<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd"> <html lang="en"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Entscheid: IV.2008.00774</title> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/favicon.ico" rel="SHORTCUT ICON"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/dijit/themes/tundra/tundra.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/ibm/domino/widget/layout/css/domino-default.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xsp.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspLTR.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspFF.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger.scss" media="screen" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger_print.scss" media="print" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body class="xspView tundra"> <form action="/c050018/svg/findexweb.nsf/urteil.xsp?uid=UWEE-9AR3UG" class="xspForm" enctype="multipart/form-data" id="view:_id1" method="post"> <header><div class="container-main noprint"><div class="container-header"><img alt="" class="xspImage" id="view:_id1:_id2:image1" src="/c050018/svg/findexweb.nsf/logo.png"/><div class="container-header-slogan show-for-medium"><h6>Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</h6></div></div></div></header><div class="container"> <div class="inner-container1 wrap clearfix"> <section class="vacancy"><div class="grid-container container-main"> <div class="grid-x grid-margin-x grid-margin-y container-form"> <div class="cell small-9 noprint"> <span>Entscheid: IV.2008.00774<span class="xspTextComputedField"></span></span></div> <div class="cell small-3 noprint"> <a href="#" id="view:_id1:lnkPrint">Drucken</a><a href="#" id="view:_id1:lnkBack">Zurück</a></div> <div class="cell small-12"> <div id="view:_id1:inputRichText1"><div class="domino-par--indent"><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b>IV.2008.00774</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b> </b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">des Kantons Zürich</font><br/> <font face="serif" size="3">II. Kammer</font><br/> <font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender</font> <p><font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Gräub</font></p> <p><font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Meyer</font></p> <p><font face="serif" size="3">Gerichtssekretärin Fehr</font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Urteil vom 7. April 2010</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">vertreten durch Gemeinde A.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Sachverhalt:</b></font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1. X.___, geboren 1965, war seit 1998 selbständig erwerbender Taxifahrer (vgl. Urk. 14/31/4, Urk. 14/36), als er sich am 11. September 2003 bei einem Verkehrsunfall Verletzungen zuzog (vgl. Urk. 14/31/5). Am 22. Mai 2004 meldete er sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (berufliche Massnahmen, Rente) an (Urk. 14/1 Ziff. 7.8).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 10. Juli 2008 eine ganze Rente vom September 2004 und befristet bis November 2005 zu (Urk. 14/85 = Urk. 2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2. Gegen die Verfügung vom 10. Juli 2008 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 17. Juli 2008 Beschwerde und beantragte, diese sei aufzuheben und die IV-Stelle sei anzuweisen, die Invaliditätsbemessung gestützt auf ein - näher bezeichnetes - höheres Valideneinkommen vorzunehmen (Urk. 1 S. 2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Mit Beschwerdeantwort vom 19. September 2008 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk. 13), worauf am 1. Oktober 2008 der Schriftenwechsel geschlossen wurde (Urk. 15). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Am 27. November 2008 fand eine Referentenaudienz statt (Prot. S. 4), in deren Anschluss die Referentin einen Vergleichsvorschlag formulierte (Urk. 19). Zu diesem nahm die IV-Stelle am 15. Dezember 2008 Stellung (Urk. 20), wovon dem Beschwerdeführer am 19. Dezember 2008 Kenntnis gegeben wurde (vgl. Urk. 22). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Am 11. März 2010 erkundigte sich der Beschwerdeführer nach dem Stand des Verfahrens und erklärte seine weiterhin bestehende Verständigungsbereitschaft (Urk. 22) in dem auf telefonische Nachfrage des Referenten präzisierten Sinn (vgl. Urk. 24). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Das Gericht zieht in Erwägung:</b></font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1. Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 6. Oktober 2006, der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 28. September 2007, des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sowie das Bundesgesetz über die Schaffung und die Änderung von Erlassen zur Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) vom 6. Oktober 2006 in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 Erw. 1, 126 V 136 Erw. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am 10. Juli 2008 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 7. Juni 2006 in Sachen M., I 428/04, Erw. 1).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine befristete Rente zugesprochen (Urk. 2). Dagegen hat er Beschwerde erhoben und insbesondere am eingesetzten Valideneinkommen Kritik geübt (Urk. 1).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Anlässlich der im November 2008 stattgefundenen Referentenaudienz ist zusätzlich die Frage von allfälligen beruflichen Massnahmen aufgeworfen worden (Prot. S. 4). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Zu dieser Ausdehnung des Streitgegenstandes hat die Beschwerdegegnerin am 15. Dezember 2008 Stellung genommen und erklärt, sie sei mit dem Vorschlag der Referentin (Durchführung beruflicher Massnahmen im Sinne des MEDAS-Gutachtens; vgl. Urk. 19 S. 2 Ziff. 2a) im Wesentlichen einverstanden, dies in dem Sinne, dass sie berufliche Massnahmen prüfen werde; ob daraus ein Arbeitstraining oder eine Einarbeitungsphase resultiere, könne noch offen bleiben (Urk. 20).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Am 11. März 2010 äusserte sich der Beschwerdeführer zum von der Referentin eingebrachten Vorschlag und der von der Beschwerdegegnerin dazu eingenommenen Position (Urk. 22), worauf er die Beschwerde bezüglich Invalidenrente zurückzog (Urk. 24). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3. Mit dem Beschwerderückzug im Rentenpunkt verbleibt als Streitgegenstand die Frage beruflicher Massnahmen. Diesbezüglich hat die Beschwerdegegnerin ihre Bereitschaft erklärt, entsprechende Abklärungen vorzunehmen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Im Sinne des Prinzips „Eingliederung vor Rente“ sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, die einer Prüfung und allfälligen Zusprache beruflicher Massnahmen entgegenstehen könnten.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Dies führt zum Schluss, dass die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen ist, dass die Sache zur Prüfung und allfälligen Zusprache beruflicher Massnahmen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. Hinsichtlich der zugesprochenen befristeten Rente ist sie als durch Rückzug erledigt abzuschreiben. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4. Die Verfahrenskosten im Sinne von Art. 69 Abs. 1</font><font face="RotisSerif" size="3"><sup>bis</sup></font><font face="RotisSerif" size="3"> IVG sind ermessensweise auf Fr. 300.-- festzulegen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Das Gericht erkennt:</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Sache zur Prüfung und allfälligen Zusprache beruflicher Massnahmen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> Hinsichtlich der zugesprochenen befristeten Rente wird die Beschwerde als durch Rückzug erledigt abgeschrieben.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">2. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Gemeinde A.___, unter Beilage einer Kopie von Urk. 24</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage von Kopien der Urk. 22-24</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><font face="RotisSansSerif" size="3"><b>30 Tagen</b></font><font face="RotisSansSerif" size="3"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font></div></div></div> </div> </div> </section></div> </div> <input id="view:_id1__VUID" name="$$viewid" type="hidden" value="!abcguisro6ah86t0e5gyubow1!"/> <input name="$$xspsubmitid" type="hidden"/> <input name="$$xspexecid" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitvalue" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitscroll" type="hidden"/> <input name="view:_id1" type="hidden" value="view:_id1"/></form> </body> </html>