B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Entscheid bestätigt durch BGer mit Urteil vom 13.07.2020 (2C_537/2019) Abteilung I A-5082/2018 U r t e i l v o m 2 2 . M a i 2 0 1 9 Besetzung Richter Daniel Riedo (Vorsitz), Richterin Annie Rochat Pauchard, Richter Michael Beusch, Gerichtsschreiberin Zulema Rickenbacher. Parteien 1. A._______, […], 2. Y._______, […], 3. B._______, […], alle vertreten durch Dr. iur. Roberto Dallafior, Rechtsanwalt, und Patrik Salzmann, Rechtsanwalt, […], Beschwerdeführerinnen, gegen Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV, Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI, […], Vorinstanz. Gegenstand Amtshilfe (DBA CH-USA 96). A-5082/2018 Seite 2 Sachverhalt: A. Der US-amerikanische Internal Revenue Service (IRS) stellte am [Datum] 2017 gestützt auf Art. 26 des Abkommens vom 2. Oktober 1996 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den Vereinigten Staaten von Amerika zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen (SR 0.672.933.61; DBA CH -USA 96) und das dazugehörige Protokoll (ebenfalls unter SR 0.672.933.61) ein Amtshilfeer- suchen bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV). Das Ersuchen betrifft die in den USA steuerpflichtige (hier nicht beschwerdeführende) Person, welche in den Steuerperioden vom [Daten] eine Zeichnungs- oder ähnliche Berechtigung oder wirtschaftliche Berechtigung am Konto Nr. […] bei der D._______ Bank hatte. Mit Schreiben vom [Datum] 2018 bekräftigte der IRS sein Amtshilfegesuch. Auf Anfrage der ESTV vom [Datum] 2018 erklärte sich der IRS mit Schrei- ben vom […] 2018 mit einer Schwärzung der Namen von zwei Direktoren der vom Amtshilfeersuchen betroffenen (hier nicht beschwerdeführenden) Domizilgesellschaft einverstanden. B. Aufgrund des erwähnten Amtshilfeersuchens erklärte die ESTV mit einer gegenüber Q._______, E._______, F._______, Y ._______ sowie der A._______ erlassenen Schlussverfügung vom [Datum] 2018, dem IRS Amtshilfe betreffend Q._______ zu leisten und dieser Behörde folgende von der D._______ Bank edierten Informationen zu übermitteln: – Bankunterlagen zur Kundenbeziehungs-Nr. […] für den Zeitraum vom [Daten]; – Certificate of Authenticity of Business Records. Dabei seien diejenigen Informationen, die nicht amtshilfefähig seien und nicht hätten ausgesondert werden können, von der ESTV geschwärzt wor- den. Überdies seien die Namen von E._______ und F._______ in den zu übermittelnden Bankunterlagen ge schwärzt worden (siehe zum Ganzen : Dispositiv-Ziff. 1 und 2 der Schlussverfügung). A-5082/2018 Seite 3 Die ESTV wies ferner ein von Y ._______ und der A._______ gestelltes Be- gehren um Schwärzung ihrer Namen und ihrer übrigen Identifikationsmerk- male in den zu übermittelnden Un terlagen ab (Dispositiv -Ziff. 3 der Schlussverfügung). Weiter kündigte die ESTV an, den IRS „bei der Übermittlung der Informati- onen auf die Einschränkungen bei deren Verwendung und die Geheimhal- tungspflichten gemäss Artikel 26 Ziffer 2 DBA-USA 96 [recte: Art. 26 Ziff. 1 Sätze 3 und 4 DBA CH -USA 96]“ hinzuweisen (Dispositiv -Ziff. 4 der Schlussverfügung). C. Mit Beschwerde vom [Datum] 2018 lassen die A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin 1), Y ._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin 2) und B._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin 3; zusammen: Be- schwerdeführerinnen) beim Bundesverwaltungsgericht beantragen, unter entsprechender Abänderung bzw. teilweiser Aufhebung der angefochtenen Schlussverfügung sei anzuordnen, dass „auch die Namen und übrigen Identifikationsmerkmale (wie Unterschrift, Firma, Adresse, Telefon - und Faxnummern, Homepage, E-Mail, Bankverbindung etc.) der Beschwerde- führerinnen aus den zur Übermittlung vorgesehenen Unterlagen auszuson- dern oder einzuschwärzen sind“ (Beschwerde, S. […]). Eventualiter fordern die Beschwerdeführerinnen, die Amtshilfe sei „unter dem Vorbehalt zu ge- währen, dass die ersuchende Behörde die übermittelten Informationen nur im Verfahren gegen Q._______ als wirtschaftlich Berechtigten an der L._______ Corp. für die im Amtshilfeersuchen vom [Datum] 2017 genannte Steuererhebung verwenden darf“ (Beschwerde, S. […]). Subeventualiter stellen die Beschwerdeführerinnen das Begehren, die Sache sei verbun- den mit Weisungen (namentlich mit der Weisung, den IRS „um Zustimmung zur Schwärzung der Personendaten der Beschwerdeführerinnen [zu] ersu- chen,“) sowie zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Be- schwerde, S. […]). Schliesslich fordern die Beschwerdeführerinnen eine Parteientschädigung zulasten der Staatskasse. D. Mit innert erstreckter Frist eingereichter Vernehmlassung vom [Datum] 2018 beantragt die ESTV, die Beschwerde sei kostenpflichtig abzuweisen. A-5082/2018 Seite 4 E. Mit unaufgefordert eingereichter Eingabe vom [Datum] 2018 lässt die Vo- rinstanz dem Gericht ein Schreiben von G._______ vom [Datum] 2017 zu- kommen. Bei G._______ handelt es sich um den [Funktion] der OECD. F. Mit ebenfalls unaufgefordert eingereichtem Schreiben vom [Dezember] 2018 beantragen die Beschwerdeführerinnen sinngemäss, das Schreiben von G._______ vom [Datum] 2017 sei nicht zu berücksichtigen. Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Dem vorliegenden Verfahren liegt ein Amt shilfeersuchen des IRS ge- stützt auf Art. 26 Ziff. 1 DBA CH-USA 96 zugrunde. Die Durchführung der mit diesem Abkommen vereinbarten Bestimmungen richtet sich nach dem Steueramtshilfegesetz vom 28. September 2012 (StAhiG, SR 651.1; vgl. Art. 1 Abs. 1 Bst. a StAhiG und Art. 24 StAhiG e contrario). 1.2 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun- desverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) beurteilt dieses Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwa ltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021). Zu den beim Bundesverwaltungsgericht anfechtba- ren Verfügungen gehören auch die Schlussverfügungen der ESTV im Be- reich der internationalen Amtshilfe (Art. 32 VGG e contrario und Art. 19 Abs. 5 StAhiG). Somit ist die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsge- richts zur Beurteilung des angefochtenen Entscheids zu bejahen. 1.3 Beschwerdeberechtigt sind gemäss Art. 19 Abs. 2 StAhiG die be- troffene Person und weitere Personen unter den Voraussetzungen von Art. 48 VwVG. Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist beschwerdebefugt, wer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teil- nahme erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Bst. c). Diese Voraussetzungen müssen kumulativ ge- geben sein (Urteil des BVGer A-1472/2018 vom 22. Januar 2018 E. 1.3.1). A-5082/2018 Seite 5 Die Beschwerdeführerinnen 1 und 2 sind als Adressatinnen der angefoch- tenen Schlussverfügung sowie mit Blick darauf, dass nach dieser Verfü- gung Informationen über sie an die USA übermittelt werden sollen, im Sinne von Art. 19 Abs. 2 StAhiG in Verbindung mit Art. 48 VwVG durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und ha ben ein schutzwürdi- ges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung. Folglich sind sie zur Beschwerde berechtigt (vgl. auch BGE 143 II 506 E. 5, 139 II 404 E. 2.1.3 und 2.3; Urteil des BVGer A -5777/2016 vom 15. Dezember 2016 E. 1.3.1 f., mit weiteren Hinweisen). Auch in Bezug auf die Beschwerdeführerin 3 ist die Legitimation zu beja- hen, da nach Auffassung der ESTV Informationen über sie an den ersu- chenden Staat weitergeleitet werden sollen und sie damit durch die streit- betroffene Schlussverfügung ebenfalls besonders berührt ist sowie ein schutzwürdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Änderung hat. Der Um- stand, dass die Beschwerdeführerin 3 am vorinstanzlichen Verfahren nicht teilgenommen hat und sie auch nicht Adressatin der angefochtenen Schlussverfügung ist, steht der Beschwerdefugnis im Sinne von Art. 19 Abs. 2 StAhiG in Verbindung mit Art. 48 VwVG nicht entgegen. Denn es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin 3 im Sinne von Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG keine Möglichkeit zur Teilnahme am Verfahren vor der Vorinstanz hatte. 1.4 Nach dem Gesagten ist auf die im Übrigen form - und fristgerecht ein- gereichte Beschwerde (vgl. Art. 50 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 StAhiG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 und 3 VwVG sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG) einzutreten. 1.5 Entgegen der Auffassung der Beschwerde führerinnen kann die Ein- gabe der Vorinstanz vom [Dezember] 2018 (mitsamt der zugehörigen Er- klärung von G._______ vom [Datum] 2017), selbst wenn sie verspätet er- folgt wäre, berücksichtigt werden, soweit sie als ausschlaggebend er- scheint (vgl. Art. 32 Abs. 2 VwVG). 1.6 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid in vollem Umfang überprüfen. Die Beschwerdeführerinnen können neben der Verletzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtse rheblichen Sachverhalts (Art. 49 Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 Bst. c VwVG). A-5082/2018 Seite 6 2. 2.1 Staatsvertragliche Grundlage für die Leistung von Amtshilfe in Steuer- sachen gegenüber den USA ist Art. 26 DBA CH-USA 96. Gemäss dessen Ziff. 1 tauschen die zuständigen Behörden der beiden Vertragsstaaten un- ter sich diejenigen gemäss ihren Steuergesetzgebungen erhältlichen Aus- künfte aus, die notwendig sind zur Durchführung der Bestimmungen des Abkommens oder zur Verhütung von Betrugsdelikten und dergleichen, die eine unter das Abkommen fallende Steuer zum Gegenstand haben. Un- ter das Abkommen fällt dabei insbesondere die sog. „backup withholding tax“, eine Sicherungssteuer, die auf Dividenden, Zinsen und Verkaufs - bzw. Rückzahlungserlösen erhoben wird (vgl. Art. 2 Ziff. 2 Bst. b DBA CH- USA 96 sowie Urteil des BVGer A-4218/2017 vom 28. Mai 2018 E. 2.1, mit Hinweisen). 2.2 Nach konstanter Rechtsprechung ist von einen begründeten Tatver- dacht bezüglich „Betrugsdelikten und dergleichen “ im Sinne von Art. 26 Ziff. 1 DBA CH-USA 96 auszugehen, wenn (1) eine Gesellschaft über ein Konto bei einer Bank mit Sitz in der Schweiz verfügt, (2) diese Bank über den Status eines vertragsschliessenden Finanzinstituts im Rahmen des QI-Systems verfügt, (3) die wirtschaftlich berechtigte Person gemäss For- mular A in den USA steuerpflichtig ist, (4) diese in den USA steuerpflichtige Person die eigenständige Struktur der Gesellschaft missachtet hat, indem sie direkt auf die auf dem Konto der Gesellschaft gelagerten Vermögens- werte zugegriffen hat, wie wenn die Gesellschaft nicht existieren würde, (5) das betreffende Konto US-Wertschriften enthält, (6) die Bank – ob ab- sichtlich oder nicht – ihren Verpflichtungen gemäss Qualified Intermediary- Agreement (QIA) nicht nachgekommen ist, was sich insbesondere daraus ergeben kann, dass das Formular W -8BEN auf den Namen der Gesell- schaft und nicht auf denjenigen der wirtschaftlich berechtigten Person aus- gestellt worden ist, oder daraus, dass sich weder ein Formular W -9 noch ein Formular 1099 in den Kon tounterlagen befinden (Urteile des BVGer A -4218/2017 vom 28. Mai 2018 E. 2.4.3.2, A -5295/2016 vom 30. November 2017 E. 3.2.4.1, mit Hinweisen). 2.3 In Anwendung des Verhältnismässigkeitsprinzips (vgl. Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) müssen die Amtshilfemassnahmen ihrem Zweck ent- sprechen und dürfen sie nicht über das hinausgehen, was zu dessen Er- reichung notwendig ist (statt vieler: BGE 139 II 404 E. 7.2.2, mit Hinweisen; siehe ferner zum Verbot der Beweisausforschung, das Ausfluss des Ver- hältnismässigkeitsgrundsatzes ist [BGE 129 II 484 E. 4.1; BVGE 2015/27 A-5082/2018 Seite 7 E. 3, 2011/14 E. 5.2.2.1], Art. 7 Bst. a StAhiG sowie [in Bezug auf das DBA CH-USA 96] Urteil des BGer 2C_1042/2016 vom 12. Juni 2018 E. 4.2 f.; Urteil des BVGer A-5513/2015 vom 31. Oktober 2016 E. 5.5.2). Rechtspre- chungsgemäss darf der ersuchte Staat Auskünfte mit der Begründung, die verlangten Informationen seien nicht notwendig im Sinne von Art. 26 Ziff. 1 DBA CH-USA 96, freilich nur verweigern, wenn ein Zusammenhang zwi- schen den verlangten Angaben und der im ersuchenden Staat durchge- führten Untersuchung unwahrscheinlich erscheint (vgl. BGE 141 II 436 E. 4.4.3, mit weiteren Hinweisen; Urteil des BVGer A-4218/2017 vom 28. Mai 2018 E. 2.3.1). In letzterem Sinne ist auch Art. 17 Abs. 2 StAhiG zu verstehen, wonach Informationen, welche voraussichtlich nicht erheblich sind, nicht übermittelt werden dürfen (Urteile des BVGer A-4218/2017 vom 28. Mai 2018 E. 2.3.1, A-3791/2017 vom 5. Januar 2018 E. 5.1.1, mit wei- teren Hinweisen; vgl. auch Art. 4 Abs. 3 StAhiG [zu dieser Bestimmung so- gleich E. 2.4.1]). 2.4 2.4.1 Gemäss Art. 4 Abs. 3 StAhiG in der bis Ende 2016 gültig gewesenen Fassung (AS 2013 231) ist die Übermittlung von Informationen zu Perso- nen, welche nicht vom Ersuchen betroffen sind, unzulässig. Nach der am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Fassung dieser Vorschrift ist die Über- mittlung von Informationen zu Personen, welche nicht betroffene Personen sind, unzulässig, „wenn diese Informationen für die Beurteilung der Steu- ersituation der betroffenen Person nicht voraussichtlich relevant sind oder wenn berechtigte Interessen von Personen, die nicht betroffene Personen sind, das Interesse der ersuchenden Seite an der Übermittlung der Infor- mationen über wiegen“ (AS 2016 5063). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat dieser neu ins Gesetz aufgenommene Passus nichts an der Ordnung betreffend die Übermittlung von Informationen über vom Amtshilfeersuchen nicht betroffene Personen geändert (vgl. BGE 144 II 29 E. 4.2.3, 143 II 506 E. 5.2.1; Urteil des BGer 2C_387/2016 vom 5. März 2018 E. 5.1). Nach dieser Ordnung bzw. der einschlägigen Rechtspre- chung sind unter Umständen auch Personen, deren Steuerpflicht im ersu- chenden Staat nicht geltend gemacht wird, al s (materiell) betroffene Per- sonen zu qualifizieren, nämlich dann, wenn die Informationen über diese Personen für den ersuchenden Staat voraussichtlich erheblich sind (grund- legend: BGE 141 II 436 E. 4.4.3 und 4.5, auch publiziert in: ASA 84 [2015/2016] S. 5 59 ff.; ferner: BGE 143 II 185 E. 3.2 ff.). Können die er- suchten Informationen für die Steuerpflicht der im ersuchenden Staat zu besteuernden Person voraussichtlich erheblich sein (bzw. sind diese Infor- mationen – im Fall des DBA CH-USA 96 – im Sinne von Art. 26 Ziff. 1 DBA A-5082/2018 Seite 8 CH-USA 96 notwendig zur Durchführung des Abkommens oder zur Verhü- tung von Betrugsdelikten und dergleichen betreffend eine unter das Ab- kommen fallende Steuer), so sind sie dem ersuchenden Staat zu übermit- teln (vgl. BGE 141 II 436 E. 4.4.3 f., 143 II 506 E. 5.2.1; Urteile des BVGer A-4218/2017 vom 28. Mai 2018 E. 3.1, A-3791/2017 vom 5. Januar 2018 E. 5.2.2, mit Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist der Begriff der nicht betroffenen Person nach Art. 4 Abs. 3 StAhiG restriktiv zu verstehen (vgl. BGE 142 II 161 E. 4.6.1 f.; Urteil des BVGer A -4218/2017 vom 28. Mai 2018 E. 3.1). Damit sollen in Anwendung des Verhältnismässigkeitsprinzips Personen geschützt wer- den, die nichts mit dem im Amtshilfeersuchen geschilderten Sachverhalt zu tun haben, deren Namen also rein zufällig in den weiterzuleitenden Doku- menten auftauchen ( „fruit d'un pur hasard“; Botschaft des Bundesrates vom 5. Juni 2015 zur Genehmigung des Übereinkommens des Europarats und der OECD über die gegenseitige Amtshilfe in Steuersach en und zu seiner Umsetzung [Änderung des Steueramtshilfegesetzes], BBl 2015 5585 ff., 5623, und statt vieler : Urteil des BVGer A-3791/2017 vom 5. Ja- nuar 2018 E. 5.2.2, mit Hinweisen). Der Name eines Dritten kann jedoch in den zu übermittelnden Unterlagen b elassen werden, wenn dies geeignet ist, die steuerliche Situation der vom Ersuchen betroffenen Person zu er- hellen (Urteil des BGer 2C_619/2018 vom 21. Dezember 2018 E. 3.1). 2.4.2 Das Bundesgericht erklärt in eine m Urteil vom 18. Dezember 2017, im konkreten Fall seien im Rahmen des Informationsaustausches die Na- men von Bankmitarbeitenden und Rechtsvertretern grundsätzlich abzude- cken, da Informationen über Bankangestellte sowie Rechtsvertreter nichts mit dem Zweck des Ersuchens (bzw. dem Motiv für das Ersuchen) zu tun hätten („rien à voir avec la question fiscale qui motive les demandes“). Es hält zudem fest, dass bei der zu beurteilenden Konstellation nicht ersicht- lich sei, inwieweit eine Schwärzung der Namen der Bankangestellten und des Anwalts/Notars in den zu übermittelnden Dokumenten diese unver- ständlich mache oder ihnen die Beweiskraft nehme. Zwar sei es möglich, dass die Frage, ob der Steuerpflichtige von sich aus oder auf Anraten bzw. unter Mitwirkung Dritter gehandelt habe, die Höhe einer allfälligen Steuer- busse beeinflusse. Hierzu genüge aber die Informationen, ob und gegebe- nenfalls inwieweit Dritte beteiligt gewesen seien. Die Identität dieser Dritten sei demgegenüber ohne Belang (siehe zum Ganzen: BGE 144 II 29 E. 4.3; siehe zu diesem Urteil auch ANDREA OPEL, Inf ormationsaustausch über Bankmitarbeiter – das Ja nusgesicht der Steueramtshilfe, in: ASA 86 [2017/2018] S. 433 ff., S. 469 ff.). A-5082/2018 Seite 9 Im erwähnten Urteil führt das Bundesgericht auch aus, dass Art. 26 DBA CH-USA 96 einzig eine Grundlage für die Amtshilfe enthalte. Informationen über die Identität von mutmasslichen Komplizen des Steuerpflichtigen könnten gestützt auf diese Vorschrift daher nur erlangt werden, sofern diese Informationen für die Abklärung der steuerlichen Situation des Steu- erpflichtigen selbst notwendig seien (BGE 144 II 29 E. 4.3). Abschliessend erklärt das Bundesgericht, im fraglichen Fall seien die Na- men der Bankmitarbeitenden und des Anwalts/Notars unter dem Vorbehalt, dass der ersuchende Staat ausdrücklich um diese Angaben ersuche un d diese Informationen nachweislich als notwendig erscheinen würden („sous réserve de situations où l'Etat requérant demanderait expressément ces données et que celles -ci présenteraient un caractère nécessaire avéré “), nicht im Sinne von Art. 26 Ziff. 1 DBA CH-USA 96 notwendig (BGE 144 II 29 E. 4.3; vgl. dazu auch OPEL, a.a.O., S. 471 [mit Ablehnung des Kriteri- ums, dass der ersuchende Staat explizit um die Namen ersucht]). 2.4.3 Im hiervor erwähnten Urteil (BGE 144 II 29 ff.) bezieht sich das Bun- desgericht (in E. 4.2.4) unter anderem auf einen früheren Entscheid zur internationalen Amtshilfe in Steuersachen. In jenem Entscheid hatte das Bundesgericht darüber zu befinden, ob die Amtshilfevoraussetzung von Art. 28 Abs. 1 des Abkommens vom 9. September 1966 zwischen der Schweiz und Frankreich zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen und zur Vermei- dung von Steuerbetrug und Steuerflucht (SR 0.672.934.91; DBA CH-FR), wonach die ersuchten Informationen voraussichtlich erheblich zur Durch- führung des Abkommens oder zur Anwendung oder Durchsetzung des in- nerstaatlichen Steuerrechts sein müssen, in Bezug auf die bei einer schweizerischen Bank vorhandenen Namen von Geschäft sführern einer bestimmten Gesellschaft erfüllt sind (Urteil des BGer 2C_904/2015 vom 8. Dezember 2016 E. 6.4, auch zum Folgenden). Das Bundesgericht be- jahte dies im konkreten Fall mit der Begründung, gehe es dem ersuchen- den Staat darum, zu prüfen, ob die in Frage stehende, über ein Konto bei der Bank verfügende Gesellschaft eine reelle Existenz aufweise. Zu wis- sen, wer die Geschäfte der Gesellschaft und deren Mittel in der Hand halte, sei im Rahmen der Prüfung, ob es sich nicht um eine Scheingesellschaft zwecks Täuschung über die Identität der tatsächlich über die Mittel bei der Bank verfügenden Person handle, voraussichtlich erheblich. A-5082/2018 Seite 10 2.4.4 Wird die Anonymisierung von Daten einzelner Personen verlangt, die in der Amtshilfeverpflichtung an sich unterliegenden Kontounterlagen ent- halten sind, genügt es grundsätzlich nicht, pauschal vorzubringen, bei den in diesen Unterlagen erwähnten Personen handle es sich um unbeteiligte Dritte. Vielmehr ist nach der bundesverwaltungsgerichtlichen Rechtspre- chung in solchen Konstellationen in Bezug auf jedes einzelne Aktenstück, das von der Übermittlung ausgeschlossen werden soll, anzugeben und im Einzelnen darzulegen, weshalb es im ausländischen Verfahren nicht er- heblich sein kann (vgl. statt vieler: Urteile des BVGer A -4218/2017 vom 28. Mai 2018 E. 3.2, A -4331/2017 vom 16. November 2017 E. 4.2.3, mit Hinweisen). 2.5 Das Spezialitätsprinzip stellt einen traditionellen völkerrechtlichen Grundsatz der internationalen Amts- und Rechtshilfe dar, welcher im Aus- lieferungsrecht entwickelt wu rde (vgl. BGE 123 IV 42 E. 3b, 135 IV 212 E. 2.1), wobei ihm auch völkergewohnheitsrechtlicher Charakter zukommt. Da es sich insbesondere aus der Vertragsnatur der Amts- und Rechtshilfe ableiten lässt, auf der es beruht, gründet es auf einem völkerrechtlic hen Vertrag. Der ersuchende Staat akzeptiert mit der vorbehaltlosen Entgegen- nahme der gesammelten Informationen die im Vertrag vorgesehene und bei der Übermittlung erwähnte Zweckbindung (zum Ganzen: ROBERT WEYENETH, Der nationale und internationale ordre p ublic im Rahmen der grenzüberschreitenden Amtshilfe in Steuersachen, 2017, S. 214, mit wei- teren Hinweisen). Dabei kann nach dem völkerrechtlichen Vertrauensprin- zip grundsätzlich als selbstverständlich vorausgesetzt werden, dass der Spezialitätsgrundsatz durch Staaten eingehalten wird, die mit der Schweiz durch einen Amts- oder Rechtshilfevertrag verbunden sind, ohne dass die Einholung einer ausdrücklichen Zusicherung notwendig wäre (BGE 128 II 407 E. 4.3.1, 115 Ib 373 E. 8, 107 Ib 264 E. 4b). Der Grundsatz der Spezi- alität der Amts- und Rechtshilfe schützt in erster Linie die Souveränität des ersuchten Staates, indem dieser durch die (vertragliche) Bestimmung des zulässigen Verwendungszweckes den Rahmen seiner Zusammenarbeit festlegt und eine gewisse Kontrolle über die Verwendung der übermittelten Informationen behält. Schliesslich stellt er aber auch eine Garantie zuguns- ten der betroffenen Person dar, deren Persönlichkeitsrechte durch die Zweckbindung geschützt werden (BGE 135 IV 212 E. 2.1). Letztlich enthält der Grundsatz der Zweckbindung insofern Merkmale einer Schranke und einer (Zulässigkeits-)Voraussetzung, als die ersuchende Behörde hinrei- chende Gewähr für deren Einhaltung bieten muss (siehe zum Ganzen : BVGE 2018 III/1 E. 2.9.1; WEYENETH, a.a.O., S. 216 ff., mit weiteren Hin- weisen). A-5082/2018 Seite 11 Beruht die internationale Hilfe auf Vertrag, ist der ersuchende Staat durch die Abkommensbestimmungen gebunden. Soweit der Vertrag die Trag- weite der Bindung für den ersuchenden Staat nur in den Grundzügen um- schreibt, gelangen subsidiär die allgemeinen Grundsätze für Rechtshilfe- verfahren zur Anwendung (vgl. Urteil des BGer 2A.551/2001 vom 12. April 2002 E. 6a; PETER POPP, Grundzüge der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen, 2001, Rz. 287 und 326 ff.). Im Bereich der Amtshilfe nach dem Doppelbesteuerungsabkommen mit den USA statuieren Art. 26 Ziff. 1 Sätze 3 und 4 DBA CH-USA 96 selbst, für wen und zu welchem Gebrauch die übermittelten Informationen ausschliesslich bestimmt sind. So sieht Art. 26 Ziff. 1 Satz 3 DBA CH-USA 96 vor, dass diese Informationen ebenso geheim zu halten sind wie die aufgrund des innerstaatlichen Rechts des er- suchenden Staates beschafften Informationen und sie nur Personen oder Behörden (einschliesslich der Gerichte und Verwaltungsbehörden) zu- gänglich gemacht werden dürfen, „die mit der Veranlagung, Erhebung oder Verwaltung, der Vollstreckung oder Strafverfolgung oder mit der Entschei- dung von Rechtsmitteln hinsichtlich der unter dieses Abkommen fallenden Steuern befasst sind“. Nach Art. 26 Ziff. 1 Satz 4 DBA CH-USA 96 dürfen diese Personen oder Behörden die Informationen nur für diese Zwecke verwenden. Gemäss Ziff. 8 Bst. c der Verständigungsvereinbarung zum DBA CH-USA 96 dürfen Personen oder Behörden, welchen in Anwendung von Art. 26 DBA CH-USA 96 Informationen zugänglich gemacht wurden, diese Infor- mationen in einem öffentlichen Gerichtsverfahren oder in einer Gerichts- entscheidung offenlegen. Nach ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts bedeutet das Spe- zialitätsprinzip, dass der ersuchende Staat die vom ersuchten Staat erlang- ten Informationen einzig in Bezug auf Personen oder Handlungen verwen- den darf, für welche er sie verlangt und der ersuchte Staat sie gewährt hat (Urteile des BVGer A-7261/2017 vom 3. April 2019 E. 7, A-6391/2016 vom 17. Janu ar 2018 E. 4.3.5, A-2322/2017 vom 9. April 2018 E. 5.3.5.1, A-4992/2016 vom 29. November 2016 E. 5, A -38/2014 vom 1. April 2014 E. 4.6). 2.6 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 über den Datenschutz (DSG, SR 235.1) dürfen Personendaten nicht ins Ausland be- kannt gegeben werden, „wenn dadurch die Persönlichkeit der betroffenen Personen schwerwiegend gefährdet würde, namentlich, weil eine Gesetz-A-5082/2018 Seite 12 gebung fehlt, die einen angemessenen Schutz gewährleistet “. Die Be- kanntgabe von Personendaten ist trot z fehlender Gesetzgebung nach Art. 6 Abs. 2 DSG unter anderem dann möglich, wenn hinreichende (ins- besondere vertragliche) Garantien einen angemessenen Schutz im Aus- land garantieren (Bst. a der Bestimmung), oder wenn die betroffene Person im Einzelfall eingewilligt hat (Bst. b der Bestimmung). Sowohl Art. 22 Abs. 5 StAhiG als auch das DSG verpflichten die ESTV, zuhanden der ersuchen- den Behörde auf eine Verwendungsbeschränkung zu verweisen. Ist eine solche in der angefochtenen Schlussverfügung enthalten, verl etzt die Übermittlung der Informationen Art. 6 DSG im Grunde nicht (Urteil des BGer 2C_619/2018 vom 21. Dezember 2018 E. 4.2; Urteile des BVGer A-3715/2017 vom 2. Juli 2018 E. 2.4.4, A-6080/2016 vom 23. Februar 2018 E. 4.5.3, A-4669/2018 vom 8. Dezember 2017 E. 2.9.3, A-1648/2016 vom 27. Juni 2017 E. 6.2). 2.7 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben „die Parteien“ Anspruch auf rechtli- ches Gehör. Das Recht auf Akteneinsicht ist Teil dieses verfassungsrecht- lichen Anspruchs (BGE 140 V 464 E. 4.1, 135 II 286 E. 5.1; Urteil des BGer 2C_112/2015 vom 27. August 2015 E. 2). Auf spezialgesetzlicher Ebene enthält das Steueramtshilfegesetz Vorschriften, die aus dem verfassungs- rechtlichen Anspruch auf rechtliches Gehör abgeleitet sind. Dazu zählt ins- besondere Art. 14 Abs. 1 StAhiG, wonach die ESTV die betroffene Person über die wesentlichen Teile des Ersuchens informiert. Zu diesen Vorschrif- ten gehört ferner auch die Regelung von Art. 14 Abs. 2 StAhiG, nach wel- cher die ESTV die weiteren Personen, von deren Beschwerdeberechtigung sie nach Art. 19 Abs. 2 StAhiG ausgehen muss, über das Amtshilfeverfah- ren informiert (vgl. zum Ganzen: Urteil des BVGer A-360/2017 vom 5. April 2017 E. 2.3). Nach der Rechtsprechung kann eine – nicht besonders schwerwiegende – Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwer- deinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 127 V 431 E. 3d/aa). Von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung ist selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückwei- sung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzöge- rungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gl eichgestellten) Inte- resse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 132 V 387 E. 5.1, mit Hinweis; vgl. auch A-5082/2018 Seite 13 BGE 133 I 201 E. 2.2; Urteile des BVGer A-6091/2017 vom 29. Juni 2018 E. 4.2, A-7149/2016 vom 14. Februar 2018 E. 1.8.2). 3. 3.1 Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass die Voraussetzungen für die Gewährung der Amtshilfe an den IRS grundsätzlich erfüllt sind. Insbe- sondere wird nicht in Abrede gestellt, dass das Ersuchen eine unter das Abkommen fallende Steuer betrifft und sich das (hier nicht beschwerdefüh- rende) Subjekt des Ersuchens aufgrund der darin enthaltenen Sachver- haltsbeschreibung hinreichend identifizieren lässt (vgl. zu den Anforderun- gen an Einzelersuchen ohne Namensnennung BGE 139 II 404 E. 7.2.3; Urteile des BVGer A-4218/2017 vom 28. Mai 2018 E. 2.3.1). Auch besteht Einigkeit darüber, dass das Ersuchen die formellen Anforderungen erfüllt (vgl. dazu Art. 6 StAhiG sowie Urteil des BVGer A-4218/2017 vom 28. Mai 2018 E. 2.3.2) und es in sachverhaltlicher Hinsicht einen genügenden De- taillierungsgrad aufweist, um nicht als unzulässige Beweisausforschung zu gelten (vgl. zum Verbot der Beweisausforschung E. 2.3). Es wird im Übri- gen richtigerweise nicht beanstandet, dass die ESTV auf das Ersuc hen eingetreten ist. In materieller Hinsicht durfte die ESTV mit Blick auf die gefestigte Recht- sprechung davon ausgehen, dass die Amtshilfevoraussetzung e ines be- gründeten Verdachts auf „Betrugsdelikte und dergleichen “ im Sinne von Art. 26 Ziff. 1 DBA CH-USA 96 erfüllt ist. Denn aus den edierten Bankun- terlagen lässt sich entnehmen, dass (1) die L._______ Corp., eine Domizilgesellschaft, welche kein Handels -, Fabrikations-, oder anderes nach kaufmännischer Art geführtes Ge- werbe betrieb, in der im Ersuchen erwähnten Zeitspanne als Kontoin- haberin über streitbetroffene Konto mit der Nr. […] (und der Kundenbe- ziehungs-Nr. […]) bei der D._______ Bank verfügte, (2) diese Bank den Status eines vertragsschliessenden Finanzinstituts im Rahmen des QI-Systems innehatte, (3) die wirtschaftlich berechtigte Person, Q._______, gemäss Formular A in den USA steuerpflichtig ist, (4) diese in den USA steuerpflichtige Person die eigenständige Struktur der L._______ Corp. missachtet bzw. „das Spiel der Gesellschaft nicht A-5082/2018 Seite 14 gespielt“ hat, und zwar namentlich indem sie ohne die hierfür erforder- liche gesellschaftsrechtliche Stellung oder Zeichnungsberechtigung in- direkt Zahlungsaufträge betreffend das Konto erteilte, (5) das Konto US-Wertschriften enthielt, (6) ein vorhandenes Ersatzformular des Formulars W -8BEN auf den Na- men der L._______ Corp., also nicht auf denjenigen der wirtschaftlich berechtigten Person (Q._______) ausgestellt worden ist, und sich we- der ein Formular W-9 noch ein Formular 1099 in den Kontounterlagen befinden, sodass die D._______ Bank – ob absichtlich oder nicht – ih- ren Verpflichtungen gemäss Qualified Intermediary-Agreement (QIA) nicht nachgekommen ist. 3.2 Im Zusammenhang mit dem Hauptantrag der Beschwerde liegt einzig die Frage im Streit, ob die Identitäten der Beschwerdeführerinnen im Sinne von Art. 26 Ziff. 1 DBA CH-USA 96 notwendig sind, um dem im Amtshilfeer- suchen geäusserten und sich aus Bankunterlagen ergebenden Verdacht auf „Betrugsdelikte und dergleichen“ nachzugehen. Wie die folgenden Ausführungen beispielhaft zeigen, sind die Beschwer- deführerinnen in den zu übermittelnden Unterlagen mehrfach erwähnt: In den edierten Kontoeröffnungsformularen ist notiert, dass die Korrespon- denz an die Beschwerdeführerin 1 zuzustellen ist (vgl. Akten Vorinstanz, act. […]). In der aufgrund der Geldwäschereigesetzgebung angefertigten Kundenbeschreibung betreffend die K._______ Inc. (bzw. die Domizilge- sellschaft) ist die Beschwerdeführerin 1 ferner unter der Rubrik „Naheste- hende/einzuführende Personen“ aufgeführt (Akten Vorinstanz, act. […]). Entsprechend den Angaben im Kontoeröffnungsformular erhielt die Be- schwerdeführerin 1 von der D._______ Bank während der massgebenden Zeitspanne Korrespondenz zum streitbetroffenen, auf die K._______ Inc. lautenden Konto, so namentlich zahlreiche Kontoauszüge (vgl. insbeson- dere Akten Vorinstanz, act. […]) und ein an die Beschwerdeführerin 1 bzw. an die Beschwerdeführerin 2 als deren Vertreterin gerichtetes Faxschrei- ben vom [Datum] 2003, mit welcher die D._______ Bank um Übermittlung eines Formular s betreffend US -Quellensteuern ersuchte (Akten Vo- rinstanz, act. […]). Eine Kopie des genannten Formulars wurde der Bank mit einem von der Beschwerdeführerin 2 im Namen der Beschwerdeführe- rin 1 unterzeichneten Faxschreiben vom [Datum] 2003 zugestellt (Akten Vorinstanz, act. […]). A-5082/2018 Seite 15 In verschiedenen Schreiben erteilte die Beschwerdeführerin 1 sodann In- struktionen betreffend das streitbetroffene Konto, so in einem Schreiben vom [Datum] 2003 (Auftrag, zugunsten der Beschwerdeführerin 1 eine Be- lastung des Kontos vorzunehmen; Akten Vorinstanz, act. […]), in einem Schreiben vom [Datum] 2003 (Zahlungsanweisung; Akten Vorinstanz, act. […]), in einem Schreiben vom [Datum] 2005 (Zahlungsanweisung; Ak- ten Vorinstanz, act. […]), in einem Schreiben vom [Datum] 2005 (Zahlungs- anweisung; Akten Vorinstanz, act. […]) und in einem solchen vom [Datum] 2010 (Anweisung, die Vermögenswerte auf dem streitbetroffenen Konto Q._______ bzw. dem wirtschaftlich Berechtigten zu übertragen und das Konto zu saldieren; Akten Vorinstanz, act. […]). Die Beschwerdeführerin 3 erscheint in einem auf den [Datum] 2005 datie- renden Schreiben mit dem Briefkopf der Beschwerdeführerin 1. Dieses Schreiben ist von der Beschwerdeführerin 3 im Auftrag von E._______ un- terzeichnet (Unterzei chnung „i.A.“) und bildet ein an M._______ bzw. die P ._______ AG gerichtetes Begleitschreiben zur Übermittlung von Un- terlagen (namentlich einer Jahresrechnung der L._______ Corp.; vgl. Ak- ten Vorinstanz, act. […]). 3.3 3.3.1 Mit Blick auf die erwähnten Aktenstücke ist es nicht unwahrschein- lich, dass die Funktion der Beschwerdeführerin 1 darüber hinausging, als blosse Zustellungsempfängerin der Domizilgesellschaft eine Korrespon- denzadresse für deren Beziehung zur D._______ Bank bereitzustellen. Insbesondere fällt hierfür ins Gewicht, dass die Beschwerdeführerin 1 Zah- lungs- bzw. Saldierungsinstruktionen betreffend das fragliche Konto er- teilte. Zwar wird in der Beschwerde sinngemäss geltend gemacht, es sei lediglich der Briefkopf der gar nicht zeichnungsberechtigten Beschwerdeführerin 1 verwendet worden und die fraglichen Schreiben mit Zahlungs-bzw. Saldie- rungsinstruktionen seien von einem einzelzeichnungsberechtigten Ge- schäftsführer der Domizilgesellschaft in deren Namen unterschrieben wor- den. Gleichwohl legen die Schreiben mit dem erwähnten Briefkopf die Ver- mutung nahe, dass die Beschwerdeführerin 1 gegenüber der D._______ Bank als betreffend das streitbetroffene Konto Bevollmächtigte auftrat. Ins Bild passt, dass die D._______ Bank anscheinend ohne Weiteres an- genommen hat, dass die Beschwerdeführerin 1 betreffend das streitbe- troffene Konto handlungsbefugt ist. Letzteres zeigt sich daran, dass sich in A-5082/2018 Seite 16 mehreren an die Beschwerdeführerin 1 adressierten Kontoauszügen der Vermerk „Ohne Ihren Gegenbericht innert 30 Tagen erklären Sie sich mit den Buchungen und dem Saldo einverstanden“ findet (vgl. etwa Akten Vorinstanz, act. […]). 3.3.2 Nur schon aufgrund des Dargelegten steht es in Einklang mit der vo- rangehend in E. 2.4.2 genannten Rechtsprechung und den dieser zugrun- deliegenden Wertungen, die in Frage stehenden Angaben über die Identi- tät der Beschwerdeführerin 1 als im Sinne von Art. 26 Ziff. 1 DBA CH-USA notwendig zu qualifizieren. Denn für die letztlich vom ersuchenden Staat abschliessend zu klärende Frage, ob und gegebenenfalls inwieweit die wirtschaftlich berechtigte Person in der fraglichen Zeitspanne in Missach- tung des „Spieles der Gesellschaft“ bzw. in Negierung der Struktur der Do- mizilgesellschaft indirekt Zahlungsaufträge erteilte, ist insbesondere ent- scheidend, in welcher Beziehung die wirtschaftlich berechtigte Person zur Beschwerdeführerin 1 stand. Angesichts des Umstandes, dass die Be- schwerdeführerin 1 der D._______ Bank Instruktionen betreffend das in Frage stehende Konto erteilte, erscheint es nämlich nicht als ausgeschlos- sen, dass sich die wirtschaftlich berechtigte Person nicht nur der Domizil- gesellschaft, sondern auch der Beschwerdeführerin 1 bediente, um unter Missachtung des „Spieles der Gesellschaft“ über die Mittel auf dem Konto zu verfügen. Ohne die Kenntnis der Identifikationsmerkmale der Beschwer- deführerin 1 lässt sich aber nicht feststellen, ob dies der Fall war. Das Wissen, wer bzw. dass die Beschwerdeführerin 1 dem äusseren An- schein nach (sowie möglicherweise direkt ) über die Mittel bei der D._______ Bank verfügte oder verfügen konnte, ist vor diesem Hintergrund als im Sinne von Art. 26 Ziff. 1 DBA CH -USA notwendig zur Klärung der Frage zu betrachten, ob die Domizilgesellschaft zur Täuschung über die Identität des tatsächlich an diesen Mitteln wirtschaftlich Berechtigten ein- gesetzt wurde. Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht muss im Übrigen da- von ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin 1 unter eine der Kategorien von Personen fällt, deren Identitätsangaben der IRS erfragt: In seinem Schreiben vom [Datum] 2018 nennt der IRS verschiedene Per- sonengruppen, deren Identität seiner Auffassung nach möglicherweise für die Untersuchung betreffend den in den USA steuerpflichtigen wirtschaft- lich Berechtigten relevant sein kann. Als notwendig für diese Untersuchung bezeichnet der IRS dabei insbesondere die Identität derjenigen Personen, A-5082/2018 Seite 17 welche über eine Zeichnungsberechtigung oder über Informations- rechte betreffend das Konto verfügen. Die Identität dieser Per sonen sei notwendig, um zu entscheiden, ob – wie nach Angaben in separaten Do- kumenten – eine andere Person mit Verbindung zum wirtschaftlich Berech- tigten oder der wirtschaftlich Berechtigte selbst tatsächlich und möglicher- weise betrügerisch über das Konto verfügt habe. Auch könne die Identität dieser Personen relevant sein, um die Mittelzu - und abflüsse bei dem Konto zu verstehen. Angesichts des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin 1 – wie aufge- zeigt – mit verschiedenen Schreiben gegen aussen als (angeblich) Zeich- nungsberechtigte auftrat (vgl. E. 3.2), fällt sie unter den Kreis der Personen mit Zeichnungsberechtigung, betreffend welche der IRS mit den genannten Ausführungen im Schreiben vom [Datum] 2018 explizit Identitätsangaben verlangt. Ohnehin erklärt der IRS an einer anderen Stelle des letzteren Schreibens, (seiner Auffassung nach) zu allen in den fraglichen Bankunter- lagen erwähnten Personen Identitätsangaben zu benötigen ( später ver- zichtete der IRS mit Schreiben vom [Datum] 2018 – wie schon erwähnt – auf die Namen von zwei Direktoren der vom Amtshilfeersuchen betroffenen Domizilgesellschaft). Ob die Beschwerdeführerin 1 letztlich tatsächlich Verfügungs- bzw. Zeich- nungsbefugnis betreffend das streitbetroffene Konto hatte, ist für das vor- liegende Amtshilfeverfahren nicht massgebend. Denn erstens reichen die vorliegenden in diese Richtung zielenden Anhaltspunkte und zweitens muss es Aufgabe des ersuchenden Staates bleiben, zu entscheiden, ob die von der Beschwerdeführerin 1 ausgeübte Rolle und ih r Verhältnis zur wirtschaftlich berechtigten Person im Verfahren gegen diese Person tat- sächlich relevant sind. 3.3.3 Es erweist sich somit, dass der Schwärzungsantrag betreffend die Beschwerdeführerin 1 unbegründet ist. Dies gilt unabhängig davon, ob in der Beschwerdeschrift im Sinne der Rechtsprechung (vgl. E. 2.4.4) über- haupt in genügender Weise für jedes einzelne Aktenstück angegeben und dargelegt wurde, weshalb die jeweiligen Angaben über die Identität der Be- schwerdeführerin 1 im Verfahren in den USA nicht erheblich sein können. Mit Blick auf das Gesagte erweisen sich die in Frage stehenden Anga- ben über die Identität der Beschwerdeführerin 1 als im abkommensrechtli- chen Sinne notwendig. Weil der Name und die übrigen Identifikationsmerk- male der Beschwerdeführe rin 1 in den zu übermittelnden Unterlagen für A-5082/2018 Seite 18 die Erstellung des Sachverhalts von Bedeutung sein können, hat die ESTV zu Recht keine diesbezüglichen Schwärzungen vorgenommen und besteht praxisgemäss sowie entgegen der in der Beschwerde (S. 22 ff.) vertrete- nen Ansicht kein Raum für eine Interessenabwägung im Sinne von Art. 4 Abs. 3 StAhiG (vgl. E. 2.4.1). Der Übermittlung der Angaben zur Beschwer- deführerin 1 an den IRS steht somit nichts im Wege. Im Übrigen ist die Beschwerdeführerin 1 – wie im Folgenden ersichtlich wird – durch das Spe- zialitätsprinzip geschützt (vgl. dazu sogleich E. 4). Der Beschwerdeantrag, in den nach Ansicht der ESTV an den IRS weiter- zuleitenden Unterlagen seien der Name sowie die übrigen Identifikations- merkmale der Beschwerdeführerin 1 auszusondern oder zu schwärzen, ist folglich unbegründet. 3.4 Was die unbestrittenermassen als (ehemalige) Sachbearbeiterin- nen für die Beschwerdeführerin 1 tätig gewesenen Beschwerdeführerin- nen 2 und 3 betrifft, ist Folgendes festzuhalten: 3.4.1 Wie bereits erwä hnt, verlangte der IRS im Schreiben vom [Datum] 2018 noch ausdrücklich Identitätsangaben zu allen in den fraglichen Bank- unterlagen erwähnten Personen. In der Folge ersuchte die ESTV den IRS mit Schreiben vom [Datum] 2018 darum mitzuteilen, ob er im Interesse der Verfahrenseffizienz bereit wäre, auf die Übermittlung der Namen von zwei Direktoren der vom Amtshilfeersuchen betroffenen Domizilgesell- schaft zu verzichten. Zur Begründung erklärte die ESTV, diese zwei Direk- toren der Domizilgesellschaft würden sich gegen eine Übermittlung ihrer Namen zur Wehr setzen (Akten Vorinstanz, act. […]). Mit Schreiben vom [Datum] 2018 antwortete der IRS sinngemäss, mit einer Schwärzung der Namen der beiden Direktoren in den zu übermittelnden Akten einverstan- den zu sein, weil sich auf diese Weise nach der Darstellung der ESTV Rechtsmittelverfahren gegen Schlussverfügungen und folglich Verfahrens- zögerungen vermeiden liessen (vgl. Akten Vorinstanz, act. […]). 3.4.2 Die ESTV war zur genannten Anfrage betreffend Verzicht auf die Übermittlung der Namen der beiden erwähnten Direktoren der Domizilge- sellschaft nicht verpflichtet. Ebenso wenig bestand oder besteht eine staatsvertragliche oder gesetzliche Pflicht der Vorinstanz, den IRS darum zu ersuchen, auf die in den zu übermittelnden Doku menten enthaltenen Identitätsangaben betreffend die Beschwerdeführerin nen 2 und 3 zu ver- zichten und entsprechende Schwärzungen zuzulassen. A-5082/2018 Seite 19 Das Vorgehen der ESTV, den IRS unter Hinweis auf die Verfahrenseffizi- enz einzig in Bezug auf die Identifikationsmerkmale der beiden Direktoren der Domizilgesellschaft, nicht aber hinsichtlich jener der Beschwerdeführe- rinnen 2 und 3 um einen Verzicht auf Amtshilfe zu bitten, erscheint freilich nicht willkürfrei: Die beiden erwähnten Direktoren der Dom izilgesellschaft waren nämlich zugleich Geschäftsleitungsmitglieder der Beschwerdeführerin 1. Damit sind sie stärker als die bloss als Sachbearbeiterinnen für die Beschwerde- führerin 1 angestellt gewesene n Beschwerdeführerinnen 2 und 3 in die dem Amtshilfeersuchen zugrundeliegende Angelegenheit verwickelt. Vor diesem Hintergrund und angesichts des Umstandes, dass zu Gunsten der beiden Direktoren ein Verzicht auf Identitätsangaben erwirkt wurde, hätte es sich – nicht zuletzt zur Vermeidung einer stossenden, nicht mit dem ver- fassungsrechtlichen Gebot der Rechtsgleichheit (vgl. Art. 8 Abs. 1 BV) zu vereinbarenden Ungleichbehandlung – a fortiori aufgedrängt, den IRS auch zu fragen, ob er im Interesse der Verfahrensökonomie gleicherweise auch auf den Erhalt v on Id entitätsangaben zu den Beschwerdeführerin- nen 2 und 3 verzichten will. Eine solche, vor Erlass der angefochtenen Schlussverfügung erfolgende Rückfrage beim IRS wäre mit Blick auf das Gebot der Gleichbehandlung der Beteiligten des nämlichen Amts- hilfeverfahrens auch deshalb angezeigt gewesen, weil die Beschwerdefüh- rerinnen 2 mit Schreiben vom [Datum] 2018 über ihren Rechtsvertreter ver- lauten liessen, dass sie mit einer Übermittlung der sie betreffenden Identi- tätsangaben an den IRS ebenfalls nicht einverstanden seien (vgl. Ak- ten Vorinstanz, act. […]). Jedenfalls ab diesem Zeitpunkt musste für die Vor-instanz klar sein, dass die von ihr als Grund für ihre Anfrage beim IRS vom [Datum] 2018 betreffend die beiden Direktoren angegebene Verfah- renseffizienz jedenfalls mit Bezug auf die Beschwerdeführerin 2 gleicher- massen gefährdet war. Der genannte Verfahrensfehler der Vorinstanz und das stossende Ergeb- nis, dass die Direktoren der Domizilgesellschaft (und Geschäftsleitungs- mitglieder der Beschwerdeführerin 1) verschont blieben, nicht aber die bei der Beschwerdeführerin 1 lediglich als Sachbearbeiterin angestellt gewe- senen Beschwerdeführerinnen 2 und 3, lassen sich unter den vorliegenden Umständen – insbesondere aufgrund der zwischenzeitlich bereits einge- tretenen Verzögerung des Amtshilfeverfahrens – nur noch dadurch korri- gieren, dass auf die Übermittlung der die Beschwerdeführerinnen 2 und 3 betreffenden Identitätsangaben an den IRS aufgrund des Gleichbehand- lungsgebots zu verzichten ist. A-5082/2018 Seite 20 Im vorliegenden Fall keine Angaben zur Identität der Beschwerdeführerin- nen 2 und 3 an den IRS weiterzuleiten, rechtfertigt sich auch deshalb, weil angesichts des Umstandes, dass diese Beschwerdeführerin nen lediglich als Sachbearbeiterinnen für die Beschwerdeführerin 1 tätig war en, ohne Weiteres davon auszugehen ist, dass der IRS auf diese Angaben aus den gleichen Gründen wie bei den Direktoren ebenfalls verzichtet hätte, wenn die ESTV zwecks Erhöhung der Verfahrenseffizienz rechtzeitig darum er- sucht hätte. Hinzu kommt, dass es dem IRS unbenommen bleibt, gestützt auf die ihm zu übermittelnden Unterlagen ein weiteres Amtshilfeersuchen zu stellen und dabei nicht nur Identitätsangaben betreffend die beiden Di- rektoren der Domizilgesellschaft, sondern nötigenfalls auch entsprechende Angaben zu den Beschwerdeführerinnen 2 und 3 zu verlangen. Die Beschwerde ist somit insoweit gutzuheissen, als in den dem IRS zu übermittelnden Unterlagen die Namen und die übrigen Identifikationsmerk- male der Beschwerdeführerinnen 2 und 3 unkenntlich zu machen bzw. zu schwärzen sind. Es bleibt im Folgenden auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde ein- zugehen, soweit diese die Beschwerdeführerin 1 betreffen. 4. 4.1 Mit ihrem Eventualantrag forder t die Beschwerdeführerin 1 sinnge- mäss, die ESTV habe den IRS darauf hinzuweisen, dass die übermittelten Informationen nur im Verfahren gegen Q._______ als wirtschaftlich Be- rechtigten an der L._______ Corp. für die im Amtshilfeersuchen vom [Da- tum] 2017 erwähnte Steuererhebung verwen det werden dürfen. Damit wendet sich die Beschwerdeführerin 1 gegen die Anordnung von Disposi- tiv-Ziff. 4 der angefochtenen Schlussverfügung, wonach die ESTV den IRS „bei der Übermittlung der Informationen auf die Einschränkungen bei deren Verwendung und die Geheimhaltungspflichten gemäss Artikel 26 Ziffer 2 DBA-US 96 [recte: Art. 26 Ziff. 1 Sätze 3 und 4 DBA CH-USA 96]“ aufmerk- sam machen wird. Die ESTV verzichtete vorliegend auf die von ihr früher praxisgemäss in Schlussverfügungen aufgenommene Anordnung, wonach sie die ersu- chende Behörde darauf hinweisen werde, dass die zu übermittelnden In- formationen im ersuchenden Staat nur in Verfahren gegen die im Ersuchen als betroffene Person bezeichnete Person für den im Ersuchen genannten Tatbestand bzw. für die im Ersuchen genannte Steuererhebung verwendet werden dürfen (vgl. dazu anstelle vieler: Urteil des BVGer A-38/2014 vom A-5082/2018 Seite 21 1. April 2014 E. 4.6). Diesbezüglich führt die ESTV aus, nach einer von ihr neu, seit Mitte 2017, verfolgten Praxis dürften gestützt auf Ar t. 26 Ziff. 1 DBA CH-USA 96 ins Ausland übermittelte Informationen auch gegen Per- sonen verwendet werden, welche nicht formell vom Ersuchen betroffen seien. 4.2 Das Bundesverwaltungsgericht wurde im Zusammenhang mit einer (soweit hier interessierend) mit Art. 26 Ziff. 1 Sätze 3 und 4 DBA CH-USA 96 vergleichbaren Abkommensklausel (Art. 28 Abs. 2 DBA CH-FR) mit der neueren Praxis der ESTV konfrontiert, wonach eine „sekundäre“ Verwen- dung (also eine Verwendung gegen Drittpersonen) der in den ersuchenden Staat übermittelten Daten in diesem Staat möglich sei, solange dies für Steuerzwecke geschieht. Das Bundesverwaltungsgericht konnte aber sei- nerzeit die Frage offen lassen, ob diese Praxis rechtskonform ist (Urteil des BVGer A-1488/2018 vom 30. Juli 2018 E. 4.1). In einem weiteren Urteil vom 30. August 2018 befand das Bundesverwal- tungsgericht, die Wendung, dass die zu übermittelnden Informationen ge- mäss den Amtshilfebestimmungen des anwendbaren Doppelbesteue- rungsabkommens nur eingeschränkt und gemäss den entsprechenden Geheimhaltungsbestimmungen verwendet werden dürfen, sei im konkre- ten Fall so zu verstehen, dass die Informationen nur in Verfahren betreffend die im Ersuchen als betroffen sowie im ersuchenden Staat steuerpflichtig bezeichneten Personen verwendet werden dürfen sowie grundsätzlich ge- heim zu halten sind (Urteil A-846/2018 vom 30. August 2018 E. 3.5.2 [eben- falls zu Art. 28 DBA CH-FR]; vgl. auch Urteil des BVGer A-2327/2017 vom 22. Januar 2019 E. 8.7, wo in einer vergleichbaren Konstellation mit ande- rer Begründung im Ergebnis angenommen wurde, dass der ersuchende Staat die zu übermittelnden Informationen nur in diesem Sinne verwenden und prinzipiell geheim halten wird). Dies entspricht dem Umstand, dass der ersuchende Staat rechtsprechungsgemäss aufgrund des Spezialitätsprin- zips die vom ersuchten Staat erlangten Informationen einzig in Bezug auf Personen oder Handlungen verwenden darf, für welche er sie verlangt hat (vgl. E. 2.5), und bislang Amtshilfeersuchen an die Schweiz in aller Regel nur zur Durchführung von Verfahren gegen die in den Amtshilfegesuchen als im ersuchenden Staat steuerpflichtig bezeichneten betroffenen Perso- nen gestellt wurden. Das Gericht sieht vorliegend – auch bei Berücksichti- gung der für die Auslegung von Art. 26 Ziff. 1 Sätze 3 und 4 DBA CH-USA 96 nicht verbindlichen , durch die Vorinstanz zitierten Ausführungen des [Funktion] der OECD vom [Datum] 2017 und selbst unter Einbezug der Tat-A-5082/2018 Seite 22 sache, dass der IRS im Amtshilfeersuchen von einer schrankenlosen Mög- lichkeit der Verwendung der amtshilfeweise erlangten Informationen für die Ahndung steuerstrafrechtlicher Delikte im Zusammenhang mit den im Er- suchen erwähnten Betrugshandlungen spricht – keinen Anlass, von dieser Rechtsprechung abzuweichen. Vor diesem Hintergrund ist die im gegenwärtigen Verfahren einschlägige abkommensrechtliche Regelung (Art. 26 Ziff. 1 Sätze 3 und 4 DBA CH-USA 96) vorliegend so zu verstehen, dass die zu übermittelnden Informationen vom IRS nur in Verfahren gegen den die in den USA steu erpflichtige, an den Vermögenswerten auf dem streitbetroffenen Konto wirtschaftlich be- rechtigte Person für den im Ersuchen erwähnten Tatbestand verwendet werden dürfen und sie geheim zu halten sind. In diesem Sinne ist Disposi- tiv-Ziff. 2 der angefochtenen Schlussverfügung zu präzisieren. Insoweit ist die Beschwerde somit ebenfalls gutzuheissen. 5. Die Beschwerdeführerin 1 beruft sich zwar auch auf Art. 6 DSG, um die von der ESTV beabsichtigte Amtshilfeleistung in Bezug auf Identitätsanga- ben zu ihrer Person zu verhindern. Indessen stösst sie damit ins Leere. Die angefochtene Schlussverfügung enthält nämlich in Dispositiv -Ziff. 4 eine – mit dem vorliegenden Urteil zu präzisierende (vgl. E. 4.2) – Verwen- dungsbeschränkung, womit die Informationsübermittlung praxi sgemäss mit dieser Datenschutznorm vereinbar ist, ohne dass es darauf ankäme, ob der ersuchende Staat prinzipiell über einen angemessenen Daten- schutz bzw. über eine einen angemessenen Schutz gewährleistende Ge- setzgebung verfügt (vgl. E. 2.6). Irrelevant is t unter diesen Umständen auch, dass der Eidgenössische Datenschutz - und Öffentlichkeitsb eauf- tragte (EDÖB) – jedenfalls in Bezug auf den Schutz für natürliche Perso- nen – davon ausgeht, dass die USA nur „unter bestimmten Voraussetzun- gen“ einen angemessenen Schutz bieten (vgl. dazu www.edoeb.admin.ch > Datenschutz > Technologien > Übermittlung ins Ausland > Staatenliste [zuletzt eingesehen am 2. Mai 2019]). Unter den gegebenen Umständen lässt sich – entgegen des in der Be- schwerde auf Seite 25 Vorgebrachten – auch keine Verletzung des in Art. 13 Abs. 2 BV verankerten Anspruchs auf Schutz vor Missbrauch der persönlichen Daten ausmachen. 6. A-5082/2018 Seite 23 Sodann macht die Beschwerdeführerin 1 geltend, sie sei von der ESTV zu Unrecht nicht über das Amtshilfeverfahren in Kenntnis gesetzt worden. Die seitens der ESTV unterlassene Information über das Amtshilfeverfahren habe dazu geführt, dass die Beschwerdeführerin 1 erst zu einem späteren Zeitpunkt als die Direktoren der Domizilgesellschaft am Verfahren hätte teilnehmen können. Letzteres habe wiederum zur Folge gehabt, dass die ESTV – anders als bei den beiden Direktoren – davon abgesehen habe, beim IRS einen Verzicht auf die Übermittlung der Identifikationsmerkmale der Beschwerdeführerin 1 einzuholen. Mit dieser Begründung fordert die Beschwerdeführerin 1 subeventualiter, die Sache sei an die Vorinstanz zu- rückweisen und diese sei zu verpflichten, den IRS um Zustimmung zur Schwärzung der Personendaten der Beschwerdeführerin 1 zu ersuchen. Wie die beiden genannten Direktoren und die Beschwerdeführerinnen 2 sowie 3 hatte und hat entgegen der in der Beschwerde sinngemäss vertre- tenen Ansicht die Beschwerdeführerin 1 keinen staatsvertraglichen oder gesetzlichen Anspruch darauf, dass die ESTV den IRS anfragt, ob er Wil- lens ist, die streitbetroffenen Identifikationsmerkmale von seinem Amtshil- fegesuch auszunehmen. Allerdings waren wie gesehen (E. 3.4.2) die Be- schwerdeführerinnen 2 und 3 aus den genannten Gründen gleich zu be- handeln wie die Direktoren bzw. Geschäftsleitungsmitglieder der Be- schwerdeführerin 1. Eine solche Gleichbehandlung kann für die Beschwer- deführerin 1 nicht greifen, denn anders als die Angaben über die Identität der beiden Geschäftsleitungsmitglieder der Beschwerdeführerin 1 bzw. jene über die Identität der Beschwerdeführeri nnen 2 und 3, kann auf die Identitätsangaben über die Beschwerdeführerin 1 nicht "verzichtet" (E. 3.4.2) werden, ohne dass die hier zu leistende Amtshilfe ihres Sinnge- halts entleert würde. Eine Rückfrage der ESTV betreffend Schwärzung der Personendaten der Beschwerdeführerin 1 stand so gesehen unter keinem Titel in Frage. Entsprechend erweist sich insoweit auch der Rückweisungs- antrag als unbegründet. Was den Vorwurf betrifft, die Beschwerdeführerin 1 sei nicht oder nicht rechtzeitig über das Amtshilfeverfahren informiert worden, kann hier dahin- gestellt bleiben, ob eine entsprechende Verletzung des Anspruches auf rechtliches Gehör (insbesondere in Form eines Verstosses gegen Art. 14 StAhiG; vgl. E. 2.7) vorliegt. Weil das Bundesverwaltungsgericht bei den sich vorliegend stellenden Sach- und Rechtsfragen über umfassende Kog- nition (vgl. E. 1.6) verfügt und die Beschwerdeführerin 1 von ihrer Äusse- rungsmöglichkeit vor diesem Gericht Gebrauch gemacht hat, würde näm- lich eine wegen allenfalls zu Unrecht unterlassener Information über das A-5082/2018 Seite 24 Amtshilfeverfahren erfolgende Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf sowie damit zu unnötigen Verzögerungen führen, die mit dem (der Gehörsgewährung durch die Vorinstanz gleichgestellten) Interesse der Be- schwerdeführerin 1 an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären. Deshalb wäre der allfäl lige Mangel praxisgemäss als geheilt zu betrachten und ist von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen. Letzteres würde ohne Rücksicht darauf gelten, ob die allfällige Gehörsverletzung schwerwiegend ist (vgl. E. 2.7). 7. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. In den ge- mäss Dispositiv-Ziff. 2 der angefochtenen Schlussverfügung dem IRS aus- zuhändigenden Unterlagen sind vor der Übermittlung an diese Behörde über die bereits geschwärzten Passagen hinaus die Namen und die übri- gen Identifikationsmerkmale der Beschwerdeführerinnen 2 sowie 3 un- kenntlich zu machen. Dispositiv-Ziff. 4 der angefochtenen Schlussverfü- gung ist ferner dahingehend abzuändern, dass die ESTV die ersuchende Behörde bei der Übermittlung der Informationen dara uf hinweisen wird, dass die Informationen vom IRS nur in Verfahren gegen den in den USA steuerpflichtigen Q._______ als wirtschaftlich Berechtigten für die im Ersu- chen erwähnte Steuererhebung verwendet werden dürfen sowie gemäss Art. 26 Ziff. 1 Satz 3 DBA CH-USA 96 geheim zu halten sind. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. 8. 8.1 Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt; unterliegt diese nur teilweise, so werden die Verfahrenskosten ermässigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Zwar wird das vorliegende Rechtsmittel insoweit gutgeheissen, als es um Identitätsangaben zu den Beschwerdeführerinnen 2 und 3 geht. Wie aus E. 3.2 ersichtlich, bezieht sich das Hauptbegehren der Beschwerde aber mehrheitlich auf nach Ansicht der ESTV dem IRS zu übermittelnde Doku- mente, in denen nicht die Beschwerdeführerin nen 2 und 3, sondern die Beschwerdeführerin 1 erwähnt ist. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf den Umstand, dass die Beschwerde über die Gutheissung hinsichtlich der Angaben zur Identität der Beschwerdeführerinnen 2 sowie 3 hinaus nur hinsichtlich des Eventualantrages betreffend die Abänderung von Disposi- tiv-Ziff. 4 der angefochtenen Schlussverfügung gutzuheissen ist, erschei-A-5082/2018 Seite 25 nen die Beschwerdeführerinnen im Umfang etwa zweier Drittel als obsie- gend. Deshalb rechtfertigt es sich, ihnen die (unter Berücksichtigung des aufgrund der Parallelverfahren reduzierten Aufwandes) auf insgesamt Fr. 1'800.-- festzusetzenden Kosten des Verfahrens vor dem Bundesver- waltungsgericht (vgl. Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun- desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) im Umfang von Fr. 600.-- aufzuerlegen. Letzterer Betrag ist dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'800.-- zu entnehmen. Der Restbetrag von Fr. 1'200.-- ist den Be- schwerdeführerinnen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten. Der Vorinstanz können keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 8.2 Den teilweise obsiegenden Beschwerdeführerinnen ist für die erwach- senen notwendigen und verhältnismässi g hohen Kosten ihrer Vertre- tung eine reduzierte Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 2 VGKE). Die Beschwerdeführerinnen haben keine Kostennote eingereicht. Unter Berücksichtigung der gesamten Um- stände erscheint eine reduzierte Parteientschädigung von praxisgemäss Fr. 1'800.-- als angemessen. 9. Dieser Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in Steuer - sachen kann gemäss Art. 83 Bst. h des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG, SR 173.110) innerhalb von zehn Tagen nur dann mit Beschwerde in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht weitergezogen werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt (Art. 84a und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). Ob dies der Fall ist, entscheidet das Bundesgericht. Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite. A-5082/2018 Seite 26 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. In den gemäss Dispositiv - Ziff. 2 der angefochtenen Schlussverfügung dem IRS auszuhändigenden Unterlagen sind vor de r Übermittlung an diese Behörde über die bereits geschwärzten Passagen hinaus die Namen und die übrigen Identifikations- merkmale der Beschwerdeführerinnen 2 sowie 3 unkenntlich zu machen. Dispositiv-Ziff. 4 der angefochtenen Schlussverfügung wird dahingehen d abgeändert, dass die ESTV den IRS bei der Übermittlung der Informatio- nen darauf hinweisen wird, dass die Informationen nur in Verfahren gegen den in den USA steuerpflichtigen Q._______ als wirtschaftlich Berechtigten für den im Ersuchen erwähnten Tatbestand verwendet werden dürfen und sie gemäss Art. 26 Ziff. 1 Satz 3 CH-USA 96 geheim zu halten sind. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 1'800. -- festgesetzt und den Be- schwerdeführerinnen im Umfang von Fr. 600.-- auferlegt. Letzterer Betrag wird dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'800. -- entnommen. Der Restbetrag von Fr. 1'200.-- wird den Beschwerdeführerinnen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Die Vorinstanz wird verpf lichtet, den Beschwerdeführerinnen eine redu- zierte Parteientschädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 1'800.-- zu be- zahlen. A-5082/2018 Seite 27 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerinnen (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungsformular) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Riedo Zulema Rickenbacher Rechtsmittelbelehrung: Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in Steuersachen kann innert zehn Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli- cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt (Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). In der Rechtsschrift ist auszuführen, warum die jeweilige Voraussetzung erfüllt ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweis- mittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, bei- zulegen (Art. 42 BGG). Versand: