<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2018.00937</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>V. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Sozialversicherungsrichterin Senn<br/>Gerichtsschreiberin Curiger</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">3. Juni 2020</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Y.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1961 geborene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meldete sich am</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 30. Juni 2016 (Eingangsdatum) unter Hinweis auf sexuellen Missbrauch, häusliche Gewalt, psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Misshandlung, Morddrohungen, Amoklauf, Nötigung, Magersucht, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">S</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">uizid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versuch, seelische und körperliche Erschöpfung durch Belastung, eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">p</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">osttrau</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matische Belastungsstörung, Angstzustände, Panikattacken, Flashback, Albträume, Rückzug</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Isolation sowie einen Selbstmord des Ehemannes (Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">finden der Leiche, Schock und Verarbeitung) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zum </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Leistungsbezug an (Urk. 14/1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diese</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> tätigte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erwerbliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und medizinische Abklärungen. Mit Schreiben vom 8. Februar 2017 teilte sie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Versicherten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es könnten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> keine beruflichen Eingliederungsmass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">durchgeführt werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 14/19)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem sie die Akten des Kranken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">taggeldversicherers beigezogen hatte (Urk. 14/51), </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">veranlasste sie die Erstellung eines psychiatrischen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gutachtens bei Dr. med. Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, welches am 24. Oktober 2017 erstattet wurde (Urk. 14/61). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 30. Januar 2018 sowie 26. März 2018 ersuchte die IV-Stelle die Versicherte um Zustellung ihrer Buch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haltungsunterlagen (Urk. 14/63). Nachdem keine Unterlagen eingereicht worden waren, wies die IV-Stelle die Versicherte mit Schreiben vom 14. Juni 2018 auf ihre Mitwirkungspflichten hin und setzte ihr Frist bis zum 10. Juli 2018 zur Bei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bringung der geforderten Unterlagen (Urk. 14/74). Nach durchgeführtem Vorbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheidverfahren verneinte sie mit Verfügung vom 24. September 2018 einen Anspruch der Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 2 [=</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">14/77]).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit Eingabe vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">23. Oktober 2018 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht und beantragte sinnge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mäss, es sei ihr eine Invalidenrente zuzusprechen (Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 6. November 2018 wurde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufgefor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, einen Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 1'000.-- zu leisten (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4). Dieser Aufforderung kam sie innert Frist nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 27. Februar 2019 schloss die IV-Stelle auf Abwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung der Beschwerde (Urk. 13), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 9. April 2019 angezeigt wurde. Gleichzeitig wurde ihr Frist angesetzt, um zur Frage der Zuständigkeit der Beschwerdegegnerin zum Erlass des angefochtenen Entscheids Stellung zu nehmen sowie um gegebenenfalls einen im Ausland begründeten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wohnsitz durch geeignete Unterlagen z</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">u belegen. Bei Säumnis werde davon ausgegangen, dass sie weiterhin Wohnsitz in Zürich habe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 16). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Innert Frist ging weder eine Stellungnahme ein noch wurden Unterlagen über den Wohnsitz aufgelegt (Urk. 17).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">[ATSG]</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ih</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objek</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:</span></p><p><span>a.</span><span> </span><span>ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span>gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p><span>b.</span><span> </span><span>während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span>tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p><span>c.</span><span> </span><span>nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p><span> </span><span>Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span>telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="XX075"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span id="VV029"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 61 lit. c ATSG). Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, 122 V 157 E. 1a, vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2).</span></p><p><span> </span><span>Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweis</span><span>führungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweis</span><span>losigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewie</span><span>sen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Unter</span><span>suchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu er</span><span>mitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Art. 40 Abs. 1 lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) ist die IV-Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet die Versicherten ihren Wohnsitz haben, zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldungen zuständig. Für Versicherte, die ihren Wohnsitz im Ausland haben, ist unter Vorbeh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">alt von Art. 40 Abs. 2 und Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVV die IV-Stelle für Versicherte im Ausland zuständig (Art. 40 Abs. 1 lit. b IVV). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die einmal begründete Zuständigkeit der IV-Stelle bleibt unter Vorbehalt der Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sätze 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bis 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">quater</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Verlaufe des Verfahrens erhalten (Art. 40 Abs. 3 IVV). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der in Art. 40 Abs. 2 IVV vorbehaltene Art. 40 Abs. 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">quater</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVV schreibt vor, dass die Zuständigkeit auf die IV-Stelle für Versicherte im Ausland übergeht, wenn eine versicherte Person, die ihren Wohnsitz in der Schweiz hat, während des Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahrens ihren Wohnsitz ins Ausland verlegt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Wohnsitz einer Person bestimmt sich nach den Art. 23-26 de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s Zivilgesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">buches (ZGB; Art. 13 Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Der Wohnsitz einer Person befindet sich an dem Orte, wo sie sich mit der Absicht des dauernden Verbleibens aufhält; der Aufenthalt zum Zweck der Ausbildung oder die Unterbringung einer Person in einer Erziehungs- oder Pflegeeinrichtung, einem Spital oder einer Strafanstalt begründet für sich allein keinen Wohnsitz (Art. 23 Abs. 1 ZGB). Der einmal begründete Wohnsitz einer Person bleibt bestehen bis zum Erwerbe eines neuen Wohnsitzes (Art. 24 Abs. 1 ZGB).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss den Angaben in der Beschwerde vom 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. Oktober 2018 meldete </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in Zürich ab, holte die Schriften ab und verliess die Schweiz (Urk. 1 S. 3 f.).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> In den Unterlagen finden sich jedoch keine Angaben über einen neuen Wohnsitz. Daher wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 9. April 2019 Gelegenheit gegeben, Unterlagen zu einer allfälligen Wohnsitzver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">legung ins Ausland aufzulegen, wobei darauf hingewiesen wurde, dass bei Säum</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nis davon ausgegangen werde, dass sie nach wie vor Wohnsitz in Zürich habe (Urk. 16). Da innert Frist keine Unterlagen eingereicht wurden (Urk. 17), ist vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegend androhungsgemäss in Anwendung von Art. 24 Abs. 2 ZGB davon auszu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehen, dass die Beschwerdeführerin in Zürich wohnhaft ist. Damit ist die Zustän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digkeit der Beschwerdegegnerin zum Erlass der angefochtenen Verfügung zu bejahen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Versicherte habe ihre Mitwir</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungspflicht schuldhaft verletzt, indem sie trotz Aufforderung und einer entspre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chenden Mahnung die geforderten Unterlagen nicht eingereicht habe. Aus diesem Grund werde ihr Gesuch um Leistungen der Invalidenversicherung abgewiesen (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin geltend, sie habe sich zurückgezo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen und keine Schreiben mehr zur Kenntnis genommen. Ihr Unternehmen habe die betriebliche Tätigkeit einstellen müssen. Vorliegend sei ihre wirtschaftliche Situation nicht relevant. Sie habe ihre Auskunftspflicht nicht schuldhaft verletzt. Ihr stehe aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes eine Rente zu (Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im psychiatrischen Gutachten vom 24. Oktober 2017 wurden folgende Diagnosen aufgeführt (Urk. 14/61 S. 36):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ittelgradige Episode (ICD-10: F</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">33.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kombinierte Pe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rsönlichkeitsstörung (ICD-10: F</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">61), bzw. komplexe post</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">traumatische Belastungsstörung</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">DD: zusätzlich gemischte dissoziative Störung mit vorwiegend Amnes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ie, Trance und Fugue (ICD-10: F</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">44)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Anorexia nervosa (ICD-10: F</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">50.0), derzeit grenzwertig kompensiert</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Explorandin klage über Brechreiz. Schon wenn sie aufstehe, sei ihr schlecht und zudem wisse sie nicht, wo sie sich befinde. In der Regel nehme sie kein Früh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stück zu sich. Ihr Gewicht sei nicht stabil, sie leide unter Magersucht. Weiter leide sie unter einem Schwindelgefühl, das vor allem in Drucksituationen auftrete. Sie habe jeweils auch Atemnot. Sie leide </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seit einem Suizidversuch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auch unter Schmerzen, insbesondere im Winter. Sie habe nicht nur am rechten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Arm, sondern auch an der Hüfte, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">am Becken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und am rechten Bein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Schmerzen. Mit der rechten Hand könne sie nicht einmal ein Glas öffnen. Aufgrund der Überbelastung habe sie nun auch Schmerzen in der linken Hand. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei ihr sei alles kaputt (Urk. 14/61 S. 14-18).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Jahr 2013 habe sich ihr Mann das Leben genommen. Sie habe ihn in der Wohnung tot vorgefunden und versucht, ihn zu reanimieren. Sie habe damals keine Zeit gehabt, das zu verarbeiten, weil sie sich um das Geschäft habe küm</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mern müssen. Die Liquidation </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Unternehmens </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sei noch immer nicht abge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlossen, sie habe extrem viel zahlen müssen, weil ihr Mann Firmengelder ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">untreut habe. Sie habe 150 % gearbeitet. Sie habe so viele Dinge regeln müssen und sei nie bei einem Arzt gewesen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sie habe Gewinn erwirtschaftet. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ab März 2016 sei es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihr rasant schlechter gegangen.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Daher habe sie ihren Arzt aufgesucht, der sie bei der IV angemeldet habe. Sie sei damals in einen Erschöpfungszustand gefallen (Urk. 14/61 S. 24-26).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Explorandin sei bewusstseinsklar und allseits orientiert. Die Konzentration erscheine während der ersten beiden Untersuchungssequenzen ungestört. In der Folge lasse sie etwas nach. Die Merkfähigkeit sei ausgeprägt beeinträchtigt, der Gedankengang gelegentlich etwas assoziativ aufgelockert bis weitschweifig. Die Explorandin sei zwar nicht verlangsamt, jedoch deutlich eingeengt in den Denk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">abläufen. Eindrücklich seien die während der Exploration </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auftretenden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Dissozia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tionen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Hinweise auf Wahn oder Sinnestäuschungen würden nicht vorliegen. Epi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sodisch scheine es jedoch zu Derealisations- und Depersonalisationsphänomenen zu kommen (Urk. 14/61 S. 32-33).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eindrücklich sei, dass die Explorandin immer wieder zwischen gegensätzlichen Haltungen und Ansichten hin und her kippe. Diese sich diametral widersprechen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Perspektiven würden am ehesten darin ihre Erklärung finden, dass die Explorandin einerseits gemeinsam mit den unterschiedlichen Therapeutinnen und Therapeuten ihr eigenes Verhalten retrospektiv betrachte und erkläre und ande</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rerseits spontane Äusserungen über ihr gewünschtes Erscheinungsbild tätige. Die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ses Verhaltensmuster sei tiefgreifend. Ab wann es ihre berufliche Seite betroffen habe, sei trotz intensiver Bemühungen nur </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lückenhaft eruierbar (Urk. 14/61 S. 45).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Seit dem Suizid ihres Ehemannes und der Entdeckung seiner Eskapaden ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schliesslich dessen, dass er erhebliche Summen aus dem gemeinsamen Unterneh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">men veruntreut habe, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">habe die Leistungsfähigkeit der Explorandin schleichend abgenommen. Es sei schwer rekonstruierbar, wie weit sie das Unternehmen noch in ausreichendem Mass habe leiten können. Seit dem Jahr 2015 sei es zu sukzes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">siven Schwierigkeiten gekommen. Seit dem Frühjahr 2016 sei sie nicht mehr alleine Auto gefahren. Nachdem sich die Explorandin lange als übermässig leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungsfähig gesehen habe, erkläre sie nun apodiktisch, dass sie zu gar nichts mehr in der Lage sei und könne sich auch nicht auf ein Gedankenexperiment von potenziellen Tätigkeiten oder Teilleistungsfähigkeiten einlassen (Urk. 14/61 S. 47-48). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Explorandin habe sich selber bis anfangs des Jahres 2016 als sehr leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähig betrachtet und nur punktuell</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Behandlungen in Anspruch genommen. Bis heute stünden sich die Realisierung ihrer schwerwiegenden Erkrankung einerseits und ihre Selbstbeschreibung als hoch leistungsfähig andererseits gegenüber. Dass die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Explorandin nach aussen hin als perfekt und kontrolliert erscheinen wolle und daraus Stabilität beziehe, spreche gegen ein geplantes Antwortverhalten. Die Auswertung des Selbstbeurteilungstests zeige demgegenüber Hinweise auf eine Antworttendenz, nämlich zu Extremwerten. Dies würde allerdings zu den wider</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprüchlichen Selbstdarstellungen passen. Nach wie vor scheine die Explorandin verschiedene Bilder von sich zu haben, die sie noch nicht gegeneinander abglei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen könne (Urk. 14/61 S. 52-53).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, in angestammter Tätigkeit sei es seit dem Jahr 2013 zu Leistungseinschränkungen gekommen. Genaue Angaben seien indes nicht möglich. Im Verlauf der Jahre 2014 und 2015 sei es zu weiteren Einschrän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kungen gekommen, die jedoch durch die Söhne und verbleibende Mitarbeiter im Unternehmen kompensiert worden seien, so dass die effektive Leistungsfähigkeit nicht mehr beziffert werden könne. Seit etwa Ende Mai 2016 sei die Versicherte in angestammter Tätigkeit als Geschäftsführerin vollständig arbeitsunfähig (Urk. 14/61 S. 54-55).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit könne keine verlässliche Aussage gemacht werden. Schon die Rekonstruktion der Leistungsfähigkeit in der ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stammten Tätigkeit sei nur lückenhaft und schätzungsweise möglich (Urk. 14/61 S. 55). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gutachten vom 24. Oktober 2017 vermag zu überzeugen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es beruht auf sorg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fältigen und allseitigen Untersuchungen (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">14/61 S. 14-34</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">), berücksichtigt die geklagten Beschwerden (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">14/61 S. 14-17</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) und ist in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben worden (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">14/61 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">S. 3-12</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Die Gutachter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> detaillierte Befunde erhoben und hieraus begründete Diagnosen gestellt, die medizinischen Zustände und Zusammenhänge schlüssig dargelegt und ihre Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet. Das Gutachten erfüllt daher die rechtsprechungsge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mässen Anforderungen an beweistaugliche Entscheidungsgrundlagen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In ihrem Gutachten vom 24. Oktober 2017 kam Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zum Schluss, die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit könne nicht verlässlich beurteilt werden (Urk. 14/61 S. 55). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Einschätzung deckt sich damit, dass der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">behandelnde Arzt, Dr. med.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, ihr gegenüber angab, die Leistungsfähigkeit der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin zwischen dem Jahr 2013 und 2016 könne von ihm nicht beurteilt wer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den. Schon während der Behandlungsphasen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zwischen 2009 und 201</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sei für ihn nicht vorstellbar gewesen, wie sie in der Lage gewesen sei zu arbeiten und ihre Firma zu führen. Es bleibe die Diskrepanz zwischen dem Opferstatus und den sehr kompetenten Seiten. Die Beschwerdeführerin verfüge durchaus über Potenziale, befinde sich aber andererseits in einer schweren Regression (Urk. 41/61 S. 31). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Den Unterlagen ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 2009 einen stationären Aufenthalt in der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> absolvierte.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Sie sei wegen eines depressiven Zustandsbildes nach Retraumatisierung zur Behandlung zugewiesen worden.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Austrittsbericht vom 11. August 2009 wurde die Diagnose einer depressiven Episode mit somatischen Symptomen un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">d anorektischen Zügen (ICD-10 F</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">32.11) genannt (Urk. 14/31 S. 7). Die Patientin leide an einer ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">prägten Essstörung, einer deutlichen Antriebsstörung sowie an Erschöpfung (Urk. 14/31 S. 7). Bis Ende August 2009 sei sie vollständig arbeitsunfähig. Danach sei ein schrittweiser Wiedereinstieg ins Berufsleben geplant (Urk. 14/31 S. 8). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aus dem Auszug des individuellen Kontos </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(IK-Auszug) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geht hervor, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 2009 als Selbständigerwerbende ein Einkommen von Fr. 181'100.-- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zielte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 14/65). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wie Dr. </span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A._</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">__</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ausführte, zeigt sich eine erhebliche Diskrepanz zwischen den psychiatrischen Beschwerden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und der Leis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Daher leuchtet ein, dass Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zum Schluss kam, die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rekonstruktion der Leistungsfähigkeit in der ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stammten Tätigkeit sei nur lückenhaft und schätzungsweise möglich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Dass sich die Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nicht beurteilen lässt, er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scheint vor diesem Hintergrund ebenfalls überzeugend. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wie bereits ausgeführt (E. 1.5), </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tragen die Parteien </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">m Sozialversicherungsprozess insofern eine Beweislast, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrschein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin zog Arztberichte bei und veranlasste die Erstellung eines psychiatrischen Gutachtens bei Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Diese verfügt über ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wiesenes Fachwissen im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie. Ihr Gutachten erfüllt die Kriterien an beweistaugliche Entscheidungsgrundlagen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auch der behandelnde Psychiater Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> legte dar, dass eine verlässliche Einschät</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungsfähigkeit in vorliegendem Fall kaum möglich sei (vgl. Urk. 14/61 S. 31). Es ist daher nicht zu erwarten, dass eine weitere medizi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nische Expertise mehr Klarheit bringen würde. Damit erweist sich vorliegend die Ermittlung des Sachverhalts als unmöglich. Die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit kann nicht beziffert werden. Dies wäre jedoch Voraussetzung dafür, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">um </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ermitteln zu können</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Dem IK-Auszug lässt sich nämlich entnehmen, dass die Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im Jahr 2011 ein Jahreseinkommen von Fr. 18'094.--, im Jahr 2013 ein solches von Fr. 11'200.-- und in den Jahren 2014-2015 ein Einkommen von Fr. 19'200.-- erwirtschaftete. Im Jahr 2012 ist kein Einkommen vermerkt (Urk. 14/65 S. 2). Gemäss Einschätzung von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> war die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in angestammter Tätigkeit erst </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ab dem Jahr 2013 einge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schränkt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 14/61 S. 54-55)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Daher wären einem Einkommensvergleich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(auch) die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Einkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Jahre 2011 und 2012</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zugrunde zu legen. Selbst </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bei einer lediglich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tiefen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Arbeitsfähigkeit in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">angepasster</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Tätig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit würde der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin daher </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wohl </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein Invalideneinkommen angerechnet, welches sich relevant auf den Invaliditätsgrad auswirken würde. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Damit erweist sich der vorliegende Fall ohne verlässliche Angaben über die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit als nicht beurteilbar. Die Beweislosigkeit fällt zu Ungunsten derjenigen Partei aus, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte, vorlie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gend demnach zu Ungunsten der Beschwerdeführerin. Die IV-Stelle verneinte da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">her zu Recht einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">leistungen erforderlich sind</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Art. 28 Abs. 2 ATSG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, wenn </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die versicherte Person oder an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">k</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ommen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Schreiben vom 30. Januar 2018 wurde die Beschwerdeführerin aufgefordert, Buchhaltungsunterlagen sowie Unterlagen zu den Einnahmen aus dem Buchver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kauf von der von ihr veröffentlichten Autobiografie aufzulegen (Urk. 14/63). Nachdem die IV-Stelle erfahren hatte, dass die Beschwerdeführerin eine neue Adresse hatte, sandte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sie ihr das gleiche Schreiben am 13. Februar 2018 erneut (Urk. 14/68). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 26. März 2018 forderte die IV-Stelle die Beschwerdeführerin auf, innert 10 Tagen auf die Anfrage vom 13. Februar 2018 zu reagieren (Urk. 14/72). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 26. April 2018 meldete sich die Beschwerdeführerin telefonisch und teilte mit, sie habe einen Treuhänder damit beauftragt, die angeforderten Unterlagen beizubringen. Dieser habe sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie keine Buchhaltungsunterlagen auflegen müsse, da sie angestellt gewesen sei. Die Gewinne aus dem Buchverkauf habe sie überdies gespendet. Der Telefonnotiz ist weiter zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin aufgefordert wurde, Lohnaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weise und Belege zum Erlös aus dem Verkauf ihres Buches beizubringen (Urk. 14/73). Mit Schreiben vom 14. Juni 2018 wurde die Beschwerdeführerin erneut aufgefordert, die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geforderten Unterlagen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einzureichen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Es wurde </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihr dazu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine Frist bis am 10. Juli 2018 angesetzt. Zudem wurde sie unter Nennung von Art. 43 Abs. 3 ATSG darauf hingewiesen, dass aufgrund der Akten entschieden werden könne, falls sie der Aufforderung nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Folge leisten sollte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 14/74). Nachdem innert Frist keine Unterlagen eingegangen waren, stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 6. August 2018 in Aussicht, sie werde das Gesuch abweisen und entschied mit Verfügung vom 24. September 2018 in angekündigtem Sinne (Urk. 14/76-77).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erwog</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, für die Beurteilung des Falles sei sie auf die an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geforderten Unterlagen angewiesen. Die Beschwerdeführerin habe ihre Mitwir</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kungspflicht schuldhaft verletzt, weshalb ihr Leistungsbegehren abgewiesen werde (Urk. 2). Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, sie habe sich in den letzten Monaten ausserstande gesehen, Briefe von Behörden entge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">genzunehmen oder zu beantworten. Sie habe ihre Mitwirkungspflicht nicht schuldhaft verletzt. Im Übrigen sei für die Beurteilung ihres Gesuchs ihr Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustand und nicht ihre wirtschaftliche Situation massgebend (Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unbestrittenermassen legte die Beschwerdeführerin die ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">forderten Unterlagen nicht auf. Da sie sich telefonisch bei der IV-Stelle meldete und mitteilte, sie habe einen Treuhänder damit beauftragt, die Unterlagen einzureichen (Urk. 14/73), steht fest, dass sie Kenntnis vom Schreiben der IV-Stelle genommen hatte und sich ihrer Pflicht zur Mitwirkung bewusst war. Das Vorbringen, sie habe Briefe von Behörden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht entgegennehmen können</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, verfängt daher nicht. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegenüber der Gutachterin gab sie zudem an, sie würde täglich eine gute Stunde lang damit verbringen, Administratives zu erledigen (Urk. 14/61 S. 28). Daher ist nicht ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zusehen, weshalb sie nicht in der Lage gewesen sein sollte, die geforderten Unterlagen einzureichen. Immerhin war es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihr auch möglich, einen Treuhänder zu beauftragen und den Entscheid vom 24. September 2018 anzufechten. Entge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen ihrer Ansicht ist ihre fehlende Mitwirkung daher nicht zu entschuldigen. Wie die IV-Stelle zudem richtig ausführte (Urk. 13), ist zur Beurteilung ihres Gesuchs nicht allein die gesundheitliche, sondern auch die wirtschaftliche Situation mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gebend. Zur Ermittlung des Invaliditätsgrades sind Angaben zum Validen- wie auch zum Invalideneinkommen erforderlich. Zwar liegt ein IK-Auszug in den Akten, welcher über die Einkommensverhältnisse </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis im Jahr 2015 Auskunft gibt (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">14</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/65). Es ist jedoch unklar, ob diese Eintragungen vollständig sind, insbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sondere da im Jahr 2012 kein Einkommen vermerkt wurde (Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">14</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/65). Auch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liegen keine Unterlagen über einen allfälligen Verkaufserlös aus dem von ihr ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">öffentlichten Buch in den Akten. Die IV-Stelle ging daher zu Recht davon aus, dass sich der Sachverhalt als unvollständig erhoben erweist. Die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin wurde gemahnt und auf die Folgen einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fehlenden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Mitwirkung auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">merksam gemacht (Urk. 14</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">/74). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die IV-Stelle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> androhungsgemäss aufgrund der Akten entschied und einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der Invalidenversicherung verneinte.</span></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erweist es sich als unmöglich, die Arbeitsfähigkeit in ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">passter Tätigkeit zu beurteilen. Die Beweislosigkeit wirkt sich zu Lasten der Beschwerdeführerin aus. Zudem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liegt eine schuldhafte Verletzung der Auskunfts- und Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin vor, weshalb die von der Beschwerdegegnerin verfügte Abweisung des Leistungsbegehrens zu Recht er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">folgte.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aufwand und unabhängig vom Strei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">twert festzulegen (Art. 69 Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 1’0</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1’000</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">und mit der geleisteten Kaution von Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1’000</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- verrechnet.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>VogelCuriger</p><p><br/></p><div><p> </p></div><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>