<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.01023</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Gerichtsschreiberin Grieder-Martens</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 22. Januar 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Silvan Meier Rhein</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">advokatur rechtsanker</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Ankerstrasse 24, Postfach 9822, 8036 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1962, meldete sich unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Hinweis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rücken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beschwerden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erstmals am 16. Juli 1992 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/3). Aufgrund der Neuanmeldung vom 16. Oktober 1997 (Urk. 7/26) sprach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ihm die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungen vom 4. beziehungsweise 9. April 2001 bei einem Invaliditätsgrad von 61 % eine halbe Rente ab 1. Juli 1997 zu (Urk. 7/75-82. Mit Inkrafttreten der 4. IV-Revision wurde die Rente per 1. Januar 2014 auf eine Dreiviertelsrente erhöht (Urk. 7/113). Am 12. Juni 2003, am 4. beziehungsweise am 18. Dezember 2006 und am 14. Januar 2010 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, der Rentenanspruch sei unverändert (Urk. 7/99, Urk. 7/121, Urk. 7/123, Urk. 7/136). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Folge eines neuen Gesuches um berufliche Massnahmen vom 28. August 2013 (richtig: 2014; Urk. 7/179) nahm die IV-Stelle neue Abklärungen auf. Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund des laufenden Strafverfahrens gegen den Versicherten betreffend mehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fachen Betrug (Urk. 7/185-186, Urk. 7/196) sistierte die IV-Stelle mit Verfügung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 15. April 2015 (Urk. 3/3 = Urk. 7/202) die laufende Invalidenrente im Sinne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einer vorsorglichen Massnahme im Rahmen des Hauptverfahrens zur Sicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellung der Wirksamkeit der Endverfügung. Dabei verwies sie auf das gegen den Versicherten laufende Strafverfahren wegen Betrugs und die in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sem Zusammenhang erhobenen Untersuchungserkenntnisse sowie die Stel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 27. Februar 2015 (Urk. 7/321 S. 5 f.), wonach eine deutliche verbesserte Restarbeitsfähigkeit (80 - 100 %) zu vermuten sei. Diese Verfügung blieb unangefochten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter Hinweis auf das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 4. April 2017 (Urk. 3/4 = Urk. 7/247), mit welchem der Versicherte vom Vorwurf des mehrfachen Betrugs und der mehrfachen Urkundenfälschung freigesprochen wurde, beantragte der Versicherte mit Schreiben vom 16. Juni 2017 (Urk. 7/245) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die umgehende Wiederausrichtung der Invalidenrente. Mit Schreiben vom 6. Juli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2017 (Urk. 3/5 = Urk. 7/248) hielt die IV-Stelle an der Sistierung fest, worauf der Versicherte am 10. Juli 2017 den Erlass einer beschwerdefähigen Verfügung verlangte (Urk. 7/249). Mit Entscheid vom 21. Juli 2017 (Urk. 7/250 = Urk. 2) trat die IV-Stelle auf das Begehren des Versicherten um Aufhebung der Sistie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung vom 15. April 2015 nicht ein. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte erhob am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">14. September 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen die Verfügung vom 21. Juli 2017 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, auf das Leistungsgesuch um Nachzahlung und Wiederausrichtung der Invalidenrente einzutreten, und es sei ihm in Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hebung der angefochtenen Verfügung die Invalidenrente rückwirkend per 1. April</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2015 wieder auszurichten (Urk. 1 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 3. November 2017 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 21. Dezem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2017 zur Kenntnis gebracht (Urk. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerde richtet sich gegen den vorinstanzlichen Nichteintretensent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheid. Das Sozialversicherungsgericht hat daher zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht auf das bei ihr gestellte Gesuch um Wiederausrichtung von Leistungen nicht eingetreten ist. Dagegen kann auf den in der Beschwerde gestellten materiellen Antrag nicht eingetreten werden (BGE 132 V 74 E. 1.1 mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verwaltung kann gestützt auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">55 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in Verbindung mit </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">56 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (VwVG) ihre Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungen im Rahmen vorsorglicher Massnahmen einstweilen einstellen (vgl. dazu Urs Müller, Das Verwaltungsverfahren in der Invalidenversicherung, Bern 2010, Rz 2329; Franz Schlauri, Die Einstellung von Dauerleistungen in der Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherung, in: Schaffhauser/Schla</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">uri, Hrsg.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Die Revision von Dauerleistungen, St.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gallen 1999, S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">191</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ff.,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">216</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ff.; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_45/2010 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2. April 2010 E. 2 mit Hinweisen). Dabei hat sie in gleicher Weise wie bei der Beurteilung der Frage, ob einem Entscheid suspensive Wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung zukommt (vgl. Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">11 der Verordnung über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, in Verbindung mit Art. 55 VwVG), eine Inte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">res</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">senabwägung vorzunehmen und somit zu prüfen, ob die Gründe, die für die Wirksamkeit der vorsorglichen Anordnung sprechen, gewichtiger sind als jene, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die für die gegenteilige Lösung angeführt werden können. Ziel der vorsorg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en Massnahmen ist die Sicherung der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Durchsetzung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des materiellen Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Hauptanwendungsfälle von vorsorglichen Massnahmen sind die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung einer laufenden Rente im Rahmen einer Rentenrevision, einer Wie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wägung o</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> einer prozessualen Revision und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entzug </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufschiebenden Wirkung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerde (Müller, a.a.O., Rz 2328</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> f.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Vorsorgliche Massnahmen werden aufgrund einer summarischen Prüfung gestützt auf die vorhandenen Unterlagen getroffen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die vorsorgliche Massnahme ergeht als Zwischenverfügung und ist nur vorläu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">figer Natur. Daher kann sie von derjenigen Instanz, welche sie angeordnet hat, auf Antrag einer Partei oder von Amtes wegen jederzeit abgeändert oder in Wiedererwägung gezogen werden, sofern sich die Verhältnisse massgeblich geändert haben, indem die Umstände, die zum Erlass vorsorglicher Massnahmen geführt haben, nicht mehr gegeben sind und damit das schutzwürdige Interesse an ihrer Aufrechterhaltung dahinfällt. Voraussetzung für die Abänderung sind mithin wesentliche geänderte Umstände oder Prozessaussichten. Je schwerer die vorsorgliche Massnahme wiegt, desto wichtiger ist es, das Hauptverfahren beförderlich voranzutreiben. Es geht nicht an und ist eine Rechtsverzögerung, wenn die Verwaltung vorsorglich eine eingreifende Massnahme anordnet und dann jahrelang untätig bleibt und den Betroffenen den Nachteil dulden lässt (vgl. Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Kommentar zum Verwaltungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflegegesetz des Kantons Zürich, 2. Auflage, 1999, § 6 Rz 29, 31; Urs Müller, Das Verwaltungsverfahren in der Invalidenversicherung, 2010, § 30 Rz 2386; Hansjörg Seiler in: Waldmann/Weissenberger, Hrsg., Praxiskommentar Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrensgesetz, 2. Auflage, 2016, Art. 56 Rz 55-56).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (Urk. 2) davon aus, dass die Sistierungsverfügung vom 15. April 2015 in Rechtskraft erwachsen sei. Soweit ein schützenswertes Interesse glaubhaft gemacht werden könne, habe der Versicherungsträger betreffend Feststellung, dass der Sistierungsgrund weg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefallen und damit die Sistierung aufzuheben sei, ebenfalls zu verfügen. Das schützenswerte Interesse sei zu verneinen, wenn eine Gestaltungsverfügung erwirkt werden könne, da die Feststellungsverfügung insoweit subsidiär sei. Vorliegend laufe das Revisionsverfahren, und ein Entscheid in der Sache werde ergehen. Auf den Antrag um Aufhebung der Sistierung sei daher mangels Fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellungsinteresse nicht einzutreten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer machte geltend (Urk. 1), dass Grundlage der Sistierungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfügung der Beschwerdegegnerin vom 15. April 2015 das pendente Strafver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren wegen des Vorwurfs eines Versicherungsbetrugs gewesen sei. Insbeson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe die Beschwerdegegnerin die vorläufige Renteneinstellung mit der Möglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit einer rückwirkenden Rentenaufhebung wegen Meldepflichtverletzung hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich veränderter Verhältnisse oder wegen Leistungserwirkung aufgrund falscher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Angaben begründet. Gemäss rechtskräftigem Urteil des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 4. April 2017 sei er vom Vorwurf des Betrugs frei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprochen worden, weshalb nun die rechtlichen Grundlagen für eine Sistierung fehlten beziehungsweise zwischenzeitlich weggefallen seien. Die als vorsorg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Massnahme erlassene vorläufige Einstellung der Invalidenrente sei daher wieder aufzuheben. Ungenügend zur Aufrechterhaltung der Sistierung sei jeden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">falls die von der Beschwerdegegnerin angeführte, bloss vermutete Verbes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serung der Restarbeitsfähigkeit. Entgegen der Auffassung der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerin verlange er auch keine blosse Feststellung, sondern - mit der Wiederaus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtung der Invalidenrente - eine Leistung (S. 3 ff. Ziff. 1-7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf das Begehren des Beschwerdeführers eintrat, wonach die vorsorgliche Massnahme der vorläufigen Renteneinstellung aufzuheben und die Invalidenrente wieder auszurichten sei. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nicht zu prüfen ist hingegen die materielle Frage, ob die im Sinne einer vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sorglichen Massnahme verfügte vorläufige Einstellung der Invalidenrente wegen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">veränderter Verhältnisse aufzuheben und die Invalidenrente wieder aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n ist (vgl. vorstehend E. 1.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Stellungnahme vom 27. Februar 2015 führte Dr. med. Y.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, RAD, aus, dass die erho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Observationsergebnisse offensichtlich auch dem postulierten quantitativen und qualitativen beruflichen Belastungsniveau im Arztzeugnis von Dr. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für Innere Medizin, vom 4. Januar 2013 widersprächen, wonach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> körperlich sehr leichte und nur Hilfsarbeiten - wie Buchhaltung und Kassenführung - möglich seien mit einer Restarbeitsfähigkeit von 40 %. Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund der jetzt vorliegenden Sachverhalte könne medizintheoretisch eine deut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich höhere Restarbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 80-100 % vermutet werden. Dies gelte auch unter Berücksichtigung der geltend gemachten Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschäden. Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> empfahl, den versicherungsmedizinischen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zustand des Beschwerdeführers in Kenntnis der jetzt erweiterten Aktenlage neu interdisziplinär beurteilen zu lassen (Urk. 7/321 S. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Sistierungsverfügung vom 15. April 2015 wurde als vorsorgliche Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">na</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hme im Rahmen eines laufenden Revisionsverfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erlassen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Zu deren Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gründung verwies die Beschwerdegegnerin auf das laufende Strafverfahren wegen Betrugs und die darin - insbesondere aus der Observation des Beschwerdeführers – erho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benen Untersuchungsergebnisse sowie die Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 27. Februar 2015, wonach eine deutlich ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">besserte Restarbeitsfähigkeit (80 - 100 %) vermutet werden könne. Aufgrund dessen bestünden gewichtige Anhaltspunkte dafür, dass in der Vergangenheit eine für den Leistungsanspruch erhebliche Veränderung eingetreten sei. Andern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">falls müsse davon ausgegangen werden, dass die (Weiter-)Ausrichtung der Leistung mittels falscher Angaben erwirkt worden sei. Eine sofortige Meldung dieses Umstandes sei bei der IV-Stelle nicht eingereicht worden. Aufgrund dieser ungemeldeten und medizinisch beurteilten Umstände bestehe die Möglichkeit einer rückwirkenden Leistungsbeurteilung, weshalb die Rente per sofort zu sistieren sei. Nach Vornahme der notwendigen weiteren Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen werde ein abschliessender Leistungsentscheid ergehen. (Urk. 3/3 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 4. April 2017 (Urk. 3/4) wurde der Beschwerdeführer verschiedener Vergehen beziehungsweise Übertre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungen gegen Bestimmungen der Sozialversicherungsgesetzgebung schuldig gesprochen (S. 46 Dispositiv Ziffer 1). Der Beschwerdeführer wurde jedoch frei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesprochen vom Vorwurf des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB sowie der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB (S. 47 Dispositiv Ziffer 2). Gewürdigt wurden dabei unter anderem auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die anlässlich der Observation des Beschwerdeführers erhobenen Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ergebnisse, unter Hinweis darauf, dass zu Gunsten des Versicherten beziehungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise des Beschuldigten zu berücksichtigen sei, dass sich der Betrieb zur Zeit der Videoobservation in den letzten Tagen befunden habe, das Personal knapp </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gewesen sei und deshalb eine aussergewöhnliche Situation bestanden habe (E. 5.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 S. 27, E. 5.3 S. 30). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die vorläufige Einstellung der Invalidenrente während des Revisionsverfahrens </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellt eine vorsorgliche Massnahme dar, welche mangels einer unbedingten Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beständigkeit auf Antrag abgeändert werden kann, sofern sich die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hältnisse massgeblich geändert haben (vorstehend E. 1.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin stellt der Beschwerdeführer mit dem Antrag auf Aufhebung der vorsorglichen Massnahme der vorläufigen Renteneinstellung und Wiederausrichtung der Invalidenrente ein Leistungs- und nicht ein Feststellungsbegehren. Ein Rechtsschutzinteresse ist damit ohne weite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">res gegeben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin begründete die vorsorgliche Renteneinstellung unter anderem mit dem laufenden Strafverfahren wegen Versicherungsbetrugs und der Möglichkeit von Meldepflichtverletzungen (vorstehend E. 3.2). Aufgrund der rechtskräftigen Erledigung des Strafverfahrens ist davon auszugehen, dass diese Vorwürfe keiner weiteren Abklärung bedürfen. Damit lagen mit dem Urteil des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Obergerichts vom 4. April 2017 und dem darin enthaltenen teilweisen Frei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch massgebliche Umstände vor, die als veränderte Verhältnisse auf Antrag hin zumindest zu prüfen gewesen wären. Kursorisch erfolgte dies lediglich im Schreiben vom 6. Juli 2017 (Urk. 7/248), während im angefochtenen Entscheid jegliche Ausführungen dazu fehlen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dass die Beschwerdegegnerin auf den Antrag zumindest hätte eintreten m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">üssen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gilt im Übrigen umso mehr, als die rückwirkende Renteneinstellung nur unter den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erhöhten Voraussetzungen der Ausnahmeregelung von Art. 88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 2 lit. b der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) möglich ist, ansonsten sie gemäss Art. 88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 2 lit. a IVV frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung (in der Hauptsache) folgenden Monats an eingestellt werden kann. Insofern stellt die vorläufige Einstellung einer laufenden Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidenrente zur Sicherung der rückwirkenden Renteneinstellung eine besonders einschneidende Massnahme dar.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin legte weder im Schreiben vom 6. Juli 2017 (Urk. 7/248) noch im angefochtenen Entscheid (Urk. 2) dar, welche weiteren Abklärungen angesichts des rechtskräftigen Urteils des Obergerichts noch zu tätigen seien, um das laufende Revisionsverfahren abschliessen zu können. Soweit sie auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund der im Strafverfahren erhobenen Untersuchungsergebnisse und deren Beurteilung durch den RAD weitere medizinische Abklärungen für notwendig hält, so ist zu bemerken, dass sie im Zeitraum zwischen der vorsorglichen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellung der Invalidenrente am 15. April 2015 und dem Nichteintretensentscheid vom 21. Juli 2017 weder aktuelle Arztberichte einholte noch das von ihrem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">RAD ausdrücklich empfohlene interdisziplinäre Gutachten veranlasste (Urk. 7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/321 S. 6 f.). Erst am 21. Juli 2017 - mithin über zwei Jahre nach der vorsorglichen Einstellung der Invalidenrente – liess die Beschwerdegegnerin zur Vorbereitung einer erneuten Anfrage an den RAD aktuelle Arztberichte einholen (Urk. 7/321 S. 7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Angesichts der Schwere der Massnahme der Renteneinstellung ist die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin gehalten, das Hauptverfahren beförderlich voranzutreiben (vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">steh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">end E. 1.3). Ob unter diesen Umständen ihr Zuwarten eine Rechtsverzögerung darstellt, und inwiefern die medizinische Abklärung zum Abschluss des Revi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sionsverfahrens unerlässlich ist, kann vorliegend offen bleiben. Denn jedenfalls ändert es nichts daran, dass die Beschwerdegegnerin den Antrag des Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführers auf Aufhebung der vorsorglichen Massnahme der Renteneinstellung nach Erlass des fraglichen Obergerichtsurteils hätte prüfen müssen (vorstehend E. 4.1). Sie ist demnach zu Unrecht nicht auf das Gesuch des Beschwerdeführers eingetreten, was zur Gutheissung seiner Beschwerde führt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das vorliegende Verfahren ist - weil es nicht die Bewilligung oder Verweige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung von IV-Leistungen zum Gegenstand hat (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG e contrario) - kostenlos, weshalb sich die Prüfung des Gesuchs um unentgeltliche Prozess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führung erübrigt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die Beschwe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rdegegnerin zu verpflichten, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">obsiegenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführer eine angemessene Prozessentschädigung aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zurichten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Damit erweist sich d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">essen Gesuch um unentgeltliche Prozess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tretung als gegenstandslos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Prozessentschädigung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">34 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht). Beim pra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">xis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässen Stundenansatz von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fr. 220</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) sowie unter Berücksichtigung der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zesses wird diese auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fr. 2‘0</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">00</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelegt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 21. Juli 2017 aufgehoben und es wird die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen, damit diese die beantragte Aufhebung der Sistie</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">rung vom 15. April 2015 im Sinne der Erwägungen prüfe und darüber neu verfüge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2'000</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Silvan Meier Rhein</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannGrieder-Martens</p><p></p></div> </div></body></html>