<h2>SubmittedText<h2><p>Beim Aal zeigen sich die Defizite in unseren Gewässern exemplarisch. Gemäss Bafu erreichen von den 90 000 Aalen, die jährlich die Schweiz Richtung Nordsee verlassen, weniger als 10 Prozent (!) die Landesgrenze. Sie werden wegen mangelnden Abstiegshilfen bei Kraftwerken in den Turbinen schwer verletzt oder getötet. Bis 2030 sollen die Kraftwerke saniert sein.</p><p>- Reicht dieser Zeithorizont, um den Aal vor dem Aussterben zu retten?</p><p>- Schliesst sich die Schweiz dem EU-Aktionsplan zur Rettung des Aals an?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Querbauten in Gewässern stellen für den Aal und andere Langdistanzwanderfische ein grosses Hindernis dar. Bei kleineren Kraftwerken besteht ein etablierter Stand der Technik, um mittels Schutzvorrichtungen abwandernde Aale vor Kraftwerksturbinen zu schützen. Bei grossen Kraftwerken gibt es heute noch keine technischen Massnahmen, die dem Aal eine gefahrlose Passage ermöglichen. Aktuell laufen an der Aare zwei Pilotprojekte, um Lösungsansätze für den Fischabstieg bei grossen Wasserkraftwerken zu entwickeln. Die Schweiz arbeitet dabei eng mit ihren Nachbarländern zusammen und stimmt ihre Massnahmen auf den Aktionsplan der EU zur Erhaltung des Aals im Einzugsgebiet des Rheins ab. </p>