20. März 1987 N 505 Motion der LdU/EVP-Fraktion sulla ripartizione dei compiti e sulla collaborazione fra Con- federazione e Cantoni, con i servizi competenti di tutti i Cantoni e con rappresentanti dei Governi delle due Basilee. I lavori veri e propri saranno però forniti da una Commis- sione, che sarà istituita prossimamente dal Consiglio fede- rale, con l'incarico di elaborare un'ordinanza per i casi d'emergenza: il Consiglio federale non è pertanto ancora in possesso della documentazione necessaria per poter rispondere alle mozioni in modo particolareggiato. E' tutta- via disposto ad esaminare le richieste ed a informare di volta in volta il Parlamento circa i risultati. La risposta, tuttora in sospeso, ad interrogazioni semplici e ad interpellanze pure attinenti alla catastrofe di Schweizerhalle daranno modo al Consiglio federale di riferire sullo stato dei lavori. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Dichiarazione del Consiglio federeale Déclaration écrite du Conseil fédéral II Consiglio federale propone di trasformare la mozione in postulato. Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat #ST# 86.817 Motion der LDU/EVP-Fraktion Gefährliche Stoffe. Auskunftspflicht Motion du Groupe Adl/PEP Substances dangereuses. Obligation de renseigner Wortlaut der Motion vom 19. Dezember 1986 Der Bundesrat wird aufgefordert, im Umweltschutzgesetz die Auskunftspflicht dahingehend zu erweitern, dass Risiko- analysen und ähnliche - für die Verhinderung oder die Bekämpfung von Unfällen in Betrieben, welche umweltge- fährdende Stoffe lagern oder im Produktionsprozess einset- zen - wesentliche Berichte den zuständigen Stellen jeweils sofort zugestellt werden müssen. Texte de la motion du 19 décembre 1986 Le Conseil fédéral est chargé d'aménager l'obligation de renseigner fixée dans la loi sur la protection de l'environne- ment, de telle sorte que les responsables soient tenus dans chaque cas de présenter immédiatement aux services com- pétents les analyses de risques et autres rapports indispen- sables à la prévention des accidents et à la réparation des dommages pouvant se produire dans des entreprises qui stockent des substances dangereuses pour l'environnement ou qui utilisent de telles substances dans leurs procédés de fabrication. Sprecher- Porte-parole: Müller-Aargau Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Erfahrungen bei der Chemie-Katastrophe haben gezeigt, dass die Fachleute von Versicherungsgesellschaften dazu berufen und fähig sind, fragwürdige Lagerhaltung von gefährlichen Stoffen und risikoreiche Produktionsanlagen zu erkennen und mögliche Kettenreaktionen richtig einzu- schätzen. Der Unfall in Schweizerhalle hätte wohl vermieden werden können, wenn die damalige Expertise der schwei2:e- rischen Versicherungsanstalt bekannt geworden wäre und die zuständigen kantonalen und eidgenössischen Stellen für die Sanierung der Anlagen gesorgt hätten. Die präventive Wirkung einer solchen Bestimmung darf nicht unterschätzt werden: Eine Anlage muss nicht nur versicherungswürdig sein; die Versicherungsgesellschaften werden mitschuldig und haftbar, wenn zu grosse Risiken eingegangen werden. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 2. März 1987 Rapport écrit du Conseil fédéral du 2 mars 1987 Im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von Schwei- zerhalle vom 1. November 1986 sind dem Bundesrat zahlrei- che Motionen eingereicht worden. Sie betreffen Fragen der Information und Auskunftspflicht, die Vorschriften über umweltgefährdende Stoffe, den Katastrophenschutz, die Aufsicht des Bundes sowie Probleme der Haftpflicht und des Strafrechts. Alle diese Themen bilden zurzeit Gegenstand eingehender Abklärungen. So haben erste Gespräche über Aufgabentei- lung und Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen mit Fachstellen aller Kantone und mit Regierungsvertrelern beider Basel bereits stattgefunden. Die eigentlichen Arbei- ten werden jedoch von einer Kommission zu leisten sein, die der Bundesrat demnächst einsetzen wird mit dem Auftrag, eine Störfall-Verordnung auszuarbeiten. Aus diesem Grund verfügt der Bundesrt noch nicht über die nötigen Grundla- gen, um sich zu den Anliegen der Motionen im Detail zu äussern. Er erklärt sich aber bereit, diese Anliegen zu prüfen und das Parlament laufend über die Ergebnisse zu orientie- ren. Die noch ausstehende Beantwortung von Einfachen Anfragen und Interpellationen, die ebenfalls zur Brandkata- strophe von Schweizerhalle eingereicht worden sind, wird dabei dem Bundesrat die Möglichkeit geben, über den Stand der Arbeiten zu berichten. Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln. Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat #ST# 86.818 Motion der LdU/EVP-Fraktion Chemiehaftpflichtgesetz Motion du Groupe Adl/PEP Industrie chimique. Loi sur la responsabilité civile Wortlaut der Mot/on vom 19. Dezember 1986 Der Bundesrat wird aufgefordert, analog dem Kernenergie- haftpflichtgesetz ein entsprechendes Gesetz zu erlassen zur Regelung der Haftpflicht von Anlagen, die umweltgefähr- dende Stoffe lagern, produzieren oder in anderer Form umsetzen. Namentlich müsste ein solches Gesetz enthalten: a. Die Haftung der Inhaber und Betreiber in unbeschränkter Höhe; b. Die Haftung für Transporte solcher Stoffe zu Wasser, auf der Strasse, mit der Bahn oder mit dem Flugzeug; c. Die Aeufnung eines Gross-Schadenfonds mit Beiträgen der Inhaber und Betreiber solcher Anlagen; d. Vorschriften über die Abdeckung der finanziellen Risiken der Inhaber und Betreiber (obligatorische Versicherung). Texte de la motion du 19 décembre 1986 Le Conseil fédéral est chargé d'élaborer un projet de loi semblable à la loi sur la responsabilité civile en matière d'énergie nucléaire afin de réglementer la responsabilité civile des entreprises qui stockent, produisent ou transfor- ment des substances nuisibles pour l'environnement. Cette loi devrait régir notamment:Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion der LDU/EVP-Fraktion Gefährliche Stoffe. Auskunftspflicht Motion du Groupe Adl/PEP Substances dangereuses. Obligation de renseigner In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1987 Année Anno Band I Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 17 Séance Seduta Geschäftsnummer 86.817 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 20.03.1987 - 08:00 Date Data Seite 505-505 Page Pagina Ref. No 20 015 242 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.