B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-1977/2014 law/joc U r t e i l v o m 29 . A p r i l 2 0 1 4 Besetzung Einzelrichter Walter Lang, mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher; Gerichtsschreiberin Claudia Jorns Morgenegg. Parteien A._______, angeblich geboren (…), Afghanistan, vertreten durch lic. iur. Monique Bremi, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom 26. März 2014 / N (…). D-1977/2014 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer am 26. November 2013 von Österreich he r- kommend mit dem Zug in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags w e- gen Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz (illegale Einreise ohne Pass und ohne Visum) verhaftet wurde, dass er anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 27. November 2013 um Asyl nachsuchte, dass der Beschwerdeführer am 28. November 2013 aus der Haft entla s- sen und dem Empfangs - und Verfahrenszentrum (EVZ) Kreuzlingen z u- geführt wurde, dass die am 29. November 2013 durch das BFM mittels der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (E URODAC) durchgeführten Abklärungen e r- gaben, dass der Beschwerdeführer am 7. Oktober 2013 in Bulgarien dak- tyloskopisch erfasst worden war (vgl. act. A7/1), dass das BFM am 2. Dezember 2013 aufgrund der vom Beschwerdefü h- rer geltend gemachten Minderjährigkei t (zum damaligen Zeitpunkt […] Jahre) eine medizinische Knochenaltersanalyse in Auftrag gab, deren Befund vom 10. Dezember 2013 ergab, dass beim Beschwerdeführer ein Skelettalter von 19 Jahren oder älter (gemäss der Untersuchungsmeth o- de nach Greulich und Pyle) vorliege (vgl. act. A12/2), dass der Beschwerdeführer am 18. Dezember 2013 im EVZ Kreuzlingen zur Person, zum Reiseweg und summarisch zu seinen Asylgründen b e- fragt wurde, wobei er unter anderem darlegte, er sei am (…) (afghanische Zeitrechnung; (…) nach gregorianischer Zeitrechnung) geboren und sei (…) Jahre und einige Monate alt (vgl. act. A13/17 S. 3), dass er sich in Bulgarien und Ungarn aufgehalten habe, wo ihm die Fin- gerabdrücke abgenommen worden seien, er jedoch in keinem anderen Land als in de r Schweiz ein Asylgesuch gestellt habe (vgl. act. A13/17 S. 9 und 14), dass dem Beschwerdeführer am 24. Dezember 2013 der wesentliche I n- halt der Alter sbestimmungsanalyse vom 10. Dezember 2013 widergeg e- ben und ihm das rechtliche Gehör dazu sowie zu weiteren Gründen für die vom BFM bezweifelte Minderjährigkeit gewährt wurde (vgl. act. A16/6 S. 1 f.), D-1977/2014 Seite 3 dass er dabei erklärte, er wisse sein Geburtsdatum im Moment nicht r e- spektive er sei (…) Jahre und vielleicht ein zwei Mon ate alt und vielleicht habe sich sein Skelett wegen den Schwierigkeiten in seiner Kindheit schneller entwickelt und er werde , sobald er die Taskara erhalten habe, den Beweis für seine Minderjährigkeit erbringen (vgl. act. A16/6 S. 3 und 9), dass dem Beschwerdeführer mittels Befragung vom 24. D ezember 2013 zugleich das rechtliche Gehör zu einer Wegweisung nach Bulgarien, U n- garn und Österreich gewährt wurde, wobei er wiederholt erwähnte, in kei- nem der genannten Länder um Asyl nachgesucht zu haben sowie ein- wendete, Bulgarien sei sehr schlecht, die Leute, die Polizisten seien schlimme Menschen und mit Ungarn verhalte es sich ebenso, dort habe er mit seinem Freund B._______ auf der Strasse leben müssen (vgl. act. A19/3 S. 3), dass das BFM am 14. Januar 2014 die ungarischen Behörden um Mitte i- lung darüber ersuchte , ob der Beschwerdeführer ihnen bekannt sei und falls ja unter welcher Identität (vgl. act. A24/2), dass die ungarischen Behörden dem BFM mit Schreiben vom 29. Januar 2014 antworteten, der Beschwerdefü hrer habe in Ungarn am 23. November 2013 um Asyl ersucht und geltend gemacht, er sei minder- jährig, er sei aber aufgrund einer medizinischen Untersuchung als volljäh- rige Person erfasst worden (vgl. act. A29/1), dass das BFM am 27. Januar 2014 die bulgarischen Behörden um Über- nahme des Beschwerdeführers ersuchte und Bulgarien mit Antwort an das BFM vom 26. März 2014 der Überstellung zustimmte (vgl. act. A26/6 S. 1 ff., act. A31/1), dass das BFM mit Verfügung vom 26. März 2014 – eröffnet am 4. April 2014 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach Bul- garien anordnete und den Beschwerdefü hrer aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushänd i- gung der editionspfli chtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwerdeführer verfügte (vgl. act. A32/9 S. 2 ff.), D-1977/2014 Seite 4 dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 11. April 2014 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und dabei beantragen liess, die Verfügung des BFM vom 26. März 2014 sei aufzuheben, das BFM sei anzuhalten, das Recht auf Selbsteintritt auszuüben und sich für das Asylgesuch für z u- ständig zu erklären, eventualiter sei das Verfahren zur Erhebung des rechtserheblichen Sachverhaltes an das BFM zurückzuweisen, dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragen liess, der Beschwer- de sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen und es seien die Vollzug s- behörden im Sinne einer vorsorglichen Massnahme superprovisorisch anzuweisen, von Vollzugshandlungen abzusehen, bis über das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wir kung entscheiden worden sei, es seien die Verfahrenskosten zu erlassen und es sei auf die Erhebung e i- nes Kostenvorschusses zu verzichten, dass der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts am 15. April 2014 den Vollzug der Wegweisung gestützt auf A rt. 56 des Verwaltungs- verfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) per sofort aussetzte, bis nach Eingang der vorinstanzlichen Akten über die allfällige Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde nach Art. 107a AsylG befunden werde, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdefü hrende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e-D-1977/2014 Seite 5 rung hat und dahe r zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wir d (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Sc hriften- wechsel verzichtet wurde, dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreitung des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass mit der Änderung des Asylgesetzes vom 14. Dezember 2012, we l- che – unter Vorbehalt gewisser Bestimmungen (vgl. Verordnung über ei- ne Teilinkraftsetzung der Änderung vom 14. Dezember 2012 des Asylge- setzes, AS 2013 5357) – am 1. Februar 2014 in Kraft getreten ist, die Nichteintretenstatbestände von aArt. 32 -35a AsylG aufgehoben wurden, und neu Art. 31a AsylG die Nichteintretenskonstellationen regelt, dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen, die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylg e- such nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2012/4 E. 2.2 mit weiteren Hinwei- sen), dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyls u- chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des Asyl - und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a Abs. 1 Bst. b bzw. aArt. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), D-1977/2014 Seite 6 dass auf das vorliegend zu beurteilende Gesuch das Dublin - Assoziierungsabkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweize- rischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung de s zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in der Schweiz gestellten Asy l- antrags (Dublin -Assoziierungsabkommen [DAA, SR 0.142.392.68]) zur Anwendung gelangt, dass gestützt auf die einleitenden Bestimmungen sowie Art. 1 Abs. 1 DAA i.V.m. Art. 29a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) die Prüfung der staatsvertraglichen Zuständigkeit zur (mat e- riellen) Behandlung eines Asylgesuches nach den Kriterien der Verord- nung Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen in einem Mitgliedstaat gestellten Asylantrags zuständig ist (Dublin-II-VO), zu erfolgen hat, dass die Dublin-II-VO durch die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Euro- päischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaates, der für die Prüfung eines von einem Dr ittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zustä n- dig ist (Dublin III-VO), abgelöst worden ist, welche ab dem 1. Januar 2014 in allen Staaten der Europäischen Union anwendbar ist, dass im Notenaustausch vom 14. August 2013 zwischen der Schweiz und der Europäischen Union betreffend die Übernahme der Dublin III -VO (Weiterentwicklung des Dublin/Eurodac -Besitzstands) der Bundesrat der Europäischen Union mitteilte, dass die Schweiz den Inhalt diese s Rechtsakts akzeptiere und in ihre innerstaatliche Rechtsordnung umse t- zen werde, dass mit Bundesratsbeschluss vom 18. Dezember 2013 festgehalten wurde, die Dublin III-VO werde – unter Hinweis auf Ausnahmen – ab dem 1. Januar 2014 vorläufig angewendet, dass gemäss der übergangsrechtlichen Bestimmung der Dublin -III-VO diese auf alle Anträge auf internationalen Schutz und damit auf Asylgesu- che anwendbar ist, die ab dem 1. Januar 2014 gestellt wurden (vgl. Art. 49 Dublin-III-VO zweiter Satz), D-1977/2014 Seite 7 dass demgegenü ber die Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaats nach den Kriterien der Dublin -II-VO erfolgt, sofern der Antrag auf intern a- tionalen Schutz vor dem 1. Januar 2014 eingereicht wurde (vgl. Art. 49 Dublin-III-VO zweiter Satz), dass allerdings ungeachtet des Zeitpunkts des Antrags auf internation a- len Schutz die Dublin -III-VO für alle ab dem 1. Januar 2014 gestellten Gesuche um Aufnahme oder Wiederaufnahme (im Sinne von Art. 21 – 23 Dublin-III-VO) gilt (vgl. Art. 49 Dublin-III-VO dritter Satz), dass demnach die Bestimmungen der Dublin -III-VO (vollständig) a n- wendbar sind, wenn sowohl der Antrag auf internationalen Schutz als auch das Gesuch um Aufnahme oder Wiederaufnahme ab dem 1. Januar 2014 gestellt wurden respektive die se Verordnung nicht anwendbar ist, wenn sowohl der Antrag auf internationalen Schutz als auch das Gesuch um Aufnahme oder Wiederaufnahme vor dem 1. Januar 2014 gestellt wurden, dass sich aus Art. 49 Dublin -III-VO im Weiteren ergibt, dass, sofern das Wiederaufnahme- oder Aufnahmeersuchen ab de m 1. Januar 2014, der Asylantrag jedoch noch vor dem 1. Januar 2014 erfolgte, sich der für die (materielle) Behandlung des Asylgesuchs zuständige Mitgliedstaat grund- sätzlich nach den in der Kapitel III der Dublin -II-VO aufgestellten Kriterien bestimmt, ansonsten jedoch grundsätzlich die Bestimmungen der Dublin- III-VO zur Anwendung gelangen, dass der Beschwerdeführer am 27. November 2013 in der Schweiz um Asyl nachsuchte und das Aufnahmeersuchen des BFM an Bulgarien am 27. Januar 2014 erfolgte, weshalb sich vorliegend die Bestimmung des für die materiellen Prüfung des Asylgesuches zuständigen Mitgliedstaates nach Art. 5–14 Dublin-II-VO richtet, im Übrigen jedoch grundsätzlich die Dublin-III-VO gilt, dass Art. 10 Abs. 1 Dublin -II-VO besagt, dass wenn aufgrund von B e- weismitteln oder Indizien gemäss den in Art. 18 Abs. 3 Dublin-II-VO ge- nannten Verzeichnissen, einschliesslich der Daten nach Kapitel III der Verordnung (EG) Nr. 2715/2000 festgestellt wird, dass ein Asylbewerber aus einem Drittstaat kommend die Land-, See- oder Luftgrenze eines an- deren Mitgliedstaats illegal überschritten hat, dieser Mitgliedstaat für die Prüfung des Asylantrages zuständig ist, wobei diese Zuständigkeit zwölf Monate nach dem Tag des illegalen Grenzübertrittes endet, D-1977/2014 Seite 8 dass der Beschwerdeführer am 7. Oktober 2013 in Bulgarien daktylosk o- pisch erfasst wurde (vgl. act. A7/1) und bei der Befragung im EVZ Kreuz- lingen bestätigte, er sei von der Türkei her zu Fuss durch den Wald nach Bulgarien marschiert, wo man ihn und seinen Begleite r "geschnappt" ha- be und ihnen die Fingerabdrücke abgenommen worden seien, er je doch nicht um Asyl nachgesucht habe (vgl. act. A13/17 S. 9 und 15), dass gestützt auf diesen Sachverhalt das BFM die bulgarischen Behö r- den am 27. Januar 2014 in Anwendung von Ar t. 13 Abs. 1 Dublin -III-VO um Rückübernahme des Beschwerdeführers er suchte (vgl. act. A26/6 S. 1 ff.), dass sich – wie vorstehend aufgezeigt – die Bestimmung des für die m a- teriellen Prüfung des Asylgesuches zuständigen Mitgliedstaates nach Art. 5–14 Dublin-II-VO richtet, weshalb vorliegend nicht – wie vom BFM angenommen – Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO, sondern Art. 10 Abs. 1 Dub- lin-II-VO zur Anwendung gelangt, dass sich erwähnte Normen inhaltlich jedoch entsprechen (vgl. dazu: An- hang II der Dublin-III-VO) und daher im Ergebnis die vom BFM getroffene Feststellung, Bulgarien sei zur inhaltlichen Prüfung des Asylverfahrens zuständig, zu stützen ist, zumal Bulgarien gestützt auf dieselbe Besti m- mung einer Überstellung des Beschwerdeführers mit Antwort vom 26. März 2014 ausdrücklich zugestimmt hat (vgl. act. A31/1), dass hingegen in der Beschwerde die Zuständigkeit Bulgariens mit der Argumentation bestritten wird, beim Beschwerdeführer handle es sich entgegen der Auffassung des BFM um einen unbegleiteten Minderjähri- gen, womit nach Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ( vgl. BVGE 2011/23) die Zuständigkeit erst mit der Einreichung eines Asylg e- suches begründet werde und daher die Schweiz, wo er erstmals um Asyl nachgesucht habe, und nicht etwa Bulgarien, oder Ungarn – wo er entge- gen den Angaben der ungarischen Behörden (vgl. act. A29/1) kein Asyl- gesuch gestellt habe – zur Prüfung seines Asylgesuches zuständig sei, dass dieser A rgumentation – wie nachstehend dargelegt – nicht gefolgt werden kann, dass im Asylverfahren – wie im übrigen Verwaltungsverfahren – der Un- tersuchungsgrundsatz gilt, die Asylbehörde mithin den rechtserheblichen Sachverhalt vor ihrem Entscheid von Amtes wegen vollständig und richtig abzuklären hat (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 12 VwVG), wobei sie die für das D-1977/2014 Seite 9 Verfahren erforderlichen Sachverhaltsunterlagen beschaffen, die relevan- ten Umstände abklären und darüber ordnungsgemäss Beweis führen muss, dass die asylsuchende Person gemäss Art. 8 AsylG jedoch gleichzeitig die Pflicht und unter dem Blickwinkel des rechtlichen Gehörs im Sinne von Art. 29 VwVG und Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schwe i- zerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) das Recht hat, an der Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken (vgl. BVGE 2009/50 E. 10.2.1 S. 734, BVGE 2008/24 E. 7.2 S. 356 f.), und die Mi t- wirkungspflicht insbesondere für diejenigen Tatsachen gilt, die eine Partei besser kennt als die Behörde und welche letztere ohne Mitwirkung der Partei gar nicht oder nicht mit vernünftigen Au fwand erheben kann (vgl. BVGE 2008/24 E. 7.2 S. 356, m.w.H.), dass der Name und das Geburtsdatum bzw. zumindest das Geburtsjahr solche Tatsachen sind, dass die im vorliegenden Fall durchgeführte Knochenaltersbestimmung ein Knochenalter ergeben hat, welche s einem chronologischen Alter von 19 Jahren oder älter entspricht (vgl. act. A12/2 S. 1), dass zwar nach Praxis des Bundesverwaltungsgerichts entsprechende Ergebnisse einer radiologischen Knochenaltersbestimmung – wie in der Beschwerde zu Recht eingewende t – keine sicheren Schlüsse auf die Voll- oder Minderjährigkeit zulassen und generell nur einen beschränkten Aussagewert z ur Bestimmung des tatsächlichen Alters aufweisen und sich diese Aussagen insbesondere auf die Situation beziehen, wonach das behauptete Alter im Vergleich zum festgestellten Knochenalter inne r- halb der normalen Abweichung von zweieinhalb bis drei Jahren liegt, dass die Handknochenanalyse nur unter bestimmten Voraussetzungen – nämlich dann, wenn der Unterschied zwischen dem angegebenen Al ter und dem festgestellten Knochenalter mehr als drei Jahre beträgt – trotz des beschränkten Aussagewertes als Beweismittel gilt, wobei an solche "Gutachten" zur Altersbestimmung gewisse formale und inhaltliche Anfo r- derungen zu stellen sind (vgl. zum Ganze n statt vieler: Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichts E-5860/2013 vom 6. Januar 2014 E. 5.2 mit wei- teren Hinweisen), dass die vorliegend durchgeführte Analyse den inhaltlichen Anforderu n- gen an Knochenaltersanalysen insgesamt zu genügen vermag, D-1977/2014 Seite 10 dass zwar der Unterschied zwischen dem vom Beschwerdeführer ang e- gebenen Alter von (im Zeitpunkt der Ana lyse) ( )Jahren und einigen M o- naten und dem festgestellten Knochenalter von 19 Jahren oder älter nicht grösser als drei Jahre ist, dass somit aus der vorliegenden Knochenaltersanalyse zwar keine annä- herungsweise verlässlichen Schlüsse auf das tatsächliche Alter gezogen werden können, diese aber immerhin ein – wenngleich schwaches – Indiz für die Volljährigkeit des Beschwerdeführers bildet (vgl. Entscheidungen und Mi tteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [ EMARK] 2004 Nr. 30 E. 6.2 S. 210 f.), dass im Übrigen im Rahmen einer Gesamtwürdigung aller Umstände (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 E. 5.3.4 S. 210) ohnehin keine überwiegenden Hin- weise auf eine Minderjährigkeit des Beschwerdeführers bestehen, dass der Beschwerdeführer bei den bulgarischen Behörden mit dem G e- burtsdatum (…) verzeichnet ist, woraus zu schliessen ist, dass er sich dort ebenfalls als Minderjähriger ausgegeben hat, dass das dort verzeichnete Geburtsdatum jedoch nicht demjenigen en t- spricht (…), welches er dem BFM gegenüber genannt hat (vgl. act. A31/1, act. A13/17 S. 3), dass der Beschwerdeführer entgegen seinen Angaben minderjährig zu sein, auch durch Ungarn als volljährige Person erachtet wurde (vgl. act. A29/1), dass zudem nicht plausibel ist, dass der Beschwerdeführer sein Geburt s- datum erst zu Beginn seiner Schulzeit – und nicht schon früher – durch seine Eltern erfahren habe, obwohl diese bereits nach seiner Geburt sein Geburtsdatum in den Kor an geschrieben hätten (vgl. act. A13/17 S. 3, act. A16/6 S. 3), dass der Beschwerdeführer bis dato keine rechtsgenüglichen Identität s- papiere eingereicht hat und seine Begründung für dieses Unterlassen nicht stichhaltig erscheint, da insbesondere nicht nac hvollziehbar ist, weshalb er seine Eltern, bei denen sich das afghanische Identitätszertif i- kat in Form einer sogenannten Taskara befinden soll, nicht erreichen r e- spektive diese via seinen in der Heimat wohnhaften Onkel nicht dazu b e- wegen kann, ihm die Taskara zukommen zu lassen, D-1977/2014 Seite 11 dass seine diesbezügliche n Aussagen ungereimt und damit nicht glau b- haft erscheinen, indem er etwa zunächst davon spricht, er kenne die Nummer seines Onkels nicht, dann erklärt, nur sein Freund kenne diese auswendig, und alsdann wiederum zu Protokoll gibt, er habe die Nummer auf seinem Mobiltelefon gespeichert und diese befinde sich auch auf se i- nem Zimmer, und schliesslich darlegt, er habe nun mit seinem Onkel tele- fonieren können, dieser vertröste ihn jedoch ständig (vgl. act. A13/17 S. 5 f., act. A 16/6 S. 1 f.), dass weder plausibel erscheint, dass es, wie vom Beschwerdeführer be- hauptet, einem Minderjährigen in Afghanistan möglich ist, selber eine Taskara zu beantragen, noch nachvollziehbar ist, dass er die Taskara aus Angst, sie zu verlieren, nicht mit auf die Reise genommen hat, obw ohl er diese erst kurz vor seiner Ausreise hat erneuern respektive ausstellen re- spektive umtauschen lassen (vgl. act. A 13/17 S. 10, act. A16/6 S. 2), dass aufgrund dieser Ungereimtheiten sowie der unterbliebenen Abgabe von Identitätspapieren überwiegende Zweifel an der geltend gemachten Minderjährigkeit des Beschwerdeführers bestehen, weshalb ihn das BFM – da er die Folgen der Beweislosigkeit für die behauptete Minderjährigkeit zu tragen hat (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 E. 5.1 S. 208 f.) – zu Recht als volljährige Person behandelte, dass in der Beschwerde im Weiteren auf diverse kritische Berichte zum bulgarischen Asylsystem respektive den dort herrschenden prekären Auf- nahme- und Lebensbedingungen von Asylsu chenden und Flüchtlingen hingewiesen und geltend gemacht wird, eine Überstellung des B e- schwerdeführers nach Bulgarien würde eine Verletzung von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) und Art. 33 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) darstellen, weshalb die Schweiz verpflichtet sei, von ihrem Selbsteintritt s- recht (Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO) Gebrauch zu machen, dass Bulgarien Signatarstaat sowohl der FK als auch der EMRK ist, und vorliegend keine konkreten Hinweise dafür bestehen, Bulgarien würde sich generell nicht an seine völkerrechtlichen Verpflichtungen halten, dass zwar einem früheren Bericht des Amtes des Hohen Flüchtling s- kommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) vom 2. Januar 2014 (UNHCR Observations on the Current Situation of Asylum in Bulgaria) zu D-1977/2014 Seite 12 entnehmen ist, dass in jenem Zeitpunkt in Bulgarien Mängel bei den Au f- nahmebedingungen für Asylsuchende und dem Asylverfahren bestanden, jedoch bereits einem nachfolgenden Lagebericht von Human Rights Watch (Refugee Situati on Bulgaria, External Update) vom 20. Januar 2014 zufolge Fortschritte bei der Registrierung von Asylsuchenden und den Lebensbedingungen zu verzeichnen waren, dass sich gemäss dem – auch in der Beschwerde zitierten – Bericht des UNHCR vom 21. März 2014 (Refugee Situation Bulgaria, External U p- date) die Lebensbedingungen in den Aufnahmezentren verbessert haben und in denjenigen Zentren, wo sich die Bedingungen unter dem Standard bewegten, Renovierungsarbeiten getätigt werden sollten, dass gemäss dem neusten Update des UNHCR vom April 2014 (UNHCR Observations on the Current Situation of Asylum in Bulgaria) wesentliche Fortschritte in den Aufnahme - und Lebensbedingungen verzeichnet wer- den (Zugang zu Information in den Aufnahmezentren, primäre medizini- sche Versorgung, Gewährleistung von Dolmetschern während der Regist- rierung und des Asylverfahrens, beheizte Räumlichkeiten, separate Ei n- richtungen für Männe r und Frauen, monatliche finanzielle Un terstützung) und weitere geplante oder bereits sich in Realisation befindliche Verbes- serungen (fortwährende Renovationsarbeiten in zwei Aufnahmezentren, Installationen von Waschmaschinen und Küchen , geplantes Zentrum für besonders verletzliche Gruppen von Asylsuchenden, Gestaltung von kin- derfreundlichen Plätzen, Gewährleistung der Rechtsberatung ) aufgezeigt werden, dass dem Bericht des UNHCR vom April 2014 zudem zu entnehmen ist, dass die vom BFM in der Verfügung erwähnte Zusammenarbeit der bu l- garischen Behörden mit dem European Asylum Supp ort Office (EASO), andauert, dass die Bulgarian State Agency for Refugees (SAR) mit Hilfe des EASO wesentliche Fortschritte im Registrierungsprozess der Asylsuchenden verzeichnete, mithin sämtliche Asylsuchende registriert wurden und en t- sprechende Ausweise erhielten und die EASO den Angehörigen der SAR insbesondere auch in asylrechtlichen Fragen internationaler, europä i- scher oder nationaler Natur beratend zur Seite steht, dass das UNHCR in erwähntem Bericht zum Schluss gelangt, dass sich seine ursprüngliche Empfehlung, einstweilen generell von Überstellungen D-1977/2014 Seite 13 von Asylsuchenden nach Bulgarien abzusehen, nicht län ger aufrechte r- halten lasse, dass vor diesem Hintergrund nicht davon auszugehen ist, der Beschwer- deführer würde bei einer Überstellung nach Bulgarien gravierenden Me n- schenrechtsverletzungen ausgesetzt oder in eine existenz ielle Notlage geraten oder ohne Prüfung seines Asylgesuches und unter Verletzung des Non-Refoulementgebots nach Afghanistan zurücküberstellt, dass demnach kein Grund für die Anwendung der Souveränitätsklausel besteht und unter diesen Umständen keine Hindernisse einer Überstel- lung des Beschwerdeführers nach Bulgarien entgegenstehen, dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetre- ten ist und – da der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Au f- enthalts- oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die Überstellung nach Bulgarien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1), dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshin dernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) nicht mehr zu pr ü- fen sind, da das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen bereits Voraussetzung des Nichteintretensentsc heides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 2010/45 E. 10 S. 645), dass die Beschwerde demnach abzuweisen ist, dass aufgrund des direkten Entscheids in der Hauptsache die Gesuche um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und um Erteilung der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos geworden sind, dass aufgrund der Abweisung der Beschwerde in der Hauptsache die am 15. April 2014 superprovisorisch verfügte Aussetzung der Überstellung des Beschwerdeführers nach Bulgarien dahinfällt, dass das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuwe isen ist und die Kosten von Fr. 600. – (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwa l-D-1977/2014 Seite 14 tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerl e- gen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-1977/2014 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Walter Lang Claudia Jorns Morgenegg Versand: