TPF 2005 180 180 demGrundsatznachzumAusdruckgebrachtwurde,verletzteinEntscheid odereineVerf ügung desBundesanwalts,welchekeineoderblosseineun- genügende Begründung aufweist,dasrechtliche GehördesBetroffenen (SchreibendesBundesstrafgerichtsandieSchweizerischeBundesanwalt- schaftvom2.Juni2005).Dieshatmutatismutandisauchf ürentsprechende EntscheideundVerf ügungendesUntersuchungsrichtersGeltung.Dadie Beschwerdekammerpraxisgem äss nurBeschwerdenbetreffendZwangs- massnahmenunddamitzusammen hängende Amtshandlungenmitvoller Kognitionpr üft(EntscheiddesBundesstrafgerichtsBB.2005.4vom 27. April2005E.2),isteineHeilungdes Gehörsmangelsimvorliegenden Beschwerdeverfahrenausgeschlossen.Daran ändertderUmstandnichts, dasseineEinstellungdesStrafverfahrensaufGrundderdargelegtenKom- petenzabgrenzungzwischenUntersuchungsrichterundBundesanwaltnicht inBetrachtfallenkann,denneskommtnichtdaraufan,obdie Anhörung (hier:imSinnederPr üfungs-undBegr ündungspflicht)imkonkretenFall fürdenAusgangdermateriellenEntscheidungvonBedeutungist,dasheisst die Behördezueiner ÄnderungihresEntscheidesveranlasstwirdoder nicht. TPF 2005180 48.AuszugausdemEntscheidderBeschwerdekammerinSachenA.undB. gegen Eidg.Steuerverwaltung vom24. Oktober2005(BV.2005.16) Art der mit einer Zwangsmassnahme zusammenhängenden Amtshandlung. An- spruch auf Wiedererwägung. Unterrichtung über den Gegenstand der Anschuldi- gung; rechtliches Gehör. Beschlagnahme; Verhältnismässigkeit. Art.29,32Abs.2BV,Art.6Ziff.3lit.aEMRK,Art.26Abs.1,46Abs.1lit.b VStrR WahrungderBeschwerdefrist(E.1.3.1).DerWiedererw ägungsentscheid,der sichaufeine frühere Beschlagnahmeverfügung indergleichenSachebezieht, isteinemiteinerZwangsmassnahmezusammenh ängende Amtshandlungim Sinne von Art. 26 Abs. 1 VStrR (E. 1.3.2). EinAnspruchaufWiedererw ägungeiner Verfügungbestehtnurbeiwesentli- cher Änderung der Umstände oder bei echten Noven (E. 2.2). TPF 2005 180 181 UmfangderUnterrichtung über denGegenstandderBeschuldigung(E.4.2). KonkreterTatvorhalt;Heilungeventueller Mängel imBeschwerdeverfahren (E. 4.3). VerhältnismässigkeitdesUmfangesderBeschlagnahmevonV ermögenswerten (E. 7). Type d’opérations se rapportant à une mesure de contrainte. Droit au réexamen. Information sur l’objet de l’inculpation; droit d’être entendu. Séquestre; propor- tionnalité. Art. 29, 32 al. 2 Cst., art. 6 ch. 3 let. a CEDH, art. 26 al. 1, 46 al. 1 let. b DPA Respectdu délai derecours(consid.1.3.1).Lorsquela décision de réexamen concerneuneordonnancede séquestreprononcéeantérieu rementdansla même affaire,elledoit être considérée commeune opération quiserapporte à une mesure de contrainte au sens de l’art. 26 al. 1 DPA (consid. 1.3.2). Undroitau réexamend ’uneordonnance présuppose unemodificationessen- tielle des circonstances ou de véritables faits nouveau x (consid. 2.2). Etenduede l’information sur l’objet de l’inculpation (consid.4.2).Etatdefait concret; guérison de vices éventuels dans la procédure de recours (consid. 4.3). Proportionnalités’agissant de l’ampleurdu séquestredevaleurspatrimoniales (consid. 7). Tipo di operazione connessa con un provvedimento coercitivo. Diritto alla riconsi- derazione. Informazione sull’oggetto dell’accusa; diritto d’essere sentito. Seque- stro; proporzionalità. Art.29e32cpv.2Cost.,art.6n.3lett.aCEDU,art.26cpv.1,46cpv.1lett.b DPA Rispettodelterminedireclamo(consid.1.3.1).Ladecisionediriconsiderazio- ne,nellamisuraincuisiriferisceadunaprecedenteordinanzadisequestro emessanelmedesimoambito,deveessereconsideratacome un’operazione connessaconunprovvedimentocoercitivoaisensi dell’art. 26cpv.1DPA(con- sid. 1.3.2). Undirittoallariconsiderazionediunadecisionesussistesoloincasodicam- biamentoessenzialedellecircostanzeo all’insorgerediverifattinuovi(con- sid. 2.2). Portata dell’informazione sull’oggettodell’accusa (consid.4.2.).Informazione sull’oggetto concretodel l’accusa; sanatoriadella nullità dieventualidiritti nella procedura di reclamo (consid. 4.3). TPF 2005 180 182 Proporzionalità della portata del sequestro di valori patrimoniali (consid. 7). Zusammenfassung des Sachverhalts: ImVerwaltungsstrafverfahrengegenB.undMitbeschuldigtewurdenmit Verfügung vom10.Oktober2002unteranderemeinKontovonB.mit einemSaldovonFr.36'355.55undeinKontovondessenEhefrauA.mit einemSaldovonFr.865'101.--beschlagnahmt.NachdemmehrereGesuche umWiederer wägung derBeschlagnahmeabgewiesenwordenwaren,hielt dieEidg.Steuerverwaltung(ESTV)mitEntscheidvom14. März2005auch imZusammenhangmiteinemerneutenGesuchdieBeschlagnahmeauf- recht.A.undB.beantragenmitgemeinsamerBeschwerde,derWiederer- wägungsentscheidvom14. März2005seiaufzuhebenunddiebeidenKon- tenseienvollumf änglich freizugeben.DieESTVbeantragt,aufdieBe- schwerde sei nicht einzutreten, eventualiterseisie abzuweisen. DieBeschwerdekammerhobdieBeschlagnahmeauf,soweitsiedenBetrag vonFr.475'000.-- überstieg.Im ÜbrigenwiessiedieBeschwerdeab,so- weit sieauf sie eintrat. Aus den Erwägungen: 1.3.1 (… )NachdemGesagtenerweistsichdievorliegendeBeschwerde, soweitsiedieBeschlagnahmeverf ügungvom10.Oktober2002betrifft,als verspätetunddasentsprechendeBeschwerderechtalsverwirkt.Indieser Hinsichtistauf die Beschwerde nicht einzutreten. 1.3.2 SoweitsichdieBeschwerdegegenden „Wiedererwägungsentscheid“ vom14. März2005unddamitgegeneinemitderBeschlagnahmevom 10. Oktober2002zusamm enhängende Amtshandlung(Art.26Abs.1 VStrR)richtet,istdieFristdem gegenübergewahrt.Dies bezüglichist,da auchdieweitereVoraussetzungderBeschwererf üllt ist,aufdieBeschwer- de einzutreten. (… ) 2.2 Beiderurspr ünglichenBeschlagnahmeverf ügung vom10.Oktober 2002handeltessichumeinenverfahrensleitendenEntscheid,welcherdas Untersuchungsverfahrennichtabschliesst(S CHMID,Strafprozessrecht,TPF 2005 180 183 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf2004,N.579; H AUSER/SCHWERI/HARTMANN, SchweizerischesStrafprozessrecht,6.Aufl.,Basel2005,S.210N.18). DerartigeverfahrensleitendeVerf ügungen sollenandieEntwicklungund die BedürfnissedesStrafverfahrensangepasstwerden können undm üssen deshalbgru ndsätzlicha bänderbarsein(S CHMID,a.a.O.,N.583),d.h.die Amtstellekann,solangesiemitderSachebefasstist,dieAnordnungaufhe- benoderab ändern.Darausergibtsichdie MöglichkeitderVerfahrensbetei- ligten,Wiederer wägungsgesuchezustellen(H AUSER/SCHWERI/HARTMANN, a.a.O.,S.210N.20).AllerdingssinddieVerwaltungsstrafb ehörden –ä hn- lichwiedieVerwaltung sbehörden – grundsätzlichnichtgehalten,sichmit einemWiederer wägungsgesuchzubefassen,esseidenn,diePflichtzur Behandlung wäregesetzlichvorgesehenoderer gäbe sichauskonstanter Praxis(f ürdasVerwaltungsrechtvgl. H ÄFELIN/MÜLLER,AllgemeinesVer- waltungsrecht,4.Aufl., Zürich2002,N.1833sowieBGE120Ib42,46 E. 2b).DemEinzelnensteht überdiesgest ütztaufArt.29BVeinAnspruch aufWiederer wägung zu,wenndieUm stände sichseitdemerstenEntscheid wesentlich geänderthaben,oderwennderGesuchstellererheblicheTatsa- chenundBeweismittelnamhaftmacht,dieihmimfr üherenVerfahrennicht bekanntwarenoderdieschondamalsgeltendzumachenf ürihnrechtlich oderta tsächlichunm öglich waroderkeineVeranlassungbestand(BGE124 II 1, 6 E. 3a; 120 Ib 42, 46f.E. 2b; 113Ia 146, 151 f.E. 3a;109Ib 246,251 E.4a;100Ib368,371f.E.3a).Einesolche ÄnderungderUm stände wird sichbeiStrafverfahreninderRegelausdenErkenntnissenderlaufenden Untersuchungergeben.IndiesemSinnehateineStrafverfo lgungsbehörde eineBeschlagnahmeaufzuheben,wennderenVoraussetzungendahingefal- lensind,beispielsweise,weilsichdieBeschlagnahmealsnichtmehrver- hältnismässig erweistoderimHinblickaufihrenZwecknichtmehrnot- wendigist(vgl.EntscheiddesBundesstrafgerichtsBB.2004.36vom 20. Januar2005E.1.3; ähnlichBGE128I129,132ff.E.3.1.1undE.3.1.3 sowie120IV297,299E.3e;vgl.auch S CHMID in:Schmid[Hrsg.],Einzie- hung,OrganisiertesVerbrechen,G eldwäscherei,BandI, Zürich1998, N. 144zuArt.59StGB).MitdiesenAusf ührungenistzugleichgesagt,dass eineWiederer wägung prozessleitenderVerf ügungen nichtbeliebigzul ässig ist(dasgiltselbstf ürdieHaftalsschwersteZwangsmassnahme,beiwel- chertrotzdemgem äss Art.59Abs.2VStrRjederzeitm öglichenHaftent- lassungsgesucheineSperrfristf ürweitereEntlassungsgesucheangeordnet werdenkann;vgl. H AUSER/SCHWERI/HARTMANN,a.a.O.,S.335N.32f.). DieBeschwerdekammerhatdennauchbereitsfr üherdaraufhingewiesen, dassesnichtdemSinnundZweckdergesetzlichenRechtsmittelfristen entsprechenkann,dasseinVerfahrensbeteiligterbeieinernegativenAnt-TPF 2005 180 184 wortaufdieAnfrage,obeineAmtsstelleaufeineeinmalerlasseneprozess- leitendeVerf ügung zurückkommenwolle,eineneulaufendeRechtsmittel- fristgegendieurspr ünglicheVerf ügung erhältunddadurchdieunbenutzt verstricheneFrist „wiederherstellen“ kann(vgl.EntscheiddesBundesstraf- gerichts BK_B 198/04 vom 11. November 2004E. 1.3). (… ) 4.2 (… )Gr undsätzlichzutreffendweisendieBeschwerdef ührerdaraufhin, dasseinebeschuldigtePersonnachArt.32Abs.2BVundArt.6Ziff.3 lit.aEMRKAnspruchhat,m öglichstraschundumfassend überdiegegen sieerhobenenBeschuldigungenunterrichtetzuwerden.Auchwennerst nacheinerUntersuchungfeststeht,welcheAnschuldigungen schliesslich zur Beurteilunggebrachtwerden,rechtfertigtdiesnachderRechtsprechung nicht,biszudiesemZeitpunktvoneinerUnterrichtungdesBeschuldigten gänzlichabzusehen:Dieserdarfgr undsätzlichnicht währenddesganzen Untersuchungsverfahrens überdenGegenstandderUntersuchungimUn- gewissengelassenwerden,ansonstenervonseinem Gehörsanspruchnicht GebrauchmachenundseineVerteidigungnichtvorbereitenkann;essind ihmdaherdiezurLastgelegtenTatenunddieGesetzesbestimmungen,auf diesichdieBeschuldigungen(vorl äufig)st ützen,bekanntzugeben(vgl. zumGanzendenEntscheiddesBundesstrafgerichtsBB.2005.4vom 27. April2005E.4.2,mitHinweisaufBGE119Ib12,18E.5csowiedas UrteildesBundesgerichts1A.91/2000vom19.Juni2000E.4a/bb),wobei beiEinleitungderUntersuchungnochkeineBeweismittelgenanntwerden müssen (VILLIGER,HandbuchderEur opäischenMenschenrechtskonvention [EMRK],2.Aufl., Zürich1999,N.507mitHinweisenzurRechtsprechung derKonventionsorgane).IndirektistmitdiesenAusf ührungen – wiedie Beschwerdeführergrun dsätzlichebenfallszuRechtbemerken – auchge- sagt,dasssich „die DichtederzuvermittelndenInformationen( … )nach demjeweiligenVerfahrensstand “ richtet(soausdr ücklich VILLIGER,a.a.O., N.507und510m.w.H.;zur ückhaltendBGE119Ib12,19E.5c).Indiesem SinnehatsichmitzunehmendemFortschrittdesVerfahrenssomitgrund- sätzlichauchdieUnterrichtungdurchdieUntersuchungsbe hördeentspre- chendzuverdichten(vgl.hierzuausf ührlichderEntscheiddesBundesstraf- gerichtsBB.2005.4vom27.April2005E.4.2mitzahlreichenHinweisen). DasBundesgerichthatindessenumkehrtdeutlichgemacht,dassauchim weiterenVerlaufderUntersuchungeinekurzeOrientierung überdievor- geworfeneTathinreichendist.EineumfassendeUnterrichtungdesBe- schuldigten überdieArtunddenGrundderBeschuldigung, überdietat- sächlichenundrechtlichenGr ünde, aufwelchesichderVorwurfderSteu-TPF 2005 180 185 erhinterziehung stützt,muss,einschliesslichderAngaben überdieinAus- sichtgenommeneStrafe,erstnachAbschlussderUntersuchungerfolgen. Gemäss bundesgerichtlicherPraxisd ürfendieAnforderungenandenUm- fangderUnterrichtungdahernicht überspanntwerden(vgl.BGE119Ib12, 19E.5c;VPB66.100E.3b=UrteilderAnklagekammerdesBundesge- richts vom25. Januar 2002). 4.3 Vorliegendkannoffenbleiben,obdieBeschwerdegegnerin,wiedie Beschwerdeführerbestreiten,denhinreichendenTatverdachtinderange- fochtenenVerf ügung vom14. März2005ausreichenddargetanhat.Allf äl- lige,diesbe zügliche Mängelwä renohnehindadurchgeheiltworden,dass sichdieBeschwerdef ührerimSchriftenwechselvorderBeschwerdekam- merzurdie sbezüglichenVernehmlassungunddamitzudenArgumenten derBeschwerdegegnerin äussernkonnten(vgl.UrteildesBundesgerichts 8G.12/2003vom22.April2003E.3m.w.H.;siehezumGanzenauchEnt- scheiddesBundesstrafgerichtsBB.2005.6vom22.Juni2005E.3.2sowie BB.2004.79vom22.April2005E.3.2und4.2).Letzterehatdennauchin ihrerBeschwerdeantwortvom29. März2005denhinreichendenTatver- dachtdetailliertsubstantiiertundunterBeilageverschiedenerBeweismittel genaubezeichnet,welcheVerm ögensäufnungGegenstandderfiskalischen Untersuchungbildet.DamitsinddievorstehendumrissenenVoraussetzun- genandieUnterrichtung überdenTatverdachtauchbeimjetzigenStand desVerfahrensohneweitereserf üllt.DerVorwurfder ungenügenden Sub- stantiierungdes Tatverdachtserweist sich demgem äss als unbegründet. (… ) 7. 7.1 SchliesslichhaltendieBeschwerdef ührerdaf ür,dassdieAblehnungder Kontofreigabeunverh ältnismässig sei,weildieHaftungvonB.imVerfah- rengegenF.aufmaximalFr.160'000.--beschr änktseiundsichdieSteuer- folgendervonderBeschwerdegegnerinbehauptetenvermeintlichenGe- winnausschüttung vonrundFr.100'000.--aufwenigeralsFr.200'000.-- beschränkenwerden.DieBeschwerdegegnerinverschweigeschliesslich, dasssief ünfweitereKontimiteinemGesamtsaldovonFr100'000.--(per Ende2002)beschlagnahmthabe,welchesieB.zuordne.DieBeschwerde- gegnerin hältdementgegen,dieBeschwerdef ührer würdenselberaus füh- ren,dassausderGehilfenschaftzuSteuerhinterziehungenderH.AGund vonF.einBetragvonmaximalFr.160'000.--geschuldetsein könnte.Was dieeigenenSteuerwiderhandlungenvonB.undderI.AGangehe,seidie VorstellungvoneinermaximalenNachforderungvonFr.200'000.--nichtTPF 2005 180 186 richtig.KonkreterrechnetdieBeschwerdegegnerindiesbez üglich inder DuplikeinenBetragvontotalFr.950'000.--,dersichausTeilsummenvon Fr.237'500.--(25%SteuernI.AGaufFr.950'000.--),Fr.237'500.--(25% SteuernvonB.aufderverdecktenAussc hüttung derI.AGvon Fr. 950'000.--)sowieFr.475'000.--(100%Bussef ürbeideSteuerpflichti- ge).DasichdieSteuer-undBussenforderungen(Gehilfenschaftundeigene Widerhandlungen)auf übereineMillionFrankenbelaufen könnten, seidie Beschlagnahme der aufgeführten Konti nicht unverhältnismässig. 7.2 Dieurspr ünglicheBeschlagnahmeverf ügungvom10.Oktober2002 hält inBezugaufdenUmfangdervoraussichtlicheinzuziehendenunddamit gemäss Art.46Abs.1lit.bVStrRzubeschlagnahmendenVerm ögenswerte fest,dassalsVerm ögenswerte,welcheallenfallsderEinziehungunterlie- gen,allewirtschaftlichenVorteilegelten,diesichrechnerischermitteln lassen.WeiterweistsieunterBezugnahmeaufBGE120IV365,367E.1d (vgl.auchVPB66.100E.4d)daraufhin,dassbeiderSteuerhinterziehung dersichausdemDeliktergebendeVerm ögensvorteilimGegenwertder hinterzogenenSteuernbesteht(vgl.nunauchaktuelldasUrteildesBundes- gerichts1S.5-8/2005vom26.September2005E.7.4).ZuRechtnichter- wähnt werdendemgege nüberdieBussen.InderTatregeltderaufdiebe- sonderenUntersuchungsmassnahmenderEidg enössischenSteuerverwal- tunggem äss Art.190ff.DBGanwendbareArt.46VStrRlediglichdie BeschlagnahmevonBeweismittelnundvonDeliktsgege nständen, nicht dagegendieVerm ögensbeschlagnahme,wiesieeinigeKantonezurSicher- stellung künftigerVerfahrens-undVollstreckungskostensowieeinerallf äl- ligenBussevorsehen(S CHWOB,SchweizerischeJuristischeKartothek, Karte1289,S.9;vgl.auch H AUSER/SCHWERI/HARTMANN,a.a.O.,S.345 N. 22; SCHMID,a.a.O.,N.752).EsfehltdamitimBereichdesVerwaltungs- strafrechtsdesBundesaneinernachArt.44SchKGgr undsätzlichm ögli- chen,gesetzlichenBestimmung,welchedieBeschlagnahmevonVerm ö- genswertenimEigentumdesBeschuldigtenodereinermitihmsolidarisch haftendenPersonzurSicherstellungeinerBusseerm öglichenwü rde(deren VollstreckunghataufdemWegderBetreibungaufPf ändung oderauf Pfandverwertung zu erfolgen; Art. 43SchKG). 7.3 VorliegendbeziffertdieBeschwerdegegnerindendemStaatdurchdie SteuerhinterziehungverursachtenAusfallf ürB.sowiedieI.AGmitje Fr. 237'500.--undgehtdamitvonhinterzogenenSteuernvoninsgesamt Fr. 475'000.--aus.IndiesemUmfangistdieBeschlagnahmemitBlickauf diesolidarischeHaftungvonA.alsEhegattinf ürdieGesamtsteuer(Art.13TPF 2005 187 187 Abs.1DBG)undderHaftungvonB.f ürdiedurchdieI.AGhinterzogenen Steuern(Art.177Abs.1DBG)zuRechterfolgt(vgl.zurZ ulässigkeitder BeschlagnahmebeiSolidarschuldnernBGE120IV365,369f.E.4sowie BGE101Ia325,327E.2)und überdiesauchver hältnismässig. Füreine darüberhinausgehendeBeschlagnahmevonVerm ögenswertenfehltes demgegenüberaneinergesetzlichenGrundlagebzw.einemBeschlagnah- megrund.DashatdieAufhebungderBeschlagnahmeimentsprechenden UmfangzurFolge,weshalbdieFragenachderVer hältnismässigkeit nicht weitergepr üftzuwerdenbraucht.Insgesamtergibtsich,dassdieBeschlag- nahmevonVerm ögenswertenderBeschwerdef ührer – zumindestbeim derzeitigenStandderUntersuchung – aufzuhebenist,soweitsiedenBetrag vonFr. 475'000.-- übersteigt.DieBeschwerdeistindiesemSinneteilweise gutzuheissen. TPF 2005187 49.AuszugausdemEntscheidderBeschwerdekammerinSachenE.AG gegen Bundesanwaltschaft vom 16.November 2005 (BB.2005.100) Beschwerdelegitimation bei Hausdurchsuchung; Beschwer bzw. direkter Nachteil. Art. 65, 67 ff., 214 Abs. 2 BStP GegendieAnordnungund Durchführung derHausdurchsuchungistkein ordentliches Rechtsmittel gegeben (E. 2). EinedomizilgebendejuristischePersonistdurcheinegegendiedomizilierte juristischePersongerichteteHausdurchsuchungnichtbeschwert,solangekeine Unterlagenoder VermögenswertederdomizilgebendenPersondurchsucht bzw. sichergestellt werde n (E. 2.2–2.3). Qualité pour se plaindre en cas de perquisition; préjudice, resp. dommage direct. Art. 65, 67 ss., 214 al. 2 PPF Il n’existeaucunevoiededroitordinairecontreuneordonnancedeperquisi- tion et l’exécution de cette mesure (consid. 2). Uneperquisition dirigée contreunepersonnemorale domiciliée au sièged’ une autrepersonnemoralen ’affecte pascelle-ci,tantetaussilongtempsquela perquisition ne vise pas ses documents ou valeurs (consid. 2.2–2.3).