<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2024.00469</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224758&amp;W10_KEY=13045530&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2024.00469</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.02.2025</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen / Verlängerung der Kurzaufenthaltsbewilligungen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Recht auf Privatleben. [Der Beschwerdeführer 1 kam vor zehn Jahren als professioneller Fussballspieler in die Schweiz und spielte in verschiedenen Fussballclubs in der Schweiz. Zuletzt wurden ihm und seiner Familie Kurzaufenthaltsbewilligungen erteilt. Das Gesuch um Verlängerung derselben bzw. um Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen wurde abgewiesen.] Prüfung verschiedener, gerügter Gehörsverletzungen (E. 2). Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs kann letztlich offengelassen werden, da der Entscheid ohnehin aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (E. 2.3). Die Beschwerdeführenden beantragen in der Hauptsache, es sei ihnen eine Härtefallbewilligung zu erteilen, und berufen sich nicht explizit auf Art. 8 EMRK (E. 3.1). Aufgrund der zehnjährigen Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers 1 ist ein möglicher â aus dem Recht auf Privatleben abgeleiteter â Aufenthaltsanspruch von Amtes wegen zu prüfen (E. 3.2). Fraglich ist, ob sich der Beschwerdeführer 1, der um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ersucht, überhaupt auf Art. 8 EMRK berufen kann. Denn in BGE 149 I 72 stellte das Bundesgericht den Grundsatz auf, dass das Recht auf Verbleib in der Schweiz nach einem ordnungsgemässen Aufenthalt von zehn Jahren in der Schweiz â wie es das Bundesgericht in BGE 144 I 266 aus der Garantie der Achtung des Privatlebens abgeleitet hatte â nur Fälle der Verlängerung von Aufenthaltsbewilligungen betreffe, nicht aber deren Neuerteilung. In BGE 149 I 207 erwog das Bundesgericht jedoch, es würde der Praxis des EGMR zuwiderlaufen, wenn man davon ausginge, dass das Recht auf Schutz des Privatlebens im Sinn von Art. 8 EMRK in keinem Fall zur Unterstützung eines Antrags auf Erteilung einer ersten Aufenthaltsbewilligung oder einer neuen Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz geltend gemacht werden könne. Vielmehr bleibe die frühere Rechtsprechung, die aus der Achtung des Privatlebens abgeleitet werde und einen potenziellen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung aus Art. 8 EMRK im Fall einer besonders erfolgreichen Integration in der Schweiz anerkenne, in jedem Fall anwendbar. Es sei also nicht ausgeschlossen, dass sich eine ausländische Person auf Art. 8 EMRK berufen könne, um eine erste Aufenthaltsbewilligung oder eine neue Aufenthaltsbewilligung im Land zu erhalten, nachdem eine frühere nicht mehr bestehe, indem sie namentlich behaupte, lange in der Schweiz gelebt zu haben. In diesem Fall sei zu prüfen, ob die ausländische Person in der Schweiz besonders intensive private Beziehungen beruflicher oder sozialer Art unterhalte und deren Ausweisung aus dem Land angesichts der bestehenden Interessen und Rechtsgüter nicht gerechtfertigt sei. Hat die ausländische Person die Schweiz verlassen und ist deren ursprüngliche Bewilligung erloschen, kann sie sich indes nicht auf die in BGE 144 I 266 aufgestellte Vermutung berufen, wonach sie nach einem zehnjährigen rechtmässigen Aufenthalt in der Schweiz in die hiesigen Verhältnisse integriert ist, um aus dem Schutz des Privatlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung abzuleiten (E. 3.4). Die Vorinstanz nahm im angefochtenen Entscheid zu einem allfälligen Aufenthaltsanspruch des Beschwerdeführers 1 gestützt auf das Recht auf Privatleben keine Stellung. Die Sache ist zur weiteren Abklärung des Sachverhalts und zur Vermeidung eines Instanzenverlusts an die Vorinstanz zurückzuweisen (E. 3.5). Abweisung unentgeltliche Rechtsvertretung (E. 4.2). Rückweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERTEILUNG EINER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">ERTEILUNG EINER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FUSSBALLSPIELER">FUSSBALLSPIELER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HÃRTEFALLBEWILLIGUNG">HÃRTEFALLBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITTELLOSIGKEIT">MITTELLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHT AUF PRIVATLEBEN">RECHT AUF PRIVATLEBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSANWENDUNG VON AMTES WEGEN">RECHTSANWENDUNG VON AMTES WEGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNG">RÃCKWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZEHNJÃHRIGER AUFENTHALT">ZEHNJÃHRIGER AUFENTHALT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 30 Abs. I lit. b AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 Abs. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 EMRK</span><br/><span class="gerade">§ 7 Abs. IV VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=69937" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2024.00469</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom 26. Februar 2025</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, Gerichtsschreiberin Jsabelle Mayer.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>3. C, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> Nr. 3 vertreten durch Nr. 1 und Nr. 2,</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">diese vertreten durch RA D,</p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen/<br/> VerlÃ¤ngerung der Kurzaufenthaltsbewilligungen,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben:</p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A (geboren 1992), senegalesischer StaatsbÃ¼rger, ist Profifussballspieler. Aufgrund einer befristeten Anstellung beim FC F reiste er am 30. Januar 2015 in die Schweiz ein. Am 3. Februar 2015 wurde ihm erstmals eine bis 28. Januar 2016 gÃ¼ltige Kurzaufenthaltsbewilligung erteilt, welche schliesslich bis am 28. Januar 2017 verlÃ¤ngert wurde. GestÃ¼tzt auf einen neuen Arbeitsvertrag mit dem FC F mit einer GÃ¼ltigkeitsdauer vom 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2020 wurde A am 3. Februar 2017 eine bis 28. Januar 2018 gÃ¼ltige Aufenthaltsbewilligung erteilt. Diese wurde in der Folge mehrmals verlÃ¤ngert (bis 28. Januar 2019, bis 28. Januar 2020 und bis 30. Juni 2020). FÃ¼r sÃ¤mtliche EinsÃ¤tze beim FC F lagen die nÃ¶tigen arbeitsmarktlichen Bewilligungen des Amts fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit (AWA; heute Amt fÃ¼r Arbeit [AFA] sowie Amt fÃ¼r Wirtschaft [AWI]) vor. Ebenfalls Aufenthaltsbewilligungen (im Familiennachzug) erhielten am 10. September 2019 die Ehefrau von A, B (geboren 1989), welche am 30. Juli 2018 in die Schweiz eingereist war, sowie C, die gemeinsame Tochter, welche 2018 in der Schweiz geboren wurde. Basierend auf einem neuen Vertrag von A mit dem FC G (Vertragsdauer vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021) erhielt die Familie erneut eine bis 30. Juni 2021 gÃ¼ltige Aufenthaltsbewilligung. Als A dem Migrationsamt unter Vorlage eines neuen Arbeitsvertrags mit dem SC H um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r sich und seine Familie ersuchte, wurde das Gesuch mit VerfÃ¼gung vom 10. Juni 2022 abgewiesen, weil fÃ¼r das neue ArbeitsverhÃ¤ltnis keine arbeitsmarktliche Bewilligung beigebracht worden sei. Der Aufenthaltszweck wurde als erfÃ¼llt erachtet. Bereits am 9. Juni 2022 hatte die Familie erneut um Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen ersucht, wiederum unter Vorlage des Arbeitsvertrags mit dem SC H. Dabei ergaben AbklÃ¤rungen beim Amt fÃ¼r Migration des Kantons I, dass der Club das Gesuch um Erteilung des EinverstÃ¤ndnisses zum Stellenwechsel am 12. August 2022 zurÃ¼ckgezogen hatte. In der Folge unterzeichnete A einen Vertrag mit dem FC G. Zu diesem ArbeitsverhÃ¤ltnis erteilte das Migrationsamt J seine arbeitsmarktliche Zustimmung fÃ¼r die Dauer vom 10. November 2022 bis 30. Juni 2023. Hierauf erhielt die Familie am 13. April 2023 letztmals â bis 30. Juni 2023 gÃ¼ltige â Kurzaufenthaltsbewilligungen fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Gesuch vom 22. Mai 2023 beantragten A, B und C die VerlÃ¤ngerung ihrer Kurzaufenthaltsbewilligungen bzw. die Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen. Dies unter Vorlage eines unbefristeten Arbeitsvertrags von A mit der E AG als Trainer und Betriebsmitarbeiter. Nachdem die E AG das Gesuch um Erteilung einer Arbeitsbewilligung beim AWA zurÃ¼ckgezogen hatte, wurde das arbeitsmarktliche Verfahren als gegenstandslos geworden abgeschrieben. Mit VerfÃ¼gung vom 4. April 2024 wies das Migrationsamt die Gesuche vom 22. Mai 2023 ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Einen hiergegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion am 13. Juni 2024 ab. Dabei wurde den Rekurrierenden eine Frist zum Verlassen der Schweiz bis 31. Juli 2024 angesetzt. Die Gesuche um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und Genehmigung der unentgeltlichen Rechtsvertretung wurden abgewiesen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 19. August 2024 beantragten A, B sowie C (nachfolgend: die BeschwerdefÃ¼hrenden) dem Verwaltungsgericht, der vorinstanzliche Entscheid sei unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen aufzuheben und es sei ihnen eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen; eventualiter sei ihnen die Kurzaufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern oder eine HÃ¤rtefallbewilligung zu erteilen. Ferner ersuchten sie um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung verzichtete, ging keine Beschwerdeantwort des Migrationsamts ein.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 28. Oktober 2024 wurde den BeschwerdefÃ¼hrenden Frist angesetzt, um zu einem allfÃ¤lligen ArbeitsverhÃ¤ltnis des BeschwerdefÃ¼hrers 1 zum FC K Stellung zu nehmen und einen allfÃ¤lligen Arbeitsvertrag einzureichen bzw. anderweitige Belege betreffend das Erzielen eines Erwerbseinkommens. Ferner wurden sie angehalten, ihre IntegrationsbemÃ¼hungen mittels geeigneter Unterlagen nachzuweisen. In der Folge reichten die BeschwerdefÃ¼hrenden einen als Arbeitsvertrag betitelten Vertrag mit dem FC K ein sowie diverse Empfehlungsschreiben. </p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 20. Februar 2025 merkte das Verwaltungsgericht â auf entsprechendes Ersuchen der BeschwerdefÃ¼hrenden hin â an, dass wÃ¤hrend des Verfahrens sÃ¤mtliche Vollziehungsvorkehrungen gegenÃ¼ber den BeschwerdefÃ¼hrenden zu unterbleiben hÃ¤tten.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gen vorab, die Vorinstanz habe ihr rechtliches GehÃ¶r verletzt, indem es die Einreichung der im Rekurs in Aussicht gestellten Unterlagen, einschliesslich der Honorarnote, nicht abgewartet habe. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) statuierte Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r umfasst den Anspruch, dass die Parteien sich vor einem Entscheid zur Sache Ã¤ussern kÃ¶nnen, aber auch, dass die BehÃ¶rde alle erheblichen und rechtzeitigen Vorbringen der Parteien wÃ¼rdigt und die ihr angebotenen Beweise abnimmt, wenn diese zur AbklÃ¤rung des Sachverhalts tauglich erscheinen (Anja Martina Binder, Verwaltungsrechtspflege des Kantons ZÃ¼rich, ZÃ¼rich/St. Gallen 2020, Rz. 225; vgl. auch BGE 136 I 265 E. 3.2). Der Anspruch auf GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs ist formeller Natur und setzt keinen Nachweis eines materiellen Interesses voraus; eine GehÃ¶rsverletzung zieht daher grundsÃ¤tzlich die Aufhebung der angefochtenen Anordnung nach sich, ungeachtet der Erfolgs­aussichten des Rechtsmittels in der Sache selbst (BGr, 7. Mai 2024, 2C_308/2023, E. 3.2; BGE 149 I 91 E. 3.2). GemÃ¤ss der Rechtsprechung kann aber eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die MÃ¶glichkeit erhÃ¤lt, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu Ã¤ussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei Ã¼berprÃ¼fen kann. Von einer RÃ¼ckweisung ist sodann selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs abzusehen, wenn und soweit die RÃ¼ckweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnÃ¶tigen VerzÃ¶gerungen fÃ¼hren wÃ¼rde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer befÃ¶rderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wÃ¤ren (BGE 137 I 195 E. 2.3.2; VGr, 20. Februar 2020, VB.2019.00223, E. 4.2.2; <span>Alain </span>Griffel in: derselbe [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [<span>Kommentar VRG]</span>, § 8 N. 37 f.). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden stellten mit Rekurs vom 10. Mai 2024 folgende Unterlagen in Aussicht: eine BestÃ¤tigung Ã¼ber die ehrenamtliche TÃ¤tigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers 1, die UmstÃ¤nde betreffend den Arbeitsvertrag bei der E AG (ebenfalls betreffend den BeschwerdefÃ¼hrer 1) sowie Referenzschreiben fÃ¼r die Familie, auch von Freundinnen und Freunden. Diese Unterlagen wÃ¼rden nachgereicht. Mit E-Mail vom 29. Mai 2024 kontaktierte eine Rekursjuristin den Vertreter der BeschwerdefÃ¼hrenden und erwog im Zusammenhang mit dem Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung und ProzessfÃ¼hrung, der Rechtsvertreter mÃ¶ge zur VervollstÃ¤ndigung der Akten eine Honorarnote einreichen. Zur Einreichung der Unterlagen werde eine Frist bis 5. Juni 2024 angesetzt. Nach Ablauf der Frist werde aufgrund der Akten entschieden. Hierauf reagierte der Rechtsvertreter mit E-Mail vom 5. Juni 2024 und teilte mit, er habe die gewÃ¼nschten Unterlagen noch nicht erhÃ¤ltlich machen kÃ¶nnen. Sein Mandant dÃ¼rfe jedoch nicht arbeiten und habe somit kein Einkommen. Er warte immer noch auf die Krankenkassenpolicen und den Mietvertrag etc. Ausserdem kÃ¼ndigte der Rechtsvertreter an, weitere Unterlagen zu den Akten reichen zu wollen, wobei er auf das eingereichte Beilagenverzeichnis verwies. Um alle Unterlagen einreichen zu kÃ¶nnen, ersuchte der Rechtsvertreter die Rekursjuristin um eine Frist bis 1. Juli 2024. Die Rekursjuristin antwortete hierauf am 6. Juni 2024, der Rechtsvertreter mÃ¶ge die Honorarnote einreichen. Ferner stÃ¼nde es den BeschwerdefÃ¼hrenden frei, weitere Unterlagen bis zum Abschluss des Verfahrens nachzureichen. Der vorinstanzliche Entscheid erging am 13. Juni 2024.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die Vorinstanz gab dem Rechtsvertreter der BeschwerdefÃ¼hrenden unmissverstÃ¤ndlich zu verstehen, dass bis am 5. Juni 2024 eine Honorarnote erwartet werde; nach Ablauf der Frist werde aufgrund der Akten entschieden. Da der Rechtsvertreter dieser Aufforderung nicht innert der genannten Frist nachkam, musste die Vorinstanz das Einreichen der Honorarnote nicht abwarten. In Bezug auf die ausstehenden Belege fÃ¼r die BegrÃ¼ndung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege gilt Folgendes: Die prozessuale BedÃ¼rftigkeit beurteilt sich nach der gesamten wirtschaftlichen Situation der rechtssuchenden Person im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs. Es obliegt der Antrag stellenden Partei, ihre aktuellen Einkommens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse umfassend aufzuzeigen und ihre finanziellen Verpflichtungen zu belegen (BGr, 21. November 2023, 1C_313/2023, E. 4.2). Von den rechtskundig vertretenen BeschwerdefÃ¼hrenden darf die BegrÃ¼ndung und Belegung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege grundsÃ¤tzlich bereits mit der Gesuchseinreichung erwartet werden (vgl. BGr, 5. September 2013, 2C_156/2013, E. 3.2; VGr, 21. Dezember 2022, VB.2022.00273, E. 6.3; VGr, 27. Februar 2009, VB.2009.00045, E. 3; vgl. auch Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 16 N. 38 ff.). Das rechtliche GehÃ¶r wird nicht verletzt, wenn ein rechtskundig vertretener BeschwerdefÃ¼hrer es verpasst, seine Einkommens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse umfassend darzustellen und zu belegen. Lediglich unbeholfene Rechtssuchende hat die BehÃ¶rde auf die Angaben hinzuweisen, die sie zur Beurteilung des Gesuchs benÃ¶tigt (vgl. BGr, 7. Oktober 2020, 2C_367/2020, E. 3.3; PlÃ¼ss, § 16 N. 40). Die BeschwerdefÃ¼hrenden stellten mit Rekurs lediglich den Antrag auf GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtsvertretung und ProzessfÃ¼hrung. Zu ihren finanziellen VerhÃ¤ltnissen reichten sie keinerlei Unterlagen ein. Indem die Vorinstanz zum Entscheid schritt, ohne weitere Unterlagen zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuwarten, beging sie keine GehÃ¶rsverletzung. In Bezug auf die mit Rekurs in Aussicht gestellten Unterlagen zur Integration der BeschwerdefÃ¼hrenden gemÃ¤ss Beilagenverzeichnis zum Rekurs erklÃ¤rte die Rekursjuristin am 6. Juni 2024 gegenÃ¼ber dem Rechtsvertreter, die Unterlagen kÃ¶nnten noch bis zum Abschluss des Verfahrens eingereicht werden. Ob die Vorinstanz das rechtliche GehÃ¶r der BeschwerdefÃ¼hrenden verletzte, indem der Rekursentscheid eine Woche spÃ¤ter, am 13. Juni 2024, erging, kann â wie gleich zu zeigen sein wird â offengelassen werden, da der Entscheid ohnehin aufzuheben ist und die Sache an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden beantragen in der Hauptsache, es sei ihnen eine HÃ¤rtefallbewilligung zu erteilen. Sie beanstanden primÃ¤r die von der Vorinstanz vorgenommene WÃ¼rdigung im Zusammenhang mit Art. 30 Abs. 1 lit. b des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG). Namentlich richte sich die Beschwerde "in erster Linie auf die Auslegung der Vorinstanzen bezÃ¼glich des Vorliegens eines HÃ¤rtefalls im Sinn von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG und die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit des behÃ¶rdlichen Handelns". Insbesondere sei dem Umstand, dass die 10-Jahres-Frist fÃ¼r das Vorliegen eines Anwesenheitsanspruchs gestÃ¼tzt auf das Recht auf Privatleben gemÃ¤ss Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) kurz vor der Erreichung stehe, keine Rechnung getragen worden. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Das Verwaltungsgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (§ 70 in Verbindung mit § 7 Abs. 4 VRG). Dieser Grundsatz wird durch das RÃ¼geprinzip eingeschrÃ¤nkt (vgl. Marco Donatsch, Kommentar VRG, § 50 N. 9). Gleichwohl ist das Verwaltungsgericht berechtigt, nicht gerÃ¼gte RechtsmÃ¤ngel zu berÃ¼cksichtigen (vgl. Donatsch, § 50 N. 10). Vorliegend beriefen sich die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht explizit auf einen allfÃ¤lligen Aufenthaltsanspruch gestÃ¼tzt auf Art. 8 EMRK. Aufgrund der zehnjÃ¤hrigen Aufenthaltsdauer des BeschwerdefÃ¼hrers 1 ist ein mÃ¶glicher â aus dem Recht auf Privatleben abgeleiteter â Aufenthaltsanspruch von Amtes wegen zu prÃ¼fen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Bei der AusfÃ¤llung des vorinstanzlichen Entscheids und im Beschwerdezeitpunkt lag noch keine zehnjÃ¤hrige Aufenthaltsdauer des BeschwerdefÃ¼hrers 1 vor. Mittlerweile erfÃ¼llt der BeschwerdefÃ¼hrer 1, der sich seit dem 30. Januar 2015 in der Schweiz aufhÃ¤lt, jedoch die Voraussetzung der zehnjÃ¤hrigen Aufenthaltsdauer, um einen potenziellen Anspruch gestÃ¼tzt auf das Recht auf Privatleben geltend zu machen. Auf Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV kann sich berufen, wer besonders intensive, Ã¼ber eine normale Integration hinausgehende private Beziehungen zum ausserfamiliÃ¤ren bzw. ausserhÃ¤uslichen Bereich vorweisen kann (BGE 130 II 281 E. 3.2.1), wobei nach einer rund zehnjÃ¤hrigen Aufenthaltsdauer regelmÃ¤ssig von so engen sozialen Beziehungen in der Schweiz ausgegangen werden kann, dass es fÃ¼r eine Aufenthaltsbeendigung besonderer GrÃ¼nde bedarf, z.<span> </span>B. wenn die Integration trotz der langen Aufenthaltsdauer zu wÃ¼nschen Ã¼brig lÃ¤sst (BGE 144 I 266 E. 3.4 und 3.8 f.; BGr, 20. Juli 2018, 2C_1035/2017, E. 5.1). Liegt nach einer lÃ¤ngeren, bewilligten Aufenthaltsdauer, die zwar zehn Jahre noch nicht erreicht hat, eine besonders ausgeprÃ¤gte Integration vor, kann es den Anspruch auf Achtung des Privatlebens verletzen, wenn eine Bewilligung nicht erneuert wird (BGE 149 I 66 E. 4.3; BGE 144 I 266 E. 3.9). Im Lichte des Anspruchs auf Achtung ihres Privatlebens ist in erster Linie auf die persÃ¶nliche, soziale und berufliche Integration der auslÃ¤ndischen Person abzustellen (BGE 147 I 268 E. 5.2.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Fraglich ist, ob sich der BeschwerdefÃ¼hrer 1, der um <i>Erteilung </i>einer Aufenthaltsbewilligung ersucht, Ã¼berhaupt auf Art. 8 EMRK berufen kann. Denn in BGE 149 I 72 (E. 2.1.3) stellte das Bundesgericht den Grundsatz auf, dass das Recht auf Verbleib in der Schweiz nach einem ordnungsgemÃ¤ssen Aufenthalt von zehn Jahren in der Schweiz â wie es das Bundesgericht in BGE 144 I 266 aus der Garantie der Achtung des Privatlebens abgeleitet hatte â nur FÃ¤lle der VerlÃ¤ngerung von Aufenthaltsbewilligungen betreffe, nicht aber deren Neuerteilung (vgl. dazu BGE 149 I 207 E. 5.3.3). In BGE 149 I 207 = Pra 113 (2024) Nr. 9 erwog das Bundesgericht jedoch, es wÃ¼rde der Praxis des EGMR zuwiderlaufen, wenn man davon ausginge, dass das Recht auf Schutz des Privatlebens im Sinn von Art. 8 EMRK in keinem Fall zur UnterstÃ¼tzung eines Antrags auf Erteilung einer ersten Aufenthaltsbewilligung oder einer neuen Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz geltend gemacht werden kÃ¶nne (E. 5.3.5 des zitierten Urteils). Vielmehr bleibe die frÃ¼here Rechtsprechung, die aus der Achtung des Privatlebens abgeleitet werde und einen potenziellen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung aus Art. 8 EMRK im Fall einer besonders erfolgreichen Integration in der Schweiz anerkenne, in jedem Fall anwendbar. Es sei also nicht ausgeschlossen, dass sich eine auslÃ¤ndische Person auf Art. 8 EMRK berufen kÃ¶nne, um eine erste Aufenthaltsbewilligung oder eine neue Aufenthaltsbewilligung im Land zu erhalten, nachdem eine frÃ¼here nicht mehr bestehe, indem sie namentlich behaupte, lange in der Schweiz gelebt zu haben (BGE 149 I 207 E. 5.3.4 = Pra 113 [2024] Nr. 9). In diesem Fall sei zu prÃ¼fen, ob die auslÃ¤ndische Person in der Schweiz besonders intensive private Beziehungen beruflicher oder sozialer Art unterhalte und deren Ausweisung aus dem Land angesichts der bestehenden Interessen und RechtsgÃ¼ter nicht gerechtfertigt sei (BGE 149 I 207 E. 5.4 = Pra 113 [2024] Nr. 9). <span>Hat die auslÃ¤ndische Person die Schweiz verlassen und ist deren ursprÃ¼ngliche Bewilligung erloschen, kann sie sich indes nicht auf die in BGE 144</span> I 266 <span>aufgestellte <i>Vermutung</i> berufen, wonach sie nach einem zehnjÃ¤hrigen rechtmÃ¤ssigen Aufenthalt in der Schweiz in die hiesigen VerhÃ¤ltnisse integriert ist, um aus dem Schutz des Privatlebens gemÃ¤ss Art. 8 Ziff. 1 EMRK einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung abzuleiten (BGr, 8. Januar 2025, 2C_377/2024, E. 3.7; vgl. auch BGr, 4. Februar 2025, 2C_25/2025, E. 4.4). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Die Vorinstanz nahm im angefochtenen Entscheid zu einem allfÃ¤lligen Aufenthaltsanspruch des BeschwerdefÃ¼hrers 1 gestÃ¼tzt auf das Recht auf Privatleben keine Stellung. Die BeschwerdefÃ¼hrenden befassen sich in ihrer Beschwerde ebenfalls nur vertieft mit der Verweigerung der HÃ¤rtefallbewilligung und erwÃ¤hnen lediglich am Rande, dass die 10-Jahresfrist gemÃ¤ss BGE 144 I 266 kurz vor der Erreichung stehe. Auch gestÃ¼tzt auf den Aktenstand lÃ¤sst sich die Integration des BeschwerdefÃ¼hrers 1 und seiner Familie nicht abschliessend beurteilen, hatten die BeschwerdefÃ¼hrenden doch lediglich Referenzschreiben im Zusammenhang mit der fussballerischen TÃ¤tigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers 1 eingereicht. Es fehlen nach wie vor Unterlagen zur wirtschaftlichen und sozialen (gesellschaftlichen) Integration der Familie sowie insbesondere der beruflichen Integration der Ehefrau. Unklar bleibt, wie die BeschwerdefÃ¼hrenden ihren Lebensunterhalt bestreiten: Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 erhÃ¤lt vom FC K lediglich eine monatliche SpesenentschÃ¤digung von Fr. 500.-, jedoch keinen Lohn. Bei dieser Sachlage bleibt es dem Verwaltungsgericht verwehrt, Ã¼ber einen allfÃ¤lligen Aufenthaltsanspruch gestÃ¼tzt auf das Recht auf Privatleben zu entscheiden. Vielmehr ist die Sache zur weiteren AbklÃ¤rung des Sachverhalts und zur Vermeidung eines Instanzenverlusts an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Nachdem die BeschwerdefÃ¼hrenden bisher ihrer Mitwirkungspflicht nur teilweise nachkamen, werden sie mit Nachdruck auf ihre Mitwirkungspflicht (Art. 90 AIG) bei der Feststellung des Sachverhalts hingewiesen. Die am auslÃ¤nderrechtlichen Verfahren Beteiligten haben die erforderlichen Beweismittel unverzÃ¼glich einzureichen oder mÃ¼ssen sich darum bemÃ¼hen, sie innerhalb angemessener Frist zu beschaffen (Art. 90 lit. b AIG). </p> <p class="Urteilstext">Ob mit der in Bezug auf HÃ¤rtefallbewilligungen geÃ¼bten Praxis eine Ungleichbehandlung der BeschwerdefÃ¼hrenden im VerhÃ¤ltnis zu vorlÃ¤ufig aufgenommenen Personen vorliegt, braucht daher nicht entschieden zu werden. </p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Eine RÃ¼ckweisung zu neuem Entscheid bei offenem Ausgang ist in Bezug auf die Nebenfolgen als Obsiegen der beschwerdefÃ¼hrenden Partei zu behandeln (BGr, 28. April 2014, 2C_846/2013, E. 3.2 f. mit Hinweisen; Donatsch, § 64 N. 5). Damit sind die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens dem unterliegenden Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Dieser wird zudem verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrenden eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (inklusive Mehrwertsteuer) zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrenden um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung als gegenstandslos geworden abzuschreiben.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>FÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren beantragen die BeschwerdefÃ¼hrenden zudem die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands in der Person von lic. iur. D. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Nach § 16 Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 1 VRG haben Private, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, Anspruch auf Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte selbst zu wahren. Mittellos ist, wer nicht in der Lage ist, die Gerichtskosten aus seinem Einkommen â nach Abzug der Lebenshaltungskosten â innert angemessener Frist zu bezahlen (PlÃ¼ss, § 16 N. 20). Die BedÃ¼rftigkeit ist aufgrund der gesamten finanziellen VerhÃ¤ltnisse der betreffenden Person zu beurteilen, das heisst unter BerÃ¼cksichtigung sÃ¤mtlicher EinkÃ¼nfte und der VermÃ¶genssituation einerseits und sÃ¤mtlicher finanzieller Verpflichtungen andererseits. Den Nachweis der Mittellosigkeit hat grundsÃ¤tzlich die gesuchstellende Person zu erbringen (PlÃ¼ss, § 16 N. 38). An die Mitwirkungspflicht des Gesuchstellers werden praxisgemÃ¤ss hohe Anforderungen gestellt (VGr, 19. August 2024, VB.2024.00179, E. 7.2; VGr, 26. Juni 2019, VB.2018.00734, E. 6.3.2 [nicht auf www.vgr.zh.ch verÃ¶ffentlicht]; Marc Forster, Der Anspruch auf unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung in der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung, ZBl 93/1992 S. 457 ff., 460). So muss dieser seine finanzielle Situation detailliert aufzeigen und belegen (siehe dazu bereits E. 2.3).</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Das gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wurde von den rechtskundig vertretenen BeschwerdefÃ¼hrenden mit keinem Wort begrÃ¼ndet: Weder wurden AusfÃ¼hrungen zur Mittellosigkeit gemacht noch Belege hierzu eingereicht. Die Mittellosigkeit ergibt sich auch nicht aus den Akten. Mangels rechtsgenÃ¼glicher Substanziierung der Mittellosigkeit ist das Gesuch um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands abzuweisen, soweit es durch den Prozessausgang nicht gegenstandslos geworden ist (vgl. VGr, 26. Juni 2019, VB.2018.00734, E. 6.3.2 [nicht auf www.vgr.zh.ch verÃ¶ffentlicht]). Auf die Einholung einer Honorarnote kann damit verzichtet werden. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Ãber die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des Rekursverfahrens hat die Vorinstanz im Neuentscheid zu befinden.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der vorliegende RÃ¼ckweisungsentscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Andernfalls kann lediglich die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG wegen der Verletzung verfassungsmÃ¤ssiger Rechte ergriffen werden. Die Beschwerde ist zudem nur zulÃ¤ssig, wenn der Entscheid einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kÃ¶nnte oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifÃ¼hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten fÃ¼r ein weitlÃ¤ufiges Beweisverfahren ersparen wÃ¼rde (Art. 93 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung wird als gegenstandslos abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion zurÃ¼ckgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von total Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Ãber die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen des Rekursverfahrens hat die Vorinstanz im Neuentscheid zu befinden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>9. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion;<br/> c) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM).</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>