Inhalt
I.	Allgemeine Bestimmungen	3
Allgemeine Bestimmungen
Erlassen gem. Art. 14 Waldgesetz.
Systematische Sammlung
des Kommunalrechts der
Gemeinde Sagogn
Nummer
8200.01.02
8200.02
Titel
Waldstrassengesetz
Ausgabe
Ausgabe vom 23.01.1997
Gültig ab
23.01.1997
Einleitende Bemerkungen

Aus Gründen der Vereinfachung beziehen sich Personen-, Funktions- und Gewerbeangaben in dieser amtlichen Publikation jeweils auf alle Geschlechter, ausser wenn explizit etwas anderes definiert ist.

Letzte informale Änderung 18.02.2024 durch Thomas Candrian.
Einleitende Bemerkungen

Aus Gründen der Vereinfachung beziehen sich Personen-, Funktions- und Gewerbeangaben in dieser amtlichen Publikation jeweils auf alle Geschlechter, ausser wenn explizit etwas anderes definiert ist.

Letzte informale Änderung 18.02.2024 durch Thomas Candrian.
Waldstrassen ohne Fahrverbot
Art. 1
Waldstrassen ohne Fahrverbot
Die Stationsstrasse von Sagogn Ausserorts (Viada) zur RhB-Station Valendas/Sagogn steht dem Motorfahrzeugverkehr offen. Ebenso das Strassenstück Abzweigung Stationsstrasse bis zur Brücke Val Mulin.

Es gelten folgende Einschränkungen:
Höchstgewicht	18 t
Höchstbreite	2.30 m
Fahrverbot mit Ausnahmebewilligung
Art. 2
Fahrverbot mit Ausnahmebewilligung
Die Waldstrassen im Gebiet Brücke Val Mulin bis Tuora dienen nebst der Forst- und Landwirtschaft auch dem Zubringerverkehr in das Gebiet Bargaus, Planezzas, Foppas und Tuora. Es gilt ein Fahrverbot mit Ausnahmen im Sinne von Art. 4 und 5 dieses Reglements.

Zudem gelten folgende Einschränkungen:
Höchstgewicht	24 t
Höchstbreite	2.50 m
Fahrverbot für übrige Waldstrassen und Waldwege
Art. 3
Fahrverbot für übrige Waldstrassen und Waldwege
Alle übrigen Waldstrassen und Waldwege dienen ausschliesslich der Forstwirtschaft. Sie dürfen nur zu den gemäss eidg. und kant. Waldgesetz vorgesehenen Zwecken mit Motorfahrzeugen befahren werden.
Allgemein bewilligte Fahrten
Art. 4
Allgemein bewilligte Fahrten
Fahrten, welche nebst dem forst- und landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsverkehr ohne spezielle Bewilligung ausgeführt werden dürfen:

Alle Dienstfahnen von Polizei, Forstdienst, Wildhut, Sanität, Feuerwehr, Öl- und Chemiewehr, Fahrten zum Zweck der Erfüllung amtlicher oder gesetzlicher Tätigkeiten (Baupolizei, Kaminfeger, Feuerschau, gerichtliche Augenscheine usw.) sowie Fahrten im Dienste des Bundes, des Kantons und der Gemeinde;

Fahrten von Ärzten und Tierärzten in Ausübung der beruflichen Tätigkeit,

Fahrten anlässlich von Unglücks-, Brand- und Katastrophenfallen, sofern sie von einer zuständigen Stelle angeordnet werden;

Fahrten für den Transport von erlegtem Schalenwild;

Fahrten für den Strassenunterhalt;

Fahrten für Anlässe die von einer zuständigen Behörde bewilligt wurden;

Dienstfahrten des Elektrizitätswerkes Flims;

Velofahrten
Bewilligungspflichtige Fahrten
Art. 5
Bewilligungspflichtige Fahrten
Der Gemeindevorstand erteilt auf Gesuch hin nichtübertragbare Einzelbewilligungen (Jahres-, Monats- oder Tagesbewilligungen) für:

Fahrten von Grundeigentümern, Pächtern und Mietern für die Zufahrt zu ihren Liegenschaften;

Fahrten von Lieferanten, Berufsleuten, Konzessionären usw. zur Ausübung ihrer Tätigkeit;

Fahrten von Besucher von Grundeigentümern, Pächtern und Mietern;

Fahrten von gehbehinderten Personen.
Bewilligungsgebühren
Art. 6
Bewilligungsgebühren
Der Gemeindevorstand erlässt eine Gebührenverordnung als Anhang zu diesem Reglement.
Besondere Vorschriften
Art. 7
Besondere Vorschriften
Der Gemeindevorstand kann bei ungünstigen Strassenverhältnissen weitergehende Beschränkungen erlassen und falls notwendig die Waldstrassen für den Motorfahrzeugverkehr gänzlich sperren.

Das Strassenumgelände darf nicht befahren werden. Zum Parkieren und zum Kreuzen sind ausschliesslich die dafür vorgesehenen Stellen zu benützen.
Strafbestimmungen
Art. 8
Strafbestimmungen
Übertretungen dieses Reglements werden durch den Gemeindevorstand mit Busse bis zu Fr. 1'000.--, im Wiederholungsfalle bis Fr. 5'000.-- bestraft.

Der Missbrauch von nichtübertragbaren Einzelbewilligungen kann dauernden oder befristeten Entzug der Bewilligung zur Folge haben.
Vollzug
Art. 9
Vollzug
Der Gemeindevorstand wird mit dem Vollzug dieses Reglements beauftragt. Dieser ist befugt, Kontroll- und Vollzugsmassnahmen zu delegieren.
Publikation und Signalisation
Art. 10
Publikation und Signalisation
Die in diesem Reglement erlassenen Verkehrsbeschränkungen sind zu veröffentlichen. Die Signalisation hat im Benehmen mit der kantonalen Verkehrspolizei zu erfolgen.
Inkrafttreten
Art. 11
Inkrafttreten
Dieses Reglement tritt in Kraft, sobald die durch das Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartement genehmigten Vorschriftssignale an Ort und Stelle angebracht worden sind.
Ausgabe vom Gemeindevorstand genehmigt am
-
Ausgabe von der Gemeindeversammlung genehmigt am
23.01.1997
Ausgabe von der Regierung des Kantons GR genehmigt am
-
Waldstrassengesetz
Systematische Rechtssammlung		Seite 2 von 6
Waldstrassengesetz - Allgemeine Bestimmungen	23.01.1997
Systematische Rechtssammlung		Seite 2 von 6