<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00194</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204392&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00194</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.08.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Niederlassungsbewilligung (Familiennachzug)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Familiennachzug eines in der Schweiz Niedergelassenen<br/>Die Eintretensvoraussetzungen bezüglich Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG, Art. 13 Abs. 1 BV und Art. 8 Abs. 1 EMRK sind vorliegend erfüllt (E. 1).<br/>Bundesgerichtliche Rechtsprechung betreffend den Anspruch auf Familiennachzug von getrennt lebenden Elternteilen und verwitweten Eltern (E. 2.1+2).<br/>Durch die bundesgerichtliche Rechtsprechung wurde in Bezug auf den Familiennachzug für Witwen und Witwer eine dritte Kategorie von Anspruchsberechtigten geschaffen. Ihr Anspruch ist "bedingungslos", sofern sie folgende Kriterien erfüllen: Bestehen einer tatsächlich gelebten Familiengemeinschaft (E. 2.3.1), nur vorübergehende Fremdbetreuung nach dem Versterben des einen Elternteils und Wahrnehmung der Elternrolle durch den überlebenden Elternteil (E. 2.3.2), Anstreben des Zusammenlebens mit den nachzuziehenden Kindern bzw. erkennbares Vorbehalten dieser Möglichkeit durch die persönliche Lebensgestaltung (E. 2.3.3). <br/>Diese Kriterien erfüllt der Beschwerdeführer nicht, der seit den 80er Jahren in der Schweiz lebt, hier eine neue Familie gegründet hat und seine Kinder aus erster Ehe erst sieben Jahre nach dem Tod der damaligen Ehefrau nachziehen wollte. Er hat deshalb den vom Bundesgericht für getrennt lebende Eltern aufgestellten erhöhten Anforderungen zu genügen. Vorliegend gibt es keine stichhaltigen Gründe für eine Änderung der Betreuungsverhältnisse, da die Kinder in ihrer Heimat nach wie vor ausreichend betreut werden (E. 2.4.1-5).<br/>Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃNDERUNG">ÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃNDERUNG DER BETREUUNGSVERHÃLTNISSE">ÃNDERUNG DER BETREUUNGSVERHÃLTNISSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDINGUNGSLOSER ANSPRUCH">BEDINGUNGSLOSER ANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETREUUNGSVERHÃLTNISSE">BETREUUNGSVERHÃLTNISSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BUNDESGERICHTSPRAXIS">BUNDESGERICHTSPRAXIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ELTERNROLLE">ELTERNROLLE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENGEMEINSCHAFT">FAMILIENGEMEINSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENNACHZUG">FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHWISTER">GESCHWISTER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WITWE/-R">WITWE/-R</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSAMMENLEBEN">ZUSAMMENLEBEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 17 Abs. 2 ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 Abs. 2 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 Abs. 1 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2004 Nr. 30 S. 81</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>A, StaatsangehÃ¶riger von Serbien und Montenegro, geboren 1961, arbeitete seit 1982 als Saisonnier regelmÃ¤ssig in der Schweiz. Aus seiner ersten Ehe mit der wie er aus der Provinz Kosovo stammenden C gingen vier Kinder hervor: D, geboren 1984, E, geboren 1986, F, geboren 1988, sowie G, geboren 1991. In der Abwesenheit des Vaters wurden die Kinder von ihrer Mutter im Kosovo betreut. A erhielt im Januar 1991 eine Jahresaufenthaltsbewilligung und 1993 die Niederlassungsbewilligung fÃ¼r den Kanton Y. Die Ehefrau C verstarb 1994, worauf die Kinder durch verschiedene Verwandte betreut wurden. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>B.</span></b><span> Der in der Baubranche tÃ¤tige A verlegte 2001 seinen Wohnsitz nach X und am 8. Mai jenes Jahres wurde ihm die Niederlassungsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich erteilt. Am 26./27. Juni 2001 ersuchte A um Einreisebewilligung fÃ¼r seine vier Kinder im Rahmen des Familiennachzugs. Das Migrationsamt wies das Gesuch mit VerfÃ¼gung vom 23. Mai 2002 ab. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte es im Wesentlichen aus, es sei keine enge Beziehung der Kinder zum Vater nachgewiesen, zudem dÃ¼rften die fremden­po­li­zeilichen Bestimmungen nicht fÃ¼r den Nachzug von Jugendlichen wegen der besseren Ausbildungs- und ErwerbsmÃ¶glichkeiten in der Schweiz missbraucht werden.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>Gegen die VerfÃ¼gung des Migrationsamtes liess A am 25. Juni 2002 Rekurs erheben mit dem Begehren, seinen Kindern den Familiennachzug zu gewÃ¤hren. In Bezug auf die Tochter D zog er den Rekurs spÃ¤ter zurÃ¼ck, da diese inzwischen einen Schweizer StaatsangehÃ¶rigen geheiratet hatte. Seit Juni 2003 gibt es in Bezug auf sie eine ErmÃ¤chtigung zur Visumserteilung fÃ¼r die Schweiz. D soll sich seither in der Schweiz aufhalten. Der Regierungsrat wies den Rekurs â soweit er nicht zurÃ¼ckgezogen worden war â am 17. MÃ¤rz 2004 ab, da A weder eine vorrangige familiÃ¤re Beziehung zu den Kindern noch eine wesentliche Ãnderung der BetreuungsverhÃ¤ltnisse habe darzutun vermÃ¶gen.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B.</span></b><span> A heiratete 2002 die ebenfalls aus Serbien und Montenegro stammende H. Aus dieser Verbindung sind die beiden Kinder I, geboren 2001, und J, geboren 2003, hervorgegangen. Die drei Kinder von H aus erster Ehe leben nach ihren eigenen Angaben beim Kindsvater.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit Beschwerde vom 26. April 2004 gelangte A an das Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich und verlangte die Aufhebung des angefochtenen Rekursentscheids und der VerfÃ¼gung des Migrationsamts. Ausserdem ersuchte er um Bewilligung des Familien­nachzugs fÃ¼r die Kinder E, F und G, unter Kosten- und EntschÃ¤digungs­folge. Die Staatskanzlei beantragte namens des Regierungsrats Abweisung der Beschwerde. </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.1</span></b><span> </span><span>§ 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflege­geset­zes vom 24. Mai 1959 (VRG) gestattet die Beschwerde beim Verwaltungsge­richt auf dem Gebiet der Fremdenpolizei, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht. Das trifft zu fÃ¼r Entscheide Ã¼ber Aufenthalts- und Nieder­lassungsbewil­li­gungen, auf deren Erteilung der oder die auslÃ¤ndische StaatsangehÃ¶rige einen bundes- oder vÃ¶lkerrechtlichen Anspruch hat (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943; BGE 128 II 145 E. 1.1.1).</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.2</span></b><span> </span><span>GemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 Satz 3 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG) haben ledige Kinder unter 18 Jahren Anspruch auf Einbezug in die Niederlassungsbewilligung ihrer Eltern, sofern sie mit ihnen zusammen wohnen. Ein allfÃ¤lliger Rechtsanspruch auf Familiennachzug lÃ¤sst sich zudem aus Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) und Art. 8 Abs. 1 der Euro­pÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ableiten. FÃ¼r ledige und minderjÃ¤hrige Kinder wird das Zusammenleben mit ihren in der Schweiz wohnhaften Eltern garantiert, sofern diese Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfÃ¼gen, die familiÃ¤re Beziehung tatsÃ¤chlich gelebt wird und intakt ist (vgl. BGE 126 II 377 E. 7, 122 II 385 E. 1c).</span><span> Nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung ist fÃ¼r das Alter der Kinder im Sinne von Art. 17 Abs. 2 ANAG auf den Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs abzustellen, wÃ¤hrend­dem bei Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV der Urteilszeitpunkt massgeblich ist (BGE 124 II 361 E. 4b, 120 Ib 257 E. 1 f).</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.3</span></b><span> Der Ã¤lteste Sohn des BeschwerdefÃ¼hrers, E, wurde 1986 geboren, der zweite Sohn, F, 1988 und die Tochter G 1991. Zum Zeitpunkt der Einreichung des Gesuches im Juni 2001 waren alle drei Kinder minderjÃ¤hrig. Dies ist auch heute noch der Fall, wobei der Sohn E nur knapp vor dem 18. Altersjahr steht. Insgesamt haben somit alle drei Kinder die jeweiligen Altersgrenzen, wie sie bei den mÃ¶glichen Anspruchsgrundlagen bestehen, nicht Ã¼berschritten. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.4</span></b><span> Der BeschwerdefÃ¼hrer verfÃ¼gt seit 1993 (Kanton Y) bzw. 2001 (Kanton ZÃ¼rich) Ã¼ber eine Niederlassungsbewilligung in der Schweiz und damit Ã¼ber ein gefestigtes An­we­sen­heitsrecht (vgl. BGE 126 II 377 E. 2b/aa). Zudem macht er geltend, mit seinen Kindern regelmÃ¤ssig telefonischen und brieflichen Kontakt zu pflegen, sie materiell zu unterstÃ¼tzen und mit ihnen zusammen leben zu wollen. Damit vermag sich der BeschwerdefÃ¼hrer neben Art. 17 Abs. 2 ANAG grundsÃ¤tzlich auch auf Art. 13 Abs. 1 BV und Art. 8 Abs. 1 EMRK zu berufen, wovon die Vorinstanz zu Recht ausging.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.5</span></b><span> Somit ist auf die vorliegende Beschwerde einzutreten. Ob sich die mÃ¶glichen RechtsansprÃ¼che durchsetzen lassen, ist Gegenstand der nachstehenden materiellen ErwÃ¤gungen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.1</span></b><span> Zweck des Familiennachzugs ist es, das Leben in der Familiengemeinschaft zu ermÃ¶glichen. Die Nachzugsregelung in Art. 17 Abs. 2 ANAG ist allerdings auf Familien zuge­schnitten, in denen die leiblichen Eltern einen gemeinsamen Haushalt fÃ¼hren. Bei geschiedenen oder getrennt lebenden Eltern kann es hingegen nicht mehr um die ZusammenfÃ¼hrung der Gesamtfamilie gehen. In solchen FÃ¤llen entspricht es gemÃ¤ss Rechtsprechung des Bundesgerichts dem Gesetzeszweck nicht, einen bedingungs­losen Anspruch auf Nachzug der Kinder anzunehmen (BGE 125 II 585: BGr, 11. Dezember 2002, 2A.456/2002, E. 2; BGr, 13. April 2004, 2A.601/2003, E. 2.1, â jeweils mit weiteren Hinweisen und unter www.bger.ch</span><span>).</span><span> Die bundesgerichtliche Rechtsprechung wendet in diesen FÃ¤llen Art. 17 Abs. 2 ANAG lediglich analog an und verlangt bei Teilfamilien zusÃ¤tzlich den Nachweis einer vorrangigen familiÃ¤ren Beziehung zwischen dem nachzuziehenden Kind und dem in der Schweiz lebenden Elternteil sowie die Notwendigkeit eines Nachzugs bzw. dessen Rechtfertigung durch besondere stichhaltige familiÃ¤re GrÃ¼nde, insbesondere eine Ãnderung der BetreuungsverhÃ¤ltnisse (</span><span>BGE 125 II 585, 126 II 329 E. 2b, 130 II 137 E. 2.2). Diese Rechtsprechung wurde in Lehre und Praxis verschiedentlich kritisiert (vgl. VGr, 3. Dezember 2003, VB.2003.00329, Minderheitsmeinung E. 1; VGr, 7. Juli 2004, VB.2004.00060, E. 3 [beides unter www.vgrzh.ch]; vgl. sodann Philip Grant, La protection de la vie familiale et de la vie privÃ©e en droit des Ã©trangers, Basel etc. 2000, S. 158 ff., S. 162; Marc Spescha, LÃ¼ckenfÃ¼llung und Rechtsmissbrauch im AuslÃ¤nderrecht, AJP 2002, S. 1420 ff.; ders., Handbuch zum AuslÃ¤nderrecht, Bern etc. 1999, S. 174; Marc Spescha/Peter StrÃ¤uli, AuslÃ¤nderrecht, ZÃ¼rich 2001, S. 84 ff.).</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.2</span></b><span> Die in der Rechtsprechung entwickelten Voraussetzungen fÃ¼r den Familiennachzug bei Teilfamilien wurden schliesslich in BGE 129 II 11 auf den Fall eines verwitweten Elternteils Ã¼bertragen. Das Bundesgericht stellte fest, die Situation des betreffenden BeschwerdefÃ¼hrers als Witwer lasse sich zwar nicht ohne weiteres unter die Kategorien der Gesamt­familie oder der getrennten Elternteile subsumieren, jedoch seien die in der Praxis fÃ¼r den Fall der getrennten Familien entwickelten GrundsÃ¤tze anzuwenden, wenn das Kind im Ausland durch nahe FamilienangehÃ¶rige erzogen und betreut werde (BGE 129 II 11 E. 3.1.4). Die Ausdehnung dieser Rechtsprechung auf den Fall eines Witwers erfolgte jedoch nicht in genereller Weise. Vielmehr fÃ¼hrte das Bundesgericht aus, ein "bedingungs­loser" â bzw. nur noch unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs stehender â Anspruch des Ã¼berlebenden Elternteils auf nachtrÃ¤glichen Nachzug der minderjÃ¤hrigen Kinder mÃ¶ge allenfalls dann gegeben sein, wenn zwischen diesem und den Kindern eine Familien­gemeinschaft bestanden habe und der Ã¼berlebende Elternteil die Rolle, welche an sich den Eltern gemeinsam zukomme, trotz vorÃ¼bergehender Betreuung der Kinder durch aussenstehende (nicht zur Kernfamilie gehÃ¶rende) Dritte auch tatsÃ¤chlich ausÃ¼be und das Zusam­menleben mit den Kindern anstrebe bzw. sich diese MÃ¶glichkeit durch seine persÃ¶nliche Lebens­gestaltung erkennbar vorbehalte (BGE 129 II 11 E. 3.3.1).</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.3 </span></b><span>Nach Auffassung des Bundesgerichts scheint der Familiennachzug durch verwitwete Elternteile demnach weniger strengen Anforderungen zu unterliegen, als dies bei getrennten oder geschiedenen Eltern der Fall ist. Hingegen wird dem verwitweten Elternteil nicht der gleiche unbedingte Anspruch zugestanden wie zusammen lebenden Eltern. Anders als Letztere haben Witwen und Witwer nach der oben referierten Rechtsprechung gewisse Kriterien zu erfÃ¼llen, um in den Genuss eines "bedingungslosen" Anspruches auf Nachzug ihrer minderjÃ¤hrigen Kinder zu kommen. Damit wurde gleichsam eine dritte Kategorie von Anspruchsberechtigten geschaffen, deren AnsprÃ¼che in anderer Weise zu prÃ¼fen sind, als diejenige getrennt lebender oder zusammen lebender Eltern. Ob die vom Bundesgericht aufgestellten Kriterien erfÃ¼llt sind, ist nachfolgend zu prÃ¼fen.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.3.1</span></b><span> Ãber das Bestehen einer Familiengemeinschaft zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und den Kindern, fÃ¼r die der Nachzug noch beantragt wird, enthalten die Akten wenig. Fest steht, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bereits vor der Geburt der Kinder als Saisonnier jeweils die Mehrheit des Jahres in der Schweiz verbrachte und sein Status als Saisonnier bis Ende 1990 dauerte. Wenige Monate vor der Geburt seiner Tochter G erhielt der BeschwerdefÃ¼hrer die Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r den Kanton Y. Nach nicht weiter belegten Behauptungen des BeschwerdefÃ¼hrers im Rekurs­verfahren soll er regelmÃ¤ssig mit den Kindern telefonisch und schriftlich in Kontakt gestan­den und ihnen Kleider und Geld geschickt haben. Ãber gegenseitige Besuche von Vater und Kindern schweigen sich die Akten weitgehend aus. Einzig in einem Brief an das Migra­tions­amt wurden "Ferienbesuche" erwÃ¤hnt, dies jedoch ohne nÃ¤here ErlÃ¤uterung. Der BeschwerdefÃ¼hrer scheint aber nie den Versuch unternommen zu haben, seine Kinder E, F und G auf Besuch in die Schweiz einzuladen. Jedenfalls bestehen diesbezÃ¼glich keine fremdenpolizeilichen Akten. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beziehung eines im Ausland erwerbstÃ¤tigen Vaters zu seinen Kindern in der Heimat ist notwendigerweise eher losen Charakters. Trotz der Distanz ist eine lebendige Vater-Kind-Beziehung grundsÃ¤tzlich ohne weiteres mÃ¶glich, sofern insbesondere der Vater sich darum bemÃ¼ht. DiesbezÃ¼gliche Anstrengungen und damit eine tatsÃ¤chlich gelebte Fami­liengemeinschaft mit seinen Kindern im Kosovo vermochte der BeschwerdefÃ¼hrer nach den vorstehenden Darlegungen jedoch nicht nachzuweisen.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.3.2</span></b><span> Es ist nun zu prÃ¼fen, ob die bis 1994 von seiner ersten Ehefrau ausgeÃ¼bte Elternrolle nach einer vorÃ¼bergehenden Betreuung durch Drittpersonen durch den BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼bernommen und tatsÃ¤chlich wahrgenommen wurde. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bereits in den 80er Jahren weilte der BeschwerdefÃ¼hrer mehrheitlich als Saisonnier in der Schweiz. Als er anfangs 1991 seinen Aufenthalt dauerhaft in die Schweiz verlegte und sich damit freiwillig von seiner Familie trennte, waren seine SÃ¶hne drei bzw. fÃ¼nf Jahre alt und die Tochter G noch nicht geboren. Die Mutter der Kinder starb 1994. BezÃ¼glich der anschliessenden Betreuungssituation liegen unterschiedliche Angaben vor, die vorerst nur in groben ZÃ¼gen darzustellen sind (vgl. im Ãbrigen zu den BetreuungsverhÃ¤ltnissen unten 2.4.1 ff.). Zum einen sollen die Grosseltern die Kinder betreut haben, zum anderen aber auch der Bruder des BeschwerdefÃ¼hrers sowie seine Ã¤lteste Tochter D. In jÃ¼ngerer Zeit seien die Kinder gar "mehrheitlich auf sich allein gestellt". Nachdem seine Kinder 1994 zu Halbwaisen geworden waren, versuchte der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤hrend vielen Jahren nie, sie zu sich in die Schweiz kommen zu lassen, obwohl ihm diese MÃ¶glichkeit grundsÃ¤tzlich lÃ¤ngst offen gestanden wÃ¤re. Auch nach dem Tode seines Vaters im Jahre 1997 kÃ¼mmerte sich der BeschwerdefÃ¼hrer nicht vermehrt um seine Kinder. Selbst wÃ¤hrend des Kosovo-Krieges 1998/1999 bemÃ¼hte er sich nicht um eine FamilienzusammenfÃ¼hrung mit seinen in der Heimat zurÃ¼ckgelassenen Kindern. Damit ist die vom Bundesgericht geforderte tatsÃ¤chliche Wahrnehmung der Elternrolle durch den BeschwerdefÃ¼hrer klarerweise zu verneinen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zudem war die Betreuung seiner Kinder durch Drittpersonen nach dem Versterben seiner ersten Ehefrau nicht nur von vorÃ¼bergehender Dauer. Zwischen ihrem Tod und dem Gesuch um Familiennachzug vergingen Ã¼ber sieben Jahre. Nur triftige GrÃ¼nde ver­mÃ¶gen eine derart lange Dauer zu rechtfertigen. In seiner Beschwerdeschrift Ã¤ussert sich der an­walt­lich vertretene BeschwerdefÃ¼hrer nicht zu diesem Punkt. Den Vorakten ist zu entnehmen, dass er sich im Rekursverfahren auf drei verschiedene GrÃ¼nde berief. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>ZunÃ¤chst behauptete er, erst "seit kurzem" Ã¼ber eine Niederlassungsbewilligung zu ver­fÃ¼gen. Diese Behauptung steht in offensichtlichem Widerspruch zur Aktenlage. Die Niederlassungsbewilligung fÃ¼r den Kanton Y wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer nachweislich bereits 1993 erteilt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weiter machte der BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss Vorakten geltend, die verdienstmÃ¤ssigen Voraussetzungen seien erst jetzt erfÃ¼llt. Ãber die finanziellen VerhÃ¤ltnisse des BeschwerdefÃ¼hrers vor seiner Anstellung bei einer Baufirma im Jahre 2002 ist wenig bekannt. 1990 wurde der BeschwerdefÃ¼hrer zu einem Stundenlohn von Fr. 16.50 als Bauarbeiter beschÃ¤ftigt. Dieser Lohn ist nach den damaligen Ver­hÃ¤ltnissen und aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung nicht als ungewÃ¶hnlich tief zu beurteilen. Im Jahre 1992 war der BeschwerdefÃ¼hrer immerhin in der Lage, zuhanden der Fremdenpolizei eine Unterhaltsgarantie fÃ¼r den Besuch einer Bekannten aus dem damaligen Jugoslawien abzugeben. Die Gemeinde bescheinigte, er sei in der Lage, die eingegan­­genen (finanziellen) Verpflichtungen "restlos" zu erfÃ¼llen. FÃ¼r die Zeit zwischen 1991 und 2002 fehlen Angaben Ã¼ber das Einkommen des BeschwerdefÃ¼hrers. Jedenfalls wurde der Nachweis nicht erbracht, der BeschwerdefÃ¼hrer sei vor 2002 dauerhaft erheblich tiefer als heute entlÃ¶hnt worden. Aufgrund seiner Erfahrung im Baugewerbe ist vielmehr anzunehmen, das Einkommen sei zwischen 1990 und 2002 kontinuierlich angestiegen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>BezÃ¼glich der Wohnsituation fÃ¼hrte der BeschwerdefÃ¼hrer im Rekursverfahren aus, er habe erst "seit kurzem" eine angemessene und bezahlbare Wohnung. Seine frÃ¼here Wohnsituation belegte er nicht. Seit Oktober 2001 bewohnt der BeschwerdefÃ¼hrer eine 4-Zimmer­wohnung. Diese kann jedoch nicht mehr als angemessen bezeichnet werden: Der BeschwerdefÃ¼hrer lebt mit seiner jetzigen Ehefrau und den beiden gemeinsamen Kleinkindern zusammen. Durch die Aufnahme weiterer drei Kinder wÃ¼rde die Wohnung Ã¼berbelegt. Weder die finanziellen VerhÃ¤ltnisse noch die Wohnsituation des BeschwerdefÃ¼hrers vermÃ¶gen somit die lange Dauer bis zur Einreichung eines Familiennachzugsgesuchs â und damit die Dauer der Fremdbetreuung seiner Kinder nach dem Tod der ersten Ehefrau â zu rechtfertigen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zusammenfassend nahm der BeschwerdefÃ¼hrer die ihm nach dem Tod seiner Ehefrau allein zugekommene Elternrolle nicht tatsÃ¤chlich wahr; zudem Ã¼berliess er die Betreuung seiner Kinder nicht nur vorÃ¼bergehend Drittpersonen, sondern wÃ¤hrend Ã¼ber sieben Jahren. FÃ¼r diese lange Dauer vermochte der BeschwerdefÃ¼hrer keine triftigen GrÃ¼nde nachzu­weisen. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.3.3</span></b><span> Schliesslich ist zu prÃ¼fen, ob der BeschwerdefÃ¼hrer das Zusammenleben mit den Kindern anstrebte bzw. sich diese MÃ¶glichkeit durch seine persÃ¶nliche Lebensgestaltung erkennbar vorbehielt. Das Anstreben des Zusammenlebens als innerer Vorgang muss sich anhand Ã¤usserlich wahrnehmbarer UmstÃ¤nde manifestieren. Unter Verweis auf vorstehende AusfÃ¼hrungen ist aber auch dieses Kriterium zu verneinen (vgl. oben 2.3.1+2). HÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrer ernsthaft beabsichtigt, mit seinen Kindern aus erster Ehe zusammen zu leben, so hÃ¤tte er sich bereits vor vielen Jahren darum bemÃ¼ht, spÃ¤testens aber nach dem Tod seiner ersten Ehefrau 1994 bzw. seines Vaters 1997. Das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers zeigt vielmehr deutlich, welch geringe Bedeutung er wÃ¤hrend etlicher Jahre dem Familiennachzug beimass. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Soweit den durch nichts belegten AusfÃ¼hrungen des BeschwerdefÃ¼hrers Glauben zu schenken ist, erschÃ¶pfte sich die Beziehung zu seinen Kindern im Kosovo weitgehend in Tele­fonaten, Briefkontakt und materieller UnterstÃ¼tzung. Es finden sich aber keine Hinweise dafÃ¼r, dass dieser Kontakt intensiv gewesen wÃ¤re. DemgegenÃ¼ber strebte der BeschwerdefÃ¼hrer in der Schweiz danach, sich familiÃ¤r neu zu orientieren. 1992 gab er zuhanden der Fremdenpolizei des Kantons Y eine Unterhalts­garantie fÃ¼r K ab mit dem Vermerk "Freundin/bald Ehefrau". 2002 heiratete er H. Nach der unbestritten gebliebenen Sachverhaltsfeststellung der Vor­instanz sind zwei Kinder, geboren 2001 und 2003, aus dieser Verbindung hervor­gegangen. Die heutige Ehefrau hat ihrerseits drei Kinder im Alter von neun bis 15 Jahren aus erster Ehe, die nach ihren Angaben beim Vater im Kanton Z wohnen sollen. Aufgrund ihrer bereits bestehenden familiÃ¤ren und ausserfamiliÃ¤ren Verpflichtungen dÃ¼rfte die jetzige Ehefrau kaum in der Lage sein, den BeschwerdefÃ¼hrer bei der Betreuung drei weiterer Kinder im selben Haushalt wesentlich zu unterstÃ¼tzen. Es ist entgegen frÃ¼heren Behauptungen des BeschwerdefÃ¼hrers zudem nicht nachvollziehbar, wie er selbst neben seinen neuen familiÃ¤ren Verpflichtungen und seiner VollzeitbeschÃ¤ftigung in der Lage sein soll, seinen Kindern aus erster Ehe "FÃ¼hrung, Obhut eines Erwachsenen und Geborgenheit" zu geben. Jedenfalls lÃ¤sst die bisherige persÃ¶nliche Lebensgestaltung des BeschwerdefÃ¼hrers nicht darauf schliessen, er hÃ¤tte sich die MÃ¶glichkeit des Zusammenlebens mit seinen Kindern E, F und G vorbehalten, und schon gar nicht in erkennbarer Weise, wie dies das Bundesgericht verlangt.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.4</span></b><span> Im Licht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erfÃ¼llt der BeschwerdefÃ¼hrer somit die Kriterien fÃ¼r den "bedingungslosen" Anspruch eines Witwers auf Familiennachzug nicht (vgl. BGE 129 II 11 E. 3.3.1). Bei Fehlen der genannten Kriterien sind verwitwete Elternteile getrennt lebenden Eltern gleichzusetzen und ein nachtrÃ¤glicher Anspruch auf Familiennachzug ist nur in Betracht zu ziehen, wenn stichhaltige GrÃ¼nde eine Ãnderung der BetreuungsverhÃ¤ltnisse notwendig machen (BGE 129 II 11 E. 3.4). GemÃ¤ss Praxis sind die GrÃ¼nde fÃ¼r eine Ãnderung der BetreuungsverhÃ¤ltnisse nicht leichthin zu bejahen und die diesbezÃ¼glichen Beweisanforderungen hoch anzusetzen (BGE 124 II 361 E. 4c, 129 II 11 E. 3.3.2). An den Nachweis der fehlenden BetreuungsmÃ¶glichkeit im Heimatland sind umso hÃ¶here Anforderungen zu stellen, je Ã¤lter das nachzuziehende Kind ist bzw. je grÃ¶sser die ihm in der Schweiz drohenden Integrationsschwierigkeiten sind (BGr, 13. April 2004, 2A.601/2003, E. 2.1, www.bger.ch). </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.4.1</span></b><span> Betreffend die BetreuungsverhÃ¤ltnisse seit 1994 gibt es, wie bereits ausgefÃ¼hrt, unterschiedliche Angaben (vgl. oben 2.3.2). GrundsÃ¤tzlich obliegt dem BeschwerdefÃ¼hrer eine Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsfeststellung (§ 70 in Verbindung mit § 7 Abs. 2 lit. a VRG). Diese nahm er in unzureichender Weise wahr, wie die Vorinstanz zu Recht bemÃ¤ngelte. Auf ihre zutreffenden AusfÃ¼hrungen kann vollumfÃ¤nglich ver­wiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.4.2 </span></b><span>Mit Schreiben vom 30. November 2001 liess der BeschwerdefÃ¼hrer gegenÃ¼ber dem Migrationsamt erklÃ¤ren, "die Grosseltern" der Kinder seien "auch nicht jÃ¼nger geworden" und "wÃ¤ren deshalb froh", wenn die Kinder "fortan" vom Vater betreut werden kÃ¶nnten. Zu jenem Zeitpunkt waren die Grosseltern vÃ¤terlicherseits jedoch bereits seit mehreren Jahren </span><span>verstorben</span><span>, nÃ¤mlich 1987 bzw. 1997. Ãber die Grosseltern mÃ¼tterlicherseits ist wenig bekannt. Die Grossmutter soll sich jedoch gemÃ¤ss einer eigenen BestÃ¤tigung aus â nicht weiter belegten â finanziellen und gesundheitlichen GrÃ¼nden nicht um die Kinder kÃ¼mmern kÃ¶nnen. Zudem soll auch keine enge Beziehung zwischen ihr und ihren Enkeln bestehen. Erstellt ist eine einigermassen kontinuierliche Betreuung der Kinder ab 1994 durch den Bruder des BeschwerdefÃ¼hrers, L, der im selben Doppelhaus wohnt wie die Kinder. Dieser soll seine Betreuungsaufgabe jedoch seit dem Jahr 2000 nicht mehr wahrnehmen aufgrund einer Verschlechterung der Beziehung zwischen ihm und dem BeschwerdefÃ¼hrer. Diese Behauptung wird lediglich durch eine schriftliche ErklÃ¤rung zweier nicht nÃ¤her bekannter Personen belegt, die in der Heimatgemeinde des BeschwerdefÃ¼hrers wohnhaft sind. Die AusstellungsbehÃ¶rde â die Ãbergangsverwaltung UNMIK â bestÃ¤tigt die inhaltliche Richtigkeit dieser ErklÃ¤rung ausdrÃ¼cklich nicht. Die Beweiskraft der eingereichten BestÃ¤tigung ist deshalb eher gering einzuschÃ¤tzen. Dies gilt auch fÃ¼r eine weitere ErklÃ¤rung zweier in derselben Gemeinde wohnhafter Personen, wonach die Kinder "allein ohne Sorge von niemandem" leben sollen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Sachverhaltsdarstellung des BeschwerdefÃ¼hrers ist nicht nur sehr spÃ¤rlich belegt; sie ist auch alles andere als nachvollziehbar. Es ist hÃ¶chst unwahrscheinlich, dass ein Onkel seine im selben Doppelhaus wohnhaften Nichten und Neffen plÃ¶tzlich im Stich lassen soll, nur weil er die neue Partnerin seines im Ausland lebenden Bruders nicht schÃ¤tzt. Dies umso weniger, nachdem er die Kinder zum Teil seit deren Kleinkindalter wÃ¤hrend sechs Jahren betreute und aufzog. Ebenso unglaubhaft ist das Fehlen jeglicher Betreuung durch die Grossmutter mÃ¼tterlicherseits, die immerhin in der NÃ¤he der Kinder zu wohnen scheint. Die behaupteten gesundheitlichen Probleme sind durch nichts belegt. Die angeblich schwierige finanzielle Lage bildet kein Hindernis fÃ¼r eine zumindest zeitweise emotionale Betreuung der Kinder, zumal diese offenbar von ihrem Vater in der Schweiz regelmÃ¤ssig Geld und Kleider erhalten. Schliesslich bedÃ¼rfen die Kinder im Alter von 13 bis knapp 18 Jahren keiner intensiven Betreuung mehr, weshalb auch das â ohnehin nicht sehr hohe â Alter der Grossmutter von 64 Jahren nicht entgegensteht. Es ist deshalb mit der Vorinstanz davon auszu­gehen, dass die Kinder ab 1994 durch Drittpersonen ausreichend betreut wurden, sei es durch ihren Onkel, ihre Grossmutter oder weitere Personen. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.4.3</span></b><span> Neuerdings behauptet der BeschwerdefÃ¼hrer, gleichzeitig mit seinem Bruder L habe seine Ã¤lteste Tochter D wichtige Betreuungsaufgaben Ã¼bernommen und teilweise, vor allem bezÃ¼glich ihrer sieben Jahre jÃ¼ngeren Schwester G, gar die Mutterrolle eingenommen. In den letzten Jahren habe D ihre jÃ¼ngeren Geschwister allein betreut. Nach der Heirat mit einem Schweizer BÃ¼rger lebe sie nun aber seit Juni 2003 in der Schweiz. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Neue tatsÃ¤chliche Behauptungen sind im Beschwerdeverfahren zulÃ¤ssig, soweit das Verwaltungsgericht nicht als zweite gerichtliche Instanz entscheidet (§ 52 Abs. 2 VRG; vgl. dazu und zum Folgenden Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungs­rechts­pflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 52 N. 11). Damit wird den Anforderungen an eine richterliche Instanz mit freier Kognition bezÃ¼glich Rechts- und Tatfragen im Sinne von Art. 6 Abs. 1 EMRK GenÃ¼ge getan. Der Regierungsrat und seine Direktionen sind keine richterlichen Vorinstanzen gemÃ¤ss Art. 6 Abs. 1 EMRK, weshalb die neue Behauptung vorliegend zulÃ¤ssig ist.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt, die Vorinstanz habe den Sachverhalt erheblich unrichtig festgestellt bzw. die falschen SchlÃ¼sse aus dem erstellten Sachverhalt gezogen, da in Ã¤hnlich gelagerten FÃ¤llen regelmÃ¤ssig angenommen werde, Kinder wÃ¼rden jeweils von ihren Ã¤lteren Geschwistern betreut; diese "offensichtliche" Schlussfolgerung sei vorliegend nicht gezogen worden. Diese RÃ¼ge verfÃ¤ngt nicht. Nach den bisherigen â Ã¤usserst knapp belegten â Angaben und Behauptungen des BeschwerdefÃ¼hrers (vgl. oben 2.4.1+2) drÃ¤ngte sich diese Schlussfolgerung nicht auf. Die Vorinstanz durfte ohne weiteres davon ausgehen, Onkel und Grosseltern der Kinder hÃ¤tten diese in erster Linie betreut. Es gab bisher keine Anhaltspunkte fÃ¼r eine BetreuungstÃ¤tigkeit der Ã¤ltesten Tochter des BeschwerdefÃ¼hrers. Auch hatte die Vorinstanz keinen Anlass, sie etwa aufgrund einer aus­geprÃ¤gten SelbstÃ¤ndigkeit als mÃ¶gliche Betreuungsperson in Betracht zu ziehen, zumal D zunÃ¤chst selbst in das Gesuch um Familiennachzug einbezogen worden war.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Auch unter der Annahme, die Ã¤lteste Tochter des BeschwerdefÃ¼hrers habe tatsÃ¤chlich einen wichtigen Teil der Betreuung ihrer jÃ¼ngeren Geschwister Ã¼bernommen, ist die durch den Beschwerde­fÃ¼hrer daraus gezogene Schlussfolgerung unzutreffend. Wie aus den vorstehenden AusfÃ¼hrungen erhellt, sind weitere Personen vorhanden, welche die Kinder des BeschwerdefÃ¼hrers auch nach dem Wegzug Dâs ausreichend betreuen kÃ¶nnen (vgl. oben 2.4.1+2). Die Ãbersiedlung der Ã¤ltesten Tochter des BeschwerdefÃ¼hrers in die Schweiz bildet somit keinen stichhaltigen Grund fÃ¼r einen Nachzug der weiteren Kinder. Ein diesbezÃ¼glich prÃ¼fenswerter Grund mag allenfalls 1994 bzw. 1997 vorgelegen haben, nach dem Tod der Kindsmutter bzw. des Grossvaters vÃ¤terlicherseits. Der BeschwerdefÃ¼hrer vertrat damals aber offensichtlich die Auffassung, seine Kinder wÃ¼rden nach wie vor ausreichend betreut, denn er verzichtete darauf, ein Gesuch um Familiennachzug zu stellen. Entgegen der Argumentation des BeschwerdefÃ¼hrers gewinnt die Beziehung des BeschwerdefÃ¼hrers zu seinen Kindern durch den Wegzug ihrer Ã¤ltesten Schwester nicht an Bedeutung. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat mit seinen Kindern nur selten bzw., was seine 13-jÃ¤hrige Tochter G anbelangt, praktisch nie zusammen gelebt. Es ist nicht einzusehen, weshalb sich die "auf Sparflamme" gehaltene Beziehung zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und seinen Kindern aus erster Ehe aufgrund der Ãbersiedlung der Ã¤ltesten Schwester in die Schweiz intensivieren sollte. War hingegen die Beziehung zwischen D und ihren jÃ¼ngeren Geschwistern tatsÃ¤chlich so eng wie vom BeschwerdefÃ¼hrer behauptet, so werden die Kinder viel eher den Kontakt mit ihr suchen, nicht jedoch mit dem ebenfalls in der Schweiz lebenden Vater. Ob und inwiefern allenfalls die Ã¤lteste Tochter des BeschwerdefÃ¼hrers ein Recht auf Achtung des Familienlebens im Sinne von Art. 8 Abs. 1 EMRK geltend machen kÃ¶nnte, um aufgrund besonderer AbhÃ¤ngigkeit den Nachzug ihrer sieben Jahre jÃ¼ngeren Schwester zu beanspruchen, ist nicht Gegenstand dieses Verfahrens (vgl. dazu BGE 120 Ib 257 E. 1c+d).</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.4.4</span></b><span> Die beiden SÃ¶hne E und F stehen kurz vor dem 18. bzw. 16. Lebensjahr. Auch G ist bereits 13-jÃ¤hrig. Die Kinder sind in ihrer Heimat geboren, aufgewachsen und besuchten dort die Schulen. Soweit aus den Akten ersichtlich, haben sie sich nie oder jedenfalls nie lÃ¤ngere Zeit in der Schweiz aufgehalten. Ein Herausreissen aus der gewohnten Umgebung und eine Ãbersiedlung in ein fremdes Land, wo die Kinder sich sprachlich nicht verstÃ¤ndigen kÃ¶nnen â es gibt keine Hinweise auf vorhandene Deutschkenntnisse â, dient dem Kindeswohl nicht. Eine derart markante Ãnderung des sozialen, kulturellen und sprachlichen Lebensumfelds im PubertÃ¤ts­alter dÃ¼rfte eine grosse seelische Belastung fÃ¼r die Kinder mit sich bringen. Zudem ist insbesondere bei den beinahe erwachsenen SÃ¶hnen mit erheblichen Integrationsschwierigkeiten in der Schweiz zu rechnen. Bei ihnen ist ausserdem darauf hinzuweisen, dass es dem gesetzgeberischen Ziel von Art. 17 Abs. 2 ANAG nicht entspricht, wenn Kinder erst kurz vor Erreichen des 18. Altersjahrs nachgezogen werden, nachdem sie jahrelang von ihrem in der Schweiz lebenden Elternteil getrennt waren (vgl. BGE 125 II 585 E. 2a). Auch die 13-jÃ¤hrige Tochter G ist schon in einem Alter, wo die Integration nicht mehr leicht fÃ¤llt. Es ist Ã¼berdies davon auszu­gehen, dass sich Vater und Tochter weitgehend fremd sind, da nie ein eigentliches Zusammenleben zwischen ihnen stattgefunden hat und kein Hinweis dafÃ¼r besteht, die Kontakte auf Distanz seien besonders intensiv gewesen. Im Ãbrigen ist der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund seiner anderweitigen familiÃ¤ren sowie beruflichen Verpflichtungen nicht in der Lage, sich ausreichend um das Wohl und die Integration seiner Kinder aus erster Ehe, insbesondere seiner Tochter, zu kÃ¼mmern. Angesichts der drohenden ernstlichen Integrationsschwierigkeiten der Kinder sind an den Nachweis fehlender BetreuungsmÃ¶glichkeiten im Heimatland hohe Anforderungen zu stellen (BGer, 13. April 2004, 2A.601/2003, E. 2.1, www.bger.ch). Dieser Nachweis wurde â wie bereits gesehen â nicht erbracht (vgl. oben 2.4.1 ff.).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die FortfÃ¼hrung und Pflege der bisherigen familiÃ¤ren Beziehungen zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und seinen Kindern aus erster Ehe werden durch eine Abweisung der Beschwerde nicht verhindert. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist ohne weiteres in der Lage, wie bis anhin schriftlichen und telefonischen Kontakt mit seinen Kindern zu pflegen und sie auch weiterhin materiell zu unterstÃ¼tzen. Gelegentlichen Ferienbesuchen dÃ¼rfte nichts im Wege stehen. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.4.5</span></b><span> Zusammenfassend vermochte der BeschwerdefÃ¼hrer keine stichhaltigen GrÃ¼nde fÃ¼r eine Ãnderung der BetreuungsverhÃ¤ltnisse darzutun. Ein allfÃ¤lliger Anspruch auf Fami­liennachzug aufgrund der behaupteten engen Beziehung zwischen der Ã¤ltesten Tochter des BeschwerdefÃ¼hrers und ihrer 13-jÃ¤hrigen Schwester bildet nicht Gegenstand dieses Verfahrens.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.5</span></b><span> Aus den vorstehenden AusfÃ¼hrungen ergibt sich, dass Vorinstanz und Beschwerdegegnerin die Nachzugsbegehren fÃ¼r E, F und G ohne Rechtsverletzung abweisen durften. Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Verfahrenskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen und besteht kein Anspruch auf ParteientschÃ¤digung (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG, § 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>