<h2>SubmittedText<h2><p>- Vertritt der Bundesrat nächstens auch in der Schweiz den in New York vertretenen "schweizerischen Ansatz", dass nämlich therapeutisches Klonen "streng" zu reglementieren, aber dieses zu ermöglichen wäre?</p><p>- Sieht der Bundesrat im Gesetzentwurf für das neue Bundesgesetz über die Forschung am Menschen das therapeutische oder - wie er sich ausdrückt - das "medizinische Klonen" vor?</p><p>- Warum setzt sich die Schweizer Uno-Delegation in der gegenwärtig laufenden Uno-Vollversammlung nicht verfassungsgemäss (BV 119) für ein totales Klonverbot ein und unterzeichnet den entsprechenden Vorstoss mit?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Beim vom Interpellanten erwähnten "schweizerischen Ansatz" handelt es sich um ein konsens- und lösungsorientiertes Vorgehen. Wie der Bundesrat in seiner Antwort auf die Interpellation Freysinger 04.3403 vom 18. Juni 2004 ausführte, ist eine internationale Regelung im Bereich des menschlichen Klonens nur sinnvoll, wenn sie universell gilt und von der ganzen internationalen Gemeinschaft eingehalten wird. Namentlich ist eine Konvention im Bereich des Klonens, die nur von der Hälfte der Staaten befürwortet wird, nicht hilfreich.</p><p>Die Schweiz engagiert sich deshalb für einen weltweiten Konsens, der zugleich den grössten gemeinsamen Nenner definiert. Da mehrere Staaten das therapeutische Klonen erlauben, wird ein umfassendes Klonverbot mit universeller Geltung nicht zu erreichen sein. Die Schweiz setzt sich deshalb in der Uno für ein unverzügliches, weltweites Verbot des reproduktiven Klonens ein.</p><p>Die Forderung nach einem umfassenden Verbot des Klonens am Menschen scheint auf internationaler Ebene gegenwärtig keine genügend breite Akzeptanz zu finden. Immer mehr Staaten setzen sich wie die Schweiz für ein unverzügliches Verbot des reproduktiven Klonens ein, das einen schweren Verstoss gegen die menschliche Würde darstellt.</p><p>Eine Reglementierung des therapeutischen Klonens steht in den laufenden Verhandlungen über ein internationales Übereinkommen gegen das reproduktive Klonen von menschlichem Erbgut nicht zur Diskussion.</p><p>Artikel 119 Absatz 2 Buchstabe a der Bundesverfassung verbietet alle Arten des Klonens. Im Fortpflanzungsmedizingesetz vom 18. Dezember 1998 sowie im Stammzellenforschungsgesetz vom 19. Dezember 2003, über welches der Souverän am 28. November 2004 in einer Referendumsabstimmung entscheiden wird, ist das Klonverbot durch eine Strafbestimmung verstärkt. Eine Aufhebung dieses Verbotes auf Gesetzesstufe würde eine Verfassungsänderung bedingen, worüber Volk und Stände zu befinden hätten.</p>  Antwort des Bundesrates.