A bteilung I A -1674/2006 {T 0/2} U rteil vom 16. A pril 2007 M itw irkung: R ichter Thom as Stadelm ann; R ichter Pascal M ollard; R ichterin Salom e Zim m erm ann; G erichtsschreiberin Sonja Bossart. A ._______ G m bH , Beschw erdeführerin, vertreten durch ..., gegen O berzolldirektion (O ZD ), H auptabteilung R echt und Abgaben, M onbijoustrasse 40, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Zoll (N achbezug zum A usserkontingentsansatz für Schnittblum en) B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie A. G m bH w urde m it H andelsregistereintrag vom 23. D ezem ber 1998 (Tagebucheintrag) m it Sitz in ... gegründet. (...) M it H andelsregistereintrag vom 17. April 2000 (Tagebucheintrag) übernahm sie säm tliche Aktiven und Passiven der erloschenen Einzelfirm a B. G em äss H andelsregisterauszug betreffend die Einzelfirm a B. w urde diese U nternehm ung am 16. D ezem ber 1994 ins H andelsregister eingetragen und am 17. April 2000 gelöscht. D abei w urde bem erkt, die Aktiven und Passiven seien an die "A. G m bH ", in ..., übergegangen. M it H andelsregistereintrag vom 6. Juni 2000 (Tagebucheintrag) errichtete die A. G m bH eine Zw eigniederlassung in .... B. M it Schreiben vom 11. Februar 2000 an die A. G m bH teilte das Bundesam t für Landw irtschaft (BLW ) m it, die Eidgenössische Zollverw altung überm ittle ihm laufend die Einfuhrdaten. Aufgrund der Einfuhren der A. G m bH sei im Zeitraum vom 1. M ai bis 25. O ktober 1999 eine Kontingentsüberschreitung von 891 kg festgestellt w orden. D as BW L teilte sodann der Eidgenössischen O berzolldirektion (O ZD ) am 27. M ärz 2000 u.a. m it, die A. G m bH habe in der Zeit vom 1. M ai bis 25. O ktober 1999 die Zollkontingentsanteile für Schnittblum en um 891 kg brutto überschritten. M it Schreiben vom 30. Januar 2002 an die Zollkreisdirektion Basel hielt die O ZD fest, aus rechtlichen G ründen m üssten die im M onat M ai 1999 eingeführten Sendungen aus der Kontingentsberechnung ausgeklam m ert w erden. D adurch reduziere sich die überschrittene M enge auf insgesam t 495,1 kg brutto. C . Anlässlich diverser telefonischer Kontakte m it der Zollkreisdirektion Basel im Februar und M ärz 2003 teilte einer der G esellschafter der A. G m bH u.a. m it, zw ischen dieser Firm a und der dam aligen Firm a B. habe eine enge Zusam m enarbeit bestanden, so auch im Bereich der zur Verfügung stehenden Kontingente. Bei der Kontingentsüberschreitung im Jahre 1999 habe es sich som it um Blum en gehandelt, w elche schlussendlich der Firm a B. geliefert w urden. D er G esellschafter ging davon aus, dass diese Firm a für das Jahr 1999 noch Kontingent zur Verfügung gehabt habe. D ie Zollkreisdirektion Basel gab sodann dem G esellschafter der A. G m bH G elegenheit, seine Aussagen schriftlich zu belegen, u.a. auch sein Vorbringen, w onach die Firm en A. G m bH und B. bereits im Jahre 1999 fusioniert hätten. D . Am 1. April 2003 teilte die Zollkreisdirektion Basel der A. G m bH u.a. m it, sie habe aufgrund einer M eldung des BLW festgestellt, dass die A. G m bH im Jahre 1999 die ihr zugeteilten Einfuhrkontingente überschritten und som it zu U nrecht Schnittblum en zum erm ässigten Kontingentszollansatz (KZA) zur Einfuhr in die Schw eiz abgefertigt habe. D ie Abgabedifferenzen im Jahre 1999 w ürden gem äss beiliegender Aufstellung Fr. 12'270.05 betragen. D er A. G m bH w urde eine Frist von 10 Tagen eingeräum t für eine allfällige Stellungnahm e. 3 M it Schreiben vom 6. April 2003 teilte die A. G m bH m it, sie und die B. (G eb. N r. 321) hätten sich per 1. Januar 1999 zusam m engeschlossen und es sei daher auch nur ein Buchhaltungsabschluss vorgenom m en w orden. E. M it Schreiben vom 31. Juli 2003 erliess die Zollkreisdirektion Basel eine N achbezugsverfügung, in w elcher sie u.a. festhielt, es seien bei ihr bis dato keine Belege eingegangen, w elche rechtsgenügend belegen w ürden, dass die A. G m bH zum Zeitpunkt der fraglichen Einfuhren über die Sendungen Schnittblum en der Firm a B. verfügen konnte. Eine diesbezügliche N achfrist habe die A. G m bH ohne R ückm eldung verstreichen lassen. G em äss dem BW L habe sie im Jahre 1999 beim Im port von Schnittblum en ihr zugeteiltes Kontingent überschritten und in der Folge zu U nrecht die Einfuhrverzollung zum Kontingentszollansatz anstatt richtig zum Ausserkontingentszollansatz (AKZA) erw irkt. D ie Zollkreisdirektion sehe sich daher veranlasst, die Eingangsabgaben gem äss beiliegender Zusam m enstellung nachzufordern. Sie verfügte dass der Betrag von Fr.12'270.05 innert 30 Tagen nach Eintritt der R echtskraft dieser Verfügung zu überw eisen sei. F. D ie gegen diese Verfügung erhobene Beschw erde der A. G m bH vom 18. August 2003 w ies die O berzolldirektion (O ZD ) m it Entscheid vom 4. M ärz 2004 ab. Sie führte dabei im W esentlichen aus, die A. G m bH m ache geltend, sie sei am 23. D ezem ber 1998 gegründet w orden und habe ihre G eschäftstätigkeit per 1. Januar 1999 aufgenom m en. Auf den gleichen Zeitpunkt sei die Ü bernahm e der Einzelfirm a B. erfolgt. Anhand des Buchungsabschlusses und eines H andelsregisterauszuges w olle sie belegen, dass fortan die frühere Einzelfirm a handels- und steuerrechtlich voll in die A. G m bH integriert w orden sei. Sie m ache geltend, dass sie konsequenterw eise auch über die Zollkontingentsanteile der Einzelfirm a B. verfügen konnte. D em gegenüber stellte die O ZD fest, dass die beiden beteiligten G esellschaften in der fraglichen Periode vom 6. August 1999 bis zum 22. O ktober 1999 rechtlich selbständige Körperschaften gew esen seien. D ie Einfuhr landw irtschaftlicher Erzeugnisse bedürfe einer Bew illigung. D ie Bew illigung w erde als G eneraleinfuhrbew illigung (G EB) für bestim m te Erzeugnisse erteilt. D ie G EB w erde auf schriftliches G esuch hin natürlichen und juristischen Personen sow ie Personengem einschaften erteilt, die im schw eizerischen Zollgebiet W ohnsitz oder Sitz haben. D ie A. G m bH habe für die Kontingentsperiode vom 1. M ai bis zum 25. O ktober 1999 kein entsprechendes G esuch gestellt. D ies w äre auch ausgeschlossen gew esen, w eil die Zusam m enlegung der beiden betroffe- nen Firm en effektiv erst im Jahre 2000 stattfand. Ein Zollkontingentanteils- inhaber könne m it anderen Zollkontingentsanteilsberechtigten vereinbaren, dass die Einfuhren von landw irtschaftlichen Erzeugnissen des Zollkon- tingentanteilsberechtigten dem Zollkontingentsanteil des Anteilsinhabers angerechnet w erden. D ie Vereinbarung der Ausnützung habe vor der Annahm e der Zolldeklaration zu erfolgen und sei dem Bundesam t vom Zollkontingentanteilsinhaber vor der Einfuhrabfertigung schriftlich zu m elden. O b eine solche Vereinbarung jem als getroffen w orden sei, sei nicht bekannt und im vorliegenden Zusam m enhang auch nicht von Bedeu-4 tung. Ausschlaggebend sei, dass beim BLW vor der Einfuhr keine entsprechenden schriftlichen M eldungen eingegangen seien und keine Ü bertragungen von Zollkontingentsanteilen geltend gem acht w orden seien. G . G egen den Entscheid der O ZD vom 4. M ärz 2004 liess die A. G m bH (Beschw erdeführerin) m it Eingabe vom 19. April 2004 Beschw erde an die Eidgenössische Zollrekurskom m ission (ZR K) erheben und beantragen, der Entscheid der O ZD sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen vollum fänglich aufzuheben und dam it auch die N achbezugsverfügung der Zollkreisdirektion Basel vom 6. April 2003. Eventuell sei die Angelegenheit an die O ZD zurückzuw eisen m it dem G esuch um Zollnachlass. D er Beschw erdeführerin sei eine angem essene Frist zur Ergänzung dieser Beschw erde einzuräum en. Zur Begründung brachte sie im W esentlichen vor, die A. G m bH habe ihre G eschäftstätigkeit per 1. Januar 1999 begonnen und das G eschäft der ehem aligen Einzelfirm a B. übernom m en. D ie letzte Bilanz der Einzelfirm a sei per 31. D ezem ber 1998 erfolgt und m it Eröffnungsbilanz der A. G m bH seien säm tliche Aktiven und Passiven der Einzelfirm a in die G m bH übernom m en w orden. D aran ändere nichts, dass die Einzelfirm a im H andelsregister erst im April 2000 gelöscht w orden sei. D iese Löschung habe lediglich deklaratorischen C harakter. Ab 1. Januar 1999 seien säm tliche Abrechnungen auch bezüglich der Kontingentszutei- lungen und Abrechnungen für die Einfuhr von Schnittblum en über die A. G m bH abgew ickelt w orden. M it Schreiben vom 26. April 2004 teilte die ZR K der A. G m bH u.a. m it, da eine Ergänzung der Beschw erdeschrift nur im R ahm en von Art. 53 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) in Frage kom m e und die Voraussetzungen dafür vorliegend nicht gegeben seien, könne dem Antrag auf Vervollständigung der Beschw erde nicht stattgegeben w erden. In der Vernehm lassung vom 1. Juni 2004 beantragte die O ZD die Abw ei- sung der Beschw erde unter Kostenfolge. Sie verw ies zum Einen auf Ihre Ausführungen im angefochtenen Entscheid. Im W eiteren w ies Sie darauf- hin, dass die von der A. G m bH erw ähnte M öglichkeit der N achforderung von Zollabgaben durch das Bundesam t für Landw irtschaft vorliegend nicht zur Anw endung kom m e. Sodann legte sie dar, die Ausnützung von Zollkontingentsanteilen sei vorliegend nicht von Bedeutung. Schliesslich führte sie aus, die Voraussetzungen für ein Zollnachlassgesuch, hier das Vorliegen eines rechtskräftigen Beschw erdeentscheides, seien nicht gegeben, w eshalb das Eventualbegehren nicht zu prüfen sei. H . Auf die w eiteren Begründungen in den Eingaben der Parteien w ird - sow eit erforderlich - im R ahm en der Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. Bis zum 31. D ezem ber 2006 unterlagen erstinstanzliche Verfügungen oder 5 Beschw erdeentscheide der O ZD der Beschw erde an die ZR K (bis Ende 2006 gültige Fassung des Art. 109 Abs. 1 Bst. c des Zollgesetzes vom 1. O ktober 1925 [ZG ; SR 631.0]). D as Bundesverw altungsgericht (BVG er) übernim m t, sofern es zuständig ist, die am 1. Januar 2007 bei der ZR K hängigen R echtsm ittel. D ie Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht [Verw altungsgerichtsgesetz, VG G ; SR 173.32]). Sow eit das VG G nichts anderes bestim m t, richtet sich gem äss Art. 37 VG G das Verfahren nach dem Vw VG . Beschw erdeentscheide der O ZD unterliegen der Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht (Art. 109 Abs. 1 Bst. c ZG in Verbindung m it Art. 33 Bst. d VG G ). D ieses ist som it zur Behandlung der Beschw erde sachlich w ie funktionell zuständig. D ie Beschw erdeführerin hat den Entscheid der O ZD vom 4. M ärz 2004 – unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes nach Art. 22a Vw VG – frist und form gerecht angefochten. Auf die Beschw erde ist som it grundsätzlich einzutreten. N icht eingetreten w erden kann auf die Beschw erde insow eit, als die Aufhe- bung der N achbezugsverfügung der Zollkreisdirektion Basel vom 6. April 2003 verlangt w ird. Anfechtungsobjekt im Verfahren vor der ZR K bildet einzig der vorinstanzliche Entscheid, nicht auch allfällige Entscheide unte- rer Instanzen (AN D R É M O SE R , in M oser/Ü bersax, Prozessieren vor eidgenös- sischen R ekurskom m issionen, Basel und Frankfurt a.M . 1998, R Z. 2.13). 2. 2.1 Jede W areneinfuhr über die schw eizerische Zollgrenze unterliegt der Zoll- pflicht (vgl. Art. 1 Abs. 1 ZG ). G em äss Art. 1 Abs. 2 ZG um fasst die Zoll- pflicht die Befolgung der Vorschriften für den Verkehr über die G renze (Zollm eldepflicht) und die Entrichtung der gesetzlichen Abgaben (Zollzah- lungspflicht). 2.2 D ie Ein- und Ausfuhrzölle w erden nach Art. 21 ZG durch den Zolltarif (An- hang zum Zolltarifgesetz vom 9. O ktober 1986 [ZTG ; SR 632.10]) festgesetzt; grundsätzlich w ird der Zollbetrag nach Art, M enge und Beschaffenheit der W are im Zeitpunkt, in dem sie unter Zollkontrolle gestellt w orden ist, festgesetzt (Art. 23 ZG ). Bei der Festsetzung der Einfuhrzölle sind die Versorgungslage im Inland und die Absatzm öglichkeiten für gleichartige inländische Erzeugnisse zu berück- sichtigen (Art. 17 des Landw irtschaftsgesetzes vom 29. April 1998 [Lw G ; SR 910.1]). D abei richten sich Zuständigkeit und Verfahren zur Festsetzung der Zollansätze, sow eit dieses G esetz nichts anderes bestim m t, nach der Zollgesetzgebung (Art. 19 Lw G ). 2.3 Als Instrum ente zur Lenkung der Im porte stehen dem Bund neben anderen die Zollkontingente (Art. 21 Lw G ) zur Verfügung. Bei diesen w ird die W a- renm enge bestim m t, w elche zu einem vorteilhaften Zollansatz in die Schw eiz eingeführt w erden kann; für den Im port einer zusätzlichen M enge m uss regelm ässig ein bedeutend höherer Zoll bezahlt w erden, der ge- w öhnlich prohibitive W irkung hat (BG E 128 II 39 E. 2b; vgl. auch Entscheid des Bundesgerichts vom 7. Januar 2003, veröffentlicht in: Archiv für 6 Schw eizerisches Abgaberecht [ASA] 72 322 ff., E. 2.1, m it H inw eisen). G em äss Art. 12 der Verordnung vom 7. D ezem ber 1998 über die Ein- und Ausfuhr von G em üse, O bst und G artenbauerzeugnissen (VEAG O G ; SR 916.121.10) können frische Schnittblum en zum Kontingentszollansatz (KZA) eingeführt w erden, w enn das BLW Zollkontingentsteilm engen frei- gibt (Art. 12 Abs. 2 VEAG O G ). D ie Zuteilung erfolgt jew eils im April. Betra- gen die Zollkontingentsanteile eines Berechtigten insgesam t w eniger als 3'000 kg brutto, so kann er sie w ährend der Periode vom 1. M ai bis zum 25. O ktober frei ausnützen (Art. 14 Abs. 2 VEAG O G ). Sind anlässlich der Einfuhr die Voraussetzungen für eine Verzollung zum KZA nicht erfüllt, kom m t zw ingend der Ausserkontingentszollansatz (AKZA) zur Anw endung, es sei denn, ein allgem einer Zollbefreiungs- oder ein Zollbegünstigungstat- bestand (beispielsw eise Art. 14 f. bzw . Art. 16 ff. ZG ) liege vor (vgl. U rteil des Bundesgerichts 2A.1/2004 vom 31. M ärz 2004, E. 2.2). 2.4 N ach Art. 13 der Allgem einen Verordnung vom 7. D ezem ber 1998 über die Einfuhr von landw irtschaftlichen Erzeugnissen (Agrareinfuhrverordnung, AEV; SR 961.01) können Zollkontingentsanteile Personen, die im schw eizerischen Zollgebiet W ohnsitz oder Sitz haben, zugeteilt w erden (Abs. 1). D ie Zuteilung eines Zollkontingentsanteiles setzt eine G eneraleinfuhrbew illigung (G EB) voraus (Abs. 2). N ach Art. 14 AEV (in der vorliegend anw endbaren Fassung vom 7. D ezem ber 1998) kann ein Zollkontingentanteilsinhaber m it anderen Zollkontingentanteilsberechtigten vereinbaren, dass die Einfuhren von landw irtschaftlichen Erzeugnissen des Zollkontingentanteilsberechtigten dem Zollkontingentsanteil des Anteilsinhabers angerechnet w erden (Abs. 1). D ie Vereinbarung der Ausnützung hat vor der Annahm e der Zolldeklaration zu erfolgen und ist dem Bundesam t vor der Einfuhrabfertigung schriftlich zu m elden (Abs. 2). In der Zolldeklaration ist die G EB-N um m er derjenigen zollkontingentanteilsberechtigten Person anzugeben, w elche das land- w irtschaftliche Erzeugnis einführt (Abs. 3). 3. 3.1 Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass die Beschw erdeführerin im Jah- re 1999 Schnittblum en von insgesam t 495 kg über dem ihr direkt zuste- henden Zollkontingentsanteil hinaus eingeführt hat. Im w eiteren bestreitet die Beschw erdeführerin die Ausführungen der Vorinstanz nicht, w onach die - gem äss E. 2.4 vorstehend genannten - Voraussetzungen für die Anrechnung frem der Kontingentsanteile nach Art. 14 AEV, insbesondere die schriftliche M eldung an das Bundesam t vor der Einfuhr, fehlen. In diesem Sinne trägt denn auch die Beschw erdeführerin selber vor, es stelle sich grundsätzlich die Frage, ob der hier zur Frage stehende Vorgang unter diesen Artikel falle. Schliesslich bestreitet sie die Ausführungen der Vorinstanz im W esentlichen nicht. U m stritten ist dagegen die Frage, ob die Beschw erdeführerin sich die Kontingentsanteile der B. anrechnen lassen kann, w eil sie, w ie sie geltend m acht, ihre G eschäftstätigkeit per 1. Januar 1999 begonnen und das G eschäft der ehem aligen Einzelfirm a B. übernom m en hat. D em gegenüber 7 führt die O ZD aus, die Beschw erdeführerin und die Einzelfirm a B. seien in der zur R ede stehenden Periode vom 6. August 1999 bis zum 22. O ktober 1999 rechtlich selbständige Körperschaften gew esen. D ie Beschw erdeführerin dürfe sich som it die Zollkontingentsanteile der Einzelfirm a B. nicht anrechnen lassen. 3.2 Aus dem H andelsregisterauszug ergibt sich, dass es sich bei der G ründung der Beschw erdeführerin nicht um eine Sachübernahm egründung gehandelt hat, denn dies w äre bei der Eintragung entsprechend verm erkt. D ie Beschw erdeführerin hat auch keinen Sachübernahm evertrag eingereicht, aus dem sich dies ergeben w ürde. D am it ist klargestellt, dass der Beschw erdeführerin die Aktiven und Passiven der Einzelfirm a nach ihrer G ründung noch nicht zustanden. Eine solche Ü bertragung erw ähnt erst die H andelsregistereintragung vom 17. April 2000 (Tagebucheintrag), w onach der Beschw erdeführerin säm tliche Aktiven und Passiven der erloschenen Einzelfirm a B. im R ahm en einer Sachübernahm e übertragen w urden. G em äss H andelsregistereintrag vom gleichen D atum betreffend die Einzelfirm a B. erlosch diese Firm a infolge Ü bergang der Aktiven und Passiven an die Beschw erdeführerin. 3.2.1 Betreffend die Folgen von H andelsregistereintragungen ist zu unterschei- den zw ischen Eintragungen, w elche konstitutive (rechtserzeugende) W ir- kung haben und solchen, die lediglich deklaratorische (rechtsverkündende) W irkung haben. Art. 933 des O bligationenrechts vom 30. M ärz 1911 (O R , SR 220) bestim m t sodann unter der M arginalie "W irkungen [der Eintragungen]" w as folgt: D ie Einw endung, dass jem and eine D ritten gegenüber w irksam gew ordene Eintragung nicht gekannt habe, ist ausgeschlossen (Abs. 1; sog. positive Publizitätsw irkung). W urde eine Tatsache, deren Eintragung vorgeschrieben ist, nicht eingetragen, so kann sie einem D ritten nur entgegengehalten w erden, w enn bew iesen w ird, dass sie diesem bekannt w ar (Abs. 2; sog. negative Publizitätsw irkung). 3.2.2 Betreffend Sachübernahm en bestim m t Art. 778 Abs. 2 O R , dass in den Statuten der zu übernehm ende Verm ögensw ert, der N am e des Veräusse- rers und die G egenleistung der G esellschaft anzugeben ist, sofern die G e- sellschaft von G esellschaftern oder von D ritten Verm ögensw erte überneh- m en soll. D iese Bestim m ung hat zum Zw eck zu verm eiden, dass die G e- sellschaft bereits im G ründungsstadium geschw ächt w ird und dass einzel- ne G esellschafter benachteiligt w erden (vgl. LU KA S H AN D SC H IN , D ie G m bH , ein G rundriss, Zürich 1996, § 4 N . 28; PETER FO R STM O SER /AR TH U R M EIE R - H AYO Z/PETER N O BE L, Schw eizerisches Aktienrecht, Bern 1996, S. 143 § 15 R Z. 7). Aus den gleichen G ründen findet sie gem äss Art. 786 Abs. 1 O R zudem Anw endung bei Erhöhung des Stam m kapitals. Keine entspre- chenden Form vorschriften gibt es jedoch für Sachübernahm en, w elche ausserhalb des G ründungsstadium s oder von Kapitalerhöhungen stattfin- den. D as hat zur Folge, dass im vorliegenden Fall die Eintragung der Sachübernahm e im H andelsregister erfolgte, ohne dass hierzu eine recht- liche Verpflichtung bestand. D araus ergibt sich im W eiteren, dass diesbe- züglich die W irkungen von Art. 933 O R nicht zum Tragen kom m en können.8 3.2.3 W as sodann die Löschung der Einzelfirm a anbelangt, ist Art. 937 f. O R zu beachten: Ist eine Tatsache im H andelsregister eingetragen, so m uss auch jede Änderung dieser Tatsache eingetragen w erden (Art. 937 O R ). W enn das G eschäft, dessen Firm a eingetragen ist, zu bestehen aufhört oder auf eine andere Person übergeht, so sind die bisherigen Inhaber oder deren Erben verpflichtet, die Firm a löschen zu lassen (Art. 938 O R ). D as heisst im vorliegenden Fall, dass die Löschung der Einzelfirm a B. im H andelsregister infolge Ü bertragung der Aktiven und Passiven auf die Beschw erdeführerin gesetzlich vorgeschrieben w ar. D araus ergibt sich im W eiteren, dass diesbezüglich die W irkungen von Art. 933 O R zum Tragen kom m en, insbesondere die negative Publizitätsw ir- kung des H andelsregistereintrages, hier der Löschung der Einzelfirm a. D ies bedeutet, dass die Zollbehörden bzw . das Bundesam t für Landw irt- schaft bis zur Löschung der Einzelfirm a im H andelsregister grundsätzlich zu R echt von den zw ei selbständigen R echtssubjekten Einzelfirm a B. einerseits und Beschw erdeführerin andererseits ausgehen durften (vgl. zur negativen Publizitätsw irkung H AN S -U ELI VO G T, D er öffentliche G laube des H andelsregisters, Zürich 2003, S. 286 ff., § 4 R z. 3 ff.). 3.2.4 Entgegen den Vorbringen der Beschw erdeführerin ändert daran nichts, dass die Löschung der Einzelfirm a im H andelsregister lediglich deklarato- rische W irkung hat. D ie deklaratorische W irkung eines H andelsregisterein- trages bedeutet nicht, dass dem H andelsregister in diesen Fällen die Pu- blizitätsw irkung fehlen w ürde. H ingegen ergibt sich aus dem deklarato- rischen C harakter der fraglichen H andelsregistereintragung vorliegend, dass es der Beschw erdeführerin offen steht, den N achw eis zu erbringen, w onach den Zollbehörden bzw . dem BLW der behauptete frühere Ü ber- gang der Aktiven und Passiven von der Einzelfirm a auf die Beschw erde- führerin - und dam it verbunden der Ü bergang der hier zur D iskussion ste- henden Kontingente – bereits im vorliegend m assgeblichen Zeitpunkt, so- m it im M om ent der Einfuhr (vgl. dazu E. 2.3 f. vorstehend), bekannt w ar. D iesfalls w ären – entsprechend der Bestim m ung von Art. 933 Abs. 2 O R – die (behaupteten) effektiven Verhältnisse m assgebend und nicht der allen- falls abw eichende Eintrag im H andelsregister. D ie Vorinstanz hat im angefochtenen Einspracheentscheid u.a. ausgeführt, die beiden beteiligten Firm en seien in der fraglichen Periode vom 6. August bis zum 22. O ktober 1999 rechtlich selbständige Körperschaften gew esen. Sie erläuterte, der U m stand, dass nachträglich m it Schreiben vom 2. Februar 2000 die neue Firm enstruktur m it dem H inw eis bekannt gegeben w orden sei, diese gelte rückw irkend ab dem 1. Januar 1999, sow ie dass gleichzeitig beantragt w orden sei, auf den 1. Januar 2000 m üsse eine neue M ehrw ertsteuernum m er zugeteilt w erden, ändere daran nichts. Ferner führte sie aus, das BLW sei von der Beschw erdeführerin am 26. Februar 2003 telefonisch darüber inform iert w orden, dass sie die Einzelfirm a B. bereits am 1. Januar 1999 übernom m en habe. Vor diesem Zeitpunkt sei das BLW von keiner der beiden betroffenen Firm en jem als über Änderungen ins Bild gesetzt w orden.9 Aufgrund der Akten ergibt sich, dass die Beschw erdeführerin im Verlaufe des Verfahrens vor den Vorinstanzen m ehrfach darauf hingew iesen w urde, sie m üsse rechtsgenüglich belegen, dass sie zum Zeitpunkt der Einfuhren über die Kontingente der Einzelfirm a B. verfügen konnte. H ingegen ergeben sich aufgrund der Akten keine H inw eise darauf, dass die Beschw erdeführerin diesbezügliche U nterlagen eingereicht hätte. Sie beschränkte sich darauf, m it Schreiben vom 6. April 2003 auszuführen, die beiden U nternehm ungen hätten sich per 1. Januar 1999 zusam m enge- schlossen und es sei daher auch nur ein Buchhaltungsabschluss vorge- nom m en w orden. D am it verm ag die Beschw erdeführerin nicht nach- zuw eisen, dass die Zollbehörden bzw . das BW L im Zeitpunkt der frag- lichen Einfuhr Kenntnis von einer allfälligen Ü bertragung von Aktiven und Passiven – und dam it von Zollkontigenten – von der Einzelfirm a B. auf die Beschw erdeführerin Kenntnis haben m usste. 3.2.5 Es ergibt sich dam it, dass die Vorinstanz zu R echt zum Schluss kam , die Beschw erdeführerin dürfe sich die Zollkontingentsanteile der Einzelfirm a B. nicht anrechnen lassen. 3.3 D er angefochtene Einspracheentscheid, w om it die Beschw erde gegen die N achbezugsverfügung vom 31. Juli 2003 abgew iesen w urde, ist dem nach nicht zu beanstanden und die Beschw erde ist abzuw eisen, sow eit sie die Aufhebung dieses Einspracheentscheides beantragt. 3.4 D ie Beschw erdeführerin beantragt eventualiter, die Angelegenheit sei an die O berzolldirektion zurückzuw eisen m it dem G esuch um Zollnachlass. Steht nach Abschluss des Veranlagungsverfahrens die Zollschuld rechts- kräftig fest, kann diese aus den in Art. 127 ZG festgelegten G ründen erlas- sen w erden. D er Zollerlass bildet den Verzicht auf einen bestehenden Zollanspruch; er setzt begriffsnotw endig voraus, dass eine Zollabfertigung in R echtskraft erw achsen ist (U rteil des Bundesverw altungsgerichts A-1698/2006 vom 7. Februar 2007, E. 3.1; Entscheid der ZR K vom 18. Septem ber 2002 [ZR K 2001-044], E. 4a). G em äss Art. 127 Abs. 2 ZG entscheidet die O berzolldirektion über den Zollnachlass auf schriftliches, von den nötigen N achw eisen begleitetes G esuch. D ie Frist für die Einreichung von Zollnachlassgesuchen beträgt ein Jahr seit der Abgabenfestsetzung, bei Zw ischenabfertigungen seit Ablauf der G ültigkeitsdauer dieser Abfertigung. N achdem vorliegend die fragliche N achzahlungsverfügung noch nicht in R echtskraft erw achsen ist, ist der Antrag der Beschw erdeführerin ab- zuw eisen. Es steht der Beschw erdeführerin frei, gestützt auf Art. 127 ZG bei der O berzolldirektion ein G esuch um Zollnachlass einzureichen, nach- dem die N achzahlungsverfügung in R echtskraft erw achsen ist. 3.5 N ach dem G esagten ist die Beschw erde vollum fänglich abzuw eisen sow eit darauf einzutreten ist und der Entscheid der O berzolldirektion vom 4. M ärz 2004 ist zu bestätigen. D ie Verfahrenskosten in der H öhe von Fr. 1'800.-- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt (Art. 63 Abs. 1 Vw VG in Verbindung m it Art. 37 VG G ).10 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen sow eit darauf eingetreten w ird und der Entscheid der O berzolldirektion vom 4. M ärz 2004 bestätigt. 2. D ie Verfahrenskosten im Betrage von Fr. 1'800.-- w erden der Beschw erde- führerin auferlegt und m it dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'800.-- verrechnet. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef.-N r. ...) (m it G erichtsurkunde) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Thom as Stadelm ann Sonja Bossart R echtsm ittelbelehrung U rteile des Bundesverw altungsgerichts können innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten w erden. D ie Beschw erde ist unzulässig gegen Entscheide über die Zollveranlagung, w enn diese aufgrund der Tarifierung oder des G ew ichts der W are erfolgt, sow ie gegen Entscheide über die Stundung oder den Erlass von Abgaben. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (vgl. Art. 42, 48, 54, 83 Bst. l und m sow ie 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110]). Versand am :