B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-2816/2019 U r t e i l v o m 1 9 . N o v e m b e r 2 0 2 1 Besetzung Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), Richter Vito Valenti, Richterin Caroline Gehring, Gerichtsschreiberin Marion Sutter. Parteien A._______, (Österreich), Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenversicherung, Anspruch auf eine Invalidenrente, erstmalige Anmeldung, Verfügung IVSTA vom 7. Mai 2019. C-2816/2019 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) wurde am (…) 1961 gebo- ren, ist verheiratet und österreichischer Staatsangehöriger . Seit 1988 ar- beitete der gelernte Zimmermann (mit Unterbrüchen in den Jahren 1991 bis 1995 und 2000 bis 2006) als Grenzgänger in der Schweiz und leistete die entsprechenden Beiträge an die schweizerische Alters -, Hinterlasse- nen- und Invalidenversicherung (AHV/IV). Zuletzt war er ab Mai 2007 bei der B._______ AG, C._______, als Leiter Administration tätig (vgl. IK-Aus- züge in IV -act. 7 und BVGer -act. 12) . Im Jahr 2012 reduzierte der Be- schwerdeführer sein Arbeitspensum von bisher 100 % auf 80 % (vgl. IV- act. 186). Am 30. Juni 2015 schlossen der Beschwerd eführer und die B._______ AG einen neuen Arbeitsvertrag bei einem Arbeitspensum von 90 % (IV-act. 4). Am 2. März 2016 (Eingang: 21. März 2016) reichte der Beschwerdeführer eine Anmeldung zum Bezug von IV -Leistungen über den österreichischen Versicherungsträger bei der IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend: Vorinstanz) ein (IV-act. 2). Mit Schreiben vom 11. April 2016 übermittelte die Vorinstanz di ese gestützt auf Art. 40 Abs. 2 IVV an die Sozialversicherungsanstalt St. Gallen (nachfolgend: kan- tonale IV -Stelle) zur Abklärung und Beschlussfassung (IV-act. 2). Am 30. Mai 2016 wurde der Beschwerdeführer erstmals krankgeschrieben (volle Arbeitsunfähigkeit bis zum 19. August 2016 [IV-act. 25, 28; vgl. IV- act. 56)]. B. B.a Im Rahmen des Abklärungsverfahrens gingen bei der kantonale n IV-Stelle der Fragebogen für Arbeitgebende vom 25. April 2016 (IV-act. 6), die Arztberichte von Dr. med. D._______, Facharzt für Innere Medizin, vom 22. Februar 2016 (IV-act. 9), 23. Juni 2016 (IV-act. 10) und 2. Oktober 2014 (IV-act. 11) sowie der ausführliche ärztliche Bericht (Formular E213) von Dr. med. E._______, Vertrauensärztin der Pensionsversicherungsanstalt, vom 12. April 2016 (IV-act. 15 S. 3-10) ein. Gestützt darauf hielt Dr. med. F._______, Ärztin des regionalen ärztlichen Dienstes (nachfolgend: RAD) Ostschweiz, mit Stellungnahme vom 18. Mai 2016 fest, es liege beim Be- schwerdeführer seit 1990 eine chronisch entzündliche Darmerkrankung (Morbus Crohn mit segmentalem Dickdarmbefall) vor. Wegen wiederholter Bauchschmerzen, Gelenkschmerzen und einer chronischen Fistel sei im Februar 2016 eine Antikörpertherapie eingeleitet worden. D er Beschwer- deführer sei arbeitsfähig. Sie ersuchte um Einholung weiterer medizini- scher Unterlagen und wies darauf hin, dass gemäss dem Fragebogen für C-2816/2019 Seite 3 Arbeitgebende eine innerbetriebliche Umsetzung möglich wäre, wenn auch mit einem geringeren Pensum (IV-act. 17). B.b Zu den verschiedenen, daraufhin bei der kantonalen IV -Stelle einge- gangenen Arztberichten (handschriftlicher Verlaufsbericht von Dr. med. D._______ vom 22. August 2016, Berichte der internen Ambulanz G._______ vom 23. Mai 2016 und 15. Juli 2016 sowie des Landeskranken- hauses G._______ vom 10. Juni 2016 und 13. Juni 2016 [IV-act. 26]) hielt RAD-Ärztin Dr. med. F._______ mit Stellungnahme vom 31. August 2016 fest, es habe vom 30. Mai 2016 bis zum 19. August 2016 eine volle Arbeits- unfähigkeit bestanden. In der angestammten Tätigkeit scheine aktuell eine Arbeitsfähigkeit von 50 % gegeben. Es sei unklar, ob eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit wieder erreichbar sein werde, da der Arbeitsplatz als eher hektisch und anspruchsvoll beschrie- ben werde und ausserdem ein s ehr langer täglicher Arbeitsweg von zwei Fahrtstunden bestehe. Der Beschwerdeführer habe sein Arbeitspensum aus gesundheitlichen Gründen von 100 % auf 90 % reduziert (eine höhere Reduktion habe die Arbeitgeberin nicht akzeptiert). Die Möglichkeit von Homeoffice und ein ergonomischer Arbeitsplatz (mit einem höhenverstell- baren Arbeitstisch) könnten Entlastung bringen. In einer adaptierten Tätig- keit (das heisst in einer Arbeit in Wechselpositionen ohne besondere Stressbelastung, mit der Möglichkeit, jederzeit eine Toilette aufzusuchen) erscheine aktuell eine Arbeitsfähigkeit von 50 % mit schrittweiser Steige- rung auf ein Vollpensum aus medizinischer Sicht möglich (IV-act 28). B.c In der Folge gingen bei der kantonalen IV-Stelle zwei Arztberichte von Dr. med. H._______, Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, vom 3. Oktober 2016 sowie 6. Juni 2011 ein (IV-act. 38). Hierzu hielt RAD- Ärztin Dr. med. F._______ mit Stellungnahme vom 11. November 2016 fest, den Berichten sei neu eine beidseitige subakute Plantarfasciitis, eine beidseitige Chondropathie der Patella, ein mildes lmpingement beider Schultern sowie eine beidseitige inzipiente Ellenbogenarthrose zu entneh- men. Diese beginnenden degenerativen Veränderungen und Fehlbelastun- gen mehrerer Gelenke stünden indessen nicht im Zusammenhang mit der Immuntherapie des Morbus Crohn und würden konservativ therapiert. Die orthopädischen Probleme bedingten keine Einschränkung der Arbeitsfä- higkeit im angestammten Beruf. Sollte die Möglichkeit von Homeoffice be- stehen, wäre im Hinblick auf den Morbus Crohn eine schrittweise Steige- rung auf das angestammte Pensum von 90 % in der angestammten Tätig- keit möglich (IV-act. 42). C-2816/2019 Seite 4 B.d Am 23. Mai 2016 erteilte die kantonale IV-Stelle einen Abklärungsauf- trag für die Einglied erungsberatung (IV-act. 19). Am 10. November 2016 schossen die kantonale IV-Stelle und der Beschwerdeführer einen verbind- lichen "Eingliederungsplan Frühinterventionsmassnahme" mit dem Ziel der Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt. Hierbei verpflichtete sich die kantonale IV-Stelle zur vollumfänglichen Rückvergütung der Kosten für eine Homeoffice-Einrichtung im Betrag von Fr. 7'378.25, welche der Arbeit- geber des Beschwerdeführers bevorschussend bezahlt hatte (IV-act. 43), was sei mit Mitteilung vom 15. November 2016 bestätigte (IV-act. 47). B.e Anschliessend gingen bei der kantonalen IV-Stelle ein Bericht des Re- habilitationszentrums Hallen vom 10. Februar 2017 (IV-act. 54 S. 7 ff.), der handschriftliche Verlaufsbericht zur Aktualisierung des Dossiers b ei Er- wachsenen von Dr. med. D._______ vom 8. März 2017 (IV-act. 54 S. 2-4) und der ärztliche Bericht des Landeskrankenhauses G._______ vom 21. Juni 2017 (IV-act. 63) ein. In der Stellungnahme vom 18. Juli 2017 hielt RAD-Ärztin Dr. med. F._______ fest, die Arbeitsfähigkeit habe trotz um- fangreicher Investitionen in einen Homeoffice-Arbeitsplatz nicht über 50 % gesteigert werden können. Der Beschwerdeführer wünsche eine Renten- prüfung. Die fehlende Steigerung der Arbeitsfähigkeit nach Installationen von Homeoffice sei indessen gemäss den vorliegenden Berichten nicht nachvollziehbar (IV-act. 66). Nach Eingang diverser weiterer Arztberichte (Arztbericht von Dr. med. H._______ vom 3. Oktober 2016 [IV -act. 69 S. 2 ], Arztbericht der Dres. med. I._______, J._______ und K._______ des Landeskrankenhau- ses G._______, Interne Medizin, vom 7. Juli 2017 [IV-act. 70], Arztbericht von Dr. med. D._______ vom 7. Mai 2017 [IV-act. 71], Bericht des Reha- Zentrums L._______ vom 10. Februar 2017 [IV-act. 72] sowie ärztlicher Bericht des Landeskrankenhauses G._______ vom 21. Juni 2017 [IV-act. 73 S. 2 ff. ]) erklärte RAD-Ärztin Dr. med. F._______ mit Stellungnahme vom 8. August 2017, die Behandlung mit Humira® sei im März 2016 wegen fraglicher Unwirksamkeit abgesetzt und keinerlei Basistherapie mehr durchgeführt worden. Im April 2017 sei ein entzündlicher Schub mit vier bis fünf blutigen Durchfällen täglich aufgetre ten. Ab Juli 2017 sei der Be- schwerdeführer mit Pentasa® und Entyvio® behandelt worden mit rascher Befundbesserung (Verschwinden der Gelenkbeschwerden, Durchfallfre- quenz reduziert auf drei - bis viermal täglich). Sie folgerte, der Beschwer- deführer sei ab sofort zu 50 % (steigerbar) arbeitsfähig. Abschliessend er- suchte sie um die Einholung eines Berichts der Gastroenterologieabteilung C-2816/2019 Seite 5 des Landeskrankenhauses G._______ mit Angaben zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers (IV-act. 75). Daraufhin gingen die Berichte von Dr. med. K._______, Landeskranken- haus G._______, (…), vom 24. April 2018 (IV-act. 103 und 116), 11. Mai 2018 (IV-act. 107 und 117), 26. Juni 2018 (IV-act. 138), 7. Juli 2017 (IV-act. 79 S. 10 ff.) sowie vom 7. August 2017 (IV-act. 78), der Ambulanzbericht Gastroentereologie des Landeskrankenhauses G._______ vom 30. No- vember 2017 (IV-act. 84 S. 2 f.), der Arztbericht von Dr. med. M._______ vom 6. April 2018 (IV -act. 97), der Entlassungsbericht der Kurtherme N._______ vom 6. Juni 2018 (IV -act. 119), der Orthopädiebericht von Dr. med. O._______ vom 5. Juni 2018 (IV-act. 120), die ärztliche Bestäti- gung von Dr. med. P ._______ vom 3. Mai 2018 (IV-act. 121 und 141), der Befundbericht von Dr. med. H._______ vom 27. März 2018 (IV-act. 126), der MRT-Bericht von Dr. med. Q._______ vom 6. April 2018 (IV-act. 127) sowie der handschriftliche Verlaufsbericht von Dr. med. H._______ vom 30. Juni 2018 (IV-act. 132) bei der kantonalen IV-Stelle ein. Mit Stellung- nahme vom 24. Juli 2018 hielt RAD-Ärztin Dr. med. F._______ fest, es be- stünden gemäss den vorliegenden medizinischen Berichten verschiedene Diskrepanzen. Die Gastroenterologie des Landeskrankenhauses G._______ sehe sich nicht zur umfassenden Einschätzung der Arbeitsfä- higkeit des Patienten in der Lage und empfehle ein fachärztliches Gutach- ten. Dr. med. F._______ empfehle ihrerseits, einen Bericht des Rheumato- logen einzuholen (IV-act. 142). Gestützt darauf holte die kantonale IV-Stelle die rheumatologische Beurteil ung von Dr. med. U._______ vom 25. Juli 2018 (IV -act. 148) ein. Mit Stellungnahme vom 4. Oktober 2018 empfahl RAD-Ärztin Dr. med. F._______ die Einholung einer polydi szipli- nären Untersuchung. Die Begutachtung solle die Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt sowohl in der angestammten Tätigkeit mit überwiegen- dem Homeoffice als auch in einer anderen adaptierten Tätigkeit im Rah- men des Rentenverfahrens klären (IV-act. 152). B.f Am 4. Oktober 2018 erteilte die kantonale IV-Stelle der ABI Begutach- tungsinstitut GmbH (nachfolgend: ABI), Basel, den Auftrag für eine polydis- ziplinäre Abklärung des Beschwerdeführers in den Fachdisziplinen Allge- meine Innere Medizin, Gastroenterologie, Rheumatologie und Psychiatrie (IV-act. 154). Mit Mitteilung vom 19. Oktober 2018 teilte die kantonale IV-Stelle dem Beschwerdeführer mit, dass eine Begutachtung beim ABI geplant sei durch die folgenden Fachgutachter: Dr. med. P ._______ (Allge- meine Innere Medizin und Rheumatologie), Dr. med. Q._______ (Gastro- enterologie) und Dr. med. R._______ (Psychiatrie und Psychoth erapie). C-2816/2019 Seite 6 Sie setzte dem Beschwerdeführer eine Frist an zur Einreichung triftiger Einwendungen gegen eine n oder mehrere der genannten Gutachter (IV-act. 163). Mit Schreiben vom 25. Oktober 2018 bestätigte das Begut- achtungsinstitut den dem Beschwerdeführer bereits telefonisch mitgeteil- ten Begutachtungstermin vom 3. Dezember 2018 (IV -act. 165). Das ABI - Gutachten vom 11. Februar 2019 ging am 15. Februar 2019 bei der kanto- nalen IV-Stelle ein (IV-act. 183). Mit Stellungnahme vom 21. Februar 2019 erklärte RAD-Ärztin Dr. med. F._______, das Gutachten entspreche den geltenden versicherungsmedizinischen Kriterien und könne für die Beurtei- lung des Sachverhalts herangezogen werden. Gestützt darauf sei der Be- schwerdeführer zu 70 % in seiner angestammten berufliche n Tätigkeit ar- beitsfähig (IV-act. 184). B.g Mit E-Mail vom 13. Februar 2018 informierte der Beschwerdeführer die kantonale IV-Stelle, dass ihm die B._______ AG per Ende Januar 2018 gekündigt habe (IV-act. 90 S. 2 f.). Mit E-Mail vom 14. März 2018 wies er sodann darauf hin, dass er zurzeit zu 100 % arbeitsunfähig sei. Seine ehe- malige Arbeitgeberin habe ihm indessen eine neue, seinen Möglichkeiten entsprechende Anstellung zugesagt (IV -act. 90 S. 1). Mit E -Mail vom 26. März 2018 sandte der Beschwerdeführer der kantonalen IV-Stelle sei- nen neuen Arbeitsvertrag mit der B._______ AG zu, welcher dank der durch die Invalidenversicherung finanzierten Homeoffice-Einrichtung habe zustande kommen können (IV-act. 93). Dieser "unechte Arbeitsvertrag auf Abruf" vom 26. März 2018 sieht vor, dass der Beschwerdeführer ab dem 1. April 2018 auf Stundenlohnbasis hierfür geeignete Arbeiten, welche ihm die Arbeitgeberin zur Verfügung stelle, innert einer zu vereinbarenden Frist zu erledigen habe, wobei er frei sei, jeden einzelnen Auftrag anzunehmen oder abzulehnen (IV-act. 94). B.h Im Einkommensvergleich vom 1. März 2019 gab die kantonale IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 30 % (entsprechend der Einkommens- einbusse resultierend aus einem Valideneinkommen des Jahres 2015 im Betrag von Fr. 118'631.– sowie einem Invalideneinkommen vo n Fr. 83'042.– [70 % des Valideneinkommens] ) an. Mit Vorbescheid vom 1. April 2019 kündigte die kantonale IV-Stelle dem Beschwerdeführer an, sein Leistungsbegehren wer de abzuweisen sein. Sie führte zur Begrün- dung aus, die Abklärungen hätten ergeben, dass der Beschwerdeführer seine Tätigkeit bei der B._______ AG ab dem 1. Juli 2015 gesundheitsbe- dingt von 100 % auf 90 % reduziert habe. Aus medizinischer Sicht sei es ihm zumutbar, die bisherige oder eine andere leidens adaptierte Tätigkeit C-2816/2019 Seite 7 noch zu 70 % auszuüben. Der mittels Einkommensvergleich errechnete In- validitätsgrad von 30 % berechtige nicht zu einer Invalidenrente (IV-act. 187). B.i Hiergegen erhob der Beschwerdeführer m it Einga be vom 25. März 2019 Einwände bei der kantonalen IV-Stelle. Er machte geltend, es gehe aus den medizinischen Unterlagen eindeutig hervor, dass er seit dem Auf- treten seiner Krankheit (März 1990) immer wieder starke Schübe gehabt habe und seit Mai 2016 kaum mehr als 20 % habe arbeiten können. Seine behandelnden Ärzte seien der Auffassung, dass er keiner Erwerbstätigkeit von 70 % nachgehen könne. So habe namentlich sein Hausarzt Dr. med. P ._______ in der ärztlichen Bestätigung vom 3. Mai 2018 festge- halten, dass eine dauernde Erwerbsfähigkeit von mehr als 50 % aufgrund der Diagnose Morbus Crohn mit Befall des gesamten Gastrointestinaltrak- tes und Begleitpolyarthritis nicht mehr möglich sei. Durch die immer wieder auftretenden Beschwerden sei er medizinisch nicht mehr in der Lage, län- gere Tätigkeit auszuführen . Entgegen der Auffassung der kantonale n IV-Stelle könne er aktuell lediglich noch ein Einkommen von Fr. 31'608.– erzielen, womit im Vergleich zum Vali deneinkommen von Fr. 118'631.– eine Erwerbseinbusse respektive ein Invaliditätsgrad von 73.35 % resul- tiere (IV-act. 191). Ausserdem legte der Beschwerdeführer den psychiatri- schen Konsiliarbericht vom 1. März 2016 (IV -act. 189) sowie den Entlas- sungsbericht der S._______ Kliniken vom 27. Fe bruar 2019 (IV-act. 190) ins Recht. Mit Verfügung vom 7. Mai 2019 wies die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend: Vorinstanz) in Bestätigung des Vorbe- scheids das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers ab. Zur Begrün- dung führte sie ergänz end aus, gemäss dem ABI-Gutachten betrage die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sowohl in der angestammten als auch in einer anderen adaptierten Tätigkeit 70 %. Im Gegensatz zu behan- delnden Ärzten folge ein Gutachter strikt versicherungsmedizinischen Prä- missen, womit er geltend gemachte Leiden ohne Krankheitswert bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung konsequent ausklammere. Zudem sei der Er- fahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Stellung eher zu gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen würden. Mangels neuer Tatsachen sei am Vorbe- scheid festzuhalten (IV-act. 201). C-2816/2019 Seite 8 C. C.a Hiergegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 4. Juni 2019 Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht mit dem sinngemässen An- trag, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze Invalidenrente auszurichten. Zur Begründung machte er geltend, die kantonale IV-Stelle sei bei der Abklärung einseitig vorgegange n. Die ABI- Gutachter hätten ihn während lediglich eines Tages untersucht und würden weder ihn noch seine seit 29 Jahren bestehende Krankengeschichte ken- nen. In das ABI-Gutachten habe er bisher noch nicht einmal Einsicht erhal- ten. Für die Rentenberechnung s ei auf den (von ihm) im Einwand vom 25. März 2019 vorgenommenen Einkommensvergleich abzustellen. Aus- serdem seien sämtliche medizinischen Unterlagen zu berücksichtigen (BVGer-act. 1). C.b Der mit Zwischenverfügung vom 14. Juni 2019 beim Beschwerdefüh- rer einverlangte Kostenvorschuss von Fr. 800.– (BVGer-act. 2) ging am 24. Juni 2019 in der Gerichtskasse des Bundesverwaltungsgerichts ein (BVGer-act. 4). C.c In ihrer Vernehmlassung vom 19. Juli 2019 beantragte die Vorinstanz, die Beschwerde sei abzuweisen und die angefochtene Verfügung sei zu bestätigen. Zur Begründung verwies sie auf die bei der kantonalen IV-Stelle eingeholte Stellungnahme vom 17. Juli 2019. In dieser führte die kantonale IV-Stelle im Wesentlichen aus, das von ihr eingeholte ABI -Gutachten sei umfassend, beruhe auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtige auch die geklagten Beschwerden, sei in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) ab- gegeben worden, leuchte in der Beurteilung der medizinischen Z usam- menhänge sow ie der medizinischen Situation ein und begründe die Schlussfolgerungen der Gutachter, womit das Gutachten beweiskräftig sei. Insbesondere hätten die Gutachter auch die Krankengeschichte des Be- schwerdeführers und damit auch die entsprechenden medizinischen Be- richte entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers zur Kenntnis ge- nommen und diese in ihrer Entscheidung mitberücksichtigt. So seien diese im Gutachten zusammenfassend aufgelistet worden. Der Beschwerdefüh- rer habe keine konkreten Indizien gegen die Zuv erlässigkeit des Gutach- tens vorgebracht, auch seien solche nicht aus den Akten ersichtlich, wes- halb dem ABI-Gutachten volle Beweiskraft zukomme (BVGer-act. 6). C.d Mit Verfügung vom 30. Juli 2019 stellte das Bundesverwaltungsgericht dem Beschwerdeführer ein Doppel der Vernehmlassung der Vorinstanz so-C-2816/2019 Seite 9 wie Kopien des ABI-Gutachtens vom 11. Februar 2019 und der RAD-Stel- lungnahme vom 21. Februar 2019 zu . Gleichzeitig gewährte es ihm die Möglichkeit zur Einreichung einer Replik (BVGer-act. 7). C.e Mangels Eingangs einer Replik innert der angesetzten Frist schloss das Bundesverwaltungsgericht den Schriftenwechsel m it Verfügung vom 10. Oktober 2019 ab (BVGer-act. 9). C.f Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unter- lagen wird – soweit erforderlich und re chtserheblich – in den nachfolgen- den Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach den Vorschriften des VGG, des VwVG [vgl. auch Art. 37 VGG]) sowie des ATSG (SR 830.1; vgl. auch Art. 3 Bst. dbis VwVG). 1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern – wie im vorlie- genden Fall – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in A rt. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen gehört die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG [SR 831.20]). Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.3 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom- men; er ist als Adressat der angefochtenen Verfügung durch diese beson- ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG; siehe auch Art. 59 ATSG). 1.4 Nachdem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde, ist auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG; siehe auch Art. 60 ATSG). 2. Gemäss Art. 40 Abs. 2 IVV (SR 831.201) ist bei Grenzgängern die IV-Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet der Grenzgänger eine Erwerbstätigkeit C-2816/2019 Seite 10 ausübt, zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldung zuständig. Dies gilt auch für ehem alige Grenzgänger, sofern sie bei der Anmeldung ihren ordentlichen Wohnsitz noch in der benachbarten Grenzzone haben und der Gesundheitsschaden auf die Zeit ihrer Tätigkeit als Grenzgänger zurück- geht. Die Verfügungen werden von der IVSTA erlassen. Der Beschwerdeführer ist seit 2007 bei der Firma B._______ AG mit Sitz in C._______ (Kanton St. Gallen) als Grenzgänger (bis Januar 2018 in C._______ sowie ab April 2018 im Homeoffice ) erwerbstätig und lebt in Österreich. Er macht einen Gesundheitsschaden geltend, der auf den Zeit- punkt dieser Tätigkeit als Grenzgänger zurückgeht. Unter diesen Umstän- den war die IV -Stelle St. Gallen für die Entgegennahme und Prüfung der Anmeldung und die IVSTA für den Erlass der angefochtenen Verfügung zuständig. 3. Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstands des vor- liegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die Verfügung vom 7. Mai 2019, mit welcher die Vorinstanz das Leistungsge- such des Beschwerdeführers abgewiesen hat. Streitig und vorliegend vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen ist daher die Frage, ob der Beschwer- deführer Anspruch auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversiche- rung hat. 4. 4.1 Der Beschwerdeführer ist österreichischer Staatsangehöriger und wohnt in Österreich, weshalb das a m 1. Juni 2002 in Kraft getretene Ab- kommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossen- schaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitglieds- staaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) sowie die gemäss Anhang II des FZA anwendbaren Verordnungen (EG) des Eu- ropäischen Parlaments und des Rates Nr. 883/2004 vom 29. April 2004 sowie Nr. 987/2009 vom 16. September 2009, welche am 1. April 2012 die Verordnungen (EWG) des Rates Nr. 1408/71 vom 14. Juni 1971 sow ie Nr. 574/72 vom 21. März 1972 abgelöst haben, anwendbar sind. Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Angehörigen der Vertrags- staaten zu gewährleisten. Soweit – wie vorliegend – weder das FZA und die gestützt darauf anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte ab- weichende Bestimmungen vorsehen noch allgemeine Rechtsgrundsätze dagegen sprechen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens und die C-2816/2019 Seite 11 Prüfung des Rentenanspruchs alleine nach der schweizerischen Rechts- ordnung (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4 m. w. H.), was sich auch mit dem Inkrafttreten der oben erwähnten Verordnungen am 1. April 2012 nicht geändert hat (vgl. Urteil des BVGer C -3985/2012 vom 25. Februar 2013 E. 2.1). Demnach richtet sich die Beurteilung der vorliegend streitigen Frage des Anspruchs des Beschwerdeführers auf eine schweizerische Invalidenrente alleine nach schweizerischem Recht. 4.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit- sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 7. Mai 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verän- dert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsver- fügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 4.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass- gebend, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts - folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1), weshalb jene Vorschriften Anwendung finden, die spätestens beim Erlass der Verfügung vom 7. Mai 2019 in Kraft standen; weiter aber auch Vor- schriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits auss er Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche von Belang sind. 5. 5.1 Anspruch auf eine ordentliche Rente haben Versicherte, die bei Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge geleistet haben (Art. 36 Abs. 1 IVG). Für die Erfüllung der dreijährigen Mindestbeitrags- dauer können Beitragszeiten, die in eine m EU/EFTA-Staat zurückgelegt worden sind, mitberücksichtigt werden (Art. 6 und Art. 45 VO [EG] 883/2004; vgl. auch BGE 131 V 390). Der Beschwerdeführer hat bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung während 20 Jahren Beiträge in diesem Sinne geleistet (vgl. Sachverhalt Bst. A und IK-Auszug in BVGer-act. 12), so dass die Anspruchsvorausset- zung der Mindestbeitragsdauer zweifelsohne erfüllt ist. 5.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi- tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 C-2816/2019 Seite 12 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper- lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu- mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil- weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä- higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchti- gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä- tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 5.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherte Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumut bare Eingliederungs- massnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min- destens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (Bst. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Bst. c). Art. 29 Abs. 1 IVG sieht vor, dass der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Mo- naten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Alters- jahrs folgt, entsteht. 5.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreivier- telsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei- nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertels- rente. Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausge richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht staatsvertragliche Vereinbarungen eine abweichende Regelung vorsehen. Das auf den Beschwerdeführer anwendbare FZA (vgl. E. 4.1) sieht diesbezüglich in dessen eine Ausnahme vor. So können ge- stützt auf das FZA und seine Verordnungen – abweichend von Art. 29 Abs. 4 IVG – auch Viertelsrenten ins Ausland ausbezahlt werden, wenn der oder die Begünstigte nicht in der Schweiz, sondern in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union wohnt (vgl. 130 V 253 E. 2.3). C-2816/2019 Seite 13 5.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha- ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be- züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be- urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können. Es sind somit nicht nur die Erwerbsmög- lichkeiten im angestammten Beruf, sondern auch in zumutbaren Verwei- sungstätigkeiten zu prüfen (leidensangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.). Bei der Bemessung der Invalidität ist auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen der funktionellen Behinderung abzustellen, welche nicht zwingend mit dem vom Arzt festgelegten Grad der funktionellen Ein- schränkung übereinstimmen müssen (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2, BGE 110 V 275 E. 4a). 5.6 Für das gesamte Verwaltungs - und Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträ- ger und Sozialver sicherungsgerichte die Beweise frei, das heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entschei den hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander wider - sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa- rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c). 5.7 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange u mfassend ist, auf allseitigen Unter- suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi- zinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Exper- ten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahmen als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a). C-2816/2019 Seite 14 5.8 Nicht auf eigene Untersuchungen beruhende RAD -Berichte (Art. 49 Abs. 3 IVV) können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vor- liegt und es im Wesentlichen um die Beurteilung eines an sich feststehen- den medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befas- sung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Art. 59 Abs. 2bis IVG; Art. 49 Abs. 3 IVV; vgl. Urteil des BGer 9C_335/2015 vom 1. Sep- tember 2015 E. 3.1). Ein förmlich er Anspruch auf eine versicherungsex- terne Begutachtung besteht mithin nicht. Eine solche ist indes anzuordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen bestehen. Ein exter- nes, meist polydisziplinäres Gutachten ist namentlich einzuholen, wenn der interdisziplinäre Charakter einer medizinischen Problemlage dies gebietet, wenn der RAD nicht über die nötigen fachlichen Ressourcen verfügt, sowie wenn zwischen RAD-Bericht und dem allgemeinen Tenor im medizinischen Dossier eine relevante Differenz besteht (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.2.1; 135 V 465 E. 4.6). 6. In der angefochtenen Verfügung stellte die Vorinstanz in medizinischer Hin- sicht hauptsächlich auf das ABI-Gutachten vom 11. Februar 2019 ab, wel- ches die kantonale IV-Stelle mit Auftrag vom 4. Oktober 2018 veranlasst hatte. 6.1 Im ABI-Gutachten vom 11. Februar 2019 stellten die Gutachter Dres. med. P ._______ (Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheumato- logie), Q._______ (Facharzt für Gastroenterologie) und R._______ (Fach- arzt für Psychiatrie und Psychotherapie) insgesamt die nachfolgenden Di- agnosen mit einer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:  1. Morbus Crohn, EO 1990 (ICD-10 KS0.8) bei o initialem Befall des ganzen Gastrointestinaltraktes, o Behandlung mit Azathioprin und Steroiden bis 2014, o Behandlung mit Humira von Februar bis März 2016 und anschlies- sendem Absetzen wegen fraglicher Nichtwirksamkeit, o Behandlung mit Entyvio bis August 2017, o Behandlung mit Remsima seit Sommer 2017, o Therapieversuch mit Methotrexat von Dezember 2017 bis Januar 2018, o zusätzlicher Behandlung mit Azathioprin seit Januar 2018, C-2816/2019 Seite 15 o intersphinkterer Analfistel, EO ca. 2000; Operation mit Abszessspal- tung und Fisteldrainage am 10. Januar 2012, persistierende r inter- sphinktere Fistel ohne Entzündungszeichen;  2. bilaterales chronisches Schulterimpingement-Syndrom (ICD-10 M75.9) bei o mässiger AC -Gelenksarthrose, radiomorphologisch festgestellt im Schulter-MRT rechts vom 6. April 2018, in Kombination mit einer Form des Akromions geringe Einengung des Subakromialraumes, geringer Tendinopathie der Supraspinatussehne, diskrete r Reizung der Bursa subdeltoidea und subacromialis, o Verdacht auf SLAP-Läsion antero-superior;  3. chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5) bei o im Vergleich zu Voraufnahmen vom Mai 2011 neu aufgetretenen Dis- kusprotrusionen in den Segmenten LWK4/S, LWK5/S1 mit auf der Höhe LWK4/S Impression des Duralschlauchs von ventral ohne Ner- venwurzelkompression, degenerative n Diskopathien LWKl/ 2, 4/5, 5/S1, nebenbefundlich Hämangiom LWK3, multisegmentalen gering kaudal betonte n Spondylarthrosen, geringe n ISG -Arthrosen ohne entzündliche Veränderungen, radiomorphologisch festgestellt im MRT LWS und ISG vom 6. April 2018;  4. klinisch beginnende Femoropatellararthrose beidseits (ICD-10 M 17 .9);  5. Periarthropathia coxae beidseits (ICD-10 M24.8) bei o beginnender zentral kaudaler Coxarthrose (ICD -10 Ml6.0), klinisch und bildgebend festgestellt (Röntgen Beckenübersicht vom 3. De- zember 2018), o rezidivierender Ansatztendinopathie am Trochanter major beidseits , rechts betont im Rahmen einer muskulären Dysbalance. Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten die nachfolgenden Diagno- sen:  1. intermittierende Sprunggelenksbeschwerden (ICD -10 M25.5) unter Belas- tung bei o deutlicher Fussfehlstellung mit erheblichen Knick -Senkfüssen ohne momentane Einlagenversorgung;  2. metabolisches Syndrom (ICD-10 E88.9) bei o Adipositas (BMI 37 kg/m1) (ICD-10 E66), o arterieller Hypertonie, medikamentös behandelt (ICD-10 110), o Dyslipidämie, medikamentös behandelt (ICD-10 E78.2), C-2816/2019 Seite 16  aktuell Cholesterinämie mit 6,57 mmol/I sowie Hypertriglyce- ridämie mit 3,37 mmol/1, HDL und LDL im Normbereich;  3. substituierter Vitamin D-Mangel (ICD-10 E55) bei o aktuell Vitamin D 78 nmol/1 (Normbereich > 75 nmol/1);  4. Verdacht auf seborrhoisches Kopfekzem und unspezifisches Ekzem am Unterschenkel und Stamm (ICD-10 l30);  5. Schlafapnoe-Syndrom (ICD-10 G47) bei o Behandlung mittels CPAP-Maskenbeatmung. Mit Blick auf die Arbeitsfähigkeit hielten die ABI-Gutachter interdisziplinär fest, der Beschwerdeführer könne seine zuletzt ausgeübte berufliche Tä- tigkeit während sechs Stunden täglich ausüben. Während dieser Arbeits- zeit sei seine Leistungsfähigkeit zusätzlich eingeschränkt wegen der Be- schwerden und häufigen Toilettengängen; so sei eine Arbeit mit Kunden- kontakt nicht geeignet, insbesondere, wenn diese auswärtige Besuche beim Kunden selbst beinhalteten. In diesem Sinne seien Homeoffice -Tä- tigkeiten wie aktuell ideal. Insgesamt liege damit eine Arbeitsfähigkeit von 70 % in der bisherigen beruflichen Tätigkeit vor. Diese aktuelle Situation könne über die Zeit gemittelt seit April 2017 angenommen werden; voran- gehend hätten ab April 2016 partielle Ausfälle bestanden. In einer der Be- hinderung angepassten beruflichen Tätigkeit, das heisst einer körperlich leicht belastenden Tätigkeit, idealerweise ohne Kundenkontakt, zum Bei- spiel im Homeoffice, ohne repetitive Überkopfarbeiten, mit der Möglichkeit des selbständigen Positionswechsels, sei der Beschwerdeführer zu sechs bis sieben Stunden täglich arbeitsfähig. Auch hier sei der Beschwerdefüh- rer zusätzlich in seiner Leistung eingeschränkt wegen häufiger Toiletten- gänge und der Schmerzsymptomatik. Damit betrage die Arbeits- und Leis- tungsfähigkeit auch in einer Verweisungstätigkeit 70 %. In den im Gutachten angefügten Teilgutachten der einzelnen Fachgutach- ter finden sich in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit die nachfolgenden Ausfüh- rungen: Im Teilgutachten für Allgemeine Innere Medizin wies Dr. med. P ._______ bei der Wiedergabe seiner Untersuchungsergebnisse vom 3. Dezember 2018 darauf hin, dass der Beschwerdeführer seit Juli 2007 als Leiter Admi- nistration der Badeausstatterfirma B._______ AG in C._______ gearbeitet habe, bei einer Arbeitsvertragsänderung auf 90 % ab dem 1. Mai 2015. Dieses Arbeitsverhältnis sei durch den Arbeitgeber per 31. Januar 2018 gekündigt worden. Anschliessend sei ein neuer Arbeitsvertrag ab April C-2816/2019 Seite 17 2018 im Stundenlohn auf Abruf zustande gekommen. Gestützt darauf übe der Beschwerdeführer aktuell eine Homeoffice-Tätigkeit in einem Pensum von circa 40 bis 45 % aus in weitgehend selbständiger Zeiteinteilung. Ge- mäss dem Arbeitgeberbericht von April 2016 handle es sich bei der ange- stammten Tätigkeit des Beschwerdeführers um rein administrative Tätig- keiten, Controlling, Disposition, meistens sitzend, selten gehend und ste- hend, die anspruchsvoll und eher hektisch seien, jedoch physisch nicht be- lastend. Diese berufliche Tätigkeit könne der Beschwerdeführer weiterhin zu acht Stunden täglich ausüben. Hierbei bestünden aus allgemeininter- nistischer Sicht keine spezifischen Einschränkungen in Bezug auf die Ar- beitsleistung. Die Arbeitsfähigkeit betrage damit sowohl bezüglich der bis- herigen beruflichen Tätigkeit als auch einer angepassten beruflichen Tätig- keit jeweils 100 %. Im rheumatologischen Teilgutachten (Untersuchung vom 3. Dezember 2018) hielt Dr. med. P ._______ fest, der Beschwerdeführer könne in der bisherigen beruflichen Tätigkeit während acht Stunden anwesend sein. Es bestehe indessen eine Leistungseinschränkung aufgrund des vermehrten Pausenbedarfes, welcher mit einem um 20 % verminderten Einkommen einhergehe. Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen beruflichen Tätigkeit be- trage 80 %. Diese Einschätzung gelte seit A nfang des Jahres 2018. Be- züglich einer angepassten beruflichen Tätigkeit hielt Dr. med. P ._______ fest, die momentane berufliche Homeoffice -Tätigkeit sei grundsätzlich ideal, der Beschwerdeführer könne seine Arbeitsposition regelmässig selb- ständig wechseln. Es seien keine physi sch belastenden Tätigkeiten not- wendig. Grundsätzlich seien repetitive Arbeiten mit den Armen über der Schulterhorizontalen zu vermeiden. Im Weiteren solle der Explorand seine mehrheitlich sitzende Position regelmässig in eigener Zeiteinteilung wech- seln können. Es bestünden daher keine Einschränkungen in Bezug auf die Gehfähigkeit in der Ebene; das berufsbedingte regelmässige Gehen auf Treppen oder auf unebenen Unterlagen sei zu vermeiden. Die Arbeitsfä- higkeit in einer angepassten beruflichen Tätigkeit betrage ebenfalls 80 %. Im psychiatrischen Teilgutachten erklärte Dr. med. R._______ auf der Ba- sis der Untersuchung vom 3. Dezember 2018, es lägen weder psychiatri- sche Diagnosen (mit oder ohne eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) vor, noch sei der Beschwe rdeführer aus psychiatrischer Sicht in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Im gastroenterologischen Teilgutachten beurteilte Dr. med. Q._______ schliesslich aufgrund seiner Untersuchungsergebnisse vom 3. Dezember C-2816/2019 Seite 18 2018 die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in dem Sinne, dass die- ser in seiner zuletzt ausgeübten beruflichen Tätigkeit noch während sechs Stunden anwesend sein könne. Hierbei sei die Leistungsfähigkeit des Be- schwerdeführers zusätzlich eingeschränkt, da aufgrund der Beschwerden sowie der häufigen Toilettengänge eine Arbeit mit Kundenkontakt nicht ge- eignet sei, insbesondere, wenn diese auswärtige Besuche beim Kunden selbst beinhalte. Die Arbeitsfähigkeit betrage 70 %. Diese aktuelle Situation bestehe seit etwa Sommer 2017. Als Verweisungstätigkeit nannte Dr. med. Q._______ eine körperlich nicht belastende Arbeit, welche idealerweise ohne Kundenkontakt ausgeübt werden könne. Ideal sei hierbei die Mög- lichkeit, die Arbeitszeit selbst einzuteilen, etwa auch im Homeoffice. Der Beschwerdeführer weise bezüglich einer solchen beruflichen Tätigkeit eine maximale Präsenz von sechs bis sieben Stunden auf. Während dieser An- wesenheitszeit bestehe auch eine zusätzliche Einschränkung der Leistung von 10 % wegen der häufigen Toilettengänge. Die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten beruflichen Tätigkeit betrage 70 %. Interdisziplinär wiesen die Gutachter darauf hin, dass die Arbeitsfähigkeit ausschliesslich eingeschränkt werde durch den vermehrten Pausenbedarf und die Leistungseinschränkungen, welche durch d ie gastroenterologi- schen und rheumatologischen Leiden verursacht würden. Da dieselben Zeitabschnitte für notwendige Pausen und langsames Arbeiten genutzt werden könnten, kumulierten sich die aus gastroenterologischer und rheu- matologischer Sicht festgestell ten Arbeitsfähigkeiten indessen nicht. We- der aus somatischer noch psychiatrischer Sicht könnten Massnahmen und Therapien mit positivem Einfluss auf die Arbeit sfähigkeit vorgeschlagen werden (IV-act. 183). 6.2 Mit Stellungnahme vom 21. Februar 2019 schloss sic h RAD -Ärztin Dr. med. F._______ den Schlussfolgerungen der ABI -Gutachter an. Sie wiederholte die im Gutachten gestellten Diagnosen und hielt fest, die Ar- beitsfähigkeit des Beschwerdeführers betrage polydisziplinär 70 % in der angestammten beruflichen Tätig keit, welche als angepasst gelte (IV-act. 184). In Bezug auf das vom Beschwerdeführer im Homeoffice geleistete Arbeitspensum von nicht über 50 % hatte sie sodann bereits in einer frühe- ren Stellungnahme vom 18. Juli 2017 erklärt, es sei gemäss den vorliegen- den Berichten nicht nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer nach In- stallationen von Homeoffice seine Arbeitsfähigkeit nicht über 50 % habe steigern können (IV-act. 66). C-2816/2019 Seite 19 6.3 Die vorangehend dargestellte Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Be- schwerdeführers durch die ABI-Gutachter vermag nicht zu überzeugen. So fehlt im ABI-Gutachten eine differenzierte Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers einerseits in seiner angestammten beruflichen Tä- tigkeit, welche der Beschwerdeführer vor Eintritt des Gesundheitsscha- dens im Mai 2016 (vgl. Sachverhalt Bst. A) bei der B._______ AG in C._______ ausübte, und andererseits in einer Verweisungstätigkeit. Dr. med. P ._______ beschrieb im Teilgutachten für Allgemeine Innere Me- dizin (Untersuchung durch den Fallführer vom 3. Dezember 2018) die an- gestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers als rein administrativer Natur, Controlling, Disposition, meistens sitzend, selten gehend und stehend, die anspruchsvoll und eher hektisch sei, jedoch physisch nicht belastend. Die ABI-Gutachter stimmen sodann darin überein, dass der Beschwerdeführer lediglich aufgrund seiner rheumatologischen und gastrenterologischen Ge- sundheitsprobleme in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt werde. In den entsprechenden Teilgutachten haben Dres. med. P ._______ (Rheumato- loge) und Q._______ (Gastrenterologe) an eine dem Beschwerdeführer noch mögliche Verweisungstätigkeit die Anforderungen einer körperlich nicht belastenden Arbeit mit regelmässigen Wechseln der Arbeitshaltung in eigener Zeiteinteilung sowie idealerweise fehlendem Kundenkontakt ge- stellt. Der Gastroenterologe Dr. med. Q._______ bezeichnete die Möglich- keit, die Zeit selbst einzuteilen, etwa auch im Homeoffice, als ideal. Der Rheumatologe Dr. med. P ._______ erklärte seinerseits, dass die momen- tane berufliche Homeoffice-Tätigkeit grundsätzlich ideal sei. Aufgrund der eingangs im Gutachten geschilderten Ausgangslage (Anlass und Um- stände der Begutachtung) gingen die Gutachter bei ihrer Beurteilung ferner davon aus, dass Anfang 2017 von der Invalidenversicherung ein Home- office-Arbeitsplatz eingerichtet wurde, um die Fahrtätigkeit zum Arbeits- platz (T._______ [recte: C._______]) soweit als möglich einzuschränken. Den Gutachtern war damit bekannt, dass der Beschwerdeführer vor Eintritt des Gesundheitsschadens noch nicht über einen Homeoffice-Arbeitsplatz verfügte. Entsprechend kann die angestammte berufliche Tätigkeit des Be- schwerdeführers mangels Arbeit im Homeoffice auch nicht als optimal an- gepasst gelten, zumal diese als eher hektisch galt und zumeist im Sitzen ausgeübt wurde (vgl. vorangehend zitierte Aussage von Dr. med. P ._______), anders als die vom Beschwerdeführer – auf der Grundlage des Arbeitsvertrags vom 26. März 2018 – von zu Hause aus sowie in freier Zeiteinteilung ausgeübte aktuelle Berufstätigkeit. Unbesehen dieser Um- stände schätzten die Gutachter Dres. med. P ._______ und Q._______ die Arbeitsfähigkeit in der angestammten beruflichen Tätigkeit sowie in der Verweisungstätigkeit als jeweils gleich hoch ein (so bestehe sowohl in der C-2816/2019 Seite 20 angestammten beruflichen Tätigkeit als auch in einer Verweisungstätigkeit aus rheumatologischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von je 80 %, respektive aus gastrenterologischer Sicht von je 70 %) . Diese Beurteilung erscheint ohne eine begründete Auseinandersetzung mit den funktionellen Ein- schränkungen des Beschwerdeführers in Bezug auf die jeweiligen Anfor- derungen, welche einerseits die angestammte berufliche Tätigkeit sowie andererseits die aktuelle angepa sste Homeoffice -Tätigkeit (Verwei- sungstätigkeit) mit sich bringen, nicht nachvollziehbar. Hinsichtlich einer möglichen Verweisungstätigkeit nehmen die ABI-Gutach- ter zwar mehrfach Bezug auf die vom Beschwerdeführer aktuell aus- schliesslich im Homeoffice sowie in freier Zeiteinteilung ausgeübte berufli- che Tätigkeit seit April 2018, welche lediglich dank einem Entgegenkom- men des Arbeitgebers sowie der Wiedereingliederungsbemühungen der Invalidenversicherung zustande gekommen ist. Wie dem Teilgutachten für Allgemeine Innere Medizin (Untersuchung durch den Fallführer Dr. med. P ._______ vom 3. Dezember 2018 , auf S. 22 ff. des Gutachtens) zu ent- nehmen ist, war den Gutachtern darüber hinaus bekannt, dass der Be- schwerdeführer im Zeitpunkt der Begutachtung diese seinen Gesundheits- beschwerden ideal angepasste Berufstätigkeit nach eigenen Angaben in einem Pensum von etwa 40 bis 45 % ausübte. Trotz dieser Umstände gin- gen die Gutachter bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer Verwei- sungstätigkeit ausschliesslich medizinisch-theoretisch vor, ohne begründet darzutun, weshalb der Beschwerdeführer seine Leistungsfähigkeit mit dem von ihm selbst angegebenen Arbeitspensum im Rahmen der von ihm nach der Wiedereingliederung durch die Invalidenversicherung ausgeübten an- gepassten Berufstätigkeit nicht optimal ausschöpfe. 6.4 RAD-Ärztin Dr. med. F._______ stellte ihrerseits ohne Weiteres auf die erwähnte Beurteilung der ABI-Gutachter sowie insbesondere die von ihnen festgestellte Arbeitsfähigkeit von 70 % ab. Sie ergänzte lediglich, dass die Arbeitsfähigkeit von 70 % für die angestammte berufliche Tätigkeit des Be- schwerdeführers gelte, welche gleichzeitig eine adaptierte Tätigkeit sei. Hierbei verkannte die RAD-Ärztin, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten beruflichen Tätigkeit seit 2007 bis zum Eintritt des Gesund- heitsschadens täglich grenzüberschreitend bei der B._______ AG in C._______ arbeitete, dies bei einem täglichen Arbeitsweg von (je nach Ver- kehrslage) bis zu zwei Stunden sowie ohne freie Arbeitszeitgestaltung. Erst nach der beruflichen Wiedereingliederung durch die Invalidenversiche- rung, das heisst aufgrund der dem Beschwerdeführer finanzierten Home-C-2816/2019 Seite 21 office-Einrichtung (vgl. Mitteilung der kantonale IV-Stelle vom 15. Novem- ber 2016, erwähnt in Sachverhalt Bst. B.d), konnte der Beschwerdeführer seiner Berufstätigkeit weitestgehend von zu Hause aus sowie in freier Zeit- einteilung nachgehen. Daher greift die RAD-ärztliche Schlussfolgerung, die angestammte berufliche Tätigkeit sei bereits optimal an die gesundhei tli- chen Probleme des Beschwerdeführers angepasst gewesen und gelte da- her als adaptierte berufliche Tätigkeit, zu kurz. Dass die RAD -Ärztin in ihrer Stellungnahme vom 18. Juli 2017 sodann ohne eine einlässliche Begründung erklärte, das vom Beschwerdeführer aktuell ausgeübte Arbeitspensum von maximal 50 % sei gemäss den vor- liegenden Berichten nicht nachvollziehbar, überzeugt ebenso wenig. So hat die RAD-Ärztin in ihrer – ein Jahr später verfassten – Stellungnahme vom 24. Juli 2018 namentlich bemängelt, dass die bereits vorliegenden Arztberichte – abgesehen von jenen des Hausarztes des Beschwerdefüh- rers – keine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit enthielten (IV-act. 142). Unter diesen Umständen hätte sie in ihrer Stellungnahme vom 18. Juli 2017 me- dizinisch nachvollziehbar darlegen müssen, weshalb der Beschwerdefüh- rer seine Leistungsfähigkeit mit dem aktuellen Arbeitspensum nicht voll- ständig ausnutze. Ein allgemeiner Verweis auf (im Einzelnen nicht konkret bezeichnete) in den Akten liegende Berichte genügt dieser Begründungs- pflicht nicht. Die RAD-Stellungnahme vom 18. Juli 2017 erweist sich damit als nicht beweiskräftig (vgl. E. 5.8 hiervor). 6.5 Schliesslich ist auch der durch die kantonale IV -Stelle durchgeführte Einkommensvergleich mit Blick auf das Invalideneinkommen zu bemän- geln. So ist für die Bestimmung dieses primär von der beruflich -erwerbli- chen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht (siehe MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl., 2014, Rz. 78 f. zu Art. 28a IVG). Vorliegend wurde der Beschwerdeführer im November 2016 durch die kan- tonale IV-Stelle mittels Finanzierung einer Homeoffice-Einrichtung wieder in den ersten Arbeitsmarkt eingegliedert und hat in der Folge – gestützt auf diese Wiedereingliederungsbemühungen der Invalidenversicherung – im Jahr 2018 einen an seinen Gesundheitszustand angepassten Arbeitsver- trag erhalten. Grundsätzlich wäre das Invalideneinkommen damit auf die- ser Basis (das heisst auf der Basis des im neuen Arbeitsvertrags vorgese- henen Stundenlohns von Fr. 42.88; vgl. IV-act. 94) zu bemessen. Ausser- dem hat die kantonale IV-Stelle die vom Beschwerdeführer in den Jahren 2018 und 2019 effektiv generierten Jahreseinkommen nicht abgeklärt (ein C-2816/2019 Seite 22 bis 2019 aktualisierter IK-Auszug lag nicht in den Vorakten; diesbezüglich musste die Vorinstanz während des Beschwerdeverfahrens auf Ersuchen des Bundesverwaltungsgerichts hin einen erneuten Zusammenruf veran- lassen [vgl. Telefonnotiz in BVGer-act. 11]; gemäss dem aktualisierten IK- Auszug vom 7. Oktober 2021 erzielte der Beschwerdeführer im Jahr 2018 ein Jahreseinkommen von Fr. 21'493.– sowie im Jahr 2019 von Fr. 43'318.– [vgl. BVGer-act. 12]), und diese entsprechend auch nicht bei der Festlegung des Invalideneinkommens berücksichtigt. Anstatt das Inva- lideneinkommen soweit als möglich anhand der effektiven beruflichen Si- tuation des Beschwerdeführers (nach einer Prüfung, ob dieser damit seine Leistungsfähigkeit optimal ausschöpft) festzulegen, hat sie sich darauf be- schränkt, gemäss der im ABI-Gutachten bescheinigten Arbeitsfähigkeit von 70 % in der bisherigen beruflichen Tätigkeit das Invalideneinkommen als 70 % des Valideneinkommens zu berechnen, womit der Prozentvergleich wiederum eine Einkommenseinbusse und da mit ein Invaliditätsgrad von 30 % ergab (vgl. Sachverhalt Bst. B.h). Damit hat sie die im ABI-Gutachten festgelegte Arbeitsunfähigkeit zur Invalidität erhoben, anstatt eine effektive Berechnung des Invaliditätsgrad vorzunehmen. Ohne einlässliche Begrün- dung, weshalb auf das vom Beschwerdeführer nach Eintritt des Gesund- heitsschadens effektiv erzielte Erwerbseinkommen nicht abgestellt werden könne, ist dieses Vorgehen nicht zulässig. Ebenfalls hat die kantonale IV-Stelle nicht begründet, weshalb sie in ihrem Einkommensvergleich auf die Verhältnisse des Jahres 2015 abgestellt hat. Für den Einkommensvergleich ist praxisgemäss auf den Zeitpunkt des all- fälligen Rentenanspruchsbeginns abzustellen, wobei rentenwirksame Än- derungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berück- sichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4.1 f.). Vorliegend hat sich der Beschwer- deführer am 17. März 2016 zum Leistun gsbezug angemeldet. Gemäss Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG konnte damit ein Rentenanspruch frühestens am 1. September 2016 ent stehen. Indessen setzt das Entstehen eines Leis- tungsanspruches unter anderem (vgl. kumulative Voraussetzungen ge- mäss Art. 28 Abs. 1 IVG; E. 5.3 hiervor) voraus, dass eine versicherte Per- son während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen ist ( sogenanntes Wartejahr; Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG). Vorliegend hat die kantonale IV-Stelle nicht dar- getan, ob und gegebenenfalls wann vorliegend das Wartejahr abgelaufen ist. In den vorliegenden Akten liegen zwar mehrere Arbeitsunfähigkeits- zeugnisse, ausgestellt durch den Hausarzt des Beschwerdeführers Dr. med. P ._______ (vgl. zum Beispiel IV-act. 61, 122 und 131). Aus diesen geht indessen der Grad der Arbeitsunfähigkeit nicht klar hervor. Ausserdem C-2816/2019 Seite 23 fehlt in den vorliegenden Akten eine chronologische Erfassung der Krank- schreibungen des Beschwerdeführers (mit jeweiliger Angabe von Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit). Diesbezüglich hä tten sich entsprechende Angaben der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers respektive seiner Krankentaggeldversicherung als hilfreich erwiesen. Da es sich beim War- tejahr eine grundlegende Voraussetzung für die Entstehung eines Renten- anspruchs handelt, ist im Rahmen einer Rentenprüfung zwingend zu klä- ren, ob und gegebenenfalls wann dieses abgelaufen ist. Vorliegend haben indessen w eder die kantonale IV -Stelle im Vorbescheid noch die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zu dieser Frage Stellung ge- nommen. 7. Zusammenfassend fehlt vorliegend ein schlüssiges Gutachten zur Arbeits- fähigkeit des Beschwerdeführers, das sich insbesondere mit der aktuellen, an seinen Gesundheitszustand optimal angepassten Arbeitssituation des Beschwerdeführers begründet auseinandersetzt. Darüber hinaus fehlt in den vorliegenden Akten eine chronologische Erfassung der Krankschrei- bungen des Beschwerdeführers (mit jeweiliger Angabe von Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit) respektive Angaben der Verwaltung zum Ab- lauf des Wartejahrs gemäss Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG. Schliesslich hat die kantonale IV-Stelle weder die vom Beschwerdeführer im Rahmen seiner aktuellen angepassten Berufstätigkeit erzielten Erwerbseinkommen abge- klärt noch nachvollziehbar begründet ausgeführt, weshalb sie diese in ih- rem Einkommensvergleich (der indessen nur im Falle des bereits abgelau- fenen Wartejahrs durchzuführen wäre) bei der Bemessung des Invaliden- einkommens nicht berücksichtigt hat. Damit hat die kantonale IV-Stelle den rechtserheblichen Sachverhalt nicht vollständig festgestellt und gewürdigt (vgl. Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 VwVG). 7.1 Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung hat das Gericht, das den Sachverhalt als ungenügend abgeklärt erachtet, die Wahl, die Sache zur weiteren Beweiserhebung an die Verwaltung zurückzuweisen oder selber die nötigen Instruktionen vorzunehmen. Bei festgestellter Abklärungsbe- dürftigkeit verletzt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung als sol- che weder den Untersuchungsgrundsatz noch das Gebot eines einfachen und raschen Verfahrens. Anders verhielte es sich nur dann, wenn die Rück- weisung an die Verwaltung einer Verweigerung des gerichtlichen Rechts- schutzes gleichkäme (beispielsweise dann, wenn auf Grund besonderer Gegebenheiten nur ein Gerichtsgutachten bezieh ungsweise andere ge-C-2816/2019 Seite 24 richtliche Beweismassnahmen geeignet wären, zur Abklärung des Sach- verhalts beizutragen, vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4), oder wenn die Rückwei- sung nach den konkreten Umständen als unverhältnismässig bezeichnet werden müsste (BGE 122 V 163 E. 1d; vgl. zum Ganzen: Urteil des BVGer C-1767/2015 vom 7. Februar 2017 E. 4.5). 7.2 Nachdem vorliegend für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Be- schwerdeführers eine schlüssige und beweiskräftige medizinische Grund- lage fehlt, erscheint eine Rückweisung an die Vorinstanz gerechtfertigt – dies auch unter dem Gesichtspunkt, dass damit dem Beschwerdeführer der doppelte Instanzenzug gewahrt bleibt (vgl. BGE 137 V 210, E. 3.4). Die angefochtene Verfügung vom 7. Mai 2019 ist daher aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese (respektive die kan- tonale IV-Stelle) vorab prüfe, ob vorliegend das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG abgelaufe n ist. Bejahendenfalls wird sie eine erneute polydisziplinäre Begutachtung einzuholen haben, wobei sie die zu beauf- tragende Gutachterstelle explizit auf die aktuelle , optimal angepasste Ar- beitssituation des Beschwerdeführers hinzuweisen haben wird. Ausserdem wird sie einen neuen Einkommensvergleich durchzuführen haben, unter Beachtung der Vorgabe, das s für die Bestimmung des Invalideneinkom- mens primär von der beruflich -erwerblichen Situation auszugehen ist, in welcher der Versicherte konkret steht. Aufgrund dieser ergänzten Sachver- haltsabklärungen wird die Vorinstanz schliesslich eine neue Rentenverfü- gung zu erlassen haben. 8. 8.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG auferlegt das Bundesverwaltungsgericht die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Der Vor - instanz sind indessen keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Eine Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Ab- klärung und neuer Verfügung gilt praxisgemäss als volles Obsiegen der beschwerdeführenden Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 m. H.). Dem obsiegen- den Beschwerdeführer sind daher ebenfalls keine Verfahrenskosten aufzu- erlegen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– ist ihm entspre- chend nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils auf ein von ihm zu benennendes Konto zurückzuerstatten. 8.2 Dem nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer sind keine unver- hältnismässig hohe n Kosten entstanden, weshalb ihm keine Parteient- schädigung zuzusprechen ist. Als Bundesbehörde hat die Vorinstanz eben- falls keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 64 Abs. 1 C-2816/2019 Seite 25 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 3 und 4 des Reglements vom 21. Feb- ruar 2008 über die Kosten und Entsc hädigungen vor dem Bundesverwal- tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). (Das Dispositiv folgt auf der nächsten Seite.) C-2816/2019 Seite 26 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü- gung vom 7. Mai 2019 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zu- rückgewiesen wird, damit diese nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu über den Rentenanspruch verfüge. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– wird diesem nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Marion Sutter C-2816/2019 Seite 27 Rechtsmittelbelehrung: Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesge- richt, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich -rechtli- chen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen ge- mäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes- gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Be- gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter- schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: