Abkommen vom 21. Juni 2017 in Form eines Briefwechsels zwischen der Europäischen Union und der Schweizerischen Eidgenossenschaft über die Ursprungskumulierung zwischen der Europäischen Union, der Schweizerischen Eidgenossenschaft, dem Königreich Norwegen und der Republik Türkei im Rahmen des Allgemeinen Präferenzsystems <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2019/84/20190201/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2019/84/20190201"/><FRBRdate date="2019-02-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2017-06-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2019-02-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.632.401.021"/><FRBRname xml:lang="de" value="Abkommen vom 21. Juni 2017 in Form eines Briefwechsels zwischen der Europäischen Union und der Schweizerischen Eidgenossenschaft über die Ursprungskumulierung zwischen der Europäischen Union, der Schweizerischen Eidgenossenschaft, dem Königreich Norwegen und der Republik Türkei im Rahmen des Allgemeinen Präferenzsystems" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 21 giugno 2017 in forma di scambio di lettere tra l'Unione europea e la Confederazione Svizzera relativo al cumulo di origine tra l'Unione europea, la Confederazione Svizzera, il Regno di Norvegia e la Repubblica di Turchia nel quadro del Sistema generalizzato di preferenze" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 21 juin 2017 sous forme d'échange de lettres entre l'Union européenne et la Confédération suisse sur le cumul de l'origine entre l'Union européenne, la Confédération suisse, le Royaume de Norvège et la République de Turquie dans le cadre du Système généralisé de préférences" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2019/84/20190201/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2019/84/20190201/de"/><FRBRdate date="2019-02-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2017-06-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2019-02-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2019/84/20190201/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2019/84/20190201/de/xml"/><FRBRdate date="2019-02-01" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2017-06-21" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="2019-02-01" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.632.401.021 </docNumber></p><p> AS <b>2019</b> 469</p><p><docTitle>Abkommen<br/>in Form eines Briefwechsels zwischen der Europäischen Union und der Schweizerischen Eidgenossenschaft über die Ursprungskumulierung zwischen der Europäischen Union, der Schweizerischen Eidgenossenschaft, dem Königreich Norwegen und <br/>der Republik Türkei im Rahmen des Allgemeinen Präferenzsystems</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 21. Juni 2017</p><p>In Kraft getreten durch Notenaustausch am 1. Februar 2019</p><p> (Stand am 1. Februar 2019)</p></preface><preamble><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Herrn Urs Bucher</p><p>Botschafter</p><p>Mission der Schweiz bei der <br/>Europäischen Union</p><p>Brüssel</p><p>Belgien</p></td><td><p>Brüssel, den 21. Juni 2017</p></td></tr><tr><td/><td><p>Frau Marlene Bonnici</p><p>Botschafterin</p><p>Vorsitzende des Ausschusses <br/>der ständigen Regierungsvertreter der <br/>Mitgliedstaaten der Europäischen Union</p><p>Brüssel</p><p>Belgien</p></td></tr></table><p>Exzellenz,</p><p>Ich beehre mich, den Eingang Ihres heutigen Schreibens zu bestätigen, das wie folgt lautet:</p><blockList eId="list_u1"><listIntroduction eId="list_u1/listintro">«1.  Die Europäische Union (im Folgenden ‹Union›) und die Schweizerische Eidgenossenschaft (im Folgenden ‹Schweiz›) sind als Vertragsparteien dieses Abkommens der Auffassung, dass sie im Rahmen des Allgemeinen Präferenzsystems (APS) ähnliche Ursprungsregeln anwenden, die auf folgenden allgemeinen Grundsätzen beruhen:</listIntroduction><item eId="list_u1/lbl_a"><num>a) </num><p>Definition des Begriffs ‹Erzeugnisse mit Ursprung in› oder ‹Ursprungserzeugnisse› nach denselben Kriterien;</p></item><item eId="list_u1/lbl_b"><num>b) </num><p>Bestimmungen über die regionale Kumulierung;</p></item><item eId="list_u1/lbl_c"><num>c) </num><p>Bestimmungen über die regionale Kumulierung mit Vormaterialien, die ihren Ursprung im Sinne der APS-Ursprungsregeln in der Europäischen Union, Norwegen, der Schweiz oder der Türkei haben;</p></item><item eId="list_u1/lbl_d"><num>d) </num><p>Bestimmungen über eine allgemeine Toleranz für Vormaterialien ohne Ursprungseigenschaft;</p></item><item eId="list_u1/lbl_e"><num>e) </num><p>Bestimmungen über die Unverändertheit von Erzeugnissen aus dem begünstigten Land;</p></item><item eId="list_u1/lbl_f"><num>f) </num><p>Bestimmungen über die Ausstellung oder Ausfertigung von Ersatzursprungsnachweisen;</p></item><item eId="list_u1/lbl_g"><num>g) </num><p>Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden der begünstigten Länder bei Ursprungsnachweisen.</p></item></blockList><p>2.  Die Union und die Schweiz erkennen gegenseitig Vormaterialien, die im Sinne ihrer jeweiligen APS-Ursprungsregeln ihren Ursprung in der Union, der Schweiz, Norwegen oder der Türkei haben, als Ursprungserzeugnisse eines begünstigten Landes des APS der jeweiligen Vertragspartei an, wenn sie in dem betreffenden begünstigten Land einer Be- oder Verarbeitung unterliegen, die über Vorgänge hinausgeht, die als für eine Verleihung der Ursprungseigenschaft nicht ausreichende Be- oder Verarbeitungsvorgänge anzusehen sind. Dieser Unterabsatz gilt für Vormaterialien mit Ursprung in Norwegen und der Türkei, sofern die Voraussetzungen in den Nummern 15 und 16 erfüllt sind.</p><p>Die Zollbehörden der Mitgliedstaaten der Union und der Schweiz leisten einander insbesondere bei der nachträglichen Überprüfung der Ursprungsnachweise für die in Unterabsatz 1 genannten Vormaterialien die erforderliche Amtshilfe. Es gelten die Bestimmungen über die Zusammenarbeit der Verwaltungen im Protokoll Nr. 3 zum Abkommen vom 22. Juli 1972<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1972/3115_3169_2949" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.632.401</b></ref></p></authorialNote> zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Schweizerischen Eidgenossenschaft.</p><p>Dieser Absatz gilt nicht für die Erzeugnisse der Kapitel 1 bis 24 des Harmonisierten Systems zur Bezeichnung und Codierung von Waren, das von der durch das Abkommen über die Gründung eines Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens (unterzeichnet am 15. Dezember 1950<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1953/42_42_42" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.631.121.2</b></ref></p></authorialNote> in Brüssel) geschaffenen Organisation erlassen wurde.</p><p>3.  Die Union und die Schweiz akzeptieren gegenseitig die von den Zollbehörden der anderen Vertragspartei ausgestellten Ersatzursprungsnachweise in Form von Ersatzursprungszeugnissen nach Formblatt A (im Folgenden ‹Ersatzzeugnisse›) und Ersatzursprungserklärungen, die von Wiederversendern der anderen Vertragspartei ausgefertigt wurden, die für diesen Zweck registriert sind.</p><p>Jede der beiden Vertragsparteien kann die Zulässigkeit der Präferenzbehandlung von Erzeugnissen, die Gegenstand von Ersatzursprungsnachweisen sind, nach ihren eigenen Rechtsvorschriften bewerten.</p><blockList eId="list_u2"><listIntroduction eId="list_u2/listintro">4.  Jede Vertragspartei sorgt dafür, dass vor der Ausstellung oder Ausfertigung eines Ersatzursprungsnachweises die folgenden Voraussetzungen eingehalten werden:</listIntroduction><item eId="list_u2/lbl_a"><num>a) </num><p>Ersatzursprungsnachweise können nur dann ausgestellt oder ausgefertigt werden, wenn die ursprünglichen Ursprungsnachweise im Einklang mit den geltenden Rechtsvorschriften der Union oder der Schweiz ausgestellt oder ausgefertigt wurden;</p></item><item eId="list_u2/lbl_b"><num>b) </num><p>nur wenn Erzeugnisse in einer Vertragspartei nicht zum zollrechtlich freien Verkehr überlassen wurden, kann ein Ursprungsnachweis oder ein Ersatzursprungsnachweis durch einen oder mehrere Ersatzursprungsnachweise ersetzt werden, um alle oder einen Teil der Erzeugnisse, die Gegenstand des ursprünglichen Ursprungsnachweises sind, aus dieser Vertragspartei in die andere Vertragspartei zu senden;</p></item><item eId="list_u2/lbl_c"><num>c) </num><p>die Erzeugnisse müssen in der wiederversendenden Vertragspartei unter zollamtlicher Überwachung geblieben sein und dürfen nicht verändert, in irgendeiner Weise umgewandelt oder Be- oder Verarbeitungen unterzogen worden sein, die über das zur Erhaltung ihres Zustands erforderliche Mass hinausgehen (‹Grundsatz der Unverändertheit›);</p></item><item eId="list_u2/lbl_d"><num>d) </num><p>haben Erzeugnisse die Ursprungseigenschaft im Rahmen einer Ausnahmeregelung von den Ursprungsregeln einer Vertragspartei erworben, werden keine Ersatzursprungsnachweise ausgestellt oder ausgefertigt, wenn die Erzeugnisse in die andere Vertragspartei wiederversendet werden;</p></item><item eId="list_u2/lbl_e"><num>e) </num><p>Ersatzursprungsnachweise können von den Zollbehörden ausgestellt oder von den Wiederversendern ausgefertigt werden, wenn die Erzeugnisse, die in das Gebiet der anderen Vertragspartei wiederversendet werden sollen, die Ursprungseigenschaft über regionale Kumulierung erworben haben;</p></item><item eId="list_u2/lbl_f"><num>f) </num><p>Ersatzursprungsnachweise können von den Zollbehörden ausgestellt oder von den Wiederversendern ausgefertigt werden, wenn die Erzeugnisse, die in das Gebiet der anderen Vertragspartei wiederversendet werden sollen, seitens der wiederversendenden Vertragspartei keine Präferenzbehandlung erfahren.</p></item></blockList><blockList eId="list_u3"><listIntroduction eId="list_u3/listintro">5.  Für die Zwecke von Nummer 4 Buchstabe c gilt Folgendes:</listIntroduction><item eId="list_u3/lbl_a"><num>a) </num><p>bei begründeten Zweifeln an der Einhaltung des Grundsatzes der Unverändertheit können die Zollbehörden der Vertragspartei der Endbestimmung den Anmelder auffordern, den Nachweis der Einhaltung dieses Grundsatzes zu erbringen; dieser Nachweis darf mit jedem geeigneten Mittel erbracht werden;</p></item><item eId="list_u3/lbl_b"><num>b) </num><p>auf Ersuchen des Wiederversenders bescheinigen die Zollbehörden der wiederversendenden Vertragspartei, dass die Erzeugnisse während des Aufenthalts im Gebiet dieser Vertragspartei unter zollamtlicher Überwachung geblieben sind und die Zollbehörden keine Ermächtigung erteilt haben, die Erzeugnisse während ihrer Lagerung im Gebiet dieser Vertragspartei zu verändern, in irgendeiner Weise umzuwandeln oder Be- oder Verarbeitungen zu unterziehen, die über das zur Erhaltung ihres Zustands erforderliche Mass hinausgehen;</p></item><item eId="list_u3/lbl_c"><num>c) </num><p>Handelt es sich bei dem Ersatzursprungsnachweis um ein Ersatzzeugnis, dürfen die Zollbehörden der Vertragspartei der Endbestimmung für den Zeitraum, in dem sich die Erzeugnisse in der anderen Vertragspartei befanden, keine Bescheinigung über die Nichtbehandlung verlangen.</p></item></blockList><blockList eId="list_u4"><listIntroduction eId="list_u4/listintro">6.  Jede Vertragspartei stellt Folgendes sicher:</listIntroduction><item eId="list_u4/lbl_a"><num>a) </num><p>Entsprechen die Ersatzursprungsnachweise den in einem begünstigten Land des APS der Union und des APS der Schweiz ausgestellten oder ausgefertigten ursprünglichen Ursprungsnachweisen, leisten die Zollbehörden der Mitgliedstaaten der Union und der Schweiz einander bei der nachträglichen Überprüfung der Ersatzursprungsnachweise die erforderliche Amtshilfe. Auf Ersuchen der Vertragspartei der Endbestimmung leiten die Zollbehörden der wiederversendenden Vertragspartei das Verfahren der nachträglichen Überprüfung der jeweiligen ursprünglichen Ursprungsnachweise ein und ergreifen entsprechende Folgemassnahmen;</p></item><item eId="list_u4/lbl_b"><num>b) </num><p>entsprechen die Ersatzursprungsnachweise den ursprünglichen Ursprungsnachweisen, die in einem ausschliesslich im Rahmen des APS der Vertragspartei der Endbestimmung begünstigten Land ausgestellt oder ausgefertigt wurden, führt diese Vertragspartei das Verfahren der nachträglichen Überprüfung der ursprünglichen Ursprungsnachweise in Zusammenarbeit mit dem begünstigten Land durch. Die Zollbehörden der wiederversendenden Vertragspartei übermitteln die ursprünglichen Ursprungsnachweise der in Überprüfung befindlichen Ersatzursprungsnachweise oder gegebenenfalls Kopien der ursprünglichen Ursprungsnachweise der in Überprüfung befindlichen Ersatzursprungsnachweise den Zollbehörden der Vertragspartei der Endbestimmung, damit diese das Verfahren der nachträglichen Überprüfung durchführen können.</p></item></blockList><blockList eId="list_u5"><listIntroduction eId="list_u5/listintro">7.  Jede Vertragspartei stellt Folgendes sicher:</listIntroduction><item eId="list_u5/lbl_a"><num>a) </num><p>Im Feld rechts oben im Ersatzzeugnis ist das Land der Wiederversendung anzugeben, in dem das Ersatzzeugnis ausgestellt wurde.</p></item><item eId="list_u5/lbl_b"><num>b) </num><p>In Feld 4 ist die Angabe ‹<i>replacement certificate</i>› oder ‹<i>certificat de remplacement</i>› zu machen, und es sind Ausstellungsdatum und Seriennummer des ursprünglichen Ursprungszeugnisses nach Formblatt A zu vermerken.</p></item><item eId="list_u5/lbl_c"><num>c) </num><p>In Feld 1 ist der Name des Wiederversenders anzugeben.</p></item><item eId="list_u5/lbl_d"><num>d) </num><p>In Feld 2 kann der Name des endgültigen Empfängers angegeben werden.</p></item><item eId="list_u5/lbl_e"><num>e) </num><p>In die Felder 3 bis 9 sind sämtliche in dem ursprünglichen Zeugnis enthaltenen Angaben zu übertragen, die sich auf die wiederversendeten Erzeugnisse beziehen.</p></item><item eId="list_u5/lbl_f"><num>f) </num><p>In Feld 10 kann auf die Rechnung des Wiederversenders Bezug genommen werden.</p></item><item eId="list_u5/lbl_g"><num>g) </num><p>In Feld 11 ist der Sichtvermerk der Zollbehörde anzubringen, die das Ersatzzeugnis ausgestellt hat. Diese Behörde ist nur für die Ausstellung des Ersatzzeugnisses verantwortlich. In Feld 12 sind die Angaben über das Ursprungsland und das Land der Endbestimmung einzutragen, die im ursprünglichen Ursprungszeugnis nach Formblatt A enthalten waren. Dieses Feld muss von Wiederversender unterzeichnet werden. Ein Wiederversender, der Feld 12 nach Treu und Glauben unterzeichnet hat, haftet nicht für die Richtigkeit der Angaben im ursprünglichen Ursprungszeugnis nach Formblatt A.</p></item><item eId="list_u5/lbl_h"><num>h) </num><p>Die Zollbehörde, bei der die Ausstellung des Ersatzzeugnisses beantragt wird, trägt im ursprünglichen Ursprungszeugnis nach Formblatt A das Gewicht, die Nummern und die Art der weitergeleiteten Erzeugnisse sowie die Seriennummer jedes entsprechenden Ersatzzeugnisses ein. Der Antrag auf das Ersatzzeugnis und das ursprüngliche Ursprungszeugnis nach Formblatt A werden von der betreffenden Zollbehörde mindestens drei Jahre aufbewahrt.</p></item><item eId="list_u5/lbl_i"><num>i) </num><p>Ersatzursprungszeugnisse werden auf Englisch oder Französisch erstellt.</p></item></blockList><blockList eId="list_u6"><listIntroduction eId="list_u6/listintro">8.  Jede Vertragspartei sorgt dafür, dass:</listIntroduction><item eId="list_u6/lbl_a"><num>a) </num><blockList><listIntroduction eId="list_u6/lbl_a/listintro">der Wiederversender auf jeder Ersatzursprungserklärung Folgendes anführt:</listIntroduction><item eId="list_u6/lbl_a/lbl_1"><num>(1) </num><p>alle Angaben über die wiederversendeten Erzeugnisse, die im ursprünglichen Ursprungsnachweis enthalten waren,</p></item><item eId="list_u6/lbl_a/lbl_2"><num>(2) </num><p>das Datum der Ausfertigung des ursprünglichen Ursprungsnachweises,</p></item><item eId="list_u6/lbl_a/lbl_3"><num>(3) </num><p>die Angaben des ursprünglichen Ursprungsnachweises, gegebenenfalls auch Informationen über die Kumulierung, die auf die Erzeugnisse, die Gegenstand der Ursprungserklärung sind, angewendet wurde,</p></item><item eId="list_u6/lbl_a/lbl_4"><num>(4) </num><p>den Namen, die Anschrift und die Nummer als registrierter Ausführer des Wiederversenders,</p></item><item eId="list_u6/lbl_a/lbl_5"><num>(5) </num><p>den Namen und die Anschrift des Empfängers in der Union oder in der Schweiz,</p></item><item eId="list_u6/lbl_a/lbl_6"><num>(6) </num><p>das Datum und den Ort der Ausfertigung der Ursprungserklärung oder der Ausstellung des Ursprungszeugnisses;</p></item></blockList></item><item eId="list_u6/lbl_b"><num>b) </num><p>jede Ersatzursprungserklärung mit der Aufschrift ‹<i>Replacement statement</i>› oder ‹<i>Attestation de remplacement</i>› gekennzeichnet wird;</p></item><item eId="list_u6/lbl_c"><num>c) </num><p>Ersatzursprungserklärungen von Wiederversendern ausgefertigt werden, die im elektronischen System zur Selbstzertifizierung des Ursprungs durch Ausführer, dem sogenannten REX-System (<i>Registered Exporter System</i>) registriert sind, unabhängig vom Wert der in der ursprünglichen Sendung enthaltenen Ursprungserzeugnisse;</p></item><item eId="list_u6/lbl_d"><num>d) </num><blockList><listIntroduction eId="list_u6/lbl_d/listintro">sofern ein Ursprungsnachweis ersetzt wird, der Wiederversender auf dem ursprünglichen Ursprungsnachweis Folgendes angibt:</listIntroduction><item eId="list_u6/lbl_d/lbl_1"><num>(1) </num><p>das Datum der Ausfertigung der Ersatzursprungserklärung(en) und die Menge der Erzeugnisse, die Gegenstand der Ersatzursprungserklärung(en) sind,</p></item><item eId="list_u6/lbl_d/lbl_2"><num>(2) </num><p>den Namen und die Anschrift des Wiederversenders,</p></item><item eId="list_u6/lbl_d/lbl_3"><num>(3) </num><p>den Namen und die Anschrift des Empfängers oder der Empfänger in der Union oder in der Schweiz;</p></item></blockList></item><item eId="list_u6/lbl_e"><num>e) </num><p>die ursprüngliche Ursprungserklärung mit der Aufschrift ‹<i>Replaced</i>› oder ‹<i>Remplacé</i>› gekennzeichnet wird;</p></item><item eId="list_u6/lbl_f"><num>f) </num><p>eine Ersatzursprungserklärung zwölf Monate ab dem Datum ihrer Ausfertigung gültig bleibt;</p></item><item eId="list_u6/lbl_g"><num>g) </num><p>Ersatzursprungserklärungen auf Englisch oder Französisch erstellt werden.</p></item></blockList><p>9.  Die ursprünglichen Ursprungsnachweise und Kopien der Ersatzursprungsnachweise sind vom Wiederversender mindestens drei Jahre ab dem Ende des Kalenderjahrs, in dem die Ersatzursprungsnachweise ausgestellt oder ausgefertigt wurden, aufzubewahren.</p><p>10.  Die Vertragsparteien vereinbaren, die Kosten des REX-Systems gemäss den Modalitäten der Zusammenarbeit, die von den zuständigen Behörden der Vertragsparteien festzulegen sind, aufzuteilen.</p><p>11.  Alle Streitfragen zwischen den Vertragsparteien, die sich aus der Auslegung oder Anwendung dieses Abkommens ergeben, werden ausschliesslich im Wege bilateraler Verhandlungen zwischen den Vertragsparteien geregelt. Wenn die Streitfragen die Interessen Norwegens und/oder der Türkei berühren könnten, sind diese zu konsultieren.</p><p>12.  Die Vertragsparteien können dieses Abkommen im gegenseitigen Einvernehmen jederzeit schriftlich ändern. Auf Antrag einer der beiden Vertragsparteien nehmen die Vertragsparteien Konsultationen im Hinblick auf etwaige Änderungen dieses Abkommens auf. Wenn die Änderungen die Interessen Norwegens und/oder der Türkei berühren könnten, sind diese zu konsultieren. Änderungen dieser Art treten zu einem einvernehmlich festgelegten Zeitpunkt in Kraft, sobald beide Vertragsparteien einander über die Erfüllung ihrer jeweiligen internen Anforderungen unterrichtet haben.</p><p>13.  Jede der beiden Vertragsparteien kann die Durchführung dieses Abkommens aussetzen, wenn sie schwerwiegende Zweifel an dem ordnungsgemässen Funktionieren des Abkommens hat, sofern die andere Vertragspartei drei Monate im Voraus schriftlich davon in Kenntnis gesetzt wird.</p><p>14.  Dieses Abkommen kann von jeder der beiden Vertragsparteien gekündigt werden, sofern die andere Vertragspartei drei Monate im Voraus schriftlich davon in Kenntnis gesetzt wird.</p><p>15.  Der erste Unterabsatz der Nummer 2 gilt nur dann für Vormaterialien mit Ursprung in Norwegen, wenn die Vertragsparteien ein ähnliches Abkommen mit Norwegen geschlossen und einander über die Erfüllung dieser Bedingung in Kenntnis gesetzt haben.</p><p>16.  Der erste Unterabsatz der Nummer 2 gilt nur dann für Vormaterialien mit Ursprung in der Türkei<authorialNote><p> Die Union hat diese Bedingung mit der Veröffentlichung der Bekanntmachung der Kommission gemäss Artikel 85 der Verordnung (EWG) Nr. 2454/93, Durchführungsvorschriften zum Zollkodex der Gemeinschaften – Erweiterung des mit jenem Artikel eingeführten bilateralen Kumulierungssystems auf die Türkei (ABl. C 134 vom 15.4.2016, S. 1) erfüllt.</p></authorialNote>, wenn die Vertragsparteien ein ähnliches Abkommen mit der Türkei geschlossen und einander über die Erfüllung dieser Bedingung in Kenntnis gesetzt haben.</p><p>17.  Ab dem Inkrafttreten eines Abkommens zwischen der Schweiz und der Türkei gemäss dem ersten Unterabsatz der Nummer 2 dieses Abkommens und vorbehaltlich der Gegenseitigkeit seitens der Türkei kann jede Vertragspartei vorsehen, dass für Erzeugnisse, die Vormaterialien mit Ursprung in der Türkei enthalten, die im Rahmen der bilateralen Kumulierung in APS-begünstigten Ländern be- oder verarbeitet wurden, in den Vertragsparteien Ersatzursprungsnachweise ausgestellt oder ausgefertigt werden dürfen.</p><p>18.  Dieses Abkommen tritt zu einem einvernehmlich festgelegten Zeitpunkt in Kraft, sobald die Union und die Schweiz einander über den Abschluss der jeweiligen internen Annahmeverfahren in Kenntnis gesetzt haben. Ab diesem Zeitpunkt ersetzt es das Abkommen in Form eines Briefwechsels zwischen der Europäischen Gemeinschaft und den einzelnen im Rahmen des Allgemeinen Präferenzsystems Zollpräferenzen gewährenden EFTA-Ländern (Norwegen und Schweiz), wonach die Waren mit Bestandteilen mit Ursprung in Norwegen oder der Schweiz bei ihrer Ankunft im Zollgebiet der Gemeinschaft wie Waren behandelt werden, die Bestandteile mit Ursprung in der Gemeinschaft enthalten (Gegenseitigkeitsabkommen), unterzeichnet am 14. Dezember 2000<authorialNote><p> ABl. L 38 vom 8.2.2001, S. 25; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2004/46" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2004</b> 611</ref></p></authorialNote>.</p><p>Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir die Zustimmung Ihrer Regierung hierzu bestätigen würden.</p><p>Sofern Ihre Regierung dem Vorstehenden zustimmen kann, beehre ich mich vorzuschlagen, dass dieses Schreiben und Ihre Bestätigung zusammen ein Abkommen zwischen der Europäischen Union und der Schweizerischen Eidgenossenschaft bilden.»</p><p>Ich darf Ihnen die Zustimmung meiner Regierung zum Inhalt dieses Schreibens mitteilen.</p><p>Genehmigen Sie, Exzellenz, den Ausdruck meiner ausgezeichneten Hochachtung.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td/><td><p>Für die Schweizerische Eidgenossenschaft:</p><p>Urs Bucher</p></td></tr></table></preamble></act></akomaNtoso>