<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, der Bundesversammlung die notwendigen Änderungen des Jagdgesetzes vom 20. Juni 1986 (SR 922.0) vorzulegen, damit in der Schweiz die Baujagd mit Hunden und Frettchen verboten wird und damit Bestimmungen zur Nachsuche von verletzten Wildtieren umgehend in der eidgenössischen Jagdgesetzgebung verankert werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Motion enthält zwei Forderungen, zu denen der Bundesrat im Folgenden separat Stellung nimmt: zum einen die Forderung nach einem Verbot der Baujagd, zum anderen die Forderung nach einer bundesgesetzlichen Verankerung der Bestimmungen zur Nachsuche von verletzten Wildtieren.</p><p>Baujagd</p><p>Bei der Baujagd handelt es sich um eine traditionelle Jagdart, bei der speziell gezüchtete Hunderassen eingesetzt werden, um Füchse und Dachse in deren Bauten aufzustöbern und daraus zu vertreiben. Das Wild kann sodann über dem Boden durch den Jäger erlegt werden. Diese in der Schweiz noch heute praktizierte Jagdart trägt zur Prävention von Krankheiten und Seuchen bei.</p><p>Aus biologischen Gründen ist deshalb die Baujagd auf Fuchs und Dachs durchaus sinnvoll. Angesichts der potenziellen Verletzungsgefahr der Hunde sowie der bejagten Tiere stellt sich aber die Frage, ob diese Jagdmethode mit dem heutigen Entwicklungsstand des Tierschutzes vereinbar ist. Der Bundesrat ist daher bereit, die ethischen Aspekte der Baujagd vertieft abzuklären und gestützt darauf in Zusammenarbeit mit den betroffenen Kreisen die weiteren Möglichkeiten zu prüfen.</p><p>Bestimmungen zur Nachsuche von bestimmten Wildtieren</p><p>Bei der Ausübung der Jagd kann es vorkommen, dass das beschossene Tier nicht getötet, sondern nur verletzt wird. In diesen Fällen macht sich der Jäger die Eigenschaft von Hunden zu Nutzen, Wildtiere noch über weite Entfernungen mit seinem Geruchssinn wahrzunehmen. Der Hund ist so in der Lage, an der langen Leine die Spur des verletzten Tieres aufzunehmen und den Hundeführer zum verletzten Tier zu bringen, wo es dann erlegt werden kann. Viele Nachsuchen werden übrigens von der Jägerschaft und der Wildhut auch nach Unfällen, die das Wild auf Strassen und Bahngeleisen erleidet, durchgeführt. Nicht zuletzt wegen ihrer relativ hohen Erfolgsquote ist die Nachsuche in Jägerkreisen weitgehend unbestritten, und entsprechende gesetzliche Bestimmungen finden sich in allen Kantonen. Dies entspricht nicht nur dem föderalistischen Aufbau unseres Landes, sondern erlaubt es auch, den unterschiedlichen lokalen Gegebenheiten, wie z. B. der jeweiligen Topographie oder den spezifischen Jagdsystemen, optimal Rechnung zu tragen. Der Bundesrat sieht daher keinen Bedarf, die geltende Kompetenzzuweisung (Art. 3 JSG) zu ändern.</p> Der Bundesrat beantragt, Punkt 1 in ein Postulat umzuwandeln und Punkt 2 abzulehnen.