<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2016-01-19-2D_1-2016.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2D_1/2016 </b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2D_2/2016 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 19. Januar 2016</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Zünd, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.A.________, </div> <div class="para">B.A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Finanzdepartement des Kantons Solothurn, Erlassabteilung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Staatssteuer und Ordnungsbusse 2012, Erlass; </div> <div class="para">Direkte Bundessteuer und Ordnungsbusse 2012, Erlass, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Kantonalen Steuergerichts Solothurn vom 23. November 2015. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">A.A.________ und seine Ehegattin B.A.________ wurden für die Staatssteuer sowie die direkte Bundessteuer 2012 nach Ermessen veranlagt; dabei wurde ihnen eine Ordnungsbusse auferlegt. Diese Veranlagungen datieren vom 5. August 2013; es wurde dagegen nicht Einsprache erhoben. </div> <div class="para">Am 4. Dezember 2013 ersuchten die Pflichtigen um Erlass der Staatssteuer 2012 von Fr. 3'004.--, der direkten Bundessteuer 2012 von Fr. 276.-- sowie der Ordnungsbusse 2012 von Fr. 150.--. Die Erlassabteilung des Finanzdepartements des Kantons Solothurn wies das Gesuch mit Verfügung vom 13. August 2015 ab. Mit Urteil vom 23. November 2015 wies das Kantonale Steuergericht Solothurn Rekurs (betreffend Staatssteuer) und Beschwerde (betreffend direkte Bundessteuer) ab. </div> <div class="para">Am 18. Januar 2016 (Postaufgabe) haben A.A.________ und B.A.________ beim Bundesgericht eine vom 13. Januar 2016 datierte subsidiäre Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Steuergerichts eingereicht. </div> <div class="para">Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Hauptgegenstand des angefochtenen Urteils ist der Erlass von Abgaben. Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist gemäss <span class="artref">Art. 83 lit. m BGG</span> gegen derartige Entscheide unzulässig. Als bundesrechtliches Rechtsmittel kommt die subsidiäre Verfassungsbeschwerde in Betracht (<span class="artref">Art. 113 ff. BGG</span>), mit welcher gemäss <span class="artref">Art. 116 BGG</span> die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden kann. Entsprechende Rügen bedürfen spezifischer Geltendmachung und Begründung (Art. 117 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). Zur Verfassungsbeschwerde ist gemäss <span class="artref">Art. 115 lit. b BGG</span> nur legitimiert, wer ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat. Im Bereich des Abgabeerlasses setzte dies einen Rechtsanspruch auf Erlass voraus, was weder für die Steuern des Kantons Solothurn noch für die direkte Bundessteuer der Fall ist (s. etwa Urteil 2D_53/2013 und 2D_54/2013 vom 30. Oktober 2013). Den Beschwerdeführern fehlt mithin weitgehend die Legitimation zur Verfassungsbeschwerde; ohnehin zeigen sie nicht gezielt auf, welches konkrete verfassungsmässige Recht und inwiefern es im Zusammenhang mit der Erlassverweigerung verletzt worden wäre. </div> <div class="para">Der weitgehend unzulässigen Verfassungsbeschwerde fehlt es an einer hinreichenden Begründung (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a und lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Die Beschwerdeführer diskutieren auch die Frage der Revision der rechtskräftig gewordenen Veranlagungen 2012. Mit dieser Problematik hat sich das Steuergericht in E. 3.5 seines Urteils befasst und ist gestützt auf die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen (§ 165 des Solothurner Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern, StG; <span class="artref">Art. 147 DBG</span>) zum Schluss gekommen, dass es unter den gegebenen Verhältnissen an den Voraussetzungen, nach verpasster Einsprachefrist mittels Revision eine Korrektur der rechtskräftigen (Ermessens-) Veranlagung herbeizuführen, fehle. Inwiefern das Steuergericht dabei schweizerisches Recht missachtet oder etwa von offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsannahmen ausgegangen wäre (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>), zeigen die Beschwerdeführer mit ihren Äusserungen über eine möglicherweise unzutreffende Ermessensveranlagung nicht auf. Auch in dieser Hinsicht fehlt es offensichtlich an einer hinreichenden Begründung (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Auf die Beschwerde ist mit Entscheid des Abteilungspräsidenten als Einzelrichter im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.4.</b> Die Gerichtskosten sind nach Massgabe von Art. 65 und <span class="artref"><artref id="CH/173.110/66/5" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/66/1" type="start"></artref>Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG</span><artref id="CH/173.110/66/5" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/5" type="end"></artref>) den Beschwerdeführern aufzuerlegen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftung auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Kantonalen Steuergericht Solothurn und der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 19. Januar 2016 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Zünd </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Feller </div> </div></body></html>