Abteilung III C-1094/2007 {T 0/2} U r t e i l v o m 1 5 . J u n i 2 0 0 9 Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), Richter Beat Weber, Richterin Madeleine Hirsig, Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann. A._______, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Vorinstanz. Rentenrevision, Einspracheentscheid vom 11. Januar 2007. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandC-1094/2007 Sachverhalt: A. Der am (...) 1955 geborene, verheiratete schweizerische Staatsange- hörige A._______, Radio-TV-Elektroniker, arbeitete von 1980 – 1986 auf dem gelernten Beruf. Von 1986 – 1996 war er als Geschäftsführer bei der Firma B._______ AG tätig. Am 7. Juni 1989 erlitt er ein Schleu- dertrauma bei einer Auffahrkollision. Als Rückfall zum Schadensfall vom 7. Juni 1989 meldete sich der Versicherte am 23. April 1993 bei der SUVA zu Leistungen der Unfallversicherung an. Nach erfolgten Ab- klärungen wies die SUVA das Leistungsgesuch mit Verfügung vom 2. Dezember 1993 ab, da kein Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den geklagten Beschwerden mit der mindestens erforderli- chen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden konnte. Am 30. August 2002 liess der Versicherte durch die Arbeitslosenkasse des Kantons Z._______ wiederum einen Rückfall melden. Mit Verfügung vom 18. Juli 2003 wies die SUVA das Leistungsbegehren ab, da die ge- sundheitlichen Beschwerden nicht als Unfallfolgen erklärbar seien (act. 120). B. Mit Gesuch vom 8. August 1995 meldete sich der Versicherte bei der IV-Stelle Z._______ (eingegangen am 11. August 1995) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. Er beantragte Berufsbe- ratung und Umschulung auf eine neue Tätigkeit. Er gab an, seit 1992 an Morbus Menière mit häufigem Drehschwindel, Übelkeit und Ohrge- räuschen zu leiden (act. 1). Mit Verfügungen vom 25. Juni 1996 (nicht in den Akten) und 20. Au- gust 1996 (act. 53) bewilligte die IV-Stelle Z._______ berufliche Um- schulungsmassnahmen zum Naturheilpraktiker vom 2. September 1996 bis 31. Dezember 2000 (inkl. Taggelder), die mit Verfügung vom 26. Februar 2001 bis zum 31. Januar 2001 verlängert wurden (act. 76). Die Abschlussprüfung zum Naturheilpraktiker bestand er nicht. Mit Schreiben vom 18. November 2000 (act. 74) beantragte der Versi- cherte eine Invalidenrente im Umfang von 50% (eingegangen bei der IV-Stelle Z._______ am 21. November 2000). Am 28. Juni 2001 wiederum liess der Versicherte die Verlängerung be- treffend berufliche Massnahmen um weitere zwei Jahre beantragen Seite 2C-1094/2007 (act. 88), welche er mit Schreiben vom 24. Juli 2001 zurückzog (act. 93). Gleichzeitig liess er am Rentenantrag festhalten. C. Im Folgenden klärte die IV-Stelle Z._______ die medizinischen An- spruchsvoraussetzungen ab und holte unter anderem ein Gutachten der Medizinischen Begutachtungsstelle (MZR) ein, welches am 24. Dezember 2002 erstellt wurde (act. 108). Darin wurden folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt: - mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD 10 F 33 11) - narzisstische Persönlichkeitsstörung (ICD F 60 8) - Abortiver Morbus Menière (St. n. Tinnitus rechts, St. n. rechtsbetonter hochgradiger sensorineuraler Schwerhörigkeit, anamnestisch rezidivieren- de Schwindelattacken) Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurde diagnostiziert: - tendomyotisches Cervicalsyndrom bei geringfügigen Spondylarthrosen - initiale Protrusions-Coxarthrose rechts - ventrikuläre Extrasystolie und paroxysmale supraventrikuläre Tachykardien Die Arbeitsfähigkeit des Exploranden wurde mit 60% beziffert. Gestützt auf die Stellungnahme von Dr. C._______, IV-Stellenarzt des regionalärztlichen Dienstes, vom 14. Mai 2003 (act.113) teilte die IV- Stelle Z._______ dem Versicherten mit Schreiben vom 15. Mai 2003 mit, dass er bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 56% Anspruch auf eine halbe Rente mit Wirkung ab 1. Februar 2001 habe (act. 114, 115). Die zuständige Sozialversicherungsanstalt des Kantons Y._______ erliess am 7. August 2003 die entsprechende Verfügung (act. 123). Infolge Wohnsitzwechsel nach Deutschland wurden die IV-Akten am 29. Oktober 2003 an die zuständig gewordene IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle) überwiesen (act. 124). Am 28. Oktober 2004 eröffnete die IV-Stelle von Amtes wegen ein Re- visionsverfahren (act. 129). Zur Abklärung der medizinischen Verhält- nisse holte die IV-Stelle den durch den Versicherten ausgefüllten un- datierten Fragebogen für die IV-Rentenrevision (act. 130), einen Arzt- bericht von Dr. med. D._______, Facharzt für HNO-Heilkunde, Allergologie-Naturheilverfahren und plastische Operationen, vom 12. Mai 2005 (act. 138) und einen Arztbericht von Dr. med. E._______, Seite 3C-1094/2007 Facharzt für Psychotherapeutische Medizin und für Naturheilkunde, vom 6. Juni 2005 (act. 139) ein. Die zur Stellungnahme aufgeforderte IV-Stellenärztin F._______ kam zum Schluss, dass sich die gesundheitliche Situation seit dem 1. Feb- ruar 2001 nicht verändert habe und empfahl, dem Versicherten weiter- hin eine halbe Rente auszurichten (act. 142). Daraufhin teilte die IV- Stelle dem Versicherten mit Schreiben vom 1. September 2005 mit, dass sich keine anspruchsbeeinflussende Änderung des Invaliditäts- grades ergeben habe und weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente bestehe. Gleichzeitig wurde der Versicherte darauf hingewiesen, dass er eine einsprachefähige Verfügung verlangen könne (act. 143). D. Mit Eingabe vom 29. November 2005 (act. 149) reichte der Versicherte folgende ärztliche Berichte ein: Kurzbericht von Dr. med. G._______, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Naturheilkunde, vom 15. Novem - ber 2005 (act. 148), undatierter Befundbericht, Laborzentrum X._______ (act. 147), medizinischer Bericht, Klinikum W._______, vom 14. September 2005 (act. 145). E. Mit Schreiben vom 11. Januar 2006 beauftragte die IV-Stelle ihren ärztlichen Dienst, zu den eingereichten medizinischen Unterlagen Stellung zu nehmen (act. 150). Dr. H._______ befand am 14. März 2006, dass keine neuen invaliditätsbeeinflussenden Aspekte und keine plausible Verschlechterung des Gesundheitszustandes ersichtlich sei, weshalb der Invaliditätsgrad unverändert sei (act. 151). F. Mit Verfügung vom 12. April 2006 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass er weiterhin Anspruch auf eine halbe Invalidenrente habe (act. 153). Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 5. Mai 2006 Einsprache (act. 156). Zur Begründung machte er geltend, dass er wegen Sehnenverkürzungen an beiden Händen in rheumatologi- scher Abklärung sei. Aufgrund der Schmerzen sei es ihm praktisch un- möglich, einer Erwerbstätigkeit im Aussendienst nachzugehen. Eben- falls sei die Ausübung einer Massagetätigkeit krankheitshalber ausge- schlossen. Mit Eingabe vom 21. Juni 2006 erklärte der Versicherte, aufgrund seiner gesundheitlichen Leiden sei er mindestens zu 70% ar- beitsunfähig (act. 163). Ins Recht legte er einen Arztbericht von Prof. Dr. med. I._______, Arzt für Neurologie und Psychiatrie, vom 19. Juni Seite 4C-1094/2007 2006 (act. 161) und verschiedene Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von Dr. med. J._______ (act. 158-160). G. Mit Einspracheentscheid vom 11. Januar 2007 (act. 167) wies die IV- Stelle die Einsprache mit Verweis auf die Stellungnahme ihres ärztli- chen Dienstes vom 21. Dezember 2006 ab (act. 166). H. Am 7. Februar 2007 reichte der Versicherte (nachfolgend: Beschwer- deführer) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein. Er bean- tragte sinngemäss: 1. Die Neuberechnung der Verfügung vom 7. August 2003, bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades sei die IV-Stelle damals von einer qualifizierten Tä- tigkeit wie z. B. als Masseur ausgegangen, zum heutigen Zeitpunkt sei je- doch nur noch die Ausübung einer unqualifizierten Tätigkeit als Bürohilfe möglich. 2. Der Arztbericht von Dr. E._______ vom 6. Juni 2005 zuhanden der IV-Stel- le, worin ihm eine 70%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werde, sei als Be- weismittel zuzulassen. Zur Begründung machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen gel- tend, sein Gesundheitszustand habe sich seit dem MZR-Gutachten vom 30. Oktober 2002 stetig verschlechtert. Neu leide er an einem Pa- pillenödem beidseits, Sehnenverkürzungen und einer vermutlich erb- lich bedingten Polyarthrose, weshalb er abwechselnd Schmerzen in den Hüft- und Schultergelenken habe. Zudem sei er sehr stressemp- findlich und schnell müde, weshalb er nur noch eine unqualifizierte Tä- tigkeit, z. B. als Bürohilfskraft, ausüben könne. Bedingt durch den heu- te doppelt so lauten Tinnitus rechts, sei er in seinen nächtlichen Ruhe- pausen gestört und leide vermehrt an Depressionen. Dies wiederum führe dazu, dass er längere Ruhe- und Schlafphasen brauche, was sich negativ – nebst seinem Alter – auf die Arbeitschancen auswirke; die letzte Stelle sei ihm im Oktober 2006 gekündigt worden. Mit der Beschwerde reichte er Unterlagen betreffend seine finanzielle Situati- on ein (BVGer act. 1). I. Die IV-Stelle hielt in ihrer Vernehmlassung vom 17. April 2007 Folgen- des fest (BVGer act. 3): Wie den übereinstimmenden Beurteilungen ihres ärztlichen Dienstes zu entnehmen sei (act. 142, 151, 166), werde durch die eingereichten Seite 5C-1094/2007 medizinischen Unterlagen keine Verschlechterung des Gesundheitszu- standes mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seit der Begutach- tung durch das MZR ausgewiesen. Namentlich Dr. E._______ attestie- re dem Beschwerdeführer einen stationären Gesundheitszustand und halte ausdrücklich fest, dass sich das Papillenödem nicht auf die Ar- beitsfähigkeit auswirke (act. 139). Ebenfalls werde von Prof. Dr. I._______ bezüglich der psychischen Beschwerden, die hauptursäch- lich für die Zusprechung der Invalidenrente gewesen seien, ein unver- ändertes Beschwerdebild angegeben. Dementsprechend sei das Vor- bringen des Beschwerdeführers, nur noch unqualifizierte Verwei- sungstätigkeiten ausüben zu können, nicht nachvollziehbar. Im Übrigen sei darauf hinzuweisen, dass bezüglich der Verweisungstätig- keiten nicht nur die manuelle Tätigkeit als Masseur in Frage komme, sondern auch solche aus dem Bereich der Naturheilkunde wie z. B. Lehrtätigkeit im Bereich Massage, Prävention, Ernährungsberatung und Haarmineralanalyse etc. Somit kämen, selbst wenn der Beschwer- deführer wegen der geklagten Arthrose in einer manuellen Tätigkeit zusätzlich behindert sein sollte, noch zahlreiche andere qualifizierte Verweisungstätigkeiten in unverändertem Ausmass in Frage. J. Replicando beantragte der Beschwerdeführer am 25. Mai 2007 die Aufhebung der Verfügung vom 12. April 2006 und des Einspracheent- scheids vom 11. Januar 2007 sowie die Erhöhung der bisher zuge- sprochenen halben Rente. Zudem sei ihm die unentgeltliche Rechts- pflege betreffend die Verfahrenskosten zu gewähren. Eventualiter sei die Sache zur ergänzenden medizinischen Abklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen. Des Weiteren beantragte er die Sistierung des Ver- fahrens bis zum Vorliegen der von ihm veranlassten medizinischen Ab- klärungsergebnisse. Im Übrigen erklärte er, zunehmend an Beschwerden im Bereich Oh- ren, Augen und Hände zu leiden, was sich auf die psychische Sympto- matik auswirke. Da er nur noch eine Hilfstätigkeit in Teilzeit ausüben könne, sei ihm zudem ein leidensbedingter Abzug von 25% zu gewäh- ren. Ins Recht legte er: einen ambulanten Bericht des Kantonsspitals Y._______ vom 19. Mai 2004, einen Bericht der Augenklinik vom 16. März 2004 sowie einen Fortzahlungsbescheid über die Gewährung von laufenden Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes der Stadt V._______ vom 23. Mai 2007 (BVGer act. 6). Seite 6C-1094/2007 K. Mit Verfügung vom 13. Juli 2007 gewährte die Instruktionsrichterin dem Beschwerdeführer Frist zur Einreichung der von ihm in Aussicht gestellten ärztlichen Berichte bis spätestens Ende September 2007 (BVGer act. 11). L. Innert der gewährten Frist reichte der Beschwerdeführer am 24. Sep - tember 2007 neu eine Lohnempfehlung des Verbands der medizini- schen Masseure der Schweiz (vdms) vom 19. Juli 2007, einen Bericht Gehörprüfung des Kantonsspitals Y._______ vom 10. März 2004, ei- nen ärztlichen Bericht von Dr. med. J._______ vom 9. August 2007 und einen Arztbericht von Dr. med. K._______ vom 14. Juni 2007 ein. Er wies darauf hin, dass das anlässlich des Einkommensvergleichs für Masseure angenommene Einkommen von monatlich Fr. 6'500.-- zu hoch angesetzt gewesen sei, da gemäss Lohnempfehlung des vdms ein medizinischer Masseur einen Anfangslohn von rund Fr. 4'000.-- er- ziele, was einen errechneten Invaliditätsgrad von 73% und nicht von 56% ergäbe (act. BVGer 13). M. In ihrer Quadruplik vom 26. Oktober 2007 hielt die IV-Stelle mit Ver- weis auf die Stellungnahme ihres ärztlichen Dienstes vom 22. Oktober 2007 an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest. Es könne von einer unveränderten 60%-igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen wer- den. Bezüglich des Einkommensvergleichs sei zu bemerken, dass die IV-Stelle Z._______ bezüglich des Invalideneinkommens von Anfang an berücksichtigt habe, dass nebst der Tätigkeit als Masseur noch zahlreiche andere Tätigkeiten aus dem Umschulungsbereich in Frage kämen. Ebenso handle es sich bei den vom Beschwerdeführer er- wähnten Einkommenszahlen nur um unverbindliche Empfehlungen, welche im Übrigen nur die Anfangslöhne beträfen (BVGer act. 15). N. Mit Verfügung vom 7. November 2007 wurde der Schriftenwechsel ab- geschlossen. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die einge- reichten Unterlagen wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Seite 7C-1094/2007 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern kein Ausnahmetatbestand erfüllt ist (Art. 31 und Art. 32 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwal- tungsgericht [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32]). Letzteres ist vorliegend nicht der Fall. Zulässig sind Beschwerden gegen Verfü- gungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG. Die IV-Stelle für Versi- cherte im Ausland ist eine Vorinstanz im Sinn von Art. 33 Bst. d VGG (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). Das Bundesverwal- tungsgericht ist somit zuständig für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde. 1.1 Der angefochtene Entscheid ist eine Verfügung im Sinn von Art. 5 VwVG, durch die der Beschwerdeführer besonders berührt ist und an deren Aufhebung oder Änderung er ein schutzwürdiges Interesse hat (Art. 48 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts [ATSG, SR 830.1]). Er ist daher zur Beschwerde legitimiert. 1.2 Die Beschwerde vom 7. Februar 2007 wurde frist- und formge- recht eingereicht (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. VwVG; vgl. auch Art. 60 ATSG), weshalb auf sie einzutreten ist. 2. Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver- waltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes be- stimmt. Das VwVG findet aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG jedoch kei- ne Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das ATSG an- wendbar ist. Nach Art. 2 des ATSG sind die Bestimmungen des ATSG anwendbar, soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze des Bundes dies vorsehen. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a-26bis und 28-70) an- wendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 2.1 Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann ge- rügt werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (ein- Seite 8C-1094/2007 schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtser- heblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (FRITZ GYGI, Bundes- verwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 212). 3. Streitig und aufgrund der Beschwerdebegehren zu prüfen ist, ob die Vorinstanz mit Einspracheentscheid vom 11. Januar 2007 den Antrag auf eine Rentenerhöhung zu Recht abgewiesen hat. 4. Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren anwendbar sind. 4.1 Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind in verfahrensrechtlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt der spezialgesetzlichen Übergangsbe- stimmungen. In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechts- sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen- den Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein allfälli- ger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel auf- grund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). 4.2 Nach der ständigen Rechtsprechung des Schweizerischen Bun- desgerichts sind für die richterliche Beurteilung grundsätzlich die tat- sächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses der angefochtenen Ver- fügung massgebend (hier: 11. Januar 2007, vgl. BGE 132 V 368 E. 6.1 mit Hinweisen, THOMAS LOCHER , Grundriss des Sozialversicherungs- rechts, 3. Auflage, Bern 2003, § 74 N 20). Seite 9C-1094/2007 Im Rentenrevisionsverfahren ist nach der bundesgerichtlichen Recht- sprechung als zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruch- serheblichen Änderung des Invaliditätsgrades die letzte rechtskräftige Verfügung massgeblich, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Be- weiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4). Der rechts- erhebliche Sachverhalt wird somit in zeitlicher Hinsicht durch die Verfü- gung der Vorinstanz vom 7. August 2003 (act. 123) als Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditäts- grades einerseits und des angefochtenen Einspracheentscheids vom 11. Januar 2007 (act. 167) andererseits bestimmt. Es wird daher zu prüfen sein, ob zwischen dem 7. August 2003 und dem 11. Januar 2007 eine anspruchsbeeinflussende Änderung des Gesundheitszu- stands eingetreten ist. Im vorliegenden Verfahren finden demnach jene Vorschriften Anwen- dung, die bei Erlass des Einspracheentscheides vom 11. Januar 2007 in Kraft gestanden sind. Am 1. Januar 2004 sind die Änderungen des IVG vom 21. März 2003 und der Verordnung über die Invalidenversi- cherung vom 21. Mai 2003 (SR 831.201; 4. IV-Revision, AS 2003 3837 bzw. AS 2003 3859) in Kraft getreten. Somit sind für die Prüfung des geltend gemachten Anspruches diese Fassungen des IVG und der IVV anwendbar. Für die Zeit vor Inkrafttreten der genannten Erlasse richtet sich ein allfälliger Anspruch nach altem Recht. Die Änderungen des IVG vom 6. Oktober 2006 und der IVV vom 28. September 2007 (5. IV- Revision, AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155, in Kraft seit 1. Januar 2008) sind hingegen nicht anwendbar, da der angefochtene Entscheid vor Inkrafttreten der entsprechenden Bestimmungen ergangen ist. 4.3 Am 1. Januar 2003 sind das ATSG sowie die zugehörige Verord- nung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozial- versicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) in Kraft getreten. Die entspre- chenden Bestimmungen sind anwendbar auf Sachverhalte, die sich nach dem 1. Januar 2003 verwirklicht haben. Nicht anwendbar sind hingegen die Änderungen des ATSG vom 6. Oktober 2006 und der ATSV vom 28. September 2007 (5. IVG-Revision, AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155, in Kraft seit 1. Januar 2008), da der angefochtene Ent- scheid vor Inkrafttreten der entsprechenden Bestimmungen ergangen Seite 10C-1094/2007 ist (vgl. auch U ELI KIESER , ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich Basel Genf 2009, Art. 82 Rz. 5). Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen zur Arbeitsun- fähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) sowie zur Revision der In- validenrente und anderer Dauerleistungen (Art.17) hat das Schweizeri- sche Bundesgericht (vormals: Eidgenössisches Versicherungsgericht) erkannt, dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen Legaldefi- nitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der höchst- richterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor In- krafttreten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit keine Änderung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung übernommen und weitergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3). Auch die Normierung des Art. 16 ATSG führt nicht zu einer Modifizierung der bisherigen Judikatur zur Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen Ver- sicherten, welche weiterhin nach der allgemeinen Methode des Ein- kommensvergleichs vorzunehmen ist (zu Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2002 in Kraft gestandenen Fassung vgl. BGE 128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und b). 5. Nach dem ATSG in Verbindung mit dem IVG ist der Begriff "Invalidität" nicht nach medizinischen Kriterien definiert, sondern nach der Unfä- higkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 110 V 273 E. 4a, BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Da- bei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht nur im ange- stammten Beruf bzw. in der bisherigen Tätigkeit, sondern auch in zu- mutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Nach Art. 8 Abs. 1 ATSG ist die Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Art. 4 IVG führt dazu aus, dass die Invalidität Folge von Geburtsgebre- chen, Krankheit oder Unfall sein kann; nach Abs. 2 dieser Norm gilt die Invalidität als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des An- spruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere er- reicht hat. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand- lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Seite 11C-1094/2007 Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche- nen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG in der bis am 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträch- tigung der körperlichen und geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu- mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 5.1 Ein Anspruch auf eine ganze Rente besteht gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der vom 1. Januar 2004 bis zum 31. Dezember 2007 gültig ge- wesenen Fassung) bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente bei einem Grad der Invalidität von mindes- tens 60%, auf eine halbe Rente bei einem Invaliditätsgrad von mindes- tens 50% und auf eine Viertelsrente bei einem solchen von mindes- tens 40%. Gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der bis am 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) werden Renten, die einem Invalidi- tätsgrad von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausge- richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt ab 1. Juni 2002 für Schweizer Bürgerinnen und Bürger sowie Angehörige von Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft, welche Anspruch auf Viertelsrenten haben, wenn sie in einem Mitgliedstaat der Europäi- schen Gemeinschaft Wohnsitz haben. Nach der Rechtsprechung des Schweizerischen Bundesgerichts stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der bis am 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere Anspruchsvorausset- zung dar (BGE 121 V 264 E. 5). 5.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein- kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus- geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkom- men, Art. 16 ATSG). 5.3 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabge- setzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbe- Seite 12C-1094/2007 zügerin erheblich ändert. Art. 88a Abs. 2 IVV führt dazu aus, dass bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit die anspruchsbeeinflus- sende Änderung zu berücksichtigen ist, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat. Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, oder bei einer Verminderung der Hilflosigkeit oder des inva- liditätsbedingten Betreuungsaufwandes ist die anspruchsbeeinflussen- de Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in je- dem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbre- chung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin an- dauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV). 5.4 Zu bemerken ist, dass aufgrund des im gesamten Sozialversiche- rungsrecht geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ein in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versi- cherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Be- rufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie mög- lich und zumutbar erscheint (BGE 133 V 504 E. 4, 113 V 22 E. 4a, 111 V 235 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrau- ensarzt einer IV-Stelle zu entscheiden, in welchem Ausmass ein Versi- cherter seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese sogenannte Verweisungstätigkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.), wobei es unerheblich ist, ob er seine Restarbeitsfähig- keit tatsächlich verwertet oder nicht. 6. Nachfolgend ist zu prüfen, ob zwischen der rentenzusprechenden Ver- fügung vom 7. August 2003 und dem Einspracheentscheid vom 11. Ja- nuar 2007 eine anspruchsbeeinflussende Änderung des Gesundheits- zustandes eingetreten ist. 6.1 Die IV-Stelle Z._______ stützte sich bei der Zusprechung der hal- ben Rente in ihrer Verfügung vom 7. August 2003 vor allem auf das Gutachten des MZR vom 24. Dezember 2002, das von Dr. L._______ und PD Dr. M._______ unterzeichnet wurde (act. 108). Das Gutachten wurde in Berücksichtigung der erhobenen Anamnese, der Befunde und einer rheumatologischen durch Dr. med. N._______ vom 31. Okto- Seite 13C-1094/2007 ber 2002 sowie einer psychiatrischen Untersuchung durch Dr. med. O._______ vom 30. Oktober 2002 erstellt. Zudem wurden folgende re- levante Akten zusammengefasst: Anmeldung zum Bezug von IV-Leis- tungen für Erwachsene vom 8. August 1995, Austrittsberichtsbericht der Äskulapklinik vom 11. August 1995, Untersuchungsbericht von Dr. med. P._______ vom 21. Oktober 1997, Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen für Erwachsene vom 9. Oktober 1997, Untersuchungs- bericht von Dr. Q._______, Spezialarzt für Neurologie, vom 15. No - vember 2002. Dem rheumatologischen Befundbericht von Dr. med. N._______ sind folgende Diagnosen zu entnehmen: Tendomyotisches Cervicalsyndrom bei geringfügigen Spondylarthrosen und initiale Protrusions-Coxarthro- se rechts. Aus rheumatologischer Sicht bestehe keine Einschränkung für die Tätigkeit als Geschäftsführer, als Aussendienstmitarbeiter oder für eine Tätigkeit im Überwachungswesen. Im psychiatrischen Befundbericht erklärt Dr. O._______ hinsichtlich Di- agnose und Beurteilung: Neben der depressiven Symptomatik, welche unter einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD 10. F 33 11) mit somatischem Syndrom zusammengefasst werden könne, liege als re- levante Pathologie auf der Persönlichkeitsebene eine frühe Ich-Stö- rung vor. Es sei davon auszugehen, dass der Explorand an einer Sym- ptomneurose auf mittlerem Strukturniveau bzw. einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung (ICD 10.F 60.8) leide. Aufgrund der aktuell vor- liegenden depressiven Symptomatik sowie der narzisstischen Proble- matik ergebe sich aus dem psychiatrischen Formenkreis eine Beein- trächtigung der Arbeitsfähigkeit zwischen 30% und 40%. PD Dr. M._______ und Dr. L._______ führten im Gutachten als Diag- nosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige de- pressive Episode mit somatischem Syndrom, narzisstische Persönlich- keitsstörung und abortiver Morbus Menière (Status nach Tinnitus rechts, Status nach rechtsbetonter hochgradiger sensorineuraler Schwerhörigkeit, anamnestisch rezidivierende Schwindelattacken) auf. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit werden die Diagnosen tendo- myotisches Cervicalsyndrom bei geringfügigen Spondylarthrosen, initi- ale Protrusions-Coaxarthrose, ventrikuläre Extrasystolie und paroxys- male supraventrikuläre Tachykardie genannt. Gesamthaft wird von ei- ner 60%-igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Geschäftsführer eines TV-Geschäftes ausgegangen. Die Einschrän- Seite 14C-1094/2007 kung ergebe sich durch die psychiatrische Problematik. Zumutbar wer- den auch körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ebenfalls zu einem Pensum von 60% erachtet. Ausserdem finden sich in den vorliegenden Akten folgende relevante Arztberichte: In dem zuhanden der SUVA erstellten augenärztlichen Bericht von Dr. med. R._______ vom 23. April 2003 sind folgende ophtalmologische Diagnosen aufgeführt: leichte Myopie, kleine parazentrale Hornhaut- narbe bei St. n. Erosio cornea mit Mittelfremdköper. Dr. R._______ be- urteilte die Augenbefunde des Exploranden bis auf die leichte Myopie und die parazentrale Hornhautnarbe rechts, die für die Sehschärfe ir- relevant sei, als normal (nicht paginiert). Lic. phil. S._______ erklärte in dem im Auftrag der SUVA Y._______ erstellten neuropsychologischen Bericht vom 20. Mai 2003, unter Be- rücksichtigung der anamnestischen Angaben, der Akten sowie der di- versen Untersuchungen und unter Einbezug des kognitiven Leistungs- profils könne eine neuropsychologische Funktionsstörung nicht ausge- schlossen werden. Es zeigten sich kognitive Störungen, welche auf eine Funktionsstörung mit Schwerpunkt in rechtsfrontalen und linkspa- netalen Strukturen hinweisen könnten. Insgesamt sei davon auszuge- hen, dass die neuropsychologischen Störungen teilweise unfallbedingt seien und durch Schmerzen, Morbus Menière und/oder psychische Faktoren verstärkt würden. Eine rein unfallbedingte Funktionsstörung könne nicht mit genügender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden (nicht paginiert). Der zur Stellungnahme aufgeforderte Dr. med. T._______, Facharzt für Chirurgie, befand am 4. Juli 2003, dass keine körperlichen Unfallfolgen objektivierbar seien, weder orthopädisch noch neurologisch. Im Vor- dergrund stehe vielmehr ein eigenständiges psychiatrisches Leiden – eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom bei narzisstischer Persönlichkeitsstörung (SUVA-Akten, nicht paginiert). 6.2 Im Rahmen des Revisionsverfahrens, eingeleitet am 28. Oktober 2004, holte die IV-Stelle folgende Unterlagen ein: Im undatierten Formular "Fragebogen für die IV-Rentenrevision" erklär- te der Beschwerdeführer, dass es ihm wegen seines Gesundheitszu- standes nicht mehr möglich sei, eine 100%-ige Tätigkeit auszuüben. Er Seite 15C-1094/2007 sei nicht belastbar und habe Probleme mit Stresssituationen, daher könne er nur einfache Arbeiten verrichten. Seit dem 1. August 2003 sei er während 2,5 Stunden vor- und während 4,5 Stunden nachmittags im Bereich Büro-/Telefondienste tätig. Dabei erziele er ein Einkommen von € 479.45 monatlich (act. 130). Dr. D._______, Facharzt für HNO-Heilkunde, Allergologie NHV, Plasti- sche Operationen, führte in seinem Bericht vom 12. Mai 2005 neu fol- gende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auf: akuter Tinnitus auris rechts und lageabhängiger Schwindel. Ohne Auswirkun- gen auf die Arbeitsfähigkeit wurde die Tiefton-Hörstörung rechts ange- geben. Dr. D._______ erklärte weiter, während die Tiefton-Hörstörung rechts seit längerem bekannt sei, sei am 11. Februar 2005 erstmals über die akuten, hochfrequenten Ohrgeräusche rechts und den lage- abhängigen Drehschwindel berichtet worden. Da der Beruf nicht be- kannt sei, könne eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit in Prozenten nicht angegeben werden. Der Gesundheitszustand sei bes- serungsfähig. Unter Umständen könne die Arbeitsfähigkeit durch medi- zinische Massnahmen verbessert werden. Eine ergänzende medizini- sche Abklärung werde nicht als indiziert erachtet (act. 138). Dr. E._______ bezifferte am 6. Juni 2005 in seinem zuhanden der IV- Stelle ausgefüllten Arztbericht die Arbeitsunfähigkeit als Geschäftsfüh- rer – Funktechnik – mit insgesamt sicher über 70%. Als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führte er auf: mittelgradige de- pressive Episode mit somatischem Syndrom (F33.1), frühe Ich-Stö- rung im Sinne einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung (F 60.8), Tinnitus (F 60.8). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wurde das im März 2004 diagnostizierte Papillenödem beidseits aufgeführt. Neu beurteilte Dr. E._______ den Beschwerdeführer aufgrund der kör- perlichen Beschwerden in nur geringem Masse als belastbar. Der Ge- sundheitszustand wurde als stationär bezeichnet. Eine Besserung des Gesundheitszustandes durch medizinische Massnahmen wurde von Dr. E._______ verneint. Im Übrigen verwies der Psychiater auf den Be- fund von Dr. O._______ vom 30. Oktober 2002, da dieser die psychi- sche Situation des Beschwerdeführers gut darstelle (act. 139). Dr. F._______, IV-Stellenärztin, führte in ihrer Stellungnahme vom 25. August 2005 folgende Diagnosen auf: depressive Episoden mit So- matisierung bei narzisstischer Persönlichkeit, in die Arme ausstrahlen- de Lendenwirbelsäulenschmerzen, Verdacht auf Morbus Menière Er- Seite 16C-1094/2007 krankung, beidseitiger Tinnitus, vorwiegend rechte Seite, Papillenödem beidseits. Sie befand den Gesundheitszustand unverändert und emp- fahl die Anerkennung einer unveränderten Arbeitsunfähigkeit (act. 142). 6.2.1Auf dieser Stellungnahme basiert die Mitteilung an den Versi- cherten vom 1. September 2005, dass die Überprüfung des Invalidi- tätsgrades keine anspruchsbeeinflussende Änderung ergeben habe. Auf Verlangen könne eine einsprachefähige Verfügung verlangt werden (act. 143). Die Einschätzung von Dr. F._______, wonach der Gesundheitszustand unverändert sei, erscheint allerdings nicht nachvollziehbar. Im Gutach- ten des MZR wurde von einer 60%-igen Arbeitsfähigkeit in der ange- stammten Tätigkeit als Geschäftsführer ausgegangen. Ebenfalls wurde die Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit 60% beziffert. Dr. E._______ hingegen befand den Beschwerde- führer als Geschäftsführer insgesamt sicher über 70% als arbeitsunfä- hig; aufgrund der körperlichen Beschwerden schätzte er ihn nur noch in geringem Masse als belastbar ein. Dr. F._______ äusserte sich fer- ner nicht zur Beurteilung von Dr. D._______, wonach der akute Tinni- tus auris rechts und der lageabhängige Schwindel Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hätten. 6.3 In dem vom Beschwerdeführer mit Brief vom 29. November 2005 eingereichten medizinischen Bericht der Klinik W._______ vom 14. September 2005 wird der stationäre Aufenthalt wegen einer Pneumo- nieerkrankung zusammengefasst. Als Diagnosen werden Pneumonie rechts, Kopfschmerzen, Morbus Menière aufgeführt. Zur Arbeitsfähig- keit des Beschwerdeführers äussert sich der Bericht nicht (act. 145). Der zur Stellungnahme aufgeforderte Dr. H._______, IV-Stellenarzt, bestätigte am 14. März 2006 die Beurteilung von Dr. F._______ vom 25. August 2005 (act. 151). Gestützt darauf erliess die IV-Stelle die Verfügung vom 12. April 2006, wonach der Beschwerdeführer weiter- hin Anspruch auf eine halbe Rente habe (act. 153). 6.4 Im Rahmen des Einspracheverfahrens reichte der Beschwerdefüh- rer einen psychiatrischen Befundbericht von Prof. Dr. med. I._______ vom 19. Juni 2006 ein, der von Dr. U._______, Assistenzärztin, mitun- terzeichnet wurde: Seite 17C-1094/2007 Prof. Dr. med. I._______ führte als Diagnosen auf: mittelgradige De- pression mit somatischem Syndrom, Polyarthrose, Tinnitus, Morbus Meulengracht, Z. n. Schleudertrauma vor 20 Jahren, Morbus Menière, Z. n. Borrelieninfektion, Z. n. Lungenentzündung und Papillenödem bds. Er befand den Beschwerdeführer insbesondere in seinem frühe- ren Beruf in leitender Funktion nicht als belastbar. Die Weiterführung einer Psychotherapie werde dringend empfohlen. Im Gesamtzusam- menhang scheine der bestehende Ehekonflikt mitverantwortlich für die Depression zu sein. Bei Betrachten der Anamnese zeige sich eine stark somatisierende Tendenz mit immer neu auftretenden, nicht si- cher zuzuordnenden Befunden, zuletzt eine Erkrankung aus dem wahrscheinlich rheumatologischen Formenkreis mit starker Beein- trächtigung der Hände. In Berücksichtigung der seit 1996 bestehenden intermittierend suizidalen Tendenzen sei Vorsicht hinsichtlich weiterer Belastungen angezeigt. Die Arbeitsunfähigkeit wurde (wie bereits von Dr. E._______) mit über 70% beziffert. (act. 161). Dr. AA._______, IV-Stellenarzt, stellte in seiner Stellungnahme vom 21. Dezember 2006 fest, dass der psychiatrische Befundbericht vor al- lem bereits bekannte Diagnosen aufzähle. Obwohl von einem unverän- derten Beschwerdebild gesprochen werde, komme die Assistenzärztin zu einer andern Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, ohne Gründe zu nennen, die nicht bereits bekannt wären (act. 166). Dr. AA._______ äusserte sich jedoch weder zu den neu geltend gemachten Somatisie- rungstendenzen noch zu der Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit von über 70%. Gestützt auf diese Stellungnahme erliess die IV-Stelle ihren Einspra- cheentscheid vom 11. Januar 2007, worin sie die Einsprache abwies (act. 167). 6.5 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerde- führer einen ambulanten Bericht von Dr. AB._______, Leitender Arzt HNO-Klinik, des Kantonsspitals Y._______, vom 19. Mai 2004, einen Bericht des Kantonsspitals Y._______, Augenklinik, unterzeichnet von PD Dr. med. AC._______ und AD._______, Orthoptistin, vom 16. März 2004, einen ärztlichen Bericht von Dr. K._______, Fachärztin HNO, vom 14. Juni 2007 und einen ärztlichen Bericht von Dr. J._______, Facharzt für Allgemeinmedizin und behandelnder Arzt des Beschwer- deführers, vom 9. August 2007 ein. Seite 18C-1094/2007 Dem Bericht von Dr. AB._______ vom 19. Mai 2004 ist zu entnehmen, dass sich keine Hinweise auf das Vorliegen einer peripher-vestibulären Störung fänden, insbesondere lasse sich aktuell eine Menière'sche Er- krankung oder ein benigner-peripherer Lagerungsnystagmus aus- schliessen. Dr. AB._______ erklärte, für die geklagten Beschwerden fänden sich in seinem Fachgebiet keine Erklärungen. Zur Arbeitsunfä- higkeit äusserte er sich nicht (BVGer act. 6). Im von PD Dr. med. AC._______ und AD._______, Orthoptistin, vom 16. März 2004 unterzeichneten Bericht sind folgende Diagnosen auf- geführt: v. a. chronisches leichtes Papillenödem beidseits, Nahexopho- rie, Myopie beidseits, St. n. Hornhautfremdkörper. Im orthoptischen so- wie neuroophthalmologischen Status fanden sich keine Auffälligkeiten (BVGer act. 6). Dr. K._______ äusserte sich in ihrem ärztlichen Bericht vom 14. Juni 2007 nicht zur Arbeitsfähigkeit (BVGer act. 13). Dr. med. J._______ äusserte sich am 9. August 2007 zum Gesund- heitszustand folgendermassen: Bei weiterhin bestehenden Schwin- delattacken und einem Tinnitus rechts, sowie wechselndem Hörvermö- gen seien nun neu eine geringgradige pancochleäre Innenohrschwer- hörigkeit rechts sowie ein menièreformer Symptomkomplex rechts festgestellt worden. Aufgrund des andauernd starken Tinnitus sei der Beschwerdeführer in seiner Konzentrationsfähigkeit dauerhaft einge- schränkt und leide an Schlafstörungen. Dies führe zu einem chronifi- zierten Erschöpfungssyndrom. Ebenfalls werde die vorbekannte mittel- gradige Depression durch den Tinnitus erheblich negativ beeinflusst. Die Genese der bestehenden generalisierten Gelenkbeschwerden, mit Betonung der oberen Extremitäten, die sich in ständigen Schmerzen, Verkrampfungen der kleinen Fingermuskel sowie rascher Ermüdbar- keit bei feinmotorischen Tätigkeiten äussere, sei bis anhin nicht geklärt worden. Die Tätigkeit als Masseur sei infolge der geschilderten Symp- tomatik und Beschwerden auf Dauer nicht mehr durchführbar (BVGer act. 13). Dr. AE._______, IV-Stellenarzt, nahm am 22. Oktober 2007 folgender- massen Stellung: Bezüglich der Gehöraffektion bestätige der neue Be- richt von Dr. K._______ die bisherigen Befunde. Der Beschwerdefüh- rer leide an einer einseitigen Gehörseinschränkung, die praktisch für keine Berufe eine Arbeitsunfähigkeit begründeten, ausser für Musiker und ähnliche Tätigkeiten. Bezüglich des Papillenödems fänden sich in Seite 19C-1094/2007 den gesamten Akten keine Anhaltspunkte dafür, dass die Sehkraft ver- mindert sei. Hinsichtlich der neu vorgebrachten Beschwerden an den Händen, die eine Massagetätigkeit oder manuelle Tätigkeit beeinträch- tigen sollten, lägen keine entsprechenden bestätigenden Befunde vor. Ebenfalls müsse die psychische Diagnostik als stationär beurteilt wer- den. Diesbezüglich werde der Verlauf von Dr. E._______ auch mit dem Vermerk "stationär" beurteilt. Aufgrund der medizinischen Unterlagen fänden sich keine Anhaltspunkte, die eine Verschlechterung des Ge- sundheitszustandes belegten. In Anbetracht der guten Grundausbil- dung und ausgedehnten Spezialkenntnisse (Meisterprüfung in Elektro- nik – Zusatzausbildung in Naturheilverfahren) sei dem Beschwerdefüh- rer eine Vielzahl von Tätigkeiten – ausser in leitender Stellung oder als Selbständigerwerbender – zu 60% zumutbar, weshalb aus ärztlicher Sicht an der bisherigen Beurteilung festgehalten werden könne. Zum Bericht von Dr. J._______ vom 9. August 2007 nahm Dr. AE._______ nicht Stellung, da ihm dieser nicht vorlag (BVGer act. 17). 6.6 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die me- dizinischen Unterlagen – wie auch alle anderen Beweismittel – nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung, d. h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdi- gen. Dies bedeutet, dass alle Beweismittel objektiv zu prüfen sind – unabhängig davon, von wem sie stammen – und danach zu entschei- den ist, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Ge- richt bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdi- gen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizini- schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si- tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c mit Hinweisen; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 6.6.1Vorliegend hat Dr. D._______ in seinem Bericht vom 12. Mai 2005 aufgeführt, dass sich der Tinnitus auris rechts und der lageab- hängige Schwindel auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten. Dr. E._______ Seite 20C-1094/2007 wie auch Dr. I._______ bezifferten in ihrem Bericht vom 6. Juni 2005 resp. vom 19. Juni 2006 die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers mit über 70%. Dr. E._______ erachtete den Beschwerdeführer nur in geringem Masse als belastbar. Hingegen befanden die IV-Stellenärzte (Dr. F._______, Dr. H._______, Dr. AA._______, Dr. AE._______), dass keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes feststellbar sei, ohne jedoch Stellung zu den neu mit Auswirkungen auf die Ar- beitsfähigkeit aufgeführten Diagnosen zu nehmen oder auf die Fest- stellung einer Arbeitsunfähigkeit von über 70% durch die Dres. E._______ und I._______ einzugehen. Dr. J._______ verglich in seinem Bericht vom 9. August 2007 den aktu- ellen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers mit demjenigen, auf welchem der ambulante Bericht des Kantonsspitals Y._______ vom 19. Mai 2004 beruht hatte. Er sprach von einem chronifizierten Er- schöpfungssyndrom und befand, die Tätigkeit als Masseur sei auf- grund der Symptomatik und Beschwerden auf Dauer nicht mehr durch- führbar. Obwohl der Bericht von Dr. J._______ vom 9. August 2007 da- tiert und damit ca. 7 Monate nach Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 11. Januar 2007 erstattet wurde, erstreckt er sich somit auch auf den vorliegend zu beurteilenden Zeitraum. Of- fensichtlich hatte die IV-Stelle Dr. AE._______ diesen Bericht für seine Stellungnahme vom 22. Oktober 2007 versehentlich nicht unterbreitet und dies auch nach dem einschlägigen Hinweis durch Dr. AE._______ im Bericht vom 22. Oktober 2007 nicht nachgeholt. Somit basiert die Stellungnahme des ärztlichen Dienstes der IV-Stelle offensichtlich nicht auf den vollständigen Akten. 6.6.2U ngeklärt bleibt auch, ob dem Beschwerdeführer in Bezug auf die von der Vorinstanz genannten Verweisungstätigkeiten aus dem Be- reich der Naturheilkunde (Lehrtätigkeit im Bereich Massage, Präventi- on, Ernährungsberatung, Haarmineralanalyse etc.) weiterhin zumutbar sind, wie die Vorinstanz bei der Zusprechung der halben Rente ab 1. Februar 2001 angenommen hatte (vgl. Einkommensvergleich vom 6. Mai 2003). Diesbezüglich hat die Vorinstanz die beruflichen Möglich- keiten zur Bestimmung des Invalideneinkommens hinreichend abzu- klären. Im heutigen Zeitpunkt steht fest, dass der Beschwerdeführer nicht als Masseur oder als Lehrperson in diesen Gebieten arbeiten kann, da er keine entsprechenden Ausbildungsabschlüsse hat. Dem- entsprechend kann die Vorinstanz bei der Bestimmung des Invaliden- einkommens nicht auf diese Verweisungstätigkeiten abstellen. Seite 21C-1094/2007 6.6.3Das Bundesverwaltungsgericht kommt aus diesen Gründen zum Schluss, dass aufgrund der vorliegenden medizinischen Unterlagen gemäss dem im Sozialversicherungsrecht massgeblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 E. 5b) nicht festgestellt werden kann, ob und allenfalls ab wann eine Verschlechte- rung des Gesundheitszustandes eingetreten ist, inwiefern die Be- schwerden sich im konkreten Fall auf die Arbeitsfähigkeit auswirken und welche Verweisungstätigkeiten dem Beschwerdeführer noch zu- mutbar sind. 6.7 Die Beschwerde ist somit gutzuheissen, und der angefochtene Einspracheentscheid vom 11. Januar 2007 ist aufzuheben. Die Sache ist gestützt auf Art. 61 VwVG zur ergänzenden Abklärung mit anschlie- ssender neuer Verfügung an die Verwaltung zurückzuweisen. Die Vor- instanz hat namentlich ein polydisziplinäres Gutachten zum Gesund- heitszustand des Beschwerdeführers einzuholen, die zumutbaren Ver- weisungstätigkeiten abzuklären, einen Einkommensvergleich durchzu- führen und anschliessend neu zu verfügen. 7. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteientschädigung. 7.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Eine Rückweisung gilt praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden Partei (BGE 132 V 215 E. 6). 7.2 Dem nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer, dem keine verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind, ist keine Parteient- schädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä- digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 7.3 Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege betreffend die Verfah- renskosten ist als gegenstandslos abzuschreiben. Seite 22C-1094/2007 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, und der Einspracheentscheid vom 11. Januar 2007 wird aufgehoben. 2. Die Sache wird an die Vorinstanz zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung zurückgewiesen. 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und es wird keine Partei- entschädigung zugesprochen. 4. Das Gesuch um u nentgeltliche Rechtspflege betreffend die Verfahren- skosten wird als gegenstandslos abgeschrieben. 5. Dieses Urteil geht an: - den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) - die Vorinstanz (Ref-Nr. _______) - das Bundesamt für Sozialversicherungen Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Franziska Schneider Sabine Uhlmann Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Vor- aussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent- scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: Seite 23