<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00308</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107059&amp;W10_KEY=4467145&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00308</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.02.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 11.07.2003 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Spitaltaxen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Spitaltaxen<br/><br/>Eine "Beschwerdeergänzung" ist vorliegend nicht zulässig. Ergänzungen von Rechtsmittelschriften sind nur im Rahmen einer Verbesserung bei Ungenügen von Antrag und Begründung sowie bei einem zweiten Schriftenwechsel möglich (E. 1).<br/>Was die Rüge der unrichtigen Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz betrifft, so hat nun das Verwaltungsgericht zusätzliche Unterlagen eingeholt (E. 2).<br/>Spitaltaxen sind Benutzungsgebühren (E. 3a). Für den rechtmässigen Bestand der Gebührenschuld ist unter anderem vorausgesetzt, dass die Leistung auch tatsächlich erbracht wurde (E. 3a). Die streitigen Leistungen waren notwendig und wurden tatsächlich erbracht (E. 3b-e).<br/>Angebliche Schadenersatzansprüche der Beschwerdeführerin sind gemäss Haftungsgesetz von den Zivilgerichten zu beurteilen; eine Verrechnung ist mangels Zustimmung des Gemeinwesens unzulässig (E. 3f).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BENÃTZUNGSGEBÃHR">BENÃTZUNGSGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHADENERSATZ">SCHADENERSATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPITALTAXE">SPITALTAXE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERRECHNUNG">VERRECHNUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 125 lit. III OR</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A liess sich am 27. und 28. Dezember 2000 wegen RÃ¼ckenschmerzen ambulant bei Dr. med. D im Spital X (Zweckverbandsspital) untersuchen. HierfÃ¼r stell­te das Spital am 14. Februar 2001 Rechnung Ã¼ber Fr. 684.75. Gegen diese Rechnung fÃ¼hrte A erfolglos Re­kurs vorerst bei der Direktion und hernach beim Zweckverband-Ausschuss des Spitals X. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen den Entscheid des Zweckverband-Ausschusses, der A mit Beschluss vom 11. Juni 2001 zur Bezahlung des genannten Betrags verpflichtete, erhob A Rekurs an den Bezirksrat Y mit dem Antrag, der Beschluss sei aufzuheben, eventuell sei die Spitalrechnung angemessen zu reduzieren. In prozessualer Hinsicht beantragte sie die Herausgabe vor­handener Patientenunterlagen zur Einsicht, die MÃ¶glichkeit, ergÃ¤nzende Vorbringen zu machen und Beweismittel einzureichen sowie die Bewilligung der un­entgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 27. November 2001 bewilligte der PrÃ¤sident des Bezirksrates Y der Rekur­ren­tin antragsgemÃ¤ss die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und bestellte deren RechtsanwÃ¤l­tin B als unentgeltliche Rechtsvertreterin. Der Bezirksrat Y wies den Rekurs am 10. Juli 2002 ab, soweit er darauf eintrat. Zur BegrÃ¼ndung erwog er, die das Spital X betreibende Organisation sei ein Zweck­verband der Gemeinden des Bezirkes Y sowie von zwei weiteren Gemeinden aus einem anderen Bezirk und unterstehe der Aufsicht des Bezirksrates. Die vom Spital X fak­turierten Taxen seien Ã¶ffentlich-rechtliche Forderungen, gegen deren Festsetzung bei der Spi­taldirektion Rekurs erhoben werden kÃ¶nne. Der behandelnde Arzt habe die Rekurrentin fachgerecht behandelt und die nach den UmstÃ¤nden gebotenen und zumutbaren Handlungen vorgenommen. Die im Einzelnen verrechneten Leistungen seien tatsÃ¤chlich erfolgt und zu vergÃ¼ten. FÃ¼r die von der Rekurrentin geltend gemachte Schadenersatzforderung bestehe kein Raum, weshalb darauf nicht einzugehen sei. Soweit die Rekurrentin die Herausgabe ihrer Patientenunterlagen zur Einsicht verlange, sei hierfÃ¼r gemÃ¤ss § 14 Abs. 2 der Patien­­tenrechtverordnung vom 28. August 1991 die Gesundheitsdirektion zustÃ¤ndig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen den Rekursentscheid erhob A am 19. September 2002 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit dem Antrag, die angefochtenen Entscheide seien aufzuheben, eventuell sei die Spitalrechnung angemessen zu reduzieren, subeventuell sei das Verfahren an den Bezirksrat Y zurÃ¼ckzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie erneut um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Zweckverband beantragte am 20. No­vember 2002 die Abweisung der Beschwerde. Der Bezirksrat verzichtete auf eine Ver­nehmlassung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf Veranlassung der Einzelrichterin reichte der Beschwerdegegner am 19. Dezem­ber 2002 verschiedene Spitalunterlagen nach. Mit VerfÃ¼gung vom 6. Januar 2003 wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung gewÃ¤hrt, hingegen die Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertreterin verweigert. Am 29. Januar 2003 nahm die BeschwerdefÃ¼hrerin zu den eingereichten Spitalunterlagen Stellung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ersucht unter Hinweis auf den bestehenden Zeitdruck da­­­rum, es sei ihr im Beschwerdeverfahren die MÃ¶glichkeit zu ergÃ¤nzenden Vorbringen und Eingabe von Beweismitteln einzurÃ¤umen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen BegrÃ¼ndung enthalten. Dabei sollen die Beweismittel, auf die sich die BeschwerdefÃ¼hrerin beruft, genau bezeichnet und soweit mÃ¶glich beigelegt werden (§ 54 Satz 1 und 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997, VRG). ErgÃ¤nzungen der Rechtsmittelschrift sind im Verwaltungsprozess nur aus zwei GrÃ¼nden angezeigt, entweder zur Verbesserung einer Rekurs- oder Beschwerdeschrift mit ungenÃ¼gendem Antrag oder BegrÃ¼ndung (§ 56 Abs. 1 VRG) oder im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels (§ 58 Satz 2 VRG). Da die Beschwerdeschrift im vorliegenden Fall den Anforderungen an Antrag und BegrÃ¼ndung voll entsprach und die Beschwerdeantwort des Beschwerdegegners keine relevanten neuen Behauptungen und Beweismittel enthielt, bestand grundsÃ¤tzlich kein Anlass, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine Frist zur ErgÃ¤nzung der BeschwerdebegrÃ¼ndung anzusetzen. Einzig hinsichtlich der beigezogenen Spitalunterlagen war ihr das rechtliche GehÃ¶r zu gewÃ¤hren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bemÃ¤ngelt in verschiedener Hinsicht eine unrichtige und ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts durch den Bezirksrat. Diese RÃ¼ge ist im Beschwer­deverfahren zulÃ¤ssig (§ 51 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Soweit die zwischen den Parteien bestehenden Sachverhaltsdifferenzen fÃ¼r den Beschwerdeausgang relevant sind, wurden zusÃ¤tzliche Unterlagen von Seiten des Beschwerde­­gegners eingeholt. Dies betraf die fehlenden Belege fÃ¼r erfolgte Laborleistungen und den Ã¤rztlichen Bericht. Die weiteren Differenzen jedoch, namentlich hinsichtlich der einzelnen UmstÃ¤nde der Ã¤rztlichen Besprechung und Untersuchung, sind fÃ¼r den Verfahrensausgang nicht entscheidend und bedÃ¼rfen daher keiner weiteren AbklÃ¤rung (siehe E. 3e und f). Insofern kann dem Bezirksrat keine ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts vorgeworfen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu verwerfen wÃ¤re aber auch der Vorwurf des Beschwerdegegners, wonach die BeschwerdefÃ¼hrerin unzulÃ¤ssige Noven in das Verfahren eingebracht habe. Die in § 52 Abs. 2 VRG statuierte NovenbeschrÃ¤nkung im Beschwerdeverfahren gilt nur in denjenigen FÃ¤llen, wo das Verwaltungsgericht als zweite gerichtliche Instanz entscheidet. Ist die vorgelagerte Rechtsmittelinstanz hingegen wie hier ein Bezirksrat, so sind neue tatsÃ¤chlichen Behauptun­­gen ohne EinschrÃ¤nkungen zulÃ¤ssig (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kom­mentar zum Verwaltungsrechtspfle­gegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 19 N. 82).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Die strittige Taxforderung Ã¼ber Fr. 684.75 bezieht sich auf fÃ¼nf nach der Art der Leistung differenzierte Hauptpositionen: als unbestrittene Position die kardiologische Leistung Ã¼ber Fr. 6.-, sodann die betragsmÃ¤ssig am meisten ins Gewicht fallenden RÃ¶ntgen- und Laborleistungen Ã¼ber Fr. 361.75 und Fr. 189.-, schliesslich der Ã¤rztliche Bericht zu Fr. 40.- und die weiteren Ã¤rztlichen Leistungen in der HÃ¶he von Fr. 88.-. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei den in Rechnung gestellten Spitaltaxen handelt es sich, wie die Vorinstanz rich­tig dargelegt hat, um die fÃ¼r die Nutzung einer Ã¶ffentlich-rechtlichen Anstalt geschulde­ten BenutzungsgebÃ¼hren. Auch wenn die Leistungen des Spitals in aller Regel nur mit dem Ein­­verstÃ¤ndnis des Patienten erfolgen dÃ¼rfen, handelt es sich beim VerhÃ¤ltnis zwischen Patient und Spital um ein Ã¶ffentlich-rechtliches SonderstatusverhÃ¤ltnis ohne vertragliche Kom­­po­nente (vgl. Tobias Jaag, Verwaltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, </span></p> <p class="Einzug1"><span>N. 3122 ff.; VGr, 8. Dezember 2000, 2000.00250, E. 3b; 14. Dezember 2001, VB.2001.00322, E. 2 f.; beide unter www.vgrzh.ch/Rechtsprechung). Voraussetzung fÃ¼r den rechtmÃ¤ssigen Bestand der GebÃ¼hrenschuld ist neben den Anforderungen an die gesetz­liche Grundlage, dass die beanspruchte Leistung auch tatsÃ¤chlich erbracht wurde und die GebÃ¼hr vor dem Kostendeckungs- und Ãquivalenzprinzip standhÃ¤lt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Hinsichtlich der RÃ¶ntgenleistungen anerkennt die BeschwerdefÃ¼hrerin, dass diese erbracht wurden, macht aber geltend, sie seien nicht nÃ¶tig gewesen, nachdem bereits MRI-Bilder bestanden hÃ¤tten. Der Einwand wurde bereits von der Vorinstanz mit Ã¼berzeugendem Hinweis auf das Ã¤rztliche Ermessen und das EinverstÃ¤ndnis der Rekurrentin mit der angeordneten RÃ¶ntgenuntersuchung verworfen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin setzt sich weder in ihrer Beschwerdeschrift noch in ihrer persÃ¶nlichen Eingabe mit diesen Argumenten weiter auseinander. Zudem hat der Beschwerdegegner bereits im Rekursverfahren dargelegt, dass die MRI-Bilder vom 8. Mai 2000 stammten und somit als Diagnosegrundlage nicht genÃ¼gten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Bei den Laborleistungen bestreitet die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht, dass ihr Blut ent­nommen und dem spitalinternen Labor ein Auftrag zur Blutanalyse erteilt wurde. Jedoch bezweifelt sie, dass die Laboruntersuchungen bis zum Entzug des Auftrages am 28. De­­zember 2000 auch bereits stattgefunden habe. Der Beschwerdegegner hat im Beschwerdeverfahren den entsprechenden Laborbericht, datiert vom 27. Dezember 2000, 14.51 Uhr, nachgereicht. Damit sind die fakturierten Kosten hinreichend belegt.</span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Beim Ã¤rztlichen Bericht stellt die BeschwerdefÃ¼hrerin in Abrede, dass ein solcher erstellt wurde. Der Beschwerdegegner hat auch diesen Bericht im Beschwerdeverfahren nach­gereicht. Er ist datiert vom 28. Dezember 2000 und wurde offensichtlich noch vor den beiden Telefonaten mit der BeschwerdefÃ¼hrerin von diesem Tag verfasst. Da­mit ist auch diese Rechnungsposition ausgewiesen, ohne dass es einer vollstÃ¤ndigen Offen­legung des Be­richtes bedarf, wie dies die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Eingabe vom 29. Ja­nuar 2003 verlangt. Auch soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Stellungnahme auf Einzel­heiten des Berichtes eingeht, sind ihre Vorbringen fÃ¼r die vorliegend strittige Frage ohne Belang. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Gegen den fÃ¼r die weiteren Ã¤rztlichen Leistungen verrechneten Betrag bringt die BeschwerdefÃ¼hrerin im Wesentlichen vor, der behandelnde Arzt habe sie wÃ¤hrend der Auf­nahme der Krankengeschichte Ã¼ber 1 ½ Stunden lang auf dem Boden liegen lassen, sein Ge­­sprÃ¤ch unprofessioniell strukturiert und ohne Augenkontakt gefÃ¼hrt, sie auf unnÃ¶tig schmerzhafte Weise untersucht, nicht ernst genommen und durch seine Ãusserungen am Telefon zusÃ¤tzlich traumatisiert. Dadurch habe er seine Ã¤rztliche Sorgfaltspflicht verletzt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin sind nicht geeignet, die diesbezÃ¼gliche GebÃ¼hrenforderung in Frage zu stellen. Ziel der spitalÃ¤rztlichen Untersuchung war es, die Ursachen fÃ¼r die RÃ¼ckenschmerzen der BeschwerdefÃ¼hrerin festzustellen und therapeutische Massnahmen vorzuschlagen. Dazu hatte Dr. med. D eine Anamnese aufgenom­men und eine kÃ¶rperliche Untersuchung durchgefÃ¼hrt, beides Massnahmen, deren objektive Eig­nung zur Erreichung des angestrebten Behandlungszwecks nicht anzuzweifeln ist. Selbst wenn sich Anamnese und Untersuchung in den von der BeschwerdefÃ¼hrerin geschilderten Einzelheiten abgespielt hÃ¤tten, wÃ¤re damit in keiner Weise die Nutz- und Wert­losigkeit der beanstandeten Ã¤rztlichen Leistungen dargetan. Insofern kann der dafÃ¼r verrech­nete Betrag Ã¼ber insgesamt Fr. 88.- auch nicht als unangemessen angesehen werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Schliesslich macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, aus der Sorgfaltspflichtverletzung sei ihr ein erheblicher Schaden erwachsen, der den Rechnungsbetrag betrÃ¤chtlich Ã¼bersteige und den sie zur Verrechnung stelle. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hierauf ist insofern nicht einzutreten, als Ã¼ber allfÃ¤llige GegenansprÃ¼che nicht im Verwaltungsverfahren sondern in einem allfÃ¤lligen Haftungsprozess von den kantonalen Zivilgerichten zu entscheiden ist (§ 19 Abs. 1 des Haftungsgesetzes vom 14. September 1969). Auch die Verrechnung der GebÃ¼hrenforderung mit derartigen AnsprÃ¼chen scheitert, da es an der gemÃ¤ss Art. 125 Ziff. 3 Obligationenrechts (OR) notwendigen Zustimmung des Gemeinwesens hierfÃ¼r fehlt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kos­tenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit § 13 VRG), infolge GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung sind die Kosten allerdings auf die Gesichtskasse zu nehmen. ... </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Einzelrichterin:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>