<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2006.00933</span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig als Einzelrichterin</p><p>Gerichtssekretär Klemmt</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 23. April 2007</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, geboren 1949 und von Beruf Primarlehrer, meldete sich am 13. Novem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2003 wegen Hörproblemen bei der Invalidenversicherung zum Bezug von Hilfsmitteln (Hörgeräten) an (Urk. 7/1). Mit Verfügung vom 7. Juni 2005 übernahm die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle), </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Kosten für die Versorgung mit zwei Hörgeräten der Indikationsstufe 1 von insgesamt Fr. 3'400.15 (Urk. 7/11).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beim Velofahren auf dem Heimweg nach der Arbeit verlor </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> im Januar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2006</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">das rechte Hörgerät, wobei ein vorbeifahrendes Auto dieses irrepa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bel beschädigt hat (vgl. Urk. 1, Urk. 7/12). Am 4. Mai 2006 ersuchte der Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte über die Lieferantin der Hörgeräte, die Hörmittelzentrale </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">O.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, die IV-Stelle um die Übernahme der Kosten eines Ersatzgerätes (Urk. 7/12). Die IV-Stelle prüfte daraufhin den Anspruch auf eine Beteiligung an den Kosten für den Ersatz des Hörgerätes und sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 7. Juni 2006 eine Kostenbeteiligung im Betrag von Fr. 189.05, was der Differenz zwischen dem Neu- und dem Zeitwert des fraglichen Hörgerätes entspricht, zu (Urk. 3/1 = Urk. 7/15). Die dagegen von der Hörmittelzentrale </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">O.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> am 7. Juli 2006 erhobene Einsprache (Urk. 3/2 = Urk. 7/17), welche von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nachträglich noch mitunterzeichnet wurde (Urk. 7/19-20), wies die IV-Stelle mit Entscheid vom 27. September 2006 ab (Urk. 2 = Urk. 7/21).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hiegegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> reichte der Versicherte mit Eingabe vom 27. Oktober 2006 Beschwerde ein und beantragte sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einsprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">entscheides</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und die ganze oder zumindest eine massgebliche teilweise Finanzie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung des zu er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Hörgerätes durch die Invalidenversicherung (Urk. 1). In der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deantwort vom 6. Dezember 2006 schloss die IV-Stelle auf Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sung (Urk. 6). Am 13. Dezember 2006 wurde der Schriften</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wech</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sel geschlossen (Urk. 8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span id="VV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 21 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) wer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den die in einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste aufgeführten Hilfsmittel zu Eigentum oder leihweise in einfacher und zweckmässiger Ausführung abge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geben (Abs. 1 und 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 6 der Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">denversicherung (HVI) sind von der Invalidenversicherung abgegebene Hilfsmittel </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sorgfältig zu verwenden (Abs. 1); wird ein Hilfsmittel wegen schwe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rer Verletzung der Sorgfaltspflicht oder Nichtbeachtung besonderer Auflagen vorzeitig gebrauchsuntauglich, hat die versicherte Person eine angemessene Entschädigung zu leisten (Abs. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mangels genauerer Definition des Sorgfaltsmassstabes beziehungsweise der "schweren Verletzung der Sorgfaltspflicht" in der HVI hat die höchstrichterliche Rechtsprechung hierfür auf den Begriff der Grobfahrlässigkeit abgestellt. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Grob</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fahrlässig handelt, wer jene elementaren Vorsichtsgebote unbeachtet lässt, die jeder verständige Mensch in der gleichen Lage und unter den gleichen Umstän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den befolgt hätte, um eine nach dem natürlichen Lauf der Dinge voraussehbare Schädigung zu vermeiden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Für den Begriff der Grobfahrlässigkeit im Sinne von Art. 6 Abs. 2 HVI gilt dabei ein strenger </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Massstab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 30. September 2005 in Sachen G., I 250/05, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 4 mit Hinweisen, teilweise publiziert in SVR 2006 IV Nr. 22 S. 78).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">So stellt bereits das offen Herumliegenlassen eines Hörgerätes eine grobe Sorg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">faltspflichtverletzung dar (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 30. September 2005 in Sachen G., I 250/05), ebenso das Verlieren des Hör</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gerätes (Urteile des Sozialversicherungsgerichts vom 26. Juni 2006 in Sachen B., IV.2006.00387, und vom 25. September 2006 in Sachen K., IV.2006.00220).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Von der Frage der Sorgfaltspflicht zu trennen ist die Frage der angemessenen Entschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 HVI. Diesbezüglich hat das Eidge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nössische Versicherungsgericht auf das Kreisschreiben des Bundesamtes für So</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zialversicherung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherung (KHMI) verwiesen, gemäss dessen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 5.07.19 (in der hier anwendbaren, bis zum 30. Juni 2006 gültig gewesenen Fassung) bei Hilfsmitteln in Form von Hörgeräten für die massliche Beteiligung der versicherten Person vor Ablauf der üblichen Gebrauchsdauer von sechs Jahren der Tarifvertrag massgebend ist, und die darin enthaltene Abstufung der Kostenbeteiligung als rechtmässig erklärt (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 30. September 2005 in Sachen G., I 250/05, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2.2). Danach bezahlt die Invalidenversicherung in den ersten beiden Jahren nach Zusprechung eines Hörapparates nichts an die Neu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anschaffung; nach drei Jahren beteiligt sie sich zu einem Viertel, nach vier Jahren zur Hälfte und nach fünf Jahren zu drei Vierteln (Anhang 3 zum Tarif</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vertrag über die Hörgeräteabgabe vom 1. April 1999).</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Aussagen des Beschwerdeführers hat sich der Verlust beziehungsweise die irreparable Beschädigung des rechten Hörgerätes folgendermassen zugetragen: </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">An einem Tag im Januar 2006 (das genaue Datum ist nicht bekannt) fuhr der Beschwerdeführer nach Arbeitsschluss mit dem Fahrrad nach Hause. Dabei habe er das Hörgerät verloren. Dieses habe sich - offensichtlich beim Anziehen der Mütze - vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ohrstück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gelöst, wobei der Beschwerdeführer diesen Verlust sofort bemerkt habe. Trotz intensiver Suche habe er das Hörgerät wegen der Dunkel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heit nicht sofort finden können. Nachdem er sich zu Hause eine Taschenlampe besorgt habe, habe er das Gerät nach kurzer Zeit gefunden. Dieses sei zu jener Zeit aber bereits unter die Räder eines vorbeifahrenden Autos geraten und irre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">parabel zerstört worden (Urk. 1, Urk. 7/12).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei dieser Sachverhaltslage kann dem Beschwerdeführer nur dann eine grobe Sorgfaltspflichtverletzung vorgeworfen werden, wenn sein Handeln unmittelbar nachdem er den Verlust des Hörgerätes bemerkt hatte, als den Umständen ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprechend inadäquat und grobfahrlässig zu qualifizieren ist. Allein die Tatsache, dass sich der Beschwerdeführer eine Mütze angezogen hat, wobei sich offenbar das Hörgerät vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ohrstück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> löste, stellt keine Sorgfaltspflichtverletzung dar, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">genteils</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wird in der Gebrauchsanleitung der Firma </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">P.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Gerät nicht nass werden darf, so dass das Schüt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zen mit einer Kopfbedeckung im Winter sicher als angemessene Massnahme an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zusehen ist. Ebenso wenig kann dem Beschwerdeführer vorgeworfen werden, dass er die Trennung der beiden Stücke beim Anziehen der Mütze nicht sofort bemerkte. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Offenbar bemerkte er dies erst, als das Gerät auf dem Heimweg zu Boden fiel. Nach seinen Angaben begann er sofort eine intensive Suche, die wegen der Dunkelheit indes erfolglos blieb, weshalb er zu Hause eine Taschenlampe holte, zurückfuhr und das inzwischen zerstörte Gerät nach kurzer Zeit fand. Ob das Gerät bereits irreparabel beschädigt wurde, als es zu Boden fiel, wird sich nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">träglich, nachdem es von einem Auto überfahren worden ist, nicht mehr fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">stellen lassen. Es ist deshalb zu prüfen, ob der Beschwerdeführer, als er das Hi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">nunterfallen des Hörgeräts bemerkte, sämtliche Vorkehren traf, die er aufgrund seiner Sorgfaltspflicht zu treffen hatte. In diesem Punkt ist der Sachverhalt zu wenig abgeklärt. So ist insbesondere nicht bekannt, wie lange und intensiv der Beschwerdeführer suchte, wie intensiv er aufgrund der Strassen- und Verkehrs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">verhältnisse suchen konnte, ohne sich selber zu gefährden, ob er allenfalls mit Hilfe der Velolampe hätte suchen oder jemanden um Hilfe hätte bitten können und ob er, statt selber nach Hause zu fahren und eine Taschenlampe zu holen, ein Familienmitglied hätte anrufen und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">herbitten können, um die Suche in der Zwischenzeit fortzusetzen. Unklar ist auch, wie lange der Beschwerdeführer von der Stelle, an der er das Hörgerät verlor, bis nach Hause brauchte, und ob es nicht eine andere, schnellere Möglichkeit gegeben hätte, sich gutes Licht für die Suche zu beschaffen. Da der Beschwerdeführer das rechte, mithin das von der Strassenseite abgewandte Hörgerät verlor, sind schliesslich die genauen lokalen Verhältnisse von Interesse. Je nachdem, ob sich der Verlust des Hörgerätes in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">nerorts neben einem Trottoir oder auf der Überlandstrasse mit oder ohne Velo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">streifen ereignete, gestalteten sich die Suchmöglichkeiten intensiver oder weni</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ger intensiv und stellt die vom Beschwerdeführer getroffene Entscheidung, zu Hause eine Taschenlampe zu holen, eine geeignete oder ungeeignete Mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">nahme dar.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Die IV-Stelle, an welche die Sache zurückzuweisen ist, wird deshalb durch geeig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">nete Befragung des Beschwerdeführers die genauen Verhältnisse und Um</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">stände abzuklären und hernach das Verhalten des Beschwerdeführers im Rah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">men der ihm obliegenden Sorgfaltspflicht nach einem rechtsprechungsgemäss strengen Massstab zu würdigen haben. In diesem Sinne ist die Beschwerde gut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">zuheissen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ergänzend ist festzuhalten, dass sich die Entschädigung für den Ersatz des Hörge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rätes, sollte dem Beschwerdeführer eine grobe Sorgfaltspflichtverletzung vorgeworfen werden können, nach der in Erwägung 2.2 zitierten Rechtspre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts nach der im Anhang 3 zum Tarifvertrag festgehaltenen Abstufung richtet. Danach ist die IV-Stelle beim Verlust des Hörgerätes innerhalb des ersten Jahres nach der Zusprache zu über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">haupt keiner Vergütung verpflichtet. Wenn die IV-Stelle wie hier trotzdem ei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen Beitrag leistet, erweist sich dies als grosszügig, ein höherer Beitrag ist indes ausgeschlossen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- zulasten der Beschwerdegegnerin (vgl. Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Beschwerde"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Einsprache</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">ent</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">scheid</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> vom 27. September 2006 aufgehoben und die Sache an die Sozial</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu über den Anspruch des Beschwerdeführers auf Übernahme der Kosten für den Ersatz des rechten Hörgerätes verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherung</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">sowie nach Eintritt der Rechtskraft an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">-</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">richt, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">zustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">mittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p>Die EinzelrichterinDer Gerichtssekretär</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigKlemmt<span id="_GoBack"></span></p></div> </div></body></html>