Gestion du Conseil fédéral 1076 N 18 juin 1985 #ST# 84.039 Doppelbesteuerungsabkommen mit Frankreich (Abschreibung) Double imposition. Convention avec la France (classement) Botschaft und Beschlussentwurf vom 18. Mai 1983 (BBI II, 509) Ergänzungsbotschaft vom 4. Juli 1984 (BBI II, 1181) Message et projet d'arrêté du 18 mai 1983 (FF II, 533) Message complémentaire du 4 juillet 1984 (FF II, 1205) Beschluss des Ständerates vom 10. Juni 1985 Décision du Conseil des Etats du 10 juin 1985 Antrag der Kommission Abschreibung Proposition de la commission Classement M. Borei, rapporteur: II y a quelques mois notre conseil refusait d'entrer en matière sur une modification de l'accord de double imposition avec la France. Depuis lors, le Gouver- nement français a informé le Conseil fédéral qu'il considé- rait cette modification ainsi que l'accord sur l'imposition des frontaliers, qui était en discussion en même temps, comme caducs. Le Gouvernement français n'avait plus l'intention de soumettre ces textes à son Parlement pour approbation ni de les ratifier. Un accord international nécessite pour le moins deux partenaires, l'un d'eux fait défaut, il n'y a donc plus de raison de conserver cet objet à notre ordre du jour. Cependant, pour des raisons formelles, notre conseil doit prendre la décision de le retirer de l'ordre du jour, comme l'a fait le Conseil des Etats sur proposition de sa commission. Votre commission vous recommande de retirer cet objet de l'ordre du jour. Abgeschrieben - classé Schluss der Sitzung um 19.45 Uhr La séance est levée à 19 h 45 #ST# Elfte Sitzung - Onzième séance Dienstag, 18. Juni 1985, Vormittag Mardi 18 juin 1985, matin 8.00h Vorsitz - Présidence: Herr Koller Arnold 85.021 Geschäftsbericht des Bundesrates, des Bundesgerichts und des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 1984 Gestion du Conseil fédéral, du Tribunal fédéral et du Tribunal fédéral des assurances 1984 Fortsetzung - Suite Siehe Seite 1046 hiervor- Voir page 1046 ci-devant Justiz- und Polizeidepartement Département de justice et police Bäumlin: Ich bin überrascht, dass ich vor dem Kommis- sionssprecher an die Reihe komme. Ich möchte mich zu einer Detailfrage der Asylrechtspraxis äussern. Wir haben noch eine Asyldebatte vor uns. Ich möchte ihr nicht vorgreifen und jetzt keine Asyldebatte provozieren, sondern mich lediglich zu einem Punkt äus- sern, der das Jahr 1984 betrifft: Ich meine den Bericht der Bundesanwaltschaft, der verschiedentlich erwähnt worden ist. Herr Ruf hat diesen Bericht bekanntlich publiziert. Dazu sind meines Erachtens ein paar Worte dringend nötig. Dass Herr Ruf im trüben fischt, verwundert mich nicht. Er ver- sucht Propaganda für seine Ideen zu machen mit den Methoden, die er verfügbar hat. Beim Anheizen des Frem- denhasses sind ihm alle Mittel recht. Das verwundert mich nicht. Aber ich werde besorgt, wenn ich feststelle, dass die trübe Quelle, in der er angelt, aus der Bundesanwaltschaft kommt. Das ist schlimm. Hier liegt meines Erachtens der wirkliche Skandal. Das muss man auch einmal im Plenum sagen. Es genügt nicht, dass ähnliches nur in einer Kommis- sion ausgesprochen wird. Nun, die Bundesanwaltschaft ist sicher befugt, auf proble- matische Aspekte des Asylwesens aufmerksam zu machen, auf Methoden, die der Kritik rufen. Sicher gibt es Missbräu- che, das wird von mir nicht, überhaupt nicht, bestritten. Wenn die Bundesanwaltschaft sachlich orientieren würde über Vorkommnisse, die zur Sorge Anlass geben, sagte ich kein kritisches Wort. Aber wenn man den Bericht der Bun- desanwaltschaft vom Sommer 1984 näher anschaut, stellt man fest, dass er an sachlichen Informationen sehr wenig enthält, kaum etwas Neues, kaum etwas, was man nicht gewusst hätte, zum Beispiel über die Wege, auf denen die Tamilen zu uns kommen, über das Verschwinden von Aus- weisschriften usw. Auf der anderen Seite betreibt dieser Bericht aber eine üble Stimmungsmache. Er eignet sich geradezu als Musterbeispiel, an dem man - zum Beispiel im universitären Unterricht- im einzelnen nachweisen könnte, wie sich die Sprache manipulativ verwenden lässt. Ich kann nur sehr wenige Beispiele erwähnen, aber allgemein würde ich sagen: Völlig distanzlos wird hier an Affekte appelliert. Es ist die Rede vom «AsylantenUnwesen» (das hat also nicht Herr Ruf erfunden!); die Tamilen werden als «Burschen» qualifiziert. Despektierlich, rassistisch ist diese Sprache, und es strotzt von schlimmen Verallgemeinerungen. AufSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Doppelbesteuerungsabkommen mit Frankreich (Abschreibung) Double imposition. Convention avec la France (classement) In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1985 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 10 Séance Seduta Geschäftsnummer 84.039 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 17.06.1985 - 14:30 Date Data Seite 1076-1076 Page Pagina Ref. No 20 013 458 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. 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