23. Juni 1988 N 925 Interpellation Aubry Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 28. Mai 1988 Rapport écrit du Conseil fédéral du 18 mai 1988 Es ist die erklärte Absicht der EG-Länder, bis 1992 einen europäischen Binnenmarkt zu schaffen, der auch für Arznei- mittel gilt. Wie dieser im einzelnen gestaltet wird, ist heute noch nicht abzusehen. Vor allem steht noch offen, ob ein einheitliches Zulassungs- verfahren für Arzneimittel bis zum vorgesehenen Zeitpunkt realisiert werden kann. Zwar haben Länder wie die Bundes- republik Deutschland bestehende EG-Normen weitgehend in ihr nationales Recht überführt, aber es bestehen noch Differenzen innerhalb der einzelnen Länder bezüglich Zulas- sungspraxis und Nachmarktkontrolle von Arzneimitteln. Weiter zur Diskussion stehen auch entweder eine gegensei- tige Anerkennung der in den EG-Ländern getroffenen Zulas- sungsentscheidungen oder die Einsetzung einer supranatio- nalen Behörde. Angesichts dieser im Entstehen begriffenen internationalen Harmonisierung ist eine gesamteuropäische Betrachtungs- weise in Fragen der Arzneimittelgesetzgebung auch für die Schweiz von zunehmender Bedeutung. Wie der Bundesrat in seiner Stellungnahme zur Motion Humbel (17.3.87) bereits festgestellt hat, böte ein eidgenössisches Arzneimittelgesetz für die in diesem Zusammenhang wichtigen Kontakte mit dem Ausland den Vorteil einer eindeutigen Zuständigkeits- ordnung. Andererseits hat der Bund ohnehin die Interessen der Eidge- nossenschaft nach aussen zu wahren. In den Belangen der Arzneipolitik nimmt er diese Aufgabe heute durch Mitarbeit in zahlreichen internationalen Gremien wahr. Seine Zustän- digkeit in den Teilbereichen Betäubungsmittel, Sera und Impfstoffe sowie Pharmakopöe und seine Beteiligung an der Pharmazeutischen Inspektions-Konvention (PIC) betreffen auch die damit verbundenen europäischen Verpflichtungen. Eine weitere aktive Tätigkeit des Bundes sieht das erst als Entwurf vorliegende Bundesgesetz betreffend die Ueberwa- chung der Einfuhr von Arzneimitteln vor, desgleichen eine neue Verordnung überdie immunbiologischen Erzeugnisse. Das neue Bundesgesetz über die Pharmakopöe liegt bei den eidgenössischen Räten. Die zweifellos nötige einheitliche Gesetzgebung auf dem vom Interpellanten genannten Gebiet der Arzneimittelzulas- sung und -kontrolle könnte in unserem Land über ein recht- setzendes Konkordat aller Kantone oder ein eidgenössi- sches Arzneimittelgesetz erreicht werden. Das weitere Vor- gehen wird massgeblich davon abhängen, ob die Revision des gegenwärtigen bestehenden interkantonalen Konkor- dats von 1971 in absehbarer Zeit zustande kommt und die geforderten Verbesserungen bringen wird. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates befriedigt. #ST# 88.426 Interpellation Aubry Stiftung Franz Weber Fondation Franz Weber Wortlaut der Interpellation vom 18. März 1988 In den letzten Jahren, insbesondere seit meiner Interpella- tion 86.307 vom 3. März 1986, ist die Oeffentlichkeit von den Medien auf zahlreiche Prozesse aufmerksam gemacht wor- den, welche die Stiftung Franz Weber gegen Personen angestrengt hat, welche die Stiftung kritisierten. Bei den Prozessen ging es im wesentlichen um die Frage, ob Franz Weber und seine Stiftung die Geldspenden des Schweizer Volkes ihrer Zielsetzung gemäss für den Tier- und Naturschutz verwendet haben. Da das Eidgenössische Departement des Innern die Aufsicht über die Stiftung hat, bitte ich den Bundesrat um Auskunft auf folgende Fragen: 1. Haus- und Wohneigentum Franz Weber besitzt neben seinem eigenen Haus noch ein Haus in Montreux, das er für seine Stiftung gekauft hat. Für den Kauf dieses Hauses hat er einengrossen Betrag verwen- det, den er Tierschutz-Geldern entnommen hat. Das EDI, das von Franz Weber vor der Transaktion angefragt worden ist, soll sich sehr positiv dazu geäussert haben. Hat dieses Departement tatsächlich die betreffende Bewilligung erteilt? Ist es nach Ansicht des Bundesrates üblich, dass für den Tier- und Naturschutz bestimmte Spenden in solche Immo- bilienkäufe investiert werden? Wie sein Rechtsanwalt Rudolf Schaller gesagt hat, besitzt Weber ausserdem noch eine Eigentumswohnung in Paris. Hat die Stiftung Franz Weber für den Kauf und den Unterhalt dieser Wohnung etwas bezahlt ufid wenn ja, wieviel? 2. Kampagnen zum Schutz der Robbenbabys Die Oeffentlichkeit ist darüber informiert worden, dass die Fabrik in Kanada, die der Beschaffung von Arbeitsplätzen für arbeitslose Robbenjäger hätte dienen sollen, trotz der gesammelten Geldspenden nicht gebaut werden konnte. Hat man der Oeffentlichkeit auch gesagt, wie das gespen- dete Geld - eine Million Franken - verwendet worden ist? Was ist mit diesem Geld und den dazugehörigen Zinsen geschehen? 3. ZEWO In Zürich gibt es unter dem Namen ZEWO eine Auskunfts- stelle für Wohlfahrtsunternehmen. Sie will gemeinnützige Tätigkeiten unterstützen und Missbräuche in diesem Bereich bekämpfen. Dieser Stelle sind alle bekannten grös- seren Hilfswerke angeschlossen wie das Rote Kreuz, Cari- tas, der Heimatschutz, die Schweizerische Vogelwarte in Sempach usw. Nach Angaben der ZEWO wäre ein Beitritt der Stiftung Franz Weber nicht möglich, weil Franz Weber sowohl Präsident als auch Direktor der Stiftung sei, was interne Kontrollen erschwere. Auch liegen die Kosten der Sammlungen von Franz Weber um vieles über den 20 bis 30 Prozent, welche die ZEWO für solche Sammlungen als normal betrachtet. Noch 1986 lagen sie über 30 Prozent. Haltes der Bundesrat nicht für erwünscht, dass die Stiftung Franz Weber die Kumulation der Verantwortlichkeiten auf- gibt und die Kompetenzen nach den Kriterien der ZEWO aufteilt? Sollte nicht auch zur Effizienzsteigerung der Stif- tung eine Reorganisation durchgeführt werden? Texte de l'interpellation du 18 mars 1988 Au cours des dernières années, notamment depuis le dépôt démon interpellation86.307du3 mars 1986, l'opinion publi- que a entendu parler par les médias de nombreux procès intentés par la Fondation Franz Weber contre des personnes ayant exprimé des critiques à son endroit. L'objet de ces litiges était pour l'essentiel la question de savoir si Franz Weber et sa fondation avaient utilisé conformément à leur but les dons en argent récoltés auprès du peuple suisse pour la protection des animaux et de la nature. Etant donné que le Département fédéral de l'intérieur exerce la surveil- lance sur la fondation, le Conseil fédéral est prié de prendre position au sujet des questions suivantes: 1. Propriété de maisons et d'appartements Monsieur Weber possède en plus de sa maison une seconde villa à Montreux achetée pour sa fondation. Il a utilisé une importante somme d'argent provenant de dons pour la protection des animaux lors de l'achat de l'immeuble. Le DFI, interrogé préalablement lors de cette transaction aurait donné «une réponse très positive». Ce département a-t-il accordé l'autorisation en question? Le Conseil fédéral estime-t-il normal que des dons récoltés pour la protection des animaux et du paysage soient investis dans des place- ments immobiliers de ce genre? Selon les dires de M. Ru- dolf Schaller, l'avocat de Franz Weber, celui-ci possède également un appartement en propriété à Paris. La Fonda- tion Franz Weber a-t-elle payé quelque chose pour l'achatInterpellation Aubry 926 N 23 juin 1988 ou l'entretien de cet appartement et, le cas échéant, com- bien? 2. Campagnes en faveur des bébés-phoques L'opinion publique avait été informée du fait que la cons- truction d'une fabrique au Canada, destinée à procurer du travail aux chasseurs de bébés-phoques condamnés au chômage, n'avait pas pu être réalisée, malgré les dons récoltés à cet effet dans le public. L'opinion publique a-t-elle aussi été informée de l'affectation du million de francs de dons versés dans ce but? Quel a été la destination de cet argent et des intérêts qui s'y sont ajoutés? 3. ZEWO II existe à Zurich, sous le nom ZEWO, une centrale de renseignements pour les entreprises et institutions de bien- faisance. Son but est de protéger les activités d'utilité publi- que et de lutter contre les abus dans ce domaine. Sont affiliées à cette centrale toutes les grandes oeuvres d'en- traide connues, par exemple la Croix-Rouge, Caritas, le Heimatschutz, le Parc ornithologique de Sempach etc. Selon les renseignements fournis par la ZEWO, la Fondation Franz Weber ne pourrait pas en faire partie parce que Franz Weber y cumule la fonction de président et celle de direc- teur de sa fondation, ce qui complique les contrôles internes. De même, les dépenses relatives aux collectes de Franz Weber sont de beaucoup supérieures à la proportion de 20 à 30 pour cent que la ZEWO considère comme nor- male pour ce genre de campagnes. En 1986, les frais éle- vaient encore à plus de 30 pour cent. Le Conseil fédéral n'estime-t-il pas qu'il serait souhaitable que, conformément aux critères de la ZEWO, les organes de la fondation Franz Weber devraient être élargis pour éviter le cumul précité et que les activités de cette fondation devraient faire l'objet d'une réorganisation permettant d'ac- croître son efficacité? Mitunterzeichner- Cosignataires: Aliesch, Berger, Bonvin, Cavadini, Cincera, Cotti, Déglise, Etique, Fischer-Seengen, Frey Claude, Friderici, Gros, Jeanneret, Kohler, Leuba, Loeb, Martin Jacques, Massy, Paccolat, Perey, Philipona, Savary- Vaud, Scherrer, Zwingli (24) Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 18. Mai 1988 Rapport écrit du Conseil fédéral du 18 mai 1988 1. Propriété de maisons et d'appartements Les fondations peuvent en principe acquérir des immeubles- sans en référer à l'autorité de surveillance. Dans le domaine de la prévoyance professionnelle, où les placements sont réglementés, l'ordonnance sur la prévoyance profession- nelle vieillesse, survivants et invalidité (OPP 2) autorise expressément toute institution de prévoyance à placer sa fortune sur des maisons d'habitation ou à usage commercial situées en Suisse (art. 53, let. c) jusqu'à.concurrence de 50 pour cent (art. 54, let. c). Pour l'achat de l'immeuble de Clarens inscrit au registre foncier comme propriété de la Fondation Franz Weber, son président a demandé, en 1982, l'avis de l'autorité de surveil- lance. Conformément à sa pratique en la matière, le Secréta- riat général du DFI lui a répondu ce qui suit: «L'autorité de surveillance n'a aucune objection à formuler contre cette opération, dans la mesure où elle est effectuée dans l'intérêt de la fondation, soit pour y loger ses bureaux soit à titre de placement. Juge de l'opportunité de cet achat au vue des possibilités de la fondation sur le plan des liquidités, le Comité a la charge de faire en sorte que la fondation dispose quand même des moyens nécessaires à l'accomplissement de la tâche statutaire.» Au vu des rapports annuels de la fondation, l'autorité de surveillance n'avait pas de raison de formuler des objections. Au sujet des propriétés privées de Monsieur Franz Weber, pour l'achat desquelles la fondation n'a pas fourni de contri- bution, on peut donner les informations suivantes, avec l'accord du propriétaire. La villa du quartier Dubouchet a été acquise en 1977 et grevée alors d'une hypothèque supé- rieure au prix d'achat. Comme certaines pièces sont utili- sées par la fondation, celle-ci verse un loyer. Monsieur Franz Weber a aussi acheté, en 1979, un petit appartement à Paris (15, rue Berthe). Celui-ci sert aussi à la fondation, qui paie un loyer de 700 francs suisses par mois. Selon le comité de la fondation, ce logement lui est nécessaire pour organiser et diriger les campagnes internationales. 2. Campagnes en faveur des bébés-phoques Au vu du résultat de la première campagne en faveur des bébés-phoques, l'autorité de surveillance a fait observer à la fondation que les frais étaient beaucoup trop élevés (70 pour cent) par rapport aux fonds recueillis. D'après les appels de la fondation pour la seconde campagne, les fonds devaient être investis selon un programme d'action en cinq points visant notamment l'information du public et le finan- cement d'un programme scientifique. Le chiffre 3 du pro- gramme avait la teneur suivante: «Développement et réalisa- tion d'alternatives économiques et culturelles dans les régions concernées. Recyclage des chasseurs de phoques.» Le produit a été de quelque 618 000 francs. Des dépenses ont été engagées conformément au programme (voyages de journalistes, relations publiques). Il est aparu dès 1982 que la population était hostile aux solutions envisagées. A la suite d'une conférence de presse organisée par Monsieur Franz Weber, le 2 novembre 1982 à Genève, la presse a fait état des difficultés rencontrées par la fondation. Le bilan de la fondation de 1982 fait état d'un compte spécial Terre-Neuve de 501 094 francs, le reste du produit de la collecte étant ainsi dissocié du patrimoine de la fondation. En 1983, ce compte a été dissous et la somme correspon- dante ajoutée au patrimoine de la fondation. Il s'est avéré, en effet, dès les premiers mois de l'année, que le projet de créer des emplois de rechange pour les chasseurs de phoques n'était pas réalisable. Lorsqu'une institution recueille des fonds pour un but particulier qu'elle ne peut pas atteindre, elle peut employer ces fonds à d'autres fins semblables, dans les limites du but général de l'institution. Compte tenu des fonds libérés par la dissolution du compte Terre-Neuve, la fondation disposait d'un avoir en banque assez important à la fin de 1986. 3. ZEWO Le Bureau de renseignements pour oeuvres de bienfai- sances, à Zurich, (BROB, association bien connue sous la désignation allemande ZEWO) «a pour but de protéger les activités authentiques d'utilité publique; il combat les abus dans le domaine de l'utilité publique .... il veille au bon ordre et à l'honnêteté des appels de fonds et des collectes et renseigne sur les oeuvres d'entraide». Il a établi un «Règlement de la protection des oeuvres d'utilité publique» fixant, entre autres, les conditions d'adhésion. Selon ce règlement, «le directeur de l'entreprise ne peut pas être en même temps président de l'institution ou y avoir des intérêts commerciaux ou financiers». Le BROB établit aussi le calendrier des collectes, soit une au plus par an et par oeuvre d'entraide. Son «Règlement des collectes publiques effectuées dans un but d'utilité publique» fixe les règles à observer. Sa vigilance s'étend à l'ensemble des collectes. Si une oeuvre d'utilité publique non affiliée à l'association enfreint les dispositions du règlement, le secrétariat le lui signale par lettre recommandée. En cas d'infracitons réitérées ou graves, le secrétariat du BROB en informe son comité, qui décide des mesures à prendre à l'égard de l'oeuvre qui les a commises (art. 12). A propos des frais des collectes, il convient de signaler qu'il n'y a pas unité de doctrine sur la manière de les prendre en compte (Thomas Jäggi, Spendensammlungen im schweize- rischen Recht, p. 31 ss). Pour les fondations, l'autorité de surveillance examine avec attention la question. En 1986, selon l'exposé de la Fondation Franz Weber, la part des frais d'une des deux collectes a été de près de 30 pour cent; elle a été un peu inférieure à 15 pour cent pour l'autre collecte.23. Juni 1988 N 927 Interpellation Nabholz Le fondateur ayant la liberté d'organiser la fondation selon ses vues dans les limites du droit civil, l'autorité de surveil- lance n'a pas le pouvoir de lui donner des directives à cet égard. Dans un arrêt récent (ATF 112 II 471), le Tribunal fédéral a annulé une décision prise en la matière par une autorité de surveillance, en précisant que celle-ci n'a pas à intervenir «lorsque le fonctionnement de la fondation n'est pas à enquestion». Cette condition d'intervention .n'est pas remplie dans le cas de la Fondation Franz Weber. Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bun- desrates nicht befriedigt. #ST# 88.394 Interpellation Ziegler Veruntreuungen bei der Société du Tunnel du Mont-Blanc Abus de biens sociaux et détournement de fonds à la Société du Tunnel du Mont-Blanc Wortlaut der Interpellation vom 16. März 1988 Wir verfügen über Rechnungsdokumente der Société du Tunnel du Mont-Blanc, nach denen Edouard Balladur, ehe- maliger Präsident dieser Gesellschaft und zur Zeit Minister der französischen Regierung, zahlreiche persönliche Rech- nungen mit Geldern aus Konten dieser Gesellschaft bezah- len liess. Balladur hat zum Beispiel verlangt und erreicht, dass ihm die Société du Tunnel du Mont-Blanc die Rech- nungen für die Einrichtung und die Renovation zweier Pri- vatwohnungen beglich, die er und seine Kinder in Chamonix an der rue Majestic Nr. 17 und 18 benutzten. Ausserdem hat die Gesellschaft für Balladur die Rechnungen für Strom und Heizung sowie die Ausstattung privater Ferienwohnungen und Lebensversicherungsprämien usw. bezahlt. Allein für die Jahre 1986 und 1987 belaufen sich die Gelder, die für private und persönliche Ausgaben Balladurs, seiner Gattin und ihrer Kinder von den Konten der Gesellschaft abge- zweigt wurden, weit über 100 000 FF. Es handelt sich ein- deutig um Veruntreuung von Geldern der Société du Tunn'el du Mont-Blanc. Schweizerische Gemeinwesen, namentlich die Republik und der Kanton Genf sowie die Stadt Genf, sind am Kapital dieser Gesellschaft mit beträchtlichen Summen beteiligt und im Verwaltungsrat vertreten. Sie und mit ihnen der Schweizer Steuerzahler haben durch Edouard Balladurs Veruntreuungen einen offensichtlichen Schaden erlitten. Nach der Bundesverfassung sind die Beziehungen zum Aus- land (und damit auch die Aufsicht über die Anwendung internationaler Finanz- oder anderer Abkommen, die Kan- tone oder Gemeinden abschliessen) Sache des Bundes. Ich stelle dem Bundesrat folgende Fragen: 1. Ist er darüber unterrichtet, dass Gelder der Société du Tunnel du Mont-Blanc veruntreut worden sind und immer noch veruntreut werden? 2. Mit welchen dringlichen rechtlichen Massnahmen will er diesen Veruntreuungen ein Ende setzen und erreichen, dass die Aktionäre der Société du Tunnel du Mont-Blanc Scha- denersatz erhalten? Texte de l'interpellation du 16 mars 1988 Selon des documents comptables en notre possession pro- venant de la Société du Tunnel du Mont-Blanc, un ancien président de celle-ci, M. Edourd Balladur, actuel Ministre d'Etat du gouvernement français, a fait régler nombre de ses factures privées par des fonds prélevés sur les comptes de la dite Société. M. Balladur a, par exemple, exigé et obtenu que la Société lui paie les factures d'aménagement et de réfection de deux appartements privés utilisés par lui et ses enfants, aux numéros 17 et 18 Majestic (Chamonix): les factures d'électri- cité, de chauffage, de décoration d'appartements privés de vacances; primes assurance-vie individuelle en faveur de M. E. Balladur etc.. Pour les seules années 1986/1987, les sommes détournées des comptes de la Société pour la couverture des dépenses privées et personnelles de M. Edouard Balladur, de Mme Balladur et de leurs enfants dépassent largement les 100 000 FF. Ces agissements cons- tituent un détournement caractérisé de fonds appartenant à la Société du Tunnel du Mont-Blanc. Or, des collectivités publiques suisses- notamment la Répu- blique et Canton de Genève, ainsi que la Ville de Genève - participent pour des sommes importantes au capital action de cette Société et participent à son Conseil d'administra- tion. Elles ont subi et avec elles, le contribuable helvétique, des dommages évidents du fait des agissements de M. Edouard Balladur. Conformément à la Constitution fédérale, les relations exté- rieures (donc la surveillance de l'application de conventions internationales financières ou autres conclues par des col- lectivités cantonales et communales) relèvent de la compé- tence de la Confédération. Je pose au Conseil fédéral les questions que voici: 1. Le Conseil fédéral a-t-il connaissance des abus de biens sociaux et détournements de fonds qui se sont produits et continuent de se produire à la Société du Tunnel du Mont- Blanc? 2. Quelles sont les mesures judiciaires urgentes que le Conseil fédéral entend prendre afin de mettre fin à ces détournements et à obtenir réparation des dommages subis par les actionnaires de la Société du Tunnel du Mont-Blanc du fait des agissements de M. Edouard Balladur? Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 18. Mai 1988 Rapport écrit du Conseil fédéral du 18 mai 1988 La Société du Tunnel du Mont-Blanc est une société fran- çaise avec une participation minoritaire du Canton et de la Ville de Genève. Il incombe aux organes de la société de veiller à la bonne conduite des affaires de celle-ci. Le Conseil fédéral n'a ni la compétence ni le devoir de surveiller la gestion d'une société étrangère. Il ne lui appartient dès lors pas de se prononcer sur le bien-fondé de certaines allégations selon lesquelles des administrateurs de la Société du Tunnel du Mont-Blanc auraient joui de certains privilèges. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates nicht befriedigt. #ST# 87.999 Interpellation Nabholz 10. AHV-Revision 10ème révision de I'AVS Wortlaut der Interpellation vom 18. Dezember 1987 Seit Jahren ist die 10. AHV-Revision pendent. Die Reaktio- nen in der Oeffentlichkeit zeigen, dass die bisher bekanntge- wordenen Vorstellungen des Bundesrates nicht zu befriedi- gen vermögen. Ich frage den Bundesrat deshalb an, ob undSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Aubry Stiftung Franz Weber Interpellation Aubry Fondation Franz Weber In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1988 Année Anno Band II Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 14 Séance Seduta Geschäftsnummer 88.426 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 23.06.1988 - 08:00 Date Data Seite 925-927 Page Pagina Ref. No 20 016 463 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. 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