<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2007.01580</span></p><p><br/></p><p><span> </span></p><p></p></td></tr></table><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Engler als Einzelrichter</p><p>Gerichtssekretär Brügger</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 2. April 2009</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">SWICA Krankenversicherung AG</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">SWICA Gesundheitsorganisation, Rechtsdienst</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Römerstrasse 38, 8401 Winterthur</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">weiterer Verfahrensbeteiligter:</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beigeladener</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> war seit dem 1. August 2001 bei der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___ AG </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als Betriebsmitarbeiter tätig. Dieses Arbeitsverhältnis löste die Arbeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geberin am 18. März 2004 per 30. Juni 2004 auf (Urk. 7/5). In der Zeit vom 1. September 2004 bis zum 22. März 2006 bezog </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei der SWICA Krankenversicherung (nachfolgend: SWICA), mit welcher die Arbeitge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berin eine Krankentaggeldversicherung nach dem Bundesgesetz über den Versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vertrag (VVG) zu Gunsten ihrer Angestellten abgeschlossen hatte, Tag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geld</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistungen. Wegen diverser Beschwerden meldete sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am 20. November 2004 bei der Invalidenversicherung zum Renten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezug an (Urk. 7/1). Am 31. Januar 2005 informierte die SWICA die Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, über die von ihr geleisteten Taggelder und meldete einen Anspruch auf Verrechnung ihrer Rückforderung mit voraussicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Rentennachzahlungen der Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung an, wobei sie darum ersuchte, ihr vor Erlass der Rentenverfügung schriftlich über die Höhe der Rente, die Nachzahlungsperiode und den Nachzahlungsbetrag Mitteilung zu machen (Urk. 7/8). Ihrem Schreiben legte die SWICA einen vom Versicherten unterzeichneten Antrag auf Taggeldbevorschussung vom 26. Januar 2005 bei, mit welchem dieser die SWICA ersucht, im Hinblick auf mögliche Rentenleis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen der IV Vorschussleistungen zu erbringen, wobei er darauf aufmerksam gemacht wird, dass die SWICA berechtigt ist, eine Rückforderung vorzunehmen und diese mit der nachzuzahlenden IV-Rente zu verrechnen (Urk. 7/9). Am 18. Mai 2007 stellte die SWICA den Antrag auf Verrechnung von Fr. 7'161.70 für von ihr gemäss VVG ausbezahlte Taggelder für die Zeit vom 1. September 2004 bis 22. März 2006. Der Versicherte unterzeichnete den Antrag nicht (Urk. 7/54). Mit Verfügung vom 13. Juli 2007 sprach die IV-Stelle </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit Wirkung ab dem 1. September 2004 basierend auf einem Invalidi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätsgrad von 50 % eine halbe Invalidenrente zu. Die von der SWICA verrech</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nungsweise geforderten Fr. 7'161.70 zog die IV-Stelle nicht vom Nachzahlungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">betrag ab (Urk. 7/50). Die SWICA erhob deshalb am 19. Juli 2007 Einsprache gegen die Verfügung vom 13. Juli 2007 (Urk. 7/51). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle überwies die Einsprache am 13. August 2007 zur Behandlung als Beschwerde an das hiesige Gericht (Urk. 7/65), welches jedoch mit Verfügung vom 17. August 2007 nicht darauf eintrat, da es zum Schluss kam, dass im vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegenden Fall ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> durchzuführen sei (Urk. 7/64). In der Folge wies die IV-Stelle die Einsprache der SWICA mit Entscheid vom 11. Dezember 2007 ab (Urk. 2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen diesen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erhob die SWICA am 18. Dezember 2007 Beschwerde mit folgendem Antrag (Urk. 1 S. 2):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">"Es sei die IV-Stelle Zürich zu verpflichten, die Verrechnung der bevorschussten Krankentaggelder mit der Rentennachzahlung im Betrag von Fr. 7'161.70 zuzulassen, unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdegegnerin."</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle ersuchte mit Beschwerdeantwort vom 4. Februar 2008 um Abwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung der Beschwerde (Urk. 6). Die SWICA hielt mit Replik vom 12. Februar 2008 vollumfänglich an ihrer Beschwerde fest. Nachdem die IV-Stelle keine Duplik eingereicht hatte, wurde der Schriftenwechsel am 10. April 2008 geschlossen (Urk. 14). Der zum Prozess beigeladene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> machte von der ihm eingeräumten Möglichkeit zur Stellungnahme (vgl. Verfügung vom 24. Februar 2009, Urk. 15) keinen Gebrauch.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derlich, in den Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Einzelrichter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span id="VV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bereich der Sozialversicherungen ist nach Art. 22 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) der Anspruch auf Leistungen weder abtretbar noch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verpfändbar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Jede Abtretung oder Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pfändung ist nichtig. Nachzahlungen von Leistungen des Sozialversicherers können jedoch abgetreten werden: a) dem Arbeitgeber oder der öffentlichen oder privaten Fürsorge, soweit diese Vorschusszahlungen leisten; b) einer Versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherung, die Vorleistungen erbringt (Art. 22 Abs. 2 ATSG). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Für den Bereich der Invalidenversicherung sieht Art. 85</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine Regelung der Nachzahlung an bevor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schussende Dritte vor. Arbeitgeber, Einrichtungen der beruflichen Vorsorge, Krankenversicherungen, öffentliche und private Fürsorgestellen oder Haft</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtversicherungen mit Sitz in der Schweiz, welche im Hinblick auf eine Rente der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidenversicherung Vorschussleistungen erbracht haben, können verlangen, dass die Nachzahlung dieser Rente bis zur Höhe ihrer Vorschussleis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung verrechnet und an sie ausbezahlt wird. Vorbehalten bleibt die Verrechnung nach Artikel 20 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherung (AHVG). Die bevorschussenden Stellen haben ihren Anspruch mit be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sonderem Formular frühestens bei der Rentenanmeldung und spätestens im Zeitpunkt der Verfügung der IV-Stelle geltend zu machen (Abs. 1). Als Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schussleistungen gelten nach dessen Absatz 2 </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a. freiwillige Leistungen, sofern die versicherte Person zu deren Rückerstat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung verpflichtet ist und sie der Auszahlung der Rentennachzahlung an die bevorschussende Stelle schriftlich zugestimmt hat; </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b. vertraglich oder aufgrund eines Gesetzes erbrachte Leistungen, soweit aus dem Vertrag oder dem Gesetz ein eindeutiges Rückforderungsrecht infolge der Rentennachzahlung abgeleitet werden kann. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Nachzahlung darf der bevorschussenden Stelle höchstens im Betrag der Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schussleistung und für den Zeitraum, in welchem diese erbracht worden ist, ausbezahlt werden (Abs. 3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete ihren ablehnenden Entscheid damit, dass der Versicherte den Verrechnungsantrag der Beschwerdeführerin für die durch sie bevorschussten Taggelder für den Zeitraum vom 1. September 2004 bis zum 22. März 2006 im Betrag von Fr. 7'161.70 nicht unterschrieben und demgemäss sein Einverständnis zur Drittauszahlung nicht gegeben habe. Der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin stehe kein direktes Rückforderungsrecht zu, und die vom Versicherten unterschriebene Erklärung vom 26. Januar 2005 (Urk. 3/9) könne ebenfalls nicht als direktes Rückforderungsrecht klassiert werden, so dass dem Verrech</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nungsantrag der Beschwerdeführerin nicht stattgegeben werden könne (Urk. 6). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend, Art. 24 Abs. 2 der Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meinen Versicherungsbedingungen SALARIA VVG sei eine genügende Grundlage für ein direktes Rückforderungsrecht, was vom hiesigen Gericht bereits mit in Rechtskraft erwachsenem Urteil vom 15. Juli 2005 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Proz.Nr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. IV.2004.00475) festgestellt worden sei. Eine ausdrückliche Zustimmung des Versicherten zur Verrechnung sei nicht erforderlich (Urk. 1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin zahlte dem Versicherten unbestrittenermassen gestützt auf einen Kollektivtaggeldversicherungsvertrag SALARIA nach VVG ab dem 1. September 2004 Taggelder wegen einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit aus. Gemäss Art. 24 Abs. 1 der auf diesen Vertrag anwendbaren Allgemei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Versicherungsbedingungen (AVB), Ausgabe 2002 (Urk. 3/10 S. 20) ergänzt die Beschwerdeführerin die Leistungen bis zur Höhe des versicherten Taggeldes, wenn dem Versicherten auch Leistungen von staatlichen oder betrieblichen Versicherungen zustehen oder ein haftpflichtiger Dritter solche erbracht hat. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 24 Abs. 2 AVB lautet wie folgt: "Steht der Rentenanspruch der IV noch nicht fest, so kann SWICA das versicherte Taggeld freiwillig bevorschussen. In diesem Fall fordert SWICA die zu viel erbrachten Leistungen ab Beginn des Rentenanspruchs zurück. Die allfällige Bevorschussung erfolgt unter dem aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drücklichen Vorbehalt der Verrechnung mit der IV-Rentennachzahlung. Die Verrechnung erfolgt im Umfang der für die gleiche Zeit zugesprochenen IV-Rente". </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte stellte am 26. Januar 2005 bei der Beschwerdeführerin den Antrag auf Taggeldbevorschussung und erklärte sich ausdrücklich mit den Bedingungen einverstanden, wonach die Beschwerdeführerin das Recht hat, die erbrachten Leistungen in dem Umfang, als ihre Taggeldleistungen zusammen mit den Rentenzahlungen der IV für die gleiche Periode den versicherten Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dienst von Fr. 32.40 pro Tag übersteigen, zurückzufordern bzw. im Rahmen der Drittauszahlung mit einer für die gleiche Zeit nachzuzahlenden IV-Rente zu verrechnen (Urk. 7/9). Den konkreten Antrag der Beschwerdeführerin an die Beschwerdegegnerin auf Verrechnung der Fr. 7'161.70 mit den nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuzahlen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den IV-Renten unterzeichnete der Versicherte in der Folge aber nicht (vgl. Urk. 7/54), weshalb die Beschwerdegegnerin die Auszahlung dieses Betrages an die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin verweigerte. Zu prüfen ist damit die Frage, ob Art. 24 Abs. 2 AVB der Taggeldversicherung SALARIA nach VVG eine genügende ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragliche Grundlage zur Geltendmachung der Drittauszahlung ohne Zustim</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mung des Versicherten bildet. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3 </span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie das hiesige Gericht in seinem Entscheid vom 15. Juli 2005 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Proz.Nr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. IV.2004.00475) festgehalten hat, wird mit der Regelung, dass die Bevorschus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung der Taggelder mit dem Vorbehalt der Verrechnung der Rückforderung mit den Rentennachzahlungen der IV versehen ist, zwar nicht ausdrücklich, aber indirekt ein Rückforderungsanspruch der Beschwerdeführerin gegenüber der nachleistungspflichtigen Invalidenversicherung im beschriebenen Umfang sta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tuiert, der der Beschwerdeführerin die Verrechnung mit den Nachzahlungen der Invalidenversicherung überhaupt erst ermöglicht. Eine solche Regelung habe denn </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auch das Eidgenössische Versicherungsgericht im Entscheid vom 10. Mai 2000 (AHI 2002 S. 164 = I282/99) als hinreichende vertragliche Grundlage für ein Rückforderungsrecht eines Privatversicherers gegenüber dem Invalidenversi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherer erklärt, die die Drittauszahlung im Sinne von Art. 85</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVV erlaube. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4 </span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">An diesem Entscheid ist festzuhalten. Unter "Rentenanspruch der IV" ist ohne Weiteres ein solcher gegenüber der Eidgenössischen Invalidenversicherung zu verstehen. Ausserdem erfolgte der Leistungsbezug des Versicherten nur unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verrechung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit einer später für die gleiche Zeit zugesprochene IV-Rente, was gemäss dem auch von der Beschwerdegegne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin zitieren Entscheid des Eidgenössischen Versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichts vom 10. Mai 2000 (AHI 2002 S. 164 = I282/99) als Grundlage zur Geltendmachung der Dritt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auszahlung eben gerade genügt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 11. Dezember 2007 ist damit in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben, und die Beschwerdegegnerin ist zur Ausrichtung von Fr. 7'161.70 an die Beschwerdeführerin zu verpflichten. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG (in der seit dem 1. Juli 2006 gültigen Fassung) ist abweichend von Art. 61 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. a ATSG das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">to</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">na</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">len Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200-1000 Fran</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ken festgelegt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gerichtskosten sind auf Fr. 700.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdegegnerin aufzuerlegen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Der Einzelrichter erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird der </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> der Sozialversicherungs</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, aufgehoben, und es wird die Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gegne</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">rin verpflichtet, der Beschwerdeführerin Fr. 7'161.20 zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rech</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">SWICA Krankenversicherung AG</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der EinzelrichterDer Gerichtssekretär</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>EnglerBrügger </p></div> </div></body></html>