<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>UV.2016.00209</span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiberin Muraro</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 17. Mai 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Mark A. Glavas</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Advokatur Glavas AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Markusstrasse 10, 8006 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Suva</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsabteilung</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach 4358, 6002 Luzern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Bahnhofstrasse 24, Postfach, 6210 Sursee</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1975 geborene X.___ war ab dem 8. Mai 2015 bei der Y.___ als Bauspengler vollzeitlich angestellt und dadurch bei der Suva </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">obligatorisch gegen die Folgen v</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">on Unfällen versichert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Am 20. No</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vember 2015 meldete die Arbeitgeberin, der Versicherte sei am 18. August 2015 auf der Baustelle Z.___ von einer Zecke in den linken Oberschenkel gestochen worden (Schadenmeldung vom 20. November 2015 [Urk. 9/1]). Die behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delnde Hausärztin med. pract. A.___ stellte in ihrem Bericht vom 5. Januar 2016 über die Erstbehandlung vom 20. Oktober 2015 die Diagnose einer akuten Borreliose nach einem Zecken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">biss. Sie habe dem Versicherten vom 20. Oktober bis am 4. Dezember 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Am 5. Dezember 2015 habe der Versicherte die Arbeit wieder vollzeitlich aufgenommen (Urk. 9/8). Die Suva legte die Akten ihrem versicherungsmedizinischen Dienst, Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Neurologie, vor, welcher seinen Bericht über die neurologische Beurteilung am 28. Januar 2016 erstattete (Urk. 9/12). Am 1. Februar 2016 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie keine Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungsleistungen für das gemeldete Schadenereignis erbringe (Urk. 9/14), woraufhin der Versicherte am 15. Februar 2016 eine einsprachefähige Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung verlangte (Urk. 9/17). Diese erliess die Suva am 9. März 2016 mit abschlägigem Entscheid (Urk. 9/20), wogegen sowohl der Versicherte (Urk. 9/26; inkl. Begründung [Urk. 9/34]) als auch seine Krankenkasse (Urk. 9/23; inkl. Begründung [Urk. 9/24]) am 23. März 2016 Einsprache erhoben. Dr. B.___ nahm am 12. August 2016 erneut Stellung (Urk. 9/38), woraufhin die Suva die vom Versicherten und seiner Krankenkasse erhobe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Einsprachen mit Entscheid vom 16. August 2016 abwies (Urk. 2 [= Urk. 9/39]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte am 15. September 2016 (Poststempel) Beschwerde und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Eventuell sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, eine externe Begutachtung in Auftrag zu geben und daraufhin neu zu entscheiden (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 21. Oktober 2016 schloss die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 26. Oktober 2016 angezeigt wurde (Urk. 10). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (UVV) in Kraft getreten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verhalt verwirklicht hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stimmungen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der hier zu be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">urteilende Unfall hat sich am 18. August 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ereignet, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziehen (Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein Unfall ist gemäss Art. 4 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach der Rechtsprechung erfüllt der Stich der Zecke der Gattung Ixodes sämtli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Merkmale des Unfallbegriffs, weshalb der obligatorische Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherer für die damit verbundenen Infektionskrankheiten (Lyme-Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heit, Enzephalitis) und deren Folgen aufzukommen hat (BGE 122 V 230 und seitherige Entscheide, insbesondere Urteil 8C_72/2014 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">April 2014). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gende Ereignis zusammen mit anderen Bedin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungen die körperliche oder geis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei einem Zeckenstich ist massgebend, ob aufgrund der fachärztlichen Stellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen darauf geschlossen werden kann, dass die im Zeitpunkt der vorhandenen Versicherungsdeckung festgestellte Gesundheitsschädigung überwiegend wahrscheinlich durch einen Zeckenstich verursacht wurde. Der erfolgte Kontakt mit dem Borreliose-Erreger kann mit serologischen Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chungen belegt werden; indessen genügen diese nicht für den Schluss auf eine daraus entstandene Lyme-Borreliose. Deren Diagnose – gleich welchen Stadiums – setzt ein entsprechendes klinisches Beschwerdebild und den Ausschluss von Differentialdiagnosen voraus, wobei je nach Krankheitssta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dium ein pathologischer laborchemischer Test die Wahrscheinlichkeit der Diagnose erhöhen kann. Ebenso hilfreich können bei rückblickender Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schätzung der Verlauf und die Ergebnisse einer Therapie sein. Weitere Indi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zien sind denkbar (Urteil des Bundesgerichts 8C_924/2011 vom 7. März 2012 E. 3 mit Hinweisen auf weitere Rechtsprechung und Literatur).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">son glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser For</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">griffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht –, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend ver">achters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/ee, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin erwog in ihrem Einspracheentscheid vom 16. August 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 2) im Wesentlichen, gestützt auf die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neurologische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beurteilung von</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Dr. B.___ sei ein Kausalzusammenhang zwischen der im Oktober 2015 diagnostizierten Rötung und Schwellung am linken Ober</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schenkel mit dem gemeldeten Zeckenstich vom 18. August 2015 allenfalls möglich, nicht jedoch überwiegend wahrscheinlich. Die serologischen Befunde seien nicht konklusiv. Ausserdem fehle eine nähere Beschreibung der Hautveränderung am Oberschenkel, weshalb nicht beurteilt werden könne, ob es sich dabei um eine Erythema chronicum migrans (EMC), die typische kutane Frühmanifestation einer Borreliose, handle. Das ECM ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wickle sich nach 3-32 Tagen, im Mittel nach 7 Tagen, nach einem Zecken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stich. Im vorliegenden Fall habe man es aber mit einem Zeitintervall von circa 2 Monaten zu tun (Urk. 2 S. 4). Wenig nachvollziehbar sei sodann der Unfallhergang. Wie es bei Dacharbeiten auf der Baustelle Y.___ zu einem Zeckenbiss habe kommen können, sei nur schwer vorstell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar. Da die blosse Möglichkeit eines Kausalzusammenhanges nicht ausreiche, bestehe keine Leistungspflicht (Urk. 2 S. 5 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend (Urk. 1), der versicherungsinterne Arzt und die Suva hätten ihre Abklärungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht verletzt. Der Arzt habe die serologischen Befunde als nicht konklusiv beurteilt, da zwei verschiedene Laboratorien beauftragt worden seien, welche verschiedene Kontrollen durchgeführt hätten. Dabei müssten deren Resultate mit der klinischen Symptomatik interpretiert werden. Die klinische Sympto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matik habe der versicherungsinterne Arzt jedoch gar nicht bestimmen können, zumal er anerkannt habe, dass ihm die Angaben zur Art, Dosierung und Dauer der antibiotischen Therapie gefehlt hätten. Er hätte sich bei med. pract. A.___ erkundigen müssen. Nachdem er dies nicht getan habe, sei auf seine Beurteilung nicht abzustellen. Der Beschwerdeführer habe zunächst dreimal täglich Antibiotika einnehmen müssen. Nachdem sich die Werte nach einem Monat gebessert hätten, habe er die Antibiotika noch zweimal täglich einnehmen müssen. Anfang Januar 2016 sei die antibiotische Thera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pie nach einer erneuten Blutuntersuchung schliesslich sistiert worden. Gemäss jahrelanger eindeutiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung sei der Kausalzusammenhang zu bejahen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wie bereits gesagt, erfüllt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zeckenstich s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ämtliche Merkmale des Unfallbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">griffs, weshalb der obligatorische Unfallversicherer für die damit verbunde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Infektionskrankheiten und deren Folgen aufzukommen hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(E. 1.3.2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Der Beschwerdeführer gab an, auf dem Dach der Baustelle Y.___ von einer Zecke gebissen worden zu sein (vgl. die Schadenmeldung vom 20. November 2015 [Urk. 9/1] sowie den Bericht von med. pract. A.___ vom 5. Januar 2016 [Urk. 9/8]). Dies erscheint, wie die Beschwerdegegnerin zu Recht erwog (E. 2.1), angesichts der Örtlichkeit und der Lage der Baustelle mitten in Zürich schwer vorstellbar (E. 1.5.2). Da in den infektserologischen Laborwerten allerdings Antiköper gegen Borreliose nachgewiesen werden konnten, ist auf die medizinischen Unterlagen einzugehen und die Frage zu beantworten, ob mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem Kausal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zusammenhang zwischen einem möglicherweise am 18. August 2015 erlitte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Zeckenstich und einer allfälligen Borreliose-Infektion beziehungsweise einer dadurch verursachten Arbeitsunfähigkeit vom 20. Oktober bis 4. Dezember 2015 auszugehen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 5. Januar 2016 über die Erstbehandlung vom 20. Oktober 2015 stellte med. pract. A.___ die Diagnose einer akuten Borreliose nach Zeckenbiss. Sie hielt sodann fest, der Beschwerdeführer habe seit circa zwei Tagen eine etwa 20 x 20 cm grosse Rötung und Schwellung auf der Haut am linken Oberschenkel bemerkt. Gemäss seiner Aussage sei er circa Mitte August bei der Arbeit auf dem Dach von einer Zecke gebissen worden, wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che er anschliessend selbst entfernt habe. Eine Schwellung und Rötung am linken Oberschenkel sei festzustellen. Der serologische Befund für eine Borreliose sei positiv gewesen. Dem Beschwerdeführer sei vom 20. Oktober bis am 4. Dezember 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden (Urk. 9/8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die serologische Untersuchung vom 22. Oktober 2015 ergab, dass neben nicht spezifischen Borrelien-Antikörpern gegen Borrelien-Lysat auch spezi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fische Antikörper nachweisbar waren (Borrelia burgdorferi Best. IgG positiv und Borrelia burgdorferi Best. IgM positiv). Im Bericht wurde sodann festge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten, die Interpretation des Resultates müsse im Zusammenhang mit der klinischen Symptomatik erfolgen. Die Indikation zu einer antibiotischen Therapie dürfe nicht von einem Antikörper-Befund abhängig gemacht wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den. Bei einer klinischen Symptomatik, welche mit einer Borreliose vereinbar sei, sei eine Therapie indiziert (Urk. 9/10 S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die serologische Untersuchung vom 17. November 2015 ergab einen fragli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Befund des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Western Blot bezüglich IgG-Antikörpern gegen Borrelia burgdorferi </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und einen positiven Befund </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bezüg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich IgM-Antikörpern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Eine kürzlich erworbene Infektion sei nicht ausgeschlossen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 10 S. 2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. B.___ hielt in seiner neurologischen Beurteilung vom 28. Januar 2016 fest, d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">berichtet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, am 18. August </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2015 von einer Zecke gestochen worden zu sein. Er habe die Zecke selbst entfernt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Welcher Körperteil betroffen gewesen sei, gehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aus der Dokumentation nicht he</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rvor. Der erste Arztkontakt habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> am 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Oktober </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2015 bei der Hausärztin statt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">funden. Diese habe bei ihrer Untersu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung eine Schwellung und Rötung am linken Oberschenkel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Beschwerdeführers festgestellt. Eine nähere Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eibung der Hautveränderung liege nicht vor. Es könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> somit nicht beurteilt werden, ob es sich dabei um ein Erythema chronicum migrans (ECM), die typische kutane Frühmanifest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ation einer Borreliose, gehandelt habe. Hierzu sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> anzumerken, dass sich das E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">CM nach 3-32 Tagen, im Mittel 7 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Tage, n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ach einem Zeckenstich entwickle. Typisch sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Ausbildung einer ringf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">örmigen Läsion mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zentraler Abheilung, welche sich langsam ausdehn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e. Im vorliegenden Fall habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> man es also mi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t einem Zeitintervall von circa 2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Monaten zu tu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n. Was die Laborbefunde betreffe, so seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> diese </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">uneinheit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich. Im Dossier fänden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sich Untersuc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hungen vom 22. Oktober 2015 und 17. November </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2015 aus zwei verschiedenen Laboratorien. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Unters</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">uchung auf Antikörper gegen Borrelien seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sowohl IgM- als auch IgG-Antikörper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> festgestellt worden. Bei der Kontrolle vom 17. November 2015 sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> lediglich der Western Blot durchgeführt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> worden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Dabei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hätten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sich lediglich noch IgM-Antikörper gegen die Bo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rrelienstämme B. garinii und B. afzeli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gefunden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Zur Art, Dosierung und Dauer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der antibiotischen Thera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pie gebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> es keine A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ngaben im Dossier. Es entspreche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht der klinischen Erfahrung, dass IgG-Antikörper im Verlauf kürzer persistier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en als IgM-Anti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die serologischen Befunde seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> somit nicht konk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lusiv. Wie vom Laborarzt angege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben, müss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en die Resultate im Zusammenhang mit der kli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n Symptomatik interpretiert werden. Diese sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> jedoch überwiegend wahrs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cheinlich unspezifisch.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Anamnese, klinischer Befund und se</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rologische Untersuchungen würden einen kausalen Zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">menhang der im Oktober 2015 diagnostizierten Rötung und Schwellung am linken Oberschenkel mit dem gemeldeten Zeckenstich vom 18</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. August </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2015 allenfalls möglich, nicht jedoch überwiegend wahrscheinlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> erscheinen lassen. Aus dem Arztzeugnis sei sodann</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht nachvollziehbar, wieso die Arbeitsunfähigkeit bis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Dezember 2012 (richtig: 4. Dezember 2015) angedauert habe (Urk. 9/12)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der Stellungnahme vom 12. August 2016 führte Dr. B.___ aus, die im Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spracheverfahren übersandten Schriftsätze würden keine neuen medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Informationen enthalten, weshalb sich aus neurologischer Sicht keine Weiterungen ergäben. Es werde an der Beurteilung vom 28. Januar 2016 festgehalten (Urk. 9/38).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. B.___ interpretierte die infektserologischen Laborwerte aus fachärztlicher Sicht und gelangte zum Schluss, e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s entspreche nicht der klinischen Erfahrung, dass IgG-Antikörper im Verlauf kürzer persistierten als IgM-Anti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. dazu auch Norbert Satz, Klinik der Lyme-Borreliose, 3. Auflage 2010, S. 204 und S. 208)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die serologischen Befunde seien somit nicht konklusiv. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit anderen Worten stand aus Sicht von Dr. B.___ eine bereits früher abgelaufene Infektion im Vordergrund. Darüber hinaus wies Dr. B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">darauf hin, dass aus dem Bericht von med. pract. A.___ nicht hervorgehe, wo die Zecke den Beschwerdeführer am 18. August 2015 gestochen habe. Dem Bericht fehle sodann e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ine nähere Beschreibung der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erst am 20. Oktober 2015 ärztlicherseits festgestellten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hautveränderung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">am linken Oberschenkel, weshalb nicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beurteilt werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, ob es sich dabei um ein ECM, die typische kutane Frühmanifestation einer Borreliose, gehandelt habe. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Zeitintervall zwischen dem Zeckenstich und der Hautrötung betrage rund zwei Monate, was ebenfalls nicht dem typischen Verlauf entspreche. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ob die Beschwerdegegnerin ihre Abklärungspflicht verletzte (Urk. 1 S. 2 f.), indem sie es unterliess, aufgrund der unvollständigen Angaben im Bericht von med. pract. A.___ bei dieser Rückfrage zu nehmen, kann offengelassen werden. Nachdem der Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren einen nicht unterzeichneten, ergänzenden Bericht von med. pract. A.___ vom 23. März 2016 eingereicht hat (Urk. 3), ist ein allfälliger prozessualer Mangel als geheilt zu betrachten, zumal das hiesige Gericht den Sachverhalt sowie die Rechtslage frei überprüfen kann und dem Bericht von med. pract. A.___ aus medizinischer Sicht keine wesentlichen neuen Erkenntnisse entnommen wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den können. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Med. pract. A.___ hielt im ergänzenden Bericht vom 23. März 2016 zwar fest, sie habe bei der körperlichen Untersuchung eine runde Rötung, in etwa 15 x 15 cm gross, am linken Oberschenkel des Beschwerdeführers festgestellt. Sie unterliess es jedoch weiterhin, die Rötung genauer zu beschreiben, was von Dr. B.___ bemängelt worden war, da mangels genauer Beschreibung der Rötung nicht beurteilt werden könne, ob es sich dabei um ein ECM handle. Med. pract. A.___ beschrieb im Bericht vom 23. März 2016 zwar neu die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden (Erschöpfung, Müdigkeit, Glieder- und Gelenkschmerzen, Schweissausbrüche und starke Kopfschmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">zen, vergrösserte Lymphknoten in der linken Leiste), gab jedoch nicht an, ob sie insbesondere die Vergrösserung der Lymphknoten klinisch feststellen konnte. Dem Bericht fehlen sodann weiterhin konkrete Angaben zur Art, Dosierung und Dauer der antibiotischen Therapie, was der Beschwerdeführer durch seine Angaben nicht wettmachen kann. Weiter begründete med. pract. A.___ auch nicht, weshalb der Beschwerdeführer vom 20. Oktober bis 4. Dezember 2015, also mehr als sechs Wochen, aufgrund der beschriebenen Beschwerden, welche sich im Verlauf gebessert zu haben scheinen, durchge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">hend zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sein soll. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da die Allgemeinpraktikerin A.___ ihre Einschätzung bloss lückenhaft und damit unvollständig begründet hat, besteht kein Anlass, der nachvollziehba</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren fachärztlichen Beurteilung von Dr. B.___ die Beweiskraft abzusprechen. Von weiteren Abklärungen sind darüber hinaus keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, zumal nicht ersichtlich ist, welche echtzeitlichen medizinischen Unterlagen noch eingeholt werden könnten. Demzufolge ist die Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht der Beschwerdegegnerin mangels überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhangs zwischen einem am 18. August 2015 erlittenen Zeckenstich und der vom 20. Oktober bis 4. Dezember 2015 attestierten Arbeitsunfähigkeit zu verneinen. Mit der Beschwerdegegnerin ist zudem fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuhalten, dass die blosse Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht genügt (Urk. 2 S. 6 und E. 1.4.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Mark A. Glavas</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">richt Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstMuraro</p><p></p></div> </div></body></html>