<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht, bei der Evaluation des Neuen Kampfflugzeuges, unabhängig von der militärischen Kompetenz, einerseits die Technologiekompetenz inklusive Wissenstransfer und andererseits auch die Materialkompetenz mitzubeurteilen, die die militärischen und zivilen Unternehmen fördern.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Auffassung des Postulanten, dass dem Aufbau von Technologie- und Materialkompetenz sowie dem entsprechenden Wissenstransfer im Rahmen der Beschaffung der neuen Flugzeuge ein hoher Stellenwert zukommt.</p><p>Aus diesem Grunde wurden in der Offertenausschreibung zur Beschaffung eines neuen Kampfflugzeuges teilweise völlig neue Wege beschritten, um im Rahmen der Offset- und Industriebeteiligungspolitik möglichst optimale Voraussetzungen für die Schweizer Industriebasis zu schaffen. Im Zentrum stehen der langfristig sicherzustellende Technologie- und Wissenstransfer, die auf längere Zeit ausgerichtete industrielle Kooperation sowie der damit verbundene Kompetenzmehrwert für unsere Sicherheitsindustrie. Ferner muss ein Grossteil des Kompensationsvolumens bereits vor Vertragsunterzeichnung rechtlich verbindlich nachgewiesen werden.</p><p>Fünf der insgesamt 26 Offertenmodule beziehen sich auf diese Industriebeteiligung: Industrielle Instandhaltung, technisches Datenpaket und Ingenieurausbildung, Schweizer Industriebeteiligung, Endmontage in der Schweiz sowie strategische Kooperation zwischen Armasuisse, Flugzeughersteller und dem Schweizer Materialkompetenzzentrum der Luftwaffe (Ruag Aerospace). Die Ergebnisse dieser fünf Offertenmodule werden zusammenfassend unter dem Evaluationskriterium "Qualität des Portfolios der Beteiligung der Schweizer Industrie" in den Evaluationsbericht zur Beschaffung der neuen Flugzeuge einfliessen.</p><p>Der Bundesrat erachtet dieses neue Vorgehen als wegweisend für künftige grössere Beschaffungsvorhaben und damit verbundene Kompensationsgeschäfte. Ferner wird die Subkommission Tiger-Teilersatz der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrates den Evaluationsbericht einsehen können. Den Anliegen des Postulanten wird damit umfassend Rechnung getragen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.