<h2>SubmittedText<h2><p>Auf meine Interpellation 12.3863 hat der Bundesrat geantwortet: "Aufgrund der Vorteile der internationalen Arbeitsteilung sollte sich die Schweizer Wirtschaft in ihrer ganzen Breite dem globalen Wettbewerb stellen."</p><p>Den betroffenen Branchen nützen diese Grundsätze leider nichts, die Frankenstärke hat unvermutet und unverschuldet viel Wettbewerbsfähigkeit und Substanz gekostet.</p><p>- Wie beobachtet der Bundesrat, welche Branchen wie stark durch die Frankenstärke benachteiligt werden?</p><p>- Wie hoch wird die Gefahr einer Deindustrialisierung eingeschätzt bei anhaltender Frankenstärke?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die für die Konjunkturbeobachtung zuständigen Bundesstellen, namentlich das Staatssekretariat für Wirtschaft, verfolgen die Auswirkungen der Frankenstärke auf die Wirtschaft kontinuierlich. Das derzeitige Wirtschafts- und Währungsumfeld für die Exportunternehmen ist zweifellos herausfordernd, allerdings präsentiert sich das Bild auf Branchen- und Firmenebene sehr unterschiedlich. Während sich gut positionierte Exportbranchen wie Pharma und Uhren nach wie vor robust behaupten, stehen insbesondere die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie sowie der Tourismussektor unter erhöhtem Konkurrenz- und Anpassungsdruck. Angesichts der Frankenstärke und des schwierigen internationalen Umfelds bleibt der Anpassungsdruck in der Industrie auch in Zukunft hoch. Jedoch zeichnet sich bislang kein flächendeckender Rückgang der industriellen Beschäftigung ab. Im Gegenteil, die Zahl der Beschäftigten in der Industrie ist in den letzten 12 Monaten um 0,6 Prozent gestiegen. Mit der Einführung und der konsequenten Verteidigung der Euro-Untergrenze hat die Schweizerische Nationalbank entscheidend dazu beigetragen, die Rahmenbedingungen für die Exportwirtschaft zu stabilisieren. Durch diese umsichtige Politik werden die aus der Frankenaufwertung resultierenden Risiken für den Produktions- und Beschäftigungsstandort Schweiz gemildert. </p>