<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00871</span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiberin Curiger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 12. Mai 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Dufourstrasse 140, 8008 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1991 geborene X.___ meldete sich am 17. Dezember 2013 (Eingangsdatum) unter Hinweis auf eine psychiatrische Beeinträchtigung bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2). Diese zog einen Auszug aus dem individuellen Konto (Urk. 7/6) sowie einen Bericht des behandelnden Arztes (Urk. 7/11) bei und teilte dem Versicherten am 5. September 2014 mit, sie übernehme die Kosten für ein Belastbarkeitstraining (Urk. 7/16). Mit Mitteilung vom 2. Dezember 2014 wurde dem Versicherten sodann Kostengutsprache für ein Aufbautraining erteilt (Urk. 7/39), welches am 27. März 2015 abgebrochen wurde (Urk. 7/55). In der Folge zog die IV-Stelle einen weiteren Bericht des behandelnden Arztes bei (Urk. 7/57). Mit Schreiben vom 10. September 2015 auferlegte sie dem Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten eine Schadenminderungspflicht in Form der Durchführung einer Behandlung zur Verbesserung des Gesundheitszustandes (Urk. 7/59). Nach durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 10. September 2015 [Urk. 7/60], Einwand vom 8. Oktober 2015 [Urk. 7/63], Begründung vom 13. No</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vember 2015 [Urk. 7/69]), in dessen Rahmen zwei weitere Arztberichte aufgelegt wurden (Urk. 7/66, 7/73), verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 22. Juni 2016 einen Anspruch des Versicherten auf eine Rente der Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung (Urk. 2 [= Urk. 7/82]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 18. August 2016 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien ihm Leistungen der Invalidenversicherung zuzusprechen. Eventualiter sei ein unab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hängiges psychiatrisches Gutachten erstellen zu lassen. Zudem sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und in der Person von Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">walt Dr. iur. Peter Stadler ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen (Urk. 1 S. 2). Als Beilage reichte er unter anderem einen Bericht der behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">del</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Ärztin ein (Urk. 3/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 26. September 2016 schloss die IV-Stelle auf Abwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 28. September 2016 angezeigt wurde (Urk. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung;</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Leiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitswert besteht, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. De</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zember 2015 E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf mögliche psychische Komorbiditäten verliert eine depressive Proble</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matik nicht bereits wegen einer medizinischen Konnexität zum Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leiden ihre Bedeutung als potentiell ressourcenhemmender Faktor </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3). Bei Störungen im mittelgradigen Bereich ist indes die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sierende Wirkung - weiterhin - besonders sorgfältig zu prüfen. Es darf nicht unbesehen darauf geschlossen werden, eine solche Störung vermöchte eine voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde (teilweise) Erwerbsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit zu bewirken und wäre damit eine relevante Komorbidität </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4.3.1.3; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_125/2015 vom 18</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Novem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2.1 mit Hinweis und 9C_168/2015 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.2). Auch nach der Praxis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">änderung vom 3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 141 V 281) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gelten psychische Störungen der hier interessierenden Art nur als invalidisierend, wenn sie schwer und therapeutisch nicht (mehr) angehbar sind, was namentlich bei noch nicht lange chronifizierten Krankheitsgeschehen voraussetzt, dass keine therapeuti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche Option mehr und somit eine Behandlungsresistenz besteht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4.3.1.2; v</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gl. Urteile des Bund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">esgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5 und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2.1). An der bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichtlichen Praxis, wonach leichte bis höchstens mittelschwere Störungen aus dem depressiven Formenkreis in der Regel therapierbar sind und invalidenversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherungsrechtlich zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen (vgl. Urteile des Bund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">esgerichtes 9C_836/2014 vom 23. März 2015 E. 3.1, 9C_474/2013 vom 20.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2014 E. 5.4, 9C_696/2012 vom 19. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2013 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.2.1, 9C_250/201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 vom 29. November 2012 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5, 9C_736/2011 vom 7.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2012 E. 4.2.2.1 sowie 9C_917/2012 E. 3.2 vom 14. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">August 2013) hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nichts geändert (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_125/2015 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">November 2015 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 7.2.1 und 9C_168/2015 vom 13. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.2 mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie erwiesener</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">massen therapieresistent sind (statt vieler: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 140 V 193</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut angehbar sind - gesetzlich ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">langten Konstellation ist den no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rmativen Anforderungen des Art. 7 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.7.1 bis 3.7.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich und darf nicht lediglich nicht auszuschliessen sein. Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konsequent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und sta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haltig ausgeschöpft wurden (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 140 V 193</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">137 V 64</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ist eine mittelgradige depressive Episode eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">„blosse“</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Begleiterscheinung (zum Beispiel Urteil des Bund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">esgerichts 8C_689/2014 vom 19. Januar 2015 E. 3.4; vgl. auch Rahel Sager, Die bundesgerichtliche Rechtsprechung betreffend Depression, in: SZS 2015 308 ff., 312) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu einer somatoformen Schmerzstörung oder einem vergleichbaren psychosoma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Leiden (vgl. BGE 137 V 64 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), beurteilt sich die Frage der invalidisierenden Wirkung der gesundheitli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Beeinträchtigungen nach der Schme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rzrechtsprechung (BGE 141 V 281; vgl. BGE 140 V 290 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.2; vgl. Urteile des Bundesgeri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chts 8C_624/2015 vom 25. Januar 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.2 und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 4.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine leichte depressive Episode stellt nach der Gerichtspraxis keine Komorbidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tät von hinreichender Erheblichkeit im Sinne der früheren Rechtsprechung zu den unklaren syndromalen Beschwerdebildern dar. Sie ist auch grundsätzlich nicht geeignet, eine leistungsspezifische Invalidität zu begründen (Urteil des Bundesgerichts 9C_337/2015 vom 7. April 2016 E. 4.4.1 mit weiteren Hinwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Persönlichkeitsstörungen können aufgrund klinischer psychiatrischer Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chungen klar diagnostiziert werden (vgl. BGE 139 V 547 E. 7.1.4; vgl. Rz 1003 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über die Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 des IVG [KSSB] in der ab 1. Januar 2016 gültigen Fassung). Sie zählen rechtsprechungsgemäss nicht zu den pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage. Die Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 ist auf Persönlichkeitsstörungen nicht anwendbar (vgl. Urteile des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 8C_730/2015 vom 24. Februar 2016 E. 4.1 und 8C_6/2016 vom 3. Februar 2016 E. 4.2.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Diagnosen aus der Z-Kategorie (Kapitel XXI) des ICD-10 Systems sind für Fälle vorgesehen, in denen Sachverhalte als "Diagnosen" oder "Probleme" ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geben sind, die nicht als Krankheit, Verletzung oder äussere Ursache unter den Kategorien A00-Y89 klassifizierbar sind. Diese Belastungen fallen als solche nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesundheitsschadens (Urteil des Bund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">esgerichtes 9C_894/2015 vom 25. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit Hinweis auf 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weiteren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Akzentuierte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) vermögen keinen rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erhebli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Gesundheitsschaden zu begründen (Urteil des Bundesgerichts 8C_558/2015 vom 22. Dezember 2015 E. 4.2.4 mit Hinweis auf 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1). Dazu bedürfte es zumindest einer Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung (Urteil des Bundesgerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.5 mit Hinweisen)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen, die medizinischen Abklärungen hätten gezeigt, dass keine Gesundheitsschäden vorliegen würden, die die Arbeitsfähigkeit erheblich einschränkten. Daher bestehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu den im Vorbescheidverfahren vorgebrachten Einwänden wurde ausgeführt, es sei ein ergänzender Arztbericht eingeholt worden. Eine Teilremission der depressiven Symptomatik sei ausgewiesen. Gemäss den behandelnden Ärzten sei unklar, ob die Störung im psychiatrischen Krankheitsbild oder lediglich in einer bestimmten Persönlichkeitsstruktur bestehe. Die gesundheitlichen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkungen würden sich jedoch durch medizinische Massnahmen vermindern lassen. Daher werde am Entscheid festgehalten (Urk. 2 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, aus den Akten gehe her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vor, dass klare Anhaltspunkte für das Vorhandensein einer Invalidität vorlägen. Es sei aktenwidrig und willkürlich, dass die IV-Stelle zur gegenteiligen Schlussfolgerung gelangt sei und verletze zudem den Untersuchungsgrundsatz. Zumindest hätte ein unabhängiges medizinisches Gutachten eingeholt werden müssen. Auch der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) sei von einem relevanten Gesundheitsschaden ausgegangen, weshalb dem Beschwerdeführer Leistungen der Invalidenversicherung zustünden (Urk. 1 S. 6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die medizinische Aktenlage präsentierte sich im Verfügungszeitpunkt wie folgt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht der Y.___ vom 3. März 2014 wur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 7/11 S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome, schleichender Beginn ab ca. 2011 (ICD-10 F 32.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Persönlichkeitsakzentuierung mit zwanghaften und narzisstischen Antei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">len (ICD-10 Z 73.1), DD: Persönlichkeitsstörung, schleichender Beginn ab ca. 2011</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Übernahme der Verantwortung für die Mutter als Jugendlicher, Beginn während Pubertät (ICD-10 Z 60.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Patient sei wach, allseits orientiert, Hinweise für Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen lägen nicht vor. Das formale Denken sei geordnet, manchmal leicht verlangsamt und umständlich. Es sei eine deutliche Störung der Vitalgefühle mit Motivationsmangel, Antriebs- und Freudlosigkeit erkenn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar (Urk. 7/11 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, es sei davon auszugehen, dass diese auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund der Diagnosen aktuell deutlich eingeschränkt sei. In Belastungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">situationen könne es zu einer Überforderung kommen, die sich in eingeengtem Denken und der Schwierigkeit, sich zu strukturieren, zeige. Es werde ein schritt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weiser Einstieg in eine IV-gestützte Lehre empfohlen (Urk. 7/11 S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht der Y.___ vom 14. April 2015 wurden folgende Diagnosen mit Auswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 7/57 S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen, seit der Adoleszenz (ICD</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">10 F 60.8)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode, seit 10/2013 (ICD-10 F 33.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Patient sei bewusstseinsklar, allseits orientiert und die Konzentration, Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fassung, Aufmerksamkeit und das Gedächtnis seien ungestört. Ich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Störungen oder Sinnestäuschungen lägen keine vor. Er fühle sich ungerecht behandelt, kümmere sich immer um die anderen, bisher sei aber nichts zurückgekommen. Er habe ausgeprägte Versagensängste, die er sich jedoch nicht eingestehe. Der Antrieb sei vermindert, psychomotorisch sei er verarmt. Er sei stark externali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sierend, so schätze er die IV-Berufsberaterin als unfähig und mit ihm überfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dert ein. Hinweise auf eine Suizidalität würden nicht vorliegen. Er erzähle begeistert, dass er einen Tag zuvor bei einem PC-Game einen Rekord </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufgestellt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> habe, was für ihn eine Bestätigung seines Könnens sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 7/57 S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, aufgrund der mittlerweile eingetretenen Dekonditionierung sei er zu 50 % arbeitsunfähig. Einfache Tätigkeiten könne er ab sofort im Umfang von 4-5 Stunden pro Tag ausüben. Eine Ausbildung, die seinen Fähigkeiten entspreche (z.B. Detailhandel, Logistik, Betriebsunterhalt), sei ebenfalls 4-5 Stunden pro Tag möglich. Durch das Fortführen der ambulanten Psychotherapie könne längerfristig eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit resultieren. Im strukturierten Rahmen einer sozialpädagogischen WG könne die Einsatzfähigkeit schrittweise gesteigert werden (Urk. 7/57 S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht der Y.___ vom 5. November 2015 wurde ausgeführt, es sei anzumer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ken, dass bei einem so jungen Patienten die Diagnose einer narzisstischen Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sönlichkeitsstörung methodisch sehr schwer zu stellen sei. Die Frage, ob eine Persönlichkeitsakzentuierung oder eine Persönlichkeitsstörung vorliege, lasse sich in Bezug auf den Patienten schwer klären. Eine Persönlichkeitsstörung sei eine schwerwiegende Störung, die leicht zu einer Arbeitsunfähigkeit führen könne. Eine solche Persönlichkeitsstörung könne gegenwärtig nicht ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlossen werden. Es sei unklar, ob die Störung des Patienten in einer bestimmten Persönlichkeitsstruktur oder im psychiatrischen Krankheitsbild der narzisstischen Persönlichkeit bestehe. Im zweiten Fall wäre es durchaus mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich, dass eine Arbeitsunfähigkeit vorliegen würde (Urk. 7/66).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht der Y.___ vom 1. Dezember 2015 wurden folgende Diagnosen mit Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 7/73 S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F 33.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, zwanghaften und vermeidenden Anteilen (ICD-10 F 61), DD: narzisstische Persönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">keitsstörung (ICD-10 F 60.80)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Patient sei wach, bewusstseinsklar und in allen Qualitäten sicher orientiert. Formalgedanklich sei er diskret logorrhoisch, leichtgradig ideenflüchtig und weitschweifig, sonst geordnet. Hinweise auf eine höhergradige Störung des Gedächtnisses, der Konzentration oder der Auffassung lägen nicht vor. Auch Ängste oder Zwänge seien nicht eruierbar (Urk. 7/73 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, seit dem 21. Juli 2015 sei der Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherte zu 100 % arbeitsunfähig. Körperliche oder geistige Einschränkungen würden nicht vorliegen. Es bestehe eine depressive Symptomatik, die sich in Antriebsminderung, Energielosigkeit und sozialem Rückzug äussere. Aufgrund der narzisstischen Persönlichkeitsstörung zeige der Versicherte stark ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prägte Versagensängste mit einhergehendem Vermeidungsverhalten, Angst vor Zurückweisung, erhöhte Verletzbarkeit und Kritikempfindlichkeit sowie Schwierig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keiten im interpersonellen Kontakt. Diese Einschränkungen würden sich durch eine kontinuierliche ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung inkl. Psychopharmakotherapie sowie durch die Entwicklung von beruflichen Perspektiven im Rahmen einer IV-gestützten Lehre vermindern lassen. Dadurch erhöhe sich die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/73 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Arztberichte führen jeweils ähnliche Befunde auf, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich der Diagnosestellung. Während im ersten Bericht vom 3. März 2014 von einer Persönlichkeitsakzentuierung ausgegangen wird, wird im Bericht der Y.___ vom 1. Dezember 2015 eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, zwanghaften und vermeidenden Anteilen (ICD-10: F 61) genannt. Gemäss den Ausführungen von Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, ist diese Divergenz darauf zurückzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führen, dass sich die Frage, ob eine Persönlichkeitsakzentuierung oder eine Persönlichkeitsstörung vorliege, schwer klären lasse (Urk. 7/66). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vermag </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> akze</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ntuierte Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keinen rechtserheblichen Gesundheitsschaden zu begründen (vgl. SVR 2012 IV Nr. 52 S. 188 E. 3, 9C_537/2011, oder Urteil 8C_897/2013 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bruar 2014 E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. 3.9), weshalb der Bericht der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___ vom 3. März 2014 von vornherein nicht geeignet ist, einen invalidisierenden Gesundheitsschaden zu belegen. Den Ausführungen von Dr. Z.___ ist zu entnehmen, dass es sich beim Beschwerdeführer aufgrund seines jungen Alters kaum eruieren lasse, ob tatsächlich von einer Persönlichkeitsstörung ausgegangen werden könne. Er hielt fest, das Vorliegen einer solchen könne aber zumindest nicht ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlossen werden (Urk. 7/66). Damit handelt es sich lediglich um einen Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung. Eine Verdachtsdiagnose ist jedoch nicht geeig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">net, einen invalidisierenden Gesundheitsschaden zu belegen.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2015 wurde beim Beschwerdeführer eine Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, zwanghaften und vermeidenden Anteilen diagnostiziert (Urk. 7/73 S. 1). Im Widerspruch dazu stehen die erho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benen Befunde. So wurde festgehalten, es seien weder Ängste noch Zwänge eruierbar. Der Patient gebe Motivations-, Freud- und Interessenlosigkeit sowie Antriebsverminderung und einen sozialen Rückzug an (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7/73 S. 2). Wie aus diesen Befunden auf eine Persönlichkeitsstörung geschlossen werden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kann</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, ist unklar. Im Bericht wird denn auch nicht dargelegt, wie die behandelnden Ärzte zur Diagnosestellung gelangten. Aus diesen Gründen vermag </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Bericht nicht zu überzeugen, weshalb nicht darauf abgestellt werden kann.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Selbst wenn man indessen davon ausginge, dass beim Beschwerdeführer eine Persönlichkeitsstörung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vorläge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, wäre diese nicht als invalidisierend anzusehen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychische Krankheit ist invalidenversicherungsrechtlich nur dann rele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vant, wenn </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vorliegt (vgl. E. 1.2). Im Bericht der Y.___ vom 14. April 2015 hielt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">med. pract. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt für</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Psychiatrie und Psychotherapie, fest, der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer sei ab sofort 50 % arbeitsfähig. Die 50%ige Arbeitsunfähigkeit sei auf eine mittlerweile eingetretene Dekonditionierung zurückzuführen (Urk. 7/57 S. 4). Diese ist versicherungsrechtlich indes nicht zu berücksichtigen, da es sich dabei nicht um eine Diagnose mit Krankheitswert handelt (vgl. Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 8C_456/2009 E. 6). Ohne Dekonditionierung wäre gemäss den Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzungen des behandelnden Arztes Dr. A.___ trotz der von ihm attestier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Persönlichkeitsstörung von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Zwar wurde dem Beschwerdeführer im Bericht der Y.___ vom 1. Dezember 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Dies jedoch lediglich für den beschränkten Zeitraum vom 21. Juli bis 1. Dezember 2015. Die behandelnden Ärzte wiesen darauf hin, es sei mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit zu rechnen. Die bisherige Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hin zumutbar (Urk. 7/73 S. 3). Damit mangelt es an einer langdauernden Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung der Arbeitsfähigkeit, weshalb die IV-Stelle zu Recht einen invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sierenden Gesundheitsschaden verneinte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">An dieser Einschätzung vermag der im Beschwerdeverfahren eingereichte Bericht von Dr. med. B.___ nichts zu ändern (Urk. 3/3). Zum einen ist darauf hinzuweisen, dass der Erlass der angefochtenen Verfügung die Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. etwa BGE 129 V 356 E. 1, 129 V 169 E. 1, 129 V 4 E. 1.2, je mit Hinweisen), und bloss diejenigen tatsäch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Umstände zu berücksichtigen sind, die sich bis zu jenem Zeitpunkt ereig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">net haben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Zum anderen werden in diesem Bericht weder neue Diagnosen noch neue Befunde genannt, weshalb er nicht geeignet ist, eine langdauernde Arbeitsunfähigkeit zu belegen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass die depressive Episode zwischenzeitlich remittiert ist. Dies geht nicht nur aus dem Arztbericht von Dr. B.___ vom 4. August 2016 hervor (Urk. 3/3), sondern wird auch vom Beschwerdeführer selbst anerkannt. So führte er in seiner Beschwerdeschrift aus, es sei zu einem Rückgang der depressiven Symptomatik gekommen. Mittlerweile stehe die Persönlichkeitsstörung im Vordergrund (Urk. 1 Ziff. 19). Damit steht fest, dass auch die vorübergehend attestierte depressive Erkrankung keinen invalidisierenden Gesundheitsschaden darstellt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist beim Beschwerdeführer unabhängig davon, ob lediglich eine Persönlichkeitsakzentuierung oder eine Persönlichkeitsstörung vorliegt, ein invalidisierender Gesundheitsschaden zu verneinen. Damit veranlasste die IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Stelle zu Recht keine weiteren medizinischen Abklärungen. Die Verfügung der IV-Stelle vom 22. Juni 2016 ist im Resultat nicht zu beanstanden, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit seiner Eingabe vom 18. August 2016 ersuchte der Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie um die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters in der Person von Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Stadler (Urk. 1 S. 2). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorliegend sind die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gemäss § 16 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) erfüllt (vgl. Urk. 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), weshalb dem Gesuch des Beschwerdeführers zu entsprechen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entsprechend der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zesses sowie unter Berücksichtigung dessen, dass vom Rechtsvertreter im Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bescheidverfahren bereits die gleichen Einwände vorgebracht wurden, ist der unentgeltliche Rechtsvertreter mit Fr. 1‘200.-- aus der Gerichtskasse zu ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG), zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zur Nachzahlung der Gerichtskosten verpflichtet ist, sobald </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> dazu in der Lage ist.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span> </span></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht beschliesst:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">In Bewilligung des Gesuchs vom 18. August 2016 wird dem Beschwerdeführer die un</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">entgeltliche Prozessführung gewährt und es wird ihm Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren bestellt,</span></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">und erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse genommen. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführer wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler, Zürich,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird mit </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 1‘200</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse entschädigt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführer wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dr. Peter Stadler</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstCuriger</p><p></p></div> </div></body></html>