<h2>SubmittedText<h2><p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999,</p><p>Artikel 115 des Bundesgesetzes vom 13. Dezember 2002 über die Bundesversammlung und</p><p>Artikel 156 des Geschäftsreglementes vom 13. September 1985 des Grossen Rates des Kantons Genf (Loi portant règlement du Grand Conseil de la République et canton de Genève);</p><p>und in Anbetracht dessen, dass</p><p>- die Verantwortung im Bereich der sexuellen Gesundheit der gesamten Bevölkerung hauptsächlich auf den Frauen lastet,</p><p>- die Kosten im Bereich der reproduktiven Gesundheit (Verhütung eingeschlossen) fast ausschliesslich von den Frauen getragen werden,</p><p>- gewisse gynäkologische Krankheiten, insbesondere die Endometriose, oft schlecht und sehr spät diagnostiziert werden,</p><p>- die für lesbische Frauen, Bisexuelle und Transmenschen spezifischen Probleme von der Gesundheitspolitik weitgehend ignoriert werden und&nbsp;</p><p>- der Mangel an verlässlichen Daten über die gesundheitlichen Probleme, die speziell diese Bevölkerungsgruppen betreffen, eine auf die Bedürfnisse dieser Personen abgestimmte Gesundheitspolitik verhindert,</p><p>fordert der Grosse Rat des Kantons Genf die Bundesversammlung und den Bundesrat dazu auf,&nbsp;</p><p>Verhütungsmittel für Frauen und Männer, deren Wirksamkeit nachgewiesen ist, insbesondere die Pille, Spiralen, Verhütungspflaster, Kondome, Vasektomie und die Pille danach, ob mit oder ohne Rezept, in den Leistungskatalog der Grundversicherung der Krankenkassen aufzunehmen.</p>