<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen seiner Bodenstrategie Schweiz quantifizierte Ziele für die Wiederherstellung geschädigter Böden, insbesondere landwirtschaftlich genutzter Böden, festzulegen. Insbesondere ist zu ermitteln, wie viele Hektaren bis 2030 jährlich wiederhergestellt und welche Techniken eingesetzt werden müssen, damit die Ziele der Agenda 2030 (und später 2040) erreicht und die Verpflichtung, in der Schweiz mindestens 438 460 ha Fruchtfolgeflächen zu haben, eingehalten werden können. Dazu braucht es eine Analyse, die sich auf dem Bodenqualitätsindex stützt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><div><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Um die Zielerreichung für die Schweiz bewerten zu können, ist die Ausdehnung degradierter sowie wiederhergestellter Böden in der Schweiz zu quantifizieren. Entsprechend wurden mit dem revidierten Sachplan Fruchtfolgeflächen (FFF) die Kantone beauftragt, Hinweiskarten anthropogen degradierter Böden zu erstellen (Grundsatz 7 des Sachplans). Diese Karten dienen als Grundlage für die Aufwertung oder Rekultivierung von Böden zur Kompensation von FFF (vgl. insbesondere Grundsätze 8 und 14).</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Weiter verlangt der Bundesrat mit dem Aktionsplan 2021-2023 zur Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 ein Konzept für ein Monitoring der Bodenversiegelung (Massnahme 8). Hier steht die Bodenversiegelung im Vordergrund.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Auch zu nennen ist das Konzept des Bodenqualitätsindexes, das zurzeit in Entwicklung ist und in verschiedenen Pilotprojekten bereits getestet wurde. Die geplante schweizweite Bodenkartierung wird Bodendaten liefern, welche für den Bodenqualitätsindex und andere Indikatoren genutzt werden können.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Der Gehalt an organischem Kohlenstoff im Boden ist eine zentrale Grösse. Wenn dieser erhalten oder erhöht wird, wirkt sich dies direkt positiv auf den Boden aus und hat weitere Vorteile für die Biodiversität, die natürliche Kohlenstoffspeicherung, die Nahrungsmittel- und Holzproduktion sowie den Umgang mit Naturgefahren (inkl. Dürren oder Starkregen). Mit den vom Bundesrat am 29. März 2023 verabschiedeten Massnahmen (Bericht in Erfüllung des Postulates 19.3639 Bourgeois) engagiert sich der Bund bereits für Erhalt und Erhöhung der organischen Bodensubstanz.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Aufgrund der bereits laufenden Arbeiten kommt der Bundesrat zum Schluss, dass derzeit keine zusätzlichen Massnahmen notwendig sind. </span></p></div><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.