A bteilung IV D -6325/2007 {T 0/2} U rte il v o m 1 . O k to b e r 2 0 0 7 R ichter D aniel Schm id (Vorsitz), R ichter R obert G alliker, R ichter W alter Lang, G erichtsschreiberin Iringo H ockley. A._______, geboren (...), Afghanistan, alias B._______, geboren (...), Afghanistan, vertreten durch R echtsanw alt U rs Ebnöther, (...), Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. N ichteintreten auf Asylgesuch und W egw eisung; Verfügung des BFM vom 12. Septem ber 2007 N (...). B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandD -6325/2007 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: dass der Beschw erdeführer, dam als m inderjähriger afghanischer Staatsangehöriger der Ethnie Panshiri aus Z._______, Provinz Panshir, eigenen Angaben zufolge sein H eim atland Ende August 2005 verliess, am 7. Septem ber 2005 in die Schw eiz einreiste und gleichentags um Asyl ersuchte, dass der Beschw erdeführer anlässlich der sum m arischen Befragung vom 13. Septem ber 2005, der N achbefragung vom 11. O ktober 2005 und der kantonalen Anhörung vom 27. O ktober 2005 im W esentlichen geltend m achte, sein Vater, ein Kom m andant, habe die w egen seiner Spielsucht entstandenen Schulden bei anderen Kom m andanten nicht bezahlen können und sei deshalb geflüchtet, dass er ungefähr 15 Tage nach U ntertauchen seines Vaters von zw ei uniform ierten G efolgsleuten der G läubiger, beziehungsw eise den Kom - m andanten selbst, festgenom m en und in einem Keller festgehalten w orden sei, w obei er geschlagen, m alträtiert und über seinen Vater be- fragt w orden sei, dass ihm nach 22-tägiger H aft die Flucht aus dem Fenster der Toilette gelungen sei, w orauf er sich nach H ause begeben und von einem N achbarn erfahren habe, seine M utter befände sich in einem Spital, dass er nach einem kurzen Aufenthalt bei seinem O nkel väterlicher- seits in Z._______ und Kabul sein H eim atland verlassen und über Pakistan, Iran und die Türkei in die Schw eiz gereist sei, dass eine durch die Fachstelle Lingua am 22. Septem ber 2005 durch- geführte landeskundlich-kulturelle Sprachanalyse (Expertise vom 3. O ktober 2005) ergab, dass der Beschw erdeführer m it Sicherheit in Afghanistan sozialisiert w orden sei, dass die deutschen Behörden m it Schreiben vom 12. D ezem ber 2005 auf Anfrage hin m itteilten, der Beschw erdeführer sei bei der Auslän- derbehörde der Stadtverw altung Y._______ unter den Personalien B._______, geboren (...) aus Panshir, Afghanistan, erfasst, S eite 2D -6325/2007 dass der Beschw erdeführer am 23. April 2003 nach D eutschland ein- gereist und sein Asylgesuch am 24. N ovem ber 2004 rechtskräftig ab- gelehnt w orden sei, dass er indessen im Besitze einer bis zum 24. Septem ber 2005 gülti- gen D uldung gew esen sei, dass aus den zur Verfügung stehenden Akten aus D eutschland hervor- geht, dass der Beschw erdeführer zur Begründung seines Asylgesu- ches dort im W esentlichen geltend gem acht hatte, er sei m it seiner G eliebten nach Kabul geflohen, w eil deren Vater, ein M ullah, ihnen die H eirat nicht erlaubt habe, dass der Beschw erdeführer im R ahm en der G ew ährung des rechtli- chen G ehörs zu den Abklärungsergebnissen in seiner Stellungnahm e vom 5. Septem ber 2007 bestätigte, Afghanistan im April 2003 verlas- sen, in D eutschland erfolglos ein Asylverfahren durchlaufen zu haben und direkt aus D eutschland in die Schw eiz gereist zu sein, um hier um Asyl nachzusuchen, dass er dabei den Schw eizerischen Behörden seine richtigen Perso- nalien angegeben und seine tatsächlichen fluchtauslösenden Proble- m e genannt habe, er indessen entgegen seinen ursprünglichen Anga- ben im Besitze einer afghanischen Identitätskarte (Taskira) sei, die er in rund drei W ochen im O riginal zu den Akten reichen w erde, dass das BFM m it am 13. Septem ber 2007 eröffneter Verfügung vom 12. Septem ber 2007 in Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. f des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eintrat und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug anordnete, dass die Vorinstanz zur Begründung im W esentlichen anführte, es ste- he fest, dass der Beschw erdeführer in D eutschland einen ablehnenden Asylentscheid erhalten habe, dass zudem aufgrund der Aktenlage erstellt sei, dass der Beschw erde- führer seither nicht m ehr in seinen H eim atstaat zurückgekehrt sei, dass dem nach keine H inw eise vorlägen, w onach in der Zw ischenzeit Ereignisse eingetreten seien, die geeignet seien, die Flücht- S eite 3D -6325/2007 lingseigenschaft zu begründen, oder die für die G ew ährung vorüberge- henden Schutzes relevant seien, dass die W egw eisung aus der Schw eiz die R egelfolge eines N ichtein- tretensentscheides darstelle und der W egw eisungsvollzug zulässig, zum utbar und m öglich sei, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe seines R echtsvertreters vom 20. Septem ber 2007 gegen diesen Entscheid beim Bundesverw al- tungsgericht Beschw erde erhob und dabei die Aufhebung der ange- fochtenen Verfügung und R ückw eisung an die Vorinstanz zur m ateriel- len Prüfung des Asylgesuches, sow ie eventualiter die Anordnung der vorläufigen Aufnahm e beantragte, dass gleichzeitig um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von A rt. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) und um Erlass der Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht sow ie das Einreichen von Bew eism itteln in Aussicht gestellt w urde, dass in der R echtsm itteleingabe unter anderem vorgebracht w ird, die im R ahm en des Schw eizerischen Asylverfahrens geltend gem achte Verfolgung habe sich vor der tatsächlichen Ausreise im April 2003 w ie geschildert zugetragen; einzig die diesbezüglichen zeitlichen Angaben seien nicht korrekt ausgefallen, dass desw egen jedoch nicht ausgeschlossen w erden könne, dass sich die fluchtauslösenden Ereignisse tatsächlich ereignet hätten, dass der Beschw erdeführer im W eiteren nunm ehr seine Identität be- w eisen könne, dass der Beschw erdeführer zur Stützung seiner Vorbringen zw ei Fax- kopien frem dsprachiger D okum ente zu den Akten reichte, dass der R echtsvertreter des Beschw erdeführers m it vorab per Telefax zugestellter Eingabe vom 21. Septem ber 2007 erläuterte, bei der er- sten Seite der der Beschw erde beigefügten Faxkopien handle es sich um die Taskira seines M andanten und bei der zw eiten um die Bestäti- gung seiner Inhaftierung in Panshir, S eite 4D -6325/2007 dass die vorinstanzlichen Akten am 25. Septem ber 2007 beim Bundes- verw altungsgericht eintrafen (A rt. 109 Abs. 2 AsylG ), und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden ge- gen Verfügungen (A rt. 5 Vw VG ) des BFM entscheidet (A rt. 105 AsylG i.V.m . A rt. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.119]), dass der Beschw erdeführer legitim iert ist, w eshalb auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (A rt. 108a AsylG sow ie A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 48 Abs. 1 und 52 Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentschei- de praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz som it in der R egel (vgl. BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 2.1) darauf beschränkt ist, bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass die Vorinstanz dem gegenüber die Frage der W egw eisung sow ie deren Vollzugs m ateriell geprüft hat, w eshalb dem Bundesverw altungs- gericht einzig diesbezüglich volle Kognition zukom m t, dass die vorliegende Beschw erde – w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen ergibt – offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeent- S eite 5D -6325/2007 scheid lediglich sum m arisch zu begründen ist (A rt. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ; vereinfachtes Verfahren), dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn der Asylsuchen- de in einem Staat der Europäischen U nion (EU ) oder des Europäi- schen W irtschaftsraum s (EW R ) einen ablehnenden Asylentscheid er- halten hat, dass diese Bestim m ung keine Anw endung findet, w enn die Anhörung H inw eise auf zw ischenzeitlich eingetretene Ereignisse ergibt, die ge- eignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes relevant sind (A rt. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG ), dass die von A rt. 36 Abs. 1 AsylG geforderte Anhörung nach A rt. 29 und 30 AsylG vorab durchgeführt und der dam als noch m inderjährige Beschw erdeführer von seinem Vorm und begleitet w orden ist (vgl. A23/11), dass der Beschw erdeführer nach ablehnendem , in R echtskraft er- w achsenem Entscheid der deutschen Behörden vom 24. Juni 2003 nach eigenen Angaben nicht in seinen H eim atstaat zurückkehrte, sondern von D eutschland direkt in die Schw eiz reiste, um ein Asylgesuch zu stellen, dass som it nach dem ablehnenden Entscheid der deutschen Asylbe- hörden unbestrittenerm assen keine Ereignisse eingetreten sind, die für die Flüchtlingseigenschaft oder für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes relevant sind, dass zw ar nach der w eiterhin geltenden R echtsprechung der Schw ei- zerischen Asylrekurskom m ission (AR K) auf das Asylgesuch einer Per- son, w elche einen ablehnenden Asylentscheid eines Staates der EU oder des EW R erhalten hat, einzutreten ist, w enn diese die auf dem ablehnenden Entscheid beruhende Verm utung, dass sie die Flüchtlingseigenschaft nach A rt. 3 AsylG nicht erfüllt, um stossen kann, auch w enn sie keine in der Zw ischenzeit eingetretenen, für die Flücht- lingseigenschaft relevanten Ereignisse anführen kann (vgl. EM AR K 2006 N r. 33), dass allein daraus, dass sich der Beschw erdeführer im Zeitraum , in w elchem sich die von ihm behauptete Verfolgung in Afghanistan ereig- S eite 6D -6325/2007 net haben soll, tatsächlich in D eutschland aufgehalten hat, zw ar nicht zw ingend der Schluss gezogen w erden kann, es habe gar keine sol- che Verfolgung gegeben, dass allerdings eine solche D iskrepanz einer überzeugenderen E rklä- rung bedarf, als der Beschw erdeführer zu liefern verm ag, dass vorab der Erklärungsversuch des Beschw erdeführers, den deutschen Asylbehörden gegenüber (im G egensatz zu den Schw ei- zerischen) falsche Angaben zu seiner Identität und Asylgründen ge- m acht zu haben, als unplausibel und nicht nachvollziehbar zu w erten ist, w as seine persönliche G laubw ürdigkeit nachhaltig erschüttert und als starkes Indiz gegen die G laubhaftigkeit der geltend gem achten Vorbringen zu w erten ist, dass ferner w eder logisch noch m enschlich nachvollziehbar ist, w eshalb sich der Beschw erdeführer erst nachdem ihm das rechtliche G ehör zu seinem Asylverfahren in D eutschland gew ährt w urde, um Identitätspapiere und Bew eism ittel bem üht hat, dass er überdies auch m it keinem W ort erw ähnt, auf w elchem W eg und über w elche Verw andte oder Bekannte er die besagten Bew eism ittel zu erlangen versucht, w elche zurzeit einzig als w enig bew eistaugliche Faxkopien ohne Absenderangaben vorliegen, dass es dem Beschw erdeführer dem nach im vorliegenden Verfahren nicht gelungen ist, die auf dem ablehnenden Entscheid der deutschen Behörden beruhende Verm utung, w onach er die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt, um zustossen, dass m ithin aufgrund des G esagten die Vorbringen des Beschw erdeführers in keiner W eise als „ernsthaft und gew ichtig genug“ bezeichnet w erden können, „um m it einiger W ahrscheinlichkeit annehm en zu können, die Flüchtlingseigenschaft sei erfüllt“ (vgl. EM AR K 2006 N r. 33 E. 6.5 S. 372 f.), dass bei dieser eindeutigen Sachlage auf eine nähere Prüfung der bei- den m it der Beschw erdeschrift eingereichten, frem dsprachigen D oku- m ente – angeblich eine Identitätskarte und eine H aftbestätigung – ver- zichtet w erden kann und auch das N achreichen der in Aussicht gestellten O riginale nicht abgew artet w erden m uss, S eite 7D -6325/2007 dass schliesslich vollum fänglich auf die zutreffenden Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verw iesen w erden kann, dass sich w eitere Erörterungen zu den Vorbringen in der Beschw erde erübrigen, da sie am Ergebnis nichts zu ändern verm ögen, dass das BFM dem nach in Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG zu R echt auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist, dass das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw ei- sung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend der Beschw erdeführer w eder eine Aufenthaltsbew illigung besitzt noch einen Anspruch auf Er- teilung einer solchen hat, w eshalb die verfügte W egw eisung im Ein- klang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist (A rt. 44 Abs. 1 AsylG , A rt. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au- gust 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EM AR K 2001 N r. 21), dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw ei- sung entgegenstehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Be- stim m ungen des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) über die vorläufige Aufnahm e zu re- geln ist (A rt. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, da der Be- schw erdeführer nach dem vorstehend G esagten keine Verfolgung oder begründete Furcht vor N achteilen darzulegen verm ag, w elche geeignet w äre, seine Flüchtlingseigenschaft zu begründen, und auch keine Anhaltspunkte für eine andere m enschenrechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die ihm in seinem H erkunftsstaat droht (A rt. 14a Abs. 3 AN AG ), dass die AR K in ihrem unter EM AR K 2006 N r. 9 publizierten U rteil auf- grund der politischen Entw icklung seit dem Sturz des Taliban-R egim es im Jahre 2001 eine differenzierte Lagebeurteilung vornahm und nach EM AR K 2003 N r. 10 und 30 erneut die Zum utbarkeit des Vollzugs der W egw eisung nach Afghanistan prüfte, S eite 8D -6325/2007 dass die AR K in diesem U rteil zum Schluss kam , dass der Vollzug der W egw eisung nur in R egionen als zum utbar zu bezeichnen ist, in denen seit 2004 keine bedeutenden m ilitärischen Aktivitäten m ehr zu ver- zeichnen sind oder keine dauernde Instabilität besteht, dass darunter die Provinz Kabul (vgl. bereits EM AR K 2003 N r. 10), die nördlich der H auptstadt gelegenen Provinzen Parw an, Baghlan, Tak- har, Badakhshan, Kunduz, Balkh, Sari Pul sow ie die G ebiete um Sa- m angan, die nicht zum H azarajat gehören (traditionelles Siedlungsge- biet der H azara, vgl. EM AR K 2003 N r. 30 E. 7a S. 193) sow ie die Pro- vinz H erat im W esten des Landes fallen, dass der Vollzug der W egw eisung im W eiteren nur für Personen als zum utbar zu erachten ist, die aus diesen R egionen stam m en oder dort über ein tragfähiges Beziehungsnetz verfügen und konkrete M öglich- keiten der Sicherung des Existenzm inim um s und der W ohnsituation bestehen (vgl. dazu EM AR K 2003 N r. 10 E. 10b.cc S. 68; N r. 30 E. 7b S. 193 f.), dass zudem die R ückkehr in diese Provinzen nur bei jungen, unverhei- rateten Personen oder kinderlosen Paaren ohne schw ere gesundheitli- che Problem e zum utbar ist, dass nach dem G esagten der W egw eisungsvollzug nach Panshir, die H erkunftsprovinz des Beschw erdeführers, als nicht zum utbar zu erach- ten ist, dass indessen abzuklären bleibt, ob es dem Beschw erdeführer zuzu- m uten ist, sich im G rossraum Kabul oder in einer der anderen oben genannten Provinzen niederzulassen, dass es sich beim Beschw erdeführer um einen alleinstehenden, m itt- lerw eile erw achsenen, jungen und gem äss Akten gesunden M ann han- delt, der nach eigenen Angaben über verw andtschaftliche Beziehun- gen in Kabul verfügt (nam entlich die Tante A.M . väterlicherseits, vgl. A 23/9), dass die Vorinstanz im W eiteren auf G rund der gesam ten Aktenlage zu R echt ausführt, es sei nicht Sache der Asylbehörden, bei fehlenden H inw eisen seitens des Beschw erdeführers nach allfälligen W egw ei- sungshindernissen zu forschen, falls dieser – w ie vorliegend – seiner M itw irkungs- und W ahrheitspflicht nicht nachkom m e, S eite 9D -6325/2007 dass aufgrund der gesam ten Aktenlage und insbesondere der erschütteten G laubw ürdigkeit des Beschw erdeführers vielm ehr davon auszugehen ist, dass dieser in Kabul über ein tragfähiges Beziehungsnetz verfügt und som it konkrete M öglichkeiten der Si- cherung des Existenzm inim um s und der W ohnsituation bestehen, w om it der W egw eisungsvollzug nach Kabul als zum utbar zu erachten ist, dass in diesem Zusam m enhang ferner ausdrücklich auf die zutreffenden Erw ägungen des BFM hinsichtlich des Ergebnisses der LIN G U A-Expertise zu verw eisen ist (Ziff. II/2 S. 4), dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine H inw eise auf das Vor- liegen technischer Vollzugshindernisse ergeben, w eshalb der Vollzug auch als m öglich erscheint (A rt. 14a Abs. 2 AN AG ), dass der W egw eisungsvollzug som it als zulässig, zum utbar und m ög- lich im Sinne von A rt. 14a Abs. 2-4 AN AG zu erachten ist, dass die angefochtene Verfügung, da diese w eder Bundesrecht ver- letzt noch unangem essen ist und der rechtserhebliche Sachverhalt von der Vorinstanz richtig und vollständig festgestellt w urde (A rt. 106 AsylG ), zu bestätigen und die Beschw erde daher im vereinfachten Ver- fahren abzuw eisen ist, dass m it dem vorliegenden Entscheid das G esuch um E rlass der Kos- tenvorschussleistungspflicht gegenstandslos gew orden ist, dass die Beschw erde angesichts der obigen Erw ägungen als aus- sichtslos zu bezeichnen ist, w eshalb das G esuch um unentgeltliche Prozessführung gem äss A rt. 65 Abs. 1 Vw VG abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.-- (A rt. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . A rt. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen sind (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ). S eite 10D -6325/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege gem äss A rt. 65 Abs. 1 Vw VG w ird abgew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden dem Beschw erdeführer auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichts- kasse zu überw eisen. 4. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers (eingeschrieben, vorab per Telefax; Beilage: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz (R ef.-N r. N (...), vorab per Telefax) - (kantonale Behörde) (per Telefax) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: D aniel Schm id Iringo H ockley Versand: S eite 11