U rteil vom 26. M ärz 2007 M itw irkung:R ichter König, R ichterinnen Spälti G iannakitsas, Schenker Senn G erichtsschreiberin C hastonay X._______, _______, Sri Lanka, vertreten durch Y._______ Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 27. A pril 2006 i.S. A syl und W egw eisung / R ef.-N r. _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l A bteilung V E -5945/2006 kom /che/scb {T 0/2}2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer - tam ilischer Ethnie, aus A._______ stam m end, seit 6. Juli 2005 m it Aufenthalt in B._______ - verliess gem äss eigenen Angaben den H eim atstaat am 27. Februar 2006 und gelangte m it einem gefälschten R eisepass auf dem Luftw eg über D ubai nach Italien und am 4. April 2006 in die Schw eiz, w o er tags darauf ein Asylgesuch stellte. Am 10. April 2006 fand im Em pfangszentrum Kreuzlingen die Erstbefragung statt. Für die D auer des Verfahrens w urde der Beschw erdeführer dem Kanton C ._______ zugew iesen. Am 25. April 2006 führte das Bundesam t eine direkte Befragung durch. Im W esentlichen m achte der Beschw erdeführer geltend, sein Bruder sei M itglied der "Liberation Tigers of Tam il Eelam " (LTTE) gew esen. Im Juni 1990 sei es zu G efechten zw ischen der Srilankischen Arm ee (SLA) und der LTTE gekom m en. D er Bruder sei dam als unterw egs zum Bahnhof von einem U nbekannten erschossen w orden. Im August 1990 sei das Elternhaus von der SLA in Brand gesetzt w orden. D er Beschw erdeführer habe im O ktober 1996 eine Arbeit als Buchhalter in einer Privatfirm a in D ._______ angefangen. Etw a ein Jahr später habe er erfahren, dass diese Firm a der LTTE gehört habe. Er habe noch bis Ende 1998 in dieser Firm a gearbeitet. Im Juni 1999 sei er von der LTTE zw angsrekrutiert w orden. N ach einem dreim onatigen Training habe er bis D ezem ber 2000 jede zw eite W oche an der Front in der R egion von Vanni W ache halten m üssen. In dieser Zeit sei es im m er w ieder zu heftigen Käm pfen zw ischen der SLA und der LTTE gekom m en. Anfangs 2001 habe der Beschw erdeführer sich in E._______ einer O peration unterziehen m üssen, w ofür die LTTE ihm einen M onat U rlaub gew ährt habe. N ach der O peration sei er nicht zur LTTE zurückgekehrt, sondern habe sich bis zum 28. O ktober 2002 bei Verw andten in F._______/E._______ aufgehalten. In dieser Zeit habe er geheiratet und dann ein Taxiunternehm en gegründet. Bis etw a Ende 2004 habe er als Taxifahrer in E._______ gearbeitet. Im M ärz 2004 sei sein zw eiter Bruder verschw unden. Am 2. August 2004 habe ein U nbekannter sein H aus aufgesucht und der Ehefrau des Beschw erdeführers m itgeteilt, er solle sofort in die R egion von Vanni kom m en. Am 6. N ovem ber 2004 sei erneut eine unbekannte Person nach H ause gekom m en und habe der Ehefrau m itgeteilt, der Beschw erdeführer m üsse sich im C am p in G ._______ im Bezirk H ._______ m elden. D er U nbekannte habe gedroht, dies sei die letzte W arnung. D er Beschw erdeführer sei eine W oche danach m it der Fam ilie nach I._______ w eggezogen. Sie seien dort etw a sechs M onate im H aus der M utter des Beschw erdeführers geblieben. Am 10. April 2005 sei der Beschw erdeführer an einer Bushaltestelle von zw ei U nbekannten auf zw ei M otorrädern zum M itkom m en aufgefordert w orden. D er Beschw erdeführer sei stattdessen in den Bus nach J._______ eingestiegen. In J._______ sei er zu Fuss w eiter gegangen, als er bem erkt habe, dass ihn w iederum M otorradfahrer verfolgten. Einer der beiden Fahrer habe eine Pistole gezogen und gedroht, den Beschw erdeführer um zubringen, falls er nicht m itkom m e. D er Beschw erdeführer sei schreiend zum Polizeiposten geflüchtet. Als er m it fünf Polizeibeam ten im Jeep an den O rt des Vorfalls zurückgekom m en sei, seien die Verfolger verschw unden gew esen. Auf 3 dem Polizeiposten sei danach seine Aussage aufgenom m en w orden. N ach diesem Vorfall habe ihn der Vater nach I._______ zu einem Freund gebracht und m it der O rganisation der Ausreise des Beschw erdeführers begonnen. Auf G eheiss des Vaters habe er am 14. M ai 2005 seine Ehefrau und das gem einsam e Kind nach E._______ zu deren Eltern gebracht; er selber habe sich jew eils an unterschiedlichen O rten aufgehalten. Am 4. Juli 2005 hätten U nbekannte eine Benzinbom be durch das Fenster ins H aus der Schw iegereltern gew orfen. Seine Ehefrau sei dabei getötet w orden. Trotz polizeilicher Erm ittlungen seien die Täter nicht gefunden w orden. D er Beschw erdeführer sei aus Angst um sein Leben am 6. Juli 2005 nach B._______ gegangen, w o er sich bis zur Ausreise Ende Februar 2006 aufgehalten habe. N eben der Verfolgung durch die LTTE befürchte der Beschw erdeführer, dass ehem alige Bekannte, w elche ebenfalls zw ischen Juni und August 1999 ein LTTE-Training hätten absolvieren m üssen und danach zu den der LTTE feindlich gesinnten O rganisationen K._______ übergegangen seien, ihn als LTTE-M itglied betrachten könnten. Er habe aber diesbezüglich - abgesehen von einem anonym en Anruf - keine konkreten D rohungen erhalten oder Verfolgungsm assnahm en erlitten. Zum Beleg seiner Vorbringen reichte der Beschw erdeführer eine Bestätigung des LTTE-Trainings, eine Q ualifikation der LTTE, eine Bestätigung der G renzw achttätigkeit, einen LTTE-Ausw eis des Bruders, die Todesanzeige seiner Ehefrau und einen Polizeirapport vom 10. April 2005 zu den Akten. B. M it Verfügung vom 27. April 2006 - eröffnet am selben Tag - stellte die Vorinstanz fest, die Vorbringen des Beschw erdeführers genügten den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft nicht und lehnte das Asylgesuch ab. G leichzeitig verfügte es die W egw eisung des Beschw erdeführers aus der Schw eiz. D er Vollzug der W egw eisung w urde als zulässig, zum utbar und m öglich beurteilt. C . M it Beschw erde vom 29. M ai 2006 an die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) beantragte der Beschw erdeführer durch seinen R echtsvertreter die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die G ew ährung des Asyls. Eventuell sei die U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs festzustellen und der Beschw erdeführer sei vorläufig aufzunehm en. Es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. Auf die Begründung der R echtsbegehren im Einzelnen w ird, sow eit entscheidw esentlich, in den nachfolgenden Erw ägungen eingegangen. M it der Beschw erde w urde eine W ohnsitzbescheinigung des "D ivisional Secretariat, L._______" vom 19. Januar 2005 und eine M ittellosigkeitserklärung eingereicht. D . M it Verfügung vom 14. Juni 2006 verzichtete der zuständige Instruktionsrichter auf die Erhebung eines Kostenvorschusses.4 E. D ie Vorinstanz hielt in der Vernehm lassung vom 16. August 2006 an ihrer Verfügung fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. D iese Stellungnahm e w urde dem Beschw erdeführer am 22. August 2006 zur Kenntnis gebracht. F. Am 4. Septem ber 2006 reichte der Beschw erdeführer einen Brief seiner Eltern ein, den er Anfang Juni 2006 erhalten habe. D ie deutsche Ü bersetzung w urde ebenfalls beigelegt. In diesem Brief berichten die Eltern im W esentlichen über die Situation in Sri Lanka und führen aus, unbekannte, bew affnete Leute seien am 13. Februar 2006 zu H ause erschienen und hätten nach dem Beschw erdeführer gefragt. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, am 1. Januar 2007 die Beurteilung der bei der AR K hängig gew esenen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile 5 gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vorhandensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D ie Vorinstanz hielt in ihrer Verfügung fest, die vom Beschw erdeführer dargelegten Verfolgungsm assnahm en - die Zw angsrekrutierung durch die LTTE im Jahr 1999 und die danach folgenden Einsätze für diese O rganisation bis Ende 2000, seine N ichtrückkehr zu den LTTE nach der O peration Anfang 2001 in E._______ und die im Jahr 2004 erfolgten zw eim aligen Bedrohungen, w elche verm utlich von LTTE-Angehörigen ausgegangen seien, die Vorfälle vom 10. April 2005, als ihn unbekannte M otorradfahrer verfolgt und bedroht hätten, der Anschlag auf das H aus der Schw iegereltern, bei dem seine Ehefrau getötet w orden sei - seien als Ü bergriffe D ritter zu beurteilen. D iese w ürden asylrechtlich nur dann von R elevanz, w enn der srilankische Staat diese tolerieren oder unterstützen w ürde. D ie srilankische R egierung sei dem gegenüber stets darum bem üht gew esen, die M acht der LTTE m it m ilitärischen Interventionen zu schw ächen. D ass sie aufgrund der dam als bürgerkriegsähnlichen Situation Ü bergriffe der LTTE nicht habe verhindern können, sei nicht als Vernachlässigung der Schutzpflicht des srilankischen Staates zu interpretieren. Zudem w äre es den Behörden gar nicht m öglich gew esen, jeden denkbaren Ü bergriff zu verhindern. Es sei ausserdem festzuhalten, dass seit der U nterzeichnung des W affenstillstandsabkom m ens Ende Februar 2002 die LTTE ihre Position habe stärken können. Zudem sehe das Abkom m en eine R eihe von M assnahm en zur Entm ilitarisierung der früheren Kriegsgebiete vor. W eiter hätten sich die LTTE und die Srilankische Arm ee m it der Zustim m ung zur Einsetzung der Sri Lanka M onitoring M ission (SLM M ) auf ein übergeordnetes, neutrales G rem ium verständigt, das die Einhaltung der W affenruhe und die U m setzung der friedensfördernden M assnahm en überw achen solle. Zudem könnten Personen, w elche Behelligungen seitens der LTTE ausgesetzt seien, bei den srilankischen Behörden um Schutz nachsuchen, da Straftaten w ie Zw angsrekrutierung und dam it verbundene D rohungen und Ü bergriffe unter Strafe stünden. D ieser Schutz sei dem Beschw erdeführer auch w eitgehend gew ährt w orden. Zudem bestehe die M öglichkeit, sich an die SLM M oder die H um an R ights C om m ission (H C R ) zu w enden, um U nterstützung gegen Verfolgungen durch die LTTE zu erhalten. D iese Institutionen w ürden auch von den LTTE respektiert und w ürden sich dabei direkt an die vorgesetzten Verantw ortlichen w enden. D er Beschw erdeführer habe die Verfolgungen der Polizei gem eldet und diese 6 habe das ihr M ögliche getan und interveniert, w eshalb die Vorbringen nicht dem Staat zugerechnet w erden könnten und daher nicht asylrelevant seien. Zudem seien von den LTTE ausgehende Behelligungen in der R egel lokal oder regional beschränkt, w om it den Betroffenen grundsätzlich eine innerstaatliche W ohnsitzalternative offen stehe. D ies treffe vorliegend zu, indem der Beschw erdeführer sich nach B._______ begeben und dort die letzten sieben M onate bis zur Ausreise aufgehalten habe. D ie LTTE bekäm pften in jüngster Zeit kom prom isslos alle "Abw eichler" und "Verräter". D ieser Trend habe sich nach dem Bruch innerhalb der LTTE im M ärz 2004 verstärkt. D abei stünden nam entlich vier Kategorien von betroffenen Personengruppen im Visier der LTTE, bei denen eine landesw eite Verfolgung nicht auszuschliessen sei: D esertierte ehem alige hochrangige LTTE-M itglieder respektive Anhänger der verfeindeten LTTE- Fraktion, Angehörige regierungsfreundlicher tam ilischer G ruppierungen, M itarbeiter des srilankischen Arm ee- und Polizeigeheim dienstes und kritische tam ilische Journalisten. D er Beschw erdeführer falle unter keine dieser Personenkategorien. Insgesam t sei daher nicht m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit von einer künftigen Verfolgung seitens der LTTE auszugehen. Schliesslich seien die Schilderungen der Ereignisse aus den Jahren 1990, als der Bruder getötet und das Elternhaus durch die SLA zerstört w orden sei, Ausdruck der dam als bürgerkriegsähnlichen Ereignisse zu w erten und stellten keine Verfolgungsm assnahm en im Sinne des Asylgesetzes dar. Insgesam t w ürden die Vorbringen daher den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft nicht genügen. 4.2 In der R echtsm itteleingabe w ird der Sachverhalt erneut dargelegt sow ie ausgeführt, es m üsse im Falle von Sri Lanka davon ausgegangen w erden, dass der Staat und dessen Arm ee selber Partei innerhalb eines Bürgerkrieges sei. Es m üsse daher bezw eifelt w erden, ob dieser Staat gegenüber der tam ilischen M inderheit überhaupt schutzw illig sei. D ie m angelnde Schutzbereitschaft w erde auch darin ersichtlich, dass das M ilitär seit etw a zw ei Jahren einen versteckten Krieg gegen die LTTE führe. O bw ohl offiziell noch dem Friedensabkom m en verpflichtet, setze der Staat tam ilische M ilizengruppen gegen die LTTE ein. Eine der w ichtigsten Forderungen der LTTE - die Entw affnung dieser M ilizen - sei bis anhin nicht erfüllt w orden. Aus Sicht der srilankischen Sicherheitskräfte w erde der Beschw erdeführer durch seine Tätigkeit sow ie durch diejenige seiner zw ei Brüder den LTTE zugerechnet. D abei sei der m ilitärische G eheim dienst in Zusam m enarbeit m it den M ilizen auch genau über feindlich und freundlich gesinnte Personen und Fam ilien im Bilde. D er vom Bundesam t behauptete Schutzw ille der srilankischen Behörden sei daher in dieser absoluten Form unzutreffend. D er Beschw erdeführer, der sich von den LTTE ohne Erlaubnis entfernt habe, sei dam it zw ischen die Fronten geraten und w ürde nicht nur von den LTTE, sondern auch von der staatlichen Seite verfolgt. Beteuerungen, von den LTTE Abstand 7 genom m en zu haben, w ürden nicht geglaubt. D er Beschw erdeführer sei vorm als bei den LTTE aktiv gew esen, w as die Vorinstanz nicht bestreite. Es stelle sich zudem die Frage, ob eine nichtstaatliche Verfolgung auch asylrelevant sei, w ie dies in der Lehre gefordert w erde. Sodann habe sich die Vorinstanz m it der Verfolgungsfurcht des Beschw erdeführers nicht vertieft auseinandergesetzt. Ein unvoreingenom m ener Blick auf die Anhörungsprotokolle zeige w iderspruchsfreie und präzise Angaben. So habe der Beschw erdeführer eingehend aufzeigen können, dass sich die Bedrohungssituation ab August 2004 für seine Fam ilie verschärft habe. D ieser Zeitpunkt falle zusam m en m it dem jenigen, als der Friedensprozess zu kollabieren begonnen habe. D er am 4. Juli 2005 erfolgte Anschlag auf das H aus der Schw iegereltern sei klar ein Anschlag auf den Beschw erdeführer gew esen, w obei nicht ganz sicher sei, ob dieser von den LTTE ausgegangen sei. 4.3 4.3.1 Vorw eg ist m it der Vorinstanz festzuhalten, dass die für den Zeitraum von 1990 geltend gem achten Ereignisse - die Tötung des Bruders und die Zerstörung des Elternhauses - in den kriegerischen Auseinandersetzungen zw ischen der SLA und den LTTE begründet w aren. Von diesen Kam pfhandlungen w ar die ganze Bevölkerung m ehr oder m inder gleicherm assen betroffen, m ithin stellen solche Kriegsereignisse und deren Folgen praxisgem äss keine Verfolgungsm assnahm en im Sinne des Asylgesetzes dar, zum al diesen vorliegend auch die flüchtlingsrechtiche Aktualität abzusprechen w ären. 4.3.2 G em äss Art. 3 AsylG w ird auch als Flüchtling anerkannt, w er "begründete Furcht" vor zukünftiger Verfolgung hat. Vorliegend ist zu prüfen, ob der Beschw erdeführer aufgrund der bisherigen Erlebnisse seitens der Sicherheitskräfte oder der LTTE im H eim atstaat w eiterhin begründete Furcht vor künftiger Verfolgung geltend m achen kann. Eine solche Furcht ist dann begründet, w enn eine beachtliche W ahrscheinlichkeit dafür besteht, dass sich die befürchteten Verfolgungsm assnahm en in absehbarer Zukunft verw irklichen (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 1993 N r. 11, S. 71). D iese begründete Furcht hat sow ohl eine objektive als auch eine subjektive Kom ponente. Als Flüchtling gilt, "w er in einer konkreten Situation so, w ie er sie sehen durfte (objektivierendes Elem ent) begründeten, das heisst für D ritte nachvollziehbaren Anlass hatte, Furcht (subjektive Kom ponente) vor Verfolgung zu hegen" (vgl. W alter Kälin, G rundriss des Asylverfahrens, Basel und Frankfurt am M ain 1990, S. 142). D abei genügt es nicht, dass diese Furcht lediglich m it Vorkom m nissen oder U m ständen, die sich früher oder später m öglicherw eise ereignen könnten, begründet w ird. O b im konkreten Fall eine solche W ahrscheinlichkeit besteht, ist aufgrund einer objektivierten Betrachtungsw eise zu beurteilen. Es m üssen som it hinreichende Anhaltspunkte für eine konkrete Bedrohung vorhanden sein, die bei jedem M enschen in vergleichbarer Lage Furcht vor Verfolgung und dam it den Entschluss zur Flucht hervorrufen w ürden (vgl. BBl 1977 III 117; Sam uel W erenfels, D er Begriff des Flüchtlings im schw eizerischen Asylrecht, Bern u.a. 1987, S. 287 ff., Kälin a.a.O ., S. 143 ff.). Bei 8 der Beurteilung der konkreten, objektiven U m stände ist auch die allgem eine M enschenrechtssituation in einem H erkunftsland zu berücksichtigen sow ie die "üblichen" angew andten Verfolgungsm uster respektive das generelle Verhalten der staatlichen O rgane gegenüber vergleichbaren Personen oder G ruppen (vgl. M ario G attiker, D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 78). In Bezug auf die subjektive Kom ponente der Verfolgungsfurcht ist m assgebend, w elche Befürchtungen ein vernünftig denkender, besonnener M ensch in einer vergleichbaren, durch drohende Verfolgungsm assnahm en geprägten Situation hätte (vgl. EM AR K 1993 N r. 6, S. 37). Allerdings ist nicht einfach das fiktive Em pfinden einer vernünftigen D rittperson in vergleichbarer Lage ausschlaggebend; m it zu berücksichtigen gilt es auch, w as die betroffene Person bereits erlebt hat und über w elches W issen sie bezüglich allfälliger Konsequenzen der Verfolgung (der drohenden H aft, der drohenden M isshandlungen etc.) verfügt (vgl. G attiker, a.a.O ., S. 77). Eine erlittene "Vorverfolgung" ist dem nach bei der Beurteilung angem essen zu berücksichtigen, auch w enn sie bereits einige Jahre zurückliegt. W er bereits zuvor staatlichen Verfolgungsm assnahm en ausgesetzt w ar, hat objektive G ründe für eine ausgeprägtere (subjektive) Furcht als jem and, der erstm als in Kontakt m it staatlichen Sicherheitskräften kom m t (EM AR K 1993 N r. 11, S. 71). Sow eit Verfolgung durch nichtstaatliche Akteure G egenstand der Prüfung ist, kann gem äss einem von der AR K gefällten G rundsatzurteil (EM AR K 2006 N r. 18) eine solche Verfügung flüchtlingsrechtlich relevant sein. D iese w ürde - auf G rund der Subsidiarität des flüchtlingsrechtlichen Schutzes - aber voraussetzen, dass es der betroffenen Person nicht m öglich ist, im H eim atland Schutz vor dieser nichtstaatlichen Verfolgung zu finden. Solcher Schutz ist dann als ausreichend zu qualifizieren, w enn die betroffene Person effektiv Zugang zu einer funktionierenden und effizienten Schutz-Infrastruktur hat und ihr die Inanspruchnahm e eines solchen innerstaatlichen Schutzsystem s individuell zum utbar ist. Seinen Angaben zufolge ist der Beschw erdeführer Anfang 2001 nach einer O peration, für w elche er von den LTTE beurlaubt w orden ist, nicht m ehr zur O rganisation zurückgekehrt. In der Folge hat er sich in der R egion E._______ und nach seiner H ochzeit in E._______ selber aufgehalten. In E._______ hat er auch sein Taxiunternehm en aufgebaut. W eiter führte der Beschw erdeführer aus, im August und N ovem ber 2004 sei jew eils ein U nbekannter zu H ause erschienen und habe ihm durch die Ehefrau ausrichten lassen, er solle sich in H ._______ im C am p m elden. Es ist jedoch kaum w ahrscheinlich, dass die LTTE den Beschw erdeführer erst ab H erbst 2004 w egen seiner D esertion Anfang 2001 gesucht, verfolgt und bedroht haben soll. D ies gilt um so m ehr, als gem äss vorliegendem Sachverhalt der Beschw erdeführer innerhalb der LTTE keine ranghohe Position eingenom m en hat, m ithin die LTTE auch vor diesem H intergrund kaum ein Interesse daran gehabt haben dürften, ihn nach über drei Jahren noch w egen der D esertion zu belangen. Zudem ist davon auszugehen, dass die LTTE den Beschw erdeführer, hätten sie ihn w irklich zur R ückkehr bew egen respektive w egen D esertion bestrafen w ollen, diesen allein aufgrund seines langjährigen gleich bleibenden W ohnsitzes und seiner in dieser Zeit entfalteten unternehm erischen Tätigkeit als 9 Taxifahrer früher gesucht und m it höchster W ahrscheinlichkeit auch gefunden hätten. Es ist in diesem Zusam m enhang zudem festzustellen, dass der Beschw erdeführer offenbar selber eine Verfolgung durch die LTTE nicht als sehr w ahrscheinlich betrachtet hat, hat er doch im Zeitraum von 2001 bis 2004 - w ie ausgeführt – m it seiner Fam ilie einen festen W ohnsitz gehabt und ein eigenes U nternehm en gegründet. G egen ein (im Zeitpunkt der Ausreise) aktuelles Interesse der LTTE am Beschw erdeführer spricht auch, dass er offenbar ohne w eitere Problem e über deren C heckpoints nach B._______ gelangen konnte. Zudem hat sich der Beschw erdeführer vor dem Verlassen der H eim at noch etw as m ehr als sieben M onate in B._______ aufgehalten, m ithin dam it eine valable innerstaatliche Ausw eichm öglichkeit genutzt. Insgesam t ist daher w eder für den Zeitpunkt der Ausreise noch im aktuellen Zeitpunkt davon auszugehen, der Beschw erdeführer m üsse w egen seiner D esertion aus den Truppen der LTTE im Jahre 2001 m it begründeter Furcht künftige Verfolgung gew ärtigen. Allein der U m stand, dass der Beschw erdeführer allenfalls (erneut) von den LTTE zu rekrutieren versucht w orden ist - w as das Auftauchen der unbekannten Person im H erbst 2004 erklären könnte - verm ag vorliegend nicht bereits eine begründete Furcht im genannten Sinn zu bew irken, zum al er diesen lokalen R ekrutierungsversuchen - w ie dargelegt - innerstaatlich ausw eichen konnte. Eine begründete Furcht kann letztlich auch nicht aus den geltend gem achten N achstellungen in I._______ - w o er im April 2005 an einer Bushaltestelle von U nbekannten zum M itkom m en respektive G espräch aufgefordert und bis J._______, w ohin er m it dem Bus gefahren sei, verfolgt und m it einer Pistole bedroht w orden sei - geschlossen w erden. D ies gilt um so m ehr, als der Beschw erdeführer sich gem äss seinen Angaben hierbei H ilfe vom nahe gelegenen Polizeiposten hat holen können. D ie zuständigen Polizeiorgane haben dabei ordnungsgem äss gehandelt und, nach erfolglosem Versuch der Täterschaft habhaft zu w erden, ein Protokoll erstellt. D ass die Täter offenbar auch später nicht eruiert w erden konnten, kann vor diesem H intergrund jedenfalls nicht als fehlender Schutzw ille interpretiert w erden. Es ist w eiter festzuhalten, dass der Beschw erdeführer sich nur verm utungsw eise zu den Verfolgern äussern konnte, dabei aufgrund der vorliegenden Sachlage nicht ohne w eiteres auf die LTTE als U rheber geschlossen w erden kann. Letztlich kann auch aus dem tragischen Tod der Ehefrau nicht auf eine begründete Furcht vor künftiger Verfolgung geschlossen w erden. Vielm ehr ist aufgrund der gesam ten Sachlage davon auszugehen, dass es sich offenbar um ein Ereignis im Zusam m enhang m it den erneut aufgeflackerten U nruhen in den Bürgerkriegsregionen - dam it können, w ie auf Beschw erdeebene verm utet, sow ohl die LTTE w ie die staatlichen Sicherheitskräfte als U rheber für den Angriff in Frage kom m en - gehandelt hat. D ass es sich, w ie in der Beschw erde ausgeführt, um einen gezielten Anschlag auf den Beschw erdeführer gehandelt haben soll, ist dem gegenüber aufgrund der obigen Ausführungen sow ie auch desw egen nicht sehr w ahrscheinlich, w eil ein gezielter Anschlag eine konsequente Beobachtung des Beschw erdeführers durch die Täterschaft nötig gem acht hätte. G erade aber eine solche lückenlose Kontrolle hätte Kenntnis darüber gebracht, dass der Beschw erdeführer sich gar nicht in E._______ aufgehalten hatte. D ass der Beschw erdeführer allenfalls nicht (nur) von den LTTE, sondern vom srilankischen Staat individuell verfolgt w orden ist, kann sodann angesichts dessen, dass die Polizeiorgane sow ohl in I._______ als auch in 10 E._______ die Erm ittlungen zur Klärung der Vorfälle aufgenom m en haben, nicht als w ahrscheinlich beurteilt w erden. D ie im Zusam m enhang m it diesen Vorbringen eingereichten Bew eism ittel, w ie die Todesanzeige der Ehefrau - w elche am tsintern übersetzt w orden ist -, verm ögen keine anderen Erkenntnisse und Schlussfolgerungen zu bew irken. Als nicht begründet sind sodann die Befürchtungen des Beschw erdeführers zu beurteilen, w onach er allenfalls von ehem aligen M itabsolventen des LTTE- Trainingslagers im Som m er 1999 nunm ehr als M itglied der LTTE bezichtigt w erden könnte, zum al sich für eine solche Annahm e in den Akten keinerlei Anhaltspunkte finden lassen und der Beschw erdeführer ausser einem anonym en Anruf keinerlei entsprechende Vorfälle nennen konnte. 4.3.3 D ie auf Beschw erdeebene eingereichte W ohnsitzbescheinigung vom 19. Januar 2005 sow ie der Brief der Eltern vom Juni 2006 verm ögen zu keiner anderen Beurteilung der Schilderungen zu führen. D em elterlichen Schreiben kann nur G efälligkeitscharakter beigem essen w erden, und die Angaben in der W ohnsitzbescheinigung stim m en offenbar nicht m it den entsprechenden m ündlichen Aussagen des Beschw erdeführers überein. So w ird in der W ohnsitzbescheinigung zw ar die G eburtsregion in der O stprovinz (I._______) bestätigt. D irekt folgend w ird dazu bezogen aufgeführt, von dort sei der Beschw erdeführer im Jahr 1996 w eggezogen ("... he had displaced from there... in 1996..."). G em äss den in der Em pfangsstelle (S. 2) protokollierten m ündlichen Angaben hat der Beschw erdeführer jedoch nur bis 1993 in seiner G eburtsregion in der O stprovinz, danach bis 1996 in O ._______ im N orden Sri Lankas gelebt. Sodann bestätigt die W ohnsitzbescheinigung einen W ohnsitz in L._______ zw ischen 1999 und 2002, w ährenddem der Beschw erdeführer in der Erstbefragung angegeben hat, nur etw a zw ischen Ende 1998 und Februar 1999 in L._______ im M _______-D istrikt gelebt zu haben (Protokoll Em pfangsstelle, a.a.O .). 4.4 Aufgrund der vorstehenden Erw ägungen erübrigt es sich, auf die w eiteren Ausführungen in der Beschw erde einzugehen, w eil sie am Ergebnis nichts ändern können. Zusam m enfassend folgt, dass die Vorbringen den Anforderungen von Art. 3 AsylG an die Flüchtlingseigenschaft nicht genügen. D ie Frage der G laubhaftigkeit der Vorbringen kann bei dieser Sachlage letztlich offen bleiben. Es ist jedoch der Vollständigkeit halber - und entgegen der diesbezüglichen Auffassung in der Beschw erdeschrift - festzuhalten, dass in den Akten abgesehen von den oben (Ziff. 4.3.3) festgestellten zeitlichen U ngereim theiten w eitere H inw eise auf U nglaubhaftigkeitsindizien zu finden sind; so w irken die Schilderungen in ihrer G esam theit konstruiert und sind geprägt von einer auffälligen H äufung von unbekannten und zufälligen Elem enten. Zusam m enfassend hat die Vorinstanz das Asylgesuch des Beschw erdeführers nach dem G esagten zu R echt abgelehnt. 5. 5.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt 11 es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). 5.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 5.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 5.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK; SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 5.5 D er Beschw erdeführer verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbew illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; EM AR K 2001 N r. 21). 5.6 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. M . G attiker, a.a.O . S. 89). D a es dem Beschw erdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr in seinen H eim atstaat ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. 5.7 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in seinen H eim atstaat dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti- Folterausschusses m üsste der Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16, S. 122, m .w .H .). D ie allgem eine M enschenrechtssituation in seinem H eim atstaat lässt den 12 W egw eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerw eise nicht als unzulässig erscheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 5.8 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 5.9 G em äss ständiger Praxis der Schw eizer Asylbehörden (vgl. EM AR K 2001 N r. 16, S. 123, Erw . 6 b bb, m it w eiteren H inw eisen) w ird eine R ückschaffung abgew iesener Asylbew erber aus Sri Lanka in die im N orden der Insel gelegenen G ebiete H ._______, N ._______, E._______, M ._______ und O ._______ generell als unzum utbar erachtet. Zw ar konnte am 22. Februar 2002 unter der Verm ittlung N orw egens ein W affenstillstandsabkom m en geschlossen w erden, w as vorerst zu einer Entspannung der Lage führte. Indessen ist aktuell festzustellen, dass sich die Fronten zw ischen den beiden ehem aligen Bürgerkriegsparteien w ieder verhärtet haben und nam entlich der Ende O ktober 2006 in G enf unternom m ene Versuch der W iederaufnahm e der Friedensgespräche und -bem ühungen vorerst fehlgeschlagen ist. Auch in Kenntnis dieser schw ierigen Situation hält das Bundesverw altungsgericht an der bisherigen Praxis fest, w onach die R ückschaffung abgew iesener Asylbew erber und -bew erberinnen aus Sri Lanka in die im N orden der Insel gelegenen G ebiete H ._______, N ._______, E._______, M ._______ und O ._______ unzum utbar, hingegen eine R ückführung in die übrigen Provinzen - insbesondere in den G rossraum B._______ - w eiterhin grundsätzlich zum utbar sei, auch w enn sich hier nach anfänglichen Verbesserungen die hum anitäre und politische Situation aufgrund der Tsunam i-Vertriebenen und der politischen Verschärfung der Lage w ieder verschlechtert hat (vgl. auch EM AR K 2006 N r. 6). 5.10 G em äss den Akten verfügt der Beschw erdeführer über ein Beziehungsnetz in seiner H eim at; die Eltern, ein Bruder und zw ei Schw estern sow ie die Schw iegereltern und sein Kind leben in Sri Lanka. Es ist daher davon auszugehen, dass der Beschw erdeführer bei einer R ückkehr - selbst w enn die erw ähnten Verw andten noch im N orden und O sten leben sollten - m it deren U nterstützung rechnen könnte. Im Ü brigen ist darauf hinzuw eisen, dass der Beschw erdeführer vor seiner Ausreise ein eigenes Taxiunternehm en geführt hat. W eiter hat er sich die letzten sieben M onate vor seiner Ausreise in B._______ aufgehalten und dam it dort verm utungsw eise auch bekanntschaftliche Beziehungen aufgebaut. Letztlich lebt eine Schw ester des Beschw erdeführers m it einer ausländerrechtlichen Bew illigung in der Schw eiz, nachdem ihr Asylgesuch vom Septem ber 2001 am 31. Januar 2002 abgew iesen w orden w ar (R ef.-N r. _______). D iese Fakten dürften dem Beschw erdeführer insgesam t beim Aufbau einer neuen Existenz in Sri Lanka m indestens hilfreich sein, m ithin kann vorliegend nicht von einer im Fall einer 13 R ückkehr existenzbedrohenden Situation ausgegangen w erden. 5.11 N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung som it auch als zum utbar zu bezeichnen. 5.12 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 5.13 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich bezeichnet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 6. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esagten abzuw eisen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären die Kosten dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D a seine Bedürftigkeit belegt ist und er gem äss Akten keiner geregelten Erw erbstätigkeit nachgeht, ist jedoch vorliegend das sinngem ässe G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG gutzuheissen. Von der Auferlegung von Verfahrenskosten ist dem nach abzusehen. (D ispositiv folgende Seite)14 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege w ird gutgeheissen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten R ef.-N r. _______ (über die Herausgabe der dort eingereichten Beweismittel entscheidet das BFM auf Gesuch hin) und Ref.-Nr. _______ - C ._______ D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: M arkus König Eveline C hastonay