<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die nötigen Gesetzesgrundlagen zur Einführung einer Bewilligungspflicht für die Vermögensverwaltung und zu deren wirksamer Beaufsichtigung zu schaffen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Expertengruppe Finanzmarktaufsicht unter dem Vorsitz von Professor Jean-Baptiste Zufferey hat in ihrem Schlussbericht vom 16. November 2000 u. a. vorgeschlagen, die unabhängigen Vermögensverwalter einer umfassenden, so genannten prudentiellen Aufsicht zu unterstellen. Eine prudentielle Aufsicht über die unabhängigen Vermögensverwalter erscheint der Expertengruppe zunächst aus präventiven Kundenschutzüberlegungen notwendig. Im Weiteren drängt sich eine Regulierung, nach Ansicht der Expertengruppe, aus folgenden Gründen auf: Die unabhängigen Vermögensverwalter verwalten schätzungsweise Vermögen im Umfang von mindestens 100 Milliarden Franken. Bei diesem Volumen muss eine sehr hohe Qualität der Dienstleistungen gewährt sein, damit der Ruf des Finanzplatzes Schweiz erhalten bleibt. Schliesslich entspricht eine Regulierung, nach Ansicht der Expertengruppe, auch dem internationalen Standard und garantiert Wettbewerbsneutralität zwischen den unabhängigen Vermögensverwaltern und den Banken, die ebenfalls Vermögensverwaltung betreiben.</p><p>Das Eidgenössische Finanzdepartement hat Anfang dieses Jahres einen beschränkten Kreis von Direktbetroffenen eingeladen, namentlich zur Frage der prudentiellen Aufsicht über die unabhängigen Vermögensverwalter Stellung zu nehmen. Dabei wurde unterschiedlich auf die entsprechende Empfehlung der Expertengruppe reagiert. Ein Grossteil der Vernehmlasser sprach sich im Grundsatz für eine prudentielle Aufsicht über die unabhängigen Vermögensverwalter aus. Dagegen haben die zwei grössten Verbände der Vermögensverwalter eine Regulierung ihrer Branche als entbehrlich erachtet. Die Eidgenössische Bankenkommission (EBK) und die Schweizerische Nationalbank wiesen in ihren Stellungnahmen auf die grossen organisatorischen und personellen Probleme hin, die mit einer Erweiterung der Aufsicht auf mehrere tausend Vermögensverwalter verbunden wäre. Eine solche Erweiterung würde die Zahl der von der EBK beaufsichtigten Institute um ein Mehrfaches anheben.</p><p>Der Bundesrat hat am 30. November 2001 eine Expertenkommission eingesetzt, welche beauftragt wurde, die Umsetzung der verschiedenen Empfehlungen der Expertengruppe Zufferey zu konkretisieren und einen Gesetzentwurf samt erläuterndem Bericht vorzulegen. Die Expertenkommission wird auch prüfen, ob eine Erweiterung der prudentiellen Aufsicht über die unabhängigen Vermögensverwalter personell und organisatorisch machbar ist. Da die Machbarkeit noch zu klären ist, beantragt der Bundesrat, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.