B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-2881/2012 U r t e i l v o m 1 0 . J u n i 2 0 1 4 Besetzung Richter Markus Metz (Vorsitz), Richter Daniel Stufetti, Richter Daniel Riedo, Gerichtsschreiberin Susanne Raas. Parteien A._______, Spanien, vertreten durch Abelardo Vazquez Conde, Rechtsanwalt, …, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom 27. April 2012. A-2881/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Die 1956 geborene, in ihrer Heimat wohnhafte spanische Staatsangeh ö- rige A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführerin) war in den Jahren 1980 bis 2007 in der Schweiz erwerbstätig und leistet e Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (Akten der IV-Stelle für Versicherte im Ausland [im Folgenden: IV -act.] 1, 23 und 24 S. 2). Sie war in Hotels und im Internat tätig. Zuletzt arbeitete sie wäh- rend eines Monats im Jahr 2007 als Reinigungshilfe in Spanien (IV -act. 9 S. 2; IV-act. 15 S. 3). Nach Vertragsende bezog sie seit dem 1. Juli 2007 Leistungen der Arbeitslosenversicherung (IV-act. 3 S. 4, vgl. auch IV - act. 14). B. Am 16. Juni 2011 reichte sie beim spanischen Versicherungsträger z u- handen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland ( im Folgenden : IVSTA oder Vorinstanz) ein Gesuch um Ausrichtung einer Invalidenrente ein. Der spanische Versicherungsträger beglaubigte das Gesuch am 27. Juli 2011 (IV-act. 3) und sandte es am gleichen Tag mit verschiedenen Unterlagen an die IVSTA, wo es am 2. August 2011 einging (IV-act. 10). C. Nachdem die IVSTA von der Beschwerdeführerin weitere Unterlagen ei n- gefordert und erhalten hatte, nahm der Arzt der IV -Stelle, Dr. B._______, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, am 25. November 2011 Stellung dazu (IV -act. 25). Eine weitere Stellungnahme folgte am 15. Februar 2012 (IV-act. 39), nachdem die Beschwerdeführerin weitere , teilweise neue Unterlagen eingereicht hatte (IV-act. 27-36). D. Mit Vorbescheid vom 22. Februar 2012 teilte die IVSTA der Beschwerd e- führerin mit, dass sie das Gesuch um Leistungen aus Invalidenversich e- rung abweisen werde (IV-act. 40). Mit Verfügung vom 27. April 2012 wies die IVSTA das Gesuch ab , weil keine rentenbegründende Invalidität vo r- liege (IV-act. 41 = Beschwerdebeilage 2). Mit Datum vom 28. Mai 2012 stellte der spanische Versicherungsträger der Beschwerdeführerin den Entscheid der IVSTA zu (IV-act. 42 f.). E. Gegen die Verfügung vom 27. April 2012 hatte die Beschwerdeführerin bereits am 22. Mai 2012 Beschwerde erhoben, welche am 29. Mai 2012 A-2881/2012 Seite 3 beim Bundesverwaltungsgericht einging. Die Beschwerdeführerin bea n- tragt die Aufhebung der Verfügung der IVSTA und die Zusprechung einer IV-Rente ab dem 16. Juni 2011. Zudem verlangt sie Akteneinsicht. F. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Mai 2012 beantragt die IVSTA die A b- weisung der Beschwerde. G. Mit Zwischenverfügung vom 10. September 2012 wurde dem Gesuch der Beschwerdeführerin um Akteneinsicht (vgl. Bst. E) stattgegeben. Die Ak- ten wurden dem Vertreter der Beschwerdeführerin zusammen mit der Vernehmlassung der IVSTA zugestellt. H. In ihrer Replik vom 3. Oktober 2012 hält die Beschwerdeführerin an ihrem Antrag fest. Sie stellte zudem die Nachreichung von Beweismitteln in Aussicht. Im Wesentlichen begründet e sie ihren Antrag sinngemäss da- mit, der spanische Sozialversicherungsträger habe eine Invalidität von 75 % anerkannt. Nur in extremen Fällen würde dies in Spanien derzeit gemacht. Dies zeige, dass sie schwer krank sei und die gesundheitlichen Einschränkungen erwerbsmindernde Auswirkungen hätten. Die Täti g- keitsbereiche in Spanien seien keine anderen als in der Schweiz. Die B e- gutachtung müsse von Ärzten durchgef ührt werden, die die schweizer i- schen Rechtsnormen sowie die schweizerischen sozialrechtlichen und sozialmedizinischen Massstäbe kennen würden . Dies sei bei den span i- schen Amtsärzten nicht der Fall. Auch die Stellungnahme des Arztes des medizinischen Dienstes der IVSTA wird kritisiert. I. Mit Schreiben vom 11. Oktober 2012 liess die Beschwerdeführerin ein weiteres medizinisches Gutachten nachreichen und die Replik dahing e- hend ergänzen, dass das Gutachten als Beweismittel zuzulassen sei. J. Aufgrund des nachgereichten Gutachtens ersuchte die IVSTA erneut um eine Stellung nahme des medizinischen Dienstes, dessen Arzt , Dr. B._______, am 6. November 2012 an seiner bisherigen Stellungna h- me festhielt. A-2881/2012 Seite 4 K. In ihrer Duplik hielt die IVSTA an ihrem Antrag auf Abweisung der B e- schwerde fest. Sie verwies dabei unter anderem auf einen neu durchge- führten Einkommensvergleich. L. Auf die Akten sowie die Begründungen der Verfahrensbeteiligten wird – soweit entscheidrelevant – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach den Vorschriften des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021), soweit das Bundesgesetz über das Bundesverwaltungsg e- richt vom 17. Juni 2005 (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 172.32) nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Auf Verfahren in Sozialversich e- rungssachen findet das VwVG jedoch keine Anwendung, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozi- alversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist (Art. 3 Bst. dbis VwVG). Das ist hier gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) der Fall, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 1.2 Nach Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG sowie Art. 5 VwVG beurteilt das Bundesverwaltungsge- richt Beschwerden gegen Verfügungen der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinn von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist demnach für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Da die Beschwerdeführerin als Adressat in des angefochtenen Entscheids vom 11. März 2011 beschwerdelegitimiert ist (Art. 59 ATSG), ist auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten (Art. 60 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerdeführerin beantragt in ihrer Beschwerde sinngemäss, die Verfügung der IVSTA vom 27. April 2012 sei ihr erneut und diesmal fo r- mell korrekt über den zuständigen spanischen Versicherungsträger zuzu- stellen. Dies erübrigt sich jedoch, nachdem die Rechtsmittelfrist ohnehin A-2881/2012 Seite 5 eingehalten wurde. Zudem versandte der spanische Versicherungsträger noch vor Eingang der vorliegenden Beschwerde beim Bundesverwa l- tungsgericht das entsprechende Formular mit einer Zusammenfassung der Verfügung auf Spanisch (IV-act. 42 f.; Sachverhalt Bst. D), womit i n- zwischen die formell korrekte Zustellung erfolgt ist. 1.3 1.3.1 Die Beschwerdeführerin ist spanische Staatsangehörige mit Woh n- sitz in Spanien. Deshalb ist das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene A b- kommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgeno s- senschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mi t- gliedsstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) zu beachten. Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage des Art. 8 FZA ausgearbeiteten und Bestandteil des Abkommens bilde n- den (Art. 15 FZA) Anhangs II («Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit») des FZA in Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs wen- den die Vertragsparteien untereinander insbesondere die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige s o- wie deren Familienangehörige, die innerh alb der Gemeinschaft zu - und abwandern (SR 0.831.109.268.1) und die Verordnung Nr. 574/72 oder gleichwertige Vorschriften an. Diese sind am 1. April 2012 durch die Ve r- ordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Ra- tes vom 29. April zur K oordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit sowie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durc h- führung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit abgelöst worden. 1.3.2 Nach Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004, haben Personen, für die diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses Staates. Dabei ist im Rahmen des FZA auch die Schweiz als «Mitglie d- staat» im Sinn dieser Koordinierungsverordnungen zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA). 1.4 Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln finden diej e- nigen Verfahrensregeln Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwe r- debeurteilung in Kraft stehen (BGE 132 V 368 E. 2.1, BGE 130 V 1 E. 3.2). In materieller Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangs- rechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massg e-A-2881/2012 Seite 6 bend, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfo l- gen führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 138 V 475 E. 3.1, 132 V 215 E. 3.1.1; statt vieler: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-1777/2012 vom 2. Mai 2014 E. 5). Ein allfälliger Lei stungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab die- sem Zeitpunkt nach den dann in Kraft stehenden Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445). Es finden demnach grundsätzlich j e- ne Vorschriften Anwendung, die im Zeitpunkt des Erlasses der angefoc h- tenen Verfügung in Kraft standen; Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft gesetzt waren, sind insoweit massgebend, als sie für die Beurteilung eines allenfalls früher entstandenen Anspruchs von B e- lang sind ( vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -1012/2012 vom 1. Mai 2014 E. 3.1.3). Die angefochtene Verfügung datiert vom 27. April 2012. Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (SR 831.201, IVV) ist demnach im vorliegenden Fall auf die Fassungen gemäss den mit dem ersten Massnahmenpaket der 6. IV-Revision am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Änderungen des IVG und der IVV (IV -Revision 6a; IVG in der Fassung vom 18. März 201 1 [AS 2011 5659], IVV in der Fassung vom 16. November 2011 [AS 2011 5679]) abzustellen. Soweit der Sachverhalt sich vor dem 1. Januar 2012 ereignet hat, ist zu prüfen, ob die am 1. Januar 2008 getretenen Fassungen (5. IV-Revision; IVG in der Fa s- sung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129], IVV in der Fassung vom 28. September 2007 [AS 2007 5155]) massgeblich sind. 1.5 Die sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Bundesgerichts stellt bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zei t- punkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachver- halt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer ne u- en Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b; statt vieler: Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B -3321/2012 vom 28. März 2014 E. 3.2, C-6213/2012 vom 18. Dezember 2013 E. 2.1; vgl. MICHEL VALTERIO, Droit de l'assurance -vieillesse et survivants [AVS] et de l'assurance -invalidité [AI], Genf/Zürich/Basel 20 11, Rz. 3080; THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl., Bern 2003, S. 489 § 74 Rz. 20). 2. Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren im Wesentl i- chen anwendbaren Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. A-2881/2012 Seite 7 2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invali- dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Die soeben genannte Erwerbsunfähigkeit ist d er durch B e- einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verble i- bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen A rbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind au s- schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berüc k- sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus o b- jektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Die Arbeitsunfä- higkeit wird zunächst definiert als die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder A ufgabenbereich zumut- bare Arbeit zu leisten (Art. 6 Satz 1 ATSG). 2.2 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei minde s- tens 60 % auf eine Dreiviertel rente und bei mindeste ns 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Mit anderen Worten besteht bei einem Invaliditätsgrad unter 40 % kein Anspruch auf eine Rente. Laut Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz ha- ben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abweichende R e- gelung vorsehen. Eine solche Ausnahme, wie sie seit dem 1. Juni 2002 für Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz gilt, sofern sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1), ist vorliegend gegeben. Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 1. J anuar 2007: Bu n- desgericht) stellt diese Regelung nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere Anspruchsvora ussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). 2.3 Der Grad der Invalidität wird nach Art. 16 ATSG bemessen. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im B e- schwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung haben Versicherung s- träger und Sozi alversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne Bi n-A-2881/2012 Seite 8 dung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Frag en umfas- send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwe r- den berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der unte r- suchten Person auseinandersetzt – was vor allem bei psychischen Feh l- entwicklungen nötig ist –, in Kenntnis de r und gegebenenfalls in Ause i- nandersetzung mit den Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie pr ü- fend nachvollziehen kann (BGE 125 V 351 E. 3a). 2.3.1 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begeh- ren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ei n (Satz 1). Das Gesetz weist dem Durc h- führungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, so dass gestützt darauf die Verfügung über die in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG; SUSANNE LEUZINGER-NAEF, Die Auswahl der medizinischen Sac h- verständigen im Sozialversicherungsverfahren [Art. 44 ATSG], in: Riemer- Kafka/Rumo-Jungo [Hrsg.], Soziale Sicherheit – Soziale Unsicherheit, Bern 2010, S. 411 ff., 413 f.). Auf dem Gebiet der Invalidenversi cherung obliegen diese Pflichten der (örtlich zuständigen) Invalidenversicherung s- stelle (IV-Stelle; Art. 54-56 i.V.m. Art. 57 Abs. 1 IVG). Was den für die I n- validitätsbemessung (Art. 16 ATSG und Art. 28 ff. IVG) erforderlichen me- dizinischen Sachverstand an geht, kann die IV -Stelle sich hierfür auf den Regionalen Ärztlichen Dienst (im Folgenden: RAD; Art. 59 Abs. 2 und 2bis IVG), die Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte (Art. 28 Abs. 3 ATSG) oder auf externe medizinische Sachverständige wie die mediz ini- schen Abklärungsstellen (MEDAS) stützen (Art. 59 Abs. 3 IVG). 2.3.2 Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar b e- gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die U n- parteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee, mit Hinweisen). A-2881/2012 Seite 9 2.4 Der Träger eines Mitgliedstaats (wozu in diesem Sinn auch die Schweiz gehört, E. 1.3.2) hat gemäss Art. 49 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 987/2009 bzw. nach Art. 40 der Verordnung (EWG) Nr. 574/72 die von den Trägern der anderen Mitgliedstaaten erhaltenen ärztlichen Unterl a- gen und Berichte sowie die verwaltungsmässigen Auskünfte ebenso zu berücksichtigen, als wären sie in seinem eigenen Mitgliedstaat erstellt worden. Jeder Träger behält indessen die Möglichkeit, die antragstellende Person durch einen Arzt oder eine Ärztin seiner Wahl untersuchen zu las- sen. Es besteht jedoch keine Pflicht zur Durchführung einer solchen Un- tersuchung. 3. Nachfolgend ist auf die medizinischen Unterlagen in den Akten des vor- liegenden Falls einzugehen. Vorweg festzuhalten ist, dass sich die mei s- ten ärztlichen Berichte nicht mit der Frage der Arbeitsfähigkeit der B e- schwerdeführerin auseinandersetzen. Sie werden aber dazu dienen, die Vorbringen der Beschwerdeführerin, insbesondere ihre Vorwürfe an den Arzt der IV-Stelle Dr. B._______ (dessen Stellungnahmen im Folgenden ebenfalls wiedergegeben werden , E. 3.9 und 3. 11), zu beurteilen (dazu E. 4). Die Berichte werden in chronologischer Reihenfolge zusammeng e- fasst. Am Schluss (E. 3.12) wird das von der Beschwerdeführerin selbst ausgefüllte Formular erwähnt. 3.1 Am 14. Januar 2009 stellte der Chef der neurophysischen Abteilung, Dr. C._______, bei de r Beschwerdeführerin eine leichte Einschränkung an den Muskeln des rechten Fusses und Beines fest, die auf eine motori- sche und sensitive, insbesondere axonale, vor allem distale Polyneuropa- thie mittlerer Intensität deuteten (IV-act. 34). 3.2 Am 27. April 2010 hielt Dr. D._______, Neurophysiologe, eine leichte Schwäche im linken Arm fest (IV-act. 33). 3.3 Im radiologischen Bericht vom 3. Mai 2010 von Dr. E._______ (Datum der Untersuchungen 7. April 2010 und 2. Mai 2010) wurde anamnestisch eine allgemeine Epilepsie g enannt und eine seit einem Jahr bestehende Schwäche im linken Arm angegeben. Der Befund entspricht demjenigen, der später im Austrittsbericht des Universitätsspitals X._______ festgehal- ten wird (nachfolgend E. 3.4). Der Arzt vermutete ein Meningeom (IV - act. 32). A-2881/2012 Seite 10 3.4 Die Beschwerdeführerin hielt sich vom 1. bis zum 13. Juli 2010 im Universitätsspital X._______ auf. Grund für den Eintritt war – gemäss Austrittsbericht, unterschrieben von Dr. F._______ vom 13. Juli 2010 – die neurochirurgische Behandlung eines Fremdkörpers im Nackenb e- reich. Anamnestisch wurden Bluthochdruck, Schwerhörigkeit auf dem lin- ken Ohr aufgrund eine Cholesteatoms, das chirurgisch behandelt wurde , und Epilepsie festgehalten. Seit ungefähr drei Jahren würden sich lang- sam fortschreitende sensomotorische Veränderungen in den linken Gliedmassen bemerkbar machen. Ein MRI des Halsbereichs zeigte Fremdkörper auf Höhe der Wirbel C4-C5 vorn im Wirbelkanal. Die Unter- suchung ergab beim Bewegungsapparat eine halbseitige Lähmung links, in der linken obe ren Gliedmasse distal stärker ausgeprägt. Im weiteren wurden die Befunde eines MRI im Hals -Kopf-Bereich genau beschrieben. Es sei zweifelhaft, ob eine Myelopatie vorliege. Am 2. Juli 2010 wurde ei- ne Laminektomie an den Wirb eln C3, C4 und C5 durchgeführt , wobei die Verletzung vollständig makroskopisch entfernt wurde und eine Arthrodese mit Schrauben an den seitlichen Flächen der Wirbel C4, C5 und C6 er- folgte. Dies verlief ohne Zwischenfälle . Weiter wurde im Wesentlich en festgehalten, n ach der Operation sei es gut verlaufen. Es seien keine neuen Beschwerden aufgetreten. Als histopat hologischer Befund liege nun definitiv ein Neurinom C4/C5 vor (IV-act. 4 = IV-act. 16 = IV-act. 31). 3.5 Im radiologischen Bericht vom 2. Februar 2011 (ausgestellt am 7. Februar 2011 v on der Radiologin Dr. G._______) wird erwähnt, dass die Halswirbelsäule (mittels MRI) untersucht wurde (mit und ohne intr a- venösem Kontrastmittel). Verglichen mit dem Bild vom 2. Mai 2010 gebe es postchirurgische Änderun gen an den h interen Elementen der Wir bel C3 bis C5. Es liesse n sich keine Reste des Tumors und kein Wiedere r- scheinen eines solchen ausmachen. Es gebe eine Verkrümmung des hin- teren linken Randes des Wirbelkanals auf Höhe von C5, welche mit einer Myelopathie vereinbar sei. Weiter gebe es eine Veränderung spondylisch- discaler Art im Segment C6 -C7 mit Hypertrophie des ligamentum flavum und eine Verkleinerung des anterioposterialen Durchmessers des Wirbel- kanals. Im Weiteren ergab die Untersuchung keine signifikanten Änd e- rungen (IV-act. 5 = IV-act. 19 = IV-act. 28). 3.6 Im Bericht vom 24. November 2010 von Dr. F._______ wurde nur be- schrieben, warum die Beschwerdeführerin sich operieren liess und was dabei vorgenommen wurde (IV-act. 6 = IV-act. 17 = IV-act. 30). Im Bericht vom 29. Dezember 2010 von Dr. H._______ stand zusätzlich nur , es A-2881/2012 Seite 11 verbliebe eine proximale Einschränkung am C5 (IV-act. 7 = IV-act. 18 = IV-act. 29). 3.7 In der Information der Regionalregierung von Galicien vom 21. Januar 2011, Dr. I._______, wurden die bisherigen Beschwerden und Behand- lungen der Beschwerdeführerin festgehalten, jedoch nicht der aktuelle Gesundheitszustand. Epileptische Episoden seien für die Jahre 1988 und 1991 festgehalten worden. Im Jahr 1995 sei ein Cholesteatom am rec h- ten Ohr operiert worden (Tympanoplastik). 1996 seien Krampfadern und 2002 das linke Auge wegen einer Parese behandelt worden . Die B e- schwerdeführerin habe Bluthochdruck und im Jahr 2008 sei eine Unkarth- rose festgestellt worden. Betreffend das Neurino m habe ein Elektrom y- ogramm 2009 eine distale, sensomoto rische Polyneuropathie und eine Neuropatie am linken Arm gezeigt. Eine Kernspinresonanz tomographie im Mai 2010 habe auf Höhe C4, C5, links, eine Masse mit extraaxialen Charakteristiken, die die linke Seite zusammendrückt und seitwärts ans Rückenmark verschiebe gezeigt, wobei zweifelhaft sei, ob eine Myelopa- tie vorliege. Schliesslich wurde die Laminektomie im Juli 2010 genannt (IV-act. 8 = IV-act. 21). In der Information derselben Ärztin vom 23. März 2011 steht zusätzlich nur, dass die Patientin seit der letzten Untersuchung zur Ausführung vie ler Arbeiten aufgrund zervikobrachialer Schmerzen nicht fähig sei (IV-act. 20). 3.8 Im «detaillierten medizinischen Gutachten» der spanischen Sozia l- versicherung vom 20. Juli 2011 (Formular E 213) wird von der Ärztin J._______ nach der Anamnese festgehalten , an grundsätzlichen Leiden, die bis in die Gegenwart nachwirkten, sei ein Neurinom C4 -C5 diagnosti- ziert worden, das im Juli 2010 chirurgisch entfernt worden sei . Dabei sei eine Arthrodese an C4, C5 und C6 durchgeführt worden. Danach sei eine Rehabilitation realisiert worden. Es bestehe eine Zervikobrachialgie links und eine funktionelle Einschränkung der Glieder auf der linken Seite. Was den Bewegungsapparat betrifft, wird eine Operationsnarbe im Bereich der Halswirbelsäule vermerkt. Die aktive Bewegung im Nackenbereich sei in allen Richtungen eingeschränkt. Es gebe keine Asymmetrie bei den Mus- keln der oberen Gliedmassen. Die Beweglichkeit des linken Schulterg e- lenks sei bei aktiver Bewegung bei Anteversion und Abduktion au f 100° beschränkt. Bei passiver Bewegung erhöh e sich die Beweglichkeit, alle r- dings nur teilweise , unter Schmerzen und mit Anschlag. Bei den Funkt i- onseinschränkungen wird festgehalten, dass die Beschwerdeführerin ke i- ne schweren Lasten über Höhe der Halswirb elsäule tragen könne. Sie könne keine Tätigkeiten ausüben, bei denen sie sich öfter bücken oder A-2881/2012 Seite 12 Gegenstände heben oder tragen müsse. Ebenso solle sie keine Tätigke i- ten ausüben, bei denen Rampen, Treppen oder Leitern benutzt würden oder bei denen Sturzgefahr besteh e. Sie müsse die Körperstellungen abwechseln können. Die Beschwerdeführerin könne Bildschirmarbeit ver- richten. Sie könne aber nicht mehr als Reinigungskraft, jedoch in einer angepassten Arbeit, und zwar Vollzeit, arbeiten. Die Frage n, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und ihre Arbeitsfähigkeit bessern könnten, könnten nicht beantwortet werden. Eine neuerliche Be- urteilung sei nicht notwendig (IV-act. 9). 3.9 3.9.1 In der medizinischen Stellungnahme von Dr. B._______ vom 25. November 2011 (medizinischer Dienst der IVSTA) wird festgehalten, die Beschwerdeführerin habe ihre Arbeit als Putzfrau, in der sie bis Ende 2007 tätig gewesen sei, aus nicht gesundheitlichen Gründen aufgegeben. Anamnestisch wird auf eine bekannte Epilepsie hing ewiesen, wobei die Beschwerdeführerin seit Jahrzehnten keine epileptischen Anfälle mehr gehabt habe. Es seien ein Cholesteatom operiert und eine Abducensp a- rese korrigiert worden. Im Sommer 2010 sei ein Neurinom cervikal fes t- gestellt und chirurgisch entfernt worden und es sei eine Arthrodese von 3 Wirbelkörpern vorgenommen worden. Seither klage die Beschwerdefü h- rerin über zervikobrachiale Beschwerden und leichte Behinderungen. Die Hauptdiagnose laute auf un teres Z ervikalsyndrom nach Neurinom - Entfernung und A rthrodese C4 -C6. Die anamnestische Epilepsie habe keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Ebenfalls keine solche Auswi r- kung hätten der Status nach Entfernung eines Cholesteatoms und der Status nach Abdu censparese. In der bisherigen Tätigkeit bestehe ein e 70 %ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 1. Juli 2010, im Haushalt eine solche von 24 % ab dem gleichen Datum. Die Beschwerdeführerin könne keine Gewichte heben und keine Überkopf -Arbeiten ausführen. Als mögliche Verweisungstätigkeiten werden Verkauf auf dem Ko rrespondenzweg (bei notwendigen Kenntnissen), Verkäuferin, Kassierin, Billetverkäuferin, K u- rierdienst, Empfang, Telefonvermittlung oder Datenerfassung angegeben (IV-act. 25). 3.9.2 In seiner zweiten Stellungnahme vom 15. Februar 2012 kommt der- selbe Arzt nach Einsicht in neu eingereichte Unterlagen zum Schluss, die neuen Akten würden nichts am bisherigen Befund ändern. Die einzige Auskunft über die aktuelle neurologische Behinderung des linken Armes bleibe das Formular E 213 (E. 3.8), wo eine symmetrische Muskulatur und keine Parese mehr beschrieben werde. Es bleibe eine Einschrä n-A-2881/2012 Seite 13 kung der Schultermobilität. Er bezeichnet es als nicht nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführeri n laut eigenen Angaben ( unten E. 3.12) kei- nerlei Reinigungstätigkeiten und keine W äschearbeit mehr verrichten könne (IV-act. 39). 3.10 Im Bericht (von der Beschwerdeführerin als Gutachten bezeichnet) von Dr. K._______ vom 10. Oktober 2012, welchen die Beschwerdeführe- rin nachträglich einreichen liess, hält der Arzt fest, die Beschwerdeführ e- rin leide nach der Entfernung des Neurinoms an Schmerzen am Hals, die von Steifheit (im Bereich des Halses sei praktisch keine Beweglic hkeit vorhanden), Rücken -Lenden-Schmerzen und Schmerzen im rechten Fuss, Kopfschmerzen und Schwindel begleitet würden. Ebenso leide sie unter einem schweren, praktisch vollständigen Verlust des Gehörs des linken Ohrs. Ihr Zustand sei klarerweise unvereinbar mit ihrer Arbeit als Putzfrau oder mit irgend einer Arbeit, die minimalen körperlichen Kraf t- aufwand, Bücken, Manipulationen beim Putzen, Drehen des Halses oder Stehen usw. erfordere. Er (der Arzt) habe die Beschwerdeführerin klinisch und radiologisch untersucht und die vielen Unterlagen des Universität s- spitals X._______ zur Kenntnis genommen. Er erklärt, wie sich die Situ a- tion vor der Halsoperation dargestellt habe. Als Folge der Entfernung des Neurinoms, vervollständigt mit einer Arthrodese , würden folgende Leiden vorliegen: (1) ständiger Schmerz im Nacken – auch in Ruhe und im Bett – der den Schlaf störe; schwere Unbeweglichkeit aller Halsbewegungen mit praktisch völliger Unmöglichkeit von Rotations -, Flexions - und Extens i- onsbewegungen; diffuse Muskel - und Nervenwurzelschmerzen in der rechten oberen Glied masse, ohne klares Dermatom; s tarke Verkram p- fung der Hals -, Trapez- und oberen Rü ckenmuskeln; (2) m echanische Rücken- und Kreuzschmerzen mit starker muskulärer Komponente; (3) Arthrose der mittleren Fusswurzel am rechten Fuss, wobei das Sprungge- lenk mit betroffen sei, was Schmerzen und Ödeme am Ende des Tages verursache und Schwierigkeiten beim langen Stehen (von mehr als einer Stunde) bereite; (4) gemischt ängstlich -depressives Syndrom, schlecht e Traumqualität, Müdigkeit und mehrfache körperliche Schmerzen; (5) hä u- fig Schwindel und Spannungskopf schmerz; (6) schwerer Verlust des Ge- hörs auf dem linken Ohr (gemäss dem Bericht des Spitals X._______, wegen eines C holesteatoms operiert). Der Arzt hält fest, die verschied e- nen Leiden verursachten eine bedeutende physische Einschränkung für jede Art von Tätigkeit. Die Verletzungen seien irreversibel und fortschre i- tend, indem die Entwicklung immer schlechter werde, insbesondere au f- grund der Pathologie des Halstumors. Dies sei anhand einer Kernspinto- mographie vom 7. Februar 2011 prüfbar (nach der Operation des T u-A-2881/2012 Seite 14 mors), die eine Veränderung des hinteren Randes der Wirbelsäule auf Höhe von C5 anzeige, die mit einer My elopathie und einer Rückenmar k- kanalveränderung an den Segmenten C6 -C7 sowie einer Verringerung des Durchmessers des Wirbelkanals vereinbar sei, was die Persistenz der Schmerzen und die Halssteifheit erkläre. Er schliesst, die Patientin sei vollständig und endgültig unfähig, ihre Arbeit als Putzfrau oder Haushälte- rin auszuüben. 3.11 In seiner Stellungnahme, die aufgrund dieses Berichts verfasst wur- de, führt Dr. B._______ aus, es fehle nach wie vor eine professionelle neurologische Beschreibung der Restsymptome am linken Arm. Bei der Beurteilung der Beschwerdeführerin sei von der schlechtest möglichen Situation, also wie präoperativ, ausgegangen worden, da mehrmals im Dossier erwähnt worden sei, dass keine neuen Defizite postopertiv aufge- treten seien. Es könne nicht nachvollzogen werden, wie Dr. K._______ die Beschwerdeführerin als für jegliche Aktivität arbeitsunfähig bezeic h- nen könne. Die Beschwerdeführerin sei bei Tätigkeiten über Schulterhöhe und bei kraftvollem Gebrauch des linken Armes behindert. D ie Arthrose im Fussgelenk und die ängstlich -depressive Störung würden nun zum ersten Mal erwähnt. Sie würden sicher keine zusätzliche Arbeitsunfähi g- keit vor dem Stichdatum des ange fochtenen Entscheids glaubhaft m a- chen. Zusammenfassend bestätigt der Arzt, dass ab Operationsdatum [2. Juli 2010] eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % für die Tätigkeit als Put z- frau besteht. In den am 25. November 2011 (E. 3.9.1) bezeichnete leich- ten Verweisungstätigkeiten bestehe bei den vorliegenden Behinderungen keine Arbeitsunfähigkeit. In der Tätigkeit im Haushalt bestünden sicher Behinderungen bei Reinigungsarbeiten und der Wäschebesorgung. Diese seien angemessen berücksichtigt worden und führten zu einer gesamten Arbeitsunfähigkeit von 24 %. Der Arzt hält die vorliegenden Unterlagen für die Stellungnahme für ausreichend. Die fehlende professionelle neurol o- gische Beurteilung falle nicht ins Gewicht. Eine zusätzliche Expertise könne nicht begründet werden. Im Übrigen hält er an seiner bisherigen Stellungnahme fest. 3.12 Die Beschwerdeführerin selbst gibt am 16. Januar 2012 im Frag e- bogen für Versicherte, die im Reinigungsbereich arbeiten, an, ihr Mann helfe ihr beim Putzen. Ihre Schwester komme während vier Stunde n pro Woche zu ihr, weil sie (die Beschwerdeführerin) nicht selbst putzen kö n- ne. Sie könne Essen zubereiten und Geschirr abwaschen, aber keine Putzarbeiten verrichten, keine Betten aufschütteln und keine Wäsche w a- schen, obwohl sie eine Waschmaschine habe. Sie könne einkaufen, aber A-2881/2012 Seite 15 nicht schwer tragen. Ihr Mann fahre sie zum zehn Kilometer entfernten Laden (IV-act. 36). 4. Nun ist auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin einzugehen und sind diese zu würdigen. 4.1 Die Beschwerdeführerin führt aus , die spanischen Är zte würden das schweizerische Recht und die sozialrechtlichen und sozialmedizinischen Massstäbe nicht kennen, weshalb sie « dem Ganzen» nicht ge wachsen seien. Diese Aussage ist nicht nachvollziehbar. Aufgabe der Ärzte ist nämlich in erster Linie, den medizi nischen Sachverhalt festzustellen und allenfalls daraus Schlussfolgerungen betreffend Einschränkungen in den Betätigungsmöglichkeiten der begutachteten bzw. untersuchten Person festzustellen. Dazu sind keine rechtlichen Kenntnisse notwendig. Die A n- forderungen, die an ein medizinisches Gutachten ( vgl. E. 2.3) gestellt werden, sehen Rechtskenntnisse des Gutachters denn auch nicht vor. Der Arzt soll die Beschwerden nicht so beschreiben, dass eine Rente z u- gesprochen wird, sondern er soll die Beschwerden so besc hreiben, wie sie sich in medizinischer Hinsicht darstellen. Ob die (physischen und psy- chischen) Beschwerden einer bestimmten Person dazu führen, dass di e- ser Person eine Invalidenrente zuzusprechen ist und wie hoch der Inval i- ditätsgrad ist , sind Fragen, die nicht durch den begutachtenden Arzt selbst zu entscheiden sind, sondern durch die IVSTA (gestützt auf die Un- terlagen und ärztliche n Berichte) bzw. daran anschliessend die gerichtl i- chen Instanzen (vgl. E. 2.3). Soweit Aussagen zur Arbeitsfähigkeit gemacht werden, ist der Beschwer- deführerin zuzustimmen, dass die Tätigkeitsfelder in der Schweiz und in Spanien weitgehend gleichgelagert sind, weshalb sich hier keine Ve r- ständigungsprobleme (sprachlicher oder rechtlicher Art) ergeben. 4.2 Was die Kritik am Arzt des medizinischen Dienstes anbelangt, ist hier vorab festzuhalten, dass dieser sich für seine Stellungnahme auf die ihm vorliegenden Berichte stütz t, mit denen er sich auseinandersetzt. Er b e- rücksichtigt die geklagten Beschwerden, so weit sie auch aus den Akten hervorgehen. Aufgrund der Vorakten leuchten seine Schlussfolgerungen ein (E. 2.3.2). Es spielt dabei keine Rolle, dass die Berichte von span i- schen Ärzten in Spanien verfasst wurden (E. 2.4). Aufgrund der Art der geltend gemachte n Beschwerden der Beschwerdeführerin erscheint es zudem als ausreichend, dass ein einziger Arzt die Stellungnahme ve r-A-2881/2012 Seite 16 fasste, zumal die Berichte der spanischen Ärzte sich nicht widersprechen und sich daraus ein schlüssiges Bild ergibt. Was die Beschwerdefü hrerin dagegen vorbringt, vermag nicht zu übe r- zeugen. Zwar werden die meisten von der Beschwerdeführerin in der Replik aufgeführten Leiden tatsächlich in den verschiedenen medizin i- schen Unterlagen erwähnt, doch nur als Beschwerden, die bei der B e- schwerdeführerin aufgetreten waren, meist jedoch nicht als Beschwe r- den, unter denen sie immer noch leidet (und die eine Arbeitsunfähigkeit bewirken würden). Zudem äussern sich die meisten Berichte – wie bereits erwähnt (E. 3) – nicht zur Arbeitsfähigkeit. Im Einzeln en stellt sich dies folgendermassen dar (Reihenfolge der Beschwerden gemäss Replik): – Neurinom: Dieses wurde gemäss den Berichten erfolgreich operativ entfernt (insb. E. 3.4). Es findet sich nach der Operation vom 2. Juli 2010 kein Hinweis darauf, dass das Neurinom selbst noch zu g e- sundheitlichen Beeinträchtigungen führen könnte. Auf die Folgen der Operation wird in einzelnen der nachfolgenden Punkte eingegangen. – Zervikalarthrose: Eine Arthrose in der Halsgegend wird nur erwähnt (E. 3.7), wobei darauf nicht weiter eingegangen wird . Dr. B._______ hat dies berücksichtigt, indem er zervikobrachiale Schmerzen festhält. – Versteifung des oberen Wirbelsäulenbereichs aufgrund der Lamine k- tomie an C3-C4-C5, Status nach Arthrodese: Eine solche Versteifung wird im Gutachten der spanischen Sozialversicherung (E. 3.8) und im Gutachten, das von der Beschwerdeführerin nachgereicht wurde (E. 3.10), erwähnt . Die vorgenommene Arthrodese wird von Dr. B._______ berücksichtigt (E. 3.9.1). – Skoliose: Von einer Skoliose ist in den Akten nirgends explizit die Re- de, sondern von Veränderungen an der Wirbelsäule. Darauf wird in den folgenden zwei Lemmas eingegangen. – Degenerative Veränderungen der H alswirbelsäule mit Unkarthrose : Bei der Unkarthrose ist au f das zuvor zur Arthrose ausgeführte zu verweisen. Was degenerative Veränderungen an der Halswirbelsäule betrifft, werden diese im radiologischen Bericht vom 2. Februar 2011 erwähnt (E. 3.5) und einzig im von der Beschwerdeführerin eing e- reichten Gutachten mit Arbeitsunfähigkeit in Verbindung gebracht (E. 3.10). Dass aber kleinere Veränderungen zur vollständigen A r- beitsunfähigkeit führen sollen, ist nicht nachvollziehbar. – Degenerative Veränderungen der L endenwirbelsäule: Auch in Bezug auf degenerative Veränd erungen der Lendenwirbelsäule ist darauf hinzuweisen, dass diesen einzig im von der Beschwerdeführerin ei n-A-2881/2012 Seite 17 gereichten Gutachten eine Wirkung auf die Arbeitsfähigkeit zugespr o- chen wird (E. 3.10), was ebenfalls nicht nachvollziehbar erklärt wird. – Sensitive-motorische distale Polyneuropathie mit b rachialer Neuropa- thie links: Diese Leiden werden nur vor Durchführung der Laminekt o- mie beschrieben (E. 3.1; vgl. auch E. 3.7). Dass weiterhin Neurop a- thien bestehen würden, ist ab Juli 20 10 nirgends mehr vermerkt. Selbst im Gutachten, welches von der Beschwerdeführerin eing e- reicht wurde, ist zwar von verschiedenen Schmerzen die Rede, das Wort «Neuropathie» wird aber nicht verwendet (E. 3.10). – Bluthochdruck: Dieser wird nirgends spezifiziert. Aus den Unterlagen ergibt sich nicht, dass er Folgen auf die Gesundheit der Beschwerd e- führerin haben könnte, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken. – Krampfadern in den Beinen, wobei 1996 eine chirurgische Intervent i- on notwendig war: Diese Beschwerden werden später nie erwähnt. Sie finden sich nur in einer Anamnese (E. 3.7). Die Beschwerdeführe- rin befand sich wegen dieser Beschwerden nach 1996 offenbar nicht mehr in Behandlung. Es ist daher davon auszugehen, dass der ch i- rurgische Eingriff erfolgreich war. – Langjährige Epilepsie bis 1991 mit Typ Gran Mal: Wie hier richtig a n- gemerkt wird, werden nach 1991 keine epileptischen Anfälle mehr be- schrieben (vgl. auch E. 3.7). Dass die Epilepsie einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätte, lässt sich nirgendwo erkennen. Dies hält auch Dr. B._______ fest (E. 3.9.1). Offensichtlich ist die Beschwerdeführ e- rin mit den Medikamenten gut eingestellt. – Chirurgischer Eingriff aufgrund eines Cholesteatoms im linken Ohr mit anschliessender Tympanoplastik: Dieser Eingriff wird in den Unterl a- gen erwähnt (E. 3.4 und E. 3.7). Er scheint Schwerhörigkeit zur Folge gehabt zu haben (E. 3.4), wobei nicht ersichtlich ist, wie sich diese auf die Arbeitsfähigkeit insbesondere in einer angepassten Tätigkeit au s- wirken könnte. Auch Dr. B._______ geht davon aus, dass k ein Ei n- fluss auf die Arbeitsfähigkeit besteht. – Hypakusis: siehe gerade zuvor. – Chirurgischer Eingriff im linken Auge wegen einer Parese (vgl. E. 3.7): Der Eingriff scheint erfolgreich gewesen zu sein. Jedenfalls wird sp ä- ter keine Parese mehr beschrieben und auch Probleme mit den A u- gen werden sonst nirgends in den Unterlagen erwähnt. Dr. B._______ hält fest, dass der Status nach Abducensparese keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat. Die Einschränkungen der Arbeitsmöglichkeiten, die die Beschwerdeführe- rin in der Replik ausführen lässt, finden sich nur teilweise in den Akten: Es A-2881/2012 Seite 18 wird festgehalten, die Beschwerdeführerin könne keine Überkopfarbeiten ausführen, keine Lasten heben und keine Tätigkeiten, in denen sie sich bücken müsse, ausüben (E. 3.8 und 3.10). Davon, dass sitzende und stehende Tätigkeiten grundsätzlich nicht mehr möglich sein sollten, ist al- lerdings nicht die Rede . Festgehalten wird lediglich, dass es der B e- schwerdeführerin ermöglicht werden sollte, ihre Körper haltung zu ändern (E. 3.8). Selbst im Bericht, wel chen die Beschwerdeführerin einreichte, wird festgehalten, dass die Beschwerdeführerin lediglich nicht länger als eine Stunde stehen könne (E. 3.10; jedoch hält diese r Bericht auch fest, dass die Beschwerdeführerin keine Arbeit verrichten könne, bei der sie stehen müsse, womit der Bericht nicht völlig widerspruchsfrei erscheint ). Dass längere Wegstrecken nicht möglich sein sollten, steht nirgends. Auch finden sich nirgends Hinweise auf eine – heute noch bestehende – Sehschwäche. Im Austrit tsbericht vom 13. Juli 2010 (E. 3.4) wird klar festgehalten, dass die Zeit nach der Operation gut verlaufen sei und ke i- ne neuen Beschwerden aufgetreten seien. Im radiologischen Bericht vom 2. Februar 2011 (E. 3.5) werden post chirurgische Verä nderungen fes t- gehalten. Diese wurden von Dr. B._______ insbesondere in der medizini- schen Stellungnahme vom 25. November 2011 berücksichtigt (E. 3.9.1). Die Erwähnung eines ängstlich-depressives Syndroms (das in den Ei n- gaben der Beschwerdeführerin nicht erwähnt wird) findet sich nur in dem von ihr eingereichten Bericht (E. 3.10). Welcher Art dieses Syndrom sein soll und inwiefern es die Beschwerdeführerin beeinträchtigen könnte, wird in keiner Weise dargelegt. Da ein solches Syndrom zuvor nie beschrieben wurde, hält Dr. B._______ zu Recht fest, dass damit jedenfalls keine Ar- beitsunfähigkeit vor dem Stichdatum des angefochtenen Entscheids glaubhaft gemacht wird (E. 3.11). Gleiches gilt für die Schmerzen im Fuss. Wie bereits zuvor festgehalten wurde (E. 3), können die medizinischen Unterlagen, so auch der von der Beschwerdeführerin eingereichte B e- richt, durchaus herangezogen werden, um die Aussagen und Schlussfol- gerungen von Dr. B._______ zu würdigen, auch wenn sie sich nur verein- zelt zur Arbeitsfähigkeit äussern . Was d ie medizinischen Unterlagen a n- belangt, geht im Übrigen auch die Beschwerdeführerin davon aus, dass diesen Beweiswert zukommt. Nach dem soeben Ausgeführten wurden die medizinischen Unterlagen in der Stellungnahme des Arztes des medizinischen Dienstes der IV-Stelle vollständig berücksichtigt. Seine Folgerungen stimmen – wie soeben g e- zeigt wurde – mit den konsistenten, nachvollziehbaren Berichten der b e-A-2881/2012 Seite 19 handelnden Ärzte überein. Was die Beschwerdeführerin dagegen vo r- bringen lässt, ändert daran nichts, soweit es sich überhaupt durch die Ak- ten belegen lässt. Nur am Rande sei erwähnt, dass der Beschwerdeführerin bis Juni 2007 einer Arbeit nachgehen konnte (Sachverhalt Bst. A), obwohl die Diagn o- sen Epilepsie, Eingriff aufgrund eines Cholesteatoms mit Tympanoplastik und Folge Schwerhörigkeit, Parese, Krampfadern und Bluthochdruck (vgl. E. 3.7) bereits vor diese Zeit zurückreichen . Schon aufgrund dieses U m- stands ist belegt, dass diese Leiden für sich genommen bei der B e- schwerdeführerin nicht zu einer Arbei tsunfähigkeit geführt haben. Dies umso mehr, als die Beschwerdeführerin die Arbeit aus wirtschaftlichen und nicht aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben hat. 4.3 Insbesondere ändert der von der Beschwerdeführerin eingereichte Bericht (E. 3.10) nichts am bisher Ausgeführten. Die Aussage dieses Arz- tes, die Beschwerdeführerin sei für sämtliche Tätigkeiten vollständig a r- beitsunfähig, wird nicht nachvollziehbar dargelegt. Zudem schreibt der Arzt im gleichen Bericht, eine Arbeit als Putzfrau oder Haushälterin sei nicht mehr möglich. Diese Formulierung schliesst nicht sämtliche Täti g- keiten aus. Die beschriebenen Leiden wirken sich zudem, wie zuvor au s- geführt wurde (E. 4.2), nur bedingt auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwe r- deführerin aus. 4.4 Daran ändert nichts, dass die Be schwerdeführerin ausführen lässt, der spanische Sozialversicherungsträger habe aufgrund der schwerwi e- genden Erkrankungen und Gesundheitseinschränkungen eine spanische «Invalidez Total Cualificada» (75 %) anerkannt (act. 8). Dies erweist sich als reine Behauptung, die nirgends belegt ist. Die spanische Sozialversi- cherung hält im Formular E 213 im Gegenteil klar fest, dass eine Vollzeit- arbeit in einer angepassten Tätigkeit möglich ist (IV-act. 9 S. 10: «¿Puede el aseguardo realizar trabajo adaptado?», Antwort : Ja; «¿Puede el as e- guardo realizar un trabajo adaptado a tiempo completo?», Antwort: Ja). Mithin ist auf dieses Vorbringen nicht weiter einzugehen. 4.5 Nur kurz ist hier festzuhalten, dass die Berechnung des Invalidität s- grades in den Akten nachvollziehbar dar gelegt ist. Darauf ist nicht weiter einzugehen. A-2881/2012 Seite 20 4.6 Nach dem Gesagten erweist sich die Verfügung der Vorinstanz als rechtmässig. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen dies nicht in Zweifel zu ziehen. Damit ist die Beschwerde abzuweisen. 5. 5.1 Die Verfahren skosten werden unter Berücksichtigung des Umfangs und der Schwierigkeit der Streitsache im vorl iegenden Verfahren auf Fr. 400.-- festgesetzt (Art. 63 Abs. 4bis VwVG sowie Art. 1, 2 und 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Sie sind der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Dieser Betrag ist dem Kostenvorschuss von Fr. 410.-- (mit Zwischenver- fügung vom 10. September 2012 wurde eine Kost envorschuss von Fr. 400.-- einverlangt) zu entnehmen. 5.2 Weder die unterliegende Beschwerdeführer in noch die obsiegende Vorinstanz haben Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE). (Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite.) A-2881/2012 Seite 21 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 400.-- werden der Beschwerdeführerin auf- erlegt. Dieser Betrag wird dem Kostenvorschuss von Fr. 410.-- entnom- men. Der Restbetrag von Fr. 10.-- wird der Beschwerdeführerin nach Ein- tritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein) – die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Markus Metz Susanne Raas Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: