<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt zu untersuchen, welche Massnahmen ergriffen werden müssen, damit die Menge der in der Schweiz jährlich verursachten Treibhausgasemissionen in den ersten Monaten jedes Jahres veröffentlicht werden kann.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die CO2-Statistik wird vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) jeweils zum frühestmöglichen Zeitpunkt - im Juli des Folgejahres - veröffentlicht. Diese Statistik enthält die CO2-Emissionen aus Brenn- und Treibstoffen und deckt damit rund 70 Prozent der Treibhausgasemissionen ab. Zudem werden alljährlich im Juli zuhanden der Europäischen Umweltagentur EUA die gesamten Treibhausgasemissionen des Vorjahres abgeschätzt. Dieses "Proxy-Inventar" vermittelt ein grobes Bild, lässt aber keine detaillierten Aussagen über die Entwicklung in den einzelnen Sektoren zu. Für das Treibhausgasinventar werden die Emissionen unter Einbezug von Modellen und verschiedener weiterer Datenquellen detailliert nach einzelnen Verursachern aufgeschlüsselt und im April des nachfolgenden Jahres veröffentlicht.</p><p>Einen Grossteil der ausgewiesenen Emissionen berechnet das BAFU gestützt auf andere Statistiken. Eine raschere Erstellung des Treibhausgasinventars würde daher bedingen, dass Grundlagen wie zum Beispiel die Gesamtenergiestatistik ebenfalls früher vorliegen oder dass das BAFU eigene Erhebungen durchführt. Letzteres würde gegen Artikel 4 des Bundestatistikgesetzes (BStatG, SR 431.01) verstossen und Wirtschaft und Verwaltung zusätzlich belasten.</p><p>Für die energiebedingten Treibhausgasemissionen wäre anhand von Absatzzahlen eine quartalsweise Aussage möglich. Diese wäre jedoch wenig aussagekräftig, weil zum Beispiel der Heizölverbrauch je nach Jahreszeit erheblich schwankt.</p><p>Die Ursachen für die Treibhausgasemissionen, denen die klimapolitischen Instrumente entgegentreten, verändern sich in der Regel nicht sprunghaft. Für die allfällige Adjustierung der Massnahmen sind daher mehrjährige Trends in den einzelnen Sektoren entscheidend. Dabei ist wichtig, dass die Emissionsdaten aussagekräftig und vergleichbar sind und nach internationalen Standards erhoben werden. Nach Ansicht des Bundesrates stünde dem Aufwand für eigene Erhebungen und quartalsweise Hochrechnungen kein Zusatznutzen gegenüber.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.