B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-3278/2013 U r t e i l v o m 3 . O k t o b e r 2 0 1 3 Besetzung Richterin Christa Luterbacher (Vorsitz), Richter Gérald Bovier, Richter Daniel Willisegger, Gerichtsschreiberin Sandra Bodenmann Parteien A._______, deren Ehemann B._______, und deren Kinder C._______, D._______, alle Eritrea, c/o Schweizerische Vertretung in Khartum, Beschwerdeführende, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 11. März 2013 / N (…). E-3278/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Mit englischsprachiger Eingabe vom 29. Oktober 2010 wandte sich d ie Beschwerdeführerin an die Schweizerische Botschaft in Khartum, Sudan, und ersuchte um Asyl in der Schweiz. Sie machte dabei im Wesentlichen geltend, sie habe ihren Heimatstaat Eritrea verlassen, weil sie während der 7 -jährigen Leistung des Militä r- dienstes (ab 1997) schreck liche Zeiten erlebt habe. Sie sei insbesondere aufgefordert worden, an schlimmen Aktivitäten teilzunehmen, ihr sei kein Taschengeld ausbezahlt und ihr sei verboten worden, die Bibel zu lesen und zu beten. Sie habe 2003 zwar ihren Ehemann heiraten können, d ie Feier habe jedoch in Angst vor ihren Verfolgern stattgefunden. Die Regie- rung habe ihre Suche nach den Führern und Mitgliedern der Glauben s- gruppe fortgesetzt. Im Jahr 2007 sei ihr Ehemann inhaftiert worden. Sie habe versucht, die Behelligungen, die Verzweiflung und die Misshandlun- gen zu ertragen, die sie wegen ihres Glaubens im Heimatland erlitten h a- be. Am 2. April 2009 habe sie gemeinsam mit ihren beiden Töchtern Erit- rea verlassen und habe sich in den Sudan begeben. Ihren Ehemann h a- be sie im Gefängnis zurücklassen müssen. Zur Zeit lebten sie in Khartum, wo die Beschwerdeführerin weitere Misshandlungen durch sudanesische Polizisten erleiden müsse. Obwohl sie über einen Flüchtlingsausweis ver- füge, habe sie im Sudan keine Rechte. B. Mit Schreiben vom 6. Dezember 2010 setzte das BFM die Beschwerd e- führerin darüber in Kenntnis, dass aufgrund der aktuellen Rechtspr e- chung Einreisebewilligungen nur sehr restriktiv erteilt würden. Eritreische Bürger würden unabhängig von ihren Einreisegründen vom UNHCR im Sudan regis triert und den Flüchtlingslagern zugewiesen, wo sie eine Grundversorgung erhielten. Grundsätzlich gehe das Bundesamt davon aus, dass Ausländer im Sudan verbleiben könnten; entsprechende Asy l- gesuche würden daher in der Regel abgewiesen. Diese restriktive Praxis sei vom Bundesverwaltungsgericht im Entscheid D -2047/2010 vom 29. April 2010 bestätigt worden. Eine summarische Prüfung ihres Asylge- suches ergebe, dass die Chancen der Beschwerdeführerin auf die Erte i- lung einer Einreisebewilligung sehr limitiert seien . Sollte die Beschwerde- führerin an ihrem Asylgesuch festhalten, müsse sie die Schweizerische Vertretung in Khartum entsprechend benachrichtigen. E-3278/2013 Seite 3 C. Mit Eingabe vom 5. Januar 2011 führte die Beschwerdeführerin aus, sie halte an ihrem Asylgesuch fest. Es tre ffe nicht zu, dass sie im besagten Flüchtlingslager von den sudanesischen Behörden und vom UNHCR die vom BFM erwähnte Grundversorgung erhalte. Sie habe sich im Jahr 2009 einige Monate lang in Flüchtlingslagern aufgehalten, wo sie mit ihren Töchtern viel gelitten habe. Diese Camps im Sudan seien in der Nähe der Grenze zu Eritrea gelegen. Von der eritreischen Regierung geführte Schlepper und Entführer würden in diese Lager eindringen. Es gebe dort keine hinreichende Nahrung, keine medizinische Versorgung und keinen Schulunterricht. Auch nachdem sie das Lager verlassen habe, werde sie in Khartum von Mitgliedern der Sicherheitskräfte behelligt. Oft werde ihr mit Deportation nach Eritrea respektive mit einer Rückführung ins Flüch t- lingslager gedroht. Im Weiteren v erwies die Beschwerdeführerin auf den Umstand, dass ihre Schwägerin in der Schweiz lebe. D. Mit Schreiben vom 6. Juni 2011 setzte das BFM d ie Beschwerdeführerin darüber in Kenntnis, dass die Schweizerische Botschaft in Khartum aus Kapazitätsgründen keine Be fragung durchführen könne, weswegen das Bundesamt sie – unter Hinweise auf ihre Pflicht, bei der Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken (Art. 8 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]) – auffordere, ihr Gesuch mit einer schriftlichen Ste l- lungnahme zu ergänzen. Mit englischsprachiger Eingabe, die am 6. Juli 2011 bei der Schweizer i- schen Vertretung einging, wurden die von der Botschaft in ihrem Schre i- ben vom 6. Juni 2011 gestellten Fragen beantwortet. Dieser – nicht unter- zeichneten – Eingabe wurden Kopien der Geburtszertifikate der Familie (Beschwerdeführerin, Beschwerdeführer und ihre beiden Töchter ) sowie Kopien von zwei Flüchtlingsausweisen inklusive Übersetzung (betreffend die Beschwerdeführerin und den Beschwerdeführer) beigelegt. Ergänzend wurde vorgetragen, die Beschwerdeführerin habe in Eritrea von (…) bis (…) Militärdienst geleistet. Danach habe sie sich mit ihrer Familie (Eltern) in der Umgebung von Asmara aufgehalten. Ihr Ehemann sei aus dem Gefängnis entlassen worden und sei der Beschwerdeführe- rin in den Sudan gefolgt, wo er vom UNHCR im Shegerab - Flüchtlingslager registriert worden sei. Zur Zeit bestreite die Beschwerde- führerin ihren Lebensunterhalt gemeinsam mit anderen eritreischen Flüchtlingen, mit welchen sie ein Ha us gemietet habe. Meist habe sie E-3278/2013 Seite 4 keine Arbeit, weil sie niemanden gefunden habe, der ihre Kinder betreuen könne. Sie könne selbst für die Kinder finanziell nicht in genügendem Masse aufkommen und sei auf die Hilfe ihrer Wohnpartner angewiesen. Ihre aktuelle Situation mit den Kindern sei untragbar. Die Kinder könnten nicht zur Schule gehen und blieben ungebildet. Sie befürchte angesichts der engen Beziehungen zwischen Eritrea und dem Sudan eine Deportat i- on. Zudem habe sie aufgrund der herrschenden muslimischen Regeln Schwierigkeiten und sei in diesem Zusammenhang mehrfach auf den Po- lizeiposten mitgenommen worden. Sie könne nicht ins Flüchtlingslager zurückkehren. Sie habe es dort versucht und habe erfahren, dass Diebe und Entführer in den Lagern anwesend seien. E. Mit einer weiteren englischsprachigen Eingabe vom 24. Juli 2012 wandte sich die Beschwerdeführerin an das BFM und führte ergänzend aus, ihr Ehemann habe am 5. Juli 2012 anlässlich einer medizinischen Unters u- chung erfahren, dass er an (...) leide. Auf Anraten seines Arztes habe er seine Arbeitstätigkeit aufgegeben. Die Beschwerdeführerin und ihre Fami- lie lebten in prekären Verhältnissen; sie benötigten staatliche respektive humanitäre Unterstützung. Dieser Eingabe wurden Bestätigungen vom 10. und 16. Juli 2012 be tref- fend (...)-Erkrankung des Ehemannes inklusive Laborberichte (in Kopie) beigelegt. F. Mit Verfügung vom 11. März 2013 – den Beschwerdeführenden persö n- lich eröffnet am 17. März 2013 – verweigerte das BFM den Beschwerd e- führenden die Einreise in die Schweiz und lehnte das Asylgesuch ab. Zur Begründung hielt das Bundesamt fest, aufgrund des vollständig erstellten Sachverhalts könne davon ausgegangen werden, dass keine unmittel - bare Gefährdung vorliege, welche eine Einreise in die Schweiz notwendig erscheinen lasse. Zwar würden die Schilderungen der Beschwerdeführ e- rin darauf schliessen lassen, dass die Beschwerdeführenden ernstz u- nehmende Schwierigkeiten mit den eritreischen Behörden hätten. Es sei daher zu prüfen, ob einer Asylgewährung durch die Schweiz der Asylaus- schlussgrund von Art. 52 Abs. 2 AsylG entgegenstehe, wonach einer Per- son das Asyl verweigert werden könne, wenn ihr zugemutet werden kö n- ne, sich in einem anderen Staat um Aufnahme zu bemühen. E-3278/2013 Seite 5 Die Beschwerdeführenden hätten sich eigenen Angaben zufolge beim UNHCR gemeldet und sich mehrere Monate lang im Flüchtlingslager au f- gehalten. Laut Berichten des UNHCR würden sich zahlreiche eritreische Flüchtlinge im Sudan aufhalten. Vor diesem Hintergrund sei nicht zu ve r- kennen, dass die Lage vor Ort für Menschen wie die Beschwerdeführen- den nicht einfach sei. Dennoch würden keine konkreten Anhaltspunkte für die Annahme bestehen, dass ihnen ein weiterer Verbleib im Sudan nicht zumutbar oder möglich wäre. Flüchtlinge im Sudan, die vom UNHCR r e- gistriert worden seien, seien einem Flüchtlingslager zugeteilt worden, wo sie sich aufhalten könnten und die nötige Versorgung erhalten würden. Die Beschwerdeführenden verfügten nicht über ein freies Aufenthaltsrecht für das ganze Land. Wie aus mehreren Urteilen des Bundesverwal tungs- gerichts hervorgehe, sei ihnen aber zumutbar, wieder in das ih nen zuge- wiesene Flüchtlingslager zurückzukehren, sollte ihre Situation tatsächlich kritisch sein. Die Befürchtung, nach Eritrea deportiert zu werden, werde als unbegründet erachtet. Gemäss gesicherten Erkenntnissen sei das Ri- siko einer Deportation oder einer Verschleppung für Eritreer, die im S u- dan vom UNHCR als Flüchtlinge anerkannt seien, gering. Das UNHCR registriere vor Ort sämtliche Eritreer, die sich in einem Flüchtlingslager melden würden, unabhängig von ihren Ausreisegründen. Die Beschwe r- deführenden verfügten nicht über ein geeignetes Risikoprofil, das eine Befürchtung vor einer Verschleppung nach Eritrea objektiv begründen könnte. Sie hätten auch nicht glaubhaft darlegen können, pers önlich fak- tisch und unmittelbar bedroht zu sein, unter Verletzung des Non - Refoulement-Prinzips nach Eritrea zurückgeschafft zu werden. Da sie z u- dem den Flüchtlingsstatus durch das UNHCR erhalten hätten oder diesen erwerben könnten, hätten sie jederzeit die Möglichkeit, sich bei einer Ver- tretung des UNHCR im Sudan zu melden. Das Leben in Khartum sei für eritreische Flüchtlinge gewiss nicht einfach. Die Beschwerdeführerin halte sich seit 2009 in Khartum auf und gehe g e- legentlich Arbeiten nach. Ihr Ehemann le be zwischenzeitlich auch mit ihr und leide an (...). Angesichts ihres vierjährigen Aufenthalts sei davon aus- zugehen, dass die Hürden für eine zumutbare Existenz in Khartum nicht unüberwindbar seien. Allgemeine Nachteile und humanitäre Überlegu n- gen zur Schulbildung ihrer Kinder stellten keinen Grund für eine Einreis e- bewilligung dar. Zur Furcht vor Deportation sei weiter festzuhalten, dass es nicht genüge, eine Furcht lediglich mit Umständen, die sich früher oder später möglicherweise ereignen könnten, zu beg ründen. Die Beschwe r- deführerenden hätten keinen konkreten Vorfall geltend gemacht. Falls sie wirklich Schwierigkeiten haben sollten, lebe im Sudan eine grosse eritre i-E-3278/2013 Seite 6 sche Diaspora, die für in Not geratene Landsleute bereitstehe und wei t- gehend Unterstützung biete. Der Ehemann habe sich für einen Check -up in ärztliche Behandlung b e- geben. Den Akten seien keine Anhaltspunkte dafür zu entnehmen, dass die Behandlung nicht adäquat gewesen wäre respektive er eine ärztliche Behandlung benötigen würde, die im Sudan nicht gewährleistet wäre. Er habe die Möglichkeit, beim UNHCR um Schutz und Unterstützung zu e r- suchen, falls dies notwendig sein soll te. Das UNHCR stelle zusammen mit dem COR (Commissioner for Refugees Office) in den Flüchtlingsl a- gern die medizinische Versorgung sicher und sämtliche Flüchtlinge hätten Zugang zu medizinischen Leistungen. Flüchtlinge, die über ein E r- werbseinkommen verfügten und sich nicht in einem Lager aufh ielten, müssten medizinische Leistungen selbst bezahlen. Erwerbslose Flüch t- linge, die sich ausserhalb eines Lagers aufhielten, erhielten vom UNHCR auf Anfrage hin einen Überweisungsschein für eine unentgeltliche B e- handlung. Solche Überweisungsscheine würden auch für in den Lagern nicht behandelbare Krankheiten ausgestellt. Falls eritreische Flüchtlinge nach Khartum umziehen würden und dort kostenfreie medizinische B e- handlung benötigten, müssten sie sich mit dem UNHCR oder COR in Verbindung setzen. Obwohl die Beschwerdeführenden über eine in der Schweiz lebenden Angehörige verfügten, sei dieser Anknüpfungspunkt nicht derart wichtig, dass eine Abwägung der Gesamtumstände dazu füh- ren würde, dass gerade die Schweiz den erforderlichen Schutz gewähren sollte. G. Das BFM leitete am 7. Juni 2013 eine englischsprachige Eingabe der Be- schwerdeführenden (Eingang bei der Botschaft am 16. Mai 2013) an das Bundesverwaltungsgericht weiter, mit welcher diese gegen d ie BFM - Verfügung vom 11. März 2013 beim Gericht Beschwerde erhob en und sinngemäss die Aufhebung der Verfügung des BFM sowie die Bewilligung der Einreise in die Schweiz und die Asylgewährung beantragten. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, die Beschwerdefüh- renden hätten sich nach Erhalt der vorinstanzlichen Verfügung beim UNHCR gemeldet. Dort sei ihnen seitens eines Mitarbeiters respe ktive einer Pflegeangestellten mitgeteilt worden, dass sie sich ins Flüchtling s- lager zurückbegeben müssten. In den Lagern herrschten jedoch unhal t- bare Zustände, die grundlegenden Bedürfnisse und die Sicherheit seien nicht gewährleistet. Bei der Einreichung des Asylgesuches sei die B e-E-3278/2013 Seite 7 schwerdeführerin mit ihren Kindern alleine gewesen. Nun habe sich der Beschwerdeführer zu ihnen begeben. Der Beschwerdeführer könne keine medizinische Unterstützung in Anspruch nehmen. Zudem gingen die Ki n- der nicht zur Schule. Die Rechtsmitteleingabe ist von der Beschwerdeführerin alleine unte r- zeichnet worden. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den B e- hörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver - waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betref fende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entsche i- det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel, so auch vorliegend, endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 1.2 Zur Beschwerde legitimiert ist, wer am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung beso nders berührt ist und ein schutzwürd i- ges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 48 Abs. 1 VwVG). 1.2.1 Die Legitimation der einzelnen Beschwerdeführenden ist vorliegend insofern fraglich, als die Beschwerdeführenden am vorinstanzlichen Asy l- verfahren vor dem BFM teilgenommen haben müssen und das Stellen e i- nes Asylgesuches als relativ höchstpersönliches Recht gilt, das vertr e- tungsfeindlich ist. Wenn eine angeblich um Asyl ersuchende Person im erstinstanzlichen Verfahren nie persönlich vor eine r schweizerischen Asylbehörde im In - oder Ausland aufgetreten ist, steht nicht fest, ob sie tatsächlich ein Asylgesuch stellen wollte. Damit ist unklar, ob sie als G e- suchsteller am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen hat und de m- nach zur Beschwerde berechtigt ist (vgl. BVGE 2011/39 E. 4.3.2). E-3278/2013 Seite 8 1.2.2 Das vorliegende Asylverfahren aus dem Ausland ist mit der schriftl i- chen Eingabe vom 29. Oktober 2010 eingeleitet worden. Diese Eingabe hat die Beschwerdeführer in alleine unterzeichnet. D as Schreiben zur Er- gänzung d es Asylgesuches vom 5. Januar 2011 trägt ebenfalls nur die Unterschrift der Beschwerdeführerin. Die Eingabe vom 6. Juli 2011, mit welcher auf die individuell gestellten, persönlichen Fragen der Botschaft eingegangen wird, ist nicht unterzeichnet. Die Einga be vom 24. Juli 2012 trägt wiederum einzig die Unterschrift der Beschwerdeführerin , wobei ärztliche Beweismittel betreffend den Beschwerdeführerin zu den Akten gereicht werden. Weder die Beschwerdeführerin noch ihr Ehemann sind persönlich zu i h- ren Asylgründen befragt worden. Auf diesen Aspekt wird im Rahmen der weiteren Erwägungen näher einzugehen sein. Mit Schreiben vom 6. D e- zember 2010 und 6. Juni 2011 hat sich die Schweizer Botschaft in Kha r- tum an die Beschwerdeführerin persönlich gewandt und diese um die Be- antwortung konkreter Fragen ersucht, wobei die aufgeworfenen Fragen auch teilweise ihren Ehemann betrafen. Im diesbezüglichen Antwor t- schreiben vom 6. Juli 2011, welches keine persönliche Unterschriften aufweist, werden insbesondere Angaben zur Situat ion der Beschwerd e- führerin, aber am Rande auch zum Ehemann, namentlich was seine I n- haftierung betrifft, gemacht. Aus dem Inhalt der erwähnten, insgesamt vier im Rahmen des v o- rinstanzlichen Verfahrens eingegangenen schriftlichen Eingaben der B e- schwerdeführenden kann der Schluss gezogen werden, dass die B e- schwerdeführerin für sich, ihren Ehemann und die beiden Kinder (Jah r- gänge 2005 und 2007) um Asyl ersucht hat und somit ein Asylgesuch alle vier Personen betreffend vorliegt. Laut der vorinstanzlichen Verfügung vom 11. März 2013 ist offensichtlich auch das BFM davon ausgegangen, dass der Ehemann und die Kinder der Beschwerdeführerin im Asylgesuch eingeschlossen sind. Die Namen des Ehemannes und der beiden Töchter sind sowohl im Betreff (vgl. S. 1), als auch im Verteiler ("Diese Verfügung bezieht sich auf"; vgl. S. 6 und 8 der BFM-Verfügung) vollständig aufgeführt worden. Der Empfangsbest ä- tigung (vgl. Akte A11/2) ist weiter zu entnehmen, dass sowohl die B e- schwerdeführerin als auch ihr Ehemann mit ihrer Unterschrift eigenhändig bestätigt haben, dass sie die BFM -Verfügung vom 11. März 2013 am 17. April 2013 persönlich in Empfang genommen haben. E-3278/2013 Seite 9 Die Beschwerdeeingabe, welche am 16. Mai 2013 bei der Schweizer i- schen Vertretung in Khartum eingegangen ist, trägt zwar nur die Original- unterschrift der Beschwerdeführerin. Aus den Vorbringen in der Recht s- mitteleingabe muss indessen der Schluss gezogen werden, dass der Ehemann zumindest teilweise den Text der Beschwerde für sich, seine Frau und die beiden Kinder formuliert hat und auch persönlich um Asyl nachsucht ("In the first application, my wife alone with my kids has a p- plied but now I come and am with them, through the refugee camp, I asked to her why she left the refugee camp, then she told me that there was lack of s ecurity force, lack of basic necessities […]."). Zudem wird von einer in der Schweiz lebenden "sister" (Schwester) gesprochen, wäh- rend die Beschwerdeführerin in ihren schriftlichen Eingaben jeweils eine "sister in law" (Schwägerin) genannt hat. Daraus folgt, dass es sich um die Schwester des Ehemannes respektive um die Schwägerin der B e- schwerdeführerin handeln muss. Es wird auch konkret Bezug genommen auf die gesundheitliche Situation des Ehemannes. Aus der Rechtsmi t- teleingabe geht auch eindeutig hervor, dass der oder die Verfasser – d.h. die Beschwerdeführerin und der Beschwerdeführer gemeinsam – einen entsprechenden Beschwerdewillen haben , denn sie bringen zum Au s- druck, dass sie die Gelegenheit nützen wollen, Beschwerde einzureichen ("It is great to get once moment for appeal […]"; vgl. erster Textabschnitt). Nachdem der Beschwerdewillen bei beiden Beschwerdeführenden bejaht werden muss und die Beschwerdeführerin die Rechtsmitteleingabe e i- genhändig unterzeichnet hat, ist davon auszugehen, dass sie dabei au ch in Vertretung ihres Ehemannes und der beiden Kinder Beschwerde erho- ben hat. 1.2.3 Im Folgenden geht das Bundesverwaltungsgericht daher davon aus, dass sowohl die Beschwerdeführerin als auch ihr Ehemann (der B e- schwerdeführer) am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen haben und somit zur Beschwerde legitimiert sind. Die Beschwerde ist in englischer Sprache und somit nicht in einer Amt s- sprache des Bundes abgefasst. Auf die Ansetzung einer Frist zur B e- schwerdeverbesserung oder auf die Einholung einer Übersetzun g kann indessen aus prozessökonomischen Gründen praxisgemäss verzichtet werden, da der Eingabe der Beschwerdeführenden genügend klare, sinngemässe Rechtsbegehren und deren Begründung zu entnehmen sind. Auf die im übrigen frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG). E-3278/2013 Seite 10 1.3 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG und das AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.4 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durc h- führung eines Schriftenwechsels verzichtet. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. Mit der Änderung des Asylgesetzes vom 28. September 2012 – von der Bundesversammlung als dringlich erklärt und am 29. September 2012 in Kraft getreten – ist die Möglichkeit der Einreichung eines Asylgesuches aus dem Ausland weggefallen (vgl. AS 2012 5359). Das vorliegende U r- teil, welches ein Asylgesuch aus dem Ausland nach altem Recht zum Gegenstand hat, ergeht daher gestützt auf die Übergangsbestimmung zur Änderung vom 28. September 2012, wonach für Asylgesuche, die im Aus- land vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 28. September 2012 gestellt worden sind, die Artikel 12, 19, 20, 41 Abs. 2, 52 und 68 AsylG in der bisherigen Fassung des Gesetzes gelten. Wird demnach im vorliegenden Beschwerdeverfahren auf das AsylG oder Veror dnungstexte verwiesen, bezieht sich dies stets auf die bisherige Fassung der entsprechenden Be- stimmungen. 4. 4.1 Gemäss Art. 19 Abs. 1 AsylG kann ein Asylgesuch im Ausland bei ei - ner schweizerischen Vertretung gestellt werden, welche es mit einem Be - richt an das Bundesamt überweist (Art. 20 Abs. 1 AsylG). Die schweizeri- sche Vertretung führt mit der asylsuchenden Person in der Regel eine Be- fragung durch (Art. 10 Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]). Ist dies nicht möglich, so wird die asylsuchende Person von der Vertretung aufgefordert, ihre Asy l- gründe schriftlich festzuhalten (Art. 10 Abs. 2 AsylV 1). Die schwei - zerische Vertretung überweist dem Bundesamt das Befragungsprotokoll oder das schriftliche Asylges uch sowie weitere zweckdienliche Unterl a- gen und einen ergänzenden Bericht, der ihre Beurteilung des Asylg e- suchs enthält (Art. 10 Abs. 3 AsylV 1). E-3278/2013 Seite 11 4.2 Vorliegend sah sich die Botschaft in Khartum nicht in der Lage, eine persönliche Anhörung der Beschwerdeführe nden durchzuführen. Das BFM begründete diesen Verzicht in der Verfügung vom 11. März 2013 mit dem begrenzten Personalbestand der Botschaft sowie den fehlenden Voraussetzungen im sicherheitstechnischen und räumlichen Bereich. Das Bundesamt ersuchte mit seine m an die Beschwerdeführerin gerichteten Schreiben vom 6. Juni 2011 um die Einreichung einer ergänzenden Ste l- lungnahme zwecks Vervollständigung des rechtserheblichen Sachverha l- tes und unterbreitete dazu konkrete Fragen zur Person der Beschwerd e- führerin und zum Gefängnisaufenthalt des Beschwerdeführers in Eritrea. In der Folge wurde mit Eingabe vom 6. Juli 2011 (Eingang bei der Bo t- schaft in Khartum) zu den gestellten Fragen Stellung genommen; dabei wurden einige persönliche, auf die Beschwerdeführenden bezogenen Antworten abgegeben. 4.3 Die vom BFM unterbreiteten Fragen wurden grundsätzlich an die B e- schwerdeführerin gerichtet; sie wurde nach den genauen Lebensverhäl t- nissen in Eritrea und zum Aufenthalt in Sudan (derzeitiger Aufenthaltsort, Umstände der Bestreitung des Lebensunterhalts) gefragt. Zur Person des Beschwerdeführers wurde lediglich die Frage gestellt, ob sich dieser noch in Haft in Eritrea befinde. Im betreffenden Antwortschreiben vom 6. Juli 2011 sind entsprechend auch vorwiegend Angaben zur Beschwerde führerin enthalten (Angaben zur Person, zum Aufenthalt in Eritrea, familiäre Umstände, derzeitiger Aufenthalt im Sudan). Die Angaben zum Beschwerdefahrer beschränken sich auf seine Personalien und auf den Umstand, dass er nicht mehr in Eritrea inhaftiert, sondern seiner Familie in den Sudan gefolgt sei. 4.4 Im Rahmen einer sorgfältigen Sachverhaltsabklärung hätte das BFM im erstinstanzlichen Verfahren nebst der Abklärung der persönlichen S i- tuation der Beschwerdeführerin sich auch um die weitere Erhellung des Sachverhaltes bezüglich des Beschwerdeführers (Umstände der Inhafti e- rung in Eritrea, Gründe für seine Ausreise aus Eritrea; Lebensumstände im Sudan, allfälliger Aufenthalt in einem Flüchtlingslager, Aufenthaltsst a- tus [Registrierung beim UNHCR] im Sudan u.s.w ) bemühen müssen. A l- leine die beiden Umstände, dass einerseits aus den Akten hervorgeht, dass der Beschwerdeführer nicht (mehr) im Gefängnis in Eritrea inhaftiert ist und andererseits aufgrund der eingereichten Dokumentenkopien d a- von ausgegangen werden kan n, dass der Beschwerdeführer vom E-3278/2013 Seite 12 UNHCR als Flüchtling registriert wurde, genügen nicht, um von einem rechtsgenüglich erstellten Sachverhalt auszugehen. 4.5 Im Weiteren haben die Beschwerdeführerenden auf die (...)- Erkrankung des Beschwerdeführers hingewiesen und diese mit Bewei s- mitteln (Bestätigungen und Laborergebnisse) untermauert. In der ang e- fochtenen Verfügung hat sich das BFM jedoch nicht eingehender mit der Frage der konkret zur Verfügung stehenden Behandlungsmöglichkeiten der (...)-Erkrankung des Besch werdeführers im Sudan auseinanderg e- setzt und keine diesbezüglichen einzelfallspezifische n Abklärungen vor- genommen. Das BFM hat vielmehr in pauschaler Weise darauf verwi e- sen, dass sich der Beschwerdeführer an das UNHCR wenden könne, welches gemeinsam mit de m COR in den Flüchtlingslagern die medizin i- sche Versorgung sicherstelle beziehungsweise bei einem Aufenthalt aus- serhalb der Flüchtlingslager entsprechende Überweisungsscheine au s- stelle. 4.6 Nach dem Gesagten muss festgestellt werden, dass der rechtserhe b- liche Sachverhalt bezüglich des Beschwerdeführers nicht hinreichend e r- stellt wurde. 4.7 Auch bezüglich der Situation der beiden Kinder der Beschwerdefü h- renden hat das BFM weder Abklärungen vorgenommen, noch hat es sich mit ihrer Lage im Sudan eingehender auseinandergesetzt. Die B e- schwerdeführenden haben in ihren Eingaben darauf hingewiesen, dass ihre Kinder weder in Khartum noch im Flüchtlingslager die Möglichkeit hätten, den Schulunterricht zu besuchen. Das BFM hat sich zu diesem Vorbringen und zum Kindeswohl im Allgemeinen mit keinem Wort geäu s- sert, sondern es mit dem Hinweis bewenden lassen, humanitäre Überl e- gungen zur Schulbildung der Kinder stellten keinen Grund für eine Einrei- sebewilligung dar. Nachdem beide Kinder, zumindest die Tochter Elim, im schulpflichtigen Alter sein dürften, wäre das BFM gehalten gewesen, di e- sem Aspekt mehr Beachtung zu schenken und entsprechende Erwägu n- gen in seinen Entscheid einzubeziehen. 4.8 Nach dem Gesagten ist von einem nicht rechtsgenüglich erstellten Sachverhalt bezüglich des Besc hwerdeführers und der Kinder auszug e- hen. Nachdem die – vom BFM noch zu erstellende – aktuelle Situation des Beschwerdeführers auch Auswirkungen auf die Lebensumstände der Beschwerdeführerin entfaltet, muss auch der Sachverhalt bezüglich der Beschwerdeführerin als nicht hinreichend erstellt betrachtet werden. E-3278/2013 Seite 13 Es kann nicht Sinn des Beschwerdeverfahrens vor dem Bundesverwa l- tungsgerichts sein, erst auf dieser Stufe für eine vollständige Sachve r- haltsermittlung zu sorgen. Mit der Vornahme sämtlicher noch notwendiger Sachverhaltsabklärungen durch das Bundesverwaltungsgericht würde dieses weit über den prozessrechtlichen Rahmen eines Beschwerdeve r- fahrens hinausgehen. Der festgestellte Verfahrensmangel der unvollstän- digen Sachverhaltsermittlung wiegt schwer, zumal es dabei um die zen t- rale Fragen der Prüfung des Vorliegens ausreiserelevanter Umstände re- spektive um die Frage der Zumutbarkeit eines weiteren Verbleib s der ge- samten Familie im Drittstaat Sudan geht. Aus diesen Gründen wird e r- sichtlich, dass die angefochtene Verfügung kassiert werden muss und e i- ne Heilung durch die Beschwerdeinstanz nicht in Frage kommen kann. 4.9 Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist zusammenfassend festz u- stellen, dass die angefochtene Verfügung vom 11. März 2013 aufzuheben ist, da sich das BFM bei der Erstellung des rechtserheblichen Sachve r- haltes nicht hinreichend mit dem Asylgesuch des Beschwerdeführers und der Kinder respektive mit der Frage der Zumutbarkeit des Aufenthaltes der Beschwerdeführenden im Sudan auseinandergesetzt hat. 5. 5.1 Im Nachfolgenden ist nunmehr in einem zweiten Schritt zu prüfen, ob das gestellte Gesuch um Einreisebewilligung gestützt auf Art. 20 Abs. 2 und 3 i.V.m. Art. 3 AsylG gutzuheissen ist. Massgeblich ist diesbezüglich, ob für die Beschwerdeführenden, soweit erken nbar, eine aktuelle Gefähr- dung für die Dauer des noch durchzuführenden erstinstanzlichen Verfa h- rens bejaht werden muss und aus diesem Grund zur Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes und zur Durchführung des Asylverfa h- rens die Einreise in die Schweiz zu bewilligen ist. 5.2 Obwohl der Sachverhalt in mehrfacher Hinsicht noch offen ist, best e- hen keine konkrete Hinweise dafür vor, dass die Beschwerdeführenden im Sudan zur Zeit akut bedroht sind. 5.3 Die Beschwerdeführenden befinden sich seit längerer Zeit – die Be- schwerdeführerin seit 2009 - im Sudan. Aufgrund ihrer bisherigen Ang a- ben und den in Kopie vorliegenden Flüchtlingsausweise n ist zur Zeit d a- von auszugehen, dass sie durch das UNHCR im Sudan als Flüchtling r e- gistriert worden sind. Folglich verfügen sie g emäss aktueller Aktenlage über die erforderliche temporäre Bewilligung, um sich im Sudan aufhalten E-3278/2013 Seite 14 zu können und geniessen weitgehend Schutz vor einer Abschiebung in ihr Heimatland Eritrea. Mit diesem Schutz ist allerdings nicht ein freies Aufenthaltsrechts für das ganze Land verbunden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Beschwerdeführenden im Sudan Schutz gefunden haben und die Möglichkeit hätten, sich in das ihnen zugewiesene Flüch t- lingslager zurückzugeben, sofern sie einen weiteren Aufenthalt in d er Re- gion Khartum nicht mehr in Betracht ziehen. Obschon unlängst von vorkommenden Deportationen von Eritreern in den Heimatstaat berichtet wurde (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-1452/2012 vom 15. Juni 2012 mit weiteren Hinweisen, sowie UNHCR , "UNHCR deeply concerned by deportation of Eritreans from Sudan", vom 26. Juli 2011), ist gleichwohl gemäss gesicherten Erkenntnissen das Risi- ko einer Verschleppung für Eritreer, die im Sudan vom UNHCR als Flüchtlinge anerkannt sind, gering, da die sudane sischen Behörden zwar tatsächlich teilweise eritreische Asylsuchende sowie Flüchtlinge deporti e- ren, diese Rückführungen indessen nicht flächendeckend erfolgen (vgl. statt vieler das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D -6054/2011 vom 24. April 2012). Den Akten sind denn auch keine Hinweise zu en t- nehmen, die auf ein besonderes Profil der Beschwerdeführenden, nä m- lich das Profil einer Person, an deren Auslieferung die eritreische Regi e- rung besonders interessiert wäre, schliessen liessen. Sodann ist, wen n- gleich nicht abzusprechen ist, dass die Lebensbedingungen in Khartum, schwierig sind, nicht anzunehmen, dass sie im Sudan den Lebensunte r- halt für sich alleine nicht mehr im bisherigen Rahmen werden bestreiten und mit der Unterstützung der eritreischen Diaspora werden rechnen können. Ob den Beschwerdeführenden, insbesondere angesichts der (...)-Erkrankung des Beschwe rdeführers, ein längerdauernde r Aufenthalt im Sudan zugemutet werden kann, wird nach erfolgter vollständiger E r- stellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu prüfen sein. Aufgrund der heute bestehenden Aktenlage ist eine aktuelle, akut dr o- hende Gefährdung der Beschwerdeführenden nicht erstellt , weshalb die Einreisebewilligung zur Zeit zu verweigern ist. 6. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die vorinstanzliche Verfü- gung vom 11. März 2013 aufzuheben ist. Die Akten sind zur Fortsetzung des erstinstanzlichen Verfahrens und zur Neubeurteilung an das BFM zu- rückzuweisen. E-3278/2013 Seite 15 Aufgrund der aktuellen Aktenlage ist die Einreise nach dem Gesagten nicht zu bewilligen. 7. 7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 7.2 Den Beschwerdeführenden wäre angesichts des Obsiegens im B e- schwerdeverfahren in Anwendung von Art. 64 Abs. 1 VwVG eine Parte i- entschädigung für die ihnen erwachsene n notwendigen Vertretungskos- ten zuzusprechen (vgl. Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2). Nachdem die Beschwerdeführenden nicht vertre- ten waren, ist nicht vom Entstehen derartiger Kosten auszugehen. Fol g- lich ist keine Parteientschädigung zu entrichten. (Dispositiv nächste Seite) E-3278/2013 Seite 16 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen. 2. Die Verfügung des BFM vom 11. März 2013 wird aufgehoben und das BFM angewiesen, das Verfahren fortzusetzen und nach Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes in der Sache neu zu entscheiden. 3. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 5. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die schweize- rische Vertretung in Khartum. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Christa Luterbacher Sandra Bodenmann Versand: