<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00018</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106047&amp;W10_KEY=4467148&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00018</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.04.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 21.09.2001 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Niederlassungsbewilligung (Familiennachzug)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verwitweter Elternteil<br/><br/>Auch bei einem Nachzugsgesuch eines seit längerem verwitweten Elternteils ist das Kriterium der vorrangigen familiären Beziehung massgeblich, d.h. es besteht kein bedingungsloser Anspruch auf Familiennachzug.<br/>2A.280/2001</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ASYLVERFAHREN">ASYLVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BGE">BGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ELTERNERSATZ">ELTERNERSATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ELTERNROLLE">ELTERNROLLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSATZFAMILIE">ERSATZFAMILIE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: FAMILIENNACHZUG">FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESAMTFAMILIE">GESAMTFAMILIE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HALBWAISE">HALBWAISE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TEILFAMILIE">TEILFAMILIE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WITWE/-R">WITWE/-R</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSAMMENLEBEN">ZUSAMMENLEBEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 17 lit. II ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 14 AsylG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A., ehemalige StaatsangehÃ¶rige der Bundesrepublik Jugoslawien, reiste 1986 in die Schweiz, wo sie in zweiter Ehe den Schweizer D. heiratete und im gleichen Jahr die schweizerische StaatsangehÃ¶rigkeit erlangte. Diese Ehe wurde 1993 geschieden. In der Folge heiratete sie den Landsmann F., mit welchem sie im Kanton ZÃ¼rich lebte. Diese <br/> - dritte - Ehe wurde 2000 geschieden. Aus einer ersten Ehe stammt der Sohn M., geboren 1981, dessen Vater und erster Ehemann von A. im Jahr 1982 verstarb. Aus einer ausserehelichen Beziehung stammt die Tochter P., geboren 1984. Beide Kinder lebten bis 1999 bei der Grossmutter mÃ¼tterlicherseits in ihrer Heimat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 16. Dezember 1998 stellte A. bei der Fremdenpolizei des Kantons ZÃ¼rich das Gesuch um Einreise und Verbleib ihrer Kinder M. und P. bei ihrer Mutter. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit wies das Gesuch am ab. Dagegen erhoben A. Rekurs beim Regierungsrat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 13. Mai 1999 reisten M. und P. in die Schweiz ein. Nach Ablauf ihres Besuchervisums verblieben sie hier und stellten am 3. Januar 2000 Asylgesuche. Am 24. MÃ¤rz 2000 wies das Bundesamt fÃ¼r FlÃ¼chtlinge das Asylgesuch von M. ab und setzte ihm Frist zur Ausreise bis zum 8. Mai 2000. Die Fremdenpolizei sah angesichts des hÃ¤ngigen Rekursverfahrens betreffend die Aufenthaltsbewilligung von Vollzugsmassnahmen ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Am 22. November 2000 wies der Regierungsrat den Rekurs ab, soweit er den Sohn M. betraf und stellte mit Bezug auf die Tochter P. fest, dass noch ein Asylverfahren hÃ¤ngig sei, aus welchem Grund die RekursbehÃ¶rde den Rekurs der Tochter P. fÃ¼r gegenstandslos betrachtete und darauf nicht eintrat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Entscheid liess A. Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben mit den AntrÃ¤gen, die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit sei anzuweisen, den Kindern M. und P. die Niederlassungsbewilligung zu erteilen; allenfalls sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Staatskasse. Ausserdem sei M. bis zum rechtskrÃ¤ftigen Abschluss des Verfahrens der Aufenthalt im Kanton ZÃ¼rich zu bewilligen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die beschwerdebeklagte Direktion verzichtete auf Vernehmlassung, wogegen der Regierungsrat durch die Staatskanzlei den Antrag stellte, die Beschwerde sei abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">1. a) Auf dem Gebiet der Fremdenpolizei ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht laut § 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) nur soweit zulÃ¤ssig, als die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offensteht. Dieses bundesrechtliche Rechtsmittel ist gemÃ¤ss Art. 100 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 zulÃ¤ssig gegen Entscheide betreffend Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligungen, auf deren Erteilung die auslÃ¤ndische Person einen bundesrechtlichen Anspruch hat. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, auf Grund von Art. 17 Abs. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber Niederlassung und Aufenthalt der AuslÃ¤nder vom 26. MÃ¤rz 1931 (ANAG) stehe ihr ein Rechtsanspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung fÃ¼r ihre Kinder zu. Dieser Grundsatz ist unbestritten. Im bisherigen Verfahren war indessen streitig, ob auf Grund von Art. 14 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG) bei einem hÃ¤ngigen Asylverfahren ein Anspruch auf eine fremdenpolizeiliche PrÃ¼fung einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung bestehe. Der Regierungsrat ging davon aus, dass die FremdenpolizeibehÃ¶rden wÃ¤hrend eines Asylverfahrens keine Gesuche entgegennehmen beziehungsweise behandeln mÃ¼ssten, auch wenn ein Rechtsanspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung gegeben sei. Die BeschwerdefÃ¼hrerin stellte sich dagegen auf den Standpunkt, Art. 14 Abs. 2 AsylG schliesse die PrÃ¼fung nur aus, wenn kein Rechtsanspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung gegeben sei. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Die Frage stellt sich jedenfalls fÃ¼r den Sohn M. nicht, ist doch dessen Asylverfahren rechtskrÃ¤ftig abgeschlossen. Somit steht Art. 14 AsylG der Beschwerde bezÃ¼glich des Niederlassungsgesuchs nicht entgegen. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin Schweizer BÃ¼rgerin ist, besteht auf Grund des in der Praxis analog anwendbaren Art. 17 Abs. 2 ANAG ein grundsÃ¤tzlicher Anspruch auf Einbezug des Sohns in die Niederlassungsbewilligung seiner Mutter (BGE 125 II 585 E. 2). Damit hat das Verwaltungsgericht auf die Beschwerde einzutreten. Ob der Rechtsanspruch im konkreten Fall verwirklicht ist, ist Gegenstand der materiellen PrÃ¼fung. Sollte sich mit Bezug auf die Tochter P. ergeben, dass ein Rechtsanspruch besteht, wÃ¤re diesfalls das VerhÃ¤ltnis zu Art. 14 AsylG zu Ã¼berprÃ¼fen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2.<span> a) Zweck des Familiennachzugs ist es, das familiÃ¤re Zusammenleben zu ermÃ¶glichen. Der Wortlaut von Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG verdeutlicht, dass das Zusammenleben der Gesamtfamilie rechtlich abgesichert werden soll; das Gesetz verlangt ausdrÃ¼cklich, dass die Kinder mit ihren Eltern zusammenleben werden. Die Nachzugsregelung ist daher auf den Fall zugeschnitten, da die eheliche Beziehung der gemeinsamen Eltern intakt ist. Waren die Eltern jedoch gar nie miteinander verheiratet oder sind sie voneinander getrennt oder geschieden, und hÃ¤lt sich der eine Elternteil in der Schweiz, der andere aber im Ausland (oder an einem anderen Ort in der Schweiz) auf, kann es gar nicht um eine ZusammenfÃ¼hrung der Gesamtfamilie gehen. In solchen Situationen entspricht es dem Gesetzeszweck nicht, einen bedingungslosen Anspruch auf Nachzug der Kinder anzunehmen. Ein Nachzugsrecht setzt vielmehr voraus, dass das Kind zum in der Schweiz lebenden Elternteil die vorrangige familiÃ¤re Beziehung unterhÃ¤lt. Dabei kommt es nicht nur auf die bisherigen VerhÃ¤ltnisse an, sondern es kÃ¶nnen auch nachtrÃ¤glich eingetretene oder gar kÃ¼nftige UmstÃ¤nde wesentlich werden. Namentlich kann nicht entscheidend sein, in welchem Land das Kind bisher seinen Lebensmittelpunkt hatte, bliebe doch sonst ein Nachzugsrecht praktisch immer wirkungslos. Zu berÃ¼cksichtigen ist aber, bei wem das Kind bisher gelebt hat, beziehungsweise wem bei einer erfolgten Scheidung das Sorgerecht zugesprochen worden ist; sollte sich das Kindesinteresse in der Zwischenzeit geÃ¤ndert haben, wÃ¤re fÃ¼r eine Anpassung der familiÃ¤ren VerhÃ¤ltnisse in der Regel der privatrechtliche Weg zu beschreiten. Vorbehalten bleiben FÃ¤lle, in denen klare Anhaltspunkte fÃ¼r neue familiÃ¤re AbhÃ¤ngigkeiten - zum Beispiel beim Tod des sorgeberechtigten Elternteils oder bei neu sich abzeichnenden PflegebedÃ¼rfnissen - oder fÃ¼r eine wesentliche Verlagerung der BeziehungsintensitÃ¤ten bestehen (BGE 125 II 585 E. 2a S. 586 f., mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Es kommt nicht selten vor, dass Kinder von AuslÃ¤ndern, die ohne ihre Familie in die Schweiz Ã¼bersiedelt sind, im Herkunftsland nicht oder nicht hauptsÃ¤chlich vom andern Elternteil weiter betreut und aufgezogen werden, sondern dass stattdessen andere AngehÃ¶rige der mÃ¼tterlichen oder vÃ¤terlichen Verwandtschaft diese Versorgungs- und Erziehungsaufgaben wahrnehmen. Wird die Elternrolle von anderen Personen als den Eltern Ã¼bernommen, verlagern sich regelmÃ¤ssig auch die BeziehungsintensitÃ¤ten. Die Frage nach der vorrangigen Beziehung stellt sich daher nicht zwangslÃ¤ufig nur hinsichtlich des hier ansÃ¤ssigen und des mit den Kindern im Ausland verbliebenen anderen Elternteils. Gegeneinander abzuwÃ¤gen sind vielmehr die Beziehungen, die das Kind einerseits mit dem nachzugsberechtigten Elternteil und andererseits mit der oder den Personen verbindet, welche im Ausland die Elternrolle Ã¼bernehmen, seien dies nun einer oder mehrere AngehÃ¶rige der Verwandtschaft oder gar ein ganzer Verwandtschaftsverband (BGE 125 II 585 E. 2c S. 588 f.; BGE 124 II 361 E. 3a S. 366). Letztlich geht es um die Frage, wo das nachzuziehende Kind seine vorrangigen familiÃ¤ren Bindungen hat. Der Kindesnachzug ist nur dann zu bewilligen, wenn die WÃ¼rdigung der gesamten UmstÃ¤nde zum Schluss fÃ¼hrt, dass das nachzuziehende Kind zum hier lebenden Elternteil in engerer Beziehung steht (RB 1998 Nr. 54; vgl. auch BGr, 29. November 1999, 2A.343/1999).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Auslegung von Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG steht nicht im Widerspruch zu Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 (EMRK). Auch wenn diese Bestimmung unter anderem die familiÃ¤re Beziehung nicht verheirateter oder geschiedener Eltern zu ihren Kindern schÃ¼tzt, rÃ¤umt sie grundsÃ¤tzlich nicht demjenigen Elternteil ein Recht auf Nachzug eines Kinds ein, der freiwillig ins Ausland verreist ist, ein weniger enges VerhÃ¤ltnis zum Kind hat als der andere Elternteil oder sonstige Verwandte, die fÃ¼r das Kind sorgen, und seine Beziehung zum Kind weiterhin pflegen kann (BGE 124 II 361 E. 3a S. 366 f., mit Hinweisen; vgl. auch Jochen Frowein/Wolfgang Peukert, EMRK-Kommentar, 2. A., Kehl/Strassburg/Arlington 1996, Art. 8 Rz. 26).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Im Bereich des Familiennachzugs bei nachtrÃ¤glicher Umgestaltung der BetreuungsverhÃ¤ltnisse verfolgt das Bundesgericht grundsÃ¤tzlich eine strenge Praxis. Der in der FamilienzusammenfÃ¼hrung bestehende Zweck des Familiennachzugs wird insbesondere auch dann nicht erreicht, wenn der sich in der Schweiz aufhaltende AuslÃ¤nder jahrelang von seinem Kind getrennt lebt und es erst kurz vor Vollendung des 18. Altersjahrs zu sich holt. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt in solchen FÃ¤llen der Verdacht nahe, dass nicht das familiÃ¤re Zusammenleben angestrebt werde, sondern die mÃ¶glichst einfache Erlangung einer fremdenpolizeilichen Bewilligung. Das Bundesgericht sieht darin einen Rechtsmissbrauch, anerkennt andererseits aber auch, dass es gute GrÃ¼nde geben kann, die Familiengemeinschaft in der Schweiz erst nach Jahren herzustellen; solche GrÃ¼nde mÃ¼ssten sich jedoch aus den UmstÃ¤nden des Einzelfalls ergeben (BGE 125 II 585 E. 2a S. 587, mit Hinweisen). Ernsthaft kÃ¶nne sich die Frage des nachtrÃ¤glichen Familiennachzugs darum in der Regel nur bei Kindern stellen, die zwar wÃ¤hrend mehrerer Jahre im Ausland von anderen FamilienangehÃ¶rigen (anderer Elternteil, Grosseltern usw.) betreut worden seien, zum Zeitpunkt der Gesuchsstellung aber noch lÃ¤ngst nicht 18 Jahre alt seien und wenn GewÃ¤hr geboten sei, dass sie sich unter FÃ¼hrung des hier lebenden Elternteils in der Schweiz angemessen integrieren kÃ¶nnten. Ebenfalls zu beachten seien schliesslich die UmstÃ¤nde der Gesuchsstellung (BGr, 29. Oktober 1998, 2A.92/1998).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Der Vater des Sohns, dessen Nachzug die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt, verstarb, als der Sohn acht Monate alt war. Seit seiner Geburt wurde er von der Grossmutter mÃ¼tterlicherseits betreut und aufgezogen. Seine Mutter, die BeschwerdefÃ¼hrerin, verliess ihn spÃ¤testens, als er fÃ¼nfjÃ¤hrig war. Zusammen mit seiner drei Jahre jÃ¼ngeren Halbschwester lebte er fortan weiter bei seiner Grossmutter, zusammen mit weiteren Kindern aus der Verwandtschaft. Im Zeitpunkt, als seine Mutter das Nachzugsgesuch stellte, war er bereits 17-jÃ¤hrig. Er wuchs somit wÃ¤hrend mindestens zwÃ¶lf Jahren, mÃ¶glicherweise lÃ¤nger, getrennt von seiner Mutter auf. GestÃ¼tzt auf die zutreffenden SachverhaltswÃ¼rdigungen des Regierungsrats, auf welche gestÃ¼tzt auf § 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG verwiesen werden kann, ist davon auszugehen, dass seine vorrangige familiÃ¤re Beziehung nicht zu seiner Mutter als vielmehr zur Grossmutter besteht. Ebenfalls ist davon auszugehen, dass er im Zeitpunkt der Gesuchsstellung schulentlassen war, sich in Ausbildung befand, und dass seine damals 56-jÃ¤hrige Grossmutter ihm die seinem Alter entsprechende Betreuung zu geben vermochte, auch wenn sie gesundheitlich angeschlagen gewesen sein sollte. Diese beiden UmstÃ¤nde - die vorrangige familiÃ¤re Beziehung zur Grossmutter und die wei­ter bestehende angemessene Betreuungssituation im Zeitpunkt der Gesuchsstellung - werden von der BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht in Abrede gestellt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese stellt sich vielmehr auf den Standpunkt, es komme gar nicht auf die vorrangige familiÃ¤re Beziehung an, weil Art. 17 Abs. 2 ANAG, sofern die Vorschrift analog auf Schweizer Elternteile angewendet werde, keinen Raum fÃ¼r zusÃ¤tzliche Voraussetzungen im Sinn der Rechtsprechung des Bundesgerichts zu geschiedenen oder getrennt lebenden Eltern biete. Anders wÃ¤re eine Benachteiligung schweizerischer Elternteile gegenÃ¼ber niedergelassenen auslÃ¤ndischen Elternteilen die Folge. In BGE 126 II 329 habe das Bundesgericht klargestellt, dass die in Art. 17 Abs. 2 ANAG geregelten Voraussetzungen, nÃ¤mlich dass die nachzuziehenden Kinder ledig und unter 18-jÃ¤hrig sein mÃ¼ssen und zu den Eltern ziehen werden, abschliessend seien und der Familiennachzug weder von den bisherigen BetreuungsverhÃ¤ltnissen noch der vorrangigen familiÃ¤ren Beziehung abhÃ¤ngig gemacht werden dÃ¼rfe. Sei aber, wie im vorliegenden Fall, ein Elternteil verstorben, dÃ¼rfe der Nachzugsanspruch des Ã¼berlebenden Elternteils ebenso wenig von zusÃ¤tzlichen, nicht im Gesetzestext enthaltenen Bedingungen abhÃ¤ngig gemacht werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Inwiefern die vom Bundesgericht als Folge einer GesetzeslÃ¼cke empfohlene und praktizierte Anwendung von Art. 17 Abs. 2 ANAG auf schweizerische Eltern mit auslÃ¤ndischen Kindern eine unterschiedliche Handhabung gegenÃ¼ber den vom Gesetzestext erfassten niedergelassenen Eltern und deren Kindern gebÃ¶te, ist nicht ersichtlich. Keinesfalls kann der Rechtsprechung entnommen werden, dass der bei getrennten, teilweise in der Schweiz, teilweise im Ausland lebenden Elternteilen geforderte Nachweis der vorrangigen familiÃ¤ren Beziehung zu den Kindern nur fÃ¼r auslÃ¤ndische niedergelassene und nicht fÃ¼r schweizerische Elternteile GÃ¼ltigkeit habe. Was die BeschwerdefÃ¼hrerin fordert, kÃ¤me einer Ungleichbehandlung zu Gunsten der schweizerischen und zum Nachteil der niedergelassenen Eltern gleich, fÃ¼r welche die bundesgerichtliche Rechtsprechung keinerlei Hinweise abgibt und welche letztlich die BeschwerdefÃ¼hrerin auch ablehnt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) In der Hauptsache beruft sich die BeschwerdefÃ¼hrerin auf die in BGE 126 II 329 verÃ¶ffentliche Rechtsprechung, welche im Wesentlichen festgehalten hat, dass bei gemeinsam in der Schweiz zusammenlebenden Eltern der Anspruch auf Kindesnachzug nicht von zusÃ¤tzlichen Bedingungen, wie beispielsweise der AbwÃ¤gung familiÃ¤rer Beziehungen zu im Ausland lebenden Verwandten, abhÃ¤ngig gemacht werden dÃ¼rfe; vorbehalten bleibe einzig der Rechtsmissbrauch. Damit sei der Anspruch auf Nachzug in einem gewissen Sinn absolut. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist der Ansicht, diese Regelung habe auch fÃ¼r verwitwete, in der Schweiz lebende Elternteile schweizerischer NationalitÃ¤t zu gelten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Fall BGE 126 II 329 beantragte ein in der Schweiz zusammenlebendes Ehepaar jugoslawischer StaatsangehÃ¶rigkeit den Nachzug ihrer minderjÃ¤hrigen, als einzige im Aus­land lebenden Tochter. Das Gericht befand, dass es der Wortlaut und Sinn von Art. 17 Abs. 2 ANAG nicht zuliessen, die bisherige Betreuungssituation der Tochter im Ausland in die ErwÃ¤gungen miteinzubeziehen. Der angestrebte Familiennachzug sei in dieser Konstel­lation ein absoluter Anspruch; dem gemeinsamen Willen der Eltern zum Durchbruch zu verhelfen, sei Zweck der Norm. Einziger Vorbehalt sei der Rechtsmissbrauch. Die Kriterien, welche beim Nachzugsrecht eines alleinigen Elternteils zu prÃ¼fen seien, fÃ¤nden ihre Rechtfertigung darin, dass es dort nicht um den Schutz der Gesamtfamilie gehe, wie dies von Art. 17 Abs. 2 ANAG bezweckt werde. Bei einem Kind getrennt lebender Eltern fÃ¼hre der Umzug in die Schweiz nicht ohne weiteres zu einer Einbindung in eine Familiengemeinschaft. Das Kind werde nÃ¤mlich lediglich von einer Teilfamilie in eine andere versetzt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie bereits erwÃ¤hnt, gilt diese Ãberlegung auch fÃ¼r die Situation, wo die Obhut des Kinds in seiner Heimat nicht durch den anderen Elternteil, sondern durch Verwandte oder einen Verwandschaftsverband ausgeÃ¼bt wird. Auf den Grund des Wegfallens des im Ausland lebenden Elternteils kommt es in diesem Fall gar nicht an; dieser kann anwesend sein, ohne sich um die Kinderbetreuung zu kÃ¼mmern, er kann abwesend sein und fÃ¼r sein Kind nur selten oder gar nicht zur VerfÃ¼gung stehen. Gemeinsam ist, dass fÃ¼r das Kind eine - in der Regel von den Eltern gewÃ¤hlte - Ersatzfamilie vorhanden ist, welche die elterlichen Obliegenheiten wahrnimmt und dem Kind die Geborgenheit und den Schutz einer Familie zukommen lÃ¤sst. Ist dieser Familienersatz gegeben, bewirkt ein Nachzug zu einem Elternteil regelmÃ¤ssig nicht die erstmalige BegrÃ¼ndung eines Familienlebens, sondern die Versetzung von einer Teilfamilie in eine andere. Insofern spielt es keine Rolle, aus welchem Grund der nicht ins Ausland ausgewanderte Elternteil fÃ¼r die Erziehung weggefallen ist. Im vorliegenden Fall ist der Kindsvater des Sohns verstorben, als Letzterer ein Kleinkind war. Es wÃ¼rde zu stossenden Ergebnissen fÃ¼hren, wenn das Umfeld des Kinds wÃ¤hrend seiner ganzen Jugendzeit unbeachtet bliebe. Art 17 Abs. 2 ANAG lÃ¤sst eine davon unbesorgte LoslÃ¶sung nur zu, wenn auf der anderen Seite ein Elternpaar gemeinsam den Nachzug wÃ¼nscht und damit zum Ausdruck bringt, dass dem Kind ein neuer Familienrahmen gegeben werden soll. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin stellt sich offenbar auf den Standpunkt, als Witwe sei sie mit Bezug auf das Nachzugsrecht gleich zu behandeln wie zusammenlebende Eltern, weil sie gleichsam das Elternpaar vertrete. WÃ¼nscht ein verwitweter Elternteil den Nachzug sei­nes Kinds, ist eine Gesamtfamilie zum Vornherein ausgeschlossen. Indessen spielt, wie be­reits ausgefÃ¼hrt wurde, keine Rolle, aus welchem Grund die Gesamtfamilie auseinandergebrochen ist; auch bei getrennten oder geschiedenen Eltern spielt bei der erwÃ¤hnten Rechtsprechung die - theoretische - MÃ¶glichkeit, dass die Elternteile wieder zusammenziehen kÃ¶nnten, keine Rolle. Vielmehr ist dem verwitweten Elternteil mit dem getrennten oder ge­schiedenen gemeinsam, dass fÃ¼r die Betreuung des Kinds eine ErsatzlÃ¶sung erforderlich ist, wenn der betreuende Elternteil ins Ausland wegzieht. Dieses erzieherische und betreuerische Umfeld des Kinds ist Ausgangspunkt der Rechtsprechung, wonach es auf die vorran­gige familiÃ¤re Beziehung ankommen soll, nicht jedoch die theoretische MÃ¶glichkeit, dass die Eltern (wieder) einmal zusammenleben werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Kommt es damit auf das Kriterium der vorrangigen familiÃ¤ren Beziehung an, ist auf Grund der eindeutigen Sachlage, wonach diese vorrangige Beziehung nicht zur Mutter und BeschwerdefÃ¼hrerin besteht, ein Rechtsanspruch zu verneinen. Auf Grund des Alters des Sohns im Zeitpunkt der Gesuchsstellung und der wÃ¤hrend Jahren gegebenen - und unbenÃ¼tzten - rechtlichen MÃ¶glichkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin, diesen frÃ¼her nachzuziehen, muss vermutet werden, dass nicht das Zusammenleben in der Familie, sondern die berufliche und wirtschaftliche Zukunft des Sohns fÃ¼r das Gesuch ausschlaggebend war. Dies lÃ¤sst die Vermutung auf Rechtsmissbrauch zu, womit der Anspruch gestÃ¼tzt auf Art. 17 Abs. 2 ANAG verwirkt ist. Da kein Rechtsanspruch besteht, erÃ¼brigt es sich zu prÃ¼fen, ob die Fremdenpolizei berechtigt war, eine materielle PrÃ¼fung vorzunehmen, nachdem der Sohn im Zeitpunkt, als sein Asylgesuch rechtskrÃ¤ftig abgewiesen war, bereits das 18. Altersjahr Ã¼berschritten hatte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Die Garantie des Familienlebens gemÃ¤ss Art. 8 EMRK vermag unter den gegebe­nen UmstÃ¤nden keine weitergehenden AnsprÃ¼che zu vermitteln. Deshalb muss nicht geprÃ¼ft werden, ob die stÃ¤ndige Rechtsprechung, welche unter diesem Rechtstitel auf die VerhÃ¤ltnisse im Urteilszeitpunkt und nicht der Gesuchsstellung abstellt, zu revidieren sei, wie es die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt hat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Mit Bezug auf die Tochter kann nicht anders entschieden werden. Diese wuchs ohne Vater auf, weil dieser sich offenbar von ihr und der BeschwerdefÃ¼hrerin nach der Ge­burt aus EnttÃ¤uschung darÃ¼ber abgewendet hatte, dass ihm kein Sohn geschenkt wurde. In der Folge wuchs die Tochter spÃ¤testens ab ihrem zweiten Altersjahr bei der Grossmutter auf wie ihr Halbbruder. Im Zeitpunkt, als ihre Mutter den Nachzug in die Schweiz beantragte, war sie knapp 15-jÃ¤hrig. Sie verbrachte somit einen wesentlichen und prÃ¤genden Teil ihrer Jugend getrennt von ihrer Mutter. Diese hat ihre Tochter seinerzeit als Kleinkind der Grossmutter zur Betreuung und Erziehung Ã¼bergeben. Seit spÃ¤testens 1986, als sie die schweizerische StaatsbÃ¼rgerschaft erlangte, wÃ¤re ihr aus rechtlichen GrÃ¼nden der Nachzug ihrer Tochter mÃ¶glich gewesen, den sie indessen erst zwÃ¶lf Jahre spÃ¤ter beantragte. Dass sich trotz der langjÃ¤hrigen Distanz eine vorrangige familiÃ¤re Beziehung entwickelt hÃ¤tte, ist nicht ersichtlich und wird in der Beschwerde auch nicht substanziiert. Die Beziehung von Mutter und Tochter ist durch eine Verurteilung der BeschwerdefÃ¼hrerin im Jahr 1995 wegen Gehilfenschaft zu sexuellen Handlungen mit Kindern - zu Lasten ihrer Tochter - getrÃ¼bt. Auch mit Bezug auf die FÃ¤higkeit der Grossmutter, ihre Enkelin weiterhin im Rah­men deren altersgerechten BedÃ¼rfnisse zu betreuen, sind auf Grund der Beschwerde keine Zweifel angebracht und kann auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen des Regierungsrats verwiesen werden. Besteht somit kein Rechtsanspruch auf Niederlassung, durften die Vorinstanzen gestÃ¼tzt auf Art. 14 Abs. 1 und 2 AsylG auf das Gesuch nicht eintreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Der Regierungsrat ist auf das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin um Nachzug ihres Sohns eingetreten und hat dieses abgewiesen. Nach Art. 14 Abs. 2 AsylG werden hÃ¤ngige Verfahren um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung mit dem Einreichen eines Asylgesuchs gegenstandslos. Mit Blick auf Art. 14 Abs. 1 AsylG gilt dies jedenfalls fÃ¼r Gesuche um Aufenthaltsbewilligung, fÃ¼r welche kein Rechtsanspruch besteht. Der Regierungsrat ging offenbar davon aus, dass mit dem rechtskrÃ¤ftigen Abschluss des Asylverfahrens das frÃ¼her gestellte Gesuch um Aufenthalt beziehungsweise Niederlassung wieder aufgelebt sei. In jenem Zeitpunkt war der Sohn der BeschwerdefÃ¼hrerin indessen nicht mehr minder­jÃ¤hrig, so dass auf das Gesuch nicht hÃ¤tte eingetreten werden mÃ¼ssen. FÃ¼r die heutige Beschwerde Ã¤ndert dies nichts, wird doch mit dieser die Erteilung der Niederlassungsbewilligung beantragt. Auf Grund der ErwÃ¤gungen ist die Beschwerde abzuweisen. FÃ¼r eine RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz besteht kein Anlass, weil das Verwaltungsgericht mit Bezug auf beide Kinder der BeschwerdefÃ¼hrerin den Rechtsanspruch zumindest vorfrageweise zu Ã¼berprÃ¼fen in der Lage war. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. </span>...</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>