<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <a name="idp364464"></a><div class="big bold">Urteilskopf</div> <br/>97 V 249<br/><br/><br/><div class="paraatf">61. Auszug aus dem Urteil vom 25. Oktober 1971 i.S. Limina gegen Versicherungsgericht des Kantons Luzern betreffend die unentgeltliche Rechtspflege im Prozess gegen die SUVA</div> <div class="paraatf"></div> <a name="idp365680"></a><br/><div id="regeste" lang="de"> <div class="big bold">Regeste</div> <br/><div class="paraatf">Art. 97 Abs. 1 und 106 Abs. 1 OG. <div class="paratf">Kantonale Entscheide, welche die unentgeltliche Rechtspflege verweigern, sind Zwischenverfügungen. </div> <div class="paratf">Art. 132 in Verbindung mit <span class="artref"><artref id="CH/173.110/104" type="start"></artref>Art. 104 und 105 OG</span><artref id="CH/173.110/105" type="end"></artref>. </div> <div class="paratf">Beschränkte Kognitionsbefugnis des Eidg. Versicherungsgerichts im Rechtsmittelverfahren betreffend Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege durch die Vorinstanz. </div> <div class="paratf"><span class="artref">Art. 121 KUVG</span>. </div> <div class="paratf">Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege (Bestätigung der Rechtsprechung). </div> </div> </div> <a name="idp373984"></a> <a name="idp382240"></a> <br/><div> <a name="idp390512"></a><span class="big bold" id="erwaegungen">Erwägungen</span> <span class="small">ab Seite 250</span> </div> <br/><div class="paraatf"> <a name="page250"></a><div class="center pagebreak">BGE 97 V 249 S. 250</div> </div> <div class="paraatf">Aus den Erwägungen:</div> <br/><div class="paraatf"> <a name="idp392624"></a><span class="bold" id="consideration_1.">1. </span>Nach den Art. 97 Abs. 1 und 106 Abs. 1 OG sind kantonale Entscheide über die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege Zwischenverfügungen im Sinne der Art. 5 Abs. 2 sowie 45 Abs. 2 lit. h VwG und als solche innert 10 Tagen seit ihrer Eröffnung durch Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechtbar. Demnach muss die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen eine solche Verfügung innert 10 Tagen eingereicht werden, wie sich aus <span class="artref">Art. 32 Abs. 3 OG</span> ergibt. Indessen ist diese Bestimmung in der Regel nicht anwendbar, wenn die Zwischenverfügung des kantonalen Richters eine unrichtige Rechtsmittelbelehrung enthält (<span class="artref">Art. 107 Abs. 3 OG</span>).</div> <div class="paraatf">Im vorliegenden Fall hat das kantonale Versicherungsgericht insofern eine unrichtige Rechtsmittelbelehrung erteilt, als im angefochtenen Entscheid eine 30tägige und nicht die - laut <span class="artref">Art. 106 Abs. 1 OG</span> massgebende - lotägige Frist zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde angegeben ist. Doch durfte sich der Beschwerdeführer auf Grund des <span class="artref">Art. 107 Abs. 3 OG</span> auf die ihm eröffnete Frist von 30 Tagen verlassen, weshalb auf die innert dieser Frist eingereichte Beschwerde einzutreten ist.</div> <br/><div class="paraatf"> <a name="idp402496"></a><span class="bold" id="consideration_2.">2. </span>Im Beschwerdeverfahren über die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege durch das kantonale Versicherungsgericht sind keine Versicherungsleistungen streitig, weshalb das Eidg. Versicherungsgericht nur zu prüfen hat, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzt hat, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt <a name="page251"></a><div class="center pagebreak">BGE 97 V 249 S. 251</div>worden ist (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie <span class="artref">Art. 105 Abs. 2 OG</span>).</div> <br/><div class="paraatf"> <a name="idp406640"></a><span class="bold" id="consideration_3.">3. </span>Gemäss <span class="artref">Art. 121 KUVG</span> und der Rechtsprechung muss einer bedürftigen Partei auf Gesuch hin die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung bewilligt werden, sofern der Prozess nicht zum vornherein offensichtlich aussichtslos erscheint (EVGE 1968 S. 32). Nach der Praxis ist der Sozialversicherungsrichter befugt, einer Partei die einmal gewährte unentgeltliche Rechtspflege für künftige Prozesshandlungen zu entziehen, wenn sich im Verlauf des Verfahrens ergibt, dass die Klage offensichtlich keine Aussicht auf Erfolg hat (EVGE 1967 S. 151).</div> </div></body></html>