<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2A.125/2004 /kil </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 10. März 2004 </div> <div class="para">II. Öffentlichrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Wurzburger, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Hungerbühler, Merkli, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Hugi Yar. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">1. A. und B.C.________, </div> <div class="para">2. D.________, </div> <div class="para">3. E.________, </div> <div class="para">4. F.________, </div> <div class="para">5. G.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Postfach 1200, 6431 Schwyz, </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, Kammer III, Kollegiumstrasse 28, Postfach 2266, 6431 Schwyz. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Familiennachzug, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz, </div> <div class="para">Kammer III, vom 29. Januar 2004. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht stellt fest und zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Fremdenpolizei des Kantons Schwyz wies am 27. Februar 2003 ein Nachzugsgesuch der aus dem Kosovo stammenden Familie C.________ für ihren Sohn bzw. Bruder D.________ (geb. ... 1982) ab. Der Regierungsrat und das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz bestätigten diesen Entscheid auf Beschwerden hin am 4. November 2003 bzw. 29. Januar 2004. Die Familie C.________ beantragt vor Bundesgericht, das Urteil des Verwaltungsgerichts aufzuheben und die Fremdenpolizei anzuweisen, D.________ die Niederlassungsbewilligung zu erteilen; eventuell sei ihm aus humanitären Gründen eine Aufenthaltsbewilligung zuzusprechen. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 </div> <div class="para">Auf dem Gebiet der Fremdenpolizei ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Erteilung oder Verweigerung von Bewilligungen ausgeschlossen, auf die das Bundesrecht keinen Anspruch einräumt (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG). Die Gewährung einer Aufenthaltsbewilligung liegt im freien Ermessen der Behörden, soweit der Betroffene sich nicht auf eine Sondernorm des Bundesrechts oder eines Staatsvertrags berufen kann, die ihm ein entsprechendes Recht verschafft (<span class="artref">Art. 4 ANAG</span> [SR 142.20]; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=01.03.2004&amp;to_date=20.03.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-II-161%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page161">BGE 127 II 161</a> E. 1a S. 164 mit Hinweisen). Ein solcher Anspruch besteht hier offensichtlich nicht, weshalb auf die Beschwerde ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> nicht einzutreten ist: </div> <div class="para">2.2 A.C.________ (geb. 1956) verfügt erst seit dem Jahr 2001 über eine Niederlassungsbewilligung. Im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung am 18. Januar bzw. 26. Juni 2002 war sein Sohn D.________ bereits über 18 Jahre alt, weshalb kein Anspruch mehr auf dessen Nachzug gestützt auf <span class="artref">Art. 17 Abs. 2 ANAG</span> bestand (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=01.03.2004&amp;to_date=20.03.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-II-249%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page249">BGE 129 II 249</a> E. 1.2 S. 252, 11 E. 2 S. 13). Aus den früher eingereichten Gesuchen können die Beschwerdeführer nichts zu ihren Gunsten ableiten, da jene allein gestützt auf <span class="artref">Art. 38 der Verordnung über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (BVO; SR 823.21)</span> zu beurteilen waren und somit im freien Ermessen der Fremdenpolizei lagen (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=01.03.2004&amp;to_date=20.03.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-IB-81%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page81">BGE 119 Ib 81</a> E. 2b S. 86); die entsprechenden Verfahren sind zudem längst rechtskräftig abgeschlossen. Soweit die Beschwerdeführer geltend machen, in einem anderen Fall habe der Kanton Nidwalden trotz des Überschreitens der Altersgrenze von 18 Jahren einen Familiennachzug bewilligt, legen sie nicht dar, inwiefern dieser Fall mit ihrem vergleichbar wäre; der Entscheid der Behörde eines anderen Kantons in einer Ermessensfrage (<span class="artref">Art. 4 ANAG</span>) vermag im Übrigen zum Vornherein keinen Anspruch auf Gleichbehandlung zu begründen. </div> <div class="para">2.3 Gestützt auf <span class="artref">Art. 8 Ziff. 1 EMRK</span> bzw. <span class="artref">Art. 13 Abs. 1 BV</span> ist ein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an volljährige, nicht der Kernfamilie zuzurechnende Familienangehörige nur anerkannt, falls zwischen der über ein gefestigtes Aufenthaltsrecht verfügenden Person und dem um eine fremdenpolizeiliche Bewilligung nachsuchenden Angehörigen ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis besteht (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=01.03.2004&amp;to_date=20.03.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F120-IB-257%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page257">BGE 120 Ib 257</a> E. 1d S. 261; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=01.03.2004&amp;to_date=20.03.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-II-11%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page11">129 II 11</a> E. 2 S. 14); rein finanzielle Gründe genügen hierfür nicht (Urteil 2P.84/2002 vom 24. Oktober 2002, E. 3.2 u. 3.3). Die Beschwerdeführer legen nichts dar, was darauf schliessen liesse, dass D.________ von ihnen abhängig wäre. Soweit A. und B.C.________ geltend machen, dass sie auf ihren Sohn "aufpassen" müssten, verkennen sie, dass dieser inzwischen volljährig ist und für sich selber sorgen kann. Mit Blick auf den ebenfalls durch <span class="artref">Art. 8 Ziff. 1 EMRK</span> und <span class="artref">Art. 13 Abs. 1 BV</span> garantierten Schutz des Privatlebens ändert hieran nichts (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=01.03.2004&amp;to_date=20.03.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-II-377%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page377">BGE 126 II 377</a> E. 2c S. 384 ff.), dass sich D.________ ab 1998 vorübergehend bereits als Asylsuchender in der Schweiz aufgehalten hat, hernach hier untergetaucht ist und erst am 20. Februar 2002 nach Pristina ausgeschafft werden konnte. </div> <div class="para">2.4 Auch gestützt auf <span class="artref">Art. 13 lit. f BVO</span> besteht schliesslich kein Anspruch auf die beantragte Bewilligung: Die Anerkennung eines Härtefalls bewirkt einzig, dass der Ausländer von den Höchstzahlen der Begrenzungsverordnung ausgenommen ist, nicht aber, dass er einen Anspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung erwerben würde. Die Fremdenpolizeibehörden bleiben bei ihrem Entscheid über die Bewilligungserteilung frei, auch wenn sie in ihrem ablehnenden Entscheid - wie hier - vorfrageweise das Vorliegen eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls geprüft haben (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=01.03.2004&amp;to_date=20.03.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-II-186%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page186">BGE 122 II 186</a> ff.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=01.03.2004&amp;to_date=20.03.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-IB-91%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page91">119 Ib 91</a> E. 1d S. 95 mit Hinweis). </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Da nach dem Gesagten somit kein Anspruch auf die beantragte Bewilligung besteht und die Beschwerdeführer keine Verletzung von Verfahrensgarantien geltend machen, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellen würde (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=01.03.2004&amp;to_date=20.03.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-I-81%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page81">BGE 126 I 81</a> E. 4 - 6 S. 85 ff.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=01.03.2004&amp;to_date=20.03.2004&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-II-161%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page161">127 II 161</a> E. 3b), ist auf ihre Eingabe weder als Verwaltungsgerichtsbeschwerde noch als staatsrechtliche Beschwerde einzutreten. Dem Verfahrensausgang entsprechend haben sie die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 153 und <artref id="CH/173.110/153^a" type="start"></artref>Art. 153a OG</span><artref id="CH/173.110/153" type="end"></artref>). Parteientschädigungen sind nicht geschuldet (vgl. <span class="artref">Art. 159 Abs. 2 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- wird den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht, Kammer III, des Kantons Schwyz sowie dem Bundesamt für Zuwanderung, Integration und Auswanderung schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 10. März 2004 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>