<h2>SubmittedText<h2><p>Aus Anlass der Luzerner T-Shirt-Affäre in einer Rekrutenschule habe ich am 8. März 1993 den Sexismus in der Armee thematisiert und angeregt, dieses Problem zusammen mit dem Gleichstellungsbüro anzugehen. Der Bundesrat hat geantwortet, dass er diese Möglichkeit dem Ausbildungschef der Armee unterbreiten werde.</p><p>Im Zusammenhang mit der am 9. Dezember 1993 vom Evangelischen Frauenbund der Schweiz eingereichten Petition "Stopp der Gewalt", welche generell die Gewalt gegen Frauen thematisiert, möchte ich nun auf dieses Anliegen zurückkommen und folgende Fragen stellen:</p><p>1. Ist der Ausbildungschef der Armee in dieser Sache tätig geworden?</p><p>2. Wenn ja, welche konkreten Schritte von seiten der Armee sind unternommen worden?</p><p>3. Welche weiteren sind geplant?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Nach dem Vorfall vom vergangenen Jahr in einer Rekrutenschule hat der Ausbildungschef der Armee folgende Massnahmen getroffen: Er hat das Thema an seinen Rapporten mit den Waffenchefs und Schulkommandanten behandelt und angeordnet, dass letztere die Sujets auf Freizeit- und Sportbekleidungen (Trainer, T-Shirts usw.) in ihren Schulen zu genehmigen haben. In den Offiziersschulen orientiert überdies eine Vertreterin des Militärischen Frauendienstes über die freiwillige Mitwirkung der Frau in der Gesamtverteidigung und das Frauenbild in der Armee.</p><p>Vorfälle wie derjenige vom vergangenen Jahr, die allerdings bei rund 11 Millionen Diensttagen nur Einzelfälle darstellen, sind zu verurteilen. Sie verletzen die Würde der Frauen und prägen ein Frauenbild, das verhindert werden muss. Da indessen das Bild der Frau nicht primär in der Armee, sondern zur Hauptsache in der zivilen Gesellschaft geprägt wird, sind dort die geeigneten Schritte zum verbesserten Schutz der Frauenwürde in die Wege zu leiten. In der Armee drängen sich über die vom Ausbildungschef bereits getroffenen Massnahmen hinaus vorderhand keine weiteren Anordnungen auf.</p>