Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 2. August 2012 (735 12 61) ___________________________________________________________________ Berufliche Vorsorge Invalidenrente bei mehreren Teilzeitarbeitsverhältnissen Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Markus Mat tle, Kantonsrichter Michael Guex, Gerichtsschreiberin Marion Wüthrich Parteien A.____ , Klägerin, vertreten durch Stephan Müller, Advokat, c/o Pro- cap Schweizerischer Invaliden-Verband gegen B.____- Stiftung , Beklagte Betreff Invalidenrente A. Die 1959 geborene A.____ war seit dem 1. Januar 20 03 im Carrosseriebetrieb ihres Ehemannes, der C.____-Carrosserie, als Büroangestellte in einem Arbeitspensum von rund 33% (13-14 Wochenstunden bei einer betriebsüblichen Ar beitszeit von 42.5 Wochenstunden) tätig und bei der B.____- Stiftung für die obligatorische berufliche Vorsorge versichert. Des Wei- teren war sie seit dem 1. September 2005 in einem Pensum von 70% beziehungsweise ab dem Seite 2 1. Juni 2006 in einem 50%-Pensum als Haushaltshilfe bei der D.____ und seit dem 1. Mai 2006 in einem schwankenden Pensum (96 - 252 Stunden pro Mo nat) als Betreuerin im Nachtpikett beim E.____ tätig. Auch im Rahmen dieser Anstellungen war A.____ obligatorisch für die beruf- liche Vorsorge versichert. Mitte Dezember 2006 gab sie au s gesundheitlichen Gründen die Tä- tigkeit bei der C.____-Carrosserie, bei der D.____ und die Tätigkeit beim E.____ auf. Am 15. Dezember 2007 meldete sich A.____ bei der Eid genössischen Invalidenversicherung (IV) erneut zum Leistungsbezug an, nachdem auf eine erste Anmeldung am 13. April 2007 mangels Ablauf des Wartejahres nicht eingetreten worden war. Nach Abklärung der gesundheit- lichen, erwerblichen und hauswirtschaftlichen Verhältnisse teilte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Vorbescheid vom 8. Dezember 2009 mit, dass A.____ gestützt auf einen Invalidi- tätsgrad von 55% mit Wirkung ab 1. Dezember 2007 Ansp ruch auf eine halbe Invalidenrente habe. Gegen diesen Vorbescheid erhob die B.____-Stif tung mit Schreiben vom 13. Januar 2010 Einwand und beantragte, dass die Rentenzusprechun g mit der Auferlegung einer Scha- densminderungspflicht zu verbinden sei. Mit Verfügung vom 6. Mai 2010 wurde eine halbe Inva- lidenrente mit der Auflage einer Schadensminderungspf licht in Form der Fortführung der be- gonnenen Psychotherapie in intensiver Form mit einer S itzungsfrequenz von mindestens einer Sitzung pro Woche sowie passender Psychopharmakotherapie mit Compliance-Check verbun- den. Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft. Zuvor hatte die B.____-Stiftung A.____ mit Schreiben vom 1. April 2010 zudem mitgeteilt, dass ihr aufgrund der medizinischen Gutachten Bürotätigkeit en im Umfang von zwei Stunden pro Tag (10 Stunden pro Woche) zumutbar seien und damit g egenüber den bei der C.____- Carrosserie vor Eintritt der Invalidität geleisteten 13 Wochenstunden nur eine Einschränkung von drei Stunden beziehungsweise von 23% vorliege. Die B.____-Stiftung werde ihre Leistun- gen deshalb auf den Folgemonat des Vorbescheids der IV-Stelle einstellen und den Austritt der Versicherung per 1. Januar 2010 durchführen. Mit Schreib en vom 27. April 2011 nahm A.____, vertreten durch Advokat Stephan Müller, Schweizerischer Invalidenverband Procap, zu der von der B.____-Stiftung im April 2010 vorgenommenen Bere chnung der Einschränkung Stellung und beantragte, dass hinsichtlich der Büroarbeiten von einem Mittelwert von 1.5 Stunden aus- zugehen sei, was zusammen mit den Reinigungsarbeiten von einer Stunde eine zumutbare Wochenarbeitszeit von 8.5 Stunden beziehungsweise eine Einschränkung von 40% ergebe. Nach einer zwischenzeitlich von Amtes wegen durchgeführten Rentenrevision bestätigte die IV- Stelle mit Mitteilung vom 29. April 2011 die bisheri ge Invalidenrente bei einem unveränderten Invaliditätsgrad von 55%. Mit an A.____ adressiertem S chreiben vom 22. Juli 2011 stellte sich die B.____-Stiftung ihrerseits auf den Standpunkt, dass eine Leistungspflicht der Pensionskas- se entfalle, wenn die bisher ausgeübte Tätigkeit einer Tätigkeit entspreche, welche nach Eintritt der Invalidität noch zumutbar sei. Diesfalls sei die Lei stungspflicht mittels eines eigenen Ein- kommensvergleichs zu berechnen, weshalb unter Berücksichtig ung der Reinigungsarbeiten Seite 3 sogar nur eine Einschränkung von 21% bestehe und von der B.____-Stiftung weiterhin keine Leistungen aus beruflicher Vorsorge erbracht werden könnten. B. Am 20. Februar 2012 reichte A.____, weiterhin ver treten durch Advokat Müller, Klage beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialve rsicherungsrecht (Kantonsgericht), ein. Sie beantragte, die B.____-Stiftung sei zu verp flichten, mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2007 eine Invalidenrente gemäss den gesetzlichen und reg lementarischen Bestimmungen aus- zurichten. Auf den Invalidenleistungen sei spätestens ab d em Zeitpunkt der Klageerhebung ein Verzugszins von 5% zu bezahlen. Zudem sei ihr die unentge ltliche Prozessführung und Rechtsvertretung durch Advokat Müller zu gewähren; unte r o/e-Kostenfolge zu Lasten der Be- klagten. C. Nachdem das Kantonsgericht mit Schreiben vom 22. Febr uar 2012 zur Einreichung der entsprechenden Unterlagen zum Nachweis der prozessualen Bedürftigkeit aufforderte, zog die Klägerin, weiterhin vertreten durch Advokat Müller, das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zurück. D. Mit Klageantwort vom 23. April 2012 beantragte d ie Beklagte die Abweisung der Klage; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Die bei der Be klagten versicherte Tätigkeit entspreche einer gemäss IV-Verfügung im Umfang von 50% weiterhin zumutbaren Tätigkeit, weshalb kein Leistungsanspruch gegenüber der Beklagten bestehe. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 73 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Beru fliche Alters-, Hinterlasse- nen- und Invalidenvorsorge (BVG) vom 25. Juni 1982 ist zu r Beurteilung von Streitigkeiten zwi- schen Vorsorgeeinrichtungen und Versicherten über Versicher ungsleistungen das Gericht des Kantons zuständig, in welchem der schweizerische Sitz oder Wohnsitz der Beklagten oder der Ort des Betriebes liegt, in welchem die versicherte Person angestellt wurde. Die Klägerin war in der C.____-Carrosserie im Kanton Basel-Landschaft angest ellt, weshalb die örtliche Zuständig- keit des hiesigen Gerichts gestützt auf Art. 73 Abs. 3 BVG zu bejahen ist. Im Kanton Basel- Landschaft liegt die sachliche Zuständigkeit zur Beurtei lung derartiger Streitigkeiten gemäss § 54 Abs. 1 lit. h des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beim Kantonsgericht. Dieses ist dem nach sachlich und örtlich zur Be- urteilung der Klage vom 20. Februar 2012 zuständig. A uf die den weiteren formellen Erforder- nissen entsprechende Klage ist einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beklagte verpfl ichtet ist, der Klägerin ab dem 1. De- zember 2007 eine Invalidenrente auszurichten. Seite 4 3.1 Gemäss Art. 23 lit. a BVG haben Personen Anspruch auf Invalidenleistungen, die im Sinne der IV zu mindestens 40% invalid sind und bei Ein tritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursa- che zur Invalidität führte, versichert waren. Für ein na ch Art. 23 BVG versichertes Ereignis ist einzig der Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkei t massgebend, unabhängig davon, in wel- chem Zeitpunkt und in welchem Masse daraus ein Anspruch au f Invalidenleistungen entsteht. Die Versicherteneigenschaft muss demnach nur bei Eintri tt der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht notwendigerweise auch im Zeitpunk t des Eintritts oder der Verschlimme- rung der Invalidität. Diese wörtliche Auslegung steht in Einklang mit Sinn und Zweck der Be- stimmung, nämlich denjenigen Arbeitnehmerinnen und Ar beitnehmern Versicherungsschutz angedeihen zu lassen, welche nach einer längeren Krank heit aus dem Arbeitsverhältnis aus- scheiden und erst später invalid werden. Für eine einmal aus − während der Versicherungs- dauer aufgetretener − Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeein- richtung somit leistungspflichtig, selbst wenn sich nach B eendigung des Vorsorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert. Entsprechend bildet denn auch der Wegfall der Versicherteneigen- schaft kein Erlöschungsgrund (Art. 26 Abs. 3 BVG e contrar io; BGE 123 V 263 E. 1a, 118 V 45 E. 5). 3.2 Die obligatorische Versicherung beginnt mit dem Ant ritt des Arbeitsverhältnisses (Art. 10 Abs. 1 BVG). Die Versicherungspflicht endet, wenn der Anspruch auf eine Altersleis- tung entsteht, das Arbeitsverhältnis aufgelöst oder der Mindestlohn unterschritten wird (Abs. 2). Für das Risiko der Invalidität bleibt der Arbeitnehmer während eines Monats nach Auflösung des Vorsorgeverhältnisses bei der bisherigen Vorsorgeeinr ichtung versichert, ausser wenn während dieser Zeit ein neues Vorsorgeverhältnis begrü ndet wird (Abs. 3). Der massgebende Zeitraum für das Versicherungsverhältnis der Klägerin mi t der Vorsorgestiftung erstreckt sich somit − unter Berücksichtigung der Nachdeckungsfrist − vom 1. Januar 2003 bis 1. Februar 2010 (Auflösung des Vorsorgeverhältnisses per 1. Januar 2010). 3.3 Aus der engen Verbindung zwischen dem Recht auf ein e Rente der Invalidenversiche- rung und demjenigen auf eine Invalidenleistung nach BV G ergibt sich, dass der Invaliditätsbe- griff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsor ge und in der Invalidenversicherung grundsätzlich der gleiche ist (BGE 123 V 271 E. 2a, 120 V 108 E. 3c, je mit Hinweisen). Praxis- gemäss sind daher die Vorsorgeeinrichtungen im Bereich d er gesetzlichen Mindestvorsorge (Art. 6 BVG) an die Feststellungen der IV-Organe (Ein tritt der invalidisierenden Arbeitsunfähig- keit, Eröffnung der Wartezeit, Festsetzung des Invaliditätsgrades) gebunden, soweit die Vorsor- geeinrichtung spätestens bei der Verfügungseröffnung in das invalidenversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen wurde (BGE 130 V 274; Urteil des Bundesgerichts vom 13. August 2007, B 88/06, E. 4.2) und sich die invalidenversicherungsrecht liche Betrachtungsweise aufgrund ei- ner gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensic htlich unhaltbar erweist (BGE 130 V 273 E. 3.1 mit Hinweis, 126 V 310 f. E. 1 in fine mit Hi nweisen). Dies gilt selbst dann, wenn es die Vorsorgeeinrichtung versäumte, gegen die ihr eröffnete IV-Verfügung Beschwerde einzurei- chen. Dem BVG-Versicherer steht ein selbstständiges Beschwer derecht im Verfahren nach Seite 5 dem Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG) vo m 19. Juni 1959 zu. Unterbleibt ein solches Einbeziehen der Vorsorgeeinrichtungen, ist die IV -rechtliche Festsetzung des Invalidi- tätsgrades (grundsätzlich, masslich und zeitlich) berufsvors orgerechtlich nicht verbindlich (BGE 130 V 273 E. 3.1). 4.1 Die IV-Stelle sprach der Klägerin mit Verfügunge n vom 6. Mai 2010 rückwirkend ab dem 1. Dezember 2007 eine halbe Invalidenrente zu. Di ese Verfügungen wurden der berufli- chen Vorsorgestiftung eröffnet, was auch nicht bestritten wird. Mit der Eröffnung dieser Renten- verfügungen wurde die an diesem Verfahren beteiligte Vorsorgestiftung in das IV-Verfahren miteinbezogen, weshalb eine grundsätzliche Bindungswirkun g an die IV-Entscheide – unter dem Vorbehalt der offensichtlichen Unhaltbarkeit des Invaliditätsgrades – besteht. 4.2 Die IV-Stelle ging in ihrer Rentenverfügung vom 2 3. Juni 2003 von einer 50%-igen Ar- beitsunfähigkeit der Klägerin aus. Dabei stützte sie sich bei der Beurteilung des Gesundheits- zustandes und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten vol lumfänglich auf die Ergebnisse, zu de- nen die Gutachter Dr. med. F.____, Facharzt FMH für Psych iatrie und Psychotherapie, am 9. Mai 2008 und Dr. med. G.____, Facharzt FMH für Ne urologie, am 13. Mai 2008 gelangt wa- ren. Aus bidisziplinärer Sicht bestehe mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein Restless-legs- Syndrom mit konsekutiver Insomnie sowie eine mittelgradi ge depressive Episode (ICD-10 F32.1) in Zusammenhang mit dem Restless-legs-Syndrom, se it zwei bis zweieinhalb Jahren jedoch auch in Zusammenhang mit dem Aufbrechen von trau matisierenden Kindheitserinne- rungen. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beste he ein Status nach multiplen orthopädi- schen Operationen wegen angeborenem Klumpfuss rechts, ein Status nach Appendektomie, ein Status nach wiederholten Ganglion-Operationen im Bereich der linken Hand, ein Status nach wiederholten Operationen wegen Schweissdrüsenabsze ssen im Bereich der Axilla rechts sowie ein Status nach Darmverschluss, operiert im Jahr 2000. Aus psychiatrischer Sicht sei die Versicherte aufgrund der Müdigkeit, der verminderten K raft und Energie, der häufig bedrückten Stimmung sowie der subjektiv geklagten, aber nicht objekti vierbaren Konzentrations- und Ge- dächtnisstörungen, in ihrer Tätigkeit eingeschränkt. Au s rein psychiatrischer Sicht bestehe in der zuletzt ausgeübten wie auch in einer alternativen T ätigkeit eine Einschränkung der Arbeits- fähigkeit von 40%. Aus neurologischer Sicht sei die Versi cherte aufgrund der ausgeprägten Schlafstörungen tagsüber in ihrer physischen und intellek tuellen Leistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Der Versicherten könne jedoch eine angepa sste Tätigkeit im Rahmen von höchstens 50% zugemutet werden. Tätigkeiten, wie zum Beispiel Büroangestellte oder andere sitzende Berufe seien der Versicherten höchstens noch zu e in bis zwei Stunden pro Tag zu- mutbar, wenn die Möglichkeit bestehe, sich zwischendurch immer wieder zu bewegen. Aus bi- disziplinärer Sicht ergebe sich eine Arbeitsfähigkeit i m Rahmen von 50% für eine angepasste Tätigkeit, da die psychiatrisch und neurologisch diagnosti zierten Werte nicht addiert werden könnten, beziehungsweise sich die Einschränkung der Arbeit sfähigkeit aus psychiatrischer Sicht mit jener aus neurologischer Sicht überschneiden würde. Der Beginn der Arbeitsunfähig- keit sei auf Anfang des Jahres 2007 festzulegen. Wirklich erfolgversprechende medizinische Seite 6 Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit könnten aus neurologischer Sicht nicht genannt werden. Aus psychiatrischer Sicht sei eine Inten sivierung der Psychotherapie und der Versuch mit einem Antidepressivum der neueren Generati on indiziert, wobei möglicherweise erneut eine negative Interaktion mit der medikamentö sen Therapie gegen das Restless-legs- Syndrom auftreten könne. Erfolgversprechende beruflic he Massnahmen, welche die heutige Arbeitsfähigkeit verbesserten, könnten aus bidisziplinär er Sicht nicht genannt werden. Hilfe für eine Wiedereingliederung in eine angepasste berufliche Tätigkeit erscheine indessen als sinn- voll. Die Prognose müsse aus bidisziplinärer Sicht offen gelassen werden. 4.3 Im Rahmen der im Jahr 2011 von der IV-Stelle von Amtes wegen durchgeführten Ren- tenrevision holte die IV-Stelle einen Arztbericht des behandelnden Hausarztes Dr. med. H.____, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, und einen Bericht von Dr. med. I.____, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, und der behandelnden Psychot herapeutin J.____, ein. Dr. H.____ attestierte in seinem Arztbericht vom 21. März 2011 mit Verweis auf die unveränderte, bekannte Diagnose, eine seit November 2010 bis auf Weiteres geltende 100%-ige Arbeitsunfähigkeit. Die Versicherte leide nachts unter schweren Schlaf- und tagsüber an Konzentrations- und Aufmerk- samkeitsstörungen. Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar. Mit Arztbericht vom 22. März 2011 diagnostizierte Dr. I.____ eine aktuell schwere depressive Epi- sode (ICD-10 F32.2) sowie eine andauernde Persönlichkei tsveränderung (ICD-10 F62.0). Die Psychotherapie habe es der Versicherten zwar ermöglicht, n eue selbstwertaufbauende, ver- lässliche Gedanken zu finden und sich von den alten Traum ata zu verabschieden, diese positi- ve Arbeit würden die Schlafstörungen und das Restless-leg s-Syndrom jedoch nicht beeinflus- sen. Die Kindheitserfahrungen und die jahrelangen St örungen durch Schlafprobleme sowie das Restless-legs-Syndrom hätten sich auf die Persönlichkeitsentwicklung ausgewirkt. Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Seit Ende November bestehe in der zuletzt ausgeübten Tä- tigkeit als Büroangestellte und Haushaltshilfe eine 10 0%-ige Arbeitsunfähigkeit. Da die Ärzte Dres. H.____ und I.____ in ihren Berichten − abgesehen von einer neuen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit von 100% − einen unveränderten Ges undheitszustand festhielten, ging die IV-Stelle von einer weiterhin unveränderten Arbeitsunf ähigkeit im Umfang von 50% aus und bestätigte mit Mitteilung vom 29. April 2011 die bisher ausgerichtete halbe Invalidenrente. 4.4 In Anbetracht der von der IV-Stelle vorgenommenen umfassenden Abklärungen des Gesundheitszustandes der Klägerin, insbesondere der bidiszi plinären Begutachtung im Mai 2008, kann nicht davon gesprochen werden, dass die Rent enentscheide der IV-Stelle vom 6. Mai 2010 und 29. April 2011 auf ungenügenden ode r sogar fehlenden medizinischen Unter- lagen beziehungsweise auf einer einseitigen Würdigung medizinischer Gutachten beruhen. Ebenso wenig ist eine offensichtliche Unhaltbarkeit de r Rentenverfügungen zu erblicken. Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des Gesundhe itszustandes der Klägerin im Rahmen der erstmaligen Rentenzusprechung auf das bidisziplinäre Gutachten der Ärzte Dres. F.____ und G.____. Den Akten sind keine Anhaltspunkte zu entneh men, welche an der Zuverlässigkeit des bidisziplinären Gutachtens zweifeln lassen. Das Guta chten beruht auf einer eingehenden Seite 7 Untersuchung der Versicherten und es berücksichtigt auch die Übrigen bei den Akten liegenden Berichte. Zudem vermittelt es ein umfassendes Bild über den Gesundheitszustand der Versi- cherten und die Gutachter gelangten bei der Erörterun g der Befunde zu schlüssigen Ergebnis- sen. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle gestützt auf die damalige medizini- sche Aktenlage von einer 50%-igen Arbeitsunfähigkeit der Klägerin ausging und ihr eine halbe Invalidenrente zusprach. 5.1 Selbst wenn − wie hier − die Vorsorgeeinrichtung spätestens bei der Verfügungseröff- nung in das invalidenversicherungsrechtliche Verfahren ei nbezogen wurde und sich die invali- denversicherungsrechtliche Betrachtungsweise aufgrund einer gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erweist, hat die höchstrichterliche Rechtsprechung Ausnahmen entwickelt, wonach eine Bindewirkung an die Feststellun g der IV-Stelle und die Leistungspflicht der Vorsorgeeinrichtung entfällt. Dies beispielsweise, we nn der Invaliditätsgrad nach der ge- mischten Methode bestimmt wurde (BGE 120 V 106) und be i der Teilzeiterwerbstätigkeit, wenn eine Person gleichzeitig bei mehreren Vorsorgeeinrich tungen versichert ist und nur eine von mehreren Haupttätigkeiten behinderungsbedingt aufge geben wurde (BGE 129 V 132, 136 V 390). 5.2 Gemäss BGE 120 V 106 beschränkt sich die Bindung der Vorsorgeeinrichtung an den durch die IV bei teilerwerbstätigen Personen aufgrund der gemischten Methode ermittelten In- validitätsgrad auf die Invalidität im erwerblichen Bere ich. Im vorliegenden Fall war die Klägerin bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit bei drei verschiede nen Arbeitgebern mit Pensen von rund 50%, 33% und 20% (schwankend) angestellt. Es ist deshalb u nbestritten und nicht zu bean- standen, dass die IV-Stelle den Invaliditätsgrad der Versicherten nach der allgemeinen Methode bemessen hat, weshalb vorliegend keine Ausnahme von der Bindung der Vorsorgeeinrichtung aufgrund der im BGE 120 V 106 entwickelten Grundsätze besteht. 5.3 Die B.____-Stiftung stellte sich im vorliegenden F all auf den Standpunkt, dass eine Bindungswirkung entfalle, wenn eine Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit nur in einer von mehreren parallel ausgeübten Tätigkeiten auftritt, in den and eren hingegen nicht. Die bei der Beklagten versicherte Tätigkeit entspreche einer gemäss IV-Verfügun g im Umfang von 50% weiterhin zu- mutbaren Tätigkeit, weshalb kein Leistungsanspruch gegenüber der Beklagten bestehe. 5.3.1 Bei mehreren nebeneinander ausgeübten beruflich en Tätigkeiten ist zunächst zu be- achten, dass gemäss Art. 1j Abs. 1 lit. c der Verordnu ng über die berufliche Alters-, Hinterlas- senen- und Invalidenvorsorge (BVV 2) vom 18. April 1984 Arbeitnehmer, welche nebenberuflich tätig sind und bereits für eine hauptberufliche Erwerb stätigkeit obligatorisch versichert sind, nicht der obligatorischen Versicherung unterstellt sind. B ei mehreren nebeneinander ausgeüb- ten gleichwertigen Erwerbstätigkeiten ist indessen von e iner mehrfachen Versicherungspflicht auszugehen (BGE 129 V 136 E. 3.4). Gleichwertigkeit b esteht dabei nicht nur bei zwei Pensen von 50% sondern auch, wenn die fraglichen Anstellungen m it unterschiedlichen Pensen ausge- Seite 8 übt werden (BGE 136 V 393 E. 4.1, wo das Bundesgericht bei drei Arbeitsverhältnissen mit Pensen von rund 50%, 30% und 20% von drei obligatorisch versicherten Haupttätigkeiten aus- ging). Im vorliegenden Fall handelt es sich somit nicht um eine hauptberuflich und zwei neben- beruflich ausgeübten Tätigkeiten, für welche eine Aus nahme vom obligatorischen Versiche- rungsschutz gemäss Art. 1j Abs. 1 lit. c BVV 2 bestünde, so ndern es ist von drei der obligatori- schen beruflichen Vorsorge unterstellten Haupttätigkeiten auszugehen. 5.3.2 Im BGE 129 V 132 hatte das Eidgenössische Versicher ungsgericht (EVG; seit 1. Januar 2007: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteil ung) zu beurteilen, wie es sich mit der Leistungspflicht der Vorsorgeeinrichtung verhält, wen n die versicherte Person invaliditätsbe- dingt eine von zwei mit einem Pensum von je 50% ausgeübten Erwerbstätigkeiten aufgibt, wäh- rend sie beim der anderen Vorsorgeeinrichtung angeschlosse nen Arbeitgeber mit dem bisheri- gen Pensum angestellt bleibt. Dabei prüfte das Gericht drei unterschiedliche Lösungen. In Be- tracht fiel der Anspruch auf eine halbe Invalidenrent e gegenüber der Vorsorgeeinrichtung des Arbeitgebers, mit welchem die Anstellung invaliditätsb edingt aufgelöst wurde. Diesen Ansatz verwarf das EVG, weil es der Versicherten, die ihre Arb eitskraft gesamthaft im Rahmen eines Vollzeitpensums verwertet habe und in diesem Umfang ob ligatorisch berufsvorsorgerechtlich versichert gewesen sei, nicht zuzumuten sei, für den Verl ust der rund halben Erwerbsfähigkeit lediglich mit Leistungen (halbe Rente aus halbem Pensum ) entschädigt zu werden, welche ei- ner Viertels-Invalidität entsprechen (BGE 129 V 141 f. E. 4.3.1). Eine zweite Möglichkeit erblick- te das Gericht darin, dass beide Pensionskassen je − entspr echend dem Invaliditätsgrad von 55% − eine halbe Rente auf der Grundlage des mit de m jeweiligen halben Pensum erzielten versicherten Verdienstes ausrichten. Diese von der Lehre f avorisierte Lösung lehnte das EVG ebenfalls ab, da sie nicht mit den versicherungstechnischen Grundlagen übereinstimme; die Vorsorgeeinrichtung würde mit Einbrüchen der Erwerbsf ähigkeit der Versicherten konfrontiert, von denen der ihr angeschlossene Arbeitgeber nicht betrof fen sei, da die dortige Anstellung im bisherigen Umfang weiterbestehe. Für Anstellungen bei nicht ihr angeschlossenen Arbeitgebern fühle sich die Vorsorgeeinrichtung nicht verantwortli ch (BGE 129 V 142 E. 4.3.2). Die mit den beiden Varianten verbundenen Konsequenzen werden laut EVG vermieden, wenn die Leis- tungspflicht der Vorsorgeeinrichtung, welche die Versich erte weiterhin im Umfang eines halben Pensums versichert, verneine und demgegenüber die Pensio nskasse des Arbeitgebers, mit dem die Versicherte das Anstellungsverhältnis invalidität sbedingt aufgelöst habe, verpflichtet werde, eine volle Rente (berechnet auf dem Lohn aus dem aufgegebenen Teilzeitpensum) aus- zurichten. Damit gelange die Versicherte in den Genuss de rjenigen Leistungen, welche ihr auf- grund einer Erwerbsunfähigkeit von 55% zustünden. Die Rente, welche die Pensionskasse aus- zurichten habe, entspreche dem im Rahmen der obligato rischen Versicherung gedeckten Risi- ko. Zwar treffe es zu, dass dieser Vorsorgeeinrichtung ei ne Leistung auferlegt werde, welche über den − bei isolierter Betrachtung − aus der gege benen Teilinvalidität in Verbindung mit dem absolvierten Pensum resultierenden Anspruch hinausgehe . Im Gegensatz zur Versicherten sei die Vorsorgeeinrichtung jedoch aufgrund der Vielzahl versicherter Personen in der Lage, diesen zusätzlichen Aufwand auszugleichen, da andere Versicherte in analoger Konstellation das Ar- Seite 9 beitsverhältnis bei dem ihr angeschlossenen Arbeitgeber fortsetzen werden (BGE 129 V 143 f. E. 4.3.3). 5.3.3 An diese Rechtsprechung knüpfte das Bundesgericht im Entscheid BGE 136 V 390 vom 25. November 2010 an. Dabei führte es aus, dass nich ts entgegen stehe, die in BGE 129 V 132 entwickelten Grundsätze auch anzuwenden, wenn die versicherte Person eine von drei in der obligatorischen beruflichen Vorsorge versiche rten Teilzeitbeschäftigungen invalidi- tätsbedingt aufgeben müsse. Die Pensionskasse des Arbeit gebers, mit welchem das Anstel- lungsverhältnis behinderungsbedingt beendet worden sei , habe eine ganze Invalidenrente, be- rechnet auf dem Lohn aus dem aufgegebenen Teilzeitpensu m, zu entrichten. Die beiden ande- ren Vorsorgeeinrichtungen seien demgegenüber nicht leist ungspflichtig (BGE 136 V 393 f. E. 4.1 ff.). 5.3.4 Während in den beiden obgenannten vom EVG und Bundesgericht zu beurteilenden Fällen die versicherte Person bei einem oder sogar zwei Arbeitgebern mit dem bisherigen Pen- sum angestellt blieb, gab die Klägerin im vorliegende n Fall alle drei Teilzeitbeschäftigungen krankheitsbedingt auf. Dem neurologischen Teilgutachten von Dr. G.____ vom 13. Mai 2008 ist zu entnehmen, dass der Klägerin nur noch eine angepasst e Tätigkeit im Rahmen von höchs- tens 50% zugemutet werden könne und ihr Tätigkeiten, wi e beispielsweise als Büroangestellte oder in anderen sitzenden Berufen höchstens noch währen d ein bis zwei Stunden pro Tag zu- mutbar seien, wenn die Möglichkeit bestehe, sich zwischendu rch immer wieder zu bewegen. Bei allen drei versicherten Teilzeitstellen besteht somi t nachweislich eine invaliditätsbedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Entgegen der Auffa ssung der Beklagten darf eine − allen- falls auch nur teilweise − invaliditätsbedingte Einschr änkung der Arbeitsfähigkeit jedoch nicht dazu führen, dass eine von mehreren Vorsorgeeinrichtung die noch verbleibende Restarbeits- fähigkeit in vollem Ausmass für ihre eigene Beurteilung beanspruchen kann und dadurch deren Leistungspflicht entfällt. Wirkt sich die medizinische Be einträchtigung wie hier bei allen drei Teilzeittätigkeiten aus und ist jede der drei Vorsorgeinrichtungen mit Einbrüchen der Erwerbstä- tigkeit konfrontiert, ist es nach einer invaliditätsbedi ngten Aufgabe aller Stellen vielmehr ge- rechtfertigt, dass jede Vorsorgeeinrichtung − entsprechend dem Invaliditätsgrad von 55% − je eine halbe Rente auf der Grundlage des mit dem jewei ligen Pensums erzielten versicherten Verdienstes ausrichtet. Da vorliegend keines der bisherige n Anstellungsverhältnisse weiterbe- steht und damit auch die vom EVG beschriebenen unerwünsch ten Konsequenzen ausbleiben (E. 5.3.2 hiervor sowie BGE 129 V 142 E. 4.3.2), führ t die Leistungspflicht aller beteiligten Vor- sorgeeinrichtungen in Übereinstimmung mit den versicherun gstechnischen Grundlagen zu ei- nem sachgerechten Ergebnis und es besteht kein Raum für eine analoge Anwendung der im BGE 129 V 142 und BGE entwickelten Grundsätze. 5.4 Zusammenfassend ist nach dem Gesagten kein Grund ersich tlich, der eine Abwei- chung von dem von der IV ermittelten Invaliditätsgrad von 55% rechtfertigen könnte und die Beklagte hat der Klägerin mit Wirkung ab 1. Dezember 2007 gemäss den gesetzlichen und reg- Seite 10 lementarischen Bestimmungen eine Invalidenrente aufgrun d eines Invaliditätsgrades von 55% zu gewähren. 6. Die Klägerin hat die Ausrichtung einer Invalidenre nte gemäss den gesetzlichen und reglementarischen Bestimmungen beantragt. Der Streitge genstand bestimmt sich nach den Rechtsbegehren der Klage − und allenfalls, soweit zulässi g, der Widerklage (U LRICH MEYER - BLASER , Streitgegenstand im Streit − Erläuterungen zu BGE 1 25 V 413, in: Schaffhau- ser/Schlauri [Hrsg.], Aktuelle Rechtsfragen der Sozialv ersicherungspraxis, St. Gallen 2001, S. 9 ff., insbes. S. 38). Aufgrund der Dispositionsma xime steht es im Belieben der klägerischen Partei, den Streit zu definieren, den sie dem Gericht vortragen will. Beschränkt sie sich darauf, mittels Klage einen berufsvorsorgerechtlichen Anspruch ge genüber der Vorsorgeeinrichtung dem Grundsatz nach geltend zu machen, besteht für das Ge richt keine Möglichkeit, den Streit auf nicht eingeklagte Punkte, wie die frankenmässige Be zifferung des bejahten Anspruchs, auszudehnen. Nur im Rahmen des von der klägerischen Parte i bestimmten Streitgegenstandes hat das angerufene kantonale Berufsvorsorgegericht nach A rt. 73 Abs. 2 BVG den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen (BGE 129 V 452 E. 3.2). D ie Klägerin hat ihr Rechtsbegehren vorliegend nicht beziffert. Die Sache ist daher der B._ ___-Stiftung zu überweisen, damit sie in masslicher Hinsicht über den Leistungsanspruch der Klägerin befindet. 7. Rechtsprechungsgemäss ist auf den geschuldeten Renten betreffnissen seit Einrei- chung der Klage einen Verzugszins von 5% zu bezahlen (BGE 119 V 133 E. 4a mit Hinweisen, BGE 137 V 382 E. 6.6). Die Klägerin hat demnach Anspruch auf Verzugszinsen von 5% ab dem 20. Februar 2012. 8.1 Gemäss Art. 73 Abs. 2 BVG ist das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsge- richt in der Regel kostenlos. Es sind deshalb keine Verfahrenskosten zu erheben. 8.2 Die Klägerin ist mit ihrem Rechtsbegehren durchg edrungen und hat demgemäss An- spruch auf eine Parteientschädigung zulasten der Beklagt en (§ 21 VPO). Der Rechtsvertreter der Klägerin hat in seiner Honorarnote vom 20. Juni 2 012 einen Zeitaufwand von 12.85 Stun- den und Auslagen in Höhe von Fr. 516.-- ausgewiesen. D ieser Aufwand erweist sich in Anbet- racht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelan- genden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Dam it hat die B.____-Stiftung der Klä- gerin eine Parteientschädigung von Fr. 4'025.60 (12.85 Stunden à Fr. 250.--; inkl. Auslagen von Fr. 516.-- und 7.6% MWSt auf Fr. 300.-- sowie 8% MWSt auf Fr. 3'428.50) zu bezahlen. Seite 11 Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In Gutheissung der Klage wird die B.____-Sti ftung verpflichtet, der Klägerin mit Wirkung ab 1. Dezember 2007 gemäss den ge setzlichen und reglementarischen Bestimmungen eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 55% zuzüglich Zins von 5% ab 20. Februar 2012 zu gewähren. 2. Die Sache wird der B.____-Stiftung überwiesen, d amit diese dem Ausgang des Gerichtsverfahrens entsprechend die Höhe der Renten- leistung betraglich ermittelt. 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. Die B.____-Stiftung hat der Klägerin eine Parte ientschädigung in Höhe von Fr. 4'025.60 (inkl. Auslagen und 7.6% MWSt auf Fr. 300.-- sowie 8% MWSt auf Fr. 3'428.50) zu bezahlen. Präsidentin Gerichtsschreiberin