B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-4206/2013/sps U r t e i l v o m 6 . A u g u s t 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli; Gerichtsschreiberin Christa Grünig. Parteien A._______, geboren (…), Senegal, vertreten durch Dr. iur. Peter Liatowitsch, Advokat, substituiert durch MLaw Boas Loeb, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung / Fristwie- derherstellungsgesuch; Verfügung des BFM vom 12. Juli 2013 / N_______. D-4206/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer – ein senegalesischer Staatsangehöriger – eigenen Angaben zufolge sein Heimatland Senegal am 30. Mai 2010 ve r- liess und am 2. Juli 2012 illegal in die Schweiz einreiste, wo er am selben Tag um Asyl nachsuchte, dass das BFM den Beschwerdeführer am 18. Juli 2012 zunächst zur Pe r- son befragte (BzP) und am 9. Juli 2013 im Beisein einer Hilfswerksvertre- tung gemäss Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) zu den Asylgründen anhörte, dass der Beschwerdeführer anlässlich der BzP in Bezug auf seine Asy l- gründe im Wesentlichen geltend machte, er habe im (…) fahrlässig einen Brand verursacht, nachdem er auf einem Feld Honig habe gewinnen wol- len und von seiner Fackel ein Funke auf den Boden gefallen sei, dass ihn dabei ein Polizist gesehen und den Vorfall dem Bürgermeister gemeldet habe, dass er daraufhin am (…) vor Gericht hätte erscheinen müssen, aus Angst davor jedoch geflüchtet sei, dass der Beschwerdeführer in der Anhörung vom 9. Juli 2013 im Wesent- lichen geltend machte, er habe im Jahr (…) ohne Bewilligung Gras g e- schnitten, um eine Matratze anzufertigen, auch habe er illegal Bäume ge- fällt bzw. Äste von Bäumen abgeschnitten, dass er daraufhin eine Vorladung erhalten habe, wonach er zum Chef des B._______ hätte gehen müssen, dieser Vorladung aus Angst keine Folge geleistet habe und ihm deshalb eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe gedroht hätte, worauf er sein Heimatland aus Angst davor verlassen ha- be, dass das BFM mit Verfügung vom 12. Juli 2013 – eröffnet am 16. Juli 2013 – auf das Asylgesuch des Besc hwerdeführers gestützt auf Art. 34 Abs. 1 AsylG, nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte, ihn – unter Androhung von Zwangsmitteln im Unterlassungsfall – auffor- derte, die Schweiz bis am 13. August 2013 zu verlassen, feststellte, der Kanton Basel-Landschaft sei verpflichtet, die Wegweisungsverfügung zu vollziehen, und dem Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten g e- mäss Aktenverzeichnis aushändigte, D-4206/2013 Seite 3 dass das BFM zur Begründung seiner Verfügung im Wesentlichen au s- führte, der Bundesrat habe Senegal als verfolgungssicheren Staat ("Safe Country") im Sinne von Art. 6 a Abs. 2 Bst. a AsylG bezeichnet, weshalb auf Asylgesuche von Staatsangehörigen aus Senegal nicht eingetreten werde, ausser es gebe Hinweise auf eine Verfolgung, dass auf den ersten Blick zu sehen sei, dass die Asylvorbringen des B e- schwerdeführers haltlos seien und er im Verlauf des Verfahrens unte r- schiedliche Gründe dafür angegeben habe, weshalb eine Vorladung an ihn gerichtet gewesen sei, dass er anlässlich der BzP behauptet habe, d ie fahrlässige Verursachung eines Brandes sei der Grund der Vorladung gewesen , wohingegen er in der Anhörung zu Protokoll gegeben habe, er habe ohne Bewilligung Gr ä- ser schneiden wollen, bzw. habe ohne Bewilligung Äste von Bäumen a b- geschnitten, dass diese m assiven Widersprüche jeglicher objektiven Grundlage en t- behren würden, weshalb auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei, dass im Übrigen der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 23. Juli 2013 g egen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben , zu- nächst um Fristwiederherstellung gemäss Art. 24 Abs. 1 des Verwa l- tungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG SR 172.021) ersuchen und im Weiteren beantragen liess, die Verfügung des BFM sei aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurüc k- zuweisen, dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragen liess, es sei eine e r- neute Einvernahme durchzuführen sowie um Gewährung der unentgeltl i- chen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG ersuchte, dass auf die Beschwerdebegründung – soweit entscheidrelevant – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird, dass die vorinstanzlichen Akten am 25. Juli 2013 beim Bundesverwa l- tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), D-4206/2013 Seite 4 und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bezieh ungsweise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass vorab festzuhalten ist, dass dem Beschwerdeführer die vorinstanzl i- che Verfügung am 16. Juli 2013 ordnungsgemäss eröffnet wurde, dass die Beschwerdefrist vorliegend fünf Arbeitstage beträgt (Art. 108 Abs. 2 AsylG) und demnach am 23. Juli 2013 abgelaufen ist, dass die Besch werdeschrift am 23. Juli 2013 der schweizerischen Post übergeben wurde (Poststempel) und somit – entgegen der Ansicht des Rechtsvertreters, wonach die Beschwerdefrist am 22. Juli 2013 abgela u- fen sei – rechtzeitig eingereicht wurde, weshalb sich das Fristwiederher- stellungsgesuch als gegenstandslos erweist, dass auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters bezie hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, D-4206/2013 Seite 5 weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht unter dem Titel "Materiel- les" im Wesentli chen geltend mach t, es sei eine erneute Befragung durchzuführen, dies aufgrund der als offensichtlich unvereinbar festgehal- tenen Aussagen der beiden Befragungen (BzP und Anhörung), was nicht an den widersprüchlichen Aussagen des Beschwerdeführers liege, so n- dern an einer völlig fehlerhaften, unvollständigen und teilweise gar willkür- lichen Übersetzung im Rahmen der Anhörung, dass diesbezüglich vorab festzustellen ist, dass diese formelle Rüge ins Leere stösst, dass der Beschwerdeführer die Richtigkeit der beiden Protokolle – BzP vom 18. Juli 2012 und Anhörung vom 9. Juli 2013 – nach deren Rück- übersetzung in seine Muttersprache (Mandinga) unterschriftlich bestätigte und sich deshalb seine Aussagen entgegenhalten lassen muss, zumal er die übersetzenden Personen bei beiden Befragungen gut verstanden h a- ben will (vgl. act. A6/10 S. 2; act. A22/7 S. 1), dass im Übrigen den Akten zu entnehmen ist, dass die bei der Anhörung vom 9. Juli 2013 anwesende Hilfswerkvertretung im Unterschriftenblatt (vgl. act. A22/7) keinerlei Einwände zum Proto koll vorbrachte, was diese zweifellos getan hätte, wenn es wä hrend der damaligen Anhörung mer k- lich zu Verständigungsproblemen zwischen dem Beschwerdeführer und dem Dolmetscher gekommen wäre, dass die Dolmetscher hinsichtlich ihrer sprachlichen Fähigkeit und ch a- rakterlichen Eignung von der Vorinstanz sorgfältig geprüft werden , das volle Vertrauen der Behörden geniessen und Interpretationen der Vo r- bringen eines Asylbewerbers zu unterlassen haben, dass es zwar möglich sein kann, dass es bei einer Übersetzung allenfalls zu Missverständnissen kommen kann, dass es vorliegend jedoch ausgeschlossen werden kann, dass zwei der- art verschiedene Versionen durch eine mangelhafte Übersetzung hätten verursacht sein sollen, zumal es sich bei Brandstiftung und dem Schnei-D-4206/2013 Seite 6 den von Gräsern oder Ästen bzw. dem Fällen von Bäumen um völlig ver- schiedene Tätigkeiten handelt, und diese beiden unterschiedlichen Versi- onen kaum aufgrund einer falschen Übersetzung zustande gekommen sein können, dass sodann auch die in der Beschwerde vorgebrachte Erklärung, der Dolmetscher habe die Vorbringen des Beschwerdeführers derart zusa m- mengekürzt, dass diese den Sachverhalt falsch wiedergeben würden, fehl geht, zumal dies der befragenden Person sowie der Hilfswerkvertretung rein aufgrund der jeweils unterschiedlichen Erzähl ungslänge aufgefallen wäre, dass der Beschwerdeführer in der Anhörung explizit darauf angesprochen wurde, dass er in der BzP ausgeführt habe, bei der Suche nach Honig ein Feuer verursacht zu haben und deshalb in ein Strafverfahren verwickelt worden zu sein , und er nun an der Anhörung eine völlig andere Version geltend mache, dass der Beschwerdeführer spätestens an dieser Stelle allfällige Unsti m- migkeiten zwischen ihm und dem Dolmetscher an der Anhörung hätte melden müssen, was er vorliegend nicht tat, dass er sich jedoch lediglich darum bem ühte, die festgestellte Wide r- sprüchlichkeit dahingehend zu erklären , dass es anlässlich der BzP ein Missverständnis hätte gewesen sein können, da Feuer in seiner Sprache Mandinga und seiner Gegend "Kima" heisse, andere dem Feuer hing e- gen auch "Tasouma" sagen würden, er jedoch klar "Kima" gesagt habe, dass er damit sinngemäss geltend macht, dass diese "Missverständnisse" und damit die Widersprüche aufgrund der Übersetzung des (ersten) Dol- metschers in der BzP herrühren, zumal in der Anhörung der Befrager erst am Schluss das Wort Feuer erwähnte bzw. dieses Thema ansprach und der Beschwerdeführer zuvor nicht s davon erzählte und dies auch in der Beschwerdeschrift bestätigt wurde, wonach der Beschwerdeführer bei seiner Erzählung gar nicht zum Teil mit dem Feuer gekommen sei, dass gemäss Ausführungen in der Beschwerde die Widersprüche indes- sen aufgrund der Übersetzung des zweit en Dolmetschers herrühren so l- len, dass die massiven Widersprüche des Beschwerdeführers indessen nicht dadurch begründet werden können, der Dolmetscher habe nicht richtig D-4206/2013 Seite 7 übersetzt, und sich der Beschwerdeführer – wie bereits ausgeführt – sei- ne protokollierten und von ihm unterzeichneten Aussagen entgegenhalten lassen muss, dass im Weiteren zum Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe, der B e- schwerdeführer spreche einen seltenen Dialekt (Mandinga), welcher a n- deren afrikanischen Sprachen zwar sehr ähnlich sei, sich aber in vielen Wörtern trotzdem unterscheide, festzuhalten ist, dass die BzP sowie die Anhörung jeweils explizit in Mandinga und nicht in einer ähnlichen afrik a- nischen Sprache durchgeführt wurden dass auch das Argument, der Beschwerdeführer sei jung und ungebildet, weshalb ihm die angeblichen Unstimmigkeiten im Protokoll nicht hätten auffallen können, fehlgeht, zumal es auch einer ungebildeten Person z u- zumuten ist, dass diese im Anschluss an die Anhörung noch weiss, was sie im Wesentlichen zu Protokoll gab, dass somit der untaugliche Erklärungs - und Entkräftungsversuch in der Beschwerdeschrift, wonach der Dolmetscher die Widersprüche in den Aussagen verursacht habe, als Schutzbehauptung zu werten ist, dass der Beschwerdeführer weiter in formeller Hinsicht rüg t, der Sac h- verhalt sei ungenügend erstellt worden, und diesbezüglich ausführ t, er habe im Laufe de s Verfahrens deutlich zum Ausdruck gebracht, er habe Angst davor, ohne weiteres in ein Gefängnis geworfen zu werden und aufgrund der Ver armung seiner Familie nicht mit einem fairen Verfahren rechnen zu können resp. den Regeln seines Dorfes schutzlos ausgesetzt zu sein, dass für die Eigenschaft als Flüchtli ng bzw. die Zumutbarkeit des Weg- weisungsvollzuges in die Heimat in erster Linie nich t der Grund der Ve r- folgung, sondern die tatsächlich drohenden Nachteile relevant seien, wo- zu er jedoch nicht befragt worden sei, dass die Befragung einzig auf die Gründe seiner Verfolgung und nicht auf die ihm drohenden Konsequenzen abstelle, weshalb die e igentlich we- sentliche Frage unbeachtet geblieben sei, dass bezüglich dieser Rüge festzuhalten ist, dass die Untersuchung s- pflicht der Behörden ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht eines G e- suchstellers findet (vgl. Art. 8 AsylG), der auch die Substantiieru ngslast trägt (Art. 7 AsylG), wobei der Beschwerdeführer auf seine Mitwirkung s-D-4206/2013 Seite 8 pflicht und die Folgen im Falle der Unterlassung hingewiesen wurde (vgl. act. A6/10 S. 2; act. A22/7 S. 2), dass – entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers – die Anhörung der Erhebung der Asylgründe dient (vgl. Art. 29 AsyG), wobei die befragende Person verpflichtet ist, den vollständigen Sachverhalt zu erfassen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Au s- länderrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.105), und dabei unter anderem zu ermitteln ist, ob Gründe im Sinne von Art. 3 AsylG geltend gemacht werden, dass der Beschwerdeführer mehrfach aufgefordert wurde, alles über die Gründe seines Asylgesuchs zu Protokoll zu geben, und den Akten keiner- lei Hinweise entnommen werden können, er sei daran gehindert worden, dass das Bundesverwaltungsgericht nach Durchsicht der Protokolle der Auffassung ist, dass der rechtserhebliche Sachverhalt durch das BFM richtig und vollständig abgeklärt und der Beschwerdeführer i n zureichen- der Weise angehört wurde, dass die formellen Rügen somit unbegründet sind, weshalb weder eine weitere Anhörung noch eine Neubeurteilung der vorgebrachten Asylgrün- de in Betracht kommt, dass somit die Anträge , es sei eine erneute "Einvernahme" durchzufü h- ren, die Verfügung des BFM sei aufzuheben und die Sache sei zur Neu- beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, abgewiesen werden, dass das BFM den angefochtenen Nichteintretensentscheid auf der Grundlage von Art. 34 Abs. 1 AsylG getroffen hat, dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staaten nach Art. 6 a Abs. 2 Bst. a AsylG (sogenannte Safe -Country-Regelung) nicht eingetreten wird, ausser es gebe Hinweise auf eine Verfolgung (Art. 34 Abs. 1 AsylG), dass der Bundesrat mit Beschluss vom 5. Oktober 1993 Senegal als ve r- folgungssicheren Staat im Sinne von Art. 6 a Abs. 2 Bst. a AsylG erklärt hat, da nach seinen Feststellungen dort Sicherheit vor Verfolgung b e- steht, D-4206/2013 Seite 9 dass somit die formelle Voraussetzu ng für den Erlass eines Nichteintr e- tensentscheides gestützt auf Art. 34 Abs. 1 AsylG gegeben ist, dass es genügt, wenn nicht auf den ersten Blick als unglaubhaft erken n- bare Hinweise auf Verfolgung vorliegen, damit geprüft werden muss, ob die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG erfüllt ist (vgl. BVGE 2011/8 E. 4.2 S. 108 f.), dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und zutreffend festgestellt hat, dass die Asylvorbringen des Beschwerdeführers wide r- sprüchlich ausgefallen sind und jeglicher objektiven Grundlage entbe h- ren, dass zwecks Vermeidung von Wiederholungen auf die diesbezüglichen Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, dass im Weiteren die Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe nicht g e- eignet sind, die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz zu entkräften, dass nebst den forme llen Beanstandungen in materieller Hinsicht ledi g- lich geltend gemacht wurde, der Beschwerdeführer sei in der Anhörung aufgefordert worden, die ganze Geschichte zu erzählen, weshalb dieser ausgeholt und damit begonnen habe, vom Schneiden der Gräser zu er- zählen, und vermutlich gar nicht zum Teil mit dem Brand und dem Honig gekommen sei, dass weiter geltend gemacht wurde , die ins Deutsche übersetzte Aussa- ge, der Beschwerdeführer habe Gräs er geschnitten, um Matratzen anz u- fertigen, sei absurd, da der Beschwerdeführer mit Matratzen nichts am Hut habe, dass er vielmehr mit den abgeschnittenen Gräsern Feuer habe machen wollen, um die Bienen zu vertreiben, damit er den Honig habe einsa m- meln können, dass er eine Bewilligung für das Verbrennen der Gräser gebraucht habe, weil einerseits die Gräser als Nahrung für die Tiere dien ten und anderer- seits das Entfachen von Feuer zur Trockenzeit einer Bewilligung bedürfe, dass auf Beschwerdeebene keine stichhaltigen Erklärungen bezüglich der im erstinstanzlichen Verfahren geltend gemachten, auf den ersten Blick unglaubhaften Vorbringen des Beschwerdeführers dargelegt wurden D-4206/2013 Seite 10 und sie sich in einem u nbeholfener Erklärungsversuch erschöpfen, um die beiden vom Beschwerdeführer in den Befragungen geltend gemac h- ten unterschiedlichen Versionen zu vereinen, dass es sonderbar anmutet, dass der Beschwerdeführer, welcher sowohl an der BzP als auch an der Anhörung die ausreichende Möglichkeit hatte, die angeblich "ganze Version" geltend zu machen , jeweils unterschiedl i- che Versionen zu Protokoll gab, dass auf Beschwerdeebene im Übrigen nicht weiter ausgeführt wurde, weshalb es absurd sei, wenn der Beschwerdeführer mit abgeschnittenen Gräsern eine Matratze anfertigen will, dass sodann anzufügen bleibt, dass nebst den festgestellten Unglaubhaf- tigkeitsmerkmalen die gesamten Asylvorbrin gen des Beschwerdeführers vage, ausweichend sowie in äusserst detailarmer und unsubstanziierter Weise erfolgten, dass es dem Beschwerdeführer somit – auch unter Berücksichtigung e i- nes weiten Verfolgungsbegriffs und eines tiefen Beweismasses – nicht gelingt, Hinweise auf eine Verfolgung ersichtlich zu machen, dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegen d der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; A rt. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen g e- mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu D-4206/2013 Seite 11 beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenig s- tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völke rrechtli- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegw eisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoule- ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine A n- haltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenosse n- schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmensc h- liche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EM RK, SR 0.101) ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimatland droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situati o- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage in Senegal noch individuelle Gründe des Beschwerdeführers auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rüc k- kehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, dass der Vollzug der Wegweisung dem Beschwerdeführer in den Heimat- staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen D-4206/2013 Seite 12 (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig fest stellt oder unan- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der u n- entgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abzuwe i- sen ist, da die Begehren – wie sich aus den vorliegenden Erwägungen er- gibt – als aussichtslos zu bezeichnen waren, weshalb die kumulativen Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht erfüllt sind, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600. – (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-4206/2013 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Thomas Wespi Christa Grünig Versand: