<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2004 122 S.452</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2004</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">452</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> [...]<br/> <br/> <span class="ft2"><b>122 Wiedererwägung von Auflagen einer Baubewilligung; Flachdachnutzung</b></span><br/> <span class="ft2"><b>einer Klein- und Anbaute.</b></span><br/> <span class="ft3">-</span> <span class="ft2"><b>Anspruch auf Wiedererwägung einer Baubewilligungsauflage; Öff-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>nung des Rechtsmittelwegs, wenn der Gemeinderat trotz fehlendem</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Anspruch auf das Begehren eintritt (Erw. 4).</b></span><br/> <span class="ft3">-</span> <span class="ft2"><b>Wird das Flachdach einer Klein- und Anbaute wie ein Balkon ge-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>nutzt, gelten in Bezug auf Breite (Fassadendrittel) und Abstand die-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>selben Vorschriften wie für Balkone (§ 2 ABauV) (Erw. 6/7a).</b></span><br/> <br/> <span class="ft5">Aus dem Entscheid des Baudepartements vom 19. März 2004 i.S. A.</span><br/> <br/> <span class="ft6"><i>Aus dem Sachverhalt:</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">Der Gemeinderat W. bewilligte am 8. April 2002 das Baugesuch</span><br/> <span class="ft1">der Eheleute A. für den Anbau einer Doppel-Fertiggarage mit der</span><br/> <span class="ft1">Auflage, dass der auf dem Dach dieses Anbaus vorgesehene Sitzplatz</span><br/> <span class="ft1">auf die Fläche der ersten Garage zu beschränken sei (Auflage 1g);</span><br/> <span class="ft1">die zweite Garage müsse daher mit Blumentrögen oder einem</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2004</span> <span class="title">Bau-, Raumplanungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">453</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Geländer so abgegrenzt werden, dass dieses zweite Dach nicht</span><br/> <span class="ft1">begangen werden könne. - Das neue begehbare Gargendach schliesst</span><br/> <span class="ft1">unmittelbar an den bestehenden (rücksprungartig in die Fassade ge-</span><br/> <span class="ft1">schnittenen) Balkon im ersten Geschoss an; Garagendach und Bal-</span><br/> <span class="ft1">kon bilden so eine einheitliche Fläche.</span><br/> <span class="ft1">Nachdem die Baubewilligung rechtskräftig geworden war,</span><br/> <span class="ft1">stellten die Eheleute S. das Gesuch, dass ihnen zu bewilligen sei,</span><br/> <span class="ft1">auch die zweite Garage als Terrassenfläche zu nutzen. Der Gemein-</span><br/> <span class="ft1">derat wies das Gesuch ab. Dagegen erheben die Eheleute S. Be-</span><br/> <span class="ft1">schwerde beim Baudepartement.</span><br/> <br/> <span class="ft6"><i>Aus den Erwägungen:</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">4. a) (...)</span><br/> <span class="ft1">bb) Wird ein Baugesuch abgelehnt und reicht der Bauherr später</span><br/> <span class="ft1">ein neues, gleiches oder ähnliches Baugesuch ein, so gilt folgende,</span><br/> <span class="ft1">vom Verwaltungsgericht entwickelte Rechtsprechung (Aargauische</span><br/> <span class="ft1">Gerichts- und Verwaltungsentscheide [AGVE] 2001, S. 304 ff.; vgl.</span><br/> <span class="ft1">Verwaltungsgerichtsentscheid [VGE] III/31 vom 22. April 2002,</span><br/> <span class="ft1">S. 6):</span><br/> <span class="ft7">"Die Baubewilligung wird im allgemeinen als Polizeibewilligung</span><br/> <span class="ft7">qualifiziert (Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Um-</span><br/> <span class="ft7">weltrecht, Band I, 3. Auflage, Zürich 1999, Rz. 509; Christian Mäder,</span><br/> <span class="ft7">Das Baubewilligungsverfahren, Diss. Zürich 1991, Rz. 23, 430; Erich</span><br/> <span class="ft7">Zimmerlin, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, 2. Auflage,</span><br/> <span class="ft7">Aarau 1986, § 152 N 5; AGVE 2000, S. 247). Auf die Erteilung einer</span><br/> <span class="ft7">Baubewilligung besteht ein Rechtsanspruch, wenn das Bauvorhaben</span><br/> <span class="ft7">dem massgebenden öffentlichen Recht, insbesondere den baurechtlichen</span><br/> <span class="ft7">Vorschriften entspricht (vgl. Zimmerlin, a.a.O., § 152 N 5; AGVE 2000,</span><br/> <span class="ft7">S. 247). Die Abweisung des Baugesuchs ist als negativer Verwaltungsakt</span><br/> <span class="ft7">deklarativer Natur und stellt fest, dass das Projekt nicht den Vorschriften</span><br/> <span class="ft7">entspricht (Zimmerlin, a.a.O., § 152 N 6; Josef Schwere, Das</span><br/> <span class="ft7">Baubewilligungsverfahren nach aargauischem Recht, Diss. Zürich 1971,</span><br/> <span class="ft7">S. 127). Grundsätzlich kann ein Baugesuch, das nicht bewilligt wurde,</span><br/> <span class="ft7">jederzeit neu gestellt werden; es gibt keine (materielle) Rechtskraft eines</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2004</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">454</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft7">negativen Verwaltungsakts (Entscheid des Verwaltungsgerichts [VGE]</span><br/> <span class="ft7">III/103 vom 16. Dezember 1981, S. 6; Max Imboden/René A. Rhinow,</span><br/> <span class="ft7">Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Band I, 6. Auflage, Basel /</span><br/> <span class="ft7">Frankfurt a. M. 1985, Nr. 42 B. I mit Hinweisen; Schwere, a.a.O., S. 127</span><br/> <span class="ft7">f.). Die Möglichkeit, jederzeit ein neues Gesuch stellen zu können, wird</span><br/> <span class="ft7">in der Lehre unter Hinweis auf die Interessen Dritter (z. B. Nachbarn)</span><br/> <span class="ft7">am Bestand der ablehnenden Verfügung und auf das Interesse an der</span><br/> <span class="ft7">Rechtssicherheit zum Teil als fragwürdig betrachtet. Es sei deshalb auch</span><br/> <span class="ft7">beim Widerruf der Verweigerung einer Polizeierlaubnis (durch spätere</span><br/> <span class="ft7">Bewilligungserteilung) eine Interessenabwägung vorzunehmen. Werde</span><br/> <span class="ft7">dagegen ein neues Gesuch eingereicht, dem ein neuer Sachverhalt oder</span><br/> <span class="ft7">eine neue Rechtslage zugrunde liege, so stelle sich die Frage des</span><br/> <span class="ft7">Widerrufs der Verweigerung der Polizeierlaubnis nicht, da sich die</span><br/> <span class="ft7">Rechtskraft der Verweigerung nur auf den Gegenstand des ersten</span><br/> <span class="ft7">Gesuchs erstrecke (Ulrich Häfelin/Georg Müller, Grundriss des</span><br/> <span class="ft7">Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. Auflage, Zürich 1998, Rz. 1985 f.).</span><br/> <span class="ft7">Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts liegt die Grenze</span><br/> <span class="ft7">beim Erneuern von Baugesuchen in allgemeinen Rechtsgrundsätzen wie</span><br/> <span class="ft7">dem Verbot des Rechtsmissbrauchs (vgl. § 3 Abs. 2 VRPG) und der</span><br/> <span class="ft7">Rücksicht auf die Verwaltungsökonomie (erwähnter VGE III/103 vom</span><br/> <span class="ft7">16. Dezember 1981, S. 7; VGE III/130 vom 6. Dezember 1990, S. 7;</span><br/> <span class="ft7">III/89 vom 16. September 1992, S. 7). Ein Anspruch auf materielle Neu-</span><br/> <span class="ft7">beurteilung besteht jedenfalls dann, wenn "neue", d. h. nach dem Erlass</span><br/> <span class="ft7">des ersten Entscheides hinzugetretene Umstände dargetan werden (er-</span><br/> <span class="ft7">wähnter VGE in Sachen W., S. 7, vgl. auch AGVE 1986, S. 165; 1977,</span><br/> <span class="ft7">S. 259 f.). Es muss also auf jedes Gesuch hin ein neuer Entscheid gefällt</span><br/> <span class="ft7">werden. Das gilt jedenfalls dann, wenn das zweite Baugesuch nicht ge-</span><br/> <span class="ft7">nau mit dem ersten übereinstimmt. Es mag Fälle geben, wo diese Rege-</span><br/> <span class="ft7">lung missbraucht und vor allem die Nachbarn - ein typisch bau- und</span><br/> <span class="ft7">raumplanungsrechtliches Problem - durch solches Vorgehen übermässig</span><br/> <span class="ft7">strapaziert werden. Dort kann unter Umständen eine andere Erledigung</span><br/> <span class="ft7">Platz greifen müssen (VGE III/103 vom 16. Dezember 1981, S. 7)."</span><br/> <span class="ft1">Die Auffassung der Beschwerdeführenden, dass es sich um ein</span><br/> <span class="ft1">vollständig neues, anderes Baugesuch handelt, trifft insoweit zu, als</span><br/> <span class="ft1">in den Plänen des ersten Baugesuchs vorgesehen war, zwischen bei-</span><br/> <span class="ft1">den Garagen ein Geländer zu errichten und das Dach der zweiten Ga-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2004</span> <span class="title">Bau-, Raumplanungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">455</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">rage auf der Seite und hinten, wo das Terrain ganz oder fast auf die</span><br/> <span class="ft1">Höhe des Daches aufgefüllt wurde, durch bepflanzte Tröge als Auf-</span><br/> <span class="ft1">stiegschutz unbegehbar zu machen; die klar beschränkte Begehbar-</span><br/> <span class="ft1">keit des Dachs wurde zudem ausdrücklich in Worten auf dem Plan</span><br/> <span class="ft1">vermerkt (Plan vom 21. Januar 2002, Grundriss, "Garage 2 nicht be-</span><br/> <span class="ft1">gehbar, mit Aufstiegschutz"). Die Nutzung des Dachs der zweiten</span><br/> <span class="ft1">Garage war somit nicht Gegenstand des ersten Bau<i>gesuchs</i>. Der Ge-</span><br/> <span class="ft1">meinderat beurteilte jedoch - ob zu Recht oder nicht - gewissermas-</span><br/> <span class="ft1">sen in Vorwegnahme eines allfälligen zweiten Gesuchs die Situation</span><br/> <span class="ft1">betreffend dem zweiten Garagendach und verfügte in der Auflage 1g,</span><br/> <span class="ft1">dass der Sitzplatz auf die Fläche der ersten Garage zu beschränken</span><br/> <span class="ft1">sei. Die Auflage ist zwar positiv formuliert, indem sie eine Aussage</span><br/> <span class="ft1">über die Fläche der ersten Garage trifft, aus dem Zusammenhang und</span><br/> <span class="ft1">der Vorgeschichte wird jedoch klar, dass damit zugleich negativ ge-</span><br/> <span class="ft1">meint ist, dass die Fläche der zweiten Garage nicht als Sitzplatz ge-</span><br/> <span class="ft1">nutzt werden darf; eine andere Interpretation macht keinen Sinn. An</span><br/> <span class="ft1">der Einspracheverhandlung vor dem Gemeinderat schlug der Be-</span><br/> <span class="ft1">schwerdeführer vor, anstelle der Blumentröge ein Geländer um beide</span><br/> <span class="ft1">Garagen zu erstellen, wodurch der Sitzplatz aber vergrössert werde,</span><br/> <span class="ft1">was der Beschwerdegegner umgehend ablehnte unter Verweis auf die</span><br/> <span class="ft1">Einschränkung seiner Privatsphäre (Protokoll der Einsprachever-</span><br/> <span class="ft1">handlung vom 25. März 2002, S. 2). Die Nutzung des Dachs der</span><br/> <span class="ft1">zweiten Garage war also Gegenstand der Bau<i>bewilligung</i>.</span><br/> <span class="ft1">Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden ist folglich</span><br/> <span class="ft1">mit dem Gemeinderat davon auszugehen, dass die Auflage 1g nicht</span><br/> <span class="ft1">einfach "etwas unglücklich formuliert", sondern bewusst und recht-</span><br/> <span class="ft1">lich bindend verfügt wurde.</span><br/> <span class="ft1">cc) Die Beschwerdeführenden fochten die Auflage nicht an. Mit</span><br/> <span class="ft1">Beginn der Bauarbeiten machten sie von der Bewilligung Gebrauch</span><br/> <span class="ft1">und akzeptierten spätestens zu diesem Zeitpunkt die Auflage. Somit</span><br/> <span class="ft1">handelt es sich weder um ein zweites, völlig anderes Baugesuch,</span><br/> <span class="ft1">noch kommt die vorne geschilderte Rechtsprechung zu erneuerten</span><br/> <span class="ft1">Baugesuchen unmittelbar zur Anwendung (vgl. aber nachfolgend).</span><br/> <span class="ft1">Am Augenschein ergab sich, dass die Beschwerdeführenden</span><br/> <span class="ft1">den Sitzplatz bereits vor dem 25. November 2002 mit einem beide</span><br/> <span class="ft1">Garagenflächen umfassenden Geländer versehen und ihn als Terrasse</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2004</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">456</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">benutzt hatten. Es liegt hier also ein nachträgliches Baugesuch vor,</span><br/> <span class="ft1">dessen materielle Ausgangslage bereits durch die klare Auflage 1g</span><br/> <span class="ft1">bestimmt war; der Gemeinderat musste die Auflage nicht mehr auf</span><br/> <span class="ft1">ihre Rechtmässigkeit hinterfragen, weil sie in Rechtskraft erwachsen</span><br/> <span class="ft1">war (VGE III/70 vom 25. August 2003, S. 5; vgl. auch VGE III/78</span><br/> <span class="ft1">vom 19. September 1991, S. 8). Die Auflage galt grundsätzlich - un-</span><br/> <span class="ft1">abhängig davon, ob sie seinerzeit auf einer zulässigen Rechtsgrund-</span><br/> <span class="ft1">lage beruhte oder etwa ein pragmatisches Zugeständnis an die Ein-</span><br/> <span class="ft1">sprechenden war. Aus den Akten ergibt sich zudem auch nicht, dass</span><br/> <span class="ft1">die Beschwerdeführenden während der Rechtsmittelfrist beim Ge-</span><br/> <span class="ft1">meinderat gegen die ihrer Ansicht nach unglückliche Formulierung</span><br/> <span class="ft1">protestiert oder eine auslegende Präzisierung deponiert hätten. Somit</span><br/> <span class="ft1">mussten sie sich den Einwand der sog. "res iudicata" (der abgeur-</span><br/> <span class="ft1">teilten Sache) entgegen halten lassen (vgl. VGE III/81 vom 14. Ok-</span><br/> <span class="ft1">tober 2002, S. 14). Diese Rechtsprechung betreffend Baubewilli-</span><br/> <span class="ft1">gungsauflagen ist das Pendant zur vorne genannten - streng verstan-</span><br/> <span class="ft1">denen - Rechtsprechung betreffend erneutem Baugesuch; eine Auf-</span><br/> <span class="ft1">lage in einem Baugesuch kann denn auch als vorweg genommene</span><br/> <span class="ft1">Beurteilung eines allfälligen, künftigen Änderungsgesuchs verstan-</span><br/> <span class="ft1">den werden. Akzeptiert die Bauherrschaft eine Auflage, indem sie</span><br/> <span class="ft1">von der Baubewilligung Gebrauch macht, stimmt sie damit zu, dass</span><br/> <span class="ft1">eine Änderung nur noch unter eingeschränkten Voraussetzungen</span><br/> <span class="ft1">möglich ist.</span><br/> <span class="ft1">b) Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden enthält</span><br/> <span class="ft1">ihr - zutreffend als Projektänderung bezeichnetes - zweites Bauge-</span><br/> <span class="ft1">such folglich einen Wiedererwägungsantrag.</span><br/> <span class="ft1">Ein Anspruch auf Wiedererwägung besteht in aller Regel nicht,</span><br/> <span class="ft1">wenn nicht ohnehin die Voraussetzungen für die Einleitung eines</span><br/> <span class="ft1">neuen Verfahrens wegen wesentlich veränderter Sachlage, d.h. für</span><br/> <span class="ft1">einen Widerruf (§ 26 VRPG) oder eine Wiederaufnahme (Revision,</span><br/> <span class="ft1">§ 27 VRPG), gegeben sind (VGE III/78 vom 20. September 1996;</span><br/> <span class="ft1">AGVE 1994, S. 459 f. mit Hinweisen). Aus den Akten sind keine</span><br/> <span class="ft1">solchen veränderten Umstände seit der Erteilung der Baubewilligung</span><br/> <span class="ft1">ersichtlich und die Beschwerdeführenden machen auch keine gel-</span><br/> <span class="ft1">tend. Sie weisen lediglich darauf hin, dass ihnen "die grössere nutz-</span><br/> <span class="ft1">bare Fläche willkommen sei". Der Gemeinderat hätte es somit bei ei-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2004</span> <span class="title">Bau-, Raumplanungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">457</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">ner Feststellung bewenden lassen können, dass keine wesentlich ver-</span><br/> <span class="ft1">änderten Umstände vorliegen und hätte auf das Baugesuch gestützt</span><br/> <span class="ft1">auf die Auflage 1g nicht eintreten können. Die Beschwerdeführenden</span><br/> <span class="ft1">hätten dann nur noch vorbringen können, der Anspruch auf Wieder-</span><br/> <span class="ft1">erwägung sei zu Unrecht verneint worden.</span><br/> <span class="ft1">Der Gemeinderat stellte jedoch in der angefochtenen Verfügung</span><br/> <span class="ft1">unter dem Punkt "Baupolizeiliche Prüfung" fest, dass von baurechtli-</span><br/> <span class="ft1">cher Seite ein Geländer um beide Garagen und eine Nutzung beider</span><br/> <span class="ft1">Garagen möglich wäre. Somit hatte er das Baugesuch materiell ge-</span><br/> <span class="ft1">prüft. Er wies im Dispositiv das Gesuch ab. Dadurch öffnete er den</span><br/> <span class="ft1">Beschwerdeführenden den ordentlichen Rechtsmittelweg erneut</span><br/> <span class="ft1">(AGVE 1994, S. 460 ff., mit Erwägungen zur Abgrenzung zwischen</span><br/> <span class="ft1">[Nicht-]Eintreten und materieller Beurteilung). Das Baudepartement</span><br/> <span class="ft1">hat deshalb auf das Baugesuch einzutreten und es auf seine</span><br/> <span class="ft1">Rechtmässigkeit zu prüfen.</span><br/> <span class="ft1">5. a) Der Gemeinderat und die Beschwerdegegner gehen sinn-</span><br/> <span class="ft1">gemäss davon aus, dass die Auflage 1g auf das Einspracheverfahren</span><br/> <span class="ft1">zurückgehe und nicht ohne Einwilligung des damaligen Einsprechers</span><br/> <span class="ft1">und heutigen Beschwerdegegners geändert werden könne. Das Ge-</span><br/> <span class="ft1">such widerspreche Treu und Glauben.</span><br/> <span class="ft1">b) Wird eine zwischen der Bauherrschaft und den Einsprechen-</span><br/> <span class="ft1">den geschlossene Vereinbarung in die Baubewilligung aufgenommen</span><br/> <span class="ft1">bzw. im Rechtsmittelverfahren zum Beschluss erhoben, ist sie nach</span><br/> <span class="ft1">der Praxis des Baudepartements in den nachfolgenden Baugesuchs-</span><br/> <span class="ft1">verfahren zu berücksichtigen. Wenn ein Bauherr, kurz nachdem er</span><br/> <span class="ft1">seine Baute realisiert hat, auf eine zum Entscheid erhobene Vereinba-</span><br/> <span class="ft1">rung zurückkommen will und ein Änderungsgesuch einreicht, ver-</span><br/> <span class="ft1">stösst dies gegen Treu und Glauben. Vorbehalten bleiben Gründe der</span><br/> <span class="ft1">baulichen Sicherheit (Baudepartementsentscheid [BDE] vom 29. Juli</span><br/> <span class="ft1">1997, S. 4 f. mit Hinweisen, publiziert im Internet unter</span><br/> <span class="ft1">&lt;http://www.ag.ch/rechtsabteilung/de/pub/entscheidsammlung.cfm&gt;)</span><br/> <span class="ft1">. Vorliegend reichten die Beschwerdeführenden vor Abschluss der</span><br/> <span class="ft1">Bauarbeiten ein Änderungsgesuch für die Nutzung der Fläche der</span><br/> <span class="ft1">zweiten Garage ein, das offensichtlich nicht aus Sicherheitsgründen</span><br/> <span class="ft1">erfolgte. Es ist somit zu prüfen, ob die Auflage 1g auf einer Verein-</span><br/> <span class="ft1">barung beruht, die aus Treu und Glauben dem Änderungsgesuch ent-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2004</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">458</span></div> <div class="page" id="S7"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">gegen steht. Es ist unbestritten, dass hier nur eine stillschweigende</span><br/> <span class="ft1">Vereinbarung in Frage kommen kann.</span><br/> <span class="ft1">Die damalige Einsprache vom 20. Februar 2002 verlangte sinn-</span><br/> <span class="ft1">gemäss zwei konkrete Auflagen betreffend Terrainabsicherung an der</span><br/> <span class="ft1">Grenze und Erhöhung des Aufstiegschutzes auf dem Garagendach</span><br/> <span class="ft1">(von 60 auf 90 cm). Die Nutzung des zweiten Garagendachs als Sitz-</span><br/> <span class="ft1">platz war erst an der Einspracheverhandlung Thema. Der Umfang</span><br/> <span class="ft1">der Einspracheanträge legt den Streitgegenstand fest, der später</span><br/> <span class="ft1">grundsätzlich nicht erweitert werden kann. Die Einsprache wurde in</span><br/> <span class="ft1">diesen Punkten gutgeheissen und die Bewilligung wurde mit den</span><br/> <span class="ft1">Auflagen 1c/d/e und h versehen (einen weiteren, hier nicht interessie-</span><br/> <span class="ft1">renden und nebensächlichen Einsprachepunkt wies der Gemeinderat</span><br/> <span class="ft1">ab). Die Einsprechenden hatten somit ihre wesentlichen Ziele er-</span><br/> <span class="ft1">reicht, was sie am Augenschein bestätigten. Umgekehrt ist nicht er-</span><br/> <span class="ft1">sichtlich, dass die Bauherrschaft Zugeständnisse betreffend der Nut-</span><br/> <span class="ft1">zung gemacht hätte, auf die sie nun wider Treu und Glauben zurück</span><br/> <span class="ft1">kommen würde. Auch wenn der Gemeinderat die Auflage 1g im Ein-</span><br/> <span class="ft1">spracheentscheid als teilweise Gutheissung der Einsprache bezeich-</span><br/> <span class="ft1">nete, liegt keine Vergleichsvereinbarung vor. Der Gemeinderat fügte</span><br/> <span class="ft1">die Auflage 1g nicht aufgrund einer Vereinbarung, sondern von sich</span><br/> <span class="ft1">aus, ein. Somit können sich die Einsprechenden nicht darauf berufen,</span><br/> <span class="ft1">dass die Aufhebung von Ziff. 1g wider Treu und Glauben wäre. (...)</span><br/> <span class="ft1">6. a) Die Beschwerdeführenden beurteilen die Doppel-Garage</span><br/> <span class="ft1">mit der Terrasse (Sitzplatz) als Anbaute im Sinne von § 18 Abs. 1</span><br/> <span class="ft1">ABauV. Auch der Gemeinderat scheint dieser Auffassung zu sein. Es</span><br/> <span class="ft1">ist unbestritten, dass die Baute den für Anbauten geltenden Grenzab-</span><br/> <span class="ft1">stand von 2 m einhält (§ 18 Abs. 2 ABauV).</span><br/> <span class="ft1">b) Es fragt sich, ob eine Klein- und Anbaute im Sinne von § 18</span><br/> <span class="ft1">Abs. 1 ABauV vorliegt. Dieser lautet:</span><br/> <span class="ft7">"Als Klein- und Anbauten gelten unbewohnte Gebäude und Gebäu-</span><br/> <span class="ft7">deteile (Garagen, Schöpfe, Garten- und Gewächshäuschen, gedeckte</span><br/> <span class="ft7">mindestens einseitig offene Sitzplätze usw.) mit höchstens 40 m</span><span class="ft8"><sup>2</sup></span><br/> <span class="ft7">Grundfläche und 3 m Gebäudehöhe. Wintergärten gelten nicht als</span><br/> <span class="ft7">Klein- und Anbauten."</span><br/> <span class="ft1">Es ist unbestritten, dass die bündig an das Wohnhaus gestellte</span><br/> <span class="ft1">Doppel-Fertiggarage als solche unter den Anbautenbegriff fällt. Ihre</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2004</span> <span class="title">Bau-, Raumplanungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">459</span></div> <div class="page" id="S8"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Grundfläche beträgt rund 36 m</span><span class="ft9"><sup>2</sup></span><span class="ft1">, die Gebäudehöhe, gemessen bis</span><br/> <span class="ft1">Oberkante Terrasse, maximal 2.46 m. Es fragt sich jedoch, ob die</span><br/> <span class="ft1">Dachterrasse bzw. die Nutzung als Sitzplatz noch darunter fällt.</span><br/> <span class="ft1">c) aa) Zuerst ist zu prüfen, ob die Terrasse und ihre Nutzung ei-</span><br/> <span class="ft1">nen "unbewohnten Gebäudeteil" betreffen. (...)</span><br/> <span class="ft1">dd) (Es folgen Hinweise zu Ausführungen des Verwaltungsge-</span><br/> <span class="ft1">richts zum alten Baugesetz: Das Verwaltungsgericht hat vorab im</span><br/> <span class="ft1">Zusammenhang mit der Grenzabstandsproblematik von Kleinbauten</span><br/> <span class="ft1">festgehalten, schon ein gelegentlicher Aufenthalt mache einen Raum</span><br/> <span class="ft1">hinsichtlich der Einwirkungen wie Lärm, Einblickmöglichkeiten</span><br/> <span class="ft1">usw. zur Wohnfläche. Auch eine Terrasse, ein Hallenbad oder eine</span><br/> <span class="ft1">Pergola wirkten sich, und würden sie auch nur zu gewissen Tages-</span><br/> <span class="ft1">und Jahreszeiten benützt, für den Nachbarn wie ein Wohnraum aus.)</span><br/> <span class="ft1">(...)</span><br/> <span class="ft1">ff) Die ABauV vereinheitlichte die Definition der Klein- und</span><br/> <span class="ft1">Anbauten. Die Gemeinden dürfen allerdings noch ergänzende Rege-</span><br/> <span class="ft1">lungen treffen, welche im Ergebnis dazu führen, dass die kantonal</span><br/> <span class="ft1">festgelegten Maximalmasse betreffend Grundfläche und Gebäude-</span><br/> <span class="ft1">höhe nicht ausgeschöpft werden können; insbesondere dürfen sie</span><br/> <span class="ft1">eine maximale Firsthöhe festlegen (vgl. AGVE 1999, S. 228 ff.).</span><br/> <span class="ft1">Vorliegend enthält die kommunale BNO keine speziellen Vorschrif-</span><br/> <span class="ft1">ten zu Klein- und Anbauten.</span><br/> <span class="ft1">Aus den Materialien zur ABauV geht hervor, dass der kantonale</span><br/> <span class="ft1">Verordnungsgeber auf das Kriterium der Eingeschossigkeit bewusst</span><br/> <span class="ft1">verzichten wollte, weil es immer wieder zu Streitigkeiten und un-</span><br/> <span class="ft1">sachgemässen Resultaten geführt hatte (Vollzugshilfe Baugesetz,</span><br/> <span class="ft1">ABauV [Griff 6], Teil 2, "Nutzungsplanung der Gemeinden, Begriffe</span><br/> <span class="ft1">und Messweisen, Behindertengerechtes Bauen: Bericht", S. 9). Es</span><br/> <span class="ft1">liegt also ein qualifiziertes Schweigen des Gesetzgebers vor. Mehr-</span><br/> <span class="ft1">geschossige Klein- und Anbauten sind demnach zulässig. Daraus</span><br/> <span class="ft1">kann abgeleitet werden, dass eine Klein- oder Anbaute nicht ohne</span><br/> <span class="ft1">weiteres als bewohnbar angesehen werden darf, wenn ihr Dach als</span><br/> <span class="ft1">begehbare Terrasse angelegt ist (BDE vom 21. Dezember 1995 i.S.</span><br/> <span class="ft1">W., S. 3). Ohne Zweifel steht fest, dass der Gesetzgeber zumindest</span><br/> <span class="ft1">wollte, dass eine Klein- und Anbaute nicht deshalb vom Grenzab-</span><br/> <span class="ft1">standsprivileg ausgeschlossen werden soll, weil auf dem Dach eine</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2004</span> <span class="title">Verwaltungsbehörden</span> <span class="page_no">460</span></div> <div class="page" id="S9"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Terrassennutzung vorgesehen ist, wenn die Terrasse selber den or-</span><br/> <span class="ft1">dentlichen Grenzabstand einhält. Vorliegend ist also die Doppel-Ga-</span><br/> <span class="ft1">rage mit der rechtskräftig bewilligten hausseitigen Terrasse, die einen</span><br/> <span class="ft1">Grenzabstand von gut 5 m einhält, gemäss ABauV im Gegensatz zu</span><br/> <span class="ft1">den früheren kommunalen Regelungen eine zulässige Klein- und</span><br/> <span class="ft1">Anbaute. (...)</span><br/> <span class="ft1">7. a) Der ordentliche Grenzabstand darf um höchstens 1.50 m</span><br/> <span class="ft1">unterschritten werden durch untergeordnete Gebäudeteile wie Dach-</span><br/> <span class="ft1">vorsprünge, Vordächer, Treppen, Erker, Balkone usw. (§ 2 Abs. 3</span><br/> <span class="ft1">i.V.m. Abs. 1 lit. a ABauV). Mit Ausnahme von Dachvorsprüngen</span><br/> <span class="ft1">und Vordächern dürfen diese Bauteile zudem einen Drittel der Fassa-</span><br/> <span class="ft1">denlänge nicht überschreiten (§ 2 Abs. 2 ABauV).</span><br/> <span class="ft1">Im vorliegenden Fall hat die Terrasse auf dem Dach der Dop-</span><br/> <span class="ft1">pel-Garage auch die Funktion eines Hausbalkons. Sie bildet mit dem</span><br/> <span class="ft1">bisherigen Balkon eine einheitliche Fläche. Dabei spielt es keine</span><br/> <span class="ft1">Rolle, dass der bisherige Balkon nicht auskragend ist, sondern auf</span><br/> <span class="ft1">einem Geschossrücksprung beruht. Auch ohne die bisherige Balkon-</span><br/> <span class="ft1">fläche hätte die bündig an das Haus angebaute Terrasse Balkonfunk-</span><br/> <span class="ft1">tion. Entscheidend ist, dass die Terrassenfläche einen direkten, prak-</span><br/> <span class="ft1">tisch stufenlosen Zugang zum Haus erhält und gegenüber dem ge-</span><br/> <span class="ft1">wachsenen Terrain wesentlich erhöht ist (sie weist im Süden die</span><br/> <span class="ft1">Höhe eines ersten Obergeschosses auf). Durch den einfachen Gebäu-</span><br/> <span class="ft1">dezugang kann auch die Nutzung wesentlich intensiviert werden,</span><br/> <span class="ft1">weil der Zugang wesentlich leichter ist als über eine Treppe oder</span><br/> <span class="ft1">Leiter. Die Infrastruktur für die Freizeitnutzung (Tische, Sitzgele-</span><br/> <span class="ft1">genheiten, Grill, Radio usw.) kann einfacher bereit gestellt werden.</span><br/> <span class="ft1">Dies steigert üblicherweise die Benützungsfrequenz und die Emis-</span><br/> <span class="ft1">sionen. Entsprechend nehmen die Immissionen auf der Nachbarpar-</span><br/> <span class="ft1">zelle zu, die gerade bei offenen Balkonen aus Sicht des Nachbar-</span><br/> <span class="ft1">schutzes nicht unproblematisch sind (vgl. AVGE 1993, S. 386). Die</span><br/> <span class="ft1">Beschwerdeführenden erhalten ferner von der Terrasse einen künst-</span><br/> <span class="ft1">lich erhöhten Einblick auf das Nachbargrundstück wie bei einem</span><br/> <span class="ft1">Balkon.</span><br/> <span class="ft1">Würde man in Fällen wie hier die balkongleiche oder -ähnliche</span><br/> <span class="ft1">Funktion verneinen, so könnten die Vorschriften von § 2 ABauV bei</span><br/> <span class="ft1">Balkonen im ersten Obergeschoss, die häufig weniger als 3 m über</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2004</span> <span class="title">Bau-, Raumplanungs- und Umweltschutzrecht</span> <span class="page_no">461</span></div> <div class="page" id="S10"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">dem gewachsenen Terrain liegen, jeweils sehr leicht unterlaufen</span><br/> <span class="ft1">werden, indem die Bauherrschaft einen Balkon nicht als Balkon ge-</span><br/> <span class="ft1">nehmigen lässt, sondern - allenfalls aussen ergänzt mit zwei Trägern</span><br/> <span class="ft1">- als Dach eines Sitzplatzes oder eines Carports etc. Die Einheitlich-</span><br/> <span class="ft1">keit der Rechtsanwendung wäre nicht gewährleistet, wenn derjenige,</span><br/> <span class="ft1">der sich zuerst eine Anbaute bewilligen lässt und wie vorliegend</span><br/> <span class="ft1">nach Baubeginn noch eine "Balkonvergrösserung" darauf, besser</span><br/> <span class="ft1">fährt als jener, der zuerst die Balkonvergrösserung eingibt und nach-</span><br/> <span class="ft1">her um die Bewilligung einer Anbaute ersucht.</span><br/> <span class="ft1">Die Terrasse der Beschwerdeführenden erstreckt sich mit 6 m</span><br/> <span class="ft1">über fast die gesamte Fassadenlänge des Wohnhauses von 6.46 m.</span><br/> <span class="ft1">Die geplante Terrassen- bzw. Balkonvergrösserung erfüllt somit die</span><br/> <span class="ft1">Voraussetzungen von § 2 Abs. 2 ABauV (maximal einen Drittel der</span><br/> <span class="ft1">Fassadenlänge) nicht und hat deshalb den ordentlichen Grenzabstand</span><br/> <span class="ft1">einzuhalten. Die Hauptwohnseite des Wohnhauses geht nach Süden.</span><br/> <span class="ft1">Somit hat die Terrasse gegen Osten den kleinen Grenzabstand von</span><br/> <span class="ft1">4 m gegenüber der Parzelle der Beschwerdegegner einzuhalten statt</span><br/> <span class="ft1">wie vorgesehen einen Abstand von 2.24 bis 2.43 m.</span><br/> <span class="ft1">Die alternative Lösung, dass die Terrassentiefe überall auf einen</span><br/> <span class="ft1">Drittel der Fassadenlänge begrenzt wird, macht praktisch keinen</span><br/> <span class="ft1">Sinn, weil die Terrasse dann zu schmal wäre. Im Übrigen wäre der</span><br/> <span class="ft1">dann einzuhaltende Grenzabstand von 2.5 m gemäss § 2 Abs. 1</span><br/> <span class="ft1">ABauV, wenn auch knapp, nicht eingehalten.</span><br/></div> </div> </body> </html>