<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00292</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205413&amp;W10_KEY=13013563&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00292</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.11.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Die Ehegatten leben nach Einleitung des Scheidungsverfahrens - zumindest noch zeitweise - unter einem Dach. Berechnung der Leistungen nach den Regeln eines Zweipersonenhaushalts oder von zwei getrennten Haushalten? Rechtsgrundlagen für die Ausrichtung von Sozialhilfeleistungen (E. 2.1). Die Leistungen haben die individuellen Bedürfnisse angemessen zu berücksichtigen. Die konkreten Umstände deuten darauf hin, dass die Ehegatten bereits im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung keine eheliche Gemeinschaft mehr lebten und keine Haushaltfunktionen gemeinsam ausübten (E. 2.3). Abweisung einer Beschwerde der Gemeinde, die sich gegen die vorinstanzliche Auffassung wandte, es lägen zwei getrennte Haushalte vor. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SKOS-RICHTLINIEN">SKOS-RICHTLINIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNGSEINHEIT">UNTERSTÃTZUNGSEINHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWEIPERSONENHAUSHALT">ZWEIPERSONENHAUSHALT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 2 Abs. I SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 15 Abs. I SHG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">B ersuchte am 8. Dezember 2004 bei der Gemeinde X um Sozialhilfe fÃ¼r sich und seine Ehefrau D. AnlÃ¤sslich der ersten Besprechung auf der Gemeinde am 13. Dezember 2004 erklÃ¤rte B zu Protokoll, seit anfangs Dezember 2004 ausgesteuert zu sein. Die Ehefrau Ã¤usserte sich dahingehend, sie wolle sich scheiden lassen. Eine Konvention sei aufgesetzt, vom Ehemann aber noch nicht unterschrieben worden. </p> <p class="Urteilstext"><span>Am 12. </span>Januar<span> 2005 beantragte das Ehepaar beim Bezirksgericht Y unter Beilage einer Scheidungskonvention vom 1. Mai 2004 die Scheidung ihrer Ehe.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine zweite Besprechung zwischen Vertretern der Gemeinde X und dem Ehepaar B und D fand am 11. Februar 2005 statt. Dabei wurde dem Ehepaar erÃ¶ffnet, das Einkommen der Ehefrau sei zu hoch. Als Verheiratete hÃ¤tten sie einander zu helfen, weshalb auch B keinen Anspruch auf Sozialhilfe habe. Mit Beschluss der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X vom 22. Februar 2005 wurde das Gesuch um Sozialleistungen von Francisco und B formell abgewiesen. Die zugrunde liegende Bedarfsberechnung ging von einem Zweipersonenhaushalt fÃ¼r ein zusammenlebendes Ehepaar aus. Die GegenÃ¼berstellung der gemeinsamen Ausgaben mit den EinkÃ¼nften der Ehefrau ergebe einen Ãberschuss von Fr. 2'336.-.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Einem WiedererwÃ¤gungsgesuch von B vom 15. MÃ¤rz 2005 wurde mit Schreiben der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 23. MÃ¤rz 2005 nicht entsprochen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Y hiess mit Beschluss vom 1. Juni 2005 den von B gegen den Beschluss der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 22. Februar 2005 erhobenen Rekurs insoweit gut, als das GeschÃ¤ft an die Erstinstanz zurÃ¼ckgewiesen wurde mit dem Ersuchen, fÃ¼r B eine neue Bedarfsrechnung â ausgehend von getrennten Haushalten und unter MitberÃ¼cksichtigung der gerichtlich genehmigten Parteivereinbarung vom 15. MÃ¤rz 2005 betreffend vorsorgliche Massnahmen fÃ¼r die Dauer des Scheidungsverfahrens â zu erstellen und diese nach dem Entscheid des Bezirksgerichts Y im Anschluss an die Vergleichsverhandlung vom 21. Juni 2005 allenfalls anzupassen. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Gemeinde X gelangte mit Beschwerde vom 30. Juni 2005 an das Verwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung des Beschlusses des Bezirksrats Y vom 1. Juni 2005 sowie die Abweisung des Gesuchs des Beschwerdegegners um Ausrichtung von Sozialleistungen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers.</p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat Y beantragte in seiner Vernehmlassung gemÃ¤ss Beschluss vom 13. Juli 2005 die Abweisung der Beschwerde. Auch der Beschwerdegegner beantragte mit Beschwerdeantwort vom 19. September 2005 die Abweisung, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin und Anweisung derselben zur rÃ¼ckwirkenden Ausrichtung von FÃ¼rsorgeleistungen an ihn bis zu seinem Wegzug von X Ende Juli 2005. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde in einer sozialhilferechtlichen Angelegenheit gemÃ¤ss § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. Der Streitwert lÃ¤sst sich derzeit nicht bestimmen, da umstritten ist, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang der BeschwerdefÃ¼hrer Anspruch auf wirtschaftliche Sozialhilfe hat. Daher hat die Kammer Ã¼ber die Sache zu befinden. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.1 </span></b><span>Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat nach § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. Diese soll das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (§ 15 Abs. 1 SHG). Grundlage der Bemessung bilden gemÃ¤ss § 17 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) die Richtlinien fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe, hrsg. von der Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe, Fassung vom Mai 2003 (bzw. vom Dezember 2004 ab EinfÃ¼hrung der neuen Fassung, das heisst spÃ¤testens ab 1. Oktober 2005; SKOS-Richtlinien). Allgemein gilt, dass sich die Hilfe nach den Besonderheiten und BedÃ¼rfnissen des Einzelfalls und den Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen richtet (§ 2 Abs. 1 SHG).</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin stellte sich in der BeschwerdebegrÃ¼ndung unter anderem auf den Standpunkt, vorliegend seien die Voraussetzungen fÃ¼r eine Berechnung der Sozialhilfe aufgrund von getrennten Haushalten nicht erfÃ¼llt, habe der Beschwerdegegner doch (im relevanten Zeitraum) in der Liegenschaft der Ehefrau gewohnt und gelebt. Solange die Trennung nicht vollzogen sei, sei es im Sozialhilfeverfahren unzulÃ¤ssig, von zwei getrennten Haushalten auszugehen. Die Einnahmen der Ehefrau seien fÃ¼r die Deckung des Bedarfs der Eheleute ausreichend, weshalb auch keine Sozialhilfeleistungen zu erbringen seien. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat fÃ¼hrte in seiner Vernehmlassung unter Verweis auf den Rekursentscheid aus, die Tatsache, dass mehrere Personen die gleichen RÃ¤umlichkeiten bewohnten, mÃ¼sse nicht zwangslÃ¤ufig bedeuten, dass sie auch einen gemeinsamen Haushalt fÃ¼hrten. Insbesondere wenn Ehegatten Ã¼bereinstimmend die Trennung wollten, der Auszug des einen Partners aber aus irgendwelchen GrÃ¼nden noch nicht mÃ¶glich sei, sei durchaus nicht auszuschliessen, dass sie getrennte Haushalte fÃ¼hrten. Vorliegend seien die sozialhilferechtlichen Voraussetzungen zur Berechnung von zwei getrennten Haushalten gemÃ¤ss den SKOS-Richtlinien, Ziff. F.3.2, erfÃ¼llt. Die Wohnsituation dÃ¼rfte am ehesten einem UntermietverhÃ¤ltnis entsprechen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Beschwerdegegner betonte in seiner Beschwerdeantwort, es sei vorliegend von grÃ¶sster Bedeutung, dass die Ehefrau nicht in der Lage sei, aus ihrem Einkommen die ihr selber erwachsenden Ausgaben zu decken bzw. diese nur decken kÃ¶nne, wenn es ihr gelinge, aus der Untervermietung von Zimmern ihrer Liegenschaft zusÃ¤tzliche Mietzinseinnahmen zu generieren. </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>2.3</span></b><span> Sowohl aus § 2 Abs. 1 als auch aus § 15 Abs. 1 SHG ergibt sich klar, dass sich die Sozialhilfe nach den individuellen BedÃ¼rfnissen zu richten hat, weshalb ein schematisches Abstellen auf die Tatsache, dass der Beschwerdegegner (zumindest teilweise) noch in der Liegenschaft der Ehefrau gewohnt hat, fÃ¼r die Annahme eines gemeinsamen ehelichen Haushalts nicht genÃ¼gen kann. Vielmehr deuten sÃ¤mtliche UmstÃ¤nde darauf hin, dass bereits zum Zeitpunkt des Gesuchs um Sozialhilfe anfangs Dezember 2004 der Beschwerdegegner und seine Frau keine eheliche Gemeinschaft mehr lebten. So erwÃ¤hnte die Ehefrau anlÃ¤sslich der Besprechung bei der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 13. Dezember 2004 ihre Scheidungsabsichten. Gleichzeitig Ã¤usserte sie sich dahingehend, </span><span>die Ehe sei nie vollzogen worden. Seit der Arbeitslosigkeit des Ehemannes wohne er in ihrem Haus in einem separaten Zimmer. Vorher habe er in Z in einem Zimmer des Arbeitgebers gelebt. Bei der zweiten Besprechung vom 11. Februar 2005 sagte die Ehefrau, sie habe keinen Ãberblick mehr Ã¼ber die Wohnsituation ihres Ehemannes. Manchmal wohne er bei einer Freundin, manchmal bei ihr. Entsprechend ist denn auch seit dem 12. Januar 2005 ein Scheidungsverfahren beim Bezirksgericht Y hÃ¤ngig. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es ist daher im Rahmen der dem Verwaltungsgericht zustehenden Kognitionsbefugnis nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz zum Schluss gekommen ist, aufgrund der vorliegenden VerhÃ¤ltnisse mÃ¼sse unabhÃ¤ngig vom Umstand, ob der Beschwerdegegner noch in der Liegenschaft der Ehefrau gewohnt habe, von getrennten Haushalten ausgegangen werden. Nichts deutet denn auch darauf hin, dass die Eheleute anderweitige Haushaltsfunktionen, wie Essen, Waschen, Reinigen, Telefonieren usw., gemeinsam ausgeÃ¼bt und finanziert hÃ¤tten (vgl. SKOS-Richtlinien, Ziff. F.5.1). Vielmehr ist anzunehmen, dass die Eheleute auch diesbezÃ¼glich getrennte Wege gegangen sind. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Somit hat die Vorinstanz das GeschÃ¤ft zu Recht an die BeschwerdefÃ¼hrerin zurÃ¼ckgewiesen und diese darum ersucht, fÃ¼r den Beschwerdegegner eine neue Bedarfsrechnung zu erstellen. Es ist selbstverstÃ¤ndlich, dass in der Berechnung allfÃ¤llige UnterhaltsbeitrÃ¤ge der Ehefrau an den Beschwerdegegner als EinkÃ¼nfte und Mietzinserlasse durch entsprechendes Weglassen dieser Position zu berÃ¼cksichtigen sind (vgl. SKOS-Richtlinien, Ziff. F.3.2). Dies entspricht denn auch den AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz. Auf Einzelheiten bezÃ¼glich der noch nicht existierenden Bedarfsrechnung kann im vorliegenden Beschwerdeverfahren allein schon unter dem Gesichtspunkt der Einhaltung des funktionellen Instanzenzuges nicht eingegangen werden. Der Klarheit halber ist aber darauf hinzuweisen, dass die im Scheidungsverfahren fÃ¼r den Ehemann erstellte Bedarfsberechnung nicht der hier zu erstellenden entspricht, beziehen sich doch die beiden Berechnungen auf andere Grundlagen und Sachverhalte. Die im Scheidungsverfahren fÃ¼r die Parteien angestellten Berechnungen dienten der Bestimmung der LeistungsfÃ¤higkeit bzw. BedÃ¼rftigkeit der Ehegatten fÃ¼r die Festlegung von UnterhaltsbeitrÃ¤gen, wÃ¤hrend die hier zu erstellende Berechnung die Eruierung von UnterstÃ¼tzungsbeitrÃ¤gen seitens der BeschwerdefÃ¼hrerin an den Beschwerdegegner bezweckt. Dass in diesem Zusammenhang auch die Vereinbarung betreffend vorsorgliche Massnahmen vom 15. MÃ¤rz 2005 fÃ¼r die Anrechnung allfÃ¤lliger UnterhaltsbeitrÃ¤ge bzw. Mietzinserlasse zu berÃ¼cksichtigen ist, wurde bereits dargelegt. Dabei wird die BeschwerdefÃ¼hrerin von den effektiven Gegebenheiten ausgehen kÃ¶nnen und nicht mehr auf Annahmen abstellen mÃ¼ssen. Dies gilt namentlich auch in Bezug auf die EinkÃ¼nfte der Ehefrau, gestÃ¼tzt auf welche sich allfÃ¤llige UnterhaltsbeitrÃ¤ge fÃ¼r den Beschwerdegegner gemÃ¤ss der genannten Vereinbarung fÃ¼r die Dauer des Scheidungsverfahrens herleiten lassen, was auch der Meinung der Vorinstanz entspricht. Die wenigen vorangehenden Tage ab Stellung des Sozialhilfebegehrens bis zur Einleitung des Scheidungsverfahrens werden zwar streng genommen von der Vereinbarung betreffend vorsorgliche Massnahmen vom 15. MÃ¤rz 2005 nicht mitberÃ¼cksichtigt. Diese dient aber dennoch als Basis zur Beantwortung der Frage, inwieweit die Ehefrau dem Beschwerdegegner fÃ¼r jenen Zeitraum noch einen hier ins Gewicht fallenden Unterhaltsbeitrag schulden kÃ¶nnte bzw. sie entsprechende Leistungen in Form von Mietzinserlassen etc. schon erbracht hat (vgl. SKOS-Richtlinien, Ziff. F.3.2, und Art. 137 Abs. 2 letzter Satz ZGB). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Beschwerde abzuweisen ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem <span>Verfahrensausgang</span> sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist zu verpflichten, dem Beschwerdegegner eine angemessene ParteientschÃ¤digung zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'090.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>