B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-6515/2013 U r t e i l v o m 2 1 . J u l i 2 0 1 4 Besetzung Richter Martin Zoller (Vorsitz), Richterin Claudia Cotting-Schalch, Richter Bendicht Tellenbach, Gerichtsschreiber Christoph Basler. Parteien A._______, geboren (…), Russland, (…), Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 18. Oktober 2013 / N (…). D-6515/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Die Beschwerdeführerin , eine Russin mit letztem Wohnsitz in B._______, verliess Russland gemäss den Eintragungen in ihrem Reis e- pass am 6. September 2013 und gelangte auf dem Luftweg gleichentags in die Schweiz, wo sie am 11. September 2013 zusammen mit ihren Söh- nen, C._______ (N (…)) und D._______ (N (…)), um Asyl nachsuchte. A.b Bei der Befragung zur Person (BzP) vom 24. September 2013 im Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel gab sie an, sie habe zusammen mit ihrem Ehemann und den beiden Söhnen an zwei Demonstrationen teilgenommen, worauf gegen sie wegen angeblicher Gewaltanwendung eine Untersuchung eingeleitet worden sei. Die erste Demonstration habe am 6. Mai 2012 in Moskau stattgefunden; sie habe sich gegen die Regie- rung gerichtet. Während der Demonstration seien sie von Leuten der Omon (Spezialeinheit der russischen Polizei, Anmerkung des Gerichts) verprügelt worden. Die ganze Familie sei festgenommen und getrennt worden; am folgenden Tag seien alle freigelassen worden. Nachdem sie am 7. Mai 2 012 nach B._______ zurückgekehrt seien, hätten sie bei der Polizei Anzeige gegen die Omon erstattet. Am 16. Mai 2012 habe man ihnen mitgeteilt, ihre Anzeige werde nicht weiterverfolgt. Am 6. Mai 2013 seien sie in B._______ von der Polizei befragt worden; m an habe ihnen Widerstand gegen die Staatsgewalt vorgeworfen. Am folgenden Tag sei bei ihnen eine Hausdurchsuchung durchgeführt worden. Die zweite D e- monstration, an der sie teilgenommen habe, sei zur Unterstützung von E._______ gewesen; sie sei am (…) 2013 in B._______ durchgeführt worden. Die ganze Familie habe für den 28. August 2013 Vorladungen erhalten; sie seien alle nochmals befragt worden. Da man versucht habe, ihnen auch noch die Teilnahme an der Demonstration in B._______ an- zuhängen, hätten sie mit der Vorbereitung ihrer Ausreise begonnen. Ihr Ehemann habe nicht ausreisen können, da er keinen Reisepass habe. Zur Stützung ihrer Vorbringen gab die Beschwerdeführerin ein Schreiben des russischen Innenministeriums vom 16. Mai 2012, ein Protokoll betref- fend eine Hausdurchsuchung vom 7. Mai 2013 und eine Vorladung vom 6. Mai 2013 ab. A.c Am 4. Oktober 2013 hörte das BFM die Beschwerdeführerin zu ihren Asylgründen an. Sie machte im Wesentlichen geltend, dass sie am 6. Mai 2012 in Moskau am von der Opposition org anisierten "Marsch der Milli o- nen" teilgenommen habe. Als die Demonstration zu Ende gegangen sei, D-6515/2013 Seite 3 habe sie Schreie gehört und gesehen, wie die Omon den Platz "gesä u- bert" habe. Sie habe gesehen, wie ein Omon -Mann ein Mädchen an den Haaren über den Boden gezo gen habe; ihr älterer Sohn sei diesem zu Hilfe geeilt. Sowohl ihr Sohn als auch ihr Mann und sie seien von der Omon geschlagen worden. Sie seien mitgeschleppt und in verschiedene Autos gesteckt worden. Man habe ihr die persönlichen Sachen abg e- nommen und sie längere Zeit im Wagen festgehalten; dann sei sie auf e i- nen Stützpunkt gebracht worden. Dort seien bereits Leute ge wesen, die zum Teil verletzt gewesen seien. Es seien Leute einzeln herausgeführt worden, eine Frau habe medizinische Hilfe geleistet. Sie se i in ein Zi m- mer gebracht worden, wo man ihr Fingerabdrücke abgenommen habe. Dann habe sie ihre Sachen zurückerhalten und gehen können. Nachdem ihre Söhne und ihr Mann ebenfalls freigelassen worden seien, hätten sie miteinander Kontakt aufgenommen und sich auf einem Platz verabredet. Sie seien alle von der Polizeigewalt gezeichnet gewesen und nach B._______ zurückgekehrt, wo sie zur Polizei gegangen seien, um Anze i- ge zu erstatten. Sie seien von einem Untersuchungsbeamten einve r- nommen worden, der nach Moskau telefoniert habe . Etwa am 20. Mai 2012 habe sie ein Schreiben erhalten, in dem man mitgeteilt habe, dass kein Verfahren eröffnet werde. Sie habe das Schreiben einer Anwältin ge- zeigt, die gesagt habe, sie hätten keine Erfolgschancen, wenn sie die Sa- che weit erverfolgten. Am 6. Mai 2013 seien Leute in Zivil bei ihnen e r- schienen, die gesagt hätten, sie müssten mit auf den Polizeiposten ko m- men. Man habe sie auf die Verwaltung des Innern gebracht, wo sie über die Demonstration in Moskau vom Vorjahr befragt worden seien. Man ha- be sie wegen der Teilnahme an der Demonstration und Widerstand gegen die Staatsgewalt befragt. Während des Wahlkampfs hätten sie (…), E._______, unterstützt; ihr Ehemann sei seit seiner Kindheit mit ihm b e- freundet gewesen. E._______ habe die Wahlen gewonnen. Gegen ihn und vier seiner Gefolgsleute sei ein Verfahren eingeleitet worden; (…) sei zurzeit im Gefängnis. Am 28. August 2013 seien sie vom Ermittlungsk o- mitee vorgeladen und erneut über die Demonstration vom 6. Mai 2012 befragt worden. Zudem habe man ihr gesagt, man habe einen Zeugen, der bestätige, dass sie und E._______ in B._______ Aktionen vorbereitet hätten. Sie habe ihre Anwältin angerufen, die ihr geraten habe, die Stadt zu verlassen. B. Mit Verfügung vom 18. Oktober 2013 – eröffnet am 25. Oktober 2013 – stellte das BFM fest, die Beschwerdeführerin erfülle die Flüchtlingseige n-D-6515/2013 Seite 4 schaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. Zugleich verfügte es ihre Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den Vollzug an. C. Die Beschwerdeführerin be antragte mit Eingabe an das Bundesverwa l- tungsgericht vom 21. November 2013 die Feststellung ihrer Flüchtlingse i- genschaft. Es sei ihr eine Nachfrist zur Einreichung der Beschwerdeb e- gründung und von Beweismitteln anzusetzen. Sie sei von der Bezahlung von Verfahrenskosten zu befreien. D. Der Instruktionsrichter setzte der Beschwerdeführerin mit Zwischenverf ü- gung vom 28. November 2013 Frist zur Einreichung einer Beschwerd e- verbesserung und der in Aussicht gestellten Beweismittel. Für den En t- scheid über das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspfl e- ge gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG verwies er auf einen späteren Zeitpunkt. E. Am 5. Dezember 2013 übermittelte die Beschwerdeführerin die B e- schwerdeverbesserung und mehrere Beweismittel (Internetartikel über die allgeme ine Lage in Russland und Verfolgungsmassnahmen gegen Vertreter der russischen Opposition bzw. Kritiker von Präsident Putin). F. Mit Zwischenverfügung vom 11. Dezember 2013 hiess der Instruktion s- richter das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspfleg e ge- mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG gut und verzichtete dementsprechend auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Die Akten überwies er zur Vernehm- lassung an die Vorinstanz. G. Das BFM beantragte in seiner Vernehmlassung vom 17. Dezember 2013 (Eingang Bundesverwaltungsgericht 23. Dezember 2013) die Abweisung der Beschwerde. H. Die Beschwerdeführerin übermittelte am 27. Dezember 2013 weitere B e- weismittel (Vorladung in Kopie, Presseberichte). I. Am 7. Januar 2014 setzte der Instruktionsrichter die Beschwerdeführerin D-6515/2013 Seite 5 von d er Vernehmlassung in Kenntnis und gewährte ihr Frist zur Einre i- chung einer Stellungnahme. J. Die Beschwerdeführerin reichte am 20. Januar 2014 weitere Beweismittel ein (Vorladung in Kopie, Fotografien). Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht B e- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bu n- desverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen e i- nes Auslieferungsersuchens des Staates, vo r welchem die beschwerd e- führende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Die Beschwer- deführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdi- ges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art 37 VGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2. 2.1 Gemäss Absatz 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 14. Dezember 2012 des Asylgesetzes gilt für die im Zeitpunkt des Inkraft- tretens der Änderung vom 14. Dezember 2012 dieses Gesetzes hängigen Verfahren mit Ausnahme der Absätze 2–4 das neue Recht. 2.2 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und D-6515/2013 Seite 6 unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifisc hen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG). 3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 4. 4.1 Das BFM begründete seine Verfügung damit, dass die Beschwerd e- führerin während der Anhörung vorerst gesagt habe, sie sei nur am 6. Mai 2012, am 6. Mai 2013 und am 28. Juni 2013 befragt worden. Später habe sie gesagt, sie sei im Juni 2013 tel efonisch zu einer Befragung vorgel a- den worden, um eine Formali tät zu regeln. Gemäss der von ihr eing e- reichten Vorladung hätte sie am 15. Mai 2013 zu einer Befragung e r- scheinen müssen. Ihr Sohn C._______ habe bei der BzP gesagt, die ganze Familie sei am 15. Mai 2013 befragt worden. Sie habe verneint, nebst an den genannten noch an anderen Terminen befragt worden zu sein. Gleichzeitig habe sie gesagt, sie habe allen Vorladungen Folge g e- leistet. Ihre Aussagen seien widersprüchlich und stimmten nicht mit dem eingereichten Beweismittel überein. Sie habe die Widersprüche nicht b e- friedigend aufklären können. Sie habe nur während der Anhörung geltend gemacht, dem mittlerweile inhaftierten (…) bei den Wahlen geholfen zu haben, worauf man ihr vorgeworfen habe, sie bereite oppositionelle Kundgebungen vor, weshalb sie behördliche Verfolgung befürchte. Die- ses Vorbringen werde als nachgeschoben erachtet. Die Beschwerdefü h-D-6515/2013 Seite 7 rerin habe nicht erklären können, weshalb sie sich nicht rechtlich ge gen die Beschuldigungen gewehrt habe. Der Rat der Anwältin, sie solle eine Ausreise rechtlichen Massnahmen gegen falsche Anschuldigungen vo r- ziehen, sei realitätsfremd. Zudem sei ihr Ehemann, der ebenso an den Demonstrationen teilgenommen habe und seit sein er Kindheit mit E._______ befreundet gewesen sei, nicht ausgereist, was nicht allein damit erklärt werden könne, dass er keinen Pass besessen habe . Die eingereichten Beweismittel seien leicht käuflich zu erwerben und könnten eine asylrechtlich relevante Verfolgung nicht stützen. 4.2 In der Beschwerde wird geltend gemacht, die Beschwerdeführerin habe mit der ganzen Familie (…) bei den Wahlen unterstützt und an einer Demonstration teilgenommen, bei der sie geschlagen worden seien. Sie seien danach mehrmals befrag t worden. Da ein Verbleib im Heimatland zu gefährlich gewesen se i – viele bekannte und unbekannte Personen seien festgenommen und inhaftiert worden – hätten sie fliehen müssen. Die Würdigung ihrer Vorbringen durch das BFM sei falsch. Es sei b e- kannt, dass P utin Russland mit eiserner Hand regie re und dass Me n- schen, die von ihrer Meinungsäusserungsfreiheit Gebrauch machten, mundtot gemacht würden. Es sei für sie schwierig gewesen, bei der A n- hörung ihre Gedanken und Emotionen zu fokussieren und zu sagen, wann was geschehen sei. Die Übersetzung habe zu wünschen übrig g e- lassen und sie komme aus einem Land, in dem man ihr beigebracht h a- be, dass sie keine Rechte habe. Sie habe in Russland in guten Verhäl t- nissen gelebt und hätte ihre Heimat und ihren Ehemann nicht ve rlassen, wenn sie nicht wirklich in Gefahr gewesen wäre. Sie lege Artikel aus dem Internet bei, welche die Situation in Russland belegten. 4.3 Das BFM führte in seiner Vernehmlassung aus, die nachgereichten Berichte seien nicht geeignet, die vorgebrachte Verfo lgung zu beweisen. Es lasse sich aus den öffentlichen Berichten keine persönliche und g e- zielte Verfolgung der Beschwerdeführerin ableiten, da sie nicht namen t- lich erwähnt werde. 4.4 Die Beschwerdeführerin teilte am 27. Dezember 2013 mit, gegen sie und ihre Angehörigen seien nach ihrer Ausreise polizeiliche Vorladungen ausgestellt worden. Eine Nachbarin habe die sie betreffende Vorladung auf den 8. Oktober 2013 behändigt und ihr zugeschickt. Ihre Wohnung sei amtlich plombiert worden und ihr Ehemann sei untergeta ucht. Da für b e- reits laufende Verfahren eine ausgesprochene Amnestie nicht gelte, habe sie im Fall einer Rückkehr nichts Gutes zu erwarten. Sie rechne damit, D-6515/2013 Seite 8 umgehend inhaftiert zu werden. Mehrere Familien, die E._______ Wahl- hilfe geleistet hätten, seien a usgereist und seine engsten Mitarbeiter se i- en Repressalien ausgesetzt. Mit Schreiben vom 20. Januar 2014 übermit- telte die Beschwerdeführerin eine weitere Vorladung für den 30. Oktober 2013 und Fotografien einer versiegelten Wohnungstür. 5. 5.1 Glaubhaft sind die Vorbringen eines Asylsuchenden grundsätzlich dann, wenn sie genügend substantiiert, in sich schlüssig und plausibel sind; sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen erschöpfen, in wesen t- lichen Punkten nicht widersprüchlich sein oder der inneren Logik en tbeh- ren und auch nicht den Tatsachen oder der allgemeinen Erfahrung wide r- sprechen. Darüber hinaus muss die gesuchstellende Person persönlich glaubwürdig erscheinen, was insbesondere dann nicht der Fall ist, wenn sie ihre Vorbringen auf gefälschte oder verf älschte Beweismittel abstützt, aber auch dann, wenn sie wichtige Tatsachen unterdrückt oder bewusst falsch darstellt, im Laufe des Verfahrens Vorbringen auswechselt, steigert oder unbegründet nachschiebt, mangelndes Interesse am Verfahren zeigt oder die nötige Mitwirkung verweigert. Glaubhaftmachung bedeutet ferner – im Gegensatz zum strikten Beweis – ein reduziertes Beweismass und lässt durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbri n- gen des Gesuchstellers. Entscheidend ist, ob im Rahmen einer Gesamt- würdigung die Gründe, die für die Richtigkeit der Sachverhaltsdarstellung des Asylsuchenden sprechen, überwiegen oder nicht. Dabei ist auf eine objektivierte Sichtweise abzustellen (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG; BVGE 2010/57 E. 2.3 S. 826 f.). 5.2 Das Bund esverwaltungsgericht erachtet es aufgrund der Aussagen der Beschwerdeführerin und der eingereichten Beweismittel als erstellt, dass sie am 6. Mai 2012 in Moskau an der als "Marsch der Millionen" b e- kannten Demonstration teilnahm. Sie schilderte den Ablauf d er Demonst- ration, die Geschehnisse am Ende der selben und ihre persönlichen E r- lebnisse nachvollziehbar, in sich stimmig und ohne Übersteigerungen i h- res persönlichen Engagements und der erlittenen Benachteiligungen. Wie allgemein zugänglichen Berichten zu e ntnehmen ist, wurden Polizisten von Demonstrationsteilnehmern, die versuchten in Richtung des Kremls vorzudringen, mit Flaschen und Steinen beworfen . Die Polizei verhaftete über 400 Per sonen, gegen zwei Dutzend Demonstranten wurde Anklage erhoben. Es darf davon ausgegangen werden, dass die Polizisten bei den Festnahmen nicht zimperlich vorgegangen sind, weshalb die Aussage der Beschwerdeführerin, sie sei geschlagen worden, plausibel erscheint. Sie D-6515/2013 Seite 9 wurde indessen nach der Erledigung der Formalitäten auf freien Fuss ge- setzt und konnte nach Hause zurückkehren ohne irgendwelche Auflagen erhalten zu haben, weshalb davon auszugehen ist, dass im damaligen Zeitpunkt kein Verfahren gegen sie eingeleitet wurde. 5.3 5.3.1 Bei der Befragung an der BzP gab die Beschwerdeführe rin an, sie sei am 6. Mai 2013 in B._______ durch die Polizei befragt worden. Die Polizisten seien zu ihr nach Hause gekommen und hätten sie zum zentra- len Polizeiposten mitgenommen. Man habe ihr vorgeworfen, sie habe bei der Demonstration vom 6. Mai 2012 W iderstand gegen die Staatsgewalt geleistet. Am 28. August 2013 sei sie zum zweiten Mal befragt worden; sie habe eine Vorladung erhalten und sich noch gleichentags gemeldet (act. A3/11 S. 7). Im Rahmen der Anhörung sagte sie, am 6. Mai 2013 seien Leute in Z ivil gekommen, die sie auf die Verwaltung des Inneren des Gebiets B._______ gebracht hätten. Dort seien die Untersuchung s- beamten von B._______ und Leute vom Untersuchungskomitee Rus s- lands anwesend gewesen. Am 28. August 2013 sei sie vom Ermittlung s- komitee erneut vorgeladen worden. Auf Nachfrage gab sie an, sie habe diese Vorladung "in den 20er Tagen" des Monats August erhalten. Zudem sei sie zweimal telefonisch vorgeladen worden. Einmal sei sie gebeten worden, etwas zu berichtigen; es sei keine Einvernahme gewesen und habe nur fünf Minuten gedauert . Sie glaube, dies habe sich im Juni 2013 zugetragen (act. A5/13 S. 5 ff.). Die Befragerin des BFM wies die B e- schwerdeführerin darauf hin, dass sie ein Beweismittel abgegeben habe, gemäss dem sie für den 15. Mai 20 13 vorgeladen worden sei; die B e- schwerdeführerin sagte, sie könne sich nicht daran erinnern, sie habe aber jeder Vorladung Folge geleistet. 5.3.2 Die vorstehend wi edergegebenen Aussagen der Beschwerdeführ e- rin sind in verschiedener Hinsicht nicht übereinstimmend ausgefallen. Ei- nerseits machte sie unterschiedliche Angaben zur Behörde, zu deren Ge- bäude sie gebracht und von der sie befragt worden sei, anderseits mach- te sie nicht deckungsgleiche Angaben zur Anzahl der Einvernahmen und zum Erhalt der Vorladungen für di eselben. Aus diesem Grund entstehen Zweifel an den Vorbringen der Beschwerdeführerin, es sei gegen sie w e- gen ihrer Teilnahme an der Demonstration ein Ermittlungsverfahren ei n- geleitet worden, zumal zwischen der Demonstration und der Befragung vom 6. Mai 2013 ein Jahr verstrichen war. Aufgrund der Angaben der Be- schwerdeführerin und der eingereichten Beweismittel, deren Authentizität nicht feststeht, kann zwar nicht ausgeschlossen werden, dass gegen sie D-6515/2013 Seite 10 ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde, indessen ist es ihr nicht g e- lungen, einen politischen Hintergrund desselben glaubhaft zu machen. 5.4 Die Beschwerdeführerin erwähnte bei der BzP zwar, dass sie am (…) 2013 in B._______ an einer friedlichen Demonstration teilgenommen h a- be, um E._______ zu unterstützen. Eine Verbindung ihrer Familie mit E._______ und eine politische Unterstützung desselben erwähnte sie i n- dessen nicht einmal ansatzweise. Ihre Erklärung bei der Anhörung, sie habe bereits bei der BzP versucht, über die Probleme wegen ihrer Be- kanntschaft mit ihm zu berichten, sei aber immer wieder unterbrochen worden (act. A5/13 S. 9), findet in den Akten keine Stütze. Sie hätte bei der BzP mehrmals Gelegenheit gehabt, eine Verbindung ihrer Familie mit E._______ zu erwähnen und wurde zweimal gefragt, ob sie weitere Prob- leme mit den Behörden gehabt beziehungsweise weitere Ausreisegründe habe (act. A3/11 S. 8 f.), was sie verneinte. Gemäss ihren Angaben bei der Anhörung (act. A5/13 S. 5) war ihr Ehemann seit seiner Kindheit mit E._______ befreundet, sodass davon auszugehen ist, die russischen B e- hörden hätten sich in erster Linie für ihn und nicht für die Beschwerdefü h- rerin interessiert, falls ihnen die Verbindung zu E._______ ein Dorn im Auge gewesen wäre. Ihr Ehemann verblieb indessen im Heimatland, was durch den Umstand, wonach er nicht im Besitz eines Reisepasses gew e- sen sein soll (act. A5/13 S. 9), nicht hinreichend zu erklären ist. Das BFM hat die erst bei der Anhörung geltend gemachten Schwierigkeiten, die der Beschwerdeführerin wege n der Bekanntschaft ihrer Familie mit E._______ gedroht haben sollen, berechtigterweise als nachgeschoben und damit unglaubhaft erachtet. 5.5 Des Weiteren vermag die Aussage der Beschwerdeführerin, eine von ihr konsultierte Anwältin habe ihr geraten, die Stadt zu verlassen, nicht zu überzeugen. Die Anwältin hatte gemäss ihren Angaben keine Kenntnis der Akten und es ist nicht anzunehmen, dass sie der Beschwerdeführerin leichtfertig raten würde, unterzutauchen, zumal gegen diese eigenen A n- gaben gemäss nichts Schwerwiegendes vorliegen konnte. 5.6 Die von der Beschwerdeführerin eingereichten Berichte über die Sit u- ation in Russland und die Geschehnisse um (…) sind nicht geeignet, ihre persönlichen Vorbringen , wonach gegen sie aus politisch motivierten Gründen ein Ermitt lungsverfahren eingeleitet wurde, zu stützen, da sie keinen konkreten Bezug zu diesen aufweisen. D-6515/2013 Seite 11 6. 6.1 Begründete Furcht vor Verfolgung liegt vor, wenn konkreter Anlass zur Annahme besteht, eine Verfolgung hätte sich – aus der Sicht im Zeitpunkt der Ausreise – mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zeit verwirklicht beziehungsweise werde sich – auch aus heutiger Sicht – mit ebensolcher Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zukunft verwirklichen. Eine bloss entfernte Möglichkeit künftiger Verfolgung ge nügt nicht; es müssen konkrete Indizien vorliegen, welche den Eintritt der erwarteten – und aus einem der vom Gesetz aufgezählten Motive erfolgenden – Benachteili- gung als wahrscheinlich und dementsprechend die Furcht davor als re a- listisch und nachvollziehbar erscheinen lassen (vgl. BVGE 2010/57 E. 2.5 S. 827 f., BVGE 2010/44 E. 3.4 S. 620 f.). 6.2 Wie den vorstehenden Erwägungen zur Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beschwerdeführerin zu entnehmen ist, gelang es ihr nicht, eine ihr drohende, politisch motivierte Verfolgung glaubhaft zu machen. Aufgrund der Aktenlage kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie von den Ju s- tizbehörden befragt wurde, der von ihr geltend gemachte Zusammenhang mit der Demonstration vom 6. Mai 2012 beziehungsweise den Problemen von E._______ mit der russischen Justiz erachtet das Bundesverwa l- tungsgericht indessen als nicht überzeugend. Hätte gegen sie im Z u- sammenhang mit ihrer Teilnahme an der Demonstration in Moskau etwas Konkretes vorgelegen, wäre sie bereits früher – und nicht erst ein ganzes Jahr später – in Untersuchungshaft genommen und Anklage erhoben worden. Sie gab an, von den Behörden anständig behandelt worden zu sein (act. A3/11 S. 8) und war insgesamt gesehen nicht in der Lage, su b- stanziiert darzulegen, weshalb ihr in absehbar er Zukunft asylrechlich r e- levante Nachteile zugefügt werden sollten. 6.3 In Würdigung der gesamten Umstände und Vorbringen der Beschwer- deführerin ist zusammenfassend festzustellen, dass sie keine Gründe nach Art. 3 AsylG nachweisen oder glaubhaft machen kann, weshalb die Voraussetzungen für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt sind. Es erübrigt sich, auf die weiteren Ausführungen in der B e- schwerde und die eingereichten Beweismittel im Einzelnen einzugehen, da sie an der Würdigung des vorliegenden Sachverhalts nichts zu ändern vermögen. Die Vorinstanz hat das Asylgesuch der Beschwerdeführerin zu Recht abgelehnt. D-6515/2013 Seite 12 7. 7.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 7.2 Die Beschwerdeführerin verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer so l- chen. Die Wegw eisung wurde demnach zu Recht angeordnet ( Art. 44 Abs. 1 AsylG; BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.). 8. 8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu bewe i- sen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und a ndernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 8.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflicht ungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land g e- zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezem- ber 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder e r- niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedr i- gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. D-6515/2013 Seite 13 8.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend dar- auf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoulement nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es der Be- schwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G e- fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschie bung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr der Beschwerde - führerin nach Russland ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sic h weder aus den Aussagen der Beschwerdeführerin noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Aus- schaffung nach Russland dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe od er Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie je ner des UN -Anti-Folterausschusses müsste die Beschwerdeführerin eine konkrete Gefahr ("real risk") nac h- weisen oder glaubhaft machen, dass ihr im Fall einer Rückschiebung Fol- ter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124–127, mit weiteren Hinweisen). Dies ist ihr unter Hinweis auf die vorstehenden Erwägungen im Asylpunkt nicht gelungen. Auch die allgemeine Menschenrechtssituati on in Russland lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig e r- scheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 8.4 8.4.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinne n und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind . Wird eine konkrete G e- fährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 8.4.2 In Russland herrscht keine Situation allgemeiner Gewalt, weshalb der Wegweisungsvollzug abgewiesener russischer Asylsuchender grund- sätzlich zumutbar ist. 8.4.3 Des Weiteren ist die Beschwerdeführeri n keiner Kategorie von Pe r- sonen zuzuordnen, die konkret gefährdet sein könnten, weshalb die Z u-D-6515/2013 Seite 14 mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs auch in individueller Sicht zu bej a- hen ist. Sie ist ethnische Russin und lebte zeitlebens in B._______. Sie verfügt über eine g ute Schulbildung und eine Berufsbildung als (…) und führte seit 2001 einen (…). Sie verfügt damit über die Voraussetzungen , sich in ihrer Heimat zu reintegrieren und sich eine Lebensgrundlage zu schaffen. Zudem leben ihre Mutter, ihr Bruder und wohl auch i hr Eh e- mann weiterhin in Russland und sie wird mit ihren Söhnen, deren Asylg e- suche mit Urteilen D-6516/2013 und D -6518/2013 vom heutigen Tag ebenfalls letztinstanzlich abgewiesen werden, in ihre Heimat zurückke h- ren können, sodass sie nicht auf sich allein gestellt sein wird. 8.5 Schliesslich verfüg t die Beschwerdeführe rin über einen bis im Juli 2015 gültigen Reisepass, weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 8.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsv ollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfü gung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt ( Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde i st ab- zuweisen. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten der Besch wer- deführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da ihr mit Zwischenve r- fügung vom 11. Dezember 2013 die unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG gewährt wurde und sich an den Voraussetzungen dazu nichts geändert hat, sind keine Verfahrenskosten zu erheben. (Dispositiv nächste Seite) D-6515/2013 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die kantona- le Migrationsbehörde. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Martin Zoller Christoph Basler Versand: