<h2>SubmittedText<h2><p>Jedes Jahr zeichnet der Schweizer Grand Prix Design Designerinnen und Designer aus, die Schweizer Staatsangehörige sind oder in der Schweiz ihren Wohnsitz haben und zum landes- oder weltweiten Ansehen des Schweizer Designs beitragen. Mit dieser Auszeichnung können Designerinnen und Designer oder auch Produkte für ihre Qualität und internationale Reichweite gewürdigt werden. Der Wirtschaftsstandort Schweiz und seine zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) tragen so direkt zur Anerkennung des Schweizer Designs in unserem Land und im Ausland bei. Mehreren Familienunternehmen ist es durch das Einbringen ihres über die Jahre gesammelten Fachwissens möglich, in ihrer Branche ein Teil der internationalen Elite zu sein. Sie verbreiten unser Schweizer Know-how und insbesondere das Schweizer Design in der ganzen Welt. Ein international renommierter Preis - wie der Schweizer Grand Prix Design - kann daher die Position dieser KMU in ihrer Branche verbessern. Diese Unternehmen bilden das wirtschaftliche und soziale Gefüge, das es unserem Land ermöglicht, seine wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Ausserdem stellen sie einen Grossteil der Schweizer Arbeitsplätze.</p><p>Trotzdem wird es für die Unternehmen immer schwieriger, von den Vorteilen dieser Auszeichnung profitieren zu können.</p><p>Daher bitte ich den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>1. Teilt der Bundesrat die dargelegte Ansicht in Bezug auf die wirtschaftliche und kommerzielle Bedeutung des Schweizer Grand Prix Design, insbesondere was die Wettbewerbsfähigkeit und das Image der Schweiz und die dadurch hier geschaffenen Arbeitsplätze betrifft?</p><p>2. Welchen Wert misst der Bundesrat dem Schweizer Grand Prix Design bei?</p><p>3. Welches Interesse haben KMU daran, an diesem Wettbewerb teilzunehmen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bund fördert das Designschaffen seit 1918 durch das Stipendium für angewandte Kunst und seit 1994 durch Preise. Er vergibt jährlich Designpreise in zwei verschiedenen Formaten:</p><p>Die Schweizer Designpreise werden auf der Grundlage eines Wettbewerbs in den Kategorien Fotografie, Produkte und Objekte, Mode- und Textildesign sowie Vermittlung vergeben. Jährlich werden drei Schweizer Grand Prix Design ohne Wettbewerb als Auszeichnungen für das Gesamtwerk von Designschaffenden verliehen. Sämtliche Preise werden auf Empfehlung der Eidgenössischen Designkommission vergeben.</p><p>1. Der Bundesrat ist sich der wirtschaftlichen und kommerziellen Bedeutung einer Auszeichnung mit dem Schweizer Grand Prix Design bewusst. Die Vergabe des Schweizer Grand Prix Design durch den Bund ist eine Anerkennung der Exzellenz einer Karriere und/oder einer Produktion und hat somit Einfluss auf die Zugänglichkeit und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Die Preisträgerinnen und Preisträger der Schweizer Designpreise und der Schweizer Grand Prix Design - sowie auch die Kunst-, Literatur-, Musik-, Theater- und Tanzpreise - sind Botschafterinnen und Botschafter von Qualität und Image der Schweiz auf internationaler Ebene.</p><p>2. Die Schweizer Designpreise und der Schweizer Grand Prix Design sind eine wichtige Etappe in der Laufbahn der ausgezeichneten Designschaffenden. Der Bundesrat betrachtet sie als Label für Qualität und Exzellenz.</p><p>Die Designpreise werden durch Fördermassnahmen ergänzt, die zu deren Bekanntheit in der Schweiz und im Ausland beitragen. Sämtliche Preisträgerinnen und Preisträger werden im Rahmen der Art Basel und von Design Miami in der Ausstellung Swiss Design Awards vorgestellt. Diese zieht gemeinsam mit der Ausstellung Swiss Art Awards innerhalb einer Woche mehr als 10 000 Besucherinnen und Besucher an, die teilweise aus dem internationalen und professionellen Publikum der Art Basel und von Design Miami stammen. Jedes Jahr erscheint eine Publikation über die Preisträgerinnen und Preisträger des Grand Prix, und auf der Internetseite der Designpreise stehen der Öffentlichkeit und einem Fachpublikum Fotografien und Filmaufnahmen sowie Interviews mit den Preisträgerinnen und Preisträgern zur Verfügung. Schliesslich wird ab 2019 ein grafisches Label für sämtliche Preise eingeführt. Es dient der besseren Identifizierung und Sichtbarkeit der Preisträgerinnen und Preisträger.</p><p>Die Preisträgerinnen und Preisträger eines Schweizer Grand Prix Design entscheiden selbst, wie sie die Auszeichnung im Hinblick auf ihre Marketing- und Geschäftsstrategie nutzen wollen. Sie können in diesem Zusammenhang auch von den erwähnten Promotionsmassnahmen profitieren.</p><p>3. Die Teilnahme am Wettbewerb der Schweizer Designpreise steht allen Designschaffenden offen. Die nominierten und die ausgezeichneten Designschaffenden profitieren von Fördermassnahmen in der Schweiz und im Ausland (siehe Antwort auf die Frage 2). Für KMU können solche Massnahmen ein Qualitätslabel für die Vermarktung ihres Produkts oder eine willkommene zusätzliche Medienpräsenz darstellen.</p><p>In den neueren Ausgaben wurden mehrere KMU ausgezeichnet. 2018 wurde der Werkzeughersteller Felco (Les Geneveys-sur-Coffrane) mit dem Schweizer Grand Prix Design ausgezeichnet, 2009 die Möbelfabrik Thut (Buchs) und 2008 das Architektur- und Szenografiebüro Holzer/Kobler (Zürich/Berlin). Auch Schweizer Designpreise gehen regelmässig an KMU, darunter Velt Shoes (Zürich) 2013 und 2016 oder BMCO Brunner Mettler (Uster) 2014.</p>  Antwort des Bundesrates.