<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">BV.2005.00096</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">IV. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichter Engler, Vorsitzender</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichter Hurst</font> </p><p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Weibel-Fuchs </font> </p><p><font size="4">Gerichtssekretär Möckli</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 27. September 2006</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">H.___</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Kläger</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">Pensionskasse der A.___</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Postfach, 8010 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beklagte</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Adrian von Kaenel</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Streiff Pellegrini &amp; von Kaenel, Rechtsanwälte</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Bahnhofstrasse 67, Postfach 183, 8622 Wetzikon</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Unter Hinweis </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der am 28. Februar 1949 geborene H.___ der Vorsorgeeinrichtung seiner Arbeitgeberin, der Pensionskasse der A.___ (nachfolgend: Pensionskasse), mit Schreiben vom 25. Juni 2004 mitteilte, er möchte per 30. Juni 2005 in den Ruhestand treten, was die Pensionskasse zur Kenntnis nahm und bestätigte (Urk. 2/1-2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Pensionskasse die Versicherungsleistungen ab 1. Juli 2005 auf jährlich Fr. 35'148.-- für die Altersrente und auf jährlich je Fr. 7'032.-- für die beiden Kinderrenten bezifferte (Schreiben vom 4. März 2005, Urk. 2/4a), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass sie dem Versicherten am 6. Mai 2005 mitteilte, die Kinderrenten seien irrtümlicherweise wie Waisen- bzw. Invalidenkinderrenten zu je 20 % der Altersrente berechnet worden, richtigerweise betrage der maximale Anspruch gemäss Art. 10.1 der Statuten für ein Kind 12,5 % und für zwei Kinder 20 % der Altersrente, was für den 1993 geborenen Sohn C.___ jährlich Fr. 4'404.-- (12,5 %) und für die 1991 geborene Tochter B.___ Fr. 2'640.-- (7,5 %) ausmache (Urk. 2/7), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Versicherte im folgenden Schriftenwechsel die Pensionskasse auf ihren ursprünglichen Angaben zu den Kinderrenten behaftete bzw. einen Irrtum seitens der Kasse verneinte und einen Anspruch auf 20 % pro Kind geltend machte (Urk. 2/6 und Urk. 9/3), während die Pensionskasse an der korrigierten Berechnung festhielt (Urk. 2/5),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass H.___ mit Eingabe vom 14. September 2005 (Urk. 1) Klage gegen die Pensionskasse der A.___ erhob mit folgendem Rechtsbegehren:</font><br/> <font face="RotisSerif">"1. Die Beklagte ist zu verpflichten folgende Leistungen auszurichten:</font><br/> <font face="RotisSerif"> </font><b><font face="RotisSerif">Kinderrente jährlich,</font></b><font face="RotisSerif"> gemäss Art. 10.1 der PK-Statuten, von Fr. 7032.--, für B.___, geb. 4.5.1991, gültig ab 1.7.2005 bis 31.5.2009 bzw. max. bis 31.5.2016 in Ausbildung</font><br/> <font face="RotisSerif"> </font><b><font face="RotisSerif">Kinderrente jährlich,</font></b><font face="RotisSerif"> gemäss Art. 10.1 der PK-Statuten, von Fr. 7032.--, für C.___, geb. 5.3.1993, gültig ab 1.7.2005 bis 31.3.2011 bzw. max. bis 31.3.2018 in Ausbildung</font><br/> <font face="RotisSerif">2. Der Rentenbescheid vom 6. Mai 2005 (Urk. 7) ist als ungültig zu erklären.</font><br/> <font face="RotisSerif">3. Die Pensionskasse ist zu verpflichten für den Kläger einen Versicherungsausweis per 1.7.2005 zu erstellen, aus dem auch das BVG Guthaben hervorgeht.</font><br/> <font face="RotisSerif">4. Eventualantrag</font><br/> <font face="RotisSerif"> Im Falle der Ablehnung von Antrag 1 ist die Pensionskasse zu verpflichten, für den durch die falschen Versprechungen entstandenen Schaden aufzukommen. Diese soll dem Kläger zusätzlich zu den Kinderrenten monatlich Fr. 366.-- für B.___ und monatlich Fr. 219.-- für C.___ überweisen, solange B.___ bzw. C.___ Anspruch auf Kinderrente haben."</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Beklagte mit Beschwerdeantwort vom 29. Dezember 2005 (Urk. 8) um Abweisung der Hauptklage wie der Eventualklage ersuchte, was sie zusammenfassend mit dem ihrer Ansicht nach klaren und eindeutigen Wortlaut der massgeblichen reglementarischen Bestimmung (Urk. 1 S. 14 Ziff. 36) bzw. dem Fehlen der Voraussetzungen für den Vertrauensschutz begründete (Urk. 1 S. 23 f.),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Parteien im durchgeführten zweiten Schriftenwechsel an ihren Standpunkten festhielten, ohne dabei grundlegende neue Aspekte vorzubringen (Replik vom 26. Januar 2006, Urk. 13; Duplik vom 5. April 2006, Urk. 19), und der Schriftenwechsel hierauf geschlossen wurde (Verfügung vom 6. April 2006, Urk. 21),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in Erwägung,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass vorliegend die Auslegung von Art. 10.1 der Statuten (Urk. 9/4) betreffend die Höhe der Alters-Kinderrenten strittig ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass besagte Bestimmung folgenden Wortlaut hat:</font><br/> <font face="RotisSerif">"Altersrentner haben für jedes Kind, das im Falle des Todes eine Waisenrente beanspruchen könnte, Anspruch auf eine Kinderrente. Der maximale Anspruch beträgt</font><br/> <font face="RotisSerif">12,5 % der Altersrente bei einem Kind,</font><br/> <font face="RotisSerif">20,0 % der Altersrente bei zwei Kindern,</font><br/> <font face="RotisSerif">25,0 % der Altersrente bei drei und mehr Kindern."</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Auslegung der Statuten der Beklagten - da es sich um eine Vorsorgeeinrichtung des öffentlichen Rechts handelt (Art. 1 der Statuten) - nach den gewöhnlichen Regeln der Gesetzesauslegung zu geschehen hat (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] in Sachen G. vom 28. Dezember 2005, B 9/04, Erw. 2.2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Beklagte die diesbezüglichen Auslegungsregeln zutreffend dargelegt hat, worauf verwiesen werden kann (Urk. 8 S. 10 Ziff. 26),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass Satz 1 von Art. 10.1 der Statuten nicht auslegungsbedürftig und insoweit unbestritten ist, als jedes Kind des Altersrentners - und damit des Klägers -, welches die genannte Voraussetzung erfüllt, in die Anspruchsberechtigung einzubeziehen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass Satz 2 von Art. 10.1 der Statuten die Höhe des Anspruchs je nach Kinderzahl unterschiedlich festlegt, indem nicht der Anspruch pro Kind, sondern der maximale (gemäss Duden Band 10 "Bedeutungswörterbuch": grösstmöglich, höchstmöglich) dem Altersrentner zustehende Anspruch für ein, zwei oder drei und mehr Kinder in Prozenten der Altersrente angibt,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass mit dieser Begrenzung bei steigender Kinderzahl eine Reduktion der Kinderrente pro Kind einhergeht, was evident ist und keiner weiteren Erörterung bedarf,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass Satz 2 selbstredend im Kontext mit Satz 1 steht und zwanglos mit der Ergänzung (kursiv): "Der maximale Anspruch </font><i><font face="RotisSerif" size="4">des Altersrentners</font></i><font face="RotisSerif" size="4"> ..." versehen werden kann, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass mit dieser gedanklichen Ergänzung - welche jedermann mit normaler Schulbildung ohne weiteres in der Lage ist zu vollziehen - Satz 2 von Art. 10.1 der Statuten für zwei Kinder wie folgt lautet: "Der maximale Anspruch </font><i><font face="RotisSerif" size="4">des Altersrentners</font></i><font face="RotisSerif" size="4"> beträgt 20,0 % der Altersrente bei zwei Kindern",</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass damit die Höhe der dem Altersrentner zustehenden Kinderrente (hier für zwei Kinder) eindeutig und unmissverständlich festgelegt ist, was weitere Auslegungen erübrigt,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Kläger in offensichtlicher Verkennung der einfachsten Auslegungsregeln Satz 2 von Art. 10.1 der Statuten isoliert betrachtet und damit unterschlägt, dass hier vom höchstmöglichen Anspruch </font><i><font face="RotisSerif" size="4">des Altersrentners</font></i><font face="RotisSerif" size="4">, und nicht etwa von einem Einzelanspruch des Kindes, die Rede ist (vgl. Urk. 1 S. 3 "Argument 1" am Schluss),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Auffassung des Klägers verfehlt ist, was sich auch leicht im systematischen Vergleich der Bestimmung über die Alters-Kinderrenten mit den anderen Arten von Kinderrenten (Waisen- und Invalidenkinderrenten, Art. 13.3 und 18.1 der Statuten) erkennen lässt, da letztere ausdrücklich </font><i><font face="RotisSerif" size="4">für jedes Kind</font></i><font face="RotisSerif" size="4"> als fester Prozentwert der Altersrente bzw. der Invalidenrente definiert sind,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass sich der Kläger in seinen beiden Rechtsschriften (Urk. 1 und Urk. 13, hier insb. ab S. 10) über weite Strecken in ausschweifenden wortklauberischen Sophistereien ergeht und damit eine Auslegung zu seinen Gunsten konstruiert, welche - wie gezeigt - bereits im Ansatz verfehlt ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass im Weiteren, soweit der Kläger die anteilsmässige Zuordnung der Gesamt-Kinderrente in einen Anteil von 12,5 % für den Sohn C.___ und in einen solchen von 7,5 % für die Tochter B.___ als willkürlich moniert (vgl. Urk. 1 S. 3 f.), auf die zutreffenden Ausführungen der Beklagten - welchen das Gericht nichts beizufügen hat - verwiesen werden kann, wonach diese Aufteilung aus rein organisatorischen Gründe nach den vermuteten Fälligkeiten vorgenommen und bei Änderung der Verhältnisse angepasst werde (vgl. Urk. 8 S. 15),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Kläger letztlich einen Anspruch auf zwei Kinderrenten zu je 20 % der Altersrente aus Vertrauensschutz behauptet, da er von der Beklagten falsch informiert worden sei und aufgrund dieser Falschaussage die Arbeitsstelle aufgegeben habe (Urk. 1 S. 6 und Urk. 13 S. 27 f.),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Regeln des Vertrauensschutzes - welche die Beklagte im Übrigen zutreffend dargestellt hat (vgl. Urk. 8 S. 24) - im vorliegenden Fall nicht zum Tragen kommen, da aufgrund der Aktenlage der Kläger den Entschluss zur Frühpensionierung bereits über neun Monate vor der irrtümlichen Mitteilung betreffend Höhe der Kinderrenten durch die Beklagte gefasst hatte (vgl. Urk. 2/1),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die heutige Behauptung, die falsche Auskunft vom 4. März 2005 über die Höhe der Kinderrenten habe einen massgeblichen Einfluss auf den Entscheid gehabt, nicht glaubhaft ist und in den Akten keine Stütze findet, zumal sich der Kläger offensichtlich vor und seit der Anmeldung im Juni 2004 zur Frühpensionierung per Ende Juni 2005 nie bei der Beklagten über die zu erwartende Rente erkundigte oder eigene Berechnungen bestätigen liess, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass es damit ohne weiteres an einem Kausalzusammenhang zwischen der unrichtigen Kinderrentenberechnung der Beklagten vom 4. März 2005 und dem (längst gefällten) Entschluss zur Frühpensionierung fehlt, womit eine Berufung auf den Vertrauensschutz zum Vornherein untauglich ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass gestützt auf diese Erwägungen die Klage abzuweisen ist, wobei es anzumerken gilt, dass sich der Kläger mit seinen Eingaben aufgrund der offensichtlichen Aussichtslosigkeit am Rand der Mutwilligkeit bewegt und nur knapp einer Kostenauflage und einer Prozessentschädigung an die Beklagte entgeht (§ 33 Abs. 2 Gesetz über das Sozialversicherungsgericht),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. Die Klage wird abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- H.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Rechtsanwalt Dr. Adrian von Kaenel</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p></div></body></html>