<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00379</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106172&amp;W10_KEY=13013577&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00379</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.06.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Submission betreffend die Ingenieurleistungen (Planung, Projektierung, Koordination) einer Kläranlage Die Bewertung des Zuschlagskriteriums "Preis" ist rechtswidrig, wenn zur Ermittlung der Bestnote auf das arithmetische Mittel der drei günstigsten (von insgesamt fünf) Offerten abgestellt wird und dies zur Folge hat, dass das preislich günstigste Angebot auch dann noch die Höchstnote erhalten hätte, wenn es 35 % teurer gewesen wäre. Indem das preislich teuerste Angebot mit einem fast doppelt so hohen Offertpreis im mittleren Bereich der Notenskala eingestuft wurde, wurde im Ergebnis das Kriterium "Preis" deutlich weniger stark gewichtet als in den Ausschreibungsunterlagen angekündigt. Gutheissung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNGSMETHODE">BEWERTUNGSMETHODE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGNUNGSVERGLEICH">EIGNUNGSVERGLEICH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREIS">PREIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAGSKRITERIEN">ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 16 lit. ii IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">Art. 18 IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">§ 17 lit. I i SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Der "Zweckverband D" erÃ¶ffnete mit Ausschreibung vom 12. Mai 2000 ein Sub­missionsverfahren fÃ¼r die Vergabe der Planung, Projektierung und Koordination des Aus­baus der KlÃ¤ranlage. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bis zum Eingabetermin gingen acht Offerten ein. Mit Beschluss der KlÃ¤ranlagen­kommission vom 21. September 2000 wurde der Auftrag an die Ingenieurgemeinschaft G vergeben. Den nicht berÃ¼cksichtigten Anbie­tern, darunter der Firma A, wurde der Ent­scheid mit Schreiben vom 19. Oktober 2000 erÃ¶ffnet. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen den Vergabeentscheid des Zweckverbands D erhob die Firma A am 2. No­vember 2000 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragte zur Hauptsache, der Zuschlag sei aufzuheben und der Auftrag ihr zu erteilen. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin wurde der Beschwerde mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 29. November 2000 die aufschiebende Wirkung erteilt. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschwerdeantworten vom 24. November 2000 beantragten der Zweckverband D sowie die Ingenieurgemeinschaft G die Be­schwerde abzuweisen, unter Kosten- und Ent­schÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerde­fÃ¼hrerin. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Replik und Duplik hielten die Parteien sowie die Mitbeteiligten an ihren Stand­punkten fest. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit rechtserheblich, in den nachfolgen­den EntscheidgrÃ¼nden wiedergegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittel­bar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Der vorliegend als Vergabestelle auftretende kommunale Zweckverband un­tersteht als TrÃ¤ger kommunaler Aufgaben denselben Regeln (Art. 5 Abs. 1 des Bundesge­setzes vom 6. Oktober 1995 Ã¼ber den Binnenmarkt; § 1 Abs. 3 der Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 [SubmV]). Die Beschwerde ist daher zulÃ¤ssig. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf das Beschwer­de­verfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Verein­barung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Inter­kantonalen Vereinba­rung vom 22. September 1996 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht zur Hauptsache geltend, dass die VergabebehÃ¶rde die Zuschlagskriterien zu ihrem Nachteil einseitig gehandhabt habe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Nach § 31 Abs. 1 SubmV erfolgt der Zuschlag - sofern nicht ausnahmsweise das alleinige Kriterium des niedrigsten Preises (§ 31 Abs. 2 SubmV) zur Anwendung kommt - auf das wirtschaftlich gÃ¼nstigste Angebot. Bei der Bewertung der Angebote ist das Preis-Leistungs-VerhÃ¤ltnis zu beachten, wobei neben dem Preis insbesondere die folgenden Kri­terien berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen: QualitÃ¤t, Termine, Wirtschaftlichkeit, Betriebskosten, Kundendienst, Ãkologie, ZweckmÃ¤ssigkeit, technischer Wert, Ãsthetik, KreativitÃ¤t, Lehr­lingsausbildung, Infrastruktur. Die fÃ¼r eine bestimmte Beschaffung massgeblichen Zu­schlags­kriterien werden von der VergabebehÃ¶rde im Hinblick auf die Besonderheiten des Auftrags festgelegt. Dabei steht ihr ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu. Um die not­wendige Transparenz des Vergabeverfahrens zu gewÃ¤hrleisten, sind die Zuschlagskriterien den Interessenten zu Beginn des Verfahrens in den Ausschreibungsunterlagen bekannt zu geben (§ 17 Abs. 1 lit. i SubmV), und aus der Bekanntgabe muss ersichtlich sein, welches Gewicht den einzelnen Kriterien zukommt. Um die relative Bedeutung der einzelnen Krite­rien ersichtlich zu machen, mÃ¼ssen diese zumindest in der Reihenfolge ihrer Bedeutung bekannt gegeben werden (vgl. zum Ganzen RB 1999 Nr. 62 = BEZ 1999 Nr. 13 E. 3b = ZBl 100/1999, S. 372). <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei der Beurteilung der Angebote anhand der Zuschlagskriterien steht der Vergabe­stelle ebenfalls ein Ermessensspielraum zur VerfÃ¼gung, in welchen das Verwaltungsge­richt, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B), nicht eingreift. Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Miss­brauch des Ermessens (VGr, 7. Juli 1999, BEZ 1999 Nr. 26 E. 6a). <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Beschwerdegegner hat entsprechend dem im Pflichtenheft zur Ausschrei­bung bekanntgegebenen Vorgehen die Offertsteller zuerst anhand der nachste­henden <i>Eig­nungs</i>kriterien beurteilt (Eignungsbeurteilung): <br/> <br/> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- Qualifikation und Referenzen der zwei SchlÃ¼sselpersonen im Bereich kommunaler KlÃ¤ranlagen auf den Gebieten Sanierungen und Erweite­rungen, verfahrenstechnische Optimierungen und Energieanalysen/<br/> -optimierungen</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- Referenzen vergleichbarer Objekte der Firma oder der Bietergemein­schaft (kommunale ARA, Sanierungen, seit 1990 abgeschlossen) </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- Bei Bietergemeinschaften: Erfahrung in der Zusammenarbeit </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- Kenntnis der lokalen VerhÃ¤ltnisse </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- Personelle LeistungsfÃ¤higkeit zur erfolgreichen Abwicklung des vor­gesehenen Projekts </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- Instrumentelle LeistungsfÃ¤higkeit zur erfolgreichen Abwicklung des vorgesehenen Projekts <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Von den acht offerierenden Anbietern schloss der Beschwerdegegner drei Bewerber vom Verfahren aus und liess fÃ¼nf Offertsteller mit Durchschnittsnoten zwischen 3,4 - 4,5 zum Zuschlagsvergleich zu. Der Zuschlag erfolgte aufgrund einer Beurteilung der fÃ¼nf An­gebote anhand der folgenden <i>Zuschlags</i>kriterien: </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Zuschlagskriterium</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Gewicht</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Durchschnittsnote Eignungsbeurteilung </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>45 %</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Preis</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>40 %</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Ãbersichtlichkeit und QualitÃ¤t der Offerte </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>15 %</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>100 %</span></b></p> </td> </tr> </table> <p class="Einzug1"><span><br/> Die fÃ¼nf Angebote erhielten folgende Punktzahlen: </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Zuschlagskriterien </span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Ge-wicht</span></b></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Firma A</span></b></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>INGE NIEUR-GEMEIN. G</span></b></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Firma I</span></b></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Firma K</span></b></p> </td> <td colspan="2" valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Firma M</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Note</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Punkte</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Note</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Punkte</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Note</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Punkte</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Note</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Punkte</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Note</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Punkte</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Durchschnitts-note Eignungs-vergleich</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>45</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>3.9</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1.8</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>4.5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2.0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>3.5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1.6</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>3.4</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1.5</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>3.6</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1.6</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Preis </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>40</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>5.0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2.0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>4.4</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1.8</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>5.0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2.0</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2.8</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1.1</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>4.4</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1.8</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>3</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Ãbersichtlich­keit und Quali-tÃ¤t der Offerte </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>15</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>4.4</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>0.7</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>4.4</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>0.7</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>4.3</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>0.7</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>4.7</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>0.7</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>4.6</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>0.7</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span> </span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Gesamt-bewertung</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>100</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span> </span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>4.4</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span> </span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>4.4</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span> </span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>4.2</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span> </span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>3.3</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span> </span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>4.1</span></b></p> </td> </tr> </table> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aufgrund dieser Auswertung erzielte die BeschwerdefÃ¼hrerin somit die selbe Ge­samtzahl von 4.4 Punkten wie die Ingenieurgemeinschaft G. Der Zuschlag an die Letztere erfolgte aufgrund der sehr guten Kenntnisse der lokalen VerhÃ¤ltnisse sowie der bisherigen langjÃ¤hrigen bewÃ¤hrten Zusammenarbeit. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Liegen nach der Auswertung der Zuschlagskriterien zwei Bewerber gleichauf, so darf die Vergabestelle gemÃ¤ss der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts nach ihrem Er­messen zwischen den beiden Angeboten wÃ¤hlen (VGr, 2. November 2000, VB.2000.00044 E. 5g). Ob das vom Beschwerdegegner in dieser Situation angewandte Auswahlkriterium (lokale Kenntnisse und bisherige Zusammenarbeit) das ZweckmÃ¤ssigste gewesen sei, muss nicht beurteilt werden; jedenfalls bedeutete dessen Anwendung weder eine Ãberschreitung noch einen Missbrauch des Ermessens. Die BeschwerdefÃ¼hrerin vermag daher mit ihrer Beschwerde nur zu obsiegen, wenn sich ergibt, dass ihr Angebot hÃ¶her als dasjenige der Mitbeteiligten hÃ¤tte bewertet werden mÃ¼ssen. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Beim Eignungsvergleich erhielt die BeschwerdefÃ¼hrerin die Durchschnittsnote 3,9 gegenÃ¼ber 4,5 fÃ¼r die berÃ¼cksichtigte Ingenieurgemeinschaft <span>G</span>. Der Vergleich der sechs "Eignungskriterien" erfolgte aufgrund verschiedener, genau umschriebener und ge­wichteter Unterkriterien und einer detaillierten Beurteilung der einzelnen Offerten. Die EinwÃ¤nde der BeschwerdefÃ¼hrerin erschÃ¶pfen sich weitgehend in einer allgemeinen Kritik der ihr zuge­teilten Noten im Vergleich zur Benotung der berÃ¼cksichtigten Ingenieurge­mein­schaft. Ihre Vorbringen sind kaum geeignet aufzuzeigen, inwiefern der Beschwer­de­gegner bei dieser - von einem beigezogenen IngenieurbÃ¼ro vorgeschlagenen - Bewertung das ihm zustehen­de Ermessen Ã¼berschritten hat. Diese Frage kann jedoch letztlich offen­bleiben, weil sich - wie nachstehend zu zeigen sein wird - die Benotung des Zuschlags­kri­teriums "Preis" als offenkundig unhaltbar erweist. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) aa) Die bereinigten Offerten der zugelassenen Anbieter ergaben folgende Ange­botssummen: </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Anbieter </span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Gesamtkosten Projekt <br/> inkl. MWSt.</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>%</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Firma A</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1'020'551</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>100</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Ingenieurgem. G</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1'482'801</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>145</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Firma I </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1'375'301</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>135</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Firma K </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2'008'315</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>197</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Firma M </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>1'463'451</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>143</span></p> </td> </tr> </table> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dabei hat der Beschwerdegegner zu Recht Unternehmervarianten der Beschwerde­fÃ¼hrerin und der Firma K nicht berÃ¼cksichtigt; andernfalls hÃ¤tte er auch den an­dern An­bie­tern Gelegenheit bieten mÃ¼ssen, ihr Angebot im Hinblick auf die geÃ¤nderte Um­schreibung des Leistungsinhalts zu ergÃ¤nzen (VGr, 17. Februar 2000, BEZ 2000 Nr. 25 E. 8c). <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dem Zuschlagskriterium des Preises kommt eine Gewichtung von 40% zu. Die Bewertung erfolgte anhand einer Benotung mit einer Skala von 1 (= sehr schlecht) bis 5 (= sehr gut). Der Beschwerdegegner ermittelte fÃ¼r die Benotung zuerst das arithmetische Mittel der drei gÃ¼nstigsten zum Zuschlagsvergleich zugelassenen Offerten, d.h. jene der BeschwerdefÃ¼hrerin, der Firma I sowie der Firma M. Diesem arithmeti­schen Mittel von Fr. 1'286'435.- wurde die Note 5 zugeteilt. Die Abstufung fÃ¼r hÃ¶here Of­ferten erfolgte li­near derart, dass einem Offertpreis von 200% (100% Ã¼ber dem arithmeti­schen Mittel) die Note 1 zugeteilt wurde. GestÃ¼tzt auf diese Berechnungsmethode wurden bezÃ¼glich dem Zuschlagskriterium "Preis" die Angebote wie folgt bewertet: </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Anbieter</span></b></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><b><span>Note</span></b></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Firma A</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>5.0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Ingenieurgem. G</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>4.4</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Firma I </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>5.0</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Firma K </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>2.8</span></p> </td> </tr> <tr> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>Firma M </span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Einzug1"><span>4.4</span></p> </td> </tr> </table> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Beschwerdegegner begrÃ¼ndete diese Gewichtung damit, dass nicht nur der <br/> tiefs­te Offertpreis allein das PrÃ¤dikat "sehr gut" verdienen mÃ¼sse; eine solche Wertung wÃ¤re zu undifferenziert. Deshalb sei ein Modell gewÃ¤hlt worden, wonach diejenige Offerte die Note 5 (= sehr gut) verdiene, welche preislich nicht hÃ¶her als das arithmetische Mittel der drei gÃ¼nstigsten Offerten liege. Bei der Benotung der hÃ¶heren Angebote habe man ver­meiden wollen, dass die hÃ¶chste Offerte automatisch als sehr schlecht eingestuft werde und damit die Note 1 erhalte. Das hÃ¶chste Angebot sei nÃ¤mlich nicht zwingend sehr schlecht im Preis. Deshalb sei als Note 1 ein Offertpreis gewÃ¤hlt worden, der dem Doppelten des Grenzwerts fÃ¼r die Note 5 entspreche. Die Notengebung zwischen den Grenzwerten 1 und 5 verlaufe linear. Sowohl das Notenmaximum sowie auch das Notenminimum beruh­ten auf vernÃ¼nftigen MassstÃ¤ben und wÃ¼rden eine plausible Relation zwischen HÃ¶chst- und Mindestangebot herstellen. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Wichtiges (nicht aber einziges) Kriterium zur Bestimmung des wirtschaftlich gÃ¼nstigsten Angebots ist der Angebotspreis (Peter Gauch/ Hubert StÃ¶ckli, Thesen zum neuen Vergaberecht des Bundes ‑ Vergabethesen 1999, Frei­burg 1999, Ziff. 11.5). Vorlie­gend wurde dem Zuschlagskriterium "Preis" denn auch eine Gewichtung von 40% beige­messen. Die vom Beschwerdegegner gewÃ¤hlte Benotung des Preises fÃ¼hrt indessen zu Er­gebnissen, welche die Bedeutung dieses Zuschlagskriteriums verwischt. Indem alle Offer­ten, welche nicht hÃ¶her als das arithmetische Mittel der drei gÃ¼nstigsten zugelassenen Of­ferten liegen, die Note 5 erhalten, werden die Offerten nivelliert und die gÃ¼nstigste Offerte ohne sachgerechten Grund benachteiligt. Dies zeigt sich besonders deutlich im hier zu be­urteilenden Fall: Obwohl das Angebot der Firma I preislich 35% Ã¼ber jenem der Beschwer­defÃ¼hrerin liegt, erhielten beide Anbieter die gleiche Benotung (5.0). Die gewÃ¤hl­te Bewer­tungsmethode bevorzugt auch jene Anbieter, deren Angebot Ã¼ber dem umschrie­benen arith­metischen Mittel liegt, gegenÃ¼ber dem gÃ¼nstigsten Anbieter. Die Firma M oder die mitbeteiligte Ingenieurgemeinschaft beispielsweise haben ein Angebot eingereicht, wel­ches 43% bzw. 45% teurer ist als dasjenige der BeschwerdefÃ¼hrerin; deren Benotung mit je 4,4 entspricht aber einer um nur 12% tieferen Bewertung der HÃ¶chstnote. Im Ergebnis hÃ¤tte damit die BeschwerdefÃ¼hrerin auf jeden Fall die gleiche Gesamtbewer­tung erlangt, wenn sie das arithmetische Mittel (= Fr. 1'286'435.-), also einen um rund Fr. 265'000.- oder 26% hÃ¶heren Preis offeriert hÃ¤tte, obschon der Preis als Zuschlagskrite­rium mit 40% ge­wich­tet wurde. Geht man davon aus, dass die Benotung der Firma I mit 5,0 korrekt ist (und dieser nach den Bewertungskriterien des Beschwerdegegners nicht eher die Note 4,8 zuge­kommen wÃ¤re), so hÃ¤tte die BeschwerdefÃ¼hrerin sogar mit einem um 35% hÃ¶heren Ange­bot noch die gleiche Punktzahl beim Zuschlagskriterium "Preis" erhalten. Dass die gewÃ¤hl­te Bewertungsmethode offenkundig nicht mehr sachge­recht ist, zeigt sich aber nicht nur in der Benachteiligung der gÃ¼nstigsten Offerten. Die Firma K hat ein Angebot mit einem prak­­tisch doppelt so hohem Preis (197%) eingereicht wie jener der BeschwerdefÃ¼hrerin. Gleichwohl wurde dieses Angebot noch mit der Note 2,8 bewertet. Indem das sehr hohe Preisangebot der Firma K im mittleren Bereich der Notenskala eingestuft wurde, wurde im Ergebnis das Kriterium "Preis" deutlich weniger stark gewichtet als in den Submissions­un­terlagen angekÃ¼ndigt. Die Gewichtung des Preises erweist sich auch unter diesem Ge­sichts­punkt als rechtswidrig. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einwand des Beschwerdegegners, mit der gewÃ¤hlten Benotung habe man ver­meiden wollen, dass die hÃ¶chste Offerte automatisch als sehr schlecht (Note 1) und die tiefste Offerte als sehr gut (Note 5) eingestuft werde, ist nur teilweise begrÃ¼ndet. Es ist richtig, dass bei kleineren Angebotsdifferenzen die Benotungsunterschiede verzerrt ausfal­len kÃ¶nnen, wenn das tiefste Angebot mit der Note 5 und das hÃ¶chste Angebot mit der Note 1 bewertet wird. Dies zwingt aber keineswegs zum hier gewÃ¤hlten Vorgehen, kann doch ohne Weiteres die (lineare) Abstufung anders gewÃ¤hlt werden, beispielsweise indem die Note 1 einem Angebotspreis zugeordnet wird, welcher dem Doppelten des tiefsten Of­fertpreises entspricht. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es ist nicht Sache des auf die ÃberprÃ¼fung von Missbrauch und ErmessensÃ¼ber­schreitung beschrÃ¤nkten Verwaltungsgerichts, fÃ¼r die Bewertung des Angebotspreises die Bewertungsmethode festzulegen. Dies ist jedoch fÃ¼r den Ausgang des vorliegenden Ver­fahrens auch nicht entscheidend. Denn eine in korrekter ErmessensausÃ¼bung ergangene Bewertung muss auf jeden Fall eine Abstufung ergeben, welche eine grÃ¶ssere Bewertungs­differenz zwischen der Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerin und jener der mitbeteiligten Inge­nieurgemeinschaft als 0,6 ergibt. Dies hat zur Folge, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin auf jeden Fall die hÃ¶chste Gesamtbewertung erzielt. Aufgrund der Bewertungsmatrix ist der Auftrag daher an die BeschwerdefÃ¼hrerin und nicht an die Mitbeteiligten zu vergeben. Dies fÃ¼hrt zur Gutheissung der Beschwerde. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Erweist sich die Beschwerde als begrÃ¼ndet und ist der Vertrag mit dem bevor­zugten Anbieter noch nicht abgeschlossen, so wird der angefochtene Vergabeentscheid auf­gehoben. GemÃ¤ss Art. 18 IVÃ¶B kann das Verwaltungsgericht sodann in der Sache selbst entscheiden oder sie - allenfalls mit verbindlichen Anordnungen - an die vergebende Be­hÃ¶r­de zurÃ¼ckweisen. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aufgrund des Ergebnisses des vorliegenden Verfahrens kommt nur die Beschwer­de­fÃ¼hrerin als EmpfÃ¤ngerin des Zuschlags in Frage. Da dem Gericht jedoch nicht bekannt ist, ob mit dem Zuschlag allenfalls Nebenbestimmungen oder ergÃ¤nzende vertragliche Re­gelungen - z.B. mit Bezug auf die durch das Beschwerdeverfahren verzÃ¶gerte Terminpla­nung - zu verbinden sind (vgl. dazu VGr, 17. Februar 2000, BEZ 2000 Nr. 25 E. 5b), wÃ¤re es nicht zweckmÃ¤ssig, den Zuschlag unmittelbar mit dem Beschwerdeentscheid zu erteilen. Die Sache ist vielmehr mit einer entsprechenden Weisung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuwei­sen. SelbstverstÃ¤ndlich dÃ¼rfen der BeschwerdefÃ¼hrerin aber mit dem Zuschlag keine Auf­lagen gemacht werden, die von der Sache her nicht gerechtfertigt sind oder dem von der Ver­gabestelle bevorzugten Anbieter unter gleichen Voraussetzungen nicht auferlegt wÃ¼r­den. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ... </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Vergabeentscheid des Zweck­verbands D aufgehoben. Die Sache wird an den Zweckverband KlÃ¤ranlage D zurÃ¼ckgewiesen, um den Zuschlag an die BeschwerdefÃ¼hrerin zu erteilen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>