Datenschutz Info für Lehrpersonen  Einführung Datenschutz Einführung Datenschutz Datenschutz 3. Zyklus 1¦10 Arbeitsauftrag  Vergleichen der Standard-Einstellungen in sozialen Netzwerken  Probleme mit Datenschutz thematisieren (evtl. auch unter Einbezug des Informationsdossiers, insbesondere Kap. 1 «Was ist Datenschutz?»)  Schwierigkeiten in der Zukunft durch unvorsichtiges Umgehen mit Daten erkennen  Zusatzblatt: «Das gebe ich von mir preis!» Schnelle SuS können sich anhand des Arbeitsblattes überlegen, welche Daten sie mit wem teilen würden. Die anschliessende Diskussion kann in Partnerarbeit, Gruppenarbeit oder im Plenum geführt werden. Ziel  Die SuS überlegen sich, was sie in sozialen Netzwerken veröffentlichen (wollen) und inwiefern sie Handlungsspielraum bei den persönlichen Einstellungen besitzen.  Die SuS können die Risiken unverschlüsselter Datenübermittlung und - speicherung abschätzen. Lehrplanbezug  MI.2.3n: «Die SuS können die Risiken unverschlüsselter Datenübermittlung und - speicherung abschätzen.» Material  Auftragsblatt «Diskussion – besonders schützenswerte Daten»  Screenshots «Privatsphäre-Einstellungen»  Arbeitsblatt «Tabelle» Sozialform Einzelarbeit/Partnerarbeit/Plenum Zeit 60 Minuten Zusätzliche Informationen:  Durch die Abgabe der Printscreens, auf welchen die Privatsphäre-Einstellungen in verschiedenen sozialen Netzwerken abgebildet sind, können die SuS unterschiedliche Einstellungsvarianten vergleichen und beurteilen. Dies empfiehlt sich, da viele Jugendliche sich (zu) wenig mit diesen Einstellungen auseinandersetzen und deshalb nur bedingt Auskunft über die eigenen Einstellungen geben können. Wenn man die Grundeinstellungen nicht selber anpasst, geben die Onlinedienste und Apps meistens mehr Daten preis als für deren Funktion nötig ist (z. B. Zugriff auf Adressbuch, Standortdaten).  Um die verwendeten Begriffe zu erläutern, kann das Dossier «Datenschutz», welches zur Lektionsreihe gehört, beigezogen werden (z. B. soziales Netzwerk, Cloud). Datenschutz Info für Lehrpersonen  Einführung Datenschutz Einführung Datenschutz Datenschutz 3. Zyklus 2¦10  Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Erläuterungen zu sozialen Netzwerken https://www.edoeb.admin.ch/edoeb/de/home/datenschutz/Internet_und_Computer/onlinedienste/ soziale-medien/erlaeuterungen-zu-sozialen-netzwerken.htmlDatenschutz Arbeitsunterlagen  Einführung Datenschutz Datenschutz 3. Zyklus 3¦10 Wie sicher ist dein Account? Beispiele: Instagram, google+, Snapchat, Facebook, kik etc. o Könnt ihr Unterschiede feststellen? (Privatsphäre, Sicherheit, Freundschaftsanfragen, Benachrichtigungen etc.) o Diskutiert ausserdem, was sich ändert, wenn ihr andere Profileinstellungen vornehmt. o Gibt es Einstellungen, die unbedingt vorgenommen werden sollten? o Was lässt sich nicht ändern?  Notiert eure Erkenntnisse auf den unten stehenden Linien: …………………………………………………………………. …………………………………………………………………. …………………………………………………………………. …………………………………………………………………. …………………………………………………………………. …………………………………………………………………. …………………………………………………………………. …………………………………………………………………. …………………………………………………………………. …………………………………………………………………. …………………………………………………………………. Bildquelle: Wepushbuttons https://wepushbuttons.com.au/wp-content/uploads/2013/04/social- media-list.jpg Diskussion Vergleiche mit deiner Banknachbarin, deinem Banknachbarn, ob und wie sich die Privatsphäre-Einstellungen in euren sozialen Netzwerken unterscheiden. Nehmt dazu die Screenshots auf den nächsten Seiten zur Hilfe. Wusstest du? SNS sind meistens gratis, aber sie sind keine gemeinnützigen Einrichtungen. Es findet ein «Handel» statt: Dienstleistungen für Benutzerinnen und Benutzer im Tausch gegen deren Daten. www.jugendundmedien.ch Interessante Hinweise und Tipps zu sozialen Netzwerken und den empfohlenen Sicherheitseinstellungen. Datenschutz Arbeitsunterlagen  Einführung Datenschutz Datenschutz 3. Zyklus 4¦10 Beispiel 1: Facebook-Privatsphäre-Einstellungen (Stand April 2018) Beispiel 2: Twitter-Privatsphäre-Einstellungen (Stand April 2018) Datenschutz Arbeitsunterlagen  Einführung Datenschutz Datenschutz 3. Zyklus 5¦10 Beispiel 3: Snapchat-Privatsphäre-Einstellungen (Stand April 2018) Beispiel 4: Skype-Privatsphäre-Einstellungen (Stand April 2018) Datenschutz Arbeitsunterlagen  Einführung Datenschutz Datenschutz 3. Zyklus 6¦10 Wenn Daten in falsche Hände geraten … Aufgabe Wähle eine der folgenden Situationen aus und überlege dir, was anschliessend passieren könnte. Notiere in Stichworten, wie die Fortsetzung deiner Meinung nach aussehen könnte. 1. Eine Schülerin schickt private Bilder in einen Gruppenchat. Diese zeigen sie im Ausgang, wo sie Alkohol trinkt, ausgelassen feiert und raucht. 2. Stephan ändert sein Profilbild. Auf dem Bild posiert er in der Umkleide des Fitnessstudios, im Hintergrund sieht man einen jungen Mann, der sich gerade umzieht. 3. Lea und ihr Freund tauschen gerne Bilder per Chat miteinander aus. Auf einigen Bildern sind beide unbekleidet. Nach einiger Zeit trennen sich die beiden im Streit. 4. Michael speichert seine Zugangsdaten für seine sozialen Netzwerke, sein Online-Konto und seinen E-Mail-Account in einer Cloud. Die Betreiber der Cloud haben ihren Standort allerdings nicht in der Schweiz und unterstehen damit auch nicht dem Schweizer Datenschutzgesetz. 5. Michelle nimmt während der Schule unbemerkt Fotos von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern und ihrem Lehrer auf. Diese lädt sie anschliessend auf Instagram. 6. Philipp erhält eine Freundschaftsanfrage von einer unbekannten Person auf Instagram. Er nimmt diese an, obwohl er nicht weiss, wer sich hinter dem Profil versteckt. 7. Corinne erhält von einer unbekannten Nummer eine SMS mit der Aufforderung, ihre Bankdaten für eine Überprüfung anzugeben. Als Absender steht am Schluss der Nachricht «Ihre Bank». 8. Francesco hat ein neues Handy. Er überträgt die Inhalte seines alten Mobiltelefons auf das neue, vergisst aber, ein Passwort einzurichten. Einen Tag später lässt er das Handy im Bus liegen. Fortsetzung … ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Kannst du dir weitere Beispiele vorstellen, in welchen persönliche Daten in falsche Hände geraten und welche Probleme damit ausgelöst werden könnten? ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Datenschutz Arbeitsunterlagen  Einführung Datenschutz Datenschutz 3. Zyklus 7¦10 Das gebe ich von mir preis! Familie Kolleginnen /Kollegen Chef, Lehrperson Follower auf Instagram Fremde auf der Strasse Unbekannte im Chat Alter, Geschlecht Blutgruppe Angaben über Geschwister, Familienmitglieder Lohn, Arbeitsstelle Fotos von meinem Freund/ meiner Freundin und mir Geschäftskontakte Kontaktliste aus meinem Handy meine Handynummer meine E-Mail-Adresse meine Wohnadresse mein Pin-Code für mein Handy oder meinen Laptop Bild von meinem Gesicht Bild von meinem Körper (mit Kleidern) Bild von meinem nackten Körper mein Kontostand Aufgabe Kreuze in der Tabelle unten an, welche Informationen du an welche Personengruppe weitergeben würdest. Setze ein (+) für «ja», ein (-) für «nein» und ein (?), wenn du dir nicht sicher bist. Datenschutz Arbeitsunterlagen  Einführung Datenschutz Datenschutz 3. Zyklus 8¦10 Familie Kolleginnen /Kollegen Chef, Lehrperson Follower auf Instagram Fremde auf der Strasse Unbekannte im Chat Informationen zu meinem Tagesablauf Persönliches, das ich von einer Freundin/einem Freund erfahren habe. Passwort für mein Konto in einem sozialen Netzwerk (z. B. Instagram, Facebook) meine sexuelle Orientierung Vergleiche anschliessend deine Kreuze mit einer Mitschülerin, einem Mitschüler. Wo gibt es Unterschiede? Wo seid ihr euch einig? Welche Daten gebe ich in einem sozialen Netzwerk preis? ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Weitere Infos zum Thema: Schau genau: Falsche Identitäten im Chat (Stadtpolizei Zürich) http://www.schaugenau.ch/de/belaestigunge n#!falsche_identitaeten EDOEB: Datenübermittlung von Whatsapp an Facebook https://www.edoeb.admin.ch/edoeb/de/hom e/aktuell/aktuell_news/datenuebermittlung- von-whatsapp-an-facebook.html Datenschutz Lösungen  Einführung Datenschutz Datenschutz 3. Zyklus 9¦10 Lösungsvorschläge Arbeitsblatt «Wie sicher ist dein Account?»  individuelle Lösungen der Schülerinnen und Schüler Wichtig ist der Hinweis darauf, dass bei einigen sozialen Netzwerken die Privatsphäre-Einstellungen aktiv geändert werden müssen. So ist zum Beispiel bei Instagram das Profil grundsätzlich für jeden zugänglich. Will man es nur Freunden (Follower) zugänglich machen, muss man dies in den Privatsphäre-Einstellungen selber anpassen. Siehe auch: http://praxistipps.chip.de/privatsphaere-fuer-instagram-einstellen-so-klappts_12050 Arbeitsblatt «Wenn Daten in falsche Hände geraten …» Mögliche Fortsetzungen und Diskussionsansätze: Situation 1 Die Fotos können aus dem Gruppenchat theoretisch an alle möglichen Personen verschickt und sogar im Internet publiziert werden. Dies kann beispielsweise zu Problemen mit den Eltern, mit dem Lehrbetrieb etc. führen. Situation 2 Das Profilbild von Stephan ist, je nach Privatsphäre-Einstellung, für den anderen Benutzer sichtbar. Da Stephan eine weitere Person ohne ausdrückliche Einwilligung auf dem Bild abgelichtet und das Bild veröffentlicht hat, könnten sich daraus neben zivilrechtlichen auch strafrechtliche Konsequenzen ergeben. Dies insbesondere, da die andere Person beim Umziehen fotografiert wurde. Situation 3 Sowohl Lea als auch ihr Ex-Freund haben keine Kontrolle darüber, was nach der Trennung mit den Bildern, welche sie sich gegenseitig geschickt haben, geschieht. Zum einen können die Bilder weiterverschickt und veröffentlicht werden, was sicher nicht im Sinne der fotografierten Person ist. Zum anderen verstossen sie gegen das Datenschutzgesetz und verletzen die Privatsphäre der anderen Person widerrechtlich und machen sich unter Umständen sogar strafbar, wenn sie die Bilder ohne die Einwilligung des anderen weiterverschicken oder veröffentlichen. Situation 4 Da Michael seine Daten in einer ausländischen Cloud gespeichert hat, kann er nicht sicher sein, dass diese Daten auch nach schweizerischem Standard gesichert sind. Da es sich um vertrauliche Daten und Passwörter handelt, könnte Michael durch ein Abgreifen der Daten durch Unbefugte grosser Schaden entstehen. Situation 5 Michelle nimmt die Bilder ohne Einwilligung der abgelichteten Personen auf und veröffentlicht diese anschliessend. Dadurch drohen ihr zivilrechtliche Konsequenzen.Datenschutz Lösungen  Einführung Datenschutz Datenschutz 3. Zyklus 10¦10 Situation 6 Freundschaftsanfrage von einem Unbekannten sollte man nicht einfach annehmen, weil man nicht sicher sein kann, dass diese Person nicht unlautere Absichten hat. Ausser sich selber kann man dadurch auch andere in unangenehme oder auch gefährliche Situationen bringen. Philipp muss davon ausgehen, dass sämtliche Inhalte, welche er in Zukunft mit seinen «Freunden» teilt, auch von dieser Person gesehen werden und von ihr verwendet, bearbeitet oder veröffentlicht werden. Situation 7 Da Banken nie per SMS oder E-Mail Zugangsdaten anfordern, muss davon ausgegangen werden, dass sich eine unbefugte Person die Bankdaten von Corinne erschleichen will. Gibt Corinne tatsächlich ihre Bankdaten weiter, droht ihr ein finanzieller Schaden. Deshalb darf man nie Anhänge in solchen Mails öffnen oder auf Links klicken. Situation 8 Da Francesco sein Handy nicht verschlüsselt hat, kann ein allfälliger Finder auf sämtliche Daten, Apps und Inhalte des Mobiltelefons zugreifen. Dies kann dazu führen, dass private und sensible Inhalte (Fotos, Videos, Nachrichten etc.) abgegriffen werden oder Francescos Accounts dazu genutzt werden, Kontakte herauszufiltern, Personen unter falschem Namen zu kontaktieren etc. Zu den strafrechtlichen Konsequenzen im Bereich Datenschutz siehe «Bilder und Bildrechte (2.7)» sowie «Konkrete Gefahren und rechtliche Folgen (2.4)» und «Smartphones (2.5)» im Informationsdossier «Datenschutz» zu dieser Lektionsreihe. Zusatzblatt «Das gebe ich von mir preis!  individuelle Lösungen der SuS Datenschutz Info für Lehrpersonen  Was ist Datenschutz? Was ist Datenschutz? Datenschutz 3. Zyklus 1¦5 Arbeitsauftrag  Die Lehrperson stellt anhand einer PowerPoint-Präsentation die Themen Datenschutz, Privatsphäre, Überwachung und Big Data vor.  Die SuS füllen währenddessen das Arbeitsblatt aus, um ihr Wissen zu vertiefen und festzuhalten.  anschliessend gemeinsame Besprechung des Gehörten und Festgehaltenen Ziel  Die SuS vertiefen und erweitern ihr Wissen zu den Themen Datenschutz, Privatsphäre, Überwachung und Big Data.  Die SuS können Informationen und Positionen zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und Konflikten bezüglich Interesse und Wahrheitsgehalt hinterfragen (z. B. Schutz und Verwendung von Daten). Lehrplanbezug  ERG.1.2d Material  PowerPoint-Präsentation «Datenschutz»  Arbeitsblatt «Datenschutz» Sozialform Einzelarbeit, Plenum Zeit 30 Minuten Zusätzliche Informationen:  Weiterführende Informationen zu Themen rund um den Datenschutz finden sich im Informationsdossier «Datenschutz», welches zu dieser Lektionsreihe gehört. Gegebenenfalls können den SuS Auszüge daraus abgegeben werden, um ihnen unbekannte Begriffe näherzubringen (z. Bsp. 1.2. Begriffe).  Zusätzliche Hintergrundinformationen: o Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter https://www.edoeb.admin.ch/edoeb/de/home/datenschutz.html umfassende Informationen rund um den Datenschutz, gegliedert in verschiedene Themenfelder Datenschutz Arbeitsunterlagen  Was ist Datenschutz? Datenschutz 3. Zyklus 2¦5 Was ist Datenschutz? Ergänze die folgenden Satzanfänge, sodass sie mit dem Gehörten übereinstimmen: Datenschutz ist … ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Das Ziel des Datenschutzes ist … ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Besonders «schützenswerte Daten» sind zum Beispiel … ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Probleme beim Datenschutz kann es geben, wenn … ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… «Privatsphäre» heisst … ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Der Staat darf nur überwachen, wenn … ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Gib zu jeder Situation einen kurzen Kommentar ab, ob der Datenschutz verletzt worden ist.  Als du am Morgen die Zeitung öffnest, traust du deinen Augen nicht: Bei einem Artikel zu einer Party am Wochenende befindet sich ein Foto von dir mit einer Bierflasche in der Hand. Du wusstest nicht, dass du fotografiert wirst und der Fotograf hat dich auch danach nicht angesprochen. ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Aufgabe Deine Lehrperson hat dir mit der PowerPoint-Präsentation das Thema «Datenschutz» nähergebracht. Versuche nun mit den gehörten Informationen die nachfolgenden Fragen und Aufgaben zu lösen. Datenschutz Arbeitsunterlagen  Was ist Datenschutz? Datenschutz 3. Zyklus 3¦5  Du bist auf dem Säntis und geniesst die Aussicht. Hinter dir schiessen einige Touristen Selfies von sich. Du bist dir sicher, dass du auch im Hintergrund zu sehen bist. Ohne dich anzusprechen, fahren die Touristen mit der nächsten Gondel talwärts. ………………………………………………………………………………………………………………………………………………………  Dein Sportverein lanciert eine neue Internetseite. Darauf findet sich auch die Rubrik «Geburtstagskinder». Jeden Tag werden diejenigen Vereinsmitglieder aufgelistet, welche ihren Geburtstag feiern. So zum Beispiel: «Wir gratulieren heute Stefan Müller aus unserer U19- Mannschaft zum 16. Geburtstag.» ……………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Bildquelle: Legal Tribune Online (https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/bag-urteil-8azr101013-datenschutz- arbeitnehmer-einwilligung/) Wenn du dich genauer über den Datenschutz und das Strafrecht im Bereich des Datenschutzes informieren möchtest, findest du unter https://www.edoeb.admin.ch/ wichtige Informationen. Datenschutz Lösungen  Was ist Datenschutz? Datenschutz 3. Zyklus 4¦5 Lösungsvorschläge Datenschutz ist… der Schutz der Privatsphäre und Persönlichkeit der Menschen, deren Daten bearbeitet werden. Das Ziel des Datenschutzes ist … so viele Daten wie nötig, so wenig Daten wie möglich zu sammeln. Oder mit anderen Worten: Personendaten so zu bearbeiten, dass die Privatsphäre der Betroffenen möglichst wenig tangiert wird. Besonders «schützenswerte Daten» sind zum Beispiel … • die religiösen, weltanschaulichen, politischen oder gewerkschaftlichen Ansichten oder Tätigkeiten; • die Gesundheit, die Intimsphäre oder die Rassenzugehörigkeit. • Massnahmen der sozialen Hilfe; • administrative oder strafrechtliche Verfolgung und Sanktionen. Probleme beim Datenschutz kann es geben, wenn … Daten bearbeitet oder veröffentlicht werden, ohne dass die betroffene Person eingewilligt hat. Schutz der «Privatsphäre» heisst … dass Daten, die mit unserer Person zu tun haben, geschützt werden. Definition Wikipedia: Privatsphäre bezeichnet den nichtöffentlichen Bereich, in dem ein Mensch unbehelligt von äusseren Einflüssen sein Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit wahrnimmt. Das Recht auf Privatsphäre gilt als Menschenrecht und ist in allen modernen Demokratien verankert. Dieses Recht kann aufgrund des öffentlichen Interesses an einer Person oder zu Zwecken der Strafverfolgung eingeschränkt werden. Der Staat darf nur überwachen, wenn … … ein Gesetz ihn dazu ermächtigt; … das öffentliche Interesse an der Überwachung höher zu werten ist als das Interesse des Einzelnen an seiner Privatsphäre. Gib zu jeder Situation einen kurzen Kommentar ab, ob der Datenschutz verletzt worden ist.  Als du am Morgen die Zeitung öffnest, traust du deinen Augen nicht: Bei einem Artikel zu einer Party am Wochenende befindet sich ein Foto von dir mit einer Bierflasche in der Hand. Du wusstest nicht, dass du fotografiert wirst und der Fotograf hat dich auch danach nicht angesprochen. Datenschutz Lösungen  Was ist Datenschutz? Datenschutz 3. Zyklus 5¦5 In der Regel entscheiden abgebildete Personen darüber, ob ein Bild von ihnen aufgenommen oder veröffentlicht werden darf. Dies ist hier nicht der Fall, der Fotograf hätte vor einer Veröffentlichung das Einverständnis der abgelichteten Person einholen müssen und ggf. das Bild wieder löschen müssen. Was kann man tun, wenn man so etwas erlebt? Wenn das Bild bereits abgedruckt ist, lässt sich dies nicht rückgängig machen. Jedoch kann bei einer Online-Publikation die Löschung verlangt werden. Allenfalls kann man vom Urheber Schadenersatz oder Genugtuung fordern. Wenn man ein publiziertes Foto im Internet entdeckt, kann man vom Urheber verlangen, das Bild zu entfernen. Allerdings muss man sich bewusst sein: Was einmal im Netz ist, lässt sich kaum mehr vollständig entfernen. Du bist auf dem Säntis und geniesst die Aussicht. Hinter dir schiessen einige Touristen Selfies von sich. Du bist dir sicher, dass du auch im Hintergrund zu sehen bist. Ohne dich anzusprechen, fahren die Touristen mit der nächsten Gondel talwärts. Auch hier gilt die Regel, dass abgebildete Personen entscheiden, ob sie auf dem Bild zu sehen sein wollen und ob das Bild anschliessend verwendet werden darf. Allerdings gibt es die Ausnahme, dass abgebildete Personen, welche auf einem Bild nur als «Beiwerk» erscheinen und im öffentlichen Raum aufgenommen wurden, nicht explizit um deren Einwilligung gefragt werden müssen. Auf Verlangen hätten die Touristen die Bilder aber zu löschen, sofern die nachfragende Person im Hintergrund erkennbar ist.  Dein Sportverein lanciert eine neue Internetseite. Darauf findet sich auch die Rubrik «Geburtstagskinder». Jeden Tag werden diejenigen Vereinsmitglieder aufgelistet, welche ihren Geburtstag feiern. So zum Beispiel: «Wir gratulieren heute Stefan Müller aus unserer U19- Mannschaft zum 16. Geburtstag.» Geburtstag und -jahr einer Person gehören zu den Personendaten, welche der Verein ohne Zustimmung seiner Mitglieder nicht veröffentlichen darf. Korrekterweise muss der Verein vorgängig bei seinen Mitgliedern nachfragen, ob sie mit der Erwähnung auf der Homepage einverstanden sind. Ansonsten können die Mitglieder eine Löschung der Erwähnung verlangen. Eine Publikation im Internet bedeutet einen grösseren Eingriff in die Persönlichkeit als die Erwähnung im Vereinsblatt. Noch schwerwiegender ist die Publikation, wenn sie mit einem Foto der betroffenen Person illustriert ist.                                                                                  Was ist Datenschutz? Wenn Informationen über Menschen gesammelt und bearbeitet werden, ist deren Persönlichkeit davon betroffen. Diese Betroffenheit kann stark oder schwach sein, positive oder negative Reaktionen hervorrufen. (Botschaft zum Bundesgesetz über den Datenschutz) Kennst du selbst solche negativen Beispiele? Beispiel 1: Soziale Netzwerke sammeln Daten, um ihre Nutzer mit gezielter (unerwünschter) Werbung versorgen zu können. Beispiel 2: Fotos von dir werden, ohne dass du es willst, veröffentlicht (z. B. im Internet). Beispiel 3: Deine Kontaktinformationen, welche du bei einem Wettbewerb angegeben hast, werden an interessierte Firmen weiterverkauft.                                                                                 Ziel des Datenschutzes: Der Datenschutz setzt sich zum Ziel, der Datenbearbeitung Leitplanken zu setzen. Die Entfaltung der Persönlichkeit soll nicht durch unnötige und unerwünschte Informationstätigkeiten beeinträchtigt werden. Bildquelle: Pixabay, www.pixabay.com Was ist Datenschutz?                                                                                 Grundsätze des Datenschutzes: •So viele Daten wie nötig und so wenig Daten wie möglich sammeln und bearbeiten. •Jeder Mensch hat das Recht, Einsicht in die Daten zu erhalten, welche über ihn erfasst werden! •Der Einzelne hat das Recht, Informationen über ihn berichtigen (korrigieren) oder löschen zu lassen oder zu verlangen, dass der Informationsbearbeiter sie nicht weitergeben darf. Bildquelle: 20 Minuten, www.20min.ch Was ist Datenschutz?                                                                                 Was sind «besonders schützenswerte» Daten? Im Datenschutzgesetz (DSG) wird im Artikel 3 Folgendes ausgeführt: •die religiösen, weltanschaulichen, politischen oder gewerkschaftlichen Ansichten oder Tätigkeiten •die Gesundheit, die Intimsphäre oder die Rassenzugehörigkeit •Massnahmen der sozialen Hilfe •administrative oder strafrechtliche Verfolgung und Sanktionen Auch biometrische Daten gelten als besonders schützenswert, werden im heutigen Gesetz aber noch nicht erwähnt. Was ist Datenschutz?                                                                                 Was macht Daten besonders schützenswert? Personendaten oder personenbezogene Daten verraten viel über uns und sind deshalb kostbar. Für Unternehmen bedeuten sie bares Geld, und sie können von anderen missbraucht werden (z. B. Weiterverkauf von Kundendaten, Weitergabe von Adressdaten) Schützen wir unsere Daten, heisst das Privatsphäre, Anonymität und mehr Sicherheit für uns. Einfach unbezahlbar! In den folgenden beiden Beispielen wird aufgezeigt, inwiefern im täglichen Leben Probleme und Überschneidungen beim Datenschutz auftreten können. Was ist Datenschutz?                                                                                 Beispiel 1: Google Street View Google fotografiert mit dem Google-Auto die Strassen und Gebäude auf der ganzen Welt und verknüpft diese Bilder mit der Strassenkarte. Was ist Datenschutz?                                                                                  Datenschutzproblem: Die Aufnahmen können für Personen nachteilig sein, z. B. für eine Person, welche eine Drogenberatungsstelle betritt oder eine psychiatrische Klinik und dabei abgelichtet wird. Google hat keine Einwilligung von den einzelnen Personen, dass sie die Aufnahmen veröffentlichen dürfen. Deshalb müssen alle Personen, Autoschilder und Privatbereiche unkenntlich gemacht werden, um so die Persönlichkeitsrechte des einzelnen Menschen zu schützen. Was ist Datenschutz?                                                                                 Beispiel 2: Erfassen von Personendaten für Werbezwecke Nino bestellt gerne im Internet Kleider und elektronische Hilfsmittel. Dabei hat er verschiedene Informationen über sich angegeben. Diese Informationen wurden nun zu Verkaufs- und Werbezwecken an weitere Internetportale und Werbeagenturen weitergegeben. Datenschutzproblem: Unternehmen, die Daten erheben, müssen klar ausweisen, für welchen Zweck diese Daten erhoben werden. Die Person, welche die Personendaten von sich preisgibt, muss kennzeichnen können, dass sie mit der Weitervergabe einverstanden ist. Bildquelle: BZ Berlin http://www.bz-berlin.de/data/uploads/2017/02/83159111_1486646630-768x432.jpg Was ist Datenschutz?                                                                                  Privatsphäre Privatsphäre bezeichnet den nichtöffentlichen Raum, in welchem ein Mensch unbehelligt von äusseren Einflüssen sein Recht auf freie Entfaltung wahrnimmt. (https://de.wikipedia.org/wiki/Privatsph%C3%A4re) Nicht alle Informationen über uns und unser Leben gehen jeden etwas an, oder? Dementsprechend ist es wichtig, die eigene Privatsphäre zu schützen und die Privatsphäre anderer zu respektieren. Bildquelle: Bundesministerium für Forschung und Bildung https://static1.bmbfcluster.de/2/3/3/4_c76fda0ed54d014/2334meg_4e6cb79899f70b9.jpg Was ist Datenschutz?                                                                                  Überwachung Tagtäglich werden Daten von uns gesammelt. Geschieht dies mit der Absicht, ein Profil zu erstellen, spricht man auch von Überwachung. So kann beispielsweise auch der Staat Personen überwachen, um festzustellen, ob diese eine Verbindung zu extremistischen oder terroristischen Gruppierungen haben. Was ist Datenschutz?                                                                                 Bei der Überwachung von Personen gilt … 1. das Legalitätsprinzip: Staatliches Handeln muss in einem Gesetz vorgesehen sein (z. B. Strafprozessrecht, Nachrichtendienstgesetz). 2. das Prinzip der Verhältnismässigkeit: Es muss abgewogen werden, was höher einzuschätzen ist: - das Interesse der betroffenen Person an ihrer Privatsphäre - das Interesse des Staates und der Öffentlichkeit an der Überwachung Was ist Datenschutz?                                                                                 Beispiel: Der Lehrmeister von F. vermutet, dass er während der Arbeit zu viel privat im Internet surft. Insbesondere soll er oft in sozialen Netzwerken wie Instagram und Snapchat verweilen und die Arbeit dadurch vernachlässigen. Der Lehrmeister hat nun einerseits ein Interesse, den Computer von F. zu überwachen und seine Internetaktivitäten festzuhalten. Andererseits hat F. ein Interesse an seiner Privatsphäre und er möchte vermutlich nicht, dass sein Vorgesetzter alles weiss, was er im Internet macht. Bildquelle: ZDF https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen/videos/ueberwachung-kuendigung-100.html Was ist Datenschutz?                                                                                  Lösungsvorschlag zum Beispiel: Auch wenn der Lehrmeister den Verdacht hegt, dass F. während der Arbeitszeit privat im Internet surft, darf er ihn nicht überwachen. •Es gibt keine gesetzliche Grundlage dazu, weshalb das Legalitätsprinzip eine Überwachung nicht zulässt. •Ausserdem besteht kein übergeordnetes Interesse vonseiten der Öffentlichkeit oder des Staates an einer Überwachung (Prinzip der Verhältnismässigkeit). Bildquelle: ZDF https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen/videos/ueberwachung-kuendigung-100.html Was ist Datenschutz?                                                                                  Auftrag Löse nun das Arbeitsblatt «Was ist Datenschutz?» (Lektion 2) Besprich deine Lösungen mit deiner Banknachbarin, deinem Banknachbarn. Anschliessend wird das Blatt im Klassenrahmen besprochen. Bildquelle: Pixabay, www.pixabay.com Was ist Datenschutz? Datenschutz Info für Lehrpersonen  Soziale Netzwerke Soziale Netzwerke Datenschutz 3. Zyklus 1¦4 Arbeitsauftrag  Die SuS gestalten ein Plakat nach bestimmten Kriterien über ein soziales Netzwerk (z. B. Instagram, Snapchat, Pinterest, Facebook, Twitter etc.)  Die SuS erarbeiten die Kriterien für ein sicheres Passwort und entwerfen ein eigenes, sehr sicheres Passwort. Dieses kann anschliessend auf www.passwortcheck.ch getestet werden. Ziel  Die SuS können Verflechtungen und Wechselwirkungen zwischen physischer Umwelt, medialen und virtuellen Lebensräumen erkennen und für das eigene Verhalten einbeziehen (z. B. soziale Netzwerke und ihre Konsequenzen im realen Leben).  Die SuS kennen die Kriterien für sichere Passwörter. Lehrplanbezug  MI.1.1e Material  Plakatpapier, White Board oder Flipchart  Computer mit Internetzugang, alternativ Tablets oder Handys Sozialform Gruppenarbeit / Einzelarbeit Zeit 30 Minuten Zusätzliche Informationen:  Für die Bearbeitung des Gruppenauftrages zu den sozialen Netzwerken empfiehlt es sich, in der Klasse abzuklären, welche Netzwerke von den SuS tatsächlich genutzt werden.  Es kann für die SuS durchaus auch interessant sein, «fremde» soziale Netzwerke zu untersuchen und Unterschiede zu den von ihnen genutzten zu finden.  Statistiken zur Social-Media-Nutzung: https://de.statista.com/themen/1842/soziale-netzwerke/ Die hier aufgelisteten Statistiken können als Einstieg gebraucht werden, um den SuS das Ausmass und die Bedeutung der sozialen Netzwerke weltweit aufzuzeigen. Datenschutz Arbeitsunterlagen  Soziale Netzwerke Datenschutz 3. Zyklus 2¦4 Soziale Netzwerke Recherche Gestaltet in Dreiergruppen ein Plakat, auf welchem ihr ein soziales Netzwerk vorstellt. Zur Auswahl stehen: Snapchat, Instagram, Facebook, Twitter, Pinterest, Myspace, Tumblr, Flickr Auf dem Plakat sollen folgende Informationen dargestellt werden:  Was ist der Zweck des sozialen Netzwerkes? Was kann man als Nutzer machen?  Wie viele Nutzer hat das soziale Netzwerk in der Schweiz? Wie viele weltweit?  Wem gehört das soziale Netzwerk? Welche Person(en)/Firma steckt dahinter?  Wie kann man sich mit anderen Nutzern verbinden? Wie kann man in Kontakt treten?  Welche Inhalte können mit anderen Nutzern geteilt werden?  Wie viele Schülerinnen und Schüler in der Klasse nutzen dieses soziale Netzwerk?  Was geschieht mit den Daten, wenn sie einmal hochgeladen wurden?  Kann man seinen Account auch wieder löschen? Was geschieht dann mit den Daten?  Zusätzliche interessante Informationen zu eurem sozialen Netzwerk Sammelt die Informationen zuerst auf einem Notizblatt und ordnet sie anschliessend. Gestaltet danach euer Plakat. Bildquelle: Sputnik Deutschland https://de.sputniknews.com/politik/20161217313803946-deutschland-sozialnetze-fake-news-strafen/ Hilfreiche Links bei der Suche nach Informationen: https://alike.ch/soziale-netzwerke-in- der-schweiz-die-liste/ https://hosting.1und1.de/digitalguide/ online-marketing/social-media/die- wichtigsten-social-media-plattformen/ Datenschutz Arbeitsunterlagen  Soziale Netzwerke Datenschutz 3. Zyklus 3¦4 Sichere Passwörter Aufgabe Um deine Accounts effektiv zu schützen, empfiehlt es sich, ein sicheres Passwort einzurichten. 1. Bisherige Passwörter überprüfen Unter https://www.passwortcheck.ch kannst du deine momentan verwendeten Passwörter auf ihre Stärke überprüfen lassen. 2. Kriterien für ein sicheres Passwort Notiere in der unten stehenden Liste, welche Kriterien ein sicheres Passwort gemäss https://www.passwortcheck.ch/ erfüllen muss. 3. Zudem gilt es, bei der Wahl des Passwortes weitere Kriterien zu beachten Besuche die Seite von SRF und lies die Hinweise für ein sicheres Passwort durch. https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/services/anleitung-kreieren-sie-ein-sicheres-passwort Ergänze nun die oben stehende Liste mit den zusätzlichen Tipps. 4. Kreiere nun dein eigenes, sicheres Passwort und teste es auf der Seite https://www.passwortcheck.ch/ Bildquelle: Pinterest (https://www.pinterest.com/pin/129197083034873794/) Datenschutz Arbeitsunterlagen  Soziale Netzwerke Datenschutz 3. Zyklus 4¦4 Lösungsvorschläge Arbeitsblatt «Soziale Netzwerke» individuelle Lösungen der SuS, je nach gewähltem Netzwerk Sollten innerhalb der Klasse noch weitere Netzwerke genutzt werden, können diese in der Auswahlliste ergänzt werden. Arbeitsblatt «Sichere Passwörter» Kriterien für ein sicheres Passwort Notiere in der unten stehenden Liste, welche Kriterien ein sicheres Passwort gemäss www.passwortcheck.ch erfüllen muss. Grossbuchstaben Kleinbuchstaben Zahlen Sonderzeichen Länge des Passwortes Zeichen im Wörterbuch ein anderes Passwort für jeden Account nie «Passwort» oder «12345» benützen keine Kombinationen, die mit der eigenen Person zu tun haben keine Wörter aus dem Lexikon Tipp: Denk dir einen Satz aus und gestalte aus den Anfangsbuchstaben ein Passwort (z. B. Ich kenne 23 oder 24 Personen aus meiner Klasse persönlich = Ik23o24PamKp) Anregung, wie die Aufgabe gelöst werden könnte Für die Bearbeitung beider Arbeitsblätter ist ein Zugang zum Internet notwendig. Zum einen, um Informationen über das gewählte soziale Netzwerk zu sammeln, zum anderen, um das eigene und das kreierte Passwort zu kontrollieren und die Hinweise für ein sicheres Passwort nachzuschlagen. Da die SuS nur kurze Eingaben tätigen müssen, kann ggf. auch mit Tablets oder Mobiltelefonen gearbeitet werden. Datenschutz Info für Lehrpersonen  Chat/Foren Chat / Foren Datenschutz 3. Zyklus 1¦7 Arbeitsauftrag Die SuS diskutieren anhand eines Zeitungsartikels über Gefahren von sozialen Netzwerken. Die SuS entwerfen ein Rollenspiel, bei welchem verschiedene Personen aus dem Artikel zur Sprache kommen sollen. Die SuS reflektieren die Diskussion, indem sie eine Anleitung darüber schreiben, wie man sich in einem Chat/sozialen Netzwerk verhalten soll und welche Informationen man preisgeben darf bzw. lieber nicht preisgeben sollte. Ziel  SuS erkennen die Gefahren und Risiken von sozialen Netzwerken.  SuS können sich in verschiedene Personen aus dem abgedruckten Artikel hineinversetzen und deren Überlegungen formulieren.  SuS können ihre Erkenntnisse anhand eines selbst formulierten Textes reflektieren und in Worte fassen. Lehrplanbezug  SuS können mittels Medien kommunizieren und dabei die Sicherheits- und Verhaltensregeln befolgen. (MI.1.4c) Material  Zeitungsartikel «Auf Facebook sind falsche Freunde aktiv»  Arbeitsblatt «Chat/Foren» Sozialform Plenum/Einzelarbeit Zeit 45 Minuten Zusätzliche Informationen:  Hintergrundartikel: Jobverlust nach rassistischem Facebook-Kommentar http://www.watson.ch/Digital/International/680621549-Das-sagt-der-Junge--der-wegen-eines- rassistischen-Kommentars-auf-Facebook-seine-Stelle-verlor  Hintergrundartikel: Sextortion, Erpressung im Videochat. https://www.nzz.ch/panorama/aktuelle-themen/erpressung-im-videochat-st-galler-polizei-warnt- vor-sextortion-ld.92278Datenschutz Arbeitsunterlagen  Chat / Foren Datenschutz 3. Zyklus 2¦7 Soziale Netzwerke Diskussion Lies den unten stehenden Zeitungsartikel und diskutiere anschliessend mit deiner Banknachbarin, deinem Banknachbarn, welchen anderen Gefahren man sich in sozialen Netzwerken aussetzen kann. Schreibt eure Erkenntnisse in Stichworten auf die Linien nach dem Artikel. Löse anschliessend die beiden Folgeaufträge zu den Gefahren und Risiken von sozialen Netzwerken. https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/verbrechen-und-unfaelle/auf-facebook-sind-falsche-freunde- aktiv/story/10875168 Auf Facebook sind falsche Freunde aktiv Betrüger nutzen die Social-Media-Plattform, um Geld abzuzocken. Bei der Zürcher Polizei häufen sich die Anzeigen. Die Hacker kopieren Facebook-Profile und verschicken erneute Freundschaftsanfragen. Bild: Keystone Stefan Hohler Polizeireporter @tagesanzeiger09.05.2017 «Falls ihr gerade Freundschaftsanfragen bekommt von jemandem, der so heisst wie ich, und der dann eure Telefonnummer erchattet: Das bin nicht ich!» Derzeit vergeht kaum ein Tag, ohne dass ein Facebook-User solche oder ähnliche Warnungen verschickt. Hacker kopieren bestehende Facebook-Profile und verschicken Freundschaftsanfragen an die Bekannten des ursprünglichen Inhabers. In einem zweiten Schritt werden die Opfer nach ihrer Handynummer und einem SMS- Code gefragt, mit denen die Hacker danach Einkäufe tätigen können, die dem Opfer direkt auf der Handyrechnung belastet werden. Datenschutz Arbeitsunterlagen  Chat / Foren Datenschutz 3. Zyklus 3¦7 Starke Zunahme der Fälle In Zürich ist das Phänomen laut Michael Walker, Sprecher der Stadtpolizei, erstmals im Herbst 2015 aufgetaucht. Anfänglich seien die Betrügereien noch vereinzelt gewesen, jetzt hätten sie aber stark zugenommen. Allein in den ersten beiden Monaten dieses Jahres seien rund 50 Anzeigen eingereicht worden. Tendenz steigend. Die ertrogenen Summen seien im Allgemeinen niedrig. Die Betrüger würden im Internet bei Online-Anbietern ein Konto einrichten, wo die Rechnungen über Handynummern bezahlten werden. Die Rechnung werde nur belastet, wenn man sie entweder mit dem zugesandten Code oder mit der Handynummer aktiv bestätige, sagt Walker. Auch die Kantonspolizei Zürich muss sich inzwischen häufiger mit solchen Anzeigen befassen. «Wir erhalten derzeit wöchentlich zwei bis drei davon», sagt Kapo-Sprecherin Carmen Suber. Man sei am Ermitteln, zu Verhaftungen sei es aber noch nicht gekommen. Die Schwierigkeit liege darin, dass die Täter auch aus dem Ausland agieren oder international tätig sein könnten. Jede Freundschaftsanfrage überprüfen Surber empfiehlt, die eigene Handynummer nicht bekannt zu geben. Zudem sollen keine per SMS erhaltenen PIN-Codes weitergeschickt und/oder keine unbekannten SMS bestätigt werden. Als Sicherheitsvorkehrungen könne auf der Facebook-Seite unter Einstellungen die Privatsphäre geschützt und Zugriffe nur für Freunde erlaubt werden. «Jede Freundschaftsanfrage soll genau geprüft werden, insbesondere, ob man nicht schon mit der Person befreundet ist», sagt Surber. Auch ein Journalist der Zürcher Quartier- und Lokalzeitungen «Lokalinfo» machte Bekanntschaft mit den Hackern. Er nahm eine Freundschaftsanfrage an und erhielt kurz darauf eine private Nachricht über den Facebook-Messenger. «Gib mir bitte kurz deine Handynummer.» Nachdem er die Nummer bekannt gab, folgte die nächste Aufforderung: «Du erhältst gleich einen Code per SMS, kannst du mir diesen angeben?» Auch diesen Code leitete er an die vermeintliche Redaktionskollegin weiter. Erst später stellte der Journalist fest, dass die Hacker auf seine Rechnung Guthaben für eine Spielkonsole für 100 Franken in einem ausländischen Onlineshop gekauft haben. «Der Betrag wurde über einen sogenannten Drittanbieter auf meiner Handyrechnung belastet.» Er erstattete Anzeige bei der Polizei und informierte die Swisscom. Diese zeigte sich entgegenkommend und belastete den Betrag nicht. «Betrifft ein solcher Fall eine Swisscom-Abrechnung, so empfehlen wir den Kunden, sich bei uns zu melden», sagt Swisscom-Sprecherin Sabrina Hubacher auf Anfrage. Die Swisscom verzichte im Betrugsfall auf die Auszahlung an Drittanbieter. Diese müssen die Gelder danach selbst einfordern. Hubacher empfiehlt trotzdem eine Meldung bei Facebook über das gehackte Profil und eine Anzeige bei der Polizei. (Tages-Anzeiger) Erstellt: 09.05.2017, 14:51 Uhr Datenschutz Arbeitsunterlagen  Chat / Foren Datenschutz 3. Zyklus 4¦7 1. Gefahren und Risiken im Umgang mit sozialen Netzwerken: ………………………………………………………………………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………………………………………… 2. Überlege dir, was die beteiligten Personen aus dem Artikel in einem Interview aussagen würden. Warum sind sie in diese Situation geraten? Was waren ihre Beweggründe? Wie denken sie im Nachhinein darüber? Wie fühlen sie sich nach der «Tat»? Welche Folgen müssen sie erwarten? Weitere Informationen zu den Gefahren im Umgang mit sozialen Netzwerken findest du unter: Jugend und Medien, soziale Netzwerke, Chancen und Gefahren http://www.jugendundmedien.ch/chan cen-und-gefahren/soziale- netzwerke.html Das Opfer: Die Polizei: Die Täter: Datenschutz Arbeitsunterlagen  Chat / Foren Datenschutz 3. Zyklus 5¦7 3. Verfasse eine Anleitung, in welcher du einem Jugendlichen erklärst, wie man sich in sozialen Netzwerken verhalten soll bzw. was man über sich preisgeben soll und was nicht. Als Hilfe kannst du folgenden Link verwenden: https://www.edoeb.admin.ch/edoeb/de/home/datenschutz/Internet_und_Computer/onlinedie nste/soziale-medien/erlaeuterungen-zu-sozialen-netzwerken.html (Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter, soziale Netzwerke, «Empfehlungen an die Benutzerinnen und Benutzer») Bildquelle: Handwerk-Magazin.de https://img.handwerk-magazin.de/files/smthumbnaildata/392x/5/1/4/6/3/1/Fotolia_44298834_kbuntuFotolia.com_social_media.jpg So nutzt du soziale Netzwerke sicher: ……………………………………………………………………………………………………………………………………….. ……………………………………………………………………………………………………………………………………….. ……………………………………………………………………………………………………………………………………….. ……………………………………………………………………………………………………………………………………….. ……………………………………………………………………………………………………………………………………….. ……………………………………………………………………………………………………………………………………….. ……………………………………………………………………………………………………………………………………….. ……………………………………………………………………………………………………………………………………….. ……………………………………………………………………………………………………………………………………….. ……………………………………………………………………………………………………………………………………….. ……………………………………………………………………………………………………………………………………….. ……………………………………………………………………………………………………………………………………….. ……………………………………………………………………………………………………………………………………….. Datenschutz Lösungen  Chat / Foren Datenschutz 3. Zyklus 6¦7 Lösungsvorschläge: 1. Gefahren und Risiken im Umgang mit sozialen Netzwerken:  Fehlendes Bewusstsein über die Zugänglichkeit von Kommentaren, Fotos etc. für andere und damit verbunden die Gefahr von Datenmissbrauch. Einmal im Netz zirkulierende Bilder können kaum mehr gelöscht werden.  Online-Sucht  Ablenkung von den Hausaufgaben, wenn Jugendliche diese am Computer machen und gleichzeitig im sozialen Netzwerk eingeloggt sind  Unerwünschte Kontakte und sexuelle Übergriffe: Pädosexuelle können über soziale Netzwerke Kontakt mit potenziellen Opfern aufnehmen.  von anderen «Usern» blossgestellt, beleidigt oder belästigt werden (Cybermobbing) (Quelle: http://www.jugendundmedien.ch/chancen-und-gefahren/soziale-netzwerke.html) Weitere Möglichkeiten:  Erschleichen, Abgreifen von Daten, welche dann missbräuchlich verwendet oder veröffentlicht werden können  Erpressung aufgrund von Informationen, Bildern oder Videos, welche vom Opfer ins Netz gestellt oder vom Erpresser abgegriffen wurden (mit oder ohne Wissen des Opfers)  Informationen aus sozialen Netzwerken können für Phishing-Attacken verwendet werden. 2. Überlege dir, was die beteiligten Personen aus dem Artikel in einem Interview aussagen würden. Warum sind sie in diese Situation geraten? Was waren ihre Beweggründe? Wie denken sie im Nachhinein darüber? Wie fühlen sie sich nach der «Tat»? Welche Folgen müssen sie erwarten? individuelle Lösungen der SuS Mögliche Überlegungen: Opfer: Dachte nicht über Konsequenzen nach, war blauäugig, naiv. Ist im Nachhinein evtl. enttäuscht, beschämt, wütend etc. Daten, die im Netz landen oder abgegriffen wurden, sind evtl. auch später noch im Netz auffindbar. Spätere Konsequenzen sind also nicht ausgeschlossen, falls die Daten weitergegeben oder verkauft wurden. Täter: Motive können unterschiedlich sein (Armut, Gewinnsucht, Freude am Leid anderer etc.), man kann sich nach der Tat zuerst stark und überlegen fühlen, evtl. kommt später Reue dazu, vielleicht wurden die Auswirkungen der Tat gar nicht bedacht. Bei Auffliegen der Tat muss mit Strafverfolgung gerechnet werden. Datenschutz Lösungen  Chat / Foren Datenschutz 3. Zyklus 7¦7 Polizist: Wird aktiv, sobald Strafantrag gestellt wird. Kann sich wahrscheinlich in die geschädigte Person hineinversetzen. Muss versuchen, die Tat aufzuklären und Verantwortliche (Täter) zu finden. Allenfalls frustriert, falls öfters solche Fälle gemeldet werden und seine Ermittlungen nicht die gewünschten Erfolge bringen. 3. Verfasse eine Anleitung, in welcher du einem Jugendlichen erklärst, wie man sich in sozialen Netzwerken verhalten soll bzw. was man über sich preisgeben soll und was nicht. individuelle Lösungen der SuS kann mit den Verhaltensregeln auf: https://www.edoeb.admin.ch/edoeb/de/home/datenschutz/Internet_und_Computer/onlinedienste/soziale- medien/erlaeuterungen-zu-sozialen-netzwerken.html (Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter, Soziale Netzwerke, «Empfehlungen an die Benutzerinnen und Benutzer») verglichen werden Datenschutz Info für Lehrpersonen  Cybermobbing Cybermobbing Datenschutz 3. Zyklus 1¦4 Arbeitsauftrag  SuS tauschen sich in Kleingruppen über Erfahrungen mit Cybermobbing aus.  SuS informieren sich mithilfe der Merkblätter zum Thema Cybermobbing.  SuS gestalten ein Rollenspiel, in dem sie eine Situation und deren Lösung darstellen.  LP zeigt rechtliche Konsequenzen auf. Ziel  Die SuS reflektieren ihre Kenntnisse über Cybermobbing und vertiefen diese mithilfe der Informationen auf den zur Verfügung gestellten Unterlagen.  Die SuS kennen die rechtlichen Folgen von Cybermobbing. Lehrplanbezug  SuS können Folgen medialer und virtueller Handlungen erkennen und benennen (z. B. Identitätsbildung, Beziehungspflege, Cybermobbing). MI.1.1c Material  Arbeitsblatt «Cybermobbing»  Ein Computer oder Tablet pro Gruppe, alternativ: ausgedruckte Informationen der Webseiten. Sozialform Gruppenarbeit/Einzelarbeit/Plenum Zeit 45 Minuten In Zusammenarbeit mit EDÖB und Jugend und Medien Zusätzliche Informationen:  Die Informationen der Webseiten, welche auf dem Arbeitsblatt aufgeführt wurden, können den SuS auch in ausgedruckter Form abgegeben werden. Andernfalls können die SuS mithilfe von Computern oder Tablets die Informationen direkt auf den Homepages abrufen.  Die rechtlichen Konsequenzen können den SuS mündlich durch die Lehrperson vermittelt werden. Dabei hilft die Broschüre von der Schweizerischen Kriminalprävention SKP «Cybermobbing – alles, was Recht ist» https://www.skppsc.ch/de/wp-content/uploads/sites/2/2016/12/rechtcybermobbing.pdf Wichtig ist dabei, darauf hinzuweisen, dass bei Beschimpfung, übler Nachrede, Verleumdung etc. neben den strafrechtlichen Konsequenzen auch zivilrechtlich gegen Täter vorgegangen werden kann. So kann dem Opfer ein Schadenersatz oder Genugtuung zugesprochen werden. Ebenso besteht das Recht auf Berichtigung falscher Inhalte, welches beim «Verursacher» eingefordert werden kann. Empfohlen wird deshalb, in konkreten Situationen zuerst das Gespräch mit dem «Verursacher» zu suchen (eventuell unter Einbezug einer Vermittlungsperson, z. B. Lehrperson) und diesen aufzufordern, die Persönlichkeitsverletzung zu beheben bzw. den Schaden wiedergutzumachen. Datenschutz Arbeitsunterlagen  Cybermobbing Datenschutz 3. Zyklus 2¦4 Cybermobbing Diskussion Diskutiert in der Gruppe eure Erfahrungen mit Cybermobbing. Wann spricht man von Cybermobbing? Kennt ihr jemanden, dem dies widerfahren ist? Wie kommt es zu Cybermobbing? Was sind Auslöser? Wie fühlen sich die betroffenen Personen? Was kann man tun, wenn man selber zum Opfer von Cybermobbing wird? Recherche Informiert euch anhand der unten aufgeführten Merkblätter und Webseiten über das Thema Cybermobbing. Haltet die wichtigsten Erkenntnisse schriftlich fest. Seite der EU zu Cyberbullying http://keepcontrol.eu/?lang=d Seite der Europäischen Union zum Thema «Cybermobbing» http://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/cyber-mobbing/ Cybermobbing, Games, Smartphones und Co.? Medienkompetenz – Tipps im sicheren Umgang mit digitalen Medien. Broschüre der nationalen Plattform «Jugend und Medien» (Seite 23) https://www.jugendundmedien.ch/fileadmin/user_upload/Angebote/FAQ_Medienkompetenz_dt_2015_Web.pdf Das halte ich fest: Datenschutz Arbeitsunterlagen  Cybermobbing Datenschutz 3. Zyklus 3¦4 Vorgaben für das Rollenspiel: Personen Täter (mehrere) Opfer Mitläufer evtl. Eltern evtl. Lehrperson evtl. weitere Personen Ablauf Vorgeschichte (Wie kommt es zu der Cybermobbing-Situation?) Ablauf des Cybermobbings (Was geschieht? Wer macht was?) Auflösung (Wie wird die Situation gelöst? Wie verhalten sich Täter und Opfer?) Bildquelle: Epochtimes.de http://www.epochtimes.de/assets/uploads/2015/03/Cyber_Mobbing_Illu_Christian_Schlierkamp-640x427.jpg Aufgabe Überlegt euch in der Gruppe selber eine Situation, in welcher es zu Cybermobbing kommt. Spielt der Klasse anschliessend die Situation vor. Rechtliche Konsequenzen von Cybermobbing: Jugend und Medien «Alles, was Recht ist» http://www.jugendundmedien.ch/filea dmin/user_upload/2_Chancen_und_Ge fahren/Cybermobbing_AlleswasRechtis t_DE_10055.pdf Datenschutz Lösungen  Cybermobbing Datenschutz 3. Zyklus 4¦4 Lösungsvorschläge: 1. Diskussion Die Ergebnisse der Gruppendiskussion können anschliessend in der Klasse gesammelt werden. Dies kann in einer Plenumsdiskussion, einer Blitzlichtrunde oder auch schriftlich geschehen. 2. Recherche individuelle Lösungen der SuS 3. Rollenspiel individuelle Lösungen der SuS 4. Rechtliche Konsequenzen Siehe Ausführungen in den Informationen für Lehrpersonen (Informationsdossier «Datenschutz», insbesondere Kap. 2.4. «Konkrete Gefahren und rechtliche Folgen») Broschüre Schweizerische Kriminalprävention SKP «Cybermobbing – alles, was Recht ist». https://www.skppsc.ch/de/wp-content/uploads/sites/2/2016/12/rechtcybermobbing.pdfDatenschutz Info für Lehrpersonen  Smartphones Smartphones Datenschutz 3. Zyklus 1¦5 Arbeitsauftrag  SuS infomieren sich, welche Daten in einem Smartphone anfallen.  SuS recherchieren anhand des Arbeitsblattes, wie sie ihre Daten auf dem Smartphone möglichst sicher schützen können.  SuS präsentieren ihre Lösungen der Klasse. Ziel  Die SuS können erklären, welche Daten auf einem Smartphone anfallen.  Die SuS kennen die Möglichkeiten, mit welchen sie ihre Daten auf dem Smartphone sicher schützen können. Lehrplanbezug  SuS können alleine und in Arbeitsteams mit medialen Möglichkeiten experimentieren und sich darüber austauschen. (MI.1.3h) Material  ein Computer pro Gruppe  Arbeitsblatt «Smartphones»  Smartphones der SuS Sozialform Plenum/Gruppenarbeit Zeit 20 Minuten Zusätzliche Informationen:  Innerhalb der Gruppenarbeit sollen die SuS auch Zeit zum Recherchieren und Suchen haben. Dabei können auch weitere Webseiten hinzugezogen werden.  10 goldene Regeln zum Thema «Smartphone Sicherheit» (PC-Magazin.de) http://www.pc-magazin.de/bildergalerie/smartphone-sicherheit-tipps-galerie-3197166- 118531977.htmlDatenschutz Arbeitsunterlagen  Smartphones Datenschutz 3. Zyklus 2¦5 Smartphones Aufgabe Durchsuche dein Smartphone und schreibe alle Datenkategorien über dich und andere Personen, welche sich darauf finden, in die unten stehenden Kärtchen. Bsp. Telefonnummern von allen Kontakten Datenschutz Arbeitsunterlagen  Smartphones Datenschutz 3. Zyklus 3¦5 Diskussion Diskutiert in eurer Gruppe, welche Massnahmen ihr treffen könnt, um die Daten in eurem Smartphone besser zu schützen. Dabei könnt ihr auch die Links unten verwenden, um zusätzliche Informationen zu erhalten. Links  Sicher unterwegs (Bluewin): https://www.bluewin.ch/de/digital/redaktion/2017/17-02/mit-diesen-apps-wird-das- smartphone-sicherer.html  Sicherheit: Wie schütze ich das Smartphone (Klicksafe.de): http://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/smartphones/sicherheit-wie-schuetze-ich- das-smartphone/  Apps und Datenschutz (Klicksafe.de): http://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/apps/apps-datenschutz/  Smartphone sicher (Handysektor.de) https://www.handysektor.de/hacker-sicherheit/smartphone-sicher.html  Diebstahlschutz (Handysektor.de) https://www.handysektor.de/hacker-sicherheit/diebstahlschutz.html  Privatsphäre auf dem Smartphone (Androidpit.de) https://www.androidpit.de/tipps-sicherheit-datenschutz-smartphone  eigene gefundene Webseiten Datenschutz Arbeitsunterlagen  Smartphones Datenschutz 3. Zyklus 4¦5 Aufgabe Schreibt die fünf wichtigsten Regeln für den Schutz eurer Daten im Smartphone in die unten stehende Liste. Präsentiert diese anschliessend der Klasse. Unsere fünf Sicherheitsregeln für Smartphone-Benutzer: 1. ……………………………………………………………………………………………………………… ……………………………………………………………………………………………………………… 2. ……………………………………………………………………………………………………………… ……………………………………………………………………………………………………………… 3. ……………………………………………………………………………………………………………… ……………………………………………………………………………………………………………… 4. …………………………………………………………………………………………………………….. …………………………………………………………………………………………………………….. 5. ……………………………………………………………………………………………………………… ………………………………………………………………………………………………………………Datenschutz Lösungen  Smartphones Datenschutz 3. Zyklus 5¦5 Lösungsvorschläge: 1. Durchsuche dein Smartphone und schreibe alle Daten über dich und andere Personen, welche sich darauf finden, in die unten stehenden Kärtchen. Die ausgeschnittenen Kärtchen mit den gefundenen Daten können in einer Auslegeordnung auf einem Tisch oder an der Wandtafel bzw. einem White Board oder einer Pinnwand gesammelt und gruppiert werden. So erhalten die SuS einen Überblick über die Vielfalt der abgespeicherten Daten. 2. Schreibt die fünf wichtigsten Regeln für den Schutz eurer Daten im Smartphone in die unten stehende Liste. Präsentiert diese anschliessend der Klasse. individuelle Lösungen der SuS Tipps rund um das Thema Smartphone und Sicherheit finden sich auch im Informationsdossier, welches zu dieser Lektionsreihe gehört, im entsprechenden Kapitel. Ausserdem findet man bei PC-Magazin.de 10 goldene Regeln, welche mit Screenshots in einer Galerie präsentiert werden. Diese könnten auch via Beamer mit den Lösungen der SuS verglichen werden. http://www.pc-magazin.de/bildergalerie/smartphone-sicherheit-tipps-galerie-3197166- 118531974.html Tipps:  nicht mehr benutzte Apps deinstallieren  Berechtigungen der Apps überprüfen und einschränken; nur Funktionen aktiviert lassen, die man tatsächlich braucht (benötigt z. B. eine App Zugriff auf Standortdaten oder persönliche Kontakte?) Datenschutz Info für Lehrpersonen  Konkrete Situationen Konkrete Situationen Datenschutz 3. Zyklus 1¦9 Arbeitsauftrag  SuS spielen das «Cyber-Game» in Vierer- oder Fünfergruppen.  Die Anzahl der zu spielenden Situationen wird von der LP festgelegt.  Anschliessend werden die umstrittendsten Situationen in der Klasse diskutiert. Ziel  SuS können bisher Gelerntes reflektieren und im Spiel konkret anwenden.  SuS diskutieren die Situationen in der Gruppe und können ihre Meinungen begründen. Lehrplanbezug  SuS können Chancen und Risiken der Mediennutzung benennen und Konsequenzen für das eigene Verhalten ziehen (z. B. Vernetzung, Kommunikation, Cybermobbing, Schuldenfalle, Suchtpotenzial). (MI.1.1e) Material  Spielanleitung «Cyber-Game»  Aktionskarten «Cyber-Game» Sozialform Plenum oder Gruppenarbeit Zeit fünf Minuten pro Aktionskarte Zusätzliche Informationen:  Zusätzlich können auch die Online-Situationen von www.thewebsters.ch verwendet werden, um die Aktionskarten zu ergänzen.  Auf www.webfail.at finden sich weitere witzige «Fails», also peinliche oder zum Nachdenken anregende Internet-Beiträge. Einige standen den in diesem Spiel verwendeten Karten Modell, auch wenn sie leicht verändert wurden. Es finden sich aber haufenweise Posts, Einträge, Dialoge etc., die zum Schmunzeln anregen oder zu denken geben. Diese können als Grundlage für Diskussionen oder als Einstieg in die Lektion verwendet werden. Datenschutz Arbeitsunterlagen  Konkrete Situationen Datenschutz 3. Zyklus 2¦9 Cyber-Game Spielanleitung Das Spiel besteht aus verschiedenen Aktionskarten, die eine konkrete Situation beschreiben oder einen Post darstellen. Wer am Zug ist und eine Karte vom Stapel nimmt, muss die Frage(n) möglichst genau beantworten und seine Antwort gut erklären und begründen. Die Mitspieler beobachten und beurteilen die Ausführungen des Spielers, der am Zug ist. Anschliessend werden die Ausführungen von den Mitspielern bewertet. Die Punktvergabe muss begründet werden können. Punkte 3 Punkte Die Äusserungen des Spielers am Zug sind ausführlich und können von den Mitspielern nicht ergänzt werden. 2 Punkte Die Äusserungen des Spielers am Zug sind ausführlich. Es finden sich aber zusätzliche Gedanken. 1 Punkt Die Äusserungen des Spielers am Zug sind zwar korrekt, werden aber nicht begründet oder sind lückenhaft. 0 Punkte Die Mitspieler sind sich einig, dass die Ausführungen des Spielers am Zug falsch sind. Spielende Nach einigen Runden (die Rundenzahl wird vorher bestimmt) werden die Punkte zusammengezählt. Der Gewinner hat die Aufgabe, die drei umstrittensten Karten innerhalb der Gruppe zu bestimmen. Diskussion Die umstrittensten Karten jeder Gruppe werden in der Klasse diskutiert. Link / Video Auf www.thewebsters.ch findest du weitere Situationen und Geschichten rund um das Internet und seine Gefahren. Aufgabe Lest die Informationen zum Cyber-Spiel durch und spielt das Spiel in Vierer- oder Fünfergruppen. Datenschutz Arbeitsunterlagen  Konkrete Situationen Datenschutz 3. Zyklus 3¦9 Aktionskarte 1 Du hast eine Ferienreise nach Mallorca hinter dir, deine Freundin hat dich begleitet. Mit eurem Fotoapparat habt ihr tolle Fotos geschossen. Auf einigen Bildern sieht man euch beim Tennis spielen, auf anderen befindet sich deine beste Freundin im Bikini, einige Fotos zeigen dich vor dem Hotel und in der tollen Landschaft. Wem zeigst du die Fotos? Wem nicht? Wo könnten allenfalls Probleme liegen? Erkläre und begründe deine Meinung. Aktionskarte 2 Du hast eine Woche «sturmfreie Bude», deine Eltern sind mit ihren Geschwistern in die Ferien gefahren. Du postest das auf Instagram und fragst gleich danach, wer am kommenden Samstag in den Ausgang mitkommt. Weshalb könnte dieser Post problematisch sein? Welche Fehler solltest du besser unterlassen? Erkläre und begründe deine Antwort. Aktionskarte 3 Ein Mitschüler führt seit Kurzem eine «Hass- Homepage» gegen eine Klassenkameradin. Du erfährst durch einen Kollegen davon. Worin liegen die Probleme? Wie reagierst du? Erkläre und begründe deine Antwort. Aktionskarte 4 Du öffnest eine E-Mail von einem guten Freund. Die Mail enthält nichts anderes als einen Link. Wo liegen die Gefahren, wenn du auf den Link klickst? Wie reagierst du? Erkläre und begründe deine Antwort. Datenschutz Arbeitsunterlagen  Konkrete Situationen Datenschutz 3. Zyklus 4¦9 Aktionskarte 5 Adi Yes! Habe das WLAN des Nachbars geknackt! Nee, Geburtsdatum ist kein sicheres Passwort. Hahaha. Und peinliche Bilder hat der in seinem Netzwerk, lol! Gefällt mir Kommentieren Gestern um 22:01 Fab Was für Fotos :DDDDD Gestern um 22:04 Adi Alle vom Alten selbst …. :-D Gestern um 22:05 Fab Will sehen. Schick per PN! Gestern um 22:06 Was ist an Adi und Fabs Verhalten problematisch? Was tust du als Nachbar, wenn du davon erfährst? Erkläre und begründe deine Antwort. Aktionskarte 6 Ines macht Urlaub auf Mauritius. Tolles Wetter, tolles Hotel, tolle Leute … Sie beschliesst, ein paar Bilder davon auf Instagram hochzuladen. Was ist daran problematisch? Welchen Tipp hättest du für Ines? Erkläre und begründe deine Antwort. Aktionskarte 7 Mara Paul, habe dir einiges zu sagen: 1. Woher kennst du meine Handynummer??? 2. Schick mir keine Liebes- Messages mehr!!! Und vor allem keine Selbstporträts, die sind nicht sexy! 3. Ich will nichts von dir! 4. Schick anderen Leuten keine SMS, dass wir zusammen sind. Trottel!! Gefällt mir Kommentieren Dienstag um 14:35 Paul Zurück aus den Ferien. Habe Handy für wichtige Anrufe bei Bruderherz gelassen. Man kann ihm also nicht trauen … Gut, dass ich nun weiss, wie du über mich denkst  Freitag um 20:08 Was hat Paul und was hat Mara falsch gemacht? Welche Tipps gibst du den beiden? Erkläre und begründe deine Antwort. Aktionskarte 8 Deine Freundin Alice hat einen süssen Typen in einem Chatroom kennengelernt. Sie findet ihn attraktiv, ist aber mit sich selbst nicht ganz zufrieden und hat ihm per WhatsApp Bilder einer fremden Person geschickt. Nun will er sie treffen. Eine gemeinsame Freundin rät Alice, ihn zu treffen und ihm alles zu erklären. Sie sehe doch gut aus! Das Treffen wird zum Desaster. Der Typ sei hässlich, aber habe auch falsche Bilder geschickt, wird dir Alice später mitteilen. Wo liegen die Probleme in Alices Verhalten? Was würdest du an ihrer Stelle tun? Erkläre und begründe deine Antwort. Datenschutz Arbeitsunterlagen  Konkrete Situationen Datenschutz 3. Zyklus 5¦9 Aktionskarte 9 Nina Kann mir jemand einen Gefallen tun? Bin gerade in den USA und sollte eine wichtige E-Mail von meinem neuen Vermieter erhalten. Der wollte mir einen neuen Vertrag schicken und weiss nicht, dass ich weg bin. Kann ihm jemand antworten, dass ich erst in 3 Wochen zurückkomme? DANKE! Gefällt mir Kommentieren Gestern um 22:00 Mike Klar, kann ich machen. Gefällt mir Kommentieren Gestern um 22:00 Nina Super, vielen Dank. Meine E-Mail Adresse ist nina.supergirl@mail.ch, mein Passwort ist nina445. Der Vermieter heisst Paul S. Gefällt mir Kommentieren Gestern um 22:00 Was ist problematisch an dieser Situation? Was muss Nina nun befürchten? Erkläre und begründe deine Antwort. Aktionskarte 10 Du erhältst folgende E-Mail: Sehr geehrter Paypal-Kunde Wir führen zurzeit regelmässig anfallende Wartungsarbeiten an unserem Sicherheitssystem durch. Ihr Konto wurde nach dem Zufallsprinzip für diese Arbeiten ausgewählt. Sie werden dafür durch mehrere Webseiten geführt, auf denen Sie Ihre Angaben bestätigen müssen. Bitte bestätigen Sie Ihre Kontoangaben, indem Sie die entsprechenden Daten auf einer der folgenden Seiten eingeben. Rufen Sie dazu folgende Webseite auf: https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr?=login.run Bitte bestätigen Sie die Kontoangaben möglichst bald, um eine Unterbrechung des Services zu vermeiden. Sollten Sie Ihr Konto nicht aktualisieren, wird die Nutzung dieses Services eingeschränkt. Vielen Dank! Ihr Paypal-Team Was ist problematisch an dieser Situation? Wie reagierst du auf die E-Mail? Erkläre und begründe deine Antwort. Aktionskarte 11 Dein bester Freund zeigt dir auf seinem Handy ein paar neue Youtube-Videos. Das letzte Video zeigt, wie zwei ältere Schüler einen jüngeren bedrängen, ihn schlagen und mit den Füssen nach ihm treten. Was ist das Problem am Verhalten deines Freundes? Wie reagierst du? Erkläre und begründe deine Antwort. Aktionskarte 12 Du erhältst folgende E-Mail: Was ist besser als ein 400Eur Willkommens-Bonus? Ein bis zu 400EUR Einzahlungs-Bonus, der auf Ihrem Konto gutgeschrieben wird! Neue Spieler sind nur Sekunden von der Action entfernt, wenn sie sich im Virtual Vegas Players Club anmelden. Eröffnen Sie einfach Ihr neues Konto, machen Sie Ihre ersten Einzahlungen und Sie werden das Geld sofort sehen! Mit bis zu 400 EUR Geld vom Haus zu spielen gibt Ihnen die Freiheit, die erstaunlichen neuen Spiele und die genialen Live Dealer Erlebnisse auf unserer Webseite zu entdecken. Probieren Sie etwas, was Sie vorher noch nie gespielt haben, oder geniessen Sie einfach die vielen alten Favoriten, die wir anbieten. Wir verschenken Geld, also schnappen Sie es sich! Registrieren Sie sich noch heute unter: http://www.web-vegasvip.ne/de Was ist problematisch an dieser E-Mail? Wie reagierst du auf die Nachricht? Erkläre und begründe deine Antwort. Datenschutz Arbeitsunterlagen  Konkrete Situationen Datenschutz 3. Zyklus 6¦9 Aktionskarte 13 Sandro Dieser Penner von Lehrer ist so ein Idiot!! Will den Schwamm auswaschen und spritzt sich die Hosen voll!  Irre Bild! So ein völliger Volltrottel :DDD lol Gefällt mir Kommentieren vor 3 Stunden Domi Yeah, voll geil! Passt zu ihm. Hat mir im letzten Test eine 3 verpasst. Drecksack! Vor 3 Stunden Nina Der ist echt doof! Was sollen wir von so einem alten Sack überhaupt lernen?! Vor 34 Minuten Welche Regeln und Gesetze werden hier missachtet? Wie reagierst du auf einen solchen Post? Erkläre und begründe deine Antwort. Aktionskarte 14 Du fühlst dich krank und schreibst deinem Lehrer eine E-Mail, dass du heute nicht zur Schule kannst. Am gleichen Abend findet die Party des Jahres statt, da kannst du nicht fehlen. Natürlich findet ein Foto von dir – ausgelassen feiernd und etwas betrunken – den Weg ins Internet. Dein Lehrer entdeckt die Fotos. Wie reagierst du? Was denkt sich dein Lehrer? Erkläre und begründe deine Antwort. Aktionskarte 15 Dave meldet sich auf Youtube, Instagram, Snapchat und Facebook mit dem gleichen Benutzer-Namen an und verwendet das gleiche Passwort. Wo liegt das Problem? Welchen Tipp gibst du Dave? Erkläre und begründe deine Antwort. Aktionskarte 16 Selim Mit ganzer Familie zwei Wochen in Spanien!! Olé! Gefällt mir Kommentieren vor 15 Stunden Was ist problematisch an diesem Post? Welchen Tipp gibst du Selim? Erkläre und begründe deine Antwort. Datenschutz Arbeitsunterlagen  Konkrete Situationen Datenschutz 3. Zyklus 7¦9 Aktionskarte 17 Pauline versucht mehrmals, auf ihr E-Mail-Konto zuzugreifen, doch es kommt jedes Mal die Meldung, das Passwort oder der Username sei falsch. Ihre Freunde berichten ihr gleichentags, sie seien per E-Mail von Pauline aufgefordert worden, ihr mit Geld aus einer Notlage zu helfen. Was könnte passiert sein? Wie kann man verhindern, dass Dritte ein E- Mail-Konto knacken? Erkläre und begründe deine Antwort. Aktionskarte 18 Aktionskarte 19 Aktionskarte 20 Datenschutz Lösungen  Konkrete Situationen Datenschutz 3. Zyklus 8¦9 Lösungsvorschläge zu den Aktionskarten 1. Fotos, auf denen jemand allzu leicht bekleidet ist, sind dann heikel, wenn sie ins Internet gestellt werden und zwar unabhängig davon, ob deine Freundin das Hochladen akzeptiert oder nicht. Bilder von dir beim Tennis spielen und in der Landschaft sind an sich unproblematisch, solange sich nicht andere Personen darauf befinden. Eine Gefahr kann das Hochladen von Urlaubsfotos dann darstellen, wenn sie unmittelbar hochgeladen werden und auf eine längere Abwesenheit schliessen lassen. Einbrecher könnten erfahren, dass du nicht zu Hause bist. Gib nicht unbedacht zu viele Informationen preis. 2. Du veröffentlichst erstens, dass du eine Woche lang in der Regel alleine zu Hause bist; sozusagen eine Einladung für Menschen mit krimineller Neigung. Ausserdem gibst du deine Abwesenheit bekannt. Einbrecher könnten erfahren, dass du nicht zu Hause bist. Gib nicht unbedacht zu viele Informationen preis. 3. Dies ist ein klarer Fall von Cyber-Mobbing: Erstelle Bildschirmfotos als Beweis. Eine angemessene Reaktion muss gut überlegt sein, da sie auch Konsequenzen für dich haben kann. Trotzdem – in so einem Fall solltest du Zivilcourage zeigen: Wende dich an eine Vertrauensperson und – je nach Schwere des Falls – an die Polizei. Hast du Angst vor einer Reaktion deines Mitschülers, kannst du die Behörden auch anonym kontaktieren. 4. E-Mails können heute leicht gefälscht werden, die Adressen sehen dann so aus, als ob sie von Bekannten stammen. Wenn du der Sache misstraust, solltest du unbedingt darauf verzichten, auf den Link zu klicken. Viren, Trojaner oder andere «Malware» könnten sich auf deinem Computer einnisten. Am besten fragst du deinen Freund, ob er dir die E- Mail wirklich geschickt hat. 5. Adi hat sich unerlaubterweise Zugang zu einem fremden Netzwerk verschafft. Dies stellt eine Straftat dar. Fab hat Adi zur Weiterverbreitung gestohlener Daten aufgefordert. Auch das kann juristische Folgen haben. Ein klärendes Gespräch mit einer Aufforderung zur Wiedergutmachung dürfte das Minimum sein. Je nach Beziehung zu den beiden kann das Verhalten der beiden auch juristische Folgen haben. Der Nachbar muss sein Verhalten bezüglich Passwörtern überprüfen und in Zukunft sichere verwenden. Ausserdem müsste er genaue Informationen einholen, welche Daten ihm abhandengekommen sind. 6. Alle Personen, die auf den Bildern erkennbar sind, muss Ines um Erlaubnis bitten. Eine Gefahr kann das Hochladen von Urlaubsfotos dann darstellen, wenn sie unmittelbar hochgeladen werden und auf eine längere Abwesenheit schliessen lassen. Einbrecher könnten erfahren, dass Ines und die anderen auf dem Bild erkennbaren Personen nicht zu Hause sind. Gib nicht unbedacht zu viele Informationen preis. 7. Pauls Fehler ist offensichtlich: Er hat sein Handy seinem Bruder überlassen. Geräte, die eine solche Konzentration an persönlichen Daten aufweisen, überlässt man am besten niemandem. Mara hat wohl etwas vorschnell reagiert und sich nicht an die Netiquette gehalten. Emotionale und sehr private Äusserungen haben in sozialen Netzwerken nichts zu suchen. 8. Alice verstösst gegen «goldene Regeln» im Chat: Man soll sich nicht mit Menschen aus einem Chat treffen, schon gar nicht alleine. Ausserdem soll man misstrauisch sein, weil die anonymisierte Kommunikation im Chat Täuschungen fördert. Und wenn man den Chatpartner trotzdem treffen will, ist es klar, dass man das Gegenüber nicht anlügen sollte ... Eine Erklärung hätte vor einem Treffen abgegeben werden müssen. 9. Persönliche Informationen wie E-Mail-Adressen, insbesondere in Verbindung mit dem dazugehörigen Passwort, gehören nicht in die Öffentlichkeit und somit auch nicht auf Facebook oder ein anderes soziales Netzwerk. Jede Person, welche Ninas Meldungen ansehen kann, hat nun die Möglichkeit, sich in ihren E-Mail-Account einzuloggen. Sollten noch weitere Dienste mit dieser E-Mail-Adresse verknüpft sein, können auch diese missbraucht werden. Falls Nina ihre Meldungen nicht nur für Freunde, sondern für alle Nutzer von Facebook zugänglich gemacht hat, ist der Kreis der möglichen Drittpersonen, welche auf ihr Konto zugreifen könnten, um ein Vielfaches grösser. 10. Die E-Mail erscheint echt, weil sie auf den ersten Blick vertrauenswürdige Links enthält. Ein seriöses Finanzinstitut verlangt keine derartigen Aktionen von Kunden. Der elektronische Briefverkehr kann relativ einfach gefälscht werden (Banken und andere Finanzinstitute sind von Phishing-Attacken besonders betroffen). Bei E-Mails, die die Finanzen betreffen, gilt es generell, sehr vorsichtig zu sein und sich abzusichern, bei Unsicherheit z. B. mit einem klärenden Datenschutz Lösungen  Konkrete Situationen Datenschutz 3. Zyklus 9¦9 Telefonat. Verdächtige Links sollten auf keinen Fall angeklickt und angehängte Dateien nicht geöffnet werden. Dadurch können Viren, Trojaner oder andere «Malware» auf deinen Computer gelangen. 11. Dein Freund verbreitet Gewalt-Videos. Distanziere dich davon. Handelt es sich bei den Schülern auf dem Video um Leute aus deinem Umfeld, musst du das Gespräch mit einer Vertrauensperson suchen. Cyber-Gewalt ist keine Bagatelle! 12. Mit einem unglaublich gut klingenden Angebot will man dich dazu bringen, auf einen Link zu klicken. Solche E-Mails – die übrigens oft in schlechtem Deutsch verfasst sind, was aber nicht heisst, dass es nicht auch «fehlerfreie» Spam- Mails gibt – müssen gelöscht werden, am besten ungeöffnet, wenn man sie schon im Betreff als Spam identifiziert. Niemals unbekannte Links anklicken. Meist – aber nicht immer – passieren solche Nachrichten den Spam-Filter nicht und sie landen im Spam-Ordner. Wahrscheinlich müsstest du dich auch fragen, ob du jemandem deine E-Mail- Adresse gegeben hast, ob du auf problematischen, unseriösen Webseiten surfst und ob du dein Surf-Verhalten überdenken musst. Lösche auf jeden Fall zwischendurch die Cookies in deinem Web-Browser. 13. Sandro, Domi und Nina verletzen die Würde ihres Lehrers. Sie stellen ihn bloss, indem sie – natürlich ohne Einwilligung – Fotos von ihm ins Netz stellen. (Allfällige) Freundschaft in Ehren: Wer hier nur zuschaut, macht sich mitschuldig. Erstelle ein Bildschirmfoto und sprich mit einer Vertrauensperson über das weitere Vorgehen. Informiere deinen Lehrer. 14. Entschuldige dich in aller Form bei deinem Lehrer. Versichere ihm, dass dies ein einmaliger Ausrutscher war und nicht wieder vorkommen wird. Der Lehrer fühlt sich berechtigterweise belogen und verliert ein gewisses Mass an Vertrauen in dich. Es gilt, Prioritäten zu setzen: Man kann nicht krank sein und nicht zur Schule erscheinen, aber Zeit zum Feiern haben. 15. Wird Daves Passwort geknackt, läuft er – die sehr wahrscheinliche – Gefahr, dass alle seine Konten manipuliert werden. Er verliert die Kontrolle, nicht nur über die Konten, sondern über sämtliche Daten, die auf den betroffenen Plattformen hinterlegt wurden. Dave muss in Zukunft sichere und unterschiedliche Passwörter verwenden. 16. Mit diesem Hinweis öffnet Selim Einbrechern fast eigenhändig Tür und Tor ... Derartige Informationen öffentlich zu machen, ist fahrlässig. Sie gehören nicht ins Netz. Ansonsten weiss jedermann, dass das Haus/die Wohnung zwei Wochen lang leer steht. 17. Jemand ist in das Konto von Pauline eingedrungen (z. B. indem er das Passwort ausfindig gemacht hat) und hat ihr Passwort geändert. Tipp: Keine einfachen Passwörter wie 123456, Namen von Personen, Haustieren etc. verwenden, die sich z. B. auf dem Facebook-Profil finden können.