A bteilung IV D -3055/2007 {T 0/2} U rteil vom 7. Septem ber 2007 M itw irkung: R ichter Fulvio H aefeli, R ichter H ans Schürch, R ichter G érald Bovier G erichtsschreiberin U lrike R aem y A ._______, geboren _______, alias B ._______, geboren _______, alias C ._______, geboren _______, Sri Lanka, vertreten durch R echtsanw alt lic.iur. Em il R obert M eier, _______ Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 30. M ärz 2007 i S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer, ein ethnischer Tam ile aus D ._______ (E._______), verliess sein H eim atland gem äss eigenen Aussagen am 30. N ovem ber 2006 und gelangte von Italien herkom m end am 4. D ezem ber 2006 illegal in die Schw eiz, w o er gleichentags um Asyl nachsuchte. Am 14. D ezem ber 2006 fand die Befragung im Em pfangszentrum _______ statt. M it Verfügung des BFM vom 5. Januar 2007 w urde der Beschw erdeführer für den w eiteren Verlauf des Asylverfahrens dem Kanton _______ zugew iesen, w o er am 25. Januar 2007 durch die zuständige Behörde zu seinen Asylgründen angehört w urde. B. Zur Begründung seines Asylgesuchs m achte der Beschw erdeführer im W esentlichen geltend, er sei im Jahre 1997 bei einem Luftangriff der Arm ee verletzt w orden, w eshalb er fünfzehn Tage im Spital hätte gepflegt w erden m üssen. Im Jahre 1999 sei er von der LTTE (Liberation Tigers of Tam il Eelam ) angehalten w orden, um Verletzte zu bergen. Zu Beginn des Jahres 2006 habe sich sein Vater den "Tigers" angeschlossen. Später habe die LTTE auch ihn rekrutieren und seinen Bruder m itnehm en w ollen. Am 10. Juli 2006 sei er zusam m en m it seiner M utter nach F._______ zu seiner G rossm utter gefahren, um an der Beerdigung seines G rossvaters teilnehm en zu können. Am 15. Juli 2006 sei die Polizei zu seiner G rossm utter nach H ause gekom m en und habe ihn m itgenom m en. D ie Polizei habe ihn ungefähr zehn Stunden lang festgehalten und schw er geschlagen. N och heute leide er deshalb unter Schm erzen im H üftbereich. M itte August 2006 sei er von Angehörigen der PLO TE (People's Liberation O rganisation of Tam il Eelam ) m itgenom m en und drei Stunden in F._______ festgehalten w orden. Sie hätten ihm einen schw eren Kopfschlag versetzt, w oraufhin er in O hnm acht gefallen sei. D anach habe die Arm ee seine G rossm utter noch einige M ale aufgesucht. C . Ein Fingerabdruckvergleich m it der Bundesrepublik D eutschland ergab, dass sich der Beschw erdeführer dort unter einer anderen Identität aufgehalten hatte. D iesbezüglich w urde ihm am 27. M ärz 2007 das rechtliche G ehör gew ährt. D . M it Verfügung vom 30. M ärz 2007 – eröffnet am 2. April 2007 - stellte das BFM fest, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht und lehnte das Asylgesuch ab. G leichzeitig ordnete es die W egw eisung des Beschw erdeführers aus der Schw eiz und den Vollzug an. Zur Begründung w urde ausgeführt, die Vorbringen des Beschw erdeführers verm öchten w eder den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gem äss Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG ; SR 142.31) noch denjenigen an die G laubhaftigkeit gem äss Art. 7 AsylG zu genügen. E. M it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht vom 2. M ai 2007 liess der Beschw erdeführer die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides beantragen. Es sei ihm Asyl in der Schw eiz zu gew ähren, eventualiter sei von einer W egw eisung abzusehen und es sei ihm die vorläufige Aufnahm e in der Schw eiz zu gew ähren.3 F. M it Beschw erdeergänzung vom 30. M ai 2007 reichte der Beschw erdeführer folgende D okum ente inklusive deutscher Ü bersetzung zu den Akten: eine Bestätigung der LTTE vom 10. M ai 2007 betreffend der M itgliedschaft seines Vaters sow ie seines Bruders; ein Schreiben der LTTE vom 16. O ktober 2006 den Beitritt seines Bruders betreffend; eine "Käm pfer"-Bestätigung der LTTE vom 4. Januar 2007 bezüglich seines Vaters; eine undatierte Bestätigung des D orfvorstehers bezüglich des W ohnsitzes sow ie der Festnahm en bzw . der Suche nach dem Beschw erdeführer und betreffend der M itgliedschaft des Vaters und Bruders bei der LTTE; eine undatierte "Kriegszeit"-R ekrutierung des Vaters durch die LTTE zur politischen Abteilung; eine Bestätigung des "D istrict G eneral H ospital" vom 29. Januar 2007 ("To W hom It M ay C oncern"), w onach der Beschw erdeführer w egen einer Schienbeinfraktur behandelt w urde; ein Ausbildungsnachw eis des Beschw erdeführers der N ationalen Studententruppe. G . M it Zw ischenverfügung vom 12. Juli 2007 forderte der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverw altungsgerichts den Beschw erdeführer unter H inw eis auf die Säum nisfolge auf, bis am 27. Juli 2007 zur D eckung der m utm asslichen Verfahrenskosten einen Kostenvorschuss in der H öhe von Fr. 600.-- zu leisten. D er Beschw erdeführer leistete den einverlangten Kostenvorschuss fristgerecht. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]). 1.2 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 1.3 Ü ber offensichtlich unbegründete Beschw erden w ird in einem vereinfachten Verfahren entschieden. W ie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ).4 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vorhandensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D ie Vorinstanz gelangte zum Schluss, dass die die Ausreise des Beschw erdeführers begründenden Sachverhaltselem ente sow ohl aufgrund m ehrerer W idersprüche in seinen Aussagen als auch aufgrund einiger tatsachenw idriger Vorbringen unglaubhaft und zum Teil asylirrelevant seien. Bei der direkten Anhörung durch das BFM am 27. M ärz 2007 habe der Beschw erdeführer zu Protokoll gegeben, die LTTE habe ihn seit Juni 2006 rekrutieren w ollen (vgl. A27/S. 6). Bei der kantonalen Anhörung vom 25. Januar 2007 habe er dagegen ausgesagt, die M iliz habe ihn Anfang 2006 das erste M al zum Beitritt aufgefordert (vgl. A20/S. 8). W eiter schilderte er die U m stände des angeblichen Beitritts seines Vaters zu LTTE w idersprüchlich. G em äss seinen Aussagen bei der kantonalen Anhörung, habe die LTTE seinen Beitritt sow ie denjenigen seines Bruders gew ollt. Sein Vater sei gegen einen solchen Beitritt gew esen, w eshalb er selber Anfang 2006 der LTTE beigetreten sei (vgl. A20/S. 6). Vor dem BFM habe er den Beitritt des Vaters m it keinem W ort erw ähnt, sondern die R ekrutierungsversuche der LTTE auf einen späteren Zeitpunkt datiert (vgl. A27/S. 5 f.), und habe des W eiteren erklärt, er sei in E._______ gew esen, als sein Bruder von der LTTE m itgenom m en w orden sei (vgl. ebd.). D em gegenüber w olle er gem äss seinen Aussagen in der Em pfangstelle von seiner M utter davon erfahren haben, w eil er zu diesem Zeitpunkt bereits in F._______ gew esen sei (vgl. A1/S. 4). 4.2 Bezüglich der geltend gem achten zw ei Festnahm en im Juli und im August 2006 5 sow ie der im Anschluss daran geschilderten Behelligungen durch die Arm ee und der geltend gem achten R ekrutierungsversuche der LTTE ab Juni 2006 hielt das BFM fest, diese Vorbringen seien tatsachenw idrig. Ein Fingerabdruckvergleich m it der Bundesrepublik D eutschland habe ergeben, dass sich der Beschw erdeführer seit dem 6. April 2006 in D eutschland aufgehalten habe. Im R ahm en des ihm hierzu gew ährten rechtlichen G ehörs habe er lediglich erklärt, er sei durch die erlittenen Schläge vergesslich gew orden, deshalb könne er sich nicht daran erinnern, in D eutschland gew esen zu sein (A27/S. 7). D iese Erklärung sei jedoch unbehelflich, w eil er erst später anlässlich der Festnahm en im Juli und im August 2006 geschlagen w orden sein w olle. 4.3 W as die vom Beschw erdeführer geltend gem achten Problem e anbelange, denen der Beschw erdeführer in den Jahren 1997 und 1999 ausgesetzt gew esen sei, handle es sich dabei um N achteile, denen er w egen der dam aligen Bürgerkriegssituation ausgesetzt gew esen sei. D ie Vorfälle lägen ausserdem zu w eit zurück und stünden som it nicht m ehr in einem genügend engen Kausalzusam m enhang zu seiner erst viel später erfolgten Ausreise aus Sri Lanka. 4.4 In der Beschw erdeeingabe datierte der Beschw erdeführer unter anderem die gem einsam e R eise m it seiner M utter nach F._______ zu seiner G rossm utter auf den 10. Juli 2005 und die Festnahm e im H aus seiner G rossm utter durch die srilankische Arm ee und Polizei auf den 15. Juli 2005. Er sei zehn Stunden lang festgehalten und m isshandelt w orden. Am 24. Juli 2005 sei er von Anhängern der PLO TE m itgenom m en, drei Stunden lang festgehalten und m isshandelt w orden. D es w eiteren führte er aus, zu Beginn des Jahres 2006 habe sich sein Vater der LTTE angeschlossen. D araufhin habe er Sri Lanka verlassen und sich nach Tschechien begeben, von w o aus er im April 2006 versucht habe, in die Bundesrepublik D eutschland auszureisen. Er sei jedoch von den deutschen Behörden nach einer ungefähr einm onatigen Inhaftierung nach Tschechien abgeschoben w orden. Im August 2006 sei er nach Sri Lanka zurückgekehrt. W ährend seiner Abw esenheit hätten Anhänger der LTTE seinen Bruder zw angsrekruiert. G leichzeitig habe sich der R ekrutierungszw ang der "Tigers" auf ihn verstärkt. Auf Anraten seines Schleppers habe er seinen früheren Aufenthalt in Europa nicht erw ähnt und die zeitlichen Angaben teilw eise angepasst bzw . chronologisch nach hinten verschoben. Trotzdem seien seine Aussagen im Kerngehalt w ahrheitsgem äss und belegten, dass er in seinem H eim atland von beiden Bürgerkriegsparteien verfolgt w erde bzw . einer ernsten und erheblichen G efahr ausgesetzt sei, verfolgt zu w erden. Aufgrund der nachträglichen Korrekturen sei ein asylrelevanter Sachverhalt gegeben . 4.5 Anlässlich der Anhörung vom 27. M ärz 2007 w urde dem Beschw erdeführer unter anderem das rechtliche G ehör zu dem Ergebnis des Fingerabdruckvergleichs m it der Bundesrepublik D eutschland gew ährt. In diesem Zusam m enhang gab er lapidar zu Protokoll, er sei vergesslich gew orden, seit er geschlagen w orden sei, und könne sich nicht daran erinnern, dort gew esen zu sein (vgl. A27/S. 7). Auch auf die entsprechenden H ilfestellungen des Befragers (aktenkundig sei er am 6. April eingereist und habe sich offenbar zuvor in Tschechien aufgehalten, er sei denn auch am 11. M ai 2006 nach Tschechien zurückgeführt w orden), versäum te es der Beschw erdeführer, sich explizit zu äussern und hielt daran fest, sich von Sri Lanka aus über D ubai und M ailand in die Schw eiz begeben zu haben (vgl. A27/S. 6 8). D as Verschw eigen des Aufenthalts in D eutschland spricht gegen die behauptete Verfolgung, zum al bereits w idersprüchliche Angaben über den R eisew eg (negative) R ückschlüsse auf die G laubhaftigkeit einer geltend gem achten Verfolgung zu lassen (vgl. EM AR K 1998 N r. 17 E. 4b S. 150). D em nach ist der W ahrheitsgehalt der erstm als auf Beschw erdeebene erhobenen Erklärungen zu bezw eifeln und auch die konstruiert w irkenden R ückdatierungen verm ögen nicht zu überzeugen. 4.6 An dieser Einschätzung können auch die m it Beschw erdeergänzung vom 30. M ai 2007 eingereichten D okum ente nichts ändern. Zum al es sich dabei offensichtlich um private G efälligkeitsschreiben handelt, deren Bew eisw ert ohnehin gering ist. 4.7 Aufgrund der vorstehenden Erw ägungen erübrigt es sich, auf die w eiteren Ausführungen in den Eingaben des Beschw erdeführers und den eingereichten Bew eism itteln im Einzelnen w eiter einzugehen, da sie am Ergebnis der vorgenom m enen W ürdigung nichts zu ändern verm ögen. U nter Berücksichtigung der gesam ten U m stände folgt, dass der Beschw erdeführer keine G ründe nach Art. 3 AsylG nachw eisen oder glaubhaft m achen konnte. D as Bundesam t hat sein Asylgesuch dem nach zu R echt abgelehnt. 5. 5.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG ; SR 142.20]). 5.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 5.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 5.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK; SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K; SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden.7 5.5 D er Beschw erdeführer verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbew illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; EM AR K 2001 N r. 21). 5.6 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. M . G attiker, D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a es dem Beschw erdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr des Beschw erdeführers in seinen H eim atstaat ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. 5.7 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen des Beschw erdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in seinen H eim atstaat dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti- Folterausschusses m üsste der Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16, S. 122, m .w .H .). D ie allgem eine M enschenrechtssituation in Sri Lanka lässt den W egw eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerw eise nicht als unzulässig erscheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 5.8 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). Bezüglich der allgem einen Lage in Sri Lanka (vgl. insbesondere "U N H C R Position on the International Protection N eeds of Asylum -Seekers from Sri Lanka" vom D e- zem ber 2006 [Zusam m enfassung und Schlussfolgerungen in deutscher Ü berset- zung in: U N H C R -Stellungnahm e zum Bedarf an internationalem Schutz von Asyl- suchenden aus Sri Lanka" vom Januar 2007], "Asylsuchende aus Sri Lanka – Po- sition der Schw eizerischen Flüchtlingshilfe" vom 1. Februar 2007, "C ountry of O ri- gin Inform ation R eport - Sri Lanka" des "U nited Kingdom H om e O ffice" vom 8. Februar 2007 und vom 11. M ai 2007, International C risis G roup: "Sri Lanka: The Failure of the Peace Process" in Asia R eport N o. 124 vom 28. N ovem ber 2006, In- ternational C risis G roup: "Sri Lanka's H um an R ights C risis" in Asia R eport N o 135 vom 14. Juni 2007) ist im heutigen Zeitpunkt festzustellen, dass sich sow ohl die politische Situation als auch die Sicherheitslage im Verlaufe des letzten Jahres 8 deutlich verschlechtert haben. D am it einhergehend ist seit dem letzten Jahr ein Anstieg von schw eren M enschenrechtsverletzungen zu verzeichnen. In den m ehr- heitlich von Tam ilen bew ohnten G ebieten im N orden und O sten des Landes ist die Sicherheitslage bedenklich und es herrschen schlechte hum anitäre Bedingungen. D as im Februar 2002 abgeschlossene W affenstillstandsabkom m en zw ischen der srilankischen R egierung und der LTTE w urde über die Jahre im m er brüchiger. M assgeblicher Faktor dieser Entw icklung w ar nicht zuletzt die Abspaltung des LTTE-O stkom m andanten Karuna von der Vanni-Führung im M ärz 2004. D ie Er- m ordung von Aussenm inister Lakshm an Kadirgam ar im August 2005 w ar schliess- lich der W endepunkt, der eine anhaltende Verschlechterung der Lage einleitete. In der Folge erklärte die R egierung den Ausnahm ezustand und setzte die so genann- ten "Em ergency R egulations" (ER ) in Kraft, w elche den Sicherheitskräften verm ehrte Kontroll- und Eingriffsrechte einräum en. Im April 2006 versuchten die LTTE den hochrangigen G eneral Sarath Fonseka zu erm orden. D ie R egierung reagierte darauf m it schw eren Luftangriffen auf LTTE-G ebiete im O sten des Landes. Ende Juli 2006 löste die Schliessung einer w ichtigen W asserschleuse durch die LTTE die erste Bodenoffensive der Arm ee im G ebiet von Trincom alee aus. D ie LTTE ihrerseits startete im August 2006 einen Angriff auf die Jaffna- H albinsel, der jedoch von den Sicherheitskräften zurückgeschlagen w urde. D ies bedeutete faktisch das Ende des W affenstillstandes. Ein vorläufig letzter Versuch, die Konfliktparteien zu neuen Friedensverhandlungen zu bew egen, scheiterte im O ktober 2006. Im D ezem ber 2006 w urden die ER nach dem m issglückten Selbstm ordanschlag auf den Bruder des Staatspräsidenten verschärft. D ie srilankische Arm ee ist bestrebt, die LTTE im Vanni-G ebiet zu isolieren und bom bardiert dieses regelm ässig. D ie LTTE ist indessen inzw ischen zur G uerilla- Taktik übergegangen und hat m it einem Ü berraschungsangriff m ittels Leichtflugzeug auf den Luftw affenstützpunkt beim internationalen Flughafen von C olom bo im M ärz 2007 gezeigt, dass sie über ein gefährliches Eskalationspotential verfügt. D er als H ardliner bekannte Präsident R ajapakse sow ie die R egierung, deren M itglieder m ehrheitlich der Partei des Präsidenten, der "Sri Lankan Freedom Party" (SLFP), angehören, setzen derzeit auf eine m ilitäri- sche anstatt eine politische Lösung des Konfliktes. D ie R egierung versucht ausser- dem , die Tam ilengebiete im N orden und O sten des Landes auseinander zu dividie- ren. So w urde beispielsw eise der im Jahr 1987 festgelegte provisorische Zusam - m enschluss zw ischen der N ord- und der O stprovinz durch einen G erichtsentscheid rückgängig gem acht. D ie R egierung m öchte nun offensichtlich Karuna und dessen politische O rganisation, "Tam il M akkal Viduthalai Puligal" (TM VP), als neuen O rd- nungsfaktor im O sten etablieren. Ein Ende des bew affneten Konflikts und eine substanzielle Verbesserung der Lage ist zurzeit nicht in Sicht. Vor diesem H intergrund ist eine R ückschaffung abgew iesener Asylbew erber aus Sri Lanka in Fortführung der von der AR K entw ickelten Praxis in die im N orden der Insel gelegenen G ebiete Kilinochchi, M annar, Vavuniya, M ullaitivu und Jaffna als unzum utbar zu erachten. H ingegen stuft das Bundesverw altungsgericht eine R ück- führung in die übrigen Provinzen und insbesondere in den G rossraum C olom bo w eiterhin als grundsätzlich zum utbar ein. Zw ar hat sich auch dort die hum anitäre und politische Situation sow ie die Sicherheitslage in den letzten Jahren verschärft; dennoch ist nicht von einer generellen U nzum utbarkeit einer R ückschaffung in die-9 ses G ebiet auszugehen (vgl. dazu EM AR K 2006 N r. 6). D er Beschw erdeführer stam m t seinen eigenen Aussagen zufolge aus der O rtschaft G ._______ bei D ._______ in der N ähe von E._______. G em äss den vorstehenden Erw ägungen ist der Vollzug der W egw eisung in dieses G ebiet als unzum utbar zu qualifizieren. Som it bleibt zu prüfen, ob es ihm zuzum uten ist, sich in einer anderen R egion seines H eim atlandes - nam entlich im G rossraum C olom bo - niederzulassen. D ie G efahr von Anschlägen durch die LTTE hat in letzter Zeit auch in C olom bo zugenom m en, w eshalb innerhalb der Stadt zahlreiche C heckpoints errichtet w urden; insbesondere Tam ilen w erden an den C heckpoints regelm ässig Sicherheitskontrollen unterzogen. D as Bundesverw altungsgericht erachtet die vom Beschw erdeführer geltend gem achte G efährdung durch die srilankische Arm ee und die LTTE als unglaubhaft, w eshalb entgegen der in der Beschw erde vertretenen Auffassung davon auszugehen ist, der Beschw erdeführer könne von der in Sri Lanka garantierten N iederlassungsfreiheit G ebrauch m achen. Er ist jung, offensichtlich gesund und verfügt über die Fähigkeit, eine durchschnittliche Schulbildung anzustreben. G em äss seinen protokollierten Aussagen hat er in Sri Lanka die Schule ohne eine Prüfung abzulegen in der elften Klasse verlassen. Bei einer R ückkehr ist deshalb davon auszugehen, dass er dort w ieder anknüpfen und sich, bei entsprechender Leistungsbereitschaft, in naher Zukunft im Süden des Landes eine Existenz aufbauen könnte. G em äss Aktenlage spricht der Beschw erdeführer zw ar nicht Singhalesisch, w as indessen im G rossraum C olom bo kein unüberw indbares H indernis für eine Integration darstellt, zum al die Tam ilen dort zirka 30 % der Bevölkerung ausm achen. Auch in Anbetracht des U m standes, dass er eigenen Angaben gem äss nie in C olom bo lebte, und er im G rossraum C olom bo über kein engeres Beziehungsnetz verfügt, dürfte es ihm m öglich sein, angesichts des O rganisierungsgrades der in C olom bo lebenden Tam ilen, soziale Kontakte zu knüpfen. Insgesam t ist daher festzustellen, dass dem Beschw erdeführer innerhalb seines H eim atlandes eine zum utbare Aufenthaltsalternative zur Verfügung steht. D er Vollzug der W egw eisung erw eist sich dem nach nicht als unzum utbar. 5.9 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 5.10 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 6. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esagten abzuw eisen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschw erdeführer 10 aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) und auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE]). D iese Kosten sind durch den am 26. Juli 2007 in derselben H öhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt und m it diesem zu verrechnen. (D ispositiv nächste Seite)11 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auferlegt und m it dem in gleicher H öhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers, (eingeschrieben; Beilage: zw ei Schreiben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - (Kantonale Behörde) (Beilage: _______) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Fulvio H aefeli U lrike R aem y Versand am :