S 07 188 2. Kammer als Versicherungsgericht URTEIL vom 11. Dezember 2007 in der verwaltungsrechtlichen Streitsache betreffend IV-Rente 1. Die am … 1950 geborene … (nachfolgend Versicherte oder Beschwerdeführerin genannt) meldete sich am 14. Mai 2002 zum Bezug von Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung an. Gemäss dem Bericht der Spezialisten der Zürcher Höhenklinik Davos vom 5. Mai 2002 leidet die Versicherte an einem chronfizierten lumbospondylogenen Schmerzsyndrom links, einem Hypermobilitätssyndrom, arterieller Hypertonie und Verdacht auf seborrische Dermatitis. Aufgrund der bisherigen Untersuchungen und Befunde sei das Ausmass der Symptome rein strukturpathologisch nicht zu erklären, es müsse jedoch von einer relevanten Symptomausweitung und Chronifizierung ausgegangen werden. Die Versicherte sei wegen diesen Befunden für körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten aber durchaus zu 60-70% arbeitsfähig. Im Bericht vom 19. Februar 2003 gab Dr. med … an, der Gesundheitszustand habe sich seit dem Jahr 2001 verschlechtert und wegen einer Chronifizierung der geklagten Leiden sei nun eine Arbeitsunfähigkeit von 60-70% eingetreten. In der Folge wurde das Leistungsbegehren der Versicherten mit Verfügung vom 22. Juli 2003 durch die IV-Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend IVG) abgewiesen, da der IV-Grad bei 28% liege und somit nicht rentenbegründend sei. Dagegen erhob die Versicherte am 19. August 2003 Einsprache, welche mit Einspracheentscheid vom 1. April 2004 abgewiesen wurde. Gegen diesen Entscheid erhob die Versicherte mit Eingabe vom 17. Mai 2004 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Dieses hiess die Beschwerde mit Urteil vom 19. August 2004 wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs gut und wies die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück. 2. Mit Vorbescheid vom 11. August 2006 teilte die IVG der Versicherten mit, sie habe ab dem 1. Juni 2004 – bei einem Invaliditätsgrad von 43% - Anspruch auf eine Viertelsrente, vor diesem Zeitpunkt würden jedoch keine Ansprüche auf Leistungen der Invalidenversicherung bestehen. Diesen Entscheid erliess die IVG insbesondere aufgrund der Berichte des Hausarztes der Versicherten, Dr. med. …, vom 2. Mai 2006 und des behandelnden Orthopäden Dr. med. … vom 3. Juli 2006 sowie der Abschlussbeurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) Ostschweiz vom 17. Juli 2006. Dr. med. … vom RAD Ostschweiz hatte festgestellt, dass die Versicherte in ihrer ursprünglichen Tätigkeit als Hilfsköchin seit 2001 zu 100% arbeitsunfähig sei, ihr jedoch in einer angepassten Tätigkeit ab dem Jahr 2002 eine Arbeitsfähigkeit von 60 – 70% attestiert worden sei. Im Juni 2004 habe sich der Gesundheitszustand der Versicherten verschlechtert, so dass ab diesem Zeitpunkt von einer verbleibenden Arbeitsfähigkeit von 50% ausgegangen werden könne. Gegen diesen Vorbescheid erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt …, mit Eingabe vom 1. September 2006 Einwand. Der Einwand wurde insofern gutgeheissen, als die IVG durch Dr. med. … ein rheumatologisches Gutachten erstellen liess. Dieses Fachgutachten vom 23. März 2007 bestätigte die bisherige Einschätzung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit der Versicherten, indem ihr eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in ihrer bisherigen Tätigkeit attestiert wurde, in einer angepassten Tätigkeit jedoch von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen wird. Am 29. Mai 2007 stellte die IVG der Versicherten einen erneuten Vorbescheid mit gleichlautendem Invaliditätsgrad zu, worauf die Versicherte erneut Einwand erhob und dabei auf die Begründung der Eingabe vom 1. September 2006 verwies. Mit Verfügung vom 25. September 2007 sprach die IVG der Versicherten ab dem 1. Juni 2004 eine Viertelsrente zu. 3. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte mit Eingabe vom 10. Oktober 2007 Beschwerde. Sie beantragte, die Verfügung der IVG vom 25. September 2007 sei aufzuheben und ihr sei rückwirkend ab dem 26. Mai 2002 eine IV-Rente von mindestens einem Viertel zuzusprechen. Spätestens ab dem 1. Juni 2004 sei ihr eine ganze Rente, eventualiter eine Rente von drei Vierteln, zu gewähren. Mit Beschwerdeantwort vom 24. Oktober 2007 hält die Beschwerdegegnerin vollumfänglich an ihrer Verfügung fest. Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. Gegenstand der rechtlichen Auseinandersetzung bildet die Frage, ob der Beschwerdeführerin zu Recht eine Rente verweigert wurde bzw. ob ihr eine höhere Rente zusteht. Massgebend ist dabei der Sachverhalt, der sich bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 25. September 2007 verwirklicht hat. 2. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Diese Formulierung lehnt sich direkt an die bisherige Gesetzgebung an (Art. 4 Abs. 1 IVG und Art. 18 Abs. 2 Satz 1 UVG, jeweils in der bis 31. Dezember 2002 gültig gewesenen Fassung). Die bislang zum Invaliditätsbegriff entwickelte Rechtsprechung bezüglich erwerbstätiger Personen behält somit auch weiterhin Gültigkeit (BGE 130 V 347 Erw. 3.3.1 und 3.3.2; RKUV 2004 U 529 S. 574 f. Erw. 1.3.3. und 1.4). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Die Normierung von Art. 16 ATSG führt nicht zu einer Modifizierung der bisherigen Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Erwerbstätigen, welche weiterhin nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs vorzunehmen ist (BGE 130 V 349 Erw. 3.4.2). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 Erw. 1, 104 V 136 Erw. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 Erw. 2; RKUV 1989 U 69 S. 176 Erw. 1). Für eine korrekte Invaliditätsbemessung nach der Einkommensvergleichsmethode ist unabdingbar, dass die dafür notwendigen Einkommens- oder Prozentzahlen konkret und sorgfältig ermittelt und die massgebenden Zahlen in den Akten festgehalten werden, damit die versicherte Person in Erfahrung bringen kann, aufgrund welcher erwerblicher Annahmen die Verwaltung auf einen bestimmten Invaliditätsgrad erkannt hat (BGE 114 V 313 Erw. 3a; AHI 1998 S. 253 Erw. 3a). Nach der Rechtsprechung des Eidg. Versicherungsgerichts ist für die Vornahme des Einkommensvergleichs grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des (hypothetischen) Rentenbeginns abzustellen, und zwar sowohl was das Validen-, wie auch das Invalideneinkommen betrifft. Allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen sind bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen (BGE 129 V 222, 128 V 174; SVR 2003 IV Nr. 11 Erw. 3.1.1). 3. Für die Ermittlung des Einkommens, welches die versicherte Person ohne Invalidität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was sie im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft (BGE 129 V 224 Erw. 4.3.1; RKUV 2006 U 568 S. 66 Erw. 2).Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (AHI 1999 S. 240 Erw. 3b; Entscheid des EVG vom 30. Oktober 2002 i.S. D., I 517/02, Erw. 1.2, abrufbar unter www.bger.ch). Die Beschwerdegegnerin stellte bei Erlass ihrer Verfügung auf das Einkommen ab, welches die Beschwerdeführerin bei ihrem letzten Arbeitsgeber als Office-Mitarbeiterin erzielt hatte. Somit habe sie ein hypothetisches Valideneinkommen, aufindexiert für das Jahr 2005, von CHF 37'318.-- erzielt. Dieses Vorgehen ist grundsätzlich nicht zu beanstanden und entspricht der geltenden höchstrichterlichen Rechtsprechung. Die Beschwerdeführerin macht, was die Ermittlung des Valideneinkommens betrifft, geltend, sie habe grundsätzlich Anspruch auf einen 13. Monatslohn gehabt, was bei der Berechnung zu berücksichtigen sei. Dem ist beizupflichten, hat doch auch die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 24. Oktober 2007 festgehalten, dass das Valideneinkommen um den 13. Monatslohn erhöht werden könne, womit sich ein effektives Valideneinkommen von CHF 40'428.25 ergibt. Weiter wird durch die Beschwerdeführerin die Tatsache gerügt, dass ihr damals erzieltes Einkommen um ca. 15% unter den Werten der Lohnstrukturerhebung aus dem Jahre 2004 (Tabelle TA 1, Anforderungsniveau 4) liege. Die Beschwerdegegnerin habe somit von den für die Beschwerdeführerin günstigeren Tabellenlöhnen – anstelle des tatsächlich erzielten Einkommens – auszugehen. Dieser Argumentation kann vorliegend nicht gefolgt werden. Das von der Beschwerdeführerin erzielte Einkommen liegt im Bereich dessen, was eine Arbeitnehmerin mit den Voraussetzungen der Beschwerdeführerin bei einer solchen Arbeitsstelle verdienen kann. Die LSE-Werte entsprechen Durchschnittswerten, von welchen es naturgemäss Abweichungen nach oben und nach unten geben muss. Im Weiteren kann auf die ausführliche Begründung der Beschwerdegegnerin in der Vernehmlassung vom 24. Oktober 2007 verwiesen werden. 4. a) Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht (BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1, 126 V 76 Erw. 3b aa). Im Rahmen der Invaliditätsbemessung darf bei der Bestimmung des trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbaren Einkommens nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Von der versicherten Person können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 28 Erw. 4a; ZAK 1989 S. 321 Erw. 4a). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1, 126 V 76 Erw. 3b bb; RKUV 1999 U 343 S. 412 Erw. 4b aa). Für die Bestimmung des Invalideneinkommens anhand von Tabellenlöhnen bei Versicherten, die nach Eintritt des Gesundheitsschadens lediglich noch leichte und intellektuell nicht anspruchsvolle Arbeiten verrichten können, ist in der Regel vom durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn für Männer oder Frauen bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4 des Arbeitsplatzes) auszugehen. Dabei sind in erster Linie die Lohnverhältnisse im privaten Sektor massgebend (SVR 2002 UV Nr. 15 Erw. 3c cc). Da den Tabellenlöhnen generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt, ist eine Umrechnung auf eine betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit erforderlich (BGE 126 V 77 Erw. 3b bb). Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitstätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 124 V 323 Erw. 3b bb; AHI 2000 S. 82 Erw. 2b; RKUV 2003 U 494 S. 390 Erw. 4.2.3). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 129 V 481 Erw. 4.2.3, 126 V 80 Erw. 5b bb und cc; AHI 2002 S. 69 ff. Erw. 4b). b) Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 f. Erw. 4, 125 V 261 Erw. 4). Demgegenüber fällt es nicht in den Aufgabenbereich des Arztes oder der Ärztin, sich zur Höhe einer allfälligen Rente zu äussern, da der Begriff der rentenanspruchsbegründenden Invalidität nicht nur von medizinischen, sondern auch von erwerblichen Faktoren bestimmt wird (vgl. Art. 16 ATSG). Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (AHI 2001 S. 113 Erw. 3a). Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 125 V 352 Erw. 3a; AHI 2001 S. 113 f. Erw. 3a; RKUV 2003 U 487 S. 345 Erw. 5.1). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (RKUV 1999 U 332 S. 193 Erw. 2a bb). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 354 Erw. 3b ee; SVR 2003 UV Nr. 15 S. 45 Erw. 3.2.2, 1999 KV Nr. 22 Erw. 3b; AHI 2001 S. 115 Erw. 3b ee). Die Berichte und Gutachten ständiger Vertrauensärzte haben in beweisrechtlicher Hinsicht grundsätzlich den gleichen Stellenwert wie die verwaltungsinternen Arztberichte und Gutachten der UVG-Versicherer (BGE 122 V 161; RKUV 2001 KV 189 S. 492 Erw. 5b). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die SUVA und durch UVG- Privatversicherer eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 Erw. 3b bb). Hinsichtlich der im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten externer Spezialärzte durch die IV-Stellen gelten sinngemäss die im Bereich der Unfallversicherung massgebenden Grundsätze (Entscheid des EVG vom 9. August 2000 i.S. A., I 437/99, abrufbar unter www.bger.ch). c) Für die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bis zum 31. Mai 2004 hat die Beschwerdegegnerin auf den Bericht der Höhenklinik Davos vom 5. Mai 2002 abgestellt. Demnach war der Beschwerdeführerin bis zu diesem Zeitpunkt eine angepasste Tätigkeit im Umfang von 60 – 70% zumutbar. Die Beschwerdegegnerin ging, in Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, vom Mittelwert und somit von einer verbleibenden Arbeitsfähigkeit von 65% aus. Dieses Vorgehen erweist sich somit grundsätzlich als korrekt. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, bereits vor dem genannten Zeitpunkt habe eine wesentlich tiefere Arbeitsfähigkeit vorgelegen. Dem kann nicht zugestimmt werden, hat doch das Verwaltungsgericht bereits im Urteil vom 19. August 2004 festgestellt, dass auf den oben erwähnten Bericht vollumfänglich abgestellt werden kann, da er sämtliche Kriterien, welche den Beweiswert eines ärztlichen Berichtes ausmachen, erfüllt (vgl. Erw. 4 a sowie das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 19. August 2004). Ab dem 1. Juni 2004 stellte die Beschwerdegegnerin auf das Gutachten von Dr. med. …, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, vom 23. März 2007, ab. Der Spezialist erachtete die Beschwerdeführerin für die Arbeit als Officeangestellte in einem Restaurant als zu 100% arbeitsunfähig. Gleichzeitig gibt er jedoch auch an, in einer leichten körperlichen Tätigkeit mit Wechselbelastung ohne anhaltendes Sitzen oder Stehen sei eine 50%ige Arbeitsfähigkeit gegeben, am besten verteilt auf 2x2 Stunden pro Tag. Diese Einschätzung erging gestützt auf eine umfassende Anamnese sowie einer eingehenden persönlichen Untersuchung der Beschwerdeführerin. Er ist für die streitigen Belange umfassend und berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Beschwerden. Zudem bestehen keine Anzeichen, welche seine Glaubwürdigkeit zu erschüttern vermögen. Somit stellte die Beschwerdegegnerin für die Ermittlung des Invalideneinkommens zu Recht auf dieses Gutachten ab. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es sei äusserst fragwürdig, wenn die Beschwerdegegnerin von zwei Ärzten unabhängige Berichte einfordere, dieselben jedoch ignoriere, im Vorbescheid vom 11. August 2006 ankündige, die Arbeitsunfähigkeit betrage gleichwohl 50% und in der Folge diesen Vorbescheid durch ein neuerliches ärztliches Gutachten abstützen wolle. Dazu ist festzuhalten, dass nach Art. 43 Abs. 1 ATSG der Versicherungsträger die Begehren prüft, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vornimmt und die erforderlichen Auskünfte einholt. Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss (BGE 122 V 158 Erw. 1a, 119 V 349 Erw. 1a, 117 V 263 Erw. 3b mit Hinweisen). Somit hat die Beschwerdegegnerin die nötigen Veranlassungen getroffen, um den Sachverhalt genügend abzuklären. Dieses Vorgehen ist daher nicht zu beanstanden. Von der Beschwerdeführerin wird vorgebracht, das Fachgutachten von Dr. med. … sei dadurch beeinflusst worden, dass er um den von der Beschwerdegegnerin „gewollten“ Invaliditätsgrad gewusst habe und seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit deshalb entsprechend ausgefallen sei. Wie bereits festgestellt, erfüllt dieses Gutachten die von der Rechtsprechung geforderten Kriterien. Demgegenüber handelt es sich bei den Berichten von Dr. med. … und Dr. med. … um Berichte von behandelnden Ärzten. Solange keine konkreten Anhaltspunkte ersichtlich sind, welche die Glaubwürdigkeit der Atteste eines Hausarztes zu erschüttern vermögen, ist es unzulässig, deren Angaben bei der Beweiswürdigung unter Hinweis auf ihre Stellung und unter Berufung auf die fachliche Kompetenz der Ärzte einer Universitätsklinik ausser acht zu lassen (Entscheid des EVG vom 19. April 1990; I 498/89). In Bezug auf Atteste von Hausärzten darf und soll das Gericht jedoch der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b cc, 122 V 160 Erw. 1c). Dies gilt nicht nur für den allgemein praktizierenden Hausarzt, sondern ebenso für den behandelnden Spezialarzt und erst recht für den schmerztherapeutisch tätigen Arzt mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis und dem Erfordernis, den geklagten Schmerz zunächst bedingungslos zu akzeptieren (Entscheid des EVG vom 20. März 2006 i.S. S.; I 655/05 Erw. 5.4 mit Hinweisen). Somit ist das Abstellen der Beschwerdegegnerin auf das fragliche Gutachten nicht zu beanstanden. Gesamthaft ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin ihren Entscheid zu Recht auf dieses Fachgutachten abgestützt hat. d) Die Beschwerdeführerin bringt zudem vor, der gewährte Abzug auf den Tabellenlöhnen von 10% sei viel zu niedrig, es sei mindestens von einem Abzug von 20% auszugehen. Dieser Argumentation kann so nicht gefolgt werden. Die Beschwerdegegnerin hat den Abzug nach den in Erw. 4a erwähnten Kriterien (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) festzusetzen. Dabei steht der Beschwerdegegnerin ein gewisses Ermessen zu, welches vorliegend in keiner Weise missbraucht wurde. Der Abzug von 10% auf den Tabellenlöhnen gibt daher keinen Anlass zur Beschwerde. 5. Vorliegend ist - betreffend Berechnung des Invaliditätsgrades – aufgrund der obgenannten Feststellungen die Beschwerdeführerin für die Zeit bis zum 31. Mai 2004 als zu 65% arbeitsfähig zu betrachten, ab dem 1. Juni 2004 hingegen liegt aus medizinischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 50% vor. Die Beschwerdegegnerin zieht für das Invalideneinkommen die Tabellenlöhne gemäss LSE heran, was sich, wie sich aus obgenannter Rechtsprechung ergibt, als korrekt erweist (vgl. Erw. 4a). Zudem hat sie in ihrer Vernehmlassung festgehalten, dass bei der Berechnung, welche in der Verfügung aufgeführt wurde, von den Werten der Tabelle TA 1 Werte Ostschweiz anstatt von der Tabelle TA 1 Schweiz ausgegangen wurde. Weiter seien die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit den neusten Wirtschaftsdaten angepasst worden. Aufgrund dieser Korrekturen erweisen sich die Berechnungen der Beschwerdegegnerin nunmehr als zutreffend, womit bis Ende Mai 2004 ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 29% vorliegt, ab dem 1. Juni 2004 hingegen ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von 45%, welcher der Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Viertelsrente gibt (für die detaillierten Berechnungen sei auf die umfassenden und durchwegs zutreffende Ausführungen in der Vernehmlassung vom 24. Oktober 2007 verwiesen). Wegen den geringfügigen und nichts an der Anspruchsberechtigung ändernden Berechnungsunterschieden hat die Beschwerdegegnerin nicht erneut über den Anspruch zu befinden. Die Beschwerdeführerin führt aus, die Ablehnung des Rentenanspruchs für den Zeitraum vor dem 1. Juni 2004 sei in Anbetracht der Erkenntnisse des Urteils des Verwaltungsgerichts vom 19. August 2004 nicht haltbar. Die Beschwerdegegnerin habe nach genanntem Urteil keineswegs erneut auf die LSE-Werte abstellen dürfen, sei dies doch durch das Gericht untersagt worden. Dieser Argumentation kann aus folgenden Gründen nicht gefolgt werden: Das Bundesgericht hat in seiner Rechtsprechung wiederholt festgehalten, dass die Werte der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung in gewissen Fällen durchaus ein taugliches und praktikables Mittel sei, um die fraglichen Einkommen zu berechnen (vgl. BGE 129 V 472 statt vieler). Zudem verlangte das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 19. August 2004 gemäss Urteilsdispositiv lediglich, dass die Sache zur Neubeurteilung, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, an die Vorinstanz zurückgewiesen werde. Das Heranziehen der Tabellenlöhne gemäss LSE ist nach Gesagtem vorliegend korrekt und widerspricht nicht dem Urteil des Verwaltungsgerichts vom 19. August 2004. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde unbegründet und deshalb abzuweisen ist. 6. Das Beschwerdeverfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG (in Kraft seit dem 1. Juli 2006) vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Daher hat die Beschwerdeführerin die Kosten in Höhe von CHF 700.00 zu tragen. Der Beschwerdeführerin kann aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse die unentgeltliche Prozessführung gewährt werden. Sollten sich jedoch ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse verändern, so sind die Kosten dem Gericht zurück zu erstatten.Jede Person, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand (Art. 29 Abs. 3 BV). Das Recht, sich verbeiständen zu lassen, muss gewährleistet sein. Wo die Verhältnisse es rechtfertigen, wird der Beschwerde führenden Person ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt (Art. 61 lit. f ATSG). Die Voraussetzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung sind in der Regel erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos erscheint, die Partei bedürftig und die Verbeiständung durch einen Anwalt oder eine Anwältin notwendig oder doch geboten ist (BGE 125 V 202 Erw. 4a mit Hinweisen). In Anbetracht des vorliegenden Falles ist der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren. Die von Rechtsanwalt … eingereichte Kostennote vom 26. Oktober 2007 ist nach konstanter Rechtsprechung des Gerichtes jedoch dahingehend zu korrigieren, dass ein Stundensatz von CHF 180.00 (entspricht 75% des vom Rechtsvertreter geforderten Stundensatzes von CHF 240.00) in Rechnung gestellt werden kann. Somit ergibt sich für den Rechtsanwalt der Beschwerdeführerin eine Entschädigung von Fr. 3'494.75 (Honorar Fr. 3’060.- -, Spesen Fr 187.90 und MWST Fr. 246.85), welche durch das Gericht übernommen wird. Sollten sich die finanziellen Verhältnisse der Beschwerdeführerin ändern, so hat diese rückwirkend die angefallenen Kosten zu erstatten. Demnach erkennt das Gericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. 3. In Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird die Beschwerdeführerin von der Zahlungspflicht der Verfahrenskosten befreit.4. Der Beschwerdeführerin wird die unentgeltliche Rechtspflege gewährt. Es wird ihr in der Person von Rechtsanwalt … ein Anwalt auf Kosten des Staates bestellt. Dieser wird durch das Verwaltungsgericht mit Fr. 3’494.75 entschädigt. Verbessern sich die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Beschwerdeführerin, so sind dem Kanton Graubünden die übernommenen Kosten zu erstatten. Die dagegen an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde am 5. September 2008 abgewiesen (9C_488/2008).