<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2020-07-07-5A_538-2020.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_538/2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 7. Juli 2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Basel-Stadt, </div> <div class="para">Rheinsprung 16/18, 4051 Basel, </div> <div class="para">Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt, Bäumleingasse 1, 4051 Basel. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Verschiebung der Verhandlung, Sistierung und neuerliches Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Sistierung des persönlichen Verkehrs und Aufhebung der Beistandschaft), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 27. Mai 2020 (VD.2019.131). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Für die Vorgeschichte kann namentlich auf die Urteile 5A_648/2019 und 5A_185/2020 verwiesen werden. Es geht nach wie vor um das vor dem Appellationsgericht Basel-Stadt hängige Beschwerdeverfahren gegen den Entscheid der KESB Basel-Stadt vom 13. Juni 2019, mit welchem der persönliche Verkehr zwischen dem sich im Strafvollzug befindenden Vater und seiner Tochter sistiert wurde. </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 27. Mai 2020 sandte das Appellationsgericht die Eingabe vom 22. Mai 2020 zur Kenntnisnahme an die Mutter und die KESB, wies die Gesuche um Verschiebung der Verhandlung vom 2. Juni 2020 und Sistierung des Beschwerdeverfahrens ab und trat auf das neuerliche Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht ein. </div> <div class="para">Gegen diese Verfügung hat A.________ am 3. Juli 2020 beim Bundesgericht eine Beschwerde mit zahlreichen Rechtsbegehren eingereicht. Ferner verlangt er unentgeltliche Rechtspflege, aufschiebende Wirkung und vorsorgliche Massnahmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Soweit das Begehren gestellt wird, dass das Verfahren nicht durch Bundesrichter Herrmann und Gerichtsschreiber Möckli geführt werde, wird sinngemäss deren Ausstand verlangt. Zur Begründung wird eine Verletzung von <span class="artref">Art. 20 Abs. 1 BGG</span> geltend gemacht. </div> <div class="para">Das sinngemässe Ausstandsgesuch gegen den Abteilungspräsidenten ist insoweit gegenstandslos, als momentan ein anderes Abteilungsmitglied präsidialiter amtet. Das sinngemässe Ausstandsgesuch gegen den Präsidialgerichtsschreiber bleibt insofern unbegründet, als <span class="artref">Art. 20 Abs. 1 BGG</span> die Richterbesetzung regelt und nicht die Mitwirkung des Gerichtsschreibers betrifft. Nur der Vollständigkeit halber sei festgehalten, dass das Revisionsgesuch 5F_13/2019 in Dreierbesetzung und somit in Einklang mit <span class="artref">Art. 20 Abs. 1 BGG</span> entschieden wurde. Die beiden Urteile 5A_648/2019 und 5A_185/2020 wurden zwar einzelrichterlich beurteilt, dies aber im einen Fall gestützt auf <span class="artref"><artref id="CH/173.110/108/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/a" type="start"></artref>Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG</span><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/108/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/b" type="end"></artref> und im anderen Fall gestützt auf <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>. Eigentliche Ausstandsgründe macht der Beschwerdeführer im Übrigen nicht geltend, sondern einzig, dass gegen ihn eine Hexenjagd veranstaltet werde; Weiterungen erübrigen sich mithin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde hat eine Begründung zu enthalten, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Begründung erfordert (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=18&amp;from_date=25.06.2020&amp;to_date=14.07.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2 S. 116; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=18&amp;from_date=25.06.2020&amp;to_date=14.07.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">142 III 364</a> E. 2.4 S. 368). </div> <div class="para">Die Beschwerde ist überaus weitschweifig. Die meisten Ausführungen beziehen sich nicht auf den Anfechtungsgegenstand, sondern teils auf frühere Eingaben sowie frühere Verfügungen und Entscheide, welche gescholten werden, teils auf das Besuchsrecht selbst und teils auf andere Verfahren, namentlich auf das Strafverfahren. Was das Anfechtungsobjekt angeht, d.h. die Verfügung vom 27. Mai 2020, fehlt es an einer sachgerichteten Auseinandersetzung mit der dortigen Begründung. Mithin kann offen bleiben, inwiefern die weiteren Anfechtungsvoraussetzungen in Bezug auf die einen Zwischenentscheid darstellende Verfügung gegeben wären. </div> <div class="para">Nicht einzutreten ist ferner auf die Vorbringen, mit welchen der Beschwerdeführer dem Appellationsgerichtspräsidenten Amtsmissbrauch, Gewaltanwendung, etc. vorwirft; das Bundesgericht ist keine Aufsichtsbehörde über kantonale Instanzen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als teils offensichtlich unzulässig und im Übrigen als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref"><artref id="CH/173.110/108/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/a" type="start"></artref>Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG</span><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/108/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/b" type="end"></artref> zu entscheiden ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Mit dem Entscheid in der Hauptsache sind die Gesuche um aufschiebende Wirkung und vorsorgliche Massnahmen gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Angesichts der konkreten Umstände wird auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Damit ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der KESB Basel-Stadt und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 7. Juli 2020 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Escher </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>