<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird demnächst die Botschaft zur Gesetzesrevision verabschieden, welche die Abschaffung von Eigenmietwert und Schuldzinsenabzug betrifft.</p><p>Offenbar will der Bundesrat den Abzug für Hypothekarzinsen bei privaten Immobilienbesitzern, welche ihre Immobilie vermieten, nicht mehr zulassen. Dies würde für die Vermieter von Liegenschaften zu einer Erhöhung der Steuerlast führen, weil sie künftig auf Abzüge verzichten müssten. Für die entsprechenden privaten Immobilienbesitzer führen diese Informationen zu einer grossen Beunruhigung.</p><p>Wie gedenkt er dieses Problem zu lösen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat beabsichtigt, der Volksinitiative "Sicheres Wohnen im Alter" einen indirekten Gegenvorschlag gegenüberzustellen. Damit soll einem umfassenden Systemwechsel der Wohneigentumsbesteuerung in der Schweiz zum Durchbruch verholfen werden. Im Bereich der Schuldzinsenregelung wurde in der Vernehmlassungsvorlage vorgeschlagen, die privaten Schuldzinsen im Umfang der steuerbaren Vermögenserträge weiterhin zum Abzug zuzulassen. Der Bundesrat hat am 12. Mai 2010 die Eckwerte überprüft und beschlossen, dass im Rahmen des modifizierten indirekten Gegenvorschlags die privaten Schuldzinsen generell nicht mehr zum Abzug gebracht werden sollen. Mit diesem Entscheid ist die Absicht verbunden, die Verschuldung einzuschränken und einen Anreiz zur Schuldentilgung zu setzen. Der Bundesrat hat jedoch die Kritik bezüglich der Schuldzinsen zur Kenntnis genommen. Er wird daher zu den Schuldzinsen, die Gewinnungskostencharakter aufweisen, insbesondere im Bereich der privaten Liegenschaften, die vermietet werden, nochmals Überlegungen machen müssen. Sodann wird er bis Ende dieses Monats zusammen mit der Botschaft zur Volksinitiative den Gesetzentwurf zuhanden der eidgenössischen Räte verabschieden.</p>