<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, in den Lehrprogrammen seiner Zuständigkeit die Vermittlung pädagogischer Grundkenntnisse einzubauen, um den jungen Menschen als künftigen Eltern zu ermöglichen, Situationen im Erziehungsalltag ohne Gewaltanwendung zu bewältigen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat geht davon aus, dass die RK-S unter den Lehrprogrammen in der Zuständigkeit des Bundesrates diejenigen meint, die dem Berufsbildungsgesetz unterstehen.</p><p>Auf den 1. August 1996 hat das Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit den neuen Rahmenlehrplan für den allgemeinbildenden Unterricht an gewerblich-industriellen Berufsschulen und Lehrwerkstätten in Kraft gesetzt. Der darin enthaltene Lernbereich "Gesellschaft" ist in verschiedene Aspekte gegliedert. Im Richtziel des Aspektes "Ethik" wird der Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen als bedeutender ethischer und moralischer Gesichtspunkt genannt. Ein kognitives Lernziel lautet: "Die Lernenden kreieren eigenen Vorstellungen von gelingendem Leben im individuellen, zwischenmenschlichen und gesellschaftlich-wirtschaftlichen Bereich." Eines der nichtkognitiven Lernziele lautet: "Die Lernenden entwickeln einen an Ehrfurcht orientierten Umgang mit allen Formen des Lebens, d. h. mit Pflanzen, Tieren, Menschen und ihren Lebensgemeinschaften." Als möglicher Unterrichtsgegenstand wird die Gewalt ausdrücklich erwähnt. Mit diesen Vorschriften ist das Anliegen der Kommission für rund zwei Drittel der Jugendlichen, die nach dem Berufsbildungsgesetz ausgebildet werden, erfüllt.</p><p>Die Lehrprogramme für den beruflichen Unterricht der kaufmännischen Grundausbildung werden gegenwärtig erneuert. Auch diese Vorschriften werden Lernziele enthalten, die sich mit Fragen des menschlichen Zusammenlebens und des Umgangs mit Gewalt auseinandersetzen.</p><p>Der Bundesrat ist sich der durch die Kommission aufgeworfenen Problematik bewusst. Dementsprechend hat er denn auch bereits Massnahmen getroffen. Aufgrund des allgemeinen Charakters der Empfehlung muss er jedoch deren Ablehnung vorschlagen.</p> Der BR beantragt, die Empfehlung abzulehnen