<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, im Zusammenhang mit der Reform der Luftwaffe auf den 1. Januar 2006 eine Variante zu wählen, in der die Institution Überwachungsgeschwader (UeG) weiterhin bestehen bleibt. In dieser sind sämtliche Elemente der fliegenden Verbände aus den Bereichen Luftverteidigung, Lufttransporte und Luftaufklärung einzubinden, die mit Berufspersonal bestückt sind. Eine kostenneutrale Variante ist dabei anzustreben.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Ab 2006 wird den Flugplätzen eine zentrale Rolle zugewiesen. Dabei werden die fliegenden Verbände, der Support und die Logistik in die Flugplatzorganisation als Organisationseinheit und Leistungserbringer integriert. Ohne diese Strukturanpassungen mit neuen Führungs- und Supportprozessen wäre die geforderte Effizienzsteigerung nicht zu erreichen gewesen.</p><p>Eine konsequente Folge dieser Entscheide ist die Auflösung des Überwachungsgeschwaders (UeG), werden doch die Geschwader und Staffeln, das Herz des UeG, in die verschiedenen Flugplatzkommandos integriert.</p><p>Bereits die Einführung der "Armee/Luftwaffe XXI" hat das UeG nachhaltig beeinflusst; mit der Eingliederung aller Luftverteidigungs- und Lufttransportgeschwader und der Dienstleistungsstaffeln wurden auch die Milizverbände ins UeG integriert, sodass die angesprochene "Institution Überwachungsgeschwader", im Sinne der Gründung des Verbandes, bereits seit dem 1. Januar 2004 de facto nicht mehr existiert.</p><p>Der Bundesrat ist sich der stark identitätsstiftenden Funktion des UeG bewusst. Mit dem Reformschritt 06 wurde deshalb auch die Stelle des Chefs Berufsfliegerkorps geschaffen. Der Chef Berufsfliegerkorps übernimmt viele der heute vom Kommandant UeG wahrgenommenen Funktionen, im Besonderen aber die Einsatz- und Laufbahnsteuerung. Er ist auch verantwortlich dafür, dass die UeG-Kultur in neuer Form in einer neuen, starken Berufsfliegerkultur, welcher alle Berufsmilitärpiloten und Berufsbordoperateure unabhängig von ihrer Einteilung angehören, weiterlebt.</p><p>Es stimmt, dass mit der Auflösung des Überwachungsgeschwaders an sich keine direkte Kosteneinsparung (inklusive Personalkosten) ausgewiesen werden kann. Die Auflösung des UeG bzw. die Neuzuteilung dessen Personals musste primär aus organisatorischen, strukturellen und prozessualen Gründen im Rahmen der gesamten Neustrukturierung der Luftwaffe vorgenommen werden, welche als Ganzes für die geforderten Einsparungen unabdingbar ist.</p><p>In der vorgesehenen, neuen Prozesslandschaft der Luftwaffe hat das Überwachungsgeschwader als Kommando mit eigener Stabsorganisation leider keinen Platz mehr. Wollte man das UeG als Organisationseinheit erhalten, würde dies eine grundlegend andere Struktur der Luftwaffe erfordern.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.