<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00164</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205182&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00164</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.06.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Mitwirkungspflicht Auf ein nach Ablauf der Beschwerdefrist direkt beim Verwaltungsgericht gestelltes Gesuch um Gewährung von Sozialhilfe ist nicht einzutreten (E. 1.2). Rechtsgrundlagen für die Entrichtung von Sozialhilfeleistungen im Allgemeinen und zur Mitwirkungspflicht im Besonderen (E. 2.1). Der Beschwerdeführer hat der Sozialbehörde bereits verschiedene Unterlagen zu seiner finanziellen Situation eingereicht. Nachdem in einem vorangegangen Rekursverfahren die Vorinstanz festgestellt hatte, dass die Verhältnisse des Beschwerdeführers hinreichend geklärt seien, durfte der Beschwerdeführer davon ausgehen, dass die eingereichten Unterlagen ausreichend seien. Die "Hilfsbuchhaltung" des als Künstler tätigen Beschwerdeführers (nicht buchführungspflichtig) genügt. Es ist unverhältnismässig, eine weiter gehende "ordentliche Buchhaltung" zu verlangen. Die Sozialbehörde hat die finanzielle Situation anderweitig zu klären (konkret bezeichnete Unterlagen; Ermittlung des Einkommens der Ehefrau; Befragung des Mäzens; Prüfung, ob künftig Weisungen nötig) (E. 2.2). Teilweise Gutheissung und Rückweisung (E. 2.3). Die Voraussetzungen für die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands waren nicht erfüllt, weil er unter den konkreten Umständen für die Wahrung seiner Rechte keines Rechtsbeistands bedurfte (E. 4.2). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BUCHFÃHRUNGSPFLICHTIG">BUCHFÃHRUNGSPFLICHTIG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BUCHHALTUNG">BUCHHALTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNSTLER/-IN">KÃNSTLER/-IN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSPFLICHT">MITWIRKUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: SACHVERHALTSFESTSTELLUNG">SACHVERHALTSFESTSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTÃNDIGERWERBEND">SELBSTÃNDIGERWERBEND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)">UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSUCHUNGSPFLICHT">UNTERSUCHUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 3 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 18 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 27 SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 28 SHV</span><br/><span class="gerade">§ 7 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>Y reichte am 16. Januar 2004 ein Gesuch um Sozialhilfe bei der Sozialabteilung der Gemeinde X ein. Dieser wurde auch ein Bericht vom Team-Netz, Fach- und Beratungsstelle fÃ¼r SelbstÃ¤ndigerwerbende, vom 14. Januar 2004 zugestellt. Darin wurde die Ausgangslage der vierkÃ¶pfigen Familie Y wiedergegeben: Y sei seit Ã¼ber 20 Jahren als Kunstmaler tÃ¤tig. Die Ehefrau, nach ihrer Aussage ausgebildete Fotografin, betreue die Kinder und sei um eine Teilzeitanstellung bemÃ¼ht. Sie beziehe von ihrer Arbeitslosenkasse Taggelder in der HÃ¶he von Fr. 1'100.-. Den Lebensunterhalt habe sich die Familie in den letzten Monaten bzw. Jahren aus BilderverkÃ¤ufen, Darlehen, BeitrÃ¤gen von GÃ¶nnern und Spendern, Zuwendungen von Stiftungen, Hilfsarbeiten etc. finanziert. Allerdings sei immer ein Fehlbetrag verblieben. Im zweiten Halbjahr 2003 habe Y aufgrund seiner Aufzeichnungen in Form einer einfachen Hilfsbuchhaltung aus dem Verkauf von Bildern Fr. 9'200.- erzielt. Ohne Zweifel sei Y bemÃ¼ht, wirtschaftlich tragfÃ¤hige KunstauftrÃ¤ge zu erhalten. Umgekehrt werde bei ihm der zurÃ¼ckhaltende Umgang mit den Kosten vermisst. GestÃ¼tzt auf diese Situation schlug das Team-Netz durch Y einzuleitende Sanierungsmassnahmen vor. So solle der Mietvertrag fÃ¼r das Atelier Ã¼ber einen Mietzins von Fr. 1'000.- sofort aufgelÃ¶st und BemÃ¼hungen fÃ¼r die Aufnahme einer NebenbeschÃ¤ftigung in Gang gesetzt werden. An die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde wurde die Empfehlung abgegeben, Y zumindest befristet (vorerst fÃ¼r drei Monate) die Chance fÃ¼r eine WeiterfÃ¼hrung seiner TÃ¤tigkeit als freischaffender Kunstmaler zu ermÃ¶glichen, sofern er sofort auf das jetzige Atelier verzichte. Ausserdem wurden weitere Auflagen bzw. Bedingungen vorgeschlagen, welche mit der Sozialhilfe verknÃ¼pft werden sollten. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit Schreiben vom 30. Januar 2004 forderte die Sozialabteilung X Y zur schriftlichen Stellungnahme zum Bericht des Team-Netzes sowie zur Einreichung weiterer Unterlagen und Dokumentierung der von ihm eingeleiteten Sanierungsmassnahmen auf. Y anerkannte mit Schreiben vom 1. Februar 2004 die vom Team-Netz dargelegte Situation. Das Atelier werde er aber erst nach dreimonatiger UnterstÃ¼tzung aufgeben. Gelinge ihm bis dann die Erwirtschaftung einer Grundlage, sei das Problem gelÃ¶st. Andernfalls lagere er die Bilder in der Garage ein und gehe einer geregelten Arbeit nach. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 27. Februar 2004 fand ein GesprÃ¤ch zwischen Y und dem Sozialvorstand sowie dem SozialsekretÃ¤r der Gemeinde X statt. Mit Beschluss vom 2. MÃ¤rz 2004 trat die SozialbehÃ¶rde X auf das Gesuch um Sozialhilfe nicht ein. BegrÃ¼ndet wurde dies damit, dass weder eine aussagekrÃ¤ftige GeschÃ¤ftsbuchhaltung noch konkrete Unterlagen gemÃ¤ss den Empfehlungen im Bericht vom Team-Netz â ausser einer Arbeitsvereinbarung fÃ¼r kurzfristige EinsÃ¤tze im Umfang von vier bis sechs Arbeitsstunden zu Fr. 10.- pro Woche â eingereicht worden seien. Ein Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe kÃ¶nne insbesondere auch nicht gewÃ¤hrt werden, weil das Verhalten des Ehepaars Y dem Grundprinzip der SubsidiaritÃ¤t der Sozialhilfe gemÃ¤ss den Richtlinien fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe, hrsg. von der Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien) widerspreche. Angesichts des Alters der Kinder (14 und 8 Jahre) sei ein Lohneinkommen und Arbeitsvolumen von 100 bis 150 % als zumutbar zu erachten. Da die MÃ¶glichkeiten und Ressourcen zur finanziellen SelbstÃ¤ndigkeit nicht genutzt wÃ¼rden und keine aussagekrÃ¤ftigen Unterlagen vorhanden seien, fehle es an den Voraussetzungen fÃ¼r das Eintreten auf das Gesuch.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>B. </span></b><span>Der Bezirksrat Q hiess am 18. August 2004 den Rekurs von Y gegen den Nichteintretensentscheid der SozialbehÃ¶rde X vom 2. MÃ¤rz 2004 in dem Sinne gut, als Letzterer aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung zurÃ¼ckgewiesen wurde. Der Bezirksrat hielt fest, der Nichteintretensentscheid sei rechtlich unzulÃ¤ssig. Aufgrund der ausreichend geklÃ¤rten VerhÃ¤ltnisse im Sinn von § 31 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) mÃ¼sse das Gesuch materiell behandelt werden. Der Vorwurf, wonach Y nicht alles Zumutbare unternommen habe, um seine Notlage aus eigenen KrÃ¤ften abzuwenden oder zu beheben, sei nicht rechtsgenÃ¼gend belegt. Es sei anzumerken, dass der Bericht vom Team-Netz lediglich VorschlÃ¤ge enthalte, Y aber nicht zu verbindlichen Massnahmen verpflichten kÃ¶nne. Die SozialbehÃ¶rde habe Y weder mit Auflagen noch mit Weisungen schriftlich angehalten bzw. ermahnt, bestimmte Massnahmen umzusetzen oder einzuleiten. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>C. </span></b><span>Am 28. August 2004 teilte Y der SozialbehÃ¶rde unter anderem mit, dass er ein neues Atelier fÃ¼r einen monatlichen Mietzins von Fr. 680.- bezogen habe und ersuchte erneut um wirtschaftliche Sozialhilfe. In der Folge verlangte die Sozialabteilung weitere Unterlagen. Am 28. September 2004 wies die SozialbehÃ¶rde das Gesuch um wirtschaftliche Hilfe ab, da die nachgereichten Belege unvollstÃ¤ndig seien und aufgrund der vorhandenen Dokumente die BedÃ¼rftigkeit nicht ausgewiesen sei.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die SozialbehÃ¶rde X hob mit Beschluss vom 29. Oktober 2004 ihren Beschluss vom 28. September 2004 wegen eines Formfehlers auf. </span></p> <p class="Urteilstext"><b>D. </b>Gleichentags forderte der PrÃ¤sident der SozialbehÃ¶rde Y zur Einreichung weiterer Unterlagen auf mit der Androhung, bei SÃ¤umnis wÃ¼rde zur Berechnung des UnterstÃ¼tzungsanspruchs ein hypothetisches Einkommen eingesetzt. Y reichte eine Lohnabrechnung fÃ¼r die genannten kurzfristigen EinsÃ¤tze ein und verwies bezÃ¼glich seiner Einnahmen aus der kÃ¼nstlerischen TÃ¤tigkeit auf die Buchhaltung seines MÃ¤zens A von der Firma B. Mit Beschluss vom 30. November 2004 lehnte die SozialbehÃ¶rde das Gesuch erneut ab. Nach wie vor wÃ¼rden aussagekrÃ¤ftige Unterlagen Ã¼ber die selbstÃ¤ndige TÃ¤tigkeit von Y fehlen. Trotzdem habe die SozialbehÃ¶rde eine Budgetberechnung erstellt. GestÃ¼tzt auf diese ergebe sich sogar ein EinnahmeÃ¼berschuss.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Q wies mit Beschluss vom 2. MÃ¤rz 2005 den Rekurs Ys ab. Dabei wurde festgehalten, Y habe zwar die verlangten Unterlagen grundsÃ¤tzlich beigebracht. Unter den Eingaben habe sich aber lediglich eine einfache Buchhaltung befunden, welche keine Trennung der privaten von den geschÃ¤ftlichen Finanzen aufgewiesen habe. In der Folge sei Y erneut aufgefordert worden, eine vollumfÃ¤ngliche Buchhaltung Ã¼ber die selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit einzureichen. Er habe daraufhin auf die Buchhaltung seines MÃ¤zens hingewiesen, obwohl es fÃ¼r Y zumutbar gewesen wÃ¤re, die Unterlagen persÃ¶nlich beizubringen. Daher habe er die Folgen dieser SÃ¤umnis zu tragen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 1. April 2005 liess Y, nunmehr rechtskundig vertreten, beantragen, es sei die VerfÃ¼gung des Bezirksrates vom 2. MÃ¤rz 2005 aufzuheben und es sei ihm wirtschaftliche Hilfe zu gewÃ¤hren. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zu neuer Beurteilung zurÃ¼ckzuweisen. Zudem stellte er das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge. Am 15. April 2005 ging ein Schreiben des BeschwerdefÃ¼hrers beim Gericht ein, mit welchem er zusÃ¤tzlich zur eingereichten Beschwerde um GewÃ¤hrung wirtschaftlicher Sozialhilfe ersuchte und darauf hinwies, Ende April 2005 werde seine Frau ausgesteuert, weshalb die ArbeitslosenunterstÃ¼tzung ausbleiben werde. Dieses Schreiben wurde der Gemeinde X zugesandt. Mit verspÃ¤teter Eingabe vom 18. Mai 2005 (Poststempel) verwies der Bezirksrat Q auf seinen Rekursentscheid und verzichtete im Ãbrigen auf eine Vernehmlassung. Seitens der Gemeinde X ging keine Beschwerdeantwort ein. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Der Streitwert lÃ¤sst sich zur Zeit nicht bestimmen, da umstritten ist, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang der BeschwerdefÃ¼hrer Anspruch auf wirtschaftliche Sozialhilfe hat. Daher hat die Kammer Ã¼ber die Sache zu befinden. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde grundsÃ¤tzlich einzutreten. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.2 </span></b><span>In der Regel ist fÃ¼r den Rechtsmittelentscheid die Sachlage massgebend, wie sie zur Zeit des Erlasses der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung bestand. Das Verwaltungsgericht lehnt es daher zwecks Erhaltung des funktionellen Instanzenzugs im Allgemeinen ab, wÃ¤hrend des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens neu eingetretene Tatsachen zu berÃ¼cksichtigen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 1999, § 52 N. 16). Ausserdem kÃ¶nnen nach Ablauf der Beschwerdefrist Antrag und/oder BegrÃ¼ndung grundsÃ¤tzlich nicht mehr erweitert werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 53 N. 15). Daher ist auf das nach Ablauf der Beschwerdefrist zusÃ¤tzlich gestellte Begehren um wirtschaftliche Hilfe gemÃ¤ss Schreiben des BeschwerdefÃ¼hrers vom 12. April 2005 nicht einzutreten. Die Beschwerdegegnerin wird sich â wie noch zu zeigen ist â mit der Frage der Berechtigung des BeschwerdefÃ¼hrers auf Erhalt wirtschaftlicher Sozialhilfe ohnehin neu zu befassen haben und damit einhergehend auch die Frage der Aussteuerung der Ehefrau mitberÃ¼cksichtigen kÃ¶nnen. Das Schreiben ist denn auch der Beschwerdegegnerin bereits zugestellt worden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><b>2.1</b> GemÃ¤ss § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) hat Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe, wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und denjenigen seiner FamilienangehÃ¶rigen mit gleichem Wohnsitz nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann. Nach § 15 Abs. 1 SHG soll die wirtschaftliche Hilfe das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt. GemÃ¤ss § 17 SHV bilden die SKOS-Richtlinien Grundlage fÃ¼r die Bemessung der Sozialhilfe, wobei begrÃ¼ndete Abweichungen im Einzelfall vorbehalten sind.</p> <p class="Urteilstext"><span>Nach § 3 SHG hat die DurchfÃ¼hrung der Sozialhilfe in Zusammenarbeit mit dem Hilfesuchenden zu erfolgen. Dieser hat daher bei der AbklÃ¤rung der fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung massgebenden Einkommens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse mitzuwirken und muss gemÃ¤ss § 18 SHG und den §§ 27 f. SHV wahrheitsgemÃ¤ss Auskunft geben und Einsicht in seine Unterlagen gewÃ¤hren (vgl. auch SKOS-Richtlinien, Kap. A.5.2). Umfang und Art dieser Mitwirkungspflicht richten sich grundsÃ¤tzlich nach der Zumutbarkeit und VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit und entbinden die BehÃ¶rde nicht von der eigenen Aufgabe, den Sachverhalt von Amtes wegen abzuklÃ¤ren, wozu nebst der Befragung der Beteiligten auch die Befragung von Auskunftspersonen, der Beizug von Amtsberichten, Urkunden und SachverstÃ¤ndigen gehÃ¶ren kÃ¶nnen (§ 7 Abs. 1 VRG). § 27 Abs. 1 Satz 2 SHV sieht denn auch fÃ¼r die AbklÃ¤rung der VerhÃ¤ltnisse den Beizug weiterer Personen ausdrÃ¼cklich vor, wenn auch davon zurÃ¼ckhaltend Gebrauch gemacht werden soll.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.2 </span></b><span>Es stellt sich im Folgenden die Frage, ob die VerfÃ¼gung der Beschwerdegegnerin vom 29. Oktober 2004, wonach der BeschwerdefÃ¼hrer eine ordentliche und vollumfÃ¤ngliche Buchhaltung Ã¼ber die selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit ab Januar 2004 bis Oktober 2004 (unter klarer Trennung der privaten und geschÃ¤ftlichen Finanzen) einzureichen habe, verhÃ¤ltnismÃ¤ssig und zumutbar war.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vorab ist festzuhalten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer zusammen mit seinem Gesuch um Sozialhilfe vom 16. Januar 2004 diverse Unterlagen eingereicht hatte. Der Beschwerdegegnerin war auch der Bericht vom Team-Netz Ã¼ber seine Situation zugestellt worden. Im RÃ¼ckweisungsentscheid vom 18. August 2004 hielt der Bezirksrat sodann fest, entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin seien die VerhÃ¤ltnisse des BeschwerdefÃ¼hrers hinreichend geklÃ¤rt und die Voraussetzungen von § 31 SHV erfÃ¼llt. In Dispositiv-Ziffer 1 wurde denn auch auf die ErwÃ¤gungen verwiesen, weshalb die Beschwerdegegnerin grundsÃ¤tzlich daran gebunden gewesen wÃ¤re (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 28 N. 33 und 35). Dennoch hat die Beschwerdegegnerin rÃ¼ckwirkend ab Januar 2004 weitere Unterlagen vom BeschwerdefÃ¼hrer verlangt, was der Bezirksrat in seinem zweiten Entscheid vom 2. MÃ¤rz 2005 geschÃ¼tzt hat. Mithin hat sich die Rekursinstanz im Entscheid vom 2. MÃ¤rz 2005 auf einen etwas anderen Standpunkt gestellt als noch im ersten Entscheid vom 18. August 2004, was grundsÃ¤tzlich mÃ¶glich und nicht weiter zu beanstanden ist. Dieser Umstand ist aber fÃ¼r die Beurteilung der Frage, inwieweit der BeschwerdefÃ¼hrer seiner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen ist und ihm ein VersÃ¤umnis angelastet werden kann, mitzuberÃ¼cksichtigen. Aufgrund des RÃ¼ckweisungsentscheids vom 18. August 2004 konnte er nÃ¤mlich davon ausgehen, dass zumindest seine bisher eingereichten und dem Bezirksrat bekannten Unterlagen ausreichend seien. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zudem ist der BeschwerdefÃ¼hrer der Aufforderung gemÃ¤ss VerfÃ¼gung vom 29. Oktober 2004, weitere Unterlagen ins Recht zu reichen, insofern nachgekommen, als er die verlangte Lohnabrechnung fÃ¼r die kurzfristigen EinsÃ¤tze nachgereicht und bezÃ¼glich seiner BilderverkÃ¤ufe mit Schreiben vom 2. November 2004 auf A verwiesen hat. Der BeschwerdefÃ¼hrer hielt gleichzeitig fest, er kÃ¶nne einen Termin mit A vereinbaren, damit dessen Buchhaltung und die Bilder eingesehen werden kÃ¶nnen. Damit hat der BeschwerdefÃ¼hrer die ihm mit VerfÃ¼gung vom 29. Oktober 2004 auferlegte Mitwirkungspflicht zwar nicht vollstÃ¤ndig erfÃ¼llt. Entscheidend fÃ¼r die Frage, inwieweit ihm dies zum Vorwurf gemacht werden kann, ist jedoch, wie er die Auflage gemÃ¤ss VerfÃ¼gung vom 29. Oktober 2004, es sei "eine ordentliche und vollstÃ¤ndige Buchhaltung Ã¼ber die selbstÃ¤ndige TÃ¤tigkeit von Y ab Januar 2004 bis Oktober 2004 (klarer Trennung privater und geschÃ¤ftlicher Finanzen)" einzureichen, verstehen durfte. Aufgrund dieser Umschreibung musste nÃ¤mlich davon ausgegangen werden, dass eine neue Buchhaltung betreffend die selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers erstellt und nachgereicht werden sollte und die bisherigen Hilfsbuchhaltungen diesen Anforderungen nicht genÃ¼gten, zumal rÃ¼ckwirkend ab Januar 2004 entsprechende Unterlagen verlangt wurden, obwohl die Beschwerdegegnerin bereits im Besitz der Hilfsbuchhaltungen fÃ¼r die Monate Januar und Juni bis August 2004 war. Dass aber der nicht buchfÃ¼hrungspflichtige BeschwerdefÃ¼hrer gar nicht im Besitz einer aussagekrÃ¤ftigeren Buchhaltung war, geht allein schon aus dem Bericht des Team-Netzes vom 14. Januar 2004 hervor, wonach der BeschwerdefÃ¼hrer erst von dieser Fach- und Beratungsstelle dazu angehalten worden war, eine "einfache Hilfsbuchhaltung" zu erstellen, was er in der Folge auch gemacht hat. Aus den entsprechenden Aufzeichnungen lassen sich jedoch ohne MÃ¼he die Einnahmen aus den BilderverkÃ¤ufen herauslesen. Es erscheint daher als nicht verhÃ¤ltnismÃ¤ssig und nicht zumutbar, von ihm im Nachhinein die Einreichung einer weitergehenden so genannten "ordentlichen und vollstÃ¤ndigen" Buchhaltung zu verlangen. Es ist denn auch nicht klar, was genau die Beschwerdegegnerin damit gemeint hat; als einzige PrÃ¤zisierung hatte sie die Trennung der privaten und geschÃ¤ftlichen Finanzen aufgefÃ¼hrt, was sich aber, wie ausgefÃ¼hrt, aus den Hilfsbuchhaltungen ohne weiteres hÃ¤tte eruieren lassen. Im Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, hrsg von der Abteilung Ãffentliche FÃ¼rsorge des Kantons ZÃ¼rich, Ziff. 2.5.1/§ 15/1 SHG/I, S. 1 f. (Fassung vom Dezember 1995), ist denn auch festgehalten, bei SelbstÃ¤ndigerwerbenden sollten die Buchhaltung, <i>wo eine solche bestehe bzw. gesetzlich vorgeschrieben sei</i>, und die Ã¼brigen Angaben kritisch beurteilt werden. Die nachtrÃ¤gliche Erstellung und Beibringung einer solchen Buchhaltung von einem nicht buchfÃ¼hrungspflichtigen SelbstÃ¤ndigerwerbenden wird aber nicht verlangt. Vielmehr sind in solchen FÃ¤llen die VerhÃ¤ltnisse aufgrund der Ã¼brigen Angaben, Unterlagen und Befragungen, gegebenenfalls auch von Drittpersonen, zu ermitteln, wozu der BeschwerdefÃ¼hrer auch Hand geboten hat. Er ist beim Team-Netz vorstellig geworden, welcher Bericht durchaus eine fundierte Ausgangsgrundlage fÃ¼r die Ermittlung der VerhÃ¤ltnisse bildet, hat eine Hilfsbuchhaltung erstellt und weitere Unterlagen ins Recht gereicht sowie die Befragung von A vorgeschlagen. Es kann dem BeschwerdefÃ¼hrer somit nicht vorgeworfen werden, er sei seinen Mitwirkungspflichten nicht genÃ¼gend nachgekommen. Es ist zwar verstÃ¤ndlich, dass die Beschwerdegegnerin noch weitere Unterlagen wÃ¼nschte und die Einnahmen des BeschwerdefÃ¼hrers aus den BilderverkÃ¤ufen verifizieren wollte. Insbesondere liegen bei den Akten einfache Buchhaltungen nur fÃ¼r die Monate Juli 2003 bis Januar 2004 und Juni 2004 bis Januar 2005 vor. Mithin fehlen, soweit ersichtlich, solche fÃ¼r die Monate Februar bis und mit Mai 2004. Die Beschwerdegegnerin hat aber nicht die Nachreichung von einfachen Buchhaltungsaufzeichnungen fÃ¼r die fehlenden Monate oder einer Aufstellung der von A gekauften Bilder verlangt â dies hÃ¤tte sie durchaus tun kÃ¶nnen â sondern in allgemeiner Formulierung rÃ¼ckwirkend ab Januar 2004 die Einreichung einer "ordentlichen und vollstÃ¤ndigen" Buchhaltung, was aus den dargelegten GrÃ¼nden so nicht angeht. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Weiteren hat die Beschwerdegegnerin fÃ¼r den SÃ¤umnisfall die Einsetzung eines hypothetischen Einkommens (wohl nur auf Seiten des BeschwerdefÃ¼hrers) angedroht, nicht aber die Erstellung einer provisorischen Budgetberechnung ohne Eruierung des <i>Netto</i>einkommens der Ehefrau, der Berufsauslagen und allfÃ¤lliger weiterer Ausgaben, wie dies in der Folge aber gemacht worden ist. Dies genÃ¼gt den formellen Anforderungen jedoch nicht (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 69).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dies alles hat zur Folge, dass die Beschwerdegegnerin die VerhÃ¤ltnisse nochmals und umfassend abzuklÃ¤ren hat. Dabei steht es ihr auch zu, weitere konkret zu bezeichnende Unterlagen einzufordern, sofern davon auszugehen ist, dass solche tatsÃ¤chlich vorhanden sind oder der BeschwerdefÃ¼hrer allfÃ¤llige Aufzeichnungen ohne MÃ¼he erstellen kann, wie beispielsweise eine Hilfsbuchhaltung fÃ¼r noch fehlende Monate. Auch sollte die Beschwerdegegnerin genaue Angaben Ã¼ber die tatsÃ¤chlichen NettoeinkÃ¼nfte der Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers verlangen. Allein auf die PfÃ¤ndungsurkunde vom 3. September 2004, wonach die Ehefrau bei einer Fotografin in ZÃ¼rich arbeite und monatlich "ca. Fr. 1'000.00" verdiene, abzustellen, ohne weitere Erkundigungen Ã¼ber die exakten EinkommensverhÃ¤ltnisse, Berufsauslagen und allfÃ¤lliger Verrechnungen mit Arbeitslosengeldern einzuholen, genÃ¼gt den Anforderungen an die Untersuchungspflicht nicht. Dasselbe gilt mit Bezug auf die Einnahmen des BeschwerdefÃ¼hrers aus seiner kÃ¼nstlerischen TÃ¤tigkeit, welchen zur Zeit auch Ausgaben, namentlich in Form der Mietzinse fÃ¼r das Atelier, gegenÃ¼berstehen. Sollte betreffend die getÃ¤tigten Einnahmen weiterhin Unklarheit bestehen, kann eine Einladung As zwecks Befragung durchaus in Frage kommen, zumal der BeschwerdefÃ¼hrer selber auf diese MÃ¶glichkeit verweist (vgl. § 27 Abs. 1 Satz 2 SHV). Eine Befragung des MÃ¤zens kÃ¶nnte vorliegend auch fÃ¼r die Prognose hinsichtlich der kÃ¼nstlerischen AktivitÃ¤ten des BeschwerdefÃ¼hrers von Interesse sein. Sollte sich nÃ¤mlich herausstellen, dass die BedÃ¼rftigkeit der Familie ausgewiesen ist, so wÃ¤re weiter zu prÃ¼fen, inwieweit dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¶rmliche Auflagen und Weisungen zu erteilen sind, was bisher unterblieben ist. Entsprechende MÃ¶glichkeiten sind im Bericht vom Team-Netz aufgefÃ¼hrt. Danach kÃ¶nnte beispielsweise die Verlagerung des kÃ¼nstlerischen Schaffens in die Familienwohnung unter gÃ¤nzlicher Aufgabe des Ateliers oder auch â je nach Zukunftsaussichten â die Herstellung von Kunstwerken bzw. deren VerÃ¤usserung durch den BeschwerdefÃ¼hrer nur noch im Rahmen eines Nebenerwerbs in Frage kommen. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.3 </span></b><span>Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuweisen ist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 64 N. 6). Im Ãbrigen ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens obsiegt der BeschwerdefÃ¼hrer zwar nicht mehrheitlich. Dennoch rechtfertigt es sich, die Kosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen, hat sie doch die VerhÃ¤ltnisse nicht genÃ¼gend abgeklÃ¤rt bzw. vom BeschwerdefÃ¼hrer unter unvollstÃ¤ndiger SÃ¤umnisandrohung Unterlagen eingefordert, welche dieser in der verlangten Form einzureichen nicht oder kaum in der Lage war (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG).</p> <p class="Urteilstext"><span>Aus denselben Ãberlegungen rechtfertigt es sich, die Beschwerdegegnerin zur Entrichtung einer angemessenen ParteientschÃ¤digung an den BeschwerdefÃ¼hrer zu verpflichten (§ 17 Abs. 2 lit. b VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 29 mit Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung1"><b>4.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hat das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands gestellt. Da die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind, ist das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege als gegenstandslos geworden abzuschreiben. </p> <p class="Urteilstext"><b><span>4.2 </span></b><span>Nachdem die Beschwerdegegnerin zur Bezahlung einer angemessenen ProzessentschÃ¤digung zu verpflichten ist, stellt sich die Frage, inwieweit darÃ¼ber hinausgehend die Voraussetzungen fÃ¼r die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands erfÃ¼llt sind (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 50). Diese Voraussetzungen sind strenger als jene fÃ¼r die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung gemÃ¤ss § 17 Abs. 2 VRG (vgl. VGr, 12. Mai 2005, VB.2005.00067, E. 4.3, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Private, welche in den Genuss der unentgeltlichen Rechtspflege kommen bzw. Anspruch auf eine solche hÃ¤tten, haben gemÃ¤ss § 16 Abs. 2 VRG Ã¼berdies Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selber zu wahren (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 41). Greift die angefochtene Anordnung nicht besonders stark in die Rechtsstellung des Betroffenen ein (wovon hier aufgrund der bisherigen Praxis auszugehen ist), mÃ¼ssen besondere tatsÃ¤chliche oder rechtliche Schwierigkeiten hinzukommen, denen der auf sich allein gestellte Gesuchsteller nicht gewachsen wÃ¤re (BGE 120 Ia 43). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend wÃ¤re die Mittellosigkeit auf Seiten des BeschwerdefÃ¼hrers zwar gegeben (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 24). Allerdings bedurfte es angesichts der dem Gericht zukommenden umfassenden Kognition in den sich stellenden Rechtsfragen keines Rechtsbeistands. Jedenfalls ist die "Notwendigkeit" eines solchen Rechtsbeistands im Sinn von § 16 Abs. 2 VRG angesichts der strengen Voraussetzungen, welche nach der Praxis bei der Anwendung dieser Bestimmung gegeben sein mÃ¼ssen, zu verneinen. Der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤re durchaus selber in der Lage gewesen, seine Sache vor Gericht zu vertreten, wie er dies denn auch vor Vorinstanz getan hat. Es ist daher das Gesuch um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Dropdown1"></a></span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Urteilstext">Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben und das Begehren um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters wird abgewiesen;</p> <p class="Urteilstext">und entscheidet:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Sache zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckgewiesen. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 800.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>