<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2001.00021</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106428&amp;W10_KEY=13013576&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2001.00021</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 06.12.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kündigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der Beschwerdeführer arbeitete seit 1992 als kantonaler Angestellter. Nichtbestandene Bewährungsfrist Januar-April 2001. Kündigung mit Verfügung vom 20. April 2001 per 31. Juli 2001. Rekurs an Finanzdirektion. Zuständigkeit der Rekursinstanz und des Verwaltungsgerichts (E. 1a+b). Eintreten bei geltend gemachter Nichtigkeit der Kündigung (E. 1c)? Gehörsverletzung bei Kündigung führt normalerweise nicht zur Nichtigkeit der Kündigung (E. 2). Verlängerung der Gehörsfrist nach Treu und Glauben (E. 3b-d). Entschädigung für Gehörsverletzung (E. 3e). Analoge Anwendung von § 18 Abs. 3 PG für Entschädigung wegen Gehörsverletzung (E. 3g). Entschädigung bemisst sich in Bruttolöhnen ohne Abzüge (E. 3h). Sachlich gerechtfertigte Kündigung wegen mangelhaften Verhaltens (E. 4). Keine Abfindung bei massgeblichem Verschulden des Entlassenen (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABFINDUNG">ABFINDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABZUG">ABZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWÃHRUNGSFRIST">BEWÃHRUNGSFRIST</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BRUTTOLOHN">BRUTTOLOHN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSCHÃDIGUNG">ENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNDIGUNG">KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTIGKEIT">NICHTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TREU UND GLAUBEN">TREU UND GLAUBEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHALTENSSTÃRER">VERHALTENSSTÃRER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 5 lit. III BV</span><br/><span class="gerade">Art. 9 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 29 lit. II BV</span><br/><span class="gerade">§ 18 lit. III PG</span><br/><span class="ungerade">§ 26 lit. I PG</span><br/><span class="gerade">§ 12 lit. IV VVPG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 lit. Ia VVPG</span><br/><span class="gerade">§ 18 VVPG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. B, geboren am 3. Oktober 1942, trat am 1. Mai 1992 als Verwaltungs­angestellter in den Dienst der E. Am 11. Januar 2001 wurde mit ihm eine Mitarbeiterbeurteilung durchgefÃ¼hrt. Da bereits zu diesem Zeitpunkt eine KÃ¼ndigung wegen unbefriedigenden Verhaltens in Aussicht genommen wurde, setzte ihm die Leitung der E eine dreimonatige BewÃ¤hrungs­frist im Sinne von § 18 Abs. 1 der Vollzugsverordnung zum Personalgesetz vom 19. Mai 1999 (VV PG, LS 177.111) an. Am 10. April 2001 wurde eine weitere Mit­arbei­terbeurteilung durchgefÃ¼hrt. Bei dieser Gelegenheit wurde B erÃ¶ffnet, dass er die BewÃ¤hrungsfrist nicht bestanden habe und ihm voraussichtlich gekÃ¼ndigt werde. Mit dem Protokoll dieser Sitzung wurde ihm auch eine Frist bis zum 18. April 2001 eingerÃ¤umt, um zur Beurteilung und zur vorgesehenen KÃ¼ndigung Stellung zu nehmen. Mit VerfÃ¼gung vom 20. April 2001 wurde das AnstellungsverhÃ¤ltnis von B seitens der E mit dreimonatiger KÃ¼ndigungsfrist per 31. Juli 2001 aufgelÃ¶st.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Eingabe vom 8. Mai 2001 erhob B Rekurs gegen diese VerfÃ¼gung. Er beantragte, die KÃ¼ndigung sei aufzuheben. Eventuell sei sie gutzuheis­sen, jedoch unter Ansetzung einer sechsmonatigen KÃ¼ndigungsfrist sowie der Ausrichtung einer EntschÃ¤digung wegen sachlich nicht gerechtfertigter KÃ¼ndigung im Umfang von min­destens sechs Monats­lÃ¶hnen und einer AbfindungsentschÃ¤digung gemÃ¤ss § 26 des Personalgesetzes vom 27. September 1998 (PG, LS 177.10) von mindestens drei MonatslÃ¶hnen. DarÃ¼ber hinaus sei der Entzug der aufschiebenden Wirkung des Rekurses rÃ¼ckgÃ¤ngig zu machen. Die ange­fochtene VerfÃ¼gung verletze den Grundsatz des rechtlichen GehÃ¶rs und ausserdem § 18 Abs. 2 PG, weil die KÃ¼ndigung sachlich nicht angemessen sei. Die Finanzdirektion wies diesen Rekurs am 30. August 2001 vollumfÃ¤nglich ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen den am 3. September 2001 zugestellten Rekursentscheid liess B am 2. Ok­tober 2001 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben und die folgenden An­trÃ¤ge stellen:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Der angefochtene Rekursentscheid der Finanzdirektion sei aufzuheben. Die Sache sei zum Neuentscheid an die Finanzdirektion zurÃ¼ckzuweisen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Evtl. sei dem BeschwerdefÃ¼hrer eine EntschÃ¤digung zufolge sachlich nicht gerechtfertigter KÃ¼ndigung im Umfang von mindestens sechs MonatslÃ¶hnen sowie eine AbfindungsentschÃ¤digung gemÃ¤ss § 26 PG im Umfang von mindestens sechs MonatslÃ¶hnen zuzusprechen; </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die zunÃ¤chst als Gegenpartei behandelte Finanzdirektion schloss in ihrer Beschwer­deantwort vom 6. November 2001 auf Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolgen zu Lasten des BeschwerdefÃ¼hrers.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die E wurde am 15. November 2001 angefragt, ob sie eine eigenstÃ¤ndige Beschwer­deantwort einzureichen wÃ¼nsche und ihr dafÃ¼r eine entsprechende Frist anzusetzen sei. D, GeschÃ¤ftsleiter der E, verzichtete gleichentags auf eine eigenstÃ¤ndige Beschwerdeantwort und schloss sich den AusfÃ¼hrungen und AntrÃ¤gen der Finanzdirektion an.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) GemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) ist das Verwaltungsgericht fÃ¼r Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide Ã¼ber personalrechtliche Anordnungen zustÃ¤ndig. Angefochten wird in diesem Entscheid die KÃ¼ndigungsverfÃ¼gung der E vom 20. April 2000, deren RechtmÃ¤s­sigkeit der Rekursentscheid der Finanzdirektion vom 30. August 2001 bejaht hat. Da die Finanzdirektion mit VerfÃ¼gung vom 18. Dezember 1997 von der nunmehr in § 12 Abs. 4 VV PG eingerÃ¤umten ErmÃ¤chtigung Gebrauch gemacht hat, bestimmte Entscheidungsbefugnisse â darunter auch Entlassungen im Sinne von § 12 Abs. 1 lit. f VV PG â an untergeordnete Amts­stellen zu delegieren, hat die E zu Recht in eigener Kompetenz Ã¼ber die Entlassung des BeschwerdefÃ¼hrers entschieden. Damit war die Finanzdirektion als Rekursinstanz und ist das Verwaltungsgericht als Beschwer­deinstanz zustÃ¤ndig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Aufgrund der zunÃ¤chst fraglichen VerfÃ¼gungszustÃ¤ndigkeit der E wurde die Finanzdirektion als Beschwerdegegnerin rubriziert und zur Beschwerdeantwort aufgefordert. Nach festgestellter VerfÃ¼gungszustÃ¤ndigkeit hat die E, die als verfÃ¼gende BehÃ¶rde zwingend in das Verfahren einzubeziehen ist, auf eine eigenstÃ¤ndige Beschwerdeantwort verzichtet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da im vorliegenden Beschwerdeverfahren â wie sich vor allem aus dem Eventualbegehren ergibt â finanzielle AnsprÃ¼che im Vordergrund stehen, ist nach stÃ¤ndiger Praxis des Verwaltungsgerichts der Staat ZÃ¼rich als Beschwerdegegner zu rubrizieren (siehe Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 58 N. 4). Vertreten wird er durch die im vorliegenden Fall zu Recht verfÃ¼gende E.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) In der Beschwerde wird vorgebracht, die KÃ¼ndigungsverfÃ¼gung der E sei unter Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs ergangen und damit nichtig. Der (Rekurs-)Entscheid der Finanzdirektion sei deshalb antragsgemÃ¤ss aufzuheben und die Sache zum Neuentscheid an die Finanzdirektion zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>§ 80 Abs. 2 VRG verwehrt dem Verwaltungsgericht â unter Vorbehalt des Verbots der Vereitelung von Bundesrecht â, die AuflÃ¶sung eines DienstverhÃ¤ltnisses rÃ¼ckgÃ¤ngig zu machen (vgl. VGr, 29. August 2001, PB.2001.00011, E. 1b, mit zahlreichen Hinweisen auf Literatur und Praxis, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung = ZBl 102/2001, S. 581 ff., 583 f.). Beantragt wird denn auch nicht eine Aufhebung der KÃ¼ndigung, sondern wegen deren Nichtigkeit die RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz zum Neuentscheid. Immerhin wÃ¤re nach einer in der Lehre geÃ¤usserten Ansicht auf ein Begehren um WeiterfÃ¼hrung des Arbeits­verhÃ¤ltnisses wegen Nichtigkeit der KÃ¼ndigung trotz der KognitionsbeschrÃ¤nkung des Verwaltungsgerichts einzutreten, da die Nichtigkeit einer VerfÃ¼gung jederzeit und von sÃ¤mtlichen staatlichen Instanzen von Amtes wegen zu beachten ist (</span>vgl. Michael Merker, Rechtsmittel, Klage und Normenkontrollverfahren nach dem aargauischen Gesetz Ã¼ber die Verwaltungsrechtspflege [VRPG] vom 9. Juli 1968, ZÃ¼rich 1998, § 59 N 14 f., zur insoweit gleichgelagerten aargauischen Regelung). Wie im bereits zitierten Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 29. August 2001 (E. 1b) kann diese Frage aber auch im vorliegenden Fall offen bleiben. Einerseits ist aufgrund des auf EntschÃ¤digung und Abfindung gerichteten Eventualantrags auf die Beschwerde einzutreten. Anderseits ist die Nichtigkeit der strit­tigen KÃ¼ndigung zu verneinen (unten 2b).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Da die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die innerhalb der gesetzlichen Frist erhobene Beschwerde einzutreten. Angesichts des die Grenze von Fr. 20'000.- klar Ã¼berschreitenden Streitwertes hat laut § 38 Abs. 2 VRG die Kammer zu entscheiden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Im Hauptantrag verlangt der BeschwerdefÃ¼hrer die Aufhebung des Entscheids der Finanzdirektion und die RÃ¼ckweisung der Streitsache an diese. Einerseits kranke die KÃ¼ndigungsverfÃ¼gung der E an einer GehÃ¶rsverweigerung, da dem BeschwerdefÃ¼hrer zwar die Frist zur Wahrnehmung seines GehÃ¶rsanspruchs gemÃ¤ss § 18 Abs. 3 PG implizit bis zum 24. April 2001 verlÃ¤ngert, die KÃ¼ndigung aber bereits am 20. April 2001 ver­fÃ¼gt worden sei. Anderseits beruhe der Entscheid der Vorinstanz auf einer falschen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts, da sie sich auf die Tatsachendarstellung der E abstÃ¼tze, die sachlich unzutreffend sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Laut § 75 VRG kÃ¶nnen beim Verwaltungsgericht als Personalgericht sowohl Rechtsverletzungen (lit. a) als auch die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden (lit. b). Da die ÃberprÃ¼fung der Frage, ob die Vorinstanz den Sachverhalt unrichtig oder unvollstÃ¤ndig festgestellt hat, eventuell nur dann von Bedeutung ist, wenn die KÃ¼ndigungsverfÃ¼gung nicht ohnehin nichtig ist, wird zunÃ¤chst auf diese Frage eingegangen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Eine VerfÃ¼gung ist nach der vorherrschenden Ansicht nur dann nichtig, wenn sie einen besonders schweren Mangel aufweist, dieser Mangel offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und die Nichtigkeit die Rechtssicherheit nicht ernsthaft gefÃ¤hrdet. Nur qualifizierte Fehler vermÃ¶gen NichtigkeitsgrÃ¼nde zu setzen (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼l­ler, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 769; Pierre Tschannen/Ulrich Zimmerli/Regina Kiener, Allgemeines Verwaltungsrecht, Bern 2000, S. 202). Entgegen der Annahme des BeschwerdefÃ¼hrers ist ein unter Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs zustande gekommener Entscheid in aller Regel nicht nichtig, sondern lediglich anfechtbar (z.B. BGE 120 V 357 E. 2a; siehe auch Michele Albertini, Der verfassungs­mÃ¤ssige Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, S. 450 ff.; RenÃ© A. Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel und Frankfurt a.M. 1990, Nr. 81 B VII). Die Nich­tig­keit eines Verwaltungsaktes infolge einer Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs wird nur ausnahmsweise und mit grÃ¶sster ZurÃ¼ckhaltung angenommen, nÃ¤mlich nur bei einer schwer­wiegenden Verletzung einer Verfahrensgarantie und unter AbwÃ¤gung aller im Spiel befindlichen Interessen (vgl. Albertini, S. 452).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht zwar geltend, dass ihm das rechtliche GehÃ¶r durch die KÃ¼ndigung vor dem angesetzten Besprechungstermin verweigert worden sei. In keiner Wei­se legt er jedoch dar, dass die Besprechung vom 24. April 2001 einen entscheidenden Einfluss auf den bereits seit dem 11. Januar 2001 angedrohten KÃ¼ndigungsentscheid hÃ¤tte haben kÃ¶nnen. Ausserdem hat der BeschwerdefÃ¼hrer bereits vor dem KÃ¼ndigungsentscheid mehrfach Gelegenheit gehabt, zu den geltend gemachten mÃ¶glichen KÃ¼ndigungsgrÃ¼nden Stel­lung zu nehmen, beispielsweise im Rahmen des QualifikationsgesprÃ¤ches vom 10. April 2001. Auch zwischen diesem QualifikationsgesprÃ¤ch, an welchem dem Beschwer­defÃ¼hrer erÃ¶ffnet wurde, dass er die BewÃ¤hrungsfrist nicht bestanden habe und eine KÃ¼ndigung in Aussicht genommen werde, und dem entsprechend § 18 Abs. 3 VV PG angesetzten Termin zur Stellungnahme vom 18. April 2001 hÃ¤tte die MÃ¶glichkeit bestanden, sich zu Ã¤ussern. Diese Faktoren belegen zwar nicht, dass es zu keiner GehÃ¶rsverletzung gekommen ist (vgl. nachfolgend 3b-d). Sie zeigen aber auf, dass diese keineswegs so qualifiziert gewesen sein konnte, dass sie die Nichtigkeit der KÃ¼ndigung nach sich ziehen wÃ¼rde. Nichtigkeit liesse sich wohl hÃ¶chstens dann annehmen, wenn dem BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼berhaupt keine Gelegenheit zur Stellungnahme eingerÃ¤umt worden wÃ¤re â was auch § 18 Abs. 3 VV PG verletzt hÃ¤tte â oder wenn es ihm bis zum 18. April 2001 objektiv nicht mÃ¶glich gewesen wÃ¤re, sich zu den angefÃ¼hrten KÃ¼ndigungsgrÃ¼nden zu Ã¤us­sern.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Insofern, als die Beschwerde wegen Nichtigkeit der KÃ¼ndigung die RÃ¼ckweisung der Sache an die Finanzdirektion verlangt, ist sie demnach abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer bemÃ¤ngelt die einseitige und nach seiner Ansicht unzutreffende WÃ¼rdigung der Tatsachen im Zusammenhang mit der Ansetzung des GesprÃ¤chs­termins vom 24. April 2001. Bestritten wird vor allem, dass man ihn deutlich da­rauf aufmerksam gemacht habe, dass er mit der Ansetzung des GesprÃ¤chstermins auf den 24. April 2001 riskiere, die Wahrnehmung des rechtlichen GehÃ¶rs zu verpassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Darstellungen des BeschwerdefÃ¼hrers und der E divergieren bezÃ¼glich der Bedeutung des auf den 24. April 2001 angesetzten Besprechungstermins. Der GeschÃ¤fts­leiter der E behauptet, dem BeschwerdefÃ¼hrer sei anlÃ¤sslich der Vereinbarung dieses Termins am 12. April 2001 deutlich mitgeteilt worden, dass sich die Frist fÃ¼r die Wahrnehmung des rechtlichen GehÃ¶rs nicht Ã¼ber den 18. April 2001 hinaus verlÃ¤ngere. Vielmehr sei die Besprechung vom 24. April 2001 von Anfang an als Aus­sprache zum Thema Mobbing gedacht gewesen. Dieses Thema wiederum sei vom BeschwerdefÃ¼hrer am 12. April 2001 angesprochen worden, als er mit dem Formular "Mobbing" im BÃ¼ro des GeschÃ¤ftsleiters der E erschienen sei und eine Aussprache darÃ¼ber gewÃ¼nscht habe. Seitens der E habe man sich von der Diskussion Ã¼ber dieses Thema versprochen, dem BeschwerdefÃ¼hrer Tipps fÃ¼r sein weiteres Verhalten zu geben, damit er zukÃ¼nftig Lehren daraus ziehen kÃ¶nne.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer vertritt eine gegenlÃ¤ufige Sicht. Er behauptet zwar nicht, dass ihm seitens der E die VerlÃ¤ngerung der Frist ausdrÃ¼cklich bestÃ¤tigt worden sei. Er habe je­doch nach Treu und Glauben davon ausgehen dÃ¼rfen, dass die Besprechung vom 24. April 2001, die allein aufgrund einer ferienbedingten Abwesenheit eines Teilnehmers so spÃ¤t an­gesetzt worden sei, der Wahrnehmung des rechtlichen GehÃ¶rs diene. Dass er nach Ablauf der GehÃ¶rsfrist und allenfalls auch nach erfolgter KÃ¼ndigung daran hÃ¤tte interessiert sein kÃ¶nnen, ein GesprÃ¤ch wegen angeblichem Mobbing zu fÃ¼hren, ergebe keinen Sinn. FÃ¼r den GeschÃ¤ftsleiter der E hÃ¤tte ohne weiteres klar sein mÃ¼ssen, dass er eine Unterredung mit einem Vertreter des Personalamtes und seinen beiden Vorgesetzten einzig zur Wahrnehmung des rechtlichen GehÃ¶rs angestrebt habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Finanzdirektion folgte der fÃ¼r glaubwÃ¼rdig befundenen Darstellung der E. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer am 12. April 2001 ausdrÃ¼cklich darauf aufmerksam gemacht worden sei, er solle sich baldmÃ¶glichst an eine "juristische Person" wenden und die GehÃ¶rs­frist ver­lÃ¤ngere sich durch die anberaumte Besprechung nicht, lasse sich auch durch die Zeugen­aussage eines zufÃ¤llig bei diesem GesprÃ¤ch anwesenden Revisors belegen. Auch ohne ausdrÃ¼cklichen Hinweis auf die NichtverlÃ¤ngerung der GehÃ¶rsfrist wÃ¤re nach der Ansicht der Finanzdirektion aber nicht anders zu entscheiden. Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte nicht einfach stillschweigend von einer FristverlÃ¤ngerung ausgehen dÃ¼rfen, sondern hÃ¤tte sich zumindest durch eine RÃ¼ckfrage vergewissern mÃ¼ssen, ob die Frist verlÃ¤ngert werde. Dies habe er offensichtlich unterlassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Art. 5 Abs. 3 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) bestimmt, dass staatliche Organe und Private nach Treu und Glauben zu handeln haben. Als Verfassungsgrundsatz binden Treu und Glauben BehÃ¶rden und Private in ihrem gesamten Handeln (vgl. Etienne Grisel, EgalitÃ©, Les garanties de la Constitution fÃ©dÃ©rale du 18 avril 1999, Bern 2000, N. 355, 357 ff.). Staat wie Private haben sich vertrauenserweckend und vertrau­enshonorierend zu verhalten (z.B. Tschannen/Zimmerli/Kiener, S. 112). Auch das VerhÃ¤ltnis des Staates zu seinen Angestellten wird von Treu und Glauben beherrscht. Die Angestell­­ten dÃ¼rfen darauf vertrauen, dass sie sich auf die Ãusserungen ihrer Vorgesetzten verlassen kÃ¶nnen und ihre AnsprÃ¼che nicht in illoyaler oder Ã¼berspitzter Weise verkÃ¼rzt werden. Auf der anderen Seite muss das Verhalten der Staatsangestellten gegenÃ¼ber ihrem Arbeitgeber ebenfalls von LoyalitÃ¤t getragen sein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ãber den in Art. 5 Abs. 3 BV niedergelegten Grundsatz von Treu und Glauben hi­naus schÃ¼tzt der in Art. 9 BV enthaltene Vertrauensschutz unter bestimmten Voraussetzungen die Einzelnen ebenfalls in ihrem Vertrauen auf Erwartungen, die von staatlichen Organen geweckt worden sind. Der als verfassungsmÃ¤ssiges Individualrecht ausgestaltete Vertrauensschutz kann gegebenenfalls auch ein Abweichen von der objektiven Rechtslage begrÃ¼nden, wenn das private Vertrauensinteresse die Ã¶ffentlichen Interessen an der objektiv korrekten Rechtsanwendung Ã¼berwiegt (vgl. HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 525 ff., 561, mit Hinweisen). Vorliegend ist jedoch lediglich zu beurteilen, ob der BeschwerdefÃ¼hrer nach Treu und Glauben davon ausgehen durfte, dass ihm die GehÃ¶rsfrist verlÃ¤ngert worden sei. Ein Ab­weichen von der objektiven Rechtslage, welche die Bemessung dieser Frist der fÃ¼r die Entlassung zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde Ã¼berlÃ¤sst, wÃ¤re mit der Bejahung dieser Frage nicht verbunden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst zu Recht anfÃ¼hren, dass der GeschÃ¤ftsleiter der E, der auch zur Ansetzung der GehÃ¶rsfrist gemÃ¤ss § 18 Abs. 3 VV PG zustÃ¤ndig gewesen ist, diese in eigener Kompetenz erstrecken konnte. Da § 18 Abs. 3 VV PG auch keine bestimmte Form fÃ¼r die Ansetzung der Frist vorsieht â die Schriftlichkeit bezieht sich auf eine mÃ¶gliche Form der Wahrnehmung des rechtlichen GehÃ¶rs â, wÃ¤re auch eine mÃ¼ndliche und allenfalls auch nur konkludente FristverlÃ¤ngerung denkbar. Wenn also das Verhalten des GeschÃ¤ftsleiters der E geeignet war, beim BeschwerdefÃ¼hrer nach Treu und Glauben den Eindruck zu erwecken, die Frist sei erstreckt worden, so durfte dieser auf jenes vertrauen. Es stellt sich also die Frage, wie der BeschwerdefÃ¼hrer die Vereinbarung eines Besprechungstermins nach dem 18. April 2001 verstehen durfte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Durch eine Reihe von VorfÃ¤llen und Streitigkeiten war das VerhÃ¤ltnis zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und dem GeschÃ¤ftsleiter der E seit geraumer Zeit gestÃ¶rt. Die Androhung der Entlassung des BeschwerdefÃ¼hrers, die Ansetzung der BewÃ¤hrungsfrist und die wiederum negative Qualifikation des BeschwerdefÃ¼hrers vom 10. April 2001 haben das GesprÃ¤chsklima zwischen den Beteiligten zweifellos verschlechtert. Zu bedenken ist auch, dass fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer mit der in Aussicht genommenen Entlassung eine Frage von erheblicher Bedeutung auf dem Spiel stand. Soweit ersichtlich musste er in seinem bisherigen beruflichen Werdegang noch nie eine Stelle unfreiwillig verlassen und verfÃ¼gte dementsprechend auch Ã¼ber keine einschlÃ¤gigen Erfahrungen. Alle diese Faktoren lassen erkennen, dass die Kommunikation zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und dem GeschÃ¤ftsleiter der E nicht an einem durchschnittlichen Massstab ge­messen werden darf. Vor allem kann auch davon ausgegangen werden, dass in einer so angespannten Situation keine der Parteien das GesprÃ¤ch und damit eine mÃ¶gliche Konfron­tation hÃ¤ufiger als unbedingt nÃ¶tig sucht. Wenn deshalb die Finanzdirektion ausfÃ¼hrt, der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte sich aktiv vergewissern mÃ¼ssen, ob mit der Ansetzung des Besprechungstermins die GehÃ¶rsfrist verlÃ¤ngert worden sei, so wendet sie auf das angespannte VerhÃ¤ltnis einen Massstab an, welcher der Situation nicht gerecht wird. Es kann hier offen bleiben, ob bei einem entspannten VerhÃ¤ltnis zwischen den Beteiligten der BeschwerdefÃ¼hrer verpflichtet gewesen wÃ¤re, trotz der erklÃ¤rten Teilnahmebereitschaft am GesprÃ¤ch vom 24. April 2001 noch nachzufragen, ob denn damit auch die GehÃ¶rsfrist verlÃ¤ngert sei. In der beschriebenen Situation konnte dies nach Treu und Glauben vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht verlangt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Vor dem beschriebenen angespannten Hintergrund ist auch die angeblich durch einen Zeugen beweisbare Tatsache zu wÃ¼rdigen, der BeschwerdefÃ¼hrer sei am 12. April 2001 mÃ¼ndlich darauf hingewiesen worden, dass sich durch die auf den 24. April 2001 angesetzte Besprechung die GehÃ¶rsfrist nicht verlÃ¤ngere. Es soll nicht in Abrede gestellt werden, dass dieser Hinweis tatsÃ¤chlich erfolgt ist. Fraglich ist vielmehr, ob eine vereinzelte Ãusserung im Rahmen eines kontroversen GesprÃ¤chs vom BeschwerdefÃ¼hrer in der wahren Tragweite gewÃ¼rdigt werden konnte. Dem GeschÃ¤ftsleiter der E musste bewusst sein, dass es fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer um mehr ging als um ein blosses GesprÃ¤ch Ã¼ber Mobbing im Allgemeinen. Es dÃ¼rfte ebenfalls deutlich geworden sein, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nach fast zehnjÃ¤hriger TÃ¤tigkeit bei der E nicht "kampflos" auf seine WeiterbeschÃ¤ftigung verzichten wollte. Zudem bildete die GehÃ¶rsfrist nur ein Nebenthema der Unterredung. Nach Angaben des GeschÃ¤ftsleiters der E ist es vielmehr darum ge­gangen, ob der Vertreter der Personalamtes als Nichtjurist Ã¼berhaupt eine geeignete Ansprechperson sei, um das rechtliche GehÃ¶r wahrzunehmen. Dass die GehÃ¶rsfrist nicht verlÃ¤ngert werde, hÃ¤tte unter diesen UmstÃ¤nden dem BeschwerdefÃ¼hrer viel deutlicher mitgeteilt werden mÃ¼ssen, allenfalls sogar mit einer erneuten schriftlichen BestÃ¤tigung oder einem weiteren Hinweis ausserhalb dieses GesprÃ¤chs.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da weiter die Ansetzung eines Besprechungstermins in einem gewissen Widerspruch zur NichtverlÃ¤ngerung der GehÃ¶rsfrist steht, durfte sich der BeschwerdefÃ¼hrer nach Treu und Glauben ohnehin darauf verlassen, dass mit der KÃ¼ndigung mindestens bis nach der Besprechung vom 24. April 2001 zugewartet wÃ¼rde. Mit der Verschiebung der KÃ¼ndigung um einige Tage hÃ¤tte sich die KÃ¼ndigungsfrist des BeschwerdefÃ¼hrers auch nicht ver­lÃ¤ngert; dies wÃ¤re erst bei einer KÃ¼ndigung nach dem 30. April 2001 der Fall gewesen. FÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer bestand auch in dieser Beziehung kein Anlass, an einem Zuwarten der E mit der KÃ¼ndigung zu zweifeln. Dass die KÃ¼ndigung bereits am ersten Tag nach Ab­lauf der ursprÃ¼nglich angesetzten GehÃ¶rsfrist eingeleitet und am Tag vor der verein­barten Besprechung mitgeteilt wurde, erscheint im Gesamtzusammenhang als unkorrekt. Dies um­so mehr, als auch die am 11. Januar 2001 angeordnete BewÃ¤hrungsfrist von drei Monaten seitens der E nicht vollstÃ¤ndig respektiert wurde, da das Nichtbestehen der BewÃ¤hrungs­frist bereits am 10. April 2001 festgestellt wurde, also noch â knapp â inner­halb der BewÃ¤hrungsfrist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Selbst wenn der BeschwerdefÃ¼hrer am 12. April 2001 auf die NichtverlÃ¤ngerung der GehÃ¶rsfrist aufmerksam gemacht worden ist, erscheint diese ErklÃ¤rung angesichts des anberaumten Besprechungstermins als widersprÃ¼chlich und damit unbeachtlich. Dass mit der KÃ¼ndigung in treuwidriger Weise nicht bis nach dem 24. April 2001 zugewartet, sondern diese in fast demonstrativer Eile ausgesprochen wurde, fÃ¼hrte im Ergebnis zur VerkÃ¼rzung des GehÃ¶rsanspruchs des BeschwerdefÃ¼hrers.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Wird eine GehÃ¶rsverletzung festgestellt, so fÃ¼hrt dies in der Regel â aufgrund des formellen Charakters des GehÃ¶rsanspruchs â zur Aufhebung des mangelhaften Entscheides und zu dessen RÃ¼ckweisung an die Instanz, die das rechtliche GehÃ¶r verweigert hat (Alber­tini, S. 452 ff.). MÃ¶glich ist unter bestimmten Voraussetzungen auch die Heilung der GehÃ¶rs­verletzung im laufenden Verfahren (RB 1995 Nr. 23; vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 48 ff. ). GrundsÃ¤tzlich ist es jedoch auch mÃ¶glich, unmittelbar aufgrund der festgestellten VerfahrensmÃ¤ngel eine EntschÃ¤digung zuzusprechen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 80 N. 5). Die letztgenannte LÃ¶sung ist zwar nicht unproblematisch, weil dabei die materielle RechtmÃ¤ssigkeit der angefochten Massnahme in der Schwebe bleibt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 80 N. 5, mit Hinweis). Dennoch drÃ¤ngt sie sich in FÃ¤llen auf, in denen eine anderes Vorgehen die Interessen der in ihrem rechtlichen GehÃ¶r verletzten Partei nicht ausreichend zu schÃ¼tzen vermag. So ist im vorliegenden Fall die KÃ¼ndigung zwar mit einem formellen Mangel behaftet, nicht aber nichtig oder aufhebbar. Das BeschÃ¤ftigungsverhÃ¤ltnis des BeschwerdefÃ¼hrers ist offiziell auch schon seit dem 31. Juli 2001 beendet. Eine RÃ¼ckweisung zur DurchfÃ¼h­rung des KÃ¼ndigungsverfahrens auf verbesserter Grundlage fÃ¤llt deshalb aus­ser Betracht (vgl. VGr, 11. April 2001, PB.2000.00024/25, E. 4c, http://www.vgrzh.ch/recht­sprechung ). Da der Sachverhalt vorliegend trotz des nicht vor der KÃ¼ndigung durchgefÃ¼hrten GesprÃ¤chs vom 24. April 2001 als genÃ¼gend abgeklÃ¤rt gelten kann, ist auch keine RÃ¼ckweisung zur weiteren AbklÃ¤rung notwendig (anders die Kons­tellation in VGr, 29. August 2001, PB 2001.00011, E. 6a, http://www.vgrzh.ch/rechtsrechun<a id="_Hlt532004639">g</a> =<a id="_Hlt532004645"> </a>ZBl 102/ 2001, S. 581 ff., 594; anders auch die Behauptung der Beschwerdeschrift, die sich jedoch vor allem auf die angeblich unzutreffende BeweiswÃ¼rdigung durch die Vorinstanz bezieht).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Der Hauptantrag der Beschwerde verlangt die RÃ¼ckweisung der Streitsache an die Finanzdirektion, weil die KÃ¼ndigung aufgrund der GehÃ¶rsverletzung nichtig sei. Wie bereits dargelegt, ist dieser Antrag abzuweisen (vorne 2b). Es fragt sich, ob die Zusprechung einer EntschÃ¤digung fÃ¼r die genannte GehÃ¶rsverletzung § 63 Abs. 2 VRG widersprechen wÃ¼rde, der das Gericht an die gestellten Rechtsbegehren bindet. Angesichts des auf EntschÃ¤digung und Abfindung gerichteten Eventualbegehrens ist dies zu verneinen. Zwar werden diese Geldleistungen auf einer anderen rechtlichen Grundlage verlangt, doch ist das Gericht nicht an die rechtliche BegrÃ¼ndung der ParteiantrÃ¤ge gebunden (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 63 N. 18, mit Hinweis).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>g) Laut § 18 Abs. 3 Satz 1 PG bemisst sich die EntschÃ¤digung bei missbrÃ¤uchlicher oder sachlich nicht gerechtfertigter KÃ¼ndigung nach den Bestimmungen des Obligationenrechts (OR, SR 220). Eine EntschÃ¤digung fÃ¼r die GehÃ¶rsverletzung anlÃ¤sslich einer KÃ¼ndigung zÃ¤hlt zwar nicht direkt zu den in § 18 PG genannten EntschÃ¤digungstatbestÃ¤nden, doch rechtfertigt sich die analoge Anwendung von § 18 Abs. 3 PG auf diese FÃ¤lle. Insofern sind damit auch die Bemessungsregeln des Obligationenrechts massgeblich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei der Bemessung der EntschÃ¤digung ist darauf abzustellen, wie schwer die GehÃ¶rsverletzung wiegt. Da sich â wie im Folgenden darzulegen sein wird â die KÃ¼ndigung nicht als ungerechtfertigt erweist und die GehÃ¶rsverletzung Ã¼berwiegend auf MissverstÃ¤nd­nisse zwischen den Beteiligten beruht, wiegt sie nicht besonders schwer. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass die GehÃ¶rsverweigerung durch die GeschÃ¤ftsleitung der E den BeschwerdefÃ¼hrer der bereits anberaumten MÃ¶glichkeit einer mÃ¶glicherweise wirkungs­vollen Aussprache beraubt hat. FÃ¼r einen langjÃ¤hrigen Mitarbeiter ist es zudem sehr verletzend, mit sachlich kaum zu rechtfertigender Eile gekÃ¼ndigt zu werden, ohne vorher nochmals angehÃ¶rt worden zu sein. Es erscheint deshalb als angemessen, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine EntschÃ¤digung in der HÃ¶he von zwei MonatslÃ¶hnen zuzusprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>h) Nach der herrschenden Ansicht ist unter einem als EntschÃ¤digung im Sinne von Art. 336a OR zugesprochenen Monatslohn der Bruttolohn zu verstehen, zu dem anteils­mÃ¤s­sig auch die regelmÃ¤ssig ausgerichteten Zulagen hinzuzurechnen sind (vgl. Adrian Stae­helin/Frank Vischer, ZÃ¼rcher Kommentar, 1996, Art. 336a N. 6 OR, mit Hinweisen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein Monatslohn entspricht damit dem zwÃ¶lften Teil des Jahreslohns, selbst wenn gemÃ¤ss § 12 Abs. 1 der Personalverordnung vom 16. Dezember 1998 (PVO) der Jahreslohn in insgesamt dreizehn MonatslÃ¶hnen zur Auszahlung gelangt. Der jeweils im Dezember auszurichtende dreizehnte Monatslohn (§ 50 VV PG) wird auf diese Weise anteilsmÃ¤s­sig berÃ¼cksichtigt. Der Jahreslohn wurde fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer mit VerfÃ¼gung vom 30. November 2000 ab 1. Dezember 2001 auf Fr. 64'133.- festgesetzt. Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist damit eine EntschÃ¤digung in der HÃ¶he von Fr. 10'688.85 auszurichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>BezÃ¼glich der EntschÃ¤digungen, die fÃ¼r missbrÃ¤uchliche KÃ¼ndigungen (Art. 336 OR) und KÃ¼ndigungen zur Unzeit (Art. 336c OR) zugesprochen werden, hat die Rechtsprechung erkannt, dass sie aufgrund ihres Ã¼berwiegend pÃ¶nalen und prÃ¤ventiven Charakters keinen "massgebenden Lohn" im Sinne von Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 20. Dezember 1946 (SR 831.10) darstellen (BGE 123 V 5 E. 5). Da sich die sozialversicherungsrechtliche Beitragspflicht fÃ¼r unselbstÃ¤ndige Erwerbseinkommen mit wenigen und vorliegend nicht interessierenden Ausnahmen am Beitragsrecht der AHV orientiert (vgl. Ueli Kieser/Gabriela Riemer-Kafka, Tafeln zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Tafeln 32 f.), sind fÃ¼r die genannten EntschÃ¤digungen keine SozialversicherungsbeitrÃ¤ge zu entrichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst vorbringen, dass es der KÃ¼ndigung an einer genÃ¼genden sachlichen Grundlage fehle. Auf die Vorbringen, welche auf die Mangelhaftigkeit der von der E angefÃ¼hrten KÃ¼ndigungsgrÃ¼nde hinwiesen, sei die Vorinstanz jedoch nicht eingegangen. Es wird gar in Zweifel gezogen, ob die Vorinstanz die entsprechenden EinwÃ¤nde Ã¼berhaupt zur Kenntnis genommen habe, da sie mit keinem Wort auf sie eingehe. In erster Linie soll deshalb die Frage der sachlichen Rechtfertigung der KÃ¼ndi­gung an die Finanz­direktion zurÃ¼ckgewiesen werde, damit diese auf einer korrekt ermittel­ten Grundlage einen neuen Entscheid fÃ¤llen kÃ¶nne. Im Eventualantrag wird die Zusprechung einer EntschÃ¤digung wegen sachlich nicht gerechtfertigter KÃ¼ndigung von mindes­tens sechs Monats­lÃ¶hnen verlangt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Vorwurf, die Vorinstanz habe die in der Rekurs-Replik vom 6. Juli 2001 angefÃ¼hrten EinwÃ¤nde gegen die in der Rekursvernehmlassung der E vom 14. Juni 2001 vorgebrachten AusfÃ¼hrungen zum Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers nicht nur Kenntnis genommen, geht fehl. Der Entscheid der Vorinstanz geht sogar ausdrÃ¼cklich â wenn auch pau­schal â auf die angefÃ¼hrten EinwÃ¤nde ein, gelangt jedoch zum Schluss, dass diese Darlegungen die Vorhaltungen der E nicht zu entkrÃ¤ften ver­mÃ¶gen. Dass die Vorinstanz sich nicht detailliert mit den einzelnen Ein­wÃ¤n­den auseinandergesetzt hat, erscheint insofern verstÃ¤ndlich, als sie die Beurteilung von Verhaltensleistungen als Ermessensfragen behandelt, denen zwangslÃ¤ufig eine subjektive Komponente eigen ist. Sie scheint sich sinngemÃ¤ss auf den Standpunkt zu stel­len, dass selbst dann, wenn einige der vom BeschwerdefÃ¼hrer vorgebrachten EinwÃ¤nde sachlich begrÃ¼ndet gewesen wÃ¤ren, dies nicht die Gesamtbeurteilung des Verhaltens durch die E hÃ¤tte verÃ¤ndern kÃ¶nnen. Da die Finanzdirektion die rechtserheblichen Tatsachen dementsprechend nicht unrichtig festgestellt (vgl. § 75 lit. b VRG) sowie die vorgebrachten Behauptungen und Beweise pflichtgemÃ¤ss gewÃ¼rdigt hat, ist der Antrag auf RÃ¼ck­weisung an die Vorinstanz abzuweisen (§ 80c in Verbindung mit § 64 Abs. 1 VRG; vgl. KÃ¶lz/Bos­shart/RÃ¶hl, § 64 N. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die KÃ¼ndigung eines ArbeitsverhÃ¤ltnisses durch den Staat setzt einen sachlich zureichenden Grund voraus und darf nicht missbrÃ¤uchlich nach den Bestimmungen des Obligationenrechts sein (§ 18 Abs. 2 PG). Ein sachlich zureichender Grund ist namentlich dann anzunehmen, wenn mangelhafte Leistungen oder unbefriedigendes Verhalten zu beklagen sind (§ 16 Abs. 1 lit. a VV PG). Mit dem zusÃ¤tzlichen Erfordernis des sachlich zureichenden KÃ¼ndigungsgrundes geht der Ã¶ffentlichrechtliche KÃ¼ndigungsschutz weiter als die MissbrauchstatbestÃ¤nde des Obligationenrechts (BGr, 22. Mai 2001, 2A.71/2001, E. 2c, http://www.bgr.ch; Matthias Michel, Beamtenstatus im Wandel, ZÃ¼rich 1998, S. 299; vgl. auch die Weisung zu § 18 des Personalgesetzes, ABl 1996 II 1149). Dennoch verbleibt den VerwaltungsbehÃ¶rden beim Entscheid Ã¼ber eine KÃ¼ndigung ein grosser Ermessens- und Beurteilungsspielraum (vgl. VGr, 29. August 2001, PB.2001.00011, E. 7a, mit weiteren Hinweisen, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung = ZBl 102/2001, S. 581 ff., 596). Hat eine VerwaltungsbehÃ¶rde das eingerÃ¤umte Ermessen in pflichtwidriger Weise ge­handhabt und erweist sich eine KÃ¼ndigung als missbrÃ¤uchlich oder sachlich nicht begrÃ¼ndet, so bemisst sich die EntschÃ¤digung nach den Bestimmungen des Obligationenrechts (§ 18 Abs. 3 PG). Das Verwaltungsgericht stellt dies gegebenenfalls fest und bestimmt die EntschÃ¤digung, welche das Gemeinwesen zu entrichten hat (§ 80 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Anders als etwa die Effizienz und QualitÃ¤t der Arbeitsleistung lÃ¤sst sich das Verhalten eines Arbeitnehmers â wie auch die Vorinstanz zu Recht anfÃ¼hrt â nicht klar objektivieren. Stets spielen subjektive EinschÃ¤tzungen der beurteilenden Person eine nicht unwesentliche Rolle. Dementsprechend erhÃ¶ht sich in solchen FÃ¤llen die BegrÃ¼ndungslast (vgl. Albertini, S. 409 ff.; Lorenz KneubÃ¼hler, Die BegrÃ¼ndungspflicht â Eine Untersuchung Ã¼ber die Pflicht der BehÃ¶rden zur BegrÃ¼ndung ihrer Entscheide, Bern/Stuttgart/Wien 1998, S. 186 f.). Nur wenn sich aufgrund der angefÃ¼hrten KÃ¼ndigungsgrÃ¼nde genÃ¼gend er­hÃ¤rtet, dass das Verhalten eines Arbeitnehmers den Betriebsablauf stÃ¶rt oder das Vertrauens­verhÃ¤ltnis zwischen Arbeitnehmer und Vorgesetzten dadurch erschÃ¼ttert ist, kann das Vorliegen eines sachlich genÃ¼genden KÃ¼ndigungsgrundes bejaht werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus verschiedenen Ãusserungen des BeschwerdefÃ¼hrers wie auch des gegenwÃ¤rtigen GeschÃ¤ftsleiters der E erhellt, dass es des Ã¶fteren zu verbalen Auseinandersetzun­gen zwischen den beiden gekommen ist und sich ihre Zusammenarbeit schwierig gestaltete. Freilich behauptet der BeschwerdefÃ¼hrer, dass diese Schwierigkeiten einzig auf das Ver­halten des gegenwÃ¤rtigen GeschÃ¤ftsleiters der E zurÃ¼ckzufÃ¼hren seien, sei sein Verhalten bislang doch noch nie beanstandet worden. Dem widerspricht immerhin das von der E zu den Akten gegebene (undatierte) Beurteilungsblatt, das von H, einem frÃ¼heren Vorgesetzten des BeschwerdefÃ¼hrers, ausgefertigt wurde. In dieser Beurteilung wurde das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers als schwierig und rechthaberisch bezeichnet, wenn auch gegenÃ¼ber den Vorgesetzten als "in Ordnung".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weiter geht auch aus dem Protokoll der Sitzung vom 4. Dezember 1998 hervor, dass das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers schon zu diesem Zeitpunkt in verschiedener Hinsicht bemÃ¤ngelt wurde. BezÃ¼glich dieses Protokolls liess der Beschwer­defÃ¼hrer zwar vorbringen, dass er es noch nie gesehen habe. Zudem treffe es auch nicht zu, dass er bezÃ¼glich seines Verhaltens gegenÃ¼ber einer weiblichen Angestellten eine schriftliche Verwarnung erhalten habe. Dass die genannte Sitzung stattgefunden habe, stellt der BeschwerdefÃ¼hrer jedoch nicht in Frage. Zudem betrafen die in dieser Sitzung angeordneten Massnahmen nicht nur das erwÃ¤hnte Verhalten gegenÃ¼ber der weiblichen Angestellten. Es mutet nicht wahrscheinlich an, dass dieses Protokoll unabhÃ¤ngig von dem an der Sitzung Besprochenen erstellt worden ist (so aber die sinngemÃ¤sse Behauptung des BeschwerdefÃ¼hrers vor der Vorinstanz). Insofern kann es als Indiz fÃ¼r die bereits seit lÃ¤ngerem unbefriedigenden Verhaltensweisen des BeschwerdefÃ¼hrers dienen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf sein von den Vorgesetzten negativ beurteiltes Verhalten wurde der BeschwerdefÃ¼hrer nach den Angaben des GeschÃ¤ftsleiters der E auch etwa in der Sitzung vom 23. Ok­tober 2000 hingewiesen, was jener wiederum in Abrede stellt. Da von dieser Sitzung kein Protokoll erstellt wurde, kann nicht belegt werden, wessen Angaben zutreffen. SpÃ¤testens mit der negativen Mitarbeiterqualifikation vom 11. Januar 2001, in der das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers als "ungenÃ¼gend" bezeichnet und eine dreimonatige BewÃ¤hrungsfrist angesetzt wurde, musste sich der BeschwerdefÃ¼hrer der Untragbarkeit seines Verhaltens bewusst geworden sein. Dennoch kam es zu weiteren ZwischenfÃ¤llen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dass der BeschwerdefÃ¼hrer am 12. Januar 2001 alkoholisiert am Arbeitsplatz erschienen sei, wird etwa nur indirekt mit dem Hinweis bestritten, dass diesbezÃ¼glich keine genaueren SachverhaltsabklÃ¤rungen getroffen worden seien. Wie solche genaueren AbklÃ¤rungen hÃ¤tten getroffen werden sollen, lÃ¤sst der BeschwerdefÃ¼hrer offen. Die Anordnung eines Alkoholtests oder die DurchfÃ¼hrung einer genauen Untersuchung wÃ¤ren sicher unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig gewesen. BezÃ¼glich dieses Vorfalles darf deshalb auf die eigenen Wahrnehmungen des Abteilungsleiters des BeschwerdefÃ¼hrers sowie des GeschÃ¤fts­leiters der E abgestellt werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Kleinere VorfÃ¤lle, die sich im weiteren Verlauf der BewÃ¤hrungsfrist ereignet haben, werden vom BeschwerdefÃ¼hrer insofern bestritten, als es sich entweder um Bagatellen gehandelt habe, die VorwÃ¼rfe zu wenig genau seien oder die Informanten nicht genannt wÃ¼rden. Wertet man jedoch die als Bagatellen bezeichneten Fehler des BeschwerdefÃ¼hrers vor dem Hintergrund der laufenden BewÃ¤hrungsfrist, so sind sie nicht als unbeachtliche Kleinig­keiten zu qualifizieren. Dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer in der BewÃ¤hrungsfrist korrekt und kooperativ verhalten habe, wird auch von diesem nicht behauptet. Zu einer VerÃ¤nderung oder gar Verbesserung des Verhaltens des BeschwerdefÃ¼hrers ist es trotz der deutlichen Warnungen und der angesetzten BewÃ¤hrungsfrist nicht gekommen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Geben auch die einzelnen genannten UmstÃ¤nde â je fÃ¼r sich â keine eigenstÃ¤ndigen KÃ¼ndigungsgrÃ¼nde ab, so deuten sie in ihrem Gesamtbild dennoch auf eine gestÃ¶rtes VertrauensverhÃ¤ltnis zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und seinen Vorgesetzten hin, das zu einem massgeblichen Teil auf das ungenÃ¼gende Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers zurÃ¼ckgefÃ¼hrt werden muss. Es mag zutreffen, dass der vom BeschwerdefÃ¼hrer bemÃ¤ngelte FÃ¼hrungsstil des GeschÃ¤ftsleiters der E einen Teil zur StÃ¶rung des guten Einvernehmens mit dem BeschwerdefÃ¼hrer beigetragen hat (dazu sogleich unten 5). Selbst unter dieser An­nahme kann das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers aber keineswegs als korrekt bezeichnet werden. Trotz mehrfacher Hinweise und Warnungen hat er keine ersichtlichen Anstrengun­gen unternommen, sein Verhalten zu verbessern.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Auch wenn die Sachverhaltsdarstellungen des BeschwerdefÃ¼hrers und des GeschÃ¤ftsleiters der E in zahlreichen Punkten divergieren, erscheint â in WÃ¼rdigung der verschiedenen Vorbringen â das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers als mangelhaft. Die E hat demnach das ihr eingerÃ¤umte Ermessen pflichtgemÃ¤ss gehandhabt. Sie hat auch den erhÃ¶h­ten Anforderungen genÃ¼gt, die an die BegrÃ¼ndung einer KÃ¼ndigung aufgrund des mangelhaften Verhaltens eines Arbeitnehmers zu stellen sind, indem dem BeschwerdefÃ¼hrer die negativ beurteilten Verhaltensweisen anlÃ¤sslich der Qualifikationen vom 11. Januar und 10. April 2001 mÃ¼ndlich und schriftlich mitgeteilt wurden. Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass sich die E bei der KÃ¼ndigung von sachfremden GrÃ¼nden hat leiten lassen, sind nicht ersichtlich. Die KÃ¼ndigung erscheint damit im Ergebnis als sachlich gerechtfertigt. Dementsprechend besteht auch kein Anspruch auf EntschÃ¤digung gemÃ¤ss § 18 Abs. 3 PG.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) Im Eventualantrag verlangt der BeschwerdefÃ¼hrer die Ausrichtung einer Abfindung von mindestens sechs MonatslÃ¶hnen. Angestellte mit wenigstens fÃ¼nf Dienstjahren, deren ArbeitsverhÃ¤ltnis auf Veranlassung des Staates und ohne ihr Verschulden aufgelÃ¶st wird, haben laut § 26 Abs. 1 PG Anspruch auf eine Abfindung, sofern sie mindes­tens 35-jÃ¤hrig sind. Der BeschwerdefÃ¼hrer stand kurz vor der Vollendung seines zehnten Dienstjahres und war zum Zeitpunkt der KÃ¼ndigung Ã¼ber 58 Jahre alt. Es stellt sich damit einzig die Frage, ob das DienstverhÃ¤ltnis unverschuldet im Sinne von § 26 Abs. 1 PG aufgelÃ¶st worden ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Unverschuldet ist die AuflÃ¶sung eines DienstverhÃ¤ltnisses dann, wenn sie vornehmlich auf GrÃ¼nde zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, welche nicht von dem oder der Angestellten zu vertreten sind (Fritz Lang, Das ZÃ¼rcher Personalgesetz vom 27. September 1998, in: Peter Helbling/Tomas Poledna [Hrsg.], Personalrecht des Ã¶ffentlichen Dienstes, Bern 1999, S. 49 ff., 70). Die Rechtsprechung hat das Kriterium des Verschuldens dahingehend prÃ¤zisiert, dass es mehr bedeute als blosse Verursachung. Es setzt voraus, dass die betroffene Person die KÃ¼ndigung hÃ¤tte vermeiden kÃ¶nnen, beispielsweise durch das Erbringen der erwarteten Leistung oder die geforderte VerhaltensÃ¤nderung, wenn ihr solches zumutbar und aufgrund ihrer persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse objektiv mÃ¶glich war. Dem oder der Angestellten wird auch dann kein Verschulden im Sinn von § 26 Abs. 1 PG vorzuwerfen sein, wenn ein Konflikt, der nur durch eine KÃ¼ndigung bereinigt werden konnte, nicht vornehmlich durch ihn bzw. sie verursacht worden ist, sondern zu seiner Entstehung oder VerschÃ¤rfung die vorgesetzte BehÃ¶rde oder andere Mitarbeitende massgeblich beigetragen haben. Die Abfindung hÃ¤ngt also grundsÃ¤tzlich nicht von der UnzulÃ¤ssigkeit der KÃ¼ndigung ab (VGr, 29. August 2001, PB.2001.00011, E. 7d, mit weiteren Hinweisen, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung = ZBl 102/2001, S. 581 ff., 600 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Nach der Sachverhaltsschilderung des BeschwerdefÃ¼hrers erscheint es zwar glaub­haft, dass sein Konflikt mit dem GeschÃ¤ftsleiter der E durch gewisse Verhaltens­weisen von diesem verschÃ¤rft worden ist. Auch der Vorwurf, dass der GeschÃ¤ftsleiter der E sachliche Kritik an den BetriebsablÃ¤ufen als persÃ¶nlichen Angriff empfunden habe, erscheint angesichts von dessen AusfÃ¼hrungen im Rekursverfahren als glaubwÃ¼rdig. So rechnet es der GeschÃ¤ftsleiter der E dem BeschwerdefÃ¼hrer etwa als negatives Verhalten an, dass er sich zum "Thema Kompetenzen" oder betreffend "die neue Einrichtung und den Umbau" Ã¤usserte. Dass die entsprechenden Diskussio­nen seitens des BeschwerdefÃ¼hrers in einem teilweise unpassenden Ton gefÃ¼hrt wurden, wird zwar nicht bestritten. Den AusfÃ¼hrungen des GeschÃ¤ftsleiters ist aber dennoch zu entnehmen, dass er die entsprechenden Stel­lungnahmen eines langjÃ¤hrigen Mitarbeiters grundsÃ¤tzlich zu missbilligen schien. Weiter deutet auch die demonstrativ rasche Aus­sprechung der KÃ¼ndigung, welche im Ergebnis den Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r verletzte (oben 3d), sowie die (knappe) Unterschreitung der am 11. Januar 2001 auf drei Monate angesetzten BewÃ¤hrungsfrist auf eine gewisse Ungeduld des GeschÃ¤ftsleiters im Umgang mit dienstrechtlichen Problemen hin, zumal mit drei Monaten bereits die minimale Dauer einer BewÃ¤hrungsfrist gewÃ¤hlt worden war (vgl. § 18 Abs. 1 Satz 2 VV PG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>All diese UmstÃ¤nde vermÃ¶gen jedoch nicht zu belegen, dass der Konflikt zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und dem GeschÃ¤ftsleiter der E vornehmlich auf das Verhalten des Letzteren zurÃ¼ckzufÃ¼hren war. MÃ¶gen auch gewisse Verhaltensweisen in EinzelfÃ¤llen zur VerschÃ¤rfung des Konfliktes beigetragen haben, kann dennoch nicht von einer massgeb­lichen Verursachung des Konflikts durch den GeschÃ¤ftsleiter der E ausgegangen werden. Gewisse Empfindlichkeiten eines Vorgesetzten vermÃ¶gen das unkorrekte Verhalten eines Angestellten, das letztendlich auch eine KÃ¼ndigung als angemessen erscheinen lÃ¤sst (vorne 4d-f), nicht zu rechtfertigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die in § 26 Abs. 1 Satz 1 PG formulierte Voraussetzung der unverschuldeten AuflÃ¶sung eines ArbeitsverhÃ¤ltnisses ist damit nicht erfÃ¼llt und der Eventualantrag auf Ausrich­tung einer Abfindung folglich abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. a) Der Rechtsvertreter des BeschwerdefÃ¼hrers beziffert den Streitwert mit (mindestens) Fr. 64'133.-, also dem vom 1. Dezember 2000 bis 31. Juli 2001 geltenden Jahreslohn des BeschwerdefÃ¼hrers. GemÃ¤ss § 80b VRG e contrario sind fÃ¼r das Verfahren deshalb Gerichtskosten zu erheben (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 80b N. 3 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Gerichtskosten werden nach Massgabe des Unterliegens auferlegt (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG; vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 14 f.). Da der BeschwerdefÃ¼hrer mit seinem Hauptantrag unterlegen und mit seinen EventualantrÃ¤gen lediglich in der HÃ¶he von zwei MonatsgehÃ¤ltern durchgedrungen ist, hat der BeschwerdefÃ¼hrer 9/10 und der Beschwerdegegner 1/10 der Gerichtskosten zu tragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Dem BeschwerdefÃ¼hrer bleibt aufgrund seines Ã¼berwiegenden Unterliegens eine ParteientschÃ¤digung versagt (§ 17 Abs. 2 Ingress VRG; vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 32).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><a id="Text3"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. DemgemÃ¤ss wird festgestellt, dass der GehÃ¶rsanspruch des BeschwerdefÃ¼hrers im Zusammenhang mit seiner Entlassung ver­letzt worden ist und die KÃ¼ndigung diesbezÃ¼glich an einem formellen Mangel leidet. Insofern wird die Ziffer 1 der angefochtenen VerfÃ¼gung der Finanzdirektion aufgehoben. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird eine EntschÃ¤digung in der HÃ¶he </span></a><span>von Fr. 10'688.85 zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>