<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00146</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106316&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00146</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.09.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Schutz des Familienlebens<br/><br/>Die Garantie des Familienlebens kann dem Vater einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung vermitteln, wenn die einer geschiedenen Ehe entstammenden, minderjährigen Kinder auf ihren Vater angewiesen sind, auch wenn sie mit ihrer Mutter (der geschiedenen Ehefrau) und dem Schweizer Stiefvater zusammenleben.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABHÃNGIGKEIT">ABHÃNGIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AMTSBERICHT">AMTSBERICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESUCHSRECHT">BESUCHSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEZUGSPERSON">BEZUGSPERSON</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ELTERN-KIND-BEZIEHUNG">ELTERN-KIND-BEZIEHUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENLEBEN">FAMILIENLEBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERESSENABWÃGUNG">INTERESSENABWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KINDESWOHL">KINDESWOHL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSAMMENLEBEN">ZUSAMMENLEBEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 13 lit. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 lit. I EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 lit. II EMRK</span><br/><span class="gerade">§ 16 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. C. reiste 1991 zusammen mit seiner spÃ¤teren Ehefrau und dem 1989 geborenen Sohn in die Schweiz und stellte unter dem Namen seiner Partnerin D. ein Asylgesuch, welches am 5. Februar 1993 abgewiesen wurde. Am 24. Januar 1994 wies die Asylrekurs­kom­­mission einen dagegen eingereichten Rekurs ebenfalls ab. In der Folge verliess C. die Schweiz ohne Abmeldung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Erneut reiste er am 15. Mai 1995 ein und reichte ein Asylgesuch unter seinem eigenen Namen ein. Das Bundesamt fÃ¼r FlÃ¼chtlinge trat am 21. Februar 1997 auf das Gesuch nicht ein und setzte einen Ausreisetermin auf den 31. Juli 1998. Am 27. Februar 1998 hatte das Bezirksgericht ZÃ¼rich die Ehe von C. mit D. geschieden. Die der Verbindung mit der ge­schiedenen Ehefrau entsprungenen vier Kinder, geboren 1989, 1992, 1993 und 1995, wur­den unter die elterliche Gewalt der Mutter gestellt. Diese hei­ratete am 27. Juli 1998 den Schweizer E. Auf Grund dieser Heirat erhielten sie und die Kinder die Aufenthaltsbe­wil­ligung zum Verbleib beim Ehemann bzw. bei der Mutter. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 2. November 1999 setzte das Bundesamt fÃ¼r FlÃ¼chtlinge C. eine Frist bis zum 31. Mai 2000, um die Schweiz zu verlassen. Am 11. Februar 2000 stellte dieser bei der Di­rek­tion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Fremdenpolizei, heute: Migrationsamt) ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Diese teilte ihm am 21. Februar 2000 mit, dass sie gestÃ¼tzt auf Art. 14 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 auf das Gesuch nicht eintre­te, bevor er nicht die Schweiz verlassen habe. Eine gleichlautende Mitteilung erging am 11. Ap­ril 2000 und eine solche in Form einer VerfÃ¼gung am 26. April 2000.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dagegen reichte C. am 9. Mai 2000 beim Regierungsrat Rekurs ein, mit wel­­­chem er be­antragte, es sei auf sein Gesuch einzutreten, es sei ihm die Aufenthaltsbewil­ligung im Kan­ton ZÃ¼rich zu erteilen und es sei ihm bis zum Entscheid der Verbleib im Kan­­ton ZÃ¼rich zu erlauben. Der Regierungsrat, vertreten durch die Staatskanzlei, wies am 17. Mai 2000 die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit an, Ã¼ber das Gesuch einen Sachentscheid zu fÃ¤llen und dem Rekurrenten und Gesuchsteller zu bewilligen, den Entscheid im Kan­ton abzu­warten. Am 7. Juni 2000 teilte die Direktion der Staatskanzlei mit, sie halte an ihrem Entscheid fest. Am 9. Juni 2000 teilte das Bundesamt fÃ¼r FlÃ¼chtlinge der Direktion mit, <br/> C. habe ein WiedererwÃ¤gungsgesuch eingereicht. Der Vollzug der Wegweisung sei einstwei­len auszusetzen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 21. Juni 2000 erliess die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit die heute angefoch­­tene VerfÃ¼gung, mit der sie das Gesuch um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung abwies. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diese VerfÃ¼gung erhob der Betroffene am 20. Juli 2000 Rekurs, welchen der Regierungsrat mit dem Rekurs vom 26. April 2000 vereinigte und am 28. MÃ¤rz 2001 ab­wies. Dem Rekurrenten gewÃ¤hrte die Rekursinstanz die unentgeltliche Rechtspflege und be­stellte seinen erbetenen Vertreter zum unentgeltlichen Rechtsbeistand. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Eingabe vom 7. Mai 2001 liess C. beim Verwaltungsgericht Beschwerde ein­reichen. Er beantragte die Aufhebung der Entscheidungen der Vorinstanzen, die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung, die Aufenthaltsberechtigung fÃ¼r die Dauer des Verfahrens und die unentgeltliche Rechtspflege und VerbeistÃ¤ndung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Staatskanzlei liess sich namens des Regierungsrats am 31. Mai 2000 vernehmen. Sie nahm Stellung zu vom BeschwerdefÃ¼hrer neu eingereichten Unterlagen und bean­trag­te, die Beschwerde in allen Punkten abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremdenpolizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Dies ist der Fall bei Entscheiden betreffend Aufenthalts- und Niederlassungsbewil­ligungen, auf deren Erteilung die auslÃ¤ndische Person einen bundes- oder vÃ¶lkerrechtlichen Anspruch hat (vgl. Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Organisation der Bundesrechtspflege vom 16. Dezember 1943).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nach dem Grundsatz von Art. 4 des Bundesgesetzes Ã¼ber Aufenthalt und Nieder­lassung der AuslÃ¤nder vom 26. MÃ¤rz 1931 (ANAG) steht auslÃ¤ndischen StaatsangehÃ¶rigen kein Anspruch auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung zu. Indessen kann eine Sondervor­schrift des Bundesrechts oder eines Staatsvertrags einen solchen Anspruch begrÃ¼nden. So ga­­rantieren die Art. 7 Abs. 1 bzw. 17 Abs. 2 ANAG den auslÃ¤ndischen Ehepartnern von schwei­­zerischen oder niedergelassenen auslÃ¤ndischen Personen unter bestimmten Vorausset­­zungen das Recht auf Aufenthalt. Ebenso vermag Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechts­konvention vom 4. November 1950 (EMRK), welcher die Achtung des Privat- und Fa­milienlebens fordert, unter gewissen Voraussetzungen ein Aufenthaltsrecht einer auslÃ¤ndi­schen Person zum Verbleib bei seinen FamilienangehÃ¶rigen zu begrÃ¼nden. Das gleiche Rechts­­gut schÃ¼tzt Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der BeschwerdefÃ¼hrer ist geschieden und nicht wieder verheiratet, weshalb er sich nicht auf einen Rechtsanspruch des ANAG berufen kann. Indessen beruft er sich auf das Recht auf Familienleben im Sinn von Art. 8 EMRK und - sinngemÃ¤ss - Art. 13 Abs. 1 BV. Er fÃ¼hrt an, im Fall einer Wegweisung kÃ¶nne er seine vier minderjÃ¤hrigen Kinder, wel­­che bei ihrer Mutter in der Schweiz leben, und zu denen er eine gelebte und intensive Beziehung habe, nicht mehr sehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Wenn grundsÃ¤tzlich ein Rechtsanspruch auf Aufenthalt gestÃ¼tzt auf Art. 8 EMRK oder Art. 13 Abs. 1 BV mÃ¶glich ist, ist auf die Beschwerde einzutreten. Im Rahmen der materiellen PrÃ¼fung ist abzuklÃ¤ren, ob im konkreten Fall und auf Grund der konkre­ten Voraussetzungen ein Rechtsanspruch gegeben ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Der in Art. 13 Abs. 1 BV garantierte Anspruch auf Achtung des Privat- und Familienlebens entspricht materiell der Garantie von Art. 8 EMRK und gewÃ¤hrt darÃ¼ber hi­naus im AuslÃ¤nderrecht keine zusÃ¤tzlichen AnsprÃ¼che (BGE 126 II 377 E. 7).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Art. 8 Abs. 1 EMRK vermag derjenigen auslÃ¤ndischen Person einen Anspruch auf Erteilung oder VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung zu einzurÃ¤umen, deren Ehegat­­te oder Kinder ein festes Anwesenheitsrecht in der Schweiz haben und sofern die famili­Ã¤re Beziehung auch tatsÃ¤chlich gelebt wird (BGE 122 II 389). Die erste Voraussetzung ist er­fÃ¼llt, indem die (minderjÃ¤hrigen) Kinder unter der elterlichen Gewalt ihrer Mutter stehen, ei­ne Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei ihr besitzen und diese wiederum Ã¼ber ein fes­­tes Anwesenheitsrecht zum Verbleib bei ihrem schweizerischen Ehemann verfÃ¼gt. Seit der Scheidung verfÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber ein regelmÃ¤ssiges Besuchsrecht gegenÃ¼ber seinen minderjÃ¤hrigen Kindern und er macht geltend, dass er seine Kinder Ã¼ber das Be­­­suchsrecht hinaus regelmÃ¤ssig sieht, mit ihnen die Freizeit verbringt, ihnen bei Schul­auf­­gaben hilft und in weiteren Belangen der Erziehung beisteht, weil deren Mutter mit der Er­ziehung von vier minderjÃ¤hrigen Kindern Ã¼berfordert sei, da sie sich um ihren 30 Jahre Ã¤lteren und invaliden Ehemann kÃ¼mmern mÃ¼sse. Es ist demzufolge einstweilen davon auszu­­gehen, dass eine gelebte Familienbeziehung zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und seinen Kindern besteht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sodann steht ein Eingriff in das Recht auf Achtung des Familienlebens Ã¼berhaupt erst zur Diskussion, wenn einer auslÃ¤ndischen Person durch fremdenpolizeiliche Massnah­men verunmÃ¶glicht wird, in einem Staat zu bleiben, in welchem Mitglieder seiner Familie le­­ben. Zwar hat der BeschwerdefÃ¼hrer durch das Scheidungsurteil nur das Recht erhalten, sei­ne Kinder besuchsweise zu sehen. Auch enthÃ¤lt das Scheidungsurteil eine Regelung fÃ¼r den Fall, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seinen Wohnsitz ins Ausland verlegen mÃ¼sste. Indessen ist davon auszugehen, dass er bei einer Wegweisung in seine Heimat faktisch weder das Besuchs- noch das Ferienbesuchsrecht in dem durch das Scheidungsurteil geregelten Um­fang wahrnehmen kÃ¶nnte, dies allein aus finanziellen GrÃ¼nden. Auch diese Voraussetzung fÃ¼r eine auslÃ¤nderrechtliche Folge der Garantie des Familienlebens der Konvention ist somit erfÃ¼llt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weiter ist Voraussetzung fÃ¼r eine einer fremdenpolizeilichen Massnahme entgegenstehende Wirkung von Art. 8 EMRK, dass durch die betreffende Massnahme ein Familien­le­­ben faktisch verunmÃ¶glicht wird. Anders als bei den nachtrÃ¤glichen Nachzugsbegehren von wÃ¤hrend vieler Jahre in der Schweiz lebenden Eltern oder Elternteilen, welche freiwillig auf das Zusammenleben mit ihren Kindern verzichtet haben, liegt hier der Fall vor, wo die gesamte Familie in der Schweiz lebt, wobei sich der BeschwerdefÃ¼hrer zusÃ¤tzlich auf den Standpunkt stellt, er sei die vorrangige Betreuungsperson fÃ¼r die minderjÃ¤hrigen Kinder, weil deren Mutter, obwohl rechtlich mit der elterlichen Gewalt betraut, mit dieser Auf­ga­be Ã¼berfordert sei. Ob diese Darstellung zutrifft, kann einstweilen offen bleiben. Immerhin kann davon ausgegangen werden, dass alle vier Kinder bis zur Scheidung ihrer Mutter im Jahr 1998 - mit UnterbrÃ¼chen mit Bezug auf den BeschwerdefÃ¼hrer - im Wesentlichen mit beiden Elternteilen zusammengelebt haben. Ob das Familienleben, d.h. die Betreuung der minderjÃ¤hrigen Kinder, durch die Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers ernsthaft gefÃ¤hr­­­det werde, muss an diesen UmstÃ¤nden gemessen werden. Massgeblich ist dabei die Rol­­­le des BeschwerdefÃ¼hrers seit der Scheidung von seiner Ehefrau. Vorab ist jedoch zu prÃ¼­­fen, ob nicht ein offensichtlicher Ausnahmegrund gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 2 EMRK gegeben ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Nach Art. 8 Abs. 2 EMRK ist ein Eingriff in das Rechtsgut des Familienlebens nur zulÃ¤ssig, soweit er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer de­mokratischen Gesellschaft fÃ¼r die nationale Sicherheit, die Ã¶ffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Lands, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinde­­rung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rech­te und Freiheiten anderer notwendig ist. Die Konvention verlangt also eine umfassende Ab­­­wÃ¤gung der sich gegenÃ¼berstehenden privaten und den Ã¶ffentlichen Interessen an deren Verweigerung (vgl. BGE 122 II 6; BGE 120 Ib 25; BGE 110 Ib 205). Mit zu berÃ¼cksichtigen ist dabei insbesondere auch die Zumutbarkeit fÃ¼r nahe FamilienangehÃ¶rige, ins Ausland nachzufolgen. Diese ist indessen umso weniger zu gewichten, je unerwÃ¼nschter der Auf­enthalt der auslÃ¤ndischen Person auf Grund ihres Verhaltens in der Schweiz ist (BGE 120 Ib 15 mit Verweisen). Dabei beurteilt sich die Frage der Zumutbarkeit nicht auf Grund der persÃ¶nlichen WÃ¼nsche der Betroffenen, sondern unter objektiver Beurteilung ih­rer persÃ¶nlicher VerhÃ¤ltnisse und UmstÃ¤nde (BGE 116 Ib 353 und 357). Eine allfÃ¤llige Un­zu­mut­barkeit der Ausreise ist mitabzuwÃ¤gen, fÃ¼hrt aber nicht fÃ¼r sich allein zur UnzulÃ¤ssig­­keit einer Bewilligungsverweigerung (BGE 122 II 6). Dabei ist die Verweigerung der Auf­­ent­haltsbewilligung eher zulÃ¤ssig als die Ausweisung, weil der auslÃ¤ndischen Person nur im letzten Fall das Betreten der Schweiz vollstÃ¤ndig untersagt wird (vgl. BGE 120 Ib 13). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Der Regierungsrat ging davon aus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss der Rege­lung im Scheidungsurteil ohnehin nur zu besuchsweisem Kontakt mit seinen Kindern berech­­tigt sei, somit von einer beschrÃ¤nkten familiÃ¤ren Beziehung zu diesen auszugehen sei. Da­­zu sei nicht erforderlich, dass er im gleichen Land wie die Kinder lebe. Vielmehr sei das Besuchsrecht auch in der abgeÃ¤nderten Form von Kurzaufenthalten mÃ¶glich. Hinzu komme, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seine Kinder wirtschaftlich nicht unterstÃ¼tze, welcher Umstand, zusammen mit einer affektiven Bindung, einem Anspruch auf Aufenthalts­bewilli­gung in der Regel fÃ¶rderlich sei. Diese BesuchsmÃ¶glichkeiten seien dem BeschwerdefÃ¼hrer durch die Wegweisung nicht verunmÃ¶glicht. Auch tatsÃ¤chlich seien diese besuchsweisen Ein­­­reisen mÃ¶glich und zumutbar. Eine besonders enge Bindung des Beschwer­defÃ¼hrers zu seinen Kindern sei, entgegen seinen Beteuerungen, nicht anzunehmen. Die Kinder hÃ¤tten Schwie­rigkeiten in der Schule und machten einen verwahrlosten Eindruck, was nicht fÃ¼r ei­ne besondere Betreuung spreche. Die angefragten BehÃ¶rden - Lehrper­son, schulpsychologi­scher Dienst - kÃ¶nnten eine enge Beziehung zwischen Beschwerde­­fÃ¼hrer und Kindern nicht bestÃ¤tigen, ebenso wenig einen massgebenden aktiven Erziehungs­ein­fluss desselben. Die VormundschaftsbehÃ¶rde der Wohngemeinde der Kinder stelle eine derartige enge Bezie­hung schlichtweg in Abrede und stelle im Gegenteil fest, dass sich der Beschwer­de­fÃ¼h­rer nicht um seine Kinder kÃ¼mmere. Auf Grund dieser VerhÃ¤ltnisse gelangt der Regierungs­rat zum Schluss, an die polizeilichen GrÃ¼nde, die fÃ¼r eine Wegweisung sprÃ¤­chen, sei­en keine besonders hohen Anforderungen zu stellen. Der BeschwerdefÃ¼hrer sei zwar, abgese­hen von einer Busse im Strassenverkehr, nie straffÃ¤llig geworden. Indessen zeige sein Ã¼b­riges Verhalten, vorab in den beiden Asylverfahren, dass er nicht gewillt sei, sei­ne Ã¶ffent­lich- und privatrechtlichen Verpflichtungen zu erfÃ¼llen oder sich den schweize­rischen Ge­pflogenheiten anzupassen. Um seinen Aufenthalt zu erreichen, habe er falsche An­­gaben ge­macht, den Zeitpunkt seiner Heirat habe er verschleiert, er habe einen gefÃ¤lsch­ten FÃ¼hrer­ausweis verwendet, einem Vorladungstermin der Bezirksanwaltschaft X. habe er keine Folge geleistet, sondern sich ohne Abmeldung und fluchtartig ins Aus­land abgesetzt. Seine WohnstÃ¤tte habe er dabei in einem katastrophalen Zustand hinter­las­sen, wobei zahlreiche unbezahlte Rechnungen aufgetaucht seien. Auch im zweiten Asyl­ver­fahren habe er gefÃ¤lsch­te Dokumente verwendet. In beruflicher Hinsicht habe er sich nicht bewÃ¤hrt und mehr­mals den Arbeitsplatz verlassen. Angesichts der geringfÃ¼gigen fami­liÃ¤ren Bindungen des BeschwerdefÃ¼hrers zu seinen Kindern gelangte der Regierungsrat zum Schluss, die Ã¶f­fentlichen Interessen an der Wegweisung Ã¼berwÃ¶gen das private Inte­res­se des BeschwerdefÃ¼hrers am Verbleib bei seinen Kindern. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet mit Nachdruck die EinschÃ¤tzung der Rekursbe­­hÃ¶r­de, was seine Beziehung zu den Kindern und seinen Beitrag an deren Erziehung angeht. Ebenfalls werden die VorwÃ¼rfe eines ungeordneten Lebenswandels, einer fehlenden Stand­­haftigkeit am Arbeitsplatz sowie der Verwendung gefÃ¤lschter Dokumente im vorgewor­­fenen Ausmass bestritten, bzw. werden diese Vorkommnisse in einem anderen Licht ge­­schildert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Wie ausgefÃ¼hrt wurde, hat die AbwÃ¤gung der entgegenstehenden Interessen den kon­­kreten VerhÃ¤ltnissen Rechnung zu tragen. Zu berÃ¼cksichtigen ist dabei, dass Art. 8 Abs. 1 EMRK den Konventionsstaaten eine Verpflichtung auferlegt, das Grundrecht auf Fa­­milienleben zu achten und dass entgegenwirkende VerfÃ¼gungen mit den Ausnahmebestim­­mun­gen gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 2 EMRK vereinbar sein mÃ¼ssen. Art. 8 Abs. 2 EMRK be­in­­haltet zwar einen erheblichen Spielraum der Auslegung. Als Grundgedanke lÃ¤sst sich in­des­sen herauslesen, dass die betroffene auslÃ¤ndische Person gegen die Regeln des Gaststaa­ts verstossen muss und fÃ¼r eine unbestimmte Mehrzahl von hier lebenden Menschen ei­ne StÃ¶rung oder Gefahr bewirkt, wobei diese von der IntensitÃ¤t her die Ã¶ffentliche Ruhe, Ord­nung und Gesundheit beeintrÃ¤chtigen muss. Steht eine Wegweisung oder Ausweisung zur Beurteilung an, ist die IntensitÃ¤t dieses Verhaltens in der Regel bei der Verurteilung mit einer Strafe durch ein Gericht gegeben. Was der Regierungsrat dem BeschwerdefÃ¼hrer vor­­wirft, ist im Wesentlichen ein Ungehorsam gegenÃ¼ber BehÃ¶rden im Zusammenhang mit sei­nem Aufenthalt, mÃ¶glicherweise verbunden mit TÃ¤uschungsmanÃ¶vern, sodann eine man­­­gel­hafte Disziplin als Arbeitnehmer, eine Bestrafung mit einer Busse wegen eines Stras­­senverkehrsdelikts, sodann habe er einer Vorladung der Bezirksanwaltschaft im Zusam­­menhang mit dem Verdacht auf FÃ¤lschung von Ausweispapieren nicht Folge geleistet mit dem Ergebnis, dass das Verfahren wegen VerfolgungsverjÃ¤hrung habe eingestellt werden mÃ¼ssen. Im Ãbrigen schliesst der Regierungsrat auf einen unordentlichen Lebenswandel, weil dieser, als er am 21. MÃ¤rz 1994 fluchtartig die Schweiz verliess, seine Wohnung in einem unordentlichen Zustand hinterlassen habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Beschwerde werden diese VorfÃ¤lle im Wesentlichen bestritten, mit Ausnahme des Strassenverkehrsdelikts. Ob die VorwÃ¼rfe zutreffen, kann einstweilen dahingestellt blei­ben. Sollte sich ergeben, dass von der IntensitÃ¤t der Beziehung des BeschwerdefÃ¼hrers mit seinen Kindern ein Rechtsanspruch gestÃ¼tzt auf Art. 8 Abs. 1 EMRK gegeben wÃ¤re, ver­­­­mÃ¶chten die vom Regierungsrat angefÃ¼hrten UmstÃ¤nde nÃ¤mlich den Tatbestandsanforde­rungen von Art. 8 Abs. 2 EMRK nicht zu genÃ¼gen. Denn der BeschwerdefÃ¼hrer hat noch nie eine Freiheitsstrafe erwirkt. Mit Ausnahme des Strassenverkehrsdelikts kann ihm nur vor­­geworfen werden, dass er - womÃ¶glich auf verwerfliche Weise - alle Mittel eingesetzt hat, um zu einer Aufenthaltsbewilligung zu gelangen. Darin ist keine GefÃ¤hrdung der Ã¶ffent­­lichen Sicherheit zu erblicken, ebenso wenig ist das wirtschaftliche Wohl des Lands, die Gesundheit und Moral, die Rechte und Freiheiten von anderen Personen gefÃ¤hrdet oder verletzt, was Voraussetzung fÃ¼r eine Vereitelung des Rechtsanspruchs im Sinn von Art. 8 Abs. 2 EMRK wÃ¤re. Gleiches gilt fÃ¼r den Vorwurf der mangelnden oder fehlenden Arbeits­­­­disziplin oder den Ordnungssinn im persÃ¶nlichen Bereich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Liegt somit kein offensichtlicher Tatbestand vor, welcher auch bei einer gefestigten fa­miliÃ¤ren Beziehung des BeschwerdefÃ¼hrers eine NichtgewÃ¤hrung der Aufenthaltsbewilli­gung im Sinn von Art. 8 Abs. 2 EMRK rechtfertigte, kommt es darauf an, ob eine Beziehung in der fÃ¼r die AuslÃ¶sung der Garantie von Art. 8 Abs. 1 EMRK erforderlichen Intensi­­tÃ¤t vorliegt. Denn der volle Genuss der in Art. 8 EMRK garantierten Rechte verlangt regel­­mÃ¤ssig ein Zusammenleben sowie die AbhÃ¤ngigkeit des Kinds von seinen Eltern bzw. dem sich auf die Garantie berufenden Elternteil (vgl. Mark Villiger, Handbuch der EMRK, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 24 Rz. 572).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Der Regierungsrat zog im Rahmen des Rekursverfahrens beim schulpsychologi­schen Dienst der Wohngemeinde der Kinder einen Amtsbericht Ã¼ber die Beziehung des Be­schwerdefÃ¼hrers zu sei­nen Kindern ein. Dieser erstattete seinen Bericht und veranlasste zu­sÃ¤tzlich eine Stellung­­nahme der VormundschaftsbehÃ¶rde. Die beiden Berichte wurden dem BeschwerdefÃ¼hrer zur Stellungnahme vorgelegt. Der schulpsychologische Dienst hielt fest, dass er im Zeitpunkt der Anfrage (November 2000) keinen Betreuungsauftrag fÃ¼r eines der Kinder des BeschwerdefÃ¼hrers habe, indessen im Jahr 1999 der Sohn F. (geboren 1992) wÃ¤hrend Ã¼ber 50 Stunden eine Spieltherapie besucht habe. WÃ¤hrend dieser Zeit sei der BeschwerdefÃ¼hrer "eine wichtige Kontaktperson fÃ¼r die Kinder gewesen". Die Vormund­schaftsbehÃ¶rde stellte die Darstellung des BeschwerdefÃ¼hrers, dass er sich intensiv um seine Kinder kÃ¼mmere, in Abrede. Nach ihren Informationen kÃ¼mmere er sich "wenn Ã¼berhaupt, sehr wenig" um diese. Besuche und Kontakte beschrÃ¤nk­­­­­ten sich auf wenige Ma­le im Jahr; von gemeinsamen Ferien sei der BehÃ¶rde nichts bekannt. Nach Informationen der BehÃ¶rde sei der BeschwerdefÃ¼hrer nicht in der Lage, den Kindern die notwendige Erzie­hung zu geben. Die Mutter scheine Ã¼berdies mit Erziehung und Betreuung der Kinder "vÃ¶l­lig Ã¼berfordert" zu sein. Weil die Kinder bei ihr wohnten, sei sie trotzdem deren wichtig­ste Bezugsperson. Eine Verbesserung im Verhalten der Kinder kÃ¶nne nicht festgestellt wer­den. Die Lehrerin habe aus diesen GrÃ¼nden vormundschaft­liche Massnahmen beantragt. Im Ãbrigen fÃ¼hrt die BehÃ¶rde aus, dass im gemeinsamen Haus­­halt der Mutter und ih­rem zweiten Ehemann, wo die Kinder wohnten, "katastrophale VerhÃ¤ltnisse" herrschten. WÃ¤­re dem BeschwerdefÃ¼hrer an den Kindern gelegen, hÃ¤tte er lÃ¤ngst handeln kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat hat sich die Schilderung der VormundschaftsbehÃ¶rde zu Eigen ge­macht und geht davon aus, dass die vom BeschwerdefÃ¼hrer behauptete intensive Beziehung zu seinen Kindern nicht bestehe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) In der Beschwerde wird bemÃ¤ngelt, dass die angefragte VormundschaftsbehÃ¶rde le­diglich fÃ¼r den Ehemann der geschiedenen Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers zustÃ¤ndig sei und letzteren gar nicht kenne. Die - negativen - AuskÃ¼nfte beruhten nicht auf eigener Wahr­­­nehmung. Die BehÃ¶rde gebe keine Quellen fÃ¼r die Beurteilung an, sondern stÃ¼tzte ih­ren Bericht auf unbestimmtes "Wissen" um die Situation. Im Ãbrigen sei bekannt, dass die Vor­mundschaftsbehÃ¶rde zu ihrem MÃ¼ndel - dem zweiten Ehemann der Mutter der Kinder - ein Ã¤usserst belastetes VerhÃ¤ltnis habe. Diese negative Einstellung schlage auf eine pauscha­le negative Beurteilung des BeschwerdefÃ¼hrers durch.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit der Beschwerde wurden drei Stellungnahmen zu den Akten gereicht:</span></p> <p class="Einzug1"><span>In einer ErklÃ¤rung der Mutter der Kinder bestÃ¤tigt diese, dass der BeschwerdefÃ¼hrer zu den gemeinsamen Kindern eine enge Beziehung unterhalte, mit diesen tÃ¤glich mehrere Stun­den spiele und ihnen bei Schulaufgaben helfe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der schulpsychologische Dienst W Ã¤ussert sich mit Schreiben vom 17. Februar 2000 (mÃ¶glicherweise richtig: 2001) dahingehend, dass die Probleme der Kinder vor dem schwie­rigen familiÃ¤ren Hintergrund zu sehen seien. Dabei sei der BeschwerdefÃ¼hrer "eine sehr wichtige und verlÃ¤ssliche Bezugsperson". Die Kinder verbrÃ¤chten bei ihm regelmÃ¤ssig Wochenenden und Ferien, und der Vater sei ihnen "eine stÃ¼tzende und stabilisierende <br/> Hil­fe".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sodann schildert die Lehrerin des Sohns F. mit Schreiben vom 9. April 2001, dass ihr SchÃ¼ler ein gutes VerhÃ¤ltnis zu seinem Vater unterhalte, dass dieser von der Schulpsycho­login ermahnt worden sei, seine Kinder schulisch zu unterstÃ¼tzen und mit ihnen zu lernen, was dieser "in den vergangenen Monaten in vorbildlicher Weise getan hat". Derart ha­be beim SchÃ¼ler F. eine befÃ¼rchtete Klassenwiederholung vermieden werden kÃ¶nnen. Leis­tungen und Verhalten hÃ¤tten sich gebessert. Auch der jetzige Ehemann der Mutter habe sich um einen guten Kontakt zu den Kindern bemÃ¼ht, was aber von F. abgelehnt werde. Um­so wichtiger sei die Rolle des BeschwerdefÃ¼hrers. Im Gegensatz zu den ZustÃ¤nden ein Jahr zuvor, welche die Verfasserin zu einer Vorsprache bei der VormundschaftsbehÃ¶rde ver­anlassten, hÃ¤tten sich auch die sozialen VerhÃ¤ltnisse gebessert, in­dem der SchÃ¼ler heute sei­nen Hausaufgaben nachkomme und sich PÃ¼nktlichkeit und Sauberkeit deutlich gebessert hÃ¤tten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Staatskanzlei wÃ¼rdigte in der Beschwerdeantwort die neuen Tatsachen als vom Be­schwerdefÃ¼hrer zweckgerichtetes Verhalten zur Erlangung seiner Aufenthaltsbewilligung. Auch die eingereichten Unterlagen ergÃ¤ben kein vom Rekursentscheid abweichendes Bild Ã¼ber die Beziehung des BeschwerdefÃ¼hrers zu seinen Kindern. Im Ãbrigen stÃ¼tze die Vor­mundschaftsbehÃ¶rde in einem jÃ¼ngeren Schreiben vom 7. Mai 2001 den Rekursentscheid. Die BehÃ¶rde betrachte den BeschwerdefÃ¼hrer auf Grund seines Wohn­­­sitzes in Y. und seiner Kultur- und Sprachkenntnisse als nicht in der Lage, den Kindern die von ihm be­hauptete Betreuung zu geben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Das Verwaltungsgericht vermag der Sachverhaltsfeststellung des Regierungsrats nicht zu folgen. Diese stÃ¼tzt sich einzig auf die Aussagen der VormundschaftsbehÃ¶rde der Wohngemeinde der Kinder. WÃ¤hrend die Lehrerin des Sohns offensichtlich aus tÃ¤glicher Wahr­nehmung die Situation und die Rolle des BeschwerdefÃ¼hrers gegenteilig beurteilt und auch der schul­psychologische Dienst den BeschwerdefÃ¼hrer mit Bezug auf seine Kinder als wich­tige und verlÃ¤ssliche Bezugsperson schildert, sind die Erkenntnisse der Vormundschafts­behÃ¶rde nicht nachvollziehbar, weil die Informationsquellen nicht genannt werden. Insofern ist dem Be­schwerdefÃ¼hrer Recht zu geben, wenn er dies bemÃ¤ngelt. Auch bleibt der Einwand, die VormundschaftsbehÃ¶rde sei fÃ¼r den zweiten Ehemann der Mutter der Kin­der eingesetzt wor­den und kenne den BeschwerdefÃ¼hrer persÃ¶nlich nicht, zumindest bis zum zweiten Schrei­ben der BehÃ¶rde vom 7. Mai 2001, unwidersprochen. GemÃ¤ss dem zwei­ten Bericht hat die BehÃ¶rde den BeschwerdefÃ¼hrer und dessen frÃ¼here Gattin zu einem GesprÃ¤ch vorge­laden. Die BehÃ¶rde bemÃ¤ngelt, der BeschwerdefÃ¼hrer habe "keine stichhaltigen Beweise erbringen [kÃ¶nnen], dass er sich tatsÃ¤chlich im notwendigen Umfang um sei­­ne Kinder kÃ¼m­­­mert". Sie verkennt dabei, dass ihr nicht aufgetragen wurde, ein Beweisver­fahren zu fÃ¼hren, sondern ihr bekannte Tatsachen mitzuteilen. Wie es sich mit der Beweis­lastverteilung verhielte, kann dabei offen bleiben. Die VormundschaftsbehÃ¶rde hÃ¤tte bei­spielsweise die Informationsquellen gemÃ¤ss ihrem frÃ¼heren Bericht vom 13. Dezember 2000 benennen oder jene Feststellungen substanzieren kÃ¶nnen. Im (jÃ¼ngeren) Bericht vom 7. Mai 2001 be­ruft sie sich auf ein Schreiben des zweiten Ehegatten der Mutter der Kinder. Darin fÃ¼hrt die­ser aus, er habe sich selbst vollumfÃ¤nglich um die Kinder gekÃ¼mmert und mit ihnen Schul­­­angelegenheiten besprochen. Ausserdem seien die Kinder in seinem Haushalt gut ver­sorgt und unter gutem Einfluss. Die BehÃ¶rde zieht daraus den Schluss, der BeschwerdefÃ¼hrer kÃ¼mmere sich nicht um sie. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus dem beigelegten Schreiben dieses Verfassers gehen indes­sen auch folgende Aus­sagen hervor, die von der VormundschaftsbehÃ¶rde nicht erwÃ¤hnt worden sind:</span></p> <p class="Einzug1Tab"><span>- Es stimme absolut nicht, dass der BeschwerdefÃ¼hrer sich zu wenig um die Kinder ge­kÃ¼mmert habe;</span></p> <p class="Einzug1Tab"><span>- es stimme nicht, dass die Kinder ausschliesslich seinem, d.h. dem Einfluss des zwei­ten Ehemannes der Mutter, ausgesetzt seien;</span></p> <p class="Einzug1Tab"><span>- im Gegenteil habe sich der BeschwerdefÃ¼hrer anfÃ¤nglich zu stark in die Belange der Schule eingemischt und habe von ihm gebremst werden mÃ¼ssen;</span></p> <p class="Einzug1Tab"><span>- der BeschwerdefÃ¼hrer habe die Kinder anfÃ¤nglich jedes Wochenende abgeholt und erst am Sonntagabend zurÃ¼ckgebracht. Er (der Verfasser) habe sich wehren mÃ¼ssen, um seinen Einfluss geltend zu machen;</span></p> <p class="Einzug1Tab"><span>- weder unter ihm noch unter dem BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tten die Kinder unter einem schlechten Einfluss gestanden;</span></p> <p class="Einzug1Tab"><span>- mit seinem Vormund (dem Verfasser der Stellungnahme) habe er seit einer "Ewig­keit" keinen Kontakt mehr gehabt; </span></p> <p class="Einzug1Tab"><span>- er verwahre sich mit Nachdruck dagegen, dass seine frÃ¼here und heutige TÃ¤tigkeit von der VormundschaftsbehÃ¶rde in einen Bericht Ã¼ber den BeschwerdefÃ¼hrer und die Kinder hineingezogen werde und diesen zum Nachteil gereiche.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit kann der VormundschaftsbehÃ¶rde der Vorwurf nicht erspart bleiben, dass sie auf eine einseitige Darstellung der Tatsachen ausgerichtet war. Die selektiven und einseitig zu Ungunsten des BeschwerdefÃ¼hrers vorgebrachten Wertungen lassen auch Zweifel darÃ¼­ber aufkommen, ob der durchwegs negative Bericht vom 13. Dezember 2000 sich auf objek­­tive AbklÃ¤rungen abstÃ¼tzt. Nicht zu Ã¼bersehen sind auch die AnimositÃ¤ten, welche die Be­hÃ¶rde offensichtlich gegenÃ¼ber ihrem MÃ¼ndel hegt, die aber an sich in einem Bericht Ã¼ber den BeschwerdefÃ¼hrer nichts zu suchen haben. Als Folgerung ergibt sich, dass der Re­gie­rungsrat keinesfalls allein auf den Bericht der VormundschaftsbehÃ¶rde hÃ¤tte abstellen dÃ¼r­­fen und diesen in der GlaubwÃ¼rdigkeit vor die Schilderungen der Lehrerin und des schul­­­psychologischen Dienstes hÃ¤tte stellen dÃ¼rfen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Zur Beurteilung steht das VerhÃ¤ltnis des BeschwerdefÃ¼hrers zu seinen (minderjÃ¤h­­rigen) Kindern. Die angefÃ¼hrten Berichte der Lehrerin und des schulpsychologischen Diens­­tes Ã¤ussern sich indessen fast ausschliesslich nur zum Sohn F., geboren 1992. Wie es sich mit den Ã¼brigen Kindern, nÃ¤mlich dem 1989 geborenen G., der jÃ¼ngeren Tochter H. (geboren 1993) und dem 1995 geborenen Sohn I. verhÃ¤lt, geht daraus nicht hervor.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Damit erweist sich das Verfahren als noch nicht spruchreif. Die Sache ist an die Vor­instanz zurÃ¼ckzuweisen, welche die nÃ¶tigen AbklÃ¤rungen im Sinn der obigen ErwÃ¤gun­gen vorzunehmen oder zu veranlassen haben wird. Die AbklÃ¤rungen haben dabei im Sinn der ErwÃ¤gungen die Frage zu beantworten, ob auf Grund der bisherigen Entwicklung der Ver­­hÃ¤ltnisse davon auszugehen sei, dass die Kinder fÃ¼r ihre zukÃ¼nftige Erziehung und Ent­wick­lung auf den BeschwerdefÃ¼hrer angewiesen sind. Da die Akten den Hinweis enthalten, die Mutter sei mit der Erziehung der Kinder mÃ¶glicherweise Ã¼berfordert, sind gleichsam im Sinn einer Vorfrage auch die VerhÃ¤ltnisse mit Bezug auf die die elterliche Gewalt inneha­­bende Mutter zu ihren Kindern zu erhellen, unter BerÃ¼cksichtigung allfÃ¤lliger vormundschaft­licher Massnahmen oder SorgerechtsÃ¤nderungen. Da eine auf Art. 8 EMRK gestÃ¼tzte Mass­nahme zu beurteilen ist, sind auch die aktuellen VerhÃ¤ltnisse zu berÃ¼cksichtigen (vgl. BGE 120 Ib 263).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>Demzufolge beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an den Regierungsrat zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. </span>...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>