<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">1C_556/2011 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 22. Dezember 2011 </div> <div class="para">I. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Aemisegger, Einzelrichter, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Härri. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung, Bundesrain 20, 3003 Bern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Auslieferung an Deutschland, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid vom 30. November 2011 des Bundesstrafgerichts, II. Beschwerdekammer. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Am 8. Juli 2011 bewilligte das Bundesamt für Justiz (im Folgenden: Bundesamt) die Auslieferung des deutschen Staatsangehörigen X.________ an Deutschland für bestimmte einem deutschen Urteil und Haftbefehl zugrunde liegende Straftaten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die dagegen von X.________ erhobene Beschwerde wies das Bundesstrafgericht (II. Beschwerdekammer) am 30. November 2011 ab. Es beurteilte die Beschwerde in allen Punkten als offensichtlich aussichtslos (angefochtener Entscheid S. 8 E. 9.3). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Am 8. Dezember 2011 sandte X.________ dem Bundesamt zwei Schreiben. Darin erhob er Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesstrafgerichts. Gleichzeitig ersuchte er um eine Fristverlängerung von mindestens 14 Werktagen, um die Beschwerde "formal juristisch schriftlich korrekt und begründet" einreichen zu können. Weiter führte er aus, er habe den bundesstrafgerichtlichen Entscheid am 8. Dezember 2011 erhalten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Am 12. Dezember 2011 übermittelte das Bundesamt die beiden Schreiben von X.________ zuständigkeitshalber dem Bundesgericht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mir Schreiben vom 12. Dezember 2011 teilte das Bundesgericht X.________ mit, gegen einen Auslieferungsentscheid des Bundesstrafgerichts könne unter den Voraussetzungen von <span class="artref">Art. 84 BGG</span> beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden. Die Beschwerdefrist betrage 10 Tage (<span class="artref">Art. 100 Abs. 2 lit. b BGG</span>). Diese Frist könne nicht erstreckt werden (<span class="artref">Art. 47 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Da der Beschwerdeführer den angefochtenen Entscheid nach seinen Angaben am 8. Dezember 2011 erhalten hat, fiel der letzte Tag der Beschwerdefrist auf den 18. Dezember 2011. Dabei handelte es sich um einen Sonntag. Die Frist lief daher am Montag, 19. Dezember 2011, ab (<span class="artref">Art. 45 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer hat dem Bundesgericht keine neue Eingabe zukommen lassen. Die Schreiben vom 8. Dezember 2011 genügen den Anforderungen an die Begründung der Beschwerde nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> offensichtlich nicht. Der Beschwerdeführer legt darin insbesondere nicht dar, weshalb ein besonders bedeutender Fall nach <span class="artref">Art. 84 BGG</span> gegeben sein soll, was auch in keiner Weise ersichtlich ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird daher in Anwendung von <span class="artref">Art. 108 BGG</span> mit einzelrichterlichem Entscheid nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Unter den gegebenen Umständen - der Beschwerdeführer befindet sich seit über 9 Monaten in Haft - rechtfertigt es sich, auf die Erhebung von Kosten zu verzichten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt der Einzelrichter: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Bundesamt für Justiz und dem Bundesstrafgericht, II. Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 22. Dezember 2011 </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Einzelrichter: Aemisegger </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Härri </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>