<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2000 119 S.497</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2000</span> <div class="title">Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Fremdenpolizei</div> <span class="page_no">497</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> [...]<br/> <br/> <span class="ft2"><b>119 Auswirkungen der Straffälligkeit nach einer Verwarnung.</b></span><br/> <span class="ft2"><b>- Für die Festlegung des öffentlichen Interesses wiegen die Delikte, wel-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>che nach einer Verwarnung begangen wurden, besonders schwer und</b></span><br/> <span class="ft2"><b>sind auch schwerer zu gewichten (Erw. 4b/aa).</b></span><br/> <span class="ft2"><b>- Die Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbewilligung erlaubt einen</b></span><br/> <span class="ft2"><b>strengeren Beurteilungsmassstab bezüglich des Fehlverhaltens des</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Ausländers bei der Interessenabwägung (Erw. 3a und 5)</b></span><br/> <br/> <span class="ft3">Aus dem Entscheid des Rekursgerichts im Ausländerrecht vom 10. Novem-</span><br/> <span class="ft3">ber 2000 in Sachen Z.K. gegen einen Entscheid der Fremdenpolizei</span><br/> <span class="ft3">(BE.2000.00078).</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Sachverhalt</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">A. Der Beschwerdeführer reiste als 10-Jähriger am 1. August</span><br/> <span class="ft1">1988 gemeinsam mit seiner Mutter und seinen Brüdern im Rahmen</span><br/> <span class="ft1">des Familiennachzugs in die Schweiz ein und erhielt eine Jahresauf-</span><br/> <span class="ft1">enthaltsbewilligung. Nachdem sich der Beschwerdeführer mehrfach</span><br/> <span class="ft1">deliktisch verhalten hatte, teilte ihm die Fremdenpolizei mit Schrei-</span><br/> <span class="ft1">ben vom 13. Mai 1994 mit, seine am 31. Mai 1994 ablaufende Auf-</span><br/> <span class="ft1">enthaltsbewilligung werde vorläufig nur um ein halbes Jahr, bis am</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2000</span> <span class="title">Rekursgericht im Ausländerrecht</span> <span class="page_no">498</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">30. November 1994, auf Zusehen und Wohlverhalten hin verlängert.</span><br/> <span class="ft1">Aufgrund weiterer Straftaten prüfte die Fremdenpolizei Ende 1996</span><br/> <span class="ft1">die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und verwarnte den</span><br/> <span class="ft1">Beschwerdeführer mit Verfügung vom 16. Januar 1997.</span><br/> <span class="ft1">Bereits im November 1997 machte sich der Beschwerdeführer</span><br/> <span class="ft1">der Widerhandlung gegen das Transportgesetz schuldig. Zwischen</span><br/> <span class="ft1">dem 13. Februar 1998 und dem 15. April 2000 musste der Be-</span><br/> <span class="ft1">schwerdeführer insgesamt mit 10 Strafbefehlen wegen Widerhand-</span><br/> <span class="ft1">lung gegen das Transportgesetz in über 40 Fällen bestraft werden.</span><br/> <span class="ft1">Mit Strafbefehl des Bezirksamtes Baden vom 19. August 1999 wurde</span><br/> <span class="ft1">der Beschwerdeführer wegen geringfügigem Diebstahl zu einer</span><br/> <span class="ft1">Busse von CHF 100.-- und mit Strafbefehl des Bezirksamtes Kulm</span><br/> <span class="ft1">vom 5. Juli 2000 wegen Diebstahls eines Mobiltelefons zu fünf Ta-</span><br/> <span class="ft1">gen Gefängnis verurteilt.</span><br/> <span class="ft1">Des Weiteren wurde der Beschwerdeführer mit Urteil des Be-</span><br/> <span class="ft1">zirksgerichts Aarau vom 19. Januar 2000 zu fünf Monaten Gefängnis</span><br/> <span class="ft1">verurteilt. Die Verurteilung erfolgte wegen mehrfachen Betruges,</span><br/> <span class="ft1">versuchten Betruges, mehrfacher Urkundenfälschung, mehrfachen</span><br/> <span class="ft1">Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen Hausfrie-</span><br/> <span class="ft1">densbruchs, mehrfachen Ungehorsams in Betreibungsverfahren so-</span><br/> <span class="ft1">wie wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Transportgesetz.</span><br/> <span class="ft1">Zudem wurde der mit zwei früheren Strafbefehlen gewährte bedingte</span><br/> <span class="ft1">Strafvollzug für Gefängnisstrafen von zwei Monaten bzw. 21 Tagen</span><br/> <span class="ft1">widerrufen und die Strafe für vollziehbar erklärt.</span><br/> <span class="ft1">Am 3. Mai 2000 verfügte die Fremdenpolizei, Sektion Mass-</span><br/> <span class="ft1">nahmen, die Nichtverlängerung der am 31. Januar 2000 abgelaufenen</span><br/> <span class="ft1">Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers und ordnete an, er</span><br/> <span class="ft1">habe den Kanton Aargau per 31. Juli 2000 zu verlassen. Gleichzeitig</span><br/> <span class="ft1">wurde beim Bundesamt für Ausländerfragen (BFA) die Ausdehnung</span><br/> <span class="ft1">der kantonalen Wegweisungsverfügung auf das ganze Gebiet der</span><br/> <span class="ft1">Schweiz beantragt.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2000</span> <div class="title">Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Fremdenpolizei</div> <span class="page_no">499</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">B. Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer am 25.</span><br/> <span class="ft1">Mai 2000 Einsprache. Am 4. September 2000 wies der Rechtsdienst</span><br/> <span class="ft1">der Fremdenpolizei die Einsprache ab.</span><br/> <span class="ft1">C. Mit Eingaben vom 20. und 25. September 2000 reichte der</span><br/> <span class="ft1">Beschwerdeführer gegen den vorinstanzlichen Entscheid beim Re-</span><br/> <span class="ft1">kursgericht Beschwerde ein.</span><br/> <span class="ft1">D. Das Departement des Innern des Kantons Aargau verfügte</span><br/> <span class="ft1">am 3. Oktober 2000 die bedingte Entlassung des Beschwerdeführers</span><br/> <span class="ft1">aus dem Strafvollzug per 21. November 2000.</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">II. 3. a) Gemäss Art. 9 Abs. 1 lit. a ANAG erlischt die Aufent-</span><br/> <span class="ft1">haltsbewilligung mit dem Ablauf der Bewilligungsfrist, sofern diese</span><br/> <span class="ft1">nicht verlängert worden ist. Das ANAG enthält keine Bestimmung,</span><br/> <span class="ft1">welche die Kriterien für die Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbe-</span><br/> <span class="ft1">willigung festlegt. Da sowohl der Widerruf der Aufenthaltsbewilli-</span><br/> <span class="ft1">gung als auch die Ausweisung weit stärker in die Rechtsstellung des</span><br/> <span class="ft1">Betroffenen eingreifen als die Nichtverlängerung einer bereits abge-</span><br/> <span class="ft1">laufenen Aufenthaltsbewilligung, rechtfertigt es sich, die Kriterien</span><br/> <span class="ft1">von Art. 9 Abs. 2 ANAG betreffend den Widerruf der Aufenthalts-</span><br/> <span class="ft1">bewilligung und Art. 10 Abs. 1 ANAG betreffend die Ausweisung</span><br/> <span class="ft1">ebenfalls auf die Fälle der Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbe-</span><br/> <span class="ft1">willigung anzuwenden. Ergibt die Prüfung, dass der Widerruf der</span><br/> <span class="ft1">Aufenthaltsbewilligung oder gar die Ausweisung zulässig wäre, ist</span><br/> <span class="ft1">die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung erst recht nicht zu</span><br/> <span class="ft1">beanstanden.</span><br/> <span class="ft1">Ergibt die Prüfung, dass ein Widerruf der Aufenthaltsbewilli-</span><br/> <span class="ft1">gung oder eine Ausweisung unzulässig wäre, bedeutet dies hingegen</span><br/> <span class="ft1">nicht, dass auch die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung</span><br/> <span class="ft1">unzulässig ist. Geht es um die Nichtverlängerung einer abgelaufenen</span><br/> <span class="ft1">Aufenthaltsbewilligung, kann ein Fehlverhalten des Ausländers in</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2000</span> <span class="title">Rekursgericht im Ausländerrecht</span> <span class="page_no">500</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">der Interessenabwägung strenger beurteilt werden als beim Widerruf</span><br/> <span class="ft1">einer Bewilligung oder bei einer Ausweisung, wo in bestehende Be-</span><br/> <span class="ft1">willigungen eingegriffen wird (BGE 116 Ib 113 E. 3c, S. 117).</span><br/> <span class="ft1">b) Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt für die Fälle</span><br/> <span class="ft1">des Widerrufs und der Nichterneuerung einer Aufenthaltsbewilli-</span><br/> <span class="ft1">gung, dass in Analogie zu Art. 11 Abs. 3 ANAG und Art. 16 Abs. 3</span><br/> <span class="ft1">ANAV - wie bei der Ausweisung - eine Interessenabwägung vorzu-</span><br/> <span class="ft1">nehmen beziehungsweise das Verhältnismässigkeitsprinzip zu wah-</span><br/> <span class="ft1">ren ist. Das öffentliche Interesse an der Nichtverlängerung der Auf-</span><br/> <span class="ft1">enthaltsbewilligung ist den privaten Interessen des Beschwerdefüh-</span><br/> <span class="ft1">rers am Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen. Hierbei sind</span><br/> <span class="ft1">insbesondere die Schwere des Verschuldens des Ausländers, die</span><br/> <span class="ft1">Dauer seiner Anwesenheit in der Schweiz und die ihm und seiner</span><br/> <span class="ft1">Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (BGE 93 I 1, E. 4,</span><br/> <span class="ft1">S. 10; 98 Ib 85, E. 3a, S. 90; 116 Ib 113, E. 3c, S. 117). Ob diese</span><br/> <span class="ft1">Kriterien berücksichtigt und richtig angewandt worden sind, bzw. ob</span><br/> <span class="ft1">sich in ihrem Lichte die angeordnete Massnahme als verhältnis-</span><br/> <span class="ft1">mässig erweist, ist als Rechtsfrage frei zu prüfen.</span><br/> <span class="ft1">c) Nachfolgend ist zu prüfen, ob im vorliegenden Fall eine</span><br/> <span class="ft1">Ausweisung oder ein Widerruf der Aufenthaltsbewilligung zulässig</span><br/> <span class="ft1">wäre.</span><br/> <span class="ft1">4. a) Nach Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG kann ein Ausländer aus</span><br/> <span class="ft1">der Schweiz ausgewiesen werden, wenn er wegen eines Verbrechens</span><br/> <span class="ft1">oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde und nach Art. 10 Abs. 1 lit.</span><br/> <span class="ft1">b ANAG, wenn sein Verhalten und sein Handeln darauf schliessen</span><br/> <span class="ft1">lassen, dass er nicht gewillt oder nicht fähig ist, sich in die im Gast-</span><br/> <span class="ft1">staat geltende Ordnung einzufügen. Der Beschwerdeführer wurde</span><br/> <span class="ft1">sowohl 1996 als auch 1998 unter anderem wegen Diebstahls verur-</span><br/> <span class="ft1">teilt. Damit steht fest, dass die Voraussetzungen von Art. 10 Abs. 1</span><br/> <span class="ft1">lit. a und b ANAG erfüllt wären.</span><br/> <span class="ft1">b) Gemäss Art. 11 Abs. 3 ANAG darf eine Ausweisung nur</span><br/> <span class="ft1">ausgesprochen werden, wenn sie nach den gesamten Umständen</span><br/> <span class="ft1">angemessen erscheint. Dabei ist vorab das Mass des öffentlichen</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2000</span> <div class="title">Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Fremdenpolizei</div> <span class="page_no">501</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Interesses anhand der Schwere des Verschuldens des Beschwerde-</span><br/> <span class="ft1">führers sowie der begangenen Delikte zu prüfen. Bei schweren</span><br/> <span class="ft1">Straftaten, insbesondere bei Gewalt-, Sexual- und schweren Betäu-</span><br/> <span class="ft1">bungsmitteldelikten, sowie bei Rückfall bzw. wiederholter Delin-</span><br/> <span class="ft1">quenz besteht ein wesentliches öffentliches Interesse an einer Aus-</span><br/> <span class="ft1">weisung (BGE 122 II 433, E. 2c, S. 436).</span><br/> <span class="ft1">aa) Der Beschwerdeführer wurde bis zum heutigen Zeitpunkt</span><br/> <span class="ft1">vielfach deliktisch tätig. Er machte sich wegen mehrerer Verstösse</span><br/> <span class="ft1">gegen das Strassenverkehrsrecht und in über 40 Fällen wegen Wi-</span><br/> <span class="ft1">derhandlung gegen das Transportgesetz schuldig. Weiter wurde er</span><br/> <span class="ft1">wegen mehrfachen Betruges, versuchten Betruges, mehrfacher Sach-</span><br/> <span class="ft1">beschädigung, mehrfacher Urkundenfälschung, mehrfachen Haus-</span><br/> <span class="ft1">friedensbruchs, mehrfachen Diebstahls und mehrfachen Ungehor-</span><br/> <span class="ft1">sams in Betreibungsverfahren zu 5 Monaten Gefängnis und einer</span><br/> <span class="ft1">bedingt ausgesprochenen Landesverweisung von 5 Jahren verurteilt.</span><br/> <span class="ft1">Hinzu kamen 3 Monate Gefängnis infolge widerrufener bedingter</span><br/> <span class="ft1">Freiheitsstrafen. Obwohl einige der begangenen Straftaten als Baga-</span><br/> <span class="ft1">telldelikte bezeichnet werden können, manifestiert der Beschwerde-</span><br/> <span class="ft1">führer doch eindrücklich, dass er offensichtlich grosse Mühe bekun-</span><br/> <span class="ft1">det, sich der geltenden Rechtsordnung unterzuordnen. Auch hat er</span><br/> <span class="ft1">gezeigt, dass er trotz eindeutiger Ermahnung von Seiten der Frem-</span><br/> <span class="ft1">denpolizei und einer förmlichen Verwarnung nicht in der Lage war,</span><br/> <span class="ft1">seine Verhaltensweise einer Überprüfung zu unterziehen und die sich</span><br/> <span class="ft1">daraus ergebenden Korrekturen anzubringen. Festzuhalten ist, dass</span><br/> <span class="ft1">für die Festlegung des öffentlichen Interesses die Delikte, welche</span><br/> <span class="ft1">nach einer Verwarnung begangen wurden, besonders schwer wiegen</span><br/> <span class="ft1">und daher auch schwerer zu gewichten sind.</span><br/> <span class="ft1">Unter Berücksichtigung all dieser Tatsachen, das heisst der</span><br/> <span class="ft1">Schwere des Verschuldens und der wiederholten Delinquenz trotz</span><br/> <span class="ft1">Verwarnung, besteht hier insgesamt ein erhebliches öffentliches In-</span><br/> <span class="ft1">teresse an einer Entfernung des Beschwerdeführers aus der Schweiz.</span><br/> <span class="ft1">bb) (... private Interessen)</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2000</span> <span class="title">Rekursgericht im Ausländerrecht</span> <span class="page_no">502</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">c) Unter Würdigung aller Umstände ist festzuhalten, dass ein</span><br/> <span class="ft1">erhebliches öffentliches Interesse an der Entfernung des Beschwerde-</span><br/> <span class="ft1">führers aus der Schweiz besteht. Stellt man dem die privaten Interes-</span><br/> <span class="ft1">sen gegenüber, so kann der Beschwerdeführer einzig aufgrund der</span><br/> <span class="ft1">relativ langen Anwesenheitsdauer ein erhebliches privates Interesse</span><br/> <span class="ft1">am Verbleib in der Schweiz vorbringen. Ob eine Abwägung der In-</span><br/> <span class="ft1">teressen den Schluss zuliesse, eine Ausweisung gemäss Art. 10 Abs.</span><br/> <span class="ft1">1 lit. a und b ANAG oder ein Widerruf wegen schwerer Klagen ge-</span><br/> <span class="ft1">mäss Art. 9 Abs. 2 lit. b ANAG wäre verhältnismässig, kann in vor-</span><br/> <span class="ft1">liegendem Fall offen bleiben. Denn die Nichtverlängerung einer</span><br/> <span class="ft1">Aufenthaltsbewilligung, die im Gegensatz zur Ausweisung und zum</span><br/> <span class="ft1">Widerruf nicht in eine bestehende Bewilligung eingreift, erlaubt</span><br/> <span class="ft1">einen strengeren Beurteilungsmassstab bezüglich des Fehlverhaltens</span><br/> <span class="ft1">des Ausländers bei der Interessensabwägung.</span><br/> <span class="ft1">5. Wie bereits in Erwägung 3a vorstehend ausgeführt, kann ein</span><br/> <span class="ft1">Fehlverhalten des Ausländers im Falle einer Nichtverlängerung einer</span><br/> <span class="ft1">abgelaufenen Aufenthaltsbewilligung im Rahmen der Interessenab-</span><br/> <span class="ft1">wägung strenger beurteilt werden als beim Widerruf einer Bewilli-</span><br/> <span class="ft1">gung oder bei einer Ausweisung, wo in bestehende Bewilligungen</span><br/> <span class="ft1">eingegriffen wird (BGE 116 Ib 113, E. 3c, S. 117). Hinzu kommt,</span><br/> <span class="ft1">dass die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung im Gegensatz</span><br/> <span class="ft1">zur Ausweisung lediglich eine Entfernungs- und nicht automatisch</span><br/> <span class="ft1">eine Fernhaltemassnahme beinhaltet. Dies ist insbesondere dann von</span><br/> <span class="ft1">Bedeutung, wenn es dem Lebenspartner des Betroffenen unzumutbar</span><br/> <span class="ft1">ist, diesem ins Ausland zu folgen.</span><br/> <span class="ft1">a) Die wiederholten, fast schon gewohnheitsmässigen Wider-</span><br/> <span class="ft1">handlungen gegen das Transportgesetz, die Vielzahl begangener</span><br/> <span class="ft1">Delikte, die vor dem Bezirksgericht Aarau zu einer Verurteilung zu 5</span><br/> <span class="ft1">Monaten Gefängnis unbedingt führten sowie die Tatsache, dass der</span><br/> <span class="ft1">Beschwerdeführer sich seiner Handlungen und deren Folgen auf-</span><br/> <span class="ft1">grund der vorangegangenen Verwarnung bewusst war und trotzdem</span><br/> <span class="ft1">teilweise geplant, teilweise aus Gelegenheit, aber stets aus eigenem</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2000</span> <div class="title">Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Fremdenpolizei</div> <span class="page_no">503</span></div> <div class="page" id="S7"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Antrieb weiter delinquiert hat, sind bei der Würdigung entsprechend</span><br/> <span class="ft1">zu beachten.</span><br/> <span class="ft1">Nachdem das Fehlverhalten des Beschwerdeführers hinsichtlich</span><br/> <span class="ft1">der Nichtverlängerung der abgelaufenen Aufenthaltsbewilligung im</span><br/> <span class="ft1">Rahmen der Interessenabwägung strenger zu beurteilen ist als beim</span><br/> <span class="ft1">Widerruf einer Bewilligung oder bei einer Ausweisung, ist das öf-</span><br/> <span class="ft1">fentliche Interesse an der Entfernung des Beschwerdeführers schwe-</span><br/> <span class="ft1">rer zu gewichten und sein privates Interesse am Verbleib in der</span><br/> <span class="ft1">Schweiz hat in den Hintergrund zu treten.</span><br/> <span class="ft1">b) Damit steht fest, dass die durch die Vorinstanz verfügte</span><br/> <span class="ft1">Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung nicht zu beanstanden</span><br/> <span class="ft1">und die Beschwerde demzufolge abzuweisen ist.</span><br/> <br/></div> </div> </body> </html>