<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.1999.00333</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105337&amp;W10_KEY=4467151&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.1999.00333</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.03.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Befehl</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Baulicher Brandschutz - Fluchtweglängen im Raum<br/><br/>Bestätigung der vorinstanzlichen Auslegung von § 42 Abs. 1 BrandschutzV, wonach die Fluchtweglänge im Raum nur in jenen Fällen mehr als 20 m betragen darf, wenn zwei oder mehr Ausgänge derart angeordnet sind, dass für jeden mehr als 20 m von einem Ausgang entfernten Punkt mehrere Fluchtrichtungen bestehen (E. 3, 4.b).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BRANDSCHUTZ">BRANDSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FLUCHTWEG">FLUCHTWEG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ÃBRIGES PLANUNGS- UND BAURECHT">ÃBRIGES PLANUNGS- UND BAURECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 36 lit. I BrandschutzV</span><br/><span class="ungerade">§ 42 lit. I BrandschutzV</span><br/><span class="gerade">§ 305 Abs. II PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2000 Nr. 20</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>I. A. Am 10. Juli 1998 hatte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich der Bank X. die Bau­be­willigung fÃ¼r den Umbau (Einrichtung eines GrossraumbÃ¼ros im 1. Oberge­schoss) des GeschÃ¤ftshauses Vers.Nr. ...1 auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. ...2 an der C.-Strasse ..3 erteilt. In den PlÃ¤nen war eine feuerfeste Abtrennung vor dem nordwest­sei­ti­gen Lift und Trep­pen­haus vorgesehen. AnlÃ¤sslich der Bezugsabnahme wurde dann aber das Fehlen dieser Ab­trennung festgestellt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Mit Beschluss vom 20. April 1999 erwog die Bausektion, eine nachtrÃ¤gliche Be­willigung fÃ¼r das Weglassen der feuerfesten Abtrennung kÃ¶nne aus BrandschutzgrÃ¼nden nicht erteilt werden und befahl sie (der EigentÃ¼merin und) der Bank X. (als Mie­terin und Bauherrin), die feuerfeste Abtrennung vor dem nordwestseitigen Lift und Trep­pen­haus bis spÃ¤testens 1. Juli 1999 zu erstellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Hiergegen rekurrierte die Bank X. rechtzeitig an die Baurekurskom­mission I, wel­che den Rekurs am 17. September 1999 abwies. Die Rekurskommission kam ebenfalls zum Schluss, dass nach den massgeblichen Brandschutzbestimmungen im westli­chen Be­reich des fraglichen GrossraumbÃ¼ros eine maximale FluchtweglÃ¤nge von 20 m zu beachten sei. Nachdem diese Anforderung nicht erfÃ¼llt sei und auch keine GrÃ¼nde fÃ¼r eine aus­nahms­weise Milderung vorlÃ¤gen, sei der Fluchtweg durch Schaffung der feuerfesten Ab­trennung auf das zulÃ¤ssige Mass zu verringern.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 22. Oktober 1999 liess die unterlegene Rekurrentin dem Verwaltungsgericht beantragen, der Rekursentscheid vom 17. September 1999 und der Be­fehl vom 20. April 1999 seien aufzuheben. Eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung und Anordnung rein anlagetechnischer und betriebsorganisatorischer Brandschutzmass­nahmen an die Bausektion zurÃ¼ckzuweisen. Ferner wurde die Zusprechung einer Parteient­schÃ¤di­gung beantragt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission I beantragte am 2. November 1999 Abweisung der Be­schwerde. Den nÃ¤mlichen Antrag stellte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich am 24. November 1999. Letztere verlangt sodann ihrerseits die Zusprechung einer UmtriebsentschÃ¤digung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz und der Parteien wer­den, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden Entscheid­grÃ¼nden wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt, es sei dem Rechtsmittel die "aufschiebende Wirkung zu gewÃ¤hren bzw. zu belassen". Nachdem der Beschwerde ans Verwaltungsge­richt von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukommt, wenn ‑ wie vorliegend ‑ mit der angefochtenen Anordnung nicht aus besonderen GrÃ¼nden etwas anderes bestimmt wur­de (§ 55 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997; VRG), stÃ¶sst dieser Antrag ins Leere.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Nach § 60 VRG erhebt das Verwaltungsgericht die zur KlÃ¤rung des Sachverhalts erforderlichen Beweise von Amtes wegen. Da hier der massgebliche Sachverhalt aus den Akten hinreichend hervorgeht, erÃ¼brigt sich ein verwaltungsgerichtlicher Augenschein (RB 1995 Nr. 12, mit Hinweisen). Ebenso erÃ¼brigt sich die von der Beschwerdegegnerin even­tualiter beantragte Einholung eines Amtsberichts der kantonalen Feuerpolizei bzw. der kantonalen GebÃ¤udeversicherung, zumal sich bereits eine (Kurz‑)Stellungnahme der kan­tonalen Feuerpolizei bei den vorinstanzlichen Akten befindet, worin sich diese der von der Bau­sektion in der Rekursvernehmlassung vertretenen Auffassung vollumfÃ¤nglich an­schliesst.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. GemÃ¤ss § 239 Abs. 3 Satz 1 des Planungs‑ und Bauge­setzes vom 7. September 1975/19. Juni 1983 (PBG) haben Bau­ten nach aussen wie im Innern den Geboten des Brand­schutzes zu genÃ¼gen. Ein derartiges Gebot enthÃ¤lt § 305 Abs. 2 PBG, wonach jedes GebÃ¤ude Ã¼ber "Fluchtwege (Korridore, Treppen­hÃ¤user, AusgÃ¤nge) verfÃ¼gen (muss), die im Brandfall auf dem kÃ¼rzesten Wege leicht und sicher ins Freie fÃ¼hren". Laut § 36 Abs. 1 der Verordnung Ã¼ber den baulichen Brandschutz vom 18. August 1993 (BrandschutzV) ist der Fluchtweg der kÃ¼rzeste Weg, der Personen zur VerfÃ¼gung steht, um von einer beliebi­gen Stelle im GebÃ¤ude ins Freie zu gelangen. Flucht­wege sind so anzulegen bzw. auszu­fÃ¼hren, dass sie rasch und sicher benutzbar sind. Sie fÃ¼hren direkt oder Ã¼ber Korridore und Trep­pen­anlagen ins Freie (§ 37 Abs. 1 BrandschutzV). Die vorliegend interessierende "Flucht­weglÃ¤nge im Raum" wird in § 42 Abs. 1 BrandschutzV geregelt. Besitzt ein Raum dem­nach nur einen Ausgang, darf kein Punkt des Raums davon mehr als 20 m entfernt sein (Satz 1). Sind zwei oder mehr AusgÃ¤nge vorhanden, betrÃ¤gt das zulÃ¤ssige Mass 35 m (Satz 2). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Streit liegt die von der Bausektion vertretene und von der Rekurskommission geschÃ¼tzte Auslegung von § 42 Abs. 1 <i>Satz 2</i> BrandschutzV, wonach die FluchtweglÃ¤nge nur in jenen FÃ¤llen mehr als 20 m betragen darf, wenn die zwei oder mehr AusgÃ¤nge derart angeordnet sind, dass fÃ¼r jeden mehr als 20 m von einem Ausgang entfernten Punkt meh­rere Fluchtrichtungen bestehen. Andernfalls sei die FluchtweglÃ¤nge ‑ wie vorliegend ver­langt ‑ durch Schaffung einer Korridorzone auf das zulÃ¤ssige Mass (vgl. § 42 Abs. 1 Satz 1 BrandschutzV) zu verringern. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Bei der Auslegung einer Vorschrift ist auszugehen von ihrer Stellung im Erlass und im Rechtssystem, von den dem Gesetz zugrunde liegenden Wertungen und dem Zweck der gesetzlichen Ordnung (RB 1987 Nr. 57 = BEZ 1987 Nr. 1; Max Imboden/RenÃ© Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Band I, Basel/Stuttgart 1976, und RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990, je Nr. 21 B I; Ulrich HÃ¤felin/Walter Haller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, ZÃ¼rich 1993, N. 58 ff. und 74 ff.). Ist der Wortlaut unmissverstÃ¤ndlich und eindeutig, so bleibt er massgebend (Imboden/Rhinow, Nr. 21 B IIb; HÃ¤felin/Haller, N. 80). Vom Gesetzeswortlaut darf ab­ge­wi­chen werden, wenn triftige GrÃ¼nde dafÃ¼r sprechen, dass er nicht den wahren Sinn der Be­stimmung wiedergibt. Solche GrÃ¼nde kÃ¶nnen sich aus der Entstehungsgeschichte, dem Sinn und Zweck der Vorschrift sowie aus dem Zusammenhang mit anderen Normen erge­ben (BGE 120 II 112 E. 3b und 243 E. 3e). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Die streitige Bestimmung ist unbestrittenermassen auslegungsbedÃ¼rftig. Hierzu wie auch bezÃ¼glich der gebotenen Auslegung von § 42 Abs. 1 Satz 2 BrandschutzV kann vorab auf die zutreffenden vorinstanzlichen AusfÃ¼hrungen verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 VRG). In systematischer Hinsicht hat die Rekurskommission zu Recht sowohl auf § 40 Abs. 2 BrandschutzV (mehrere Treppenanlagen) als auch auf § 45 Abs. 4 BrandschutzV (RaumausgÃ¤nge) hingewiesen. Danach haben mehrere Treppen bzw. AusgÃ¤nge mÃ¶glichst weit von einander entfernt zu liegen, damit sich die FlÃ¼chtenden ge­genseitig mÃ¶glichst wenig behindern. Nach § 45 Abs. 4 Satz 2 BrandschutzV sind ver­schie­dene Fluchtrichtungen anzustreben. Ãberdies ist auch § 36 Abs. 1 BrandschutzV zu beachten, wonach der Fluchtweg der kÃ¼rzeste Weg ist, der Personen zur VerfÃ¼gung steht, um von einer beliebigen Stelle im GebÃ¤ude ins Freie zu gelangen. Hieraus hat die Re­kurs­kommission zu Recht geschlossen, massgeblich sei nicht nur die Zahl der AusgÃ¤nge, son­dern ebenso dass diese sinnvoll angeordnet seien, damit tatsÃ¤chlich verschiedene und je­weils die kÃ¼rzest mÃ¶glichen Fluchtwege zur VerfÃ¼gung stÃ¼nden. BestÃ¤tigt wird diese Aus­legung von § 42 BrandschutzV Ã¼berdies auch durch die Skizzen zur gleichlautenden Be­stim­mung in Ziff. 3.2.3 der Brandschutzrichtlinie 7.100 "Fluchtwege" der Kantonalen Feu­erpolizei vom 14. Oktober 1994 (Anhang 1). Die dortigen zeichnerischen Dar­stellungen widerlegen im Ã¼brigen anschaulich die von der BeschwerdefÃ¼hrerin vertre­tene Auffassung, wonach die vorinstanzliche Auslegung von § 42 BrandschutzV "absurde Fol­gen fÃ¼r das Layout von BÃ¼rorÃ¤umen" hÃ¤tte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zum nÃ¤mlichen Ergebnis fÃ¼hrt sodann auch eine am Gesetzeszweck anknÃ¼pfende Auslegung von § 42 BrandschutzV. Mit der Baurekurskommission I ist festzuhalten, dass es nicht angeht bzw. dem Gesetzeszweck widerspricht, RÃ¤ume bezÃ¼glich ihrer Flucht­weg­lÃ¤nge zu privilegieren, wenn dadurch die Gefahr fÃ¼r Leib und Leben der flÃ¼chtenden Per­sonen erhÃ¶ht wird. Letzteres ist aber der Fall, wenn die Fluchtwege nur lÃ¤nger, insge­samt aber nicht entsprechend sicherer werden. Wie die Rekurskommission Ã¼berzeugend aus­fÃ¼hrt, birgt der Ausgang eines Raums eine stark erhÃ¶hte Staugefahr, so dass er regel­mÃ¤ssig eine neuralgische Stelle innerhalb des Fluchtwegs bildet. Dieser Gefahr will man bei grÃ¶s­seren RÃ¤umen durch das Erfordernis von zwei (oder mehr) AusgÃ¤ngen begegnen, wobei es auf der Hand liegt, dass der Anordnung der AusgÃ¤nge hierbei eine wesentliche Bedeutung zukommt. Je nÃ¤her die AusgÃ¤nge bei einander liegen, umso grÃ¶sser ist die Ge­fahr, dass sich FlÃ¼chtende gegenseitig behindern. Bei nebeneinander liegenden AusgÃ¤ngen besteht Ã¼berdies ein erhÃ¶htes Risiko, dass sie aus dem gleichen Grund unbenutzbar und damit schlimmstenfalls sÃ¤mtliche Fluchtwege gleichzeitig abgeschnitten werden. Den Vorinstan­zen ist daher beizupflichten, dass FluchtweglÃ¤ngen Ã¼ber 20 m aus Personen­schutzgrÃ¼nden nur zulÃ¤ssig sind, wenn grundsÃ¤tzlich zwei Fluchtwege in verschiedene Richtungen zur Ver­fÃ¼gung stehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Dies ist vorliegend nicht der Fall. Das streitbetroffene GrossraumbÃ¼ro weist ei­nen schlauchfÃ¶rmigen Grundriss auf. Zwei der drei AusgÃ¤nge befinden sich am nordÃ¶stli­chen Raumende, der dritte Ausgang ist etwa in der Mitte des Raums an der Norwestseite gelegen. Vom westlichen, gegen die C.-Strasse ausgerichteten Raumteil aus gesehen liegen alle drei AusgÃ¤nge in einer Flucht, weshalb in diesem Bereich nach dem Gesagten eine ma­ximale Fluchtwegdistanz von 20 m zu beachten ist. TatsÃ¤chlich betrÃ¤gt die Distanz von der westlichen Raumecke bis zum nÃ¤chstgelegenen Ausgang an der Nordwestseite aber rund 30 m. Die angefochtene Anordnung, wonach die FluchtweglÃ¤nge im fraglichen Bereich durch Schaffung einer Korridorzone, d.h. einer feuerfesten Abtrennung vor dem nord­west­lichen Treppenhaus‑/Liftbereich, auf das zulÃ¤ssige Mass von 20 m zu verkÃ¼rzen sei, ist so­mit nicht zu beanstanden. Was die BeschwerdefÃ¼hrerin dagegen vorbringt, ver­mag nicht durchzudringen. Insbesondere ist weder substanziert dargetan noch ersichtlich, dass sich das fragliche GrossraumbÃ¼ro hinsichtlich Brandgefahr oder PersonengefÃ¤hrdung wesent­lich vom "Normalfall" unterscheidet. Insbesondere kann es in diesem Zusammen­hang nicht auf die derzeitige Anordnung der ArbeitsplÃ¤tze innerhalb des GrossraumbÃ¼ros ankommen. Die Voraussetzungen fÃ¼r eine ausnahmsweise Milderung der Anforderungen an den bauli­chen Brandschutz im Sinn von § 56 BrandschutzV sind somit nicht erfÃ¼llt. Ebensowenig vermÃ¶gen die von der BeschwerdefÃ¼hrerin alternativ vorgeschlagenen Mass­nahmen (Posi­tionierung von KleinlÃ¶schgerÃ¤ten/LÃ¶schdecken, zusÃ¤tzliche Sicherheitsbe­leuchtung und Be­schilderungen, FluchtwegplÃ¤ne, Regeln zum Verhalten im Brandfall) ei­nen im Ver­gleich zur verlangten baulichen Massnahme gleichwertigen Schutz zu ge­wÃ¤hr­leisten (vgl. § 55 BrandschutzV). Unerheblich ist auch, ob der Raum durch die erfor­derli­chen Brand­schutzmassnahmen allenfalls seine bisherige "GrosszÃ¼gigkeit" einbÃ¼sst. Ent­spre­chende Ein­schrÃ¤nkungen sind angesichts des vordringlichen Ã¶ffentlichen Interesses an einem genÃ¼­genden Brandschutz und insbesondere an der Fluchtwegsicherung ohne weite­res hinzu­neh­men. Anzumerken ist, dass die Beschwerdegegnerin nicht auf einem "abge­schotteten Vor­raum" besteht, sondern auch eine den nÃ¶tigen Feuerwiderstand aufwei­sende Glaswand mit elektronisch gesteuerten (glÃ¤sernen) SchiebetÃ¼ren, die sich nur im Ernstfall schliessen, als brandschutztechnisch ausreichend erachtet. Durch eine derart transparente LÃ¶sung wÃ¼rde die optische Wirkung des Raums jedenfalls keine wesentliche EinschrÃ¤n­kung erfahren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. AusgangsgemÃ¤ss wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig. Eine Parteient­schÃ¤digung steht der unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerin laut § 17 Abs. 2 VRG von vorn­herein nicht zu. Ebensowenig ist eine solche der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Das Gemeinwesen besitzt in der Regel keinen Anspruch auf eine ParteientschÃ¤digung, da die Erhebung und Beantwortung von Rechtsmitteln zu den angestammten amtlichen Aufgaben gehÃ¶rt (RB 1986 Nr. 5; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwal­tungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 17 N. 19). Vorliegend besteht kein Anlass von dieser Regel abzuweichen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>