<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>UV.2017.00282</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiberin Gohl Zschokke</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 29. Juni 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Ehrenzeller</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Engelgasse 214, 9053 Teufen AR</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">SWICA Versicherungen AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Römerstrasse 37, Postfach, 8401 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1977, war als Y.___-Mitarbeiterin obligatorisch bei der Swica Versicherungen AG (im Folgenden: Swica) gegen Berufs- und Nichtberufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfälle versichert, als sie am 3. September 2016 über eine Palette stolperte, stürzte und sich an der rechten Schulter verletzte (Urk. 8/7). Darüber wurde die Swica mit Unfallmeldung vom 9. September 2016 in Kenntnis gesetzt (Urk. 8/1 und 8/5). Sie erbrachte darauf Versicherungsleistungen (vgl. Urk. 8/2 und 8/6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 22. Juni 2017 liess die Swica die Versicherte durch ihre beratende Ärztin Dr. med. Z.___, Fachärztin FMH für orthopädische Chirurgie und Trau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matologie des Bewegungsapparates, untersuchen (Urk. 8/24-26). Diese gab am 23. Juni 2017 ihre medizinische Beurteilung ab (Urk. 8/27), welche der Versicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten zur Stellungnahme unterbreitet wurde (Urk. 8/31). Gestützt auf die Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung Dr. Z.___ erliess die Swica am 23. August 2017 eine Verfügung, mit der sie die Taggeldleistungen per 1. Dezember 2017 einstellte und die Prüfung einer Integritätsentschädigung und eines Rentenanspruchs ankündigte (Urk. 8/32). Diese Verfügung nahm die Versicherte am 25. August 2017 in Empfang (Urk. 8/32 S. 2). Ihr behandelnder Arzt Dr. med. A.___, Leitender Arzt Schmerz- und Komplementärmedizin des B.___, nahm dazu am 18. Sep</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tember 2017 schriftlich Stellung und beantragte, die Verfügung sei der Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung der C.___ anzupassen und deren Befunde und Vorschläge seien zu berücksichtigen (Urk. 8/33). Die Swica machte ihn mit Schreiben vom 22. Sep</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tember 2017 darauf aufmerksam, dass er nicht zum Kreis der einspracheberech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigten Personen gehöre; eine Kopie dieses Schreibens sandte sie auch der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten zu (Urk. 8/34). Diese erhob mit Eingabe vom 29. September 2017 Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache (Urk. 8/35 S. 1), welche sie gleichentags der Post übergab (Urk. 8/35 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rechtsanwalt Daniel Ehrenzeller teilte der Swica am 25. Oktober 2017 mit, er habe die Interessenvertretung der Versicherten übernommen. Die Verfügung vom 23. August 2017 sei bekannt; diese sei offenbar nicht angefochten worden. Er ersuchte um Zusendung der Akten, damit er und seine Mandantin im Hinblick auf die zu erwartende Verfügung betreffend Integritätsentschädigung und Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenanspruch eine Stellungnahme einreichten könnten (Urk. 8/37).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Entscheid vom 8. November 2017 trat die Swica auf die Einsprache der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten vom 29. September 2017 nicht ein (Urk. 2 = 8/38).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen den Einspracheentscheid vom 8. November 2017 liess die Versicherte, ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">treten durch Rechtsanwalt Daniel Ehrenzeller, mit Eingabe vom 7. Dezember 2017 (Datum Poststempel; Urk. 1) Beschwerde erheben. Sie beantragte, der angefoch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tene Entscheid sei aufzuheben und die Angelegenheit sei an die Beschwerdegeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerin zurückzuweisen mit der Auflage, auf die Einsprache einzutreten; unter Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1 S. 2). Die Swica schloss am 22. Januar 2018 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Mit Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 23. Januar 2018 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet und der Beschwerdeführerin Frist zur Replik angesetzt (Urk. 9). Diese wurde mit Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gabe 23. Februar 2018 (Urk. 11) samt Beilagen (Urk. 12/11-12) erstattet. Am 11. April 2018 reichte die Beschwerdegegnerin ihre Duplik ein (Urk. 15). Davon wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 11. April 2018 Kenntnis gegeben (Urk. 16). Sie liess am 23. April 2018 eine weitere Eingabe samt Beilagen einreichen (Urk. 17 und 18/1-2). Diese wurden der Beschwerdegegnerin am 24. April 2018 zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 19). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und die im Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deverfahren neu eingereichten Unterlagen (Urk. 12/11-12 und 18/1-2) wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In prozessualer Hinsicht wurde beantragt, es sei abzuklären, ob das Schreiben der Swica vom 22. Januar 2018 (Urk. 12/11) und deren Verfügung vom 21. Februar 2018 (Urk. 12/12) die Verfügung vom 23. August 2017 ersetzten, welche dem hier strittigen Nichteintretensentscheid zugrunde lag (Urk. 11 S. 2 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ein Unfallversicherer kann eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt (Art. 53 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsrechts [ATSG] in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesetzes über die Unfallversicherung [UVG]). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin reichte am 22. Januar 2018 ihre Beschwerdeantwort ein (Urk. 7). Eine Wiedererwägung wäre daher am 21. Februar 2018 gar nicht mehr möglich gewesen. Eine solche wurde mit der Verfügung vom 21. Februar 2018 denn auch nicht angeordnet (vgl. Urk. 12/12). Insbesondere lag den beiden Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügungen nicht ein identischer Streitgegenstand zu Grunde (Urk. 8/32 und 12/12; vgl. auch Urk. 11 S. 2 und 15 S. 2). An der Behandlung der Beschwerde vom 7. Dezember 2017 besteht somit nach wie vor ein Rechtsschutzinteresse, weshalb sie materiell zu beurteilen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen Verfügungen des Unfallversicherers kann innerhalb von 30 Tagen bei die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sem Einsprache erhoben wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den; davon ausgenommen sind prozess- und verfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rensleitende Verfügungen (Art. 52 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 UVG). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Berechnet sich eine Frist nach Tagen oder Monaten und bedarf sie der Mitteilung an die Parteien, so beginnt sie am Tag nach ihrer Mitteilung zu laufen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Art. 38 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 UVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ist der letzte Tag der Frist ein Samstag, ein Sonntag oder ein vom Bundesrecht oder vom kantonalen Recht anerkannter Feiertag, so endet sie am nächstfolgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Werktag. Massgebend ist das Recht des Kantons, in dem die Partei oder ihr Vertreter beziehungsweise ihre Vertreterin Wohnsitz oder Sitz hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Art. 38 Abs. 3 i.V.m. Art. 1 Abs. 12 UVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schriftliche Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beim Unfallver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Art. 39 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 UVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine gesetzliche Frist kann nicht erstreckt werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Art. 40 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 2 UVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf die in Art. 61 ATSG eingeräumte Delegationskompetenz hat der Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">desrat in Art. 10 bis 12 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsrechts (ATSV) Ausführungsbestimmungen zu Form und Inhalt der Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache sowie zum Einspracheverfahren erlassen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einsprachen müssen ein Rechtsbegehren und eine Begründung enthalten (Art. 10 Abs. 1 ATSV). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen eine Verfügung, die der Einsprache nach Art. 52 ATSG unterliegt, ist die Einsprache schriftlich zu erheben (vgl. Art. 10 Abs. 2 ATSV). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die schriftlich erhobene Einsprache muss die Unterschrift der Einsprache führen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Person oder ihres Rechtsbeistands enthalten (vgl. Art. 10 Abs. 4 ATSV). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Genügt die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Einsprache den Anforderungen nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 10 Abs. 1 ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht oder fehlt die Unterschrift, so setzt der Versicherer eine angemessene Frist zur Behebung der Mängel an und verbindet damit die Androhung, dass sonst auf die Einsprache nicht eingetreten wird</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Art. 10 Abs. 5 ATSV)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen Nichtein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tretensentscheid erliess, weil die Beschwerdeführerin keine rechtzeitige Einspra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che erhoben hatte (Urk. 1, 2, 7, 11 und 15).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin erkannte zutreffend, dass die Beschwerdeführerin die angefochtene Verfügung am 25. August 2017 zugestellt erhielt (Urk. 8/32 S. 2). Dementsprechend lief die 30tägige Einsprachefrist am Montag, 25. September 2017 ab (Art. 38 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 UVG). Ein Gesuch um Wieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">herstellung der Einsprachefrist wurde nie gestellt; die Voraussetzungen dafür wären auch nicht erfüllt (Art. 41 ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 UVG). Die Einsprache der Beschwerdeführerin vom 29. September 2017 (Urk. 8/35) war somit verspätet. Es war deshalb korrekt, dass die Beschwerdegegnerin nicht darauf eingetreten ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der Beschwerdeschrift wurde geltend gemacht, das Schreiben Dr. A.___s vom 19. September 2017 (Urk. 8/33) hätte als Einsprache der Beschwerdeführerin entgegengenommen werden müssen. Dieses habe einen Antrag enthalten und es sei klar gewesen, dass Dr. A.___ im Namen der Beschwerdeführerin gespro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen habe. Die Beschwerdegegnerin hätte daher eine Vollmacht einholen müssen (Urk. 1 S. 4 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem angeführten Schreiben vom 19. September 2017 lässt sich indessen nichts entnehmen, was darauf hindeuten könnte, dass Dr. A.___ als Vertreter der Beschwerdeführerin eine Einsprache erheben wollte. Er verfasste es durchgängig in Ich-Form und bezeichnete es ausdrücklich als Stellungnahme. Ebenso wenig geht aus dem Schreiben ein Einsprachewille der Versicherten hervor. Unter diesen Umständen bestand kein Anlass, gestützt auf Art. 10 Abs. 5 ATSV eine Frist zur Mängelbehebung anzusetzen, namentlich eine Unterschrift oder Vollmacht zu verlangen (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 8C_775/2016 vom 1. Februar 2017 E. 2.4 mit zahlreichen Hinweisen; vgl. auch Urk. 8 S. 4 f.). Vielmehr war es </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rekt, dass die Beschwerdegegnerin Dr. A.___ auf seine mangelnde Einspra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chelegitimation aufmerksam machte (vgl. Urk. 8/34). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Daran vermag auch die Behauptung nichts zu ändern, die Beschwerdegegnerin habe zuvor nie angezweifelt, dass Dr. A.___ dazu befugt sei, im Namen der Beschwerdeführerin zu sprechen (Urk. 1 S. 4 f. mit Hinweis auf Urk. 3/1 = 8/28 S. 2), zumal diese Sachverhaltsdarstellung unrichtig ist. Es trifft einzig zu, dass Dr. A.___ am 29. Juni 2017 – ebenfalls in Ich-Form – ein Gesuch für einen Ferien-Auslandsaufenthalt der Beschwerdeführerin stellte (Urk. 3/1). Dieses blieb indessen unbehandelt, bis die Beschwerdeführerin am 10. Juli 2017 selbst eine entsprechende Anfrage an die Beschwerdegegnerin richtete; erst dann wurde das Anliegen geprüft (Urk. 3/2 = 8/30). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine Kopie des Schreibens vom 22. September 2017, mit welchem Dr. A.___ auf seine fehlende Einsprachelegitimation hingewiesen wurde, wurde der Beschwerdeführerin zugestellt. Darin wurden auch die Voraussetzungen einer schriftlichen Einsprache erläutert und erklärt, weder die Beschwerdeführerin noch die IV-Stelle hätten bisher eine Einsprache eingereicht (vgl. Urk. 8/34).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diesbezüglich wurde geltend gemacht, Dr. A.___ und die Beschwerdeführerin hätten das Schreiben vom 22. September 2017 erst einige Tage später zur Kennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nis genommen (Urk. 1 S. 5). Selbst wenn dies zutreffen sollte, wäre dies nicht der Beschwerdegegnerin vorzuwerfen. Das Schreiben von Dr. A.___ vom 18. Sep</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tember 2017 war unbestritten erst am 21. September 2017 bei ihr eingetroffen (Urk. 8/33; vgl. auch Urk. 1 S. 3). Sie reagierte darauf innert der gebotenen Frist, indem sie bereits tags darauf ein Schreiben an Dr. A.___ und die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin richtete (Urk. 8/34). Ein treuwidriges Verhalten ist darin nicht zu erblicken, zumal die Beschwerdeführerin noch bis zum 25. September 2017 Zeit gehabt hätte, ihre Einsprache der Post zu übergeben (vgl. auch Urk. 7 S. 5), wovon sie auch ohne das Schreiben der Beschwerdegegnerin Kenntnis haben musste. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus dem Gesagten folgt, dass der Beschwerdegegnerin weder eine Verletzung von Treu und Glauben noch ein überspitzter Formalismus vorzuwerfen ist (vgl. Urk. 1 S. 4 und 5). Sie hat zu Recht einen Nichteintretensentscheid gefällt. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Daniel Ehrenzeller</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">SWICA Versicherungen AG</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigGohl Zschokke</p><p></p></div> </div></body></html>