<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2022-11-01-2C_168-2022.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2C_168/2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Verfügung vom 1. November 2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Hänni, als Einzelrichterin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Marti. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">Schulpflege Stadt Winterthur, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para">vertreten durch Dr. Elisabeth Glättli, Rechtsanwältin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. A.________, </div> <div class="para">2. B.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegner, </div> <div class="para">beide vertreten durch </div> <div class="para">Rechtsanwalt Dr. Mischa Morgenbesser. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Schulkreiswechsel, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 4. Abteilung, vom 5. Januar 2022 (VB.2021.00559). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Die im September 2014 geborene C.________ ist die Tochter von A.________ und B.________. Im Schuljahr 2020/2021 besuchte sie den 2. Kindergarten im Schulhaus D.________ im Schulkreis Veltheim-Wülflingen; ihr Wohnort liegt im Schulkreis Stadt-Töss (beide Stadt Winterthur). Anfang Februar 2021 ersuchten die Eltern von C.________ die Kreisschulpflege Veltheim-Wülflingen, ihre Tochter für das kommende Schuljahr 2021/2022 in eine 1. Primarklasse im Schulhaus D.________ zuzuteilen. Dieses Gesuch wies der Präsident der Kreisschulpflege Veltheim-Wülflingen mit Verfügung vom 2. März 2021 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> A.________ und B.________ rekurrierten dagegen beim Bezirksrat Winterthur unter Hinweis auf ihre Erwerbstätigkeit und die notwendige ausserschulische Betreuung ihrer Tochter. Der Bezirksrat hiess den Rekurs gut und wies C.________ am 16. Juli 2021 einer 1. Klasse im Schulhaus D.________ zu. Die Kreisschulpflege Veltheim-Wülflingen erhob dagegen Beschwerde beim Verwaltungsgericht Zürich. Dieses wies die Beschwerde mit Urteil vom 5. Januar 2022 ab, soweit darauf einzutreten war: Das Verwaltungsgericht erwog, dass insgesamt gewichtige (private) Interessen dafür sprächen, C.________ in eine 1. Primarklasse im Schulhaus D.________ zuzuteilen. Weil dort sodann bis zur vollen Auslastung noch mindestens drei Plätze belegt werden müssten, sei mit dem Bezirksrat davon auszugehen, dass die Kreisschulpflege ihr Ermessen rechtswidrig ausgeübt habe, indem sie die privaten Interessen C.________s bzw. ihrer Eltern unberechtigt gelassen und deren Gesuch nicht entsprochen habe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Mit Beschwerde vom 18. Februar 2022 gelangte die Kreisschulpflege Veltheim-Wülflingen an das Bundesgericht und beantragte, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 5. Januar 2022 sowie der Beschluss des Bezirksrats Winterthur vom 16. Juli 2021 seien aufzuheben und ihre Verfügung vom 2. März 2021 sei zu bestätigen. A.________ und B.________ beantragten mit Beschwerdeantwort vom 25. März 2022, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Im Rahmen der Vernehmlassung nahm die Vorinstanz am 9. März 2022 Stellung, ohne in der Sache einen Antrag zu stellen. Bezugnehmend darauf reichten A.________ und B.________ am 11. April 2022 eine unaufgeforderte Stellungnahme ein. Die Kreisschulpflege Veltheim-Wülflingen replizierte und hielt an ihren Anträgen fest. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Mit Blick auf die Konstituierung der neuen Schulpflege der Stadt Winterthur vom 22. Juli 2022 forderte die Instruktionsrichterin die Rechtsvertreterin der Kreisschulpflege Veltheim-Wülflingen mit Verfügung vom 16. September 2022 auf, eine allfällige Rechtsnachfolge zu bezeichnen und eine entsprechende Vollmacht nachzureichen. Mit Eingabe vom 29. September 2022 teilte die Rechtsvertreterin mit, dass die Schulpflege Stadt Winterthur Nachfolgerin der beschwerdeführenden Partei sei und diese den Rückzug der Beschwerde wünsche. A.________ und B.________ teilten mit Schreiben vom 7. Oktober 2022 mit, davon Kenntnis genommen zu haben. Ihr Rechtsvertreter reichte gleichzeitig eine Kostennote ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Instruktionsrichterin entscheidet als Einzelrichterin über die Abschreibung von Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit, Rückzugs oder Vergleichs (<span class="artref">Art. 32 Abs. 2 BGG</span>), wobei über die Gerichtskosten und die Höhe einer allfälligen Parteientschädigung zu befinden ist (<span class="artref">Art. 5 Abs. 2 BZP</span> i.V.m. <span class="artref">Art. 71 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Vor diesem Hintergrund ist das bundesgerichtliche Verfahren gestützt auf den Beschwerderückzug vom 29. September 2022 als gegenstandslos abzuschreiben (<span class="artref">Art. 32 Abs. 2 BGG</span>). Es werden keine Gerichtskosten erhoben (<span class="artref">Art. 66 Abs. 4 BGG</span>). Die Beschwerdeführerin gilt durch den Beschwerderückzug als unterliegende Partei und hat den Beschwerdegegnern eine Parteientschädigung zu entrichten (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/68/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/68/1" type="start"></artref>Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/68/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>). Die vom Rechtsvertreter der Beschwerdegegner eingereichte Kostennote über Fr. 4'216.50 erweist sich indessen mit Blick auf die beschränkte Komplexität des Verfahrens als zu hoch und ist nach Recht und Billigkeit auf Fr. 2'500.-- herabzusetzen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach verfügt die Einzelrichterin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Verfahren wird infolge Rückzugs der Beschwerde abgeschrieben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin hat den Beschwerdegegnern für das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteieintschädigung von Fr. 2'500.-- zu bezahlen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Diese Verfügung wird den Verfahrensbeteiligten und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 4. Abteilung, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 1. November 2022 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Einzelrichterin: J. Hänni </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: C. Marti </div> </div></body></html>