B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-1473/2014 U r t e i l v o m 26 . M a i 2 0 1 4 Besetzung Einzelrichter Fulvio Haefeli, mit Zustimmung von Richter Robert Galliker; Gerichtsschreiber Gert Winter. Parteien A._______, geboren (…), alias A._______, geboren (…), alias A._______, geboren (…), Algerien, vertreten durch lic. iur. Isabelle A. Müller, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 18. Februar 2014 / N (…). D-1473/2014 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer seinen Heimatstaat im September 2008 und gelangte auf dem Seeweg nach Ita- lien. Am 2. September 2010 gelangte er (ein zweites Mal und) unkontrol- liert in die Schweiz, wo er noch gleichentags im Empfangs- und Verfah- renszentrum (EVZ) M._______ ein Asylgesuch stellte. Anlässlich der Be- fragung vom 23. September 2010 zur Person (BzP) im EVZ M._______ sowie der Anhörungen vom 23. September und 28. Oktober 2013 durch das BFM machte er zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend, er sei in N._______ (Algerien) geboren, aber ab dem fünften Le- bensjahr bei seiner Grossmutter in O._______ aufgewachsen. Nachdem die Behörden seinen Onkel 1986 nach einer zehnjährigen Freiheitsstrafe aus dem Gef ängnis entlassen hätten, sei auch er bei der Grossmutter eingezogen und habe sich fortan mit ihm ein Zimmer geteilt. Von diesem Zeitpunkt an – d.h. ab seinem 11. Lebensjahr – habe er mit diesem Onkel ein sexuelles Verhältnis gehabt, welches bis zu seinem a chtzehnten Al- tersjahr angedauert habe. Aufgrund dieses Missbrauchs habe er bleibe n- de Verletzungen erlitten. Aufgrund dieser Verletzungen respektive vermu- teten Homosexualität habe ihn der Militärarzt für dienstuntauglich erklärt. In der Folge habe er Beziehungen zu verschiedenen jungen Männern un- terhalten. Nachdem sich dies herumg esprochen habe, sei er wiederholt von Privatperson behelligt worden. Einmal hätten ihn vier Personen fest- gehalten, geschlagen und mit brenn enden Zigaretten traktiert. Aus A ngst habe er sich nicht getraut, sich um behördlichen Schutz zu bemühen. Zu- dem sei seine Familie in den Jahren 1993 und 1994 von Terroristen b e- droht worden. Dah er habe er im Jahre 2006 von O._______ nach N._______ umziehen müssen, w o er in grosser Armut gelebt habe. Aus diesen Gr ünden habe er sich zur A usreise aus dem Heimatstaat en t- schlossen. Aufgrund der geschilderten Ereignisse leide er unter psych i- schen Problemen. A.b Zur Untermauerung seiner Vorbringen bezüglich seiner gesundheitl i- chen Situation reichte der Besc hwerdeführer verschiedene medizinische Unterlagen zu den Akten. A.c Am 28. Oktober 2010 heiratete der Beschwerdeführer. Am 27. D e- zember 2013 gebar seine Ehefrau ihre gemeinsame Tochter. B. Mit Verfügung vom 18. Februar 2014 lehnte die Vorinstanz das Asylg e-D-1473/2014 Seite 3 such des Beschwerdeführers ab, wies ihn aus der Schweiz weg und or d- nete den Wegweisungsvollzug an. Zur Begründung machte das BFM im Wesentlichen geltend, zwischen den vom Beschwerdeführer geschilde r- ten Missbrauchsfällen und seiner Ausreise im Jahre 2008 lägen me hr als 15 Jahre, weshalb es sich um einen abgeschlossenen und damit asy l- rechtlich unbeachtlichen Vorgang handle. Die Asylgewährung diene näm- lich nicht dem Ausgleich vergangener Benachteiligungen. Dies habe auch für die geltend gemachten Bedrohungen durch T erroristen in den Jahren 1993 und 1994 zu gelten. Beide Sachverhalte liessen zudem keine Hi n- weise auf eine drohende zukünftige Verfolgung erkennen. Dies nicht z u- letzt deshalb, weil der Beschwerdeführer als erwachsener Mann der G e- fahr eines gleichartigen Missbrauchs nicht mehr ausgesetzt sei. Des Wei- teren habe er angegeben, er sei seiner sexuellen Ausrichtung wegen von der algerischen Gesellschaft geächtet worden. Mit den geltend gemac h- ten Beleidigungen sei die asylrechtlich relevante Intensität klarerweise nicht erreicht. Anders verhalte es sich in Bezug auf den Vorfall, als meh- rere Personen ihn auf dem Fussballplatz mi t brennenden Zigaretten ver- letzt hätten. Indessen habe er dazu auch angegeben, er habe diesen Vor- fall nicht zur Anzeige gebracht. Da er sich in dieser Angelegenheit nicht an die heimatlichen Behörden gewendet habe, könne diesen nicht vo r- geworfen werden, sie seien nicht willens oder nicht in der Lage, den gel- tend gemachten Sachverhalt zu klären. Vielmehr sei mangels gegenteil i- ger Hinweise vom Vo rhandensein eines adäquaten Schutzes durch den Heimatstaat auszugehen. Im Übrigen habe sich die persönliche Au s- gangslage des Beschwerdeführers seit den seinerzeitigen Ereignissen massgeblich verändert. Nachdem er nun verheirateter Familienvater sei, könne ausgeschlossen werden, dass er im Falle einer Rückkehr nach A l- gerien als Homosexueller diskriminiert werde. Damit erweise sich seine subjektive Furcht vor künftiger Verfolgung anhand einer objektiven B e- trachtungsweise als unbegründet. Schliesslich sei der Wegweisungsvoll- zug zulässig. Angesichts der Staatsangehörigkeit der Ehefrau sei die Z u- mutbarkeit der Wegweisung nach Algerien und alternativ nach Tunesien zu prüfen. Die in Algerien respektive Tunesien herrschende politische S i- tuation spreche nicht gegen d ie Zumutbarkeit der Rückführung in wah l- weise einen der beiden Staaten. In individueller Hinsicht seien die geltend gemachten gesundheitlichen Probleme zu berücksichtigen. Da eine Nachbehandlung der gastroenterologischen Probleme des Beschwerd e- führers nicht indiziert sei, erübrigten sich weitere Ausführungen zu seinen physischen Beschwerden. Was die psychischen Probleme des B e- schwerdeführers (Depression, schwere posttraumatische Belastungsst ö- rung, Suizidalität) anbelange, sei festzuhalten, dass sowohl Al gerien als D-1473/2014 Seite 4 auch Tunesien über Gesundheitseinrichtungen verfügten, in denen ps y- chische Beschwerden behandelbar seien. Einer weitergehenden Behand- lung im Falle einer Rückkehr stehe damit nichts entgegen, auch wenn die Qualität der psychiatrischen Versorgung nich t auf westeuropäischem N i- veau liege. Es drohe dem Beschwerdeführer angesichts der dort best e- henden medizinischen Strukturen bei einer Rückkehr keine drastische und lebensbedrohende Verschlechterung seines Gesundheitszustands. Damit könne vorliegend nicht auf eine konkrete Gefährdung in Form einer medizinischen Notlage gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG (SR 142.20) geschlos- sen werden. An dieser Einschätzung vermöge auch die im ärztlichen Schreiben geäusserte Befürchtung eines Suizids nichts zu ändern. A n- ders zu entsc heiden hiesse, dass eine vom Wegweisungsvol lzug betrof- fene Person es jederzeit in der Ha nd hätte, durch entsprechende Äuss e- rungen die Gewährung eines Aufenthaltsrechts zu erzwingen. Schlies s- lich könne dieser Belastung im Rahmen einer entsprechenden Rückkeh r- vorbereitung – unter Inanspruchnahme der medizinischen Rückkeh rhilfe – Rechnung getragen werden. Damit erweise sich der Vollzug der We g- weisung als zumutbar. Ausserdem sei der Vollzu g der Wegweisung tech- nisch möglich und praktisch durchführbar. C. In der Folge liess der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. März 2014 eine Beschwerde gegen diese Verfügung einreichen und die nachstehend aufgeführten Rechtsbegehren stellen: Die angefochtene Verfügung vom 18. Februar 2014 sei aufzuheben. Es sei die Flüchtlingseige nschaft des Beschwerdeführers festzustellen und ihm in der Schweiz Asyl zu gewä h- ren. Eventualiter sei die Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Wegwei- sungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme des Beschwer- deführers anzuordnen. Es sei dem Besch werdeführer die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschu s- ses zu verzichten. D. D.a Mit Zwischenverfügung vom 1. April 2014 wies der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts die Gesuche um Gewährung der unen t- geltlichen Rechtspflege f ür die Verfahrenskosten, um Bestellung einer amtlichen Rechtsbeiständin sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ab und forderte den Beschwerdeführer auf, bis zum 17. April 2014 einen Kostenvorschuss von Fr. 600. – zu Gunsten der Ge- richtskasse zu überweisen. D-1473/2014 Seite 5 D.b Der Beschwerdeführer leistete den einverlangten Kostenvorschuss am 15. April 2014. D.c Mit Eingabe vom 22. April 2014 liess der Beschwerdeführer ein a k- tualisiertes, undatiertes Schreiben der behandelnden Ärztin zu den Akten reichen. Diese gehe davon aus, dass eine Wegweisung beim Beschwe r- deführer zu einer schwer wiegenden Retraumatisierung führen könne, wobei auch Suizidhandlungen nicht auszuschliessen seien. Des Weiteren liess der Beschwerdeführer ein Schreiben vom 10. März 2014 der Inte g- rationsgruppe P ._______ zu den Akten reichen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht B e- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bu n- desverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen e i- nes Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerd e- führende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche Ausnahme im Sinne v on Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 1.2 Die Beschwerde ist frist - und formgerecht eingereicht. Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ( Art. 105 und 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist – unter Vorbehalt der na chfolgenden Erwägung – einzu- treten. Hingegen sind die Publikationsrichtlinien des Bundesverwaltungsgerichts nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens, weshalb auf den Antrag, das Urteil sei auf keinen Fall auf der Entscheiddatenbank zu publizieren, nicht einzutreten ist. D-1473/2014 Seite 6 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste- hend aufgezeigt, handelt es sich vorl iegend um eine solche, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durchfüh- rung eines Schriftenwechsels verzichtet. 4. 4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihre r politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die G e- fährdung des Leibes, des Lebens oder der Freihei t sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nach weisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 5. 5.1 In seiner Beschwerde vom 20. März 2014 macht der Beschwerdefü h- rer im Wesentlichen geltend, aufgrund seiner schwierigen und für ihn ausweglosen Situation, der ständigen Angst vor der eigenen Familie s o-D-1473/2014 Seite 7 wie der Intoleranz der algerischen Gesellschaft Homosexuellen gege n- über habe er schliesslich unter einem derart grossen psychischen Druck gestanden, dass er keinen anderen Ausweg gesehen habe, als das Land im September 2009 zu verlassen. Hinzu komme, dass er bezüglich seiner sexuellen Orientierung durch die Eheschliessung keinen Sinneswandel vollzogen habe, sondern sich auch heute noch als homosexuell bezeic h- ne. Er pflege eigenen Vorbringen zufolge weiterhin gelegentliche sexuelle Kontakte zu Männern. Seiner psychischen Probleme wegen habe er sich – auf dringende Empfehlung des BFM -Sachbearbeiters – auch in psychi- atrische Behandlung begeben. Seine Psychiaterin habe, wie sich aus dem Schreiben vom 31. Oktober 2013 ergebe, eine Depression sowie e i- ne schwere post traumatische Belastungsstörung diagnostiziert, wobei im Falle einer Wegweisung nach Algerien auch ein Suizid nicht ausz u- schliessen sei . Aufgrund seiner homosexuellen Neigung habe er auch grosse Zukunftsängste, zumal er nicht glaube, dass seine Frau die Wah r- heit be züglich seiner Person und seiner Neigungen verkraften könne. Damit seine Frau nichts davon erfahre, solle das Urteil keinesfalls auf der Datenbank publiziert werden. Gleichzeitig sei ihm , wie sich aus der Rechtsprechung ergebe, nicht zuzumuten, seine sexuelle Orientierung zu verbergen, um einer Verfolgung im Heimatstaat zu entgehen. Denn wäh- rend er "sein" Leben in der Schweiz in Anonymität leben könne, sei dies weder in Algerien noch in Tunesien der Fall, seien doch homosexuelle Handlungen in bei den Ländern strafrech tlich sanktioniert. Laut Art. 33 8 des Strafgesetzbuchs von 1966 gelte in Algerien Folgendes: Jeder einer homosexuellen Handlung Schuldige werde mit einer Freiheitsstrafe zw i- schen zwei Monaten und zwei Jahren und einer Geldstrafe zwisch en 500 und 2'000 Dinar bestraft. Wenn einer der Beteiligten unter achtzehn Jahre alt sei, könne die Strafe des Älteren auf bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe und 10'000 Dinar Geldstrafe angehoben werden. Ausserdem wäre es ihm nicht zuzumuten gewesen, im Zus ammenhang mit den von ihm geltend gemachten strafrechtlich relevanten Übergriffen zur Polizei zu gehen, weil die Behörden bei dieser Gelegenheit seine Homosexualität thematisiert hätten. Schliesslich sei der Wegweisungsvollzug nach Algerien oder T u- nesien im Hinblick auf die gesundheitliche Situation des Beschwerdefü h- rers – posttraumatische Belastungsstörung und Depression bzw. Suizida- lität – weder zulässig noch zumutbar. 5.2 Begründete Furcht vor Verfolgung liegt vor, wenn konkreter Anlass zur Annahme besteht, eine Verfolgung hätte sich – im Zeitpunkt der Ausreise – mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zeit verwirklicht beziehungsweise werde sich – auch aus heutiger Sicht – mit ebensolcher D-1473/2014 Seite 8 Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zukunft verwirklichen. Eine bloss en t- fernte Möglichkeit künftiger Verfolgung genügt nicht; es müssen konkrete Indizien vorliegen, welche den Eintritt der erwarteten (und aus einem der vom Gesetz aufgezählten Motive erfolgenden) Benachteiligung als wahr - scheinlich und dementsprec hend die Furcht davor als realistisch und nachvollziehbar erscheinen lassen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [ EMARK] 2005 Nr. 21 E. 7 S. 193 f., EMARK 2004 Nr. 1 E. 6a S. 9). 5.3 5.3.1 Sieht man einmal von den Vorbringen des Beschwerdeführers ab, findet sich in den Akten kein objektiver Hinweis auf die vo n ihm geltend gemachte Verfolgung wegen seiner Homosexualität. Insbesondere gibt es kein Indiz, wonach die algerischen Behörden seine Homosexualität en t- deckt und entsprechende Verfolgungsmassnahmen eingeleitet hätten. Lediglich Angehörige seiner Familie sowie einige Privatpersonen wüssten von seinen homosexuellen Neigungen und stellten im Falle einer Rüc k- kehr in den Heimatstaat eine Gefahr für ihn dar. Indessen ist der B e- schwerdeführer, der vor seiner Ausreise aus dem Heimatstaat in N._______ gelebt hat, zum einen nicht gehalten, ausgerechnet in diese Stadt zurückzukehren. Zum anderen ist darüber hinaus festzuhalten, dass zwar in Algerien die Homosexualität gemäss Artikel 338 des alger i- schen Strafgesetzes unter Strafe steht. Das ändert indessen nichts da r- an, dass die Homosexualität im islamisch geprägten Heimatland des Be- schwerdeführers relativ weit verbreitet ist. Trotzdem liegen gemäss öffent- lich zugänglichen Quellen keine Hinweise vor, dass in den vergangenen Jahren Homosexuelle in Algerien von den Behörden verfolgt, verhaftet oder verurteilt worden wären; dies bedeutet zunächst, dass Homosexuel- le in Algerien ihre Neigung faktisch nicht "verbergen", d.h. geheimhalten müssen, und zum anderen fehlt allfälligen Verfolgungshandlungen die "bestimmte Schwere". Das blosse Bestehen von Rechtsvorschriften, nach denen homosexuelle Handlungen unter Strafe gestellt sind, kann nämlich nach der Rechtsprechung des EuGH nicht als so schwerwiegende Beein- trächtigung angesehen werden, dass sie als Verfolgungshandlung ang e- sehen werden könnte ( vgl. Urteil des EuGH vom 7. November 2013 C-199/12 – C-201/12 Kommission/Niederlande Rn. 55, Pressemitteilung Nr. 145/13 des EuGH) . Homosexualität wird in der Praxis und insbeso n- dere in den grösseren Städten des Landes soweit toleriert, als sie diskret praktiziert wird. Homosexuelle in Algerien verhalten s ich den Erkenntni s- sen des Bundesverwaltungsgerichts zufolge denn auch unauffällig und bilden keine sichtbaren Gemeinschaften. Auch der Beschwerdeführer D-1473/2014 Seite 9 selbst legt bekanntlich allergrössten Wert auf Diskretion, weiss zum einen doch nicht einmal seine Ehefr au über seine homosexuellen Aktivitäten Bescheid, und zum anderen soll der vorliegende Entscheid aus Diskret i- onsgründen nicht publiziert werden. Es ist deshalb nicht anzunehmen, der Beschwerdeführer werde in Algerien durch sein Verhalten aus der Masse der anderen aktiven Homosexuellen herausstechen und negativ auffallen, dies umso weniger, als er sich in einer der algerischen Gros s- städte wie beispielsweise Algier niederlassen kann, wo er seine Veranl a- gung sicher nicht geheim halten muss (vgl. Urteil des EuGH vom 7. N o- vember 2013 C-199/12 – C-201/12 Kommission/Niederlande Rn. 70). Bei dieser Sachlage kann der Beschwerdeführer wegen der von ihm geltend gemachten sexuellen Orientierung keine begründete Furcht vor künftiger Verfolgung geltend m achen; dies würde übrigens auch im Zusamme n- hang mit einer allfälligen Strafanzeige des Beschwerdeführers gegen Drit- te, die eine Straftat gegen ihn begehen, gelten, zumal die Behauptung von Drittpersonen, eine bestimmte Person sei homosexuell, auch in Alge- rien keinen Beweis für homosexuelle Handlungen erbringt. Als Alternative zu einer Rückkehr nach Algerien steht im Übrigen noch ei- ne Niederlassung in einer tunesischen Grossstadt zur Verfügung, zumal er selbst eine Niederlassung in Tunesien für sich als un problematisch be- zeichnet hat (B33/14 F58 S. 9). 5.3.2 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die geltend gemachten Asylgründe nicht geeignet sind, eine asylrechtlich relevante Verfolgung beziehungsweise eine entsprechende Verfolgungsfurcht zu begründen. An dieser Einschätzung vermögen weder die weiteren Ausführungen auf Beschwerdeebene noch die eingereichten Beweismittel etwas zu ändern, weshalb darauf nicht mehr näher einzugehen ist. Stattdessen kann im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochten en Verfü- gung verwiesen werden. Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände folgt, dass der Beschwerdeführer keine Gründe nach Art. 3 AsylG nac h- weisen oder glaubhaft machen konnte. Die Vorinstanz hat daher zu Recht das Asylgesuch abgelehnt und die Flüchtlingseigenschaft verneint. 5.4 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 AsylG). D-1473/2014 Seite 10 5.5 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer so l- chen. Der Beschwerdeführer kann die Rückkehr in Begleitung seiner Ehefrau antreten, weil über deren Asylbeschwerde mit Urteil gleichen Da- tums entschieden wird. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht ange- ordnet (Art. 44 AsylG; vgl. BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.). 6. 6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmung en über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG). Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu bewe i- sen, wenn d er strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 6.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflicht ungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts - oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land g e- zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoulements nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G e- fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kan n der in Art. 5 D-1473/2014 Seite 11 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerde - führers in de n Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Au s- schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit e i- ner nach Art. 3 EMRK od er Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behan d- lung ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtsh o- fes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN -Anti-Folteraus- schusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr («real risk») nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rüc k- schiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. U r- teil des EGMR Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kam- mer 37201/06, §§ 124–127 m.w.H.). Auch die allgemeine Mensche n- rechtssituation im Heimatstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heut i- gen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. 6.2.1 Wie dem im erstinstanzlichen Asylverfahren eingereichten Arz t- zeugnis (B36/1) und dem mit Begleitschreiben vom 22. April 2014 dep o- nierten ärztlichen Zeugnis zu entnehmen ist, befindet sich der Beschwer- deführer seit dem 31. Oktober 2014 (recte: 20 13) wegen einer Depressi- on und einer schweren posttraumatischen Belastungsstörung in ambulan- ter psychiatrischer Behandlung bei der jetzigen Therapeutin. Im neusten Arztzeugnis vom April 2014 führt die behandelnde Ärztin aus, eine Au s- weisung in den Heimatst aat berge die Gefahr einer schweren Retraum a- tisierung, welche zu einer Verschlechterung seines Gesundheitszustands und der Suizidalität führen könne. Bereits bei seinem letzten Termin am 9. April 2014 habe der Beschwerdeführer eine deutliche Verschlechterung der depressiven Symptomatik gezeigt und der Ärztin gegenüber Suizi d- gedanken geäussert, weshalb darum gebeten werde, von einer Auswe i- sung des Beschwerdeführers abzusehen. 6.2.2 Entgegen den Ausführungen in der Beschwerdeschrift drängt sich auch angesichts der Suizidalität des Beschwerdeführers keine veränderte Betrachtungsweise auf. Drohen Ausländer für den Fall des Vollzuges des Wegweisungsentscheides mit Suizid, so ist nach dem EGMR der we g- weisende Staat nicht verpflichtet, vom Vollzug der Ausweisung Abstand zu nehmen, solange er Massnahmen ergreift, um die Umsetzung der Sui- ziddrohung zu verhindern. In solchem Falle vermag die Ausschaffung D-1473/2014 Seite 12 nicht gegen Art. 3 EMRK zu verstossen (vgl. den Unzulässigkeitsen t- scheid des EGMR vom 7. Oktober 2004 i.S. Dragan und ande re gegen Deutschland, Nr. 33743/03, angeführt in EMARK 2005 Nr. 23 E. 5.1 S. 212). Der geltend gemachten latenten Suizidalität des Beschwerdefüh- rers ist deshalb durch Heranziehen von medizinischem Fachpersonal bei der Ausschaffung Rechnung zu tragen. Nach dem Gesagten trägt die Vollzugsbehörde die Verantwortung für einen komplikationsfreien We g- weisungsvollzug, weshalb die behandelnde Ärztin diesbezüglich keine besondere Verantwortung trägt. Des Weiteren ist der Umstand, dass der Standard der medizinischen V ersorgung im Heimatland allenfalls für den Beschwerdeführer weniger vorteilhaft wäre als jener im Aufenthaltsstaat, für die Beurteilung unter dem Blickwinkel von Art. 3 EMRK nicht entschei- dend (vgl. Urteil des EGMR vom 27. Mai 2008 i. S. N. gegen Vereinigt es Königreich, Ziff. 34 und 42 -44), eine weitere Behandlung in der Schweiz somit auch nicht indiziert. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der We g- weisung sowohl im Sinne der asyl - als auch der völkerrechtlichen B e- stimmungen zulässig. 6.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie i m Heimat - oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind . Wird eine konkrete G e- fährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 6.3.1 In casu lassen weder die allgemeine Lage in Algerien (und Tun e- sien) noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung des B e- schwerdeführers im Falle ein er Rückkehr in den Heimatstaat oder einer Niederlassung im Heimatstaat der Ehefrau schliessen. 6.3.2 Die im undatierten Arztbericht vom April 2014 aufgeführte posttra u- matische Belastungsstörung wie auch die Depression des Beschwerd e- führers vermögen nicht zur Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu führen. Sollten sich beim Beschwerdeführer im Falle eines allfälligen zwangsweisen Vollzugs der Wegweisung suizidale Tendenzen akzentuie- ren, wäre dem mit geeigneten medikamentösen oder allenfalls auch ps y- chotherapeutischen Massnahmen entgegen zu wirken, so dass für ihn e i- ne konkrete Gefahr ernster gesundheitlicher Schäden auszuschliessen wäre. Nach Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts ist die mediz i- nisch-psychiatrische Grundversorgung des Beschwerdeführers in Al ge- rien (wie auch in Tunesien) gewährleistet, dies umso eher als der B e-D-1473/2014 Seite 13 schwerdeführer die Möglichkeit hat, bei Bedarf beim BFM einen Antrag auf medizinische Rückkehrhilfe zu stellen (Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG, Art. 75 der Asylverordnung 2 vom 11. August 1 999 über Finanzierung s- fragen [AsylV 2, SR 142.312]). Allein der Umstand, dass die Behan d- lungsmöglichkeiten in Algerien oder Tunesien nicht dem medizinischen Standard in der Schweiz entsprechen, macht den Vollzug nicht unzumu t- bar (vgl. dazu BVGE 2009/2 E. 9 .3.2, mit Hinweis auf EMARK 2003 Nr. 24). 6.3.3 Für die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs spricht zudem, dass der Beschwerdeführer den allergrössten Teil seines Lebens in sei- nem Heimatland verbracht hat. Die Frage, ob er dort über ein tragfähiges Beziehungsnetz verfügt, auf das er sich bei seiner Rückkehr stützen kann und welches ih m eine Reintegration erleichtern würde, kann an dieser Stelle offenbleiben, zumal er gegebenenfalls nicht allein, sondern mit se i- ner Ehefrau, die ihn zumindest indirekt unterstützen kann, in den Heimat- staat zurückzukehren hat. Immerhin verfügt die Beschwerdeführerin über ein Beziehungsnetz ausserhalb von Algerien, welches in der Lage wäre, den Beschwerdeführer und seine Ehefrau angemessen zu unterstützen. Darüber hinaus steht aufgrund seiner Vorbringen fest, dass er über eine Mittelschulausbildung ohne Abschluss beziehungsweise mehrjährige Be- rufserfahrung als Bäcker verfügt. Es ist deshalb anzunehmen, es werde ihm auch nach einer Rückkehr in den Heimatstaat wieder gelingen, sich eine eigene Existenzgrundlage aufzubauen, dies umso mehr, als ihm eine Ehefrau als Partnerin nebst zugehörigem sozialem Netz zur Seite steht. Darüber hinaus hat er die Wahl, ob er sich im eigenen Heimatstaat oder demjenigen seiner Ehefrau niederlassen will. Nötigenfalls kann ih m zur Erleichterung der Eingliederung seitens der Schweiz zusätzlich Rüc k- kehrhilfe gewährt werden (Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG). Abgesehen davon ist festzuhalten, dass blosse soziale und wirtschaftliche Schwierigkeiten, von denen die ansäs sige Bevölkerung im Allgemeinen betroffen ist, nicht genügen, um eine Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG darz u- stellen (vgl. BVGE 2008/34 E.11.2.2 ). Im Rahmen einer Gesamtwürd i- gung sämtlicher Faktoren ist somit zusammenfassend festzuhalten, dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Algerien oder Tunesien als zumutbar zu erachten ist. 6.3.4 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar. D-1473/2014 Seite 14 6.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständ i- gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Weg weisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 6.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt ( Art. 106 Abs. 1 AsylG ). Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 600.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsg e- richt [VGKE, SR 173.320.2]). Der einbezahlte Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. (Dispositiv nächste Seite) D-1473/2014 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfa h- renskosten verwendet. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Fulvio Haefeli Gert Winter Versand