<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00039</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105342&amp;W10_KEY=13013581&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00039</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.03.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gebühren</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Entstehung und Übergang von Gebührenschulden bei Veräusserung einer Liegenschaft Die Kanalisationsanschlussgebührenforderung der Gemeinde ist mit Anschluss der Liegenschaft an die Kanalisation und vor dem Eigentümerwechsel entstanden. Schuldner blieb nach kommunalem Recht der alte Eigentümer. Eine externe Schuldübernahme ist nicht erfolgt (E. 3a). Dasselbe gilt auch in Ermangelung einer entsprechenden Regelung für die Wasseranschluss- und die Verwaltungsgebühren (E. 3b u. d). Schuldner der Bauwassergebühr ist der Bauherr und somit der frühere Eigentümer (E. 3c). Die Beschwerdeführerin kann mangels Schuldübernahme auch die Leistungen Dritter nicht dem Erwerber verrechnen (E. 3e). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANSCHLUSSGEBÃHR">ANSCHLUSSGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUWASSER">BAUWASSER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KANALISATIONSANSCHLUSSGEBÃHR">KANALISATIONSANSCHLUSSGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OBERENGSTRINGEN">OBERENGSTRINGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULDÃBERNAHME">SCHULDÃBERNAHME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERÃUSSERUNG">VERÃUSSERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWALTUNGSGEBÃHR">VERWALTUNGSGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASSERANSCHLUSS">WASSERANSCHLUSS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 176 OR</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Der Gemeinderat A. erteilte der I. Immobilien AG am 3. No­vem­ber 1988 die bau­rechtliche Bewilligung fÃ¼r ein Mehrfamilienhaus am J.‑Weg ..1, nachdem die Bauherr­schaft am 31. Oktober 1988 ein Baudepositum von Fr. 37'000.‑ ge­leis­tet hatte. Vor Fertig­erstellung der Baute fiel die I. Immobilien AG in Konkurs. FÃ¼r den fertigerstellten Teil des Vorhabens erteilte die Baupolizei eine provi­sorische Be­zugs­be­willigung. Im Mai 1998 er­warb D. E. die Liegenschaft aus der Kon­kurs­masse der I. Immobilien AG. Nachdem er das Bauprojekt vollendet hatte, erfolgte am 30. No­vember 1998 die Schlussabnahme.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Gemeindeverwaltung stellte D. E. am 21. Dezember 1998 die Schluss­abrech­nung zu, worin GebÃ¼hren und Kosten von insgesamt Fr. 49'235.30 aufge­lis­tet werden so­wie nach Abzug des Depositums von Fr. 37'000.‑ ein Saldo von Fr. 12'235.30 in Rechnung gestellt wird. Nachdem D. E. hiergegen am 30. MÃ¤rz 1999 Einwendungen erhoben hatte, hielt der Gemeinderat mit Beschluss vom 26. April 1999 an der Schluss­ab­rechnung fest und forderte D. E. zur Bezahlung des Restbetrags von Fr. 12'235.30 auf. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Hiergegen erhob D. E. am 1. Juni 1999 Rekurs an die Baurekurskom­mission I, dessen PrÃ¤sident das Rechtsmittel am 18. Juni 1999 dem Bezirksrat K. Ã¼berwies. Dieser hiess den Rekurs am 1. Dezember 1999 gut und hob den Beschluss des Gemeinderats A. vom 26. April 1999 auf; die Gemeinde A. wurde zur Ãbernahme der Verfahrenskosten von Fr. 570.‑ sowie zur Leistung einer Partei­entschÃ¤digung von Fr. 800.‑ an den Rekurrenten verpflichtet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 21. Januar 2000 beantragte die Gemeinde A. dem Verwal­tungsgericht, den Rekursentscheid des Bezirksrats K. aufzuheben und den Beschluss des Ge­meinderats vom 26. April 1999 zu bestÃ¤tigen, unter Kosten‑ und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners. Der Bezirksrat K. ersuchte am 27. Januar 2000 um Ab­wei­sung der Beschwerde. Den nÃ¤mlichen Antrag stellte am 24. Februar 2000 D. E., der zu­dem die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung ver­langte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) sachlich und funktionell zustÃ¤ndig, wobei angesichts des Streitwerts von unter Fr. 20'000.‑ (vgl. dazu E. 2) der Einzelrichter entscheidberufen ist (§ 38 Abs. 2 VRG). Die Gemeinde A. ist nach § 21 lit. b in Verbindung mit § 70 VRG zur Be­schwer­de legitimiert. Weil auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde ein­zutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die Schlussabrechnung vom 21. Dezember 1998 enthÃ¤lt Positionen fÃ¼r Leistun­gen der Gemeinde sowie Dritter; die einzelnen Positionen stehen alle im Zusammenhang mit der Erstellung des am 3. November 1988 baurechtlich bewilligten Mehrfamilienhauses, das der Beschwerdegegner am 22. Mai 1998 von der Konkursmasse der I. Immobilien AG erworben hat. Es handelt sich aber um Positionen verschiedener Art: vorab um GebÃ¼h­ren fÃ¼r Bewilligungen und andere amtliche Handlungen (Baubewilligung Fr. 2'000.‑; Bau­frei­gabe Fr. 100.‑; Kanalisationsbewilligung Fr. 900.‑; Feuerungsbewilligung Fr. 250.‑; WÃ¤r­medÃ¤mmungsbewilligung Fr. 100.‑; Amtliche Publikationen Fr. 160.60; Rechnung Bau­polizei Fr. 761.50; Administrativer Aufwand Fr. 500.‑; alles sogenannte Verwaltungs­gebÃ¼h­ren), sodann um verschiedene BenÃ¼tzungsgebÃ¼hren (fÃ¼r Wasseranschluss Fr. 1'800.‑ + Fr. 117.‑, Kanalisationsanschluss Fr. 21'504.‑ + Fr. 1'397.75 und Bauwasserbezug Fr. 3'120.‑ + Fr. 62.40), schliesslich um die Weiterverrechnung von Leistungen Dritter (Luftschutzarbeiten Fr. 1'960.‑; Hauszuleitungen Fr. 6'310.15 und Fr. 1'751.‑; baupolizei­lich bedingte Arbeiten Fr. 6'250.90). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Streit liegt dabei lediglich noch der aus der Gesamtforderung von Fr. 49'235.30 stammende Saldo von Fr. 12'235.30; das von der I. Immobilien AG am 31. Oktober 1999 geleistete Baudepot von Fr. 37'000.‑ verbleibt unbestrittenermassen der Beschwerde­fÃ¼hre­rin. Das hÃ¤ngt damit zusammen, dass die einzelnen Postionen der Schlussabrechnung we­der dem Grundsatz noch ihrer HÃ¶he nach bestritten sind. Streitig ist einzig, ob Schuld­ner dieser an sich ausgewiesenen Forderungen der BeschwerdefÃ¼hrerin der Beschwerde­gegner oder die frÃ¼here EigentÃ¼merin des Mehrfamilienhauses ‑ die I. Immobilien AG bzw. deren Konkursmasse ‑ ist. Dabei ist zu beachten, dass sich der betragsmÃ¤ssig allein streitige Sal­do prozessual nicht bestimmten Positionen der Schlussabrechnung zurechnen lÃ¤sst; es kann diesbezÃ¼glich auf die zutreffende ErwÃ¤gung I des Bezirksrats verwiesen werden. Zu beach­ten ist ferner, dass hinsichtlich der inhaltlich einzig streitigen Frage der Schuld­nerschaft fÃ¼r die einzelnen Positionen allenfalls unterschiedliche GrundsÃ¤tze mass­gebend sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>BezÃ¼glich der einzelnen Positionen ist zu prÃ¼fen, ob die Leistungspflicht des Schuld­ners (des EigentÃ¼mers der Liegenschaft) vor dem Eigentumswechsel am 22. Mai 1998 entstanden ist und, bejahendenfalls, ob der frÃ¼here EigentÃ¼mer trotz der HandÃ¤nde­rung Schuldner dieser Forderungen geblieben sei. Trifft dies zu, ist die Beschwerde abzu­weisen. Handelt es sich jedoch um Verpflichtungen, die erst nach dem EigentumsÃ¼bergang entstanden sind, hat die Gemeinde den Beschwerdegegner zu Recht als Schuldner belangt; Gleiches gilt, soweit frÃ¼her entstandene Verpflichtungen auf den Beschwerdegegner Ã¼ber­gegangen sind. Da es sich durchwegs um Ã¶ffentlichrechtliche Forderungen handelt, beur­teilen sich beide Fragen ‑ betreffend den Zeitpunkt der Entstehung der Verpflichtung wie auch jene betreffend die Schuldnerschaft nach dem Eigentumswechsel ‑ nach Ã¶ffentlichem Recht (vgl. zur zweiten Frage Max Imboden/RenÃ© Rhinow, Schweizerische Verwaltungs­rechtsprechung, Basel und Frankfurt am Main, Band I, 6. A. 1986 und ErgÃ¤nzungsband 1990, je Nr. 30 B II c und d). Dem Ã¶ffentlichen Recht zuzurechnen sind allerdings auch ge­wisse dem Privatrecht entstammende allgemeine RechtsgrundsÃ¤tze (Ulrich HÃ¤fe­lin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 142 ff.). Fer­ner kÃ¶nnen bei der Auslegung einschlÃ¤giger Ã¶ffentlichrechtlicher Normen sowie dort, wo solche fehlen, obligationenrechtliche Bestimmungen hilfsweise herangezo­gen werden (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 245 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In tatsÃ¤chlicher Hinsicht ist die Sachdarstellung des Rekurrenten und heutigen Be­schwerdegegners, wonach im Zeitpunkt der HandÃ¤nderung am 22. Mai 1998 das Mehrfa­milienhaus weitgehend erstellt war und nur noch die NebenrÃ¤ume im Untergeschoss voll­endet werden mussten, seitens der beschwerdefÃ¼hrenden Gemeinde im Wesentlichen unbe­stritten geblieben; davon weicht die Sachdarstellung der Gemeinde lediglich insofern ab, als auch die Umgebungsarbeiten nach der HandÃ¤nderung vollendet worden sind; ferner waren laut Schlusskontrolle vom 30. November 1998 noch eine BelÃ¼ftungsanlage im Luft­schutzkeller sowie ein WasserzÃ¤hler einzubauen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Die Pflicht zur Leistung der <i>KanalisationsanschlussgebÃ¼hr</i> ist gemÃ¤ss Art. 9 Abs. 1 der Verordnung der Gemeinde A. Ã¼ber GebÃ¼hren an Abwasseranla­gen vom 24. April 1987 (AbwGebV) mit dem Anschluss an die Ã¶ffentliche Kanalisation (Einspitz) ent­standen. Der Bezirksrat ist davon ausgegangen, dass dieser Anschluss vor dem Eigen­tums­wechsel im Mai 1998 erfolgt ist, was von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht bestritten wird. Laut Art. 9 Abs. 3 AbwGebV bleibt Schuldner der AnschlussgebÃ¼hr der EigentÃ¼mer im Zeitpunkt der Entstehung der Leistungspflicht, sofern die Gemeinde nicht ausdrÃ¼cklich einer SchuldÃ¼bernahme zugestimmt hat. Der Bezirksrat hat erwogen, dass der heutige Be­schwerdegegner eine solche SchuldÃ¼bernahme mit befreiender Wirkung der Be­schwerde­fÃ¼hrerin angezeigt habe (Art. 176 Abs. 2 OR), sei weder behauptet noch akten­kun­dig. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt nichts vor, was diese zutreffende ErwÃ¤gung ent­krÃ¤f­ten wÃ¼rde. Es ist daher mit dem Bezirksrat davon auszugehen, dass eine externe Schuld­Ã¼bernahme nicht stattgefunden bzw. die BeschwerdefÃ¼hrerin einer solchen Schuld­Ã¼bernahme nicht im Sinn von Art. 9 Abs. 3 AbwGebV zugestimmt hat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das Reglement Ã¼ber die Abgabe von Wasser durch die Wasserversorgung A. vom 13. Dezember 1963 (WasserabgabeR) enthÃ¤lt keine Bestimmung, welche die Ent­ste­hung der Pflicht zur Leistung der <i>WasseranschlussgebÃ¼hr</i> ausdrÃ¼cklich regeln wÃ¼r­de. Der Bezirksrat hat erwogen, das anstaltsrechtliche VerhÃ¤ltnis werde mit der Durch­fÃ¼hrung der der Lieferung des Wassers vorangehenden Druckproben begrÃ¼ndet, was hier offenkundig vor dem Eigentumswechsel geschehen sei. Nach der Praxis des Bundes­ge­richts und des Ver­waltungsgerichts mit Bezug auf KanalisationsanschlussgebÃ¼hren trifft die GebÃ¼hren­pflicht grundsÃ¤tzlich jene Person, die im Zeitpunkt der Entstehung der Ge­bÃ¼hrenpflicht, d.h. im Zeitpunkt des Anschlusses, GrundeigentÃ¼mer war; erfolgt die Ver­anlagung und Rechnungsstellung erst nach einer HandÃ¤nderung, darf der neue EigentÃ¼mer nur belangt werden, wenn hierfÃ¼r eine klare gesetzliche Grundlage besteht (BGE 103 Ia 26 E. 2; 102 Ia 69 E. 3; 98 Ia 175; RB 1978 Nr. 115 = ZBl 80/1979, S. 68; RB 1968 Nr. 60 = ZBl 70/1969, S. 292; RDAF 50/1994, S. 77; vgl. die Kritik an dieser Praxis bei Imbo­den/Rhinow, Bd. 1, Nr. 30 B II d). Diese Praxis muss auch fÃ¼r die Erhebung von Was­seran­schlussgebÃ¼hren mass­gebend sein (Rhinow/KrÃ¤hen­mann, Nr. 110 B VII). Mangels aus­drÃ¼cklicher gesetz­li­cher Grund­lage ist daher hier keine Abgabesukzession auf den Be­schwer­degegner erfolgt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der Bezirksrat hat erwogen, der heutige Beschwerdegegner sei auch bezÃ¼glich der in Rechnung gestellten <i>BauwassergebÃ¼hr</i> nicht Schuldner der verlangten Leistung. Das Bauwasser werde nach Art. 7 Ziff. 1 WasserabgabeR auf Rechnung des "Bauherrn" gelie­fert, als welcher der heutige Beschwerdegegner nicht gelten kÃ¶nne, sei doch die Liegen­schaft im Zeitpunkt des Eigentumswechsels bereits vermietet gewesen. Dieser Beurteilung ist beizupflichten. Zum einen entsteht die GebÃ¼hrenforderung nach der Praxis des Verwal­tungsgerichts frÃ¼hestens mit der Lieferung des Wassers, jedenfalls aber im Zeitpunkt der Bezugsbewilligung (VGr, 27. November 1997, VB.97.00494). Zum andern muss auch be­zÃ¼glich dieser GebÃ¼hr gelten, dass eine Abgabesukzession an den heutigen Beschwerde­gegner mangels ausdrÃ¼cklicher gesetzlicher Grundlage nicht erfolgt ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die Pflicht zur Zahlung von <i>VerwaltungsgebÃ¼hren</i> entsteht mit der Vornahme der entsprechenden amtlichen Handlungen. FÃ¼r deren Bemessung ist, soweit nicht beson­dere Vorschriften bestehen, die kantonale Verordnung Ã¼ber die GebÃ¼hren der Gemeinde­behÃ¶rden vom 8. Dezember 1966 (GemeindegebÃ¼hrenV) massgebend. Hinsichtlich der hier in Rechnung erstellten VerwaltungsgebÃ¼hren (Baubewilligung Fr. 2'000.‑; Baufreigabe Fr. 100.‑; Kanalisationsbewilligung Fr. 900.‑; Feuerungsbewilligung Fr. 250.‑; WÃ¤rme­dÃ¤m­mungsbewilligung Fr. 100.‑; Amtliche Publikationen Fr. 160.60; Rechnung Baupolizei Fr. 761.50; Administrativer Aufwand Fr. 500.‑) ist aufgrund der Akten davon auszugehen, dass die entsprechenden amtlichen Verrichtungen vor dem Eigentumswechsel im Mai 1998 stattgefunden haben; die BeschwerdefÃ¼hrerin behauptet jedenfalls nichts Gegenteiliges. Es fragt sich, ob die GebÃ¼hrenpflicht mit der HandÃ¤nderung an der Liegenschaft auf den neu­en EigentÃ¼mer, den Beschwerdegegner, Ã¼bergegangen sei. Das ist zu verneinen. Es besteht kein Grund, bezÃ¼glich der VerwaltungsgebÃ¼hren von einer anderen Betrachtungs­weise als bei den BenutzungsgebÃ¼hren (vgl. vorstehend E. 3a‑c) auszugehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Die Schlussabrechnung vom 21. Dezember 1998 enthÃ¤lt sodann wie erwÃ¤hnt ver­schiedene Positionen, mit denen <i>Leistungen Dritter weiterverrechnet</i> werden (Luftschutz­arbeiten Fr. 1'960.‑; Hauszuleitungen Fr. 6'310.15 und Fr. 1'751.‑; baupolizeilich bedingte Arbeiten Fr. 6'250.90). Auch hierbei handelt es sich um Ã¶ffentlichrechtliche Forderungen, soweit ihre Weiterverrechnung an den GrundeigentÃ¼mer in Frage steht (bezÃ¼glich Haus­zu­leitungen fÃ¼r Kanalisation und Wasser, deren Erstellung durch das Werk, jedoch auf Kos­ten des GrundeigentÃ¼mers erfolgt: vgl. Art. 43 Abs. 2 der Kanalisationsverordnung vom 23. Februar 1988 bzw. Art. 14 und 16 WasserabgabeR). In analoger Anwendung von Art. 372 Abs. 1 OR werden solche VergÃ¼tungen mit der Vollendung der Arbeit bzw. Ab­lieferung des Werks fÃ¤llig. Dass diese Forderungen erst nach Fertigerstellung der ganzen Baute entstanden seien (Beschwerdeschrift S. 3), trifft nicht zu.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Bezug auf derartige Forderungen der Gemeinde gegenÃ¼ber dem GrundeigentÃ¼­mer ist eine privative SchuldÃ¼bernahme durch den neuen EigentÃ¼mer nach den Regeln von Art. 176 f. OR nicht von vornherein auszuschliessen. Hieraus kann jedoch die Beschwerde­fÃ¼hrerin nichts zu ihren Gunsten ableiten. Sie beruft sich in diesem Zusammenhang auf Zif­fer 3 Abs. 2 des Kaufvertrags vom 22. Mai 1998, wonach dem KÃ¤ufer der noch nicht fertiggestellte Zustand des GebÃ¤udes bekannt ist und er alle mit der Fertigstellung der Bau­te entstehenden Kosten zu tragen habe. Darin kann jedoch bezÃ¼glich der hier streitigen Kos­ten hÃ¶chstens eine interne SchuldÃ¼bernahme zwischen VerkÃ¤ufer und KÃ¤ufer erblickt werden. Wie der Bezirksrat K. zutreffend ausgefÃ¼hrt hat, ist nicht dargetan, dass zwi­schen dem Beschwerdegegner als Ãbernehmer und der BeschwerdefÃ¼hrerin als GlÃ¤ubi­ge­rin eine entsprechende Ãbereinkunft erzielt worden ist. Weil der Beschwerdegegner ge­gen­Ã¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin jedenfalls keine Offerte im Sinn von Art. 176 Abs. 2 OR un­terbreitet hat, kann eine Annahme im Sinn von Art. 176 Abs. 3 OR seitens der Be­schwer­de­fÃ¼hrerin von vornherein nicht erfolgt sein; es ist daher in diesem Zusammenhang auch un­erheblich, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin vom Beschwerdegegner ErfÃ¼llung der For­derung verlangt hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Aufgrund dieser ErwÃ¤gungen ist die Beschwerde abzuweisen. Die Gerichtskosten sind der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG). Ei­ne ParteientschÃ¤digung steht ihr als unterliegender Partei von vornherein nicht zu; hin­ge­gen ist sie zu verpflichten, dem obsiegenden Beschwerdegegner eine solche EntschÃ¤di­gung im angemessenen Umfang von Fr. ......‑ zu leisten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>