<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2C_49/2012 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 13. August 2012 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Zünd, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Seiler, Kneubühler, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Errass. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para">vertreten durch Beratungsstelle für Ausländer M. Milovanovic, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Migrationsamt des Kantons Zürich, </div> <div class="para">Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 4. Kammer, vom 13. Dezember 2011. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">X.________ (23.8.67; Staatsangehöriger Serbiens) reiste am 30. August 2002 illegal in die Schweiz ein; am 1. September 2002 wurde er verhaftet und in Ausschaffungshaft gesetzt; am 3. September 2002 stellte er ein Asylgesuch, das er am 10. September 2002 wieder zurück zog. Vier Tage später wurde er nach Skopje ausgeschafft (Einreisesperre bis 13.9.2005). </div> <div class="para">Am 7. Mai 2008 reiste X.________ zwecks Vorbereitung der Heirat legal in die Schweiz ein und heiratete am 20. Mai 2008 eine Schweizer Bürgerin. In der Folge erhielt er gestützt auf Art. 42 AuG (SR 142.20) eine Aufenthaltsbewilligung. Die beiden nachgezogenen (26.11.2008) Kinder kehrten nach rund eineinhalb Jahren wieder nach Serbien zurück (17.2.2010). </div> <div class="para">Seit Januar 2010 gelangte die Ehefrau verschiedentlich an die Behörden, um ihnen mitzuteilen, dass sie eine Scheinehe eingegangen wäre, X.________ sie regelmässig misshandelte, sie keine eheliche Beziehung mehr pflege und diese auch nicht mehr aufzunehmen gedenke. Zweimal erhob sie Strafanzeige wegen häuslicher Gewalt. Am 27. Juli 2010 meldete die Ehefrau X.________ aus der ehelichen Wohnung nach unbekannt ab. Am 16. August 2010 stellte sie ein Eheschutzbegehren. </div> <div class="para">Am 14. September 2010 wies das Migrationsamt des Kantons Zürich das Gesuch von X.________ um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab. Die kantonalen Rechtsmittel waren erfolglos. </div> <div class="para">Vor Bundesgericht beantragt X.________, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 13. Dezember 2011 aufzuheben und ihm die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Beschwerde ist offensichtlich unbegründet, weshalb sie im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG</span> mit summarischer Begründung abgewiesen wird, soweit überhaupt eine rechtsgenügliche Begründung vorliegt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>) und darauf eingetreten werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.1 Der Beschwerdeführer bestätigt in seiner Beschwerdeschrift, dass die Ehe nicht mehr besteht und die Ehe geschieden wurde. Allerdings nennt er den Zeitpunkt des faktischen Eheendes nicht, weshalb nach der unbestritten gebliebenen, für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>; e contrario <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>) jedenfalls ab Oktober 2010 kein gegenseitiger Ehewille mehr bestanden hatte. Insofern besteht kein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung mangels Zusammenwohnens gestützt auf Art. 42 AuG und mangels einer dreijährigen Ehedauer gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.2 Der Beschwerdeführer macht denn auch geltend, dass ihm die Aufenthaltsbewilligung als Opfer ehelicher Gewalt zu verlängern sei. Er beruft sich mithin auf den nachehelichen Härtefall nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG: Danach besteht nach Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft ein Rechtsanspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung für den Fall, dass "wichtige persönliche Gründe" einen "weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen". Dabei geht es darum, Härtefälle bei der Bewilligungsverlängerung nach der Auflösung der ehelichen Gemeinschaft zu vermeiden (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=27&amp;from_date=06.08.2012&amp;to_date=25.08.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-II-345%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page345">BGE 137 II 345</a> E. 3.2.1 S. 348; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=27&amp;from_date=06.08.2012&amp;to_date=25.08.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-II-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page1">136 II 1</a> E. 5.3 S. 4). Wichtige persönliche Gründe können namentlich dann vorliegen, wenn u.a. die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde (Art. 50 Abs. 2 AuG). Der Begriff der ehelichen Gewalt ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung allerdings nur dann gegeben, wenn die Gewalt eine gewisse Intensität aufweist (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=27&amp;from_date=06.08.2012&amp;to_date=25.08.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-II-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page1">BGE 136 II 1</a> E. 5.3 S. 4) und damit einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich macht (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=27&amp;from_date=06.08.2012&amp;to_date=25.08.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-II-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page1">BGE 137 II 1</a> E. 4.1 S. 7). Dabei ist auf die Umstände des Einzelfalles abzustellen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=27&amp;from_date=06.08.2012&amp;to_date=25.08.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-II-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page1">BGE 137 II 1</a> E. 4.1 S. 7). </div> <div class="para">Für das Bundesgericht ist der vorinstanzlich festgestellte Sachverhalt massgebend (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>). Dort finden sich keine Ausführungen über die eheliche Gewalt der Ehefrau gegenüber dem Beschwerdeführer, sondern umgekehrt des Beschwerdeführers gegenüber ihr. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, dass der Sachverhalt unrichtig und in willkürlicher Weise festgestellt worden ist; er stellt lediglich seine Sicht der Dinge dar. Der vor Bundesgericht erstmals eingereichte Bericht des Medizinischen Zentrums ist als echtes Novum (<span class="artref">Art. 99 Abs. 1 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=27&amp;from_date=06.08.2012&amp;to_date=25.08.2012&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-IV-342%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page342">BGE 133 IV 342</a> E. 2.1 S. 344) zudem nicht zu berücksichtigen. Abgesehen davon ergibt sich daraus auch nicht, dass seine psychische Erkrankung Resultat ehelicher Gewalt wäre. Wichtige persönliche Gründe, welche einen Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen, sind mit der Vorinstanz nicht ersichtlich. Diesbezüglich kann deshalb auf den vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden (<span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dem Verfahrensausgang entsprechend wird der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Es sind keine Parteientschädigungen geschuldet (<span class="artref">Art. 68 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 2000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 4. Kammer, und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 13. August 2012 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Zünd </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Errass </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>