<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2019.00045</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span> </span></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Gerichtsschreiber Brugger</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 10. Mai 2019</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sac</span><span id="CURSOR"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1973, ist Mutter zweier Kinder (geboren 1993 und 2000, Urk. 6/11 Ziff. 3.1). Am 22. September 2009 meldete sie sich unter Hinweis auf Angstzustände bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/11 Ziff. 6.2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 28. März 2011 (Urk. 6/51, Urk. 6/48) sprach die Sozialver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, der Versicherten ab dem 1. Mai 2010 eine ganze Rente mit entsprechenden Kinderrenten zu. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Februar 2012 wurde eine Rentenrevision eingeleitet (vgl. Urk. 6/58 S. 3 unten). Mit Vorbescheid vom 20. Juni 2012 (Urk. 6/67) stellte die IV-Stelle die Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung der Rente in Aussicht. Die Versicherte brachte dagegen Einwände (Urk. 6/71 S. 1, Urk. 6/76) vor. Die IV-Stelle holte in der Folge ein psychiatrisches Gutachten (Urk. 6/107) ein und veranlasste eine Haushaltabklärung (Urk. 6/110). Mit Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 9. März 2015 (Urk. 6/115) bestätigte sie einen Anspruch auf eine ganze Rente. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im April 2017 wurde erneut eine Revision eingeleitet (vgl. Urk. 6/118 S. 1). Die IV-Stelle erliess am 7. November 2018 (Urk. 6/141) den Vorbescheid. Die Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte brachte dagegen am 28. November 2018 Einwände (Urk. 6/143) vor. Mit Verfügung vom 17. Dezember 2018 (Urk. 6/149 = Urk. 2) hob die IV-Stelle die Rente auf Ende des auf die Zustellung folgenden Monats auf. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 14. Januar 2019 Beschwerde gegen die Verfügung vom 17. Dezember 2018 (Urk. 2). Sinngemäss beantragte sie die Aufhebung der Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung und die weitere Ausrichtung der Invalidenrente (Urk. 1 S. 1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 21. Februar 2019 (Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 27. Februar 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin reichte dem hiesigen Gericht am 1. März 2019 (Urk. 8) weitere Akten (Urk. 9/1-5) ein, die die Beschwerdeführerin ihr zugestellt hatte. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p><span id="FUNKTION1"></span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">November 2015 E. 5.4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">artis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">us (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">end objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2 ATSG).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX100"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">abgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich geblie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">acht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei braucht es sich nicht u</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m eine formelle Verfügung (Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">49 ATSG) zu handeln. Ändert sich nach durchgeführter Rentenrevision als Ergebnis einer materiellen Prü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Revisionsergebnis gestützt auf Art. 74</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. f </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Verordnung über die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IVV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf dem W</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eg der blossen Mitteilung (Art. 51 ATSG), ist im darauf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">folgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sachver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">desgerichts 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 201</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.2).</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stellte im angefochtenen Entscheid fest, laut den vorlie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genden Unterlagen habe sich der psychische Zustand der Beschwerdeführerin verbessert. Ein Leidensdruck liege nicht vor und eine psychiatrische Behandlung werde nicht mehr benötigt. Die bisherigen Diagnosen seien nicht mehr ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiesen (Urk. 2 S. 1 unten). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin brachte vor, ihr Krankheitszustand habe sich nicht ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">än</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dert beziehungsweise verbessert. Sie sei immer noch zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 1 S. 1 unten). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin bestätigte mit Verfügung vom 9. März 2015 den An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch der Beschwerdeführerin auf eine ganze Rente gestützt auf ein medizi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ni</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sches Gutachten (Urk. 6/107, Urk. 6/115). Strittig und zu prüfen ist daher, ob sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihr Gesundheitszustand verglichen mit dem Zeitpunkt der Verfügung vom 9. März</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2015 massgeblich verbessert hat und ob die Beschwerdegegnerin die Rente zu Recht für die Zukunft aufgehoben hat. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin war seit Juni 2008 in der Y.___, Z.___, in ambulanter psychiatrischer Behandlung (Urk. 6/15/7 Ziff. 1.2). Med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pract</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. A.___, Assistenzärztin, und Dr. med. B.___, Oberärztin, Y.___, Z.___, nannten im Bericht vom 14. Januar 2010 (Urk. 6/15/6-12) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2 Ziff. 1.1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Differentialdiagnose: generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ängstlich-vermeidende akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zudem gaben sie an, dass die Agoraphobie mit Panikstörung gemäss den An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gaben der Beschwerdeführerin seit zirka sechs Jahren und verstärkt seit zirka zwei Jahren bestehe. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie einen Verdacht auf eine nicht näher bezeichnete Essstörung (ICD-10 F50.9) und Adipositas (S. 2 Ziff. 1.1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pract</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. A.___ und Dr. B.___ führten zur Anamnese aus, die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">füh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin sei sowohl bei den Grosseltern als auch bei ihrem Vater und bei einer Pflegemutter aufgewachsen. Sie habe eine Anlehre als Lebensmittelverkäuferin absolviert und sei danach längere Zeit im Service tätig gewesen (S. 2 Ziff. 1.4). Seit zirka neun Jahren sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sie von der Fürsorge abhängig. Im Verlauf der letzten sechs Jahre sei zunehmend eine Angstsymptomatik aufgetreten. Die Ängste hätten zu einem ausgeprägten Vermeidungsverhalten geführt und die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin habe sich sozial zurückgezogen (S. 3 oben). Eine dringend empfohlene stationäre oder teilstationäre Behandlung habe sie bisher abgelehnt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Alltag bestünden subjektiv Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen und es seien starke agoraphobische und leichte soziophobische Ängste vorhanden. Die Patientin beschreibe weiter die Symptomatik von unregelmässig auftretenden Panikattacken. Nebst einem fraglichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Grübelzwang</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seien weitere Zwänge ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neint worden. Diese seien aber nicht sicher auszuschliessen (S. 3 unten). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund der verminderten Compliance der Beschwerdeführerin, welche mög</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">licher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise krankheitsbedingt sei, sowie aufgrund von teilweise unglaubwürdigen Begründungen für abgesagte Termine sei unsicher, wie verlässlich die Angaben der Beschwerdeführerin seien. Sollten ihre Angaben stimmen, werde aktuell und mittelfristig von einer stark bis vollständig eingeschränkten Arbeitsfähigkeit für ausserhäusliche Tätigkeiten ausgegangen. Für den Haushaltsbereich bestünden - soweit beurteilbar - keine Einschränkungen (S. 1 unten). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 3. Dezember 2010 erfolgte eine psychiatrische Untersuchung durch Dr. med. C.___, Facharzt für Neurologie und für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionalärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin. Dr. C.___ nannte im Bericht vom 3. Dezember 2010 (Urk. 6/36) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01), Differential</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nose: generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1), ängstlich-vermeidende akzen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1), eine nicht näher bezeichnete Essstörung (ICD-10 F50.9) und Adipositas (S. 5 Ziff. 12). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der RAD-Arzt führte weiter aus, die Beschwerdeführerin leide seit zirka sechs bis sieben Jahren zunehmend an einer Angstsymptomatik. In den letzten drei Jahren sei es zunehmend schlimmer geworden (S. 2 Ziff. 4 unten). Aufgrund der Anam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nese und der von der Beschwerdeführerin geschilderten Symptome sei von den genannten Diagnosen auszugehen. Im psychopathologischen Befund liessen sich ein leicht starrer Affekt, Ängstlichkeit, eine leichte Störung der Vitalgefühle und starke Insuffizienzgefühle objektivieren. Die geschilderten Symptome und die Pro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">blematik seien glaubhaft erschienen. Der von der Beschwerdeführerin wahrge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nommene hohe Leidensdruck ohne Beanspruchung von medizinischen Leistung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en und der Abbruch von psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlungen sei am ehesten als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">krankheitsbedingt und nicht im Sinne einer verminderten Com</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pliance zu bewerten. Die Notwendigkeit einer psychiatrisch-psychothera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">peuti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen und psychopharmakologischen Behandlung sei der Beschwerdeführerin verdeutlicht worden (S. 5 f. Ziff. 14). Die Ängste seien bereits seit sechs Jahren chronifiziert. Eine leitliniengerechte Behandlung und eine Psychopharmakologie habe bis jetzt nicht stattgefunden (S. 6 oben). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Seit Juni 2008 sei eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % für die bisherige und eine angepasste Tätigkeit ausgewiesen. Durch eine regelmässige und leitliniengerechte Behandlung könne von einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit im Verlauf ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangen werden. Die Auferlegung einer Schadensminderungspflicht sei sinnvoll (S. 6 unten). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 17. August 2011 wurde bei der Beschwerdeführerin im D.___ auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund von Adipositas ein Magen-Bypass eingesetzt (vgl. den Operationsbericht vom 17. August 2011, Urk. 6/62/9-10). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. phil. E.___, Klinische Psychologin, und Dr. med. F.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Oberärztin, Y.___, Z.___, führten im Bericht vom 13. April 2012 (Urk. 6/60) aus, nach den Angaben der Beschwerdeführerin bestehe seit 2003 und verstärkt seit 2007 ein ausgeprägtes, mittlerweile invalidisierendes Vermeidungsverhalten. Die Patien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tin gehe nicht alleine aus dem Haus und erledige Einkäufe meist nur in Begleitung (S. 3 unten). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine psychotische Symptomatik liege nicht vor. Es bestehe eine agoraphobische Symptomatik mit Panikattacken. In der Folge habe sich ein ausgeprägtes, mittler</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weile invalidisierendes Vermeidungsverhalten entwickelt. Eine generalisierte ängst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Grundstimmung habe die Patientin verneint. Eigentliche depressive oder manische Zeichen seien nicht festgestellt worden (S. 4 unten). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. phil. E.___ und Dr. F.___ nannten als Diagnosen (S. 4 unten):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Bulima</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">nervosa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> im Alter von 15-17 Jahren (ICD-10 F50.2)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">morbide Adipositas (BMI 39.8)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Patientin leide an einer schweren Angststörung mit ausgeprägtem Vermei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dungsverhalten. Wegen fehlender Compliance sei diese bisher psychotherapeu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tisch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und psychopharmakologisch im Wesentlichen unbehandelt geblieben (S. 5 oben). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. phil. E.___ und Dr. F.___ äusserten sich nicht zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. C.___ gab in einer Stellungnahme vom 29. Mai 2012 (Urk. 6/65 S. 2 unten) an, unter einer adäquaten, evidenzbasierten psychotherapeutischen und einer psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chopharmakologischen Behandlung sei spätestens nach einem Jahr von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % auszugehen. Die Angabe gelte seit zirka Ende 2011 für eine angepasste Tätigkeit. Aus fachärztlicher Sicht sei nicht nachvollziehbar, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beschwerdeführerin die psychiatrische Behandlung eigenmächtig abgebro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. phil. G.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, und Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Y.___, Z.___, berichteten am 17. April 2013 (Urk. 6/85) über den Verlauf der ambulanten Behandlung der Beschwerdeführerin. Sie gaben zur Anamnese an, die Wiederaufnahme der Behandlung im Z.___ sei nach einem Unfall für den 14. Mai 2013 vereinbart worden. Im Rahmen der bisherigen Gespräche seien teilweise kognitive Beeinträchtigungen bezüglich der Auffassung und der zeitlichen Einordnung von Ereignissen aufge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fallen (S. 2 Ziff. 1.4 unten). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. phil. G.___ und Dr. F.___ attestierten für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Servicehilfe seit dem 17. September 2012 bis auf Weiteres eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Im Vordergrund stünden die ausgeprägten und dadurch invalidi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den agoraphobischen Ängste. Es sei der Patientin deshalb aktuell nicht mög</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich, einer Arbeit ausser Haus nachzugehen. Sie gehe jedoch davon aus, dass sie in der Lage sei, verschiedene Arten von Heimarbeiten auszuführen (S. 3 Ziff. 1.6 und 1.7). Agoraphobische Ängste liessen sich grundsätzlich mit einem kognitiv-verhaltenstherapeutischen Vorgehen behandeln. Inwieweit eine Therapie im Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fall erfolgreich sei, lasse sich zu Behandlungsbeginn schwer abschätzen. Die bereits mehrjährige Symptomatik sei prognostisch als eher ungünstig einzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schätzen (S. 4 Ziff. 1.8). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin gab in der Folge bei Dr. med. H.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag. Das Gutachten datiert vom 7. Juli 2014 (Urk. 6/107) und beruht auf der Untersuchung vom 23. Juni 2014 und den dem Gutachter zur Verfügung gestellten Akten (S. 1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. H.___ führte zur Anamnese aus, die Patientin habe vor allem Angst im Bus und im Zug. Einkaufen gehe besser. Wegen des Untersuchungstermins habe sie seit gestern Abend Kopfweh gehabt (S. 7 Ziff. 3 oben). Die letzte eigentliche Panikattacke sei aufgetreten, als sie Anfang des Jahres zum Gutachter hätte kommen müssen. Sie habe den Wohnungsschlüssel nicht mehr zudrehen können. Panikattacken seien im Alltag bis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vor zwei Jahren regelmässig aufgetreten (S. 7 Ziff. 3 unten). Sie sei in der Y.___, Z.___, alle zwei Wochen in Behandlung (S. 8 Mitte). Als ihre Beschwerden am schlimmsten ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wesen seien, habe sie zwei Jahre lang nicht mehr aus dem Haus gehen können. Dies sei bald nach dem ersten Ausbruch der Angst der Fall gewesen (S. 8 unten). Ihre Angst habe auswärts begonnen, mit Attacken auf der Strasse. Sie habe sich dann hinsetzen müssen und es sei zu Zittern und einem Schwindel gekommen (S. 9 Mitte). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Zeit der Primarschule sei sie einsam und oft traurig gewesen. Sie habe Selbstmordgedanken gehabt und habe sich mit dreizehn Jahren die Ader am Fuss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufgeschnitten. Es sei aber nichts passiert. Einen Selbstmordversuch habe sie da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nn nie mehr unternommen. Während der späteren Angstzustände seien die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Selbst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mordgedanken wieder hochgekommen, zuletzt vor fünf Monaten (S.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10 Mitte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Mit knapp fünfzehn Jahren habe sie ein Jahr lang an Bulimie gelitten (S. 10 unten). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin sei von ihrer Rechtsvertreterin zur Untersuchung ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bracht worden (S. 11 Ziff. 4 unten). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. H.___ nannte als Diagnosen eine Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F40.01), eine generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1), eine Dysthymie (ICD-10</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> F34.1), einen Status nach Bulimie (ICD-10 F50.2) und Adipositas (S. 12 Ziff. 5 oben). Die Komorbidität der diagnostizierten Angststörung, der depressiven Stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung und der Essstörung weise an sich auf eine ernste Prognose hin. Dies gelte auch für den Beginn der Angststörungen in der Kindheit, die frühe Manifestation der Essstörung zu Beginn der Pubertät und die damalige Suizidalität. Dennoch habe sich in letzter Zeit eine leichte Stabilisierung und Besserung des psychischen Zustandes abgezeichnet. Nach schweren psychischen Behinderungen während mehr als eines Jahrzehnts habe sich die Besserung bis heute noch nicht ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dend auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt. Prognostisch sei eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf absehbare Zeit aber möglich (S. 12 Ziff. 5 Mitte). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Patientin sei in der Kindheit unter emotionalen Belastungen gestanden. Sie sei praktisch ohne die leibliche Mutter aufgewachsen, was sich in einer Depres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sivität, diagnostisch im Sinne einer Dysthymie, ausgewirkt habe. Dies bedeute eine lebenslange, in Schwankungen verlaufende depressive Symptomatik ohne eigentliche depressive Krankheitsphasen. Hingegen habe die Depressivität auf typische Art die Grundlage für das Auftreten der Essstörung gebildet. Ihre Eltern hätten sich im Kleinkindesalter der Patientin getrennt. In der Kindheit habe sie an einer auffälligen Traurigkeit, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Deprimiertheit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und Suizidalität gelitten (S. 12 Ziff. 5 unten). Dass die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin zudem an Ängsten und an einer psychovegetativen Stresssymptomatik mit Schlafstörungen und Kopfschmerzen gelitten habe, sei als Vorläufer der späteren generalisierten Angststörung zu interpretieren. Diese gehe in der Regel einer Panikstörung voraus (S. 12 f.). Zu Beginn der Pubertät habe sich sodann eine Bulimie mit täglichen Essattacken und Erbrechen sowie wahrscheinlich Menstruationsstörungen manifestiert, die ziem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich rasch habe aufgefangen werden können. Die Störung sei jedoch in Form einer lebenslangen Adipositas persistiert (S. 13 oben). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Panikstörung habe sich zunächst nur scheinbar gebessert, indem die Patientin die herausfordernden Situationen komplett vermieden habe. Heute könne sie sich zwar etwas freier bewegen. Öffentliche Verkehrsmittel könne sie aber nicht aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reichend benützen. Das zugrundeliegende Angstgefühl, beobachtet und verfolgt zu werden, sei noch deutlich vorhanden und ebenso die Angst vor Neuem. Im Sinne einer generalisierten Angststörung bestünden eine praktisch chronische Ängstlichkeit und eine psychovegetative Stresssymptomatik. Diese sei es vor allem, die nach allgemeiner Regel zur Chronifizierung und zu einer ernsten Prog</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nose beitrage. Die Symptomatik umfasse Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwindel, Agitation, auch nachts, Schlafstörungen, ein Unwohlsein, Bauchkrämpfe, Herz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rhyth</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">musstörungen, Zittern etc. (S. 14 oben). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin sei generell zu über 70 % arbeitsunfähig. Die langdau</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ernde Arbeitsunfähigkeit sei bedingt durch eine Komorbidität von psychischen Störungen mit Krankheitswert, bei denen heute eine Agoraphobie mit einer fix</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ierten Panikstörung und eine generalisierte Angststörung im Vordergrund stehe. Für den Haushalt bestehe aus psychiatrischer Sicht praktisch keine Einschrän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung der Arbeitsfähigkeit mehr. Die sich abzeichnende leichte Besserung des psychischen Zustandes könne sich prognostisch mit einer ziemlichen Wahr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeit fortsetzen. Eine substanzielle Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit könne aber erst mittel- bis langfristig erwartet werden. Bedingung für eine weitere Verbesserung sei die Fortsetzung der psychiatrischen Behandlung (S. 14 Ziff. 6). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Seit der Verfügung der Beschwerdegegnerin habe sich der Grad der Arbeitsun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit nicht wesentlich verändert. Für den Erwerbsbereich bestehe weiterhin eine generelle Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von praktisch 100 %. Eine Besserung sei in kleinen Schritten mit einem zusätzlichen Arbeitspensum von </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10-20 % mittelfristig möglich (S. 15 Ziff. 7.1 und 7.2). </span></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. I.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, RAD, führte in einer Stellungnahme vom 19. August 2014 (Urk. 6/114 S. 4) aus, das psychia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trische Gutachten von Dr. H.___ sei vollständig und schlüssig. Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine Agoraphobie mit Panik</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung und eine generalisierte Angststörung. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er einen Zustand nach einer Bulimie. Als Einschrän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung bestehe eine vermehrte Angst. Nach dem Gutachten von Dr. H.___ liege für jede Erwerbstätigkeit anhaltend eine Arbeitsunfähigkeit von über 70 % vor. Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich somit seit der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Renten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom Juni 2009 nicht relevant verbessert. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. phil. J.___, Y.___, Z.___, erstattete am 16. August 2018 (Urk. 6/140) einen Verlaufsbericht. Sie führte aus, aktenanam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nestisch bestehe bei der Patientin seit vielen Jahren eine Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01). Diese habe die Behandlung bei ihnen im Jahr 2014 beendet. Der Hausarzt der Beschwerdeführerin habe sie im Herbst 2017 wieder angemeldet. Seither hätten nur vier Termine stattgefunden. Zu den Terminen sei sie pünktlich erschienen und habe erzählt, dass sie gerade vom Einkaufen komme (S. 2 Ziff. 1.2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Patientin sei lange Zeit nicht in der Y.___, Z.___, in Behandlung gestanden. Aussagen über Veränderungen seien deswegen nicht mög</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich. Agoraphobische Ängste und Zwänge habe sie verneint. Unter Angst komme es zu einem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Derealisations</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- und teilweise zu einem Depersonali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sations</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erleben (S. 2 Ziff. 1.3). Die Stimmung sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">euthym</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und schwingungsfähig. Anhalts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkte für ein depressives Erleben bestünden nicht. Der Antrieb sei intakt (S. 3 Ziff. 1.3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Belastbarkeit im Alltag scheine gegeben zu sein. Die Patientin führe ihren Haushalt selbständig und ohne Hilfe. Im Hinblick auf einen beruflichen Wieder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einstieg sei eine genaue Überprüfung in Form eines Belastbarkeitstrainings indi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziert. Hierzu seien keine Angaben möglich, da die Patientin schon lange Zeit nicht mehr erwerbstätig sei (S. 4 Ziff. 2 unten). Die Patientin lehne eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung im eigentlichen Sinne ab. Sie habe angegeben, dass sie nicht an ihren Symptomen leide. Sie habe sich an ihr Leben gewöhnt und es gehe ihr gut. Kontrolltermine fänden zirka einmal pro Monat statt (S. 5 Ziff. 3.1). </span></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. K.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, führte in der Stellungnahme vom 10. Oktober 2018 (Urk. 6/146 S. 3 f.) aus, es liege eine Verbesserung vor. Bei der Beschwerdeführerin sei eine Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01) festgestellt worden und es sei ihr per Juni 2009 eine Invalidenrente zugesprochen worden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss dem Bericht vom 16. August 2018 habe die Beschwerdeführerin die Psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chotherapie in der Y.___, Z.___, im Jahr 2014 beendet. 2017 sei sie wieder neu angemeldet worden. Gemäss dem Bericht habe sie agoraphobische Ängste verneint. Im Befund sei die Stimmung als ausgeglichen beschrieben worden. Anhaltspunkte für ein depressives Erleben hätten nicht vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelegen. Der Antrieb sei intakt erschienen. Ein Leidensdruck sei bei keiner der Konsultationen spürbar gewesen. Gemäss dem Bericht betrage die Motivation 1/10. Sie sei also sehr gering. Eine psychiatrische Behandlung finde derzeit nicht statt (S. 3 unten). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Laut den vorliegenden Unterlagen sei davon auszugehen, dass sich der psychische Zustand der Beschwerdeführerin deutlich gebessert habe. Da kein Leidensdruck vorgelegen habe, sich in psychiatrische Behandlung zu begeben, könne davon ausgegangen werden, dass sich ihr Gesundheitszustand seit Abbruch der Behand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung im Jahr 2014 gebessert habe. Die auferlegte Schadenminderungspflicht sei also nicht umgesetzt worden. Aus dem Bericht gehe hervor, dass eine Agora</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">phobie oder eine sonstige Angststörung nicht mehr vorliege. Medizinisch-theo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">retisch könne daher aus psychiatrischer Sicht von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden (S. 4 oben). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin stellte der Beschwerdegegnerin sodann einen Bericht von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. phil. G.___ und Dr. med. L.___, Fachärztin für Psychiatrie und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Psychotherapie und für Neurologie, Oberärztin, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, vom 21. Januar 2019 (Urk. 9/4) zu. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. phil. G.___ und Dr. L.___ stellten darin die Diagnose einer Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span id="UV053"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">akten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indika</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">toren, die es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">faktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">141</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grün</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">denden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswir</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Jan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">uar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Für die verlässliche Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und seiner Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind in der Regel psychiatrische Fachärzte beizuziehen (BGE 130 V 352 E. 2.2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.4). Wichtigste Grundlage gutachterlicher Schlussfolgerungen bildet – gegebenenfalls neben standardi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sierten Tests – die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fassung und Verhaltensbeobachtung (Urteil des Bundesgerichts 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2 mit Hinweis). Bezüglich der Wahl der Untersuchungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">me</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">thoden kommt der Expertin oder dem Experten ein weiter Ermessensspielraum zu, und es ist nicht zwingend notwendig, dass fremdanamnestische Angaben eingeholt oder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusatzuntersuchungen angeordnet werden (Urteile des Bundes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 9C_275/2014 vom 21. August 2014 E. 3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Für den Aussagegehalt eines medizinischen Berichts kommt es nicht in erster Linie auf die Dauer der Untersuchung an. Massgeblich ist vielmehr, ob der Bericht inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist. Der für eine psychiatrische Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand hängt stets von der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie ab (erwähntes Urteil 8C_47/20</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">16 vom 15. März 2016 E. 3.2.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span id="VV102"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Gemäss stän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scheidrele</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vante</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">RAD-Arzt Dr. C.___ nannte im Bericht vom 3. Dezember 2010 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Agoraphobie mit Panikstörung, Diffe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tialdiagnose: generalisierte Angststörung, ängstlich-vermeidende akzentuierte Persönlichkeitszüge, eine nicht näher bezeichnete Essstörung und Adipositas. Dr. C.___ attestierte der Beschwerdeführerin für die bisherige und eine angepasste Tätigkeit seit Juni 2008 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Weiter ging er davon aus, dass die Beschwerdeführerin ihre Arbeitsfähigkeit mit einer adäquaten psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">therapeutischen und medikamentösen Behandlung steigern könne (vorsteh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">end E. 3.2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. H.___ nannte im Gutachten vom 7. Juli 2014 als Diagnosen eine Agoraphobie mit Panikstörung, eine generalisierte Angststörung, eine Dysthymie, einen Status nach einer Bulimie und Adipositas. Der Gutachter beschrieb zwar eine leichte gesundheitliche Verbesserung, die sich aber noch nicht auf die Arbeitsfähigkeit der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin auswirke. Er kam zur Einschätzung, dass für jegliche Tätigkeiten eine Arbeitsunfähigkeit von über 70 % bestehe (E. 3.7.2). In der Folge bestätigte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 9. März 2015 einen An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch auf eine ganze Rente (Urk. 6/115). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der aktuellen Rentenrevision holte die Beschwerdegegnerin den Bericht von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. phil. J.___, Y.___, Z.___, vom 16. August 2018 ein. Diese berichtete, dass die Beschwerdeführerin die Behandlung im Z.___ nach einer Unterbrechung wiederaufgenommen habe (vorstehend E. 4.1). RAD-Ärztin Dr. K.___ schloss in der Stellungnahme vom 10. Oktober 2018 anhand des Berichtes von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. phil. J.___ auf eine erhebliche Verbesserung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin (E. 4.2). Frau G.___ und Dr. L.___, Y.___, Z.___, bestätigten im Bericht vom 21. Januar 2019 die Diagnose einer Agoraphobie mit Panikstörung (vorstehend E. 4.3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 9. März 2015 beruhte im Wesentlichen auf dem psychiatrischen Gutachten von Dr. H.___ (E. 3.7). Im Vergleich dazu erweist sich der Bericht von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. phil. J.___ (E. 4.1) in mehrfacher Hinsicht als unzureichend; es kann daraus nicht auf eine erhebliche Verbesserung des Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitszustandes der Beschwerdeführerin geschlossen werden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. phil. J.___ wies explizit darauf hin, dass eine Aussage über eine Veränderung des Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitszustandes der Beschwerdeführerin nicht möglich sei, da diese längere Zeit nicht bei ihnen in Behandlung gestanden sei. Weiter gab sie an, dass seit Jahren eine Agoraphobie mit Panikstörung bestehe. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem die Beschwerdeführerin seit Jahren an einer Agoraphobie mit Panik</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung und an einer generalisierten Angststörung leidet, kann nicht allein anhand des von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. phil. J.___ erhobenen Befundes auf eine gesundheitliche Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besserung geschlossen werden, da sich die behandelnde Therapeutin einer abschlies</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">senden Beurteilung gerade enthalten wollte. Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin agoraphobische Ängste und Zwänge im Rahmen der neu aufge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nommenen Behandlung verneint hat (vorstehend E. 4.1), ist zurückhaltend zu bewerten. In diesem Zusammenhang ist insbesondere unklar, inwieweit der Verzicht auf eine adäquate Behandlung und die Angaben der Beschwerdeführerin als krankheitsbedingt zu bewerten sind. In diesem Sinne äusserte sich auch Dr. C.___ im Bericht vom 3. Dezember 2010 (E. 3.2). In der Vergangenheit war es der Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Ängste jedenfalls kaum möglich, ohne Begleitung ihre Wohnung zu verlassen. Frau G.___ und Dr. L.___ bestätigten zudem im Bericht vom 21. Januar 2019 die Diagnose einer Agoraphobie mit Panikstörung (E. 4.3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin hat es unterlassen, ein psychiatrisches Gutachten einzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">holen. Gemäss der geänderten Rechtsprechung des Bundesgerichts hat neu für sämtliche psychiatrischen Erkrankungen eine Prüfung anhand der sogenannten Standardindikatoren zu erfolgen (vorstehend E. 5.2). Die Berichte der behandeln</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Therapeuten vom 16. August 2018 (E. 4.1) und vom 21. Januar 2019 (E. 4.3) lassen eine Prüfung und Bewertung der Standardindikatoren nicht zu. Der Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sundheitszustand der Beschwerdeführerin ist daher entgegen der Einschätzung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdegegnerin eingehend abzuklären. Dabei drängt sich die Einholung eines</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Verlaufsgutachtens bei Dr. H.___ auf. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Sache ist somit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie ein Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">laufsgutachten einhole. Danach hat sie erneut zu prüfen, ob sich der Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitszustand der Beschwerdeführerin gegebenenfalls verbessert hat und neu zu verfügen. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG). Die Gerichtskosten sind vorliegend auf Fr. 800.-- festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gut</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">ge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">heissen, dass die angefochtene Verfügung vom 17. Dezember 2018 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgten Abklä</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">rungen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. </span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannBrugger</p><p></p></div> </div></body></html>