<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">6P.40/2007 </div> <div class="para">6S.86/2007 /aml </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 20. März 2007 </div> <div class="para">Kassationshof </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Schneider, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Zünd, Mathys, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Arquint Hill. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich, </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Zürich, II. Strafkammer, Postfach, 8023 Zürich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">6P.40/2007 </div> <div class="para">Strafverfahren; Willkür, rechtliches Gehör </div> <div class="para"> </div> <div class="para">6S.86/2007 </div> <div class="para">Pflichtwidriges Verhalten bei Unfall </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsrechtliche Beschwerde (6P.40/2007) und Nichtigkeitsbeschwerde (6S.86/2007) gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Strafkammer, vom 10. November 2006. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Das Obergericht verurteilte X.________ im Berufungsverfahren am 10. November 2006 wegen pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall (Führerflucht) zu einer bedingt vollziehbaren Gefängnisstrafe von 14 Tagen bei einer Probezeit von zwei Jahren. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">X.________ gelangt mit staatsrechtlicher Beschwerde und eidgenössischer Nichtigkeitsbeschwerde ans Bundesgericht. Er beantragt mit beiden Rechtsmitteln sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Obergericht hat auf eine Stellungnahme zu den Beschwerden verzichtet. Weitere Vernehmlassungen wurden nicht eingeholt. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das Bundesgesetz über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) ist am 1. Januar 2007 in Kraft getreten. Da das angefochtene Urteil vorher ergangen ist, richtet sich das Verfahren noch nach bisherigem Verfahrensrecht (<span class="artref">Art. 132 Abs. 1 BGG</span>, e contrario). </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 90 Abs. 1 lit. b OG</span> muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen. Auf ungenügend begründete Vorbringen und bloss allgemein gehaltene, rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (grundlegend: <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=06.03.2007&amp;to_date=25.03.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F110-IA-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page1">BGE 110 Ia 1</a> E. 2a<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=06.03.2007&amp;to_date=25.03.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-I-492%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page492">125 I 492</a></span> E. 1b S. 495, mit Hinweisen; vgl. ferner <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=06.03.2007&amp;to_date=25.03.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-I-38%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page38">BGE 127 I 38</a> E. 3c und 4 S. 43 mit weiteren Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer macht vorliegend eine Verletzung verschiedenster Bestimmungen der BV (so etwa Art. 5, 7, 8, 9, 16, 29 und 30 BV) und der EMRK (<span class="artref"><artref id="CH/0.101/6" type="start"></artref>Art. 6 und 13 EMRK</span><artref id="CH/0.101/13" type="end"></artref>) sowie einen Verstoss gegen kantonales Strafprozessrecht geltend. Soweit seine Ausführungen überhaupt zur Sache gehören (vgl. beispielsweise die Darlegungen zur "Überwachungsproblematik", Beschwerdeschrift, S. 19 - 23; siehe angefochtenes Urteil, S. 7), erschöpfen sich die Vorbringen in rein appellatorischer Kritik am angefochtenen Entscheid, geht doch daraus in keiner Weise substantiiert hervor, dass und inwieweit den kantonalen Behörden Willkür vorgeworfen werden könnte oder die verfassungsmässigen Rechte des Beschwerdeführers durch den angefochtenen Entscheid sonst wie verletzt worden sein sollten. Da die Beschwerde den strengen Begründungsanforderungen von <span class="artref">Art. 90 Abs. 1 lit. b OG</span> mithin nicht genügt, ist darauf nicht einzutreten. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Mit der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde kann nur die Verletzung von eidgenössischem Recht gerügt werden (<span class="artref">Art. 269 Abs. 1 BStP</span>). Die Verletzung verfassungsmässiger Rechte ist jedoch - soweit nicht eine mittelbare Verfassungsverletzung geltend gemacht wird - mit staatsrechtlicher Beschwerde vorzubringen (<span class="artref">Art. 269 Abs. 2 BStP</span>). In seiner mit der staatsrechtlichen Beschwerde wortwörtlich überein-stimmenden Beschwerdeeingabe rügt der Beschwerdeführer einzig die Verletzung verschiedenster Bestimmungen der BV, der EMRK sowie des kantonalen Strafprozessrechts. Er legt hingegen mit keinem Wort dar, welche Normen oder Grundsätze des Bundesstrafrechts und inwiefern diese durch die Vorinstanz unrichtig angewendet worden sein könnten. Auf die Nichtigkeitsbeschwerde kann daher unter diesen Umständen nicht eingetreten werden (<span class="artref">Art. 273 Abs. 1 lit. b OG</span>). </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege können wegen Aus-sichtslosigkeit nicht bewilligt werden (<span class="artref">Art. 152 Abs. 1 OG</span>). Entsprechend dem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer daher die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 OG</span>; <span class="artref">Art. 278 Abs. 1 BStP</span>). Seiner finanziellen Lage ist mit einer herabgesetzten Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (<span class="artref">Art. 153a Abs. 1 OG</span>). </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Auf die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege werden abgewiesen. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von insgesamt Fr. 1'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 20. März 2007 </div> <div class="para">Im Namen des Kassationshofes </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>