<h2>SubmittedText<h2><p>Ich bitte den Bundesrat um Information über den Stand des Projektes Codam im Bundesamt für Statistik.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat das Projekt Codam (Corporate Data Management) im "Schweizerischen Handelsamtsblatt" vom 10. Oktober 2000 (Nr. 197) im offenen Verfahren nach WTO-Regeln ausgeschrieben. Nach Abschluss der Frist für die Einreichung von Offerten sind insgesamt 18 Offerten eingetroffen. Nach deren Evaluation durch das BFS konnte der Zuschlag im "Schweizerischen Handelsamtsblatt" vom 4. April 2001 (Nr. 66) veröffentlicht werden.</p><p>Das Projekt Codam hat eine einheitliche Verwaltung der vom BFS produzierten Daten sowie schrittweise der gesamten amtlichen Statistik der Schweiz zum Ziel. In Codam sollen, unter Wahrung eines strikten Datenschutzes, folgende statistische Daten bearbeitet und verwaltet werden: bereinigte Mikrodaten (anonymisierte Einzeldaten), Makrodaten (aggregierte Daten) zum internen und externen Gebrauch sowie Metadaten (Informationen über die gespeicherten Daten: Definitionen, Nomenklaturen usw.).</p><p>Der Aufbau und der Betrieb von Codam werden in Etappen erfolgen. Als erste Etappe ist die Bildung eines Prototyps vorgesehen, in dem Teile der Daten aus der Bevölkerungsstatistik verwendet werden und in dem Mikro- und Makrodaten sowie die Verbindung zu den dazugehörigen Metadaten enthalten sind. Parallel dazu wird, ausgehend von bereits bestehenden konzeptuellen Überlegungen, ein konsolidiertes Detailkonzept erarbeitet. Diese Arbeiten haben im Mai 2001 begonnen. Die Ergebnisse der ersten Etappe werden vom BFS evaluiert. Anschliessend wird über die Weiterentwicklung des Prototyps im Sinne eines Belastbarkeitstests mit einem zweiten Arbeitsgebiet oder über allfällige Exitstrategien entschieden. Diese Entscheide sind im 1. Semester 2002 vorgesehen. Bei positiven Evaluationsergebnissen sind in der Folge die weiteren thematischen Bereiche in Codam zu integrieren.</p>  Antwort des Bundesrates.