Seite 1 Entscheid vom 6. September 2013 (530 13 6) __________________________________________________ ___________________ Schneeballsystem Besetzung Vizepräsident Dr. L. Schneider, Steuerric hter Dr. Philippe Spitz, Steuer- richter Robert Richner, Peter Salathe, Dr. Pascal Leumann, Gerichts- schreiberin I. Wissler Parteien A. B. und B. B., vertreten durch C., Beschwerdeführer gegen Steuerverwaltung des Kantons Basel -Landschaft , Rheinstrasse 33 , 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin betreffend direkte Bundessteuer 2004/2005 und 2007 -2009 Seite 2 S a c h v e r h a l t : 1. Mit Veranlagungsverfügungen zur direkten Bundess teuer 2004/05/07/08/09 vom 18. August 2011 (nicht: 2006) wurden die Pflichtigen definitiv veranlagt. 2. Gegen die einzelnen Veranlagungsverfügungen erho b der Vertreter der Pflichtigen mit Schreiben vom 19. September 2011 Einsprache und beg ehrte zur Begründung der Einsprache Akteneinsicht, welche am 21. November 2011 stattfand. Mit Schreiben vom 20. April 2012 führ- te der Vertreter sodann aus, der Pflichtige habe mi t der D. S.A. am 14. Dezember 2002 einen Kapitalanlagevertrag auf unbestimmte Zeit abgeschlo ssen. Gestützt darauf habe er € 40'000.-- auf ein auf seinen Namen lautendes Unterkonto der D . S.A. überwiesen. Mit dem Kapitalanla- gevertrag habe sich der Pflichtige am international en Forex-Trading beteiligt. Die Grundlage dieser Beteiligung habe ein in direktem Kontakt mit der D. S.A. stehender Trader in E. gebildet. Der Kapitalgewinn habe monatlich ausbezahlt werden oder zum Anlagekapital dazugeschlagen werden können. Bei den Erträgen handle es sich um s teuerfreie Kapitalgewinne und nicht um steuerbare Zinsen. Mit Schreiben vom 18. Juni 2012 führte der Vertret er u.a. zur Präzisierung des Sachver- halts aus, die D. S.A. habe nicht die Rückzahlung d es jeweils investierten Investmentbetrags garantiert, sondern sich nur verpflichtet nur so vi el zurückzuzahlen, als nach Abzug eines allfäl- ligen Kapitalverlusts, den der Trader auf dem jewei ls investierten Investmentertrag erzielt habe, verblieben sei. Der Pflichtige habe das volle Risik o des investierten Betrags getragen. Die Chancen und das Risiko seien vollständig abhängig v om Bruttoertrag, den der Trader auf dem Investmentbetrag erzielt habe, gewesen. Der Pflicht ige sei somit eine rein spekulative Investiti- on eingegangen, deren Ertrag allein vom Bruttoertra g des Traders abhängig gewesen sei. Es sei eine reine kapitalgewinnorientierte Anlagestrategie im Devisenmarkt verfolgt worden. 3. Mit Einsprache-Entscheid vom 14. Januar 2013 wie s die Steuerverwaltung die Einspra- che ab. Zur Begründung führte sie u.a. aus, als Ver mögensertrag gelte jeder geldwerte Vorteil, den ein Vermögensobjekt als Quelle des Ertrags abwerfe, ohne dass seine Substanz ganz oder teilweise verzehrt werde. Veräusserungsgeschäfte resp. Käufe und Verkäufe von Devisen seien keine erkennbar. Hinweise auf eine "kapitalgewinnor ientierte Anlagestrategie" und "derivatives Seite 3 Finanzinstrument" gebe es ebenfalls nicht. Gegen einen steuerfreien Kapitalgewinn spreche weiter, dass der Pflichtige im Dezember 2002 einen einmaligen Betrag von € 40'000.-- investiert habe. Es lasse sich dem Vertrag nicht entnehmen, dass ein ( laufender) Kapitalverlust an den lnvestmentertrag anzurechnen gewesen sei. Laut Abrechnung der D. S.A. vom 10. Januar 2006 habe sich der Pflichtige am 12. Dezember 2005 € 6'000.-- effektiv auszahlen lassen, weshalb er zumindest bis und mit dem Jahr 2006 kein Ausfallrisiko habe tragen müssen. Schliesslich sei eine Ähnlichkeit zum Schneeballsystem erkenn bar. Die D. S.A. habe sich zu einer Rückzahlung des Investments verpflichtet. Die ErtragsanteiIe seien für den Pflich- tigen verfügbar gewesen, indem sie auf Verlangen ausbe zahlt worden seien. Nebst der hohen Rendite deute auch das Schreiben der D. S.A. vom 17. Januar 2007, wonach auf dem internati- onalen Kapitalmarkt per 31. Dezember 2006 keine Ertra gszahlungen mehr möglich gewesen sein sollen, auf ein solches Anlagekonstrukt. Bei den Gut schriften der D. S.A. handle es sich um steuerbare Vermögenserträge, die im Zeitpunkt des We rtzuwachses als realisiert gelten würden und aufzurechnen seien. Gestützt auf die Aktenla ge seien die Erträge erst per 31. De- zember 2006 nicht mehr realisierbar gewesen. Die aufge laufenen Gutschriften seien als Ver- mögenserträge einzustufen und die Differenz zu besteuer n. Die zur Diskussion stehenden Auf- rechnungen würden lediglich die Steuerperioden 2004 u nd 2005 betreffen, nicht aber die Jahre 2007 bis 2009, wobei die Veranlagung 2006 erst provisorisch erstellt worden sei. 4. Mit Schreiben vom 14. Februar 2013 erhob der Vert reter der Pflichtigen Beschwerde und begehrte, 1. Es sei der Einsprache-Entscheid der Ste uerverwaltung vom 14. Januar 2013 aufzuheben. 2. Es sei in Gutheissung der vorliegenden B eschwerde die Veranlagung der Be- schwerdeführer betreffend die direkte Bundessteuer von 20 04 bis 2009 (exkl. 2006) an die Vo- rinstanz zurückzuweisen. 3. Eventualiter seien in Guthei ssung der vorliegenden Beschwerde die Erträge aus dem Kapitalanlagevertrag mit der D. S.A. vom 14. Dezember 2002 als Kapital- gewinne und somit als steuerfrei zu qualifizieren. 4. Unter o/e-Kostenfolge. 5. In verfahrens- mässiger Hinsicht werde beantragt, die Akten aus dem Einspracheverfahren beizuziehen. Zur Begründung führte der Vertreter neben dem bishe r Dargestellten aus, gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts seien Gewinne aus deri vativen Finanzinstrumenten steu- erlich gleich zu behandeln wie solche aus Kassageschäften , weshalb sie Kapitalgewinne dar- stellen würden und steuerfrei blieben. Dabei müssten a uch die Erträge des Basiswertes als Ka- pitalgewinne qualifiziert werden. Nicht erfüllt wäre diese Voraussetzung, wenn der Basiswert Seite 4 eines Derivats Obligationen seien, die Zinserträge abw erfen würden. Den Basiswert des zwi- schen der D. S.A. und dem Beschwerdeführer geschlossenen K apitalanlagevertrages würden hingegen die Kapitalgewinne aus dem Kauf und Verkauf von Devisen darstellen. Aus diesem Grunde sei das mit dem Kapitalanlagevertrag geschaffen e künstliche Derivat für Steuerzwecke anzuerkennen. Unter § 1 des Kapitalanlagevertrages werde festgehal ten, dass die Möglichkeiten und Risiken dieser Geldanlage dem Investor bekannt seien. Der Beschwerdeführer habe im Falle eines Verlustgeschäfts seitens des Traders das Ausfallrisiko tragen müssen. Des Weiteren sei im Kapitalanlagevertrag von den Parteien die Vereinb arung eines Kapitalschutzes gestrichen und vereinbart worden, dass eine unverzügliche Rückzahlun g des lnvestmentbetrages ein- schliesslich Ertragsanteile im Fall der Kündigung des Ver trages, nur erfolge, sofern der lnvest- mentbetrag überhaupt noch vorliege. Bezüglich der Ausführungen zum Schneeballsystem führte der Vertreter aus, der Be- schwerdeführer habe sich zu keinem Zeitpunkt als Voraussetzung für die Ausrichtung der Kapi- talgewinne verpflichtet, weitere Personen zum Abschluss gleicher Verträge zu veranlassen. 5. Mit Vernehmlassung vom 22. März 2013 beantragte die Steuerverwaltung die Abwei- sung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie aus, di e Beschwerdeführer seien einem An- lagebetrug zum Opfer gefallen. Wie auch in bekannten anderen Fällen seien die Anleger mit überhöhten, ja sogar unrealistischen Renditeversprechen geködert worden. Der Anlagebetrug sei nach Beginn der Untersuchungshandlungen im Herbst 20 07 aufgeflogen. Die anvertrauten Gelder seien dabei nicht wie versprochen im Devisenhand el angelegt, sondern gemäss dem Schneeballsystem verwaltet und grösstenteils auch vom Betrüg er privat verbraucht worden. Es könne sich deshalb nicht um (steuerfreie) Kapitalgewinne handeln, wie dies der Vertreter der Beschwerdeführer vorbringe, da es an einem eigentlichen Handel überhaupt gefehlt habe. Cha- rakteristisch für solche Schneeballsysteme sei auch, dass zu Begi nn noch hätten Gewinne rea- lisiert werden können, bis es zum Auffliegen des Betrugs und Verlust bei den späteren Anlegern gekommen sei. Ohne Nachweis der damals schon bestandenen objektiven Uneinbringlichkeit der Gewinngutschriften 2004 und 2005 müsse es daher b ei der steuerlichen Aufrechnung blei- ben. Seite 5 Das Steuergericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Das Steuergericht ist gemäss Art. 140 des Bundesgesetz es über die direkte Bundes- steuer (DBG) vom 14. Dezember 1990 zur Anhandnahme der vorliegenden Streitsache zustän- dig, wobei gemäss § 4 der Vollzugsverordnung DBG vom 13. Dezember 1994 i.V.m. § 129 Abs. 1 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern (Ste uergesetz, StG) vom 7. Februar 1974 Beschwerden, deren umstrittener Steuerbetrag wie im vorliegenden Fall Fr. 8’000.-- über- steigt, vom Präsidenten und vier Richterinnen und Richtern des Steuergerichts beurteilt werden. 2. a) Strittig sind vorliegend die von der Steuerverwa ltung vorgenommenen Aufrech- nungen unter der Rubrik "Wertschriftenertrag Privat" be tr. die Jahre 2004 und 2005. Das Jahr 2006 wurde bislang provisorisch veranlagt und ist in die sem Verfahren nicht Gegenstand der Beurteilung. Die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stellenden Anforderungen sind erfüllt, weshalb darauf einzutreten ist. b) Im Weiteren richtet sich das Rechtsmittel auch gegen die Steuerjahre 2007 bis 2009. Die Aufrechnungen beschränken sich jedoch lediglich auf die Jahre 2004 und 2005, wes- halb betreffend die Steuerjahre 2007 bis 2009 zu prü fen ist, ob die Pflichtigen ebenfalls be- schwert sind. 3. Der Vertreter der Beschwerdeführer bringt zunächst vor, es handle sich bei den durch die Steuerverwaltung zum Einkommen aufgerechneten Beträgen um Gewinne aus der Investiti- on in derivative Finanzinstrumente, die steuerfrei seien . Demzufolge ist zunächst zu klären, ob es sich bei der aufgerechneten Summe um steuerfreie Kapitalgewinne, welche der Pflichtige mit dem Handel von derivativen Finanzinstrumenten erwirtschaf tet hat handelt oder ob diese als steuerbare Vermögenserträge unter die Besteuerung von Art. 20 Abs. 1 lit. a DBG fallen. a) Derivative Finanzinstrumente sind Termingeschäfte, d. h. Verträge über den Kauf oder Verkauf bestimmter Güter auf einen in der Zukunft liegenden Termin zu einem im Zeit- punkt des Vertragsschlusses vorbestimmten Preis. Geschäftsabschluss und Geschäftserfüllung fallen zeitlich mithin auseinander. Im Zeitraum zwischen Vereinbarung und Abwicklung des Ge- Seite 6 schäfts unterliegt das gehandelte Gut oftmals erheblichen Preisschwankungen, die spekulativ ausgenutzt werden können. Ist der Marktpreis seit Abschluss d es Termingeschäfts im Verhält- nis zum fixierten Preis gestiegen, führt dies zu einem Ge winn auf Seiten des Käufers bzw. zu einem Verlust auf Seiten des Verkäufers (vgl. Entscheid de s Bundesgerichts [BGE] 6P.133/2005/6S.410/2005 vom 7. Juni 2006, E. 15.4.1). Derivative Finanzinstrumente sind dadurch charakterisier t, dass ihr Wert abhän- gig ist von demjenigen eines anderen Produktes (Basiswert ). Als Basiswerte kommen Aktien, Obligationen, Edelmetalle, Währungen, Zinssätze, Akti enindizes etc. in Betracht. Derivative Finanzinstrumente dienen der Absicherung und Übertragun g von Risiken, der Spekulation so- wie der Herstellung eines Fristen- oder Währungsausglei ches für Forderungen und Verpflich- tungen. Zu den herkömmlichen Derivaten zählen insbesonde re Termingeschäfte (Futures) und Optionen Kreisschreiben (Nr. 15 der Eidgenössischen Steue rverwaltung (ESTV), Obligationen und derivative Finanzinstrumente als Gegenstand der dire kten Bundessteuer, der Verrech- nungssteuer sowie der Stempelabgaben, Bern, 7. Februar 2007). Bei Termingeschäften erwirbt und veräussert der Anle ger die Verträge nicht um des Basiswerts willen; vielmehr will er durch die Ausnutz ung der kurzfristigen Wertschwankun- gen der gehandelten Basiswerte einen Gewinn erzielen. Soweit sich diese Aktivitäten im Rah- men der Verwaltung von Privatvermögen bewegen und sie nicht die Merkmale einer selbständi- gen (Neben-)Erwerbstätigkeit aufweisen sind die dadur ch erzielten Gewinne nicht als Einkom- men steuerbar, sondern stellen steuerfreie Kapitalgewin ne dar. Das spekulative Element der Termingeschäfte rechtfertigt es nicht, sie Spiel und Wett e gleichzustellen (vgl. Rich- ner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. A. Zürich 2009, Art. 20 N 59). b) Vorliegend hat der Pflichtige mit der D. S.A. am 14. Dezember 2002 einen Kapi- talanlagevertrag auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Die beabsichtigte Beteiligung am inter- nationalen Forex-Trading belief sich auf € 40'000.--. Zu diesem Zweck wurde das Geld auf ein auf den Namen des Pflichtigen lautendes Unterkonto der D. S.A. überwiesen. Forex ist eine Abkürzung für Foreign Exchange Market, was so viel bedeut et wie Handel am Devisenmarkt. Der Pflichtige hat demzufolge mit der Anlegerin einen Kapitalanlagevertrag geschlossen, wel- che das Geld in besagtem Devisenmarkt hätte anlegen sollen. Ob diese das auch tatsächlich so angelegt hat, ist aus den Akten nicht ersichtlich, da die Dokumentation resp. die Abrechnungen, welche die D. S.A. zu Handen des Pflichtigen erstellt hat eher dürftig sind und wenig Aufschluss über ihre eigentlichen Aktivitäten liefern. Ein Handel mit Devisen ist jedenfalls nicht auszu- Seite 7 machen. Die jeweiligen Bestätigungen über den Saldens tand der Anlagen beziffern lediglich den Kontostand per 31. Dezember 2003 von € 69'265.-- mit einem Wertzuwachs von 5%, den Kontostand per 30. November 2004 von € 124'390.-- mit ebenfalls einem Wertzuwachs von 5% sowie den Kontostand per 30. November 2005 von € 227'965.-- (mit Wertzuwachs von 5 %). Detaillierte Abrechnungen über einzelne Investitionen oder monatliche Abrechnungen liegen den Akten nicht bei und sind gemäss Darstellung des Pflich tigen an der Verhandlung auch kei- ne vorhanden. Aus den vorliegenden Unterlagen ist er sichtlich, dass sich die Investition inner- halb von 2 Jahren mehr als verdreifacht hat. Gemäss einem Artikel in der F. Zeitung (E.) habe ei n Anlageberater und Ge- schäftsführer der D. S.A. aus E. mit Anlagegeschäften Kunden um ca. 4,3 Millionen Euro betro- gen. Die Geschäfte seien von E. aus betrieben worden, wo bei die Schweiz den Anlageberater im Verdacht gehabt habe, Geldwäsche zu betreiben. Im Zuge der Ermittlungen habe sich her- ausgestellt, dass der Anlageberater entgegen seiner vert raglichen Pflichten die Gelder nicht im Devisenhandel angelegt, sondern vielmehr nach dem Schnee ballsystem gearbeitet und die fäl- ligen Zinsen vom neu erworbenen Kapital finanziert hab e. Die Schulden bei den Anlegern hät- ten nicht mehr zurückbezahlt werden können, da die angebl ich erhofften Gewinne nicht hätten realisiert werden können. c) In den Akten befindet sich zudem ein Schreiben der D. S.A. vom 10. Juni 2007 in welchem dem Pflichtigen mitgeteilt wurde, dass die in Aussicht gestellten Erträge im Jahre 2006 nicht hätten erwirtschaftet werden können, und statt de ssen erhebliche Verluste hätten hinge- nommen werden müssen. Die jeweils per Jahresende mitget eilten Jahressaldi seien insofern eine fiktive Projektion einer möglichen Ertragslage und kein realer Kontostand gewesen. Aus dem bislang dargestellten ist erkennbar, dass es sich bei der Anlage bei der D. S.A. um ein schneeballähnliches System gehandelt hat. Typischerweise wurde in allen be- kannten Fällen mit Schneeballsystem die vereinbarte Inve stitionssumme zu einem Satz ver- zinst, der auf dem üblichen Kapitalmarkt nicht erhältlich gemacht werden konnte. Aus den drei Bestätigungen des Saldenstandes ist ersichtlich, dass das ang elegte Kapital zu 5 % verzinst worden ist, was als überdurchschnittlich hoch einzustufen ist . Die Rekrutierung von Neukunden hatte sich erfahrungsgemäss, wie dies auch bei anderen S chneeballsystemen der Fall war, im Laufe der Zeit als schwierig erwiesen. Da die „Ertrag beziehende Basis“ sich systemimmanent immer weiter vergrössert, währendem die „neu hinzukomm enden Zahler“ tendenziell abneh- men, führt dies zu finanziellen Engpässen, die wiederum zu einer Illiquidität der Gesellschaft Seite 8 und somit zum Stopp von Auszahlungen von Zinserträgen u nd letztlich auch der eingebrachten Investitionssummen führen. Dass dies auch im Zusammenhang m it der D. S.A. so geschehen ist, untermauert schliesslich der in der F. Zeitung ersch ienene Artikel. Die Umschreibung im Kapitalanlagevertrag „der Investor beabsichtigt sich mit einem Geldbetrag in Höhe von € 40‘000.-- am internationalen Forex-Trading zu beteiligen“ wurde demnach nicht nachvollziehbar umgesetzt, resp. deuten die Unterlagen klar darauf hi n, dass der Pflichtige Opfer eines Anlage- betrügers, der das Geld seiner Anleger in Form eines S chneeballsystems verwaltet und die Er- träge nicht erwartungsgemäss in derivative Finanzinstrument e auf dem offenen Kapitalmarkt investiert hat. Diesfalls müssten nachvollziehbare Handelsa ktivitäten auf dem Kapitalmarkt vor- liegen, wie etwa Kontoauszüge, die den Kauf und den Verkauf von Wertschriften dokumentie- ren, was wie bereits dargestellt, nicht der Fall ist. Die Steuerverwaltung hat bereits im Nach- und Strafsteuerverfahren gegen die Pflichtigen betr. die Jahre 2002 und 2003 in ihrem Einspra- che-Entscheid vom 2. September 2010 festgehalten, dass das Anlagekonstrukt betr. die D. S.A. gewisse Ähnlichkeiten mit einem Schneeballsystem aufweise, hat jedoch auf eine abschlies- sende Qualifikation dessen verzichtet. Bei den vorliegend strittigen Aufrechnungen handelt es sich dem Gesagten zufolge nicht um Gewinne aus der Investition in derivative Finanzinstrumen- te. 4. Im Weiteren ist zu prüfen ob es sich bei den aus der A nlage bei der D. S.A. resultieren- den Beträgen um steuerbare Vermögenserträge handelt. a) Gemäss Art. 20 Abs. 1 lit. a und c DBG sind u.a. die Erträge aus beweglichem Vermögen, insbesondere Zinsen aus Guthaben, Dividenden , Gewinnanteile, Liquidationsüber- schüsse und geldwerte Vorteile aus Beteiligungen aller Art steuerbar. Die Einkommenssteuer- pflicht entsteht grundsätzlich mit dem Zufluss von Einkü nften. Dabei ist der Rechtserwerb in jenem Zeitpunkt vollendet, in welchem der Steuerpflich tige einen festen Rechtsanspruch auf das Vermögensrecht erworben hat, es sei denn, die Erfüll ung des Anspruchs sei besonders unsicher (vgl. Reich in: Martin Zweifel/Peter Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, Art. 16 DBG N 33ff.). Dies gilt auch dann, wenn der Forderungserwerb Vorstu- fe des Eigentumserwerbs darstellt. Massgebend ist der Zeit punkt, zu dem die Verwirklichung der Forderung so gewiss und gesichert ist, dass sie dem Zufluss von Geld gleichgestellt werden Seite 9 kann (Reich, Die ungerechtfertigte Bereicherung und an dere rechtsgrundlose Vermögensüber- gänge im Einkommenssteuerrecht, IFF Forum für Steuerrecht 2004, S. 7). b) Der Einkommenszufluss als faktischer Vorgang ist mit E rlangung der wirtschaftli- chen Verfügungsmacht über die zugeflossenen Vermögenswe rte abgeschlossen. Dabei ist grundsätzlich auf den Zeitpunkt der Fälligkeit der Leist ung abzustellen und nicht auf den späte- ren Moment einer allfälligen Konkurseröffnung. Im Ze itpunkt der Fälligkeit verwirklicht sich ge- mäss Bundesgericht der Vermögenszuwachs beim Gläubiger, w elcher ab diesem Moment dar- über verfügen kann. Als Verfügung des Gläubigers gilt z. B. auch die Reinvestition in dieselbe Anlage, die mit dem erzielten Vermögensertrag finanzie rt wird. Vom Fälligkeitsprinzip muss je- doch abgewichen werden, sofern der Gläubiger im Zeit punkt der Fälligkeit nicht über den Ver- mögenszuwachs verfügen kann, weil die Auszahlung verweig ert wird (vgl. Reich in: a.a.O. Art. 16 DBG N 35ff.; BGE 2P.208/2002 vom 6. Februar 2003 , E. 2.2.2; BGE 2P.233/2002 vom 27. Januar 2003, E. 2.3, http://www.bger.ch ; Entscheid des Obergerichts Uri vom 7. November 1997 in: Der Steuerentscheid [StE], 1998, B 21.1, Nr . 6, E. 10a; Entscheid des Bundesgerichts vom 24. Juli 2001 in [StE] 2001, B 21.1, Nr. 10, E. 3). Unwesentlich ist, was der Empfänger mit dem zugeflossene n Einkommen macht. Für den Einkommenszufluss ist es nicht notwendig, dass der E mpfänger den Vermögenswert einmal in Händen hält. Auch eine sofortige Reinvestit ion eines, und sei es auch nur für ein logi- sche Sekunde zugeflossenen Vermögenswertes ändert nichts am Einkommenszufluss (Rich- ner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 210 N 28). c) Für die Beurteilung betrügerischer Schneeballsysteme hat sich die Praxis auf diese allgemeinen Grundsätze zur Einkommensrealisierung g estützt. Demgemäss hat sie nicht nur die effektiv ausbezahlten Beträge, sondern auch die blossen Gutschriften als steuerlich er- fassbar eingestuft. Denn aufgrund dieser Gutschriften k önnen die Anleger über ihren Anspruch auf den Vermögenszuwachs verfügen, entweder indem sie sich die ihnen bestätigten Erträge auszahlen oder sie aber für zusätzliche Anlagen im System stehen lassen. Auch im weiteren Überlassen des Guthabens liegt ein erkennbarer Verfügun gswille der Anleger. Das gilt zumin- dest dann, wenn ihre Ansprüche im fraglichen Zeitpunkt (noch) nicht unsicher sind. Von einer solchen Unsicherheit ist solange nicht auszugehen, als Gutsc hriften ausbezahlt werden, wenn die Anleger es fordern, und somit nicht anzunehmen ist, dass die verlangte Auszahlung des Guthabens verweigert worden wäre. Dabei gilt eine ind ividuelle, auf den konkreten Anleger und Seite 10 seine Forderung(en) im Zeitpunkt der Fälligkeit ausge richtete Betrachtungsweise (vgl. BGE 2C_776/2012, 2C_777/2012 vom 19. Februar 2013, E. 3.2). Bei auf Schneeballsystem basierenden Gewinngutschriften gelten Einkünfte, vorbehältlich einer individuellen Unsicherheit, schon da nn als realisiert, wenn sie auf Konten erfolgten, die zwar der direkten Verfügungsberechtigung der Anleger entzogen sind, diese aber frei entscheiden können, ob sie die Gutschriften ausbez ahlt oder weiterinvestiert haben wollen (vgl. BGE 2P.85/2004 vom 14. Januar 2005, E. 2.4.3, http://www.bger.ch ). Ist der Zufluss sodann auch faktisch erfolgt, kann einzi g eine gesetzliche oder vertragliche (Rück-) Ablieferung die Zurechnung des Eink ommenszuflusses verhindern. Aller- dings kann sich nach der Rechtsprechung auf die Abliefer ungspflicht nicht berufen, wer mit ei- ner Erfüllung dieser Pflicht bei der Erlangung der wi rtschaftlichen Verfügungsmacht ernstlich gar nicht zu rechnen braucht. Den Einkommenszufluss hind ern kann dann einzig ein liquider Anspruch auf Ablieferung, dessen Durchsetzung unmittelba r bevorsteht (vgl. Reich in: a.a.O. Art. 16 DBG N 25). d) Allerdings ist der Definition des Zuflusszeitpunktes von Forderungen in der Lehre Kritik erwachsen. Insbesondere wird vorgebracht, das Kr iterium der besonderen Unsicherheit der Erfüllung trage der Situation im Privatvermögensb ereich zu wenig Rechnung (vgl. Weid- mann, Realisation und Zurechnung des Einkommens, IFF F orum für Steuerrecht 2003, S. 99). Ein Zufluss sei erst anzunehmen, wenn die spätere geldm ässige Vereinnahmung der Forde- rung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit f eststehe. Solches sei bei Gutschriften von Anlagebetrügern nicht der Fall, da diese nicht zahlu ngsfähig seien und die Gutschriften keine durchsetzbaren Rechtsansprüche darstellten. Die Gutsc hriften hätten ihren Grund einzig im Bestreben des Anlagebetrügers, das Schneeballsystem er folgreich weiterzuführen (vgl. Reich, Die ungerechtfertigte Bereicherung und andere rechtsgrundlose Vermögensübergänge im Einkommenssteuerrecht, IFF Forum für Steuerrecht 2004, S. 7). Das Bundesgericht hat in ständiger und wiederholt best ätigter Rechtsprechung, aber auch nach Auseinandersetzung mit den erwähnten Le hrmeinungen, daran festgehalten, dass lediglich die sich bei individueller Betrachtung erg ebende besondere Unsicherheit den Zufluss im Zeitpunkt des Forderungserwerbs zu verhindern vermöge (vgl. BGE 2A.589/2003 vom 14. Januar 2005, E. 2.2.2.2, http://www.bger.ch ; BGE vom 27. Januar 2003, StE 2003 B Seite 11 21.1 Nr. 11, E. 2.4). Aufgrund des bisher gesagten best eht keine Veranlassung von dieser Be- trachtungsweise abzuweichen. Die Realisierung von Leistungen könnte allenfalls zw eifelhaft erscheinen, wenn Leistungen besteuert würden, die der Rückforderung dur ch die Konkursmasse unterliegen (vgl. BGE vom 27. Januar 2003, StE 2003 B 21.1 Nr. 11, E. 2.3 in fine; BGE 2A.146/2002 vom 13. Februar 2003, StR 2003, S. 353, E. 3.4). e) Im Kapitalanlagevertrag wurde unter § 5 vereinba rt, dass der Kapitalgewinn dem Investor jederzeit zur Verfügung stehe und dieser nach Monatsabschluss ausgezahlt werden könne. Dem Rekurrenten stand es demnach frei, sich den in vestierten Betrag beliebig auszah- len zu lassen. Unter § 8 wurde zudem vereinbart, dass der auf unbestimmte Zeit geschlossene Vertrag von beiden Seiten monatlich zum Quartalsende kündbar sei, wobei sich die D. S.A. verpflichte, den Investmentbetrag einschliesslich der Ert ragsanteile unverzüglich zurückzuzah- len. Der Pflichtige hatte somit jederzeit unter Einhal tung der Kündigungsfrist vollumfänglich die Verfügungsmacht über seine Investition und deren Ertr äge. Aus dem Verzicht der Auszahlung kann er sich demnach nichts zu seinen Gunsten ableiten. Der Steuererklärung betreffend das Jahr 2004 lag ei ne vom Beschwerdeführer erstellte Aufstellung bei, welche die monatliche Entwi cklung des Investments ab dem Jahre 2002 bis 2004 dokumentiert. Bei der Aufrechnung hat si ch die Steuerverwaltung auf diese vom Beschwerdeführer erstellte Liste, sowie auf die von der D. S.A. ausgestellten Bestätigungen der jeweiligen Salden gestützt. Per Ende 2004 belief sich die Aufrechnung bestehend aus der Diffe- renz des Vermögensstandes per 31. Dezember 2003 und 31. Dezember 2004. Die Höhe der ermittelten Differenz von Fr. 84‘211.-- ist unbestritte n. Der Beschwerdeführer sah sich gemäss eigener Darstellung nicht veranlasst das Geld aus dem Invest ment zurückzuziehen und liess sowohl das geäuffnete Kapital als auch die jeweiligen Z insen stehen, da er gemäss eigener Darstellung das Geld zur damaligen Zeit nicht gebraucht habe. Erst mit Schreiben vom 17. Ja- nuar 2007 orientierte die D. S.A. darüber, dass Ertra gsauszahlungen per 31. Dezember 2006 bis auf weiteres aufgrund der Gegebenheiten auf dem i nternationalen Kapitalmarkt nicht mög- lich seien. Mit Schreiben vom 10. Juni 2007 erhielt de r Beschwerdeführer sodann die weitere Mitteilung, dass die Erträge im Jahre 2006 nicht mehr hätten erwirtschaftet werden können und die ausgewiesenen Saldi jeweils lediglich als fiktive Pr ojektion einer möglichen Ertragslage hät- ten betrachtet werden können. Als massgebender Zeitpunkt der Unsicherheit ist das Schreiben Seite 12 der D. S.A. vom 17. Januar 2007 zu werten. Es ist mit gr osser Wahrscheinlichkeit davon aus- zugehen, dass nach diesem Datum tatsächlich keine Auszahlungen mehr möglich waren. Aus den vorhandenen Unterlagen ist zu entnehmen, dass d er Pflichtige im De- zember 2003 eine Barauszahlung in Höhe von € 3‘000.-- entgegen genommen sowie im De- zember 2005 eine Auszahlung in Höhe von € 6‘000.-- erhalten hat, was bedeutet, dass Auszah- lungen zu den genannten Zeitpunkten noch möglich waren . Dass der Pflichtige die angelegten Gelder nicht bezogen sondern stehen lassen hat, die D. S.A. jedoch im Laufe der Zeit Zah- lungsunfähig wurde und der Beschwerdeführer demzufolg e auch die Erträge teilweise nicht mehr vereinnahmen konnte, kann für die Besteuerung kei ne Rolle spielen. Schliesslich ist zu erwähnen, dass die Ausgestaltung sowohl des Vertrags, al s auch die Darstellung der Abrech- nungen sowie die Abfolge der Ereignisse mit anderen v ergleichbaren Fällen, in denen ein Schneeballsystem vorlag, praktisch identisch sind. Die Mittel sind dem Beschwerdeführer zugeflossen. Er h at darüber auch verfügt. Der Mittelzufluss hat auch die wirtschaftliche Leistungsf ähigkeit des Beschwerdeführers (vo- rübergehend) gestärkt. Mit der späteren Verwendung (Ab fluss) der Mittel ist dessen Leistungs- fähigkeit möglicherweise wieder gesunken. Darauf kommt es aber nicht an. Das Steuerveranla- gungsverfahren dient der Festsetzung der Steuer nach de r wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der steuerpflichtigen Person unter Berücksichtigung der periodengerechten Abgrenzung der Steuer. Wie das Bundesgericht bereits im Urteil 2C_351 /2010 vom 6. Juli 2011 (E. 5.2) ausge- führt hat, sind für die Frage der Realisation des Einko mmens die Verhältnisse zum Zeitpunkt des Zuflusses massgebend. Daher ist unerheblich, ob der B eschwerdeführer später zu Verlust gekommen ist. Auch wenn die Auszahlungen heute nicht m ehr vorhanden sind, müssen sie in der betreffenden Steuerperiode steuerlich erfasst werd en (vgl. BGE 2C_776/2012, 2C_777/2012 vom 19. Februar 2013, E. 4.3). Zusammenfassend ergibt sich aus den bisherigen Erwägungen, dass die von der Steuerverwal- tung aufgerechneten Beträge, die aus der Geldanlage b ei der D. S.A. resultieren, steuerbare Vermögenserträge darstellen und nicht als steuerfreie Ka pitalgewinne qualifiziert werden kön- nen, weshalb die Beschwerde betreffend die Aufrechnungen für das Jahr 2004 abzuweisen ist. Seite 13 5. Was das Jahr 2005 betrifft ist festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer aus den Geld- anlagen bei der D. S.A. ein Betrag von Fr. 162‘137.-- (€ 103‘575.--) aufgerechnet wurde. Betref- fend der Qualifikation des aufgerechneten Betrages ist auf die vorhergehenden Erwägungen zu verweisen. Der aufgerechnete Betrag ist demnach im Erge bnis ebenfalls als steuerbarer Kapi- talertrag zu qualifizieren. Auch hier ist die Höhe des a ufgerechneten Betrages unbestritten und leitet sich aus den sich in den Unterlagen befindlichen D ifferenz der Saldenstände der D. S.A. per 31. Dezember 2004 (Saldo € 124‘390.--) und 31. Dezember 2005 (Saldo € 227‘965.--) - unter Beachtung der jeweils massgeblichen Umrechnungskur se ab. Daraus ergibt sich, dass die Beschwerde betreffend das Jahr 2005 ebenfalls abzuweisen ist. 6. Wie bereits eingangs erwähnt, beschränken sich die A ufrechnungen lediglich auf die Jahre 2004 und 2005. Es wird im Folgenden daher zu untersuchen sein, ob die Beschwerdefüh- rer betreffend die Jahre 2007 bis 2009 überhaupt beschwert sind. a) Nach Art. 140 Abs. 1 DBG i.V.m. § 47 lit. a der V erfassungs- und Verwaltungs- prozessordnung vom 16. Dezember 1993 (VPO) ist zur Beschw erde befugt, wer durch die an- gefochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an der Änderung oder Aufhebung hat. b) Zur Ergreifung eines Rechtsmittels ist nämlich berech tigt, wer durch eine mit ei- nem Rechtsmittel anfechtbaren Entscheid seinen Behauptu ngen nach in seinen steuer- rechtlichen Interessen verletzt wird, d.h. wenn er durch den angefochtenen Hoheitsakt als be- schwert erscheint (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 140 N 11, Art. 132 N 12) Das steuerrechtliche bzw. schutzwürdige Interesse kann rechtlich er oder auch bloss tatsächlicher (materieller oder ideeller) Natur sein. In diesem Fa ll besteht das Interesse im praktischen Nut- zen, den das erfolgreiche Rechtsmittel haben würde. Imm erhin wird verlangt, dass der Rechts- mittelkläger durch die angefochtene Entscheidung stärker als ein X-Beliebiger betroffen ist und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache steht. Im Weiteren muss nach überwiegender Praxis der Rechtsmittelkläger form ell beschwert sein. Dies ist der Fall, wenn der Rechtsmittelkläger am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen hat und mit seinen Anträgen ganz oder teilweise unterlegen ist (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 132 N 13; vgl. auch Kiener/Rütsche/Kuhn, Öffentli ches Verfahrensrecht, N 1338). Da ein Seite 14 steuerrechtliches Interesse vorausgesetzt wird, ist ein A ntrag des Steuerpflichtigen auf Höher- veranlagung i.d.R. ausgeschlossen, wobei aber auch Fäl le denkbar sind, in denen ein steuer- rechtliches Interesse an einer Höherveranlagung bestehen k ann (um z.B. ein Nachsteuerver- fahren abzuwenden) (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 132 N 14). c) Aus den Veranlagungen der Jahre 2007 bis 2009 ist er sichtlich, dass keine steu- erbaren Vermögenserträge aus der Anlage bei der D. S. A. aufgerechnet worden sind. Die vor- genommenen Aufrechnungen (nicht geschäftsmässig begründe tes Fahrzeug aus der G. AG sowie Mietertrag Sohn, insbesondere das Steuerjahr 20 07 betreffend) beschlagen demzufolge andere Bereiche, die vorliegend nicht zur Beurteilun g stehen und zu denen sich sowohl weder der Vertreter noch der Beschwerdeführer geäussert hab en. Im Weiteren wurden in den Jahren 2008 und 2009 gar keine Aufrechnungen vorgenommen und wurden die Beschwerdeführer mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 17‘326.-- (2008) s owie Fr. 26‘922.-- (2009) veranlagt. Insofern ist festzustellen, dass die Beschwerdeführer in den genannten Jahren nicht beschwert sind und demzufolge auf die Beschwerde betreffend die Ja hre 2007 bis 2009 nicht einzutreten ist. Insgesamt ist somit festzustellen, dass die Beschwerde betre ffend die Jahre 2004 und 2005 abzuweisen ist und betreffend die Jahre 2007 bis 2009 m angels Beschwer auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann. 7. Gemäss der teilweisen Bewilligung des Gesuchs um une ntgeltliche Prozessführung ge- mäss Verfügung des Präsidenten des Steuergerichts vom 17. M ai 2013, werden den Be- schwerdeführern entsprechend dem Unterliegen Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 650.-- aufer- legt (Art. 144 DBG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 sowie § 22 des Gesetzes vom 16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VP O]), die mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. Mangels Bewilligung de s Gesuchs um den kostenlosen Beizug eines Anwalts oder einer Anwältin wird den Beschw erdeführern keine Parteientschädi- gung zugesprochen. Seite 15 Demgemäss w i r d e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen soweit darauf e inzutreten ist. 2. Die nach § 144 DBG i.V.m. § 20 und § 22 VPO gem äss Verfügung des Präsidenten des Steuergerichts vom 17. Mai 2013 betreffend unentgeltliche Prozessführung verfüg- ten Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 650.-- (inkl. Auslagen von Fr. 100.--) werden den Beschwerdeführern auferlegt und mit dem bereits gelei steten Kostenvorschuss ver- rechnet. 3. Den Beschwerdeführern wird keine Parteientschädigu ng zugesprochen. 4. Mitteilung an den Vertreter, für sich und zhd. der Beschwerdeführer (2), die Eidgenös- sische Steuerverwaltung, Bern (1) und die Steuerverwalt ung des Kantons Basel- Landschaft (3). Vizepräsident: Dr. L. Schneider Gerichtsschreiberin: I. Wissler