A bteilung III C -2603/2006 {T 0 /2 } U rteil vom 29. M ärz 2007 M itw irkung: Eduard Acherm ann, vorsitzender R ichter, M ichael Peterli, R ichter, Franziska Schneider, R ichterin, W ilhelm -U lrich Schodde, G erichtsschreiber. F._______ Beschw erdeführer, gegen Eidgenössische Invalidenversicherung (IV) IV-Stelle für Versicherte im A usland, Postfach 3100, 1211 G enf 2, Beschw erdegegnerin, betreffend H ilfsm ittel der Invalidenversicherung B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie IV-Stelle Bern hatte dem am 29. Februar 1940 geborenen, verheira- teten, seit Januar 2003 in Spanien w ohnhaften Schw eizer Bürger F._______, der aufgrund von Spätfolgen einer Kinderlähm ung gehbehindert ist, m it drei Verfügungen vom 6. und 9. M ärz sow ie 25. M ai 1998 einen H androllstuhl, Krückstöcke und ein Elektro-Vierrad EX4 Ster- ling Sunrise M idacal zugesprochen (act. 1-53). Im Septem ber/O ktober 2002 ersuchte der Versicherte um Ausstattung sei- nes H androllstuhls m it einem Elektroantrieb "E-M otion" und um Ersatz des 1998 abgegeben, stark reparaturbedürftigen Elektro-Vierrads. Auf Anfrage der IV-Stelle Bern begründete der Versicherte sein G esuch und gab unter anderem an, dass bei ihm eine progressive Lähm ung vorliege, und dass er m it seinem H androllstuhl nur noch kurze Strecken bis ca. 200 m ohne die geringste Steigung zurücklegen könne; für grössere Strecken benutze er sein Elektro-Vierrad, w elches aber in gew issen G ebäuden und Einrich- tungen, w ie zum Beispiel Einkaufscenter, R estaurants, Konzertsaal, Kir- che, R eisebus oder Eisenbahn unerw ünscht oder sogar verboten sei, so dass er hier den elektrobetriebenen H androllstuhl benutzen w ürde (act. 78). M it Verfügung vom 18. Februar 2003 sprach ihm die IV-Stelle Bern den Elektroantrieb für den H androllstuhl zu (act. 79). Am 25. Juni 2003 m eldete die H ilfsm ittelberatung für Behinderte (SAH B) Bern, dass aus ihrer Sicht die R eparatur des beschädigten Elektro-Vierrads keinen Sinn m ehr m ache und em pfahl der IV-Stelle Bern die Versorgung m it einem 4-R ad Sterling Elektroscooter, der als einfach und zw eckm ässig betrachtet w urde (act. 84). D as G esuch um Ersatz des Elektro-Vierrads w ies die IV-Stelle Bern m it Verfügung vom 16. Juli 2003 ab m it der Begründung, dass die in- validitätsbedingte N otw endigkeit zur Abgabe eines zw eiten, elektronisch betriebenen R ollstuhls nicht gegeben sei (act. 85). B. M it Schreiben vom 30. August 2003 erhob der Versicherte Einsprache ge- gen die Verfügung vom 16. Juli 2003 und gab an, dass er auf einen zw ei- ten, elektrobetriebenen R ollstuhl angew iesen sei, und ihm dieser m it Ver- fügung vom 18. Februar 2003 zugesprochen w orden sei; er könne nicht verstehen, dass ihm das reparaturbedürftige H ilfsm ittel (Elektro-Vierrad), w elches ohne sein Verschulden durch W ettereinflüsse beschädigt w orden sei, jetzt nicht repariert oder ersetzt w erde (act. 87). Am 5. M ärz 2004 w ur- de ein Elektrom obil (das Elektro-Vierrrad) durch die SAH B abgeholt (R ück- gabe eines H ilfsm ittels; act. 90). M it Einspracheentscheid vom 26. M ärz 2004 (act. 91) w ies die IV-Stelle Bern die Einsprache des Versicherten ab m it der Begründung, dass die Voraussetzungen für die invaliditätsbedingte Abgabe von zw ei Elektroroll- stühlen nicht gegeben seien; einerseits bestehe keine U nfähigkeit, sich im Innenbereich selbständig fortzubew egen, anderseits verfüge der Versi- cherte bereits über ein Vierrad-Elektrom obil. D as abgegebene Vierrad- Elektrom obil sei dem Einsprecher unentgeltlich zu überlassen, allfällige R eparaturkosten hingegen seien nicht von der IV zu übernehm en. D ie IV-3 Stelle Bern führte w eiter singem äss an, dass der Versicherte aufgrund der Angaben in den Akten steh- und reduziert gehfähig sei (vgl. act. 66), dass in der fachtechnischen Beurteilung der SAH B (H ilfsm ittelberatung für Behinderte) vom 30. D ezem ber 2002 bestätigt w orden sei, dass er dank Krücken im Innenbereich noch einige Schritte laufen könne, und dass er über einen H androllstuhl für den Innenbereich verfüge, den er aber auf- grund der M uskelabschw ächung und zunehm ender Schm erzen nur m it M ühe fortbew egen könne. Als Begründung für seinen dam aligen Antrag habe er angegeben, dass der Elektroantrieb zum H androllstuhl ihm erm ög- lichen sollte, diesen auch im Aussenbereich für Arztterm ine und Einkäufe einzusetzen; das Vierrad-Elektrom obil w olle er behalten, um Spazier- fahrten zu m achen. D ie IV-Stelle Bern kam in ihrem Einspracheentscheid vom 26. M ärz 2004 zum Schluss, dass in Anbetracht dieser Begründung der H ilfsantrieb E-M otion zum H androllstuhl nicht hätte bew illigt w erden dürfen (act. 91). N achdem der Einspracheentscheid vom 26. M ärz 2004 dem Versicherten nicht zugestellt w erden konnte (act. 93), teilte dieser am 21. April 2004 auf Anfrage der IV-Stelle Bern m it, dass er am 1. Januar 2003 nach Spanien gezogen sei. D ie IV-Stelle Bern leitete das D ossier an die nunm ehr zuständige IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IV-Stelle) in G enf w eiter (act. 94, 95). Seit M ärz 2005 bezieht der Versicherte eine AH V-R ente. M it einem neuen Einspracheentscheid vom 18. O ktober 2005 w ies die IV- Stelle in G enf die Einsprache des Versicherten ab m it der gleichen Be- gründung w ie im Einspracheentscheid der IV-Stelle Bern; zudem w ies die IV-Stelle darauf hin, dass der Versicherte am 21. O ktober 2002, som it vor seinem W ohnsitzw echsel von der Schw eiz nach Spanien auf Ende 2002, das G esuch um Ersatz des reparaturbedürftigen Elektro-Vierrads bei der IV-Stelle Bern gestellt habe, so dass für eine entsprechende Verfügung nach W ohnsitzw echsel ins Ausland gem äss R echtsprechung der Eidg. AH V/IV-R ekurskom m ission für im Ausland w ohnende Personen (U rteil vom 21. Februar 1997 in Sachen R .A.M ., IV 48314) allein die IV-Stelle in G enf zuständig sei (act. 110). G em äss postalischer Auskunft w urde der Einspra- cheentscheid dem Versicherten am 8. N ovem ber 2005 überm ittelt (act. 111). C . G egen den Einspracheentscheid der IV-Stelle vom 18. O ktober 2005 er- hob der Versicherte am 7. D ezem ber 2005 fristgerecht Beschw erde bei der Eidgenössischen R ekurskom m ission der Alters-, H interlassenen- und Inva- lidenversicherung für die im Ausland w ohnenden Personen (Eidg. R ekurs- kom m ission) und beantragte w eiterhin den Ersatz des reparaturbedürftigen Elektro-Vierrads. Als Begründung führte er sinngem äss an, dass er auf dieses H ilfsm ittel angew iesen sei, da sein zw eiter R ollstuhl nicht für den Aussenbereich geeignet sei. Zudem w ies er darauf hin, dass sein repara- turbedürftiges Elektro-Vierrad bereits kurz nach dem 5. M ärz 2004 von der R eha M obil Basel/SAH B O ensingen verschrottet w orden sei, so dass es ihm nicht, w ie im Einspracheentscheid vorgesehen, überlassen w erden könne. Er hätte dieses aber als ausgebildeter M aschineningenieur notfalls, im Falle einer Abw eisung seines G esuches, noch selber reparieren kön-4 nen. Er sei aber davon ausgegangen, dass er ein neues Fahrzeug erhalten w ürde, da die R eparatur des schon 5 Jahre alten R ollstuhls durch die R eha M obil Basel zu aufw endig gew esen sei. Er habe von der R eha M obil Basel "grünes Licht" bekom m en und sich ein neues Fahrzeug abgeholt, für w elches jetzt eine R echnung von Fr. 9'480.65 zu bezahlen sei. D . D ie IV-Stelle in G enf unterbreitete die Beschw erde der IV-Stelle Bern zur Vernehm lassung. D iese verzichtete m it Schreiben vom 10. April 2006 auf die Einreichung einer Beschw erdeantw ort, verw ies auf ihre Ausführungen im angefochtenen Entscheid und beantragte die Abw eisung der Beschw er- de. E. In seiner R eplik vom 22. Juni 2006 hielt der Beschw erdeführer seine Be- schw erdeanträge aufrecht. F. Per 1. Januar 2007 ist das Beschw erdeverfahren vom Bundesverw altungs- gericht übernom m en w orden. D ieses hat dem Beschw erdeführer am 7. M ärz 2007 die Zusam m ensetzung des Spruchkörpers bekannt gegeben und ihm G elegenheit zur G eltendm achung von Ausstandsgründen gebo- ten. Innert der gesetzten Frist sind keine Ausstandsbegehren gestellt w or- den. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- und Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D e- partem ente hängigen R echtsm ittel. D ie Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht [VG G , SR 173.32]). D er Be- schw erdeführer hat fristgerecht bei der Eidg. R ekurskom m ission Be- schw erde gegen die Einspracheverfügung der Beschw erdegegnerin vom 18. O ktober 2005 erhoben. 1.2 G em äss Art. 31 VG G in Verbindung m it Art. 33 lit. d VG G und Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG , SR 831.20) beurteilt das Bundesverw altungsge- richt Beschw erden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Es liegt keine Ausnahm e von Art. 32 VG G vor. 1.3 D er Beschw erdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom - m en; er ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzw ürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 48 Abs. 1 lit. a, b und c des Bundesgesetzes über das Verw altungsverfahren vom 20. D ezem ber 1968 [Vw VG , SR 172.021]). Er ist zur Beschw erde legiti-5 m iert. 1.4 D a die Beschw erde im Ü brigen form gerecht eingereicht w urde, ist auf die Beschw erde einzutreten. 2. 2.1 In form eller H insicht ist ausserdem festzuhalten, dass am 1. Januar 2003 das Bundesgesetz über den Allgem einen Teil des Sozialversiche- rungsrechts vom 6. O ktober 2000 (ATSG , SR 830.1) sow ie die entspre- chende Verordnung vom 11. Septem ber 2002 (ATSV, SR 830.11) in Kraft getreten sind. N ach der R echtsprechung sind neue Verfahrens- vorschriften grundsätzlich m it dem Tage des Inkrafttretens sofort und in vollem U m fange anw endbar, es sei denn, das neue R echt kenne an- ders lautende Ü bergangsbestim m ungen (BG E 114 V 325 Erw . 3e; SVR 1995 M V N r. 4 Erw . 2), w as hier nicht der Fall ist. D as nach Erlass des Einspracheentscheides vom 18. O ktober 2005 anw endbare Verfahren richtet sich daher nach den seit 1. Januar 2003 geltenden Bestim - m ungen. Für das Verfahren ebenso zu beachten sind auch die vor Erlass des Einspracheentscheides in Kraft getretenen Änderungen des IVG vom 31. M ärz 2003 (4. IVG -R evision) und derjenigen vom 21. M ai 2003 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201; vgl. BG E 129 V 4 Erw . 1.2 m it H inw eisen). 2.2 Streitig ist vorliegend die Frage (vgl. BG E 125 V 414 f. Erw . 1b), ob der durch Spätfolgen einer Kinderlähm ung behinderte Beschw erdeführer, dem m it Verfügung vom 25. M ai 1998 ein Elektro-Vierrad und am 18. Februar 2003 für seinen H androllstuhl ein Elektroantrieb zugesprochen w orden w ar, Anspruch auf Ü bernahm e der Kosten für den Ersatz des in der Folge durch W ettereinflüsse schw er beschädigten und inzw ischen verschrotteten Elektro-Vierrads hat. D ie IV-Stelle Bern und die für den ins Ausland gezogenen Beschw erde- führer nunm ehr zuständige IV-Stelle für Versicherte im Ausland, sind der Ansicht, dass die Voraussetzungen für zw ei Elektrorollstühle m an- gels ausreichender Begründung nicht m ehr vorliegen und der Elektro- Antrieb für den H androllstuhl bereits seinerzeit nicht hätte bew illigt w er- den dürfen (vgl. act. 91). D er Beschw erdeführer habe seinerzeit ange- geben, dass er diesen m it einem Elektro-Antrieb auch für den Aussen- bereich, näm lich für Arztterm ine und Einkäufe benutzen könne, w äh- rend er das Elektro-Vierrad zu Spazierfahrten nutze. D er Beschw erde- führer hingegen führt sinngem äss an, dass sein H androllstuhl m it Elek- troantrieb nicht für den gesam ten Aussenbereich geeignet sei, und er einzig das Elektro-Vierrad für schw ierige Strecken nutzen könne. Ab- schliessend gab er an, dass das reparaturbedürftige Elektro-Vierrad bereits kurz nach dem 5. M ärz 2004, som it vor dem Einspracheent- scheid der IV-Stelle Bern, aufgrund der zu erw artenden hohen R epara- turkosten von der R eha M obil Basel/SAH B verschrottet w orden sei, so 6 dass es ihm auch nicht, w ie im Einspracheentscheid vorgesehen, über- lassen w erden und er es som it, w ie von ihm vorgeschlagen, auch nicht selber reparieren konnte. 2.3 G em äss Art. 8 Abs. 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidität un- m ittelbar bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsm assnah- m en, sow eit diese notw endig und geeignet sind, die Erw erbsfähigkeit w ieder herzustellen, zu verbessern, zu erhalten oder ihre Verw ertung zu fördern (Satz 1); dabei ist die gesam te noch zu erw artende Arbeits- dauer zu berücksichtigen (Satz 2). Laut Art. 8 Abs. 2 IVG besteht u.a. nach M assgabe von Art. 21 IVG der Anspruch auf Leistungen unab- hängig von der M öglichkeit einer Eingliederung ins Erw erbsleben. Zu den Eingliederungsm assnahm en gehört nach Art. 8 Abs. 3 lit. d IVG auch die Abgabe von H ilfsm itteln. 2.4 Als Eingliederungsm assnahm e unterliegt jede H ilfsm ittelversorgung den allgem einen Anspruchsvoraussetzungen des Art. 8 Abs. 1 IVG . Sie hat som it neben den dort ausdrücklich genannten Erfordernissen der G eeignetheit und N otw endigkeit auch dem jenigen der Angem essenheit (Verhältnism ässigkeit im engeren Sinne) als drittem Teilgehalt des Ver- hältnism ässigkeitsgrundsatzes zu genügen (vgl. BG E 130 V 491 m it H inw eisen). 2.5 D ie Abgabe eines H ilfsm ittels m uss dem nach unter Berücksichtigung der gesam ten tatsächlichen und rechtlichen U m stände des Einzelfalles in einem angem essenen Verhältnis zum angestrebten Eingliederungs- ziel stehen. D abei lassen sich vier Teilaspekte unterscheiden, näm lich die sachliche, die zeitliche, die finanzielle und die persönliche Ange- m essenheit. D anach m uss die M assnahm e prognostisch ein be- stim m tes M ass an Eingliederungsw irksam keit aufw eisen; sodann m uss gew ährleistet sein, dass der angestrebte Eingliederungserfolg voraus- sichtlich von einer gew issen D auer ist; des W eiteren m uss der zu er- w artende Erfolg in einem vernünftigen Verhältnis zu den Kosten der konkreten Eingliederungsm assnahm e stehen; schliesslich m uss die konkrete M assnahm e dem Betroffenen auch zum utbar sein (vgl. BG E 132 V 215 ff m it H inw eisen). 2.6 G em äss Art. 21 Abs. 1 IVG hat der Versicherte im R ahm en einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste Anspruch auf jene H ilfsm ittel, deren er für die Ausübung der Erw erbstätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgaben- bereich, zur Erhaltung oder Verbesserung der Erw erbsfähigkeit, für die Schulung, die Aus- und W eiterbildung oder zum Zw ecke der funktio- nellen Angew öhnung bedarf. Ferner bestim m t Art. 21 Abs. 2 IVG , dass der Versicherte, der infolge seiner Invalidität für die Fortbew egung, für die H erstellung des Kontaktes m it der U m w elt oder für die Selbstsorge kostspieliger G eräte bedarf, im R ahm en einer vom Bundesrat aufzu- stellenden Liste ohne R ücksicht auf die Erw erbsfähigkeit Anspruch auf solche H ilfsm ittel hat. D ie H ilfsm ittel w erden zu Eigentum oder leihw ei- se in einfacher und zw eckm ässiger Ausführung abgegeben (Art. 21 Abs. 3 IVG ). D ie Befugnis zur Aufstellung der H ilfsm ittellliste und zum 7 Erlass ergänzender Vorschriften im Sinne des Art. 21 Abs. 4 IVG hat der Bundesrat in Art. 14 IVV an das Eidgenössische D epartem ent des Innern (ED I) übertragen. D iese Behörde hat am 29. N ovem ber 1976 die Verordnung über die Abgabe von H ilfsm itteln durch die Invalidenversicherung (H VI, SR 831.232.51) erlassen. D eren Art. 2 führt aus, dass im R ahm en der im Anhang aufgeführten Liste Anspruch auf H ilfsm ittel besteht, sow eit diese für die Fortbew egung, die H erstellung des Kontaktes m it der U m w elt oder für die Selbstsorge notw endig sind (Abs. 1), und dass der Anspruch auf die in dieser Liste m it * bezeichneten H ilfsm ittel (Elektro-R ollstühle gehören nicht dazu) nur besteht, sow eit diese für die Ausübung einer Erw erbstätigkeit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung oder die funktionelle Anpassung notw endig sind (Abs. 2). D er Anspruch erstreckt sich auf das invaliditätsbedingt notw endige Zubehör und die invaliditätsbedingten Anpassungen (Abs. 3). G em äss Art. 4 H VI können leihw eise abgegebene H ilfsm ittel bei W egfall der An- spruchsvoraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 IVG dem Versicherten zum w eiteren G ebrauch überlassen w erden, solange er sie zur Fortbew e- gung, zur H erstellung des Kontaktes m it der U m w elt oder zur Selbst- sorge benötigt. Art. 6 H VI schreibt die sorgfältige Verw endung der von der Versicherung abgegebenen H ilfsm ittel vor; M otorfahrzeuge dürfen nur im R ahm en einer von der Versicherung festgelegten Kilom eterquo- te für nicht berufsbedingte Fahrten verw endet w erden (Abs. 1). Art. 7 Abs. 2 H VI sieht vor, das die Versicherung die Kosten für R eparaturen, Anpassung oder teilw eise Erneuerung übernim m t, sofern nicht ein D rit- ter ersatzpflichtig ist. Bei M otorfahrzeugen w erden diese Kosten nur übernom m en, w enn die Kilom eterquote gem äss Art. 6 Abs. 1 H VI nicht überschritten w urde. 2.7 G em äss Art. 92 Abs. 1 IVV in Verbindung m it Art. 64 Abs. 1 IVG kann das BSV den m it der D urchführung der Versicherung betrauten Stellen W eisungen für den einheitlichen Vollzug im Allgem einen und im Einzel- fall erteilen. D azu gehört auch das Kreisschreiben über die Abgabe von H ilfsm itteln durch die Invalidenversicherung (KH M I), das die Bestim - m ungen der H VI und deren Anhang konkretisieren soll. D as KH M I vom 1. Februar 2000 ist am 1. April 2004 revidiert w orden. Laut dessen Ü bergangsbestim m ungen sind die neuen W eisungen auf alle noch nicht rechtskräftig erledigten Leistungsbegehren anw endbar. D em nach ist vorliegend die ab 1. April 2004 gültige Fassung des KH M I heranzu- ziehen, die bezüglich den R ollstühlen folgenden W ortlaut hat: "9.01.3 In der R egel erstreckt sich der Anspruch auf einen einzigen R ollstuhl. D ie N otw endigkeit eines zw eiten R ollstuhls ist eingehend zu begründen. 9.01.4 (gem äss 9.02.2 auch für Elektrorollstühle anw endbar) Invalidi- tätsbedingte Änderungen/Ergänzungen und invaliditätsbedingtes Zube- hör kann die IV nur übernehm en, w enn diese einfach und zw eckm ässig sind. Bei U nklarheiten ist eine neutrale Fachstelle (SAH B) beizuziehen.8 9.01.6 (gem äss 9.02.2 auch für Elektrorollstühle anw endbar) R ollstuhl- versorgungen m it der Tarifposition 500 132 sind von einer neutralen Fachstelle (SAH B) abklären zu lassen. 9.01.7 D ie R eparaturkosten können von der IV übernom m en w erden. Kosten, die C H F 600.-- übersteigen, bedürfen eines begründeten und nachvollziehbaren Kostenvoranschlags. 9.02 Elektrorollstühle für Versicherte, die einen gew öhnlichen R ollstuhl nicht bedienen und sich nur dank elektrom otorischem Antrieb selbstän- dig fortbew egen können. 9.02.1 Bei Kostenvoranschlägen m it einem Fakturaendbetrag von über C H F 15'000.-- für Elektrorollstühle und C H F 9'000.-- für Scooter m uss das R esultat der N achfrage im IV-D epot m it D atum , Stem pel und U n- terschrift im D ossier der IVST ersichtlich sein. 9.02.4 D ie Abgabe von zw ei Elektrorollstühlen ist m öglich an Versi- cherte, die erw erbstätig oder in der Ausbildung sind, falls sie den einen am Arbeits- bzw . Ausbildungsplatz und den andern im W ohnbereich benötigen, oder an Versicherte, die sich zum Zw ecke der Ausbildung in einem Internat befinden und das W ochenende regelm ässig zu H ause verbringen. Versicherte, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, ha- ben die N otw endigkeit eines zw eiten Elektrorollstuhls eingehend zu be- gründen. Insbesondere ist zu prüfen, ob die Abgabe eines zusätzlichen R ollstuhls ohne m otorischen Antrieb genügt. 9.02.5 R eparatur- und U nterhaltskosten w erden von der IV übernom - m en. Kosten, die C H F 1'500.-- übersteigen, bedürfen eines begründe- ten und nachvollziehbaren Kostenvoranschlags. 9.02.6 W enn die Anspruchsvoraussetzungen für die Abgabe eines Elektrorollstuhls erfüllt sind, kann auf W unsch der Versicherten anstel- le eines solchen ein batteriebetriebener H ilfsantrieb für einen gew öhn- lichen R ollstuhl abgegeben w erden." 2.8 G em äss R andziffer 1.1.3, 1007 KH M I hat die versicherte Person grundsätzlich Anspruch auf ein H ilfsm ittel bis zur Erreichung der Alters- grenze bzw . bis zum Vorbezug der Altersrente, auch w enn die An- spruchsvoraussetzungen kein volles Jahr m ehr erfüllt w erden. R andzif- fer 1.1.4, 1010 KH M I besagt, dass bezüglich der Besitzstandsgarantie für Altersrentner die W eisungen im Kreisschreiben über die Abgabe von H ilfsm itteln durch die Altersversicherung zu beachten sind (KSH A, in Kraft seit 1. Januar 2005 und anw endbar auf alle in diesem Zeitpunkt noch nicht rechtskräftig erledigten Leistungsbegehren). 2.9 G em äss R andziffer 1001 KSH A haben in der Schw eiz w ohnhafte Per- sonen, w elche das ordentliche AH V-R entenalter erreicht haben oder eine AH V-R ente vorbeziehen (vgl. Art. 43ter des Bundesgesetzes über die Alters- und H interlassenenversicherung vom 20. D ezem ber 1946 [AH VG , SR 831.10]), Anspruch auf Leistungen für H ilfsm ittel zu Lasten der AH V. Laut R andziffer 1003 KSH A bleibt der Anspruch auf zuvor be-9 zogene IV H ilfsm ittel oder Ersatzleistungen in Art und U m fang erhalten (auch R eparaturen, teilw eiser Ersatz, allfällige Betriebs-, U nterhalts- und R eisekosten), solange die m assgebenden Voraussetzungen der IV w eiterhin erfüllt sind und sow eit das KSH A nicht etw as anderes be- stim m t. Leistungsbegehren solcher Versicherter sind nach den W ei- sungen im KH M I zu behandeln. 2.10 Beim KH M I und KSH A handelt es sich nicht um objektives R echt, son- dern um W eisungen, die von der Verw altung zum Zw ecke rechts- gleicher G esetzesanw endung erlassen w erden. Solche Verw altungs- w eisungen sind für den R ichter w esensgem äss nicht verbindlich. Er soll sie bei seiner Entscheidung berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht w erdende Auslegung der anw end- baren gesetzlichen Bestim m ungen zulassen. Er w eicht anderseits inso- w eit von W eisungen ab, als sie m it den anw endbaren gesetzlichen Be- stim m ungen nicht vereinbar sind (BG E 124 V 261 m it H inw eisen). Ver- w altungsw eisungen sind in diesem Sinne nur, aber im m erhin eine Aus- legungshilfe und geben als solche keine genügende G rundlage ab, um zusätzliche einschränkende m ateriellrechtliche Anspruchserfordernisse aufzustellen, die im G esetz nicht enthalten sind (BG E 129 V 68 Erw . 1.1.1 m it H inw eisen). 2.11 H ilfsm ittel m üssen notw endig (Art. 2 Abs. 1 H VI), also nicht nur w ünschbar sein. D ie versicherte Person hat in der R egel nur Anspruch auf angem essene und notw endigen M assnahm en für die Fortbew e- gung, die H erstellung des Kontaktes m it der U m w elt oder für die Selbstsorge, nicht aber auf die nach den gegebenen U m ständen best- m öglichen Vorkehren. D as G esetz w ill die H ilfsm ittel lediglich sow eit si- cherstellen, als diese im Einzelfall notw endig, aber auch genügend sind. D er voraussichtliche Erfolg eines H ilfsm ittels zur Fortbew egung, die H erstellung des Kontaktes m it der U m w elt und für die Selbstsorge m uss ferner in einem vernünftigen Verhältnis zu deren Kosten stehen (analog zu BG E 122 V 214 f. Erw . 2c m it H inw eisen). D ennoch sind die G renzen von nur w ünschbaren zu notw endigen H ilfsm itteln fliessend. Auch kann einerseits die körperliche Beeinträchtigung sich nachw eis- lich verschlechtern und andererseits das U m feld an die versicherte Person zunehm end höhere Ansprüche stellen. W as vorerst nur w ünschbar w ar, kann notw endig w erden oder bisher N otw endiges nur noch w ünschbar sein. 3. Festzuhalten ist, dass der Beschw erdeführer am 29. Februar 2005 das R entenalter erreicht hat und seit Januar 2003 im Ausland w ohnt. G e- m äss R andziffer 1003 KSH A bleibt sein Anspruch auf zuvor bezogene IV H ilfsm ittel oder Ersatzleistungen in Art und U m fang erhalten, solan- ge er die m assgebenden Voraussetzungen der IV w eiterhin erfüllt. 4. W ie dargelegt (s. Ziff. 2.2) bleibt daher streitig, ob der Beschw erdefüh- rer Anspruch auf Ü bernahm e der Kosten für den Ersatz des in Folge von W ettereinflüssen schw er beschädigten und inzw ischen verschrot- teten Elektro-Vierrads hat.10 D ies hängt - w ie die Vorinstanz zu R echt festgehalten hat - davon ab, ob der Beschw erdeführer Anspruch auf zw ei Elektro-R ollstühle hat. D ass die Beschw erdegegnerin in der angefochtenen Verfügung - m it w elcher eine Ersatzanschaffung für das Elektro-Vierrad abgelehnt w ur- de - vorbrachte, dass dieser H ilfsm otor nicht hätte zugesprochen w er- den dürfen, ändert nichts. 4.1 N ach Art. 17 Abs. 2 ATSG w ird jede andere form ell rechtskräftig zuge- sprochene D auerleistung (die R evision von R enten w ird in Abs. 1 gere- gelt) von Am tes w egen aufgehoben, w enn sich der ihr zu G runde lie- gende Sachverhalt nachträglich erheblich verändert hat. Als D auerlei- stung gilt auch die Zusprechung von H ilfsm itteln (vgl. U ELI KIESER , ATSG -Kom m entar, Zürich 2003, Art. 17, N . 24, m it H inw eis auf BG E 113 V 27). D ie Vorinstanz hat daher bei der Frage des Ersatzes des nicht m ehr reparaturfähigen Elektro-Vierrards zu R echt geprüft, ob die Anspruchsvoraussetzungen im m er noch erfüllt sind, das heisst, ob das H ilfsm ittel für die Fortbew egung, die H erstellung des Kontaktes m it der U m w elt oder für die Selbstsorge notw endig ist. D ies ergibt sich betref- fend H eilm ittel auch aus Art. 21 Abs. 4 IVG . 4.2 D ie seinerzeitige Zusprechung des H androllstuhls für die Fortbew e- gung in der eigenen W ohnung und dessen Ausstattung m it einem Elek- tro-Antrieb bilden nicht G egenstand der angefochtenen Verfügung. 4.3 W ie dargelegt (s. vorne, Ziff. 9.02.4 KH M I) ist die Abgabe von zw ei Elektrorollstühlen grundsätzlich vorgesehen für Versicherte, die er- w erbstätig oder in der Ausbildung sind, falls sie den einen am Arbeits- bzw . Ausbildungsplatz und den andern im W ohnbereich benötigen, oder an Versicherte, die sich zum Zw ecke der Ausbildung in einem In- ternat befinden und das W ochenende regelm ässig zu H ause verbrin- gen. Versicherte, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, haben die N otw endigkeit eines zw eiten Elektrorollstuhls eingehend zu begründen. Insbesondere ist zu prüfen, ob die Abgabe eines zusätzlichen R oll- stuhls ohne m otorischen Antrieb genügt. 4.4 D er N achw eis dieser N otw endigkeit ist dem Beschw erdeführer nicht gelungen. D ie von ihm vorgebrachte Begründung, er benötige einen zw eiten R ollstuhl für Spaziergänge, w ährend der erste Elektro-R ollstuhl für Einkäufe und kürzere Ausfahrten genutzt w erde, stellt keine ausrei- chende Begründung der N otw endigkeit im Sinne der R ichtlinien des BSV dar, w elche hier Sinn und Zw eck der Abgabe von H ilfsm itteln der IV zutreffend um setzen. W ürden aufgrund solcher Verhältnisse eine N otw endigkeit eines zw eiten Elektro-R ollstuhls begründet, so könnte die Zusprechung eines zw eiten R ollstuhls praktisch nicht m ehr verw ei- gert w erden, w om it die Ausnahm e zur R egel w ürde. 4.5 Ist es dem Beschw erdeführer nicht gelungen, die N otw endigkeit eines zw eiten Elektro-R ollstuhls zu begründen, so ist die Beschw erde inso- w eit abzuw eisen, als der Beschw erdeführer den Ersatz des Elektro- Vierrads beantragt.11 5. D a das beschädigte Elektro-Vierrad jedoch dem Beschw erdeführer zugesprochen w urde und durch die zuständige SAH B-Stelle, w elcher es zur R eparatur geschickt w urde, verschrottet w orden ist, w eil die R e- paraturkosten zu hoch erachtet w urden, hat der Beschw erdeführer, der geltend m acht, er hätte das Elektro-Vierrad reparieren können, grund- sätzlich einen Anspruch auf entsprechenden Ersatz. D er Beschw erdeführer hat das Elektro-Fahrrad der IV-Stelle des Kan- tons Bern zur R eparatur übergeben, w elche dieses der zuständigen SAH B-Stelle zur R eparatur w eitergeleitet und auch verfügt hat, dass es dem Beschw erdeführer zurück zu erstatten sei. Ersatzpflichtig ist dem Beschw erdeführer dam it die Invalidenversicherung, w eshalb die ent- sprechende Verfügung gegenüber der heute zuständigen Vorinstanz ergeht. D as Bundesverw altungsgericht sieht sich indessen nicht in der Lage, den dem Beschw erdeführer dadurch erw achsenen Schaden selbst zu erm itteln und w eist die Sache daher zu entsprechender Abklärung und Zusprechung des entsprechenden Schadenersatzes an die Vorinstanz zurück. 6. D a im vorliegenden Verfahren über die Bew illigung bzw . Verw eigerung von Versicherungsleistungen zu entscheiden ist, sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 69 Abs. 2 IVG [in der bis zum 30. Juni 2006 gültigen Fassung, vgl. Ü bergangsbestim m ungen zur Ände- rung des IVG vom 16. D ezem ber 2005, Bst. c, AS 2006 2004] in Ver- bindung m it Art. 85bis Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Alters- und H interlassenenversicherung vom 20. D ezem ber 1946 [AH VG , SR 831.10]). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird im Sinne der Erw ägungen teilw eise gutgeheissen, der Einspracheentscheid der IV-Stelle für Versicherte im Ausland insow eit bestätigt, als das G esuch des Beschw erdeführers auf R ealersatz des Elek- tro-Vierrads abgew iesen w ird, und die IV-Stelle für Versicherte im Ausland in G enf w ird angew iesen, den dem Beschw erdeführer durch die Verschrot- tung seines Elektro-Vierrads erw achsenen Schaden zu erm itteln und dem Beschw erdeführer den entsprechenden Schadenersatzes zuzusprechen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben, und es w ird keine Parteient- schädigung zugesprochen. 3. D ieses U rteil w ird schriftlich eröffnet: - dem Beschw erdeführer (Einschreiben, m it R ückschein) - der Beschw erdegegnerin (Einschreiben, m it R ückschein) - dem Bundesam t für Sozialversicherungen (Einschreiben)12 R echtsm ittelbelehrung D ieses U rteil kann innerhalb von 30 Tagen ab Zustellung beim Bundesgericht, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, angefochten w erden (vgl. Art. 42, 48, 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BG G , SR 173.110]). D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Eduard Acherm ann W ilhelm -U lrich Schodde Versand am :