<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>KA.2015.00010</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichterin Annaheim</p><p>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer</p><p>Gerichtsschreiberin Bachmann</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 1. März 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Orlando Rabaglio</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">rabaglio schär ag</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Seefeldstrasse 45, Postfach 1260, 8032 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Familienausgleichskasse</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><span>Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bezog seit 1. April 2002 Familienzulagen für seine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beiden Kinder Y.___, geboren 6. Februar 1999, und Z.___, geboren 3. Januar 2002 (Urk. 8/5). Im Januar 2015 erlangte die Sozialversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anstalt des Kantons Zürich, Familienausgleichskasse, durch das Betreibungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">amt Kenntnis davon, dass Y.___ und Z.___ nicht mehr in der Schweiz, sondern in Indien wohnen (Urk. 8/11). Nach weiteren Abklärungen zum Wohnort der Kinder, welche ergaben, dass diese per 15. Oktober 2005 von der (damaligen) Wohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemeinde abgemeldet worden waren (Urk. 8/12), forderte die Familien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleichs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kasse mit Verfügung vom 16. April 2015 von X.___ die für die Zeit von 1. April 2010 bis 31. März 2015 ausgerichteten Familienzulagen im Gesamtbetrag von Fr. 26‘900.-- zurück; sie begründete dies damit, dass die Kinder Wohnsitz in Indien hätten, weswegen – mangels staatsvertraglicher Vereinbarung - kein Anspruch auf Familienzulagen be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehe (Urk. 8/13). Mit Schreiben vom 13. Mai 2015 nahmen die Eheleute X.___ dazu Stellung und beantragten den Erlass der Rückforderung (Urk. 8/17). Mit Verfügung vom 15. Juni 2015 wies die Familienausgleichs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kasse das Gesuch mangels guten Glaubens ab (Urk. 8/18). Dagegen erhob X.___ zunächst persönlich (Urk. 8/19) und danach - nunmehr anwaltlich vertreten - mit Eingabe vom 13. August 2015 Einspra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che (Urk. 8/21), welche die Familienausgleichskasse mit Einspracheentscheid vom 31. August 2015 abwies (Urk. 8/27 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen lässt X.___ mit Eingabe vom 1. Oktober 2015 (Urk. 1) hierorts Beschwerde erheben mit den Anträgen, es sei der angefoch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tene Entscheid vom 31. August 2015 betreffend Rückerstattung (richtig wohl: Erlass der Rückerstattung) aufzuheben (1.), es sei die Rückerstattungsverfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 16. April 2015, welche am Ausgangspunkt des vorliegenden Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahrens stehe, aufzuheben (2.) sowie eventualiter sei die Beschwerdesache an </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese über das Vorliegen ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er grossen Härte für den Beschwerdeführer bestimme (3.), unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1 S. 1-2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 9. November 2015 beantragte die Familienaus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleichskasse Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 10. November 2015 zur Kenntnisnahme gebracht wurde (Urk. 9). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fügung beziehungsweise eines Einspracheentscheids – Stellung genom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der Einsprache</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheid den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise kein Einspracheentscheid ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anfechtungsobjekt bildet vorliegend (allein) der Einspracheentscheid der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdegegnerin vom 31. August 2015, mit welchem diese die Einsprache des Beschwerdeführers gegen die Verfügung vom 15. Juni 2015 bezüglich Erlass der Rückerstattung abgelehnt hat (vgl. so ausdrücklich Dispositiv von Urk. 2). Soweit der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde daher auch die Aufhebung der (Rückforderungs-)Verfügung vom 16. April 2015 beantragt (An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trag 2), zielt dieses Begehren auf eine Frage ausserhalb des durch den Anfechtungsgegenstand geregelten Rechtsverhältnisses, weshalb insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. Daran ändert nichts, dass die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung sich im angefochtenen Entscheid in ihren Erwägungen kurz zur Frage des (für die Verfügung vom 16. April 2015 entscheidwesentlichen) Wohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sitzes der Kinder geäussert hat. Sie sah sich dazu veranlasst, nachdem der Beschwerdeführer (w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">elcher </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n seiner Eingabe vom 13. Mai</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2015 die Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässigkeit der Rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">forderung als solche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">– so der tatsächliche rechtliche Gehalt dieser Eingabe –</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">[</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">noch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht in Frage gestellt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sondern einzig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> den Erlass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Rückforderung gebeten hatte; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8/17</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in seiner Einsprache </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 13. August 2015 als Hauptantrag gestützt auf Art. 53 Abs. 2 des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meinen Teil des Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsrechts (ATSG) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wiedererwägung der Rückforderungsverfügung vom 16. April 2015 beantragt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hatte; dies mit der Begründung, dass der Wohnsitz der Kinder nach wie vor in der Schweiz liege (Urk. 8/21). Denn weder hat die Verwaltung die Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aussetzungen für eine Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG geprüft noch hat sie dispositivmässig über eine solche entschieden. Ohnehin wäre darüber zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nächst mittels Verfügung zu entscheiden. Alsdann kann das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gericht die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">waltung nicht zur Wiedererwägung verhalten (vgl. zur Wied</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erwägung BGE 119 V 180 E. 3a und BGE 117 V 8 E. 2a). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anzumerken bleibt, dass selbst wenn in den Ausführungen zum Wohnsitz eine Prüfung der Wiedererwägungsvoraussetzungen erblickt würde, deren impli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zite Verneinung im Ergebnis nicht zu beanstanden wäre. Denn entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist im hier strei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen, unter der Herrschaft des Bundesgesetzes über die Familienzulagen (FamZG) liegenden Zeitraums bezüglich der hier massgeblichen Bestimmung von Art. 4 Abs. 3 FamZG (Anspruchsberechtigung für Kinder, die im Ausland wohnhaft sind) im Ergebnis nicht der Wohnsitzbegriff gemäss dem Schweizerischen Zivil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesetzbuch (ZGB) anwendbar. Da Art. 4 Abs. 3 Fa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mZG nicht die übliche Wen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung „Wohnsitz im Ausland“ verwendet, sondern von den „im Ausland </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haften Kindern“ spricht, sowie unter Berücksichti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung der französi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und italienischen Gesetzestexte, ist nach der Lehre der Schluss nicht zwingend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, dass in Art. 4 Abs. 3 FamZG der Wohnsitz im Sinne des ZGB gemeint ist. Deshalb ist die Frage, wann ein Kind im Sinne von Art. 4 Abs. 3 FamZG im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ausland wohnhaft ist, wie in anderen Fällen mit in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ternationalem Bezug, nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> dem Bundesgesetz über das Internationale Privat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">recht (IPRG) zu beantworten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. Kieser/Reichmuth, Pra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">xiskommentar zum FamZG, Zürich/St. Gallen 2010</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, N 55-57 zu Art. 4 FamZG). In Konstellationen wie der vorliegenden (ein Kind verlässt das Land vor Erreichen des Mündigkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">alters, ohne dass eine Rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kehr vorgesehen ist) wird der Wohnsitz des Kindes nach dessem gewöhnli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chem Aufenthalt bestimmt (vgl. Art. 20 Abs. 2 Satz 2 IPRG; vgl. dazu wiede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rum Kieser/Reichmuth, a.a.O., N 61 zu Art. 4 FamZG). Da dieser in Indien liegt und mit Indien kein Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsabkommen bestand bzw. das am 29. Januar 2011 in Kraft getretene Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Indien über Soziale Sicherheit die Familienzulagen nach dem FamZG nicht erfasst (vgl. Art. 2 des Abkommens) und dem Beschwerdeführer mithin keinen Anspruch auf solche einräumt, ist folglich kein Zulagenanspruch gegeben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu prüfen bleibt demnach, ob die Verwaltung dem Beschwerdeführer den Erlass zu Recht verweigert bzw. insbesondere, ob sie den guten Glauben des Beschwerdeführers richtigerweise verneint hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem gemäss Art. 1 FamZG anwendbaren Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">25 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erstatten. Wer Leistungen in gu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinsichtlich des guten Glaubens für den Erlass gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">25 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 ATSG sind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nach der Rechtsprechung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Voraussetzungen nicht schon mit der Unkenntnis des Rechtsmangels gegeben. Vielmehr darf sich die Person, die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtmässige Leistungen bezogen hat, nicht nur keiner böswilligen Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sondern auch keiner groben Nachläs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sigkeit schuldig gemacht haben (BGE 102</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> V 245</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Grobfahrlässig handelt, wer eine elementare Vorsichtsmass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme miss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtet bzw. das ausser Acht lässt, was jedem verständigen Men</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen in gleicher Lage und unter gleichen Umständen als beachtlich hätte einleuchten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">müssen (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_117/2011 vom 29. März 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1, E. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der gute Glaube entfällt somit einerseits von vornhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rein, wenn die zu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unrecht erfolgte Leistungsausrichtung auf eine arglistige oder grobfahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lässige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Melde- oder Auskunftspflichtverletzung zurückzuführen ist. Anderseits kann </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sich die rückerstattungspflichtige Person auf den guten Glauben berufen, wenn ihr fehlerhaftes Verhalten nur leicht fahrlässig war (</span><a href="http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;from_year=1954&amp;to_year=2014&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;from_date_push=&amp;top_subcollection_clir=bge&amp;query_words=&amp;part=all&amp;de_fr=&amp;de_it=&amp;fr_de=&amp;fr_it=&amp;it_de=&amp;it_fr=&amp;orig=&amp;translation=&amp;rank=0&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F112-V-97%3Ade&amp;number_of_ranks=0&amp;azaclir=clir"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 112 V 97</span> </a><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 2c</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). W</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie in anderen Bereichen beurteilt sich die geforderte Sorgfalt nach einem objek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiven Massstab, wobei jedoch das den Betroffenen in ihrer Subjektivität Mögliche und Zumutbare (Urteilsfähigkeit, Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitszustand, Bildungsgrad usw.) nicht aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geblendet werden darf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. statt vieler </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 9C_921/2010 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2011 E. 2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zwischen den Parteien ist nicht streitig, dass die beiden Kinder Y.___ und Z.___ per 15. Oktober 2005 nach Indien abgemeldet wurden, wo sie seither wohnen (vgl. so auch Abmeldebestätigungen der Einwohnerkontrolle B.___ vom 26. Oktober 2005, Urk. 8/24). Unstreitig ist alsdann, dass der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer der Beschwerdegegnerin den Wegzug der Kinder nach Indien nicht mitgeteilt hat. Der Beschwerdeführer begründet diese Unterlassung damit, dass ihm anlässlich der Abmeldung die (falsche) Auskunft erteilt worden sei, dass EU-Staatsangehörige Kinderzulagen auch für Kinder mit Wohnsitz im Ausland (gemeint gewesen seien wohl EU-Staaten) erhalten würden. Der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführer, welcher neben der indischen auch die österreichische Staats</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bürgerschaft besitze, habe diese Information nicht anders bewerten können, als dass er weiterhin berechtigt sei, Zulagen zu beziehen und somit auch nichts vorkehren müsse. Weil er sich bei der Abmeldung kundig gemacht und man ihm dort plausibel erklärt habe, dass die Kinderzulagen für EU-Staatsangehörige auch ausbezahlt würden, wenn die Kinder im Ausland weilten, dass also sinngemäss eben gerade kein Meldetatbestand vorliege, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe er die Hinweise in den Verfügungen mit der Aufforderung, einen Wohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sitzwechsel zu melden, getrost und guten Glaubens übergehen können. Die falsche Auskunft habe einen Vertrauenstatbestand geschaffen, weshalb der gute Glaube gegeben und daher die grosse Härte zu prüfen sei (Urk. 1 S. 5 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der Akten bestehen keine Hinweise darauf, dass der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">füh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rer den Wegzug seiner Kinder nach Indien mit Absicht – um die Zulagen unrechtmässig weiterhin zu beziehen – nicht gemeldet hätte oder sich der Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs bewusst gewesen wäre. Von einer bös- oder mutwilligen Absicht geht denn auch die Familienausgleichs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kasse nicht aus. Der gute Glaube hängt unter diesen Umständen davon ab, ob das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verhalten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grobfahrlässig war oder als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nur leicht fahrlässig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bezeichnet werden kann (vgl. E. 2.2 hievor).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus den Akten ist ersichtlich, dass die jeweiligen Zulagenverfügungen unter dem Titel „Meldepflicht“ mehr oder weniger gleichlautend den Hinweis darauf enthielten, dass alle Änderungen in den Verhältnissen des Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den, die den Anspruch auf Familienzulagen beeinflussen bzw. beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">flussen können, der SVA umgehend mitgeteilt werden müssten. Dabei wur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beispielhaft einzelne meldepflichtige Sachverhalte genannt, wobei unter ande</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rem auch die Änderung des Wohnsitzes der Kinder ausdrücklich aufge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führt war (vgl. so namentlich der Zulagenentscheid vom 5. Mai 2002 [Urk. 8/6], ferner Zulagenentscheid vom 9. Januar 2009 [Urk. 8/8], und vom 11. August 2009 [Urk. 8/9]). Dass die Änderung des Wohnsitzes eines Kindes eine melde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtige Tatsache darstellt, war dem Beschwerdeführer mithin bekannt beziehungsweise musste ihm aufgrund des Hinweises bekannt sein. Dies wird von ihm - soweit ersichtlich - auch nicht grundsätzlich in Frage ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellt. Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">explizite Nennung des in Frage stehenden Lebenssachverhalts un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter den melde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtigen Tatbeständen schliesst den guten Glauben jedoch regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässig aus; eine abweichende Beurteilung kommt nur in Frage, wenn beson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dere Umstände gegeben sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er die von der Wohngemeinde anlässlich der Abmeldung erhaltene (objektiv falsche) Information nicht an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ders habe „bewerten“ können, als dass er weiterhin berechtigt sei, Zulagen zu beziehen und er „somit“ die Hinweise auf den Verfügungen, einen Wohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sitzwechsel zu melden, „getrost und guten Glaubens übergehen“ habe kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 1 S. 5). Selbst wenn jedoch – was bislang allerdings in keiner Weise belegt worden ist - eine solche, unrichtige Auskunft tatsächlich erteilt worden sein sollte, könnte darin kein besonderer Umstand erblickt werden, welcher den guten Glauben wahrt. Denn einerseits handelte es sich bei der die Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meldung der Kinder registrierenden Einwohnerkontrolle nicht um die für die Prüfung des Zulagenanspruchs zuständige Stelle (Familienausgleichs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kasse), was offenbar auch dem Beschwerdeführer bewusst war, ansonsten er sich die Frage der weiteren Mitteilung (auch an die [zuständige] Familien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ausgleichs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kasse) von vorneherein nicht gestellt hätte. Alsdann aber unterla</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen ande</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seits – wie die Aufzählung der meldepflichtigen Tatbestände zeigt – aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schliesslich Änderungen in den tatsächlichen Verhältnissen der Meldepflicht und nicht die daraus sich (allfällig) ergebenden Anspruchsänderungen. Eine Auskunft der Gemeinde über den Fortbestand seines Anspruchs vermöchte den Beschwerdeführer daher unter diesem Aspekt nicht zu entlasten und rechtfertigte auch keinen die Gutgläubigkeit begründenden Umstand. Das „Übergehen“ der Meldepflicht ist dem Beschwerdeführer dabei umso mehr als Nachlässigkeit anzulasten, als es im Widerspruch zum unmissverständlichen Hinweis stand, wonach die Änderung des Wohnsitzes der Kinder mitzuteilen sei. Dies gilt um so mehr, als es nicht Sache eines Leistungsansprechers oder einer Drittbehörde sein kann, über die Erheblichkeit einer Sachverhaltsverän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derung zu befinden und zu entscheiden, ob diese für den Leistungsanspruch von Bedeutung und daher zu melden ist (vgl. etwa Urteil des damaligen Eid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genössischen Versicherungsgerichts vom 17. September 2003, P 54/02). Dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Beschwerdeführer angeblich die Meldung unterliess, weil er sich auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und von Auskünften im Umfeld (wonach Kinder ihren – abgeleite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten – Wohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sitz nach wie vor bei ihren Eltern in der Schweiz hätten) mangels Wohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sitz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verlegung keine Gedanken über eine Meldepflichtverletzung machte bzw. machen musste (Urk. 1 S. 6), ergibt somit nichts zu seinen Gunsten. Zum einen räumt er damit selber ein, dass er über die allfälligen Auswirkungen des Wegzugs seiner Kinder im Zweifel war. Sein Vorbringen überzeugt zum anderen auch daher nicht, als nach landläufiger Auffassung Wohnsitz und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wohnort - was auch regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässig zutreffen dürfte – identisch sind. Im Übri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">g</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en hätte sich der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer bei der von ihm zu erwartenden Aufmerk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">samkeit insoweit auch nicht auf Auskünfte aus seinem Umfeld verlassen dürfen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Festzustellen ist schliesslich, dass die Zulagenverfügung vom 4. Mai 2002 (Urk. 8/6) auf der Rückseite eine tabellarische Aufstellung darüber enthielt, in wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Fällen – je nach Staatsbürgerschaft des Leistungsansprechers und Wohnsitz der Kinder – Anspruch auf Zulagen besteht. Daraus ging klar her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vor, dass für Staatsbürger aller Nationen, deren Kinder Wohnsitz ausserhalb von EU-Ländern in einem Staat haben, mit dem die Schweiz kein Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsabkommen abgeschlossen hat (wobei die Staaten mit Sozialversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherungsabkommen explizit aufgezählt sind), keine Leistungen ausgerichtet werden. Auch mit Blick darauf waren bei der gebotenen Aufmerksamkeit (zumindest) erhebliche Zweifel angezeigt, ob nach dem Wegzug der Kinder nach Indien weiterhin ein Zulagenanspruch besteht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dass der Beschwerdeführer der Familienausgleichskasse den Wegzug seiner Kinder nach Indien nicht gemeldet und in der Folge weiterhin Zulagen bezo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen hat, führt nach dem Gesagten – selbst unter den von ihm geltend ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">machten Umständen - unter dem Aspekt der zumutbaren Aufmerksamkeit dazu, dass er nicht als gutgläubig gel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten kann.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fehlt jedoch der gute Glaube</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, erübrigt sich die Prüfung der grossen Härte als zweiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (kumulativer)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Erlassvoraussetzung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, soweit darauf eingetreten wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Orlando Rabaglio</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Familienausgleichskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">richt Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubBachmann</p><p></p></div> </div></body></html>