<h2>SubmittedText<h2><p>Im Mai kommunizierte das BAFU: "Fast der gesamte Schweizer Wald ist von übermässig hohen Stickstoffeinträgen betroffen. Auf knapp 90 Prozent des Waldes werden die kritischen Eintragsraten überschritten. Die Folgen sind gravierend: Der Boden versauert, Nährstoffe werden ausgewaschen. Langfristig schwächt das den Wald und macht ihn anfällig".</p><p>Wieso schlägt der Bericht des Bundesrates "Anpassung des Waldes an den Klimawandel" im Handlungsfeld 1 keine Sofortmassnahmen zur Reduktion der Stickstoffeinträge vor?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Problematik der Stickstoffeinträge im Wald hat der Bundesrat bereits 2017 im Rahmen des Berichts "Optionen zur Kompensation der Versauerung von Waldböden und zur Verbesserung der Nährstoffsituation von Wäldern - Darstellung und Bewertung" in Erfüllung des Postulats von Siebenthal 13.4201 aufgenommen. Dabei wurden drei Massnahmen festgelegt: 1. Die Reduktion der Stickstoffemissionen an der Quelle, 2. waldbauliche Massnahmen und 3. die Anwendung von Kalkungen. Die Reduktion der Stickstoffemissionen an der Quelle erzielt die grösste Umweltwirkung und wirkt als einzige Massnahme präventiv zur Vermeidung von negativen Auswirkungen auf die Waldgesundheit und damit auf die Waldfunktionen. Zudem: Die vom Bundesrat am 13. April 2022 beschlossene Reduktion der Stickstoffverluste verringert je nach Ausgestaltung der konkreten Massnahmen auch die Ammoniakemissionen in gewissem Mass.</p>