<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00367</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105942&amp;W10_KEY=4467149&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00367</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.01.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Koordination von Bewilligungsverfahren<br/><br/>Die Pflicht zur Koordination von Bewilligungsverfahren für Bauten und Anlagen erstreckt sich nicht auf Entscheide, die zwar im Zusammenhang mit einem Bauprojekt stehen, aber keinen direkten Einfluss auf die Zulässigkeit und die Verwirklichung des Bauvorhabens haben. Art. 25a RPG. § 319 Abs. 2 PBG. § 8 Abs. 2 BauVV. Art. 18 FiG.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETRIEBSBEWILLIGUNG">BETRIEBSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KINO">KINO</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONKURRENZ">KONKURRENZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOORDINATION">KOORDINATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOORDINATIONSPFLICHT">KOORDINATIONSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 8 BauVV</span><br/><span class="gerade">Art. 18 FiG</span><br/><span class="ungerade">§ 319 Abs. II PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 25a lit. I RPG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2001 Nr. 7</span><br/><span class="gerade">RB 2001 Nr. 67</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><a id="Text2"><span>I. </span></a><span>Der Bauausschuss Winterthur erteilte der C am 10. Mai 2000 die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r eine Nutzungs­Ã¤nderung sowie innere Umbauten und TeilabbrÃ¼che der Ge­bÃ¤ude Vers.Nrn. 01 und 02 auf dem GrundstÃ¼ck altKat.Nr. 03 (neu Nr. 04) auf dem "Q-Areal" gegenÃ¼ber der Liegenschaft Z-strasse in Winterthur. Es soll ein Unterhaltungszen­trum mit acht KinosÃ¤len, weiteren Betrieben der Unterhaltungsbranche sowie Gastrono­mie- und DetailhandelsgeschÃ¤ften entstehen. Gegen die Baubewilligung vom 10. Mai 2000 liess die A mit Eingabe vom 9. Juni 2000 an die Baurekurskommission IV rekurrieren, mit dem Antrag, der Beschluss sei aufzuheben bzw. im Sinn der Verfahrenskoordination so zu ergÃ¤nzen, dass die Rekursgegnerin Nr. 1 vor Baubeginn die erforderliche Betriebsbewilli­gung gemÃ¤ss Art. 18 und 20 des Bundesgesetzes Ã¼ber das Filmwesen (Filmgesetz; FiG) vom 28. September 1962 beizubringen habe. Allenfalls sei das Verfahren zu diesem Zweck an den Bauausschuss Winterthur zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Baurekurskommission IV wies den Rekurs am 21. September 2000 ab. Sie erwog, dass die Rekurrentin keine materiellrechtlichen EinwÃ¤nde gegen das Bauvorhaben erhebe. DiesbezÃ¼glich wÃ¼rde es ohnehin an der Rechtsmittelbefugnis fehlen, weil die unter baurechtlichen Gesichtspunkten erforderliche enge nachbarliche Raumbeziehung nicht ge­geben sei. Es stelle sich damit lediglich die Frage, ob die Rekurrentin als Konkurrentin der privaten Rekursgegnerin zur Rekurserhebung befugt sei. GerÃ¼gt werde im Zusammenhang mit der nach Art. 18 FiG erforderlichen Bewilligung einzig die Verletzung der Koordinati­onspflicht. Dieser Einwand sei jedoch unbegrÃ¼ndet. Erfordere die Errichtung oder Ãnde­rung einer Baute oder Anlage VerfÃ¼gungen mehrerer BehÃ¶rden oder Amtsstellen, so sei eine Stelle zu bezeichnen, die fÃ¼r ausreichende Koordination sorge. Dabei seien die grund­legenden Verwaltungsakte formell und materiell zu koordinieren. Erheblich und damit ko­ordinationspflichtig sei die Beurteilung einer Rechts- oder Sachfrage dann, wenn sie Rechtsnormen betreffe, deren Verletzung eine Verweigerung des Bauvorhabens rechtfer­tige. An dieser Voraussetzung fehle es hier. Die Bewilligung gemÃ¤ss Art. 18 FiG weise keinen baurechtlichen Bezug auf. Das ergebe sich auch daraus, dass der Bewilligungs­adressat nach Filmgesetz nicht etwa der Bauherr oder GrundeigentÃ¼mer, sondern der (im wirtschaft­lichen Sinn verstandene) Betriebsinhaber sei. Auch in zahlreichen anderen ver­gleichbaren FÃ¤llen bestehe zwischen der Erstellung einer Baute und der Bewilligung fÃ¼r das FÃ¼hren des darin vorgesehenen Betriebs kein koordinationsrechtlicher Zusammenhang. So sei etwa dem Bauherrn die Bewilligung fÃ¼r die Erstellung einer Arztpraxis auch dann zu erteilen, wenn der vorgesehene Betreiber (noch) nicht im Besitz einer BerufsausÃ¼bungsbe­willigung sei. Ebenso wenig setze der Bau einer GaststÃ¤tte die Erteilung eines Gastwirt­schaftspatents voraus. Die Behauptung, dass koordinationsrechtliche GrundsÃ¤tze verletzt worden seien, sei daher unzutreffend.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit rechtzeitiger Beschwerde vom 25. Oktober 2000 liess die unterlegene Re­kurrentin dem Verwaltungsgericht beantragen, der Rekursentscheid vom 21. September 2000 sei aufzuheben. Der Beschluss des Bauausschusses Winterthur vom 10. Mai 2000 sei aufzuheben bzw. in dem Sinn zu ergÃ¤nzen, dass die private Beschwerdegegnerin vor Bau­beginn die erforderliche Betriebsbewilligung gemÃ¤ss Art. 18 FiG beizubringen habe. Die Baurekurskommission IV beantragte am 14. November 2000 ohne weitere BegrÃ¼ndung, die Beschwerde sei abzuweisen. Die C stellte mit Beschwerdeantwort vom 24. No­vem­ber 2000 den Antrag, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, allenfalls sei sie abzuweisen. Ebenfalls Abweisung der Beschwerde beantragte der Bauausschuss Winterthur am 29. November 2000. Alle Parteien verlangten ferner die Zusprechung einer ParteientschÃ¤­digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien in ihren Rechtsschriften werden - soweit erforder­lich - nachstehend wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist im Rekursverfahren mit ihren AntrÃ¤gen unterlegen. Sie ist daher zur Anfechtung des Rekursentscheids ohne weiteres befugt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Zur Frage der Legitimation hat die Baurekurskommission IV erwogen, dass der Rekurrentin die erforderliche nahe Raumbeziehung zum Bauvorhaben fehle. Es stelle sich daher lediglich die Frage, ob die Rekurrentin als Konkurrentin der C zur Rechtsmittel­erhe­bung befugt sei. Die Rekurskommission hat die Frage offen gelassen, weil sie eine Ver­letzung der Koordinationspflicht verneinte. Auch die BeschwerdefÃ¼hrerin und frÃ¼here Re­kurrentin begrÃ¼ndet ihre Befugnis zur Rechtsmittelerhebung ausschliesslich damit, dass sie als Konkurrentin zur Rechtsmittelerhebung legitimiert sei. Der Frage ist nicht weiter nach­zugehen, weil sich die RÃ¼ge der Verletzung von Koordinationspflichten als offensicht­lich unbegrÃ¼ndet erweist (nachstehend Ziff. 4). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die BeschwerdefÃ¼hrerin und frÃ¼here Rekurrentin hat im Rekursverfahren einzig eine angebliche Verletzung der Koordinationspflicht gerÃ¼gt und verlangt, dass der Be­schluss des Bauausschusses Winterthur aufzuheben bzw. in dem Sinn zu ergÃ¤nzen sei, dass die private Rekursgegnerin vor Baubeginn die gemÃ¤ss Art. 18 FiG erforderliche filmrecht­liche Bewilligung beizubringen habe. VerstÃ¶sse gegen bau- und planungsrechtliche Nor­men sind nicht geltend gemacht worden. In der Beschwerdeschrift vom 25. Oktober 2000 (S. 11 f.) wird (neu) auf die zahlreichen, in der Baubewilligung enthaltenen Auflagen hin­gewiesen. Angesichts des Umfangs der Nebenbestimmungen stelle sich die Frage, "ob es sich nicht richtigerweise um eine Bauverweigerung hÃ¤tte handeln mÃ¼ssen". Das Vorgehen des Bauausschusses Winterthur stelle die Rechtsgleichheit sowie die GesetzmÃ¤ssigkeit der Verwaltung in Frage. BezÃ¼glich dieser AusfÃ¼hrungen ist vorab festzuhalten, dass nicht klar ist, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin mit dieser neuen BegrÃ¼ndung die baurechtliche Bewilligung anfechten will oder ob es sich lediglich um Hinweise handelt, denen jedoch keine weitere Rechtsfolge zukommen soll. FÃ¼r den Fall, dass es sich um die BegrÃ¼ndung eines eigentli­chen Antrags zur Aufhebung der Baubewilligung handeln sollte, wÃ¤re diesbezÃ¼glich auf die Beschwerde nicht einzutreten. Das vor der ersten Rechtsmittelinstanz gestellte Sachbe­gehren darf im Beschwerdeverfahren nicht in dem Sinn abgeÃ¤ndert werden, dass es auf einen vÃ¶llig anderen Rechtsgrund gestÃ¼tzt wird (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 52 N. 3 f.). Das aber wÃ¤re hier der Fall. Daran Ã¤ndert nichts, dass im Beschwerdeverfah­ren neue rechtliche EinwÃ¤nde grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig sind. Auf die erwÃ¤hnten RÃ¼gen ist da­her nicht einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Die Pflicht zur Koordination, die heute in Art. 25a des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979/6. Oktober 1995 (RPG; in Kraft seit 1. Januar 1997) sowie in § 319 Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975/8. Juni 1997 (PBG) in Ver­bindung mit § 8 der Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997 (BauVV) gesetzlich geregelt ist, hat ihren Ursprung in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 116 Ib 50 E. 4b; BGE 118 Ib 381 E. 4a; BGr, 24. Februar 1995, ZBl 96/1995, S. 519 E. 4b; zu dieser Rechtsprechung vgl. auch Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, 3. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 129 ff., sowie MichÃ¨le Hubmann TrÃ¤chsel, Die Ko­ordination von Bewilligungsverfahren fÃ¼r Bauten und Anlagen im Kanton ZÃ¼rich, ZÃ¼­rich 1995, S. 7 ff.). Nach dieser Rechtsprechung muss die Rechtsanwendung materiell ko­ordiniert erfolgen, wenn fÃ¼r die Verwirklichung eines Projekts verschiedene materiell­rechtliche Vorschriften anzuwenden sind und zwischen diesen ein derart enger Sachzu­sammenhang besteht, dass sie nicht getrennt und unabhÃ¤ngig voneinander angewendet wer­den dÃ¼rfen. Ferner hat das Bundesgericht GrundsÃ¤tze zur verfahrensrechtlichen Koordina­tion aufgestellt (gemeinsame ErÃ¶ffnung der Entscheide, einheitlicher Rechtsmittelzug).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Die heute geltende gesetzliche Regelung gemÃ¤ss Art. 25a Abs. 1 RPG stellt sich wie folgt dar: Erfordert die Errichtung oder Ãnderung einer Baute oder Anlage VerfÃ¼­gungen mehrerer BehÃ¶rden, ist eine BehÃ¶rde zu bezeichnen, die fÃ¼r ausreichende Koordi­nation sorgt. Koordiniert werden sollen damit alle VerfÃ¼gungen, die fÃ¼r die Errichtung oder Ãnderung einer Baute oder Anlage erforderlich sind. In sachlicher Hinsicht geht damit der Umfang der Koordinationspflicht gemÃ¤ss Art. 25a Abs. 1 RPG Ã¼ber die Anforderungen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung hinaus, indem auf das Kriterium des engen Sachzu­sam­menhangs verzichtet worden ist (Arnold Marti in: Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber die Raumplanung, ZÃ¼rich 1999, Art. 25a Rz. 15 und 16). Anderseits ist lediglich eine aus­reichende Koordination sicherzustellen. Es ist mithin nicht eine maximale, sondern nur eine nach den GrundsÃ¤tzen von Lehre und Praxis genÃ¼gende Abstimmung erforderlich (Marti, Art. 25a Rz. 17 und 23). Nicht verlangt ist die Koordination mit Entscheiden, die im Zusammenhang mit einem Bauprojekt stehen, aber keinen direkten, gegen aussen ver­bindlichen Einfluss auf die Ausgestaltung der geplanten Baute oder Anlage haben oder aus sachlichen GrÃ¼nden erst nach der Errichtung bzw. Ãnderung der betreffenden Baute oder Anlage getroffen werden kÃ¶nnen. Das gilt insbesondere fÃ¼r Betriebsbewilligungen (Marti, Art. 25a Rz. 19 mit Fussnote 38). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Die gemÃ¤ss Art. 18 FiG erforderliche Bewilligung fÃ¼r die ErÃ¶ffnung von Be­trie­ben der FilmvorfÃ¼hrung stellt eine Art von Betriebsbewilligung dar (zu den Vorausset­zungen und zum Inhalt einer solchen Bewilligung vgl. VGr Luzern, 31. Mai 2000, ZBl 101/2000, S. 643 ff.). Sie ist unabhÃ¤ngig von der Baubewilligung, insbesondere vom bau­rechtlich-gewerbebetrieblichen Aspekt bzw. von der in der Baubewilligung Ã¼berprÃ¼ften ZonenkonformitÃ¤t. Sie ist fÃ¼r die Erteilung der Bauerlaubnis nicht vorausgesetzt und be­schlÃ¤gt vÃ¶llig andere Gesichtspunkte. Entsprechend bestimmt im Ãbrigen auch § 8 Abs. 2 BauVV, dass Beurteilungen, die fÃ¼r die ZulÃ¤ssigkeit des (Bau-)Vorhabens an sich nicht er­heblich sind, nicht der Koordinationspflicht unterliegen. Es ist eine andere Rechtslage ge­geben als dort, wo zusÃ¤tzlich zur kommunalen Bauerlaubnis fÃ¼r die Verwirklichung des Bauprojekts weitere kantonalrechtliche Bewilligungen nÃ¶tig sind (z.B. gewÃ¤sserschutz­rechtliche Bewilligung, strassenpolizeiliche Bewilligung, forstrechtliche Bewilligung, Be­willigung fÃ¼r Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen usw.). Sind Ã¼ber die kommu­nale Baubewilligung hinaus derartige Bewilligungen erforderlich und kÃ¶nnen sie aus ir­gend­­welchen GrÃ¼nden nicht erteilt werden, so kann das Bauvorhaben nicht verwirklicht werden. Die filmrechtliche Bewilligung gemÃ¤ss Art. 18 FiG hat hingegen keinen Einfluss auf die ZulÃ¤ssigkeit und damit auf die Verwirklichung des Bauvorhabens. Die ErÃ¶ffnung eines Betriebs der FilmvorfÃ¼hrung setzt vielmehr entsprechende baurechtlich erlaubte Ge­bÃ¤ude bzw. RÃ¤ume voraus. Zumindest Ã¤hnliche Fragen beschlagen die von der Baurekurs­kommission IV angefÃ¼hrten FÃ¤lle des Gastwirtschaftspatents bzw. der Bewilligung zur Aus­Ã¼bung des Arztberufs in baurechtlich bewilligten RÃ¤umen. Der Bau einer GaststÃ¤tte setzt nicht ein bereits erteiltes Gastwirtschaftspatent voraussetzt, weil ja der Betreiber der GaststÃ¤tte allenfalls noch gar nicht bekannt ist. Im Ãbrigen weist die BeschwerdefÃ¼hrerin selbst darauf hin, dass die Betreiber des Multiplexkinos noch nicht feststehen (Beschwer­deschrift S. 7). Insgesamt sind keine GrÃ¼nde ersichtlich, die fÃ¼r die von der Beschwerde­fÃ¼hrerin verlangte Koordination sprechen wÃ¼rden. Die beantragte verfahrens­rechtliche Abstimmung ist unter dem Gesichtspunkt der ausreichenden Koordination im Sinn von Art. 25a­ Abs. 1 RPG nicht erforderlich. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin generell die Aufhebung der Bewilligung des Bau­ausschusses Winterthur vom 10. Mai 2000 verlangt, ist darauf hinzuweisen, dass es im Fall des hier streitigen Vorhabens nicht nur um RÃ¤ume geht, die fÃ¼r die FilmvorfÃ¼hrung genutzt werden sollen. Es sollen auch andere Betriebe der Unterhaltungsbranche, LÃ¤den, Gastronomiebetriebe und BÃ¼ros entstehen. SelbstverstÃ¤ndlich besteht die MÃ¶glichkeit, dass die gemÃ¤ss Art. 18 FiG erforderliche filmrechtliche Bewilligung aus irgendeinem Grund nicht erteilt wird. Dieses Risiko trÃ¤gt die Bauherrschaft. Die Bewilligung muss vor der Be­triebsaufnahme vorliegen. AnzufÃ¼gen ist, dass der Bundesrat in der Vorlage zu einem neuen Filmgesetz vorschlÃ¤gt, die filmrechtliche Bewilligung durch eine einfache Registrie­rungspflicht zu ersetzen (vgl. Bemerkungen der Zentralblatt-Redaktion zum genannten Ent­scheid des Verwaltungsgerichts Luzern, ZBl 101/2000, S. 662).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin auf eine allenfalls andere Praxis der Stadt ZÃ¼rich und der Gemeinde X verweist, lÃ¤sst sich daraus fÃ¼r den vorliegenden Fall nichts ab­leiten. Im Ãbrigen bedeutet der Hinweis in der Baubewilligung auf die erforderliche filmrechtli­che Bewilligung keine verfahrensrechtliche Koordination.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde erweist sich als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>