<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SR.2005.00008</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205302&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SR.2005.00008</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.08.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nachsteuern 2000</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verbindliche Auskunft/Verletzung der Untersuchungspflicht Das Steueramt auferlegte dem Rekurrenten eine Nachsteuer, weil dieser den Gewinnvortrag, den er sich von der erworbenen XY GmbH an den Kaufpreis habe anrechnen lassen, zu Unrecht nicht als Einkommen deklariert habe. Nach den Akten steht jedoch fest, dass der Rekurrent den zuständigen Chefsteuerkommissär vorgängig über die Übernahme der XY GmbH sowie die entsprechenden Gegenleistungen in Kenntnis gesetzt und dieser dem Rekurrenten mitgeteilt hat, dass die steuerrechtliche Beurteilung der Übernahme erst im Rahmen des ordentlichen Einschätzungsverfahrens erfolgen werde. Der Rekurrent durfte daher darauf vertrauen, dass der Chefsteuerkommissär die betreffenden Unterlagen und Informationen der zuständigen Steuerkommissärin weiterleiten und die Prüfung der mit der Übernahme zusammenhängenden Steuerfolgen veranlassen werde. Weil es das Steueramt in der Folge unterlassen hat, die erforderlichen Abklärungen zu treffen, hat es seine Untersuchungspflicht grob missachtet. Jedenfalls verbieten § 160 Abs. 2 StG und der Grundsatz von Treu und Glauben ein Zurückkommen auf die rechtskräftige Einschätzung. Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSKUNFT">AUSKUNFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Nach- und Strafsteuern ST: NACHSTEUERPFLICHT">NACHSTEUERPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEUE TATSACHE">NEUE TATSACHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TREU UND GLAUBEN">TREU UND GLAUBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSUCHUNGSPFLICHTVERLETZUNG">UNTERSUCHUNGSPFLICHTVERLETZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERBINDLICHE AUSKUNFT">VERBINDLICHE AUSKUNFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFAHREN">VERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WILLKÃR">WILLKÃR</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 9 BV</span><br/><span class="ungerade">§ 160 Abs. I StG</span><br/><span class="gerade">§ 160 Abs. II StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2005 Nr. 96 S. 209</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A wurde vom kantonalen Steueramt am 12. April 2002 fÃ¼r die Steuerperiode 2000 entsprechend seiner SteuererklÃ¤rung vom 30. September 2001 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ eingeschÃ¤tzt. Die EinschÃ¤tzung wurde ihm mit Schlussrechnung vom 30. Juli 2002 erÃ¶ffnet und erwuchs mangels Anfechtung in Rechtskraft.</p> <p class="Sachverhalt2">Das kantonale Steueramt, Abteilung Spezialdienste, erÃ¶ffnete am 5. Januar 2004 ein Nachsteuer- und Steuerstrafverfahren und auferlegte A mit VerfÃ¼gung vom 23. Februar 2004 eine Nachsteuer samt Zins von Fr. â¦, welche mit Einspracheentscheid vom 7. Juni 2005 auf Fr. â¦ herabgesetzt wurde. Das Steueramt erwog, der Pflichtige habe den Gewinnvortrag von Fr. â¦, den er sich von der per 1. Juli 2000 von C erworbenen D GmbH an den Kaufpreis hatte anrechnen lassen, zu Unrecht nicht als Einkommen deklariert.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Rekurs vom 4. Juli 2005 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, die angefochtene VerfÃ¼gung sei aufzuheben. Ausserdem verlangte er die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Sachverhalt2">Das kantonale Steueramt, Abteilung Spezialdienste, schloss auf Abweisung des Rekurses.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Ergibt sich aufgrund von Tatsachen oder Beweismitteln, die der SteuerbehÃ¶rde nicht bekannt waren, dass eine EinschÃ¤tzung zu Unrecht unterblieben oder eine rechtskrÃ¤ftige EinschÃ¤tzung unvollstÃ¤ndig ist, oder ist eine unterbliebene oder unvollstÃ¤ndige EinschÃ¤t­zung auf ein Verbrechen oder ein Vergehen gegen die SteuerbehÃ¶rde zurÃ¼ckzufÃ¼hren, wird laut § 160 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) die nicht erhobene Steuer samt Zins als Nachsteuer eingefordert (Abs. 1). Hat der Steuerpflichtige Einkommen, VermÃ¶gen, Reingewinn oder Eigenkapital in seiner SteuererklÃ¤rung vollstÃ¤ndig und genau angegeben und haben die SteuerbehÃ¶rden die Bewertung anerkannt, kann keine Nachsteuer erhoben werden, selbst wenn die Bewertung ungenÃ¼gend war (Abs. 2).</p> <p class="Erwgung2">Die Nachsteuererhebung ist nach dieser Ordnung, sofern kein Verbrechen oder Vergehen gegen die SteuerbehÃ¶rde vorliegt, nur dann zulÃ¤ssig, wenn der Steuerausfall darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, dass der Steuerpflichtige â schuldhaft oder schuldlos â seine in § 133 ff. StG geregelten Pflichten zu Deklaration und Beweis rechtserheblicher Tatsachen verletzt hat und deswegen von der SteuerbehÃ¶rde nicht oder ungenÃ¼gend eingeschÃ¤tzt worden ist (August Reimann/Ferdinand Zuppinger/Erwin SchÃ¤rrer, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, Bd. III, Bern 1969, § 102 N. 24). Irrtum der SteuerbehÃ¶rde Ã¼ber den rechtserheblichen Sachverhalt oder falsche Rechtsanwendung kÃ¶nnen nicht zu einer Nachsteuererhebung fÃ¼hren (RB 2000 Nr. 134; Klaus Vallender in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, Basel etc. 2000, Art. 151 DBG N. 16), denn dies ver­stiesse gegen das in Art. 9 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) verankerte Gebot von Treu und Glauben (vgl. VGr Genf, 20. September 1994, StE 1995 B 97.3 Nr. 2). FÃ¼r die Erhebung einer Nachsteuer mÃ¼ssen vielmehr neue Tatsachen oder Beweismittel vorliegen, die das Verhalten des Steuerpflichtigen als objektiv gesetzwidrig erscheinen lassen.</p> <p class="Erwgung2">Massgebend fÃ¼r die Beurteilung der Frage, ob der gesetzwidrige Steuerausfall aufgrund neuer Tatsachen oder Beweismittel entdeckt worden sei, ist der Aktenstand im Zeitpunkt der EinschÃ¤tzung. Tatsachen, die damals aus den Akten nicht ersichtlich waren, gelten als neu, selbst wenn sie die SteuerbehÃ¶rde bei besserer Untersuchung hÃ¤tte erfahren kÃ¶nnen. Denn diese braucht sich zwar nicht auf die Richtigkeit der SteuererklÃ¤rung oder anderer Angaben des Steuerpflichtigen zu verlassen, darf es aber in der Regel ohne Verletzung ihrer Untersuchungspflicht tun. Nur wenn die BehÃ¶rde einen als erheblich erkennbaren, aber offensichtlich noch unklaren oder unvollstÃ¤ndigen Sachverhalt nicht weiter geklÃ¤rt und da­mit ihre Untersuchungspflicht in grober Weise missachtet hat, sind die betreffenden nach­trÃ¤glich festgestellten Tatsachen nicht neu. Die Unklarheit oder UnvollstÃ¤ndigkeit des als erheblich erkennbaren Sachverhalts muss dabei offensichtlich sein, d.h. in die Augen springen. Die versÃ¤umte SachverhaltsabklÃ¤rung bedingt folglich eine grobe Missachtung der Untersuchungspflicht durch die EinschÃ¤tzungsbehÃ¶rde, die den Kausalzusammenhang zwischen der ungenÃ¼genden Deklaration und der ungenÃ¼genden Veranlagung unterbricht. Diese strikte ZurÃ¼ckhaltung in der Annahme einer Unterbrechungswirkung der Pflichtverletzung ist deshalb geboten, weil die SteuerbehÃ¶rden angesichts der in Frage stehenden Massenverwaltung nicht in der Lage sind, in jedem Fall die Angaben des Steuerpflichtigen einer Ã¼ber Stichproben hinausgehenden sorgfÃ¤ltigen PrÃ¼fung zu unterziehen. Damit wird der Steuerpflichtige aber nicht benachteiligt, ist er doch ohnehin im EinschÃ¤tzungsverfahren zur umfassenden Offenlegung seiner Einkommens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse verpflichtet (RB 1994 Nr. 47 = StE 1994 B 97.41 Nr. 7, mit Hinweisen). </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der Rekurrent macht geltend, es liege keine neue Tatsache vor, welche zur Erhebung der Nachsteuer berechtige. Sein Vertreter habe nÃ¤mlich dem kantonalen Steueramt mit Eingaben vom 12. Januar 2001 und 7. Februar 2001 den Vertragsentwurf und die provisorische Ãbernahmebilanz der D GmbH per 30. Juni 2000 zur Begutachtung eingereicht und die Gegenleistungen â einschliesslich des in Frage stehenden Gewinnvortrags von Fr. â¦ â fÃ¼r den Erwerb der Gesellschaft aufgefÃ¼hrt. Dabei habe er ausdrÃ¼cklich auch Auskunft Ã¼ber die Besteuerung des Rekurrenten als Erwerber verlangt und darauf hingewiesen, dass die Gesellschaft keine Reserven in der Bilanz ausgewiesen habe, sondern den erwÃ¤hnten "Gewinnvortrag Vorjahre" sowie einen "Gewinn 1. Semester 00" von rund Fr. â¦ Hierauf habe ihm der zustÃ¤ndige ChefsteuerkommissÃ¤r des kantonalen Steueramts Mitte Februar 2001 telefonisch mitgeteilt, dass ein steuerlicher Vorbescheid nicht mehr gefÃ¤llt werden kÃ¶nne, da sich mit der Ãbernahme der Gesellschaft per 30. Juni 2000 der fragliche Sachverhalt bereits verwirklicht habe und eine weitere Beurteilung erst im Rahmen des ordentlichen EinschÃ¤tzungsverfahrens erfolgen werde. Nach dieser fÃ¼r die SteuerbehÃ¶rde verbindlichen Auskunft habe sich der Rekurrent in gutem Glauben darauf verlassen dÃ¼rfen, der EinschÃ¤tzungsbehÃ¶rde von sich aus alle erforderlichen Unterlagen offen gelegt zu haben, die eine gesetzeskonforme PrÃ¼fung der SteuererklÃ¤rung mit anschliessender EinschÃ¤tzung ermÃ¶glicht hÃ¤tten. Die zustÃ¤ndige SteuerkommissÃ¤rin habe es aber offenbar in grober Missachtung der Untersuchungspflicht unterlassen, im EinschÃ¤tzungsverfahren entsprechend der Meinung des ChefsteuerkommissÃ¤rs die steuerlich erheblichen TatbestÃ¤nde im Zusammenhang mit der Ãbernahme der Gesellschaft abzuklÃ¤ren. Es hÃ¤tte ihr ebenfalls in die Augen springen mÃ¼ssen, dass der Rekurrent erstmals ein Privatdarlehen an die Gesellschaft von Fr. â¦ ohne Zinsertrag in der SteuererklÃ¤rung deklariert habe.</p> <p class="Erwgung2">Das kantonale Steueramt bestreitet in seinen vorinstanzlichen VerfÃ¼gungen die erwÃ¤hnte Schilderung der Korrespondenz zwischen dem Vertreter des Rekurrenten und dem zustÃ¤ndigen ChefsteuerkommissÃ¤r nicht, stellt sich aber auf den Standpunkt, dass das Steueramt eine Untersuchungspflicht nur treffe, wenn eine vorhandene Information die Deklaration in offensichtlicher Weise als unklar oder unvollstÃ¤ndig erscheinen lasse. Vorliegend sei jedoch aus der SteuererklÃ¤rung des Rekurrenten kein Hinweis auf den Umstand ersichtlich, wonach dieser eine GmbH erworben habe. Selbst die neu erworbenen Stammanteile seien vom Rekurrenten in der SteuererklÃ¤rung nicht aufgefÃ¼hrt worden, doch habe aufgrund des deklarierten Privatdarlehens an die Gesellschaft "ein AbklÃ¤rungsbedarf bezÃ¼glich allfÃ¤llig vorhandener Stammanteile bestanden", weshalb insoweit keine Korrektur im Nachsteuerverfahren erfolgen dÃ¼rfe. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Nach den Akten steht fest, dass der Rekurrent durch seinen Vertreter den zustÃ¤ndigen ChefsteuerkommissÃ¤r des kantonalen Steueramts im Januar und Februar 2001 Ã¼ber die Ãbernahme der D GmbH per 30. Juni 2000 sowie die entsprechenden Gegenleistungen, insbesondere auch Ã¼ber den streitbetroffenen Gewinnvortrag von Fr. â¦, in Kenntnis gesetzt hat. Zudem ist erwiesen, dass der ChefsteuerkommissÃ¤r dem Vertreter mitgeteilt hat, dass die steuerrechtliche Beurteilung der Ãbernahme erst im Rahmen des ordentlichen EinschÃ¤tzungsverfahrens erfolgen werde.</p> <p class="Erwgung2">Unter diesen UmstÃ¤nden durfte der Rekurrent ohne weiteres darauf vertrauen, dass der ChefsteuerkommissÃ¤r der ihm unterstellten, fÃ¼r die EinschÃ¤tzung des Rekurrenten direkt zustÃ¤ndigen SteuerkommissÃ¤rin die betreffenden Unterlagen und Informationen weiterleiten und die PrÃ¼fung der mit der GesellschaftsÃ¼bernahme zusammenhÃ¤ngenden Steuerfolgen veranlassen werde. Er brauchte deshalb in seiner SteuererklÃ¤rung nicht noch besonders auf die ergangene Korrespondenz hinzuweisen und die Unterlagen beizufÃ¼gen. Wenn in der Folge das kantonale Steueramt es unterlassen hat, die erforderlichen AbklÃ¤rungen zu treffen, hat es angesichts der geschilderten Aktenlage, die ihm bekannt sein musste, seine Untersuchungspflicht grob missachtet. Jedenfalls verbieten die gesetzliche Vorschrift von § 160 Abs. 2 StG und der verfassungsrechtliche Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV) das ZurÃ¼ckkommen auf die rechtskrÃ¤ftige EinschÃ¤tzung. Im Ãbrigen ist das Steueramt auch in WillkÃ¼r verfallen, indem es seine erhebliche Verletzung der Untersuchungspflicht hinsichtlich der in der SteuererklÃ¤rung nicht deklarierten Stammanteile der GmbH bejaht, bezÃ¼glich des nicht angegebenen streitbetroffenen Einkommens im Zusammenhang mit der GesellschaftsÃ¼bertragung verneint hat, obwohl das im Wertschriftenverzeichnis deklarierte Privatdarlehen an die Gesellschaft gleichermassen Anlass zu AbklÃ¤rungen gegeben hÃ¤tte.</p> <p class="Erwgung2">Infolgedessen sind die Voraussetzungen fÃ¼r eine Nachsteuererhebung nicht erfÃ¼llt. Das fÃ¼hrt zur Gutheissung des Rekurses.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten dem Rekursgegner aufzuerlegen (§ 162 Abs. 3 in Verbindung mit § 151 Abs. 1 StG), der dem obsiegenden Rekurrenten eine ParteientschÃ¤digung zu bezahlen hat (§ 162 Abs. 3 in Verbindung mit § 152 StG und § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Der Rekurs wird gutgeheissen. Die Nachsteuerauflage wird aufgehoben. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.-- die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Rekursgegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der Rekursgegner wird verpflichtet, dem Rekurrenten eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>