<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2022-07-05-5A_506-2022.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_506/2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 5. Juli 2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Zingg. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) </div> <div class="para">des Bezirks Horgen, Dammstrasse 12, 8810 Horgen, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. B.________, </div> <div class="para">2. C.________, </div> <div class="para">3. D.________. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Beistandschaft (ausserordentliche Vermögensverwaltung), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 25. Mai 2022 (PQ220024-O/U). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die KESB des Bezirks Horgen führt verschiedene erwachsenenschutzrechtliche Verfahren zum Schutz von B.________. Mit Beschluss vom 18. Mai 2021 traf die KESB verschiedene Massnahmen, unter anderem bestätigte sie eine bereits superprovisorisch erfolgte Ernennung von Rechtsanwalt E.________ zur Vertretung der Interessen von B.________ im Nachlass ihres Vaters. Mit superprovisorischer Verfügung vom 13. August 2021 beauftragte die KESB Rechtsanwalt E.________ zudem mit der Wahrung der Interessen von B.________ im Erbteilungsverfahren im Nachlass ihrer Mutter und erteilte ihm eine Prozessvollmacht mit Substitutionsrecht. Die KESB bestätigte diese Anordnung mit Beschluss vom 10. September 2021. </div> <div class="para">Dagegen erhob der Ehemann von B.________, A.________ (fortan: Beschwerdeführer), Beschwerde beim Bezirksrat Horgen. Mit Urteil vom 31. März 2022 wies der Bezirksrat die Beschwerde ab. </div> <div class="para">Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 11. Mai 2022 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zürich. Mit Urteil vom 25. Mai 2022 wies das Obergericht die Beschwerde ab. </div> <div class="para">Dagegen hat der Beschwerdeführer am 30. Juni 2022 Beschwerde an das Bundesgericht erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Die beschwerdeführende Partei hat in gezielter Auseinandersetzung mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheides massgeblichen Erwägungen aufzuzeigen, welche Rechte bzw. Rechtsnormen die Vorinstanz verletzt haben soll (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=27&amp;from_date=05.07.2022&amp;to_date=24.07.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-86%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page86">BGE 140 III 86</a> E. 2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=27&amp;from_date=05.07.2022&amp;to_date=24.07.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">140 III 115</a> E. 2). Der vorinstanzlich festgestellte Sachverhalt ist für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>). Die unrichtige Feststellung des Sachverhalts kann nur unter den Voraussetzungen von <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span> gerügt werden (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=27&amp;from_date=05.07.2022&amp;to_date=24.07.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-16%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page16">BGE 140 III 16</a> E. 1.3.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=27&amp;from_date=05.07.2022&amp;to_date=24.07.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-264%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page264">140 III 264</a> E. 2.3). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Das Obergericht hat erwogen, es lasse sich nicht mit Bestimmtheit sagen, dass die Vertretung von B.________ zwingend durch eine Person mit juristischen Kenntnissen wahrgenommen werden müsse. Die fehlenden juristischen Kenntnisse würden eine Vertretung durch den Beschwerdeführer nicht ausschliessen. Allerdings falle das ungebührliche Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber der KESB und die fehlende Kooperation derart ins Gewicht, dass eine Vertretung durch ihn im Rahmen der ausserordentlichen Vermögensverwaltung nicht in Frage komme. Vor dem Hintergrund seines bisherigen Verhaltens könne ihm nicht geglaubt werden, wenn er angebe, mit der KESB zusammenarbeiten zu wollen. Es sei ihm bisher nicht gelungen, die Interessen seiner Ehefrau im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der KESB in den Vordergrund zu stellen, sondern er habe jede Gelegenheit genutzt, um sich gegen die KESB und die zuständigen Personen zu stellen und diese zu beschimpfen. Es bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer seine Einstellung gegenüber der KESB grundsätzlich geändert hätte und er nun im Zusammenhang mit der Vertretung seiner Ehefrau im mütterlichen Nachlass eine konstruktive Zusammenarbeit anstrebe. Zudem erscheine es sinnvoll, wenn die Vertretung in den beiden Nachlassverfahren väterlicher- und mütterlicherseits durch die gleiche Person wahrgenommen werde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer macht geltend, die mangelnde Kooperationsbereitschaft werde nicht von ihm, sondern von der KESB verschuldet. Aus den Akten sei ersichtlich, dass er nur solche Massnahmen erfolgreich unterlaufen habe, deren Anordnung nach <span class="artref"><artref id="CH/210/388" type="start"></artref>Art. 388 und 389 ZGB</span><artref id="CH/210/389" type="end"></artref> nicht erforderlich gewesen seien. Aus den Akten sei ersichtlich, dass die bisher angeordneten Massnahmen weder erfolgreich noch geeignet gewesen seien und dass er seine Ehefrau fehlerlos unterstützt habe. Es gebe keine Grundlage für die Behauptung, dass sein ungebührliches Verhalten gegenüber der KESB derart ins Gewicht falle, dass eine Vertretung durch ihn nicht in Frage käme. Gemäss <span class="artref">Art. 377 Ziff. 2 ZGB</span> (recte: <span class="artref">Art. 376 Abs. 2 ZGB</span>) dürfe ihm die Vertretungsbefugnis nur dann entzogen werden, wenn die Interessen seiner Ehefrau gefährdet oder nicht gewahrt seien. </div> <div class="para">Mit alldem schildert der Beschwerdeführer in erster Linie den Sachverhalt aus eigener Sicht. Eine genügende Willkürrüge (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>) fehlt. Eine solche liegt insbesondere nicht im pauschalen Verweis auf die Akten. Seine beleidigenden und vom Obergericht wiedergegebenen Aussagen gegenüber der KESB ("Du dumme Kuh", "ein überfordertes und verblödetes Quotenweib" etc.) bestreitet er nicht. Bleibt es demnach bei den obergerichtlichen Feststellungen über das ungebührliche und unkooperative Verhalten des Beschwerdeführers, fehlt auch eine genügende Begründung, weshalb <span class="artref">Art. 376 Abs. 2 ZGB</span> verletzt worden sein soll. </div> <div class="para">Die Beschwerde enthält offensichtlich keine hinreichende Begründung. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch den Abteilungspräsidenten nicht einzutreten (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). Mit dem vorliegenden Entscheid in der Sache wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, der Beiständin F.________, Rechtsanwalt E.________ und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 5. Juli 2022 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Zingg </div> </div></body></html>