A bteilung IV D -7315/2006 law /bah {T 0/2} U rteil vom 17. Juli 2007 M itw irkung:R ichter W alter Lang, R ichterin C hrista Luterbacher, R ichter Vito Valenti G erichtsschreiber C hristoph Basler A ._______, geboren _______, Sri Lanka, vertreten durch C hristian W yss, Fürsprecher, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 12. Septem ber 2000 i.S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. D er Beschw erdeführer, ein ethnischer Tam ile m it letztem W ohnsitz in A._______ (D istrikt B._______), verliess sein H eim atland gem äss eigenen Angaben am 8. Februar 2000 und gelangte von Italien herkom m end am 14. Februar 2000 in die Schw eiz, w o er gleichentags um Asyl nachsuchte. Anlässlich der Em pfangsstellen- befragung, die am 23. Februar 2000 in C ._______ stattfand, sagte er aus, die Ar- m ee habe im Jahre 1989 seine Schw ägerin und deren Kind getötet. Sein Bruder A._______ sei im Jahre 1995 bei einem Artilleriebeschuss um s Leben gekom m en. Sein Bruder B._______ sei im Jahre 1996 zur O rganisation gegangen, w as jem and verraten habe. D ie Arm ee sei zu ihnen nach H ause gekom m en und habe geschos- sen; seine Schw ester sei angegriffen und m issbraucht w orden. Seine Fam ilie sei m ehrm als um gezogen. Ende 1999 sei die O rganisation zu ihnen gekom m en und habe verlangt, dass er für sie als G renzw ächter arbeite. Seine M utter habe gesagt, sie sei nicht bereit, ihn zu verlieren, sie habe ihre Kinder bereits geopfert. Sein O n- kel habe ihn nach D ._______ gebracht, nachdem er einen Passierschein erhalten habe. Am 31. Januar 2000 sei er von der Arm ee festgenom m en w orden. N achdem m an 30'000 R upien bezahlt habe, sei er am 2. Februar 2000 freigelassen w orden. Sein O nkel habe am selben Tag jem anden organisiert, der ihn nach C olom bo ge- bracht habe. Am 2. D ezem ber 1984 sei die Arm ee in E._______ einm arschiert, w o dam als seine Fam ilie gelebt habe. D ie Soldaten hätten junge Leute und M enschen m ittleren Alters festgenom m en und gefesselt. D iese Leute seien erschossen w or- den. Bei diesem Vorfall seien einer seiner Brüder und zw ei Schw äger erschossen w orden; eine Schw ester habe sich daraufhin das Leben genom m en. D ie Arm ee habe seinen Vater, einen O nkel und drei w eitere Verw andte m itgenom m en. Einige M onate später hätten sie festgestellt, dass alle tot seien. D er Beschw erdeführer reichte folgende Bew eism ittel ein: den Totenschein seines Vaters, den Toten- schein seines Bruders A._______. und den Autopsiebericht über seinen Bruder C ._______. D as Bundesam t führte am 28. M ärz 2000 eine Anhörung des Beschw erdeführers durch. Er m achte im W esentlichen geltend, seine Fam ilie habe überall Problem e m it der Arm ee. In seiner Fam ilie habe es neun Kinder gegeben, er sei das einzige, das noch am Leben sei. Sein O nkel habe ihn ins Ausland geschickt, dam it er in R uhe leben könne. Seine Fam ilie sei seit dem Jahre 1984 auf der Flucht. D am als hätten sie ihr H eim atdorf verlassen, nachdem dort 27 M enschen um gebracht w or- den seien. Sie seien aufgrund der Kriegshandlungen, aber auch w eil sie als Käm p- ferfam ilie denunziert w orden seien, auf der Flucht gew esen. Auf N achfrage erklär- te er, m an habe sie 1995 verraten, als sie in F._______ gelebt hätten. D ie Arm ee habe im Juni 1995 eine R azzia durchgeführt; seine jüngere Schw ester sei dam als m isshandelt w orden. Bei der R azzia seien auch andere Leute geschlagen und ge- foltert w orden. D a die O rganisation angegriffen habe, habe sich die Arm ee zurück- gezogen. Auf N achfrage präzisierte der Beschw erdeführer, es habe sich dam als um eine G rossrazzia gehandelt, die nicht ihm persönlich gegolten habe. Ein jünge- rer und ein älterer Bruder seien bei den "Tigern" gew esen. D ie O rganisation habe Ende 1998 von ihm verlangt, dass er für sie an der G renze W ache halte. Er habe 3 ihr gesagt, er w erde aufgrund seiner Fam iliengeschichte nicht m itm achen. D ie "Ti- ger" hätten ihm gesagt, er solle es sich überlegen, sonst w erde m an ihn zw angs- w eise m itnehm en. Aus diesem G rund habe er sich zehn M onate lang bei Verw and- ten versteckt. Als diese gesagt hätten, sie w ollten ihn nicht m ehr verstecken, habe sein O nkel einen Passierschein für ihn organisiert. D ieser sei auf einen anderen N am en ausgestellt w orden; er habe ihn nicht verw endet und sei heim lich nach D ._______ gegangen. Am 2. Februar 2000 sei er von der Arm ee festgenom m en w orden. M an habe von ihm w issen w ollen, w eshalb er nach D ._______ gekom m en sei und w o sich die "Tiger" befänden. Er sei geohrfeigt w orden und m an habe ihm m it der Verabreichung von Elektroschocks gedroht. Sein O nkel habe jedoch in der gleichen N acht seine Freilassung erreicht. B. M it Verfügung vom 4. April 2000 trat das Bundesam t auf das Asylgesuch des Be- schw erdeführers nicht ein und verfügte dessen W egw eisung aus der Schw eiz so- w ie deren Vollzug. D ie Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) hiess eine gegen diese Verfü- gung gerichtete Beschw erde vom 6. April 2000 beziehungsw eise 8. M ai 2000 m it U rteil vom 27. Juli 2000 gut. D ie Sache w urde zur N eubeurteilung des Asylge- suchs (m aterielle Prüfung) an die Vorinstanz zurückgew iesen. C . D as Bundesam t stellte m it am folgenden Tag eröffneter Verfügung vom 12. Sep- tem ber 2000 fest, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. G leichzeitig ordnete es die W egw eisung an, deren Vollzug es als durchführbar beurteilte. D . M it Eingabe an die AR K vom 13. O ktober 2000 beantragte der Beschw erdeführer durch seinen Vertreter, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihm sei Asyl zu gew ähren. Eventuell sei die Sache zur verfahrensm ässig korrekten ergän- zenden Abklärung der Asylgründe an die Vorinstanz zurückzuw eisen. Subeventu- ell sei die vorläufige Aufnahm e anzuordnen und auf die W egw eisung zu verzich- ten. Es sei ihm das R echt auf unentgeltliche Prozessführung zu gew ähren. D er Eingabe lagen die folgenden Bew eism ittel bei: ein G utachten der Schw eizerischen Flüchtlingshilfe (SFH ) vom Juni 2000 und ein Auszug aus "Vanakkam " N r. 61. E. M it Zw ischenverfügung vom 23. O ktober 2000 w ies die zuständige Instruktions- richterin der AR K das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege ab. G leichzeitig forderte sie den Beschw erdeführer zur Leistung eines Kostenvor- schusses auf und setzte ihm Frist zur Einreichung von in Aussicht gestellten Be- w eism itteln. F. D er Beschw erdeführer reichte am 1. N ovem ber 2000 eine Bestätigung des "O fficer in C harge" der Polizeistation D ._______ ein, m it w elcher seine Festnahm e vom 31. D ezem ber 1999 bestätigt w erde. Zudem ersuchte er unter Beilage einer Bestä- tigung seiner Fürsorgeabhängigkeit vom 30. O ktober 2000 um w iedererw ägungs- w eise G utheissung des G esuchs um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege und Erlass des erhobenen Kostenvorschusses. G . M it Zw ischenverfügung vom 3. N ovem ber 2000 verzichtete die Instruktionsrichterin der AR K in Abänderung der Zw ischenverfügung vom 23. O ktober 2000 auf die Er- hebung eines Kostenvorschusses und stellte gleichzeitig fest, dass die AR K über das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 4 Abs. 1 Vw VG im Endentscheid befinden w ird. H . D ie Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehm lassung vom 13. D ezem ber 2000 die Abw eisung der Beschw erde. I. D er Beschw erdeführer hielt in seiner Stellungnahm e vom 8. Januar 2001 an sei- nen Anträgen fest. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfü- gungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Ver- w altungsverfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Be- hörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG ; SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in die- sem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsge- setzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfah- rensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). Auf die am 1. Januar 2007 be- reits hängigen Asylverfahren sind zudem die in diesem Zeitpunkt in Kraft getrete- nen Bestim m ungen der Asylgesetzänderung vom 16. D ezem ber 2005 anw endbar (vgl. Abs. 1 der Ü bergangsbestim m ungen zur Änderung vom 16. D ezem ber 2005). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist le- gitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m it- hin einzutreten. 3. 3.1 D as Bundesam t begründete seinen ablehnenden Asylentscheid dam it, dass der Beschw erdeführer bei der Em pfangsstellenbefragung geltend gem acht habe, er sei Ende 1999 von den "Liberation Tigers of Tam il Eelam " (LTTE) aufgefordert w orden, als G renzw ächter zu arbeiten. Sein Bruder habe ihn nach D ._______ be- gleitet, w o er am 31. Januar 2000 festgenom m en und am 2. Februar 2000 freige- lassen w orden sei. Anlässlich der direkten Bundesanhörung habe er angegeben, er sei Ende 1998 von der LTTE zur M itarbeit aufgefordert w orden. Er habe sich 5 zehn M onate lang bei Verw andten versteckt und sei anschliessend von seinem O nkel nach Vavuniya begleitet w orden, w o er am 2. Februar 2000 festgenom m en und gleichentags w ieder freigelassen w orden sei. Auf diese W idersprüche angesprochen habe er erklärt, er habe gesagt, er sei am 31. Januar 2000 festgenom m en und am 2. Februar 2000 freigelassen w orden. Folgerichtig habe er im w eiteren Verlauf der Anhörung von zw ei N ächten im C am p gesprochen. D am it habe er die Angaben des Befragers übernom m en, der W iderspruch bleibe aber bestehen. D ie Ereignisse in A._______ und D ._______ folgten sich gem äss den Angaben in der Em pfangsstelle innerhalb w eniger Tage, gem äss den Angaben bei der Bundesanhörung erstreckten sie sich jedoch über ein Jahr. Zudem stim m ten die Angaben zu seinen R eisebegleitern sow ie zur vorgebrachten Festnahm e in D ._______ nicht überein, w as erstaune, hätten doch diese Ereignisse zum Zeitpunkt der Befragungen nicht einm al zw ei M onate zurückgelegen. Som it stehe fest, dass die Angaben zu den Behelligungen durch die LTTE und die Festnahm e durch die srilankische Arm ee w idersprüchlich seien. Aus den Akten ergäben sich keine Indizien dafür, w eshalb den srilankischen Behörden bekannt sein sollte, dass es in der Fam ilie des Beschw erdeführers Käm pfer gebe. Er habe angegeben, dass sein Bruder D ._______, der 1995 am Elephant Pass einen Fuss und einen Arm verloren habe, anlässlich der R azzia anw esend gew esen sei. Er habe jedoch keine Ü bergriffe auf D ._______ geltend gem acht. Solche w ären jedoch zu erw arten gew esen, w enn die Arm ee von dessen Tätigkeit für die LTTE gew usst hätte. Ausserdem habe es sich offensichtlich um eine G rossrazzia gehandelt, bei der es zu G efechten zw ischen der Arm ee und der LTTE gekom m en sei. D ie Aktion sei som it nicht gegen den Beschw erdeführer oder seine Fam ilie gerichtet gew esen. Aufgrund w idersprüchlicher Aussagen sei fraglich, ob der Beschw erdeführer überhaupt aus einer Käm pferfam ilie stam m e. Bei der Em pfangsstellenbefragung habe er gesagt, sein Bruder E.______ sei 1998 auf dem W eg zur Arbeit festgenom m en w orden, w ährend er bei der Bundesanhörung angegeben habe, der Bruder sei 1996 festgenom m en w orden. Auf den W iderspruch angesprochen habe er gesagt, der Bruder sei zw eim al festgenom m en w orden. Es sei nicht einsehbar, w arum er in freier Erzählung nur eine Festnahm e erw ähne, w enn es zw ei gegeben hätte. D ieser Einw and w iege um so schw erer, da er bei der Em pfangsstelle gesagt habe, E._______ befinde sich im m er noch in H aft. D ie Festnahm en des Bruders und dessen G efängnisaufenthalt seien som it unglaubhaft. D er Beschw erdeführer habe sich auch hinsichtlich der Abfolge oder der Zeiträum e w eiterer Vorkom m nisse im Zusam m enhang m it den Aktivitäten seiner Brüder w idersprüchlich geäussert. D ies verstärke die Einschätzung, w onach er nicht aus einer Käm pferfam ilie stam m e. In der Beschw erdeschrift vom 8. M ai 2000 sei erstm als geltend gem acht w orden, der Beschw erdeführer habe zw ischen 1995 und 1998 für die LTTE Plakate geklebt sow ie als Schauspieler an deren Veranstaltungen teilgenom m en. Bei den Anhörungen habe er dies nicht geltend gem acht; seinen Ausführungen sei vielm ehr zu entnehm en, dass er bis zur Aufforderung, W achdienst zu leisten, nie persönlichen Kontakt zur LTTE hatte. Bei der Em pfangsstelle habe er erklärt, er sei nie für die LTTE tätig gew esen. D eshalb seien die geltend gem achten Aktivitäten, die er für die LTTE gehabt habe, als nachgeschoben zu w erten. D ie vom Beschw erdeführer geltend gem achten Vorfälle, bei denen Fam ilienm itglieder um s Leben gekom m en seien, w ürden zudem m indestens fünf Jahre zurückliegen, w eshalb sie seine am 8. Februar 2000 6 erfolgte Ausreise nicht m ehr zu begründen verm öchten. D anach sei nichts vorgefallen, w as auf ein Verfolgunsinteresse des Staates schliessen liesse. D er Beschw erdeführer könne sich den räum lich begrenzten Kriegshandlungen und deren Folgen durch Verlegung seines Aufenthaltsortes entziehen. 3.2 D er Beschw erdeführer m acht in seiner Eingabe im W esentlichen geltend, das Bun- desam t habe keine w eiteren U ntersuchungshandlungen vorgenom m en, nachdem die Sache von der AR K m it U rteil vom 27. Juli 2000 an sie zurückgew iesen w orden sei. Indem die Vorinstanz nach der R ückw eisung der Sache bloss gestützt auf die "N ichteintretensprotokolle", w elche aus prozessökonom ischen G ründen bloss pro- form a-Befragungen seien, abgestellt habe, habe sie das rechtliche G ehör verletzt. D ie AR K habe gefordert, dass ein G esuchsteller m it W idersprüchen in den eigenen Aussagen zu konfrontieren sei, um ihm G elegenheit zu geben, diese zu erklären. D ies sei in der Befragung vom 28. M ärz 2000 unterlassen und nie nachgeholt w or- den, w as eine erneute Zurückw eisung der Sache an die Vorinstanz rechtfertige. Er fühle sich in Sri Lanka durch seine Tätigkeiten für die LTTE und durch die bekann- te LTTE-Tätigkeit seiner Verw andten unm ittelbar gefährdet und bedroht. Es sei be- kannt, dass nahe Verw andte von LTTE-Leuten oft w illkürlich festgenom m en und gefoltert w ürden. D iese U m stände seien näher abzuklären. D ie Vorinstanz stelle bei ihrer Bew eisw ürdigung einzig auf kleine D eckungsungleichheiten der Befra- gungsprotokolle ab. Bei der zw eiten Befragung seien aber keine entsprechenden Vorhalte gem acht w orden. Bei der Frage des Festnahm edatum s zeige sich eine U ngenauigkeit bei der D atum sbekanntgabe, w elche bei Leuten, die den Kalender nicht täglich gebrauchten, häufig sei. D ie Protokollstellen zeigten einzig die H ilflo- sigkeit der Vorinstanz, bei der Begegnung verschiedener D enkkulturen zum w e- sentlichen Kerngehalt der Aussagen und dam it zur W ahrheitsfindung zu gelangen. D as gleiche gelte für die Feststellung, dass der Bruder zw eim al festgenom m en w orden sei. W enn in der Beschw erde ausgeführt w erde, der Beschw erdeführer habe für die LTTE gearbeitet, w erde dies nicht überprüft. Vielm ehr glaube die Vor- instanz, dies sei unglaubhaft, w eil er es bei den Befragungen nicht erw ähnt habe. D ie Frage "W aren Sie je für die LTTE aktiv?" w erde oft m it "W aren Sie M itglied der LTTE?" übersetzt, die Antw ort "N ein, ich nicht." sei die Antw ort auf die Frage, w ie sie übersetzt w orden sei. D am it habe er nicht ausgeschlossen, dass er gelegent- lich der LTTE geholfen habe. Falls das G ericht zum Schluss kom m e, die persönli- che Verfolgung des Beschw erdeführers sei nicht so klar und unm ittelbar, dass ein R echt auf Asyl bestehe, sei seine Eigenschaft als G ew altflüchtling zu bejahen. Seit er zehn Jahre alt sei, sei die Fam ilie hart vom Krieg betroffen w orden. In letzter Zeit habe sich das G ew altklim a selbst in C olom bo verschärft. 3.3 D ie Vorinstanz führt in ihrer Vernehm lassung aus, m it den eingereichten Bew eis- m itteln, die die allgem eine Lage in Sri Lanka beträfen, könne keine konkrete Ver- folgunssituation des Beschw erdeführers glaubhaft gem acht w erden. W as die ein- gereichte Bestätigung betreffend seine Festnahm e anbelange, sei zunächst festzu- halten, dass die Vorbringen des Beschw erdeführers in diesem Punkt unglaubhaft gew esen seien. D er Inhalt des Schreibens w eiche seinerseits von den Angaben des Beschw erdeführers ab und verm öge deshalb w eder seine Angaben zu bestäti- gen noch die darin enthaltenen W idersprüche aufzulösen. D ie H aftbestätigung m üsse daher als G efälligkeitsschreiben gew ertet w erden. 3.4 D er Beschw erdeführer entgegnet in seiner R eplik, die Vorinstanz habe die Echt-7 heit des eingereichten Bew eism ittels gar nicht geprüft. In der Beschw erde sei aus- geführt w orden, dass von Leuten aus Sri Lanka nicht europäische Kalenderpräzisi- on erw artet w erden dürfe. D ie Aussagedifferenzen entbänden nicht von der Pflicht, das eingereichte D okum ent zu prüfen und zur Verifizierung des unklaren D atum s der Festnahm e heranzuziehen. 4. 4.1 D er Beschw erdeführer rügt vorab, die Vorinstanz habe nach R ückw eisung der Sa- che durch die AR K keine w eiteren U ntersuchungshandlungen vorgenom m en. Sein R echtsvertreter habe erw artet, dass er zu einer w eiteren Befragung vorgeladen oder zum indest aufgefordert w ürde, sich vor dem Entscheid zur Bew eislage zu äu- ssern. M an habe auch erw artet, dass die Aussagen zu den Brüdern überprüft w ür- den. 4.2 D ie AR K w ies die Sache m it U rteil vom 27. Juli 2000 zur m ateriellen Prüfung an die Vorinstanz zurück, da sie die Voraussetzungen für den Erlass eines N ichtein- tretensentscheides nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG als nicht gegeben erachtete. D ie AR K w ies das Bundesam t an, das Asylgesuch des Beschw erdeführers m ateri- ell zu prüfen, verzichtete aber auf die Anordnung w eiterer U ntersuchungsm ass- nahm en. Allein aus dem U m stand, dass der Beschw erdeführer beziehungsw eise dessen R echtsvertreter w eitere Sachverhaltsabklärungen der Vorinstanz erw arte- ten, kann noch nicht auf eine Verletzung des U ntersuchungsgrundsatzes geschlos- sen w erden. D ie beiden Befragungen können entgegen der in der Beschw erde ge- äusserten Auffassung nicht als pro-form a-Anhörungen bezeichnet w erden. Bereits die AR K stellte in ihrem U rteil vom 27. Juli 2000 fest, die Em pfangsstellenbefra- gung habe überdurchschnittlich lang gedauert. D em Beschw erdeführer w urde be- reits dam als die G elegenheit gegeben, sich recht ausführlich zu seinen Vorbringen zu äussern. D em Beschw erdeführer w urde auch bei der direkten Bundesanhörung ausreichend Zeit gegeben, sich zu den geltend gem achten Erlebnissen zu äu- ssern. Es bestehen som it keine konkreten H inw eise, aufgrund derer geschlossen w erden könnte, der Beschw erdeführer habe im erstinstanzlichen Verfahren nicht ausreichend G elegenheit erhalten, seine G ründe, w elche ihn zum Verlassen sei- nes H eim atlandes bew ogen haben, adäquat darzulegen. D as Bundesam t zeigt in seiner einlässlich begründeten Verfügung vom 12. Septem ber 2000 sodann auf, aus w elchen G ründen es die vom Beschw erdeführer geltend gem achten Vorbrin- gen als unglaubhaft oder asylrechtlich irrelevant erachtet. Aufgrund der gesam ten Aktenlage ist davon auszugehen, dass das Bundesam t den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig festgestellt hat, w eshalb eine erneute Anhörung des Beschw erdeführers oder w eitere Abklärungen zum Sachverhalt nicht erforder- lich w aren. D ie R üge, die Vorinstanz habe die U ntersuchungspflicht und som it den Anspruch des Beschw erdeführers auf rechtliches G ehör verletzt, erw eist sich so- m it als unbegründet. 4.3 D ie R üge des Beschw erdeführers, er sei nicht m it den aus der Sicht der Vorins- tanz bestehenden W idersprüchen in seinen Aussagen konfrontiert w orden, trifft in der vorgebrachten absoluten Form nicht zu, da eine Konfrontation m it in den Aus- sagen bestehenden Abw eichungen teilw eise erfolgte (vgl. S. 12, 13 und 15 des Protokolls der direkten Bundesbefragung). D es W eiteren ist festzuhalten, dass 8 eine Konfrontation von asylsuchenden Personen m it W idersprüchen in den eige- nen Aussagen zw ar w ünschbar ist, jedoch keinen eigentlichen verfahrensrechtli- chen Anspruch im Sinne des rechtlichen G ehörs darstellt (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 1994 N r. 13 E. 3b S. 113 ff.). 4.4 D er Antrag, die Sache sei zur ergänzenden Abklärung der Asylgründe beziehungs- w eise aufgrund der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches G ehör des Be- schw erdeführers an die Vorinstanz zurückzuw eisen, ist dem nach abzuw eisen. 5. 5.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim at- staat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politi- schen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gel- ten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken (Art. 3 AsylG ). 5.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum in- dest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vor- handensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeb- lich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 6. 6.1 D ie Vorinstanz gelangte zum Schluss, das die Ausreise des Beschw erdeführers angeblich begründende Sachverhaltselem ent sei aufgrund m ehrerer W idersprüche in seinen Aussagen unglaubhaft. Bei der Em pfangsstellenbefragung sagte der Be- schw erdeführer aus, die LTTE habe ihn Ende 1999 zur M itarbeit als G renzw ächter verpflichten w ollen, w orauf sein O nkel einen Passierschein für D ._______ organi- siert habe. Am 31. Januar 2000 sei er dort von der Arm ee festgenom m en, am 2. Februar 2000 sei er freigelassen w orden. Bei der Anhörung beim Bundesam t führte er indessen aus, die LTTE habe ihn Ende 1998 aufgefordert, für sie als G renzw ächter zu arbeiten, w eshalb er sich zirka zehn M onate lang bei Verw andten versteckt habe. Als diese ihn nicht m ehr hätten beherbergen w ollen, habe sein O n- kel einen Passierschein besorgt. Am 2. Februar 2000 sei er von der Arm ee auf dem M arkt von D ._______ festgenom m en w orden, er sei sich bezüglich dieses D atum s sicher. Er führte w eiter aus, er sei in der gleichen N acht freigelassen w or- den. Auf N achfrage erklärte er hingegen, er sei am 31. Januar 2000 festgenom - m en und am 2. Februar 2000 freigelassen w orden. D as Bundesverw altungsgericht teilt angesichts dieser und w eiterer den Akten zu entnehm ender U ngereim theiten in den Aussagen des Beschw erdeführers die in der Beschw erde vertretene An- sicht, das Bundesam t habe bei der Bew eisw ürdigung einzig auf kleine D eckungs-9 ungleichheiten in den Befragungsprotokollen abgestellt, nicht. D er U m stand, w o- nach der Beschw erdeführer einm al erklärte, er sei Ende 1998 von der LTTE zur M itarbeit aufgefordert w orden, ein anderes M al hingegen deponierte, dies habe sich Ende 1999 zugetragen, könnte allenfalls m it einem Versehen erklärt w erden. Bei den Ausführungen des Beschw erdeführers, w onach er um gehend nach der Aufforderung durch die LTTE nach D ._______ gegangen sei beziehungsw eise sich etw a zehn M onate lang bei Verw andten versteckt habe und anschliessend nach D ._______ gegangen sei, handelt es sich jedoch keinesw egs um kleine D eckungs- ungleichheiten, sondern klarerw eise um ein in gravierender W eise abw eichend ge- schildertes Vorkom m nis. Ebenso abw eichend sind die Aussagen des Beschw erde- führers, er sei noch in der gleichen N acht freigelassen w orden beziehungsw eise er habe zw ei N ächte in H aft bleiben m üssen. D er Beschw erdeführer verstrickte sich bei der Schilderung des geltend gem achten Sachverhaltselem ents in w eitere W i- dersprüche: So führte er bei der Bundesbefragung aus, sein O nkel habe für ihn ei- nen Passierschein organisiert. Sie hätten diesen an den Kontrollstellen vorzeigen m üssen, dam it sie nach D ._______ hätten gehen dürfen. D ie von den "Tigern" an- gestellten M itarbeiter hätten dort kontrolliert. Auf N achfrage erklärte er indessen, er habe den Passierschein nicht gebraucht, da sie heim lich nach D ._______ ge- gangen seien. Zudem m achte der Beschw erdeführer bei der Bundesbefragung erstm als geltend, sein O nkel sei ebenfalls festgenom m en w orden. Einm al behaup- tete er, er sei zusam m en m it seinem O nkel in ein Arm eecam p m itgenom m en w or- den, ein anderes M al sagte er, sein O nkel sei sofort w ieder freigelassen w orden, ihn aber habe m an bis zum C am p m itgenom m en. D es W eiteren führte er aus, sein O nkel sei befragt w orden und habe die Auflage erhalten, sich zu m elden und zu unterschreiben. D er O nkel, der ihm gesagt habe, er habe eine W oche lang in D ._______ bleiben m üssen, habe eine W oche lang täglich unterschreiben m üssen. Er w isse nicht, ob der O nkel sich täglich gem eldet habe. Zu einem späteren Zeit- punkt der Anhörung erklärte der Beschw erdeführer, der O nkel habe ihn nach C o- lom bo begleitet; dieser habe dann ein Schreiben von jenen Leuten erhalten, dass er sich später m elden m üsse. Schliesslich sagte der Beschw erdeführer bei der An- hörung beim Bundesam t aus, er habe im C am p eine O hrfeige erhalten und m an habe ihm m it der Anw endung von Elektroschocks gedroht. In der Beschw erde be- hauptet er hingegen, er sei m it Elektrokabeln geschlagen w orden. Aufgrund all die- ser W idersprüche und U ngereim theiten in den Aussagen des Beschw erdeführers teilt das Bundesverw altungsgericht die von der Vorinstanz vertretene Auffassung, dass sow ohl die von der LTTE in Aussicht gestellte Zw angsrekrutierung des Be- schw erdeführers als auch die in diesem Zusam m enhang stehende Inhaftierung durch die srilankische Arm ee unglaubhaft sind. An dieser W ürdigung verm ag auch das eingereichte Schreiben des "O fficer in C harge" der "Police Station" von D ._______ vom 3. Januar 2000 nichts zu ändern. G em äss diesem Schreiben w äre der Beschw erdeführer am 31. D ezem ber 1999 festgenom m en und am 1. Januar 2000 w ieder freigelassen w orden. Abgesehen davon, dass die in der Bestätigung genannten D aten nicht m it den vom Beschw er- deführer erw ähnten übereinstim m en, w eicht auch die geltend gem achte Festnah- m edauer - zusätzlich zu den bereits bestehenden U ngereim theiten in diesem Punkt - ab. Es dürfte zudem erw artet w erden, dass der Beschw erdeführer, w äre er w ährend der N eujahrsnacht festgehalten w orden, diesen U m stand sofort hätte be-10 nennen können. Schliesslich ist darauf hinzuw eisen, dass der Beschw erdeführer eigenen Aussagen gem äss in einem Arm eecam p festgehalten w urde, die H aftbe- stätigung jedoch von einer Polizeistation ausgestellt w urde. 6.2 D er Beschw erdeführer m achte erstm als in der Eingabe an die AR K vom 8. M ai 2000 geltend, er habe in den Jahren 1995 bis 1998 w iederholt den "Tigern" gehol- fen, indem er Plakate geklebt oder sich an Propagandaveranstaltungen als Laien- schauspieler betätigt habe. D er Beschw erdeführer m achte bei den Befragungen nicht geltend, in irgend einer W eise für die LTTE tätig gew esen zu sein. Bei der Em pfangsstelle w urde er ausdrücklich nach Aktivitäten für die LTTE gefragt, ver- neinte aber solche. D er H inw eis in der Beschw erde, diese Frage w erde oft m it "W aren Sie M itglied bei der LTTE?" übersetzt, verm ag nicht zu überzeugen, zum al der Beschw erdeführer bei der D irektbefragung gefragt w urde, w elche Kontakte er persönlich zur O rganisation habe. Er beantw orte die Frage w ie folgt: " M ein jünge- rer Bruder ist bei der O rganisation. M ein älterer Bruder w ar bei der O rganisation tätig. N ur die beiden." H ätte der Beschw erdeführer für die LTTE in den Jahren 1995 bis 1998 tatsächlich Aktivitäten ausgeübt, so hätte er diese Frage anders be- antw orten m üssen. Auch auf die später gestellte Frage, w as er persönlich von den "Tigern" halte, erw ähnte er keine eigenen Tätigkeiten für dieselben, sondern ver- w ies erneut auf die Aktivitäten seiner Brüder. D ie Vorinstanz hat aus diesen G rün- den zu R echt den Schluss gezogen, dass die entsprechenden Vorbringen in der Beschw erde nachgeschoben und som it unglaubhaft sind. 6.3 D er Beschw erdeführer begründete die von ihm geltend gem achte Furcht vor den srilankischen Behörden m it den Tätigkeiten, die seine Fam ilienangehörigen für die LTTE (gehabt) hätten. Er erw ähnte in diesem Zusam m enhang seinen Bruder D ._______, der seit 1985 bei der O rganisation gew esen sei. D ieser habe im Jahre 1995 beim Kam pf einen Arm und einen Fuss verloren und sei aus der LTTE aus- getreten. Bei der D irektbefragung sagte er, sein Bruder sei bereits im Jahre 1993 nach H ause zurückgekom m en. D er Beschw erdeführer führte w eiter aus, D ._______ sei zuhause gew esen, als die Arm ee im Jahre 1995 eine R azzia durch- geführt habe. Er sagte, die Soldaten hätten seine Schw ester m isshandelt, m achte aber nicht geltend, dass diese sich für seinen Bruder D ._______ interessiert hät- ten. W äre D ._______ indessen LTTE-M itglied gew esen und hätten die Soldaten dies gew usst - w ovon angesichts der Aussage des Beschw erdeführers, seine Fa- m ilie sei von jem andem verraten w orden - auszugehen w äre, hätten sie ihn trotz der erlittenen Verletzungen w ohl kaum unbehelligt gelassen. D er Beschw erdefüh- rer m achte auch zu seinem Bruder E._______ voneinander abw eichende Aussa- gen: Bei der Em pfangsstelle sagte er aus, dieser Bruder lebe jetzt zuhause und ar- beite als H ändler. Im Jahre 1998 sei er festgenom m en w orden, als er zur Arbeit gegangen sei. Bei der Anhörung durch das Bundesam t legte der Beschw erdefüh- rer dar, sein Bruder E._______ sei im Jahre 1996 in D ._______ festgenom m en w orden. D arauf aufm erksam gem acht, dass er bei der Em pfangsstelle gesagt habe, E._______ sei 1998 festgenom m en w orden, antw ortete er, E._______ sei zw eim al festgenom m en w orden. Bei der ersten Inhaftierung hätten sie G eld be- zahlt, w orauf er w ieder freigelassen w orden sei; bei der zw eiten Inhaftierung hät- ten sie nichts bezahlt. In der Beschw erde w ird ausgeführt, der Bruder E._______ des Beschw erdeführers sei unter dem Verdacht, LTTE-M itglied zu sein, verhaftet 11 w orden und befinde sich im G efängnis. D ie Vorinstanz w ies in ihrer Verfügung zu R echt darauf hin, dass der U m stand, w onach der Beschw erdeführer bei der D irektbefragung eine Festnahm e von E._______ vom Jahre 1996, nicht aber diejenige von 1998 erw ähnte, zu Zw eifeln an seinen Vorbringen führt, zum al in der Beschw erde - w ie auch bei der Befragung zu den Fam ilienangehörigen bei der Em pfangsstelle - ausgeführt w ird, E._______ befinde sich seit seiner Verhaftung im G efängnis. D iese Aussagen stehen indessen im W iderspruch zu den Ausführungen des Beschw erdeführers bei der Em pfangsstelle, w onach der Bruder E._______ jetzt zuhause lebe und als H ändler arbeite. Bezüglich des angeblich im m er noch aktiv bei der LTTE tätigen Bruders B._______ bestehen U ngereim theiten zum Zeitpunkt, ab w elchem dieser der LTTE beigetreten sein soll. Som it ergibt sich einerseits, dass hinsichtlich der geltend gem achten Tätigkeiten der Brüder des Beschw erdeführers Zw eifel bestehen, andererseits angesichts der gesam ten Aktenlage nicht davon ausgegangen w erden kann, die srilankischen Behörden hätten nach dem Beschw erdeführer w egen der genannten Aktivitäten seiner Brüder gesucht. D er Beschw erdeführer m achte bei den Befragungen zw ar geltend, die Arm ee habe im Jahre 1995 zuhause eine R azzia durchgeführt, der er entkom m en sei, indessen w urde im w eiteren Verlauf der Anhörung durch das Bundesam t klar, dass diese R azzia w eder seiner Fam ilie noch ihm persönlich galt, da es sich um eine G rossrazzia handelte. 7. 7.1 D er Beschw erdeführer m achte bei den Befragungen geltend, die Arm ee sei am 2. D ezem ber 1984 in sein D orf eingefallen und habe 27 M enschen erm ordet. U nter den O pfern hätten sich m ehrere enge Verw andte (Vater, Bruder, O nkel) und zw ei Schw äger befunden. Sein Bruder A._______ sei im Jahre 1995 auf dem M arkt von F._______ bei einem Artilleriebeschuss um s Leben gekom m en; ebenso sei seine Schw ester anlässlich der R azzia von 1995 m isshandelt w orden. D iese Vorfälle w urden von der Vorinstanz nicht angezw eifelt, zum al der Beschw erdeführer dazu Bew eism ittel (Totenscheine, Autopsiebericht) einreichte. Aus den Schilderungen des Beschw erdeführers ergibt sich das Bild, dass es sich bei diesen Ereignissen um für seine Fam ilie und ihn tragische Folgen des Bürgerkrieges handelt. Ange- sichts der geschilderten U m stände kann jedoch nicht davon ausgegangen w erden, dass es sich bei den Vorkom m nissen um zielgerichtet gegen die Fam ilie des Be- schw erdeführers erfolgte Ü bergriffe handelte. Bereits die Vorinstanz hat in der an- gefochtenen Verfügung zutreffend darauf hingew iesen, dass diese Ereignisse zum Zeitpunkt der Ausreise des Beschw erdeführers m indestens fünf Jahre zurückgele- gen haben (vgl. Verfügung vom 12. Septem ber 2000, S. 6 f.) und es ist nicht er- sichtlich, inw iefern der Beschw erdeführer zum Zeitpunkt der Ausreise w egen sei- ner Angehörigen und deren Schicksals ernsthafte N achteile zu befürchten gehabt hätte oder heute im Falle der R ückkehr nach Sri Lanka befürchten m üsste. 7.2 Zusam m enfassend ist dem nach festzuhalten, dass der Beschw erdeführer bis zum Zeitpunkt seiner Ausreise aus Sri Lanka w eder asylrechtlich relevante Verfolgung erlitten hatte noch solche in begründeter W eise fürchten m usste. Auch im heutigen Zeitpunkt ist nicht davon auszugehen, dem Beschw erdeführer drohe bei einer R ückkehr in sein H eim atland asylrechtlich relevante Verfolgung.12 7.3 Aufgrund der vorstehenden Erw ägungen erübrigt es sich, auf die w eiteren Ausfüh- rungen in der Eingabe des Beschw erdeführers und die eingereichten Bew eism ittel im Einzelnen w eiter einzugehen, da sie am Ergebnis der vorgenom m enen W ürdi- gung nichts zu ändern verm ögen. U nter Berücksichtigung der gesam ten U m stände folgt, dass der Beschw erdeführer keine G ründe nach Art. 3 AsylG nachw eisen oder glaubhaft m achen konnte. D as Bundesam t hat sein Asylgesuch dem nach zu R echt abgelehnt. 8. 8.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; da- bei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zu- m utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzli- chen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG ; SR 142.20]). 8.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zuläs- sig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Aus- länders in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 8.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 8.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D e- zem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedri- gende Behandlung oder Strafe (FoK; SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Kon- vention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K; SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder ernied- rigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 9. D er Beschw erdeführer verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbe- w illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; EM AR K 2001 N r. 21). 10. 10.1 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingsei- genschaft erfüllen (vgl. M AR IO G ATTIKER , D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, 13 Bern 1999, S. 89). D a es dem Beschw erdeführer nicht gelungen ist, eine asyl- rechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr des Be- schw erdeführers in seinen H eim atstaat ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. 10.2 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen des Beschw erdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in seinen H eim atstaat dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti-Fol- terausschusses m üsste der Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16 S. 122, m it w eiteren H inw eisen). D ie allgem eine M enschenrechtssituation in Sri Lanka lässt den W egw eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerw eise nicht als unzu- lässig erscheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 10.3 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung einer völkerrechtlichen Verpflichtung der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung dar- stellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Si- tuation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om en- te, w ie beispielsw eise das Fehlen einer notw endigen m edizinischen Behandlungs- m öglichkeit, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). Bezüglich der allgem einen Lage in Sri Lanka (vgl. insbesondere "U N H C R Position on the International Protection N eeds of Asylum -Seekers from Sri Lanka" vom D e- zem ber 2006 [Zusam m enfassung und Schlussfolgerungen in deutscher Ü berset- zung in: U N H C R -Stellungnahm e zum Bedarf an internationalem Schutz von Asyl- suchenden aus Sri Lanka" vom Januar 2007], "Asylsuchende aus Sri Lanka – Po- sition der Schw eizerischen Flüchtlingshilfe" vom 1. Februar 2007, "C ountry of O ri- gin Inform ation R eport - Sri Lanka" des "U nited Kingdom H om e O ffice" vom 8. Februar 2007 und vom 11. M ai 2007, International C risis G roup: "Sri Lanka: The Failure of the Peace Process" in Asia R eport N o. 124 vom 28. N ovem ber 2006, In- ternational C risis G roup: "Sri Lanka's H um an R ights C risis" in Asia R eport N o 135 vom 14. Juni 2007) ist im heutigen Zeitpunkt festzustellen, dass sich sow ohl die politische Situation als auch die Sicherheitslage im Verlaufe des letzten Jahres deutlich verschlechtert haben. D am it einhergehend ist seit dem letzten Jahr ein Anstieg von schw eren M enschenrechtsverletzungen zu verzeichnen. In den m ehr- heitlich von Tam ilen bew ohnten G ebieten im N orden und O sten des Landes ist die Sicherheitslage bedenklich und es herrschen schlechte hum anitäre Bedingungen. D as im Februar 2002 abgeschlossene W affenstillstandsabkom m en zw ischen der srilankischen R egierung und der LTTE w urde über die Jahre im m er brüchiger. M assgeblicher Faktor dieser Entw icklung w ar nicht zuletzt die Abspaltung des LTTE-O stkom m andanten Karuna von der Vanni-Führung im M ärz 2004. D ie Er-14 m ordung von Aussenm inister Lakshm an Kadirgam ar im August 2005 w ar schliess- lich der W endepunkt, der eine anhaltende Verschlechterung der Lage einleitete. In der Folge erklärte die R egierung den Ausnahm ezustand und setzte die so genann- ten "Em ergency R egulations" (ER ) in Kraft, w elche den Sicherheitskräften ver- m ehrte Kontroll- und Eingriffsrechte einräum en. Im April 2006 versuchten die LTTE den hochrangigen G eneral Sarath Fonseka zu erm orden. D ie R egierung reagierte darauf m it schw eren Luftangriffen auf LTTE-G ebiete im O sten des Landes. Ende Juli 2006 löste die Schliessung einer w ichtigen W asserschleuse durch die LTTE die erste Bodenoffensive der Arm ee im G ebiet von Trincom alee aus. D ie LTTE ih- rerseits startete im August 2006 einen Angriff auf die Jaffna-H albinsel, der jedoch von den Sicherheitskräften zurückgeschlagen w urde. D ies bedeutete faktisch das Ende des W affenstillstandes. Ein vorläufig letzter Versuch, die Konfliktparteien zu neuen Friedensverhandlungen zu bew egen, scheiterte im O ktober 2006. Im D e- zem ber 2006 w urden die ER nach dem m issglückten Selbstm ordanschlag auf den Bruder des Staatspräsidenten verschärft. D ie srilankische Arm ee ist bestrebt, die LTTE im Vanni-G ebiet zu isolieren und bom bardiert dieses regelm ässig. D ie LTTE ist indessen inzw ischen zur G uerilla-Taktik übergegangen und hat m it einem Ü ber- raschungsangriff m ittels Leichtflugzeug auf den Luftw affenstützpunkt beim interna- tionalen Flughafen von C olom bo im M ärz 2007 gezeigt, dass sie über ein gefährli- ches Eskalationspotential verfügt. D er als H ardliner bekannte Präsident R ajapakse sow ie die R egierung, deren M itglieder m ehrheitlich der Partei des Präsidenten, der "Sri Lankan Freedom Party" (SLFP), angehören, setzen derzeit auf eine m ilitäri- sche anstatt eine politische Lösung des Konfliktes. D ie R egierung versucht ausser- dem , die Tam ilengebiete im N orden und O sten des Landes auseinander zu dividie- ren. So w urde beispielsw eise der im Jahr 1987 festgelegte provisorische Zusam - m enschluss zw ischen der N ord- und der O stprovinz durch einen G erichtsentscheid rückgängig gem acht. D ie R egierung m öchte nun offensichtlich Karuna und dessen politische O rganisation, "Tam il M akkal Viduthalai Puligal" (TM VP), als neuen O rd- nungsfaktor im O sten etablieren. Ein Ende des bew affneten Konflikts und eine substanzielle Verbesserung der Lage ist zurzeit nicht in Sicht. Vor diesem H intergrund ist eine R ückschaffung abgew iesener Asylbew erber aus Sri Lanka in Fortführung der von der AR K entw ickelten Praxis in die im N orden der Insel gelegenen G ebiete Kilinochchi, M annar, Vavuniya, M ullaitivu und Jaffna als unzum utbar zu erachten. H ingegen stuft das Bundesverw altungsgericht eine R ück- führung in die übrigen Provinzen und insbesondere in den G rossraum C olom bo w eiterhin als grundsätzlich zum utbar ein. Zw ar hat sich auch dort die hum anitäre und politische Situation sow ie die Sicherheitslage in den letzten Jahren verschärft; dennoch ist nicht von einer generellen U nzum utbarkeit einer R ückschaffung in die- ses G ebiet auszugehen (vgl. dazu EM AR K 2006 N r. 6). D er Beschw erdeführer stam m t gem äss Aktenlage aus dem D istrikt B._______. G em äss den vorstehenden Erw ägungen ist der Vollzug der W egw eisung in dieses G ebiet als unzum utbar zu qualifizieren. Som it bleibt zu prüfen, ob es ihm zuzum u- ten ist, sich in einer anderen R egion seines H eim atlandes - nam entlich im G ross- raum C olom bo - niederzulassen. D ie G efahr von Anschlägen durch die LTTE hat in letzter Zeit auch in C olom bo zugenom m en, w eshalb innerhalb der Stadt zahlrei- che C heckpoints errichtet w urden; insbesondere Tam ilen w erden an den C heck- points regelm ässig Sicherheitskontrollen unterzogen. D as Bundesverw altungsge-15 richt erachtet die vom Beschw erdeführer geltend gem achte G efährdung durch die srilankische Arm ee und die LTTE als unglaubhaft, w eshalb entgegen der in der Beschw erde vertretenen Auffassung davon auszugehen ist, der Beschw erdeführer könne von der in Sri Lanka garantierten N iederlassungsfreiheit G ebrauch m achen. Er verfügt über eine durchschnittliche Schulbildung und m ehrjährige Berufserfah- rung, die er sich in der Schw eiz aneignen konnte, w eshalb davon auszugehen ist, er könne sich im Süden des Landes eine Existenz aufbauen. G em äss Aktenlage spricht der Beschw erdeführer zw ar nicht Singhalesisch, w as indessen im G ross- raum C olom bo kein unüberw indbares H indernis für eine Integration darstellt, zu- m al die Tam ilen dort zirka 30 % der Bevölkerung ausm achen. Auch w enn er in An- betracht seiner langjährigen Landesabw esenheit und des U m standes, dass er ei- genen Angaben gem äss nie in C olom bo lebte, im G rossraum C olom bo über kein engeres Beziehungsnetz verfügen dürfte, dürfte es ihm m öglich sein, angesichts des O rganisierungsgrades der in C olom bo lebenden Tam ilen rasch soziale Kon- takte zu knüpfen. Insgesam t ist daher festzustellen, dass dem Beschw erdeführer innerhalb seines H eim atlandes eine zum utbare Aufenthaltsalternative zur Verfü- gung steht. D er Vollzug der W egw eisung erw eist sich dem nach nicht als unzum ut- bar. 10.4 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu be- schaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 10.5 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erach- tet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 11. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esag- ten abzuw eisen. 12. D er Beschw erdeführer ist seit m ehreren Jahren arbeitstätig und er verfügt über ein Sicherheitskonto im Sinne von Art. 86 AsylG , dessen Stand die ihm im vorliegen- den Verfahren aufzuerlegenden Verfahrenskosten bei w eitem übersteigt. Es sind m ithin genügend M ittel vorhanden, w elche zur D eckung der Verfahrenskosten im Falle des Ausbleibens der Zahlung herangezogen w erden könnten, ohne dass der Beschw erdeführer dadurch Beschränkungen in seiner Lebensw eise in Kauf neh- m en m üsste. D er Beschw erdeführer ist deshalb prozessual nicht bedürftig, w es- halb die kum ulativ zu erfüllenden Voraussetzungen für die G ew ährung der unent- geltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG nicht erfüllt sind. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege ist folglich abzuw eisen und die auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzenden Kosten des Verfahrens (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 1-3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 16 173.320.2]) sind entsprechend dem Ausgang desselben dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite) 17 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege w ird abgew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. 4. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers, 2 Expl. (eingeschrieben; Beila- gen: vorinstanzliche Verfügung im O riginal, Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it deren Akten (Kopie zu den Akten; R ef.-N r. N _______) - (kantonale Behörde) (Kopie) D er R ichter: D er G erichtsschreiber: W alter Lang C hristoph Basler Versand am :