<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>KV.2017.00059</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichter Bachofner<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiber Brühwiler</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 28. September 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Stampfenbachstrasse 30, Postfach, 8090 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1957, ist US-amerikanische und Schweizer Staatsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehörige mit Wohnsitz in der Schweiz. Sie ersuchte am 20. November 2016 um Befreiung von der obligatorischen Krankenversicherungspflicht, da sie bei der britischen Aetna Insurance Company Limited (nachfolgend: Aetna) krankenversichert sei (Urk. 9/4). Mit Verfügung vom 16. Januar 2017 (Urk. 9/6) wies die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich (nachfolgend: Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">direktion) das Gesuch ab. Die dagegen am 20. Januar 2017 erhobene Einsprache (Urk. 9/7) wies die Gesundheitsdirektion nach mehrfacher Aufforderung zur Beibringung des unterzeichneten Formulars H (Urk. 9/10-11) und nach Erhalt weiterer Versicherungsunterlagen (Urk. 9/12/1-4) mit Entscheid vom 31. Mai 2017 ab (Urk. 9/16 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen den Einspracheentscheid vom 31. Mai 2017 (Urk. 2) erhob X.___ am 15. Juni 2017 Beschwerde und beantragte die Befreiung von der Versicherungspflicht in der Schweiz (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gesundheitsdirektion beantragte in der Beschwerdeantwort vom 23. August 2017 (Urk. 8) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 29. August 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend dargelegt, dass im vorliegenden Fall schweizerisches Recht zur Anwendung ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">langt (Urk. 2 S. 2 Ziff. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, S. 3 Ziff. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Auf diese unbestritten gebliebenen und korrekten Ausführungen wird verwiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) schreibt vor, dass sich jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz innert drei Monaten nach der Wohnsitznahme oder der Geburt in der Schweiz für Krankenpflege versichern oder von ihrem gesetzlichen Vertreter beziehungsweise ihrer gesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Vertreterin versichern lassen muss. Der Wohnsitz bestimmt sich nach Art. 23-26 des Zivilgesetzbuches (ZGB; Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, und Art. 3 Abs. 1 KVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dieses allgemeine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherungsobligatorium</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> für die gesamte schweizerische Wohnbevölkerung stellt ein unverzichtbares Instrument zur Gewährleistung der Solidarität zwischen Gesunden und Kranken dar (Gebhard Eugster, in: Schwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherheit, Ulrich Meyer, Hrsg., 3.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Aufl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Basel/Genf/München, 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Krankenversicherung, S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">18 Rz 29</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). In Anbetracht dieser gesetzgeberischen Absicht ist es folgerichtig, dass die Ausnahmen von der Versicherungspflicht und damit von der Zugehörigkeit zur Solidargemeinschaft eng umschrieben werden. Der Zweck des Obligatoriums besteht nicht nur darin, zu verhindern, dass infolge Fehlens einer Versicherung unter Umständen bei Risikoeintritt das Gemeinwesen für höhere oder alle Kos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten aufkommen muss, sondern auch darin, die Solidarität zwischen Gesunden und Kranken zu gewährleisten (BGE 132 V 310 E. 8.3, E. 8.5.6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 3 Abs. 2 KVG ermächtigt den Bundesrat, Ausnahmen von der Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht vorzusehen. Die Ausnahmen gibt es in der Form der Nichtunterstellung, die nach Gesetz oder Verordnung automatisch eintritt (Art.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Verordnung über die Krankenversicherung, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">KVV), und in der Form der Befreiung auf Gesuch hin, welche ein Tätigwerden der vers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">icherten Person erfordert (Art. 2 Abs. 2 bis Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8 KVV). Die Ausnahmen gemäss Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ordnung stellen abschliessende Aufzählungen dar und unterliegen grundsätzlich einer restriktiven Interpretation (Eugster, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">a.a.O., S. 423 Rz 46</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf Art. 2 Abs. 8 KVV sind Personen auf Gesuch hin von der Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungspflicht ausgenommen, für welche eine Unterstellung unter die schweize</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rische Versicherung eine klare Verschlechterung des bisherigen Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schutzes oder der bisherigen Kostendeckung zur Folge hätte und die sich auf Grund ihres Alters und/oder ihres Gesundheitszustandes nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen im bisherigen Umfang zusatzversichern könnten. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diese Bestimmung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> schützt nicht allgemein Personen, für die der Wechsel zum schwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zerischen System einen teureren und/oder weniger guten Versicherungsschutz bedeutet, die sich aber immerhin - wenn auch möglicherweise nicht im bisheri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen Umfang, aber doch insoweit im bisherigen Umfang, als diesen Umfang ga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rantierende Versicherungen in der Schweiz überhaupt angeboten werden - über das gesetzliche Minimum (obligatorische Krankenpflegeversicherung) hinaus zusatzversichern können (privatrechtliche Versicherung nach dem Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag [VVG]; vgl. Art. 12 Abs. 2 und 3 KVG). Sie kann nur von denjenigen Personen mit Erfolg angerufen werden, die sich - im Rah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men des in der Schweiz nutzbaren Versicherungsangebots - nur deshalb nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen im bisherigen Umfang zusatzversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chern können, weil sie wegen ihres Alters und/oder ihres Gesundheitszustandes entsprechende Zusatzversicherungen entweder überhaupt nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen abschliessen können. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diese Gesetzesbestimmung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> soll mit anderen Worten nicht den Nachteil verhindern, den eine Person dadurch erleidet, dass das schweizerische System den Versicherungsschutz, den sie bisher unter dem ausländischen System genoss, überhaupt nicht oder nicht zu gleich günstigen Bedingungen vorsieht. Er soll vielmehr den Nachteil ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meiden, der daraus resultiert, dass eine Person bis zum Erreichen ihres bisheri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen ausländischen Versicherungsniveaus von in der Schweiz tatsächlich vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handenen Angeboten wegen ihres Alters und/oder Gesundheitszustandes nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen Gebrauch machen kann (BGE 132 V 310 E. 8.5.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Gesuch ist eine schriftliche Bestätigung der zuständigen ausländischen Stelle mit allen erforderlichen Angaben beizulegen. Die betreffende Person kann die Befreiung oder einen Verzicht auf die Befreiung ohne besonderen Grund nicht widerrufen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin grundsätzlich dem schweizeri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Versicherungsobligatorium untersteht. Der Umstand, dass die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin sich nach eigenen Angaben aufgrund ihrer selbständigen Erwerbstä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigkeit während vier bis fünf Monaten im Jahr in den USA und in Indonesien aufhält, lässt nicht auf einen Wohnsitz ausserhalb der Schweiz schliessen, zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mal die Beschwerdeführerin dies auch nicht geltend gemacht hat (vgl. Urk. 1, Urk. 9/18). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig ist, ob gestützt auf Art. 2 Abs. 8 KVV ein Befreiungsgrund gegeben ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin führte hierzu aus, aus den von der Beschwerdeführerin eingereichten Unterlagen ergebe sich, dass die Krankenversicherung der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin bei der britischen Aetna einerseits hinsichtlich der Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsdeckung allgemein und andererseits bezüglich einzelner Leistungen eine jährliche Maximalgrenze vorsehe. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die obligatorische Grundversicherung nach KVG kenne für Pflichtleistungen keine Höchstgrenzen. Es liege somit nicht ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mal eine Gleichwertigkeit des Versicherungsschutzes durch die ausländische Krankenversicherung vor. Die Voraussetzungen für eine Befreiung von der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungspflicht gemäss Art. 2 Abs. 8 KVG seien somit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unabhängig von Alter und Gesundheitszustand nicht erfüllt (Urk. 2 S. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin machte geltend, es sei aufgrund ihres Alters von 60 Jahren schwierig, eine (schweizerische) Krankenversicherung zu einem ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nünftigen Preis zu erhalten. Ferner betreibe sie ein Geschäft, welches sie wäh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rend der Zeit von vier bis fünf Monate im Jahr in die USA und nach Indonesien führe. Mit einer schweizerischen Versicherung wäre sie während dieser Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spanne im Jahr nicht abgedeckt (Urk. 1 S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gesetzeswortlaut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> von Art. 2 Abs. 8 KVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sieht zwei kumulativ zu erfüllende Bedingungen für eine Befreiung von der Versicherungspflicht vor: Zunächst muss eine Unterstellung unter die schweizerische Versicherung eine klare Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlechterung des bisherigen Versicherungsschutzes oder der bisherige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n Kos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tendeckung zur Folge haben, wobei das Erfordernis eines im Vergleich zum KVG „gleichwertigen Versicherungsschutzes“ zu erfüllen ist (Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 9C_510/2011 vom 12. September 2011 E. 4.4.2 = SVR 2012 Nr. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gleichwertigkeit des Versicherungsschutzes bemisst sich nach Massgabe des KVG (Urteil des Bundesgerichts 9C_313/2010 vom 5. November 2010 E. 4.3 = SVR 2011 Nr. 3) und ist als Gleichwertigkeit in materieller Hinsicht zu verste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hen. Gleichwertiger Versicherungsschutz liegt vor, wenn die ausländische Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherung während der ganzen Geltungsdauer der Befreiung der Kosten des Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">enthalts nach den Standards der allgemeinen Abteilung eines zugelassenen Spitals in der Schweiz im Wesentlichen in gleicher Weise voll deckt wie das KVG. Keine Gleichwertigkeit besteht bei erheblichen Lücken im Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schutz (BGE 134 V 34 E. 5.9). Von Gleichwertigkeit kann nur gesprochen wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den, wenn die versicherte Person im Versicherungsfall nicht oder nicht wesent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich höhere Kosten selber zu tragen hätte, als wenn sie in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung versichert wäre. Es dürfen beispielsweise bei der ausländischen Krankenversicherung keine im KVG unbekannte, ins Gewicht fallende Limitierungen wie maximale Kosten pro Tag oder Beschränkungen der Leistungsdauer vorkommen (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_182/2009 vom 2. März 2010). Die Leistungspositionen der ausländischen Versicherung müssen in der Hauptsache im Minimum dem gesetzlichen Pflichtleistungskata</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">log entsprechen (BGE 134 V 34 E. 5.8; Urteil des Bundesgerichts 9C_313/2010 vom 5. November 2010 E. 4.3 = SVR 2011 Nr. 3). Die Gleichwertigkeit muss im Zeitpunkt des Befreiungsgesuches auf der Grundlage des dann geltenden KVG für die gesamte Dauer der Befreiung garantiert sein (vgl. Gebhard Eugster, a.a.O., S. 426 f. Rz 58 mit weiteren Beispielen und Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Den eingereichten Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin im Plan Aetna Pioneer 4000 gültig krankenversichert ist (Urk. 9/12/2 S. 2). Die an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gefügten Geschäftsbedingungen (Benefits schedule 2016, Urk. 9/12/3) enthalten eine detaillierte Aufstellung medizinischer Leistungen, für die ein Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsschutz gewährt wird (namentlich stationäre und ambulante Behandlung, zahnärztliche Behandlung, etc., vgl. Ziff. 2 ff.). Für alle Leistungen gilt eine jährliche Höchstdeckung im Betrag von US Dollar (USD) 4‘000‘000.-- (Ziff. 1). Zusätzlich gelten gemäss diesen Versicherungsbedingungen auch für verschie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dene Leistungsarten Höchstbeträge, so sind zum Beispiel Rehabilitationsmass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen von der ausländischen Versicherung nur im Umfang von 90 Tagen ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deckt (Ziff. 5) sowie Leistungen für ambulante psychiatrische Behandlungen und Psychotherapie auf einen Betrag von USD 2‘000.-- limitiert und stationäre psychiatrische Behandlungen pro Versicherungsjahr werden während maximal 30 Tagen und nur bis zu einem Betrag von USD 10‘000.-- gedeckt (Ziff. 9). Auch für die HIV-Infektion beziehungsweise AIDS-Erkrankung werden die Kosten von der Versicherung nur bis zu einem Betrag von USD 10‘000.-- über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nommen (Ziff.12). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Allein aufgrund der Höchstdeckung pro Jahr und der limitierten Kostenüber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die vorgenannten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Leistungen liegt kein mit dem Deckungsumfang der schweizerischen Krankenpflegeversicherung vergleichbarer Schutz vor. Für Pflichtleistungen kennt das KVG keine Höchstbeträge.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Richtigerweise ging </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Beschwerdegegnerin daher davon aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 2 S. 4 f., Urk. 8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> S. 3)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> dass die bestehende Versicherung der Beschwerdeführerin keinen gleichwertigen Versicherungsschutz bietet. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Finanzielle Nachteile in dem Sinne, dass in der Schweiz nicht eine gleich güns</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tige Versicherung erhältlich ist,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wie dies die Beschwerdeführerin geltend macht (Urk. 1 S. 1),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> genügen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ebenfalls </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht als Befreiungsgrund im Sinne von Art. 2 Abs. 8 KVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. auch vorstehend E. 2.3)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Auch werden bei einem vorüberge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">henden Auslandaufenthalt die Kosten von Behandlungen in Notfällen (Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit oder Unfall), bei denen aus medizinischen Gründen eine Rückreise in die Schweiz nicht möglich ist, von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen (Art. 36 KVV), weshalb der Einwand der Beschwerdeführerin, bei ihren Auslandreisen mit der schweizerischen Versicherung über keinen Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherungsschutz zu verfügen (Urk. 1 S. 1), fehl geht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem damit bereits die erste der zwei kumulativ zu erfüllenden Be</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">freiungsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dingungen nicht erfüllt ist, kann offen bleiben, ob sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aufgrund </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Gesundheitszustandes und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Alters nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen im bisherigen Umfang zusatzversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chern könnte. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Befreiung der Beschwerdeführerin von der Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht gestützt auf Art. 2 Abs. 8 KVV kommt deshalb nicht in Betracht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammengefasst steht fest, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht die Vorausset</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zungen für eine Befreiung von der Versicherungspflicht gestützt auf Art. 2 Abs. 8 KVV verneint und deswegen das Gesuch der Beschwerdeführerin abgewiesen hat. Die Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannBrühwiler</p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>