<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">BV.2004.00103</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font face="Times New Roman" size="4">III. Kammer</font><br/> <font face="Times New Roman" size="4">Sozialversicherungsrichter Faesi, Vorsitzender</font> <p><font face="Times New Roman" size="4">Sozialversicherungsrichter Walser</font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4">Ersatzrichterin Condamin</font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4">Gerichtssekretär Stocker</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 5. November 2004</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">Patria-Stiftung zur Förderung der Personalversicherung</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">St. Alban-Anlage 26, Postfach 3855, 4002 Basel</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Klägerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">M.___</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beklagter</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Nach Einsicht in </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Eingabe der Patria-Stiftung zur Förderung der Personalversicherung vom 3. August 2004 (Urk. 1), mit welcher sie Klage gegen M.___ erhob und in welcher sie folgendes Rechtsbegehren stellte:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1. Der Beklagte habe der Klägerin Fr. 609'143.40 zuzüglich Zinsen zu 4.5 % seit 20.08.2003 auf der Kapitalforderung plus die Kosten des Zahlungsbefehls zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 548 (BA A.___) sei im Umfange der zugesprochenen Forderung zu beseitigen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> unter o/e- Kostenfolge zu Lasten des Beklagten.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> sowie in die übrigen Verfahrensakten;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> unter dem Hinweis darauf, dass sich der Beklagte binnen der ihm mit Verfügung vom 9. August 2004 (Urk. 3; vgl. auch Urk. 4) angesetzten Frist nicht vernehmen liess;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> in Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">gemäss Art. 66 Abs. 2 Satz 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) der Arbeitgeber der Vorsorgeeinrichtung die gesamten Beiträge schuldet,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die Vorsorgeeinrichtung für nicht rechtzeitig bezahlte Beiträge Verzugszinsen verlangen kann (Art. 66 Abs. 2 Satz 2 BVG),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die Klägerin zu Begründung der Klage zum einen ausführte, der Beklagte (der als Bauunternehmer obligatorisch zu versicherndes Personal beschäftige) sei ihr zur Durchführung der beruflichen Vorsorge vom 1. April 1977 bis zur von der Klägerin ausgesprochenen Kündigung per 31. Mai 2003 (Urk. 2/3) angeschlossen gewesen (vgl. die diversen Anschlussverträge; Urk. 2/2.1-2.5), und zum anderen darlegte, dass ihr der Beklagte noch Beiträge in der Höhe von Fr. 609153.40 schulde,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">der im vorliegenden Verfahren säumige Beklagte - soweit ersichtlich und abgesehen vom ohne Begründung erhobenen Rechtsvorschlag - auch vor- beziehungsweise ausserprozessual niemals (substantiiert) Bestand und/oder Höhe der eingeklagten Forderung in Zweifel gezogen hat,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die eingeklagte Beitragsforderung (inklusive Zinsen) vielmehr durch die Akten ausgewiesen ist, wobei insbesondere auf den ausführlichen Kontoauszug vom 13. Juli 2004 (Urk. 2/6) sowie den Zahlungsbefehl vom 26. August 2003 (Urk. 2/7) hinzuweisen ist (vgl. aber auch Urk. 2/4/1-310),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">namentlich keine Anzeichen für Berechnungsfehler oder dergleichen bestehen,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die von der Klägerin geforderten Zinsen ihre Stütze in Ziffer 5.4 des Anschlussvertrages (Urk. 2/2.5) finden;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">auch die Kosten von Fr. 500.-- für Umtriebe infolge der Einleitung eines Betreibungsverfahrens (vgl. Urk. 1 S. 4) zu Recht erhoben wurden (vgl. Ziffer 2.1 des Kostenreglements; Urk. 2/2.5),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die ebenfalls eingeklagten Zahlungsbefehlskosten hingegen entgegen der bisherigen Praxis des hiesigen Gerichts nicht mehr im Klageverfahren zugesprochen werden dürfen (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 26. September 2001, B 61/00), wobei allerdings der Gläubiger berechtigt ist, die Betreibungskosten von den Zahlungen des Schuldners vorab zu erheben (Art. 68 Abs. 2 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">demzufolge die Klage teilweise gutzuheissen und der Beklagte zu verpflichten ist, der Klägerin Fr. 609'153.40 nebst Zins zu 4,5 % seit 20. August 2003 zu bezahlen, wobei in diesem Umfang der erhobene Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 548 des Betreibungsamtes A.___ (Zahlungsbefehl vom 26. August 2003 [Urk. 2/7]) aufzuheben ist;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> in weiterer Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">das unbegründete Erheben eines Rechtsvorschlages gegen eine offensichtlich zu Recht in Betreibung gesetzte Beitragsforderung verbunden mit der Säumigkeit im nachfolgenden Prozess nach der ständigen Praxis des hiesigen Gerichts als mutwilliges Verhalten im Sinne von § 33 Satz 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) zu qualifizieren ist, weshalb dem Beklagten, der lediglich in einem unbedeutenden Nebenpunkt (formal gesehen) obsiegt, die gesamten Kosten des vorliegenden Prozesses zu auferlegen sind,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">nach § 34 Abs. 2 GSVGer Versicherungsträger in der Regel keinen Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten haben, vorliegend jedoch das Verhalten des Beklagten als mutwillig zu qualifizieren ist, weshalb er in Anwendung von § 34 Abs. 1 GSVGer zu verpflichten ist, der Klägerin eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen;</font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5"> </font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. In teilweiser Gutheissung der Klage wird der Beklagte verpflichtet, der Klägerin Fr. 609'153.40 nebst Zins zu 4,5 % seit 20. August 2003 zu bezahlen, und es wird der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 548 des Betreibungsamtes A.___ (Zahlungsbefehl vom 26. August 2003) aufgehoben. Im Mehrbetrag (Kosten des Zahlungsbefehls) wird die Klage abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Spruchgebühr: Fr. 2500.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Schreibgebühren: Fr. 145.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Zustellungsgebühren: Fr. 95.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Total: Fr. 2740.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> werden dem Beklagten auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Prozessentschädigung von Fr. 1'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Patria-Stiftung zur Förderung der Personalversicherung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- M.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">sowie nach Eintritt der Rechtskraft an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Gerichtskasse</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5"> </font></b> </p></div></body></html>