Zivilprozessordnung. Art. 117 lit. a ZPO. Unentgeltliche Rechtspflege. Die prozessuale Bedürftigkeit beurteilt sich nach der gesamten wirtschaftlichen Situation des Rechtsuchenden im Zeitpunkt der Entscheidung über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege . Die laufenden, effektiv bezahlten Steuern sind (im Gegensatz zum b etreibungsrechtlichen Existenzminimum) zu berücksichtigen. Verfallene Steuerschu lden, deren Höhe und Fälligkeitsdatum nachgewiesen sind, müssen bei der Prüfung der Bedürftigkeit der Person , die um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht, ebenfalls berücksichtigt werden, sofern sie tatsächlich getilgt werden. Bei der Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums werden Steuern nicht berücksichtigt, insbesondere weil der Staat nicht durch Berücksichtigung von Steue rschulden gegenüber anderen Gläubigern privilegiert werden soll. Gerichtlich beurtei lte, aber noch nicht rechtskräftige beziehungsweise "provisorische" Unterhaltsve rpflichtungen des Beschwerdeführers sind mit Bezug auf die Beurteilung der wir tschaftlichen Situation des Gesuchstellers nicht anders zu behandeln als die laufenden provisorischen Steuern. Obergericht, 24. Juni 2014, OG Z 14 6