B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-2684/2012 U r t e i l v o m 25 . M a i 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichter Fulvio Haefeli, mit Zustimmung von Richter Gérard Scherrer; Gerichtsschreiber Gert Winter. Parteien A._______, geboren (…), alias A._______, geboren (…), Sri Lanka, vertreten durch Evelyn Stokar, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 7. Mai 2012 / N . D-2684/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 19. April 2009 von Colombo aus auf dem Luftweg ausreiste und am 22. April 2009 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, dass er anlässlich der Befragung vom 24. April 2009 zur Person (BzP) im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) M._______ sowie der Direk t- anhörung vom 1 2. Mai 2009 durch das BFM zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er stamme aus N._______ (Mullaitivu), wo er mit seiner Familie gelebt und in der Landwirtschaft g e- arbeitet habe, dass ihn Mitglieder der LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) seit dem Jahre 2001 mehrere Male zu Hause aufgesucht hätten, weil sie ihn zum Beitritt hätten zwingen wollen, dass er aber meistens in Bunkern und draussen übernachtet habe, dass es in seinem heimatlichen Gebiet oft zu Kämpfen und Artillerieg e- fechten gekommen sei, weshalb er sich im Frühjahr 2009 nach Colombo begeben habe, um von dort aus den Heimatstaat zu verlassen, dass das BFM mit Verfügung vom 7. Mai 2012 – eröffnet am 9. Mai 2012 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, entschuldbare Gründe, die es dem Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen, lägen in casu nicht vor, dass bei Papierlosigkeit weiter zu prüfen sei, ob auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festg e- stellt werden könne oder ob zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses n ö- tig seien, dass die LTTE am Ende des Krieges vernichtend geschlagen worden sei, weshalb sie auch für den Beschwerdeführer keine unmittelbare Bedr o- hung mehr darstellen könne, D-2684/2012 Seite 3 dass Übergriffe auf die Zivilbevölkerung von Seiten krimineller Einzeltäter oder bewaffneter Gruppen in der Regel von den zuständigen Behörden geahndet würden, dass der Beschwerdeführer nie geltend gemacht habe, er sei aktives oder gar führendes Mitglied der LTTE gewesen, dass sich in den Schilderungen des Beschwerdeführers zudem keine Hinweise finden liessen, wonach die sri -lankischen Behörden rund drei Jahre nach dem Ende des Bürgerkrie gs ein ernsthaftes Interesse daran haben sollten, gerade ihn zu verfolgen, dass angesichts seines geringen politischen Profils nicht davon auszug e- hen sei, er sei zum jetzigen Zeitpunkt mit erheblicher Wahrscheinlichkeit von asylrelevanten Schwierigkeiten bedroht, weshalb er die Flüchtlingsei- genschaft nicht erfülle und gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht auf das Asylgesuch einzutreten sei, dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, dass der Beschwerdefü hrer mit Fax-Eingabe vom 16. Mai 2012 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und die nachfolgend aufgeführten Rechtsbegehren stellen liess: Es sei die angefochtene Verfügung vollumfänglich aufzuheben und zur Neubeur- teilung an das BFM zurückzuweisen. Das BFM sei anzuweisen, auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers einzutreten und es materiell zu pr ü- fen. Eventualiter sei die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs fest- zustellen und das BFM anzuweisen, die vorläufige Aufnahme des B e- schwerdeführers in der Schweiz anzuordnen. Schliesslich sei festzuste l- len, dass die Beschwerde aufschiebende Wirkung habe, dass die vorinstanzlichen Akten am 18. Mai 2012 beim Bundesverwa l- tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bunde sge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), D-2684/2012 Seite 4 dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Fe ststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32 – 35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerd e- instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintr e- tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mat e- riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die S a- che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73 m.H.a. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei- zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass indessen im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbesteh en der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfahren ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen Nichteintretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), D-2684/2012 Seite 5 dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mat e- riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG), dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asyls u- chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich auf Grund der A n- hörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flücht- lingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), dass hinsichtlich der zur Begründung des Asylgesuches geltend gemac h- ten Vorbringen des Beschwerdeführers vorweg auf dessen im Empfangs- zentrum M._______ am 24. April 2009 protokollierten Aussagen sowie auf das Protokoll der direkten Bundesanhörung vom 12. Mai 2009 zu verwei- sen ist, dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde im Wesentlichen gel- tend macht , e r sei in der Endphase des Bürgerkriegs aus dem Haup t- kriegsgebiet geflüchtet, weshalb ihm angesichts dieser Situation nicht auch noch vorgeworfen werden könne, er habe zwar das Geld eing e- steckt, nicht aber seine Identitätskarte, dass er seine Verwandten nicht habe kontaktieren können, D-2684/2012 Seite 6 dass die Argumentation der Vorinstanz insofern erstaunen lasse, als von einem tamilischen Bauern mit geringer Schulbildung aus einem kleinen Dorf in der Nordprovinz erwartet werde, er könne die englische Schrift l e- sen und sich für ihn ziemlich irrelevante Namen merken, dass der Wegweisungsvollzug unzumutbar sei, weil er in Sri Lanka kein tragfähiges Beziehungsnetz habe, seien doch die "Verwandten" in C o- lombo gar nicht mit ihm verwandt, zumal einige Übernachtungen bei di e- sen Leuten noch kein tragfähiges Beziehungsnetz entstehen liessen, dass die Tante in O._______ bereits verstorben sei, und er kein Leben s- zeichen seiner übrigen Familienangehörigen habe, dass die wirtschaftlichen Perspektiven im Norden Sri Lankas katastrophal seien und im Übrigen nicht ersichtlich sei, wie der Beschwerdeführer als Landwirt in den Städten O._______ und Colombo eine Arbeit finden sol l- te, zumal gerade in Colombo Englisch oder Singhalesisch -Kenntnisse unabdingbar seien, dass derartige Vorbringen in d er Beschwerdeschrift indessen nicht zu e i- ner veränderten Betrachtungsweise zu führen vermögen, dass der Beschwerdeführer keine entschuldbaren Gründe für die Nich t- abgabe eines beweista uglichen Identitätsdokuments (vgl. BVGE 2007/7 E. 4-6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des Asylge- suchs glaubhaft zu machen vermag (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG; vgl. BVGE 2010/2 E. 5 und 6 S. 23 - 29, BVGE 2007/8 E. 3.2), dass dem Beschwerdeführer nicht vorzuhalten ist, er habe zwar sein Geld eingesteckt, die Identitätskarte aber zu Hause gelassen, dass der Beschwerdeführer indessen geltend machte, er sei auf dem Luftweg von Colombo aus abgereist, weshalb er in der Lage hätte sein müssen, zumindest das für den Flug benötigte Reise - oder Identitätspa- pier, in casu den angeblich gefälschten sri -lankischen Reisepass a b- zugeben (A1/9 Ziff. 16 S. 5), dass ein Schlepper zwar nützlich sein kann, um eine Staatsgrenze unter Umgehung der Grenzkontrolle illegal zu überschreiten, dass es im Luftverkehr demgegenüber weder eines Schleppers noch e i- nes Begleiters bedarf (A1/9 Ziff. 16 S. 5, A7/14 F19 S. 4) , weshalb nicht D-2684/2012 Seite 7 anzunehmen ist, der für die Reise benützte Pass sei bei dieser Person geblieben, dass sich der Beschwerdeführer demnach nicht auf entschuldbare Grü n- de im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG berufen kann, dass derartige Unstimmigkeiten im Zusammenhang mit der Schilderung des Reisewegs Rückschlüsse auf die Glaubhaftigkeit einer geltend g e- machten Verfolgungssituation zulassen (EMARK 1998 Nr. 17 E. 4b S. 150), was sich auch in casu bestätigt, dass sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich nach der Direktanhörung vom 12. Mai 2009 präsentierte, unter Verzicht auf zusätzliche t atbestandliche oder rechtliche Abklärungen im Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen werden konnte, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht, und ebenso offe n- kundig stünden einem Vollzug der Wegweisung keine Hindernisse entg e- gen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG; vgl. BVGE 2009/50 E. 6 - 8 S. 725 - 733 und E. 10 S. 733 - 737, BVGE 2007/8 E. 5.5. und 5.6.), dass der Beschwerdeführer nach der militärischen Vernichtung der LTTE nämlich nicht damit zu rechnen hat, er werde von Angehörigen de r LTTE mitgenommen, dass ebenso wenig anzunehmen ist, auf der anderen Seite würden Artille- riegeschosse einschlagen (A7/14 F 110 S. 11), dass sich der Beschwerdeführer nicht auf begründete Furcht vor Verfo l- gung im Heimatstaat berufen kann, dass im Übrigen zur Vermeidung von Wiederholungen auf die im Wesent- lichen zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verw ie- sen wird, dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, und es sich erübrigt, die angefochtene Verfügung zu ka s- sieren und zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen, dass die Ablehn ung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i-D-2684/2012 Seite 8 gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer so lchen be- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. EMARK 2001 Nr. 21), wes- halb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Besti m- mungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wu r- de, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis n ach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner Vo r- gängerorganisation ARK der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüch t- lingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Au s- länderrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegw eisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non - Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Si n- ne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung d er Schweizerischen Eidge-D-2684/2012 Seite 9 nossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Überei n- kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind , die dem Beschwerdeführer im Heimat - oder Herkunftsland droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage im Heimat - bzw. Herkunftsstaat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefäh r- dung im Falle einer R ückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend grundsätzlich zumutbar ist, weil der Beschwerde- führer in Sri Lanka über Alternativen zu einer Rückkehr ins Vanni-Gebiet verfügt, welche nach der aktuellen Rechtsprechung als unzumutba r gilt (vgl. BVGE E-6220/2006 vom 27. Oktober 2011 E. 13.2.2.), dass er nach eigenen Angaben nämlich "Verwandte" in Colombo hat (A7/14 F19 S. 4), die seine Emigration aus dem Heimatstaat massgeblich finanziell unterstützten (A7/14 F46 – F49 S. 6), weshalb bezüglich der Tragfähigkeit des sozialen Beziehungsnetzes keine begründeten Zweifel bestehen, dass der Beschwerdeführer demgegenüber geltend macht, keine Ahnung zu haben, was aus diesen Personen geworden sei, und er überhaupt kei- ne Kontakte zu irgendeinem Verwandten in Sri Lanka, somit auch kein Beziehungsnetz habe, dass derartige Vorbringen ebenso wirklichkeitsfremd und unglaubhaft sind wie diejenigen zu seiner Ausreise, seinem Reisepass und zur angeb- lichen Verfolgungssituation, weshalb sich der Eindruck a ufdrängt, er di s- simuliere das in Wirklichkeit vorhandene Beziehungsnetz, dass er darüber hinaus geltend machte, seine Tante in O._______ sei verstorben, und er werde gelegentlich einen sri -lankischen Todesschein zu den Akten reichen, D-2684/2012 Seite 10 dass es sich indessen angesichts des geringen Beweiswerts derartiger Urkunden aus Sri Lanka erübrigt, dem Beschwerdeführer zur Bescha f- fung dieses Dokuments eine Frist anzusetzen oder den Eingang des P a- piers abzuwarten, dass der Sachverhalt nämlich gestützt auf die vorliegende Aktenlage aus- reichend festgestellt ist, und – im Sinne einer antizipierten Beweiswürd i- gung – ohne Willkür vorweg die Annahme getroffen werden kann, die rechtliche Überzeugung würde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert (vgl. EMARK 2003 Nr. 13 E. 4c S. 84, ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Auflage, Zürich 1998, S. 39, Rz. 111 mit Hinweis auf BGE 122 V 162, 119 Ib 505 f.), dass der Beschwerdeführer bislang seinen Lebensunterhalt im Heima t- staat als Bauer verdient hat (A1/9 Ziff. 8 S. 2), und es zur Bearbeitung der Scholle keiner spezifischen Sprachkenntnisse bedarf, auch nicht des Englischen oder Singhalesischen, weshalb nicht zu befürchten ist, der Beschwerdeführer würde nach seiner Rückkehr mit einer existenzbedro- henden Situation konfrontiert, dass der Vollzug der Wegweisung dem Beschwerdeführer in den Heimat- staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 - 515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass die Gesuche um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschu s- ses und um Feststellung der aufschiebenden Wirkung mit dem Entscheid in der Hauptsache gegenstandslos werden, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1 – 3 des Regle ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, D-2684/2012 Seite 11 SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-2684/2012 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Fulvio Haefeli Gert Winter Versand: