<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">1P.275/2004 /gij </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 17. Mai 2004 </div> <div class="para">I. Öffentlichrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesgerichtspräsident Aemisegger, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Reeb, Féraud, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Pfäffli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X._______, Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Brigitta Vogel, Haftrichterin, Kreisgericht St. Gallen, Bohl 1, Postfach, 9004 St. Gallen, </div> <div class="para">Adalbert Nigg, Verwalter-Stellvertreter, Regionalgefängnis Altstätten, Luchsstrasse 11, 9450 Altstätten SG, Beschwerdegegner, </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Spisergasse 15, 9001 St. Gallen, </div> <div class="para">Anklagekammer des Kantons St. Gallen, Regierungsgebäude, 9001 St. Gallen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Nichteröffnung eines Strafverfahrens, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Entscheid der Anklagekammer des Kantons St. Gallen vom 1. April 2004. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">X._______ erhob am 13. Februar 2004 sinngemäss Strafklage gegen die Haftrichterin Brigitta Vogel und den Verwalter-Stellvertreter des Regionalgefängnisses Altstätten. Er machte zur Begründung geltend, die Haftrichterin habe ihn ohne Grund "Schafseckel" und "Arschloch" genannt und der Verwalter-Stellvertreter des Regionalgefängnisses habe am 8. Januar 2004 eine ärztliche Behandlung abgelehnt. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Anklagekammer des Kantons St. Gallen entschied am 1. April 2004, dass kein Strafverfahren eröffnet werde. Sie führte u.a. aus, dass rechtsgenügliche Hinweise für die eingeklagten ehrverletzenden Äusserungen fehlen würden. Auch würden keine konkreten Anhaltspunkte vorliegen, dass dem Strafkläger aus medizinischer Sicht zu Unrecht eine ärztliche Behandlung verweigert worden sei. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Mit einer in arabischer Sprache abgefassten Eingabe vom 22. April 2004 wandte sich X._______ an die Anklagekammer des Kantons St. Gallen. Wie der eingeholten Übersetzung entnommen werden kann, verlangte X._______ die Wiederaufnahme des Verfahrens; andernfalls sei seine Beschwerde an das Bundesgericht weiterzuleiten. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Mit Schreiben vom 7. Mai 2004 überwies die Anklagekammer des Kantons St. Gallen die Eingabe vom 22. April 2004 dem Bundesgericht zur weiteren Behandlung. Der Sache nach handelt es sich dabei um eine staatsrechtliche Beschwerde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Am 11. Mai 2004 liess die Anklagekammer dem Bundesgericht zwei weitere Schreiben von X._______ vom 7. Mai 2004 zukommen. Mit einer weiteren Eingabe vom 11. Mai 2004 wandte sich X._______ direkt an das Bundesgericht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen. </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 90 Abs. 1 lit. b OG</span> muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=30.04.2004&amp;to_date=19.05.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-I-38%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page38">BGE 127 I 38</a> E. 3c mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Diesen Anforderungen vermögen die Eingaben vom 22. April, 7. und 11. Mai 2004 nicht zu genügen. Aus den Eingaben geht nicht rechtsgenüglich hervor, inwiefern die Auffassung der Anklagekammer, es fehle an rechtsgenüglichen Hinweisen oder Anhaltspunkten für ein strafbares Verhalten, verfassungs- oder konventionswidrig sein soll. Auf die Beschwerde ist deshalb mangels einer genügenden Begründung nicht einzutreten. </div> <div class="para">6. </div> <div class="para">Ausnahmsweise kann auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien sowie der Staatsanwaltschaft und der Anklagekammer des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 17. Mai 2004 </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>