B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-6680/2012 U r t e i l v o m 11 . J a n u a r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichterin Contessina Theis, mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas; Gerichtsschreiberin Eva Hostettler. Parteien A._______, geboren am (…), B._______, geboren am (…), und deren Kinder, C._______, geboren am (…), D._______, geboren am (…), Nigeria, alle vertreten durch Bureau de Conseil pour les Africains Francophones de la Suisse (BUCOFRAS), (…) Beschwerdeführende, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 20. Dezember 2012 / N (…). D-6680/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die Beschwerdeführenden am 6. Februar 2011 ohne Einreichung von Reise - beziehungsweise Identitätsdokumenten in der Schweiz um Asyl nachsuchten, dass sie noch gleichentags unter Hinweis auf die Möglichkeit eines Nichteintretensentscheides aufgefordert wurden, innert 48 Stunden Reise- oder Identitätsdokumente zu den Akten zu reichen, dass sie am 18. Februar 2011 im Empfangs - und Verfahrenszentrum E._______ (EVZ) zu ihren Ausreise - und Asylgründen befragt wurden und am 29. September 2011 eine direkte Anhörung durch das BFM erfolgte, wo sie u nter anderem angaben, sie seien nigerianische Staatsangehörige, dass der Beschwerdeführer (Vater) zur Begründung s eines Asylgesuchs im Wesentlichen ausführte, ein betrunkener Freund habe die Nacht vom 5. Oktober 2007 spontan bei ihm verbracht, sei in ebendieser Nacht u n- verhofft gestorben, was er auch sofort nach Entdeckung auf dem Polize i- posten gemeldet habe, dass er bei seiner Rückkehr nach Hause jedoch habe entdecken müssen, dass die Fami lie des Verstorbenen sein Haus demolier t hab e, weshalb ihm die anwesenden Polizisten dazu geraten hätten, das Land zu verlas- sen, dass er deshalb am 10. Oktober 2007 aus Nigeria ausg ereist sei, sich in Niger, Libyen und sodann Italien aufgehalten habe, wo er auch seine L e- benspartnerin wieder getroffen habe und sie sich in der Folge am (…) nach Brauch verheiratet hätten, dass er im Heimatland weder einen Pass noch eine Identitätskarte oder sonst ein Ausweisdokument wie einen Schülerausweis oder eine Geburtsurkunde besessen habe, weshalb er seiner Pflicht, ein Identi - tätsdokument einzureichen, nicht nachkommen könne, dass die Beschwerdeführerin (Mutter) zu Protokoll gab, sie hätte im Ja hr 2000 den Dorfvorsteher heiraten sollen, was sie abgelehnt habe, worau f- hin ihre Familie zus ammengeschlagen worden sei, sie jedoch habe flie- hen können, D-6680/2012 Seite 3 dass sie später durch ihre Nachbarn erfahren habe, dass der Dor fvorste- her sie nun töten wolle, dass sie daraufhin im Jahr 2000 über Niger und Marokko nach Spanien gereist und im Juni 2010 nach Italien zu ihrem sodann nach Brauch a n- getrauten Ehemann und schliesslich in die Schweiz gelangt sei, dass auch sie im Heimatland weder einen Pass noch eine Id entitäts- karte oder sonst ein Ausweisdokument besessen habe, dass die Beschwerdeführerin am (…) das Kind C._______ und am (…) das Kind D._______ zur Welt brachte, dass das BFM mit Verfügungen vom 27. September 2012 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a d es Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf die Asylgesuche nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 4. Oktober 2012 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben, dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 7. November 2012 die Beschwerde guthiess, die Verfügungen der Vorinstanz vom 27. September 2012 aufhob und die Sache zur Neubeurteilung an das BFM zurückwies, wobei zur Begründung im Wesentlichen angeführt w ur- de, die beiden minderjährigen Kinder der Beschwerdeführenden hätten keinen Eingang in die Akten und die angefochtenen Verfügungen gefu n- den, weshalb der rechtserhebliche Sachverhalt nicht erstellt sei, dass das BFM mit Verfügung vom 20. Dezember 2012 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf die Asylgesuche der Beschwerdeführen- den nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass zur Begründung im Wesentlichen angeführt wurde, es würden keine entschuldbaren Gründe vorliegen, die es den Beschwerdeführenden ve r- unmöglicht hätten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen, da es in s- besondere erfahrungswidrig sei, dass sich die Beschwerdeführenden o h- ne jegliche Papiere jahrelang im Ausland aufgehalten und sogar gearbe i- tet haben wollen, D-6680/2012 Seite 4 dass sich die Beschwerdeführerin (Mutter) zu den Aufenthal tsorten und der Aufenthaltsdauer seit ihrer im Jahr 2000 erfolgten Ausreise mehrmals widersprochen und diesbezüglich in unsubstantiierten Aussagen verloren habe, dass deshalb davon auszugehen sei, dass die Beschwerdeführenden die Schweizer Asylbehörden über die Umstände ihrer Ausreise und über ihre Identitätsausweise zu täuschen versuchten, dass die Vorbring en des Beschwerdeführers (Vater ) sodann auch offe n- sichtlich unglaubhaft seien, da er – in völlig realitätsfremder und erfa h- rungswidriger Weise – angegeben habe, die Polizisten hätten ihm ang e- sichts der Zerstörungswut der Familie des Verstorbenen zur Flucht aus dem Heimatstaat geraten, dass es auch realitätsfremd erscheine, da ss er im gesamten Heimatstaat keinen Schutz vor den angeblichen Verfolgungshandlungen der Familie des Verstorbenen habe finden können, und aufgrund des Versterbens ei- nes betrunkenen Freundes in seinem Haus eine landesweite Suche nach ihm als Mörder ausgelöst worden sei, dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin (Mutter) nicht asylrelevant seien, da sie sich erst bei den nigerianischen Behörden um Schutz hätte bemühen und die Bedrohung durch den Dorfältesten zur Anzei ge hätte bringen müssen, ihr sodann auch eine innerstaatliche Schutzalternative offen stehe, weshalb nicht weiter auf Unglaubhaftigkeitselemente in ihren Aussagen einzugehen sei, dass die Beschwerdeführenden demnach die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG nicht erfüllten und sich zusätzliche Abklärungen au f- grund der Aktenlage erübrigten, wobei auch der Vollzug der Wegweisung als zulässig, zumutbar und möglich zu bezeichnen sei, dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 24. Dezember 2012 (Poststempel) durch ihren Rechtsvertreter gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und unter anderem b e- antragen liessen, die angefochtene Verfügung der Vorinstanz vom 20. Dezember 2012 sei aufzuheben und das BFM anzuweisen auf d ie Asylgesuche einzutreten, eventualiter sei eine vorläufige Aufnahme a n- zuordnen, D-6680/2012 Seite 5 dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der aufschie - benden Wirkung der Beschwerde und um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) ersucht wurde, und auf die Er- hebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten, dass zur Begründung im Wesentlichen geltend gemacht wurde, dass es in Nigeria üblich sei, keine Identitäts - oder Ausweispapiere zu besitzen, die Beschwerdeführenden zudem auch aus ihrem Heimatsta at geflohen seien und sie demnach sehr wohl entschuldbare Gründe vorgebracht hät- ten, weshalb sie nicht in der Lage gewesen seien, Reise - oder Identitäts- papiere abzugeben, dass sodann gestützt auf Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG aufgrund der Vo r- bringen ohnehin die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführenden im Sinne von Art. 3 und 7 festzustellen sei, dass sich darüber hinausgehend auch der Vollzug der Wegweisung als unzumutbar erweise, da die Kinder bei einer Rückkehr in ihren Heima t- staat nicht mehr die gl eich günstigen sozialen Rahmenbedingungen vo r- fänden wie in der Schweiz, und die Eltern bei ihrer Reintegration in Nige- ria mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert wären, dass das BFM demnach aufgrund von Art. 32 Abs. 3 Bst. a, b und c auf das Asylgesuch der Beschwerdeführenden hätte eintreten müssen, dass die vorinstanzlichen Akten am 4. Januar 2013 beim Bundesverwa l- tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), dass mit Verfügung vom 7. Januar 2013 der Eingang der Beschwerde bestätigt wurde, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführ ende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG, i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 D-6680/2012 Seite 6 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne vo n Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilg e- nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass gestützt auf Art. 33a Abs. 2 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG der vorliege n- de Entscheid in deutscher Sprache ergeht, dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden geg en Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32 – 35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerd e- instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintr e- tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mat e- riellen Prüfung enthält, die angefochtene Ve rfügung aufhebt und die S a- che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73 m.H.a. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei- zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass indessen im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), D-6680/2012 Seite 7 dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfahren ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen Nichteintretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft Prozess - gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mat e- riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen i st (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf Asylgesuche nicht eingetre - ten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einrei chung des Gesuchs Reise - oder Identitäts pa- piere abgeben, dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende glaubhaft machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der A nhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird oder zu - sätzliche Abklärungen zur Fest stellung der Flüchtlingsei genschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses nötig sind (vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG), dass d ie Beschwerdeführenden es unterliessen, im Moment der Einre i- chung ihres Asylgesuches beziehungsweise in den 48 Stunden nach der diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines In formationsblattes ein Dokument zu ihrer zweifelsfreien Identifizierung (vgl. BVGE 2007/7 E. 5.1-5.2 S. 65 ff.) abzugeben, dass demnach vorliegend die Nichtabgabe von Reise - oder Identitäts - papieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG in - nerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches sach ver- haltsmässig erstellt ist, D-6680/2012 Seite 8 dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus - setzung für ein Nichtei ntreten wegen fehlender Papiere erfüllt ist, dass die Beschwerdeführenden vorliegend keine entschuldbaren Gründe für die Nichtabgabe eines bewei stauglichen Identitäts - dokuments (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs glaubhaft zu machen vermögen, dass hierzu weitgehend auf die zutreffenden Erwägungen in der ange - fochtenen Verfügung (vgl. daselbst, Ziff. I/1 S. 3) verwiesen werden kann, dass in der Beschwerde den diesbezüglichen Erwägungen nichts Su b- stanzielles entgegengesetzt wird, dass sich d ie Beschwerdeführenden damit begnüg en in nicht überze u- gender Weise geltend zu machen, es sei in Nigeria – im Gegensatz zur Schweiz – üblich keine Identitätsdokumente zu besitzen und sie ihren Heimatstaat auch auf der Flucht hätten verlassen müssen, weshalb es ihnen nicht möglich gewesen sei, sich um die Beschaffung von Papieren zu kümmern, dass sie sich auch in keiner Weise dazu äusser n, wie es ihnen gelungen sein soll, ohne irgendein Reise - oder Identitätspapier aus Nigeria aus -, sodann in Niger ein - und via Marokko nach Spanien (Beschwerdeführ e- rin) und sodann Italien respektive direkt nach Italien (Beschwerdeführer) und später in die Schweiz zu reisen, dass es den Beschwerdeführenden vorliegend nicht gelingt, glaubhaft darzulegen, dass entschuldbare Gründe für das Nichteinreichen gültiger Reise- oder Identitätspapiere vorliegen, dass die Vorinstanz sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage unter Verzicht auf zusätzliche tatbestandliche oder rechtliche Abklärungen im Rah men einer bloss summarischen Prüfung den Schluss ziehen konnte, die Beschwerdeführenden erfüllten die Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht, und ebenso offenkundig stünden einem Vollzug der Wegweisung keine Hindernisse entgegen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 5.5 und 5.6), D-6680/2012 Seite 9 dass diesbezüglich zur Vermeidung von Wiederholungen wied erum auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Ver fügung (vgl. da - selbst, Ziff. I/2 S. 3 ff.; Ziff. II S. 4) zu verweisen ist, dass die Ausführungen in der Beschwerde – die Beschwerdeführenden hätten sehr wohl asylr elevante Vorbringen vorgebrac ht, wobei sich auch der Wegweisungsvollzug aufgrund der dort vorherrschenden schwierigeren Lebensbedingungen für die Kleinkinder und der langen Abwesenheit der Eltern als unzumutbar erweise – die Gesuchsbe - gründung de r Beschwerdeführe nden nicht in einem anderen Licht er - scheinen las sen, dass die Vorhalte des BFM zur Glaubhaftigkeit der Asylvorbringen des Beschwerdeführers (Vaters) einer Überprüf ung durch das Bundes - verwaltungs gericht standhalten, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers (Vaters) auch vom Gericht als realitätsfremd und konstruiert erachtet werden und mithin als offensichtlich unglaubhaft zu qualifizieren sind, da es nicht nachvollziehbar ist, warum ihm die Polizisten – angesichts der angeblichen Zerstörung seines Hauses durch die Familie des Verstorbenen – zur Flucht geraten haben sollen und er tags darauf durch einen Aufruf im Fernsehen als Mörder landesweit gesucht worden sein soll, obwohl dies – gemäss seinen eigenen Aussagen – nicht sehr üblich sei und er sich auch ni cht erklären könne, warum gerade sein Fall ein solches Interesse geweckt habe (vgl. act. A 27/10 S. 6), dass die Aussagen der Beschwerdeführerin (Mutter) – wie von der Vorin- stanz richtig festgestellt – nicht asylrelevant sind, da den Akten keinerlei Hinweise zu entnehmen sind, dass sie sich , bevor sie um subsidiären i n- ternationalen Schutz ersucht e, vergeblich um den Schutz ihres Hei mat- staates bemüht hätte oder ihr die Inanspruchnahme diese s Schutzes nicht zuzumuten gewesen wäre, dass die Vorbringen der Besc hwerdeführenden insgesamt als offensichtlich unglaubhaft respektive nicht asyl relevant im Sinne von Art. 3 AsylG zu bewerten sind, dass sich an gesichts dieser klaren Sachlage weitere Erörterungen er - übrigen, D-6680/2012 Seite 10 dass das BFM demnach in Anwendung von Art. Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu Recht auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht ein- getreten ist, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruc h auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. EMARK 2001 Nr. 21), wes- halb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Besti m- mungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wu r- de, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner Vo r- gängerorganisation ARK der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüch t- lingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Au s- länderrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solche s Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegw eisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es D-6680/2012 Seite 11 den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebl i- che Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non - Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und ke i- ne Anhaltspunkte für ein e menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgeno s- senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinko m- mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, u n- menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) er- sichtlich sind, die den Beschwerdeführenden im Heimatland droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage im Heimat - bzw. Herkunftsstaat der Beschwerdeführenden noch individuelle Gründe auf eine konkrete G e- fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, dass der Umstand, dass die Kinder in der Schweiz die besseren Leben s- bedingungen als in Nigeria vorfinden, daran nichts zu ändern vermag, dass hinsichtlich der Vorbringen in der Beschwerde – die Reintegration der Eltern in Nigeria werde sich aufgrund der langjährigen Abwesenheit, des nur geringen Ausbildungsgrades und der allgemein schwierigen soz i- alen und wirtschaftlichen Lage schwierig gestalten, festzustellen ist, dass die Beschwerdeführerin die Primarschule besucht hat und in ihrem Hei- matstaat – wenigstens unregelmässig – als Coiffeuse tätig war (vgl. act. A 9/10 S. 2 ; act. A 26/10 S. 6, wobei sie auf die Frage, ob sie in Nigeria gearbeitet habe , zu Protokoll gab, sie habe nicht gearbeitet, aber manchmal den Leuten die Haare geflochten), dass zudem ihre Eltern und ihr Bruder im Heimatstaat wohnhaft sind, mit denen sie auch nach wie vor in Kontakt steht (vgl. act. A 26/10 S. 2), dass der Beschwerdefü hrer die Sekundarschule besucht , im Ausland im Jahr 2008 als Schweisser gearbeitet hat, und seine Mutter sowie zwei Onkel im Heimatstaat leben, D-6680/2012 Seite 12 dass die Beschwerdeführenden demnach über eine Grundbildung, über berufliche Erfahrungen und über ein tragfähiges soziales Beziehungsnetz verfügen, welches ihnen, trotz der angeblichen mehrjährigen Abwesen- heit bei der Reintegration behilflich sein kann, dass es ihnen zudem freisteht, bei den Schweizerischen Asylbehörden Rückkehrhilfe zu beantragen, dass der Vollzug der Wegweisung den Beschwerdeführenden in den Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste- hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es den Beschwerdeführenden obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 - 515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass aus den soeben dargelegten Gründen den Beschwerdebegehren keine ernsthaften Erfolgsaussichten beschieden waren, weshalb das G e- such um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unabhängig von der Frage der prozessualen Bedürftigkeit der Beschwerdeführenden ab- zuweisen ist, dass mit dem Entscheid in der Sache selbst der Antrag um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und um Gewährung der au f- schiebenden Wirkung der Beschwerde gegenstandslos geworden ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-6680/2012 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Bes chwerdeführenden auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die z u- ständige kantonale Behörde. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Contessina Theis Eva Hostettler Versand: