Kassationsgericht des Kantons Zürich Kass.-Nr. AA100129-P/U/ys Mitwirkende: der Kassationsrichter Herbert Heeb, Vizepräsident, die Kassationsrichterin Sylvia Frei, der Kassationsrichter Paul Baumgartner, die Kassationsrichte- rin Yvona Griesser und der Kassationsrichter Matthias Brunner sowie der Generalsekretär Viktor Lieber Zirkulationsbeschluss vom 12. April 2012 in Sachen 1. A.X., …, Pakistan, 2. B.X. , …, Pakistan, 3. C.X. , …, Pakistan, Nebenintervenienten und Beschwerdeführer 1, 2, 3 vertreten durch Rechtsanwalt … …. sowie … Bank , 8001 Zürich, Zustelladresse: … Beklagte vertreten durch Rechtsanwalt … …. gegen D.X., …, von Pakistan, …, Pakistan, Kläger und Beschwerdegegner vertreten durch Rechtsanwalt … …. betreffend Auskunfterteilung Nichtigkeitsbeschwerde gegen ein Urteil des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 5. Oktober 2010 (HG060383/U/ho) - 2 - Das Gericht hat in Erwägung gezogen: I. 1. Die drei Beschwerdeführer (N ebenintervenienten) und der Beschwerde- gegner (Kläger) sind die vier Nachkommen des im Jahre 2004 in Pakistan ver- storbenen X. (nachfolgend Erbl asser). Letzterer hatte verschiedene Konto- und Depotbeziehungen zur ... Bank (Beklagte). Mit seinen drei Geschwistern, den Be- schwerdeführern, liegt der Beschwerdegegner seit längerer Zeit im Streit. Nach Darstellung der Beklagten war der Be schwerdegegner auch mit dem Erblasser zerstritten (KG act. 2 S. 4 f. Erw. II). 2. Am 1. November 2006 reicht e der Beschwerdegegner beim Handelsge- richt Klage gegen die Beklagte ein, mit dem Antrag um Gewährung der Einsicht- nahme in sämtliche auf den Namen seines Vaters allein oder zusammen mit an- deren Personen lautenden od er unter Nummernbezei chnung auf diesen Namen lautenden bei ihr befindlichen oder ihr zugänglichen Konto- bzw. Depotunterlagen für den Zeitraum von zehn Jahren vo r Klageerhebung und darüber hinaus hin- sichtlich früherer Geschä ftsjahre, über welche die Beklagte noch Unterlagen be- sitzt, sowie mit dem Antrag um (auf Begehren des Besch werdegegners und ge- gen Kostenerstattung) Aushändigung von Auszügen und Kopien der betreffenden Unterlagen (KG act. 2 S. 3 mit Verweis auf HG act. 1 S. 2). Die Beklagte verkündete den Beschwerdeführern gemäss § 46 f. ZPO ZH den Streit, worauf diese ihren Beitritt als Nebenintervenienten zum Prozess erklär- ten. In der Folge nahmen diese ein A ngebot der Beklagten, die Prozessführung im Sinne von § 48 ZPO ZH abzutreten, an. Die in der Klageantwort seitens der Beschwerdeführer erhobene Einrede der Unzuständigkeit wurde vom Handelsgeric ht mit Beschluss vom 8. Mai 2007 ab- gewiesen (HG act. 28). Auf eine dagegen erhobene kantonale Nichtigkeitsbe-- 3 - schwerde trat das Kassationsgericht mit Beschluss vom 20. Juni 2008 nicht ein (HG act. 40) und das Bundesgericht wies die diesbezügliche Beschwerde in Zivil- sachen mit Urteil vom 18. Dezember 2008 ab (HG act. 47). Mit Beschluss vom 2. April 2009 hiess das Hande lsgericht ein Begehren de s Beschwerdegegners um Erlass vorsorglicher Massnahmen gut (HG act. 53). Mit Urteil vom 5. Oktober 2010 hiess das Handelsgeric ht die Klage gut und befahl der Be klagten, dem Be- schwerdegegner die anbegehrte Einsichtnahme in die K onto- und Depotunterla- gen zu gewähren (KG act. 2 S. 16 Disp.-Ziff. 1). 3. Gegen dieses Urteil des Handelsger ichts vom 5. Oktober 2010 richtet sich die vorliegende (rechtzeitig eingereichte) Nichtigkeitsbeschwerde vom 10. No- vember 2010 der drei Beschwerdeführer, mit welcher dessen Aufhebung und Ab- weisung der Klage, event ualiter dessen Aufhebung un d Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zwecks Neubeurteilung beantragt wird (unt er Kosten- und Ent- schädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners; KG act. 1 S. 2). Mit Präsi- dialverfügung vom 11. November 2010 wur de der Beschwerde - antragsgemäss (KG act. 1 S. 2) - aufschiebende Wirkung verliehen (KG act. 6 Disp.-Ziff. 5). Die den Beschwerdeführern gleichen tags auferlegte Prozessk aution in Höhe von Fr. 16'000.-- wurde innert erstreckter Frist gelei stet (KG act. 6, 10, 12 und 14). Der Beschwerdegegner beantragt mit (rechtzei tig eingereichter und den Beschwerde- führern zur Kenntnisnahme z ugestellter [KG act. 18]) Beschwerdeantwort vom 8. Februar 2011 Abweisung der Beschwerde, so weit darauf einzutreten ist (unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Last en der Beschwerdeführer; KG act. 17 S. 2). Die Vorinstanz hat auf Vernehmlassung verzichtet (KG act. 11). 4. Seit dem 1. Januar 2011 steht di e Schweizerische Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO) in Kraft. Für Verfahren, die bei deren Inkrafttreten bereits rechtshängig sind, gilt gemäss Ar t. 404 Abs. 1 ZPO das bisherige Verfah- rensrecht bis zum Abschluss vor der bet reffenden Instanz weiter. Für das vorlie- gende Beschwerdeverfahren gelangen daher die Bestimmungen der (auf den 31. Dezember 2010 aufgehobenen) zürcherischen ZPO vom 13. Juni 1976 (ZPO ZH) wie auch des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976 (GVG) weiterhin zur Anwendung. Ebenso ist mit Bezug auf die Beurteilung der erhobenen Rügen - 4 - das bisherige Prozessrecht heranzuziehen, weil im Beschwerdeverfahren zu prü- fen ist, ob der angefochtene Entscheid im Zeitpunkt der Fällung mit einem der in § 281 ZPO ZH bezeichneten Nichtigkeitsgr ünde behaftet war. Dementsprechend richten sich auch die Nebenfolgen (G erichtsgebühr und Pr ozessentschädigung) des Beschwerdeverfahrens betragsmässig nach dem bisherigen Recht, d.h. nach den obergerichtlichen Verordnungen über die Gerichtsgebühren vom 4. April 2007 (GGebV) bzw. über die An waltsgebühren vom 21. Juni 2006 (aAnwGebV) (vgl. § 23 der Gebührenverordnung des Obergeric hts [GebV OG] vom 8. September 2010 und § 25 der Verordnung über die Anwaltsgebühren [AnwGebV] vom 8. September 2010). II. 1. Aus der Natur des Beschwerdeverfahrens, das keine Fortsetzung des Verfahrens vor dem Sachrichter darstellt, folgt, dass sich der Nichtigkeitskläger konkret mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzen und den behaupte- ten Nichtigkeitsgrund in der Beschwerdeschrift selbst nachweisen muss (§ 288 Ziff. 3 ZPO). In der Beschwerdebegründung sind insbesondere die angefochtenen Stellen des vorinstanzlichen Entscheides zu bezeichnen und diejenigen Aktenstel- len, aus denen sich ein Nichtigkeitsgr und ergeben soll, im Einzelnen anzugeben (ZR 81 Nr. 88 Erw. 6; Frank/Sträuli/Messm er, Kommentar zur zürcherischen Zivil- prozessordnung, 3.A., Zürich 1997, N 4 zu § 288; Spühler/Vock, Rechtsmittel in Zivilsachen im Kanton Züri ch und im Bund, Zürich 19 99, S. 72 f.; von Rechen- berg, Die Nichtigkeitsbeschwerde in Zi vil– und Strafsachen nach zürcherischem Recht, 2.A., Zürich 1986, S. 16 ff.). Die Subsumtion unter den zutreffenden Ni chtigkeitsgrund von § 281 ZPO ZH ist indessen Aufgabe des Gerichts; dem Nichtigkeitskläger schadet nicht, wenn er sich auf den unzutreffenden Nichtigkeits grund beruft. Ebenso wenig gereicht ihm zum Nachteil, wenn er sich in der Begründung seiner Beschwerde nicht auf die zutreffende gesetzliche Bestimmung beruf en hat (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 4 zu § 288). - 5 - 2. Die Vorbringen der Beschwerdeführer richten sich zum Einen gegen die Erwägungen der Vorinstanz zur Frage der Erbenstellung des Beschwerdegeg- ners: Die Vorinstanz hielt im angefocht enen Entscheid zunächst (nach Auffassung der Beschwerdeführer zutreffend; KG act. 1 Rz 10) fest, dass sich die (zwischen den Parteien umstrittene) Frage der Erbenstellung de s Beschwerdegegners nach dem in Pakistan geltenden Recht, und zwar hauptsächlich nach dem Muslim Per- sonal Law (und nicht nach dem Successi on Act 1925), bestimme (KG act. 2 S. 6 Erw. IV/2). Die Vorinstanz erwog im Weiteren (mit Verw eis auf HG act. 2/20 [rec- te: 4/20]), der Beschwerdegegner habe sei ne Erbenstellung durch die seinerseits eingereichte beglaubigte Erbenf eststellungsverfügung des Einzelrichters in Zivil- sachen des Familiengericht s in Lahore (in welcher fe stgehalten werde, dass der Beschwerdegegner und die Beschwerdeführer gesetzliche Erben des Erblassers seien) dargetan. Die fehlende formelle Anerkennung in der Schweiz (so die Vorin- stanz weiter) schade dieser Verfügung nicht. Die Beklagte habe ausser einem all- gemeinen Vortrag über die bekannten Vor aussetzungen für eine Anerkennung keine konkreten Gründe vorgebracht, wesh alb diese vorliegend dauerhaft verwei- gert werden müsste (KG act. 2 S. 6 f. Erw. V/1). Die Beschwerdeführer machen diesbezüglich geltend, die Vorinstanz über- sehe, dass in der Klageantwort gegen die Anerkennung der erwähnten Verfügung geltend gemacht worden sei, es fehle eine Rechtskraftbescheinigung. Der Be- schwerdegegner habe diesen Einwand rep licando nicht bestritten. Gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IPRG sei zur Anerkennung eines ausländischen Entscheides der Nachweis zu erbringen, dass gegen die Entscheidung kein or dentliches Rechts- mittel mehr geltend gemacht werden könne oder dass sie endgültig sei. Der Be- schwerdegegner habe vorliegend keinen entsprechenden Nachweis erbracht bzw. sei aus HG act. 4/20 keine Rechtskraftbe scheinigung ersichtlich. Indem die Vorin- stanz erwäge, die Beklagte habe keine konkreten Gründe gegen die Anerkennung des "Decree in Suits" vom 20. Juli 2004 vorgebracht bzw. indem sie angenommen habe, der Beschwerdegegner habe den Nachweis der Rechtskraft(bescheinigung) erbracht, habe sie zum Nachteil der Be schwerdeführer eine aktenwidrige bzw. - 6 - willkürliche tatsächliche Annahme im Sinne von § 281 Ziff. 2 ZPO ZH getroffen. Gleichzeitig stelle der Verzicht auf den Nachweis einer Rechtskraftbescheinigung bei der bestrittenen Anerkennung eines ausländischen Urteils eine Verletzung von klarem, in Art. 29 Abs. 1 lit. b IPRG vera nkertem Recht dar. Der Wortlaut dieser Bestimmung sei klar und lasse keinen Ra um für Zweifel betreffend seiner Ausle- gung: Werde kein Nachweis der Endgültigkeit der Entscheidung erbracht, müsse die Anerkennung verweigert werden (KG ac t. 1 Rz 10-14 mit Verweis [u.a.] auf HG act. 21 Rz 38 13. Zeile). Dem angefochtenen Entscheid kann (entgegen dem Vorbringen der Be- schwerdeführer in KG act. 1 Rz 13) keine Feststellung entnommen werden, wo- nach der Beschwerdegegner bezüglich der eingereichten Erbenfeststellungsver- fügung den Nachweis der Re chtskraftbescheinigung erbracht habe. Eine diesbe- zügliche Aktenwidrigkeit im Sinne von § 28 1 Ziff. 2 ZPO ZH ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz hielt im Rahmen der von ihr gestützt auf Art. 29 Abs. 3 IPRG vor- genommenen vorfrageweisen Prüfung der Anerkennung der fraglichen Erbenfest- stellungsverfügung für genügend, dass kein e konkreten Gründe vorgebracht wur- den resp. ersichtlich seien, wes halb eine Anerkennung vorliegend dauerhaft ver- weigert werden müsste (KG act. 2 S. 6 f. Erw. V/1). Ob die Vorinstanz damit (wie die Beschwerdeführer meinen) die Bestimmungen des IPRG betreffend Anerken- nung und Vollstreckung aus ländischer Entscheidungen, insb. Art. 29 Abs. 1 lit. b IPRG, verletzte (KG act. 1 Rz 14), ist eine Frage des Bundesrechts und kann da- her nicht im vorliegenden kantonalen Beschwerdeverfahren überprüft werden (Art. 95 lit. a BGG; § 285 ZPO ZH). Gleiches gilt für die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht (mit Verweis auf Art. 29 Abs. 3 IPRG) erwog, di e fehlende formelle Aner- kennung in der Schweiz schade der frag lichen (Erbenfeststellungs-)Verfügung nicht. Aufgrund dessen kommt im vorli egenden kantonalen Beschwerdeverfahren auch die diesbezügliche Prüfun g der Verletzung klaren materiellen Rechts im Sinne von § 281 Ziff. 3 ZPO ZH (unter welchem Titel bei gegebenen Vorausset- zungen auch behauptete Verletzungen klaren, im IPRG statuierten Rechts über- prüfbar sind) nicht in Betracht. - 7 - 3. Die Beschwerdeführer rügen we itere Nichtigkeitsgründe im Zusammen- hang mit den Erwägungen der Vorinstanz unter dem Titel "Auskunftsrecht der Er- ben / Universalsukzession" (KG act. 1 Rz 15 ff. mit Verweis auf KG act. 2 S. 7 ff. Erw. V/2). Sie monieren diesbezüglich zunä chst, die Vorinstanz sei zu Unrecht (resp. in Setzung von Nichtigkeitsgründen im Sinne von § 281 ZPO ZH) davon ausgegangen, dass beim vorl iegend anwendbaren pakis tanisch-muslimischen Erbrecht das Prinzip der Un iversalsukzession gelte und gestützt darauf das strei- tige Auskunftsrecht vom Erblasser auf dessen Erben übergegangen sei: 3.1. Die Vorinstanz erwog in dies em Zusammenhang zunächst, die Beklagte habe den Gedanken der Universals ukzession nicht substantiiert bestritten. Eine (seitens der Beklagten geltend gemachte) aufgeschob ene Teilung des Nachlas- ses zur Sicherstellung der Schuldentilgung sowie ein auf dem Nachlass lastendes gesetzliches Pfandrecht mit demselben Ziel sprächen nicht gegen eine Universal- sukzession und seien mit dem Art. 594 Abs. 1 ZGB vergleichbar. Die von der Be- klagten behauptete Kombination eines Erbschaftserwerbs der Erben eo ipso so- wie ein Gesamthandverhältnis der Erben in Bezug auf die Erbschaft, ohne dass ein der schweizerischen Universalsukze ssion analoger Übergang der Rechtsver- hältnisse des Erblassers auf die Erben stattfinde, erscheine schon aus rein rechtslogischen Gründen als sehr unwahrschei nlich. Die Beklagte behaupte we- der, dass zwingend ein Erbschaftsverwalte r oder Willensvollstrecker eingesetzt würde, noch, dass die Erbschaftswerte vorübergehend in einen Trust oder ähnli- che Figuren muslimischen und indischen Re chts wie Waqf oder Benami fliessen würden, bevor sie an die Erben verteilt werden könnten. Einzig der Umstand, dass vorerst die Schulden des Erblassers aus der Erbschaft bezahlt werden müssten, bevor die Teilung durchgeführt werden könne, sowie der Umstand, dass die Erben nicht persönlich fü r die Schulden des Erblassers hafteten, schliesse ei- ne Universalsukzession nicht aus und spreche auch nicht gegen eine solche. Während der Beschwerdegegner überzeug ende Gründe genannt habe, welche für die Annahme einer Universalsukzession im muslimischen Erbrecht spreche und auch einen Entscheid des Supreme Cour t von Pakistan zitiere, in welchem wörtlich von der "universal succession" im muslimischen Recht gesprochen wer- de, würde die Beklagte nichts vorbringen, was gegen die Annahme eines zur Uni-- 8 - versalsukzession analogen Rechtsübergangs auf die Erben im muslimischen Recht spreche (KG act. 2 S. 7 ff.). Abschliessend erwog die Vorinstanz (KG act. 2 S. 10): " Beide Parteien haben ihre Standpunkte zu r Anwendbarkeit der Universalsuk- zession im muslimischen Recht mit weit reichender Literatur und Rechtsprechung aus Pakistan belegt. Es muss davon aus gegangen werden, dass weitere, eigene Erhebungen des Gerichts zum in Pakistan anwendbaren muslimischen Recht kei- ne besseren Erkenntnisse bringen würden. Die vorgelegte Literatur und Recht- sprechung spricht eindeutig für die Anwe ndbarkeit der Universalsukzession im pakistanisch muslimischen Recht. Liessen sich in der pakistanischen Literatur und Rechtsprechung eindeutige Hinweise dafür finden, dass entgegen den eindeuti- gen Belegstellen des Klägers keine Universalsukzession stattfindet, so wären die- se von der Beklagten vorgelegt worden. Damit bliebe nur noch die Variante, dass das entsprechende muslimische Recht nicht eindeutig festgestellt werden könnte. Auch in diesem Falle mü sste aber von einer Universalsukzession ausgegangen werden, da somit schweizerisches Recht anzuwenden wäre (Art. 16 Abs. 2 IPRG). " 3.2. Die Beschwerdeführer rügen in diesem Zusammenhang zunächst eine Verletzung des Anspruchs auf Beweisführ ung (KG act. 1 Rz 17-27): Sie bringen vor, die Vorinstanz habe zu Recht fest gestellt, dass zwischen den Parteien Unei- nigkeit darüber bestehe, ob der Grundsatz der Universalsukzession im pakistani- schen Recht auf das streitgegenständliche Auskunftsrecht Anwendung finde. Ge- mäss Art. 16 IPRG sei der Inhalt des anzuwendenden ausländischen Rechts von Amtes wegen festzustellen, wobei bei vermögensrechtlichen Ansprüchen der Nachweis den Parteien überbunden werden könne. Erst wenn trotz den zumutba- ren Nachforschungen zum Nachweis des Inhalts des anzuwendenden ausländi- schen Rechts dieser nicht feststellbar se i, sei schweizerisches Recht subsidiär anzuwenden. Das Verfahren des Nachweises ausländischen Rechts, insbesonde- re die prozessualen Formen und Fristen, richteten sich weiterhin nach kantonalem Prozessrecht. Es verletze einen wes entlichen Verfahrensgrundsatz im Sinne von § 281 Ziff. 1 ZPO ZH, wenn das Gericht nach Abschlu ss des Hauptverfahrens al-- 9 - lein gestützt auf die in diesem Verfahren vorläufig eingereichten Beweismittel ent- scheide, ohne den Parteien bezüglich er heblicher und bestrittener Tatsachen durch Eröffnung eines Beweisverfahrens di e Möglichkeit zu geben, ihre Beweis- mittel abschliessend zu nennen. Sei in sbesondere der Inhalt ausländischen Rechts bestritten, müsse das Gericht dazu ein Verfahren durchführen und den Parteien die Möglichkeit einräumen, we itere Beweismittel anzubieten (KG act. 1 Rz 17-20). Das Handelsgericht hätte nur ohne Mit wirkung der Parteien entscheiden dür- fen (so die Beschwerdeführer weiter), wenn es sichere Kenntnis des pakistani- schen Rechts gehabt hätte. Andernfalls liege eine unsorgfältige Ermittlung des anwendbaren ausländischen Rechts vor, welche den Nichtigkeitsgrund von § 281 Ziff. 1 ZPO ZH erfülle. Dass das Handel sgericht keine sichere Kenntnis gehabt habe, ergebe sich aus seinen Erwägungen (KG act. 1 Rz 21 und 22). Indem die Vorinstanz trotz der (von ih r zu Recht festgestellten) U neinigkeit der Parteien be- züglich des Inhalts des pakistanischen Re chts hinsichtlich des Prinzips der Uni- versalsukzession kein Beweisverfahren durchgeführt habe, habe sie einen we- sentlichen Verfahrensgrundsatz und insbes ondere den Anspruch der Beklagten auf rechtliches Gehör verl etzt. Durch den Verzicht auf ein Beweisverfahren sei nämlich der Beklagten die Möglichkeit genommen worden, ein Gutachten zum In- halt des - nicht kodifizierten, äusserst ko mplexen und sich für jedes muslimische Land anders zusammensetzenden - pakistani schen Rechts anzubieten, welches die Nichtanwendbarkeit des Grundsatzes de r Universalsukzession auf das streit- gegenständliche Auskunftsrecht nach pakistanischem Recht hätte nachweisen können (KG act. 1 Rz 25). Durch die Annahme, die Parteien hätten bereits alle möglichen Erkenntnisquellen des pakistanischen Rechts berücksichtigt, so dass ein Beweisverfahren sich er übrige, habe die Vorinstanz eine unzulässige antizi- pierte Beweiswürdigung vorgenommen. Es sei davon auszugehen, dass mit ei- nem Gutachten weitere, die Auffassung der Beklagten unter stützenden Erkennt- nisse zum pakistanischen Recht hätten produziert werden können (KG act. 1 Rz 26 f.). - 10 - Im gleichen Zusammenhang monier en die Beschwerdef ührer sodann, die Vorinstanz habe zu Unrecht erwogen, da ss die Beklagte die (seitens des Be- schwerdegegners behauptete) Ge ltung des Prinzips der Un iversalsukzession im anzuwendenden muslimischen Recht nicht substantiiert bestritten habe (KG act. 1 Rz 28-30). Weiter führen sie aus, selbst wenn von fehlenden bzw. unsubstantiier- ten Behauptungen der Beklagten zur Frage der Universa lsukzession auszugehen wäre, hätte die Vorinstanz dieser gestützt auf die in § 55 ZPO ZH statuierte rich- terliche Fragepflicht Gelegenheit geben müssen, ihre Vorbringen entsprechend zu vervollständigen bzw. mit zusätzlichen Be legstellen zu substantiieren (KG act. 1 Rz 32). Im Übrigen (so die Beschwerdeführer weiter) widerspreche sich die Vorin- stanz selber, wenn sie einerseits der Beklagten eine ungenügende Substantiie- rung der Frage der Universalsukzession vo rwerfe, jedoch anderseits auf weitere Erhebungen zur Frage der Universalsukzession nach pakistanischem Recht mit der Begründung verzichte, die Beklagte habe alle ihre Argumente zu diesem The- ma bereits abschliessend vorgebracht. Eine solche widersprüchliche Begründung sei klar willkürlich im Sinne von Art. 9 BV (KG act. 1 Rz 31). Schliesslich machen die Beschwerdeführ er geltend, es sei willkürlich und verletze klares materielles pakistanisches Recht, wenn die Vorinstanz davon aus- gehe, dass auch im muslimisch en Erbrecht alle Obligati onen - auch der in casu fragliche vertragliche Anspruch auf Ausku nft - vom Erblasser auf die Erben über- gingen (KG act. 1 Rz 34-48). 3.3. Gemäss Art. 16 IPRG ist der I nhalt des anzuwendenden ausländischen Rechts grundsätzlich von Amtes wegen fest zustellen. Der Richter hat entspre- chend der Prozessmaxime iura novit curia die Verantwort ung für die Feststellung des anwendbaren ausländischen Rechts. Er hat sich dementsprechend (soweit möglich) die notwendigen Ke nntnisse dieses Rechts anzueignen. Neben eigenen Abklärungen über Rechtsquellen, Judikatur und kommentierende Literatur besteht für das Gericht insbesondere die Möglic hkeit, sich (ohne Beanspruchung eines staatsvertraglich vorgesehen en Verfahrens) beim Schweizerischen Institut für Rechtsvergleichung über ausländisches Re cht zu informieren (Art. 3 Abs. 1 lit. c - 11 - des BG vom 6.10.1978 über das Schweizerisc he Institut für Rechtsvergleichung; SR 425.1). Gegebenenfalls können gerichtliche Behör den im Weiteren für hängi- ge Verfahren gestützt auf das Europäische Übereinkommen betreffend Auskünfte über ausländisches Recht vom 7.6.1968 von den zuständigen Stellen der Ver- tragsstaaten kostenlos Auskünfte über Zivil- und Handelsrecht sowie entspre- chendes Verfahrensrecht und die Gerichtsor ganisation erlangen (SR 0.274.161; Honsell/Vogt/Schnyder, Kommentar zum In ternationalen Privatrecht, Basel 1996, N 5 ff. zu Art. 16; Keller/Girsberger, Zürcher Kommentar zum IPRG, 2. A., Zürich 2004, N 15 ff. zu Art. 16). Für die Feststellung des anwendbaren ausländischen Rechts kann sodann die Mitwirkung der Parteien verlangt werden. Zu dies em Zweck werden die Par- teien aufgefordert, Rechtsquellen sowie Informationen über ausländisches Recht zu beschaffen. Bei vermögensrechtlichen Ansprüchen kann der Nachweis des ausländischen Rechts den Parteien überbunden werden (Art. 16 Abs. 1 IPRG). Fremdes Recht, das im Inland angewendet werden soll, hat nicht Tatsachen-, sondern Normcharakter. Beim Nachweis des ausländischen Rechts handelt es sich daher nicht um einen (Tatsachen-)Bew eis im eigentlichen Sinne (weshalb in Art. 16 Abs. 1 IPRG vom Nachweis und nicht vom Beweis des ausländischen Rechts die Rede ist). Die rechtsanwenden de Instanz hat die ihr unterbreiteten Nachweise frei zu würdigen. Sie muss mindestens von der Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit und Vollständigkei t überzeugt sein. Misslingt der Nachweis oder hält ihn der Richter aufgrund seiner Würdi gung für nicht überzeugend, treten nicht (wie beim Fehlen eines Tatsachenbeweise s) die Folgen der Beweislosigkeit ein, sondern ist der Richter nach wie vor an di e Maxime iura novit curia gebunden, d.h. er muss in einem der Verhältnismässigkeit und Zumutbarkeit entsprechenden Ausmass versuchen, das anwendbare ausländi sche Recht selbst festzustellen. Beim Misslingen entsprechender Nachfors chungen wird ersatzweise schweizeri- sches Recht angewendet (BSK IPRG-Mächle r-Erne, a.a.O., N 13 ff. zu Art. 16; Keller/Girsberger, a.a.O., N 32 ff. zu Art. 16). Sowohl im Fall der Mitwirkung als auch des Nachweises durch die Parteien hat sich der Richter der prozessleit enden Formen und Frist en des kantonalen - 12 - Prozessrechts für den Tatsachenbewei s sinngemäss zu bed ienen, gegebenen- falls durch Erlass eines Beweisaufl agebeschlusses gemäss § 136 ZPO ZH (BSK IPRG-Mächler-Erne, N 10 zu Art. 16; Keller/Girsberger, a.a.O., N 37 zu Art. 16). 3.4a) Vorweg ist festzuhalten, dass die Vorinstanz (im Rahmen der hier inte- ressierenden Frage, ob die Erben in die Re chtsstellung des Erblassers eingetre- ten sind) auf ausländisches Recht, nam entlich auf pakistanisch muslimisches Recht, und nicht (im Sinne von Art. 16 Abs. 2 IPRG) auf schweizerisches Recht als Ersatzrecht abgestellt hat. Daran ändert nichts, dass am Ende der zitierten Ent scheidbegründung zum interessierenden Punkt (lediglich ergänzu ngshalber) auf Art. 16 Abs. 2 IPRG (er- satzweise Anwendung schweiz erischen Rechts bei Unmöglichkeit der Feststel- lung des anwendbaren ausländischen Rechts) verwiesen wird. Es stellt sich daher vorliegend nicht die (im vorliegenden Kassationsverf ahren mit Blick auf § 285 ZPO ZH nicht überprüfbare) Fr age, ob die Vorinstanz alle nfalls zu Unrecht resp. vorschnell (ohne genügend sorgfältige Er mittlung des anwendbaren ausländi- schen Rechts) schweizerisches Recht als Ersatzrecht angewandt hätte. Auch wird im vorliegenden Beschwerdev erfahren nicht geltend ge macht, die Vorinstanz ha- be zu Unrecht nicht dasjenige ausländi sche Recht zur Anwendung gebracht, auf welches das schweizerische Recht verw eist, was gestützt auf § 285 ZPO ZH ebenfalls nicht Gegenstand des vorliegenden kantonal en Beschwerdeverfahrens sein könnte. b) die Vorinstanz habe das anwendbare au sländische Recht nicht sorgfältig genug ermittelt. Das Bundesgericht prü ft die Frage der richtigen Anwendung des (nach dem schweizerischen IPRG) mass gebenden ausländischen Rechts ledig- lich bei nicht vermögensrechtlichen Streitigkeiten (Art. 96 lit. b BGG). Nachdem es sich bei der vorliegenden Streitsache um eine vermögensrechtliche handelt (BSK BGG-Schott, N 14 zu Art. 96) und im Ka ssationsverfahren davon auszugehen ist, die Vorinstanz habe dasjenige ausländisch e Recht angewendet, auf welches das schweizerische Recht verweist, ist dieses Vorbringen (die Vo rinstanz habe das anwendbare ausländische Recht nicht sorgfält ig genug ermittelt) im vorliegenden kantonalen Beschwerdeverfahren (mit frei er Kognition; Frank/Sträuli/Messmer, - 13 - a.a.O., N 15 zu § 281) im Folgenden zu prüfen (ZR 95 Nr. 101; Ergänzungsband Frank zu Kommentar zur zürcherischen Zi vilprozessordnung, Zürich 2000, N 7 zu § 281; vgl. in diesem Zusammenhang auch BSK BGG-Schott, N 15 zu Art. 96). 3.5a) Es ist nicht ersichtlich resp. geht aus der angefochtenen Entscheidbe- gründung nicht hervor, dass die Vorinstanz die Prozess parteien aufgefordert hät- te, an der Feststellung des anwendbaren ausländischen Rechts (durch Beschaf- fung von Rechtsquellen und/oder Informa tionen über das ausländische Recht) mitzuwirken, oder dass sie diesen gar (durch Beweisauflagebeschluss) den ent- sprechenden Nachweis auferlegt hätte. Dennoch würdigte sie im Rahmen ihrer Entscheidfindung insbesondere die von den Parteien im Hauptverfahren (zur inte- ressierenden Frage) eingereichten Dokument e (Literaturstellen und Entscheide) und stellte (u.a.) darauf ab, dass die Beklag te (so die Vorinstanz) keine eindeuti- gen, gegen eine Geltung der Universalsukze ssion im pakistanischen Recht spre- chenden Hinweise aus der pakistanischen Literatur und Rechtsprechung einge- reicht habe. Ob dieses Vorgehen zulässig ist resp. ob dies allein einen Nichtig- keitsgrund im Sinne von § 281 Ziff. 1 ZPO ZH darstellt e, kann vorliegend offen- bleiben, zumal die Beschwerdeführer ( wie nachfolgend dargelegt) zu Recht gel- tend machen, das Handelsger icht habe keine (genügend) sichere Kenntnis vom Inhalt des anzuwendenden aus ländischen Rechts (bezüglich der Frage nach ei- nem allfälligen Eintritt der Er ben in das vertragliche Auskunftsrechts des Erblas- sers gegenüber der Beklagten resp. nach ei ner allfälligen [mit dem schweizeri- schen Erbrecht vergleichbaren] Geltung des Prinzips der Universalsukzession im anzuwendenden pakistanischen Recht) gehabt: b) Die Vorinstanz erw og, beide Parteien hätten ihre Standpunkte zur An- wendbarkeit der Universalsukzession im muslimischen Recht mit weitreichender Literatur und Rechtsprechung aus Pakistan belegt, welche eindeutig für die An- wendbarkeit der Universalsukzession im pakistanisch muslimischen Recht spre- che (KG act. 2 S. 10 Mitte). Diesbezüglich ist zunächst festzustellen, dass in der angefoc htenen Entscheidbe- gründung lediglich auf vereinzelte Literatu rstellen und Entscheide verwiesen wird; von einer breiten Auseinandersetzung mi t Literatur und Rechtsprechung zum pa-- 14 - kistanischen Erbrecht kann jedenfalls – mindestens was die angefochtene Ent- scheidbegründung betrifft – nicht die Rede sein. Die Vorinstanz erwog mit Verweis auf die Vorbringen in der Klageschrift und zwei vom Beschwerdegegner eingereichte Entscheide des pakistanischen Su- preme Courts (ohne weitere materielle Auseinandersetzung mit den entsprechen- den Entscheiden), diese belegten, dass na ch pakistanischem Recht Ansprüche des Erblassers im Zeitpunkt seines Todes auf seine Erben übergingen (KG act. 2 S. 7 Erw. 2.2 mit Verweis auf HG act. 4/13 und 4/32). Die Be klagten wenden ein, in den Zitaten des Beschwerdegegners sei nur von "property" die Rede und es gehe daraus nicht hervor, dass auch sämtli che Schulden und Re chte (wie etwa ein allfälliges Auskunftsrech t) des Erblassers ex lege auf die Erben übergingen. Tatsächlich ist in den genannten zwei Entscheiden des pakistanischen Supreme Courts von "property" die Rede (vgl. etwa HG act. 4/ 13 S. 275 und HG act. 4/32 S. 3 und 4). Selbst wenn sich (wie die Vorinstanz erw og) der von der Beklagten angedeutete Umkehrschluss, dass Auskunfts rechte nach muslimischem Recht nicht auf die Erben übergehen könnten, da nur "pro perty" übergehe, nicht auf- drängen sollte (KG act. 2 S. 8), herrscht di esbezüglich Unklarheit, insbesondere auch angesichts der im angefochtenen Entsc heid zitierten Entscheidpassage (KG act. 2 S. 8 oben mit Verweis auf HG act. 68 S. 10 f.): "(…) the fact that in Islamic law, a pi ece of property can only be corporeal and ma- terial, and a thing which is not considered to be a piece of property cannot be the object of an act of disposit ion. This is the reason wh y claims are not transmis- sible". Die Vorinstanz setzte dem fraglichen Einwand der Beklagten (in den Zitaten des Beschwerdegegners sei nur von "p roperty" die Rede und es gehe daraus nicht hervor, dass auch sämtliche Schulden und Rechte [wie etwa ein allfälliges Auskunftsrecht] des Erblassers ex l ege auf die Erben übergegangen seien) die der obgenannten folgende Entscheidpassage entgegen (KG act. 2 S. 8 unten): "(This is the reason why claims are not transmissible.) By a kind of legal fiction, certain departures from the principle are admitted in pr actice. Hanafi law, for ex-- 15 - ample, allows ownership of a tenure. On the other hand, the term milk is some ti- mes applied to an obligation (dayn q.v in Suppl.). In any case, the ideal of ow- nership (milk) predominates over that of obligation (d ayn), and in certain texts, one even reaches point where the obligati on is reduced to a kind of ownership whose object is a piece of property taken in a figurative sense (mal hukmi)." Die Vorinstanz erwog diesbezüglich, ob eine Obligation begrifflich als solche oder aber durch eine Fiktion als Eigent umsrecht besonderer Art bezeichnet und verstanden werde, ändere nichts daran, dass die Erben auch unter muslimischem Recht offensichtlich mit Eintritt des Todes des Erblassers in dessen Rechtspositi- on einträten (KG act. 2 S. 9 oben). Dem kann insoweit gefolgt werden, als dass es vom im muslimischen Recht geltenden Prin zip (a piece of property can only be corporeal and material, and a thing which is not considered to be a piece of pro- perty cannot be the object of an act of di sposition) mittels Fiktion (namentlich in- dem gewisse Obligationen durch eine Fiktion als Eigentumsrechte besonderer Art bezeichnet und verstanden werden) tatsäc hlich Abweichungen zu geben scheint. Wie umfassend diese sind und insbesonde re, ob etwa auch ein vertragliches Auskunftsrecht darunter fällt, geht daraus jedoch nicht klar hervor. Die Vorinstanz verweist sodann auf ei ne (in der Duplik zitierten) Passage aus dem Kommentar zum muslimischen Recht von K.P. Saksena, wo (so die Vor- instanz) auch von "Rechten und Verpflic htungen" (und nicht nur von "property") des verstorbenen Muslims die Rede sei, für welche die Erben im Prozess Partei seien (KG act. 2 S. 9 Abs. 2). Dazu ist zunächst festzuhalten, dass die fragliche Passage nicht etwa im Zusammenhang mit der Frage der Geltung des Grundsat- zes der Universalsukzession, sondern vielmehr mit der Frage einer allfälligen Ge- samthandschaft mehrerer Erben steht. Im Weiteren ergibt sich auch aus dieser Li- teraturstelle nicht detaillierter, in we lchem Umfang Rechte und Verpflichtungen auf Erben übergehen. Mindestens fraglich erscheint sodann, ob der Vorinstanz in der Überlegung gefolgt werden kann, dass die von der Beklagten behauptete Ko mbination eines Erbschaftserwerbs der Erben eo ipso so wie ein Gesamthandverhältnis der Erben in Bezug auf die Erbschaft, ohne dass ei n der schweizerischen Universalsukzes-- 16 - sion analoger Übergang der Rechtsverhältnisse des Erblassers auf die Erben stattfinde, schon aus rein rechtslogisch en Gründen als sehr unwahrscheinlich er- scheine (KG act. 2 S. 9 Mitte). Schliesslich vermag auch der Umstand, dass in einer (replicando zitierten) Passage eines Entscheids des Supreme Courts von Pakistan wörtlich von der "universal succession" die Rede sei (KG act. 2 S. 10 Abs. 1), nicht zu helfen, zu- mal nicht ohne Weiteres davon ausgegangen werden kann, dass dieser Begriff dem dem schweizerischen Erbrecht zugr undeliegenden Prinzip der Universalsuk- zession gleichgestellt werden kann. c) Angesichts dieser Unklarheiten fällt (aufgrund der Maxime iura novit curia, vgl. vorgehend Erw. II/3.3 Abs. 3) im Weiteren ins Gewicht, dass aus dem ange- fochtenen Entscheid nicht hervorgeht, dass di e Vorinstanz mit Bezug auf die inte- ressierende Frage nach einem hinsichtlich des fraglic hen Auskunftsrechts allfälli- gen Eintritt der Erben in die Rechtsstellung des Erblassers resp. einer allfälligen Geltung des (im schweizerischen Erbrecht geltenden) Universalprinzips im pakis- tanisch muslimischen Er brecht eigene Abklärungen getä tigt hätte (aufgrund der Geltung der Maxime iura novit curia geht dabei der Einwand des Beschwerde- gegners fehl, ein Gericht habe im Rahmen der Verhandlungsmaxime grundsätz- lich nur die von den Parteien angerufenen Beweise abzunehmen [KG act. 17 Rz 13]). Insbesondere ist nicht ersichtlich, dass sie beim Schweizerischen Institut für Rechtsvergleichung eine Rechtsauskunft zur interessierenden Frage verlangt oder das Institut mindestens angefragt hätte, ob es sich zu dieser Frage unter an- gemessenem Zeit- und/oder Kostenaufwand überhaupt zu äussern vermöchte (mindestens Letzteres kann jedenfalls ni cht als unzumutbar bezeichnet werden; vgl. dazu KG act. 17 Rz 9). Der Vori nstanz (und dem Beschwerdegegner; vgl. da- zu KG act. 17 Rz 9 f.) kann jedenfalls zum heutigen Zeitpunkt nicht ohne Weiteres gefolgt werden, wenn sie erwog, es müsse davon ausgegangen werden, dass weitere, eigene Erhebungen des Gerichts zum in Pakistan anwendbaren muslimi- schen Recht keine besseren Erkenntnisse bringen würden (KG act. 2 S. 10 Abs. 2). - 17 - d)Nach dem Gesagten ist festzuhalt en, dass der Inhalt des vorliegend an- wendbaren ausländischen Rechts seitens der Vorinstanz nicht mit genügender Sorgfalt abgeklärt wurde. Daran vermag auch die in der vorli egenden Streitsache bereits zum heuti- gen Zeitpunkt gegebene lange Verf ahrensdauer nichts zu ändern (auf welche der Beschwerdegegner in der Besch werdeantwort hinweist; KG act. 17 Rz 8 ff.) und welche im Übrigen insbesondere auf den Umstand zurückzuführen ist, dass zu- nächst über die Unzuständigkeitseinrede (der entsprechende Beschluss des Han- delsgerichts wurde sowohl vor Kassations- als auch vor Bundesgericht angefoch- ten) und über den Erlass vorsorglicher Massnahmen zu befinden war. Wenn in diesem Zusammenhang in der Beschwerdeantwort vorgebracht wird, die Beklagte habe mehr als drei Jahre Zeit gehabt, sich die Nachweise für ihre Bestreitungen zurechtzulegen (KG act. 17 Rz 8), so ist diesbezüglich nochmals auf die im Rah- men der Ermittlung anwendbaren ausländischen Rechts anwendbare Maxime "iu- ra novit curia" und darauf hinzuweisen, dass (wie ebenfalls bereits erwogen) aus dem angefochtenen Entscheid nicht hervorgeh t, dass die Parteien zur Mitwirkung bei der Ermittlung des anwendbaren ausländischen Rechts herangezogen worden wären. e) Lediglich ergänzend sei hinzugefügt, dass (im Sinne der Vorbringen in der Beschwerdeschrift) mindestens auf den er sten Blick fragwürdig erscheint (ohne dass vorliegend vertieft darauf eingegangen werden müsste), wenn der Beklagten in der angefochtenen En tscheidbegründung einerseit s mangelnde Substantiie- rung hinsichtlich des Bestreitens der Ge ltung des Grundsatzes der Universalsuk- zession im anwendbaren aus ländischen Recht vorgehalten und anderseits im Rahmen der Würdigung der seitens der Pa rteien (im Hauptverfahren) eingereich- ten "Beweismittel" erwogen wird, beide Parteien hätten ih re Standpunkte zur Fra- ge der Anwendbarkeit des Prinzips der Universalsuk zession im muslimischen Recht mit weitreichender Literatur und Rechtsprechung aus Pakistan belegt. 3.6. Nach dem Gesagten liegt dem angefochtenen Entsc heid ein Nichtig- keitsgrund im Sinne von § 281 Ziff. 1 ZPO ZH zugrunde, weshalb er aufzuheben - 18 - und die Sache zur Neubeurteilung im Si nne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (§ 291 ZPO ZH). Es erübrigt sich daher vorliegend, auf die Vorbringen der Beschwerdeführer betreffend die gerügte Verlet zung der richterlichen Fragepf licht (KG act. 1 Rz 32 f.) und die angebliche Ve rletzung klaren materiellen pakistanischen Rechts (KG act. 1 Rz 34 ff.) sowie auf die di esbezüglichen Vorbringen in der Beschwer- deantwort einzugehen. 4.1. Die Vorinstanz erwog im Weiteren (in Anwend ung schweizerischen Rechts), dass einem Bankkunden mit Konto- und Depotbeziehungen gestützt auf Art. 400 Abs. 1 OR ein umfassender und wie derholbarer Anspruch auf Auskunft zustehe, und dass keinem Zweifel unterlieg en könne, dass die Bank verpflichtet sei, dem Gesuch eines Kunden zu entsprechen, der nachträglich ein Doppel einer ihm erstatteten und von ihm genehmigten Abrechung oder die Wiederholung einer schon einmal gegebenen Auskunft zu erhalten wünsche (KG act. 2 S. 10 f. Erw. V/2.3). Diese Erwägungen werd en in der vorliegenden Be schwerdeschrift nicht in Frage gestellt (und könnten im Übrigen, da materielles Bundesrecht tangierend, im vorliegenden kantonalen Beschwerdeverfahren gestützt auf § 285 ZPO ZH oh- nehin nicht überprüft werden). 4.2. Seitens der Beklagten wurde vor Vorinstanz eingewandt, der erwähnte Auskunftsanspruch erlösche mit der Auflösung der vertraglichen Beziehung, da es sich beim Buchführungsauftrag und dem entsprechenden Auskunftsrecht um Aus- führungspflichten handle. Die Vorinst anz ging indessen von einer Nachwirkung der auftragsrechtlichen Auskunftspflicht en auch über das Ende der vertraglichen Bindung hinaus (KG act. 2 S. 11 f. Erw. V/ 2.4). Ob dies zutreffend ist, kann (wie auch die Beschwerdeführer in der Beschwe rdeschrift festhalten) als Frage des materiellen Bundesrechts nicht im vorliegenden kantonalen Beschwerdeverfahren geprüft werden (§ 285 ZPO ZH). Gleiches gi lt für die Frage, ob zutrifft, dass (wie die Vorinstanz erwog) der Einwand der Beklagten, im Falle einer Auskunft gegen das Bankgeheimnis zu verstossen, selbstredend unbegründet sei (KG act. 2 S. 12 f. Erw. V/3). - 19 - 5.1. Die Beschwerdeführe r monieren im Weiteren, di e Vorinstanz habe sich in Verletzung des Anspruchs auf rechtlic hes Gehör (und damit in Setzung eines Nichtigkeitsgrundes im Sinne von § 281 Ziff. 1 ZPO ZH) mit zwei zentralen Vor- bringen der Beklagten mit keinem einzi gen Wort auseinandergesetzt (KG act. 1 Rz 51-58): Die Beschwerdeführer bringen zum Einen vo r, vor Vorinstanz sei seitens der Beklagten vorgebracht worden, dass der Erblasser angesichts der zahlreichen haltlosen Klagen, Strafanzeigen, Anschuldigungen und öffentlichen Beleidigungen durch den Beschwerdegegner nich t gewillt gewesen sei, di esem Einsicht in sei- nen Bankverkehr zu gewähren. Der Be schwerdegegner habe sogar ausdrücklich anerkannt, dass sich der Erblasser schon seit 1996 mit allen erdenklichen Mitteln gegen eine Einsicht des Beschwerdegegners in seinen Bankverkehr gewehrt ha- be. Eine Auskunft sei unter Umständen zu verweigern bei Bankbeziehungen, die vertrauliche oder höchstpersönliche Angelegenheiten zum Gegenstand haben, welche der Erblasser gegenüber einzel nen Erben habe geheim halten wollen. Mit diesen Vorbringen habe sich die Vorinst anz im angefochtenen Entscheid nicht auseinandergesetzt (KG act. 1 Rz 52-55). Vor Vorinstanz (so die Beschwerdeführer weiter) sei im Weiteren geltend ge- macht worden (und auch dazu könne dem angefochtenen Entscheid nichts ent- nommen werden), die Pflicht zur Auskunftserteilung müsse auch mangels Rechts- schutzbedürfnisses des Auftraggebers ver neint werden, wenn zum vornherein feststehe oder mit an Sicher heit grenzender Wahrscheinlichkeit anzunehmen sei, dass der Berechtigte trotz der erfolgt en Rechenschaftsablegung vom Verpflichte- ten nichts zu fordern habe. Vorliegend sei nachgewiesen, da ss im Zeitpunkt des Todes des Erblassers bei der Beklagten kein auf Ersteren lautender Vermögens- wert vorhanden und die Bankbeziehung er loschen gewesen sei. Den Erben stün- den nach dem anwendbaren pakistanischen Recht sodann weder ein Pflichtteils- schutz noch ein Ausgleichungsanspruch zu . Es bestehe daher vorliegend offen- sichtlich kein relevantes Interesse der Erben an einer Auskunfterteilung (KG act. 1 Rz 56). - 20 - 5.2a) Mit Blick auf § 285 ZPO ZH ste llt sich zunächst die Frage, ob auf die- ses Vorbringen im vorliege nden kantonalen Beschwerdev erfahren eingetreten werden kann: Gegen Entscheide, die dem Weiterzug an das Bundesgericht unterliegen, ist die kantonale Nichtigkeitsbeschwerde grun dsätzlich nicht zulässig (§ 285 Abs. 1 ZPO ZH). Dieser Weiterzug an das Bundes gericht gilt als gegeben, wenn dieses frei überprüfen kann, ob der geltend gemachte Mangel vo rliege (§ 285 Abs. 2 ZPO ZH). Gegen den angefochtenen Entschei d des Handelsgerichts ist die zivil- rechtliche Beschwerde im Sinne von Art. 72 ff. BGG zulässig. Im Rahmen einer solchen Beschwerde prüft das Bundesgeric ht (u.a.) Verletzungen des Bundes- rechts (Art. 95 lit. a BGG); die Überprüfung materiellen Bundesrechts erfolgt dabei mit freier Kognition (BSK BGG-Schott, N 3 zu Art. 95). Mit Verweis darauf wurde im kant onalen Kassationsverfahren auf ein Vor- bringen, die Vorinstanz habe im Rahm en der Anwendung materiellen Bundes- rechts zufolge fehlender bzw. ungenügender Begründung de n Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, bis anhin gr undsätzlich nicht eingetreten (ZR 107 Nr. 59). b) Diese kantonale Praxis wurde in jüngerer Vergangenheit seitens des Bun- desgerichts mit Verweis auf § 285 Abs. 2 Satz 2 ZPO ZH verschiedentlich gerügt (vgl. dazu etwa den Entscheid 4A_141/2008 v. 8.12.2009 i.S. U.SA c. V.AG, Erw. 13.3). Gemäss dieser Bestimmung ist die Nichtigkeitsbeschwerde stets zulässig, wenn eine Verletzung von (u.a.) Art. 29 BV geltend gemacht wird. Aufgrund der baldigen Einstellung der Funktionen des hies igen Gerichts wird darauf vorliegend nicht weiter eingegangen. Da der angefoc htene Entscheid aus anderen Gründen ohnehin aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, rechtfertigt sich vorliegend jedenfalls die Feststellung, dass diesem hinsichtlich der obgenannten Einwände der Be schwerdeführer tatsächlich nichts entnommen werden kann. Ob dem Einwand des Be schwerdegegners gefolgt werden kann, aus den Erwägungen der Vorins tanz ergebe sich impliz it (und damit genügend), dass sie die fraglichen Einwände der Beklagten als unbegründet erachtet habe (KG act. 17 Rz 29), erscheint mindestens als fraglich. - 21 - 6. Die Vorbringen der Besch werdeführer richten sich im Weiteren gegen die Erwägungen der Vorinstanz unter dem Titel "Individuelles Auskunftsrecht des Klä- gers" (KG act. 1 Rz 59 ff. mit Verweis auf KG act. 2 S. 13 ff. Erw. V/5): 6.1. Die Vorinstanz hielt fest, dass sich grundsätzlich nach dem Erbstatut (in casu nach pakistanischem Recht) entscheide, ob das fragliche Auskunftsrecht vertraglichen Ursprungs vom Beschwer degegner alleine oder nur gemeinsam mit den übrigen Erben ausgeübt werden könne. Sie kam zum Schluss, dass dem Be- schwerdegegner ein individuel les Auskunftsrecht zustehe und erwog in diesem Zusammenhang insbesondere (KG act. 2 S. 14 Erw. V/5.1): "… räumt die Beklagte selbst ein, di e Durchbrechung des pakistanischen Ge- samthandverhältnisses sei möglich, wenn das Eigentum beispielsweise durch ei- ne unerlaubte Handlung bedroht sei (act. 21 Rz. 44). Da die Parteien überein- stimmend ausführen, dass der Umfang des Gesamthandverhältnisses der Erben im pakistanischen Recht weitgehend ungeklärt sei (act. 1 Rz 40 und act. 21 Rz 44, act. 68 S. 12 ff.), erscheint es sowo hl angesichts der er wähnten Durchbre- chung im pakistanischen Erbrecht als auc h entsprechend der Ansicht von Schny- der / Liatowitsch [BSK IPRG, a.a.O., N 5 zu Art. 92] gerechtfertigt, auch bei An- wendbarkeit pakistanischen Er brechts dem Kläger als einem von vier Erben das Recht einzuräumen, Auskünfte über den Na chlass individuell einzuholen, wie es im schweizerischen Recht als Grundsatz an erkannt ist (BGE 89 II 87 Erw. 6). Die als Nebenintervenienten in das Verfahren involvierten übrigen Erben haben nicht beantragt, dass die Auskünfte sämtlichen Erben bzw. der Erbengemeinschaft zu erteilen seien." Im gleichen Zusammenhang erwog die Vo rinstanz weiter (KG act. 2 S. 14 f. Erw. V/5.2): "Dass sämtliche Erben in das vorliegende Verfahren involviert sind hat aber auch weiterreichende prozessuale Auswirkungen: Sämtliche Miterben des Klägers ha- ben als Nebenintervenienten die Prozessführung für die Beklagte übernommen und sich dadurch mehrfach umfassend zu r Klage äussern können. Sie bestritten lediglich die geltend gemachten Auskun ftsrechte des Klägers, brachten jedoch - 22 - nicht vor, inwiefern eine Auskunftserte ilung an den Kläger den Interessen der Er- bengemeinschaft schaden würde. Durch dies en - zwar nicht durch den Kläger bewirkten, aber faktisch vorliegenden - pr ozessualen Einbezug sämtlicher Erben in das Verfahren wurde sichergestell t, dass sämtliche Mitglieder der Erbenge- meinschaft auf gewichtige Nachteile hätt en hinweisen können, welche der Erben- gemeinschaft drohen würden, wenn die Beklagt e dem Kläger Auskünfte geben würde. Auch aus diesem prozessualen Grunde ist der Kläger zur Auskunftsklage individuell legitimiert (BGE 109 II 400 E. 2, 121 III 118 E.3, 125 III 219 E. 1b)." 6.2. Die Beschwerdeführer monieren zu m Einen, die Beklagte habe auf die Undurchlässigkeit des nach pakist anischem Recht geltenden Gesamthandprin- zips hingewiesen und lediglich von ei ner Ausnahme - der Ausweisung von trespassers aus einer Liegenschaft - gesprochen. Mit keinem Wort habe die Be- klagte impliziert, dass auch andere Ausnahmen möglich seien. Insofern sei die Verwendung des Wortes "beispielsweise" durch die Vorinstanz aktenwidrig im Sinne von § 281 Ziff. 2 ZPO ZH. Sie stelle zudem eine willkürliche tatsächliche Annahme im Sinne dieser Bestimmung dar, sofern die Vorinstanz dadurch darauf hindeuten wolle, dass andere Durchbrechungen vom Gesamthandprinzip bekannt seien, was klar nicht der Fall sei (KG act. 1 Rz 64-66). Im Weiteren machen die Beschwer deführer im vorliegend interessierenden Zusammenhang mit Verweis auf § 281 Ziff. 3 ZPO ZH eine Verletzung klaren ma- teriellen pakistanischen Rechts geltend: Gemäss Muhammadan Law (so die Be- schwerdeführer) gelte der Grundsatz, dass die Erben in Bezug auf die Nachlass- werte eine Gesamthandschaft bildeten. Ein Erbe könne höchstens aufgrund eines "Succession Certificate" oder einer ähnlichen gerichtlichen Verfügung, die ihn zum eigenständigen Handeln ermächti ge, handeln. Der Beschwerdegegner habe ein Succession Certificate beantragt, es aber nie erhalten. Der von der Vorinstanz erwähnte Entscheid PDL 1955 p. 31 (HG ac t. 22/9) betreffe die Ausweisung Drit- ter aus einer Liegenschaft infolge unerlaubter oder vertragswidriger Handlung und stelle eine absolute Ausnahme vom gesch ilderten Grundsatz dar, weshalb er als solcher nicht extensiv aus gelegt werden dürfe. Weder die Beklagte noch die Ne- benintervenienten hätten si ch einer rechtswidrigen Handlung schuldig gemacht - 23 - und die Gemeinschaft habe hier kein drin gliches Interesse daran, dass der Be- schwerdegegner detailliert Auskunft über die frühere Kontobeziehung des Erblas- sers erhalte. Indem die Vorinstanz auf den einzig bekannten Ausnahmefall des Gesamthandprinzips abgestellt habe, der kei ne Analogieschlüsse mit dem vorlie- genden Fall erlaube, habe sie das anwendbare pakistanische Recht willkürlich angewendet. Unter den gegebenen Umständen re chtfertige sich keine Abwei- chung vom Grundsatz (KG act. 1 Rz 67-73). Den Nichtigkeitsgrund von § 281 Ziff. 3 ZPO ZH sehen die Beschwerdefüh- rer im Weiteren auch dadurch gesetzt, dass die Vorinstanz - mittels Verweis auf die Ansicht von Schnyder/Liatowitsch - auf Analogieschlüsse aus dem schweize- rischen Erbrecht abstütze, währenddem si ch die Frage nach einer allfälligen Durchbrechung des Gesamthandprinzips ausschliesslich nach dem Erbstatut und somit nach pakistanischem Recht richte. Habe ein Gericht seiner Beurteilung aus- ländisches Recht zugrunde zu legen, mü sse es das fremde Recht so auslegen und anwenden, wie dies ein Gericht im ursprünglichen Geltungsbereich des an- zuwendenden Rechts tun würde. Aus der zi tierten Kommentarstelle gehe hervor, dass die Kommentatoren von ihrer Aussage selbst nicht überzeugt seien. Das anwendbare Muhammadan Law sei sehr klar: Zwischen Erben gelte das uneinge- schränkte Gesamthandprinzip. Alleiniges Handeln k önne höchstens durch eine gerichtliche Ermächtigung erlaubt werden, we lche in casu nicht vorliege. Das Mu- hammadan Law kenne - im Unterschied zum schweizerischen Erbrecht - keinen Pflichtteilsschutz und keine Ausgleichungs pflicht. Die Berücksichtigung der Lehre und Rechtsprechung zu Art. 602 ZGB stelle somit vorliegend ein sachfremdes Kri- terium zur Würdigung des pakistanischen Rechts dar (KG act. 1 Rz 74-81). Gemäss pakistanischem Recht (so die Beschwerdeführer in der Beschwer- deschrift weiter) sei sodann keine Durchbrechung des Gesamthandprinzips ange- zeigt, nur weil den Miterben aus einer Handlung eines Erben kein Nachteil er- wachse. Nach Muhammadan Law müssten vielmehr alle Miterben mit einer Hand- lung einverstanden sein, unabhängi g von allfälligen der Erbengemeinschaft er- wachsenden Nachteilen. Indem sich die Vorinstanz nicht an dem nach pakistani- schem Recht aufgestellten Grundsatz des Gesamthandprinzips gehalten habe, - 24 - habe sie klares materielles pakistanisches Recht verletzt (KG act. 1 Rz 82 f.). Da- zu komme, dass die Vorinstanz der Beklagten keine Möglichkeit eingeräumt habe, sich zu einem allfälligen Nachteil der Erbengemeinschaft zu äussern. Damit habe sie die in § 55 ZPO ZH statuierte rich terliche Fragepflicht und den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt (KG act. 1 Rz 85 f.). Schliesslich rügen die Beschwerdeführer auch im vorliegend interessieren- den Zusammenhang eine unsorgfältige Ermittlung des anwendbaren ausländi- schen Rechts: Obwohl die Vorinstanz di e Rechtslage nach pakistanischem Recht für unklar erachtet habe, habe sie auf di e Erhebung weiterer Be weise verzichtet. Die Vorinstanz habe das anwendbare auslä ndische Recht auch im vorliegend in- teressierenden Zusammenhang unsorgfältig ermittelt und dadurch den Nichtig- keitsgrund von § 281 Ziff. 1 ZPO ZH gesetzt (KG act. 1 Rz 88-91). 6.3a) Was die materiellrechtliche B egründung des (nach Ansicht der Vorin- stanz gegebenen) individuellen Auskunftsrech ts des Beschwerdegegners betrifft, stützte sich die Vorinst anz im angefochtenen Entsc heid darauf, (1) dass die Par- teien übereinstimmend ausgeführt hätten, dass der Umfang des Gesamthandver- hältnisses der Erben im pakistanischen Re cht weitgehend ungeklärt sei, (2) auf die erwähnte Durchbrechung im pakistanischen Erbrecht sowie (3) auf die Ansicht von Schnyder / Liatowitsch im BSK (KG act. 2 S. 13 f. Erw. V/5.1). An der in der Entscheidbegründung diesbezüglich genannten Stelle der Kla- geantwort wurde Folgendes vorgebracht (HG act. 21 Rz 44): "Der Kläger führt denn auch zu Recht aus, dass bisher keine Entscheidung er- gangen ist, wonach nach pakistanischem Recht die Erbengemeinschaft nicht durchwegs gemeinschaftlich vorzugehen hä tte. Dies verwundert auch nicht wei- ter, kennt doch das pakistanische Rech t gerade keine Durchlässigkeit des Ge- samthandprinzips. Eine Durchbrechung des Gesamthandprinzips in dem Sinne, dass ein einzelner Erbe alleine Auskün fte verlangen könnte, ist dem muslimi- schen Recht fremd und kann auch nich t per Analogieschluss bezüglich der an- geblichen Regelung bei geme inschaftlichem Eigentum an Grundstücken heran- gezogen werden. Vielmehr zeigt gerade de r Umstand, dass es keine entspre-- 25 - chenden Gerichtsentscheide gibt, dass in di esem Bereich keine dem schweizeri- schen Recht entsprechende Regelung besteht. Dass kein einziges Gericht in Pa- kistan bis anhin mit dieser Fr age konfrontiert worden wä re und nur deshalb kein entsprechender Entscheid aufzufinden ist, erscheint geradezu als illusorisch. …" Dieses Vorbringen ist klarerweise dahingehend zu verstehen, dass geltend gemacht wurde (mindestens an dieser St elle der Klageantwort), im pakistani- schen Erbrecht gelte (mangels anderslautenden Entscheiden, d.h. Entscheiden, welche von einer Durchlässigkeit des Grundsatz des Gesamthandverhältnisses der Erben ausgingen) praktisch ausnahm slos der Grundsatz des Gesamthand- verhältnisses der Erben. Dass an der hier interessierenden Stelle der Klageant- wort geltend gemacht worden wäre, es sei ungeklärt, inwieweit der Grundsatz des Gesamthandverhältnisses der Erben im paki stanischen Erbrecht gehe, ist nicht ersichtlich. Auch an der in der angef ochtenen Entscheidbegründung genannten Stelle der Duplik (HG act. 68 Rz 35 ff .) war die Rede von einer (jedenfalls dann wenn kein Succession Certificate vorliege) "strikte[n] Regel, dass Rechte aus dem Nachlass nur gemeinsam ausgeübt werden können " (Hervorhebung gemäss Rechtsschrift). Dass es neben einem individuellen (Abwehr-)Anspruch einzelner Erben bei Bedrohung des Grundeigentums durch uner laubte Handlung no ch weitere doku- mentierte Anwendungsfälle individueller Ansprüche einzelner Erben gibt, kann der angefochtenen Entscheidbegründung nicht entnommen werden. Auch der Beschwerdegegner vermag in der Beschwerdeantwort (KG act. 17 Rz 33 ff.) auf keine weiteren entsprec henden, eindeutigen Entscheidungen aus dem pakistanischen Recht hinzuweisen. In der Klagebegründung (KG act. 17 Rz 34 mit Verweis auf HG act. 1 Rz 38 ff.) brachte er vor, "leider scheint bisher keine andere Entscheidung [als diejenige betreffend Bedrohung des gemeinschaftlichen Grundeigentums] mit Bezug auf Erbengemeinschaften ergangen zu sein" (HG act. 1 Rz 39). Verweise auf entsprechende Entscheide können auch der Rz 16 der Replik des Beschwerdegegners (HG act. 63) nicht entnommen werden (vgl. dazu KG act. 17 Rz 34). Der Beschwerdegegner verweist auf seine Vorbringen in der Replik, wonach er gezeigt habe, dass ein Erbe ein Auskunftsrecht gegenüber ei-- 26 - ner Bank des Erblassers habe (KG act. 17 Rz 34 mit Verweis auf HG act. 63 Rz 53). Er machte an dieser Stelle seiner Replik zwar allgemein ein Auskunftsrecht der Erben gegenüber einer Bank des Erblassers geltend; dass in dem von ihm in diesem Zusammenhang zitierten Entscheid des Superior Courts of Pakistan (1987 CLC 2114, insb. 2119) im speziellen ein individuelles Auskunftsrecht ein- zelner Erben begründet werde, wurde jedoch nicht vorgebracht (der Beschwerde- gegner führte diesbezüglich lediglich aus , entgegen der Darstellung der Nebenin- tervenienten ergebe sich daraus aber noch mit keinem Wort, dass ein solches Recht nur gemeinsam ausgeübt werden könne und auch diese zeigten nicht, weshalb dies der Fall sein sollte; HG act. 63 Rz 53). Weiter hilft auch nicht, wenn der Beschwerdegegner allgemein vorbringt, er habe gezeigt, dass auch unter pa- kistanischem Recht anerkannt sei, dass ei n Erbe auf die Ehrlichkeit seiner Miter- ben angewiesen sei, und dass es im pakistanischen Recht auch andernorts für individuelles Vorgehen eines einzelnen Ge meinschafters verschiedenste Anhalts- punkte gebe (KG act. 17 Rz 34). b) Insgesamt erscheint es mindest ens fragwürdig, aufgrund des Bestehens individueller Abwehransprüche einz elner Erben bei Be drohung des Grundeigen- tums durch unerlaubte Handlung resp. aufgrund des Vorliegens eines einzelnen dahingehenden Entscheides auf die (weitere) Durchlässigkeit des Gesamthand- prinzips im pakistanischen Recht resp. auf ein individuelles vertragliches Aus- kunftsrecht des Beschwerdegegners gege nüber der Beklagten zu schliessen. Daran vermag auch der Hinwe is auf die geltende Regelun g im schweizerischen Recht und der zusätzliche Verweis auf di e von der Vorinstanz genannte, relativ unverbindlich gehaltene Aussage von Schny der/Liatowitsch im BSK nichts zu än- dern. Unter Verweis auf die vorgehenden Erwägungen II/3.3-3.5 muss nach dem Gesagten auch im vorliegend interessier enden Punkt (Frage eines individuellen Auskunftsrechts des Beschwerdegegners gegenüber der Beklag ten) von einer unsorgfältigen Ermittlung des anwendbaren ausländischen Rechts ausgegangen werden. Ob die Rechtsauffassung der Vorinstanz, dem Beschwerdegegner stün- de auch nach pakistanischem (wie nach schweizerischem) Erbrecht als einem - 27 - von vier Erben das Recht zu, Auskünfte über den Nachlass individuell einzuholen, klares materielles pakistanisches Recht verletzt (wie die Beschwerdeführer mei- nen) oder nicht, kann vorliegend offen gelassen werden (es erübrigt sich daher, weiter auf die entsprec henden Vorbringen in der Beschwerdeschrift und der Be- schwerdeantwort einzugehen). Gl eiches gilt für die Fr agen, ob die Vorinstanz auch mit ihren Erwägungen betreffend di e mangelnde Geltendmachung eines all- fälligen durch eine Auskunftserteilung entstehenden Schadens für die Erbenge- meinschaft (KG act. 2 S. 14 f. Erw. V/5.2) klares materielles pakistanisches Recht verletzte (wie die Beschwerdeführer mei nen; KG act. 1 Rz 83), und ob sie in die- sem Zusammenhang allenfalls die richte rliche Fragepflicht (§ 55 ZPO ZH) und den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzte (vgl. dazu KG act. 1 Rz 86). 7. Nach dem Gesagten liegen dem angefochtenen Entscheid der Vorinstanz Nichtigkeitsgründe im Sinne von § 281 Ziff. 1 ZPO ZH zugrunde. Der angefochte- ne Entscheid ist daher auf zuheben und die Sache im Sinne der Erwägungen zwecks Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. III. 1. Ausgangsgemäss wird der Besch werdegegner, der Abweisung der Be- schwerde (soweit Eintreten) beantragt hat (KG act. 17 S. 2), für das vorliegende Kassationsverfahren kosten- und entschädi gungspflichtig (§§ 64 Abs. 2 und 68 Abs. 1 ZPO ZH; vgl. dazu vorgehend Erw. I/4). 2. Beim vorliegenden Beschlu ss handelt es sich um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Demnach ist gegen ihn die Beschwerde in Zivilsachen gemäss Art. 72 ff. BGG an das Bundesgericht nur un- ter den in Art. 93 BGG genannten Vorausse tzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. - 28 - Das Gericht beschliesst: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 5. Oktober 2010 aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 2. Die Gerichtsgebühr für das Kassation sverfahren wird festgesetzt auf Fr. 8'750.--. 3. Die Kosten des Kassationsverf ahrens werden dem Be schwerdegegner auf- erlegt. 4. Der Beschwerdegegner wird verpflic htet, den Beschwerdeführern für das Kassationsverfahren eine Prozessentschäd igung von insgesamt Fr. 7'000.-- zu entrichten. 5. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 90 ff. BGG innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine Art. 42 BGG entsprechende Eingabe Beschwerde gem äss Art. 72 ff. BGG an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden. Der Streitwert beträgt Fr. 100'000.--. Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG. 6. Schriftliche Mitteilung an die Partei en sowie an das Handelsgericht des Kan- tons Zürich, je gegen Empfangsschein. ______________________________________ KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Der Generalsekretär: