Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer III III 2023 160 Entscheid vom 23. Mai 2025 Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Präsident lic.iur. Karl Gasser, Richter Irene Thalmann, Richterin lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. B.________, gegen 1.Kantonale Schätzungskommission für Enteignungen, c/o RA lic.iur. Jolanda Fleischli, Seidenstrasse 2, Postfach 442, 8853 Lachen, Vorinstanz, 2.C.________ 3. D.________ 4.1 E.________ 4.2 F.________ 5. G.________ 6. H.________ Beschwerdegegner, Ziff. 2-6 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. I.________, Gegenstand Enteignungsrecht (Entschädigung für die Einräumung eines Wegrechts)2 Sachverhalt: A.A.________ ist Eigentümer des Grundstückes KTN __1, über welches eine Teilstrecke der J.________strasse führt, wobei die durch sein Grundstück führende Strassenfläche inkl. Brücke über den K.________bach 934 m 2 umfasst, was unbestritten ist (vgl. Bf-act. 8a). Mit Eingabe vom 14. Oktober 2015 reichten diverse Grundeigentümer im Bereich der J.________strasse beim Gemeinderat L.________ ein Gesuch um Gründung der C.________ ein. Gemäss Statutenentwurf bezweckt die C.________ den ge- meinsamen Unterhalt und die Sanierung der Erschliessungsstrasse J.________strasse ab der Autobahnbrücke über die Grundstücke KTN __2, KTN __1 und KTN __3. Die Gründung der Flurgenossenschaft und deren Statuten wur- den anlässlich der Gründungsversammlung vom 25. Februar 2016 mit Mehrheits- beschluss angenommen. Gegen diesen Beschluss erhob u.a. A.________ beim Regierungsrat Beschwerde. Der Regierungsrat wies die Beschwerde mit Be- schluss Nr. 74/2017 vom 31. Januar 2017 ab. Eine dagegen beim Verwaltungsge- richt erhobene Beschwerde wurde mit VGE III 2017 37 und 38 vom 24. Oktober 2017 gutgeheissen und die Gründung der C.________ vom 25. Februar 2016 wurde aufgehoben. B.Am 4. Februar 2019 liessen diverse Grundeigentümer im Bereich der J.________strasse beim Gemeinderat L.________ ein neues Gesuch um Grün- dung der C.________ mit derselben Zweckbestimmung einreichen. Anlässlich der Versammlung vom 1. April 2019 wurden die Gründung der C.________, die Sta- tuten und der Kostenverteiler beschlossen. Der Regierungsrat des Kantons Schwyz genehmigte die Gründung der C.________ unter Berücksichtigung zweier Änderungen mit Beschluss Nr. 333/2019 vom 14. Mai 2019 (Bf-act. 14). C.Die Flurgenossenschaft umfasst die bereits bestehende J.________strasse ab Einfahrt (M.________strasse/N.________ bei der Autobahnüberführung) über die Grundstücke KTN __1, KTN __3 und KTN __2. Der Perimeter ist in zwei Ab- schnitte aufgeteilt (A und B; Bf-act. 14c). Der Perimeter A umfasst den im Eigentum von A.________ liegenden Strassenabschnitt bis zur Brücke über den K.________bach (Strasse auf KTN __1, § 4 Abs. 1 der Statuten). Der Perimeter B umfasst die Strasse ab (und inkl.) der Brücke über den K.________bach auf KTN __1, KTN __3 und KTN __2 (§ 4 Abs. 2 der Statuten). Der Unterhalt und die Sa- nierung des Strassenabschnitts A obliegt sämtlichen Mitgliedern der Flurgenos- senschaft (§ 4 Abs. 2 der Statuten). Der Unterhalt und die Sanierung des Stras- senabschnitts B obliegt einzig den Grundeigentümern im Einzugsgebiet dieses 3 südlichen Strassenabschnittes ab der Brücke. Die Grundeigentümer von KTN __4, KTN __5, KTN __6, KTN __2, KTN __7 und KTN __8 verfügten bis anhin über kein rechtlich gesichertes Fuss- und Fahrrecht über den Strassenabschnitt Perimeter A. Der zum Perimeter A gehörende Strassenabschnitt der J.________strasse über KTN __1 führt durch die Gewerbezone (südlich angrenzende Anstösser und sowie ein kleiner und im Eigentum von A.________ liegender Teil nördlich angrenzend) sowie durch Wald. Im Bereich der Einfahrt in die M.________strasse bzw. zur Überführung der Autobahn grenzt sie südlich an übriges Gemeindegebiet. Weiter- führend in südlicher Richtung zu den zu erschliessenden Grundstücken des Peri- meters B (KTN __4, __5, __6, __2, __7 und __8) liegt die J.________strasse aus- serhalb der Bauzone, wobei auch die durch diesen Abschnitt zu erschliessenden Grundstücke ausserhalb der Bauzone liegen. D.Mit Schreiben vom 4. Februar 2020 ersuchte die C.________ die Kantonale Schätzungskommission für Enteignungen, die Höhe der Entschädigung für das Fahrwegrecht des Strassenabschnitts der J.________strasse auf Grundstück __1 zu ermitteln (Perimeterabschnitt A), da eine Einigung der Mitglieder über die Ent- schädigung nicht zustande gekommen sei. Am 17. Februar 2021 führte die Kantonale Schätzungskommission für Enteignun- gen einen Augenschein und eine Einigungsverhandlung durch. Mit Entscheid vom 15. September 2023 erkannte die Kantonale Schätzungskom- mission für Enteignungen: 1. Die Gesuchsteller haben dem Gesuchgegner für die Einräumung des Wegrechtes/Wegrechtdienstbarkeiten (Fuss- und Fahrwegrechte) über die J.________strasse (Perimeter A) was folgt zu zahlen, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft des vorliegenden Entscheides: 1.1. D.________ (…) Eigentümerin von KTN __5 CHF 3'607.50 1.2.1. E.________ (…) hälftige Miteigentümerin von KTN __6 1.2.2. F.________ (…) hälftiger Miteigentümer von KTN __6 unter solidarischer Haftbarkeit zusammen total CHF 1'298.70 1.3. O.________ (…) Eigentümer von KTN __7 und KTN __8 CHF 1'860.30 1.4.1. P.________ (…) 1.4.2. Q.________ (…)4 Grundeigentümer von KTN __4 und KTN __2 (Gesamteigentum) unter solidarischer Haftbarkeit zusammen total CHF 2'811.90 2. Für die Einräumung des Wegrechtes/Wegrechtdienstbarkeiten (Fuss- und Fahrwegrechte) über die K.________bachbrücke (Perimeter B) haben die Gesuchsteller dem Gesuchgegner mangels Schadens keine Entschädigung zu zahlen. 3. Die Kosten des Schätzungsverfahrens von insgesamt CHF 3'500 werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, das heisst die Gesuchsteller haben unter solidarischer Haftbarkeit CHF 1'750.00 und der Gesuchgegner CHF 1'750.00 zu bezahlen. 4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 5.-6. (RM-Belehrung, Zustellung) E.Gegen diesen Entscheid lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit Eingabe vom 10. Oktober 2023 fristgemäss Beschwerde er- heben mit folgenden Anträgen: 1. Der Schätzungsentscheid der Kantonalen Schätzungskommission für Enteignungen vom 15. September 2023 (Dossier 01/2020) sei vollumfänglich aufzuheben. 2. Die Sache sei zur Neubeurteilung und Neuberechnung der Entschädigung für das eingeräumte Wegrecht und für die Neuregelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen an die Vorinstanz zurückzuweisen. 3. Falls das Verwaltungsgericht in der Sache selbst entscheiden sollte, a. sei die Eigentümerschaft der Liegenschaften Nr. __4 und Nr. __2, derzeit P.________ und Q.________, zu verpflichten, dem A.________ Fr. 87'807.- (Anteil Boden: Fr. 53'873.-; Anteil Strasse: Fr. 7'782.-; Anteil Brücke: Fr. 26'152.-) zu bezahlen, nebst Zins zu 5% seit dem 13. August 2020; b. sei die Eigentümerschaft der Liegenschaft Nr. __5, derzeit D.________, zu verpflichten, dem A.________ Fr. 107'548.- (Anteil Boden: Fr. 69’116.- ; Anteil Strasse: Fr. 9'984.-; Anteil Brücke: Fr. 28'448.-) zu bezahlen, nebst Zins zu 5% seit dem 13. August 2020; c. sei die Eigentümerschaft der Liegenschaft Nr. __6, derzeit E.________ und F.________, zu verpflichten, dem A.________ Fr. 49’301.- (Anteil Boden: Fr. 24’882.-; Anteil Strasse: Fr. 3’594.-; Anteil Brücke: Fr. 20’825.- ) zu bezahlen, nebst Zins zu 5% seit dem 13. August 2020; d. sei die Eigentümerschaft der Liegenschaft Nr. __8, derzeit O.________, zu verpflichten, dem A.________, Fr. 971.- (Anteil Boden: Fr. 523.-; Anteil Strasse: Fr. 75.-; Anteil Brücke: Fr. 373.-) zu bezahlen, nebst Zins zu 5% seit dem 13. August 2020; e. sei die Eigentümerschaft der Liegenschaft Nr. __7, derzeit R.________, zu verpflichten, dem A.________ Fr. 65'094.- (Anteil Boden: Fr. 35'118.-; 5 Anteil Strasse: Fr. 5'073.-; Anteil Brücke: Fr. 24'903.-) zu bezahlen, nebst Zins zu 5% seit dem 13. August 2020; f. sei die Eigentümerschaft gemäss den obigen lit. 3 a-e zu verpflichten, die Kosten des Schätzungsverfahrens von Fr. 3'500 zu bezahlen und es sei die Eigentümerschaft gemäss den obigen lit. 3 a-e zu verpflichten, dem A.________ für das Schätzungsverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 8'000 zu bezahlen. 4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegner. F.Im Laufe des Verfahrens änderte sich die Eigentümerschaft der Grundstücke KTN __8 und __7 (seit 21. März 2024 G.________) und der Grundstücke KTN __4 und __2 (ab 30.9.2024 H.________). G.Die Kantonale Schätzungskommission für Enteignungen nimmt mit Eingabe vom 2. November 2023 Stellung zur Beschwerde, ohne einen Antrag zu stellen. Die Beschwerdegegner beantragten mit Vernehmlassung vom 24. Januar 2024 die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Las- ten des Beschwerdeführers. Mit Replik vom 10. Juni 2024 wiederholt der Beschwerdeführer seine Anträge, wo- bei er in den Anträgen Ziff. 3d und 3e (betr. KTN __8 und __7) einen zwischenzeit- lich eingetretenen Eigentümerwechsel berücksichtigt (neu: G.________ als Grun- deigentümerin dieser beiden Grundstücke). Der Beschwerdeführer beantragt des- halb, diese neue Eigentümerin ins Recht zu fassen. Die Beschwerdegegner halten mit Duplik vom 4. Oktober 2024 an ihren Anträgen fest. Der Beschwerdeführer äussert sich dazu mit Eingabe vom 12. November 2024, wobei er wiederum an seinen Anträgen festhält unter Hinweis auf den Eigentümer- wechsel bei den Grundstücken KTN __4 und __2 (Übergang des Eigentums auf H.________, ). Neu sei dieser Grundeigentümer ins Recht zu fassen. Von Seiten der Beschwerdegegner wird dazu mit Eingabe vom 16. Dezember 2024 Stellung genommen. Der Beschwerdeführer lässt sich dazu mit Eingabe vom 20. Dezember 2024 äus- sern.6 Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.1Gemäss § 11 Abs. 3 des Gesetzes über die Flurgenossenschaft (FlurG, SRSZ 213.110) kann die Genossenschaft zwangsweise Rechte erwerben, sofern hierüber keine gütliche Einigung zustande kommt; über die Entschädigung ent- scheidet die kantonale Schätzungskommission in Enteignungssachen. Analog se- hen die rechtskräftig genehmigten Statuten der C.________ vor, dass die Mitglie- der der Genossenschaft sich auf den im Perimeterplan befindlichen Abschnitten der J.________strasse gegenseitig Fuss- und Fahrwegrechte einräumen, soweit diese noch nicht bestehen und soweit diese für das Befahren der J.________strasse erforderlich sind. Wer noch über kein Fuss- und Fahrwegrecht verfügt, hat dieses voll zu entschädigen (§ 14 Abs. 1 der Statuten). Die zu bezah- lende Entschädigung ist - falls keine einvernehmliche Einigung zustande kommt - durch die kantonale Schätzungskommission in Enteignungssachen festzulegen (vgl. § 4 Abs. 2 der Statuten). Gemäss § 38 EntG können Entscheide der Schätzungskommission ans Verwal- tungsgericht weitergezogen werden. Soweit nichts anderes bestimmt ist, richtet sich das Verfahren nach dem Verwaltungsrechtspflegegesetz (§ 2 Abs. 1 der Ver- ordnung zum Enteignungsgesetz, EntV, SRSZ 470.111). Auch gemäss § 15 Abs. 1 FlurG gilt für das Einsprache- und Beschwerdeverfahren das Verwaltungsrechts- pflegegesetz. 1.2Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren gilt der Untersuchungs- grundsatz (§ 18 Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRP, SRSZ 234.110). Die Par- teien ihrerseits sind verpflichtet, an der Feststellung des Sachverhaltes mitzuwir- ken, soweit dies nötig und ihnen zumutbar ist (§ 19 Abs. 1 VRP). Die für die Fest- stellung des Sachverhalts grundsätzlich geltende Untersuchungsmaxime wird so- mit durch die Mitwirkungspflicht der Parteien (vgl. auch Art. 13 des Bundesgeset- zes über das Verwaltungsverfahren [Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021]) relativiert, welche namentlich insoweit greift, als eine Partei das Verfah- ren durch eigenes Begehren eingeleitet hat oder darin eigene Rechte geltend macht. Die Mitwirkungspflicht gilt vorab gerade für solche Tatsachen, welche eine Partei besser kennt als die Behörden und welche diese ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben können (BGE 124 II 361 E. 2b; VGE III 2013 72 vom 22.5.2014 E. 1.5.1). Der Untersuchungsgrundsatz ändert zudem nichts an der Verteilung der materiel- len Beweislast, d.h. an der Regelung der Folgen der Beweislosigkeit. Diesbezüg- lich gilt auch im öffentlichen Recht der allgemeine Rechtsgrundsatz, wonach jene Partei das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen hat, die aus 7 ihr Rechte ableitet. Bleibt ein Sachverhalt unbewiesen, fällt der Entscheid somit zu Ungunsten jener Partei aus, die daraus Rechte ableiten wollte (Häfelin/Müller/Uhl- mann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 988, m.H.). 2.1In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer vorab eine Verletzung des rechtlichen Gehörs infolge ungenügender Begründung des Entscheides. Die Vor- instanz setze sich mit seinen Erläuterungen und den von ihm ins Recht gelegten Kostenvoranschlägen nicht genügend auseinander. Sie zitiere einzig eine nicht einschlägige Rechtsprechung, wodurch sie ihre Begründungspflicht verletze. Auch erwähne die Vorinstanz das Enteignungsgesetz und Art. 26 Abs. 2 BV gar nicht. Es sei völlig unklar, von welchen Gedanken sie sich habe leiten lassen. 2.2Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt u.a., dass eine Behörde ihren Entscheid begründet (Art. 29 Abs. 2 BV). Die Begründung eines Entscheids muss so abgefasst sein, dass ihn der Betroffene sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur möglich, wenn er sich ein Bild über die Tragweite des Entscheids machen und ihn in voller Kenntnis der Umstände an eine höhere Instanz weiterziehen kann. Die Begründung muss deshalb zumindest kurz die wesentlichen Überlegungen nen- nen, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sie ihren Entscheid stützt (statt vieler: BGE 143 III 65 E. 5.2 und Urteil BGer 1C_270/2017 vom 12.1.2018 E. 3.2). Die Begründungspflicht verlangt aber nicht, dass sich die Behörde mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes ein- zelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte bzw. auf jene Aspekte beschränken, die von der Behörde ohne Willkür als wesentlich betrachtet werden (vgl. BGE 142 II 49 E. 9.2; BGE 136 I 229 E. 5.2; BGE 136 I 184 E. 2.2.1). 2.3Die Vorinstanz begründet ihren Entscheid auf 28 Seiten. Sie nimmt in der Begründung u.a. Bezug auf die vom Beschwerdeführer eingereichten Kosten- schätzungen von Tiefbauunternehmen für den Neubau der Strasse und der Brü- cke. Sie begründet auch die Schätzung der Entschädigung bzw. von welchen we- sentlichen Überlegungen sie sich dabei leiten liess. Wenn sie in ihrer Begründung nicht der Rechtsauffassung des Beschwerdeführers folgt, sondern andere rechtli- che Schlussfolgerungen trifft, stellt dies keine Verletzung der Begründungspflicht dar. Es ist zudem nicht ersichtlich und wird auch nicht geltend gemacht, dass sich der Beschwerdeführer über die Trageweit des Entscheides keine Bild machen konnte. Er ist denn auch in der Lage, den Entscheid substantiiert zu bestreiten. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist nicht erkennbar. 2.4Auf die Durchführung eines Augenscheins, wie vom Beschwerdeführer be- antragt, kann verzichtet werden. Einerseits hat die Vorinstanz am 17. Februar 2020 8 einen Augenschein vor Ort durchgeführt und die Strasse bzw. den streitigen Stras- senabschnitt vor Ort photographisch umfassend dokumentiert (Vi-act. 15). Ande- rerseits ist nicht ersichtlich, inwiefern ein nochmaliger Augenschein zu andern, oder neuen rechtserheblichen Erkenntnissen führen könnte, zumal es im vorlie- genden Beschwerdeverfahren um die Beantwortung von Rechtsfragen geht (vgl. Urteil BGer 1C_16/2018 vom 18.1.2019 E. 2.4). 3.1Im angefochtenen Schätzungsentscheid wird ausgeführt, der Flurgenossen- schaft kämen als juristischen Person des öffentlichen Rechts hoheitliche Befug- nisse im Sinne von § 41 des Planungs- und Baugesetzes (PBG, SRSZ 400.100) zu (Erschliessungshilfe). Es rechtfertigte sich deshalb im vorliegenden Fall für die Bemessung der Entschädigung die Kriterien anzuwenden, welche die kantonale Schätzungskommission für Enteignungen bei der Festsetzung von Entschädigun- gen bei Erschliessungshilfe gemäss § 41 PBG anwende. Die Entschädigungs- summe setze sich dabei aus den Strassenbau- und Rechtskosten (Landerwerbs- kosten) zusammen. Dabei sei auf die effektiv entstandenen und nicht auf die ak- tuellen Strassenbau- und Rechtskosten abzustellen. Zudem sei der Grundsatz zu berücksichtigen, dass der Enteignete nach der Enteignung in der gleichen ökono- mischen Situation sein solle wie vorher und er weder einen Verlust noch einen Gewinn erzielen solle. Auch sei zu prüfen, ob überhaupt ein Schaden entstanden sei. Dementsprechend spiele die Strassenhistorie und die Frage, wer die Kosten für den Bau und die Erstellung der Strassenanlage übernommen habe, bei der Festlegung der Entschädigung eine Rolle. Kein Schaden liege insbesondere dann vor, wenn die Benutzung schon seit alters bestehe und wenn die Enteignung le- diglich zum Zweck habe, allenfalls einen Grundbuchmangel zu beheben bzw. ei- nem jahrzehntelang gewährten und ausgeübten Recht die grundbuchliche Siche- rung zu verschaffen. Im Schätzungsentscheid wird des Weiteren dargelegt, dass die jetzige J.________strasse von der Autobahn bis zur K.________bachbrücke im Jahre 1975 beim Bau der Nationalstrasse erstellt worden sei, wobei sämtliche Kosten vom ASTRA übernommen worden seien. Dem Strasseneigentümer seien keine Kosten entstanden. Bereits vorgängig habe auf KTN __1 eine Strasse und eine Brücke über den K.________bach bestanden; auf dieser Strasse habe ein Weg- recht zu Gunsten einer Liegenschaft (GB Nr. __9) bestanden, welche u.a. die heu- tigen KTN _10, __6, __7, __8, __4 und __5 umfasse. Diese Strasse sei auch im Wegrodel von L.________ als öffentlicher Fussweg verzeichnet. Damals sei auch ein entsprechendes Servitut zu Gunsten von GB Nr. __9 im Grundbuch eingetra- gen gewesen. Es sei mithin erstellt, dass bereits vor der Erstellung der heutigen Strasse und der heutigen Brücke eine Strasse und eine Brücke bestanden habe, 9 welche von den Gesuchstellern bzw. ihren Vorgängern seit Jahrzehnten bzw. seit über 100 Jahren benutzt worden sei. Insgesamt stelle sich die Frage, ob überhaupt eine Entschädigung geschuldet sei, da die jetzige J.________strasse und die K.________bachbrücke nicht auf Kosten des Beschwerdeführers erstellt worden seien. Es sei jedoch nicht auszuschlies- sen, dass - wie der Beschwerdeführer/Gesuchgegner geltend mache - mit der Neuerstellung der Strasse im Zusammenhang mit dem Autobahnneubau dem Be- schwerdeführer bzw. seiner Mutter eine Naturalleistung erbracht worden sei, wes- halb ein Entschädigungsanspruch geprüft werde. Die Vorinstanz hat deshalb aus- gehend von einem Landwert von 1 Fr./m 2 und von anrechenbaren Baukosten für die Strasse von Fr. 38'000 (wobei Kosten für den Brückenbau über den K.________bach nicht berücksichtigt wurden) eine Gesamtentschädigungs- summe von Fr. 39'000 ermittelt. 3.2Der Beschwerdeführer macht geltend, anwendbar sei vorliegend einzig das Enteignungsrecht und dementsprechend sei für die Einräumung der Dienstbarkeit (Fuss- und Fahrwegrecht) eine volle Entschädigung geschuldet. Es sei insbeson- dere § 19 EntG zu berücksichtigen, wonach der volle Verkehrswert des enteigne- ten Rechts zu ersetzen sei. Zudem verlange auch Art. 26 Abs. 2 BV die volle Ent- schädigung einer Eigentumsbeschränkung, wobei der Begriff der vollen Entschä- digung einzig den aktuellen Verkehrswert bzw. den Wert des eingeschränkten Grundeigentums meinen könne. Die von der Vorinstanz berücksichtigte Literatur und Rechtsprechung (insbesondere EGV 1995 Nr. 7 und Aufsatz Hensler, EGV 2004 S. 302 ff.) seien durch das danach in Kraft getretene Enteignungsgesetz überholt. Es sei zu beachten, dass gemäss § 23 EntG für die Bemessung der Ent- schädigung die Verhältnisse im Zeitpunkt der Rechtskraft der Enteignung mass- gebend seien. Entsprechend sei auf den Landwert und die Baukosten (Strasse und Brücke) im Zeitpunkt der Enteignung abzustellen. Auch im von der Vorinstanz zitierten EGV 1995 Nr. 7 seien sich die Parteien einig gewesen, dass die effektiv angefallenen Baukosten anrechenbar seien. Aus dem Entscheid ergebe sich im Übrigen hinreichend, dass auch auf hypothetische Strassenbaukosten hätte abge- stellt werden können. Die Vorinstanz übergehe den in derselben Sache ergange- nen VGE III 2017 37 und 38 vom 24. Oktober 2017. Der Beschwerdeführer anerkennt sinngemäss, dass die Kosten für den Bau der Strasse und die Brücke durch das ASTRA übernommen wurden. Die Erstellung der Strasse und der Brücke seien jedoch eine Gegenleistung des ASTRA dafür gewesen, dass der Beschwerdeführer bzw. seine Mutter als Rechtsvorgängerin für den Bau der Autobahn Boden abgegeben hätten und dass sie ein Fahrwegrecht sowie ein Nutzungsrecht für Bau, Betrieb und Unterhalt des Kiessammlers zu 10 Gunsten des Autobahnbetreibers eingeräumt hätten. Die Brücke habe damals zu- dem verlegt und neu erstellt werden müssen, da der K.________bach begradigt und ein Kiessammler erstellt worden sei. Mit dem Bau der Autobahn hätten die Zugangsverhältnisse entlang dem K.________bach neu geregelt werden müssen, da vor dem Bau die meisten Grundstücke einen direkten Zugang zur Kantons- strasse gehabt hätten. Der Beschwerdeführer bestreitet des Weiteren den Bestand einer vor dem Auto- bahnbau bestehenden Strasse über den K.________bach, welcher von den süd- lich des K.________bachs liegenden Grundstücken hätte benutzt werden können. Bei der vor 1975 bzw. 1977/1978 bestehenden Strasse habe es sich um eine "alte Landstrasse" gehandelt, welche seit 1913 im Grundbuch nicht mehr genannt werde. Diese Strasse habe nichts mit dem heute streitigen Wegrecht zu tun. Deren Verlauf sei mit der heutigen J.________strasse nicht identisch. Es habe sich höchstens um einen schmalen, gekiesten Karrenweg gehandelt. Seit 1912 sei diese Strasse ohnehin aufgehoben. Die von der Vorinstanz für ihre Rechtsauffas- sung herangezogenen Karten von Swisstopo seien unzuverlässig; Veränderungen seien nicht aktualisiert bzw. erst verspätet aktualisiert worden. Die Vorinstanz und die Beschwerdegegner könnten nicht belegen, dass sie diese Strasse "seit alters her" benutzt hätten. Im Grundbuch, dem erhöhte Beweiskraft zukomme (Art. 9 Abs. 1 ZGB), werde die Strasse seit 1913 nicht mehr genannt. Die Beschwerdegegner hätten früher im Übrigen vorwiegend das Strassengrundstück KTN _11 in südlicher Richtung zur S.________strasse benutzt, die Strasse über KTN __1 sei von den Beschwerdegegnern nur selten befahren worden, weshalb der Beschwerdeführer dies auch zugelassen habe, obwohl die Beschwerdegegner über keine Fahrbe- rechtigung verfügten und sich auch nicht an den Unterhaltskosten beteiligt hätten. Nachdem dieser Weg jedoch durch eine Barriere gesperrt worden sei, hätten die Beschwerdegegner regelmässig die Strasse über das Grundstück KTN __1 benützt, weshalb der Beschwerdeführer eingeschritten sei. Ein Schaden sei ihm im Übrigen auch insofern entstanden, dass durch die Einräu- mung des Fahrwegrechts der Verkehrswert seines Grundstückes infolge Mehrver- kehr und damit einhergehenden Immissionen gesunken sei. 3.3Die Beschwerdegegner machen geltend, die Erschliessung der beschwer- degegnerischen Grundstücke erfolge seit über 100 Jahren über die J.________strasse. Zumindest seit der Erstellung der K.________bachbrücke 1972 würden die Grundstücke über die J.________strasse erschlossen. Ein Beleg für die Nutzung der Strasse als Erschliessung mindestens seit den 1950-er Jahren sei ein Kaufvertrag vom 12. Januar 1950, in welchem die "T.________strasse" erwähnt werde. Durch den im vorliegenden Verfahren verlangten nachträglich ein-11 geräumten Rechtstitel (Dienstbarkeit) entstünden dem Beschwerdeführer im Ver- gleich zu früher keine weiteren vermögensrechtlichen Nachteile. Insbesondere komme es auch zu keinem Mehrverkehr, da die Strasse schon seit Jahrzehnten in diesem Ausmass befahren werde. Demzufolge entfalle eine Entschädigung aus materieller Teilenteignung. Bezüglich der Baukosten für die Strasse und Brücke führen sie aus, im Zuge des Baus der Autobahn sei ein Kiessammler erstellt und der K.________bach verbaut worden. Im Rahmen dieser Dienstbarkeit, die noch heute auf den belasteten Grundstücken (auch KTN __1) im Grundbuch eingetragen sei, sei auch das Zu- gangs- und Zufahrtsrecht zum Kiessammler geregelt worden. In der Folge sei die neue Autobahnbrücke erstellt und der Strassenbelag inkl. Kofferung bis zum Kies- sammler neu durch das ASTRA erstellt worden. Der Beschwerdeführer habe sich an diesen Kosten nicht beteiligt. 4.1Die Gründung und die Statuten der Flurgenossenschaft K.________bach waren bereits Gegenstand des Entscheides VGE III 2017 37 und 38 vom 24. Ok- tober 2017. Im fraglichen Verfahren wurde u.a. erkannt, dass eine Flurgenossen- schaft ihre Mitlieder statutarisch verpflichten kann, sich gegenseitig das Recht zur Nutzung des jeweiligen, auf ihrem Grundstück liegenden Wegabschnittes ein- zuräumen. Mit einer solchen Verpflichtung zur Einräumung von Benutzungsrech- ten leiste die Flurgenossenschaft kraft der ihr als juristische Person des öffentli- chen Rechts verliehenen hoheitlichen Befugnisse genau betrachtet Erschlies- sungshilfe im Sinne von § 41 des Planungs- und Baugesetzes (PBG, SRSZ 400.100). Allerdings könne diese Verpflichtung nicht auch die unentgeltliche Ein- räumung der entsprechenden Rechte mitbeinhalten, denn die Erschliessungshilfe nach § 41 PBG beinhalte von Gesetzes wegen zwangsläufig auch eine Entschä- digung, auf welche sich die Beteiligten grundsätzlich zu einigen hätten, andernfalls sie von der zuständigen Schätzungskommission festzulegen sei. Die Entschädi- gungspflicht für die Mitbenützung der J.________strasse bzw. des im Eigentum des Beschwerdeführers liegenden Teils der J.________strasse ist im vorliegenden Verfahren letztlich unbestritten. Umstritten und zu beurteilen ist die Bemessung der Entschädigung. 4.2Zu den Bemessungsgrundsätzen der Entschädigung werden im zitierten Entscheid keine näheren Ausführungen gemacht. Immerhin aber ergibt sich aus dem Entscheid, dass sich die Verpflichtung zur Einräumung des Benutzungsrechts aus der Mitgliedschaft der Flurgenossenschaft ergibt, indem die Flurgenossen- schaft Erschliessungshilfe im Sinne von § 41 PBG leistet. Neben der Pflicht zur Einräumung des Benutzungsrechtes leitete das Gericht auch die Pflicht zur Ent- schädigungszahlung aus der Erschliessungshilfe nach § 41 PBG ab. Entspre-12 chend ist damit auch die Entschädigung anhand dieser Grundlage zu bemessen. Soweit der Beschwerdeführer die Bemessung der Entschädigung nach Enteig- nungsrecht fordert, kann dem daher nicht gefolgt werden. Wird gestützt auf § 41 PBG Erschliessungshilfe geleistet, hat der Eigentümer des belasteten Grunds- tücks die Mitbenützung durch Dritte gegen volle Entschädigung zu dulden (vgl. § 41 Abs. 1 PBG). Diese Bestimmung gelangt bei der durch die Flurgenossen- schaft geleisteten Erschliessungshilfe (§ 14 Abs. 1 der Statuten) sinngemäss zur Anwendung. Sinngemäss auch deshalb, weil es bei der Erschliessung der be- schwerdegegnerischen Grundstücke nicht um die Erschliessung einer Bauzone geht. Die fraglichen Grundstücke liegen ausserhalb der Bauzone und die Bestim- mungen von §§ 41 ff. PBG sind auf Bauten ausserhalb der Bauzone grundsätzlich nicht anwendbar (VGE III 2016 8 vom 23.11.2016). 4.3In VGE III 2008 49 vom 19. November 2009 setzte sich das Verwaltungsge- richt mit der Entschädigungsbemessung für die Gewährung von Erschliessungs- hilfe nach § 41 PBG auseinander. Es führte (unter Verweis auf EGV-SZ 1995 Nr. 7) zu dem in § 41 Abs. 1 PBG enthaltenen Begriff der vollen Entschädigung u.a. aus, nach konstanter Rechtsprechung dürfe der kantonale Gesetzgeber diesen Begriff näher umschreiben. Eine volle Entschädigung könne nicht mit dem Ver- kehrswert der betreffenden (Strassen)Parzelle gleichgesetzt werden, da die Ei- gentümerin ihre Strassenparzelle weiterhin für Erschliessungszwecke nutzen könne und einzig die Mitbenützung der Strasse durch einen zusätzlichen Benut- zerkreis dulden müsse. Eine solche Mitbenützung durch einen zusätzlichen Per- sonenkreis stelle - aus objektiver Sichtweise - grundsätzlich keine massive Beein- trächtigung des (Strassen)Eigentümers dar. Insgesamt sei der Begriff der vollen Entschädigung nach § 41 PBG als Begriff sui generis zu werten. Weiter hielt das Gericht fest, der kantonale Gesetzgeber habe für die Bemessung der Entschädi- gung für die Mitbenützung privater Erschliessungsanlagen durch Dritte (§ 41 PBG) das Gesetz über Grundeigentümerbeiträge an Verkehrsanlagen vom 7. Februar 1990 (GbVaG, SRSZ 400.220) für sinngemäss anwendbar erklärt (vgl. § 1 Abs. 2 lit. b GbVaG). Nach Massgabe der vom kantonalen Gesetzgeber in § 1 Abs. 2 lit. b GbVaG gewählten Regelung sei bei der Bemessung so vorzugehen, dass als Ausgangspunkt eine Kostenverteilung zu erfolgen habe, wie sie im Rahmen eines Strassenperimeters für eine neu zu erstellende Strasse erfolgen würde. Des Wei- teren erachtete das Gericht die Anwendung eines weiten Bemessungsspielraumes unter Verwendung schematischer Kriterien als zulässig. Auch sei im Interesse der Praktikabilität bei der Festlegung eines Kostenverteilers eine gewisse Schemati- sierung und Pauschalierung unausweichlich und zulässig (vgl. VGE III 2008 49 vom 19.11.2009 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen).13 5.1Vorliegend verpflichtet § 14 Abs. 1 der Statuten der C.________ die Mitglie- der zur gegenseitigen Einräumung der Fuss- und Fahrwegrechte. Wie bereits in VGE III 2017 37 vom 24. Oktober 2017 ausgeführt, leistet die Flurgenossenschaft damit Erschliessungshilfe in sinngemässer Anwendung von § 41 PBG. Für das so eingeräumte Mitbenützungsrecht haben die Berechtigten (die Beschwerdegegner) dem Belasteten (Beschwerdeführer) volle Entschädigung zu leisten, welche nach dem Gesagten in sinngemässer Anwendung des GbVaG zu bemessen ist (§ 1 Abs. 1 lit. b GbVaG). 5.2Die für die Bemessung der vollen Entschädigung gemäss § 41 PBG zu berücksichtigenden Kosten werden in § 4 GbVaG definiert. Demgemäss werden die Beiträge der Grundeigentümer von den Restkosten berechnet, die nach Abzug von Beiträgen Dritter (Bund, Kanton, andere öffentlich-rechtliche Körperschaften) sowie des Kostenanteils der Gemeinde verbleiben. Zu den Kosten für die Erstel- lung und den Ausbau zählen gemäss § 4 Abs. 3 GbVaG namentlich: a) die Bau- und Einrichtungskosten b) die Projektierungs- und Bauleitungskosten c) die Landerwerbskosten d) die Vermessungs- und Vermarkungskosten e) die Inkonvenienzen f) die Finanzierungskosten g) die Kosten der Strassenbeleuchtung Gemäss § 5 Abs. 1 GbVaG müssen die Beiträge den von der Gesamtheit der bei- tragspflichtigen Grundeigentümer zu tragenden Anteil der massgebenden Kosten (Grundeigentümeranteil) decken. Damit wird gesetzlich das Kostendeckungsprin- zip verankert. Sinngemässe Anwendung der GbVaG bedeutet vorliegend, dass die Beschwerde- gegner für das Recht zur Mitbenützung (Fuss- und Fahrwegrecht über die J.________strasse auf KTN __1) dem Beschwerdeführer eine Entschädigung zu leisten haben berechnet von den Restkosten, die nach Abzug von Beiträgen Dritter (Bund, Kanton, andere öffentlich-rechtliche Körperschaften) sowie des Kostenan- teils des Beschwerdeführers verbleiben. Der Anteil der einzelnen Grundeigentü- mer entspricht schliesslich dem Verhältnis der massgebenden Nutzflächen unter Berücksichtigung besonderer Vor- und Nachteile der einzelnen Grundeigentümer (§ 5 Abs. 2 GbVaG). 5.3.1 Umstritten sind zunächst die Landerwerbskosten. Zu den Landkosten (Rechtserwerbskosten) wird im angefochtenen Entscheid ausgeführt, es seien nicht die aktuellen Landkosten relevant, sondern es sei von den effektiven dama-14 ligen Rechtserwerbskosten (Zeitpunkt der Erstellung der Strasse) auszugehen. Es komme für die Berechnung der Rechtserwerbskosten zudem nicht darauf an, was für Liegenschaften über die Strasse erschlossen würden, sondern über was für Land die Strasse führe (Bauland/Nichtbauland). Bei der Strasse handle es sich nicht um Gewerbeland, sondern es habe sich seit alters her um Strassenland ge- handelt, weshalb grundsätzlich auf den Preis von vor 1977/1978 abzustellen sei. Die Strasse liege zudem innerhalb der Waldabstandsgrenze. Sie könne keinem anderen Zweck als der Erschliessung zugeführt werden. In der Strasse seien des Weiteren grundbuchlich gesicherte Leitungen verlegt. Auch wenn auf den heutigen Wert abgestellt werde, betrage dieser nicht mehr als Fr. 1/m2. Steuermässig werde Strassenland in der Bauzone mit Fr. 1/m2 bewertet. In landwirtschaftlichen Zonen betrage der Wert null. Zu berücksichtigten sei auch, dass die mit Dienstbarkeiten belastete Strasse der Erschliessung des Gewerbelandes diene (Vorteilsanrech- nung infolge Verkauf von erschlossenem Gewerbeland) und der Beschwerdefüh- rer nur ein Mitbenützungsrecht zu dulden habe. Insgesamt rechtfertige es sich, den Wert des Strassenlandes auf maximal Fr. 1/m2, mithin ausgehend von einer Stras- senfläche von 934 m2 gerundet auf Fr. 1000 festzulegen. 5.3.2Der Beschwerdeführer verlangt eine Entschädigung für die Strassenfläche auf seiner Liegenschaft KTN __1 in Höhe von Fr. 747'200 (932 m2 à Fr. 800). Die Strasse habe bisher einzig der Gewerbezone an der J.________strasse gedient, weshalb von dem beim Verkauf von GB Nr. _12 (Liegenschaft in der Gewerbezone an der J.________strasse) erzielten Verkaufspreis auszugehen sei. Dass die J.________strasse zonenmässig dem übrigen Gemeindegebiet zugeordnet sei (was für Strassen im Baugebiet üblich sei), ändere nichts am Umstand, dass diese Strasse allein dem Gewerbegebiet diene und dementsprechend auch gemäss die- ser Zone zu bewerten sei. Sie diene nicht der Landwirtschaft und liege auch nicht in der Landwirtschaftszone. Der Ausbau der Strasse sei auch einzig für die Er- schliessung der Gewerbegrundstücke entlang der J.________strasse erfolgt und nicht für die Erschliessung der Grundstücke der Beschwerdegegner. Auch die landwirtschaftliche Nutzung seines Grundstückes sei nicht auf die J.________strasse angewiesen, diese würde über die parallel zur Autobahn ver- laufende Strasse N.________ erschlossen. Zu Unrecht seien bei der Bemessung der Entschädigung Art. 26 Abs. 2 BV und die Bestimmungen des Enteignungsgesetzes (EntG) nicht berücksichtigt worden. Das (streitige) Strassenstück der J.________strasse erschliesse ausschliesslich die anliegenden Gewerbeliegenschaften in der Gewerbezone. Diese Gewerbeliegen- schaften seien 1971 verkauft und 1972 bebaut worden. Für die Bewertung sei des- halb als Ausgangspunkt von Landkosten im Gewerbegebiet auszugehen, wobei 15 gestützt auf § 23 EntG für die Entschädigung von den Verhältnissen im Zeitpunkt der Enteignung auszugehen und darum auf die aktuellen Landkosten abzustellen sei. Diese aktuellen Landkosten könnten gemäss den beschwerdeführerischen Berechnungen um 1/5 reduziert werden. Eine Festlegung des Landwertes auf Fr. 1.00/m2 sei willkürlich und unhaltbar, zumal ohne diese Strasse jede Gewerbe- parzelle einen entsprechenden Landstreifen als Strasse absondern müsste. Selbst wenn das Land nur als Landwirtschaftsland gelten würde, wäre dafür gestützt auf § 19 Abs. 1 lit. EntG ein Mindestwert von Fr. 20/m 2 einzusetzen. Diesbezüglich verweist der Beschwerdeführer auf einen Kaufvertrag zwischen seiner Mutter und U.________ vom 12. November 1976 für den Verkauf von 472 m 2 inkl. eines Ab- schnitts der J.________strasse zum Preis von Fr. 8'000 (Fr. 16.80/m 2). Der Steu- erwert sei bei der Bemessung der Entschädigung nicht massgebend, da auf den Verkehrswert abzustellen sei. 5.3.3Die Beschwerdegegner wenden ein, da es sich nicht um Kulturland (unpro- duktives Land) handle, bestehe kein Anspruch auf Entschädigung für Landwirt- schaftsland gemäss § 19 EntG. Der Kaufvertrag aus dem Jahre 1976 sei nicht massgebend; zum damaligen Zeitpunkt habe es in der Gemeinde L.________ noch keinen Zonenplan gegeben und es seien noch keine unterschiedlichen Zo- nen ausgeschieden gewesen. 5.3.4Grundsätzlich sind bei der Bemessung der Grundeigentümerbeiträge, die ei- nem privaten Strasseneigentümer als Entschädigung für die Mitbenützung seiner Anlage auszurichten sind, sämtliche effektiv angefallenen (Strassenbau- und Rechtserwerbs) Kosten anzurechnen, die für die Strassenerstellung von Relevanz sind bzw. waren (Hensler, die Mitbenützung privater Erschliessungsanlagen durch Dritte, EGV 2004 S. 303). Dabei ist unerheblich, welcher Zone das Land aktuell zugeteilt ist und welcher Verkehrswert dem Land enteignungsrechtlich beizumes- sen wäre. Abzustellen ist auf die Landerwerbskosten, welche dem Strassenei- gentümer tatsächlich angefallen sind (vgl. § 4 GbVaG). Allerdings ist das GbVaG primär auf den Fall zugeschnitten, dass eine Verkehrsanlage erstellt oder ausge- baut wird und alle Grundeigentümer, welche einen wirtschaftlichen Sondervorteil erlangen, gemäss Beitragsplan Beiträge zu leisten haben (vgl. § 3 GbVaG). Vor- liegend liegt jedoch der Fall vor, dass die Grundeigentümer (bzw. ein Teil der Mit- glieder der Flurgenossenschaft) für die Nutzung eines seit 50 Jahren bestehenden Werkes eine Entschädigung zu leisten haben als Entgelt für den ihnen eingeräum- ten Vorteil des Fahrwegrechts. Dem Beschwerdeführer (und auch seiner Mutter als Rechtsvorgängerin) sind bei der Erstellung der Strasse effektiv keine Kosten für den Landerwerb angefallen. Der Beschwerdeführer vermag denn auch keine Aufwendungen für den Erwerb 16 des für die Strassenparzelle erforderlichen Landes nachzuweisen. Dennoch ist für die Bereitstellung des für die Erschliessung letztlich erforderlichen Landes ein Bei- trag an den Landeigentümer zu leisten, da dieser das für die Strasse erforderliche Land - wie bereits erwähnt - nicht entschädigungslos zur Verfügung zu stellen hat. Allerdings hat dieses Land keinen Baulandcharakter und es können dafür nicht einfach Baulandpreise eingesetzt werden. Das Strassenland kann nicht einem un- überbauten Parzellenteil, der abgetrennt und freihändig als Gewerbeland verkauft werden könnte, gleichgestellt werden (Hess/Weibel, a.a.O., Art. 19 Rz. 104; VGE 508/94 vom 10.2.1995 E. 4c), zumal die Strassenfläche mit diversen Dienstbarkei- ten belastet ist und auch aufgrund der planungs- und baurechtlichen Vorgaben nicht anderweitig bebaut werden kann. Auch im Zeitpunkt der Erstellung der Strasse in der heutigen Form kam dem dazu verwendeten Land kein Baulandcha- rakter zu. Das Raumplanungsgesetz des Bundes (RPG, SR 700) trat am 1. Januar 1980 in Kraft und damit auch erst ab diesem Zeitpunkt eine Pflicht zur umfassen- den Regelung der Zonenplanung. Das kantonale Baugesetz vom 30. April 1970 sah zwar vor, dass Gemeinden Zonenpläne erlassen dürfen, sie waren dazu aber nicht verpflichtet. Die Gemeinde L.________ verfügt denn auch erst seit 1978 über einen Zonenplan. Im Zeitpunkt der Erstellung der aktuellen Strasse musste somit der Beschwerdeführer bzw. seine Rechtsvorgängerin kein Bauland zur Verfügung stellen, das wertmässig mit den Kosten, welche heute für Gewerbeland aufzuwen- den sind, auch nur annähernd vergleichbar wäre. Das Bundesgericht hat einen kantonalen Entscheid geschützt, mit dem bei einer formellen Enteignung für die private Strassenfläche kein Baulandpreis, sondern eine Entschädigung von Fr. 10/m 2 vergütet wurde (Urteil BGer 1P.349/2003 vom 27.10.2003 E. 2). 5.3.5Bei der Bemessung der Entschädigung für die Nutzung der bestehenden Strasse können zu Lasten des Strasseneigentümers zudem auch Vorteile berück- sichtigt werden, welche ihm wirtschaftlich durch die Bereitstellung der Strasse durch Dritte bereits gewährt worden sind, so allfällige Entschädigungen von Seiten der Eigentümer der über ein Fahrwegrecht verfügenden Gewerbeliegenschaften. Diesbezüglich wurden von der Vorinstanz allerdings keine Abklärungen getroffen und es liegen auch in den Akten keine Angaben dazu vor, weshalb eine genaue wertmässige Bezifferung dieser Vorteile nicht möglich ist. Andererseits wendet der Beschwerdeführer zu Recht ein, dass der zu entschädi- gende Landwert nicht dem von der Vorinstanz herangezogenen Steuerwert ent- spricht (vgl. dazu Anhang Schätzungsanleitung, Teil III, schätzungstechnische Grundlagen, Kapitel 3: Bewertung nicht überbauter Grundstücke, Ziff. 5.5, wonach Verkehrsflächen "ohne realisierbare Ausnützung" mit Fr. 1.--/m2 zu bewerten sind). 17 In Berücksichtigung sämtlicher dargestellten Umstände ist es vorliegend jedenfalls nicht angebracht, einen Landwert über dem im Enteignungsgesetz für Landwirt- schaftsland vorgesehenen Minimalwert von Fr. 20/m2 (§ 19 Abs. 1 lit. b EntG) hin- auszugehen (zumal der für Kulturland im Geltungsbereich des Bundesgesetzes über das bäuerliche Bodenrecht, BGBB, SR 211.412.11, vorgesehene und unter Umständen - allerdings schwer zu erreichenden - höhere Wert des Dreifachen des ermittelten Höchstpreises gemäss Art. 66 Abs. 1 BGBB die Unmöglichkeit oder zumindest grosse Schwierigkeit zur Beschaffung von Realersatz mitberücksichti- gen soll, vgl. Richli, Pro und Contra zur Verfassungsmässigkeit von Art. 19 Bst. abis EntG, BlAR 2021 S. 85). 5.4Umstritten sind des Weiteren die zu entschädigenden Baukosten (für die Er- stellung der Strasse und der Brücke über den K.________bach). 5.4.1Im angefochtenen Entscheid wird zu den Strassenbaukosten - wie vorste- hend bereits erwähnt - ausgeführt, dass der Beschwerdeführer solche nicht getra- gen habe. Es sei zwar nicht auszuschliessen, dass seine Mutter als ehemalige Eigentümerin von KTN __1 die J.________strasse (bzw. die Neuerstellung dieses Werkes) bei der Erstellung der Autobahn als Naturalleistung eingehandelt habe, da dadurch eine Erschliessung für das Gewerbeland habe sichergestellt werden können. Schriftliche Belege für eine solche Gegenleistung seien allerdings nicht vorhanden, was ausgehend von einer geltend gemachten Naturalleistung in Höhe von Fr. 213'851.80 nicht nachvollziehbar sei, zumal sich bei einer so hohen Natu- ralleistung auch steuerrechtliche Fragen stellten. Die Strassenerneuerung habe zudem auch der Erschliessung der Gewerbeliegenschaften gedient (und der Be- schwerdeführer habe durch den Verkauf erschlossener Gewerbeliegenschaften profitiert, was anzurechnen sei). Die Strasse sei im Übrigen in einem schlechten Zustand und die Beschwerdegegner hätten sich in Zukunft an den Unterhaltskos- ten zu beteiligen. Insgesamt erachtet die Vorinstanz die Anrechnung von Stras- senbaukosten in Höhe von Fr. 38'000 (1/2 von Fr. 76'000) als gerechtfertigt. Dabei geht die Vorinstanz von den veranschlagten Kosten gemäss einer vom Beschwer- deführer eingeholten Offerte in Höhe von Fr. 213'851 aus, wobei infolge Fehlens einer Konkurrenzofferte 10% in Abzug zu bringen seien und zwei Positionen nicht berücksichtigt werden könnten (Regiearbeiten, da nicht ausgewiesen: Fr. 20'000; Abbruchkosten Fr. 16'175). Damit resultiere ein Betrag von Fr. 159'909. Da nicht auf die aktuellen Strassenbaukosten, sondern auf die damaligen Kosten abzustel- len sei, wurde in Berücksichtigung des Baupreisindexes von damaligen Kosten in Höhe von Fr. 76'295 ausgegangen. Bezüglich der Kosten für den Bau der Brücke über den K.________bach wird im Schätzungsentscheid ausgeführt, diese seien nicht vom Beschwerdeführer getra-18 gen worden, sondern vom Ersteller der Autobahn. Dass damit Naturalleistungen an die Mutter des Beschwerdeführers gewährt worden sein sollen, wird von der Schätzungskommission verneint. Nach der Begradigung des Baches (im Zusam- menhang mit dem Autobahnbau bzw. der Erstellung des Kiessammlers) seien der Beschwerdeführer bzw. dessen Rechtsvorgängerin auf keine Brücke mehr ange- wiesen gewesen. Ein etwa 300 m2 grosses Stück Land ennet dem Bach habe der Beschwerdeführer bzw. seine Rechtsvorgängerin im Jahre 1976 verkauft. Nach der Korrektur des Bachverlaufs sei dieses Land für die Eigentümer von KTN __1 nutzlos geworden, da es vom übrigen Land abgetrennt worden sei. Aber auch vor Erstellung der neuen Brücke seien der Beschwerdeführer bzw. seine Rechtsvor- gängerin auf keine Brücke angewiesen gewesen für die Bewirtschaftung ihres Lan- des. Die Verlegung und Neuerstellung der Brücke könne nicht als Naturalleistung zu Gunsten des Beschwerdeführers bzw. dessen Rechtsvorgängerin qualifiziert werden. Bereits vor 1977 habe eine Brücke bestanden und es seien auch entspre- chende Dienstbarkeiten eingetragen gewesen. Bereits diese alte Brücke sei von den Gesuchstellern bzw. deren Rechtsvorgängern seit langer Zeit genutzt worden. Der Unterhalt der neuen Brücke gehe zudem vollumfänglich zu Lasten der Ge- suchsteller, da nur diese dem entsprechenden Perimeter B angehörten. Insgesamt verneint die Schätzungskommission einen Entschädigungsanspruch in Bezug auf die Erstellungskosten der Brücke. 5.4.2Der Beschwerdeführer verlangt die Berücksichtigung des aktuellen Wertes des Strassenkörpers in Höhe von Fr. 107'934, wobei er von dem von ihm einge- reichten Kostenvoranschlag der V.________ AG vom 28. April 2020 für den Neu- bau der J.________strasse von der Autobahn bis hin zur Brücke in Höhe von Fr. 213'851.80 ausgeht und in Berücksichtigung der Altersentwertung einen Wert des Strassenkörpers von Fr. 107'934 berechnet. Im Schätzungsentscheid werde willkürlich angenommen, ihm seien für den Stras- senbau keine Kosten entstanden. Dass 50 Jahre nach dem Strassenbau keine Belege mehr vorhanden seien, könne ihm nicht angelastet werden. Auch der Um- stand, dass er das Einhandeln von Naturalleistungen und Instandstellungskosten nicht beweisen könne, könne ihm nicht angelastet werde und auch kein Kürzungs- kriterium darstellen. Es habe für ihn keine Pflicht bestanden, irgendwelche Belege für die Erstellung und den Ausbau der J.________strasse aufzubewahren. Das angrenzende Gewerbeland gehöre nicht ihm und die Erschliessung dieses Gewer- belandes stehe nicht in seinem Interesse. Die Bemessung der Strassenbaukosten bzw. der Entschädigung sei nicht nachvollziehbar. Auch sei unmassgeblich, dass bereits vor 1977/1978 eine Strasse bestanden haben solle, denn auch diese 19 Strasse habe damals dem Beschwerdeführer bzw. seiner Rechtsvorgängerin gehört. Auch sei es willkürlich, wenn die Vorinstanz in ihrem Entscheid von dem vom Be- schwerdeführer vorgeschlagenen Betrag von Fr. 107'934.80 ausgehe und davon noch weitere Kürzungen vornehme. Der vorgeschlagene Wert berücksichtige be- reits eine Altersentwertung. Ferner seien Abzüge für das Fehlen von Konkur- renzofferten nicht zulässig, zumal die Vorinstanz den Sachverhalt von Amtes we- gen festzustellen habe und bei Zweifel an den von ihm eingereichten Kostenvor- anschlag selber hätte Offerten einholen müssen. In Bezug auf die zu berücksichtigenden Kosten für die Brücke macht der Be- schwerdeführer geltend, es sei von der von ihm eingeholten Kostenschätzung für den Neubau einer Brücke in Höhe von Fr. 201'399 auszugehen und in Berücksich- tigung von deren Lebensdauer ein aktueller Restwert von Fr. 100'699.50 zu ent- schädigen. Es stimme im Übrigen nicht, dass bereits vor 100 Jahren eine Brücke bestanden habe. Vor der Erstellung der heutigen Brücke im Jahre 1972 habe lediglich eine leichte Betonplatte auf Steinen über den K.________bach bestanden, welche zu Fuss und mit leichten Fahrzeugen befahrbar gewesen sei. Auch diese Brücke sei im Eigentum des Beschwerdeführers bzw. dessen Rechtsvorgängerin gewesen; die Gesuchgegner hätten dazu nichts beigetragen. Die ab 1972 bestehende Brü- cke sei durchaus in seinem Interesse (bzw. im Interesse der Rechtsvorgänger) erstellt worden, da die Brücke für die Bewirtschaftung von 476 m 2 Land auf der anderen Bachseite erforderlich gewesen sei. Dieses Landstück sei erst 1976 an einen Dritten verkauft worden (U.________). Erst ab diesem Zeitpunkt habe von Seiten des Beschwerdeführers bzw. dessen Mutter kein Interesse mehr an der Brücke bestanden. Die Brücke über den K.________bach sei zu aktuellen Werten und gemäss Perimeter der Flurgenossenschaft fair zu entgelten. 5.4.3Die Beschwerdegegner machen geltend, eine Entschädigung setze voraus, dass dem Beschwerdeführer tatsächlich Kosten für die Erstellung oder Erneuerung der Strasse entstanden seien. Das sei vorliegend nicht der Fall. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) habe die Strasse und die Brücke in den 1970er-Jahren im Rahmen der Erstellung der Autobahn finanziert. Im Übrigen sei im Rahmen der Bemessung einer allfälligen Entschädigung nicht auf den aktuellen Wert, sondern vielmehr auf die Kosten bei der Erstellung der Strasse abzustellen. Dass die Brücke eine Naturalleistung im Zusammenhang mit dem Bau der Auto- bahn gewesen sein soll, erachten die Beschwerdegegner schon deshalb als nicht glaubhaft, weil der Beschwerdeführer bzw. dessen Rechtsvorgängerin gar kein In-20 teresse an deren Erstellung gehabt hätten. Nur eine kleine Landfläche jenseits der Brücke sei im Eigentum des Beschwerdeführers bzw. dessen Rechtsvorgängerin gestanden. Diese kleine Landfläche sei am 12. November 1976 verkauft worden, der Besitzesantritt habe damit vor der Erstellung der Brücke im Jahr 1977/1978 stattgefunden. 5.4.4Vorliegend und bereits im Verfahren vor der Vorinstanz war unbestritten, dass die Kosten für die Erstellung der aktuell bestehenden Strasse und der Brücke nicht vom Beschwerdeführer bzw. dessen Rechtsvorgängerin getragen wurden, sondern dass Strasse und Brücke von Dritten (ASTRA/Schweizerische Eidgenos- senschaft) erstellt wurden bzw. die Kosten dafür von Dritten getragen wurden. Wer die Kosten für den offenbar vorbestehenden Fahrweg und die vorbestehende Brü- cke (gemäss den unbestrittenen Ausführungen und Abklärungen der Vorinstanz bestand schon in den 1920-er Jahren eine befahrbare Holzbrücke und 1953/54 wurde über den damals noch nicht begradigten Bachverlauf eine Brücke erstellt, vgl. Schätzungsentscheid S. 23) übernahm, konnte nicht mehr eruiert werden. 5.4.5Aus § 4 Abs. 1 GbVaG ergibt sich klar, dass die Beiträge der Grundeigentü- mer nur von den Restkosten, mithin den nach Abzug der von Dritten für die Ver- kehrsanlage geleisteten Beiträgen noch verbleibenden Kosten, berechnet werden dürfen. Der Beschwerdeführer kann deshalb nicht für Kosten, welche von Dritten für den Bau der Strasse und die Brücke aufgewendet wurden, entschädigt werden. Solches würde im Übrigen dem Kostendeckungsprinzip widersprechen, welches auch bei der Bemessung der Beiträge an Verkehrsanlagen zu berücksichtigen ist (vgl. § 5 GbVaG). Es besteht kein Anlass, diese Bestimmungen bei der Bemes- sung der Entschädigung für die Mitbenützung einer privaten Erschliessungs- strasse nicht zu berücksichtigen. Es stellt sich einzig die Frage, ob der Bau der Strasse und der Brücke eine Gegenleistung für Aufwendungen des Beschwerde- führers bzw. seiner Rechtsvorgängerin darstellten, weshalb es gerechtfertigt wäre, die Kosten für den Strassen- und Brückenbau dennoch zu berücksichtigen. Die Vorinstanz ist dieser Argumentation insofern gefolgt, als dass sie die Anrechnung von Strassenbaukosten in Höhe von Fr. 38'000 akzeptiert hat. 5.4.6Der Leistung des Staates (Bau/Erneuerung der Strasse und Erneuerung der Brücke) stand eine Gegenleistung des Beschwerdeführers bzw. seiner Rechtsvor- gängerin gegenüber (Einräumung Durchfahrtsrecht zum Kiessammler und Bau/Betrieb des Kiessammlers), die möglicherweise nicht finanziell entschädigt wurde, wie dies der Beschwerdeführer geltend macht. Andere Leistungen des Be- schwerdeführers bzw. seiner Rechtsvorgängerin sind allerdings nicht ersichtlich und können auch nicht belegt werden. Die Einräumung des Wegrechts zum Kies-21 sammler und die Berechtigung zum Bau des im Gewässerbereich bzw. Wald ge- legenen Kiessammlers kann jedoch wertmässig im Rahmen der Berechnung der massgebenden Kosten für eine Verkehrsanlage nicht gleichgesetzt werden mit den von Dritten aufgewendeten Kosten für die Strasse und die Brücke, zumal eine anderweitige Nutzung der Strassenfläche infolge der Wegrechte zugunsten der Gewerbeliegenschaften KTN _13 - _16 und KTN _14 ohnehin nicht möglich war. Im Weiteren profitierte der Beschwerdeführer (bzw. dessen Rechtsvorgängerin) zumindest bezüglich seiner in der Gewerbezone liegenden Grundstückteile von KTN __1 durch den Strassenbau bzw. die Strassenerneuerung, als dass diese dadurch über eine bessere bzw. genügende Erschliessung verfügten. Insbeson- dere das nördlich an die J.________strasse angrenzende Gewerbegebiet wird nur über die J.________strasse erschlossen, da sie durch das überbaute Grundstück KTN _15 und die vorhandene Überbauung auf KTN __1 nicht direkt über die eben- falls angrenzende N.________strasse erschlossen werden kann. Zudem konnte der Beschwerdeführer (bzw. seine Rechtsvorgängerin) den Gewerbeliegenschaf- ten KTN _13 - _16 und KTN _14 durch die Erneuerung der Strasse eine genü- gende Erschliessung bereitstellen, was ebenfalls ein Vorteil zu seinen Gunsten (bzw. seiner Rechtsvorgängerin) darstellt. Ein allfälliger Minderwert, welcher mit der Einräumung einer Dienstbarkeit zu Gunsten des öffentlichen Betreibers des Kiessammlers einherging, konnte mit den entgegenzustellenden Vorteilen der neuen Strasse wettgemacht werden. Dass die südlich an die J.________strasse grenzenden Gewerbeliegenschaften dem Beschwerdeführer (bzw. seiner Rechts- vorgängerin) aktuell nicht gehören, ändert daran nichts. In Bezug auf die Brücke ist zudem festzuhalten, dass diese - was unbestritten ist - infolge der im Zusammenhang mit dem Autobahnbau erfolgten Begradigung des Baches neu erstellt werden musste (bzw. die alte Brücke musste abgebrochen und andernorts neu erstellt werden, vgl. dazu auch Bf-act. 19, Mail des ASTRA vom 8.2.2016, wonach die Brücke im Jahr 1972 als Ersatz für die alte Brücke infolge Begradigung des Baches erstellt wurde). Es handelt sich diesbezüglich nicht um eine Gegenleistung für vom Beschwerdeführer oder seiner Rechtsvorgängerin ein- geräumter Rechte, auch wenn der Beschwerdeführer allenfalls kurze Zeit von der Brücke profitiert hat, indem er ein Landstück, das jetzt neu für ihn diesseits des Baches lag, ohne Zeitversäumnis bewirtschaften konnte. Insgesamt war die Erstellung bzw. Erneuerung der Strasse für den Beschwerde- führer bzw. deren Rechtsvorgängerin im Ergebnis von Vorteil bzw. auf jeden Fall nicht von einem relevanten wirtschaftlichen Nachteil, der hätte entschädigt werden müssen. Für die Anrechnung von (rein hypothetischen) Kosten bleibt grundsätzlich kein Raum. Dies im Übrigen auch deshalb, weil der Beschwerdeführer die Behaup- tung, bei der Erstellung der Strasse und der Brücke handle es sich um eine Natu-22 ralleistung des ASTRA, nicht beweisen kann und er aus diesem unbewiesenen Sachverhalt keine Ansprüche ableiten kann (vgl. vorstehend E. 1.2). 5.5.1Bezüglich der Strassenunterhaltskosten wird im Schätzungsentscheid aus- geführt, es bestünden keine Belege dafür, dass beim Beschwerdeführer solche Kosten angefallen seien. Zudem sei der Unterhalt der J.________strasse nicht vom Beschwerdeführer, sondern gemäss den eingetragenen Dienstbarkeiten von den Berechtigten zu tragen. 5.5.2Grundsätzlich wären in der Vergangenheit dem Beschwerdeführer angefal- lene Strassenunterhaltskosten als Baukosten zu berücksichtigen und in der Be- messung des von den Beschwerdegegnern zu leistenden Beitrages zu berücksich- tigen. Der Beschwerdeführer macht zwar geltend, er habe jahrelang den Unterhalt des Strassenstückes selber finanziert. Wie die Vorinstanz korrekt festhält, ist die Strasse jedoch in einem schlechten Zustand (vgl. Vi-act. 15, Protokoll Augen- schein) und der Beschwerdeführer konnte nicht nachvollziehbar darlegen, dass und welche Unterhaltskosten er bis anhin getragen hat, zumal die dienstbarkeits- berechtigten Gewerbeliegenschaften entlang des Strassenstückes, welches im Ei- gentum des Beschwerdeführers liegt, gemäss den im Recht liegenden Dienstbar- keitsverträgen anteilsmässig zum Strassenunterhalt (Kostenbeteiligung) verpflich- tet sind (Vi-act. 31, Beilagen 1.3 - 1.6 und 1.8). Soweit geltend gemacht wird, im Rahmen der Verlegung von Leitungen durch das EW seien 2018 Kosten entstan- den, ist darauf hinzuweisen, dass die entsprechenden Kosten gemäss Dienstbar- keitsvertrag durch das EW zu tragen waren (vgl. Vi-act. 31, Beilage 1.10, vgl. auch Art. 691 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, ZGB, SR 210). 5.6.1Ein Verzinsungsanspruch wird im Schätzungsentscheid verneint. Da bei den Rechtserwerbskosten der heutige Preis für Strassenland angewendet werde und der Gesuchgegner weder für die Strassenerstellung noch für die Brückenerstellung kostenpflichtig gewesen sei, sei eine Verzinsung nicht gerechtfertigt. 5.6.2Der Beschwerdeführer wendet ein, gemäss EGV 1995 Nr. 7 sei eine Verzin- sung geschuldet, um dadurch einen Ausgleich zwischen den Leistungen des vor- finanzierenden Strassenerstellers einerseits und einem angemessenen Beitrag des nachträglich via § 41 PBG einsteigenden Mitbenützers herbeizuführen. Die lange Verfahrensdauer und die damit verbundene kostenlose Nutzung der Strasse durch die Beschwerdegegner, welche über keinerlei Wegrecht verfügten und noch nichts bezahlt hätten, rechtfertige vorliegend eine Verzinsung ab 13. August 2020 (Einreichung der Stellungnahme) von 5%. Zudem agiere die Vorinstanz wider- sprüchlich, wenn sie einerseits auf den aktuellen Strassenpreis abstelle, um eine 23 Verzinsung zu verneinen, und andererseits nicht die aktuellen Rechtserwerbs- und Baukosten übernehmen wolle. 5.6.3 Gemäss den Beschwerdegegnern übersehe der Beschwerdeführer, dass eine Verzinsung gemäss EGV 1995 Nr. 7 infolge Vorfinanzierung der Strasse durch den Belasteten bejaht worden sei; eine solche Vorfinanzierung durch den Beschwerdeführer liege vorliegend gerade nicht vor. Es liege kein Verzug der Be- schwerdegegner vor. 5.6.4Das Verwaltungsgericht erkannte in VGE 508/94 vom 10.2.1995 (EGV 1995 Nr. 7) bei der Bemessung der Entschädigung für die Mitbenützung privater Ver- kehrsanlagen die Berücksichtigung einer Zinszahlungspflicht, um dadurch einen Ausgleich zwischen den Leistungen des vorfinanzierenden Strassenerstellers ei- nerseits und einem angemessenen Beitrag des nachträglich via § 41 PBG einstei- genden Mitbenützers anderseits herbeizuführen. Die Berücksichtigung von Finan- zierungskosten sieht auch § 4 Abs. 3 lit. f GbVaG vor. Vorliegend hat die Vor- instanz allerdings korrekt erkannt, dass dem Beschwerdeführer keine Finanzie- rungskosten entstanden sind, da er keine Baukosten zu tragen hatte (vgl. ebenso VGE III 2008 49 vom 19.11.2009 E. 5.3). 5.7Auch wenn die von der Vorinstanz berücksichtigte Entschädigung für den Landwert mit 1 Fr./m 2 für die gesamte Strassenfläche von 934m 2 resp. total Fr. 1'000 zu tief bemessen ist (vgl. oben E. 5.3.5), sind die für die Berechnung der Beiträge der Grundeigentümer massgeblichen Kosten (§ 4 GbVaG) in Höhe von gesamthaft Fr. 39'000 - in Berücksichtigung des der Schätzungskommission zu- stehenden weiten Spielraums bei der Bemessung und der zulässigen Verwendung schematischer Kriterien (vgl. oben E. 4.3; Hensler, Die Mitbenützung privater Er- schliessungsanlagen durch Dritte, EGV 2004 S. 303; EGV 1995 Nr. 7 E. 2c) - ins- gesamt nicht zu beanstanden. Die massgeblichen Kosten entsprechen bei einer Strassenfläche von 934m2 der Abgeltung eines Landwertes von erheblich über Fr. 20/m2. Baukosten müssen nicht entschädigt werden und eine Verzinsung des Landwertes ist mit einer Entschädigung von über 20 Fr./m2 berücksichtigt. 6.Von den Beschwerdegegnern zu tragen sind nicht die gemäss § 4 GbVaG ermittelten Kosten (Fr. 39'000). Vielmehr wird dieser Betrag im Verhältnis der massgebenden Nutzflächen und unter Berücksichtigung besonderer Vor- und Nachteile auf die einzelnen Grundeigentümer verteilt (§ 5 Abs. 2 GbVaG). Die Schätzungskommission hat diesbezüglich auf die Perimeteranteile der entschädi- gungspflichtigen Liegenschaften abgestellt (Bf-act. 2 S. 26). Auch dies ist nicht zu beanstanden. Aus dem "Bericht Berechnungsgrundlagen Beitragsperimeter" (Bf- act. 14d) ergibt sich, dass für die Ermittlung der Anteile pro Katasternummer nach 24 den Vorgaben von §§ 5 ff. GbVaG vorgegangen wurde. So werden insbesondere auch die Nutzflächen ermittelt sowie besondere Vor- und Nachteile der einzelnen Liegenschaften (wie Zone, Beitragsklasse, Ausnützungsziffer, Reduktionsfaktor, dienliche Strassenlänge) berücksichtigt. Dem Protokoll der Gründungsversamm- lung der Flurgenossenschaft ist zu entnehmen, dass dem Kostenverteilschlüssel alle Stimmberechtigten zugestimmt haben (Bf-act. 14a), mithin alle Betroffenen mit den anerkannten Nutzflächen sowie besonderen Vor- und Nachteilen einverstan- den waren. Hieraus folgen die von der Schätzungskommission errechneten Ent- schädigungen (vgl. Ingress Bst. D). 7.1Angefochten ist auch die Verlegung der Verfahrenskosten im vorinstanzli- chen Verfahren. Die Kosten des Schätzungsverfahrens in Höhe von Fr. 3'500 wur- den zur Hälfte dem Gesuchgegner und zur anderen Hälfte den Gesuchstellern (un- ter solidarischer Haftbarkeit) auferlegt. Der Beschwerdeführer macht geltend, gemäss § 48 Abs. 1 EntG trage der Enteig- ner im erstinstanzlichen Verfahren die aus der Geltendmachung des Enteignungs- rechts entstehenden Verfahrenskosten. Zudem werde die Höhe der Verfahrens- kosten nicht begründet. 7.2Ausgangspunkt des Verfahrens war die durch die Flurgenossenschaft ge- leistete Erschliessungshilfe für den Erwerb der Durchfahrtsrechte über die beste- hende Strasse auf KTN __1. Da keine Einigung über die Höhe der Entschädigung zustande kam, war gestützt auf § 41 Abs. 3 PBG (vgl. auch § 14 Abs. 2 Statuten) die kantonale Schätzungskommission für den Entscheid darüber zuständig. Wie der Beschwerdeführer korrekt festhält, trägt die aus der Geltendmachung des Enteignungsrechts entstehenden Kosten im erstinstanzlichen Verfahren der Ent- eigner (§ 48 Abs. 1 EntG). Gemäss § 48 Abs. 2 EntG können die Kosten bei offen- sichtlich missbräuchlichen Begehren oder bei offensichtlich übersetzten Forderun- gen ganz oder teilweise dem Enteigneten auferlegt werden. Auch gemäss § 72 Abs. 1 VRP sind die Kosten im erstinstanzlichen Verfahren in der Regel von der Partei zu tragen, welche den Erlass (Verfügung, Entscheid, Zwischenentscheid) verlangt hat. Die dargestellte Regelung der Kostenverteilung belässt der Entschei- dinstanz einen gewissen Ermessensspielraum (vgl. Plüss in: Kommentar VRG, 3. A., § 13 Rz. 43). Die Gesuchsteller sind nach dem Gesagten grundsätzlich kostenpflichtig. Wenn die Vorinstanz einen Teil der Kosten vorliegend dem Beschwerdeführer auferlegt hat, dessen Forderung weit über dem - im vorliegenden Verfahren bestätigten - von der Vorinstanz geschätzten Entschädigungsanspruch liegt, ist das in Berück-25 sichtigung des der Vorinstanz bei der Kostenverlegung zustehenden Ermessens jedoch nicht zu beanstanden (vgl. auch VGE III 2012 5 vom 20.6.2012 E. 1.4.2 f.). 7.3Die Verfahrenskosten für Entscheide der Schätzungskommission werden nach der Gebührenordnung für die Verwaltung und die Rechtspflege festgelegt (§ 20 Verordnung zum Enteignungsgesetz, EntV, SRSZ 470.111). Die Gebührenord- nung für die Verwaltung und die Rechtspflege (GebO, SRSZ 173.111) sieht für Entscheide der Schätzungskommission keine speziellen Gebühren vor. Es gelan- gen mithin die für die Verwaltungsrechtsprechung vorgesehenen Ansätze zur An- wendung (vgl. auch § 24 Ziff. 26 betr. Gebühren für die Verwaltungsrechtspre- chung durch den Regierungsrat). Dafür gilt ein Rahmen von Fr. 100 bis Fr. 20'000. Kostenentscheide unterliegen nur einer beschränkten Begründungspflicht, wenn er sich an vorgegebene Tarife oder gesetzliche Regelung hält und von den Par- teien keine aussergewöhnlichen Umstände geltend gemacht werden (Urteile BGer 1C_575/2023 vom 24.10.2024 E. 7.3; 1A.305/2000 vom 9.7.2001 E. 5a je m.H.). Die veranlagten Kosten (insgesamt Fr. 3'500; Ingress Bst. D) bewegen sich in casu in dem in der Gebührenordnung vorgegebenen Rahmen und erscheinen für das aufwendige Verfahren der Vorinstanz als offenkundig nicht unangemessen. 8.1Zu prüfen ist noch das Begehren um Ausrichtung einer Parteientschädigung im Verfahren vor der Schätzungskommission. Im angefochtenen Entscheid hat die Vorinstanz den Anspruch auf eine Parteientschädigung mit dem Hinweis auf § 49 EntG verneint, da der Beschwerdeführer eine offensichtlich übersetzte Forderung geltend gemacht habe. Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei willkürlich, keine Parteientschädi- gung zuzusprechen, nachdem er seine Forderung auf Expertengutachten stütze. Er sei für seinen Aufwand gemäss Kostennote zu entschädigen. 8.2Das Enteignungsgesetz sieht in § 49 Abs. 1 vor, dass der Enteigner für die notwendigen aussergerichtlichen Kosten des Enteigneten im erstinstanzlichen Enteignungs- und im Schätzungsverfahren eine angemessene Entschädigung zu bezahlen hat. Gemäss § 49 Abs. 2 EntG kann bei offensichtlich missbräuchlichen Begehren oder bei offensichtlich übersetzten Forderungen ganz oder teilweise von der Zusprechung einer Parteientschädigung abgesehen werden und der Enteig- nete kann zur Bezahlung einer Parteientschädigung an den Enteigner verhalten werden. Das Gesetz über die Flurgenossenschaften (FlurG) und das Gesetz über die Grun- deigentümerbeiträge an Verkehrsanlagen (GbVaG) sehen keine besonderen Be- stimmungen zur Parteientschädigung vor. In den entsprechenden Verfahren ge-26 langte das Verwaltungsrechtspflegegesetz zur Anwendung. In § 74 VRP ist die Ausrichtung einer Parteientschädigung von der unterliegenden an die obsiegende Partei nur für das Rechtsmittelverfahren vorgesehen. Ausserhalb eines Rechtsmit- telverfahrens bzw. im Rahmen des erstinstanzlichen Verwaltungsverfahrens sind keine Parteientschädigungen vorgesehen. Dieser Grundsatz gilt selbst in komple- xen erstinstanzlichen Verfahren. In dem von der kantonalen Schätzungskommission durchzuführenden Verfahren zur Festlegung einer Entschädigung handelt es sich zwar um ein erstinstanzliches, allerdings aber nicht um ein nichtstreitiges Verfahren. Entsprechend ist im Enteig- nungsrecht für dieses Verfahren die Frage der Parteientschädigung auch differen- ziert geregelt. Auch wenn es vorliegend um eine gestützt auf das FlurG i.V.m. PBG (und nicht unmittelbar auf das EntG) festzulegende Entschädigung geht, rechtfer- tigt sich bezüglich der Frage der Parteientschädigung die sinngemässe Anwen- dung von § 49 EntG, zumal es sich beim Verfahren vor der Schätzungskommission regelmässig um ein streitiges Verfahren handelt. Allerdings ist vorliegend unter Berücksichtigung der konkreten Umstände nicht zu beanstanden, dass die Schätzungskommission von der Zusprechung einer Ent- schädigung abgesehen hat. Die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Forde- rung für die Mitbenützung seiner Strasse (Landwert ausgehend vom Preis für frei überbaubares Gewerbeland und Baukosten in Höhe von anteilsmässig ca. Fr. 150'000, obwohl dem Beschwerdeführer für den Bau der Brücke und der Strasse keine Kosten entstanden sind) durften von der Vorinstanz als klar über- setzt qualifiziert werden, weshalb von der Zusprechung einer Parteientschädigung abgesehen werden konnte. 9.Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 2'500 gehen zu Lasten des Beschwerdeführers (§ 72 Abs. 2 VRP). Die anwaltlich gemeinsam vertretenen Beschwerdegegner haben Anspruch auf eine Parteientschädigung (§ 74 Abs. 1 VRP). Diese Parteientschädigung wird in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411), welcher für das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300 bis Fr. 8'400 vorsieht, sowie der in § 2 des Gebühren- tarifs enthaltenen Kriterien und in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf insgesamt Fr. 3'000 (inkl. MwSt und Barauslagen) festgesetzt.27 Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr inkl. Kanzleikosten und Barauslagen) werden auf Fr. 2'500 festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt. Die- ser hat am 16. Oktober 2023 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500 geleistet, sodass die Rechnung ausgeglichen ist. 3. Der Beschwerdeführer hat den beanwalteten Beschwerdegegnern eine Par- teientschädigung (inkl. Barauslagen und MwSt) von insgesamt Fr. 3'000 zu bezahlen. 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau- sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zuläs- sig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt wer- den (Art. 113ff. BGG). 5. Zustellung an: - den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R) - den Rechtsvertreter der Beschwerdegegner (2/R) - die Vorinstanz (A). Schwyz, 23. Mai 2025 Im Namen des Verwaltungsgerichts Der Vizepräsident: Die Gerichtsschreiberin:28 *Anforderungen an die Beschwerdeschrift Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru- mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Versand: 16. Juni 2025