<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <a name="idp316496"></a><div class="big bold">Urteilskopf</div> <br/>113 V 341<br/><br/><br/><div class="paraatf">54. Auszug aus dem Urteil vom 27. November 1987 i.S. Schweizerische Unfallversicherungsanstalt gegen J. S.A. und J. S.A. gegen Schweizerische Unfallversicherungsanstalt und Bundesamt für Sozialversicherung</div> <div class="paraatf"></div> <a name="idp318096"></a><br/><div id="regeste" lang="de"> <div class="big bold">Regeste</div> <br/><div class="paraatf"><span class="artref">Art. 66 Abs. 1 lit. h UVG</span>, <span class="artref">Art. 79 UVV</span>: Unterstellung eines ungegliederten Betriebes. <div class="paratf">- Qualifizierung einer Warenhauskette als Handelsbetrieb im Sinne von <span class="artref">Art. 66 Abs. 1 lit. h UVG</span> (Erw. 7); der Begriff "Handelsbetrieb" ist nicht restriktiv auszulegen (Erw. 7c). </div> <div class="paratf">- Die Betriebszentrale ist kein Betrieb im Sinne von <span class="artref">Art. 66 UVG</span> und damit kein selbständiges Unterstellungsobjekt (Erw. 3b); die Führung einer solchen Betriebszentrale gehört zum üblichen Tätigkeitsbereich eines Handelsbetriebes der gegebenen Grössenordnung, weshalb im unterstellungsrechtlichen Sinn ein ungegliederter Betrieb vorliegt (Erw. 6). </div> <div class="paratf">- Die Unterstellung unter die SUVA ergibt sich in casu auch aufgrund der Tatsache, dass die Unternehmung in ihrer Betriebszentrale über einen Gleisanschluss verfügt (Erw. 7d). </div> <div class="paratf">- Das Personal des ganzen Betriebes - einschliesslich jenes der Betriebszentrale - ist in casu obligatorisch bei der SUVA gegen Unfall zu versichern (Erw. 7e). </div> </div> </div> <a name="idp349312"></a> <a name="idp358768"></a> <br/><div> <a name="idp366224"></a><span class="big bold" id="sachverhalt">Sachverhalt</span> <span class="small">ab Seite 342</span> </div> <br/><div class="paraatf"> <a name="page342"></a><div class="center pagebreak">BGE 113 V 341 S. 342</div> </div> <br/><div class="paraatf"> <a name="idp367888"></a><span class="bold">A.- </span>Die Firma J. S.A. ist Teil des J.-Konzerns. Sie führt eine grosse Warenhauskette, und daneben betreibt sie eine Reisebüroorganisation sowie Restaurants. Ferner unterhält sie eine Betriebszentrale, welche den Zentraleinkauf, das Regionallager sowie die Versand-, Werbe- und Computerabteilung umfasst.</div> <div class="paraatf">Im Verlaufe der vergangenen Jahrzehnte wurden sukzessiv immer mehr Betriebsteile der J. S.A. der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) unterstellt, so unter anderem die 1969 eröffnete neue Betriebszentrale.</div> <div class="paraatf">Mit Verfügung vom 30. Dezember 1983 unterstellte die SUVA auch den eigentlichen Warenhausbetrieb der J. S.A. einschliesslich der dazugehörigen Verwaltung mit Wirkung ab 1. Januar 1984 ihrem Tätigkeitsbereich. Die unterstellten Betriebsteile wurden wie folgt umschrieben:</div> <div class="paraatf">Betriebsteil D: Handels- und Lagerbetrieb in der Schweiz inkl.</div> <div class="paraatf">Nebenbetriebe wie Parkhäuser, Garage, Bodenlegerei,</div> <div class="paraatf">diverse Werkstätten und Ateliers.</div> <div class="paraatf">Betriebsteil Z: Administrative Verwaltung inkl. Verkaufspersonal.</div> <div class="paraatf"> <a name="page343"></a><div class="center pagebreak">BGE 113 V 341 S. 343</div> </div> <div class="paraatf">Mit Entscheid vom 23. August 1984 lehnte die SUVA die von der J. S.A. gegen die Verfügung vom 30. Dezember 1983 erhobene Einsprache ab.</div> <br/><div class="paraatf"> <a name="idp375056"></a><span class="bold">B.- </span>Die J. S.A. beschwerte sich gegen diesen Einspracheentscheid beim Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) und beantragte, es sei festzustellen, dass sie bezüglich der obligatorischen Unfallversicherung nicht in den Tätigkeitsbereich der SUVA falle. Die SUVA beantragte in ihrer Vernehmlassung Abweisung der Beschwerde.</div> <div class="paraatf">Mit Entscheid vom 12. März 1986 modifizierte das Bundesamt in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die Verfügung der SUVA vom 30. Dezember 1983 insofern, als die Unterstellung des Stammhauses und sämtlicher Filialbetriebe der J. S.A. unter die SUVA aufgehoben wurde. Gleichzeitig wurden - entsprechend dem Vorschlag der SUVA mit Wirkung ab 1. Januar 1987 - alle auf dem Areal der Betriebszentrale untergebrachten Betriebsteile (Zentraleinkauf, Regionallager, Versand-, Werbe- und Computerabteilung, Familienmarkt und allfällige weitere Betriebsteile) der SUVA unterstellt.</div> <br/><div class="paraatf"> <a name="idp377792"></a><span class="bold">C.- </span>Gegen den Entscheid des BSV vom 12. März 1986 erheben sowohl die SUVA als auch die J. S.A. Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Die SUVA beantragt in ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides, während die J. S.A. in der Vernehmlassung auf deren Abweisung schliesst. In ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt die J. S.A. das vor der Vorinstanz gestellte Begehren erneuern. Die SUVA beantragt in der Vernehmlassung Abweisung des Hauptbegehrens.</div> <br/><div> <a name="idp379392"></a><span class="big bold" id="erwaegungen">Erwägungen</span> </div> <br/><div class="paraatf">Aus den Erwägungen:</div> <br/><div class="paraatf"> <a name="idp380352"></a><span class="bold" id="consideration_3.">3. </span>a) (Begriff des Betriebes; vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;from_year=1987&amp;to_year=1987&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;from_date_push=&amp;top_subcollection_clir=bge&amp;query_words=&amp;part=all&amp;de_fr=&amp;de_it=&amp;fr_de=&amp;fr_it=&amp;it_de=&amp;it_fr=&amp;orig=&amp;translation=&amp;rank=0&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F113-V-327%3Ade&amp;number_of_ranks=0&amp;azaclir=clir#page332">BGE 113 V 332</a> Erw. 4a/b.)</div> <div class="paraatf">b) Im angefochtenen Entscheid des BSV wurde die Betriebszentrale, in welcher rund 700 Angestellte beschäftigt sind und die den Zentraleinkauf, das Regionallager sowie die Versand-, Werbe- und Computerabteilung umfasst, im Hinblick auf die ihr im gesamten Konzern zukommende Bedeutung, ihre Organisation und Grösse als Betrieb im Sinne von <span class="artref">Art. 66 UVG</span> und damit als selbständiges Unterstellungsobjekt qualifiziert. Nach dem in Erw. 3a Gesagten ist indessen entscheidend, dass die J. S.A. aufgrund des Augenscheinprotokolls des BSV vom 29. Mai 1985 Arbeitgeberin des in der Betriebszentrale tätigen Personals ist. Die Betriebszentrale <a name="page344"></a><div class="center pagebreak">BGE 113 V 341 S. 344</div>kann daher nicht als Betrieb im Sinne von <span class="artref">Art. 66 UVG</span> und mithin nicht als selbständiges Unterstellungsobjekt betrachtet werden. Dies gilt auch bezüglich des Zentraleinkaufs, welcher zwar durch die Gründung der "Einkaufszentrale Gruppe J. AG" rechtlich verselbständigt wurde. Sollte dieser Betriebsteil auch eigenes Personal beschäftigen, so wäre die Unterstellungsfrage hiefür in einem neuen Verfahren gesondert zu prüfen.</div> <br/><div class="paraatf"> <a name="idp389616"></a><span class="bold" id="consideration_4.">4. </span>/ 5.- (Begriff des ungegliederten bzw. gegliederten, des gemischten Betriebs, des Haupt- und Hilfs- bzw. Nebenbetriebs; vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;from_year=1987&amp;to_year=1987&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;from_date_push=&amp;top_subcollection_clir=bge&amp;query_words=&amp;part=all&amp;de_fr=&amp;de_it=&amp;fr_de=&amp;fr_it=&amp;it_de=&amp;it_fr=&amp;orig=&amp;translation=&amp;rank=0&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F113-V-327%3Ade&amp;number_of_ranks=0&amp;azaclir=clir#page333">BGE 113 V 333</a> Erw. 5 und 6.)</div> <br/><div class="paraatf"> <a name="idp392640"></a><span class="bold" id="consideration_6.">6. </span>Die J. S.A. betreibt eine Warenhauskette und ist somit als Handelsbetrieb gemäss <span class="artref">Art. 66 Abs. 1 lit. h UVG</span> zu qualifizieren (vgl. dazu Erw. 7 hernach). Die Führung einer Betriebszentrale, welche den Zentraleinkauf, das Regionallager, die Versand-, Werbe- und Computerabteilung umfasst, gehört zum üblichen Tätigkeitsbereich eines Handelsbetriebes der gegebenen Grössenordnung. Insofern liegt ein einziger, zusammenhängender Tätigkeitsbereich vor mit der Folge, dass die Unternehmung einen einheitlichen Betriebscharakter als Handelsbetrieb aufweist. Im unterstellungsrechtlichen Sinn besteht daher entgegen der dem angefochtenen Entscheid des BSV zugrundegelegten Auffassung keine Gliederung zwischen den Warenhäusern einerseits und der Betriebszentrale anderseits. Die J. S.A. stellt demnach einen ungegliederten Betrieb dar.</div> <div class="paraatf">An dieser Feststellung vermag die Tatsache nichts zu ändern, dass die J. S.A. neben dem eigentlichen Handel mit Waren noch eine Reisebüroorganisation sowie Restaurants unterhält. Diese Betriebsteile fallen zwar nicht in den notwendigen Tätigkeitsbereich eines Handelsbetriebes, können aber dem üblichen Tätigkeitsbereich eines Handelsbetriebes in der Grössenordnung und mit der Diversifikation der J. S.A. zugerechnet werden. Insbesondere heben sich die erwähnten Betriebsteile nicht mit genügender Deutlichkeit vom hauptsächlichen Tätigkeitsbereich der Unternehmung ab. Im vorliegenden Unterstellungsverfahren wurden sie wohl aus diesem Grund weder von den Parteien noch von der Vorinstanz ausdrücklich erwähnt.</div> <br/><div class="paraatf"> <a name="idp398976"></a><span class="bold" id="consideration_7.">7. </span>a) Gemäss <span class="artref">Art. 66 Abs. 1 lit. h UVG</span> fallen "Handelsbetriebe, die mit Hilfe von Maschinen schwere Waren in grosser Menge lagern", in den Zuständigkeitsbereich der SUVA. Gestützt auf <span class="artref">Art. 66 Abs. 2 1</span>. Halbsatz UVG hat der Bundesrat die Handelsbetriebe in <span class="artref">Art. 79 UVV</span> wie folgt näher bezeichnet: <a name="page345"></a><div class="center pagebreak">BGE 113 V 341 S. 345</div> </div> <div class="paraatf">Als schwere Waren im Sinne von Artikel 66 Absatz 1 Buchstabe h</div> <div class="paraatf">des Gesetzes gelten lose oder verpackte Güter von mindestens 50 kg Gewicht</div> <div class="paraatf">sowie Schüttgüter; Flüssigkeiten gelten als schwere Waren, wenn sie in</div> <div class="paraatf">Behältern gelagert werden, die zusammen mit dem Inhalt mindestens 50 kg</div> <div class="paraatf">wiegen (Abs. 1).</div> <div class="paraatf">Als grosse Menge gilt ein Gesamtgewicht von mindestens 20 Tonnen</div> <div class="paraatf">ständig gelagerter schwerer Ware (Abs. 2).</div> <div class="paraatf">Als Maschinen gelten insbesondere Aufzüge, Hubstapler, Krane,</div> <div class="paraatf">Seilwinden und Fördereinrichtungen (Abs. 3).</div> <div class="paraatf">b) Wie sich aus dem Augenscheinprotokoll des BSV vom 29. Mai 1985 ergibt, werden "von den 40'000 ... magazinierten Artikelpositionen ... 10 bis 15 Prozent in Posten von 100 bis 200 kg Gewicht auf Paletten gelagert. Ihr Gesamtgewicht dürfte mehr als 20 Tonnen betragen ... Der Warenfluss ist weitgehend automatisiert, wobei verschiedenartige maschinelle Einrichtungen wie z.B. Förderstrecken und Elevatoren, Elektrostapler, Packmaterial-Hängeförderer (usw.) ... zum Einsatz gelangen". Somit stellt die J. S.A. einen Handelsbetrieb dar, der im Sinne von <span class="artref">Art. 66 Abs. 1 lit. h UVG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 79 UVV</span> mit Hilfe von Maschinen schwere Waren in grosser Menge lagert.</div> <div class="paraatf">c) Das BSV legte im angefochtenen Entscheid den Begriff "Handelsbetrieb" unter Hinweis auf die entsprechende Regelung nach altem Recht restriktiv aus. Gemäss <span class="artref">Art. 60bis Ziff. 1 lit. c KUVG</span> waren nur Handelsunternehmungen der obligatorischen Versicherung zu unterstellen, die u.a. mit betriebsgefährlichen Maschinen oder Einrichtungen arbeiteten. Dazu gehörten nach Art. 17 Ziff. 2 der Verordnung I über die Unfallversicherung solche Handelsunternehmungen, die "schwere Waren, wie Kohle, Holz, Metalle oder Fabrikate aus solchen, oder Baumaterialien in grossen Mengen lagern und sich zu deren Transport maschineller Einrichtungen, wie Aufzüge, Kranen, Elevatoren und dgl., bedienen".</div> <div class="paraatf">Für eine solche Einschränkung des Begriffs des Handelsbetriebes nach der Art der gelagerten Waren bestehen indessen im neuen Recht aufgrund des - primär massgebenden (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;from_year=1987&amp;to_year=1987&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;from_date_push=&amp;top_subcollection_clir=bge&amp;query_words=&amp;part=all&amp;de_fr=&amp;de_it=&amp;fr_de=&amp;fr_it=&amp;it_de=&amp;it_fr=&amp;orig=&amp;translation=&amp;rank=0&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F113-V-74%3Ade&amp;number_of_ranks=0&amp;azaclir=clir#page77">BGE 113 V 77</a> Erw. 3b, <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;from_year=1987&amp;to_year=1987&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;from_date_push=&amp;top_subcollection_clir=bge&amp;query_words=&amp;part=all&amp;de_fr=&amp;de_it=&amp;fr_de=&amp;fr_it=&amp;it_de=&amp;it_fr=&amp;orig=&amp;translation=&amp;rank=0&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F112-V-168%3Ade&amp;number_of_ranks=0&amp;azaclir=clir#page171">BGE 112 V 171</a> Erw. 3a, <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=4&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;from_year=1987&amp;to_year=1987&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;from_date_push=&amp;top_subcollection_clir=bge&amp;query_words=&amp;part=all&amp;de_fr=&amp;de_it=&amp;fr_de=&amp;fr_it=&amp;it_de=&amp;it_fr=&amp;orig=&amp;translation=&amp;rank=0&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F112-IA-116%3Ade&amp;number_of_ranks=0&amp;azaclir=clir#page117">BGE 112 Ia 117</a> f., 112 II 4 und 170) - Wortlautes des <span class="artref">Art. 66 Abs. 1 lit. h UVG</span> und des diese Bestimmung konkretisierenden <span class="artref">Art. 79 UVV</span> keine Anhaltspunkte. Es wäre ferner weder sachgerecht noch zweckmässig, für die Frage der Unterstellung eines Handelsbetriebes unter die SUVA oder einen andern Versicherer gemäss <span class="artref">Art. 68 UVG</span> aufgrund der Art der gelagerten Waren differenzieren zu wollen. Die J. S.A. ist daher <a name="page346"></a><div class="center pagebreak">BGE 113 V 341 S. 346</div>gestützt auf den klaren Wortlaut von <span class="artref">Art. 66 Abs. 1 lit. h UVG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 79 UVV</span> der SUVA zu unterstellen.</div> <div class="paraatf">d) Dies ergibt sich ferner auch gemäss <span class="artref">Art. 66 Abs. 1 lit. g UVG</span>, wonach Betriebe mit unmittelbarem Anschluss an das Transportgewerbe obligatorisch der SUVA zu unterstellen sind. Nach <span class="artref">Art. 78 lit. b UVV</span> gelten als Betriebe mit unmittelbarem Anschluss an das Transportgewerbe im Sinne von <span class="artref">Art. 66 Abs. 1 lit. g UVG</span> Betriebe, die an ein Gleis einer konzessionierten Eisenbahn angeschlossen sind und Güter direkt oder über Gleisewagen ein- oder ausladen. Diese Voraussetzung trifft für die J. S.A. zu. Die Versandabteilung der Betriebszentrale verfügt gemäss Augenscheinprotokoll des BSV vom 29. Mai 1985 über einen zweigleisigen Bahnanschluss, über den pro Tag etwa 8'000 Pakete zum Versand gebracht werden.</div> <div class="paraatf">e) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die J. S.A. einen Handelsbetrieb im Sinne von <span class="artref">Art. 66 Abs. 1 lit. h UVG</span> mit einheitlichem Betriebscharakter darstellt. Sie ist daher unterstellungsrechtlich als ungegliederter Betrieb zu qualifizieren. Demzufolge ist das Personal des ganzen Betriebs - einschliesslich jenem der Betriebszentrale - obligatorisch bei der SUVA gegen Unfall zu versichern. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde der SUVA ist somit gutzuheissen und jene der J. S.A. abzuweisen.</div> </div></body></html>