<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2014.00759</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichterin Annaheim</p><p>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer</p><p>Gerichtsschreiber Stocker</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil </span><span class="Standard berschrift2">vom </span><span class="Standard berschrift2">30. Juni 2016</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><br/></p></div><div><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Marcel Strehler</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">S-E-K Advokaten</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Zürcherstrasse</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> 310, 8500 Frauenfeld</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p><span>1.</span><span> </span><span>X.___</span><span>, geboren 1963, teilzeitlich erwerbstätig als Zeitungsausträgerin bei der </span><span>Y.___</span><span> AG, (Urk. 10/13), und als </span><span>Reinigungsan</span><span>gestellte</span><span> bei der </span><span>Z.___</span><span> AG (vgl. Urk. 10</span><span>/</span><span>12), meldete sich am 12. Februar 2013 unter Hinweis auf </span><span>Weichteilrheuma</span><span> bei der Eidgenössischen Invalidenver</span><span>sicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 10/2). Nach erwerblichen und medizi</span><span>nischen Abklärungen (unter anderem Einholung eines interdisziplinären Gut</span><span>achtens bei</span><span>m</span><span> </span><span>A.___</span><span> [</span><span>A.___</span><span>-Gutachten vom 20. Februar 2014; Urk. 10/30) sowie nach Durchführung des </span><span>Vorbescheidver</span><span>fahrens</span><span> (vgl. Urk. 10/33-41) wies die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, das Leistungsbegehren der Versicherten mit Verfügung vom 11. Juni 2014 (Urk. 2 = Urk. 10/42) ab. Zur Begründung wurde im </span><span>Wesentlichen</span><span> ausgeführt, dass kein länger dauernder, voraussichtlich bleibender, objektiv nicht überwindbarer Gesundheitsschaden vorliege.</span></p><p><br/></p><p><span>2.</span><span> </span><span>Dagegen liess die Versicherte mit Eingabe vom 14. Juli 2014 (Urk. 1) Be</span><span>schwerde erheben mit folgenden Anträgen:</span></p><p><span>1.</span><span> </span><span>Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 11. Juni 2014 sei auf</span><span>zuheben.</span></p><p><span>2.</span><span> </span><span>Es sei der Beschwerdeführerin mindestens eine </span><span>Viertelsrente</span><span> zuzu</span><span>sprechen.</span></p><p><span>3.</span><span> </span><span>Eventualiter seien ergänzende Abklärungen vorzunehmen und es seien der Beschwerdeführerin Leistungen der Invalidenversiche</span><span>rung nach Massgabe deren Ergebnisse zuzusprechen.</span></p><p><span>4.</span><span> </span><span>Die Verfahrenskosten seien der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen und diese sei zu verpflichten, die Beschwerdeführerin angemessen ausserrechtlich zu entschädigen.</span></p><p><span>5.</span><span> </span><span>Es sei der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und es sei ihr der unterzeichnete Rechtsanwalt zu deren unentgeltlichem Rechtsvertreter zu bestellen.</span></p><p><span> </span><span>Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 22. August 2014 (Urk. 9) auf Abweisung der Beschwerde. </span><span>Replicando</span><span> liess die Versicherte an den </span><span>Be</span><span>schwerdeanträgen</span><span> Ziffern 1, 2, 4 und 5 festhalten; Beschwerdeantrag Ziffer 3 wurde nicht erneuert</span><span> (</span><span>Urk. </span><span>14)</span><span>. Mit Eingabe vom 26. Januar 2016 (Urk. 17) ver</span><span>zichtete die IV-Stelle auf Erstattung einer Duplik, was der Versicherten am 27. Januar 2015 mitgeteilt wurde (vgl. Urk. 18).</span></p><p><span> </span><span>Auf die Ausführungen der Parteien ist, soweit für die </span><span>Entscheidfindung</span><span> erforder</span><span>lich, in den Erwägungen einzugehen.</span></p><p><br/></p><p><span>Das Gericht </span><span>zieht in Erwägung:</span></p><p><span>1.</span></p><p><span>1.1</span><span> </span><span>Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span>trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur</span><span>sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span>den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span>heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p><span> </span><span>Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör</span><span>perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen </span><span>Ge</span><span>sundheitsschadens</span><span> und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele</span><span>vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per</span><span>son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des </span><span>Forderbaren</span><span> wird dabei weitgehend objektiv be</span><span>stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er</span><span>werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi</span><span>schen Beein</span><span>trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so</span><span>weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi</span><span>cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).</span></p><p><span>1.2</span><span> </span><span>Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 </span><span>Abs. </span><span>1 IVG Versicherte, die:</span></p><p><span>a.</span><span> </span><span>ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span>gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p><span>b.</span><span> </span><span>während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span>tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p><span>c.</span><span> </span><span>nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p><span> </span><span>Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine </span><span>Vier</span><span>telsrente</span><span>, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine </span><span>Dreiviertels</span><span>rente</span><span> und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 </span><span>Abs. </span><span>2 IVG).</span></p><p><span>1.3</span><span> </span><span>Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus</span><span>geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. </span><span>Invalideneinkom</span><span>men</span><span>), in Bezie</span><span>hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in</span><span>valid geworden wäre (sog. </span><span>Valideneinkommen</span><span>). Der </span><span>Einkom</span><span>mensvergleich</span><span> hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo</span><span>thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein</span><span>ander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der </span><span>Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des </span><span>Einkommensver</span><span>gleichs</span><span>; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).</span></p><p><span>1.4</span><span> </span><span>Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der </span><span>Vorak</span><span>ten</span><span> (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu</span><span>sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p><br/></p><p><span>2.</span></p><p><span>2.1</span><span> </span><span>Die Beschwerdegegnerin verneinte das Leistungsbegehren der Beschwerdeführe</span><span>rin in der angefochtenen Verfügung vom 11. Juni 2014 (Urk. 2) im Wesentli</span><span>chen mit der Begründung, die Abklärungen hätten ergeben, dass kein länger dauernder, voraussichtlich bleibender, objektiv nicht überwindbarer </span><span>Gesund</span><span>heitsschaden</span><span> vorliege.</span></p><p><span> </span><span>Im vorliegenden Prozess hielt die Beschwerdegegnerin an dieser Sichtweise fest. Eine fachärztlich diagnostizierte somatoforme Schmerzstörung begründe als solche noch keine Invalidität. Das gelte auch für die zum gleichen Symptomen</span><span>komplex </span><span>gehörenden</span><span> Somatisierungsstörungen. Vielmehr bestehe die Vermu</span><span>tun</span><span>g, dass die somatoforme Schmerz</span><span>störung respektive auch die Somatisie</span><span>rungsstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung über</span><span>windbar seien. Gutachterlich sei bei der </span><span>Beschwerdeführerin</span><span> neben der Somati</span><span>sierungsstörung keine weitere psychische Beeinträchtigung diagnostiziert wor</span><span>den. Die depressive Störung sei als remittiert erachtet worden. Eine psychische </span><span>Komorbidität</span><span> sei demnach nicht ausgewiesen. Ein </span><span>sozialer</span><span> Rückzug sei auch nicht gegeben. Ebenfalls zu verneinen sei das Kriterium des Scheiterns einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung trotz ko</span><span>operativer Haltung. Die Beschwerdeführerin suche lediglich unregelmässig ihre behandelnde Psychiaterin auf. Dasselbe gelte für die Einnahme von Medika</span><span>menten. Auch ein primärer Krankheitsgewinn mit therapeutisch nicht mehr be</span><span>einflussbare</span><span>m</span><span> innerseelischem Verlauf sei nicht auszumachen. Es stünden seit Jahren erhebliche psychosoziale Belastungsfaktoren im Vordergrund. Neben der Somatisierungsstörung seien ein leichtes Carpaltunnelsyndrom und Kopf</span><span>schmerzen im Zusammenhang mit der </span><span>Somatisierungsstörung</span><span>, jedoch </span><span>ohne</span><span> Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, diagnostiziert worden. Das Kriterium einer chronischen körperlichen Begleiterkrankung sei demnach, wenn überhaupt, nur </span><span>leichtgradig erfüllt. Vorliegend seien einzig das Kriterium des mehrjährigen, </span><span>chronifizierten</span><span> Krankheitsverlaufs sowie das Kriterium einer chronischen </span><span>Be</span><span>gleiterkrankung</span><span> erfüllt, wobei letzteres nur leichtgradig ausgeprägt sei. Vor diesem Hintergrund rechtfertige es sich nicht, die willentliche Überwindung der Schmerzen ausnahmsweise als unzumutbar zu bezeichnen. Daraus ergebe sich, dass die gutachterliche attestierte Arbeitsunfähigkeit von 30 % für jegliche Tä</span><span>tigkeiten zwar medizinisch gerechtfertigt sein möge, sie jedoch nicht als invali</span><span>disierend im Rechtssinne zu werten sei. Zum Einwand, dass die </span><span>A.___</span><span>-Gutachter nicht mit der behandelnden Psychiaterin Rücksprache genommen hätten, sei anzumerken, dass sich die Gutachter mit den </span><span>Vorakten</span><span> auseinandergesetzt und die Beurteilung der behandelnden Psychiaterin gewürdigt hätten. Eine Rück</span><span>sprache des Gutachters mit der behandelnden Psychiaterin liege </span><span>in </span><span>seinem Er</span><span>messen. Eine Verpflichtung hierzu bestehe nicht (Urk. 9).</span></p><p><span>2.2</span><span> </span><span>Demgegenüber liess die Beschwerdeführerin im Wesentlichen ausführen (Urk. 14 [vgl. auch Urk. 1]), dass gutachterlich zwar von einer remittierten de</span><span>pressiven Störung ausgegangen worden sei. Dabei habe es sich aber lediglich um eine Momentau</span><span>f</span><span>nahme gehandelt. Nach Angabe der Beschwerdeführerin habe sich die depressive Störung seit der Begutachtung wieder verschlechtert, weshalb auch diese Störung </span><span>nicht</span><span> </span><span>gänzlich</span><span> unberücksichtigt bleiben dürfe. Un</span><span>zutreffend sei, dass die Beschwerdeführerin neben ihrer beruflichen Tätigkeit regelmässige gesellschaftliche Kontakte pflege. Sie lebe vielmehr vollständig zurückgezogen. Sie gehe jeweils frühmorgens ihrer Tätigkeit </span><span>als</span><span> </span><span>Zeitungsausträ</span><span>gerin</span><span> </span><span>nach</span><span> und „verbarrikadiere“ sich dann für den Rest des Tages zu Hause, weil sie fremde Leute nicht mehr ertrage. Einzig au</span><span>s</span><span> finanziellen Gründen lebe sie noch mit ihrem Ex-Partner zusammen; ein eigentliches Zusammenlaben finde jedoch nicht mehr statt. Auch mit ihrem vierzehnjährigen Sohn habe sie kaum noch Kontakt (S. 4). Weiter müsse vom Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung trotz kooperativer Haltung ausgegangen werden. </span><span>Unbestrittenermassen</span><span> liege eine chronische kör</span><span>perliche Begleiterkrankung vor. Ebenso unbestritten sei der </span><span>mehrjährige</span><span>, </span><span>chro</span><span>nifizierte</span><span> Krankheitsverlauf. Auch im </span><span>A.___</span><span>-Gutachten werde davon ausgegan</span><span>gen, dass aufgrund der Schwere der Störung und des bisherigen </span><span>Therapieversa</span><span>gens</span><span> nicht von einer Überwindbarkeit der Beschwerden </span><span>auszugehen</span><span> sei und die Förster-Kriterien teilweise ausgewiesen seien. In Übereinstimmung mit den Gut</span><span>achtern sei daher erstellt, dass selbst bei einer zumutbaren Willensanstrengung und Berücksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde mindestens eine 30%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gegeben sei (S. 59). Ausgehend von tabellarisch zu ermittelnden Validen- und Invalideneinkommen, einer Ein</span><span>schränkung der Arbeitsfähigkeit von 70 % </span><span>(richtig: 30</span><span> %</span><span>) </span><span>sowie eines </span><span>behinde</span><span>rungsbedingten</span><span> Abzuges von 15 % vom ermittelten Invalideneinkommens er</span><span>gebe sich ein Invaliditätsgrad von 40 %, was Anspruch auf eine </span><span>Viertelsrente</span><span> gebe (S. 5 f.).</span></p><p><span>2.3</span><span> </span><span>Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch der Beschwer</span><span>deführerin auf </span><span>eine </span><span>Invalidenrente zu Recht verneint hat.</span></p><p><br/></p><p><span>3.</span></p><p><span>3.1</span><span> </span><span>Dr. </span><span>med. </span><span>B.___</span><span>, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 2. April 2013 (Urk. 10/8/6-10) eine rezidivierende depres</span><span>sive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, eine somatoforme autonome </span><span>Funktionss</span><span>törung, eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung, eine kombinierte Persönlichkeitsstörung, eine Störung durch </span><span>Cannabinoide</span><span> und Probleme mit negativen Kindheitserlebnissen. Bei der Beschwerdeführerin liege ein sehr komplexes somatoformes-seelische</span><span>s</span><span> Leiden mit auffälliger Charakterpathologie vor. Sie habe aus gesundheitlicher Sicht Mühe, ihr eigenes Gleichgewicht zu halten und sei mit ihrer aktuellen Ar</span><span>beitstätigkeit (30 bis 50 %) in einer Nische an der Grenze ihrer Leistungsfähig</span><span>keit. Sie habe zudem wenig Ressourcen und Introspektion. Erfahrungsgemäss seien solche komplexen Krankheitsbilder, wenn überhaupt, sehr schwer beein</span><span>flussbar. Deswegen gehe sie von einer schlechten Prognose aus. Die Beschwer</span><span>deführerin sei seit Jahren nicht mehr in der Lage, zu 100 % zu arbeiten. Ver</span><span>mutlich werde es über die Zeit eher weniger werden als aktuell. Eine </span><span>Teilberen</span><span>tung</span><span> (50 %) erschein</span><span>e</span><span> ihr aus ärztlich-psychiatrischer Sicht naheliegend. Es be</span><span>stehe ein</span><span>e</span><span> theoretische Arbeitsfähigkeit von 30 bis 50 %.</span></p><p><span>3.2</span><span> </span><span>Dr. </span><span>med. </span><span>C.___</span><span>, Facharzt FMH für Innere Medizin, äusserte sich in seinem Bericht vom 27. Juni 2013 (Urk. 10/16) dahingehend, dass die Beschwerdeführerin seit ihrer Jugendzeit immer wieder Schmerzen im Bereich der Extremitäten habe und gelegentlich auch geschwollene Gelenke. Nach einer rheumatologischen Abklärung sei im Jahr 2009 (vgl. Urk. 10/18/1-2) eine Fibromyalgie diagnosti</span><span>ziert worden. Sie habe bei längeren Tätigkeiten verstärkte Schmerzen. So könne sie beim Zeitungsaustragen zeitweise nur einzelne Zeitungen aufladen und nicht ganze Bündel. Auch gelegentliche Putzarbeiten bis zu maximal drei Stunden könne sie zeitweise nicht ausführen.</span></p><p><span>3.3</span><span> </span><span>Dr. </span><span>med. </span><span>D.___</span><span>, Facharzt FMH für Rheumatologie und Manuelle Medizin, </span><span>Dr. </span><span>med. </span><span>E.___</span><span>, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Neurologie, </span><span>Dr. </span><span>med. </span><span>F.___</span><span>, Facharzt FMH für Innere Medizin, und </span><span>Dr. </span><span>med. </span><span>G.___</span><span>, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, stellten in ihrem Gutachten (</span><span>A.___</span><span>-Gutachten) vom 20. Februar 2014 (Urk. 10/30), das auch unter Mitwirkung der Psychologinnen </span><span>Dr. </span><span>sc. hum. </span><span>H.___</span><span> und </span><span>lic</span><span>. phil. </span><span>I.___</span><span> (neur</span><span>opsychologisches Teilgutachten </span><span>vom 16. Dezember 2013</span><span>, </span><span>Urk. </span><span>10/30/65-73</span><span>) ausgearbeitet wurde, folgende Diagnosen (S. 52):</span></p><p><span>Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit</span></p><p><span>1.</span><span> </span><span>Schwere Schmerzverarbeitungsstörung mit Erschöpfungssymptomatik</span></p><p><span>-</span><span> </span><span>ohne rheumatologisch-somatisches Korrelat, ohne pathologisch ob</span><span>jektivierbare radiologische Veränderungen</span></p><p><span>2.</span><span> </span><span>Somatisierungsstörung ICD-10 F45.0</span></p><p><span>Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit</span></p><p><span>1.</span><span> </span><span>Leichtgradiges Carpaltunnelsyndrom beidseits ICD-10 G56.0</span></p><p><span>2.</span><span> </span><span>Wahrscheinlich chronischer Kopfschmerz vom Spannungstyp IHS 2.3/ICD-10 G44.2 DD: im Rahmen der schweren </span><span>Schmerzverarbei</span><span>tungsstörung</span></p><p><span>3.</span><span> </span><span>Remittierte rezidivierende depressive Störung ICD-10 F33.4</span></p><p><span>4.</span><span> </span><span>Störung durch </span><span>Cannabinoide</span><span>, gegenwärtiger Substanzgebrauch ICD-10 F12.24</span></p><p><span> </span><span>Aktuell klage die Beschwerdeführerin über multiple Unzulänglichkeiten auf</span><span>grund von Schmerzen im ganzen Körper. Sie leide an Rückenschmerzen, vor allem im Bereich der lumbalen Gegend und am </span><span>thorakolumbalen</span><span> Übergang. Die Schmerzen seien täglich vorhanden. Zudem seien Schmerzen im Nacken und im Schultergürtelbereich, in den Ober- und Unterarmen und den Händen vorhan</span><span>den sowie auch Kopfschmerzen und krampfartige Bauchschmerzen (S. 56 f.).</span></p><p><span> </span><span>Die internistische Untersuchung habe das Bild einer 50jährigen untergewichti</span><span>gen, kardiopulmonal kompensierten Person in unauffälligem Allgemeinzustand ergeben. Die klinische Untersuchung sei altersentsprechend normal</span><span> ausgefallen</span><span>. Korrelierend dazu fänden sich durchwegs Normalwerte in den </span><span>Laboruntersu</span><span>chungen</span><span>. Elektrokardiogramm und Spirometrie zeigten unauffällige Resultate. Aus internistischer Sicht lasse sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen, weder in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit noch in einer dem Alter und dem Habitus angepassten Verweistätigkeit (S. 57).</span></p><p><span> </span><span>Aus rheumatologisch-somatischer Sicht leide die Beschwerdeführerin an einer schweren Schmerzverarbeitungsstörung im Sinne einer ausgeprägten Somati</span><span>sierungsstörung bei einer relevanten sowie jahrelangen Traumatisierung und psychosozialen Belastungssituation seit der Kindheit. Diese </span><span>Schmerzverarbei</span><span>tungsstörung</span><span> sei im Rahmen der jahrelangen psychischen Belastungssituation zu erklären. Sie führe zu einer Belastungseinschränkung und Erschöpfbarkeit, </span><span>wie es die Beschwerdeführerin beschreibe. Die Motivation und Kooperation seien sehr gut; es fehlten Hinweise für eine Selbstlimitierung respektive </span><span>be</span><span>wusstseinsnahe</span><span> Schmerzverdeutlichung. Bei einer so ausgeprägten </span><span>Schmerzver</span><span>arbeitungsstörung</span><span> sei bedingt durch eine relevant erhöhte Erschöpfbarkeit die Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Das bedeute, dass die aktuelle Tätigkeit (Zeitun</span><span>gen austragen und Reinigungstätigkeiten in Büros) mit Blick auf den Bewe</span><span>gungsapparat zwar rheumatologisch-somatisch zumutbar sei, dabei aber der Faktor der erhöhten Erschöpfbarkeit zu berücksichtigen sei. Deshalb bestehe be</span><span>zogen auf ein volles Pensum mindestens eine 30%ige Einschränkung der Ar</span><span>beitsfähigkeit (S. 57 f.).</span></p><p><span> </span><span>Aus neurologischer Sicht ergebe sich keine Einschränkung in der zuletzt ausgeüb</span><span>ten Tätigkeit. Allgemein seien repetitive Arbeiten zu vermeiden. Die kli</span><span>nische neurologische Untersuchung sei regelrecht gewesen. Aus neurologischer Sicht bestehe hinsichtlich des leichtgradigen Carpaltunnelsyndroms rechts wei</span><span>terhin keine Operationsindikation (S. 58).</span></p><p><span> </span><span>Die neuropsychologische Untersuchung habe insgesamt uneinheitliche Ergeb</span><span>nisse ge</span><span>zeigt</span><span>. Es seien Beeinträchtigungen beim inzidentellen Gedächtnis und beim Arbeitsgedächtnis aufgefallen, hingegen seien das verbale und visuelle Gedächtnis durchschnittlich gut. Die Aufmerksamkeitsfunktionen seien durch</span><span>schnittlich, bei der Reizdiskriminierung jedoch weit unterdurchschnittlich. Aus neuropsychologischer Sicht könne die Beschwerdeführerin die kognitiven An</span><span>forderungen ihrer angestammten Berufstätigkeit als </span><span>Zeitungsverträgerin</span><span> und Putzfrau bewältigen (S. 59).</span></p><p><span> </span><span>In psychiatrischer Hinsicht wurde festgehalten, d</span><span>ie Beschwerdeführerin habe eine schwere Kindheit und Jugend mit mehreren kritischen Ereignissen mit se</span><span>xuellen Übergriffen und Gewalterfahrungen und einer elterlichen Vernachlässi</span><span>gung gehabt. Die Gewalterfahrungen hätten sich auch in ihren Partnerschaften fortgesetzt. Im Jahr 2000 sei es zu einer ernsthaften depressiven Krise mit aku</span><span>ter Suizidalität, Motivationslosigkeit und Hoffnungslosigkeit gekommen, so dass ab diesem Zeitpunkt von einer depressiven Störung auszugehen sei. Im Jahr 2012 sei es erneut zu einer depressiven Episode gekommen, welche </span><span>als </span><span>leicht ausgeprägt zu qualifizieren sei, da die Beschwerdeführerin noch einen guten Antrieb gehabt habe, keine Suizidalität bestanden habe und sie sich selber nicht als depressiv wahrgenommen habe. Partnerschaftskonflikte habe es immer wie</span><span>der gegeben, jedoch sei die Beschwerdeführerin nun in der Lage, sich vom der</span><span>zeitigen Partner zu lösen und sich zu wehren. Es sei davon auszugehen, dass die depressive Störung seit der letzten ambulanten Konsultation der behandelnden Psychiaterin im April 2013 remittiert</span><span> habe</span><span>. Die Beschwerdeführerin lehne eine </span><span>antidepressive Medikation ab und zeige in der aktuellen Untersuchung keine depressiven Symptome mehr. Eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung könne ausgeschlossen werden. Die Beschwerdeführerin erfülle die Kriterien ei</span><span>ner Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0). Die einzelnen neuropsychologischen Minderleistungen könnten mit dem seit 23 Jahren bestehenden </span><span>Cannabiskon</span><span>sum</span><span> in Verbindung gebracht werden. Die </span><span>Foerster</span><span>-Kriterien seien teilweise er</span><span>füllt. Die Beschwerdeführerin sei aus psychiatrischer Sicht zu 30 % arbeitsunfä</span><span>hig (S. 59 f.).</span></p><p><span> </span><span>In den zuletzt ausgeübten Tätigkeiten (Reinigung und Zeitungsverteilung) sei die Beschwerdeführerin zu 70 % arbeitsfähig. Die Einschränkung der Arbeitsfä</span><span>higkeit gehe auf das rheumatologische und psychiatrische Leiden zurück. Aus interdisziplinärer Sicht bestünden zurzeit keine therapeutischen Möglichkeiten, das aktuell ermittelte Belastungsprofil zu verbessern. Das Ausmass einer solchen Schmerzkontrollstörung sei schwierig anzugehen. Wahrscheinlich sei die Ei</span><span>geninitiative, wie sie bei der Beschwerdeführerin bestehe, wesentlich wichtiger als wiederholte somatisch ansetzende Therapien respektive eine Schmerzmittel</span><span>einnahme oder Psychopharmaka, die nebst einem Abhängigkeits- auch ein </span><span>Ne</span><span>benwirkungspotential</span><span> beinhalteten (S. 61).</span></p><p><br/></p><p><span>4.</span></p><p><span>4.1</span><span> </span><span>Das </span><span>A.___</span><span>-Gutachten vom 20. Februar 2014 (E. 3.3) legt den medizinischen Sach</span><span>verhalt in einer schlüssigen und nachvollziehbaren Weise dar. Es ist um</span><span>fassend und beruht auf allseitigen </span><span>Untersuchungen</span><span>. Es berücksichtigt die ge</span><span>klagten Beschwerden und wurde in Kenntnis der </span><span>Vorakten</span><span> ausgearbeitet. Das Gutachten erfüllt sämtliche in E. 1.4 wiedergegebene Anforderungen der </span><span>Ge</span><span>richtspraxis</span><span>. Insbesondere erklären die Gutachter, weshalb sie zum Schluss kommen, dass die früher diagnostizierte depressive Episode (vgl. E. 3.1) aktuell nicht mehr gegeben ist </span><span>beziehungsweise</span><span> remittiert ist</span><span>:</span><span> Anlässlich der psychiat</span><span>rischen Untersuchung </span><span>waren</span><span> keine depressiven Symptome mehr auszumachen gewesen.</span></p><p><span> </span><span>Dem </span><span>A.___</span><span>-Gutachten kommt nach dem Gesagten voller Beweiswert zu; darauf ist in medizinischer Hinsicht abzustellen.</span><span> Hiervon geht auch die Beschwerde</span><span>führerin aus.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es gilt jedoch zu beachten, dass ein Gutachten zwar zur Arbeitsfähigkeit Stel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung zu nehmen hat und diese Ausführungen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen bilden, es jedoch letztlich der rechtsanwendenden Behörde - der Verwaltung oder, im Streitfall, dem Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">richt - obliegt, zu beurteilen, ob eine Invalidität im Rechtssinne, bejahendenfalls eine solche rentenbegründender Art eingetreten ist. Weil die Arbeitsfähigkeit somit keine rein medizinische, sondern letztlich auch eine juristische Frage ist, können sich Konstellationen ergeben, bei welchen von der in einem medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Gutachten festgestellten Arbeitsunfähigkeit abzuweichen ist, ohne dass dieses seinen Beweiswert verlöre (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.1-2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_651/2014 vom 23. Dezember 2014 E. 5.1 mit Hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weisen).</span></p><p><span> </span><span>Grundsätzlich bedarf es für die Annahme eines invalidisierenden </span><span>Gesundheitsscha</span><span>dens</span><span> einer fachärztlichen, lege </span><span>artis</span><span> auf die Vorgaben eines an</span><span>erkannten Klassifikationssystems abgestützten Diagnose (</span><span>BGE 130 V 396</span><span> E. 6). Somatoforme Schmerzstörungen und ähnliche Leidenszustände vermögen in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität im Sinne von Art. 4 </span><span>Abs. </span><span>1 IVG führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu bewirken (BGE </span><span>130 V 352</span><span> </span><span>E. 2.2.2 und 2.2.3).</span></p><p><span>4.3</span><span> </span><span>Aus dem </span><span>A.___</span><span>-Gutachten vom 20. Februar 2014 (E. 3.3) ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin an einer schweren Schmerzverarbeitungsstörung mit </span><span>Er</span><span>schöpfungssym</span><span>p</span><span>tomatik</span><span> - ohne rheumatologisch-somatisches Korrelat und ohne pathologisch objektivierbare radiologische Veränderungen - sowie einer Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) leidet. Damit sind zwar als selbständige Diagnosen ausgewiesene Gesundheitsbeeinträchtigungen vorhanden, die aus medizinisch-gutachterlicher Sicht die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin einschränken; indes sind bei der Würdigung von ärztlichen Berichten nicht al</span><span>lein die Diagnosen massgebend, sondern unter welchen Beschwerden die versi</span><span>cherte Person leidet, ob diese objektiviert werden können und welche Tätigkei</span><span>ten der versicherten </span><span>Person</span><span> trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen noch zumutbar sind (BGE 136 V 279 E. 3.2.1). </span><span>Gemäss</span><span> den Ausführungen der </span><span>Gut</span><span>achter</span><span> handelt es sich hier um eine Sch</span><span>merzproblematik. Mithin sind deren</span><span> Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nach der Rechtsprechung zum Sympto</span><span>menkomplex der somatoformen Störungen beziehungsweise den unklaren Be</span><span>schwerden zu beurteilen, wonach ein invalidisierender Charakter nur unter spe</span><span>zifischen Voraussetzungen angenommen wird</span><span>.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Den rheumatologischen Auswirkungen der Schmerzstörung kommt dabei keine eigenständige Bedeutung (im Sinne einer organischen Pathologie) zu. Die vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Facharzt attestierte 30%ige Arbeitsunfähigkeit wurde mit einer erhöhten Erschöpfbarkeit aufgrund der Schmerzverarbeitungsstörung begründet. Die Ar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beitsunfähigkeit basiert demgemäss ausschliesslich auf der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schmerzverarbei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungsstörung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, ohne letztere gäbe es keine Einschränkung. Damit geht die er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">höhte Erschöpfbarkeit gleichsam in der psychiatrischen Diagnose auf, weshalb sie nicht separat zu berücksichtigen ist.</span></p><p><br/></p><p><span>5.</span></p><p><span>5.1</span></p><p><span>5.1.1</span><span> </span><span>Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte BGE 130 V 352 die Sicherstel</span><span>lung eines gesetzmässigen Versicherungsvollzuges mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der Überwindbarkeitsvermutung. Gemäss BGE 141 V 281 ist die </span><span>Überwindbar</span><span>keitspraxis</span><span> in Änderung der Rechtsprechung aufzugeben (E. 3.5). In </span><span>methodi</span><span>scher Hinsicht ergibt sich Folgendes: Die Frage, ob die diagnostizierte </span><span>Schmerz</span><span>störung</span><span> zu einer ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit führe, stellt sich nicht mehr im Hinblick auf die Widerlegung einer Ausgangsvermutung. Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird durch </span><span>einen strukturierten, normativen</span><span> Prüfungsraster ersetzt. Anhand eines Kataloges von Indikatoren erfolgt eine </span><span>er</span><span>gebnisoffene</span><span> symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung </span><span>leistungs</span><span>hindernder</span><span> äusserer Belastungsfaktoren einerseits und </span><span>Kompensationspotentia</span><span>len</span><span> (Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens (E. 3.6). Betont wird, dass die Aufgabe der Überwindbarkeitsvermutung an den Regeln betreffend die Zumutbarkeit nichts ändert, namentlich nicht am Erfor</span><span>dernis einer objektivierten Beurteilungsgrundlage. Nach Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG liegt eine Erwerbsunfähigkeit nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist. Medizinisch-psychiatrisch nicht begründbare Selbstein</span><span>schätzungen und -limitierungen, wie sie gerichtsnotorisch ärztlicherseits sehr oft unterstützt werden – wobei erst noch häufig gar keine konsequente Be</span><span>handlung stattfindet –, sind auch künftig nicht als invalidisierende </span><span>Gesund</span><span>heitsbeeinträchtigung</span><span> anzuerkennen (E. 3.7.1).</span></p><p><span> </span><span>Nach Aufgabe des Konzepts der Überwindbarkeitsvermutung, welche durch eine ergebnisoffene Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens als zentralem Beweisgegenstand abgelöst wird, scheint der Begriff des Kriteriums nicht mehr geeignet. Das Bundesgericht spricht fortan von Indikatoren, einem Begriff, der massgebliche Beweisthemen bezeichnet, anhand welcher ein bestimmter Sach</span><span>verhalt ermittelt wird (vgl. dazu auch Peter Henningsen, Probleme und offene Fragen in der Beurteilung der Erwerbsfähigkeit bei Probanden mit funktionellen Körperbeschwerdesyndromen, in: SZS 2014 S. 533 und 541 [Gutachten des Prof. </span><span>Dr. </span><span>Peter Henningsen, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Technische Universität München, vom Mai 2014 zu Fragen </span><span>der Schweizer Praxis zur Invaliditätsfeststellung bei somatoformen und ver</span><span>wandten Störungen]; BGE 141 V 281 E. 4.1.1 und E. 4.1.2).</span></p><p><span> </span><span>Die im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren, welche nach gemeinsamen Eigenschaften systematisiert werden können, umschreibt das Bundesgericht in BGE 141 V 281 wie folgt:</span></p><p><span>Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)</span></p><p><span>Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)</span></p><p><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)</span></p><p><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –</span><span>resistenz</span><span> (E. 4.3.1.2)</span></p><p><span>Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)</span></p><p><span>Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span>sourcen; E. 4.3.2)</span></p><p><span>Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)</span></p><p><span>Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens; E. 4.4)</span></p><p><span>gleichmässige Einschränkung des </span><span>Aktivitätenniveaus</span><span> in allen ver</span><span>gleich</span><span>baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)</span></p><p><span>behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener </span><span>Lei</span><span>dens</span><span>druck</span><span> (E. 4.4.2)</span></p><p><span> </span><span>Die Antworten, welche die medizinischen Sachverständigen anhand der (im Ein</span><span>zelfall relevanten) Indikatoren geben, verschaffen den Rechtsanwendern In</span><span>dizien, wie sie erforderlich sind, um den Beweisnotstand im Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit bei psychosomatischen Störungen zu überbrücken (E. 4.1.3).</span></p><p><span>5.1.2</span><span> </span><span>In intertemporalrechtlicher Hinsicht ist sinngemäss wie in BGE 137 V 210 (betref</span><span>fend die rechtsstaatlichen Anforderungen an die medizinische Begutach</span><span>tung) vorzugehen. Nach diesem Entscheid verlieren gemäss altem </span><span>Verfahrens</span><span>standard</span><span> eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Ge</span><span>gebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vor</span><span>handenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE a.a.O. E. 6 in </span><span>initio</span><span>). In sinngemässer Anwendung der nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prü</span><span>fen, ob die beigezogenen admi</span><span>nistrativen und/oder gerichtlichen Sachverständi</span><span>gengutachten – gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berich</span><span>ten – eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren er</span><span>lauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Um</span><span>ständen eine punktuelle Ergänzung genügen (BGE 141 V 281 E. 8).</span></p><p><span>5.2</span></p><p><span>5.2.1</span><span> </span><span>Nach neuer Praxis ist zunächst</span><span> die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde näher zu prüfen. Die Schwere des Krankheitsgeschehens ist anhand aller ver</span><span>fügbaren Elemente aus der Ätiologie und Pathogenese zu plausibilisieren.</span></p><p><span> </span><span>Die Beschwerdeführerin klagt aktuell über multiple Unzulänglichkeiten auf</span><span>grund von Schmerzen im ganzen Körper, namentlich über Rückenschmerzen (vor allem im Bereich der lumbalen Gegend und am </span><span>thorakolumbalen</span><span> Über</span><span>gang). Die Schmerzen s</span><span>ind</span><span> nach Angabe der Beschwerdeführerin täglich vor</span><span>handen. Zudem klagt sie über Schmerzen im </span><span>Nacken</span><span> und im </span><span>Schultergürtelbe</span><span>reich</span><span>, in den Ober- und Unterarmen und den Händen. Weiter klagt sie über Kopfschmerzen, wobei diesbezüglich teilweise schmerzfreie Intervalle (Monate) vorhanden </span><span>sind,</span><span> und über krampfartige Bauchschmerzen (Urk. 10/30 S. 56 f.).</span></p><p><span> </span><span>Die Gutachter vertraten die Ansicht, dass die Beschwerdeführerin aus rheumatolo</span><span>gischer Sicht aufgrund einer ausgeprägten </span><span>Schmerzverarbeitungs</span><span>störung</span><span> und der dadurch relevant </span><span>erhöhten</span><span> Erschöpfbarkeit zu 30 % in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei (Urk. 10/30 S. 60). Mit anderen Worten er</span><span>achteten die Gutachter die Angaben der Beschwerdeführerin grundsätzlich </span><span>als</span><span> nachvollziehbar und glaubhaft; allerdings ergibt sich aus der von den Gutach</span><span>te</span><span>n</span><span> (lediglich) auf 30 % veranschlagten Verminderung der Arbeitsfähigkeit, dass der Schweregrad der Einschränkungen gegenüber den Schmerzschilderungen der Beschwerdeführerin (Werte von 8 bis 10 auf der bis zum Wert 10 [</span><span>Amputa</span><span>tionsschmerz</span><span>] gehenden VAS-Schmerzskala) aus gutachterlicher Sicht erheblich zu relativieren war.</span></p><p><span> </span><span>Insgesamt erweisen sich die diagnoserelevanten Befunde immerhin als mittelgra</span><span>dig ausgeprägt.</span></p><p><span>5.2.2</span><span> </span><span>Zu beurteilen sind Behandlungs-</span><span> und Eingliederungserfolg oder -</span><span>resistenz. Zu diesem Indikator hielt das Bundesgericht fest, das definitive Scheitern einer in</span><span>dizierten, lege </span><span>artis</span><span> und mit optimaler Kooperation der versicherten Person durchgeführten Therapie weise auf eine negative Prognose hin. Rückschlüsse auf den Schweregrad einer Gesundheitsschädigung ergäben sich nicht nur aus der medizinischen Behandlung, sondern auch aus der Eingliederung im </span><span>Rechts</span><span>sinne</span><span> (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2). </span></p><p><span> </span><span>Die </span><span>A.___</span><span>-Gutachter vertraten die Ansicht, dass zurzeit keine therapeutischen Möglichkeiten bestünden, um das aktuell ermittelte Belastungsprofil der Be</span><span>schwerdeführerin zu verbessern. Das Ausmass der vorliegenden </span><span>Schmerzkon</span><span>trollstörung</span><span> sei schwierig anzugehen; wahrscheinlich sei die Eigeninitiative, wie sie bei der </span><span>Beschwerdeführerin</span><span> bestehe, wesentlich wichtiger als wiederholte somatisch ansetzende Therapien respektive Schmerzmitteleinnahme oder die </span><span>Medikation mit Psychopharmaka (Urk. 10/30 S. 61). Lediglich in Bezug auf ge</span><span>wisse neuropsychologische Minderleistungen könnte eine Entwöhnung vom Cannabiskonsum</span><span> </span><span>positive Auswirkungen haben. Andererseits ist auch zu be</span><span>rücksichtigen, dass die depressive Störung seit April 2013 remittierte und keine depressive Symptomatik mehr vorhanden ist (Urk. 10/30 S. 59).</span></p><p><span> </span><span>Damit ist - nach Remission der depressiven Symptomatik - in Bezug auf die verbleibende Schmerzproblematik, insbesondere da offenbar keine adäquaten therapeutischen Möglichkeiten gegeben sind, eine Behandlungsresistenz zu er</span><span>kennen.</span></p><p><span>5.2.3</span><span> </span><span>Das Vorliegen einer Komorbidität ist ebenfalls ein zu prüfender Indikator im Zusammenhang mit der Frage der Überwindbarkeit gesundheitlicher Folgen von unklaren Beschwerdebild</span><span>ern (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3).</span></p><p><span> </span><span>Ein </span><span>gravierendes</span><span> körperliches Leiden besteht nicht. Das diagnostizierte leichtgra</span><span>dige Carpaltunnelsyndrom beidseits hat keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Auch die weiteren nicht-somatischen Diagnosen haben keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit.</span></p><p><span> </span><span>Somit ist der Indikator „</span><span>Komorbitäten</span><span>“ nicht gegeben.</span></p><p><span>5.2.4</span><span> </span><span>Was die persönlichen und sozialen Ressourcen der Beschwerdeführerin betrifft (vgl. dazu BGE 141 V 281 E. 4.3.2 und 4.3.3), ergeben sich erhebliche Belas</span><span>tungsmomente. Die Beschwerdeführerin machte anlässlich der psychiatrischen Exploration gegenüber dem </span><span>A.___</span><span>-Gutachter Ausführungen zu sexuellem Miss</span><span>brauch und zu Gewalterfahrungen. Sie sei schon als Kind von ihrem Stiefvater sexuell missbrauch</span><span>t</span><span> worden und habe miterlebt, wie ihr Stiefvater mit einem Gewehr auf ihre Mutter geschossen habe. Später habe sie verschiedene gewalt</span><span>tätige und alkoholabhängige Partner gehabt. Ihr Sohn sei bei einem Autounfall gestorben. Ein weiterer Sohn sei in einer Pflegefamilie untergebracht. Auch die aktuelle Partnerschaft sei belastet beziehungsweise faktisch beendet (vgl. Urk. 10/30 S. 45 ff.)</span></p><p><span> </span><span>Aufgrund dieser Umstände ist von herabgesetzten Ressourcen auszugehen. Auch in sozialer Hinsicht scheinen die Ressourcen nicht optimal zu sein. Die Beschwerdeführerin lebt in einer belasteten Partnerschaft respektive (aus finan</span><span>ziellen Gründen) im selben Haus mit dem Ex-Partner, welcher sich zuweilen anstössig verhält und sie beispielsweise ausschliesst (</span><span>Urk. </span><span>10/4/4). Damit kann sie nicht auf eine gefestigte Struktur des Privatlebens zurückgreifen, welcher ihr Halt geben könnte. </span></p><p><span>5.2.5</span><span> </span><span>Für eine Invalidität bei unklaren Beschwerdebildern spricht eine gleichmässige Einschränkung des </span><span>Aktivitätenniveaus</span><span> in allen vergleichbaren Lebensbereichen. Zu prüfen ist, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb einerseits und in den</span><span> sonstigen Lebensbereichen (etwa</span><span> Freizeitgestaltung) anderseits gleich ausgeprägt ist (BGE 141 V 281 E. 4.4.1). </span></p><p><span> </span><span>Die Beschwerdeführerin steht gegen 02.00 Uhr auf und fährt anschliessend mit dem Auto zum Depot der Zeitung. Dann beginnen ihre Verteilungstouren; sie hat (je nach Tag) eine bis drei Touren. Für jede Tour benötigt sie etwa zwei Stunden. Montags arbeitet sie noch als Reinigungskraft (etwa zwei Stunden). Danach fährt die Beschwerdeführerin nach Hause (Urk. 10/30 S. 47). Die Be</span><span>schwerdeführerin widmet sich regelmässig ihren Hobbies (Basteln, Häkeln und Backen). Sie liest sehr gerne. Gelegentlich geht sie mit dem Hund ihrer Freundin spazieren. Sie hat viele Freundinnen, die zu Besuch kommen. Ein sozialer Rück</span><span>zug besteht nicht. Die Beschwerdeführerin gab anlässlich der psychiatrischen Untersuchung an, dass sie gerne einen Italienisch-Sprachkurs belegen würde (Urk. 10/30 S. 4</span><span>7 f.</span><span>).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin bestritt dies mit Replik vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2015 (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">14 S. 4) und brachte vor, vollständig zurückgezogen zu leben und nahezu keine sozialen Kontakte zu pflegen. Nach der Arbeit frühmorgens verbarrikadiere sie sich für den Rest des Tages zu Hause. Auch habe sie nicht viele Freundinnen, die zu Besuch kämen. Solche Kontakte fänden kaum noch statt. Es sei von ei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nem sozialen Rückzug in allen Belangen auszugehen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorwegzuschicken, ist dass die Beschwerdeführerin beweisbelastet für von ihr vorgebrachte Sachverhaltselemente ist. In Bezug auf den Tagesablauf findet sind im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Gutachten eine einlässliche Schilderung, welche nunmehr – in Teilen – bestritten wird. Unerklärlich wäre vorliegend, wenn die Ärzte falsche Angaben zum – von der Beschwerdeführerin vorgetragenen – Tagesablauf ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">macht hätten. Denn sie hatten keine Veranlassung dazu und zwar umso weni</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ger, als sie der Beschwerdeführerin ja eine massgebliche Arbeitsunfähigkeit at</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">testierten. Sie hätten also unbesehen ein eingeschränktes soziales Umfeld schil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dern und auf den gleichen Arbeitsunfähigkeitsgrad schliessen können. Das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">substantiierte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Bestreiten gemachter Aussagen verfängt vorliegend nicht. Anzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fügen bleibt, dass die Beschwerdeführerin am 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">März 2013 auch gegenüber der Beschwerdegegnerin schilderte, dreimal wöchentlich mit Hunden einer Kol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">legin spazieren zu gehen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">10/4/3), was mit den Schilderungen beim </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> korreliert. Auch räumte die Beschwerdeführerin selber ein, über Kontakte zu verfügen, und bemängelte lediglich die angenommene Frequenz. Schliesslich fällt ins Gewicht, dass sie im Rahmen des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorbescheidverfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> - nach Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sichtnahme in die Akten (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">10/36) – diese Passage des Gutachtens nicht um</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehend richtig stellte (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">10/37). Damit aber ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Schilderungen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Ärzte unzutreffend waren, weshalb darauf abzustellen ist. Sollte es nach Verfügungserlass zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes gekommen sein, wäre dies mittels neuer Anmeldung bei der Beschwerdegegnerin vorzubringen.</span></p><p><span> </span><span>Damit zeigen sich in der Alltagsgestaltung, insbesondere in der Freizeitgestal</span><span>tung, keine (wesentlichen) Einschränkungen.</span></p><p><span>5.2.6</span><span> </span><span>Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist auf den tatsächlichen Leidensdruc</span><span>k hin (BGE 141 V 281 E. 4.4.2).</span></p><p><span> </span><span>Diesbezüglich ist zwar - wie bereits erwähnt - zu berücksichtigen, dass gemäss gutachterlicher Feststellung derzeit keine therapeutischen Möglichkeiten gege</span><span>ben sind. Allerdings ergeben sich aus den Akten keine Hinweise darauf, dass die Beschwerdeführerin zu einem früheren Zeitpunkt (etwa als noch eine depressive </span><span>Symptomatik</span><span> vorhanden war) engmaschige Therapien durchgeführt hätte. So lehnte sie etwa eine antidepressive Medikation stets ab (vgl. Urk. 10/30 S. 49).</span></p><p><span> </span><span>Dies deutet an sich auf einen nicht besonders ausgeprägten Leidensdruck hin, kann indes mittlerweile auch die nachvollziehbare Folge von zuletzt gutachter</span><span>lich nicht mehr als erfolgversprechend angesehenen Therapieeinschätzungen sein. Immerhin könnte die Beschwerdeführerin ihren jahrelangen Cannabis-Konsum therapeutisch angehen, wozu sie aber offenbar bislang noch nicht be</span><span>reit ist.</span></p><p><span>5.3</span><span> </span><span>Die Prüfung der verschiedenen Indikatoren ergibt, dass diese nicht </span><span>als </span><span>in ausge</span><span>prägtem Umfang gegeben erachtet werden können. Wohl erfüllt die Beschwer</span><span>deführerin einige Kriterien, das faktische Aktivitätsniveau mit praktisch inexis</span><span>tenter Anpassung der Alltagsaktivitäten, namentlich der Freizeitaktivitäten, spricht jedoch dafür, dass insgesamt eine Unüberwindbarkeit der Auswirkungen der Schmerzproblematik zu verneinen ist.</span></p><p><span> </span><span>Damit ist der Beschwerdegegnerin zu folgen, welche nicht etwa am </span><span>Schmerzge</span><span>schehen</span><span> zweifelte, sondern - </span><span>nach</span><span> der überholten bisherigen Praxis - zum Er</span><span>gebnis kam, dass die vorliegende Pathologie invalidenversicherungsrechtlich nicht zu einer Leistungspflicht führt. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anzufügen bleibt, dass die Beschwerdeführerin auch bei Annahme einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsrechtlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> relevanten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> den Mindestinvaliditätsgrad von 40</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht erreicht. Vorwegzuschicken ist, dass der Auszug aus dem individuellen Konto (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">10/5) bescheidene Einkom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">men ausweist (2011: </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">35‘734.--, 2010: </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">27‘524.--, 2009: </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">44‘760.--, 2008: </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">30‘136.--, 2007: </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">20‘253.--). Vergleicht man diese Löhne (als hy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pothetisches </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) mit einem im Rahmen eines 70%igen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pensums</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erzielbaren Invalideneinkommens, resultiert von vornherein kein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tenbegründender</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Invaliditätsgrad. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ein höherer Invaliditätsgrad würde voraussetzten, dass zur Berechnung des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deneinkommens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die statistischen Tabellenlöhne des Bundesamtes für Statis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tik beigezogen würden, was die Beschwerdeführerin implizit geltend machte (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">14 S. 5). Dies würde indes bedingen, dass bereits von einer seit vielen Jahren dauernden Erkrankung mit einhergehender Arbeitsunfähigkeit ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gangen würde mit der Folge, dass es der Beschwerdeführerin gar nie möglich war, ein höheres Einkommen zu erzielen und sie sich nicht aus freien Stücken mit ihrem bescheidenen Einkommen begnügt hat. Anhaltspunkte für eine solche Annahme finden sich in den Akten nicht, attestierte doch keiner der Ärzte eine rückwirkende Arbeitsunfähigkeit.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aber selbst bei einer solchen Annahme resultierte kein Invaliditätsgrad von min</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">destens 40</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Da sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen auf der identischen Grundlage bemessen wird (einfache und repetitive Tätigkei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten), ist das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen mit 100</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entspre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Prozentdif</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ferenz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozentvergleich; Urteil des Bundesge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">richts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E. 10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. 3a). Demgemäss ergibt sich der Invaliditätsgrad aus der Arbeitsunfähigkeit (30</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) sowie einem allfälligen Abzug vom Tabellenlohn.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der von der Beschwerdeführerin geforderte (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">14 S. 6; und für einen An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spruch auch notwendige) Abzug von 15</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist aufgrund der dokumentierten Einschränkungen nicht gerechtfertigt. Das fortgeschrittene Alter führt nicht automatisch zu einem Abzug, zumal sich dieses im Anforderungsniveau 4 sogar eher lohnerhöhend auswirkt (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.2). Dass das Alter die Stellensuche faktisch negativ beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">flussen kann, muss als invaliditätsfremder Faktor unberücksichtigt bleiben (Ur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teil des Bundesgerichts 8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E. 7.3). Weiter wirkt sich eine Teilzeitbeschäftigung bei Frauen im Vergleich zu einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vollzeitbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schäftigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sogar lohnerhöhend aus (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_578/2010 vom 9. September 2010 E. 3.2). Ein erhöhter Pausenbedarf ist so</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dann nicht ausgewiesen, sondern in der Einschränkung von 30</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> enthalten. Damit sind keine Gründe für einen Abzug vom Tabellenlohn gegeben.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend resultiert unter keinem Titel ein Invaliditätsgrad von mindes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p><br/></p><p><span>7</span><span>.</span></p><p><span>7</span><span>.1</span><span> </span><span>Am 14. Juli 2014 liess die Beschwerdeführerin Gesuche um Gewährung der unent</span><span>geltlichen Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsver</span><span>treters stellen (Urk. 1 S. 2).</span></p><p><span> </span><span>Die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und zur Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung gemäss </span><span>§ </span><span>16 </span><span>Abs. </span><span>1 und </span><span>Abs. </span><span>2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (</span><span>GSVGer</span><span>) sind erfüllt</span><span> (vgl. Urk. 7 und 8/1-10).</span></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Honorarnote vom 2. Februar 2015 (Urk. 19) machte Rechtsanwalt Strehler einen Aufwand von 7,7 Stunden zu einem Stundenansatz von Fr. 250.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">züglich Mehrwertsteuer) und Barauslagen von Fr. 59.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (zuzüglich Mehrwert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">steuer), mithin insgesamt Fr. 2‘142.70 geltend machen. Dies erscheint grund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sätzlich angemessen. Allerdings beträgt der gerichtsübliche Stundenansatz le</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">diglich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">200.-- (bis zum 3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2014) respektive </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">220.-- (ab </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2015). Bei 5,17 im Jahr 2014 angefallenen Stunden und 2,53 im Jahr 2015 ergibt sich unter Berücksichtigung der Barauslagen von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">59.-- eine Entschädigung von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1‘781.55 (inkl. Barauslagen und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">MWSt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) zulasten der Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">richtskasse.</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><span>Das Gericht beschliesst</span><span>:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Bewilligung des Gesuchs vom 14. Juli 2014 wird der Beschwerdeführerin die unent</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">geltliche Prozessführung gewährt und es wird ihr Rechtsanwalt Marcel Strehler, Frau</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">enfeld, als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren bestellt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">,</span></p><p><br/></p><p><span>und</span><span> erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">auferlegt, </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">kasse genommen. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeführerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">GSVGer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> hingewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Marcel Strehler, Frauenfeld,</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird mit </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1‘</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">781</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">5</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">5</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) aus der Gerichtskasse entschädigt. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeführerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auf die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Nachzah</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">lungspflicht</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> gemäss § 16 Abs. 4 </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">GSVGer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> hingewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Marcel Strehler</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">82 ff. in Verbindung mit </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Juli bis und mit 1</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">August sowie vom 1</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">8. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Dezember bis und mit dem </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">2. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Januar (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubStocker</p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>