Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 28. Februar 2018 (810 17 200) ____________________________________________________________________ Steuern und Kausalabgaben Direkte Bundessteuer 2014 / Verdeckte Gewinnausschüttung Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Ka ntonsrichter Niklaus Ruckstuhl, Markus Clausen, Christian Haidlauf, Claude Jeanneret , Gerichtsschreiberin i.V. Melissa Traber Beteiligte A.____ AG , Beschwerdeführerin gegen Steuer - und Enteignungsgericht des Kantons Basel -Landschaft (Abteilung Steuergericht) , Kreuzbodenweg 1, 4410 Liestal, Beschwerdegegner Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft , Rechtsdienst, Rheinstrasse 33, Postfach, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV , Eigerstrasse 65, Postfach , 3003 Bern, Beigeladene Betreff Direkte Bundessteuer 2014 (Entscheid der Abteilung Steuergericht vom 7. April 2017) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Die A.____ AG ist eine am 11. Mai 1979 ins Handel sregister des Kantons Basel- Landschaft eingetragene Aktiengesellschaft mit Sitz in B .____. Gemäss Handelsregistereintrag bezweckt sie die Ingenieurberatung, Managementberatung und -schulung sowie Consulting und Coaching von Unternehmen. Die Steuerverwaltung des Ka ntons Basel-Landschaft (Steuerver- waltung) veranlagte sie in der definitiven Veranlagu ngsverfügung vom 25. August 2016 bei der direkten Bundessteuer 2014 mit einem steuerbaren Ertrag von Fr. 375'238.--. In der Veranla- gungsverfügung wurden nicht periodengerecht verbuchte Honorarerträge in der Höhe von Fr. 90'000.-- und die nicht geschäftsmässig begründete Zahlung einer Vermittlungsprovision in der Höhe von Fr. 50'000.-- steuerlich aufgerechnet. B. Am 19. September 2016 erhob die A.____ AG Einspra che gegen die Steuerveranlagung 2014 und stellte im Wesentlichen den Antrag, auf die A ufrechnungen sei zu verzichten. Mit Ein- spracheentscheid vom 9. November 2016 wies die Steuerver waltung die Einsprache ab. Zur Begründung führte sie soweit nachfolgend interessierend aus, bei der aufgerechneten Vermitt- lungsprovision vom 31. Dezember 2014 handle es sich um fiktiven Aufwand. Die durch die Zah- lungsempfängerin C.____ AG angeblich vermittelten Ma ndate hätten bereits im Jahr 2013 be- standen. Frau D.____ sei sowohl an der A.____ AG als a uch der C.____ AG kapitalmässig be- teiligt, weshalb von einer geldwerten Leistung gegenüber einer Aktionärin auszugehen sei. C. Am 7. Dezember 2016 erhob die A.____ AG gegen de n Einspracheentscheid der Steu- erverwaltung Beschwerde beim Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Steuergericht (Steuergericht). Dieses wies die Beschwerde mit Entscheid vom 7. April 2017 ab. Hinsichtlich der strittigen Vermittlungsprovi sion hielt das Steuergericht fest, dass die Steuerverwaltung zu Recht eine verdeckte Gewinnausschüttu ng respektive eine steuerbare geldwerte Leistung angenommen und aufgerechnet habe. D. Mit Eingabe vom 28. Juli 2017 erhob E.____, seit de m 5. Mai 2017 Präsident des Ver- waltungsrats mit Kollektivunterschrift zu zweien, im Name n der A.____ AG gegen den Ent- scheid des Steuergerichts Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Ver- waltungsrecht (Kantonsgericht). Die Beschwerdeführeri n beantragt sinngemäss, der Entscheid des Steuergerichts sei aufzuheben und von einer Aufrech nung der Vermittlungsprovision sei abzusehen. Dazu führt sie aus, dass die C.____ AG nachwe islich eine Leistung für die A.____ AG erbracht habe. Sie sei an der Vermittlung des Man dats der F.____ AG beteiligt gewesen, weshalb eine branchenübliche Provision geschuldet gewesen sei. Es könne nicht sein, dass die selbe Leistung gleichzeitig bei der A.____ AG und der C.____ AG und damit doppelt besteuert werde. E. Mit Schreiben vom 31. Juli 2017 machte das Kantonsger icht die Beschwerdeführerin darauf aufmerksam, dass Beschwerden die Unterschrift der P arteien resp. der für diese zeich- nungsberechtigten Personen enthalten müssen. Mit Einga be vom 14. August 2017 bestätigte die kollektiv zu zweien zeichnungsberechtigte Verwaltungsr ätin D.____ unterschriftlich den Wil- len der Gesellschaft zur Beschwerdeführung und reichte zusätzlich ein vom 4. Februar 2014 datiertes Sitzungsprotokoll ein. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht F. In den Vernehmlassungen vom 6. September 2017 resp. 7. September 2017 schliessen die Vorinstanzen auf Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 145 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) vom 14. Dezember 1990 i.V.m. § 3 der kantonalen Vollzugsve rordnung zum DBG (VV DBG) vom 13. Dezember 1994 können Entscheide des Steuergerichts betreffend direkte Bundessteuer mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Kantonsgericht angefochten werden. Im Zusammenhang mit den formellen Voraussetzungen nach Art. 140 ff. DBG und den §§ 43 ff. des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist anzu- merken, dass die Beschwerde innert der vom Gericht angesetz ten Nachfrist von einem hierzu formell berechtigten zweiten Mitglied des Verwaltungsr ats unterzeichnet wurde. Entgegen der von der Steuerverwaltung in der Vernehmlassung vertret enen Ansicht ist es nicht erforderlich, dass für die gültige Erhebung eines Rechtsmittels durch eine juristische Person das Briefpapier der beschwerdeführenden Gesellschaft verwendet wird, sola nge anderweitig erkennbar ist, dass die Beschwerdeführung namens der Gesellschaft erfolg t. Ein entsprechender Wille geht aus dem Schreiben vom 14. August 2017 klar hervor. Ins ofern ist das Unterschriftserfordernis gemäss § 5 Abs. 1 VPO eingehalten und die Beschwerde f ormgültig erhoben worden. Der ent- sprechende Einwand der Steuerverwaltung geht fehl. Da auch die übrigen formellen Vorausset- zungen erfüllt sind, kann auf die vorliegende Beschwerde eingetreten werden. 2. Mit der Beschwerde in Steuersachen können alle Mäng el des angefochtenen Entscheids und des vorangegangenen Verfahrens gerügt werden (Art . 145 Abs. 2 DBG i.V.m. Art. 140 Abs. 3 DBG). Dem Kantonsgericht kommt im vorliegenden Fall somit volle Kognition zu. Zuläs- sig sind auch neue Anträge, Behauptungen und Beweismit tel (§ 6 Abs. 3 VPO; vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsre cht [KGE VV], vom 10. August 2016 [810 16 9] E. 7.2). 3. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Vorinstanzen in der strittigen Steu- erperiode 2014 zu Recht eine als Vermittlungsprovision v erbuchte Zahlung in der Höhe von Fr. 50'000.-- als verdeckte Gewinnausschüttung an die C .____ AG qualifizierten und zum steu- erbaren Ertrag aufrechneten. 3.1 Gegenstand der Gewinnsteuer ist der Reingewinn ( Art. 57 DBG). Gemäss Art. 58 Abs. 1 DBG setzt sich der steuerbare Reingewinn zusammen aus dem Saldo der Erfolgsrechnung un- ter Berücksichtigung des Saldovortrags des Vorjahrs (lit. a), allen vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung ausgeschiedenen Teilen des Geschäftsergebnisses, die nicht zur Deckung von geschäftsmässig begründetem Aufwand verwendet werden , wie insbesondere Kosten für die Anschaffung, Herstellung oder Wertvermehrung von Ge genständen des Anlagevermögens, geschäftsmässig nicht begründete Abschreibungen und Rückstellungen, Einlagen in die Reser- ven, Einzahlungen auf das Eigenkapital aus Mitteln der juristischen Person, soweit sie nicht aus als Gewinn versteuerten Reserven erfolgen, offene und ve rdeckte Gewinnausschüttungen und Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht geschäftsmässig nicht begründete Zuwendungen an Dritte (lit. b) und den der Erfolgsrechnung nicht gutgeschriebenen Erträgen, mit Einschluss der Kapi tal-, Aufwertungs- und Liquidations- gewinne, vorbehältlich Artikel 64 DBG, wobei die Verl egung des Sitzes, der Verwaltung, eines Geschäftsbetriebes oder einer Betriebsstätte ins Ausland der Liquidation gleichgestellt ist (lit. c). 3.2 Verdeckte Gewinnausschüttungen im Sinne von Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG sind Zuwen- dungen der Gesellschaft an die Anteilsinhaber oder ihn en nahestehende Dritte, die einem aus- senstehenden Dritten nicht oder zumindest nicht in gleic hem Masse gewährt würden. Sie prä- sentieren sich buchhalterisch entweder als überhöhte Kos ten oder in Form eines Gewinnver- zichts durch Ausweis eines zu tiefen Ertrags (MARKUS REICH , Steuerrecht, 2. Aufl., Zürich 2012, S. 463). Als verdeckte Gewinnausschüttung gilt rechtsprech ungsgemäss mithin jede Zuwen- dung der Gesellschaft an Aktionäre oder nahe stehende Personen, denen keine oder keine ge- nügende Gegenleistung des Anteilsinhabers gegenübersteht und die einem an der Gesellschaft nicht beteiligten Dritten nicht oder nur in wesentlich geringerem Umfang erbracht worden wäre, so dass angenommen werden kann, es sei eine Begünstigung b eabsichtigt gewesen (BGE 143 IV 228 E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 2C_51/2016, 2C_52/2016 vom 10. August 2016 E. 2.2; PETER BRÜLISAUER /MARCO MÜHLEMANN , in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweize- rischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte Bu ndessteuer [DBG], 3. Aufl., Basel 2017, N 222 zu Art. 58; E RNST B LUMENSTEIN /PETER LOCHER , System des schweizerischen Steuer- rechts, 7. Aufl., Zürich 2016, S. 332 f.). 3.3 Als verdeckte Gewinnausschüttung erweisen sich somit Zuwen dungen einer Gesell- schaft an einen Anteilsinhaber oder einen Dritten, sofe rn die Zuwendung ihren Grund in erster Linie darin hat, dass dieser dem Beteiligungsinhaber n ahe steht. Dabei ist aufgrund eines Dritt- vergleichs zu untersuchen, ob die zu beurteilende Leistung im Vergleich zum üblichen Ge- schäftsgebaren derart ungewöhnlich ist, dass der Schluss nahe liegt, sie wäre so nicht erbracht worden, wenn der Leistungsempfänger dem Anteilsinhaber nicht nahestehen würde (sog. Prin- zip des "dealing at arm’s length"; BGE 138 II 57 E. 4. 2; BGE 131 II 722 E. 4.1; B LUMENSTEIN / LOCHER , a.a.O., S. 332 f.; U RS BEHNISCH /P ATRICK SIMON , Dreiecks- und Direktbegünstigungs- theorie im Wandel, in: Jusletter 3. Mai 2010; M ARTIN ZWEIFEL /SILVIA HUNZIKER , Steuerverfah- rensrecht, Beweislast, Drittvergleich, "dealing at arm's length", Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 58 DBG: Beweis und Beweislast im Steuerverfahren bei der Prüf ung von Leistung und Gegenleistung unter dem Gesichtswinkel des Drittvergleichs ["dealing a t arm's length"], Archiv für schweizeri- sches Abgaberecht [ASA] 77, S. 659). 3.4 In beweisrechtlicher Hinsicht gilt der Grundsatz, dass die Steuerbehörde die Beweislast für steuerbegründende und -erhöhende Tatsachen und di e steuerpflichtige Person die Beweis- last für steueraufhebende oder -mindernde Tatsachen tr ägt (D ANIEL SCHÄR , Grundsätze der Beweislastverteilung im Steuerrecht, St. Gallen 1998, S. 72; J ÜRG DUBS , Verdeckte Gewinn- ausschüttungen, solidarische Mithaftung – Zündstoff im St euerstrafrecht, AJP 2009, S. 72). Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung obliegt de r Nachweis, dass die durch einen erfolgswirksam verbuchten Aufwandposten verursachte Erfolgsm inderung auch geschäftsmäs- sig begründet ist, der steuerpflichtigen Gesellschaft (vgl . statt vieler: Urteil des Bundesgerichts Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2C_51/2016, 2C_52/2016 vom 10. August 2016 E. 2.1 m. w.H.; Z WEIFEL /HUNZIKER , a.a.O., S. 683). 3.5 Die steuerpflichtige Gesellschaft muss somit auf Verl angen über die geschäftsmässige Begründetheit Auskunft geben, Geschäftsbücher, Belege un d Bescheinigungen sowie Urkun- den über den Geschäftsverkehr vorlegen können (Art. 126 D BG). Unter die vorzulegenden Be- weismittel fallen Dispositionsurkunden, das heisst Urkund en, die Rechtshandlungen betreffen (u.a. Verträge), aber auch Zeugnisurkunden wie Rechnun gen, Quittungen, Bank- oder Post- checkauszüge. Vorlagepflichtig sind über den Wortlaut v on Art. 126 Abs. 2 DBG hinaus aber nicht nur Urkunden, die sich auf den "Geschäftsverkehr" d es Steuerpflichtigen beziehen, son- dern auch Urkunden, die in anderer Beziehung zur bewei smässigen Abklärung des für die Ver- anlagung des Steuerpflichtigen massgebenden Sachverhalt s notwendig sind. Dazu gehören etwa Bestätigungen oder Quittungen, die Auskunft übe r den Verwendungszweck geben kön- nen. Allerdings ist diese Auskunftspflicht nicht unbeschr änkt; sie muss verhältnismässig sein, das heisst, die verlangten Auskünfte müssen für die Festste llung des rechtserheblichen Sach- verhalts geeignet und notwendig und für den Steuerpfl ichtigen zumutbar sein (vgl. M ARTIN ZWEIFEL /S ILVIA HUNZIKER , in: Kommentar zum DBG, a.a.O., N 34 ff. zu Art. 126). 4.1 Die Vorinstanz erwägt im angefochtenen Entscheid, d ass sowohl E.____ als auch des- sen Tochter, D.____, Aktionäre der A.____ AG seien. D .____ fungiere gleichzeitig als einzige Verwaltungsrätin der C.____ AG. Damit sei festzustelle n, dass die Organe und Aktionäre in beiden Gesellschaften identisch und letztere daher als e inander nahestehend zu qualifizieren seien. Die Vorinstanz stützt ihre Schlussfolgerung, dass es sich bei der ausbezahlten Vermitt- lungsprovision um eine verdeckte Gewinnausschüttung handle , insbesondere auf die Buchhal- tungsbelege. Aus diesen werde ersichtlich, dass sowohl die F.____ AG als auch die G.____ AG bereits seit mindestens Januar 2014 in einer geschäftli chen Beziehung zur A.____ AG gestan- den hätten. Dasselbe ergebe sich auch aus einer Rechnun g der A.____ AG an die F.____ AG vom 24. Februar 2014. Dieser Beleg bestätige zusätzlich , dass das Mandat bereits seit dem 20. Dezember 2013 bestehe. Zudem befinde sich in den Akten auch ein weiterer Mandatsver- trag zwischen der A.____ AG und der F.____ AG vom 26. März 2014. Die C.____ AG habe der A.____ AG mit Datum vom 15. Dezember 2014 eine Provisio n in der Höhe von Fr. 50'000.-- für die Vermittlung der F.____ AG und der G.____ AG in Rechnung gestellt, ohne dafür einen Vermittlungsvertrag vorzulegen. Das Vorbringen, es hab e mündliche Vereinbarungen gegeben, werde den Beweisanforderungen nicht gerecht. Weiter f ührt die Vorinstanz aus, dass es auf- grund der Beweislastverteilung an der A.____ AG gelege n hätte, eine derartige Vereinbarung zu belegen. In den Akten finde sich ferner eine Rechnu ng der H.____ AG vom 6. Dezember 2014 über Fr. 35'000.-- sowie eine Belastungsanzeige vom 11. September 2014, welche sich ebenfalls auf die Vermittlung der F.____ AG beziehe. Die Beschwerdeführerin habe diesbezüg- lich vorgebracht, dass sowohl die H.____ AG wie auch die C.____ AG an der Vermittlung der F.____ AG beteiligt gewesen und daher zwei Provisionen bezahlt worden seien. Es erscheine jedoch wenig glaubhaft, dass eine Kundenbeziehung von zwei Firmen vermittelt werde. Die Zahlung an die C.____ AG sei aber ohnehin nicht nachvol lziehbar, denn nach den Ausführun- gen der Beschwerdeführerin sei D.____ in ihrer Funktion als Geschäftsführerin der I.____ AG Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Auftrag erteilt worden, neue Mandate zu vermitte ln. Angesichts dessen sei der verbuchte Aufwand nicht geschäftsmässig begründet. 4.2 Die Steuerverwaltung führt aus, dass die in Rechnu ng gestellten Mandate betreffend die F.____ AG und die G.____ AG bereits im Jahr 2013 bes tanden hätten. Die für die Auftragsver- mittlung verantwortliche D.____ sei aber erst seit Deze mber 2014 für die C.____ AG tätig ge- worden. Die C.____ AG könne die besagten Mandate somi t gar nicht vermittelt haben. Ebenso fehle der tatsächliche Nachweis, dass die in Rechnung gestellten Leistungen überhaupt von der C.____ AG erbracht worden seien. Vielmehr erscheine es als wahrscheinlich, dass das Mandat entweder von E.____ selber oder dessen Tochter D.____ p ersönlich vermittelt und jetzt (fiktiv) über die C.____ AG abgewickelt worden seien. 4.3 Die Beschwerdeführerin bringt demgegenüber vor, dass sowohl die J.____ AG sowie die C.____ AG die strittigen Mandate vermittelt hätten. Dafür sei eine Gesamtprovision in der Höhe von Fr. 85'000.-- ausgeschüttet worden, welche als branc henüblich zu beurteilen sei. Die Leis- tung sei vorliegend Jahre im Voraus durch den langjährig en Aufbau eines Beziehungsnetzwer- kes entstanden. Es sei zwar kein Vertrag vorhanden, jedoch l iege das Protokoll einer Sitzung ihrer Geschäftsleitung vom 4. Februar 2014 vor, welche s insbesondere die Vermittlungsprovisi- on für das Mandat F.____ AG betreffe. 5.1 Vorliegend stellt sich die Frage, ob die streitgeg enständliche, als "Managementfee" ver- buchte Vermittlungsprovision in der Höhe von Fr. 50'00 0.-- als geschäftsmässig begründet zu erachten ist, wobei es der Beschwerdeführerin obliegt, d en Nachweis für die durch die C.____ AG erbrachte Mandatsvermittlung zu erbringen. 5.2 In diesem Zusammenhang sind den Akten diverse durch di e Beschwerdeführerin ge- genüber der "F.____ gmbh" in Rechnung gestellte Mand atsentschädigungen zu entnehmen. Gemäss Rechnungsbelegen beruhen diese auf einem Mandats vertrag vom 20. Dezember 2013. Dieser ist in den Akten nicht enthalten. Es find et sich jedoch ein Mandatsvertrag der A.____ AG mit der F.____ AG vom 26. März 2014. Von e iner Geschäftsbeziehung der Be- schwerdeführerin zur F.____ AG seit Anfang 2014 zeugt auch ein Kontoauszug, welcher Hono- rarüberweisungen sowie Mietzinszahlungen der F.____ AG a n die Beschwerdeführerin für die Monate ab Januar 2014 belegt. Aus demselben Kontoauszug wird ferner eine Überweisung durch die G.____ AG an die A.____ AG mit dem Betreff "G.____ Mandat 01-03/14" ersichtlich. Es ist somit davon auszugehen, dass eine Geschäftsbeziehung der Beschwerdeführerin zur F.____ AG sowie zur G.____ AG bereits im Frühjahr 2014 bestanden hat. Die Vermittlung der beiden Mandate muss angesichts der vorliegenden Unterlag en spätestens anfangs 2014 statt- gefunden haben. Gemäss Handelsregisterauszug der C.____ AG wurde die Gesellschaft erst im Dezember 2014 von D.____ übernommen. Da D.____ da s Mandat gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin persönlich akquiriert hat und eine allfällige daraus resultierende Forde- rung wie soeben aufgezeigt vor dem Dezember 2014 entst anden sein muss, kann schon aus rein zeitlichen Gründen keine vertragliche Leistungserbringung der C.____ AG vorliegen. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.3 Daran vermag auch das im kantonsgerichtlichen Verfah ren neu vorgelegte Protokoll der Monatssitzung Monat Februar 2014 vom 4. Februar 2014 – welches im Übrigen nicht unter- zeichnet ist – beweisrechtlich nichts zu ändern. Darin wird unter anderem die Aussage E.____s festgehalten, dass der definitive Mandatsvertrag mit de r F.____ AG ab dem 1. April 2014 laufe. Dadurch unterstreicht das Protokoll gerade, dass das Mandat der F.____ AG bereits zu diesem Zeitpunkt akquiriert worden war. Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, dass der Auftrag zur Vermittlung von Mandaten D.____ in ihrer Funktion al s alleiniger Geschäftsführerin der I.____ AG erteilt worden sei. Auch in jenem Fall wäre eine Verbuchung des Aufwandes über die C.____ AG in unberechtigter Weise erfolgt. Der Beschwerdeführerin ist der Nachweis jedenfalls nicht gelungen, dass der Zahlung an die C.____ AG ein e reelle Gegenleistung dieser Gesell- schaft gegenüberstand. Die Vorinstanzen durften unter di esen Umständen zu Recht davon ausgehen, dass die Zahlung der Vermittlungsprovision in der Höhe von Fr. 50'000.-- an die C.____ AG nicht geschäftsmässig begründet war. 5.4 Gegen eine Vermittlung durch die C.____ AG sprich t die auch Tatsache, dass völlig ent- gegen der üblichen geschäftlichen Gepflogenheiten unbe strittenermassen kein schriftlicher Vermittlungsvertrag abgeschlossen wurde. In den Akten befindet sich sodann eine Rechnung der J.____ AG an die A.____ AG vom 6. Dezember 2014 m it dem Betreff "Vermittlungsprovisi- on F.____" in der Höhe von Fr. 35'000.-- sowie eine dazugehörige Belastungsanzeige mit valuta per 11. September 2014 (vgl. Belastungsanzeige Bank K.__ __ vom 11. September 2014). Die Beschwerdeführerin begründet diese (doppelte) Vergütung damit, dass das Mandat der F.____ AG durch die J.____ AG und die C.____ AG gemeinsam verm ittelt und infolgedessen eine Ge- samtprovision ausgerichtet worden sei. Die Vermittlung e iner Geschäftsbeziehung durch zwei Firmen, welche keine erkennbare Verbindung zueinander aufweisen, erscheint jedoch, wie dies bereits die Vorinstanz zutreffend festhielt, als wenig glaubhaft. Auch in der vorliegenden Be- schwerde liefert die Beschwerdeführerin keine Erklärung für diesen eigenartigen Vorgang. Die Beschwerdeführerin und die C.____ AG verfügen mit D._ ___ über eine gemeinsame Aktionärin und Verwaltungsrätin, weshalb die beiden Gesellschaften unstrittig als nahestehend zu qualifi- zieren sind. Das vorliegend zu beurteilende Geschäftsgebar en zwischen zwei Schwestergesell- schaften muss als derart ungewöhnlich bezeichnet werden, d ass sich der Schluss auf eine ver- deckte Gewinnausschüttung geradezu aufdrängt. Die Beschwerdeführerin vermag dies nicht zu widerlegen. 6. Zusammenfassend ist aufgrund der dargelegten Indizien festzuhalten, dass die Vor- instanzen die Vermittlungsprovision an die C.____ AG kor rekterweise als geschäftsmässig un- begründet erachteten und diese daher als verdeckte Gewi nnausschüttung beim steuerbaren Reingewinn aufrechneten. Wenn die C.____ AG diese Pr ovisionszahlung ebenfalls versteuern muss, so liegt darin entgegen der Auffassung der Beschw erdeführerin keine verpönte Doppel- besteuerung. Ein Doppelbesteuerungstatbestand liegt von Vornherein nur vor, wenn die selbe steuerpflichtige Person von der Besteuerung betroffen ist (vgl. BGE 140 I 114 E. 2.3.1; BGE 137 I 145 E. 2.2). Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. 7. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Für die Beschw erde an das Kantonsgericht als weitere kantonale Beschwerdeinstanz im Bereich der direkten Bundessteuer gelten laut Art. 145 Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht Abs. 2 DBG die Vorschriften von Art. 140 bis Art. 144 DBG sinngemäss. Gemäss Art. 144 Abs. 1 DBG werden die Kosten der unterliegenden Parte i auferlegt. Die Höhe der Kosten des Verfahrens wird durch das kantonale Recht bestimmt (Art. 144 Abs. 5 DBG). Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- der unterlege- nen Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem gelei steten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- zu verrechnen. Ausgangsgemäss sind die Pa rteikosten wettzuschlagen (Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Verwa ltungsverfahrensgesetzes [VwVG] vom 20. Dezember 1968). Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kost envorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Vizepräsident Gerichtsschreiberin i.V.