A bteilung V E -6265/2007/hub/jap {T 0/2} U rte il v o m 2 6 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichter Bruno H uber (Vorsitz), R ichter Jean-Pierre M onnet, R ichter Kurt G ysi, G erichtsschreiber Peter Jaggi. X._______, geboren _______, Pakistan, _______, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Verfügung vom 5. Septem ber 2007 i.S. N ichteintreten auf Asylgesuch und W egw eisung / N _______. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandE -6265/2007 D as B undesverw altungsgericht stellt fest und erw ägt: dass sich aus den Akten ergibt, dass der Beschw erdeführer am 13. Ju- ni 2007 von Liverpool nach Basel flog und sich zw ei Tage in der Schw eiz aufhielt, dass er am 15. Juni 2007 w ieder nach Liverpool flog und am 16. Juni 2007 zurück nach Basel, w eil ihm die britischen Behörden die Einreise verw eigert hatten, dass er sich bei der Einreisekontrolle am Euro-Airport m it einem süd- afrikanischen R eisepass, lautend auf den N am en A._______, ausw ies, dass eine Ü berprüfung des R eisepasses ergab, dass es sich um eine Blankofälschung handelt, dass der Beschw erdeführer anlässlich der Befragung zu diesem Sach- verhalt erklärte, er sei pakistanischer Staatsangehöriger, und seine richtige Identität laute auf B._______, dass er seit D ezem ber 2002 in England, w o sein Asylgesuch rechts- kräftig abgelehnt w orden sei, gelebt habe, dass er den südafrikanischen R eisepass im Jahre 2006 in G rossbri- tannien rechtsw idrig erw orben habe, dass er m it diesem Pass zw ischen Juni 2006 und Februar 2007 drei- m al nach Irland geflogen sei, dass das C ._______ m it Verfügung vom 18. Juni 2007 die W egw eisung des Beschw erdeführers aus der Schw eiz und die Ausschaffungshaft für eine D auer von drei M onaten anordnete, dass das BFM am 19. Juni 2007 bei den britischen Behörden ein G e- such um R ückübernahm e des Beschw erdeführers einreichte, das m it Entscheid vom 17. Septem ber 2007 abgelehnt w urde, dass das D ._______ m it U rteil vom 20. Juni 2007 die R echtm ässigkeit der angeordneten Ausschaffungshaft bis 18. Septem ber 2007 bestätigte, S eite 2E -6265/2007 dass der Beschw erdeführer am 21. Juni 2007 in der Schw eiz um Asyl nachsuchte, und am 28. Juni 2007 die Befragung zu den Asylgründen durch E._______ erfolgte, dass der Beschw erdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs im W esentlichen geltend m achte, er stam m e aus F._______ (Pakistan), und er sei Ahm adi, dass er deswegen Problem e m it Sunniten, die ihn unter anderem ei- nen M onat vor seiner Ausreise aus Pakistan im D ezem ber 2002 ver- prügelte hätten, gehabt habe, dass einer seiner O nkel, der Präsident der Ahm adiya-G laubensge- m einschaft im Q uartier gew esen sei, im Jahre 1992 von Sunniten er- m ordet w orden sei, w eil er sich zu konvertieren gew eigert habe, dass ein anderer O nkel im Jahre 2002 angeschossen w orden sei, dass für den Inhalt der w eiteren Aussagen auf die Akten und, sow eit für den Entscheid w esentlich, auf die nachfolgenden Erw ägungen ver- w iesen w ird, dass das BFM m it Verfügung vom 5. Septem ber 2007 - das Eröff- nungsdatum ist den Akten nicht zu entnehm en - in Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. f des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug anordnete, dass es zur Begründung im W esentlichen ausführte, es stehe fest, dass der Beschw erdeführer in G rossbritannien einen ablehnenden Asylentscheid erhalten habe, dass sich aus den Akten keine H inw eise auf in der Zw ischenzeit einge- tretene Ereignisse ergäben, die geeignet seien, die Flüchtlingseigen- schaft zu begründen, oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes relevant seien, dass sich der Beschw erdeführer eigenen Angaben zufolge von D e- zem ber 2002 bis zu seiner Einreise in die Schw eiz im Juni 2007 - abgesehen von drei Kurzaufenthalten in Irland - in G rossbritannien aufgehalten habe und nie nach Pakistan zurückgekehrt sei, S eite 3E -6265/2007 dass er keine exilpolitischen Aktivitäten geltend gem acht habe und des W eiteren darauf hinzuw eisen sei, dass seine anlässlich der Befra- gung vom 28. Juni 2007 gem achte Aussage, er sei am 13. Juni 2007 in die Schw eiz gekom m en, um ein Asylgesuch zu stellen, nicht zutreffe, zum al er bei der Einvernahm e durch das C ._______ ausgeführt habe, er sei nach Basel gereist, w eil die Schw eiz ein schönes Land sei und w eil er die Läden habe anschauen und sich nach den Preisen erkundigen w ollen, dass er sein Asylgesuch erst eingereicht habe, nachdem ihm die briti- schen Behörden die W iedereinreise verw eigert hätten und er vom C ._______ in Ausschaffungshaft genom m en w orden sei, dass som it offensichtlich sei, dass er sein Asylgesuch lediglich des- halb eingereicht habe, um den Vollzug der W egw eisung zu verhindern, dass der Beschw erdeführer am 18. Septem ber 2007 (Poststem pel) ge- gen diesen Entscheid Beschw erde einreichte und sinngem äss die Auf- hebung der angefochtenen Verfügung und die R ückw eisung der Sache an die Vorinstanz zur m ateriellen Prüfung des Asylgesuchs beantragt, dass er zur Stützung seiner m ündlichen Vorbringen zur Begründung des Asylgesuchs frem dsprachige D okum ente m it Ü bersetzung ins Englische zu den Akten reichte, dass auf die Begründung des R echtsbegehrens und auf diese D oku- m ente, sow eit für den Entscheid relevant, in den nachfolgenden Erw ä- gungen eingegangen w ird, dass die vorinstanzlichen Akten am 21. Septem ber 2007 beim Bundes- verw altungsgericht eintrafen (A rt. 109 Abs. 2 AsylG ), dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden ge- gen Verfügungen (A rt. 5 des Verw altungsverfahrensgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 [Vw VG , SR 172.021]) des BFM entscheidet (A rt. 105 AsylG i.V.m . A rt. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes- gesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]), S eite 4E -6265/2007 dass der Beschw erdeführer legitim iert ist, w eshalb auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutreten ist (A rt. 108a AsylG und A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 48 und 52 Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden kann (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentschei- de praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, und bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuhe- ben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzu- w eisen ist (vgl. die zutreffende Praxis in Entscheidungen und M itteilun- gen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass die Vorinstanz dem gegenüber die Frage der W egw eisung sow ie deren Vollzugs m ateriell geprüft hat, w eshalb dem Bundesverw altungs- gericht diesbezüglich volle Kognition zukom m t, dass die vorliegende Beschw erde - w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen ergibt - offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeent- scheid lediglich sum m arisch zu begründen ist (A rt. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ; vereinfachtes Verfahren), dass gem äss A rt. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein- getreten w ird, w enn Asylsuchende in einem Staat der Europäischen U nion (EU ) oder des Europäischen W irtschaftsraum s (EW R ) einen ab- lehnenden Asylentscheid erhalten haben, dass diese Bestim m ung keine Anw endung findet, w enn die Anhörung H inw eise auf zw ischenzeitlich eingetretene Ereignisse ergibt, die ge- eignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes relevant sind, dass unbestritten ist, dass der Beschw erdeführer in G rossbritannien bereits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen hat, S eite 5E -6265/2007 dass im R ahm en von A rt. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG lediglich - w ie vom BFM korrekt vorgenom m en - eine sum m arische m aterielle Prüfung der Vorbringen vorzunehm en ist, dass die Ausführungen in der Beschw erde und die eingereichten D o- kum ente nicht geeignet sind, an den Erw ägungen in der angefochte- nen Verfügung, die sich als zutreffend erw eisen und auf w elche zu verw eisen ist, etw as zu ändern, dass sich die Beschw erdebegründung im W esentlichen auf eine W ie- derholung und Bekräftigung der Authentizität der m ündlichen Aussa- gen zur Begründung des Asylgesuchs beschränkt, ohne in substanzi- ierter und detaillierter W eise zu den Erw ägungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung Stellung zu nehm en, dass auch die eingereichten D okum ente zu den geltend gem achten Vorfällen in Pakistan vor der Einreise des Beschw erdeführers nach G rossbritannien im D ezem ber 2002 keine andere Beurteilung herbei- zuführen verm ögen, dass der Beschw erdeführer m ithin keine H inw eise darzulegen ver- m ochte, dass seit dem Abschluss seines Asylverfahrens in G rossbri- tannien Ereignisse eingetreten sind, die geeignet sind, die Flüchtlings- eigenschaft zu begründen, oder die für die G ew ährung vorübergehen- den Schutzes relevant sind, dass das BFM dem nach in Anw endung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG zu R echt auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist, dass das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw ei- sung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend der Beschw erdeführer w eder eine Aufenthaltsbew illigung besitzt noch einen Anspruch auf E rteilung einer solchen hat, w eshalb die verfügte W egw eisung im Ein- klang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist (A rt. 44 Abs. 1 AsylG , A rt. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 über Verfah- rensfragen vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EM AR K 2001 N r. 21), dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw ei- sung entgegenstehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Be- S eite 6E -6265/2007 stim m ungen des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1931 (AN AG , SR 142.20) über die vorläu- fige Aufnahm e zu regeln ist (A rt. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, w eil keine H inw eise auf Verfolgung vorliegen und keine Anhaltspunkte für eine m enschenrechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die dem Be- schw erdeführer in seinem H eim at- oder H erkunftsstaat droht (A rt. 14a Abs. 3 AN AG ), dass w eder die im H eim at- oder H erkunftsstaat herrschende politische Situation noch andere G ründe gegen die Zum utbarkeit des W egw ei- sungsvollzugs dorthin sprechen, dass den Akten zudem keine Anhaltspunkte zu entnehm en sind, w o- nach der Vollzug der W egw eisung für den Beschw erdeführer aus indi- viduellen G ründen unzum utbar w äre, zum al er eigenen Aussagen zu- folge in Pakistan über ein verw andtschaftliches Beziehungsnetz ver- fügt, dass unter den gegebenen U m ständen nicht davon auszugehen ist, er gerate bei einer R ückkehr in eine existenzbedrohende Situation, die als konkrete G efährdung im Sinne der zu beachtenden Bestim m ungen zu w erten w äre (A rt. 14a Abs. 4 AN AG ), dass der Vollzug der W egw eisung grundsätzlich m öglich (A rt. 14a Abs. 2 AN AG ) erscheint, da es Pflicht des Beschw erdeführers ist, sich um die Beschaffung der für die R ückkehr notw endigen R eisepapiere zu bem ühen (A rt. 8 Abs. 4 AsylG ), dass es dem Beschw erdeführer dem nach nicht gelungen ist, darzutun, inw iefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (A rt. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde im vereinfachten Verfahren abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die auf Fr. 600.-- bestim m ten Kosten (A rt. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . A rt. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsge- richt vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw er- deführer aufzuerlegen sind (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ). S eite 7E -6265/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden dem Beschw erdeführer auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichts- kasse zu überw eisen. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz (R ef-N r. N _______; Kopie) D er vorsitzender R ichter: D er G erichtsschreiber: Bruno H uber Peter Jaggi Versand: S eite 8