Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 27. August 2015 (720 15 146 / 212) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Die Anordnung eines Verlaufsgutachtens erscheint aufgrund verschiedener Hospitalisa- tionen der versicherten Person als notwendig; die Vorbefassung des Verlaufsgutachters stellt für sich keine Voreingenommenheit ein, in casu erscheint das Ergebnis der Begut- achtung weiterhin als offen; es besteht kein Rechtsanspruch auf eine konsensuale Be- stimmung des Verlaufsgutachters Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Yve s Thommen, Kantonsrich- ter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Tina Gerber Parteien A.____ , Beschwerdeführerin , vertreten durch André Baur , Advokat , Greifengasse 1, Postfach 1644, 4001 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff Gutachten A. Die 1965 geborene A.____ meldete sich am 2. Deze mber 1997 unter Hinweis auf ein Nervenleiden bei der Eidgenössischen Invalidenversi cherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse sprach die IV-Stelle Basel- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Landschaft (IV-Stelle) der Versicherten mit Verfügung vom 21. August 1998 – basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100% – eine ganze Rente zu. Die ganze Rente wurde in der Folge mehrfach, namentlich im Rahmen zweier Revisionsverfahre n in den Jahren 2001 und 2005, bestätigt. Am 26. November 2009 leitete die IV-Stelle eine wei tere Rentenrevision ein. In diesem Zusam- menhang holte sie im Jahr 2010 ein bidisziplinäres rheum atologisch-psychiatrisches Gutachten sowie im Jahr 2012 ein psychiatrisches Verlaufsgutachten ei n und führte in den Jahren 2013 und 2014 berufliche Eingliederungsmassnahmen im Sinne e ines Belastbarkeitstrainings durch. Im Rahmen des (zweiten) Vorbescheidverfahrens zeigte die IV-Stelle A.____ mit Schreiben vom 2. Februar 2015 an, dass zur Klärung des Leistungsan spruchs eine psychiatrische Ver- laufsbegutachtung bei Dr. med. B.____, FMH Psychiatri e und Psychotherapie, vorgesehen sei. Auf Intervention der Versicherten vom 13. Februar 2015 hin hielt die IV-Stelle mit Zwischenver- fügung vom 9. März 2015 an der angekündigten Begutachtung fest. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat An dré Baur, am 23. April 2015 Be- schwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie bean- tragte, es sei die Beschwerdegegnerin in Aufhebung de r angefochtenen Zwischenverfügung anzuweisen, das Revisionsverfahren abzuschliessen und die ur sprüngliche leistungszuspre- chende Verfügung vom 21. August 1998 zu bestätigen; u nter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung wurde im Wesentlich en ausgeführt, dass eine weitere Begutachtung unter Berücksichtigung der vorhandenen Ber ichte der behandelnden Ärzte grundsätzlich erlässlich sei. Ferner seien bereits das psychiatrische Teilgutachten im Jahr 2010 und das psychiatrische Verlaufsgutachten im Jahr 2012, we lche beide vom vorgesehenen Gut- achter Dr. B.____ erstellt wurden, nicht beweistauglich gewesen. Dr. B.____ sei weder in der Lage noch willens, den Gesundheitszustand der Beschwer deführerin unvoreingenommen zu beurteilen. Insbesondere sei er nicht bereit, von der einmal gefassten Meinung abzurücken. Im Übrigen sei die Ernennung von Dr. B.____ ohne das vorg eschriebene konsensuale Vorgehen erfolgt. C. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Juni 2015 schloss die B eschwerdegegnerin auf Ab- weisung der Beschwerde. Eine erneute Begutachtung sei notwendig, da eine zwischenzeitliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht ausgeschlo ssen werden könne. Der rechts- erhebliche medizinische Sachverhalt sei folglich noch nich t genügend abgeklärt. Die Vorbefas- sung eines Arztes, der erneut zur Begutachtung beigezoge n werde, begründe für sich alleine nicht den Anschein der Befangenheit. Die früheren Gut achten von Dr. B.____ seien grundsätz- lich objektiv und sachlich gehalten und es seien keine Anh altspunkte ersichtlich, die gegen sei- ne Neutralität sprechen würden. Ein Rechtsanspruch au f eine konsensuale Bestimmung der Gutachterstelle bestehe nicht. Es sei zudem sachgerecht, die gesundheitliche Entwicklung von einem mit dem Fall bereits vertrauten Vorgutachter beurteilen zu lassen. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes ü ber die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Zwischenverfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bej ahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Bei der Rüge der Versicherten, die in Aussicht gestellte Begutachtung durch Dr. B.____ sei ni cht zulässig, handelt es sich um einen Einwand, wie er den kantonalen Gerichten beschwerdewei se unterbreitet werden kann (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7). Auf die form- und fristg erecht eingereichte Beschwerde vom 23. April 2015 ist somit grundsätzlich einzutreten. 1.2 In Bezug auf den Streitgegenstand des vorliegende n Verfahrens ist indessen festzuhal- ten, dass die beantragte Weiterausrichtung der Rente nicht Thema des vorliegenden Verfah- rens bildet. Streitgegenstand im System der Verwaltungsr echtspflege ist das Rechtsverhältnis, das Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildet, und zwar in dem Ausmass, als die Rege- lung des Rechtsverhältnisses nach den Parteianträgen des Beschwerdeverfahrens noch streitig ist (FRITZ GYGI , Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 46). Bezieht sich die Beschwerde auf ein nicht durch die Verfügung bestimmtes Rechtsverhältnis, gehören die bean- standeten Aspekte weder zum Anfechtungs- noch zum Streitge genstand und das Gericht kann darauf nicht eintreten (vgl. BGE 125 V 414 f. E. 1b, 118 V 313 f. E. 3b mit Hinweisen; U LRICH MEYER , Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, in: BJM 19 89 S. 25). Da die angefochtene Zwischenverfügung lediglich die Anordnung einer bidiszipl inären Begutachtung, nicht jedoch unmittelbar den Rentenanspruch als solchen betrifft, ist auf das entsprechende Begehren der Beschwerdeführerin nicht einzutreten. Soweit die Beschwerdeführerin den Abschluss des Revi- sionsverfahrens beantragt, erfolgt die Beurteilung im Rahmen der Prüfung der Notwendigkeit einer weiteren medizinischen Abklärung. 2. Streitig und zu prüfen ist, ob sich die Beschwerdeführ erin einer weiteren Verlaufsbe- gutachtung durch Dr. B.____ unterziehen muss. 3. Dabei ist zunächst umstritten, ob weitere Abklärunge n des medizinischen Sachverhalts überhaupt notwendig sind. 3.1.1 Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabk lärung von Amtes wegen, wobei es im Ermessen des Versicherungsträgers liegt, darüber zu befinde n, mit welchen Mitteln diese zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt i hm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von me dizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtsla ge. Gestützt auf den Untersu- chungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zu- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht mindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amt es wegen durchzuführenden Abklärun- gen im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG beinhalten indesse n rechtsprechungsgemäss nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine „second opinion“ zum be reits in einem Gutachten festge- stellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt (Urteile des Bundesgerichts vom 5. Juli 2011, 8C_148/2011, E. 3.2 und vom 1. April 2 011, 8C_957/2010, E. 6.1, je mit Hinwei- sen). 3.1.2 Abgesehen davon, dass die Einholung eines entbeh rlichen Zweitgutachtens eine unzu- lässige Verfahrensverzögerung darstellen kann (vgl. BGE 131 V 409 f. E. 1.1 mit zahlreichen Hinweisen), ist die versicherte Person nicht verpflichtet, sich einer weiteren Begutachtung zu unterziehen, wenn der Sachverhalt bereits genügend abg eklärt ist (BGE 136 V 158 E. 3.3 mit weiteren Hinweisen). Bei der Anordnung eines weitere n Gutachtens geht es namentlich nicht darum, die Tunlichkeit einer medizinischen Massnahme ode r Einschätzung mittels Einholung einer Zweitmeinung zu hinterfragen, sondern darum, i n welchem Umfang und in welcher Tiefe Abklärungen vorzunehmen sind, damit der rechtserheblich e Sachverhalt als mit dem massge- benden Beweisgrad erstellt gelten kann (U ELI KIESER , ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zü- rich/Basel/Genf 2009, Rz 12 zu Art. 43). Dabei ergibt sich die Notwendigkeit der Anordnung eines weiteren Gutachtens aus der Beantwortung der F rage, ob bereits bei den Akten liegende Gutachten die inhaltlichen und beweismässigen Anforderun gen an eine ärztliche Expertise (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a) erfüllen (Urteile des Bund esgerichts vom 9. Juli 2010, 9C_359/2010, E. 2, und vom 27. Mai 2007, U 571/06, E. 4.2). 3.1.3 Das Bundesgericht unterscheidet in ständiger Rechtsp rechung zwischen einer erstmali- gen Begutachtung und einem Verlaufsgutachten. Dabei betrachtet es die Anordnung eines Ver- laufsgutachtens dann als sinnvoll, wenn es um die Beurt eilung von gesundheitlichen Verände- rungen geht. Bei einer Verlaufsbegutachtung wird in d er Regel die aktuelle gesundheitliche Si- tuation einer versicherten Person abgeklärt und mit de rjenigen im Zeitpunkt der Vorbegutach- tung verglichen. Die Anordnung eines Verlaufsgutachten s rechtfertigt sich somit namentlich dann, wenn Zweifel über den Verlauf der gesundheitl ichen Entwicklung einer versicherten Per- son seit dem Zeitpunkt der Vorbegutachtung bestehen. D ie Aussagekraft einer Verlaufsbegut- achtung kann erhöht werden, wenn die gesundheitliche E ntwicklung von den mit dem Fall schon vertrauten Vorgutachtern abgeklärt und beurteilt wird (vgl. BGE 132 V 110 E. 7.2.2; Urtei- le des Bundesgerichts vom 1. September 2010, 9C_1032/20 10, E. 4.1 und vom 15. September 2008, 8C_615/2008, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 3.1.4 Um die Frage nach der Notwendigkeit beantwort en zu können, müsste die vorliegende medizinische Aktenlage auf ihre Vollständigkeit und Sc hlüssigkeit – auch in Bezug auf die ge- sundheitliche Entwicklung der Beschwerdeführerin – hin üb erprüft werden. Eine eingehende Überprüfung der medizinischen Aktenlage würde aber dazu führen, dass die Endverfügung im Hinblick auf die Beurteilung der medizinischen Sachlage weitgehend präjudiziert würde. Unter Berücksichtigung, dass die Verfahrenshoheit bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens bei der IV-Stelle liegt und ihr deshalb im Rahmen der Ve rfahrensleitung ein grosser Ermessens- spielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebun- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht gen zukommt, muss im vorliegenden Verfahren die richterliche Prüfung bei einer knappen Beur- teilung der Aktenlage im Sinne einer Plausibilitäts- resp. Missbrauchskontrolle ihr Bewenden haben. Entscheidend ist, ob die Gründe, die die IV-Ste lle für die Notwendigkeit weiterer medizi- nischer Abklärungen anführt, plausibel erscheinen. Demna ch greift das Gericht bei der Frage der Notwendigkeit einer weiteren Begutachtung in das Ermessen der mit der Abklärung betrau- ten Verwaltung nur dann ein, wenn klar erkennbare Fe hleinschätzungen vorliegen, eine Begut- achtung von vornherein untauglich angelegt wäre oder An haltspunkte bestehen, dass sich die IV-Stelle bei ihrem Entscheid von sachfremden Motiven leiten liess. 3.2.1 Im Rahmen des aktuellen Revisionsverfahrens gab die Beschwerdegegnerin zunächst bei Dr. B.____ und Dr. med. C.____, FMH Neurologie, ein bidisziplinäres psychiatrisch- neurologisches Gutachten in Auftrag. Dr. B.____ diagnostizierte im psychiatrischen Teilgutachten vom 5. Mai 2010 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine leichtgradige, ängstlich gefärbte depressive Episode (ICD-10 F32.00) und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit e ine anhaltende somatoforme Schmerz- störung (ICD-10 F45.4). Im Vergleich zu den Befunden der behandelnden Ärzte im Jahr 1998 sei es aktuell zu einer deutlichen Verbesserung der dep ressiven Symptomatik gekommen. Der Zeitpunkt der Verbesserung lasse sich retrospektiv nicht b estimmen; sie bestehe jedenfalls ab dem Zeitpunkt der Begutachtung. Die Arbeitsfähigkeit d er Explorandin sei in der zuletzt ausge- übten Tätigkeit als Betriebsmitarbeiterin sowie in ein er alternativen Tätigkeit zu 20% einge- schränkt. Es bestehe keine zusätzliche Verminderung der Leistungsfähigkeit. Aus neurologischer Sicht diagnostizierte Dr. C.____ am 8. Mai 2010 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein diskretes unteres Cervicalsyndrom ohn e neurologische Ausfälle, ein diskre- tes Lumbovertebralsyndrom ohne neurologische Ausfälle sow ie ein Status nach Operation ei- nes Handgelenkganglions rechts. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien Zustände nach diversen weiteren operativen Eingriffen festzustel len. Gegenüber dem Untersuchungsbe- fund im Jahr 1997 fehlten aktuell lediglich die festge stellten Hinweise auf eine lumboradikuläre Reiz- oder Ausfallproblematik. Es ergäben sich somit ke ine relevanten Veränderungen. Zumut- bar seien der Explorandin aus neurologischer Sicht in vollschichtigem Pensum sämtliche Tätig- keiten, die keine körperliche Schwerarbeit und übermässige Beanspruchung der rechten Hand erforderten. 3.2.2 Vom 22. September 2010 bis zum 11. Oktober 2010 war die Beschwerdeführerin in der Klinik D.____ hospitalisiert. Gemäss Austrittsbericht v om 13. Januar 2011 seien als Austrittsdi- agnosen eine rezidivierende depressive Störung, gegenwä rtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1) sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F.45.4) festzuhalten. 3.2.3 Gemäss Austrittbericht vom 8. April 2011 wurde di e Beschwerdeführerin vom 28. Februar 2011 bis 29. März 2011 erneut in der Klin ik D.____ stationär psychiatrisch behan- delt. Bei Austritt wurden eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Epi- sode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11), eine gener alisierte Angststörung (ICD-10 Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht F41.1) sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörun g (ICD-10 F.45.4) diagnostiziert. Mittlerweile sei die Patientin aber bereits wieder in die Klinik D.____ eingetreten. 3.2.4 Nach der dritten Hospitalisation vom 5. April 20 11 bis 29. April 2011 diagnostizierten die behandelnden Psychiater der Klinik D.____ mit Bericht vom 12. August 2011 erneut eine rezidi- vierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11), eine generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1) und eine anhaltende somato- forme Schmerzstörung (ICD-10 F.45.4). Die Patientin sei nach langjähriger Chronifizierung nicht mehr arbeitsfähig. 3.2.5 Aufgrund der Hospitalisationen der Beschwerdefü hrerin gab die Beschwerdegegnerin bei Dr. B.____ ein psychiatrisches Verlaufsgutachten in A uftrag, welches dieser am 29. Dezember 2011 erstattete. Darin hielt er als Diag nose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige, ängstlich gefärbte depressive Episod e (ICD-10 F.32.10) fest. Ohne Auswir- kung auf die Arbeitsfähigkeit seien histrionische Persönl ichkeitszüge zu diagnostizieren. Die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung könne seiner Beurteilung nach nicht mehr begründet werden. Insgesamt sei es im Verg leich mit den Befunden seiner ersten psychiatrischen Untersuchung im Jahr 2010 jedoch zu einer Ve rschlechterung des Gesund- heitszustandes gekommen. Es sei von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sowohl in der zuletzt ausgeübten wie auch in einer alternativen Tätigkeit von höchstens 40% auszugehen. Die Prognose sei als ungewiss zu beurteilen. 3.2.6 Gemäss Austrittsbericht der Klinik D.____ vom 1 8. Juli 2013 befand sich die Beschwer- deführerin vom 9. April 2013 bis 17. Juni 2013 zum f ünften Mal in stationärer Behandlung. Als Schlussdiagnosen seien eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2), eine ängstliche (vermeidende) Persönlichkeits- störung (ICD-10 F60.6), eine Somatisierungsstörung (ICD -10 F45.0), sowie verschiedene Z- Diagnosen festzuhalten. 3.2.7 Nachdem in den Jahren 2013 respektive 2014 ein B elastbarkeitstraining gescheitert war, holte die Beschwerdegegnerin aktuelle Berichte der be handelnden Ärzte ein. In seinem Bericht zuhanden der Beschwerdegegnerin vom 13. November 2014 diagnostiziert der behandelnde Psychiater Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychothera pie, eine rezidivierende depres- sive Störung, aktuell schwer, ohne psychotische Symptome (I CD-10 F.33.2), chronifizierte de- pressive Phase; ein Status nach kindlicher Polytraumatisier ung, Misshandlung mit Persönlich- keitsveränderung (formal: Ängstlich-vermeidende Persönli chkeitsstrukturen) sowie eine anhal- tende somatoforme Schmerzstörung, traumakorrelliert (ICD-10 F45.4). Die Patientin sei sowohl in der angestammten wie auch in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig. 3.3 Die Beschwerdegegnerin erachtete aufgrund der Hosp italisationen der Beschwerdefüh- rerin und der aktuellen Einschätzung der Arbeitsunfähi gkeit durch Dr. E.____ die Durchführung einer weiteren Verlaufsbegutachtung bei Dr. B.____ a ls angezeigt. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Juni 2015 führt sie diesbezüglich aus, dass eine e rhebliche Verschlechterung des Ge- sundheitszustandes der Beschwerdeführerin angesichts der zwei Hospitalisationen seit der letz- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht ten Begutachtung durch Dr. B.____ im Dezember 2011 nich t von der Hand zu weisen sei. Zur Klärung des aktuellen medizinischen Sachverhalts sei eine erneute Begutachtung angezeigt. 3.4 Wie in Erwägung 3.1.4 hiervor ausgeführt, kann es im jetzigen Verfahrensstadium nicht darum gehen, die medizinische Aktenlage eingehend auf ihre Vollständigkeit und Schlüssigkeit zu überprüfen, da ansonsten die Endverfügung im Hinbli ck auf die Beurteilung der medizini- schen Sachlage weitgehend präjudiziert würde. Indessen si nd vorliegend die von der Be- schwerdegegnerin angeführten Gründe für eine erneute psychiatrische Begutachtung im Sinne einer Plausibilitäts- bzw. Missbrauchskontrolle zu überprüfen. In pflichtgemässer Würdigung der vorhandenen medizinischen Unterlagen erscheint die Argum entation der Beschwerdegegnerin zur Notwendigkeit weiterer Abklärungen plausibel. Aufg rund der verschiedenen stationären Aufenthalte ist mit der Beschwerdegegnerin von gewicht igen Anhaltspunkten für eine Verände- rung des Gesundheitszustands auszugehen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin kann indessen für die Beurteilung des aktuellen Gesundhei tszustandes nicht bloss auf die Be- richte der behandelnden Ärzte abgestellt werden. Einer seits kommt diesen Berichten trotz der teilweise vorhandenen, relativen Ausführlichkeit keine G utachtensqualität zu. Andererseits ist die Tatsache zu berücksichtigen, dass die therapeutisch tä tigen (Fach-)Ärzte aufgrund der Na- tur ihres Behandlungsauftrags und im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen un d Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Eine Verlaufsbegutachtung dient damit vorli egend der für den Endentscheid notwen- digen Sachverhaltsabklärung und stellt weder eine unzu lässige Verfahrensverzögerung noch eine „second opinion“ dar. Unter Beachtung, dass die Ve rfahrenshoheit bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens bei der Beschwerdegegnerin liegt und zudem keine Hinweise ersichtlich sind, dass der Beschwerdeführerin eine weitere Begutach tung beschwerdebedingt nicht zumut- bar wäre, besteht für das Kantonsgericht kein Anlass, korr igierend einzugreifen. Dies gilt umso mehr, als auch den Expertenfragen keine Anhaltspunkte zu entnehmen sind, welche die Begut- achtung zum Vornherein als untauglich erscheinen liessen oder auf sachfremde Motive beim Entscheid zur Begutachtung hindeuten würden. Demnach ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin eine psychiatrische Verlaufsbegutachtung angeordnet hat. 4. Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, dass Dr. B .____ befangen sei. Bereits seine früheren Gutachten seien beweisrechtlich nicht verwertbar gewesen. 4.1 Nach der Rechtsprechung gelten für Sachverständige g rundsätzlich die gleichen Aus- stands- und Ablehnungsgründe, wie sie für Richter vorges ehen sind (vgl. Art. 30 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 1 8. April 1999 [BV]). Danach ist Befangenheit anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken. Dabei genügt es, wenn Umst ände vorliegen, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenh eit zu begründen vermögen. Bei der Beurteilung des Anscheins der Befangenheit und der Gew ichtung solcher Umstände kann je- doch nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei a bgestellt werden. Das Misstrauen muss vielmehr in objektiver Weise als begründet erscheinen. I m Hinblick auf die erhebliche Bedeu- tung, welche den Arztgutachten im Sozialversicherungsrec ht zukommt, ist an die Unparteilich- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht keit der begutachtenden Ärzte ein strenger Massstab anzul egen (BGE 132 V 109 f. E. 7.1; Ur- teil des Bundesgerichts vom 22. August 2013, 8C_227/2013; je mit Hinweis). 4.2 Nach der Rechtsprechung kann ein Sachverständiger n icht allein deshalb abgelehnt werden, weil er sich schon einmal mit der Person befass t hat (BGE 132 V 110 E. 7.2.2). Die Vorbefassung des Arztes, der erneut zur Begutachtung beige zogen wird, begründet folglich nicht von vornherein den Anschein der Befangenheit. Eine unzulässige Vorbefassung liegt auch dann nicht vor, wenn er dazumal zu einer für eine der Parteien ungünstigen Schlussfolgerung gelangt ist. Entscheidend ist, dass das Ergebnis der Begut achtung nach wie vor als offen und nicht vorbestimmt erscheint. Dies ist zu bejahen, wenn de r Sachverständige andere Fragen zu beantworten oder sein Gutachten lediglich zu ergänzen oder zu erläutern hat, nicht aber, wenn er die Schlüssigkeit seiner früheren Expertise überprü fen soll (Urteil des Bundesgerichts vom 20. Juni 2013, 8C_978/2012, E. 5.3.2 mit weiteren Hi nweisen). Kann die Offenheit bejaht wer- den, ist die Besorgnis der Voreingenommenheit trotz Vor befassung unbegründet (R EGINA KIENER /M ELANIE KRÜSI , Die Unabhängigkeit von Gerichtssachverständigen, in: ZS R 2006 S. 506). Der Anschein der Befangenheit oder die Gefa hr der Voreingenommenheit ist diesfalls erst zu bejahen, wenn weitere Umstände hinzutreten, et wa, wenn das erste Gutachten nicht objektiv und sachlich gehalten ist (BGE 132 V 110 E. 7. 2.2 mit weiteren Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts vom 22. August 2013, 8C_227/2013 und vom 20. Juni 2013, 8C_978/2012, E. 5.3.2). 4.3 Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, dass schon die früheren Gutachten von Dr. B.____ beweisrechtlich nicht verwertbar seien, kann sie nicht gehört werden. Im vorliegen- den Verfahren kann es nicht darum gehen, die Beweistaug lichkeit des ersten Gutachtens vom 5. Mai 2010 und des Verlaufsgutachtens vom 29. Dezembe r 2011 eingehend zu prüfen (vgl. E. 3.1.4 hiervor). Diese Frage bildet vielmehr Thema der Beweiswürdigung im Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren betreffend die spätere Leistungsverfügung. Im Rahmen der vorliegenden Beurteilung ist lediglich zu prüfen, ob die ersten Guta chten objektiv und neutral abgefasst wur- den oder ob prima vista andere Umstände ersichtlich sind, die eine weitere Verlaufsbegutach- tung auf Basis der ersten Gutachten verunmöglichen. Dies ist vorliegend zu verneinen. Die bis- herigen Gutachten von Dr. B.____ sind grundsätzlich neu tral und sachlich gehalten, es sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, die objektiv gegen seine Neutralität sprechen. Die abweichende Beurteilung der behandelnden Ärzte vermag die Objekti vität des Verlaufsgutachters nicht in Frage zu stellen. Es gehört vielmehr zu den Pflichten de s medizinischen Sachverständigen, sich kritisch mit dem Aktenmaterial auseinanderzusetzen und e ine eigenständige Beurteilung abzugeben. Auf welche Einschätzung letztlich abzustellen ist, ist eine Frage der Beweiswürdi- gung (vgl. BGE 132 V 110 f. E. 7.2.2). Ferner erschei nt aufgrund der vorliegenden Akten das Ergebnis der Begutachtung nach wie vor als offen. So h at Dr. B.____ selbst im letzten Ver- laufsgutachten vom 29. Dezember 2011 eine Verschlecht erung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin bejaht. Es kann folglich – entgegen den Ausführungen der Beschwerdefüh- rerin – nicht angenommen werden, dass der Gutachter nic ht bereit sei, von einer einmal gefass- ten Meinung abzurücken. Zu betonen ist ausserdem, dass im Rahmen der vorliegend angeord- neten Verlaufsbegutachtung in erster Linie der Gesund heitszustand der Beschwerdeführerin in einem anderen Zeitraum (nämlich derjenige seit der l etzten Verlaufsbegutachtung) sowie die Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht gesundheitliche Entwicklung zu beurteilen ist. Die Frage unzulässiger Vorbefassung stellt sich damit von vornherein nicht, da vom Gutachter keinesweg s verlangt wird, seine eigenen Erhe- bungen und Folgerungen einer (selbst-)kritischen Neubeur teilung zu unterziehen (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Juni 2014, 9C_441/2014, E. 2.2. 3 mit Hinweis). Eine unvoreingenom- mene Beurteilung unter Berücksichtigung neuer Erkenntnisse ist damit ohne weiteres möglich. Das Ergebnis der Begutachtung erscheint deshalb als weit erhin offen und nicht vorbestimmt (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 22. August 2013, 8C _227/2013, und vom 20. Juni 2013, 8C_978/2012, E. 5.3.3), weshalb der Anschein einer Befangenheit zu verneinen ist. 5. Die Beschwerdeführerin beanstandet ausserdem, dass vor Erlass der angefochtenen Zwischenverfügung die vorgeschriebene Einigungsbesprechung nicht stattgefunden habe. 5.1 In BGE 137 V 210 formulierte das Bundesgericht Anf orderungen an die von den Versi- cherungsträgern herangezogenen medizinischen Entscheidgru ndlagen. Danach kommt insbe- sondere den Rahmenbedingungen für die Auftragserteilu ng erhebliche Bedeutung zu. Polydis- ziplinäre Gutachten, das heisst solche, an denen drei ode r mehr Fachdisziplinen beteiligt sind, sind gemäss Art. 72 bis der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, in der seit 1. März 2012 gültigen Fassung) nach dem Zufallsprinzip zu vergeben. Bei mo- no- und bidisziplinären Gutachten dagegen werden die Aufträge nicht nach diesem System ver- geben (BGE 139 V 351 E. 2.2, 137 V 242 E 3.1.1). Be i diesen Gutachten ist jedoch in Bezug auf alle zulässigen Einwendungen konsensorientiert vorzugehen. Erst wenn eine Einigung aus- bleibt, ergeht eine (einheitliche) Zwischenverfügung üb er die Beweisvorkehr an sich (Notwen- digkeit der Begutachtung, Anzahl und Auswahl der Fachd isziplinen) und die Gutachterperson (BGE 139 V 356 E. 5.2.2.3). Ein Rechtsanspruch auf kon sensuale Bestimmung der Gutachter- stelle besteht indessen nicht (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Januar 2014, 8C_512/2013, E. 3.5). 5.2 Ein ausführliches Einigungsverfahren hat im vorlieg enden Fall tatsächlich – wie die Be- schwerdeführerin vorbringt – nicht stattgefunden. Indesse n gab die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 2. Februar 2015 bekannt, in welcher Form und bei wel- cher Person die für notwendig erachtete Begutachtung ge plant sei. Damit gab sie der Be- schwerdeführerin genügend Gelegenheit, zulässige Einwend ungen vorzubringen. Wie bereits unter Erwägung 3.1.3 hiervor erwähnt, ist es durchaus sach gerecht, wenn die gesundheitliche Entwicklung von einem mit dem Fall schon vertrauten med izinischen Vorgutachter abgeklärt und beurteilt wird. An den vorgeschriebenen Einigungsv ersuch sind deshalb bei Verlaufsgut- achten keine allzu strengen Anforderungen zu stellen. Die s entspricht im Übrigen auch der Re- gelung bei polydisziplinären Gutachten, wonach (unter be stimmten Voraussetzungen) bei der Anordnung von Verlaufsgutachten auf die Zufallsvergabe verzichtet und dasselbe Begutach- tungsinstitut wie bei der Erstbegutachtung hinzugezogen werden kann (vgl. Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung des Bundesamts für Sozialversicherungen [KSVI], gültig ab 1. Januar 2010, Stand vom 1. Januar 2014, R z. 2078; KSVI, Stand ab 1. Februar 2013, Anhang V, S. 95; KSVI, Stand ab 21. August 201 2, Anhang V, S. 96, Fn. 7). Die Zuläs- sigkeit der Hinzuziehung des gleichen Verlaufsgutachters ergibt sich nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung überdies daraus, dass die Verwaltung beim Gutachter ohne weiteres auch Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht eine vervollständigende und vertiefende Ergänzung einf ordern kann (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Juni 2014, 9C_441/2014, E. 2.2.3 mit Hinweis). Da überdies kein Rechtsanspruch auf eine konsensuale Bestimmung der Gutachterpersonen besteht (vgl. E. 5.1 hiervor), ist das Vor- gehen der Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden. 6. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Anordnung des V erlaufsgutachtens bei Dr. B.____ zulässig ist. Die Beschwerde ist somit abzuweisen. 7. G emäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige- rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs gericht kostenpflichtig. Die Verfah- renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Reg el in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten, die praxisgemäss auf Fr. 60 0.– festgesetzt werden, ihr zu auf- erlegen sind. Die ausserordentlichen Kosten sind entspre chend dem Ausgang des Verfahrens wettzuschlagen. 8. Beim vorliegenden Entscheid handelt es sich um einen sel bständig eröffneten Zwi- schenentscheid im Sinne des Bundesgesetzes über das Bunde sgericht (BGG) vom 17. Juni 2005. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffent lich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG g enannten Voraussetzungen zulässig. Wie das Bundesgericht nunmehr im Grundsatzurteil 138 V 271 festgestellt hat, sind kantonale Entscheide über Beschwerden gegen Verfügungen der Ver waltung betreffend die Einholung von medizinischen Gutachten nicht an das Bundesgericht weit erziehbar, sofern nicht Aus- standsgründe beurteilt worden sind. Der Entscheid darüb er, ob die Voraussetzungen für eine Beschwerde im vorliegenden Fall erfüllt sind, obliegt dem Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600. -- werden der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kos tenvorschuss in der Höhe von Fr. 600. -- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.