Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 2. Februar 2012 (720 11 357 / 33) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung IV-Rente (Würdigung des medizinischen Sachverhaltes, Einkommensvergleich) Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantons- richter Michael Guex, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch D aniel Altermatt, Rechts- anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 28, 4143 Dornach 1 gegen IV-Stelle Basel-Landschaft , Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Der 1958 geborene A.____ war vom 1. Juni 1989 bis E nde März 2004 als Bauarbeiter bei der B.____ AG angestellt und in dieser Tätigkeit bei der Schweizerischen Unfallversiche- rungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen vo n Unfällen und Berufskrankheiten versi- chert. Am 8. Januar 2002 stürzte A.____ in Mazedonien au f einer schneeglatten Strasse und verletzte sich am Handgelenk rechts (distale Radiusfraktu r). Nachdem die SUVA nach Eingang der Unfallmeldung für die Heilungskosten aufgekommen war und Taggeldzahlungen entspre- chend der ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit geleistet ha tte, sprach sie A.____ mit Verfügung Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht vom 2. Juli 2004 für die verbleibenden Unfallfolgen m it Wirkung ab 1. Juli 2004 eine Invaliden- rente basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 14 % sowie eine auf einer Integritätseinbusse von 7,5 % basierende Integritätsentschädigung zu. Am 7. November 2003 hatte sich A.____ unter Hinweis auf einen Status nach distaler Radius- fraktur rechts auch bei der Eidgenössischen Invalidenversi cherung (IV) zum Bezug von Leis- tungen angemeldet. Gestützt auf den von der SUVA ermittelten Invaliditätsgrad von 14 % lehnte die damals örtlich zuständige IV-Stelle des Kantons Solo thurn mit Verfügung vom 19. Mai 2005 einen Anspruch von A.____ auf eine IV-Rente ab. Am 3. Mai 2007 meldete sich A.____ wiederum bei der I V zum Leistungsbezug an. Die nun- mehr zuständige IV-Stelle Basel-Landschaft gewährte ihm in der Folge berufliche Massnahmen in der Form eines Arbeitstraininigs und von Arbeitsvermittlung. Mit Verfügung vom 11. Mai 2009 teilte die IV-Stelle A.____ mit, dass die Arbeitsvermi ttlung abgeschlossen werde und man zur Prüfung der Rentenfrage übergehe. Nach weiteren Abkl ärungen der gesundheitlichen und der erwerblichen Verhältnisse ermittelte die IV-Stelle ab 1. September 2007 einen Invaliditätsgrad des Versicherten von 100 % und ab 1. Januar 2008 einen solchen von 34 %. Gestützt auf diese Ergebnisse sprach die IV-Stelle A.____ nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens mit Ver- fügung vom 7. September 2011 für den Zeitraum vom 1. September 2007 bis 30. April 2008 eine befristete ganze Rente zu. Gleichzeitig lehnte sie einen weiteren Rentenanspruch ab 1. Mai 2008 ab. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Daniel Altermatt, am 10. Oktober 2011 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteil ung Sozialversicherungsrecht (Kan- tonsgericht). Darin beantragte er, es sei die angefoch tene Verfügung der IV-Stelle aufzuheben und es seien neue medizinische Abklärungen vorzunehmen. E ventualiter sei die Verfügung teilweise aufzuheben, indem ihm ab 1. September 2007 eine ganze sowie ab 1. Mai 2008 eine (unbefristete) Viertelsrente zuzusprechen sei; unter o/ e-Kostenfolge, wobei ihm die unentgeltli- che Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständun g mit seinem Rechtsvertreter zu be- willigen seien. C. Mit Verfügung vom 14. November 2011 gewährte das G ericht dem Beschwerdeführer gestützt auf die eingereichten Unterlagen für das vorl iegende Beschwerdeverfahren die unent- geltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbei ständung mit Advokat Daniel Altermatt als Rechtsvertreter. D. In ihrer Vernehmlassung vom 12. Dezember 2011 bean tragte die IV-Stelle die Abwei- sung der Beschwerde. Gleichzeitig hielt sie fest, dass auf Grund einer Korrektur des Validen- lohns lediglich von einem IV-Grad des Versicherten von 30 % auszugehen und die angefochte- ne Verfügung insofern anzupassen sei. E. Am 7. Januar 2012 liess der Beschwerdeführer dem Ger icht unaufgefordert eine Replik zukommen. Darin rügte er im Wesentlichen, dass der Invali ditätsgrad falsch berechnet worden Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht sei. Die IV-Stelle sei sowohl beim Validen- als auch be im Invalideneinkommen von unzutreffen- den Zahlen ausgegangen. F. In ihrer Duplik vom 20. Januar 2012 nahm die IV-S telle eine erneute Korrektur des Vali- denlohnes des Versicherten vor. Dies ändere aber nichts daran, dass man einen Rentenan- spruch des Versicherten zu Recht verneint habe. Man halte deshalb am Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über d ie Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 10. Oktober 2011 ist demnach einzutreten. 2.1 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes üb er den Allgemeinen Teil des Sozi- alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die vora ussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge- burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 2.2 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psych ischen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Dia gnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzuge ltenden psychischen Leiden belas- tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umstän den kein Krankheitswert zu- kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psych ische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versi cherten Person trotz des Leidens wil- lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem E rwerb nachzugehen (BGE 127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer d urch eine psychische Gesundheitsbeein- trächtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es al so nicht, dass die versicherte Person Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielm ehr, ob anzunehmen ist, die Verwer- tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Vor- aussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 1 02 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 E. 4c in fine). 3.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der bis Ende 2007 gült ig gewesenen Fassung) bzw. nach Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit 1. Januar 2008 anwend baren Fassung) hat die versicherte Per- son Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindes tens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wen n sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstät igen Versicherten ist Art. 16 ATSG an- wendbar (Art. 28 Abs. 2 IVG [in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung] bzw. Art. 28a Abs. 1 IVG [in der seit 1. Januar 2008 anwend baren Fassung]). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, d as die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der med izinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden w äre (Valideneinkommen). Der Einkom- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol gen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditä tsgrad bestimmen (BGE 104 V 136 E. 2a und b). 4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus- mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. 4.1 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die d urch eine Beeinträchtigung der körperli- chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, vo lle oder teilweise Unfähigkeit, im bis- herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt im Wesentlichen mit dem Begriff der Arbeitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hinweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene dies- bezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Ve rsicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilu ngen) bleibt folglich weitestgehend an- wendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und in sbesondere auch bei der Beurtei- lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person i st die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem U mfang und bezüglich welcher Tätigkei- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer- weise noch verrichtet werden können (U LRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi- alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro- zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wü rdigen und die Gründe an- zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die ande re medizinische These abstellt. Hinsicht- lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entsc heidend, ob dieser für die streiti- gen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchunge n beruht, auch die geklagten Be- schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamn ese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa- tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der E xpertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 4.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspre chung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu stellen (vgl. BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutach- ten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrun d eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht er statten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Bew eiswürdigung volle Beweiskraft zu- zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuv erlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 5. Die IV-Stelle gab zur detaillierten Abklärung des medizinischen Sachverhaltes bei Dr. med. C.____, Orthopädie FMH, und Dr. med. D.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, eine bidisziplinäre Begutachtung des Versicherten in Auftrag. 5.1.1 In seinem am 14. November 2009 verfassten orthopä dischen Gutachten hielt Dr. C.____ als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ei nen Status nach distaler intraarticulärer Radiusfraktur rechts mit/bei Status nach Korrekturosteotomie Radius (11.10.2002), Status nach Metallentfernung (23.05.2003), Status nach Handgelen ksarthrodese (“21.02.2008“, recte: 02.09.2007) und persistierender Schmerzsymptomatik fest. Als Leiden ohne Einfluss auf die Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Arbeitsfähigkeit nannte er einen Knie- und OSG-Schme rz links bei noch unklarer Genese. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit führte der Gutachter aus, für die zuletzt während vieler Jahre ausgeübte Tätigkeit als angelernter Bauarbeiter besteh e auf Grund der starken körperlichen Beanspruchungen eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. D ie Verrichtung alternativer Tätigkeiten mit nur leichten körperlichen Belastungen insbesondere d er oberen Extremität und des rechten dominanten Armes - wie z.B. Kontroll- und Überwachungs aufgaben, Portierdienste, einfache und nicht belastende manuelle Arbeiten sowie gewisse a daptierte Büroarbeiten etc. - sei dem Exploranden im Umfang von 80 % zumutbar. Diese Einschät zung gelte ab Sommer 2003 (Zeit- punkt der Metallentfernung), wobei im Anschluss an die im Februar 2008 (recte: September 2007) erfolgte Handgelenksarthrodese vorübergehend ei ne vollständige Arbeitsunfähigkeit be- standen habe. 5.1.2 Im psychiatrischen Gutachten vom 5. Februar 2010 dia gnostizierte Dr. D.____ als Lei- den mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine leich t- bis mittelgradig depressive Episode mit somatischem Syndrom im Rahmen einer depressiven Entwicklung (ICD-10 F32.01/F32.11). Aus psychiatrischer Sicht sei deswegen von einer 70 %-igen Arbei tsfähigkeit für jedwede, den Fä- higkeiten und körperlichen Möglichkeiten entsprechenden T ätigkeit auszugehen. In zeitlicher Hinsicht könne der Explorand zwar ein 100 %-Pensum ausüb en, die Einschränkung von 30 % ergebe sich aber auf Grund einer Leistungsminderung, d ie auf einen erhöhten Pausenbedarf und eine Verlangsamung zurückzuführen sei. 5.1.3 In ihrer bidisziplinären Konsensbeurteilung, die im orthopädischen Gutachten von Dr. C.____ wiedergegeben ist, gelangten die beiden G utachter zur Auffassung, dass aus ge- samtmedizinischer Sicht von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % auszugehen sei. In dieser Ein- schätzung sei die sowohl orthopädisch (20 %) als auch psych iatrisch (30 %) eingeschränkte Leistungsfähigkeit mit nur leichter bis mittelschwerer kö rperlicher Belastungsfähigkeit und er- höhtem Pausenbedarf berücksichtigt. Auf entsprechende Na chfragen der IV-Stelle bestätigten die Dres. C.____ und D.____ am 23. März 2010 bzw. am 5 . Juli 2010, dass sich die Einschrän- kungen aus den beiden Fachrichtungen nicht additiv auswirken würden. 5.2 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ver fügung vom 7. September 2011 bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeits fähigkeit des Versicherten vollum- fänglich auf die Ergebnisse, zu denen die Dres. C.____ und D.____ in ihren Gutachten vom 14. November 2009 und 5. Februar 2010 sowie in ihre r bidisziplinären Konsensbeurteilung ge- langt sind. Sie ging demzufolge davon aus, dass der Be schwerdeführer - nach einer auf die Handgelenksarthrodese vom 2. September 2007 zurückzuführenden, bis Ende Dezember 2007 dauernden vollständigen Arbeitsunfähigkeit - ab Januar 2008 in einer leichteren, wechselbelas- tenden Tätigkeit (wieder) zu 70 % arbeitsfähig gewesen ist. Diese Beurteilung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.4 hiervor), ist den im Rahmen des Verwal- tungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialä rztinnen und -ärzte, die aufgrund ein- gehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat- ten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweis- würdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht k onkrete Indizien gegen die Zuver- lässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen h ier keine vor. Die beiden Gutachter Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht haben den Versicherten eingehend untersucht, sie gehen in ihren Berichten einlässlich auf des- sen Beschwerden ein, sie setzen sich mit den bei den Akte n liegenden medizinischen Unterla- gen auseinander und sie vermitteln so ein umfassendes Bild über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers. Schliesslich erweist sich auch die von den beiden Gutachtern in ihrer bidis- ziplinären Gesamtbeurteilung vorgenommene Einschätzung d er Arbeitsfähigkeit des Versicher- ten als überzeugend. 5.3 Was der Beschwerdeführer vorbringt, ist nicht geeign et, die ausschlaggebende Beweis- kraft der Gutachten der Dres. C.____ und D.____ in Frage zu stellen. 5.3.1 Der Versicherte beanstandet, die IV-Stelle habe bei der Rentenprüfung den Bericht der Eingliederungsstätte E.____ vom 23. Februar 2009 über das von ihm im Zeitraum vom 4. No- vember 2008 bis 3. Februar 2009 absolvierte Arbeitstraining gänzlich ausser Acht gelassen. Mit diesem Einwand kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Wie dem Gut- achten von Dr. C.____ entnommen werden kann, hat die ser den betreffenden Bericht der Ein- gliederungsstätte E.____ ein seinem Gutachten aufgelist et und in seine Beurteilung miteinbe- zogen. Zudem deckt sich die Einschätzung der Eingliederungsstätte E.____, wie die IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung zutreffend geltend macht, weitgeh end mit jener der Gutachter, wird im Abklärungsbericht doch ebenfalls festgehalten, dass der Versicherte im Rahmen eines Vollpen- sums in der Lage sei, eine Leistung zwischen 60 % und 70 % zu erbringen, wobei die Ein- schränkung ebenfalls mit einer verlangsamten Arbeitsleistung begründet wird. 5.3.2 Im Weiteren rügt der Beschwerdeführer, das orth opädische Gutachten von Dr. C.____ sei sehr rudimentär gehalten, insbesondere werde die Ei nschätzung, wonach aus orthopädi- scher Sicht von einer Arbeitsfähigkeit von 80 % auszugehen sei, nicht nachvollziehbar begrün- det. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers vermit telt Dr. C.____ in seinem Gutach- ten, welches auf einer persönlichen Untersuchung des Exploranden und auf einer einlässlichen Würdigung der medizinischen Aktenlage beruht, ein hin reichendes Bild über den Gesundheits- zustand des Versicherten und er nimmt er eine schlüssige Beu rteilung der Arbeitsfähigkeit vor. Diese stimmt im Übrigen auch weitgehend mit der ursprü nglichen Einschätzung des behan- delnden Arztes Dr. med. F.____, Orthopädie und Handchirurgie FMH, vom 10. September 2009 (recte: 2008) überein, welcher dem Versicherten damals in einer adaptierten Tätigkeit eine 70 - 100 %-ige Arbeitsfähigkeit attestiert hatte. Weshalb Dr. F.____ in seinem Bericht vom 13. Mai 2009 nunmehr lediglich noch von einer Arbeitsfähigkeit von „circa“ 65 % ausgeht, ist dagegen nicht klar, zumal er diese neue Einschätzung nicht näher begründet. Man kann sich deshalb mit der IV-Stelle des Eindrucks nicht erwehren, dass er sic h dabei - ohne sich näher damit ausei- nanderzusetzen - auf den Bericht der Eingliederungsstätt e E.____ vom 23. Februar 2009, in welchem dem Versicherten eine Arbeitsleistung zwischen 60 % und 70 % attestiert worden war, gestützt hat. Somit kann aber keine Rede davon sein, da ss die Einschätzung des behandeln- den Orthopäden „nachvollziehbarer“ sein soll als diejeni ge des orthopädischen Gutachters Dr. C.____. 5.4 Lassen die vorhandenen medizinischen Unterlagen nach dem Gesagten eine zuverläs- sige Beurteilung des aktuellen Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht zu, so kann auf die vom Beschwerdeführer beantragte Vo rnahme neuer medizinischer Abklä- rungen verzichtet werden. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Be- weisanträge zu stellen, und - als Korrelat - die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Bewei- se sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs indesse n nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache er heblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zu- verlässiges Bild des relevanten Sachverhaltes ergeben und dieser demnach hinreichend abge- klärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzicht et werden. Die damit verbundene antizi- pierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen, 124 V 94 E . 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). 6. Wie bereits weiter oben ausgeführt (vgl. E. 3.2 hi ervor), ist der Invaliditätsgrad bei er- werbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergle ichs zu bestimmen (Art. 16 ATSG). 6.1 Da der Beschwerdeführer nach dem vorstehend Gesagte n vom 2. September 2007 bis Ende Dezember 2007 in sämtlichen Tätigkeiten vollständi g arbeitsunfähig war, kann mit der IV- Stelle ohne Weiteres festgehalten werden, dass der Inva liditätsgrad im genannten Zeitraum 100 % betrug. 6.2 Näherer Betrachtung bedarf die Invaliditätsbemessun g ab Januar 2008, also ab dem Zeitpunkt, ab welchem der Versicherte laut den massgeb enden medizinischen Akten (vgl. E. 5.1 und 5.2 hiervor) in einer leidensadaptierten Tätigkeit wieder zu 70 % arbeitsfähig war. 6.2.1 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entsche idend, was die versicherte Per- son im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der ü berwiegenden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel auf den let zten Lohn, den die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt hat, abzustellen ist (Urteil I. des EVG vom 26. Novem- ber 2002, I 491/01, E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). 6.2.2 In der angefochtenen Verfügung vom 7. Septembe r 2011 hat die IV-Stelle den Validen- lohn des Versicherten anhand der Tabellenlöhne der Schw eizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik ermittelt und dabei ein Einkommen von Fr. 63'640.-- er- rechnet. Diese Vorgehensweise ist vom Versicherten in sein er Beschwerde unter Hinweis auf die vorstehend wiedergegebene Rechtsprechung beanstande t worden. In ihrer Vernehmlas- sung vom 12. Dezember 2011 und in der abschliessenden Stellungnahme vom 20. Januar 2012 hat die IV-Stelle diesen Einwand als berechtigt anerkan nt und sich der Auffassung des Be- schwerdeführers angeschlossen, wonach bei der Ermittlung des Valideneinkommens nicht auf die LSE-Tabellenlöhne, sondern auf den letzten Lohn, den der Versicherte vor Eintritt des Ge- sundheitsschadens erzielt hatte, abzustellen ist. Dieser - n unmehr übereinstimmenden - Be- trachtungsweise der Parteien ist beizupflichten. Da vor liegend ein allfälliger weiterer Rentenan- spruch des Versicherten ab 1. Mai 2008 zur Beurteilung st eht, sind dem Einkommensvergleich Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht die in diesem Zeitpunkt gegebenen Einkommensverhältniss e zu Grunde zu legen (vgl. BGE 129 V 222, 128 V 174). Laut den bei den Akten liegenden Angaben der ehemaligen Arbeitgebe- rin hätte der Versicherte in seiner zuletzt ausgeübten T ätigkeit als Bauarbeiter im Jahr 2008 ein Jahresgehalt von Fr. 65'520.-- (Fr. 5'040.-- x 13) erzi elt. Dieser Betrag bildet somit das für den Einkommensvergleich massgebende Valideneinkommen des Beschwerdeführers. 6.3.1 Da der Versicherte seit Eintritt des Gesundheitssch adens keine zumutbare, leidensan- gepasste Tätigkeit ausübt, hat die IV-Stelle das Invalid eneinkommen richtigerweise unter Bei- zug der LSE-Tabellenlöhne ermittelt (vgl. dazu BGE 12 6 V 76 E. 3b/bb mit Hinweisen und 124 V 322 E. 3b/aa). Laut Tabelle TA1 der LSE 2008 belief sich der Zentralwert für die mit ein- fachen und repetitiven Aufgaben (Anforderungsniveau 4 ) beschäftigten Männer im privaten Sektor im Jahre 2008 auf Fr. 4'806.-- (LSE 2006, Priva ter Sektor, Tabelle TA1, Männer, Total Ziff. 01-93). Dabei ist zu beachten, dass dieser Tabell enlohn auf einer einheitlichen Arbeitszeit von 40 Wochenstunden beruht und für das Jahr 2008 auf die durchschnittliche Wochenarbeits- zeit von 41,6 Stunden (vgl. Die Volkswirtschaft 9/2010 S. 98 Tabelle B 9.2) umzurechnen ist. Dies ergibt einen Monatslohn von Fr. 4’998.25 bzw. ein Jahresgehalt von Fr. 59'979.--. Da der Versicherte laut den massgebenden medizinischen Unterlag en (vgl. E. 5.3 hiervor) in einer sol- chen Tätigkeit noch zu 70 % arbeitsfähig ist, resultiert für ihn grundsätzlich ein Invalidenein- kommen von Fr. 41'985.-- (Fr. 59'979.-- x 70 %). 6.3.2 Von diesem anhand der Tabellenlöhne der LSE er hobenen Invalideneinkommen sind praxisgemäss verschiedene Abzüge zulässig. Im Entscheid 126 V 75 ff. hat das damalige EVG seine Rechtsprechung zu den Abzügen vom Tabellenlohn bereinigt und weiterentwickelt. Dabei hat es betont, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen de s konkreten Einzelfalles abhängt (leidensbedingte Einschränkung, Lebensalter, Anzahl Dien stjahre, Nationalität/Aufenthaltskate- gorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemä ssem Ermessen gesamthaft zu schät- zen sind. Dabei ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale letztlich aber auf insgesam t höchstens 25% zu begrenzen (BGE 126 V 80 E. 5b). 6.3.3 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.2 hiervor), ist der Versicherte seit Januar 2008 im Rah- men eines Vollpensums zu 70 % arbeitsfähig. Die Leistu ngsminderung ist dabei hauptsächlich auf die vorhandenen psychischen Gesundheitsbeeinträchtig ungen zurückzuführen, welche ei- nen erhöhten Pausenbedarf erfordern und eine Verlangsamung mit sich bringen. Nach der bun- desgerichtlichen Rechtsprechung rechtfertigt der Umstand , dass eine grundsätzlich vollzeitlich arbeitsfähige versicherte Person gesundheitlich beding t lediglich reduziert leistungsfähig ist, an sich keinen Abzug vom Tabellenlohn (Urteil V. des Bund esgerichts vom 3. November 2011, 9C_582/2011, E. 3.1). Vorliegend hat die IV-Stelle dem Beschwerdeführer in der angefochtenen Verfügung denn auch keinen solchen Abzug gewährt. Dad urch hat sie aber die konkreten Fall- umstände nur unzureichend berücksichtigt. Der Versicherte ist nämlich nicht nur durch die er- wähnten psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen, sonder n zusätzlich auch durch somati- sche Leiden an der rechten Hand und am rechten Arm in seiner Leistungsfähigkeit einge- schränkt. Solche Stellensuchende mit einer Häufung von g esundheitlichen Beeinträchtigungen, Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht die ihre Einsetzbarkeit einschränken, vermögen beruflich häufig nur dann Fuss zu fassen, wenn ein neuer Arbeitgeber sie zu einem für diesen günstiger en, das heisst tieferen Lohn einstellen kann (vgl. Urteil S. des EVG vom 5. September 2006, I 4 47/06, E. 3.2.2). Dieser Nachteil ist bei der Bemessung des Invalideneinkommens durch die Vornah me eines leidensbedingten Abzu- ges auszugleichen. Unter den geschilderten Umständen re chtfertigt es sich deshalb, dem Be- schwerdeführer einen Abzug vom Tabellenlohn von 10 % zu gewähren. 6.3.4 Kürzt man mit der IV-Stelle den oben (E. 6.3.1 hiervor) ermittelten Tabellenlohn von Fr. 41'985.-- um 10 %, so ergibt dies für den Beschwerd eführer ein massgebendes Invaliden- einkommen von Fr. 37'787.-- (Fr. 41'985.-- x 90 %). 6.4 Stellt man im Einkommensvergleich dieses Invalideneink ommen von Fr. 37'787.-- dem oben (vgl. E. 6.2.2 hiervor) ermittelten Valideneinko mmen von Fr. 65’520.-- gegenüber, so re- sultiert daraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 27’733.--, was einen Invaliditätsgrad des Versi- cherten von 42,33 %, bzw. gerundet von 42 % (vgl. zur Ru ndungspraxis: BGE 130 V 121 ff.) ergibt. Bei einem IV-Grad von 42 % hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Viertelsrente. 6.5 Laut Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Inva lidenversicherung (IVV) vom 17. Ja- nuar 1961 ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigke it die anspruchsbeeinflussende Ände- rung für die Herabsetzung der Leistung von dem Zeitpu nkt an zu berücksichtigen ist, in wel- chem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich länge re Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentl iche Unterbrechung drei Monate an- gedauert hat und voraussichtlich weiter andauern wird. Berücksichtigt man, dass der Be- schwerdeführer einerseits bis Ende Dezember 2007 vollständ ig arbeits- und somit auch er- werbsunfähig war, und dass bei ihm anderseits ab Januar 2 008 eine anspruchsbeeinflussende, längere Zeit dauernde Verbesserung der Erwerbsfähigk eit eingetreten ist, hat er gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV bis Ende April 2008 Anspruch auf eine ganze Rente. Mit Wirkung ab 1. Mai 2008 ist diese ganze Rente gestützt auf den nunmehr massgebenden Invaliditätsgrad von 42 % auf eine Viertelsrente herabzusetzen. 7. Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass die IV-Ste lle in der angefochtenen Verfügung vom 7. September 2011 einen Rentenanspruch des Versicherten ab 1. Mai 2008 zu Unrecht abgelehnt hat. Die hiergegen erhobene Beschwerde ist demnach gutzuheissen und die Verfügung vom 7. September 2011 ist in dem Sinne zu än dern, als festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Mai 2008 Anspruch auf eine IV-Viertelsrente hat. 8. Es bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden . 8.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätz- lich auf den Prozessausgang abzustellen. Vorliegend ist der Beschwerdeführer obsiegende und die IV-Stelle unterliegende Partei. 8.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige- rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs gericht kostenpflichtig. Die Verfah- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des kantonale n Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1 993 in der Regel in angemesse- nem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unter- liegende Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tr agen. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO d en Vorinstanzen - vorbehältlich des hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO - keine Ver fahrenskosten auferlegt werden. Auf- grund dieser Bestimmung hat die IV-Stelle als Vorinstanz trotz Unterliegens nicht für die Verfah- renskosten aufzukommen. Dies hat zur Folge, dass für den vorliegenden Prozess keine Verfah- renskosten erhoben werden. 8.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Besch werde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient- schädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rech tsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 1. Februar 2012 für d as vorliegende Verfahren einen Zeitauf- wand von 8,5 Stunden geltend gemacht, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellen- den Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelan- genden Stundenansatz von 250 Franken zu entschädigen. N icht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 61.--. Dem Beschwerdeführer ist des- halb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'3 60.80 (8,5 Stunden à Fr. 250.-- + Ausla- gen von Fr. 61.-- zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefoc htene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 7. September 2011 in dem Sinne ge- ändert, als festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Mai 2008 Anspruch auf eine IV-Viertelsrente hat. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdefü hrer eine Partei- entschädigung in der Höhe von Fr. 2'360.80 (inkl. Ausl agen und 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.