<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00373</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204662&amp;W10_KEY=13013567&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00373</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.12.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 17.01.2005 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Straf- und Massnahmenvollzug</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufhebung der Schutzaufsicht</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verweigerte Aufhebung einer Schutzaufsicht Beim Beschwerdeführer wurde eine Schutzaufsicht angeordnet, als er probeweise aus einer psychiatrischen Klinik (Massnahme i.S.v. Art. 43 StGB) entlassen wurde. Zulässigkeit der Beschwerde gegen die verweigerte Aufhebung der Schutzaufsicht (E. 1.1). Kognition (E. 1.2). Die Schutzaufsicht dient der Deliktsprävention. Beim Beschwerdeführer ist die Schutzaufsicht nach wie vor notwendig, da er sonst das Medikament gegen seine chronische paranoide Schizophrenie nicht mehr regelmässig einnehmen und in der Folge rückfällig würde (E. 2.1). Höheres Rückfallrisiko aufgrund der sonstigen Umstände (E. 2.2). Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG">ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEISTESKRANKHEIT">GEISTESKRANKHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKHEITSEINSICHT">KRANKHEITSEINSICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROBEWEISE ENTLASSUNG">PROBEWEISE ENTLASSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKFALLGEFAHR">RÃCKFALLGEFAHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZAUFSICHT">SCHUTZAUFSICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STATIONÃRE MASSNAHME">STATIONÃRE MASSNAHME</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 43 Ziff. 4 StGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 47 StGB</span><br/><span class="gerade">§ 43 Abs. 1 lit. g VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A wurde 1981 im Rahmen einer stationÃ¤ren Massnahme in eine psychiat­rische Klinik eingewiesen. 1996 lehnte das Amt fÃ¼r Straf- und Massnahmenvollzug seine probeweise Entlassung ab. Das Obergericht hob diese VerfÃ¼gung 1997 auf und entliess A probeweise aus der Klinik. Gleichzeitig ordnete es eine Schutzaufsicht an. Am 25. Januar 2004 ersuchte A um die Aufhebung der Schutzaufsicht. Das Amt fÃ¼r Justizvollzug des Kantons ZÃ¼rich wies das Gesuch am 20. April 2004 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Direktion der Justiz und des Innern wies einen dagegen erhobenen Rekurs am 6. September 2004 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 15. September 2004 verlangte A beim Verwaltungsgericht die Aufhebung der Schutzaufsicht und damit sinngemÃ¤ss des angefochtenen Rekursentscheids. Die Direktion der Justiz und des Innern beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 12. Oktober 2004 die Abweisung der Beschwerde. Das Justizvollzugsamt verzichtete in seiner Beschwerdeantwort vom 20. Oktober 2004 darauf, einen Antrag zu stellen; indessen verwies es auf einen Therapiebericht vom 8. Oktober 2004. Vernehmlassung und Beschwerdeantwort wurden dem BeschwerdefÃ¼hrer am 22. Oktober 2004 zugestellt. Hierauf Ã¤usserte sich der BeschwerdefÃ¼hrer mit Schreiben vom 25. Oktober 2004 erneut.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Der Einzelrichter</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>GemÃ¤ss §§ 43 Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 1 lit. g des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) ist in Strafvollzugssachen die Beschwerde ans Verwaltungsgericht nur dann gegeben, wenn die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht offen steht. â Ist der Grund fÃ¼r eine aufgrund einer psychischen StÃ¶rung angeordnete Massnahme nicht vollstÃ¤ndig weggefallen, kann die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde die probeweise Entlassung anordnen (Art. 43 Ziff. 4 Abs. 2 des Strafgesetzbuches, StGB). Ordnet die BehÃ¶rde dabei gleichzeitig eine Schutzaufsicht an, unterliegt der letztinstanzliche kantonale Entscheid der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht (BGE 118 IV 218). Dasselbe gilt fÃ¼r die Weigerung der BehÃ¶rde, die Schutzaufsicht aufzuheben (vgl. BGE 122 IV 8 E. 1a): Die vorliegend zu beurteilende VerfÃ¼gung stÃ¼tzt sich auf Bundesverwaltungsrecht (Art. 43 Ziff. 4 Abs. 2 Satz 3 StGB) und fÃ¤llt nicht unter den Ausnahmekatalog von Art. 99-101 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 (OG). Das Verwaltungsgericht ist damit aufgrund von § 43 Abs. 2 VRG und Art. 98a Abs. 1 OG zur Behandlung der vorliegenden Sache zustÃ¤ndig. Die Beschwerde ist dabei vom Einzelrichter zu behandeln (§ 38 Abs. 2 lit. b VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>GemÃ¤ss Art. 43 Ziff. 4 Abs. 2 Satz 2 StGB "kann" die BehÃ¶rde den probeweise Entlassenen unter Schutzaufsicht stellen. Sie verfÃ¼gt bei diesem Entscheid Ã¼ber Ermessen (vgl. BGE 102 Ib 35 E. 2 S. 37). â Die BehÃ¶rde hebt die Schutzaufsicht auf, wenn diese "nicht mehr nÃ¶tig ist" (Art. 43 Ziff. 4 Abs. 2 Satz 3 StGB). Beim AbschÃ¤tzen der Notwendigkeit der Schutzaufsicht verfÃ¼gt die BehÃ¶rde Ã¼ber ein gewisses Ermessen, das vom Verwaltungsgericht nur auf Ermessensfehler (Ermessensmissbrauch, -Ã¼berschreitung und -un­ter­schreitung) Ã¼berprÃ¼ft werden kann (§ 50 Abs. 2 lit. c VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, die Schutzaufsicht sei unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Der Vollzug der Schutzaufsicht obliegt dem Beschwerdegegner (§ 5 lit. b der Justizvollzugsverordnung vom 24. Oktober 2001, JVV, LS 331.1). Er bezeichnet dafÃ¼r einen Betreuer (vgl. Andrea Baechtold, Basler Kommentar, Art. 47 StGB N. 11 f.). Dieser soll dem Betroffenen "zu einem ehrlichen Fortkommen zu verhelfen" (Art. 47 Abs. 1 StGB), mithin die RÃ¼ckfallgefahr vermindern (BGE 118 IV 218, 220). Um dieses Ziel zu erreichen, steht der Betreuer dem Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite (Art. 47 Abs. 1 StGB). Dabei muss die Betreuungsperson versuchen, eine tragfÃ¤hige persÃ¶nliche Beziehung zum Betroffenen aufzubauen (GÃ¼nter Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil II, Bern 1989, § 4 N. 83). Neigt der Betroffene wegen seines geistigen Zustands zu RÃ¼ckfÃ¤llen, hat die Betreuungsperson darauf zu achten, dass dieser in einer geeigneten Umgebung untergebracht ist und wenn nÃ¶tig Ã¤rztlich betreut wird (Art. 47 Abs. 3 StGB). Daneben hat der Betreuer den Betroffenen auch "unauffÃ¤llig" zu beaufsichtigen (Art. 47 Abs. 2 StGB). Die Schutzaufsicht ist aufzuheben, wenn sie nicht mehr notwendig ist (Art. 43 Ziff. 4 Abs. 2 Satz 3 StGB), der Betroffene also auch ohne weitere Ãberwachung nicht mehr als rÃ¼ckfallgefÃ¤hrdet erscheint (JÃ¶rg Rehberg, Strafrecht II, 7. A., ZÃ¼rich 2001, S. 146 f.).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer leidet an einer chronischen paranoiden Schizophrenie. Wenn er das verordnete Neuroleptikum nicht regelmÃ¤ssig einnimmt, erhÃ¶ht sich die RÃ¼ckfallgefahr. Das zeigte sich besonders deutlich wÃ¤hrend seiner Hospitalisation in der Klinik W. Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer eine regelmÃ¤ssige Medikamenteneinnahme strikt abgelehnt hatte, schlug er einen Assistenzarzt, weshalb er auf eine andere Abteilung verlegt werden musste. In der Folge geriet er in einen Zustand heftiger Erregung, in dem er eine Fensterscheibe zertrÃ¼mmerte und drei herbeigeeilte Pfleger verletzte. Zwei Pfleger waren in der Folge wÃ¤hrend mehrerer Wochen arbeitsunfÃ¤hig; einem davon hatte der BeschwerdefÃ¼hrer einen Kanalisationsdeckel auf die Brust fallen lassen. Damit ist von entscheidender Bedeutung, dass der BeschwerdefÃ¼hrer das verordnete Anti-Psychotikum regelmÃ¤ssig nimmt. Der BeschwerdefÃ¼hrer bekundete in der Vergangenheit allerdings phasenweise MÃ¼he mit der Einnahme. Dies hÃ¤ngt offenbar zum Teil damit zusammen, dass es sich beim verordneten Neuroleptikum um ein Ã¤lteres PrÃ¤parat handelt, das mit Nebenwirkungen verbunden ist. WÃ¼rde der BeschwerdefÃ¼hrer der Umstellung auf ein moderneres PrÃ¤parat zustimmen, wÃ¼rde dies die Nebenwirkungen verringern. Da diese Zustimmung jedoch noch nicht vorliegt, muss angesichts der Nebenwirkungen auf eine regelmÃ¤ssige Einnahme des Medikaments besonders geachtet werden. Dies wird zurzeit dadurch sichergestellt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer das Medikament unter Aufsicht einnimmt. FÃ¼r die Aufsicht sind die Mitarbeiter des Wohnheims zustÃ¤ndig, in dem sich der BeschwerdefÃ¼hrer zurzeit aufhÃ¤lt. Der BeschwerdefÃ¼hrer befindet sich freiwillig in diesem Wohnheim, also nicht im Rahmen eines fÃ¼rsorgerischen Freiheitsentzuges. Sollte der BeschwerdefÃ¼hrer den Wunsch verspÃ¼ren, die Medikamenteneinnahme zu verweigern oder gar das Wohnheim zu verlassen, kann ihm die Betreuungsperson im Rahmen der Schutzaufsicht von solchen Schritten abraten (vgl. Art. 47 Abs. 3 StGB). Der Vormund des BeschwerdefÃ¼hrers verfÃ¼gt zwar Ã¼ber Ã¤hnliche MÃ¶glichkeiten. Der Zweck der Vormundschaft ist allerdings eher allgemeiner Natur, wÃ¤hrend bei der Schutzaufsicht die DeliktsprÃ¤vention klar im Vordergrund steht. Deshalb kann die (allgemeinere) Vormundschaft die (speziellere) Schutzaufsicht nur ergÃ¤nzen, nicht aber ersetzen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht seit einem Jahr eine ambulante GesprÃ¤chstherapie im Psychiatrischen Zentrum X. In der Therapie gelang es ihm zunehmend, die konflikthaft besetzte Lebensgeschichte im Hinblick auf aktuelle und zukÃ¼nftige Konflikte und Entwicklungen zu reflektieren. Dabei findet ansatzweise auch eine Deliktsbearbeitung statt. Der BeschwerdefÃ¼hrer konnte soziale Fertigkeiten entwickeln und seine KonfliktfÃ¤higkeit verbessern. Zudem arbeitet er seit September dieses Jahres ganztÃ¤gig in einer betreuten WerkstÃ¤tte in Y. Diese Faktoren vermindern zweifellos das Risiko eines RÃ¼ckfalls. Auf der anderen Seite bestehen keine Anzeichen dafÃ¼r, dass der BeschwerdefÃ¼hrer neuerdings Einsicht in seine Krankheit zeigen wÃ¼rde. Angesichts des Schweregrades und der Chronifizierung der Schizophrenie, unter der der BeschwerdefÃ¼hrer leidet, dÃ¼rfte die mangelnde Krankheitseinsicht das RÃ¼ckfallrisiko erhÃ¶hen. Mit dem Zusammenwirken von gesprÃ¤chstherapeutischer und medikamentÃ¶ser Behandlung kÃ¶nnte es dem BeschwerdefÃ¼hrer in Zukunft gelingen, eine gewisse Krankheitseinsicht zu erlangen. Die Schutzaufsicht ist ein sinnvolles Mittel, fÃ¼r den weiteren Verlauf der Therapie ein geeignetes und zuverlÃ¤ssiges Behandlungssetting sicherzustellen. Wenn die Rahmenbedingungen fÃ¼r die Therapie nicht mehr vorhanden sind, verschlechtert sich demgegenÃ¼ber die Legalprognose.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach dem Gesagten wÃ¤re mit der Aufhebung der Schutzaufsicht die FortfÃ¼hrung der medikamentÃ¶sen Behandlung nicht mehr gewÃ¤hrleistet. Dies wiederum hÃ¤tte zur Folge, dass sich die Symptomatik der Schizophrenie massiv verschlechtern wÃ¼rde, womit der BeschwerdefÃ¼hrer wieder in eine geschlossene Abteilung eingewiesen werden mÃ¼sste. Die ambulante Therapie bedeutet im Vergleich zu einer Zwangseinweisung oder gar einer Zwangsmedikation einen deutlich geringeren Eingriff in die persÃ¶nliche Freiheit des BeschwerdefÃ¼hrers. Die Schutzaufsicht stellt einen notwendigen Beitrag zum Gelingen der ambulanten Therapie dar. Eine mildere Massnahme, die dem BeschwerdefÃ¼hrer in ebenso geeigneter Weise helfen und das Risiko eines RÃ¼ckfalls bekÃ¤mpfen wÃ¼rde, ist zurzeit nicht ersichtlich. Der Beschwerdegegner hat demnach sein Ermessen nicht in rechtsfehlerhafter Weise ausgeÃ¼bt, als er es ablehnte, die Schutzaufsicht aufzuheben.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Die Kosten sind dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§§ 70 in Verbindung mit 13 Abs. 2 Satz 1 VRG).</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>der Einzelrichter</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>