<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00176</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106390&amp;W10_KEY=13013577&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00176</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.11.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verkehrs- und Erschliessungsplan</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verkehrs(richt)plan und Erschliessungsplan: Wird eine Strasse mit einem Erschliessungsplan bereits weitgehend festgelegt, so sind die lärmschutzrechtlichen Voraussetzungen bereits im Festsetzungsverfahren zu prüfen. Die von der Gemeinde dazu vorgenommenen rudimentären Abklärungen waren zwar ungenügend. Die deshalb von der Vorinstanz angeordnete Rückweisung an die Gemeinde ist aber gleichwohl nicht gerechtfertigt, da sich der Mangel durch eigene Berechnungen aufgrund der vorliegenden Akten hätte beheben lassen (E. 3b). Der Ausbau und teilweise Neubau der Strasse ist nach den konkreten örtlichen Verhältnissen in umweltschutzrechtlicher Hinsicht als Errichtung einer neuen Anlage zu würdigen. Dies erfordert grundsätzlich die Einhaltung des Planungswertes gemäss Lärmschutz-Verordnung. Aufgrund der Akten ergibt sich, dass der Planungswert nicht überschritten ist (E. 3b). Vorsorgliche Massnahmen zur Emissionsbegrenzung sind eingehalten worden, und das vorliegende Strassenprojekt ist gegenüber einem früheren Projekt in umweltschutzrechtlicher Hinsicht zumindest gleichwertig (E. 3c/d). Gutheissung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ERSCHLIESSUNGSPLAN, LANDUMLEGUNG, QUARTIERPLAN">ERSCHLIESSUNGSPLAN, LANDUMLEGUNG, QUARTIERPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNGSPLAN, LANDUMLEGUNG, QUARTIERPLAN">ERSCHLIESSUNGSPLAN, LANDUMLEGUNG, QUARTIERPLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: LÃRMSCHUTZ">LÃRMSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANUNGSWERT">PLANUNGSWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SACHVERHALTSERMITTLUNG">SACHVERHALTSERMITTLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSE">STRASSE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 8 LSV</span><br/><span class="gerade">Art. 11 Abs. II USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 18 USG</span><br/><span class="gerade">Art. 25 USG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Gemeindeversammlung Elsau setzte mit Beschluss vom 13. April 2000 einen geÃ¤nderten Verkehrsplan und einen entsprechend geÃ¤nderten Erschliessungsplan fest. Die Ãnderungen betreffen die Erschliessung des Gebietes HeidenbÃ¼el, das nordwestlich des Orts­kerns von RÃ¤terschen zwischen der Stationsstrasse und der Eulach liegt. GemÃ¤ss den neuen PlÃ¤nen soll dieses Gebiet Ã¼ber die zu verlÃ¤ngernde Strasse Im Heidenloch mit der RÃ¼mikerstrasse verbunden und derart fÃ¼r den motorisierten Verkehr zugÃ¤nglich gemacht werden. FÃ¼r FussgÃ¤nger und Radfahrer bestehen relativ kurze Direktverbindungen zum Ortskern von RÃ¤terschen und zur Bahnstation.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Verschiedene Anwohner der Strasse Im Heidenloch erhoben gegen die kommunale Planfestsetzung Rekurs an die Baurekurskommission IV, welche das Rechtsmittel am 26. April 2001 guthiess, den angefochtenen Beschluss aufhob und die Akten zur weiteren Behandlung im Sinne der ErwÃ¤gungen an die Gemeinde zurÃ¼ckwies.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diese Rekurserledigung liess der Gemeinderat Elsau fÃ¼r die Politische Gemeinde Elsau am 29. Mai 2001 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben. Die Gemeindeversammlung stimmte der BeschwerdefÃ¼hrung am 21. Juni 2001 zu. Die Gemeinde beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und der Gemeindeversam­mlungsbeschluss vom 13. April 2000 sei wiederherzustellen unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission IV beantragte am 11. Juli 2001 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge. Denselben Antrag stellten am 18. September 2001 die beschwerdefÃ¼hrenden Anwohner und Anwohnerinnen, die zudem um eine ParteientschÃ¤digung ersuchten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) GemÃ¤ss den §§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/ 8. Juni 1997 (VRG) und § 329 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) ist vorliegend die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulÃ¤ssig. Der Rechts­streit betrifft einen Verkehrs- und einen Erschliessungsplan, mithin einen kommunalen Richt- und einen Nutzungsplan, bei deren Festsetzung der Gemeinde eine qualifizierte Entscheidungs- und Ermessensfreiheit zusteht. Die Gemeinde ist daher gemÃ¤ss § 21 lit. b VRG ohne weiteres zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Auf die rechtzeitig und formrichtig eingereichte Beschwerde ist einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Sachverhalt ergibt sich mit hinreichender Klarheit aus den Akten. Auf den beantragten Augenschein ist zu verzichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die Vorinstanz hat erwogen, dass das Gebot der PlanbestÃ¤ndigkeit im vorliegenden Fall einer Revision des Verkehrs- und des Erschliessungsplans nicht entgegensteht. Auf diese zutreffenden ErwÃ¤gungen wird verwiesen (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die Vorinstanz ist der Auffassung, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe es zu Unrecht unterlassen, die umweltrechtlichen, insbesondere die lÃ¤rmschutzrechtlichen Aspekte hinreichend umfassend zu untersuchen. Deshalb sei unklar, ob die bisherige oder die neue Erschliessungsvariante in lÃ¤rmschutzrechtlicher Hinsicht, aber auch unter lufthygienischen Gesichtspunkten, den Vorzug verdiene. Wenn die neue Variante der bisherigen immissions­rechtlich nicht mindestens ebenbÃ¼rtig sei, mÃ¼ssten gewichtige Ã¶ffentliche Interessen vor­liegen, um dennoch eine PlanÃ¤nderung zu rechtfertigen. Die von der Gemeinde vor allem geltend gemachten finanziellen Interessen erÃ¼brigten die gebotene umweltschutzrechtliche AbklÃ¤rung nicht, abgesehen davon, dass diese finanziellen ErwÃ¤gungen auch nicht besonders einleuchteten. Die BeschwerdefÃ¼hrerin stellt sich demgegenÃ¼ber auf den Standpunkt, ihre AbklÃ¤rungen seien ausreichend gewesen. Zudem habe die Baurekurskommission IV verschiedene der von der BeschwerdefÃ¼hrerin im Rekursverfahren vorgebrachten Argumente schlichtweg Ã¼bergangen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Soll ein Erschliessungsplan revidiert werden, so hat dies unter BerÃ¼cksichtigung aller berÃ¼hrten Ã¶ffentlichen und privaten Interessen zu geschehen. Zu den massgeblichen Ã¶ffentlichen Interessen zÃ¤hlen insbesondere auch jene des Umweltschutzes (BGE 118 Ia 372, bes. E. 4d). Wird mit einem Sondernutzungsplan eine konkrete Strasse bereits weitgehend festgelegt und werden wesentliche Elemente der Baubewilligung vorherbestim­mt, wie dies vorliegend der Fall ist, so sind die lÃ¤rmschutzrechtlichen Voraussetzungen schon in diesem Rahmen zu prÃ¼fen (Robert Wolf in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. A., ZÃ¼rich 2000, Art. 25 N. 9 mit Hinweisen). Die Angaben, welche die BeschwerdefÃ¼hrerin in diesem Zusammenhang beigebracht hat, sind ungenÃ¼gend. Sie bestehen im We­sentlichen in der Berufung auf eine Stellungnahme der kantonalen Fachstelle LÃ¤rmschutz (Fals) vom 21. Januar 2000, wonach die Immissionsgrenzwerte (IGW) der Empfind­lichkeitsstufe II entlang der Strasse Im Heidenloch trotz der Mehrbelastung eingehalten sein werden. Die Stellungnahme der Fals lÃ¤sst nicht erkennen, von welchen Annahmen sie ausgeht, und beruht auf einer unzutreffenden Anwendung des massgeblichen Bundesrechts, wie sogleich darzulegen ist. Dieser Mangel rechtfertigt indessen die RÃ¼ckweisung, welche die Baurekurskommission IV verfÃ¼gt hat, nicht, da er sich durch eigene Berechnungen oder durch einen Amtsbericht der Fals ohne weiteres hÃ¤tte beheben lassen. Im Ãbrigen hÃ¤tte die Kommission gestÃ¼tzt auf die AusfÃ¼hrungen der Parteien im Rekursverfahren und die Ã¼brigen Akten eine umfassende Beurteilung vornehmen kÃ¶nnen. FÃ¼r das Verwaltungsgericht verhÃ¤lt es sich gleich. Eine RÃ¼ckweisung ist nicht angezeigt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Sowohl die Fachstelle LÃ¤rmschutz als auch die Baurekurskommission IV haben ihre Beurteilung der LÃ¤rmimmissionen wesentlich auf Art. 8 Abs. 2 und 3 der LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV, SR 814.41) gestÃ¼tzt. Sie haben angenommen, der vorgesehene Ausbau der Strasse Im Heidenloch stelle eine wesentliche Ãnderung einer bestehenden Anlage dar, mit der Folge, dass diese nach der Ãnderung die Immissionsgrenz­­werte nicht Ã¼berschreiten dÃ¼rfe. Diese Auffassung ist schon insofern zweifelhaft, als ein namhaftes TeilstÃ¼ck der Strasse Im Heidenloch vÃ¶llig neu erstellt werden soll, nÃ¤mlich der Abschnitt vom heutigen Kehrplatz bis hin zum HeidenbÃ¼el. Davon werden zwei Liegen­schaften betroffen, die heute keinen direkten Anstoss an die Strasse Im Heidenloch auf­weisen. Zudem soll eine neue BrÃ¼cke gebaut werden. Schon deshalb muss jedenfalls teilweise von einer neuen Strasse gesprochen werden. Vor allem aber stehen Art. 8 Abs. 2 und 3 LSV zum Teil in Widerspruch zu Art. 25 USG und kÃ¶nnen deshalb nicht unbesehen ange­wendet werden. Art. 8 Abs. 2 LSV darf ganz generell nur als AusfÃ¼hrungsvorschrift zu Art. 18 USG (Umbau und Erweiterung <i>sanierungsbedÃ¼rftiger</i> Anlagen) aufgefasst werden. Hingegen kann diese Bestimmung nicht angewendet werden auf eine bestehende Anlage, die bisher keine erheblichen Immissionen verursacht hat (Wolf, Art. 25 N. 48 mit Hinweisen). Die Ãnderung einer solchen Anlage ist nach der Praxis vielmehr der Errichtung einer neuen Anlage gleichzusetzen. GemÃ¤ss Art. 25 Abs. 1 USG hat sie die Planungswerte einzu­halten, sofern nicht Erleichterungen gemÃ¤ss Abs. 2 oder 3 zu gewÃ¤hren sind (BGr, 20. No­vember 1998, URP 1999, S. 264 E. 3a; VGr, 7. Juli 1998, VB.1997.00498+499, URP 1998, S. 688, E. 5d). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es steht ausser Zweifel, dass die Strasse Im Heidenloch, die bisher rund 10 Wohn­einheiten erschliesst, keine nennenswerten Immissionen erzeugt. Ihr vorgesehener Ausbau ist deshalb der Errichtung einer neuen Anlage gleichzustellen. In erster Linie ist zu prÃ¼fen, ob die Strasse nach dem Ausbau die Planungswerte einhÃ¤lt oder nicht (ferner ist zu prÃ¼fen, ob vorsorgliche Massnahmen mÃ¶glich sind; vgl. dazu die anschliessende E. 3c). Die Fachstelle LÃ¤rmschutz bietet auf ihrer Internetseite (www.laerm.zh.ch) unter der Rubrik "LÃ¤rm­orama/Vom Verkehr zum LÃ¤rm" die MÃ¶glichkeit, eine Grobberechnung der LÃ¤rm­immis­si­o­nen einer Strasse vorzunehmen. Dabei wird die HindernisdÃ¤mpfung vernachlÃ¤ssigt. Die Resultate fallen daher eher zu pessimistisch aus und kÃ¶nnen fÃ¼r Gutachten nicht verwendet werden. Erforderlich ist weiter, dass die wesentlichen fÃ¼r die LÃ¤rmberechnung erforderlichen Daten vorhanden sind. Bei den Akten der Vorinstanz befindet sich unter anderem das Gutachten des IngenieurbÃ¼ros, welches 1987 verschiedene Varianten fÃ¼r die Erschlies­sung des HeidenbÃ¼els untersucht hat. Damals wurde angenommen, im HeidenbÃ¼el sollten rund 100 Wohneinheiten errichtet werden. Der dadurch erzeugte Verkehr wurde mit rund 300 Fahrten pro Tag angegeben, d.h. pro Wohneinheit ist mit rund 3 Fahrten pro Tag zu rechnen (S. 8). Nach heutigem Planungsstand kÃ¶nnen im der Wohnzone W2b und W3 zugewiesenen HeidenbÃ¼el rund 150 Wohn­einheiten errichtet werden; demnach sind rund 450 Fahrten pro Tag bzw. 28.125 Fahrten pro Stunde zu erwarten (massgeblich ist der 16-Stunden-Tag gemÃ¤ss Anhang 3 Ziff. 32 LSV). Der Lastwagen- und Motorradanteil kann mit 5 % eingesetzt werden, was eine pessimistische Annahme ist, die in Wirklichkeit bei der Erschliessung einer reinen WohnÃ¼berbauung nicht erreicht werden wird. Die Geschwin­digkeit wird mit 50 km/h, die Steigung der Strasse mit &lt; 3 % eingesetzt (vgl. die HÃ¶henangaben und HÃ¶henkurven). Die Distanz zur Fahrbahn wird mit 8 m angenommen (6 m Grenzabstand plus 2 m Trottoirbreite); auch diese Annahme stellt den geringstmÃ¶glichen Abstand dar und fÃ¼hrt tendenziell zu einer ÃberschÃ¤tzung des resultierenden Immissionspegels. Im Ãbrigen werden die Standardvorgaben verwendet. Ausgehend von diesen Daten ergibt sich ein Immissionspegel fÃ¼r den Tag von 49.4 dB(A). Der entsprechende Planungswert der Empfindlichkeitsstufe II betrÃ¤gt 55 dB(A) und wird bei weitem nicht erreicht. Wenn bei im Ãbrigen unverÃ¤nderten Daten 600 Fahrten pro Tag (37.5 Fahrten/h) angenommen werden, so ergibt sich ein Immissionspegel von 51.4 dB(A), was immer noch deutlich unter dem Planungswert liegt. Erst bei etwa 900 Fahrten pro Tag bzw. 56.25 Fahrten pro Stunde, was weit Ã¼ber dem zu erwartenden Verkehr liegt, wÃ¼rde der Planungswert gerade erreicht. Es lÃ¤sst sich also festhalten, dass die geplante Stras­se auch unter pessimistischen Annahmen den massgeblichen Planungswert ohne weiteres einhalten wird (der Planungswert fÃ¼r die Nacht wird erfahrungsgemÃ¤ss unter den gegebenen UmstÃ¤nden erst recht eingehalten sein). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Wie die Vorinstanz zu Recht erwogen hat, ist unabhÃ¤ngig von der Einhaltung des massgeblichen Planungswertes nach Art. 11 Abs. 2 USG zu prÃ¼fen, ob die vorsorglichen Massnahmen zur Emissionsbegrenzung eingehalten sind. Solche Massnahmen mÃ¼ssen tech­nisch und betrieblich mÃ¶glich und wirtschaftlich tragbar sein. Bei Ã¶ffentlichen Anlagen, die wie hier nicht nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten betrieben werden kÃ¶nnen, ist die Frage der wirtschaftlichen Tragbarkeit nach den Kriterien des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzips zu beantworten. Danach ist gemessen am umweltrechtlich relevanten GefÃ¤hrdungspotential der Anlage zu prÃ¼fen, ob sÃ¤mtliche zur VerfÃ¼gung stehenden und fÃ¼r den Anlageersteller betrieblich sowie finanziell zumutbaren baulichen und technischen Mit­tel ausgeschÃ¶pft worden sind, um die Emissionen zu reduzieren. Ist ein Vorhaben zu beurteilen, welches die Planungswerte einhÃ¤lt, erweisen sich weitergehende EmissionsbeschrÃ¤nkungen unter Beachtung des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrundsatzes meist nur dann als im Sinne von Art. 11 Abs. 2 USG wirtschaftlich tragbar, wenn mit relativ wenig Aufwand eine wesentliche zusÃ¤tzliche Reduktion der Emissionen erreicht werden kann (BGE 124 II 517 E. 5a mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Als vorsorgliche Massnahme ist vorgesehen, das Trottoir durchgehend auf die Ostseite der Strasse zu legen, wodurch die Distanz zu den WohnhÃ¤usern um rund 2 m vergrÃ¶s­sert wird. Dies wirkt sich auf die AbstandsdÃ¤mpfung aus und stellt eine wirtschaftliche trag­­bare vorsorgliche Massnahme dar. Die Vorinstanz wirft die viel weiter gehende Frage auf, ob nicht das Festhalten an der bisherigen Erschliessungsvariante eine vorsorgliche Mass­nahme darstellen wÃ¼rde. Die Frage ist grundsÃ¤tzlich berechtigt, kann indessen vorliegend anhand der Akten ohne Weiteres verneint werden. Die Erschlies­sung gemÃ¤ss dem noch gÃ¼ltigen Erschliessungsplan sieht vor, die Strasse Im Halbiacker ostwÃ¤rts zu verlÃ¤ngern und Ã¼ber zwei BrÃ¼cken ins HeidenbÃ¼el zu fÃ¼hren. Die EinmÃ¼ndung der Strasse Im Heidenloch in die RÃ¼mikerstrasse soll fÃ¼r Motorfahrzeuge geschlossen werden. Der Verkehr vom und zum HeidenbÃ¼el wÃ¼rde demnach durch die Gewerbezone Schwalmenacker und Ã¼ber die Heinrich Bosshard-Strasse sowie die Strasse Im Geren zur RÃ¼mikerstrasse gefÃ¼hrt, soweit er nicht westwÃ¤rts die Fortsetzung der Heinrich Bosshard-Strasse nach Winterthur wÃ¤hlt. Auch ohne nÃ¤here Untersuchung lÃ¤sst sich feststellen, dass die LÃ¤rmbelastung, die dabei den Anwohnern der Strasse im Heidenloch erspart wÃ¼rde, den Anwohnern der Heinrich Bosshard-Strasse und der Strasse Im Geren auferlegt wÃ¼rde. Auch in RÃ¼mikon wÃ¼rde wie im Heidenloch eine Wohnzone W2c betroffen; ausserdem weist die BeschwerdefÃ¼hrerin darauf hin, dass die Durchfahrt durch RÃ¼mikon teilweise eng ist. Unter dem Gesichtspunkt des LÃ¤rmschutzes schneidet die bisherige LÃ¶sung eher schlechter, aber gewiss nicht besser ab als die neue. Unter dem Gesichtspunkt der Lufthygiene interessiert vor allem die StreckenlÃ¤nge, d.h. die Anzahl gefahrener Kilometer. In dieser Hinsicht sind beide Varianten ungefÃ¤hr gleichwertig, was den Verkehr in Richtung Winterthur betrifft. Hingegen ist es offensichtlich, dass in der neuen Variante die Strecke nach RÃ¤terschen und Elsau deutlich kÃ¼rzer wird, was fÃ¼r diese LÃ¶sung spricht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Unter den Aspekten des LÃ¤rmschutzes und der Lufthygiene ist die neue Er­schlies­sungslÃ¶sung der bisherigen demnach zumindest gleichwertig, ja sogar eher Ã¼berlegen. Die Planungswerte der Empfindlichkeitsstufe II kÃ¶nnen problemlos eingehalten werden. DarÃ¼ber hinaus macht die BeschwerdefÃ¼hrerin zu Recht geltend, dass durch den Wegfall einer BrÃ¼cke der Eingriff in die Eulachufer vermindert und durch den Verzicht auf die VerlÃ¤ngerung der Strasse Im Halbiacker der Landverbrauch reduziert werden kann. Ferner weist sie auf geÃ¤nderte UmstÃ¤nde hin. Einerseits habe sich der (Schwer-)Verkehr auf der Strasse Im Halbiacker (Gewerbezone Schwalmenacker) stÃ¤rker entwickelt als vorhergesehen; anderseits seien in Winterthur Bestrebungen im Gang, den die westliche Fortsetzung der Heinrich Bosshard-Strasse (Hofackerstrasse, OhrbÃ¼hlstrasse) benÃ¼tzenden Verkehr vermehrt auf die RÃ¼mikerstrasse zu verlagern. Dies lasse es als unerwÃ¼nscht erscheinen, zusÃ¤tzlichen Verkehr auf die Strasse Im Halbiacker zu legen, weil es zu problematischem Mehrverkehr in RÃ¼mikon fÃ¼hren kÃ¶nnte. Diese AusfÃ¼hrungen, denen weder die Vorinstanz noch die Beschwerdegegner konkrete EinwÃ¤nde entgegenstellen, leuchten durchaus ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Schliesslich durfte die BeschwerdefÃ¼hrerin in Rechnung stellen, dass die neu beschlossene ErschliessungslÃ¶sung sowohl im Bau wie im Unterhalt erheblich kostengÃ¼nstiger sein wird als die bisherige. Aus welchen GrÃ¼nden die BeschwerdefÃ¼hrerin vor gut zehn Jahren die teurere Erschliessung Ã¼ber RÃ¼mikon gewÃ¤hlt hat, kann dahingestellt bleiben. Ein Grund scheint zu sein, dass damals eine verkehrssichere Gestaltung der EinmÃ¼ndung in die RÃ¼mikerstrasse nicht als machbar erschien, was heute nicht mehr so gesehen wird. Jedenfalls ist es der Gemeinde nicht verwehrt, auf ihren damaligen Beschluss zurÃ¼ckzukommen, wenn wie vorliegend gute GrÃ¼nde fÃ¼r eine andere LÃ¶sung sprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Zusammenfassend ergibt sich: Es trifft wohl zu, dass die AbklÃ¤rungen, die dem von der Vorinstanz aufgehobenen Beschluss zu Grunde lagen, hinsichtlich der LÃ¤rm­auswirkungen ungenÃ¼gend waren. Diese AbklÃ¤rungen liessen sich jedoch ohne Weiteres nachholen. Angesichts der verbesserten LÃ¤rmbeurteilung und der Ã¼brigen GrÃ¼nde, welche die BeschwerdefÃ¼hrerin zu Gunsten ihres neuen Erschliessungsplans anfÃ¼hrt, stellt der RÃ¼ckweisungsbeschluss der Vorinstanz einen nicht gerechtfertigten Eingriff in das Planungsermessen der BeschwerdefÃ¼hrerin dar. Das fÃ¼hrt zur Gutheissung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Baudirektion hat die Ãnderung des Verkehrsplans und des Erschliessungsplans am 1. September 2000 genehmigt. Die Publikation wurde bis zum Abschluss des laufenden Rechtsmittelverfahrens zurÃ¼ckgestellt. Gegen das vorliegende Urteil ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegeben, soweit eine Verletzung von Bundesumweltschutzrecht gerÃ¼gt wird. Dieses Urteil wird daher erst mit dem unbenÃ¼tzten Ablauf der Rechtsmittelfrist von 30 Tagen oder nach einem entsprechenden Urteil des Bundesgerichts rechtskrÃ¤ftig. Die Baudirektion ist entsprechend zu orientieren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) AusgangsgemÃ¤ss wÃ¤ren die Gerichtskosten den Beschwerdegegnern aufzuerlegen. Es ist aber in Rechnung zu stellen, dass das Verfahren vor allem wegen der ungenÃ¼genden SachverhaltsabklÃ¤rungen der BeschwerdefÃ¼hrerin ausgelÃ¶st wurde. Daher sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG). Ausserdem hat sie den Beschwerdegegnern eine reduzierte ParteientschÃ¤digung im Umfang von Fr. ... (MWST inbegriffen) zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 VRG; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Boss­hart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 17 N. 33). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Disp.-Ziff. I des Beschlusses der Baurekurskommission IV vom 26. April 2001 wird aufgehoben und der Beschluss der Gemeindeversammlung vom 13. April 2000 wird wiederhergestellt.<br/> <br/> Disp.-Ziff. II und III des angefochtenen Beschlusses werden bestÃ¤tigt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <span><br/> </span> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. --.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. --.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. --.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerschaft eine ParteientschÃ¤digung von Fr. --.-- (MWST inbegriffen) zu bezahlen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">...</p> <p class="Einzug2"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>