B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-5806/2012 U r t e i l v o m 1 9 . N o v e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richter Robert Galliker; Gerichtsschreiberin Regula Frey. Parteien A._______, geboren (…), Guinea, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 15. Oktober 2012 / N (…). D-5806/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Guinea am 15. Ja- nuar 2010 verliess, sich nach einem ungefähr dreimonatigen Aufenthalt in B._______ nach C._______ begab, von wo er am 20. Sept ember 2010 nach D._______ ausreiste, und am 1. Oktober 2010 illegal in die Schweiz gelangte, wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte, dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs - und Verfahrenszent- rum (EVZ) E._______ vom 11. Oktober 2010 sowie de r Anhörung vom 12. Oktober 2012 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen gel- tend machte, das Militär habe das Quartier, in dem er gelebt habe, als Quartier von Homosexuellen betrachtet, weshalb er zu Unrecht beschu l- digt worden sei, homosexuell zu sein, dass zudem bei ihm im Haus eine Person gelebt habe, die mit dem Militär nicht einverstanden gewesen sei, dass deshalb die Militärs ins Haus des Beschwerdeführers gekommen seien und Sachen zerstört hätten, wenn es Prob leme oder einen Streik gegeben habe, dass er in den Jahren 2007 und 2008 jeweils zwei bis drei Wochen lang festgehalten worden sei, dass er zudem am 28. September 2009 anlässlich von Demonstrationen festgenommen und zwei Monate lang in Haft gewesen sei, dass er während der Haft krank geworden und auf Veranlassung von UNO-Vertretern nach deren Gefängnisbesuch in ein Spital gebracht wo r- den sei, von wo er nach zwei Wochen habe flüchten können, dass das BFM mit Verfügung vom 18. November 2010 im Rahmen eines Dublin-Verfahrens in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgeset- zes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht ein- trat und den Beschwerdeführer aus der Schweiz nach C._______ weg- wies, worauf er dagegen Beschwerde erhob, dass das Bund esverwaltungsgericht mit Entscheid D -8169/2010 vom 22. März 2011 das Beschwerdeverfahren als gegenstandslos geworden abschrieb, nachdem das BFM am 16. März 2011 seine Verfügung wi e-D-5806/2012 Seite 3 dererwägungsweise aufgehoben und das nationale Verfahren wieder auf- genommen hatte, dass das BFM gestützt auf Art. 7 AsylG das Asylgesuch des Beschwerde- führers mit Verfügung vom 15. Oktober 2012 – eröffnet am folgenden Tag – ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, ein Eurodac- Fingerabgleich habe ergeben, dass dem Beschwerdeführer am 8. Okt o- ber 2008 wegen illegaler Einreise und am 27. November 2008 wegen Stellens eines Asylgesuches in C._______ Fingerabdrücke abgenommen worden seien, weshalb nicht glaubhaft sei, dass er im Jahre 2009 in Gui- nea in Haft gewesen sei, dass er zudem widersprüchliche Angaben zur Zahl seiner Verhaftungen gemacht habe, weil er im EVZ erklärt hab e, er sei dreimal inhaftiert wor- den, und bei der Anhörung ausgesagt habe, er sei zweimal in Haft gew e- sen, und deshalb nicht glaubhaft sei, dass er überhaupt einmal inhaftiert gewesen sei und mit dem Militär Probleme gehabt habe, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 9. November 2012 (Post- stempel: 7. November 2012) gegen diesen Entschei d beim Bundesve r- waltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, die angefoch- tene Verfügung sei aufzuheben, es sei seine Flüchtlingseigenschaft fes t- zustellen und ihm Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und ihm die vorläufige Aufnahme zu gewähren, dass er in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensge- setzes vom 20. D ezember 1968 (VwVG, SR 172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG D-5806/2012 Seite 4 i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG rich- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur su mmarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111 a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriftenwechsel verzichtet wurde, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem He imatstaat oder im Land, in dem s ie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausg esetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), D-5806/2012 Seite 5 dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gem acht ist, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in w e- sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nic ht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden, dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe im Wesentl i- chen vorbringt, die von ihm geschilderten Erlebnisse hätten sich tatsäc h- lich in seinem Heimatland so zugetragen, dass es zutreffend sei, dass er im Jahre 2009 nicht in Haft gewesen sein könne, weil er sich bereits im Jahre 2008 in C._______ aufgehalten habe, er sei indessen nie in die Schule gegangen, weshalb er nie einen Bezug zu Daten gehabt hab e und aus diesem Grund Verständnis angebracht sei, dass er insgesamt drei Mal verhaftet, die ersten zwei Male im Quartierg e- fängnis F._______ festgehalten und beim dritten Mal in die G._______ im Zentrum von H._______ gebracht worden sei, dass der Beschwerd eführer bei der Befragung im EVZ wie auch bei der Anhörung nach der Rückübersetzung unterschriftlich bestätigte, das Pr o- tokoll entspreche seinen Aussagen und sei vollständig, und er sich d es- halb dabei behaften lassen muss, dass der Beschwerdeführer im EVZ angab, er sei nie zur Schule gega n- gen, habe aber von Freunden schreiben und lesen gelernt (vgl. A1/9, S. 2, Ziff. 8), weshalb sein Vorbringen, er habe mangels Schulbildung kei- nen Bezug zu Daten, zu relativieren ist, dass mit d em Einwand der mangelnden Schu ldbildung seine wide r- sprüchlichen Aussagen nicht entkräftet werden können, da er bei der Kurzbefragung mehrmals zu Protokoll gab, er sei am 28. September 2009 festgenommen worden (vgl. A1/9, S. 2, 3 und 5), und erwähnte, er sei bis zu diesem Datum in H._______ wohnhaft gewesen (vgl. A1/9, S. 1), D-5806/2012 Seite 6 dass er zwar seine Befrager darauf hinwies, er habe Schwierigkeiten, Da- ten anzugeben und sich an solche zu erinnern (vgl. A8/2, S. 1 [rechtliches Gehör zu einer allfälligen Rückführung nach C._______], A32/10, S. 3 F8 f., S. 4 F17 und F19, S. 5 F23), dass – unbesehen des Umstandes, dass die angegebenen Daten in A n- betracht des Aufenthaltes in C._______ unzutreffend sind – er indessen mehrmals das genaue Datum vom 28. September 2009 von sich aus zur Sprache brachte, ohne spezi ell nach einem exakten Datum gefragt wo r- den zu sein, und im Verlaufe des Verfahrens weitere genaue Datumsa n- gaben machte (vgl. z.B. Einweisung ins Spital am 1. Januar 2010, Ausrei- se aus F._______ am 15. Januar 2010), dass er zudem eigenen Angaben zufolge am 20. September 2010 aus C._______ ausgereist ist, dass deshalb der Einwand der mangelnden Schulbildung beziehungswe i- se der Unkenntnis von Daten lediglich eine Schutzbehauptung darstellt, dass der Beschwerdeführer in der Anhörung klar angab, er sei zweimal verhaftet worden (vgl. A32/10, S. 6 F31 f.), und dabei – als er eine dritte Verhaftung erwähnte und darauf angesprochen wurde – darauf bestand, zweimal verhaftet worden zu sein (vgl. A32/10, S. 6 F33), dies im Gegen- satz zu r Befragung im EVZ, wo er zu Protokoll gab, er sei insgesamt dreimal verhaftet worden (vgl. A1/9, S. 5), dass in der Beschwerde ohne substanziierte Erklärungen dargelegt wird, er sei dreimal verhaftet worden, weshalb nicht nachvollziehbar ist, welche Version aus welchem Grund nun zutreffend sein soll, dass das BFM bei dieser Sachlage zu Recht erwog, der Beschwerdefü h- rer habe widersprüchliche und mithin unglaubhafte Angaben gemacht, und die vorgebrachten Schwierigkeite n mit dem Militär zu bezweifeln sind, dass der Vollständigkeit halber darauf hinzuweisen ist, dass es dem B e- schwerdeführer möglich gewesen wäre, sich an einem anderen Ort in Guinea aufzuhalten, falls das Quartier, in dem er gewohnt habe, als Wohnort von Ho mosexuellen betrachtet und deswegen dort vermehrt Razzien durchgeführt worden wären, D-5806/2012 Seite 7 dass kein Anlass besteht, ihm bei allfälligen Unklarheiten das rechtliche Gehör zu gewähren, da er mit seiner Rechtsmitteleingabe Gelegenheit hatte, sich zu den von der Vo rinstanz dargelegten Widersprüchen und Ungereimtheiten zu äussern, dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseige n- schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. Entscheidungen und Mittei- lungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte W egweisung im Einklang mit den gesetzl i- chen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht ang e- ordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegw eisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen ge- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu bew eisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls w e- nigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 S. 502; WAL- TER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Auslä n- derrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Sc hweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leb en oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, D-5806/2012 Seite 8 zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non - Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und kei- ne Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgeno s- senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinko m- mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folte r und andere grausame, u n- menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) e r- sichtlich sind, die ihm in Guinea droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage i n Guinea – es besteht dort keine Situ a- tion allgemeiner Gewalt, die sich über das ganze Staatsgebiet oder weite Teile davon erstreck t – noch individuelle Gründe auf eine konkrete G e- fährdung im Falle einer Rückkeh r schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, dass insbesondere – auch wenn die Eltern des Beschwerdeführers ve r- storben sein sollten (vgl. A1/9, S. 3 , Ziff. 12) – von einem sozialen Bezie- hungsnetz in Guinea auszugehen ist , zumal er als I._______ tätig war und mit Kollegen zusammen wohnte (vgl. A32/10, S. 7 F41 f. ) und in der Rechtsmitteleingabe keine gesundheitlichen Schwierigkeiten geltend g e- macht werden, dass der Vollzug der Wegw eisung des Beschwerdeführers in den He i- matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der B e-D-5806/2012 Seite 9 schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Weg - weisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwei- sen ist, dass mit vorliegendem Direktentscheid ohne vorgängige Instruktion das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegen - standslos geworden ist, dass – ungeachtet der eingereichten Fürsorgebestätigung – das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen waren, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-5806/2012 Seite 10 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird a b- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Thomas Wespi Regula Frey Versand: