furar
I tr, 1. stechen, hineinstechen, aufstechen; ~ in pneu, einen Pneu stechen; ~ ina vischigia, eine Schwiele aufstechen; ~ atras, durchstechen. – 2. bohren (tw. ohne explizites Obj.). – a) ~ ina ruosna, ein Loch bohren. – b) (von Küken) furar, ~ la crosa, die Schale durchstechen, schlüpfen. – c) (von den ersten Zähnen) durchstossen; igl emprem dent fora, der erste Zahn bricht durch; el ha furau in sura ed in sut, (beim Kind) ist ein Zahn oben und einer unten durchgestossen. – d) (vom schwindenden Schnee) tscheu e leu fora la neiv, da und dort apert es (d.h. ist die Schneedecke durchlöchert). – e) (vom Weg) ~ via, sich Bahn brechen; ~ vau, sich einen Weg bahnen. – 3. (abstr.). – a) sticheln; quel fora traso, er stichelt ständig; cala da ~! hör auf zu sticheln! – b) beharrlich ausforschen, schnüffeln; cun ~ e ~ eis ei reussiu da survegnir risposta, mit ständigem Bohren gelang es, eine Antwort zu bekommen. – c) (impers.) treffen, ärgern, wurmen; quei ha furau els buca mal, das hat sie nicht wenig geärgert; il schabetg ha furau a mi il cor, das Ereignis stach mir ins Herz. – II intr, 1. stechen, bohren; la sibla fora nuot pli, die Ahle ist stumpf; ils bargers foran, die Kletten stechen. – 2. (impers.) haver che fora, stechende Schmerzen verspüren. – III refl sefurar, 1. sich stechen; jeu sun sefuraus vid il spinatsch, ich habe mich am Dornstrauch gestochen; jeu sun sefuraus/hai sefurau in det, ich habe mich in einen Finger gestochen. – 2. sich bohren, sich verschlüpfen; la vermaneglia sefora el tratsch, das Gewürm bohrt sich in den Boden; las ragischs seforan vi e neu, die Wurzeln bohren sich in alle Richtungen.
sich Bahn brechen, sich einen Weg bahnen, sticheln
[lat. forare, it. forare ‘bohren'].