<h2>SubmittedText<h2><p>Im Gespräch im "Tages-Anzeiger" vom 18. Dezember über Robert Walser bringt Bundesrat Hans-Rudolf Merz eine unglaubliche Empathie und Sensibilität für die Schwachen und Bedrängten in unserer Gesellschaft zum Ausdruck.</p><p>Weshalb sind diese wertvollen Eigenschaften in den bundesrätlichen Entscheiden so wenig wiederzuerkennen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat als oberste leitende und vollziehende Behörde des Bundes handelt auf der Grundlage von Verfassung und Gesetz. Der Bundesrat setzt sich ein für das Gemeinwohl, wahrt die Rechte der Bürger und Bürgerinnen sowie die Zuständigkeiten der Kantone und fördert die Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen. Grundlage und Schranke seines Handelns ist das Recht. In seinen Entscheiden lässt sich der Bundesrat von in der Verfassung verankerten Grundsätzen leiten: Die Entscheide des Bundesrates sollen u. a. die gemeinsame Wohlfahrt, die nachhaltige Entwicklung, den inneren Zusammenhalt und die kulturelle Vielfalt des Landes fördern. Der Bundesrat setzt sich ein für eine möglichst grosse Chancengleichheit unter den Bürgerinnen und Bürgern, für die dauerhafte Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und für eine friedliche und gerechte internationale Ordnung.</p><p>Dank des Kollegialitätsprinzips fliessen in die Entscheide des Bundesrates die unterschiedlichen Erfahrungen und Werthaltungen aller sieben Mitglieder ein. In seiner Entscheidfindung gewichtet das Gremium jeweils sowohl die Fakten wie auch gesellschaftliche Aspekte. Damit wird die Basis gelegt für Entscheide, die im Interesse des Volkes und des Landes sind.</p>  Antwort des Bundesrates.