<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.1999.00386</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105944&amp;W10_KEY=4467149&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.1999.00386</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 02.11.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Anonymer Ideenwettbewerb in zwei Stufen zur Neugestaltung eines Bahnhofareals mit Umgebung. <br/><br/>Substanzierungspflicht im Beschwerdeverfahren (E. 2). Fristeinhaltung der Wettbewerbsbeiträge (E. 3). Verletzung der Anonymität? (E. 4). Trotz seiner Besonderheiten kann ein Ideenwettbewerb als förmliches Vergabeverfahren gemäss den Submissionsvorschriften ausgestaltet werden (E. 5c/aa). Mit dem Ideenwettbewerb wird kein Folgeauftrag in Aussicht gestellt; es wäre nicht zulässig, einen Folgeauftrag gestützt auf § 11 Abs. 1 lit. k SubmV freihändig zu vergeben (E. 5c/bb). Eignungsprüfung im Rahmen einer anonymen Skizzenselektion im selektiven Verfahren (E. 5c/dd-ee). Geringere Anforderungen an die Begründungspflicht bei Vergabeverfahren in Form von Wettbewerben mit anonymen Beiträgen und einer unabhängigen Jury (E. 6b).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANONYMITÃT">ANONYMITÃT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNGSPFLICHT">BEGRÃNDUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGNUNG">EIGNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FOLGEAUFTRAG">FOLGEAUFTRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IDEENWETTBEWERB">IDEENWETTBEWERB</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANUNGSWETTBEWERB">PLANUNGSWETTBEWERB</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃQUALIFIKATION">PRÃQUALIFIKATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SKIZZENSELEKTION">SKIZZENSELEKTION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSTANZIIERUNG">SUBSTANZIIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WETTBEWERB">WETTBEWERB</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 12 lit. I b IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">§ 6 lit. II SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 10 SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 11 lit. I k SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 22 SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 33 SubmV</span><br/><span class="gerade">Art. 55 lit. I a VoeB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2001 Nr. 11</span><br/><span class="gerade">RB 2000 Nr. 60</span><br/><span class="ungerade">RB 2000 Nr. 68</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Gemeinde X erÃ¶ffnete mit Ausschreibung vom 3. September 1999 ei­nen Ide­enwettbewerb in zwei Stufen zur Neugestaltung des Bahnhofbereichs X. GemÃ¤ss der Aus­schreibung vermÃ¶ge die heutige Situation am Bahnhof sowohl orts­baulich als auch ver­kehrstechnisch nicht zu befriedigen. Im Zuge der fÃ¤lligen Sanierung der Bahnhofstrasse solle die Gelegenheit genutzt werden, diesen wichtigen Aussenraum und seine bauliche Umgebung einschliesslich des Bezugs zum See gesamthaft aufzuwer­ten. Ziel des Wettbe­werbs sei somit das Finden von Ideen fÃ¼r ein Ã¼berzeugendes Gestal­tungs- und Verkehrs­konzept. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss Ausschreibung fanden auf den Wettbewerb die Bestimmungen Ã¼ber das se­lektive Verfahren gemÃ¤ss Art. 12 Abs. 1 lit. b der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) und § 10 der Submissi­ons­­verordnung vom 18. Juni 1997 (SubmV) Anwendung. GemÃ¤ss Aufgabenbeschrieb vom 18. August 1999 sollte das Verfahren in beiden Stufen anonym durchgefÃ¼hrt werden. In der ersten Stufe wurde das Notariat X als neutrale Schaltstelle in Anspruch genommen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nachdem im Rahmen der als "IdeenbÃ¶rse" bezeichneten ersten Stufe 41 VorschlÃ¤ge eingegangen waren, wurden diese durch ein Beurteilungsgremium bewertet. GestÃ¼tzt dar­auf wurden mit VerfÃ¼gung vom 1. Dezember 1999 acht Teams eingeladen, in der zweiten Stufe ihre Ideen zu einem Gesamtkonzept weiter zu entwickeln. Die Ã¼brigen Wettbewerb­s­teilnehmer wurden nicht mehr zur zweiten Stufe zugelassen. Unter den abgewiesenen Teil­nehmern finden sich A, B, C, und D, welche zu­sammen den Projektvorschlag Nr. 15 ("vice­versa") eingereicht hatten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit rechtzeitiger, irrtÃ¼mlich als "Rekurs" bezeichneter Beschwerde vom 10. De­zember 1999 gelangte A an das Verwaltungsgericht und beantragte, den Ent­scheid des Be­urteilungsgremiums aufzuheben, die Wettbewerbseingaben einer "ordent­li­chen formalen und inhaltlichen PrÃ¼fung" zu unterziehen und â eventuell unter Ausschluss fehlbarer Jury­mitglieder â erneut zu jurieren. Am 21. Dezember 1999 reichte A eine Vollmacht aller Teammitglieder nach.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Notariat X erstattete mit Schreiben vom 13. Januar 2000 dem Verwal­tungsge­richt Bericht Ã¼ber die Zustellung der VerfÃ¼gung vom 1. Dezember 1999 an die Wettbe­werbsteilnehmer sowie Ã¼ber die Fristwahrung bei der Einreichung der Projekte. In ihrer Beschwerdeantwort vom 14. Februar 2000 beantragte die Gemeinde X, die Be­schwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Mit Replik vom 16. MÃ¤rz 2000 und Duplik vom 10. April 2000 hielten die Parteien an ihren AntrÃ¤gen fest. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit erforderlich, in den nachstehenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Seit dem vollstÃ¤ndigen Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1995 Ã¼ber den Bin­nenmarkt (BGBM) am 1. Juli 1998 kÃ¶nnen alle kantonalen und kommunalen Vergabe­entscheide mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372). ErgÃ¤nzt durch die sinn­ge­mÃ¤ss heran­zuziehenden Vorschriften der IVÃ¶B, kommen auf das Beschwer­de­verfahren die Bestimmungen von §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Inter­kantonalen Vereinbarung vom 22. September 1996 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im selektiven Verfahren wird in § 4 lit. c IVÃ¶B-BeitrittsG ausdrÃ¼cklich als anfechtbarer Entscheid bezeichnet. Die Be­schwer­defÃ¼hrenden sind daher zur Beschwerde gegen den Entscheid der Beschwerdegeg­nerin, mit welchem ihnen die Teilnahme an der zweiten Stufe des Vergabeverfahrens ver­wehrt wurde, befugt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrenden den Ausschluss "fehlbarer Jurymitglieder" ver­langen, fehlt es an jeglicher BegrÃ¼ndung. Weder wird die konkrete Zusammensetzung des eingesetzten Beurteilungsgremiums, noch das Verhalten einzelner seiner Mitglieder bean­standet. Ebensowenig stellen sie diesbezÃ¼glich irgendwelche BeweisantrÃ¤ge.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unter diesen UmstÃ¤nden ist es nicht Aufgabe des Verwaltungsgerichts, systema­tisch nach den Tatsachenelementen zu forschen, die fÃ¼r oder gegen den Ausschluss einzel­ner Mitglieder des Beurteilungsgremiums sprechen. Die in § 60 des Verwaltungsrechts­pflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r das Beschwerdeverfahren vorgesehene Unter­suchungsmaxime entbindet die Parteien nicht von der Obliegenheit, den massgebenden Sach­verhalt in den Rechtsschriften darzustellen (RB 1982 Nr. 5, 1980 Nr. 22; Al­fred KÃ¶lz/­­­­JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 60 N. 1). Die Parteien sind aufgrund ihrer Mitwir­kungspflicht zur Substanzierung des rechtserheblichen Sachverhalts gehalten (KÃ¶lz/­Boss­hart/RÃ¶hl, § 7 N. 59 ff., § 60 N. 3). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da die BeschwerdefÃ¼hrenden gegen die Zusammensetzung des Beurteilungsgremi­ums und das Verhalten dessen Mitglieder wie gesagt nichts vorbringen, erweist sich die Be­schwerde insoweit als unbegrÃ¼ndet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gen, im Aufgabenbeschrieb vom 18. August 1999 sei der Abgabetermin fÃ¼r den Skizzenwettbewerb (erste Stufe) einmal mit 31. Ok­tober 1999, ein andermal mit 29. Oktober 1999 angegeben worden. Ge­mÃ¤ss der Beurteilung der ersten Stufe (Beschluss des Beurteilungsgremiums vom 22. No­vember 1999; seien "innert der Frist (bis zum 31. Oktober 1999) 41 Vor­schlÃ¤ge eingegan­gen". Dies lasse die Vermu­tung aufkommen, dass auch am 30. und 31. Ok­tober 1999 noch BeitrÃ¤ge entgegengenom­men worden seien. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Notariat X teilte dem Verwaltungsgericht mit Schreiben vom 13. Januar 2000 mit, die letzte persÃ¶nlich abgegebene Arbeit sei am 29. Oktober, ca. 16.30 Uhr, Ã¼ber­bracht worden. Hinsichtlich der postalisch zugestellten Eingaben seien die Projekte Nr. 38 (Post­stempel: 31. Oktober 1999; Eingang: 3. November 1999), Nr. 40 (Poststempel: 30. Ok­tober 1999; Eingang: 3. November 1999) und Nr. 41 (Poststempel: 2. November 1999; Eingang: 3. November 1999) "nach Ablauf der Frist" eingereicht worden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrenden ziehen in der Replik vom 16. MÃ¤rz 2000 die Angaben des Notariats X grundsÃ¤tzlich nicht in Zweifel. Sie werfen bloss die Frage auf, ob nicht mÃ¶glicherweise auch das "dazwischen liegende" Projekt Nr. 39 verspÃ¤tet eingereicht wor­den sei, zumal die Wettbewerbseingaben gemÃ¤ss ihrem Eingang fortlaufend numme­riert worden seien. Dies lÃ¤sst sich indessen ohne weiteres mit dem Umstand erklÃ¤ren, dass das Projekt Nr. 39 aus Stuttgart/Deutschland stammt und dessen Zustellung dementspre­chend lÃ¤nger dauerte. Die BeschwerdefÃ¼hrenden beanstanden sodann, der Beitrag Nr. 41 sei zur Beurteilung zugelassen worden, obwohl er nachweislich erst am 2. November 1999 der Post Ã¼bergeben worden sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Ob vorliegend der 29. oder der 31. Oktober 1999 als massgeblicher Abgabeter­min anzusehen ist, kann unter den gegebenen UmstÃ¤nden offen bleiben. Ebenso wenig ist von Bedeutung, dass die erst am 2. November 1999 aufgegebene Projektskizze Nr. 41 of­fensichtlich nicht fristgerecht eingereicht wurde. SÃ¤mtliche WettbewerbsbeitrÃ¤ge, deren Rechtzeitigkeit streitig ist, d.h. die Projekte Nr. 38, 39, 40 und 41, wurden nicht fÃ¼r die zweite Stufe (Gesamtkonzept) berÃ¼cksichtigt. Aus dem Umstand, dass allenfalls Projekte im Rahmen der ersten Stufe begutachtet wurden, die verspÃ¤tet eingereicht worden waren, kÃ¶nnen demzufolge die BeschwerdefÃ¼hrenden nichts zu ihren Gunsten ableiten. Insoweit sind die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht beschwert. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) aa) Sodann rÃ¼gen die BeschwerdefÃ¼hrenden in der Beschwerdeschrift eine Ver­letzung des AnonymitÃ¤tsgrundsatzes. Bei diversen Eingaben seien handschriftliche ErlÃ¤uterungen und Planbeschriftungen vorhanden. Insbesondere kÃ¶nne das Projekt Nr. 7, welches fÃ¼r die zweite Stufe ausgewÃ¤hlt worden sei, aufgrund der handschriftlichen Er­wÃ¤hnung der Ã¶rtlichen KlÃ¤ranlage, die in keinem plausiblen Zusammenhang mit der Wett­bewerbsaufgabe stehe, als Eingabe eines ortsansÃ¤ssigen Planers identifiziert werden. Es sei abzuklÃ¤ren, ob einzelne Mitglieder des Beurteilungsgremiums aus der erwÃ¤hnten Art der Darstellung Hinweise auf die Autorenschaft erhalten habe. Mit der Replik bekrÃ¤ftigen die BeschwerdefÃ¼hrenden ihren Standpunkt und verlangen darÃ¼ber hinaus, es sei abzuklÃ¤ren, "ob handschriftliche ErlÃ¤uterungen und Planbeschriftungen nicht grundsÃ¤tzlich die Ano­ny­mitÃ¤t verletzen". Auch habe das Verwaltungsgericht zu entscheiden, "ob Informationen, wel­che in keinem Zusammenhang mit der Wettbewerbsaufgabe stehen und mÃ¶gliche RÃ¼ck­­­schlÃ¼sse auf die Autorenschaft erlauben", zulÃ¤ssig seien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Die Gemeinde X hÃ¤lt dazu in der Beschwerdeantwort fest, zur Wahrung der Ano­nymitÃ¤t sei das Notariat X als neutrale Korrespondenzadresse und Vermitt­lungsinstanz eingeschaltet worden. Nur das Notariat habe Kenntnis der IdentitÃ¤ten der Teilnehmer ge­habt. Die Eingaben seien vom Notar G nummeriert und an­schliessend dem Bauamt X bzw. dem Beurteilungsgremium in neutraler Form zur Beurteilung Ã¼bergeben worden. Aufgrund der handschriftlichen ErlÃ¤uterungen und Planbe­schriftungen beim Projekt Nr. 7 kÃ¶nne nicht geschlossen werden, der Verfasser sei ortsan­sÃ¤ssig. Vielmehr hÃ¤tte sich jeder Wett­bewerbsteilnehmer Ã¼ber die weiteren Ã¶rtlichen Gege­benheiten anhand eines Ortsplans oder eines Spaziergangs vor Ort orientieren kÃ¶nnen. Ge­rade das nÃ¤here Kennenlernen der Ãrt­lichkeiten zeichne den seriÃ¶sen und gewissenhaften Wettbewerbsteilnehmer aus und zeuge von dessen ProfessionalitÃ¤t. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das Notariat X legte gegenÃ¼ber dem Verwaltungsgericht die IdentitÃ¤t des Ein­senders des Projekts Nr. 7 offen. Es handelt sich dabei entgegen den Vermutungen der Be­schwerdefÃ¼hrenden weder um einen ortsansÃ¤ssigen Projektverfasser noch um einen sol­chen aus der Region. Eine nach Art. 3 Abs. 1 BGBM sowie nach Art. 1 Abs. 2 lit. b IVÃ¶B un­zulÃ¤ssige Bevorzugung ortsansÃ¤ssiger Anbieter kann somit diesbezÃ¼glich ausgeschlos­sen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrenden darÃ¼ber hinaus behaupten, handschriftliche Be­merkungen auf den WettbewerbsbeitrÃ¤gen wÃ¼rden generell gegen den AnonymitÃ¤tsgrund­satz verstossen, ist ihre RÃ¼ge nicht substanziert. Abgesehen vom Projekt Nr. 7 nehmen sie keinen konkreten Bezug auf bestimmte handschriftliche Bemerkungen in den fÃ¼r die zweite Stufe qualifizierten Wettbewerbseingaben. Weder bringen sie vor, dass durch solche Plan­beschriftungen bestimmte Wettbewerbsteilnehmer unrechtmÃ¤s­sig bevor­zugt worden seien, noch vermÃ¶gen sie eine Verletzung der auf den Wettbewerb anzuwen­denden sub­missions­rechtlichen Bestimmungen auch nur ansatzweise darzulegen. Wie bereits erwÃ¤hnt ist es nicht Sache des Verwaltungsgerichts, nach allen massgebenden Tatsachenelementen zu for­schen (oben E. 2). Sodann wird auch der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen (§ 7 Abs. 3 VRG) im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren durch das RÃ¼geprinzip erheblich relativiert (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 82). Jedenfalls ist das Ver­wal­tungsgericht nicht verpflichtet zu prÃ¼fen, ob sich die Auswahl der Teilnehmer der zwei­ten Stufe unter schlechthin allen in Frage kommenden Aspekten als rechtmÃ¤ssig erweise. Eine Verletzung submissionsrechtlicher Bestimmungen ist hinsichtlich der genannten hand­schriftlichen Bemerkungen im Ãbrigen nicht zu erkennen, sofern im konkreten Fall die Gleichbehandlung der Anbieter gewÃ¤hrleistet blieb.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) In der Ã¶ffentlichen Publikation vom 3. September 1999 wurden fÃ¼r die Beur­teilung der eingereichten Projekte (erste Stufe) folgende Kriterien genannt: innovativer Ge­halt, Integration in ein Gesamtkonzept, Entwicklungspotenzial, Aufwand-Nutzen-VerhÃ¤lt­nis, ProfessionalitÃ¤t. Die vier erstgenannten Kriterien finden sich auch im Aufgabenbe­schrieb vom 18. August 1999, wohingegen nach diesen Unterlagen die Pro­fessio­nalitÃ¤t und Fachkompetenz fÃ¼r die Auswahl der Teilnehmenden an der zweiten Stufe le­diglich "mitbe­rÃ¼cksichtigt" werden. Im Sinn einer Zielsetzung wird im Aufgabenbe­schrieb das Sammeln einer breiten Palette von mÃ¶glichst vielfÃ¤ltigen, anregenden Ideen als "erstes Ziel" der Ide­enbÃ¶rse genannt. Als "zweites Ziel" sollten in der ersten Stufe Teams gefunden werden, welche Ã¼ber die erforderliche KreativitÃ¤t, Fachkompetenz und Leis­tungs­fÃ¤higkeit verfÃ¼gen, um die anspruchsvolle Gesamtaufgabe professionell zu be­wÃ¤lti­gen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gen sinngemÃ¤ss, es sei im PrÃ¤qualifikationsver­fahren keine genÃ¼gende EignungsprÃ¼fung vorgenommen worden. Sie beanstanden, fÃ¼r die zweite Stufe seien mindestens zwei Projekte selektioniert worden, an denen offensichtlich kein Fachplaner mitgewirkt habe. Demzufolge habe die Jury das genannte "zweite Ziel" bei der Beurteilung der Projekte nicht berÃ¼cksichtigt. Auch das Beurteilungskriterium der "In­tegration in ein Gesamtkonzept" setze in gewissem Mass die Arbeit eines interdisziplinÃ¤ren Teams voraus. Dasselbe gelte hinsichtlich des Kriteriums der ProfessionalitÃ¤t. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ferner beanstanden die BeschwerdefÃ¼hrenden, die Wettbewerbsbeurteilung sei in keiner Weise nachvollziehbar. Die im Beschluss des Beurteilungsgremiums vom 22. No­vember 1999 erwÃ¤hnten GrÃ¼nde fÃ¼r die NichtberÃ¼cksichtigung seien zwar schlÃ¼s­sig. Trotz­dem seien Projekte fÃ¼r die zweite Stufe selektioniert worden, welche im Hinblick auf die genannten AblehnungsgrÃ¼nde nicht hÃ¤tten berÃ¼cksichtigt werden dÃ¼rfen. Dies gelte na­ment­lich fÃ¼r das (selektionierte) Projekt Nr. 7, welches jedenfalls hÃ¤tte abge­lehnt werden mÃ¼ssen (was in der Replik, S. 3, nÃ¤her ausgefÃ¼hrt wird). Es sei unverstÃ¤nd­lich, dass fÃ¼r die zweite Stufe auch solche Projekte berÃ¼cksichtigt worden seien, die auf­grund ihrer QualitÃ¤t nicht von interdisziplinÃ¤ren Teams stammen kÃ¶nnten oder lediglich Ideen zu Einzelaspek­ten aufzeigten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Die Beschwerdegegnerin hÃ¤lt entgegen, dem Beurteilungsgremium komme bei der Beurteilung und Auswahl der Wettbewerbsarbeiten naturgemÃ¤ss ein erheblicher Er­mes­sensspielraum zu. In diesen Spielraum dÃ¼rfe im Beschwerdeverfahren nur eingegriffen wer­den, wenn das Ermessen offenkundig Ã¼berschritten werde. Die BeschwerdefÃ¼hrenden hÃ¤tten jedoch darauf verzichtet, ihre RÃ¼ge nÃ¤her zu substanzieren, weshalb auf ihre Argu­mente nicht einzutreten sei. Die Jury habe bei der Beurteilung die im Aufgabenbeschrieb festgehaltenen Kriterien angewandt; gemÃ¤ss Aufgabenbeschrieb seien die Kriterien der Fachkompetenz und ProfessionalitÃ¤t lediglich mit zu berÃ¼cksichtigen. Die Jury sei gesamt­haft mit wenigen Ã¼berzeugenden VorschlÃ¤gen konfrontiert gewesen. Um Ã¼berhaupt acht Projekte zu finden, habe sie auf BeitrÃ¤ge zurÃ¼ckgegriffen, die noch nicht vollumfÃ¤nglich ausgereift seien, die aber erfolgversprechende Potenziale zeigten. Dies sei sinnvoller, als Projekte auszuwÃ¤hlen, die zwar intensiver bearbeitet, aber von ihrer Grundhaltung falsch oder nicht angemessen gewesen seien. Die Beurteilung der ersten Stufe bilde lediglich die Grundlage fÃ¼r die Teilnahme an der zweiten Stufe. In dieser zweiten Stufe sei es den Ein­geladenen freigestellt, sich personell zu verstÃ¤rken und fachliche LÃ¼cken zu schlies­sen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) aa) Das kantonale Submissionsrecht erwÃ¤hnt die Planungswettbewerbe einzig in § 11 Abs. 1 lit. k SubmV, wonach eine Vergabe freihÃ¤ndig erfolgen kann, sofern der Ver­trag aufgrund eines Planungs- oder Gesamtleistungswettbewerbs mit dem Gewinner ge­schlossen werden soll. Vorausgesetzt ist, dass die Organisation des Wettbewerbs den Grund­­sÃ¤tzen des IVÃ¶B-BeitrittsG und der SubmV entspricht, insbesondere mit Bezug auf die VerÃ¶ffentlichung einer Einladung an angemessen qualifizierte Anbieterinnen und An­bieter zur Teilnahme (§ 11 Abs. 1 lit. k Satz 2 SubmV). Sodann ist zur Beurteilung eine unabhÃ¤ngige Jury einzusetzen (§ 11 Abs. 1 lit. k Satz 3 SubmV). Von Bedeutung sind die Besonderheiten eines Ideenwettbewerbs, nÃ¤mlich dass einerseits <i>bereits wÃ¤hrend des Wett­bewerbsverfahrens </i>die charakteristischen Leistungen, d.h. die Ausarbeitung von LÃ¶sungs­vorschlÃ¤gen, erbracht werden, und anderseits <i>sÃ¤mtliche Wettbewerbsteilnehmer </i>eine Leis­tung erbringen. DemgegenÃ¼ber wird Ã¼blicherweise in einem Vergabeverfahren lediglich <i>ein einziger Anbieter</i> ausgewÃ¤hlt, welcher <i>nach Abschluss des Vergabeverfahrens</i> die aus­geschriebene Leistung erbringt. Trotz dieser grundlegenden Unterschiede spricht jedoch nichts dagegen, bereits das Wettbewerbsverfahren als fÃ¶rmliches Vergabeverfahren gemÃ¤ss den Submissionsvorschriften auszugestalten, zumal auch im Rahmen von Ideenwettbewer­ben gegenÃ¼ber der Ã¶ffentlichen Hand Leistungen in den Bereichen Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung im Sinn von Ziff. 11 des Anhangs 2 zur SubmV erbracht werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Vorliegend stehen gemÃ¤ss Aufgabenbeschrieb im Rahmen der zweiten Stufe "fÃ¼r die EntschÃ¤digung und PrÃ¤mierung guter Arbeiten" Fr. 60'000.- zur VerfÃ¼gung. Dem­gegenÃ¼ber spielt es hinsichtlich des Schwellenwerts keine Rolle, dass in der Gemein­dever­sammlung vom 22. Juni 2000 die Stimmberechtigten einen Planungskredit von Fr. 600'000.- bewilligt haben (Zeitungsartikel vom Juni 2000) und dass fÃ¼r die Umsetzung des Vorhabens mit Kosten von insgesamt 16,5 Millionen Fran­ken gerechnet wird. GemÃ¤ss den Ausschreibungsunterlagen ist lediglich geplant, die Ver­fasser von prÃ¤mierten Arbeiten (nach Abschluss des Wettbewerbs) fÃ¼r die Weiterent­wick­lung ihrer Ideen <i>zuzuziehen</i> (vgl. Aufgabenbeschrieb S. 6); ein Folgeauftrag wird da­mit den Wettbewerbsgewinnern nicht oder jedenfalls nicht konkret in Aussicht gestellt. Dies ent­spricht dem Wesen des Ideen­wettbewerbs, bei welchem LÃ¶sungsvorschlÃ¤ge fÃ¼r Aufgaben gesucht werden, die nur all­gemein umschrieben und abgegrenzt sind. In diesen FÃ¤llen be­steht die Gegenleistung sei­tens der VergabebehÃ¶rde fÃ¼r die VorschlÃ¤ge in erster Linie aus Preisen, wohingegen der Gewinner keinen Anspruch auf einen weiteren planeri­schen Auf­trag hat (vgl. fÃ¼r Vergaben des Bundes Art. 55 Abs. 1 lit. a der Verordnung vom 11. De­zem­ber 1995 Ã¼ber das Ã¶ffentli­che Beschaffungswesen; ferner SIA-Ordnung 142 fÃ¼r Archi­tektur- und Ingenieurwettbe­werbe, Ausgabe 1998, Art. 3.2). Es wÃ¤re nach Abschluss des Ideenwettbewerbs auch nicht zulÃ¤ssig, einen Folgeauftrag gestÃ¼tzt auf § 11 Abs. 1 lit. k SubmV freihÃ¤ndig zu vergeben. EnthÃ¤lt aber der Auftrag keine Option auf FolgeauftrÃ¤ge, sind fÃ¼r die Berechnung des Auf­tragswerts allein die in Aussicht gestellten Preise in der HÃ¶he von Fr. 60'000.- zu beachten (§ 6 Abs. 2 SubmV e contrario).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r DienstleistungsauftrÃ¤ge gelten die Schwel­len­werte von Art. 7 Abs. 1 lit. b IVÃ¶B und § 8 SubmV: Sie kÃ¶nnen bei Auf­trags­werten unter Fr. 50'000.- im freihÃ¤ndigen Verfah­ren und bei solchen unter Fr. 248'950.- im Einla­dungs­verfahren verge­ben werden; ab Fr. 248'950.- ist ein offenes oder selektives Verfahren durch­zufÃ¼hren (§ 8 Abs. 1 SubmV), wobei dieses bei Werten ab Fr. 383'000.- (Art. 7 Abs. 1 lit. b IVÃ¶B) nach den Regeln der Interkantonalen Vereinbarung abgewickelt werden muss (VGr, 3. November 1999, BEZ 1999 Nr. 37 E. 4a). Obwohl vorliegend - wie erwÃ¤hnt - hinsichtlich der Schwellenwerte lediglich die Preissumme von Fr. 60'000.- von Bedeutung ist und der Wettbewerb demzu­folge auch im Einladungsverfahren hÃ¤tte durchgefÃ¼hrt werden kÃ¶nnen, hat die Beschwer­degegnerin von sich aus eine Submission im selektiven Verfahren eingeleitet und ist der Wettbewerb demzufolge den entsprechenden Regeln gemÃ¤ss der Inter­kantonalen Vereinba­rung und der Submissionsverord­nung unterworfen. Es ist stets zulÃ¤ssig, ein hÃ¶her­stufiges Verfahren durchzufÃ¼hren, als im konkreten Fall erforderlich wÃ¤re, doch muss sich der Ã¶f­fentliche Auftraggeber bei der gewÃ¤hlten Verfahrensart behaf­ten lassen und hat er die dafÃ¼r geltenden GrundsÃ¤tze z.B. betreffend Nichtdiskrimi­nierung und Gleichbehandlung ein­zu­hal­ten (VGr, 3. November 1999, BEZ 1999 Nr. 36). Demzufolge sind vorliegend grund­sÃ¤tzlich die Regeln Ã¼ber das selektive Ver­fahren gemÃ¤ss Submissionsverordnung anzu­wenden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Beim selektiven Verfahren werden die interessierten Anbieter in der Ausschrei­bung eingeladen, einen Antrag auf Teilnahme im Vergabeverfahren zu stellen. Alle An­bie­ter kÃ¶nnen einen Antrag auf Teilnahme einreichen. Der Auftraggeber bestimmt sodann auf­grund von Eignungskriterien die Anbieterinnen und Anbieter, die ein Angebot einrei­chen dÃ¼rfen (Art. 12 Abs. 1 lit. b IVÃ¶B). Im Rahmen der ersten Stufe (sog. PrÃ¤qualifikati­onsver­fahren) geht es mithin vorab um eine EignungsprÃ¼fung, die anhand objektiver und Ã¼ber­prÃ¼f­barer Kriterien vorzunehmen ist (Art. 13 lit. d IVÃ¶B). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die vergebende BehÃ¶rde legt die fÃ¼r eine Beschaffung massgeblichen Eig­nungs­kriterien im Hinblick auf die Besonderheiten des jeweiligen Auftrags anhand objektiver Merkmale fest. Dabei steht ihr, ebenso wie bei der Festlegung der Zuschlagskriterien (VGr, 24. MÃ¤rz 1999, BEZ 1999 Nr. 13 E. 3b), ein erheblicher Beurteilungsspielraum zur VerfÃ¼­gung. Um die notwendige Transparenz des Vergabe­verfahrens (vgl. Art. 1 Abs. 2 lit. c IVÃ¶B) zu ge­wÃ¤hr­leisten, muss die Festlegung der Eignungskriterien schon zu Beginn des Verfahrens erfol­gen, und diese sind den Interessen­ten in den Ausschreibungsunterlagen bekannt zu geben (VGr, 17. Februar 2000, BEZ 2000 Nr. 27 E. 4b/aa). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Eignungskriterien umschreiben die Anforderungen, welche an die Bewerber ge­stellt werden, um zu gewÃ¤hrleisten, dass sie zur Erbringung der ausgeschriebenen Leistung in der Lage sind. GemÃ¤ss § 22 SubmV geht es bei den Eignungskriterien zwar vorab um die finanzielle, wirtschaftliche, fachliche und organisatorische LeistungsfÃ¤higkeit der An­bietenden. Sind solche personenbezogene Merkmale indessen - wie beim vorliegend durch­gefÃ¼hrten anonymen Ideenwettbewerb - fÃ¼r die Erbringung der charakteristischen Leistung ohne bzw. nur von untergeordneter Bedeutung, ist die Eignung nach anderen, sachge­rech­teren Kriterien zu ermitteln. Vorliegend sollten anhand des Skizzenwettbewerbs der ersten Stufe geeignete Projekte fÃ¼r die Weiterbearbeitung in der zweiten Stufe gefun­den werden, wobei gemÃ¤ss Ausschreibung vom 3. September 1999 wie erwÃ¤hnt folgende Beurteilungs­kriterien zur Anwendung kommen sollten: innovativer Gehalt, Integration in ein Gesamt­konzept, Entwicklungspotenzial, Aufwand-Nutzen-VerhÃ¤ltnis, ProfessionalitÃ¤t. Von Be­deu­­tung ist, dass der Wettbewerb anonym war und die Beurteilung nach den ge­nannten Kri­terien allein anhand der eingereichten Projektskizzen vorgenommen werden konnte. Zu­sÃ¤tzliche Unterlagen hatten die Wettbewerbsteilnehmer nicht einzureichen. Eine Eig­nungs­prÃ¼fung, die sich wie hier auf die Weiterbearbeitung einer Projektidee beschrÃ¤nkt und sich nicht etwa auch auf die Eignung zur AusfÃ¼hrung eines konkreten Planungsauf­trags er­streckt, kann ohne weiteres allein gestÃ¼tzt auf Projektskizzen vorgenommen wer­den, zumal in diesem Fall personenbezogene Kriterien wie etwa die organisatorische, fach­liche oder finanzielle LeistungsfÃ¤higkeit keine entscheidende Rolle spielen. Zu berÃ¼ck­sichtigen ist in diesem Zusammenhang auch, dass bei einem Wettbewerb ohne Folgeauf­tragsoption im Zeit­punkt des Zuschlags, also des Entscheids Ã¼ber die Preisverleihung, die charak­teristi­schen Leistungen der Wettbewerbs­teilnehmer bereits erbracht worden sind. WÃ¤re etwa ein Teilnehmer aufgrund personenbezogener MÃ¤ngel nicht in der Lage, eine Ã¼berzeugende Pro­jektskizze einzureichen, kÃ¶nnte diesem schon deshalb kein Preis zuge­sprochen werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ee) Die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gen vorab die Bewertung hinsichtlich der verlang­ten ProfessionalitÃ¤t und Fachkompetenz. Sie beanstanden, es seien mindestens zwei Pro­jekte fÃ¼r die zweite Stufe qualifiziert worden, bei denen "offensichtlich kein Fachplaner, mit Sicherheit kein kompetentes Planungsteam" die Projektidee bearbeitet habe. Dazu ist zu sagen, dass sich das Kriterium der ProfessionalitÃ¤t/Fachkompetenz bei einem anonymen Planungswettbewerb selbstredend nicht auf die Qualifikationen der Projektbearbeiter, son­dern allein auf die QualitÃ¤t der eingereichten Projektskizzen beziehen kann. Hinsichtlich der Projektbearbeiter wurden keine konkreten fachlichen Qualifikationen verlangt. Insbe­sondere kann entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrenden den Ausschreibungsunterla­gen nicht entnommen werden, die Bearbeitungsteams mÃ¼ssten sich interdisziplinÃ¤r zu­sam­mensetzen. Solche personenbezogene Qualifikationen kÃ¶nnten im Ãbrigen im Rahmen eines anonymen Wettbewerbs wohl auch gar nicht Ã¼berprÃ¼ft werden. AnzufÃ¼gen ist auch, dass das genannte Kriterium der ProfessionalitÃ¤t nur ein Eignungskriterium von vielen und unter diesen erst noch das letztgenannte darstellt (vgl. Ausschreibung vom 3. September 1999). Auch gemÃ¤ss dem Aufgabenbeschrieb werden ProfessionalitÃ¤t und Fachkompetenz lediglich "mitberÃ¼cksichtigt". </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden weder in ihrer Beschwerde noch in der Replikschrift im Einzelnen darlegen, welche anderen Projekte aus welchen GrÃ¼nden ihrer Ansicht nach infolge mangelnder ProfessionalitÃ¤t nicht hÃ¤tten fÃ¼r die zweite Stufe berÃ¼cksichtigt werden dÃ¼rfen. Das lediglich beispielhaft erwÃ¤hnte Projekt Nr. 7, welches ihrer Meinung nach nicht hÃ¤tte fÃ¼r die zweite Stufe selektioniert werden dÃ¼rfen (vgl. Replikschrift S. 3), war in erster Linie anhand der genannten Kriterien zu be­urteilen. Ihm kÃ¶nnen innovativer Gehalt, die Integration in ein Gesamtkonzept, Entwick­lungspotenzial und ein gutes Aufwand-Nutzen-VerhÃ¤ltnis jedenfalls nicht von vornherein abgesprochen werden. Doch selbst wenn sich ergeben sollte, dass dieses Projekt zu Un­recht fÃ¼r die zweite Stufe ausgewÃ¤hlt worden war, hÃ¤tte dies nicht zur Folge, dass deswe­gen die BeschwerdefÃ¼hrenden mit ihrem Projekt hÃ¤tten berÃ¼cksichtigt werden mÃ¼ssen. Aus den Beanstandungen hinsichtlich des Projekts Nr. 7 kÃ¶nnen sie somit nichts zu ihren Guns­ten ableiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Insgesamt erweist sich die Beschwerde demzufolge auch insoweit als unbegrÃ¼ndet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. a) Schliesslich rÃ¼gen die BeschwerdefÃ¼hrenden (in der Replik) sinngemÃ¤ss eine Verletzung der BegrÃ¼ndungspflicht. Es fehle an einer nachvollziehbaren, transparenten Beurteilung der ersten Stufe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdegegnerin hÃ¤lt dazu in der Duplik fest, die ObjektivitÃ¤t des Vergabe­verfahrens sei vorliegend schon infolge der AnonymitÃ¤t der Teilnehmer in hohem Mass gewÃ¤hrleistet. Bei Projekt- oder Ideenwettbewerben sei ein direkter Vergleich der einge­henden BeitrÃ¤ge nur sehr schwer mÃ¶glich und vorliegend auch nicht sachgerecht. Die Be­ur­teilung habe sich darauf konzentrieren mÃ¼ssen, wie sich der einzelne Teilnehmer auf die Wettbewerbsvorgaben eingestellt und diese entsprechend in eine Projektidee umgesetzt ha­be. Eine Beurteilung und BegrÃ¼ndung, wie sie die BeschwerdefÃ¼hrenden verlangen, wÃ¤re mit einem enormen Aufwand verbunden. Ein solcher unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig hoher Auf­wand kÃ¶nne nicht das Ziel des Submissionsrechts sein. Das Beurteilungsgremium habe be­wusst auf die Begutachtung der einzelnen Projektideen verzichtet und sich auf das Dar­le­gen der unterschiedlichen GrÃ¼nde fÃ¼r die NichtberÃ¼cksichtigung beschrÃ¤nkt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Auswahl der Teilnehmer im selekti­ven Vergabeverfahren stellt nach § 4 lit. c IVÃ¶B-BeitrittsG eine anfechtbare VerfÃ¼gung dar, weshalb sie als solche zu be­grÃ¼nden ist. Die BegrÃ¼ndungspflicht ergibt sich aus dem An­spruch auf rechtliches GehÃ¶r, der in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfas­sung der Schweizerischen Eidgenos­senschaft vom 18. April 1999 (BV) verankert ist (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 36); sie wird Ã¼berdies in § 10 Abs. 2 VRG ausdrÃ¼cklich festgehalten. Nach den Spezialvorschriften von Art. 13 lit. h IVÃ¶B und § 33 SubmV ist die Vergabestelle indessen bei der ErÃ¶ffnung des Zuschlags lediglich zu einer kurzen BegrÃ¼ndung bzw. zur Mit­tei­lung einiger vorwiegend formeller Angaben ver­pflichtet (§ 33 Abs. 1 SubmV); nur auf Gesuch eines An­bieters hat sie diesem die wesentli­chen GrÃ¼nde fÃ¼r seine NichtberÃ¼ck­sichtigung bekannt zu geben (§ 33 Abs. 2 SubmV; vgl. VGr AG, AGVE 1998, S. 425). Ob diese Be­stim­mungen auch bei der ErÃ¶ffnung von <i>PrÃ¤­qualifikationsentscheiden</i> zur An­wendung kom­men, kann in diesem Verfahren offen ge­lassen werden, da die im Bericht des Beurteilungsgremiums vom 22. November 1999 ent­haltenen AusfÃ¼hrungen den Anforderungen an die BegrÃ¼ndungspflicht genÃ¼­gend Rech­nung trugen. Darin wurde festgehalten, dass die GrÃ¼nde fÃ¼r eine NichtberÃ¼ck­sichtigung sehr unterschiedlich gewesen seien. Sodann wurde - nach Fallgruppen geord­net - dargelegt, weshalb die abgewiesenen Projekte nicht fÃ¼r die zweite Stufe ausgewÃ¤hlt worden seien. Es konnte darauf verzichtet werden, im Einzelnen darzulegen, welcher der aufgefÃ¼hrten NichtberÃ¼cksichtigungsgrÃ¼nde auf die einzelnen Projekte zutraf. Zu berÃ¼ck­sichtigen ist, dass bei Vergabeverfahren in der Form von Wettbewerben mit anonymen Bei­trÃ¤gen und einer unabhÃ¤ngigen Jury aufgrund der durch diese Besonderheiten bereits weitgehend ge­wÃ¤hrleisteten ObjektivitÃ¤t und Transparenz die Anforderungen an die Be­grÃ¼ndungspflicht weniger streng sind. Den Wettbewerbsteil­nehmern war jedenfalls zuzu­muten, anhand die­ser unterschiedlichen GrÃ¼nde zu ersehen, weshalb ihr Projekt nicht fÃ¼r die zweite Stufe ausgewÃ¤hlt worden war. Selbst die BeschwerdefÃ¼hrenden bezeichneten in ihrer Beschwer­deschrift die GrÃ¼nde fÃ¼r die NichtberÃ¼cksichtigung als "in sich schlÃ¼ssig". Von einer unge­nÃ¼genden BegrÃ¼ndung kann somit keine Rede sein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>