<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">6B_195/2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 31. Mai 2010 </div> <div class="para">Strafrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Schneider, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Bundesrichter Mathys, Bundesrichterin </div> <div class="para">Jacquemoud-Rossari, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Arquint Hill. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">1. A.X.________, </div> <div class="para">2. B.X.________ und C.X.________, vertreten durch D.X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerinnen, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. E.X.________, </div> <div class="para">2. Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau, Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Mehrfache sexuelle Handlungen mit Kindern, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 2. Kammer, vom 21. Dezember 2009. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Das Gerichtspräsidium Zofingen sprach E.X.________ mit Urteil vom 31. März 2009 vom Vorwurf der sexuellen Handlungen mit Kindern frei. Die dagegen erhobene Berufung wies das Obergericht des Kantons Aargau am 21. Dezember 2009 ab. Sowohl A.X.________ als auch B.X.________ und C.X.________ wenden sich mit Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht. Sie verlangen die Schuldigsprechung und Bestrafung von E.X.________ sowie die Zahlung von Genugtuung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Eine Beschwerde ans Bundesgericht ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen (<span class="artref">Art. 100 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das obergerichtliche Urteil wurde den Beschwerdeführerinnen B.X.________ und C.X.________, gesetzlich vertreten durch D.X.________, gemäss Gerichtsurkunde am 25. Januar 2010 zugestellt. Die 30-tägige Beschwerdefrist endete damit am 24. Februar 2010. Die Beschwerde wurde der Post gemäss Poststempel erst am 25. Februar 2010 - und damit verspätet - übergeben. Darauf ist nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.X.________ holte die Gerichtsurkunde auf der Poststelle hingegen nicht ab. Es ist deshalb von der Fiktion auszugehen, dass ihr das angefochtene Urteil am letzten Tag der sieben Tage betragenden Abholfrist, d.h. am 29. Januar 2010 zugestellt wurde. Ihre am 25. Februar 2010 (Poststempel) erhobene Beschwerde ist rechtzeitig im Sinne von <span class="artref">Art. 100 Abs. 1 BGG</span>. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">A.X.________ macht sinngemäss eine willkürliche Beweiswürdigung geltend. Was sie in der Beschwerde vorbringt, betrifft teilweise nicht den angefochtenen Entscheid (vgl. beispielsweise Beschwerde, "Beweis 3.", "Beweis 5.", "Beweis 7.") oder geht sonst an der Sache vorbei (vgl. z.B. Beschwerde, "Beweis 15"). Im Übrigen erschöpfen sich ihre Ausführungen in der Darlegung der eigenen Sicht der Dinge und damit in unzulässiger appellatorischer Kritik, aus der sich nicht ergibt, dass und inwiefern die Vorinstanz bei der Beweiswürdigung in Willkür verfallen sein könnte. Insoweit vermag die Beschwerde den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 bzw. <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span> nicht zu genügen. Soweit in der Beschwerde überdies sinngemäss ein Interessenkonflikt der amtlichen Verteidigerin des Beschwerdegegners geltend gemacht wird, ist das Vorbringen nicht nur neu und damit unzulässig (<span class="artref">Art. 99 Abs. 1 BGG</span>), sondern auch unsubstanziiert, indem überhaupt nicht aufgezeigt wird, dass und inwiefern sich der angebliche Interessenkonflikt im Verfahren nachteilig auf die Beschwerdeführerin ausgewirkt haben könnte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Soweit die Beschwerdeführerin mit ihren Vorbringen auch die rechtliche Würdigung anfechten will, ist nicht ersichtlich, dass und inwieweit das Obergericht den bundesrechtlichen Begriff der sexuellen Handlungen verkannt haben sollte. Auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid kann verwiesen werden (<span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Auf die Beschwerden von B.X.________ und C.X.________ ist nicht einzutreten. Diejenige von A.X.________ ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege sind in Anwendung von <span class="artref">Art. 64 BGG</span> infolge Aussichtslosigkeit abzuweisen. Der finanziellen Lage der Beschwerdeführerinnen ist bei der Bemessung der Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (<span class="artref">Art. 65 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerden von B.X.________ und C.X.________ wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Beschwerde von A.X.________ wird abgewiesen, soweit da-rauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege werden abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden den Beschwerdeführerinnen solidarisch auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 2. Kammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 31. Mai 2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schneider Arquint Hill </div> <div class="para"> </div> </div></body></html></html>