<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2012.00512</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=212210&amp;W10_KEY=13013534&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2012.00512</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.09.2012</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 25.01.2013 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Stimmrechts- und Gemeindebeschwerde</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Bis wann ist auf Gemeindeebene die Rüge der fehlenden Formparallelität von Einzelinitiative und Gegenvorschlag zu erheben?] Auf Gemeindeebene sind Initiativen möglich in der Form eines ausformulierten Antrags oder einer allgemeinen Anregung. Ausformulierte Initiativen enthalten einen ausgearbeiteten Beschlussesentwurf, der, falls von der Gemeindeversammlung angenommen, direkt vollziehbar ist. Der ausformulierte Wortlaut der Initiative erfordert mithin keine weitere Konkretisierung durch eine Verordnung. Entsprechend kann über eine ausformulierte Initiative in einem einzigen Schritt entschieden werden. Demgegenüber umschreibt eine Initiative in der Form der allgemeinen Anregung lediglich in genereller Weise Ziel und Zweck des politischen Anliegens (E. 2.1). Die Gemeindebehörde ist berechtigt, der Versammlung einen Gegenvorschlag zur Einzelinitiative zu unterbreiten (§ 50b Abs. 4 Satz 1 GG). Dieser Gegenvorschlag muss dabei die gleiche Form aufweisen wie die Initiative selbst (§ 50b Abs. 4 Satz 2 GG): Reicht die Initiantin oder der Initiant eine ausformulierte Initiative ein, so muss auch ein allfälliger Gegenvorschlag ausgearbeitet sein. Handelt es sich um eine Initiative in der Form der allgemeinen Anregung, darf auch der Gegenvorschlag bloss die Form der allgemeinen Anregung aufweisen. Das Erfordernis der Formparallelität will für Chancengleichheit sorgen (E. 2.2). § 50b Abs. 4 Satz 2 GG schützt die Ausübung der politischen Rechte, wie sie durch Art. 34 Abs. 2 BV gewährleistet ist. Wird im Rahmen eines Stimmrechtsrekurs beanstandet, dass während einer Gemeindeversammlung Vorschriften über die politischen Rechte oder ihre Ausübung verletzt worden seien, kann eine Person, die an der Versammlung teilgenommen hat, nur dann dieses Rechtsmittel erheben, wenn sie die Verletzung schon an der Versammlung gerügt hat (§ 151a Abs. 2 GG). Die rekurswillige Person muss den Verfahrensfehler selbst rügen oder zumindest erklären, dass sie sich einer entsprechenden, von einem anderen Versammlungsteilnehmer vorgebrachen Rüge anschliesse. Demgegenüber wird nicht verlangt, dass sie die Beanstandung in der Versammlung detailliert begründet. Ebenso wenig ist erforderlich, dass bereits an der Gemeindeversammlung ein Rechtsmittel gegen den Beschluss angekündigt wird (E. 2.5). Rechtsschriften sind nach dem Vertrauensgrundsatz auszulegen. Es gelten insofern die gleichen Grundsätze wie bei der Auslegung rechtsgeschäftlicher Willenserklärungen. Weicht der wirkliche Wille einer Partei von dem Erklärten ab und konnte dies der Erklärungsempfänger bei der gebotenen Sorgfalt nicht erkennen, so ist Letzterer in seinem Vertrauen auf das objektiv Erklärte zu schützen (E. 3.2). Eine Verwaltungs(justiz)behörde hat ein Rechtsmittel auch dann zu behandeln, wenn es nicht oder falsch benannt wurde; die korrekte Bezeichnung einer Rechtsschrift bildet mit anderen Worten keine formelle Eintretens- oder Gültigkeitsvoraussetzung (E. 3.5). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALLGEMEINE ANREGUNG">ALLGEMEINE ANREGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSFORMULIERTE VORLAGE">AUSFORMULIERTE VORLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLEGUNG VON RECHTSSCHRIFTEN">AUSLEGUNG VON RECHTSSCHRIFTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: CHANCENGLEICHHEIT">CHANCENGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINZELINITIATIVE">EINZELINITIATIVE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENVORSCHLAG">GEGENVORSCHLAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDEBESCHWERDE">GEMEINDEBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDEVERSAMMLUNG">GEMEINDEVERSAMMLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃGEPFLICHT">RÃGEPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STIMMRECHTSBESCHWERDE">STIMMRECHTSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STIMMRECHTSREKURS">STIMMRECHTSREKURS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSGRUNDSATZ">VERTRAUENSGRUNDSATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WORTMELDUNG">WORTMELDUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 34 Abs. II BV</span><br/><span class="ungerade">§ 50 Abs. I GemeindeG</span><br/><span class="gerade">§ 50 Abs. IV GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 50a Abs. I GemeindeG</span><br/><span class="gerade">§ 50b Abs. I GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 50b Abs. IV GemeindeG</span><br/><span class="gerade">§ 151a GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 151a Abs. II GemeindeG</span><br/><span class="gerade">Art. 138a lit. a GPR</span><br/><span class="ungerade">Art. 30 Abs. I KV</span><br/><span class="gerade">§ 21 Abs. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 21a lit. a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=14916" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2012.00512</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">19. September 2012</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Peter Sprenger, Verwaltungsrichterin Maja SchÃ¼pbach Schmid, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Martin Tanner. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>A, </span></b><span><br/> </span><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Gemeinde Zollikon, </span></b><span><br/> </span><span>vertreten durch den Gemeinderat Zollikon, <br/> <a id="BT_Z_PLZ_N"></a></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Stimmrechts- und Gemeindebeschwerde,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Seit EinfÃ¼hrung der sogenannten Blauen Zonen in der Stadt ZÃ¼rich nutzen offenbar vermehrt in ZÃ¼rich arbeitende Personen die GratisparkplÃ¤tze der benachbarten Gemeinde Zollikon. Als Folge davon stehen der BevÃ¶lkerung Zollikons immer weniger ParkplÃ¤tze zur VerfÃ¼gung. Nach zahlreichen Beschwerden unterbreitete der Gemeinderat Zollikon den Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung vom 22. Juni 2011 ein aus Parkie­rungsverordnung und ParkgebÃ¼hrenreglement bestehendes Parkplatzkonzept. Die Stimmberechtigten Zollikons lehnten dieses Konzept ab und wiesen das GeschÃ¤ft zur Ãberarbeitung an den Gemeinderat zurÃ¼ck.</p> <p class="Urteilstext">Am 28. Juni 2011 reichte Q bei der Gemeindekanzlei Zollikons eine Einzelinitiative mit dem Titel "Parkplatzkonzept mit Anwohnerprivilegierung" ein. In der Folge beauftragte der Gemeinderat eine aus Vertretern von Parteien, Gewerbe und Quartiervereinen bestehende Arbeitsgruppe, ebenfalls eine solche Vorlage auszuarbeiten. Q erklÃ¤rte sich bereit, in dieser Arbeitsgruppe mitzuwirken. Kurz bevor die Arbeitsgruppe ihre Arbeit aufnahm, reichte Q am 11. Oktober 2011 eine Ã¼berarbeitete Einzelinitiative ein, welche die ursprÃ¼ngliche Fassung seiner Initiative ersetzte. In der Folge einigte sich die Arbeitsgruppe auf einen Gegenvorschlag zur Einzelinitiative. An der Gemeindeversammlung vom 13. Juni 2012 lehnten die Stimmberechtigten Zollikons die Einzelinitiative ab und nahmen den Gegenvorschlag an.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 19./20. Juni 2012 erhob A "Stimmrechtsrekurs" beim Bezirksrat Meilen und beantragte, die Abstimmung der Gemeindeversammlung vom 13. Juni 2012 sei fÃ¼r ungÃ¼ltig zu erklÃ¤ren. Zur BegrÃ¼ndung brachte er vor, die Einzelinitiative sei in der Form einer allgemeinen Anregung eingereicht worden; demgegenÃ¼ber sei der Gegenvorschlag des Gemeinderats der Gemeindeversammlung als ausformulierte Vorlage zur Abstimmung vorgelegt worden. Art. 30 der Verfassung des Kantons ZÃ¼rich vom 27. Februar 2005 (KV, LS 101) schreibe vor, dass Hauptvorlage und Gegenvorschlag in der gleichen Rechtsform zu ergehen hÃ¤tten. Durch die ungleiche Rechtsform sei die Chancengleichheit verletzt worden. Weiter rÃ¼gte A Ungereimtheiten in der VerhandlungsfÃ¼hrung und machte geltend, der angenommene Gegenvorschlag wirke sich diskriminierend auf das Quartier [â¦] aus. </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 9. August 2012 behandelte der Bezirksrat das Rechtsmittel von A teilweise als Rekurs in Stimmrechtssachen und teilweise als Gemeindebeschwerde. Auf den Rekurs in Stimmrechtssachen trat er nicht ein und erhob fÃ¼r diesen Entscheid keine Verfahrenskosten. Den Nichteintretensentscheid begrÃ¼ndete er im Wesentlichen wie folgt: Der Gemeinderat Zollikon habe in seiner Weisung zur Gemeindeversammlung vom 13. Juni 2012 Einzelinitiative und Gegenvorschlag miteinander verglichen. Diese Weisung sei sÃ¤mtlichen Stimmberechtigten vor der Gemeindeversammlung per Post zugestellt worden. Aus dem Vergleich von Einzelinitiative und Gegenvorschlag hÃ¤tten die Stimmberechtigten erkennen kÃ¶nnen, dass die beiden politischen Begehren unterschiedliche Rechtsformen aufwiesen. Es sei somit bereits im Vorfeld der Gemeindeversammlung zu den geltend gemachten Verfahrensfehlern gekommen. Entsprechend hÃ¤tte A innert fÃ¼nf Tagen nach Erhalt der Weisung und nicht erst nach der Gemeindeversammlung Rekurs in Stimmrechtssachen erheben mÃ¼ssen.</p> <p class="Urteilstext">Weiter wies der Bezirksrat die seiner Auffassung nach sinngemÃ¤ss durch A erhobene Gemeindebeschwerde ab und auferlegte ihm Verfahrenskosten in der HÃ¶he von Fr. 288.-. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 14./16. August 2012 fÃ¼hrte A Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte, der Entscheid des Bezirksrats sei bezÃ¼glich des Stimmrechtsrekurses aufzuheben. Hinsichtlich der Gemeindebeschwerde seien ihm keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Die Gemeinde Zollikon verzichtete stillschweigend auf eine Beschwerdeantwort; der Bezirksrat Meilen verwies am 22. August 2012 auf die BegrÃ¼ndung seines Entscheides und verzichtete im Ãbrigen auf eine Vernehmlassung.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen (§ 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2]). GemÃ¤ss § 151a Abs. 1 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GG, LS 131.1) in Verbindung mit § 41 Abs. 1, § 19 Abs. 1 lit. c und § 19b lit. c VRG ist das Verwaltungsgericht fÃ¼r die Beurteilung von Beschwerden gegen Rekursentscheide des Bezirksrates in Stimmrechtssachen zustÃ¤ndig. Ebenfalls in die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts fÃ¤llt die zweitinstanzliche Behandlung von Gemeindebeschwerden (§ 151 GG in Verbindung mit § 41 Abs. 1, § 19 Abs. 1 lit. a und § 19b lit. c VRG). Der BeschwerdefÃ¼hrer ist in der Gemeinde X stimmberechtigt und damit zur Stimmrechtsbeschwerde legitimiert (§ 70 in Verbindung mit § 21a lit. a VRG). Aus demselben Grund ist auch die Legitimation bezÃ¼glich der Gemeindebeschwerde zu bejahen (§ 151 Abs. 1 GG in Verbindung mit § 70 und § 21 Abs. 1 VRG). Da auch die Ã¼brigen Eintretensvoraussetzungen als gegeben erscheinen, ist das Rechtsmittel an die Hand zu nehmen.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Mit der Stimmrechtsbeschwerde kÃ¶nnen alle Verletzungen der politischen Rechte und von Vorschriften Ã¼ber ihre AusÃ¼bung gerÃ¼gt werden (§ 50 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 und § 19 Abs. 1 lit. c VRG). Das Initiativrecht der StimmbÃ¼rgerinnen und StimmbÃ¼rger ist auf Gemeindeebene in den §§ 50â50c GG geregelt. Unter dem Initiativrecht ist das Recht zu verstehen, GeschÃ¤fte zur Beratung und Beschlussfassung vor die Gemeindeversammlung zu tragen (Hans Rudolf Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤denswil 2000, § 50 N. 1 Ingress). GemÃ¤ss § 50 Abs. 1 GG kann jeder Stimmberechtigte Ã¼ber einen in die Befugnis der Gemeindeversammlung fallenden Gegenstand eine Initiative stellen. Initiativen sind mÃ¶glich in der Form eines ausformulierten Antrags oder einer allgemeinen Anregung. Ausformulierte Initiativen enthalten einen ausgearbeiteten Beschlussesentwurf, der, falls von der Gemeindeversammlung angenommen, direkt vollziehbar ist. Der ausformulierte Wortlaut der Initiative erfordert mithin keine weitere Konkretisierung durch eine Verordnung. Entsprechend kann Ã¼ber eine ausformulierte Initiative in einem einzigen Schritt entschieden werden. DemgegenÃ¼ber umschreibt eine Initiative in der Form der allgemeinen Anregung lediglich in genereller Weise Ziel und Zweck des politischen Anliegens. Befindet die Gemeindeversammlung Ã¼ber eine Initiative in der Form der allgemeinen Anregung, fÃ¤llt sie damit erst einen Grundsatzentscheid; sie entscheidet, ob sie das politische Anliegen des Initianten weiterverfolgen will oder nicht. ErklÃ¤rt sie eine Initiative in Form einer allgemeinen Anregung fÃ¼r erheblich, beauftragt sie damit zugleich die Gemeindevorsteherschaft, eine ausformulierte Vorlage zu erstellen. Erst wenn die Stimmberechtigten bei einer zweiten Gemeindeversammlung diesem ausformulierten Vorschlag zustimmen, entfaltet die Initiative Wirkung (Thalmann, § 50 N. 4.1 f.). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die StimmbÃ¼rgerinnen und StimmbÃ¼rger haben ihre Initiativen der Gemeindevorsteherschaft zur VorprÃ¼fung einzureichen (§ 50 Abs. 4 GG). Diese klÃ¤rt unter anderem ab, ob die Initiative gÃ¼ltig und die Gemeindeversammlung fÃ¼r die Behandlung des Gegenstandes zustÃ¤ndig ist (§ 50a Abs. 1 GG). Sind diese Voraussetzungen erfÃ¼llt, legt die Gemeindevorsteherschaft die Initiative mit ihrem Antrag der nÃ¤chsten Gemeindeversammlung zur Beschlussfassung vor (§ 50b Abs. 1 GG). Die GemeindebehÃ¶rde ist berechtigt, der Versammlung einen Gegenvorschlag zur Einzelinitiative zu unterbreiten (§ 50b Abs. 4 Satz 1 GG). Dieser Gegenvorschlag muss dabei die gleiche Form aufweisen wie die Initiative selbst (§ 50b Abs. 4 Satz 2 GG): Reicht die Initiantin oder der Initiant eine ausformulierte Initiative ein, so muss auch ein allfÃ¤lliger Gegenvorschlag ausgearbeitet sein. Handelt es sich um eine Initiative in der Form der allgemeinen Anregung, darf auch der Gegenvorschlag bloss die Form der allgemeinen Anregung aufweisen (Christian Schuhmacher in: Isabelle HÃ¤ner/Markus RÃ¼ssli/Evi Schwarzenbach [Hrsg.], Kommentar zur ZÃ¼rcher Kantonsverfassung, ZÃ¼rich etc. 2007, Art. 30 N. 17). Das Erfordernis der FormparallelitÃ¤t will fÃ¼r Chancengleichheit sorgen (Verein ZÃ¼rcher Gemeindeschreiber und Verwaltungsfachleute [Hrsg.], ErgÃ¤nzungsband Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, [1. A.,] ZÃ¼rich 2011, § 50b N. 3). § 50b Abs. 4 Satz 2 GG entspricht damit dem gleichlautenden Art. 30 Abs. 1 Satz 2 KV beziehungsweise § 138a lit. a des Gesetzes Ã¼ber die politischen Rechte vom 1. September 2003 (LS 161).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wirft der Vorinstanz sinngemÃ¤ss vor, sie gehe fÃ¤lschlicherweise davon aus, dass er bereits aus der Weisung des Gemeinderates die unterschiedliche Rechtsform von Einzelinitiative und Gegenvorschlag hÃ¤tte erkennen kÃ¶nnen. Bei Erhalt der Weisung habe er sich darauf verlassen dÃ¼rfen, dass der Gemeinderat die Vorgaben bezÃ¼glich gleicher Rechtsform von Einzelinitiative und Gegenvorschlag beachte. Zudem kÃ¶nne von einem StimmbÃ¼rger nicht erwartet werden, dass er die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen kenne. Aus der Weisung sei sodann nicht ersichtlich, dass die Annahme der als allgemeine Anregung ausgestalteten Einzelinitiative eine monatelange VerzÃ¶gerung in der Umsetzung zur Folge gehabt hÃ¤tte.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>In der Weisung des Gemeinderats fehlt eine rechtliche Qualifikation der beiden Vorlagen. Entgegen der Vorinstanz erlaubt auch die Formulierung, dass der Initiant die Schaffung einer Parkplatzverordnung bezwecke, keinen eindeutigen RÃ¼ckschluss auf die Rechtsnatur der Einzelinitiative. So teilte der Gemeinderat den Stimmberechtigten in seiner Weisung mit, dass sich im Sinn ergÃ¤nzender Informationen das Reglement des Initianten Ã¼ber das Abstellen von Fahrzeugen auf Ã¶ffentlichem Grund auf der Webseite der Beschwerdegegnerin abrufen lasse. Angesichts dieses Hinweises auf ein bereits existierendes, vollstÃ¤ndiges Parkierungsreglement durfte der BeschwerdefÃ¼hrer die Einzelinitiative als ausformulierten Vorschlag und nicht bloss als allgemeine Anregung verstehen. Entsprechend war er auch nicht verpflichtet, die fehlende FormparallelitÃ¤t von Einzelinitiative und Gegenvorschlag bereits im Vorfeld der Gemeindeversammlung zu rÃ¼gen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Gleichwohl hilft dies dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht weiter: Wie oben dargelegt, will das Erfordernis der FormparallelitÃ¤t fÃ¼r Chancengleichheit bei Abstimmungen sorgen. § 50b Abs. 4 Satz 2 GG schÃ¼tzt damit die AusÃ¼bung der politischen Rechte, wie sie durch Art. 34 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (SR 101) gewÃ¤hrleistet ist. Wird im Rahmen eines Stimmrechtsrekurs beanstandet, dass wÃ¤hrend einer Gemeindeversammlung Vorschriften Ã¼ber die politischen Rechte oder ihre AusÃ¼bung verletzt worden seien, kann eine Person, die an der Versammlung teilgenommen hat, nur dann dieses Rechtsmittel erheben, wenn sie die Verletzung schon an der Versammlung gerÃ¼gt hat (§ 151a Abs. 2 GG). Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts muss die rekurswillige Person den Verfahrensfehler selbst rÃ¼gen oder zumindest erklÃ¤ren, <span>dass sie sich einer entsprechenden, von einem anderen Versammlungsteilnehmer vorgebrachen RÃ¼ge anschliesse (VGr, 21. September 2011, VB.2011.00496, E. 2.5.5). DemgegenÃ¼ber wird nicht verlangt, dass sie die Beanstandung in der Versammlung detailliert begrÃ¼ndet (Verein </span>ZÃ¼rcher Gemeindeschreiber und Verwaltungsfachleute, § 151a N. 5.1). Ebenso wenig ist erforderlich, dass bereits an der Gemeindeversammlung ein Rechtsmittel gegen den Beschluss angekÃ¼ndigt wird (Thalmann, § 151 N. 4.2.1.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Im Verlaufe der Gemeindeversammlung wurde die ungleiche Rechtsnatur von Einzelinitiative und Gegenvorschlag thematisiert. So wies etwa die GemeindeprÃ¤sidentin die Stimmberechtigten daraufhin, dass die Initiative von Q lediglich allgemein anregend und nicht ausformuliert sei. Als Folge davon mÃ¼sse bei einer Annahme der Initiative nochmals eine Gemeindeversammlung durchgefÃ¼hrt werden. Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¤umt selbst ein, aufgrund dieser ErklÃ¤rung sei ihm bewusst geworden, dass die Initiative im Hinblick auf ihre zeitliche Umsetzung benachteiligt sei. Nach den oben dargestellten GrundsÃ¤tzen wÃ¤re er verpflichtet gewesen, noch wÃ¤hrend der Gemeindeversammlung den Gemeinderat auf die fehlende Chancengleichheit hinzuweisen und damit zumindest sinngemÃ¤ss einen Verstoss gegen § 50b Abs. 4 Satz 2 GG zu rÃ¼gen. Gleiches gilt fÃ¼r die in der Rekursschrift geltend gemachten weiteren "Ungereimtheiten in der VerhandlungsfÃ¼hrung"; auch sie stellen sofort zu rÃ¼gende Verfahrensfehler dar. Vorliegend meldete sich der BeschwerdefÃ¼hrer zwar wÃ¤hrend der Gemeindeversammlung zu Wort, brachte indessen lediglich materiellrechtliche EinwÃ¤nde gegen den Gegenvorschlag vor. So monierte er im Wesentlichen, der Gegenvorschlag diskriminiere die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers [â¦], welche schlecht an den Ã¶ffentlichen Verkehr angeschlossen seien. Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtes ist die sofortige RÃ¼ge von Verfahrensfehlern als Legitimationsvoraussetzung fÃ¼r einen spÃ¤teren Stimmrechtsrekurs zu qualifizieren (<span>VGr, 21. September 2011, VB.2011.00496, E. 2.5.6</span>). Die Vorinstanz ist daher im Ergebnis zu Recht nicht auf den Stimmrechtsrekurs eingetreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Weiter rÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer, die Vorinstanz habe seine Rechtsschrift fÃ¤lschlicherweise zusÃ¤tzlich als Gemeindebeschwerde behandelt und ihm zu Unrecht Verfahrenskosten von insgesamt Fr. 288.- auferlegt. Er habe sein Rekursschreiben vom 19. Juni 2012 mit "Stimmrechtsrekurs" betitelt und an keiner Stelle den Begriff "Gemeindebeschwerde" verwendet. Die erwÃ¤hnte Benachteiligung eines Quartiers sei lediglich als erklÃ¤rende Randbemerkung zum Stimmrechtsrekurs zu verstehen gewesen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Rechtsschriften sind nach dem Vertrauensgrundsatz auszulegen. Es gelten insofern die gleichen GrundsÃ¤tze wie bei der Auslegung rechtsgeschÃ¤ftlicher WillenserklÃ¤rungen (BGr, 8. August 2011, 9C_324/2011, E. 2.3.1). Weicht der wirkliche Wille einer Partei von dem ErklÃ¤rten ab und konnte dies der ErklÃ¤rungsempfÃ¤nger bei der gebotenen Sorgfalt nicht erkennen, so ist Letzterer in seinem Vertrauen auf das objektiv ErklÃ¤rte zu schÃ¼tzen (Ingeborg Schwenzer, Schweizerisches Obligationenrecht â Allgemeiner Teil, 5. A., Bern 2009, N. 27.40â42). Nachstehend gilt es somit zu prÃ¼fen, ob die Vorinstanz die Rechtsschrift des BeschwerdefÃ¼hrers nach Treu und Glauben als Gemeindebeschwerde verstehen durfte. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der Rekurs in Stimmrechtssachen unterscheidet sich von der Gemeindebeschwerde insbesondere hinsichtlich der zulÃ¤ssigen RÃ¼gegrÃ¼nde: Mit dem Rekurs in Stimmrechtssachen gemÃ¤ss § 151a GG kann nur die Verletzung politischer Rechte und Vorschriften Ã¼ber ihre AusÃ¼bung beanstandet werden. DemgegenÃ¼ber bildet die RÃ¼ge, ein Beschluss der Gemeinde verstosse gegen Ã¼bergeordnetes Recht, Hauptanwendungsfall der Gemeindebeschwerde (§ 151 Abs. 1 Ziff. 1 GG). Im Vordergrund steht dabei die Verletzung materiellrechtlicher Bestimmungen des Verfassungs- und Bundesrechts sowie von kantonalem oder hÃ¶herrangigem kommunalem Recht. Keine Verletzung von Ã¼bergeordnetem Recht im Sinn von § 151 Abs. 1 Ziff. 1 GG stellt demgegenÃ¼ber ein Verstoss gegen Vorschriften Ã¼ber die politischen Rechte dar (<span>Verein </span>ZÃ¼rcher Gemeindeschreiber und Verwaltungsfachleute, § 151 N. 3.1). Die Regelung des Stimmrechtsrekurses ist insofern als lex specialis zu derjenigen der Gemeindebeschwerde zu qualifizieren.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer machte in seiner Rekursschrift geltend, das Quartier [â¦] sei schlecht an den Ã¶ffentlichen Verkehr angeschlossen. Um wÃ¤hrend der Randzeiten und am Wochenende Ã¼berhaupt mit dem Ã¶ffentlichem Verkehr in die Stadt zu gelangen, seien die Bewohner dieses Quartiers faktisch gezwungen, jÃ¤hrlich eine Parkkarte fÃ¼r Fr. 200.- zu erwerben. Die krasse MobilitÃ¤tsbenachteiligung eines ganzen Quartiers sei als Diskriminierung im Sinn von Art. 11 KV zu beurteilen und stehe angesichts der angestrebten Verlagerung vom Auto zum Ã¶ffentlichen Verkehr quer in der Landschaft. DemgegenÃ¼ber sehe die Initiative fÃ¼r die Parkkarte eine akzeptable einmalige GebÃ¼hr von Fr. 100.- vor und kÃ¤me daher einer Gleichbehandlung aller Gemeindebewohner sehr nahe. Mit diesen Argumenten rÃ¼gte der BeschwerdefÃ¼hrer keine Verletzung irgendwelcher Bestimmungen Ã¼ber die AusÃ¼bung der politischen Rechte (§ 151a GG). Vielmehr moniert er einen Verstoss gegen Ã¼bergeordnetes materielles (Kantonsverfassungs-)Recht, wie er einzig im Verfahren gemÃ¤ss § 151 GG gerÃ¼gt werden kann. Zu Recht behandelte daher die Vorinstanz die Eingabe des BeschwerdefÃ¼hrers (auch) als Gemeindebeschwerde.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>An diesem Ergebnis vermag auch die Tatsache nichts zu Ã¤ndern, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in seiner Rekursschrift an keiner Stelle explizit den Begriff "Gemeindebeschwerde" verwendete. Eine Verwaltungs(justiz)behÃ¶rde hat ein Rechtsmittel auch dann zu behandeln, wenn es nicht oder falsch benannt wurde; die korrekte Bezeichnung einer Rechtsschrift bildet mit anderen Worten keine formelle Eintretens- oder GÃ¼ltigkeitsvoraussetzung (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 23 N. 4).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">GemÃ¤ss § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 4 VRG werden in Stimmrechtssachen keine Kosten erhoben, es sei denn, das Rechtsmittel erweise sich als offensichtlich aussichtslos. Von einem solchen Fall ist vorliegend nicht auszugehen, weshalb dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r die Stimmrechtsbeschwerde keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. DemgegenÃ¼ber wird bei einer Gemeindebeschwerde die unterliegende Verfahrenspartei kostenpflichtig (§ 151 Abs. 3 GG in Verbindung mit § 65a Abs. 2 und § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Angesichts der untergeordneten Bedeutung der Gemeindebeschwerde im verwaltungsgerichtlichen Verfahren erscheint es angezeigt, die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer lediglich zu einem Viertel aufzuerlegen und im Ãbrigen auf die Gerichtskasse zu nehmen.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2.