Beschluss vom 5. April 2017 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Emanuel Hochstrasser und Cornelia Cova, Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja Parteien A., Beschwerdeführer gegen OBERGERICHT DES KANTONS AARGAU, Straf- gericht, 1. Kammer, Beschwerdegegner Gegenstand Entschädigung der amtlichen Verteidigung (Art. 135 Abs. 3 StPO) B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l Geschäftsnummer: BB.2017.62 - 2 - Die Beschwerdekammer hält fest, dass: - das Obergericht des Kantons Aargau mit Urteil vom 25. Februar 2016 in Sa- chen B. Rechtsanwalt A. als amtlichen Verteidiger für das Berufungsverfah- ren mit Fr. 3‘400.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) entschädigte (act. 2, Dispositiv-Ziffer 8.2); - das Urteil A. am 10. März 2016 eröffnet wurde (vgl. act. 1 S. 4); - A. mit Beschwerde vom 25. April 2016 an das Bundesgericht gelangte und unter anderem beantragte, Dispositiv-Ziffer 8.2 des vorinstanzlichen Urteils sei aufzuheben und es sei i hm eine Entschädigung für das vorinstanzliche Verfahren von Fr. 10‘975.95 zuzusprechen, eventualiter sei Dispositiv Ziffer 8.2 aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen (act. 1); - das Bundesgericht mit Urteil vom 23. März 2017 auf die Beschwerde von Rechtsanwalt A. nicht eintrat und die Sache zuständigkeitshalber der Be- schwerdekammer des Bundesstrafgerichts überwies (act. 2). Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: - gegen den Entscheid, mit welchem das Berufungsgericht eines Kantons die Entschädigung der amtlichen Verteidigung für deren Bemühungen im kanto- nalen Berufungsverfahren festsetzt, diese bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde führen kann (Art. 135 Abs. 3 lit. b StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StPO); - die Beschwerde innert 10 Tagen schriftlich und begründet einzureichen ist (Art. 396 Abs. 1 StPO); - die Frist auch dann als gewahrt gilt, wenn die Eingabe bei einer nichtzustän- digen schweizerischen Behörde spätestens am letzten Tag der Frist einge- reicht worden ist (Art. 91 Abs. 4 StPO); - die Beschwerde vorliegend gestützt auf Art. 395 lit. b StPO durch das Kolle- gialgericht zu beurteilen ist; - das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau dem Beschwerdeführer sei- nen eigenen Angaben zufolge am 10. März 2016 zugestellt worden ist; - 3 - - es im Strafverfahren keine Gerichtsferien gibt (Art. 89 Abs. 2 StPO); - die 10-tägige Beschwerdefrist mithin am 21. März 2016 endete; - die Beschwerde, welche vom 25. April 2016 datiert und gemäss Ausführun- gen des Beschwerdeführers gleichentags der schweizerischen Post überge- ben wurde, am 26. April 2016 beim Bundesgericht einging (vgl. act. 1 S. 4 sowie Eingangsstempel Bundesgericht); - sich damit die Beschwerde als verspätet erweist, weshalb darauf nicht ein- getreten werden kann; - der Beschwerdegegner darauf hinzuweisen ist, seine Rechtsmittelbelehrung für Fälle dieser Art an die eingangs erwähnten Bestimmungen anzupassen; - vorliegend von einer Gerichtsgebühr abzusehen ist (Art. 3 Abs. 2 lit. b StPO). - 4 - Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Es wird keine Gerichtsgebühr erhoben. Bellinzona, 5. April 2017 Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: Zustellung an - Rechtsanwalt A. - Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Beschluss ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.