<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2001.00002</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105976&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2001.00002</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.03.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Handänderungssteuer</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Wirtschaftliche Handänderung Die Übertragung sämtlicher Aktien einer Immobiliengesellschaft von einer Schwestergesellschaft auf die andere ist eine wirtschaftliche Handänderung, weil bei diesem Vorgang die wirtschaftliche Verfügungsmacht über das betroffene Grundstück übertragen wird.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: GrundstÃ¼ckgewinn- und HandÃ¤nderungssteuern ST: HANDÃNDERUNGSSTEUER">HANDÃNDERUNGSSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERNEHMENSUMSTRUKTURIERUNG">UNTERNEHMENSUMSTRUKTURIERUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 178 lit. IIa aStG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die D. AG verkaufte am 29. Dezember 1994 alle 300 Namenaktien der G. AG, einer Immobiliengesellschaft in U., welche zur Hauptsache die Liegenschaft Kat.Nr. 01 in U. hÃ¤lt, an die A. AG. VerkÃ¤uferin und Erwerberin werden durch Aktienbeteiligungen direkt bzw. indirekt von Z. wirtschaftlich beherrscht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AktienÃ¼bertragung wÃ¼rdigte die Kommission fÃ¼r die Grundsteuern von U. als wirtschaftliche HandÃ¤nderung und auferlegte der A. AG, die sich kaufvertraglich zur Tragung einer allfÃ¤lligen HandÃ¤nderungssteuer verpflichtet hatte, eine solche Steuer von Fr. ... An dieser Veranlagung hielt die Kommission in ihrem Einspracheentscheid fest.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Steuerrekurskommission wies den Rekurs der A. AG am 12. Dezember 2000 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Diese liess dem Verwaltungsgericht mit Beschwerde beantragen, es sei festzustellen, dass keine HandÃ¤nderungssteuerpflicht gegeben sei; ausserdem verlangte sie eine ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission auf Vernehmlassung verzichtete, schloss das Steueramt von U. auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. </span>Die Erhebung der HandÃ¤nderungssteuer setzt laut § 178 Abs. 1 des kraft § 279 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) vorliegend noch anwendbaren Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) die HandÃ¤nderung an einem GrundstÃ¼ck oder Anteilen an einem solchen voraus. Dieser zivilrechtlichen HandÃ¤nderung, die sich durch die Ãbertragung des Eigentums charakterisiert, sind die wirtschaftlichen HandÃ¤nderungen gleichgestellt, d.h. jene RechtsgeschÃ¤fte, die bezÃ¼glich der VerfÃ¼gungsgewalt Ã¼ber GrundstÃ¼cke tatsÃ¤chlich und wirtschaftlich wie HandÃ¤nderungen wirken (§ 178 Abs. 2 lit. a aStG; vgl. auch § 161 Abs. 2 lit. a aStG fÃ¼r die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Eine wirtschaftliche HandÃ¤nderung liegt unter anderem vor, wenn die Mehrheitsbeteiligung an einer Immobiliengesellschaft verÃ¤ussert und damit die Beherrschung der Gesellschaft einem Dritten Ã¼bertragen wird (RB ORK 1955 Nr. 107 = ZBl 1956, S. 423 = ZR 1956 Nr. 83; VGr, 14. MÃ¤rz 1989 = StE 1989 B 42.22 Nr. 3; August Reimann/Ferdinand Zuppinger/Erwin SchÃ¤rrer, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 4. Band, Bern 1966, § 161 N. 45, 62 ff.).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Eine Immobiliengesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sie ausschliesslich oder zumindest Ã¼berwiegend die Nutzbarmachung der Wertsteigerung ihres Grundbesitzes oder dessen Verwendung als sichere und nutzbringende Kapitalanlage bezweckt, ohne RÃ¼cksicht darauf, ob die Nutzbarmachung oder Verwendung durch VerÃ¤usserung, Vermietung, Verpachtung oder Ãberbauung geschehen soll (RB 1964 Nr. 70; Reimann/Zuppinger/SchÃ¤rrer, § 161 N. 63). Ein Unternehmen verfolgt dann "Ã¼berwiegend" die Nutzbarmachung der Wertsteigerung seines Grundbesitzes oder dessen Verwendung als sichere oder nutzbringende Kapitalanlage, wenn sein anderes TÃ¤tigkeitsgebiet im Rahmen des gesamten unternehmerischen Handelns der Gesellschaft qualitativ und quantitativ eine untergeordnete Stellung einnimmt (VGr, 9. Mai 1995 = StE 1995 B 42.23 Nr. 6). In einem solchen Fall erfÃ¼llt die VerÃ¤usserung der Gesellschaftsanteile wirtschaftlich die gleiche Funktion wie die Ãbertragung des Eigentums an den Liegenschaften. Wenn die VerÃ¤usserung der Aktien wirtschaftlich einem GrundstÃ¼ckverkauf gleichkommt und ihre Wirkung sich darin erschÃ¶pft, sind die gleichen Steuerfolgen angebracht wie bei der zivilrechtlichen VerÃ¤usserung der GesellschaftsgrundstÃ¼cke (VGr, 14. MÃ¤rz 1989 = StE 1989 B 42.22 Nr. 3; BGE 99 Ia 459 E. 4).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Entscheidend ist infolgedessen, ob </span>die <span>D. AG </span>die wirtschaftliche VerfÃ¼gungsmacht Ã¼ber das streitbetroffene GrundstÃ¼ck <span>der G. AG an die A. AG Ã¼bertragen </span>und ihr damit eine Stellung verschafft hat, die es ihr erlaubt, darÃ¼ber wie eine zivilrechtliche EigentÃ¼merin zu verfÃ¼gen. Dies ist der Fall, weil die D. AG der A. AG das Eigentum an sÃ¤mtlichen Aktien der <span>G. AG, einer </span>Immobiliengesellschaft, verschafft hat. Denn das Alleineigentum an den Aktien verleiht der A. AG wirtschaftlich die Macht, Ã¼ber das streitbetroffene GrundstÃ¼ck wie eine EigentÃ¼merin zu verfÃ¼gen, wÃ¤hrend der D. AG diese wirtschaftliche MÃ¶glichkeit nicht mehr zusteht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin kommt es nicht darauf an, ob und von wem die am RechtsgeschÃ¤ft beteiligten Gesellschaften ihrerseits wirtschaftlich beherrscht werden; massgeblich ist einzig die Frage, ob ein Wechsel der wirtschaftlichen VerfÃ¼gungsmacht zwischen den Beteiligten stattgefunden hat. Im Ãbrigen wird die wirtschaftliche VerfÃ¼gungsmacht des MehrheitsaktionÃ¤rs Ã¼ber die GesellschaftsgrundstÃ¼cke nur bei Immobiliengesellschaften und Immobilienholdinggesellschaften angenommen. Dass VerÃ¤usserin und Erwerberin als derartige Gesellschaften zu wÃ¼rdigen seien, hat die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht behauptet, so dass deren gemeinsamer direkt bzw. indirekt beherrschender AktionÃ¤r <span>Z. </span>grundsteuerrechtlich die wirtschaftliche VerfÃ¼gungsmacht Ã¼ber das streitbetroffene GrundstÃ¼ck von vornherein nicht zukommt.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Schliesslich hat das Bundesgericht die Annahme einer wirtschaftlichen HandÃ¤nderung in einem den Kanton Luzern betreffenden Fall als willkÃ¼rfrei gewÃ¼rdigt, in welchem der beherrschende AktionÃ¤r einer Immobiliengesellschaft seine Beteiligung sogar direkt einer von ihm zu 100 % beherrschten Aktiengesellschaft verÃ¤ussert hatte (unverÃ¶ffentlichter Entscheid vom 28. Oktober 1998, 2P.243/1996). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Das Bundesgericht hat sodann im erwÃ¤hnten Entscheid (unter Berufung unter anderem auf Martin Steiner, Die neuere Praxis zur wirtschaftlichen Betrachtungsweise im zÃ¼rcherischen Grundsteuerrecht, ASA 52 [1983/84], S. 330) ausgefÃ¼hrt, in der Lehre werde zu Recht anerkannt, dass das Nebeneinander von zivilrechtlichem Haupt- und wirtschaftlichem Ersatztatbestand keinen unzulÃ¤ssigen Methodendualismus darstelle. Es bedeute auch keinen solchen Dualismus, wenn eine Norm mit wirtschaftlichen AnknÃ¼pfungspunkten, wie der Begriff des Ãbergangs der wirtschaftlichen VerfÃ¼gungsmacht Ã¼ber ein GrundstÃ¼ck ausgelegt werde. Aus dem Verbot des Methodendualismus ergebe sich nur, dass dann, wenn ein Sachverhalt unter dem Gesichtswinkel der wirtschaftlichen Betrachtungsweise bereits als HandÃ¤nderung erfasst worden sei, die nachfolgende zivilrechtliche EigentumsÃ¼bertragung, welche die wirtschaftliche mit der rechtlichen Situation in Ãbereinstimmung bringe, nicht nochmals besteuert werden dÃ¼rfe (Steiner, S. 320 f.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein solcher Fall ist hier nicht gegeben. Was hier vorliegt, ist eine Unternehmensumstrukturierung. Dieser Umstand steht aber einer Besteuerung nicht entgegen, weil diese Umstrukturierung nicht unter die SteuerbefreiungsgrÃ¼nde von § 180 lit. d - f aStG fÃ¤llt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>