<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">IV.2006.00338</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">II. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Pfiffner Rauber</font> </p><p><font size="4">Ersatzrichterin Romero-Käser</font> </p><p><font size="4">Gerichtssekretärin Kübler-Zillig</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 20. November 2007</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">S.___</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">vertreten durch Fürsprecher Ubald Bisegger</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Anwaltsbüro Bischofberger + Bisegger</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Mellingerstrasse 6, Postfach 2028, 5402 Baden</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Sachverhalt:</font></b><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1. S.___, geboren, 1957, arbeitete seit September 2001 als Produktionsmitarbeiter bei der A.___ AG (Urk. 14/9 Ziff. 1 und 5), als er sich am 8. Juli 2004 wegen diverser Beschwerden, unter anderem einem insulinpflichtigen Diabetes, einer abdominellen chronischen Schmerzproblematik sowie einer koronaren Herzkrankheit bei der Invalidenversicherung zum Rentenbezug anmeldete (Urk. 14/2 Ziff. 7.2 und 7.8). In der Folge holte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, medizinische Berichte (Urk. 14/6, Urk. 14/11, Urk. 14/13, Urk. 14/22), einen Arbeitgeberbericht (Urk. 14/9) sowie einen Auszug aus dem individuellen Konto des Versicherten (Urk. 14/5) ein und veranlasste eine polydisziplinäre Begutachtung (Urk. 14/24).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Die IV-Stelle teilte dem Versicherten mit unwidersprochen gebliebener Verfügung vom 28. Oktober 2004 mit, er sei erst seit Februar 2004 ohne wesentlichen Unterbruch in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, weshalb aufgrund des einjährigen Wartejahres die Anspruchsvoraussetzungen für die Zeit ab Februar 2005 geprüft würden (Urk. 14/12). Am 1. Februar 2005 wurde sodann die Arbeitsvermittlung abgeschlossen (Urk. 14/16).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Mit Verfügung vom 29. Dezember 2005 verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch des Versicherten (Urk. 14/31). Die dagegen erhobene Einsprache vom 12. Januar 2006 wies die IV-Stelle mit Einspracheentscheid vom 27. Februar 2006 ebenfalls ab (Urk. 14/41 = Urk. 2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Am 9. Januar 2006 löste der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis aufgrund der gesundheitlichen Situation des Versicherten per Ende April 2006 auf (Urk. 3/6 S. 3).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.1 Gegen den Einspracheentscheid vom 27. Februar 2006 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 30. März 2006 Beschwerde mit dem Antrag, dieser sei aufzuheben und ihm eine ganze Rente zuzusprechen (Urk. 1/1 S. 2). In prozessualer Hinsicht beantragte der Versicherte sodann die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsvertretung (Urk. 1/1 S. 2, Urk. 1/2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Am 19. sowie 21. April 2006 reichte der Versicherte weitere Arztberichte ein (Urk. 7-10), welche der IV-Stelle ebenfalls zur Stellungnahme zugestellt wurden (Urk. 11). Mit Beschwerdeantwort vom 18. Mai 2006 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk. 13). Nachdem der Versicherte innert der angesetzten Frist die erforderlichen Unterlagen zur Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsvertretung nicht eingereicht hatte, wurde mit Verfügung vom 12. Juni 2006 das Gesuch abgewiesen und der Schriftenwechsel geschlossen (Urk. 15).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.2 Am 27. Juni 2006 stellte der Versicherte ein Wiedererwägungsgesuch bezüglich der Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsvertretung und reichte Unterlagen zu seiner finanziellen Situation ein (Urk. 18-19). Mit Telefon vom 28. Juni 2006 teilte der Sohn des Versicherten sodann mit, dieser verfüge über eine Rechtsschutzversicherung, welche für die Kosten der Rechtsvertretung aufkomme (Urk. 20).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> In der Folge reichte der Rechtsvertreter des Versicherten mehrfach Arztberichte zur gesundheitlichen Entwicklung des Versicherten nach Erlass des angefochtenen Einspracheentscheides ein (vgl. Urk. 24-41).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Das Gericht zieht in Erwägung:</font></b><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.1 Die Verwaltung hat die massgeblichen Gesetzesbestimmungen über den Begriff der Invalidität (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, in Verbindung mit Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG), die Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 1 IVG), die Bemessung der Invalidität aufgrund eines Einkommensvergleiches (Art. 16 ATSG, in Verbindung mit Art. 8 Abs. 2 IVG), den Rentenbeginn (Art. 29 Abs. IVG in Verbindung mit Art. 29 der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV) sowie die Aufgabe der Ärzte zutreffend dargelegt (Urk. 2 S. 1 ff.), weshalb mit nachstehender Ergänzung darauf verwiesen werden kann.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.3 Gemäss der ständigen Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts bildet der angefochtene Entscheid die Grenze der gerichtlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 256 Erw. 1, 129 V 169 Erw. 1, je mit weiteren Hinweisen). Eine allfällige Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes des Beschwerdeführers nach Beschwerdeerhebung Ende März 2006 ist für die Beurteilung des vorliegenden Falles somit unerheblich. Eine Veränderung des Sachverhaltes nach Erlass des strittigen Entscheides kann grundsätzlich nur im Rahmen eines neuen Verfahrens überprüft werden. Deshalb hat sich das Gericht auf die Tatsachen zu stützen, welche im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides vorhanden waren. Für die im späteren Zeitraum vorgebrachten neuen Tatsachen hat der Beschwerdeführer ein neues Gesuch bei der Invalidenversicherung einzureichen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Abweisung des Rentenbegehrens auf das polydisziplinäre B.___-Gutachten, wonach der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei, jedoch eine Leistungseinbusse von 30 % berücksichtigt werden müsse. Der Einkommensvergleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 36 Prozent (Urk. 2 S. 3).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.2 Der Beschwerdeführer hingegen machte geltend, das B.___-Gutachten leide an formellen Mängeln, weshalb nicht darauf abgestellt werden könne. Es sei zudem kaum denkbar, dass sich sämtliche Ärzte, welche seit September 2004 eine Arbeitsunfähigkeit attestiert hätten, irren würden (Urk. 1/1 S. 4). Auch die Taggeldversicherung hätte zweifellos nicht 720 Tage lang das volle Taggeld erbracht, wenn sie von der Richtigkeit der bescheinigten Arbeitsunfähigkeit nicht überzeugt gewesen wäre (Urk. 1/1 S. 5).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.3 Strittig und zu prüfen ist somit der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.1 Vom 16. bis 28. Juni 2004 war der Beschwerdeführer in der Medizinischen Klinik des Spitals C.___ (C.___), hospitalisiert. Dr. med. D.___, Oberarzt Medizin, nannte im Austrittsbericht vom 30. Juni 2004 folgende Diagnosen (Urk. 14/13/5):</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Diabetes mellitus Typ 2</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- seit 10 Jahren insulinpflichtig</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- periphere Polyneuropathie, v.a. autonome Neuropathie</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- anamnestisch chronische Abdominalbeschwerden</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- koronare 2-Gefässerkrankung</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- subtotaler distaler RCA-Verschluss, 95 % RIVA-Stenose</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Stentimplantation RIVA und RCA am 8. März 2004 (Plavix für 9 Monate)</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- erhaltene LV-Funktion (EF 60 %)</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Kardiovaskuläre RF: Hypercholesterinämie, Adipositas, Diabetes mellitus</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- chronische Lumbalgie</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Dysphagie bei chronischem Reflux und Refluxösophagitis leichtgradiger erosiver Befund (Savary Miller Grad II), Gastroskopie Februar 2004</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- mittelschwere Depression mit Somatisierungstendenz</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Bei Eintritt habe sich ein psychisch angeschlagener Patient in leicht reduziertem Allgemeinzustand gezeigt. Trotz der letzten Hospitalisation einen Monat zuvor und der Rehabilitation in E.___ habe sich keine Besserung der Beschwerden gezeigt (Urk. 14/13/5). Die ätiologische Zuordnung der psychischen Symptomatik könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt angesichts der Stoffwechsellage nicht abschliessend geklärt werden. Es werde deshalb eine Neubeurteilung im Rahmen eines gut eingestellten Diabetes sowie eine neurologische Abklärung empfohlen (Urk. 14/13/6-7).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.2 Dr. med. F.___, Assistenzarzt, und Dr. med. G.___, Oberärztin, Klinik H.___ AG, Zentrum I.___ (I.___), diagnostizierten aufgrund einer konsiliarischen einmaligen Untersuchung in ihrem Bericht vom 26. Juli 2004 eine leichtgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom, differentialdiagnostisch eine organische depressive Störung bei seit 1994 bekanntem insulinpflichtigen Diabetes mellitus (Urk. 14/6/5 lit. A). Im März 2004 seien erstmals ein thorakales Engegefühl und unspezifische Herzsensationen aufgetreten, worauf eine koronare Herzkrankheit und Stenteinlagen diagnostiziert worden seien. Im Rahmen einer dreiwöchigen Rehabilitation sei zudem eine depressive Störung festgestellt worden (Urk. 14/6/6 lit. D.3). Zum Ausschluss einer organischen Äthiologie sei eine gute Diabeteseinstellung sowie die Anmeldung zur ambulant-psychiatrischen Nachbetreuung empfohlen worden. Dies sei bis anhin nicht geschehen, weshalb eine genaue Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht vorgenommen werden könne (Urk. 14/6/7).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.3 In seinem Bericht vom 20. August 2004 nannte Dr. med. J.___, Oberarzt Medizin, Medizinische Klinik, C.___, folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Diabetes mellitus Typ II (1984), seit 10 Jahren insulinpflichtig mit</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- peripherer Polyneuropathie, Verdacht auf autonome Neuropathie</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- chronische Lumbalgie</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- mittelschwere Depression mit Somatisierungstendenz</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte Dr. J.___ sodann eine koronare 2-Gefässerkrankung (Urk. 14/11/5 lit. A). Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit seit 29. April 2004 (Urk. 14/11/5 lit. B). Insgesamt sei seines Erachtens die depressive Tendenz im Mittelpunkt der geklagten Müdigkeit und Adynamie. Die Blutzuckereinstellung gestalte sich in Anbetracht des Teufelskreises und der reduzierten Aktivität als schwierig. Der Versuch der Aktivierung im Rahmen eines Rehabilitationsaufenthaltes habe ebenfalls keine Verbesserung des Allgemeinzustandes gebracht und auch die medikamentöse Unterstützung der depressiven Tendenz sei ohne Durchbruch geblieben. In Anbetracht der aktuell doch stabileren Blutzuckerwerte werde eine psychiatrische Neubeurteilung im I.___ eingeleitet. Zur Stabilisierung der verschiedenen Beschwerden bleibe die psychiatrische Stützung zentral, ohne eine diesbezügliche Besserung müsse von einer weiteren Verschlechterung des Gesamtzustandes ausgegangen werden (Urk. 14/11/6 Ziff. 6). Bei der stationären psychischen Situation sei eine Umschulung nicht erfolgsversprechend (Urk. 14/11/4).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.4 Am 27. August 2004 nannten Dr. med. K.___, Leitender Arzt, und Dr. med. L.___, Assistenzarzt, Kardiologie, Stadtspital M.___, folgende Diagnosen (Urk. 3/5 S. 1):</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Ausgeprägte Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit und Gewichtszunahme (Differentialdiagnose: Depression, chronic fatigue syndrome)</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Diabetes mellitus Typ 2</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Koronare 2-Gefässerkrankung</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Status nach PTCA/RCA/RIVA März 2004</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- erhaltene linksventrikuläre Funktion, unauffällige Stressechokardiographie März 2004</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- chronische Rückenschmerzen</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Refluxoesophagitis</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Bezüglich der koronaren Herzkrankheit sei der Verlauf gut. Als Hauptsymptomatik finde sich die ausgeprägte Adynamie, Lustlosigkeit und Gewichtszunahme. Die Behandlung der depressiven Komponente stehe im Vordergrund. Aufgrund des deutlich reduzierten Allgemeinzustandes des Beschwerdeführers bestehe vorderhand eine volle Arbeitsunfähigkeit (Urk. 3/5 S. 2). Zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit äusserten sich Dr. K.___ und Dr. L.___ nicht.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.5 Die verantwortlichen Ärzte der Klinik für Radio-Onkologie und Nuklearmedizin des Stadtspitals M.___ führten in ihrem Bericht vom 4. Oktober 2004 aus, bezüglich der koronaren Herzkrankheit zeige sich ein guter Verlauf (Urk. 14/13/10). Szintigraphisch ergebe sich keine relevante belastungsinduzierte Ischämie. Die linksventrikuläre Funktion sei normal, ohne Wandbewegungsstörungen. Aufgrund des fehlenden Ischämienachweises sei eine relevante, progrediente koronare Herzkrankheit ausgeschlossen (Urk. 14/13/10).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.6 Die Hausärztin Dr. med. N.___, Fachärztin FMH für Innere Medizin, Rheumatologie und Rehabilitationsmedizin, nannte in ihrem Bericht vom 10. November 2004 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 14/13/3 lit. A.1):</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Diabetes mellitus II</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Polyneuropathie</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- chronischer Durchfall</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Hypercholoesterinämie</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- arterielle Hypertonie</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- metabolisches Syndrom</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- koronare 2-Asterkrankung</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- PTCA/Stenting RIVA, RCX</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- postenterventionelle Beschwerden präcordial, nach Abklärungen unklar</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- überdurchschnittliche Schwäche unklarer Ätiologie, Antriebslosigkeit</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- einhergehend mit Körpergewichtszunahme</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Abklärungen unauffällig</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- chronische Rückenbeschwerden</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Unfall 1986 und 1987: LWS Kontusion (damals Stellenwechsel)</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- auffindbar degenerative Veränderungen</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Somatisierungserkrankung mit depressiven Zügen</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- aktuell erneut in Behandlung</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- diverse Beschwerden am Bewegungsapparat</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- belastende familiäre, soziale Faktoren</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Der Beschwerdeführer sei aktuell nicht arbeitsfähig und eine Wiederaufnahme der bisherigen Tätigkeit sei aufgrund der Evidence nicht mehr zu erwarten. Sofern er auf die psychiatrische Therapie anspreche, sei auf längere Sicht eine diskrete Steigerung möglich, de facto sei seine Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt aber kaum verwertbar. Ein geeigneter Rahmen für eine angepasste Tätigkeit sei kaum auffindbar, gerne erwarte sie aber die Vorschläge der Beschwerdegegnerin (Urk. 14/13/4 lit. D.7). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.7 Am 5. September 2005 nannte Dr. L.___ folgende hier leicht gekürzt angeführte Diagnosen (Urk. 14/22/1):</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- koronare 3-Gefässerkrankung</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Diabetes mellitus Typ 2 (Erstdiagnose 1991)</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- insulinpflichtig seit 1993</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Depression</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- muskulo-skelettale Rücken- und Thoraxschmerzen</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> In der kardiologischen Abklärung habe kein Korrelat für die Thoraxschmerzen gefunden werden könne. Die angegebene Beschwerdesymptomatik mit konstant auftretenden, lageabhängigen Thoraxschmerzen, welche das Liegen auf der Seite verunmöglichten, könne keiner kardiologischen Ursache zugeordnet werden. Ebenso erscheine eine koronarischämische Ätiologie atypisch. Aufgrund der Anamnese sowie der klinischen Untersuchung seien die Beschwerden als muskulo-skelettal zu beurteilen (Urk. 14/22/2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.8 Am 13. September 2005 wurde der Beschwerdeführer im Auftrag der Beschwerdegegnerin durch das Institut B.___ (B.___) polydisziplinär untersucht. Das Gutachten vom 11. November 2005 stützte sich auf die Anamnese, eigene Befunde, internistische, psychiatrische und rheumatologische Beurteilungen sowie die vorhandenen Akten (Urk. 14/24/1). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Im rheumatologischen Teilgutachten hielt Dr. med. O.___, Facharzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin, fest, im Vordergrund stehe eine fortgeschrittene chronische Schmerzverarbeitungsstörung, welche aufgrund der rheumatologisch-organisch fassbaren pathologischen Befunde nicht erklärbar sei. Es sei mit einem weiteren Chronifizierungsprozess zu rechnen, so dass die Prognose bezüglich Beschwerdelinderung wie auch bezüglich möglicher beruflicher Reintegration als ungünstig und schlecht zu bezeichnen sei (Urk. 14/24 S. 11 unten). Für eine geeignete, nicht schwer wirbelsäulenbelastende Tätigkeit ohne Heben und Ziehen von Lasten über 10 bis 15 kg, durchgeführt in Wechselbelastung, abwechslungsweise sitzend, stehend wie auch gehend sowie ohne überwiegende Überkopftätigkeit bestehe weiterhin eine volle Arbeitsfähigkeit (Urk. 14/24 S. 12 Ziff. 4.1.5). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Dr. med. P.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, führte im psychiatrischen Teilgutachten sodann aus, es müsse angenommen werden, dass der Beschwerdeführer eine massive Fehlentwicklung durchlaufen habe, als die kardiale Problematik bekannt geworden sei. Er habe vitale Ängste entwickelt, welche bis heute vorhanden seien. Im Rahmen dieser Umstände habe er mit einer depressiven Störung und massivem hypochondrischen Befürchtungen reagiert. Letztere seien tatsächlich überwindbar, der Beschwerdeführer lege jedoch ein ausgesprochenes Fehlverhalten an den Tag. Es bestehe eine übermässige Schonung und eine Rückzugstendenz, wodurch er seinen Zustand unterhalte (Urk. 14/24 S. 15). Die depressive Störung erkläre eine verminderte Belastbarkeit, der Beschwerdeführer sei vermindert konzentrationsfähig und verlangsamt. Zudem benötige er einen erhöhten Pausenbedarf, so dass die Leistungsfähigkeit um etwa 30 % eingeschränkt sei (Urk. 14/24 S. 15 Ziff. 4.2.5). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Zusammenfassend nannte Dr. med. Q.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 14/24 S. 16 Ziff. 5.1):</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- hypochondrische Fehlentwicklung</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- zunehmende Somatisierungstendenz im Sinne einer fortgeschrittenen Schmerzverarbeitungsstörung</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- koronare 3-Ast-Erkrankung</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Status nach PTCA/Stenting distale RCA, RIVA März 2004</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Status nach Re-PCI distale RCA Mai 2005</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- kardiovaskuläre Risikofaktoren</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Diabetes mellitus Typ II</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- weitere Facetten des Metabolischen Syndroms</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- positive Familienanamnese</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Diabetes mellitus Typ II</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Erstdiagnose 1991</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- insulinpflichtig seit 1993</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- aktuell HbA1c-Wert von 9.3 % (Norm &lt; 6.3)</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- symmetrische periphere Polyneuropathie</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom links</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- beginnende Spondylarthrosen L3 bis S1 sowie lumbale Spondylose</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Wirbelsäulenfehlform und Fehlhaltung sowie ausgeprägte muskuläre Insuffizienz und Dysbalance vom Beckengürteltyp</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- allgemeine muskuläre Dekonditionierung</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Unspezifisches Schulter-Armsyndrom links</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- mögliches Impingement bei subacrominalem Engnis bei Akrmion Typ Bigliani II, beginnende AC-Gelenksarthrose</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- muskuläre Dysbalance vom Schulter-Nackengürteltyp</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Bezüglich der Arbeitsfähigkeit hielt Dr. Q.___ fest, in der angestammten Tätigkeit könne eine volle Arbeitsunfähigkeit seit März 2004 bestätigt werden. Körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten hingegen seien dem Beschwerdeführer weiterhin ganztägig zumutbar mit einer Leistungseinbusse von maximal 30 % (Urk. 14/24 S. 19 Ziff. 6.9).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.9 Dr. med. R.___ und Dr. med. T.___, Orthopädie, Universitätsklinik U.___, nannten nach einer Untersuchung am 23. Februar 2006 folgende Diagnosen (Urk. 8/3 S. 1):</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- chronische Schulter- und pektorale Schmerzen links unklarer Genese seit 2004</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Arthro-MRI linke Schulter 25. August 2005 (auswärts): Supraspinatus-Sehnen-Degeneration ansatznahe ohne Rissnachweis, Acromion Typ II</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- koronare 2-Gefässerkrankung</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- subtotaler distaler RCA-Verschluss, 95 % RIVA-Stenose</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Status nach zweimaliger PTCA 2004/2005</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- Diabetes mellitus Typ 2</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- insulinbedürftig seit 1995</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- periphere Polyneuropathie, Verdacht auf autonome Neuropathie</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- anamnestisch chronische Abdominalbeschwerden</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- oesophageale Refluxerkrankung</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">- depressive Episoden.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Therapeutisch komme am ehesten ein stationärer Rehabilitationsversuch in Frage. Angesichts des schwierig zuzuordnenden Schmerzsyndroms sei eine regelmässige kardiologische Nachkontrolle wünschenswert (Urk. 8/3 S. 2-3).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.10 Die vom Vertreter des Beschwerdeführers nach Abschluss des Schriftenwechsels eingereichten Arztberichte (Urk. 24-41) betreffen den Zeitraum nach Erlass des angefochtenen Einspracheentscheides und sind damit für das vorliegende Verfahren nicht entscheidrelevant (vgl. Erwägung 1.3). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4.1 Das B.___-Gutachten erfüllt die praxisgemässen Kriterien (vgl. Erwägung 1.2) vollumfänglich, so dass darauf abgestellt werden kann. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers liegen auch keine formellen Mängel vor (Urk. 1 S. 4). Wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort zutreffend ausführte (Urk. 13 S. 2), ergibt sich aus dem Gutachten klar, dass die rheumatologische Beurteilung durch Dr. O.___ (Urk. 14/24 S. 7 Ziff. 4.1) und die psychiatrische Beurteilung durch Dr. P.___ (Urk. 14/24 S. 12 Ziff. 4.2) vorgenommen wurde. Dass sodann der zuständige Internist Dr. Q.___ für alle beteiligten Begutachter unterzeichnete (Urk. 14/24 S. 19), entspricht dem gängigen Vorgehen und hat nicht die Unverwertbarkeit des Gutachtens zur Folge. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Der Einwand des Beschwerdeführers, wonach im B.___-Gutachten aktenwidrig festgestellt werde, es habe sich bisher lediglich die Hausärztin zur Arbeitsfähigkeit geäussert (Urk. 1 S. 3), ist grundsätzlich zutreffend. Aus der Auflistung der vorhandenen Akten ergibt sich jedoch, dass die Ärzte des B.___ über alle früheren Berichte verfügten (Urk. 14/24 S. 2-3 Ziff. 2.1). Es ist somit davon auszugehen, dass deren Inhalte im Wesentlichen auch berücksichtigt wurden, so dass diese Ungenauigkeit nicht die Unverwertbarkeit des Gutachtens zur Folge hat.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Insgesamt ist demnach gestützt auf das B.___-Gutachten davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit seit 1. März 2004 nicht mehr arbeitsfähig ist, ihm jedoch körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne überwiegende Überkopfarbeiten ganztägig mit einer Leistungseinbusse von maximal 30 % weiterhin zumutbar sind.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4.2 Die Einschätzung im B.___-Gutachten, wonach in der angestammten Tätigkeit eine volle Arbeitsunfähigkeit besteht, ist unbestritten und wird auch durch die zahlreichen weiteren Arztberichte gestützt.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Hingegen liegen zur Frage der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit neben dem B.___-Gutachten nur sehr wenige Angaben vor. Als einzige äusserte sich die Hausärztin Dr. N.___ ausdrücklich zu dieser Frage. Ihre Ausführungen, wonach ein geeigneter Rahmen für eine angepasste Tätigkeit kaum auffindbar sei und sie gerne diesbezügliche Vorschläge erwarte (Urk. 14/13/4 lit. D.7), sind jedoch zu wenig aussagekräftig, als dass darauf abgestellt werden könnte. Aus den vom Beschwerdeführer eingereichten Krankenkarten und ärztlichen Zeugnissen (Urk. 3/2, Urk. 3/4, Urk. 8/2) ergibt sich zwar, dass diesem eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde. Nachdem diese Angaben jedoch ohne Begründung erfolgten und zudem davon auszugehen ist, dass sie sich auf die angestammte Tätigkeit beziehen, sind diese Unterlagen für die Frage der Zumutbarkeit einer leidensangepassten Tätigkeit nicht ergiebig. In den restlichen Arztberichten (Urk. 3/5, Urk. 8/3, Urk. 14/6/5-7, Urk. 14/11/4-6, Urk. 14/13/5-7, Urk. 14/13/10, Urk. 14/22/1-2) wurden sodann keine Angaben dazu gemacht, welche Tätigkeiten dem Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Einschränkungen noch zumutbar sind. Insgesamt ergibt sich somit aus den Akten nichts, was der Beurteilung im B.___-Gutachten entgegenstehen würde.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4.3 Der Einwand des Beschwerdeführers, wonach die Taggeldversicherung zweifellos nicht 720 Tage lang das volle Taggeld erbracht hätte, wäre sie nicht von der Richtigkeit der bescheinigten Arbeitsunfähigkeit überzeugt gewesen (Urk. 1/1 S. 5), ist sodann aufgrund der unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen unbehelflich. Während die Taggeldversicherung ausschliesslich auf die ausgewiesene Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit abstellt, ist bei der Invalidenversicherung die Erwerbsunfähigkeit, also die Unmöglichkeit, eine leidensangepasste Arbeit auszuführen, das versicherte Risiko. Aus erbrachten Leistungen der Taggeldversicherung kann somit nichts für das vorliegende Verfahren bezüglich Invalidenrente abgeleitet werden.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4.4 Zusammenfassend ist gestützt auf das B.___-Gutachten der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu betrachten, dass der Beschwerdeführer seit 1. März 2004 in einer körperlich leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit ohne überwiegende Überkopfarbeiten ganztägig arbeitsfähig ist, wobei mit einer Leistungseinbusse von maximal 30 % gerechnet werden muss.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">5.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">5.1 Es bleibt die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen dieser Einschränkungen aufgrund eines Einkommensvergleiches.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">5.2 Bei der Ermittlung des ohne invalidisierenden Gesundheitsschaden erzielbaren Einkommens (Valideneinkommen) ist entscheidend, was die versicherte Person aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ohne den Gesundheitsschaden, aber sonst bei unveränderten Verhältnissen verdienen würde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b mit Hinweis).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Auszugehen ist dabei vom letzten Verdienst des Beschwerdeführers als Produktionsmitarbeiter bei der A.___ AG. Im Jahre 2004 erzielte er ein Jahreseinkommen in der Höhe von Fr. 64'779.-- (Urk. 14/9 Ziff. 12). Unter Berücksichtigung der Nominallohnerhöhung von 1.3 % für das Jahr 2005 (Die Volkswirtschaft, 6/2007, Tab. B10.2, lit. D) ist somit von einem Valideneinkommen in der Höhe von rund Fr. 65'621.-- (Fr. 64'779.-- x 1.013) auszugehen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">5.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/aa und bb, vgl. auch BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 476 Erw. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, welcher Wert etwas tiefer ist als die bis 1998 betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von wöchentlich 41,9 Stunden, seit 1999 von 41,8 Stunden, seit 2001 von 41,7 und seit 2004 von 41,6 Stunden (Die Volkswirtschaft 3-2007 S. 90 Tabelle B9.2; BGE 129 V 484 Erw. 4.3.2, 126 V 77 f. Erw. 3b/bb, 124 V 322 Erw. 3b/aa; AHI 2000 S. 81 Erw. 2a).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Die Beschwerdegegnerin zog für die Ermittlung des Invalideneinkommens Tabellenlöhne bei und ging vom mittleren Lohn für Männer, die einfache und repetitive Tätigkeiten ausführten (Zentralwert), aus (Urk. 14/29/6). Dieser belief sich im Jahre 2004 auf monatlich Fr. 4588.- (LSE 2004, Bundesamt für Statistik, Neuenburg 2004, TA1, Total). Unter Berücksichtigung der Nominallohnerhöhung von 1.0 % für das Jahr 2005 (Die Volkswirtschaft, 3/2007, Tab. B10.2, Total) und einer wöchentlichen Arbeitszeit im Jahr 2005 von 41,6 Stunden, ergibt dies ein Einkommen für das Jahr 2005 von Fr. 4'819.20 pro Monat (Fr. 4588.- x 1.01 : 40 x 41,6), mithin Fr. 57'830.40 pro Jahr (Fr. 4'819.20 x 12). Nachdem der Beschwerdeführer in seiner Leistungsfähigkeit zu maximal 30 % eingeschränkt ist, beträgt das Invalideneinkommen insgesamt rund Fr. 40'481.-- (Fr. 57'830.40 x 0.7). Dieses derart ermittelte Invalideneinkommen ist im Übrigen unbestritten.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">5.4 Nach der Rechtsprechung ist beim Einkommensvergleich unter Verwendung statistischer Tabellenlöhne zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann ist dem Umstand Rechung zu tragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. In BGE 126 V 75 ff. hat das Eidgenössische Versicherungsgericht die bisherige Praxis dahin gehend präzisiert, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) abhängig ist. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 129 V 481 Erw. 4.2.3 mit Hinweisen). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Die Beschwerdegegnerin nahm keinen zusätzlichen Leidensabzug vor, weil die vorliegenden zusätzlichen gesundheitlichen Einschränkungen und deren Folgen in der 30%igen Leistungseinbusse gemäss ärztlichem O.___achten bereits berücksichtigt seien und die genannten möglichen Tätigkeiten aufgrund der relativ breiten beruflichen Erfahrungen des Beschwerdeführers im Rahmen der üblichen Einarbeitung ohne Einschränkung in Angriff genommen werden könnten (Urk. 14/29/6-7). In seiner letzten Tätigkeit verrichtete der Beschwerdeführer gemäss seinen eigenen Angaben körperlich sehr anspruchsvolle Tätigkeiten und musste Säcke mit einem Gewicht bis 30 kg heben (Urk. 14/24 S. 6). Aufgrund der gesundheitlichen Beeinträchtigungen sind nur noch leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar und auch Überkopfarbeiten kann er nicht mehr verrichten. Die Leistungseinbusse von 30 % ergibt sich sodann ausschliesslich aus den psychisch bedingten Einschränkungen und nicht aus den körperlichen Beeinträchtigungen. Insgesamt ist somit entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin ein Leidensabzug gerechtfertigt, wobei ein solcher von 10 % den Gegebenheiten des vorliegenden Falles angemessen Rechnung trägt.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">5.5 Unter Berücksichtigung eines Abzuges von 10 % ergibt sich somit ein Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 36433.-- (Fr. 40'481.-- x 0.9), mithin bei einem Valideneinkommen von Fr. 65'621.-- (vorstehend Erw. 5.2) eine Einkommensbusse von Fr. 29188.--, was einem Invaliditätsgrad von 44.48 % und gerundet 44 % entspricht und damit einen Anspruch auf eine Viertelsrente begründet.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">5.6 Dem Beschwerdeführer ist somit mit Wirkung ab 1. März 2005 eine Viertelsrente zuzusprechen. Die Beschwerde ist daher teilweise gutzuheissen und der angefochtene Einspracheentscheid vom 27. Februar 2006 aufzuheben.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">5.7 Spätestens im Rahmen des üblichen Revisionsverfahrens wird die Beschwerdegegnerin zu prüfen haben, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in einer Weise entwickelt hat, welche im Sinne von Art. 7 Abs. 2 ATSG (in Kraft ab 1. Januar 2008) die Frage der zumutbaren Willensanstrengung zum konstruktiven Umgang mit einer allfälligen Schmerzproblematik (vgl. BGE 130 V 352, 132 V 65) aufwerfen könnte.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">6. Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Unter Berücksichtigung dieser Bemessungskriterien ist eine um die Hälfte reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 750.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Nachdem der Beschwerdeführer über eine Rechtsschutzversicherung verfügt (vgl. Urk. 20-21), fällt eine Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsvertretung ausser Betracht.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Das Gericht erkennt:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 27. Februar 2004 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer ab dem 1. März 2005 Anspruch auf eine Viertelsrente hat.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 750.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Fürsprecher Ubald Bisegger</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- die Gerichtskasse (nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p></div></body></html>