<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00564</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205213&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00564</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.07.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Krankenkassenprämien und Sozialhilfe (Verpflichtung einer Sozialhilfeempfängerin, den ihr ausbezahlten Betrag für die Krankenkassenprämien zurückzuerstatten, nachdem sie diesen Betrag zweckwidrig verwendet hat; Gutheissung des Rekurses der Sozialhilfeempfängerin; Beschwerde der Gemeinde) Streitigkeiten über Beiträge an die obligatorische Krankenversicherung hat das Sozialversicherungsgericht als zweite Rechtmittelinstanz zu beurteilen; Bestätigung der Rechtsprechung (vgl. RB 2001 Nr. 21), welche zwischenzeitlich auch explizit auf Rückforderungsstreitigkeiten bezogen wurde und Eingang in die Gesetzgebung fand (Änderung des Einführungsgesetzes zum Krankenversicherungsgesetz) (E. 2.2+2.3). Nichteintreten und Überweisung an das Sozialversicherungsgericht. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKENKASSE">KRANKENKASSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKENKASSENPRÃMIEN">KRANKENKASSENPRÃMIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKENVERSICHERUNGSPRÃMIEN">KRANKENVERSICHERUNGSPRÃMIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃMIENVERBILLIGUNG">PRÃMIENVERBILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKFORDERUNG">RÃCKFORDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALVERSICHERUNGSGERICHT">SOZIALVERSICHERUNGSGERICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Ãbrige Rechtsgebiete UR: Besondere Rechtsgebiete ST: VERSICHERUNGSRECHT (EINSCHLIESSLICH SOZIALVERSICHERUNGEN)">VERSICHERUNGSRECHT (EINSCHLIESSLICH SOZIALVERSICHERUNGEN)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 8 EG KVG</span><br/><span class="gerade">§ 18 Abs. I EG KVG</span><br/><span class="ungerade">§ 29 EG KVG</span><br/><span class="gerade">§ 27 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 2 SozversG</span><br/><span class="gerade">§ 41 Abs. I VRG</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 Abs. II lit. b ZUG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>A bezog ab MÃ¤rz 2004 Sozialhilfeleistungen von der Gemeinde X (vgl. auch VGr, 9. September 2004, VB.2004.000313). Mit Abrechnungen vom 24. September 2004 wurden die Leistungen der Periode vom 1. Oktober bis 14. Oktober 2004 auf Fr. 613.70 und der Periode vom 15. Oktober bis 31. Oktober 2004 auf Fr. 745.30 festgesetzt.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Eingabe vom 9. Oktober 2004 gelangte A an den Bezirksrat X und ersuchte um zusÃ¤tzliche finanzielle UnterstÃ¼tzung. Sie beanstandete die ihrer Ansicht nach verspÃ¤tet erfolgte Auszahlung von Erwerbsauslagen, die Nichtausrichtung von BeitrÃ¤gen fÃ¼r ein Halbtaxabonnement und fÃ¼r Arbeitskleider. Im Weiteren kritisierte sie die willkÃ¼rliche Behandlung durch die BehÃ¶rden. In einer weiteren Eingabe, die am 21. Oktober 2004 beim Bezirksrat einging, wandte sie sich dagegen, dass ihr monatlich bis Ende 2005 Fr. 40.- fÃ¼r die Abzahlung von KrankenkassenprÃ¤mien abgezogen werde. Der Bezirksrat nahm die Eingaben als Rekurs gegen die Abrechnung fÃ¼r die Leistungen der Periode vom 1. Oktober bis 14. Oktober 2004 entgegen, die er als VerfÃ¼gung erachtete. Er hiess den Rekurs mit Beschluss vom 23. November 2004 teilweise gut. Er wies die SozialbehÃ¶rde X an, den monatlichen Abzug von Fr. 40.- an wirtschaftlicher Hilfe einzustellen (Disp.-Ziff. I Satz 2).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen erhob die Gemeinde X (SozialbehÃ¶rde) am 20. Dezember 2004 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie beantragte, Disp.-Ziff. 1 des Bezirksratsbeschlusses hinsichtlich des RÃ¼ckzahlungsstopps sei aufzuheben, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Der Bezirksrat X schloss in seiner Vernehmlassung auf Abweisung der Beschwerde. A liess sich nicht vernehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Streitgegenstand bildet die Anweisung im bezirksrÃ¤tlichen Rekursentscheid, wonach die BeschwerdefÃ¼hrerin den monatlichen Abzug von Fr. 40.- an der wirtschaftlichen Hilfe (gesamthaft mit Rundungsdifferenz Fr. 648.-) einzustellen habe. Nach dem Streitwert fÃ¤llt die Beurteilung der Sache in die einzelrichterliche Kompetenz (§ 38 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959, VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Als unterliegende Partei im Rekursverfahren ist die Gemeinde X (SozialbehÃ¶rde) durch den angefochtenen Beschluss des Bezirksrats formell beschwert. Sie ist durch den Beschluss auch in ihren schutzwÃ¼rdigen Interessen betroffen, weil dieser die Gemeinde verpflichtet, auf die Durchsetzung der RÃ¼ckerstattungsforderung zu verzichten. Die Gemeinde ist demnach zur Beschwerdeerhebung berechtigt (§ 21 lit. a VRG; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 62).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen (§ 70 in Ver­bindung mit § 5 Abs. 1 VRG; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 5 N. 3).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der im Streit liegende monatliche Abzug von Fr. 40.- an der wirtschaftlichen Hilfe liegt darin begrÃ¼ndet, dass die Beschwerdegegnerin die ihr wÃ¤hrend zwei Monaten Ã¼berwiesenen BeitrÃ¤ge fÃ¼r die KrankenkassenprÃ¤mien anderweitig verwendet hat. Dies veranlasste die BeschwerdefÃ¼hrerin, diese â rechtmÃ¤ssig ausbezahlten â BeitrÃ¤ge von der BeschwerdefÃ¼hrerin zurÃ¼ckzufordern, und zwar Ã¼ber eine RÃ¼ckerstattungsvereinbarung. Sachlich geht es somit einzig um die PrÃ¤mien an die obligatorische Krankenversicherung. Diese gelten nicht als Sozialhilfeleistungen (Richtlinien fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe, hrsg. von der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe [Fassung vom Dezember 2000], SKOS-Richtlinien, Kap. B.4.1; Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, hrsg. von der Abteilung Ãffentliche FÃ¼rsorge des Sozialamts des Kantons ZÃ¼rich, Ziff. 2.1.3/S. 7, Nr. 6.2.2.1 mit Hinweisen [Fassung vom Januar 2005], Ziff. 6.4.1.2/S. 1 [Fassung vom Januar 2001]).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht hat nach einem Meinungsaustausch mit dem Sozialversicherungsgericht in einem Leitentscheid vom 29. MÃ¤rz 2001 erwogen, dass das Sozialversicherungsgericht Streitigkeiten Ã¼ber BeitrÃ¤ge an die obligatorische Krankenversicherung, welche das Gemeinwesen fÃ¼r eine unterstÃ¼tzte Person zu Ã¼bernehmen hat, als zweite Rechtsmittelinstanz zu beurteilen hat (RB 2001 Nr. 21):</span></p> <p class="Einzug1"><span>â2. b) â¦ Mit dem Erlass des Krankenversicherungsgesetzes [vom 18. MÃ¤rz 1993, KVG] ist Art. 3 Abs. 2 lit. b des Bundesgesetzes Ã¼ber die Zu­stÃ¤ndigkeit fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung BedÃ¼rftiger vom 24. Juni 1977 (ZustÃ¤ndigkeitsge­setz, ZUG) dahin geÃ¤ndert worden, dass die von einem Gemeinwesen anstelle von Versi­cherten zu Ã¼bernehmenden BeitrÃ¤ge an die obligatorische Krankenpflegeversicherung nicht mehr als fÃ¼rsorgerechtliche UnterstÃ¼tzung gelten. GemÃ¤ss § 8 Abs. 1 der bis Ende 2000 noch in Kraft stehenden und daher auf den vorliegenden Fall anwendbaren EinfÃ¼h­rungs­verordnung zum Krankenversicherungsgesetz vom 6. Dezember 1995 (EV KVG; OS 53, 315) Ã¼bernimmt die Gemeinde die durch die PrÃ¤mienverbilligung (dazu Art. 65 KVG, §§ 3 - 7 EV KVG) nicht gedeckten PrÃ¤mien der Krankenpflegeversicherung von versicher­ten Per­sonen mit steuerrechtlichem Aufenthalt oder Wohnsitz und zivilrechtlichem Wohn­sitz in der Gemeinde, soweit deren eigene Mittel fÃ¼r ihren Lebensunterhalt und den ihrer Fami­lienangehÃ¶rigen nicht ausreichen und das soziale oder betreibungsrechtliche Exi­stenzmi­nimum nicht gewÃ¤hrleistet ist. Bei dieser Verpflichtung der Gemeinden handelt es sich demnach nicht um eine Konkretisierung der sozial­hilferechtlichen Ordnung in §§ 14 ff. SHG, sondern um eine eigenstÃ¤ndige Regelung, die der Umsetzung des Bundes­rechts dient. Im Kanton ZÃ¼rich entscheiden die Gemeinden sel­ber, welche Amtsstellen sie mit dieser Aufgabe betrauen wollen. Im Ãbrigen gehen die entsprechenden Aufwendungen zu Lasten des Gesamtbetrags der PrÃ¤mienverbilligung (vgl. Sozialhilfe-BehÃ¶r­den­hand­buch, Ziff. 6.4.1.2 S. 1 f. [Fassung vom Januar 2001]). Bei der in § 8 Abs. 1 EV KVG festgelegten Verpflichtung der Gemeinden handelt es sich demnach aus der Sicht des Sozialhilferechts um ′andere ge­setzliche Leistungen′ im Sinn von § 2 Abs. 2 SHG, welche der Sozialhilfe vorgehen (vgl. zum Ganzen VGr, 8. Juli 1999, VB.1999.00100). Das auf 1. Januar 2001 in Kraft getretene EinfÃ¼hrungsgesetz zum Krankenversicherungsgesetz vom 13. Juni 1999 (EG KVG) enthÃ¤lt in § 18 Abs. 1 eine inhaltlich gleiche Regelung.</span></p> <p class="Einzug1"><span>In §§ 26 - 29 EG KVG wird der Rechtsschutz fÃ¼r jene Bereiche aus der Anwen­dung des KVG geregelt, die im EG KVG nÃ¤her geordnet werden, nÃ¤mlich die Versiche­rungspflicht, die ausserkantonale Hospitalisation und die PrÃ¤mienverbilligung. Allerdings fehlt darin eine Bestimmung, welche den Rechtsschutz bei sich aus § 18 EG KVG erge­benden Streitigkeiten ausdrÃ¼cklich regeln wÃ¼rde. Aufgrund der Ordnung in §§ 26 ff. EG KVG kommt auch fÃ¼r solche Streitigkeiten als Rekursinstanz durchaus der Bezirksrat in Betracht (vgl. § 29 EG KVG). Hingegen ist diesbezÃ¼glich als zweite Rechtsmittelinstanz das Sozialversicherungsgericht und nicht das Verwaltungsgericht zustÃ¤ndig: FÃ¼r die in §§ 26 ff. EG KVG geregelten ′kantonalrechtlichen′ StreitfÃ¤lle ist als zweite (oder sogar als einzige) kantonale Rechtsmittelinstanz durchwegs das Sozialversicherungsgericht vorgese­hen. Das entspricht § 2 lit. e des Gesetzes Ã¼ber das Sozialversicherungsgericht vom 7. MÃ¤rz 1993 (SozversG) in der ebenfalls auf 1. Januar 2001 in Kraft getretenen Fassung gemÃ¤ss EG KVG vom 13. Juni 1999, wonach das Sozialversicherungsgericht als einzige kantonale gerichtliche Instanz Beschwerden in ′bundesrechtlichen′ Streitigkeiten betreffend die An­wendung des Krankenversicherungsgesetzes beurteilt. Schon vor Inkrafttreten des kanto­nalen EinfÃ¼hrungsgesetzes (bzw. der neuen Fassung von § 2 lit. e SozversG) hat jedoch der Kantonsrat am 7. Dezember 1998 gestÃ¼tzt auf § 4 SozversG zur Vermeidung eines negati­ven Kompetenzkonflikts die ZustÃ¤ndigkeit fÃ¼r Beschwerden betreffend die Anwendung des KVG rÃ¼ckwirkend ab 1. MÃ¤rz 1998 allgemein dem Sozialversicherungsgericht Ã¼bertragen (vgl. RB 1998 S. 11 und Auszug Nr. 23).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>c) Aus der dargelegten Ordnung und ihrer Entstehungsgeschichte ergibt sich, dass das Sozialversicherungsgericht auch fÃ¼r Streitigkeiten aus der Anwendung von § 18 Abs. 1 EG KVG bzw. (vor dem Inkrafttreten des Krankenversicherungsgesetzes) von § 8 Abs. 1 EV KVG zustÃ¤ndig ist. Im Rahmen des durchgefÃ¼hrten Meinungsaustausches hat denn auch das Sozialversicherungsgericht erklÃ¤rt, dass es sich fÃ¼r die Beurteilung solcher Strei­tigkeiten fÃ¼r zustÃ¤ndig hÃ¤lt.â</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Konkret ging es im Wesentlichen um die Ãbernahme der infolge Zuzugs in eine Gemeinde erhÃ¶hten KrankenkassenprÃ¤mien.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>In einem weiteren Entscheid vom 12. Juni 2002 (VB.2002.00129) hatte das Verwaltungsgericht eine RÃ¼ckforderung von angeblich zu Unrecht Ã¼bernommenen KrankenkassenprÃ¤mien zu beurteilen. Es erachtete die vorstehend wiedergegebene Rechtsprechung auch fÃ¼r diese Konstellation fÃ¼r massgeblich, in der es nicht um eine PrÃ¤mienÃ¼bernahme, sondern um eine RÃ¼ckforderung ging (E. 1b). Mit Bezug darauf Ã¼berwies es die Angelegenheit dem Sozialversicherungsgericht zur materiellen Beurteilung (Disp.-Ziff. 1 Abs. 2). Diese Rechtsprechung wurde bestÃ¤tigt im Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 24. September 2003 (VB.2003.000227 E. 1b in: Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, Ziff. 2.1.3/S. 7, Nr. 6.2.2.2. â Weil in diesem Fall nicht eine PrÃ¤mienÃ¼bernahme zur Diskussion stand, war die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben.)</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Inzwischen hat der Gesetzgeber die Erkenntnisse der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts in die am 30. August 2004 beschlossene Revision des Gesetzes Ã¼ber das Sozialversicherungsgericht und des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum Krankenversicherungsgesetz einfliessen lassen (OS 59, 398; in Kraft seit 1. Januar 2005, OS 59, 410). Die ZustÃ¤ndigkeit des Sozialversicherungsgerichts im Bereich der Krankenversicherung wurde materiell unverÃ¤ndert fortgefÃ¼hrt (§ 2 Abs. 1 SozversG; Weisung des Regierungsrats vom 30. April 2003, ABl 2003, 969, 985; Antrag der Kommission vom 18. November 2003, <span>www.kantonsrat.zh.ch,</span> GeschÃ¤ft 4070). Im EG KVG wurde die Rechtsschutzbestimmung insofern prÃ¤zisiert, als nun ausdrÃ¼cklich auch âbetreffend <i>RÃ¼ckforderung</i> wegen PrÃ¤mienÃ¼bernahmenâ gemÃ¤ss § 18 EG KVG Rekurs beim Bezirksrat und anschliessend Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht zu erheben ist (§ 29 EG KVG). Der Regierungsrat fÃ¼hrte dazu in seiner Weisung Folgendes aus (a.a.O., S. 1005 f.)</span></p> <p class="Einzug1"><span>âDas Verwaltungsgericht hat kÃ¼rzlich eine Streitigkeit Ã¼ber die RÃ¼ckforderung von Leistungen wegen PrÃ¤mienÃ¼bernahmen gemÃ¤ss § 18 des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum Krankenversicherungsgesetz dem Sozialversicherungsgericht zur Entscheidung Ã¼berwiesen. Auf Grund des engen sachlichen Zusammenhangs mit der PrÃ¤mienverbilligung ist es in der Tat gerechtfertigt, dass Ã¼ber entsprechende Streitigkeiten ebenfalls das Sozialversicherungsgericht entscheidet.â</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Auf die Beschwerde ist deshalb mangels ZustÃ¤ndigkeit nicht einzutreten, und die Sache ist dem Sozialversicherungsgericht zur materiellen Beurteilung zu Ã¼berweisen (§ 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 2 VRG). Da die BeschwerdefÃ¼hrerin sich aufgrund der Rechtsmittelbelehrung veranlasst sehen konnte, Beschwerde beim Verwaltungsgericht einzureichen, sind die Gerichtskos­ten auf die Gerichtskasse zu nehmen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 23).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt </span><span>die Einzelrichterin</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. Die Sache wird zur materiellen Beurteilung dem Sozialversicherungsgericht Ã¼berwiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 400.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 460.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>