<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über die Auswirkungen der Einführung eines Vaterschaftsurlaubs als Instrument einer ganzheitlichen Familienpolitik vorzulegen. Dabei sollen insbesondere seine Auswirkungen auf die Erwerbstätigkeit der Mütter, auf die Paarbeziehungen, auf die Erziehung der Kinder sowie auf die Gleichstellung von Mann und Frau untersucht werden.</p><p>Die indirekten Auswirkungen sollen ebenfalls dargelegt werden, insbesondere auch diejenigen auf das Verhältnis zwischen erwerbstätigen Personen und Personen im Ruhestand in Bezug auf die Finanzierung der Sozialversicherungen. Schliesslich soll ein internationaler Vergleich angestellt werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat sich in seiner Stellungnahme zur Motion Nordmann 06.3662 gegen die Einführung eines bezahlten Vaterschaftsurlaubs ausgesprochen, weil sich die sozialpartnerschaftliche Lösung bewährt und die Einführung eines Vaterschaftsurlaubs aus sozialpolitischer Sicht keine Priorität hat. Das Parlament ist dem Antrag des Bundesrates gefolgt.</p><p>Im Lichte dieser erst kürzlich erfolgten Ablehnung eines Vaterschaftsurlaubs ist es nicht angezeigt, einen umfassenden Bericht über die volkswirtschaftlichen und arbeitsmarktlichen Auswirkungen eines mehrwöchigen bezahlten Vaterschaftsurlaubs zu erstellen. Im Übrigen hielten zahlreiche familienpolitische Organisationen und Stellen in ihrem Letter of Intent vom 30. August 2007 zuhanden der Ständeratsdebatte zur Motion Nordmann 06.3662 fest, die Untersuchungen betreffend familienfreundliche Personalpolitik, in der ein gesetzlich verankerter Vaterschaftsurlaub ein unverzichtbares Element sei, seien gemacht. Ein weiterer Bericht im Sinne des Postulats brächte deshalb kaum zusätzliche Erkenntnisse, aus denen neue Schlussfolgerungen gezogen werden könnten.</p><p>Der Bundesrat ist der Auffassung, dass zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie andere Massnahmen als die Einführung eines Vaterschaftsurlaubs prioritär zu verfolgen sind. Hierbei im Zentrum stehen die Reform der Familienbesteuerung, die Förderung der familienergänzenden Kinderbetreuung sowie die Förderung flexibler Arbeitszeitmodelle auf betrieblicher Ebene. Der Bundesrat erachtet es deshalb - auch eingedenk der limitierten Ressourcen in der Bundesverwaltung - als nicht zielführend, einen Bericht zu den Auswirkungen eines Vaterschaftsurlaubs zu erstellen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.