<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00465</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204976&amp;W10_KEY=13013566&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00465</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.04.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Taxordnung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Taxen/Pensionspreise für Altersheimaufenthalt: Bestehen Zusicherungen, dass die Preise jeweils nur per 1. Juli erhöht werden dürfen? Eine Verfügungskompetenz des Gemeinwesens ist auch bei einem vertraglich begründeten Rechtsverhältnis möglich (E. 3.2). Die Pensionäre haben ihren Widerstand gegen die neue Taxordnung bei den kommunalen Behörden nicht verspätet geltend gemacht (E. 4). Offen gelassen, ob angesichts der übergeordneten detaillierten Reglemente der Pensionsvertrag überhaupt eine vertragliche Vertrauensgrundlage bilden kann (E. 5.3). Der Pensionsvertrag enthält keine Zusicherungen wonach die Pensionspreise s t e t s nur auf den 1. Juli geändert werden dürfen. Zwar umfasst der Vertrag einen Verweis auf eine Klausel in der gemeinderätlichen Taxordnung, welche Anpassungen der Preise nur auf den genannten Termin zulässt. Diese Taxordnung ist jedoch inzwischen durch eine neue ersetzt worden, die keine solche Beschränkungen mehr beinhaltet (E. 5.4). Die Taxordnung bildet für sich keine Vertrauensgrundlage (E. 5.5). Die Vorinstanz hat die Gemeinde verpflichtet, die von den Pensionären bereits bezahlten erhöhten Taxen im Mehrbetrag zurückzuerstatten. Diese Rückerstattung ist aufzuheben. Gutheissung (E. 5.6). Die Druckausübung der Heimleitung auf die Pensionäre, die Erhöhung der Preise zu akzeptieren, und andere Mängel im Vorgehen veranlassten die Pensionäre zur Rekurserhebung. Die im Rekursentscheid getroffene Kostenverlegung zulasten der Gemeinde ist aus Billigkeitsgründen nicht zu ändern, auch wenn die Gemeinde jetzt im Beschwerdeverfahren obsiegt (E. 6.1). Entsprechend ist auch die Zusicherung einer Parteientschädigung im Rekursverfahren zulasten der Gemeinde nicht aufzuheben (E. 6.2). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALTERS- UND/ODER PFLEGEHEIM">ALTERS- UND/ODER PFLEGEHEIM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Allgemeines Verwaltungsrecht ST: FORMEN DES VERWALTUNGSHANDELNS">FORMEN DES VERWALTUNGSHANDELNS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENVERLEGUNG">KOSTENVERLEGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PENSIONSVERTRAG (ALTERSHEIM)">PENSIONSVERTRAG (ALTERSHEIM)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TAXORDNUNG">TAXORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: TREU UND GLAUBEN">TREU UND GLAUBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFÃGUNG">VERFÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAG, ÃFFENTLICH-RECHTLICHER">VERTRAG, ÃFFENTLICH-RECHTLICHER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 9 BV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Eheleute B und A traten am 19. August 2001 gestÃ¼tzt auf einen Pensionsvertrag vom 27. Juli 2001 in das Alterswohn- und Pflegeheim D X (im Folgenden Heim) ein. GemÃ¤ss diesem Vertrag, der damaligen Taxordnung vom 1. MÃ¤rz 1985 und der aktuellen Taxtabelle hatten sie fÃ¼r das von ihnen bewohnte Doppelzimmer eine Taxe von Fr. 204.- je Tag zu entrichten. Im Hinblick auf die per 1. MÃ¤rz 2003 in Kraft tretende neue Taxordnung vom 29. Oktober 2002 stellte ihnen die Heimleitung am 24. Januar 2003 einen neuen Vertrag samt der neuen Taxordnung zur Gegenzeichnung zu, welcher mit Vertragsbeginn ab 1. MÃ¤rz 2003 fÃ¼r das Doppelzimmer eine Grundtaxe von Fr. 280.- pro Tag festlegt. Die Eheleute unterzeichneten diesen Vertrag vorerst nicht. Hingegen wandte sich E, dessen Schwiegermutter am 26. November 1998 eine notariell beglaubigte Generalvollmacht mit Substitutionsbefugnis zugunsten ihrer Tochter F unterzeichnet hatte, mit verschiedenen Schreiben an die Heimleitung, worin er unter anderem geltend machte, die Taxanpassung dÃ¼rfe erst ab 1. Juli 2003 vorgenommen werden, dies unter Hinweis darauf, dass gemÃ¤ss Ziff. 2.2 der alten Taxordnung vom 1. MÃ¤rz 1985 die neuen Taxen erst ab 1. Juli 2003 erhoben werden dÃ¼rften (vgl. die Schreiben vom 16. Februar 2003, 23. Februar 2003 und 16. MÃ¤rz 2003). Ohne hierauf nÃ¤her einzugehen, wandte sich die Heimleitung mit Schreiben vom 28. MÃ¤rz 2003 direkt an A; darin hielt sie fest, dass der bestehende Pensionsvertrag vom 27. Juli 2001 seitens der Betriebskommission am 31. MÃ¤rz 2003 gekÃ¼ndigt werde, sofern die Eheleute A und B den beiliegenden neuen (erstmals bereits am 24. Januar 2003 zugestellten) Vertrag nicht unterzeichnen wÃ¼rden; ferner wies die Heimleitung darauf hin, "dass die verÃ¤nderten Taxen (neue Taxordnung) selbstverstÃ¤ndlich per 01.03.03 zur Anwendung gelangen". In der Folge ergab sich zwischen E und der Heimleitung eine weitere Kontroverse betreffend das von seinen Schwiegereltern A und B zu leistende Depot. E stellte sich dabei auf den Standpunkt, das diesbezÃ¼gliche Sperrkonto mÃ¼sse auf den Namen seiner Schwiegereltern lauten (vgl. Schreiben vom 19. Juni 2003). </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Schreiben vom 16. MÃ¤rz 2004 ersuchte die neu bestellte Rechtsvertreterin der Eheleute A und B die Heimleitung darum, fÃ¼r bisher als Depot einbezahlte BetrÃ¤ge von insgesamt Fr. 12'000.- ein auf den Namen der Eheleute A und B lautendes Konto zu erÃ¶ffnen sowie die fÃ¼r die Monate MÃ¤rz bis Juni 2003 zu viel bezahlten Taxen (Differenz zwischen alter und neuer Taxordnung) zurÃ¼ckzuerstatten. Falls die Heimleitung diesem Begehren nicht stattgebe, werde um Zustellung einer begrÃ¼ndeten VerfÃ¼gung bis 16. April 2004 ersucht. Hierauf antwortete der Gemeinderat X (Ausschuss fÃ¼r Sicherheit, Gesundheit und Soziales) mit undatiertem, am 26. Mai 2004 versandtem Beschluss (im Folgenden als Beschluss vom 26. Mai 2004 bezeichnet). In Dispositiv Ziffer 1 stellte er fest, "dass die mit der Unterzeichnung des PensionÃ¤rvertrags angelaufene Rechtsmittelfrist unbenutzt verstrichen ist und somit auf materiell-rechtliche EinwÃ¤nde betreffend Vertrag und Taxordnung nicht mehr eingetreten wird". In den ErwÃ¤gungen des Beschlusses befasste sich der Gemeinderat gleichwohl mit den Begehren der Rechtsvertreterin, wie er allerdings einleitend festhielt, "einzig und allein vorsorglich, damit fÃ¼r den Eventualfall â sollte wieder Erwarten der Entscheid einerseits angefochten und anderseits vor der nÃ¤chsten Instanz materiell-rechtlich zur Beurteilung herangezogen werden â die Ãberlegungen des Ausschusses dargelegt sind". Dementsprechend heisst es in Dispositiv Ziffer 2 des Beschlusses, "hinsichtlich der konkreten Anfragen der RechtsbeistÃ¤ndin von B und A betreffend Einzahlung des Depotgeldes und der Ãberweisung des fraglichen Differenzbetrags" werde auf die AusfÃ¼hrungen in den ErwÃ¤gungen verwiesen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Rekurs vom 25. Juni 2004 liessen A und B dem Bezirksrat Y beantragen, den Beschluss vom 26. Mai 2004 aufzuheben (1); es sei die Gemeinde X zu verpflichten, die von den Rekurrierenden als Depot einbezahlten Fr. 12'000.- samt Zins auf ein auf ihren Namen lautendes Sperrkonto einzubezahlen (2 und 3); es sei festzustellen, dass die TaxerhÃ¶hung erst ab dem 1. Juli 2003 wirksam geworden sei und die Rekurrierenden fÃ¼r die Monate MÃ¤rz bis Juni 2003 zu hohe Taxen bezahlt hÃ¤tten (4); es sei die Rekursgegnerin zur RÃ¼ckzahlung der zu viel bezahlten Taxen samt Zins von 5 % ab 1. Juli 2003 zu verpflichten (5).</p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Y hiess den Rekurs am 15. September 2004 gut. Er verpflichtete die Gemeinde X, die einbezahlten Depots von Fr. 12'000.- auf einem individuellen Konto der Rekurrierenden anzulegen sowie die aufgrund der neuen Taxordnung fÃ¼r die Zeit vom 1. MÃ¤rz bis 30. Juni 2003 zu viel bezahlten Taxen nebst einem Zins von 5 % (ab 1. Mai 2003 als dem mittleren Verfallstag) zurÃ¼ckzuerstatten. Die Rekurskosten von Fr. 820.- auferlegte er der Gemeinde X, die er zudem zur Bezahlung einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'000.- an die Rekurrierenden verpflichtete.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 13. Oktober 2004 beantragte der Gemeinderat X, vertreten durch den Ausschuss fÃ¼r Sicherheit, Gesundheit und Soziales, dem Verwaltungsgericht, den Rekursentscheid des Bezirksrats vollumfÃ¤nglich aufzuheben.</p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Y ersuchte das Gericht am 4. November 2004 um Abweisung der Beschwerde. Den nÃ¤mlichen Antrag stellten A und B in ihrer Beschwerdeantwort vom 12. Januar 2005; eventualiter ersuchten sie darum, die Beschwerdeantwort als Klage entgegenzunehmen, wobei die Klagebegehren ihren frÃ¼heren Rekursbegehren 2 bis 5 entsprÃ¤chen; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer </span><span>zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Der Streitwert Ã¼bersteigt den Schwellenwert von Fr. 20'000.- nicht, weshalb der Fall an sich vom Einzelrichter zu behandeln wÃ¤re (§ 38 Abs. 2 VRG). Da jedoch der Streitsache hinsichtlich der Bestimmung des den Beschwerdegegnern offen stehenden Rechtsweges (vgl. nachstehend E. 3) sowie bezÃ¼glich der Tragweite des von ihnen angerufenen Vertrauensschutzes (vgl. E. 5) grundsÃ¤tzliche Bedeutung beizumessen ist, rechtfertigt sich eine Behandlung durch die Kammer (§ 38 Abs. 3 VRG). Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss fÃ¶rmlichem Beschwerdeantrag soll der Beschluss des Bezirksrats Y vom 15. September 2004 vollumfÃ¤nglich aufgehoben werden. In der BeschwerdebegrÃ¼ndung wird eingangs jedoch ausdrÃ¼cklich erklÃ¤rt, die Beschwerde richte sich nicht gegen die Anordnung, die einbezahlten Depots von Fr. 12'000.- bei der Bank G auf einem auf den Namen der Rekurrierenden lautenden individuellen Konto anzulegen, Ã¼ber das diese nur mit Zustimmung des zustÃ¤ndigen Organs der Gemeinde X verfÃ¼gen kÃ¶nnten. Streitgegenstand bildet demnach einzig noch die vom Bezirksrat festgelegte Verpflichtung der BeschwerdefÃ¼hrerin, den Beschwerdegegnern fÃ¼r die Zeit vom 1. MÃ¤rz bis 30. Juni 2003 den Differenzbetrag der Taxen nach alter und nach neuer Taxordnung einschliesslich Zins ab 1. Mai 2003 zurÃ¼ckzuerstatten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Mit Rekurs angefochten hatten die heutigen Beschwerdegegner den Beschluss des Gemeinderats X vom 26. Mai 2004, womit dieser auf das Anliegen der Beschwerdegegner, die hÃ¶heren Taxen erst ab 1. Juli 2003 statt bereits ab 1. MÃ¤rz 2003 bezahlen zu mÃ¼ssen, wegen verspÃ¤teter Geltendmachung nicht eingetreten war. Bei der Behandlung des Rekurses ist der Bezirksrat davon ausgegangen, als oberstes Organ des Heimes (vgl. Art. 3 des Organisations- und Betriebsreglements vom 11. Januar 1982) habe der Gemeinderat die streitige Taxforderung durch VerfÃ¼gung festlegen kÃ¶nnen (Rekursentscheid E. II). Bei der materiellen Beurteilung ist der Bezirksrat jedoch eher von einer vertraglichen Grundlage des RechtsverhÃ¤ltnisses zwischen dem Heim und den Beschwerdegegnern ausgegangen, hat er doch den von ihm bejahten Vertrauensschutz vorab aus dem zwischen dem Heim und den Rekurrierenden am 27. Juli 2001 abgeschlossenen Pensionsvertrag bzw. daraus abgeleitet, dass gemÃ¤ss Art. 2.2 der Taxordnung vom 1. MÃ¤rz 1985, welche Bestandteil jenes Vertrags bilde, Taxanpassungen jeweils auf den 1. Juli und daher im vorliegenden Fall nicht schon ab 1. MÃ¤rz 2003 (das heisst ab Inkrafttreten der neuen Taxordnung) vorgenommen werden kÃ¶nnten. Art. 2.2 der Taxordnung bilde demnach ein wohlerworbenes Recht der PensionÃ¤re, welches gesetzesbestÃ¤ndig sei (Rekursentscheid E. IVa). Gleich wie die Rekurrierenden in der Rekursschrift liess der Bezirksrat in der Schwebe, ob der Pensionsvertrag als verwaltungsrechtlicher Vertrag oder als eine autoritative Anordnung in der Erscheinungsform einer mitwirkungsbedÃ¼rftigen VerfÃ¼gung zu wÃ¼rdigen sei. </p> <p class="Erwgung2">Im Zusammenhang mit der hier vorab zu klÃ¤renden Frage nach der VerfÃ¼gungskompetenz des Gemeinderates als Heimorgan und damit der ZustÃ¤ndigkeit des Bezirksrats als RekursbehÃ¶rde kann die Bedeutung des Pensionsvertrags vorerst offen bleiben, sofern sich ergibt, dass die streitbetroffene Taxforderung selbst dann Gegenstand einer VerfÃ¼gung bilden kann, wenn das (unbestrittenermassen Ã¶ffentlichrechtliche) RechtsverhÃ¤ltnis zwischen Heim und PensionÃ¤ren primÃ¤r durch einen (verwaltungsrechtlichen) Vertrag begrÃ¼ndet wird bzw. wurde. Ist diesbezÃ¼glich eine VerfÃ¼gungskompetenz des Gemeinderats gleichwohl zu bejahen, so hat das Verwaltungsgericht den Rekursentscheid materiell nÃ¤her zu Ã¼berprÃ¼fen. Denn diesfalls besteht selbst unter der Annahme, das RechtsverhÃ¤ltnis zwischen dem Heim und den Rekurrierenden als dessen PensionÃ¤re beruhe auf vertraglicher Grundlage, kein Anlass, den Rekursentscheid schon deswegen aufzuheben, weil dem Bezirksrat eine materielle Beurteilung des Rekurses nach §§ 19 ff. VRG von vornherein verwehrt gewesen wÃ¤re (fÃ¼r welchen Fall die Beschwerdegegner nunmehr mit ihrem Eventualstandpunkt eine Behandlung ihrer Beschwerdeantwort als Klageschrift beantragen). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>In Lehre und Rechtsprechung ist anerkannt, dass auch bei durch verwaltungsrechtlichen Vertrag geregelten RechtsverhÃ¤ltnissen das daran beteiligte Gemeinwesen unter UmstÃ¤nden Ã¼ber einzelne streitige Fragen eine VerfÃ¼gung treffen kann, um den Rechtsschutz im Anfechtungsverfahren zu gewÃ¤hren. Dass ein RechtsverhÃ¤ltnis zwischen Gemeinwesen und Privaten teilweise oder sogar weitgehend durch einen verwaltungsrechtlichen Vertrag festgelegt ist, schliesst demnach bezÃ¼glich einzelner streitiger Aspekte eine VerfÃ¼gungskompetenz des Gemeinwesens nicht von vornherein aus. In diesem Sinn sind auch die ZustÃ¤ndigkeiten des Verwaltungsgerichts bezÃ¼glich Streitigkeiten aus Ã¶ffentlichen VertrÃ¤gen einerseits (§ 82 lit. k VRG) und solchen aus VerfÃ¼gungen im Anfechtungsverfahren anderseits (§ 41 VRG) nicht nahtlos gegeneinander abgegrenzt (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 81-86 N. 3, § 82 N. 38; vgl. zum VerhÃ¤ltnis zwischen personalrechtlicher Klage und personalrechtlicher Beschwerde im Sinn von §§ 74 und 79 VRG auch VGr, 12. Januar 2005, PB.2004.00074, www.vgrzh.ch; ferner RB 2002 Nr. 25). Das gilt namentlich mit Bezug auf Taxforderungen von Ã¶ffentlichen Alters- und Pflegeheimen. Obwohl hier das RechtsverhÃ¤ltnis zwischen Heim und den PensionÃ¤ren hÃ¤ufig durch einen so genannten Pensionsvertrag geregelt wird, der als verwaltungsrechtlicher Vertrag zu qualifizieren ist (vgl. Verena BÃ¼hrer-Stierlin, Das Altersheim im Kanton ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 1993, S. 23), erscheint es angesichts dessen, dass das finanzielle Entgelt fÃ¼r den Aufenthalt und die Betreuung im Heim regelmÃ¤ssig durch generell-abstrakte Erlasse â die so genannten Taxordnungen â geregelt sind, zulÃ¤ssig und zweckmÃ¤ssig, diesbezÃ¼gliche Streitigkeiten im Anfechtungsverfahren auszutragen; dementsprechend ist es dem zustÃ¤ndigen Organ der TrÃ¤gerschaft (einer Ã¶ffentlichrechtlichen KÃ¶rperschaft) unbenommen, im Streitfall eine entsprechende VerfÃ¼gung zu erlassen, die mit Rekurs und Beschwerde angefochten werden kann. Demnach ist der Bezirksrat im vorliegenden Fall zu Recht von einer diesbezÃ¼glichen VerfÃ¼gungskompetenz des Gemeinderats X ausgegangen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat hat den Nichteintretensbeschluss des Gemeinderats X vom 26. Mai 2004 aufgehoben. Dazu hat er teils ausdrÃ¼cklich, teils sinngemÃ¤ss erwogen, mit der Unterzeichnung des neuen Pensionsvertrags am 31. MÃ¤rz 2003 durch die Rekurrierenden sei noch keine anfechtbare VerfÃ¼gung zustande gekommen; daran vermÃ¶ge der im Vertrag enthaltene Hinweis, dass gegen "Entscheide der Heimleitung und der Betriebskommission im Zusammenhang mit dem Vertrag und der Taxordnung" innert dreissig Tagen beim Gemeinderat schriftlich Einsprache erhoben werden kÃ¶nne, nichts zu Ã¤ndern. Dementsprechend sei auch das Begehren der Rekurrierenden vom 16. MÃ¤rz 2004 um Erlass einer anfechtbaren VerfÃ¼gung entgegen der Auffassung des Gemeinderates nicht als â verspÃ¤tetes â Rechtsmittel zu wÃ¼rdigen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤lt diesen Ã¼berzeugenden ErwÃ¤gungen nichts entgegen, weshalb auf sie verwiesen werden kann (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Der Bezirksrat ist demnach zutreffend zum Schluss gelangt, den Rekurrierenden kÃ¶nne nicht vorgeworfen werden, ihre Anliegen verspÃ¤tet geltend gemacht zu haben, und er hat daher den Nichteintretensbeschluss des Gemeinderats vom 26. Mai 2004 zu Recht aufgehoben.</p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat hat davon abgesehen, die Sache zum Erlass einer VerfÃ¼gung an den Gemeinderat zurÃ¼ckzuweisen; er hat das Begehren der Rekurrierenden betreffend RÃ¼ckerstattung der ihrer Meinung nach zu viel bezahlten Taxen selber beurteilt und damit das Vorliegen einer gegenteiligen VerfÃ¼gung des Gemeinderats vorausgesetzt. Dieses Vorgehen war zulÃ¤ssig und auch zweckmÃ¤ssig, nachdem der Gemeinderat in seinem Beschluss vom 26. Mai 2004 im Sinn eines Eventualstandpunktes begrÃ¼ndet hatte, weshalb er das diesbezÃ¼gliche Begehren der Rekurrierenden ablehne. In der Beschwerde beanstandet der Gemeinderat denn auch das Vorgehen des Bezirksrats insoweit nicht.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Damit ist zu prÃ¼fen, ob der Bezirksrat dem Begehren der Rekurrierenden um RÃ¼ckerstattung der ihrer Auffassung nach zu viel bezahlten Taxen zu Recht entsprochen habe. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Der Bezirksrat hat erwogen, die Rekurrierenden hÃ¤tten darauf vertrauen dÃ¼rfen, dass die hÃ¶heren Taxen gemÃ¤ss der am 1. MÃ¤rz 2003 in Kraft getretenen neuen Taxordnung vom 29. Oktober 2002 erst ab. 1. Juli 2003 erhoben wÃ¼rden. Vertrauensgrundlage bilde Art. 2.2 der alten Taxordnung vom 1. MÃ¤rz 1985, welche integrierender Bestandteil des mit den Rekurrierenden am 27. Juli 2001 abgeschlossenen Pensionsvertrags sei. GemÃ¤ss dieser Bestimmung wÃ¼rden eventuelle Taxanpassungen jeweils auf den 1. Juli vorgenommen. Damit habe die Gemeinde X "nach aussen hin mit einer Norm bekundet, dass sie nur in einem entsprechenden Turnus die Taxen neu festsetzen werde". GegenÃ¼ber den PensionÃ¤ren des Heims habe sie damit "eine verbindliche Zusage erteilt, auf die sie bei der Regelung ihrer finanziellen VerhÃ¤ltnissen (hÃ¤tten) vertrauen dÃ¼rfen". In Verbindung mit dem Pensionsvertrag begrÃ¼nde Art. 2.2 der Taxordnung ein wohlerworbenes Recht der PensionÃ¤re, welches gesetzesbestÃ¤ndig sei. Das bedeute, dass die Rekurrierenden die neue Taxordnung trotz deren Inkrafttreten am 1. MÃ¤rz 2003 erst ab 1. Juli 2003 gegen sich gelten lassen mÃ¼ssten. Daran vermÃ¶ge der Umstand, dass sie am 31. MÃ¤rz 2003 den neuen Vertrag, welcher auf die neue, ab 1. MÃ¤rz 2003 geltende Taxordnung verweise, unterzeichnet hÃ¤tten, und dass die neue Taxordnung keine Art. 2.2 der alten Taxordnung entsprechende Bestimmung enthalte, nichts zu Ã¤ndern. Die Heimleitung habe damals â wie nÃ¤her ausgefÃ¼hrt wird â "in einer an NÃ¶tigung grenzenden Art und Weise auf die betagten Rekurrierenden Druck ausgeÃ¼bt", den Vertrag zu unterzeichnen.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Wie erwÃ¤hnt (vorn E. 3.1) hat der Bezirksrat mit diesen ErwÃ¤gungen letztlich offen gelassen, inwieweit der Pensionsvertrag als verwaltungsrechtlicher Vertrag zu wÃ¼rdigen sei. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, der Pensionsvertrag stelle richtig besehen keinen solchen Vertrag, sondern eine VerfÃ¼gung dar, die unter Mitwirkung der Rekurrierenden zustande gekommen sei; schon aus diesem Grund sei ein Vertrauensschutz zu verneinen (Beschwerdeschrift S. 5 ff.). Die Beschwerdegegner halten dafÃ¼r, Art. 2.2 der alten Taxordnung bilde so oder anders eine Vertrauensgrundlage dafÃ¼r, dass die hÃ¶heren Taxen gemÃ¤ss neuer Taxordnung nicht schon ab deren Inkrafttreten am 1. MÃ¤rz 2003, sondern erst ab 1. Juli 2003 erhoben werden dÃ¼rften; das gelte unabhÃ¤ngig davon, ob das RechtsverhÃ¤ltnis zwischen ihnen und dem Heim als durch Ã¶ffentlichrechtlichen Vertrag oder als durch VerfÃ¼gung geregelt angesehen werde (Beschwerdeantwort S. 14 ff.).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Das RechtsverhÃ¤ltnis zwischen dem Heim und deren PensionÃ¤ren wird weitgehend durch die Taxordnung, die Hausordnung sowie das Organisations- und Betriebsreglement bestimmt. Zwar wird gemÃ¤ss Art. 10 des Reglements vom 11. Januar 1982 das PensionsverhÃ¤ltnis durch einen schriftlichen Vertrag vereinbart. Das Ã¤ndert jedoch nichts daran, dass die gegenseitigen Rechte und Pflichten weitgehend durch die genannten (generell-abstrakten) Erlasse geregelt sind und Letztere nur in einzelnen Fragen eine nÃ¤here Konkretisierung (durch VerfÃ¼gung oder Vertrag) erfordern. So verweist der so genannte Pensionsvertrag (sowohl der alte wie der neue) bezÃ¼glich Leistungen und Pensionspreis auf die (alte bzw. neue) Taxordnung. Als einzige wesentliche Konkretisierung enthÃ¤lt der Pensionsvertrag den fÃ¼r die Rekurrierenden als Pensionspreis geltenden Tagesansatz von Fr. 204.- gemÃ¤ss altem bzw. von Fr. 280.- gemÃ¤ss neuem Vertrag. Dieser Ansatz kÃ¶nnte aber ohne weiteres verfÃ¼gungsmÃ¤ssig festgesetzt werden, da er sich aus der Taxordnung und der zugehÃ¶rigen Taxtabelle ableiten lÃ¤sst. Ein verwaltungsrechtlicher Vertrag besitzt gerade dort seine Rechtfertigung, wo die Verwaltung ein bestimmtes Ã¶ffentliches Interesse mittels VerfÃ¼gung nicht â oder jedenfalls nicht in gleicher Weise â erfÃ¼llen kÃ¶nnte (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 1071 mit Hinweisen). Dies trifft nach dem Gesagten bezÃ¼glich des RechtsverhÃ¤ltnisses zwischen dem Heim und den Rekurrierenden als dessen PensionÃ¤re gerade nicht zu, jedenfalls nicht bezÃ¼glich des hier interessierenden Aspekts dieses RechtsverhÃ¤ltnisses, der Festsetzung bzw. Anpassung der Grundtaxe. Diese Ãberlegungen lassen es als fraglich erscheinen, ob der Pensionsvertrag Ã¼berhaupt eine <i>vertragliche</i> Vertrauensgrundlage bilden kÃ¶nne, die im Sinn eines wohlerworbenen Rechtes (vgl. HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 1079) Schutz vor einer sofortigen Anwendung der neuen Taxordnung biete. Die Frage kann jedoch aufgrund der folgenden ErwÃ¤gungen offen bleiben.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Geht man von einer vertraglichen Regelung des RechtsverhÃ¤ltnisses zwischen Heim und PensionÃ¤ren aus, so ist vorab zu prÃ¼fen, ob der am 27. Juli 2001 abgeschlossene Pensionsvertrag eine Zusicherung enthÃ¤lt, dass eine ErhÃ¶hung des in Ziffer 2 des Vertrags vereinbarten Pensionspreises auf keinen Fall vor dem 1. Juli eines Kalenderjahres vorgenommen werden dÃ¼rfe. Aufgrund des Vertrauensprinzips, nach denen verwaltungsrechtliche VertrÃ¤ge auszulegen sind (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 19; RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt 1990, Nr. 20 V), durften die Rekurrierenden diesen Vertrag nicht dahin verstehen, dass die Regel von Art. 2.2 der alten Taxordnung auch dann ihre GÃ¼ltigkeit behalte, wenn eine neue Taxordnung in Kraft trete. </p> <p class="Erwgung2">Der Pensionsvertrag vom 27. Juli 2001 hÃ¤lt zunÃ¤chst fest, dass sich der Pensionspreis nach der jeweils gÃ¼ltigen Taxordnung richte und gegenwÃ¤rtig Fr. 204.- je Tag fÃ¼r das Doppelzimmer betrage (Ziff. 2). Im Pensionspreis sind alle Leistungen gemÃ¤ss Art. 4 der (damals geltenden) Taxordnung inbegriffen (Ziff. 3). Ãnderungen der Pensionsbedingungen bleiben vorbehalten (Ziff. 6). Das Organisations- und Betriebsreglement, die Taxordnung und die Hausordnung bilden einen integrierenden Bestandteil des Vertrags (Ziff. 8). Diese Verweisung erfasst zwar auch Art. 2 der damals geltenden Taxordnung, wonach die Taxen jÃ¤hrlich aufgrund des Betriebsergebnisses des Vorjahres, aufgeteilt nach Kosten des Alterswohnheims und nach Kosten der Pflegeabteilung, durch die Betriebskommission berechnet werden (2.1) und wonach eventuelle Taxanpassungen jeweils auf den 1. Juli vorgenommen werden (2.2). Mit Taxanpassungen im Sinn von Art. 2.2 sind jedoch Anpassungen auf der Grundlage und im Rahmen der damals geltenden Taxordnung gemeint, wie sie jeweils in der Taxtabelle (Anhang zur Taxordnung) festgelegt wurden. FÃ¼r Erlass und Ãnderung der Taxordnung selber ist nicht die Betriebskommission, sondern der Gemeinderat zustÃ¤ndig (vgl. Art. 4.6.4 des Organisations- und Betriebsreglements in Verbindung mit Art. 14 der Taxordnung). Die im Pensionsvertrag vom 27. Juli 2001 enthaltene Verweisung auf die Taxordnung schloss damit TaxÃ¤nderungen vor dem 1. Juli eines Kalenderjahres nur im Rahmen und wÃ¤hrend der Geltungsdauer der damals geltenden Taxordnung vom 1. MÃ¤rz 1985 aus. Eine weiter gehende Schutzwirkung zugunsten der Rekurrierenden lÃ¤sst sich auch nach dem Vertrauensprinzip weder aus dem Vertrag vom 27. Juli 2001 noch aus Art. 2.2 der bei Abschluss dieses Vertrags geltenden Taxordnung vom 1. MÃ¤rz 1985 ableiten. DemgegenÃ¼ber beruht die Grundtaxe von Fr. 280.-/pro Tag, wie sie im neuen, von den Rekurrierenden am 31. MÃ¤rz 2003 unterzeichneten Vertrag mit Wirkung ab 1. MÃ¤rz 2003 festgesetzt wird, nicht auf einer TaxÃ¤nderung im Rahmen der alten Taxordnung, sondern auf dem Erlass der neuen Taxordnung, die am 1. MÃ¤rz 2003 in Kraft getreten ist. Damit wurde ein Systemwechsel bei der Taxberechnung vorgenommen: WÃ¤hrend nach der alten Ordnung hierfÃ¼r Reineinkommen und ReinvermÃ¶gen gemÃ¤ss SteuererklÃ¤rung massgebend waren (Art. 3.2), wird die so genannte Grundtaxe nach der neuen Ordnung unabhÃ¤ngig von Einkommen und VermÃ¶gen der PensionÃ¤re ermittelt.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b>Geht man davon aus, das RechtsverhÃ¤ltnis zwischen Heim und PensionÃ¤ren werde im Wesentlichen nicht durch den Pensionsvertrag als verwaltungsrechtlichen Vertrag, sondern durch die genannten Erlasse geregelt, die im Streitfall durch VerfÃ¼gung zu konkretisieren seien, so ist prÃ¼fen, ob Art. 2.2 der alten Taxordnung fÃ¼r sich allein genommen eine hinreichende Vertrauensgrundlage bilden kÃ¶nne, welche der Erhebung der hÃ¶heren Taxen vor dem 1. Juli 2003 ungeachtet dessen entgegenstehe, dass die neue Taxordnung, die keine Art. 2.2 der alten Ordnung entsprechende Regelung mehr enthÃ¤lt, am 1. MÃ¤rz 2003 in Kraft getretenen ist. Wie bereits im Zusammenhang mit der Auslegung des alten Pensionsvertrags dargelegt (vorn E. 5.4), lÃ¤sst sich Art. 2.2 der alten Taxordnung nicht als Zusicherung dahin verstehen, dass die Wirksamkeit einer vor dem 1. Juli 2003 in Kraft tretenden neuen Taxordnung fÃ¼r bisherige PensionÃ¤re bis zu diesem Zeitpunkt hin aufgeschoben bleibe. </p> <p class="Erwgung2">Dieses Auslegungsergebnis verstÃ¶sst auch nicht gegen das verfassungsrechtlich gewÃ¤hrleistete (frÃ¼her aus Art. 4 Abs. 1 der alten Bundesverfassung und heute aus Art. 5 Abs. 3 sowie Art. 9 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 abgeleitete) Vertrauensschutzprinzip. Lehre und Rechtsprechung schliessen zwar nicht aus, dass auch generell-abstrakte Erlasse eine Vertrauensgrundlage bilden kÃ¶nnen. Doch trifft dies nur unter besonderen UmstÃ¤nden zu. Im Sinn eines Anspruchs auf eine angemessene Ãbergangsregelung kÃ¶nnen sich Private auf das Vertrauensschutzprinzip dann berufen, wenn sie durch eine unvorhersehbare RechtsÃ¤nderung in schwer wiegender Weise in ihren gestÃ¼tzt auf die bisherige gesetzliche Regelung getÃ¤tigten Dispositionen getroffen werden (vgl. HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 641 ff. mit Hinweisen). Das trifft vorliegend mit Bezug auf die Rekurrierenden nicht zu, auch wenn die alte Taxordnung fÃ¼r sie bereits mit Inkrafttreten der neuen Taxordnung am 1. MÃ¤rz 2003 ihre GÃ¼ltigkeit verloren hat, ohne dass ihnen im Sinn einer Ãbergangsregelung ein Aufschub bis Ende Juni 2003 zugestanden wird. Angesichts dessen, dass sie bereits am 19. August 2001 in das Heim eingetreten sind, lÃ¤sst sich ihnen gegenÃ¼ber die sofortige Anwendung der neuen Taxordnung ab 1. MÃ¤rz 2003 auch in zeitlicher Hinsicht rechtfertigen, ohne dass darin eine Verletzung des Vertrauensschutzprinzips zu erblicken wÃ¤re. Der von ihnen angerufene Bundesgerichtsentscheid vom 15. Dezember 1976 (ZBl 78/1977 S. 267; vgl. auch MÃ¼ller/HÃ¤felin, Rz. 644 in Verbindung mit Rz. 345) betraf einen anderen, mit dem vorliegenden Fall nicht vergleichbaren Sachverhalt. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.6 </b>An diesem Ergebnis vermag der Umstand, dass die Beschwerdegegner, wie der Bezirksrat zutreffend erwogen hat, auf fragwÃ¼rdige Weise bei der Unterzeichnung des neuen Pensionsvertrags unter Druck gesetzt worden sind, nichts zu Ã¤ndern. Die Rekurrierenden machen zu Recht selber nicht geltend, die neue Taxordnung hÃ¤tte ihnen gegenÃ¼ber Ã¼berhaupt nicht durchgesetzt werden kÃ¶nnen, wenn sie den neuen, auf diese neue Ordnung abgestimmten Vertrag am 31. MÃ¤rz 2003 nicht unterzeichnet hÃ¤tten. Streitpunkt bildet allein die Frage eines Aufschubs bis Ende Juni 2003. Aufgrund der vorstehenden ErwÃ¤gungen wÃ¤re indessen fÃ¼r die Rekurrierenden die neue Taxordnung selbst dann, wenn sie den neuen Vertrag nicht unterzeichnet hÃ¤tten, bereits ab 1. MÃ¤rz 2003 massgebend. Die UmstÃ¤nde, unter denen es zu dieser Unterzeichnung gekommen ist, sind fÃ¼r die zu beurteilende Frage nicht entscheidungswesentlich (vgl. indessen bezÃ¼glich der Kostenfolgen E. 6). In Gutheissung der Beschwerde ist demnach Dispositiv Ziffer 1 des Rekursentscheides insoweit aufzuheben, als die Gemeinde X darin verpflichtet wird, den Beschwerdegegnern einen Teil der in der Zeit vom 1. MÃ¤rz 2003 bis 30. Juni 2003 bezahlten Heimtaxen (Mehrbetrag aufgrund der neuen gegenÃ¼ber der alten Taxordnung) zurÃ¼ckzuzahlen.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>GemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG tragen mehrere am Verfahren Beteiligte die Kosten in der Regel entsprechend ihrem Unterliegen (Satz 1). Kosten, die ein Beteiligter durch Verletzung von Verfahrensvorschriften oder durch nachtrÃ¤gliches Vorbringen solcher Tatsachen oder Beweismittel verursacht, die er schon frÃ¼her hÃ¤tte geltend machen kÃ¶nnen, sind ihm ohne RÃ¼cksicht auf den Ausgang des Verfahrens zu Ã¼berbinden (Satz 2). Damit statuiert diese Bestimmung neben dem fÃ¼r den Regelfall geltenden Unterliegerprinzip ergÃ¤nzend das Verursacherprinzip, wobei Letzteres nach der Rechtsprechung Ã¼ber die in § 13 Abs. 2 Satz 2 VRG genannten TatbestÃ¤nde hinaus auch in FÃ¤llen herangezogen werden kann, in denen eine obsiegende Prozesspartei die Verfahrenskosten durch anderweitiges Verhalten unnÃ¶tig vermehrt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 20). Schliesslich dÃ¼rfen bei der Kostenverlegung neben den im Gesetz genannten Unterlieger- und Verursacherprinzip auch BilligkeitsÃ¼berlegungen berÃ¼cksichtigt werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 23).</p> <p class="Urteilstext">Wie erwÃ¤hnt, hat sich die Heimleitung beim BemÃ¼hen, die Beschwerdegegner zur Unterzeichnung des neuen Vertrags zu bewegen, nicht korrekt verhalten, was sie nunmehr selber einrÃ¤umt (Beschwerdeschrift S. 9). Das gilt auch insoweit, als sie die diesbezÃ¼glichen Verhandlungen weitgehend direkt mit den Beschwerdegegnern gefÃ¼hrt hat, obwohl sie hÃ¤tte erkennen mÃ¼ssen, dass deren Schwiegersohn, der sich mit mehreren Eingaben an die Leitung gewandt hatte, als bevollmÃ¤chtigt anzusehen war (vgl. Beschwerdeschrift S. 3). Neben diesem fragwÃ¼rdigen Verhalten hat aber auch die unsachgemÃ¤sse Behandlung der Eingabe der RechtsbeistÃ¤ndin vom 16. MÃ¤rz 2004 (auf deren Eingabe der Gemeinderat mit Beschluss vom 26. Mai 2004 zu Unrecht nicht eingetreten ist, vgl. vorn E. 4) wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Beschwerdegegner zur Rekurserhebung veranlasst sahen. Es rechtfertigt sich daher, von einer Aufhebung von Disp. Ziff. 2 des Rekursentscheids, wonach die BeschwerdefÃ¼hrerin als damalige Rekursgegnerin die Rekurskosten zu tragen hat, abzusehen. Unter den genannten UmstÃ¤nden erschiene es sodann unbillig, die unterliegenden Beschwerdegegnern die Gerichtskosten tragen zu lassen; da sie auch nicht der obsiegenden BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt werden sollen, sind sie auf die Gerichtskasse zu nehmen.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>GemÃ¤ss § 17 Abs. 2 VRG kann im Rekurs- und im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners verpflichtet werden, namentlich wenn die rechtsgenÃ¼gende Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen besonderen Aufwand erforderte oder den Beizug eines Rechtsbeistands rechtfertigte (lit. a). Die nunmehr obsiegende Gemeinde hat weder im Rekursverfahren noch vor Verwaltungsgericht eine ParteienschÃ¤digung verlangt; schon deswegen ist ihr keine solche zuzusprechen; abgesehen davon, dass obsiegenden Gemeinwesen ParteientschÃ¤digungen nur bei ausserordentlich hohen Umtrieben, die hier nicht ausgewiesen sind, eine ParteientschÃ¤digung zugesprochen wird, da das Erheben und Beantworten von Rechtsmitteln zu ihrem angestammten Aufgabenbereich gehÃ¶rt. </p> <p class="Erwgung2">Zu prÃ¼fen bleibt, ob Disp. Ziff. 3 des Rekursentscheids (Verpflichtung der Gemeinde X zur Zahlung einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'000.- an die heutigen Beschwerdegegner) aufzuheben sei. Nach der Praxis kann es sich in Anwendung des Verursacherprinzips rechtfertigen, von der Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung an eine obsiegende Prozesspartei zu verzichten, auch wenn die Voraussetzungen von § 17 Abs. 2 lit. a VRG an sich erfÃ¼llt wÃ¤ren. In GrenzfÃ¤llen wird es sogar als zulÃ¤ssig angesehen, der <i>unterliegenden</i> Partei zulasten der obsiegenden eine EntschÃ¤digung zuzusprechen, sofern Letztere das betreffende Rekursverfahren durch ihr Verhalten verursacht hat (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 33; Martin Bernet, Die ParteientschÃ¤digung in der schweizerischen Verwaltungsrechtspflege, ZÃ¼rich 1986, N. 239). Unter den aufgezeigten UmstÃ¤nden rechtfertigt es sich, so zu verfahren und Disp. Ziff. 3 des Rekursentscheids trotz Obsiegens der BeschwerdefÃ¼hrerin zu bestÃ¤tigen. FÃ¼r das Beschwerdeverfahren ist den unterliegenden Beschwerdegegnern indessen keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen. </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Dispositiv Ziffer 1 des Rekursentscheids wird insoweit aufgehoben, als die Gemeinde X darin verpflichtet wird, den Beschwerdegegnern einen Teil der in der Zeit vom 1. MÃ¤rz 2003 bis 30. Juni 2003 bezahlten Heimtaxen (Mehrbetrag aufgrund der neuen gegenÃ¼ber der alten Taxordnung) zurÃ¼ckzuzahlen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.-; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'560.- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>