4. Oktober 1985 N 1855 Interpellation Stappung l'ensemble de leurs frais et de les indemniser d'une manière convenable? Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Bäumlin, Bircher, Borei, Braunschweig, Brélaz, Bundi, Christinat, Clivaz, Deneys, Dünki, Fankhauser, Friedli, Gren- delmeier, Jaeger, Jaggi, Lanz, Leuenberger-Soleure, Lon- get, Loretan, Maeder-Appenzell, Mauch, Meizoz, Meyer- Berne, Morf, Müller-Argovie, Nauer, Oester, Petitpierre, Pini, Pitteloud, Rebeaud, Reimann, Renschler, Robert, Rauch- Zuchwil, Ruffy, Stamm Walter, Stappung, Weber Monika, Zehnder (41) Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce à un développement et demande une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 22. Mai 1985 Rapport écrit du Conseil fédéral du 22 mai 1985 Après avoir examiné la demande de dommages-intérêts de l'Association pour la sauvegarde de la Croix-de-Cœur et consorts, le Conseil fédéral a estimé que les conditions légales pour que la responsabilité de la Confédération soit engagée n'étaient pas remplies. Il a par conséquent répondu négativement aux demandeurs en leur précisant qu'ils avaient la possibilité de faire valoir leurs droits devant le Tribunal fédéral. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Dagegen Mehrheit Minderheit #ST# 85.389 Interpellation Stappung Abonnementsfernsehen Pay-TV Télévision par abonnement Wortlaut der Interpellation vom 18. März 1985 Wje der Presse zu entnehmen ist, sind beim Abonnements- fernsehen (Pay-TV) folgenschwere Entwicklungen eingelei- tet worden, welche die Grundlage für die seinerzeitige Kon- zessionierung massiv verändern. Ich stelle deshalb dem Bundesrat folgende Fragen: 1. Mit der vorgesehenen oder bereits praktizierten Zusam- menarbeit der deutschen Grossverlage Berteismann und Springer sowie des Filmgrosshändlers Leo Kirch einerseits und der Schweizerischen Pay-Sat AG (Rediffusion, SRG, Telsat, Telesystem und ausländischen Kapitalgebern) ande- rerseits droht eine Verlegung der Programmierung des Tele- clubs ins Ausland. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass damit eine wesentliche Änderung eingetreten und die Voraussetzun- gen für die seinerzeitige Konzessionserteilung nicht mehr gegeben sind und damit der schweizerischen Trägerschaft für ein Abonnementsfernsehen die Konzession entzogen werden müsste? 2. Wie hat der Teleclub seit Konzessionserteilung im Sep- tember 1983 die in der Konzession formulierten Ziele der «Wahrung der kulturellen Präsenz im Ausland» in die Tat umgesetzt? Mit welchen Mitteln ist das schweizerische Film- schaffen gefördert worden? Welche Schweizer Spielfilme und welche anderen schweizerischen Filmproduktionen wurden ins Teleclub-Programm aufgenommen? 3. Wie schätzt der Bundesrat die Berücksichtigung des einheimischen Filmschaffens beim Teleclub in der Zukunft ein, wenn die Programmierung durch US-amerikanische Filmhändler über die deutschen Medienriesen diktiert wird? 4. Wie viele zahlende Abonnenten hatte der Teleclub Ende Februar 1985 (allenfalls Ende 1984) a. in der Schweiz? b. in der Bundesrepulik Deutschland? c. in Österreich? Texte de l'interpellation du 18 mars 1985 Comme on a pu le lire dans la presse, on a constaté dans le domaine de la télévision par abonnement (Pay-TV) certains développements fâcheux, qui ont radicalement modifié les bases sur lesquelles la concession avait été accordée. Cela m'amène à poser aux Conseil fédéral les questions sui- vantes: 1. La collaboration prévue, ou déjà effectuée, avec les grandes maisons d'édition allemandes Bertelsmann et Springer ainsi qu'avec, d'une part, le distributeur de films Léo Kirch et, d'autre part, la SA Pay-Sat (SA Rediffusion, SSR, SA Tel-Sat, SA Telesystems et financiers étrangers), menace de provoquer un transfert de la programmation du Teleclub à l'étranger. Le Conseil fédéral n'estime-t-il pas que la situation a complètement changé, que les conditions qui avaient à l'époque décidé de l'attribution de cette conces- sion ne sont plus remplies et que, par conséquent, on devrait la retirer à l'association suisse qui en est titulaire? 2. Depuis l'octroi de la consession en septembre 1983, qu'a entrepris le Teleclub pour réaliser les objectifs visant à «assurer la présence culturelle de la Suisse à l'étranger»? Quels moyens a-t-on utilisés pour développer la création de films suisses? Quels longs métrages et quelles autres pro- ductions cinématographiques suisses a-t-on inclus dans le programme du Teleclub? 3. Que pense le Conseil fédéral de l'avenir de la production cinématographique suisse chez Teleclub, si la programma- tion est dictée par l'industrie du film des Etats-Unis par l'intermédiaire des gigantesques médias de la RFA? 4. Combien d'abonnés payants le Teleclub comptait-il à la fin de février 1985 (le cas échéant, à la fin de 1984): a. En Suisse? b. En République fédérale d'Allemagne? c. En Autriche? Mitunterzeichner-Cosignataires: Bäumlin, Bircher, Braun- schweig, Euler, Leuenberger-Solothurn, Morf, Rohrer, Rubi, Stamm Walter, Zehnder (10) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Laut Pressemeldungen wollen die Firmen Bertelsmann und Springer sowie Beta-Taurus (Leo Kirch) ein deutschsprachi- ges Pay-TV-Programm mit dem Namen Teleclub ausstrah- len. Bei diesem Projekt soll die Schweizer Pay-Sat AG, an der Kirch beteiligt ist, als Spenderin sowohl des Namens für das Programm wie des benötigten Satellitenkanals auf dem Fernmeldesatelliten ECS F 1 auftreten. Damit sind die hoch- fliegenden Pläne der Rediffusion AG, einer schweizerisch- amerikanischen Firma, das deutschsprachige Abonne- mentsfernsehen aufzubauen, wohl bereits beerdigt. Entgegen den Warnung aus den Kreisen des Schweizer Films, der Journalisten und weiterer Interessierter hat der Bundesrat im September 1983 das unrealistische Projekt abgesegnet. Der Öffentlichkeit wurde es unter dem Titel «Darstellung der Schweiz im benachbarten Ausland» (EVED-Generalsekretär Fritz Mühlemann an der Eröffnung des Pay-Sat vom 3. Mai 1984) verkauft. Inzwischen hat Pay-Sat-Partner Kirch - offenbar ohne Wis- sen der Rediffusion - die Zusammenarbeit mit Springer und Bertelsmann beschlossen. Ziel ist es, über den schwei- zerischen ECS-Kanal das durch die deutschen Medien- giganten beherrschte Teleclub-Programm auszustrahlen. Es wäre blauäugig anzunehmen, dass der Teleclub weiter in Zürich bzw. durch eine schweizerisch beherrschte Firma programmiert werden könnte; die deutschen Eigner werdenInterpellation Müller-Meilen 1856 N 4 octobre 1985 diese wichtige Tätigkeit selber kontrollieren und ausüben wollen. Unrealistisch wäre es aber auch, wenn die Schwei- zer ihren Teleclub allein weiterbetreiben wollten; ihnen wür- den schlicht die Filme fehlen, um im Wettbewerb bestehen zu können. Damit fällt das schweizerische Pay-TV-Kartenhaus zusam- men. Die Grundlagen für die Konzession haben sich so stark geändert, dass fraglich ist, wie die Konzessionsbestimmun- gen überhaupt noch erfüllt werden können. Der Versuch ist gescheitert, noch bevor er richtig begonnen hat. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 11. September 1985 Rapport écrit du Conseil fédéral du 11 septembre 1985 1. Aufgrund verschiedener Presseberichte hat die Auf- sichtsbehörde die Schweizerische Trägervereinigung für Abonnementsfernsehen (STA) bereits am 12. März 1985 gebeten, das EVED über diesen Vorgang näher zu orientie- ren. Gleichzeitig hat das Departement der STA in Erinne- rung gerufen, dass nach Konzession allein der STA die konzessionsrechtliche Verantwortung zukommt und nur die Pay-Sat AG die Entscheidungen über die Programmierung treffen kann. Weder der schweizerischen Teleclub AG noch irgendeinem ausländischen Unternehmen komme aus die- ser Sicht konzessionsrechtliche Entscheidungskompetenz zu. In ihrer Antwort teilte die STA mit, dass die Pay-Sat AG mit der Teleclub AG Zürich einen Zusammenarbeits- und Pro- grammlieferungsvertrag abgeschlossen habe. Das Aktienka- pital der Teleclub AG gehört zu 60 Prozent der Rediffusion und zu 40 Prozent der der deutschen Firma Taurus. Weiter habe die Pay-Sat AG beschlossen, mit der Teleclub GmbH München einen Rahmensignal-Anlieferungsvertrag abzu- schliessen. Aufgabe dieser Firma sei es, den deutschen Kabelbetrieben das Signal zu liefern. Es muss darauf hingewiesen werden, dass ein schweizeri- sches Abonnementsfernsehen ohne eine grosse Anzahl aus- ländischer Spielfilme nicht betrieben werden kann. Dies gilt um so mehr, wenn der schweizerische Veranstalter die Absicht hegt, sein Angebot auch im Ausland zu verkaufen. Vertragliche Bindungen und Beteiligungen ausländischer Rechtsinhaber lassen sich nicht vermeiden. Wichtig ist, dass die wesentlichen Programmierungsentscheide in der Schweiz und von schweizerisch beherrschten Organisatio- nen gefällt werden und auch schweizerisches Kulturschaf- fen, insbesondere der Schweizer Film, berücksichtigt wird. 2. Der Bundesrat erinnert daran, dass die STA die konzes- sionsrechtliche Pflicht hat, zwei Jahre nach Betriebsauf- nahme Bericht zu erstatten. Inhalt und Gestaltung dieses Berichts haben sich nach den Weisungen des EVED zu richten. Nach Artikel 13 Absatz 2 der Konzession muss die STA bei dieser Gelegenheit unter anderem über die bishe- rige Verbreitung von Schweizer Filmen Auskunft geben. Sollte sich dabei erweisen, dass der Schweizer Film nicht genügend berücksichtigt wurde, wird man den Gründen nachzugehen haben. Sollte sich erweisen, dass die STA vorhandene Möglichkeiten ungenügend ausschöpft, so kann das EVED nach Rücksprache mit dem EDI die Aus- strahlung einer bestimmten Anzahl von Schweizer Filmen verlangen. Die unter Ziffer 2 der Interpellation gestellten Fragen wird man beantworten können, sobald der erwähnte Bericht vor- liegt. 3. Das Abonnementsfernsehen ist auf ausländische Produk- tionen angewiesen. Was man hingegen verlangen kann, ist, neben dem internationalen Film das schweizerische Film- schaffen angemessen zu berücksichtigen. Ob diese Zielset- zung erreicht wird, lässt sich wie erwähnt zurzeit noch nicht beurteilen. 4. Auch diese Frage wird der genannte Bericht zu beant- worten haben. Dem Vernehmen nach haben bis Ende Dezember 1985 etwa 10 000 schweizerische Haushalte das Programm der Pay-Sat AG abonniert. In Deutschland und Österreich gibt es noch keine zahlenden Abonnenten. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Dagegen Mehrheit Minderheit #ST# 85.474 Interpellation Müller-Meilen SRC-Struktur Organisation de la SSR Wonlaut der Interpellation vom 17. Juni 1985 Nach der TV-Panne am Abend des Brüsseler Fussball-Cupfi- nals in Brüssel hat der Generaldirektor der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG), Leo Schürmann, in einem Interview in der «Schweizer Illustrierten» die SRG «als Ganzes eine unmögliche Konstruktion» genannt. Er könne unmöglich für die einzelnen Programme oder für den Stil verantwortlich gemacht werden; der Generaldirektor sei für die Strategie verantwortlich, die Regionen machten die Programme. Gemäss Artikel 11 der Konzession ist der Gene- raldirektor «mit der allgemeinen Leitung des Programm- dienstes» betraut; er hat über die «Zulässigkeit der Darbie- tungen» zu wachen. In diesem Zusammenhang stelle ich dem Bundesrat fol- gende Fragen: Teilt der Bundesrat die Auffassung von der SRG als «einer unmöglichen Konstruktion»? Wer ist dem Bundesrat gegenüber neben dem Generaldirek- tor für die Einhaltung des Verfassungsauftrages und der Konzessionsbestimmungen verantwortlich? Stehen dem Generaldirektor genügend Möglichkeiten und Instrumente zur Verfügung, um diese Verantwortung wahr- zunehmen? Werden diese Verantwortungen in ausreichen- dem Masse vom Generaldirektor einerseits und vom Zentral- vorstand der SRG als Kontrollorgan andererseits wahrge- nommen? Inwiefern sind die Regionalgenossenschaften dem Bundes- rat gegenüber für die Einhaltung von Verfassung und Kon- zession mitverantwortlich? Besteht zwischen den grossen Kompetenzen der Regional- genossenschaften in der Besetzung leitender Posten und ihrer Verantwortung im ganzen der SRG nicht eine Diskre- panz? Hält der Bundesrat die Trägergenossenschaften als Sprach- rohr der Zuhörer und Zuschauer in der heutigen Organisa- tion der Regionalgenossenschaften für genügend ver- treten? Texte de l'interpellation du 17 juin 1985 Après le couac de la TV (suisse alémanique) au soir de la finale de la coupe de football à Bruxelles, le directeur général de la Société suisse de radiodiffusion et télévision (SSR), M. Leo Schürmann, s'exprimant dans une interview publiée par la «Schweizerische Illustrierte», a qualifié ladite SSR, considérée comme un tout, de construction (ou d'édi- fice) impossible, («als Ganzes eine unmögliche Kon- struktion»). On ne saurait le rendre responsable de tous les programmes ou du style; le directeur général est responsa- ble de la stratégie, tandis que les sociétés régionales font les programmes. Selon l'article 11 de la concession, «la direc- tion générale du service des programmes est confiée au directeur général de la SSR. Celui-ci s'assure que les pro- ductions diffusées sont licites». Cela étant, je pose au Conseil fédéral les questions sui- vantes: A son avis, la SSR est-elle vraiment une «construction im- possible»?Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Stappung Abonnementsfernsehen Pay-TV Interpellation Stappung Télévision par abonnement In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1985 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 18 Séance Seduta Geschäftsnummer 85.389 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 04.10.1985 - 08:00 Date Data Seite 1855-1856 Page Pagina Ref. No 20 013 804 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.