<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00615</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichter Bachofner<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiber Brugger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 12. September 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Christe</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Christe &amp; Isler Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Obergasse 32, Postfach 1663, 8401 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1956, war zuletzt mit einem Teilzeitpensum im Geschäft ihres Ehemannes tätig (Urk. 7/14, Urk. 7/20 Ziff. 2.2 und 2.5). Am 4. Mai 2006 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2). Mit Verfügung vom 28. Mai 2008 (Urk. 7/33) verneinte die Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, einen Rentenanspruch. Eine dagegen erhobene Beschwerde (Urk. 7/35/3-10) wurde vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 8. Dezember 2008 (Prozess Nr. IV.2008.00703) in dem Sinne gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heissen, dass die Verfügung vom 28. Mai 2008 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde (Urk. 7/37 S. 11 Dispositiv Ziff. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle veranlasste in der Folge weitere medizinische Abklärungen (Urk. 7/45, Urk. 7/56). Mit Verfügung vom 16. August 2010 verneinte sie erneut </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einen Rentenanspruch (Urk. 7/74). Eine dagegen erhobene Beschwerde (Urk. 7/75/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3-12) wies das hiesige Gericht mit Urteil vom 6. Januar 2011 (Prozess Nr. IV.2010.00889) ab (Urk. 7/77 S. 12 Dispositiv Ziff. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte meldete sich am 3. Januar 2014 neu bei der Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung an (Urk. 7/78). Mit Verfügung vom 20. Februar 2014 (Urk. 7/87) trat die IV-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle auf das Leistungsbegehren nicht ein. Die dagegen erhobene Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de (Urk. 7/91/3-8) hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 5. August 2014 (Prozess Nr. IV.2014.00343) in dem Sinne gut, dass die Verfügung vom 20. Februar 2014 aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde, damit diese über die Neuanmeldung materiell befinde (Urk. 7/94 S. 7 Dispositiv Ziff. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle holte medizinische Berichte (Urk. 7/100, Urk. 7/120) und Stellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen ihres Regionalärztlichen Dienstes (RAD, Urk. 7/136 S. 3 und 4 f.) ein. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 17. August 2016 auferlegte sie der Versicherten als Schadenminde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pfli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cht den Entzug von Benzodiazepinen mit anschliessender Abstinenz (Urk. 7/123). Am 10. Oktober 2016 forderte sie die Versicherte erneut auf, sich einem Medikamentenentzug zu unterziehen (Urk. 7/134). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/137-143) wies die IV-Stelle das Gesuch der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten mit Verfügung vom 20. Dezember 2016 (Urk. 7/144 = Urk. 2/1) ab. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 29. Mai 2017 Beschwerde (Urk. 1) gegen die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 20. Dezember 2016 (Urk. 2/1), welche die IV-Stelle dem Rechtsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">treter der Versicherten erst am 26. April 2017 zugestellt hatte (Urk. 2/2). Die Versicherte beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei die Sache zu ergänzenden medizinischen Abklärungen und zum Neuentscheid an die IV-Stelle zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1 oben). Die IV-Stelle bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragte mit Beschwerdeantwort vom 4. Juli 2017 (Urk. 6) die Abweisung der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 18. Juli 2017 zur Kenntnis gebracht (Urk. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Alkoholismus und Medikamentenmissbrauch (wie auch Drogensucht) begründen nach ständiger Rechtsprechung keine Invalidität im Sinne des Gesetzes. Viel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mehr wird eine solche Sucht invalidenversicherungsrechtlich erst bedeutsam, wenn sie ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschaden eingetreten ist, oder aber wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist, welchem Krankheitswert zukommt (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 124 V 265</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3c; AHI 2002 S. 30, I 454/99 E. 2a). Dabei ist das ganze für die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ucht massgebende Ursachen- und Folgespektrum in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen, was impliziert, dass einer allfälligen Wechselwirkung zwischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Suchtmittelabhängigkeit und psychischer Begleiterkrankung Rechnung zu tragen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist. Was die krankheitsbedingten Ursachen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ucht betrifft, ist für die inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidenversicherungsrechtliche Relevanz der Abhängigkeit erforderlich, dass dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Geschehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine ausreichend schwere und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er Natur nach für die Entwicklung einer Suchtkrankheit geeignete Gesundheitsstörung zugrunde liegt, welche zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mindest eine erhebliche Teilursache der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ucht darstellt. Mit dem Erfordernis des Krankheitswerts einer allfälligen verursachenden psychischen Krankheit wird verlangt, dass diese die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit einschränkt. Wenn der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erforderliche Kausalzusammenhang zwischen Sucht und krankheitswertigem psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schem Gesundheitsschaden besteht, sind für die Frage der noch zumut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ba</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren Erwerbstätigkeit die psychischen und die suchtbedingten Beeinträchtigungen gesamthaft zu berücksichtigen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_906/2013 vom 23. Mai 2014 E. 2.2 und 9C_701/2012 vom 10. April 2013 E. 2 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen sowie 9C_706/2012 vom 1. Juli 2013 E. 3.2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit Hinweis auf I </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">169/06 vom 8. August 2006 E. 2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die versicherte Person muss gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidenversicherung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) zu verhindern (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1). Die versicherte Person muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen. Dies sind insbesondere:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">a. </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Massnahmen der Frühintervention (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">7d);</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">b. </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Einglie</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">derung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">14a);</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">c. </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Massnahmen beruflicher Art (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">15–18 und 18b);</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">d. </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">medizinische Behandlungen nach Artikel 25 KVG;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">e.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezügerinnen und Rentenbezügern nach Art. 8a Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als zumutbar gilt gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7a IVG jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Leistungen können gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7b IVG nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">21 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7 dieses Gesetzes oder nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">43 Absatz 2 ATSG nicht nachgekommen ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG können einer versicherten Person die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben entzieht oder widersetzt, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder wenn sie nicht aus eigenem An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einzuräumen. Behandlungs- und Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die angefochtene Verfügung vom 20. Dezember 2016 (Urk. 2/1) wurde dem Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vertreter der Beschwerdeführerin erst mit Schreiben der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerin vom 26. April 2017 (Urk. 2/2) zugestellt. Die Beschwerde vom 29. Mai </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2017 (Urk. 1) erfolgte somit rechtzeitig innert der Rechtsmittelfrist von 30 Tagen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Art. 60 Abs. 1 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin wies das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Begründung ab, am 17. August 2016 sei ihr der Entzug von Benzo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ze</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen im Sinne einer Schadenminderungspflicht auferlegt worden (Urk. 2/1 S. 1). Die Beschwerdeführerin habe sich geweigert, den Entzug durchzuführen, und eine anschliessende Abstinenz einzuhalten, so dass aufgrund der Akten ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den werde (Urk. 2/1 S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ergänzend stellte die Beschwerdegegnerin in der Vernehmlassung vom 4. Juli 2017 fest, selbst wenn die Abhängigkeitsproblematik hinsichtlich Benzodia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ze</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pine ausser Acht gelassen werde, sei ein Anspruch auf eine Rente zu verneinen. Dass es sich bei den psychiatrischen Diagnosen um einen invalidisierenden Gesundheitsschaden handle, sei nicht rechtsgenügend erstellt. Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin pflege durchaus ein aktives Alltagsleben. Seit Februar 2016 nehme sie weder eine fachpsychiatrische noch eine psychotherapeutische Behandlung in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anspruch. Die bestehende psychopharmakologische Behandlung werde durch den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Hausarzt gewährleistet (Urk. 6 S. 3 Ziff. 4). Der Leidensdruck der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin könne folglich nicht allzu hoch sein. Den Beeinträchtigungen komme daher auch ohne die Abhängigkeit von Benzodiazepinen kein invalidisierender Charakter zu (Urk. 6 S. 3 Ziff. 4 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin machte geltend, aus medizinischer Sicht sei ein sofor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiger Benzodiazepine-Entzug absolut kontraindiziert. Der Konsum sei bereits wesentlich reduziert worden und sei ohnehin nicht als Grund für die Invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sierung zu betrachten. Der psychische Gesundheitszustand könne durch einen weiteren Entzug nicht verbessert werden. Ihr Zustand würde sich durch einen totalen Entzug sogar noch verschlimmern (Urk. 1 S. 4 Ziff. 6). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Mitwirkungspflicht verletzt hat, indem sie nicht bereit war, sich einem Benzodiazepin-Entzug mit anschliessender Haaranalyse zu unterziehen, und ob die Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin daher zu Recht abgewiesen hat. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin meldete sich am 3. Januar 2014 neu bei der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin zum Leistungsbezug an (Urk. 7/78). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Seit dem 29. November 2013 ist sie in der Praxis von Dr. med. Y.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in delegierter psychotherapeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Behandlung (Urk. 7/83 S. 2 Ziff. 1.2, S. 3 Ziff. 1.5 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Y.___ nannte im Bericht vom 14. Januar 2014 (Urk. 7/83) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2 Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, seit 1993 mehrere depressive Epi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">den, gegenwärtig leichte bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F33.0/1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Panikattacken</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sekundäre Benzodiazepinabhängigkeit (ICD-10 F13.21)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf abhängige Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.7)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Y.___ gab zur Anamnese an, im Jahr 1993 sei es zu einer ersten depressiven Erkrankung mit anschliessendem Benzodiazepinabusus gekommen. 1999 habe ein Klinikaufenthalt in der Klinik Z.___ stattgefunden zur Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung der Depression und für einen Benzodiazepin-Entzug. Im Jahr 2000 sei ein weiterer Klinikaufenthalt erfolgt. 2003 und im Oktober 2011 sei erneut ein Entzug von Benzodiazepinen erfolgt (S. 3 Ziff. 1.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die bald 58-jährige Patientin sei bewusstseinsklar und allseits orientiert. Sie klage über ein starkes Morgentief. Sie habe starke Angstzustände, Angst vor dem kommenden Tag und eine starke innere Unruhe sowie Schwindelgefühle, Gleichgewichtsstörungen, Ohnmachtsgefühle etc. Im Gespräch verliere sie oft den Faden. Es bestehe eine starke Abhängigkeit von ihrer Tochter und ihrem Vater. Ihr Aktionsradius sei sehr eng. Sie sei vor allem auf das Überleben in ihrer vertrauten Umgebung konzentriert. Es bestehe eine verminderte Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit. Jede Anforderung werde für sie zu einer Unternehmung, die von starker Angst begleitet sei. Unter Stress und Belastung komme sie in panikartige Zustände. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Patientin habe seit 30 Jahren nicht mehr gearbeitet. Unter keinen Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständen könne mit einer Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit gerechnet werden (S. 3 Ziff. 1.4). Die therapeutischen Gespräche fänden in wöchentlichen Abständen statt (S. 3 Ziff. 1.5). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaftliche Betriebsleiterin bestehe seit 30 Jahren eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (S. 3 Ziff. 1.6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Y.___ stellte in einem nicht datierten Bericht (Urk. 7/100) neu die Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nosen einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode (ICD-10 F33.2), und einer abhängigen Persönlichkeitsstörung bei im Übrigen un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">veränderten Diagnosen (Ziff. 1.1). Dr. Y.___ führte zur Anamnese aus, trotz intensiver psychotherapeutischer Behandlung habe sich der psychische Zustand der Patientin seit März 2014 stark verschlechtert. Ihr Vater sei im März 2014 plötzlich an einem Hirnschlag verstorben. Dies sei für die Patientin ein schwerer Schlag gewesen, von dem sie sich bis heute nicht habe erholen können. Ihr Vater sei ihre engste Bezugsperson gewesen. Nach dessen Tod sei es zu einem massiven Zusammenbruch mit Angst- und Panikzuständen sowie stark de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pressi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ven Zuständen gekommen, die bis heute anhalten würden. Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin bleibe tagelang im Bett liegen, gehe nicht mehr aus dem Haus und finde sich ausserhalb ihrer engeren Umgebung nicht mehr zurecht (S. 2 Ziff. 1.4 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund der Beschwerden sei eine Arbeitsaufnahme weiterhin nicht möglich, auch nicht in einem strukturierten Rahmen. Es handle sich um einen schwer chronifizierten Zustand (S. 2 Ziff. 1.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Y.___ nannte in einem Verlaufsbericht vom 18. Februar 2016 (Urk. 7/120) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.2):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, mehrere depressive Episoden seit 1993, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F33.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sehr häufige Panikattacken</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Benzodiazepinabhängigkeit (ICD-10 F13.21)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">abhängige Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.7)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich verschlechtert (Ziff. 1.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als Befund bestünden ein Stimmungstief, Gedankenkreisen, Grübeln, eine Moti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">va</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tions- und Antriebslosigkeit, eine starke innere Unruhe, Hoffnungslosigkeit, soziale Isolation, eine starke Verlangsamung des Denkens und Konzentra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwierigkeiten. Jede Aktivität ermüde die Beschwerdeführerin sofort und werd</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e zu einem grossen Unternehmen. Sodann bestünden eine Verzweiflung, Perspek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tivlosigkeit und existenzielle Ängste. Sie sei oft nicht mehr in der Lage, ihren Haushalt zu bewältigen und Einkäufe zu tätigen (Ziff. 1.3). Der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">füh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin sei keine Tätigkeit möglich (Ziff. 2.1). Die Behandlung finde in einem Rhythmus von zirka zwei bis drei Wochen statt (Ziff. 3.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Med. pract. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Regio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ärztlicher Dienst der Beschwerdegegnerin (RAD), gab in einer Stellungnahme vom 18. Juli 2016 (Urk. 7/136 S. 4 f.) zum Bericht von Dr. Y.___ vom 18. Februar 2016 an, die Beschreibungen des Psychiaters ähnelten dem Bericht aus dem Jahr 2014, nur habe damals eine schwergradige Depression bestanden. Es liege nahe, den aktuellen Gesundheitszustand und das aktuelle Funktionsbild der Beschwerdeführerin mit dem Zustand gemäss dem Bericht von Dr. med. B.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, vom 6. August 2009 (vgl. Urk. 7/45) zu vergleichen. Der Befund im Bericht von Dr. B.___ gleiche dem etwas summarischen Befund im Bericht von Dr. Y.___. Eine wesentliche Änderung sei nicht zu erkennen. Befunde wie eine Antriebslosigkeit, eine starke Verlangsamung des Denkens, Konzentrations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwierigkeiten, Ermüdung und Gleichgewichtsstörungen würden als typische Sedativwirkung erscheinen. Unter einer derartigen Sedierung könne eine De</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pression nicht diagnostiziert werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im psychiatrischen Überblick sei keine wesentliche und anhaltende Verschlech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terung des Gesundheitszustandes zu erkennen. Die im Jahr 2014 als schwergrad bezeichnete Depression (Tod des Vaters) habe sich wie erwartet wieder gebessert </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und werde nun als mittelgradig bezeichnet. Eine Behandlungsfrequenz mit ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">em Abstand von zwei bis drei Wochen lasse nicht auf einen hohen Leidensdruck schliessen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Med. pract. A.___ gab in einer weiteren Stellungnahme vom 11. August 2016 (Urk. 7/136 S. 5 unten) an, angesichts der Unklarheiten seien tiefere Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen erforderlich, um die heutige Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin festzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen. Es sei kaum möglich, eine depressive Störung zu diagnostizieren, solange sie in ihrer Benzodiazepin-Abhängigkeit verharre. Viele depressive Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tome ähnelten den sedierenden Wirkungen von Benzodiazepinen. Die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin habe bereits im Juli 2000 einen Entzug in der Klinik Z.___ unternommen. Ein Entzug sei daher zumutbar. Zur Klärung des Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zustandes solle sie eine mindestens sechsmonatige Sedativa-Abstinenz nachwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen per Haaranalyse. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einem Schreiben an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vom 26. August</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2016 (Urk. 7/128/1-2) aus, bei der Beschwerdeführerin bestehe zwar eine ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wisse Benzodiazepin-Abhängigkeit. Diese beeinträchtige ihre aktuelle Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit aber in keiner Weise. Die entsprechenden Medikamente seien ur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprüng</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich mit Erfolg zur Behandlung der vorbestehenden schweren, genera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sierten Angststörung eingesetzt worden. Daraus habe sich leider eine Abhängig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit entwickelt. Die verminderte Arbeitsfähigkeit beruhe jedoch auf der besagten Angststörung sowie auf wiederholten depressiven Störungen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Durch einen Benzodiazepin-Entzug könne der psychische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nicht verbessert werden. Vielmehr sei zu befürchten, dass sich die Situation dadurch ganz wesentlich verschlechtern werde, leide die Beschwerdeführerin momentan doch sehr stark unter Angstzuständen aufgrund ihrer aktuellen sehr angespannten finanziellen Lage (Ziff. 1-2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In den letzten Monaten sei der Benzodiazepine-Konsum wesentlich reduziert </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den. Dies könne durch den verminderten Bezug der Medikamenten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">packungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eindeutig belegt werden. Dr. C.___ arbeite mit der Beschwerdeführerin intensiv daran, dass weitere Reduktionen vorgenommen werden könnten. Ein positiver Entscheid bezüglich einer Rente der Invalidenversicherung könne sehr viel dazu beitragen. Momentan nehme die Beschwerdeführer ¼ Xanax 0.5 mg und 1 ¼ Temesta Expidet 1mg ein. Dabei handle es sich um sehr geringe Dosierungen. Die beiden Medikamente seien für die Beschwerdeführerin momentan aus psychologischen Gründen aber sehr wichtig (Ziff. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D.___, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, und Dr. Y.___ führten in einem Schreiben vom 28. August 2016 (Urk. 7/129) an den Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">treter aus, die Beschwerdeführerin sei momentan nicht mehr bei ihnen in psychiatrischer Behandlung. Auch zuvor habe sie nur wenige unregelmässige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Termine gehabt. Bei der Einnahme von Benzodiazepinen handle es sich nicht um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine selbständige Erkrankung, sondern lediglich um eine Folge der rezidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den depressiven Störung, einer generalisierten Angststörung sowie einer Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeitsstörung. Der psychische Gesundheitszustand der Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin könne durch einen weiteren Entzug nicht verbessert werden. Ihr Zustand </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">könne sich durch einen totalen Entzug sogar verschlechtern. Ihre Ängste würden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sich noch verstärken (Ziff. 1-2). Die aktuelle Dosierung sei niedrig (Temesta 1mg am Morgen, später ¼ Xanax 0.5 mg, später nochmals ¼ Xanax 0.5 mg). Eine Haaranalyse nach sechs Monaten sei unsinnig, da es bei der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin keinesfalls mehr um die Erlangung einer Arbeitsfähigkeit gehe (Ziff. 3-4).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin holte nach der Rückweisung der Sache an sie gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des hiesigen Gerichts vom 5. August 2014 (Urk. 7/94 S. 7 Dispositiv Ziff. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) medizinische Berichte der behandelnden Ärzte (Urk. 7/100, Urk. 7/120) und einen Auszug aus dem individuellen Konto (Urk. 7/97) ein und unterbreitete die medizinischen Akten ihrem RAD zur Stellungnahme (E. 3.5 und 3.6 hiervor). Eine psychiatrische Begutachtung hat bislang nicht stattgefunden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin folgte ihrem RAD und auferlegte der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">füh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin mit Schreiben vom 17. August 2016 als Schadenminderungspflicht, dass sie sich einem Benzodiazepin-Entzug zu unterziehen habe. Weiter wurde der Beschwerdeführerin mitgeteilt, dass sechs Monate nach einem erfolgreichen Entzug eine Haaranalyse durchzuführen sei. Während dieser Zeit werde kein Entscheid über einen allfälligen Rentenanspruch gefällt (Urk. 7/123 S. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin wandte sich am 18. August 2016 gegen das Vorgehen der Beschwerdegegnerin und den ihr auferlegten Entzug. Insbesondere wies sie darauf hin, dass nach mehr als zwei Jahren seit der Rückweisung der Sache keine konkreten Schritte zur Prüfung des Rentenanspruches ersichtlich seien (Urk. 7/124 S. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Schreiben vom 10. Oktober 2016 forderte die Beschwerdegegnerin die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eführerin erneut auf, sich einem Benzodiazepin-Entzug zu unterziehen (Urk. 7/134). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Auflage, sich einem Benzodiazepin-Entzug zu unterziehen, geht auf die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Stellungnahme von med. pract. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 11. August 2016 zurück. Dieser stellte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> darauf ab, dass für die Diagnostizierung einer Depression ein Benzodia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zepin-Entzug erforderlich sei, da viele depressionsartige Symptome der sedie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">renden Wirkung von Benzodiazepinen ähnlich seien (E. 3.6 hiervor). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es ist jedoch zu bezweifeln, dass der Beschwerdeführerin ein Benzodiazepin-Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zug zugemutet werden kann. Dr. Y.___ und die Psychotherapeutin D.___ wiesen im Schreiben vom 28. August 2016 zunächst daraufhin, dass es sich aktuell nur um eine niedrige Dosierung von Benzodiazepinen handelt. Dies zeigt sich anhand der Laborkontrolle (Urk. 7/128/3). Weiter ist nach Einschätzung der behandelnden Ärzte zu befürchten, dass sich der psychische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin bei einem Entzug verschlechtern wird (E. 3.8). Der Hausarzt teilte die Befürchtung einer zu erwartenden gesundheitlichen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terung und wies auf momentan erhebliche Angstzustände der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin hin (E. 3.7 hiervor). Die von ärztlicher Seite geäusserte Befürchtung, dass ein Medikamentenentzug mutmasslich eine gesundheitliche Verschlech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung zur Folge haben wird, ist nicht von der Hand zuweisen, zumal nach den Berichten von Dr. Y.___ nebst einer Depression und einer Benzodiazepin-Abhängigkeit weitere teils erhebliche Diagnosen wie eine generalisierte Angst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung mit häufigen Panikattacken, eine Somatisierungsstörung und eine abhängige Persönlichkeitsstörung bestehen (E. 3.2-3.4 hiervor). Soweit die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin in der Vernehmlassung vom 4. Juli 2017 geltend machte, ein invalidisierender Gesundheitsschaden sei ohnehin nicht ausgewiesen (Urk. 6 S. 3 Ziff. 4), kann ihr nicht gefolgt werden, da eine rechtsgenügliche medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche Beurteilung bislang ausblieb. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem nach Einschätzung der behandelnden Ärzte bei einem Benzodiazepin-Entzug mit einer Verschlechterung des psychiatrischen Gesundheitszustandes zu rechnen ist, erweist sich der auferlegte Medikamentenentzug als nicht zumut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Verletzung der Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin ist daher zu verneinen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom 20. Dezem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2016 aufzuheben und die Sache zur umgehenden ergänzenden Abklärung des medizinischen Sachverhaltes an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Anschliessend hat die Beschwerdegegnerin über einen Rentenanspruch der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin zu verfügen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). Vorliegend sind die Kosten auf Fr. 700.-- festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach § 34 Abs. 1 GSVGer hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin ist mit Fr. 2‘200.-- (inklusive Meh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wertsteuer und Barauslagen) zu entschädigen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei diesem Ausgang des Verfahrens erweisen sich die Gesuche um unent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tliche Prozessführung und unentgeltliche Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2 Ziff. 3) als gegenstandslos. </span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 20. Dezember 2016 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Erwägungen, neu verfüge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Re</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">chnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2'200</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Daniel Christe</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannBrugger</p><p></p></div> </div></body></html>