<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00235</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206017&amp;W10_KEY=4467135&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00235</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.07.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einordnung einer Stützmauer aus Granitblocksteinen.<br/><br/>Bei der auflageweise verlangten Begrünung der Stützmauer handelt es sich um eine Nebenbestimmung im Sinn von § 321 Abs. 1 PBG. Solche sind gemäss dieser Vorschrift zulässig, wenn inhaltliche oder formale Mängel des Bauvorhabens ohne grosse Schwierigkeiten behoben werden können oder zur Schaffung oder Erhaltung des rechtmässigen Zustands. Sie müssen deshalb ein taugliches Mittel zur Behebung eines Mangels bzw. zur Herstellung oder Schaffung des rechtmässigen Zustands sein und von der Baubewilligungsbehörde nötigenfalls durchgesetzt werden können (E. 2.2). Die Auflage kann nur so verstanden werden, dass die Mauer zumindest teilweise eine Pflanzendecke erhalten muss, damit sie aufgrund der problematischen Einordnung bewilligungsfähig ist (E. 2.3). Ein Abstand von 10 cm zur Grenze genügt, um die gemäss Auflage erforderliche Begrünung zu ermöglichen, ohne dass der Luftraum der Nachbarparzelle beansprucht werden muss (E. 2.4).<br/>Teilweise Gutheissung und Ergänzung der Auflage.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFLAGE">AUFLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LUFTRAUM">LUFTRAUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEBENBESTIMMUNG">NEBENBESTIMMUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STÃTZMAUER">STÃTZMAUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMGEBUNGSGESTALTUNG">UMGEBUNGSGESTALTUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 238 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 321 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 22. September 2005 erteilte der GemeindeprÃ¤sident von X D und C die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r AbÃ¤nderungsplÃ¤ne betreffend die Umgebungsgestaltung auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 an der L-Strasse 02. Die ProjektÃ¤nderung betrifft eine StÃ¼tzmauer lÃ¤ngs der L-Strasse und der sÃ¼dlichen GrundstÃ¼cksgrenze, welche statt wie ursprÃ¼nglich geplant in zwei Stufen in einer einzigen angelegt werden und neu HÃ¶hen zwischen 1 und 4 m erreichen soll.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diese VerfÃ¼gung erhob A als EigentÃ¼merin der sÃ¼dlich (und nicht wie im Rekursentscheid dargestellt Ã¶stlich) angrenzenden Stockwerkeinheit L-Strasse 03 Rekurs an die Baurekurskommission I, welche das Rechtsmittel am 20. April 2006 abwies.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen den Rekursentscheid liess A am 26. Mai 2006 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben und Aufhebung des Rekursentscheids unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen beantragen.</p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz schloss am 9. Juni 2006 auf Abweisung der Beschwerde. Der Gemeinderat X und die privaten Beschwerdegegner liessen Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen beantragen, letztere Ã¼berdies den Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der gegen einen Entscheid der Baurekurskommission I erhobenen Beschwerde zustÃ¤ndig.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Da unverzÃ¼glich in der Sache entschieden werden kann, erÃ¼brigt sich ein Entscheid Ã¼ber den Antrag auf Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin, die vor der Rekurskommission in erster Linie die ungenÃ¼gende Einordnung der StÃ¼tzmauer im Sinn von § 238 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) rÃ¼gte, macht vor Verwaltungsgericht lediglich noch geltend, die zur Verbesserung der Einordnung bereits mit der Baubewilligung auflageweise verlangte BegrÃ¼nung der Mauer lasse sich nicht verwirklichen, weil dafÃ¼r mindestens der Luftraum Ã¼ber dem NachbargrundstÃ¼ck beansprucht werden mÃ¼sse. Die Rekurskommission hat diesen Einwand mit der BegrÃ¼ndung verworfen, die mit der BegrÃ¼nung der Mauer allenfalls verbundenen privatrechtlichen Probleme stellten "offenkundig" keinen Verweigerungsgrund dar.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Bei der in Ziffer 1.2.1 der angefochtenen Bewilligung des GemeindeprÃ¤sidenten von X vom 22. September 2005 verlangten BegrÃ¼nung der Mauer handelt es sich um eine Nebenbestimmung im Sinn von § 321 Abs. 1 PBG. Solche sind gemÃ¤ss dieser Vorschrift zulÃ¤ssig, wenn inhaltliche oder formale MÃ¤ngel des Bauvorhabens ohne grosse Schwierigkeiten behoben werden kÃ¶nnen oder zur Schaffung oder Erhaltung des rechtmÃ¤ssigen Zustands. Sie mÃ¼ssen deshalb ein taugliches Mittel zur Behebung eines Mangels bzw. zur Herstellung oder Schaffung des rechtmÃ¤ssigen Zustands sein und von der BaubewilligungsbehÃ¶rde nÃ¶tigenfalls durchgesetzt werden kÃ¶nnen (Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, Rz. 466, 468).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Wenn die VerfÃ¼gung vom 22. September 2005 mit der Auflage versehen worden ist, dass die StÃ¼tzmauern zu begrÃ¼nen sind, so liegt dieser Anordnung die hier nicht mehr in Frage zu stellende Auffassung zu Grunde, dass die Mauer einordnungsmÃ¤ssig problematisch und deshalb nur bewilligungsfÃ¤hig ist, wenn sie begrÃ¼nt wird. Diesem Zweck entsprechend kann die Auflage nur so verstanden werden, dass die Mauer zumindest teilweise eine Pflanzendecke erhalten muss.</p> <p class="Urteilstext">Wird die Mauer, die begrÃ¼nt werden soll, direkt an der Grenze zum sÃ¼dlich angrenzenden GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 04 errichtet, so lÃ¤sst sich eine solche Pflanzendecke nicht verwirklichen, ohne dass dafÃ¼r mindestens der Luftraum der Nachbarparzelle beansprucht wird. Dazu ist die Bauherrschaft nicht befugt. Sie kann deshalb die Auflage nicht erfÃ¼llen, welche daher in dieser Form nicht geeignet ist zur Behebung des ihr zugrunde liegenden Einordnungsmangels.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Nach dem Plan zur AbÃ¤nderungseingabe vom 29. August 2005 soll allerdings die Mauer, anders als die Parteien anzunehmen scheinen, nicht direkt an der Grenze, sondern in einem Abstand von ca. 10 cm dazu errichtet werden. Dieser Abstand reicht aus, um die gemÃ¤ss Auflage erforderliche BegrÃ¼nung zu ermÃ¶glichen, ohne dass das NachbargrundstÃ¼ck beansprucht werden muss. Es genÃ¼gt deshalb, die Auflage in Ziffer 1.2.1 der angefochtenen Bewilligung vom 22. September 2005 in teilweiser Gutheissung der Beschwerde dahingehend zu ergÃ¤nzen, dass die StÃ¼tzmauer zum NachbargrundstÃ¼ck einen Abstand von 10 cm einzuhalten hat. Im Ãbrigen ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Da damit die BeschwerdefÃ¼hrerin teilweise obsiegt, rechtfertigt es sich, die Kosten des Rekurs- und des Beschwerdeverfahrens zu 3/4 der BeschwerdefÃ¼hrerin und unter solidarischer Haftung zu je 1/8 den privaten Beschwerdegegnern aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). ParteientschÃ¤digungen stehen bei diesem Ausgang den privaten Parteien nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG); ebenso wenig der Gemeinde, der kein nennenswerter Vertretungsaufwand entstanden ist.</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. DemgemÃ¤ss wird Ziffer 1.2.1 der VerfÃ¼gung des GemeindeprÃ¤sidenten von X vom 22. September 2005 wie folgt ergÃ¤nzt:</span></p> <p class="Einzug2"><span>"Die Mauern sind zu begrÃ¼nen; um dies zu ermÃ¶glichen, hat die StÃ¼tzmauer von der Grenze zum NachbargrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 04 einen Abstand von 10 cm einzuhalten."</span></p> <p class="Einzug2"><span>Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'590.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Kosten des Rekurs- und des Beschwerdeverfahrens werden zu 3/4 der BeschwerdefÃ¼hrerin und unter solidarischer Haftung zu je 1/8 den privaten Beschwerdegegnern auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. FÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>