Entscheid vom 31. Januar 2014 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Emanuel Hochstrasser und Cornelia Cova, Gerichtsschreiber Miro Dangubic Parteien A., zur Zeit in Auslieferungshaft, vertreten durch Rechtsanwalt Urs Späti, Beschwerdeführerin gegen BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, FACHBEREICH AUS- LIEFERUNG, Beschwerdegegner Gegenstand Auslieferung an Rumänien Auslieferungsentscheid (Art. 55 IRSG); Rückzug der Beschwerde B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l Geschäftsnummer: RR.2013.372 - 2 - Die Beschwerdekammer hält fest, dass: - die rumänische Staatsangehörige A. von den rumänischen Behörden mit Ausschreibung im Schengener Informationssystem (SIS) vom 21. Nove m- ber 2012 zur Verhaftung zwecks Auslieferung ausgeschrieben wurde (act. 6.1); - gestützt auf die obgenannte Ausschreibung A. am 30. August 2013 durch das Grenzwachtkorps (GVK) angehalten wurde (act. 6.3); gleichentags das Bundesamt für Justiz (nachfolgend "BJ") die provisorische Auslieferung s- haft gegen A. anordnete (act. 6.2); - das BJ am 2. September 2013 die Auslieferungshaft gegen A. verfügte (act. 6.4), wogegen keine Beschwerde erhoben wurde; - innert verlängerter Frist das rumänische Justizministerium am 10. Septe m- ber 2013 um Auslieferung von A. ersuchte (act. 6.11 - 13); - A. am 30. August 2013 , 5. September 2013 und 18. September 2013 e r- klärte, mit einer Auslieferung an Rumänien nicht einverstanden zu sein (act. 6.3, 6.10 und 6.14); - das BJ die rumänischen Behörden am 11. Oktober 2013 um eine Zusich e- rung betreffend Wiederaufnahme des Gerichtsverfahrens im Sinne von Art. 3 des zweiten Zusatzprotokolls zum Europäischen Auslieferungsübe r- einkommen ersuchte (act. 6.15); die entsprechende Zusicherung mit Schreiben vom 14. Oktober 2013 erteilt wurde (act. 6.16); - mit Auslieferungsentscheid vom 21. November 2013 das BJ die Ausl iefe- rung von A. an Rumänien für die dem Ersuchen zugrunde liegenden Stra f- taten bewilligte (act. 6.19); - A., vertreten durch Rechtsanwalt Urs Späti, dagegen mit Schreiben vom 23. Dezember 2013 Beschwerde bei diesem Gericht erhob (act. 1); - das BJ am 20. Januar 2014 eine Beschwerdeantwort einreichte (act. 6); - Rechtsanwalt Urs Späti, nach Rücksprache mit A., mit Schreiben vom 28. Januar 2014 mitteilte, dass er die Beschwerde zurückziehe (act. 8); - 3 - - das Beschwerdeverfahren zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt abzuschreiben ist; - die Beschwerdeführerin, die ihre Beschwerde zurückzieht, grundsätzlich als unterliegende Partei zu gelten und folglich gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b und Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG die Gerichtskosten zu tragen hat (Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2012.253 vom 2. Mai 2013, RR.2007.4 vom 6. März 2007 und RR.2007.70 vom 30. Mai 2007); - für die Berechnung der Gerichtsgebühren das Reg lement vom 31. A u- gust 2010 des Bundesstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und En t- schädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur A n- wendung gelangt (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 53 Abs. 2 lit. a StBOG) und die Gerichts gebühr vorliegend auf Fr. 800.-- anzusetzen ist, unter An- rechnung des entsprechenden Betrags am geleisteten Koste nvorschuss von Fr. 3'000.--; die Bundesstrafgerichtskasse anzuweisen ist, de r Be- schwerdeführerin Fr. 2'200.-- zurückzuerstatten. - 4 - Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 1. Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als erl e- digt abgeschrieben. 2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt, un- ter Anrechnung des entsprechenden Betrags am geleisteten Kostenvo r- schuss von Fr. 3'000.--. Die Bundesstrafgerichtskasse wird angewiesen, der Beschwerdeführerin den Restbetrag von Fr. 2'200.-- zurückzuerstatten. Bellinzona, 31. Januar 2014 Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: Zustellung an - Rechtsanwalt Urs Späti - Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung Rechtsmittelbelehrung Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). Gegen einen Entsc heid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das V erfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).