<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, mittels einer Analyse die Einführung eines nationalen Ausweises für Menschen mit Behinderungen vorzubereiten und Bericht zu erstatten. Der Ausweis soll sich an der Begriffsdefinition der UNO-Behindertenrechtskonvention (UNO-BRK) orientieren und alle Menschen mit Behinderungen, Kinder und Erwachsene inkl. Pensionierte, sollen diesen Ausweis erhalten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Menschen mit Behinderungen sind gemäss Art. 1 Abs. 2 der UNO-Behindertenrechtskonvention "Menschen, die langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern können". Abgesehen von den Schwierigkeiten, aufgrund dieser notwendigerweise offenen Definition den Kreis der Menschen mit Behinderungen zu bestimmen, ist nicht ersichtlich, welchen konkreten Nutzen ein Ausweis bringen soll, der eine Behinderung ohne Bezug zu einem spezifischen Sachverhalt nachweisen würde. Vielmehr könnte ein allgemeiner Ausweis einer Behinderung zu einer Verfestigung von gesellschaftlichen Zuschreibungen, wenn nicht gar zu einer Stigmatisierung von Menschen mit Behinderungen beitragen. Der Bundesrat erachtet es daher als sinnvoller, wie bis anhin Ausweise vorzusehen, wenn sie erforderlich sind, um das Vorliegen der Voraussetzungen zu bestätigen, die es für die Inanspruchnahme konkreter Ansprüche oder Dienstleistungen braucht, wie dies beispielsweise bei der Parkkarte für mobilitätsbehinderte Personen der Fall ist.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.