<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd"> <html lang="en"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Entscheid: ZL.2007.00020</title> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/favicon.ico" rel="SHORTCUT ICON"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/dijit/themes/tundra/tundra.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/ibm/domino/widget/layout/css/domino-default.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xsp.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspLTR.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspFF.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger.scss" media="screen" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger_print.scss" media="print" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body class="xspView tundra"> <form action="/c050018/svg/findexweb.nsf/urteil.xsp?uid=UWEE-9AQVK2" class="xspForm" enctype="multipart/form-data" id="view:_id1" method="post"> <header><div class="container-main noprint"><div class="container-header"><img alt="" class="xspImage" id="view:_id1:_id2:image1" src="/c050018/svg/findexweb.nsf/logo.png"/><div class="container-header-slogan show-for-medium"><h6>Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</h6></div></div></div></header><div class="container"> <div class="inner-container1 wrap clearfix"> <section class="vacancy"><div class="grid-container container-main"> <div class="grid-x grid-margin-x grid-margin-y container-form"> <div class="cell small-9 noprint"> <span>Entscheid: ZL.2007.00020<span class="xspTextComputedField"></span></span></div> <div class="cell small-3 noprint"> <a href="#" id="view:_id1:lnkPrint">Drucken</a><a href="#" id="view:_id1:lnkBack">Zurück</a></div> <div class="cell small-12"> <div id="view:_id1:inputRichText1"><div class="domino-par--indent"><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b>ZL.2007.00020</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b> </b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">des Kantons Zürich</font><br/> <font face="serif" size="3">I. Kammer</font><br/> <font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende</font> <p><font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichterin Heine</font></p> <p><font face="serif" size="3">Ersatzrichterin Maurer Reiter</font></p> <p><font face="serif" size="3">Gerichtssekretärin von Streng</font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Urteil vom 28. November 2008</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"><b>G.___</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdeführerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">vertreten durch Rechsanwalt Dr. Max Bleuler</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Steinwiesstrasse 30, 8032 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"><b>Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdegegnerin</font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <br/> <font face="RotisSerif" size="3">Unter Hinweis darauf, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass der Ehemann von G.___, B.___, Bezüger einer Invalidenrente, ab 1988 Zusatzleistungen bezog (vgl. Urk. 6/2, Urk. 6/8, Urk. 15/E), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass der Gemeinde H.___ im Jahr 1996 bekannt wurde, dass den Eheleuten eine Eigentumswohnung in T.___ mit einem Verkehrswert von rund Fr. 70'000.-(Urk. 15/97) gehörte, was sie bei der Anmeldung zum Leistungsbezug wie auch während der Dauer des Leistungsbezuges verschwiegen hatten (Urk. 6/1, Urk. 6/2, Urk. 15/D), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Gemeinde aus diesem Grund den Anspruch auf Zusatzleistungen für die Zeit ab 1988 bis 1996 neu unter Einbezug der Eigentumswohnung berechnete und G.___ und ihren Ehemann mit rechtskräftiger Verfügung vom 7. August 1997 verpflichtete, die zu viel bezogenen Zusatzleistungen in der Höhe von insgesamt Fr. 48'126.-- zurückzubezahlen (Urk. 6/2, Urk. 6/8), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass G.___, deren Ehemann Ende 1997 verstorben war, am 7. Januar 2005 ein Gesuch um Erlass der Rückforderung stellte (Urk. 15C, vgl. Urk. 6/8), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass mit Verfügung vom 7. Februar 2005 und diese bestätigendem Einspracheentscheid der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, vom 10. Mai 2007 ein Erlass der Rückforderung nicht gewährt wurde, da der gute Glaube nicht gegeben sei (Urk. 2, Urk. 15B), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass G.___ am 9. Juni 2007 dagegen Beschwerde erhob mit dem Antrag, die Rückforderung sei zu erlassen, und in prozessualer Hinsicht Antrag auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung stellte (Urk. 1A), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Ausgleichskasse in der Beschwerdeantwort vom 15. August 2007 auf Abweisung der Beschwerde schloss (Urk. 5), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Beschwerdeführerin in der Folge Gelegenheit erhielt, zu den von der Ausgleichkasse nachgereichten Akten Stellung zu nehmen, auf die sie verzichtete (Urk. 16, Urk. 20), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Beschwerdeführerin dem Gericht am 2. Oktober 2008 sodann mitteilte, dass sie den Antrag auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung zurückziehe (Urk. 16, Urk. 18), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass sich der Fall damit als spruchreif erweist, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">in Erwägung, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> dass im vorliegenden Verfahren einzig der Erlass der rechtskräftig festgesetzten Rückforderung zu prüfen ist, die Rückforderung als solche dagegen nicht, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass auf die Beschwerde, soweit sie sich gegen die Rechtmässigkeit der Rückforderung richtet, daher nicht einzutreten ist und auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach die fragliche Liegenschaft ihr und ihrem Ehemann lediglich zu 1/9 gehört habe, so dass sie gar nicht zu viel Zusatzleistungen bezogen hätten, nicht eingegangen zu werden braucht, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass unrechtmässig bezogene Ergänzungsleistungen gemäss Art. 27 Abs. 1 der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV) in der hier anwendbaren (BGE 130 V 329; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts in Sachen B. vom 25. Oktober 2004, P 67/03), bis Ende 2002 gültig gewesenen Fassung zurückzuerstatten sind, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass für die Rückerstattung solcher Leistungen und den Erlass der Rückforderung gemäss Art. 27 Abs. 1 Satz 2 ELV die Vorschriften des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) anwendbar sind,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass gemäss Art. 47 Abs. 1 Satz 2 AHVG bei gutem Glauben und gleichzeitigem Vorliegen einer grossen Härte von der Rückforderung abgesehen werden kann, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Erben eines rückerstattungspflichtigen Leistungsbezügers ebenfalls um Erlass der Rückerstattung ersuchen können, und der Erlass ihnen gewährt wird, wenn und so weit sie persönlich die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen (BGE 96 V 74 Erw. 2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass bei der Prüfung der Gutgläubigkeit zu unterscheiden ist zwischen dem guten Glauben als fehlendem Unrechtsbewusstsein und der Frage, ob sich jemand unter den gegebenen Umständen auf den guten Glauben berufen kann oder bei zumutbarer Aufmerksamkeit den bestehenden Rechtsmangel hätte erkennen müssen (BGE 122 V 223 Erw. 3 mit Hinweisen),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass das Anmeldeformular zum Bezug von Ergänzungsleistungen, in welchem die Eigentumswohnung nicht als Vermögen deklariert wurde, nur vom Ehemann der Beschwerdeführerin unterzeichnet wurde (Urk. 15/F), weshalb nicht gesagt werden kann, die Beschwerdeführerin habe eine Meldepflichtverletzung begangen,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass damit auch nicht fest steht, ob die Beschwerdeführerin von der Meldepflichtverletzung durch ihren Ehemann gewusst hat, weshalb ihr diesbezüglich kein Unrechtsbewusstsein attestiert werden kann,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Beschwerdeführerin indes sehr wohl wusste, dass sie und ihr Ehemann Eigentümer einer Wohnung in T.___ waren und auch die übrigen finanziellen Verhältnisse, insbesondere das Renteneinkommen von Fr. 27'336.-- im Jahr 1988 (Urk. 15/F), kannte (vgl. Urk. 15/D),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass sich die Beschwerdeführerin hätte bewusst sein müssen, dass bei solchen Einkommens- und Vermögensverhältnissen kein Anspruch auf Zusatzleistungen von monatlich mehr als Fr. 1'000.-- (vgl. Urk. 15/F) resultieren kann,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass sich die Beschwerdeführerin somit nicht auf den guten Glauben berufen kann, sie vielmehr bei zumutbarer Aufmerksamkeit hätte erkennen müssen, dass die während mehr als zehn Jahren ausgerichteten Ergänzungsleistungen nicht den tatsächlichen Vermögens- und Einkommensverhältnissen entsprechen,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Rückforderung damit mangels guten Glaubens nicht erlassen werden kann, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass sich der angefochtene Einspracheentscheid vom 10. Mai 2007 demnach als korrekt erweist, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dass die Beschwerde daher abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>erkennt das Gericht:</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Rechsanwalt Dr. Max Bleuler</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Direktion für Sicherheit und Soziales des Kantons Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><font face="RotisSansSerif" size="3"><b>30 Tagen</b></font><font face="RotisSansSerif" size="3"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b> </b></font></div></div></div> </div> </div> </section></div> </div> <input id="view:_id1__VUID" name="$$viewid" type="hidden" value="!ae9icg401y4q4j5vtyuy6w491!"/> <input name="$$xspsubmitid" type="hidden"/> <input name="$$xspexecid" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitvalue" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitscroll" type="hidden"/> <input name="view:_id1" type="hidden" value="view:_id1"/></form> </body> </html>