<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die gesetzlichen Grundlagen dafür zu schaffen, dass gleichgeschlechtlich orientierte Frauen und Männer, die in einer eingetragenen Partnerschaft leben, das Kind ihrer Partnerin oder ihres Partners adoptieren können.</p><p>Die Voraussetzungen sind analog denjenigen von den Artikeln 264ff. ZGB zu gestalten.</p><p>Artikel 28 des Partnerschaftsgesetzes ist entsprechend anzupassen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare (PartG; SR 211.231) wurde vom Parlament am 18. Juni 2004 verabschiedet. Dagegen wurde erfolglos das Referendum ergriffen, sodass das Gesetz schliesslich am 1. Januar 2007 in Kraft treten konnte. Wie in seiner Antwort auf die parallel eingereichte Motion Prelicz-Huber 10.3444, "Aufhebung des Adoptionsverbotes für Personen in eingetragener Partnerschaft", vom 15. Juni 2010 ausgeführt, hat der Bundesrat Verständnis für die Anliegen der Motion. Auf der anderen Seite ist er überzeugt davon, dass die breite Akzeptanz des PartG in der Schweiz auch damit zu tun hat, dass mit ihm die Diskriminierung gleichgeschlechtlich veranlagter Personen beseitigt werden konnte, ohne den eingetragenen Partnern gleichzeitig den Weg zur Adoption (und zur medizinisch unterstützten Fortpflanzung) zu öffnen. Die nämliche Beurteilung gilt auch für die Stiefkindadoption. Vor diesem Hintergrund hält der Bundesrat eine Revision von Artikel 28 PartG zurzeit nicht für opportun.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.