Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Geschäfts-Nr.: RE140014-O/U Mitwirkend: Oberrichter Dr. H.A. Müller, Vorsitzender, Oberrichterin Dr. D. Scher- rer und Oberrichter lic. iur. M. Spahn sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke. Urteil vom 17. Juli 2014 in Sachen A._____, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ gegen Bezirksgericht Zürich, 3. Abteilung - Einzelgericht, Beschwerdegegner betreffend Eheschutz (unentgeltliche Rechtspflege) Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 3. Abteilung, vom 9. Mai 2014 (EE140049-L - 2 - Erwägungen: 1. a) Die Parteien st anden seit dem 6. Februar 2014 beim Bezirksge- richt Zürich (Vorinstanz) im Eheschutzverfahren (Urk. 1). Mit Ve rfügung vom 9. Mai 2014 hat die Vorinstanz das Getrenntleben der Parteien seit 15. Septem- ber 2012 festgehalten, das Verfahren als durch Vereinbarung erledigt abge- schrieben und die Gesuche beider Parteien um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abgewiesen (Urk. 28 = Urk. 33). b) Hiergegen hat der Gesuchsgegner am 19. Juni 2014 fristgerecht (vgl. Urk. 30) Beschwerde erhoben und stellt die Beschwerdeanträge (Urk. 32 S. 2): "1. Es sei Dispositiv -Ziffer 2 der Verfügung des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung, Einzelgericht, vom 9. Mai 2014 aufzuheben; 2. Es sei dem Gesuchsgegner und Beschwerdeführer für das erstinstan z- liche Verfahren die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und in der Person des unterzeichnenden Rechtsanwalts ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen; unter Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse." c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwer- de sogleich als unbegründet erweist, kann auf die Einholung einer Stellungnahme verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 2. a) Die Vorinstanz hat das Armenrechtsgesuch des Gesuchsgegners wegen Nichterfüllung der Mitwirkungspflicht und wegen fehlender Mittellosigkeit abgewiesen. Sie erwog im Wesentlichen, beide Parteien seien Eigentümer von Grundstücken in Serbien und Bosnien, in welche mehrere EUR 10'000. -- geflos- sen sein sollen. Die Parteien hätten es unterlassen, ihre Verhältnisse betreffend die Liegenschaften umfassend darzulegen; es sei nicht belegt, welcher Wert den Grundstücken zukomme, ob sie eine n Ertrag abwerfen würden, oder ob sie ver- äusserbar bzw. belastbar seien. Schon aufgrund dieser fehlenden Mitwirkung sei- en die Armenrechtsgesuche abzuweisen. Überdies habe der (sich in Haft befi n- dende) Gesuchsgegner monatliche Einkünfte von CHF 300. -- bis CHF 500.-- gel- tend gemacht; dieses Peculium sei ausreichend, um die ihn treffenden Gerichts - und Anwaltskosten innert absehbarer Zeit zu leisten (Urk. 33 S. 4 ff.). - 3 - b) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen- sichtlich unrichtige Festst ellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Dabei gilt das Rügeprinzip, d.h. in der Beschwerde muss im Einzelnen dargelegt werden, was genau am angefochtenen Entscheid unrichtig sein soll (Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kom mentar zur Schweizer i- schen Zivilprozessordnung, 2.A. 2013, N 15 zu Art. 321 ZPO; Sterchi, BE -Kom- mentar, N 17 ff. zu Art. 321 ZPO); was nicht beanstandet (gerügt) wird, hat grund- sätzlich Bestand. c) Der Gesuchsgegner macht mit seiner Beschwerde zusammengefasst geltend, das vorinstanzliche Eheschutzverfahren habe vom 5. Februar 2014 bis zum 5. Mai 2014 gedauert. Es sei ihm nicht möglich gewesen, die im Ausland ge- legenen Liegenschaften in diesen drei Monaten zu verkaufen und so einen Gel d- betrag für die Tilgung der Prozesskosten zu realisieren. Die Liegenschaften dür f- ten ihm deshalb nicht als Vermögen angerechnet werden. Das Peculium aus der Inhaftierung dürfe nicht als Einkommen angerechnet werden (Urk. 32 S. 3 ff.). d) Die Beschwerde geht an der Sache vorbei . Die vorinstanzliche Abwei- sung des Armenrechtsgesuchs des Gesuchsgegner s wird, wie gesehen (oben Erw. 2.a), schon durch die Erwägung getragen, dass der Gesuchsgegner es un- terlassen habe, die Verhältnisse betreffend seine Liegenschaften in Serbien und Bosnien umfassend darzulegen . Auf diese Sachverhaltsfeststellung geht der G e- suchsgegner in seiner Beschwerde mit keinem Wort ein, d.h. diese wird nicht als unzutreffend gerügt. Damit bleibt es dabei , und damit bleibt es auch bei der d a- rauf gegründeten Abwe isung des Armenrechtsgesuchs des Gesuchsgegners. Im Übrigen hat der Gesuchsgegner nicht einmal behauptet, dass eine Belehnung seiner Liegenschaften nicht bzw. nicht innert nützlicher Frist möglich wäre. e) Nach dem Gesagten ist die Beschwerde des Gesuchsgegners als un- begründet abzuweisen. Offen bleibt damit, ob dem Gesuchsgegner das Peculium als Einkommen angerechnet werden kann oder nicht. 3. a) Im Verfahren um die unentgeltliche Rechtspflege werden grun d- sätzlich keine Kosten erhoben (Art. 119 Abs. 6 ZPO). Nach bundesgerichtlicher - 4 - Rechtsprechung gilt dies allerdings nur für das Gesuchsverfahren, nicht jedoch für ein Beschwerdeverfahren darüber (BGE 137 III 470). Demgemäss sind für das vorliegende Beschwerdeverfahren Gerichtskosten festzusetzen und ausgangs- gemäss dem unterliegenden Gesuchsgegner aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). b) Der Gesuchsgegner hat für das Beschwerdeverfahren ausdrücklich kein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt , da er nach seiner Entlas- sung aus der Haft wieder ein Erwerbseinkommen erziele (Urk. 32 S. 5). c) Für das Beschwerdeverfahren hat der Gesuchsgegner zufolge seines Unterliegens keinen Anspruch auf eine Entschädigung. Demgemäss sind für das Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigungen zuzusprechen. Es wird erkannt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.-- festgesetzt. 3. Die Kosten für das Beschwerdev erfahren werden dem Gesuchsgegner auf- erlegt. 4. Für das Beschwerdeverfahren werden k eine Parteientschädigungen zuge- sprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an d ie Vorinstanz unter Beilage d es Doppels von Urk. 32, je gegen Empfangsschein. Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmi t- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen B e- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder - 5 - Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG . Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. Zürich, 17. Juli 2014 Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Der Gerichtsschreiber: lic. iur. F. Rieke versandt am: se