<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2A.181/2003 /kil </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 29. April 2003 </div> <div class="para">II. Öffentlichrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Wurzburger, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Müller, Merkli, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Hugi Yar. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, vertreten durch Martin Ilg, Rechtsberatung, Rämistrasse 5, Postfach 464, 8024 Zürich, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen, Oberer Graben 32, 9001 St. Gallen, </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen, Spisergasse 41, 9001 St. Gallen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Aufenthaltsbewilligung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil </div> <div class="para">des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen </div> <div class="para">vom 18. März 2003. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht stellt fest und zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 2. Oktober 2002 widerrief das Ausländeramt des Kantons St. Gallen die Jahresaufenthaltsbewilligung der aus dem Kosovo stammenden A.________ (geb. 1979). Das Justiz- und Polizeidepartement bestätigte diesen Entscheid auf Beschwerde hin am 16. Dezember 2002. Mit Urteil vom 18. März 2003 schützte das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen seinerseits die Nichtverlängerung der am 20. Februar 2003 abgelaufenen Aufenthaltsbewilligung. A.________ beantragt, diesen Entscheid aufzuheben und ihre Bewilligung zu erneuern bzw. die Sache mit Blick auf die am ... 2002 geborene Tochter B.________ an das Ausländeramt zurückzuweisen. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Auf dem Gebiet der Fremdenpolizei ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Erteilung oder Verweigerung von Bewilligungen ausgeschlossen, auf die das Bundesrecht keinen Anspruch einräumt (<span class="artref">Art. 100 Abs. 1 lit. b OG</span>). Die Gewährung bzw. Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung liegt im freien Ermessen der Behörden, soweit der Betroffene sich nicht auf eine Sondernorm des Bundesrechts oder eines Staatsvertrags berufen kann, die ihm ein entsprechendes Recht verschafft (<span class="artref">Art. 4 ANAG</span>; SR 142.20; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=16.04.2003&amp;to_date=05.05.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-II-161%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page161">BGE 127 II 161</a> E. 1a S. 164 mit Hinweisen). Ein solches besteht im vorliegenden Fall offensichtlich nicht, weshalb auf die Beschwerde ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> nicht einzutreten ist: </div> <div class="para">2.2 Die Beschwerdeführerin reiste am 21. Februar 2002 zum Verbleib bei ihrem hier über eine Aufenthaltsbewilligung verfügenden Ehemann in die Schweiz ein (vgl. <span class="artref">Art. 38 ff. BVO</span> [SR 823.21]); sie kann sich mangels einer Niederlassungsbewilligung seitens ihres Gatten nicht auf <span class="artref">Art. 17 Abs. 2 ANAG</span> berufen. Zurzeit lebt sie ihre familiäre Beziehung zu ihrem Mann im Übrigen nicht; dieser befindet sich offenbar bereits seit längerer Zeit im Kosovo. In der Schweiz ist ihr Gatte seit dem 12. Juni 2002 zur Verhaftung ausgeschrieben, da er im Verdacht steht, in der Nacht vom 9. auf den 10. März 2002 einen Mann mit einem Brecheisen zusammengeschlagen und am 27. Mai 2002 einen bewaffneten Raubüberfall begangen zu haben. Mit der Trennung von ihrem Ehemann, dessen Aufenthaltsbewilligung inzwischen wegen seiner Landesabwesenheit dahingefallen bzw. ebenfalls abgelaufen sein dürfte (vgl. <span class="artref">Art. 9 Abs. 1 lit. c ANAG</span>; Andreas Zünd, Beendigung der Anwesenheit, Entfernung und Fernhaltung, in: Uebersax/Münch/ Geiser/Arnold, Ausländerrecht, Basel/Genf/München 2002, Rz. 6.12), ist der Zweck des Aufenthalts der Beschwerdeführerin erfüllt (vgl. <span class="artref">Art. 9 Abs. 2 lit. b ANAG</span>). Sie kann sich hier auf keine familiären Beziehungen zu Personen mit einem gefestigten Anwesenheitsrecht berufen (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=16.04.2003&amp;to_date=05.05.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-II-60%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page60">BGE 127 II 60</a> E. 1d/aa S. 64 f. mit Hinweisen). Entgegen ihren Behauptungen verfügen weder ihre Tochter noch der Sohn (geb. 1999) aus erster Ehe ihres Gatten über eine Niederlassungsbewilligung. Zwar hat das Bundesgericht erkannt, dass sich aus dem durch <span class="artref">Art. 8 Ziff. 1 EMRK</span> bzw. <span class="artref">Art. 13 Abs. 1 BV</span> geschützten Recht auf Achtung des Privatlebens bei besonders intensiven privaten Beziehungen ein Anspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ergeben könne (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=16.04.2003&amp;to_date=05.05.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-II-377%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page377">BGE 126 II 377</a> E. 2c S. 384 ff.); ein solcher fällt bei einem relevanten Aufenthalt wie hier von weniger als einem Jahr jedoch zum Vornherein ausser Betracht. </div> <div class="para">2.3 Besteht nach dem Gesagten kein Anspruch auf die beantragte Bewilligung, fehlt es der Beschwerdeführerin an einem rechtlich geschützten Interesse, um die Bewilligungsverweigerung mit staatsrechtlicher Beschwerde - insbesondere wegen einer Verletzung des Willkürverbots - anfechten zu können (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=16.04.2003&amp;to_date=05.05.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-I-81%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page81">BGE 126 I 81</a> E. 4 - 6 S. 85 ff.). Zwar wäre sie befugt, losgelöst von einem Anspruch in der Sache selber mit diesem Rechtsmittel eine Verletzung von Verfahrensgarantien geltend zu machen, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=16.04.2003&amp;to_date=05.05.2003&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-II-161%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page161">BGE 127 II 161</a> E. 2c u. 3b); entsprechende Rügen erhebt sie indessen nicht. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">3.1 Auf die gemäss der publizierten Rechtsprechung und den zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid mutwillige Eingabe ist weder als Verwaltungsgerichtsbeschwerde noch als staatsrechtliche Beschwerde einzutreten. Mit diesem Entscheid wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. </div> <div class="para">3.2 Dem Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens entsprechend hat die unterliegende Beschwerdeführerin dessen Kosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 153 und <artref id="CH/173.110/153^a" type="start"></artref>Art. 153a OG</span><artref id="CH/173.110/153" type="end"></artref>). Parteientschädigungen sind nicht geschuldet (vgl. <span class="artref">Art. 159 Abs. 2 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Justiz- und Polizeidepartement sowie dem Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 29. April 2003 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>