<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2014-10-22-6B_944-2014.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_944/2014 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 22. Oktober 2014</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Mathys, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, </div> <div class="para">Bundesrichter Oberholzer, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber C. Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich</i>, Florhofgasse 2, 8090 Zürich, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Strafbefehl, Nichteintreten auf Einsprache, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 21. August 2014. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Das Bundesgericht zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Das Statthalteramt des Bezirkes Bülach verurteilte den Beschwerdeführer mit Strafbefehl vom 16. Januar 2014 wegen Ungehorsams im Betreibungsverfahren zu einer Busse von Fr. 350.--. Der Strafbefehl wurde dem Beschwerdeführer am 23. Januar 2014 zugestellt. Dieser erhob mit Fax vom 3. Februar 2014 Einsprache. Das Einzelgericht des Bezirkes Bülach trat darauf am 20. März 2014 nicht ein, weil neben dem die Einsprachefrist nicht wahrenden Fax sich keine schriftliche Eingabe des Beschwerdeführers in den Akten befand. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Zürich am 21. August 2014 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Der Beschwerdeführer wendet sich ans Bundesgericht und beantragt, die Verfügung vom 21. August 2014 sei aufzuheben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Im vorliegenden Verfahren kann sich das Bundesgericht nur mit der Frage befassen, ob der Beschwerdeführer die Einsprachefrist gewahrt hat oder nicht. Seine materiellen Ausführungen zur Sache sind unzulässig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Der Beschwerdeführer macht wie schon im kantonalen Verfahren geltend, er habe dem Statthalteramt im Fax vom 3. Februar 2014 angezeigt, dass das Original der Einsprache am selben Tag mit A-Post versandt werde. Dies sei auch geschehen. Die Fristwahrung sei "im Sechs-Augen-Prinzip sichergestellt". Er vermute, dass der Fehler im "Aktenmanagement" des Statthalteramtes begangen worden sei (Beschwerde S. 5 Ziff. 5 und 6). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> In Anwendung von <span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span> kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. Verfügung S. 6/7 E. 5). Insbesondere erfolgten die Erläuterungen des Beschwerdeführers zum "Sechs-Augen-Prinzip" zu spät. Zudem hilft ihm auch seine Behauptung nicht, er habe dem Statthalteramt gleichzeitig im selben Couvert zwei Einsprachen gegen zwei Strafbefehle zugestellt, weshalb sich die gesuchte Einsprache des vorliegenden Verfahrens vermutlich in den Akten des Parallelverfahrens auffinden lasse (Beschwerde S. 5 Ziff. 6). Das Bezirksgericht nahm Einsicht in die Akten des Parallelverfahrens und konnte dort keine Unterlagen finden, aufgrund derer auf eine rechtzeitige und gültig erhobene Einsprache gegen den im vorliegenden Verfahren angefochtenen Strafbefehl geschlossen werden könnte (Verfügung vom 20. März 2014 S. 5). Dem Beschwerdeführer ist der entsprechende Beweis misslungen, weshalb der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Beschwerde ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von <span class="artref">Art. 64 BGG</span> abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist durch eine Reduktion der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (<span class="artref">Art. 65 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 22. Oktober 2014 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Mathys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Monn </div> </div></body></html>