<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">IV.2005.00447</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">I. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichter Spitz</font> </p><p><font size="4">Ersatzrichterin Maurer Reiter</font> </p><p><font size="4">Gerichtssekretärin Werner</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 13. Oktober 2005</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">B.___</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">vertreten durch Rechtsanwalt Pablo Blöchlinger</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">c/o Hablützel Veuve Blöchlinger</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Lutherstrasse 4, Postfach, 8021 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Nachdem die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Einspracheentscheid vom 22. März 2005 (Urk. 2) einen Rentenanspruch von B.___ verneint hat,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">nach Einsicht in die Beschwerde vom 20. April 2005, mit welcher die Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Pablo Blöchlinger, die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die Rückweisung der Sache zur ergänzenden medizinischen und beruflichen Abklärung, eventualiter die Ausrichtung von mindestens einer Viertelsrente beantragt (Urk. 1), sowie nach Einsicht in die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort der IV-Stelle vom 24. Mai 2005 (Urk. 5),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">in Erwägung,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass es Aufgabe des Arztes ist, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 Erw. 4), und die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage sind für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 115 V 134 Erw. 2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass Dr. med. A.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, im Gutachten vom 1. November 2004 (Urk. 6/23) bei der Beschwerdeführerin einen persistierenden Schmerzzustand des linken Handgelenks mit Einschränkung der Beweglichkeit, insbesondere der Palmarflexion, bei einem Status nach Plattenosteosynthese einer distalen intraartikulären Radiusfraktur, Materialentfernung, Tenolyse der Strecksehnen und Exzision von Narbengewebe diagnostizierte und in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit ausführte, dass die theoretische medizinische "Invalidität" 33 1/3 % betrage, dass diese in der angestammten Tätigkeit in der Metzgerei weiterhin unverändert 50 % betrage, dass hinsichtlich einer behinderungsangepassten Tätigkeit, bei welcher die Versicherte überwiegend mit der rechten Hand tätig sein könnte, eine verminderte Arbeitsunfähigkeit zu diskutieren wäre, eine solche momentan jedoch nicht in Aussicht stehe, weshalb insgesamt von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % auszugehen sei,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die IV-Stelle gestützt auf die Stellungnahme ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. A.___ als nicht ganz nachvollziehbar erachtete und stattdessen von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer behinderungsangepassten Tätigkeit ausging (Urk. 2, Urk. 6/2),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass sich der Beurteilung des Dr. A.___ nicht eindeutig entnehmen lässt, in welchem Ausmass er die Beschwerdeführerin in einer behinderungsangepassten Tätigkeit als arbeitsfähig erachtet, hält er doch die Begriffe der Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit nicht klar auseinander, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Bericht des Dr. med. C.___, Spezialarzt für Innere Medizin, vom 29. Mai 2002 (Urk. 6/25) nicht zu überzeugen vermag, da seine Arbeitsfähigkeitsbeurteilung hinsichtlich einer behinderungsangepassten Tätigkeit lediglich eine Vermutung darstellt und damit nicht als gesichert betrachtet werden kann,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass auch auf die Einschätzung der Beschwerdegegnerin nicht abgestellt werden kann, zumal diese in den medizinischen Akten keine Stütze findet und eine eigene Bemessung der Arbeitsfähigkeit durch den Regionalen Ärztlichen Dienst der IV-Stelle nicht zulässig ist (vgl. hierzu Art. 49 der Verordnung über die Invalidenversicherung in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung und Rz 2086 des seit 1. Januar 2004 gültigen Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherung über das Verfahren in der Invalidenversicherung),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass somit unklar bleibt, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin für eine ihr zumutbare Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeitsfähig ist, weshalb der angefochtene Einspracheentscheid vom 22. März 2005 (Urk. 2) aufzuheben und die Sache zur Klärung dieser Frage und zu erneutem Entscheid über den Rentenanspruch an die IV-Stelle zurückzuweisen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass die Beschwerdeführerin bei diesem Ausgang des Verfahrens Anspruch auf den vom Gericht festzusetzenden Ersatz der Parteikosten hat, welcher sich ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen bemisst (Art. 61 lit. g des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht), </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">dass der Versicherten unter Berücksichtigung dieser Kriterien eine Prozessentschädigung von Fr. 2'100.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheentscheid vom 22. März 2005 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung von Fr. 2'100.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Rechtsanwalt Pablo Blöchlinger</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p></div></body></html>