<h2>SubmittedText<h2><p>Da die Motion 97.3582 "Schiesspflicht. Schuss für Schuss zum Kostenüberschuss" abgeschrieben wurde, weil sie seit mehr als zwei Jahren hängig war, ersuche ich den Bundesrat erneut, dem Parlament eine Änderung des Militärgesetzes (MG) zu unterbreiten, damit die in Artikel 63 MG vorgesehene jährliche Schiesspflicht freiwillig wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In Ziffer 9.6 der politischen Leitlinien des Bundesrates vom 31. Mai 2000 zum Armeeleitbild XXI wird Folgendes über die obligatorische Schiesspflicht in der "Armee XXI" ausgesagt:</p><p>"Die obligatorische Schiesspflicht wird in der 'Armee XXI' beibehalten. Der Inhalt des Obligatoriums muss überprüft werden."</p><p>Der Präzisionsschuss bleibt nach wie vor der Grundstein des militärischen Schiessens im Gefecht. Er wird durch das Absolvieren der obligatorischen Schiesspflicht jährlich mindestens einmal praktisch geübt. Zusätzlich dient die obligatorische Schiesspflicht der Repetition der Waffenhandhabung und der Sicherheitsvorschriften sowie der praktischen Funktionskontrolle der Waffe.</p><p>In den Wiederholungskursen (WK) stehen die Verbände geschlossen im Dienst. Deshalb muss die knappe Zeit während den WK vor allem für die Ausbildung dieser Verbände und nicht des einzelnen Schützen genutzt werden. In den Verbandsgefechtsschiessen kann dank der obligatorischen Schiesspflicht auf die ausserdienstlich erfolgte Repetition des Umgangs mit der persönlichen Waffe aufgebaut werden. Bei Bedarf dienen die WK zudem der Einführung neuen Materials und seiner einsatzorientierten Anwendung im Verband. Die ausserdienstliche Durchführung der obligatorischen Schiesspflicht entlastet damit die WK und ermöglicht die Konzentration der Ausbildung auf die Schulung der Verbände.</p><p>Im Hinblick auf "Armee XXI" wird der Inhalt des Obligatoriums überprüft. Die Schussdistanz von 300 Metern ist aber gegeben.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.