<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2000 32 S.115</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2000</span> <span class="title">Strassenverkehrsrecht</span> <span class="page_no">115</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>III. Strassenverkehrsrecht</b></span><br/> <br/> <br/> <br/> <span class="ft3"><b>32</b></span> <span class="ft3"><b>Verkehrsanordnungen gemäss Art. 3 Abs. 4 SVG; Zuständigkeit des</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Regierungsrates und des Bundesrates bei Teilfahrverboten.</b></span><br/> <span class="ft3"><b>- § 52 Ziff. 19 VRPG ist nicht anwendbar in jenen Fällen, in welchen</b></span><br/> <span class="ft3"><b>einer Partei die Beschwerdebefugnis in einem Rechtmittelverfahren</b></span><br/> <span class="ft3"><b>vor einer sachlich und funktional zuständigen Bundesbehörden fehlt.</b></span><br/> <br/> <span class="ft4">Entscheid des Verwaltungsgerichts, 4. Kammer, vom 24. August 2000 in</span><br/> <span class="ft4">Sachen Einwohnergemeinde B. und Mitbeteiligte gegen Entscheid des Regie-</span><br/> <span class="ft4">rungsrats.</span><br/> <br/> <span class="ft5"><i>Sachverhalt</i></span><br/> <br/> <span class="ft6">Am 9. Juli 1996 beschloss der Gemeinderat B. aufgrund einer</span><br/> <span class="ft6">Petition der Einwohner eine Verkehrsbeschränkung "Verbot für Mo-</span><br/> <span class="ft6">torwagen und Motorräder ausgenommen Zubringerdienst, landwirt-</span><br/> <span class="ft6">schaftliche Fahrzeuge und Forstwirtschaft" für die M...-strasse. Da-</span><br/> <span class="ft6">gegen erhobene Einsprachen wiesen der Gemeinderat B. und der</span><br/> <span class="ft6">Regierungsrat in der Folge ab. Drei Nachbargemeinden erhoben</span><br/> <span class="ft6">beim Verwaltungsgericht Beschwerde und beantragten den regie-</span><br/> <span class="ft6">rungsrätlichen Entscheid und die Verkehrsanordnung aufzuheben.</span><br/> <br/> <span class="ft5"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft6">2. a) Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist zulässig in</span><br/> <span class="ft6">den Fällen, welche das Verwaltungsrechtspflegegesetz oder ein ande-</span><br/> <span class="ft6">res Gesetz bestimmt. Durch Dekret des Grossen Rates kann die Zu-</span><br/> <span class="ft6">lässigkeit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auf weitere Fälle aus-</span><br/> <span class="ft6">gedehnt werden. Soweit der Regierungsrat Verfahrensregeln zu erlas-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2000</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">116</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">sen hat, kann er durch Verordnung die Zuständigkeit des Verwal-</span><br/> <span class="ft6">tungsgerichts begründen (§ 51 Abs. 1 und 2 VRPG).</span><br/> <span class="ft6">b) Gemäss der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts fallen</span><br/> <span class="ft6">Verkehrsanordnungen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 bis Abs. 4 SVG</span><br/> <span class="ft6">nicht unter die in § 52 VRPG aufgeführten Fälle der sachlichen Zu-</span><br/> <span class="ft6">ständigkeit des Verwaltungsgerichts. Auch in anderen Erlassen ist</span><br/> <span class="ft6">keine entsprechende Zuständigkeit festgelegt; vielmehr bestimmt § 2</span><br/> <span class="ft6">Abs. 4 GVS ausdrücklich, dass bezüglich Verkehrsanordnungen der</span><br/> <span class="ft6">Regierungsrat einzige und letzte kantonale Rechtsmittelinstanz ist.</span><br/> <span class="ft6">c) Die Beschwerdeführerinnen stützen ihren Anspruch auf Be-</span><br/> <span class="ft6">urteilung der Streitsache durch das Verwaltungsgericht vor allem auf</span><br/> <span class="ft6">§ 52 Ziff. 19 VRPG. Anfechtbar sind danach Anordnungen im Ein-</span><br/> <span class="ft6">zelfall, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen und bei</span><br/> <span class="ft6">denen unmittelbar die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bun-</span><br/> <span class="ft6">desgericht zulässig ist. Es ist demnach zu prüfen, ob die streitige</span><br/> <span class="ft6">Verfügung mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht</span><br/> <span class="ft6">oder mittels Verwaltungsbeschwerde an den Bundesrat weiterziehbar</span><br/> <span class="ft6">ist. Entscheidend für diese Beurteilung ist die Rechtsnatur der ange-</span><br/> <span class="ft6">fochtenen Verkehrsanordnung. Handelt es sich um eine Beschrän-</span><br/> <span class="ft6">kung im Sinne von Art. 3 Abs. 4 SVG ist die Sachzuständigkeit des</span><br/> <span class="ft6">Bundesrates vorgesehen, stellt sie ein Fahrverbot nach Art. 3 Abs. 3</span><br/> <span class="ft6">SVG dar, unterliegt sie nach dem Wortlaut dieser Bestimmung der</span><br/> <span class="ft6">staatsrechtlichen Beschwerde.</span><br/> <span class="ft6">aa) Die Beschwerdeführerinnen sind der Auffassung, es liege</span><br/> <span class="ft6">eine Anordnung im Sinn von Art. 3 Abs. 3 und nicht von Abs. 4 SVG</span><br/> <span class="ft6">vor, weshalb nicht der Bundesrat, sondern das Bundesgericht im</span><br/> <span class="ft6">Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren und damit vorgängig das</span><br/> <span class="ft6">Verwaltungsgericht gestützt auf § 52 Ziff. 19 VRPG zur Beurteilung</span><br/> <span class="ft6">zuständig wäre. Sie machen insbesondere geltend, es liege keine</span><br/> <span class="ft6">funktionelle Verkehrsbeschränkung, sondern ein vollständiges</span><br/> <span class="ft6">Verkehrsverbot und damit ein Anwendungsfall von Art. 3 Abs. 3</span><br/> <span class="ft6">SVG vor.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2000</span> <span class="title">Strassenverkehrsrecht</span> <span class="page_no">117</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">bb) Hinsichtlich der nicht von Bundesrechts wegen dem allge-</span><br/> <span class="ft6">meinen Durchgangsverkehr geöffneten Strassen (vgl. zu diesem Be-</span><br/> <span class="ft6">griff Art. 82 Abs. 2 Satz 2 BV; Art. 2 Abs. 1 lit. a SVG) bleibt die</span><br/> <span class="ft6">kantonale Strassenhoheit in den Schranken des Bundesverfassungs-</span><br/> <span class="ft6">rechts gewahrt (ZBl 77/1976, S. 354; BGE 100 IV 65). Auf diesen</span><br/> <span class="ft6">Strassen können die Kantone Beschränkungen und Massnahmen zur</span><br/> <span class="ft6">Verkehrssicherheit, zur Erleichterung und Regelung des Verkehrs,</span><br/> <span class="ft6">zum Schutz der Strasse oder aus anderen, in den örtlichen Verhältnis-</span><br/> <span class="ft6">sen liegenden Gründen erlassen. Verkehrsbeschränkungen, welche</span><br/> <span class="ft6">aus solchen Gründen erlassen werden, werden funktionelle Ver-</span><br/> <span class="ft6">kehrsbeschränkungen genannt (vgl. BGE 121 I 343 Erw. 6/a/aa;</span><br/> <span class="ft6">René Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrs-</span><br/> <span class="ft6">rechts, Band I, Verkehrszulassung und Verkehrsregeln, Bern 1984,</span><br/> <span class="ft6">S. 33 ff.). Die Rechtsprechung des Bundesrates, die auf zahlreichen</span><br/> <span class="ft6">Meinungsaustauschen mit dem Bundesgericht beruht, ist in der Qua-</span><br/> <span class="ft6">lifikation der funktionellen Verkehrsbeschränkungen eindeutig. So</span><br/> <span class="ft6">hat der Bundesrat ausdrücklich ausgeführt, ein allgemeines Fahrver-</span><br/> <span class="ft6">bot, durchbrochen durch die Ausnahme des gestatteten Zubringer-</span><br/> <span class="ft6">dienstes, stelle eine Massnahme im Sinne von Art. 3 Abs. 4 SVG und</span><br/> <span class="ft6">somit eine funktionelle Verkehrsbeschränkung dar (VPB Nr. 60.82;</span><br/> <span class="ft6">siehe auch VPB Nr. 61.22, 51.51 und 56.41).</span><br/> <span class="ft6">Bei der angefochtenen Verkehrsanordnung handelt es sich um</span><br/> <span class="ft6">Teilfahrverbote gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a und b SSV, wobei der</span><br/> <span class="ft6">Zubringerdienst, landwirtschaftliche Fahrzeuge und Forstwirtschaft</span><br/> <span class="ft6">ausgeschlossen sind. Folglich liegt eine funktionelle Verkehrsanord-</span><br/> <span class="ft6">nung im Sinne von Art. 3 Abs. 4 SVG vor, weshalb dagegen grund-</span><br/> <span class="ft6">sätzlich - und wie in der Rechtsmittelbelehrung ausgewiesen - beim</span><br/> <span class="ft6">Bundesrat Beschwerde zu führen ist.</span><br/> <span class="ft6">cc) Die Beschwerdeführerinnen begründen die Zuständigkeit</span><br/> <span class="ft6">gemäss § 52 Ziff. 19 VRPG mit ihrer fehlenden Legitimation zur</span><br/> <span class="ft6">Beschwerde an den Bundesrat.</span><br/> <span class="ft6">Die Vorinstanz führt unter Berufung auf die Botschaft des Bun-</span><br/> <span class="ft6">desrates (BBl 1986, Bd. III, S. 213 f.) aus, dass die Ergänzung von</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2000</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">118</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">Art. 3 Abs. 4 letzter Satz SVG nicht bezweckte, die generelle Be-</span><br/> <span class="ft6">schwerdebefugnis der Gemeinden unter den Bedingungen von</span><br/> <span class="ft6">Art. 48 VwVG aufzuheben. Den Gemeinden werde so die Möglich-</span><br/> <span class="ft6">keit eröffnet, gegen Anordnungen auf ihrem Gebiet Verwaltungsbe-</span><br/> <span class="ft6">schwerde einzig aus öffentlichen Interessen zu führen, ohne ein</span><br/> <span class="ft6">rechtliches oder tatsächliches schutzwürdiges Interesse nachweisen</span><br/> <span class="ft6">zu müssen (Art. 48 VwVG). Die Beschwerdebefugnis der Beschwer-</span><br/> <span class="ft6">deführerinnen gemäss Art. 3 Abs. 4 SVG ist daher - entgegen ihren</span><br/> <span class="ft6">Ausführungen - nicht ohne weiteres zu verneinen.</span><br/> <span class="ft6">dd) Die Beschwerdebefugnis ist eine Sachurteilsvoraussetzung</span><br/> <span class="ft6">und ihr Vorliegen von Amtes wegen zu prüfen (Fritz Gygi, Bundes-</span><br/> <span class="ft6">verwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 71). Zuständig</span><br/> <span class="ft6">für die Prüfung der Sachurteilsvoraussetzungen ist jene Behörde, mit</span><br/> <span class="ft6">der das Prozessverhältnis begründet ist. Diese Sachurteilsvorausset-</span><br/> <span class="ft6">zung ist von der sachlichen und funktionalen Zuständigkeit abzu-</span><br/> <span class="ft6">grenzen, und die Prüfung erfolgt nach Massgabe des anwendbaren</span><br/> <span class="ft6">Verfahrensrechts. Das Verwaltungsgericht hat die Beschwerdebefug-</span><br/> <span class="ft6">nis nach § 38 VRPG und allenfalls nach bundesrechtlichen Bestim-</span><br/> <span class="ft6">mungen zu prüfen. Die Beurteilung der Beschwerdebefugnis im Be-</span><br/> <span class="ft6">schwerdeverfahren vor dem Bundesrat ist ihm verwehrt. Ebenso</span><br/> <span class="ft6">kann sich das Verwaltungsgericht nicht zur Legitimation im Verwal-</span><br/> <span class="ft6">tungsgerichtsverfahren vor dem Bundesgericht äussern; diese Beur-</span><br/> <span class="ft6">teilung ist dem Bundesgericht vorbehalten.</span><br/> <span class="ft6">ee) § 52 Ziff. 19 VRPG ist eine Zuständigkeitsbestimmung und</span><br/> <span class="ft6">dehnt die Kognitionsbefugnis des Verwaltungsgerichts bei der Prü-</span><br/> <span class="ft6">fung der sachlichen und funktionalen Zuständigkeitsvoraussetzungen</span><br/> <span class="ft6">nicht auf weitere Sachurteilsvoraussetzungen aus. Aus dieser Be-</span><br/> <span class="ft6">stimmung folgt nur, dass in jenen Fällen, in welchen eine unmittel-</span><br/> <span class="ft6">bare bundesverwaltungsgerichtliche Zuständigkeit sachlich und</span><br/> <span class="ft6">funktional besteht, eine (Not-)Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts</span><br/> <span class="ft6">bei fehlender gerichtlicher kantonaler Instanz begründet wird. Die</span><br/> <span class="ft6">Zuständigkeitsprüfung erfolgt abstrakt nach den Normen über die</span><br/> <span class="ft6">sachliche und funktionale Zuständigkeit. § 52 Ziff. 19 VRPG ist aber</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2000</span> <span class="title">Strassenverkehrsrecht</span> <span class="page_no">119</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">nicht anwendbar in jenen Fällen, in welchen einer Partei die Be-</span><br/> <span class="ft6">schwerdebefugnis in einem Rechtmittelverfahren vor einer sachlich</span><br/> <span class="ft6">und funktional zuständigen Bundesbehörden fehlt. Art. 98a OG und</span><br/> <span class="ft6">§ 52 Ziff. 19 VRPG eröffnen keinen kantonalen Rechtsmittelweg für</span><br/> <span class="ft6">Verfahrensbeteiligte, denen die Beschwerdebefugnis vor einer Bun-</span><br/> <span class="ft6">desinstanz fehlt. Bereits der Wortlaut von § 52 Ziff. 19 VRPG und</span><br/> <span class="ft6">Art. 98a OG (unmittelbare Zuständigkeit) und die systematische</span><br/> <span class="ft6">Einordnung unter die "Beschwerdefälle" im VRPG legen eine Be-</span><br/> <span class="ft6">schränkung auf die abstrakte, sachliche Zuständigkeit nahe. Diese</span><br/> <span class="ft6">Auslegung von § 52 Ziff. 19 VRPG ergibt sich auch daraus, dass die</span><br/> <span class="ft6">Beschwerdebefugnis nach § 38 VRPG jener nach Art. 103 lit. a OG</span><br/> <span class="ft6">entspricht (vgl. Michael Merker, Rechtsmittel, Klage und Normen-</span><br/> <span class="ft6">kontrollverfahren nach dem aargauischen Gesetz über die Verwal-</span><br/> <span class="ft6">tungsrechtspflege, Kommentar zu den §§ 38 - 72 VRPG, Zürich</span><br/> <span class="ft6">1998, § 38 N 125 f.) und letztere mit Art. 48 lit. a VwVG weitgehend</span><br/> <span class="ft6">übereinstimmt (René Rhinow/Heinrich Koller/Christina Kiss, Öf-</span><br/> <span class="ft6">fentliches Prozessrecht und Justizverfassungsrecht des Bundes, Basel</span><br/> <span class="ft6">1996, Rz. 1267 ff. und 1507 ff.). Schliesslich führt die Auffassung</span><br/> <span class="ft6">der Beschwerdeführerinnen zu einer Aufspaltung des Rechtsweges</span><br/> <span class="ft6">bei privaten Beschwerdeführern und Behördenbeschwerden und</span><br/> <span class="ft6">widerspricht dem Sinn und Zweck der Zuständigkeitsbestimmung.</span><br/> <span class="ft6">ff) Somit bleibt zu prüfen, ob die Verkehrsanordnungen der</span><br/> <span class="ft6">Gemeinde B. "unmittelbar" der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an</span><br/> <span class="ft6">das Bundesgericht unterliegen. Massgebend ist das Verhältnis zwi-</span><br/> <span class="ft6">schen der Beschwerde nach Art. 3 Abs. 4 SVG und den Bestimmun-</span><br/> <span class="ft6">gen des Bundesrechtspflegegesetzes zur sachlich und funktionalen</span><br/> <span class="ft6">Zuständigkeit des Bundesgerichts bzw. des Bundesrates im Verwal-</span><br/> <span class="ft6">tungsverfahren. Nach Art. 74 VwVG ist die Verwaltungsbeschwerde</span><br/> <span class="ft6">an den Bundesrat grundsätzlich subsidiär zur Verwaltungsgerichtsbe-</span><br/> <span class="ft6">schwerde an das Bundesgericht. Dieser Grundsatz erfährt jedoch</span><br/> <span class="ft6">Ausnahmen in den Art. 99 - 102 OG. Soweit ersichtlich hat sich das</span><br/> <span class="ft6">Bundesgericht zum Verhältnis der sachlichen Ausnahmen gemäss</span><br/> <span class="ft6">Art. 101 lit. l OG und den Verkehrsanordnungen nach Art. 3 SVG</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2000</span> <span class="title">Verwaltungsgericht</span> <span class="page_no">120</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">nicht geäussert. Dem Bundesrat kann indessen in Spezialgesetzen</span><br/> <span class="ft6">über den Ausnahmekatalog von Art. 101 OG hinaus die sachliche</span><br/> <span class="ft6">Kompetenz zur Behandlung von Beschwerden zugewiesen werden</span><br/> <span class="ft6">(Alfred Kölz/Isabelle Häner, Verwaltungsverfahren und Verwal-</span><br/> <span class="ft6">tungsrechtspflege des Bundes, 2. Auflage, Zürich 1998, Rz. 759).</span><br/> <span class="ft6">Eine solche Ausnahmebestimmung ist Art. 3 Abs. 4 SVG. Bei funk-</span><br/> <span class="ft6">tionellen Verkehrsanordnungen handeln die Behörden im Rahmen</span><br/> <span class="ft6">der kantonalen Strassenhoheit, deren Überprüfung nicht dem Bun-</span><br/> <span class="ft6">desgericht im Verwaltungsrechtspflegeverfahren zugewiesen ist (vgl.</span><br/> <span class="ft6">René Schaffhauser, a.a.O., S. 48 ff.; VPB Nr. 61.22).</span><br/> <span class="ft6">gg) Aus den dargelegten Gründen ist auf die Beschwerde inso-</span><br/> <span class="ft6">weit nicht einzutreten.</span><br/> <br/></div> </div> </body> </html>