<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2004.00048</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204698&amp;W10_KEY=4467139&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2004.00048</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.12.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 20.09.2005 gutgeheissen und den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufgehoben. </td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 2001</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Behandlung von Zero-Bonds<br/><br/>Das bei Zero-Bonds statt als periodischer Zins als Kapitalleistung ausbezahlte Entgelt für die Kapitalüberlassung ist nach § 36 StG zu dem Satz zu besteuern, der sich ergäbe, wenn anstelle der einmaligen Leistung eine entsprechende jährliche Leistung ausgerichtet würde. Ansonsten müsste der Steuerpflichtige sein Einkommen zu einem seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nicht angepassten überhöhten Steuersatz versteuern. <br/><br/>Art. 11 Abs. 2 StHG lässt dem kantonalen Recht diesbezüglich einen Anwendungsfreiraum. Aufgrund der unterschiedlichen Entstehungsgeschichte muss diese Bestimmung nicht gleich ausgelegt werden wie Art. 37 DBG.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISKONT-OBLIGATIONEN">DISKONT-OBLIGATIONEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KAPITALLEISTUNG">KAPITALLEISTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OHNE ZUTUN">OHNE ZUTUN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERSATZ">STEUERSATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERKEHRENDE LEISTUNG">WIEDERKEHRENDE LEISTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIRTSCHAFTLICHE LEISTUNGSFÃHIGKEIT">WIRTSCHAFTLICHE LEISTUNGSFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZERO-BOND">ZERO-BOND</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 37 DBG</span><br/><span class="ungerade">§ 20 Abs. I lit. b StG</span><br/><span class="gerade">§ 36 StG</span><br/><span class="ungerade">Art. II Abs. II StHG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2004 Nr. 91 S. 179</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Die Eheleute A und B erwarben am 21. MÃ¤rz 1994 sog. Zerobonds "0% D" im Nominalbetrag von DM 1,8 Mio., von welchen sie am 24. April 2001 nominal DM 400'000.- und am 21. Dezember 2001 nominal DM 200'000.- verkauften. Aus den VerkÃ¤ufen ergaben sich steuerbare EinkÃ¼nfte von insgesamt umgerechnet Fr. â¦ </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das kantonale Steueramt veranlagte die Eheleute mit EinschÃ¤tzungs- und Einspracheentscheid vom 7. Oktober 2003 bzw. 6. Januar 2004 fÃ¼r die Steuerperiode 2001 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ und einem satzbestimmenden Einkommen von Fr. â¦ sowie mit einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ und einem satzbestimmenden VermÃ¶gen von Fr. â¦ Es verwarf den Standpunkt der Pflichtigen, der Ertrag aus Verkauf von Zerobonds stelle eine Kapitalabfindung fÃ¼r wiederkehrende Leistungen dar, der fÃ¼r die Satzbestimmung in eine jÃ¤hrliche Leistung von (Fr. â¦: 7 =) Fr. â¦ umgerechnet werden mÃ¼sse.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Steuerrekurskommission II hiess den Rekurs der Pflichtigen am 25. MÃ¤rz 2004 gut und veranlagte diese fÃ¼r die Steuerperiode 2001 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ und einem satzbestimmenden Einkommen von Fr. â¦ sowie mit einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ und einem satzbestimmenden VermÃ¶gen von Fr. ... Eine Kommissionsminderheit gab eine abweichende Meinung zu Protokoll.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das kantonale Steueramt beantragte dem Verwaltungsgericht mit Beschwerde vom 7. Juni 2004, es sei das satzbestimmende Einkommen fÃ¼r die Steuerperiode 2001 wie im EinschÃ¤tzungs- und Einspracheentscheid auf Fr. â¦ festzusetzen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission II auf Vernehmlassung verzichtete, schlossen die Pflichtigen auf Abweisung der Beschwerde und beantragten die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Einzelrichter hat die Sache der Kammer zur Entscheidung Ã¼berwiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Steuerbar sind laut § 20 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) die ErtrÃ¤ge aus beweglichem VermÃ¶gen, insbesondere nach Abs. 1 lit. b EinkÃ¼nfte aus der VerÃ¤usserung oder RÃ¼ckzahlung von Obligationen mit Ã¼berwiegender Einmalverzinsung (globalverzinsliche Obligationen, Diskont-Obligationen), die dem Inhaber anfallen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>GehÃ¶ren zu den EinkÃ¼nften Kapitalabfindungen fÃ¼r wiederkehrende Leistungen, wird gemÃ¤ss § 36 StG die Einkommenssteuer unter BerÃ¼cksichtigung der Ã¼brigen EinkÃ¼nfte zu dem Steuersatz berechnet, der sich ergÃ¤be, wenn anstelle der einmaligen Leistung eine entsprechende jÃ¤hrliche Leistung ausgerichtet wÃ¼rde.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Wie schon die im Wesentlichen wortgleiche frÃ¼here Vorschrift von § 32 Abs. 4 des Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) will die Bestimmung von § 36 StG verhindern, dass der Steuerpflich­tige, der statt mit periodisch zu besteuernden "wiederkehrenden Leistungen" mit einer einmaligen Kapitalleistung abgefunden wird, deswegen angesichts des progressiv ausgestalteten Steuertarifs sein gesamtes Einkommen zu einem seiner wirtschaftlichen LeistungsfÃ¤higkeit nicht angemessenen Ã¼berhÃ¶hten Steuersatz zu versteuern hat (RB ORK 1958 Nr. 15 = StR 14, S. 292, mit Hinweisen; BGr, 5. Oktober 2000, StE 2001 B 29.2 Nr. 7 E. 4b; Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 36 N. 7). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht hat im PrÃ¤judiz RB 1988 Nr. 24 in Auslegung von § 32 Abs. 4 aStG erkannt, diese Absicht des Gesetzgebers mÃ¼sse folgerichtig auch in FÃ¤llen wegleitend sein, wo mit dem Anleihensschuldner eine einmalige Kapitalabfindung als Entgelt fÃ¼r die Ãberlassung einer be­stimmten Summe Geldes â also ausdrÃ¼cklich keine wiederkehrenden Leistungen in Form von regelmÃ¤ssig entrichteten Zinszahlungen â am Ende der Laufzeit der Diskont-Bonds vereinbart worden sei. Anders zu entscheiden, liefe auf einen im Licht des verfassungsmÃ¤ssigen WillkÃ¼rverbots verpÃ¶nten Methodendualismus hinaus, wenn der Steuergesetzgeber einerseits fÃ¼r die Berechnung des bei der VerÃ¤usserung derartiger Bonds erzielten Ver­mÃ¶gensertrags aufgrund wirtschaftlicher Ãberlegungen von periodisch erbrachten Leistungen ausgehen dÃ¼rfte, anderseits aber fÃ¼r die Bestimmung des massgebenden Steuersatzes auf das Zivilrecht abstellen kÃ¶nnte, wonach die Form der Kapitalabfindung bei Diskont-Bonds gerade nicht der ErfÃ¼llung einer "Stammschuld" auf Ausrichtung wiederkehrender Leistungen diene.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Anders als unter der Geltung des alten Rechts werden EinkÃ¼nfte aus der VerÃ¤usserung oder RÃ¼ckzahlung von Obligationen mit Ã¼berwiegender Einmalverzinsung â Diskont-Obligationen (Zero-Bonds) und globalverzinsliche Obligationen â in § 20 Abs. 1 lit. b StG ausdrÃ¼ck­lich als steuerbar erklÃ¤rt. Diese Bestimmung ist Art. 20 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes Ã¼ber die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DGB) wÃ¶rtlich nachgebildet, weshalb aufgrund der Entstehungsgeschichte dieser Vorschrift die sog. Differenzmethode anzuwenden ist, wonach der Halter einer solchen Obligation den Unterschiedsbetrag zwischen dem Verkaufspreis bzw. RÃ¼ckzahlungswert und dem Emissions- bzw. Erwerbspreis als Einkommen zu versteuern hat (vgl. Peter Agner/Angelo Digeronimo/Hans-JÃ¼rg Neuhaus/Gotthard Steinmann, Kommentar zum Gesetz Ã¼ber die direkte Bundessteuer, ErgÃ¤nzungsband, ZÃ¼rich 2000, Art. 20 N. 3 ff.). Das so ermittelte Einkommen enthÃ¤lt aber â insoweit abweichend von der Rechtsprechung zum alten Recht, welche nur das Entgelt fÃ¼r die Kapital­Ã¼ber­lassung (d.h. die "Zinskomponente") der Besteuerung unterwarf (vgl. RB 1988 Nr. 24) â auch Kapitalgewinne (oder -verluste) auf PrivatvermÃ¶gen (wie WÃ¤hrungsgewinne oder -verluste), wel­che sonst gemÃ¤ss § 16 Abs. 3 Satz 1 StG steuerfrei (bzw. nicht abzugsfÃ¤hig) sind (vgl. Markus Reich in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, Basel/Genf/MÃ¼nchen 2000, Art. 20 DBG N. 18).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wie das Verwaltungsgericht in RB 2003 Nr. 85 (= StE 2004 B 29.2 Nr. 9 = StR 2004, 135) erkannt hat, vermag</span><span> </span><span>die neue Besteuerungsordnung von § 20 Abs. 1 lit. b StG indessen nichts daran zu Ã¤ndern, dass es im Licht von § 36 StG sachwidrig wÃ¤re, wenn das statt als periodischer Zins aperiodisch als Kapitalleistung ausbezahlte Entgelt fÃ¼r die KapitalÃ¼berlassung zum vollen Betrag in der Zuflussperiode besteuert wÃ¼rde und der steuerpflichtige EmpfÃ¤nger aus diesem Grund angesichts des progressiv ausgestalteten Steuertarifs sein gesamtes Einkommen zu einem seiner wirtschaftlichen LeistungsfÃ¤higkeit nicht angemessenen Ã¼berhÃ¶hten Steuersatz zu versteuern hÃ¤tte. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend liegt die Steuerperiode 2001 im Streit. Kraft Art. 72 Abs. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG) ist deshalb zu prÃ¼fen, ob die fÃ¼r das kantonale Recht gefundene Auslegung von § 36 StG vor Art. 11 Abs. 2 StHG standzuhalten vermag. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Art. 11 Abs. 2 StHG ist im Wesentlichen gleich gefasst wie § 36 StG. Er lautet wie folgt:</span> GehÃ¶ren zu den EinkÃ¼nften Kapitalabfindungen fÃ¼r wiederkehrende Leistungen, so wird die Steuer unter BerÃ¼cksichtigung der Ã¼brigen EinkÃ¼nfte zu dem Satz berechnet, der sich ergÃ¤be, wenn anstelle der einmaligen Leistung eine entsprechende jÃ¤hrliche Leistung ausgerichtet wÃ¼rde. </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Entstehungsgeschichte zeigt, dass auch Art. 11 Abs. 2 StHG durch die Anwendung des Sondersatzes sicherstellen will, dass die Steuerbelastung des Steuerpflichtigen fÃ¼r Kapitalabfindungen nicht grÃ¶sser wird, als sie es bei wiederkehrenden Leistungen wÃ¤re (vgl. Botschaft Ã¼ber die Steuerharmonisierung vom 25. Mai 1983, S. 98; Markus Reich in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, 2. A., Basel/Genf/MÃ¼nchen 2002, Art. 11 StHG N. 34). Dabei geht aus den AusfÃ¼hrungen des Bundesrats in der Botschaft Ã¼ber die Steuerharmonisierung hervor, dass diese Gesetzesbestimmung (Art. 12 Abs. 3 des Entwurfs) eine Sonderregelung fÃ¼r die Satzbestimmung enthÃ¤lt fÃ¼r "Kapitalabfindungen, die ein Steuerpflichtiger anstelle und in Abgeltung wiederkehrender Leistungen erhÃ¤lt" (Botschaft, a.a.O.). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wortlaut, Zweck und Entstehungsgeschichte von Art. 11 Abs. 2 StHG widersprechen infolgedessen der vorstehenden Auslegung von § 36 StG (vgl. E. 1.2) nicht. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dieser Interpretation steht auch nicht entgegen, dass das Bundesgericht die gleichlautende Bestimmung von Art. 37 DBG enger ausgelegt hat. Denn dies ist in Ãbereinstimmung mit der abweichenden Entstehungsgeschichte dieser Vorschrift geschehen (vgl. Botschaft Ã¼ber die Steuerharmonisierung vom 25. Mai 1983, S. 176 f.), welche die Kapitalabfindungen fÃ¼r wiederkehrende Leistungen gleich wie in Art. 40 Abs. 2 des Bundesratsbeschlusses vom 9. Dezember 1940 Ã¼ber die Erhebung einer direkten Bundessteuer (BdBSt) regeln wollte. Dementsprechend hat das Bundesgericht seine Auslegung von Art. 37 DBG auf die Rechtsprechung zum frÃ¼heren Art. 40 Abs. 2 BdBSt gestÃ¼tzt, diese aber in bestimmter Hinsicht erweitert (BGr 6. MÃ¤rz 2001, StE 2001 B 26.13 Nr. 15 = StR 56 [2001] 345 ff., E. 4b; BGr, 5. Oktober 2000, StE 2001 B 29.2 Nr. 7 = ASA 70 [2001/02] 210, E. 3a, 4a-c). Danach ge­langt der Rentensatz fÃ¼r eine Kapitalabfindung zum einen dann zur Anwendung, wenn die Abfindung zur Abgeltung kÃ¼nftiger Leistungen und als ErfÃ¼llung einer den periodischen Leistungen zugrunde liegenden Stammschuld erfolgt </span><span>(vgl. </span><span>Peter Agner/Beat Jung/Gotthard Steinmann, Kommentar zum Gesetz Ã¼ber die direkte Bundessteuer, ZÃ¼rich 1995, Art. 37 N. 2; </span><span>Agner/Digeronimo/Neuhaus/Steinmann, Art. 37 N. 3a; </span><span>Peter Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, Therwil/Basel 2001, </span><span>Art. 37 N. 13), zum andern aber auch dann, wenn in der Vergangenheit begrÃ¼ndete Teilleistungen abgegolten werden, sofern ordentlicherweise eine periodische Ausrichtung vorgesehen gewesen wÃ¤re und dies ohne Zutun des berechtigten Steuerpflichtigen unterblieben ist (BGr, a.a.O., E. 4c).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Unter all diesen UmstÃ¤nden kann dem Schluss von Rekurskommission und kantonalem Steueramt, wegen des identischen Wortlauts der Normen mÃ¼sse die bundesrechtliche Rahmenvorschrift von Art. 11 Abs. 2 StHG auch gleich wie die materiellrechtliche Bestimmung von Art. 37 DBG ausgelegt werden, nicht beigetreten werden. Vielmehr erscheint es in Anbetracht der unterschiedlichen Entstehungsgeschichte und mÃ¶glichen abweichenden Auslegungen als sachgerecht, insoweit einen Anwendungsfreiraum fÃ¼r das kantonale Recht anzunehmen. Unter diesem Gesichtswinkel kann jedenfalls nicht gesagt werden, die getroffene Auslegung von § 36 StG sei willkÃ¼rlich, sie sei offensichtlich unhaltbar, stehe mit der tatsÃ¤chlichen Situation in klarem und offensichtlichem Widerspruch, verletze krass eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz oder laufe in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwider (BGE 123 I 1 E. 4a; 125 II 10 E. 3, 129 E. 5b). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Immerhin kÃ¶nnte selbst im Licht der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 37 DBG nicht ohne Weiteres die Anwendung des Sondersatzes auf ErtrÃ¤ge aus Diskont-Obligationen, wie die in Frage stehenden Zero-Bonds, verworfen werden (vgl. Ivo P. Baumgartner in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, Basel/Genf/MÃ¼nchen 2000, Art. 37 DBG N. 11). Das Bundesgericht hat den Sondersatz auch auf Kapitalleistungen angewendet, mit denen in der Vergangenheit begrÃ¼ndete, ordentlicherweise periodisch auszurichtende Teilleistungen abgegolten werden sollen, sofern die periodische Ausrichtung "ohne Zutun" des berechtigten Steuerpflichtigen unterblieben ist. Angesichts dessen, dass Diskont-Bonds vom Steuerpflichtigen bereits in der vorgegebenen Struktur erworben werden, ist es fraglich, ob die Abgeltung der periodischen Zinsleistungen durch eine Kapitalleistung, den Diskont, wirklich auf ein "Zutun" des Steuerpflichtigen im Sinn der bundesgerichtlichen Auffassung zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist. Schliesslich ist anzumerken, dass missbrÃ¤uchlichen Rechtsgestaltungen im Einzelfall aufgrund des Verbots der Steuerumgehung die Entlastung durch den Sondersatz versagt werden kann.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und hat dieser den Beschwerdegegnern eine ParteientschÃ¤digung zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152 und 153 Abs. 4 StG). </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird verpflichtet, den Beschwerdegegnern je eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 300.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>