<h2>SubmittedText<h2><p>Am 19. März 2001 sagte der Bundesrat in der Fragestunde, dass ein Text zu einer Aufklärungsbroschüre/lnformationsschrift über Amalgam kurz vor dem Abschluss sei und Ende 2001 vom BAG auf Deutsch und Französisch veröffentlicht werde. Die Öffentlichkeit und Interessengruppen warten noch heute darauf.</p><p>Wie ist der Stand der Arbeiten? Und wann wird die Informationsschrift einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht? Wie viele Exemplare wurden/werden gedruckt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das ehemals im Bundesamt für Gesundheit angesiedelte Projekt einer Informationsschrift über Dentalamalgam wurde ab 2002 von der Swissmedic, dem Schweizerischen Heilmittelinstitut, übernommen (bedingt durch die Umverteilung der Aufgaben und Kompetenzen durch das neue Heilmittelgesetz im Januar 2002). Wegen des Aufbaues von Swissmedic mussten leider andere Prioritäten gesetzt werden, welche zu einer Verspätung der Informationsschrift über Dentalamalgam geführt haben. </p><p>Die Experten der Europäischen Union, der USA, der WHO und auch der Schweiz sind sich einig, dass weitere Abklärungen vorgenommen werden müssen, um die verbleibenden Fragen mit wissenschaftlichen Daten zu untermauern bzw. zu beantworten. In diesem Sinne wird sich Swissmedic im Herbst 2003 an den geplanten Aktivitäten der französischen Partnerbehörde Agence Française de Sécurité Sanitaire des Produits de Santé beteiligen. Geplant ist dort u. a. auch das Einholen von wissenschaftlichen Expertisen und ein öffentliches Hearing.</p><p>In Deutschland läuft seit kurzem eine mehrjährige Studie mit diversen Vergleichskohorten, um möglichst alle denkbaren Zusammenhänge darstellen zu können. Diese berücksichtigt auch die möglichen Behandlungsmethoden im Fall von Symptomen.</p><p>Swissmedic plant eine Information und generelle Empfehlungen zuhanden der Zahnärzte und der Bevölkerung. Die Empfehlung wird mindestens eine Wiedergabe des "Konsens-Statements" der WHO-Expertengruppe sein, welche bereits Daten und Empfehlungen zum Dentalamalgam ausführlich zusammengetragen und publiziert hat ("Dental Amalgam and Alternative Direct Restorative Materials", Ed. I.A.Mjör &amp; G.N.Pakhomov, Oral Health, Div. of Noncommunicable Diseases, World Health Organisation, Geneva 1997, Ref. WHO/ORH/AMAL/97.2).</p><p>Der Inhalt der schweizerischen Empfehlung wird sich jedoch auch nach dem Ergebnis des oben beschriebenen Hearings in Frankreich richten. Die Empfehlung wird in der Schweiz daher voraussichtlich im Frühjahr/Sommer 2004 publiziert werden können, also nachdem die Auswertung der Expertisen und des Hearings vom Herbst 2003 vorliegen. Die Empfehlung wird von Swissmedic einerseits als Schrift herausgegeben und andererseits frei zugänglich im Internet publiziert werden. Die Erstauflage in Papierform soll etwa 5000 deutsche, 2000 französische und 1000 italienische Exemplare betragen. Der Nachdruck richtet sich nach der Nachfrage.</p>  Antwort des Bundesrates.