<h2>SubmittedText<h2><p>Ich ersuche den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Alle zwei Jahre (Vollerhebungen) und in Zwischenjahren (Teilerhebungen) wird die Personalmotivation erhoben. Wie hoch sind die externen und internen Kosten dafür?</p><p>2. Vor dem Projekt Railfit 20/30 hat sich die Zahl der Mitarbeitenden bei den SBB in den vergangenen zwölf Jahren nicht stark verändert. Trotzdem stellt sich die Frage nach einem wichtigen Parameter im Zusammenhang mit der Mitarbeiterzufriedenheit: Wie hoch ist die Personalfluktuation aktuell, und wie war die Entwicklung bei den SBB in den letzten Jahren?</p><p>3. Es stellt sich angesichts der teilweise einschneidenden Massnahmen beim Projekt Railfit 20/30 die Frage, wie sich die Kosten der ständigen Mitarbeiterbefragungen rechtfertigen lassen respektive wie sich der Kosten-Nutzen-Effekt darstellt.</p><p>4. Könnten nicht die externen Personalumfragen in zeitlich längeren Abschnitten wiederholt und so Kosten eingespart werden?</p><p>5. Könnte die Kosteneinsparung für andere Personalmassnahmen oder allgemein zur Zielerreichung von Railfit 20/30 eingesetzt werden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat führt die SBB über strategische Ziele, die alle vier Jahre erneuert werden. Im Rahmen dieser Vorgaben erwartet er von den SBB u. a. eine sozialverantwortliche Personalpolitik. Der Bundesrat prüft jährlich die Einhaltung der Zielvorgaben. Die Personalzufriedenheit ist ein wesentliches Element zur Beurteilung der Zielerreichung. Auf die operative Umsetzung der strategischen Ziele nimmt der Bundesrat hingegen keinen Einfluss.</p><p>Nach Rücksprache mit den SBB kann der Bundesrat zu den gestellten Fragen wie folgt Stellung nehmen:</p><p>Die SBB führen jedes Jahr eine Personalbefragung durch: alle zwei Jahre eine Vollbefragung, dazwischen eine Stichprobenbefragung bei rund 10 Prozent der Mitarbeitenden. Mit den Personalumfragen messen die SBB nicht nur die Personalzufriedenheit, sondern auch die Personalmotivation, die sich aus den Themen Arbeitszufriedenheit, Commitment und eigenem Beitrag zur Erreichung der Konzernziele zusammensetzt. Die Personalbefragung ergibt wesentliche Rückmeldungen zur Führungsqualität.</p><p>1. Die externen und internen Kosten für die Vollbefragung liegen im unteren sechsstelligen Bereich, jene für die Stichprobenerhebung unter 100 000 Franken.</p><p>2. Die Personalfluktuation der SBB beträgt im Jahr 2017 (Stand Ende Oktober) 7,7 Prozent. Sie schwankte in den vergangenen fünf Jahren zwischen 5,7 und 7,7 Prozent. In der Fluktuationsrate der SBB sind auch Pensionierungen enthalten. Diese machen rund einen Drittel der Fluktuation aus.</p><p>3. Die Umfragen sind für Mitarbeitende eine Möglichkeit, sich zu ihrer Arbeitssituation äussern zu können. Die hohe Beteiligung (Rücklaufquoten von über 70 Prozent) zeigt, dass dies ein Bedürfnis der Mitarbeitenden ist. Durch Personalbefragungen können Problemfelder erkannt und gezielt Massnahmen ergriffen werden.</p><p>4. Damit eine gewisse Kontinuität besteht und überprüft werden kann, ob Massnahmen gegriffen haben, ist aus Sicht der SBB eine Vollbefragung alle zwei Jahre notwendig. Dies ist auch in anderen Unternehmen üblich und entspricht den Erwartungen des Eigners. Beim Bund findet alle drei Jahre eine Vollbefragung statt.</p><p>5. Aus Sicht der SBB können Einsparungen grundsätzlich anderweitig, z. B. für andere Personalmassnahmen, eingesetzt werden.</p>  Antwort des Bundesrates.