Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 18. Oktober 2018 (720 18 184 / 284) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Würdigung des medizinischen Sachverhalts; der Versi cherte kann gemäss dem rheuma- tologischen Gutachten nur noch eine leichte leidens angepasste Verweistätigkeit in ei- nem 80%igen Pensum ausüben. Der durchgeführte Einko mmensvergleich der IV-Stelle ist nicht zu beanstanden. Die IV-Stelle ist zu Rech t davon ausgegangen, dass der Invali- ditätsgrad des Versicherten ab 1. Dezember 2017 wen iger als 40% beträgt. Die Be- schwerdegegnerin hat den Rentenanspruch korrekterwe ise auf den Zeitraum von Mai 2016 bis November 2017 befristet. Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsri chter Jgnaz Jermann, Kan- tonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiberin Olivia Reber Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Tanja Schneeberger, Rechtsanwältin, iwmpartner Rechtsanwälte, Steinentorstrasse 35, 4010 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Der 1967 geborene A.____ meldete sich am 24. Mai 2013 (Eingang) unter Hinweis auf eine Knieprothese rechts, einen Bandscheibenvorfall sowie das linke Knie bei der Eidgenössi- schen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nac h Abklärung der gesundheitli- chen und erwerblichen Verhältnisse übernahm die IV 201 6 die Kosten für eine Umschulung vom Koch zum Bürofachmann. Aus gesundheitlichen Gründen musste A.____ diese Umschu- lung aber abbrechen. Im weiteren Verlauf und nach du rchgeführtem Vorbescheidverfahren sprach die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) dem Ve rsicherten mit Verfügung vom 1. Mai 2018 eine für den Zeitraum vom 1. Mai 2016 bis zum 30. November 2017 befristete ganze Ren- te aufgrund eines Invaliditätsgrades von 100% zu. Ab 1. Dezember 2017 betrage der Invalidi- tätsgrad demgegenüber weniger als 40%. B. Gegen die Verfügung vom 1. Mai 2018 erhob A.____, vertreten durch Tanja Schneeber- ger, Rechtsanwältin, am 31. Mai 2018 Beschwerde beim K antonsgericht Basel-Landschaft, Ab- teilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei ihm in Aufhebung der Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 1. Mai 2018 ( 2. Teil) ab dem 1. Dezember 2017 weiterhin eine ganze Rente auszurichten sowie eine Um schulung im kaufmännischen Bereich zu bewilligen. Eventualiter seien ergänzende medizinisch e Abklärungen vorzunehmen und ak- tuelle Arztberichte von Dr. med. B.____, FMH Rheumatol ogie und Allgemeine Innere Medizin, sowie von PD Dr. med. C.____, FMH Neurochirurgie, Spi nale Chirurgie des Spitals D.____, über den aktuellen Gesundheitszustand sowie seine Arbeitsfähigkeit sowie eine Stellungnahme der Medtronic zu den von ihm angegebenen Aufladezeiten einzuholen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er, ihm sei die unentgeltliche Proze ssführung und Verbeiständung mit der Unterzeichnenden zu bewilligen; alles unter o/e-Kostenfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, dass die Beschwerdegegnerin den medizini- schen Sachverhalt, insbesondere seinen aktuellen Gesundheit szustand, ungenügend abgeklärt habe. Ausserdem wird der von der IV-Stelle vorgenomme ne Einkommensvergleich bemängelt. Schliesslich sei ihm eine Umschulung im kaufmännischen Bereich zu bewilligen. C. Mit Verfügung vom 6. Juni 2018 wies das Kantonsgerich t das Gesuch des Beschwerde- führers um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung ab. D. In ihrer Vernehmlassung vom 19. Juli 2018 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abwei- sung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel- Landschaft, so dass die örtliche Zustän- digkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Geset- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (V PO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kan- tons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-S telle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.2 Auf den Antrag des Beschwerdeführers in Bezug auf al lfällige berufliche Massnahmen kann im vorliegenden Verfahren nicht eingetreten werd en. Die Frage nach einer Umschulung bildet nicht Streitgegenstand der angefochtenen Verf ügung. In ihrer Vernehmlassung vom 19. Juli 2018 erklärt sich die IV-Stelle aber bereit, die beruflichen Massnahmen erneut zu prü- fen, sobald die angefochtene Verfügung rechtskräftig is t. Im Übrigen ist auf die frist- und form- gerecht erhobene Beschwerde des Versicherten vom 31. Mai 2018 einzutreten. 2. Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführe r Anspruch auf eine unbefristete IV- Rente hat. In der angefochtenen Verfügung hat die IV -Stelle dem Versicherten eine vom 1. Mai 2016 bis 30. November 2017 befristete ganze Rente zugesprochen. Ab 1. Dezember 2017 wur- de der Rentenanspruch demgegenüber abgelehnt, da de r Invaliditätsgrad weniger als 40% be- trage. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen T eil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in ei nem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunf ähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geist igen oder psychischen Gesundheit verur- sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederun g verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti- ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem G rad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG an- wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invalid itätsgrad aufgrund eines Einkommensver- gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, da s die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der med izinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden w äre (Valideneinkommen). Der Einkom- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol gen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditä tsgrad bestimmen (allgemeine Me- thode des Einkommensvergleichs; bereits für den Zeitraum vor 1. Januar 2003: BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). 4. Ausgangspunkt der Ermittlung des IV-Grades bildet d ie Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. 4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä- higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und i m Beschwerdefall das Gericht) auf Un- terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls a uch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur- teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind di e ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbe itsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspre chung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Ra hmen des Verwaltungsverfahrens einge- holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach- tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die A kten Bericht erstatten und bei der Er- örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex- pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Den Berichten und Gut- achten versicherungsinterner Fachpersonen kommt hingegen nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu. Auf sie kann nicht abg estellt werden, sobald bereits geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 5. Für die Beurteilung des Gesundheitszustandes des Ver sicherten liegen zahlreiche me- dizinische Unterlagen vor, welche allesamt vom Gericht gew ürdigt wurden. Im Folgenden wer- den lediglich die entscheidrelevanten Unterlagen aufgeführt: 5.1 Im April 2017 wurde dem Versicherten ein epidural er Rückenmarkstimulator implantiert. Am 12. Juli 2017 berichtete der Operateur Dr. C.____ , dass der Beschwerdeführer deutlich von der Rückenmarkstimulation profitiere. Er sage, es gehe ihm aktuell zu 70% besser. Teilweise werde die Genesung durch Migräneattacken eingeschränkt. E r könne sich nun wieder längere Zeit ausserhalb des häuslichen Umfelds aufhalten und am Sozialleben mit Freunden teilneh- men. Er stehe nicht mehr wie ein „Gipfeli“ auf. Nach ein bis zwei Kilometern Gehen komme es zu einer schmerzlosen Müdigkeit in den Beinen. Auch gebe e r eine Gefühllosigkeit im linken Oberschenkel ventral an. Die einschiessenden ziehenden Sch merzen in die Beine und im Rü- cken seien vollständig verschwunden. Die Arbeitsunfähigkei t dauere bis zum 30. Juli 2017. Der Versicherte wäre gerne zukünftig einer stehenden Arbeit nachgegangen, jedoch habe er fest- gestellt, dass dies noch nicht möglich sei. Zuletzt habe er im Service mit dementen Menschen gearbeitet, denen er das Essenstablett gebracht und sie zu m Essen und Trinken aktiviert habe. Diese Arbeit, bei der er teils schwere Lasten habe trag en müssen, wäre momentan nicht mög- lich. Sein Arbeitsplatz müsste Arbeiten im Stehen und Si tzen erlauben, mit entsprechenden Hilfsmitteln, zum Beispiel mit höhenverstellbarem Tisch. Auch sei zu bedenken, dass Pausen notwendig wären, um die Batterie des Stimulators wieder aufzuladen. Dr. C.____ hielt des Wei- teren fest, dass noch erhebliche Einschränkungen in der K ondition und Leistungsfähigkeit für das Gehen persistieren würden. Mittel- bis langfristig gehe er von einer reduzierten Arbeits- und Leistungsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit aus. 5.2 Am 29. August 2017 erstellte Dr. med. E.____, FMH Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, ein rheumatologisches Gutachten zu Handen der IV-Stelle. Als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hielt Dr. E.____ ein chronisches Lumbovertebralsyndrom, einen Status nach Knie-TP rechts bei Pangonarthrose und Chon drokalzinose am 3. Dezember 2012 sowie einen Status nach Knie-TP links am 25. Juni 2015 f est. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit stellte er ein Zervikovertebralsyn drom sowie einen Status nach Schulter- arthroskopie rechts 2004 fest. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Zusammengefasst bestehe ein chronisches Lumbovertebralsyndro m aufgrund von fortgeschrit- tenen degenerativen Veränderungen. Der Beschwerdeführ er sei mit einem SCS-System aus- gestattet worden. Aktuell gebe er eine Schmerzbesserung von etwa 60% gegenüber der präoperativen Situation an. Als Zweites bestehe ein le ichtes Zervikovertebralsyndrom, hier vor allem mit myofaszialen Befunden. Von Seiten der Knieg elenke bestehe ein Status nach Knie- TP beidseits, jedoch mit einer guten Prothesenfunktion. Die Arbeitsfähigkeit sei einerseits durch die Rückenproblematik und andererseits durch die beidseit ige Knieproblematik eingeschränkt. In der bisherigen Tätigkeit als Koch und auch im Service , das heisse in einer praktisch nur ste- henden und gehenden Tätigkeit, bestehe eine Arbeitsfä higkeit von 0%. Für das Profil einer Verweistätigkeit bestünden folgende Einschränkungen: Es seien keine Arbeiten in körperlich schweren oder mittelschweren Bereichen mehr möglich. Es se ien nur Arbeiten im körperlich leichten Bereich möglich. Wegen des Rückens seien keine nur sitzenden, nur stehenden oder nur gehenden Arbeiten möglich. Der Versicherte könne ni cht über 7,5 kg heben, stossen oder ziehen, nicht in Zwangsstellungen wie zum Beispiel daue rnd vorgeneigt, repetitiv vorüber bü- ckend oder dauernd über Kopf arbeiten. Aufgrund der K niebeschwerden seien keine Arbeiten nur stehend oder nur gehend, repetitiv bückend, kauernd, kniend oder in der Hocke möglich. Es sei kein dauerndes Besteigen von Leitern oder Gerüsten und kein Gehen auf unebenem Boden möglich. Für eine Tätigkeit, welche die oben genannte n Restriktionen berücksichtige, bestehe gesamthaft eine Arbeitsfähigkeit von 80%. Dr. E.____ tätige eine Einschränkung von 20%, dies einem vermehrten Pausenbedarf entsprechend, weil der Versicherte in seinen Bewegungsab- läufen behindert sei und auch für eine leichte körpe rliche Tätigkeit einen erhöhten Zeitbedarf habe. In diesem Zeitbedarf sei auch die benötigte Aufl adezeit für das SCS-System mit einge- schlossen, da er dies auch sitzend tätigen könne. Die Ar beitsfähigkeit von 0% gelte ab dem 26. Mai 2015 (OP-Datum Knie-TP links) bis zum Gutachtensdatum. Die 80%ige Arbeitsfähigkeit gelte ab dem Gutachtensdatum auf Dauer. Auf Seite 22 des Gutachtens führte Dr. E.____ zum Tages ablauf des Versicherten aus, dass er zwischen 08:00 und 10:00 Uhr aufstehe und dann das Morgenessen einnehme. Er lese Zeitung und beschäftige sich im Internet. Er gehe etwa eine St unde laufen, wobei er eineinhalb Kilome- ter schaffe. Er verbinde das Einkaufen mit dem Laufen u nd organisiere sich so kleine Sachen. Er kehre dann nach Hause zurück. Am Mittag koche er nich t, sondern nehme etwas Kleines (Suppe und Obst) ein. Am Nachmittag müsse er das SCS-Syst em aufladen, er müsse dazu sitzen oder liegen. Er lade dies je nach Bedarf in mehr eren Schritten auf, manchmal zwei Stun- den, manchmal eine Stunde. Manchmal schlafe er dabei au ch ein und sei dann zwei bis drei Stunden weg (Siesta). Wenn jemand Zeit habe, dann ge he er vielleicht mit einem Kollegen et- was trinken. Am Abend bereite er das Abendessen zu und nehme dies gemeinsam mit der Mut- ter ein. Abends lese er oder schaue einen Film am PC. Zwischen 22:00 und 24:00 Uhr gehe er ins Bett. 5.3 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens berichtete der H ausarzt Dr. B.____ am 23. No- vember 2017, dass sich die Schmerzen durch die Implantation des Rückenmarkstimulators er- freulicherweise verbessert hätten. Die Restbeschwerden, die nach wie vor fehlende Muskelkraft und die mechanischen Probleme der operierten Kniegele nke liessen keinesfalls eine Erwerbs- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht fähigkeit von 80% zu. Nicht zu vergessen sei dabei auch die tägliche Aufladezeit der Stimulator- batterien, welche regelmässige Pausen bedinge. Seines E rachtens bestehe nach wie vor eine Arbeitsunfähigkeit von 75%. Es sei mit einer Verbesser ung zu rechnen, allerdings wahrschein- lich erst ab einem Jahr nach der Operation. Dies zudem i n langsam steigendem Mass, eventu- ell sogar über ein weiteres Jahr. Die Fortsetzung des S chulbesuches wäre in dieser Zeit durch- aus zumutbar. Auch im Rahmen des Beschwerdeverfahrens wurd e ein Bericht von Dr. B.____ vom 10. April 2018 eingereicht, in welchem dieser zu Ha nden der Öffentlichen Arbeitslosenkas- se bestätigte, dass der Versicherte ab 1. September 201 7 voraussichtlich dauernd zu 75% ar- beitsunfähig sei. 6.1 Die IV-Stelle stützte sich in ihrer Verfügung vom 1. Mai 2018 bei der Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten vollumfänglich auf das rheuma- tologische Gutachten von Dr. E.____ vom 29. August 2017 ab. Sie ging demzufolge davon aus, dass dem Versicherten nach Ablauf der Wartezeit per Mai 2016 vorübergehend keine Tätigkeit zumutbar gewesen sei. Ab September 2017 habe sich der G esundheitszustand des Versicher- ten verbessert und ihm sei neu eine 80%ige Arbeitsfähi gkeit in einer Verweistätigkeit zumutbar. Daran ist nichts auszusetzen. Nach dem oben Gesagten (vgl. E. 4.3 hiervor) ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externe r Spezialärztinnen und -ärzte, wel- che aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Ak- ten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, sol ange nicht konkrete Indizien ge- gen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Vorlie gend sind keine Gründe ersichtlich, die Anlass geben könnten, die Ergebnisse im Gutachten von Dr. E.____ in Frage zu stellen oder gar davon abzuweichen. Es ist vielmehr festzuhalten, dass das rheumatologische Gutachten die rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen an eine medi zinische Beurteilungsgrundlage in jeder Hinsicht erfüllt. Es weist weder formale noc h inhaltliche Mängel auf, es ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 4.2 hiervor) – u mfassend, beruht auf allseitigen Unter- suchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Z usammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein und nimmt insbesondere eine hinreichende Beurteilung der Ar- beitsfähigkeit des Versicherten vor. Sodann weist das Gut achten keine Widersprüche auf und es setzt sich auch hinlänglich mit den bei den Akten liege nden (abweichenden) fachärztlichen Einschätzungen auseinander. Auf das rheumatologische Gut achten von Dr. E.____ vom 29. August 2017 kann abgestellt werden. 6.2 Der Beschwerdeführer wirft der IV-Stelle vor, da ss sie den medizinischen Sachverhalt nicht umfassend abgeklärt und insbesondere keine aktuelle n Berichte der Dres. B.____ und C.____ eingeholt habe. Dem ist entgegenzuhalten, dass d ie Beschwerdegegnerin im Zusam- menhang mit der Prüfung des Leistungsanspruchs des Versi cherten Dr. B.____ mehrfach um ärztliche Berichte gebeten hat. Trotz mehreren Erinnerungen bzw. Mahnungen hat die IV-Stelle aber von Dr. B.____ kein Dokument erhalten (vgl. Schre iben der IV-Stelle an Dr. B.____ vom 17. Februar 2017). Dies ist vermutlich der Grund, wesha lb in den IV-Akten mehrheitlich etwas ältere Berichte des Hausarztes zu finden sind. Im Rahmen des Vorbescheid- sowie des Be- schwerdeverfahrens wurden von Dr. B.____ hingegen aktuel le Berichte namentlich vom Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 23. November 2017 sowie vom 10. April 2018 eingereich t. In Bezug auf Dr. C.____ ist festzu- halten, dass der letzte Bericht vom 12. Juli 2017 dati ert. Der Vorbescheid wurde am 3. Oktober 2017 erlassen und der Bericht von Dr. C.____ vom 12. Ju li 2017 war zu jenem Zeitpunkt jeden- falls ausreichend aktuell. Schliesslich vermögen die zuletzt eingereichten Arztberichte von Dr. B.____ das Gutachten ohnehin nicht umzustossen. Die E inschätzung von Dr. B.____, wo- nach der Beschwerdeführer lediglich zu 25% arbeitsfäh ig sei, wird in seinen Berichten nicht näher begründet. Er nimmt auch nicht fundiert Stellu ng zum Gutachten von Dr. E.____. Seine Ausführungen sind daher nicht überzeugend. 6.3 In Bezug auf die Ladezeit des SCS-Systems des Beschw erdeführers ist darauf hinzu- weisen, dass auf der Internetseite über das Produkt aufge führt wird, dass die Ladezeit etwa eine Stunde betrage; von einer vollständig leeren bis zu einer vollen Batterie (vgl. http://www.medtronic.com/de-de/fachkreise/produkte/neurologie-schmerztherapie / neurostimu- lationsysteme-bei-chronischen-schmerzen/intellis-platform.html , zuletzt besucht am 7. Novem- ber 2018). Dr. E.____ hat in seinem Gutachten aber sogar auf die vom Versicherten angegebe- ne wesentlich höhere Ladezeit von etwa vier bis sechs Stu nden pro Tag abgestellt. In seinem Bericht vom 7. Dezember 2017 hielt der Regionale Ärztli che Dienst beider Basel (RAD) fest, dass die vom Beschwerdeführer angegebene Ladezeit unrea listisch hoch erscheine. Das Gut- achten ist in dieser Hinsicht jedenfalls nicht zu beanstanden. Zum einen wird auf die vom Versi- cherten vorgebrachte Ladezeit abgestellt. Zum anderen ist den Akten zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer das Gerät auch im Sitzen aufladen ka nn. Unter diesen Umständen ist nicht ersichtlich, weshalb der Versicherte das SCS-System nicht teilweise auch bei einer sitzenden Arbeitstätigkeit aufladen könnte. Leichte seinem Leiden angepasste Verweistätigkeiten sind dem Versicherten im Umfang von 80% zumutbar. Gemäss dem Gutachten von Dr. E.____ ist bei der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20% auch die benötigte Aufladezeit für das SCS-System mit eingeschlossen, da er dies auch sitzend tätige n könne. Gemäss RAD Bericht vom 15. Juni 2018 bedeute dies, dass eineinhalb bis zwei Stunden der vom Versicherten gel- tend gemachten vier bis sechs Stunden täglicher Ladezeit im Rahmen der Arbeitszeit berück- sichtigt worden seien. Die übrige Ladezeit sei dem Versi cherten in der Freizeit zumutbar. Aus diesen Gründen vermögen die Vorbringen des Beschwerdefü hrers betreffend die Ladezeit des SCS-Systems die Beweiskraft des Gutachtens von Dr. E.____ nicht zu erschüttern. 6.4 Aus dem oben Gesagten folgt, dass auf die Einschätzu ngen von Dr. E.____ abgestellt werden kann. Es ist demzufolge von einer Arbeitsfähigkei t von 80% in einer dem Versicherten angepassten Verweistätigkeit auszugehen. 7.1 Gestützt darauf ist in einem nächsten Schritt zu prü fen, wie sich die leidensbedingte Einschränkung in erwerblicher Hinsicht auswirkt (vgl. Art. 16 ATSG; E. 3 hiervor). Der Be- schwerdeführer bemängelt den von der IV-Stelle durchgef ührten Einkommensvergleich. Es könne nicht sein, dass das Invalideneinkommen höher sei al s das Valideneinkommen. Richtig sei es, entweder bei einem Valideneinkommen von Fr. 4 ‘261.-- von einem Invalideneinkommen von Fr. 4‘035.-- (Tabelle BFS, Sektor Gastronomie, Kom petenzniveau der Tätigkeit 1, Spalte Männer) auszugehen oder aber ausgehend von einem Valid eneinkommen von Fr. 5‘660.-- ein Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Invalideneinkommen von Fr. 5‘312.-- (Tabelle BFS, Se ktor Gastronomie, total, Kompetenzni- veau 1, Spalte Männer) einzusetzen. 7.2 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entsche idend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach d em Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdiene n würde. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange- passten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheits- schaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 325 E. 4.1). Ist es nicht möglich, zur Bestimmung des Valideneinkommens vom zuletzt vor Invaliditätseintritt erzielten Lohn auszugehen, so ist es angezeigt, das Valideneinkommen anhand von Durchschnittswerten – wie etwa gestützt auf die LSE – zu ermitteln. Eine solche Konstellation liegt et wa vor, wenn ein konkreter Lohn nicht eru- ierbar ist, weil keine aussagekräftigen, verwertbaren Loh nangaben zu früheren Tätigkeiten vor- liegen, wenn die versicherte Person seit längerem keine Erwerbstätigkeit mehr ausgeübt hat, wenn sie zurzeit des Invaliditätseintritts arbeitslos gewesen ist oder wenn sie die bisherige Stel- le bis zum Rentenbeginn – beispielsweise aus wirtschaftli chen Gründen – ohnehin, d.h. auch dann verloren hätte, wenn sie gesund geblieben wäre. Im vorliegenden Fall stellte die IV-Stelle zur Berechnung des Valideneinkommens zu Recht auf die LS E-Tabelle 2014, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Sektor Gastronomie, Kompetenzni veau der Tätigkeit 2, Spalte Männer, Fr. 4‘261.-- monatlich, ab. Nach Anpassung dieses Betra ges an die Nominallohnentwicklung von 0,3% und Umrechnung auf die betriebsübliche wöchent liche Arbeitszeit von 42,4 Stunden bleibt es somit bei einem jährlichen Valideneinkommen vo n Fr. 54‘363--, auf welches sich die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 1. Mai 2018 stützte. 7.3 Zu prüfen bleibt die Höhe des Invalideneinkommens . Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers kann bei der Berechnung des Invalidene inkommens eben gerade nicht auf den Sektor Gastronomie abgestellt werden, da dieser seiner angestammten Tätigkeit entspricht. Eine Tätigkeit in der Gastronomie (als Koch oder im Service) kommt aber für den Versicherten infolge seiner Beschwerden nicht mehr in Frage. Ausserd em ist es grundsätzlich durchaus möglich, dass das Invalideneinkommen höher ist als das Vali deneinkommen. Durch eine Invali- dität können sich der zumutbare Tätigkeitsbereich und som it auch die Höhe des Lohnes, wel- cher je nach Branche unterschiedlich sein kann, ändern. I m vorliegenden Fall ist aber das er- rechnete Invalideneinkommen (Fr. 47‘989.--) – zuminde st im Ergebnis – ohnehin nicht höher, sondern tiefer als das Valideneinkommen (Fr. 54‘363.--). 7.4 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfa lls zu kürzen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich zu ein em allgemeinen behinderungsbe- dingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand R echnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Pers on wie Alter, Dauer der Betriebszu- gehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber n icht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür besteh en, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitli ch bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25% des Tabellenlohnes zu beg renzen (BGE 134 V 327 f. E. 5.2 mit Hinweis). Die Frage, ob ein (behinderungsbedingt oder anderweitig begründeter) Lei- densabzug vom Tabellenlohn vorzunehmen sei, ist eine Re chtsfrage (BGE 137 V 72 f. E. 5.1 mit Hinweis). Demgegenüber stellt die Frage nach der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn eine typische Ermessensfrage dar (BGE 132 V 399 E. 3.3). Die IV-Stelle hat in der angefochtenen Verfügung das Invalideneinkommen gestützt auf die LSE Tabelle 2014, TA1_tirage_skill_level, Sektor total, Ko mpetenzniveau der Tätigkeit 1, Spalte Männer, Fr. 5‘312.-- monatlich, berechnet. Nach Anpass ung an die Nominallohnentwicklung und Umrechnung auf die betriebsübliche wöchentliche Arb eitszeit, nahm sie einen leidensbe- dingten Abzug von 10% für eine invaliditätsbedingte Be einträchtigung vor. Auch der Beschwer- deführer macht in seiner Berechnung des Invaliditätsgra des einen 10%igen Abzug vom Invali- deneinkommen. Insofern scheinen sich die Parteien einig zu sein und im vorliegenden Fall spricht auch nichts gegen einen Leidensabzug in der Höhe von 10%. Darauf sowie auf das er- rechnete Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 47‘989.-- kann abgestellt werden. 8.1 Zusammenfassend kann der Beschwerdeführer gemäss dem rheumatologischen Gut- achten von Dr. E.____ nur noch eine leichte leidensangep asste Verweistätigkeit in einem 80%igen Pensum ausüben. Der gestützt darauf durchgeführ te Einkommensvergleich der Be- schwerdegegnerin ist insgesamt nicht zu beanstanden. Damit ist von einem Invalideneinkom- men von Fr. 47‘989.-- und einem Valideneinkommen von F r. 54‘363.-- auszugehen. Aus deren Gegenüberstellung resultiert mittels der allgemeinen B emessungsmethode ein Invaliditätsgrad von aufgerundet 12%. Die IV-Stelle ist demnach zu Recht davon ausgegangen, dass der Invali- ditätsgrad des Versicherten ab 1. Dezember 2017 wenige r als 40% beträgt. Ein Rentenan- spruch ist ab diesem Zeitpunkt abzulehnen. Die Beschwerde gegnerin hat den Rentenanspruch korrekterweise auf den Zeitraum von Mai 2016 bis November 2017 befristet. 8.2 Abschliessend ist die IV-Stelle jedoch darauf hinzu weisen, dass sie auf der Seite 1 der Verfügung vom 1. Mai 2018 einen Rentenanspruch des Ve rsicherten ab 1. September 2016 bis 30. November 2017 festgehalten hat. Auf Seite 3 wurde aber ein Anspruch auf eine ganze Ren- te ab 1. Mai 2016 verfügt. Ab 1. Dezember 2017 betrag e der Invaliditätsgrad weniger als 40%. Die Rente werde deshalb bis 30. November 2017 befristet. Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer während der Umschulung Invalidentaggeldleistungen erhielt. Gemäss Mittei- lung vom 30. September 2016 sind die beruflichen Massnahmen abgebrochen worden. Auf Sei- te 1 der Verfügung wurde vermutlich deshalb der 1. Sep tember 2016 und nicht der 1. Mai 2016 als Rentenbeginn festgehalten. Der befristete Rentena nspruch besteht aufgrund der Aktenlage allerdings ab 1. Mai 2016. 9. Im Ergebnis ist die Beschwerde abzuweisen und es bleib t über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kanton alen Versicherungsgericht kosten- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht pflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrensko sten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegen- de Partei, weshalb die Verfahrenskosten in der Höhe vo n Fr. 800.-- ihm aufzuerlegen sind. Sie sind mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- zu verrechnen. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschlagen. Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- w erden dem Be- schwerdeführer auferlegt und mit dem bereits geleistete n Kostenvor- schuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht