B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-4904/2013 Z w i s c h e n e n t s c h e i d v o m 2 9 . O k t o b e r 2 0 1 3 Besetzung Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz), Richter Hans Urech, Richter Marc Steiner, Gerichtsschreiberin Beatrice Grubenmann. Parteien Bietergemeinschaft X._______, bestehend aus: 1. A._______ GmbH, 2. B._______ AG, beide vertreten durch Rechtsanwälte Prof. Dr. iur. Tomas Poledna und lic. iur. Philipp do Canto, Beschwerdeführerinnen, gegen AlpTransit Gotthard AG, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peter Rechsteiner, Vergabestelle, und ARGE C._______, bestehend aus: 1. E._______ AG, 2. I._______ AG, 3. K._______/ T._______/U._______, nämlich: 3.1 K._______S.p.A., 3.2 T._______ AG, 3.3 U._______ S.p.A. alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Galli, Beschwerdegegnerinnen, Gegenstand Öffentliches Beschaffungswesen, Los Bahntechnik + Gesamtkoordination CBT, SIMAP-Projekt-ID 102827. B-4904/2013 Seite 3 Sachverhalt: A. Die AlpTransit Gotthard AG (nachfolgend: Vergabestelle) schrieb auf der Internetplattform SIMAP am 21. Mai 2012 für den Abschnitt Ceneri - Basistunnel (CBT), Teilabschnitt Bahntechnik CBT, den Bereich Bahn- technik und Gesamtkoordination im off enen Verfahren aus (SIMAP - Meldungsnummer 7 36021). Gemäss Ziffer 2.5 der Ausschreibung u m- fasste das Beschaffungsobjekt einerseits die Planung, Entwicklung, Fab- rikation, Lieferung und Montage der bahntechnischen Ausrüstung (Strom- versorgung 50 Hz und Kabel, F ahrstrom 16.7 Hz, Telecom Festnetz und Funk) des Ceneri-Basistunnels inklusive der offenen Neubaustrecke Nord und der Bahntechnikgebäude Vigana und Vezia, die Integration, die Inbe- triebsetzung und die Erhaltung (bis zur Abnahme des Werkes) sowie die Pflichten bezüglich Gesamtkoordination zwischen allen beteiligten Unte r- nehmern sowie der Vergabestelle. Zum Beschaffungsobjekt gehörten wei- ter die Planung, Lieferung, der Aufbau, Betrieb und Rückbau der stationä- ren Infrastruktur des Unternehmers Bahntechnik und Gesamtkoordination auf dem Installationsplatz Camorino sowie die Planung, der Aufbau, Be- trieb und Rückbau des Installationsplatzes Vezia. Die Angebote waren bis zum 14. Dezember 2012 einzureichen. B. Am 15. August 2013 publizierte die Vergabestelle auf SIMAP (Meldungs- nummer 786683), dass sie den Zuschlag an die ARGE C._______ (nach- folgend: Zuschlagsempfängerin nen oder Beschwerdegegnerinnen) zum Preis von CHF 138'040'732.20 erteilt habe. C. Gegen diesen Zuschlag erhob die Bietergemeinschaft X._______, beste- hend aus A._______ GmbH und B._______ AG (Schweiz) (nachfolgend: Beschwerdeführerinnen), mit Eingabe vom 2. September 2013 (Postei n- gang: 3. September 2013) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde . Sie beantragen, die Zuschlagsverfügung sei aufzuheben, die Zuschlag- sempfängerinnen seien aus dem Verfahren auszuschliessen und ihnen selbst sei der Zuschlag zu erteilen . Eventualiter sei die Zuschlagsverf ü- gung aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheid ung an die Verg a- bestelle zurückzuweisen; subeventualiter sei die Rechtswidrigkeit der Z u- schlagsverfügung festzustellen. In prozessualer Hinsicht beantragen die Beschwerdeführerinnen die superprovisorische Erteilung der aufschi e- benden Wirkung. B-4904/2013 Seite 4 Zur Begründung führen die Beschwerdeführerinnen aus, das Angebot der Zuschlagsempfängerinnen sei preislich nicht plausibel; zu den offerierten Kosten sei es technisch nicht machbar. Insbesondere seien die Ang e- botspreise für die Leistungspakete (LP) 10, 12 und 4x nicht plausibel: Die ausgeschriebene Leistung könne mit den dort angebotenen Preisen schlechthin nicht erbracht werden. Aufgrund der am Debriefing gemac h- ten Aussagen der Vergabestelle seien die Beschwerdegegnerinnen bei den übergeordneten LP 10 und LP 12 mit CHF 21 Mio. halb so teuer wie die Beschwerdeführerinnen gewesen. Mutmasslich hätten die Beschwe r- degegnerinnen gewisse Leistungen nicht eingerechnet und die ausg e- schriebene Koordination unter Umständen gar nicht eingepreist oder g e- boten. Bei den bleibenden An lagen liege die Differenz von ca. CHF 12 Mio. zu den Beschwerdegegnerinnen gemäss Debriefing in der Stro m- versorgung (LP 4x) begründet. Die Vergabestelle habe bestätigt, dass keine Plausibilitätsprüfungen der Preise im Verhältnis zu den ausg e- schriebenen Lei stungen durchgeführt worden seien. Die Beschwerd e- gegnerinnen könnten keine geeigneten Referenzen nachweisen dafür, dass sie über die erforderliche Erfahrung mit derart komplexen Bah n- technikprojekten verfügten. So habe sie beispielsweise die Referenz Durchmesserlinie (DML) Zürich angegeben, obwohl erhebliche Teile der diesbezüglichen Bahntechnik-Ausführungsarbeiten erst 2013 begonnen worden seien. Auch die Referenz Torino-Milano genüge nicht, weil die betreffenden Installationen vom Consorzio W._______ errichtet worden seien, zu welchem die Beschwerdegegnerinnen nicht gehörten. Dies zei- ge, dass die Vergabestelle von dem durch sie selber gesetzten Standard abgewichen sei und das ihr zustehende Ermessen missbrauch t und zugleich gegenüber den Beschwerdegeg nerinnen einen viel tieferen Massstab als gegenüber den Beschwerdeführerinnen angesetzt habe , welche durch ihren Leistungsausweis die betreffenden Referenzen erfül l- ten. Weiter bestehe die Vermutung, dass die Vergabestelle den B e- schwerdegegnerinnen im Rahmen der Unternehmergespräche ermöglicht habe, ihr Angebot in technischer Hinsicht kontinuierlich zu verbessern, ohne in der Bewertung des Angebots die Verbesserungen bei den Kosten aufzurechnen. Dieses Vorgehen komme einem unzulässigen Abgebot gleich. Die Beschwerdeführerinnen rügen weiter, die Vergabestelle habe ihnen keine Akteneinsicht gewährt und ihnen nur im rudimentärsten Rahmen Informationen zur Evaluation und Bewertung der Angebot e ge- geben. In Bezug auf ihren Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung führen sie aus, ihr Nachteil bei Nichterteilen der aufschiebenden Wirkung bestehe darin, dass ihnen ein Auftrag im Wert von rund CHF 170 Mio. entgehen würde, auf den sie bei korrektem Verfahrensgang A n-B-4904/2013 Seite 5 spruch gehabt hätten. Zudem müssten sie einen nut zlosen Bieter - Aufwand von CHF 910'000. — abzüglich der Entschädigung durch die Vergabestelle abschreiben. D. Mit superprovisorischer Anordnung vom 3. September 2013 untersagte die Instruktionsrichterin der Vergabestelle bis zum Entscheid über den Antrag betreffend die Erteilung der aufschiebenden Wirkung alle Vol l- zugsvorkehrungen, welche den Ausgang des hängigen Beschwerdeve r- fahrens präjudizieren könnten, namentlich den Vertragsschluss mit den Zuschlagsempfängerinnen. E. Mit Stellungnahme vom 16. September 2013 beantragt die Vergabestelle, die superprovisorisch angeordnete aufschiebende Wirkung der B e- schwerde sei aufzuheben und das Gesuch um Gewährung der aufschi e- benden Wirkung sei abzuweisen. Die Beschwerde sei aussichtsl os und das öffentliche Interesse an der Nichtgewährung überwiege die privaten Interessen der Beschwerdeführerinnen an der Gewährung der aufschi e- benden Wirkung. Die Gewichtung des Angebotspreises sowie dessen konkrete Bewertung seien Bestandteil der Ausschr eibung gewesen, w o- mit die Beschwerdeführerinnen Gelegenheit gehabt hätten, dagegen Be- schwerde zu erheben. Jegliche nachträgliche Rüge sei diesbezüglich un- zulässig. Unklare Preisangaben seien im Rahmen der Fragerunden mit den jeweiligen Anbietern geklärt re sp. die Korrektheit der Preisangaben von ihnen bestätigt worden. Die Vergabestelle habe keine weiteren Preis- oder Sensitivitätsanalysen vorgenommen und sei dazu auch nicht ve r- pflichtet. Die Preise seien von den Anbietern in den Offerten festgelegt worden, und in der Folge habe es keine Preisverhandlungen gegeben. Die Behauptung der Beschwerdeführerinnen, die Beschwerdegegneri n- nen könnten die ausgeschriebene Leistung mit dem angebotenen Preis schlechthin nicht erbringen, sei sachlich in keiner Weise belegt und nicht zu hören. Die Vergabestelle verweist sodann mit Blick auf die Eignung s- prüfung und Evaluation der Referenzen auf das ihr zustehende grosse Ermessen bei der Bewertung bzw. Beurteilung der Anbieter anhand der ausgewählten Eignungskriterien (EK). Dies gelte insbesondere in Bezug auf den Entscheid der Vergabestelle darüber, welche als Referenz au s- gewählten Arbeiten sie mit der ausgeschriebenen Tätigkeit als vergleic h- bar erachte. Die Eignung der Beschwerdegegnerinnen sei gegeben. U n- zutreffend sei, dass die Vergabestelle ihr Ermessen missbraucht habe. Selbst wenn einzelne Referenzen bezüglich der Erfahrung mit ähnlich B-4904/2013 Seite 6 komplexen Aufgaben nicht erfüllt wären (was nicht der Fall sei), würde die von der Vergabestelle festgelegte Gesamtbetrachtung (Nachweis de r Er- fahrung des Anbieters mit ähnlich komplexen Aufgaben [EK1.1] und Nachweis der Erfahrung des Schlüsselpersonals mit ähnlich komplexen Aufgaben [EK1.2] zusammen ) die Vergabestelle zum selben Ergebnis führen. Auch der Vorwurf der technischen Aufwertung des Angebots ohne Aufrechnung der Kosten sei unbegründet. Im Rahmen der Fragerunden und der Verhandlung habe sie ausschliesslich Fragen zur Klärung von Unklarheiten und zur Bereinigung von Widersprüchen gestellt und beso n- ders darauf geachtet, keine Fragen zu stellen, welche den Anbietern eine Nachbesserung des Angebots erlaubt hätte. Weitere Kontakte zwischen ihr und den Anbietern hätten nicht stattgefunden. Die Beschwerde sei o f- fensichtlich unbegründet. Die Interessen der Vergabestelle an der sofort i- gen Vollstreckbarkeit der Zuschlagsverfügung seien eminent, das private Interesse der Beschwerdeführerinnen an der Gewährung der aufschi e- benden Wirkung dagegen sei als weit weniger gewichtig zu qualifizieren. F. Mit Stellungnahme vom 16. September 2013 beantragen die Beschwer- degegnerinnen, das Gesuch der Beschwerdeführerinnen um Gewährung der aufschiebenden Wirkung sei abzuweisen und die superprovisorisch gewährte aufschiebende Wirkung sei aufzuheben. Zur Begründung fü h- ren sie aus, die Rügen der Beschwerdeführerinne n seien offenkundig un- begründet. Es treffe zwar zu, dass gewisse Leistungen des Referenzpro- jektes DML zur Zeit der Offerteingabe noch nicht abgeschlossen gewesen seien, indessen sei dies gegenüber der Vergabestelle offen deklariert worden. Verschiedene relevante Arbeitsschritte seien im Zeitpunkt der Of- ferteingabe bereits abgeschlossen gewesen und hätten entscheidende Rückschlüsse auf die Eignung der Beschwerdegegnerinnen ermöglicht . Beim Referenzprojekt Torino -Milano sei die Beschwerdegegnerin 3.1 Konsortialpartnerin des Totalunternehmens gewesen und habe daher die übergeordnete Verantwortlichkeit für alle Arbeitsgattungen gehabt . Das Referenzprojekt Lieferung und Montage HS-Kabelanlage im Strassentun- nel San Bernardino sei als Referenz für ihre Subunternehmerin einge- reicht worden, was zulässig sei. G. Mit Verfügung vom 20. September 2013 wurden den Parteien Kopien der im Ordner A1 enthaltenen Inhaltsverzeichnisse ihrer jeweils eigenen A n- gebotsunterlagen zugestellt, damit sie allfällige Einwände gegen die vom Gericht umrissene Einsicht der jeweils anderen Partei in den Inhalt dieses B-4904/2013 Seite 7 Ordners vorbringen könnten. Zugleich wurden den Parteien Kopien der jeweils ihr eigenes Angebot betreffenden Evaluationsunterlagen zugestellt mit der Aufforderung , bis am 2. Oktober 2013 die von der Akteneinsicht auszunehmenden Passagen zu bezeichnen. H. In der Folge präzisieren d ie Beschwerdeführerinnen mit Stellungnahme vom 26. September 2013 ihr Akteneinsichtsbegehren und ergänzen ihre Beschwerdebegründung. I. Die Vergabestelle beantragt mit Eingabe vom 26. September 2013 , den Parteien sei ohne Einverständnis der jeweiligen Gegenpartei keine Ei n- sicht in die Verzeichnisse der Ordner betreffend deren Angebot zu gewäh- ren. J. Mit Eingabe vom 26. September 2013 äussern sich die Beschwerdegeg- nerinnen zu den abzudeckenden Passagen im Ordner "Verzeichnis der Akten". K. Mit Verfügung vom 27. September 2013 entschied die Instruktionsrichte- rin, den Parteien am 10. Oktober 2013 Kopien des Inhalts des Ordners A1 "Verzeichnis der Akten" zuzustellen, auf welchen lediglich die Namen der Mitarbeiter der Parteien abgedeckt seien , und forderte die Parteien und die Vergabestelle auf, gegebenenfalls möglichst rasch bekannt zu geben, ob beabsichtigt werde, ein Rechtsmittel gegen diese Zwischenver- fügung zu ergreifen oder darauf zu verzichten. L. Die Beschwerdeführerinnen teilen mit Eingabe vom 30. September 2013 mit, dass sie kein Rechtsmittel ergreifen würden. M. Mit Stellungnahme vom 2. Oktober 2013 g eben die Beschwerdegegn e- rinnen bekannt, dass auch sie auf die Einreichung eines Rechtsmittels verzichteten, und reichen geschwärzte Kopien der ihr Angebot betreffe n- den Evaluationsunterlagen ein. N. Mit Verfügung vom 10. Oktober 2013 forderte die Instruktionsrichterin die B-4904/2013 Seite 8 Parteien auf, gestützt auf die i hnen zugestellte geschwärzte Kopie des Ordners A1 "Verzeichnis der Akten" abschliessend zu präzisieren, in we l- che Dokumente sie Akteneinsicht verlangen , unter Differenzierung, in welche dieser Akten sie unbedingt bereits vor dem Zwischenentscheid über die Gewährung oder Verweigerung der aufschiebenden Wirku ng Einsicht verlangten. O. Mit Eingabe vom 14. Oktober 2013 nimmt die Vergabestelle eine Akte n- korrektur betreffend zwei Beilagen ihrer Vernehmlassung vom 16. Se p- tember 2013 vor. P. Mit Eingabe vom 18. Oktobe r 2013 hält die Vergabestelle innert erstrec k- ter Frist an ihrem Antrag fest, die durch das Bundesverwaltungsgericht superprovisorisch angeordnete aufschiebende Wirkung der Beschwerde sei aufzuheben. Q. Die Beschwerdegegnerinnen beantragen mit Eingabe vom 18 . Oktober 2013, die aufschiebende Wirkung sei aufgrund der prima facie feststellba- ren materiellen Aussichtslosigkeit der Beschwerde zu verweigern. R. Die Beschwerdeführerinnen halten innert erstreckter Frist mit Eingabe vom 25. Oktober 2013 an ihren Anträgen fest und legen dar, in welche Akten sie vor dem Entscheid über die Gewährung der aufschiebenden Wirkung Einsicht begehren. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Gegenstand des vorliegenden Zwischenentscheides ist der Antrag d er Beschwerdeführerinnen auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung. Ist das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung der anhängig g e- machten Beschwerde zuständig, so entscheidet es auch über Gesuche um Erteilung der aufschiebenden Wirkung (vgl. Art. 28 Abs. 2 des Bu n- desgesetzes vom 16. Dezember 1994 über das öffentliche Bescha f- fungswesen [BöB, SR 172.056.1]). B-4904/2013 Seite 9 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von Beschwerden gegen die Erteilung eines Zuschlages, der in den Anwe n- dungsbereich des BöB fällt (vgl. Art. 29 Bst. a i.V.m. Art. 27 Abs. 1 BöB). Das BöB erfasst nur Beschaffungen, welche dem GATT/WTO - Übereinkommen vom 15. April 1994 über das öffentliche Beschaffung s- wesen (Government Procurement Agreement [GPA, SR 0.632.231 .422]) unterstellt sind (BVGE 2008/48 E. 2.1 , mit Hinweisen). Es ist anwendbar, wenn die Auftraggeberin dem Gesetz untersteht (Art. 2 Abs. 1 BöB), wenn der Beschaffungsgegenstand sachlich erfasst wird (Art. 5 BöB), der g e- schätzte Wert des zu vergebenden öf fentlichen Auftrages den entspr e- chenden Schwellenwert von Art. 6 Abs. 1 BöB erreicht und keiner der Ausnahmetatbestände von Art. 3 BöB gegeben ist. Mit dem Inkrafttreten des bilateralen Abkommens vom 21. Juni 1999 zw i- schen der Schweizerischen Eidgenossens chaft und der Europäischen Gemeinschaft über bestimmte Aspekte des öffentlichen Beschaffungswe - sens (Bilaterales Abkommen Schweiz -EG, SR 0.172.052.68) auf den 1. Juni 2002 wurden die Anbieter von Dienstleistungen des Schienenver - kehrs den Regeln über das ö ffentliche Beschaffungswesen unterstellt (Art. 3 Abs. 2 Bst. d und Abs. 3 Bilaterales Abkommen Schweiz-EG sowie Anhang II B). Im Sektorenbereich Eisenbahnen (Bau und Betrieb von Ei - senbahnanlagen) sind die Schweizerischen Bundesbahnen ( SBB AG ), die Unternehmen, bei denen diese die Aktienmehrheit besitzen, und die anderen Betreiber von Eisenbahnanlagen, die unter dem beherrschenden Einfluss des Bundes stehen, dem BöB direkt unterstellt. Ausgenommen sind alle Tätigkeiten dieser Unternehmen, die nicht unmittel bar etwas mit dem Bereich Verkehr zu tun haben (Art. 2 Abs. 2 BöB i.V.m. Art. 2a Abs. 2 Bst. b der Verordnung vom 11. Dezember 1995 über das öffentliche B e- schaffungswesen [VöB, SR 172.056.11]; Zwischenentscheid des Bundes- verwaltungsgerichts B-93/2007 vom 8. Juni 2007 E. 4.1). Die am 12. Mai 1998 gegründete AlpTransit Gotthard AG ist eine 100 - prozentige Tochtergesellschaft der SBB. In Artikel 13 des Bundesgese t- zes vom 4. Oktober 1991 über den Bau der schweizerischen Eisenbahn - Alpentransversale (Alpentransit-Gesetz [AtraG, SR 742.104], ursprünglich Alpentransit-Beschluss) wird ausdrücklich festgehalten, dass der Bund im Rahmen seines Submissionsrechts für Planung, Projektierung und Bau den freien Wettbewerb für die einzelnen Teilstücke sicherstellt (Abs. 1) , sowie, dass für in - und ausländische Bewerber die gleichen Wettb e- werbsbedingungen zu verlangen sind (Abs. 2). Art. 13 Abs. 1 AtraG wird B-4904/2013 Seite 10 durch die Verordnung vom 28. Februar 2001 über den Bau der schweize- rischen Eisenbahn -Alpentransversale (Alpentransit -Verordnung [AtraV, SR 742.104.1]) konkretisiert. Gemäss Art. 4 AtraV unterstehen die Verga- ben der Ersteller von Liefer -, Dienstleistungs- und Bauaufträgen im Ra h- men des Alpentransit -Beschlusses wie die entsprechenden Beschaffu n- gen der SBB dem BöB. Damit ist die AlpTransit Gotthard AG eine Au f- traggeberin im Sinne des BöB (vgl. Zwischenentscheid des Bundesver- waltungsgerichts B-4958/2013 vom 23. Oktober 2013 E. 1.4). Die vorliegend zu beurteilende Vergabe umfasst die Planung, Entwic k- lung, Fabrikation, Lieferung und Montage der bahntechnischen Ausrü s- tung (Stromversorgung 50 Hz und Kabel, Fahrstrom 16.7 Hz, Telecom Festnetz und Funk) des Ceneri -Basistunnels inklusive der offenen Ne u- baustrecke Nord und der Bahntechnikgebäude Vigana und Vezia, die I n- tegration, die I nbetriebsetzung und die Erhaltung (bis zur Abnahme des Werkes) sowie die Pflichten bezüglich Gesamtkoordination zwischen a l- len beteiligten Unternehme rn sowie der Vergabestelle, und andererseits die Planung, Lieferung, den Aufbau, Betrieb und Rückbau der stationären Infrastruktur des Unternehmers Bahntechnik und Gesamtkoordination auf dem Installationsplatz Camorino, sowie die Planung, den Aufbau, Betrieb und Rückbau des Installationsplatzes Vezia (Ziff. 2.5 der Ausschreibung). Die das Beschaffungsobjekt umfassenden Tätigkeiten weisen demnach einen unmittelbaren Zusammenhang mit dem Bereich Verkehr einer 100 - prozentigen Tochtergesellschaft der SBB auf. Ent sprechend fällt die zu beurteilende Vergabe in den Anwendungsbereich des BöB (vgl. Art. 5 Abs. 1 Bst. c und Abs. 2 BöB). Gemäss Art. 1 Bst. c der Verordnung des EVD vom 23. November 2011 über die Anpassung der Schwellenwerte im öffentlichen Beschaffungswe- sen für die Jahre 2012 und 2013 (AS 2011 5581) beträgt der Schwelle n- wert für Bauwerke CHF 8,7 Mio. Bei einem Preis von CHF 138'040'732.20 ist dieser Schwellenwert offensichtlich überschritten. Demnach fällt die vorliegend angefochtene Zuschlagsverfügung auch vom Beschaffungsgegenstand her in den Anwendungsbereich des Bu n- desgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen, wovon im Übrigen auch die Vergabestelle ausgeht. Ein Ausnahmetatbestand im Sinn von Art. 3 BöB ist offensichtlich nicht gegeben. B-4904/2013 Seite 11 Das Bund esverwaltungsgericht ist daher für die Beurteilung der vorli e- genden Streitsache zuständig. 1.2 Über das Begehren um Erteilung der aufschiebenden Wirkung im Rahmen der Anfechtung eines Zuschlags entscheidet das Bundesverwal- tungsgericht gemäss stän diger Praxis in Dreierbesetzung (Zwischen ent- scheid des Bundesverwaltungsgerichts B -3402/2009 vom 2. Juli 2009, auszugsweise publiziert in BVGE 2009/19 E. 1.2, mit Hinweisen; vgl. d a- zu neuerdings PETER GALLI/ANDRÉ MOSER/ELISABETH LANG/MARC STEI- NER, Praxis des öffentlichen Beschaffungsrechts, 3. Auflage, Zürich 2013, Rz. 1340, mit Hinweisen). 2. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht bestimmt sich nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), soweit das BöB und das Verwaltungsg erichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) nichts anderes bestimmen (Art. 26 Abs. 1 BöB und Art. 37 VGG). Gemäss Art. 31 BöB kann die Unang e- messenheit vor dem Bundesverwaltungsgericht nicht gerügt werden. 3. Im Unterschied zu Art. 55 Abs. 1 VwVG sieht Art. 28 Abs. 1 BöB vor, dass der Beschwerde von Gesetzes wegen keine aufschiebende Wirkung z u- kommt. Demnach kann diese vom Bundesverwaltungsgericht nur auf G e- such hin erteilt werden (Art. 28 Abs. 2 BöB). Das BöB nennt keine Kriterien, welche für die Frage der Gewährung oder Verweigerung der aufschiebenden Wirkung zu berücksichtigen sind. Es können indes die Grundsätze übernommen werden, die Rechtsprechung und Lehre zur Anwendung von Art. 55 VwVG entwickelt haben. Danach ist anhand einer Interessenabwägung zu prüfen, ob die Gründe, die für eine sofortige Vollstreckbarkeit sprechen, gewichtiger sind als jene, die für die gegenteilige Lösung angeführt werden können (BGE 129 II 286 E. 3; Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B -6837/2010 vom 16. Novemb er 2010 E. 2.1, mit Hinweisen). Dass der Gesetzgeber im BöB den Suspensiveffekt in Abweichung zum VwVG nicht von Gese t- zes wegen gewährte, zeigt, dass er sich der Bedeutung dieser Anordnung im Submissionsrecht bewusst war und eine individuelle Prüfung diese r Frage als notwendig erachtete, nicht aber, dass er diesen nur au s- nahmsweise gewährt haben wollte (vgl. zum Ganzen den Zwischenen t-B-4904/2013 Seite 12 scheid des Bundesverwaltungsgerichts B -3402/2009 vom 2. Juli 2009, auszugsweise publiziert in BVGE 2009/19 E. 2.1, mit Hinweisen). Liegt ein Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung vor, so ist im Sinne einer prima -facie-Würdigung der materiellen Rechtslage in einem ersten Schritt zu prüfen, ob aufgrund der vorliegenden Akten davon au s- zugehen ist, dass die Beschwerde offe nsichtlich unbegründet ist. Ist dies der Fall, ist die aufschiebende Wirkung von vornherein nicht zu gewä h- ren. Werden der Beschwerde hingegen Erfolgschancen zuerkannt oder bestehen darüber Zweifel, so ist über das Begehren um aufschiebende Wirkung aufgrund der erwähnten Interessenabwägung zu befinden. In die Abwägung einzubeziehen sind nach der ständigen Praxis der Eidgenö s- sischen Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen, die sich das Bundesverwaltungsgericht mit dem Entscheid BVGE 2007/13 (E. 2.2) im Grundsatz zu eigen gemacht hat, einerseits die Interessen der Beschwerdeführerinnen an der Aufrechterhaltung der Möglichkeit, den Zuschlag zu erhalten, wobei zugleich ein gewichtiges öffentliches Interes- se an der Gewährung effektiven Rechtsschutze s besteht (Zwischenen t- scheid des Bundesverwaltungsgerichts B -6177/2008 vom 20. Oktober 2008 E. 2). Diesen gegenüber stehen die öffentlichen Interessen, die die Auftraggeberin wahrzunehmen hat. So wird in der GATT-Botschaft 2 vom 19. September 1994 namentli ch festgehalten, gegen den automatischen Suspensiveffekt spreche die Gefahr von Verzögerungen und erheblichen Mehrkosten (BBl 1994 IV 950 ff., insbes. S. 1197; vgl. auch S. 1199; vgl. zum Ganzen den Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-3402/2009 vom 2. Juli 2009, auszugsweise publiziert in BVGE 2009/19 E. 2.1). Entsprechend hält das Bundesgericht im Rahmen der Auslegung von Art. 17 Abs. 2 der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. März 2001 (IVöB; SR 172.05 6.4) fest, dass dem öffentlichen Interesse an einer möglichst raschen Umsetzung des Vergabeentscheides von vornherein ein erhebliches Gewicht zukommt (Urteil des Bundesgerichts 2P .103/2006 vom 29. Mai 2006 E. 4.2.1, mit Hinweisen; in diesem Sinne auch BVGE 2008/7 E. 3.3). Auch allfällige In- teressen Dritter, namentlich der übrigen an einem Beschaffungsgeschäft Beteiligten, sind nach der ständigen Praxis zu berücksichtigen. Au s- gangspunkt muss dabei – insbesondere auch in Anbetracht der Zielse t- zung von Art. XX Ziff. 2 und 7 Bst. a GPA – die Gewährung eines effekti- ven Rechtsschutzes und die Verhinderung von Zuständen sein, welche das Rechtsmittel illusorisch werden lassen (BVGE 2007/13 E. 2.2, mit Hinweisen; vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1341). B-4904/2013 Seite 13 4. Abgesehen von der Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts sind auch die übrigen Prozessvoraussetzungen offensichtlich gegeben. Die Beschwerdeführerinnen bilden gemeinsam die Bietergemeinschaft X._______ und sind als Gesellschafter der nicht berücksichtigten Anbiete- rin ohne Weiteres im Sinne von Art. 48 VwVG zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerde wurde frist - und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 30 BöB und Art. 52 Abs. 1 VwVG), der Rechtsvertreter hat sich rechtmässig ausgewiesen (Art. 11 VwVG) und der Kostenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG). 5. In materieller Hinsicht machen die Beschwerdeführerinnen unter anderem geltend, die Beschwerdegegnerinnen erfüllten die in der Ausschreibung verlangten Eignungskriterien nicht. Die vo n ihnen eingereichten Refere n- zen seien ungenügend, insbesondere bezüglich der Leistungspakete 40 und 45. Die Beschwerdegegnerinnen hätten jeweils die Zürcher Durc h- messerlinie als erste Referenz angegeben. Erhebliche Teile der Bah n- technik-Ausführungsarbeiten für den Weinbergtunnel und den Bahnhof Löwenstrasse sowie für den Flucht - und Rettungsstollen seien indessen erst 2013 begonnen worden, weshalb diese Referenz die Anforderungen an den Eignungsnachweis nicht erfülle. Bei der DML handle es sich um einen Ge neralunternehmerauftrag, keine Projektierung. Die Arbeitsg e- meinschaft Bahntechnik setze sich aus der Beschwerdeführerin 1 (50 % und Federführung), V._______ AG (30 %) sowie der Beschwerdegegnerin 1 (20 %) zusammen. Die Planung sei an Dritte vergeben worden . Unge- nügend sei auch die Referenz Torino -Milano im LP 40 (Stromversorgung 50 Hz, Verteilung). Die betreffenden Installationen seien nämlich vom Consorzio W._______, einer ARGE um die Firma Z._______, ausgeführt worden, zu welchen die Beschwerdegegnerinnen nicht gehörten. Auch werde die Linie zu grössten Teilen auf offener Strecke geführt, was b e- deute, dass dort nur in geringstem Umfang Elektroinstallationen hätten montiert werden müssen. Die dritte Referenz zu LP 40, die 50 kV-Leitung im San Bernardino -Tunnel, lasse unklar, ob die Firmen der Beschwerd e- gegnerinnen überhaupt dabei gewesen sei. Beim Leistungspaket 45 (Schränke) fehle aufgrund des Ausscheidens der DM L wegen zu späten Baubeginns die erforderliche zweite Referenz. B-4904/2013 Seite 14 Die Vergabestelle macht in Bezug auf diese Frage geltend, der Nachweis der fachlichen Leistungsfähigkeit (EK 1) beinhalte sowohl den Nachweis der Erfahrung des Anbieters mit ähnlich komplexen Aufgaben als auch den Nachweis der Erfahrung des Schlüsselpersonals mit ähnlich kompl e- xen Aufgaben. Die an die Referenzobjekte gestellte Anforderung "für Pl a- nung und Ausführung" sei nicht so zu verstehen, dass jeweils jede Ref e- renz sich zwingend sowohl auf die Planung als auch auf die Ausführung hätte beziehen müssen. Entscheidend sei gewesen, d ass mindestens ei- ne Referenz die Planung und eine die Ausführung abdecke. Aufgrund al- ler Angaben und Referenzen zum EK 1 habe sie sich dann ein Gesam t- bild über die fachliche Leistungsfähigkeit des Anbieters machen können. Die Beschwerdegegnerinnen hätten u nter anderem die Referenz Durc h- messerlinie Zürich angegeben. Im Übrigen verwendeten die Beschwerde- führerinnen selbst die DML Zürich als Referenz für den Eignungsnac h- weis bei verschiedenen Leistungspaketen, weshalb davon auszugehen sei, dass es sich auch na ch ihrer Meinung um eine gültige Referenz handle. Bei der DML Zürich sei die Ausführungsplanung abgeschlossen und die Ausführungsarbeiten, insbesondere die bahntechnischen Anlagen im Weinbergtunnel, würden seit Juni 2012 eingebaut und seien damit im Zeitpunkt der Offertstellung bereits weit fortgeschritten gewesen. Damit habe die spezifische Erfahrung der Beschwerdegegnerinnen überprüft werden können. Ein Grossteil der Kabelarbeiten sei im Zeitpunkt der O f- ferteinreichung bereits abgeschlossen gewesen , wie s ich aus den B e- schwerdebeilagen ergebe. Die Erstellung des Ausführungsprojekts habe zum Zeitpunkt des Einbaus zwingend abgeschlossen sein müssen, a n- sonsten nicht klar gewesen wäre, was, wo, wann einzubauen gewesen sei. Der Termin für die "Abgabe der Ausführ ungspläne A2-A4" sei in den Beschwerdebeilagen auf den 1. Mai 2012 festgesetzt. Der Einbau der Schränke in die DML ab Januar 2013 habe zudem zwingend vorausg e- setzt, dass die Auswahl, Bestellung und Prüfung der Schränke und die funktionale Abnahme der Teile, die in die Schränke zu installieren gewe- sen seien, im Zeitpunkt der Offerteinreichung am 14. Dezember 2012 h a- be weit fortgeschritten oder bereits abgeschlossen sein müssen. Bei den Schränken sei die technisch anspruchsvolle Tätigkeit nicht die Installation derselben gewesen, sondern vielmehr die diesbezüglichen Vorarbeiten. Die Vergabestelle habe daher mittels dieser Referenz sehr wohl die die s- bezügliche Eignung der Beschwerdegegnerinnen annehmen können. Die Beschwerdeführerinnen hätten im Übrigen dieselb e Referenz bezüglich der Schränke verwendet. Bei bahntechnischen Anlagen der vorliegenden Art (bei der DML wie auch beim CBT) werde die Ausführungsprojekti e- rung zwingend vom Generalunternehmer übernommen. Insofern müsse B-4904/2013 Seite 15 beim Projekt DML eine Projektierung, nämlich die Ausführungsprojekti e- rung, bezüglich der bahntechnischen Anlagen durch die Beschwerdegeg- nerinnen durchgeführt worden sein. Diese sei zum Zeitpunkt der O f- fertstellung bereits abgeschlossen gewesen. Den Beschwerdegegneri n- nen fehle daher keine Referenz für das LP 45. Was die Referenz Torino- Milano im LP 40 (Stromversorgung 50 Hz) betreffe, so sei die Beschwe r- degegnerin 3.1 Partnerin des Konsortiums Y ._______ gewesen, welches für den Bau der Strecke (Rohbau und Bahntechnik) verantwortlich gew e- sen se i. Hauptlieferant für die bahntechnische Ausrüstung sei das Co n- sorzio W._______ als Subunternehmerin gewesen. Die Verantwortung für den Bau der Strecke (Rohbau und Bahntechnik) habe indessen beim Y ._______, welche s als Totalunternehmer operiert habe, gelegen. Als Mitglied des Totalunternehmer-Konsortiums habe die Beschwerdegegne- rin 3.1 die Bauwerke des Rohbaus und der Bahntechnik und somit auch die Stromversorgung 50 Hz auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Torino- Milano, Teilabschnitt Torino-Novara, mit projektiert und mit ausgeführt. Die Referenz sei daher gültig. Die Beschwerdegegnerinnen hätten zudem e i- ne erfahrene, kompetente Schlüsselperson gewonnen. Selbst wenn ei n- zelne Referenzen bezüglich der Erfahrung mit ähnlich komplexen Aufg a- ben nicht erfüllt wäre n – was aber nicht der Fall sei – würde eine G e- samtbetrachtung der Nachweise der Erfahrung des Anbieters mit ähnlich komplexen Aufgaben und der Nachweise der Erfahrung des Schlüsse l- personals mit ähnlich komplexen Aufgaben zum selben Ergebnis führen. Zum Vorwurf der Beschwerdeführerinnen, bei der dritten Referenz zu LP 40 (50 kV -Leitung San Bernardino -Tunnel) sei nicht nachgewiesen, wer der Referenzgeber sei, führt die Vergabestelle aus, es gehe bereits aus der Beschwerdebeilage 12 hervor, dass die D._______ AG, eine Subu n- ternehmerin der Beschwerdegegnerinnen, im San Bernardino Tunnel die Detailprojektierung, Lieferung und Montage der Hochspannungs - Kabelanlage ausgeführt habe. Die Referenz sei demnach gültig. Die Beschwerdegegnerinnen machen geltend, es tref fe zwar zu, dass gewisse Leistungen des Referenzprojektes DML zur Zeit der Offerteing a- be noch nicht abgeschlossen gewesen seien. Sie hätten dies aber in dem der Vergabestelle einzureichenden Formular mittels der Angabe "Zei t- raum des Projektes: 2011 bis 201 4" offen deklariert. Das Referenzprojekt DML sei deshalb anrechenbar, weil verschiedene relevante Arbeitsschritte in Bezug auf die temporären und die bleibenden Anlagen zum Zeitpunkt der Offerteingabe bereits abgeschlossen gewesen seien, welche im Z u- sammenhang mit dem CBT von grosser Bedeutung seien. So seien in s- besondere die Ausführungsplanung Verkabelung, Einzug und Verlegung B-4904/2013 Seite 16 der 50 Hz Längsverkabelung und die Planung und Bestellung der Schränke und Trafos abgeschlossen gewesen. Die im Zeitpunkt der O f- ferteingabe bereits geleisteten Arbeiten ermöglichten der Vergabestelle daher entscheidende Rückschlüsse auf die Eignung der Beschwerd e- gegnerinnen. Die Beschwerdeführerinnen hätten hinsichtlich des Ref e- renzprojekts DML lediglich Beanstandungen hinsichtlich de r "Schränke" vorgetragen. Der Einbau der Schränke sei aber gar nicht Gegenstand des LP 45, sondern nur die Lieferung dieser Schränke , ohne Ausrüstung, so- wie die zugehörige Personalschulung. Die Schränke würden an den I n- stallationsplatz geliefert, im Rahmen verschiedener anderer Leistungspa- kete ausgerüstet und in den Tunnel/die Querschläge transportiert und dort montiert. Der Einbau der Schränke sei in der technischen Spezifik a- tion nicht vorgesehen. Die Leistungen, welche jenen von LP 45 entspr e- chen würden, seien beim Referenzprojekt DML schon Mitte Dezember 2012 beendet worden, und ein Teil der Ausführung, nämlich die Beste l- lung der Schränke und deren Prüfung nach der Lieferung , sei im Projekt DML ebenfalls geleistet worden. Die Schränke seien von den Beschw er- degegnerinnen im Oktober 2012 bestellt worden. Nicht einzusehen sei daher, weshalb den Beschwerdegegnerinnen das Referenzprojekt DML nicht angerechnet werden sollte. Auch die Kritik an den weiteren Ref e- renzprojekten werde von den Beschwerdeführerinnen ni cht glaubwürdig begründet. Für das Referenzprojekt Torino-Milano (korrekt: Linea Ferrovi- aria ad alta capacità, tratta Torino -Milano, subtratta Novara-Milano) habe die Beschwerdegegnerin 3.1 im übergeordneten Konsortium Y ._______ als General Contractor vera ntwortlich gezeichnet. Gegenstand des G e- schäfts sei u.a. auch die Stromversorgung 50 Hz gewesen, vergleichbar zu LP 40 im vorliegenden Beschaffungsgeschäft. D as Y ._______ sei im Sinne eines Totalunternehmens tätig gewesen, und die übergeordnete Verantwortlichkeit habe beim Y ._______ und mithin bei der Referenzg e- berin gelegen. Im Hinblick auf die Kritik der Beschwerdeführerinnen, es sei nicht nachgewiesen, wer bei der dritten Referenz zu LP 40, der 50 kV- Leitung San Bernardino -Tunnel, Referenzgeber sei, da k eine der Firmen der Beschwerdegegnerinnen im Bericht des Tiefbauamtes Graubünden genannt sei, bringen die Beschwerdegegnerinnen vor, sie hätten zuläss i- gerweise auch das Referenzprojekt "Lieferung und Montage HS - Kabelanlage im Strassentunnel San Bernardino" eingereicht und ihre Subunternehmerin, die Firma D._______ AG, in der Rubrik "Referenz der Firma/des Subunternehmers" eingetragen. Die Zurverfügungstellung des Referenzprojekts eines Subunternehmers erfolge im Einklang mit den Vorgaben der Vergabestelle. B-4904/2013 Seite 17 5.1 Im Rahmen eines Submissionsverfahrens ist die Befähigung jedes einzelnen Bewerbers zur Ausführung des Auftrags zu prüfen. Die Eignung ist gegeben, wenn sichergestellt ist, dass der konkrete Anbietende den Auftrag in finanzieller, wirtschaftlicher und tech nischer Hinsicht erfüllen kann ( vgl. Art. 9 Abs. 1 BöB). Fehlende Eignung bzw. das Nichterfüllen der Eignungskriterien führt zum Ausschluss vom Verfahren. Art. 9 Abs. 1 BöB lautet: "Die Auftraggeberin kann die Anbieter und Anbieterinnen auffordern, einen Nachweis ihrer finanziellen, wirtschaftlichen und technischen Leistungsfähi g- keit zu erbringen. Sie stellt dazu Eignungskriterien auf." Als Nachweis in diesem Sinn gelten Referenzen, bei welchen die Au f- traggeberin die ordnungsgemässe Erbringung dieser Leistungen überprü- fen und insbesondere folgende Auskünfte einholen kann: Wert der Lei s- tung; Zeit und Ort der Leistungserbringung; Stellungnahme (der damal i- gen Auftraggeberin), ob die Leistung den anerkannten Regeln der Tec h- nik entsprach und ob sie ordnungs gemäss erbracht wurde (VöB, Anhang 3). 5.2 Eignungs- und Zuschlagskriterien sind auseinanderzuhalten. Mittels Eignungskriterien wird ein Nachweis der finanziellen, wirtschaftlichen und technischen Leistungsfähigkeit der Anbieter erbracht. Die Eignungskrit e- rien beziehen sich somit auf das anbietende Unternehmen und dessen Eigenschaften. Die Zuschlagskriterien dagegen konkretisieren den Begriff des wirtschaftlich günstigsten Angebots. Er wird ermittelt, indem ve r- schiedene Kriterien berücksichtigt werden, insbesondere Termin, Qualität, Preis, Wirtschaftlichkeit, Betriebskosten, Kundendienst, Zweckmässigkeit der Leistung, Ästhetik, Umweltverträglichkeit, technischer Wert. Das wir t- schaftlich günstigste Angebot erhält in der Folge den Zuschlag (vgl. Art. 21 Abs. 1 BöB ). Die Vergabebehörde hat daher für jedes Bescha f- fungsgeschäft einen Katalog von Zuschlagskriterien festzulegen, welche in den Ausschreibungsunterlagen in der Reihenfolge ihrer Bedeutung aufzuführen und zu gewichten sind (vgl. Art. 21 Abs. 2 BöB und Art. 2 7 Abs. 1 VöB; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 831). Bei den Z u- schlagskriterien handelt es sich um Merkmale, die ein Angebot in mehr oder minder hohem Mass besitzt und die ein Abwägen des wirtschaftl i- chen Werts ermöglichen (vgl. ELISABETH LANG, Der Grundsatz der Trans- parenz im öffentlichen Beschaffungsrecht, Festschrift 100 Jahre Aargau i- scher Anwaltsverband, Zürich 2005, S. 124). Der Zuschlag erfolgt damit an denjenigen Anbieter, von dem feststeht, dass er voll in der Lage ist, B-4904/2013 Seite 18 den Auftrag zu erfüllen und dessen Angebot als das wirtschaftlich gün s- tigste bzw. billigste beurteilt wird (vgl. MATTHIAS HAUSER, Zuschlagskrite- rien im Submissionsrecht, AJP 12/2001, S. 1406). Eignungs- und Zuschlagskriterien haben somit unterschiedliche Funkti o- nen: Die Nichterf üllung der Eignungskriterien führt zum Ausschluss des Anbieters; ein fehlendes Eignungskriterium kann somit nicht durch Übe r- erfüllung anderer Eignungskriterien kompensiert werden. Demgegenüber dienen die Zuschlagskriterien der Bewertung der zulässigen Ange bote, wobei eine schlechtere Bewertung bei einem Kriterium durch eine bess e- re bei einem anderen aufgewogen werden kann. Daraus folgt, dass in e i- nem ersten Schritt die Eignung zu prüfen ist und anschliessend in einem zweiten Schritt die zulässigen Offerten zu bewerten sind. Es wäre unz u- lässig, den ersten Schritt gar nicht durchzuführen und ein Angebot, das die Eignungskriterien nicht erfüllt, trotzdem zuzulassen (vgl. zur Publikat i- on vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 2C_91/2013 vom 23. Juli 2013 E. 2.2.4; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 580). 5.3 Nach konstanter Rechtsprechung steht der Vergabestelle bei der Wahl der Eignungskriterien und der Eignungsnachweise sowie bei der Bewertung dieser Kriterien ein grosser Ermessensspielraum zu, den das Bundesverwaltungsgericht zu respektieren hat. Da im Beschwerdeverfah- ren Unangemessenheit nicht gerügt werden kann (vgl. Art. 31 BöB), greift das Bundesverwaltungsgericht nur ein, wenn ein qualifizierter Erme s- sensfehler vorliegt (Zwischenentscheide des Bundesverwalt ungsgerichts B-504/2009 vom 3. März 2009 E. 5.3 und 6.1 sowie B-7393/2008 vom 14. Januar 2009 E. 3.2.2.2; Entscheide der Rekurskommission für das öf- fentliche Beschaffungswesen [ BRK] vom 22. März 2004, BRK 2004 -003 und CRM 2004 -004, veröffentlicht in VPB 68.88 E. 4b und VPB 68.119 E. 4d/aa; vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemei- nes Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 463). Dies gilt insbesondere auch in Bezug auf den Entscheid der Vergabestelle da r- über, welche als Referenz erwähnten Arbeiten sie als mit der ausg e- schriebenen Leistung vergleichbar erachtet (Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-7393/2008 vom 14. Januar 2009 E. 3.2.2.2; Zwischenverfügung der BRK 2006 -011 vom 22. August 2006 E. 5c/cc; vgl. auch GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 564 ff.). 5.4 Im vorliegenden Fall waren die von der Vergabestelle aufgestellten Anforderungen an das Eignungskriterium 1 ("Nachweis Erfahrung des B-4904/2013 Seite 19 Anbieters mit ähnlich komplexen Aufgaben") in den Bestimmungen z ur Ausschreibung A-B-2 (S. 12 f.) wie folgt formuliert (Auszug): Leistungspaket Anforderung an die Referenzprojekte LP 40: Stromversorgung 50 Hz Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausfü h- rung von Stromversorgungen 50 Hz in Tunnel oder vergleichbar komplexe Proje k- te mit ähnlichen Anforderungen a n- zugeben. LP 41: Datenverkabelung Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausfü h- rung von Datenverkabelungen in Tunnel oder vergleichbar komplexe Pro jekte mit ähnlichen Anforderungen anzugeben. LP 42: Installation Licht und Kraft Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausfü h- rung von Installationen Licht und Kraft in Tunnel oder vergleichbar komplexe Proje k- te mit ähnlichen Anforderungen a n- zugeben. LP 43: Beschilderungen Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 1 0 Jahre für Planung und Ausfü h- rung von Beschilderungen in Tunnel mit ähnlichen Anforderungen anzugeben. LP 44: Leittechnik Stromversorgung 50 Hz Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausfü h- rung von Leittechnik Stromversorgung in Tunnel oder vergleichbar komplexe Proje k- te mit ähnlichen Anforderungen a n- zugeben. LP 45: Schränke Es sind 2 (bis max. 3) Referenzen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausfü h- rung von Schränken in Tunnel oder ve r- gleichbar komplexe Projekte mit ähnlichen B-4904/2013 Seite 20 Anforderungen anzugeben. 5.5 Die Anbietenden dürfen grundsätzlich darauf vertrauen, dass die Ve r- gabestelle die ausgewählten Beurteilungskriterien im herkömmlichen Sinn versteht. Tut sie dies nicht, muss das betreffende Kriterium in den Au s- schreibungsunterlagen entsprechend (möglichst detailliert) umschrieben werden, damit die Anbieter erkennen können, welchen Anforderungen sie bzw. ihre Offerten genügen müssen (vgl. Urteil des Bundesverwaltung s- gerichts B-4366/2009 vom 24. Februar 2010 E. 3.3, mit weiteren Hinwe i- sen). Dies hat die BRK zunächst mit Bezug auf Zuschlagskriterien fes t- gehalten (Entscheid der BRK 2001 -003 vom 5. Juli 2 001, publiziert in VPB 65.94, E. 3d, mit Hinweis auf das Urteil BE.98.00173 des Verwa l- tungsgerichts des Kantons Aargau vom 16. Juli 1998, publiziert in Aa r- gauische Gerichts - und Verwaltungsentscheide [AGVE] 1998 S. 394, E. 3b/bb). Dasselbe muss auch in Bez ug auf Eignungskriterien und tec h- nische Spezifikationen gelten (vgl. bezüglich der Eignungskriterien etwa das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -4366/2009 vom 24. Februar 2010 E. 3.3, mit weiteren Hinweisen und GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 566). Diese Regel garantiert nicht nur das Verhalten der Ve r- gabestelle nach Treu und Glauben; vielmehr ist die Vergabebehörde grundsätzlich an die Ausschreibung und die Ausschreibungsunterlagen gebunden. Diese Bindung ergibt sich insbesondere aus dem Transp a- renzgebot und aus dem Gleichbehandlungsgrundsatz (Art. 1 Abs. 2 BöB). So ist es der Vergabebehörde untersagt, die den Anbietenden bekann t- gegebenen Vergabekriterien nachträglich zu ändern ( vgl. Zwischenen t- scheid des Bundesverwaltungsgerichts B -4958/2013 vom 23. Oktober 2013 E. 4.6.1, mit Hinweisen). Wenn sie bekanntgegebene Kriterien au s- ser Acht lässt, ihre Bedeutungsfolge umstellt, andere Gewichtungen vo r- nimmt oder Kriterien heranzieht, die sie nicht bekanntgegeben hat, ha n- delt sie vergaberechtswidrig ( vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B-6837/2010 vom 15. März 2011 E. 3.2 mit Hinweisen; B - 891/2009 vom 5. November 2009 E. 3.4; Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsge- richts B -3311/2009 vom 16. Juli 2009 E. 5.2, mit Hinweis auf den Zw i- schenentscheid d es Bundesverwaltungsgerichts B - 4621/2008 vom 6. Oktober 2008 E. 4.1; Entscheid der BRK 2005 -024 vom 18. Mai 2006 E. 3a/aa, unter Hinweis auf den Entscheid der BRK 1999 -006 vom 3. September 1999, veröffentlicht in VPB 64.30 E. 3c, Entscheid der BRK 2001-003 vom 5. Juli 2001, veröffentlicht in VPB 65.94 E. 6a). B-4904/2013 Seite 21 5.6 Im Rahmen der vorliegend vorzunehmenden prima -facie-Prüfung er- scheint das Argument der Beschwerdeführerinnen, dass die dargelegte Formulierung bezüglich der geforderten Nachweise für die ausreichende Erfahrung nach dem allgemeinen Sprachgebrauch nur so verstanden werden könne, dass die Eignung des Anbieters – bzw. der von ihm für die in Frage stehende Aufgabe vorgesehenen Konsortialpartner oder Subu n- ternehmer – sowohl bezüglich Planung wie auch bezügl ich Ausführung durch je mindestens zwei Referenzen nachgewiesen werden musste , keineswegs als unhaltbar . Mehrfachnennungen von Referenzprojekten waren zwar ausdrücklich zugelassen; d.h. ein Projekt durfte durchaus als Referenz in Bezug auf mehrere Leistung spakete angerufen werden. Hi n- gegen erscheint die Auslegung durch die Vergabestelle, es sei ausre i- chend gewesen, wenn mindestens eine Referenz die Planung und eine die Ausführung abdecke, angesichts des klaren Wortlauts nicht als derart überzeugend, als dass die Auffassung der Beschwerdeführerinnen als of- fensichtlich unhaltbar einzustufen wäre. Dies gilt auch für die sinngemäs- se Argumentation der Vergabestelle, allenfalls fehlende oder ungenüge n- de Referenzen könnten im Kontext einer "Gesamtbetrachtung" durch ent- sprechende Erfahrung des Schlüsselpersonals faktisch kompensiert we r- den. 5.7 Als Nachweis für ihre Erfahrung in Bezug auf das Leistungspaket 40 "Stromversorgung 50 Hz" führten die Beschwerdegegnerinnen das Ref e- renzprojekt Durchmesserlinie Zürich, Weinbergtunnel, mit einem Zeitraum 2011 bis 2014 an. Der Kurzbeschrieb lautet auf "Neubau Eisenbahntunnel mit einer Fahrbahnröhre mit zwei Gleisen nicht richtungsgetrennt, mit S i- cherheitsstollen und Querschlägen ". Ihre Funktion innerhalb der diesb e- züglichen Arbei tsgemeinschaft definiert die Beschwerdegegnerin 1 mit "Lieferung, Montage und Prüfung der ganzen Niederspannungsinstallat i- on an der DML, Abschnitt 2 und 3. Gewährleistung der Installationen g e- mäss den Vorschriften und SBB Richtlinien". Die Referenz bezieht sich somit bereits von ihrem Wortlaut her nicht auf die Planung oder Projektierung der Stromversorgung, sondern lediglich auf die Lieferung und Montage. Unbestritten ist ferner, dass die Leistungen der Beschwerdegegnerin 1 im Kontext dieses Refere nzprojekts im Zeitpunkt der Offerteingabe zwar teilweise, aber noch nicht vollständig erbracht waren. Inwiefern allenfalls ein noch nicht vollständig fertig gestelltes Projekt als Referenz herang e- zogen werden kann für den Nachweis darüber, dass ein Anbiete r eine B-4904/2013 Seite 22 vergleichbare Leistung erfolgreich erbracht hat, kann wohl nicht generell beantwortet werden, sondern dürfte von der Art des Projekts , vom kon- kreten Beitrag des betreffenden Leistungserbringers sowie vom Ausmass des Fortschritts abhängen. Solange da s Projekt aber noch nicht besti m- mungsgemäss gebraucht wird, stellt sich aber jedenfalls durchaus die Frage, wie die Vergabestelle beurteilen können sollte, ob der betreffende Anbieter die in Frage stehende Leistung erfolgreich , d.h. ordnungsg e- mäss und den anerkannten Regeln der Technik entsprechend, erbracht hat oder nicht, sofern der Anbieter keine diesbezügliche Bestätigung des Bauherrn beigebracht hat oder die Vergabestelle nicht selbst entspr e- chende Informationen eingeholt hat. Im vorliegenden Fall ist unbestritten und ergibt sich aus den Angebots- und Evaluationsunterlagen (C5 bzw. C44), dass die Beschwerdegegnerinnen keine entsprechende Bestäti- gung beigelegt haben und die Vergabestelle selbst zu diesem Projekt keine Referenz eingeholt hat . Auch ergeben sich aus den Ausführungen der Vergabestelle keinerlei Anhaltspunkte für die Annahme , dass sie be- reits aus anderen Quellen über konkrete Informationen zu dieser Frage verfügt hätte. Die sinngemässe Rüge der Beschwerdeführerinnen, die Vergabestelle habe ih r Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt, wenn sie allein aufgrund der Behauptung der Beschwerdegegnerinnen den Nachweis als erbracht erachtete, dass die Beschwerdegegnerin 1 mit ihrer Leistung anlässlich des Referenzprojekts Durchmesserlinie Zürich, Weinbergt unnel, erfolg- reich eine vergleichbare Aufgabe im Bereich des Leistungspakets 40 er- füllt habe, erscheint daher prima facie nicht als offensichtlich unbegrü n- det. Hinzu kommt, dass dieses Referenzprojekt ohnehin lediglich einen Teil des geforderten Nachweises zum Gegenstand hatte, da die Aufgabe der Beschwerdegegnerin 1 – gemäss dem klaren Wortlaut der Referenz selbst – lediglich Lieferung und Montage, nicht aber Pl anung umfasste. Ob der Wortlaut der Ausschreibungsbestimmungen zulässt, dass ein R e- ferenzprojekt, das nur die Planung oder nur die Ausführung zum Gegens- tand hat, zumindest als Teilreferenz berücksichtigt werde durfte, kann im Rahmen dieses Zwischenentschei des offen gelassen werden. Jedenfalls erscheint die Argumentation der Beschwerdeführerinnen, dieses Objekt habe nicht als vollgültige Referenz im Sinne der Ausschreibungsbesti m- mungen berücksichtigt werden dürfen, nicht als offensichtlich unhaltbar. B-4904/2013 Seite 23 5.8 Als zwe ites Referenzprojekt für das Leistungspaket 40 nannten die Beschwerdegegnerinnen die 50 kV-Kabelanlage San Bernardino Tunnel. Die Referenz lautete auf "Detailprojektierung, Lieferung und Montage HS- Kabelanlage im Strassentunnel, Kabelverlegung, Montagen, S pleissun- gen, Anlagelänge ca. 7'000 m". Die Referenz deckt somit sowohl Proje k- tierung als auch Ausführung ab. Referenzstellerin ist die Subunternehme- rin 15. Da es sich bei diesem Leistungspaket um einen der wichtigsten Teile dieses Vergabeobjekts handelt, könnte sich die Frage stellen, ob ein Eignungsnachweis nur für einen Subunternehmer die ausgeschriebene Anforderung, wonach die Eignung des "Anbieters" durch entsprechende Erfahrung des "Anbieters" nachzuweisen sei, erfüllt. Der Einwand der Be- schwerdeführerinnen, dass keine der Konsortialpartnerinnen Referen z- stellerin ist, erscheint daher prima facie nicht als offensichtlich irrelevant. 5.9 Als drittes Referenzprojekt für das Leistungspaket 40 führten die B e- schwerdegegnerinnen die Stromversorgung der Linea ad alta capacità Torino-Milano, subtratta Novara-Milano, an. Gemäss Beschrieb umfasste die Aufgabe der Beschwerdegegnerin 3.1 dabei den "Bau der Hochg e- schwindigkeitslinie Milano-Turin als Totalunternehmung (Konzession, Pro- jektierung, Ausführung) des Rohbaus und Bahntechnik". Die Beschwerdeführerinnen machen diesbezüglich geltend, die elektr i- schen Installationen dieser Strecke sei in Wirklichkeit nicht von einer der Beschwerdegegnerinnen, sondern vo m Consorzio W._______ errichtet worden. Sie belegt dies mit zwei Ausdrucken aus dem Internet. Daraufhin gestanden die Beschwerdegegnerinnen zu, dass die Projektierung und Ausführung der elektrischen Anlagen an d as Consorzio W._______ un- tervergeben wurde n. Sie machen diesbezüglich lediglich noch geltend, die "übergeordnete Verantwortlichkeit" sei jedoch bei der Totalunterne h- merin gelegen, der auch die Beschwerdegegnerin 3.1 als Konsortialpar t- nerin angehört habe. Bei dieser Sachlage kann die Rüge der Beschwerdeführerinnen, die Be- schwerdegegnerin 3.1 könne dieses Referenzprojekt bzw. die diesbezüg- lich relevante Leistung der "Planung und Ausführung von Stromverso r- gungen 50 Hz in Tunnel oder vergleichbar komplexe Projekte" nicht für sich beanspruchen, nicht als offensichtlich unhaltbar eingestuft werden. 5.10 Als Nachweis für ihre Erfahrung in Bezug auf das Leistungspaket 45 "Schränke" führten die Beschwerdegegnerinnen lediglich zwei Referen z- projekte an. B-4904/2013 Seite 24 Eines davon ist wiederum das Referenzprojekt Durchmesserlinie Zürich, Weinbergtunnel. Diesbezüglich beschreibt die Beschwerdegegnerin 1 ihre Aufgabe als "Lieferung, Montage, Prüfung und technische Klärung der eingesetzten Produkte (Schaltschränke, Kabel…). Verantwortlich, dass die Vorschriften und SBB Richtlinien eingehalten werden." Auch diese Referenz bezieht sich so mit lediglich auf die Lieferung und Montage, nicht aber auf die Planung oder Projektierung. Vor allem aber ist unbestritten, dass die Schränke zwar bestellt, aber die Lieferung und Montage effektiv noch nicht erfolgt waren. Selbst wenn – wie die B e- schwerdegegnerinnen geltend machen – unter "Ausführung" im Sinne der Eignungskriterien lediglich die Lieferung, nicht aber der Einbau verstan- den werden darf , entsprechend der technischen Spezifikation dieses Leistungspakets, erscheint die Argumentation der Beschwe rdeführerin- nen, diese Referenz stelle keine vollgültige Referenz im Sinne der Au s- schreibungsbestimmungen dar, nicht als unhaltbar. 5.11 Als Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass aufgrund einer prima-facie-Würdigung der bisher eingereichten Rechtsschrif ten und der vorliegenden Akten Zweifel bestehen, ob die Vergabestelle zu Recht da- von ausgegangen ist, dass die Beschwerdegegnerinnen die Eignungskri- terien in Bezug auf die Leistungspakete 40 ("Es sind 2 [bis max. 3] Ref e- renzen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausführung von Stromve r- sorgungen 50 Hz in Tunnel oder vergleichbar komplexe Projekte mit äh n- lichen Anforderungen anzugeben") und 45 ("Es sind 2 [bis max. 3] Ref e- renzen der letzten 10 Jahre für Planung und Ausführung von Schränken in Tunnel oder vergleichbar komplexe Projekte mit ähnlichen Anforderu n- gen anzugeben") erfüllt hätten. Die Beschwerde erscheint daher nicht als offensichtlich unbegründet. 5.12 Bei diesem Zwischenergebnis erübrigt es sich, in diesem Verfa h- rensstadium bereits auf die übrigen Rügen der Beschwerdeführerinnen einzugehen. 6. In der Folge ist in einem nächsten Schritt abzuwägen, ob die Interessen der Vergabestelle und der Beschwerdegegnerinnen an einer sofortigen Vollstreckung des Zuschlags gewichtiger sind als das Interesse der B e- schwerdeführerinnen, dass ihre Chance auf einen Zuschlag durch die Gewährung der aufschiebenden Wirkung gewahrt werde. B-4904/2013 Seite 25 Die Vergabestelle führt diesbezüglich aus, das öffentliche Interesse an der Nichtgewährung sei eminent und überwiege die privaten Intere ssen der Beschwerdeführerinnen an der Gewährung der aufschiebenden Wi r- kung. Falls die aufschiebende Wirkung gemäss dem Antrag der B e- schwerdeführerinnen bewilligt würde, sei nicht gewiss, ob mit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vor Ende Juni 2014 gerechnet werden könne. In diesem Fall könnte die Vertragsunterzeichnung erst mit erhebl i- cher Verspätung stattfinden, womit der Beginn der Ausführungsplanung hinausgezögert würde. Ein solcher Rückstand lasse sich durch keine Art von Beschleunigungsmassnahmen wettmachen. Die Vergabestelle unter- nehme alles technisch und kostenseitig Vertretbare, um die Terminvorg a- be für die Inbetriebnahme des Ceneri -Basistunnels im Jahr 2019 einz u- halten. Mit der Einhaltung des Termins seien verkehrspolitische und b e- triebliche Erwartungen der SBB verbunden. Eine frühzeitige Berücksicht i- gung der Verzögerung durch eine Beschwerde mit aufschiebender Wi r- kung sei nicht vereinbar mit dem Ziel, möglichst den aktuellen Stand der Technik zu implementieren und widerspräche dem Gebot des wirtschaftli- chen Umgangs mit öffentlichen Mitteln, da es dadurch schon bei Baub e- ginn durch zwingend notwendige Anpassungen an den Stand der Technik und an weitere Randbedingungen zu grossen Bestellungsänderungen und damit hohen Mehrkosten kommen würde. In der Ausschreibung von Los Bahntechnik und Gesamtkoordination sei de r Übergabetermin der Fahrbahn an den Unternehmer Bahntechnik und Gesamtkoordination de- finiert, wobei im Entwurf des Werkvertrags eine Termingabel von -6/+12 Monaten zu den vertraglich verei nbarten Übergabeterminen festgelegt sei. Im Zeitpunkt der Rechtskraft des Zuschlags könne nicht bereits mit den Bauarbeiten begonnen werden, da vor dem Einbau während ca. dreieinhalb Jahren erhebliche Vorarbeiten geleistet werden müssten. Die für die Vorar beiten nötigen Fristen seien in den Ausschreibungsunterl a- gen festgelegt, nämlich die geplante Vergabe im August 2013, die Ve r- tragsunterzeichnung und der Planungsbeginn der Unternehmer im Juni 2014, der Beginn der Ausführungsprojektierung im Juni 2014, der Beginn der Gesamtkoordination im Juni 2014, der Beginn der Fertigung Werk am 1. Oktober 201 6, der Beginn Einbau Bahntechnik am 24. Juni 2017 . Die Frist von der rechtskräftigen Vergabe bis B eginn Gesamtkoordination betrage demnach 9 Monate, und von der rech tskräftigen Vergabe bis Be- ginn Fertigung Bahntechnik 36 Monate. Das späteste Datum für einen rechtskräftigen Entscheid, das noch keine weitreichenden Termin - und Kostenfolge nach sich ziehe, sei somit der 15. Dezember 2013. Die Lei s- tungen des Loses Bahntechnik und Gesamtkoordination seien zentral und von grösster Wichtigkeit für die zeitgerechte Fertigstellung und Inb e-B-4904/2013 Seite 26 triebnahme, da damit das Jahrhundertbauwerk der Gotthardachse NEAT seiner vollen Nutzung zugeführt werde. Ein verspäteter Baubeginn beim Los Bahntechnik und Gesamtkoordination würde sich direkt auf den Ba u- endtermin und die Nutzung der ganzen Gotthardachse und die Gesam t- kosten auswirken. Die rechtzeitige kommerzielle Inbetriebnahme des CBT sei von grösstem öffentlichem Interesse. Verzögerungen beim Baubeginn führten zu einem längeren Vorhalten der bereits vorhandenen Projekto r- ganisation, insbesondere die Erhaltung der Rohbauwerke, den Betrieb und Unterhalt temporärer Einrichtungen wie Lüftung, Beleuchtung, A b- wasserreinigung etc., sowie laufende P rojektingenieur- und Beratung s- mandate. Auch würden durch Verzögerungen Anpassungen beim Einbau notwendig, die zu Mehrkosten führen könnten, sofern die werkvertraglich definierte Terminbandbreite von -6/+12 Monaten überschritten werde. Die Strukturkosten der Vergabestelle beliefen sich auf ca. CHF 3 Mio. mona t- lich und erhöhten sich durch Verzögerungen entsprechend. Bei einer Ver- zögerung des CBT um ein Jahr lägen Investitionskosten von rund CHF 2,6 Mia. brach. Die Verzinsung der Schulden des FinöV -Fonds, über wel- chen der CBT finanziert werde, führe bei Verzögerungen zu Mehrkosten in Millionenhöhe. In ihrer letzten Berechnung vom 18. Oktober 2013 g e- langt die Vergabestelle auf ein Total der direkten Kosten von CHF 3,9 Mio. pro Monat. Allfällige Beschleunigungsma ssnahmen zur Vermeidung von grösseren Verspätungen auf die Inbetriebnahme würden ihrerseits Mehrkosten in Millionenhöhe auslösen. Schliesslich würden dem zukün f- tigen Betreiber des Tunnels, der SBB AG, notwendige Einnahmen aus Güter- und Personenverkehr sowie dem Trassenverkauf entgehen. In e i- nem derartigen Fall sei es auch gar nicht möglich, ein Beschwerdeverfah- ren einzuberechnen, wie dies bei Projekten, die innerhalb eines übe r- schaubaren Zeitraums geplant und realisiert würden, möglich sei. Beim Projekt NE AT würden sich dafür schier unlösbare technische Probleme ergeben, denn eine Ausschreibung des vorliegenden umfangreichen Au f- trags müsste unter Berücksichtigung eines allfälligen Beschwerdeverfa h- rens mehrere Jahre vor Baubeginn erfolgen. Vor diesem Hinterg rund sei das private Interesse der Beschwerdeführerinnen an der Gewährung der aufschiebenden Wirkung als weniger gewichtig zu qualifizieren als die ausserordentlich gewichtigen öffentlichen Interessen. 6.1 Grundsätzlich gilt, dass eine Vergabestelle den Umstand, dass gegen den Zuschlag ein Rechtsmittel ergrif fen werden kann, welchem gegeb e- nenfalls die aufschie bende Wirkung erteilt wird, bei sorgfältiger Dispo - nierung bereits in ihre Planung einzubeziehen und die Termine, die ei n- gehalten werden müssen, entspr echend anzusetzen hat ( GAL-B-4904/2013 Seite 27 LI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1328 und Rz. 1346 f.). Dementspre- chend hat etwa auch d as Bundes gericht mit Urteil 2C_339/2010 vom 11. Juni 2010 (E. 3.2) erkannt, dass der Dring lichkeit im zu beurteilenden Fall nur ein besch ränktes Gewicht zukomme, da die Kantons regierung den Zuschlag erst spät erteilt habe. Auch das Bundesverwaltungsgericht hat einer Vergabestelle mit Zwischenentscheid B-891/2009 vom 23. März 2009 (E. 4.1) vorgehalten, sie habe einen allfälligen zeitlichen Engpass selbst zu vertreten. 6.2 Im vorliegenden Fall sind die Argumente der Vergabestelle, warum bei einem Projekt wie dem vorliegenden wegen der technischen Aktualität nicht beliebig viel Zeit für ein allfälliges Beschwerdeverfahren eingeplant werden könne , durchaus nachvollziehbar. Auch ihre Ausführungen, w a- rum längere, im Terminplan nicht einkalkulierte Verzögerungen zu erhe b- lichen Mehrkosten führen können, leuchten ein. Unbestreitbar ist auch, dass es sich um ein Projekt von grosser öffentlicher Bedeutun g handelt. Nichtsdestotrotz können diese Aspekte nicht dazu führen, dass dem Int e- resse der Vergabestelle, dass die aufschiebende Wirkung nicht gewährt wird, bei Beschaffungen technischer Natur und von grosser öffentlicher Bedeutung grundsätzlich immer der Vorrang eingeräumt wird. Ein solche Praxis würde bedeuten, dass das gesetzlich vorgesehene Rechtsmittel bei derartigen Beschaffungen faktisch illusorisch würde. 6.3 Hinzu kommt, dass die Frage der Einhaltung der ausgeschriebenen Eignungskriterien nicht nur ei ne Frage der Einhaltung von Verfahren s- grundsätzen im Interesse der nicht berücksichtigten Mitbewerber ist. Wird ein komplexer, technischer Bau- bzw. Installationsauftrag an einen Anbie- ter vergeben, der nicht über die erforderliche Eignung und Erfahrung ve r- fügt, bestehen erhöhte Risiken, dass das abgegebene Werk entweder nicht rechtzeitig oder mit wesentlichen Mängeln behaftet geliefert wird, was seinerseits Sicherheitsrisiken, Verspätungen oder Mehrkosten au f- grund der erforderlichen Nachbesserungen verursac hen kann. Insofern wäre es in einem Fall wie dem vorliegenden, in dem prima facie Zweifel bestehen, ob die Zuschlagsempfängerinnen die ausgeschriebenen Ei g- nungskriterien erfüllen, verfehlt, von der Annahme auszugehen, dass das öffentliche Interesse ausschl iesslich gegen eine Gewährung der au f- schiebenden Wirkung angerufen werden könne. Vielmehr ist davon au s- zugehen, dass auch relevante öffentliche Interessen für eine Gewährung der aufschiebenden Wirkung sprechen. B-4904/2013 Seite 28 6.4 Unter diesen Umständen überwiegen das finanzielle Interesse der Beschwerdeführerinnen, das öffentliche Interesse an einem effektiven Rechtsschutz sowie das öffentliche Interesse daran, dass die Vergabe nur an einen Anbieter erfolgt, der die ausgeschriebenen Eignungskriterien erfüllt, auf der einen Seite das auf der anderen Seite von der Vergabestel- le geltend gemachte Interesse an einer pünktlichen Einhaltung ihres Te r- minplans bzw. das öffentliche Interesse daran, dass es nicht wegen dem Rechtsmittelverfahren zu wesentlichen Verzögerungen dieses wichtigen Infrastrukturprojekts kommt, sowie das finanzielle Interesse der B e- schwerdegegnerinnen. 7. Der Antrag der Beschwerdeführerinnen um Gewährung der aufschiebe n- den Wirkung ist daher gutzuheissen. 8. Die Parteien haben, auf Aufforderung der Instruktionsrichterin hin, diverse Anträge gestellt, in welche Akten sie bereits vor dem Zwischenentscheid über die Gewährung oder Verweigerung der aufschiebenden Wirkung Einsicht verlangen. Da mit diesem Zwischenentscheid dem Ge such der Beschwerdeführerin- nen entsprochen wird, stellt sich die Frage der Ergreifung eines Recht s- mittels bzw. der dafür benötigten Akteneinsicht für sie nicht. Die B e- schwerdegegnerinnen dagegen verfügen bereits über sämtliche Akten, welche für die Frage ihrer Eignung relevant sind. Über die Anträge auf Akteneinsicht wird daher zu einem späteren Zei t- punkt zu entscheiden sein. 9. Über die Kosten für den vorliegenden Zwischenentscheid ist mit dem Entscheid über die Hauptsache zu befinden. B-4904/2013 Seite 29 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Gesuch der Beschwerdeführerinnen um E rteilung der aufschiebe n- den Wirkung der Beschwerde wird gutgeheissen. 2. Über die Anträge der Parteien auf Akteneinsicht wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. 3. Über die Ko stenfolgen des vorliegenden Zwischenentscheides wird mit dem Entscheid in der Hauptsache befunden. 4. Dieser Zwischenentscheid geht an: – die Beschwerdeführerinnen (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde; vorab per Fax) – die Vergabestelle (Ref-Nr. SIMAP-Projekt-ID 102827; Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde; vorab per Fax) – die Beschwerdegegnerinnen (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde; vorab per Fax) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Eva Schneeberger Beatrice Grubenmann B-4904/2013 Seite 30 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzun gen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift ist in einer Amt s- sprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Ang a- be der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 30. Oktober 2013