<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00841</span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiber Nef</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 29. März 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">lic. iur. Y.___, Sozialversicherungsrecht, Team Recht</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1976 geborene türkische Staatsangehörige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> reiste im Mai 2003 in die Schweiz ein und ist anerkannter Flüchtling (Urk. 9/9 und Urk. 9/91/80). Von Juni 2003 bis Ende 2008 wurden für ihn Sozialversicherungsbeiträge als Nichterwerbstätiger abgerechnet, von Oktober 2008 bis Juli 2009 war er über das Sozialamt der Stadt Zürich als Allrounder Malerarbeiten beschäftigt (Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zug aus dem Individuellen Konto IK, Urk. 9/15, und Lebenslauf, Urk. 9/91/79) und ab Juli 2009 bis zu seinem letzten Arbeitstag am 3. Mai 2011 war er bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> als Produktionsmitarbeiter angestellt (Arbeitgeberfragebogen, Urk. 9/13). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 24. Juli 2012 wurd</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e er zur Früherfassung (Urk. 9/3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) und unter Angabe von seit 1. Mai 2011 bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufgrund von Rückenschmerzen bei Diskushernie, Depression und posttraumatischer Belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsstörung (PTBS) zum Leistungsbezug bei der Eidgenössischen Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung angemeldet (Urk. 9/8 Ziff. 6.2 und Ziff. 6.3). Mit Mitteilung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">15. April 2013 hielt die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, fest, dass mangels Deutschkenntnissen gegenwärtig keine beruflichen Einglie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derungsmass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen möglich seien und ein Rentenanspruch separat geprüft werde (Urk. 9/30). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Abklärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht liess die IV-Stelle ein psychiatrisches Gutachten bei Dr. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Psychiatrie und Psychothe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rapie, erstellen (Gutachten vom 25. April 2014, Urk. 9/59). In der Folge ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anlasste die IV-Stelle ein zusätzliches bidisziplinäres Gutachten bei Prof. Dr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, FMH Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und Dr. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Innere Medizin FMH spez. Rheumaerkrankungen (Urk. 9/89, Urk. 9/91</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und Urk. 9/92)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und stellte mit Vorbescheid vom 4. März 2016 die Abweisung eines Anspruchs auf eine IV-Rente in Aussicht (Urk. 9/94). Nach erfolgtem Einwand (Urk. 9/102) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 23. Juni 2016 ab (Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen erhob X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am 11. August 2016 Beschwerde und beantragte (Urk. 1 S. 2) die Verfügung vom 23. Juni 2016 sei aufzuheben und es sei ihm eine Invalidenrente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung. Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 6. September 2016 (Urk. 8) auf Abweisung der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerde, was dem Beschwerdeführer am 7. September 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1). </span></p><p><span> </span><span>Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psy</span><span>chiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach</span><span>ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich</span><span>bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diag</span><span>nose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Aus</span><span>mass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objek</span><span>tivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumut</span><span>bar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; 139 V 547 E. 5.2; </span><span>BGE 143 V 409</span><span> E. 4.2.1).</span></p><p><span> </span><span>Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psycho</span><span>so</span><span>matische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsäch</span><span>liche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit </span><span>BGE 143 V 418</span><span> hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7). </span></p><p><span> </span><span>Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):</span></p><p><span>Funktioneller Schweregrad</span></p><p><span>- </span><span>Gesundheitsschädigung</span></p><p><span>-</span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde</span></p><p><span>-</span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz</span></p><p><span>-</span><span>Komorbiditäten</span></p><p><span>- </span><span>Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen</span></p><p><span>- </span><span>sozialer Kontext</span></p><p><span>Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleich</span><span>baren Lebensbereichen</span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungs</span><span>anamnestisch</span><span> ausgewiesener Leidens</span><span>druck</span></p><p><span> </span><span>Diese</span><span> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshin</span><span>dernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Res</span><span>so</span><span>urcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu</span><span>schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2</span><span>60/2017 vom 1. Dezember 2017 E. </span><span>4.2.3). </span><span>Die Anerkennung eines renten</span><span>begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus</span><span>wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweis</span><span>belastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 </span><span>V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).</span></p><p><span>1.4</span><span> </span><span>Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor</span><span>akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch</span><span>tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die Leistungsabweisung damit (Urk. 2), dass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Abklärungen keinen namhaften, eigenständigen, länger andauernden psy-chischen Gesundheitsschaden mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit ausgewiesen hätten. Aufgrund der bestehenden Ressourcen und des Krank-heitsverlaufs sei eine vollzeitige Erwerbstätigkeit zumutbar. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer habe trotz bestehender posttraumatischer Belastungs-störung (PTBS) im Jahr 2011 vollzeitig arbeiten können. Die Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei auf psychosoziale Faktoren zurückzuführen, die sich unter Therapie sowie Auflösung gewisser Belastungsfaktoren stabilisiert hätten. Aktuell sei noch eine leichte depressive Episode ausgewiesen, die behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delbar sei. Insgesamt handle es sich um eine vorübergehende Verschlechterung des Gesundheitszustandes und nicht um eine Beeinträchtigung, welche sich dauerhaft auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen brachte der Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vor (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Gutachter Prof. Dr. B.___ habe ausgeführt, dass es im Verlauf seit Dezember 2012 zu psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrischen Störungsbildern mit Auswirkung auf die mittel- und langfristige Arbeitsfähigkeit gekommen sei. Es liege eine Störung der ICH-Funktionen im Rahmen einer latent vorhandenen und seit April 2011 aktiven Belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung vor. Diese sei unter den Lebensbedingungen bis April 2011 zwar fortbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehend, jedoch die Symptome weitgehend kompensiert gewesen. Durch multiple</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> psychosoziale Belastungen (als Auslöser) sei es dann zur Dekompensation des Störungsbildes mit einer Verschlechterung der Symptome der PTBS und nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">folgender depressiver Symptomatik bis hin zum Suizidversuch gekommen. Der Gutachter habe dargelegt, dass er aufgrund des psychischen Leidens nicht in der Lage gewesen sei, zu 100 % einer Arbeit nachzugehen (S. 7). Die Verschlech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terung des Gesundheitszustandes sei weder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf psychosoziale Faktoren zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuführen noch werde sie durch solche Faktoren aufrechterhalten, sondern sei lediglich durch diese ausgelöst worden (S. 7 f.). Der Gutachter empfehle zwar eine Therapie zur Verbesserung des Gesundheitszustandes, könne jedoch nicht mit Bestimmtheit sagen, ob diese anschlagen werde. Er habe deshalb eine Neu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beurteilung Mitte 2017 vorgeschlagen. Eine längere Zeit dauernde Erwerbsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit sei gegeben, sobald die einjährige Wartefrist abgelaufen sei. Folglich sei ab dem 1. Dezember 2013 eine Invalidenrente auszurichten (S. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. D.___, FMH für Allgemeinmedizin, welche den Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer seit dem Jahr 2009 behandelt, stellte im Bericht vom 23. November 2013 (Urk. 9/17) die Diagnosen eines chronischen lumboradikulären Syndroms bei/ mit Discusprotrusion mit Nervenkompression L4/5 sowie L5/S1 bestehend seit ca. Mai 2011 und eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Sie hielt fest, der Beschwerdeführer habe bereits 2009 unter rezidivierenden Lumbal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schmerzen ohne Ausstrahlung gelitten und damals bei der Z.___ gearbeitet, wo er viel schwer habe tragen müssen. Eine MRI (Magnetresonanz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tomographie)-Untersuchung habe eine Discusprotrusion mit Nervenkompression gezeigt, welche seine Symptome erkläre. Zudem sei der Beschwerdeführer psychisch traumatisiert, nachdem er aus politischen Gründen von 1996 bis 2001 in Gefangenschaft unter menschenunwürdigen Bedingungen gewesen sei und mehrmals über 30 Tage dauernde Hungerstreiks gemacht habe. Er leide immer noch unter seiner Vergangenheit und habe Schlafstörungen und Alpträume. Es wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab 4. Mai 2011 attestiert (vgl. auch Bericht vom 13. Juli 2015, Urk. 9/73).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. E.___, Allgemeine Innere Medizin FMH, der den Beschwerdeführer im Rahmen einer delegierten Psychotherapie seit 20. April 2012 behandelte, hielt im Formularbericht zu Händen der Beschwerdegegnerin vom 20. Dezember 2012 fest (Urk. 9/19), der Beschwerdeführer sei als Jüngster von neun Kindern in Istanbul/Türkei geboren worden. Aufgrund politischer Probleme (Gefängnis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufenthalt Foltererfahrung) sei er im Jahr 2003 in die Schweiz geflüchtet und in der Folge als politischer Flüchtlinge anerkannt worden. Im Jahr 2009 habe er angefangen, bei seinem letzten Arbeitgeber zu arbeiten, bis es zu einem Unfall bei der Arbeit gekommen sei. Dieser Unfall habe zu einer Retraumatisierung aufgrund ähnlicher Körperempfindungen wie früher geführt. Die Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">befunde zeigten, dass die Aufmerksamkeit, Konzentration und das Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dächtnis leicht reduziert seien. Die Stimmung sei gedrückt, traurig, verunsichert und antriebslos. Es bestünden Ein- und Durchschlafstörungen und Ängste mit aufkommenden Bildern der traumatischen Erlebnisse. Innerlich sei der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer angespannt, latent suizidal und der Appetit beeinträchtigt. Es wurde festgehalten, dass bei gleichbleibender Behandlungsmotivation und Com</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ance von einer günstigen Prognose im Sinne einer weiteren Symptombes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serung auszugehen und aus diesem Grund die Weiterführung der Behandlung indiziert sei. Die gegenwärtige Behandlung bestehe in einer fachspezifischen Psychotherapie von zwei bis drei Sitzungen pro Monat. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht der F.___ vom 5. August 2013 (Urk. 9/43) über die stationäre Behandlung vom 26. Juni bis 11. Juli 2013 hielten die Ärzte den Eintritt des Beschwerdeführers zur fürsorgerischen Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bringung auf Zuweisung des G.___ bei akuter Selbstgefährdung und einem Suizidversuch am 25. Juni 2013 durch Mischintoxikation von Alkohol und Antidepressiva fest (S. 3). Es wurden folgende Diagnosen mit Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt (S. 2): </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2);</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> Status nach Suizidversuch am 25. Juni 2013 durch Mischintoxikation mit Alkohol, Remeron und Cipralex</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Schädlicher Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">brauch (ICD-10 F10.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: Schädlicher Gebrauch (ICD-10 F12.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Fremdanamnestisch Spielsucht (ICD-10 F63.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Es wurde festgehalten, der Beschwerdeführer leide unter einer belastenden Situation zu Hause, habe vor kurzem seinen Vater verloren, habe Schwierig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">keiten mit der Wohnung und gebe an, seit dem Jahr 2011 an Rückenschmerzen zu leiden.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Zur Prognose vermerkten die Ärzte, es sei davon auszugehen, dass sich unter optimierter antidepressiver Einstellung sowie regelmässigen psychologischen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sprächen das Zustandsbild noch verbessern könne. Hinsichtlich der Wieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">aufnahme einer körperlichen Tätigkeit schienen die Rücken- und Beinschmerzen seit dem Vorfall 2011 limitierend zu sein. Die wiederkehrenden Erinnerungen an das Trauma (sogenannte Flash-Backs) könnten sich negativ auf die Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">zentrationsfähigkeit und der schädliche Alkohol- und der übermässige Nikotin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">konsum ebenfalls negativ auf den Krankheitsverlauf auswirken und die Belast</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">barkeit reduzieren (S. 3 Ziff. 1.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Vordergrund stünden die lumbalen Schmerzen, welche auch teilweise in das linke Bein ausstrahlten und den Beschwerdeführer in seiner körperlichen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weglichkeit einschränkten. Psychisch einschränkend sei die derzeitige depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sive Symptomatik, charakterisiert vor allem durch Grübeln, verminderten An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trieb sowie Schlafstörungen. Dies könne sowohl in einer Einschränkung der Arbeitseffizienz und der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit resultieren als auch in Vermeidungsverhalten und Blockaden. Mit einer langfristigen, optima</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">len medikamentösen Einstellung, sowohl antidepressiv als auch analgetisch sowie Psychotherapie liessen sich die Einschränkungen vermindern und eine stationäre Alkoholentwöhnungstherapie in der Klinik O.___ mit dem Ziel der Abstinenz wirke sich positiv auf den Krankheitsverlauf aus (S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. H.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete am 20. Mai 2014 (Urk. 9/52), eigenanamnestisch habe der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführer den Konsum vom Cannabis nach Entlassung aus der F.___ ganz sistiert und der Alkoholkonsum sei nach Entlassung aus der Klinik sehr selten gewor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den. Als Diagnosen nannte er eine schwer bis mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11), eine posttraumatische Belastungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung (ICD-10 F43.1) bei Status nach langjähriger Verhaftung und Folter im Heimatland und eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Faktoren (ICD-10 F45.41) bei/mit lumbalen Rückenschmerzen. Im Antrieb sei der Beschwerdeführer deutlich vermindert und im Affekt sei er niederge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlagen und zeige einen Zustand von vegetativer Übererregtheit mit Vigil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zsteigerung, übermässiger Schreckhaftigkeit und ausgeprägter Schlafstörung mit wiederkehrenden Albträumen und ständigen körperlichen Missempfindungen. Der Beschwerdeführer habe grössere Schwierigkeiten, den Tagesablauf ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">messen zeitlich und inhaltlich zu strukturieren. Viele Tätigkeiten führe er nicht zu Ende und seine mangelnde Anpassungsfähigkeit führe bei anderen und sozia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">len Interaktionen zu negativen Reaktionen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Möglich sei eine behinderungsangepasste Tätigkeit (20 bis 40 % 2 Stunden pro Tag, ab Juli/August 2014) in einem geschützten Raum, was aus therapeutischer Sicht und zur Förderung des Selbstwertgefühls und der Tagesstrukturierung Sinn mache.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. A.___, welcher den Beschwerdeführer im Auftrag der Beschwerdegegnerin untersuchte, diagnostizierte im Gutachten vom 25. September 2014 (Urk. 9/59) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine chronifizierte posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) und eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F33.10; S. 9). Der Gutachter hielt fest, aufgrund der Anamnese, der Untersuchungen und den Angaben in den Akten habe der Beschwerdeführer eine unauffällige Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wick</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung in Kindheit und Jugend durchgemacht; es gebe keine Hinweise auf eine Störung bis zum Alter von 20 Jahren. Danach sei er wegen seiner politischen Aktivität gemäss eigenen Angaben von der türkischen Polizei in U-Haft ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nommen, dort geschlagen und gefoltert worden und habe beinahe sieben Jahre in Haft verbracht und dort mehrere Phasen mit Hungerstreik durchlebt. Seither beschreibe er diverse Störungen, welche in der Haft begonnen hätten und bis heute vorhanden seien. Er schildere Wach- und Albträume, ausgeprägte Schlaf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störungen, Flash-backs, Dissoziationsphänomene, getriggert mit nachfolgender Angstreaktion und Wiedererleben. Die Beschreibung sei typisch für eine post</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">traumatische Belastungsstörung, entspreche den ICD-1O Kriterien und es ergä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben sich keine ernsthaften Zweifel daran. Im weiteren Lebensverlauf mit Flucht in die Schweiz habe sich der Versuch der Integration und Arbeitsaufnahme gezeigt, wobei es scheine, dass die PTBS weiterhin chronifiziert vorhanden, in der Symptomausprägung aber wechselnd und er auch über längere Zeit arbeitsfähig gewesen sei. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit einem vom Beschwerdeführer geschilderten Arbeitsunfall im Jahr 2011 sei es nicht nur zu den für ihn neuen lumboradikulären Beschwerden, sondern auch zu einer Verschlechterung der PTBS gekommen. Zu einer weiteren Verschlech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terung des psychischen Zustandes sei es in der Folge im Jahr 2013 im Kontext mit der Erkrankung und dem Tod des Vaters gekommen, wobei er eine mittel- bis schwere depressive Episode verbunden mit einem Suizidversuch und über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässigem Konsum von Alkohol durchlebt habe. Im weiteren Verlauf scheine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sich eine deutliche Besserung des depressiven Zustandsbildes entwickelt zu haben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und das heutige Befinden sei im Wesentlichen durch eine ausgeprägte Schlaf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störung beeinträchtigt, welche in erster Linie der PTBS zuzuordnen sei. Daneben scheine sich durch die fehlende Beschäftigung und Tagesstruktur eine Störung des Tag-, Nachtrhythmus ergeben zu haben und auf Grund fehlender äusserer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anforderung eine Entwicklung im Sinne einer sogenannten „Dekonditionierung",</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> welche potentiell zur Chronifizierung einer depressiven Störung beitrage (S. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus rein psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer auf Grund der ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nannten Störungen vermutlich zu 20 bis 30 % in der angestammten — wie auch in einer angepassten — Tätigkeit arbeitsfähig, wobei einschränkend zu sagen sei, dass die Auswirkung der Schlafstörung auf die Arbeitsfähigkeit, namentlich auf Präsenz und Durchhaltevermögen derzeit auf Grund fehlender Beschäftigung nicht sicher beurteilt werden könne (S. 10; vgl. auch Urk. 9/62).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 28. November 2015 berichtete der psychiatrische Teilgutachter Prof. Dr. B.___ anlässlich der im Auftrag der Beschwerdegegnerin erfolgten bidis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziplinären Abklärung (Urk. 9/89/1-27, S. 10 f.), den Angaben des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führers zufolge habe dieser aufgrund von Eheschwierigkeiten, Schulden und weil sein Vater erkrankt und schliesslich verstorben sei keinen Ausweg mehr gesehen und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2013 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einen Selbsttötungsversuch in alkoholisiertem Zustand mit Tabletten unternommen. Mit Hilfe seines Freundes habe er sich schliesslich wieder besonnen und er trinke nur noch Alkohol im Rahmen sozialer Aktivitäten, ein- bis zweimalig am Wochenende bis zu fünf Bier. Aktuell beschreibe der Beschwerdeführer eine psychische Instabilität, welche rasch wechselhaft sei. Er habe sehr gute und dann auch wieder schlechte Momente, wobei die Albträume und die Schlafstörungen unverändert bestün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den. Am Morgen fühle er sich daher häufig unzureichend ausgeruht und sei deshalb weniger leistungsfähig. Er habe zudem weiterhin lumbale Rücken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schmerzen, wobei ihm eine Operation vorgeschlagen worden sei, der er jedoch skeptisch gegenüberstehe.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum Tagesablauf berichte der Beschwerdeführer, er steht gegen 10 Uhr jeden Morgen auf. Wenn er eine Aufgabe habe, so könne er auch am Morgen ohne Probleme aufstehen, trotz seiner Schafstörung. Er trinke Kaffee, ohne zu früh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stücken. Dann schaue er sich im Internet die Nachrichten an und gehe hernach spazieren. Zur Arbeit gehe er auf Abruf und zweimal in der Woche am Abend um Deutsch lernen. Der Kurs beginne um 20 Uhr und ende um 22 Uhr. Häufig helfe er seinem neuen Chef beim Bügeln; wobei er allerdings dabei Probleme mit seinem Rücken bekomme. Meist koche er sich nichts zum Mittagessen und er esse nur einmal am Tag am Abend. Am Nachmittag sei er zuhause, setze sich oft hin, bekomme manchmal Besuch von seinem Freund und zwischendurch reinige er seine Wohnung und gehe einkaufen. Am Abend koche er sich ein Nachtessen oder hole sich ein Essen bei der Migros und wärme dieses auf. Zwischen Mitternacht und 1 Uhr gehe er zu Bett. Der Schlaf sei aufgrund von Albträumen seit der Zeit seiner Inhaftierung gestört (S. 12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter „Diagnosen” hielt der Gutachter fest, bei der Begutachtung stünden Klagen über Schlafstörungen, posttraumatische Symptome und Rücken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zen im Vordergrund. Die Schlafstörungen und die Albträume seien unverändert, wobei derzeit nicht — wie im Vorgutachten beschrieben — über weitere Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tome einer PTBS mit Intrusionen und Flashbacks geklagt werde. Auch bestehe nur noch ein leichtes depressives Syndrom, so dass seit dem Gutachten von Dr. A.___ vom 25. September 2014 von einer Besserung des psychischen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sundheitszustandes auszugehen sei. Die Diagnosen einer posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) sowie einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F33) und eines schädlichen Gebrauchs von Alkohol (ICD-10 F10.1) seien zwischen allen Behandlern, dem Vorgutachter und aktuell unbestritten (S. 21). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beim Beschwerdeführer seien vorbestehende Störungen der Ich-Funktionen im Rahmen der posttraumatischen Belastungsstörung gegeben und die Störung sei unter den Lebensbedingungen des Beschwerdeführers bis zum Unfall im April 2011 zwar fortbestehend, jedoch die Symptome weitgehend kompensiert ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wesen (S. 22). Durch multiple psychosoziale Belastungen (als Auslöser) sei es zur Dekompensation des Störungsbildes mit einer Verschlechterung der Symp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tome der PTBS und zudem zur nachfolgenden depressiven Symptomatik bis hin zu einem Suizidversuch gekommen. Durch die PTBS liege eine erhebliche Schwächung des Ichs vor, die den Ausbruch der psychiatrischen Störungsbilder begünstigt habe und handicapierende Fähigkeitsstörungen bedinge. Ein Hinweis auf ein Suchtleiden sei aus den Akten anzunehmen; es habe ein schädlicher Gebrauch von Alkohol und fraglich von Cannabis vorgelegen, der in selbst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">the</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rapeutischer Absicht erfolgt und damit von sekundärer Genese der Störung sei. Aktuell ergebe sich kein Hinweis auf den Gebrauch von Cannabis und der Beschwerdeführer trinke weiterhin Alkohol, wobei die Menge gemäss anam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tischer Angaben auch ein „social drinking” übersteige. Jedoch seien die Krite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rien für eine Suchtstörung nicht gegeben (S. 23). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es bestünden persönliche Ressourcen. Der Beschwerdeführer berichte von Freun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den, welche ihn unterstützten. Seine „neuen" Grundüberzeugungen, sich durch das Erlernen der deutschen Sprache soziokulturell in der schweizerischen Gesellschaft besser zu verankern, sei zu begrüssen und auch protektiv in Bezug auf seine PTBS sinnvoll (S. 23). Im sozialen Kontext sei der Beschwerdeführer sicherlich in seiner Teilhabe reduziert, jedoch nicht ausschliesslich aufgrund krankheitsbestimmter Faktoren. Eine soziale Isolierung bestehe hingegen nicht. Zur Behandlung und Eingliederung bemerkt der Gutachter, dass sich der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführer mehrfach in stationäre psychiatrische Behandlung begeben habe und in ambulanter psychiatrischer Behandlung stehe. Die kontrollierten Blut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serumspiegel der Psychopharmaka Quetiapin und Mirtazapin seien im thera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">peutischen Wirkspiegel. Anzuregen sei eine störungsspezifische Behandlung der PTBS, wie zum Beispiel eine EMDR (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eye Movement Desensitization and Repro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cessing</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; Traumatherapie)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Diese Therapieformen seien für psychotraumatische Störungen in Zürich verfügbar. Zur Konsistenz bemerkte der Gutachter, das Aktivitätsniveau habe sich im Alltagsleben zwischenzeitlich wieder verbessert und stehe nicht im Kontrast zum Störungsbild (S. 24).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur Arbeitsfähigkeit hielt der Gutachter fest (S. 26), es sollten keine Tätigkeiten in Gefängnissen oder Einrichtungen ausgeübt werden und auch keine Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keiten, die in Wechselschicht erfolgten oder die eine erhöhte Stresstoleranz erfordern oder bei welchen mit Injektionsmaterialien umgegangen werden müsse oder die eine hohe neuro-kognitive Belastbarkeit erforderten. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit in der Dönerfabrik könne als weitgehend leidensadaptiert bezeichnet werden. Bezogen auf ein 100 % Pensum in zuletzt ausgeübter und in adaptierter Tätigkeit habe während der stationären Aufenthalte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ab Dezember 2002 (richtig wohl: 2012; vgl. auch Urk. 9/59/10 unten) sei von einer Arbeitsfähigkeit von 40 bis 50 % auszugehen, ab 26. Juni 2013 habe die Arbeitsfähigkeit 0 % betragen, ab Juli 2014 sei eine 20 bis 30%ige Arbeitsfähigkeit anzunehmen und ab November 2014 von einer 40 bis maximal 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gutachterin Dr. C.___, welche den Beschwerdeführer am 16. Dezember 2015 internistisch-rheumatologisch begutachtete (Urk. 9/91 S. 1 bis S. 52), nannte als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine verminderte Belastbarkeit und intermittierende Beschwerden der Lendenwirbelsäule bei medianer Diskushernie L4/L5 mit Kompression der Nervenwurzel L5 links und Kontakt zur Nervenwurzel L5 rechts und medianer Diskushernie L5/S1 mit Kontakt zur Nervenwurzel S1 links. Sie hielt fest, die bildgebenden Befunde (MRI Dezember 2015 gegenüber MRI Juni 2011) seien seit Jahren im Wesent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen unverändert, ohne radikuläre Zeichen und der Beschwerdeführer sei aktuell schmerzfrei und brauche keine Schmerzmittel (S. 41). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss dem Gutachter von Dr. A.___ betreibe die neue Partnerin des Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführers einen Hemdenservice und er könne dort möglicherweise ein wenig arbeiten. In der Untersuchung berichte er, dass er seit kurzem in einer chemischen Reinigung in der Nähe seiner Wohnung arbeite, dort Kleider abhole und diese mit dem Firmenwagen in das Nähatelier bringe. Die Fahrt ins Atelier daure etwa 25 Minuten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und danach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bringe er den Wagen wieder in die che</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Reinigung zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Diese mache er zwei- bis dreimal pro Woche. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur Arbeitsfähigkeit hielt die Gutachterin fest, der Beschwerdeführer könne Lasten bis zu 12.5 kg hantieren (leichtes bis knapp mittelschweres Belastungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">niveau). Tätigkeiten, die diesem Profil entsprechen, könne er bezogen auf ein Arbeitspensum von 100 % zu 100 % ausüben. Die (aktuelle) Tätigkeit bei der chemischen Reinigung und auch die Tätigkeit als Produktionsmitarbeiter bei der Firma Z.___ seien als angepasst zu betrachten, sofern dabei keine Lasten über 12.5 kg hantiert werden müssten (S. 45 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus gesamtmedizinischer Sicht hielten die Gutachter zur Arbeitsfähigkeit fest, die Tätigkeit bei der Z.___ und die aktuelle Tätigkeit in einer chemi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Reinigung seien angepasst. Bezogen auf ein Pensum von 100 % sei der Beschwerdeführer in diesen Tätigkeiten 40 bis maximal 50 % arbeitsfähig. Die attestierte Arbeitsfähigkeit bestehe ab November 2014 (Urk. 9/92).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus den Akten ergibt sich, dass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Beschwerdeführer im Mai 2003 als Asyl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bewerber in die Schweiz einreiste (vgl. Urk. 9/91/45). Hier ging er ab Oktober 2008 zunächst einer durch das Sozialamt vermittelten und später einer Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätigkeit in einer Produktionsstätte für Döner nach, wobei er diese Tätigkeit im Mai 2011 zufolge Rückenbeschwerden niederlegte (Sachverhalt Ziff. 1). Die da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hin attestierten Arbeitsunfähigkeiten wurden insbesondere mit der Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung begründet, hervorgerufen durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> belastende Ereignisse </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufgrund von Gefängnisaufenthalten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in der Türkei in den Jahren 1996 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis 2002 (E. 3.1 und E. 3.2 hiervor). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine Verschlechterung der psychischen Symptomatik mit der Diagnose einer schweren depressiven Episode mit fürsorgerischer Unterbringung bei akuter Selbstgefährdung führten die behandelnden Ärzte auf eine belastende psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">soziale</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Situation </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Eheschwierigkeiten) und den Umstand zurück, dass der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer kurz zuvor seinen Vater verloren hatt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Dazu wurden ein schäd</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">licher Gebrauch von Alkohol, Cannabinoiden und eine Spielsucht aufgeführt (E. 3.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine deutliche Besserung der psychischen Symptomatik im weiteren Verlauf zeigte sich anlässlich der Erstbegutachtung durch Dr. A.___,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">welcher </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Wesent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nur noch Einschränkungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine ausgeprägte Schlafstörung be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schrie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">b. Diese sah der Erstgutachter im Zusammenhang mit der posttrauma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tischen Belastungsstörung, wobei er aber gleichzeitig auch auf eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> fehlende Beschäftigung und Tagesstruktur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und eine Störung des Tag-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rhythmus </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rund fehlender äusserer Anforderung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hinwies (E. 3.5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine weitere Verbesserung der psychischen Symptomatik wurde anlässlich der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psychiatrischen Untersuchung durch Prof. Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 27. November 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verzeichnet, wobei zwar unverändert auf die Schlafstörungen und Albträume hingewiesen, jedoch keine weiteren Symptome einer PTBS mit Intrusionen und Flashbacks mehr festgestellt wurden und sich lediglich noch ein leichtes de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pressives Syndrom zeigte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vor diesem Hintergrund sind die Ausführungen von Prof. Dr. B.___ nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vollziehbar, dass beim Beschwerdeführer eine Störung der Ich-Funktionen im Rahmen der posttraumatischen Belastungsstörung bereits vorbestehend war, die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Symptome dieser Störung unter den Lebensbedingungen bis zum Unfall im Ap</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ril </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2011 jedoch soweit kompensiert gewesen waren, dass der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seiner Einreise in die Schweiz zumindest während einer gewissen Zeit einer Erwerbstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nachgehen konnte. Im Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lauf haben psychosoziale Belastungsfaktoren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dekompensation des Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bildes geführt, und es ist zu einer Verschlechterung des psychischen Zustandes mit nachfolgender depressiver Symptomatik bis hin zu einem Suizidversuch gekommen (E. 3.6.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In somatischer Hinsicht ist aufgrund der Untersuchungen von Dr. C.___ erstellt, dass die Rückproblematik seit Jahren im Wesentlichen unverändert und ohne radikuläre Zeichen ist, zeigte sich der Beschwerdeführer in der Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">su</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chung doch schmerzfrei und ohne Gebrauch von Schmerzmitteln. Dr. C.___ hat nachvollziehbar begründet, dass in rückenadaptierter Tätigkeit, ohne dass mit Lasten über 12.5 kg hantiert werden muss, aus somatischer Sicht in bishe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">riger und angepasster Tätigkeit eine 100%ige Restarbeitsfähigkeit zumutbar ist (vgl. E. 3.6.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damit fussen die postulierten Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit in ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">passter Tätigkeit ausschliesslich auf der psychischen Symptomatik. A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ngesichts der Diagnose einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">posttraumatischen Belastungsstörung und einem leichten depressiven</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Syndrom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und in Anbetracht dessen, dass die juristische Anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prüfung in jedem Fall Aufgabe des Rechtsanwenders ist (vgl. etwa </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 9C_154/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2016 vom 19. Oktober 2016 E. 4.), ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beurteilung des tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens anhand des in BGE 141 V 281 aufgestellten Katalogs von Indikatoren vorzunehmen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (BGE 141 V 281 E. 4.3.1). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diese Standardindikatoren erlauben - u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nter Berücksichtigung leistungshin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der äusserer Belastungsfaktor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en einerseits und Kompensations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">potenzialen (Res</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">urcen) anderseits - das ta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tsächlich erreichbare Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vermögen einz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">März 2016 E. 2.2.1).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beweisrechtlich entscheidend ist der Aspekt der K</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">onsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4, zum Ganzen vgl. auch E. 1.3 hier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vor). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinsichtlich des Komplexes Gesundheitsschädigung ergibt sich, dass der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> schon bei der Einreise infolge seiner Erfahrungen im Gefängnis in der Türkei an einer PTBS litt. Eine besonders schwere Ausprägung der Störung wird jedoch von den befassten Ärzten nicht beschrieben, was im Einklang steht mit der von Juli 2009 bis April 2011 uneingeschränkt ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">übten Erwerbstätigkeit (Urk. 9/13). Der Beschwerdeführer selbst gab an, seine gesundheitliche Beeinträchtigung sei im Mai 2011 aufgetreten (Urk. 9/8/5), was auch die behandelnde Dr. D.___ bestätigte (vorstehend E. 3.1). Der diagnostizierten PTBS fehlt es daher von vornherein an der erforderlichen Schwere. Erst im Zusammenhang mit belastenden psychosozialen Umständen (Ehescheidung, Tod des Vaters) dekompensierte der Beschwerdeführer laut der gutachterlichen Einschätzung und zur PTBS trat ein depressives Geschehen hinzu (vorstehend E. 3.6.1). Damit standen invaliditätsfremde Faktoren im Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dergrund des Krankheitsbildes, das zur Arbeitsunfähigkeit führte. Aus soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Sicht besteht sodann ausser einer Belastungslimite beim Hantieren von Gewichten von mehr als 12.5 kg (zum Belastungsprofil vgl. E. 3.6.2 hievor) keine Einschränkung, so dass es an einem (schweren) invalidisierenden Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitsschaden im Sinne des entsprechenden Indikators ermangelt.</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum Indikator </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">„</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">andlungserfolg und -resistenz“ ist dem psychiatrischen Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer nur </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einmal pro Monat in ambu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lanter fachpsychiatrischer Behandlung steht — welche Therapiefrequenz auf keinen grösseren Leidensdruck hindeutet — und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Antidepressiva einnimmt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 9/89/13). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ressourcen des Beschwerdeführers liegen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Untersuchungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">befunden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weitgehend im Normbereich respektive zeigen keine Auffälligkeiten, wurde doch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">normales Verhalten, normale</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s Erscheinungsbild, Bewusstsein und Orien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, normales Altgedächtnis, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">normale Konzentration und Aufmerksamkeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtes und unauffälliges Denkvermögen und Gedankengang, mit im Norm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bereich liegender kognitiver Begabung, ohne wesentliche Einschränkung von Interessen, ohne Antriebsstörung bei unauffälliger Psychomotorik festgehalten (vgl. Urk. 9/89/14 f.). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es ist somit anzunehmen, dass der Beschwerdeführer weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hin über persönliche Ressourcen verfügt, die er bei Wiederaufnahme </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">respektive bei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erhöhung der zur Zeit lediglich in einem niedrigen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pensum ausgeübten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erwerbstätigkeit aktivieren könnte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wenn auch Prof. Dr. B.___ eine Störung der Ich-Funktion schilderte, kann darin keine ressourcenhemmende Persönlichkeitsstruktur erblickt werden, da der Gutachter die Störung im Rahmen der posttraumatischen Belastungsstörung erwähnte (vorstehende E. 3.6.1) und ihr damit keine massgebliche eigene Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung zuschrieb.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bezüglich der Kategorie Konsistenz fällt auf, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sich der Beschwerdeführer selber zwar durchaus in der Lage sieht, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, die Verantwortung für das ihm zumutbare Leistungsvermögen aber an die behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delnden Ärzte abgibt, die entschieden hätten, dass er nur noch 40 % arbeiten könne (Urk. 9/89/13). Der Beschwerdeführer verfügt neben seiner Erwerbstätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit auf Abruf über einen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stru</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kturierten und geregelten Tagesablauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. So be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schrieb </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er, dass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er gegen 10 Uhr jeden Morgen — und wenn er eine Aufgabe habe ohne Probleme auch früher — aufstehe. Den Tag verbringt er mit Konsul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tationen im Internet, und S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pazieren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; daneben absolviert er zweimal pro Woche am Abend einen Deutschkurs. Zwischendurch bekommt er Besuch, reinigt die Wohnung, geht einkaufen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 9/89/12) und spielt als Hobby das Instrument Saz, welches er gerne und gut spiele (Urk. 9/89/8). Im Rahmen seiner Tätigkeit in der Kleiderreinigung fährt er sodann den Firmenwagen des Reinigungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">insti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tuts und nimmt damit am lebhaften Strassenverkehr teil (Urk. 9/91/4). Ebenso besteht die Teilnahme an weiteren sozialen Aktivitäten an den Wochenenden, wobei er mit Bekannten jeweils Bier konsumiert (Urk. 9/89/11). Seine Beziehung zu einem Freund ist sogar derart eng, dass dieser ihn vom übermässigen Alkoholkonsum abzuhalten vermochte (vorstehend E. 3.6.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damit zeigen die Angaben des Beschwerdeführers zu seinen Aktivitäten keine besonderen Auffälligkeiten. Eine gleichmässige Einschränkung des Aktivitäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">niveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen kann nicht als erstellt ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sehen werden. Namentlich ergeben sich bei der Pflege von sozialen Kontakten keine Einschränkungen, und der Beschwerdeführer ist in der Verrichtung alltäg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">licher Dinge wie auch in der Führung des Haushalts selbständig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinsichtlich des Aspekts des behandlungsanamnestisch ausgewie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">senen Leidensdrucks konnte der psychiatrische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gutachter festhalten, dass der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer aktuell zwar mit Antidepressi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">va und Analgetika versorgt wird</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und mit einer Frequenz von einmal monatlich in fachpsychiatrischer Behandlung steht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 9/89/13</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die lediglich spärlichen psychopathologischen Untersuchungsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">funde korrelieren damit mit der niedrigen Behandlungsfrequenz und lassen — wie gesagt — nicht auf anhaltend hohen Leidensdruck schliessen. E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht einzusehen, weshalb den Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den bei anhaltend hohem Leidens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">druck nicht mit anderen therapeutischen Ansätzen beg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">egnet worden wäre, zumal verschiedene psychosomatische Ansätze</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mittels traumaspezifischer Behandlung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diskutiert wurden (vgl. Urk. 9/59/10 und Urk. 9/89/26). Ein eingliederungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nestischer Leidensdruck ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">damit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nic</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ht auszumachen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu berücksichtigen ist auch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass anlässlich der rheumatologische Untersuchung eine Muskelmasse von 61 % gemessen wurde, welche den Normwert von 40 % weit übertrifft, und daraus geschlossen wurde, dass keine lang andauernde kör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">perliche Schonung vorliegt sondern der Beschwerdeführer vielmehr häufig auf seinem Hometrainer trainiert (Urk. 9/91/43). Im Weiteren konnten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diskrepanz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei der Prüfung der Handfunktion festgestellt werden, wobei die gezeigte, weit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehende Kraftlosigkeit beider Hände mit einer maximalen Handkraft rechts von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">26 % und links von 20 % rheumatologisch nicht erklärt werden konnte und dies</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezüglich auf selbstlimitierendes Verhalten geschlossen wurde (Urk. 9/91/44). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damit ist ein erheblicher funktioneller Schweregrad des Leidens im Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeitpunkt zu verneinen, nachdem sich aus der psychischen Symptomatik kein invalidisierender Gesundheitsschaden darstellen lässt, welcher es dem Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer verunmöglicht, seine Restarbeitsfähigkeit in seiner bisherigen und einer dem somatischen Leiden angepassten Tätigkeit (gemäss dem somatischen Belastungsprofil) vollzeitig zu verwerten. Angesichts der klaren Aktenlage sind in diesem Zusammenhang von weiteren Beweismassnahmen (etwa der Einholung eines Gutachtens) keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen bleibt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">damit, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wie sich das Leistungsvermögen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seit der Anmeldung zum Leistungsbezug </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2012 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im zeitlichen Verlauf entwickelt hat; die medizinische Aktenlage weist anfänglich eine Verschlechterung der depressiven Symptomatik mit Exacerbation bis hin zur Suizidalität und stationärer und fürsorgerischer Hospitalisation aus und danach wurde eine kontinuierliche Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besserung der psychischen Symptomatik verzeichnet. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die behandelnde Dr. D.___ bescheinigte dem Beschwerdeführer auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund von Rückenbeschwerden seit 4. Mai 2011 Arbeitsunfähigkeiten (Urk. 9/17).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> attestierte aufgrund der posttraumatischen Belastungsstörung im Bericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 20. Dezember 2012 eine 40 bis 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 9/19 Ziff. 1.9). Die fürsorgerische Hospitalisation in der F.___ aufgrund des Suizid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versuchs fand vom 26. Juni bis 11. Juli 2013 mit anschliessender stationärer Entwöhnungsbehandlung bis 31. Juli 2013 und stationärer Rehabilitation bis 13. August 2013 (Urk. 9/43 S. 2, Urk. 9/44) statt. Der Erstbegutachter Dr. A.___ attestierte aufgrund seiner Untersuchung vom 24. September 2014 eine Rest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arbeitsfähigkeit von 20 bis 30 % (Urk. 9/59 S. 10). Prof. Dr. B.___ verwies nach seiner Untersuchung vom 27. November 2015 betreffend den psychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trischen Verlauf einerseits auf den Vorgutachter Dr. A.___ (vgl. Urk. 9/89/24 f.) und bescheinigte anderseits eine Restarbeitsfähigkeit von 40 bis 50 % mit Wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung ab November 2014 fest (vgl. Urk. 9/89/26), was in die bidisziplinäre Gesamtbeurteilung übernommen wurde (Urk. 9/92). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Verlauf rechtfertigt es sich damit, das Wartejahr im Mai 2011 zu eröffnen, weshalb nach der Anmeldung am 24. Juli 2012 ein Anspruch auf Renten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistungen frühestens ab Januar 2013 in Betracht fällt (Art. 29 Abs. 1 IVG). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Gutachten von Dr. C.___ ist zu entnehmen, dass die Rücken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beschwerden bereits vor der Einreise in die Schweiz bestanden und seither praktisch unverändert persistieren (Urk. 9/91/46). Die von ihr aus somatischer Sicht be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinigte uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit gilt daher im gesamten fraglichen Zeitraum seit Januar 2013 als unverändert. Diese Einschätzung wird durch die Beurteilung durch Dr. D.___ - die seit Mai 2011 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestierte (vorstehend E. 3.1) - nicht entkräftet, da sie neben den somatischen auch die psychischen Beeinträchtigungen mitberücksichtigte, obwohl diese nicht in ihren Fachbereich fallen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In psychiatrischer Hinsicht wurden zwar unterschiedliche Arbeitsunfähigkeiten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bescheinigt. Allerdings haben sich die psychischen Verhältnisse im Verlauf nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> derart verändert, dass die Frage der invalidisierenden Wirkung des Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schadens (vorstehende E. 5.1) im Zeitablauf unterschiedlich zu beurteilen wäre. Der Beschwerdeführer war zwar nach seinem Suizidversuch an 26. Juni 2013 bis im August 2013 in stationärer Behandlung (vgl. Urk. 9/43/2) und derweil gänzlich arbeitsunfähig (vgl. auch Urk. 9/89/24). Allerdings ist nicht belegt, dass diese vorübergehende Verschlechterung angehalten hätte. Dem zeitlich nächsten Bericht des behandelnden Dr. H.___ vom 20. Mai 2014 (vorstehend E. 3.4) sind — neben den anhaltenden Symptomen der PTBS — die weitgehend gleichen Befunde (Schlafstörungen, Albträume) zu entnehmen, wie sie später Prof. Dr. B.___ erhob. Dieser berichtete denn auch - ohne genaue Zeitangabe - von einem Abklingen der Symptomatik unter Therapie nach der Entlassung (Urk. 9/89/22). Auch Dr. A.___ erwähnte eine deutliche Besserung nach der Dekompensation im Jahr 2013 (vorstehend E. 3.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Demnach hat die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch zu Recht verneint, was zur Abweisung der Beschwerde führt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p><span>7.</span></p><p><span>7.1</span><span> </span><span>Die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung ge</span><span>mäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) sind erfüllt. </span></p><p><span> </span><span>Das vom Beschwerdeführer gestellte Gesuch um unentgeltliche Prozessführung (Urk. 1 S. 2) ist damit gutzuheissen. </span></p><p><span>7.2</span><span> </span><span>Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. </span></p><p><span> </span><span>Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit</span><span>wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span>bis</span><span> IVG) und ermessensweise auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem Beschwer</span><span>de</span><span>führer aufzuerlegen, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozess</span><span>füh</span><span>rung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.</span></p><p><span> </span><span>Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Auslagen für die unentgeltliche Prozessführung verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.</span></p><p><br/></p><p><span>Das Gericht beschliesst:</span></p><p><span> </span>In Bewilligung des Gesuchs vom 11. August 2016 wird dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung gewährt.</p><p><br/></p><p><span>und erkennt:</span></p><p>1.<span> </span>Die Beschwerde wird abgewiesen. </p><p>2.<span> </span>Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Stadt Zürich Soziale Dienste</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><span id="_GoBack"></span>GräubNef</p><p></p></div> </div></body></html>