Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 18. Dezember 2015 (720 15 170) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Gutheissung der Beschwerde; Die Beschwerdeführerin hat weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung. Es liegt kei n Revisionsgrund gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG vor; Werden die beiden Sachverhalte, welche im 2000 zur Berentung und im Jahr 2015 zur Aufhebung der Rente geführt ha ben, verglichen, so erweist sich, dass sich weder der Gesundheitszustand der Beschwer deführerin noch ihr Status noch ihre Einschränkung im Haushalt seit der ursprünglic hen Rentenzusprache massgeblich verändert hat. Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Markus Mattle, Kantons- richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin i.V. Olivia Reber Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durc h Erich Züblin, Advokat, Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A.1 Die 1956 geborene A.____ meldete sich am 28. Apri l 1999 unter Hinweis auf Schmer- zen in den Händen, im Rücken, in den Beinen, am Kopf sowie am Arm bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. N achdem die IV-Stelle des Kantons Basel-Landschaft (IV-Stelle) die gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse abgeklärt hat- te, ermittelte sie anhand der spezifischen Methode des Be tätigungsvergleichs einen Invalidi- tätsgrad von 50%. Gestützt auf dieses Ergebnis und nach Du rchführung des Vorbescheidver- fahrens sprach sie A.____ mit Verfügung vom 17. Novemb er 2000 ab 1. April 1998 eine halbe Rente zu. Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft. A.2 Im Anschluss an eine von Amtes wegen eingeleitete R entenrevision teilte die IV-Stelle A.____ am 15. November 2005 mit, dass sie weiterhin Ans pruch auf die bisherige halbe Rente habe. A.3 Am 31. Oktober 2012 leitete die IV-Stelle eine w eitere Rentenrevision von Amtes we- gen ein. Gestützt auf ihre Abklärungen gelangte die IV-Stelle zur Auffassung, dass sich der Ge- sundheitszustand von A.____ mittlerweile verbessert habe . Ausserdem hätten sich die tatsäch- lichen Verhältnisse sowie die Arbeitsunfähigkeit im Hau shalt verändert. Zudem komme für die Bemessung des Invaliditätsgrades neu die gemischte Meth ode (mit den Anteilen 35% Erwerb und 65% Haushalt) zur Anwendung. Daraus ergebe sich e in Invaliditätsgrad von nunmehr 0%. In der Folge hob die IV-Stelle die laufende halbe Rente von A.____ mit Verfügung vom 13. April 2015 auf das Ende des der Zustellung folgenden Monats auf. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Er ich Züblin, am 12. Mai 2015 Be- schwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie bean- tragte, in Gutheissung der Beschwerde sei die Verfügun g vom 13. April 2015 aufzuheben und es sei ihr weiterhin eine halbe Rente bei einem Invaliditätsgrad von 50% auszurichten; unter o/e Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass sich weder der Haushalt an und für sich noch die Arbeitsunfähigkeit im Hausha lt noch der gesundheitliche Zustand mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dauernd und erheblich verändert hätten. Gestützt auf die medizinischen Berichte, die Haushaltsabklärungen und di e gutachterlichen Beurteilungen liege kein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 des Bundesgesetze s über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 vor. C. In ihrer Vernehmlassung vom 29. Juni 2015 schloss die I V-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. D. Am 10. Juli 2015 reichte die Beschwerdeführerin, vert reten durch Advokat Züblin, eine Stellungnahme betreffend das Urteil des Bundesgerichts vo m 3. Juni 2015, 9C_492/2014, BGE 141 V 281, sowie eine Replik ein. Am 14. September 2015 nahm die Beschwerdegegnerin Stellung zur neuen bundesgerichtlichen Rechtsprechung und reichte ihre Duplik ein. Beide Par- teien hielten an ihren eingangs gestellten Anträgen fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über d ie Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zustän- dig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhob ene Beschwerde vom 12. Mai 2015 ist ein- zutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Be schwerdeführerin. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochten en Verfügung vom 13. April 2015 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungs gemäss die zeitliche Grenze der richter- lichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich m indestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kan n im IV-Bereich Folge von Geburtsge- brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG) . Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psych ischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleib ende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allg emeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorlieg ens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträc htigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 3.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychi schen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Dia gnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1. 2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzuge ltenden psychischen Leiden belas- tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umstän den kein Krankheitswert zu- kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Zu den psych ischen Gesundheitsschäden gehören somit neben den eigentlichen Geisteskrankheiten auch seelisch e Abwegigkeiten mit Krank- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht heitswert. Nicht als Auswirkungen einer krankhaften seelisc hen Verfassung und damit invali- denversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Beein trächtigungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen gute n Willens, Arbeit in ausreichendem Masse zu verrichten, zu vermeiden vermöchte, wobei das Mass des Forderbaren weitgehend objektiv bestimmt werden muss (BGE 131 V 50 f. E. 1.2, 130 V 353 E. 2.2.1; je mit Hinweisen). 4.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person A nspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Vi ertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG an- wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invalid itätsgrad aufgrund eines Einkommensver- gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, da s die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der med izinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden w äre (Valideneinkommen). Der Einkom- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol gen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditä tsgrad bestimmen (allgemeine Me- thode des Einkommensvergleichs; BGE 104 V 136 E. 2a und b). 4.3 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgab enbereich (z.B. Haushalt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht z ugemutet werden kann, wird für die Be- messung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG d arauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen ( Betätigungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). 4.4 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird f ür diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbe reich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbs- tätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen un d der Invaliditätsgrad in beiden Berei- chen zu bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG). Ist bei diesen Versicherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt de r Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung aus- schliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu beme ssen (Art. 27 bis der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961). 5.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten f ür die Zukunft zu erhöhen, herab- zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesen tliche Änderung in den tatsächlichen Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad u nd damit den Rentenanspruch zu beein- flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine we sentliche Änderung des Gesundheitszu- standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente unter anderem revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen in Bezug auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen; vgl. auch: BGE 117 V 199 E. 3b mit weiteren Hinweisen; RUDOLF RÜEDI , Die Verfügungsanpassung als verfahrensrechtliche Grund- figur namentlich von Invalidenrentenrevisionen, in: Schaf fhauser/Schlauri [Hrsg.], Die Revision von Dauerleistungen in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 16 f.). 5.2 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer ansp ruchserheblichen Änderung des In- validitätsgrades bildet dabei die letzte (der versichert en Person eröffnete) rechtskräftige Verfü- gung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rente nanspruchs mit rechtskonformer Sach- verhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eine s Einkommensvergleichs (bei An- haltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen A uswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3). Vorliegend sprach die IV- Stelle der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 17. November 2000 rückwirkend ab 1. April 1998 gestützt auf einen IV-Grad von 50% eine halbe Re nte zu. Im Oktober 2012 leitete die IV- Stelle von Amtes wegen ein Rentenrevisionsverfahren ein und liess die Beschwerdeführerin bidisziplinär (rheumatologisch und psychiatrisch) begutachte n. Zudem führte sie bei der Be- schwerdeführerin eine Abklärung im Haushalt durch. Dabei stellte sie veränderte Verhältnisse fest. Nach Durchführung des Einkommensvergleichs stellte d ie IV-Stelle mit Verfügung vom 13. April 2015 die bisher ausgerichtete halbe Rente aufgrund eines rentenausschliessenden IV- Grades von nunmehr noch 0% ein. Somit beurteilt sich die Frage, ob bis zum Erlass der ange- fochtenen Verfügung vom 13. April 2015 allenfalls eine Änderung in den tatsächlichen Verhält- nissen eingetreten ist, die eine revisionsweise Aufhebung resp. Herabsetzung der bis anhin ausgerichteten halben Rente rechtfertigt, durch Vergl eich mit dem Sachverhalt, wie er im Zeit- punkt der ursprünglichen (auf einer vollständigen mater iellen Anspruchsprüfung beruhenden) Rentenverfügung vom 17. November 2000 bestanden hat. 6. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus- mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlich en Beeinträchtigungen arbeitsfähig ist. 6.1 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die d urch eine Beeinträchtigung der körperli- chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, vo lle oder teilweise Unfähigkeit, im bis- herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt im Wesentlichen mit dem Begriff der Arbeitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hinweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene dies- bezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heu- te: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] bleib t folglich weitestgehend anwendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beurtei- lung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit einer versicher ten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Geri cht – auf Unterlagen angewiesen, die vor- ab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind . Deren Aufgabe ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähi g ist (vgl. BGE 132 V 99 f. mit weiteren Hinweisen). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stell ungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frag e kommenden Arbeitsmarkt zumutba- rerweise noch verrichtet werden können (vgl. ULRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: René Schaffhauser/Franz Sch lauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Inva- lidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 6.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 6.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspre chung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). Laut diesen Richtlinien ist den im Rahmen des Verwal- tungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialä rztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie n ach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 6.5 Im Urteil vom 29. August 2011 (9C_418/2010) hat das Bundesgericht ergänzend zusätz- liche Besonderheiten festgehalten, die es in Revisionsf ällen (im Sinne des Art. 17 ATSG) bei Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Erhebung und Würdigung des medizinischen Sachverhalte s zu beachten gilt. Demnach bildet Gegenstand des Beweises das Vorhandensein einer en tscheidungserheblichen Differenz in den – den medizinischen Gutachten zu entnehmenden – Tatsachen, da die Feststellung ei- ner revisionsbegründenden Veränderung durch eine Gegen überstellung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes erfolgt (vgl. E. 5.1 f. hi ervor). Die Feststellung des aktuellen ge- sundheitlichen Befunds und dessen funktionelle Auswirkungen ist zwar Ausgangspunkt der Be- urteilung; sie erfolgt aber nicht unabhängig, sondern wird nur entscheidungserheblich, soweit sie tatsächlich einen Unterschied auf der Seinsebene zum früheren Zustand wiedergibt. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachten s hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema – erhebli che Änderung(en) des Sachver- halts – bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollstän digen, nachvollziehbaren und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erst malige Beurteilung der Rentenberechti- gung beweisend wäre (vgl. dazu BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a), mangelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abwei- chende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vo rbehalten bleiben Sachlagen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältn isse sich verändert haben (Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.2). 7. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialve rsicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben IV- Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklä- rung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lan- ge, bis über die für die Beurteilung des streitigen An spruchs erforderlichen Tatsachen hinrei- chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 8.1 In der ursprünglichen Verfügung vom 17. November 2000, mit der der Beschwerdeführe- rin ab 1. April 1998 eine halbe Rente zugesprochen w urde, stützte sich die IV-Stelle bei der Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähi gkeit der Versicherten insbesondere auf den Bericht von Dr. med. B.____, FMH Allgemeine Innere Medizin. Diese diagnostizierte am 16. Juni 1999 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit e in chronisches Schmerzsyndrom am ehesten vereinbar mit einer Fibromyalgie, Flexionskont rakturen Dig. V bds., eine unklare Schwäche der Hände bds. mit Atrophie der Mm. Interossei, feinschlägiger Tremor beider Hände (DD: Ulnarisneuropathie) sowie eine depressive Entwicklun g, sozialen Rückzug und eine Ent- wurzelungsproblematik. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielt Dr. B.____ einen schlecht sanierten Zahnstatus fest. Dr. B._ ___ führte aus, dass die Einschrän- kung der Arbeitsfähigkeit als Hausfrau 25% (bis 50%) betrage und seit längerer Zeit bestehe, mindestens seit einem Jahr. Die Versicherte habe seit e twa drei bis vier Jahren multiple Ge- lenkschmerzen, auch Rückenschmerzen. Sie habe keine Kraft in den Händen, lasse plötzlich Gegenstände fallen. Sie gebe an, seit bald acht Jahre n kaum mehr ausser Haus gegangen zu sein. Sie habe eine depressive Grundstimmung. In erster Linie scheine ihr die depressive Ent- wicklung mit sozialem Rückzug und fehlenden Sozialkontakten , welche ihres Erachtens auf Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht einer Entwurzelungsproblematik beruhe, therapiebedürf tig, wobei jedoch unbedingt eine italie- nisch sprechende Therapeutin gesucht werden sollte. 8.2 Für die Beurteilung der Statusfrage und der Ein schränkung im Haushalt stützte sich die IV-Stelle auf den Haushaltsabklärungsbericht vom 2. Se ptember 1999. Darin hielt Frau C.____ unter anderem fest, dass die gründliche Reinigung der Küche mit Hilfe des Ehemannes oder der Tochter nach Bedarf erfolge. Das Staubsaugen werde vom Ehemann oder von der Kindern ausgeführt. Schwerere Reinigungsarbeiten, Betten neu überziehen, Fens- ter putzen könne die Versicherte (wenn überhaupt) nur mit Hilfe ausführen. Der Grosseinkauf werde seit Jahren vom Ehemann ausgeführt, für Kleinein käufe schicke sie die Kinder. Sie ma- che höchstens kleine Spaziergänge in Begleitung der 11-j ährigen Tochter. Der Wäschekorb werde von den Kindern oder vom Ehemann getragen. Die grossen Wäschestücke würden von der Tochter aufgehängt. Durch den Erschöpfungszustand un d die gesundheitlichen Beschwer- den könne die Versicherte die Betreuung der Kinder nur noch eingeschränkt wahrnehmen. Die 11-jährige Tochter habe die Stelle der Mutter überno mmen. Der 15-jährige Sohn sei schon recht selbständig. Gesamthaft liege im Haushalt eine Einschränkung von 50% vor. 9.1 Im Rahmen der im Oktober 2012 eingeleiteten Rent enrevision, in welcher die laufende halbe IV-Rente aufgehoben wurde, beauftragte die IV -Stelle Dr. med. D.____, FMH Physikali- sche Medizin und Rehabilitation sowie Rheumatologie, mi t einer rheumatologischen und Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, mit einer psychiatrischen Begutachtung der Beschwerdeführerin. Des Weiteren führte die IV-Stelle eine Abklärung im Haushalt durch. 9.1.1 Am 12. März 2014 diagnostizierte Dr. D.____ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Kamptodaktylie der Kleinfinger beidseits mit zuneh mender Klinodaktylie, eine beginnende Heberden-Arthrose, vor allem am Zeige- und Mittelfin ger rechte Seite mit radialseitiger Deviati- on sowie multiple belastungsabhängige Schmerzen an den peripheren Gelenken und vor allem an beiden Kniegelenken. Als Diagnosen ohne Auswirkung a uf die Arbeitsfähigkeit stellte Dr. D.____ eine ausgeprägte generalisierte Fibromyalg ie vom reaktiven Typ, am ehesten mit psychosozialem Hintergrund sowie rezidivierende Ödeme beider Unterschenkel und Füsse (sta- tisch bedingt, eventuell auch lymphogen) fest. Unter de m Abschnitt „Stellungnahme zu allfällig divergierenden Diagnosen anderer Ärzte / Institutionen“ hielt Dr. D.____ fest, dass bereits Dr. B.____ in ihren Arztberichten, vor allem am 17. A ugust 1999, auf die Diagnose einer Fibro- myalgie hingewiesen habe. Diese Form von Weichteilrheu matismus sei heute ebenfalls in et- was gravierenderer Form vorhanden. Möglicherweise handle es sich um eine reaktive Fibromy- algie mit psychosozialem Hintergrund. Die Atrophie der Musculi interossei sei von Frau Dr. B.____ beschrieben worden. Die Flexionskontrakturen, welche aufgrund des heutigen klini- schen Bildes eher als klassische Kamptodaktylie mit zunehmende r Klinodaktylie zu bezeichnen seien, seien ein Zeichen der funktionellen manuellen V erschlechterung. Die Klinodaktylie sei zurzeit soweit ausgebildet, dass der Kleinfinger praktisch u nter dem Ring- und Mittelfinger vo- larseitig liege. Dr. D.____ führte in seinem rheumato logischen Teilgutachten weiter aus, dass gesamthaft gesagt werden könne, dass die Beschwerdeführe rin aus somatischer Sicht keine Verbesserung erfahren habe und die eingeschränkte manuel le Belastbarkeit nach wie vor seit zehn Jahren bestehe, mit Zunahme in den letzten acht Jahren. Ausserdem hielt Dr. D.____ fest, Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht bei einer erneuten Abklärung im Haushalt würde man wa hrscheinlich mindestens auf das glei- che Resultat wie 1999 kommen. In Bezug auf die Arbeit sfähigkeit führte der Gutachter aus, dass die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Täti gkeit weiterhin eingeschränkt sei. Da- bei schätze er die Leistungsminderung je nach Arbeitsqua lität zwischen 40% und 50% ein. Als Verweistätigkeit käme lediglich eine einfache unkomplizierte Tätigkeit in Frage unter Vermeiden von Arbeiten im Sinne von Feinmotorik, Vermeiden von repetitivem Bücken, Hektik oder Stress, auch bei solch leichter bis knapp mittelschwerer Frauen arbeit dürfte eine 50-60%ige Arbeitsfä- higkeit konstatiert werden. 9.1.2 In seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 23. Deze mber 2013 diagnostizierte Dr. E.____ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Ag oraphobie ohne Panikstörung (ICD-10 F40.00). Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeit sfähigkeit stellte er akzentuierte (ab- hängige) Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) fest. In se iner Beurteilung führte Dr. E.____ aus, im Vergleich mit den Berichten von Dr. B.____ und Frau C.____ (Abklärung Haushalt) vom Jah- re 1999 sei es bis heute zu einer deutlichen Verbesseru ng gekommen. Insbesondere sei die Versicherte heute offenbar in der Lage, kleinere Einkäu fe alleine zu erledigen. Sie beklage sich aktuell auch nicht mehr über Schluckbeschwerden, welche da mals wohl als Ausdruck der Angstsymptomatik zu betrachten gewesen seien. Aktuell ber ichte sie darüber, dass sie gerne mit ihrer Tochter Weihnachtsbeleuchtungen anschauen geh e, Spaziergänge mache und zu- sammen mit ihrem Ehemann in Einkaufszentren einkaufen g ehe. Demgegenüber habe sie im Bericht von Dr. B.____ im Jahre 1999 angegeben, dass sie seit acht Jahren kaum mehr das Haus verlassen habe. Des Weiteren lasse sich aufgrund der aktuellen Untersuchungsbefunde weder aufgrund der anamnestischen Angaben der Versicher ten noch der erhobenen Befunde eine Depression diagnostizieren. Dies ebenfalls im Gegens atz zum Jahre 1999, als Dr. B.____ eine depressive Entwicklung diagnostiziert hätte. An der Entwurzelungsproblematik dürfte sich jedoch bis heute nichts Wesentliches verändert haben. I m Vergleich mit den anamnestischen Angaben und den Befunden vom Jahre 1999 sei es bis heute bezüglich der Depression und der Angstbeschwerden zu einer deutlichen Verbesserung gekommen. Bezüglich der Schmerzen sei es ebenfalls zu einer deutlichen Verbesserung gekommen. D amals habe sich die Versicherte noch über multiple Gelenkschmerzen und auch über Rückensch merzen beklagt. In seiner ver- sicherungsmedizinischen Würdigung kam Dr. E.____ zum Schl uss, dass aufgrund der Be- schwerden von Seiten der leichtgradigen Agoraphobie in sgesamt von einer leichtgradigen Ein- schränkung der psychophysischen Belastbarkeit auszugehen sei. Aus diesem Grund lasse sich aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfä higkeit sowohl in der zuletzt ausge- übten Tätigkeit wie auch in einer alternativen Tätig keit von 10% begründen, ohne zusätzliche Verminderung der Leistungsfähigkeit. In der Ausübung der Haushaltstätigkeiten lasse sich aus rein psychiatrischer Sicht indes keine Einschränkung der A rbeitsfähigkeit begründen, die Versi- cherte könne ihre Tätigkeiten selbst aufteilen. 9.1.3 In ihrer Konsensbeurteilung kamen die beiden Gu tachter zu Schluss, dass eine vorwie- gend somatisch begründete Arbeitsunfähigkeit von 40-50% vorliege. 9.2 Im Haushaltabklärungsbericht vom 22. Mai 2014 füh rte Herr F.____ unter anderem aus, dass die Kinder der Versicherten im Gegensatz zur letzte n Haushaltsabklärung nun erwachsen Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht seien und der Sohn ausgezogen sei. Sämtliche im Hausha lt lebenden Personen engagierten sich je nach Situation bei der Haushaltführung. Im Ra hmen der Schadenminderung (KSIH 3089) sei sowohl der Tochter, wie auch vor allem dem Ehemann die Mitwirkung in allen Berei- chen zumutbar. Es sei daher keine Einschränkung zu berücksich tigen. Gesamthaft sei die Ver- sicherte im Haushalt zu 0% eingeschränkt. Ergänzend beme rkte F.____, dass man sich lange mit der Statusfrage beschäftigt habe. Aber es habe (weder zu Beginn noch bei Gesprächsende) keine fassbare Antwort gefunden werden können. Es sei zu widersprüchlichen Aussagen ge- kommen und die Versicherte habe sich nicht vorstellen kö nnen, wie sich ein gesunder Zustand anfühle und ob, oder wie viel sie (ohne familiäre Bet reuungspflichten) in der aktuellen Lebens- konstellation arbeiten würde. Man würde somit eine EL-Berechnung durchführen und damit eine mögliche Erwerbstätigkeit eruieren. Aufgrund dieser Bu dget-Berechnung stellte F.____ am 22. Mai 2014 fest, dass die Beschwerdeführerin zusätzlich zur Rentenzahlung ihres Ehemannes und ihrer Tochter einen monatlichen Betrag von Fr. 1‘ 170.-- erwirtschaften müsste. Dies ent- spreche einem Pensum von ca. 35%. Deshalb ginge man da von aus, dass sie spätestens seit dem Ausbildungsende ihrer Tochter im Jahre 2008 in diesem Pensum arbeiten würde. 9.3 Am 23. Juni 2014 nahm Dr. D.____ Stellung zum Be richt von F.____ und hielt diesbe- züglich fest, dass dieser die Abklärung sehr differenziert ausgeführt und seine Angaben sowie Einschätzung der Leistungsfähigkeit im Haushalt klar ge sehen und beurteilt habe. Er könne die von ihm festgestellte Einschränkung im Haushalt, nämlich 0%, gerne bestätigen und auch nachvollziehen. Dr. D.____ revidierte in seiner Stellu ngnahme seine Einschätzung der Arbeits- fähigkeit insofern, als er die Schwankungsbreite von 50 -60% zugunsten von 60% festlegen würde. Damit schätze er die zumutbare Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus somati- scher Sicht und unter Berücksichtigung des psychiatrischen Gut achtens vom 23. Dezember 2013 auf 60%. 10.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen V erfügung vom 13. April 2015 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes vollumfängli ch auf die beiden Gutachten von Dr. E.____ vom 23. Dezember 2013 sowie von Dr. D.____ vom 12. März 2014. Sie ging demzu- folge davon aus, dass sich der Gesundheitszustand, insbeso ndere in psychiatrischer Hinsicht, massgeblich verbessert habe und die Beschwerdeführerin in einer Verweistätigkeit zu 60% ar- beitsfähig sei. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 6.4 hie rvor), ist den im Rahmen des Verwaltungs- verfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztin nen und -ärzte, welche aufgrund ein- gehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat- ten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweis- würdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht k onkrete Indizien gegen die Zuver- lässigkeit der Expertise sprechen. Vorliegend sind jedo ch einige Gründe ersichtlich, die Anlass geben könnten, die Ergebnisse im bidisziplinären Gutachten der Dres. E.____ und D.____ vom 23. Dezember 2013 / 12. März 2014 in Frage zu stellen oder gar davon abzuweichen. Wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird, kann aufgrund der medizinischen Aktenlage nicht von einer erheblichen Veränderung beziehungsweise Verbesserung des G esundheitszustandes ausge- gangen werden. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 10.2 Bezüglich der somatischen Beschwerden hält Dr. D.___ _ fest, dass bereits Dr. B.____ auf die Diagnose einer Fibromyalgie hingewiesen habe. Diese Form von Weichteilrheumatis- mus sei heute ebenfalls in etwas „gravierender“ (gemeint ist wohl „gravierenderer“) Form vor- handen. Des Weiteren führt Dr. D.____ ausdrücklich aus, d ass die Kamptodaktylie in den letz- ten acht Jahren zugenommen habe. Gesamthaft könne gesa gt werden, dass die Beschwerde- führerin aus somatischer Sicht keine Verbesserung erfah ren habe und die eingeschränkte ma- nuelle Belastbarkeit nach wie vor seit zehn Jahren beste he, mit Zunahme in den letzten acht Jahren. 10.3 Im psychiatrischen Teilgutachten stellt Dr. E.____ fe st, dass es im Vergleich mit den Berichten von Dr. B.____ und Frau C.____ vom Jahre 199 9 zu einer deutlichen Verbesserung gekommen sei (vgl. seine Begründung in der E. 9.1.2 h iervor). Zunächst ist festzuhalten, dass sich die ursprüngliche Rentenverfügung lediglich auf ei nige wenige ärztliche Berichte, insbe- sondere einen Bericht der behandelnden Hausärztin, stüt zte. Medizinische Akten eines Fach- arztes für Psychiatrie oder Psychotherapie lagen nicht vo r. Unter diesen Umständen kann ein Vergleich der psychiatrischen Situation gar nicht gemacht werden. Dr. E.____ stellt fest, dass er im Vergleich zum Jahre 1999 keine Depression diagnostizier en könne. Dem ist entgegenzuhal- ten, dass auch im Jahre 1999 keine Depression diagnostizier t wurde, sondern lediglich eine depressive Entwicklung. Des Weiteren führt Dr. E.____ aus drücklich aus, dass sich an der Ent- wurzelungsproblematik nichts Wesentliches verändert habe . Diesbezüglich ist festzuhalten, dass Dr. B.____ in ihrem Bericht 1999 ausführte, die d epressive Entwicklung mit sozialem Rückzug und fehlenden Sozialkontakten würde ihres Erachte ns auf einer Entwurzelungsprob- lematik beruhen. Wenn also gemäss Dr. E.____ noch imme r eine Entwurzelungsproblematik vorliegt, wird sich auch an der depressiven Stimmung der Beschwerdeführerin nichts Erhebli- ches verändert haben, denn diese hat ihren Ursprung in der Entwurzelungsproblematik. Auf- grund der Aktenlage ist zudem ersichtlich, dass die Versicherte immer noch zurückgezogen lebt und ohne die Begleitung ihres Ehemannes oder ihrer T ochter kaum ausser Haus geht. Es mag sein, dass sie nun in der Lage ist, kleinere Einkäufe al leine zu erledigen, Weihnachtsbeleuch- tungen anzuschauen, Spaziergänge zu machen oder mit de m Ehemann in Einkaufszentren zu gehen. Allerdings vermag dies alleine keine erhebliche Veränderung beziehungsweise Verbes- serung ihres psychiatrischen Gesundheitszustandes zu belegen. Eine erhebliche Verbesserung ist aufgrund der medizinischen Unterlagen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Des Weiteren hält Dr. E.____ in seinem psychiatrischen T eilgutachten fest, dass es in Bezug auf die Schmerzen zu einer deutlichen Verbesserung gek ommen sei. Damals habe sich die Versicherte noch über multiple Gelenkschmerzen und auch über Rückenschmerzen beklagt. Dem kann nicht gefolgt werden, denn diese Aussage widersp richt den Ausführungen des in diesem Gebiet spezialisierten Dr. D.____ diametral. Die ser stellt nämlich, wie bereits dargelegt, eine Verschlechterung des somatischen Gesundheitszustandes fest. Ausserdem werden – ent- gegen der Auffassung von Dr. E.____ – im rheumatologisch en Teilgutachten auch die Rücken- schmerzen der Versicherten erwähnt. 10.4 Insgesamt ist festzuhalten, dass sich der Gesundheitszust and der Beschwerdeführerin in somatischer Hinsicht nicht verbessert, sondern sogar versch lechtert hat. In psychiatrischer Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Hinsicht bestehen erhebliche Zweifel, dass eine Verbesserung eingetreten ist. Insbesondere die Ausführungen von Dr. E.____ zur Verbesserung des Gesund heitszustandes der Versicherten überzeugen nicht. Eine solche kann jedenfalls anhand de r medizinischen Aktenlage nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden. 11.1 Bei der Beurteilung der Statusfrage, des Hausha ltes an und für sich und der Arbeitsun- fähigkeit im Haushalt stützte sich die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 13. April 2015 auf den Haushaltsabklärungsbericht sowie die EL-Bere chnung vom 22. Mai 2014. Sie ging demzufolge davon aus, dass die Beschwerdeführerin heute zu 35% erwerbstätig wäre und zu 65% im Haushalt arbeiten würde. Eine Erwerbseinbusse liege bei einem Arbeitspensum von 35% nicht vor und in der Haushaltsarbeit sei von einer Einschränkung von 0% auszugehen. Der Haushalt habe sich verändert, von den Familienmitgli edern könne die familienübliche Mithilfe als Schadenminderung berücksichtigt werden. 11.2 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeit weilig erwerbstätig oder als nichter- werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträcht igung bestünde. Entscheidend ist so- mit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versiche rten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 507 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteil des Bunde sgerichts vom 17. Juli 2012, 9C_335/2012, E. 3.1). Bei im Haushalt tätigen Versich erten im Besonderen sind die persönli- chen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältniss e ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbil- dung sowie die persönlichen Neigungen und Begabunge n zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hier: 13. April 2015) entwickelt haben, wobei für di e hypothetische Annahme einer im Gesund- heitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweis- grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 137 V 338 E. 3.2, 125 V 150 E. 2c, je mit Hinweisen). 11.3 In Bezug auf die Statusfrage beziehungsweise die M ethodenwahl ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin seit 1984 in der Schweiz lebt un d seitdem noch nie erwerbstätig gewe- sen ist. Gegenüber dem psychiatrischen Gutachter Dr. E.____ hat sie zwar erwähnt, dass sie eine Zeit lang zusammen mit ihrem Ehemann als Abwarti n gearbeitet habe. Sie habe jeweils freitags das Treppenhaus eines 32-Familien-Hauses gereini gt. Ansonsten gibt es in den Akten keine Hinweise auf erwerbliche Tätigkeiten der Versicher ten. Dem Auszug aus dem individuel- len Konto der Beschwerdeführerin kann entnommen werden, dass sie noch nie ein Erwerbsein- kommen erzielt hat. Ausserdem ist zu erwähnen, dass die Be schwerdeführerin unter Angstzu- ständen leidet, keinen Beruf erlernt hat, Analphabetin und im fortgeschrittenen Alter ist. Demzu- folge ist es weitestgehend unbegründet, dass die Beschwerd egegnerin aktuell die gemischte Methode zur Anwendung bringt. In der ursprünglichen Re ntenverfügung wurde die Versicherte zu Recht als Hausfrau eingestuft und somit die Methode des Betätigungsvergleichs angewandt. Anlässlich der Abklärung im Haushalt am 22. Mai 2014 ha t die Versicherte nicht beantworten können, ob und falls ja, wieviel sie in der aktuellen Le benskonstellation arbeiten würde. Unter Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht diesen Umständen kann nicht mit überwiegender Wahrschei nlichkeit angenommen werden, dass sie zum heutigen Zeitpunkt im Gesundheitsfall zu 3 5% erwerbstätig wäre, und zwar auch nicht vor dem Hintergrund, dass die Familie gemäss der Budget-Berechnung vom 22. Mai 2014 aufgrund der finanziellen Situation darauf angewiesen wäre, dass sie in einem solchen Pensum arbeiten würde. Denn die Versicherte ist nie einer Erw erbstätigkeit nachgegangen, obwohl die finanzielle Lage der Familie schon zur Zeit der ursprüng lichen Rentenzusprache schlecht war. Der Ehemann erhielt bereits damals eine Rente der SUV A sowie eine Viertelsrente der IV. Er arbeitete lediglich Teilzeit als Betriebsarbeiter in einer Metallbaufirma. Die beiden Kinder gingen noch zur Schule. Heute beziehen sowohl der Ehemann als auch die Tochter eine ganze Rente der IV. Demnach kann nicht davon ausgegangen werden, dass sich der Status der Versicherten seit 1999 verändert hat. 11.4 Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin ist festzustellen, dass die tatsächli- chen Verhältnisse im Haushalt weitestgehend unverändert geblieben sind. Zur Zeit der Renten- zusprache waren die Kinder zwar noch jünger; der Sohn wa r 15 und die Tochter 11 Jahre alt. Frau C.____ hat aber in ihrem Haushaltsabklärungsberi cht vom 2. September 1999 festgehal- ten, dass der Sohn schon recht selbständig sei und die Toch ter die Rolle der Mutter übernom- men habe. Auch würden sich beide Kinder im Haushalt en gagieren. Bereits damals wurde die Hilfe der Familienmitglieder und somit deren Schaden minderungspflicht berücksichtigt. Heute lebt nur noch die Tochter in der elterlichen Wohnung. Der Sohn ist ausgezogen. Jedoch kann – entgegen der Argumentation der Beschwerdegegnerin – n icht davon ausgegangen werden, dass die Tochter heute mehr im Haushalt erledigen kann als damals. Aufgrund der Aktenlage steht fest, dass diese selbst eine Invalidenrente bezieht un d heute wohl eher mehr Unterstüt- zung und Betreuung benötigt als 1999. Dr. D.____ hält in seinem Gutachten vom 12. März 2014 diesbezüglich fest, dass der Gesichtsausdruck der Tochter aus seiner Sicht auf eine schwere psychische Behinderung deute, sodass man sie vermutlich ni cht alleine zuhause lassen könne. Somit kann in den tatsächlichen Verhältnissen im Haushal t keine massgebliche Veränderung festgestellt werden. 11.5 Auch in Bezug auf die Einschränkung im Haushalt ka nn keine erhebliche Verbesserung angenommen werden. Dr. D.____ führt in seinem rheumatologischen Gutachten aus, dass man bei einer erneuten Abklärung im Haushalt wahrscheinlic h mindestens auf das gleiche Resultat wie 1999 kommen würde. In seiner Stellungnahme vom 23. Juni 2014 hält Dr. D.____ allerdings fest, dass er die von Herrn F.____ festgestellte Einschrän kung im Haushalt, nämlich 0%, gerne bestätigen und auch nachvollziehen könne. Diese Stellung nahme ist jedoch nicht nachvollzieh- bar und widerspricht seinen Ausführungen im Gutachten diametral. Zudem führt Herr F.____ seine Schlussfolgerung, dass die Versicherte im Haushalt nicht eingeschränkt ist, in sämtlichen Tätigkeitsbereichen auf die von den Familienmitglied ern geforderte Schadenminderungspflicht zurück. Diese wurde aber auch im Bericht von 1999 berücksicht igt. Trotzdem setzte Frau C.____ die Einschränkung im Haushalt auf 50% fest. Die Ressourcen und Fähigkeiten der Ver- sicherten in den einzelnen Bereichen der Haushaltsführung haben sich indessen nicht erheblich verbessert. Vergleicht man die beiden Haushaltsabklärun gsberichte von 1999 und 2014 kann keine wesentliche Verbesserung der Einschränkung der Besc hwerdeführerin im Haushalt fest- gestellt werden. Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht 12. Werden die beiden Sachverhalte, welche im 2000 zu r Berentung und im Jahr 2015 zur Aufhebung der Rente geführt haben, verglichen, so erwe ist sich, dass sich weder der Gesund- heitszustand der Beschwerdeführerin noch ihr Status noc h ihre Arbeitsunfähigkeit im Haushalt seit der ursprünglichen Rentenzusprechung massgeblich verä ndert hat. Damit steht fest, dass keine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhäl tnissen eingetreten ist und damit die Voraussetzungen der Revision von Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind. Demnach ist in Gut- heissung der Beschwerde die angefochtene Verfügung vom 13. April 2015, mit welcher der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin revisionsweise verneint wurde, aufzuheben und es ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin weiterhin Anspr uch auf eine halbe Rente der Invali- denversicherung hat. 13.1 Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahren s zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. D ie Verfahrenskosten werden ge- stützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die Beschwerdegegnerin als unterliegende Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen – vorbehältlich des hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO – keine Verfahrenskosten auferlegt werden. D ies hat zur Folge, dass für den vor- liegenden Prozess keine Verfahrenskosten erhoben werden. Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss ist ihr zurückzuerstatten. 13.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Besc hwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsieg ende Partei ist, ist ihr eine Partei- entschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. De r Rechtsvertreter der Beschwerdefüh- rerin hat in seiner Honorarnote vom 27. Oktober 2015 für das vorliegende Verfahren einen Zeit- aufwand von insgesamt 12,5 Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 77.40 geltend gemacht. Dies erscheint umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen. Der Beschwerdeführerin ist deshalb eine P arteientschädigung in der Höhe von Fr. 3‘458.60 (12,5 Stunden à Fr. 250.-- sowie Au slagen von Fr. 77.40 zuzüglich 8 % Mehr- wertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügu ng der IV-Stelle Ba- sel-Landschaft vom 13. April 2015 aufgehoben und festg estellt, dass die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente hat. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschu ss in der Höhe von Fr. 600.-- zurückerstattet. 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerde führerin eine Par- teientschädigung in der Höhe von Fr. 3‘458.60 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. http://www.bl.ch/kantonsgericht