<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2C_30/2007 /ble </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 6. März 2007 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Merkli, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Wurzburger, Karlen, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Amt für Migration des Kantons Luzern, Rückführung, Fruttstrasse 15, 6002 Luzern, </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, </div> <div class="para">Obergrundstrasse 46, 6002 Luzern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Ausschaffungshaft gemäss <span class="artref">Art. 13b ANAG</span>, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 1. Februar 2007. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">X.________, geb. 1968, Staatsangehöriger von Mali, reiste Ende 2001 als Asylbewerber in die Schweiz ein. Das Bundesamt für Flüchtlinge (heute: Bundesamt für Migration) lehnte das Asylgesuch am 12. März 2003 ab und wies X.________ aus der Schweiz weg; die Schweizerische Asylrekurskommission wies die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde am 6. Mai 2003 ab. Das Amt für Migration des Kantons Luzern nahm X.________ am 31. Januar 2007 für die Dauer von drei Monaten in Ausschaffungshaft. Mit Urteil vom 1. Februar 2007 bestätigte das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern die Ausschaffungshaft bis zum 29. April 2007, wobei es ein Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung abwies. </div> <div class="para">Mit Schreiben in französischer Sprache vom 10. Februar 2007 gelangte X.________ an das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern "pour faire appelle au jugement rendu le 31,01/07 à mon égard". Das Verwaltungsgericht hat die Eingabe vom 10. Februar 2007 mitsamt seinem Urteil vom 1. Februar 2007 sowie Kopien der Verfügung und des Befragungsprotokolls des kantonalen Amtes für Migration, je vom 31. Januar 2007, dem Bundesgericht übermittelt. Das Bundesgericht hat die amtlichen Akten eingeholt. Ein Schriftenwechsel ist nicht angeordnet worden. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Das angefochtene Urteil erging am 1. Februar 2007, nach dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110, AS 2006 1205 ff.); die Eingabe vom 10. Februar 2007 ist somit als Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten entgegenzunehmen und zu erledigen (vgl. <span class="artref">Art. 132 Abs. 1 BGG</span>). Das Urteil ergeht gestützt auf <span class="artref">Art. 109 Abs. 1 lit. a BGG</span> im vereinfachten Verfahren. </div> <div class="para">2.2 Die gegen den Beschwerdeführer angeordnete Ausschaffungshaft dient der Sicherstellung des Vollzugs von dessen im vorliegenden Verfahren nicht mehr überprüfbaren asylrechtlichen Wegweisung und mithin einem vom Gesetz vorgesehenen Zweck (<span class="artref">Art. 13b Abs. 1 ANAG</span>). Nach den für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen des Verwaltungsgerichts (vgl. Art. 105 Abs. 1 bzw. Art. 105 Abs. 2 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>) ist der Beschwerdeführer verschiedentlich untergetaucht, hat er sich wiederholt strafbar gemacht und sich seit seiner Einreise in die Schweiz trotz wiederholter Aufforderung und Ermahnung zur Mitwirkung in keiner Weise um die Beschaffung von gültigen Identitätspapieren bemüht; zudem gab er stets zu verstehen, dass er - trotz rechtskräftigen Abschlusses des Asylverfahrens - nicht gewillt sei, in seine Heimat zurückzukehren. Damit aber hat er, wie das Verwaltungsgericht zutreffend darlegt (E. 4 des angefochtenen Urteils), den Haftgrund der Untertauchensgefahr (<span class="artref">Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG</span>, ebenso Art. 13b Abs. 1 lit. cbis ANAG in der auf den 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Fassung gemäss Asylgesetz vom 16. Dezember 2005 [s. AS 2006 S. 4767]) klar erfüllt. Durch Missachtung der Verfügung vom 3. Februar 2006, womit ihm das Verlassen des ihm zugewiesenen Gebiets des Amtes Willisau untersagt worden war, hat er zudem den Haftgrund von Art. 13a lit. b in Verbindung mit <span class="artref">Art. 13b Abs. 1 lit. b ANAG</span> erfüllt (E. 2 des angefochtenen Urteils). Auch die weiteren Haftvoraussetzungen (insbesondere <span class="artref">Art. 13c Abs. 5 lit. a, <artref id="CH/142.20/13^c/3" type="start"></artref>Art. 13c Abs. 3 und <artref id="CH/142.20/13^d/2" type="start"></artref>Art. 13d Abs. 2 ANAG</span><artref id="CH/142.20/13^c/3" type="end"></artref><artref id="CH/142.20/13^c/5/a" type="end"></artref>) sind erfüllt; es kann diesbezüglich auf E. 6 bis 8 des angefochtenen Urteils verwiesen werden (vgl. <span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span>). Schliesslich beklagt sich der Beschwerdeführer zu Unrecht darüber, dass ihm im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht kein unentgeltlicher Rechtsanwalt beigegeben worden ist. Hierzu ist auf E. 9 des angefochtenen Urteils bzw. auf <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=46&amp;from_date=06.03.2007&amp;to_date=25.03.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-I-275%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page275">BGE 122 I 275</a> E. 3b S. 276 f. zu verweisen. </div> <div class="para">2.3 Die offensichtlich unbegründete Beschwerde ist abzuweisen. Diesem Verfahrensausgang entsprechend würde der Beschwerdeführer kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG</span>); es rechtfertigt sich indessen, keine Kosten zu erheben (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG</span>). </div> <div class="para">2.4 Das Amt für Migration des Kantons Luzern wird ersucht, dafür besorgt zu sein, dass das vorliegende Urteil dem Beschwerdeführer korrekt eröffnet und nötigenfalls verständlich gemacht wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht </div> <div class="para">im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Amt für Migration und dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern sowie dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 6. März 2007 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>