Initiative du canton de Berne 288 10 juin 1987 7. Abgasvorschriften für schwere Motorfahrzeuge überprü- fen und den technischen Möglichkeiten entsprechend an- passen 8. Massnahmen zur Reduktion der Luftverschmutzung in Agglomerationen: Zusammenstellen der bestehenden Kom- petenzen der Kantone und Gemeinden, nötigenfalls Erweite- rung der Kompetenzen 9. Förderung des kombinierten Güterverkehrs (Schiene- Strasse) und Verminderung von Leerfahren im Güterverkehr auf der Strasse 10. Verstärkte Förderung alternativer, einheimischer und erneuerbarer Energien 11. Verstärkte internationale Zusammenarbeit, insbeson- dere auch im grenznahen Bereich. Motion du Conseil national Pollution de l'air. Mesures supplémentaires Le Conseil fédéral est invité à présenter le plus tôt possible un ensemble de mesures supplémentaires pour ramener d'ici à 1995 non seulement les émissions d'anhydride sulfu- reux, mais également celles d'hydrocarbures et d'oxydes d'azote au niveau de pollution de l'air de 1960. Il devra indiquer de quelle manière l'application des mesures déci- dées pourra être assurée. Entrent également en considération les mesures qui ont été refusées par le passé. Les points suivants se posent en priorité: 1. Mise sur le marché accélérée de véhicules dotés d'un catalyseur 2. Ecart de prix plus important entre essence avec plomb et essence sans plomb 3. Possibilité d'équiper les véhicules anciens d'un catalyseur 4. Suppression des anciens véhicules très polluants 5. Transfert des taxes cantonales pour les véhicules à moteur sur le prix du carburant ou remplacement par une taxe ou une vignette calculée en fonction de la charge polluante 6. Réduction de l'utilisation des carburants et combustibles fossiles (attrait financier) 7. Réexamen des prescriptions sur les gaz d'échappement pour les véhicules à moteur lourds et adaptation aux possi- bilités techniques 8. Mesures visant à réduire la pollution de l'air dans les agglomérations: récapitulation des compétences existantes des cantons et des communes; au besoin, élargissement de ces dernières 9. Promotion du trafic marchandise combiné (rail-route) et réduction dans le domaine du trafic des marchandises des transports à vide sur les routes 10. Promotion accrue des sources d'énergie de substitution, indigènes et renouvelables 11. Renforcement de la collaboration internationale, en par- ticulier dans la zone frontalière Jagmetti, Berichterstatter: Die Kommission schlägt Ihnen vor, dieser Motion zuzustimmen. Ich möchte dabei, um Missverständnisse zu vermeiden, festhalten, dass die Motion einen ersten Absatz hat, der die Massnahmen festlegt. Der Absatz 2 ist so formuliert, dass in dieser Motion keine abschliessende Aufzählung zu erblicken ist, sondern es selbstverständich dem Bundesrat unbenommen bleibt, wei- tere Massnahmen zu prüfen und in die Betrachtungen ein- zubeziehen. Das war noch der guten Ordnung halber festzuhalten. Im übrigen verzichte ich darauf, Ihnen die einzelnen Motions- punkte detailliert zu erläutern. Ueberwiesen - Transmis An den Nationalrat - Au Conseil national #ST# 85.202 Standesinitiative Bern Treibstoffrationierung. Vorbereitung Initiative du canton de Berne Rationnement des carburants. Préparation Beschluss des Nationalrates vom 10. Oktober 1986 Décision du Conseil national du 10 octobre 1986 Wortlaut der initiative vom 29. Mai 1985 Der Grosse Rat des Kantons Bern hat am 8. Mai 1985 mit grosser Mehrheit eine Motion angenommen, wonach der Kanton Bern mit einer Standesinitiative verlangt, dass auf Bundesebene alles vorbereitet wird, damit zu gegebener Zeit in der Schweiz eine Rationierung der flüssigen Treib- stoffe aus umweltpolitischen Gründen angeordnet werden kann. Texte de l'initiative du 29 mai 1985 Le 8 mai 1985, le Grand Conseil du canton de Berne a adopté à une forte majorité une motion aux termes de laquelle ledit canton demande par la voie d'une initiative cantonale que la Confédération entreprenne tous les prépa- ratifs permettant d'instaurer en temps utile et dans l'ensem- ble du pays un rationnement des carburants liquides pour des motifs relevant de l'écologie. Antrag der Kommission Mehrheit Der Initiative sei keine Folge zu geben Minderheit (Bührer, Bauer, Meylan) Der Initiative sei Folge zu geben Proposition de la commission Majorité Pas donner suite à l'initiative Minorité (Bührer, Bauer, Meylan) Donner suite à l'initiative Jagmetti, Berichterstatter: Der Nationalrat hat diese Stan- desinitiative des Kantons Bern mit 36 zu 91 Stimmen abge- lehnt. Die Kommission beantragt Ihnen, dieser Beschluss- fassung zu folgen. Zur Begründung möchte ich folgendes festhalten: Mit der Initiative wird die Vorbereitung einer Benzinrationierung aus umweltpolitischen Gründen verlangt. Die Verbrauchsbe- schränkung aus Gründen der Landesversorgung nach Arti- kel 31 bis Absatz 3 Litera e der Bundesverfassung und nach dem Landesversorgungsgesetz steht damit hier nicht zur Diskussion. Vorbereitet werden soll also eine Benzinratio- nierung bei ungestörten Zufuhren. Der Nationalrat hat, wie in der Begründung der Haltung der Mehrheit zum Ausdruck kommt, folgende zwei Hauptgründe angeführt, um dieser Standesinitiative nicht Folge zu leisten. Zum ersten wird auf die Einführung der US-Normen 83 auf den 1. Oktober des letzten Jahres und damit die Einführung der Katalysatortechnik in unserem Land hingewiesen. Ich habe schon in der Begründung heute morgen dargelegt, dass nach den Aussagen des Bundesamtes für Umwelt- schutz mit dieser Massnahme eine Senkung des NOx-Aus- stosses um 82 Prozent errechnet wird. Zweite Begründung der nationalrätlichen Kommission ist der internationale Bezug mit dem grossen Anteil an auslän- dischen Fahrzeugen auf unseren Strassen und mit der Tat- sache, dass offenbar etwa ein Drittel der Bevölkerung in Grenzregionen wohnt und deshalb keinerlei Schwierigkei- ten hätte, ihre Benzineinkäufe im Ausland zu tätigen. Das würde der Massnahme den entscheidenden Gehalt - immer nach Auffassung der Mehrheit des Nationalrates- nehmen.lO.Juni 1987 289 Motion des Nationalrates Erlauben Sie mir noch eine persönliche Begründung: Ein Gespräch hat mir gezeigt, dass von anderer Seite Massnah- men abweichender Art erwogen werden, etwa eine Kontin- gentierung nach Massgabe der Schadstoffbelastung der Luft durch die Motorfahrzeuge, wobei die Kontingente entsprechend differenziert würden. Von solchen zusätzli- chen und breiter gestreuten Vorschlägen ist in dieser Stan- desinitiative nicht die Rede. Sie geht einfach von einer Benzinrationierung aus und erfasst damit diese anderen, auch erwägenswerten Massnahmen nicht, wenn ich auch durchaus anerkennen muss, dass diese anderen Massnah- men in der Durchführung ebenso kompliziert wären und einige Fragen aufwerfen würden. Die Kommission folgte den Ueberlegungen des Nationalra- tes und empfiehlt Ihnen, dieser Standesinitiative nicht zu folgen. Ich wiederhole, massgebend für uns ist die Zielbe- stimmung. Frau Bührer, Sprecherin der Minderheit: Ich möchte Ihnen den Antrag der Kommissionsminderheit, dieser Initiative sei Folge zu geben, begründen. Die Initiative ist vor zwei Jahren eingereicht worden. Die Behandlung im Nationalrat erfolgte, bevor das Luftreinhalte-Konzept vorlag. Die ablehnende Hal- tung der Nationalratskommission, der der Rat gefolgt ist, stützte sich nicht unwesentlich auf die hohen Erwartungen, die in das Luftreinhalte-Konzept gesetzt wurden. Es tönt heute schon fast komisch, wenn damals erwartet wurde, der Bundesrat würde, wenn nötig, in Erfüllung der Motion Luft- reinhalte-Konzept die entsprechenden Anträge selber stel- len. Die Standesinitiative sei deshalb nicht mehr nötig, man wolle dem Konzept nicht vorgreifen. Soweit die damalige Begründung für die ablehnende Haltung des Nationalrates. Nun, der Bundesrat hat es unterlassen, die zum Erreichen der gesteckten Ziele notwendigen Massnahmen vorzuschla- gen oder auch nur darzulegen. Der Umkehrschluss sei also erlaubt, diese Initiative sei nicht überflüssig. Die Initiative ist massvoll formuliert. Sie verlangt keineswegs die Treibstoff- rationierung. Vielmehr soll auf Bundesebene alles vorberei- tet werden, damit zu gegebener Zeit eine Rationierung aus umweltpolitischen Gründen angeordnet werden könnte. Für eine kriegswirtschaftliche Rationierung ist alles vorbereitet. Die Ausgangslage ist aber grundsätzlich anders, wenn umweltpolitische Gründe eine Reduktion des Treibstoffver- brauchs nötig machen. Warum sollte diese Situation nicht durchdacht, Möglichkeiten geprüft, Antworten auf Fragen gesucht werden, die nicht so ohne weiteres auf der Hand liegen? Es ist bemerkenswert, dass eine grosse Mehrheit des Berner Grossen Rates einen solch unkonventionellen, ja kühnen Gedanken aufgreift. Ich zolle diesem Grossen Rat Respekt und empfehle Ihnen, der Initiative Folge zu geben. Mme Bauer: Comme on vient de le dire, le 8 mai 1985, le Grand Conseil du canton de Berne, à une forte majorité, a adopté une motion qui demande sous forme d'initiative cantonale que la Confédération entreprenne tous les prépa- ratifs permettant d'instaurer, en temps utile - j'insiste sur cette expression - et dans l'ensemble du pays, un rationne- ment des carburants liquides pour des motifs relevant de l'écologie - ce sont les termes de l'initiative. L'appel des 3500 médecins suisses va dans le même sens. L'ordonnance sur la protection de l'air, en vigueur depuis le 1er mars 1986, donne aux cantons un délai de trois ans pour mesurer les émissions dues à l'industrie, au commerce et au chauffage, et pour établir un plan d'assainissement. Un délai est par ailleurs accordé aux cantons jusqu'en 1994 pour supprimer les émissions excédentaires, mais les médecins rappellent que si les limitations d'émissions mesurées en permanence s'avèrent insuffisantes, selon l'article 33 les cantons ont l'obligation de prendre des mesures pour restreindre la circulation motorisée. Ils soulignent d'autre part, avec rai- son, qu'il faudra attendre des années jusqu'à ce que les prescriptions sur les gaz d'échappement des véhicules à moteur déploient leurs effets. Les normes US 83 exigent des catalyseurs et ne limiteront de ce fait que les gaz d'échappe- ment des voitures neuves mises en circulation. Il faudra donc attendre une dizaine d'années, jusqu'à ce que le parc automobile suisse soit renouvelé, pour que les effets maxi- mums se fassent sentir. D'autre part, le catalyseur ne peut être utilisé sur les véhicules à moteur diesel, qui produisent 30 pour cent des oxydes d'azote. Enfin, le nombre croissant de véhicules à moteur rend l'effet des catalyseurs partielle- ment aléatoire. C'est pourquoi les médecins suisses propo- sent de réduire de manière draconienne la surconsomma- tion de carburant en Suisse. Il faut, selon eux, inciter à un changement de comportement, prévoir le rationnement et le renchérissement du carburant ainsi que des mesures fis- cales. Ces mesures devront être prises immédiatement et ne pourront être relâchées que dans la mesure où l'homme et la nature peuvent le tolérer. C'est pourquoi des membres de la commission demandent d'accepter l'initiative du canton de Berne et de prier le Conseil fédéral, non pas d'introduire ces mesures de ration- nement mais de les préparer, de les prévoir, de les étudier. En fait, si la situation devait s'améliorer-ce dont nous nous réjouirions tous-on renoncerait bien entendu au rationne- ment, mais si elle devait s'aggraver, comme certains le craignent, avec arguments à l'appui, au lieu de perdre encore des années dans des études, des expériences et des essais, ce rationnement pourrait être immédiatement ap- pliqué. Je vous propose donc d'accepter l'initiative du canton de Berne, soutenue par les 3500 médecins et par la minorité de la commission. M. Dreyer: Nous venons de consacrer une matinée entière à un débat dont les résultats sont connus d'avance. Puisqu'on parle de rationnement, Monsieur le Président, vous voudrez bien étudier avec le Bureau la possibilité de préparer pour la prochaine législature le rationnement de la durée des inter- ventions des députés. Präsident: Wir bereinigen die Initiative des Kantons Bern. Die Kommissionsminderheit beantragt Ihnen, der Initiative Folge zu geben. Die Kommissionsmehrheit beantragt Ableh- nung. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Minderheit 6 Stimmen Für den Antrag der Mehrheit 20 Stimmen An den Bundesrat - Au Conseil fédéral #ST# 86.834 Motion des Nationalrates (Schule) Altfahrzeuge. Reduktion der Schadstoffemissionen Motion du Conseil national (Schule) Véhicules immatriculés selon les anciennes normes Beschluss des Nationalrates vom 19. Dezember 1986 Décision du Conseil national du 19 décembre 1986 Wortlaut der Motion In der Sondersession vom Februar 1985 haben die eidge- nössischen Räte den Bundesrat mit der Ausarbeitung eines Luftreinhalte-Konzeptes beauftragt, das der Bundesrat am 10. September 1986 in Berichtsform vorgelegt hat. Der Bun- desrat bekräftigt darin die Notwendigkeit «einschneidender Massnahmen», um die lufthygienischen Ziele zu erreichen.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Standesinitiative Bern Treibstoffrationierung. Vorbereitung Initiative du canton de Berne Rationnement des carburants. Préparation In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1987 Année Anno Band II Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Ständerat Conseil Conseil des Etats Consiglio Consiglio degli Stati Sitzung 06 Séance Seduta Geschäftsnummer 85.202 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 10.06.1987 - 08:00 Date Data Seite 288-289 Page Pagina Ref. No 20 015 637 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.