<h2>SubmittedText<h2><p>- Wie schätzt der Bundesrat die Forstschutzsituation in der Schweiz im laufenden Jahr unter Berücksichtigung der aktuellen Holzmarktsituation und des erwarteten, massiven Käferbefalls bei der Fichte ein?</p><p>- Welche ausserordentlichen Massnahmen sieht er im laufenden Jahr für die Ergreifung der Forstschutzmassnahmen zur Erhaltung der Schutz-, Nutz- und Erholungsfunktion des Waldes im Falle einer grossflächigen Verbreitung des Fichtenborkenkäfers vor?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Witterungsbedingungen waren in den letzten Wochen günstig für die Entwicklung des Borkenkäfers. Auch für das laufende Jahr muss daher vielerorts mit hohem oder sehr hohem Befallsdruck und einem sehr grossen Anfall an Käferholz gerechnet werden. Dies vor allem in den Tieflagen des nördlichen Mittellandes, wo schon letztes Jahr hoher Befallsdruck herrschte. Die angespannte Lage auf dem Holzmarkt wird sich somit kaum entspannen. Der Bund unterstützt bereits seit 2019 den regelmässigen Austausch zur aktuellen Lage mit den Kantonen und den Verbänden der Wald- und Holzwirtschaft. Gemeinsam mit den Kantonen unterstützt der Bund die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer bei der Verhütung und Bewältigung von Waldschäden im und ausserhalb des Schutzwaldes, wenn diese den Wald in seinen Funktionen erheblich gefährden. Die Kantone verfügen dabei im Rahmen der Programmvereinbarung Wald 2020-2024 über erste Mittel zur Bewältigung und haben die Möglichkeit, mit dem Einverständnis des Bundesamts für Umwelt die Mittel zu priorisieren. Der Bundesrat erachtet die heutige Ausgestaltung dieses Instruments als zielführend. Auf Anfrage der Kantone und im Rahmen seines genehmigten Budgets kann der Bund die Mittel erhöhen. Er behält dazu gemäss Handbuch Programmvereinbarungen im Umweltbereich eine kleine Reserve für ausserordentliche Fälle zurück. Reichen die vorhandenen Mittel nicht mehr aus, müsste ein Nachtragskredit beantragt werden.</p>