Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 13. September 2018 (720 18 132 / 243) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Würdigung der Arztberichte Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Bea t Hersberger, Kantonsrich- terin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Anna Arquint , Recht s- dienst Behindertenforum, Bachlettenstrasse 12, 4054 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Der 1984 geborene A.____ meldete sich am 17. Mär z 2014 unter Verweis auf Depres- sionen, ein Trauma, eine Psychose sowie paranoide E pisoden bei der Eidgenössischen Invali- denversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Ab klärung der gesundheitlichen und er- werblichen Verhältnisse lehnte die IV-Stelle des Ka ntons Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Ver- fügung vom 12. März 2018 in Anwendung der allgemein en Bemessungsmethode einen Ren- tenanspruch des Versicherten gestützt auf einen IV-Grad von 4 % ab. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten dur ch Anna Arquint, Rechtsdienst Behindertenforum, am 24. April 2018 Beschwerde beim K antonsgericht Basel-Landschaft, Ab- teilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und ihm aufgrund seiner offensich tlichen Erkrankung eine ganze IV- Rente zuzusprechen. Eventualiter sei ein gerichtliches Obergutachten einzuholen. Subeventua- liter sei der Fall an die Beschwerdegegnerin zurückzuweise n. Zudem wurde beantragt, es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung z u gewähren; alles unter o/e- Kostenfolge. C. Mit Verfügung vom 12. Juni 2018 bewilligte das Kant onsgericht dem Beschwerdeführer gestützt auf die eingereichten Unterlagen für das vorl iegende Beschwerdeverfahren die unent- geltliche Prozessführung. D. In ihrer Vernehmlassung vom 27. Juni 2018 beantragt e die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen. E. Mit Replik vom 20. Juli 2018 nahm der Beschwerdefüh rer zur Vernehmlassung Stel- lung und hielt an seinen Rechtsbegehren vollumfänglich f est. In ihrer Duplik vom 9. August 2018 hielt auch die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes üb er die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf d ie im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten. 2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV -Stelle in der angefochtenen Verfü- gung vom 12. März 2018 gestützt auf den Sachverhalt, wie er sich damals präsentiert hat, einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht abgelehnt hat. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunf ähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geist igen oder psychischen Gesundheit verur- sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederun g verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti- ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psych ischen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Dia gnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2 , 130 V 390 E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltend en psychischen Leiden belastenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen ke in Krankheitswert zukommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat vorau s, das die Arbeits- und Erwerbsfähig- keit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob u nd inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig er- wartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nach zugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesund heitsbeeinträchtigung verur- sachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehme n ist, die Verwertung der Arbeitsfä- higkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternative Voraussetzung – so- gar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165, 127 V 294 E. 4c in fine). 3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gr ad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1). 3.3 Vorliegend hat die IV-Stelle den Invaliditätsgrad des Versicherten nach der allgemei- nen Methode des Einkommensvergleichs bemessen, was vom Be schwerdeführer – zu Recht – nicht bestritten wird. 4. Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerde führers liegen im Wesent- lichen folgende Berichte und Gutachten vor: 4.1 Mit Arztbericht vom 1. April 2014 diagnostiziert Dr . med. B.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, eine Alkoholabhängigkeit, gegenwärtiger Substanzgebrauch (ICD-10 F10.24), seit vielen Jahren, sowie einen St. n. posttraumatischer Belastungsstörung (F43.1) bei nach wie vor unklarem Ereignis (sexuelle Nötigung?), seit 2007. Der Versicherte sei vom 20. Februar 2007 bis 7. Januar 2013 bei ihm in Behandlung gewesen . In der Kindheit habe er durch den alkoholabhängigen, in der Familie gewalttätigen Vate r, viel Gewalt erlitten und auch sonst mit- gekriegt. Er sei gelernter Tierpfleger, habe vier Jah re bei Y.____ in Z.____ gearbeitet; später auf dem Bau. Es bestehe eine jahrelange Suchtproblem atik. Der Versicherte habe einen Auf- enthalt in einer Suchtklinik wiederholt abgelehnt. Weiter hält Dr. B.____ fest, er habe den Versi- cherten seit über einem Jahr nicht mehr gesehen. 4.2 Dr. med. C.____, FMH Innere Medizin, berichtet am 14. April 2014 über den Be- schwerdeführer. Er führt folgende Diagnosen an: Psychische Belastungssituation, St. n. Dro- genabusus (1997-2011 Hasch; Cocain, Speed: seit 3 Jahre n clean), St. n. Alkoholabusus 2006 bis 2009 („z. Zt. nur wenig Bier im Rahmen“). Der Besc hwerdeführer sei in der freien Wirtschaft nicht vermittelbar. Er brauche einen geschützten Arbeits platz. An diesem sei er zu 100% ar- beitsfähig. Danach wäre der freie Arbeitsmarkt viellei cht möglich. Er sei im Prinzip körperlich gesund, psychisch aber angeschlagen. Er brauche Struktur und engere Betreuung. 4.3 Mit Arztbericht vom 20. September 2015 hält Dr. C .____ fest, der Versicherte befinde sich seit Dezember 2013 bei ihm in Behandlung. Der Ver sicherte habe von Dezember 2014 bis Juni 2015 ein Belastungstraining absolviert. Jetzt arbei te er in der Wohngemeinschaft D.____. Er erledige Hausrenovationen, Malerarbeiten und am Wo chenende gehe er freiwillig und ohne Bezahlung in den X.____, wo er als Hilfs-Tierpfleger eingesetzt werde. Er hoffe, dort eine feste Anstellung zu erhalten. Es würden rezidivierende Stimmun gsschwankungen, manchmal de- pressive Phasen bestehen. In geschütztem Rahmen sei er gut einsetzbar. Durch das Belas- tungstraining und seine jetzige Tätigkeit im Wohnhaus D.____ sei eine gewisse Stabilisierung eingetreten. Es werde ihm eine regelmässige Tagesstruktu r abverlangt. Wenn er eine Anstel- lung im X.____ erhalten sollte, wäre eine Teilzeitar beit von 50-60 % denkbar. Eine Arbeit im X.____ wäre gut: sie gefalle ihm und entspreche seinem gelernten Beruf. Körperlich sei er ihr Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht voll gewachsen. Die psychische Instabilität würde sich mit der Zeit durch regelmässige Arbeit möglicherweise verbessern. Mit Schreiben vom 23. Oktober 2016 erklärt Dr. C.____ , die von der IV verlangten Blutwerte (Mai, August und Oktober) würden leider auf einen we iterandauernden Alkohol-Konsum hinwei- sen. 4.4 Mit Schreiben vom 7. Februar 2017 übermittelt das Behindertenforum der IV-Stelle einen undatierten Arztbericht von Dr. B.____. Darin di agnostiziert dieser eine Alkoholabhängig- keit, einen St. n. posttraumatischer Belastungsstörung, ei ne rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode und eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung: Border- line Typus. Er hält fest, der Versicherte sei nicht arbeitsfähig. 4.5 Im Auftrag der IV-Stelle erstattet Dr. med. univ. E.____, FMH Psychiatrie und Psycho- therapie, am 11. Mai 2017 ein psychiatrisches Gutachten. Dr. E.____ führt folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit an: Psychische und Verhaltensstörung durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtiger Substanzgebrauch ohne körperliche Symptome (ICD-10 F10.240) sowie eine emotional-instabile Persönlichkeitss törung vom Borderline-Typ (ICD-10 F60.31). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hält er psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzkonsum: Abhängigkeitssyndrom, gege nwärtig abstinent (ICD-10 F19.20), fest. Die Konzentration sei durchgehend unges tört, keine Störungen des Kurzzeitge- dächtnisses, keine Merkfähigkeitsstörungen, Langzeitgedäch tnis klinisch unauffällig. Beim Be- nennen von Daten und Zeiträumen hätten keine Defizite festgestellt werden können. Die Grundstimmung sei uneinheitlich, zunächst euthym und ausreichend schwingungsfähig. Bei der Schilderung der Lebensgeschichte phasenweise emotional bewegt, traurig und mässig affektla- bil, er habe über das Gesamtspektrum der Emotionen v erfügt, psychomotorisch lebendige Mi- mik und Gestik, normaler Sprachfluss. Wegen wiederholte r körperlicher Misshandlungen der Mutter sowie der Kinder durch den alkoholkranken Vater hätten sie den Vater verlassen und seien ins J.____ nach K.____ geflüchtet. Nach dem Tod de s älteren Bruders (2002) habe der Drogenkonsum zunächst weiter zugenommen. Er habe eine Ausbildung zum Tierpfleger ge- macht, im Zusammenhang mit dem Drogenkonsum den Arbeit splatz im Jahr 2005 verloren. Danach habe er noch verschiedene kurzzeitige Arbeitseinsätze (meist auf Baustellen) über Temporärbüros gehabt. Im Jahr 2007 habe der Explorand Anzeige wegen eines möglichen se- xuellen Übergriffs durch den Vorgesetzten gemacht. Auf Em pfehlung der Opferhilfe habe er eine psychiatrische Behandlung bei Dr. B.____ begonnen. Seit 2012 wohne er im Wohnheim D.____ in L.____ im betreuten Wohnen. In seiner Frei zeit halte er sich gern in der Natur auf, er fahre gerne Fahrrad und betreibe als Hobby auch Sportfischen. An sportlichen Aktivitäten spiele er gelegentlich Fussball oder gehe Joggen. Abgesehen vo n den monatlich durch das Wohn- heim organisierten Ausflügen verbringe er manchmal e in paar Tage bei Bekannten auf einem Campingplatz. Zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen T ätigkeit hält Dr. E.____ fest, es bestehe eine medizinisch begründbare verminderte Belastbarkeit , die auch die Arbeitsfähigkeit im er- lernten Beruf als Tierpfleger beeinflusse. Tätigkeiten mit viel Publikumsverkehr, unter hohem Zeit- und Termindruck und mit hohen Anforderungen an die Selbstorganisation seien als un- günstig anzusehen. Nehme man die zu erwartenden Anfor derungen als Tierpfleger zur Grund- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht lage (eine Arbeitsplatzbeschreibung liege leider nicht vor), so ergebe sich eine Arbeitsfähigkeit von 70 % (bezogen auf ein Pensum von 100 %). Tageweise auftretende 100%ige Arbeitsunfä- higkeiten würden sich durch den episodischen hohen Alko holkonsum begründen lassen. So- wohl anhand der Angaben der versicherten Person als auch unter Berücksichtigung der vor- handenen Akten lasse sich ein seit Jahren insgesamt stabil er Verlauf rekonstruieren, auch die Arbeitsfähigkeit habe entsprechend in den vergangenen ca. fünf Jahren im oben genannten Rahmen gelegen. In einer dem Leiden optimal angepasst en Tätigkeit bestehe medizinisch- theoretisch keine besondere Einschränkung der Arbeitsfä higkeit. Als Belastbarkeitsprofil wird angegeben: wertschätzende Arbeitsatmosphäre, wenig Publikumskontakt, Möglichkeit zu kürze- ren selbst gewählten Pausen, klar kommunizierte Arbeits aufträge, arbeiten unter geringem Zeitdruck, mässige Anforderungen an Flexibilität. 4.6 Mit Schreiben vom 16. Mai 2017 bittet die IV-Ste lle Dr. E.____ um Erläuterung seines Gutachtens in zwei Punkten. Dr. E.____ führt aus, dass hinsichtlich der Kontaktfähigkeit zu Drit- ten insofern Einschränkungen postuliert werden könnten, als der zeitweise soziale Rückzug (oft bei gleichzeitigem Alkoholkonsum) die Beständigkeit so zialer Beziehungen beeinträchtige. Ge- nerell sei die Fähigkeit zur Aufnahme sozialer Kontakt e aber nicht in krankhafter Weise gestört. Die Selbstbehauptungsfähigkeit könne als mässig eingeschrän kt beurteilt werden, wenn man eine störungsbedingte Instabilität des Selbstbildes stärke r gewichte. Hinweise für eine erhebli- che Störung dieses Items im Mini-ICF-APP habe er aber nicht gefunden. Die Ausprägung der Persönlichkeitsstörung beim Versicherten werde im Verglei ch zu anderen Betroffenen als mäs- sig schwer beurteilt. Des Weiteren gelangt Dr. E.____ i n Bezug auf das Profil einer Verweistä- tigkeit in Präzisierung seiner Ausführungen im Gutacht en zum Schluss, dass er eine Tätigkeit im handwerklichen Bereich für den Versicherten als günstig beurteile. 4.7 Mit Schreiben vom 7. Juni 2017 bestätigt der RAD-A rzt Dr. med. F.____, FMH Psychi- atrie und Psychotherapie, die von Dr. E.____ gemachten Feststellungen und hält fest, auf das Gutachten könne abgestellt werden. 4.8 Der für den Beschwerdeführer im Haus D.____ zustä ndige Sozialarbeiter berichtet am 27. Oktober 2017 über den Versicherten. Im Wesentlichen wird festgehalten, dass sich der Ver- sicherte häufig niedergeschlagen fühle und unter grosser Selbstunsicherheit und Versagens- ängsten leide. Seine Ängstlichkeit könne sich bis hin zu pa nikartigen Episoden steigern. In die- sen Situationen neige er dazu, Alkohol zu trinken, da dies die Symptomatik nach seinen Be- schreibungen schlagartig lindere. Der Versicherte benutze Alkohol eher als „Selbstmedikation“, um dem äusseren Druck standhalten zu können. Ergänzend w ird ausgeführt, er habe keine Tierpfleger-Ausbildung abgeschlossen. Die von der IV-S telle umschriebene angepasste Tätig- keit sei sicherlich das Richtige; eine solche berufliche Stellung gebe es aber nur im geschützten Rahmen. Weiter wird ausgeführt, der Versicherte werde im Gruppenrahmen häufig als „Spass- vogel“ wahrgenommen. Eine Kontaktaufnahme zu fremden Personen sei aber schier unmög- lich. Wenn er alleine sei, würden die negativen Gedank en beginnen, welche eine innerliche Blockade auslösen würden. Es folge Rückzug und Überforderu ng. Ausserdem würde wöchent- lich ein anderes körperliches Leiden ausbrechen. Auch h insichtlich der Alltagsstrategien brau- che der Versicherte Hilfe und Unterstützung. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.9 Mit Bericht vom 11. November 2017 nahm Dr. F.____ nochmals Stellung. Er führte im Wesentlichen aus, auf Grund der Alkoholproblematik und dem Therapieabbruch im Juni 2017 sei dem Versicherten gegenüber eine Schadenminderungsa uflage formuliert worden. Diese habe u.a. eine regelmässige fachpsychiatrische Behandlung bei einem anerkannten Psychiater, einschliesslich suchtspezifischer Therapie beinhaltet. Eine solche Therapie sei dem Versicher- ten zumutbar und mit dieser könne er seine Alkoholstör ung in engen Grenzen halten und dabei leicht reduziert arbeitsfähig bleiben. Weiter wird au sgeführt, der Beschwerdeführer selbst habe angegeben: „Erlernter Beruf Tierpfleger bei der Y._ ___ vom 13.08.2001 bis 10.07.2004 mit Ab- schluss“. Es sei davon auszugehen, dass im ausgeglichenen Arb eitsmarkt sowohl hektischere als weniger hektische Arbeitsplätze existieren würden, solche mit mehr oder mit geringeren An- forderungen an die emotionale Belastbarkeit. Die Ver stimmungen und Einschlafprobleme wür- den gemäss dem Gutachten von Dr. E.____ den Diagnosen, also den Psychischen und Verhal- tensstörungen durch Alkohol sowie der emotional-instab ilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ, zugeordnet und seien bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit bereits hinläng- lich berücksichtigt worden. Die vom Sozialarbeiter geschild erte Situation (Konfrontationsmei- dung, zurückhaltend und introvertiert, Selbstzweifel, S timmung mit Witz überspielend) sei im Gutachten von Dr. E.____ ebenfalls ausführlich beschrieb en worden und der Hauptdiagnose emotional-instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ zuzuordnen Dies treffe auch auf die verminderte Sozialkompetenz des Versicherten zu. 4.10 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens nimmt Dr. F.___ _ mit Schreiben vom 15. Mai 2018 nochmals Stellung. Dabei führte er im Wesentliche n aus, die belastete Anamnese des Versicherten einschliesslich der massiven Gewalterfahrunge n seit frühester Kindheit seien im Gutachten bereits ausführlich dargelegt worden und sei en in die Beurteilung des Gesundheits- zustands und dessen Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein geflossen. Mit der emotional- instabilen Borderline-Persönlichkeitsstörung weise der Versicherte zwar ein dysfunktionales Verhalten auf, welches insbesondere die emotionale Sta bilität und den interpersonellen Um- gang betreffe, doch sei der Versicherte keineswegs seiner Urteils-, Handlungs- und Einsichtsfä- higkeit beraubt. Den regelmässigen Therapiebesuch als un möglich zu bezeichnen sei aus psy- chiatrischer Sicht nicht nachvollziehbar. Auch die eingeschr änkte Gruppenfähigkeit und die Kontaktfähigkeit des Versicherten seien bereits im Prof il der Verweistätigkeit hinlänglich be- rücksichtigt. Weiter sei von einem ausgeglichenen Arbeitsm arkt auszugehen, in welchem auch Arbeitsstellen mit geringeren Anforderungen an die e motionale Belastbarkeit und an die Sozial- kompetenz zur Verfügung stehen würden. 5.1 Die IV-Stelle hat bei der Beurteilung des Gesund heitszustandes und der Arbeitsfähig- keit des Versicherten vollumfänglich auf das Gutachten vo n Dr. E.____ vom 11. Mai 2017 und die Stellungnahmen des RAD-Arztes Dr. F.____ abgestel lt. Sie ging demzufolge davon aus, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Tierpfleger zu 70 % arbeitsfä- hig sei, wobei sich tageweise auftretende 100%ige Ar beitsunfähigkeiten durch den episodisch hohen Alkoholkonsum begründen liessen. In einer angepa ssten Tätigkeit bestehe medizinisch- theoretisch keine besondere Einschränkung der Arbeitsfä higkeit. Als Belastungsprofil der Ver- weistätigkeit wurde Folgendes festgehalten: wertschätzend e Arbeitsatmosphäre, wenig Publi- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht kumskontakt, die Möglichkeit zu kürzeren selbst gewählten Pausen, klar kommunizierte Ar- beitsaufträge, einen geringen Termindruck und mässige Anforderungen an die Flexibilität. 5.2 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfah- rens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen un d -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier nicht vor. Mit der IV-Stelle ist festzuhalten, dass das Gutachten von Dr. E.____ vom 11. Mai 2017 weder formale noch inhaltliche Mängel auf- weist und dass es – wie dies vom Bundesgericht verlangt wir d (vgl. E. 4.2 hiervor) – für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter suchungen beruht, die geklagten Be- schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeb en worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der aktuellen medizinischen Situation einleuchtet, sich mit den vorhandenen abweichenden ärztli chen Einschätzungen auseinander- setzt und in den Schlussfolgerungen überzeugend ist. 5.3 Was die Vorbringen des Beschwerdeführers anbelangt , ist Folgendes zu bemerken. 5.3.1 Vorweg kann mit Dr. F.____ festgehalten werden, dass der Beschwerdeführer im An- meldeformular für IV-Leistungen selbst angegeben hat, er habe den Beruf als Tierpfleger erlernt und die Lehre abgeschlossen. Für das vorliegende Verfahre n ist dies aber nicht entscheidend, da der Beschwerdeführer in einer angepassten Verweistä tigkeit – unter Beachtung des Belas- tungsprofils – als zu 100 % arbeitsfähig erachtet wird. Weiter ist festzuhalten, dass die vorge- brachten gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerde führers (Alkoholkonsum, erlebte Gewalterfahrungen, Verstimmungen, Einschlafprobleme, eingeschränkte Gruppen- und Kon- taktfähigkeit etc.) in die Diagnosen bzw. in die Beurte ilung der Arbeitsfähigkeit eingeflossen sind. Was die Alkoholproblematik angeht, so ist zudem mi t Dr. F.____ festzuhalten, dass diese mit einer Therapie, die dem Versicherten zweifellos zumu tbar ist, in engen Grenzen gehalten werden könnte. Dr. E.____ weist denn zudem daraufhin, dass weder die Abhängigkeitserkran- kung noch die Persönlichkeitsstörung in einer Ausprägung vorliegen würden, die eine Unfähig- keit zur Therapieadhärenz begründen würden. Auch nimm t Dr. E.____ zum psychiatrisch- psychotherapeutischen Verlaufsbericht von Dr. B.____ von Anf ang 2017 explizit Stellung und erklärt, dass im Zeitpunkt der Begutachtung die von Dr. B.____ diagnostizierte depressive Stö- rung nicht mit Krankheitswert vorlag. 5.3.2 Gemäss Auffassung des Beschwerdeführers entspreche a usserdem die ihm zugemu- tete Verweistätigkeit einem Arbeitsplatz im geschützten Rahmen. Auch diese Rüge ist unbehelf- lich. Gestützt auf das Gutachten von Dr. E.____ ist dem Versicherten eine angepasste Tätigkeit zuzumuten. Den erwähnten Schwächen des Versicherten kann d urch Arbeiten, welche dem erwähnten Belastungsprofil entsprechen (wertschätzen de Arbeitsatmosphäre, wenig Publi- kumskontakt, die Möglichkeit zu kürzeren selbst gewählten Pausen, klar kommunizierte Ar- beitsaufträge, einen geringen Termindruck und mässige A nforderungen an die Flexibilität), Rechnung getragen werden. Wie Dr. E.____ festhält, ist eine solche Anstellung in einem hand- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht werklichen Beruf (zu 100 %) oder eben auch als Tierpfl eger im Umfang von 70 % denkbar. Für die Invaliditätsbemessung ist nicht massgebend, ob eine i nvalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nach- frage nach Arbeitsplätzen bestünde (ausgeglichener Arbeitsmarkt, Art. 16 ATSG; BGE 134 V 64 E. 4.2.1; 110 V 273 E. 4b). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischen- arbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen könne n (Urteile des Bundesgerichts vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 2.2 und vom 29 . August 2013, 8C_514/2013, E. 4.2). Eine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist erst anzunehmen, wenn die zumutba- re Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist , dass sie der ausgeglichene Arbeits- markt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht real istischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Find en einer entsprechenden Stelle da- her von vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 8. Oktober 2015 8C_582/2015, E. 5.11 und vom 28. Apr il 2010, 8C_1050/2009, E. 3.3 mit Hin- weisen). Eine derartige Konstellation liegt mit Bezug auf den Beschwerdeführer nicht vor. Es ist daher davon auszugehen, dass er nicht bloss an einem geschü tzten Arbeitsplatz ein Einkom- men erzielen könnte. 5.3.3 Gestützt auf diese Ausführungen ist festzuhalten , dass kein Grund besteht, das psy- chiatrische Gutachten von Dr. E.____ vom 11. Mai 2017 in Zweifel zu ziehen. 5.4 Lässt die vorhandene Aktenlage eine zuverlässige Beur teilung des Gesundheitszu- standes und insbesondere auch der Arbeitsfähigkeit des Versicherten zu, so kann auf die vom Beschwerdeführer eventualiter beantragte Einholung ei nes Obergutachtens bzw. die Rückwei- sung an die Vorinstanz zur Vornahme weiterer medizinisch er Abklärungen verzichtet werden. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Rech t, Beweisanträge zu stellen, und – als Korrelat – die Pflicht der Behörde zur Beweisabnah me. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsach en abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Gelangt da s Gericht bei pflichtgemässer Beweis- würdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des rele- vanten Sachverhaltes ergeben und dieser demnach hinreich end abgeklärt ist, kann auf ein be- antragtes Beweismittel verzichtet werden. Die damit verbu ndene antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zu lässig (BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen, 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1 d, 119 V 335 E. 3c in fine mit Hinwei- sen). 6. Vom Beschwerdeführer wurde die von der IV-Stelle vorgenommene Festlegung des Validen- und Invalideneinkommens zu Recht nicht beansta ndet, weshalb darauf abgestellt wer- den kann. Folglich ist von einem Valideneinkommen von Fr. 69‘329.-- sowie einem Invaliden- einkommen von Fr. 66‘652.-- auszugehen, woraus ein IV-Grad von 4 % resultiert. 7. Gestützt auf die obigen Ausführungen ergibt sich, da ss der Beschwerdeführer in einer Tätigkeit als Tierpfleger zu 70 % und in einer angep assten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht und demzufolge kein invaliditätsbegründender IV-Grad vorliegt. Die Vorinstanz hat demzufolge das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers zu Recht ab gelehnt. Die vorliegende Be- schwerde ist folglich abzuweisen. 8. Laut Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um d ie Bewil- ligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kos- tenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensauf wand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskos- ten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens e inheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwe rdeführer unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. Da ihm mit Verfügung vom 12. Juni 2018 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt wurde, ge hen die Verfahrenskosten vorläufig zu Lasten der Gerichtskasse. Die ausserordentlichen Kosten wer den dem Ausgang des Verfah- rens entsprechend wettgeschlagen (Art. 61 lit. g ATSG). Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- w erden dem Be- schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht