A bteilung III C -794/2006 {T 0/2} U rteil vom 1. M ai 2007 M itw irkung: R ichterin Beutler (Vorsitz); R ichter Trom m er; R ichter Vuille; G erichtsschreiberin Kradolfer. 1. X._______, 2. Y._______, Beschw erdeführerinnen, beide vertreten durch R echtsanw ältin D r. C aterina N ägeli, G rossm ünsterplatz 9, 8001 Zürich, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verw eigerung der Einreisebew illigung in B ezug auf X._______. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Am 8. Februar 2006 beantragte die dom inikanische Staatsangehörige X._______ (nachfolgende Beschw erdeführerin 1) bei der schw eizerischen Vertretung in Santo D om ingo (D om inikanische R epublik) ein Visum für einen dreim onatigen Aufenthalt bei ihrer M utter Y._______ (nachfolgend Beschw erdeführerin 2) und deren schw eizerischem Ehem ann. Zudem sei eine m edizinische Behandlung vorgesehen. D ie schw eizerische Vertretung überw ies das G esuch dem Bundesam t für M igration zum Entscheid. B. N achdem das M igrationsam t des Kantons Zürich bei der Beschw erdefüh- rerin 2 und deren Ehem ann w eitere Auskünfte eingeholt hatte, w ies das Bundesam t für M igration (nachfolgend Vorinstanz) das G esuch m it Verfü- gung vom 22. M ai 2006 ab. Als Begründung w urde im W esentlichen vorge- bracht, dass aufgrund der allgem einen Situation im H erkunftsland sow ie w egen fehlender fam iliärer, beruflicher oder gesellschaftlicher Verpflichtun- gen die fristgerechte W iederausreise nicht gesichert erscheine. Zudem sei die vorgesehene m edizinische Behandlung nicht genügend dokum entiert. C . M it Beschw erde vom 26. Juni 2006 beantragt die R echsvertreterin im N a- m en der Beschw erdeführerinnen die Erteilung des Visum s an die Be- schw erdeführerin 1. Als Begründung bringt sie im W esentlichen vor, dass diese aufgrund ihrer Ausbildung an der U niversität, die kurz vor dem Ab- schluss stehe, kein Interesse habe, dauerhaft in die Schw eiz zu kom m en. H auptsächlicher G rund für den Besuch sei die notw endige m edizinische Behandlung. D . M it Vernehm lassung vom 19. Juli 2006 beantragt die Vorinstanz die Ab- w eisung der Beschw erde. Sie ergänzt ihre Begründung dahingehend, dass die Ausführungen zum Studium der Beschw erdeführerin 1 in der Be- schw erdeschrift an der Einschätzung betreffend die persönlichen Verpflich- tungen nichts zu ändern verm ögen. W as die m edizinische Behandlung an- betreffe, könne nicht ausgeschlossen w erden, dass bis zum Ende der Be- handlung der Zeitraum von drei M onaten w eit überschritten w erde. E. Am 12. Septem ber 2006 legt die R echtsvertreterin dar, dass die finanzielle Situation der Beschw erdeführerin 2 in der Schw eiz gut sei und genügend G ew ähr für eine fristgerechte W iederausreise der Beschw erdeführerin 1 biete. Im W eiteren bezw eifelt sie, dass in Santo D om ingo eine um fassende Prüfung der dortigen Situation durchgeführt w orden sei. D ie Zukunftsaus- sichten der Beschw erdeführerin 1 seien dank des U niversitätsstudium s in der D om inikanischen R epublik besser als in der Schw eiz. D ie Fam ilie ge- höre nicht zur U nterschicht. Sie besitze zw ei Liegenschaften. D ie Be- schw erdeführerin 1 könne dank der U nterstützung aus der Schw eiz gut le- ben. Zudem sei sie verlobt. D ie gesundheitliche Situation der Beschw erde- führerin 1 habe sich inzw ischen verbessert, die notw endige O peration sei durchgeführt w orden. F. M it Eingabe vom 21. Septem ber 2006 legte die R echtsvertreterin nam ens ihrer M andantinnen D okum ente vor, w elche über Verm ögensw erte der Be-3 schw erdeführerin 2 und ihres Ehem annes in der D om inikanischen R epu- blik sow ie über die finanzielle Situation der Beschw erdeführerin 1 (Bank- konto) Auskunft geben. G . Auf die einzelnen Vorbringen w ird, sow eit notw endig, in den Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht beurteilt gem äss Art. 31 des Verw altungs- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) Beschw erden ge- gen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und Art. 34 VG G aufgeführten Behörden. D arunter fallen die Verfügungen des Bundesam tes für M igration betreffend Bew illigung der Einreise (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufent- halt und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1931 [AN AG , SR 142.20] und Art. 18 Abs. 1 der Verordnung über die Einreise und Anm el- dung von Ausländerinnen und Ausländern vom 14. Januar 1998 [VEA, SR 142.211]). D as Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D epartem en- te hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (Art. 53 Abs. 2 VG G ). G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht nach dem Vw VG , sofern das G esetz nichts an- deres bestim m t. 1.3 D ie Beschw erdeführerin 1 ist als Verfügungsadressatin durch die ange- fochtene Verfügung berührt und hat ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung (Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). Sie ist daher zur Beschw erde legiti- m iert. D ie Beschw erdelegitim ation der Beschw erdeführerin 2 (G astgeberin) ergibt sich aus Art. 48 Abs. 1 Vw VG in Verbindung m it Art. 20 Abs. 2 AN AG . Auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde ist som it einzutre- ten (Art. 49 ff. Vw VG ). 2. Ausländer und Ausländerinnen sind zur Anw esenheit in der Schw eiz be- rechtigt, w enn sie eine Aufenthalts- oder N iederlassungsbew illigung haben oder keiner solchen bedürfen (Art. 1a AN AG ). G ew isse G ruppen von Aus- länderinnen und Ausländern benötigen für die Einreise in die Schw eiz ein Visum (vgl. Art. 3 ff. VEA). D as Bundesam t für M igration entscheidet im R ahm en der gesetzlichen 4 Vorschriften und der Verträge m it dem Ausland nach freiem Erm essen über die Bew illigung von Aufenthalt und N iederlassung (Art. 4 und Art. 16 Abs. 1 AN AG , Art. 9 VEA). D ies bedeutet, dass die schw eizerische R echtsordnung w eder ein allgem eines R echt auf Einreise kennt, noch ei- nen besonderen Anspruch auf Erteilung eines Visum s gew ährt (vgl. PETER U EBE R SAX, Einreise und Anw esenheit, in: Peter U ebersax/Peter M ünch/ Thom as G eiser/M artin Arnold [H rsg.], Ausländerrecht, H andbücher für die Anw altspraxis Bd. VIII, Basel 2002, R z. 5.28). Ein Einreisevisum w ird verw eigert, w enn die in Art. 1 VEA aufgeführten Voraussetzungen nicht erfüllt sind (vgl. Art. 14 Abs. 1 VEA). Insbesondere m üssen G esuchstellerinnen und G esuchsteller, die in die Schw eiz reisen m öchten, G ew ähr bieten, dass sie fristgerecht w ieder ausreisen w erden (Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). 3. D ie Beschw erdeführerin 1 benötigt aufgrund ihrer N ationalität zur Einreise in die Schw eiz neben dem Pass ein Visum . D ie Vorinstanz verw eigerte die Erteilung eines solchen Visum s m it der Begründung, die fristgerechte W ie- derausreise erscheine nicht als hinreichend gesichert. 4. W enn es zu beurteilen gilt, ob das Kriterium der gesicherten W iederausrei- se erfüllt ist, m uss ein zukünftiges Verhalten beurteilt w erden. D azu lassen sich in der R egel keine Feststellungen, sondern lediglich Prognosen m a- chen. D abei rechtfertigt es sich durchaus, Einreisegesuchen von Bürgerin- nen und Bürgern aus Staaten beziehungsw eise R egionen m it politisch oder w irtschaftlich vergleichsw eise ungünstigen Verhältnissen von vorn- herein m it Zurückhaltung zu begegnen, da die persönliche Interessenlage in solchen Fällen häufig nicht m it dem Ziel und Zw eck einer zeitlich befri- steten Einreisebew illigung in Einklang steht. 4.1 N ach m ehr als zehn Jahren starken W achstum s und grosser Stabilität be- findet sich die D om inikanische R epublik seit Anfang 2003 in einer w irt- schaftlich schw ierigen Situation. Zur W irtschaftskrise hat unter anderem die Insolvenz einer der grössten G eschäftsbanken beigetragen, deren Ver- bindlichkeiten von der dom inikanischen Zentralbank übernom m en w urden. D ie W irtschaftsdaten für 2003 w eisen eine Verdoppelung der Staatsver- schuldung auf etw a 56% des Bruttoinlandproduktes auf, und die Inflations- rate betrug allein in diesem Jahr 42,7% . D ie W irtschaftskrise hat vor allem die Bevölkerung em pfindlich getroffen. In diesem Zeitraum stieg der Anteil der unter der Arm utsgrenze lebenden dom inikanischen Bevölkerung um 582'278 auf 5,71 M io., bei einer G esam tbevölkerung von ca. 9 M io. D er gesetzliche M indestlohn pro M onat betrug Ende 2003 zw ischen U SD 73 (kleine U nternehm en) und U SD 119 (grosse U nternehm en) und ist dam it im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zurückgegangen. D ie Arbeitslosen- quote ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und betrug im Jah- re 2004 18,4% ; diese Q uote droht durch M assenentlassungen noch w eiter zu steigen (Q uelle: w w w .ausw aertiges-am t.de, Stand M ärz 2006, besucht am 18. April 2007). Vor allem in der jüngeren Bevölkerung ist aufgrund der ungünstigen Lebensverhältnisse ein starker M igrationsdruck festzustellen. D abei gilt auch die Schw eiz als Zielland vieler Ausw anderer im erw erbs-5 fähigen Alter, w elche sich hier unter besseren Lebensbedingungen eine (neue) Existenz aufbauen m öchten. D iese Tendenz zur Ausw anderung w ird erfahrungsgem äss dort noch begünstigt, w o bereits ein soziales Be- ziehungsnetz (Verw andte, Freunde) im Ausland besteht. 4.2 In Anbetracht der schw ierigen Situation im H erkunftsland der Beschw erde- führerin 1 ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das R isiko einer nicht fristgerechten W iederausreise allgem ein als hoch einschätzte. Bei der R isikoanalyse sind allerdings nicht nur solch allgem eine U m stände und Erfahrungen, sondern auch säm tliche G esichtspunkte des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen. O bliegt einem G esuchsteller oder einer G esuchstellerin beispielsw eise eine besondere berufliche, gesellschaftli- che oder fam iliäre Verantw ortung, so kann dieser U m stand durchaus die Prognose für eine anstandslose W iederausreise begünstigen. U m gekehrt m uss bei G esuchstellern und G esuchstellerinnen, die in ihrer H eim at keine besonderen Verpflichtungen haben, das R isiko, dass sie sich nach einer bew illigten Einreise nicht gem äss den frem denpolizeilichen R egeln verhal- ten, als hoch eingeschätzt w erden. 4.3 Bei der Beschw erdeführerin 1 handelt es sich um eine 23-jährige, ledige Frau. G em äss den Akten steht sie kurz vor dem Abschluss ihres Journalis- tik-Studium s an einer privaten U niversität in der D om inikanischen R epu- blik. Ü ber ihre Lebensum stände in ihrem H eim atland geht aus den Akten zudem hervor, dass sie verlobt ist und von ihrer M utter – der Beschw erde- führerin 2 – finanziell unterstützt w ird. Ihre M utter, die m it einem Schw eizer verheiratet ist, und ihre beiden jüngeren Schw estern leben in der Schw eiz. Aus diesen Angaben ergibt sich, dass der Beschw erdeführerin 1 in ihrer H eim at keine beruflichen, persönlichen oder gesellschaftlichen Verpflich- tungen obliegen, die sie nachhaltig von einer Em igration abhalten könnten. D ies um so m ehr, als m it ihrer M utter und ihren Schw estern ihre engsten Fam ilienangehörige bereits in der Schw eiz leben. 4.4 In der Beschw erdeschrift w ird in dieser H insicht w eiter vorgebracht, dass die Fam ilie der Beschw erdeführerinnen nicht zur U nterschicht der D om ini- kanischen R epublik gehöre, dass sie dort Verm ögensw erte besitze. W as die Beschw erdeführerin 1 anbelange, habe sie kein Interesse ihre H eim at zu verlassen, da sie über eine sehr gute Ausbildung verfüge; in der Schw eiz hingegen könnte sie w egen m angelnder Sprachkenntnisse keine vergleichbare Tätigkeit ausüben. 4.4.1 D ie Verm ögensw erte in der D om inikanischen R epublik, w ie sie sich aus den Akten ergeben, deuten in der Tat darauf hin, dass die Fam ilie dank des in der Schw eiz erzielten Einkom m ens nicht zur U nterschicht der D om i- nikanischen R epublik gehört. D iese Tatsache ändert jedoch nichts daran, dass die Beschw erdeführerin 1 von der oben in Ziffer 4.1 geschilderten an- gespannten w irtschaftlichen Lage direkt betroffen sein w ird. D ie schlechte W irtschaftslage spiegelt sich unter anderem auch in der hohen Arbeitslo- sigkeit von m ehr als 18% w ider. Es w ird som it auch der Beschw erde- führerin 1, trotz ihrer H ochschulausbildung, nicht leicht fallen, eine adäqua- te Stelle zu finden. Insofern scheint es nicht abw egig, dass der W unsch 6 zur Em igration vorhanden ist oder zum indest entstehen könnte. 4.4.2 D ie Verm ögensverhältnisse der Fam ilie können dem zufolge die die Be- schw erdeführerin betreffende Prognose, w elche aufgrund der allgem einen Lage im H eim atland (oben Ziffer 4.1) und ihrer persönlichen Situation da- selbst (oben Ziffer 4.3) erstellt w urde, nicht entscheidend beeinflussen. Im Ü brigen ist darauf hinzuw eisen, dass die Einreisebew illigung für die Be- schw erdeführerin 1 nicht aufgrund m angelnder finanzieller M ittel (Art. 1 Abs. 2 Bst. d VEA) verw eigert w urde, sondern w egen des als hoch einge- schätzten R isikos, dass die W iederausreise aus der Schw eiz nicht fristge- recht erfolgen w erde (Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). G egen diese Einschätzung durch die Vorinstanz, die im übrigen auch durch die schw eizerische Vertre- tung vor O rt geteilt w ird, ist im Ergebnis som it nichts einzuw enden. D ies nicht zuletzt auch desw egen, w eil diese Einschätzung nicht zur Folge hat, dass die fam iliäre Beziehung zw ischen der Beschw erdeführerin 1 und ihrer M utter, d.h. der Beschw erdeführerin 2, sow ie ihren Schw estern nicht ge- pflegt w erden kann. Aufgrund ihres Aufenthaltsstatus ist es den Fam ilien- angehörigen, die in der Schw eiz leben, unbenom m en, die Beschw erdefüh- rerin 1 in der D om inikanischen R epublik zu besuchen. 4.5 In der Eingabe vom 26. Juni 2006 w urde im W eiteren vorgebracht, dass sich die Beschw erdeführerin 1 in der Schw eiz einer m edizinischen Be- handlung unterziehen w olle. D a diese Behandlung gem äss Schreiben vom 12. Septem ber 2006 in der Zw ischenzeit jedoch in der D om inikanischen R epublik durchgeführt w orden ist, m uss vorliegend nicht w eiter auf diesen Aspekt eingegangen w erden. 5. Zusam m enfassend ergibt sich, dass die fristgerechte und anstandslose W iederausreise der Beschw erdeführerin 1 als nicht gesichert erscheint. D abei handelt es sich nicht um eine sichere Erkenntnis, sondern um eine Prognose betreffend das zukünftige Verhalten der Beschw erdeführerin 1 im Falle ihrer Einreise in die Schw eiz; doch reicht praxisgem äss eine ne- gative Prognose aus, um den Antrag auf Erteilung einer Einreisebew illi- gung, w orauf w ie erw ähnt ohnehin kein R echtsanspruch besteht, abzuleh- nen. Aus diesen D arlegungen folgt, dass die angefochtene Verfügung im Ergebnis rechtm ässig ist (Art. 49 Vw VG ). D ie Beschw erde ist dem zufolge abzuw eisen. 6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschw erdefüh- renden aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG i.V.m Art. 1 und Art. 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver- w altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]).7 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden den Beschw erdeführerinnen auferlegt. Sie w erden m it dem am 7. Juli 2006 in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - den Beschw erdeführerinnen (eingeschrieben) - der Vorinstanz (eingeschrieben), Akten R ef-N r. 2 217 614 Sup/M il retour D ie vorsitzende R ichterin: D ie G erichtsschreiberin: R uth Beutler Barbara Kradolfer Versand am :