<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2015.00686</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichter Bachofner</p><p>Sozialversicherungsrichterin Käch</p><p>Gerichtsschreiber Brühwiler</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 21. Dezember 2016</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Erbin des X.___, gestorben am 12. August 2015</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Milosav Milovanovic</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beratungsstelle für Ausländer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Frohaldenstrasse 76, 8180 Bülach</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1956, arbeitete zuletzt seit 4. April 1995 als angelernter Schmelzer bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> AG, wobei sein Arbeitspensum im Betrieb ab 4. Februar 2008 auf 50 % reduziert und seine T</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ätigkeit angepasst wurde (Urk. 25</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/18 Ziff. 2.1, Ziff. 2.7-9). Nach erfolgter Meldung seines Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebers zur Früherfassung (Urk. 25</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/2) meldete er sich aufgrund eines Rückenleidens am 22. Juni 2008 bei der Invalidenversicheru</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ng zum Leistungsbezug an (Urk. 25</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/6). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 28. März 2011 sprach die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem inzwischen vom Arbeitgeber per 31. August 2009 (Urk. 25/32 S. 1, Urk. 25/44) gekündigten Versicherten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei einem Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ditätsgrad von 41 % mit Wirkung ab 1. November 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">08 eine Viertelsrente zu (Urk. 25</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/65).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügung vom 28. März 2011 (Urk. 25/65) erhob der Versicherte am 5. Mai 2011 Beschwerde (Urk. 25/66/3-7), welche mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 2. November 2012 (Prozess-Nr. IV.2011.00475, Urk. 25/89) nach vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gängig angedrohter reformatio in peius (vgl. Urk. 25/81) abgewiesen wurde, wobei die Verfügung der IV-Stelle vom 28. März 2011 mit der Feststellung, dass der Versicherte keinen Rentenanspruch habe, aufgehoben wurde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen einer Neuanmeldung machte der Versicherte mit Schreiben vom 23. Oktober 2014 (Urk. 25/136) eine Verschlechterung seines Gesundheitszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standes geltend. Die IV-Stelle klärte den medizinischen Sachverhalt ab und stellte mit Vorbescheid vom 28. November 2014 (Urk. 25/135) die Zusprache einer ganzen Invalidenrente ab 1. April 2015 in Aussicht. Dagegen wurde vom Versicherten keine Einsprache erhoben, weshalb am 25. Februar 2015 entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chend die Verfügung erstellt wurde (Urk. 25/143).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 19. Juni 2015 (Urk. 25/152) meldete sich der Versicherte zum Bezug einer Hilflosenentschädigung an.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügung vom 25. Februar 2015 (Urk. 25/143 = Urk. 2) erhob der Versicherte am 23. Juni 2015 Beschwerde und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze Invalidenrente ab 1. Mai 2013 zuzusprechen (Urk. 1 S. 1). Auf Aufforderung des hiesigen Gerichts hin, hinsichtlich Einhaltung der Beschwerdefrist eine Stellungnahme abzugeben (vgl. Verfügung vom 29. Juni 2015, Urk. 4), liess sich der Versicherte am 10. Juli 2015 (Urk. 6) vernehmen und erklärte, die Verfügung vom 25. Februar 2015 habe er offenbar per Ende Februar 2015 erhalten, jedoch sei diese an die frühere Adresse seines in jener Zeit bevollmächtigten Rechtsvertreters zugestellt worden, welche seit zehn Jahren nicht mehr gültig sei. Erst am 25. Mai 2015 sei die Verfügung gehörig zugestellt worden (S. 1). Die Beschwerdegegnerin nahm am 10. September 2015 hierzu Stellung (Urk. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 16. September 2015 teilte die Beschwerdegegnerin dem hiesigen Gericht mit, dass der Versicherte am 12. August 2015 gestorben sei (Urk. 11). Daraufhin sistierte das Gericht den Prozess mit Verfügung vom 17. September 2015 (Urk. 13) bis zum Entscheid über den Antritt der Erbschaft und stellte die Erben fest (vgl. Urk. 16-17). Mit Eingabe vom 17. September 2015 (Urk. 14/1-4) zeigte Milosav Milovanovic die Interessensvertretung der Ehefrau des verstorbenen Versicherten, Y.___, an und teilte am 8. November 2015 mit, dass seine Mandantin als Alleinerbin (vgl. Urk. 22) an der Beschwerde festhalte (Urk. 21). Daraufhin hob das hiesige Gericht mit Verfügung vom 12. November 2015 (Urk. 23) die Sistierung auf und setzte der Beschwerdegegnerin Frist zur Beschwerdeantwort und Einreichung der vollständigen Akten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Vernehmlassung vom 10. Dezember 2015 ein Nichteintreten beziehungsweise die Abweisung der Beschwerde (Urk. 24), was der Beschwerdeführerin am 15. Dezember 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 26).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine am 12. September 2016 durchgeführte Instruktionsverhandlung (vgl. Urk. 29) blieb ergebnislos. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorab ist die Rechtzeitigkeit der Beschwerde vom 23. Juni 2015 (Urk. 1) zu prü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 60 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherungsrechts (ATSG) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung des Einspracheentscheides oder der Verfügung, gegen wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che eine Einsprache ausgeschlossen ist, einzureichen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Diese Frist kann nicht erstreckt werden (Art. 40 Abs. 1 ATSG). Nach Art. 39 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 60 Abs. 2 ATSG ist die 30-tägige Frist nur gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim erstinstanzlichen Versicherungsgericht eingereicht oder zu dessen Handen u.a. der Schweizerischen Post übergeben wird. Läuft die Frist unbenützt ab, so erwächst der Verwaltungsentscheid in (formelle) Rechtskraft mit der Wirkung, dass das erstinstanzliche Gericht auf eine verspätet eingereichte Beschwerde nicht eintreten darf (vgl. BGE 134 V 49 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine Partei kann sich, wenn sie nicht persönlich zu handeln hat, jederzeit vertre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten oder, soweit die Dringlichkeit einer Untersuchung es nicht aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliesst, verbeiständen lassen (Art. 37 Abs. 1 ATSG). Im Sozialversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">recht des Bundes gilt der in Art. 37 Abs. 3 ATSG ausdrücklich verankerte Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">satz, dass der Versicherungsträger seine Mitteilungen an den Vertreter der Partei zu richten hat, solange diese ihre Vollmacht nicht widerrufen hat. Dieser Grundsatz dient im Interesse der Rechtssicherheit dazu, allfällige Zweifel dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über zum Vorneherein zu beseitigen, ob die Mitteilungen an die Partei selber oder an ihre Vertretung zu erfolgen haben, sowie um klarzustellen, welches die für einen Fristenlauf massgebenden Mitteilungen sein sollen (BGE 99 V 177 E. 3; SVR 2009 UV Nr. 16 S. 63, Urteil des Bundesgerichts 8C_210/2008 vom 5. November 2008 E. 3.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus der mangelhaften Eröffnung einer Verfügung darf der betroffenen Person gemäss Art. 49 Abs. 3 letzter Satz ATSG kein Nachteil erwachsen. Nach der Rechtsprechung ist nicht jede mangelhafte Eröffnung schlechthin nichtig mit der Konsequenz, dass die Rechtsmittelfrist nicht zu laufen beginnen könnte. Aus dem Grundsatz, dass den Parteien aus mangelhafter Eröffnung keine Nachteile erwachsen dürfen, folgt vielmehr, dass dem beabsichtigten Rechtsschutz schon dann Genüge getan wird, wenn eine objektiv mangelhafte Eröffnung trotz ihres Mangels ihren Zweck erreicht. Das bedeutet nichts anderes, als dass nach den konkreten Umständen des Einzelfalls zu prüfen ist, ob die betroffene Partei durch den gerügten Eröffnungsmangel tatsächlich irregeführt und dadurch benachteiligt worden ist. Richtschnur für die Beurteilung dieser Frage ist der auch in diesem prozessualen Bereich geltende Grundsatz von Treu und Glauben, an welchem die Berufung auf Formmängel in jedem Fall ihre Grenze findet (BGE 132 I 249 E. 6; 122 I 97 E. 3a/aa; 111 V 149 E. 4c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus den Akten geht hervor, dass der Versicherte seit dem 14. Oktober 2014 durch Herrn Milosav Milovanovic vertreten wurde (Urk. 25/129-130) und dieses Vertretungsverhältnis bis zur eigenständigen Beschwerdeerhebung am 23. Juni 2015 (Urk. 1) offenbar Bestand hatte. Aufgrund dieses Vertretungsverhältnisses war die IV-Stelle gehalten, ihre Verfügung vom 25. Februar 2015 (Urk. 2) dem Vertreter des Versicherten zuzustellen. Die IV-Stelle beziehungsweise die Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleichskasse Swissmem führte aber noch in ihrer Datenbank die alte Adresse des Vertreters an der Weinbergstrasse 147 in Zürich, obwohl dieser nach eigenen Angaben seit zehn Jahren nicht mehr dort seine Büroräumlichkeiten hat, son</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dern an der Frohhaldenstrasse 76 in Bülach (vgl. Urk. 6). Auch auf der einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reichten Vollmacht (Urk. 25/130) ist die Büroadresse von Bülach aufgeführt. Dass somit die Verfügung fehlerhaft eröffnet wurde, räumt auch die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin in ihrer Stellungnahme vom 10. September 2015 (Urk. 9) ein, ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weist aber auf die von der Rechtsprechung aufgestellte Regel, wonach die versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherte Person, der trotz des bekannten Vertretungsverhältnisses eine Verfügung direkt zugestellt wird, sich spätestens am dreissigsten Tage nach der erfolgten Zustellung der Verfügung bei ihrer Rechtsvertretung nach dem weiteren Vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen zu erkundigen hat, sodass am folgenden Tag die Beschwerdefrist von 30 Tagen nach Art. 60 Abs. 1 ATSG zu laufen beginnt (Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichts I 565/02 vom 6. Mai 2003 E. 3.1 mit Hinweisen). Gestützt auf diese Regel und die Annahme, der Versicherte habe die Verfügung vom 25. Februar 2015 spätestens anfangs März 2015 erhalten, hätte der Versicherte – so die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin – spätestens anfangs April 2015 an seinen Rechtsvertreter gelangen müssen, damit dieser – spätestens anfangs Mai 2015 – Beschwerde erhebe. Da die Beschwerde aber vom 23. Juni 2015 datiere, sei darauf nicht einzutreten (Urk. 9 S. 1 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dieser Annahme kann nicht gefolgt werden. Aus den Akten lässt sich nicht der Schluss ziehen, dass die Verfügung vom 25. Februar 2015 (Urk. 2) spätestens anfangs März 2015 dem Versicherten zugestellt wurde. So gab der Versicherte mit Eingabe vom 10. Juli 2015 lediglich an, er habe die Verfügung offenbar per Ende Februar 2015 erhalten, womit aber nicht beweiskräftig gesagt wurde, dass diese auch wirklich zu diesem Zeitpunkt zugestellt wurde, zumal die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin von einem frühestmöglichen Zustellungszeitpunkt mit B-Post von anfangs März 2015 ausging (vgl. Urk. 9). Gegen diese Annahme spricht aber vor allem der Umstand, wonach die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 8. Mai 2015 bei der zuständigen Ausgleichskasse nachfragte, warum die Verfügung noch nicht erlassen worden sei (Urk. 24/142/1), womit erstellt ist, dass bis zu diesem Zeitpunkt die Verfügung dem Versicherten noch gar nicht eröffnet wor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den sein konnte. Folgt man der Regel im genannten U</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">il des Bundesgerichts I 565/02, welche im Übrigen nicht unumstösslich ist (SVR 2012 IV Nr. 39 S. 147, Urteil des Bundesgerichts 9C_85/2011 vom 17. Januar 2012 E. 6.2 in fine), hätte der Versicherte bei Erhalt der Verfügung am 14. Mai 2015 (gemäss Aktenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeichniseintrag wurde die Verfügung am 13. Mai 2015 erstellt; vgl. Urk. 25 Aktenverzeichnis) bis 13. Juni 2015 Zeit gehabt, sich bei seinem Rechtsvertreter nach dem weiteren Vorgehen zu erkundigen, womit ab 14. Juni 2015 die Beschwerdefrist von 30 Tagen nach Art. 60 Abs. 1 ATSG zu laufen begann und dementsprechend am 13. Juli 2016 endete. Mit Beschwerdeeingabe vom 23. Juni 2015 (Urk. 1) ist die Frist auf jeden Fall gewahrt. Folglich ist auf die Beschwerde des Versicherten einzutreten und die Sache materiell zu prüfen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVV), so ist im Beschwerdever</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahren zu prüfen, ob im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 9C_261/2009 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sionsgrund im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin sprach mit Verfügung vom 25. Februar 2015 (Urk. 2) dem Versicherten mit Wirkung ab 1. April 2015 eine ganze Invalidenrente zu mit der Begründung, dass ein neuer Gesundheitsschaden seit 14. Oktober 2014 ausgewiesen sei. Da der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruches bestehe (Art. 29 Abs. 1 IVG) und die erneute Anmeldung am 24. Oktober 2014 eingegangen sei, würden die Leistungen somit ab 1. April 2015 ausgerichtet (vgl. Verfügungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">blatt 2, Urk. 25/141).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte machte in seiner Beschwerde vom 23. Juni 2015 (Urk. 1) gel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tend, es sei im Jahr 2013 zu einer wesentlichen Verschlechterung seines Gesundheitszustandes gekommen. Da er infolge der Krankheit (unter anderem schwere depressive Episode und anhaltende somatoforme Schmerzstörung, im Jahr 2014 zusätzlich eine Krebserkrankung) verwirrt gewesen sei, habe er es verpasst, rechtzeitig ein erneutes Gesuch einzureichen. Erst am 13. Oktober 2013 habe er einen Rechtsvertreter kontaktiert und dieser habe dann die Neu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anmeldung am 24. Oktober 2014 eingereicht. Aus diesen Gründen sei ihm die ganze Rente mit Beginn ab 1. Mai 2013 zuzusprechen (S. 1 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, ob der Versicherte beziehungsweise nach dessen Able</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben die Beschwerdeführerin als Alleinerbin Anspruch auf Auszahlung einer Invalidenrente vor dem 1. April 2015 hat. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dabei blieb grundsätzlich unbestritten, dass sich der medizinische Sachverhalt in der Zeit zwischen der Verfügung vom 28. März 2011 und der rentenzuspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chenden Verfügung vom 25. Februar 2015 in erheblichem Ausmass gemäss Art. 17 ATSG (vgl. vorstehend E. 2.2 f.) verändert hat (vgl. Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Urteil vom 2. November 2012 (Prozess-Nr. IV.2011.00475, Urk. 25/89) wurde der massgebende medizinische Sachverhalt, wie er sich bei Erlass der ursprünglichen Verfügung vom 28. März 2011 präsentierte, rechtsgenüglich dahin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehend als erstellt erachtet, wonach dem Versicherten gestützt auf ein polydisziplinäres Gutachten eine behinderungsangepasste Tätigkeit zu 80 % zumutbar sei (vgl. E. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte wurde a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2010 fachärztlich internistisch, rheuma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tologisch, neurologisch sowie psychiatrisch an </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Universitäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spitals C.___ untersucht (Urk. 25</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">57). Das Gutachten wurde am 16. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August 2010 erstattet. In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung ergab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich ein chronisches myotendinotisches lumbover</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tebrales Schmerzsyndrom, ein Restless-legs-Syndrom sowie unspezifische Schwankschwindelepisoden mit Auswirkung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en auf die Arbeitsfähigkeit (S. 16 Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gutachter interpretierten die Schmerzen im Lendenbereich als unspezifische (im Sinne von fehlenden neurologischen Ausfällen/Reizungen) Rückenschmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zen bei multietagigen degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule (LWS) und ausgeprägten muskulären Dysbalancen mit myotendinotischen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spannungen der paravertebralen Muskulatur im lumbalen und im thorakalen Bereich (S. 19). Die vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> geschilderten okzipital akzentuierten Kopfschmerzen würden zusätzlich eine migräniforme Komponente (Wetter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fühligkeit, leichte Phono- und Fotophobie) aufweisen, wobei die klassischen Kriterien nicht erfüllt seien. Im Rahmen des Restless-legs-Syndroms interpre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tierten die Gutachter auch die vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> geschilderte diskrete socken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">förmige Hypästhesie der Füsse, wobei sich klinisch neurologisch darüber hinaus bei mittellebhaftem ASR und intakter Pallhypästhesie, Thermhypästhesie und Algesie keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer relevanten Polyneuropathie ergeben hätten (S. 20 oben). Im Hinblick auf die vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> als Neben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beschwerden erwähnten rezidivierenden, zirka einmal alle zwei Wochen auftre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenden, 10-20 Sekunden anhaltenden Schwankschwindelepisoden hätten sich in der klinisch-neurologischen Untersuchung keine Anhaltspunkte für eine ves</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tibuläre oder zentrale Genese des Schwindels ergeben. Aus psychiatrischer Sicht stellten die Gutachter keine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diagnose mit Krankheitswert (S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">20 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus gesamtgutachterischer Sicht seien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem Versicherten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aufgrund der objekti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">baren multietagigen degenerativen Veränderungen im Bereich der LWS sowie aufgrund des weitgehend nachvollziehbaren klinischen Schmerzsyndroms im Bereich der LWS mit konsekutiver muskulärer Dysbalance der paraver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tebralen Muskulatur im lumbalen Bereich, alle bisher ausgeübten Tätigkeiten, die ausnahmslos körperlich schwerer Natur gewese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n seien, nicht mehr möglich (S. 20 Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.2). Für eine körperlich leichte Verweistätigkeit ohne Heben von Lasten über 10 kg, ohne Arbeit in monotonen Körperhaltungen, ohne Rotationsbewegungen des Rumpfes, ohne Bücken, ohne in die Höhe zu gehen, bestehe eine re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stliche Arbeitsfähigkeit von 80 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">% ab Datum der IV-Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (richtig wohl: Vorbescheid; S. 20 Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.3, S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 21 Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Seit der letztmaligen materiellen Prüfung sind die folgenden, wesentlichen Berichte zu den Akten genommen worden:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte des D.___ nannten am 10. Juni 2013 (Urk. 25/115/5-7) folgende Diagnosen (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Störung durch Tabak (ICD-10 F17.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Ärzte führten aus, der Versicherte sei am 8. April und 14. Mai 2013 zu Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gesprächen erschienen. Dabei habe er geschildert, seit 2003 unter zunehmenden Schmerzen in der LWS und im Nacken/Schulterbereich zu leiden. Er sei seit 12. August 2008 vollständig arbeitsunfähig und leide des Weiteren unter Schlaf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">störungen, Appetitzunahme, Depressionen mit Lust- und Interesselosig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">keit (S. 1). Da die Störung Krankheitswert habe, sei das Ziel definiert worden, die Depression und die Schmerzen zu reduzieren (S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Bericht vom 14. Januar 2014 (Urk. 25/115) verwies Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemeine Medizin, hinsichtlich Diagnosen auf den Bericht der Ärzte des D.___ (vgl. vorstehend E. 5.2) und attestierte dem Versicherten weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hin eine seit Dezember 2008 bestehende vollständige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.1, Ziff. 1.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte des F.___ nannten in ihrem Bericht vom 5. Februar 2014 (Urk. 25/121 = Urk. 25/131/1-7) folgende Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nosen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lumbovertebrales Schmerzsyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">diskrete Verminderung des Intervertebralraumes L3/4 im Sinne einer diskreten Osteochondrose. Diskrete Spondylarthrose der unteren LWS (5. Mai 2010, 16. August 2010)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">kleine Diskushernie L3/4 sowie L5/S1 mit Kontakt zu den Nervenwur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">zeln am ausgeprägtesten L1 links (2. September 2008)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Schmerzen Knie beidseits</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">sehr diskrete, rechtsbetonte Verschmälerung des Gelenkspalts im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Sinne einer beginnenden Gonarthrose im medialen Kompartiment.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Sehr diskrete subchondrale Sklerosierung medial beidseits (5.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Mai</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> 2010)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Schmerzen linker Fuss</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">diskreter Hallux valgus (4. März 2009)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Ärzte gingen insgesamt von einer klinischen Verschlechterung des Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">heitszustandes aus und erachteten den Versicherten in ihrer Konsensbeurteilung aus somatischer und psychiatrischer Sicht als vollständig arbeitsunfähig für sowohl die angestammte Tätigkeit als auch für angepasste Tätigkeiten. Eine Arbeitstätigkeit sei generell nicht zumutbar (S. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Stellungnahme vom 24. Juni 2014 (Urk. 25/131/8-10) begründeten die Ärzte des D.___ – näher ausgeführt – die Verschlechterung des psychiatrischen Zustandes des Versicherten seit dem 6. August 2010. Sie stellten die gleichen Diagnosen wie schon im Bericht des F.___ vom Februar 2014 (vgl. vorstehend E. 5.4), jedoch ohne die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung (S. 2) und attestierten dem Versicherten weiterhin eine vollständige Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit für alle Tätigkeiten (S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte am G.___, Klinik für Pneumologie, berichte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten am 21. Oktober 2014 (Urk. 25/131/11-12) über die vom 14. bis 21. Oktober 2014 dauernde Behandlung des Versicherten. Sie nannten folgende Diagnosen (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">wenig differenziertes Adenokarzinom der Lunge, Erstdiagnose 14.10.2014</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">initiales Stadium</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">grosser rechthilärer Tumor mit ausgedehnter mediastinaler Lympha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">denopathie und Lungenmetastasen linksseitig, kleine singuläre ossäre Metastasen im Halswirbelkörper 5</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">klinischer Verdacht auf supraklavikuläre Lymphknotenmetastase rechtsseitig</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">persistierender Nikotinkonsum</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Hypothyreose (unter Substitution)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. H.___, Facharzt für Anästhesiologie und zertifizierter medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Gutachter, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), nahm am 25. November 2014 (Urk. 25/139 S. 2) Stellung zum Gesundheitszustand des Versicherten. Er wies darauf hin, dass der eingereichte Bericht des F.___ vom 5. Februar 2014 (vgl. vorstehend E. 5.4) somatisch keine richtungsweisenden Veränderungen der Befunde gegenüber dem Zeitpunkt des B.___-Gutachtens aufweise. Es handle sich bei der Angabe einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit von 100 % seit 2008 um eine andere Beurteilung eines im Wesentlichen unveränderten Zustandes. Aus psychiatrischer Sicht werde eine schwere depressive Episode diagnostiziert. Da einer depressiven Episode das Merkmal der Dauerhaftigkeit fehle, gelte sie versicherungsmedizinisch als nicht IV-relevant. Das F.___ habe am 24. Juni 2014 (vgl. vorstehend E. 5.5) nochmals die gleichen Diagnosen aufgeführt. Mit dem G.___-Bericht vom 21. Oktober 2014 (vgl. vorstehend E. 5.6) sei aufgrund der Diagnose eines metastasierenden Adenokarzinoms eine schwere Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlechterung des Gesundheitszustandes des Versicherten seit dem 14. Oktober 2014 ausgewiesen, welcher eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % in bisheriger und angepasster Tätigkeit begründe.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. E.___ nannte in seinem Bericht vom 5. Juni 2015 (Urk. 3/6) folgende Diagno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">unklarer Verwirrtheitszustand mit Schwäche und Müdigkeit seit 12. Mai 2015</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">multifaktoriell im Rahmen der Hyponatriämie und Meningeosis carci</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">nomatosa</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">akute, hypovoläme, hypoosmolare Hyponatriämie (15. Mai 2015)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">wenig differenziertes Adenokarzinom der Lunge, Erstdiagnose 14. Okto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ber 2014</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Schmerzen Knie beidseits</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Schmerzen Fuss links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Er führte aus, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich seit dem Adenokarzinom der Lunge im Oktober 2014 massiv verschlechtert (S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Frage, ob sich der Gesundheitszustand des Versicherten in einer für den Anspruch erheblichen Weise verschlechtert hat, beurteilt sich durch einen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleich des Gesundheitszustandes im Zeitpunkt der Verfügung vom 28. März 2011 (Urk. 25/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">65</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) mit dem Gesundheitszustand im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung (Urk. 2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Unbestritten ist dabei, dass dem Versicherten ab 14. Oktober 2014 ein Adenokarzinom der Lunge diagnostiziert wurde (vgl. vorstehend E. 5.6), welches gemäss Einschätzung des RAD der Beschwerdegegnerin eine schwere Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Versicherten bewirkte und eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in jeglichen Tätigkeiten begründete (vgl. vorstehend E. 5.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus somatischer Sicht lässt sich aus den Berichten des D.___ vom 10. Juni 2013 (vgl. vorstehend E. 5.2) und des F.___ vom 5. Februar 2014 (vgl. vorstehend E. 5.4) keine gesundheitliche Verschlechterung festmachen. So stellten die Ärzte keine neue wesentliche Diagnose, sondern stützten sich auf dieselben bildge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benden Befunde, die bereits den Gutachtern des B.___ als Entscheidgrundlage zur Verfügung gestanden haben (vgl. vorstehend E. 4). Damit stellten die fragli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Berichte bloss eine unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes dar, was aber keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG zu begründen vermag (vgl. vorstehend E. 2.2 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In psychischer Hinsicht diagnostizierten die behandelnden Ärzte des D.___ zunächst eine mittelgradige depressive Episode (vgl. vorstehend E. 5.2), die dann durch den Psychiater des F.___ mit Bericht vom 5. Februar 2014 auf eine schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) abgeändert wurde (vgl. vorstehend E. 5.4). Eine zunächst ebenfalls erhobene Diagnose einer somatoformen Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung (ICD-10 F45.4) wurde vom Psychiater des D.___ in der ausführ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich begründeten Stellungnahme vom 24. Juni 2014 hingegen nicht mehr bestätigt (vgl. vorstehend E. 5.5). Zwar bezeichnet eine mittlere bis schwere depressive Episode im Sinne von ICD-10 F32.1-2 grundsätzlich eine vorüberge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hende Störung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. Daniel Hell und Andere, Kurzes Lehrbuch der Psychiatrie, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufl. 2011, S. 117 unten). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Länger (mehr als sechs, selten zwölf Monate) dauernde Störungen werden unter ICD-10 F33 (rezidivierende depressive Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung) oder ICD-10 F34 (anhaltende affektive Störung) erfasst (Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 8C_80/2011 vom 14. Juni 2011 E. 6.3.2 mit Hinweis). Jedoch bestand die depressive Symptomatik im Zeitpunkt der Beurteilung durch den Psychiater des F.___ bereits früher. So führte der Psychiater des D.___ in seiner Stellungnahme vom 24. Juni 2014 (vgl. vorstehend E. 5.5) aus, dass sich bereits seit August 2010 eine Verschlechterung des psychiatrischen Zustandes einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellt habe und seit 2014 eine schwere depressive Episode bestehe. Ausgehend von der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bundesgerichtlichen Praxis, wonach leichte bis höchstens mittelschwere Störungen aus dem depressiven Formenkreis in der Regel therapierbar sind und invalidenversicherungsrechtlich zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_836/2014 vom 23. März 2015 E. 3.1, 9C_474/2013 vom 20.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2014 E. 5.4, 9C_696/2012 vom 19. Juni 2013 E. 4.3.2.1, 9C_250/2012 vom 29. November 2012 E. 5, 9C_736/2011 vom 7.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2012 E. 4.2.2.1 sowie 9C_917/2012 E. 3.2 vom 14. August 2013)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, woran die neue Praxis gemäss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nichts geändert </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_125/2015 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">November 2015 E. 7.2.1 und 9C_168/2015 vom 13. Apr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">il 2016 E. 4.2 mit Hinweis), ist demnach hinsichtlich einer erheblichen Gesundheitsveränderung auf die schwere depressive Episode abzustellen. Eine erhebliche und wie vorhin dargelegt relevante Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit von über 40 % (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) wurde von den behandelnden Ärzten des F.___ somit ab Februar 2014 attestiert. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit ist allerdings über die Dauer der möglichen Einschränkung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der psych</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Erkrankung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">noch nichts ausgesagt. Denn die Diagnose alleine besagt noch nichts über die invalidisierende Wirkung einer gesundheitli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_731/2015 vom 18. April 2016 E. 4.2). Ob die im Februar 2014 diagnostizierte schwere depressive Episode invalidisierende Auswirkungen zeitigte oder nicht, kann vorliegend indes offen bleiben, denn für die Entstehung des Anspruchs auf eine Invalidenrente im Besonderen ist immer und einzig vorausgesetzt, dass während eines Jahres (ohne Unterbruch) eine mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) bestanden hat und eine anspruchsbegründende Erwerbsunfähigkeit weiterhin besteht (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG, Art. 28a IVG; BGE 127 V 294 E. 4c). Dies ist mit den klinischen Diagnosen der schweren depressiven Episode ab Februar 2014 und vor allem durch die Krebsdiagnose im Oktober 2014 zweifels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ohne erfüllt, womit eine klare gesundheitliche Verschlechterung und damit ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG von invalidisierendem Ausmass erstellt war und von der Beschwerdegegnerin - zumindest hinsichtlich der Krebsdiagnose - auch anerkannt wurde (vgl. vorstehend E. 5.7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Vorbringen des Versicherten, er sei 2013 infolge der Krankheit verwirrt gewesen, weshalb es ihm unmöglich gewesen sei, früher als am 23. Oktober 2014 der IV-Stelle eine Neuanmeldung einzureichen (Urk. 1 S. 2), findet in den medizinischen Akten keine Stütze. Aus den Berichten des D.___ (vgl. vorstehend E. 5.2, E. 5.5) und F.___ (vgl. vorstehend E. 5.4) lässt sich kein Hinweis auf einen Hinderungsgrund ableiten. So hielten die Ärzte des D.___ in ihrem Bericht vom 10. Juni 2013 zuhanden des Hausarztes fest, der Beschwerdeführer leide an Depressionen mit Lust- und Interesselosigkeit, Lärmempfindlichkeit, Müdigkeit, Nervosität, Rückzug, Antriebslosigkeit, Freudunfähigkeit, Vergesslichkeit, Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zentrationsstörungen, Gedankenkreisen, Sinnlosigkeitsgedanken und Verlust von Selbstvertrauen (Urk. 25/115/5). Diese aufgezählten Leiden finden sich auch tel quel in der psychosomatischen Einschätzung im Bericht des F.___ vom 5. Februar 2014 wieder (Urk. 25/121 S. 2). Ferner wurde im genannten Bericht ausgeführt, die Stimmung des Versicherten sei deutlich depressiv-resigniert, affektiv unkontrolliert. Kognitiv sei er in Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit und Gedächtnis verlangsamt beziehungsweise deutlich einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkt. Es bestehe eine deutliche Vergesslichkeit, im Denken sei er formal beweglich, inhaltlich problemzentriert. Es bestünden keine Anhaltspunkte für psychotische Erlebnisweisen (Wahn-, Wahrnehmungs- oder Ich-Störungen) und es läge keine akute Suizidalität vor (S. 5). Hinsichtlich Aktivitäten seien sowohl Spaziergänge von zwei Stunden Dauer pro Tag, als auch kleine Einkäufe mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich. Dagegen könne der Versicherte kaum mehr Autofahren (S. 6 oben). All diese ärztlichen Ausführungen zeigen aber weder eine Verwirrtheit des Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherten auf, noch vermögen sie eine Handlungsunfähigkeit des Versicherten zu belegen, zumal er zu Hause von seiner Tochter und der Schwester seiner Frau betreut wurde (vgl. Urk. 25/131/9). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Einzig Dr. E.___ berichtete am 5. Juni 2015 (vgl. vorstehend E. 5.8) von einem unklaren Verwirrtheitszustand mit Schwäche und Müdigkeit, welcher seit 12. Mai 2015 gelte. Dieser Zustand trat aber erst nach der erfolgten Neuanmel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung am 23. Oktober 2014 ein und dürfte dem Umstand der intensiven Krebs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">behandlung des Versicherten geschuldet sein. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weitere Hinweise, die darauf schliessen lassen, dass es dem Versicherten unmög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich war, sich früher bei der Beschwerdegegnerin anzumelden, konnten der Versicherte beziehungsweise die Beschwerdeführerin weder vorbringen noch glaubhaft machen, weshalb sie die Folgen Beweislosigkeit zu tragen haben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist der medizinische Sachverhalt dahingehend als erstellt zu betrachten, dass spätestens per 5. Februar 2014 eine relevante gesundheitliche Verschlechterung beim Versicherten ausgewiesen ist und es ihm davor mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht verunmöglicht war, die am 23. Oktober 2014 erfolgte Neuanmeldung der IV-Stelle früher einzureichen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ebenfalls unbestritten und vorliegend zu keinen Weiterungen Anlass gebend war der von der Beschwerdegegnerin zur Bestimmung des Invaliditätsgrades (vgl. Art. 16 ATSG) vorgenommene Prozentvergleich mit der Feststellung eines Invaliditätsgrades von 100 % und demzufolge der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund des Gesagten war der rentenbegründende Invaliditätsgrad hauptsäch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich auf die im Oktober neu eingetretene Krebserkrankung, gegebenenfalls ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bunden mit einer gegenüber der ursprünglichen Verfügung vom 28. März 2011 neu aufgetretenen psychischen Erkrankung, zurückzuführen. Es lag somit ein neues versichertes Ereignis vor. Da ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von 40 % gemäss Urteil des hiesigen Gerichts vom 2. November 2012 (Urk. 25/89) nicht vorlag (nämlich 39 %) und der Rentenanspruch damals somit nicht ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">standen war, ist die nachfolgende gesundheitliche Verschlechterung als neuer Versicherungsfall zu bezeichnen, dies mit der Folge, dass die Wartezeit erneut zu bestehen war, da Art. 29</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVV (Anrechnung früher bestandener Wartezeiten bei Wiederaufleben der Invalidität infolge des gleichen Leidens) in dieser Konstellation infolge Fehlens einer revidierbaren Rente nicht zur Anwendung gelangt. In Berücksichtigung der einjährigen, spätestens im Februar 2014 zu eröffnenden Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG konnte der Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsfall (rentenbegründende Invalidität; vgl. BGE 137 V 417 E. 2.2.4) entgegen der Annahme der Beschwerdegegnerin, welche das Wartejahr bereits im November 2008 als erfüllt erachtete (vgl. Urk. 25/141 S. 1), frühestens am 1. Februar 2015 eintreten. Im Ergebnis bleibt dies jedoch ohne Relevanz, weil die neue, ganze Invalidenrente frühestens sechs Monate nach der Neuanmel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung bei der Invalidenversicherung ausgerichtet wird (Art. 29 Abs. 1 IVG). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die von der Beschwerdegegnerin verfügte Zusprache der ganzen Rente ab 1. April 2015 (Neuanmeldung vom 23. Oktober 2014 plus sechs Monate gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG) ist daher rechtens und die Beschwerde ist demzufolge ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Versicherte beziehungsweise die Beschwerdeführerin beantragte die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Urk. 1 S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraussetzungen für die Bewilli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung der unentgeltlichen Prozessführung erfüllt, wenn der Prozess nicht aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtslos und die Partei bedürftig ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die unentgeltliche Rechtspflege kann nur gewährt werden, wenn die Rechtsvor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kehr nicht aussichtslos ist. Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten (ex ante betrachtet) beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 133 III 614 E. 5 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im vorliegenden Verfahren war im Wesentlichen lediglich die Beurteilung des Gesundheitszustandes des Versicherten vor 2014 strittig. Die vom Versicherten vorgebrachten Argumente einer entschuldbaren verspäteten Neuanmeldung sind nicht stichhaltig und werden von der Aktenlage nicht gestützt (vgl. vorstehend E. 6.4), so dass von einer erfolgversprechenden Anfechtung der Verfügung vom 25. Februar 2015 nicht die Rede sein kann. Angesichts der klaren Sach- und Rechtslage konnte daher nicht ernsthaft damit gerechnet werden, dass die Beschwerde gutgeheissen würde. Das Begehren erweist sich als aussichtslos.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde als aussichtslos zu betrachten und das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung aus diesem Grund abzuweisen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kosten des Verfahrens gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG sind ermessensweise auf Fr. 800.-- anzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> unterliegenden Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht beschliesst:</span></p><p><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">Das Gesuch de</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">r</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">in</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug"> um Bewilligung der unentgeltlichen Prozess</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">führung wird abgewiesen,</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">und erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin auferlegt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">stellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Milosav Milovanovic</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannBrühwiler</p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>