B u n d e s v e r wa l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a dm i n i s t r at i f f é dé r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a dm i n i s t r at i v f e de r a l Abteilung II B-4313/2011 U r t e i l v o m 2 6 . M ä r z 2 0 1 3 Besetzung Richterin Eva Schneeberger, Richterin Franziska Schneider, Richter Frank Seethaler, Gerichtsschreiberin Beatrice Grubenmann. Parteien A._______, vertreten durch Rechtsanwalt Francisco José Vázquez Bürger, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente (Nichteintreten auf Revisionsgesuch); Verfügung der IVSTA vom 5. Juli 2011. B-4313/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a A._______ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) wurde am (…) 1949 geboren und ist spanischer Staatsangehöriger. Der Vers i- cherte lebte von 1979 bis 1995 in der Schweiz , war während mehrerer Jahre als Maurer-Schalungsbauer erwerbstätig und entrichtete Sozialver- sicherungsbeiträge. Am 15. Dezember 1989 meldete er sich bei der ei d- genössischen Invalidenversicherung zum Bezug von IV -Leistungen an (vgl. act. 124). Die IV-Stelle des Kantons Waadt sprach dem Versicherten in der Folge mit Verfügung vom 17. Deze mber 1993 eine volle Rente vom 1. Juni 1990 bis 31. Juli 1990, eine halbe Rente vom 1. August 1990 bis 31. Ja- nuar 199 1 und eine volle Rente seit 1. Februar 1991 zu (vgl. act. 126 - 127). Aufgrund der Wohnsitznahme des Versicherten in Spanien ab 1. Novem- ber 1995 ging die Zuständigkeit von der IV -Stelle des Kantons Waadt an die Schweizerische Invalidenversicherung, IV -Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA, nachfolgend: Vorinstanz), über. Die Vorinstanz teilte dem Versicherten am 8. November 1995 mit, dass ihm ab November 1995 ei- ne volle Rente zugesprochen werde (act. 141). A.b 1996 leitete die Vorinstanz ein Revisionsverfahren ein (act. 144-150). Mit Verfügung vom 18. September 1997 bzw. nach Rückweisung durch die Rechtsmittelinstanz mit Verfügung vom 7. April 1999 setzte die Vorin- stanz die Rente des Versicherten von einer ganzen auf ein e halbe Rente herab. A.c 2002 leitete die Vorinstanz erneut eine Revision ein (act. 181 -193). Gestützt auf die von ihr in Spanien eingeholten Arztberichte – die ärztli- che Bestätigung von Dr. med. M._______ vom (offenbar) 22. November 2002 (act. 185), das ärztliche Attest von Dr. R._______, Medizin und Chi- rurgie, vom 22. November 2002 (act. 184) , de n Befund von Dr. med. C._______ vom 21. Januar 2003 zur Magnetresonanztomographie (nach- folgend auch: MRT) der Lendenwirbelsäule (act. 187), den ärztlichen Be- richt von Dr. med. O._______, Unfallmedizin und chirurgische Orthopä- die, vom 24. Januar 2003 (act. 188) sowie de n ärztlichen Bericht von Dr. med. B._______ vom 3. März 2003 (act. 189) – kam Dr. med. L._______ vom ärztlichen Dienst der Vorinstanz am 25. April 2003 zum Schluss, es B-4313/2011 Seite 3 liege ein Lumbovertebralsyndrom bei Diskopathie L3/L4, L4/L5 und Diskushernie L5/S1 sowie ein mässiges broncho -obstruktives Syndrom vor. Sowohl beim b ekannten Lumbovertebralsyndrom als auch bei der Bronchopathie scheine eine leichte Verschlechterung eingetreten zu sein; indes habe diese nicht das Ausmass, um den bisherigen Grad von A r- beitsunfähigkeit von 50% relevant zu verändern. Gestützt auf diese Beur- teilung wurde der Versicherte mit Mitteilung vom 21. Mai 2003 darüber in- formiert, dass sich der Invaliditätsgrad nicht in einer Art und Weise verä n- dert habe, die den Rentenanspruch beeinflusse (act. 194). A.d Im März 2006 leitete die Vorinstanz ein weiteres Revisionsverfahren ein. Gestützt auf den von ihr in Spanien eingeholten ärztlichen Bericht von Dr. med. V._______ vom 27. April 2006 (act. 200) kam Dr. med. G._______ vom ärztlichen Dienst der Vorinstanz am 25. Oktober 2006 zum Schluss, es bestehe ein Bandscheibenvorfall L4-L5 und L5-S1 ope- riert, eine Lumbarthrose, Alkoholismus und Tabakabhängigkeit, ein Bro n- chialasthma, nach einem Verkehrsunfall im Jahr 2000 ein Schädelhirn- trauma, Rippenfrakturen, Luxation der rechten Schulter und Riss des m e- dialen Sei tenbands des r echten Knie s, sodann eine Hyperthyreose im Jahr 2005 , Schmerzen im Knochen -Gelenk-System sowie eine chroni- sche Gastritis (act. 201-202). Die Arbeitsunfähigkeit sei unverändert. Ge- stützt auf diese Beurteilung teilte die Vorinstanz dem Versicherten am 6. November 2006 mit, dass sich sein Invaliditätsgrad nicht in einer Art und Weise verändert habe, die den Rentenanspruch beeinflusse (act. 203). A.e Auf Aufforderung der Vorinstanz reichte der Versicherte am 20. Juli 2009 ein ärztliches Attest von Dr. med. N._______, Medizin und Chiru r- gie, vom 17. Juli 2009 ein. Darin wurde dem Versicherten ein gemässig- tes anhaltendes Bronchialasthma, eine Polyarthrosis und eine Hyperth y- reose bescheinigt (act. 210). In der Folge teilte die Vorinstanz dem Versi- cherten mit Schreiben vom 4. September 2009 mit, dass sich sein Invali- ditätsgrad nicht in einer den Leistungsanspruch beeinflussenden Weise geändert habe (act. 214). A.f Mit Gesuch vom 23. Februar 2011 beantragte d er Versicherte eine Revision (act. 220) und reichte in diesem Zusammenhang neue Arztbe- richte aus Spanien ein, darunter den Arztbericht von Dr. med. Z._______, chirurgische Orthopädie, vom 14. Februar 2011 (act. 218). Darin diagnosi- tizerte der Arzt die folgenden Leiden: - Bandscheibenvorfall L5 -S1, schon 1988 durch Magnetresonanztho- mographie festgestellt. B-4313/2011 Seite 4 - Schwere degenerative Pathologie des Bandscheibenraums L5-S1. - Fortgeschrittene Spondiloarthrose im Lendenbereich mit weitreichenden und bedeutenden degenerativen Verletzungen der Bandscheiben und post e- rioren Facettengelenke aller Lendenräume, sowie Laminektomie L4 -L5 und Osteophyten in Richtung des Rückenmarkkanals. - Fortgeschrittene Halswirbelarthrose mit degenerativen Verletzungen der Bandscheiben-Gelenke und grosse Osteophyten in C5-C6-C7. - HWS-Schmerzen, die nach Schultern und Armen ausstrahlen, durch Wu r- zelreizung an C6 und C7, stärker ausgeprägt auf der rechten Seite. - Kompletter Riss der Rotatoren manschette (M. supraspinatus und infrasp i- natus) und Luxation des langen Kopfes des Biceps brachii mit bedeutenden schmerzhaften und funktionellen Nachwirkungen (auf 75-Grad eingeschränk- te aktive Abduktion). - Rechte Knieschmerzen aufgrund der medialen degenerativen Meniskus - Pathologie mit Verletzung des inneren Knorpels, Empfindung von Instabilität auf Treppen und unebenem Gelände, “Versagen” und reaktive, rezidiviere n- de Synovialergüsse. - Asthma bronchiale mit vorwiegend im Frühling häufigen Anfällen von Ate m- not, Rhonchi und Pfeifen. Der Arzt führte aus, d ie Prozesse bezüglich der Spondiloarthrose und Laminektomie verursach ten anhaltende Schmerzen im Lendenbereich , die beidseits nach Gesäss, Trochanter und Schambein aus strahlten, so- wie rezidivierende Wurzelneuralgien vorwiegend links , Hyperlordose im Lendenbereich bei umfangreichem Abdomen , eine bedeutende Ei n- schränkung der lumbalen Flexion/Extension, intensive Verspannungen im Lendenbereich, Dehnungsschmerz der linken Interkostalmuskeln und Schmerz beim Husten und Niesen. Eine neue MRT aktuellen Datums der rechten Schulter zeig e einen voll- ständigen Riss der Rotatorenmanschette der rechten Schulter mit Unte r- brechung der Supraspinatus -, Infraspinatus- und Subscapularis-Sehnen, mit Erhöhung des Humerus -Kopfes und Retraktion der Muskelbäuche. Die radiologische Untersuchung zeige zudem metaplastische Verknöche- rungen im Bereich des Trochiters und eine akromio-klavikuläre Arthrose. Die durch das Asthma hervorgerufene broncho -pulmonale Erkrankung verursache Kurzatmigkeit bei geringer bis mittlerer Belastung und häufige Erstickungsempfindung, Empfindung von Luftmangel und Tachikardie mit B-4313/2011 Seite 5 Extrasystolen durch Überbelastung des rechten Herzens (chronischer Cor pulmonale). Die vielfältigen und schweren Pathologi en, an denen der Versicherte im Wirbel-, Knochen-Gelenk- und Herz-Lungen-Bereich leide, führten zu ei- ner bedeutenden Einschränkung jeglicher beruflichen Tätigkeit. Der Arzt attestierte dem Versicherten daher eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, auch in Bezug auf leichte und sitzende Tätigkeiten. A.g Die Unterlagen wurden von Dr. med. Y ._______, ärztlicher Dienst der Vorinstanz, in der medizinischen Stellungnahme vom 17. April 2011 ge- würdigt (act. 222). Die Ärztin h ielt fest, die letzte medizinische Stellun g- nahme der IVSTA datiere vom 25. Oktober 2006. Gegenüber diesem B e- richt habe sich der Gesundheitszustand des Versicherten nicht rentenr e- levant geändert. Die in den neu eingereichten Arztberichten aufgeführten Diagnosen seien allesamt bereits bekannt – das Cervicalsyndrom bei de- generativen Veränderungen der HWS, die chronisch asthmoide Bronchitis sowie vertebragene Rückenschmerzen seien bereits in der medizinischen Stellungnahme des Arztes der Vorinstanz im Februar 1998 erwähnt wor- den; der Unfall im Jahr 2000 mit u.a. Luxation der rechten Schulter und Binnenverletzungen des rechten Knies mit chronischen Schmerzen in diesen Gelenken und Funktionsausfall seien bereits im April 2006 er- wähnt und in d ie Stellungnahme des Arztes der Vorinstanz im Oktober 2006 aufgenommen. Die zur aktuellen Revision eingereichten Dokumente zeigten keine seit der letzten Revision neu aufgetretenen Funktionsau s- fälle von Rentenrelevanz. Der Gesundheitszustand des Versicherten pr ä- sentiere sich unverändert. Der bisherige Grad der Arbeitsu nfähigkeiten bleibe somit unverändert gültig. Gestützt auf diese ärztliche Stellungna h- me teilte die Vorinstanz dem Versicherten mit Vorbescheid vom 28. April 2011 mit, dass sich aus de n dem Revisionsgesuch beigefügten Unterl a- gen keine erhebliche Änderung d es Invaliditätsgrads ergebe und daher das Revisionsgesuch nicht geprüft werden könne. A.h Mit Verfügung vom 5. Juli 2011 trat die Vorinstanz auf das Revisions- gesuch nicht ein mit der Begründung, dass sich a us den medizinischen Berichten keine erhebliche Änderung des Invaliditätsgrads ergebe. B. Gegen diese Verfügung erhebt der Beschwerdeführer am 1. August 2011 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragt , die ang e- fochtene Verfügung sei aufzuheben, auf sein Revisionsgesuch sei einzu-B-4313/2011 Seite 6 treten und sein tatsächlicher medizinischer Zustand und die daraus resul- tierende Erwerbsminderung sei im Rahmen einer gründlichen Begutac h- tung in der Schweiz und fachmedizinischen Abklärung nach schweizer i- schem Massstab festzustellen. Zur Begründung macht der Beschwerdeführer geltend, die angefochtene Verfügung sei ihm nicht rechtskonform über den spanischen Versich e- rungsträger mittels der zusammenfassenden Verfügung nach EWG - Vordruck E 211 und der entsprechenden Übersetzung zugestellt worden. Die fehlerhaft zugestellte angef ochtene Verfügung sei am 11. Juli 2011 beim Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eingegangen (Postei n- gangsstempel). Im Weiteren macht er geltend , sein Gesundheitszustand habe sich stark verschlechtert. Die Erkrankungen und gesundheitlichen Einschränkungen seien chronischer und progressiver Art. In den Arztberichten und mediz i- nischen Gutachten seien die folgenden Erkrank ungen beschrieben wor- den: In Bezug auf die Schulter ein kompletter Riss der gesamten Rotatore n- manschette (Folgen eines Verkehrsunfalls 2000) mit a) kompletter Inte r- ruption der supraespinoso, der infraespinoso und der subescapularen Ro- tatorenbänder b) akromio -klavikularer Arthrose c) metaplastischen Osifi- kationen auf Höhe des Troquiter d) starken Schmerzen e) starker Bew e- gungseinschränkung (Abduktion nur 75°) und f) Luxation der rechten Schulter. In Bezug auf die Lendenwirbelsäule bestehe a) ein Bandscheibenvorfall am L4-L5, der im Jahr 1988 in Lausanne chirurgisch behandelt worden sei b) ein bisher nicht operierter Bandscheibenvorfall am L5 -S1 mit D e- genoropathie des Zwischenraums am L5 -S1 c) eine fortgeschrittene lum- bale Spondylarthrose d) eine schwere degenerative Veränderung an den Bandscheiben und an den posterioren Gelenksfacetten der gesamten lumbalen Gelenkszwischenräume und e) eine Laminektomie am L4 -L5 und Osteophyten zum Medularkanal hin sowie starke lumbale Schmerzen und extreme Bewegungseinschränkung. Im Weiteren bestünden Anzei- chen von Schober von 10/12,5. Hinsichtlich der Halswirbelsäule bestehe eine f ortgeschrittene Zervika l- arthrose mit degenerativen disco-artikularen Schäden und grosser Ost e- ophytenbildung am C5 -C6-C7 sowie eine Wurzelentzündung am C6 und B-4313/2011 Seite 7 C7 mit starken Schmerzen, die auch wieder auf die Schultern und Arme ausstrahlen würden. Betreffend das Knie liege eine Go nalgie rechts aufgrund Meniscopathie intern mit internem Knorpelschaden, Instabilität und immer wiederkehren- der Schwellung vor. Schliesslich leide er an einem chronischen bronchia- len Asthma mit wiederkehrenden Krisen, Dispn öe bei kleinsten Anstre n- gungen, Atemnot bei leichten Anstrengungen sowie eine Hyperthyreose. Diese Krankheiten und Gesundheitsbeeinträchtigungen seien in den m e- dizinischen Gutachten genau beschrieben worden. Indes habe die Vorin- stanz sie weder erwähnt noch anerkannt oder bewertet. Es bestehe da- her eine extreme Diskrepanz zwischen den Erkrankungen und Gesun d- heitseinschränkungen, wie sie von den Amts- und Fachärzten sowie Al l- gemeinmedizinern in spanischer Sprache festgestellt und der Vorinstanz und deren Ärzten mitgeteilt worden seien, und wie sie der ärztliche Dienst der Vorinstanz festgestellt habe . Die vom Beschwerdeführer eingereic h- ten fachärztlichen Gutachten seien offenbar nicht einmal übersetzt wo r- den. Im Ergebnis seien weder de r tatsächliche Invaliditätsgrad noch die Arbeitsfähigkeit in seinem bisherigen Beruf und insbesondere in Bezug auf Verweistätigkeiten korrekt festgestellt worden. Das aktuelle Kran k- heitsbild sei mit einer höheren prozentualen Erwerbsminderung zu bewer- ten und rechtfertige eine Heraufsetzung des Invaliditätsgrads. C. Die Vorinstanz lässt sich am 13. Oktober 2011 vernehmen und beantragt die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefochtenen Verfügung. Der ärztliche Dienst habe die vom Beschwerdeführer mit dem Revisionsgesuch vorgelegten medizinischen Unterlagen sorgfältig anal y- siert und mit den aus den früheren Verfahren vorliegenden Unterlagen verglichen. Die beurteilende Ärztin sei der spanischen Sprache mächtig. Sie sei zum Schluss gelangt, dass sämtliche aufgeführten Diagnosen b e- reits bekannt und dabei keine neuen Funktionsausfälle dargelegt worden seien, welche in arbeitsmedizinischer Hinsicht eine wesentliche Ve r- schlechterung zu begründen vermö chten. Die Vorinstanz sei daher nicht gehalten gewesen, mangels neuer Indizien weitere Abklärungen zu tre f- fen und sei zu Recht auf das Revisionsgesuch nicht eingetreten. D. Mit Replik vom 29. November 2011 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen und seiner Begründung fest. Die Vorinstanz sei zu verpflichten, B-4313/2011 Seite 8 auf das Rentenrevisionsgesuch einzugehen, ihn vor Ort in der Schweiz von entsprechenden Fachärzten untersuchen zu lassen und dann neu zu verfügen. E. Die Vorinstanz hält in ihrer Duplik vom 14. Dezember 2011 an ihren Aus- führungen und Anträgen fest. Die vom Beschwerdeführer erhobene Rüge, der ärztliche Dienst der Vorinstanz habe nicht alle vorhandenen Leiden in seine Beurteilung einbezogen, sei gemäss IV -ärztlicher Stellungnahme vom 30. Juni 2011 offensichtlich unbegründet. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Die Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 5. Juli 2011. Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der Vorinstanz (vgl. Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32] in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bunde s- gesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20] sowie Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. De- zember 1968 [VwVG, SR 172.021]). Eine Ausnahme liegt nicht vor (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.2 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzliche n Verfahren teilgeno m- men. Als Adressat der Verfügung ist er durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung (Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil d es Sozialversicherungsrechts [ATSG, SR 830.1]). 1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (Art. 50 und 52 VwVG, Art. 60 ATSG) und der Kostenvorschuss wurde innerhalb der Frist geleistet (Art. 63 Abs. 4 VwVG). 1.4 Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 2. Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des Bu n- desverwaltungsgerichts zur Aushilfe in anderen Abteilungen verpflichtet. B-4313/2011 Seite 9 Der Entscheid im vorliegenden Verfahren erfolgt daher unter Mitwirkung von Richtern der Abteilung II. 3. 3.1 Der Beschwerdeführer ist spanischer Staatsangehöriger, so dass vor- liegend das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweize - rischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemein - schaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II betreffend Koordinie- rung der Systeme der sozialen Sicherheit, anzuwenden ist (Art. 80a IVG). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die in - nerhalb der Gemeinschaft zu - und abwandern (Verordnung [EWG] Nr. 1408/71, SR 0.831.109.268.1), haben die in den persönlichen Anwen- dungsbereich der Verordnung fallenden, in einem Mitgliedstaat wohne n- den Personen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsangehör i- gen dieses Staates. Noch nicht zu beachten sind vorliegend die am 1. Ap- ril 2012 für die Schweiz anwendbar gewordenen neuen EU-Verordnungen (insbes. Verordnung [EG] Nr. 883/2004 und Verordnung [EG] Nr. 987/2009). 3.2 Soweit das FZA beziehungsweise die auf dieser Grundlage an - wendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden Bestimmungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit sowie der Ef - fektivität – sowie die Prüfung der Anspruchsvorauss etzungen einer schweizerischen Invalidenrente grundsätzlich nach der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Entsprechend bestimmt sich vor- liegend der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente der Invali - denversicherung ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schweizeri - schen Recht, insbesondere nach dem IVG sowie der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201). 3.3 Gemäss Art. 40 Abs. 4 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 ist die vom Träger eines Mitgliedstaates getroffene Entscheidung über die Invalidität eines Antragstellers für den Träger eines anderen betroffenen Staates nur dann verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Staaten fes t- gelegten Tatbestandsmerkmale der Invalidität in Anhang V dieser Verord-B-4313/2011 Seite 10 nung als übereinstimmend anerkannt sind, was für das Verhältnis zw i- schen Spanien und der Schweiz (ebenso wie für das Verhältnis zwischen den übrigen EU -Mitgliedstaaten und der Schweiz) nicht der Fall ist. G e- mäss Art. 40 der Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 über die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der G e- meinschaft zu - und abw andern (Verordnung [EWG] Nr. 574/72, SR 0.831.109.268.11), hat der Träger eines Mitgliedstaates aber bei der Bemessung des Invaliditätsgrades die von den Trägern der anderen Staaten erhaltenen ärztlichen Unterlagen und Berichte sowie Auskünfte der Verwaltung zu berücksichtigen, soweit sie rechtsgenüglich ins Verfah- ren eingebracht werden (vgl. Art. 32 VwVG). Jeder Träger behält jedoch die Möglichkeit, die antragstellende Person durch einen Arzt oder eine Ärztin seiner Wahl untersuchen zu lassen. Eine Pflicht zur Durchführung einer solchen Untersuchung besteht allerdings nicht. In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sac h- verhalts Geltung haben ( vgl. BGE 130 V 32 9 E. 2.3). Ein allfälliger Lei s- tungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bi s- herigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.1). Damit finden im vorliege n- den Verfahren g rundsätzlich jene schweizerischen Rechtsvorschriften Anwendung, die bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 5. Juli 2011 in Kraft standen (Bestimmungen der 5. IV -Revision). Noch keine Anwendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene erste Massnahmenpaket der 6. IV -Revision (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]). 4. Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist ein Nichteintr e- tensentscheid. Streitig und zu prüfen ist daher nur, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Revisionsgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist (vgl. dazu BGE 132 V 74 E. 1.1; BGE 125 V 505 E. 1, mit Hinweisen). 5. Die Vorinstanz begründet ihr Nichteintreten auf das sinngemässe Gesuch des Beschwerdeführers um Heraufsetzung d er halben auf eine ganze Rente damit, dass sich nach Auffassung des von ihr beigezogenen Arztes B-4313/2011 Seite 11 aus den dem Gesuch beigefügten medizinischen Unterlagen keine erheb- liche Änderung des Invaliditätsgrads ergebe. 5.1 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, ist darin glaubhaft zu ma- chen, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erhebl i- chen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 Abs. 3 der Verordnung vom 17. Ja- nuar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201] in der bis zum 31. Dezember 2011 gültigen Fassung). Ob eine unter revisionsrecht- lichen Gesichtspunkten erhebliche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch den Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten der versicherten Person eröffneten rechtskräftigen Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Ei n- kommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den e r- werblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht, mit demj e- nigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung respektive des Einspr a- cheentscheides; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererw ä- gung und prozessualen Revision (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.4). 5.2 Unter Glaubhaftmachen im Sinne von Art. 87 Abs. 3 IVV i st nicht der Beweis nach dem im Sozialversicherungsrecht allgemein massgebenden Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu verstehen. Die Beweisan- forderungen sind vielmehr herabgesetzt, indem nicht im Sinne eines vo l- len Beweises die Überzeugung der Verwa ltung begründet zu werden braucht, dass seit der letzten, rechtskräftigen Entscheidung tatsächlich eine relevante Änderung eingetreten ist. Es genügt, dass für den geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstand wenigstens gewisse A n- haltspunkte bestehen, a uch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Sachverhaltsänderung nicht erstellen lassen. Bei der Prüfung der Frage, ob die Vorbringen der versicherten Person glaubhaft sind, berücksichtigt die Verwaltung u.a., ob seit der rechtskräftigen Erledigung des letzten Leistungsgesuchs lediglich kurze oder schon längere Zeit vergangen ist; je nachdem sind an die Glaubhaftmachung einer Änderung des rechtse r- heblichen Sachverhalts höhere oder weniger hohe Anforderungen zu stel- len. Die genannten Eintretensvoraussetzungen (vgl. Art. 87 Abs. 2 -3 IVV) sol- len verhindern, dass sich die zuständige Instanz immer wieder mit gleic h- lautenden und nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sachverhaltes darlegenden Gesuchen befassen muss (vgl. BGE 133 B-4313/2011 Seite 12 V 108 E. 5.3.1 , mit weiteren Hinweisen). Dies beruht auf dem Grundg e- danken, dass die Rechtskraft der früheren Verfügung e iner neuen Pr ü- fung so lange entgegensteht, als der seinerzeit beurteilte Sachverhalt sich in der Zwischenzeit nicht in rechtserheblicher Weise verändert hat. Dementsprechend ist die Verwaltung nach Eingang eines Gesuchs z u- nächst zur Prüfung verpflichtet, o b die Vorbringen der versicherten Pe r- son überhaupt glaubhaft sind. Verneint sie dies, so erledigt sie das G e- such ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dementsprechend ist mit dem Revisionsgesuch die massgebliche Tats a- chenänderung glaubhaft zu mac hen. Der Untersuchungsgrundsatz, w o- nach die Vorinstanz von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen hat (Art. 43 Abs. 1 ATSG), spielt insoweit nicht. Die versicherte Person trifft somit in Bezug a uf das Vorliegen einer glaubhaften Änderung der tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten rechtskräftigen Leistungsverweigerung eine Beweisführungslast. Legt sie ihrem Gesuch keine Beweismittel bei, hat ihr die Vorinstanz eine angemessene Frist anzusetze n, um solche einz u- reichen, verbunden mit dem Hinweis, dass ansonsten auf das erneute Leistungsbegehren nicht eingetreten werden könne (BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Bei der Glaubhaftmachung einer Tatsachenänderung im massgeblichen Vergleichszeitraum als Beweismass geht es um eine Rechtsfrage, welche das Bundesverwaltungsgericht mit voller Kognition überprüft (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-5762/2011 vom 11. Juni 2012 E. 4.1). 5.3 Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet somit die letzte der versicherten Person eröffnete recht s- kräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentena n- spruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsz u- stands) beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4, mit Hinweis). 5.4 Vorliegend wurde die Rente des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 7. April 1999 auf eine halbe Rente herabgesetzt. In der Folge wurde diese Verfügung in mehreren Revisionsverfahren bestätigt . D ie letzte ärztliche Begutachtung erfolgte im Kontext des Revisionsverfahrens 2006. In jenem Verfahren hatte die Vorinstanz von den spanischen B e- hörden einen Arztbericht verlangt und den Bericht von Dr. med. B-4313/2011 Seite 13 V._______ vom 27. April 2006 (act. 200) erhalten. Eine spezialärztliche orthopädische Untersuchung hatte die Vorinstanz nicht verlangt und wu r- de offenbar auch nicht vorgenommen. Die Mitteilung vom 4. September 2009 , worin die Vorinst anz dem Vers i- cherten mitteilte, dass die Rente nicht verändert werde, basierte lediglich auf dem vom Versicherten selbst eingereichten ärztlichen Attest von Dr. med. N._______, Medizin und Chirurgie, vom 17. Juli 2009 , in dem dem Versicherten ein gemässigt es anhaltendes Bronchialasthma, eine Polyarthrosis und eine Hyperthyreose bescheinigt wurden (act. 210). Die- ses Attest enthält darüber hinaus weder Angaben über die vorgenomm e- nen Untersuchungen oder konkret gemachten Feststellungen noch Au s- sagen im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeit. Es erfüllt die Anforderungen an eine rechtskonforme medizinische Sachverhaltsabklärung daher offe n- sichtlich nicht. Weitere ärztliche Berichte holte die Vorinstanz anlässlich dieses Revisionsverfahrens nicht ein. Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Ä n- derung ist somit spätestens die von der Vorinstanz in Auftrag gegebene medizinische Untersuchung vom 27. April 2006. Da diese Untersuchung bis zur vorliegend angefochtenen Revisionsver- fügung vom 5. Juli 2011 über fünf Jahre zurücklag, sind an die Glau b- haftmachung nicht allzu hohe Anforderungen zu stellen (vgl. BGE 130 V 64 E. 6.2). 5.5 Mit seinem Revisionsgesuch vom 23. Februar 2011 reichte der Versi- cherte unter anderem den Arztbericht von Dr. med. Z._______, chirurgi- sche Orthopädie, vom 14. Februar 2011 ein. Darin diagnostizierte Dr. med. Z._______ einen Bandscheibenvorfall am L5 -S1, fortgeschrittene lumbale Spondylarthrose mit schweren degenerativen Veränderungen an den Bandscheiben und an den posterioren Gelenksfacetten sowie Lam i- nektomie am L4 -L5 und Osteophyten zum Medularkanal hin, welche zu starken lumbalen Schmerzen und starker Bewegungseinschränkung fü h- re; fortgeschrittene Zervikalarthrose mit degenerativen disco-artikularen Schäden und grosser Osteophytenbildung am C5 -C6-C7, Wurzelentzün- dung am C6 und C7 mit starken Schmerzen, die auch wieder auf die Schultern und Arme ausstrahlen; einen k ompletten Riss der gesamten Rotatorenmanschette mit kompletter Interruption der supraespinoso, d er infraespinoso und der subescapularen Rotatorenbänder mit akromio - klavikularer Arthrose und mit metaplastischen Osifikationen auf Höhe des B-4313/2011 Seite 14 Troquiter (ehemalige Luxation der Schulter) sowie mit starken Schmerzen und mit starker Bewegungseinschränkung (Abd uktion nur 75°) , eine Go- nalgie re chts, aufgrund Meniscopathie intern, mit internen Knorpelsch a- den, mit Instabilität und immer wiederkehrender Schwellung sowie ein chronisches bronchiales Asthma mit wiederkehrenden Krisen, Dispnöe bei kleinesten Anstrengungen und Atemnot bei leichten Anstrengungen. Der Arzt attestierte dem Versicherten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, auch in Bezug auf leichte und sitzende Tätigkeiten. 5.6 Dr. med. Y ._______ vom ärztlichen Dienst der Vorinstanz äusserte zu diesem Bericht, gegenüber den Feststellungen aus dem Jahr 2006 habe sich der Gesundheitszustand des Versicherten nicht rentenrelevant g e- ändert. Die in den neu eingereichten Arztberichten aufgeführten Diagn o- sen seien allesamt bereits bekannt – das Cervicalsyndrom bei degenera- tiven Veränderungen der HWS, die chronisch asthmoide Bronchitis sowie vertebragene Rückenschmerzen seien bereits in der medizinischen Ste l- lungnahme des Arztes der Vorinstanz im Februar 1998 erwähnt worden; der Unfall im Jahr 2000 mit u.a. Luxation der rechten Schulter und Bi n- nenverletzungen des rechten Knies mit chronischen Schmerzen in diesen Gelenken und Funktionsausfall seien bereits im April 2006 erwähnt und in die Stellungnahme des Arztes der Vorinstanz im Oktober 2006 a ufge- nommen. Die zur aktuellen Revision eingereichten Dokumente zeigten keine seit der letzten Revision neu aufgetretenen Funktionsausfälle von Rentenrelevanz. Der Gesundheitszustand des Versicherten präsentiere sich daher unverändert. 5.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenversicherungsverfahre n ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu ne h- men, in welchem Umfang und gegebenenfalls bezüglich welcher Tätigkei- ten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind s o- dann eine wichtige Grundlage für die Beurteil ung der Frage, welche A r- beitsleistungen dem Versicherten konkret noch zugemutet werden kö n- nen (vgl. BGE 132 V 93 E. 4, mit Hinweisen). Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs - und Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versich e- rungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das heisst B-4313/2011 Seite 15 ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un - tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Be - urteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1, mit Hinweisen). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätz lich somit weder die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder als Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a, mit Hinweisen). Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdigung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten au f- zustellen (vgl. hierzu BGE 125 V 351 E. 3b; AHI -Praxis 2/2001 S. 114 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten ex- terner Spezialärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erö rterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb, mit Hinweisen). Berichte der beh andelnden Ärzte schliesslich sind aufgrund von deren auftragsrechtlicher Vertra u- ensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarz t (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4, mit Hinweisen; vgl. aber Urteil des Bundesgerichts 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2). 5.8 Im vorliegenden Fall ist Dr. med. Z._______ als vom Beschwerdefüh- rer beauftragter, behandelnder Spezialarzt einzustufen, weshalb sein B e- richt mit entsprechendem Vorbehalt zu würdigen ist. Andererseits stehen seinem ärztlichen Bericht keine zeitnahen anderen Arztberichte gege n- über, die einen höheren Beweiswert beanspruchen könnten. Die letzte ärztliche Untersuchung liegt über fünf Jahre und die letzte einschlägige spezialärztliche Untersuchung sogar über acht Jahre zurück. Gerade bei B-4313/2011 Seite 16 degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule kann nicht ohne Weiteres ausgeschlossen werden, dass sie sich im Verlauf mehr erer Jahre ve r- schlimmern und ihre Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Versicher- ten sich verändert haben könnten. Im Gegenteil besteht gerade bei dege- nerativen Problemen ohne Weiteres die Möglichkeit, dass sie sich im Ver- lauf der Jahre intensivieren k önnen. Der Umstand, dass Dr. med. V._______ fünf Jahre vorher von einer höheren Arbeitsfähigkeit des Ve r- sicherten ausging, beeinträchtigt den Beweiswert der Beurteilung durch Dr. med. Z._______ daher nicht. 5.9 Wie bereits dargelegt, sind nach bundesgerichtli cher Rechtsprechung nicht allzu hohe Anforderungen an die Glaubhaftmachung zu stellen, wenn seit der letzten Begutachtung mehr als 15 Monate verstrichen sind (vgl. BGE 130 V 64 E. 6.2). Umso weniger hoch sind dementsprechend die Anforderungen, die an die G laubhaftmachung gestellt werden dürfen. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, auch die vom Beschwerdeführer eingereichten Dokumente machten keine Veränderungen seines G e- sundheitszustandes glaubhaft, die r entenrelevant sein können, erweist sich daher als unhaltbar. 5.10 Die Vorinstanz ist daher zu Unrecht auf das Revisionsbegehren nicht eingetreten. 6. Im Ergebnis ist die Beschwerde somit gutzuheissen , die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache ist an die Vorinstan z zurückzuwei- sen, damit sie nach Durchführung einer fachärztlichen Begutachtung über den Leistungsanspruch neu verfüge. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten aufz u- erlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG, Art. 6 Bst. b des Reglemen ts vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) , und dem Beschwer- deführer ist der von ih m geleistete Kostenvorschuss von Fr. 42 0.- nach Rechtskraft dieses Urteils zurückzuerstatten. 8. Als obsiegende Partei hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Pa r- teientschädigung für die ihm erwachsenen notwendigen Kosten (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 und 2 VGKE). Im vorliegenden Fall B-4313/2011 Seite 17 hat der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers keine Honorarnote einge- reicht, weshalb die Parteientschädigung aufgrund der Akten und nach Ermessen festzulegen ist (vgl. Art. 8 ff. und 14 VGKE). Dem Beschwerde- führer ist zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung von Fr. 1'500.− zuzusprechen. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen . Die V erfügung der Vorinstanz vom 5. Juli 2011 wird aufgehoben und die Sache wird an die Vorinstanz z u- rückgewiesen zu materiellem Entscheid. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleis tete Kostenvor - schuss von Fr. 42 0.- wird de m Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Dem Beschwerdeführer wird zulasten der Vorinstanz eine Parteientschä- digung von Fr. 1'500.- zugesprochen. B-4313/2011 Seite 18 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein, Beilage: For- mular Zahladresse) – die Vorinstanz (Ref-Nr….; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Gerichtsurkunde) Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Eva Schneeberger Beatrice Grubenmann Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 4. April 2013