<h2>SubmittedText<h2><p>Nachdem der Bau des sogenannten Brüttener Tunnels auf die zweite Etappe von "Bahn 2000" verschoben wurde, ersuche ich den Bundesrat um die Beantwortung der folgenden Fragen:</p><p>1. Könnten sich Bundesrat und SBB als erste Etappe der unabdingbaren Kapazitätserweiterung zwischen Zürich-Flughafen/Effretikon und Winterthur den Bau eines dritten Geleises auf dem Trassee der ehemaligen Nationalbahn vorstellen? Wie hoch wäre der Kapazitätsgewinn bzw. welche der in der seinerzeitigen Abstimmungsvorlage versprochenen Zielsetzungen des Brüttener Tunnels könnten mit welcher Kostenersparnis so realisiert werden?</p><p>2. Wäre der Bau eines kurzen "Birchtunnels" ab Verflechtungsbauwerk "Hürlistein" zur Umfahrung von Effretikon und zur Entflechtung von Fernverkehr und S-Bahn zwischen Winterthur und Zürich sowie die anschliessende Realisierung eines vierten Geleises zwischen dem Tunnel und Winterthur allenfalls eine valable Variante zum Brüttener Tunnel? Welches wären die Vor- bzw. Nachteile?</p><p>3. Liesse sich entsprechend der Studie Romann die Frage der Einführung der Neubaustrecken in den Bahnhof Winterthur befriedigender lösen, und/oder sollten zur Erhöhung der Kapazität im Bahnhof Winterthur nicht zweckmässigerweise die S-Bahnlinien der Region als Durchmesserlinien geführt werden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Alle drei Fragen des Interpellanten beziehen sich auf die Studie Romann ("Alternativen zum Brüttener Tunnel", Schweizer Eisenbahn-Revue, 5/1995). Die Schweizerischen Bundesbahnen beabsichtigen, die in der Interpellation erwähnte Studie Romann zu gegebener Zeit mit dem Verfasser zu besprechen. Sie kann deshalb im heutigen Zeitpunkt angebotsmässig und betrieblich noch nicht bewertet werden. Die Ansätze werden aber sicher in die Überlegungen zur zweiten Etappe von "Bahn 2000" einfliessen und entsprechend geprüft.</p><p>Konkrete quantitative Aussagen sind somit zurzeit noch nicht möglich.</p>  Antwort des Bundesrates.