<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>AL.2022.00153</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>V. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichter Kübler<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Gerichtsschreiberin Schilling</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">14. Dezember 2022</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span id="_Hlk127972867"></span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Mark A. </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Glavas</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Advokatur </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Glavas</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> AG, Haus zur alten </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Dorfbank</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Dorfstrasse 33, 9313 </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Muolen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Arbeitslosenversicherung</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach, 8090 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegner</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> GmbH</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> reichte am 19. Mai 2021 eine Voranmeldung von Kurz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beit im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie beim Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) für die Zeit ab 1. Juni 2021 ein (Urk. 6/1), nachdem ihr das AWA bereits für frühere Zeitperioden ab dem 17. März 2020 aus demselben Grund Kurz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arbeitsentschädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesprochen hatte (vgl. AL.2022.00152: Urk. 6/59, 6/62, 6/64, 6/67, 6/71). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 26. Mai 2021 bewilligte das AWA das Gesuch um Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädigung für die Zeit vom 1. Juni bis 30. November 2021, soweit die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt seien (Urk. 6/2). Nachdem der Arbeitslosenkasse für die Kontrollperiode Oktober 2021 die Abrechnung über Ausfallstunden im Ausmass von 64,29 % ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gereicht worden waren (v</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gl. Urk. 6/4, 6/5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), forderte das AWA die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> GmbH</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf, den «Fragebogen für Arbeitsausfälle von mehr als 50 % ab der Abrechnungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">periode Juni 2021» zu beantworten, was diese am 29. November 2021 tat (vgl. Urk. 6/3). Mit Verfügung vom 21. Dezember 2021 hob das AWA die Bewilligung vom 26. Mai 2021 wiedererwägungsweise auf und lehnte das Gesuch um Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung ab 1. Oktober</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2021 ab (Urk. 6/15</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die dagegen am 26. Januar beziehungsweise 7. März 2022 erhobene Einsprache (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/16, 6/30</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) wies das AWA mit Entscheid vom 28. April 2022 ab (Urk. 2 = Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/34</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> GmbH</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am 30. Mai 2022 Beschwerde mit dem Antrag, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es seien </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Einspracheentscheid vom 28. April 2022 aufzuheben und ihr die Kurzarbeitsentschädi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung für die Monate </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Oktober und November</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2021 zu bewilligen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">antwort vom 23. Juni 2022 (versandt am 28. Juni 2022) schloss der Beschwerdegegner auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5). Mit Verfügung vom 30. Juni 2022 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet (Urk. 7). Am 2. September 2022 erstattete die Beschwerdeführerin ihre Replik (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) und die Beschwerdegegnerin verzichtete am 19. September 2022 auf eine Duplik (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">11</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), worüber die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 7. Oktober 2022 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">12</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 31 Abs. 1 lit. b und d des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) haben Arbeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nehmer, deren normale Arbeitszeit verkürzt oder deren Arbeit ganz eingestellt ist, Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung, </span><span id="AL070"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wenn der Arbeitsausfall anrechenbar sowie voraussichtlich vorüberge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hend ist und erwartet werden darf, dass durch Kurzarbeit die Arbeitsplätze erhal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten werden können. Ein Arbeitsausfall ist unter anderem anrechenbar, wenn er auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführen und unver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meidbar ist (Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG). Ein auf wirtschaftliche Gründe zurück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zuführender und an sich grundsätzlich anrechenbarer Arbeitsausfall gilt jedoch dann nicht als anrechenbar, wenn er </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">branchen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">berufs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> oder betriebs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">üb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich ist oder durch saisonale Beschäftigungsschwankungen verursacht wird (Art. 33 Abs. 1 lit. b AVIG). Damit will das Gesetz vor allem regelmässig wieder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kehrende Arbeitsausfälle von der Kurzarbeitsentschädigung ausschliessen (BGE 121 V 371 E. 2a, 119 V 357 E. 1a, je mit Hinweisen). Die Rechtsprechung legt den Begriff der wirtschaftlichen Gründe - in Berücksich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigung des präventiven Cha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rakters der Kurzarbeitsentschädigung - sehr weit aus und versteht darunter sowohl strukturelle als auch konjunkturelle Gründe insge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">samt und nicht nur den Rückgang der Nachfrage nach den normalerweise von einem Betrieb angebotenen Gütern und Dienstleistungen (Urteil des Bundesge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">richts C 279/05 vom 2. Novem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2006 E. 1; ARV 2004 S. 128 E. 1.3, je mit Hinweisen).</span></p><p><span>Ebenfalls nicht anrechenbar ist ein Arbeitsausfall, der durch Umstände bedingt ist, die zum normalen Betriebsrisiko des Arbeitgebers gehören (Art. 33 Abs. 1 lit. a 2. Satzteil AVIG; ARV 2004 Nr. 5 S. 58 E. 2.1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ob der Arbeitsausfall voraussichtlich vorübergehend ist und der Arbeitsplatz durch Kurzarbeit erhalten werden kann, kann im Zeitpunkt der Voranmeldung in der Regel nur prognostisch anhand von Vermutungen geprüft werden. Nach der Rechtsprechung ist davon auszugehen, dass ein Arbeitsausfall wahrscheinlich vorübergehend sein wird und die Arbeitsplätze durch die Einführung von Kurz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">arbeit erhalten werden können, solange nicht konkrete Anhaltspunkte die gegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilige Schlussfolgerung zulassen (BGE 121 V 371 E. 2a). Die Anspruchsvoraus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzung des voraussichtlich vorübergehenden Arbeitsausfalles und der Eignung von Kurzarbeit zur Erhaltung der Arbeitsplätze </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Art. 31 Abs. 1 lit. d AVIG beurteilt sich prospektiv vom Zeitpunkt der Voranmeldung aus und aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse, wie sie beim Erlass des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheids</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> bestan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den haben (BGE 121 V 371 f. E. 2a). </span></p><p><span>1.3</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 32 Abs. 3 AVIG regelt der Bundesrat für Härtefälle die Anrechenbar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit von Arbeitsausfällen, die auf behördliche Massnahmen, auf wetterbedingte Kundenausfälle oder auf andere vom Arbeitgeber nicht zu vertretende Umstände zurückzuführen sind. Er kann für die Fälle von Absatz 2 abweichende längere Karenzfristen vorsehen und bestimmen, dass der Arbeitsausfall nur bei vollstän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diger Einstellung oder erheblicher Einschränkung des Betriebes anrechenbar ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitsausfälle, die auf behördliche Massnahmen oder andere nicht vom Arbeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geber zu vertretende Umstände zurückzuführen sind, sind anrechenbar, wenn der Arbeitgeber sie nicht durch geeignete, wirtschaftlich tragbare Massnahmen ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meiden oder keinen Dritten für den Schaden haftbar machen kann (Art. 51 Abs. 1 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">venzentschädigung, AVIV). Der Arbeitsausfall ist gemäss Art. 51 Abs. 2 AVIV insbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sondere anrechenbar, wenn er verursacht wird durch:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ein- oder Ausfuhrverbote für Rohstoffe oder Waren;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Kontingentierung von Roh- oder Betriebsstoffen einschliesslich Brenn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stoffen;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Transportbeschränkungen oder Sperrung von Zufahrtswegen;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">d.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">längerdauernde Unterbrüche oder erhebliche Einschränkungen der Ener</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gieversorgung;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Elementarschadenereignisse.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Arbeitsausfall ist nicht anrechenbar, wenn die behördliche Massnahme durch Umstände veranlasst wurde, die der Arbeitgeber zu vertreten hat (Art. 51 Abs. 3 AVIV).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beabsichtigt ein Arbeitgeber, für seine Arbeitnehmer Kurzarbeitsentschädigung geltend zu machen, so muss er dies der kantonalen Amtsstelle mindestens zehn Tage vor Beginn der Kurzarbeit schriftlich voranmelden. Der Bundesrat kann für Ausnahmefälle kürzere Voranmeldefristen vorsehen. Die Voranmeldung ist zu erneuern, wenn die Kurzarbeit länger als drei Monate dauert (Art. 36 Abs. 1 AVIG). In der Voranmeldung muss der Arbeitgeber unter anderem Ausmass und voraussichtliche Dauer der Kurzarbeit angeben (Art. 36 Abs. 2 lit. b AVIG) sowie die Notwendigkeit der Kurzarbeit begründen und anhand der durch den Bundes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rat bestimmten Unterlagen glaubhaft machen, dass die Anspruchsvorausset</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen nach den Artikeln 31 Abs. 1 und 32 Abs. 1 Buchstabe a erfüllt sind. Die kan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tonale Amtsstelle kann weitere zur Prüfung nötige Unterlagen einverlan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Art. 36 Abs. 3 AVIG). Die kantonale Amtsstelle prüft, ob die Anspruchs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">voraus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzungen glaubhaft gemacht worden sind und die Notwendigkeit der Kurzarbeit begründet ist. Hält sie eine oder mehrere Anspruchsvoraussetzungen für nicht erfüllt, erhebt sie durch Verfügung Einspruch gegen die Auszahlung der Entschä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digung (Art. 36 Abs. 4 Satz 1 AVIG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 38 Abs. 1 AVIG muss der Arbeitgeber den Entschädigungsanspruch seiner Arbeitnehmer alsdann innert dreier Monate nach Ablauf jeder Abrech</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nungsperiode gesamthaft für den Betrieb bei der von ihm bezeichneten Kasse geltend machen. Als Abrechnungsperiode gilt ein Zeitraum von einem Monat oder von vier zusammenhängenden Wochen (Art. 32 Abs. 5 AVIG). Die Kasse prüft die Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 31 Abs. 3 und 32 Abs. 1 lit. b AVIG, ob allenfalls ein Einspru</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ch erhoben wurde,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und alle von der kantonalen Amtsstelle im Voranmeldeverfahren zu prüfenden Anspruchsvoraussetzungen (Art. 39 Abs. 1 und 2 AVIG); sofern alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind und kein Einspruch vorliegt, nimmt sie die Auszahlung vor (Nussbaumer, in: Meyer [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, Arbeitslosenversicherung, 3. Auflage, Basel 2016, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 525, S. 2424 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Falls die Kasse feststellt, dass die von der kantonalen Amtsstelle zu prüfenden Anspruchsvoraussetzungen nicht mehr erfüllt sind, richtet sie keine Kurzarbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">entschädigung aus und unterbreitet die Akten zur erneuten Überprüfung der kan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tonalen Amtsstelle (AVIG-Praxis KAE, G20). Falls sich bestätigt, dass die entspre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chenden Anspruchsvoraussetzungen für die Bewilligung von Kurzarbeit nicht mehr erfüllt sind, beispielsweise wegen zwischenzeitlicher Aufhebung von behördlichen Massnahmen im Sinne Art. 51 AVIV, erhebt die kantonale Amts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stelle nach Art. 36 Abs. 4 AVIG durch eine die ursprüngliche Verfügung abän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dernde Verfügung Einspruch gegen die Auszahlung der Entschädigung ab dem Zeitpunkt, in welchem sich der auf den Arbeitsausfall auswirkende Sachverhalt geändert hat. Falls sich herausstellt, dass die Bewilligung der Kurzarbeit mangels erfüllter Anspruchsvoraussetzungen von Anfang an zu Unrecht erteilt wurde, ist das AWA berechtigt, unter dem Titel der Wiedererwägung auf seine ursprüngliche Verfügung zurückzukommen (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 8C_474/2021 vom 19. Oktober 2021).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu beachten gilt es zudem das im Zusammenhang mit Massnahmen wegen des Coronavirus (Covid-19) erlassenen Bundesgesetzes über die gesetzlichen Grund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-Gesetz; SR 818.102), das in den Art. 17a und Art. 17b für die Kurzar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entschädigung Abweichungen vom AVIG vorsieht. Darüber hinaus wird der Bundesrat in Art. 17 des Covid-19-Gesetzes ermächtigt, in den aufge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bereichen vom AVIG abweichende Bestimmungen zu erlassen. Von dieser Befug</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nis hat er mit Erlass der Verordnung über Massnahmen im Bereich der Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">losen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung im Zusammenhang mit dem Coronavirus (Covid-19-Verord</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung Arbeitslosenversicherung; SR 837.033) auch Gebrauch gemacht.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Übrigen hat das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO diesbezüglich weiter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehende Vorgaben für die Verwaltung publiziert (vgl. etwa Weisung 2021/06: Aktualisierung «Sonderregelungen aufgrund der Pandemie» vom 19. März 2021).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span id="VV019"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entschei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">len. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 587 E. 6.1; 133 V 257 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. BGE 133 II 305 E. 8.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdegegner verneinte einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Kurzarbeitsentschädigung im angefochtenen Entscheid im Wesentlichen mit der Begründung, dass die Durchführung von Messeveranstaltungen ab Juni 2021 ohne grössere Einschränkungen wieder zulässig gewesen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sei. Zudem sei die Bran</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che, in welcher die Beschwerdeführerin tätig sei, nicht von Schliessungen betrof</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fen. Die Arbeit habe unter Einhaltung der Hygienemassnahmen grundsätzlich unbehindert durchgeführt werden können. Eine allfällige Beschäftigungslücke sei demzufolge nicht auf eine behördliche Massnahme zurückzuführen. Es sei des</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halb zu prüfen, ob der Arbeitsausfall vorliegend wirtschaftlich bedingt sei. Dabei sei zu berücksichtigen, dass die Wahl des Werbekanals und die Fokussierung auf eine bestimmte Kundengruppe betriebsinterne Entscheidungen darstellen würden, die keinerlei Zusammenhang mit der Pandemie haben müssten. Auch in normalen Zeiten könne die Spezialisierung auf eine Kundengruppe einen Wettbewerbs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nachteil gegenüber der Konkurrenz bedeuten. Ein solcher Wettbewerbsnachteil aufgrund der betrieblichen Strategie gehöre zum normalen Betriebsrisiko, welches jeden Betrieb treffen und nicht durch Kurzarbeit gedeckt werden könne. Zu Beginn der Pandemie habe eine ausserordentliche Situation für den Betrieb der Beschwerdeführerin damit begründet werden können, dass sie sich zuerst um neue Werbekanäle habe bemühen müssen und durch die plötzliche Absage aller </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Messen und einen behördlich angeordneten Lockdown völlig unvorh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ersehbar betroffen gewesen sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Nach rund eineinhalb Jahren könne aber nicht mehr von einer ausserordentlichen Situation gesprochen werden, da die Beschwerdeführe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin nun genügend Zeit gehabt hätte, sich an die neuen Gegebenheiten anzupas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen, neue Akquise-Möglichkeiten zu organisieren und das Geschäft ohne Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkungen fortzusetzen. Es sei weder glaubhaft dargelegt, dass ein unvermeid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">barer anrechenbarer Arbeitsausfall aufgrund behördlicher Massnahmen oder wirtschaftlicher Gründe ab dem 1. Dezember 2021 vorliege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> noch dass ein Zusammenhang zwischen den Arbeitsausfällen und dem Auftreten des Corona</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">virus bestehe (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber brachte die Beschwerdeführerin vor, dass sie zwar nicht direkt von Massnahmen betroffen gewesen sei, zumal es keine solchen in der (Spezial-)Reinigungsbranche gegeben habe. Allerdings habe sie keine neuen Kunden generieren können, da keine oder nur wenige Messen mit geringem Besucheran</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drang stattgefunden hätten, weil sich die potentiellen Kunden – vor allem ältere Personen – vor Grossanlässen mit erhöhter Ansteckungsgefahr gefürchtet hätten. Sämtliche Konkurre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nz aus derselben Spezialbranche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei gleich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ermassen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von der Pandemie betroffen gewesen. Zudem habe die Beschwerdeführerin neue Wege der Kundenakquise</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versucht, allerdings nur mit geringem Erfolg. Es sei auch nicht absehbar gewesen, dass die Pandemie selbst Mitte Juni 2021 noch grassieren würde, weshalb die Situation im Herbst beziehungsweise Winter 2021 weiterhin ausserordentlich gewesen sei. Die Beschwerdeführerin habe auch zu diesem Zeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt nur wenige neue Kunden generieren können, da bloss wenige Messen statt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefunden hätten. Dadurch habe sie sich nicht das notwendige Auftragsvolumen besorgen können, um die Arbeitnehmenden zu beschäftigen. Vielmehr sei insbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sondere das Verkaufsteam ohne Arbeit gewesen. Der Arbeitsausfall sei auf die Pandemie zurückzuführen, indem diese nicht nur die Kundenakquise verhindert habe, sondern die potentiellen Kunden aufgrund der unsicheren finanziellen Zukunft infolge der Pandemie auch vor der Beauftragung der Beschwerdeführerin zurückgeschreckt seien (Urk. 1). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> respektive ihre Arbeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">neh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unter dem Gesichtspunkt der Anrechenbarkeit des Arbeitsausfalls </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober bis 30. November</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 2021 die Anspruchsvoraussetzungen für Kurzar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung erfüllt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine Pandemie kann aufgrund des jähen Auftretens, des Ausmasses und der Schwere nicht als normales, vom Arbeitgeber zu tragendes Betriebsrisiko im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a AVIG betrachtet werden, selbst wenn unter Um</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständen jeder Arbeitgeber betroffen sein kann. Demnach sind Arbeitsausfälle auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund rückläufiger Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen, die auf die Pan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">demie zurückzuführen sind, in Anwendung von Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG anre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chenbar. Der Arbeitgeber muss jedoch glaubhaft darlegen, dass die in seinem Betrieb </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu erwartenden Arbeitsausfälle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf das Auftreten der Pandemie zurück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuführen sind. Der einfache Hinweis auf die Pandemie genügt nicht als Begrün</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung (vgl. Ziff. 2.2 der Weisung 2021/07 beziehungsweise der im Zeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids gültigen Weisung 2021/16). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Sofern ein Betrieb ab Juni 2021 weiterhin einen Arbeitsausfall von über 50 % geltend macht, so muss er dies gegenüber der Arbeitslosenkasse begründen und mit plausiblen betrieblichen Unterlagen untermauern. Nicht plausibilisierte Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">rechnungen über dem Schwellenwert hat die Arbeitslosenkasse der kantonalen Amtsstelle zur Prüfung zu unterbreiten. Dauerbezüger sollen – ab sofort – ins</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sondere angehalten werden, zum Nachweis der Plausibilität der geltend gemach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ten Arbeitsausfälle darzulegen, dass die auf die wirtschaftlichen Gründe zurück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">zuführenden Arbeitsausfälle weiterhin unvermeidbar sind, noch immer Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ausfälle vorliegen, die auf die Pandemie beziehungsweise damit ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">bundene behördliche Massnahmen zurückzuführen sind und der Arbeitsausfall weiterhin als vorübergehend betrachtet wird und erwartet werden darf, dass durch Kurzar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">beitsentschädigung Arbeitsplätze erhalten werden können (vgl. Ziff. 2.5 der Wei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sung 2021/13 und 2021/16).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einschliesslich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ihrer bisheri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen Änderungen (AS 2020 877, 1075, 1201, 1512, 1777, 3569, 4517, 6449, AS 2021 16, 169, 382, 591) und den damit eingeführten Erleichterungen in Bezug auf die Kurzarbeit enthält für die vorliegend zu beurteilende Problematik keine einschlägigen Bestimmungen. Insbesondere erfuhr die Einspruchsmöglich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit des kantonalen Amtes </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Art. 36 Abs. 4 AVIG dadurch keine Einschrän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungen; auch bietet die Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung keinen Anlass, von der in Ziff. 2.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und 2.5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Weisung 2021/16 weiterhin postulierten Begrün</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht abzuweichen, zumal andernfalls mangels Überprüfbarkeit des Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausfalls dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet wäre.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Formular zur Voranmeldung von Kurzarbeit vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">19. Mai</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2021 hielt die Beschwerdeführerin fest, dass bis jetzt immer noch keine Kunden-Akquisitionen an Messen möglich seien. Der direkte Besuch der Kundschaft sei ebenfalls nicht möglich, da diese zu über 50 % aus älteren Personen bestehe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und die Kunden immer mehr zuwarten würden. Weil eine Un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherheit vorhanden sei, könn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e die Beschwerdeführerin nur bei Kunden arbeiten, die einwilligen würden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 6/1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum «Fragebogen für Arbeitsausfälle von mehr als 50 % ab der Abrechnungspe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">riode Juni 2021» führte sie am 29. November 2021 zusätzlich aus, dass d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie bereits erteilten Kundenaufträge in den vorherigen Jahren abgeschlossen worden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und bis anfangs 2021 geholfen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hätten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da seit praktisch 20 Monaten aber keine Messen mehr stattfinden würden, könne sie keine neuen Kunden akquirieren. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vom Kundenkontakt bis zur Rechnungsstellung könne es bis zu einem Jahr dau</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ern, was zu einem Umsatzeinbruch führe. Da die Massnahmen de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s BAG wieder anziehen würden, se</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">he die Beschwerdeführerin immer noch weniger Möglichkei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten, neue Kunden zu finden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. Urk. 6/3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin machte somit einerseits geltend, dass sie keine neuen Kunden generieren konnte, da weniger Messen mit einem geringeren Besucher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">andrang stattfanden. Andererseits brachte sie vor, dass die potentie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lle Kundschaft auch aufgrund unsicherer finanzieller</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Zukunft infolge der Pandemie sowie auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund der Ansteckungsgefahr in den eigenen Räumlichkeiten vor einer Beauftra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung der Beschwerdeführerin zurückschreckte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 1 S. 6)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf die erschwerte Durchführung von Messeveranstaltungen vermochte die Beschwerdeführerin nicht glaubhaft darzulegen, inwiefern die Pandemie ab dem 1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 2021 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(weiterhin) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einfluss au</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">f die Auftragslage ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nommen haben soll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Namentlich traten auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grund der sinkenden Fallzahlen und der allgemeinen Entspannung der epidemiologischen Lage bereits per Ende Mai 2021 weitgehende Lockerungen der be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hördlichen Massnahmen in Kraft. So beschloss der Bundesrat am 26. Mai 2021 mit Wirkung ab 31. Mai 2021 insbesondere, dass sowohl Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anstaltungen mit Publikum (maximal 100 Personen in Innenräumen und 300 Personen draussen) als auch ohne Publikum (maximal 50 Personen) sowie private Treffen mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 30 Personen in Innenräumen und 50 Personen draussen wieder durchgeführt werden konnten (vgl. Medienmit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilung des Bundesrats vom 26. Mai 2021; Art. 6 Abs. 1 und Art. 6 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Covid-19-Verordnung besondere Lage vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">19. Juni 2020 [Stand am 31. Mai </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2021], AS 2021 300). Damit war die Durchführung von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Messeveranstaltungen bereits ab Juni 2021 unter gewissen Umständen wieder möglich. Die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin führte denn auch selbst aus, dass sie im Herbst 2021 zwei Messen im Wallis und in Genf besucht habe (Urk. 1 S. 3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, 6/16 S. 5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Insofern sie diesbezüg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich vorbrachte, dass der Besucherandrang nicht gross gewesen sei, da sich die potentiell ältere Kundschaft vor Grossanlässen mit erhöhter Ansteckungsgefahr gefürchtet habe (Urk. 1 S. 3), vermag sie nicht zu überzeugen. Die Impfkampagne war zum da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">maligen Zeitpunkt bereits weit fortgeschritten und die epidemiologi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sche Lage zeigte sich Mitte 2021 im Vergleich zu den Anfängen der Pandemie im Jahr 2020 wesentlich verbessert. So begründete auch der Bundesrat die per 31. Mai 2021 in Kraft getretenen Öffnungsschritte insbesondere damit, dass bis Ende Mai 2021 die meisten Kantone die Impfung der besonders gefährdeten Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sonen, zu welchen offenbar ein Grossteil der Kundschaft der Beschwerdeführerin zählt, abgeschlossen hätten (vgl. Medienmitteilung des Bundesrats vom 26. Mai 2021).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ins Gew</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">icht fällt indessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass die Beschwerdeführerin auch vor der Pandemie jeweils nur an einigen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wenigen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Messen im Zeitraum von März bis anfangs Mai 2019 sowie von Oktober bis November 2019 teilnahm. Und auch im Jahr 2022 fanden lediglich im Frühjahr und Herbst Messen statt (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">AL.2022.00152: </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 6/156 ff. und 163 ff.). Demnach nahm die Messetätigkeit bereits vor der Pan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie einen eher kleinen Anteil des Arbeitsvolumens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ein. Zwar mögen die Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">käufer auch für die darauffolgende administrative Verarbeitung der Aufträge zuständig sein. Durch den Rü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ckgang der Aufträge ha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tten die Verkäufer aber me</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hr Zeit für neue Kundenakquisi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tionen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Übrigen beschäftigt die Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin ihren Angaben zufolge bloss einen Mitarbeiter im Verkauf, während die anderen drei Beschäftigten für die Technik beziehungsweise die Montage zustän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dig sind (vgl. Urk. 6/7). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Insofern die Beschwerdeführerin sodann mit Blick auf den Umsatzeinbruch auf die lange Zeitspanne zwischen dem Zeitpunkt der Kun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denanwerbung und dem Zeitpunkt der Ausführung der Dienstleistungen hinwies (Urk. 1 S. 2 und 7), vermag sie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auch hieraus nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Sinn und Zweck der Kurzarbeitsentschädigung besteht nicht in der Existenzsi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherung des Betriebs beziehungsweise der Deckung von Umsatz- oder Betriebs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einbussen, sondern im Erhalt von Arbeitsplätzen durch die Verhinderung von kurzfristig aufgrund des Arbeitsrückgangs au</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sgesprochener Kündigungen (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hierzu auch Botschaft zum Covid-19-Gesetz vom 12. August 2020, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BBl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2020 2068 S. 6563 ff., in Ziff. 2.3.8). Die zeitliche Latenz von der Auftragsvergabe bis zur Rechnungsstellung alleine vermag für einen Anspruch auf Kurzarbeitsent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schädigung selbstredend nicht zu genügen. Folgte man der diesbezüglichen Argumentation der Beschwerdeführerin wäre die ihr ab </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Frühjahr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2020 (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halt) ausgerichtete Kurzarbeitsentschädigung zu Unrecht erbracht worden, führte die Beschwerdeführerin doch aus, der vor der Pandemie generierte Arbeitsvorrat habe noch bis Anfangs 2021 «geholfen» (Urk. 6/3, Urk. 1 S. 3). Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass eine lange </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbereitungszeit regelmässig </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lastung der anbietenden Firma (Kundenbesuch, Ausarbeitung Offerte, Planung, Zeichnung der Arbeiten, Einholen allfälliger Bewilligungen, Bestellung der Pro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dukte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> etc.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hängt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, so dass bei einer geringeren Auslastung die Arbeiten rascher durchgeführt werden können. Zudem legte die Beschwerdeführerin an anderer Stelle dar, dass es von der Akquisition bis zum Ende der Arbeiten in der Regel </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lediglich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zwischen drei und sechs Monaten dauere (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. AL.2022.00152: </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 6/55 S. 3), womit sie ihr Argument der verzögerten Arbeitsauslastung infolge langer Vorlaufzeit gleich selbst entkräftet</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ein Arbeitsausfall im Sinne von Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG ist ferner nur an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">re</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chenbar, wenn er unvermeidbar ist, wobei der Arbeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geber alles Zumutbare zu unternehmen hat, um Arbeitsausfälle zu vermeiden oder zu vermindern (Scha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denminderungspflicht, vgl. BGE 141 V 642). Nachdem die Situation rund um Covid-19 die Bevölkerung und auch die Wirtschaft bereits ab März 2020 begleitet hat, war damit zu rechnen, dass diese Lage noch länger den Alltag und die Arbeitswelt bestimmen würde. Die Unternehmungen standen daher in der Pflicht, alle nötigen Vorkehrungen zur Abwendung beziehungsweise zur Vermeidung eines allfälligen Arbeitsausfalles zu treffen und gegebenenfalls ihr Angebot anzupassen. Nachdem die Branche der Beschwerdeführerin – die (Spezial-)Reini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungsbranche – unbestrittenermassen nicht direkt von behördlichen Massnah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men betroffen war (vgl. Urk. 1 S. 4, Urk. 2 S. 4), galt dies für sie namentlich in Bezug auf die Implementierung neuer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Akquisemöglichkeiten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die von ihr diesbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">züglich angeführten Anstrengungen (Urk. 1 S. 3 f.) erweisen sich allerdings als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klar </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ungenügend. Es erfolgten lediglich zwei Zeitungsinserate und zwar erst in einem Zeitraum (16. August, 12. November 2021</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Urk. 6/21</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> f.), als die Pandemie bereits weit über ein Jahr angedauert hatte. Die Homepage der Beschwerdeführe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin war sodann lediglich auf Französisch verfügbar und erschien in der Google Suche auch nicht unter dem Firmennamen, sondern unter </span><span id="_Hlk127973360"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. AL.2022.00152: </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 6/12 f., 6/153 ff., 6/196 ff.), womit sich die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin in Bezug auf die Erreichbarkeit für deutschsprachige Kunden selbst einschränkte. Eine zudem geltend gemachte erweiterte Präsenz in den sozialen Medien wurde sodann nicht belegt. Wohl mag zu Beginn der Pandemie eine aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sergewöhnliche Situation für die Beschwerdeführerin vorgelegen haben und war sie durch die Absage der Messen unvorhersehbar betroffen. In den folgenden ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einhalb Jahren war allerdings genügend Zeit vorhanden, um sich an die neuen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegebenheiten anzupassen und neue </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Akquisemöglichkeiten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu organisieren. Diesbezüglich wies der Beschwerdegegner (Urk. 2 S. 5) auch zu Recht darauf hin, dass die Fokussierung auf einen bestimmten Werbekanal und eine bestimmte Kundengruppe betriebsinterne Entscheidungen darstellen, die keinen Zusammen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hang mit der Pandemie haben müssen. Dies kann einen Wettbewerbsnachteil gegenüber der Konkurrenz bedeuten, der zum normalen Betriebsrisiko gehört und jeden Betrieb treffen kann.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nicht glaubhaft gemacht wurde des Weiteren, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">finanzielle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Unsicherheiten in Zusammenhang mit der Pandemie sowie die Angst vor Ansteckung die vor allem ältere Kundschaft von der Auftragserteilung abhielten (Urk. 1 S. 6). Wie erwähnt war die Impfkampagne zum Zeitpunkt der Voranmeldung von Kurzarbeit bereits weit fortgeschritten und die epidemiologische Lage wesentlich verbessert. Zudem wird ein grosser Teil der Arbeiten der Beschwerdeführerin im Freien durchgeführt (Dach-/Fassadenreinigung, Abdichtungsarbeiten von Balkonen, Urk. 1 S. 2) und auch die im Innern ausgeführten Isolationsarbeiten bedingen abgesehen von der Begutachtung der Liegenschaft vor Auftragserteilung und allfälligen späteren Kontrolltätigkeiten, welche problemlos unter Einhaltung der Schutzmassnahmen (Masken, Abstandsregeln) durchgeführt werden können, keine länger</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dauernde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Präsenz der Kundschaft während der auszuführenden Arbeiten. Auch ein allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meiner Ei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nbruch der Aufträge aufgrund finanzieller</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Unsicherheiten im Zusam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">menhang mit der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Coronapandemie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erscheint nicht nachvollziehbar, legte insbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sondere das Baugewerbe im 3. und 4. Quartal des Jahres 2021 doch grundsätzlich weiterhin zu. Zudem wurde in den Absageschreiben der potentiellen Kunden vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiegend begründet, dass im laufenden Jahr keine Reinigung nötig oder das Budget erst für das nächste Jahr geplant sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/23</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ff.). Schwankungen in der Auftragslage im Jahresverlauf sowie Terminverschiebungen auf Wunsch von Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">traggebern oder allenfalls aus anderen Gründen, die das mit der Ausfüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung der Arbeiten beauftragte Unternehmen nicht zu verantworten hat, sind rechtspre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chungsgemäss im Bauhaupt- und Baunebengewerbe üblich. Dem Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegner (Urk. 2 S. 4) ist beizupflichten, dass darauf zurückzuführende Arbeitsausfälle betriebs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">üblich und deshalb nicht anrechenbar sind. Diese Praxis ist selbst anwendbar bei einer angespannten, rezessiven Wirtschaftslage und dem damit verbundenen Risiko, dass die Möglichkeit andere Aufträge vorzuziehen, nicht mehr oder nur in eingeschränktem Masse besteh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t (Urteile des Bundesge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richts C </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">237</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/06 vom 6. März 2007 E. 2 und C </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0/01 vom 6. Oktober 2004 E. 2.1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">f., je mit Hinweisen; AVIG-Praxis KAE, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> D8 und D10). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit den aufgelegten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Absageschreiben vermag die Beschwerdeführerin mithin weder eine pandemie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bedingte noch eine anderweitige wirtschaftliche Ursache für einen Arbeitsausfall glaubhaft zu machen.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend vermochte die Beschwerdeführerin nicht glaubhaft darzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">le</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen, dass die in ihrem Betrieb allfällig entstandenen Arbeitsausfälle in direktem Zusammenhang mit der Pandemie respektive der von behördlicher Seite in diesem Kontext ergriffenen rechtlichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Massnahmen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">oder anderweitigen wirtschaftli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Gründen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehen. Somit ist nicht zu beanstanden, dass der Beschwerdegegner die geltend gemachten Arbeitsausfälle ab dem 1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Oktober</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2021 als nicht anrechenbar einstufte.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit der dem angefoch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tenen Einspracheentscheid (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2) zugrundeliegenden Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fügung vom 21. Dezember</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 2021 (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6/15) zog der Beschw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erdegegner seine Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fügung vom 26. Mai 2021 (Urk. 6/2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) in Wiedererwägung, mit der er der Beschwerdeführerin die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1. Juni bis 30. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">November 2021 bewilligt hatte, und erhob neu für die Zeit ab 1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2021 Einspruch.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie eingangs erläutert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4), hat die Arbeitslosenkasse die Akten zur erneuten Überprüfung der kantonalen Amtsstelle zu unterbreiten, wenn sie fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellt, dass die von derselben zu prüfenden Anspruchsvoraussetzungen nicht mehr erfüllt sind. Die kantonale Amtsstelle hat ihre «Bewilligung» alsdann anzupassen, soweit sie sich als ursprünglich unrichtig erweist oder diese nicht mehr im Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klang mit der veränderten Sachlage steht.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Angesichts der i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n E. 4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dargelegten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entspannung der epidemiologischen Lage, der fortgeschrittenen Impfkampagne, der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weitgehenden Lockerungen der be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hördli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Massnahmen sowie der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">positiven Entwicklungen in der Baubranche seit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mitte 2021 bestand wohl schon </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei Erlass der ursprünglichen Verfügung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Mai 2021</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, spätestens aber im Herbst 2021</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> offensichtlich kein Grund zur Annahme, die Beschwerdeführerin würde weiterhin respektive insbesondere noch bis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> November 2021 einen anrechenbaren Arbeitsausfall infolge der Covid-19-Pandemie zu gegenwärtigen haben. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zudem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> kann festgehalten werden, dass die Berichtigung der ursprünglichen Verfügung angesichts der nur schon für die Monate </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Oktober</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und November</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2021 in Frage stehenden Leistungen von erheb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">licher Bedeutung ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damit erweist sich ein Rückkommen auf d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie ursprüngliche Verfügung vom 26. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2021 sowohl unter dem Titel der Wiedererwägung, welche der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellung bei der Würdigung des Sachverhalts (insbesondere bei klarer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes) dient, als auch der Revision </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Anpassung an ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">änderte Verhältnisse) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als gerechtfertigt, wobei unerheblich ist, welcher Rechtstitel den Vorrang geniesst.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ausserdem handelt es sich bei Art. 36 AVIG nach dem Willen des Gesetzgebers auch nicht um ein Bewilligungsverfahren für jeden Einzelfall. Vielmehr soll dem Beschwerdegegner die Möglichkeit eingeräumt werden, in bestimmten Einzelfäl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">len, d.h. bei Zweifeln am Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen, einschreiten zu können. Die Arbeitslosenkasse ist dementsprechend keineswegs nur mit der Berechnung und Auszahlung der Kurzarbeitsentschädigung befasst. Vielmehr hat sie jeweils selber einen Teil der Anspruchsvoraussetzungen, nämlich die persön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Anspruchsberechtigung eines Versicherten (Art. 31 Abs. 3 AVIG) und das Vorhandensein eines anrechenbaren Arbeitsausfalls (Art. 32 Abs. 1 lit. b AVIG), zu prüfen. Gemäss Bundesgericht ist dabei die erste zu nehmende Hürde beim Beschwerdegegner nicht gewichtiger (vgl. BGE 124 V 75). Der Umstand, dass der Beschwerdegegner vorerst keinen Einspruch erhob, berechtigte die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin also noch nicht zur Annahme, ihr werde während der kommenden Monate Kurzarbeitsentschädigung ausbezahlt - insbesondere auch nicht unbese</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen der Entwicklungen des massgeblichen Sachverhalts. Auf diesen Umstand wurde sie denn auch nicht erst im Nachhinein aufmerksam gemacht, sondern bereits in der Verfügung vom 26. Mai 2021 explizit und mit hervorgehobenem Text hingewiesen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/2). Dabei entspricht es auch der langjährigen Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">waltungspraxis (vgl. AVIG-Praxis KAE, G20, in der seit Januar 2014 unverändert bestehenden Fassung), dass die Arbeitslosenkasse die Akten nochmals dem Beschwerdegegner unterbreitet, wenn sie die Anspruchsvoraussetzungen für nicht (mehr) erfüllt erachtet. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vor diesem Hintergrund ist nicht zu bestanden, dass der Beschwerdegegner mit Verfügung vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">21. Dezember</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2021 bzw. Einspracheentscheid vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">28. April</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2022 auf seine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verfügung vom 26. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2021 zurückkam und mit Wirkung ab 1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Oktober</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2021 Einspruch gegen die Ausrichtung von Kurzarbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entschädigung erhob. Der angefochtene Entscheid erweist sich folglich als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Mark A. </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Glavas</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">seco</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"> - Direktion für Arbeit</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">,</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"> ALK 01 000</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>VogelSchilling</p><p><br/></p><p><br/></p><div><div><p> </p></div><p><br/></p></div><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>