Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 9. November 2022 (810 22 166) ____________________________________________________________________ Straf- und Massnahmenvollzug Bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsri chter Daniel Ivanov, Hans Furer, Niklaus Ruckstuhl, Kantonsrichterin Ana Dettwiler , Gerichtsschreiber Martin Michel Beteiligte A.____ , Beschwerd eführer gegen Sicherheitsdirektion Basel -Landschaft , Amt für Justizvollzug, Vorinstanz Betreff Verweigerung der bedingten Entlassung (Verfügung der Sicherheitsdirektion, Amt für Justizvollzug, vom 29. Juli 2022) A. Der deutsche Staatsangehörige A.____ (geb. 1984) w urde mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 29. April 2021 der mehrfachen sexu ellen Handlungen mit Kindern, der mehrfachen Schändung, der mehrfachen Pornographie sow ie der mehrfachen Verletzung des Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte schuld ig erklärt und zu einer Freiheitsstra- fe von 4 Jahren, unter Anrechnung der vom 6. Dezember 2 019 bis zum 2. April 2020 aus- gestandenen Untersuchungshaft sowie des vorzeitigen Strafvollzugs bis zum 29. April 2021 von insgesamt 510 Tagen verurteilt. Weiter ordnete das Str afgericht gemäss Art. 57 Abs. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) vom 21. Dezember 1937 i.V.m. Art. 63 Abs. 1 StGB eine ambulante Behandlung an, verwies A.____ in Anwe ndung von Art. 66a lit. h StGB für die Dauer von 10 Jahren des Landes und verbot ihm gestützt auf Art. 67 Abs. 3 lit. b, c und d StGB lebenslänglich jede berufliche und jede organisierte a usserberufliche Tätigkeit, die einen regel- mässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst. B. A.____ befindet sich aktuell zum Vollzug der Freihei tsstrafe in der Justizvollzugsanstalt B.____ (JVA). Per 5. August 2022 hatte er zwei Dritte l seiner Strafe verbüsst. Das reguläre Strafende fällt auf den 5. Dezember 2023. C. Am 11. Mai 2022 ersuchte A.____ das Amt für Justizvo llzug des Kantons Basel- Landschaft (AJV) um bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug auf den Zwei-Drittel-Termin. D. Mit Verfügung vom 29. Juli 2022 verweigerte das A JV die bedingte Entlassung von A.____. E. Gegen die Verfügung des AJV erhebt A.____ mit Ein gabe vom 8. August 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilu ng Verfassungs- und Verwaltungs- recht (Kantonsgericht), mit den Anträgen, es sei ihm die bedingte Entlassung zum Zwei-Drittel- Termin und die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. F. Am 22. September 2022 reichte das AJV die Akten ein und verzichtete auf eine Ver- nehmlassung. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord- nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 i.V.m. § 6a des Geset zes über den Vollzug von Strafen und Massnahmen (StVG) vom 21. April 2005 ist gegen Ent scheide der Vollzugsbehörde betref- fend die Entlassung aus dem Straf- und Massnahmenvollzug die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- u nd Verwaltungsrecht, zulässig. Die formellen Voraussetzungen gemäss den §§ 43 ff. VPO sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist. 2. Das Kantonsgericht entscheidet mit voller Kognition be züglich Sachverhalts- und Rechtsfragen (§ 45 Abs. 1 VPO; vgl. ausführlich zur erf orderlichen Kognition: BGE 147 I 259 E. 1.3.2; Urteil des Bundesgerichts 6B_652/2021 vom 14. September 2021 E. 1.7.2 f.). Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.1.1 Das AJV führte in der angefochtenen Verfügung v om 29. Juli 2022 einerseits aus, dass dem Beschwerdeführer gemäss dem Führungsbericht der JVA vom 28. Juni 2022 (Führungs- bericht) ein guter Vollzugsverlauf attestiert werden kö nne. Insgesamt stehe das Vollzugsverhal- ten einer bedingten Entlassung nicht entgegen. Anderer seits kam die Vorinstanz zum Schluss, dass die bedingte Entlassung wegen einer weiterhin un günstigen Legalprognose verweigert werden müsse. 3.1.2 Weiter verwies die Vorinstanz auf das forensisch-psyc hiatrische Gutachten vom 9. April 2020 (Gutachten), in welchem die Gutachteri n eine Störung der Sexualpräferenz im Sinne einer Pädophilie (ICD-10 F65.4) und evtl. ein er Zoophilie (ICD-10 F65.8) sowie eine An- passungsstörung (ICD-10 F43.2) diagnostiziert habe. Ein e Pornographie- bzw. Handysucht sowie eine posttraumatische Belastungsstörung sei im Guta chten klar ausgeschlossen worden. Beim Beschwerdeführer bestehe im Vergleich zu Personen , die keine pädosexuellen Delikte begangen hätten und bei denen keine Pädophilie besteh e, ein erhöhtes Risiko, erneut pädo- sexuelle Delikte zu begehen und sich der illegalen Porno graphie schuldig zu machen. Das Rückfallrisiko für pädosexuelle Delikte und illegale Po rnographie habe die Gutachterin als mo- derat beurteilt. 3.1.3 Aus der angefochtenen Verfügung ergibt sich weit er, dass die behandelnde Thera- peutin im Therapieverlaufsbericht des Forensisch-Psychiatri schen Dienstes der Universität C.____ vom 29. Juni 2022 (Therapieverlaufsbericht) zum Schluss gekommen sei, dass die Hauptmotive der sexuellen Handlungen mit Kindern beim Beschwerdeführer in einem Bedürfnis nach kompensatorischer Dominanz, Rache und traumabedin gter Rollenumkehr zu suchen seien und ein anhaltendes sexuelles Interesse an Kindern nicht habe eruiert werden können. Bagatellisierungstendenzen seien bezüglich einer pädosex uellen Orientierung nicht ausge- schlossen. Der Beschwerdeführer sei mit dem Preisgeben d eliktrelevanter, ihn belastender In- halte zurückhaltend gewesen. Auch ein sexuelles Interess e an Tieren im Sinne von einer Zoo- philie habe beim Beschwerdeführer nicht eruiert werden können. Bezüglich der Anpassungsstö- rung gehe die Therapeutin vom Vorliegen ausreichende r Symptome für die Diagnose einer mit- telgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) im Tatz eitraum aus, die aktuell nachgelassen (remittiert) habe. Weiter habe die Therapeutin beim Beschwerdeführer eine psychische Störung und Verhaltensstörung durch Alkohol bzw. ein Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F10.21) diagnos- tiziert. Der Beschwerdeführer habe angegeben, oft "zwe i Promille" gehabt zu haben, am Mor- gen total verkatert aufgewacht zu sein und mit Restalkohol zur Arbeit gegangen zu sein. Aktuell sei er in beschützender Umgebung abstinent. Der Beschwer deführer habe sich vorwiegend an- gepasst gezeigt, habe sich teilweise auch vorsichtig abgre nzen und habe eigeninitiativ ihn be- schäftigende Themen einbringen können. Belastende Gef ühle zu zeigen, sei ihm hingegen schwergefallen. Er habe sich gerne aufgestellt und fröhl ich gezeigt. Als Hauptrisikofaktor sei beim Beschwerdeführer eine Dominanzproblematik zu sehen , nicht im Sinne eines vorwiegend dominanten Auftretens, sondern im Sinne eines vorwieg end angepassten Verhaltens mit einer Verschiebung von Dominanzwünschen auf Schwächere bzw. Opf er. Eine differenzierte Ausein- andersetzung und rückfallpräventive Arbeit stünden noch aus. Der Beschwerdeführer anerken- ne lediglich den Vorwurf betreffend zwei Opfer und be streite weiterhin die Vorwürfe in Bezug auf zwei weitere Kinder. Er mache geltend, es habe ke ine weiteren Opfer gegeben. Die Vorin-Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht stanz verweist sodann auf den Therapieverlaufsbericht, in welchem die Therapeutin zum Schluss gekommen sei, dass eine bedingte Entlassung nach Verbüssung von zwei Dritteln der Freiheitsstrafe verfrüht sei. Dem Beschwerdeführer stünden nach einer Entlassung eine berufli- che und private Neuorientierung bevor und damit poten tiell zahlreiche Stressoren, auf dem Boden seiner im Deliktzeitraum deutlich sichtbar geworde nen maladaptiven Copingstrategien. Er weise zwar zahlreiche Ressourcen auf, welche aber nicht neu entstanden seien und dadurch nicht als ausreichend protektiv erachtet werden könnten. Aufgrund der Landesverweisung kön- ne er beim Aufbau einer konstruktiven Lebensführung auc h nicht genügend unterstützt und begleitet werden. Eine Fortführung der Therapie sei daher im Sinne einer Behandlungskontinui- tät indiziert. Die Therapeutin empfehle, den Beschwer deführer in eine offene Anstalt zu verset- zen, damit er mehr Stressoren ausgesetzt werde, eine a däquate Abgrenzung üben und gleich- zeitig einen Umgang mit Verführungssituationen wie Alko hol, Pornographie und "Handyspiel- sucht" erproben könne. Es sei nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer aktuell ein Interesse an einem Kontakt mit Kindern habe. 3.1.4 In Würdigung des Gutachtens und insbesondere des T herapieverlaufsberichts zieht die Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 29. Juli 2022 den S chluss, dass die Voraussetzungen für eine bedingte Entlassung gemäss Art. 86 Abs. 1 StGB n icht erfüllt seien und deshalb die be- dingte Entlassung zu verweigern sei. Der Beschwerdefüh rer argumentiere widersprüchlich: Auf der einen Seite mache er geltend, er habe sich der Gutachterin nicht öffnen können. Auf der an- deren Seite wiederhole er "gebetsmühlenartig" gegenü ber verschiedenen Personen ohne irgendwelche Scham oder Skrupel immer die gleiche Versio n mit intimen Details über seine Sexualität. Daher sei nicht erkennbar, weshalb er sich der Gutachterin nicht habe öffnen kön- nen. Der Beschwerdeführer bestreite zudem, am dritten Knaben sexuelle Handlungen vorge- nommen zu haben, obwohl dies vom Gericht rechtkräftig so festgehalten worden sei. Der Be- schwerdeführer neige weiterhin stark dazu, zu externalisie ren und bagatellisieren. Es sei bei ihm keinerlei intrinsische Reue erkennbar. Der Beschwerd eführer anerkenne seine Diagnose (d.h. Störung der Sexualpräferenz im Sinne einer Päd ophilie und evtl. einer Zoophilie sowie eine Anpassungsstörung) nicht, sondern sehe sein Proble m in einer "Porno- und Handysucht" sowie einer posttraumatischen Belastungsstörung, welche ab er von der Gutachterin klar nicht diagnostiziert worden seien. Beim Beschwerdeführer sei kein Risikomanagement erkennbar. Er wolle in Zukunft "eventuell" in Therapie gehen, offen bar aber um seinen angeblichen eigenen Missbrauch aufzuarbeiten und nicht um sich als Täter seinen Taten zu stellen und zu verhin- dern, dass dies nochmals passiere. Als einziges Risikomanageme nt gebe er an, in Zukunft "Kinder zu vermeiden". Sollte der Beschwerdeführer zu m jetzigen Zeitpunkt entlassen werden, würde er in dieselben Lebensumstände und mit derselben Einstellung zurückkehren, wie sie zum Zeitpunkt seiner Verhaftung geherrscht hätten. Auch wenn er sich in den klaren Strukturen des Strafvollzugs wohl verhalten habe, sei aufgrund sein es Vorlebens, seiner Einstellung, seiner problematischen Persönlichkeitsanteile, der mangelnden Krankheitseinsicht, der fast feh- lenden Therapiefortschritte und des klar nicht vorhande nen Risikomanagements nicht davon auszugehen, dass er sich künftig an die Regeln halten und sich von deliktischem Verhalten distanzieren werde, weshalb ihm eine negative Legalprognose gestellt werden müsse. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.2.1 Der Beschwerdeführer beschwert sich zunächst eingehe nd und mit scharfen Worten darüber, dass der abschlägige Entscheid des AJV vom 29. Ju li 2022 ihn "nicht fristgerecht er- reicht" habe. Ihm sei die Abweisung seines Antrags auf b edingte Entlassung aus dem Strafvoll- zug erst am 4. August 2022 mündlich eröffnet worden, di e schriftliche Verfügung sei ihm erst am 8. August 2022 zugegangen. Eine solche Verfügung m üsse mindestens 10 Tage vor dem "Entlassungsdatum (Stichtag)" beim Antragsteller eint reffen, um "die Wahrung der Frist einer Beschwerde zu gewährleisten". Der Beschwerdeführer sieht darin "ein allumfängliches, massi- ves Versäumnis … sowie die Verletzung der Sorgfaltspflich t" seitens der zuständigen Behörde. Mit einer erneuten Entschuldigung oder dem blossen Ver sprechen, künftig noch mehr auf die Einhaltung zeitlicher Abläufe zu achten, sei das Problem nicht erledigt. Diese "grobe Pflichtver- letzung" habe ihn dazu bewogen, eine "offizielle Beschw erde bei der Aufsichtsbehörde" einzu- reichen. 3.2.2 Der Beschwerdeführer rügt im Weiteren die in se inen Augen unfaire und unsachliche Durchführung der Anhörung vom 14. Juli 2022 durch die Mitarbeiterinnen des AJV. Mit "angrei- fenden und verletzenden Vorwürfen" habe die fallführende Person des AJV ihn in der Anhörung "getroffen und eingeschüchtert". Seinen Äusserungen un d seiner sichtbaren Verfassung sei nicht gebührend Aufmerksamkeit geschenkt worden. Die Mitarbeiterinnen des AJV seien "keine Sekunde" auf ihn und seine "Meinung eingegangen", h ätten ihn "immer wieder klar abgelehnt, abgeblockt und nicht zugelassen". Er habe seine "Einstel lung zu den Taten" und sein "heutiges Verständnis" bzw. seine "Sichtweise" nicht wirklich darlegen können. So sei er oft unterbrochen worden. Ein Dialog oder ein konstruktives Gespräch hab e nicht stattgefunden. Im Strafvollzug sei er von der einweisenden Behörde und der Fallveran twortlichen im Stich gelassen worden, beispielsweise hinsichtlich einer Umsetzung der Therapie. Auch seinen Wiedereinstieg ins Le- ben in Freiheit nach dem Strafvollzug habe er "eigenständig organisiert". 3.2.3 Der Beschwerdeführer betont, er brauche nun eine Perspektive. Eine Weiterführung des geschlossenen Strafvollzugs wie bisher könne nicht die Lösung sein. Er habe dort keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr und könne keine weiteren Fortschritte mehr erzielen. Er habe in einem Schreiben an seinen Anwalt im Strafverfahren festgehalten, dass er "das Vorliegen einer Neigung und die Störung der Sexualpräferenz mit Überzeugung und absoluter Sicherheit ausschliessen" könne. Ihm eine schlechte Legalprognose u nd geringe Therapieerfolge zu bescheinigen, sei eine Unverschämtheit. Dies entspreche ni cht der Wahrheit. Der Beschwerde- führer führt weiter aus, er werde die Therapie ohneh in weiterführen. Er habe professionelle Unterstützung durch eine Organisation, die im Rahmen e ines Projekts die Aufgaben der Be- währungshilfe übernehme. Flyer und Visitenkarte der Organisation lägen der Beschwerde- begründung bei. Er werde zudem die grösstmögliche Unte rstützung durch seine Familie haben. Der soziale Empfangsraum sei vorbereitet. 4.1 Gemäss Art. 86 Abs. 1 StGB ist der Gefangene nach Verbüssung von zwei Dritteln der Strafe bedingt zu entlassen, wenn es das Verhalten im Strafvollzug rechtfertigt und nicht anzu- nehmen ist, er werde weitere Verbrechen oder Vergehe n begehen. Die zuständige Behörde prüft von Amtes wegen, ob der Gefangene bedingt ent lassen werden kann. Sie holt einen Be- richt der Anstaltsleitung ein und hört den Gefangenen an (Art. 86 Abs. 2 StGB). Die bedingte Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Entlassung stellt die Regel und die Verweigerung die A usnahme dar. In dieser Stufe soll der Entlassene den Umgang mit der Freiheit erlernen, was n ur in Freiheit möglich ist. Diesem rein spezialpräventiven Zweck stehen die Schutzbedürfnisse der Allgemeinheit gegenüber, welchen umso höheres Gewicht beizumessen ist, je hochwertiger di e gefährdeten Rechtsgüter sind. Die Prognose über das künftige Wohlverhalten ist in einer Gesamtwürdigung zu erstellen, welche nebst dem Vorleben, der Persönlichkeit und dem Verhal ten des Täters während des Strafvoll- zugs vor allem dessen neuere Einstellung zu seinen Taten , seine allfällige Besserung und die nach der Entlassung zu erwartenden Lebensverhältnisse b erücksichtigt (BGE 133 IV 201 E. 2.3; BGE 124 IV 193 E. 3). Im Sinne einer Differ enzialprognose sind die Vorzüge und Nach- teile der Vollverbüssung der Strafe denjenigen einer Aussetzung des Strafrests gegenüber- zustellen. Die Strafvollzugsbehörden haben insbesondere zu prüfen, ob die Gefährlichkeit des Täters bei einer Vollverbüssung der Strafe abnehmen, gl eichbleiben oder zunehmen wird (Ur- teile des Bundesgerichts 6B_215/2017 vom 19. Juli 2017 E. 2.4; 6B_93/2015 vom 19. Mai 2015 E. 4.1; BGE 124 IV 193 E. 5b/bb). Nach der bundesge richtlichen Rechtsprechung kann, selbst wenn im Strafvollzug keine weitere signifikante Verbesser ung der Legalprognose zu erwarten ist, unter Berücksichtigung der Bewährungsaussichten und de r betroffenen Rechtsgüter dem Sicherheitsinteresse der Allgemeinheit Vorrang eingeräu mt werden (Urteil 6B_333/2021 vom 9. Juni 2021 E. 1.2 mit Hinweisen). 4.2 Bei der Beurteilung der Legalprognose kommt der zuständigen Behörde Ermessen zu (BGE 133 IV 201 E. 2.3). Eine Ermessensüberschreitung kann etwa darin liegen, auf eine Ge- samtwürdigung aller für die Prognose relevanten Umstä nde zu verzichten und die günstige Le- galprognose allein gestützt auf das Bedenken weckende Vo rleben der vom Freiheitsentzug betroffenen Person zu verneinen (BGE 133 IV 201 E. 3. 2). Umgekehrt darf eine bedingte Ent- lassung auch nicht einzig aufgrund einzelner günstiger Faktoren – etwa dem Wohlverhalten des Verurteilten im Strafvollzug – bewilligt werden, wenn gewichtige Anhaltspunkte für die Gefahr neuer Rechtsbrüche sprechen (Urteile des Bundesgerichts 6B_93/2015 vom 19. Mai 2015 E. 5.3 und 6B_331/2010 vom 12. Juli 2010 E. 3.3.5; C ORNELIA KOLLER , in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Auflage, 2019, N 12 zu Art. 86 StGB). Unsachge- mäss wäre auch ein schematischer Einbezug der Kriterien, weil nicht in jedem Fall alle Kriterien gleichermassen (bzw. überhaupt) prognoserelevant sind u nd weil zwischen einzelnen Kriterien prognostisch positive oder negative Synergien bestehen kö nnen. Verlangt wird aber, dass die Kriterien im konkreten Fall auf ihre Prognoserelevanz geprüft werden: Die Gesamtwürdigung ist im Sinne einer Individualprognose vorzunehmen, was gege benenfalls Abklärungen im Ausland (soweit möglich), die Erstellung eines psychiatrischen Gu tachtens voraussetzt und eine blosse Berufung auf statistische Rückfallwahrscheinlichkeiten ver bietet. Unzulässig ist es, diese Prog- nose alleine und überwiegend gestützt auf formalisierte Prognoseinstrumente vorzunehmen. Es bedarf zusätzlich einer differenzierten Einzelfallanalyse durch den zuständigen Sachverstän- digen (Urteil des Bundesgerichts 6B_772/2007 vom 9. Apri l 2008 E. 4.2 ff.; K OLLER , a.a.O., N 12 zu Art. 86 StGB). 4.3 Das Vorleben des Verurteilten ist vorab unter dem G esichtspunkt früherer Straffälligkeit zu prüfen. Nach dem Wissensstand der Kriminologie ist die sbezüglich namentlich entschei- dend, wie häufig und in welchen zeitlichen Abständen b ereits Straftaten begangen wurden und Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht welcher Lebenszeitraum des Verurteilten durch Kriminali tät geprägt war, wobei als Faustregel gilt, dass die Gefahr der Begehung weiterer Straftate n umso höher ist, je mehr Delikte in der Vergangenheit begangen wurden und je kürzer die Abstände zwischen den einzelnen Straftaten waren (KOLLER , a.a.O., N 7 zu Art. 86 StGB). 4.4 Im Weiteren ist die Persönlichkeit des Täters zu wü rdigen. Bei den prognostisch zu berücksichtigenden Persönlichkeitsmerkmalen des Täters handelt es sich wie bei anderen straf- rechtlichen Prognosen um Merkmale, welche auf strafrechtlich relevante Denk- und Verhaltens- muster hinweisen, wie u.a. eine erhöhte Kränkbarkeit, Impulsivität, Selbstbezogenheit, Aggres- sivität, eine Tendenz, Verhalten und Absichten anderer g enerell als feindselig wahrzunehmen, ein übersteigerter Dominanzanspruch wie ein ausgeprägtes Geltungsbedürfnis oder sexuell de- viante Interessen. Umgekehrt können personenbezogene Ressourcen (u.a. Selbstkontrolle, vor- handene [realistische] Lebensziele, ausreichende soziale Ko mpetenzen, ausreichende kogniti- ve Kompetenzen zur Lösung von Alltagsproblemen sowie gu tes Planungs- und Entscheidungs- verhalten) sowie auch umweltbezogene Ressourcen (u.a. e motionale Bindung an eine zuver- lässige Person, Einbindung in sowie Unterstützung durch ein normkonformes soziales Netz- werk, gute Schulausbildung/berufliche Anstellung, positive Freizeitgestaltung) fallspezifisch, d.h. abhängig vom individuellen Deliktmechanismus, prognostisch positiv gewertet werden. Zu beur- teilen ist, ob "ein Wandel zum Besseren" stattgefunden hat, ob sich die innere Einstellung des Verurteilten verändert, ob er Einsicht in die Folgen seiner Tat gewonnen hat und seine Tat be- reut, ob eine Reifung und Festigung der Persönlichkeit etwa durch therapeutische Einwirkung festzustellen ist (K OLLER , a.a.O., N 8 zu Art. 86 StGB). Die Bedeutung einer vertieften Auseinandersetzung des Verurteilten mit seiner Tat verl angt "eine objektiv nachvollziehbare Auseinandersetzung". Dabei darf auch erwartet werden, dass die gefangene Person im Rah- men einer Therapie an ihren Defiziten arbeitet. Fehlende Tataufarbeitung darf als prognoserele- vant erachtet und negativ gewürdigt werden (Urteil de s Bundesgerichts 6B_93/2015 vom 19. Mai 2015 E. 5.6). Für die Erfassung der Täterpersö nlichkeit sind psychodiagnostische Abklärungen nicht obligatorisch, doch kann für eine sac hgerechte Erfassung der Täterpersön- lichkeit ein entsprechendes Gutachten häufig unentbehrl ich sein. Ist die diesbezügliche Sach- lage unklar, weil z.B. widersprüchliche Gutachten über d en Therapieverlauf vorliegen, dann ist es zulässig, dass die für die bedingte Entlassung zuständ ige Behörde eine Neubegutachtung anordnet (KOLLER , a.a.O., N 8 zu Art. 86 StGB). Auch Umstände der Str aftat können auf prog- noserelevante Persönlichkeitsmerkmale hinweisen (BGE 103 lb 27 E. 1). 5.1 Im vorliegenden Fall ist das Zweidrittelerfordern is gemäss Art. 86 Abs. 1 StGB erfüllt. Das Verhalten des Beschwerdeführers im Strafvollzug steht auch nach Ansicht der Vorinstanz einer bedingten Entlassung nicht entgegen, da sich der Beschwerdeführer im Strafvollzug stets korrekt verhalten und zuverlässig gute Arbeit geleistet hat. Der Entscheid über die bedingte Ent- lassung hängt somit wesentlich davon ab, ob ihm eine günstige Prognose gestellt werden kann. 5.2 Die verzögerte schriftliche Eröffnung des abschlägi gen Entscheids über den Antrag auf eine bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug mag für den Beschwerdeführer unbefriedigend sein. Auf sein Begehren im vorliegenden Verfahren vor Kantonsgericht hat dieser Umstand jedoch keine Auswirkung. Für die verurteilten Personen im Strafvollzug gibt es keinen Anspruch Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht und keine Garantie, dass sie nach Verbüssung von zwei Drit teln ihrer Freiheitsstrafe genau auf den "Stichtag" aus dem Strafvollzug bedingt entlassen we rden. Ein Rechtsmittelverfahren – wie etwa das vorliegende – führt zwangsläufig ebenso zu eine r Verzögerung der Entlassung aus der Haft über den "Stichtag" der bedingten Entlassung hinaus, wenn sich der die bedingte Ent- lassung ablehnende Entscheid der Strafvollzugsbehörden im Rechtsmittelverfahren als unrecht- mässig erweist. 5.3.1 Das AJV stellt in der angefochtenen Verfügung vom 29. Juli 2022 zutreffend fest, dass im Therapieverlaufsbericht die bedingte Entlassung des Beschwerdeführers aus dem Strafvoll- zug per 5. August 2022 (d.h. nach Verbüssung von zwei Dr itteln der Freiheitsstrafe) als verfrüht bezeichnet wird. Die Vorinstanz erachtet es zutreffend a ls legalprognostisch ungünstig, wenn der Beschwerdeführer die im Gutachten gestellte Diagno se einer Störung der Sexualpräferenz im Sinne einer Pädophilie (ICD-10 F65.4) und evtl. einer Zoophilie (ICD-10 F65.8) sowie einer Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) bestreitet und stattdes sen seine Straftaten mit anderen Ursachen ("Porno- und Handysucht", posttraumatische Belast ungsstörung, unerfüllte Sexualität mit seinem Partner oder Rache an anderen Personen) zu erklären versucht. Richtig ist zudem die Feststellung, dass der Beschwerdeführer vor seiner Ver urteilung keine Vorstrafen aufge- wiesen hat, was für eine gute Prognose spricht. 5.3.2 Problematischer und weniger nachvollziehbar wird die Begründung der Vorinstanz, wenn sie ausführt, der Beschwerdeführer gebe als einzig es Risikomanagement an, in Zukunft "Kinder zu vermeiden", ohne aber zu konkretisieren, wi e er dies tun werde. Immerhin hat er er- klärt, konkrete Berufspläne im Bereich Hotelfach oder Hotelmanagement zu haben, das Berufs- verbot hinsichtlich Tätigkeiten mit Kindern zu respekti eren, sich auch in seiner Freizeit künftig fern von Kindern zu halten. Nicht zutreffend erschei nt sodann die Feststellung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer würde bei einer Entlassung aus dem Strafvollzug zum jetzigen Zeitpunkt in dieselben Lebensumstände und mit derselben Einstel lung zurückkehren, wie sie zum Zeit- punkt seiner Verhaftung geherrscht hätten. Richtig ist demgegenüber, dass sich wichtige Vor- zeichen in seinem Leben ändern werden. Die Landesverweisung wird dazu führen, dass er sich in Deutschland ein neues Leben aufbauen muss und wird. Z war gilt das ausgesprochene Berufsverbot nur in der Schweiz, doch ist davon auszugehe n, dass sich seine Erwerbstätigkeit in einen neuen Berufszweig ohne häufigen bzw. intensive n Kontakt zu Kindern, namentlich Kleinkindern, verlagern wird. Er beschreibt einen trag fähigen sozialen Empfangsraum, in der Person seiner Tante und seiner Schwester, welche ihn in der Zeit nach der Entlassung zu unterstützen bereit seien. Insbesondere werde er am Anf ang im Haus seiner Tante in D.____ wohnen können. Nicht übersehen werden darf, dass es sich b eim Beschwerdeführer um eine Person mit guter Schulbildung, mit abgeschlossener Ausbil dung und – abgesehen von seinen sexuellen Entgleisungen – mit Bewährung im Berufsleben handelt, welchem ein erfolgreicher Wiedereinstieg ins Berufsleben, namentlich auch in eine m neuen Berufszweig, zugetraut wer- den kann. Geändert hat sich seine persönliche Situation auch insofern, dass er voraussichtlich nicht mehr in der problembehafteten Partnerschaft stehe n wird, in welcher er zum Zeitpunkt seiner Straftaten stand. Das unerfüllte Sexualleben mi t seinem damaligen Partner und das geschilderte Problem, wegen dem Partner übermässig Alkohol konsumiert zu haben, werden in Zukunft nicht mehr bestehen – was natürlich nicht aussch liesst, dass in einer neuen Partner-Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht schaft andere Probleme entstehen werden. Mag ein überm ässiger Alkoholkonsum allgemein gesehen ein problematischer Faktor im Leben jeder betroffenen Person erscheinen, fällt ein all- fälliges Alkoholproblem beim Beschwerdeführer im Hinbl ick auf seine Legalprognose nicht ent- scheidend ins Gewicht, weil die begangenen Delikte, vor allem diejenigen, die zur mehrjährigen Freiheitsstrafe geführt haben, nicht direkt auf einen übermässigen Alkoholkonsum zurückge- führt werden können. 5.3.3 Zwar setzt sich das AJV in der Verfügung vom 29. Jul i 2022 eingehend mit den zentralen Grundlagen für eine Legalprognose auseinande r, d.h. dem Gutachten sowie dem Therapieverlaufsbericht. Die in diesen beiden Dokumente n enthaltenen Aussagen werden hin- gegen unvollständig behandelt und auch selektiv oder etwas einseitig gewürdigt. Die Vorinstanz übt ihr Ermessen insofern nicht rechtkonform aus, wenn sie nicht alle massgebenden Kriterien des konkreten Falls im Hinblick auf eine Legalprognose g egeneinander abwägt und umfassend würdigt. 5.3.4 Weitgehend ausgeblendet wird in der vorinstanzli chen Verfügung, dass jene Delikte, die zur mehrjährigen Freiheitsstrafe geführt haben un d einen Freiheitsentzug über längere Zeit rechtfertigen können, aus einer sehr spezifischen berufli chen Situation heraus entstanden sind (Tätigkeit als Leiter einer Kindertagesstätte sowie häu figer, intensiver Umgang und Kontakt mit Kleinkindern). Der Therapieverlaufsbericht (S. 11) spr icht von einem geringen bis moderaten Rückfallrisiko und führt dazu aus, dass ein Wiederholungs szenario (d.h. länger andauernde psychische Stressoren und Einsatz inadäquater Copingstrateg ien [Süchte], bei gleichzeitigem Sichanpassen und Sichunterordnen unter die Bedürfnisse a nderer und Aktivierung seiner eige- nen Missbrauchserfahrungen) eine längere Phase des Aufba us voraussetze und dass somit von keiner unmittelbaren Gewalt auszugehen sei. 5.3.5 Unerwähnt bleibt in der vorinstanzlichen Verfügun g weiter der Umstand, dass der Be- schwerdeführer kein ausschliesslich auf Pädophilie ausgericht etes Sexualverhalten aufweist, sondern grundsätzlich die Möglichkeit hat, seine sexuellen Bedürfnisse im legalen Rahmen unter erwachsenen Personen auszuleben (Gutachten, S. 102), was er in der Vergangenheit auch weitestgehend getan hat. Dieser Umstand spricht für eine günstige Legalprognose. Prog- nostisch ebenso eher günstig ist, dass der Beschwerdeführ er – soweit bekannt – trotz seiner langjährigen Tätigkeit mit Kindern erst im Alter von 35 Jahren die vorgeworfenen Delikte beging. Es gab also viele Jahre "time at risk", ohne dass es zu sexu ellen Handlungen an Kindern ge- kommen ist (Gutachten, S. 101 f.). Die Gutachterin beu rteilt zusammenfassend und unter Berücksichtigung der prognostisch ungünstigen und günstige n Faktoren beim Beschwerdefüh- rer das Risiko für erneute sexuelle Handlungen an minde rjährigen Knaben und die eigenhändi- ge Herstellung von illegaler Pornographie sowie den Konsum illegaler Pornographie als mode- rat (Gutachten, S. 102). 5.3.6 Schliesslich lässt die Vorinstanz in ihrer Verfügung unberücksichtigt, dass der Thera- pieverlaufsbericht im Hinblick auf das Ende der Freihe itsstrafe "die Verlegung in ein offenes Vollzugssetting für dringender indiziert" erachtet, dami t "die bisherigen therapeutischen Fort- schritte alltagsnäher überprüft und vertieft" werden können. Im bisher durchgeführten geschlos-Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht senen Setting hatte der Beschwerdeführer keine Gelege nheit, sich im beschriebenen Sinn zu bewähren und sich wirksamer auf seine Entlassung aus dem Strafvollzug vorzubereiten. Bei dieser Betrachtung ist sein Vorwurf an die Vollzugsbehö rden, risikosenkende Massnahmen (z.B. Vollzugslockerungen zu einem früheren Zeitpunkt) ni cht aktiver unterstützt bzw. gefördert zu haben, berechtigt. Solche Versäumnisse der zuständigen Behörde sind bei der Würdigung der gesamten Umstände zu Gunsten des Beschwerdeführers zu berücksichtigen. 6. Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz führt die Würdigung sämtlicher relevanter Aspekte zum Schluss, dass die Legalprognose im Hinblick auf ei ne bedingte Entlassung des Beschwerdeführers aus dem Strafvollzug nach Verbüssung von zwei Dritteln der vierjährigen Freiheitsstrafe als ausreichend günstig erscheint, was zur Gutheissung der Beschwerde führt. 7. Die Angelegenheit ist zur umgehenden bedingten Ent lassung und Regelung der Moda- litäten derselben an das Amt für Justizvollzug zurückzuweisen. 8.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kan tonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- der Vorinstanz aufzuerlegen. Eine Parteient- schädigung fällt mangels anwaltlicher Vertretung ausser Betracht (§ 21 VPO). 8.2 Bei diesem Verfahrensausgang wird das vom Beschwerd eführer gestellte Gesuch um unentgeltliche Prozessführung gegenstandslos. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügu ng des Amtes für Jus- tizvollzug vom 29. Juli 2022 aufgehoben und das Amt für J ustizvollzug wird angewiesen, den Beschwerdeführer umgehend bedin gt zu ent las- sen und die Modalitäten der Entlassung zu regeln. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- werden der Sicher- heitsdirektion Basel-Landschaft, Amt für Justizvollzug, auferlegt. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Präsidentin Gerichtsschreiber