A bteilung II B -2208/2006 {T 0/2} U rteil vom 25. Juli 2007 M itw irkung: R ichter H ans-Jacob H eitz (Vorsitz), R ichter Frank Seethaler, R ichter R onald Flury; G erichtsschreiberin Katharina W alder Salam in P._______ vertreten durch R echtsanw alt S._______ Beschw erdeführer gegen Prüfungskom m ission der höheren Fachprüfung für W irtschaftsprüfer, Prü- fungssekretariat, Jungholzstrasse 43, Postfach 5026, 8050 Zürich, Erstinstanz, B undesam t für B erufsbildung und Technologie B B T, Effingerstrasse 27, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend höhere Fachprüfung für W irtschaftsprüfer B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. P._______ legte im August/Septem ber 2005 die höhere Fachprüfung für W irtschaftsprüfer ab. Am 19. Septem ber 2005 eröffnete ihm die Prüfungs- kom m ission das folgende Prüfungsergebnis: Fallstudie (schriftlich) 3,5; Professional Judgem ent (m ündlich) 3,5, Kurzreferat 3,5; N otenpunkte 21, M inuspunkte (= N oten unter 4) 3. Sie teilte ihm m it, dass er aufgrund die- ser N oten die Prüfung gestützt auf die Prüfungsordnung vom 11. Juni 2004 nicht bestanden habe. B. G egen den Entscheid der Prüfungskom m ission vom 19. Septem ber 2005 legte P._______ (im Folgenden: Beschw erdeführer) am 17./29. O ktober 2005 beim Bundesam t für Berufsbildung und Technologie BBT (im Folgen- den: BBT) Beschw erde ein und beantragte, es sei ihm für die Fallstudie die N ote 5, für das Fach Professional Judgem ent (m ündlich) die N ote 4,5 oder 5 und für das Kurzreferat die N ote 4,5 zu erteilen. C . D ie Prüfungskom m ission nahm innert erstreckter Frist am 14./17. Februar 2006 zur Beschw erde Stellung. Sie führte aus, aufgrund der N achkorrektur der Prüfungsarbeit w ürden dem Beschw erdeführer in der Fallstudie 4 zu- sätzliche Punkte zugesprochen. D iese Erhöhung von 215, 5 auf 219,5 Punkte führe aber nicht zu einer besseren N ote, da für die Erlangung der N ote 4 225 Punkte nötig seien. Som it sei in keinem der drei Fächer die ur- sprüngliche N ote zu erhöhen. D . Am 2. April 2006 nahm der Beschw erdeführer zur Vernehm lassung der Prüfungskom m ission Stellung. Er hielt an seinen Beschw erdeanträgen und deren Begründung fest. E. Am 1. Juni 2006 äusserte sich die Prüfungskom m ission nochm als schrift- lich zu den Ausführungen des Beschw erdeführers vom 2. April 2006. Sie hielt fest, die Prüfung gelte w eiterhin als nicht bestanden. F. Am 25. Juni 2006 reichte der Beschw erdeführer eine abschliessende schriftliche Stellungnahm e ein. G . M it Brief vom 20. Juli 2006 schloss das BBT den Schriftenw echsel ab. H . M it Entscheid vom 14. Septem ber 2006 w ies das BBT die Beschw erde ab. D er Entscheidbegründung ist im W esentlichen zu entnehm en, die Prü- fungsbew ertung der Experten sei nachvollziehbar und einleuchtend. Sie hätten sich m it den R ügen des Beschw erdeführers in rechtsgenüglicher, grösstenteils sogar in erschöpfender W eise auseinandergesetzt. D a den Prüfungsexperten ein grosser Erm essensspielraum in der Beurteilung zu-3 stehe, w as die Vollständigkeit der Antw orten und die G ew ichtung der Auf- gaben angehe, sei an der korrekten Beurteilung der Aufgabenlösung nicht zu zw eifeln. Ebensow enig verm öchten die gerügten Verfahrensfehler im Prüfungsteil Professional Judgem ent m ündlich (kurzfristige Änderung des Exam inators) der R echtm ässigkeit des Prüfungsentscheids etw as anzuha- ben. I. G egen den Beschw erdeentscheid des BBT vom 14. Septem ber 2006 liess der Beschw erdeführer am 16. O ktober 2006 durch R echtsanw alt S._______ bei der R ekurskom m ission EVD Beschw erde einlegen und Folgendes beantragen: "I. R echtsbegehren 1. D er Entscheid der Vorinstanz vom 14. Septem ber 2006 ist aufzuheben. 2. D em Beschw erdeführer sei im Prüfungsteil Fallstudie der D iplom prüfung vom 19. Septem ber 2005 zusätzlich 58,5 Punkte und entsprechend die N ote 5 zu erteilen. 3. D em Beschw erdeführer sei im Prüfungsteil Professional Judgem ent (m ündlich) der D iplom prüfung vom 19. Septem ber 2005 die N ote 5 zu erteilen. 4. D em Beschw erdeführer sei im Prüfungsteil Kurzreferat der D iplom prüfung vom 19. Septem ber 2005 die N ote 4,5 zu erteilen. 5. D ie R echtsprechung zur G renzfallregelung sei zu berücksichtigen, und die N ote in der Prüfung 'Fallstudie' sei entsprechend aufzurunden. 6. Eventualiter sei die N otengebung im Prüfungsteil Professional Judgem ent (m ündlich) und im Kurzreferat der D iplom prüfung aufzuheben und dem Be- schw erdeführer die entsprechenden N oten der W irtschaftsprüfer-Prüfung 2006 vom 18. Septem ber 2006 (Professional Judgem ent (m ündlich N ote 4, Kurzreferat N ote 5) zu erteilen. 7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Erstinstanz und/oder der Vorinstanz. II. Anträge zum Verfahren: 1. Es sei festzustellen, dass die Akteneinsicht des Beschw erdeführers bei der Erstinstanz verletzt w orden ist. 2. Es sei festzustellen, dass der Beschw erdeführer aufgrund der Verw eigerung des Akteneinsichtsrechts durch die Erstinstanz noch keine abschliessende m aterielle Begründung der Beschw erde einreichen konnte. 3. D em Beschw erdeführer sei die vollständige und um fassende Akteneinsicht bei der Erstinstanz zu gew ähren. 4. D em Beschw erdeführer sei nach erfolgter Akteneinsicht bei der Erstinstanz un ter Ansetzung einer angem essenen Frist G elegenheit zur abschliessenden Stellungnahm e einzuräum en. 5. D ie Akten der Vorinstanz seien beizuziehen."4 J. Auf Einladung der R ekurskom m ission EVD (R EKO /EVD ) vom 7. N ovem ber 2006 reichte das BBT (im Folgenden: Vorinstanz) seine schriftliche Ver- nehm lassung ein. Es hielt an seinem Entscheid fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde unter Kostenfolge, da diese keine neuen Er- kenntnisse enthalte. D ie Prüfungskom m ission der höheren Fachprüfung für W irtschaftsprüfer (Erstinstanz) liess sich am 7. D ezem ber 2006 schriftlich zur Beschw erde vernehm en. D er Beschw erdeführer habe im Jahr 2005 die D iplom prüfung m it einem N otendurchschnitt von 3,5 und 3 N otenpunkten unter der genü- genden N ote 4 nicht bestanden. G em äss Entscheid der Prüfungskom m is- sion vom 18. Septem ber 2006 habe er auch die Prüfung im Jahr 2006 m it einem N otendurchschnitt von 3,7 und 3 N otenpunkten unter 4 nicht be- standen. D a die Beschw erde an die R EKO /EVD keine grundsätzlich neuen Aspekte enthalte, w erde auf die Beschw erdeschrift nicht im einzelnen ein- gegangen, sondern auf den Schriftenw echsel vor dem BBT verw iesen. D ie Forderung des Beschw erdeführers, es seien Prüfungsleistungen aus dem Jahr 2005 zu annullieren und an deren Stelle höhere N oten, w elche er im Jahr 2006 erzielt habe, an seine Leistung anzurechnen, käm e einer R osi- nenpickerei gleich. D ieses Vorgehen sei nach Ziffer 7.3 der Prüfungs- ordnung klar unzulässig. K. Am 8. D ezem ber 2006 brachte die R EKO /EVD dem Beschw erdeführer die beiden Vernehm lassungen der Erstinstanz vom 7. D ezem ber 2006 und der Vorinstanz vom 6. D ezem ber 2006 zur Kenntnis und schloss dam it den Schriftenw echsel ab. Sie teilte den Verfahrensbeteiligten m it, dass auf- grund des Inkrafttretens der Justizreform ab 1. Januar 2007 das Bundes- verw altungsgericht für die Behandlung der Beschw erde zuständig sei. L. D as Bundesverw altungsgericht teilte den Verfahrensbeteiligten am 31. Ja- nuar 2007 die Ü bernahm e des Verfahrens und die Zusam m ensetzung des Spruchkörpers m it und forderte diese auf, allfällige Ausstandsgründe ge- gen die eingesetzten R ichter oder die G erichtsschreiberin bis zum 14. Feb- ruar 2007 geltend zu m achen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. G estützt auf die Ü bergangsbestim m ungen des Verw altungsge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) übernim m t das Bundesverw altungsgericht, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der beim Inkrafttreten des G esetzes bei Eidgenössischen R ekurskom - m issionen hängigen R echtsm ittel. D ie Beurteilung erfolgt nach neuem Ver- fahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 VG G ). D as Bundesverw altungsgericht beurteilt in Anw endung von Art. 31 VG G Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 5 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). D ie Beschw erde ist zulässig gegen Verfügungen der D epartem ente und der ihnen unterstellten oder adm inistrativ zugeordneten D ienststellen der Bundesverw altung (Art. 33 Bst. d VG G ). D er Beschw erdeentscheid vom 14. Septem ber 2006 ist eine Verfügung im Sinn von Art. 5 Vw VG , da er sich auf das Berufsbildungsgesetz und dam it auf öffentliches R echt des Bundes stützt und die Abw eisung des Begehrens des Beschw erdeführers, ihm sei das D iplom für W irtschaftsprüfer zu erteilen, zum G egenstand hat (vgl. Art. 5 Abs. 1 Bst. c Vw VG ). D as BBT, w elches diesen Entscheid er- lassen hat, ist eine dem Eidgenössischen Volksw irtschaftsdepartem ent un- terstellte D ienststelle der Bundesverw altung und dam it eine Vorinstanz des Bundesverw altungsgerichts im Sinne von Art. 33 VG G . D as Bundesverw al- tungsgericht ist für die Beurteilung der vorliegenden Beschw erde zustän- dig. 1.1 D er Beschw erdeführer hat am Verfahren vor dem BBT teilgenom m en. Er ist vom angefochtenen Entscheid betroffen und hat ein schützensw ertes Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung. Er ist nach Art. 48 Abs. 1 Vw VG beschw erdeberechtigt. 1.2 D ie Beschw erde w urde im Ü brigen form - und fristgerecht eingereicht (vgl. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 Vw VG ) und der eingeforderte Kostenvor- schuss von Fr. 1'000.-- innert Frist bezahlt (vgl. Art. 63 Abs. 4 Vw VG ). Auf die Beschw erde ist dam it einzutreten. 2. G em äss Art. 27 Bst. a des Berufsbildungsgesetzes vom 13. D ezem ber 2002 (BBG , SR 412.10) w ird die höhere Berufsbildung durch eine eidge- nössische Berufsprüfung oder eine eidgenössische höhere Fachprüfung erw orben. D ie zuständigen O rganisationen der Arbeitsw elt regeln die Zu- lassungsbedingungen, Lerninhalte, Q ualifikationsverfahren, Ausw eise und Titel. Sie berücksichtigen dabei die anschliessenden Bildungsgänge. D ie Vorschriften unterliegen der G enehm igung durch das Bundesam t. Sie w er- den in Form eines Verw eises nach Artikel 13 Absätze 1 Buchstabe g und 3 des Publikationsgesetzes vom 18. Juni 2004 (PublG , SR 170.512) im Bun- desblatt veröffentlicht (Art. 28 Abs. 2 BBG ). G estützt auf diese Bestim m ungen hat die Treuhandkam m er (Schw eizeri- sche Kam m er der W irtschaftsprüfer, Steuerexperten und Treuhandexper- ten) die Prüfungsordnung vom 11. Juni 2004 über die H öhere Fachprüfung für W irtschaftsprüferinnen und W irtschaftsprüfer erlassen (hiernach: Prü- fungsordnung, BBl 2004 4860), w elche m it der G enehm igung des BBT am 15. O ktober 2004 in Kraft getreten ist und erstm als für die Prüfung 2005 angew andt w orden ist (vgl. Ü bergangsbestim m ungen der Prüfungs- ordnung, Ziff. 10.21). D urch die höhere Fachprüfung für W irtschaftsprüfer soll festgestellt w er- den, ob der Kandidat oder die Kandidatin die zur selbständigen Ausübung 6 des Berufes eines W irtschaftsprüfers bzw . einer W irtschaftsprüferin erfor- derlichen Fähigkeiten und Kenntnisse besitzt. D ie D urchführung der Prü- fung obliegt der Prüfungskom m ission (Ziff. 2.11 Prüfungsordnung), w elche auch eine W egleitung erlässt, in der der Prüfungsstoff näher um schrieben ist (Ziff. 2.21 Bst. a Prüfungsordnung). D ie Prüfung erstreckt sich auf alle Tätigkeitsgebiete des W irtschaftsprüfers und um fasst die folgenden Teile: Professional Judgem ent (Fallstudie, schriftlich, D auer m ax. 480 m in), Pro- fessional Judgem ent (Expertengespräch, m ündlich, D auer 50-60 m in), Kurzreferat (m ündlich, D auer 5-10 m in) (Ziff. 5.11 f. Prüfungsordnung). D ie Fallstudie für das Professional Judgem ent um fasst die schriftliche Bearbei- tung von kom plexen interdisziplinären und anspruchsvollen Problem stel- lungen aus dem praktischen Tätigkeitsgebiet eines W irtschaftsprüfers. D ie Kandidaten sollen m it der Lösung der Fallstudie den N achw eis erbringen, dass sie über die erforderlichen betriebsw irtschaftlichen Kenntnisse verfü- gen, die sie neben der selbständigen Prüfungstätigkeit auch befähigen, kom plexe Sachverhalte zu beurteilen und Lösungen anzubieten. Sie m üs- sen in der Lage sein, aufgrund der gem achten Vorgaben innerhalb kurzer Zeit konkrete Ergebnisse aufzuzeigen und klar und übersichtlich darzustel- len (Ziff. I.7.3 der W egleitung vom 11. Juni 2004 zur Prüfungsordnung über die höhere Fachprüfung für W irtschaftsprüferinnen und W irtschaftsprüfer). D ie Prüfung und Begutachtung der schriftlichen Arbeiten sow ie die Punkte- verteilung findet durch m indestens zw ei Experten gem einsam statt (Ziff. 4.43 Prüfungsordnung). D er endgültige Beschluss über das Bestehen oder N ichtbestehen der Prüfung ergeht durch die Prüfungskom m ission, nötigen- falls nach R ücksprache m it den beteiligten Experten (Ziff. 4.51 Prüfungs- ordnung). D ie Prüfung gilt als bestanden, w enn der Kandidat oder die Kan- didatin zusam m engerechnet eine gew ichtete G esam tnote von m indestens 4,0 (24 N otenpunkte) erzielt hat und dabei insgesam t nicht m ehr als 1½ N otenpunkte unter 4 zur Anrechnung kom m en. Für die Berechnung der G esam tnote der Prüfung w erden die N oten der einzelnen Prüfungsteile w ie folgt gew ichtet: Professional Judgem ent schriftlich (Fallstudie) dreifach, Professional Jugem ent m ündlich (Expertengespräch) zw eifach, Kurzreferat (Expertengespräch) einfach (Ziff. 6.13 Prüfungsordnung). 3. D er Beschw erdeführer m acht zunächst eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches G ehör in Form des Akteneinsichtsrechts geltend. D ie Prü- fungskom m ission habe zu U nrecht eine allfällige M usterlösung sow ie das Bew ertungsschem a (bzw . die Lösungsskizze) nicht herausgegeben. D iese seien gem äss objektiven G esichtspunkten die w esentliche G rundlage für die Bew ertung der Leistung eines Kandidaten sow ie für die Erstellung der N otenverfügung. Erst gestützt auf diese U nterlagen könne eine Prüfungs- bew ertung nachvollzogen w erden. D ie W eigerung zur H erausgabe stelle einen absoluten Eröffnungsfehler m it einhergehender N ichtigkeit der N o- tenverfügung dar, jedenfalls aber einen relativen Fehler, der derart schw er w iege, dass die N otenverfügung aufzuheben sei.7 3.1 D er Anspruch auf rechtliches G ehör gem äss Art. 29 Abs. 2 der Bundesver- fassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) ist gem äss konstanter Praxis des Bundesgerichts form eller N atur. Sofern der M angel nicht geheilt w er- den kann, hat die Verletzung die Aufhebung des angefochtenen Entschei- des zur Folge, und zw ar auch dann, w enn der Beschw erdeführer kein m a- terielles Interesse nachzuw eisen verm ag (BG E 127 V 431 E. 3d/aa, BG E 125 I 113 E. 3, BG E 124 V 180 E. 4a). G em äss bundesgerichtlicher Form ulierung gew ährleistet der G ehörs- anspruch allen Personen, die vom Ausgang des Verfahrens m ehr als die Allgem einheit betroffen w erden könnten, das R echt auf M itw irkung und Einflussnahm e (BG E 132 V 387 E. 5). D er Anspruch auf rechtliches G ehör enthält eine ganze R eihe von Verfahrensgarantien, insbesondere auch das R echt auf Akteneinsicht (vgl. BG E 129 V 478 E. 4.4.2, BG E 127 I 54 E. 2b). Eine gerügte Verletzung des rechtlichen G ehörs und som it auch des R echts auf Akteneinsicht w ird vom Bundesverw altungsgericht m it vol- ler Kognition überprüft. 3.2 D as R echt auf Akteneinsicht bezieht sich grundsätzlich auf alle für den Entscheid erheblichen Akten. Verw eigert w erden darf nur die Einsicht in verw altungsinterne Akten (BG E 125 II 473 E. 4a). Als verw altungsintern gelten Akten, denen für die Behandlung eines Falles kein Bew eischarakter zukom m t, w eil sie ausschliesslich der verw altungsinternen M einungs- bildung dienen und insofern lediglich für den behördeninternen G ebrauch bestim m t sind (z.B. Entw ürfe, Anträge, N otizen, M itberichte, H ilfsbelege etc.). In der Literatur ist die U nterscheidung zw ischen internen und ande- ren Akten allerdings um stritten (vgl. BG E 125 II 473 E. 3 m it Verw eisen auf die Literatur). 3.3 W as die vom Beschw erdeführer verlangte H erausgabe der M usterlösun- gen beziehungsw eise der Lösungsskizze der Exam inatoren betrifft, ist nach der Praxis des Bundesverw altungsgerichts davon auszugehen, dass in jedem Fall dann, w enn – w ie vorliegend – w eder das Berufsbildungs- gesetz, noch die Berufsbildungsverordnung, noch die Prüfungsordnung M usterlösungen vorsehen, diese als unverbindliche Lösungsvorschläge zu betrachten sind, die ausschliesslich der verw altungsinternen M einungsbil- dung dienen (vgl. U rteil des Bundesverw altungsgerichts B -2207/2007 vom 23. M ärz 2007 Erw . 3.4). Ausnahm sw eise kann ein Anspruch auf H eraus- gabe bestehen, w enn in der M usterlösung gleichzeitig die Bew ertung fest- gelegt ist und kein selbständiger Bew ertungsraster vorliegt. Im vorliegenden Fall liegen indessen separate Bew ertungsraster vor. Es kann auf Beilage D zur Beschw erde an das BBT (Bew ertung für P._______ [Kandidat N r. X]) verw iesen w erden, aus der hervorgeht, dass die M axim alpunktzahlen für jede Teilaufgabe einzeln aufgeführt sind. D ie M usterlösungen legen die Bew ertung also nicht verbindlich fest, w om it im vorliegenden Fall kein Akteneinsichtsrecht in allfällige Lösungsskizzen be- steht. Som it ist das Akteneinsichtsrecht des Beschw erdeführers bei der Er-8 stinstanz nicht verletzt w orden. Es liegt dam it kein Eröffnungsfehler vor, der gegebenenfalls eine Aufhebung des angefochtenen Entscheids aus form ellen G ründen nach sich ziehen w ürde. D er diesbezügliche Antrag ist daher abzuw eisen. 3.4 D er Beschw erdeführer führt w eiter aus, es sei ihm aufgrund des verw ei- gerten Akteneinsichtsrechts in der Fallstudie m indestens die N ote 4,5 zu erteilen, da dem R echtssuchenden aus der N ichtigkeit einer Verfügung keine Benachteiligung erw achsen dürfe. Eventuell sei er an der nächsten D iplom prüfung in der Fallstudie zuzulassen. W ie bereits dargelegt, leidet der angefochtene Entscheid an keinem form ellen M angel, der eine N ichtig- keit der angefochtenen Verfügung zur Folge hätte. D am it ist nicht w eiter darauf einzugehen, ob eine Aufhebung des angefochtenen Entscheids aus form ellen G ründen eine reform atorische N eubeurteilung der Prüfungsleis- tung durch die Beschw erdeinstanz nach sich zöge. D ie vom Beschw erde- führer beantragte R echtsfolge, näm lich eine Erhöhung der Bew ertung auf die N ote 4,5, die er aus der geltend gem achten N ichtigkeit des vorinstanz- lichen Entscheids herzuleiten versucht, deckt sich m it seinem Beschw er- deantrag in der Sache (Aufhebung des angefochtenen Entscheids und re- form atorische Festsetzung einer höheren N ote). D er Antrag ist daher an dieser Stelle nicht separat abzuhandeln, er w ird in der Erw ägung 5. behan- delt, in der die Auseinandersetzung m it den m ateriellen Einw änden des Beschw erdeführers gegen den angefochtenen Entscheid erfolgt. 4. D er Beschw erdeführer bringt gegen den angefochtenen Entscheid vor, dass in der Beurteilung seiner Prüfung zu U nrecht die G renzfallregelung nicht angew andt w orden sei. D ie Prüfungskom m ission kenne zw ar eine G renzfallregelung, diese sei jedoch unklar, da sie von "w enigen Punkten" zum Erreichen der nächsthöheren N ote spreche. Erhielte er die N ote 4 in den Prüfungsteilen Professional Judgem ent m ündlich und Kurzreferat, handelte es sich um einen klaren G renzfall, da er im Prüfungsteil Fall- studie die D iplom prüfung bestanden hätte. Som it sei die G renzfallregelung der R EKO /EVD anw endbar und die N ote anzuheben. 4.1 D as Berufsbildungsgesetz stellt keine allgem ein gültige G renzfallregelung auf. Falls w eder in den jew eiligen Prüfungsreglem enten noch in den W eg- leitungen eine R egelung für G renzfälle getroffen w orden ist, darf die Prü- fungskom m ission grundsätzlich selbst Kriterien zur Behandlung von G renzfällen aufstellen. D iese Kom petenz ergibt sich aus der Befugnis der Prüfungskom m ission, die N oten der Kandidaten endgültig festzusetzen (vgl. Ziff. 4.5.1 Prüfungsordnung). Eine allfällige solche R egelung m uss aber sachlich vertretbar sein und rechtsgleich auf alle Prüfungskandidaten zur Anw endung gelangen. G rundsätzlich steht es im Erm essen der Prüfungskom m ission, w as sie als G renzfall definiert und w ie sie in derartigen Fällen vorgehen w ill. Ein gene- reller Anspruch darauf, dass Punktzahlen knapp unter der für eine genü-9 gende N ote erforderlichen G renze aufgerundet w erden, besteht nicht (U r- teil des Bundesgerichts 2P.177/2002 vom 7. N ovem ber 2002 E. 4). D ie von der ehem aligen R EKO /EVD entw ickelte G renzfallregelung kam nur subsidiär zur Anw endung, d.h. w enn sich das Punktebild im Verlauf des Beschw erdeverfahrens w esentlich verändert hatte und m angels einer G renzfallregelung nicht bekannt w ar, w ie die Prüfungskom m ission den in erster Linie ihr zustehenden Erm essensspielraum genutzt hätte, w enn an der N otenkonferenz bereits diese für den Beschw erdeführer günstigere Punktesituation vorgelegen hätte. Ist aufgrund einer G renzfallregelung be- kannt, w ie die Prüfungskom m ission bei dieser neuen Konstellation ent- schieden hätte, und hält diese R egelung den obgenannten Kriterien stand, so hat die Beschw erdeinstanz das Erm essen der Prüfungskom m ission zu respektieren. 4.2 D ie Prüfungskom m ission erinnert in ihrer Vernehm lassung zur Beschw er- de vom 7. D ezem ber 2006 daran, dass der Kandidat m it einem N oten- durchschnitt von 3,5 und 3 M inuspunkten die Prüfung klar nicht bestanden hat. In diesem Fall von einem G renzfall zu sprechen sei abstrus und ent- behre jeder G rundlage. D a der Beschw erdeführer m it dem erreichten R e- sultat w eit von einer nach Ziff. 7.11 der Prüfungsordnung genügenden Leistung entfernt ist (G esam tnote von m indestens 4,0 und nicht m ehr als 1½ M inuspunkte), schliesst sich das Bundesverw altungsgericht den Aus- führungen der Prüfungskom m ission ohne w eitere Ausführungen an. Es ist festzustellen, dass die Prüfungskom m ission das ihr zustehende Erm essen in der G renzfallregelung richtig ausgeübt hat. D a die Prüfungskom m ission hinsichtlich der G renzfallpraxis ihr Erm essen korrekt ausgeübt hat, kann darauf verzichtet w erden, zu den Ausführungen und Berechnungen des Beschw erdeführers zur subsidiären G renzfallrege- lung und den vorgelegten hypothetischen N otenberechnungen im Einzel- nen Stellung zu nehm en. Aufgrund der erreichten Leistung kom m t keine G renzfallregelung zur Anw endung, der diesbezügliche Antrag ist abzuw ei- sen. 5. In Bezug auf die Bew ertung seiner Prüfungsleistung beantragt der Be- schw erdeführer w ie im vorinstanzlichen Beschw erdeverfahren, ihm seien für die Fallstudie (schriftlich) in den Aufgaben 1.3, 1.4, 2.2, 3.2, 3.3, 4.1, 4.2, 4.3, 4.4, 5.1, 5.2a, 5.2b, 6.2, 7.1 und 7.2, 8.1, 8.2, 8.3, 8.6, 9.5, 9.6, 9.7, 10.1, 10.2, 11.1, 11.2, 11.3, 11.4, 12.1, 12.2, 13.1, 14.1, 14.2 und 15.1 insgesam t 58,5 zusätzliche Punkte zu gew ähren und im Ergebnis die N ote 5 zu erteilen. Er führt zu jeder gerügten Prüfungsaufgabe aus, w ieviel zu- sätzliche Punkte ihm im Beschw erdeentscheid für die Erlangung dieser N ote zuzusprechen seien. Es kann auf Erw . 4.1 des angefochtenen Ent- scheids vom 14. Septem ber 2006 verw iesen w erden, der die R ügen detail- liert w iedergibt. 5.1 Ebenso w ie das Bundesgericht (vgl. BG E 131 I 467 Erw . 3.1, BG E 121 I 225 Erw . 4b m it w eiteren Verw eisen), der Bundesrat (vgl. VPB 62.62 10 Erw .3, VPB 56.16 Erw .. 2.1) sow ie die ehem aligen R ekurs- und Schieds- kom m issionen des Bundes (vgl. VPB 66.62 Erw . 4, VPB 64.122 Erw . 2) auferlegt sich das Bundesverw altungsgericht bei der Ü berprüfung von Ex- am ensleistungen Zurückhaltung, indem es in Fragen, die seitens der Jus- tizbehörden naturgem äss schw er überprüfbar sind, nicht ohne N ot von den Beurteilungen der erstinstanzlichen Prüfungsorgane und Experten ab- w eicht (vgl. BVG E 2007/6 Erw . 3.). D er G rund dafür liegt darin, dass der R echtsm ittelbehörde zum eist nicht alle m assgebenden Faktoren der Be- w ertung bekannt sind und es ihr in der R egel nicht m öglich ist, sich ein zu- verlässiges Bild über die G esam theit der Leistungen des Be- schw erdeführers sow ie der Leistungen der übrigen Kandidaten zu m achen. H inzu kom m t, dass Prüfungen Spezialgebiete zum G egenstand haben, in denen die R echtsm ittelbehörde über keine eigenen Fachkenntnisse ver- fügt. Eine freie Ü berprüfung der Exam ensbew ertung w ürde zudem die G e- fahr von U ngerechtigkeiten und U ngleichheiten gegenüber anderen Kandi- daten in sich bergen. D ie Bew ertung von akadem ischen Leistungen und Fachprüfungen w ird von der R echtsm ittelbehörde daher nicht frei, sondern nur m it Zurückhaltung überprüft (vgl. BG E 118 Ia 488 E. 4c, BG E 106 Ia 1 E. 3c m it Verw eis auf IM BO D EN /R H IN O W , Schw eizerische Verw altungs- rechtsprechung, Band I, Basel und Frankfurt am M ain 1986, N r. 66 B II a, d und V a, sow ie N r. 67 B III c). 5.2 In einem Beschw erdeverfahren nehm en die Exam inatoren, deren N oten- bew ertung beanstandet w urde, im R ahm en der Beschw erdeantw ort der Prüfungskom m ission Stellung (vgl. Art. 57 Abs. 1 Vw VG ). In der R egel überprüfen sie ihre Bew ertung nochm als und geben bekannt, ob sie eine Korrektur als gerechtfertigt erachten oder nicht. Solange konkrete H inw ei- se auf Befangenheit fehlen und die Beurteilung nicht als fehlerhaft oder völlig unangem essen erscheint, ist auf die M einung der Exam inatoren ab- zustellen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Stellungnahm e inso- fern vollständig ist, als darin die substantiierten R ügen des Beschw erde- führers beantw ortet w erden, und dass die Auffassung der Exam inatoren, insbesondere sow eit sie von derjenigen des Beschw erdeführers abw eicht, nachvollziehbar und einleuchtend ist. D ie dargelegte Zurückhaltung gilt nur bei der Bew ertung der Prüfungsleistungen. Ist hingegen die Auslegung und Anw endung von R echtsvorschriften streitig oder w erden Verfahrens- m ängel im Prüfungsablauf gerügt, hat die R echtsm ittelbehörde die erhobe- nen Einw endungen in freier Kognition zu prüfen, andernfalls sie eine for- m elle R echtsverw eigerung beginge (U rteil des Bundesverw altungsgerichts B-2207/2007 vom 23. M ärz 2007 Erw . 5.3 m it H inw eisen auf R echtspre- chung und Lehre). 5.3 In den vom Beschw erdeführer geltend gem achten R ügen zu den einzelnen Prüfungsaufgaben geht es um die unangem essene Bew ertung seiner Leis- tungen (vgl. Art. 49 Bst. c Vw VG ). N achfolgend ist in einem ersten Schritt zu prüfen, ob die Vorinstanz, die Prüfungskom m ission und die Prüfungs- experten auf die R ügen m ateriell insgesam t genügend eingegangen sind 11 und ob sie die substantiierten R ügen des Beschw erdeführers rechtsgenüg- lich beantw ortet haben. 5.3.1 Im W esentlichen m acht der Beschw erdeführer geltend, dass er die Auf- gaben in der Fallstudie in dem von ihm geltend gem achten U m fang richtig gelöst habe. Insgesam t verlangt er 58,5 zusätzliche Punkte. Zu einem Teil der Aufgaben führt er aus, dass er die in den Stellungnahm en der Exper- ten verlangten Elem ente w iedergegeben habe. Zum R est der Aufgaben m acht er geltend, dass er zw ar nicht alle verlangten Elem ente aufgeführt, jedoch Alternativlösungen präsentiert habe. In einem Fach w ie der W irt- schaftsprüfung gebe es nie nur eine einzige richtige Lösung, w eshalb ihm für diese Lösungsansätze zusätzliche Punkte zu gew ähren seien. Ausser- dem verlange er in den m eisten der gerügten Aufgaben gar nicht die Ertei- lung der vollen Punktzahl. Aus diesem G rund sei unerheblich, ob die Aus- führungen kom plett seien. W ie bereits dem angefochtenen Entscheid zu entnehm en ist, hat im R ah- m en des vorinstanzlichen Beschw erdeverfahrens die Prüfungskom m ission zu den einzelnen R ügen des Beschw erdeführers punkto Erhöhung der ver- gebenen Punktzahl zw eim al Stellung genom m en. Beide Vernehm lassun- gen der Prüfungskom m ission vom 14. Februar 2006 bzw . vom 1. Juni 2006 kom m en aufgrund der vorgenom m enen N achkorrektur zum Ergebnis, dass in allen drei nicht bestandenen Fächern die N oten nicht zu erhöhen seien. In der Fallstudie seien dem Beschw erdeführer aufgrund der N ach- korrektur für die Aufgabe 9.1 ein zusätzlicher ½ Punkt, für die Aufgabe 9.2 ein Punkt, für die Aufgabe 9.12 ein ½ Punkt und für die Aufgabe 10.1 zu- sätzliche 2 Punkte zu geben, w as zu einer G esam tpunktzahl von 219,5 an- statt 215,5 führe. An der N ote 3,5 ändere sich aber nichts, da für die N ote 4 225 Punkte notw endig seien. D er Experte nahm zu jeder geforderten Punkteerhöhung im D etail Stellung und w iderlegte für jede Teilaufgabe einzeln, dass dem Kandidaten für seine Antw orten w eitere Punkte erteilt w erden könnten. D a die Ausführungen der Experten im angefochtenen Entscheid bereits detailliert w iedergegeben w orden sind, m üssen sie an dieser Stelle nicht nochm als einzeln aufgeführt w erden (vgl. Erw . 4.1 des angefochtenen Ent- scheids). Im W esentlichen lassen sich die Ausführungen des Experten in der N achkorrektur der Fallstudie vom 28. D ezem ber 2005 so zusam m en- fassen, dass der Beschw erdeführer sich m it Stichw orten und Verw eisen auf Artikel oder W eisungen begnügt habe, ohne eigene inhaltliche Ausfüh- rungen vorzunehm en. Aus diesen Aufzählungen gehe nicht hervor, dass der Beschw erdeführer über das erw artete inhaltliche W issen verfüge. D ie Bem erkungen des Experten zu den 35 Teilaufgaben sind schlüssig und so- w ohl insgesam t als auch im einzelnen nachvollziehbar. W ie bereits von der Vorinstanz festgestellt, hat sich die Prüfungkom m ission rechtsgenüglich und in korrekter Ausübung ihres Erm essens m it der Prüfung des Be- schw erdeführers und seinen R ügen im Beschw erdeverfahren auseinander- gesetzt. Aufgrund der in den Akten detailliert w iedergegebenen Auseinan- dersetzung m it dem Prüfungsstoff, der zu erbringenden Leistung und den 12 ungenügenden Antw orten des Beschw erdeführers besteht für das Bundes- verw altungsgericht kein G rund zur Annahm e, die Prüfungskom m ission habe das ihr zustehende Erm essen nicht sachgem äss ausgeübt. 5.3.2 Sow eit der Beschw erdeführer geltend m acht, für von ihm angeführte alter- native Lösungen seien zusätzliche Punkte zu sprechen, m uss darauf hin- gew iesen w erden, dass gerade bei der Frage, ob für eine konkrete, von der Vorlage abw eichende Antw ort Punkte erteilt w erden m üssen, das Er- m essen der Experten gross ist. Insbesondere liegt es auch im Erm essen der Experten, w elches relative G ew icht den verschiedenen Angaben, Ü berlegungen und Berechnungen zukom m t, die zusam m en die korrekte und vollständige Antw ort auf eine bestim m te Prüfungsfrage darstellen, und w ie viele Punkte in der Folge für nur teilw eise richtige Antw orten zu ver- geben sind. D as Erm essen der Experten ist hingegen in jenen Fällen ein- geschränkt, in denen die Prüfungsorgane einen verbindlichen Bew ertungs- raster vorgegeben haben, aus dem die genaue Punktverteilung pro Teil- antw ort hervorgeht. D er G rundsatz der R echtsgleichheit beziehungsw eise der G leichbehandlung aller Kandidaten gew ährt in einem derartigen Fall jedem Kandidaten den Anspruch darauf, dass er auch diejenigen Punkte erhält, die ihm gem äss Bew ertungsraster für eine richtige Teilleistung zu- stehen. Im vorliegenden Fall besteht zw ar ein Lösungsschem a, w elches der Stel- lungnahm e des Experten auszugsw eise beiliegt. D abei handelt es sich je- doch nicht um ein verbindliches Bew ertungsraster. Vielm ehr liegt ein sepa- rates Bew ertungsraster vor, das jew eils die pro Teilaufgabe erreichbaren M axim alpunktzahlen aufführt (vgl. Ausführungen unter Ziffer 3). D ie Lö- sungsskizze stellt den Experten eine Korrekturhilfe dar, ist aber für die Be- w ertung nicht verbindlich. In ihren Stellungnahm en m achen die Experten von ihrem Erm essen G ebrauch. Es ist daher nicht zu beanstanden, w enn die Experten nicht für jede Teilantw ort voraussetzungslos Punkte erteilen, w ie dies der Beschw erdeführer verlangt. Vielm ehr bedarf es für die Ertei- lung von zusätzlichen Punkten einer Antw ort, die inhaltlich korrekt ist und die auf die sich in der Frage stellenden Problem e genügend Bezug nim m t. Es ist m ithin nachvollziehbar, w enn die Experten für Antw orten, die zw ar inhaltlich nicht falsch sind, aber den Kern des Problem s nicht erfassen be- ziehungsw eise nichts zur Problem lösung beitragen, keine Punkte erteilen. Insgesam t ist ferner nicht ersichtlich, dass die Experten und die Vorinstanz überm ässige Anforderungen an eine korrekte Lösung gestellt hätten. M ög- lich ist, dass gew isse Aussagen des Beschw erdeführers inhaltlich stim - m en, oder dass er gew isse von den Experten verlangte Antw orten ansatz- w eise geliefert hat. Jedoch legen die Experten und die Vorinstanz über- zeugend dar, dass diese Aussagen und Lösungsansätze nicht genügen, um dem Beschw erdeführer m ehr Punkte zu erteilen als ihm bei der Bew er- tung seiner Prüfungsleistung und den N achkorrekturen zugesprochen w or- den sind. 5.3.3 Auch bezüglich seiner Einw ände gegen die Bew ertung des Fach- und Ex- pertengesprächs und des Kurzreferates verm ögen die Ausführungen des 13 Beschw erdeführers das Bundesverw altungsgericht nicht davon zu über- zeugen, dass die Bew ertung seiner Prüfungsleistung durch die Experten nicht sachgem äss erfolgt sei. W ie die beiden Experten in ihren ersten und zw eiten schriftlichen Stellungnahm en vom 18./21. Januar und vom 12./17. M ai 2006 geltend m achen, habe der Beschw erdeführer w iederholt m it Stichw orten auf m ögliche Lösungen aufm erksam gem acht w erden m üs- sen. D as Fachgespräch sei schleppend verlaufen, m an habe den Eindruck erhalten, dass der Kandidat in keinem der vier W issensbereiche über fun- diertes W issen verfügt habe. D ie gegebenen Antw orten seien nicht falsch gew esen, aber undifferenziert und oberflächlich, beim Beschw erdeführer liege kein vertieftes Fachverständnis oder -w issen vor. M ehrm als habe das Them a gew echselt w erden m üssen, da der Kandidat über keine vertieften Kenntnisse zum jew eiligen Them a verfügt habe. Angestrebte Lösungen seien nur der Spur nach vorhanden gew esen. D ieser Eindruck habe sich auch im Vergleich zu anderen Kandidaten erhärtet, w elche zu den glei- chen Them en befragt w orden seien. D as Kurzreferat w ird von den Exper- ten einhellig als klar ungenügend und die schw ächste Leistung des Prü- fungsvorm ittags eingestuft. D er Kandidat habe w eniger als 5 M inuten gere- det. D as w enig G esagte sei guten Teils korrekt gew esen, aber es hätten w ichtige Aussagen gefehlt und das Them a sei nicht ganz getroffen w or- den. D ie Schlussfolgerung habe m ehr Fragen offen gelassen, als dass am Ende etw as prägnant form uliert gew esen w äre. D er allgem eine Eindruck sei klar ungenügend gew esen und ein Kunde hätte m it diesem Vortrag nicht viel anfangen können. D iese Ausführungen zeigen klar, dass der Be- schw erdeführer nicht über das notw endige Fachw issen verfügt hat. D ie von ihm geltend gem achten Leistungen lassen sich in der Beurteilung durch die Experten nicht w iederfinden. Aufgrund der Kohärenz der schriftli- chen Berichte der Prüfungsexperten erscheint dem Bundesverw altungsge- richt die erfolgte Benotung nachvollziehbar und angem essen. Es gibt auch hier keinen G rund, in das Erm essen der Experten einzugreifen oder der Beurteilung durch die Vorinstanz etw as hinzuzufügen. 5.4 Schliesslich bringt der Beschw erdeführer vor, ihm sei ein W echsel bei den Exam inatoren nicht im Voraus m itgeteilt w orden, w as zu einer U ngleich- behandlung und C hancenungleichheit geführt habe. Eine vorgängige M it- teilung der Exam inatoren dient nach Ziff. 4.13 der Prüfungsordnung und Ziff. 8 der W egleitung in erster Linie der frühzeitigen Ausräum ung von In- teressenkonflikten zw ischen den Experten und den Kandidaten. W ie be- reits im angefochtenen Entscheid ausgeführt, sind kurzfristige Änderungen der im Prüfungsplan vorgesehenen Exam inatoren nicht im m er zu verm ei- den. Ein solcher W echsel führt aber nicht zu einer ungleichen Behandlung, da die Exam inatoren auf die einheitliche Abnahm e der m ündlichen Prüfun- gen geschult sind. D am it liegt w ie im angefochtenen Entscheid bereits festgehalten kein Verfahrensfehler vor, der zu einer Benachteilung des Be- schw erdeführers hätte führen können. Auch dieser Einw and ist daher un- behelflich. 14 6. Als letztes beantragt der Beschw erdeführer, die N oten für die m ündliche Prüfung Professional Judgem ent und das Kurzreferat seien aufzuheben, und ihm seien in diesen Fächern die N oten aus der Prüfungssession 2006 anzurechnen. Ziffer 7.3 der Prüfungsordnung regelt die W iederholung der Prüfung. D ie Prüfung kann zw eim al w iederholt w erden, eine W iederholung ist frühes- tens nach einem Jahr zum nächstm öglichen ordentlichen Term in m öglich. W iederholt w erden m üssen jene Prüfungsteile, in denen nicht m indestens die N ote 5 erzielt w orden ist. D er Beschw erdeführer hat in keinem der Fä- cher in der Session 2005 die N ote 5 erzielt und hat daher im Septem ber 2006 die ganze Prüfung w iederholt. D ie von ihm beantragte Anrechnung von Leistungen aus verschiedenen Prüfungssessionen sieht das R egle- m ent so nicht vor. Auch dieser Antrag ist daher abzuw eisen, w om it die Be- schw erde im Ergebnis abzuw eisen ist. 7. D ie G erichtsgebühr bem isst sich nach U m fang und Schw ierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien. Bei m utw illiger Prozessführung kann die G erichtsgebühr erhöht w erden (Art. 2 Abs. 1 und 2 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht). D ie Beschw erdeinstanz auferlegt in der Entscheidungsform el die Verfahrenskosten in der R egel der unterliegen- den Partei (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D er Anw alt reichte eine Beschw erde von 43 Seiten ein, und es w aren auf- grund der zahlreichen R ügen um fangreiche Akten zu prüfen. D ie Be- schw erdeschrift erw ies sich indessen im Verlauf des Verfahrens trotz ihres U m fangs als zum Teil offensichtlich ungenügend begründet. D er auf diese W eise verursachte, teilw eise aus objektiver Sicht nicht zu rechtfertigende prozessuale M ehraufw and m uss bei der Bem essung der Verfahrenskosten vor dem Bundesverw altungsgericht berücksichtigt w erden. D ie G erichtsge- bühr ist daher auf Fr. 1'500.-- festzusetzen und dem Beschw erdeführer aufzuerlegen. Sie w ird m it dem von ihm am 2. N ovem ber 2006 geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1000.– verrechnet. D en R estbetrag von Fr. 500.-- hat der Beschw erdeführer m ittels des beiliegenden Einzahlungsscheins an die G erichtskasse zu überw eisen. 8. D a der Beschw erdeführer m it seiner Beschw erde vollum fänglich unterle- gen ist, hat er keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 64 Abs. 1 Vw VG ). 9. N ach Art. 83 Bst. t des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BG G , SR 173.110) können Entscheide über das Ergebnis von Prüfungen nicht m it Beschw erde beim Bundesgericht angefochten w erden. D er vorliegende Entscheid ist dam it endgültig. 15 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten w erden auf Fr. 1'500.-- festgesetzt und dem Be- schw erdeführer auferlegt. Sie w erden m it dem am 2. N ovem ber 2006 ge- leisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- verrechnet. D en R estbetrag von Fr. 500.-- hat der Beschw erdeführer an die G erichtskasse zu überw eisen. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (eingeschrieben m it Einzahlungsschein; Akten zurück) - der Vorinstanz (eingeschrieben; Akten zurück) - der Erstinstanz (eingeschrieben) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: H ans-Jacob H eitz Katharina W alder Salam in Versand am : 30. Juli 2007