A bteilung I A -1346/2006 {T 0/2} U rteil vom 4. M ai 2007 M itw irkung: R ichter D aniel R iedo (Vorsitz), Thom as Stadelm ann (Kam m erpräsident), Pascal M ollard; G erichtsschreiberin Iris W idm er. X._______, Beschw erdeführerin, gegen Eidgenössische Steuerverw altung, H auptabteilung M ehrw ertsteuer, Schw arztorstrasse 50, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend M ehrw ertsteuer (M W STV; 1. Q uartal 1996 bis 4. Q uartal 1998); B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. X._______, _______ im Jahre 1916 als Stiftung im Sinne von Art. 80 ff. des Schw eizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. D ezem ber 1907 (ZG B, SR 210) eingetragen, bezw eckt gem äss Statuten u.a. _______ sow ie die Führung von Ausbildungsstätten, insbesondere für Pflegeberufe (Art. 2 der Statuten vom _______). Sie untersteht der Aufsicht des Am tes für Sozialversicherung und Stiftungsaufsicht des Kantons Y._______. Seit dem 1. Januar 1995 ist die Stiftung im R egister der Eidgenössischen Steuerverw altung (ESTV) als m ehrw ertsteuerpflichtig eingetragen. B. G estützt auf den Vertrag vom _______ 1996 zw ischen dem Staat Y._______ und X._______, w urde diesem die Aufgabe der Führung einer Schule m it Sitz in Y._______ m it einem vom Schw eizerischen R oten Kreuz anerkannten Ausbildungsprogram m in G esundheits- und Krankenpflege übertragen (D iplom niveau [D N ] I und II). D er Kanton Y._______ verpflichtete sich, die Bau- und Einrichtungskosten sow ie die jährlichen Betriebskosten zu vergüten. C . M it Schreiben vom 1. April 1998 stellte die Stiftung bei der ESTV u.a. den Antrag, für die H ausw artstätigkeit für die von ihr im Auftrag des Kantons Y._______ geführte Krankenpflegeschule sei keine Eigenverbrauchsteuer zu erheben. D ie ESTV lehnte dieses Begehren m it Schreiben vom 2. April 1998 ab. G leichzeitig teilte sie m it, sie habe bislang keine Kenntnisse vom U m stand gehabt, dass X._______ eine öffentliche Aufgabe im Auftragsverhältnis ausführe. Es sei deshalb die Frage abzuklären, ob die vom X._______ erbrachte D ienstleistung auf G rund von Art. 14 Ziff. 9 M W STV von der Steuer ausgenom m en sei oder nicht. D . Am 2. M ärz 1999 entschied die ESTV, die vom X._______ im Auftrag des Kantons Y._______ ausgeführte Aufgabe stelle eine D ienstleistung im Sinne von Art. 6 Abs. 1 M W STV dar. M it Ergänzungsabrechnung (EA) N r. 7321560 forderte sie für die Betriebsbeiträge der Jahre 1996 bis 1998 in der G esam thöhe von Fr. 16'312'691.-- M ehrw ertsteuern im Betrage von Fr. 848'259.-- (gerundet) zuzüglich Verzugszins nach. E. G egen diesen Entscheid erhob die X._______ am 16. April 1999 Einsprache m it dem Begehren, diesen aufzuheben und es sei festzustellen, dass die X._______ gegenüber dem Staat Y._______ keine steuerbare D ienstleistung erbringe. Eventualiter sei der Entscheid aufzuheben und es sei festzustellen, dass Em pfänger der Leistungen der Stiftung die Schülerinnen und Schüler der Ausbildungsprogram m e D iplom niveau I und II seien und die Beiträge des Kantons Y._______ Entgeltsauffüllungen für die nach Art. 14 Ziff. 9 M W STV steueraus- genom m enen U m sätze darstellten. M it Einspracheentscheid vom 2. Februar 2004 w ies die ESTV die Einsprache ab. F. M it Eingabe vom 3. M ärz 2004 erhebt die X._______ (Beschw erdeführerin) bei der Eidgenössischen Steuerrekurskom m ission (SR K) Beschw erde 3 gegen den Einspracheentscheid der ESTV. Sie stellt den Antrag, der Einspracheentscheid vom 2. Februar 2004 und m it ihm die EA N r. 7321560 seien aufzuheben unter der Feststellung, dass die vom Kanton Y._______ im R ahm en des zw ischen ihm und der Stiftung X._______ abgeschlossenen Vertrages vom _______ 1996 für die Jahre 1996 bis und m it 1998 an die Stiftung bezahlten Betriebsbeiträge nicht der M ehrw ertsteuer unterliegende Subventionen oder andere Beiträge der öffentlichen H and nach Art. 26 Abs. 6 Bst. b der M W STV darstellen. Eventualiter seien der Einspracheentscheid vom 2. Februar 2004 und m it ihm die EA N r. 7321560 aufzuheben unter der Feststellung, dass die vom Kanton Y._______ im R ahm en des zw ischen ihm und der Stiftung X._______ abgeschlossenen Vertrages vom 3. Juli 1996 für die Jahre 1996 bis und m it 1998 an die Stiftung bezahlten Betriebsbeiträge steuerausgenom m ener U m satz nach Art. 14 Ziff. 9 M W STV darstellen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Staates. In ihrer Vernehm lassung vom 29. April 2004 schliesst die ESTV auf vollum fängliche Abw eisung der Beschw erde, unter Kostenfolge zu Lasten der Beschw erdeführerin. G . Per 31. D ezem ber 2006 hat die SR K die Verfahrensakten dem Bundesverw altungsgericht (BVG er) zur Beurteilung der Sache übergeben. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Bis zum 31. D ezem ber 2006 unterlagen Einspracheentscheide der ESTV der Beschw erde an die SR K. D as BVG er übernim m t, sofern es zuständig ist und keine Ausnahm e vorliegt, die am 1. Januar 2007 bei der SR K hängigen R echtsm ittel; die Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrens- recht (Art. 31 bis 33 und Art 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht [Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32]). Sow eit das VG G nichts anderes bestim m t, richtet sich gem äss Art. 37 VG G das Verfahren nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). Vorliegend ist keine Ausnahm e gegeben und gegen den Entscheid der Vorinstanz ist die Beschw erde beim BVG er zulässig (Art. 32 e contrario und Art. 33 Bst. d VG G in Verbindung m it Art. 53 der alten Verordnung vom 22. Juni 1994 über die M ehrw ertsteuer [aM W STV von 1994, AS 1994 1464]). D ieses ist m ithin zur Beurteilung in der Sache sachlich w ie funktionell zuständig. 1.2 Am 1. Januar 2001 sind das Bundesgesetz vom 2. Septem ber 1999 über die M ehrw ertsteuer (M W STG , SR 641.20) sow ie die zugehörige Verordnung (M W STG V, SR 641.201) in Kraft getreten. D er zu beurteilende Sachverhalt verw irklichte sich indessen in den Jahren 1996 bis 1998. Auf die vorliegende Beschw erde ist dam it grundsätzlich bisheriges R echt anw endbar (Art. 93 und 94 M W STG ).4 1.3 G em äss Art. 25 Abs. 2 Vw VG ist dem Begehren um Erlass einer Feststellungsverfügung zu entsprechen, w enn die G esuchstellerin ein entsprechendes schutzw ürdiges Interesse nachw eist. Laut bundesgerichtlicher R echtsprechung ist der Anspruch auf Erlass einer Feststellungsverfügung subsidiär gegenüber rechtsgestaltenden Verfügungen (BG E 119 V 13 E. 2a, BG E 114 V 203; R EN É R H IN O W /BEAT KR ÄH EN M AN N , Schw eizerische Verw altungsrechtsprechung, Ergänzungs- band, Basel und Frankfurt am M ain 1990, N r. 36, S. 109 f.). Sow eit die Beschw erdeführerin ihre Anträge form ell als Feststellungsbegehren stellt, fehlt ihr folglich ein schutzw ürdiges Interesse an deren Behandlung, w eil bereits das negative Leistungsbegehren, der Antrag auf Aufhebung der angefochtenen N achforderung, gestellt w orden ist. D am it kann anhand eines konkreten Falles entschieden w erden, ob die fraglichen Leistungen die beanstandete Steuerforderung auslösten, w as das Feststellungs- interesse hinfällig w erden lässt (siehe U rteil des Bundesgerichts 2A.90/1999 vom 26. Februar 2001, E. 1). M it dieser Einschränkung ist auf die Beschw erde einzutreten. 1.4 D ie Beschw erdeführerin bestreitet nicht die rechnerische Erm ittlung der m it EA erhobenen M ehrw ertsteuer. Strittig ist die m ehrw ertsteuerliche Q ualifikation der Ausbildungstätigkeit der Beschw erdeführerin. 2. 2.1 D er M ehrw ertsteuer unterliegen im Inland gegen Entgelt erbrachte D ienstleistungen (Art. 4 Bst. b M W STV). Als D ienstleistung gilt jede Leistung, die keine Lieferung eines G egenstands ist (Art. 6 Abs. 1 M W STV). D ienstleistungen liegen auch vor, w enn sie kraft G esetz oder aufgrund behördlicher Anordnungen erfolgen (Art. 7 M W STV). 2.2 Ein steuerbarer U m satz setzt notw endig einen Austausch von Leistungen voraus (BG E 126 II 451 f. E. 6a; vgl. ferner ALO IS C AM EN ZIN D /N IKLAU S H O - N AU ER /KLAU S A. VALLEN D E R , H andbuch zum M ehrw ertsteuergesetz, 2. Aufl., Bern 2003, S. 82 R z. 178). D ie Leistung besteht dabei entw eder in einer Lieferung oder D ienstleistung, die G egenleistung des Em pfängers im Entgelt (Art. 4 M W STV, Ausnahm e: Eigenverbrauch). Zusätzlich ist eine innere w irtschaftliche Verknüpfung zw ischen Leistung und G egenleistung erforderlich (BG E 126 II 451 E. 6a, m it H inw eisen; IVO P. BAU M G AR TN ER , in: m w st.com , Kom m entar zum Bundesgesetz über die M ehrw ertsteuer, Basel/G enf/M ünchen 2000, ad Art. 33 Abs. 1 und 2 R z. 6 und 8, ausführlich: D AN IEL R IED O , Vom W esen der M ehrw ertsteuer als allgem eine Verbrauchsteuer und von den entsprechenden W irkungen auf das schw eizerische R echt, Bern 1999, S. 223 ff.). O b eine G egenleistung aus m ehrw ertsteuerlicher Sicht in genügendem Zusam m enhang m it der Leistung steht, ist nicht in erster Linie nach zivilrechtlichen, sondern nach w irtschaftlichen, tatsächlichen Kriterien zu beurteilen (U rteil des Bundesgerichts 2A.304/2003 vom 14. N ovem ber 2003 E. 3.6.1, m it H inw eisen; statt vieler: Entscheid der SR K vom 14. Juni 2005, veröffentlicht in Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 69.126 E. 2a.ee; ausführlich: R IED O , a.a.O ., S. 112; vgl. auch BAU M G AR TN ER , 5 a.a.O ., ad Art. 33 Abs. 1 und 2, R z. 12). Insbesondere ist für die Annahm e eines Leistungsaustauschs das Vorliegen eines Vertragsverhältnisses nicht zw ingend erforderlich (BG E 126 II 252 f. E. 4a; U rteil des Bundesgerichts 2A.175/2002 vom 23. D ezem ber 2002 E. 3.2). Es genügt vielm ehr, dass Leistung und G egenleistung innerlich derart verknüpft sind, dass die Leistung eine G egenleistung auslöst (vgl. U rteile des BVG er A- 1343/2006 vom 12. April 2007 E. 2.2, A-1338/2006 vom 12. M ärz 2007 E. 2.1). Zusam m enfassend m üssen folgende Tatbestandsm erkm ale kum ulativ erfüllt sein, dam it von einem Leistungsaustausch ausgegangen w erden kann (vgl. auch Entscheide der SR K vom 17. O ktober 2006 [SR K 2003- 164] E. 2.a, vom 14. Juni 2005, a.a.O ., E. 2a.ee): a) Es m üssen zw ei Beteiligte in G estalt eines Leistenden und eines Leistungsem pfangenden vorhanden sein; b) der erbrachten Leistung m uss ein Entgelt als G egenleistung gegenüberstehen und c) die Leistung und die G egenleistung m üssen m iteinander innerlich w irtschaftlich verknüpft sein. 2.3 2.3.1 D as Entgelt stellt zudem die Bem essungsgrundlage für die Berechnung der M ehrw ertsteuer dar (Art. 26 Abs. 1 M W STV; vgl. BG E 126 II 451 E. 6). Zum Entgelt gehört alles, w as die Em pfängerin oder an ihrer Stelle eine dritte Person als G egenleistung für die Lieferung oder D ienstleistung aufw endet. D ie G egenleistung um fasst auch den Ersatz aller Kosten, selbst w enn diese gesondert in R echnung gestellt w erden. Im Falle einer Lieferung oder D ienstleistung an eine nahestehende Person gilt als Entgelt der W ert, der unter unabhängigen D ritten vereinbart w ürde (Art. 26 Abs. 2 M W STV). 2.3.2 N icht zum Entgelt gehören gem äss Art. 26 Abs. 6 Bst. b M W STV Subventionen und andere Beiträge der öffentlichen H and. Eine allgem ein anerkannte U m schreibung des Subventionsbegriffs gibt es im schw eizerischen R echt allerdings nicht; auch die M W STV enthält keine Begriffsbestim m ung. D as Bundesgericht um schreibt Subventionen allgem ein als Leistungen kraft öffentlichen R echts, die anderen R echtspersonen für bestim m te Zw ecke zukom m en, ohne dass dies zu einer unm ittelbaren G egenleistung an den Subventionsgebenden führt; m .a.W . w ird die Subvention ohne eine entsprechende konkrete m arktw irtschaftliche G egenleistung ausgerichtet. Ihre G ew ährung zielt folglich nicht auf die H erstellung eines bestim m ten, an sich w ünschbaren Zustandes ab, sondern w ill ein gew isses Verhalten der die Subventionen em pfangenden Person hervorrufen, das zur Erreichung bestim m ter, im öffentlichen Interesse liegender Zw ecke geeignet erscheint. Sind m it der G eldleistung der öffentlichen H and keine spezifischen Leistungen verknüpft und ist die Subventionsem pfängerin frei, w ie sie – im R ahm en des allgem einen Leistungsauftrages – die zur Förderung des angestrebten 6 Zw ecks notw endigen M assnahm en treffen w ill, so deutet dies auf eine Subvention hin (U rteil des Bundesgerichts vom 25. August 2000, veröffentlicht in Archiv für Schw eizerisches Abgaberecht [ASA] 71 S. 170 f. E. 8). D ie Subvention kennzeichnet sich folglich dadurch, dass sich die em pfangende Person in einer W eise verhält, die dem öffentlichen Interesse als "G egenleistung" erscheint. Abgesehen von dieser Verhaltensbindung sind Subventionen aber "unentgeltlich", das heisst, es steht ihnen keine entsprechende, w irtschaftliche G egenleistung gegenüber, w ie das für die Annahm e einer steuerbaren Lieferung oder D ienstleistung im Sinne von Art. 4 ff. und Art. 26 M W STV vorausgesetzt w ird. Sie sind dam it von vornherein nicht G egenstand eines m ehrw ertsteuerrechtlichen Leistungsaustausches, sind nicht Entgelt für eine vom Subventionsem pfangenden zu erbringende m arktw irtschaftliche Leistung und fliessen folgerichtig nicht in die Bem essungsgrundlage für die M ehrw ertsteuer ein (BG E 126 II 452 ff. E. 6b und 6c und 456 E. 6e, m it H inw eisen, U rteil des Bundesgerichts 2A.273/2004 vom 5. Septem ber 2005 E. 2.3; U rteil des BVG er A-1338/2006, a.a.O ., E. 2.3). 2.3.3 Im Einzelfall kann sich die Abgrenzung der Subvention und der ihr gleichgestellten anderen Beiträge der öffentlichen H and (Art. 26 Abs. 6 Bst. b M W STV) vom steuerbaren Entgelt indessen als schw ierig erw eisen. Es ist daher im Einzelfall aufgrund der konkreten U m stände zu entscheiden, ob ein Leistungsaustausch vorliegt oder nicht (U rteil des Bundesgerichts 2A.273/2004, a.a.O ., E. 2.3; vgl. auch U rteil des BVG er A1338/2006, a.a.O ., E. 2.3). 2.3.4 In Verhältnissen, in w elchen das Vorliegen einer Subvention zu prüfen ist, sind verschiedene Konstellationen m öglich, je nachdem ob zw ei oder drei Parteien involviert sind (vgl. Entscheide der SR K vom 23. M ärz 2004 [SR K 2003-056] E. 2a.ee, vom 3. Februar 1999, veröffentlicht in M W ST-Journal 1/1999 S. 14 ff. E. 3c.aa, vom 26. April 2000, veröffentlicht in M W ST- Journal 3/2000 S. 129 ff. E. 3b.bb). Sind drei Beteiligte vorhanden, ist als Erstes das Verhältnis zw ischen dem G em einw esen und der Privaten, w elche die Zahlung erhält, zu untersuchen. Liegt auf dieser Ebene kein m ehrw ertsteuerliches Austauschverhältnis vor, m uss w eiter geprüft w erden, ob die G eldleistung des Staates Entgelt für die Leistung der Privaten an einen D ritten als Leistungsem pfänger darstellt, d.h. ob es sich um eine so genannte Entgeltauffüllung (Preisauffüllung) handelt (vgl. Art. 26 Abs. 2 M W STV). W ird ein Austauschverhältnis zw ischen dem Staat und der Em pfängerin der staatlichen G eldleistung aber bejaht, erübrigt sich die Prüfung der Frage, ob eine Preisauffüllung gegeben ist. D a die G eldleistungen des G em einw esens diesfalls in einem innerlichen Zusam m enhang m it den Leistungen des G eldem pfängers an den Staat stehen, können sie nicht gleichzeitig eine zusätzliche G egenleistung (Preisauffüllung) im Verhältnis zw ischen der Em pfängerin der G eldleistung und dem D ritten darstellen, d.h. auch dort in einem ursächlichen Zusam m enhang m it einem Leistungsaustausch stehen (vgl. Entscheid der SR K vom 23. M ärz 2004, a.a.O ., E. 2b m it H inw eis). 2.4 G ew isse U m sätze sind von der Steuer ausgenom m en. D azu gehören u.a. 7 U m sätze gem äss Art. 14 Ziff. 9 M W STV im Bereich der Erziehung von Kindern und Jugendlichen, des U nterrichts, der Ausbildung, Fortbildung und der beruflichen U m schulung m it Einschluss von Kursen, Vorträgen und anderen Veranstaltungen w issenschaftlicher oder bildender Art. Jegliche Form von U nterricht, gleich w elcher Stufe, w ird von der Steuer befreit (Kom m entar des EFD zur Verordnung über die M ehrw ertsteuer vom 22. Juni 1994, S. 14). 3. 3.1 Im Folgenden ist zunächst zu prüfen, ob zw ischen dem Kanton Y._______ und der Beschw erdeführerin ein Leistungsaustausch im m ehrw ertsteuerlichen Sinn vorliegt. Für den Fall, dass dies zu bejahen ist, ist im W eiteren abzuklären, ob der Sachverhalt allenfalls gem äss Art. 14 Ziff. 9 M W STV steuerbefreit ist. 3.2 Aufgrund des Vertrages vom _______ 1996 zw ischen dem Staat Y._______ und der Beschw erdeführerin übernim m t diese folgende Aufgabe: Sie verpflichtet sich zum Betrieb einer Berufsschule m it Sitz in Y._______, die zum Erw erb eines vom Schw eizerischen R oten Kreuz anerkannten D iplom s – D N I und D N II – in G esundheits- und Krankenpflege führt. Als R ichtzahl für die Ausbildungsabschlüsse sind 40 D N I und 45 D N II Schülerinnen und Schüler jährlich vereinbart (Ziff. 1 des Vertrages). D ie Beschw erdeführerin untersteht der Aufsicht der kantonalen Z._______ (Ziff. 2). D er Kanton verpflichtet sich dem gegenüber, der Beschw erdeführerin die Bau- und Einrichtungskosten sow ie die jährlichen Betriebskosten zu vergüten (Ziff. 5). D ie gesetzliche G rundlage für dieses Vorgehen befindet sich im kantonal- _______ G esetz vom _______. D er Kanton hat im R ahm en der Spitalplanung sicherzustellen, dass auch in Zukunft eine ausreichende Spitalversorgung für die Bevölkerung gew ährleistet w erden kann. Zur Erreichung dieses Planungsziels sind die künftigen Bedürfnisse an Spitalpersonal zu erheben und die entsprechende N otw endigkeit von Schulen zu bestim m en, die er zugleich zur Verfügung zu stellen hat. D ie D urchführung dieser ihm obliegenden, staatlichen Aufgabe kann er auch an Private (z.B. private Körperschaften oder Stiftungen) übertragen (vgl. _______). D ie Beschw erdeführerin ist vertraglich im W eiteren gehalten, die Schule und das Ausbildungsprogram m entsprechend den kantonalen Vorgaben der G esundheits- und Fürsorgeplanung sow ie den Bestim m ungen und R ichtlinien des SR K zu organisieren und durchzuführen (Ziff. 3.1 und 3.2 des Vertrages); das O rganisationsreglem ent, sow ie dessen grundsätzliche Änderungen, das Schulreglem ent und Änderungen im Ausbildungs- program m der Z._______ zur G enehm igung zu unterbreiten (Ziff. 3.3 und 3.4); die Z._______ über die Prom otionsordnung, die Verträge m it den Ausbildungs-stationen und über die Schulbesuche der fachlichen Ü berw achungsinstanz Schw eizerischen R oten Kreuzes zu orientieren 8 (Ziff. 3.5 und 3.6); dieser die Schulbesuchsberichte des Schw eizerischen R oten Kreuzes, die gem äss _______ verlangten statistischen Angaben, sow ie einen jährlichen Tätigkeitsbericht zuzustellen (Ziff. 3.7 und 3.8) und die vom Kanton eingegangenen Ausbildungsverträge m it der Stiftung _______ zu übernehm en (Ziff. 3.9 bis 3.11). Für die Ausbildung für im Kanton Y._______ w ohnhafte Auszubildende soll die Beschw erdeführerin keinen Beitrag an die Betriebskosten erheben, für alle anderen sind Beträge gem äss W eisungen der Z._______ in R echnung zu stellen (Ziff. 4). Als Kündigungsfrist w ird ein Jahr vereinbart (Ziff. 6). D er Auftrag an die Beschw erdeführerin ist m it diesem Vertrag genau spezifiziert und die vertraglich festgehaltenen Vorgaben und Bedingungen detailliert, so dass die Beschw erdeführerin nicht autonom darüber entscheiden kann, w ie sie die Lehrtätigkeit ausüben und w elche Bildungsinhalte und -ziele sie verm itteln w ill; sie hat den fachlichen Ausbildungskriterien des Schw eizerischen R oten Kreuzes und den kantonalen Anforderungen zu genügen. D ie Beschw erdeführerin hat m it diesem Vertrag folglich eine individualisierte und konkretisierte Aufgabe übernom m en und hat nicht lediglich einen – w ie bei Subventionen – allgem ein gehaltenen Leistungsauftrag zu erfüllen, w elchen sie auf eine selbst gew ählte W eise ausführen könnte. Entgegen der Auffassung der Beschw erdeführerin sind die einzelnen Vereinbarungen nicht lediglich Auflagen, die das Verhalten der Beschw erdeführerin in einem richtungsw eisenden Sinne lenken w ollen, w ie dies für eine Subvention typisch w äre. D ie Leistungspflichten und deren Erbringungsm odalitäten sind, w ie bereits ausgeführt, konkret, und eben diese w ill der Kanton finanziell abgelten sow ie m ittels verschiedener Aufsichts-, M itteilungs- sow ie G enehm igungspflichten und allenfalls Kündigungsm öglichkeit sicher stellen. Eine Ü berprüfung der Aufgabenübertragung ist nam entlich bei anhaltendem U nterschreiten der Anzahl Auszubildenden und beim Vorliegen von Beanstandungen des Schw eizerischen R oten Kreuzes m öglich (vgl. Beschluss des R egierungsrates des Kantons Y._______). Im G egenzug übernim m t der Kanton die Bau- und Einrichtungskosten und säm tliche, jährlich anfallende Betriebskosten. D ie Leistungen des Kantons gehen dam it über einen bloss unterstützenden Förderungsw illen hinaus, w ie dies für Subventionen gilt. D ie Beschw erdeführerin erhält die staatlichen Beiträge als Entgelt für ihre vertragsgem äss erbrachten D ienstleistungen. D as Erfordernis, w onach einer m ehrw ertsteuerlichen Leistung ein Entgelt als G egenleistung gegenüberstehen m uss, ist dem zufolge vorliegend erfüllt. D ie Beschw erdeführerin trägt vor, sie übe ihre Tätigkeit allein aufgrund ihrer in den Statuten verankerten M otive aus und w ürde auch ohne staatliche Aufgabenübertragung oder finanzielle U nterstützung D N I und D N II Ausbildungen anbieten. D iese Einw ände sind unbeachtlich bzw . hypothetisch. M assgebend und zu beurteilen ist der tatsächlich vorliegende Sachverhalt. D ie Beschw erdeführerin hat im fraglichen Zeitraum die Beiträge des Kantons erhalten, w eil sie die entsprechenden D ienstleistungen erbracht hat bzw . dam it sie diese erbringt. Eine innere 9 Verknüpfung, ein unm ittelbarer w irtschaftlicher Zusam m enhang zw ischen der Entschädigung und den Leistungen der Beschw erdeführerin ist m ithin gegeben, w eshalb ein m ehrw ertsteuerliches Austauschverhältnis zu bejahen ist. Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass die Ü bertragung von öffentlichen Aufgaben auf die beschriebene W eise vom G em einw esen auf eine Private, ein Leistungsaustauschverhältnis (vgl. E. 2.2) zw ischen der beigezogenen Privaten und dem G em einw esen zur Folge hat. D er Leistungsaustausch ist gem äss konstanter R echtsprechung darin zu sehen, dass die Private eine eigentlich dem G em einw esen obliegende Tätigkeit übernim m t und dafür entschädigt w ird (vgl. statt vieler: Entscheide der SR K vom 23. M ärz 2004 a.a.O ., E. 3.b, vom 25. Januar 1999 [SR K 1998-046] E. 4d.bb; bestätigt durch U rteil des Bundesgerichts vom 24. N ovem ber 1999, veröffentlicht in Steuer R evue [StR ] 2000 55). 3.3 Eventualiter m acht die Beschw erdeführerin geltend, die vom Kanton entrichteten Beiträge w ürden D rittentgelt für von ihr an die Schülerinnen und Schüler erbrachten Ausbildungsleistungen darstellen, auf w elche Art. 14 Ziffer 9 M W STV Anw endung finde. D a der relevante Leistungsaustausch zw ischen dem Kanton und der Beschw erdeführerin stattfindet (E. 3.2), fällt vorliegend die Frage, ob ein zw eites Leistungsaustauschverhältnis zw ischen letzterer und den Schülerinnen und Schülern existiert, dahin. D enn eine Zahlung, w elche G egenleistung bildet für die Leistung der Beschw erdeführerin an den Kanton, kann nicht gleichzeitig Entgelt im Verhältnis zw ischen der Beschw erdeführerin und den Schülerinnen und Schülern sein. D ies ist m ehrw ertsteuersystem atisch ausgeschlossen (vgl. dazu oben E. 2.4; ebenso Entscheide der SR K vom 23. M ärz 2004, a.a.O ., E. 3c; vom 19. Juli 1999, a.a.O ., E. 8b). Entgegen der Auffassung der Beschw erdeführerin stellt sich folglich die Frage nicht, ob sie Leistungen nach Art. 14 Ziff. 9 M W STV erbringt und die fraglichen Beiträge D rittentgelt darstellen. 4. Aufgrund dieser Erw ägungen ist die Beschw erde abzuw eisen, sow eit darauf einzutreten ist, und der Einspracheentscheid der ESTV vom 2. Februar 2004 zu bestätigen. D ie Verfahrenskosten in der H öhe von Fr. 6'000.-- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt (Art. 63 Abs. 1 Vw VG in Verbindung m it Art. 4 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). Eine Parteientschädigung an die Beschw erde- führerin ist nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG e contrario, vgl. auch Art. 7 Abs. 1 VG KE e contrario). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf eingetreten w ird.10 2. D ie Verfahrenskosten in der H öhe von Fr. 6'000.-- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt und m it dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 6'000.-- verrechnet. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (_______) (m it G erichtsurkunde) D er Kam m erpräsident: D ie G erichtsschreiberin: Thom as Stadelm ann Iris W idm er R echtsm ittelbelehrung U rteile des Bundesverw altungsgerichts können innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten w erden. D ie Beschw erde ist unzulässig gegen Entscheide über die Stundung oder den Erlass von Abgaben. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (Art. 42, 48, 54, 83 Bst. l und Art. 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110]). Versand am :