Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht Vom 2. Februar 2016 (400 15 389) ____________________________________________________________________ Zivilprozessrecht Art. 178 ZPO: Prüfung, ob die Bestreitung der Echtheit der Unterschrift auf dem Vertrag bzw. der Echtheit des Vertragsinhalts ausreichend begründet wurde Besetzung Präsident Thomas Bauer, Richter Dieter Freiburghaus (Ref.), Richterin Barbara Jermann Richterich; Gerichtsschreiberin Karin Arber Parteien A. ____ AG , vertreten durch Advokat Dr. Jascha Schneider-Marfels, Gerbergasse 48, Postfach, 4001 Basel, Klägerin und Berufungsbeklagte gegen B. ____ , vertreten durch Advokat Dr. Alex Hediger, Freie Strasse 82, Postfach, 4010 Basel, Beklagter und Berufungskläger Gegenstand Forderung Berufung gegen den Entscheid des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft Ost vom 28. April 2015 Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Die Brüder C.____ (verstorben) und B.____ waren Gesell schafter der inzwischen konkur- siten D.____GmbH. C.____ war als Gesellschafter und Ge schäftsführer mit Einzelunterschrifts- berechtigung und B.____ als Gesellschafter ohne Zeichnu ngsberechtigung im Handelsregister eingetragen. Die A.____AG stand mit der D.____GmbH so wie mit C.____ in geschäftlichen Beziehungen. Die D.____GmbH war während ihrer Existenz in der Liegenschaft der A.____AG eingemietet und erledigte auch immer wieder Aufträg e für diese. Am 16. Dezember 2002 schlossen die Parteien einen Vertrag mit dem Titel „Kr editvertrag mit Schuldbeitritt“ (nachfol- gend als „Kreditvertrag“ bezeichnet). Im Kopf des Vert rags sind die A.____AG als Kreditgeberin und die D.____GmbH als Kreditnehmerin bezeichnet und C.____ sowie B.____ je als Siche- rungsgeber genannt. Der Vertrag wurde von allen vier Vertragsparteien unterschrieben. Die A.____AG gewährte der D.____GmbH mit Ziffer 1 des K reditvertrags einen Kontokorrentkredit bis zu einem Betrag von maximal CHF 300‘000.00 abzüglich der Darlehensrestanz i.S. Ziffer 2 des Kreditvertrags. In Ziffer 2 wurde sodann Folgendes festgehalten: „Die Kreditnehmer erklä- ren hiermit, die Darlehensschuld von Herrn C.____ von h eute CHF 230‘000.-- (Wert 06. De- zember 2002) im Sinne eines Schuldbeitritts zu überneh men. Die Kreditnehmer, Herr C.____ und Herr B.____ haften für diesen Betrag solidarisch. Das von der Kreditnehmerin übernomme- ne Darlehen wird nicht in die laufende Rechnung gemä ss Ziffer 1 eingestellt.“ In Ziffer 3 des Kreditvertrags wurde sodann vorgesehen, dass C.____ und B.____ der Kreditgeberin zur Si- cherstellung sämtlicher Forderungen gegenüber der Kred itnehmerin aus dem Kreditvertrag ei- nen Inhaberschuldbrief über je CHF 150‘000.00 im zweit en Rang zu Lasten ihrer Eigentums- wohnungen bis spätestens am 31. Januar 2003 aushändigen. B. Nachdem über die D.____GmbH am 23. Juni 2003 der Kon kurs eröffnet wurde, betrieb die A.____AG mit Zahlungsbefehl vom 8. September 200 3 B.____ gestützt auf den Inhaber- schuldbrief auf Grundpfandverwertung für einen Betrag von CHF 243‘939.00 nebst Zins. Der Rechtsöffnungsrichter bewilligte die provisorische Rechts öffnung für einen Betrag von CHF 150‘000.00 nebst Zins. Die besagte Betreibung auf Grundpfandverwertung endete zu Las- ten der A.____AG mit einem Pfandausfall von insgesamt CHF 172‘527.70. C. Mit Schlichtungsgesuch vom 7. Juni 2012 leitete die A .____AG das Klageverfahren gegen B.____ ein. Nach Ausstellung der Klagebewilligung rei chte die Klägerin am 6. Dezember 2012 die Klage am Bezirksgericht Liestal (seit 1. April 2014: Zivilkreisgericht Basel-Landschaft Ost) ein und begehrte, der Beklagte sei zu verurteilen, der Klägerin den Betrag von CHF 200‘000.00 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 1. August 2003 zu bezahlen. Die Mehrforderung wurde aus- drücklich vorbehalten; alles unter o/e-Kostenfolge zu Last en des Beklagten. Die Klägerin be- gründete die Forderung im Wesentlichen damit, dass sie C .____ ein Darlehen von CHF 230‘000.00 ausbezahlt habe und der Beklagte gemä ss Ziffer 2 des Kreditvertrags vom 16. Dezember 2002 für diesen Betrag solidarisch hafte. Sie sei daher berechtigt, die noch offe- ne Darlehenssumme von CHF 200‘000.00 vom Beklagten zur Rückzahlung zu verlangen. Der Beklagte beantragte die Abweisung der Klage, soweit au f diese einzutreten sei. Er machte gel- tend, er habe den Kreditvertrag vom 16. Dezember 200 2 in dieser Form nicht unterzeichnet. Weiter bestritt er, dass es sich bei der Unterschrift au f Seite 4 des Kreditvertrags um seine Un- terschrift handle. Eventualiter machte er gestützt auf eine Excel-Tabelle geltend, die Klägerin habe C.____ keine Darlehen in der von der Klägerin g eltend gemachten Höhe gewährt; die im Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Kreditvertrag aufgeführten Zahlen würden nicht stimmen. Überdies habe er sich nie verpflichtet, für die seinem Bruder gewährten Darlehen solidarisch zu haften, sondern lediglich dazu, für die gegenüber der D.____GmbH bestehenden Forderungen als Sicherungsgeber zu fungieren und zu diesem Zweck der Klägerin einen Inhaberschuldbrief ausz uhändigen. Die Erstinstanz holte beim kriminaltechnischen Dienst der Kantonspolizei des Kant ons Basel-Landschaft ein Schrif- tengutachten über die Echtheit der Unterschrift des Bekl agten auf dem Kreditvertrag vom 16. Dezember 2002 ein. Der Gutachter gelangte zum Sch luss, es könne nicht beurteilt werden, ob es sich bei der fraglichen Unterschrift des Beklagten a uf dem Kreditvertrag um eine authen- tische Namenszeichnung oder eine Nachahmungsfälschung ha ndle. Mit Urteil vom 28. April 2015 hiess die Dreierkammer des Zivilkreisgerichts Basel-La ndschaft Ost die Klage gut und verurteilte den Beklagten, der Klägerin CHF 200‘000.0 0 nebst Zins zu 5% seit dem 20. August 2012 zu bezahlen. Das weitergehende Zinsbegehren wies sie ab. Die Friedensrichterkosten von CHF 300.00 sowie die Gerichtsgebühr von CHF 17‘000.00 wurden dem Beklagten auferlegt und dieser verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung von CHF 30‘086.65 (inkl. Spesen und MWST) zu bezahlen. D. Mit Eingabe vom 23. Oktober 2015 an das Kantonsgeri cht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, erklärte der Beklagte die Berufung gegen da s Urteil vom 28. April 2015. Er beantrag- te, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und die Kla ge abzuweisen. Die ordentlichen und ausserordentlichen Kosten des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens seien der Klägerin und Berufungsbeklagten aufzuerlegen. Der Berufungskläger hielt daran fest, dass er den Kreditver- trag vom 16. Dezember 2002 nicht persönlich unterzeichne t habe und erst recht nicht in der vorliegenden Form. Er monierte, die Vorinstanz habe de n Inhalt des Vertrags verkannt und der von ihm eingereichten Excel-Tabelle zu Unrecht keinen Be weiswert beigemessen. Die Vor- instanz habe aus dem Umstand, dass er am 24. Januar 2003 zulasten seiner Parzelle einen Inhaberschuldbrief für einen Betrag von CHF 150‘000.00 errichten liess, zu Unrecht abgeleitet, dass er den Kreditvertrag in der vorliegenden Form unt erzeichnet habe. Schliesslich hielt der Berufungskläger auch an der Verjährungseinrede fest. E. Mit Berufungsantwort vom 7. Dezember 2015 beantragt e die Berufungsbeklagte die Ab- weisung der Berufung und die Bestätigung des angefocht enen Urteils, unter o/e-Kostenfolge des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens zulasten des Berufungsklägers. Auf die vorinstanzliche Entscheidbegründung und die Ausführungen in den Rechtsschriften wird in den Erwägungen eingegangen. F. Mit Verfügung vom 8. Dezember 2015 schloss die Präsident in des Kantonsgerichts Basel- Landschaft, Abteilung Zivilrecht, den Schriftenwechsel un d sah, ohne Gegenbericht der Partei- en, den Entscheid aufgrund der Akten ohne Durchführung einer Parteiverhandlung vor. In der Folge bat der Berufungskläger um Durchführung einer mündlichen Parteiverhandlung, die Beru- fungsbeklagte dagegen erachtete eine weitere Verhandl ung als nicht notwendig. Mit Verfügung vom 28. Dezember 2015 wurde der Entscheid aufgrund der Akten ohne weitere Parteiverhand- lung angeordnet. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Erwägungen 1. Gegen erstinstanzliche Endentscheide kann gemäss Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO Berufung erhoben werden, wobei in vermögensrechtlichen Angelege nheiten die Berufung gemäss Art. 308 Abs. 2 ZPO nur zulässig ist, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechts- begehren mindestens CHF 10'000.00 beträgt. Die Beruf ung ist schriftlich und begründet innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheides bei der Rechtsmittelinstanz einzu- reichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Im vorliegenden Fall ist der Streitwert erreicht. Der begründete Entscheid des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft Ost vom 28. April 2015 wurde dem Beklagten bzw. dessen Rechtsvertreter am 24. September 2015 zugeste llt. Mit der Berufung vom 23. Ok- tober 2015 ist die Rechtsmittelfrist eingehalten. Da au ch die weiteren Formalien erfüllt sind, ist auf die Berufung einzutreten. Gemäss § 6 Abs. 1 lit. d EG ZPO ist die Dreierkammer der Abtei- lung Zivilrecht des Kantonsgerichts für die Beurteilung von Berufungen gegen Entscheide der Dreierkammern der Zivilkreisgerichte sachlich zuständig. 2. Der Berufungskläger macht geltend, er habe den Kredit vertrag vom 16. Dezember 2002 nicht persönlich unterzeichnet und erst recht nicht in der vorliegenden Fassung. Die Unterschrift befinde sich nur auf der Seite 4 und die vorangegang enen Seiten seien weder unterschrieben noch paraphiert, so dass es für die Berufungsbeklagte e in Leichtes gewesen sei, den ursprüng- lichen Text abzuändern und die Seiten 1 bis 3 neu zu f ormulieren, auch wenn der Vertrag ur- sprünglich tatsächlich von ihm unterzeichnet worden wäre . Der Berufungskläger verwies als Indizien auf die Bezeichnungen der Parteien im Ingress des Kreditvertrages sowie auf die For- mulierungen im Kreditvertrag, des Weiteren auf die v on ihm eingereichte Excel-Tabelle, aus welcher ersichtlich werde, dass die Berufungsbeklagte C.____ Darlehen in der Höhe von insge- samt CHF 165‘000.00 zur Verfügung gestellt habe und ni cht wie im Kreditvertrag erwähnt von CHF 230‘000.00. Er verwies weiter auf die Position „R echnung E.____ vom 28. Mai 2002 für Kreditvertrag“ in der Excel-Liste und schloss daraus, dass di e E.____ den Kreditvertrag ausge- fertigt habe und zwar vor dem 28. Mai 2002. Auch dies stelle ein Indiz oder gar einen Beweis dafür dar, dass der Kreditvertrag in der vorliegenden Form nicht unterzeichnet worden sei, schon gar nicht am 16. Dezember 2002. Ein weiteres Indiz dafür, dass er den Kreditvertrag nicht in der vorliegenden Fassung unterzeichnet habe, sie ht der Berufungskläger darin, dass bei der Sicherstellung unter Ziffer 3 des Kreditvertrages lediglich seine Parzelle erwähnt sei und nicht auch jene seines Bruders C.____. Aus dem Umstand, d ass er am 24. Januar 2003 einen Inhaberschuldbrief zu Lasten seiner Parzelle habe errich ten lassen, lasse sich nicht ableiten, dass er den Kreditvertrag in der vorliegenden Fassung un terschrieben habe. Daraus ergebe sich einzig, dass er sich als Sicherungsgeber verpflichtet habe. 3. Was den Einwand des Berufungsklägers betrifft, wonach er den Kreditvertrag vom 16. Dezember 2002 nicht oder nicht in der vorliegende n Fassung unterschrieben habe, ist auf Art. 178 ZPO hinzuweisen. Diese Bestimmung sieht vor, da ss die Partei, die sich auf eine Ur- kunde beruft, deren Echtheit zu beweisen hat, sofern die Echtheit von der anderen Partei be- stritten wird; die Bestreitung muss ausreichend begründ et werden. Eine Partei, welche die Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht Echtheit einer Urkunde bestreitet, hat konkrete Umstände darzutun, die beim Gericht ernsthafte Zweifel an der Authentizität des Urkundeninhalts oder der Unterschrift wecken. Eine bloss pau- schale, unsubstantiierte Bestreitung reicht nicht. Es wi rd mithin eine Substantiierung der Ein- wendungen gegen die Echtheit von Urkunden verlangt. N ur wenn dies gelingt, muss die Partei, welche sich auf das Dokument beruft, dessen Echtheit bewe isen. (Botschaft ZPO, S. 7322; THOMAS WEIBEL , in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweize- rischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Art..178 N 3 ff.). Im vorliegenden Fall hat das von der Vorinstanz eingeholte Gutachten zu der Frage, ob die Unterschrift auf dem Kreditvertrag vom 16. Dezember 2002 vom Berufungskläger stammt, keine Klärung gebracht, da der Gutachter nicht beurteilen konnte, ob es sich b ei der besagten Unterschrift um eine au- thentische Namenszeichnung oder eine Nachahmungsfälschun g handelt. Die Erwägung der Vorinstanz, der Berufungskläger habe seine Behauptung anlässlich der Instruktionsverhandlung und der Hauptverhandlung relativiert, ist absolut zutr effend. In der Klageantwort vom 10. Juni 2013 liess der Berufungskläger ausführen, es handle sich bei der Unterschrift auf Seite 4 des Kreditvertrages nicht um seine Unterschrift und er ha be den Kreditvertrag in der vorliegenden Fassung nie unterzeichnet. In der Instruktionsverhandlung vom 17. September 2013 antwortete der Berufungskläger dagegen auf die Frage des Gerichtsp räsidenten, ob er den vorliegenden Vertrag unterzeichnet habe, er wisse nicht, ob die Unter schrift von ihm stamme, das sei ja schon zehn Jahre her. Auch an der Hauptverhandlung vom 28. April 2015 führte er aus, die Vereinbarung vom 16. Dezember 2002 habe er nie gesehen, jedenfalls die ersten beiden Seiten nicht, und ob die Unterschrift von ihm stamme, könne er nicht sagen. Er hat an den Gerichts- verhandlungen selbst nicht mehr strikte behauptet, dass di e Unterschrift nicht von ihm stamme. Der Berufungskläger machte nicht geltend, es sei falsch pro tokolliert worden, so dass auf die vorinstanzlichen Verhandlungsprotokolle abzustellen ist. D ie Behauptung, die Unterschrift stamme nicht vom Berufungskläger, ist durch dessen Aussagen an den beiden erwähnten Ver- handlungen jedenfalls klar relativiert worden. 4. Im Zusammenhang mit dem Vorbringen, der vorliegende K reditvertrag entspreche nicht der ursprünglichen Fassung, welche er allenfalls untersch rieben habe, wies der Berufungsklä- ger auf Widersprüchlichkeiten im Kreditvertrag hin und führte aus, wie dieser Vertrag nach sei- ner Ansicht zu verstehen sei. Es trifft zu, dass im Kredi tvertrag die Bezeichnungen nicht gleich- bleibend verwendet wurden. Im Kopf des Vertrages werden die A.____AG als Kreditgeberin, die D.____GmbH als Kreditnehmerin und die beiden Herren C.____ und B.____ als Sicherungsge- ber bezeichnet. Im Vertrag ist sodann jedoch mehrmals von den Kreditnehmern in der Mehrzahl die Rede. Die Berufungsbeklagte führte bereits in der Klage vom 6. Dezember 2012 aus, wie es zu diesen redaktionellen Versehen in den Bezeichnungen , welche nicht immer gleich gehand- habt wurden, gekommen sein soll. Die Erklärung liege da rin, dass gemäss der ersten Fassung des Vertrages der Berufungskläger und sein Bruder geme insam mit der D.____GmbH für den Kontokorrentkredit der D.____GmbH sowie für das Darlehen an C.____ hätten haften sollen. In der Schlussfassung sei die solidarische Haftung des Berufungsklägers jedoch auf das Darlehen in der Höhe von CHF 230‘000.00 beschränkt worden, wäh rend er für den Kontokorrentkredit bloss eine Sicherstellung in Form eines Schuldbriefes zu leisten gehabt habe. Diese Ausfüh- rungen sind nachvollziehbar. Der Vertrag ist nicht prof essionell abgefasst und in der Begriffs- verwendung nicht einheitlich. In den Vorbemerkungen we rden die geschäftlichen Beziehungen Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht genannt und ausgeführt, dass es um einen Kredit auf Ko ntokorrentbasis gehe sowie um ein Darlehen im Betrag von CHF 300‘000.00, welches die Be rufungsbeklagte C.____ gewährt ha- be. Gemäss Ziffer 1 des Kreditvertrages gewährte die Be rufungsbeklagte der D.____GmbH einen Kontokorrentkredit bis zum Betrag von maximal CHF 300‘000.00 abzüglich Darlehens- restanz. Die Ziffer 2 enthält den Titel „Schuldbeitri tt Darlehen“ und ist wörtlich vorstehend unter Lit. A wiedergegeben. In dieser Ziffer 2 wird klar au sgeführt, dass die Darlehensschuld von C.____ per 6. Dezember 2002 CHF 230‘000.00 betrug. E benso klar und unmissverständlich geht daraus hervor, dass die D.____GmbH dieses Darlehen i m Sinne eines Schuldbeitritts übernimmt und die Brüder C.____ und B.____ solidari sch mithaften sollen. In Ziffer 3 werden der Berufungskläger und sein Bruder verpflichtet, der Berufungsbeklagten zur Sicherstellung von deren sämtlichen Forderungen gegen die D.____GmbH zwei zu Lasten ihrer Eigentums- wohnungen zu errichtende Schuldbriefe über je CHF 150 ‘000.00 im zweiten Rang zu überge- ben. Die Übergabe dieser beiden Schuldbriefe erfolgt e zur Sicherstellung der Forderungen der Berufungsbeklagten gegenüber der D.____GmbH, ohne ei ne persönliche Schuld des Beru- fungsklägers und seines Bruders zu begründen. Die Vorinsta nz führte dazu zu Recht aus, dass der Berufungskläger im Kreditvertrag jedoch nicht led iglich die Rolle eines Sicherungsgebers eingenommen habe, da Ziffer 2 des Kreditvertrages aus drücklich und unmissverständlich eine solidarische Haftung des Berufungsklägers für das an seinen Bruder gewährte Darlehen im damals noch bestehenden Betrag von CHF 230‘000.00 beg ründe. Es trifft zu, dass sich die Si- cherstellung durch die Inhaberschuldbriefe gemäss Ziffer 3 der Vereinbarung lediglich auf die Forderungen der Berufungsbeklagten gegenüber der D.____GmbH bezieht. Die Ziffer 2 bezieht sich dagegen auf das von der Berufungsbeklagten an C.__ __ gewährte Darlehen und nicht auf den Kontokorrentkredit an die D.____GmbH, und begrün det klar eine solidarische Haftung des Berufungsklägers für dieses Darlehen an seinen Bruder. Der Berufungskläger kann daher aus Ziffer 3 nicht ableiten, dass er gemäss dem Kreditvertrag nur Sicherungsgeber sei und gar nicht solidarisch hafte. 5. Der Berufungskläger behauptet, er habe den Vertrag ni e in der vorliegenden Fassung unterschrieben. Allerdings führte er nicht aus, welchen Vertragsinhalt er denn unterschrieben habe bzw. was geändert worden sein soll. Dass er bei ei nem Vertrag mitwirkte, geht aus der Tatsache hervor, dass er am 24. Januar 2003 einen Inhabe rschuldbrief im Betrag von CHF 150‘000.00 im zweiten Rang auf seiner Parzelle e rstellen liess, wie dies so in Ziffer 3 des Kreditvertrags vereinbart worden war und somit auch zeitlich mit dem Vertragsabschluss vom 16. Dezember 2002 übereinstimmt. Es wäre am Berufungskläger gelegen, darzulegen, wie sich die Vertragsverhandlungen abgespielt haben sollen und was vereinbart worden sein soll, zumal die Berufungsbeklagte bereits in der Klage ausführte, was sich im Laufe der Verhandlungen geändert haben soll bzw. dass von einer ursprünglich vorg esehenen Haftung sowohl für den Kontokorrentkredit wie auch für das Darlehen die Haft ung des Berufungsklägers lediglich noch auf das Darlehen an C.____ beschränkt worden sei. Indem der Berufungskläger keine Ausfüh- rungen zu den Vertragsverhandlungen machte und nicht d arlegte, wie es zu der Erstellung des Inhaberschuldbriefs kam bzw. aufgrund welchen Vertragsinh alts er einen solchen errichtete, vermag er die nachvollziehbaren Ausführungen der Beruf ungsbeklagten zu den redaktionellen Versehen im Kreditvertrag nicht zu widerlegen und kann aus den unterschiedlichen Bezeich- nungen der Parteien im Kreditvertrag nichts zu seinen Gunsten ableiten. Auch kann aus dem Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Hinweis des Berufungsklägers, es sei nicht jede Seite des K reditvertrags paraphiert worden, keine Auswechslung einzelner Seiten des Kreditvertrags abgeleitet werden. 6. Der Berufungskläger beruft sich auf die von ihm einger eichte Excel-Tabelle vom 13. August 2003, aus welcher sich ergebe, dass die Berufu ngsbeklagte an C.____ entgegen der Feststellung im Kreditvertrag kein Darlehen von CHF 300‘000.00 gewährt habe, sondern insgesamt lediglich von CHF 165‘000.00. Die Gegenseite habe die Richtigkeit dieser Excel- Tabelle im vorinstanzlichen Verfahren nie bestritten u nd die Vorinstanz habe dieser Excel- Tabelle zu Unrecht keinen Beweiswert zuerkannt. Die Vor instanz führte dazu aus, die Excel- Tabelle weise weder eine rechtsgültige Unterschrift de r Berufungsbeklagten auf, noch sei sie mit Einzelbelegen untermauert, weshalb dieser Tabell e kein Beweiswert zukomme und sie die im Kreditvertrag bezifferte Darlehensschuld von CHF 230‘ 000.00 nicht zu entkräften vermöge. Diese Ausführungen der Vorinstanz sind nicht zu beanstande n. Die Excel-Tabelle enthält Posi- tionen, welche die D.____GmbH betreffen und Positionen, welche C.____ betreffen. Es handelt sich dabei nicht um eine saubere Buchhaltung, welche klar zwischen der D.____GmbH und C.____ unterscheidet. Die Excel-Tabelle ist weder unterze ichnet noch durch Belege untermau- ert und somit nicht geeignet, das klare Zugeständnis in Ziffer 2 des Kreditvertrags in Frage zu stellen. 7. Der Berufungskläger macht geltend, in der von ihm einge reichten Excel-Tabelle sei eine Belastung in der Höhe von CHF 1‘223.00 mit dem Verme rk „Rechnung E.____ vom 28. Mai 2002 für Kreditvertrag“ aufgeführt. Dies mache deutli ch, dass die E.____ den Kreditvertrag ur- sprünglich ausgefertigt habe und zwar am 28. Mai 2002, und dass der im Streit liegende Kredit- vertrag mit dem heute vorliegenden Inhalt so nicht unt erzeichnet worden sei, geschweige denn erst am 16. Dezember 2002. Ob die E.____ am 28. Mai 2002 überhaupt einen Kreditvertrag für die Berufungsbeklagte formulierte oder einen Entwurf verfasste, ist nicht erstellt. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass die E.____ im Mai 2002 einen Vertragsentwurf erstellte, welcher in der Folge von den Parteien nachträglich ab geändert wurde, so wie die Berufungsbe- klagte dies darstellt. Gerade die Tatsache, dass die Bezei chnungen im Kreditvertrag vom 16. Dezember 2002 uneinheitlich verwendet werden, spricht durchaus für einen solchen Ablauf. Dass der Berufungskläger am 24. Januar 2003 einen Inhabe rschuldbrief erstellen liess, spricht vom zeitlichen Ablauf eher für eine Vertragsunterzeichnu ng im Dezember 2002 als im Mai 2002. Aus der Position in der Excel-Tabelle „Rechnung E.____ vom 28. Mai 2002 für Kreditver- trag“ kann der Berufungskläger somit nichts zu seinen G unsten ableiten, zumal – wie bereits erwähnt – dieser Tabelle kein Beweiswert zukommt. 8. Der Berufungskläger macht geltend, in der vorliegenden Fassung des Kreditvertrags sei in Ziffer 3 lediglich die Parzelle Nr. x.____, welche ihm gehört habe, namentlich erwähnt, während die Parzelle, welche im Eigentum von C.____ gestanden sei, nicht mit der Parzellennummer genannt sei. Dies stelle ein weiteres Indiz dar, dass der Kreditvertrag in der vorliegenden Form nicht unterzeichnet worden sei. Diesen Ausführungen de s Berufungsklägers kann nicht gefolgt werden, da er die Parzellennummern verwechselt. Der Be rufungskläger war Eigentümer der Stockwerkeigentumsparzelle Nr. y.____, welche im Kreditv ertrag nicht genannt wurde. C.____ war Eigentümer der im Kreditvertrag bezeichneten Stockw erkeigentumsparzelle Nr. x.____, auf welcher zu Gunsten der Berufungsbeklagten im zweiten Ran g ein Namensschuldbrief vom Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 14. März 2002 im Betrag von CHF 150‘000.00 eingetrag en war (siehe Beilage 3 der Klageant- wort vom 10. Juni 2013). Der Berufungsbeklagten war d aher spätestens ab diesem Zeitpunkt die Parzellennummer der Stockwerkeigentumswohnung von C. ____ bekannt. Dagegen wurde der Inhaberschuldbrief auf der Parzelle des Berufungsklägers erst am 24. Januar 2003 errichtet und danach der Berufungsbeklagten vom Notar ausgehänd igt (siehe Beilage zur Eingabe der Berufungsbeklagten vom 19.12.2013 an die Vorinstanz). E s ist durchaus möglich, dass der Be- rufungsbeklagten im Zeitpunkt der Unterzeichnung des Kreditvertrags nur die Parzellennummer der Stockwerkeigentumswohnung von C.____ bekannt war, so dass lediglich diese im Kredit- vertrag aufgeführt werden konnte. Der Berufungskläger kann daher auch aus der Nichterwäh- nung der Parzellennummer seiner eigenen Eigentumswohn ung im Kreditvertrag nichts zu sei- nen Gunsten ableiten. 9. Der Berufungskläger verweist sodann darauf, dass in den Vorbemerkungen des Kreditver- trags für den Kontokorrentkredit auf die „heutige Sal dobestätigung in der Beilage“ hingewiesen worden sei. Diese Saldobestätigung habe die Berufungs beklagte allerdings bislang nie ins Recht gelegt und offensichtlich existiere keine solche Sa ldobestätigung. Dem ist entgegenzu- halten, dass sich die im Kreditvertrag erwähnte Saldobe stätigung auf den Kontokorrentkredit bezieht und nicht auf die Höhe der Darlehensforderung gegen C.____. Dass für letztere eine Saldobestätigung nicht vorliegt, vermag daher die im Vertrag explizit bezifferte Schuld in Höhe von CHF 230‘000.00 nicht in Zweifel zu ziehen. 10. Der Berufungskläger macht ferner als weiteres Indiz gelt end, die Berufungsbeklagte habe mit Zahlungsbefehl vom 8. September 2003 lediglich ei ne Grundpfandbetreibung über CHF 150‘000.00 eingeleitet. Diese Ausführung ist unzutre ffend. Mit genanntem Zahlungsbefehl hat die Berufungsbeklagte gegen den Berufungskläger die Bet reibung auf Grundpfandverwertung für eine Forderung von CHF 243‘939.00 eingeleitet (Zahlungsbefehl vom 08.09.2003, Beilage 6 der Klage vom 06.12.2012). Der Berufungskläger kann somi t auch aus der Höhe der betriebe- nen Forderung nichts zu seinen Gunsten ableiten. 11. Das Kantonsgericht gelangt zum Ergebnis, dass der Berufu ngskläger keine konkreten Umstände und Indizien dargelegt hat, welche ernsthafte Zweifel an der Authentizität des Urkun- deninhalts oder der Unterschrift zu wecken vermögen. Folg lich ist auf den Kreditvertrag in der vorliegenden Fassung vom 16. Dezember 2002 abzustellen. G emäss Ziffer 2 dieses Kreditver- trags haftet der Berufungskläger solidarisch für die Darl ehensschuld seines Bruders im Betrag von CHF 230‘000.00 bzw. in der noch ausstehenden Höhe vo n CHF 200‘000.00. Hinsichtlich der rechtlichen Ausführungen zur Solidarhaftung ist a uf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid zu verweisen. Die Berufungsbeklagte ist somit berechtigt, gestützt auf den Kreditver- trag vom 16. Dezember 2002 vom Berufungskläger die Dar lehensrestanz von CHF 200’000.00 aufgrund dessen solidarischer Haftung einzufordern. 12. Der Berufungskläger vertritt schliesslich die Auffassung, d ie eingeklagte Forderung sei verjährt. Er führte dazu in der Berufung aus, da nicht nachgewiesen sei, dass er den Kreditver- trag unterzeichnet habe bzw. in der vorliegenden Fassung unterzeichnet habe, könne sich die Gegenseite nicht auf die Ziffer 2 des Kreditvertrages berufen, so dass diese auch keine Aner- kennung einer Darlehensforderung darstelle. Das letzte Darlehen der Berufungsbeklagten an Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht C.____ sei am 21. Dezember 2001 gewährt worden, so d ass die Verjährungsfrist zur Geltend- machung von Ansprüchen aus diesem Darlehen spätestens seit Ende Januar 2012 verjährt sei. Wie bereits ausgeführt, ist auf den Kreditvertrag vom 1 6. Dezember 2002 abzustellen. Dieser stellt eine Schuldanerkennung dar, durch welche die zehnjährige Verjährungsfrist von neuem zu laufen begann und weder bei Einreichung des Schlichtun gsgesuchs vom 7. Juni 2012 noch bei Einreichung der Klage vom 6. Dezember 2012 abgelaufe n war. Es kann auf die vorinstanzli- chen Ausführungen unter Ziffer 5 der Erwägungen verwi esen werden, zumal der Berufungsklä- ger diese Ausführungen inhaltlich nicht beanstandet, son dern seine Verjährungseinrede ledig- lich damit begründet, dass auf den Kreditvertrag nicht abzustellen sei. Die Vorinstanz hat die Einrede der Verjährung somit zu Recht nicht gehört und die Klage gutgeheissen. 13. Entsprechend den vorstehenden Erwägungen ist die Beru fung vollumfänglich abzuwei- sen. Demzufolge sind in Anwendung von Art. 106 Abs. 1 ZPO sämtliche Prozesskosten des Rechtsmittelverfahrens dem Berufungskläger aufzuerlegen. 13.1 Die Gerichtsgebühr ist gestützt auf § 9 Abs. 1 i.V.m. § 8 Abs. 1 lit. f der Verordnung über die Gebühren der Gerichte (Gebührentarif, SGS 170.31 ) auf pauschal CHF 10‘000.00 festzule- gen und entsprechend dem Ausgang des Berufungsverfahr ens dem Berufungskläger aufzuer- legen. 13.2 Der obsiegenden Berufungsbeklagten ist eine angemessene Parteientschädigung zuzu- sprechen. Der Rechtsvertreter der Berufungsbeklagten ma chte in seiner Honorarnote vom 5. Januar 2016 ein Honorar von CHF 18‘572.00 zuzüglich Auslagen von CHF 68.00 und MWST geltend. Die Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (TO, SGS 178.112) sieht gemäss § 7 TO bei Streitigkeiten mit einem Streitwert von CHF 200‘000. 00 ein maximales Grundhonorar von CHF 17‘250.00 vor, in welchem bei schriftlichen Verfah ren vor erster Instanz eine Hauptver- handlung und eine Rechtsschrift inbegriffen sind. Gemäss § 10 TO ist das Grundhonorar für die Vertretung vor zweiter Instanz nach den für die erste In stanz geltenden Grundsätzen zu be- rechnen, beträgt jedoch ohne schriftliche Berufungsbegrü ndung nur 50%, mit einer solchen bis zu 100% des jeweils zutreffenden Grundhonorars und allf älliger Zuschläge gemäss § 8 TO. Gemäss § 9 TO kann das Honorar angemessen herauf- oder he rabgesetzt werden, wenn zwi- schen dem Streitwert und der Bemühung des Anwalts ein o ffenbares Missverhältnis besteht. Ein Ansatz von 100% des Grundhonorars scheint vorliegend n icht angemessen, da zum einen im Berufungsverfahren keine Parteiverhandlung durchge führt wurde und nur eine Rechtsschrift einzureichen war, und weil zum anderen die Berufungsan twort rund 12 Seiten umfasst und der Aufwand für die Erstellung dieser Rechtsschrift in einem offenbaren Missverhältnis zum maxi- malen Grundhonorar stehen würde. Für das Berufungsverfa hren scheint ein Grundhonorar von pauschal CHF 12‘500.00 als angemessen. Zuschläge gemäss § 8 TO sind für das Berufungs- verfahren nicht zu erheben. Jedoch sind die geltend gem achten Auslagen von CHF 68.00 zum Grundhonorar hinzuzurechnen. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Die Mehrwertsteuer ist nicht zu berücksichtigen, weil die mehrwertsteuerpflichtige Berufungsbe- klagte die an ihren für geschäftlich begründete Zwecke b eauftragten Anwalt geleisteten Mehr- wertsteuern als Vorsteuern von ihrer eigenen Mehrwertste uerrechnung abziehen kann (vgl. Art. 28 ff. MWSTG; Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV, MWST-Branchen-Info 19, Ge- meinwesen, Bern 2010, Rz. 80; B ENEDIKT A. SUTER /C RISTINA VON HOLZEN , in: Thomas Sutter- Somm/Franz Hasenböhler/Christoph Leuenberger, Komment ar zur Schweizerischen Zivilpro- zessordnung, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Art. 95 N 39). Eine mehrwertsteuerpflichtige Partei erleidet mithin durch die Mehrwertsteuer keinen zu entschädigenden Schaden, da sie mit deren Bezahlung gleichzeitig (bzw. in der gleichen Peri ode) einen gleich hohen geldwerten, liquiden und sicheren Anspruch gegenüber der Mehrwertst euerverwaltung erwirbt. Die Abrech- nungsmethode der Partei, der eine Prozessentschädigung zuzusprechen ist, ist dabei ohne Einfluss und nicht zu berücksichtigen (OGer ZH vom 19.07. 2005, ZR 2005, N 76, E. III.2; Ent- scheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivi lrecht, vom 09.05.2011 E. 4.5, pu- bliziert im Internet). Die Parteientschädigung ist somit auf insgesamt CHF 12‘568.00 inklusive Auslagen festzulegen. Demnach wird erkannt: ://: 1. Die Berufung wird abgewiesen. 2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren von CHF 10 ‘000.000 wird dem Berufungskläger auferlegt. Der Berufungskläger hat der Berufungsbeklagten eine Par teientschädi- gung von CHF 12‘568.00 (inkl. Auslagen, MWST nicht zu berücksichti- gen) zu bezahlen. Präsident Thomas Bauer Gerichtsschreiberin Karin Arber Der Beklagte/Berufungskläger hat gegen diesen Entscheid Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht (Verfahrensnummer 4A_197/2016) erhoben.