<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00148</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206005&amp;W10_KEY=13013560&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00148</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.07.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Einordnung eines Mehrfamilienhauses in Kernzone. Kostenauflage an kommunale Baubehörde als Mitbeteiligte am Beschwerdeverfahren. Der kommunalen Behörde steht zwar bei der Anwendung der kommunalen BZO ein weiter Beurteilungsspielraum zu; vorliegend ist die Auslegung der kommunalen Kernzonenvorschriften durch die Baubehörde indes nicht mehr vertretbar. Zwar ist die Verwendung neuzeitlicher Bauformen (Gebäude mit grossflächiger Glasfassade) in einer Kernzone nicht ausgeschlossen; die Kernzonenvorschriften müssen jedoch entsprechend ausgestaltet sein und die Neubaute muss sich an die das Ortsbild prägende, bestehende räumliche und bauliche Struktur anpassen. Beide Anforderungen sind hier nicht erfüllt (E. 3.2). Dass Bauvorhaben verstösst gegen zahlreiche weitere kommunale Kernzonenvorschriften (E. 3.3). Die nach § 238 Abs. 2 PBG in einer Kernzone erforderliche gute Gestaltung verlangt einen positiven Beitrag zur Ergänzung der vorhandenen baulichen Strukturen. Diesen Beitrag leistet das Bauvorhaben nicht (E. 3.4). In Weiterentwicklung der Praxis zur Kostenauflage an die Baubehörde bei der Nachbarbeschwerde rechtfertigt sich eine solche im Falle des Unterliegens der (privaten) Beschwerdeführerin auch, wenn die Baubehörde als Mitbeteiligte am Beschwerdeverfahren die Position der Beschwerdeführerin einnimmt und entsprechende Anträge stellt (E. 4). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLEGUNG">AUSLEGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEURTEILUNGSSPIELRAUM">BEURTEILUNGSSPIELRAUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSSPIELRAUM">ERMESSENSSPIELRAUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KERNZONE">KERNZONE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KERNZONENVORSCHRIFTEN">KERNZONENVORSCHRIFTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENAUFLAGE">KOSTENAUFLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITBETEILIGTE PARTEI">MITBETEILIGTE PARTEI</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERLIEGERPRINZIP">UNTERLIEGERPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERURSACHERPRINZIP">VERURSACHERPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ZONENKONFORMITÃT">ZONENKONFORMITÃT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 16 BZO Adliswil</span><br/><span class="gerade">Art. 20 BZO Adliswil</span><br/><span class="ungerade">§ 238 Abs. II PBG</span><br/><span class="gerade">§ 13 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2006 Nr. 46 S. 14</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Am 25. August 2005 erteilte die Baukommission der Stadt Adliswil der A AG die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r ein Mehrfamilienhaus auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 02 an der L-Strasse 01 in Ober-Leimbach.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den hiergegen von C und D sowie E gemeinsam als Interessengemeinschaft L-Strasse 01 erhobenen Rekurs hiess die Baurekurskommission II am 7. MÃ¤rz 2006 unter Aufhebung der angefochtenen Baubewilligung gut.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 31. MÃ¤rz liess die A AG dem Verwaltungsgericht beantragen, den Rekursentscheid unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen aufzuheben und die Baubewilligung wiederherzustellen; eventuell sei die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz am 11. und die Beschwerdegegner am 18. April schlossen auf Abweisung der Beschwerde; Letztere beantragten Ã¼berdies die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. Die Baukommission Adliswil liess am 8. Mai 2006 beantragen, die Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen gutzuheissen. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der gegen einen Entscheid der Baurekurskommission erhobenen Beschwerde zustÃ¤ndig und die im Rekursverfahren unterlegene Bauherrschaft gemÃ¤ss § 338a des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) zur Erhebung des Rechtsmittels legitimiert. Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde ist einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin und die Mitbeteiligte machen geltend, die Vorinstanz hÃ¤tte auf den Rekurs insoweit nicht eintreten dÃ¼rfen, als von den anfechtenden Nachbarn die Gestaltung der SÃ¼dfassade gerÃ¼gt worden sei. Auf Grund der Lage ihrer Liegenschaften kÃ¶nnten die Nachbarn die SÃ¼dfassade nicht einsehen, weshalb ihnen eine andere Gestaltung keinen Vorteil zu verschaffen vermÃ¶chte.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>GemÃ¤ss stÃ¤ndiger verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung ist einem Nachbar mangels Rechtsschutzinteresse die Legitimation abzusprechen, wenn die von ihm vorgebrachten RÃ¼gen nicht geeignet sind, die angestrebte Bauverweigerung herbeizufÃ¼hren; dies ist etwa dann der Fall, wenn der gerÃ¼gte Projektmangel durch eine fÃ¼r ihn bedeutungslose Nebenbestimmung geheilt werden kann (RB 1987 Nr. 3, 1995 Nr. 8 = BEZ 1995 Nr. 14).</p> <p class="Erwgung2">Ein solcher untergeordneter Mangel liegt hier indes nicht vor. Abgesehen davon, dass die Nachbarrekurrierenden nicht allein die SÃ¼dfassade, sondern die Gestaltung des Neubaus als Ganzes als nicht mit den Kernzonenvorschriften vereinbar gerÃ¼gt haben, stellt hier bereits der geltend gemachte Verstoss gegen Art. 4 Abs. 5 der Bau- und Zonenordnung der Stadt Adliswil vom 5. April 1995 (BZO) einen Mangel dar, der nicht im Sinn von § 321 Abs. 1 PBG "ohne besondere Schwierigkeiten" behoben werden kann. Erweist sich die geplante vollstÃ¤ndige Verglasung der SÃ¼dfassade nÃ¤mlich als unzulÃ¤ssig, so muss mindestens diese GebÃ¤udeseite neu gestaltet und mÃ¼ssen wegen der geringeren FensterflÃ¤chen mÃ¶glicherweise auch die Grundrisse angepasst werden. Das sind Ãnderungen, welche insbesondere in einer Kernzone, wo die Gestaltungsanforderungen von § 238 Abs. 2 PBG gelten, das gemÃ¤ss § 321 Abs. 1 PBG zulÃ¤ssige Mass in der Regel sprengen. Die RÃ¼ge kann deshalb zur Aufhebung der Baubewilligung fÃ¼hren und ist damit geeignet, den anfechtenden Nachbarn die angestrebte Entlastung zu bringen.</p> <p class="Erwgung1"><span class="UrteilstextChar"><b>3. </b></span><span class="UrteilstextChar"> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Unter der Ãberschrift "Gestaltung der GebÃ¤ude" enthÃ¤lt Art. 4 BZO Gestaltungsvorschriften, welche in sÃ¤mtlichen Kernzonen gelten. So sind nur quartierÃ¼bliche Dachformen gestattet (Abs. 1), hat die Detailausbildung der DachrandabschlÃ¼sse in der bei Altbauten Ã¼blichen Weise zu erfolgen (Abs. 2), haben Fenster in der Regel die Form eines stehenden Rechtecks aufzuweisen (Abs. 4), sind grossflÃ¤chige MauerdurchbrÃ¼che, wie z.B. durchgehende Schaufensterfronten, nicht gestattet (Abs. 5) und sind fÃ¼r Fassaden in der Regel Verputz, Holz und Natur- bzw. Kunststein zu verwenden (Abs. 6). BezÃ¼glich der Kernzone Ober-Leimbach wird sodann in Art. 16 BZO der Zweck dieser Zone wie folgt umschrieben: "Die Kernzone Ober-Leimbach bezweckt die Erhaltung und ErgÃ¤nzung des ehemaligen Weilers Ober-Leimbach in seiner rÃ¤umlichen und baulichen Struktur." BezÃ¼glich der Dachgestaltung wird in Art. 20 BZO vorgeschrieben, dass die Hauptfirstrichtung der HauptgebÃ¤ude senkrecht zum Hang verlaufen muss (Abs. 1), dass Dachaufbauten zur Belichtung und BelÃ¼ftung des ersten Dachgeschosses zulÃ¤ssig sind in Form von Giebellukarnen und Schleppgauben (Abs. 2) und dass Dacheinschnitte nur im ersten Dachgeschoss und nur in Ecklagen zugelassen sind (Abs. 3).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die von der Vorinstanz beanstandete Gestaltung der SÃ¼dfassade ist nur der augenfÃ¤lligste Verstoss gegen diese Kernzonenvorschriften und den mit dieser Zone angestrebten Zweck. Auch wenn es zutrifft, dass der kommunalen BehÃ¶rde bei der Anwendung des kompetenzgemÃ¤ss erlassenen kommunalen Rechts ein weiter Anwendungs- und Auslegungsspielraum zusteht (BGr, 6. Juni 2005, 1P.487/2004, E. 3.1, www.bger.ch; BGE 96 I 369 E. 4; RB 1981 Nr. 20, 1982 Nr. 38, 1984 Nr. 106, 1986 Nr. 116), ist die von der Gemeinde vertretene Auslegung von Art. 4 Abs. 5 BZO angesichts des Wortlauts dieser Bestimmung und des in Art. 16 Abs. 1 umschriebenen Zonenzwecks nicht mehr vertretbar. Wenn Art. 4 Abs. 5 BZO grossflÃ¤chige MauerdurchbrÃ¼che, wie z.B. durchgehende Schaufensterfronten, verbietet, so wird dadurch ohne weiteres auch die vollstÃ¤ndige Verglasung einer Fassade erfasst, wie sie das streitbetroffene Projekt fÃ¼r die SÃ¼dfassade vorsieht. Zum selben Schluss fÃ¼hrt Art. 4 Abs. 6 BZO, welcher fÃ¼r die Fassaden in der Regel die Verwendung von Verputz, Holz und Natur- bzw. Kunststein vorsieht. Dass die Verglasung aus Fensterelementen in der Form stehender Rechtecke besteht, die damit fÃ¼r sich genommen die Anforderungen von Art. 4 Abs. 4 BZO erfÃ¼llen, vermag daran nichts zu Ã¤ndern. Die geplante grossflÃ¤chige Glasfassade ist im ursprÃ¼nglich lÃ¤ndlichen Weiler von Ober-Leimbach ein fremdes Element. Zwar ist die Verwendung neuzeitlicher Bauformen in einer Kernzone nicht von vornherein ausgeschlossen; die Kernzonenvorschriften mÃ¼ssen jedoch entsprechend (offen) ausgestaltet sein und die Neubaute muss sich an die das Ortsbild prÃ¤gende, bestehende rÃ¤umliche und bauliche Struktur anpassen (vgl. VGr, 9. Juli 2003, VB.2002.00315, E. 3b, www.vgrzh.ch). Beide Anforderungen sind hier nicht erfÃ¼llt.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Sodann verstÃ¶sst das Bauvorhaben gegen zahlreiche weitere Kernzonenvorschriften: Die DachrandabschlÃ¼sse ohne VorsprÃ¼nge entsprechen nicht der bei Altbauten Ã¼blichen Weise (Art. 4 Abs. 2 BZO) und die quer liegenden Fenster auf der Nordfassade nicht der Regel von Art. 4 Abs. 4 BZO, ohne dass ein Grund fÃ¼r diese Abweichung genannt wird; der Flachdachabschluss Ã¼ber dem Treppenhaus und Lift verstÃ¶sst gegen die Bestimmungen Ã¼ber die Dachgestaltung in Art. 20 BZO und die Dacheinschnitte auf der SÃ¼dseite finden sich entgegen der Vorschrift von Art. 20 Abs. 3 BZO in der GebÃ¤udemitte; dass "der Gesetzgeber" diese Bestimmung fÃ¼r nicht mehr zeitgemÃ¤ss erachten und entsprechende Ãnderungen der Bau- und Zonenordnung beabsichtigen soll (vgl. Erw. lit. d der Baubewilligung vom 25. August 2005), rechtfertigt nicht die Nichtanwendung dieser Bestimmung. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Schliesslich lassen sich weder der Baubewilligung noch der Rekursvernehmlassung der kommunalen BaubehÃ¶rde vom 5. Dezember 2005 AusfÃ¼hrungen darÃ¼ber entnehmen, inwiefern das Bauvorhaben den in der Kernzone geltenden erhÃ¶hten Gestaltungsanforderungen von § 238 Abs. 2 PBG entspricht und insbesondere einen Beitrag leistet zur angestrebten ErgÃ¤nzung des ehemaligen Weilers Ober-Leimbach in seiner rÃ¤umlichen und baulichen Struktur (vgl. Art. 16 BZO). Die BaubehÃ¶rde kann sich deshalb im Beschwerdeverfahren nicht auf den ihr bei der Anwendung von § 238 Abs. 2 PBG zustehenden besonderen Ermessensspielraum berufen (RB 1991 Nr. 2). Die in einer Kernzone erforderliche gute Gestaltung einer Baute verlangt nicht bloss, dass das Bauvorhaben im bestehenden Ortsbild nicht stÃ¶rt, sondern erfordert einen positiven Beitrag zur ErgÃ¤nzung der vorhandenen baulichen Strukturen (VGr, 26. September 2001, VB.2001.00192, E. 2, www.vgrzh.ch; Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, S. 10-10 f.). Diesen Beitrag leistet der projektierte Neubau nicht, der keine Elemente der noch vorhandenen ursprÃ¼nglichen Bausubstanz aufnimmt und in einer beliebigen Wohnzone stehen kÃ¶nnte.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Damit erweist sich die Aufhebung der Baubewilligung bereits aufgrund des Verstosses gegen Kernzonenvorschriften sowie Missachtung der erhÃ¶hten Gestaltungsanforderungen von § 238 Abs. 2 BPG als gerechtfertigt, und ist deshalb die Beschwerde als unbegrÃ¼ndet abzuweisen. Die weiteren gegen den Rekursentscheid erhobenen RÃ¼gen brauchen deshalb nicht geprÃ¼ft zu werden. Immerhin ist anzumerken, dass sich das streitbetroffene GrundstÃ¼ck gemÃ¤ss der Gefahrenkarte in einem Gebiet geringer GefÃ¤hrdung befindet und deshalb gemÃ¤ss Leitfaden zur Umsetzung der Gefahrenkarten Hochwasser keine Genehmigung durch die Baudirektion erforderlich ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">FÃ¼r die Kostenauflage gilt nach § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG â der aufgrund von § 70 VRG auch fÃ¼r das vorliegende Beschwerdeverfahren massgebend ist â in erster Linie das Unterliegerprinzip; ergÃ¤nzend kommt, unabhÃ¤ngig vom Ausgang des Verfahrens, das Verursacherprinzip gemÃ¤ss Satz 2 zum Zug (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 13 N. 14). Nach neuster verwaltungsgerichtlicher Praxis ist bei einer Nachbarbeschwerde auch die BehÃ¶rde, deren VerfÃ¼gung aufgrund des Rechtsmittels eines Drittbetroffenen aufgehoben wird, in der Regel mit einem Teil der Kosten zu belasten (VGr, 22. MÃ¤rz 2006, BEZ 2006 Nr. 34, E. 2.1, VGr, 9. Februar 2005, VB.2004.00481, E. 4, www.vgrzh.ch). Dabei liess sich das Verwaltungsgericht vom Gedanken leiten, es sei durchaus sachgerecht, dass die Amtsstelle, die ein Baugesuch auf seine Ãbereinstimmung mit den massgeblichen Vorschriften zu prÃ¼fen hat (und dafÃ¼r der Bauherrschaft nicht unerhebliche GebÃ¼hren in Rechnung stellt), sich an den Kosten des Rechtsmittelverfahrens beteiligen muss, wenn sich herausstellt, dass sie das Gesuch ungenÃ¼gend geprÃ¼ft und die Bewilligung zu Unrecht erteilt hat (VGr, 9. Februar 2005, VB.2004.00481, E. 4, www.vgrzh.ch). Analoge Ãberlegungen drÃ¤ngen sich fÃ¼r den vorliegenden Fall auf, in dem die BaubewilligungsbehÃ¶rde als Mitbeteiligte am Beschwerdeverfahren die Position der BeschwerdefÃ¼hrerin einnimmt und entsprechende AntrÃ¤ge stellt. Erweist sich nun die Beschwerde als unbegrÃ¼ndet und die Aufhebung der â ursprÃ¼nglich durch die Mitbeteiligte erteilten â Baubewilligung durch die Vorinstanz als begrÃ¼ndet, so rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten je zur HÃ¤lfte der BeschwerdefÃ¼hrerin und der Mitbeteiligten aufzuerlegen.</p> <p class="Erwgung2">Den nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnern steht eine ParteientschÃ¤digung nicht zu (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG); die BeschwerdefÃ¼hrerin und die Mitbeteiligte haben als Unterliegende von vornherein keinen solchen Anspruch.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 5'090.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden je zur HÃ¤lfte der BeschwerdefÃ¼hrerin und der Mitbeteiligten auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>