17. Dezember 1992 N 2695 Kanton Glarus. Kompetenzzuweisung Bundesgericht Proposition de la commission La Commission des affaires juridiques propose d'approuver le projet d'arrêté fédéral relatif au retrait de quatre réserves faites à quatre conventions multilatérales en matière de droit interna- tional privé et de procédure civile internationale. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress, Art. 1-4 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Titre et préambule, art. 1-4 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen -Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 102 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Bundesrat-Au Conseil fédéral #ST# 92.004 Kanton Glarus. Kompetenzzuweisung an das Bundesgericht Canton de Glaris. Attribution de compétence au Tribunal fédéral Botschaft und Beschlussentwurf vom 15. Januar 1992 (BBI1677) Message et projet d'arrêté du 15 janvier 1992 (FF 1667) Beschluss des Ständerates vom 4. Juni 1992 Décision du Conseil des Etats du 4 juin 1992 Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN Herr Engler unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht: 1. Am 5. Mai 1991 hat die Landsgemeinde des Kantons Glarus ein neues Gesetz über die Haftung der Gemeinwesen, der Be- hördemitglieder und der Beamten (Staatshaftungsgesetz) ver- abschiedet Dieses sieht in Artikel 12 Absatz 3 und in Artikel 21 Absätze 2 und 3 eine Kompetenzzuweisung an das Bundesgericht für Haftungsstreitigkeiten vor, in die oberste kantonale Behörden verwickelt werden könnten. 2. Nach Artikel 114bis Absatz 4 der Bundesverfassung sind die Kantone mit Genehmigung der Bundesversammlung be- fugt, Administrativstreitigkeiten, die in ihren Bereich fallen, dem Bundesgericht zuzuweisen. Mit Schreiben vom 25. Juni 1991 ersuchte der Regierungsrat des Kantons Glarus um die Genehmigung dieser Vorschrift. 3. Das Bundesgericht hat in einer Stellungnahme zur vorlie- genden Kompetenzzuweisung daraufhingewiesen, dasseine Ueberprüfung erstinstanzlicher Verfügungen im Lichte der OG-Revision und der angestrebten Entlastung des Bundesge- richts als fraglich erscheinen mag. Materiell sollten sich indes- sen diesbezüglich keine Probleme ergeben. 4. Die eidgenössischen Räte haben in den letzten Jahren ähn- liche Kompetenzzuweisungen an das Bundesgericht geneh- migt (z. B. der Kanton Solothurn im Jahre 1980, die Kantone Zug, Thurgau und Wallis im Jahre 1981, der Kanton Schaffhau- sen im Jahre 1986, der Kanton Freiburg im Jahre 1987, die Kantone Tessin, Neuenburg und Solothurn im Jahre 1990). Sie sind dabei davon ausgegangen, dass für diese Genehmi- gung ein genügendes Bedürfnis des Kantons vorhanden sein muss, gewisse Fälle nicht einer kantonalen Behörde zuzuwei- sen - so z. B. Fälle, in denen Magistratspersonen in den Streit verwickelt sind und die kantonale Behörde dann gewisser- massen in eigener Sache entscheiden müsste. Die Kompe- tenzzuweisungen wurden bisher nicht davon anhängig ge- macht, dass in den betroffenen Streitigkeiten zuerst eine kan- tonale Rechtmittel i nstanz entscheidet. Da Haftungsfälle im Zu- sammenhang mit dem Verhalten oberster Behörden ziemlich selten sind, drängt sich trotz der grossen Geschäftslast des Bundesgerichts keine Aenderung der Genehmigungspraxis auf. Das Bedürfnis, Haftungsstreitigkeiten vom Bundesgericht überprüfen zu lassen, in die oberste kantonale Behörden ver- wickelt sein könnten, ist als ausreichend für eine Kompetenz- zuweisung zu betrachten. M. Engler présente au nom de la commission le rapport écrit suivant: 1. Le 5 mai 1991, la Landsgemeinde du canton de Glaris a voté une nouvelle loi sur la responsabilité de l'Etat, des membres de ses autorités et des fonctionnaires (loi sur la responsabilité de l'Etat). Cette loi prévoit, à l'article 12 alinéa 3 et à l'article 21 alinéas 2 et 3, une attribution de compétence au Tribunal fédéral de connaître des contestations en matière de responsabilité, dans lesquelles des autorités cantonales supérieures pour- raient être impliquées. 2. L'article 114bis alinéa 4 de la Constitution fédérale prévoit que les cantons ont le droit, sous réserve d'approbation par l'Assemblée fédérale, d'attribuer à la Cour administrative fédé- rale la connaissance de différends administratifs en matière cantonale. Le Conseil d'Etat du canton de Glaris a demandé cette autori- sation par lettre du 25 juin 1991. 3. Dans son avis sur la présente attribution de compétence, le Tribunal fédéral fait remarque qu'au regard de la révision de l'OJ et des allégements envisagés du Tribunal fédéral, un réexamen des décisions de première instance pouvait appa- raître problématique. Quant au fond, il n'y aurait pourtant rien à objecter à cette attribution. 4. Les Chambres fédérales ont approuvé de telles délégations de compétence pour plusieurs cantons: Soleure (1980), Zoug, Thurgovie et Valais (1981), Schaffhouse (1986), Fribourg (1987), Tessin, Neuchâtel et Soleure (1990). Ils ont subor- donné cette approbation à l'existence d'un motif suffisant de la part du canton pour ne pas attribuer certains cas à une autorité cantonale, par exemple lorsque des magistrats cantonaux sont mêlés à une affaire, si bien que l'autorité cantonale serait en quelque sorte juge et partie. Les attributions de compéten- ces faites jusqu'ici ne dépendaient pas de la décision d'une instance cantonale de recours dans les contestations concer- nées. Les cas de responsabilité en rapport avec le comporte- ment des autorités suprêmes étant plutôt rares, une modifica- tion de la procédure d'approbation ne s'impose pas, malgré l'importante charge de travail du Tribunal fédéral. La nécessité de soumettre à la Cour fédérale des litiges touchant la respon- sabilité, dans lesquelles, les plus hautes instances cantonales pourraient être impliquées, est jugée suffisante pour une telle attribution de compétence. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt, dem Bundesbeschluss über die Genehmigung einer Kompetenzzuweisung des Kantons Gla- rus an das Bundesgericht zuzustimmen. Proposition de la commission La commission propose d'approuver l'arrêté fédéral concer- nant l'approbation d'une attribution de compétence au Tribu- nal fédéral par le canton de Glaris.Constitutions cantonales. Garantie 2696 N 17 décembre 1992 Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress, Art. 1,2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Titre et préambule, art. 1,2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen -Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 96 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Bundesrat-Au Conseil fédéral #ST# 92.073 Kantonsverfassungen (NW, FR, TG, NE, GÈ). Gewährleistung Constitutions cantonales (NW, FR, TG, NE, GÈ). Garantie Botschaft und Beschlussentwurf vom 31. August 1992 (BBIV1221 ) Message et projet d'arrêté du 31 août 1992 (FF V1157) Beschluss des Ständerates vom 10. Dezember 1992 Décision du Conseil des Etats du 10 décembre 1992 Kategorie V, Art 68 GRN - Catégorie V, art 68 RCN Frau Zölch unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht: Artikel 6 der Bundesverfassung verpflichtet die Kantone, für ihre Verfassungen die Gewährleistung des Bundes einzuho- len. Nach Absatz 2 des gleichen Artikels gewährleistet der Bund kantonale Verfassungen, wenn sie weder die Bundes- verfassung noch das übrige Bundesrecht verletzen, die Aus- übung der politischen Rechte in republikanischen Formen si- chern, vom Volk angenommen worden sind und revidiert wer- den können, sofern die absolute Mehrheit der Bürger und Bür- gerinnen es verlangt Erfüllt eine kantonale Verfassung diese Anforderungen, so muss sie gewährleistet werden; erfüllt eine kantonale Verfassungsnorm eine dieser Voraussetzungen nicht, so ist die Gewährleistung zu verweigern. Die vorliegenden Verfassungsänderungen haben zum Ge- genstand: - Kanton Nidwaiden: die Zuständigkeit zur Genehmigung von Konzessionserteilungen zur Benützung des Untergrundes; - Kanton Freiburg: die Verankerung der Gemeindeautonomie in der Verfassung; - Kanton Thurgau: Regelungen über die Organisation der Strafgerichtsbarkeit; - Kanton Neuenburg: Aenderungen von Bestimmungen über das Finanzreferendum; Kanton Genf: -das Recht auf Wohnung; und - die Organisation der Staatsanwaltschaft Die Aenderungen der Verfassungen der Kantone Freiburg, Thurgau, Neuenburg und Genf entsprechen dem Artikel 6 Ab- satz 2 der Bundesverfassung. Sie sind deshalb zu gewährlei- sten, wie dies der Bundesrat mit seiner Botschaft vom 31. Au- gust 1992 beantragt. Der Ständerat hat als Erstrat diesem Be- schlussentwurf am 10. Dezember 1992 zugestimmt. Der Ständerat hat gleichzeitig beschlossen, die Behandlung der Aenderung der Verfassung des Kantons Nidwaiden vor- läufig zurückzustellen. Der Ständerat ist zur Auffassung ge- langt, dass diese Verfassungsänderung an sich nur die Verla- gerung einer Kompetenz vom Regierungsrat an die Landsge- meinde betrifft. Die rechtlich schwierig zu beurteilende Einfüh- rung einer Konzessionspflicht für die Benutzung des Unter- grundes beruht hingegen nicht auf dieser Verfassungsände- rung, sondern auf gleichzeitig beschlossenen Gesetzesände- rungen. Gegen diese Gesetzesänderungen sind staatsrechtli- che Beschwerden beim Bundesgericht hängig. Bei dieser Sachlage erscheint es dem Ständerat zweckmässig, die Beur- teilung der Gewährleistungsfrage in Form eines gesonderten Bundesbeschlusses B erst nach dem Entscheid des Bundes- gerichtes über diese Beschwerden vorzunehmen. Die Staatspolitische Kommission des Nationalrates schliesst sich dieser Auffassung an. Sie hält ihrerseits fest, dass sie die Vorberatung dieses Bundesbeschlusses B als Kommission des Zweitrates nicht im bei unbestrittenen Gewährleistungen üblichen verkürzten Verfahren parallel mit der Kommission des Erstrates, sondern erst nach den Beschlüssen des Erstra- tes vornehmen wird. Mme Zölch présente au nom de la commission le rapport écrit suivant: En vertu de l'article 6 premier alinéa de la Constitution fédé- rale, les cantons sont tenus de demander à la Confédération la garantie de leur constitution. Selon l'alinéa 2 de ce même arti- cle, la Confédération accorde la garantie pour autant que ces constitutions soient conformes à la Constitution fédérale et à l'ensemble du droit fédéral, qu'elles assurent l'exercice des droits politiques selon des formes républicaines, qu'elles aient été acceptées par le peuple et qu'elles puissent être révisées lorsque la majorité absolue des citoyens le demande. Si une disposition constitutionnelle cantonale remplit toutes ces conditions, la garantie fédérale doit lui être accordée; sinon, elle lui est refusée. En l'espèce, les modifications constitutionnelles ont pour objet: -dans le canton d'Unterwald-le-Bas: la compétence d'ap- prouver l'octroi de concessions pour l'utilisation du sous-sol; -dans le canton de Fribourg: l'inscription de l'autonomie communale dans la constitution; - dans le canton de Thurgovie: des réglementations relatives à l'organisation de la juridiction pénale; - dans le canton de Neuchâtel: la modification de dispositions relatives au référendum financier; - dans le canton de Genève: le droit au logement et l'organisa- tion du Ministère public. Les modifications des constitutions des cantons de Fribourg, de Thurgovie, de Neuchâtel et de Genève sont conformes à l'article 6 alinéa 2 de la Constitution fédérale. Elles doivent donc recevoir la garantie fédérale, comme le propose le Conseil fédéral dans son message du 31 août 1992. Le Conseil des Etats, qui a traité cet objet le premier, a approuvé cette proposition le 10 décembre 1992. Le Conseil des Etats a toutefois décidé d'ajourner la modifica- tion de la constitution du canton d'Unterwald-le-Bas. Il est cer- tes d'avis que cet amendement n'est de fait qu'un transfert de compétences du Conseil d'Etat à la Landsgemeinde. En re- vanche, il estime que l'institution d'un régime de concession pour l'utilisation du sous-sol, qui soulève des problèmes juridi- ques complexes, ne relève pas de cette modification constitu- tionnelle, mais de modifications de lois approuvées simultané- ment Or, le Tribunal fédéral a été saisi de recours de droit pu- blic qui sont encore pendants et qui concernent ces modifica- tions de loi. Dans ces circonstances, le Conseil des Etats juge opportun de ne trancher la question de la garantie qu'une fois prononcée la décision du Tribunal fédéral. La garantie serait alors accordée sous la forme d'un arrêté fédéral distinct. La Commission des institutions politiques du Conseil national se rallie à ce point de vue. Elle précise qu'en tant que commis-Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Kanton Glarus. Kompetenzzuweisung an das Bundesgericht Canton de Glaris. Attribution de compétence au Tribunal fédéral In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1992 Année Anno Band VI Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 14 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.004 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 17.12.1992 - 15:00 Date Data Seite 2695-2696 Page Pagina Ref. No 20 022 081 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.