A bteilung V E -4868/2007 hub/jap {T 0/2} U rteil vom 28. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter Bruno H uber, R ichterin Therese Kojic, R ichter François Badoud G erichtsschreiber Peter Jaggi X._______, geboren _______, Pakistan, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 25. Juni 2007 i.S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass der Beschw erdeführer eigenen Angaben zufolge Pakistan am 25. Januar 2007 von Karachi aus auf dem Luftw eg verliess und über die Türkei (Istanbul) und ihm unbe- kannte Länder am 28. April 2007 illegal in die Schw eiz gelangte, w o er am 30. April 2007 um Asyl nachsuchte, dass am 15. M ai 2007 die sum m arische Befragung im A._______ und am 24. M ai 2007 die D irektanhörung zu den Asylgründen durch das BFM erfolgte, dass der Beschw erdeführer zur Begründung seines Asylgesuches im W esentlichen vor- brachte, er sei Sunnite m it letztem W ohnsitz in B._______ (Punjab), dass er Problem e in Pakistan habe, w eil ein M ieter nam ens C ._______, dem sein im Septem ber oder O ktober 2005 in der Schw eiz verstorbener Vater ein H aus verm ietet habe, die-sen beleidigt habe und daraufhin vom Vater geohrfeigt w orden sei, dass im Jahr 2004 - an das genaue D atum könne er sich nicht m ehr erinnern - C ._______ zusam m en m it zehn oder zw ölf Begleitern bei ihnen zu H ause erschienen und es zu einer Schlägerei gekom m en sei, dass er dabei verletzt w orden, nach der Schlägerei ein Verfahren eröffnet und drei Per- sonen verhaftet w orden seien, dass das Verfahren m it der Anordnung geendet habe, dass C ._______ das Q uartier verlassen m üsse, w as dieser auch getan habe, dass er in der Folge C ._______ und seine Begleiter einige M ale auf dem Bazar angetroffen habe und es dabei zu verbalen Auseinandersetzungen gekom m en sei, dass ihm später von besagten Personen m it dem Tod gedroht w orden und er zudem un- gefähr sechs M onate nach dem Tod seines Vaters ein- oder zw eim al tätlich angegriffen w orden sei, dass er deshalb sein W ohnquartier verlassen und versteckt gelebt habe, bis er nach Ka- rachi gegangen sein, w o er einen Schlepper getroffen habe, m it dessen H ilfe er ausge- reist sei, dass der Beschw erdeführer anlässlich der D irektanhörung vom 24. M ai 2007 auf die Frage der H ilfsw erkvertreterin, w arum er die U rsache für den Streit, näm lich seinen Kon- takt m it der Tochter von C ._______, im Transitzentrum Altstätten nicht erw ähnt habe, antw ortete, w eil gefragt w orden sei, w arum m an ihn habe um bringen w ollen; dabei habe er ge-sagt, C ._______ habe behauptet, der Beschw erdeführer hätte Kontakt m it seiner Tochter, dass für den Inhalt der w eiteren Aussagen auf die Akten und, sow eit entscheidw esent- lich, auf die nachfolgenden Erw ägungen verw iesen w ird, dass der Beschw erdeführer im erstinstanzlichen Verfahren zur Stützung seiner Vorbrin- gen Kopien seines R eisepasses und seiner Identitätskarte, ein Schreiben des pakistani- schen Anw alts der Fam ilie des Beschw erdeführers vom 28. M ai 2007 und einen Polizei- rapport vom 23. N ovem ber 2003 zu den Akten reichte, dass das BFM m it Verfügung vom 25. Juni 2007 - eröffnet am 26. Juni 2007 - feststellte, 3 der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, das Asylgesuch ablehnte und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug unter Ansetzung einer Aus- reisefrist bis zum 20. August 2007 anordnete, dass für die Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung und, sow eit entscheidw e- sentlich, auf die nachfolgenden Erw ägungen verw iesen w ird, dass der Beschw erdeführer am 17. Juli 2007 (Poststem pel) gegen diese Verfügung eine w egen fehlender U nterschrift den gesetzlichen Anforderungen nicht entsprechende Be- schw erde einreichte und sinngem äss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die G ew ährung von Asyl beantragt, dass er zur U nterm auerung seiner Vorbringen verschiedene Ausdrucke aus dem Inter- net zur Situation in Pakistan und einen Artikel aus der N ZZ vom 16. Juli 2007 m it dem Titel „Schw ere Anschläge in N ordw est-Pakistan und Islam abad“ zu den Akten reichte, dass auf die Begründung des R echtsbegehrens und die eingereichten D okum ente, so- w eit entscheidw esentlich, in den nachfolgenden Erw ägungen eingegangen w ird, dass der Beschw erdeführer am 26. Juli 2007 (Poststem pel) innert Frist die m it Zw i- schenverfügung vom 23. Juli 2007 einverlangte Beschw erdeverbesserung (unterschrie- bene R echtsschrift) nachreichte und am 31. Juli 2007 den eingeforderten Kostenvor- schuss von Fr. 600.-- bezahlte, und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verw altungsverfahrensgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 [Vw VG , SR 172.021]) des BFM auf dem G ebiet des Asyls entscheidet (Art. 105 Abs. 1 des Asyl- gesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31] i.V.m . Art. 31 - 34 des Verw altungsge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes- gerichtsgesetezes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), dass der Beschw erdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutz- w ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschw erde legitim iert ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 Vw VG ), dass auf seine frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 50 und 52 Vw VG ), dass m it der Beschw erde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die vorliegende Beschw erde - w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen er- gibt - offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w er- den kann (Art. 111 Abs. 1 AsylG ; vereinfachtes Verfahren), dass die Schw eiz Flüchtlingen unter Vorbehalt von Ausschlussgründen auf G esuch hin Asyl gew ährt (vgl. Art. 2 Abs. 1 und Art. 49 AsylG ),4 dass die Flüchtlingseigenschaft nachgew iesen oder zum indest glaubhaft gem acht w er- den m uss (Art. 7 Abs. 1 AsylG ) und jenen Personen zukom m t, w elche in ihrem H eim at- staat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnten, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen An- schauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, sol- chen N achteilen ausgesetzt zu w erden (Art. 3 Abs. 1 AsylG ), dass das BFM die N ichtzuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Ablehnung des Asylgesuchs im W esentlichen dam it begründet, bei offensichtlich fehlender Asylrelevanz könne darauf verzichtet w erden, auf allfällige U nglaubhaftigkeitselem ente in den Vor- bringen einzugehen, dass Ü bergriffe durch D ritte oder Befürchtungen, künftig solchen ausgesetzt zu sein, nur dann asylrelevant seien, w enn der Staat seiner Schutzpflicht nicht nachkom m e oder nicht in der Lage sei, Schutz zu gew ähren, und Schutz generell gew ährleistet sei, w enn der Staat geeignete M assnahm en treffe, um die Verfolgung zu verhindern, beispielsw ei- se durch w irksam e Polizei- und Justizorgane zur Erm ittlung, Strafverfolgung und Ahn- dung von Verfolgungshandlungen, und w enn Antragsteller Zugang zu diesem Schutz hätten, dass es sich bei den Vorbringen des Beschw erdeführers, deren Authentizität vorausge- setzt, ausschliesslich um Ü bergriffe von D rittpersonen handle, die von den zuständigen Behörden in Pakistan verfolgt und geahndet w ürden, dass gem äss seinen Aussagen und dem eingereichten Polizeirapport anlässlich des ur- sprünglichen Konflikts im N ovem ber 2003 eine Anzeige auf dem Polizeiposten in D ._______ entgegengenom m en und von den Behörden in E._______ ein Verfahren eröffnet w orden sei, dass daher nicht von einer Verw eigerung des erforderlichen staatlichen Schutzes ge- sprochen w erden könne, dass der Beschw erdeführer im N ovem ber 2006 nach den Angriffen auf seine Person keine Anzeige erstattet habe m it der Begründung, die andere Konfliktpartei gehöre dem F._______ an und habe ihn m it dem Tode bedroht, dass diese Begründung nicht nachvollziehbar sei, zum al die pakistanischen Behörden schon beim ersten Konflikt im Jahre 2003 aktiv gew esen und ihren Schutzw illen unter Bew eis gestellt hätten, w eshalb vorliegend nicht von einer Schutzpflichtverletzung des pakistanischen Staates auszugehen sei, dass der R atschlag im eingereichten Anw altsschreiben, der Beschw erdeführer solle im Ausland bleiben, w eil er in Pakistan gefährdet sei, m angels Begründung nicht geeignet sei, die geltend gem achten Vorbringen zu unterm auern, dass die Ausführungen in der Beschw erde keine andere Beurteilung herbeizuführen ver- m ögen, zum al sich diese im W esentlichen in einer W iederholung und Bekräftigung der Authentizität der m ündlichen Vorbringen zur Begründung des Asylgesuchs erschöpfen, ohne indessen in substanziierter und detaillierter W eise zu den Erw ägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung Stellung zu nehm en, dass zudem das Vorbringen in der R echtsm itteleingabe, er habe m it den Islam isten Streit gehabt, w eil sie nie die M iete bezahlt hätten, im W iderspruch zur Aussage des Be- schw erdeführers anlässlich der D irektanhörung steht, w onach die U rsache der Streitig-5 keiten der Verdacht von C ._______ gew esen sei, dass er Kontakt m it seiner Tochter habe (Akten BFM A8/14, S. 11), dass schliesslich auch die zusam m en m it der Beschw erde eingereichten Ausdrucke aus dem Internet und der Artikel aus der N ZZ m angels Bezugs zur Person des Beschw erde- führers nicht geeignet sind, zu einem anderen Schluss zu gelangen, dass an dieser Stelle zur Verm eidung von W iederholungen auf die zutreffenden Erw ä- gungen in der Verfügung vom 25. Juni 2007 verw iesen w erden kann, dass das BFM folglich zu R echt das Asylgesuch des Beschw erdeführers abgelehnt hat, dass gem äss Art. 44 Abs. 1 AsylG die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das N ichtein- treten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbew illigung erteilt hat (Art. 32 Bst. a der Asylver- ordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]), und sich der Beschw erdeführer auch nicht auf einen dahingehenden Anspruch berufen kann (vgl. Entscheide und M it- teilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2001 N r. 21), w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht, dass das BFM das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e nach dem Bundesgesetz über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1931 (AN AG , SR 142.20) regelt, sollte sich der Vollzug der W egw eisung als nicht zulässig, nicht zum utbar oder nicht m öglich erw eisen (Art. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Ver- pflichtungen der Schw eiz (Art. 3 der Konvention zum Schutz der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 [EM R K, SR 0.101], Art. 33 Abs. 1 des Abkom - m ens über die R echtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 [FK, SR 0.142.30]) und der Bestim m ungen von Art. 5 Abs. 1 AsylG sow ie Art. 25 Abs. 2 und 3 der Bundesver- fassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) zu- lässig ist, da vorliegend keine M enschenrechtsverletzungen drohen und die Flüchtlings- eigenschaft nicht besteht, dass in Berücksichtigung der G esuchsbegründung insbesondere das Bestehen einer tat- sächlichen G efahr, der Beschw erdeführer könnte sich nicht unter den Schutz des pakis- tanischen Staates stellen und durch Zivilpersonen in Art. 3 EM R K zuw iderlaufender W ei- se psychischem oder physischem Zw ang ausgesetzt sein, zu verneinen ist, dass sich allein aus der allgem einen M enschenrechtssituation in Pakistan kein reales R isiko von Folter, unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung herleiten lässt, dass den Akten auch keine Anhaltspunkte dafür zu entnehm en sind, der Beschw erde- führer w ürde im Falle einer R ückführung als Folge der in Pakistan herrschenden allge- m einen Sicherheitslage einer konkreten G efährdung ausgesetzt, dass auch keine individuellen G ründe den Vollzug der W egw eisung als unzum utbar er- scheinen lassen, zum al der Beschw erdeführer in Pakistan über ein intaktes fam iliäres Beziehungsnetz verfügt, dass som it unter den gegebenen U m ständen nicht davon auszugehen ist, er gerate bei einer R ückkehr in eine existenzbedrohende Situation, die als konkrete G efährdung im 6 Sinne der zu beachtenden Bestim m ungen zu w erten w äre (Art. 14a Abs. 4 AN AG ), dass der Vollzug der W egw eisung grundsätzlich m öglich (Art. 14a Abs. 2 AN AG ) ist, da es Pflicht des Beschw erdeführers ist, sich um die Beschaffung der für die R ückkehr not- w endigen R eisepapiere zu bem ühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), dass som it die Voraussetzungen für die vorläufige Aufnahm e des Beschw erdeführers in der Schw eiz nicht erfüllt sind und der vom BFM verfügte Vollzug der W egw eisung zu be- stätigen ist, dass es dem Beschw erdeführer dem nach nicht gelungen ist, darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde im vereinfachten Verfahren abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die auf Fr. 600.-- zu bestim m enden Kosten (Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungs- gericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerle- gen und nach Verrechnung m it dem am 31. Juli 2007 geleisteten Kostenvorschuss in glei- cher H öhe gedeckt sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)7 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. Sie sind durch den geleisteten Kostenvorschuss in gleicher H öhe gedeckt. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben) - das BFM (R ef.-N r. N _______; Kopie) - G ._______ (Kopie) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Bruno H uber Peter Jaggi Versand am :