Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 19. Oktober 2017 (720 17 171 / 278) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Neuanmeldung zum Rentenbezug. Die Versicherte hat eine Verschlechterung des Ge- sundheitszustandes glaubhaft gemacht, weshalb die IV-Stelle auf das Gesuch eintreten muss. Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Die ter Freiburghaus, Kantons- richter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin i.V. Anna Studinger Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durc h Dr. Daniel Riner, Advo- kat, Steinentorstrasse 13, Postfach 204, 4010 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente / Nichteintreten A.1 Die 1970 geborene A.____ arbeitete zuletzt vom 12. März 1996 bis 31. Juli 1998 als Betriebsmitarbeiterin bei der B.____ AG. Am 10. Mai 2000 meldete sie sich unter Hinweis auf Schmerzen und Muskelverhärtungen im ganzen Körper s owie Schwächegefühle, Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Depressionen bei der Eidgenössischen Invalidenversi- cherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle B asel-Landschaft (IV-Stelle) klärte in der Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Folge die gesundheitlichen und erwerblichen Verhältni sse ab. Aufgrund der festgestellten feh- lenden Erwerbsfähigkeit ermittelte die IV-Stelle ei nen Invaliditätsgrad von 100 %. Gestützt auf dieses Ergebnis sprach sie der Versicherten mit Verfügung vom 5. Januar 2001 rückwirkend ab 1. Mai 1999 eine ganze Rente zu. Dieser Leistungsanspruch wurde im Rahmen von zwei in den Jahren 2005 und 2009 von Amtes wegen vorgenommenen Revisionen bestätigt. A.2 Im März 2012 leitete die IV-Stelle eine erneute Überprüfung des Rentenanspruchs ein. Mit Verfügung vom 16. April 2014 hob die IV-Stelle d ie bisher ausgerichtete ganze Rente auf. Die dagegen am 27. Mai 2014 eingereichte Beschwerde w urde gestützt auf das vom Kantons- gericht eingeholte Gerichtsgutachten von Dr. C.____, Fac härztin FMH Psychiatrie und Psycho- therapie, mit Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landsch aft, Abteilung Sozialversicherungs- recht (Kantonsgericht), vom 19. November 2015 abgewiesen. A.3 Am 3. Mai 2016 meldete sich A.____ erneut zum Lei stungsbezug an, da sich ihr Ge- sundheitszustand verschlechtert habe. Als Begründung reichte Frau Dr. D.____, FMH Psychiat- rie und Psychotherapie und behandelnde Ärztin der Beschwe rdeführerin, der IV-Stelle diverse medizinische Berichte ein. Mit Verfügung vom 28. April 2017 trat die IV-Stelle auf das Leis- tungsbegehren nicht ein. Es sei nicht glaubhaft dargeleg t worden, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der Aufhebungsverfügung vom 16. April 2014 wesentlich verändert hätten. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten dur ch Rechtsanwalt Daniel Riner, am 1. Juni 2017 Beschwerde ans Kantonsgericht. Darin bean tragte sie, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es seien ihr nach weiteren medizinischen Abklärungen die gesetzli- chen Leistungen aus der Invalidenversicherung zuzusprechen ; unter o/e-Kostenfolge. Sie machte geltend, dass eine Verschlechterung des Gesundheit szustandes klar nachgewiesen , zumindest jedoch glaubhaft gemacht sei, und damit auf d as Leistungsbegehren eingetreten werden müsse. C. In ihrer Vernehmlassung vom 23. August 2017 beantra gte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Die Beschwerdeführerin hat gegen die Verfügung vom 28. April 2017 am 1. Juni 2017 beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht frist- und formgerecht Beschwerde erhoben. 1.2 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind im verwalt ungsgerichtlichen Be- schwerdeverfahren grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu ü berprüfen und zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig ver bindlich – in Form einer Verfügung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügun g den beschwerdeweise weiterziehba- ren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an eine m Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1, mit Hinweisen). Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 1.3 Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet die Verfügung vom 28. April 2017, mit welcher die IV-Stelle auf die N euanmeldung der Beschwerdeführerin zum Leistungsbezug vom 3. Mai 2016 nicht eingetreten ist. V orliegend ist lediglich über die Recht- mässigkeit des Nichteintretens zu entscheiden und diesbezügli ch auf die Beschwerde einzutre- ten. Auf das zweite, materielle Begehren, der Beschwer deführerin seien nach weiteren medizi- nischen Abklärungen die gesetzlichen Leistungen aus der Invalidenversicherung zuzusprechen, ist dagegen nicht einzutreten, da diesbezüglich kein Anfechtungsgegenstand vorliegt. 2. Zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung der Be- schwerdeführerin zum Leistungsbezug vom 3. Mai 2016 zu Recht nicht eingetreten ist. 3.1 Wurde ein Rentenanspruch einer versicherten Person w egen eines zu geringen IV- Grads verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Vero rdnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 eine Neuanmeldung zum Renten bezug nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 erfüllt sind. Danach ist von d er versicherten Person im Ge- such glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invaliditä t in einer für den Anspruch erhebli- chen Weise geändert hat. Gelingt ihr dies nicht, so wi rd auf das Gesuch nicht eingetreten. Ist die anspruchserhebliche Änderung glaubhaft gemacht, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend zu prüfen (vgl. BGE 117 V 198 E. 4b). Die Rechtskraft der früheren Verfügung steht damit einer neuen Prüfung so lange entgegen, wie der seinerzeit be urteilte Sachverhalt sich in der Zwi- schenzeit nicht verändert hat. Erheblich ist eine Sachve rhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend ge- machten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil de s Bundesgerichts vom 28. Mai 2009, 9C_286/2009, E. 2.2.2 mit weiteren Hinweisen). 3.2 Die Eintretensvoraussetzung nach Art. 87 Abs. 3 IVV soll verhindern, dass sich die Ver- waltung nach vorangegangener rechtskräftiger Anspruchsp rüfung immer wieder mit gleich lau- tenden und nicht näher begründeten Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 mit weiteren Hinweisen). Die Verwaltung verfügt bei der Beurteilung der Eintretens- voraussetzungen über einen gewissen Spielraum. So wird sie zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und an die Glaubhaftmachung dementsprechend mehr oder weniger hohe Anforderunge n stellen (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2009, 9C_286/2009, E. 2.2.1 mit weiteren Hinweisen). Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens sind allerdings herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden; die Tatsachenänderung muss also nicht nach dem im Sozialversich erungsrecht sonst üblichen Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigs- tens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus n och mit der Möglichkeit zu rech- nen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die beha uptete Änderung nicht erstellen lassen (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2009, 9C_286/2009, E. 2.2.2 mit weiteren Hinweisen). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.3 In erster Linie ist es Sache der versicherten Person, substantielle Ansatzpunkte für eine allfällige neue Prüfung des Leistungsanspruchs darzulege n. Wie das Bundesgericht im Ent- scheid 130 V 64 bekräftigt hat, spielt der Untersuchung sgrundsatz, wonach die Verwaltung von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen hat (BGE 125 V 193 E. 2, 122 V 157 E. 1a, j e mit Hinweisen), insoweit nicht. Wird in der Neuanmeldung bloss auf ergänzende Beweismittel, in sbesondere Arztberichte, hingewie- sen, die noch beigebracht würden oder von der Verwaltung beizuziehen seien, ist der versicher- ten Person nach der Rechtsprechung eine angemessene Frist zur Einreichung der Beweismittel anzusetzen. Sie ist mit der Androhung zu verbinden, dass ansonsten gegebenenfalls auf Nicht- eintreten zu erkennen sei (BGE 130 V 64 E. 5.2.5 mit Hinweisen). Wenn die der Neuanmeldung beiliegenden ärztlichen Berichte so wenig substantiier t sind, dass sich eine neue Prüfung nur aufgrund weiterer Erkenntnisse allenfalls rechtfertigen würde, ist es der Verwaltung zwar unbe- nommen, entsprechende Erhebungen anzustellen oder be i der versicherten Person Belege nachzufordern, eine Verpflichtung der IV-Stelle zur Nachforderung weiterer Angaben (analog zu BGE 130 V 64) besteht indessen nur, wenn den – für sich allein genommen nicht Glaubhaf- tigkeit begründenden – Arztberichten konkrete Hinweise entnommen werden können, wonach möglicherweise eine mit weiteren Erhebungen erstellbar e rechtserhebliche Änderung vorliegt. Im Übrigen bedeutet eine blosse Abklärung durch die Ver waltung, so das Einholen eines einfa- chen Arztberichtes, allein noch kein materielles Eintret en auf die Neuanmeldung (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2009, 9C_286/2009, E. 2.2.3 mit Hinweis). 3.4 Zeitlicher Ausgangspunkt für die Prüfung der verän derten Verhältnisse bildet die letzte materielle Beurteilung des Rentenanspruchs mit rechtskonfo rmer Sachverhaltsabklärung, Be- weiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleic hs. Vorliegend wurde mit Verfü- gung vom 16. April 2014 die damalige Rente aufgehob en. Demgemäss beurteilt sich die Frage, ob eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen e rfolgt ist, die ein Eintreten auf die Neu- anmeldung rechtfertigen würde, durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der Ren- tenverfügung vom 16. April 2014 bestanden hat, mit d emjenigen im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Nichteintretensverfügung vom 28. April 2017. 4.1 Das Kantonsgericht stützte seinen Entscheid vom 19. N ovember 2015 auf das Ge- richtsgutachten von Dr. C.____ vom 11. Dezember 2014 un d bestätigte damit die rentenaufhe- bende Verfügung der IV-Stelle vom 16. April 2014. D r. C.____ stellte keine psychiatrische Di- agnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit der Be schwerdeführerin. Sie diagnostizierte eine leichtgradige depressive Episode ohne somatisches Syn drom (ICD-10 F32.0). Die Schmerzen als psychosomatische Beschwerden stellen keine ei genständige psychische Stö- rung dar. Folglich könne auch keine dementsprechende Diagnose gestellt werden. Auf die sub- jektiven Angaben bezüglich Ausmass der Beschwerden und Einsc hränkungen könne aufgrund zahlreicher Widersprüche nicht abgestellt werden. Die a m 1. Dezember 2017 durchgeführte Laboruntersuchung weise auf eine Malcompliance hin. De r Wirkstoff des Antidepressivums Venlafaxin könne nicht nachgewiesen werden, obwohl die Patientin zu diesem Zeitpunkt eine tägliche Dosis von 150mg hätte einnehmen sollen. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.2 Zu prüfen ist, ob eine Verschlechterung des Gesundh eitszustandes – im Vergleich zum hiervor aufgezeigten – glaubhaft gemacht worden ist. I m Zuge der Neuanmeldung vom 3. Mai 2016 reichten die behandelnde Ärztin der Beschwerdefü hrerin sowie ihr Rechtsanwalt der IV- Stelle diverse medizinische Berichte ein. Für die Beurte ilung des vorliegenden Falls werden folgende Berichte berücksichtigt: 4.2.1 Dr. D.____ führte im Anmeldungsschreiben an die Klinik J.____ vom 5. November 2015 folgende Diagnosen auf: Chronisch depressive Entwickl ung mit Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) sowie Anpassungsstörung mit vorwiegende r Angststörung (ICD-10 F43.23). Aktuell habe die Beschwerdeführerin erfahren, dass sich i hr Sohn der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) angeschlossen habe. Seither leide sie an massiven Ä ngsten, schlafe nicht mehr und es- se kaum noch. Sie verbringe den ganzen Tag mit Grübeln und Weinen allein zu Hause. Ihre Muskelschmerzen seien inzwischen unerträglich. Die Patientin sei nervös, zitternd, unfähig sich zu entspannen, weise eine erhöhte Atemfrequenz auch in Ruhe auf, weine vermehrt, könne teilweise kaum noch sprechen und ziehe sich sozial zurück. 4.2.2 Am 9. Dezember 2015 suchte die Beschwerdeführerin im Rahmen einer Jahreskontrol- le das Neuromuskuläre Zentrum des Universitätsspitals E._ ___ auf. Aus der Sicht des untersu- chenden Arztes Prof. Dr. F.____, FMH Neurologie, hätten sich keine Hinweise für das Vorliegen einer neuromuskulären Erkrankung gezeigt. Es sei denkbar, dass die geschilderte Symptomatik grösstenteils im Zusammenhang mit der Depression stehe. Folglich stehe die psychiatrische Behandlung der Patientin im Vordergrund. 4.2.3 Im Abklärungsbericht der Klinik G.____ vom 9. Deze mber 2015 wurden folgende Diag- nosen festgehalten: Eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) und eine rezidivierende de- pressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (I CD-10 F33.1). Dr. H.____, FMH Psychi- atrie und Psychotherapie, und Assistenzärztin Dr. I.____ hielten fest, dass die Beschwerdefüh- rerin sehr leidend und im Affekt niedergeschlagen wirke und kaum schwingungsfähig sei. Sie würden der Patientin eine örtliche Entlastung empfehlen. 4.2.4 Aus dem ärztlichen Kurzbericht der Klinik G.____ vo m 24. Februar 2016 über den sta- tionären Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 7. Janu ar 2016 bis 26. Februar 2016 ergibt sich, dass eine Besserung des Zustandes (Erhöhung der Schwi ngungsfähigkeit, Verbesserung des Antriebs) habe beobachtet werden können. Trotz die ser beobachteten Besserung habe die Beschwerdeführerin über Müdigkeit und Schmerzen geklagt und die therapiefreie Zeit im Bett verbracht. Diagnostiziert wurden insbesondere eine rezi divierende depressive Störung, gegen- wärtig mittelgradiger Episode (ICD-10 F33.1), eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) und eine nicht organische Schlaf-Wachstörung (ICD-10 F51.2). 4.2.5 Am 23. Februar 2016 fand in der Klinik J.____ e in Vorgespräch statt. Gemäss dem darüber erstellten Bericht leide die Beschwerdeführeri n vordergründig an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtige mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1) und an einer Somati- sierungsstörung (ICD-10 F45.0). Aufgrund der festgestel lten Befunde sei eine tagesstationäre Behandlung dringend indiziert. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.2.6 Dr. K.____, FMH physikalische Medizin und Rehabilit ation, berichtete mit Schreiben vom 19. Mai 2016 über die selbstständige Vorstellung der Beschwerdeführerin am Kantonsspi- tal L.____, Orthopädie und Traumatologie des Bewegu ngsapparates. Darin diagnostizierte sie ein chronisches Schmerzsyndrom, anamnestisch eine Hashimototh yeroiditis, eine Refluxöso- phagitis sowie anamnestisch eine Fibromyalgie. Da die Pa tientin dringlich weitere „Beurteilun- gen/Abklärungen“ wünsche, habe sie eine Magnetresonanzto mographie (MRI) angeordnet. Zu- sätzlich werde sie eine konventionell-radiologische Funktio nsaufnahme der Halswirbelsäule (HWS) in die Wege leiten. Ergänzend würden auch Röntg enabklärungen der Lendenwirbelsäu- le (LWS) ap/seitlich durchgeführt. Zudem sei eine Schmerztherapie in Betracht zu ziehen. 4.2.7 Gemäss Schreiben von Dr. D.____ vom 24. Mai 2016 an die IV-Stelle habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit Herbst 201 5 erheblich verschlechtert und trotz eines stationären Aufenthaltes in der Klinik G.____ nicht gross verändert. Die Beschwerde- führerin sei nicht in die Tagesklinik J.____ eingetreten, da sie ein bis zwei Mal wöchentlich Phy- siotherapie in M.____ wahrnehme und beides zusammen nicht schaffe. 4.3 Zu den eingereichten Berichten nahm Dr. N.____, F MH Psychiatrie und Psychothera- pie, vom regionalen ärztlichen Dienst der IV-Stelle (R AD), am 25. Mai 2016 Stellung. Seiner Einschätzung nach seien die in den Berichten geltend g emachten Schmerzen, Muskelver- krampfungen und Schwächegefühle in den bisherigen Abklärungen hinlänglich beschrieben und bezüglich Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit abgeklärt worden. Es seien keine Hinweise auf eine massgebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes vorhanden, zumal die neuen Untersuchungen keine neuen pathologischen medizinischen Befunde hervorbringen würden. Überdies nahm Dr. N.____ zu den psychiatrischen Befunden Stellung, unter anderem zum Aus- trittsbericht (recte: Kurzbericht) der Klinik G.____ vom 24. Februar 2016. Die Befunde hätten sich aktengemäss bis zum Austritt massgeblich verbessert und die Beschreibung des psycho- pathologischen Zustands bei Austritt sei mit dem im Guta chten von Dr. C.____ Beschriebenen vergleichbar. Daraus sei eine dauerhafte Verschlechterung des psychiatrischen Gesundheits- zustands nicht ersichtlich. Aus dem Untersuchungsbericht de s Kantonsspitals L.____, Orthopä- die und Traumatologie des Bewegungsapparates, zur Erstkonsultation vom 19. Mai 2016, ergä- be sich, dass auch wenn weitere diagnostische Massnahmen em pfohlen worden seien, aus versicherungsmedizinischer Sicht ersichtlich sei, dass keine massg ebliche Verschlechterung seit dem Gutachten von Dr. O.____, Facharzt FMH für innere Medizin und Rheumatologie, vom März 2013 vorläge. 4.4 Zum RAD-Bericht vom 25. Mai 2016 liess sich Dr. D.___ _ mit Schreiben vom 17. August 2016 wie folgt verlauten: Dr. N.____ gehe nach Auswertung des Berichtes der Klinik G.____ davon aus, dass bei der Beschwerdeführerin lediglich noch eine leichte depressive Epi- sode vorgelegen habe und sie somit wieder voll arbeitsf ähig gewesen sei. Entgegen der dort beobachteten Besserung habe die Beschwerdeführerin nach wie vor über Schmerzen, Müdig- keit und Erschöpfung geklagt und die therapiefreie Zeit im Bett verbracht. In der Klinik G.____ sei man trotz beobachteter Besserung der Meinung gewesen, dass im Anschluss an den statio- nären Aufenthalt eine Tagesklinik nötig sei und die Pa tientin nach wie vor zu 100 % arbeitsun- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht fähig sei (diese Einschätzung habe Dr. N.____ am 25. Ma i 2016 noch nicht vorgelegen). Die Besserung des Gesundheitszustandes habe nur solange angeda uert, wie sie in stationärer Be- handlung gewesen sei. Nach dem Austritt habe sich ihr Z ustand erneut verschlechtert. So habe sie mehrmals die Notfallstation aufgesucht, was sie früh er nie getan habe. Die Beschwerdefüh- rerin leide mindestens an einer mittelschweren depressi ven Episode und an einer chronischen Schmerzsymptomatik und sei weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig. 4.5 Zusammen mit der Einwandbegründung reichte der R echtsvertreter weitere medizini- sche Berichte ein: 4.5.1 Im Austrittsbericht der Klinik G.____ vom 30. Mai 2016 wurden insbesondere folgende Diagnosen gestellt: Rezidivierende depressive Störung, geg enwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0), nichtorganische Störung des Schlaf- Wach Rhythmus (ICD-10 F51.2). Aus dem Bericht wird ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin trotz beobachteter Besserung des Zustandes nach wie vor über Schmerzen und Müdigkeit klag- te und die therapiefreie Zeit im Bett verbrachte. Z um Zeitpunkt des Austritts wurde der Be- schwerdeführerin eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. 4.5.2 Am 14. Juni 2016 fand eine Nachkontrolle im Kan tonsspital L.____, Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, statt. Dr. K.__ __ notierte, dass ihres Erachtens im Zusammenschluss der klinischen Befunde, der Anamnese und auch der radiologischen Zusatz- abklärungen ein chronisches Schmerzsyndrom vorläge und der Beschwerdeführerin eine stati- onäre Schmerztherapie zu empfehlen sei. 4.5.3 Datiert auf den 7. Juli 2016 reichte Dr. D.____ zum Antrag der Neubeurteilung einen Bericht ein. Sie diagnostizierte unter anderem eine re zidivierende depressive Störung, gegen- wärtig mittelschwer ausgeprägt (ICD-10 F33.1) sowie e ine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0). Dr. D.____ beschrieb die Beschwerdeführerin a ls erschöpft wirkende Frau, welche auf- grund ihrer Erschöpfung und ihren Schmerzen tagsüber me ist im Bett liege, den Haushalt und gar die Körperpflege vernachlässige und sogar ihre Nachb arin, welche sich seit Jahren um sie kümmere, nicht mehr ertrage. Der Stress werde durch äuss ere Ereignisse, wie familiäre Prob- leme oder Streit, zwar verstärkt, jedoch habe sich ihr Gesundheitszustand, obwohl sich die Si- tuation zu Hause seit dem Klinikaustritt verbessert habe und insbesondere ihr Ehemann für- sorglicher geworden sei, nicht verbessert. Die Verschlechter ung des Zustandes werde auch darin ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin seit 1998 e rstmals wieder eine stationäre psy- chiatrische Behandlung benötigt habe. Zudem habe die Beschwerdeführerin ihre Schwester um Hilfe bitten müssen, da sie alleine die Einsprache nicht habe bewältigen können. 4.5.4 Am 14. August 2016 suchte die Beschwerdeführeri n die Notfallstation des Universitäts- spitals in E.____ auf. Gleichentags berichteten Dr. P .____, FMH Pneumologie und Allgemeine Innere Medizin und Assistenzärztin Dr. Q.____ von einer Frau in einem psychisch stark redu- zierten Allgemeinzustand. Die Schwester und Tochter der Patientin seien sehr besorgt gewesen und hätten die Patientin noch nie in einem so schlechten Zustand erlebt. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.6 Am 2. September 2016 nahm Dr. N.____ zu den im Einwand vorgebrachten Berichten Stellung. Zum Austrittsbericht der Klinik G.____ vom 30 . Mai 2016 äusserte er sich wie folgt: Für die Dauer der Hospitalisation sei eine vorübergeh ende, also nicht dauerhafte Arbeitsunfä- higkeit nachvollziehbar, doch nach dem stationären Aufen thalt sei der Gesundheitszustand ge- genüber dem erwähnten Gutachten nicht massgeblich verän dert gewesen und somit sei auch die Arbeitsfähigkeit nicht abweichend davon einzuschätz en. Die berichtete Schmerzsymptoma- tik sei seit langem bekannt und im Gutachten von Dr. O .____ bereits ausführlich untersucht, beschrieben und bezüglich der Auswirkungen auf die Arbei tsfähigkeit eingeschätzt worden. Die Schmerzen könnten keine dauerhafte Arbeitsfähigkeit begründen. 4.7 Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens wu rden zusätzlich Berichte von der Klinik für Schmerztherapie des Kantonsspitals L.____ eingereicht. Am 8. September 2016 besuchte die Beschwerdeführerin die ambulante Sprechst unde der Klinik für Schmerztherapie. Es wurde die Verdachtsdiagnose einer chronischen Schme rzstörung mit psychischen und so- matischen Faktoren (ICD-10 F45.41) gestellt. Mit Kurzaust rittsbericht vom 1. Oktober 2016 be- stätigten die Ärzte diese Verdachtsdiagnose. Ausserdem st ellten sie eine rezidivierende de- pressive Störung, ohne psychotische Symptome, aktuell schwerg radig ausgeprägt unter Medi- kation (ICD-10 F33.22) fest. 5. Die IV ist gestützt auf die eingeholten RAD-Berich te der Auffassung, dass sich der Ge- sundheitszustand der Beschwerdeführerin nicht wesentlich ver ändert habe. Es sei eine vo- rübergehende Arbeitsunfähigkeit während des Aufenthal tes in der Klinik G.____ nachvollzieh- bar, jedoch zeige sich der Gesundheitszustand nach dem st ationären Aufenthalt gegenüber dem im Gutachten von Dr. C.____ Festgehaltenem nicht massgeblich verändert. Somit sei auch die Arbeitsfähigkeit nicht abweichend davon einzuschätze n. Bezüglich der Schmerzsymptoma- tik stellt sich die IV-Stelle auf den Standpunkt, dass die se hinlänglich bekannt und bereits be- züglich Arbeitsfähigkeit eigeschätzt worden sei. In den Berichten lassen sich keine Hinweise dafür finden, dass sich das Schmerzsyndrom in irgendeine r Form verändert oder gar ver- schlechtert habe. Zum Bericht von Dr. D.____ vom Augus t 2016 lässt die IV-Stelle verlauten, dass sich die medizinischen Befunde, wie depressive Symptom e unterschiedlicher Ausprägun- gen, Sorgen, Anspannung, Müdigkeit, nicht wesentlich von den im Gutachten von Dr. C.____ beschriebenen unterscheiden würden. 5.1 Der Auffassung der IV-Stelle kann nicht beigepfl ichtet werden. Es kann im jetzigen Verfahrensstadium nicht darum gehen anhand der einger eichten medizinischen Unterlagen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu beweisen, dass sich de r Gesundheitszustand der Be- schwerdeführerin wesentlich verschlechtert hat. Es geht bloss darum, ob sich aus den medizini- schen Berichten Hinweise ergeben, welche eine Verschlechter ung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin glaubhaft machen. Das Beweismass ist bei der Eintretensfrage redu- ziert (vgl. E. 3.2 hiervor). Vorliegend lassen sich in d en neu eingereichten medizinischen Unter- lagen gleich mehrere Anhaltspunkte für eine mögliche V erschlechterung des Gesundheitszu- standes der Beschwerdeführerin finden. Entgegen der Me inung der IV-Stelle ergeben sich zum einen Hinweise auf eine Verschlechterung des depressiven Z ustandes seit Herbst 2015. Es ist auf den mehrwöchigen stationären Klinikaufenthalt hin zuweisen, dem ersten seit 1998. Auch Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht wird durch die diversen Berichte ersichtlich, dass die Do sis des Antidepressivums (Wirkstoff Venlafaxin) seit der Begutachtung durch Dr. C.____ um 7 5 mg täglich erhöht wurde. Sodann wird sowohl in den Berichten von Dr. C.____ als auch i n den Berichten der Klinik J.____ und G.____ übereinstimmend von einer rezidivierenden depressi ven Störung, gegenwärtig mittel- gradigen Episode (ICD-10 F33.1) gesprochen. Trotz beobachteter Besserung während des sta- tionären Aufenthaltes wurde der Beschwerdeführerin am Ende des Aufenthaltes immer noch eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Bezügli ch der somatoformen Schmerzstörung hielt das damalige Gerichtsgutachten von Dr. C.____ fest, da ss die Beschwerdeführerin das Haupt- kriterium der hartnäckigen Forderung nach weiteren med izinischen Abklärungen oder medizini- schen Interventionen nicht erfülle, zudem ein Leidensdru ck während der Begutachtung nicht zu spüren gewesen sei. Im Vergleich zu damals liegen heut e Anhaltspunkte vor, die auf das Vor- liegen einer somatischen Schmerzstörung deuten. So suchte die Beschwerdeführerin in der zu beurteilenden Periode aufgrund starker Schmerzen mehrmals die Notfallstation auf, zudem ging sie ohne Zuweisung eines Arztes in das Kantonsspital L. ____, Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, wo sie dringlich weitere Unter suchungen wünschte. Zu guter Letzt ist darauf hinzuweisen, dass sich den Berichten insgesamt e ntnehmen lässt, dass sich die All- tagsgestaltung der Beschwerdeführerin im Vergleich zu den Darstellungen im Gutachten Dr. C.____ dauerhaft zum Negativen verändert hat. Fü r eine gewisse Dauerhaftigkeit und IV- Relevanz dieser Verschlechterung spricht zum einen der Ze itraum über welchen immer wieder eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert wu rde und zum anderen, dass keine An- haltspunkte für eine Phase länger dauernder Besserung vorliegen. 5.2 Nach dem Aufgeführten hat die Beschwerdeführerin substantielle Anhaltspunkte für eine neue Prüfung des Leistungsanspruchs dargelegt. Ob sich die behauptete Verschlechte- rung nach eingehender Abklärung in leistungsrelevanter W eise erstellen lassen wird, ist im jet- zigen Verfahrensstadium nicht zu prüfen. Die Beschwerdefüh rerin hat die Verschlechterung ihrer gesundheitlichen Situation in einer Weise glaubhaft gemacht, welche ein Eintreten auf das Leistungsbegehren erforderlich macht. Folglich ist die IV-Stelle zu Unrecht auf die Leistungs- anmeldung nicht eingetreten. Die Angelegenheit ist da her an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese die glaubhaft gemachte Verschlechterung des Gesundheitszustandes weiter abklärt und materiell über den geltend gemachten Leistungsan spruch verfügt. Demnach ist in Gutheis- sung der Beschwerde die Verfügung der IV-Stelle Basel-L andschaft vom 28. April 2017 aufzu- heben und diese anzuweisen, auf das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin vom 3. Mai 2016 einzutreten. 6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis Satz 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 ist das Beschwerdeverfahren bei S treitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kant onalen Versicherungsgericht kosten pflichtig. Nach § 20 Abs. 3 des Gesetzes über die Verfassun gs- und Verwaltungsprozessord- nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 werden Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt; gegenüber der Vorinstanz bzw. den kan tonalen Behörden werden indes keine Verfahrenskosten erhoben . Da vorliegend die Vorinstanz unterlegen ist, ist demna ch auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten und der Beschw erdeführerin der geleistete Kos- tenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- zurückzuerstatten. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschw erde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin in casu obsiegende Partei ist, ist ihr eine Parteientschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter der Versicher- ten hat in seiner Honorarnote vom 1. September 2017 für das vorliegende Beschwerdeverfah- ren einen Zeitaufwand von 8.25 Stunden geltend gema cht, was umfangmässig angesichts der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen nicht zu beanstande n ist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen für durchschnittliche F älle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Ebenfalls n icht zu beanstanden sind die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen in der Höhe von Fr . 90.30. Der Beschwerdeführerin ist demnach eine Parteientschädigung von Fr. 2‘325.00 (8.25 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 90.30 zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 7.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesger icht (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angel egenheiten an das Bundesgericht zuläs- sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Sel bständig eröffnete Zwischenent- scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus- standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen- heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzum achenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent- scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu- figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). 7.2 Beim vorliegenden Entscheid, durch welchen die Besch werdegegnerin verpflichtet wird, auf das Leistungsbegehren einzutreten, handelt es sich somit um einen Zwischenent- scheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Besch werde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo- raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet d as Bundesgericht. Die nachstehen- de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügu ng der IV-Stelle Basel- Landschaft vom 28. April 2017 aufgehoben und diese ang ewiesen, auf das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin vom 3. Mai 2016 ein- zutreten. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet. 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdef ührerin eine Partei- entschädigung in der Höhe von Fr. 2‘325.00 (inkl. Ausla gen und 8% Mehrwertsteuer) zu bezahlen.