<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2017.00874</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span id="_GoBack"></span><span> </span></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 10. Dezember 2018</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Fürsprecher Peter Stein</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Spahni</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> Stein Rechtsanwälte</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Florastrasse 44, 8008 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1980 geborene X.___, seit 2004 als Serviceangestellte bei der A.___ AG tätig, meldete sich am 17. August 2011 unter Hinweis auf Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">brennungen mit kochendem Wasser im 2. Lebensjahr bei der Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung zum Leistungsbezug an (Urk. 10/2). Die Sozialversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anstalt des Kan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen und zog unter anderem die Akten des Krankentaggeldversicherers (Urk. 10/11) bei. Am 11. Mai 2012 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für ein Aufbautraining vom 4. Juni bis 2. September 2012 bei der Stiftung B.___ (Urk. 10/30) und informierte die Versicherte am 28. November 2012 darüber, dass weiter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führende berufliche Massnahmen aus gesundheitlichen Gründen nicht durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führbar seien (Urk. 10/50). Die IV-Stelle tätigte neuerliche medizinische und erwerbliche Erhebungen. Unter Hinweis darauf, dass die Versicherte seit 1. Januar 2015 bei Dr. C.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, arbeite, teilte die IV-Stelle der Versicherten am 11. September 2015 mit, dass kein Anspruch auf berufliche Massnahmen bestehe (Urk. 10/67). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Folge veranlasste die IV-Stelle bei der MEDAS </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (MEDAS) eine polydisziplinäre Begutachtung (Allgemeine/Innere Medizin, Psychiatrie, Rheuma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tologie; Expertise vom 28. Februar 2017 [Urk. 10/84/2-21]) und infor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mierte die Versicherte am 29. März 2017 unter Hinweis auf die Tätigkeit bei Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass berufliche Massnahmen nicht notwendig seien (Urk. 10/87). Nach durchgeführtem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheidverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 10/91</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Urk. 10/95</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) gewährte die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. Juni 2017 (Urk. 2) eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Viertels</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ab September 2012.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Versicherte am 28. August 2017 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es sei die Verfügung vom 27. Juni 2017 aufzuheben und die Sache unter Feststellung eines Anspruchs auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zum Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In formeller Hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicht stellte sie das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung (S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 25. September 2017 (Urk. 9) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin am 28. September 2017 (Urk. 11) zur Kenntnis gebracht wurde. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Sie kann Folge von Geburts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Re</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nte haben gemäss Art. 28 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX077"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">valid geworden wäre </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(sog. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Der Einkommensver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung (Urk. 2) damit, dass die Beschwerdeführerin seit 3. März 2011 ihre angestammte Tätigkeit als stellvertretende Geschäftsführerin bei der A.___ AG nicht mehr ausüben könne, ihr es aber seit März 2012 möglich sei, eine leicht- bis mittelschwere Tätigkeit mit einem Pensum von 50 % aufzunehmen. Gestützt auf ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von Fr. 56'402.35 und ein Invalideneinkommen von Fr. 33'178.08 resultiere ein Invaliditätsgrad von 41 %, weshalb der Beschwerdeführerin ab Abschluss des Aufbautrainings im September 2012 eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Viertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zustehe (S. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (Urk. 1), es sei gestützt auf die Tabellenlöhne </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der vom Bundesamt für Statistik herausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von einem Invali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommen von Fr. 27'876.-- auszugehen. Im Weiteren sei ein Leidensabzug von 25 % vorzunehmen, so dass sich ein Invaliditätsgrad von über 60 % ergebe und ihr damit ein Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zustehe (S. 7 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unbestritten blieb der medizinische Sachverhalt und die seit März 2011 beste</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hende 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit respektive das seit März 2012 zumutbare Arbeitspensum von 50 % in einer angepassten Tätig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit (Urk. 1 S. 6, Urk. 2 S. 3). Die MEDAS-Gutachter nannten folgende Diagno</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen mit wesentlicher Einschränkung der Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit: rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere depressive Episode mit somati</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schem Syndrom (ICD-10 F33.11), psychologische Faktoren oder Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haltens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fakto</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren bei andernorts klassifizierten Erkrankungen (ICD-10 F51.5) sowie multiple, teils indurierte, teils hypersensible, teils schmerzhaft vernarbte Hautareale links</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">betont, an Kopf, linker Schulter, linkem Arm, Rücken und linkem Unterschenkel (Urk. 10/84/2-21 S. 19). Ausschliesslich aus psychiatrischen Grün</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den attestierten die Gutachter ab März 2012 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in der aktuellen Tätig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit als Mitarbeiterin in einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Psychiatriepraxis respektive für andere körperlich leichte und mittelschwere Verrichtungen ohne repetitives Heben von Lasten über 5 kg kranial der Schulterhöhe beziehungsweise über 10 kg kranial der Gürtel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">höhe. Körperlich schwere Arbeiten, insbesondere die frühere Tätigkeit als stell</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vertretende </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gerantin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> einer Cafeteria, schlossen sie hingegen seit März 2011 aus (Urk. 10/84/2-21 S. 19, S. 20 und S. 21). Dies entspricht der vom behandelnden Psychiater und Arbeitgeber Dr. C.___ attestierten 50%igen Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit (Urk. 10/71/4-8 S. 3 und S. 4). Darauf ist im Folgenden abzustellen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig ist demgegenüber die Invaliditätsbemessung, namentlich die Höhe des Invalideneinkommens (Urk. 1 S. 7 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> BGE 143 V 409 und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> BGE 143 V 418 änderte das Bundesgericht se</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ine bisherige Praxis insofern</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, als es er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kannte, dass die für somato</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">forme Schmerzstörungen ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wickelte Rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">prechung, wonach in einem struk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">turierten Beweisverfahren anhand von Indikatoren die tatsächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der betroffenen Person zu ermitteln ist, künftig auf sämtliche psychischen Erkran</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kungen Anwendung findet.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Die aus ärztlicher Sicht aus psychiatrischen Gründen bescheinigte 50%ige Arbeitsunfähigkeit ist daher anhand der Indikatoren zu überprüfen (BGE 143 V 418 E. 6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden soma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">to</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">formen Schmerzstörung oder eines damit vergleichbaren psychosoma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Leidens (BGE 141 V 281 E. 4.2) sind Indikatoren beachtlich, die das Bundesgericht wie folgt systematisiert hat (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie „funktioneller Schweregrad" </span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Gesundheitsschädigung" </span></p><p><span>- </span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde </span></p><p><span>- </span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –</span><span>resistenz</span><span> </span></p><p><span>- </span><span>Komorbiditäten </span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span>sourcen)</span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Sozialer Kontext" </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des </span><span>Aktivitätenniveaus</span><span> in allen ver</span><span>gleich</span><span>baren Lebensbereichen </span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei</span><span>dens</span><span>druck </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diese</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensations</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">potenzialen (Ressour</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mögen einzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beweisrechtlich entscheidend ist der Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Indikator einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen zielt auf die Frage ab, ob die diskutierte Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufgabenbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">reich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitgestaltung) anderseits gleich ausgeprägt ist. Dabei ist das bisherige Kriterium des sozialen Rückzugs (wiederum) so zu fassen, dass neben Hinweisen auf Einschränkungen auch Ressourcen erschlossen werden; umgekehrt kann ein krankheitsbedingter Rückzug aber auch Ressourcen zusätzlich vermindern. Soweit erhebbar, empfiehlt sich auch ein Vergleich mit dem Niveau sozialer Aktivität vor Eintritt der Gesundheitsschädigung. Das Aktivitätsniveau der versicherten Person ist stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">re</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sistenz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unter dem Komplex </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">«</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gesundheitsschädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">»</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) auf den tatsächli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen Leidensdruck hin. Dies gilt allerdings nur, solange das betreffende Verhalten nicht durch das laufende Versicherungsverfahren beeinflusst ist. Nicht auf fehlenden Leidensdruck zu schliessen ist, wenn die Nichtinanspruchnahme einer empfohle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen und zugänglichen Therapie oder die schlechte Compliance klarerweise auf eine (unabwendbare) Unfähigkeit zur Krankheitseinsicht zurückzuführen ist. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versicherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Eingliederung. Inkonsistentes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Einschränkung sei anders begründet als durch eine versicherte Gesundheitsbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einträchtigung (BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf den funktionellen Schweregrad erweist sich der Komplex Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschädigung in psychiatrischer Hinsicht als mittel- bis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwergradig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">prägt, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wobei als depressive Hauptsymptome eine Beeinträchtigung der Ausdauer, des Selbstvertrauens, der kognitiven Fähigkeiten (insbesondere der Kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zentra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit und der Gedächtnisfunktionen), des Arbeitstempos, der Kontakt- und Verkehrsfähigkeit, des Antriebs, der Flexibilität und des Selbst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vertrauens sowie Schlafstörungen und eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Müdig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">- und Kraftlosigkeit geschildert wurden (Urk. 10/84/31-46 S. 14). In somatischer Hinsicht sind die im Zusammenhang mit den vernarbten Hautarealen stehenden Schmerzlokalisa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tionen als funktionell ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zustufen und es besteht eine leichtgradige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Periarthro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pathia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">genuum</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 10/84/2-21 S. 18, Urk. 84/25-29 S. 4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Indikators </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">„</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Behandlungs- und Eingliederungserfolg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">"</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist zu bemerken, dass die Beschwerdeführerin seit Juni 2011 in regelmässiger ambu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ter psychotherapeutischer respektive psychiatrischer Behandlung (zuletzt ein- bis zweiwöchentlich Einzeltherapie, zweimonatlich Gruppentherapie und regel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mässige Teamsitzungen) steht und sich einer Pharmakotherapie unterzieht (Urk. 10/84/31-46 S. 2, Urk. 10/71/4-8 S. 2 und S. 4). Im Jahre 2013 wurde eine tagesklinische Behandlung durchgeführt, welche sich gemäss den Angaben des behandelnden Psychiaters Dr. C.___ als kontraproduktiv erwies (Urk. 10/61/5-18 S. 12 f.). Gemäss dem psychiatrischen Gutachter wird die Psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">therapie lege </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">artis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> durchgeführt und die Compliance der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin ist gut, wobei er lediglich auf die Möglichkeit hinwies, das bisherige Antide</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pressivum </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Duloxetin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> durch eine andere Substanz zu ersetzen (Urk. 10/84/31-46 S. 15 f.). Die seit Jahren regelmässig beanspruchten Behandlungen sprechen für einen mittelmässigen Leidensdruck.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Als Komorbiditäten werden insbesondere die neurasthenischen Symptome wie Ermüdbarkeit, Konzentrationsstörungen, erhöhter Pausenbedarf sowie die Angst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">symptomatik genannt (Urk. 10/84/31-46 S. 12).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich der Persönlichkeit gilt es anzumerken, dass der psychiatrische Gut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">achter kein eigenständiges, die Persönlichkeit betreffendes Krankheitsbild fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellen konnte (Urk. 10/84/31-46 S. 12). Er hielt indessen fest, dass sich in der Vorgeschichte gewisse persönliche und familiäre Risikofaktoren - namentlich die länger andauernde Trennung der Beschwerdeführerin von ihren Eltern in der Kindheit, der lange Spitalaufenthalt als Kleinkind sowie die geringe schulische und berufliche Förderung – finden, welche die Ressourcen überwiegen. Des Weiteren wies der Gutachter darauf hin, dass die Beschwerdeführerin nie respek</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tive erst sehr spät gelernt hat, die Signale ihres Körpers zu beachten und auf sich selber und ihre Grenzen Rücksicht zu nehmen (S. 6 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beim sozialen Kontext ist zu berücksichtigen, dass sich das soziale Beziehungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">netz der Beschwerdeführerin auf ihre Familie (Mutter, Geschwister und Schwäge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rin) sowie ihren Arbeitgeber und behandelnden Psychiater Dr. C.___ beschränkt (Urk. 10/84/2-21 S. 10 f., Urk. 10/84/31-46 S. 7). An Arbeitstagen steht die Beschwerdeführerin, welche zusammen mit ihrer Mutter wohnt, um 7.45 Uhr auf und fährt alsdann mit dem Tram in die Arztpraxis nach Zürich, wo sie von 10 bis 15 Uhr arbeitet. Danach kehrt sie, eventuell noch Kleineinkäufe oder andere Besorgungen machend, nach Hause zurück, wo sie mit der Mutter das Mittagessen einnimmt. Danach legt sie sich manchmal hin und fertigt dann die etwa 20 täglich gerauchten Zigaretten von Hand an und hört dabei zuweilen Musik. Abends sitzt sie vor dem Fernseher und geht zwischen 21 und 24 Uhr zu Bett. Hobbies hat sie keine (Urk. 10/84/2-21 S. 10 f.). Die Beschwerdeführerin erträgt keine Menschenansammlungen und muss sich stets überwinden, wenn sie die Wohnung verlässt. Sie getraut sich nicht, Kontakt mit fremden Leuten aufzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nehmen und fühlt sich unwohl, wenn sie angesprochen oder geschubst wird. Wenn sie in der Arztpraxis telefonieren muss, fühlt sie sich unwohl, wenn eine andere Person zuhört; ebenso beim Schreiben von kurzen Briefen, wenn sich jemand im gleichen Raum befindet (S. 12 f.). Vor diesem Hintergrund wird deut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich, dass sich die soziale Interaktion der Beschwerdeführerin auf ihre Familie und ihren Arbeitsplatz beschränkt und sie ausserhalb ihrer Wohnung Symptome einer sozialen Phobie und Agoraphobie entwickelt (Urk. 10/84/31-46 S. 11 f.). Entspre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chend ist von einem mittelmässigen sozialen Rückzug auszugehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Zusammenhang mit der Kategorie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">„</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Konsistenz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">"</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist zu bemerken, dass von einer gleichmässigen Einschränkung des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aktivitätenniveaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in Beruf und Erwerb einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen andererseits auszugehen ist. Die Beschwerdeführerin verbringt den Alltag entweder bei der Arbeit oder in ihrer Wohnung und ihr soziales Netzwerk beschränkt sich auf ihre Mutter, Geschwister und ihren Arbeitgeber, wobei sie keine Hobbies hat. Eine auf Aggravation beru</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hende Leistungseinschränkung ist zu verneinen, vielmehr entstand beim psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">atrischen Gutachter der Eindruck, dass eine Neigung zur Dissimulation vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">herrscht und bei der Beschwerdeführerin ein starker Wunsch besteht, sich so zu verhalten, wie es in den Augen Dritter sozial erwünscht ist (Urk. 10/84/31-46 S. 13).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Indikator </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">„</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">"</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist schliesslich festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin wie dar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gelegt seit Juni 2011 in psychologischer respektive psychiatrischer Behandlung steht. Die Einzeltherapie findet ein- bis zweiwöchentlich beziehungsweise die Gruppentherapie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zweimonatlich statt und der Serumspiegel wies auf eine regel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mässige Einnahme des Antidepressivums hin. Die Beschwerdeführerin nahm vom Juli bis September 2012 an einem Aufbautraining teil (Urk. 10/46), wobei weiter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führende berufliche Massnahmen aufgrund ihres Gesundheitszustands nicht möglich waren (Urk. 10/50). Vom Oktober bis November 2012 absolvierte sie zudem eine ambulante arbeitsbezogene Rehabili</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tation (Urk. 10/53/16-22).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten überzeugt unter Berücksichtigung der Standardindikatoren die gutachterliche Einschätzung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">passten Tätigkeit. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Validen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einkommens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss dem IK-Auszug vom 22. März 2012 (Urk. 10/22/1) erzielte die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin als stellvertretende Geschäftsführerin bei der A.___ AG im Jahre 2010 – vor der per Oktober 2011 aus gesundheitlichen Gründen erfolgten Kündigung (Urk. 10/4/1) - ein Einkommen von Fr. 55'291.--. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Davon ging die Beschwerdegegnerin zu Gunsten der Beschwerdeführerin zu Recht aus (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">10/89), da der von der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> AG angegebene Jahreslohn von Fr. 54'990.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Fr. 4'230.-- x 13; Urk. 10/4/2) nur geringfügig darunter liegt.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für Frauen (vgl. Tabelle T 39, Entwicklung der Nominallöhne der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 2016; 2010: 2579; 2012: 2630) resultiert ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von Fr. 56'384.-- bei Rentenbeginn im Jahr 2012 (vgl. auch Urk. 10/89). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zumutbarerweise</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; BGE</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">benen Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Zeitpunkt des Rentenbeginns im Jahr 2012 übte die Beschwerdeführerin keine Erwerbstätigkeit aus. Die Beschwerdegegnerin ermittelte das Invalidenein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kommen daher grundsätzlich zu Recht gestützt auf die LSE 2012, wobei sie gestützt auf die Tabelle TA1 von einem Lohn von Fr. 5'317.-- ausging (Total Frauen; Urk. 10/89) und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung und der betriebsüblichen Arbeitszeit bei einem Pensum von 50 % ein Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einkommen von Fr. 33'178.08 ermittelte (Urk. 10/89). Allerdings übersah die Beschwerdegegnerin, dass nicht das Total aller Einkommen, sondern der Lohn aus dem den Umständen angepassten Kompetenzniveau heranzuziehen ist. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Ansicht der Beschwerdeführerin ist auf die LSE 2012, Tabelle TA1, Kompe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tenzniveau 2, abzustellen (Urk. 1 S. 8), was bei zwar fehlender Berufsausbildung, aber langjähriger Erfahrung als Allrounderin beziehungsweise Stellvertreterin des Geschäftsführers (Urk. 10/1/1-7) angemessen scheint. Ausgehend von einem Mo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">natslohn von Fr. 4'646.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> resultiert bei einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden und einem Pensum von 50 % ein Invalideneinkommen von Fr. 29'060.-- (Fr. 4'646.-- x 12 : 40 x 41.7 : 2). Entgegen der Darstellung der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin liegen keine Gründe vor, die einen Abzug vom Tabellenlohn rechtferti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen würden, da die gesundheitlichen Einschränkungen bereits im redu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zierten Pensum berücksichtigt wurden. Insbesondere ist nicht ersichtlich, wes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">halb ihr nur Anstellungen in der Administration und im Verkauf offen stehen sollten, da sie immerhin auch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Computerkurse erfolgreich durchlaufen hat (Urk. 10/1/6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7). Weitere Gründe, die einen Abzug rechtfertigen könnten, sind weder ersichtlich noch geltend gemacht. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In Anbetracht der Einkommenseinbusse von Fr. 27'324.-- (Fr. 56'384.-- ./. Fr. 29'060.--) resultiert bei Rentenbeginn im Jahr 2012 ein Invaliditätsgrad von 48 %, was einen Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Viertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> begründet.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin ist seit 1. Januar 2015 bei Dr. C.___ als Mit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">arbeiterin des Arztsekretariats mit einem Pensum von 50 % angestellt (Urk. 10/65), wobei diese Arbeit gemäss dem MEDAS-Gutachten einer behinde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsangepassten Tätigkeit entspricht (Urk. 10/84/2-21 S. 19; vgl. auch E. 3 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hievor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Das diesbezügliche Einkommen belief sich im Jahre 2016 gemäss dem IK-Auszug vom 14. August 2017 (Urk. 10/111) auf Fr. 30'000.--.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Selbst unter Berücksichtigung dieses effektiv erzielten Einkommens resultiert in Anbetracht der Einkommenseinbusse von Fr. 26'384.-- ein Invaliditätsgrad von gerundet 47 % (BGE 130 V 212), weshalb der Beschwerdeführerin eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Viertels</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zusteht (vgl. E. 1.2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hievor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die angefochtene Verfügung erweist sich damit als rechtens, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">prozessualer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span id="VV111"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraussetzungen für die Bewilli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gung der unentgeltlichen Prozessführung und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verbeiständung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verbeistän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115). </span><span id="VV115"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bedürftig im Sinne von Art. 64 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) ist eine Person, wenn sie ohne Beeinträchtigung des für sie und ihre Familie nötigen Lebensunterhaltes nicht in der Lage ist, die Prozesskosten zu bestreiten (BGE 128 I 225 E. 2.5.1). Massgebend sind die wirtschaftlichen Verhältnisse im Zeitpunkt, in dem das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (§ 28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. a des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">] </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">i.V.m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Art. 119 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO]) eingereicht wird (BGE 120 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 179 E. 3a), oder – bei seither eingetretenen Veränderungen – auch in demjenigen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Entscheidfindung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (BGE 108 V 265 E. 4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aus dem Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin vom 19. September 2017 (Urk. 7) und den eingereichten Akten (Urk. 3/3-6, Urk. 8/2-37) ergibt sich folgendes Bild ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit: Ihr monatlicher Nettolohn beträgt Fr. 2'270.25 (Urk. 8/4-7). Im Weiteren bezieht sie eine monatliche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Viertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Invalidenversicherung von Fr. 447.-- (Urk. 8/8) sowie eine Invalidenrente aus der Pensionskasse von Fr. 254.-- pro Monat (Urk. 8/10). Somit verfügt die Beschwerdeführerin über ein monatliches Nettoeinkommen von total Fr. 2'971.25.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der Berechnung des Existenzminimums ist gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin und die beigelegten Akten von folgenden Auslagen auszu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehen: Zum Grundbetrag für alleinstehende Personen mit Haushalts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemeinschaft (die Beschwerdeführerin wohnt zusammen mit der Mutter, Urk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 7/84/2-21 S. 9)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von Fr. 1'100.-- sind monatliche Mietkosten von Fr. 748.-- (1/2 von Fr. 1'496.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Urk. 3/4), die Monatsprämien für die obliga</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">torische Krankenpflege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung abzüglich Prämienverbilligungen von Fr. 248.-- (Fr. 370.25 [Urk. 8/16] ./. Fr. 122.-- [1/12 von Fr. 1’464.--, Urk. 8/17]), die Kosten für den ZVV-9-Uhr-Pass von monatlich Fr. 97.-- (Urk. 8/36) sowie monatliche Mehraus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lagen für berufs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bedingte auswärtige Verpflegung von Fr. 15.-- (Urk. 7 S. 4) hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zuzurechnen. Die Prämien für Hausrat- und Privathaftpflichtver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungen sind aus dem Grun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bedarf zu decken (Urteil des Bundesgerichts 8C_157/2008 vom 11. Oktober 2018 E. 7).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Zusammenhang mit der Rück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zahlung von Schulden ist ein monatlicher Betrag von Fr. 100.-- anzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechnen (Urk. 8/23-24). Die übrigen von der Beschwerdeführerin aufgeführten Schulden sind nicht zu berücksichti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, da keine entsprechenden Nachweise für eine regelmässige Schuldtilgung oder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">amor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sation</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vorliegen (Urk. 8/22) respektive die Abzahlungsraten nicht lebens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">not</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wendige Konsumgüter (Urk. 8/11) betreffen (vgl. hierzu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Spühler</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> K./</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Tenchio</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> L./Infanger D., Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ordnung, 2010, Rüegg V., Art. 117 N 14). Entsprechend resultiert ein Existenzmi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nimum von Fr. 2'308.--. </span><span id="CURSOR"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Nettoein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kommen der Beschwerdeführerin übersteigt somit ihr Existenzminimum um Fr. 663.--, weshalb sie selbst unter Berücksichti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gung eines Freibetrages von praxisgemäss Fr. 400.-- in der Lage ist, innert einer angemessenen Frist selbst für die Anwalts- und Gerichtskosten aufzukommen (vgl. hierzu Urteil des Bundes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 5A_26/2008 vom 4. Februar 2008 E. 3.1). In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin im Sommer 2017 von ihrer Pensionskasse einen Betrag von Fr. 8’041.25 erhalten hat (Urk. 8/10) und im Juli respektive August 2017 in der Lage war, ihrem Rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vertreter Kostenvorschüsse von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">insgesamt Fr. 2'700.-- (Urk. 8/13, Urk. 8/15) zu bezahlen. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen Prozessführung und Rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vertretung ist demnach mangels Bedürftigkeit abzuweisen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) und auf Fr. 800.-- festzusetzen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht beschliesst:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Gesuch der Beschwerdeführerin vom 28. August 2017 um unentgeltliche Prozess</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">führung und Rechtsvertretung wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">und erkennt sodann:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Fürsprecher Peter Stein</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSchleiffer Marais</p><p></p></div> </div></body></html>