<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00172</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105554&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00172</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.07.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Keine Finanzierung einer akademischen Zweitausbildung: Rechtliche Grundlagen: Beiträge an eine Zweitausbildung nur, wenn mit Erstausbildung kein existenzsicherndes Einkommen erzielt werden kann und dieses Ziel voraussichtlich mit der Zweitausbildung erreicht werden kann (E. 2 a). Die Kognition im verwaltungsgerichtlichen Verfahren ist auf eine Rechtskontrolle beschränkt (E. 2 b). Der im Sozialhilferecht verankerte Grundsatz der Subsidiarität verlangt, dass zunächst andere Finanzierungsquellen geprüft werden, z.B. Stipendien (E. 2 c). Ein universitärer Lizentiatsabschluss gilt als Erstausbildung. Jede darüber hinaus gehende Ausbildung, wie ein Doktorandenstudium, ist keine Erstausbildung mehr (E. 2 d/aa). Es ist zumutbar, für die Finanzierung des Lebensunterhaltes eine einträglichere Tätigkeit zu suchen, und zwar auch in einem Umfeld, das nicht dem angestammten Tätigkeitsgebiet entspricht (E.2 d/bb). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITION">KOGNITION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTHILFE">SELBSTHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SKOS-RICHTLINIEN">SKOS-RICHTLINIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSIDIARITÃT">SUBSIDIARITÃT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWEITAUSBILDUNG">ZWEITAUSBILDUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 2 lit. II SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 3 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 50 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. <b>Y</b>, geboren 1959, hat 1991 ein Romanistikstudium abgeschlossen. Da­nach be­gann er die Arbeit an einer Dissertation und, offenbar mit Blick auf das Disserta­tions­thema, ein weiteres Studium. Zur Zeit arbeitet er an der Dissertation und ist bei einem Lohn von Fr. 660.- pro Semester als Semesterassistent an einem Institut der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich tÃ¤tig. Daneben erteilt er Privatunterricht und ging bis vor kurzem am Abend Reini­gungsarbeiten nach.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Mai 1999 ersuchte <b>Y</b> das Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe der Stadt ZÃ¼rich (AJS) um eine ÃberbrÃ¼ckungshilfe fÃ¼r 1½ bis 2 Jahre bzw. bis zum Abschluss sei­ner Dissertation, da sein Einkommen ungenÃ¼gend sei. Das AJS lehnte das Gesuch am 27. Mai 1999 ab. Auf Einsprache <b>Y</b>s hin bestÃ¤tigte die Einzelfallkommission der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde am 12. Juli 1999 die Ablehnung des UnterstÃ¼tzungsgesuchs. Die FÃ¼rsor­gebehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich (Einspracheinstanz und GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission) wies die Einsprache <b>Y</b>s gegen diese VerfÃ¼gung am 26. Oktober 1999 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. <b>Y</b> gelangte gegen den Einspracheentscheid an den Bezirksrat ZÃ¼rich, der den Rekurs am 30. MÃ¤rz 2000 abwies.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. <b>Y</b> erhob gegen den Beschluss des Bezirksrats ZÃ¼rich am 3. Mai 2000 Be­schwerde an das Verwaltungsgericht. Innert der durch PrÃ¤sidialverfÃ¼gung angesetzten Nachfrist reichte er am 19. Mai 2000 eine verbesserte Beschwerdeschrift ein. Er beantragte sinngemÃ¤ss, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und es sei ihm die nachgesuchte UnterstÃ¼tzung zu gewÃ¤hren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat ZÃ¼rich beantragte am 26. Mai 2000 die Abweisung der Beschwerde. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich stellte am 16. Juni 2000 den gleichen Antrag.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde ge­mÃ¤ss § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. Der Betrag, den der BeschwerdefÃ¼hrer als ÃberbrÃ¼ckung bis zur Fertigstellung seiner Dissertation erhalten mÃ¶chte, ist in den Akten nicht beziffert. Angesichts der ungewissen Dauer bis zum Ab­schluss der Dissertation ist davon auszugehen, dass der Streitwert Fr. 20'000.- Ã¼berschreitet bzw. nicht bestimmbar ist, weshalb die Kammer und nicht der Einzelrichter Ã¼ber die Be­schwerde zu entscheiden hat (§ 38 Abs. 1 und 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Der Bezirksrat hat die rechtlichen Voraussetzungen des Anspruchs auf Ã¶ffent­liche Sozialhilfe gemÃ¤ss dem Gesetz Ã¼ber die Ã¶ffentliche Sozialhilfe vom 14. Juli 1981 (Sozialhilfegesetz, SHG) sowie der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) in E. 1a des angefochtenen Beschlusses zutreffend dargestellt. Darauf kann verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Zu Recht hat der Bezirksrat auch hervorgehoben, dass der Hilfesuchende alles Zumutbare zu unternehmen hat, um seine Notlage aus eigenen KrÃ¤ften zu beheben (Grundsatz der Selbsthilfe und Selbstver­antwortung, vgl. § 3 SHG). Entsprechend diesem Grundsatz sehen die gemÃ¤ss § 17 SHV fÃ¼r die Festlegung der wirtschaftlichen Hilfe massgeblichen Richtlinien der Schwei­zeri­schen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe (SKOS; in der Fassung vom November 1998) vor, dass BeitrÃ¤ge an eine Zweitausbildung oder Umschulung nur geleistet werden, wenn mit der Erstausbildung kein existenzsicherndes Einkommen erzielt werden kann und dieses Ziel voraussichtlich mit der Zweitausbildung oder Umschulung erreicht wird (Kap. H.6 SKOS-Richtlinien). Ferner halten die Richtlinien fest, dass persÃ¶nliche Neigungen keinen ausrei­chenden Grund fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung einer Zweitausbildung oder Umschulung darstellen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein weiterer Grundsatz der Sozialhilfe besagt, dass diese subsidiÃ¤r zu anderen ge­setzlichen Leistungen ist (§ 2 Abs. 2 SHG). Daher sind BeitrÃ¤ge an eine Aus-, Fort- und Weiterbildung nur zu gewÃ¤hrleisten, wenn diese nicht Ã¼ber andere Quellen, namentlich Stipendien oder ElternbeitrÃ¤ge, finanziert werden kann (Kap. H.6 SKOS-Richtlinien).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt diese GrundsÃ¤tze nicht in Frage. Hingegen macht er geltend, ihre Anwendung stehe in seinem Fall einer UnterstÃ¼tzung nicht entgegen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die SozialhilfebehÃ¶rden beim Entscheid Ã¼ber AusbildungsbeitrÃ¤ge, wie sie hier zur Diskussion stehen, Ã¼ber einen betrÃ¤chtlichen Ermes­sensspielraum verfÃ¼gen. Das Verwaltungsgericht hat sich bei der ÃberprÃ¼fung des ange­fochtenen Entscheids auf eine reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken (§ 50 Abs. 1 VRG). Die Angemessenheit eines Entscheids Ã¼berprÃ¼ft es nur darauf hin, ob ein Ermessensmiss­brauch oder eine ErmessensÃ¼berschreitung vorliegt (§ 50 Abs. 2 lit. c VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Was den Grundsatz der SubsidiaritÃ¤t angeht, macht der BeschwerdefÃ¼hrer gel­tend, er kÃ¶nne weder von seinem Vater eine UnterstÃ¼tzung erhalten noch habe er Aussich­ten auf Stipendien. Angesichts des offensichtlich gespannten VerhÃ¤ltnisses zum Vater, des Alters des BeschwerdefÃ¼hrers sowie der Tatsache, dass der BeschwerdefÃ¼hrer sein Stu­dium mit einem Lizentiat abgeschlossen hat, ist in der Tat nicht anzunehmen, dass der Be­schwerdefÃ¼hrer vom Vater gestÃ¼tzt auf Art. 277 des Zivilgesetzbuchs (ZGB) UnterstÃ¼tzung fÃ¼r die Arbeit an der Dissertation beanspruchen kann. Um Stipendien hat sich der Be­schwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss seinen Darlegungen bei privaten Stiftungen bemÃ¼ht. Diese BemÃ¼­hungen waren teilweise erfolgreich. Hingegen hat der BeschwerdefÃ¼hrer soweit ersichtlich nie versucht, ein Stipendium des Kantons gestÃ¼tzt auf die Stipendienverordnung vom 10. Januar 1996 (LS 416.1) zu erhalten. Es kann offen bleiben, ob das Dissertationsprojekt des BeschwerdefÃ¼hrers die Voraussetzungen gemÃ¤ss § 5 ff. Stipendienverordnung erfÃ¼llt. Wenn dies der Fall wÃ¤re, so kÃ¤me wirtschaftliche Hilfe gemÃ¤ss Sozialhilfegesetz nach dem Grundsatz der SubsidiaritÃ¤t von vornherein nicht in Frage. Selbst wenn aber der Beschwer­defÃ¼hrer kein kantonales Stipendium erhalten kann, haben die Vorinstanzen einen An­spruch auf Sozialhilfe zur Finanzierung des Doktorats mit Recht verneint, wie sich aus den folgenden ErwÃ¤gungen ergibt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die Vorinstanzen haben erwogen, es sei dem BeschwerdefÃ¼hrer zuzumuten, an­gesichts seines mit einem Lizentiat abgeschlossenen Romanistikstudiums einer existenz­sichernden TÃ¤tigkeit nachzugehen und die Arbeit an der Dissertation allenfalls aufzuschie­ben. Der BeschwerdefÃ¼hrer weist demgegenÃ¼ber darauf hin, dass es sich bei seiner Disser­tation nicht um eine Zweitausbildung oder Umschulung handle, sondern um den Abschluss seiner Erstausbildung. Der BeschwerdefÃ¼hrer sieht fÃ¼r sich selbst eine berufliche TÃ¤tigkeit nur an der UniversitÃ¤t, im Bibliotheks- oder im wissenschaftlichen Bereich. Er weist gleichzeitig darauf hin, dass es ihm bisher nicht gelungen ist, eine entsprechende Stelle mit einer existenzsichernden EntlÃ¶hnung zu finden. Er ist der Auffassung, (nur) durch den Ab­schluss der Dissertation kÃ¶nne er sich die Grundlage fÃ¼r eine bessere Anstellung schaffen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanzen die Arbeit an der Dissertation als Zweitausbildung im Sinn der SKOS-Richtlinien qualifiziert haben. Ausschlaggebend ist, dass der Abschluss eines Romanistikstudiums mit einem Lizentiat als ordentlicher Ab­schluss einer Ausbildung gelten kann, der grundsÃ¤tzlich eine existenzsichernde TÃ¤tigkeit ermÃ¶glicht. Jede darÃ¼ber hinaus gehende Ausbildung kann daher nicht mehr als Erstausbil­dung angesehen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Der BeschwerdefÃ¼hrer macht allerdings geltend, es sei ihm trotz aller erdenkli­cher Anstrengungen nicht gelungen, eine entsprechende Arbeit zu finden. Diese Auffas­sung geht insofern von unzutreffenden Vorstellungen aus, als der BeschwerdefÃ¼hrer darauf fixiert scheint, in den von ihm genannten Bereichen (Bibliothek, Hochschule) zu arbeiten und eine Karriere als Wissenschaftler aufzubauen. Indessen ist es durchaus ungewiss, ob der BeschwerdefÃ¼hrer hierbei reelle Erfolgsaussichten besitzt. Es mag zwar sein, dass er fÃ¼r seine bisherige publizistische Arbeit eine gewisse Anerkennung gefunden hat. Diese Anerkennung beschrÃ¤nkt sich aber soweit ersichtlich auf einen engen Kreis von Fachleuten und stellt keine Grundlage fÃ¼r eine existenzsichernde TÃ¤tigkeit dar. Es ist schwer einzuse­hen, inwiefern der Abschluss einer Dissertation, die offenbar ein sprachhistorisches Thema zum Gegenstand hat, hieran etwas Wesentliches sollte Ã¤ndern kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat hat erwogen, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer seine UniversitÃ¤tsstelle als Semesterassistent nicht aufgeben wolle, so liege es in seiner Verantwortung, die finanziel­len Konsequenzen dieses Entscheides zu bewÃ¤ltigen. Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt dem ent­gegen, diese Anstellung (bzw. das dafÃ¼r erhaltene Zeugnis) seien fÃ¼r die Wahrung reeller Einstiegschancen in das Berufsleben so wichtig, dass er es nicht fÃ¼r vertretbar halte, sie zu kÃ¼ndigen. Indessen stehen Aufwand und Ertrag bei der Arbeit als Semesterassistent zeitlich und finanziell fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer offenkundig in einem MissverhÃ¤ltnis. Nachdem die TÃ¤tigkeit in einem Sprachtutorat besteht, ist auch nicht ersichtlich, weshalb ihr in wis­senschaftlicher Hinsicht die Bedeutung zukommen sollte, die ihr der BeschwerdefÃ¼h­rer zuzumessen scheint. Der Bezirksrat hat daher mit Recht erwogen, es sei dem Be­schwerde­fÃ¼hrer zuzumuten, sich um eine eintrÃ¤glichere TÃ¤tigkeit zu bemÃ¼hen. Dabei wird der Be­schwerdefÃ¼hrer nicht darum herum kommen, sich in einem weiteren Feld als bisher um eine Stelle zu bemÃ¼hen und dabei allenfalls auch die Hilfe geeigneter Beratungsstellen in Anspruch zu nehmen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu Unrecht wirft der BeschwerdefÃ¼hrer dem Bezirksrat vor, dieser scheine anzu­nehmen, der BeschwerdefÃ¼hrer mÃ¼sse mit Fr. 100.- pro Monat auskommen. Der Bezirksrat hat lediglich erwogen, es sei dem BeschwerdefÃ¼hrer zuzumuten, sich um eine Arbeit zu bemÃ¼hen, aus der er seinen Lebensunterhalt finanzieren kann. WÃ¼rde dem BeschwerdefÃ¼h­rer die gewÃ¼nschte Studienfinanzierung bewilligt, so liefe das auf die UnterstÃ¼tzung bei einer lÃ¤ngeren Zusatzausbildung hinaus, die nicht aus wirtschaftlicher Notwendigkeit, son­dern aus persÃ¶nlicher Neigung absolviert wird. Dies sprengt den Rahmen dessen, was so­zialhilferechtlich beansprucht werden kann (vgl. Felix Wolffers, Grundriss des Sozialhilfe­rechts, Bern/Stuttgart/Wien 1993, Nachdruck 1999, S. 149, mit Hinweis). Die FÃ¼rsorgebe­hÃ¶rde durfte daher ohne ErmessensÃ¼berschreitung davon absehen, die nachgesuchten Un­terstÃ¼tzungsbeitrÃ¤ge zu leisten. Die Beschwerde ist abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>