<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-06-12-7B_295-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7B_295/2024, 7B_616/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 12. Juni 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Koch, als Einzelrichterin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Lustenberger. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">7B_295/2024 </div> <div class="para">Roman Stocker, </div> <div class="para">p.A. Staatsanwaltschaft, Abteilung 2 Emmen, Rüeggisingerstrasse 29, 6020 Emmenbrücke, </div> <div class="para">Beschwerdegegner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">7B_616/2024 </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Postfach 3439, 6002 Luzern, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">7B_295/2024 </div> <div class="para">Ausstand und unentgeltliche Rechtspflege; Nichteintreten, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">7B_616/2024 </div> <div class="para">Einstellung; Nichteintreten, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerden gegen die Verfügungen des Kantonsgerichts Luzern, 1. Abteilung, vom 26. Januar 2024. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">A.________ stellte am 9. Oktober 2023 in Zusammenhang mit einem gegen ihn hängigen Strafverfahren wegen Widerhandlung gegen das SVG Strafanzeige gegen zwei mit dem Fall befasste Polizeikräfte. Er warf ihnen Amtsmissbrauch, falsche Anschuldigung, Nötigung und weitere Delikte vor. Mit Verfügung vom 16. November 2023 nahm die Staatsanwaltschaft Abteilung 2 des Kantons Luzern das Verfahren nicht an die Hand. </div> <div class="para">Am 7. Dezember 2023 reichte A.________ beim Kantonsgericht Luzern Beschwerde ein. Er beantragte sinngemäss die Aufhebung der Nichtanhandnahmeverfügung und die Eröffnung eines Strafverfahrens. Gleichzeitig verlangte er den Ausstand von Staatsanwalt Roman Stocker. Für das Ausstandsverfahren ersuchte er zudem um unentgeltliche Rechtspflege. </div> <div class="para">Mit zwei Verfügungen, beide datierend vom 26. Januar 2024, trat das Kantonsgericht auf die Beschwerde gegen die Nichtanhandnahme und auf das Ausstandsgesuch nicht ein. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wies es ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">A.________ wendet sich mit zwei Eingaben ans Bundesgericht. Er beantragt sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügungen. Die Vorinstanz habe zu begründen, weshalb er in Untersuchungshaft habe versetzt werden dürfen. Staatsanwalt Roman Stocker solle in den Ausstand versetzt werden und die Vorinstanz habe ihm, dem Beschwerdeführer, die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersucht er im bundesgerichtlichen Verfahren um Durchführung einer mündlichen Verhandlung und wiederum um unentgeltliche Rechtspflege. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Da den beiden Beschwerden der grundsätzlich gleiche Sachverhalt zugrunde liegt, diese mithin in engem sachlichen Zusammenhang stehen und auch von der gleichen Person verfasst wurden, werden die Verfahren 7B_295/2024 und 7B_616/2024 vereinigt (vgl. <span class="artref">Art. 71 BGG</span> i.V.m. <span class="artref">Art. 24 Abs. 2 lit. b BZP</span> [SR 273]). Die Beschwerden werden somit in einem einzigen Entscheid behandelt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde hat ein Begehren und eine Begründung zu enthalten (<span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span>). In gedrängter Form ist darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). Unerlässlich ist, dass auf die Begründung des angefochtenen Entscheids eingegangen und im Einzelnen aufgezeigt wird, worin eine vom Bundesgericht überprüfbare Rechtsverletzung liegt. Die beschwerdeführende Partei soll in der Beschwerde an das Bundesgericht nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die sie im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekräftigen, sondern mit ihrer Kritik an des als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz ansetzen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=36&amp;from_date=09.06.2024&amp;to_date=28.06.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-IV-205%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page205">BGE 148 IV 205</a> E. 2.6 mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">In seinen nur schwer zu entziffernden handschriftlichen Eingaben wiederholt der Beschwerdeführer weitgehend seine im vorinstanzlichen Verfahren vorgetragenen Argumente, wobei er Staatsanwalt Roman Stocker unter anderem als "Schwerstkriminellen" und "Gangster" betitelt. Mit der für das vorinstanzliche Fazit entscheidenden Begründung, wonach sowohl sein Ausstandsgesuch als auch seine Beschwerde ungenügend begründet seien, befasst er sich dagegen nicht. Ebenso beschränkt er sich bezüglich der unentgeltlichen Rechtspflege darauf zu behaupten, sein Ausstandsgesuch sei nicht aussichtslos gewesen. Damit bewegen sich die Beschwerden einzig im Bereich des Appellatorischen und weisen gar gewisse querulatorische Züge im Sinne von <span class="artref">Art. 42 Abs. 7 BGG</span> auf. Darauf geht das Bundesgericht nicht ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.</b> </div> <div class="para">Die vom Beschwerdeführer ins Feld geführte Untersuchungshaft, auf die er in seinen Beschwerden wiederholt Bezug nimmt, ist nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügungen, weshalb sich das Bundesgericht auch dazu nicht äussern kann (vgl. <span class="artref">Art. 80 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/99/2" type="start"></artref>Art. 99 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/80/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7.</b> </div> <div class="para">Eine mündliche Parteiverhandlung (<span class="artref">Art. 57 BGG</span>) wird nur ausnahmsweise und auf besonders begründeten Antrag hin durchgeführt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=36&amp;from_date=09.06.2024&amp;to_date=28.06.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-I-478%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page478">BGE 147 I 478</a> E. 2.4.2 mit Hinweisen). Mangels entsprechender Begründung seitens des Beschwerdeführers und mit Blick auf das vorstehend Gesagte besteht vorliegend kein Anlass, eine mündliche Parteiverhandlung abzuhalten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>8.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerden ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>), da sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen offensichtlicher Aussichtslosigkeit der Beschwerden abzuweisen ist (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt die Einzelrichterin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Verfahren 7B_295/2024 und 7B_616/2024 werden vereinigt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 750.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 12. Juni 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Einzelrichterin: Koch </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Lustenberger </div> </div></body></html>