<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00523</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205148&amp;W10_KEY=4467138&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00523</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.04.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Aufenthaltsbewilligung für eine mit einem Schweizer im Konkubinat lebende Ausländerin (Art. 8 EMRK)<br/><br/>Auf den Anspruch auf Achtung des Familienlebens können sich grundsätzlich auch unverheiratete Paare berufen. Indizien für eine grundrechtlich geschützte Beziehung bei Konkubinatspartnern: Dauer der Beziehung und des Zusammenlebens sowie das Vorhandensein von Kindern. Eintreten wegen der Beziehung der Beschwerdeführerin zu ihrem Konkubinatspartner (E. 2.2). Kein besonders gewichtiges öffentliches Interesse an der Verweigerung der Bewilligungsverlängerung, da die Beschwerdeführerin einer geregelten Arbeit nachgeht und nicht straffällig wurde (E. 4.1). Ob ihr Interesse am Verbleib in der Schweiz überwiegt, kann aufgrund der unzureichenden Sachverhaltsabklärung nicht entschieden werden. Insbesondere steht nicht fest, von wem sie schwanger wurde und ob sie inzwischen ein Kind zur Welt brachte (E. 4.2). Rückweisung an den Regierungsrat zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung (E. 6).<br/>Teilweise Gutheissung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Garantien der EMRK ST: ART. 8 EMRK">ART. 8 EMRK</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENLEBEN">FAMILIENLEBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KIND/-ER">KIND/-ER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONKUBINAT">KONKUBINAT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONKUBINATSPAAR">KONKUBINATSPAAR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PAARGEMEINSCHAFT">PAARGEMEINSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SACHVERHALTSABKLÃRUNG">SACHVERHALTSABKLÃRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSAMMENLEBEN">ZUSAMMENLEBEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 13 Abs. 1 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. 1 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2005 Nr. 26 S. 90</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A (geboren 1977, kenianische StaatsangehÃ¶rige) reiste im MÃ¤rz 2001 in die Schweiz ein und erhielt wegen der zuvor mit einem Schweizer geschlossenen Ehe eine Aufenthaltsbewilligung. Im Juli 2003 verliess sie die gemeinsame Wohnung. Am 7. Juli 2004 lehnte die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit eine VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung mit der BegrÃ¼ndung ab, A berufe sich in rechtsmissbrÃ¤uchlicher Weise auf eine nur noch formell bestehende Ehe. Gleichzeitig setzte die Direktion Frist zum Verlassen des Kantonsgebiets an.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Im Laufe des Rekursverfahrens zog A mit dem Schweizer C zusammen. Der Regierungsrat verneinte eine grundrechtlich geschÃ¼tzte Beziehung und wies den gegen die Bewilligungsverweigerung erhobenen Rekurs am 27. Oktober 2004 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 1. Dezember 2004 beantragte A neben der Aufhebung des Rekursentscheids die Anweisung an den Regierungsrat, ihre Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern und eventualiter eine solche aus humanitÃ¤ren bzw. wichtigen GrÃ¼nden zu erteilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten "der Staatskasse". â Der Regierungsrat beantragte die Abweisung der Beschwerde; die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit verzichtete demgegenÃ¼ber stillschweigend auf eine Beschwerdeantwort.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Im AuslÃ¤nderrecht ist die Beschwerde ans Verwaltungsgericht zulÃ¤ssig, soweit aus Bundesrecht ein Bewilligungsanspruch abgeleitet werden kann (§ 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit § 43 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG] sowie Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 [OG]). Ein solcher Anspruch besteht fÃ¼r eine AuslÃ¤nderin, die mit einem Schweizer verheiratet ist (Art. 7 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder, ANAG). Da die Ehe der BeschwerdefÃ¼hrerin mit einem Schweizer gegenwÃ¤rtig offenbar noch besteht, ist auf die Beschwerde insoweit einzutreten. Die Frage einer allfÃ¤lligen rechtsmissbrÃ¤uchlichen Berufung auf den Bestand der Ehe ist bei der materiellen Beurteilung (hinten 3) zu klÃ¤ren (BGE 128 II 145 E. 1.1.5; VGr, 23. MÃ¤rz 2005, VB.2004.00513, E. 1.1, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin leitet einen Bewilligungsanspruch auch aus der Beziehung zu ihrem Schweizer Konkubinatspartner ab. Da dieser Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfÃ¼gt, ist im Rahmen des Eintretens zu prÃ¼fen, ob seine Beziehung zur BeschwerdefÃ¼hrerin von Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) bzw. Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) erfasst wird (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.1 S. 285). Ob sich grundrechtlich geschÃ¼tzte AnsprÃ¼che gegenÃ¼ber Ã¶ffentlichen Interessen durchzusetzen vermÃ¶gen, wird im Rahmen der materiellen ErwÃ¤gungen (hinten 4) zu beurteilen sein (VGr, 11. Mai 2005, VB.2005.00072, E. 1.3, www.vgrzh.ch; vgl. Martin Bertschi/Thomas GÃ¤chter, Der Anwesenheitsanspruch aufgrund der Garantie des Privat- und Familienlebens, ZBl 104/2003, S. 225, 255).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Das Recht auf Achtung des Familienlebens schÃ¼tzt nur genÃ¼gend nahe Beziehungen. Ob ein Paar verheiratet ist oder nicht, ist fÃ¼r den Grundrechtsschutz grundsÃ¤tzlich nicht ausschlaggebend (EGMR, 20. Juni 2002, Al-Nashif, 50963/99, § 112; 13. Juli 2000, Elsholz, 25735/94, § 43, 27. Oktober 1994, Kroon u. a., 18535/91, § 30, alle auf http://hudoc.echr.coe.int; Stephan Breitenmoser, Die Bedeutung der EMRK im AuslÃ¤nderrecht, in: Joachim Renzikowski [Hrsg.], Die EMRK im Privat-, Straf- und Ãffentlichen Recht, ZÃ¼rich etc. 2004, S. 197, 214; Christoph Grabenwarter, EuropÃ¤ische Menschenrechtskonvention, MÃ¼nchen 2003, § 22 N. 14; Alberto Achermann/Martina Caroni, Ho­mosexuelle und heterosexuelle Paare im schweizerischen AuslÃ¤nderrecht, SZIER 11/2001, S. 125, 127 f.; Martina Caroni, Privat- und Familienleben zwischen Menschenrecht und Migration, Berlin 1999, S. 27 f., 316 f.; Mark Villiger, Handbuch der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention, 2. A., ZÃ¼rich 1999, N. 571; vgl. auch BGE 126 II 425 E. 4c/bb, ferner 128 IV 154 E. 3.5: "faktisch-soziale Lebensgemeinschaften"). Eine Paarbeziehung muss jedoch â wie andere familiÃ¤re Beziehungen auch â intakt sein und tatsÃ¤chlich gelebt werden (EGMR, 1. Juni 2004, Lebbink, 45582/99, § 36; 12. Juli 2001, K und T, 25702/94, § 150, beide unter http://hudoc.echr.coe.int). FÃ¼r die erforderliche BeziehungsnÃ¤he stellt das Zusammenleben einen wichtigen Anhaltspunkt dar (EGMR, 27. Oktober 1994, Kroon u. a., 18535/91, § 30, http://hudoc.echr.coe.int; BGE 126 II 425 E. 4c/bb; vgl. Bernhard Pulver, Unverheiratete Paare, Basel etc. 2000, S. 30 mit weiteren Hinweisen). Aufgrund der Rechtsprechung von Gerichtshof und Kommission sind daneben fallweise weitere Indizien zu berÃ¼cksichtigen, so etwa die Dauer der Beziehung oder die Frage, ob das Paar gemeinsame Kinder hat (EGMR, 20. Juni 2002, Al-Nashif, 50963/99, § 112; 22. April 1997, X, Y und Z, 21830/93, § 36; EKMR, 27. Juni 1995, X, Y und Z, 21830/93, §§ 51 f., alle auf http://hudoc.echr.coe.int; vgl. auch Luzius Wildhaber in: Internationaler Kommentar zur EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention, Art. 8 N. 384 ff., Botschaft vom 20. November 1996 Ã¼ber eine neue Bundesverfassung, BBl 1997 I 1, 152 f., ferner Bundesamt fÃ¼r Zuwanderung, Integration und Auswanderung, Weisungen und ErlÃ¤uterungen Ã¼ber Einreise, Aufenthalt und Arbeitsmarkt, 2. A., Bern 2004, Ziff. 556.2, www.weisungen.bfm.admin.ch/rechtsgrundlagen/weisungen_gruen/pdf/weisungen_d.pdf).</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin trennte sich im Juli 2003 von ihrem Ehemann. Neun Monate spÃ¤ter lernte sie ihren neuen Lebenspartner C kennen. GemÃ¤ss eigenen Angaben zeugte sie mit diesem im letzten Sommer ein Kind. Anfangs September zog die BeschwerdefÃ¼hrerin in die Wohnung ihres Partners. Im Rekursverfahren Ã¤usserte sie die Absicht, ihn zu heiraten. Im Rahmen des Eintretens lassen diese Indizien in ihrer Gesamtheit betrachtet grundsÃ¤tzlich auf eine genÃ¼gend nahe und damit grundrechtlich geschÃ¼tzte Beziehung zum Konkubinatspartner schliessen (vgl. insoweit EGMR, 26. Mai 1994, Keegan, 16969/90, § 45, http://hudoc.echr.coe.int). Der angefochtene Entscheid tangiert das Recht auf Achtung dieser Beziehung, indem sein Vollzug die Trennung der Partner zur Folge hÃ¤tte. Auf die Beschwerde ist deshalb auch insoweit grundsÃ¤tzlich einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist der Auffassung, dass ihr wegen ihrer Ehe mit einem Schweizer BÃ¼rger die Aufenthaltsbewilligung hÃ¤tte verlÃ¤ngert werden mÃ¼ssen.</p> <p class="Urteilstext">Der Anspruch BewilligungsverlÃ¤ngerung (Art. 7 Abs. 1 Satz 1 ANAG) steht unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchsverbots von Art. 5 Abs. 3 BV (BGE 130 II 113 E. 4.2; vgl. Art. 7 Abs. 2 ANAG). Der Regierungsrat hat mit zutreffender BegrÃ¼ndung festgehalten, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerin in rechtsmissbrÃ¤uchlicher Weise auf eine nur noch formell bestehende Ehe beruft. Darauf kann zustimmend verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Die diesbezÃ¼glichen RÃ¼gen stossen im Ãbrigen schon deshalb ins Leere, da nach EinschÃ¤tzung der BeschwerdefÃ¼hrerin (bzw. ihres Rechtsberaters) keine Aussicht besteht, die Ehe "zu retten".</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt weiter, die Verweigerung der Bewilligung stelle einen unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigen Eingriff in ihr Recht auf Achtung des Familienlebens dar.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Das Ã¶ffentliche Interesse an der Verweigerung der BewilligungsverlÃ¤ngerung liegt gemÃ¤ss Beschwerdegegnerin und Vorinstanz in der "wirksamen Begrenzung des Bestandes der auslÃ¤ndischen WohnbevÃ¶lkerung" (dazu BGE 126 II 425 E. 5b/bb). Weitere Ã¶ffentliche Interessen werden zu Recht nicht behauptet: So ergeben sich aus den Akten keine Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin straffÃ¤llig wurde oder der Ã¶ffentlichen Hand zur Last fiel; vielmehr ergibt sich daraus, dass sie in einem Flughafenrestaurant als Produktionsmitarbeiterin arbeitet. â Rein zahlenmÃ¤ssig bewirkte der Aufenthalt der BeschwerdefÃ¼hrerin als Einzelperson keine messbare Vermehrung der auslÃ¤ndischen WohnbevÃ¶lkerung (VGr, 19. Januar 2005, VB.2004.00402, E. 4.4, www.vgrzh.ch). Das von der Beschwerdegegnerin geltend gemachte Ã¶ffentliche Interesse erscheint fÃ¼r sich allein deshalb nicht als besonders gewichtig (VGr, 23. MÃ¤rz 2005, VB.2004.00555, E. 4.2 Abs. 3, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Dem Ã¶ffentlichen Interesse an der Wegweisung ist das private Interesse am Verbleib in der Schweiz gegenÃ¼berzustellen. â Aus den Akten geht hervor, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin ihren derzeitigen Lebenspartner vor einem Jahr kennen lernte und dass sie mit ihm seit einem halben Jahr zusammenwohnt (vorn 2.2). Ansonsten lassen sich den Vorbringen der Parteien sowie den Akten keine Anhaltspunkte entnehmen, wie das private Interesse zu gewichten ist. So steht nicht fest, ob das Kind der BeschwerdefÃ¼hrerin inzwischen auf die Welt gekommen ist (vgl. zur Zumutbarkeit der Ausreise von neugeborenen Kindern mit Schweizer StaatsbÃ¼rgerschaft BGE 122 II 289 E. 3c). Weiter blieb ungeklÃ¤rt, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihrem Schweizer Lebenspartner, dem die Ausreise nicht zugemutet werden kann, noch zusammenlebt (vgl. Pulver, S. 42). Ob die gesetzliche Vaterschaftsvermutung zugunsten des Ehemannes durch eine Anfechtungsklage beseitigt wurde, ist ebenfalls offen. Damit kann nicht gesagt werden, ob die vorliegend zu beurteilende Konstellation mit einem bereits entschiedenen Fall verglichen werden kann, in dem der von der Ausweisung betroffene Lebenspartner mit der BeschwerdefÃ¼hrerin Sohair Balkandali und dem gemeinsamen Kind zusammenwohnte (vgl. EGMR, 28. Mai 1985, Abdulaziz u. a., 9214/80 etc., §§ 52, 62, http://hudoc.echr.coe.int). Unklar ist schliesslich, ob die Heirat lediglich beabsichtigt ist oder konkret bevorsteht (vgl. BGr, 23. Juni 2004, 2A.358/2004, E. 2.1.2, www.bger.ch, 4. Oktober 2002, 2A.362/2002, E. 2.2, www.bger.ch, auszugsweise wiedergegeben in SZIER 13/2003, S. 328).</p> <p class="Urteilstext">Die fÃ¼r die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung relevanten Sachverhaltselemente wurden nach dem Gesagten nur teilweise abgeklÃ¤rt. Aufgrund von § 64 Abs. 1 VRG ist die Angelegenheit deshalb zur ergÃ¤nzenden SachverhaltsabklÃ¤rung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 64 N. 3).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nachdem Ã¼ber das Hauptbegehren nicht entschieden werden kann, fragt sich, ob auf den Eventualantrag auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aus humanitÃ¤ren GrÃ¼nden bzw. wichtigen GrÃ¼nden einzutreten ist. Die Frage ist indessen zu verneinen, da die von der BeschwerdefÃ¼hrerin in diesem Zusammenhang angerufenen Bestimmungen (Art. 13 lit. f und 36 der Verordnung vom 6. Oktober 1986 Ã¼ber die Begrenzung der Zahl der AuslÃ¤nder) keinen Rechtsanspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung vermitteln (VGr, 24. November 2004, VB.2004.00374, E. 2.4, www.vgrzh.ch, mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist. Der angefochtene Entscheid ist aufzuheben und die Sache zur ergÃ¤nzenden SachverhaltsabklÃ¤rung und zu neuem Entscheid zurÃ¼ckzuweisen (vorn 4.2). Da keine der Parteien mehrheitlich obsiegt, sind ihnen die Gerichtskosten hÃ¤lftig aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 15 am Ende). Aus demselben Grund ist der BeschwerdefÃ¼hrerin keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 32). Das Bestehen eines Rechtsanspruches gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV wÃ¤re mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu bestreiten (BGE 127 II 161 E. 1b; zur Geltendmachung von VerfahrensmÃ¤ngeln E. 3).</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. Der Beschluss des Regierungsrats vom 27. Oktober 2004 wird aufgehoben und die Angelegenheit im Sinne der ErwÃ¤gungen zur ergÃ¤nzenden SachverhaltsabklÃ¤rung und neuem Entscheid an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>