<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">6B_662/2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 24. August 2010 </div> <div class="para">Strafrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Favre, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber C. Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.X.________ und B.X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau, Staubeggstrasse 8, 8510 Frauenfeld, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Fahrlässige Tötung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil der Bezirksgerichtlichen Kommission Münchwilen vom 1. Juni 2010. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Tochter der Beschwerdeführer wurde am 8. Februar 2007 Opfer eines Verkehrsunfalls. Die Kommission des Bezirksgerichts Münchwilen sprach den Fahrzeuglenker mit Urteil vom 1. Juni 2010 der fahrlässigen Tötung schuldig und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen à Fr. 100.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von zwei Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 1'500.-- bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tagen. Die Beschwerdeführer, die eine Verurteilung wegen eventualvorsätzlicher Tötung und ein Fahrverbot anstreben, erhoben Berufung. Das Obergericht des Kantons Thurgau trat mit Urteil vom 13. Juli 2010 auf die Berufung nicht ein, weil sie verspätet zur Post gegeben worden war. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Beschwerde vom 13. August 2010 wenden sich die Beschwerdeführer ans Bundesgericht. Die Beschwerde richtet sich ausdrücklich gegen das Urteil des Bezirksgerichts. Vor Bundesgericht anfechtbar sind indessen nur Strafurteile letzter kantonaler Instanzen (<span class="artref">Art. 80 Abs. 1 BGG</span>). Das Urteil des Bezirksgerichts konnte mit Berufung an das Obergericht weitergezogen werden. Folglich kann es vor Bundesgericht nicht angefochten werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Den Beschwerdeführern ist nicht geholfen, wenn die Eingabe als Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts entgegengenommen wird. Das Obergericht trat wegen Verspätung auf die Berufung nicht ein. Mit der Frage der Verspätung befassen sich die Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht. Ihre Eingabe erfüllt folglich die minimalen Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 bzw. <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span> nicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind den Beschwerdeführern je zur Hälfte unter solidarischer Haftung aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden den Beschwerdeführern je zur Hälfte unter solidarischer Haftung auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, der Bezirksgerichtlichen Kommission Münchwilen und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 24. August 2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Favre Monn </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>