<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen runden Tisch zur empirischen Erforschung und Klärung der Einflussgrösse niederfrequenter elektrischer Strahlung auf Gesundheit und Befinden von Mensch und Tier einzuberufen.</p><p>Es sollen dabei alle direkt betroffenen Kreise von Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft berücksichtigt werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Niederfrequente elektrische Felder von Einrichtungen der Stromversorgung sind bereits heute durch die Immissionsgrenzwerte der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (SR 814.710) so weit begrenzt, dass nach dem aktuellen Stand des Wissens keine akuten gesundheitlichen Auswirkungen auftreten sollten. Die im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt tätige Expertengruppe Berenis sichtet und bewertet laufend neu publizierte Forschungsergebnisse im Bereich der biologischen und gesundheitlichen Auswirkungen nichtionisierender Strahlung. Sie stellt fest, dass es zu niederfrequenten elektrischen Feldern zwar nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen gibt, dass diese aber nicht auf eine besondere Wirksamkeit dieser Felder hinweisen. Ein Bericht des Bundesamtes für Energie (EMF von Stromtechnologien - Fachliteratur-Monitoring, Statusbericht 2016) schliesst praktisch aus, dass solche Felder im Alltag einen Einfluss auf die Gesundheit haben können. Der Bundesrat erachtet niederfrequente elektrische Felder in der üblichen häuslichen Umgebung deshalb nicht als ein Problem für die Gesundheit der Bevölkerung und eine strengere Begrenzung im Sinne der Vorsorge derzeit nicht als geboten. Er ortet auch keinen spezifischen Forschungsbedarf in diesem Bereich. Der Motionär präsentiert eine technische Lösung (Netzfreischalter) zur Behebung der wahrgenommenen Probleme. Wer einen Netzfreischalter einbauen lassen will, kann dies bereits heute tun. Der Bundesrat sieht zurzeit keine Notwendigkeit, auf Bundesebene Massnahmen zu treffen.</p><p>Sollten sich aus der Forschung oder der konsolidierten Erfahrung neue Hinweise auf eine schädliche Wirkung niederfrequenter elektrischer Felder ergeben, würde der Bundesrat die Situation neu beurteilen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.