B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-1009/2011 U r t e i l v o m 9 . M a i 2 0 1 2 Besetzung Richter Ronald Flury (Vorsitz), Richterin Franziska Schneider, Richterin Eva Schneeberger, Gerichtsschreiberin Bianca Spescha. Parteien X._______, wohnhaft in Deutschland, vertreten durch lic. iur. Stephan Bläsi, Advokat, Falknerstrasse 26, Postfach 159, 4001 Basel, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Erhöhung der Invalidenrente. B-1009/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. Der 1959 geborene, aus Deutschland stammende und in seiner Heimat wohnhafte X._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) war Gren z- gänger und arbeitete in den Jahren 1996 bis 2006 bei der A._______ AG in der Schweiz, zuletzt in der Position als Projektleiter und IT - Consultant. Während seiner Arbeitstätigkeit in der Schweiz hat der B e- schwerdeführer die obligatorischen Beiträge an die Schweizerische A l- ters-, Hinterbliebenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) entrichtet (IV act. 50 S. 2). B. Nachdem der Beschwerdeführer am 22. Juni 1995 einen Verkehrsunfall erlitt, meldete er sich mit For mular vom 22. August 1996 bei der IV - Stelle Basel -Stadt (im Folgenden: IV -Stelle BS) zum Bezug einer schweizerischen Invalidenrente an (IV act. 1 S. 97 ff.). Mit Verfügung vom 13. März 1997 sprach die IV -Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: Vorinstanz) dem Beschwerdeführer ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 50 % ab dem 1. Juni 1996 eine halbe Invalidenrente zu (IV act. 1 S. 16 ff.). Der Beschwerdeführer erlitt am 25. April 1999 e r- neut einen Verkehrsunfall. Im Rahmen einer Rentenrevision wur de dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2. März 2004 zufolge Verschlech- terung seines Gesundheitszustandes, ausgehend von einem Invalid i- tätsgrad von 67 %, ab dem 1. Januar 2003 bis zum 31. Dezember 2003 eine ganze Invalidenrente ausgerichtet (IV act. 29 S. 3 ff.). Ebenfalls mit Verfügung vom 2. März 2004 teilte die Vorinstanz mit, dass aufgrund der 4. Revision des IV -Gesetzes und der damit verbundenen Änderung der Rentenabstufung – und nicht infolge einer Änderung des Invaliditätsgra- des – mit Wirkung ab 1. Januar 2004 eine Dreiviertelsrente ausgerichtet werde (IV act. 29 S. 6 ff). Auf die hiergegen vom Beschwerdeführer e r- hobene Einsprache (IV act. 30) wurde mit Einspracheentscheid der Vo r- instanz vom 20. Dezember 2005 nicht eingetreten (IV act. 42), worauf die Verfügungen vom 2. März 2004 rechtskräftig wurden. C. Unter Beilage eines Berichtes des behandelnden Arztes des Versiche r- ten, Prof. Dr. B._______, Facharzt Neurologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation, von der Klinik C._______, hat der Beschwerdeführer am 8. Oktober 2007 ein Rentenerhöhungsgesuch gestellt. Er begründ e- te dieses Gesuch damit, dass er nicht mehr in der Lage sei, seine Res t-B-1009/2011 Seite 3 arbeitsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt auch nur teilweise wer t- schöpfend umzusetzen, weshalb die Invalidenre nte den heutigen ta t- sächlichen Gegebenheiten anzupassen sei (vgl. IV act. 47). D. Zur Prüfung des Revisionsgesuches nahm die IV -Stelle BS verschiede- ne Unterlagen wirtschaftlichen und medizinischen Inhalts zu den Akten, insbesondere: – einen Auszug aus dem ind ividuellen Konto des Versicherten (IV act. 50 S. 2) – die Akten der Suva, insbesondere einen psychiatrischen Unters u- chungsbericht von Dr. med. D._______ vom 19. Februar 2007, ein Schreiben von Dr. med. E._______ vom 25. April 2007, mehrere Arzt- berichte von Dr. med. F._______ vom 26. Januar 2005, 11. Juli 2005, 20. September 2006, 16. Mai 2007 und 10. August 2007, ein Schre i- ben von Dr. med. D._______ vom 9. Juli 2007, einen Arztbericht betr. Polysomnographie von Dr. med. G._______ vom 21. Juli 2005, einen Arztbericht von Dr. med. H._______ vom 15. September 2005, einen Bericht von Dr. phil. I._______ und lic. phil. J._______ vom 19. D e- zember 2005 (IV act. 53.1-5) – einen undatierten Arztbericht von Dr. med. E._______ (IV act. 59) – einen neuropsychologischen/psychotherapeutischen Bericht von Dr. phil. I._______ vom 6. März 2008 (IV act. 60) – einen ausgefüllten Fragebogen für Arbeitgebende vom 1. Februar 2008 (IV act. 62) – ein im Auftrag der IV -Stelle BS erstelltes interdisziplinäres Gu tachten der medizinischen Begutachtungsstelle K._______ vom 30. März 2009 (im Folgenden: MEDAS -Gutachten) und eine ergänzende Ste l- lungnahme zum MEDAS-Gutachten vom 12. November 2009 (IV act. 77 und 80). E. Gestützt auf diese Unterlagen teilte die Vorinstanz dem Beschwerdefüh- rer mit Vorbescheid vom 16. September 2010 mit, dass der berechnete Invaliditätsgrad weiterhin den Anspruch auf die bisherige Invaliditätsren- te begründe, weshalb das Rentenerhöhungsgesuch abgewiesen werden müsse (IV act. 81). Mit Eingaben vom 13. Oktober 2010, 5. und 16. November 2010 hat der Beschwerdeführer Einwände gegen den Vorbescheid erhoben und e i- nen Bericht von lic. phil. L._______ vom 25. Oktober 2010 eingereicht. B-1009/2011 Seite 4 Mit Datum vom 16. November 2010 reichte er einen weiteren medizin i- schen Bericht von Prof. Dr. B._______ vom 12. November 2010 ins Recht (IV act. 83, 85 f.). In der Folge holte die IV -Stelle BS beim Regionalärztlichen Dienst der Invalidenversicherung (RAD) eine Beurteilung ein (IV act. 87) und die Vorinstanz verfügte dar aufhin am 11. Januar 2011 die Abweisung des Erhöhungsgesuches (IV act. 89). Sie begründete diese Verfügung gleich wie den Vorbescheid und führte ergänzend aus, dass die seit dem Vo r- bescheid eingereichten medizinischen Berichte keine neuen oder bi s- lang nicht berücksichtigten Argumente oder Tatsachen enthielten. F. Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Februar 2011 Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht und beantragt die Aufhebung der Verfügung der IV -Stelle für Versicherte i m Ausland vom 11. Januar 2011 und die Zusprechung einer ganzen IV - Rente. Eventualiter beantragt er die Aufhebung der genannten Verf ü- gung und die Rückweisung an die zuständige IV -Stelle zwecks ergä n- zenden medizinischen und/oder beruflichen Abklärungen und anschlies- sendem Erlass einer neuen Rentenverfügung. Zur Begründung macht der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, dass keine hinreiche n- de und ernsthafte Auseinandersetzung mit den Arztberichten von Prof. Dr. B._______ stattgefunden habe. Es gäbe keiner lei Gründe, auf de s- sen Einschätzung bezüglich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht abzustellen, zumal dessen Berichte sachdienliche und zuverläss i- ge Angaben enthielten. Zudem sei beim Beschwerdeführer keine A r- beitsfähigkeit mehr vorhanden, die sich auf dem freien Arbeitsmarkt noch verwerten liesse. Selbst wenn verfügbare Arbeitsplätze vorhanden wären, könnte die Arbeitskraft in Würdigung der konkret vorhandenen Beschwerden wirtschaftlich nicht genutzt werden. Das Finden einer dem konkreten Leiden angepassten Arbeitsstelle erscheine als von vornhe r- ein ausgeschlossen. G. In ihrer Vernehmlassung vom 7. April 2011 verweist die Vorinstanz auf die von der IV -Stelle BS ausgearbeitete Stellungnahme vom 6. April 2011 und beantragt die Abweisung der Beschwerde. H. Mit Replik vom 27. Juni 2011 verweist der Beschwerdeführer insbeso n-B-1009/2011 Seite 5 dere auf die Stellungnahme von Prof. Dr. B._______ vom 23. Juni 2011 und führt aus, dass im Rahmen der freien Beweiswürdigung auf dessen Feststellungen abzustellen sei, denn seine umf assende und einen lä n- geren Zeitraum abdeckende Betreuung habe zu wertvollen Erkenntni s- sen geführt, mit welchen sich die Gutachter auseinandersetzen müs s- ten. I. Mit Schreiben vom 14. Juli 2011 teilt die Vorinstanz mit, dass sowohl sie als auch die IV-Stelle BS mangels neuer Gesichtspunkte auf die Einre i- chung einer Duplik verzichten. J. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterl a- gen wird – soweit erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgen- den Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ve rwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen gehört auch die Vorinstanz, die mit Verfügungen über Rentengesuche von Grenzgängerinnen und Grenzgängern befindet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. Art. 69 Abs. 1 des Bu n- desgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20] sowie Art. 40 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201]). 1.2. Der Beschwerdeführer war Grenzgänger. Wie in der Zuständigkeit s- regelung des Art. 40 Abs. 2 IVV hierfür vorgesehen, hat die IV -Stelle BS, in deren Tätigkeitsgebiet der Versicherte in seiner Eigenschaft als Gren z- gänger eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hat, i n korrekter Weise die Anmel- dung für Leistungen der IV entgegengenommen und geprüft, während die Vorinstanz die angefochtene Verfügung vom 11. Januar 2011 erlassen hat. B-1009/2011 Seite 6 1.3. Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwa l- tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. Indes findet das Verwaltungsverfahrensgesetz aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherung s- rechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invalidenversich e- rung (Art. 1a – 26bis und 28 – 70) anwendbar, soweit das IVG nicht au s- drücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 1.4. Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Verf ü- gung der IV -Stelle für Versicherte im Ausland vom 11. Januar 2011. Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (Art. 60 ATSG). Als Adressat der angefochtenen Verfügung vom 11. Januar 2011 ist der Be- schwerdeführer besonders be rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung (Art. 59 ATSG). Damit ist auf die Be- schwerde, nachdem auch der geforderte Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, einzutreten. 2. 2.1. Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb lichen Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn nicht eine kan tonale Be- hörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG). 2.2. Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der B e- gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die B e- schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gu t- heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer B e- gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. HÄBERLI, in: Waldmann/Weissenberger, Praxiskommentar VwVG, Art. 62 N 40). 2.3. Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, so- fern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Bewei s- grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mö g- lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, B-1009/2011 Seite 7 die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlich s- te würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). 3. Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur Anwendung gelangen. 3.1. Der Beschwerdeführer besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft und wohnt in Deutschland, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizer ischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft mit ih- ren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) anwendbar ist, insbesondere dessen Anhang II, der die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherh eit regelt (vgl. Art. 80a IVG, in Kraft seit dem 1. Juni 2002). Nach Art. 3 Abs. 1 der Ve r- ordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 (SR 0.831.109.268.1) haben Personen, die im Gebiet eines Mitgliedsta a- tes wohnen und für die diese Verordnung gil t, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaates wie die Staatsangehörigen dieses Staates selbst, soweit besondere Bestimmu n- gen dieser Verordnung nichts anderes vorsehen. Demnach richten sich die Bestimmung der Invalidität und die Berechnung der Rentenhöhe nach schweizerischem Recht, insbesondere dem IVG, dem IVV, dem ATSG sowie der entsprechenden Verordnung vom 11. September 2002 (ATSV, SR 830.11). 3.2. In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rec hts- sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (vgl. BGE 130 V 329). Ein allfälliger Lei s- tungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bi s- herigen und ab diesem Zeitpunkt nach den ne uen Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445). Damit finden im vorliegenden Verfahren grundsätzlich jene schweizer i- schen Rechtsvorschriften Anwendung, die bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 11. Januar 2011 in Kraft standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung eines allenfalls früher entstandenen Rente n- anspruchs von Belang sind. B-1009/2011 Seite 8 3.3. Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG -Normen zur Ar - beitsunfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) hat das Schweize - rische Bundesgericht (vormals Eidgenössisches Ve rsicherungsgericht [EVG]) erkannt, dass es sich bei den in Art. 3 -13 ATSG enthaltenen L e- galdefinitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor In-Kraft-Treten des ATSG h andelt und sich inhaltlich damit keine Änd e- rung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung übernommen und weitergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3). 4. 4.1. Streitig ist im vorliegenden Fall, ob die Vorinstanz das Rentenerh ö- hungsgesuch des Beschwerdeführers vom 8. Oktober 2007 zu Recht a b- gewiesen hat, wobei die Frage im Zentrum steht, ob sich der Gesun d- heitszustand des Beschwerdeführers in rentenrelevanter Weise ve r- schlechtert hat bzw. ob der Sachverhalt rechtsgenügend abgeklärt und gewürdigt worden ist. Nachfolgend sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden g e- setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze darzulegen. 4.2. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauer n- de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die In- validität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Arbeitsunfähig- keit ist die durch eine Beeint rächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 4.3. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente, bei einem Invalidität s-B-1009/2011 Seite 9 grad von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Vie r- telsrente. 4.4. Um beurteilen zu können, ob der Invaliditätsgrad seit Erlass der fr ü- heren rechtskräftigen Verfügung überw iegend wahrscheinlich eine a n- spruchsrelevante Änderung erfahren hat, ist die Verwaltung und im B e- schwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes o der der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg- lich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im We i- teren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für di e Beur- teilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). Eine zumutbare Arbeitsmöglichkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verwe i- sungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.). Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die medizin i- schen Unterlagen nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an fö rmliche Beweis- regeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ve r- fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Recht s- anspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche n- den medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das g e- samte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hin- sichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unters u- chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksich tigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darl e- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der m e- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der E x- pertin oder des Experten begründet sind. Aus schlaggebend für den B e- weiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Ste l- lungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 B-1009/2011 Seite 10 V 157 E. 1c). Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdigung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten aufzustellen (vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten e x- terner Spezialärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht e rstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb, m.w.H.). Beri chte der behandelnden Ärzte schlies s- lich sind aufgrund deren auftragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Pat i- enten mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hi n- weisen; vgl. aber Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2). 4.5. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Vers i- cherten wird das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintri tt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei au s- geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseink ommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Dieser Einkommensvergleich hat in der Regel so zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst g e- nau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1, BGE 1 04 V 135 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2). 4.6. Ändert sich der Invaliditätsg rad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft ent- sprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änd e- rung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV). B-1009/2011 Seite 11 4.6.1. Ein Revisionsgrund ergibt sich aus jeder wesentlichen Änderung der tatsächlichen Verhältnisse, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 130 V 343 E. 3.5, m.w.H., SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2). Keine Veränderung der tatsächl i- chen Verhältnisse bedeutet eine unterschiedliche Beurtei lung eines im Wesentlichen unveränderten Sachverhalts (zum Beispiel eine andere Einschätzung der zumutbaren Arbeitsleistung, vgl. SVR 2004 IV 5, E. 3.3; 1996 IV Nr. 70 E. 3a). 4.6.2. Ob eine revisionsrechtlich relevante Änderung eingetreten ist, beur- teilt sich grundsätzlich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zei t- punkt der ursprünglichen bzw. letzten rechtskräftigen, auf einer materie l- len Prüfung mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürd i- gung und durchgeführtem Einkommensvergleich beruhenden Rentenver- fügung bestanden hat (Ausgangszeitpunkt), mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung respektive des Einspracheentscheides (Re- ferenzzeitpunkt, BGE 133 V 108 E. 5.4, BGE 125 V 369). 4.6.3. Im vorliegenden Fall wurde mit Verfügung vom 2. Mär z 2004 au f- grund einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwe r- deführers der Invaliditätsgrad von 50 % auf 67 % erhöht, was die Ausrich- tung einer Dreiviertelsrente zur Folge hatte. Anlässlich dieses Rentenr e- visionsverfahrens wurde eine abgesch lossene materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung und B e- weiswürdigung vorgenommen, weshalb die Verfügung vom 2. März 2004 den Ausgangszeitpunkt begründet. Die angefochtene Verfügung vom 11. Januar 2011 begründet den Referenzzeitpunkt. 5. Im Rahmen der vorliegend als Vergleichsbasis dienenden ursprünglichen Verfügung vom 2. März 2004, mit welcher dem Beschwerdeführer ein I n- validitätsgrad von 67 % attestiert und eine Dreiviertelrente zugesprochen wurde, präsentierte sich die medizinische Aktenlage wie folgt: 5.1. Im Bericht der Klinik C._______ vom 25. Januar 2001 hielten Dr. med. T._______ und Dr. med. U._______ fest, dass der Beschwerdefü h- rer nach dem Unfall vom 22. Juni 1995 eine HWS -Distorsion und eine leichte traumatische Hirnverletzung mit der Folge persistierendem zerv i- kozephalem Symptomenkomplex mit myofaszialer Schmerzausbreitung, neuropsychologischen Funktionsstörungen sowie einer vegetativen Dy s- regulation erlitten habe. Beim zweiten Verkehrsunfall vom 29. April 1999 B-1009/2011 Seite 12 habe der Beschwerdeführer eine HWS -Distorsion erlitten, was in der Fo l- ge eine Verschlechterung der vorbestehenden Symptomatik und eine leichte Zunahme der Konzentrations - und Gedächtnisschwierigkeiten be- wirkt habe. Durch die anhaltende Schmerzproblematik, d ie kognitiven Beeinträchtigungen sowie die vegetative Dysregulation sei der B e- schwerdeführer in seiner psychophysischen Belastbarkeit deutlich eing e- schränkt, was zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität und der Lei s- tungsfähigkeit geführt habe (vgl. IV act. 13.2 S. 32 ff). 5.2. Dr. med. M._______, Facharzt Hals -Nasen-Ohrenkrankheiten, diag- nostizierte in seinem Arztbericht vom 20. Juni 2001 beim Beschwerdefüh- rer einen Tinnitus als Folge der Unfallereignisse. Er führte aus, dass die Störung der Konzentrationsfähigkeit und der Aufmerksamkeit sowie das zusätzliche Auftreten von Merkfähigkeitsstörungen im Zusammenhang mit dem Unfallereignis typisch für eine leichte, traumatische Hirnverle t- zung seien. Im Zusammenhang mit dem Unfallere ignis könne eindeutig peripher, vestibuläre Untererregbarkeit rechts festgestellt werden. Eine mögliche Erklärung für die Schwindelerscheinungen sei ein St. n. Co m- motio auris interae (vgl. IV act. 13.2. S. 7 ff.). 5.3. Dr. med. N._______, Facharzt Neurologie, b erichtete in seinem ne u- ropsychologischen Gutachten vom 26. Januar 2002, dass neuropsych o- logische Untersuchungen mässige kognitive Defizite ergeben haben, wel- che als subcortical und frontal bedingt einzustufen seien. Vorwiegend b e- troffen seien die Aufmerksa mkeitsfunktionen, insbesondere die selektive und geteilte Aufmerksamkeit, die Konzentrationsleistungen sowie die G e- dächtnisleistung und die Umstellung in der verbalen Modalität. Diese kognitiven Einbussen müssten auf ein leichtes Schädelhirntrauma und/oder milde traumatische Hirnverletzung anlässlich des ersten Unfalls zurückgeführt werden. Der zweite Unfall habe zu einer Zunahme der Schmerzproblematik geführt, da der Beschwerdeführer eine HWS - Distorsion erlitten habe. Anhaltspunkte für eine erneute Hirnbet eiligung anlässlich dieses Unfalles ergäben sich keine. Die chronifizierten Schmerzen würden ebenfalls zu einer Verringerung der kognitiven Lei s- tungsfähigkeit führen. Zudem sei aufgrund der Hirnverletzung eine mod i- fizierte Schmerzempfindung anzunehmen. Dr. med. N._______ geht in seinem Bericht davon aus, dass beim Beschwerdeführer mit einer w e- sentlichen Besserung in Zukunft nicht mehr zu rechnen und der Endz u- stand erreicht sei (act. 13.1 S. 30 ff.). B-1009/2011 Seite 13 5.4. Der SUVA Arzt Dr. med. O._______, Facharzt Neurologie, hie lt in seiner neurologischen Beurteilung vom 7. März 2002 fest, dass er Dr. med. N._______'s Beurteilung zustimme und der Endzustand erreicht sei sowie mit einer wesentlichen Besserung der Arbeitsfähigkeit in Z u- kunft nicht zu rechnen sei. Er setzte den gesa mten Integritätsschaden aufgrund einer leichten Hirnfunktionsstörung, der Schmerzproblematik sowie dem intermittierenden Tinnitus und der Gleichgewichtsstörung auf 55 % fest (vgl. IV act. 13.1. S. 27 ff.). 6. Aus den im Rahmen des Revisionsverfahrens beigezogenen SUVA-Akten (vgl. IV act. 53.1 -5) sowie den weiteren medizinischen Unterlagen ergibt sich über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers folgendes Bild: 6.1. Dr. med. F._______, Facharzt Neurologie, hielt in seinem Bericht vom 26. Januar 2005 fest, der Beschwerdeführer leide seit seinem Unfall vor 10 Jahren unter rezidivierenden Episoden mit einerseits Erschö p- fungszuständen und andererseits Schmerzexazerbationen, die abwech s- lungsweise auftreten (IV act. 53.3 S. 36 ff.). 6.2. Im Bericht von Dr. med. G._______, Kantonsspital Basel, Abteilung für Pneumologie, vom 21. Juli 2005 führte dieser aus, dass beim B e- schwerdeführer aufgrund seiner unklaren Schlafstörungen und rezidivi e- renden Erschöpfungszuständen eine Polysomnographie durchgeführt worden sei. Dr. med. G._______ schloss aufgrund des Polyso m- nographie-Befundes ein obstruktives Schlafapnoe -Syndrom aus. Er hielt fest, auffallend sei, dass trotz der Medikation mit Efexor der REM -Schlaf- Anteil normal gewesen sei, was ihn daran zweifeln lasse, dass der B e- schwerdeführer am Tag der Polysomnographie Efexor eingenommen h a- be. Es hätten keine eindeutigen Ursachen für die Schlafstörungen und Erschöpfungszustände festgestellt werden können (vgl. IV act. 53.3 S. 22 ff.). 6.3. Im Bericht vom 20. September 2006 berichtete Dr. me d. F._______ über den Verlauf des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers. Dieser habe eine heftige Blockierung im Bereich der HWS erlitten, welche nur verzögert rückbildungsfähig gewesen sei, so dass er seither unter e i- nem konsekutiven Erschöpfungszustand leide. Dieser sei im Vergleich zu früheren Jahren sehr massiv, der Beschwerdeführer sei nur noch müde, B-1009/2011 Seite 14 habe Gliederschmerzen und eine verminderte Belastbarkeit (vgl. IV act. 53.2 S. 3 ff.). 6.4. Dr. med. D._______, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, diag- nostizierte dem Beschwerdeführer in seinem psychiatrischen Unters u- chungsbericht vom 19. Februar 2007 ein organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (ICD-10 F07.2) mit letztlich nicht definitiv klärb a- rer Aetiologie. Der Beschwerdeführer klage über Erschöpfungszustände, die meistens nach Schmerzexazerbationen auftreten würden. Er fühle sich dann sehr müde und habe ein hohes Schlafbedürfnis (IV act. 53.1 S. 23 ff.). 6.5. Prof. Dr. B._______ führte in seiner Stellungnahme vom 3. Oktober 2007 aus, dass bei m Beschwerdeführer eine eigentliche Schmerzerkra n- kung mit allen Zeichen einer schwersten Chronifizierung bestehe. Die Grundlage für diese Entwicklung seien die Unfallfolgen vom Unfall am 22. Juni 1995 mit einem sogenannten leichten Schädel -Hirn-Trauma kombiniert mit einer HWS -Distorsion. Aktuell bestehe, wie bereits seit langem, ein andauernder schwerer Erschöpfungszustand (Neuroorg a- nisch bedingte Fatigue kombiniert mit psychopathologischen Kompone n- ten) und generalisierte Weichteil - und Gliederschmerzen. Sämtliche vie l- fältigen medikamentöse Behandlungsversuche dieser Fatigue hätten bis anhin keine wesentliche Besserung erbracht. Aktuell laufe ein Versuch mit Selegilin in hoher Dosierung, welcher eine sehr gute ärztliche Überw a- chung benötige. Gemäss Prof. Dr. B._______ sei es aufgrund dieser seit mehreren Jahren andauernden Situation schlichtweg undenkbar, dass der Beschwerdeführer eine vielleicht theoretisch noch vorhandene E r- werbsfähigkeit von einigen Stunden pro Woche wertschöpfend umsetzen könne. Er be urteile den Beschwerdeführer als vollständig arbeits - und erwerbsunfähig. Es bestünden keinerlei Chancen, eine Restarbeitsfähi g- keit auf dem freien Arbeitsmarkt wertschöpfend umzusetzen (vgl. IV act. 47 S. 2 f.). 6.6. Dr. phil. I._______, Fachpsychologin für Ne uropsychologie und Ps y- chotherapie FSP , führte in ihrem Bericht vom 6. März 2008 aus, dass sich die gesundheitliche Situation trotz intensiven Bemühens sowohl in neur o- psychologischer/psychotherapeutischer wie auch hinsichtlich der Schmerzverarbeitungstherapie nicht verbessert hat. Eine wesentliche Verschlechterung sei ebenfalls nicht eingetreten. Die Beschwerden, wie sie vor März 2004 bestanden hätten, persistierten auch heute und führten durch den lange andauernden Zustand auch immer wieder zu starken E r-B-1009/2011 Seite 15 schöpfungszuständen, dies trotz intensiver medizinischer und medik a- mentöser Behandlung. Dr. phil. I._______ stellt folgende neuropsychol o- gische Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: – St. nach Schädel-Hirn-Trauma 1995 mit – chronischen Schmerzen (ICD-10; R52.2) – chronischem Erschöpfungssyndrom – neuropsychologischen Defiziten Die starke Schmerzproblematik und schnelle Erschöpf- und Ermüdbarkeit und die neuropsychologischen Defizite wirkten sich so stark limitierend auf die Arbeitserbringung aus, das s diese trotz grosser Motivation und Willensanstrengung seitens des Patienten auch weiterhin nicht mehr g e- geben ist bzw. im bisherigen Tätigkeitsbereich erbracht werden könne. Gemäss Dr. phil. I._______ ist eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit aus neuropsychologischer/psychotherapeutischer Sicht nicht mehr möglich. Der über mehrere Jahre durch den früheren Arbeitgeber des Beschwe r- deführers zur Verfügung gestellte Eingliederungsarbeitsplatz sei ihm g e- kündigt worden, da er trotz vielen Versuchen und Arbeitspl atzanpassun- gen nicht in der Lage gewesen sei, eine ausreichend verwertbare Lei s- tung zu erbringen (vgl. IV act. 60). 6.7. Aus dem interdisziplinären MEDAS -Gutachten vom 30. März 2009 (vgl. IV act. 77 und 80), welches internistische, rheumatologische, neur o- logische, neuropsychologische und psychiatrische Beurteilungen enthält, gehen zusammengefasst folgende Ergebnisse hervor: 6.7.1. Im rheumatologischen Teilgutachten stellte die Gutachterin Dr. med. P ._______, Fachärztin Physikalische Medizin und Rehabilitation, fest, dass eine erhebliche Insuffizienz insbesondere der wirbelsäulenst a- bilisierenden Muskulatur mit daraus resultierender Fehlhaltung und somit ständiger Fehl- und Überbelastung insbesondere des Achsenorgans b e- stehe. Die Röntgendarstellungen des Achsenorgans ergäben zwar diskre- te degenerative Veränderungen, welche jedoch nicht über das altersen t- sprechende Mass hinausgingen. Insbesondere im Bereich der HWS könnten keine segmentalen Instabilitäten und keine Hinweise auf frische oder ältere knöcherne Verletzungen ob jektiviert werden. Unter Berüc k- sichtigung aller Gegebenheiten und Befunde bestehe somit aus orthop ä- disch-rheumatologischer Sicht kein Gesundheitsschaden, der versich e- rungsmedizinisch betrachtet eine dauerhafte Limitierung der Arbeitsfähi g- keit, bezogen auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Projektleiter der B-1009/2011 Seite 16 Pharmaindustrie begründen könnte. Auch in allen allfälligen Verweistäti g- keiten sei der Beschwerdeführer gemäss seinem allgemeinen Bela s- tungsprofil 100 % arbeitsfähig. Dr. med. P ._______ stellte folgende Diag- nosen, welche jedoch keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hätten: – Chronisches cervicocephales und cervicobrachiales Schmerzsyndrom rechts betont mit Generalisierungstendenz mit/bei: – Fehlhaltung – myostatischer Insuffizienz – Status nach Velounfall am 22. Juni 1995 mit HWS-Distorsion – Status nach Heckauffahrkollision am 29. April 1999 mit inte r- mittierender Exazerbation der vorbestehenden Symptomatik – DD: Verdacht auf medikamenteninduzierten Kopfschmerz – Chronisch rezidivierendes lumbales Schm erzsyndrom mit intermitti e- render pseudoradikulärer Symptomatik rechts mit/bei: – Fehlhaltung – myostatischer Insuffizienz – rezidivierenden segmentalen, costotransversalen und ISG - Funktionsstörungen – diskreter Chondrose LWK 5/SWK 1 ohne wesentliche ossäre Reaktion. 6.7.2. Im neurologischen Teilgutachten kam der Gutachter Prof. Dr. med. Q._______, Facharzt Neurologie, zum Schluss, dass beim Beschwerd e- führer eine über ein leichtgradiges Schädel -Hirn-Trauma hinausgehende Kopfverletzung nicht wahrscheinlich sei. Dies anges ichts fehlender Hi n- weise auf eine unfallassoziierte gravierende Kopfverletzung sowie der ini- tialen ärztlichen Erstbeobachtungen mit fehlenden Hinweisen auf eine ce- rebrale Störung. Gegen eine wesentliche cerebrale Verletzung würden auch die durchgeführten U ntersuchungen sowie die erhobenen neur o- psychologischen Befunde sprechen. Der neurologische Befund ergebe keinen sicheren oder wahrscheinlichen Anhalt für eine behindernde Läs i- on am zentralen oder peripheren Nervensystem oder der Wirbelsäule. Dem gegenüber ergebe sich ein sicherer Hinweis auf eine demonstrative Darbietung von Einschränkungen und Beschwerden. Die gebotene Pr ä- sentation habe dabei für eine bewusstseinsnahe ("gemachte") Störung gesprochen. Es bestehe eine Diskrepanz zwischen der anamnestischen Angabe des Begutachteten zur aktuellen Schmerzstärke und dem völlig unbeeinträchtigt wirkenden klinischen Eindruck. Der erhobene neuroko g- nitive Befund sei unauffällig gewesen. Insbesondere hätten sich beim B e- schwerdeführer im Rahmen der Untersuchung keine H inweise für eine B-1009/2011 Seite 17 Ermüdung ergeben. Der Beschwerdeführer sei konzentriert und vor allem zum Abschluss der gutachterlichen Untersuchung bemüht gewesen, die Ausprägung seiner Beschwerden nochmals eloquent und ausführlich zu betonen. Prof. Dr. med. Q._______ kam zum Schluss, dass sich weder aus den Aktendokumenten, der Anamnese, dem Untersuchungsbefund noch der medizinischen Evidenzlage einen Anhalt für ein erlittenes Tra u- ma ergebe, welches geeignet gewesen wäre, dauerhafte Beschwerden jedwelcher Art zu unterhalten. 6.7.3. Gemäss Dr. sc. hum. Dipl. Psych. R._______, welche das neur o- psychologische Teilgutachten erstellt hat, habe der Beschwerdeführer während der neuropsychologischen Untersuchung ein Aggravation s- verhalten gezeigt. Der WMT -Test (Greens Word Memory Test), welcher der Erfassung der Motivation, Anstrengungsbereitschaft und Gedächtni s- leistung diene, sei vom Beschwerdeführer mit grosser Mühe durchgeführt worden. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass dieser Test auch von Patienten mit ausgeprägten Hirnleist ungsstörungen gut bewältigt werde, erstaunten die Testresultate des Beschwerdeführers, die weit unterhalb der Norm, vergleichbar mit Werten von Patienten mit mittelschweren Schädelhirntraumas, lägen. Auch beim Test SPM habe der Beschwerd e- führer einen unterdurchschnittlichen Prozentrang erreicht. Sein sprachfrei erfasster IQ habe bei 78 gelegen, was weder mit seiner Ausbildung noch seinem bisherigen Berufsleben in Einklang zu bringen sei. Im COG Test habe der Beschwerdeführer bei der Testvariablen "Mittlere Zeit korrekte Zurückweisung" einen durchschnittlichen Prozentrang erreicht, allerdings seien mehr als 15 % der geforderten Reize oder mehr als 15 % der nicht geforderten Reize falsch beurteilt worden, was auf ein nicht angepasstes Arbeitstempo oder andere instruktionswidrige Bearbeitungsstrategien hinweise. 6.7.4. Gemäss dem psychiatrischen Untersuchungsbefund von Dr. med. S._______, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, habe beim B e- schwerdeführer keine psychiatrische Störung festgestellt werden können, womit aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gegeben sei. Gegen eine Neurasthenie, welche ohnehin keine Auswi r- kung auf die Arbeitsfähigkeit hätte, würden die von Prof. Dr. B._______ postulierten Unfallfolgen vom 22. Juni 1995 mit eine m leichten Schädel - Hirn-Trauma kombiniert mit einer HWS -Distorsion sprechen. Für ein o r- ganisches Psychosyndrom nach Schädel -Hirn-Trauma seien nicht alle Kriterien erfüllt und der Verlauf mit einer Progredienz der Symptomatik spreche ebenfalls gegen eine solche Diagnose. B-1009/2011 Seite 18 6.7.5. Zusammenfassend wurde im interdisziplinären MEDAS -Gutachten vom 30. März 2009 festgehalten, dass unter Berücksichtigung aller G e- gebenheiten und Befunde beim Beschwerdeführer weder aus internist i- scher noch aus rheumatologischer, neurologischer, neuropsychologischer und psychiatrischer Sicht pathologische Befunde erhoben werden kön n- ten, welche eine dauerhafte Einschränkung seiner Arbeitsfähigkeit med i- zinisch begründen könnten. Der Gesundheitszustand des Beschwerd e- führers habe sich seit Dezembe r 2005 nicht verändert. Es könne keine Diagnose gestellt werden, welche einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hätte. Der Beschwerdeführer sei in der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit als Biochemiker/Projektleiter medizinisch - theoretisch zu 100 % arbeitsfähig. 6.8. Aus dem Bericht von lic. phil. L._______ vom 25. Oktober 2010 geht hervor, dass sich die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers in neuropsychologischer/psychotherapeutischer Sicht wie auch in Bezug auf die Schmerzverarbeitungstherapie nicht verbessert habe. Der Beschwe r- deführer leide nach wie vor an einer ausgeprägten Schmerzproblemati k, Schwindelattacken, schweren Erschöpfungszuständen und neuropsych o- logischen Defiziten und dies trotz intensiver medizinischer und med ika- mentöser Behandlung. Ihres Erachtens sei es nicht möglich, dass der Beschwerdeführer eine eventuell vorhandene Erwerbsfähigkeit von wen i- gen Stunden pro Woche wertschöpfend umsetzen könne. Zeitweise sei der Beschwerdeführer in der Lage, für eine Stunde a m PC administrative Arbeiten zu verrichten. Dies sei jedoch abhängig vom jeweiligen Schmerzpegel und vom Erschöpfungszustand, weshalb die Einsätze ganz unregelmässig und nicht planbar seien (vgl. IV act. 85). 6.9. Im Bericht von Prof. Dr. B._______ vom 12. November 2010 verwies dieser auf seine Feststellungen gemäss seinem Bericht vom 3. Oktober 2007 und führte ergänzend aus, dass sich der medizinische Gesun d- heitszustand des Beschwerdeführers seither weiter verschlechtert habe, dies trotz allen therapeutischen B emühungen und bei unverändert bester Kooperation des Beschwerdeführers. Die medizinischen Einschränku n- gen seien noch dieselben, aber sie hätten in quantitativer Hinsicht zug e- nommen. Es bestehe eine therapieresistente, andauernde Interaktion von physischen, psychischen und neurokognitiven Interaktionen, die in einer weitestgehenden Leistungsinsuffizienz mündeten (vgl. IV act. 86 S. 3). 6.10. Prof. Dr. B._______ führte im Bericht vom 23. Juni 2011 im Wesent- lichen aus, dass der Beschwerdeführer seit der stationären Rehabilitati-B-1009/2011 Seite 19 onsbehandlung vom 26. September bis 21. November 1995 in seiner B e- handlung sei. Der Beschwerdeführer habe auch in einem geschützten Ar- beitsplatz seines früheren Arbeitgebers eine insuffiziente Arbeitsleistung mit vielen Arbeitsausfällen erbrac ht. Er habe von vornherein in einem marktkonformen Arbeitsplatz keine Reintegrationschancen gehabt. Die Verschlechterung des Gesundheitszustandes beruhe auf einer kontinuier- lichen klinischen Beobachtung des gesamten Verlaufs. Der Beschwerd e- führer sei ganz offensichtlich in seinem Allgemeinzustand reduziert, und dies eindeutig zunehmend im zur Frage stehenden Zeitraum. Er sei blass, habe eine massive periorbitale Halonierung (Augenringe), sein Körpertonus sei vermindert, er spreche leise und gehemmt, bewege sich motorisch vorsichtig. Der Beschwerdeführer leide an einer massiven Fat i- gue, wie sie für diese Art chronischer Schmerzerkrankung typisch sei. Der Schlafrhythmus sei gestört, das Schlafbedürfnis gleichzeitig deutlich e r- höht, der Schlaf praktisch nie erh olsam. Die Fatigue habe beim B e- schwerdeführer über den fraglichen Zeitraum auch deutlich zugeno m- men. 7. 7.1. Aus den dargelegten medizinischen Unterlagen wird ersichtlich, dass hinsichtlich der aktuellen medizinischen Befundaufnahme und den lei s- tungsbezogenen Sc hlussfolgerungen ein klarer und unüberbrückbarer Widerspruch besteht. So attestiert der behandelnde Arzt Prof. Dr. B._______ dem Beschwerdeführer eine volle Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit, während die MEDAS -Gutachter hingegen zum Schluss ko m- men, das s der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit voll a r- beitsfähig sei und dies bereits seit dem Jahr 2005. 7.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass sich sein Gesundheit s- zustand seit der letzten Verfügung vom 2. März 2004 wesentlich ve r- schlechtert habe, so dass er Anspruch auf eine ganze Invalidenrente h a- be. Es sei bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Frage nach der noch verwertbaren Arbeitsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt auf die Einschätzung des behandelnden Arztes Prof. Dr. B._______ ab- zustellen. 7.3. Die Vorinstanz geht demgegenüber davon aus, dass sich der G e- sundheitszustand des Beschwerdeführers nicht wesentlich verschlechtert, aber auch nicht verbessert hat, bestätigt sie doch mit Verfügung vom 11. Januar 2011 den Anspruch des B eschwerdeführers auf eine Dreivie r-B-1009/2011 Seite 20 telsrente. Das in Auftrag gegebene MEDAS -Gutachten vom 30. März 2009, mit welchem dem Beschwerdeführer eine volle Arbeitsfähigkeit a t- testiert wurde, wertet sie implizit als eine im Rahmen der Rentenrevision unbeachtliche a ndere Beurteilung des gleichen Gesundheitszustandes. Die Vorinstanz ist insofern dem MEDAS -Gutachten nicht gefolgt. Sie hält indessen fest, dass gestützt auf das Gutachten eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers seit dem 2. Mär z 2004 ausgeschlossen werden könne. 7.4. Umstritten und zu prüfen ist daher, ob anhand der Berichte von Prof. Dr. B._______ seit dem Rentenentscheid vom 2. März 2004 tatsächlich eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähi g- keit des Beschwe rdeführers erkennbar ist, welche eine rentenrelevante Erhöhung des Invaliditätsgrades rechtfertigen würde. 8. 8.1. Prof. Dr. B._______ begründet die Verschlechterung des Gesun d- heitszustandes des Beschwerdeführers insbesondere mit den immer häu- figer auftretenden Erschöpfungszuständen und Schlafanfällen als Folge des leichten Schädel-Hirn-Traumas kombiniert mit einer HWS -Distorsion. Er führte wiederholt aus, dass sämtliche medikamentöse Behandlung s- versuche dieser massiven Fatigue des Beschwerdeführers keine Verbe s- serung gebracht hätten. 8.2. Aus den dargelegten medizinischen Unterlagen geht hervor, dass der Beschwerdeführer bereits seit seinen Unfällen an unklaren Schlafstöru n- gen und rezidivierenden Erschöpfungszustä nden litt (vgl. Bericht von Dr. med. F._______ vom 26. Januar 2005 [IV act. 53.3 S. 36 ff.]). Die im Jahr 2005 von Dr. med. G._______ durchgeführte Polysomnographie schloss ein obstruktives Schlafapnoe -Syndrom aus. Dr. med. G._______ hielt fest, auffallend sei, dass trotz der Medikation mit Efexor der REM - Schlaf-Anteil normal gewesen sei, was ihn daran zweifeln lasse, dass der Beschwerdeführer am Tag der Polysomnographie Efexor eingenommen habe. Es hätten keine eindeutigen Ursachen für die Schlafstörungen und Erschöpfungszustände festgestellt werden können (vgl. IV act. 53.3 S. 22 ff.). Diese Feststellung deckt sich auch mit der MEDAS -Beurteilung vom 30. März 2009. Die Gutachter haben darin dargelegt, dass sich keine o r- ganische Ursachen für die geklagten Erschöpfungszustände und Schla f-B-1009/2011 Seite 21 anfälle des Beschwerdefüh rers finden liessen und sie diese daher nicht nachvollziehen könnten. Für leichtgradige Schädel -Hirn-Traumen ergebe sich aus der vorliegenden medizinischen Evidenzlage kein hinreichend sicherer Anhalt auf so zu begründende dauerhafte kognitive Störungen. So hielt Dr. med. Q._______ in seinem neurologischen Teilgutachten fest, dass der Beschwerdeführer während der gesamten Untersuchung nicht schmerzgequält oder anderweitig wesentlich beeinträchtigt gewirkt habe. Sowohl das Gedächtnis, die Konzentration, die Aufmerksamkeit als auch die Auffassung des Beschwerdeführers seien intakt gewesen. Im Rahmen der einstündigen Untersuchung hätten sich keine Hinweise für eine E r- müdung ergeben. Auch die neuropsy chologische Teilgutachterin Dr. R._______ setze sich mit den geklagten Erschöpfungszuständen des Beschwerdeführers auseinander. Sie kam jedoch zum Schluss, dass der Beschwerdeführer ein Aggravationsverhalten zeige, welches durch die unglaubwürdigen Testresultate ersichtlich sei, und diese nicht den aktuel- len Stand der kognitiven Fähigkeiten des Beschwerdeführers wiederspi e- gelten. 8.3. Es fällt auf, dass die MEDAS -Gutachter in Bezug auf die Erschö p- fungszustände und Schlafanfälle wiederholt auf die deutliche Diskrepanz zwischen den objektiven Befunden u nd den subjektiven geklagten B e- schwerden des Beschwerdeführers hinweisen und mehrfach eine Aggr a- vation beschreiben. Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer selbst mit dem Auto zur MEDAS-Begutachtung von seinem Wohnort Lörrach bis nach Zürich g e- fahren ist (vgl. IV act. 77 S. 30), erstaunt angesichts der geklagten anfal l- artigen Schlafanfällen des Beschwerdeführers und seiner Aussagen, dass er keine Zusammenhänge mehr erkennen sowie seine Auffassungsgabe nur über einen kurzen Zeitraum aufrecht erhalten könne . Unter diesem Blickwinkel vermögen die Aussagen des Beschwerdeführers in Bezug auf eine Gesundheitsverschlechterung nicht zu überzeugen. Die Vorinstanz stützt sich zwar nicht auf das Ergebnis der MEDAS - Begutachtung, aber sie schliesst aufgrund der Ausführungen der MEDAS- Gutachter, dass die vom Beschwerdeführer anhand der Arztberichte von Prof. Dr. B._______ geltend gemachten vermehrten Erschöpfungsz u- stände bzw. Schlafanfälle nicht ausgewiesen seien und daher keine Ver- schlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten sei. B-1009/2011 Seite 22 Diesbezüglich gilt festzuhalten, dass Prof. Dr. B._______ seine Einschät- zung betreffend der Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers nicht mit konkreten Angaben und Befunden belegt, sondern sich weitestgehend auf d ie subjektiven Beschwerden des B e- schwerdeführers abstützt. Ferner setzt er sich nicht näher mit der Frage auseinander, welche leidensangepassten Tätigkeiten dem Beschwerd e- führer allgemein noch zumutbar wären, sondern erachtet ihn generell als 100 % arbeits unfähig. Aufgrund des auftragsrechtlichen Vertrauensve r- hältnis von Prof. Dr. B._______ zum Beschwerdeführer ist diese Ei n- schätzung mit Vorbehalt zu würdigen (vgl. E. 4.4). Um eine Veränderung des Gesundheitszustandes glaubhaft zu machen, müssen mindestens objektive Hinweise für eine Verschlimmerung des bestenden Leidens oder weitere Einschränkungen, welche noch nicht b e- rücksichtigt wurden, bestehen. Sowohl Dr. med. G._______ als auch die MEDAS-Gutachter haben für die geltend gemachte Verschlimmerung des Gesundheitszustandes jedoch keine objektiven Hinweise gefunden. Auch die Berichte der behandelnden Psychologinnen stützen sich auf die su b- jektiven Aussagen des Beschwerdeführers und enthalten keine objektive Hinweise für eine Verschlimmerung. So führte Dr. phil. I._______, welche den Beschwerdeführer seit August 1997 behandelt, in ihrem Bericht vom 6. März 2008 aus, dass sich die gesundheitliche Situation des Beschwe r- deführers nicht verbessert habe, aber auch eine wesentliche Verschlec h- terung ebenfalls nicht eingetreten sei. 9. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die vorliegenden Arztberichte von Prof. Dr. B._______ – entgegen der Ansicht des B e- schwerdeführers – nicht darauf schliessen lassen, dass sich der Gesun d- heitszustand des Beschwerdeführers s eit der Verfügung vom 2. März 2004 wesentlich verschlechtert hat. Angesichts der unveränderten Ve r- hältnisse besteht damit weiterhin bei einem Invaliditätsgrad von 67 % A n- spruch auf die bisherige Dreiviertelsrente . Demzufolge ist die Beschwe r- de abzuweisen und der vorinstanzliche Entscheid zu bestätigen. 10. Als unterliegende Partei hat der Beschwerdeführer die Verfahrenskosten zu tragen, die sich aus der Gerichtsgebühr und den Auslagen zusa m- mensetzen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Sie werden unter Berücksicht i- gung des Umfanges und der Schwierigkeit der Streitsache im vorliege n- den Verfahren auf Fr. 400. – festgesetzt (Art. 63 Abs. 4 bis VwVG sowie B-1009/2011 Seite 23 Art. 1, 2 und 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [ VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss in gle i- cher Höhe verrechnet. Dem unterliegenden, anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer wird keine Parteientschädigung zugesprochen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). Die obsiegende Vorinstanz hat nach Art. 7 Abs. 1 e contrario und Abs. 3 VGKE auch keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 400. – werden dem Beschwerdeführer a uf- erlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ve r- rechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Gerichtsurkunde) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: B-1009/2011 Seite 24 Ronald Flury Bianca Spescha Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die U n- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 14. Mai 2012