<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2017.01303</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span> </span></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiber Volz</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 27. November 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">SWICA Krankenversicherung AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">SWICA Gesundheitsorganisation, Rechtsdienst</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Römerstrasse 38, 8401 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 23. Dezember 2016 meldete A.___, geboren 1980, ihre beiden Kinder, B.___ und C.___, beide geboren am 4. November 2016 in Frank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reich, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei der Invalidenversicherung zum Bezug von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">medizinischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in Frankreich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 6/1 und Urk. 6/1 in Prozess </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nr. IV.2017.01</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">131)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> an, worauf die Sozialversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nach Erlass des Vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheids (Urk. 6/14) mit Verfügungen vom 3. Oktober 2017 die Ansprüche von C.___ (Urk. 6/15 = Urk. 2) sowie von B.___ (Urk. 2 in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Prozess Nr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV.2017.01</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">131) auf medizinische Massnahmen im Ausland verneinte. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügungen vom 3. Oktober 2017 (Urk. 2 und Urk. 2 in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Prozess Nr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV.2017.01</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">131)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erhob der Krankenversicherer von A.___, B.___ und C.___, die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">SWICA Krankenversicherung AG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 11/2-5), mit Eingabe vom 18. Dezember 2017 (Urk. 1 und Urk. 1 in Prozess Nr. IV.2017.01131) Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den und beantragte, es sei die IV-Stelle zu verpflichten, die Kosten der Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungen von B.___ und C.___ im Ausland zu über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmen (Urk. 1 S. 2 und Urk. 1 S. 2 in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Prozess Nr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV.2017.0</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1131</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Beschwerdeantworten vom 27. November 2017 (Urk. 5 und Urk. 5 in Prozess Nr. IV.2017.01131) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerden sowie in prozessualer Hinsicht die Trennung der beiden Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verfahren. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Verfügung vom 5. Dezember 2017 (Urk. 7 in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Prozess Nr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IV.2017.0</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1131</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) wurde das vorliegende Verfahren betreffend den Anspruch auf medizinische Massnahmen im Ausland von C.___ vom Verfahren betreffend den Leistungsanspruch von B.___ (Prozess Nr. IV.2017.01131) abgetrennt und es wurde anschliessend mit einer gleichentags erlassenen Verfügung bei der Beschwerdeführerin die vollständigen Akten der obligatorischen Kranken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherung in Sachen des C.___ sowie diejenigen in Sachen der A.___ betreffend die Schwangerschaft und die Entbindung von B.___ und C.___ beigezogen (Urk. 10/1-11, Urk. 11/1-11 und Urk. 13/1-2, 3, 5-8). Davon wurde der Beschwerdegegnerin am 27. August 2018 Kenntnis gegeben (Urk. 15). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX073"></span><span id="XX014"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schweizerische und ausländische Staatsangehörige sowie Staatenlose haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Anspruch auf Leistungen gemäss den nachstehenden Bestimmungen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">39 bleibt vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1). Ausländische Staatsangehörige sind, vorbehältlich Artikel 9 Absatz 3, nur anspruchsberechtigt, solange sie ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">13 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) in der Schweiz haben und sofern sie bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge geleistet oder sich ununterbrochen während zehn Jahren in der Schweiz aufgehalten haben. Für im Ausland wohnhafte Angehörige dieser Personen werden keine Leistungen gewährt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2). Bei Personen, die mehrere sich ablösende Staatsangehörigkeiten besessen haben, ist für die Leistungsberechtigung die Staatsangehörigkeit während des Leistungsbezugs massgebend (Abs. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 9 IVG entsteht der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen frühestens mit der Unterstellung unter die obligatorische oder die freiwillige Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung und endet spätestens mit dem Ende der Versicherung (Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung haben Personen, die der Versicherung nicht oder nicht mehr unterstellt sind, höchstens bis zum 20. Altersjahr Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, sofern mindestens ein Elternteil freiwillig versichert ist (lit. a); oder während einer Erwerbstätigkeit im Ausland nach Art. 1a Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) oder nach Art. 1a Abs. 3 lit. a AHVG oder auf Grund einer zwischenstaatlichen Vereinbarung obligatorisch versichert ist (lit. b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung haben ausländische Staatsangehörige mit Wohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz, die das 20. Altersjahr noch nicht vollendet haben, Anspruch auf Eingliederungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen, wenn sie selbst die Voraussetzungen nach Art. 6 Abs. 2 IVG erfüllen oder wenn:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ihr Vater oder ihre Mutter, falls sie ausländische Staatsangehörige sind, bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">träge geleistet oder sich ununterbrochen während zehn Jahren in der Schweiz aufgehalten haben (lit. a);</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">und sie selbst in der Schweiz invalid geboren sind oder sich bei Eintritt der Invalidität seit mindestens einem Jahr oder seit der Geburt ununter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">brochen in der Schweiz aufgehalten haben. Den in der Schweiz invalid geborenen Kindern gleichgestellt sind Kinder mit Wohnsitz und gewöhn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lichem Aufenthalt in der Schweiz, die im Ausland invalid geboren sind und deren Mutter sich dort unmittelbar vor der Geburt während höchstens zwei Monaten aufgehalten hat. Der Bundesrat regelt, in welchem Umfang die Invalidenversicherung die Kosten zu übernehmen hat, die sich im Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">land wegen der Invalidität ergeben (lit. b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 3. Oktober 2017 (Urk. 2) davon aus, dass aus medizinischer Sicht auf Grund einer Risiko</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwangerschaft der Mutter des Versicherten ein Spitalaufenthalt für die Geburt des Versicherten indiziert gewesen sei, dass jedoch ein Spitalaufenthalt im Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">land aus medizinischen Gründen nicht erforderlich gewesen sei. Da die Geburt des Versicherten auf Grund besonderer familiärer Strukturen nach Frankreich verlegt worden sei, seien auch andere beachtliche Gründe für die Durchführung der medizinischen Eingliederungsmassnahmen im Ausland nicht gegeben. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin bringt hiegegen vor, dass sich die Mutter des Versicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten nicht für eine geplante Geburt mittels Kaiserschnitt, sondern lediglich für eine Kontroll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">untersuchung ins Ausland begeben habe. Anlässlich dieser Kontroll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">suchung sei entschieden worden, die Geburt mittels Kaiserschnitt sofort ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leiten. Des Weiteren sei das Geburtsgebrechen des Versicherten unvor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hergesehen gewesen und der Versicherte hätte nach der Geburt nicht sogleich in die Schweiz transportiert werden können. Da die Geburt notfallmässig und früher als geplant habe durchgeführt werden müssen, sei das Geburtsgebrechen des Versicherten unvermittelt im Ausland aufgetreten und es seien unmittelbar nach der Geburt des Versicherten medizinische Eingliederungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">massnahmen erforderlich gewesen, weshalb es sich dabei um einen Notfall gehandelt habe (Urk. 1 S. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorerst gilt es zu prüfen, ob C.___ zum Zeitpunkt seiner Geburt und während der anschliessenden medizinischen Behandlungen im Ausland für medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinische Eingliederungsmassnahmen der schweizerischen Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung unterstellt war. Dabei gilt es vorweg, das anwendbare Recht sowie die Frage, ob der Versicherte zum Zeitpunkt seiner Geburt am 4. November 2016 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beziehungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">während der anschliessenden im Ausland durchgeführten medizinischen Behandlung in der Schweiz Wohnsitz hatte, zu prüfen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 1. Juni 2002 ist das Abkommen vom 21. Juni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1999 zwischen der Schweize</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Fre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">izügigkeit (Freizügigkeitsab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men;</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> FZA) in Kraft getreten. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage des Art. 8 des FZA ausgearbeiteten und Bestandteil des Abkommens bildenden (Art. 15 FZA) Anhangs II (Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit) FZA in Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bindung mit Abschnitt A dieses Anhangs wenden die Vertragspar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teien unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einander insbesondere die VO 883/2004 und die Verordnung (EG) Nr. 987/2009 (VO 987/2009) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Septem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der VO 883/2004 oder gleichwertige Vorschriften an. Die beiden genannten ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meinschaftsrechtli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Verordnungen sind für die Schweiz durch den Beschluss Nr. 1/2012 des Gemischten Ausschusses vom 31. März 2012 zur Ersetzung des Anhangs II des Abkommens über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit per 1. April 2012 in Kraft getreten (AS 2012 2345; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_455/2011 vom 4. Mai 2012 E. 2.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In zeitlicher Hinsicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sind </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">das FZA</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft getretenen VO 883/2004, welche die VO 1408/71 ersetzt hat, sowie die VO </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">987/2009, welche die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über die Durchfüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung der VO 1408/71 (VO 574/72) ersetzt hat, anzuwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">da </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vorliegend die Frage nach der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die Zeit ab der Geburt des Versicherten am 4. November 2016 (Urk. 6/1) und daher für einen Zeitraum </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nach Ink</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rafttreten des FZA und der VO 883/2004 sowie der VO 987/2009 im Streite steht (vgl. die Übergangsbestimmungen von Art. 87 VO 883/2004 und das Urteil des Bundesgerichts 9C_651/2012 vom 15. Mai 2013 E. 5.1.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cher Hinsicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sind das FZA und die VO 883/2004 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anwendbar, da </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Versicherte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Staatsangehörige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Bundesrepublik Deutschland </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 6/7/1) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und damit Staatsangehörige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eines Mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gliedstaates ist, für welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Rechtsvor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schriften eines oder mehrerer Mitglied</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">staaten im Sinne von Art. 2 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der VO 883/2004 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Bezug auf die sachliche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anwendbarkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der VO 883/2004 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gilt es zu beachten, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die medizinischen Massnahmen nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">13 IVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prechung (BGE 143 V 1 E. 5.2.4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) Vorkehren im Sinne des FZA dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, welche auf die Behandlung von Geburtsgebrechen an sich gerichtet sind, unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich, weshalb die Ordnung der medizinischen Massnahmen nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">13 IVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Sinne des FZA </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sachlich eine (obligatorische eidgenössische) Krankenpflege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung für Geburtsgebrechen im Rechtssinne darstellt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">FZA und die VO 883/2004 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sind vorliegend daher auch in sachlicher Hinsicht anwendbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, da sich der Geltungsbereich der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">VO 883/2004 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unter anderem auf Leistungen bei Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heit und Mutterschaft bezieht (Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3 Abs. 1 lit. a VO 883/2004</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die VO 883/2004, welche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unter anderem für Rechtsvor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schriften über Zweige der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ozialen Sicherheit, die Leistungen bei Krankheit und Mutterschaft betreffen, gilt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, enthält </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in Kapitel 1 des Titels III besondere Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chriften für diese Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">art. Der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Titel II </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">VO 883/2004 (Art. 11-16) enthält </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">allgemeine Kollisionsre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geln zur Bestimmung der anzuwendenden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Rechtsvorschriften. Dabei legt Art. 11 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">VO 883/2004 den kollisionsrechtlichen Grundsatz der Einheitlichkeit der an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">baren Rechtsvorschriften in dem Sinne fest, dass für jede betroffene Person die Rechtsvorschriften nur eines Mitgliedstaates massgebend sind (BGE 138 V 258 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit Hinweis). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter Vorbehalt der abkommens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtlichen Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben - darunter auch des Dis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">krimi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nierungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verbots (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 4 der VO 883/2004</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) - ist es Sache des inner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">staatlichen Rechts, festzulegen, un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter welchen Voraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzungen Leistungen ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">währt werden (vgl. BGE 131 V 209 E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 5.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Titel II VO 883/2004 (Art. 11-16) enthält allgemeine Kollisionsregeln zur Bestimmung der anzuwendenden Rechtsvorschriften. Dabei legt Art. 11 Abs. 1 VO 883/2004 den kollisionsrechtlichen Grundsatz der Einheitlichkeit der anwendbaren Rechtsvorschriften in dem Sinne fest, dass für jede betroffene Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">son die Rechtsvorschriften nur eines Mitgliedstaates massgebend sind (BGE 138 V 258 E. 4.2 mit Hinweis). Ausnahmen vorbehalten, gilt für Arbeitnehmende das Beschäftigungslandprinzip (Art. 11 Abs. 3 lit. a der VO 883/2004; BGE 136 V 244 E. 3.2.1). Nichterwerbstätige sind ebenfalls den Rechtsvorschriften (nur) eines Mitgliedstaats unterstellt. Nach Art. 11 Abs. 3 lit. e VO 883/2004 unterliegen sie den Rechtsvorschriften des Wohnmitgliedstaats, sofern nichts anderes bestimmt ist. Dabei handelt es sich um einen eigenen Anspruch auf Grund des Wohnorts (BGE 140 V 98 E. 8.1; 143 V 52 E. 6.2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das FZA konkretisiert als Ergänzung zu Anhang XI der VO Nr. 883/2004 in seinem Anhang II Abschnitt A Nr. 1 lit. i Ziff. 3 lit. a FZA die Personenkategorien, welche, obgleich nicht in der Schweiz wohnhaft, dem schweizerischen Kranken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsrecht unterstehen (BGE 143 V 52 E. 6.2.2.2). Gemäss der Rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chung des Bundesgerichts (BGE 143 V 1 E. 2.4.2) betreffen diese Bestimmungen indes nur die schweizerische Krankenversicherung gemäss dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) und nicht die medizinischen Massnahmen gemäss dem IVG. Demzufolge ist das Wahlrecht in Bezug auf diese Sachleistun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen nach Art. 3 Abs. 1 lit. a und Art. 18 Abs. 2 VO 883/2004 auf die schweizeri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Krankenversicherung (gemäss dem KVG) beschränkt (BGE 143 V 1 E. 5.2.4.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.10</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Titel III der VO Nr. 883/2004 (Art. 17 ff.) enthält sodann besondere Vorschriften für die einzelnen Leistungsarten. Im Art. 17-35 umfassenden Kapitel 1 (Leistungen bei Krankheit sowie Leistungen bei Mutterschaft und gleichgestellte Leistungen bei Vaterschaft) sieht Art. 32 Regelungen zur «Rangfolge der Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistungsansprüche - Besondere Vorschrift für den Leistungsanspruch von Fami</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lienangehörigen im Wohnmitgliedstaat» vor. Diese lauten wie folgt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ein eigenständiger Sachleistungsanspruch aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats oder dieses Kapitels hat Vorrang vor einem abgeleiteten Anspruch auf Leistungen für Familienangehörige. Ein abgeleiteter Anspruch auf Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistungen hat jedoch Vorrang vor eigenständigen Ansprüchen, wenn der eigen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständige Anspruch im Wohnmitgliedstaat unmittelbar und ausschliesslich auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund des Wohnorts der betreffenden Person in diesem Mitgliedstaat besteht (Abs. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wohnen die Familienangehörigen eines Versicherten in einem Mitgliedstaat, nach dessen Rechtsvorschriften der Anspruch auf Sachleistungen nicht vom Bestehen einer Versicherung, einer Beschäftigung oder einer selbständigen Erwerbstätigkeit abhängt, so werden die Sachleistungen für Rechnung des zuständigen Trägers in dem Mitgliedstaat erbracht, in dem sie wohnen, sofern der Ehegatte oder die Person, die das Sorgerecht für die Kinder des Versicherten hat, eine Beschäftigung oder eine selbständige Erwerbstätigkeit in diesem Mitglied</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">staat ausübt oder von diesem Mitgliedstaat aufgrund einer Beschäftigung oder einer selbständigen Erwerbstätigkeit eine Rente erhält (Abs. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.11</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">32 VO Nr. 883/2004 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">enthält eine Kollisionsnorm und bestimmt den leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">igen Träger und damit auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">das anzuwendende Recht, wenn sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei Familien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">angehörigen Ansprüche aus eigenem Recht mit solchen aus abgeleitetem Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> überschneiden beziehungsweise (in Abs. 2 dieser Bestimmung), wenn sich Ansprüche auf Beschäftigung oder allgemeine aus Versicherung mit solchen auf Grundlage der reinen Begründung des Wohnsitzes (Systeme der öffentlichen beziehungsweise nationalen Gesundheitsdienste) konkurrenzieren (Karl-Jürgen Bieback in: Europäisches Sozialrecht, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Maximilian Fuchs [Hrsg.]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, 7. Aufl., Basel/Baden-Baden/Wien 2018, Art. 32 VO Nr. 883/2004 N. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.12</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Bundesgericht fasste den Regelungsgehalt von Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">32 VO Nr. 883/2004</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 143 V 52 E. 6.3.2 folgendermassen zusammen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">«Die zitierte Bestimmung regelt nicht nur die Anspruchskonkurrenz zwischen eigenen und abgeleiteten Leistungsansprüchen des Familienangehörigen. Viel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mehr stellt sie zugleich eine Kollisionsnorm dar, die das anzuwendende Recht auch bezüglich des Statusverhältnisses (beispielsweise Versicherteneigenschaft) einschliesslich etwaiger Beitragspflichten umfassend und eindeutig bestimmt. Die Vorschrift zielt insbesondere auf die Vermeidung von Doppelversicherungen von Familienangehörigen sowie auf eine Belastungsangleichung innerhalb der EU, soweit Einwohnersysteme (nationale Gesundheitsdienste) betroffen sind (…). Bei Letzteren handelt es sich um ein steuerbasiertes System für Leistungen bei Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heit sowie Mutter- und Vaterschaft, das - anders als im Falle von durch Beiträge von Beschäftigen und/oder Selbstständigerwerbenden finanzierten Sozialversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungen - allen Einwohnern eines Landes offensteht (…). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 32 Abs. 1 VO Nr. 883/2004 stellt mithin den Grundsatz auf, dass ein eigen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständiger Anspruch Vorrang vor einem abgeleiteten Anspruch hat. Diesem Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">satz ist aber dann ausnahmsweise nicht zu folgen, wenn der eigenständige Anspruch allein durch den Wohnsitz begründet wird. Diesfalls tritt der (eigen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständige) Anspruch allein auf Grund des Wohnsitzes zurück gegenüber einem abgeleiteten Anspruch aus Versicherung (…). Wenn aber - so Abs. 2 der Bestim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mung - bei den Familienangehörigen der Ehegatte oder die Person mit dem Sor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerecht für die Familienmitglieder im Wohnstaat gleichzeitig auch selbst eine Beschäftigung oder Erwerbstätigkeit ausübt oder von einem Träger des Wohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">staats eine Rente bezieht, gehen die Ansprüche des Wohnstaats vor (…).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Bestehen eines eigenständigen oder abgeleiteten Sachleistungsanspruchs ist sodann in folgender Reihenfolge zu prüfen: Nach Ermittlung des anwendbaren Rechts gemäss Titel II (Art. 11-16) und den Normen des Titels III/Kapitel 1 (Art. 17-35) VO Nr. 883/2004 - vor allem nach Massgabe von Art. 11 und 17 VO Nr. 883/2004 - ist in einem zweiten Schritt zu eruieren, ob auf Grund der Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vorschriften des für den jeweiligen Anspruch zuständigen Mitgliedstaats die ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechenden Voraussetzungen vorliegen. Dabei sind sowohl die Rechtsfolgen der Art. 17 ff. VO Nr. 883/2004 wie auch gegebenenfalls Vor- und Nachrangregelun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen des nationalen Rechts von Ansprüchen aus Erwerbstätigkeit und aus abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leitetem Recht als Familienmitglied zu beachten. Besteht nach diesem Prüfvor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gang immer noch ein Normkonflikt, insbesondere weil originärer und abgeleiteter Anspruch nach unterschiedlichen Rechtsordnungen zu bestimmen sind, ist ein Anwendungsfall von Art. 32 Abs. 1 Satz 1 VO Nr. 883/2004 zu bejahen (…)».</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorerst ist die Frage nach dem Wohnort des Versicherten und seiner Eltern im Zeitpunkt der Geburt des Versicherten und danach gemäss dem Recht des FZA und der VO 883/2004 zu prüfen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 lit. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">j</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> VO </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">883/2004 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wird der Wohnort als der Ort des gewöhnlichen Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">enthalts definiert. Davon ist der vorübergehende Aufenthalt zu unterscheiden (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 lit. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> VO </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">883/2004</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Der Wohnort als gewöhnlicher Aufenthalt befindet sich an demjenigen Ort, an welchem eine Person den Mittelpunkt ihrer Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führung hat. Seine nähere Bestimmung kann von subjektiven oder objektiven Umständen abhängen. Bei subjektiver Bestimmung richtet sich der Wohnort nach dem Willen des Betreffenden; bei objektiver Bestimmung richtet er sich nach den äusserlichen Lebensumständen, die notfalls auch gegen den erklärten Willen des Betreffenden ins Feld geführt werden können</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (BGE 138 V 533 E. 54.2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">11 der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">VO </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nr. 987/2009 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Durchführungsverordnung) enthält verschiedene Kriterien, welche nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH; Urteil des EuGH </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">?</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">589/10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 16. Mai 2013 Rn. 50) für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Bestimmung dieses Mittelpunkts der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lebensführung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berücksichtigt werden können</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Dazu gehören </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Dauer und Kontinuität des Aufenthalts im Hoheitsgebiet der betreffenden Mitglie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dstaaten, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die familiären Verhältnisse und die familiären Bin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spezifischen Merkmale </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausgeübten Tätigkeit, insbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sondere des Ortes, an dem eine solche Tätigkeit in der Regel ausgeübt wird, d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Dauer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haftigkeit der Tätigkeit und die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Dauer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Arbeitsvertrags,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Ausübung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einer nicht bezahlten Tätigkeit,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Einkommensquelle und Wohnsituation von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Studierenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sowie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der steuerliche Wohnsitz.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Nach der Rechtsprechung ist der unfreiwillige krankheitsbedingte Verbleib an einem bestimmten Ort nicht unbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dingt wohnsitzbegründend. Im Übrigen lässt das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemeinschaftsrecht die Frage, wie der Wohnort zu bestimmen ist, weitgehend offen und überantwortet die nähere Bestimmung dem jeweiligen nationalen Recht (BGE 138 V 186 E. 3.3.1 mit Hinweisen auf Urteile des EuGH</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; Kahil-Wolff </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in: Europäisches Sozialrecht, Maximilian Fuchs [Hrsg.], </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufl., Basel/Baden-Baden/Wien 2018, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 1 VO Nr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">883/2004 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">N. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im schweizerischen Recht bestimmt sich der Wohnsitz gemäss Art. 13 Abs. 1 ATSG nach Art. 23-26 des Schweizerischen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Zivilgesetzbuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(ZGB). Nach Art. 25 Abs. 1 ZGB gilt als Wohnsitz des Kindes unter elterlicher Sorge der Wohnsitz der Eltern oder, wenn die Eltern keinen gemeinsamen Wohnsitz haben, der Wohnsitz des Elternteils, unter dessen Obhut das Kind steht; in den übrigen Fällen gilt sein Aufenthaltsort als Wohnsitz. Steht den Eltern die elterliche Sorge und Obhut gemeinsam zu, haben sie aber verschiedene Wohnsitze, so ist umstritten, ob der abgeleitete Wohnsitz zugunsten des effektiven Aufenthalts dahinfällt (Peter Breit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schmid, Personen- und Familienrecht inkl. Kindes- und Erwachsenen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schutzrecht Art. 1-456 ZGB, 2. Aufl., Zürich 2012, Art. 25 ZGB N 1 mit Hinweis auf Staehelin, BSK ZGB 25 N 9 und BGE 135 III 49 E 5.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Den Akten ist zu entnehmen, dass die Mutter des Versicherten, eine Staats</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hörige der Föderativen Republik Brasilien, am 7. September 2014 in die Schweiz eingereist ist. Seit diesem Zeitpunkt verfügte sie über eine Aufenthalts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bewilligung B und übte in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit aus (Urk. 6/7/2-3). Gemäss ihren Angaben (Urk. 6/6/1) habe sie sich ab der 28. Schwanger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaftswoche aus gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitlichen Gründen in einem Spital in Frankreich aufge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halten, worauf sie am 4. November 2016, in der 32. Schwanger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schafts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">woche (zuzüglich 6 Tage; Urk. 6/5/1-2 S. 1) die Zwillinge gebar. Nach der Geburt hielten sich die Eltern des Versicherten bis zu dessen Spitalent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lassung am 21. November 2016 in Frank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reich auf (Urk. 6/6/1 und Urk. 10/11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum Zeitpunkt der Geburt des Versicherten am 4. November 2016 war die Mutter des Versicherten mit dem Vater des Versicherten, O.___, ein Staatsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">höriger der Bundesrepublik Deutschland, verheiratet. Der Vater des Versicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten war zum Zeitpunkt der Geburt und in der Zeit danach in Frankreich wohnhaft (Urk. 6/1 Ziff. 3.2.2) und übte in Frankreich eine Erwerbstätigkeit aus (Urk. 6/6/1). Den getrenntlebenden Eltern des Versicherten stand das elterliche Sorgerecht gemeinsam zu (Urk. 6/1 Ziff. 3.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte wurde am 4. November 2016 in Frankreich geboren und war dort vom 4. bis 21. November 2016 (Urk. 6/5/1-2) hospitalisiert. Der Versicherte ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügte jedoch bereits ab dem Zeitpunkt seiner Geburt über eine Aufenthaltsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">willigung B in der Schweiz (Urk. 6/7/1) und hielt sich zusammen mit seiner Mutter bis 31. August 2017 (vgl. Urk. 14) in der Schweiz auf. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Umstände, dass die Mutter des Versicherten vor der Niederkunft in der Schweiz wohnhaft war und in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausübte, dass sie nach der an die Geburt des Versicherten anschliessenden Hospitalisation in Frank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reich zurück in die Schweiz reiste und dort bis 31. August 2017 verblieb (Urk. 14), sowie der Umstand, dass der Versicherte bereits ab dem Zeitpunkt seiner Geburt in der Schweiz über eine Aufenthaltsbewilligung B verfügte, stellen Indi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zien für die Annahme eines Lebensmittelpunktes des Versicherten in der Schweiz dar. Dem Schreiben der Mutter des Versicherten an die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin vom 26. Januar 2017 (Urk. 6/6/1) ist sodann zu entnehmen, dass sie für die Nieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kunft ein Spital in Frankreich, wählte, um es ihren Familien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehörigen und insbesondere ihrem Ehegatten zu ermöglichen, sie während des Spital</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufenthalts besuchen zu können. Dies stellt ein Indiz dafür dar, dass der Aufenthalt in Frankreich nur für die Schwangerschaft und Nieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kunft geplant war, und dass kein andauernder Aufenthalt in Frankreich beabsichtigt war. Der Umstand, dass der Versicherte nach der Entlassung aus dem Spital in Frankreich nicht bei seinem in Frankreich wohnhaften Vater, welcher mit der Mutter das gemeinsame elterliche Sorgerecht innehatte, verblieb, sondern sich bei seiner Mutter in der Schweiz aufhielt, hat sodann als Indiz dafür zu gelten, dass sich die Eltern des Versicherten offensichtlich darauf verständigten, dass die Mutter die tatsächliche Obhut über den Versicherten ausübe. Dies stellt ein weiteres Indiz für einen Wohnort beziehungsweise für einen Ort des dauernden Aufenthalts des Versicherten in der Schweiz dar. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Anbetracht der gesamten Umstände ist daher nicht daran zu zweifeln, dass sich der Versicherte und seine Mutter lediglich vorübergehend, um Leistungen der Heilbehandlung in Anspruch zu nehmen, in Frankreich aufgehalten haben, und dass sich der Mittelpunkt der Lebensführung, die persönlichen Lebensum</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stände der Mutter des Versicherten sowie des sich in ihrer tatsächlichen Obhut befindenden Versicherten vom Zeitpunkt seiner Geburt bis 31. August 2017 in der Schweiz befanden. Es ist daher mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheinlichkeit davon auszugehen, dass sich in diesem Zeitraum der Wohnort beziehungsweise der Ort des gewöhnlichen Aufenthalts des Versicherten im Sinne von Art. 1 lit. j VO 883/2004 in der Schweiz befand. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da sowohl der Vater als auch die Mutter des Versicherten zum Zeitpunkt seiner Geburt in je einem anderen Vertragsstaat je eine Beschäftigung ausübten, beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilt sich die Frage nach dem anwendbaren Recht nach Art. 32 der VO 883/2004 (vgl. vorstehend E. 3.12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 1. Januar 2016 wurde in Frankreich der neue allgemeine Kranken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schutz (protection universelle maladie, PUMA) eingeführt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">www.ameli.fr/assure/droits-de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">marches/europe-international/protection-sociale-france</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Durch die Einführung der PUMA am 1. Januar 2016 fiel zwar der Status des leistungsberechtigten Familienmitglieds für alle volljährigen Personen weg, minderjährige Familienangehörige behielten den Status der leistungsberechtigten Person indes </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei (</span><a href="http://www.cleiss.fr/docs/regimes/regime_france"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">www.cleiss.fr/docs/regimes/regime_france</span> </a><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Demzufolge war der Versicherte bei seiner Geburt in Frankreich durch seinen in Frankreich wohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haften Vater bei dessen Krankenversicherung grundsätzlich mitversichert. Dabei handelte es sich um einen abgeleiteten Anspruch, welcher gemäss Art. 32 Abs. 1 VO 883/2004 gegenüber einem eigenständigen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Sachleistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anspruch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nachran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gig war. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es sich bei der französischen allgemeinen Krankenversicherung PUMA nicht um ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einwohnersystem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> beziehungsweise um ein solches a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">uf Grundlage der reinen Begründung des Wohnsitzes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sondern um ein System der Kranken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherung handelt, bei welchem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Anspruch auf Sachleistungen vom Bestehen einer Versicherung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und/oder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einer Beschäftigung oder einer selb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständigen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätigkeit abhängt (</span><a href="http://www.cleiss.fr/docs/regimes/regime_france"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">www.cleiss.fr/docs/regimes/regime_france</span> </a><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist Art. 32 Abs. 2 VO 883/2004 vorliegend nicht anwendbar.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber handelt es sich beim Anspruch auf medizinische Massnahmen bei Geburtsgebrechen gemäss den Rechtsvorschriften der Schweiz (Art. 1b in Verbin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung mit Art. 13 Abs. 1 IVG) um einen eigenständigen Anspruch. Laut Art. 32 Abs. 1 VO 883/2004 hat ein (eigenständiger) Anspruch gemäss den Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schriften der Schweiz, wenn ein solcher ausgewiesen ist, daher Vorrang vor einem (abgeleiteten) Anspruch gemäss dem französischen Recht. Dies gilt es im Folgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den zu prüfen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.5</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da der Versicherte zum Zeitpunkt seiner Geburt Wohnsitz in der Schweiz hatte (vorstehend E. 6.2), gehörte er gemäss Art. 1b IVG in Verbindung mit Art. 1a Abs. 1 lit. a AHVG seit seiner Geburt zum Kreis der versicherten Personen der Invalidenversicherung und war seit diesem Zeitpunkt der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">obligatorische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherung unterstellt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 FZA dürfen die Staatsangehörigen einer Vertragspartei, die sich rechtmässig im Hoheitsgebiet einer anderen Vertragspartei aufhalten, bei der Anwendung dieses Abkommens gemäss den Anhängen I, II und III nicht aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit diskriminiert werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. In Art. 4 der VO 883/2004 ist sodann geregelt, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Personen, für die diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">taatsangehörigen dieses Staates, so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fern in dieser Verordnung nichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nderes bestimmt ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss der Rechtsprechung (BGE 133 V 320 E. 5.7 zu Art. 3 der bis 31. März 2012 in Kraft gewesenen VO 1408/71) ist, wenn die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Voraussetzungen des persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen und sachlichen Geltungsbereichs der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">VO 883/2004 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegeben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf Grund von Art. 4 der VO 883/2004 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine auf die Staatsangehörigkeit abstellend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e Ungleichbehandlung unzulässig, weshalb sich der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anspruch auf medizinische Massnahmen bei Geburtsgebrechen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gemäss den für schweizerische Staatsange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hörige und nicht gemäss den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">für ausländische Staatsangehörige geltenden gesetzlichen Vorschriften </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bemisst. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da beim Versicherten die Voraussetzungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des persönlichen und sachlichen Gel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsbereichs der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">VO 883/2004 erfüllt sind (vorstehend E. 3.4 und E. 3.5.2), ist eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf die Staatsangehörigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Deutschland; Urk. 6/1/2) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abstellend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e Ungleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">behandlung des Versicherten gemäss Art. 4 der VO 883/2004 unzulässig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der Prüfung der versicherungsmässigen Voraussetzungen für den Anspruch auf medizinische Eingliederungsmassnahmen ist vorliegend daher nicht nach Art. 6 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 9 Abs. 3 IVG sondern nach Art. 6 Abs. 1 IVG vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zugehen. Weil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schweizerische Staatsangehörige in der Lage des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherten die versicherungsmässigen Voraussetzungen für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">medizinische Massnahmen bei Geburtsgebrechen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erfüllen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, muss dasselbe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auch für den Versicherten gelten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.6</span><span> </span><span id="IV118"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherte haben bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen (Art. 3 Abs. 2 ATSG) notwendigen medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Massnahmen (Art. 13 Abs. 1 IVG). Der Bundesrat bezeichnet die Gebre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen, für welche diese Massnahmen gewährt werden. Er kann die Leistung aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliessen, wenn das Gebrechen von geringfügiger Bedeutung ist (Art. 13 Abs. 2 IVG). Als Geburtsgebrechen gelten diejenigen Krankheiten, die bei vollendeter Geburt bestehen (Art. 3 Abs. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 Satz 1 der Verordnung über Geburtsgebrechen, GgV). Die blosse Veranlagung zu einem Leiden gilt nicht als Geburtsgebrechen. Der Zeitpunkt, in dem ein Geburts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen als solches erkannt wird, ist unerheblich (Art. 1 Abs. 1 GgV). Die Geburts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebrechen sind in der Liste im Anhang aufgeführt. Das Eidgenössische Departe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ment des Innern kann die Liste jährlich anpassen, sofern die Mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausgaben einer solchen Anpassung für die Versicherung insgesamt drei Millionen Franken pro Jahr nicht übersteigen (Art. 1 Abs. 2 GgV). Als medizinische Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen, die für die Behandlung eines Geburtsgebrechens notwendig sind, gelten sämtliche Vorkehren, die nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaft ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeigt sind und den therapeutischen Erfolg in einfacher und zweck</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässiger Weise anstreben (Art. 2 Abs. 3 GgV).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Geburtsgebrechen sind in einer Liste im Anhang der GgV aufgeführt (Art. 1 Abs. 2 Satz 1 GgV). Wird die Behandlung eines Geburtsgebrechens nur über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nommen, weil eine im Anhang festgelegte Therapie notwendig ist, so beginnt der Anspruch mit der Einleitung dieser Massnahme; er umfasst alle medizinischen Massnahmen, die in der Folge zur Behandlung des Geburtsgebrechens notwendig sind (Art. 2 Abs. 2 GgV). Als medizinische Massnahmen, die für die Behandlung eines Geburtsgebrechens notwendig sind, gelten sämtliche Vorkehren, die nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft angezeigt sind und den therapeutischen Erfolg in einfacher und zweckmässiger Weise anstreben (Art. 2 Abs. 3 GgV). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Liste im Anhang der GgV sind </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zahlreiche Gebrechen auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, bei denen ein Leistungsanspruch davon abhängt, ob eine Operation oder eine andere näher umschri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ebene Behandlung notwendig ist. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diese Kriterien dienen der Umschrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bung eines bestimmten Schweregrades, indem nur bei einer bestimmten Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungsform ein zu Lasten der Invalidenversicherung gehendes Geburts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebrechen vorliegt (BGE 142 V 58 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 3.1). Um ein solches Geburtsge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">brechen handelt es sich bei der Ziff. 497 der Liste des Anhangs der GgV. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vom Geburtsgebrechen der Ziff. 494 erfasst werden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Neugeborene mit einem Geburts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewicht unter 2000 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gramm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bis zur Erre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ichung eines Gewichtes von 3000 Gramm.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beim Geburtsgebrechen der Ziff. 497 handelt es sich um s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chwere respiratorische Adaptationsstörungen (wie Asphyxie, Atemnotsyndrom, Apnoen), sofern sie in den ersten 72 Lebensstunden manifest werden und eine Intensivbehandlung begonnen werden muss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Art. 14 Abs. 1 IVG wird der Umfang der medizinischen Massnahmen geregelt. Diese umfassen die Behandlung, die vom Arzt selbst oder auf seine Anordnung durch medizinische Hilfspersonen in Anstalts- oder Hauspflege vorgenommen wird, mit Ausnahme von logopädischen und psychomotorischen Therapien (lit. a) und die Abgabe der vom Arzt verordneten Arzneien (lit. b). Gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung hat die versicherte Person überdies, wenn die ärztliche Behandlung in einer Kranken- oder Kuranstalt erfolgt, Anspruch auf Unterkunft und Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pfle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung in der allgemeinen Abteilung. Begibt sie sich in eine andere Abteilung, obwohl die Massnahme in der allgemeinen Abteilung durchgeführt werden könnte, so hat sie Anspruch auf Ersatz der Kosten, die der Versicherung bei Behandlung in der allgemeinen Abteilung entstanden wären.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.10</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">14</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bestimmt, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Kostenvergütung für stationäre Behandlungen im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">14 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 und 2 IVG, die in einem nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">39 des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzes über die Krankenversicherung (KVG) zugelassenen Spital erbracht werden, im Umfang von 80</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> durch die Versicherung und im Umfang von 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> durch den Wohnkanton der versicherten Person geleistet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wird</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wobei der Wohnkanton seinen Anteil direkt dem Spital zu entrichten hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.11</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 9 Abs. 1 IVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werden die Eingliederungsmassnahmen in der Schweiz, ausnahmsweise auch im Ausland, gewährt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. In Art. 23</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVV wird präzisiert, dass die Versicherung die Kosten einer einfachen und zweckmässigen Durchführung im Ausland übernimmt, wenn sich die Durchführung einer Eingliederungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme in der Schweiz als unmöglich erweist, insbesondere weil die erforderlichen Institutionen oder Fachpersonen fehlen (Abs. 1). Die Versicherung übernimmt sodann die Kosten für die einfache und zweckmässige Durchführung medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Massnahmen, die notfallmässig im Ausland durchgeführt werden (Abs. 2). Wird eine Eingliederungsmassnahme aus anderen beachtlichen Gründen im Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">land durchgeführt, so vergütet die Versicherung die Kosten bis zu dem Umfang, in welchem solche Leistungen in der Schweiz zu erbringen gewesen wären (Abs. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ärzte des Spitals D.___, E.___, Frankreich, stellten in ihrem Bericht vom 28. November 2016 (Urk. 6/5/1-2) fest, dass der Versicherte am 4. November 2016 im Rahmen einer Frühgeburt in der 32. Schwangerschaftswoche (zuzüglich 6 Tage) als monochorialer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, mo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">noamnioter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zwilling geboren worden sei. Da nach der Geburt Atemnot aufgetreten sei, seien fünf Minuten nach der Geburt eine künstliche Beatmung (CPAP) und eine atemstimulierende Medikation mit Koffein erforderlich gewesen. Bei der Geburt am 4. November 2016 habe der Versicherte ein Gewicht von 1536 Gramm und bei Spitalaustritt am 21. November 2016 ein solches von 1645 Gramm aufgewiesen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes der Beschwerdegegnerin (RAD), Dr. F.___, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, führte in ihre Stellungnahme vom 3. April 2017 (Urk. 6/13/2) aus, dass der Spitalaufenthalt der Mutter des Versicherten ab der 28. Schwangerschaftswoche zur Überwachung einer Risikoschwangerschaft medizinisch indiziert gewesen sei, dass die statio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">näre Behandlung jedoch auch in der Schweiz hätte stattfinden können. Obwohl den Akten nicht zu entnehmen sei, weshalb der Kaiserschnitt so früh durchge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führt worden sei, sei die Wahrscheinlichkeit gross, dass die Geburt auch in der Schweiz zu diesem Zeitpunkt herbeigeführt worden wäre, und dass es beim Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten auch bei einer Geburt in der Schweiz zu einem Geburtsgebrechen der Ziff. 494 der Liste des Anhangs zur GgV gekommen wäre. Bei der Geburt habe der Versicherte ein Gewicht von 1536 Gramm aufgewiesen, weshalb ein Geburts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebrechen der Ziff. 494 der Liste des Anhangs zur GgV bis zum Erreichen eines Gewichts von 3000 Gramm ausgewiesen sei. Da der Versicherte vorüber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehend mittels einer CPAP-Beatmung und mittels Koffeinzitrat habe behandelt werden müssen, sei ein Geburtsgebrechen der Ziff. 497 der Liste des Anhangs zur GgV für die Zeit ab der Geburt bis 21. November 2017 zu bejahen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf die erwähnten medizinischen Akten, insbesondere den Bericht der Ärzte des Spitals D.___ vom 28. November 2016 (vorstehend E. 8.1), steht daher fest, dass der Versicherte bei der Geburt am 4. November 2016 ein Gewicht von 1536 Gramm und bei Spitalaustritt am 21. November 2016 ein solches von 1645 Gramm aufgewiesen hat. Da das Geburtsgewicht unter 2000 Gramm zu liegen kam, sind daher die Voraussetzungen des Geburtsgebrechens der Ziff. 494 der Liste des Anhangs zur GgV </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis zur Erre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ichung eines Gewichtes von 3000 Gramm erfüllt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Des Weiteren steht gemäss der medizinischen Aktenlage fest, dass der Versicherte nach der Geburt bis zum Spitalaustritt am 21. November 2016 mittels künstlicher Beatmung und atemstimulierender Medikation behandelt wurde. Gestützt auf die nachvollziehbare Beurteilung durch Dr. F.___ vom 3. April 2017 (vorstehend E. 8.2) ist daher davon auszugehen, dass der Versicherte unmittelbar nach der Geburt unter einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> respiratorische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n Adaptationsstörung litt, welche eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Intensivbehandlung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erforderte. Demzufolge steht fest, dass die Voraussetzungen des Geburtsgebrechens der Ziff. 497 für die Zeit ab der Geburt vom 4. November 2016 bis zum Spitalaustritt am 21. November 2016 erfüllt waren. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorliegend ist unbestritten (Urk. 1), dass die für die Behandlung der Geburts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">brechen der Ziff. 494 und 497 der Liste des Anhangs zur GgV erforderlichen medizinischen Eingliederungsmassnahmen auch in der Schweiz hätten durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führt werden können. Zu prüfen ist indes, ob die medizinischen Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen gemäss Art. 23</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 2 IVV notfallmässig im Ausland durchgeführt wurden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9.4</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss der auch bei der Auslegung von Art. 23</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 2 IVV zu beachtenden Definition des Notfalls in Art. 36 Abs. 2 der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verordnung über die Kranken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherung (KVV)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> liegt ein solcher vor, wenn die versicherte Person </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei einem vorübergehenden Auslandsaufenthalt einer medizinischen Behandlung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bedarf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wenn </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine Rückreise in die Schweiz nicht angemessen ist. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber besteht k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ein Notfall, wenn sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die versicherte Person </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zum Zwecke dieser </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ehandlung ins Ausland </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">begibt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9.4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss der Rechtsprechung liegt ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Notfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Sinne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von Art. 36 Abs. 2 KVV vor, wenn die versicherte Person bei einem vorübergehenden Auslandaufenthalt einer unaufschiebbaren medizinischen Hilfe bedarf und eine Rückreise in die Schweiz nic</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ht möglich oder angemessen ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(BGE 126 V 484 E. 4).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">messenheit der Rückreise beurteilt sich nach den gesamten Umständen des ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zelnen Falles. Dazu gehören die medizinische Zumutbarkeit der Rückreise, die Kosten der Rückreise im Verhältnis zu den Behandlungskosten, aber auch die Prüfung, ob die Behandlung in der Schweiz möglich gewesen wäre oder ob die Rückkehr eine Verzögerung der Behandlung und dadurch eine Verschlechterung des Gesundheitszustands nach sich gezogen hätte (Urteile des Bundessgerichts 9C_1009/2010 vom 29. Juli 2011 E. 2.3; 9C_35/2010 vom 28. Mai 2010 E. 3-5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9.4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Bericht der Ärzte des Spitals D.___ vom 28. November 2016 (vorste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hend E. 8.1) ist zu entnehmen, dass die Niederkunft am 4. November 2016 geplant war (Accouchement par césarienne programmée). Damit überein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stimmend ist dem sich bei den Akten befindenden Mail der G.___ AG an die Beschwerdeführerin vom 27. September 2016 (Urk. 10/1) zu entnehmen, dass die Niederkunft am 4. November 2016 geplant war. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9.4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss der Aktenlage steht daher fest, dass es sich bei der Niederkunft mittels Kaiserschnitt vom 4. November 2016 um eine geplante Behandlung im Ausland handelte. Vor der Geburt des Versicherten stand indes nicht fest und es war nicht vorherzusehen, dass der Versicherte bei der Geburt lediglich ein Gewicht von 1536 Gramm aufweisen und dass er nach der Geburt unter einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> respi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ratorische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n Adaptationsstörung leiden würde, welche eine stationäre Intensiv</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handlung mit künstlicher Beatmung und atemstimulierender Medikation erfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dert. Bei der stationären Behandlung des Versicherten vom 4. November 2016 bis 21. November 2016 handelte es sich daher nicht um eine geplante Behandlung. Vielmehr bedurfte der Versicherte nach seiner Geburt in Frankreich unvermittelt einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unaufschiebbaren medizinischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Behandlung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9.4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die beteiligten Ärzte nahmen nicht ausdrücklich zur Frage nach der Reisefähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit des Versicherten beziehungsweise zur Frage, ob beziehungsweise ab welchem Zeitpunkt eine Reise des Versicherten in die Schweiz möglich oder angemessen war, Stellung. Auf Grund des Umstandes, dass der Versicherte bei Geburt lediglich ein Gewicht von 1536 Gramm und bei Spitalaustritt am 21. November 2016 ein solches von 1645 Gramm aufwies, sowie auf Grund des Umstandes, dass der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte seit der Geburt unter einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> respiratorische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n Adaptationsstörung litt, welche in der Zeit vom 4. bis 21. November 2016 einer intensiven stationären Behandlung mit künstlicher Beatmung und atemstimulierender Medikation bedurfte, ist indes mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheinlichkeit davon auszugehen, dass in der Zeit vom 4. November bis 21. No</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vember 2016 eine Reise in die Schweiz für den Versicherten mit nicht unerhebli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen gesundheitlichen Risiken verbunden und dass während dieses Zeitraums eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Versicherten durch eine Reise in die Schweiz nicht auszuschliessen war. In Würdigung der gesamten Umstände ist daher davon auszugehen, dass eine Reise in die Schweiz für den Versicherten in der Zeit ab der Geburt am 4. November 2016 bis zum Zeitpunkt des Austritts aus dem Spital D.___ am 21. November 2016 nicht ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">messen war. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9.4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demzufolge ist davon auszugehen, dass es sich bei der in der Zeit vom 4. bis 21. November 2016 in Frankreich durchgeführten stationären Behandlung der Geburtsgebrechen der Ziff. 494 und 497 der Liste des Anhangs zur GgV um not</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fallmässige Behandlungen im Sinne von Art. 23</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 2 IVV gehandelt hat. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Gesagtem ist ein Anspruch des Versicherten auf medizinische Massnahmen im Sinne von Art. 13 IVG für die gemäss Art. 9 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 23</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 2 IVV notfallmässig in der Zeit vom 4. bis 21. November 2016 anlässlich eines stationären Aufenthalts im Spital D.___ in E.___, Frankreich, durchgeführte Behandlung der Geburtsgebrechen der Ziff. 494 und 497 der Liste des Anhangs zur GgV zu bejahen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In diesem Sinne ist die Beschwerde daher gutzuheissen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">11.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">11.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nicht zum Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens gehört die Frage nach dem Umfang des Leistungsanspruchs der Beschwerdeführerin in betraglicher Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">11.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss der Rechtsprechung ist in Bezug auf Kostenbeteiligungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Rahmen der internationalen Leistungsaushilfe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> das im Behandlungsland geltende Recht der sozialen Sicherheit massgebend (BGE 141 V 612 E. 6.2). Das französische Recht der Krankenversicherung (PUMA) sieht grundsätzlich eine Kostenbeteiligung beziehungsweise einen Selbstbehalt (unterschiedlicher Höhe) der versicherten Person vor </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(www.cleiss.fr/docs/regimes/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> regime_france). Demgegenüber ist von der versicherten Person bei einer Durchführung medizinischer Massnahmen im Ausland im Sinne von Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">13 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in Verbindung mit Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 IVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">23</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 IVV </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keine Kostenbeteiligung geschuldet. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Den Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin als Krankenversicherer des Versicherten die streitigen Kosten der Behandlung in Frankreich gemäss dem in Frankreich für Krankenversicherer geltenden Tarif beglichen hat (Urk. 11/11 S. 4). Davon ausgenommen ist indes ein allfälliger Selbstbehalt. Diesen haben die Eltern indes akzeptiert, haben sie doch selbst keine Kostenübernahme durch die Beschwerdegegnerin verlangt. Der Versicherte ist daher nicht beschwert, wenn nun an Stelle des Krankenversicherers die Beschwerdegegnerin leistungspflichtig wird und kein Selbstbehält anfällt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter diesen Umständen ist mangels eines Rechtsschutz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">interesses von einer Bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ladung des Versicherten zum Verfahren (§ 14 Abs. 1 GSVGer) beziehungsweise von einer solchen seiner Eltern abzusehen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">12.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantona</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufwand und unabhängig vom Streitwert innerhalb des gesetzli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fr. 1’000.-- fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zusetzen und gemäss dem Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahrensausgang </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird festgestellt, dass die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, für die für C.___ </span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">in der Zeit vom 4. bis 21. November 2016 in Frankreich durchgeführte Behandlung der Geburtsgebrechen der Ziff. 494 und 497 der Liste des Anhangs zur GgV leistungspflichtig ist. </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 1’000</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">SWICA Krankenversicherung AG</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannVolz</p><p><span> </span></p></div> </div></body></html>