<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00381</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106511&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00381</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 06.02.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 11.06.2002 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung wegen eines im Ausland abgeurteilten Verbrechens trotz Heirat mit einer Schweizerin.<br/>Eintreten (E. 1). Interessenabwägung bei Ausweisung oder Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung wegen einer Straftat nach der Praxis des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs und des Bundesgerichts (E. 2). Kognition (E. 3). Die Beurteilung der Schwere der Straftat und des Verschuldens in einem ausländischen Strafurteil ist nach den sinngemäss herangezogenen Vorschriften über die Vollstreckung ausländischer Urteile massgebend (E. 4a+b). Geringeres Gewicht des Resozialisierungsinteresses im Fremdenpolizeirecht (E. 4c). Abwägung des öffentlichen Fernhalteinteresses gegen die privaten Interessen insbesondere der Schweizer Ehefrau und des Kindes des Beschwerdeführers. Besonders weil die Ehefrau im Zeitpunkt des Eheschlusses um die Straftat und mögliche fremdenpolizeiliche Aufenthaltshindernisse wusste, überwiegt das Fernhalteinteresse (E. 4d). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSWEISUNGSGRUND">AUSWEISUNGSGRUND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETÃUBUNGSMITTELDELIKT">BETÃUBUNGSMITTELDELIKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BOULTIF">BOULTIF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DROGENDELIKT">DROGENDELIKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHEFRAU">EHEFRAU</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENLEBEN">FAMILIENLEBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTEGRATION">INTEGRATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERESSENABWÃGUNG">INTERESSENABWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RESOZIALISIERUNG">RESOZIALISIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFFÃLLIGKEIT">STRAFFÃLLIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Garantien der EMRK ST: ÃBRIGE GARANTIEN DER EMRK">ÃBRIGE GARANTIEN DER EMRK</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSCHULDEN">VERSCHULDEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF">WIDERRUF</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUMUTBARKEIT">ZUMUTBARKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 7 lit. I ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 9 lit. IIa ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 10 lit. Ia ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 11 lit. III ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 lit. III ANAV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 lit. II EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 97 IRSG</span><br/><span class="gerade">§ 43 lit. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 43 lit. Ih VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A, tÃ¼rkischer StaatsangehÃ¶riger, geboren am 18. Juli 1969, reiste am 5. August 1988 in die Schweiz ein und ersuchte um Asyl. Das Gesuch wurde mit VerfÃ¼gung des Delegierten fÃ¼r das FlÃ¼chtlingswesen vom 25. August 1989 abgelehnt. Eine gegen diese VerfÃ¼gung gerichtete Beschwerde an das EidgenÃ¶ssische Jus­tiz- und Polizeidepartement wurde zurÃ¼ckgezogen, nachdem A am 31. Ok­tober 1989 die Schweizer BÃ¼rgerin E (geboren 1966) geheiratet hatte. Am 29. Januar 1990 wurde ihm die Aufenthaltsbewilligung zum Ver­bleib bei der Ehefrau erteilt. Diese Bewilligung wurde jeweils verlÃ¤ngert, zuletzt bis zum 30. Ok­tober 1993; ferner wurden A der Stellenantritt und in der Folge zwei Stellenwechsel bewilligt. Mit Urteil des Bezirksgerichts X vom 2. MÃ¤rz 1993 wurde die Ehe rechtskrÃ¤ftig geschieden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 29. Mai 1993 wurde A als Mitbeteiligter bei der Ãbergabe von 5,5 kg gestreck­tem (rund 1,2 kg reinem) Heroin an verdeckte Fahnder der italienischen Poli­zei, die als Schein­kÃ¤ufer aufgetreten waren, in Campione d'Italia verhaftet. Mit Urteil des Tribunale di Como vom 22. MÃ¤rz 1994 wurde er der Beteiligung an der Einfuhr und dem Verkauf von Drogen fÃ¼r schuldig befunden und zu einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren sowie zu ei­ner Busse von 100 Mio. Lire verurteilt. Mit rechtskrÃ¤ftigem Urteil der Corte d'Appello di Milano vom 23. November 1994 wurden die Freiheitsstrafe auf 12 Jahre und 8 Monate so­wie die Busse auf 90 Mio. Lire herabgesetzt. Nachdem die Corte di Appel­lo di Milano mit Entscheid vom 17. September 1997 dem Gesuch Aâs um Auslieferung an die TÃ¼rkei ent­sprochen hatte, wurde dieser am 11. Januar 1999 aus dem italienischen Strafvollzug entlassen und an die TÃ¼rkei ausgeliefert. Dort wurde er nach eigenen Angaben in die Freiheit entlassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>A reiste am 15. November 1999 illegal in die Schweiz ein. Am 28. Januar 2000 heira­tete er in X erneut seine frÃ¼here Ehefrau E. In der Folge wurde ihm im Februar 2000 eine Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung, gÃ¼ltig bis zum 27. Januar 2001, erteilt. Aus der Ehe sollte am 3. Februar 2001 die Tochter F hervorgehen. A war vom 9. Oktober 2000 bis zum 31. MÃ¤rz 2001 in temporÃ¤rer An­stellung tÃ¤tig und arbeitet seit dem 1. April 2001 bei der Firma H GmbH in Y, bei der er schon vorher temporÃ¤r gearbeitet hatte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wegen Verstosses gegen Art. 23 Abs. 1 alinea 4 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG, SR 142.20), begangen durch die illegale Einreise und den anschliessenden rechtswidrigen Verbleib in der Schweiz, wurde A durch rechtskrÃ¤ftigen Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft X vom 13. April 2000 mit 90 Tagen GefÃ¤ngnis, unbedingt zu vollziehen, bestraft. Mit VerfÃ¼gung vom 26. April 2000 widerrief die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit des Kantons ZÃ¼rich (Fremdenpolizei; heute: Migrationsamt) die Aufenthaltsbewilligung und setzte A Frist bis zum 31. Juli 2000, um das Gebiet des Kantons ZÃ¼rich zu verlassen. Die BegrÃ¼ndung lautete im Wesentlichen, dass die Anwesenheit Aâs im Kanton ZÃ¼rich aufgrund der Verurteilung wegen ille­ga­ler Einfuhr von Drogen unerwÃ¼nscht sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diese VerfÃ¼gung liess A mit Eingabe vom 29. Mai 2000 Rekurs an den Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich erheben und beantragen, es sei das Verfahren an die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit zurÃ¼ckzuweisen; eventualiter sei die Ver­fÃ¼gung vom 26. April 2000 ersatzlos aufzuheben. Weil die ursprÃ¼nglich erteilte Aufenthaltsbewilligung wÃ¤hrend der HÃ¤ngigkeit des Verfahrens am 27. Januar 2001 abgelaufen war, entschied der Regierungsrat nicht Ã¼ber den Widerruf der VerfÃ¼gung vom 26. April 2000, sondern Ã¼ber die VerlÃ¤ngerung der Aufenthalts­bewilligung bzw. die Wegweisung vom Gebiet des Kantons ZÃ¼rich. Mit Beschluss vom 24. Oktober 2001 wies der Regierungsrat den Rekurs ab und beauftragte die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit, A eine neue Frist zum Verlassen des zÃ¼rcherischen Kantonsgebiets anzusetzen. Auf die BegrÃ¼ndung dieses Entscheids ist in den nachfolgenden ErwÃ¤gungen einzugehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen den Beschluss des Regierungsrats liess A mit Eingabe vom 30. No­vem­ber 2001 fristgerecht Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben. Er liess beantragen, es sei ihm in Aufhebung des Entscheids des Regierungsrats die Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Die Auseinandersetzung mit der BegrÃ¼ndung der Beschwerde geschieht, soweit erforderlich, ebenfalls in den nachfolgenden ErwÃ¤gungen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 3. Dezember 2001 wurde der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit sowie dem Regierungsrat Frist zur Beschwerdeantwort bzw. zur Vernehmlassung gesetzt. Der Regierungsrat liess mit Eingabe vom 15. Januar 2002 durch die Staats­kanzlei Abweisung der Beschwerde beantragen. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit verzichtete stillschweigend auf eine Beschwerdeantwort.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) </span><span>§ 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 </span>des Verwaltungsrechtspflege­geset­zes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) <span>gestattet die Beschwerde beim Verwaltungsge­richt auf dem Gebiet der Fremdenpolizei, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht. Das trifft zu fÃ¼r Entscheide Ã¼ber Aufenthalts- und Nieder­las­sungsbewil­li­gungen, auf deren Erteilung der oder die auslÃ¤ndische StaatsangehÃ¶rige einen bundes- oder vÃ¶lkerrechtlichen Anspruch hat (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechts­pflegegesetzes vom 16. Dezember 1943; BGE 127 II 161 E. 1a).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer ist mit einer Schweizer BÃ¼rgerin verheiratet und hat dem­zu­folge gestÃ¼tzt auf Art. 7 Abs. 1 ANAG einen gesetzlichen Anspruch auf Erteilung und Ver­­lÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung. Ein Rechtsanspruch ergibt sich auch aus Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) bzw. Art. 13 Abs. 1 der Bun­­desverfassung vom 18. April 1999, indem der Schutz des Familienlebens denjenigen auslÃ¤ndischen StaatsangehÃ¶rigen einen An­spruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Auf­enthaltsbewilligung einrÃ¤umt, deren </span><span>Ehegatte oder Kin­der ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz haben. Dies gilt allerdings nur, sofern die familiÃ¤re Be­ziehung auch tat­­sÃ¤ch­lich ge­lebt wird (BGE 122 II 385 E. 1c, mit Hinweisen).</span><span> Das Familienleben des Be­schwer­de­fÃ¼hrers mit seiner Ehefrau und seiner Tochter ist unbestrittenermassen intakt. Dagegen macht der BeschwerdefÃ¼hrer zu Recht keinen Anspruch auf eine Niederlassungs­be­wil­ligung geltend; es kann diesbezÃ¼glich auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen der Vorinstanz verwiesen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Selbst wenn im Rahmen der Eintretensfrage die MÃ¶glichkeit eines Anspruchs grund­sÃ¤tzlich bejaht wird, bleibt materiell zu prÃ¼fen, ob im konkre­ten Fall die Voraussetzungen zur Verwirklichung des Anspruchs tatsÃ¤chlich erfÃ¼llt sind (BGr, 22. Oktober 2001, 2A.296/2001, E. 1b, http://www.bger.ch; BGE 118 Ib 153 E. 2a).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Da im vorliegenden Verfahren mittlerweile die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung streitig ist, ist</span> nicht wesentlich, ob bei Erlass der VerfÃ¼gung vom 26. April 2000 die besonderen Voraussetzungen der ZulÃ¤ssigkeit eines Widerrufs vorlagen (Art. 9 Abs. 2 ANAG). Immerhin kann in diesem Zusammenhang angemerkt werden, dass der Beschwer­de­fÃ¼hrer die erlittene gerichtliche Strafe verschwieg, als er sein Gesuch vom 2. Februar 2000 um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung stellte. Dies stellt grundsÃ¤tzlich einen Widerrufsgrund im Sinn von Art. 9 Abs. 2 lit. a ANAG dar, wonach die Aufenthaltsbewilligung widerrufen werden kann, wenn der AuslÃ¤nder sie durch falsche Angaben oder wissentliches Verschweigen wesentlicher Tatsachen erschlichen hat (vgl. zum Ganzen BGr, 16. MÃ¤rz 2000, 2A.366/1999, E. 3d+4, http://www.bger.ch; RB 1999 Nr. 41 E. 3; Marc Spescha/Peter StrÃ¤uli, AuslÃ¤nderrecht, ZÃ¼rich 2001, S. 42).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der bundesrechtliche Anspruch auf Erteilung oder VerlÃ¤ngerung der Aufent­haltsbewilligung erlischt, wenn ein Ausweisungsgrund vorliegt (Art. 7 Abs. 1 Satz 3 ANAG). Ein solcher ist unter anderem dann gegeben, wenn der bzw. die auslÃ¤ndische StaatsangehÃ¶rige wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde (Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG). Selbst dann soll die Ausweisung aber nur verfÃ¼gt werden, wenn sie nach den gesamten UmstÃ¤nden verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint (Art. 11 Abs. 3 ANAG; BGE 125 II 521 E. 2b S. 524). Bei der InteressenabwÃ¤gung ist insbesondere auf die Schwere des Verschuldens der auslÃ¤ndischen Person, auf die Dauer ihrer Anwesenheit in der Schweiz sowie auf die ihr und ihrer Familie fÃ¼r den Fall der Ausweisung drohenden Nachteile abzustellen (Art. 16 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung vom 1. MÃ¤rz 1949 zum ANAG [ANAV]; </span><span>VGr, 9. Mai 2001, VB.2001.00022, E. 2, http://www.vgrzh.ch/rechtspre­chung, auch zum Folgenden</span><span>).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Keinen weitergehenden Anspruch zu verschaffen vermag Art. 8 EMRK </span><span>(vgl. BGE 120 Ib 129 E. 4b mit Hinweis)</span><span>. Nach Art. 8 Abs. 2 EMRK ist ein Eingriff in das Rechtsgut des Familienlebens nur statthaft, soweit er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft fÃ¼r die nationale Sicher­heit, die Ã¶ffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Ver­teidigung der Ordnung oder zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. </span><span>Die Konvention ver­langt also eine umfassende AbwÃ¤gung der sich gegenÃ¼berstehenden Interessen: der priva­ten Interessen an der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung und der Ã¶ffentlichen Interes­sen an deren Verweigerung (vgl. BGE 122 II 1 E. 2; BGE 120 Ib 22 E. 4a; BGE 120 Ib 1 E. 3b+c). MitzuberÃ¼cksichtigen ist dabei insbesondere auch </span><span>die Zumut­bar­keit fÃ¼r nahe FamilienangehÃ¶rige, dem bzw. der auslÃ¤ndischen StaatsangehÃ¶rigen ins Ausland zu folgen. </span><span>Der EuropÃ¤ische Gerichtshof fÃ¼r Menschenrechte hat in einem Entscheid vom 2. August 2001 (Boultif v. Schweiz, 54273/00, § 48, http://hudoc.echr.coe.int) seine Leitlinien zu die­sem Gesichtspunkt nÃ¤her ausgefÃ¼hrt. Demnach sind beachtlich: die Art und Schwere der be­gangenen Tat, die Dauer des Aufenthalts im ausweisenden Staat, die seit der Tat verstrichene Zeit und das Verhalten der ausgewiesenen Person in diesem Zeitraum, die Nationali­tÃ¤t aller betroffenen Personen, die familiÃ¤re Situation der ausgewiesenen Person, insbesondere die Dauer der Ehe, die IntensitÃ¤t der Beziehung, das Vorhandensein von Kindern und deren Alter. Wesentlich ist ferner, ob die Ehepartnerin oder der Ehepartner im Zeitpunkt der BegrÃ¼ndung des Familienlebens um die zur Ausweisung Anlass gebende Tat wusste. Schliesslich beachtet der Gerichtshof die Schwierigkeiten, welchen die Ehepartnerin bzw. der Ehepartner im Heimatland der ausgewiesenen Person ausgesetzt wÃ¤re, wobei solche Schwierigkeiten die Ausweisung nicht ausschliessen. Nach der Praxis des Bundesgerichts </span><span>sind die privaten Interessen umso we­niger zu gewichten, je unerwÃ¼nschter der Aufenthalt der auslÃ¤ndischen Per­son auf­grund ihres Verhaltens in der Schweiz ist </span><span>(BGE 120 Ib 6 E. 4c; BGE 116 Ib 353 E. 3d)</span><span>. Die Frage der Zumutbarkeit ist dabei nicht aufgrund der per­sÃ¶nlichen WÃ¼n­sche der Betroffenen zu beantworten, sondern unter ob­jek­ti­ver Beurteilung ihrer persÃ¶nlichen Ver­hÃ¤lt­nisse und UmstÃ¤nde (BGE 116 Ib 353 E. 3b; BGE 110 Ib 201 E. 2a). Eine allfÃ¤l­lige Unzumutbarkeit der Aus­rei­se ist mitab­zuwÃ¤gen, fÃ¼hrt aber nicht fÃ¼r sich allein zur UnzulÃ¤ssigkeit einer Be­willi­gungs­verweige­rung (BGE 120 Ib 129 E. 4b; BGE 116 Ib 353 E. 3f). Dabei ist die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung eher zulÃ¤ssig als die Aus­wei­sung, weil der auslÃ¤ndischen Person nur im letzteren Fall das Betreten der Schweiz voll­stÃ¤n­dig untersagt wird (vgl. BGE 120 Ib 6 E. 4a).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Nach §§ 50 und 51 VRG kann mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde jede Rechts­­verletzung und jede fÃ¼r den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenÃ¼gende Fest­stellung des Sachverhalts angefochten werden. Laut § 50 Abs. 3 VRG kommt dem Verwal­tungsgericht in der Regel keine freie NachprÃ¼fung des Ermessens der VerwaltungsbehÃ¶rde zu. GemÃ¤ss Bundesgericht betreffen die ver­schiedenen Gesichtspunkte, auf die bei der PrÃ¼fung der Angemessenheit der Aus­weisung â bzw., wie hier, der NichtverlÃ¤ngerung der Auf­­enthaltsbewilligung â abzustellen ist, die richtige Anwendung von Bundesrecht. Sie seien inso­fern frei zu prÃ¼fen, doch sei es dem Bundesgericht verwehrt, sein eigenes Er­mes­sen an die Stelle desjenigen der zustÃ¤ndigen kantonalen BehÃ¶rde zu setzen (BGr, 25. Juni 2001, 2A.158/2001, E. 2a, http://www.bger.ch; BGE 125 II 521 E. 2a). Gleiches gilt kraft Art. 98a Abs. 3 OG auch fÃ¼r das Verwaltungsgericht (VGr, 9. Mai 2001, VB.2001.00022, E. 3b, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt im Wesentlichen vor, die Vorinstanz habe das Ã¶ffentliche Fernhalteinteresse gegenÃ¼ber den privaten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner Familie stark Ã¼berbewertet. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe sich wÃ¤hrend des Strafvollzugs und seit seiner Entlassung mustergÃ¼ltig verhalten und sei vollstÃ¤ndig resozialisiert. Der Ehefrau und der Tochter sei nicht zuzumuten, in der TÃ¼rkei zu leben. Aus diesem Grund mÃ¼sse die GesamtwÃ¼rdigung aller Interessen zugunsten des BeschwerdefÃ¼hrers ausfallen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde von der Corte d'Appello di Milano mit rechtskrÃ¤fti­gem Urteil vom 23. November 1994 wegen der Beteiligung an Einfuhr und Verkauf von Dro­gen zu einer Freiheitsstrafe von 12 Jahren und 8 Monaten sowie zu einer Busse von 90 Mio. Lire verurteilt. Damit liegt ein Ausweisungsgrund nach Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG vor. Unerheblich ist, dass die Verurteilung im Ausland erfolgte: Bereits nach dem Wortlaut von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG ist dieser Ausweisungsgrund nicht nur bei gericht­­licher Bestrafung in der Schweiz gegeben. Massgeblich ist in diesem Zusammenhang, dass die Tat des BeschwerdefÃ¼hrers auch in der Schweiz strafbar wÃ¤re und nach schweizerischem Recht als Verbrechen zu qualifizieren wÃ¤re (Art. 19 Ziff. 1 alinea 3, 4 und 9 in Ver­­bindung mit Ziff. 2 lit. a und b des BetÃ¤ubungsmittelgesetzes vom 3. Oktober 1951 [BetmG, SR 812.121] sowie Art. 9 Abs. 1 des Strafgesetzbuchs [StGB, SR 311.0]; vgl. auch Art. 94 Abs. 1 lit. b des Rechtshilfegesetzes vom 20. MÃ¤rz 1981 [IRSG, SR. 351.1]; VGr, 6. Dezember 2001, VB.2001.00288, E. 2). Zu prÃ¼fen bleibt deshalb einzig, ob sich die vor diesem Hintergrund erfolgte Bewilligungsverweigerung unter BerÃ¼cksichtigung aller massgeblichen UmstÃ¤nde als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Ausgangspunkt und Massstab fÃ¼r die Schwere des Verschuldens und die frem­den­­­po­lizeiliche InteressenabwÃ¤gung bildet die vom Strafrichter verhÃ¤ngte Strafe. </span><span>Nach der Praxis des Bundesgerichts liegt die Grenze, von der an in der Regel keine Bewilli­gun­gen mehr erteilt werden, bei zwei Jahren Freiheitsstrafe, wenn der mit einer Schwei­zerin verheiratete AuslÃ¤nder um eine erstmalige Bewilligung er­sucht oder nach bloss kurzer Auf­enthaltsdauer die VerlÃ¤ngerung seiner Bewilligung be­an­tragt (BGr, 22. Oktober 2001, 2A.296/2001, E. 3a/aa, http://www.bger.ch; BGE 120 Ib 6 E. 4b; Spescha/StrÃ¤uli, S. 45). In dieser Situation befindet sich der BeschwerdefÃ¼hrer; dass er bereits frÃ¼her aufgrund seiner ersten Ehe Ã¼ber eine letztmals bis zum 30. Oktober 1993 verlÃ¤ngerte Aufenthaltsbewilligung verfÃ¼gte, ist â wenn Ã¼berhaupt â von geringer Bedeutung. Im Ãbrigen hat sich der BeschwerdefÃ¼hrer auch insgesamt nicht besonders lang in der Schweiz aufgehalten (vgl. BGr, 25. Juni 2001, 2A.158/2001, E. 2c/aa, http://www.bger.ch) und wÃ¤re selbst im Fall eines lÃ¤nger dauernden rechtmÃ¤ssigen Aufenthalts in der Schweiz bei einer hohen Freiheits­strafe von einem erheblichen Ã¶ffentlichen Interesse an der Fernhaltung der betreffenden Person auszugehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, dass aus dem Mass der im Ausland ausgesprochenen Strafe "ohne weiteres" auf das Verschulden geschlossen werden kÃ¶nne, weil das italienische Rechtssystem samt den ihm zugrunde liegenden moralischen Wertvorstellungen sich kaum von demjenigen der Schweiz unterscheide. Hierzu ist auszufÃ¼hren: Die mit dem Urteil vom 23. November 1994 ausgefÃ¤llte Strafe Ã¼bersteigt das HÃ¶chstmass der im schweizerischen Recht fÃ¼r die entsprechende Tat vorgesehenen Strafe nicht. Sie ist insofern mit dem schweizerischen Rechtssystem konform und hÃ¤tte bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen grundsÃ¤tzlich auch in der Schweiz vollzogen werden kÃ¶nnen (Art. 19 Ziff. 1 alinea 3, 4 und 9 in Verbindung mit Ziff. 2 lit. a und b BetmG sowie Art. 35 StGB; Art. 94 Abs. 2 und Art. 97 IRSG). Beim RÃ¼ckschluss vom Straf­mass auf das fÃ¼r die InteressenabwÃ¤gung massgebliche Verschulden ist allerdings zu beachten, dass das vom Bundesgericht im Sinn eines Anhaltspunktes angegebene Strafmass von zwei Jahren auf der spezifisch schweizerischen Gerichtspraxis beruht. Dass die Tat des BeschwerdefÃ¼hrer in der Schweiz vermutlich mit einer niedrigeren Strafe geahndet worden wÃ¤re, die allerdings immer noch weit mehr als zwei Jahre betragen hÃ¤tte, ist jedoch nicht erheblich: Es ist ohnehin nicht schematisch auf das Strafmass abzustellen; entscheidend ist vielmehr die Schwere der Straftat unter massgeblicher BerÃ¼cksichtigung des Verschuldens (vgl. auch Spescha/StrÃ¤uli, S. 45 f.; VGr, 6. Dezember 2001, VB.2001.00288, E. 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es kann nun der Vorinstanz nicht vorgehalten werden â wie dies in der Beschwerde­­schrift sinngemÃ¤ss geschieht â, dass sie sich bei der Bewertung der Schwere der Straftat und des Verschuldens auf die ErwÃ¤gungen des Urteils der Corte d'Appello di Milano gestÃ¼tzt hat (vgl. sinngemÃ¤ss auch Art. 97 IRSG). GemÃ¤ss den (Ã¼brigens unbestrit­tenen) Sach­verhaltsfeststellungen in jenem Urteil be­teiligte sich der BeschwerdefÃ¼hrer am 29. Mai 1993 an der Lieferung von Ã¼ber 5,5 kg gestrecktem (rund 1,2 kg reinem) He­roin nach Campione d'Italia, wo er von den scheinbaren KÃ¤ufern, verdeckten Fahndern der italienischen Polizei, festgenommen wurde. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der BeschwerdefÃ¼hrer mit Wis­sen und Willen in nicht vÃ¶llig untergeordneter, wenn auch nicht fÃ¼hrender Stellung an diesem Transport teilgenommen hatte. Somit hat die Vorinstanz zutreffend ausgefÃ¼hrt, der BeschwerdefÃ¼hrer sei am Handel mit einer erheblichen Menge von Drogen beteiligt ge­wesen, wissend und damit skrupellos in Kauf nehmend, dass er die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kÃ¶nne; nicht zu beanstanden ist auch ihre Schlussfolgerung, dass deswegen ein schweres Verschulden und somit ein erhebliches Fern­halteinteresse zum Schutz der Ã¶ffentlichen Ordnung und Sicherheit anzunehmen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c</span><span>) Dem Resozialisierungsgedanken des Strafrechts ist im Rahmen der umfassenden fremdenpolizeilichen InteressenabwÃ¤gung Rechnung zu tragen (BGE 122 II 433 E. 2b mit weiteren Hinweisen). FÃ¼r die FremdenpolizeibehÃ¶rden steht jedoch â anders als fÃ¼r die Straf­behÃ¶rden â das Interesse an der Ã¶ffentlichen Sicherheit im Vordergrund (BGr, 3. April 2000, 2A.51/2000, E. 1b, http://www.bger.ch; vgl. auch Giorgio Malinverni in: Kommentar zur Bundesverfassung, 1995, Art. 69<sup>ter</sup> Rz. 77). Daraus kann sich im Vergleich ein stren­gerer Beurteilungsmassstab ergeben (BGr, 22. Oktober 2001, 2A.296/2001, E. 3c/cc, http://www.bger.ch; BGE 120 Ib 129 E. 5b; vgl. auch BGE 125 II 521 E. 4a/bb S. 528). Das Risiko eines RÃ¼ckfalls ist umso weniger hinzunehmen, je schwerwiegender die verÃ¼b­ten Taten sind (BGE 120 Ib 6 E. 4c S. 15 f.). Die Schwere der verÃ¼bten Tat relativiert deshalb auch hier das Resozialisierungsinteresse.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Delikt des BeschwerdefÃ¼hrers liegt relativ lange zurÃ¼ck. Dies kann allerdings nicht von entscheidender Bedeutung sein: </span>WÃ¼rde die seit der Tat verflossene Zeit (inklusive Strafvollzug) unbesehen berÃ¼cksichtigt, so hiesse dies, dass die Bewilligungserneuerung um­so wahr­scheinlicher wÃ¤re, je schwerer die Straftat und je lÃ¤nger die ausgesprochene Strafe war, was nicht Sinn und Zweck von Art. 7 Abs. 1 ANAG entsprÃ¤che (BGr, 22. Oktober 2001, 2A.296/2001, E. 3c/cc, http://www.bger.ch). Dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤hrend der rund fÃ¼nfeinhalb Jahre (vom 29. Mai 1993 bis zum 11. Januar 1999), die er in Untersuchungshaft und im Strafvollzug verbracht hat, durch Wohlverhalten ausgezeichnet hat, fÃ¤llt deshalb nicht wesentlich ins Gewicht.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r die Integration des BeschwerdefÃ¼hrers spricht, dass er im Strafvollzug die Schule besucht hat, nach temporÃ¤ren Anstellungen seit dem 1. April 2001 bei der Firma H GmbH in Y fest angestellt und offenbar zur vollen Zufriedenheit der Arbeitgeberin tÃ¤tig ist und sich beruflich weitergebildet hat. Zu Recht macht der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, dass entgegen der Ansicht der Vorinstanz nicht von einem hÃ¤ufigen Wechsel der Arbeitsstelle gesprochen werden kÃ¶nne. WÃ¤hrend in der ersten Ehe des BeschwerdefÃ¼hrers mit seiner jetzigen Frau erhebliche Schwierigkeiten auftraten, scheint ihre jetzige Ehe harmonisch zu verlaufen; mittlerweile scheint der BeschwerdefÃ¼hrer auch von seinen Schwiegereltern ak­zeptiert zu sein. Von seinem Integrationswillen mag auch zeugen, dass er Deutsch spricht und dass die Tochter F an­scheinend reformiert getauft wurde. Die Resozialisie­rungs­chan­cen sind allerdings nicht ungetrÃ¼bt, hat doch der BeschwerdefÃ¼hrer innerhalb eines Jahres nach der Strafentlassung erneut delinquiert, indem er illegal in die Schweiz einreiste und sich hier aufhielt. Sie vermÃ¶gen daher die Bewertung des Fernhalte­interesses nicht ent­scheidend zu beeinflussen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Dem Interesse des Staates an einer Fernhaltung sind die Interessen des Beschwer­­defÃ¼hrers und seiner Familie an einem Verbleib in der Schweiz gegenÃ¼berzustellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Der BeschwerdefÃ¼hrer reiste im Alter von 19 Jahren erstmals in die Schweiz ein. Er hielt sich von 1988 bis 1993 hier auf, zunÃ¤chst als Asylbewerber, dann aufgrund einer Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau. Wie die Vorinstanz zu Recht ausfÃ¼hrt, ist dieser Aufenthalt bei der WÃ¼rdigung der Aufenthaltsdauer in der Schweiz nur in untergeordnetem Mass zu gewichten. Nach der vorzeitigen Entlassung aus dem Strafvollzug und einem Aufenthalt von rund zehn Monaten in der TÃ¼rkei ist der BeschwerdefÃ¼hrer am 15. November 1999 erneut â illegal â in die Schweiz eingereist. Aufgrund seiner am 28. Januar 2000 geschlossenen Ehe mit einer Schweizer BÃ¼rgerin wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung erteilt, die allerdings auf falschen Angaben oder wissentlichem Verschweigen wesentlicher Tatsachen im Sinn von Art. 9 Abs. 2 lit. a ANAG beruhte und deshalb am 26. April 2000 widerrufen wurde. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat sich demnach nach seiner Entlassung aus dem Strafvollzug insgesamt nur kurze Zeit und ohne gÃ¼ltige Anwesenheitsberechtigung in der Schweiz aufgehalten. Selbst wenn die Integration des BeschwerdefÃ¼hrers in den zwei Jahren seit seiner erneuten Einreise ansatzweise gelungen sein sollte, kann dies deshalb nicht darÃ¼ber hinwegtÃ¤uschen, dass nicht von einer mass­geblichen Verwurzelung in den hiesigen VerhÃ¤ltnissen ausgegangen werden kann. Es kann offen bleiben, ob sein Beziehungsnetz in der Schweiz â von den AngehÃ¶rigen seiner Ehefrau abgesehen â vorwiegend aus Landsleuten (so seine Ehefrau) oder aus Personen unterschiedlicher NationalitÃ¤t (so seine eigene Aussage) besteht. Jedenfalls ist ihm eine Ausreise in die TÃ¼rkei, wo er die ersten 19 Jahre seines Lebens verbracht hat, wo seine Eltern, seine beiden Schwes­tern und zahlreiche AngehÃ¶rige leben und wo er sich vor seiner erneuten Einreise in die Schweiz wÃ¤hrend rund zehn Monaten aufgehalten hat, ohne weiteres zuzumuten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Im Rahmen der InteressenabwÃ¤gung ebenfalls zu berÃ¼cksichtigen sind <span>die mit einer allfÃ¤lligen Ausweisung verbundenen Nachteile fÃ¼r die Familie des Betroffenen (Art. 16 Abs. 3 ANAV). Mit diesen wird denn auch in erster Linie die Beschwerde begrÃ¼ndet. Der BeschwerdefÃ¼hrer hatte bereits wÃ¤hrend des Strafvollzugs regelmÃ¤ssigen Kontakt zu seiner ehemaligen und spÃ¤teren Ehefrau. Er und seine Ehefrau fÃ¼hren heute nach ihren eigenen Angaben und denen seiner Schwiegereltern ein intaktes und harmonisches Familienleben. Die Ehefrau arbeitet nach eigenen Angaben seit elf Jahren beim selben Arbeitgeber, heute mit einem Pensum von 80</span></span><span> </span><span>%. GemÃ¤ss ihrer Aussage spricht sie kaum TÃ¼rkisch und kennt die TÃ¼rkei nur von gelegentlichen Besuchen. Die Tochter F, geboren am 3. Fe­bruar 2001, verfÃ¼gt ebenfalls Ã¼ber das Schweizer BÃ¼rgerrecht (Art. 1 Abs. 1 lit. a des BÃ¼rgerrechtsgesetzes vom 29. September 1952, SR 141) und soll reformiert getauft worden sein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Zwar wÃ¼rde die Ausreise in das Heimatland des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r seine Ehefrau â ungeachter allfÃ¤lliger rudimentÃ¤rer Kenntnisse der tÃ¼rkischen Sprache â zu erheb­lichen HÃ¤rten und Schwierigkeiten fÃ¼hren. Zu berÃ¼cksichtigen ist auch, dass ihre AngehÃ¶rigen alle in der Schweiz leben und es in der TÃ¼rkei nicht leicht sein dÃ¼rfte, eine angemes­sene Arbeitsstelle zu finden. Doch handelt es sich bei der TÃ¼rkei um ein offiziell laizis­tisches Land, wo die LebensverhÃ¤ltnisse in den StÃ¤dten des Westens nicht vÃ¶llig verschieden von denjenigen in der Schweiz sind (vgl. BGE 120 Ib 6 E. 4c S. 15; vgl. auch Martina Caroni, Privat- und Familienleben zwischen Menschenrecht und Migration, Berlin 1999, S. 219). Es ist deshalb der Vorinstanz beizupflichten, dass ein Leben in der TÃ¼rkei fÃ¼r eine Schweizerin nicht von vornherein als unzumutbar bezeichnet werden kann. Selbst wenn das Gegenteil zutrÃ¤fe (so EGMR, 2. August 2001, Boultif v. Schweiz, 54273/00, § 53, http://hudoc.echr.coe.int, in Bezug auf Algerien), wÃ¤re im Ãbrigen zunÃ¤chst zu prÃ¼fen, ob die Ehegatten eine Trennung hinzunehmen hÃ¤tten. Auch eine solche wÃ¼rde die Ehefrau zwar aufgrund der unbestrittenen IntensitÃ¤t der Beziehung hart treffen, doch ist hierbei zu berÃ¼cksichtigen, dass es sich nicht um eine vollstÃ¤ndige Trennung zu handeln brÃ¤uchte: Da keine Ausweisung ausgesprochen wurde, bliebe immerhin die besuchsweise Einreise des Be­schwerdefÃ¼hrers weiterhin mÃ¶glich </span><span>(vgl. BGE 120 Ib 6 E. 4a). Wenn die Trennung den Ehegatten zuzumuten ist, fÃ¤llt im Ãbrigen auch nicht ins Gewicht, ob der BeschwerdefÃ¼hrer tatsÃ¤chlich bei einer RÃ¼ckkehr zum MilitÃ¤rdienst eingezogen wÃ¼rde und wÃ¤hrend dieser Zeit nicht fÃ¼r seine Familie sorgen kÃ¶nnte, wie in der Beschwerdeschrift geltend gemacht wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wesentlich ist in diesem Zusammenhang, dass die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers im Zeitpunkt des Eheschlusses um seine Straftat wusste. Sie musste deshalb damit rechnen, dass der Anwesenheit des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz fremdenpolizeiliche Hindernis­se entgegenstehen kÃ¶nnten und dass deshalb die Beziehung mÃ¶glicherweise nicht in der Schweiz gelebt werden kÃ¶nnte (vgl. EGMR, 2. August 2001, Boultif v. Schweiz, 54273/00, § 48, http://hudoc.echr.coe.int; BGE 120 Ib 6 E. 4c S. 15; VGr, 26. September 2001, VB.2001.00131, E. 4b, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung; RB 1998 Nr. 53; Spescha/ StrÃ¤uli, S. 51 f.). Daran Ã¤ndert der Hinweis nichts, dass die Beschwerdegegnerin dem Bruder des BeschwerdefÃ¼hrers mit Schreiben vom 23. November 1999 auf Anfrage wahrheitsgemÃ¤ss mitgeteilt hatte, der BeschwerdefÃ¼hrer sei keiner Einreisesperre unterworfen. Der Ehefrau musste (gerade aufgrund ihrer frÃ¼heren Ehen mit AuslÃ¤ndern) bekannt sein, dass das Fehlen einer Einreisesperre nicht mit einer Aufenthaltsbewilligung gleichzusetzen ist. Ob man sich bewusst nur nach der Einreisesperre erkundigte, kann hier offen bleiben. Eine Aufenthaltsbewilligung wurde jedenfalls im Schreiben der Beschwer­degegnerin in keiner Weise erwÃ¤hnt und schon gar nicht zugesichert. Dass "die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers ... in ihren berechtigten Erwartungen getÃ¤uscht" wurde, "hier in der Schweiz die Ehe mit dem BeschwerdefÃ¼hrer leben zu kÃ¶nnen", trifft demnach nicht zu. Es liegt keine Vertrauensgrundlage vor, weshalb sich aus dem Grundsatz von Treu und Glauben nichts zuguns­ten des Beschwer­defÃ¼hrers und seiner Familie ableiten lÃ¤sst (vgl. auch Ulrich HÃ¤felin/Ge­org MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 532 f., 551 ff.). Da in diesem Punkt einzig das Wissen der Ehefrau vor der Heirat mass­gebend ist, ist entgegen den AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeschrift nicht von Be­lang, dass aufgrund der Heirat zunÃ¤chst eine Aufenthalts­bewilligung erteilt wurde und dass dies geschah, obwohl die Beschwerde­gegnerin von der Festnahme des BeschwerdefÃ¼hrers wusste. Im Ãbrigen teilte die Beschwerdegegnerin dem BeschwerdefÃ¼hrer bereits mit Schreiben vom 10. MÃ¤rz 2000 â das er nachweislich erhalten hat â unter Hinweis auf das im Ausland gefÃ¤llte Urteil mit, sein Gesuch sei "zurÃ¼ckgestellt" worden, und anlÃ¤sslich der Ge­wÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs am 4. bzw. 13. April 2000 wurden er und seine Ehefrau ausdrÃ¼cklich darauf hingewiesen, dass Fernhaltemassnahmen geprÃ¼ft wÃ¼rden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Die knapp einjÃ¤hrige Tochter des BeschwerdefÃ¼hrers befindet sich ohnehin noch in einem anpassungs­fÃ¤higen Alter, sodass ihr zugemutet werden kÃ¶nnte, ihren Eltern zu folgen, wenn sich die Mutter zur Ausreise mit dem Vater entschliessen wÃ¼rde; erst wenn sich ein Kind in der Gesellschaft des Wohnsitzstaates integriert und seit mehreren Jahren dort die Schule besucht hat, kann dies nicht mehr in jedem Fall er­wartet werden (Mark E. Vil­­liger, Hand­buch der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention, 2. A., ZÃ¼rich 1999, N. 581; BGE 127 II 60 E. 2a; BGE 122 II 289 E. 3c). Sollte die Mutter die Trennung vorziehen, wÃ¤re dies fÃ¼r das Kind zwar hart, aber aufgrund der BesuchsmÃ¶glichkeiten ebenfalls nicht unzumutbar.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Zusammenfassend: Das Ã¶ffentliche Interesse an der Fernhaltung des BeschwerdefÃ¼hrers wiegt aufgrund seines Verschuldens â trotz den ihrerseits eben nicht vÃ¶llig ungetrÃ¼bten Resozialisierungschancen â schwer. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat sich nach der Ent­­lassung aus dem Strafvollzug und einem Aufenthalt von etwa zehn Monaten in der TÃ¼r­kei erst rund zwei Jahre in der Schweiz aufgehalten; eine Ausreise kann ihm klarerweise zu­­gemutet werden. Das erhebliche Interesse seiner Ehefrau, weiterhin in der Schweiz zu verbleiben und nicht von ihrem Ehemann getrennt zu werden, wird dadurch stark relativiert, dass sie vor dem erneuten Eheschluss um die Bestrafung ihres Ehemannes wusste und deshalb damit rechnen musste, diese Beziehung nicht in der Schweiz leben zu kÃ¶nnen und nur die Wahl zwischen Trennung und Ausreise zu haben. Insgesamt lÃ¤sst d<span>ie </span>GesamtwÃ¼rdigung der vorliegenden VerhÃ¤ltnisse den Schluss zu, dass die privaten Interessen an einer Erteilung der Aufenthaltsbewilligung zurÃ¼ckzutreten haben hinter das Ã¶ffentliche In­teresse an der Fernhaltung des BeschwerdefÃ¼hrers, der in schwerer Wei­se gegen die Ã¶ffent­liche Ordnung, Gesundheit und Sicherheit verstossen hat. Zu beachten ist auch, dass nur die Aufenthaltsbewilligung verweigert, nicht aber eine Ausweisung angeordnet wurde. Der angefochtene Beschluss ist nach dem Gesagten verhÃ¤ltnismÃ¤ssig, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">5. ... </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>... </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>