B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-1093/2019 A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d v o m 6 . J u n i 2 0 1 9 Besetzung Einzelrichter Daniel Stufetti, Gerichtsschreiberin Anna Wildt. Parteien A._______, (Deutschland), vertreten durch Regula Bähler, Rechtsanwältin, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenversicherung, Verzugszinsen auf Invalidenrente und Kinderrente; Verfügung IVSTA vom 28. Januar 2019. C-1093/2019 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA oder Vorinstanz) mit Verfügung vom 28. Januar 2019 A._______ (Versicherter oder Beschwer- deführer) mit Wirkung ab dem 1. Mai 2013 eine ganze ordentliche Invali- denrente sowie für die Tochter B._______ (geboren am […] 2011), eine ganze ordentliche Kinderrente (zur Rente des Vaters) zusprach (BVGer act. 1, Beilage), welche gemäss Berechnungsblatt ab 1. Mai 2015 monat- lich Fr. 374.– beziehungsweise Fr. 150.– sowie ab 1. Januar 2019 monat- lich Fr. 377.– beziehungsweise Fr. 151.– betragen, dass die Rechtsvertreterin des Versicherten die Vorinstanz mit Schreiben vom 9. Februar 2019 auf die fehlende Berechnung der Verzugszinsen hin- wies und um eine entsprechende (wiedererwägungsweise) Ergänzung der Verfügung vom 28. Januar 2019 innert Rechtsmittelfrist bis zum 4. März 2019 ersuchte (Vorakten 187), dass A._______ die Verfügung vom 28. Januar 2019 mit Beschwerde vom 4. März 2019 beim Bundesverwaltungsgericht anfechten liess und geltend machte, es stünden ihm ab 1. Mai 2015 bis zur tatsächlich erfolgten Nach- zahlung Verzugszinsen von 5% zu (BVGer act. 1), dass der Beschwerdeführer den mit Zwischenverfügung vom 6. März 2019 (BVGer-act. 4) einverlangten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.– am 8. April 2019 geleistet hat (BVGer-act. 8), dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 6. März 2019 dem Beschwerdefüh- rer die beantragten Verzugszinsen insgesamt in der Höhe von Fr. 4'959.– bei einer Nachzahlungssumme von Fr. 36'100.– zusprach (BVGer act. 4, Beilage) und das B undesverwaltungsgericht mit Schreiben vom 7. März 2019 darüber in Kenntnis setzte (BVGer act. 4), dass der Beschwerdeführer mit Stellungnahme vom 11. April 2019 vor- brachte, die Vorinstanz habe seinen Rechtsbegehren praktisch vollum- fänglich entsprochen, bis auf das Detail, dass die Renten nicht ab 1. Feb- ruar 2019 sondern bereits ab 1. Januar 2019 erhöht worden seien, weshalb ab diesem Zeitpunkt die Berechnungsgrundlage für die Verzugszinsen zu korrigieren sei (BVGer act. 10), dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 16. April 2019 die Abschrei- bung des Verfahrens wegen Gegenstandslosigkeit beantragte, da den Be- schwerdebegehren vollinhaltlich entsprochen worden sei (BVGer act. 12), C-1093/2019 Seite 3 und mit Stellungnahme vom 7. Mai 2019 ergänzte, die Schuldenzinsen würden jeweils erst mit dem Folgemonat ausgewiesen, weshalb der auf- grund der Rentenerhöhung vom Januar 2019 erhöhte Betrag erst ab Feb- ruar 2019 in der Berechnung aufscheine (BVGer act. 14), dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 31. Mai 2019 mitteilte, auf- grund der geringen Differenz bei der Zinsberechnung das rechtliche Inte- resse an der Be schwerde nicht mehr aufrechtzu erhalten, und sich dem Vernehmlassungsantrag auf Abschreibung unter Kosten- und Entschädi- gungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz anschloss (BVGer-act. 16), dass das Bundesverwaltungsgericht zur Behandlung der vorliegenden Be- schwerde zuständig ist (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG [SR 831.20]), dass die Vorinstanz in Anwendung von Art. 58 Abs. 1 VwVG bzw. Art. 53 Abs. 3 ATSG ihren ursprünglichen Entscheid bis zu ihrer Vernehmlassung in Wiedererwägung ziehen kann, dass die Beschwerdeinstanz die Behandlung der Beschwerde fortzusetzen hat, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegen- standslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG), dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 6. März 2019 ab 1. Mai 2015 V erzugszinsen von 5% pro Jahr zugesprochen hat und damit dem Antrag des Beschwerdeführers entsprochen wurde, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 31. Mai 2019 ausdrücklich bestätigt hat, dass er seine Beschwerde nicht mehr aufrechterhalten wolle und geltend machte, das Beschwerdeverfahren sei unter Kosten- und Ent- schädigungsfolge zu Lasten der Vorinstanz abzuschreiben, dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als durch Wiedererwägung gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG), dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de- ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun- desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), C-1093/2019 Seite 4 dass diese Regel analog für einen allfälligen Anspruch auf eine Parteient- schädigung gilt (Art. 15 VGKE i.V.m. Art. 5 VGKE), dass sich vorliegend aus der Eingabe der Vorinstanz vom 7. März 2019 sowie aus der Korrespondenz ergibt (Vorakten 187 und 188), dass die Be- schwerde vom 4. März 2019 berechtigterweise erhoben wurde, dass die Gegenstandslosigkeit damit von der Vorinstanz zu verantworten ist, dass Vorinstanzen oder beschwerdeführenden und unterliegenden Bun- desbehörden keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG), dass demnach keine Verfahrenskosten zu erheben sind und de m Be- schwerdeführer der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– zurückzuer- statten ist, dass die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen ist, da keine Kos- tennote eingereicht wurde (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE), und unter Berück- sichtigung des gebotenen und aktenkundigen Aufwands sowie des Verfah- rensausgangs ein Betrag von Fr. 1'000.– (inkl. Auslagen; Art. 9 Abs. 1 i.V.m. Art. 10 Abs. 2 VGKE) gerechtfertigt ist, dass bei Beschwerdeführern mit Wohnsitz im Ausland kein Mehrwertsteu- erzuschlag im Sinn von Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE zuzusprechen ist (vgl. Urteil des BVGer C-948/2017 vom 25. September 2018 E. 12.2). (Dispositiv nächste Seite) C-1093/2019 Seite 5 Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrie- ben. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvor- schuss in der Höhe von Fr. 800.– wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Die Vorinstanz wird verpflicht et, dem Beschwerdeführer eine Parteient - schädigung von Fr. 1'000.– zu bezahlen. 4. Dieser Entscheid geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Anna Wildt C-1093/2019 Seite 6 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent- scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Par- tei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: