<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00175</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206190&amp;W10_KEY=13013560&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00175</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.09.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Widerruf eines Zuschlags wegen Nichterfüllung der Anforderungen. Die Frage, ob ein Anbieter ein gleichwertiges Produkt offerieren darf, wenn im Zusammenhang mit der Beschaffung eines bestimmten Produkts die Ausschreibung selbst unter Verwendung von dessen Handelsmarke bzw. -name erfolgt, kann offen bleiben (E. 3.1). Auf die in § 16 Abs. 2 SubmV geforderte Zulassung gleichwertiger Produkte kann - in Analogie zu § 10 Abs. 1 lit. f SubmV, der für das freihändige Verfahren massgeblich ist - dann verzichtetet werden, wenn sich nur mit den gleichen Produkten und/oder Dienstleistungen "die Austauschbarkeit mit schon vorhandenem Material oder Dienstleistungen" gewährleisten lässt (E. 3.2.2). Abweisung (vereinigt mit VB.2006.00200).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHREIBUNG">AUSSCHREIBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHWERTIGKEIT">GLEICHWERTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRODUKTEANFORDERUNGEN">PRODUKTEANFORDERUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRODUKTEBEZEICHNUNG">PRODUKTEBEZEICHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPEZIFIKATION">SPEZIFIKATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF">WIDERRUF</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 10 Abs. I lit. f SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 16 Abs. II SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 36 SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Publikation vom 17. Februar 2006 im kantonalen Amtsblatt leitete die Kantonale Drucksachen und Materialzentrale (KDMZ) ein Verfahren zur Beschaffung von EDV-Hardware sowie der dazugehÃ¶renden Software und Supportleistungen ein. Der Zweck der Beschaffung bestand in der Erweiterung der vorhandenen IT-Struktur des Spitals C. GemÃ¤ss der Ausschreibung sollten "HP [Hewlett-Packard] SAN [Storage Area Network] Switches, Module und Software" beschafft werden. An der im offenen Verfahren durchgefÃ¼hrten Submission beteiligten sich vier Unternehmungen. Die OffertÃ¶ffnung ergab eine Preisspanne von zwischen Fr. 269'226.- und Fr. 338'071.60 liegenden Angeboten. In der Folge erhielt die A AG von der KDMZ am 20. MÃ¤rz 2006 den Zuschlag. Mit VerfÃ¼gung vom 10. April 2006 widerrief die KDMZ diesen Zuschlag und erteilte am gleichen Tag mit separater VerfÃ¼gung der D AG den Zuschlag.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 17. April 2006 erhob die A AG gegen den Widerruf des Zuschlags Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte die RÃ¼cknahme des Widerrufs und die Auftragserteilung an sie (VB.2006.00175).</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 2. Mai 2006 gelangte die A AG erneut an das Verwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung des Zuschlags an die D AG sowie die Erteilung des Zuschlags an sie (VB.2006.00200). Sodann stellte die A AG ein Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und verlangte die einstweilige Untersagung des Vertragsschlusses zwischen der KDMZ und der D AG.</p> <p class="Urteilstext">Die KDMZ stellte in ihrer Beschwerdeantwort vom 18. Mai 2006 in beiden Verfahren folgende AntrÃ¤ge:</p> <p class="EinzugZitat">"1. Die Verfahren VB.2006.00175 und VB.2006.00200 seien zu vereinigen;</p> <p class="EinzugZitat">2. Auf die Beschwerde sei hinsichtlich der vorgebrachten RÃ¼ge der Verletzung von § 16 [der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 (SubmV)] nicht einzutreten;</p> <p class="EinzugZitat">3. Die Beschwerden seien im Ãbrigen vollumfÃ¤nglich abzuweisen;</p> <p class="EinzugZitat">4. Den Beschwerden sei die aufschiebende Wirkung bereits nach Zustellung der Beschwerdeantwort nicht zu gewÃ¤hren;</p> <p class="EinzugZitat">5. Die eingereichten Akten seien vertraulich zu behandeln;</p> <p class="EinzugZitat">6. Unter Kosten und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerin."</p> <p class="Urteilstext">Die D AG verzichtete mit Schreiben vom 10. Mai 2006 auf eine Stellungnahme.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 22. Mai 2006 wurden die beiden Beschwerdeverfahren vereinigt und der Beschwerde einstweilen weiterhin die aufschiebende Wirkung erteilt. Nach DurchfÃ¼hrung des zweiten Schriftenwechsels wies der AbteilungsprÃ¤sident das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung mit VerfÃ¼gung vom 10. Juli 2006 ab.</p> <p class="Urteilstext">Schliesslich teilte die KDMZ mit Schreiben vom 24. Juli 2006 dem Verwaltungsgericht mit, dass der Vertrag mit der D AG am 20. Juli 2006 abgeschlossen worden sei.</p> <p class="Urteilstext">Die Parteivorbringen werden, soweit rechtserheblich, im Rahmen der nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = <span class="urteilstextchar">BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie § 2 des Gesetzes vom 15. September 2003 Ã¼ber den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung zur Anwendung.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nicht berÃ¼cksichtigte Anbieter sind zur Beschwerde gegen den Vergabeentscheid legitimiert, wenn sie bei deren Gutheissung eine realistische Chance haben, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen, oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem sie ein neues Angebot einreichen kÃ¶nnen; andernfalls fehlt ihnen das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11; § 21 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Vorliegend ist die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin ohne weiteres zu bejahen, da sie geltend macht, der ihr erteilte Zuschlag sei zu Unrecht widerrufen worden und der Zuschlag sei ihr (erneut) zu erteilen. Dass eine Zuschlagserteilung an die BeschwerdefÃ¼hrerin infolge des Vertragsabschlusses mit der Mitbeteiligten nicht mehr mÃ¶glich ist, Ã¤ndert an der Legitimation nichts, zumal die Submissionsbeschwerde auch dafÃ¼r zur VerfÃ¼gung steht, nach Vertragsschluss die Rechtswidrigkeit einer ZuschlagsverfÃ¼gung feststellen zu lassen (Art. 18 Abs. 2 IVÃ¶B).</p> <p class="Erwgung2">Auf die frist- und formgerecht erhobenen Beschwerden ist daher einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt in der Beschwerdeschrift zunÃ¤chst sinngemÃ¤ss, dass der Beschwerdegegner in der Ausschreibung die Verwendung bestimmter Fabrikate und Typen vorgeschrieben habe. An diesem Vorwurf hÃ¤lt sie auch in der Replik fest, wenngleich sie ausfÃ¼hrt, dass sie "nicht die Ausschreibungsunterlagen rÃ¼gen" und Beschwerde wegen unzulÃ¤ssiger Produktspezifikationen fÃ¼hren mÃ¶chte.</p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 16 Abs. 2 SubmV sind Anforderungen oder Hinweise in Bezug auf besondere Handelsmarken oder Handelsnamen, Patente, Muster oder Typen sowie auf einen bestimmten Ursprung oder Produzenten nicht zulÃ¤ssig, es sei denn, dass es keine hinreichend genaue oder verstÃ¤ndliche Art und Weise der Beschreibung des Beschaffungsbedarfs gibt, und sofern in den Ausschreibungsunterlagen die Worte "oder gleichwertig" einbezogen werden. Damit verbietet es das Submissionsrecht grundsÃ¤tzlich, das Beschaffungsobjekt auf ein bestimmtes Produkt hin zu definieren, ohne dass die Voraussetzungen der freihÃ¤ndigen Vergabe erfÃ¼llt wÃ¤ren (RB 2001 Nr. 47 = BEZ 2001 Nr. 25 E. 2; VGr, 18. Dezember 2002, VB.2002.00241, E. 5a, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Urteilstext">Vorliegend stellt sich somit die Frage, ob die VergabebehÃ¶rde verpflichtet gewesen wÃ¤re, in der Ausschreibung neben der Bezeichnung "HP" einen Zusatz anzubringen, der das Anbieten gleichwertiger Produkte zulÃ¤sst. Wenn in den Ausschreibungsunterlagen die Verwendung von bestimmten Fabrikaten und Typen vorgesehen ist, darf der Anbieter nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts gleichwertige Komponenten offerieren (RB 2003 Nr. 17 = BEZ 2003 Nr. 48 E. 3f). Wie es sich damit verhÃ¤lt, wenn im Zusammenhang mit der Beschaffung eines bestimmten Produkts die Ausschreibung selbst unter Verwendung von dessen Handelsmarke bzw. -name erfolgt, kann offen bleiben. Denn wie nachfolgend zu zeigen ist, war der Beschwerdegegner mit Hinblick auf die ErgÃ¤nzung der bestehenden IT-Infrastruktur berechtigt, lediglich Offerten von HP SAN Switches zu berÃ¼cksichtigen, womit auch ein entsprechender Zusatz in der Ausschreibung entbehrlich war.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt sodann vor, dass der Zuschlag an sie zu Unrecht widerrufen worden sei, da sie ein gleichwertiges Produkt geliefert habe. â Der Beschwerdegegner macht dagegen geltend, der Widerruf des Zuschlags sei erfolgt, da er von der BeschwerdefÃ¼hrerin im Glauben gelassen worden sei, die angebotenen SAN Switches seien von HP.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Die Voraussetzungen, unter denen ein Widerruf des Zuschlags in Frage kommt, wurden in der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts noch wenig geklÃ¤rt. § 36 SubmV sieht vor, dass der Zuschlag "unter den Voraussetzungen von § 28" widerrufen werden kann. § 28 SubmV umschreibt die Sachverhalte, bei deren Vorliegen ein Anbieter von der Teilnahme am Verfahren ausgeschlossen wird. Es handelt sich dabei vor allem um GrÃ¼nde, welche die Eignung des Anbieters und sein Verhalten im Verfahren betreffen. Diese sind jedoch nur beschrÃ¤nkt als WiderrufsgrÃ¼nde tauglich. So kÃ¶nnen UmstÃ¤nde, die der VergabebehÃ¶rde zur Zeit des Zuschlagsentscheids bekannt waren, nicht nachtrÃ¤glich zur Rechtfertigung eines Widerrufs dienen. Ein Widerruf ist nur am Platz, wenn nachtrÃ¤glich wesentliche MÃ¤ngel zu Tage treten, die fÃ¼r sich allein oder zusammen mit den frÃ¼her festgestellten Tatsachen zu einem andern Zuschlagsentscheid fÃ¼hren mÃ¼ssten. Anderseits ist ein Widerruf auch in FÃ¤llen zulÃ¤ssig, die von den AusschlussgrÃ¼nden des § 28 SubmV nicht erfasst werden. So muss es z.B. mÃ¶glich sein, den Zuschlag zu widerrufen, wenn sich nachtrÃ¤glich herausstellt, dass das angebotene Produkt den gestellten Anforderungen in wesentlichen Punkten nicht entspricht (vgl. dazu VGr, 20. April 2005, BEZ 2005 Nr. 33 E. 3.4, unter Hinweis auf VGr, 15. Dezember 1999, BEZ 2000 Nr. 8 E. 2 und 4).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Gegenstand der Beschaffung ist gemÃ¤ss dem Kurzbeschrieb die "Lieferung von HP SAN Switches, Module und Software". Herstellerin der zu beschaffenden SAN Switches ist die Cisco Systems Inc. Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin und der Mitbeteiligten offerierten Leistungen unterscheiden sich somit lediglich in Bezug auf die Supportleistungen, welche nach den Vorgaben des Beschwerdegegners von HP zu erbringen sind, beim Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin dagegen von EMC Computer Systems (nachfolgend EMC) erbracht wÃ¼rden.</p> <p class="Urteilstext">Von der BeschwerdefÃ¼hrerin unbestritten ist, dass im vorliegenden Fall die ErgÃ¤nzung der vorhandenen IT-Infrastruktur des Spitals C vorgesehen war. FÃ¼r die dortige SAN- und Serverstruktur besteht ein Wartungsvertrag mit HP. Der Beschwerdegegner hat daher in der Ausschreibung fÃ¼r alle Anbieter klar zum Ausdruck gebracht, dass er nur HP SAN Switches und damit entsprechende Supportleistungen von HP beschaffen will. Diese bereits in der Ausschreibung vorgenommene InteressenabwÃ¤gung zwischen einem zentralen Support und einer mÃ¶glichst preiswerten ErgÃ¤nzung der IT-Infrastruktur ist nicht zu beanstanden. Auf die in § 16 Abs. 2 SubmV geforderte Zulassung gleichwertiger Produkte kann â in Analogie zu § 10 Abs. 1 lit. f SubmV, der fÃ¼r das freihÃ¤ndige Verfahren massgeblich ist â dann verzichtetet werden, wenn sich nur mit den gleichen Produkten und/oder Dienstleistungen "die Austauschbarkeit mit schon vorhandenem Material oder Dienstleistungen" gewÃ¤hrleisten lÃ¤sst. Unerheblich ist damit, ob die von der BeschwerdefÃ¼hrerin offerierten Supportleistungen von EMC im Ãbrigen gleichwertig zu denjenigen von HP sind, da eine Aufteilung der Support- und Wartungsleistungen zu Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen den verschiedenen Supportleistungserbringern fÃ¼hren wÃ¼rde.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.3 </b>Aus der zu den Ausschreibungsunterlagen gehÃ¶renden Anforderungs- und Preistabelle ist auf den ersten Blick nicht klar ersichtlich, ob es sich um HP- oder Cisco-Produktenummern handelt, da kein Hinweis auf die Vertreiberin HP enthalten ist. Weil die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Offerte diese vom Beschwerdegegner vorgegebenen Nummern in der Anforderungstabelle weiterhin aufgefÃ¼hrt hatte, durfte aber der Beschwerdegegner seinerseits ohne weiteres davon ausgehen, dass es sich beim Angebot um ein HP-Produkt handelte. Dies war jedoch nicht die Absicht der BeschwerdefÃ¼hrerin, sodass sich der Beschwerdegegner im Zeitpunkt des Zuschlags bezÃ¼glich des Inhalts der Offerte in einem Irrtum befand.</p> <p class="Urteilstext">Nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerin nun selber deklariert, keinen Support durch HP angeboten zu haben, hat sie klarerweise die in der Ausschreibung gestellten Anforderungen nicht erfÃ¼llt. Es kann somit offen bleiben, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin dem Beschwerdegegner falsche AuskÃ¼nfte im Sinn von § 28 lit. b SubmV erteilt hat, da der Widerruf des Zuschlags bereits wegen der NichterfÃ¼llung der Produkteanforderungen zulÃ¤ssig war.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Nachdem der Widerruf des Zuschlags somit rechtmÃ¤ssig erfolgt ist, bleibt im vorliegenden Fall auch kein Raum fÃ¼r eine Anfechtung des Zuschlags an die Mitbeteiligte. Die Mitbeteiligte erzielte in der Bewertung der Angebote durch den Beschwerdegegner das zweithÃ¶chste Resultat und erhielt nach dem Widerruf des Zuschlags folgerichtig ihrerseits den Zuschlag. Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin per E-Mail vom 5. April 2006 nachgereichte Offerte mit den verlangten "HP SAN Switches" ist wegen VerspÃ¤tung unbeachtlich.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin erhebt schliesslich sinngemÃ¤ss den Einwand, dass ein Preiskartell der "HP-Partner" durch eine EinschrÃ¤nkung des Vertriebskanals gestÃ¼tzt wÃ¼rde und will dies durch die Preisspanne der verschiedenen Angebote belegen. TatsÃ¤chlich betrÃ¤gt die Differenz zwischen dem Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin und dem der Mitbeteiligten 14 %, diejenige zwischen dem Angebot der Mitbeteiligten und dem hÃ¶chsten der Ã¼brigen Angebote 6 %. Da der Beschwerdegegner nach dem oben Gesagten berechtigt war, die Ausschreibung auf ein bestimmtes Produkt mit einem definierten Support einzuschrÃ¤nken, ist das Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin jedoch von vornherein nicht in einen Preisvergleich mit einzubeziehen. Eine Preisspanne von 6 % unter den restlichen Mitbewerbern ist aufgrund des Umstands, dass nur ein Produkt eines Anbieters in Betracht kam, nicht so ungewÃ¶hnlich, dass auf eine wettbewerbswidrige Abrede im Sinne von § 28 lit. e SubmV geschlossen werden mÃ¼sste.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde erweist sich somit als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des Verfahrens der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), und sie hat den Beschwerdegegner fÃ¼r seine Umtriebe im Beschwerdeverfahren angemessen zu entschÃ¤digen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Dabei ist zu berÃ¼cksichtigen, dass der Beschwerdegegner mit der Beschwerdeantwort weit gehend nur die ihm obliegende BegrÃ¼ndung des Widerrufs des ersten Vergabeentscheids sowie diejenige des zweiten Vergabeentscheids nachgeholt hat. Als angemessen erweist sich somit eine (reduzierte) UmtriebsentschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (§ 12 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997, LS 175.252).</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 270.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'770.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegner eine ParteientschÃ¤digung von Fr.1'500.- zu entrichten, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Entscheids.</p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>