<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">1P.560/2004 </div> <div class="para">1P.592/2004 /ast </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 19. Januar 2005 </div> <div class="para">I. Öffentlichrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Féraud, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Aemisegger, Fonjallaz, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Haag. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Abgaberechtliche Abteilung, Obergrundstrasse 46, 6002 Luzern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Unentgeltliche Rechtspflege und Fristenlauf, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsrechtliche Beschwerden gegen die Verfügung </div> <div class="para">des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 22. Juli 2004 (1P.560/2004) und das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 3. September 2004 (1P.592/2004). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para">A. </div> <div class="para">Mit Verfügung des kantonalen Strassenverkehrsamtes vom 23. April 2004 wurde X.________ wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit verwarnt. Am 13. Mai 2004 erhob er gegen diese Verfügung Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Luzern. Am 14. Mai 2004 hielt das Verwaltungsgericht X.________ zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 700.-- an, worauf dieser um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersuchte. </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 22. Juli 2004 wies das Verwaltungsgericht das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mangels Bedürftigkeit ab und forderte X.________ auf, den Kostenvorschuss bis zum 23. August 2004 zu bezahlen, ansonsten auf die Beschwerde unter Kostenfolge nicht eingetreten werde. Der Kostenvorschuss wurde innert der Zahlungsfrist nicht geleistet. </div> <div class="para">Gegen die Verfügung des Verwaltungsgerichts vom 22. Juli 2004 hat X.________ am 29. September 2004 beim Bundesgericht staatsrechtliche Beschwerde eingereicht (Verfahren 1P.560/2004). </div> <div class="para">B. </div> <div class="para">Am 2. September 2004 ersuchte X.________ das Verwaltungsgericht sinngemäss um Wiederherstellung bzw. Neufestsetzung der Zahlungsfrist. Er sei während über 14 Tagen verreist gewesen und erst am 22. August 2004 zurückgekehrt. Daher habe er den Zahlungstermin nicht gekannt und habe diesen auch nicht einhalten können. </div> <div class="para">Mit Urteil vom 3. September 2004 lehnte das Verwaltungsgericht das Gesuch um Wiederherstellung bzw. Neufestsetzung der Zahlungsfrist ab und trat auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 13. Mai 2004 nicht ein. </div> <div class="para">Gegen dieses Urteil hat X.________ am 5. Oktober 2004 beim Bundesgericht staatsrechtliche Beschwerde eingereicht (Verfahren 1P.592/2004). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Den beiden staatsrechtlichen Beschwerden liegt die Verwarnung des Beschwerdeführers wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit zugrunde. Sie betreffen somit dieselbe Streitsache und sind in einem Urteil zu behandeln. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das staatsrechtliche Beschwerdeverfahren führt nicht das vorangegangene kantonale Verfahren weiter, sondern stellt als ausserordentliches Rechtsmittel ein selbständiges staatsrechtliches Verfahren dar, das der Kontrolle kantonaler Hoheitsakte unter dem spezifischen Gesichtspunkt verfassungsmässiger Rechte dient (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=15.01.2005&amp;to_date=03.02.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-IA-393%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page393">BGE 117 Ia 393</a> E. 1c S. 395). Die als verletzt erachteten verfassungsmässigen Rechte oder deren Teilgehalte sind zu bezeichnen; überdies ist in Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids im Einzelnen darzustellen, worin die Verletzung der angerufenen Verfassungsrechte bestehen soll (<span class="artref">Art. 90 Abs. 1 lit. b OG</span>). Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen (Rügeprinzip), welche soweit möglich zu belegen sind. Auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=15.01.2005&amp;to_date=03.02.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-I-258%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page258">BGE 130 I 258</a> E. 1.3 S. 261 f.<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=15.01.2005&amp;to_date=03.02.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-I-185%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page185">129 I 185</a></span> E. 1.6 S. 189<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=15.01.2005&amp;to_date=03.02.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-I-38%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page38">127 I 38</a></span> E. 3c S. 43; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=26&amp;from_date=15.01.2005&amp;to_date=03.02.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-IA-393%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page393">117 Ia 393</a> E. 1c S. 395, je mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die vorliegenden Beschwerden genügen den genannten Begründungsanforderungen nicht. Auf die Vorbringen des Beschwerdeführers kann namentlich nicht eingetreten werden, weil er nicht aufzeigt, inwiefern die angefochtenen Entscheide verfassungsmässige Rechte missachten. In Bezug auf den Fristenlauf nennt er keine Bestimmung, aus welcher sich ein Stillstand der Fristen ergeben würde. Hinsichtlich der unentgeltlichen Rechtspflege legt er nicht dar, inwiefern die geltend gemachten Mängel der Berechnung seiner finanziellen Verhältnisse im angefochtenen Entscheid im Ergebnis zu einer Missachtung des Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege führen. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Es ergibt sich somit, dass auf die Beschwerden nicht eingetreten werden kann. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im bundesgerichtlichen Verfahren ist abzuweisen, weil die Beschwerden von vornherein aussichtslos waren (<span class="artref">Art. 152 OG</span>). Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die staatsrechtlichen Beschwerden wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Abgaberechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 19. Januar 2005 </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>