A bteilung V E -4341/2006 {T 0/2} U rteil vom 21. M ai 2007 M itw irkung: R ichter W eber (Vorsitz), Schürch, W espi G erichtsschreiberin Balm elli A._______, B._______, Türkei, vertreten durch lic. iur. M ichael G uidon, Berner R echtsberatungsstelle für Asylsuchende, Schw arztorstrasse 124, 3007 Bern, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 19. A pril 2005 in Sachen A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Eigenen Angaben zufolge verliessen die Beschw erdeführer die Türkei am 27. Septem ber 2003 und gelangten am 1. O ktober 2003 in die Schw eiz, w o sie gleichentags ihre Asylgesuche einreichten. Am 6. O ktober 2003 w urden die Beschw erdeführer in der Em pfangsstelle Kreuzlingen befragt. D er C ._______ hörte den Beschw erdeführer am 27. O ktober 2003 zu den Asylgründen an. Im W esentlichen m achte der Beschw erdeführer geltend, sie seien kurdischer Ethnie sow ie alevitischen G laubens und stam m ten ursprünglich aus D ._______, E._______, Kaharam anm aras. Er selbst sei nie politisch aktiv gew esen. Seit 1978 sei er indes w egen seiner politisch aktiven Verw andten "unter D ruck gesetzt" w orden. Zahlreiche Verw andte hätten die Türkei verlassen und seien im Ausland als Flüchtlinge anerkannt w orden. Im Jahre 1987 sei er m it seiner Fam ilie nach F._______ gezogen, ein O rt, in w elchem nur w enige Kurden leben w ürden. D ort habe er im eigenen G eschäft m it M öbeln und Teppichen gehandelt. Seit 1989 habe er seine politischen Verw andten im m er w ieder unterstützt, sei es finanziell, m it M edikam enten oder dass er ärztliche Behandlungskosten übernom m en habe. 1994 sei sein C ousin H ., w elcher sich bei der PKK engagiert habe, um gebracht w orden. Anlässlich der Beerdigung von H . seien sie vom M ilitär provoziert und schikaniert w orden. Im Jahre 1999 sei sein Bruder I., nach einer Festnahm e in Istanbul, nicht m ehr nach H ause zurückgekehrt. Er selbst habe sich deshalb nach Istanbul begeben, um sich über das Schicksal seines Bruders zu inform ieren. D abei sei ihm von der Polizei eine Liste gezeigt w orden, auf w elcher seine Fam ilienangehörigen als Terroristen, "PKK'ler" und Staatsverräter aufgeführt gew esen seien. Auch er sei als Terrorist und Staatsverräter beschuldigt w orden. In der Folge sei er m ehrm als auf die "Sektion zur Bekäm pfung des Terrors" gebracht w orden. Im Januar 2002 sow ie im April 2002 sei sein Sohn, w elcher Inform atik studiert und kurz vor den Prüfungen an der U niversität gestanden habe, verhaftet w orden. D am it hätten die Behörden die W eiterführung des Studium s verhindern w ollen. Im M ai 2002 habe er seinen C ousin H . (N _______) sow ie dessen Freund Z. (N _______), w elche beide aus dem G efängnis entlassen w orden seien, w ährend zw eier W ochen bei sich zu H ause aufgenom m en. Zur Finanzierung ihrer Ausreise aus der Türkei habe er ihnen einen grösseren G eldbetrag gegeben. R und eine W oche nach dem W eggang von H . und Z. sei er in der N acht von der Polizei zu H ause abgeholt und m it verbundenen Augen abgeführt w orden. Ihm sei vorgew orfen w orden, H . und Z. bei sich aufgenom m en zu haben. W ährend dreier Tage sei er festgehalten und m isshandelt w orden. N ach der H aftentlassung habe er vom Spitalarzt ein Attest verlangt, w elches die erlittenen Schläge hätte bestätigen sollen. D er Arzt habe sich jedoch gew eigert, ein solches Attest auszustellen. Auch der Staatsanw alt, w elchen er gebeten habe, eine U ntersuchung einzuleiten, habe sich gew eigert. Anlässlich der W ahlen im H erbst 2002 hätten er und seine Fam ilie ihre Stim m en der H AD EP gegeben. Einen Tag nach den W ahlen seien sie von den Sicherheitskräften inhaftiert und w ährend eines Tages festgehalten w orden. Im M ai 2003 sei er erneut unter dem Vorw urf, die PKK zu unterstützen, verhaftet und w ährend dreier Tage festgehalten sow ie 3 m isshandelt w orden. N ach diesem Vorfall habe er sich, nachdem er 25 Jahre gekäm pft habe und nicht ausgereist sei, zur Ausreise entschlossen. Er habe sich nach Istanbul begeben, um die Ausreise vorzubereiten. Im Septem ber 2003 sei seine Ehefrau von den heim atlichen Behörden für einen Tag festgenom m en, geschlagen und nach seinem Aufenthaltsort gefragt w orden. B. Am 29. O ktober 2003 hörte der C ._______ die Beschw erdeführerin zu den Asylgründen an. D abei m achte sie geltend, anlässlich der W ahlen anfangs N ovem ber 2002 sei sie zusam m en m it ihrer Fam ilie festgenom m en w orden, w eil sie ihre Stim m en der D EH AP gegeben hätten. N och am gleichen Tag seien sie freigelassen w orden. Am 23. Septem ber 2003 sei sie von der Polizei für einen Tag festgehalten und nach dem Aufenthaltsort ihres Ehem annes gefragt w orden. D abei sei sie geschlagen und beschim pft w orden. C . Im R ahm en w eiterer Abklärungen hörte das BFM die Beschw erdeführer am 24. Februar 2005 ergänzend zu den Asylgründen an. Im W esentlichen w iederholten die Beschw erdeführer ihre bisherigen Aussagen. Ergänzend führte der Beschw erdeführer aus, w egen seiner politisch aktiven G eschw ister sei er jährlich zw ei bis drei M al inhaftiert w orden. Ferner seien er und seine Fam ilie ab 2003 einem ständigen Telefonterror ausgesetzt gew esen. O bw ohl sie ihren Festnetzanschluss gekündigt hätten, nur noch H andys verw endet und m ehrm als die N um m er gew echselt hätten, seien sie im m er w ieder telefonisch bedroht w orden. D . Am 22. D ezem ber 2004 ging beim BFM ein ärztliches Zeugnis von D r. J.-C H . T. vom 14. D ezem ber 2004 betreffend die Beschw erdeführerin ein. Am 23. D ezem ber 2004 reichten die Beschw erdeführer m ehrere R eferenzschreiben zu den Akten. E. M it Verfügung vom 19. April 2005 stellte das BFM fest, die Beschw erdeführer erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte die Asylgesuche ab. G leichzeitig ordnete es die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug an. F. M it Beschw erde vom 18. M ai 2005 an die dam als zuständige Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) beantragten die Beschw erdeführer durch ihren Vertreter, die Verfügung des BFM sei aufzuheben. Es sei festzustellen, dass sie die Flüchtlingseigenschaft erfüllten, und es sei ihnen Asyl zu gew ähren. Eventualiter sei vom Vollzug der W egw eisung abzusehen und das BFM anzuw eisen, die vorläufige Aufnahm e anzuordnen. Es sei ihnen die unentgeltliche R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG zu gew ähren und von der Erhebung eines Kostenvorschusses abzusehen. G . M it Zw ischenverfügung vom 25. M ai 2005 hiess der Instruktionsrichter der AR K das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege gut und verzichtete antragsgem äss auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Sodann setzte er den Beschw erdeführern Frist zur Einreichung eines aktuellen Arztberichts und zur Entbindung der behandelnden Ärzte von der Schw eigepflicht. H . M it Fax-Eingabe vom 16. Juni 2005 ersuchten die Beschw erdeführer um Erstreckung der Frist zur Einreichung des Arztberichts. M it Zw ischenverfügung vom 17. Juni 2005 entsprach der Instruktionsrichter der AR K dem Fristverlängerungsgesuch.4 I. Am 30. Juni 2005 reichten die Beschw erdeführer je einen ärztlichen Bericht betreffend den Beschw erdeführer und die Beschw erdeführerin von D r. m ed. M . L., Psychiatrie und Psychotherapie, vom 27. Juni 2005 zu den Akten. J. D as BFM schloss in der Vernehm lassung vom 15. August 2005 auf Abw eisung der Beschw erde. M it Zw ischenverfügung vom 17. August 2005 unterbreitete der Instruktionsrichter der AR K die Vernehm lassung den Beschw erdeführern zur Stellungnahm e. Innert der angesetzten Frist gaben die Beschw erdeführer die R eplik zu den Akten. Am 29. Septem ber 2005 reichten die Beschw erdeführer eine ergänzende Stellungnahm e zur Vernehm lassung, eine D arstellung der verw andtschaftlichen Beziehungen, eine D arstellung der Situation von ehem aligen Bew ohnern von D ._______ sow ie U nterlagen betreffend den Tod von I. _______. zu den Akten. K. Am 9. Juni 2006 ersuchte die AR K die Schw eizerische Vertretung in Ankara um Abklärung noch offener Fragen. D ie Schw eizerische Botschaft antw ortete am 12. O ktober 2006. M it Zw ischenverfügung vom 17. N ovem ber 2006 unterbreitete der Instruktionsrichter der AR K den Beschw erdeführern das Antw ortschreiben der Botschaft zur Stellungnahm e. Innert der angesetzten Frist reichten die Beschw erdeführer m it Schreiben vom 30. N ovem ber 2006 ihre Stellungnahm e ein. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG , Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, am 1. Januar 2007 die Beurteilung der bei der ehem aligen AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführer sind legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten.5 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim at- staat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gel- ten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Problem en w ird R echnung getragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum in- dest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vor- handensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m ass- geblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 3.3 D as BFM lehnte die Asylgesuche ab, da die Vorbringen der Beschw erdeführer w eder den Anforderungen an das G laubhaftm achen gem äss Art. 7 AsylG noch denjenigen an die Flüchtlingseigenschaft gem äss Art. 3 AsylG standhielten. D ie Aussagen der Beschw erdeführer w ürden U nstim m igkeiten enthalten und seien m it den Angaben ihrer Kinder sow ie D rittpersonen nicht vereinbar. D ie w iederholt, angeblich seit 1978 erfolgten M itnahm en seien übersteigert dargestellt und w ürden zum Zeitpunkt der Ausreise zu w eit zurückliegen. Sodann habe sich der Beschw erdeführer aufgrund seiner R eisetätigkeit in den 1990er Jahren w iederholt im Ausland aufgehalten, indes bezüglich der Ein- und Ausreisen keine Schw ierigkeiten geltend gem acht. Eine allfällige R eflexverfolgung hätte sich bereits dam als zeigen m üssen. Schliesslich m üsse auch das Vorliegen einer begründeten Furcht vor künftiger Verfolgung verneint w erden. 3.4 In der R echtsm itteleingabe halten die Beschw erdeführer an der G laubhaftigkeit ihrer Vorbringen fest und führen aus, sie w ürden die Voraussetzungen zur Anerkennung als Flüchtlinge erfüllen. D er Beschw erdeführer habe sich 25 Jahre lang darum bem üht, die Türkei nicht zu verlassen. Ausschlaggebend für die Ausreise seien die Festnahm en im Jahre 2002 und 2003 gew esen. Bereits aufgrund der erlittenen Vorverfolgung m üsste jedoch vorliegend die Verm utung gelten, dass die Beschw erdeführer auch in Zukunft m it ernsthaften N achteilen zu rechnen hätten. Sodann w ürden die verw andtschaftlichen Verhältnisse, das offensichtlich gesteigerte Interesse der Sicherheitskräfte am Beschw erdeführer nach dem Besuch von H . und Z., die seither erduldeten m assiven Eingriffe in die persönliche Integrität sow ie die zahlreichen, im Ausland lebenden Verw andten für die Annahm e einer begründeten Furcht vor künftiger Verfolgung sprechen. 3.5 M it Eingabe vom 29. Septem ber 2005 verw iesen die Beschw erdeführer auf ein U rteil der AR K vom 3. Februar 2005 betreffend den C ousin des Beschw erdeführers sow ie dessen Ehefrau, J._______., Türkei (N _______), 6 w elche ebenfalls der G rossfam ilie A._______ aus D ._______ in E._______ angehören w ürden und von der AR K w egen drohender R eflexverfolgung als Flüchtlinge anerkannt w orden seien. 3.6 3.6.1 In der Botschaftsantw ort vom 12. O ktober 2006 w ird ausgeführt, die Beschw erdeführer und ihre Kinder seien polizeilich nicht registriert und es w ürde auch kein Passverbot gegen sie bestehen. D ie Beschw erdeführer hätten vor m ehr als 20 Jahren ihr H eim atdorf D ._______ verlassen, seien nach F._______ gezogen und hätten dort ein Teppichgeschäft betrieben, in w elchem der Beschw erdeführer bis Ende des Jahres 2000 gearbeitet habe. D er Beschw erdeführer habe zunächst eine m onatliche R ente von YTL 327.36 erhalten, w elche später - aus nicht bekannten G ründen - nicht m ehr ausbezahlt w orden sei. D ie Angelegenheit sei gegenw ärtig bei einem G ericht hängig. 3.6.2 In der Stellungnahm e vom 30. N ovem ber 2006 w ird ausgeführt, die Tatsache, dass die Beschw erdeführer nicht in einem der Schw eizerischen Botschaft zugänglichen R egistrierungssystem verzeichnet seien, spreche nicht gegen deren Verfolgung. Sie seien bis anhin w eder offiziell angeklagt noch verurteilt w orden. G rundsätzlich könne aber davon ausgegangen w erden, dass Personen, die von der Polizei, G endarm erie oder anderen Einheiten in G ew ahrsam genom m en w orden seien, auch w enn ein Eintrag im zentralen Inform ationssystem fehle, in einem entsprechenden R egister eingetragen seien. D en R eisepass habe der Beschw erdeführer 1998 durch einen Bekannten und unter Bezahlung von Schm iergeld verlängern lassen. Sodann habe der Beschw erdeführer betont, dass er, hätte er das D orf aus w irtschaftlichen G ründen verlassen, nicht in der Lage gew esen w äre, ein eigenes G eschäft zu eröffnen. D ie Anstellung des Beschw erdeführers unter seinem Bruder habe von 1999 bis 20. Juni 2000 gedauert. Zur endgültigen Aufgabe der geschäftlichen Tätigkeit 1999 habe das Verhalten der Behörden in Verbindung m it dem G esundheitszustand des Beschw erdeführers geführt. Bis heute habe der Beschw erdeführer keine offizielle Begründung für die Einstellung der R entenzahlungen. Schliesslich w ürden die Beschw erdeführer an den bisher geltend gem achten zeitlichen Angaben festhalten. 4. 4.1 N ach der w eiterhin zutreffenden Praxis der AR K ist die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vorhandensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. Vorbringen sind dann glaubhaft, w enn sie genügend substanziiert, in sich schlüssig und plausibel sind; sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen erschöpfen, in w esentlichen Punkten nicht w idersprüchlich sein oder der innern Logik entbehren und auch nicht den Tatsachen oder der allgem einen Erfahrung w idersprechen. D arüber hinaus m uss der G esuchsteller persönlich glaubw ürdig erscheinen. G laubhaftm achen bedeutet ferner - im G egensatz zum strikten Bew eis - ein reduziertes Bew eism ass und lässt durchaus R aum für gew isse Einw ände und Zw eifel an den Vorbringen des G esuchstellers. Es ist auf eine objektivierte Sichtw eise abzustellen (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 1993 N rn. 11 und 21, 1994 N r. 5 sow ie 1996 N rn. 27 und 28).7 4.2 4.2.1 D as BFM w irft den Beschw erdeführern vor, ihre Aussagen w ürden insbesondere im W iderspruch stehen zu denjenigen von H ., Z. und G ., deren Angaben ihrerseits als übereinstim m end und glaubhaft zu bezeichnen seien. Es sei daher nicht glaubhaft, dass sich H . und Z. im M ai 2002 bei den Beschw erdeführern aufgehalten hätten, respektive zum dam aligen Zeitpunkt von der Polizei gesucht w orden seien. D em nach könne die geltend gem achte Festnahm e des Beschw erdeführers am 1. Juni 2002 auch nicht den Tatsachen entsprechen. Zw ar habe H . in einem R eferenzschreiben vom 2. Juni 2004 nachträglich erklärt, er habe sich w ährend zw eier W ochen bei den Beschw erdeführern aufgehalten. D ieses Schreiben m üsse in W ürdigung der aufgezeigten U ngereim theiten als G efälligkeitsschreiben bezeichnet w erden. Sodann m ache es keinen Sinn, sich bei den Beschw erdeführern zu verstecken, da der Beschw erdeführer gem äss seinen Angaben seit 1989 beschattet w orden sein w olle. 4.2.2 In der R echtsm itteleingabe w ird dazu ausgeführt, das BFM verneine die G laubhaftigkeit dieser Inhaftierung einzig m it dem Verw eis auf die Aussagen von D rittpersonen. Es gehe zu U nrecht davon aus, dass H . und Z. sich nicht bei den Beschw erdeführern aufgehalten hätten. D ie drei Personen seien auf drei, der Beschw erde beiliegenden Fotos zusam m en abgebildet. D er Zeitraum , in w elchem dieses Treffen m öglich gew esen sei, beschränke sich auf die M onate zw ischen der Entlassung von H . aus dem G efängnis am 21. M ärz 2002 und der Ausreise im August 2002. D as D atum der Entw icklung der Abzüge vom 10. M ai 2003 lasse ebenfalls auf die R ichtigkeit der Angaben der Beschw erdeführer schliessen. H . sei zum dam aligen Zeitpunkt nicht gesucht w orden, um verhaftet zu w erden. Trotzdem habe sich H . als Fliehender verstanden. Seine Angst, schon vor Ablauf des H afturlaubes w ieder verhaftet zu w erden, sei verständlich. Vor diesem H intergrund sei die Ansicht der Beschw erdeführer, H . w erde gesucht, nachvollziehbar und könne ihnen nicht vorgew orfen w erden. Auch Z. könne bestätigen, dass er sich bei den Beschw erdeführern aufgehalten habe. Sodann entspreche das Verhalten von H . und Z. dem jenigen von provisorisch freigelassenen politischen G efangenen. 4.2.3 Vorw eg ist festzuhalten, dass der Beschw erdeführer anlässlich der insgesam t drei Befragungen übereinstim m ende Angaben zum Aufenthalt von H . und Z. bei sich zu H ause m achte. So entsprechen die Aussagen des Beschw erdeführers, w onach Z. zu 20 Jahren G efängnis verurteilt und anfangs 2002 aus gesundheitlichen G ründen für sechs M onate bedingt freigelassen w urde, den persönlichen Angaben von Z. Auch verm ochte der Beschw erdeführer den H erkunftsort von Z. korrekt zu nennen. Allerdings w aren seine w eiteren Aussagen betreffend Z. sehr vage und unbestim m t, nam entlich w ar er nicht in der Lage, den N achnam en von Z. w iederzugeben. Auch stim m en die Angaben des Beschw erdeführers, w onach es Z. gesundheitlich gut gegangen sei, nicht m it den persönlichen Vorbringen von Z. überein. W as sodann die Aussagen des Beschw erdeführers betreffend H . anbelangen, so stim m en auch hier einige w enige Angaben des Beschw erdeführers m it den persönlichen Vorbringen von H . überein. D ies betrifft den Zeitpunkt der H aftentlassung von H ., das noch hängige Verfahren gegen H . sow ie die Aussagen betreffend den 1994 erm ordeten C ousin H . D es W eitern ist den beigezogenen Akten von H . zu entnehm en, dass dieser nach seiner Freilassung am 21. M ärz 2002 ständig seine Adresse w echselte und sich bis zu seiner Ausreise an 8 verschiedenen O rten, jew eils zw ischen sieben und 14 Tagen, aufhielt. Auf entsprechende Frage, bei w em er sich aufgehalten habe, nannte H . verschiedene Angehörige an unterschiedlichen O rten, w obei er w eder die Beschw erdeführer noch deren W ohnort F._______ erw ähnte. In Anbetracht des von den Beschw erdeführern geltend gem achten 14-tägigen Aufenthalts bei ihnen zu H ause und des U m standes, dass H . vom Beschw erdeführer zur Finanzierung der Ausreise einen grösseren G eldbetrag erhalten haben soll, ist nicht einsehbar, w eshalb H . gerade diesen Aufenthalt nicht genannt hat. Zw ar bestätigte H . in seinem Schreiben vom 2. Juni 2004, er habe sich im M ai 2002 bei den Beschw erdeführern aufgehalten. Indes führt er nicht aus, aus w elchen G ründen er es seinerzeit unterlassen hat, den Aufenthalt bei den Beschw erdeführern anzugeben. Vor diesem H intergrund ist das Schreiben von H . als blosses G efälligkeitsschreiben eines Verw andten zu w erten, aus w elchem die Beschw erdeführer nichts zu ihren G unsten abzuleiten verm ögen. Als w eiteres Bew eism ittel für den Aufenthalt von H . und Z. haben die Beschw erdeführer drei Fotographien eingereicht, w elche die Beschw erdeführerin und den Beschw erdeführer m it einer beziehungsw eise zw ei anderen Personen zeigen. G em äss dem rückseitigen Aufdruck auf den Fotos w urden diese Aufnahm en im M ai 2003 entw ickelt. In der R echtsm itteleingabe legen die Beschw erdeführer indes m it keinem W ort dar, w eshalb sie die Aufnahm en, die im M ai 2002 entstanden sein sollen, erst ein Jahr später entw ickeln liessen. Vielm ehr sprechen das D atum der Entw icklung der Aufnahm en und die aufgezeigten U nstim m igkeiten in den Aussagen aller Beteiligten dafür, dass die Aufnahm e nicht im M ai 2002 und nicht bei den Beschw erdeführern zu H ause in F._______ gem acht w urden. Aufgrund der vorstehenden Erw ägungen kann den Beschw erdeführern som it nicht geglaubt w erden, dass sich H . und Z. im M ai 2002 w ährend 14 Tagen bei ihnen in F._______ aufgehalten haben. D ieser Schluss w ird durch die zutreffende Feststellung des BFM in der angefochtenen Verfügung noch bestätigt, w onach die Aussagen von H ., Z. und G . in sich stim m ig und daher glaubhaft seien. N am entlich spricht gegen den geltend gem achten Besuch bei den Beschw erdeführern, dass sich Z., laut den Aussagen von G . (Schw ester von H .), zw ischen April 2002 und August 2002 bei ihr aufgehalten hat. 4.2.4 In der angefochtenen Verfügung stellt das BFM w eiter fest, die Aussagen der Beschw erdeführer und ihrer Kinder zur Verhaftung im N ovem ber 2002 seien w idersprüchlich ausgefallen und som it nicht glaubhaft. D er Beschw erdeführer habe ausgesagt, sie seien im 3. Stock, respektive im 2. Stock über dem Erdgeschoss befragt w orden. Alle vier Personen hätten sich in einem W artezim m er aufgehalten, seien dann in ein daneben liegendes Befragungszim m er und von dort in ein w eiteres W artezim m er geführt w orden. Laut den Aussagen der Beschw erdeführerin und ihrer Tochter hätten sie im ersten Stock in einem Korridor w arten m üssen und seien dann nacheinander in einem Zim m er befragt w orden. D er Sohn habe beim Kanton vorgetragen, alle hätten in einem W arteraum gew artet und seien nacheinander zum Verhör in einen anderen R aum gebracht w orden. Beim BFM habe er erklärt, sie hätten im ersten Stock im Korridor gew artet und seien dann der R eihe nach in einem Zim m er befragt w orden. 4.2.5 Auch hinsichtlich dieser Vorbringen ist festzustellen, dass die Beschw erdeführer und ihre Kinder zw ar übereinstim m ende Aussagen zum Ablauf der Verhaftung vom 9 4. N ovem ber 2002 m achten. Ihre Angaben stim m en in zeitlicher H insicht überein und alle vier Fam ilienm itglieder gaben die gleiche R eihenfolge zu Protokoll, in w elcher sie an diesem Tag auf der Sicherheitsdirektion verhört w urden. W eitergehend äusserten sich die Beschw erdeführer aber unvereinbar. D ie divergierenden Angaben betreffen insbesondere das Stockw erk, auf w elchem die Einvernahm en durchgeführt w orden seien, w obei diesbezüglich noch gegenüber den Ausführungen des BFM richtig zu stellen ist, dass die Beschw erdeführerin anlässlich keiner Befragung nach dem Stockw erk gefragt w urde. D er Beschw erdeführer sprach anlässlich der kantonalen Anhörung vom dritten (vgl. N _______ A9, S. 15) und anlässlich der ergänzenden Befragung vom 2. Stockw erk (vgl. a.a.O . A18, S. 6). D em gegenüber sprach der Sohn der Beschw erdeführer anlässlich der ergänzenden Befragung vom 2. Stock, korrigierte sich später und führte aus, beim 2. Stock handle es sich eigentlich um das 1. Stockw erk. D ie Tochter der Beschw erdeführer sprach sodann ausschliesslich vom 1. Stockw erk (vgl. N _______ A13, S. 11 f.). W eitergehend, und dies erscheint besonders gew ichtig, beschrieben und skizzierten die Beschw erdeführer und ihre Kinder die R äum e des Sicherheitsgebäudes, in w elchem sie sich einen ganzen Tag aufgehalten hätten und befragt w orden seien, in w esentlichen Punkten nicht übereinstim m end. (vgl. A18, S. 6 f., A19, S. 2 f.; N _______ A11, S. 8 und Skizze; N _______ A13. S. 11f und Skizze). U m diesbezüglich W iederholungen zu verm eiden, kann auch auf die entsprechenden Erw ägungen in der angefochtenen Verfügung verw iesen w erden. Schliesslich äusserten sich die Kinder der Beschw erdeführer auch unvereinbar über die H eim kehr vom Sicherheitsgebäude. W ährend der Sohn aussagte, sie seien m it einem Taxi nach H ause gefahren, gab die Tochter zu Protokoll, sie seien zu Fuss heim gekehrt (vgl. N _______ A11, S. 8 f.; N _______ A13, S. 14). Aufgrund der dargelegten U nstim m igkeiten, insbesondere der w esentlich unterschiedlichen Skizzen, bestehen erhebliche Zw eifel an der G laubhaftigkeit der Inhaftierung vom 4. N ovem ber 2002. 4.2.6 D as BFM erachtet w eiter die geltend gem achten telefonischen D rohungen als unglaubhaft. Anlässlich der kantonalen Anhörung habe der Beschw erdeführer ausgesagt, seit anfangs 2003 sei es alle drei, fünf oder sieben Tage zu solchen D rohungen gekom m en. In der N acht hätten sie deshalb den Stecker herausgezogen. Im M ärz 2003 hätten sie auf das Festnetz verzichtet und das erste H andy gekauft. Im M ai 2003 seien sie täglich telefonisch bedroht w orden. D em gegenüber habe die Beschw erdeführerin zu Protokoll gegeben, ihr Ehem ann sei ungefähr seit April 2003 telefonisch bedroht w orden. Schlussendlich hätten sie fünf oder sechs H andys gehabt. D ie Tochter habe beim Kanton vorgetragen, im Jahre 2003, vor allem im M ai, habe es telefonische D rohungen gegeben. Anlässlich der Befragung durch das BFM habe sie ausgesagt, die Telefonate hätten im Jahre 2003 angefangen, im M ai sei es verm ehrt gew esen. W eiter habe sie ausgeführt, w enn es so etw as schon früher gegeben hätte, sei das nicht so w ichtig gew esen. D ie Eltern hätten nichts gegen die D rohungen unternom m en, auch nicht die Telefonnum m er gew echselt. D er Sohn habe beim Kanton geltend gem acht, die Telefonate habe es w ährend der letzten sechs bis acht M onate vor der Ausreise gegeben. Beim BFM habe er erklärt, im Jahre 2003 hätten die D rohungen angefangen, die Eltern hätten indes nichts dagegen unternom m en, nam entlich nicht die N um m er gew echselt.10 4.2.7 Aufgrund der Akten ist festzustellen, dass die ganze Fam ilie übereinstim m end geltend m achte, telefonisch bedroht w orden zu sein. D arüber hinaus sind ihre Aussagen aber sehr unterschiedlich ausgefallen, nam entlich w as den Beginn der Telefonate und den Zeitpunkt deren H äufung betrifft (vgl. diesbezüglich die unter Ziffer 4.2.6. w iedergegebenen Erw ägungen des BFM ). W as den diesbezüglichen Erklärungsversuch in der R echtsm itteleingabe anbelangt, w onach die vier betroffenen Fam ilienm itglieder jew eils ihre persönliche Sicht der Ereignisse geschildert hätten, verm ag dieser in keiner W eise zu überzeugen. D ies insbesondere deshalb, w eil auch von vier verschiedenen Personen durchaus erw artet w erden kann, dass sie zu einem bestim m ten Vorkom m nis im W esentlichen übereinstim m end aussagen, haben sie dabei doch lediglich selbst Erlebtes w iederzugeben. D es W eitern m achten die Beschw erdeführer unterschiedliche Angaben zu ihren M assnahm en gegen den angeblichen Telefonterror. W ährend der Beschw erdeführer aussagte, sie hätten bereits im M ärz auf das Festnetz verzichtet, gaben die Kinder ausdrücklich zu Protokoll, die Eltern hätten nichts gegen die D rohungen unternom m en, nam entlich nicht auf den Festnetzanschluss verzichtet. Insgesam t bestehen som it erhebliche Zw eifel an den geltend gem achten telefonischen D rohungen. 4.2.8 D as BFM zw eifelt w eiter an der letzten geltend gem achten Verhaftung des Beschw erdeführers im M ai 2003. Er habe ausgeführt, nach seiner Freilassung habe er sich bei Verw andten und Bekannten aufgehalten, sei aber einm al in der W oche oder alle zehn bis 15 Tage nach H ause gegangen. D ie Fam ilie habe gew usst, w o er sich aufhalte, da sie telefonischen Kontakt gehabt hätten. G em äss den Aussagen der Beschw erdeführerin beim Kanton habe sich ihr Ehem ann seit M ai 2003 nicht m ehr blicken lassen, respektive sei er praktisch nie m ehr zu H ause gew esen. Sie habe angenom m en, er halte sich in Istanbul auf, da er diesbezüglich nie konkrete Angaben gem acht habe. Laut den Aussagen der Tochter sei der Vater nach der letzten U ntersuchungshaft nicht m ehr zu H ause gew esen, respektive sei er nicht regelm ässig zu H ause gew esen, und sie hätten keinen telefonischen Kontakt gehabt. Sie habe nicht gew usst, w o er sich aufhalte. D er Sohn habe dazu ausgesagt, der Vater habe sich seit M ai 2003 nur noch selten zu H ause aufgehalten. Er w isse nicht, w o er sich aufgehalten habe. D urch derart unterschiedliche Aussagen, w elche zentrale Punkte der Asylbegründung betreffen, könne dem Beschw erdeführer die geltend gem achte Verfolgungssituation und dam it die angebliche M itnahm e der Beschw erdeführerin kurz vor der Ausreise nicht geglaubt w erden. Auf Vorhalt hätten die Beschw erdeführer die w idersprüchlichen Aussagen nicht plausibel erklären können. 4.2.9 D er Beschw erdeführer gab anlässlich der kantonalen Anhörung zu Protokoll, er habe sich nach der Freilassung nur noch selten zu H ause aufgehalten (vgl. A9, S. 17). Beim BFM erklärte er, er sei nicht m ehr oft zu H ause gew esen, er sei einm al in der W oche, alle zehn oder 15 Tage nach H ause gegangen, habe aber telefonischen Kontakt gehabt (vgl. A18, S. 8). Anlässlich der kantonalen Anhörung erklärte die Beschw erdeführerin, ihr Ehem ann habe sich seit M ai 2003 nicht m ehr blicken lassen (vgl. A10, S. 13). Im R ahm en der ergänzenden Befragung führte sie aus, ab Ende M ai 2003 sei ihr M ann praktisch nie m ehr zuhause gew esen. Er sei sehr selten nach H ause gekom m en. Am Schluss sei er praktisch gar nicht m ehr nach H ause gekom m en. Auf N achfrage des Befragers erklärte sie: "Eben, w ie 11 gesagt, sehr selten, ich w eiss es nicht m ehr, so gut w ie nie". Auf die Frage, w ie oft er von Ende M ai bis Ende August 2003 ungefähr zu H ause gew esen sei, erklärte die Beschw erdeführerin, sie habe es nicht gezählt, er sei selten gekom m en. Am Telefon habe er angegeben, er halte sich in Istanbul auf, er habe aber nie konkret gesagt, w o er sich aufhalte (vgl. A18, S. 3). D ie Tochter sagte anlässlich der Befragung durch das BFM aus, ihr Vater habe sich nach der U ntersuchungshaft nicht regelm ässig zu H ause aufgehalten. D a sie Problem e m it dem Telefon gehabt hätten, hätten sie keinen telefonischen Kontakt gehabt. W enig später erklärte die Tochter, der Vater habe gelegentlich angerufen, sie habe es nicht gezählt (vgl. A13, S. 6). D er Sohn gab beim BFM zu Protokoll, der Vater habe sich selten zu H ause blicken lassen (vgl. A11, S. 12). D ie vorstehenden Ausführungen zeigen gew isse übereinstim m ende, aber insbesondere auch divergierende Aussagen zum Aufenthalt des Beschw erdeführers und den zu ihm unterhaltenen Kontakt auf. Insbesondere vorzuheben ist, dass sich die Beschw erdeführer anlässlich der Anhörung durch den Kanton offensichtlich w idersprachen. D er Beschw erdeführer erklärte, selten daheim gew esen zu sein, w ogegen die Beschw erdeführerin angab, ihr Ehem ann sei seit M ai 2003 gar nicht m ehr zu H ause gew esen. D ennoch ist vorliegend aufgrund der teilw eise übereinstim m enden Angaben nicht auszuschliessen, dass sich der Beschw erdeführer ab M ai 2003 nicht m ehr regelm ässig zu H ause aufgehalten hat, indes m öglicherw eise aus einem anderen G rund als geltend gem acht. Vor diesem H intergrund bezw eifelt das Bundesverw altungsgericht die geltend gem achte Festnahm e des Beschw erdeführers im M ai 2003. 4.2.10 In der angefochtenen Verfügung führt das BFM w eiter aus, der Beschw erdeführer m ache geltend, von 1978 bis 1996 alle zw ei bis drei Tage und seit 1990 ein bis zw ei M al pro Jahr festgenom m en, als Terrorist beschim pft und nam entlich beschuldigt w orden zu sein, die PKK finanziell zu unterstützen. Bekannterm assen w ürden die türkischen Behörden äusserst konsequent gegen m utm assliche Teilnehm er an strafbaren H andlungen im Zusam m enhang m it der PKK vorgehen. Es erscheine daher unw ahrscheinlich, dass sich die Polizei die M ühe genom m en habe, den Beschw erdeführer w ährend Jahren im m er w ieder festzunehm en und nach kurzer Zeit w ieder freizulassen. Ein derartiger Aufw and erscheine unverhältnism ässig. 4.2.11 Vorliegend erscheint unbestritten, dass verschiedene Verw andte der Beschw erdeführer politisch aktiv w aren beziehungsw eise noch sind, m it den türkischen Sicherheitsbehörden in Konflikt gerieten und deshalb ins Ausland (auch in der Schw eiz) reisten, w o einige von ihnen als Flüchtlinge anerkannt w urden. Allerdings bestehen erhebliche Zw eifel an der vom Beschw erdeführer geltend gem achten Intensität der Inhaftierungen. N am entlich ist nicht glaubhaft, dass die heim atlichen Behörden w ährend Jahren einen derartigen Aufw and bezüglich des Beschw erdeführers betrieben haben w ollen, ohne ihn je anzuklagen. D es W eitern ist m it zu berücksichtigen, dass seit dem Jahre 1987 der W ohnort der Beschw erdeführer in F._______ am M ittelm eer liegt, m ithin H underte von Kilom etern vom ursprünglichen W ohnort der Beschw erdeführer und der G rossfam ilie A._______ (E._______, Kaharam aras) und dam it auch vom Aktionsgebiet der PKK entfernt. Sodann reiste der Beschw erdeführer gem äss seinen eigenen Angaben zw ischen 1993 und 1997 insgesam t 25 M al nach 12 K._______, w obei er anlässlich der Befragungen und auch auf Beschw erdestufe nicht geltend m achte, jew eils illegal ausgereist zu sein (vgl. A9, S. 5) beziehungsw eise anlässlich der Aus- und W iedereinreisen jem als Schw ierigkeiten m it den heim atlichen G renzbehörden gehabt zu haben. Auch liess der Beschw erdeführer ebenfalls laut seinen eigenen Aussagen im Jahre 1998 persönlich seinen R eisepass bei den zuständigen Behörden verlängern (vgl. A1, S. 3). Sow eit diesbezüglich in der R eplik geltend gem acht w ird, der Beschw erdeführer habe den R eisepass durch einen Bekannten und gegen Bezahlung von Schm iergeldern erlangt, steht dieser Erklärungsversuch in W iderspruch zu den vorgenannten persönlichen Angaben des Beschw erdeführers. D arüber hinaus haben die Abklärungen der Schw eizerischen Vertretung ergeben, dass die Beschw erdeführer keinem Passverbot unterstehen, w eshalb dieser späteren D arstellung zusätzlich die G rundlage entzogen ist. Vor diesem H intergrund bestehen ernsthafte Zw eifel an den geltend gem achten behördlichen M itnahm en des Beschw erdeführers, w obei letztlich nicht gänzlich ausgeschlossen w erden kann, dass der Beschw erdeführer jem als der U nterstützung der PKK bezichtigt w urde. 4.2.12 Als Beleg für die G laubhaftigkeit ihrer Vorbringen haben die Beschw erdeführer je ein ärztliches Zeugnis zu den Akten gereicht. G em äss dem ärztlichen Bericht von D r. m ed. M . L., Psychiatrie und Psychotherapie, vom 27. Juni 2005 leidet der Beschw erdeführer an einer posttraum atischen Belastungsstörung (IC D -10: F43.1) sow ie einer m ittelgradigen depressiven Episode (IC D -10: F32.10). Bei der Beschw erdeführerin stellte derselbe Arzt ebenfalls eine posttraum atische Belastungsstörung (IC D -10: F43.1) sow ie eine rezidivierende depressive Störung, gegenw ärtig m ittelgradige Episode m it som atischen Sym ptom en (IC D -10: F33.1) fest. M it einem ärztlichen G utachten kann grundsätzlich nicht die U rsache einer geltend gem achten psychischen Krankheit bew iesen w erden (vgl. die w eiterhin zutreffende Praxis der AR K in EM AR K 1999 N r. 5 E. 4f.bb S. 32). D er behandelnde Arzt w ird in der R egel eine w eitgehend zuverlässige D iagnose des vorliegenden Krankheitsbildes stellen können. Bezüglich der U rsachen der Krankheit ist er indes vorw iegend auf die Aussagen des Patienten angew iesen. Er kann som it einzig die Auffassung vertreten beziehungsw eise den Schluss ziehen, er halte die angeführten G ründe, die zur psychischen Erkrankung geführt hätten, als glaubhaft. Ein ärztliches G utachten kann som it H inw eise darauf geben, dass die vom Asylgesuchsteller geltend gem achten U rsachen einer psychischen Erkrankung (und som it dessen Asylvorbringen) glaubhaft sind. D as G utachten ist indes im m er nur als ein Elem ent in der gesam ten Aktenlage anzusehen und kann deshalb in der R egel nicht Bew eis für die G laubhaftigkeit der Aussagen eines Asylgesuchstellers bilden. D ie Beurteilung der G laubhaftigkeit der Vorbringen eines Beschw erdeführers ist ohnehin eine R echtsfrage, deren Beantw ortung - w ie im Ü brigen auch die Bew eisw ürdigung - Aufgabe des R ichters ist (vgl. die w eiterhin zutreffende Praxis der AR K in EM AR K 1996 N r. 16, E. 3e.bb, S. 144, EM AR K 1999 N r. 5 E. 4f.bb S. 31 f.; EM AR K 2002 N r. 13 E. 6c S. 115 f.). D ie unter dem Titel "Anam nese" in den beiden Zeugnissen w iedergegebenen Angaben der Beschw erdeführer sow ie w eitere Ausführungen in den ärztlichen Berichten entsprechen den vom Bundesverw altungsgericht als nicht glaubhaft bew erteten Asylvorbringen der Beschw erdeführer. In Anbetracht der vorstehenden 13 Erw ägungen können die ärztlichen Zeugnisse daher nicht als ausschlaggebendes Indiz für die G laubhaftigkeit der Aussagen der Beschw erdeführer gew ertet w erden. 4.2.13 D er Beschw erdeführer m acht schliesslich noch geltend, aufgrund seiner politischen Aktivitäten sow ie seines politischen U m feldes sei die Bezahlung der ihm zustehenden Invalidenrente eingestellt w orden. D azu ist festzustellen, dass es dem Beschw erdeführer nicht gelungen ist, ein politisches Engagem ent glaubhaft zu m achen. Entsprechend bestehen auch keine Anhaltspunkte dafür, dass die Zahlungseinstellung aus einem asylrelevanten G rund erfolgt w ären. Aus w elchem G rund die Zahlungen tatsächlich eingestellt w urden, ist den Akten nicht zu entnehm en. Auch konnte die Botschaftabklärung den G rund für die R enteneinstellung nicht eruieren. Allerdings ist der Botschaftsanw ort nicht zu entnehm en, aus w elchen G ründen diesbezüglich keine w eiteren Angaben in Erfahrung gebracht w erden konnten. Indes hat die Botschaftsanfrage ergeben, dass ein G erichtsverfahren in dieser Angelegenheit hängig ist. Vor diesem H intergrund ist kaum vorstellbar, dass der Beschw erdeführer im Vorfeld des eingeleiteten G erichtsverfahrens in keiner W eise über die G ründe der Zahlungseinstellung inform iert w urde. An dieser Feststellung verm ögen auch die nicht näher substanziierten Ausführungen in der Stellungnahm e vom 30. N ovem ber 2006 nichts daran zu ändern. 4.2.14 Im Sinne eines Zw ischenergebnisses ist festzuhalten, dass das BFM in einigen w enigen Punkten Argum ente für die G laubhaftigkeit der Aussagen der Beschw erdeführer nicht berücksichtigt hat. Indes ist insgesam t und unter Berücksichtigung der für und w ider die G laubhaftigkeit sprechenden Elem ente festzustellen, dass die Vorbringen der Beschw erdeführer von zahlreichen U nstim m igkeiten gekennzeichnet sind und dam it ernsthafte Zw eifel an der G laubhaftigkeit an dem von ihnen geltend gem achten Sachverhalt bestehen. 5. 5.1 Zu Art. 3 AsylG führte das BFM in der angefochtenen Verfügung aus, es sei allgem ein bekannt, dass Angehörige der kurdischen Bevölkerung in der Türkei Schikanen und Benachteiligungen verschiedenster Art ausgesetzt sein könnten. D ie w iederholten, angeblich seit 1978 erfolgten M itnahm en dürften vom Beschw erdeführer w ohl übersteigert dargestellt w orden sein, zum al er nicht geltend gem acht habe, in dieser Zeit je ein M al festgenom m en, angeklagt oder verurteilt w orden zu sein. Aus der Tatsache, dass er ohne Einleitung eines G erichtsverfahrens w ieder freigelassen w orden sei, könne geschlossen w erden, dass die Behörden in seinem Fall keine konkreten Verfolgungsabsichten gehegt hätten. Zudem hätten diese Vorfälle im Zeitpunkt der Ausreise zu w eit zurückgelegen, um noch als Anlass für diese gew ertet w erden zu können. M it dem U m zug nach F._______ habe sich die Situation der Beschw erdeführer sodann offensichtlich geändert. W eiter sei nicht von vornherein auszuschliessen, dass die Beschw erdeführer w egen ihrer im Ausland lebenden Verw andten von den Behörden behelligt w orden sein könnten. Bezüglich der Türkei könne davon ausgegangen w erden, dass Fam ilienangehörige von politisch Verfolgten oder anderw eitig gesuchten Personen einem erhöhten R isiko ausgesetzt sein könnten, von den Sicherheitsbehörden zum indest verm ehrt schikaniert zu w erden. D ie geltend gem achte R eflexverfolgung hätte sich hingegen bereits vor der Ausreise 14 des Beschw erdeführers zeigen m üssen. D er Beschw erdeführer habe indes w eder ein politisches Engagem ent noch staatliche Verfolgungsm assnahm en glaubhaft darlegen können. Als selbständiger U nternehm er habe er sich in den 1990er Jahren w iederholt legal im Ausland aufgehalten. D ie Entfaltung einer solchen R eisetätigkeit sei m it der Situation einer tatsächlich gefährdeten Person nicht in Einklang zu bringen. Schliesslich sei den Aussagen der Beschw erdeführer und ihrer Kinder nicht zu entnehm en, dass sie, abgesehen von den nicht glaubhaft gem achten Vorfällen in den Jahren 2002 und 2003, irgendw elche Schw ierigkeiten m it den heim atlichen Behörden gehabt hätten. N am entlich hätten sie im Jahre 2001 bzw . 2002 legal einen Pass erhalten und diesen später verlängern lassen. In Kenntnis der realen G egebenheiten in der Türkei sei davon auszugehen, dass die Fahndungsbehörden alles daran gesetzt hätten, etw as über den Verbleib der Verw andten in Erfahrung zu bringen. Es liege som it keine begründete Furcht vor staatlicher Verfolgung vor. 5.2 In der R echtsm itteleingabe führen die Beschw erdeführer aus, aufgrund der erlittenen Vorverfolgung m üssten sie bei einer R ückkehr m it ernsthaften N achteilen rechnen. Es w ürden zahlreiche konkrete Indizien vorliegen, aus deren G esam theit sich eine objektiv genügend begründete Furcht vor künftigen asylrelevanten Verfolgungsm assnahm en im Sinne einer R eflexverfolgung ergeben w ürden. 5.3 U nter R eflexverfolgung versteht m an behördliche Belästigungen oder Behelligungen von Angehörigen aufgrund des U m standes, dass die Behörden einer gesuchten, politisch unbequem en Person nicht habhaft w erden oder schlechthin von deren Polit-M alus auf einen solchen auch bei Angehörigen schliessen. D er Zw eck einer solchen R eflexverfolgung kann insbesondere darin liegen, Inform ationen über effektiv gesuchte Personen zu erlangen beziehungsw eise G eständnisse von Inhaftierten zu erzw ingen. Eine "Sippenhaft" in diesem w eiteren Sinn ist von den türkischen Behörden etw a in den Süd- und O stprovinzen nicht selten angew andt w orden, w enn es galt, den Aufenthaltsort von flüchtigen Angehörigen der PKK oder anderer staatsfeindlicher O rganisationen zu ergründen. D ie W ahrscheinlichkeit, O pfer einer R eflexverfolgung zu w erden, ist nam entlich dann gegeben, w enn nach einem flüchtigen Fam ilienm itglied gefahndet w ird und die Behörde Anlass zur Verm utung hat, dass jem and m it dem G esuchten in engem Kontakt steht. D iese W ahrscheinlichkeit erhöht sich, w enn der R eflexverfolgte aus einer den türkischen Sicherheitskräften als "staatsfeindlich" bekannten Fam ilie stam m t respektive m ehrere illegal politisch tätige Verw andte aufw eist. Auch ein eigenes, nicht unbedeutendes Engagem ent seitens des R eflexverfolgten für illegale politische O rganisationen erhöht das R isiko, O pfer einer Sippenhaft im w eiteren Sinne zu w erden (vgl. die w eiterhin zutreffende Praxis der AR K in EM AR K 1994 N r. 5). Zuletzt hat die AR K in ihrer - w eiterhin zutreffenden - R echtsprechung zur Lageentw icklung in der Türkei festgehalten, dass die G efahr allfälliger R epressalien gegen Fam ilienangehörige m utm asslicher Aktivisten der PKK (beziehungsw eise einer ihrer N achfolgeorganisationen) oder anderer von den Behörden als separatistisch eingestufter kurdischer G ruppierungen nicht auszuschliessen sei. Zw ar sei festzustellen, dass sich die Verfolgungspraxis der türkischen Behörden im Zuge des R eform prozesses zur Annäherung an die 15 Europäische U nion insofern geändert habe, als Fälle, in denen Fam ilienangehörige kurdischer Aktivisten gefoltert oder m isshandelt w orden seien, abgenom m en hätten. D agegen m üssten Fam ilienangehörige auch gegenw ärtig noch m it H ausdurchsuchungen und kürzeren Festnahm en rechnen, die oft m it Beschim pfungen und Schikanen verbunden seien (vgl. EM AR K 2005 N r. 21). 5.4 W eder der Beschw erdeführer noch die Beschw erdeführerin haben sich durch eigene Tätigkeiten politisch exponiert. Ferner konnten die Beschw erdeführer keine staatlichen Verfolgungsm assnahm en glaubhaft m achen. Fest steht jedoch aufgrund der Akten, dass die Beschw erdeführer ursprünglich aus E._______ stam m en und zur G rossfam ilie A._______ gehören. D ass dieser Personenkreis aufgrund zahlreicher politischer Aktivisten, w elche behördlicher R epression ausgesetzt w aren und m ittlerw eile in der Schw eiz respektive in anderen Ländern teilw eise als Flüchtlinge anerkannt sind, das besondere Augenm erk der türkischen Behörden auf sich gezogen hat und noch im m er zieht, dürfte unbestritten sein. Zw ar sind die Voraussetzungen einer R eflexverfolgung allein aufgrund der fam iliären respektive geografischen H erkunft einer Person im vorerw ähnten Sinne nicht bereits gegeben, auch w enn die "M assierung" von in Europa als Flüchtlinge anerkannten Verw andten bereits ein gew ichtiges Indiz für eine drohende Verfolgung bei der W iedereinreise darstellen dürfte. W ie bereits vorstehend dargelegt w urde, kann nicht gänzlich ausgeschlossen w erden, dass der Beschw erdeführer w egen seiner politisch aktiven Verw andten behelligt w urde. Allerdings spricht nam entlich der U m stand, dass der Beschw erdeführer laut seinen eigenen Angaben zw ischen 1993 und 1998 rund 25 M al nach K._______ reiste, gegen je erlebte R eflexverfolgung. Anlässlich der Anhörungen m achte er keinerlei Schw ierigkeiten bei den Aus- und W iedereinreisen in die Türkei geltend. Ebenso w enig führte er an, er habe das Land jew eils illegal verlassen und sei w ieder unter U m gehung der G renzkontrollen eingereist. Entsprechende Schw ierigkeiten m achte er auch auf Beschw erdestufe nicht geltend. Für die heim atlichen Behörden ihrerseits w äre es, hätten sie sich tatsächlich für den Beschw erdeführer interessiert, ein Leichtes gew esen, diesen anlässlich der jew eiligen G renzkontrollen aufgrund seines Fam iliennam en und seines H erkunftsortes festzunehm en und sich über seine politisch aktiven Verw andten zu erkundigen. Vor diesem H intergrund und da die Beschw erdeführer gem äss Auskunft der Schw eizerischen Vertretung in Ankara w eder polizeilich registriert sind noch ein Passverbot gegen sie besteht, ist nicht davon auszugehen, dass sie bei einer W iedereinreise in die Türkei, abgesehen von einer allgem einen R outinekontrolle, ernsthaften Benachteiligungen ausgesetzt sein w erden. In der Stellungnahm e vom 30. N ovem ber 2006 zur Botschaftsanfrage befürchten die Beschw erdeführer zw ar, aufgrund der bereits erfolgten Festnahm en in einem anderen als dem zentralen Inform ationssystem registriert zu sein und deshalb bei der W iedereinreise von den G renzbehörden belangt zu w erden. G egen diese geäusserten Befürchtungen spricht die bereits vorstehend angeführte rege R eisetätigkeit des Beschw erdeführers, w elche offensichtlich m it keinerlei negativen Folgen für den Beschw erdeführer verbunden w ar. D am it liegen w eder Anhaltspunkte für eine R eflexverfolgung noch für die Annahm e einer begründeten Furcht vor künftiger Verfolgung vor. An diesem Schluss verm ag auch der U m stand, dass der C ousin des Beschw erdeführers sow ie dessen Ehefrau w egen drohender R eflexverfolgung 16 als Flüchtlinge anerkannt w orden sind, nichts zu ändern. D er von ihnen geltend gem achte Sachverhalt unterscheidet sich w esentlich von dem jenigen der Beschw erdeführer, w eshalb es sich erübrigt, näher darauf einzugehen. Schliesslich beantragen die Beschw erdeführer in der Stellungnahm e vom 30. N ovem ber 2006 den Beizug der Asylakten des Bruders I. des Beschw erdeführers. N achdem dessen Asylgesuch gestützt auf Art. 12 aAsylG , m ithin als nicht glaubhaft abgelehnt w urde, besteht bei der vorstehenden Sachlage keine Veranlassung, diese Akten beizuziehen, w eshalb der entsprechende Antrag abzuw eisen ist. Zusam m enfassend ist som it festzuhalten, dass die Beschw erdeführer ihre Asylvorbringen nicht glaubhaft dargelegt haben und auch die Voraussetzungen für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllen. 6. 6.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; da- bei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zu- m utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetz- lichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG , Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). 6.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 6.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 6.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 6.5 D ie Beschw erdeführer verfügen w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbew illigung noch haben sie einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). 6.6 D ie Vorinstanz w ies in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. M ario G attiker, D as Asyl- und 17 W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a es den Beschw erdeführern nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr der Beschw erdeführer in die Türkei ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. 6.7 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen der Beschw erdeführer noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung in die Türkei dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w ären. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti-Folter- ausschusses m üssten die Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihnen im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. die w eiterhin zutreffen- de Praxis der AR K in EM AR K 2001 N r. 16 S. 122, m .w .H .). D ie allgem eine M enschenrechtssituation in der Türkei lässt den W egw eisungsvollzug zum heuti- gen Zeitpunkt klarerw eise nicht als unzulässig erscheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtli- chen Bestim m ungen zulässig. 6.8 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 6.9 Im R echtsm ittelverfahren haben die Beschw erdeführer je einen die Beschw erdeführerin und den Beschw erdeführer betreffenden ärztlichen Bericht von D r. m ed. M . L., Psychiatrie und Psychotherapie von 27. Juni 2005 eingereicht. D arin diagnostizierte der behandelnde Arzt beim Beschw erdeführer das Vorliegen einer posttraum atischen Belastungsstörung (IC D -10: F43.1), m ittelgradige depressive Episode (IC D -10: F32.10), Status nach m ehreren Infarkten, bei der Beschw erdeführerin ebenfalls das Vorliegen einer posttraum atischen Belastungsstörung (IC D -10: F43.1), rezidivierende depressive Störungen, gegenw ärtig m ittelgradige Episode m it som atischen Sym ptom en (IC D -10: F33.11). Zu den vom Beschw erdeführer angegebenen Beschw erden w ird im ärztlichen Bericht ausgeführt, der Beschw erdeführer m ache sich viele Sorgen um die G esundheit, nam entlich sein H erz. D a er keine Klarheit über den Aufenthaltsstatus in der Schw eiz habe, w isse er nicht, w ie sein H erz dies überlebe. Er könne nicht m ehr schlafen, habe Erstickungsangst, Schulterschm erzen. Er habe viele Therapien versucht, nichts habe ihm geholfen. Zum Status w ird festgehalten, der Beschw erdeführer sei w ach, allseits orientiert, psychom otorisch unruhig. Keine Ich-, Bew usstseins- oder Persönlichkeitsstörungen seien eruierbar. D as D enken sei form al, verlangsam t, inhaltlich auf die gesundheitlichen und politischen 18 Problem e eingeengt. Affektiv sei er gut spürbar. D ie Stim m ung sei deprim iert m it Schlafstörungen, innerer U nruhe, Interessens- und Lustverlust sow ie M orgentiefe. Flash-backs und Albträum e w ürden sich häufig präsentieren. Suizidideen w ürden bestehen, jedoch seien sie dank der Fam ilie nicht aktuell. D er Beschw erdeführer w erde seit Februar 2005 bis auf w eiteres therapeutisch und m it Psychopharm aka behandelt. Er brauche eine regelm ässige psychiatrische U nterstützung. N ur so könne er unter Langzeit eine Stabilisation erreichen. D ie Foltererinnerungen seien im m er noch aktiv. D a bei traum atisierten Patienten ein G efühl der Sicherheit und des Vertrauens w ichtig sei, vorliegend das Asylverfahren indes noch nicht abgeschlossen sei, sei der gegenw ärtige Therapieerfolg klein. O hne Therapie sei m it einer C hronifizierung der Sym ptom e zu rechnen. Bei einer R ückkehr w äre m it einer R etraum atisierung zu rechnen. Im ärztlichen Bericht betreffend die Beschw erdeführerin w ird ausgeführt, die Beschw erdeführerin könne nicht schlafen. W enn sie schlafen könne, erw ache sie w ieder und sei ganz durchschw itzt. Sie sei sehr nervös, reagiere auf's Kleinste heftig. Auf der rechten G esichtshälfte und in den Füssen fühle sie ein Am eisenlaufen. Sie fürchte sich vor einem H irnschlag, habe oft Kopfschm erzen sow ie geschw ollene Beine. W ährend der N acht habe sie Erstickungsangst, dies insbesondere w eil sie sich nachts an die Folterungen erinnere. Zum Status w ird ausgeführt, die Beschw erdeführerin sei w ach, allseits orientiert, psychom otorisch unruhig und verlangsam t. Keine Ich-, Bew usstseins- oder Persönlichkeitsstörungen seien eruierbar. Affektiv sei sie gut spürbar. D as D enken scheine verlangsam t sow ie eingeschränkt auf die im Vordergrund stehende Problem atik und auf em pfundene U ngerechtigkeiten. Keine Anhaltspunkte für inhaltliche D enkstörungen. D ie Stim m ung sei deprim iert m it Schlafstörungen, Flashbacks und Albträum en, obw ohl sie sich jew eils nicht an die Träum e erinnere. Es seien keine psychotischen Sym ptom e eruierbar. D ie Beschw erdeführerin bedürfe einer regelm ässigen psychiatrischen U nterstützung. N ur so könne sie unter Langzeit eine Stabilisation erreichen. D ie Foltererinnerungen seien im m er noch sehr aktiv. D ie w eiterhin drohende Ausschaffung führe zu andauernden Auslösungen und Verstärkungen depressiver Sym ptom e. Bei einer R ückkehr drohe eine R etraum atisierung. 6.10 W ie bereits vorstehend unter dem Asylpunkt dargelegt, sind die eingereichten ärztlichen Zeugnisse nicht geeignet, als Bew eism ittel für die als U rsache der posttraum atischen Belastungsstörung geltend gem achten Folterungen zu dienen. Vielm ehr ist aufgrund der Aktenlage und den entsprechenden Ausführungen in den ärztlichen Berichten davon auszugehen, dass die U rsache der diagnostizierten posttraum atischen Belastungsstörungen anderer N atur sind und insbesondere auch im ungew issen Aufenthaltsstatus der Beschw erdeführer hier in der Schw eiz begründet sind. D em Bundesverw altungsgericht ist bekannt, dass Ausländer, deren Asylgesuche abgelehnt w erden oder die in lang andauernder U ngew issheit über ihren Aufenthaltsstatus im G astland leben, in depressive Stim m ung verfallen können. Zudem ist vorliegend festzustellen, dass die ärztlichen Berichte im Juni 2005 ausgestellt w urden. Insbesondere w urde in beiden Berichten festgehalten, die Beschw erdeführer bedürften bis auf w eiteres einer psychiatrischen U nterstützung. Inw iefern diese U nterstützung ausfallen soll, nam entlich w elche Therapien in w elchem Zeitintervall und w elche allfälligen M edikam ente erforderlich 19 sein sollen, w ird nicht näher dargelegt. Sollten die Beschw erdeführer, entsprechend den Angaben in den ärztlichen Berichten sich nach Ergehen derselben einer psychiatrischen Therapie unterzogen haben, ist in freier richterlicher Bew eisw ürdigung (Art. 40 des Bundesgesetzes vom 4. D ezem ber 1957 über den Zivilprozess [BZP, SR 273] i.V.m . Art. 19 Vw VG ) davon auszugehen, dass sich der G esundheitszustand beider Beschw erdeführer zw ischenzeitlich stabilisiert hat. D ieser Schluss drängt sich um so m ehr auf, als die durch die Berner R echtsberatungsstelle für Asylsuchende vertretenen Beschw erdeführer im R ahm en der ihnen obliegenden M itw irkungspflicht bis heute keine w eiteren ärztlichen Zeugnisse eingereicht haben. Sollten die Beschw erdeführer indes w eiterhin auf eine therapeutische und m edikam entöse Behandlung durch einen Psychiater angew iesen sein, ist eine solche nach den Erkenntnissen des Bundesverw altungsgerichts auch in der Türkei m öglich, w enn auch das Versorgungsniveau nicht landesw eit m it dem jenigen w esteuropäischer Länder zu vergleichen ist. In grösseren Städten im W esten der Türkei ist es indes ohne w eiteres m it dem jenigen in der Schw eiz vergleichbar. D as G esundheitsw esen in der Türkei garantiert psychisch kranken M enschen grundsätzlich den Zugang zu G esundheitsdiensten und entsprechenden Beratungsstellen. D er G rund für diese im Vergleich zu w esteuropäischen Ländern geringere D ichte an Einrichtungen erklärt sich in erster Line aus einem anderen soziokulturellen Verständnis der türkischen respektive kurdischen G esellschaft, die vor allem die Fam ilie als geeignete Stütze für psychisch Kranke betrachtet. Insgesam t gesehen kann davon ausgegangen w erden, dass die am bulante Betreuung psychisch kranker M enschen in den G ross- und Provinzstädten der Türkei sichergestellt ist. W eiter sind in der Türkei auch praktisch alle M edikam ente erhältlich. Schliesslich obliegt es den Beschw erdeführern, sich allenfalls in Zusam m enarbeit m it ihrem Arzt therapeutisch und m edikam entös auf die bevorstehende H eim reise vorzubereiten und bei Bedarf beim BFM einen Antrag auf m edizinische R ückkehrhilfe zu stellen (Art. 93 Abs. 1 Bst. c AsylG , Art. 75 AsylV 2; vgl. Vernehm lassung). Insgesam t liegen som it som it keine m edizinisch bedingten G ründe vor, w elche den Vollzug der W egw eisung der Beschw erdeführer in die Türkei als unzum utbar erscheinen liessen. 6.11 Auch w eitergehend sind den Akten keine Anhaltspunkte zu entnehm en, w onach es den Beschw erdeführern nicht zuzum uten w äre, in ihr H eim atland zurückzukehren. N ach der w eiterhin zutreffenden Praxis der AR K (vgl. EM AR K 2004 N r. 8) erachtet auch das Bundesverw altungsgericht den W egw eisungsvollzug in die Türkei als zum utbar. N am entlich ergibt sich aufgrund der Akten, dass die Eltern sow ie drei G eschw ister des Beschw erdeführers in F._______ leben. D am it und aufgrund der langjährigen G eschäftstätigkeit der Beschw erdeführer an diesem O rt ist davon auszugehen, dass die Beschw erdeführer in F._______ über ein bestehendes Beziehungsnetz verfügen, w elches ihnen bei einer R ückkehr und der R eintegration zur Seite stehen kann. Blosse soziale und w irtschaftliche Schw ierigkeiten, w ie nam entlich der M angel an W ohnungen und Arbeitsstellen, stellen nach der w eiterhin zutreffenden und konstanten R echtsprechung der AR K keine existenzbedrohende Situation dar, w elche den Vollzug der W egw eisung in den H eim atstaat eines betroffenen Ausländers als unzum utbar erscheinen liessen (vgl. EM AR K 1994 N r. 19 E. 6b S. 149). Schliesslich steht es den Beschw erdeführern 20 offen und ist ihnen zuzum uten, sich an einem anderen als ihrem bisherigen W ohnort niederzulassen und eine neue Existenz aufzubauen. O hne die Schw ierigkeiten bei einem N eustart, die die Beschw erdeführer in ihrer H eim at zw eifellos antreffen w erden, verkennen zu w ollen, ist der W egw eisungsvollzug ins- gesam t als zum utbar zu erachten. 6.12 D ie Beschw erdeführer sind im Besitze von türkischen Identitätskarten, w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 6.13 Insgesam t ist die durch das BFM verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 7. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esagten abzuw eisen. 8. M it Zw ischenverfügung vom 25. M ai 2005 hat der dam als zuständige Instruktionsrichter der AR K das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege gutgeheissen, w eshalb den Beschw erdeführern keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. (D ispositiv nächste Seite)21 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. D ieses U rteil geht an: - Beschw erdeführer durch Verm ittlung ihres Vertreters, 2 Expl. (eingeschrieben; Beilagen: 3 Fotos, Krankenversicherungskarte) - BFM , Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - C ._______ (Beilagen: 2 türkische Identitätskarten SER I _______, SER I _______, Ausw eis N o _______) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Beat W eber Barbara Balm elli Versand am :