Beschluss vom 27. Mai 2014 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Emanuel Hochstrasser und Cornelia Cova, Gerichtsschreiber Martin Eckner Parteien 1. A., 2. B. AG, Beschwerdeführer gegen BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Felix Bänziger, a.o. Staatsanwalt des Bundes, Beschwerdegegnerin Gegenstand Vereinigung von Verfahren (Art. 26 Abs. 2 i.V.m. Art. 28 StPO) B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l Geschäftsnummer: BB.2014.76 -77 - 2 - Sachverhalt: A. A. sowie die B. AG reichten am 10. November 2011 bei der Bundesanwalt- schaft (nachfolgend "BA") im Zusammenhang mit dem Flugzeugabsturz von Lockerbie Strafanzeige ein gegen unbekannte Bundesbedienstete (act. 1.3). Am 17. März 2014 gab das Eidgenössische Justiz - und Polizei- departement die Ermächtigung, gegen den Mitarbeiter des Nachrichte n- dienstes des Bundes C. ein Strafverfahren durchzuführen (act. 1.2). Die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft ernannte dafür Felix Bänz i- ger als ausserordentlichen Staatsanwalt des Bundes (act. 1.1 S. 1). B. Am 12. Mai 2014 verfügte der ausserordentliche Staatsanwalt des Bundes, dass die Behandlung der Anzeige von A. und der B. AG gegen C. in der Hand der Bundesbehörden vereinigt wird (act. 1.1). C. Dagegen gelangten A. und die B. AG am 20. Mai 2014 an die Beschwerde- kammer des Bundesstrafgerichts (act. 1). Es wurde kein Schriftenwechsel durchgeführt (Art. 390 Abs. 2 StPO). Auf die Ausführungen der Beschwerde und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genommen. Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft kann bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde e r- hoben werden (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 des Bu n- desgesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation der Strafbehörden des Bundes [Strafbehördenorganisationsgesetz, StBOG, SR 173.71]). 1.2 Die Beschwerde verlangt, dass die sachliche Zuständigkeit des Bundes auch hinsichtlich der verzeigten unbekannten Staat sbediensteten festg e- stellt werde. Indes: Sollen Verfahren gegen weitere Personen eröffnet wer- den, so wäre dies zuerst bei der Verfahrensleitung zu verlangen. Eine Nichtanhandnahme könnte dann mit Beschwerde angefochten werden. Die - 3 - Rechtsmittelinstanz kann nicht im Rahmen einer Zuständigkeitssfrage eine erstinstanzliche Beurteilung der Anhandnahme anstelle der funktionell z u- ständigen Behörde vor nehmen (vgl. Entscheid des Bundesstrafg e- richts BB.2014.49 vom 28. März 2014, E. 1.3). Überdies könnte der ausserordentliche Staatsanwalt mangels Ermächt i- gung solche weiteren Verfahren gar nicht eröffnen. Damit fordert die B e- schwerde eigentlich, gegen weitere Personen Ermächtigungen zur Strafun- tersuchung zu erteilen , wofür die Beschwerdekammer ebenfalls nic ht z u- ständig ist. 1.3 Damit fehlt es vorliegend den erhobenen Rügen an einem zulässigen A n- fechtungsobjekt. Die Beschwerde erweist sich damit als offensichtlich unzu- lässig, weshalb auf sie ohne Weiterungen nicht einzutreten ist (vgl. Art. 390 Abs. 2 StPO). 2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführer die Ge- richtskosten solidarisch zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 418 Abs. 2 StPO). Die Gerichtsge bühr ist auf Fr. 1'000.-- festzusetzen (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 des Regle ments des Bunde s- strafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und En t- schädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]). - 4 - Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000. -- wird den Beschwerdeführern unter sol i- darischer Haftung auferlegt. Bellinzona, 28. Mai 2014 Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: Zustellung an - A. - Felix Bänziger, a. o. Staatsanwalt des Bundes Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben (Art. 79 BGG).