B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-2452/2011 U r t e i l v o m 5. D e z e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Richter Michael Peterli (Vorsitz), Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, Richter Vito Valenti, Gerichtsschreiberin Sandra Tibis. Parteien X._______, Bosnien und Herzegowina, vertreten durch lic. iur. Gojko Reljic, Rechtsberatung für Aus- länder Go-Re-Ma, Quaderstrasse 18/2, 7000 Chur, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand IV (Rente). C-2452/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. Die am (…) 1970 geborene, geschiedene, Staatsangehörige von Bosnien und Herzegowina X._______ lebt in Bosnien und Herzegowina (IV - act. 10). Sie arbeitete in den Jahr en 1988 bis 1995 im Gastgewerbe als Servicemitarbeiterin und leistete dabei Beiträge an die Schweizerische Al- ters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV; IV-act. 15). Am 19. Januar 2009 stellte X._______ beim Sozialversicherungsträger in Bosnien und Herzegowina einen Antrag auf Ausrichtung einer Invalide n- rente (IV-act. 1 bis 3) , welcher der IV -Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) übermittelt wurde . Die IVSTA machte sowohl den Sozialversicherungsträger als auch X._______ mit Schreiben vom 28. Mai 2009 (IV -act. 4) respektive vom 19. März 2010 (IV-act. 7) darauf aufmerksam, dass Rentengesuche auf einem offiziellen Formular gestellt werden müssen. Mit Formular vom 20. April 2010 (IV - act. 10) stellte X._______ via den Sozialversicherungsträger in Bosnien und Herzegowina ihr Rentengesuch bei der IVSTA. B. B.a Mit Vorbescheid vom 1. Dezember 2010 (IV-act. 65) stellte die IVSTA X._______ die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht. B.b Mit Schreiben vom 28. Dezember 2010 (IV-act. 75) teilte X._______, vertreten durch Gojko Reljic, der IVSTA mit, sie sei mit dem Vorbescheid nicht einverstanden, und reichte weitere ärztliche Berichte ein. C. Mit Verfügung vom 8. April 2011 (IV -act. 83) wies die IVSTA das Lei s- tungsbegehren von X._______ ab. Zur Begründung führte sie im Wesent- lichen aus, es liege keine rentenrelevante Invalidität vor, weshalb sie ke i- nen Rentenanspruch habe. Die IVSTA stellte zur Beurteilung des Gesuchs namentlich auf folgende Unterlagen ab: diverse ärztliche Atteste der Klinik in A._______ aus den Jahren 2008 und 2009 (IV -act. 25 ff.), die Atteste von Dr. med. B._______, Neuropsychiater, vom 14. Dezember 2010 (IV - act. 76 f.) und von Dr. med. C._______, Neurologe, vom 8. Februar 2011 (IV-act. 78 f.) sowie die Stellungnahme von Dr. med. D._______ des Re- gionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 31. März 2011 (IV-act. 82). C-2452/2011 Seite 3 Die Ärzte diagnostizierten bei X._______ im Wesentlichen eine diabet i- sche Polyneuropathie (ICD-10 G63.2), Diabetes mellitus Typ II, eine R a- dikulopathie L5/S1 beidseitig, eine Depression (ICD -10 F32.2), eine kn o- tenartige Schilddrüsenvergrösserung (Struma nodosa) sowie eine chron i- sche Schilddrüsenentzündung. D. Gegen die Verfügung vom 8. April 2011 erhob X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin), vert reten durch Gojko Reljic, mit Eingabe vom 28. April 2011 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht . Sie bea n- tragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprache einer ganzen Invalidenrente, eventualiter die Rückweisung der Sache an die Vorinst anz. Zur Begründung verwies sie auf ihren Einwand vom 28. Dezember 2010 und führte aus, auf die Stellungnahme von Dr. med. D._______ könne nicht abgestellt werden, da diese nicht über die erforderlichen fachärztlichen Qualifikationen verfüge und somit für die Beurteilung der vielseitigen Beschwerden nicht geeignet sei . Ferner kriti- sierte die Beschwerdeführerin das von der Vorinstanz berücksichtigte Anmeldedatum vom 3. März 2010, da sie bereits am 19. Januar 2009 beim Sozialversicherungsträger ihres Wohnsitz staates einen Antrag g e- stellt habe. E. Am 23. Mai 2011 ist der mit Zwischenverfügung vom 9. Mai 2011 einver- langte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.-- beim Bundesverwal- tungsgericht eingegangen. F. Mit Vernehmlassung vom 1. September 2011 beantragte die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie aus, gestützt auf die beiden neu eingereichten ärztlichen Berichte und unter Berüc k- sichtigung der Vorakten habe der medizinische Sachverhalt schlüssig e r- mittelt werden können. Die Beschwerd eführerin sei aufgrund d er festge- stellten gesundheitlichen Beeinträchtigungen in den Tätigkeiten im Hau s- halt nur geringfügig eingeschränkt, weshalb ein Invaliditätsgrad von ledig- lich 25% resultiere. Die Beschwerdeführerin habe somit keinen Anspruch auf eine Rente und damit könne auch die Frage des zu berücksichtige n- den Anmeldedatums offengelassen werden. C-2452/2011 Seite 4 G. Mit Replik vom 19. September 2011 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest. H. Mit Duplik vom 16. November 2011 hielt auch die Vorinstanz an ihrem An- trag fest. I. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten B e- weismittel ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nach- folgenden Erwägungen einzugehen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. d VGG und Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversich e- rung (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bundesver waltungsgericht B e- schwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1 968 über das Ver wal- tungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG nichts an deres bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 lit. dbis VwVG bleiben in so - zialversicherungsrechtlichen Verfahren die besonderen Bestim mungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vor behalten. Ge mäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Ge setzes auf die bun des- gesetzlich geregelten Sozialversicherungen anwendbar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze es vor sehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die In validenversicherung a n- wendbar (Art. 1a bis 70 IVG), soweit das IVG nicht aus drücklich eine Ab- weichung vom ATSG vor sieht. Dabei finden nach den a llgemeinen inter- temporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels anders- lautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze C-2452/2011 Seite 5 Anwendung, welche im Zeit punkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änd e- rung, so dass sie im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegitimiert ist. 1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist - und formgerecht (Art. 60 Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht und der Kostenvorschuss in- nert Frist geleistet wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2. 2.1 Nach dem Zerfall der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien blie ben zunächst die Bestimmungen des Abkommens vom 8. Juni 1962 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderati ven Volksrepu- blik Jugoslawien über Sozialversicherung (nachfolgend: Ab kommen J u- goslawien, SR 0.831.109.818.1) für alle Staatsange hörigen des ehemal i- gen Jugoslawiens anwendbar (BGE 126 V 198 E. 2b, 122 V 381 E. 1 mit Hinweis). Zwischenzeitlich hat die Schweiz mit mehreren Nachfolge - staaten des ehemaligen Jugoslawiens (Kroatien, Mazedonien), nicht aber mit Bosnien und Herzegowina, neue Ab kommen über Soziale Siche rheit abgeschlossen. Für die Be schwerdeführerin als Bürgerin von Bosni en und Herzegowina findet demnach weiterhin das schwei zerisch-ju- goslawische Sozialversicherungsab kommen vom 8. Juni 1962 An wen- dung. Nach Art. 2 dieses Abkommens stehen die S taatsangehörigen der Vertragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 genann- ten Rechtsvorschriften, zu welchen die schwei zerische Bun - desgesetzgebung über die Invalidenversicherung gehört, einander gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist. Da vorliegend keine abweichenden Bestimmungen zur Anwendung ge - langen, bestimmt sich der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leis - tungen der schweizerischen Invalidenversicherung gemäss vorstehen der Ausführungen auf Grund des IVG, der Verordnung üb er die Invali - denversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 832.201), des ATSG so- wie der Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11). Dabei ist in materiel l- rechtlicher Hinsicht auf jene Be stimmungen abzustellen, die für die Beur - teilung eines Rentenanspruchs jeweils relevant waren und in Kraft stan - den (BGE 132 V 220 E. 3.1.1, 131 V 11 E. 1). Ein allfälliger Leistungsa n-C-2452/2011 Seite 6 spruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Vorliegend hat die Beschwerdeführerin ihr Leistungsbegehren (frühe s- tens) am 19. Januar 2009 eingereicht. Das massgebende Anmeldedatum ist zwischen den Parteien zwar strittig, dennoch lässt sich festhalten, dass mit der Anmeldung am (oder auch nach) dem 19. Januar 2009 für die Beurteilung eines allfälligen Leistungsanspruchs auf die Fassung g e- mäss den am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Änderungen (5. IV- Revision; AS 2007 5129 und AS 2007 5155) abzustellen ist. Die 5. IV- Revision brachte für die Invaliditätsbemessung keine sub stanziellen Än- derungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Rechtslage, so dass die zur altrechtlichen Regelung ergangene Rech t- sprechung weiterhin massgebend ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_373/2008 vom 28. August 2008 E. 2.1). Noch keine Anwendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene erste Massnahmenpaket der 6. IV-Revision (IVG in der Fa s- sung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]). 2.2 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf d en bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 2. Februar 2010) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). 2.3 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde - verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss - brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder u n- vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie U n- angemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 3. 3.1 Anspruch auf eine ordentliche Rente haben gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG die rentenberechtigten Versicherten, die bei Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge geleistet haben. 3.2 Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs M o- naten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Alters-C-2452/2011 Seite 7 jahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG; vgl. auch Urteil des BGer 9C_562/2012 E. 3). 3.3 Nach den Bestimmungen der 5. IV-Revision haben Anspruch auf eine Rente Versicherte, die ihre Er werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungs - massnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können, wä h- rend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruc h durchschnittlich mi n- destens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 lit. a bis c IVG). 3.4 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist In- validität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebre chen, Krankheit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder ge istigen Gesundheit ver- ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede rung verble i- bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkei ten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträ chtigung der körperli chen, geistigen oder psych i- schen Gesundheit bedingte, volle oder teil weise Unfähigkeit, im bisher i- gen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä tigkeit in einem anderen Beru f oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 3.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel len h aben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenverfahren ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in we l- chem Umfang und gegebenenfalls bezüglich welcher Tätigkeiten der Ver- sicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen A uskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistu n- gen dem Versicherten konkret noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 134 E. 2; AHI-Praxis 2002, S. 62, E. 4b/cc). 3.6 Vor der Berechnung des Invali ditätsgrades muss jeweils beurteilt werden, ob die versicherte Person als (teil -)erwerbstätig oder nichter - werbstätig einzustufen ist, was entsprechenden Einfluss auf die anzu - wendende Methode der Invaliditätsgradbemessung hat (allgemeine M e-C-2452/2011 Seite 8 thode des Einko mmensvergleichs, gemischte Methode, spezifische M e- thode des Betätigungsvergleichs, vgl. Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a IVG). 3.6.1 Zu prüfen ist, was die versicherte Person bei im Übrigen unver - änderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeintr ächtigung bestünde. So sind insbesondere bei im Haushalt tätigen Versi cherten die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Ver hältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs - und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fäh igkeiten und die Ausbildung sowie die pe r- sönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfra- ge beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil -)Er- werbstätigkeit der im Sozialversi cherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausreicht (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3, 133 V 477 E. 6.3, 125 V 146 E. 2c, je mit Hinweisen). 3.6.2 Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Artikel 16 ATSG darauf abgestellt, in welch em Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. 3.7 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs - und Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Dan ach haben Versiche- rungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtge mäss zu würdigen. 3.7.1 Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entschei dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un- tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurtei lung der m e- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge rungen der E x- perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Be weiswert ist grun d- sätzlich somit weder die Herkunft des Be weismittels noch die Bezeic h- nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be-C-2452/2011 Seite 9 richt oder als Gutachten (vgl. dazu das Urteil des BGer I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2, mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3.a). Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als v ereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdi gung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut achten auf- zustellen (vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil des B Ger I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahm en des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, welche aufgrund einge hender Beobach tungen und Untersuchungen s o- wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat ten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdi- gung volle Be weiskraft zuzuerken nen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zu verlässigkeit der Experti se sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb, mit weiteren Hinweisen). Be richte der behandelnden Ärzte schliesslich sind aufgrun d deren auf tragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein prakti zierenden Hausarzt wie auch für den behan - delnden Spezialarzt (Urteil des BGer I 655/05vom 20. März 2006 E . 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber Ur teil des BGer 9C_24/2008vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2). 3.7.2 Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt eines Versicherten sind – analog zur vorerwähnten Recht sprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberi chten – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizie r- ten Person verfasst wird, die Kenntnis von den ört lichen und räumlichen Verhältnissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich erg e- benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die A n- gaben der versicherten Person zu berücksichti gen, wobei divergie rende Meinungen der Betei ligten im Bericht aufzu zeigen sind. Der Berichts text muss schliesslich plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüg- lich der einzel nen Ein schränkungen sein sowie in Über einstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen (in BGE 134 V 9 [Urteil I 246/05 vom 30. Oktober 2007] nicht publi zierte E. 5.2 mit Hinwei sen). Trifft all die s zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig. Diese B e- weiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht en t- haltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für den Teil des Abklärungsb erichts, der den mutmassli chen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teile r- werbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesun d-C-2452/2011 Seite 10 heitsfall betrifft (vgl. Urteil des BGer I 236/2006vom 19. Juni 2006 E. 3.2 mit Hinweisen). Auch wenn bei den im Ausland wohnenden Versicherten mangels ge - eigneten Abklärungspersonen keine Haushalt abklärung (im Sinne ei ner Abklärung an Ort und Stelle gemäss Art. 69 Abs. 2 IVV) durchge führt werden kann, muss die Beur teilung einer Beeinträch tigung im Haushalt nach analogen Grund sätzen erfolgen (vgl. Urteil e des Bundes verwal- tungsgerichts C-4781/2008 vom 28. Juni 2010 E. 4.2 und C-5131/2007 vom 16. März 2009 E. 4.2.5). Ob eine solche Abklärung dann im einze l- nen Fall genügt, ist anhand der konkreten Verhältnisse zu entscheiden. 3.8 Aufgrund des im gesamten Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ist sodann ein dauernd in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkter Versicherter gehalten, innert nütz- licher Frist Arbeit im angestammten oder einem anderen Berufs- oder Er- werbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie noch mög lich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 22 E. 4a, 111 V 235 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt beziehungsweise am Vertrau ensarzt der IV - Stelle zu entscheiden, in welchem Ausmass ein Versi cherter seine ve r- bliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem Ei n- satz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein setzen kann. Diese A r- beitsmöglichkeit hat sich der Versicherte anrech nen zu lassen, wobei es unerheblich ist, ob er seine Restarbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht. Ebenso ist der Versicherte gehalten, im Rahmen des Möglichen und Z u- mutbaren Verfahrensweisen zu entwickeln, welche die Auswirkungen sei- ner Behinderung im hauswirtschaftlic hen Aufgabenbereich re duzieren und ihm eine möglichst vollständige und unabhängige Erledi gung der Haushaltsarbeiten ermöglichen. Kann er wegen seiner Be hinderung ge- wisse dieser Arbeiten nur noch mühsam und mit viel hö herem Zeitau f- wand erledigen, so mus s er in erster Linie seine Ar beit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehö rigen in Anspruch ne h- men. Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf bei im Haus halt tätigen Pers o- nen nur insoweit angenommen werden, als die Auf gaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittperso nen gegen Entlöhnung oder durch Angehörige verrichtet werden, de nen dadurch nachgewiesene r- massen eine Erwerbseinbusse oder doch eine unverhältnismässige B e- lastung entsteht. Die im Rahmen der Inva liditätsbemessung bei einer im Haushalt tätigen Person zu berücksich tigende Mithilfe von Familienang e-C-2452/2011 Seite 11 hörigen geht daher weiter als die ohne Gesundheitsschädigung übliche r- weise zu erwartende Unterstüt zung (vgl. BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hi n- weisen). 4. Nachfolgend ist zu prüfen, ob die IVSTA das Leistungsbegehren der B e- schwerdeführerin zu Recht abgewiesen hat. 4.1 Die Beschwerdeführerin macht e geltend, aufgrund ihrer gesundheitl i- chen Beeinträchtigungen erfülle sie die Voraussetzungen für eine ganze IV-Rente. 4.2 Die Vorinstanz führte aus, die eingereichten medizinischen Unterl a- gen hätten gezeigt, dass die Beschwerdeführerin im Haushalt nicht ren- tenrelevant eingeschränkt sei, weshalb sie keinen Anspruch auf eine Rente habe. 4.3 4.3.1 Den diversen Attesten der Klinik in A._______ aus den Jahren 2008 und 2009 sind im Wesentlichen folgende Diagnosen zu entnehmen: eine diabetische Polyneuropathie (ICD-10 G63.2), Diabetes mellitus Typ II, e i- ne Radikulopathie L5/S1 beidseitig, eine Depression (ICD-10 F32.2), eine knotenartige Schilddrüsenvergrösserung (Struma nodosa) sowie eine chronische Schilddrüsenentzündung. Ferner hielten die Ärzte folgende Untersuchungsbefunde fest: das kardiovaskuläre System sei den physi o- logischen Gegebenheiten entsprechend, am Auge konnten keine Auffä l- ligkeiten festgestellt werden und die Blutzirkulation sei normal. Zur A r- beitsfähigkeit äusserten sich die Ärzte nicht. 4.3.2 Das Attest von Dr. med. B._______, Neuropsychiater, vom 14. Dezember 2010 enthielt dieselben Diagnosen, wie sie bereits die Ärz- te der Klinik in A._______ gestellt hatten, und attestierte der Beschwerde- führerin eine Arbeitsunfähigkeit von 100%. 4.3.3 Das Attest von Dr. med. C._______, Neurologe, vom 8. Februar 2011 enthielt wiederum dieselben , bereits bekannten Diagnosen und machte zur Arbeitsfähigkeit keine Angaben. 4.3.4 Der zusammenfassende RAD-Bericht von Dr. med. D._______ vom 31. März 2011 bestätigte als Hauptdiagnosen die diabetische Polyneuro- pathie. Als Nebendiagnosen attestierte die Ärztin der Beschwerdeführerin C-2452/2011 Seite 12 einen Diabetes mellitus Typ II, e ine Lumbalgie L5/S1 und degenerative Veränderungen, einen Kropf sowie ein en ängstlich-depressiven Zustand. Sie erachtete die Beschwerdeführerin im Haushalt als zu 25% eing e- schränkt. 4.4 Die angefochtene Verfügung beruht im Wesentlichen auf der Ste l- lungnahme des RAD vom 31. März 2011. Bei dieser Stellungnahme lagen der Ärztin des RAD, Dr. med. D._______, nebst den vorerwähnten med i- zinischen Dokumenten insbesondere der von der Beschwerdeführerin am 23. Juli 2010 ausgefüllte "Fragebogen für die im Haushalt tätigen Versi- cherten" (nachfolgend: Fragebogen Haushalt; IV -act. 18) vor. In Würd i- gung der erwähnten Atteste hielt Dr. med. D._______ als Hauptdiagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine diabetische Polyneuropathie fest. Ferner bestätigte Dr. med. D._______ das Vorliegen eines Diabetes melli- tus Typ II, einer Lumbalgie mit Diskopathie L5/S1 und degenerativen Ver- änderungen, eines Kropfs (Schilddrüse) und einer ängstlich -depressiven Störung. Insgesamt erachtete Dr. med. D._______ die Beschwerdeführe- rin gemäss ihrem Betätigungsvergleich vom 30. März 2011 im Haushalt als zu 25% eingeschränkt. Sie ging davon aus, dass die Beschwerdefü h- rerin im Bereich Ernährung (Gewichtung 40%) zu 20%, in der Wohnungs- pflege (Gewichtung 10%) zu 50%, in der Wäsche und Kle iderpflege (Ge- wichtung 10%) zu 30% und für "Verschiedenes" (Gewichtung 27%) zu 30% eingeschränkt sei; in den Bereichen Haushaltführung (Gewichtung 5%) und Einkauf (Gewichtung 8%) b estehe keine Einschränkung; daraus resultiere eine Gesamtbeeinträchtigung im Haushalt von 25%. Der Betä- tigungsvergleich enthält keine Begründung zu den einzelnen Punkten, l e- diglich in der Gesamt -Stellungnahme vom 31. März 2011 äusserte sich Dr. med. D._______ in allgemeiner Hinsicht zu den Auswirkungen der festgestellten Krankheiten. Diesbezüglich stellte sie im Wesentlichen fest, dass die Beschwerdeführerin beim Gehen keine Probleme habe , dass der Diabetes – sofern er korrekt medikamentös eingestellt sei – grund- sätzlich nicht invalidisierend sei, dass im Bereich der oberen und unt eren Gliedmassen indes bereits diabetisch hervorgerufene Empfindungsstö- rungen bestünden und Einschränkungen im Haushalt von 25% zur Folge hätten. 4.5 Vorliegend hat die IVSTA zu Recht einen Betätigungsvergleich und keinen Einkommensvergleich durchgeführt, da d ie Beschwerdeführerin angab, seit ihrer Rückkehr nach Bosnien und Herzegowina nicht mehr erwerbstätig gewesen zu sein. C-2452/2011 Seite 13 Zu dem alleine auf den Akten beruhenden Leistungskalkül von Dr. med. D._______ ist festzuhalten, dass beim Zusammentreffen verschie dener Gesundheitsbeeinträchtigungen – wie vorliegend orthopädischer, end o- krinologischer und insbesondere auch psychischer Leiden – der Grad der Arbeitsunfähigkeit im massgebenden Zeitraum jeweils aufgrund einer sämtliche Behinderungen umfassenden fachärztliche n Gesamtbeurte i- lung zu bestimmen ist , da sich die jeweiligen Beeinträchtigungen gege n- seitig beeinflussen und eine blosse Addition der mit Bezug auf einzelne Funktionsstörungen und Beschwerdebilder geschätzten Arbeitsunfähi g- keitsgrade nicht zulässig ist (vgl. Urteil des BGer I 850/02 vom 3. März 2003 E. 6.4.1 mit weiteren Hinweisen). Die ärztlichen Unterlagen, auf welche sich die Beurteilung von Dr. med. D._______ stützt, sind rudimentär, da sie sich lediglich zu den Diagnosen äussern und keinerlei detaillierte Beschreibung des Gesun d- heitszustands oder (begründete) Angaben zur Arbeitsfähigkeit enthalten. Bereits aus diesem Grund erlaubt der Betätigungsvergleich von Dr. med. D._______ keine zuverlässige Beurteilung der bei der B e- schwerdeführerin vorliegenden Einschränkungen. Ferner ist darauf hi n- zuweisen, dass in Bezug auf die festgestellte Depression, welche gemäss der Beurteilung von Dr. med. B._______ schwerer Natur sein soll (ICD-10 F32.2), keine genaueren Angaben vorliegen und die (allfälligen) Auswi r- kungen dieser Erkrankung überdies von Dr. med. D._______ nicht in die Würdigung einbezogen worden sind. Insbesondere aufgrund des atte s- tierten Schweregrads (vgl. ICD-10 Code) und der im Arztattest angeführ- ten Medikation ( 2,5 Ladiomil à 50mg. und 3x1 Lexilium à 6mg.), welche zwar keine zuverlässigen Schlüsse zulässt, aber immerhin ein Indiz zur Plausibilisierung des Schweregrads darstellt, ist festzuhalten, dass vor al- lem der Gesundheitszustand aus psychiatrischer Sicht nur ungenügend abgeklärt worden ist. Als Ergebnis ist daher festzuhalten, dass auf das – alleine auf einer Würdigung der unzulänglichen medizinischen Unterlagen sowie dem Fragebogen Haushalt beruhende , nicht begründete – Leistunsgkalkül von Dr. med. D._______, dessen Fachgebiet – wie die Beschwerdeführerin zu Recht rügt – nicht bekannt ist, nicht abgestellt werden kann. 4.6 Da die vorliegenden medizinischen Unterlagen keine abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erlauben, wäre es Sache der Vorinstanz gewesen, ein gemäss den Anforderungen des B undesgerichts entspr e- chendes Gutachten einzuholen. Die Vorinstanz hat somit den Sachverhalt mangelhaft ermittelt (Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 VwVG). C-2452/2011 Seite 14 Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG entscheidet die Beschwerdeinstanz in der Sache selbst und weist diese nur aus nahmsweise zur Vornahme weiterer Abklärungen an die Vorinstanz zurück. Ist jedoch eine entscheid - wesentliche Frage im Verwaltungsverfahren vollständig ungeklärt gebli e- ben, kann das Gericht von der Einholung eines Gerichtsgutachtens abs e- hen und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Vorliegend wurden die Fragen der Schwere der geltend gemachten G e- sundheitseinschränkungen, insbesondere des psychiatrischen Leidens, nicht geklärt. In der Folge fehlt eine verwertbare fachärztliche Gesamt- sicht dazu, in welcher Weise die verschiedenen Krankheitsbilder der B e- schwerdeführerin interagieren beziehungsweise wie sie sich in ihrer G e- samtheit auf ihre Leistungsfähigkeit auswirken. Deshalb fällt hier die Er- stellung eines Gerichtsgutachtens au sser Betracht und die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz ist anzuordnen. Diese hat unter Berücksich- tigung der zu vervollständigenden Aktenlage eine sachgerechte polydi s- ziplinäre Begutachtung einzuholen, welche zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin Stellung nimmt und beurteilt, inwiefern sie im Hau s- halt eingeschränkt ist. Anschliessend hat die Vorinstanz anhand eines Betätigungsvergleichs den IV -Grad der Beschwerdeführerin zu ermitteln und neu über deren Leistungsanspruch zu verfügen. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Vorinstanz den Sac h- verhalt nur ungenügend abgeklärt hat. Die Beschwerde ist somit teilweise gutzuheissen, die angefochtene Verfügung vom 8. April 2011 ist aufzuhe- ben und die Sache ist zur Abklärung im Sinne der Erwägu ngen an die IVSTA zurückzuweisen. 5. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. 5.1 Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Eine Rückweisung gilt praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden Partei (BGE 132 V 215 E. 6). Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind der Beschwerdeführerin somit kei- ne Kosten aufzuerlegen. Einer unterliegenden Vorinstanz sind gemäss Art. 63 Abs. 2 VwVG ebenfalls keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. C-2452/2011 Seite 15 Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.-- ist ihr nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils auf ein von ihr bekannt zu gebendes Konto zurückzuerstatten. 5.2 Die Beschwerdeinstanz ka nn der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Parteientschäd i- gung umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere notwendi- ge Auslagen der Partei (Art. 8 VGKE). Die Beschwerdeführerin war im vorliegenden Verfahren berufsmässig aber nicht -anwaltlich vertreten, weshalb ihr zu Lasten der unterliegenden Vorinstanz eine Parteientsch ä- digung zuzusprechen ist. Unter Berücksichtigung des gebotenen und a k- tenkundigen Aufwands ist die Parteientschädigung auf Fr. 800.-- festzule- gen. Der unterliegenden Vorinstanz ist keine Parteientschädigung zuzuspr e- chen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). C-2452/2011 Seite 16 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 8. April 2011 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit diese im Sinn e der Erwägungen 4.5 f. den Sachverhalt neu abklärt und über den Rentenanspruch erneut verfüge. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der ge leistete Kostenvo r- schuss in der Höhe von Fr. 400.-- wird der Beschwerdeführerin nach Ein- tritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der IVSTA eine Parteientschäd i- gung in der Höhe von Fr. 800.-- zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular Zahl - adresse) – die Vorinstanz (Ref-Nr. …) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Michael Peterli Sandra Tibis C-2452/2011 Seite 17 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der B e- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerd eführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: