<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2005 109 S.484</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Personalrekursgericht</span> <span class="page_no">484</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>109 Besoldung. Festlegung des Anfangslohns für sog. "Grundlöhner".</b></span><br/> <span class="ft2">-</span> <span class="ft1"><b>Auch die Festlegung des Anfangslohnes der Personalkategorien nach</b></span><br/> <span class="ft1"><b>§ 22 LD (sog. "Grundlöhner") bedarf der individuellen Festlegung.</b></span><br/> <span class="ft1"><b>Massgebend für die Zusprechung eines allfälligen Erfahrungsanteils</b></span><br/> <span class="ft1"><b>ist der Vergleich zwischen dem für die Funktion massgebenden</b></span><br/> <span class="ft1"><b>Anforderungsprofil und den effektiven Qualifikationen des Betroffe-</b></span><br/> <span class="ft1"><b>nen (Erw. 3 - 5).</b></span><br/> <br/> <span class="ft2">Aus dem Entscheid des Personalrekursgerichts vom 21. September 2005 in</span><br/> <span class="ft2">Sachen S. gegen Beschluss des Regierungsrates (BE.2004.50006).</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <br/> <span class="ft5">II. 3. a) Für den Regelfall, in welchem sich der Lohn aus Posi-</span><br/> <span class="ft5">tionsanteil, Leistungsanteil und allfälligen Lohnzulagen zusammen-</span><br/> <span class="ft5">setzt (§ 4 LD, sogenannte "Leistungslöhner"), bestimmt § 8 Abs. 1</span><br/> <span class="ft5">LD, dass bei der Festlegung des Anfangslohnes die für die vorgese-</span><br/> <span class="ft5">hene Arbeit bedeutsamen Berufs- und Lebenserfahrungen im Leis-</span><br/> <span class="ft5">tungsanteil zu berücksichtigen sind. Gemäss § 8 Abs. 2 LD kann "für</span><br/> <span class="ft5">Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei ihrer Anstellung das für die</span><br/> <span class="ft5">Funktion massgebende Anforderungsprofil noch nicht voll erfüllen,</span><br/> <span class="ft5">(...) der Anfangslohn ausnahmsweise für eine befristete Übergangs-</span><br/> <span class="ft5">zeit bis zu 15 % unter dem Positionslohn festgesetzt werden." Offen-</span><br/> <span class="ft5">sichtlich liegt der Bestimmung die Überzeugung zugrunde, dass mit</span><br/> <span class="ft5">gewisser Erfahrung im Amt ein ursprüngliches Manko im Anforde-</span><br/> <span class="ft5">rungsprofil wettgemacht wird.</span><br/> <span class="ft5">b) Für die Festlegung des Anfangslohnes der Personalgruppen</span><br/> <span class="ft5">nach § 22 LD (sogenannte "Grundlöhner") sind die folgenden zwei</span><br/> <span class="ft5">Bestimmungen des Lohndekrets massgebend:</span><br/> <span class="ft5">-</span> <span class="ft5">Die Formulierung in § 22 Abs. 1 LD, wonach "an Stelle des</span><br/> <span class="ft5">Positions- und Leistungsanteils ein fester Grundlohn ausbezahlt"</span><br/> <span class="ft5">wird, lässt darauf schliessen, dass bei einer Anstellung keine</span><br/> <span class="ft5">individuellen Anpassungen möglich sind bzw. der Grundlohn ge-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Besoldung</span> <span class="page_no">485</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">stützt auf § 22 Abs. 2 LD ausschliesslich mit der Erfahrung</span><br/> <span class="ft5">wächst, welche die Person im betreffenden Amt sammelt.</span><br/> <span class="ft5">-</span> <span class="ft5">Ziff. 3 Anhang II LD hält demgegenüber fest, dass § 8 LD bei</span><br/> <span class="ft5">der Bestimmung des Anfangslohnes für Mitarbeitende der Perso-</span><br/> <span class="ft5">nalgruppen nach § 22 LD analog gelte. Dies lässt sich kaum</span><br/> <span class="ft5">anders verstehen, als dass bei "Grundlöhnern" der Anfangslohn</span><br/> <span class="ft5">unter Berücksichtigung der Berufs- und Lebenserfahrung</span><br/> <span class="ft5">festzulegen ist bzw. unter bestimmten Umständen die Besoldung</span><br/> <span class="ft5">unterhalb des Grundlohns festgelegt werden kann.</span><br/> <span class="ft5">c) Der aufgezeigte Widerspruch zwischen den beiden erwähn-</span><br/> <span class="ft5">ten Bestimmungen rührt allenfalls daher, dass das eigentliche</span><br/> <span class="ft5">Lohndekret zu einem früheren Zeitpunkt erlassen wurde als die An-</span><br/> <span class="ft5">hänge (Lohndekret: Botschaft vom 19. Mai 1999, Beschluss Grosser</span><br/> <span class="ft5">Rat am 30. November 1999; Anhänge I - III: Botschaft vom 31. Mai</span><br/> <span class="ft5">2000, Beschluss vom 29. August 2000).</span><br/> <span class="ft5">Zwischen dem Dekret und den Anhängen besteht keine</span><br/> <span class="ft5">Normenhierarchie; beide wurden vom Grossen Rat in demselben</span><br/> <span class="ft5">Verfahren erlassen. Nach dem Grundsatz des Vorranges des späteren</span><br/> <span class="ft5">Rechts ("lex posterior") gelangt Ziff. 3 Anhang 3 LD zur Anwen-</span><br/> <span class="ft5">dung. Dieses Auslegungsresultat wird durch die Materialien gestützt.</span><br/> <span class="ft5">In der Botschaft des Regierungsrats vom 31. Mai 2000 betreffend die</span><br/> <span class="ft5">Anhänge I - III LD wurde ausdrücklich festgehalten, dass "bei der</span><br/> <span class="ft5">Festlegung des Grundlohnes der erfahrungsorientierten individuellen</span><br/> <span class="ft5">Lohnentwicklung Rechnung zu tragen" sei (S. 10). Entsprechend</span><br/> <span class="ft5">führte der Leiter der Abteilung Personal und Organisation vor der</span><br/> <span class="ft5">vorberatenden Kommission des Grossen Rates aus: "Wer bei einem</span><br/> <span class="ft5">anderen Arbeitgeber Erfahrungen gemacht hat, die einen Einfluss auf</span><br/> <span class="ft5">seine Leistungen haben werden, kann dies bei der Einstellung gel-</span><br/> <span class="ft5">tend machen und dies schlägt sich im Leistungsband (resp. im Erfah-</span><br/> <span class="ft5">rungsanteil) nieder" (Protokoll der Nichtständigen Kommission Nr.</span><br/> <span class="ft5">17 "Personalvorlagen" vom 23. Juni 2000, S. 656). Demgegenüber</span><br/> <span class="ft5">fehlen Belegstellen dafür, dass der Begriff "fest" gemäss § 22 Abs. 1</span><br/> <span class="ft5">LD vom Gesetzgeber tatsächlich als unabänderlich betrachtet worden</span><br/> <span class="ft5">wäre. Nach Sinn und Zweck der Norm wären beide Auslegungsva-</span><br/> <span class="ft5">rianten vertretbar. Für eine Annäherung an einen Fixlohn spricht</span><br/> <span class="ft5">vorab, dass Justizfunktionäre möglichst unabhängig von der admi-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Personalrekursgericht</span> <span class="page_no">486</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">nistrativ vorgesetzten Behörde sein sollen; allerdings sind nicht alle</span><br/> <span class="ft5">Grundlöhner Justizfunktionäre. Auf eine individuelle Festlegung des</span><br/> <span class="ft5">Anfangslohnes lassen insbesondere Überlegungen der Rechtsgleich-</span><br/> <span class="ft5">heit schliessen (Gleichbehandlung mit Leistungslöhner; differenzier-</span><br/> <span class="ft5">te Einstufung nach Massgabe der unterschiedlichen Berufs- und Le-</span><br/> <span class="ft5">benserfahrungen).</span><br/> <span class="ft5">Schliesslich erscheint wesentlich, dass der Regierungsrat in der</span><br/> <span class="ft5">Personal- und Lohnverordnung vom 25. September 2000 offensicht-</span><br/> <span class="ft5">lich davon ausging, dass der Anfangslohn für Angehörige der Perso-</span><br/> <span class="ft5">nalgruppen nach § 22 LD der individuellen Festsetzung bedarf: Ge-</span><br/> <span class="ft5">mäss § 35 Abs. 3 PLV erfolgt die Festlegung des "Leistungsanteils"</span><br/> <span class="ft5">(bezieht sich auf Leistungslöhner, vgl. § 4 lit. b LD) sowie des</span><br/> <span class="ft5">"Erfahrungsanteils" (bezieht sich auf Grundlöhner, vgl. § 22 Abs. 2</span><br/> <span class="ft5">LD) unter Berücksichtigung der Erfahrungen in früheren Stellen,</span><br/> <span class="ft5">ausgewiesener Fähigkeiten und der besonderen Eignung für die neue</span><br/> <span class="ft5">Stelle; Lebenserfahrung sowie Erfahrungen in Haus-, Erziehungs-</span><br/> <span class="ft5">und Betreuungsarbeit werden angemessen einbezogen.</span><br/> <span class="ft5">d) Als Resultat der Auslegung von § 22 Abs. 1 LD und Ziff. 3</span><br/> <span class="ft5">Anhang II LD ergibt sich, dass der Anfangs-Grundlohn der Personal-</span><br/> <span class="ft5">kategorien nach § 22 LD nicht fix ist, sondern der individuellen</span><br/> <span class="ft5">Festlegung bedarf. Diese Beurteilung ist insofern unbestritten, als die</span><br/> <span class="ft5">Anstellungsbehörde zwar einerseits eine gegenteilige Ansicht vertritt</span><br/> <span class="ft5">(vgl. u.a. Vernehmlassung), andererseits aber den Lohn des Be-</span><br/> <span class="ft5">schwerdeführers über dem Grundlohn ansetzte.</span><br/> <span class="ft5">4. In Bezug auf das Mass der Berücksichtigung von Berufs-</span><br/> <span class="ft5">und Lebenserfahrung bei der Festsetzung des Anfangs-Grundlohnes</span><br/> <span class="ft5">argumentiert die Abteilung X., die in Ziff. 3 Anhang II LD statuierte</span><br/> <span class="ft5">analoge Anwendung von § 8 LD für Grundlöhner betreffe - im</span><br/> <span class="ft5">Unterschied zum Leistungslöhner, bei dem § 8 LD unmittelbar und</span><br/> <span class="ft5">eben nicht nur "analog" gelte - nur "eigentliche besondere Fälle", in</span><br/> <span class="ft5">denen die Berufs- und Lebenserfahrung eines neu gewählten Justiz-</span><br/> <span class="ft5">funktionärs völlig "aus der Reihe des Üblichen und Systemimmanen-</span><br/> <span class="ft5">ten" falle. Tatsächlich ergibt sich indessen aus dem Lohndekret</span><br/> <span class="ft5">(inklusive Anhang) nicht der geringste Hinweis dafür, dass der Be-</span><br/> <span class="ft5">griff "analog" eine derartige Einschränkung beinhalten würde. Zu-</span><br/> <span class="ft5">dem steht die Interpretation in klarem Widerspruch zu den Materia-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Besoldung</span> <span class="page_no">487</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">lien (vgl. Erw. 3 lit. c hievor), zum Wortlaut von § 35 Abs. 3 PLV so-</span><br/> <span class="ft5">wie zum eigentlichen Sinn des Begriffs "analog". Schliesslich führt</span><br/> <span class="ft5">die Abteilung X. in Bezug auf die Grundlöhner selber aus, das</span><br/> <span class="ft5">Ermessen sei im Wesentlichen nicht anders auszuüben als bei der</span><br/> <span class="ft5">Festlegung der Anfangslöhne von Leistungslöhnern; massgebende</span><br/> <span class="ft5">Kriterien seien etwa: Position der Kolleginnen und Kollegen, Alter,</span><br/> <span class="ft5">Berufserfahrung, ausserberuflich erworbene Fähigkeiten, Weiterbil-</span><br/> <span class="ft5">dungen, spezielle Kenntnisse etc. Insgesamt erweist sich die Auffas-</span><br/> <span class="ft5">sung, wonach der Begriff "analog" gemäss Ziff. 3 Anhang II LD ein-</span><br/> <span class="ft5">schränkend zu verstehen sei, als nicht haltbar.</span><br/> <span class="ft5">Unzutreffend ist im Weiteren auch die Auffassung, wonach in</span><br/> <span class="ft5">den 17 %, um die der Grundlohn den Positionslohn der einschlägigen</span><br/> <span class="ft5">Lohnstufe übertrifft, eine gewisse Erfahrung bereits enthalten sei.</span><br/> <span class="ft5">Eine derartige Annäherung an ein Fixlohnsystem wäre grundsätzlich</span><br/> <span class="ft5">denkbar, doch bestehen - wie ausgeführt (vgl. oben sowie Erw. 3 hie-</span><br/> <span class="ft5">vor) - de lege lata keine genügenden Anhaltspunkte für diese Ausle-</span><br/> <span class="ft5">gung.</span><br/> <span class="ft5">5. a) Somit bleibt zu prüfen, ob der Beschwerdeführer das</span><br/> <span class="ft5">massgebende Anforderungsprofil erfüllt (§ 8 Abs. 2 LD) und ge-</span><br/> <span class="ft5">gebenenfalls ob seine Berufs- und Lebenserfahrungen als für seine</span><br/> <span class="ft5">Tätigkeit "bedeutsam" eingestuft und bei der Festlegung des Erfah-</span><br/> <span class="ft5">rungsanteils "berücksichtigt" werden müssen (§ 8 Abs. 1 LD).</span><br/> <span class="ft5">Das für die Funktion massgebende Anforderungsprofil ergibt</span><br/> <span class="ft5">sich in erster Linie anhand der sog. "ABAKABA-Protokolle", in</span><br/> <span class="ft5">welchen die Anforderungen und Belastungen als auch die Verantwor-</span><br/> <span class="ft5">tung, welche mit einer Funktion verbunden sind, abgebildet wurden</span><br/> <span class="ft5">(zur Arbeitsplatzbewertung ABAKABA vgl. AGVE 2004, S. 392 ff.).</span><br/> <span class="ft5">Der Ausdruck "bedeutsam" stellt einen unbestimmten Rechtsbe-</span><br/> <span class="ft5">griff dar. Mit dem Begriff "berücksichtigt" wird der Anstellungsbe-</span><br/> <span class="ft5">hörde zusätzlich ein Rechtsfolgeermessen eingeräumt. Im Rahmen</span><br/> <span class="ft5">der entsprechenden Überprüfung auferlegt sich das Personalrekurs-</span><br/> <span class="ft5">gericht eine gewisse Zurückhaltung (AGVE 2001, S. 536). Dies er-</span><br/> <span class="ft5">weist sich auch im vorliegenden Fall als gerechtfertigt, da sich</span><br/> <span class="ft5">grundsätzlich die Anstellungsbehörde besser als ein Gericht für die</span><br/> <span class="ft5">Beurteilung eignet, inwiefern Berufs- und Lebenserfahrungen vor</span><br/> <span class="ft5">Amtsantritt für die zu beurteilende Stelle wesentlich sind.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Personalrekursgericht</span> <span class="page_no">488</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">b) <i>(Darstellung des beruflichen Werdegangs des Beschwerde-</i></span><br/> <span class="ft4"><i>führers)</i></span><br/> <span class="ft5">c) Die Arbeitsplatzbewertung ABAKABA beurteilt im Merk-</span><br/> <span class="ft5">malsbereich "Intellektuelle Anforderungen und Belastungen" u.a. das</span><br/> <span class="ft5">"Fachwissen". Massgebend sind dabei die Untermerkmale 1.1</span><br/> <span class="ft5">"Ausbildung", 1.2 "Zusätzlich erforderliches (Fach-)Wissen" und 1.3</span><br/> <span class="ft5">"Erfahrung". Berücksichtigt werden die Anforderungen, welche ein</span><br/> <span class="ft5">Stelleninhaber gewissermassen "idealtypisch" mitbringt. Für die</span><br/> <span class="ft5">fragliche Stelle wird eine Ausbildung auf Niveau Fachhochschule</span><br/> <span class="ft5">sowie eine Erfahrung von mehr als 13 Jahren verlangt; ein zusätzli-</span><br/> <span class="ft5">ches (Fach-)Wissen ist nicht erforderlich.</span><br/> <span class="ft5">Der Beschwerdeführer verfügt nicht über einen Fachhochschul-</span><br/> <span class="ft5">abschluss, wie dies für die fragliche Stelle gemäss ABAKABA vor-</span><br/> <span class="ft5">gesehen ist. Insofern vermag er das Anforderungsprofil nicht zu</span><br/> <span class="ft5">erfüllen. Dieser Umstand wiegt schwer: Nach Massgabe der Arbeits-</span><br/> <span class="ft5">platzbewertung ABAKABA wird zum einen der Abschluss einer</span><br/> <span class="ft5">Fachhochschule gegenüber anderen Ausbildungen sehr hoch ge-</span><br/> <span class="ft5">wichtet (...), zum andern kommt der Ausbildung in Relation zum</span><br/> <span class="ft5">Zusatzwissen und zur Erfahrung eine sehr grosse Bedeutung zu.</span><br/> <span class="ft5">Letzteres zeigt sich beispielsweise darin, dass eine Stelle, welche</span><br/> <span class="ft5">eine Berufslehre sowie den Besuch der (...-) Schule, ein maximales</span><br/> <span class="ft5">Zusatzwissen sowie eine maximale Erfahrung von über 13 Jahren</span><br/> <span class="ft5">voraussetzt, unter "Fachwissen" weniger hoch zu bewerten ist als</span><br/> <span class="ft5">eine Stelle, welche "lediglich" den Abschluss einer Fachhochschule</span><br/> <span class="ft5">(ohne Zusatzwissen und ohne Berufserfahrung) verlangt.</span><br/> <span class="ft5">Gemäss der Umschreibung des Untermerkmals "I 1.3 Erfah-</span><br/> <span class="ft5">rung" ist darunter die (Berufs-) Erfahrung ab Abschluss der ange-</span><br/> <span class="ft5">echneten Ausbildung zu verstehen. Wie gesehen verlangt das</span><br/> <span class="ft5">Anforderungsprofil gemäss ABAKABA für die fragliche Stelle eine</span><br/> <span class="ft5">(Berufs-) Erfahrung von mindestens 13 Jahren. Verfügt der Betrof-</span><br/> <span class="ft5">fene über zusätzliche Berufs- und Lebenserfahrung, so ist dies bei</span><br/> <span class="ft5">der individuellen Festlegung des Grundlohns zu berücksichtigen</span><br/> <span class="ft5">(vgl. Erw. 3 und 4 hievor). Dies gilt indessen nur, wenn der Be-</span><br/> <span class="ft5">troffene über eine Ausbildung auf Stufe Fachhochschule verfügt.</span><br/> <span class="ft5">Dies ist vorliegend nicht der Fall.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Besoldung</span> <span class="page_no">489</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">Obwohl der Beschwerdeführer nicht über einen nach ABA-</span><br/> <span class="ft5">KABA notwendige Fachhochschulabschluss verfügt, wurde er auf</span><br/> <span class="ft5">dem Grundlohn von 117 % des Positionslohns bzw. leicht darüber</span><br/> <span class="ft5">eingestuft. Der Verzicht auf die Festlegung eines Anfangslohns un-</span><br/> <span class="ft5">terhalb des Grundlohns erscheint gerechtfertigt; die überaus lange</span><br/> <span class="ft5">und einschlägige Berufserfahrung sowie das umfassende Zusatzwis-</span><br/> <span class="ft5">sen, welches der Beschwerdeführer durch seine zahlreichen Weiter-</span><br/> <span class="ft5">bildungen erwarb, sind geeignet, das fehlende Ausbildungsniveau</span><br/> <span class="ft5">wettzumachen. Darüber hinaus können indessen die Lebens- und Be-</span><br/> <span class="ft5">rufserfahrungen des Beschwerdeführers nur in einem sehr be-</span><br/> <span class="ft5">schränkten Umfang als bedeutsam im Sinne von § 8 Abs. 1 LD ange-</span><br/> <span class="ft5">sehen werden, zumal - wie gesehen - die Ausbildung auch nach neu-</span><br/> <span class="ft5">em Lohnsystem von sehr grosser Bedeutung ist. Hinzu kommt, dass</span><br/> <span class="ft5">insbesondere aufgrund der unterschiedlichen Verantwortung die</span><br/> <span class="ft5">Erfahrung als Stellvertreter nicht mit derjenigen als Hauptinhaber der</span><br/> <span class="ft5">Stelle gleichgestellt werden darf. Dementsprechend ist es jedenfalls</span><br/> <span class="ft5">im Rahmen der zurückhaltenden gerichtlichen Überprüfung (vgl. lit.</span><br/> <span class="ft5">a hievor<i>)</i> nicht zu beanstanden, dass die Anstellungsbehörde den An-</span><br/> <span class="ft5">fangslohn des Beschwerdeführers nicht mehr als rund 1,5 % über</span><br/> <span class="ft5">dem Grundlohn von 117 % des Positionslohns festlegte.</span><br/> <span class="ft5">d) Zu betonen bleibt, dass der Fall anders zu beurteilen wäre,</span><br/> <span class="ft5">wenn der Beschwerdeführer eine Fachhochschule bzw. eine äquiva-</span><br/> <span class="ft5">lente Ausbildung absolviert hätte. Diesfalls müsste eine derart breite</span><br/> <span class="ft5">Erfahrung, wie er sie vorzuweisen vermag, bei der Festsetzung des</span><br/> <span class="ft5">Anfangs-Grundlohnes bedeutend stärker gewichtet werden. Selbst</span><br/> <span class="ft5">das in den Augen der Anstellungsbehörde offenbar derzeit optimale</span><br/> <span class="ft5">Lohngefüge unter den Inhabern der fraglichen Stelle könnte ihm</span><br/> <span class="ft5">diesfalls kaum entgegengehalten werden. Jedenfalls müsste vorab</span><br/> <span class="ft5">einlässlich untersucht werden, ob die einzelnen Einstufungen tatsäch-</span><br/> <span class="ft5">lich dem neuen Lohnsystem entsprechen oder ob sie bloss das Resul-</span><br/> <span class="ft5">tat der unveränderten Überführung des früheren Lohnes per 1. April</span><br/> <span class="ft5">2001 (vgl. Ziff. 1 Abs. 1 Anhang III LD) inklusive der nachfolgend</span><br/> <span class="ft5">ausgerichteten Erfahrungsanteilen gemäss § 22 Abs. 2 LD bilden.</span><br/> <span class="ft5">Ein Vergleich mit den (wenigen) anderen Neueinstufungen von Inha-</span><br/> <span class="ft5">bern der fraglichen Stelle seit Inkrafttreten der neuen Personalerlasse</span><br/> <span class="ft5">ist ohnehin nicht zulässig, da sie offensichtlich aufgrund der unzu-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2005</span> <span class="title">Personalrekursgericht</span> <span class="page_no">490</span></div> <div class="page" id="S7"> <div role="main"><br/> <span class="ft5">treffenden Annahme erfolgten, vom Grundlohn dürfe grundsätzlich</span><br/> <span class="ft5">nicht abgewichen werden.</span><br/> <br/></div> </div> </body> </html>