- te, hätte dieser Standort die einwandfreie und durch gehende funktechnische Versorgung der Umgebung nicht vollumfänglich garantiert, sondern im nö rdlichen Bereich des Versorgungsge- biets eine Lücke bestehen lassen, wodurch dort eine zusä tzliche Antennenanlage erforderlich geworden wäre (vgl. Standortbegründung der Swisscom vom 27. Februar 2013). Dies lehnte die Gemeinde Münchenstein ab. Der von den Beschwerdefüh rern favorisierte Standort schied deshalb aus nachvollziehbaren und nicht zu beanstandende n Gründen aus dem Kreis der Kan- didaten aus. Die Baugesuchstellerin hat ihre Antennenp lanung in Zusammenarbeit mit der Ge- meinde und unter Beachtung des (damals noch nicht in K raft stehenden) Standortkonzepts Mo- bilfunkanlagen vorangetrieben und sich für den am besten geeigneten Standort entschieden. Die Abklärungen belegen, dass mit dem strittigen Stando rt exakt dem heute rechtsgültigen Standortkonzept nachgelebt wurde. Wie die Gemeinde in der Vernehmlassung zutreffend her- ausstreicht, erfüllt die geplante Antennenanlage auf e inem bestehenden Hochspannungsmast die Voraussetzungen der ersten 1. Priorität des Kriterie nkatalogs, indem an eine bestehende Infrastrukturanlage angeknüpft wird. Dementsprechend ste ht die Vorgehensweise und das Re- sultat beim streitgegenständlichen Baugesuch im Einklang mit § 22 ZRS, was auch die Ge- meinde bestätigt. Gleichzeitig wurde damit auch der in § 121a RBG verankerten Informations- und Konsultationspflicht bei Mobilfunkanlagen nachgele bt. Die entsprechende Rüge der Be- schwerdeführer erweist sich als unbegründet. 6.1 Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, dass i n ihrem Quartier kein Bedürfnis nach einer neuen Mobilfunkanlage bestehe. Das im Zeitp unkt der Baueingabe (2011) noch vor- handene UMTS Funkloch sei unterdessen geschlossen worden. Dies ergebe sich aus einer von der Baugesuchstellerin geführten interaktiven Grafik. A usserdem sei das mobile Internet in der Schweiz gar nicht Teil der gesetzlichen Grundversorgung. 6.2 Die Baugesuchstellerin bringt demgegenüber vor, e s sei falsch, dass in ihrem Mobil- funknetz keine Versorgungslücke bestehe. Dies werde in d er nach wie vor aktuellen Standort- begründung vom 27. Februar 2013 ausgewiesen und mittel s Abdeckungskarten bildlich und nachvollziehbar dargestellt. Die im Internet einsehbar e Grafik diene lediglich der allgemeinen Anschauung und gebe nicht den aktuellen Stand der komp lexen, sich laufend verändernden Netzplanung wieder. Die Netzabdeckung werde darauf räu mlich nicht exakt und mit einer nur ungenügenden Auflösung dargestellt. Die Versorgung i nnerhalb von Gebäuden sei auf diesen Karten überhaupt nicht ersichtlich. Massgebend sei einzig die aktuelle Netzwerkplanung, wel- che dem strittigen Baugesuch zugrunde liege. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.3 Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) h at der Baugesuchstelle- rin für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 31. D ezember 2022 die Grundversorgungs- konzession im Fernmeldebereich erteilt. Als Konzessionäri n hat die Baugesuchstellerin der Versorgungspflicht gemäss Fernmeldegesetz (FMG) vom 30. April 1997 nachzukommen. Das FMG bezweckt, dass der Bevölkerung und der Wirtschaft vielf ältige, preiswerte, qualitativ hoch stehende sowie national und international konkurrenz fähige Fernmeldedienste angeboten wer- den (Art. 1 Abs. 1 FMG). Die geplante Antenne soll di e Bevölkerung des Quartiers Bruckfeld besser mit Mobilfunkdienstleistungen versorgen. Damit dient die strittige Mobilfunkantenne dem Zweck von Art. 1 FMG. Unerheblich ist dabei, dass die gepl ante Mobilfunkanlage auch Dienste erbringen wird, die nicht zur gesetzlichen Grundversorg ung gehören. Ein spezieller Bedürfnis- nachweis wird von der Rechtsordnung nur verlangt, wenn die Errichtung ausserhalb der Bauzo- ne vorgesehen ist. In der Bauzone hingegen hat der Bet reiber keine rechtliche Verpflichtung, einen Bedarf nachzuweisen (Urteil des BGer 1C_231/20 16 vom 21. November 2016 E. 4.4.1; Urteil des BGer 1C_245/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 2.3; Urteil des BGer 1A.162/2004 vom 3. Mai 2005 E. 4). Die Rüge der Beschwerdeführer verfängt somit nicht. 7.1 Die Beschwerdeführenden äussern sodann Bedenken übe r allfällige gesundheitsschä- digende Auswirkungen der Mobilfunkanlage. Sie führen d iesbezüglich aus, dass wissenschaftli- che Studien eindeutig belegen würden, dass die Gefahr der Strahlung nicht von einem Wärme- effekt, sondern von biologischen Prozessen ausgehe. Die ge setzlichen Grenzwerte seien inso- fern ein offensichtlicher Betrug an die Bevölkerung, a ls auch unterhalb der gesetzlichen Grenz- werte gesundheitliche Schädigungen möglich seien. 7.2 Der Immissionsschutz ist im Bundesgesetz über den Umwe ltschutz (USG) vom 7. Oktober 1983 sowie in den darauf gestützten Verord nungen geregelt. Gemäss Art. 1 Abs. 2 USG sind Einwirkungen, die schädlich oder lästig werden könnten, frühzeitig zu begrenzen. Nach Art. 12 USG werden Emissionen unter anderem durch Emissionsgrenzwerte einge- schränkt (Abs. 1 lit. a), die durch Verordnung oder dire kt auf das Gesetz abgestützte Verfügun- gen vorgeschrieben werden (Abs. 2). Die Verordnung üb er den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) vom 23. Dezember 1999 regelt unter anderem die Immissionen von Mobil- funksendeanlagen. Gemäss Art. 1 NISV soll die Verordn ung Menschen vor schädlicher oder lästiger nichtionisierender Strahlung schützen. Anlagen, welche nichtionisierende Strahlen emit- tieren, müssen bei der Erstellung und im Betrieb die vorsorglichen Emissionsgrenzwerte einhal- ten (Art. 4 Abs. 1 NISV sowie Anh. 1 Ziff. 6 NISV). 7.3 Die Beschwerdeführer halten dafür, dass die gesetzl ichen Grenzwerte zu hoch seien, um mögliche schädliche Wirkungen durch nicht-thermische Effekte abzuwenden. 7.3.1 Das Kantonsgericht kann wie alle Rechtspflegeins tanzen Verordnungen des Bundesra- tes vorfrageweise auf ihre Gesetz- und Verfassungsmässigkei t prüfen. Die Grenzwerte der NISV können im vorliegenden Verfahren demnach akzessorisc h auf die Übereinstimmung mit dem Umweltschutzgesetz überprüft werden. Analog zu Art . 14 und 15 USG gilt für nichtionisie- rende Strahlung unterhalb der Immissionsgrenzwerte, da ss nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung die Bevölkerung in ihrem Wohlbefi nden nicht erheblich gestört werden darf. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht Die Grenzwerte schützen den Menschen vor thermischen Effekt en, also vor einer schädlichen Erwärmung. Die Beschränkung auf die thermischen Wirku ngen erfolgte deswegen, weil nur dafür erhärtete wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen. Demgegenüber ist es für nicht- thermische Wirkungen zur Zeit nicht möglich, eine Schwell e anzugeben, unterhalb derer keine Störung der Gesundheit oder des Wohlbefindens der Be völkerung mehr auftritt. Ob nicht- thermische Effekte eine Gefahr für den Menschen darstelle n, konnte wissenschaftlich (bisher) nicht bewiesen werden. Auch wenn Mobilfunkantennen zug estandenermassen unerwünschte psychologische Auswirkungen auf die Anwohner auslösen könne n, geht von ihnen entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer keine erwiesene ges undheitliche Gefährdung aus. Nach dem Stand der Wissenschaft gibt es keinen Wert unterhal b der geltenden Immissionsgrenzwer- te, bei dem Menschen gefährdet oder in ihrem Wohlbefi nden erheblich gestört werden. Der Schutz vor den nicht-thermischen Wirkungen erfolgt im Ra hmen der vorsorglichen Emissions- begrenzung gemäss Art. 11 Abs. 2 USG (BGE 126 II 399 E. 4b; URS WALKER , Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung [NISV] - d ie aktuellen Rechtsfragen, URP 2003, S. 98; WITTWER , a.a.O., S. 82 ff.). Das Bundesgericht bestätigte au ch in neueren Entscheiden, dass die in der NISV festgelegten Grenzwerte verfassungs- und gesetzeskonform sind, da dem Bundesrat insoweit ein Ermessen zusteht und gemäss bisheri gem Wissensstand Anzeichen dafür fehlen, dass diese Grenzwerte abgeändert werden müssten (vgl. Urteil des BGer 1C_348/2017 vom 21. Februar 2018 E. 4.3; Urteil des BGer 1C_576/2016 vom 27. Oktober 2017 E. 3.2.5.; Urteil des BGer 1C_340/2013 vom 4. April 2014 E. 3.3 mit weiteren Hinweisen). 7.3.2 Es finden sich in den Akten keine Anhaltspunkte da für, dass diese Einschätzung zu revidieren wäre, und die Beschwerdeführenden vermögen dafür auch keine zulässigen stichhal- tigen Argumente vorzutragen. Die Beschwerdeführer nenn en insbesondere keine neuen wis- senschaftlichen Studien, die zu einem anderen Ergebnis führen könnten. Soweit sie auf die Pa- tentanmeldung der Swisscom zur Reduzierung von Elektrosmog in drahtlosen lokalen Netzwer- ken (WLAN) vom 24. Februar 2003 verweisen, so hielt das Bundesgericht hierzu bereits im Jahr 2009 fest, dass dieses Papier keine neuen Erkenntnisse verm ittle (Urteil des BGer 1C_282/2008 E. 4.1). Der Bund verfolgt permanent die wissenschaftliche Entwicklung zusam- men mit einer beratenden Expertengruppe (vgl. E. 5.2 des angefochtenen Entscheids). Die Be- schwerdeführer lassen ausser Acht, dass es in erster Linie Sache der zuständigen Fachbehör- den und nicht der Gerichte ist, die entsprechende inte rnationale Forschung sowie die techni- sche Entwicklung im Auge zu behalten und gegebenenfalls eine Anpassung der Grenzwerte der NISV zu beantragen (Urteil des BGer 1C_340/2013 vom 4. April 2014 E. 3.3; Urteil des BGer 1C_118/2010 vom 20. Oktober 2010 E. 4.2.2). 7.3.3 Es ist daher davon auszugehen, dass das Verordnungsr echt dem gegenwärtigen wis- senschaftlichen Kenntnisstand über die von Mobilfunkantenn en ausgehende Gesundheitsge- fährdung ausreichend Rechnung trägt. Mit Blick auf da s dem Bundesrat zustehende Ermessen ist die entsprechende verordnungsrechtliche Regelung nicht zu beanstanden. 7.4 Die Beschwerdeführer beanstanden, dass das Messverfahr en zur Überprüfung und Einhaltung der Strahlenbelastung, den Immissionsgrenzwe rten an Orten für den kurzfristigen Aufenthalt von Menschen und den Anlagegrenzwerten an O rten mit empfindlicher Nutzung auf- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht grund der Messungenauigkeit von ± 45 % nicht tolerierba r sei. Dieses Vorbringen geht an der Sache vorbei. Ist - wie im vorliegenden Fall - die An lage noch nicht errichtet und in Betrieb ge- nommen worden, kann die Einhaltung der Immissions- un d der Anlagegrenzwerte nicht gemes- sen, sondern nur berechnet werden. Grundlage der rechne rischen Prognose ist das vom Inha- ber der geplanten Anlage gemäss Art. 11 NISV eingereichte Standortdatenblatt (Urteil des BGer 1A.116/2002 vom 17. November 2003 E. 3.1). Das Stando rtdatenblatt gibt den Bewilligungsbe- hörden detailliert Auskunft über das Projekt und insbe sondere die von der Anlage zu erwarten- den Immissionen. Im Hauptblatt und verschiedenen Zusatzbl ättern müssen die Gesuchsteller detaillierte Angaben machen zum Standort der Anlage , zu den Betreibern und den verantwortli- chen Unternehmen, zu technischen Details der Anlage, zu r Strahlung an bestimmten Orten so- wie zum Anlageperimeter (vgl. Bundesamt für Umwelt, Wa ld und Landschaft BUWAL [heute: BAFU, Bundesamt für Umwelt], Mobilfunk- und WLL-Basissta tionen, Vollzugsempfehlung zur NISV, Bern 2002, Anhang 1, Muster-Standortdatenblatt). Das Standortdatenblatt muss nament- lich Angaben über die von der Anlage erzeugte Strahlu ng an den drei Orten mit empfindlicher Nutzung enthalten, an denen diese Strahlung am stärkste n ist (Art. 11 Abs. 2 lit. c Ziff. 2 NISV). Als solche gelten in erster Linie Räume in Gebäuden, in denen sich Personen regelmässig wäh- rend längerer Zeit aufhalten (Art. 3 Abs. 3 lit. a NISV). Das Standortdatenblatt muss einen Si- tuationsplan enthalten, der insbesondere die Angabe n zu den Orten mit empfindlicher Nutzung darstellt (Art. 11 Abs. 2 lit. d NISV). In diesem Pla n werden die jeweils höchstbelasteten Stellen der Orte mit empfindlicher Nutzung als Messpunkte eingetr agen. Bei der rechnerischen Prog- nose wird die Strahlung, die an einem zu untersuchenden Ort zu erwarten ist, für jede zur Anla- ge gehörende Antenne einzeln berechnet. Die einzelne n Beiträge werden anschliessend ad- diert. Grundlage für die Berechnung sind die beantragte Sendeleistung, die Abstrahlcharakteris- tik der Sendeantenne, die Senderichtung, der Abstand vo n der Antenne und die relative Lage des Ortes gegenüber der Antenne (Winkel zur Hauptstrahlrichtung). Ausserdem wird die Dämp- fung der Strahlung durch die Gebäudehülle berücksichtig t (vgl. BUWAL, Vollzugsempfehlung, a.a.O., S. 24 Ziff. 2.3.1). Aus dem im vorliegenden V erfahren eingereichten Standortdatenblatt geht klar hervor, dass die Anlagegrenzwerte bei allen b erechneten Orten mit empfindlicher Nut- zung deutlich unterschritten werden. Die berechneten Str ahlungswerte wurden von der kanto- nalen Fachbehörde, dem Lufthygieneamt beider Basel, ü berprüft und bestätigt. Die Beschwer- deführer stellen dieses Vorgehen und die Korrektheit d er im Standortdatenblatt verzeichneten Berechnungen nicht in Frage. Die Grenzwerte der NISV werden damit eingehalten. Weitere immissionsschutzrechtliche Bewilligungsvoraussetzungen bestehen nicht. 7.5 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer erfol gt aus der Kombination der SBB- Fahrleitung, der Hochspannungsleitung und der Mobilf unkanlagen anderer Anbieter zusammen mit der umstrittenen Anlage keine unzulässige Kumulatio n der Strahlung. Wie das Lufthygiene- amt beider Basel in seiner Stellungnahme vom 31. Mai 2 016 zutreffend ausführt, sind die nicht- ionisierende Strahlung von SBB-Fahrleitung und Hochspa nnungsleitung im niederfrequenten Bereich und die hochfrequente Strahlung von Mobilfun kantennen nicht zu summieren, sondern getrennt zu beurteilen (vgl. hierzu Urteil des BGer 1A .140/2003 vom 18. März 2004 E. 4). Die Strahlung bestehender Mobilfunkantennen ist nur dann zu berücksichtigen, wenn diese in ei- nem räumlichen Zusammenhang stehen. Mehrere benachbar te Mobilfunkantennen resp. An- tennengruppen werden als eine Anlage erfasst und dami t auch die Strahlung entsprechend bei Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Einhaltung der Grenzwerte kumuliert, wenn sie aus einem engen räumlichen Zusammen- hang senden, unabhängig davon, in welcher Reihenfolg e sie erstellt oder geändert wurden (Anh. 1 Ziff. 62 NISV). Der Begriff "enger räumliche r Zusammenhang" wird in der NISV nicht abschliessend präzisiert. Das BUWAL legte sich in seinen Vollzugsempfehlungen auf ein Anla- geperimeter-Modell fest, welches sämtliche sich in ei nem bestimmten Perimeter befindenden Antennen zur selben Anlage rechnet. Dessen Ausdehnung hä ngt von der Sendeleistung und den Funkdiensten der auf dem Mast oder Dach vorhandenen Antennen ab. Befinden sich weite- re Sendeantennen für zellularen Mobilfunk oder drahtl ose Teilnehmeranschlüsse in diesem An- lageperimeter, dann stehen sie in "engem räumlichem Zu sammenhang" und gehören ebenfalls zur Anlage (vgl. BUWAL, Vollzugsempfehlung, a.a.O., S . 12 ff.). Im angefochtenen Entscheid zeigt die Vorinstanz auf, dass sich keine weiteren Mobil funkanlagen am Hochspannungsmast oder in dessen unmittelbarer Umgebung befinden, die m it der streitigen Antennenanlage eine gemeinsame Anlage bilden würden. Die Beschwerdeführer machen denn auch nichts Gegentei- liges geltend. Dass die gesetzlichen Vorgaben bei der Ei nhaltung der Grenzwerte erfüllt sind, wurde wie erwähnt im Standortdatenblatt nachgewiesen und von der kantonalen Fachstelle geprüft. 7.6 Unbehelflich ist schliesslich der Einwand der Beschwer deführer, es sei davon auszu- gehen, dass anstelle der GSM- und UMTS-Antennen eine Anlage der vierten Generation (LTE) erstellt werde. Anders als die Beschwerdeführer meinen, wurde die Baubewilligung vorliegend nicht für bestimmte Mobilfunkstandards erteilt. In Bezug auf die Wahl der Technologie kann gemäss Rundschreiben des BAFU sowie des Bundesamts für Kommunikation (BAKOM) vom 24. September 2010 im Standortdatenblatt auf die Angabe des jeweiligen Funkdienstes verzich- tet werden (Technologieneutralität). Es müssen ledigl ich noch die von den Antennen genutzten Frequenzbänder angegeben werden, wie dies vorliegend geschah (1'800 MHz und 2'100 MHz). Die Baugesuchstellerin kann auf diesen Frequenzen ohne w eitere Bewilligungserfordernisse jeden beliebigen Mobilfunkdienst in Betrieb nehmen, s olange dies nicht zu einer Änderung der Anlage führt (vgl. Anh. 1 Ziff. 62 Abs. 5 NISV). Demzufolge erweist sich die Beschwerde auch in diesem Punkt als unbegründet. 8. Bei Baubewilligungen handelt es sich um eine Polize ierlaubnis, das heisst die Netzbe- treiber haben einen Rechtsanspruch auf Bewilligungsert eilung für eine Mobilfunkanlage, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind (W ITTWER , a.a.O., S. 96). Wie vorstehend aufge- zeigt wurde, ist die geplante Erstellung der Mobilfunk antennenanlage planungs- und baurechts- konform und sind vorliegend sämtliche Bewilligungsvorauss etzungen des Bundesumweltrechts erfüllt. Die Baubewilligung wurde demnach zu Recht e rteilt. Der angefochtene Entscheid ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden. Demzufolge erwe ist sich die Beschwerde als unbe- gründet, was zur Abweisung derselben führt. 9. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahr ens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht koste npflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden in der Regel der unterlie- genden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 A bs. 3 VPO). Demzufolge sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'200.-- vorliegend den Beschwerdeführenden in solidari- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht scher Haftung aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kost envorschuss in derselben Höhe zu verrechnen. Die Parteikosten werden gemäss § 21 VPO wettgeschlagen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'200.-- werden den Be- schwerdeführern auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 2'200.-- verrechnet. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Präsidentin Gerichtsschreiberin i.V.