B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-5679/2013 U r t e i l v o m 3. D e z e m b e r 2 0 1 3 Besetzung Richter Christoph Bandli (Vorsitz), Richterin Kathrin Dietrich, Richterin Marianne Ryter, Gerichtsschreiberin Christa Baumann. Parteien 1. Walter und Susanne Greminger-Leuenberger, Steigweg 14, 8560 Märstetten, handelnd durch Barbara Greminger Mezenen, Wydenstrasse 50, 3076 Worb, und Urs Mezenen, Wydenstrasse 50, 8076 Worb, 2. Mario J. und Metta Gehring-Hefti, Chemin de la Cigale 2, 1010 Lausanne, 3. Clara Hürlimann-Klausen, vertreten durch Monika Hedwig Hürlimann, Chemin August-Vilbert, Postfach 141, 1218 Le Grand-Saconnex, 4. Eva-Maria Kläy, Kapuzinerstrasse 25, 3902 Glis, 5. Alfred Oggier, Furkastrasse 82, 3904 Naters 6. Jürg und Marie-Jeanne Schildknecht-Fasel, Schmiedestrasse 16, 4133 Pratteln, 7. Daniel Sutter, Schrennengasse 27, 8003 Zürich, Beschwerdeführer 1-7 vertreten durch Rechtsanwältin Katja V. Schwery Fux, Alte Simplonstrasse 3, 3900 Brig, 8. Munizipalgemeinde Blitzingen, handelnd durch den Gemeinderat, 3989 Blitzingen, 9. Burgergemeinde Blitzingen, handelnd durch den Ge- meinderat, 3989 Blitzingen, 10. Munizipalgemeinde Grafschaft, handelnd durch Ge- meinderat, 3989 Grafschaft, 11. Burgergemeinde Grafschaft, handelnd durch Gemein- derat, 3989 Grafschaft, 12. Munizipalgemeinde Münster-Geschinen, handelnd durch Gemeinderat, 3985 Geschinen 13. Burgergemeinde Münster-Geschinen, handelnd durch Gemeinderat, 3985 Geschinen 14. Munizipalgemeinde Niederwald, handelnd durch Ge- meinderat, 3989 Niederwald 15. Burgergemeinde Niederwald, handelnd durch Ge- meinderat, 3989 Niederwald 16. Munizipalgemeinde Reckingen-Gluringen, handelnd durch Gemeinderat, 3998 Reckingen VS 17. Burgergemeinde Reckingen-Gluringen, handelnd durch Gemeinderat, 3998 Reckingen VS, 18. Munizipalgemeinde Ulrichen, handelnd durch Ge- meinderat, 3988 Ulrichen, 19. Burgergemeinde Ulrichen, handelnd durch Gemeinde- rat, 3988 Ulrichen, Beschwerdeführer 8-19 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Pfammater, Gliserallee 1, 3900 Brig, 20. Martin Schmidt, Bahnhofplatz 6, 5400 Baden, 21. Erbengemeinschaft Erwin Schmidt, bestehend aus Egon Schmidt und Erhard Schmidt, Beschwerdeführer 20 und 21 vertreten durch lic. iur. Martin Schmidt, Notar, Bahnhof- platz 6, 5400 Baden, gegen Einfache Gesellschaft 380/132/65-kv-Gommerleitung, bestehend aus: 1. Swissgrid AG, Werkstrasse 12, 5080 Laufenburg, 2. Schweizerische Bundesbahnen SBB, Generalsekretariat, Hochschulstrasse 6, 3000 Bern 65 SBB, vertreten durch Marco Donatsch, Rechtsanwalt, Postfach 2016, 8032 Zürich, Beschwerdegegnerinnen, Bundesamt für Energie BFE, Sektion Elektrizitäts- und Wasserrecht, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Um- bzw. Neubau der 380/220/132/65 kV-Gommerleitung auf der Teilstrecke Bitsch/Massaboden-Filet/Mörel-Ulrichen A-5679/2013 Seite 3 Sachverhalt: A. Die einfache Gesellschaft Obere Rhonetalleitung plant den Bau ein er 380/220/132/65 Kilovolt (nachfolgend: kV) – Hochspannungsleitung zwi- schen Bitsch/Massaboden-Filet/Mörel-Ulrichen (sog. Gommerleitung). Mit diesem Projekt soll das im Oberwallis vorhandene 220 kV -Über- tragungsnetz durch eine rund 30 km lange 380/220 kV -Doppelleitung er- setzt werden, wobei zwischen Massaboden und Ulrichen ein 132 k V- Leitungsstrang der Schweizerischen Bundesbahnen AG (nachfolgend: SBB) und zwischen dem Kraftwerk Mörel und Ernen sowie dem Kraftwerk Ernen und dem Unterwerk "Zum Loch" ein 65 kV -Leitungsstrang mitge- führt werden soll. Durch diesen Neubau können die existi erende 220 kV- Leitung zwischen Mörel/Filet und Ulrichen sowie die 65 kV -Leitung zwi- schen Mörel und Ernen 1 vollständig, die bestehende 65 kV -Leitung zwi- schen Binnegga und Fiesch teilweise abgebrochen werden. B. Die Gommerleitung bildet Teil der wichtigen Wes t-Ost-Verbindung von Mörel/Filet nach Airolo, die zum strategischen Übertragungsnetz der Schweiz gehört (Sachplan Übertragungsleitung [SÜL] Objektblatt 101). Dasselbe gilt für die an die geplante Hochspannungsleitung aufzuhä n- gende SBB -Leitung, die zum Leit ungszug Massaboden -Ritom gehört (SÜL Objektblatt 800), der das Westschweizer SBB-Netz an das Tessiner und Innerschweizer Bahnnetz anschliesst. Beide Leitungen wurden vom Bundesrat am 21. August 2002 unter Festlegung eines Zwischenerge b- nisses und des ma ssgeblichen Leitungskorridors in den Sachplan Über- tragungsleitung (SÜL) aufgenommen ( Objektblätter 101.10 [Morel/Fielet- Fisch], 101.20 [Fiesch-Ulrichen], 800.10 und 800.20 [SBB]). C. Am 20. Dezember 2007 reichte die einfache Gesellschaft Obere Rhon e- talleitung (nachfolgend: Gesuchstellerin) beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat (ESTI) ein Plangenehmigungsgesuch für den Bau bzw. Umbau dieser 380/220/132/65 kV-Hochspannungsleitung zwischen Bitsch/Massaboden-Filet/Mörel-Ulrichen ein (L -210201.1). Dieses wurde in der Folge im Amtsblatt des Kantons Wallis publiziert und in den betro f- fenen Gemeinden aufgelegt. Gegen das fragliche Bauvorhaben gingen zahlreiche Einsprachen ein. D. Am 9. März 2009 reichte die Gesuchstellerin für den Abschnitt A-5679/2013 Seite 4 Bitsch/Massaboden-Mörel/Filet-Fiesch eine überarbeitete Planvorlage ein (L-210201.2). Diese Projektänderung wurde am 24. April 2009 im Amt s- blatt des Kantons Wallis publiziert und in den von der Planänderung b e- troffenen Gemeinden öffentlich aufgelegt. Gegen dieses Vorhaben wu r- den etliche Einsprachen eingereicht. E. Am 3. Februar 2011 wurde eine weitere Projektänderung (Grengiols-Süd; L-210201.3) eingereicht, gegen die keine Einsprachen eingingen. F. Mit Verfügung vom 30. Juni 2011 genehmigte das BFE (nachfolgend: Vor- instanz) das Plangene hmigungsgesuch der Gesuchstellerin betreffend den Bau bzw. Umbau der 380/220/132/65 kV-Hochspannungsleitung zwi- schen Bitsch/Massaboden-Filet/Mörel-Ulrichen (L -210201.1, L -210201.2, L-210201.3) im Sinne der Erwägungen mit Auflagen und Bedingungen. Dabei wie s es sämtliche Einsprachen ab, soweit es darauf eintrat und enteignete die für den Bau sowie den Betrieb der bewilligten Hochspan- nungsleitung erforderlichen Grunddienstbarkeiten. G. Gegen diese Plangenehmigungsverfügung erhoben verschiedene Mun i- zipal- und Burgergemeinden des Obergoms sowie Einzelpersonen B e- schwerde beim Bundesverwaltungsgericht. G.a Walter und Susanne Greminger-Leuenberger und Mitbeteiligte (nach- folgend: Beschwerdeführende 1-7) beantragten, die angefochtene Verf ü- gung sei aufzuheben und die Ange legenheit an die Vorinstanz zurückz u- weisen, damit diese anordne, die Gommerleitung im Gebiet der Kultu r- landschaftskammer "Binnegga -Binnachra-Hockmatta-Hofstatt" in einen Stollen zu verlegen (Beschwerdeverfahren A-4795/2011). G.b Die Munizipal - und Burgergemein den Blitzingen, Grafschaft, Mün s- ter-Geschingen, Niederwald, Reckingen-Gluringen und Ulrichen (nachfo l- gend: Beschwerdeführende 8 -19) ersuch ten das Bundesverwaltungsg e- richt, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Angelegenheit zu r Prüfung der Verkabel ung/Erdverlegung der projektierten Leitung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventualiter habe das Bundesverwaltung s- gericht im Rahmen einer ergänzenden Beweiserhebung ein Gutachten zur (vollständigen oder teilweisen) Verkabelung/Erdverlegung der streit-A-5679/2013 Seite 5 betroffenen Hochspannungsl eitung einzuholen (Beschwerdeverfahren A-4800/2011). G.c Martin Schmidt und die Erbengemeinschaft Erwin Schmidt (nachfo l- gend: Beschwerdeführende 20 und 21) begehrten, den vorinstanzlichen Plangenehmigungsentscheid vom 30. Juni 2011 bezüglich des Leitung s- abschnitts im Gebiet Steinhaus -Ernen aufzuheben und die Hochspa n- nungsleitung dort weiter südlich zu führen (Beschwerdeverfahren A-4819/2011). H. Mit Urteil vom 3. Januar 2013 vereinigte das Bundesverwaltungsgericht die fraglichen Beschwerdeve rfahren unter der Verfahrensnummer A-4795/2011, hiess die gegen die vorinstanzliche Verfügung vom 30. Juni 2011 erhobenen Beschwerden gut, hob die angefochtene Verfügung auf und wies die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erw ä- gungen an die Vorinstanz zurück. I. Der dagegen erhobenen Beschwerde gab das Bundesgericht mit Urteil 1C_175/2013 vom 11. September 2013 teilweise statt, hob den angefoch- tenen Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts auf, soweit die darin an- geordnete Aufhebung der Plangenehm igung und Rückweisung an die Vorinstanz über das Gebiet "Binnegg a-Binnachra-Hockmatta-Hofstatt" hi- nausging. Ausserdem wies es die Angelegenheit zur Prüfung der Anträge der Beschwerdeführenden 20 und 21 sowie zur Neuregelung der Kosten- und Entschädigungsfolge a n das Bundesverwaltungsgericht zurück. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab. J. Das Bundesverwaltungsgericht nahm das Beschwerdeverfahren in der Folge unter der Verfahrensnummer A-5679/2013 wieder auf. Davon setz- te es die V erfahrensparteien mit prozessleitender Verfügung vom 14. Oktober 2013 in Kenntnis. Zugleich erklärte es die Angelegenheit als spruchreif. Mit Schreiben vom 22. Oktober 2013 äusserte sich die B e- schwerdegegnerin zu diesem Vorgehen . Die Beschwerdeführenden s o- wie die Vorinstanz verzichteten auf eine Stellungnahme. K. Auf die Vorbringen der Parteien sowie die sich bei den Akten befindlichen A-5679/2013 Seite 6 Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfolgenden E r- wägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Mit Urteil 1C_175/2013 vom 11. September 2013 hiess das Bundesg e- richt die Beschwerde gegen das Urteil A-4795/2011 des Bundesverwal- tungsgerichts vom 3. Januar 2013 teilweise gut, hob den angefochtenen Entscheid insoweit auf, als die angeordnete Aufhebun g der angefochte- nen Plangenehmigung und die Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz über das Gebiet "Binnegga -Binnachra-Hockmatta-Hofstatt" hi- nausging, und wies das Bundesverwaltungsgericht an, die von den Be- schwerdeführenden 20 und 21 gegen die Gommerleitung eingereichte Beschwerde zu beurteilen sowie die Kosten des dem bundesgerichtlichen Verfahren vorangegangenen Beschwerdeverfahrens vor Bundesverwa l- tungsgericht neu zu verteilen. 1.1 Zur Begründung dieses Entscheid s führte das Bundesgericht, s oweit vorliegend von Interesse, im Wesentlichen aus, die strittige Übertragungs- leitung gehöre zum strategischen Übertragungsnetz der Schweiz, das grundsätzlich bis 2015 realisiert werden müsse . Der hiermit verbundene Neubau der 132 kV -Leitung der SBB müsse lau t der Vorinstanz späte s- tens bis zur geplanten Eröffnung des Gotthard -Basistunnels Ende 2016/anfangs 2017 in Betrieb genommen werden können , da dieser Lei- tungsstrang für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit unerläs s- lich sei. Unter diesen Umständen müssten Rückweisungen auf das abso- lut Gebotene beschränkt werden, d.h. auf Teilstrecken, in denen sich die Interessenabwägung der Vorinstanz als bundesrechtswidrig erweise, eine Verkabelung zwingend geprüft werden müsse und mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch realisiert werden könne. Die Vorinstanz habe im angefochtenen Plangenehmigungsentscheid dargelegt, eine erdverlegte Leitung müsse im relativ engen Talboden verlaufen und diese Variante aufgrund einer summarischen Prüfung der damit verbundenen Nac hteile für die dortigen Siedlungsgebiete, Landwirtschaft und Schutzgebiete als nachteiliger eingestuft als die projektierte Freileitu ng, die über dem Wald auf der Schattenseite des Tals verlaufe. Diese Schlussfolgerung sei aus Sicht des Bundesrechts nicht zu beanstanden. Zwar würden die breit aus- ladenden Maste und die Leitungen über dem Wald sichtbar sein; dies gel- te namentlich im Bereich von Gebirgsbächen und Lawinenschneisen. Ein Kabeltrassee würde den Wald indes sehr viel stärker beeinträchtigen. Es A-5679/2013 Seite 7 sei daher nachvollziehbar, dass die Verfahrensbeteiligten annähmen, ein Kabeltrassee würde im relativ engen Talboden verlaufen. Dort seien indes die Siedlungsgebiete, die touristische und technische Infrastruktur ko n- zentriert und würden sich zudem Naturschutzgebiete befinden. Es sei da- her völlig offen, ob und wo im Talgrund ein zweckmässiges Leitungstra s- see für eine Kabelvariante gefunden werden könne. Anders würden die Verhältnisse im Bereich "Binnegga-Binnachra-Hockmatta-Hofstatt" liegen. Die neue Leitung überquere hier die Binna und die beidseits davon gel e- genen Landwirtschaftsflächen (Bin negga und Hockmatta), die zu kant o- nalen bzw. kommunalen Schutzgebieten gehören würden. Das gesamte Gebiet sei Teil des Regionalen Naturparks Binn; es handle sich mithin um eine wertvolle Naturlandschaft mit hohem Erholungswert. In Bezug auf diesen Abschnitt der strittigen Hochspannungsleitung, für den das Bu n- desamt für Umwelt (BAFU) eine Verkabelungsstudie fordere, werde im Plangenehmigungsentscheid ohne nähere Prüfung ausschliesslich fest- gehalten, die strittige Hochspannungsleitung liesse sich aufgrund der schwierigen geologischen Verhältnisse und z um Schutz des Parks nur in einem bergmännischen Stollen verlegen, der aufwändig gesichert werden müsste. Die Vorinstanz habe im Plangenehmigungsentscheid vom 30. Juni 2011 weder einen geeigneten Leitungskorridor definiert noch die hiermit verbundenen Vor- und Nachteile denjenigen der projektierten Frei- leitung gegenübergestellt sowie die mit diesen beiden Varianten verbu n- denen Kosten ge schätzt. Die Interessenabwägung sei für diesen Le i- tungsabschnitt damit unzureichend, weshalb die Sache zu Recht zur Prü- fung der Machbarkeit einer (Teil -)Verkabelung an die Vorinstanz zurück- gewiesen worden sei. Werd e die Rückweisung auf dieses Gebiet b e- schränkt, halte sich der zeitliche und verfahrensmässige Aufwand in Grenzen, müsse das Plangenehmigungsverfahren doch nur für diesen Abschnitt neu aufgerollt werden und könne unter Umständen auf eine Wiederholung des S ÜL-Verfahrens verzichtet werden. Allfällige Res o- nanzprobleme im SBB -Netz und die Möglichkeit ihrer Dämpfung auf di e- ser relativ kurzen Strecke seien im Plangenehmigungsverfahren zu pr ü- fen, ebenso wie die Möglichkeit einer getrennten Führung der SBB - Leitung in diesem Abschnitt. Die anderen Leitungsabschnitte seien inso- weit mit einzubeziehen, al s dies für eine optimale Linienführung einer Verkabelungsvariante im Gebiet "Binnegga -Binnachra-Hockmatta- Hofstatt" und für eine landschaftsverträgliche Gestaltung der Übergangs- werke notwendig sei. 1.2 Diese rechtliche Begründung, mit der das Bundesgericht die Rüc k- weisung an das Bundes verwaltungsgericht begründet hat, ist dem zu fäl-A-5679/2013 Seite 8 lenden Rückweisungsentscheid zugrunde zu legen. Infolgedessen ist es dem Bundesverwaltungsgericht, abgesehen von allenfalls zulässigen No- ven, verwehrt, der Beurteilung des Rechtsstreits einen anderen als den bisherigen Sachverhalt zugrunde zu legen oder die Sache unter rechtl i- chen Gesichtspunkten zu prüfen, die im Rückweisungsentscheid au s- drücklich abgelehnt oder überhaupt nicht in Erwägung gezogen wurden (BGE 135 III 334 E. 2, Urteil 1C_398/2012 vom 27. Mai 2013 E. 1; ULRICH MEYER/JOHANNA DORMANN, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, Niggli/Uebersax/Wiprächtiger [Hrsg.], 2. Aufl., Basel 2011, Art. 107 N. 18, PHILIPPE WEISSENBERGER, in: Praxiskommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Zürich 2009, Art. 61 N. 28). Für die von den Beschwerdeführenden 20 und 21 eingereichte Beschwerde bedeutet dies, dass im vorliegenden Verfahren der im SÜL diesbezüglich festgelegte Leitungskorridor nicht mehr zu un- tersuchen und die strittige Hochspannu ngsleitung im Bereich Steinhaus - Ernen als Freileitung zu führen ist. Davon ausgehend ist nachfolgend zu prüfen, ob sich die fragliche Beschwerde als begrün det erweist . An- schliessend werden die Kosten des Beschwerdeverfahrens neu zu verl e- gen sein und es wird, soweit erforderlich, über die für den vorliegenden Rückweisungsentscheid zu erhebenden Kosten und Entschädigungen zu befinden sein. 2. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit voller Ko g- nition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf Rechtsverletzungen, einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Feststellung des rechtser- heblichen Sachverhalts und auf Rechtsfehler bei der Ausübung des E r- messens, sowie auf Angemessenheit hin (Art. 48 des Verwaltungsverfah- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]). Bei der Angemessenheitskontrolle hat sich das Bundesverwaltungsgericht indes- sen, insbesondere bei technischen Fragen und wenn die Vorinstanz ihren Entscheid gestützt auf die Berichte von Fachbehörden gefällt hat , eine gewisse Zurückhaltung aufzuerlegen (vgl. ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwa l- tungsgericht, Basel 2008, Rz. 2.149 ff.). Voraussetzung für diese Zurück- haltung ist allerdings, dass es im konkreten Fall keine Anhaltspunkte für eine unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gibt und angenommen werden kann, dass die Vorinstanz die für den En t- scheid wesentlichen Ge sichtspunkte im vorinstanzlichen Verfahren ge- prüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend vorge- nommen hat. Trifft dies zu, so weicht das Bundesverwaltungsgericht nicht A-5679/2013 Seite 9 ohne Not von der Auffassung der Vorinstanz ab (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-4157/2011 vom 12. Juni 2012 E. 2). 3. In formeller Hinsicht rügen die Beschwerdeführenden 20 und 21 , die Vor- instanz habe ihre Vorbringen im angefochtenen Plangenehmigungsen t- scheid zwar aufgelistet, diese in der Folge jedoch einfach mit der B e- gründung zurückgewiesen, die projektierte Linienführung sei das Erge b- nis eingehender Prüfung en und Diskussion en mit den betroffenen Ge- meinden, dem Kanton, dem BAFU sowie den Umweltorganisationen. Das Auflageprojekt entspreche im Übrigen den gesetzlichen Anforderun gen. Mit diesen Ausführungen habe die Vorinstanz ihren Entscheid unzure i- chend begründet. 3.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör, w elcher in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) verankert ist und für das Verfahren vor Bundesverwal- tungsgericht in den Art. 29 ff. VwVG konkretisiert wird (vgl. Art. 37 VG), umfasst unter anderem das Recht der Parteien, dass die verfügende B e- hörde deren Äusserungen zur Kenntnis nimmt, sich damit auseinan - dersetzt (Art. 32 VwVG) und ihre Verfügung begründet (Art. 35 Abs. 1 VwVG). Diesen Anforderungen genügt die Begründung eines Entsche i- des, wenn sie es den Betroffenen ermöglicht, sich über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft zu geben und diesen in voller Kenntnis der massgeblichen Sach - und Rechtslage anzufechten. Hierzu hat die en t- scheidende Behörde wenigstens kurz die Überlegungen zu nennen, von denen sie sich bei ihrem Entscheid hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt. Hingegen ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vo r- bringen der Beschwerdeführenden widerlegt (BGE 134 I 83 E. 4.1; 129 I 232 E. 3.2, BGE 133 III 439 E. 3.3; Urteile des Bundesverwaltungsg e- richts A-48322012 und 4875/2012 vom 1. Mai 2013 E. 4.2, A-3274/2012 vom 25. März 2013 E. 2.1, A-5076/2012 vom 11. Februar 2013 E. 4.2.2, FELIX UHLMANN/ALEXANDRA SCHWANK, in: Praxiskommentar VwVG, Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Zürich 2009, Art. 35 N. 17). 3.2 Der angefochtene Plangenehmigungsentscheid umfasst insgesamt 118 Seiten. Mit dem von den Beschwerdeführenden 20 und 21 monierten Leitungsabschnitt zwischen den Masten 479 bis 481 setzt er sich auf der Seite 33 auseinander. Den dortigen Ausführungen kann entnommen wer- den, weshalb die Vorinstanz die beanstandete Linienführung als zulässig A-5679/2013 Seite 10 und die dagegen erhobenen Einwände als unbegründet erachtet. Auf- grund dieser Ausführungen waren d ie Beschwerdeführenden 20 und 21 in der Lage , Inhalt und Tragweite des angef ochtenen Entscheids zu er- fassen und diesen beim Bundesverwaltungsgericht als zuständiger Rechtsmittelbehörde sachgerecht anzufechten. Die Vorinstanz hat den angefochtenen Entscheid somit ausreichend begründet. Die gegenteilige Auffassung der Beschwerdeführenden 20 und 21 erweist sich folglich als unzutreffend. 4. Eine andere Frage ist, ob der angefochtene Entscheid bezüglich des Lei- tungsabschnittes zwischen Masten Nr. 479 bis 481 inhaltlich zu überzeu- gen vermag. Dabei steht ausser Frage, dass der beanstandete Leitungs- abschnitt aus sicherheitstechnischer, raumplanerischer und umweltrecht- licher Sicht zulässig ist. Fraglich ist hingegen, ob die gewählte Linienfü h- rung im Hinblick auf den Natur - und Heimatschutz überzeugt und einen ausreichenden Abstand zu sich dor t befindenden Bauten, die als Ferie n- wohnungen genutzt werden, wahrt. 4.1 Die Beschwerdeführenden 20 und 21 führen diesbezüglich aus , vor und nach dem Dorf Steinhaus verlaufe die strittige Hochspannungsleitung weit weg vom Siedlungsgebiet auf ei ner Höhe von min destens 1'500 m.ü.M. Einzig beim Dorf Steinhaus werde sie bei Chäserstatt auf ca. 1'380 m.ü.M. herunter geführt. Der dort vorgesehene Mast Nr. 479 kom- me dadurch auf einer Krete zu stehen, die sowohl vom Dorf Steinhaus als auch von der gegenüberliegenden Ta lseite aus gut einsehbar sei. Da s- selbe gelte für den Korridor der herunterkommenden Leitung. Ebenfalls an exponierter Stelle sei der Mast Nr. 481 in der Ortslokalität Riti, Gebiet Steinhaus, unmittelbar angrenzend an die dortigen landwirtschaftlichen Weiden, geplant. Die fragliche Trasse eführung werde als Eingriff in das natürliche Landschaftsbild wahrgenommen, was sich verhindern liesse, wenn die strittige Hochspannungsleitung im Gebiet Steinhaus -Ernen in südliche Richtung verschoben würde. Diese Landschaftsproblematik ha- be zwischenzeitlich ebenfalls die Standortgemeinde Ernen erkannt, wes- wegen sie die begehrte Verschiebung des stritti gen Leitungsabschnitts unterstütze. Der orts- und sachkundige Gemeinderat von Ernen sei nun- mehr zur Überzeugung gelangt, dass der Abspannmast Nr. 479 exponiert sei und die vorgebrachte Begründung mit der "roten Lawinenzone" für die tiefe Standort wahl falsch und damit unhaltbar sei. Die entsprechenden Ausführungen würden ausserdem den unzureichenden Abstand der stri t-A-5679/2013 Seite 11 tigen Hochspannungsleitung zu zumindest an drei Orten (Wichja, Liegja, Riti) vorhandenen oder bewilligten Wohnbauten belegen. 4.2 Dem halten die Beschwerdegegnerinnen entgegen, die beanstandete Trasseeführung im Bereich des Weilers Steinhaus habe sich bereits im SÜL-Verfahren ergeben und sei von allen Beteiligten als optimal angese- hen worden. Der Abspannmast Nr. 479 komme zwar auf einer kleinen Geländerippe zu stehen, könne jedoch entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführenden 20 und 21 nicht als exponiert beze ichnet werden, sei er doch vor dem Hintergrund des dortigen bewaldeten Nordwesthan- ges nicht gut sichtbar . Der verhältnismässig tiefe Standor t des Mastes Nr. 479 sei durch die Überspannung der Löüwibachlawine bedingt. Dabei müsse darauf geachtet werden, das s sich der Maststandort ausserhalb der roten Lawinenzone befinde. Im Übrigen er laube die gewählte Linien- führung, die Hochspannungsleitung über mehrere Kilometer bis zum Mast Nr. 499 geradlinig in den Hang zu integrieren. Dies ermögliche eine Le i- tungsführung mit einer reduzierten Anzahl von Abspannmasten, die w e- gen ihrer verstärkten Bau weise als mächtig wahrgenommen würden. Die verhältnismässig hohe Lage der Leitung im vorgelagerten Ärnewald resul- tiere aus den dortigen geologischen Verhältnissen. Der darunte r liegende Hang gelte als gefährdet bezüglich Rutschungen und Sackungen. Zudem solle die Leitung ausgehend von Mast Nr. 473 möglichst tief geführt we r- den, damit das touristisch genutzte und als Bauzone ausgeschiedene Gebiet um die Seilbahnstation Chäserstatt in genügendem Abstand u m- fahren werden könne. 4.3 Die Vorinstanz hält ergänzend fest , der strittige Leitungsab schnitt würde sich im Bereich der roten Lawinenzone der Gemeinde Ernen (bis zum 19. Januar 2005 Gemeinde Steinhaus) befinden. Deren Gefahre n- zone sei auf der Höhe von 1'500 m.ü.M. flächenmässig grösser als im Be- reich der genehmigten Linienführung. Der Schutzwald stabilisiere auf den Steilhängen Boden und Schneedecke und verhindere auf diese Weise ihr Abgleiten. Deshalb sei die Niederhaltung vo n Schutzwald im Gebiet von roten Lawinenzonen zu vermeiden, worauf die zuständige Fachbehörde bereits im Sachplanverfahren Rücksicht genommen und die Linienfü h- rung der geplanten Hochspannungsleitung entsprechend angepasst h a- be. Die Meinung der Beschwerdefü hrenden 20 und 21, wonach eine H ö- herverlegung der Leitung auch die Sichtbarkeit von der anderen Talseite her verringern würde, werde durch das Gesagte relativiert. Ebenso greife auch die Begründung nicht, dass ein solches Vorgehen aus Gründen des Landschaftsschutzes und zur Verbesserung des Landschaftsbildes geb o-A-5679/2013 Seite 12 ten wäre. Die von den Beschwerdeführenden 20 und 21 geforderte L i- nienführung würde ausserdem dazu führen, dass die in der Verordnung über den Schutz vor ionisierter Strahlung vom 23. Dezember 1999 ( NIV, SR 814.710) vorgesehenen Immissionsgrenzwerte nicht eingehalten werden könnten. Der Antrag der Beschwerdeführenden, die Leitung im Gebiet Steinhaus höher zu verlegen, sei deshalb abzuweisen. 4.4 Das Erstellen oder Ändern einer Starkstromanlage bedarf eine r Plan- genehmigung (Art. 16 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 24. Juni 1902 betreffend die elektrischen Schwach - und Starkstromanlagen [Elektriz i- tätsgesetz, EleG SR 734.0]). Mit der Plangenehmigung werden sämtliche nach Bundesrecht erforderlichen Bewilligungen erteilt; kantonale Bewill i- gungen und Pläne sind nicht erforderlich (Art. 16 Abs. 3 und 4 EleG). Die Genehmigung von Plänen für Werke und Anlagen zur Beförderung von Energie stellt eine Bu ndesaufgabe gemäss Art. 2 Bst. b des Bundesge- setzes über den Natur un d Heimatschutz vom 1. Juli 1966 ( NHG, SR 451) dar. Bei der Erfüllung dieser Bundesaufgabe haben die Bundes- behörden dafür zu sorgen, dass das heimatliche Landschafts - und Orts- bild, geschichtliche Stätten sowie Natur - und Kulturdenkmäler geschont werden und, wo das allgemeine Interesse an ihnen überwiegt, ung e- schmälert erhalten bleiben. Diese Pf licht gilt unabhängig davon, ob in ein Objekt von nationaler, regionaler oder lokaler Bedeutung eingegriffen wird (Art. 3 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 4 NHG). Art. 3 NHG verlangt indes keinen absoluten Schutz der Landschaft; der Eingriff ist allerdings nur gestattet, wo ein überwiegendes allgemeines Interesse dies erfordert. Zur Beurte i- lung dieser Frage ist eine möglichst umfassende Abwägung aller für und gegen das Vorhab en sprechenden öffentlichen und privaten Interessen vorzunehmen (vgl. Art. 11 Abs. 2 der Leitungsverordnung vom 30. März 1994 [LeV, SR 754.31], BGE 137 II 266 E. 4; Urteil des Bundesgerichts 1C.560/2010 vom 14. Juli 2011 E. 5.1). Neben den Anliegen des Natur - und Heimatschutzes sind bei der Interessenabwägung insbesondere auch die Inter essen von Wald, Boden, Gewässer, Klima und Gesundheit zu berücksichtigen ( BGE 137 II 266 E. 4, vgl. zum Ganzen: RICCARDO JAGMETTI, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Energierecht, Band VII, Koller/Müller/Rhinow/Zimmerli [Hrsg.], Basel/Genf/München 2005, Rz. 6252 ff.). 4.5 Die Beschwerdeführenden 20 und 21 beanstanden die Linienführung der genehmigten Hochspannungsleitung zw ischen den Masten 479 bis 481. A-5679/2013 Seite 13 4.5.1 Im Umweltverträglichkeitsbericht vom 20. Dezember 2007 wird zum Leitungsabschnitt zwischen den Masten 464 -487 im Allgemeinen fest- gehalten, das neue Trassee verlaufe hangseitig, im Abstand zwischen ungefähr 300 bis 500 m. zur heutigen 220 kV-Leitung. Durch diese Tras- seeverschiebung der geplanten Leitung würden die gegenwärtig durch die bestehende 220 kV-Leitung belasteten Wohngebiete erheblich entlas- tet. Die linke Talseite des Goms sei grösstenteils bewaldet und der Schutzwald werde überspannt. Vereinzelt seien jedoch Niederhalteserv i- tute erforderlich. Auf dem Gemeindegebiet Ernen, oberhalb Mühlebach, werde die bestehende Sesselbahn "Mühlebach -Chaserstatt" überspannt. Weitere Seilbahnstrecken seien auf dieser Talseite nicht vorhanden (pag. 4452). Der landschaftliche Eingriff im Bereich der Masten 473 -480, Hangwald mit Überspannung Milibach, sowie der unmittelbare Leitung s- abschnitt zwischen den M asten 480 und 481 sei als gering einzustufen (pag. 4421). Landschaftlich führe die Leitungsverlegung in den Hang ge- samthaft zu einer merklichen Verbesserung der Situation . Diese Ausfüh- rungen werden im Bericht der Büro für Natur und Landschaft AG (A R- NAL-Bericht) vom 28. Dezember 2010 bestätigt, wobei darin der ve r- gleichsweise hohe Wert der betroffenen Landschaftskammer betont wird, der sich insbesondere aus der Berücksichti gung der wertvollen Kultu r- landschaft im Projektgebiet, der Passage von ISOS -Dörfern (= nationale Bedeutung) und der Lage im Regionalen Naturpark ergebe (S. 8 pag. 4772). 4.5.2 Das BAFU hat im vorinstanzlichen Ver fahren am 13. August 2008 (vgl. pag. 0139) sowie am 29. Oktober 2009 (vgl. pag. 606) zur geplanten Gommerleitung Stellung genommen . Im Beschwerdeverfahren vor Bu n- desverwaltungsgericht hat es sich in den Schreiben K 505-1226 (betref- fend das Beschwerdeverfahren A-4795/2011), K 501-1395 (betreffend das Beschwerdeverfahren A-4800/2011) sowie K 495 -1160 (betreffend das Beschwerdeverfahren A-4819/2011), datierend jeweils vom 5. Januar 2012, zur angefochtenen Plangenehmigun g geäussert. Im bundesge - richtlichen Beschwerdeverfahren hat es dazu mit Schreiben vom 7. Mai 2013 Stellung genommen. Mit den von den Beschwerdeführenden 20 und 21 vorgebrachten Rügen hat es sich in der Stellungnahme K-495-1160 auseinandergesetzt. Danach ergebe sich die beanstandete Linienführung in erster Linie aus der stark bewegten Topographi e im fraglichen A b- schnitt. Das Gebiet sei geprägt durch die beiden Seitentäler des Löüw i- bachs sowie des Rufibachs. Letzterer bilde oberhalb von ca. 1'400 m.ü.M. ein breites und stark erodierendes Tal. Westlich des etwas weniger bre i- ten Löüwibachtals müsse auch noch der Löüwischleif mit seiner steilen A-5679/2013 Seite 14 Geländerippe gequert werden. Eine Querung dieser Seitentäler weiter hangaufwärts wäre einerseits wegen der dortigen Rut schgefahr schwie- rig. Andererseits wäre die landschaftliche Beeinträchtigung einer solchen höher gelegen en Querung nach wie vor gross: D ie Masten Nr. 478 bis 480 müssten auf den vorhandenen Geländerippen hangaufwärts ver- schoben werden und würden dadurch zum indest nicht weniger exponiert im Gelände zu stehen kommen als im Falle der bewilligten Linienführung. Eine gleichzeitige Verschiebung der Masten leicht nach Westen oder O s- ten weg von der Geländerippen wür de aufgrund der in diesem Fall zu überspannenden Ge länderippen wesentlich höhere Masten bedingen, welche entsprechend landschaftlich auffälliger wären. Auch würden in den Bereichen der Geländerippen zusätzliche Niederhaltungen nötig, welche ebenfalls landschaftlich störend wären. Als Folge könnte auch der Mast Nr. 481 nicht weiter hangaufwärts geschoben werden, wobei zu beme r- ken sei, dass diese Ver schiebung infolge der erforderlichen Masterh ö- hungen und der grösseren Zahl an Niederhaltungen auch nur isoliert b e- trachtet, keine Vorteile bringen würde. Bezüglich der Einsehbarkeit des Niederhaltekorridors sei davon auszugehen, dass der genehmigte Le i- tungskorridor mit seinen Niederhaltungen zwischen Mühlebach und Steinhaus kaum stärker einsehbar sei als auf den westlich und östlich angrenzenden Abschnitten. Zwar sinke die Leitung auf einer Länge von 1.0 km von ca. 1'540 m .ü.M. (Mast 474) auf ca. 1'460 m .ü.M. (Mast 478) relativ flach geneigt ab. Dadurch werde die Einsehbarkeit von der Talseite her indes nicht wesentlich gegenüber einem auf derselben Höhenlinie verlaufenden Niederhaltekorridor erhöht. Ab Mast Nr. 479 sinke die Le i- tung weiter ab, bis sie bei Mast 479 mit ca. 1'360 m.ü.M. den tiefs ten Punkt erreiche, bevor sie nachher wieder ansteige. Laut Bericht Niede r- halteservitut seien ab dem Mast Nr. 478 nach Osten bis zum Mast Nr. 480 keine Niederhaltungen vorgesehen, weshalb sich solche auch nicht st ö- rend auswirken würden . Nach der Beurteilung des BAFU sei der lan d- schaftliche Gewinn einer Verschiebung der Masten 478 bis 480 hangau f- wärts nach Süden s ehr gering, wenn nicht sogar inexistent. Vor diesem Hintergrund komme auch dem Umstand, dass sich das fragliche Gebiet zwischen Mühlebach und Steinhaus innerhalb des Landschaftsparks Binntal – einem Regionalen Naturpark von nationaler Bedeutung – befin- de, keine besondere Bedeutung zu . Schliesslich sei zu beachten, dass sich auf dem Gebiet der Gemeinde Ernen drei rote Lawinenzonen befi n- den würden. Damit der Schutzwald dort sei ne Funktion erfüllen könne, seien Niederhaltungen möglichst zu vermeiden. Deshalb s ei die Linie n- führung bereits im Sachplanverfahren entsprechend angepasst worden. Darüber hinaus könne bei hangparallelen Freileitungen die Schutzwal d-A-5679/2013 Seite 15 pflege mittels Seilkran erhebliche Probleme verursachen. Vorliegend würde durch eine Ver legung hangaufwärts aufgrund der topografischen Verhältnisse eine Nutzung mit dem Seilkran erschwert. 4.5.3 Die Vorinstanz ist in der angefochtenen Plangenehmigung der Ein- schätzung der beigezogenen E xperten gefolgt. Das BAFU, das in lan d- schafts- und naturschutzrechtlichen Fragen über besonderen Sachver - stand verfügt (vgl. Art. 3 Abs. 4 NHG und Art. 23 Abs. 1 Bst. A der Verord- nung vom 16. Januar 1991 über den Natur - und Heimatschutz [NHG, SR 451.1], Art. 42 Abs. 2 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 [USG, SR 814.01]), hat sich im Beschwerdeverfahren vor Bundes- verwaltungsgericht überdies ausführlich mit der von den Beschwerdefü h- renden 20 und 21 gewünschten Linienführung auseinandergesetzt und diese im Vergleich zur bewilligten als nachteiliger eingestuft. Dass die entsprechenden Ausführungen auf einer unvollständigen oder falschen Interessenabwägung beruhen, ist nicht ersichtlich. 4.5.3.1 Soweit die Beschwerdeführenden 20 und 21 dem entgegenhalten, im Falle der begehrten Linienführung kämen die Masten Nr. 479 und 481 nicht in der roten Lawinenzone zu stehen, ist festzuhalten, dass das B A- FU nicht davon ausgeht, sondern lediglich annimmt, die begehrte Linie n- führung würde die Niederhaltungsflächen vergrössern, wodurch die Schutzfunktion des dortigen Waldes geschwächt werden könnte und des- sen Pflege erheblich erschwert würde . Diese Ausführungen des BAFU stehen somit nicht im Widerspruch zur eingereichten Gefahrenkarte der Gemeinde Ernen und erscheinen plausibel . Nicht belegt ist im Übrigen die Behauptung der Beschwerdeführenden 20 und 21, die strittige Hoc h- spannungsleitung verlaufe zumindest an drei Orten (Wichja, Liegja, Riti) in einem unzureichendem Abstand zu vorhandenen oder bewilligten Wohnbauten. In der Fotodokumentation vom 20. Dezember 2007 werden alle Gebäude aufgeführt, die im Untersuchungsperimeter der strittigen Hochspannungsleitung liegen. Danach befinden sich im Bereich der Mas- ten Nr. 479-481 die Gebäu de Nr. 153, 154, 155 und 156, die mit einer Ausnahme zu landwirtschaftlichen Zwecken (Ställe) genutzt werden (vgl. Anhang 8.1 zum Umweltverträglichkeitsbericht, pag. 4538). Das als F e- rienhaus genutzte Gebäude Nr. 153 befindet sich 116 m. vom Mast Nr. 480 entfernt, wobei es 65 m. nach links verschoben ist. Dessen Emp- findlichkeit wird im Umweltverträglichkeitsbericht vom 20. Dezember 2007 (pag. 4389 und 4388) sowie in dessen Anhang als hoch eingestuft (pag. 4538). In Bezug auf dieses Gebäude hält die bewilligte Hochspa n- nungsleitung den für neue Anlagen nach der NISV geltenden Immissions- A-5679/2013 Seite 16 und Anlagegrenzwert ein (pag. 4388). Die übrigen Gebäude sind von den bewilligten Masten weiter entfernt (Gebäude Nr. 154: 398 m. nach Mast Nr. 480, 57 m. links; Gebäude Nr. 155: 408 m nach Mast Nr. 480, 60 m. links; Gebäude Nr. 156: 418 m. nach Mast Nr. 480, 71 m. links [pag. 4528]), womit e ine Überschreitung der massgeblic hen Immissions- und Anlagewerte selbst für den Fall ausgeschlossen werden kann, dass die Gemeinde Ernen im letzten Jahr die Umnutzung eines dieser Gebäu- de zu Wohnzwecken bewilligt haben sollte . Die Einwände der Beschwer- deführenden 20 und 21 vermögen folglich keine Zweifel an der Richtigkeit und Vollständigkeit der Stellungnahme des BAFU zu wecken. 4.5.3.2 Unter diesen Umständen darf das Bundesverwaltungsgericht auf die fragliche Stellungnahme des BAFU als einer ihm vom Gesetzgeber beigegebenen fachkundige Behörde abstellen (vgl. Urteil des Bundesg e- richts 1E.1/2006 vom 12. April 2005 E. 5; Urteil des Bundesverwaltung s- gerichts A-1112/2012 vom 27. Mai 2013 E. 2, nicht publizierte Erwägung von BVGE 2013/31), zumal diese mit den übrigen Akten übereinstimmt. Das Bundesverwaltungsgericht sieht sich daher nicht veranlasst, von der Einschätzung der Vorinstanz abzuweichen. Die dagegen von den B e- schwerdeführenden 20 und 21 erhobene Beschwerde erweist sich dem- nach als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 5. Es bleibt über die Kosten- und Entschädigungsfolge zu entscheiden. 5.1 Das Bundesverwaltungsgericht hat die Verfahrenskosten, bestehend aus der Spruchgebühr, Schreibgebühr und Barauslagen, im Urteil A-4795/2011 auf Fr. 10'000.- festgelegt. Der dieser Beurteilung zugrunde liegende Sachverhalt hat sich indes insofern verändert, als dem Bunde s- verwaltungsgericht und den Verfahrensbeteiligten mit der vom Bundesge- richt verfügten Rückweisung der Angelegenheit zur Beurteilung der A n- träge der Besc hwerdeführenden 20 und 21 und der Neuverlegung der Kosten ein zusätzlicher Aufwand entstanden ist. Freilich erhebt das Bu n- desverwaltungsgericht praxisgemäss für den Entscheid über die Neuve r- teilung der Kosten - und Entschädigungsfolge keine Kosten (Art. 6 Bst. b VGKE) und auferlegt den Parteien hierfür keine Parteienentsch ädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario sowie Art. 7 und Art. 8 VGKE, Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A -1744/2013 vom 23. Juli 2013 E. 5, A-6571/2011 vom 17. Februar 2012). Allerdings war im Rahmen des vo r- liegenden Rückweisungsentscheids zusätzlich erstmals über den Antrag der Beschwerdeführenden 20 und 21 auf Verlegung der streitgegenständ-A-5679/2013 Seite 17 lichen Hochspannungsleitung im Bereich Steinhaus zu befinden. Die hier- für geschuldete Gerichtsge bühr ist nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und der finanziellen Lage der Partei- en auf Fr. 1'000.- festzusetzen (vgl. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwa l- tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Mit dem bereits im Rahmen des U r- teils A-4795/2011 für dieses Verfahren erhobenen Verfahrenskosten von Fr. 1'000.- betragen die auf das von den Beschwerdeführenden 20 und 21 eingeleitete Beschwerdeverfahren entfallenden Verfahrenskosten damit insgesamt Fr. 2'000.-. Diese Kosten sowie eine allenfalls geschuldete Parteientschädigung ist zwischen den Beschwerdeführenden 20 und 21 sowie den Beschwerdegegnerinnen gesondert festzulegen (vormaliges Beschwerdeverfahren A-4819/2011 und A -5679/2013). Die übrigen Ve r- fahrenskosten im Betrag von Fr. 9'000.- sind zwischen den Beschwerd e- führenden 1-19 sowie den Beschwerdegegnerinnen zu verteilen und es sind die allenfalls in diesem Verhältnis geschuldete n Parteientschädigun- gen zu bestimmen (vormalige Beschwerdeverfahren A -4795/2011 und A-4800/2011). Welche Kosten- und Entschädigungen daraus resultieren, ist nachfolgend zunächst für die letztgenannten Parteien zu entscheiden. 5.2 Mit Eingabe vom 23. August 2013 hat die Swissgrid dem Bundesge- richt mitgeteilt, dass die Netzgesellschaften, die bis dahin Mitglied der einfachen Gesellschaft obere Rhonetalleitung gewesen sind (Alpiq Netz AG, Alpiq Réseau SA, BKW Übetragungsnetz AG, EGL Grid AG, FMV Réseau SA, LENA Lonza Energie Netz AG, Nordostschweize rische Kraftwerke Grid AG), mit Fusionsvertrag vom 26. Juni 2013 in die Swissgrid AG aufgegangen sind. Die in diesem Rahmen vorgenommene Überführung der Aktiven und Passiven dieser Gesellschaften auf die Swissgrid bewirkt eine Universalsukzession und führt nicht zu einem Par- teiwechsel. Dies muss für den vorliegenden Fall umso mehr gelten, als diese Rechtsfolge bereits in Art. 33 Abs. 4 des Bundesgesetzes über die Stromversorgung vom 23. März 2007 vorgesehen ist (vgl. dazu ausfüh r- lich: Urteile des Bundesverw altungsgerichts A -5581/2012 vom 11. November 2013 E. 1.2.2.2, A-2487/2012 vom 7. Oktober 2013 E. 1.3.2 und E. 1.3.3). Demzufolge ist die Swissgrid anstelle der vormali- gen Netzgesellschaften in die ei nfache Gesellschaft eingetreten und hat, gemeinsam mit de r SBB AG, für die im Beschwerdeverfahren gegen die Gommerleitung aufgelaufenen Verfahrenskosten und die Parteientsch ä- digung(en) einzustehen, sofern solche von den Beschwerdegegnerinnen geschuldet sind. A-5679/2013 Seite 18 5.2.1 Die Verfahrenskosten sind gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG und Art. 6 VGKE in der Regel der unterliegenden Partei aufzuerlegen . Unterliegt diese nur teilweise, so werden die Verfahrenskosten entsprechend e r- mässigt. Wird ein Verfahren von mehreren Personen geführt, so haften sie für die Verfahrenskosten zu gleichen Teilen solidarisch, wenn nichts anderes bestimmt wurde (Art. 6a VGKE). Unter rechtlich nicht verbund e- nen Parteien besteht jedoch keine Solidarhaft, weswegen bei solchen Parteimehrheiten die Kosten einzeln zu gleichen Teilen aufzuerlegen sind (MARCEL MAILLARD, Praxiskommentar, Art. 63 N. 16). Nach Art. 63 Abs. 2 VwVG werden Vorinstanzen oder beschwerdeführenden und unterliege n- den Bundesbehörden keine Verfahrenskosten aufer legt; anderen als Bundesbehörden, die Beschwerde führen und unterliegen, werden Ve r- fahrenskosten auferlegt, soweit sich der Streit um vermögensrechtliche Interessen von Körperschaften oder autonomen Anstalten dreht (vgl. ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich /Basel/Genf 2013, N. 1176, MAILLARD, Praxiskommentar, Art. 63 N. 31). Vermögens- rechtliche Streitigkeiten sind solche, in denen es um geldwerte Ansprüche oder Verpflichtungen geht, bei denen die finanziellen Interessen im Vo r- dergrund stehen (Urteil des Bund esverwaltungsgerichts A -5613/2007 vom 21. Dezember 2007 E. 7, MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 4.49). Mithilfe dieses Kriteriums soll ausgeschlossen werden, dass Behörden in Fragen unentgeltlich prozessieren, in denen es um Intere s- sen ihres Finanzvermögens geht (THOMAS GEISER, in: Bundesgerichtsge- setz, Niggli/Uebersax/Wiprächtiger [Hrsg.], 2. Aufl., Basel 2011, Art. 66 N. 29). 5.2.2 Die Beschwerdeführenden 1 -7 haben ihr en Antrag von vornherein auf de n Teilabschnitt "Binnegga-Binnachra-Hockmatta-Hofstatt" b e- schränkt. Die diesbezüglich angeordnete Rückweisung an die Vorinstanz zur Einholung einer Verkabelungsstudie und zum Neuentscheid mit off e- nem Verfahrensausgang gilt praxisgemäss als vollständiges Obsiegen (vgl. BGE 132 V 215 E. 6.1; MAILLARD, Praxiskommentar, Art. 63 N. 14). Als obsiegende Partei haben sie keine Verfahrenskosten zu tragen. Da s- selbe gilt für die Beschwerdeführenden 8, 10, 12, 14, 16 und 18 . Freilich wurde deren Anträge auf Verkabelung der Gommerleitung, evtl. Rückwei- sung zur Einholung einer Ve rkabelungsstudie, nur in Bezug auf das G e- biet "Binnegga-Binnachra-Hockmatta-Hofstatt" entsprochen. Jedoch h a- ben sie als Gemeinden, die mit ihrem Begehren nicht primär vermögens- rechtlichen Interessen verfolgen, keine Verfahrenskosten zu tragen. An- ders verhält es sich hingegen hinsichtlich der Beschwerdeführenden 9, A-5679/2013 Seite 19 11, 13, 15, 17 und 19, deren Beschwerde in erster Linie darauf ausgerich- tet ist, den Wert der in ihrem Eigentum stehenden Grundstücke, die sich in der Nähe der bewilligten Hochspannungsl eitung befinden, zu wahren . Diese sowie die Beschwerdegegnerinnen sind infolge ihres teilweisen Un- terliegens kostenpflichtig. Mit Blick auf den Verfahrensausgang erscheint es dabei angemessen , ihnen die Verfahrenskosten im Verhältnis 1 (B e- schwerdegegnerinnen) zu 2 (Beschwerdeführenden 9, 11, 13, 15, 17 und 19) aufzuerlegen. Nach Abzug des auf die Beschwerdeführenden 8, 10, 12, 14, 16 und 18 entfallenden Verfahrenskostenanteils im Betrag von Fr. 3'000.- sind den Beschwerdegegnerinnen demzufolge Verfahrensko s- ten in der Höhe von Fr. 2'000.-, den Beschwerdeführenden 9, 11, 13, 15, 17 und 19 unter solidarischer Haftung zu gleichen Teilen solche von Fr. 4'000.- aufzuerlegen. 5.2.3 Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 VGKE haben ganz oder teilweise obsiegende Parteien Anspruch auf eine Parteientschädigung für die ihnen erwachsenen notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten (vgl. Art. 8 VGKE). Auferlegt werden diese Parteientschädigungen – je nach deren Leistungsfähigkeit – in der Regel den unterliegenden Gege n- parteien, sofern sich diese mit selbständigen Begehren am Verfahren b e- teiligt haben . Keinen Anspruch auf Parteientschädigung haben Bunde s- behörden und, in der Regel, andere Behörden, die als Parteien auftreten (Art. 7 Abs. 3 VGKE). Anders verhält es sich bei klein eren und mittleren Gemeinden, die über keinen Rechtsdienst verfügen und daher auf einen Rechtsanwalt angewiesen sind, denen praxisgemäss eine Parteientsch ä- digung zuzusprechen ist (vgl. BGE 125 I 182 E. 7 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 2P .225/2005 vom 27. April 2006 E. 4; Urteil des Bun- desverwaltungsgerichts A -8636/2007 vom 23. Juni 2008 E. 12 , je m.w.H.). Keine Entschädigung ist schliesslich geschuldet, wenn der Ver- treter oder die Vertreterin in einem Arbeitsverhältnis zur betreffenden Par- tei steht oder eigene Interessen am Ausgang des Verfahrens hat (Art. 9 Abs. 2 VGKE sowie Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -1936/2006 vom 10. Dezember 2009 E. 6). 5.2.4 Die Beschwerdeführenden 1-7 haben als obsiegende Parteien grundsätzlich Anspruch auf eine Partei entschädigung. Sie waren jedoch im Beschwerdeverfahren A-4795/2011 nicht anwaltlich vertreten, weshalb ihnen durch dieses Verfahren keine nennenswerten Kosten entstanden sind. Für den sie betreffenden im vorliegenden Verfahren zu fällenden Kostenentscheid spricht das Bundesverwaltungsgericht, wie bereits fes t- gehalten (vgl. E. 5.1 hier vor), keine Parteientschädigung zu. Die B e-A-5679/2013 Seite 20 schwerdeführenden 1 -7 können demzufolge keine Parteientschädigung beanspruchen. Dasselbe gilt aus denselben Überlegungen für die B e- schwerdegegnerinnen. Hingegen waren die Beschwerdeführenden 8 -19 im Verfahren A-4795/2011 anwaltlich vertreten, weshalb ihnen im durch das Bundesgericht teilweise aufgehobenen Urteil A -4795/2011 vom 3. Januar 2013 im Hinblick auf die Schwieri gkeit der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen eine Parteientschädigung von Fr. 7'000.- (inklu- sive Mehrwertsteuer und Barauslagen) zugesprochen wurde. Es sind kei- ne Gründe ersichtlich, um bei der Neuverlegung der Parteientschädigung von dieser Einschätzu ng abzuweichen. Die Beschwerdeführenden 8 -19 können indes angesichts ihres nunmehr nur noch teilweisen Obsiegens lediglich eine reduzierte Parteientschädigung beanspruchen, die auf Fr. 2'330.- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen und von den Beschwerdegegnerinnen unter solidarischer Haftung zu gleichen Teilen zu tragen ist (Art. 64 i.V.m. Art. 6a und Art. 7 Abs. 5 VGKE). 5.3 Damit bleibt über die Kosten- und Entschädigungsfolgen im Verhältnis zwischen den Beschwerdeführenden 20 und 21 sowie d en Beschwerde- gegnerinnen zu entscheiden. Die Beschwerdeführenden 20 und 21 sind mit ihrem Antrag auf Verlegung der strittigen Hochspannungsleitung im Gebiet Steinhaus vollständig unterlegen. Bei diesem Verfahrensausgang haben sie als unterliegende Partei die hierfür geschuldeten Verfahrens- kosten im Betrag von Fr. 2'000.- zu gleichen Teilen unter solidarischer Haftung zu tragen (vgl. E. 5.2.1). Als unterliegende Partei haben sie den Beschwerdegegnerinnen ausserdem die notwendigen Kosten für das fragliche Verfahren zu ersetzen (Art. 64 VwVG und Art. 9 ff. VGKE) . Die Beschwerdegegnerinnen waren im Verfahren A-4795/2011 vor Bunde s- verwaltungsgericht nicht vertreten, haben sich jedoch für das bundesg e- richtliche Verfahren einen Anwalt genommen, der sie nunmehr auch im Rahmen dieses Rückweisungsentscheids vertritt und am 22. Oktober 2013 beim Bundesverwaltungsgericht eine sehr kurze Stellungnahme eingereicht hat. Die hiermit verbundenen Auslagen rechtfertigen die Z u- sprechung einer Parteientschädigung indes nicht (Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 4 VGKE, vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 4.69 und Rz. 4.83). Dass den Beschwerdegegnerinnen durch das von den Be- schwerdeführenden 20 und 21 ausgelöste Beschwerdeverfahren ander- weitig in nennenswertem Umfang Kosten entstanden sind, ist weder gel- tend gemacht worden noch ersichtlich (vgl. Art. 13 Bst. a VGKE). Dem- nach schulden die Beschwerdeführenden 20 und 21 den Beschwerd e- gegnerinnen keine Parteientschädigung. A-5679/2013 Seite 21 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde der Beschwerdeführenden 20 und 21 wird abgewiesen. 2. Die reduzierten Verfahrenskosten gehen im Umfang von Fr. 4'000.- zu Lasten der solidarisch haftenden Beschwerdeführenden 9, 11, 13, 15, 17 und 19. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 4'000.- verrechnet. Den solidarisch haftenden Beschwerdegegnerinnen werden Verfahrens- kosten im Umfang von Fr. 2'000.- auferlegt. Sie haben diesen Betrag i n- nert 30 Tagen seit Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse des Bundesverwaltungsgerichts zu überwe i- sen. Die Zustellung des Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post. Den solidarisch haftenden Beschwerdeführenden 20 und 21 werden Ve r- fahrenskosten im Betrag von Fr. 2'000.- auferlegt. Diese werden m it dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'000.- verrechnet. 3. Die Beschwerdegegnerin nen schulden den Beschwerdeführenden 8 -19 eine Parte ientschädigung von Fr. 2'330.- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen). Diesen Betrag haben sie den Beschwerdeführenden 8-19 innert 30 Tagen seit Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführenden 1-7 (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdeführenden 8-19 (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdeführenden 20 und 21 (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerinnen (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. 148.0153; Einschreiben) – das Generalsekretariat des UVEK (Gerichtsurkunde) – das ESTI (Einschreiben) – das BAFU (Einschreiben) A-5679/2013 Seite 22 Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Christoph Bandli Christa Baumann Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Frist steht vom 18. Dezember 2013 bis und mit 2. Januar 2014 still. Die Recht s- schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu entha l- ten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: