<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00377</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203838&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00377</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 01.12.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 18.02.2004 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gebühren für Benützung öffentlicher Taxistandplätze</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rückerstattungsbegehren betreffend Gebühren für die Benützung der öffentlichen Taxistandplätze:<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). Erwägungen der Vorinstanz (E. 2). Art. 62 Abs. 2 OR, wonach ohne jeden gültigen Grund oder aus einem nicht verwirklichten oder nachträglich weggefallenen Grund erbrachte Leistungen zurückzuerstatten sind, ist auch im öffentlichen Recht analog anwendbar (E. 3.1). Bei den Gebühren für das Aufstellen von Taxifahrzeugen auf den vom Polizeiamt zugewiesenen Standplätzen auf öffentlichem Grund handelt es sich um Benützungsgebühren. Sie sind das Entgelt dafür, dass der Bewilligungsinhaber im sachlichen und zeitlichen Umfang der Bewilligungserteilung die öffentlichen Standplätze benutzen darf. Die Gebühren sind daher grundsätzlich für die Dauer der erteilten Taxibetriebsbewilligung geschuldet. Wird die mit der Betriebsbewilligung zugestandene Anzahl der Fahrzeuge nicht ausgeschöpft, so kann dem bei der Gebührenerhebung Rechnung getragen werden, aber nur aufgrund einer Anpassung der Betriebsbewilligung; diese verändert auch die Grundlage für die Erhebung der Benützungsgebühren (E. 3.2). Vorliegend wurde die Betriebsbewilligung auf den 1. Oktober 2002 angepasst; somit hat die Stadt zu Recht die Benützungsgebühren erst für die Zeit nach dem 1. Oktober 2002 zurückerstattet (E. 3.3). Bei der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Umtriebsentschädigung handelt es sich um ein Begehren um Schadenersatz, welches beim Zivilrichter geltend zu machen ist (E. 4). Kostenfolge (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BENÃTZUNGSGEBÃHR">BENÃTZUNGSGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKERSTATTUNG">RÃCKERSTATTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKERSTATTUNGSBEGEHREN">RÃCKERSTATTUNGSBEGEHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TAXI">TAXI</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TAXIBEWILLIGUNG">TAXIBEWILLIGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 62 Abs. 2 OR</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2003 Nr. 39 S. 117</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt1"><span>Die Verwaltungspolizei der Stadt ZÃ¼rich erteilte A entsprechend dessen Gesuch vom 12. Dezember 2001 gestÃ¼tzt auf die Taxivorschriften der Stadt ZÃ¼rich vom 20. Dezember 2000 (TaxiV) am 25. MÃ¤rz 2002 eine Taxibetriebsbewilligung fÃ¼r 50 Taxifahrzeuge ab 1. April 2003 fÃ¼r die Dauer von drei Jahren. FÃ¼r die BenÃ¼tzung der Ã¶ffentlichen TaxistandplÃ¤tze erhob die Verwaltungspolizei GebÃ¼hren zum Ansatz von Fr. 65.- pro Fahrzeug und Monat gemÃ¤ss GebÃ¼hrenordnung fÃ¼r das Taxiwesen (vom 19. Juni 1985 mit seitherigen Ãnderungen); dabei stellte sie die fÃ¼r den Zeitraum vom 1. April bis 31. Dezember 2002 geschuldeten GebÃ¼hren von Fr. 29'250.- (Fr. 65.- x 50 x 9) in Rechnung, welchen Betrag A im Juni 2002 bezahlte. Weil sich in der Folge herausstellte, dass er von den 50 bewilligten Taxis per Ende September 2002 lediglich 16 Fahrzeuge eingelÃ¶st hatte, erstattete ihm die Verwaltungspolizei im Oktober 2002 fÃ¼r den Zeitraum vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2002 hinsichtlich der bezahlten GebÃ¼hren der 34 nicht genutzten Bewilligungen mithin einen Betrag von Fr. 6'630.- zurÃ¼ck. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit Eingabe vom 5. Dezember 2002 ersuchte A, die bezahlten GebÃ¼hren bezÃ¼glich der nicht genutzten Bewilligungen seien ihm auch fÃ¼r den Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2002 zurÃ¼ckzuerstatten. In diesem Zeitraum habe er lediglich 16 Bewilligungen tatsÃ¤chlich genutzt (6 Fahrzeuge ab April, 3 weitere ab Juli, 4 weitere ab August sowie 3 weitere ab September), was fÃ¼r den genannten Zeitraum eine GebÃ¼hrenschuld von Fr. 6'760.- ergebe; abzÃ¼glich seine Einzahlung von Fr. 29'250.- und zuzÃ¼glich die bereits erfolgte RÃ¼ckzahlung von Fr. 6'630.- ergebe sich ein Restbetrag von Fr. 15'860.-, welcher ihm noch zurÃ¼ckzuerstatten sei. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Das Polizeidepartement lehnte dieses RÃ¼ckerstattungsbegehren mit VerfÃ¼gung vom 20. Februar 2003 ab. Die dagegen erhobene Einsprache wies der Stadtrat von ZÃ¼rich am 28. Mai 2003 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hiergegen erhob A am 26. Juni 2003 Rekurs an den Statthalter des Bezirks ZÃ¼rich, welcher das Rechtsmittel am 19. September 2003 abwies.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 25. Juni 2003 beantragte A dem Verwaltungsgericht erneut, es seien ihm GebÃ¼hren von insgesamt Fr. 15'860.- zurÃ¼ckzuerstatten; ferner verlangte er eine UmtriebsentschÃ¤digung von Fr. 5'000.-.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Statthalter des Bezirks ZÃ¼rich verzichtete auf eine Vernehmlassung. Der Stadtrat von ZÃ¼rich beantragte Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegege­setzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. </span></p> <p class="Erwgung1"> </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung1">Der BeschwerdefÃ¼hrer begrÃ¼ndete sein RÃ¼ckerstattungsbegehren damit, dass er auch fÃ¼r den Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2002 die GebÃ¼hren fÃ¼r die BenÃ¼tzung der Ã¶ffentlichen StandplÃ¤tze nur in dem Umfang schulde, in welchem er die Bewilligung genutzt, das heisst die Taxifahrzeuge beschafft ("eingelÃ¶st") habe. Der Statthalter hat diesen Standpunkt im Wesentlichen aus folgenden ErwÃ¤gungen verworfen: In analoger Anwendung von Art. 62 Abs. 2 des Obligationenrechts (OR) seien auch im Bereich des Ã¶ffentlichen Rechts Leistungen zurÃ¼ckzuerstatten, die aus einem nicht verwirklichten oder nachtrÃ¤glich weggefallenen Grund erfolgt seien. Voraussetzung einer RÃ¼ckforderung sei jedoch die Bezahlung einer nicht geschuldeten Leistung, sei es aus Irrtum oder infolge Betreibung. Nicht geschuldet sei eine Leistung, wenn sie ohne gÃ¼ltigen Rechtsgrund erfolgt sei. Aufgrund einer formell rechtskrÃ¤ftigen VerfÃ¼gung erbrachte Leistungen beruhten jedoch auf einem gÃ¼ltigen Rechtsgrund und seien daher grundsÃ¤tzlich nicht rÃ¼ckforderbar. Entgegen der Auffassung des Stadtrates kÃ¶nne die Grundlage der hier streitigen BenÃ¼tzungsgebÃ¼hren nicht schon darin erblickt werden, dass dem Rekurrenten das Recht zur Benutzung der Ã¶ffentlichen StandplÃ¤tze im bewilligten Umfang eingerÃ¤umt worden sei. Die gemÃ¤ss Ziffer I der Taxivorschriften zu entrichtenden BenÃ¼tzungsgebÃ¼hren wÃ¼rden unter der Bedingung erhoben, dass der Bewilligungsinhaber die Taxifahrzeuge auch im Umfang der Bewilligungserteilung einlÃ¶se und er mit diesen Taxis die Ã¶ffentlichen StandplÃ¤tze belege. Sei mangels EinlÃ¶sung keine reale Belegung mÃ¶glich, dÃ¼rfe auch keine BenÃ¼tzungsgebÃ¼hr erhoben werden. Die "eigentliche Grundlage fÃ¼r die Erhebung von BenÃ¼tzungsgebÃ¼hren" habe sich demnach hinsichtlich der vom Rekurrenten nicht eingelÃ¶sten Fahrzeuge entgegen der Auffassung des Stadtrates nicht verwirklicht. Hieraus kÃ¶nne der Rekurrent jedoch im Ergebnis nichts zu seinen Gunsten ableiten. Denn er habe die streitigen GebÃ¼hren gestÃ¼tzt auf die rechtskrÃ¤ftige VerfÃ¼gung der Verwaltungspolizei vom 25. MÃ¤rz 2002 bezahlt. Seine Leistung stÃ¼tze sich damit auf einen ausreichenden Rechtsgrund. Sodann kÃ¶nne auch nicht von einer irrtÃ¼mlichen Leistung ausgegangen werden; aufgrund seines Taxibetriebsbewilligungsgesuchs mÃ¼sse angenommen werden, dass er die Absicht gehabt habe, die Fahrzeuge im Rahmen der Bewilligungserteilung einzulÃ¶sen und mit diesen die Ã¶ffentlichen StandplÃ¤tze zu benutzen, was die Grundlage fÃ¼r die verfÃ¼gte Erhebung der BenutzungsgebÃ¼hren gebildet habe. Warum er sich in der Folge anders entschieden habe, sei ohne Belang, zumal er jederzeit die MÃ¶glichkeit gehabt hÃ¤tte, eine vorzeitige Anpassung der GebÃ¼hrenauflage zu erwirken. </p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die in Art. 62 Abs. 2 OR getroffene Regel, wonach ohne jeden gÃ¼ltigen Grund oder aus einem nicht verwirklichten oder nachtrÃ¤glich weggefallenen Grund erbrachte Leistungen zurÃ¼ckzuerstatten sind, ist auch im Bereich des Ã¶ffentlichen Rechts analog anwendbar (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 760 ff.; Max Imboden/RenÃ© A. Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Basel/Frankfurt a.M. 1986/1990, Nr. 32 B I). Der Statthalter ist allerdings zu Unrecht davon ausgegangen, dass die in Art. 62 Abs. 2 OR genannten Voraussetzungen kumulativ erfÃ¼llt sein mÃ¼ssten. Er prÃ¼fte daher zuerst, ob der BeschwerdefÃ¼hrer die nunmehr zurÃ¼ckverlangten GebÃ¼hren aus einem nicht verwirklichten Grund geleistet habe, was er im Gegensatz zum Stadtrat von ZÃ¼rich verneinte. Hernach prÃ¼fte er, ob die zurÃ¼ckverlangten GebÃ¼hren ohne gÃ¼ltigen Rechtsgrund geleistet worden seien, was er verneinte. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die GebÃ¼hrenordnung fÃ¼r das Taxiwesen sieht neben den GebÃ¼hren fÃ¼r das Aufstellen von Taxifahrzeugen auf den vom Polizeiamt zugewiesenen StandplÃ¤tzen auf Ã¶ffentlichem Grund (Ziff. I) auch solche fÃ¼r die Erteilung der erforderlichen Bewilligungen (Taxibetriebsbewilligungen, Chauffeurbewilligungen, AusrÃ¼stungskontrollen, Ziff. II) vor. Bei er­steren handelt es sich um BenÃ¼tzungsgebÃ¼hren, bei letzteren um so genannte VerwaltungsgebÃ¼hren. BenÃ¼tzungsgebÃ¼hren sind das Entgelt fÃ¼r die BenÃ¼tzung einer Ã¶ffentlichen Einrichtung oder einer Ã¶ffentlichen Sache. Die hier in Frage stehende BenÃ¼tzung der Ã¶ffentlichen TaxistandplÃ¤tze durch Taxifahrzeuge ist eng mit der Erteilung der Taxibetriebsbewilligungen verknÃ¼pft. Die Betriebsbewilligung berechtigt den Inhaber, mit den zugelassenen Fahrzeugen von Ã¶ffentlichen und privaten StandplÃ¤tzen aus Taxifahrten durchzufÃ¼hren (Art. 3 Abs. 1 TaxiV). FÃ¼r jede Betriebsbewilligung muss die zugestandene Anzahl der als Taxis geeigneten Fahrzeuge im Kanton ZÃ¼rich auf den Namen der Person mit Betriebsbewilligung eingelÃ¶st werden (Art. 10 Abs. 1 TaxiV). Werden einzelne Fahrzeuge nicht eingelÃ¶st, ist die Betriebsbewilligung spÃ¤testens nach sechs Monaten anzupassen (Art. 10 Abs. 4 TaxiV). Bei dieser rechtlichen Ausgestaltung liegt es entsprechend der Auffassung der Beschwerdegegnerin und entgegen der Ansicht des Statthalters nahe, die BenÃ¼tzungsgebÃ¼hr als das Entgelt dafÃ¼r anzusehen, dass der Bewilligungsinhaber im sachlichen und zeitlichen Umfang der Bewilligungserteilung die Ã¶ffentlichen StandplÃ¤tze benutzen darf. Insofern hat sich der Grund fÃ¼r die Leistung der GebÃ¼hren mit der Erteilung der Bewilligung bzw. ab dem Zeitpunkt ihrer Geltung verwirklicht. Die BenÃ¼tzungsgebÃ¼hren sind daher grundsÃ¤tzlich fÃ¼r die Dauer der erteilten Betriebsbewilligung geschuldet. Daran vermag die in Ziffer I der GebÃ¼hrenordnung enthaltene Bezugsregelung (wonach die BenÃ¼tzungsgebÃ¼hren gegen Rechnungsstellung pro Kalenderjahr zu bezahlen sind, wobei die Gewerbepolizei auf begrÃ¼ndetes Gesuch hin quartalsweise oder halbjÃ¤hrliche Bezahlung gestatten kann) nichts zu Ã¤ndern. Wird die mit der Betriebsbewilligung zugestandene Anzahl der Fahrzeuge nicht ausgeschÃ¶pft, indem der Betriebsinhaber diese Fahrzeuge ganz oder teilweise nicht einlÃ¶st, so kann dem zwar bei der GebÃ¼hrenerhebung Rechnung getragen werden, aber nur aufgrund einer Anpassung der Betriebsbewilligung; mit einer derartigen Anpassung wird primÃ¤r die Zahl der zugestandenen Taxifahrzeuge verÃ¤ndert; sie verÃ¤ndert aber auch die Grundlage fÃ¼r die Erhebung der BenÃ¼tzungsgebÃ¼hren. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Hier ist dem BeschwerdefÃ¼hrer mit Beschluss vom 25. MÃ¤rz 2002 eine Betriebsbewilligung fÃ¼r 50 Fahrzeuge ab April 2002 fÃ¼r die Dauer von drei Jahren erteilt worden. Nachdem er bis Ende September 2002 lediglich 16 der zugestandenen 50 Fahrzeuge eingelÃ¶st hatte, hat die Beschwerdegegnerin die ursprÃ¼ngliche Bewilligung ab 1. Oktober 2002 von Amtes wegen angepasst. Wie nÃ¤mlich dem Schreiben bzw. Beleg der Verwaltungspolizei vom 23. Oktober 2002 entnommen werden kann, wurde die RÃ¼ckzahlung der geleisteten GebÃ¼hren im Umfang von Fr. 6'630.- (das heisst hinsichtlich 34 Fahrzeugen fÃ¼r die Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2002) mit dem "Verfall" der entsprechenden "Betriebsbewilligungsnummern" begrÃ¼ndet. Grundlage fÃ¼r die RÃ¼ckzahlung war demnach eine Anpassung der entsprechenden Betriebsbewilligung. Dieses Vorgehen stand im Einklang mit Art. 10 Abs. 4 TaxiV, wonach die Betriebsbewilligung spÃ¤testens nach sechs Monaten anzupassen ist, sofern und soweit einzelne Fahrzeuge nicht eingelÃ¶st worden sind. Diese Bestimmung will sicherstellen, dass die Gesamtzahl der bewilligten Taxifahrzeuge auf vernÃ¼nftige Weise mit der Gesamtzahl der zur VerfÃ¼gung stehenden Ã¶ffentlichen StandplÃ¤tze koordiniert werden kann. Wer eine ihm erteilte Bewilligung nicht innert nÃ¼tzlicher Frist durch EinlÃ¶sung der zugestandenen Fahrzeuge ausnÃ¼tzt, soll im Interesse anderer Gesuchsteller eine Anpassung seiner Bewilligung hinnehmen mÃ¼ssen. Inwieweit der BeschwerdefÃ¼hrer eine RÃ¼ckerstattung in weitergehendem Umfang (nÃ¤mlich fÃ¼r den Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2002 sowie allenfalls unter BerÃ¼cksichtigung des jeweiligen Zeitpunktes, in welchem die 16 Fahrzeuge eingelÃ¶st worden sind) hÃ¤tte erreichen kÃ¶nnen, wenn er von sich aus schon vor Ende September 2002 um Anpassung der Betriebsbewilligung ersucht hÃ¤tte, muss hier nicht entschieden werden. Wie immerhin festzuhalten ist, kann ein Bewilligungsinhaber, der von sich aus um Anpassung der Bewilligung ersucht, nicht erwarten, dass ihm eine Reduktion der BenÃ¼tzungsgebÃ¼hren auch fÃ¼r den Zeitraum vor Einreichung des Anpassungsbegehrens zugestanden wird; das ergibt sich aus dem dargelegten Zweck von Art. 10 Abs. 4 TaxiV wie auch aus der dargelegten Regelung des GebÃ¼hrenbezugs (Ziffer I Abs. 2 und 3 der GebÃ¼hrenordnung). Aus diesem Grund kann der BeschwerdefÃ¼hrer auch dann nichts zu seinen Gunsten ableiten, wenn davon ausgegangen wird, mit seinem Gesuch vom 5. Dezember 2002 um RÃ¼ckerstattung der GebÃ¼hren in diesem weitergehenden Umfang habe er sinngemÃ¤ss darum ersucht, die Betriebsbewilligung rÃ¼ckwirkend entsprechend anzupassen (vgl. RB 1986 Nr. 127).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Aus dem Gesagten ergibt sich zugleich, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die streitbetroffenen GebÃ¼hren auch nicht ohne gÃ¼ltigen Rechtsgrund geleistet hat. Dies ergibt sich allerdings nicht schon daraus, dass er sie aufgrund der in der Folge in Rechtskraft erwachsenen VerfÃ¼gung vom 25. MÃ¤rz 2002 bezahlt hat. Mit der diesbezÃ¼glichen ErwÃ¤gung verkennt der Statthalter die Tragweite des in Lehre und Rechtsprechung entwickelten Grundsatzes, wonach aufgrund einer formell rechtskrÃ¤ftigen VerfÃ¼gung erfolgte Leistungen auf einem gÃ¼ltigen Rechtsgrund beruhten und daher nicht rÃ¼ckforderbar seien. Mit diesem Grundsatz soll im Bereich des Ã¶ffentlichen Rechts sichergestellt werden, dass formell in Rechtskraft erwachsene VerfÃ¼gungen, deren rechtzeitige Anfechtung die Betroffenen versÃ¤umt haben, nicht unter Berufung auf das Institut der ungerechtfertigten Bereicherung doch noch im Nachhinein in Frage gestellt werden kÃ¶nnen. Von dieser Zwecksetzung ist er vorab auf VerfÃ¼gungen ausgerichtet, die einen zeitlich abgeschlossenen Sachverhalt regeln. DemgegenÃ¼ber kÃ¶nnen so genannte DauerverfÃ¼gungen, wie sie Taxibetriebsbewilligungen darstellen, bei Ãnderung der massgebenden Sach- oder Rechtslage angepasst werden (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 24, Vorbem. zu §§ 86a-86d N. 13), wie das im vorliegenden Fall denn auch wie erwÃ¤hnt geschehen ist. Entscheidend ist indessen wie ausgefÃ¼hrt, dass eine Reduktion der geschuldeten BenÃ¼tzungsgebÃ¼hren nur auf Grund und im Rahmen einer solchen Anpassung der Betriebsbewilligung geboten ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung1">Der BeschwerdefÃ¼hrer macht sodann geltend, anfangs Oktober 2003 (richtig offenbar 2002) habe er 7 weitere Fahrzeuge einlÃ¶sen wollen, was ihm damals verwehrt worden sei; er habe damit bis zum April 2003 zuwarten mÃ¼ssen, was fÃ¼r ihn erhebliche Erwerbseinbussen zur Folge gehabt habe. Es sei ihm hierfÃ¼r eine "UmtriebesentschÃ¤digung" von Fr. 5'000.- zuzusprechen. Eine solche UmtriebsentschÃ¤digung verlangte er bereits im Einsprache- und im Rekursverfahren, damals jedoch ohne jede BegrÃ¼ndung, weshalb die Vorinstanzen keinen Anlass sahen, sich damit auseinanderzusetzen. Was der BeschwerdefÃ¼hrer nunmehr zur BegrÃ¼ndung vorbringt, kann jedenfalls nicht zur Gutheissung dieses Begehrens fÃ¼hren. Zum einen hÃ¤tte er sich, sollte seine Sachdarstellung zutreffen, vorab gegen die Nichtzulassung weiterer Fahrzeuge wehren mÃ¼ssen. Zum andern verlangt er mit seinem Begehren richtig betrachtet die Zusprechung von Schadenersatz, worÃ¼ber nicht die VerwaltungsbehÃ¶rde und das Verwaltungsgericht, sondern der Zivilrichter zu entscheiden hÃ¤tte (§ 2 Abs. 1 VRG).</p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Die Gerichtskosten sind dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). FÃ¼r den Fall, dass der BeschwerdefÃ¼hrer mit der verlangten "UmtriebsentschÃ¤digung" eine ParteientschÃ¤digung im Sinn von § 17 Abs. 2 VRG anstreben sollte, ist festzuhalten, dass ihm bei diesem Verfahrensausgang eine solche EntschÃ¤digung von vornherein nicht zusteht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>der Einzelrichter</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>