<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0] </div> <div class="para">I 434/00 Gb </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Borella, Rüedi und Bundesrichterin Leuzinger; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Hadorn </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 5. April 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">B.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Fürsprecher Ulrich Seiler, Falkenhöheweg 20, Bern, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">IV-Stelle Bern, Chutzenstrasse 10, Bern, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Bern </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 21. Februar 1996 lehnte die IV-Stelle des Kantons Bern das Leistungsgesuch des 1958 geborenen B.________ ab. Die hiegegen geführte Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 26. Juni 1996 insofern gut, als es die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit sie eine Begutachtung durch die Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) veranlasse. </div> <div class="para">Die IV-Stelle holte eine Expertise des Zentrums für Medizinische Begutachtung (ZMB) vom 5. August 1997 ein und lehnte das Leistungsgesuch mit Verfügung vom 3. Februar 1998 erneut ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die dagegen eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 20. Juli 1998 ab, und die hierauf erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde wurde vom Eidgenössischen Versicherungsgericht mit Urteil vom 8. Juli 1999 ebenfalls abgewiesen. </div> <div class="para">Auf eine am 19. Juli 1999 eingereichte Neuanmeldung trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 1. Oktober 1999 nicht ein. Mit Verfügung vom 4. Oktober 1999 lehnte sie überdies die unentgeltliche Verbeiständung für das Verwaltungsverfahren ab. </div> <div class="para">Mit Entscheid vom 4. Juli 2000 bestätigte das Verwaltungsgericht des Kantons Bern beide Verfügungen. Zudem verweigerte es B.________ wegen Aussichtslosigkeit die unentgeltliche Verbeiständung auch für das kantonale Beschwerdeverfahren. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen und beantragen, die Invalidenversicherung sei durch Anordnung einer spezialärztlichen Untersuchung zu den gesetzlichen Leistungen zu verpflichten. Sodann sei das kantonale Gericht anzuweisen, die Beschwerde betreffend die Verweigerung der unentgeltlichen Verbeiständung an das hiefür zuständige Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) zu überweisen. </div> <div class="para">Zudem ersucht B.________ um unentgeltliche Verbeiständung auch für den vorliegenden Prozess. </div> <div class="para">Die IV-Stelle schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, während das Bundesamt für Sozialversicherung sich nicht vernehmen lässt. </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen zur Neuanmeldung (<span class="artref"><artref id="CH/831.201/87/4" type="start"></artref><artref id="CH/831.201/87/3" type="start"></artref>Art. 87 Abs. 3 und 4 IVV</span><artref id="CH/831.201/87/4" type="end"></artref><artref id="CH/831.201/4" type="end"></artref>) und die zum Vorgehen der Verwaltung in solchen Fällen ergangene Rechtsprechung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=17.03.2001&amp;to_date=05.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-198%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page200">BGE 117 V 200</a> Erw. 4b) richtig dargelegt. </div> <div class="para">Darauf wird verwiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- a) Streitig und zu prüfen ist einzig, ob die IV-Stelle zu Recht auf die Neuanmeldung nicht eingetreten ist, somit eine erhebliche Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen als nicht ausreichend glaubhaft erachten durfte. Auf die materiellen Anträge hingegen ist nicht einzutreten (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=17.03.2001&amp;to_date=05.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F109-V-119%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page120">BGE 109 V 120</a> Erw. 1; vgl. auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=17.03.2001&amp;to_date=05.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F105-V-93%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page94">BGE 105 V 94</a> Erw. 1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Der Beschwerdeführer reichte zur Stützung seiner Angaben drei ärztliche Berichte ein: zwei Zeugnisse von Dr. med. G.________, Oberarzt an der Psychiatrischen Klinik X.________ vom 8. Juli und 4. September 1998, sowie einen Kurzbericht von Dr. med. Z.________, Allgemeinmedizin FMH, vom 14. Juli 1998. Den Bericht von Dr. G.________ vom 4. September 1998 hat das Eidgenössische Versicherungsgericht im Urteil vom 8. Juli 1999 bereits gewürdigt und festgehalten, dass er die Schlussfolgerungen des ZMB-Gutachtens nicht in Frage zu stellen vermöge und namentlich in keiner Weise darlege, inwiefern diese Expertise unzutreffend sein solle. Gleiches ist von dem (früher geschriebenen) zweiten Bericht von Dr. G.________ zu sagen, der zu Handen der Fremdenpolizei verfasst wurde und ebenfalls nichts enthält, was Zweifel am erwähnten Gutachten aufkommen lassen könnte. Auch der kurze Bericht von Dr. </div> <div class="para">Z.________ vermag nicht am Gutachten zu rütteln. Damit ist die IV-Stelle zu Recht auf die Neuanmeldung nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz ist nichts Weiteres beizufügen. </div> <div class="para">c) Im letztinstanzlichen Prozess reicht der Beschwerdeführer einen neuen Bericht von Dr. G.________ vom 6. Juli 2000 ein. Dieser befasst sich eingehender mit den Fragen, ob seit dem ZMB-Gutachten eine Verschlechterung eingetreten sei, und weshalb die Schlussfolgerungen der Expertise zu bezweifeln seien. Dieser Bericht wurde neun Monate nach dem Datum der angefochtenen Verfügung verfasst, welches die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=17.03.2001&amp;to_date=05.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-V-362%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page366">BGE 121 V 366</a> Erw. 1b) und ist daher nicht geeignet, das damalige Nichteintreten als fehlerhaft erscheinen zu lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Der Versicherte beanstandet ferner, dass ihm die unentgeltliche Verbeiständung im Verwaltungs- und im kantonalen Beschwerdeverfahren verweigert worden ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">a) Weil es bei diesem Streitpunkt nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht nur zu prüfen, ob das kantonale Gericht Bundesrecht verletzt hat, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden ist (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie <span class="artref">Art. 105 Abs. 2 OG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=17.03.2001&amp;to_date=05.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F100-V-61%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page62">BGE 100 V 62</a> Erw. 2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Gemäss <span class="artref">Art. 85 Abs. 2 lit. f AHVG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 69 IVG</span> ist das Recht, sich verbeiständen zu lassen, gewährleistet. Wo die Verhältnisse es rechtfertigen, wird dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Verbeiständung bewilligt. Ob und unter welchen Voraussetzungen ein Anspruch auf diese besteht, beurteilt sich somit nach Bundesrecht (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=17.03.2001&amp;to_date=05.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F110-V-54%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page57">BGE 110 V 57</a> Erw. 3a). Hingegen richtet sich die Höhe einer allfälligen Entschädigung nach kantonalem Recht. </div> <div class="para">Im Übrigen hat die Vorinstanz die Rechtsprechung zu den Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=17.03.2001&amp;to_date=05.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-201%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page202">BGE 125 V 202</a> Erw. 4a), darunter zum Erfordernis, dass der Prozess nicht aussichtslos sein darf, richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Die IV-Stelle und die Vorinstanz erachteten die Neuanmeldung bzw. die kantonale Beschwerde als aussichtslos, da keine Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen glaubhaft gemacht worden sei. Nach dem in Erw. 2 Gesagten verletzt diese Würdigung kein Bundesrecht. Die Verweigerung der unentgeltlichen Verbeiständung hält somit Stand. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">d) In diesem Zusammenhang verlangt der Beschwerdeführer die Überweisung der Akten zur Prüfung an das angeblich zuständige BSV. Woraus sich die Zuständigkeit des Bundesamtes ergeben sollte, wird jedoch mit keinem Wort begründet (<span class="artref">Art. 108 Abs. 2 OG</span>) und ist auch nicht ersichtlich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4.- Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet bzw. unzulässig ist, wird sie im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erledigt. Die unentgeltliche Verbeiständung kann wegen Aussichtslosigkeit auch im letztinstanzlichen Verfahren nicht gewährt werden. </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, </div> <div class="para">soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">III. Das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 5. April 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der IV. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>