<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten eine Vorlage zu unterbreiten, welche die Taggeldversicherung für den Krankheitsfall regelt. Dabei sind folgende Grundsätze zu beachten:</p><p>1. Die Taggeldversicherung ist obligatorisch für alle Arbeitnehmerinnen und </p><p>Arbeitnehmer. Nicht obligatorisch versicherte Personen können sich der Versicherung zu angemessenen Bedingungen anschliessen.</p><p>2. Das Taggeld bei Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit beträgt mindestens 80 </p><p>Prozent des versicherten Lohnes, der demjenigen der obligatorischen Unfallversicherung entspricht.</p><p>3. Das Taggeld wird ab dem 31. Krankheitstag während mindestens 730 von 900 </p><p>aufeinander folgenden Tagen ausbezahlt. Während der ersten 30 Krankheitstage bezahlt der Arbeitgeber den Lohn. Wird die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber aufgrund vertraglicher Vereinbarung oder öffentlich-rechtlicher Regelung garantiert, so kann der Beginn der Taggeldzahlung weiter aufgeschoben werden.</p><p>4. Arbeitslose, die sich innerhalb der für den Leistungsbezug der </p><p>Arbeitslosenversicherung geltenden Rahmenfrist befinden, sind ebenfalls obligatorisch versichert. Die Taggelder entsprechen mindestens denjenigen der Arbeitslosenversicherung.</p><p>5. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei einem vom Gesetz zugelassenen Versicherer zu versichern. Die Versicherung muss nach dem Grundsatz der Gegenseitigkeit betrieben werden.</p><p>6. Es wird ein Risikoausgleich geschaffen.</p><p>7. Die Versicherung wird durch Beiträge der Versicherten finanziert; ihre Arbeitgeber oder die Arbeitslosenversicherung zahlen mindestens die Hälfte der Beiträge.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist, wie er letztmals in seiner Antwort auf die Interpellation Robbiani vom 14. Juni 2000 (00.3279) erläutert hat, grundsätzlich der Ansicht, dass die Situation im Bereich der Taggeldversicherung nicht zu genügen vermag. </p><p>In der laufenden Legislaturperiode steht jedoch die Konsolidierung der Sozialversicherungen im Vordergrund. Vorschläge zur Umgestaltung der Krankentaggeldversicherung wird der Bundesrat deshalb nicht unterbreiten.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.