<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2020-05-13-4F_2-2020.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4F_2/2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 13. Mai 2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Kiss, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichter Rüedi, Bundesrichterin May Canellas, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Brugger. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Gesuchsteller, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jörg Blum, Gesuchsgegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung, Hirschengraben 16, 6003 Luzern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Revision, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 4A_501/2019 vom 28. Oktober 2019. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Das Bezirksgericht Kriens trat mit Urteil vom 20. August 2018 auf die Klage des Gesuchstellers vom 28. August 2017 nicht ein. Die dagegen vom Gesuchsteller erhobene Berufung wies das Kantonsgericht Luzern mit Urteil vom 3. September 2019 ab. </div> <div class="para">Gegen den Entscheid des Kantonsgerichts erhob der Gesuchsteller mit Eingabe vom 3. Oktober 2019 Beschwerde in Zivilsachen an das Bundesgericht. Das Bundesgericht trat auf die Beschwerde mit Urteil 4A_501/2019 vom 28. Oktober 2019 mangels hinreichender Begründung im Sinne von <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> nicht ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Der Gesuchsteller beantragte mit Eingabe vom 19. März 2020 die Revision des Urteils 4A_501/2019 vom 28. Oktober 2019. </div> <div class="para">Am 21. März 2020 und 28. April 2020 reichte er eine weitere Eingabe ein. Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Revision eines Entscheides des Bundesgerichts kann nur aufgrund der in den <span class="artref"><artref id="CH/173.110/121" type="start"></artref>Art. 121 - 123 BGG</span><artref id="CH/173.110/123" type="end"></artref> abschliessend aufgezählten Gründe verlangt werden. </div> <div class="para">Rechtsschriften müssen die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten (<span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span>), ansonsten darauf nicht eingetreten werden kann (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=26.04.2020&amp;to_date=15.05.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2 S. 116; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=26.04.2020&amp;to_date=15.05.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-244%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page244">134 II 244</a> E. 2.1). In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para">In einem Revisionsgesuch ist dementsprechend unter Angabe der Beweismittel der Revisionsgrund im Einzelnen darzulegen. Dabei genügt es nicht, das Vorliegen eines Revisionsgrundes einfach zu behaupten. Vielmehr muss dargetan werden, weshalb dieser gegeben und inwiefern gestützt darauf das Urteilsdispositiv abzuändern ist (Urteile 4F_1/2020 vom 13. März 2020 E. 2; 4F_17/2018 vom 9. Oktober 2018 E. 1.1; 4F_19/2014 vom 20. November 2014). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Das Revisionsgesuch ist von vornherein unzulässig, soweit der Gesuchsteller darin Anträge stellt und Rügen erhebt, die über den Gegenstand des Urteils 4A_501/2019 vom 28. Oktober 2019 hinausgehen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Auf das Revisionsgesuch kann im Weiteren nicht eingetreten werden, soweit sich der Gesuchsteller auf den Revisionsgrund von <span class="artref">Art. 122 BGG</span> beruft. Die Revision wegen Verletzung der EMRK kann gemäss <span class="artref">Art. 122 lit. a BGG</span> nur verlangt werden, wenn der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in einem endgültigen Urteil festgestellt hat, dass die EMRK oder Protokolle dazu verletzt worden sind. Das ist hier offenkundig nicht der Fall. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Der Gesuchsteller beruft sich in seiner Eingabe auf <span class="artref">Art. 123 BGG</span>, tut jedoch das Vorliegen dieses Revisionsgrundes mit Bezug auf das angefochtene Urteil nicht nachvollziehbar dar. Im Übrigen ist unerfindlich, inwiefern durch ein Verbrechen oder Vergehen zum Nachteil des Gesuchstellers auf den Nichteintretensentscheid des Bundesgerichts eingewirkt worden sein soll (<span class="artref">Art. 123 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.4.</b> Der Gesuchsteller beanstandet, dass das Bundesgericht "aktenkundige Tatsachen und Wahrheiten" missachtet habe. Er beruft sich damit sinngemäss auf den Revisionsgrund nach <span class="artref">Art. 121 lit. d BGG</span>, ohne aber hinreichend darzulegen, inwiefern das Bundesgericht bei seinem Nichteintretensentscheid in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hätte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.5.</b> Der Gesuchsteller moniert, das Bundesgericht habe ihm im Urteil 4A_501/2019 vom 28. Oktober 2019 vorgeworfen, dass er seine Beschwerde nicht hinreichend begründet habe. Das sei "nicht nachvollziehbar und unwahr". Er habe "akribisch mit Beweisen" aufgezeigt, dass durch die kantonalen Vorinstanzen ein "abscheuliches Verbrechen" begangen und die EMRK "aufs Schwerste" verletzt worden sei. </div> <div class="para">Der Gesuchsteller kritisiert damit, dass das Bundesgericht zu Unrecht von einer ungenügenden Beschwerdebegründung ausgegangen ist. Das stellt keinen Revisionsgrund dar, denn es geht dabei um die rechtliche Würdigung durch das Bundesgericht, die nicht mit Revision in Frage gestellt werden kann (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=26.04.2020&amp;to_date=15.05.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-II-17%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page17">BGE 122 II 17</a> E. 3; Urteile 4F_9/2018 vom 4. April 2018; 4F_14/2010 vom 26. Januar 2011). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.6.</b> Der Gesuchsteller trägt weiter als "Revisionsgründe" vor, dass das Urteil 4A_501/2019 vom 28. Oktober 2019 "zu Unrecht und unter schwerster Missachtung der geltenden Rechtspflege und Gesetze sowie der EMRK" gefällt worden sei. Das Urteil habe sodann seine Gesundheit ruiniert und ihm eine finanzielle Entschädigung verwehrt. Schliesslich sei er zu Unrecht als Schuldiger behandelt und <span class="artref">Art. 6 EMRK</span> sei verletzt worden. </div> <div class="para">Damit macht der Gesuchsteller keinen in <span class="artref"><artref id="CH/173.110/121" type="start"></artref>Art. 121 - 123 BGG</span><artref id="CH/173.110/123" type="end"></artref> vorgesehenen Revisionsgrund geltend, geschweige denn legt er einen solchen rechtsgenüglich im Einzelnen dar (Erwägung 1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.7.</b> Im Weiteren schildert der Gesuchsteller ausführlichst den Gang der bisherigen Gerichtsverfahren. Dabei macht er unter anderem geltend, er sei durch einen Anwaltsfehler seiner ehemaligen Rechtsvertreterin seiner Menschenwürde beraubt worden, wofür er eine finanzielle Entschädigung fordere. Auch damit legt er keinen Revisionsgrund im oben genannten Sinne dar. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Das Revisionsgesuch ist somit nicht rechtsgenügend begründet, weshalb darauf nicht einzutreten ist. Es kann daher offen bleiben, ob das Revisionsgesuch überhaupt rechtzeitig eingereicht worden wäre (<span class="artref">Art. 124 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Die Gesuchsgegnerin hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, da ihr aus dem Revisionsverfahren kein Aufwand erwachsen ist (<span class="artref">Art. 68 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 13. Mai 2020 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Kiss </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Brugger </div> </div></body></html>