<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in enger Zusammenarbeit mit den relevanten interkantonalen Koordinationsgremien (Finanzdirektorenkonferenz, Sozialdirektorenkonferenz usw.) und der Stiftung Pro Juventute zu prüfen, wie die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden können, dass weiterhin ein wirksames Beratungs- und Hilfsangebot für Kinder und Jugendliche in der Schweiz angeboten werden kann. </p><p>Dies soll im Rahmen einer tripartiten Trägerschaft bestehend aus den verantwortlichen Stellen des Bundes, der Kantone und der Stiftung Pro Juventute für das Angebot der Pro Juventute Beratung und Hilfe 147 geschehen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Budget 2011 von Pro Juventute für "Beratung und Hilfe 147" beläuft sich auf 2,47 Millionen Franken. Davon finanziert die öffentliche Hand knapp 50 Prozent des Aufwands, mit einem Bundesbeitrag von 600 000 Franken und zu erwartenden Beiträgen von Kantonen und Gemeinden in der Höhe von rund 600 000 Franken. Die verbleibenden Aufwendungen werden durch Spenden- und Sponsorenbeiträge sowie durch die Stiftung Pro Juventute finanziert.</p><p>Der Bundesrat erachtet "Beratung und Hilfe 147" der Pro Juventute als ein wichtiges und gutes Angebot für Kinder und Jugendliche. Der Bund richtet deshalb seit 1999 Finanzhilfen an das Beratungsangebot von Pro Juventute aus. Bis 2006 belief sich der jährliche Bundesbeitrag auf 300 000 Franken, seither wurde er kontinuierlich erhöht. Für die Leistungsperiode 2011-2013 wurde er vertraglich auf 600 000 Franken pro Jahr festgelegt.</p><p>Im Sommer 2010 hat der Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) gebeten, die Möglichkeiten für einen tripartiten Leistungsvertrag (Bund, Kantone, Pro Juventute) zu prüfen. Da die Finanzierung eines Angebots wie "Beratung und Hilfe 147" der Pro Juventute in der Kompetenz jedes einzelnen Kantons liegt, ist ein tripartiter Vertrag gemäss den Angaben der SODK nicht realisierbar. Die SODK empfiehlt jedoch den Kantonen mit Schreiben vom 5. Januar 2011, das Angebot 147 nach einem besonderen Verteilschlüssel mit Beiträgen von insgesamt 800 000 Franken zu unterstützen.</p><p>Der Bundesrat teilt grundsätzlich das Anliegen der Postulantin betreffend die langfristige Sicherstellung der Finanzierung des Beratungsangebotes der Pro Juventute. Er ist deshalb bereit, für die nächste Leistungsvertragsperiode eine weitere Erhöhung des Bundesbeitrags zu prüfen und seine Bemühungen für einen tripartiten Leistungsvertrag fortzusetzen. In diesem Sinne ist er mit der Annahme des Postulats einverstanden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.