<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00225</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106998&amp;W10_KEY=13013573&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00225</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.12.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Naturschutzverordnung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Moorschutz; Verordnung zum Schutz der Pfäffikerseegebietes vom 27.5.99 Verfahren zur Festlegung einer schützenswerten Moorlandschaft durch den Bund und Umsetzung durch den Kanton, namentlich bezüglich Gehörsanspruch (E. 2b/c). Die bundesrechtlichen Anforderungen an die Gewährung des rechtlichen Gehörs wurden zwar nicht erfüllt; der Mangel ist im Rekursverfahren geheilt worden (E. 2d). Ein regierungsrätlicher Augenschein ohne Teilnahme eines Mitglieds des Regierungsrats ist zulässig (E. 2e). Moorlandschaften von besonderer Schönheit und nationaler Bedeutung stehen unter Schutz und sind einer weiteren Interessenabwägung entzogen (E. 3a). Grundsätze für die akzessorische Überprüfung von bundesrätlichen Verordnungen im Allgemeinen und der Moorlandschaftsverordnung im Besonderen (E. 3b). Begriff der "Moorlandschaft" (E. 3c). Behördliche Stellungnahmen im Verfahren der Inventarfestsetzung bilden keine Vertrauensgrundlage (E. 5a). Der Augenschein hat gezeigt, dass namentlich visuelle (geomorphologische) Bezüge zwischen den streitbetroffenen Grundstücken und dem Moorgebiet bestehen. Die Würdigung der örtlichen Verhältnisse zeigt, dass die Abgrenzung des Moorgebietes den bundesrechtlichen Kriterien entspricht und der Einbezug der streitbetroffenen Grundstücke in den Perimeter des Bundesinventars und der kantonalen Schutzverordnung nicht zu beanstanden ist (E. 5b/c). Die Einschränkungen in der Nutzung sind nicht unverhältnismässig, da auch ohne Einbezug in den Schutzperimeter die Nutzung äusserst beschränkt wäre (E. 6). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUGENSCHEIN">AUGENSCHEIN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEILUNG">HEILUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MOOR">MOOR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MOORLANDSCHAFT">MOORLANDSCHAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MOORSCHUTZ">MOORSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Natur- und Heimatschutz ST: NATUR- UND LANDSCHAFTSSCHUTZ">NATUR- UND LANDSCHAFTSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFÃFFIKERSEE">PFÃFFIKERSEE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZVERORDNUNG">SCHUTZVERORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 78 lit. V BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 MLV</span><br/><span class="gerade">Art. 23b NHV</span><br/><span class="ungerade">Art. 23c NHV</span><br/><span class="gerade">§ 5 SchutzV PfÃ¤ffikersee</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2002 Nr. 3 S. 42</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A ist EigentÃ¼mer des GrundstÃ¼cks Kat.Nr. 01, die B EigentÃ¼merin des GrundstÃ¼cks Kat.Nr. 02 in Auslikon, Ge­meinde PfÃ¤ffikon. Die beiden ca. 2,2 ha bzw. 2,8 ha messenden Parzellen liegen sÃ¼dlich des Ortsteiles Auslikon in einem Gebiet, das nÃ¶rdlich von der Strandbadstrasse, westlich von der Bahnlinie Kempten-PfÃ¤ffikon und Ã¶stlich von der PfÃ¤ffikerstrasse begrenzt wird. Das fragliche Areal befindet sich nutzungsplanerisch in der kantonalen Landwirtschaftszone.Von der frÃ¼heren Verordnung zum Schutz des PfÃ¤ffikersees vom 2. Dezem­ber 1948 (aSchutzV) wurde das Gebiet nicht erfasst. GemÃ¤ss der Verord­­nung zum Schutz des PfÃ¤ffikerseegebietes (Natur- und Landschaftsschutzgebiet mit Ã¼ber­kommunaler Bedeutung in den Gemeinden Fehraltorf, PfÃ¤ffikon, SeegrÃ¤ben und Wetzi­kon; SchutzV), wel­che von der Baudirektion und der Volkswirtschaftsdirektion am 27. Mai 1999 gestÃ¼tzt auf §§ 203 ff. der Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) erlassen wurde, liegt es einschliesslich der GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 01 (grÃ¶ssten­teils) sowie 02 (voll­umfÃ¤nglich) in der Zone III A (Landschaftsschutzzone). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit dieser Abgrenzung wurde den Ã¼bergeordneten Festlegungen Rechnung getragen, die sich aus dem Bundesinventar der Moorlandschaften gemÃ¤ss Anhang 1 und 2 der Moorlandschaftsverordnung (MLV; SR 451.35) ergeben, welche der Bundesrat am 1. Mai 1996 gestÃ¼tzt auf Art. 23b Abs. 3 und Art. 23c Abs. 1 des Bundesgesetzes Ã¼ber den Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966 (NHG; Fassung vom 24. MÃ¤rz 1995, in Kraft seit 1. Fe­­­­bruar 1996; SR 451) und Art. 24<sup>sexies</sup> Abs. 5 der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 (Fassung vom 6. Dezember 1987, aBV; heute Art. 78 Abs. 5 der Bundesverfassung vom 18. April 1999, BV) erlassen hat und am 1. Juli 1996 in Kraft getreten ist. Danach war das fragliche Gebiet einschliesslich der zwei streitbetroffenen GrundstÃ¼cke dem Perimeter des Schutzobjektes Nr. 5 (PfÃ¤ffikersee) zugewiesen worden. Die in der SchutzV festgesetzte Zo­ne III A, Landschaftsschutzzone, folgt im streitbetroffenen Bereich der vom Bundesrat im Bundesinventar vorgegebenen LinienfÃ¼hrung. Bei der Ausarbeitung des Bundesinventars waren Ã¼ber diese LinienfÃ¼hrung von den involvierten eidgenÃ¶ssischen und kantonalen Instanzen zunÃ¤chst unterschiedliche Auffassungen vertreten worden: Der ursprÃ¼ngliche Vor­­­schlag 1991 des Bundesrats erfasste noch ein weites Gebiet Ã¶stlich des Ortsteils Auslikon. In seiner Vernehmlassung 1992 beantragte der Regierungsrat, die Ã¶stliche Begrenzung auf die Bahnlinie Kempten-PfÃ¤ffikon zurÃ¼ckzunehmen, welche Linie auch der Grenze des Objekts Nr. 1409 (PfÃ¤ffikersee) gemÃ¤ss </span>Anhang der Ver­ordnung vom 10. August 1977 Ã¼ber das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenk­mÃ¤ler (VBLN; SR 451.11) entspro­chen hÃ¤tte, <span>womit unter anderen die streitbetroffenen GrundstÃ¼cke nicht erfasst worden wÃ¤ren. Die schliesslich gewÃ¤hlte Grenzziehung stÃ¼tzt sich auf eine im Januar 1993 zwischen dem Direktor des BUWAL und dem Vorsteher der kantonalen Baudirektion getroffene Vereinbarung, welche zwar den Perimeter gegenÃ¼ber dem ursprÃ¼nglichen Vorschlag des Bundesrats erheblich reduzierte, jedoch entgegen der regierungsrÃ¤tlichen Vernehmlassung 1992 auch das Gebiet zwischen Bahnlinie und PfÃ¤ffikerstrasse mit den streitbetroffenen GrundstÃ¼cken erfasste. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Den genannten bundesrechtlichen Festlegungen ist in der Folge auch bei der Revisi­on des kantonalen Richtplans Siedlung und Landschaft vom 2. April 2001 Rechnung getra­gen worden, indem das fragliche Areal als Landschaftsschutzgebiet bezeichnet wurde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> II. Gegen die am 27. August 1999 publizierte Schutzverordnung vom 27. Mai 1999 erhoben A und die Erbengemeinschaft B am 27. Sep­tember 1999 Rekurs mit den AntrÃ¤gen, es sei festzustellen, dass die GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 01 und 02 nicht Teil eines Schutzobjektes gemÃ¤ss Art. 24<sup>sexies</sup> Abs. 5 BV, namentlich nicht Teil einer nationalen Moorlandschaft, bildeten (1); es sei weiter festzustel­len, dass die beiden GrundstÃ¼cke nicht Schutzobjekte im Sinn von §§ 203 ff. PBG, na­mentlich keine Landschaftsschutzobjekte von Ã¼berkommunaler Bedeutung, seien (2); die beiden GrundstÃ¼cke seien aus dem Perimeter der kantonalen Schutzverordnung herauszunehmen (3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> Im Rekursverfahren wurden der ZÃ¼rcher Vogelschutz und die Pro Natura ZÃ¼rich entsprechend ihrem Begehren beigeladen. Die beigeladenen VerbÃ¤nde, die Gemeinde PfÃ¤ffikon sowie die Baudirektion beantragten Abweisung des Rekurses. Die Rekurrierenden nahmen mit Eingaben vom 27. Dezember 2000, 2. April 2001 und 8. Oktober 2001 zu den im Laufe des Verfahrens ergÃ¤nzten Akten Stellung. Am 22. November 2001 wurde ein Augenschein durchgefÃ¼hrt. Am 28. Januar 2002 nahmen die Rekurrierenden abschliessend Stellung zu den Akten. Der Re­gierungsrat wies den Rekurs am 29. Mai 2002 ab, soweit er darauf eintrat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> III. Mit Beschwerde vom 8. Juli 2002 beantragten die unterlegenen Rekurrieren­­­­den dem Verwaltungsgericht, den Rekursentscheid aufzuheben und die Sache zur Feststellung des Sachverhalts und zu neuer Entscheidung mit voller Kognition an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen; eventuell seien die GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 01 und 02 aus dem Perimeter der kantonalen Schutzverordnung zu entlassen; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Gegenpartei. Die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gen eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs (Beschwerdeschrift Ziff. 5-10) sowie eine unrichtige bzw. ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 11-28); sie machen im Weiteren geltend, der Ein­­­bezug der beiden streitbetroffenen GrundstÃ¼cke in den Moorlandschaftsperimeter sei will­kÃ¼rlich (Ziff. 29-61).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baudirektion beantragte am 18. Juli 2002 Abweisung der Beschwerde. Die Volks­­­wirtschaftsdirektion, der Regierungsrat, die Gemeinde PfÃ¤ffikon, der ZÃ¼rcher Vogelschutz und die Pro Natura ZÃ¼rich verzichteten ausdrÃ¼cklich (Volkswirtschaftsdirektion) bzw. stillschweigend auf Vernehmlassung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht nahm am 11. November 2002 einen Augenschein in Auslikon vor. Dabei hatten die Parteien Gelegenheit, an verschiedenen Standorten auf und nahe den streitbetroffenen GrundstÃ¼cken zur Frage Stellung zu nehmen, ob diese GrundstÃ¼cke aufgrund einer engen Ã¶kologischen, visuellen, kulturellen oder geschichtlichen Beziehung als Teil der Moorlandschaft PfÃ¤ffikon zu betrachten seien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist aufgrund von § 41 des Verwaltungsrechtspflege­ge­set­zes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Beurteilung von Beschwerden gegen kantona­le Schutzmassnahmen fÃ¼r Objekte des Natur‑ und Heimatschutzes zustÃ¤ndig, und zwar un­geachtet dessen, ob sie durch Verordnung erlassen oder durch VerfÃ¼gung getroffen worden sind (RB 1985 Nr. 15; RB 1985 Nr. 96 = ZBl 87/1986, S. 39 = BEZ 1985 Nr. 44; RB 1986 Nr. 14). Die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrenden ergibt sich ohne weiteres aus § 338a Abs. 2 PBG. Die Ã¼brigen Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) In formeller Hinsicht rÃ¼gen die BeschwerdefÃ¼hrenden eine Verweigerung des rechtlichen GehÃ¶rs. Dieses sei ihnen zunÃ¤chst im Verfahren zur Festsetzung des Bundesinventars verweigert worden. Art. 23b Abs. 3 NHG rÃ¤ume den betroffenen GrundeigentÃ¼mern ausdrÃ¼cklich das Recht ein, vor der Festlegung der Moorlandschaft angehÃ¶rt zu erden. Um diesen Anspruch zu genÃ¼gen, hÃ¤tte der Bundesrat bzw. das BUWAL den Beschwer­­defÃ¼hrenden den Entwurf des Moorlandschaftsinventars mit der geplanten Grenzzie­hung zustellen mÃ¼ssen. Ihr GehÃ¶rsanspruch sei sodann auch im Verfahren zur Festsetzung der angefochtenen kantonalen Schutzverordnung verletzt worden. GemÃ¤ss Art. 3 Abs. 1 lit. a MLV hÃ¤tten die BeschwerdefÃ¼hrenden als betroffene GrundeigentÃ¼mer zum genauen Grenzverlauf der Moorlandschaft angehÃ¶rt werden mÃ¼ssen. Demnach hÃ¤tten sie unter Beilage eines Entwurfs zur Schutzverordnung persÃ¶nlich informiert und zur Stellungnahme ein­geladen werden mÃ¼ssen. Die BehÃ¶rden hÃ¤tten sich jedoch mit einer Ã¶ffentlichen Auflage begnÃ¼gt, was im Hinblick auf den ausdrÃ¼cklich statuierten bundesrechtlichen GehÃ¶rsanspruch nicht ausreiche. Hinzu komme, dass die von der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 auf die Ã¶ffent­­liche Auflage hin verfassten Einwendungen nicht beantwortet worden seien; entgegen § 7 Abs. 4 PBG sei dazu auch keine behÃ¶rdliche Stellungnahme aufgelegt worden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> b) GemÃ¤ss Art. 23b Abs. 3 NHG bezeichnet der Bundesrat die schÃ¼tzenswerten Moorlandschaften von besonderer SchÃ¶nheit und von nationaler Bedeutung, wobei er eng mit den Kantonen zusammenarbeitet, welche ihrerseits die betroffenen GrundeigentÃ¼mer an­hÃ¶ren. Die in Anhang 1 MLV bezeichneten Schutzobjekte werden im <i>Bundesinventar</i> (An­hang 2 MLV) kartographisch im Massstab 1:25'000, mithin nicht parzellenscharf, dargestellt. Dieses Inventar lÃ¤sst sich als AllgemeinverfÃ¼gung qualifizieren, die allerdings ma­te­riell einen Sachplan im Sinn von Art. 13 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG; SR 700) darstellt (Bernhard Waldmann, Der Schutz von Mooren und Moorlandschaf­ten, Freiburg 1997, S. 149; Karl Ludwig FahrlÃ¤nder in: Kommentar NHG, ZÃ¼rich 1997, Art. 18a Rz. 11). GestÃ¼tzt auf Art. 23c Abs. 2 NHG sieht sodann Art. 3 Abs. 1 Satz 1 MLV vor, dass die Kantone den genauen <i>Grenzverlauf</i> der Objekte â parzellenscharf â fest­­legen. Dabei haben sie unter anderem die GrundeigentÃ¼mer anzuhÃ¶ren (Art. 3 Abs. 1 lit. a MLV). In der Lehre wird die Auffassung vertreten, GrundeigentÃ¼mer seien nicht erst bei der Festsetzung des genauen Grenzverlaufs (Art. 3 Abs. 1 Satz 1 MLV), sondern schon bei der Fest­setzung des Inventars (Art. 23b Abs. 3 NHG) anzuhÃ¶ren (Waldmann, S. 144 f., 202). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgegenÃ¼ber enthÃ¤lt das kantonale Recht bezÃ¼glich des Erlasses von<i> Schutzverord­nungen</i> im Sinn von § 205 lit. b PBG keine speziellen Vorschriften betreffend die GewÃ¤h­rung des rechtlichen GehÃ¶rs. Beim Erlass solcher Schutzverordnungen gelten daher be­zÃ¼glich GehÃ¶rsgewÃ¤hrung grundsÃ¤tzlich nicht die gleichen strengen Anforderungen. Wie beim Erlass von AllgemeinverfÃ¼gungen und von NutzungsplÃ¤nen (vgl. dazu Alfred KÃ¶lz/ JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 8 N. 4) richtet sich hier der Anspruch auf GehÃ¶rsgewÃ¤hrung nach Massgabe der Betroffenheit. Demnach genÃ¼gt es im Allgemeinen, wenn die Grundeigen­tÃ¼mer Einwendungen gegen eine Schutzverordnung im Rahmen eines Einsprache- oder Rechtsmittelverfahrens vorbringen kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur Festsetzung des genauen Grenzverlaufs im Sinn von Art. 3 Abs. 1 Satz 1 MLV bedarf es allerdings nicht in jedem Fall einer gesonderten fÃ¶rmlichen VerfÃ¼gung im Sinn von Art. 3 Abs. 3 MLV; die Kantone haben diesen Umsetzungsauftrag primÃ¤r im Rahmen ihrer Nutzungsplanung oder durch den Erlass von Schutzverordnungen zu erfÃ¼llen (Waldmann, S. 173 und 189 ff.). Soweit kantonalen Schutzverordnungen diese Funktion zukommt, mÃ¼ssen jedoch bezÃ¼glich der GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs die strengeren An­­forderungen von Art. 3 Abs. 1 MLV beachtet werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Im vorliegenden Fall ist der genaue Grenzverlauf schon vor der mit dem Inkrafttre­ten der eidgenÃ¶ssischen Moorlandschaftsverordnung am 1. Juli 1996 erfolgten Inventarisierung des Schutzobjekts PfÃ¤ffikersees bereinigt worden, nÃ¤mlich durch Ãbereinkunft des Direktors des BUWAL und des Vorstehers der zÃ¼rcherischen Baudirektion im Januar 1993. Allerdings ist diese Festsetzung weder vor noch nach der Inventarisierung mit­tels gesonder­ter VerfÃ¼gung im Sinn von Art. 3 Abs. 3 MLV erfolgt, was nach der darge­stellten Ordnung zulÃ¤ssig war, indem die kantonalen BehÃ¶rden ihrem Umsetzungsauftrag nach Art. 3 Abs. 1 Satz 1 MLV durch Erlass der kantonalen Schutzverordnung nachgekommen sind. Da­rin unterscheidet sich die vorliegende Streitsache im Verfahrensablauf von dem vom Verwaltungsgericht am 21. Januar 2000 und vom Bundesgericht am 4. April 2001 beurteilen Fall in Robenhausen (Ortsteil von Wetzikon), in welchem der Grenzverlauf des Schutz­objekts Nr. 5 PfÃ¤ffikersee im damals streitbetroffenen Bereich noch vor Er­lass der neuen kantonalen Schutzverordnung vom 27. Mai 1999 durch fÃ¶rmliche VerfÃ¼gun­gen festgestellt </span></p> <p class="Einzug1"><span>worden war, welche Anfechtungsobjekt des damaligen Verfahrens bildeten (VB.1999.00135, </span></p> <p class="Einzug1"><span>teilweise publiziert in RB 2000 Nr. 92; BGr, 1A.95-97/2000, teilweise pub­liziert in</span></p> <p class="Einzug1"><span>BGE 127 II 184). Im vorliegenden Fall sind die BeschwerdefÃ¼hrenden weder anlÃ¤sslich der Festsetzung des Bundesinventars (d.h. vor Inkrafttreten der Moorlandschafts­­verordnung) noch bei der Ausarbeitung der kantonalen Schutzverordnung persÃ¶nlich zu einer Stellungnah­me ein­geladen worden. Aufgrund einer Ã¶ffentlichen Auflage erhob zwar die Beschwerde­fÃ¼hrerin 2 am 30. Januar 1998 Einwendungen zum Entwurf der kantonalen Ver­ordnung. Damit wurde indessen nach dem Gesagten den dar­gelegten bundesrechtlichen Anforderungen an die GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs nicht GenÃ¼ge getan. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die BeschwerdefÃ¼hrenden gehen zu Recht selber davon aus, dass diese formellen MÃ¤ngel nicht dazu fÃ¼hren kÃ¶nnen, dass das Verfahren in jenen Stand zurÃ¼ckzuversetzen sei, in welchem es sich vor Festsetzung des Bundesinventars und vor Erlass der kantonalen Schutzverordnung befand, damit in jenem Stadium die GehÃ¶rsgewÃ¤hrung nachgeholt werde. Was das Verfahren der Inventarfestsetzung durch den Bundesrat anbelangt, wÃ¤re eine Wiederaufnahme schon deswegen nicht mÃ¶glich, weil die im Inventar selber vorgenom­me­ne (nicht parzellenscharfe) Abgrenzung nicht direkt anfechtbar, sondern nur im Rah­men einer akzessorischen ÃberprÃ¼fung in Frage gestellt werden kann (dazu hinten E. 3 b). Die Be­schwerdefÃ¼hrenden gehen sodann zu Recht davon aus, dass auch die beim Er­lass der kantonalen Schutzverordnung unterbliebene AnhÃ¶rung im Rekursverfahren vor dem Regierungsrat nachgeholt werden konnte (zu den Voraussetzungen einer solche Heilung vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 48). Sie machen jedoch geltend, der Mangel sei in ih­rem Fall nicht geheilt worden, weil sich der Regierungsrat bei der ÃberprÃ¼fung des Bundes­inventars auf eine reine WillkÃ¼rprÃ¼fung beschrÃ¤nkt habe; deswegen sei die Sache âzu neuer Entschei­dung mit voller Kognitionâ an den Regierungsrat zurÃ¼ckzuweisen. Diesem Antrag ist nicht zu entsprechen. Die nÃ¤mlichen BeschrÃ¤nkungen, die sich der Regierungsrat bei der ak­zessorischen ÃberprÃ¼fung des Bundesinventars (hinsichtlich der Grenzziehung im streitbetroffenen Bereich) unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Praxis auferlegt hat (vgl. Rekursentscheid E. 5c), hÃ¤tte nÃ¤mlich auch die Baudirektion bei Erlass der kantonalen Schutzverordnung beachten mÃ¼ssen, sofern sie damals nach einer AnhÃ¶rung der Beschwer­defÃ¼hrenden deren Einwendungen gegen das Bundesinventar zu beurteilen gehabt hÃ¤t­te. Die EinschrÃ¤nkungen, welche die kantonalen BehÃ¶rden und Gerichte beim Vollzug des eid­genÃ¶ssischen Moorschutzrechts hinsichtlich der akzessorischen ÃberprÃ¼fung des Bun­des­inventars zu beachten haben, gelten nicht erst im kantonalen Rechtsmittelverfahren, sondern bereits bei der Festsetzung der kantonalen Schutzverordnung (vgl. BGE 127 II 184 E. 5a/bb S. 192). Es ist somit davon auszugehen, dass der Regierungsrat die bei der Festset­­zung der Schutzverordnung unterbliebene GehÃ¶rsgewÃ¤hrung im Rekursverfahren geheilt hat, indem sich die BeschwerdefÃ¼hrenden wiederholt zu den ergÃ¤nzten Akten sowie auch zu den am Augenschein vom 22. November 2001 getroffenen Feststellungen Ã¤ussern konn­ten und indem er das Bundesinventars im richtig verstandenen Rahmen - unter Respektierung des dem Bundesrat zustehenden Ermessens- und Beurteilungsspielraums - akzessorisch Ã¼berprÃ¼ft hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, auch im Rekursverfahren sei ihnen das rechtliche GehÃ¶r dadurch verweigert worden, dass der Augenschein ohne Teilnahme eines Mitglieds des Regierungsrats durchgefÃ¼hrt worden sei (Beschwerdeschrift Ziff. 12). Der Vorwurf ist unbegrÃ¼ndet. Nach der verwaltungsgerichtlichen und bundesgerichtlichen Praxis stellt es keine GehÃ¶rsverletzung dar, wenn im Rekursverfahren vor Regierungsrat Augenscheine ohne Mitwirkung eines BehÃ¶rdenmitglieds durchgefÃ¼hrt werden (KÃ¶lz/ Boss­­­hart/RÃ¶hl, § 7 N. 43; BGE 110 Ia 81 E. 5c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Die BeschwerdefÃ¼hrenden werfen dem Regierungsrat eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts vor (Beschwerdeschrift Ziff. 11-28): Die Mitwirkenden des Rechtsdiens­tes der Staatskanzlei hatten bereits vor dem Augenschein eine umfangreiche Fotodokumen­ta­tion erstellt, die anlÃ¤sslich der Begehung am Augenschein vom 22. November 2001 als Grundlage verwendet wurde. Bereits in ihrer abschliessenden Stellungnahme vom 28. Janu­ar 2002 kri­ti­sierten die BeschwerdefÃ¼hrenden die Aussagekraft dieser Fotografien und reichten ergÃ¤nzend eigene Fotografien ein. In der Beschwerdeschrift erneuern sie ihre de­taillierten AusfÃ¼hrungen darÃ¼ber, dass die Fotografien des Rechtsdienstes im Lichte der Kri­terien von Art. 23b Abs. 1 NHG einen verzerrten und verfÃ¤lschten Eindruck Ã¼ber die streit­betroffenen GrundstÃ¼cke und deren Umgebung vermittelten. Auf diese Kritik ist nicht mehr nÃ¤her einzugehen, nachdem das Verwaltungsgericht anlÃ¤sslich des am 11. November 2002 durchgefÃ¼hrten Augenscheins aufgrund unmittelbarer Wahrnehmung des streitbetroffenen GelÃ¤ndes sowie unter BerÃ¼cksichtigung der dortigen AusfÃ¼hrungen der Parteien sich mit der Frage befassen konnte, ob diese GrundstÃ¼cke aufgrund einer engen Ã¶kologischen, vi­suellen, kulturellen oder geschichtlichen Beziehung als Teil der Moorlandschaft PfÃ¤ffikon zu betrachten seien. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Nach Art. 78 Abs. 5 BV sind Moore und Moorlandschaften von besonderer SchÃ¶nheit und von nationaler Bedeutung zwingend und direkt geschÃ¼tzt. Art. 78 Abs. 5 BV stellt damit eine unmittelbar anwendbare verfassungsrechtliche Nut­zungsordnung auf (Waldmann, S. 93 f.). FÃ¼r Moorlandschaften von besonderer SchÃ¶nheit und nationaler Bedeutung hat der Verfassungsgeber die InteressenabwÃ¤gung abschliessend vorgenommen. Sie sind daher jeglicher weiteren raumplanerischen InteressenabwÃ¤gung entzogen (Waldmann, S. 94; Jean-Baptiste Zufferey in: Kommentar NHG, 2. Kap. Rz. 86 f., 96). Der Grund­­satz der Einheit der Verfassung steht dieser Auslegung nicht entgegen. Soweit Art. 78 Abs. 5 BV zu EigentumsbeschrÃ¤n­kungen fÃ¼hrt, ist dies hinzunehmen, denn Art. 78 Abs. 5 BV ist als Spezialregelung aufzu­fassen, welche das durch Art. 26 BV garantierte Ei­gentum nÃ¤her umschreibt. Damit geht er als lex specialis, und nicht etwa aufgrund der lex-po­sterior-Regel, der Eigentumsgarantie vor (Alfred KÃ¶lz, Rechtsfragen des Moorschutzes ‑ am Beispiel des Stauseeprojektes "Grimsel West", URP 1996, S. 171 ff., S. 189 f.; Bundes­amt fÃ¼r Justiz, Gutachten vom 30. Oktober 1996 zur Aufnahme der Moorland­schaft Grimsel ins Inventar der Moorlandschaften von besonderer SchÃ¶nheit und von natio­naler Bedeu­tung, URP 1997, S. 66 ff., insbesondere S. 67 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Abgrenzung des Schutzobjekts in der <i>bundesrÃ¤tlichen</i> Verordnung gemÃ¤ss Anhang 2 MLV, auf welcher die kantonale Anordnung beruht, unterliegt (ungeachtet ihres Charakters als AllgemeinverfÃ¼gung) im nachtrÃ¤glichen kantonalen Verfahren zur Feststellung des Grenzverlaufs â durch Erlass einer Schutzverordnung, im Rahmen der Nutzungsplanung oder durch gesonderte FeststellungsverfÃ¼gung gemÃ¤ss Art. 3 Abs. 3 MLV â der ak­zessorischen PrÃ¼fung durch die Rechtsmittelinstanzen (BGE 127 II 184 E. 5a S. 190 ff.; Waldmann, S. 152; hinsichtlich der akzessorischen ÃberprÃ¼fung bundesrÃ¤tlicher Verordnun­gen durch kantonale Rechtsmittelinstanzen vgl. auch KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 28, § 50 N. 123). Weil die Bestimmung der Inventarob­jekte in Verordnungsform erfolgt, sind die Regeln fÃ¼r die vorfrageweise ÃberprÃ¼fung von bundesrÃ¤tlichen Verordnungen zu beach­ten. Bei unselbstÃ¤ndigen Verordnungen â darum handelt es sich bei den auf das NHG gestÃ¼tzten Verordnungen â kann geprÃ¼ft werden, ob sich der Bundesrat an die Grenzen der ihm im Gesetz eingerÃ¤umten Befugnisse gehalten hat. Soweit das Gesetz den Bundesrat nicht ermÃ¤chtigt, von der Verfassung abzuweichen, befinden die Rechtsmittelinstanzen auch Ã¼ber die VerfassungsmÃ¤ssigkeit der unselbstÃ¤ndigen Verord­nung. RÃ¤umt die gesetzliche Delegation dem Bundesrat einen Ermessens- oder Beurteilungsspielraum fÃ¼r die Rege­lung auf Verordnungsstufe ein, ist dieser jedoch fÃ¼r das Bundesgericht, und damit auch fÃ¼r die kantonalen BehÃ¶rden und Gerichte, nach Art. 191 BV (Art. 113 Abs. 3 und Art. 114<sup>bis</sup> Abs. 3 aBV) verbindlich. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein derartiger Ermessens- und Beurteilungsspielraum steht dem Bundesrat bei der In­ventarisierung von Moorlandschaften und der Festlegung ihrer Grenzen zu, hat er doch da­bei die in Art. 23b NHG verwendeten Kriterien als unbestimmte Gesetzesbegriffe anzuwenden. In diesem Fall dÃ¼rfen die Rechtsmittelinstanzen nicht ihr eigenes Ermessen an die Stelle jenes des Bundesrats setzen, sondern kÃ¶nnen lediglich prÃ¼fen, ob die Verordnung den Rahmen der dem Bundesrat delegierten Kompetenzen offensichtlich sprengt oder sich aus anderen GrÃ¼nden als gesetz‑ oder verfassungswidrig erweist. Hat sich der Bundesrat im Einvernehmen mit dem betroffenen Kanton fÃ¼r eine â mit dem Gesetz vereinbare Grenzzie­hung â entschieden, ist diese Abgrenzung von den kantonalen BehÃ¶rden und Gerichten zu respektieren. Sie dÃ¼rfen die Grenzziehung nur korrigieren, wenn der Bundesrat seinen Beurteilungsspielraum Ã¼berschritten oder missbraucht hat. Ausserdem haben die Rechtsmittel­­instanzen zu Ã¼berprÃ¼fen, ob sich die <i>kantonalen</i> BehÃ¶rden bei der genauen Grenzziehung von den massgeblichen Kriterien gemÃ¤ss Art. 23b NHG haben lei­ten lassen und ob sie den Spielraum, den ihnen die Bezeichnung des Schutzobjekts durch den Bundesrat belÃ¤sst, nicht Ã¼berschritten haben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Kriterien fÃ¼r die Abgrenzung der Moorlandschaften von besonderer SchÃ¶n­heit und von nationaler Bedeutung werden durch Art. 23b NHG festgelegt. GemÃ¤ss dessen Abs. 1 ist eine Moorlandschaft eine in besonderem Mass durch Moore geprÃ¤gte, naturnahe Landschaft. Ihr moorfreier Teil steht zu den Mooren in enger Ã¶kologischer, visueller, kultu­reller oder geschichtlicher Beziehung, wobei es genÃ¼gt, dass eines dieser Beziehungsele­men­­­te vorliegt (keine kumulative AufzÃ¤hlung, vgl. Peter Keller in: Kommentar NHG, Art. 23b Rz. 8). Abs. 2 benennt die Voraussetzungen, unter denen eine Moorlandschaft "von besonderer SchÃ¶nheit und von nationaler Bedeutung" ist. Abs. 3 fÃ¼hrt ergÃ¤nzend zu Abs. 1 das Kriterium der bestehenden Besiedlung und Nutzung ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span>d) FÃ¼r die Erstellung der Inventare der verfassungsrechtlich geschÃ¼tzten Moore und Moorlandschaften wurden vom Bundesrat Expertenkommissionen eingesetzt. Diese ent­wi­ckel­ten gestÃ¼tzt auf Art. 23b NHG Auswahlkriterien, aufgrund derer die Objekte zu be­zeich­­nen waren. Dabei verfÃ¼gten die Kommissionen Ã¼ber einen gewissen Ermessensspiel­raum, weil die gesetzlichen Kriterien unbestimmte Rechtsbegriffe darstellen. AnlÃ¤sslich der Bestimmung der Objekte durch die verschiedenen Verordnungen hatte der Bundesrat Ge­legenheit, seinerseits Ermessen auszuÃ¼ben und gleichzeitig darÃ¼ber zu befinden, ob die Kommissionen ihr Ermessen in seinem Sinn wahrgenommen hatten oder nicht (Bundesamt fÃ¼r Justiz, zitiertes Gutachten, URP 1997, S. 69; Keller in: Kommentar NHG, Art. 23b Rz. 16 f.). Das dem Bundesrat und den Kantonen bei der Abgrenzung der Schutz­objekte zustehende Ermessen ist auf die Anwendung der in Art. 23b NHG genannten Kriterien be­schrÃ¤nkt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Der Regierungsrat hat erwogen, die streitbetroffenen GrundstÃ¼cke bildeten Teil einer Landschaft, die sich als Einheit bis zum Siedlungsrand bzw. in Ã¶stlicher Richtung bis zu dem von der Krete begrenzten Sichthorizont erstrecke. Namentlich in geomorpho­logischer Hinsicht seien eindrÃ¼ckliche BezÃ¼ge zwischen den beiden GrundstÃ¼cken und der westlich der Bahnlinie gelegenen Moorlandschaft feststellbar. Die auf den GrundstÃ¼­cken vorhandenen vom Gletscher gebildeten Landschaftsformationen seien typisch und von prÃ¤gender Wirkung fÃ¼r eine Moorlandschaft und unterstrichen die unmittelbare Beziehung und NÃ¤he der Parzellen zum Moorgebiet. Von der sich darauf erhebenden Kuppe aus biete sich ein weiter Blick Ã¼ber die Moorlandschaft des PfÃ¤ffikersees. Visuelle BezÃ¼ge zu dieser GelÃ¤ndeformation bestÃ¼nden auch vom Gebiet âIm Neuen Rietâ aus, das zum Objekt Nr. 2212 âRobenhauserriet/PfÃ¤ffikerseeâ des Bundesinventars der Flachmoore von nationa­ler Bedeutung gehÃ¶re. - Zwischen dem Moor- und Seengebiet und den GrundstÃ¼cken der Re­kurrierenden bestÃ¼nden sodann Ã¶kologische BezÃ¼ge. Entgegen der Auffassung der Rekur­rierenden schaffe der Bahndamm keine ZÃ¤sur, welche eine Begrenzung der Moorlandschaft entlang dieser Linie gebieten und die vom Bundesrat gewÃ¤hlte Abgrenzung als willkÃ¼rlich erscheinen lassen wÃ¼rde. Gleiches gelte hinsichtlich des Umstandes, dass die PfÃ¤ffi­kerstrasse stark und an gewissen Tagen auch die in das eigentliche Naturschutzgebiet fÃ¼h­rende Strandbadstrasse verhÃ¤ltnismÃ¤ssig stark befahren seien. Der Standpunkt der Rekurrie­­renden, wonach ihre rund 5 ha umfassenden Parzellen aufgrund ihrer Lage und ihres Er­schliessungsstands eine geschlossene Einheit mit dem Weiler Auslikon bildeten, werde durch die Akten, namentlich die Landschaftsaufnahmen, widerlegt. Aufgrund der vielfÃ¤ltigen BezÃ¼ge zur angrenzenden Moorlandschaft erfÃ¼lle der Einbezug der beiden GrundstÃ¼­cke in den Moorlandschaftsperimeter die in Art. 23b NHG vorgegebenen Kriterien, weshalb der Bundesrat bei der Festsetzung des Perimeters den ihm zustehenden Ermessens- und Beurteilungsspielraum gewahrt habe; zu einer InteressenabwÃ¤gung unter BerÃ¼cksichtigung der entgegenstehenden Nutzungsanliegen der Rekurrierenden sei er dabei entgegen deren Auffassung nicht gehalten gewesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gen den Einbezug ihrer GrundstÃ¼cke in den bundesrÃ¤t­lichen Moorlandschaftsperimeter als willkÃ¼rlich (Beschwerdeschrift Ziff. 29-61). Sie argu­­mentieren dabei in erster Linie mit der Vorgeschichte der Perimeterfestsetzung und legen einlÃ¤sslich dar, dass die damit befassten kantonalen BehÃ¶rden und Ãmter zunÃ¤chst die Auffassung vertreten hÃ¤tten, die Moorlandschaft PfÃ¤ffikersee sei im Osten im streitbetroffenen Bereich entlang der Bahnlinie Wetzikon-Kempten zu begrenzen (Ziff. 30-35). Anschliessend legen sie im Einzelnen dar, dass und weshalb aus ihrer Sicht ihre GrundstÃ¼­cke entgegen den ErwÃ¤gungen des Regierungsrats nach den Kriterien von Art. 23b Abs. 1 NHG nicht Teil einer Moorlandschaft seien und als einzig sinnvolle und gesetzmÃ¤ssige Be­grenzung des bundesrÃ¤tlichen Perimeters die Bahnlinie in Betracht komme (insbesondere Ziff. 42-56). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) Wie die BeschwerdefÃ¼hrenden an sich zutreffend darlegen, vertraten die kom­mu­nalen und kantonalen Amtsstellen, welche an der Festsetzung des Bundesinventars bzw. der Inventarisierung des Schutzobjektes PfÃ¤ffikersees mitwirkten, ursprÃ¼nglich die Auffas­sung, die Moorlandschaft PfÃ¤ffikersee sei im Osten im streitbetroffenen Bereich entlang der Bahnlinie Wetzikon-Kempten zu begrenzen. Hieraus kÃ¶nnen die BeschwerdefÃ¼hrenden indessen nichts zu ihren Gunsten ableiten. BehÃ¶rdliche Stellungnahmen im Verfahren der Inventarfestsetzung begrÃ¼nden keine Vertrauensgrundlage, auf welche sich die Beschwerde­fÃ¼hrenden berufen kÃ¶nnten, was diese denn auch nicht geltend machen. Sodann setzen sich die zitierten frÃ¼heren Stellungnahmen auch nicht nÃ¤her mit der Frage auseinander, ob die streitbetroffenen GrundstÃ¼cke nach den Kriterien von Art. 23b NHG als Bestandteil der Moorlandschaft PfÃ¤f­fikon gelten kÃ¶nnen. Dass sich das BUWAL hinsichtlich des Osthanges bei Auslikon, an welchem die streitbetroffenen GrundstÃ¼cke liegen, bewusst Ã¼ber diese gesetzlichen Kri­terien hinweggesetzt hÃ¤tte, lÃ¤sst sich entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden auch nicht aus der Stellungnahme der technischen Beratungsstelle des BUWAL vom 5. Ja­nuar 1993 ableiten. Dort wird ausgefÃ¼hrt, die weite Perimeterziehung am Osthang bilde zugegebenermassen nicht die einzige denkbare Abgrenzung; der relativ weite, un­vermoorte Hang, der zudem vom Kerngebiet durch eine Strasse und eine Eisenbahnlinie abgetrennt werde, bilde eine gute und landschaftlich wichtige ErgÃ¤nzung und Sicherung der Moorlandschaft. Aus dieser Formulierung lÃ¤sst sich nicht ableiten, das BUWAL bzw. die es beratende Stelle habe einen engen Bezug zwischen dem fraglichen Gebiet und den Mooren westlich der Bahnlinie explizit verneint.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Wie sich am gerichtlichen Augenschein bestÃ¤tigt hat, besteht zwischen den streit­be­troffenen GrundstÃ¼cken und den Mooren entlang des Ã¶stlichen und sÃ¼dlichen Ufers des PfÃ¤ffikersees enge visuelle BezÃ¼ge, welche die GrundstÃ¼cke als Bestandteil der Moorlandschaft erscheinen lassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aufgrund des gerichtlichen Augenschein ist vorab der vorinstanzlichen Feststellung beizupflichten, dass solche BezÃ¼ge in geomorphologischer Hinsicht bestehen. Dabei handelt es sich um ein Beurteilungselement, welches im Rahmen der (alternativen) Kriterien von Art. 23b Abs. 1 NHG ebenfalls der visuellen Beziehung zuzurechnen ist (Keller in: Kom­mentar NHG, Art. 23b N. 7). Die sich auf den GrundstÃ¼cken erhebende Kuppe bildet entgegen den Darlegungen in der Beschwerdeschrift (Ziff. 16 und 44) gut erkennbar Bestand­teil der MorÃ¤nen, welche die Landschaft rund um den PfÃ¤ffikersee kennzeichnen. Wie in der Umschreibung des Schutzobjekts Nr. 5 (nicht publizierter Anhang 2 zur MLV) ausgefÃ¼hrt wird, ist die Moorlandschaft um den PfÃ¤ffikersee geprÃ¤gt vom eiszeitlich geformten Seebecken, den von MorÃ¤nen (WallmorÃ¤nen, Drumlins) durchzogenen, durch vermoor­te Mulden und sanfte HÃ¼gel reich gegliederten angrenzenden Landschafts­teilen sowie den zuerst sanft, spÃ¤ter steil ansteigenden MolassehÃ¤ngen zwischen Irgen­hausen und Auslikon. Im gleichen Sinn wird im Ingress zur kantonalen Schutzverordnung der Charakter der PfÃ¤ffikerseelandschaft vorab in geomorphologischer Hinsicht beschrieben. Danach ist die heutige Gestalt dieser Landschaft auf die Einwirkungen der letzten Eiszeit (WÃ¼rmeiszeit) zurÃ¼ckzufÃ¼hren. Der See liegt in einer flachen, vom Linth-Rhein-Gletscher ausgeformten Mul­de, eingebettet in ebenfalls gletschergeprÃ¤gte Er­hebungen und HÃ¼gel (Drumlins, Wall­morÃ¤nen) zwischen Wetzikon und FaichrÃ¼ti (am west­lichen Ufer) sowie zwischen Wetzikon und PfÃ¤ffikon (am Ã¶stlichen Ufer) und in den bo­genfÃ¶rmigen StirnmorÃ¤nenkranz Loch­weid-Speckholz-Barzloo. Dementsprechend sind Ã¶st­lich und westlich des Sees solche prÃ¤genden Erhebungen und HÃ¼gel oder Teile davon in den Perimeter des Bundesinventars sowie in jenen der kantonalen Schutzverordnung einbe­zogen worden. In dieses Konzept passt auch der Einbezug der streitbetroffenen GrundstÃ¼­cke, die wie erwÃ¤hnt ihrer GelÃ¤ndeform nach gut erkennbar Bestandteil der den See umge­benden gletschergeprÃ¤gten Erhebun­gen bilden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden wird die Landschaft im Bereich ihrer beiden GrundstÃ¼cke hauptsÃ¤chlich durch die Siedlung Auslikon, die verkehrsintensive PfÃ¤f­­fikerstrasse sowie die stark befahrene Bahnlinie geprÃ¤gt. Dass die PfÃ¤ffikerstrasse bzw. der dort sich abwickelnde intensive Fahrzeugverkehr das Landschaftsbild erheblich mitprÃ¤gt, trifft zu. Indessen wird das streitbetroffene Areal von dieser Strasse weder durchquert noch unmittelbar begrenzt, befindet sich doch dazwischen â wie auch zwischen ihm und der Strandbadstrasse â ein von der Landschaftsschutzzone nicht erfasster, Ã¼berbauter Streifen. Zu berÃ¼cksichtigen ist sodann, dass die Landschaft rund um den PfÃ¤ffikersee in gros­sen Teilen derart eng mit Siedlungen und Verkehrslagen verflochten ist, dass der nach Art. 23b Abs. 1 NHG erforderliche Charakter einer naturnahen Landschaft nicht schon wegen der NÃ¤he einer verkehrsintensiven Strasse verneint werden kann; andernfalls hÃ¤tte sich das Konzept, die fÃ¼r diese Landschaft charakteristischen gletschergeprÃ¤gten Erhebungen mit­­einzubeziehen, Ã¼berhaupt nicht verwirklichen lassen. Was die BeschwerdefÃ¼hrenden so­dann zur trennenden Wirkung der Bahnlinie vorbringen (Beschwerdeschrift Ziff. 52), Ã¼berzeugt nicht. Wie sich am Augenschein gezeigt hat, tritt die Bahnlinie im streitbetroffenen Bereich zwar als Kunstbaute in Erscheinung, jedoch nicht in einer Weise, die als stÃ¶ren­­der Eingriff in die naturnahe Landschaft empfunden sowie den Zusammenhang zwischen den Ã¶stlich davon gelegenen GrundstÃ¼cken der BeschwerdefÃ¼hrenden und den Rieten westlich des Bahndammes unterbrechen wÃ¼rde. Nicht Ã¼berzeugend ist schliesslich der Einwand, die beiden GrundstÃ¼cke seien visuell der Siedlung Auslikon zuzuordnen. Diese Sichtweise greift zu kurz, weil sie den optischen Bezug einseitig auf die nÃ¶rdlich angrenzen­de Siedlung Auslikon fokussiert und den grÃ¶sseren Zusammenhang ausklammert. Wenn der Ortsteil Auslikon wie auch die hangwÃ¤rts folgenden Siedlungen Oberbalm, Unterbalm und Hofhalden vom Perimeter des Bundesinventars und der kantonalen Schutzverordnung ausgenommen worden sind, so geschah dies mit RÃ¼cksicht auf die dortigen Ãberbauungen; von daher betrachtet, kÃ¶nnen die BeschwerdefÃ¼hrenden aus dem Umstand, dass der Ortsteil Auslikon unmittelbar an ihre GrundstÃ¼cke angrenzt, nichts zu ihren Gunsten ab­­leiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie anzumerken ist, kÃ¶nnen die BeschwerdefÃ¼hrenden auch in diesem Zusammenhang nichts zu ihren Gunsten daraus ableiten, dass der Bundesrat dem Vorschlag des Regie­rungsrats vom 30. September 1992, den Schutzperimeter wesentlich enger zu fassen, hin­sichtlich der Siedlung Auslikon, die in der Folge nicht in den Perimeter einbezogen wur­de, gefolgt ist, nicht aber hinsichtlich des streitbetroffenen GelÃ¤ndes sÃ¼dlich dieser Sied­lung. Angesichts dessen, dass fÃ¼r die Bestandesaufnahme der Moorschutzinventare grundsÃ¤tzlich die im Juni 1983 gegebenen VerhÃ¤ltnisse massgeblich sind (vgl. Waldmann, S. 141), wÃ¤re auch ein weiter gefasster Perimeter mit Einbezug der Siedlung Auslikon in Betracht gefallen. Wie der Zonenplan 1984 der Gemein­de zeigt, war Auslikon damals wesentlich weniger als heute Ã¼berbaut; namentlich waren sÃ¼dlich der Strandbadstrasse kaum HÃ¤user vorhanden. Umso weniger kann der Einbezug des streitbetroffenen Areals sÃ¼dlich der bestehenden Ãberbauung als rechtsverletzend gewÃ¼rdigt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ob die betroffenen GrundstÃ¼cken dem LandschaftsgÃ¼rtel zuzurechnen sind, welcher mit den Mooren in einer engen visuellen Beziehung steht, ist bereits von der Vorinstanz zu Recht von verschiedenen Standorten aus beurteilt worden. Dass die beiden Parzellen, wie sich auch am gerichtlichen Augenschein gezeigt hat, von einigen der gewÃ¤hlten Standorten aus nicht direkt einsehbar sind (insbesondere den Standorten 10 und 11 und 13), trifft zu. Ab­gesehen davon, dass dies teilweise durch die Sicht verdeckende BÃ¤ume und StrÃ¤ucher in der nÃ¤heren Umgebung bedingt ist (so bei den Standorten 10 und 11) und insofern als Gegen­beweis (fÃ¼r einen fehlenden visuellen Bezug) kaum ins Gewicht fÃ¤llt, hat sich von diesen Standorten aus immerhin gezeigt, dass es - unter dem Gesichtswinkel des in Art. 23b Abs. 1 NHG erforderlichen Kriteriums eines engen visuellen Bezugs zu den Mooren - als ver­tretbar erscheint, Teile des Osthanges (sÃ¼dlich und nÃ¶rdlich von Auslikon) in den Perimeter des Bundesinventars und dementsprechend auch in die Landschaftsschutzzone gemÃ¤ss kantonaler Schutzverordnung einzubeziehen. Sodann hat die Vorinstanz zu Recht auch den Ausblick, welcher sich von der Kuppe im Grenzbereich der beiden GrundstÃ¼cke (Standort 6) nach Westen auf die Moore am PfÃ¤ffikersee bietet, als Beleg fÃ¼r eine enge vi­suelle Beziehung gewÃ¼rdigt. Daran vermag der Umstand, dass die GrundstÃ¼cke nicht Ã¶ffentlich (namentlich nicht als Weideland im Sinn von Art. 699 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches) zugÃ¤nglich sind (Beschwerdeschrift Ziff. 19), nichts zu Ã¤ndern. Ob die BeschwerdegrundstÃ¼cke speziell auch vom Robenhauserriet aus einsehbar seien (vgl. Beschwerdeschrift Ziff. 41), ist nicht entscheidungswesentlich. Wenn in der von den Beschwer­­defÃ¼hrenden in diesem Zusammenhang zitierten Stellungnahme der Baudirektion ausgefÃ¼hrt wird, vom Robenhauserriet her prÃ¤sentiere sich der in den Perimeter einbezogene "landwirtschaftlich genutzte Landschaftsbereich als ein Ã¼berwiegend gut einsehbarer, unverzichtbarer Teil der Moorlandschaftâ, so dÃ¼rfte sich diese Bemerkung ohnehin im Rahmen einer weitergreifenden Betrachtungsweise auf den gesamten in den Perime­ter einbezogenen GÃ¼rtel am Osthang â also nicht spezifisch auf den Ortsteil Auslikon und die sÃ¼d­lich angrenzenden GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden â beziehen. Im Ãbrigen hat der Regierungsrat im Rekursentscheid diese Formulierung nicht Ã¼bernommen; in seinen ErwÃ¤gungen wird nicht Bezug auf das Robenhauserriet genommen; hingegen findet sich dort unter Bezugnahme auf den Standort 12 der zutreffende Hinweis, dass visuelle Be­zÃ¼ge vom Gebiet âIm Neuen Rietâ aus bestÃ¼nden. Angesichts des so begrÃ¼ndeten Rekursentscheids erscheint es unerheblich, dass in der vor dem vorinstanzlichen Augenschein er­stellten Liste die Standorte 10, 11 und 12 fÃ¤lschlicherweise oder zumindest unprÃ¤zis dem Robenhauserriet zugerechnet werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Zusammenfassend ergibt sich, dass der Bundesrat mit dem Einzug der streitbetrof­­fenen GrundstÃ¼cke in den Perimeter des Bundesinventars den ihm zustehenden Beurtei­lungsspielraum gewahrt hat; die im fraglichen Bereich vorgenommene Perimeterabgrenzung entspricht den Kriterien von Art. 23b Abs. 1 NHG, indem die genannten GrundstÃ¼cke jenem GelÃ¤nde zuzurechnen sind, welches aufgrund einer engen visuellen Beziehung als (moor­­freier) Teil der Moorlandschaft PfÃ¤ffikersee erscheint. Demzufolge ist es - wovon unter dieser PrÃ¤misse auch die BeschwerdefÃ¼hrenden ausgehen (vgl. Beschwerdeschrift Ziff. 10) - auch nicht zu beanstanden, dass die beiden GrundstÃ¼cke in die Landschaftsschutz­­zone der kantonalen Schutzverordnung einbezogen worden sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Der Einbezug der streitbetroffenen GrundstÃ¼cke widerspricht sodann nicht dem Gebot der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit (vgl. Art. 36 Abs. 3 BV):</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die EinschrÃ¤nkungen in der Nutzung der streitbetroffenen GrundstÃ¼cke, die sowohl im Perimeter des Bundesinventars wie auch in der Landschaftsschutzzone gemÃ¤ss kantona­ler Schutzverordnung liegen, ergeben sich nicht unmittelbar aus Art. 78 Abs. 5 BV bzw. dem dort statuierten absoluten VerÃ¤nderungsverbot, sondern im Einzelnen erst aus Art. 23d NHG sowie gestÃ¼tzt auf Art. 23c Abs. 2 NHG und Art. 5 MLV aus Ziff. 5 SchutzV (vgl. Keller in: Kommentar NHG, Vorbem. zu Art. 23a-23d N. 9). GemÃ¤ss Art. 23d Abs. 1 NHG sind die Gestaltung und Nutzung der Moorlandschaft zulÃ¤ssig, soweit sie der Erhaltung der fÃ¼r die Moorlandschaften typischen Eigenheiten nicht widersprechen; unter dieser Voraussetzung ist laut Abs. 2 lit. a insbesondere die land- und forstwirtschaftliche Nutzung zulÃ¤ssig (Keller in: Kommentar NHG, Art. 23d N. 5; kritisch bezÃ¼glich der VerfassungsmÃ¤ssigkeit dieser bundesgesetzlichen Bestimmung: Waldmann, S. 283 f.). GemÃ¤ss Ziff. 5 Abs. 1 SchutzV sind in der Zone III A (Landschaftsschutzzone) alle Bauten, Vorkehren und Einrichtungen verboten, welche im Landschaftsbild in Erscheinung treten, den Wert des Schutz­gebiets beeintrÃ¤chtigen kÃ¶nnten oder den fÃ¼r die Landschaft typischen Eigenheiten widersprechen. Ziff. 5 Abs. 2 SchutzV umschreibt die Voraussetzungen, unter denen die Baudirektion fÃ¼r die landwirtschaftliche Nutzung erforderliche Einrichtungen sowie landwirtschaftliche Neu-, Um- und Anbauten in den Betriebszentren der bestehenden Landwirtschaftsbetriebe bewilligen kann. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die damit verbundenen EinschrÃ¤nkungen in der GrundstÃ¼cknutzung gehen zwar Ã¼ber jene hinaus, welche sich daraus ergeben, dass diese GrundstÃ¼cke nutzungsplanerisch der kantonalen Landwirtschaftszone zugewiesen sind (vgl. 16a RPG; § 36 PBG). Die Unterschiede sind aber insofern nicht bedeutend, als sowohl nach dem Regime der Landwirtschaftszone wie auch nach jenem der Schutzverordnung (Zone III A) andere als landwirtschaftliche Bauten von vornherein ausgeschlossen sind. Zwar ist davon auszugehen, dass der hier streitige Einbezug der GrundstÃ¼cke in den Perimeter des Bundesinventars und die Zone III A der kantonalen Schutzverordnung auch jegliche MÃ¶glichkeit, sie im Rahmen einer Nutzungsplanungsrevision einer Bauzone zuzuweisen, von vornherein ausschliesst. Die Aussichten auf eine derartige Einzonung wÃ¤ren indessen selbst dann Ã¤usserst gering, wenn die beiden GrundstÃ¼cke entsprechend dem Standpunkt der BeschwerdefÃ¼hrenden nicht der verfassungsrechtlich geschÃ¼tzten Moorlandschaft zuzurechnen und daher auch nicht der kantonalen Landschaftsschutzzone zuzuweisen wÃ¤ren. Denn auch ohne dies spezifisch im Naturschutzrecht verankerten Festlegungen, welche im vorliegenden Verfahren einzig zu beurteilen sind, ginge es wohl kaum an, die beiden GrundstÃ¼cke anlÃ¤sslich einer Revision der Nutzungsplanung einer Bauzone zuzuweisen; im Rahmen der dabei erforderlichen InteressenabwÃ¤gung wÃ¤re dies angesichts ihrer Lage am Rand der verfassungsrecht­lich geschÃ¼tzten Moorlandschaft mit den Zielen und GrundsÃ¤tzen der Raumplanung gemÃ¤ss Art. 1 Abs. 2 lit. a und Art. 3 Abs. 2 lit. d RPG wohl nicht vereinbar.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>