<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2021.00610</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221911&amp;W10_KEY=13013469&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2021.00610</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.12.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 08.02.2022 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA] Das Migrationsamt verweigerte im Jahr 2020 die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA des Beschwerdeführers. Diese Verfügung blieb unangefochten. Später reichte der Beschwerdeführer einen Arbeitsvertrag für eine neue künftige Anstellung ein. Dabei handelt es sich um ein neues Gesuch, nicht um ein Wiedererwägungsgesuch (E. 3). Zumal der Beschwerdeführer die Arbeitsstelle nicht antrat, gilt er nicht als Arbeitnehmer, weshalb ihm kein Aufenthaltsanspruch zukommt (E. 3). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITNEHMER">ARBEITNEHMER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITNEHMEREIGENSCHAFT">ARBEITNEHMEREIGENSCHAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEUES GESUCH">NEUES GESUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNG">WIEDERERWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNGSGESUCH">WIEDERERWÃGUNGSGESUCH</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 4 FZA</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=54742" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2021.00610</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">9. Dezember 2021</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Tamara NÃ¼ssle<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Reto HÃ¤ggi Furrer, Verwaltungsrichter Martin Bertschi, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Selina Sigerist. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA</span></b><b>,</b></p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A ist ein 1942 geborener deutscher StaatsangehÃ¶riger. Im Dezember 2009 stellte er unter Beilage eines Arbeitsvertrages ein erstes Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Dieses wurde im Januar 2010 gutgeheissen, und ihm wurde eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA erteilt. In der Folge verliess A die Schweiz wieder und zog nach Deutschland. Im Mai 2013 ersuchte er beim Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich erneut um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz und legte dem Gesuch ein Schreiben bei, welches eine kÃ¼nftige Anstellung bestÃ¤tigte. Nach Einreichung eines weiteren BestÃ¤tigungsschreibens bezÃ¼glich der Anstellung wurde A wiederum eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA erteilt, befristet bis zum 30. April 2018.</p> <p class="Urteilstext">Am 29. MÃ¤rz 2018 ersuchte A um VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zur AusÃ¼bung einer selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit als Unternehmensberater. Zwecks PrÃ¼fung der Erteilung einer Niederlassungsbewilligung forderte das Migrationsamt A zur Einreichung von Unterlagen auf, woraufhin dieser dem Migrationsamt verschiedene Dokumente zukommen liess. </p> <p class="Urteilstext">Nachdem das Migrationsamt A wiederholte Male zur Einreichung von weiteren Unterlagen aufgefordert hatte, lehnte es mit VerfÃ¼gung vom 27. Juli 2020 dessen VerlÃ¤ngerungsgesuch vom 29. MÃ¤rz 2018 ab und wies ihn aus der Schweiz weg. BegrÃ¼ndet wurde die VerfÃ¼gung insbesondere mit dem fehlenden Nachweis, dass A einer existenzsichernden selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit nachgehe oder Ã¼ber die erforderlichen finanziellen Mittel fÃ¼r einen erwerbslosen Aufenthalt verfÃ¼ge. Zudem stellte das Migrationsamt in der VerfÃ¼gung fest, dass die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung aufgrund mutwilliger Verschuldung nicht in Betracht komme. Die VerfÃ¼gung vom 27. Juli 2020 blieb unangefochten.</p> <p class="Urteilstext">Am 9. September 2020 reichte A beim BevÃ¶lkerungsamt der Stadt ZÃ¼rich zuhanden des Migrationsamts einen Arbeitsvertrag ein. Das Migrationsamt nahm diese Eingabe als WiedererwÃ¤gungsgesuch entgegen und ersuchte A um Einreichung von Lohnabrechnungen. Mit E-Mail vom 18. Januar 2021 teilte dieser dem Migrationsamt mit, das BeschÃ¤ftigungsverhÃ¤ltnis noch nicht aufgenommen zu haben. Er kÃ¶nne dieses erst aufnehmen, wenn er seine Betreibungen erledigt habe. Daraufhin wies das Migrationsamt das Gesuch von A vom 9. September 2020 mit VerfÃ¼gung vom 22. April 2021 ab. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte das Migrationsamt insbesondere an, die Voraussetzungen fÃ¼r die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zur AusÃ¼bung einer unselbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit seien nicht erfÃ¼llt, zumal A die Stelle nicht angetreten habe. Ãberdies sei der Nachweis genÃ¼gender finanzieller Mittel fÃ¼r eine erwerbslose Wohnsitznahme nicht erbracht.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Sicherheitsdirektion wies einen gegen die VerfÃ¼gung vom 22. April 2021 erhobenen Rekurs mit Entscheid vom 3. August 2021 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob A mit Schreiben vom 3. September 2021 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte sinngemÃ¤ss die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA. Zudem ersuchte er um "FristverlÃ¤ngerung" bis zum 30. Oktober 2021 zur Einreichung von Unterlagen und eines Nachweises einer ErwerbstÃ¤tigkeit.</p> <p class="Urteilstext">Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 22. September 2021 auf eine Vernehmlassung; das Migrationsamt reichte keine Beschwerdeantwort ein. </p> <p class="Urteilstext">A liess dem Gericht seit Beschwerdeerhebung keine weiteren Unterlagen zukommen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide der Sicherheitsdirektion Ã¼ber Anordnungen des Migrationsamts betreffend das Aufenthalts-recht nach §§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Am 27. Juli 2020 wies das Migrationsamt das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers vom 29. MÃ¤rz 2018 ab und verfÃ¼gte die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung bzw. die Nichterteilung einer Niederlassungsbewilligung. Diese VerfÃ¼gung blieb unangefochten. Am 9. September 2020 Ã¼bermittelte der BeschwerdefÃ¼hrer dem Migrationsamt einen Arbeitsvertrag fÃ¼r eine neue Anstellung ab dem 1. Oktober 2020. Damit machte der BeschwerdefÃ¼hrer einen neuen Anspruch geltend. Entgegen der Ansicht der Vorinstanzen liegt folglich nicht ein WiedererwÃ¤gungsgesuch, sondern ein neues Gesuch vor. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Materiell zu prÃ¼fen ist lediglich, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund des von ihm eingereichten Arbeitsvertrages nun ein Aufenthaltsrecht zwecks AusÃ¼bung einer unselbstÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit zukommt. Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sind demgegenÃ¼ber die mit VerfÃ¼gung vom 27. Juli 2020 entschiedenen Fragen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die Erteilung von Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligungen richtet sich grundsÃ¤tzlich nach dem AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetz vom 16. Dezember 2005 (AIG, SR 142.20). FÃ¼r AngehÃ¶rige der Mitgliedstaaten der EuropÃ¤ischen Union â wie den BeschwerdefÃ¼hrer â hat das AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetz allerdings nur insoweit Geltung, als das FreizÃ¼gigkeitsabkommen keine abweichende Bestimmung oder das AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetz eine fÃ¼r den betroffenen AuslÃ¤nder bzw. die betroffene AuslÃ¤nderin vorteilhaftere Regelung enthÃ¤lt (Art. 2 Abs. 2 AIG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Das FreizÃ¼gigkeitsabkommen bezweckt unter anderem die diskriminierungsfreie EinfÃ¼hrung des freien Personenverkehrs fÃ¼r Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die AngehÃ¶rige eines EU-Mitgliedstaats sind (Art. 1 lit. a FZA</span><a href="http://links.weblaw.ch/FZA%20Art.%201%20Lit.a" title="FZA Art. 1 Lit.a"></a><span>; Art. 6 ff. Anhang I FZA). Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die StaatsangehÃ¶rige eines EU-Mitgliedstaats sind und mit einer Arbeitgeberin oder einem Arbeitgeber in der Schweiz ein ArbeitsverhÃ¤ltnis mit einer Dauer von mindestens einem Jahr eingehen, erhalten gestÃ¼tzt auf Art. 4 FZA in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 und Art. 6 Abs. 1 Anhang I FZA eine Aufenthaltsbewilligung mit einer GÃ¼ltigkeitsdauer von fÃ¼nf Jahren ab dem Zeitpunkt der Erteilung der Erlaubnis. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer im Sinn des FreizÃ¼gigkeitsrechts gilt gemÃ¤ss Rechtsprechung, wer wÃ¤hrend einer bestimmten </span>Zeit<span> Leistungen fÃ¼r eine andere Person nach deren Weisungen erbringt und als Gegenleistung hierfÃ¼r eine VergÃ¼tung erhÃ¤lt (BGE 141 II 1 E. 2.2.3 mit Hinweisen). GrundsÃ¤tzlich kommt es dabei weder auf den zeitlichen Umfang der AktivitÃ¤t noch auf die HÃ¶he des Lohns oder die ProduktivitÃ¤t der betroffenen Person an. Erforderlich ist jedoch quantitativ wie qualitativ eine echte und tatsÃ¤chliche wirtschaftliche TÃ¤tigkeit. Die Beurteilung, ob eine solche besteht, muss sich auf objektive Kriterien stÃ¼tzen und allen UmstÃ¤nden Rechnung tragen, welche die Art der TÃ¤tigkeit und des fraglichen ArbeitsverhÃ¤ltnisses betreffen (BGE 131 II 339 E. 3, 141 II 1 E. 2.2.4, je mit Hinweisen auf die Rechtsprechung des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer reichte am 9. September 2020 einen Arbeitsvertrag </span>fÃ¼r eine Anstellung als Kundenberater bei B ab dem 1. Oktober 2020 ein. In der Folge trat der BeschwerdefÃ¼hrer die Arbeitsstelle jedoch nicht an. Entgegen seiner AnkÃ¼ndigung in der Beschwerdeschrift reichte der BeschwerdefÃ¼hrer bis heute keine Unterlagen ein, die einen gegenteiligen Schluss zulassen. Der BeschwerdefÃ¼hrer gilt daher nicht als Arbeitnehmer im Sinn des FreizÃ¼gigkeitsabkommens.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.5 </span></b><span>Folglich kann der BeschwerdefÃ¼hrer aus Art. 4 FZA in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 und Art. 6 Abs. 1 Anhang I FZA keinen Aufenthaltsanspruch ableiten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b>Die Vorinstanzen haben davon abgesehen, dem BeschwerdefÃ¼hrer im Rahmen des pflichtgemÃ¤ssen Ermessens eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, und auch einen schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefall im Sinn des Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG verneint. In die damit angesprochenen Ermessensentscheide kann das Verwaltungsgericht nur eingreifen, wenn ein qualifizierter Ermessensfehler vorliegt, insbesondere wenn sich der Entscheid von sachfremden Motiven leiten lÃ¤sst (§ 50 VRG; Marco Donatsch, <span>in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014</span>, § 50 N. 25 f.).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt sich mittlerweile seit rund acht Jahren in der Schweiz auf, wobei er das Land aufgrund der rechtskrÃ¤ftigen VerfÃ¼gung vom 17. Juli 2020 bis zum 30. September 2020 hÃ¤tte verlassen mÃ¼ssen. In wirtschaftlicher Hinsicht ist ihm in der Schweiz keine nachhaltige Integration gelungen, und es laufen zahlreiche Betreibungen gegen ihn. Hinweise auf tatsÃ¤chlich gelebte familiÃ¤re Beziehungen des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz bestehen keine. Der BeschwerdefÃ¼hrer reiste erst im Alter von 71 Jahren in die Schweiz ein und hielt sich seither immer wieder fÃ¼r lÃ¤ngere Zeit in Deutschland auf, wo sein Sohn und seine Tochter leben. Eine Wiedereingliederung in Deutschland ist dem BeschwerdefÃ¼hrer daher mÃ¶glich und zumutbar. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Die Weigerung der Vorinstanzen, dem BeschwerdefÃ¼hrer im Rahmen des pflichtgemÃ¤ssen Ermessens bzw. in Anerkennung eines schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, erweist sich somit nicht als rechtsverletzend.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen, eine ParteientschÃ¤digung ist ihm nicht zuzusprechen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG; § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch des BeschwerdefÃ¼hrers geltend gemacht wird, ist Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zu erheben (vgl. Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG e contrario). Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'570.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Diese ist innert 30 Tagen ab Zustellung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>