B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-226/2019 Gate U r t e i l v o m 1 3 . M ä r z 2 0 1 9 Besetzung Einzelrichterin Roswitha Petry mit Zustimmung von Richterin Daniela Brüschweiler; Gerichtsschreiberin Sarah Diack. Parteien A._______, geboren am (…), Sri Lanka, vertreten durch (…), Beschwerdeführer, gegen Staatssekretariat für Migration (SEM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des SEM vom (…) Dezember 2018 / N (…). E-226/2019 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer, sri-lankischer Staatsangehöriger tamilischer Ethnie aus Kharaveddy, Nordprovinz, verliess sein Heimatland gemäss eigenen Angaben am (…) 2015 und gelangte über (…) in die Schweiz, wo er am (…) 2016 einreiste und gleichentags im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) des Staatssekretariats für Migration (SEM) in (…) um Asyl nach- suchte. B. Am (…) 2016 wurde der Beschwerdeführer zu seiner Person und dem Rei- seweg befragt (Befragung zur Person [BzP]). C. Am (…) 2016 richtete das SEM gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b der Ver- ordnung EG Nr. 604/2003 des Rates vom 26. Juni 2013 zur Fe stlegung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in ei- nem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (Dublin-III-VO), ein Übe rnahmegesuch an die ungarischen Behörden, das innert Frist unbeantwortet blieb, womit sie ihre Zuständigkeit implizit anerkannten. D. Mit Verfügung vom (…) 2016 trat das SEM in Anwendung von Art. 3 1a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch des Be- schwerdeführers nicht ein, ordnete die Wegweisung aus der Schweiz so- wie den Vollzug der Wegweisung nach Ungarn an und forderte ihn auf, die Schweiz am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. Gleichzei- tig stellte es fest, einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu. E. Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde vom (…) 2016 hiess das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom (…) 2017 gut, hob die ange- fochtene Verfügung auf und wies die Vorinstanz dazu an, eine Neubeurtei- lung vorzunehmen. F. Das SEM beendete am (…) 2018 das Dublin-Verfahren. E-226/2019 Seite 3 G. Am (…) 2018 wurde der Beschwerdeführer durch das SEM ausführlich zu seinen Fluchtgründen angehört. Er machte dabei im Wesentlichen geltend, er habe ab dem Jahre 2003 für die Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) Hilfeleistungen ausgeführt, namentlich bei Heldentagfeierlichkeiten Flag- gen aufgehängt und Lichter angezündet, den Eltern der Märtyrer Essen gebracht und deren Transport organisiert. Während seinen Tätigkeiten sei er beobachtet worden. Er habe den LTTE zudem geholfen, Waffen im Bo- den zu vergraben und diese Verstecke zu bewachen. Ab (…) 2006 sei er mit den LTTE herumgezogen und nirgends fest wohnhaft gewesen. Am (…) 2007 sei er sodann vom sri-lankischen Criminal Investigation Department (CID) beim LTTE-Camp, (…), zu einem Zeitpunkt festgenommen worden, als die LTTE Kämpfer sich alle ausserhalb des Camps befunden hätten. Er sei dann in ein Militärcamp gebracht und während einer Woche festgehal- ten und dabei geschlagen worden, ihm sei ein [Nagel] ausgerissen und er sei dazu aufgefordert worden, die Waffenverstecke preiszugeben. Nur mit Hilfe seiner [Verwandten] und der Dorfbewohner sei er wieder frei gekom- men. Nach der Freilassung seien ihm regelmässige Unterschriftsleistun- gen auferlegt worden. Aus Furcht vor weiteren Massnahmen sei er im Jahre 2008 nach [Land B._______] gereist; er habe dem CID damals (…) sri-lankische Rupien bezahlen müssen, um überhaupt (…) reisen zu kön- nen. Er sei erst im Jahre 2010 zurückgekehrt, als er vernommen habe, dass es zu Hause keine Schwierigkeiten mehr ge geben hätte . Ab dem Jahre 2012 sei er dann wieder gesucht worden; (…) Freunde seien festge- nommen worden und aus Angst, selbst wieder inhaftiert zu werden, habe er sich mit seiner [Familie] bei [Familienmitglied C._______] versteckt. Am (…) 2014 sei er dann, als er sich wieder einmal hinaus getraut habe, auf dem Nachhauseweg von Beamten des CID auf der Strasse zusammenge- schlagen und in der Folge mit gebrochenem [Körperglied] ins Spital einge- liefert worden. Am (…) 2014 habe er ein Schreiben der Armee bekommen, welches ihn dazu aufgefordert habe, sich als Kämpfer zu melden. Im (…) 2015 sei er aus Angst vor dieser Rekrutierung ausgereist, dies sei vorher aufgrund von Geldmangel nicht möglich gewesen. Seit seiner Ausreise würde sich das CID alle zwei bis drei Monate bei seiner Familie nach ihm erkundigen. Zur Untermauerung seiner Vorbringen reichte er ein ärztliches Attest vom (…) sowie ein Schreiben des Militärs betreffend Einzugs – beides in tami- lischer (und teilweise englischer) Sprache – ins Recht. E-226/2019 Seite 4 H. Mit Verfügung vom (…) 2018, die durch die Verfügung vom (…) 2018 er- setzt und dem Beschwerdeführer am (…) 2018 eröffnet wurde, lehnte das SEM das Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz – unter Androhung von Haft und Zwangsvollzug – an, falls der Beschwerde- führer die Schweiz nicht bis zum (…) 2019 verlasse. I. Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe seiner bevollmächtigten Rechtsvertreterin vom (…) 2019 beim Bundesverwal- tungsgericht Beschwerde. Darin beantragte er die Aufhebung der ange- fochtenen Verfügung und die Asylgewährung, eventualiter die Feststellung der Unzulässigkeit, allenfalls der Unzumutbarkeit des Wegweis ungsvoll- zugs und die Gewährung der vorläufigen Aufnahme. In prozessualer Hin- sicht ersuchte er darum, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen, sowie – unter Aussichtstellung einer Fürsorgebestätigung – auf die Erhebung eines Kostenvorschusses z u verzichten. Weiter ersucht er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und sinngemäss um Bei- ordnung seiner Rechtsvertreterin als amtliche Rechtsbeiständin. J. Mit Verfügung vom (…) 2019 wurde dem Beschwerdeführer der Eingang seiner Beschwerde beim Gericht bestätigt. Es wurde zudem festgehalten, dass er den Ausgang des Verfahrens einstweilen in der Schweiz abwarten könne. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. März 2019 ist die Teilrevision des AsylG vom 26. Juni 1998 (AS 2016 3101) in Kraft getreten. Für das vorliegende Verfahren gilt das bishe- rige Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 25. September 2015). 1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver- waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher E-226/2019 Seite 5 zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei- det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie- ferungsersuchens des Staates, vo r welchem die Beschwerde führende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine sol- che Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, wes- halb das Bundesverwaltungsgericht vorliegend endgültig entscheidet. 1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der Beschwer- deführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges In- teresse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und aArt. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 1.4 Das Gesuch um aufschiebende Wirkung erweist sich als gegenstands- los, da der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu- kommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG). 1.5 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.6 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü- gen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 2. 2.1 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterli- cher Zuständigkeit mit Zustimmung einer zweiten Richterin beziehungs- weise eines zweiten Richters entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, wes- halb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 2.2 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde in casu auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet. 3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtli ngen grund- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer E-226/2019 Seite 6 politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be- gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Ge- fährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa- chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 3.3 Gemäss Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts beinhaltet die Glaubhaftigkeitsprüfung eine Gesamtbeurteilung aller Elemente (Über- einstimmung bezüglich des wesentlichen Sachverhaltes, Substanziiertheit und Plausibilität der A ngaben, persönliche Glaubwürdigkeit ), wobei die Sachverhaltsdarstellung nur glaubhaft sein kann, wenn die positiven Ele- mente überwiegen (vgl. dazu BVGE 2015/3 E. 6.5.1 m.w.H). 4. 4.1 Das SEM führte in der angefochtenen Verfügung im Wesentlichen aus, am Wahrheitsgehalt der Vorbringen des Beschwerdeführers seien aus di- versen Gründen erhebliche Zweifel anzubringen, womit es ihm insgesamt nicht gelungen sei, eine tatsächliche Verfolgung da rzulegen. Angesichts der Tatsache, dass er angegeben habe, blosse Hilfeleistungen für die LTTE ausgeführt zu haben und selbst nicht aktives Mitglied gewesen zu sein, seien bereits erste Zweifel an den behaupteten Behelligungen durch d ie Beamten des CID anzubringen. Erhärtet würden die Zweifel durch die dies- bezüglichen, durchwegs unsubstanziierten, oberflächlichen und vagen Schilderungen; auch auf wiederholtes Nachfragen hin hätten sich seine Antworten lediglich auf knappe Handlungsabfolgen beschränkt ohne v er- tieft auf die erwähnten Gesche hnisse Bezug genommen zu haben. So habe er auch bezüglich der Woche, in der er angeblich inhaftiert gewesen sei, nur abstrakte Abfolgen erwähnen können. Hätte er da s Erwähnte tat- sächlich erlebt, dürfte jedoch erwartet werden, dass er darüber individueller und erlebnisgeprägter hätte berichten können. Des Weiteren fiele die Er- klärung, weshalb er behelligt worden sein sollte und nicht die LTTE-Ange- hörigen des Camps, unbegreiflich aus; die Behauptung des Beschwerde-E-226/2019 Seite 7 führers, es sei zum Zeitpunkt, als die Beamten des CID ihn bei (…) beo- bachtet hätten, nur er alleine anwesend gewesen, sei nicht nachvollzieh- bar. So sei er auch auf wiederholtes Nachfragen hin nicht in der Lage ge- wesen, verständlich zu machen, aus welchem Grund er nach seiner Rück- kehr aus [Land B._______] von einer zukünftigen Festnahme betroffen ge- wesen sei. Insbesondere sei nicht ersichtlich, war um das CID angeblich bei ihm zu Hause, nicht aber im drei Kilometer entfernten Haus seines [Fa- milienmitglieds C._______], wo er sich aufgehalten haben wolle, nach ihm gesucht habe. Schliesslich werde nicht klar, wie er in einem Schreiben – unter Androhungen von Massnahmen im Falle des Nichterscheinens – zur Militärpflicht aufgefordert worden sein sollte, er jedoch in der Folge keinen Behördenkontakt zu Protokoll gegeben habe beziehungsweise sein Fehl- verhalten ungestraft geblieben sei. Insgesamt hielten seine Ausführungen somit den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht stand. Es bestehe – auch vor dem Hintergrund der aktuellen Lage in Sri Lanka betreffend Rückkehrenden – kein begründeter Anlass zur Annahme, dass er bei einer Rückkehr nach Sri Lanka mit beachtlicher Wahrs chein- lichkeit und in absehbarer Zukunft asylrelevanten Verfolgungsmassnah- men ausgesetzt sei. 4.2 Zum Wegweisungsvollzug erwog es eine grundsätzliche Zumutbarkeit in die Nord- und Ostprovinz Sri Lankas, wobei sich eine sorg fältige Beur- teilung der individuellen Zumutbarkeitskriterien aufdränge. Der Beschwer- deführer könne gemäss eigenen Angaben auf ein tragfähiges Beziehungs- netz zurückgreifen, das ihn bei einer Rückkehr unterstützen könne. Zudem verfüge er über eine schulische Ausbildung und mehrere Jahre Berufser- fahrung als [Beruf], womit anzunehmen sei, er sei in der Lage, seinen Le- bensunterhalt selbständig zu finanzieren. 5. 5.1 Diesen Erwägungen hält der Beschwerdeführer auf Beschwerdestufe in formeller Hinsicht entgegen, im E ntscheid seien nicht alle rele vanten Punkte aufgeführt worden. So bleibe sowohl das Waffenversteck als auch die Unterschriftspflicht absolut unerwähnt. Des Weiteren sei darauf hinzu- weisen, dass die Übersetzerin an der Anhörung nicht im Stande gewesen sei, die militärische Vorladung zu lesen und auf die Übersetzung des Be- schwerdeführers angewiesen gewesen sei. Damit sei nicht sicher, ob die Übersetzerin überhaupt über ausreichende Tamilischkenntnisse verfüge; dies sei insbesondere bei den von der Vorinstanz vorgebrachten Wider- sprüchen zu beachten. Zudem sei es nicht legitim, widersprüchliche Aus-E-226/2019 Seite 8 sagen zwischen der BzP und der Anhörung derart stark zu gewichten. Viel- mehr sei es notwendig, auftauchenden Widersprüchen im Zweifel nicht zu viel Gewicht zuzumessen u nd nach einer möglichen Vereinbar keit beider Aussagen zu suchen. Unter dieser Prämisse sei es dem Beschwerdeführer sehr wohl gelungen, seine Asylgründe plausibel, substanziiert und nach- vollziehbar geltend zu machen. 5.2 In materieller Hinsicht führt der Beschwerdeführer in seiner Beschwer- deschrift Wiederholungen, Präzisierungen und Ergänzungen seiner Asyl- vorbringen an, wobei im Folgenden vorwiegend auf die ergänzenden und präzisierenden Vorbringen eingegangen wird. Der Beschwerdeführer führt aus, seine Kontaktperson bei der LTTE habe D._______ geheissen, des- sen Übergeordneter G._______. D._______ sei später verhaftet worden, wie dies angeblich auch auf Facebook dokumentiert worden sei. Wegen diesem Engagement sei auch der Beschwerdeführer von den Beamten des CID gesucht worden. Er sei mit den LTTE umhergezogen, um sich vor dem CID zu verstecken. Er sei dabei als ziviler Helfer eingesetzt worden, ohne Mitglied werden zu müssen. Dabei hab e er eine wichtige neue Aufgabe erhalten, nämlich das Vergraben von Waffen; er habe während der Ge- fechte dreimal ein solches Waffenversteck ausgraben und die Waffen zur Stellung der LTTE bringen müssen. Nach der Freilassung, die nur wegen der Initiative des ganzen Dorfes und der Lösegeldzahlun g zustande ge- kommen sei, habe er sich einer Unterschriftenpflicht unterwerfen müssen. Im Jahre 2012 – nach seiner Rückkehr aus [Land B._______] – sei er erneut von Beamten des CID gesucht worden und habe sich deswegen mit seiner Familie bei seinem [Familienmitglied C._______] versteckt. Es sei – wider der Auffassung des SEM – absolut plausibel, sich in einem Haus zu verstecken, welches (…) Kilometer vom eigenen entfernt läge, zumal er ja angegeben habe, das Haus nie verlassen und sogar seine Kinder aus der Schule genommen zu haben. Nach dem erfolgten Rekrutierungsschreiben des sri-lankischen Militärs vom (…) 2014 seien – entgegen der Auffassung des SEM – sehr wohl Beamte bei seinem [Familienmitglied F._______] auf- getaucht; dieser habe jenen mitgeteilt, dass er den Aufenthaltsort [von A._______] nicht kenne. Die bereits erlebten Folterungen in Haft, die An- lass zur ersten Ausreise gegeben hätten, und der Zwischenfall auf der Strasse kurz vor der zweiten Ausreise müssten in einem Zusammenhang betrachtet werden. Durch seine Unterstützung der LTTE sei der Beschwer- deführer bereits bei den sri-lankischen Behörden aktenkundig und der im Raum stehende Vorwurf des Waffenversteckens mache ihn zum Staats- feind, der mit äusserster Härte verfolgt werde. Das Risiko einer Denunzia- tion durch Andere müsse unbedingt berücksichtigt werden. Somit müssten E-226/2019 Seite 9 die ernsthaften Nachteile vor der Flucht als erfüllt angesehen werden, da sein Leben bedroht gewesen sei. Der Hauptrisikofaktor einer bereits erfolg- ten Verhaftung und Folterung in Zusammenhang mit einer LTTE -Verbin- dung sei in casu vorliegend. Auch aufgrund seiner Narben würde er auffal- len und sei so einem erhöhten Ris iko einer Verhaftung ausgesetzt. Da seine Verfolgung vom staatlichen CID ausgehe und auf seiner politischen Gesinnung und seiner ethnischen Herkunft als Tamile fusse, erfülle er die Flüchtlingseigenschaft. 6. 6.1 Formelle Rügen sind vorab zu prüfen. Da der Sachverhalt indessen genügend erstellt ist, wird auf die Rügen des Beschwerdeführers, die alle- samt auf dessen unzulängliche Erstellung abzielen, nicht weiter eingegan- gen. Was die Rüge der Verletzung der Begründungspflicht betrifft, zeigt sich nachfolgend, dass auch diese haltlos ist. 6.2 Das Bundesverwaltungsgericht kommt nach Würdigung der Akten zum Schluss, dass das SEM die Vorbringen des Beschwerdeführers zu Recht als unglaubhaft qualifiziert hat. 6.2.1 Die Ausführungen auf Beschwerdeebene, wonach die Vorinstanz ihre Glaubhaftigkeitsprüfung nicht primär auf Widersprüche zwischen BzP und Anhörung stützen dürfe, sind zwar in der Theorie zutreffend, indessen vor- liegend nicht relevant, da die Vorinstanz bei ihrer Glaubhaftigkeitsprüfung nicht nur auf die Widersprüchlichkeiten hingewiesen hat, sondern auch die Substanziiertheit und Plausibilität der Aussagen des Beschwerdeführers geprüft hat. Vielmehr sind die detailliert ausgefallenen Erwägungen des SEM, die in ihrer Begründungsdichte jeglichen Ansprüchen an eine Verfü- gung genügen, zu stützen. Deren zufolge erlaubt das Aussageverhalten des Beschwerdeführers, welches sich durch die gesamte Anhörung zieht, nicht, darauf zu schliessen, dass er tatsächlich Erlebtes schilderte. Betref- fend die angeblichen Hausbesuche des CID habe er angegeben, dass die zivilen Beamten – nachdem er nicht zu Hause gewesen sei – seine [Fami- lie] besucht und ihr mitgeteilt hätten, dass der Beschwerdeführer sich ins Camp zu begeben h abe. Weil er der Aufforderung nicht nachgekommen sei, hätten sich die Beamten mehrmals zu Hause nach ihm erkundigt. Trotz Nachfragen durch das SEM seien seinen Angaben weder weitere, einge- hendere Ausführungen zum Beginn dieser Hausbesuche noch konkrete Angaben zum Ablauf derselben zu entnehmen; vielmehr beschränke er sich auf knappe Handlungsabfolgen, ohne vertieft auf die erwähnten Ge-E-226/2019 Seite 10 schehnisse einzugehen. Auch die Schilderungen betreffend seine angebli- che Inhaftierung würden sich lediglich in abstrakten Abfolgen erschöpfen; so habe er auf weitere diesbezügliche Fragen hinzugefügt, die ganze Wo- che in einem dunklen Raum verbracht und nicht gewusst zu haben, wann es dunkel respektive hell geworden sei. I n der Dunkelheit hätte er nichts machen können ausser still dazusitzen. Schliesslich habe er betreffend des angeblichen, von Beamten des CID ausgeführten gewalttätigen Ereignis- ses vom (…) 2014 auf Nachfrage hin hinzugefügt, dass ihm vorgeworfen worden sei, den LTTE anzugehören und diese auch zukünftig wieder un- terstützen zu wollen, worauf er aus Angst geantwortet habe, nicht weiter für diese Bewegung tätig zu sein; auch diese Ausführungen seien unsub- stanziiert und nicht nachvollziehbar, dies, obschon ihm wiederum diverse Nachfragen zum Tatgeschehen gestellt worden seien . Wider der Auffas- sung des Beschwerdeführers hat sich das SEM somit nicht primär auf die Widersprüchlichkeiten zwischen den Aussagen an der BzP und der Anhö- rung gestützt, sondern vielmehr in Anwendung der Kriterien der Rechtspre- chung zur Glaubhaftigkeit eine sorgfältige Gesamtwürdigung vorgenom- men und aufgrund dieser Prüfung erwogen, dass die Asylvorbringen nicht geglaubt werden können. Vor diesem Hintergrund erweist es sich auch nicht als notwendig, sämtliche Aussagen zu überprüfen, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass das SEM die Vorbringen des Beschwerdeführers zur angeblichen Unterschriftspflicht und den angeblichen Waffenverstecken nicht explizit erwähnt hat . Schliesslich hat die Vorinstanz damit auch die eingereichten Beweismittel in angemessenem Masse gewürdigt. 6.3 Es ist festzuhalten, dass die auf Beschwerdestufe aufgeführten Präzi- sierungen und Ergänzungen nicht nachträglich die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen herzustellen vermögen; der Beschwerdeführer muss sich auf seine Aussagen, insbesondere diejenigen der einlässlichen Anhörung, be- haften lassen. Die entsprechenden (neuen) Vorbringen in der Beschwerde erweisen sich damit als nachgeschoben. Im Übrigen kann – zur Vermei- dung von weiteren Wiederholungen (Art. 111a Abs. 2 AsylG) – auf die zu- treffenden Erwägungen des SEM verwiesen werden. 6.4 Die Vorinstanz hat demnach zutreffend festgestellt, dass es dem Be- schwerdeführer nicht gelungen ist, das Bestehen einer Vorverfolgung oder einer begründeten Furcht vor Verfolgung durch die sri -lankischen Behör- den im Zeitpunkt seine r Ausreise glaubhaft zu machen. Zu prüfen bleibt, ob ihm im Zeitpunkt einer Rückkehr ernsthafte Nachteile drohen würden. E-226/2019 Seite 11 6.5 Das Bundesverwaltungsgericht hat im Referenzurteil E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 eine aktuelle Analyse der Situation von Rückkehrenden nach Sri Lanka vorgenommen und festgestellt, dass aus Europa respektive der Schweiz zurückkehrende tamilische Asylsuchende nicht generell einer ernstzunehmenden Gefahr von Verhaftung und Folter ausgesetzt seien (vgl. a.a.O., E. 8.3). Das Gericht orientiert sich bei der Beurteilung des Ri- sikos von Rückkehrenden, Opfer ernsthafter Nachteile in Form von Verhaf- tung und Folter zu werden, an verschiedenen Risikofaktoren (vgl. a.a.O., E. 8.4.1–8.4.3 und E. 8.5.1). Diese Recht sprechung trifft auch unter Be- rücksichtigung der seitherigen politischen Entwicklung in Sri Lanka zu und wird in den neusten Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts bestätigt. 6.6 Wie bereits ausgeführt, konnte der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Ausreise keine Verfolgung oder Verfolgungsfurcht glaubhaft machen. Er weist sodann kein politisches Profil, insbesondere kein LTTE-Profil, auf, welches bei den sri-lankischen Behörden zu der Einschätzung führen könnte, dass der Beschwerdeführer den tamilischen Separatismus wieder- aufleben lassen könnte und so den sri-lankischen Einheitsstaat gefährdet. Mit Blick auf die Risikofaktoren sind in erster Linie jene Rückkehrer gefähr- det, deren Namen in der am Flughafen in Colombo abrufbaren "Stop-List" vermerkt sind und der en Eintrag den Hinweis auf eine Verhaftung bezie- hungsweise einen Strafregistereintrag im Zusammenhang mit einer tat- sächlichen oder vermuteten Verbindung zu den LTTE enthält. Entspre- chendes gilt auch für sri -lankische Staatsangehörige, die sich im Ausland regimekritisch betätigt haben. Beide Risikofaktoren sind vorliegend zu ver- neinen. Alleine aus der tamilischen Ethnie und der rund dreieinhalbjährigen Landesabwesenheit kann der Beschwerdeführer ebenfalls keine Gefähr- dung ableiten. Es ist insgesamt nicht davon auszugehen, dass ihm im Falle einer Rückkehr nach Sri Lanka ernsthafte Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG drohen. 6.7 Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer nichts vorgebracht, das geeignet wäre, seine Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen. Die Vorinstanz hat sein Asylgesuch zu Recht abge- lehnt. 7. 7.1 Gemäss Art. 44 AsylG verfügt das SEM in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz, wenn es das Asylgesuch ablehnt oder nicht darauf ein- tritt. Der Beschwerdeführer verfügt weder üb er eine ausländerrechtliche E-226/2019 Seite 12 Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol- chen (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733). Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet. 7.2 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt die Vorinstanz das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG (SR 142.20). 7.2.1 Nach Art. 83 Abs. 3 AIG ist der Vollzug nicht zulässig, wenn völker- rechtliche Verpflichtungen der Schweiz eine Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat ent- gegenstehen. Vorliegend kommt dem Beschwerdeführer keine Flüchtlings- eigenschaft zu. Das flüchtlingsrechtliche Rückschiebun gsverbot von Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und Art. 5 AsylG ist daher nicht anwend- bar. Die Zulässigkeit des Vollzugs beurteilt sich vielmehr nach den allge- meinen verfassungs- und völkerrechtlichen Bestimmungen (Art. 25 Abs. 3 BV; Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105]; Art. 3 EMRK). 7.2.2 Der EGMR hat sich mit der Gefährdungssituation im Hinblick auf eine EMRK-widrige Behandlung namentlich für Tamilen, die aus einem europä- ischen Land nach Sri Lanka zurückkehren müssen, wiederholt befasst (vgl. EGMR, R.J. gegen Frankreich, Urteil vom 19. September 2013, Be- schwerde Nr. 10466/11; T.N. gegen Dänemark, Urteil vom 20. Januar 2011, Beschwerde Nr. 20594/08; P .K. gegen Dänemark, Urteil vom 20. Januar 2011, Beschwerde Nr. 54705/08; N.A. gegen Grossbritannien, Urteil vom 17. Juli 2008, Beschwerde Nr. 25904/07). Dabei unterstreicht der Gerichts- hof, dass nicht in genereller Weise davon auszugehen sei, zurückkehren- den Tamilen drohe eine unmenschliche Behandlung. Vielmehr müssten im Rahmen der Beurteilung, ob der oder die Betroffene ernsthafte Gründe für die Befürchtung habe, die Behörden hätten an seiner Festnahme und Be- fragung ein Interesse, verschiedene Aspekte – welche im Wesentlichen durch die vom Urteil E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 identifizierten Risiko- faktoren abgedeckt sind (vgl. EGMR, T.N. gegen Dänemark, a.a.O., § 94) – in Betracht gezogen werden. Dabei sei der Umstand zu beachten, dass diese einzelnen Aspekte, auch wenn sie für sich alleine betrachtet möglich- erweise kein "real risk" darstellen, bei einer kumulativen Würdigung diese Schwelle erreichen könnten. E-226/2019 Seite 13 7.2.3 Der Beschwerdeführer konnte nicht glaubhaft darlegen, dass er bei einer Rückkehr in sein Heimatland befürchten müsse, die Aufmerksamkeit der sri-lankischen Behörden in einem flüchtlingsrechtlich relevanten Aus- mass auf sich zu ziehen. Es bestehen deshalb auch keine Anhaltspunkt e dafür, dass ihm aus demselben Grund eine menschenrechtswidrige Be- handlung in Sri Lanka droht. Der Vollzug der Wegweisung ist somit zuläs- sig. 7.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf- grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me- dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. 7.3.1 Der bewaffnete Konflikt zwischen der sri -lankischen Regierung und den LTTE ist im Mai 2009 beendet worden. Aktuell her rscht in Sri Lanka weder Krieg noch eine Situation allgemeiner Gewalt. Der Wegweisungs- vollzug in die Nordprovinz ist zumutbar, wenn das Vorliegen der individuel- len Zumutbarkeitskriterien (insbesondere Existenz eines tragfähigen Be- ziehungsnetzes sowie Aussichten auf eine gesicherte Einkommens - und Wohnsituation) bejaht werden kann (vgl. Referenzurteil des Bundesverwal- tungsgerichts vom 15. Juli 2016 E-1866/2015 E. 13.). 7.3.2 Die Vorinstanz ist ebenso in ihrer Erkenntnis zu stützen, wonach der Vollzug der Wegweisung aufgrund des langjährigen Wohnsitzes des Be- schwerdeführers in der Nordprovinz, seinem tragfähigen, familiären Bezie- hungsnetz, seiner Schulbildung und seiner Berufserfahrung als selbständi- ger […] die damit erleichternden Umstände für einen Wiedereinstieg in Sri Lanka insgesamt zumutbar sei. So lebte der Beschwerdeführer seit Geburt in der Nordprovinz Sri Lankas (…) und hat an der Anhörung selbst zu Pro- tokoll gegeben, (…) „sehr gut gelebt zu haben“ (…). Somit ist in Überein- stimmung mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass es dem Beschwer- deführer bei einer Rückkehr gelingen wird, wieder Fuss zu fassen. 7.4 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar. 7.5 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi- gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei- sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). E-226/2019 Seite 14 7.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 8. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so- wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 9. 9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG) und um Beiord- nung einer amtlichen Rechtsbeiständin (aArt. 110a AsylG) unbesehen der behaupteten Mittellosigkeit des Beschwerdeführers abzuweisen, da die Beschwerde gemäss den vorstehenden Erwägungen als aussichtlos zu bezeichnen ist und es daher an einer gesetzlichen Voraussetzung zur Ge- währung der unentgeltlichen Prozessführung und der amtlichen Rechtsver- beiständung fehlt. 9.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 750. -- (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE], SR 173.320.2) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Mit dem vor- liegenden Urteil ist der Antrag auf Verzicht der Erhebung eines Kostenvor- schusses gegenstandslos geworden. (Dispositiv nächste Seite) E-226/2019 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 750.-- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale Migrationsbehörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Roswitha Petry Sarah Diack Versand: