A bteilung V E -5283/2006 {T 0/2} U rteil vom 10. Juli 2007 M itw irkung: R ichter W eber, G ysi, Brodard G erichtsschreiberin Theis A ._______, geboren (...), N epal, vertreten durch H errn Fürsprecher Thom as Tribolet, Zinggstrasse 16, 3011 Bern, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 23. A ugust 2006 in Sachen A syl und W egw eisung (W iedererw ägung) / N (...) B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer, ein nepalesischer Staatsangehöriger aus B._______, D istrikt C ._______, verliess seine H eim at eigenen Angaben zufolge am 28. Januar 2004 (14.10.2060) und gelangte am 16. Februar 2004 in die Schw eiz, w o er gleichentags um Asyl nachsuchte. M it Verfügung vom 22. M ai 2006 lehnte das Bundesam t für M igration (BFM ) das Asylgesuch des Beschw erdeführers ab und ordnete gleichzeitig die W egw eisung sow ie den W egw eisungsvollzug an. D er dam alige R echtsvertreter des Beschw erdeführers focht die Verfügung m it verspäteter Beschw erdeeingabe bei der Asylrekurskom m ission (AR K) an. D ie AR K trat folgedessen m it U rteil vom 4. Juli 2006 auf die Beschw erde nicht ein und die Verfügung des BFM vom 22. M ai 2006 erw uchs in R echtskraft. B. a) M it Eingabe vom 3. August 2006 reichte der Beschw erdeführer durch seinen neu m andatierten R echtsvertreter beim BFM ein W iedererw ägungsgesuch ein. D arin m achte er im W esentlichen geltend, er habe durch seinen in N epal lebenden O nkel neue Bew eism ittel beschaffen können, w elche belegen w ürden, dass er nach w ie vor in N epal verfolgt w erde. D ie D okum ente w ürden zudem belegen, dass bereits seine Eltern sow ie seine Schw ester M itglieder der m aoistischen Partei gew esen seien, w as er bereits anlässlich des Asylverfahrens vorgebracht habe. D er Beschw erdeführer reichte zusam m en m it dem W iedererw ägungsgesuch folgende Bew eism ittel ein: - Student Identity C ard (...) (in Kopie) - 2 Bestätigungen der W ohngem einde - Bestätigung des H um an R ights C onservation Forum - 3 Bestätigungen von Polizeibehörden - 2 Bestätigungen der m aoistischen Studentengew erkschaft (in Kopie) - Bericht U N H C R vom M ai 2006 b) M it Schreiben vom 10. August 2006 forderte das BFM den Beschw erdeführer auf, die Bew eism ittel bis zum 18. August 2006 in eine Am tssprache zu übersetzen. c) M it Eingabe vom 17. August 2006 reichte der Beschw erdeführer die O riginale sow ie die selbst angefertigten Ü bersetzungen eines Teils der eingereichten Bew eism ittel ein: D ie Bestätigung des Local D evelopm ent M inistery vom 4. Juli 2006 im O riginal (übersetzt ins Englische und D eutsche), die Bestätigung des H um an R ights C onservation Forum vom 26. D ezem ber 1997 im O riginal (übersetzt ins Englische), zw ei Bestätigungen des H om e M inistery vom 4. August 2000 respektive 30. M ai 2002 im O riginal (übersetzt ins Englische und D eutsche) und drei Internetauszüge vom 04. Juni 2006, 27. Juli 2006 und 2. August 2006. M ittels dieser Eingaben m achte der Beschw erdeführer geltend, dass aufgrund dieser neu eingereichten und übersetzten Bew eism ittel festgehalten w erden könne, dass er als Sohn prom inenter Vertreter der m aoistischen Partei N epals bis heute akut gefährdet sei, und ersuchte darum , im Asylverfahren nochm als angehört zu 3 w erden. d) M it Verfügung vom 23. August 2006 w ies das BFM das W iedererw ägungsgesuch des Beschw erdeführers ab, erklärte die Verfügung vom 22. M ai 2006 als rechtskräftig und und vollstreckbar und stellte fest, einer allfälligen Beschw erde kom m e keine aufschiebende W irkung zu. e) M it Beschw erde vom 22. Septem ber 2006 liess der Beschw erdeführer die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung vom 23. August 2006 und die Asylgew ährung in der Schw eiz sow ie eventualiter die R ückw eisung des Entscheids der Vorinstanz vom 23. August 2006 und die Anw eisung zur Vornahm e w eiterer Abklärungen beantragen. Er ersuchte w eiter um die Aussetzung des W egw eisungsvollzugs. f) M it Zw ischenverfügung vom 4. O ktober 2006 setzte der zuständige Instruktionsrichter den Vollzug der W egw eisung aus und erhob gleichzeitig einen Kostenvorschuss. g) M it Zahlung vom 13. O ktober 2006 leistete der Beschw erdeführer den Kostenvorschuss fristgem äss. h) In seiner Vernehm lassung vom 23. O ktober 2006 hielt das BFM vollum fänglich an seinen Erw ägungen fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1. G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG ; SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]). 1.2. D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3. M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten.4 3. 3.1. D ie W iedererw ägung stellt im Verw altungsverfahren einen gesetzlich nicht geregelten R echtsbehelf dar, w elcher die nochm alige Prüfung einer an sich rechtskräftigen Verfügung und deren Ersetzung durch einen für den G esuchsteller günstigeren Entscheid bezw eckt. G em äss Praxis der AR K w urde ein Anspruch auf W iedererw ägung dann anerkannt, w enn sich der rechtserhebliche Sachverhalt seit dem ursprünglichen Entscheid beziehungsw eise seit dem U rteil der m it Beschw erde angerufenen R echtsm ittelinstanz (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 1995 N r. 21 E. 1c S. 204) in w esentlicher W eise verändert hatte und m ithin die ursprüngliche (fehlerfreie) Verfügung an nachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage anzupassen w ar (vgl. EM AR K 2003 N r. 7 E. 1 S. 42 f.). Ferner führten auch R evisionsgründe zu einer W iedererw ägung, jedoch nur dann, w enn eine unangefochten gebliebene, form ell rechtskräftig gew ordene Verfügung vorlag (vgl. EM AR K 2003 N r. 17 E. 2a S. 103 f.) oder w enn - w ie vorliegend - zw ar vorgängig ein R echtsm ittel ergriffen w orden w ar, das Beschw erdeverfahren jedoch durch ein Prozessurteil abgeschlossen w urde, sich die Beschw erdeinstanz also nicht m ateriell m it den Asylgründen auseinandergesetzt hatte, und die R evisionsgründe sich nicht auf das Zustandekom m en des im betreffenden Beschw erdeverfahren ergangenen Prozessurteils bezogen (vgl. EM AR K 1998 N r. 8 E. 3 S. 53 f.). Eine W iedererw ägung fällt hingegen dann nicht in Betracht, w enn lediglich eine neue W ürdigung der beim früheren Entscheid bereits bekannten Tatsachen herbeigeführt w erden soll oder G ründe angeführt w erden, die bereits in einem ordentlichen Beschw erdeverfahren gegen die frühere Verfügung hätten geltend gem acht w erden können (vgl. EM AR K 2003 N r. 17 E. 2b, S. 104). 3.2. Vorliegend w urde m it den eingereichten Bew eism itteln der R evisionsgrund von Art. 66 Abs. 1 Bst. a Vw VG angerufen. D as Anfechtungsobjekt stellt die unangefochten gebliebene und form ell rechtskräftige Verfügung des BFM vom 22. M ai 2006 dar, w eshalb ein W iedererw ägungsgesuch beim BFM eingereicht w urde, auf w elches das BFM zu R echt eingetreten ist. D ie übergangsrechtliche Frage, ob sich das R evisionsrecht nach Vw VG oder BG G richtet, stellt sich vorliegend nicht, da in casu einzig zu überprüfen ist, ob die Vorinstanz, w elche jedenfalls der Anw endung des Vw VG und nicht des BG G (vgl. für das Bundesverw altungsgericht Art. 45 VG G ) untersteht, das W iedererw ägungsgesuch unter Bezug auf Art. 66 Abs. 2 Vw VG zu R echt abgew iesen hat. D ie Beschw erde richtet sich denn auch gegen die m aterielle Abw eisung des W iedererw ägungsgesuches, w eshalb das Bundesverw altungsgericht im Folgenden zu prüfen hat, ob die m ittels W iedererw ägungsgesuch eingereichten Bew eism ittel neu und erheblich im revisionsrechtlichen Sinne und dam it geeignet sind, die m aterielle Beurteilung des Entscheides der Vorinstanz vom 22. M ai 2006 um zustossen. 4. 4.1. Bew eism ittel sind neu im revisionsrechtlichen Sinne, sofern sie bis zum Abschluss des Beschw erdeverfahrens bestanden haben, jedoch im ordentlichen Beschw erdeverfahren trotz aller pflichtgem ässen Sorgfalt nicht bekannt w aren und daher nicht geltend gem acht w erden konnten, beziehungsw eise deren rechtzeitige 5 Beibringung nicht zum utbar w ar (EM AR K 1995 N r. 21 E. 3a S. 207). In diesem Sinne ebenso als neu gelten Bew eism ittel, die zw ar aus der Zeit nach Abschluss des Beschw erdeverfahrens stam m en, sich aber auf Tatsachen beziehen, w elche sich vor dem betreffenden Entscheid zugetragen haben (ALFR ED KÖ LZ / ISABELLE H ÄN ER ; Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, Schulthess polygraphischer Verlag Zürich, 2. Auflage 1998, R z. 741). H insichtlich der Anforderung an die R echtzeitigkeit der Einreichung der Bew eism ittel gilt ein strenger M assstab; nur Bew eism ittel, w elche bereits vor Abschluss des Beschw erdeverfahrens existierten aber nicht vorgebracht w urden, da sie der Partei dam als trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt sein konnten oder ihr die G eltendm achung nicht m öglich w ar, gelten als nicht verspätet im Sinne von Art. 63 Abs. 3 Vw VG (EM AR K 1995 N r. 9 E. 5, EM AR K 1994 N r. 27 E. 5a und b). Erheblich sind sie dann, w enn sie zu einem anderen Entscheid hätten führen können. 4.2. D er Beschw erdeführer hat bereits zu Beginn seines Asylverfahrens im M ärz 2004 m ehrere D okum ente aus seinem H eim atland eingereicht (Spendenbestätigung der M aoisten, Q uittung des M itgliederbeitrages der M aoisten, Identitätskarte der M aoisten, Bestätigungsschreiben der N epal Kom m unist Party, Briefe des ehem aligen U nion Leiters, Zeitungsberichte sow ie sein Schulabschlusszertifikat). N ach Bekanntw erden seines negativen Asylentscheides vom 22. M ai 2006, beauftragte der Beschw erdeführer seinen in N epal lebenden O nkel m it der Sam m lung von w eiteren Bew eism itteln (vgl. Beschw erde S. 2). Es ist jedoch w eder ersichtlich, noch führt der Beschw erdeführer eine diesbezügliche Begründung an, w eshalb ihm die so beschafften Bew eism ittel trotz hinreichender Sorgfalt nicht hätten bekannt oder w eshalb deren G eltendm achung ihm nicht früher hätte m öglich sein sollen. Auch bezüglich der Bestätigungen der W ohngem einde (Beilagen 4 und 5 des W iedererw ägungsgesuches), w elche nach dem Abschluss des Asylverfahrens datieren, ist nicht ersichtlich, w eshalb sie nicht bereits vor Abschluss des Asylverfahrens hätten eingeholt w erden können. D ie w iedererw ägungsw eise eingereichten Bew eism ittel sind dem nach allesam t im revisionsrechtlichen Sinn verspätet, da sie m it hinreichender Sorgfalt auch früher hätten eingereicht w erden können. 5. Vorbringen, w elche im Sinne von Art. 66 Abs. 3 Vw VG verspätet sind, führen dennoch zur R evision eines rechtskräftigen U rteils, w enn aufgrund dieser Vorbringen offensichtlich w ird, dass dem G esuchsteller Verfolgung oder m enschenrechtsw idrige Behandlung droht und dam it ein völkerrechtsw idriges W egw eisungshindernis besteht (EM AR K 1995 N r. 9 E. 7). Vorliegend ist dem nach zu prüfen, ob bereits aufgrund der Vorbringen im W iedererw ägungsgesuch und der eingereichten D okum ente offensichtlich w ird, dass dem Beschw erdeführer asylrelevante Verfolgung oder m enschenrechtsw idrige Behandlung droht. D abei ist abzuklären, ob bei rechtzeitigem Vorbringen der neuen Tatsachen und Bew eism ittel ein anderer Entscheid hätte gefällt w erden respektive eine G utheissung bezüglich der Flüchtlingseigenschaft des Beschw erdeführers oder zum indest bezüglich der Zulässigkeit des W egw eisungsvollzugs hätte erfolgen m üssen.6 5.1. D ie Vorinstanz führt in ihrer angefochtenen Verfügung vom 23. August 2006 aus, dass die neu eingereichten Bew eism ittel nicht erheblich im Sinne von Art. 66 Abs. 2 Vw VG seien, da sie den Entscheid der Vorinstanz vom 22. M ai 2006 nicht in W iedererw ägung zu ziehen verm öchten. D ie Bew eiskraft der eingereichten Schreiben sei nicht ausreichend, um ihre Erw ägungen zu w iderlegen, da es dem BFM und anderen europäischen Asylbehörden bekannt sei, dass solche Bestätigungsschreiben nicht fälschungssicher seien und gegen Bezahlung erstanden w erden könnten. Es seien insbesondere keine verlässlichen Sicherheitsm erkm ale vorhanden. Zudem sei auffallend, dass das Layout der Polizeiakten m it dem jenigen der Briefvorlage des H um an R ights C onservation Forum , abgesehen von der Farbgebung, praktisch identisch sei. O ffensichtlich sei es auch m it der selben Schreibm aschine erstellt w orden, w as aus der fehlerhaften D ruckqualität der Zeilen 5 im Bew eism ittel 6 und im D okum ent 7.1 ersichtlich sei. W eiter stützt sich die Vorinstanz in ihren Erw ägungen darauf, dass die Angaben des Beschw erdeführers zu den Todesdaten seiner Eltern nicht m it den D aten in den Bestätigungen der Behörden übereinstim m en w ürden, w as die Zw eifel an der G laubw ürdigkeit der Vorbringen bestärken und die Authentizität der Bew eism ittel stark einschränken w ürden. Zudem sei die Identität des Beschw erdeführers trotz der Einreichung der Kopie des Studentenausw eises nicht ausreichend belegt, w om it die Verbindung zw ischen der in den D okum enten aufgeführten Person m it dem Beschw erdeführer nicht hinreichend belegt sei. Entgegen den Ausführungen im W iedererw ägungsgesuch kom m e die Vorinstanz zum Schluss, dass ehem aligen M aoisten oder Personen, w elche dem U m feld der M aoisten zugerechnet w ürden, zum heutigen Zeitpunkt keine konkrete G efährdung m ehr drohe, denn in der Zw ischenzeit hätten zahlreiche Personen, die von den nepalesischen Behörden der Zugehörigkeit zu den M aoisten verdächtigt w orden seien, die G efängnisse verlassen. Aufgrund der heutigen Situation könne aus dem Vorbringen, als M aoist in N epal gefährdet zu sein, keine asylrelevante Verfolgung m ehr abgeleitet w erden. 5.2. D er Beschw erdeführer hält in seiner Beschw erde den Ausführungen des BFM entgegen, dass die Vorinstanz der geltenden U ntersuchungsm axim e nur ungenügend nachgekom m en sei, da sie keine eigenen N achforschungen oder Abklärungen vorgenom m en habe und ihren Entscheid auf reine Behauptungen stütze. D ie Vorinstanz hätte zur Ü berprüfung der Belege selbst N achforschungen treffen m üssen und sich beispielsw eise bei der schw eizerischen Botschaft in N epal nach der Existenz des H um an R ights C onservation Forum erkundigen, m it selbigem in Kontakt treten und so über den W ahrheitsgehalt der Aussagen des Forum s inform ieren können. W eiter führt der Beschw erdeführer aus, dass die Vorinstanz in verallgem einernder Form generell allen schriftlichen D okum enten aus N epal den Bew eisw ert abspreche. Aus dem U m stand, dass sich zw ei D okum ente ähnlich sehen w ürden, schliesse das BFM , dass alle eingereichten D okum ente des Beschw erdeführers gefälscht seien. D ies stelle einen unzulässigen voreiligen Schluss dar. D er Beschw erdeführer habe Anspruch auf eine eingehende und differenzierte Prüfung der von ihm vorgebrachten Belege. W eiter w ürden sich die unterschiedlichen Todesdaten zw ischen den Ausführungen des Beschw erdeführers und den eingereichten D okum enten aus den zw ei ersten Befragungen des Beschw erdeführers kurz nach seiner Ankunft in der Schw eiz 7 ergeben. In seinen späteren Aussagen seien seine Angaben stets kohärent. Es handle sich dabei w ohl um einen blossen Ü bersetzungsfehler, denn es m üsse berücksichtigt w erden, dass der Beschw erdeführer die D aten jew eils erst vom nepalesischen Kalender habe um rechnen m üssen. D ass ihm dabei Fehler hätten unterlaufen können sei verständlich. Seine Aussagen dürften desw egen nicht per se als falsch betrachtet w erden. D en Ausführungen der Vorinstanz zur G efährdung ehem aliger M aoisten in N epal hält der Beschw erdeführer entgegen, dass sich M edienberichten zufolge die Spannungen zw ischen den M aoisten und der R egierung w ieder verschärft hätten, w eshalb dam it gerechnet w erden m üsse, dass sich die Lage in N epal w eiter destabilisieren w erde und sich die Konflikte zw ischen den M aoisten und der R egierung zuspitzen w ürden. Bei einer R ückschaffung nach N epal sei sein Leben ernsthaft in G efahr. 5.3. G estützt auf eine (eingeschränkte, vgl. Erw ägung 5.4) Prüfung der Akten erscheint die eingereichte Kopie der Student Identity C ard (...) (Beilage 3 des W iedererw ägungsgesuches) geeignet, die Ausführungen des Beschw erdeführers hinsichtlich seiner Schulbildung nachzuw eisen und seine diesbezüglichen Aussagen zu stützen: D ie Zeitangaben sow ie das G eburtsdatum , der N am e und auch die U nterschrift des Beschw erdeführers decken sich m it seinen Angaben im Asylverfahren. Eine gew isse Ähnlichkeit des Fotos der Person auf der Studentenkarte m it dem Beschw erdeführer kann trotz der Fotokopiequalität nicht in Abrede gestellt w erden. Für sich alleine besehen w äre die Studentenkarte jedoch nicht erheblich in dem Sinne, als sie zu einem anderen Entscheid geführt hätte, w ürde jedoch ein Indiz für die behauptete Identität darstellen. D ie Bestätigung des Local D evelopm ent M inistery vom 4. Juli 2006 bezüglich des Todes der Fam ilienm itglieder des Beschw erdeführers (Beilage 4 des W iedererw ägungsgesuches) w ürde ein erhebliches Bew eism ittel darstellen: das Büro des Kom m itees für D orfentw icklung bestätigt darin den gew altsam en Tod (...). D ie Tötung der Fam ilienm itglieder des Beschw erdeführers stellt einen rechtserheblichen Sachverhalt dar, der im bisherigen Asylverfahren als unglaubhaft erachtet w urde und zudem geeignet w äre, hinsichtlich der Beurteilung einer asylrelevanten Verfolgungssituation durch die nepalesische Arm ee zu einer anderen Beurteilung zu führen. Auch der H aftbefehl des M inisterium des Inneren vom 4. August 2000 (Beilage 7.1 des W iedererw ägungsgesuches) erscheint geeignet, die Vorbringen des Beschw erdeführers in Bezug auf seine Verfolgung durch die Behörden, die im ordentlichen Verfahren als unglaubhaft erachtet w urde, zu bestätigen. D em entsprechend w äre dieses D okum ent als erheblich zu betrachten. D ie Anklageschrift des D istrict Police O ffice (...) vom 30. M ai 2002 (Beilage 7.2 des W iedererw ägungsgesuches) w äre ebenfalls als erheblich einzustufen, da sie die Vorbringen des Beschw erdeführers hinsichtlich seiner Festnahm e unterm auert. D ie Pressem itteilung des H um an R ights C onservation Forum vom 26. D ezem ber 1997 (Beilage 6 des W iedererw ägungsgesuches) w äre ebenfalls ein erhebliches Bew eism ittel, da darin Bezug genom m en w ird auf die Verfolgung (Abbrennen des H auses) der Fam ilie des Beschw erdeführers w egen der Aktivitäten (.....) für die 8 M aoisten. D ie Beilagen 5, 7.3 , 8.1 und 8.2 w urden nicht übersetzt, w eshalb Aussagen bezüglich deren Erheblichkeit nur beschränkt m öglich sind: G em äss Ausführungen in der Eingabe des W iedererw ägungsgesuches bestätigt die W ohngem einde in Beilage 5 das Abbrennen des H auses der Fam ilie des Beschw erdeführers durch das M ilitär. Eine solche Bestätigung könnte, bei Zutreffen der Ausführungen des Beschw erdeführers zu diesem Bew eism ittel, erheblich sein. H insichtlich des Bew eism ittels 7.3 ist aus der W iedererw ägungseingabe nicht m it Klarheit ersichtlich, um w as für eine Bestätigung es sich dabei handeln soll, w eshalb eine diesbezügliche Einschätzung nicht vorgenom m en w erden kann. D ie Bestätigungen der m aoistischen Studentengew erkschaft (Beilagen 8.1 und 8.2) w urden ebenfalls nicht übersetzt. G em äss Ausführungen des Beschw erdeführers im W iedererw ägungsgesuch bestätigen diese D okum ente, dass der Beschw erdeführer, seine Eltern und G eschw ister M itglieder der m aoistischen Partei w aren. Bei Zutreffen dieser Ausführungen m üsste von der Erheblichkeit dieser D okum ente ausgegangen w erden. D er w eiter eingereichte Bericht des U N H C R vom M ai 2006 sow ie die Internetauszüge von kantipuronline (Beilagen 9, 10.1, 10.2, 10.3, 10.4 und 10.5 des W iedererw ägungsgesuches) stellen keine erheblichen Bew eism ittel dar, da sie keinen persönlichen Bezug zum Beschw erdeführer, sondern die allgem eine Lage von M aoisten in N epal zum Them a haben. D ie eingereichten D okum ente N r. 3, 4, 6, 7.1, 7.2, 8.1, 8.2 w ären dem nach im revisionsrechtlichen Sinne erheblich, da sie - ihre Echtheit vorausgesetzt - geeignet w ären, die Vorbringen des Beschw erdeführers hinsichtlich seiner politischen Aktivitäten für die m aoistische Partei und der früheren Aktivitäten seiner Eltern und seiner Schw ester sow ie die daraus resultierende Verfolgung durch die Behörden zu bestätigen. W ie oben erw ähnt, erscheinen die eingereichten Bew eism ittel aufgrund der aktuellen Aktenlage und bei Annahm e deren Echtheit als geeignet, eine revisionsrechtlich bedeutsam e Sachlage zu begründen. W ie nachfolgend aufzuzeigen ist, ist jedoch eine abschliessende Beurteilung nicht m öglich, w eshalb die Frage, ob das BFM gehalten gew esen w äre, dem Beschw erdeführer w iedererw ägungsw eise die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und den W egw eisungsvollzug als unzulässig zu erkennen (EM AR K 1995 N r. 9), offen gelassen w ird. 5.4. 5.4.1 D ie Asylbehörde hat den rechtserheblichen Sachverhalt von Am tes w egen festzustellen (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 12 Vw VG ). D er G rundsatz des rechtlichen G ehörs (Art. 29 Abs.2 BV, Art. 29 Vw VG , Art. 32 Abs. 1 Vw VG ) verlangt w eiter, dass die verfügende Behörde dabei die Vorbringen des Betroffenen tatsächlich 9 hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt, w as sich entsprechend in der Entscheidbegründung niederschlagen m uss (EM AR K 2004 N r. 38 E. 6.3 S. 264). D ie Begründungsdichte richtet sich dabei nach den Verfahrensum ständen, dem Verfügungsgegenstand und den Interessen der Betroffenen, w obei die bundesgerichtliche R echtsprechung bei schw erw iegenden Eingriffen in die rechtlich geschützten Interessen der Betroffenen - w as bei der Frage der G ew ährung des Asyls im m er der Fall ist - eine sorgfältige Begründung verlangt (EM AR K 2006 N r. 24 E. 5.1 S. 256f.). 5.4.2 D ie Erw ägungen der Vorinstanz hinsichtlich der Bew eiskraft der eingereichten D okum ente verm ögen den Anforderungen der aus dem G rundsatz des Anspruchs auf rechtliches G ehör abgeleiteten Abklärungs- und Begründungspflicht nicht zu genügen. D er H inw eis auf das W issen der Vorinstanz und anderer - vorliegend nicht genannter - europäischer Asylbehörden um die nicht vorhandene Fälschungssicherheit von Bestätigungsschreiben und die M öglichkeit des käuflichen Erw erbs solcher D okum ente, stellt eine Verallgem einerung dar, w elche w eder m it Q uellenangaben noch m it ersichtlichen Ergebnissen einer seriösen D okum entenanalyse gestützt w urde. M it einer derartigen Begründung darf nicht ohne w eiteres auf die U nechtheit der eingereichten D okum ente geschlossen w erden. Viel m ehr m uss - gerade bei D okum enten, w elche bei Echtheit zu einer Änderung des ursprünglichen Entscheides führen und som it erheblich sein könnten - eine eingehende Ü berprüfung stattfinden (EM AR K 2006 N r. 24 E. 6.3 S. 264; ALFR ED KÖ LZ / ISABELLE H ÄN ER , Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, Schulthess Polygraphischer Verlag Zürich, 2. Auflage 1998, R z. 325). D ie anschliessenden Erw ägungen, die den D okum enten den Bew eisw ert absprechen und w elche im Ü brigen ebenfalls ohne Vergleichsw erte und ohne eine nachvollziehbare D okum entenanalyse sow ie teilw eise gar m it falscher Begründung angeführt w erden, verm ögen nicht zu überzeugen. Eine Ähnlichkeit des Layouts zw ischen dem D okum ent des H um an R ights C onservation Forum und den Polizeiakten ist zw ar vorliegend nicht von der H and zu w eisen und kann w ohl ein Indiz für deren U nechtheit sein, kann jedoch auch andere U rsachen haben. Auch w enn auffallend ist, dass die jew eiligen Zeilen 5 der Beilagen 6 und 7.1 den ähnlichen Fehler aufw eisen, m uss angeführt w erden, dass die restlichen Polizeiakten diesen Fehler nicht aufw eisen. D ie beiden angeführten Elem ente, sind allenfalls geeignet, Zw eifel an der Authentizität einzelner D okum ente zu begründen, doch reichen sie für eine sachgerechte Auseinandersetzung m it den eingereichten Bew eism itteln, der das BFM aus dem U ntersuchungsgrundsatz heraus untersteht, nicht aus. D ie geltend gem achte U neinheitlichkeit der in den D okum enten aufgeführten Todesdaten der Eltern des Beschw erdeführers verm ag den N achw eis der U nechtheit der eingereichten D okum ente ebenso w enig herbeizuführen, da die Vorinstanz die U neinheitlichkeit m it derselben Argum entation begründete, die sie bereits der rechtskräftigen Verfügung vom 22. M ai 2006 zugrunde legte. D iese Begründung bezieht sich jedoch auf eine W idersprüchlichkeit zw ischen den Aussagen des Beschw erdeführers im Asylverfahren zu den dam als eingereichten D okum enten und ist zudem falsch. D ie vom Beschw erdeführer an der Em pfangsstelle angegebenen Todesdaten der 10 Eltern betreffen das Jahr (...) und für die Schw ester das D atum des (...) (A 1, Seite 3). D ie an der kantonalen Befragung angegebenen Todesdaten sind für (...) (A 8, Seite 4 f.). D as m it dem Asylgesuch eingereichte Bestätigungsschreiben der M aoisten führt als Todesdatum für (...) auf (Ü bersetzung Beilage 4). Entgegen der Begründung der Vorinstanz in der rechtskräftigen Verfügung vom 22. M ai 2006 besteht som it lediglich zw ischen der Aussage des Beschw erdeführers zum Todesdatum seines Vaters w ährend der kantonalen Befragung und dem eingereichten Bestätigungsschreiben der M aoisten ein W iderspruch. D ieser W iderspruch besteht w eiter lediglich in einer Abw eichung von einem M onat und hat seine U rsache m öglicherw eise auch in einem Ü bersetzungs- oder R echnungsfehler, der aufgrund der offensichtlich vorhandenen Schw ierigkeiten bei der U m rechnung der D aten aus den verschiedenen Zeitrechnungen durchaus nachvollziehbar ist. D er w eiter angeführte W iderspruch beim Todesdatum der M utter existiert nicht. D ie - im für das vorliegende Verfahren relevanten D okum ent - angegebenen Todesdaten stim m en m it denjenigen der bereits eingereichten D okum ente sow ie m it den Aussagen des Beschw erdeführers (m it Ausnahm e seiner Aussage hinsichtlich des Todesdatum s des Vaters anlässlich der kantonalen Anhörung) überein. D ie angeführte W idersprüchlichkeit der Todesdaten besteht folglich nicht beziehungsw eise lediglich betreffend des Todesdatum s des Vaters in Bezug auf einen M onat und nur innerhalb der ersten zw ei Befragungen des Beschw erdeführers. Sie kann dem nach auch nicht als Argum ent für die U nechtheit der D okum ente angeführt w erden. 5.4.3 N ach einer G esam tw ürdigung der Akten- und Bew eislage überzeugen die vom BFM vorgebrachten G ründe für die Abw eisung des W iedererw ägungsgesuches nicht. Aufgrund der Aktenlage verfügt das BFM über kein entsprechendes Vergleichsm aterial zur Beurteilung der Echtheit von D okum enten aus N epal, w eshalb vordergründig als U nregelm ässigkeiten erscheinende M erkm ale zw ar ein Indiz für deren Fälschung sein können, jedoch eine pauschale W ürdigung den Anforderungen an den U ntersuchungsgrundsatz nicht zu genügen verm ag. M ittels einer Botschaftsanfrage hätte die Vorinstanz die Echtheit der eingereichten Bestätigungsschreiben abklären können. Auch hinsichtlich der Pressem itteilung des H um an R ights C onservation Forum aus dem Jahre 1997 hätte sich die Vorinstanz m ittels Abklärungen durch die Botschaft ein Bild von der G laubhaftigkeit der Vorbringen m achen können, w ie der Beschw erdeführer in seiner Beschw erdeeingabe zu R echt anführt. 5.4.4 H inzu kom m t, dass bei Zutreffen der Vorbringen des Beschw erdeführers und dam it seinem allfälligen Profil als ehem aliger M aoist und Angehöriger einer für die M aoisten aktiv gew esenen Fam ilie, nach Ansicht des Bundesverw altungsgerichts heute nicht abschliessend beurteilt w erden kann, ob ihm nicht trotz Friedensvertrag und aktueller Situation in N epal dennoch asylrelevante Verfolgung droht. D ies gilt insbesondere, als der Friedensprozess trotz deutlicher Fortschritte seit 2006 noch nicht abgeschlossen ist, betreffend früheren und heutigen Aktivitäten für die M aoisten bis heute keine Am nestie erlassen w urde und unklar bleibt, w as Personen, w elche sich aktiv und in exponierter Form für die M aoisten betätigt haben oder w egen der Aktivitäten von Fam ilienm itgliedern eine R eflexverfolgung geltend m achen, heute zu befürchten haben. D ies gilt zusätzlich für den Beschw erdeführer, w elcher gem äss den Akten eine Verfolgung w egen 11 eines abgeschlossenen Strafverfahrens, das aufgrund der Akten in einem asylrelevanten Kontext (politische Aktivitäten) stehen könnte, zu befürchten habe. Auch w enn sich die Situation in N epal anerkannterm assen verbessert hat und die frühere AR K in EM AR K 2006 N r. 31 den W egw eisungsvollzug nach N epal nicht als generell unzum utbar erachtete, so kann hinsichtlich asylrelevanter G efährdungen noch nicht von einer genügenden Stabilisierung der Lage ausgegangen w erden. Eine Lagebeurteilung des Bundesverw altungsgerichts zur Situation in N epal unter dem Aspekt der flüchtlingsrelevanten Verfolgung ist dem entsprechend noch nicht erfolgt. Bei dieser Ausgangslage ist die Argum entation der Vorinstanz, dass aus dem Vorbringen, als M aoist in N epal gefährdet zu sein, keine asylrelevante Verfolgung m ehr abgeleitet w erden könne, zu generell gefasst, und das Bundesverw altungsgericht kann sich des Eindrucks nicht erw ehren, dass der H inw eis der Vorinstanz in der rechtskräftigen Verfügung vom 22. M ai 2006, die Vorbringen des Beschw erdeführers zu seiner Tätigkeit für die M aoisten seien kurz, pauschal und ohne R ealkennzeichen dargelegt, eng m it der zum dam aligen Zeitpunkt ergangenen neuen Lagebeurteilung zusam m enhing, aus der die Vorinstanz folgerte, dass selbst bei allfälliger G laubhaftigkeit dem Beschw erdeführer keine G efahr drohen w ürde. Eine eingehendere Abklärung der Vorbringen des Beschw erdeführers w äre auch unter diesem Aspekt geboten gew esen. 5.5. Eine abschliessende Beurteilung darüber, ob dem Beschw erdeführer offensichtlich eine Verfolgung oder m enschenrechtsw idrige Behandlung im Sinne der R echtsprechung (EM AR K 1995 N r. 9, a.a.O .) droht, kann das G ericht nicht vornehm en, da w ie oben dargelegt, die Vorinstanz den Sachverhalt nicht rechtsgenüglich festgestellt hat und hinsichtlich der Beurteilung der Asylrelevanz glaubhaft gem achter Verfolgung w egen Aktivitäten für die M aoisten zum indest ihre Begründungspflicht verletzt hat. 5.6. An dieser Stelle sei ergänzend auf den dem Bundesverw altungsgericht ausserhalb der Akten vorliegenden Bericht von Am nesty International aus dem Jahre (...) verw iesen, w elcher von der Festnahm e eines (...) aus D ._______, D istrikt E.______, m it frappant gleichen Angaben w ie der Beschw erdeführer (N am e, H erkunft, Alter), aufgrund verm uteter m aoistischer Aktivitäten des Vaters spricht (vgl. Am nesty International; (....)). Es w ird dem BFM obliegen, diesen Bericht auf seine Ü bereinstim m ung m it der vorliegenden Fallkonstellation hin zu prüfen und allfällige Schlüsse hinsichtlich der G laubhaftigkeit der Aussagen des Beschw erdeführers und der R elevanz der eingereichten Bew eism ittel im w iederaufzunehm enden vorinstanzlichen Verfahren zu ziehen. 6. 6.1. Aufgrund des Ausgeführten ergibt sich, dass die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt nicht genügend erstellt und ihrer Abklärungs- und Begründungspflicht nicht genügend nachgekom m en ist. Es stellt sich die Frage, ob die festgestellte Verletzung des Anspruchs auf rechtliches G ehör geheilt w erden kann oder zur Kassation der angefochtenen Verfügung führen m uss. D as Bundesverw altungsgericht geht - w ie dies schon ständige Praxis ihrer Vorgängerin in Asylfragen, der AR K, w ar - davon aus, dass G ehörsverletzungen dank der 12 um fassenden Kognition der Beschw erdeinstanz in bestim m ten Schranken geheilt w erden können; dies insbesondere unter den Voraussetzungen, dass die unterbliebene H andlung nachgeholt w ird und der Beschw erdeführer sich dazu hat äussern können. Eine sachgerechte Lösung im Sinne einer H eilung oder Kassation w ird sich entscheidend an der Schw ere der Verletzung einer Verfahrensvorschrift, aber auch daran zu orientieren haben, ob die Verletzung auf einem Versehen beruht oder das R esultat einer gehäuften unsorgfältigen Verfahrensführung ist (EM AR K 2004 N r. 38 E. 7.1. S. 265, EM AR K 1998 N r. 34 E. 10d S. 292 ff., je m it w eiteren H inw eisen). 6.2. Vorliegend geht es insbesondere um die Verletzung der Abklärungspflicht der Vorinstanz hinsichtlich der eingereichten Bew eism ittel und zum indest um die Verletzung der Begründungspflicht bezüglich des G efährdungsprofils ehem aliger/heutiger M aoisten, w elche schw er w iegt. Zudem ist die Vorinstanz zur Vornahm e von D okum entenanalysen und Botschaftsanfragen besser in der Lage als das Bundesverw altungsgericht, w eshalb eine H eilung nicht gerechtfertigt ist. 7. Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz dadurch, dass sie keine w eiteren Abklärungen im Sinne der Erw ägungen tätigte und dam it der Sachverhalt offensichtlich unklar geblieben ist, den Anspruch des Beschw erdeführers auf eine rechtsgenügliche Sachverhaltsabklärung von Am tes w egen und seinen Anspruch auf Begründung und dam it seinen Anspruch auf rechtliches G ehör verletzt hat. Eine H eilung der G ehörsverletzung ist nicht m öglich, w eshalb der Entscheid aufzuheben und zur N eubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuw eisen ist. N ach dem G esagten ist die Beschw erde gutzuheissen, die vorinstanzliche Verfügung vom 23. August 2006 aufzuheben und das BFM anzuw eisen - nach eingehender Abklärung zu den eingereichten Bew eism itteln - in der Sache neu zu entscheiden. 8. 8.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D er vom Beschw erdeführer am 13. O ktober 2006 einbezahlte Kostenvorschuss in der H öhe von Fr. 1200.-- w ird ihm zurückerstattet. 8.2. D em Beschw erdeführer ist angesichts des O bsiegens im Beschw erdeverfahren in Anw endung von Art. 64 Abs. 1 Vw VG eine Parteientschädigung für ihm erw achsene notw endige Vertretungskosten zuzusprechen (vgl. Art. 7 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D er R echtsvertreter w eist in seiner Kostennote einen Betrag von Fr. 2'772.85.-- aus, w elcher sich aus einem Aufw and von insgesam t elf Stunden zu einem Stundenansatz von Fr. 230.-- sow ie Barauslagen von Fr. 47.-- zusam m ensetzt. D ieser Aufw and erscheint als zu hoch. Ein zeitlicher Aufw and von insgesam t sieben Stunden zuzüglich Barauslagen erscheint aufgrund der Aktenlage und in Anbetracht der Tatsache, dass der R echtsvertreter kurz zuvor beim BFM ein W iedererw ägungsgesuch einreichte und daher die Beschw erdeführung keine um fassende Einarbeitung in die 13 Fallkonstellation erforderlich m achte, als angem essen. D ie Parteientschädigung w ird deshalb in Anw endung von Art. 14 Abs. 2 VG KE auf Fr. 1'782.95.-- festgesetzt. (D ispositiv nächste Seite)14 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird im Sinne der Erw ägungen gutgeheissen. 2. D ie Verfügung des BFM vom 23. August 2006 w ird aufgehoben und das BFM angew iesen, in der Sache neu zu entscheiden. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. D er am 13. O ktober 2006 einbezahlte Kostenvorschuss in H öhe von Fr. 1200.--, w ird dem Beschw erdeführer zurückerstattet. 4. D ie Vorinstanz w ird angew iesen, dem Beschw erdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 1'782.95.-- (inkl. Auslagen und M w St) auszurichten. 5. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers, 2 Expl. (eingeschrieben; Beilage Form ular Zahladresse) - die Vorinstanz, m it den Akten (R ef.-N r. (...)) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Beat W eber C ontessina Theis Versand am :