<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0/2] </div> <div class="para">5P.285/2001/ZBE/bnm </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Z I V I L A B T E I L U N G ******************************** </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">18. Oktober 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wirken mit: Bundesrichter Reeb, Präsident der II. Zivilabteilung, </div> <div class="para">Bundesrichter Raselli, Bundesrichterin Escher </div> <div class="para">sowie Gerichtsschreiber Zbinden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">--------- </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Sachen </div> <div class="para">Z.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. René Bussien, Neustadtgasse 1a, Postfach 579, 8402 Winterthur, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">Bundesamt für Ausländerfragen, Quellenweg 15, 3003 Bern, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">betreffend </div> <div class="para">Rechtsverzögerung; erleichterte Einbürgerung, </div> <div class="para">wird festgestellt und in Erwägung gezogen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.-Im Sommer 1999 stellte der mit einer Schweizerin verheiratete indische Staatsangehörige Z.________, geb. 1964, beim Bundesamt für Ausländerfragen einen Antrag um erleichterte Einbürgerung. Da sich das Verfahren in der Folge verzögerte, reichte Z.________ am 20. August 2001 beim Bundesgericht staatsrechtliche Beschwerde wegen Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzögerung ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesamt für Ausländerfragen beantragt, auf die staatsrechtliche Beschwerde sei nicht einzutreten, eventuell sei sie abzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.-a) Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob und inwieweit auf ein Rechtsmittel einzutreten ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=03.10.2001&amp;to_date=22.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-II-289%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page289">BGE 123 II 289</a> E. 1a S. 290 mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Im vorliegenden Fall richtet der Beschwerdefüh-rer den Vorwurf der Rechtsverzögerung bzw. Rechtsverweigerung gegen das Bundesamt für Ausländerfragen, das über die erleichterte Einbürgerung als erste Instanz entscheidet (Art. 47 Abs. 2 des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes; RVOG; SR 172. 010 i.V.m. Art. 11a der Verordnung über die Zuständigkeit der Departemente und der ihnen unterstellten Amtsstellen zur selbstständigen Erledigung von Geschäften [Delegationsverordnung]; AS 1999 913). Eine Partei kann jederzeit beim Eidg. Justiz- und Polizeidepartement als Aufsichtsbehörde des Bundesamtes für Ausländerfragen wegen Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung des Bundesamtes Beschwerde führen (<span class="artref">Art. 70 Abs. 1 VwVG</span>; SR 172. 021). Heisst das Departement die Beschwerde gut, so weist sie die Sache mit verbindlichen Weisungen an die Vorinstanz zurück (<span class="artref">Art. 70 Abs. 2 VwVG</span>). Für eine staatsrechtliche Beschwerde bleibt somit kein Raum (<span class="artref">Art. 84 Abs. 2 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.-Auf die staatsrechtliche Beschwerde kann folglich nicht eingetreten werden. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para">_________________________________ </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.-Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.-Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.-Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer sowie dem Bundesamt für Ausländerfragen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">______________ </div> <div class="para">Lausanne, 18. Oktober 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. Zivilabteilung des </div> <div class="para">SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>