<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>AB.2018.00084</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna als Einzelrichterin<br/>Gerichtsschreiber Hübscher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 27. August 2019</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Ausgleichskasse Zürcher Arbeitgeber</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Siewerdtstrasse 9, Postfach, 8050 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">weitere Verfahrensbeteiligte:</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beigeladener</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Z.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Nachzahlungsverfügung vom 28. Dezember 2017 forderte die Ausgleichs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kasse Zürcher Arbeitgeber von der X.___ paritätische und FAK-Bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">träge von gesamthaft Fr. 17'497.50 (inkl. Verzugszinsen und Verwaltungskosten) unter anderem auf den in den Jahren 2014 und 2015 an Y.___ ausgerichteten Zahlungen im Umfang von Fr. 3'840.-- beziehungsweise Fr. 10'535.45 (Urk. 8/4, Urk. 8/5 S. 2). Am 10. Januar 2018 erhob die X.___ Einsprache gegen die Nachzahlungsverfügung (Urk. 8/3). Mit Einspracheentscheid vom 11. September 2018 hiess die Ausgleichskasse Zürcher Arbeitgeber die Einsprache teilweise gut. Sie stellte fest, dass der Nachtrag aus der Arbeitgeberkontrolle vom 1. Januar 2013 bis 31. De</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zember 2015 insoweit zu korrigieren sei, als die Nachbelastung für A.___ mit dem ALV </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2-Satz von 0.5 % aufgerechnet werde. Die Nachbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lastung für die Zahlungen an Y.___ wurde mit diesem Einspracheentscheid jedoch be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stätigt (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die X.___ am 28. September 2018 Beschwerde und beantragte, der angefochtene Einspracheentscheid vom 11. September 2018 sei insoweit aufzuheben, als dass damit eine Nachbelastung für die Zahlungen an Y.___ festgesetzt worden sei (Urk. 1 S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 22. November 2018 Abweisung der Beschwerde (Urk. 7, unter Beilage ihrer Akten [Urk. 8/1-5]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Gerichtsverfügung vom 28. November 2018 wurde Y.___ zum Prozess beigeladen (Urk. 9). Der Beigeladene liess sich mit Eingabe vom 14. Dezember 2018 (Urk. 14) vernehmen. Am 18. Dezember 2018 wurde den übrigen Verfahrensbeteiligten je ein Doppel der Eingabe des Beigeladenen vom 14. Dezember 2018 und der damit eingereichten Unterlagen (Urk. 14, Urk. 16 und Urk. 17/1-6) zugestellt (Urk. 18). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Einzelrichterin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span id="VV153"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt (Urk. 8/4, Urk. 8/5 S. 2, Urk. 2), fällt die Beurteilung der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in die einzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsgericht)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vom Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit, massgebender Lohn ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nannt, werden paritätische Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge erhoben (Art. 5 Abs. 1 und Art. 13 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">senenversicherung, AHVG). Als massgebender Lohn gilt jedes Entgelt für in un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">selbständiger Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit (Art. 5 Abs. 2 AHVG). Vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit wird demgegenüber ein Beitrag des Selbständigerwerbenden erhoben (Art. 8 AHVG). Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit ist jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in unselbständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt (Art. 9 Abs. 1 AHVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit vorliegt, nicht aufgrund der Rechtsnatur des Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien. Entscheidend sind vielmehr die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivilrechtlichen Verhältnisse vermögen dabei allenfalls gewisse Anhaltspunkte für die AHV-rechtliche Qualifikation zu bieten, ohne jedoch ausschlaggebend zu sein. Als unselbständig erwerbstätig ist im Allgemeinen zu betrachten, wer von einem Arbeitgeber in betriebs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirtschaft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">licher beziehungsweise arbeitsorganisatorischer Hinsicht abhängig ist und kein spezifisches Unternehmerrisiko trägt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Aus diesen Grundsätzen allein lassen sich indessen noch keine einheitlichen, schematisch anwendbaren Lösungen ableiten. Die Vielfalt der im wirtschaftlichen Leben anzutreffenden Sachverhalte zwingt dazu, die beitragsrechtliche Stellung einer erwerbstätigen Person jeweils unter Würdigung der gesamten Umstände des Einzelfalles zu beurteilen. Weil dabei vielfach Merkmale beider Erwerbsarten zu Tage treten, muss sich der Entscheid oft danach richten, welche dieser Merkmale im konkreten Fall überwiegen (BGE 144 V 111 E. 4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der von der Beschwerdeführerin aufgelegten Einstellungsverfügung des Statt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teramtes Bezirk Uster betreffend Widerhandlung gegen das Arbeitslosen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsgesetz vom 27. November 2017 (Urk. 3) ist das Folgende zu ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmen: Bei der polizeilichen Befragung vom 24. Mai 2017 sagte A.___, der Präsident des Verwaltungsrates der Beschwerdeführerin (vgl. Internet-Handelsre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gisterauszug), aus, dass er den Beigeladenen in dessen Schuhmacherei in B.___ kennengelernt habe. Irgendwann habe dieser ihm mitgeteilt, dass er nur noch an diesem Tag Schuhe repariere, da ihm der Strom abgestellt werde. Aus Mitleid habe er ihm ein Darlehen über Fr. 5'000.-- gegeben. Der Beigeladene habe ihn auch noch ein weiteres Mal um ein Darlehen gebeten, welches er ihm wiederum gewährt habe. Der Beigeladene habe ihm dann Schuhe und einige Com</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">puter repariert. Diese Dienstleistungen hätten sie vom Darlehen abgezogen. Als es so nicht mehr habe weitergehen können, habe er den Beigeladenen per 1. Juli 2015 in seiner Firma X.___ angestellt. Aufgrund von Unstimmig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keiten habe er dem Beigeladenen Ende 2015 per 31. Januar 2016 gekündigt. Dies habe der Beigeladene nicht akzeptieren wollen (Urk. 3 S. 1). Sie hätten dann seine Computer durchgesehen und gemerkt, dass der Beigeladene während der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeit für sich privat Arbeiten erledigt habe. Als dieser anfangs Januar 2016 erneut unentschuldigt nicht zur Arbeit erschienen sei, habe er ihm fristlos gekündigt. Ungefähr eine Woche später habe dieser dann ein Arztzeugnis beigebracht, mit welchem er für einen Monat arbeitsunfähig geschrieben worden sei. In der Zeit von 1. Juni 2014 bis zum 1. Juli 2015 habe der Beigeladene in keinen unselb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digen Arbeitsverhältnis zur Firma gestanden. Er habe damals vor allem für ihn (A.___) privat und nicht für die Firma gearbeitet, wobei er im Jahr 2015 einige Arbeiten für die X.___ ausgeführt habe. Für den Zeitraum vor dem 1. Juli 2015 seien keine Lohnabrechnungen erstellt worden. Der Beigeladen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de habe ein bis zwei Rechnungen gestellt. Diese Forderungsbeträge seien dann mit dem ausstehenden Darlehen verrechnet worden. Er zweifele an der Echtheit der bei den Akten (der Arbeitslosenversicherung) liegenden Lohnab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechnung vom Mai 2015, da diese als einzige kein Logo der Firma enthalte. Die vorausgefüllte Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bescheinigung, welche ihm der Vertreter des Beigela</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denen und später auch die Arbeitslosenkasse zugestellt hätten, habe er nicht unterschrieben, weil sie aus seiner Sicht nicht korrekt ausgefüllt sei. Das Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verhältnis habe nicht vor dem 1. Juli 2015 begonnen (Urk. 3 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Einstellungsverfügung des Statthalteramts Bezirks Uster vom 27. November 2017 ist ferner zu entnehmen, dass der Beigeladene bei seiner polizeilichen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fragung vom 31. Mai 2017 mit Bezug auf das Kennenlernen und die gewährten Darlehen im Wesentlichen die Aussagen von A.___ bestätigte. Er habe die Darlehen abgearbeitet, weil er sie nicht habe zurückbezahlen können. Er habe für A.___ im IT-Bereich Arbeiten erledigt, jedoch auch wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terhin Schuhe und andere Lederwaren repariert. Er habe sowohl für die Privat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">person A.___ als auch für die X.___ gearbeitet. Er sei jeweils bar bezahlt worden, wobei ein Teil mit seiner Darlehensschuld verrechnet worden sei. In der Zeit vom 1. Juni 2014 bis zum 30. Juni 2015 sei er im Stun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denlohn als Teilzeitmitarbeiter in der Firma des Beschuldigten angestellt gewesen, jedoch ohne Arbeitsvertrag. Es sei ein Stundenlohn von Fr. 50.-- vereinbart gewesen. Betreffend Arbeitszeit und Pensum sei er völlig frei gewesen. Er habe sowohl die Räumlichkeiten der Firma nützen wie auch von zuhause aus arbeiten dürfen (Urk. 3 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die von der Beschwerdegegnerin verfügten Beiträge betreffen Zahlungen der Beschwerdeführerin an den Beigeladenen im September 2014 sowie von Januar bis Juni 2015 (S. 2 des Berichts zur Arbeitgeberkontrolle vom 6. November 2017 [Urk. 8/3]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diesbezüglich bringt A.___ im vorliegenden Verfahren für die Beschwerdeführerin vor, er habe erwartet, dass der Beigeladene als Inhaber eines Ladenlokals für alle Leistungen sämtliche Steuern und Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben selber abrechnen würde. Er habe in gutem Glauben annehmen können, dass der Kauf von «Computer, Hardware etc.» nicht AHV-beitragspflichtig sei (Urk. 1 S. 1). Aufgrund der früheren Aussagen von A.___ und des Beige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ladenen bei den polizeilichen Befragungen von 24. und 31. Mai 2017 (Urk. 3) ist jedoch mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlichkeit erstellt, dass der Beigeladene der Beschwerdeführerin nicht bloss Waren verkauft hat, sondern Arbeiten für die Beschwerdeführerin (Reparatur von Computern, Arbeiten im IT-Bereich) ausgeführt hat (Urk. 3 S. 1 und 2). Bei den vom Revisor erfassten Beträ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen für den September 2014 (Fr. 3'600.-- [gemäss Finanzbuchhal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung der Beschwerdeführerin]) und für die Monate Januar und Juni 2014 (Fr. 9'877.--) handelt es sich somit um Entgelt für Arbeit. Entgegen der nicht belegten Darstellung der Beschwerdeführerin sind diese Beiträge nicht als Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wendungen der Beschwerdeführerin für den Kauf von Computern zu verstehen. Sie können auch nicht als Auslagenersatz für vom Beigeladenen für die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin gekaufte Computer angesehen werden. Die Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin kann aus diesem Vorbringen somit nichts zu ihren Gunsten ableiten. Diese Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bringen stehen zudem im Widerspruch zu den früheren Angaben der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin, welche noch im Einspracheverfahren ausführte, dass der Beigeladene als Selbständig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erwerbender Arbeiten für sie ausgeführt habe (Urk. 8/3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu prüfen bleibt, ob die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Tätigkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Beigeladenen für die Beschwerdeführerin im September 2014 und in den Monaten von 1. Januar bis 30. Juni 2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">AHV-beitragsrechtlich als selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit zu quali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zieren ist.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Ins Gewicht fällt dabei, dass gemäss den Aussagen von A.___ ab 1. Juli 2015 ein Arbeitsverhältnis zwischen der Beschwerdeführerin und dem Beigeladenen bestand (Urk. 3 S. 1). Die Tätigkeit des Beigeladenen für die Beschwerdeführerin nach dem 1. Juli 2015 war aber dieselbe, wie er bislang für die Beschwerdeführerin ausgeführt hat (vgl. Urk. 3 S. 1-2), wenn auch nur spora</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">disch und im Stundenlohn. Ob im vorliegend zu prüfenden Zeitraum bereits ein mündlicher Arbeitsvertrag bestand, wie dies der Beigeladene behauptet (Urk. 17/1), ist nicht entscheidend. Ausschlaggebend sind die wirtschaftlichen Verhältnisse (E. 2.2), welche für ein Arbeitsverhältnis vor und nach dem 1. Juli 2015 sprechen. Es lag damit auch in den zu prüfenden Zeiträumen eine unselb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständige Tätigkeit des Beigeladenen für die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin vor. Es kommt hinzu, dass der Beigeladene in seiner «Kleinschuh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">macherei» (vgl. Urk. 16 S. 1, Urk. 17/1) die Reparatur von Schuhen und Lederwaren anbietet (Urk. 3 S. 1 und 2). Der Beigeladene hielt dazu überdies fest, dass er nicht Eigentümer eines Ladenlokals im Bereich Computer und Hardware sei (Urk. 16 S. 1). Die Frage, ob es sich bei der Schuhmachertätigkeit des Beige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ladenen um eine selbstständige Tätigkeit handelt, muss zwar im vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegenden Verfahren nicht geprüft werden. Daraus lässt sich aber immerhin ableiten, dass die Arbeiten, welche der Beigela</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dene</span><span id="CURSOR"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> für die Beschwerdeführerin ausübte, sich von seiner übrigen Tätigkeit unterschieden haben. Der Umstand, dass der Beigeladene seine Arbeiten im IT-Bereich - soweit ersicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich - nicht auch für Dritte erbrachte beziehungsweise Dritten angeboten hat, spricht ebenfalls dafür, dass er diese Tätigkeit als Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmer der Beschwerdeführerin ausübte. Ein spezifisches Unternehmerrisiko ist nicht ersichtlich.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beigeladenen stand somit in der Zeit von September 2014 und von 1. Januar bis 30. Juni 2015 in einem arbeitsorganisatorischen Abhängigkeitsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hält</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nis zur Beschwerdeführerin. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin daher zu Recht als Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geberin zur Nachzahlung von Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsbeiträgen verpflichtet.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In betraglicher Hinsicht ist der angefochtene Entscheid nicht substantiell bestrit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten und geben die vorliegenden Akten zu keinen Weiterungen Anlass.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Die Einzelrichterin erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Ausgleichskasse Zürcher Arbeitgeber</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Z.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die EinzelrichterinDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>Arnold GramignaHübscher</p><p></p></div> </div></body></html>