B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i ch t T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T ri b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung VI F-3770/2024 U r t e i l v o m 1 5 . J u l i 2 0 2 4 Besetzung Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz), Richterin Claudia Cotting-Schalch, Richter Yannick Antoniazza-Hafner, Gerichtsschreiberin Susanne Stockmeyer. Parteien X._______, vertreten durch Melanie Aebli, Rechtsanwältin, Beschwerdeführer, gegen Staatssekretariat für Migration SEM, Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Anerkennung der Staatenlosigkeit; Verfügung des SEM vom 16. Januar 2023 (Kosten- und Entschädigungsfolgen) F-3770/2024 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass das SEM mit Verfügung vom 29. Juli 2021 das Gesuch des Beschwer- deführers um Anerkennung der Staatenlosigkeit abwies, dass der Beschwerdeführer – damals noch vertreten durch Idris Hajo, c/o DAMAS ZENTRUM – dagegen mit Rechtsmitteleingabe vom 30. August 2021 an das Bundesverwaltungsgericht gelangte, dass das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde mit Urteil vom 16. Ja- nuar 2023 abwies, dass der Beschwerdeführer am 20. Februar 2023 Beschwerde in öffentlich- rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht einreichte, dass das Bundesgericht mit Urteil 2C_111/2023 vom 8.Mai 2024 die Be- schwerde guthiess, d en Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Januar 2023 aufhob und die Sache zur Neuverlegung der Kosten und der Parteientschädigung des vorangegangenen Verfahrens an das Bun- desverwaltungsgericht zurückwies, dass aufgrund der Sachlage nach dem Urteil des Bundesgerichts in zweiter Instanz keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG), dass das Bundesverwaltungsgericht im Verfahren F -3855/2021 das Ge- such des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechts- pflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG guthiess und in der Folge keine Ver- fahrenskosten erhob, dass dem obsiegenden Beschwerdeführer zulasten der Vorinstanz eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen ist, die in Berücksichti- gung des Umfangs und der Notwendigkeit der Eingaben, der Schwierigkeit der Streitsache in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht, der aktenkundigen Bemühungen sowie der Entschädigungen in vergleichbaren Fällen nach Massgabe der einschlägigen Bestimmungen auf Fr. 2' 200.- (10 Std. zu 200.- Fr., zuzüglich Auslagen) festzusetzen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). (Dispositiv nächste Seite) F-3770/2024 Seite 3 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Im Verfahren F-3855/2021 werden keine Verfahrenskosten erhoben. 2. Die Vorinstanz wird verpflichtet, den Beschwerdeführer für das Verfahren F-3855/2021 vor dem Bundesverwaltungsgericht mit Fr. 2' 200.- zu ent- schädigen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Regula Schenker Senn Susanne Stockmeyer Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver- tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange- fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde- führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: