B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-1366/2016 U r t e i l v o m 1 2 . A p r i l 2 0 1 8 Besetzung Richter Christoph Rohrer (Vorsitz), Richter Vito Valenti, Richter Michael Peterli, Gerichtsschreiber Milan Lazic. Parteien Verein A._______, (Schweiz) vertreten durch Dr. Marcel Süsskind, Rechtsanwalt, und Rolf P. Steinegger, Fürsprecher, Beschwerdeführer, gegen B._______, (Schweiz) Vorinstanz. Gegenstand Unfallversicherung, Zuteilung zu den Prämientarifen (Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2015). C-1366/2016 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Verein A._______ ist ein Verein im Sinne von Art. 60 ff. ZGB mit Sitz in X._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer oder Verein). (…) Der Verein bezweckt …(Angaben zum Zweck )… (vgl. die Statuten [Akten im Be- schwerdeverfahren {im Folgenden: BVGer -act.} 2 Beilage 2] sowie […]). Die B._______ (im Folgenden: Vorinstanz) mit Sitz in Y ._______ bezweckt die Förderung des Gesundheitswesens als Krankenkasse, die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich des Gesundheitswesens, namentlich in- dem sie Versicherungsschutz bietet und vermittelt gegen wirtschaftliche Folgen von Krankheit, Mutterschaft, U nfall, Invalidität und Tod; dies um- fasst insbesondere die Versicherungen gemäss dem schweizerischen und dem liechtensteinischen Krankenversicherungsgesetz und die Versiche- rungen nach dem Unfallversicherungsgesetz, das selber Anbieten von Ver- sicherungen oder in Zusammenarbeit mit anderen Versicherungsträgern (www.zefix.ch, zuletzt abgerufen am 20. April 2017). Das Personal des Be- schwerdeführers ist seit dem 1. Januar 2015 bei der Vorinstanz obligato- risch unfallversichert (vgl. Police vom 20. November 2014 [Akten der Vor- instanz {im Folgenden: act.} 9 sowie Akten im Beschwerdeverfahren {im Folgenden: BVGer-act.} 2 Beilage 4]). B. B.a Ab Januar 2015 war der Verein laut Police (…) in der Berufsunfallver- sicherung (BUV) in die Gefahrenklasse 64, Stufe 5, eingereiht, in der Nicht- berufsunfallversicherung (NBUV) in die Gefahrenklasse 12, Unterklasse 9. „Im Oktober 2015“ verfügte die Vorinstanz die Neueinreihung de s Be- schwerdeführers per 1. Januar 2016 in die Gefahrenklasse 641, Stufe 07 (BUV) und in die Gefahrenklasse 209, Unterklasse 10 (NBUV). Der End- prämiensatz erhöhte sich dabei von 2,21 auf 3,09 Promille (BUV) und von 14,95 auf 15,72 Promille (NBUV). In ihrer Begründung führte die Vorinstanz an, dass durch die gestiegene Lebenserwartung sowie die Zunahme der Behandlungskosten eine Kostensteigerung eingetreten sei. Hingegen habe die generelle Abnahme der Schadenfallzahlen kostenhemmend ge- wirkt (vgl. BVGer-act. 2 Beilage 5 und act. 13). B.b Mit dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2015 bestätigte die Vorinstanz diese Neueinreihung (BVGer-act. 2 Beilage 1 und act. 15). Im Einspracheentscheid führte sie aus, sie stütze sich für die Be- rechnung der Tarife auf die Angaben der C._______ per 2016 ab. Per 2016 C-1366/2016 Seite 3 sei eine neue Einteilung der Gefahren-Klassen erfolgt und es seien im Wei- teren die Prämiensätze der Gefahren -Klassen neu festgelegt worden. Beim Beschwerdeführer habe sie für die Berechnung die Erfahrungstari- fierung angewandt, da die im Handbuch der C._______ zum UVG-Tarif (Ausgabe 2016) Bst. D genannte Limite in der NBU überschritten worden sei. Bei der Erfahrungstarifierung würden die Schadendaten des Be- schwerdeführers über die letzten sechs Jahre berücksichtigt. Die Schaden- summe habe von 2013 auf 2014 überproportional zugenommen, weshalb der Verein per 1. Januar 2016 in eine höhere BU -Stufe eingestuft worden sei. Bei der NBU habe sich einerseits die Schadensumme von 2013 auf 2014 mehr als verdreifacht. Andererseits habe die Schadensumme ab 2011 generell zugenommen. Daher sei auch die Unterklasse in der NBU angehoben worden. Dies habe zu einer Erhöhung der Prämie geführt, an- sonsten wäre die Prämie für allfällige künftige Leistungen nicht mehr kos- tendeckend gewesen. Der Typenvertrag zwischen der Vorinstanz und dem Verein beinhalte kein automatisches Kündig ungsrecht bei einer Prämien- erhöhung. Mit der Anwendbarkeit des Typenvertrages zwischen der Vo- rinstanz und dem Beschwerdeführer sei die Kündigungsmöglichkeit bei der Erhöhung der Prämie wegbedungen worden. C. Mit Beschwerde vom 29. Januar 2016 an das Bernisch e Verwaltungsge- richt (B VGer-act. 2 Beilage 1) beantragte der Verein , vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Marcel Süsskind und Fürsprecher Rolf P . Steinegger, die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 17. Dezember 2015 sowie der Verfügung vom Oktober 2015. Von einer Prämienerhöhung sei Abstand zu nehmen. Eventualiter sei die Prämienanpassung auf ein angemessenes Mass zu reduzieren. Zur Begründung wurde zusammengefasst ausgeführt, die sehr summarisch gehaltene Begründung der B._______ in der Verfü- gung vermöge ei ne Erhöhung der BUV -Prämie um satte 40 % und der NBUV-Prämie um immerhin noch 5 % nicht zu rechtfertigen. Der Prämien- aufschlag bleibe nicht nachvollziehbar und die lapidaren Begründungsver- suche erschienen oberflächlich und unglaubwürdig. Die Vorinstanz hab e die Notwendigkeit der Prämienerhöhung an sich und von deren Ausmass nachzuweisen. Im Einspracheentscheid werde demgegenüber eine andere Begründung für die Prämienanpassung gegeben. Es werde nicht mehr auf die allge- meine Schadenentwicklung der Risikogemei nschaft, welcher der Be- schwerdeführer zugeteilt worden sei, Bezug genommen. Vielmehr müsse nun der individuelle Schadenverlauf des Beschwerdeführers als Grund für C-1366/2016 Seite 4 den Prämienaufschlag herhalten. Der erhobene Vorhalt der Vorinstanz, in der BU-Versicherung sei der Schadenaufwand im Jahre 2014 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, sei aus dem Gesamtzusammenhang gerissen, sei doch einerseits die Schadenbelastung in der von der Vorinstanz selbst ge- wählten Beobachtungsperiode 2009 bis 2014 sehr volatil ausgefallen ohne erkennbaren eindeutigen Trend, und andererseits habe das Prämienvolu- men im erwähnten Zeitraum tendenziell zugenommen. Aus den Zufalls- schwankungen könne nichts zu Gunsten oder Ungunsten einer Tarifanpas- sung abgeleitet werden. Von Relevanz könne nicht e ine Tendenz in der Entwicklung des Schadenverlaufs sein. Bedeutsamer erscheine vielmehr die Schadenbelastung im Verhältnis zur eingenommenen Risikoprämie. Und diesbezüglich zeige sich, dass der Beschwerdeführer ein sehr gutes Rendement aufweise. Der gute individuelle Schadenverlauf des Beschwer- deführers zeige, dass in keiner Weise davon ausgegangen werden könne, dass ohne die Prämienerhöhung die künftigen Leistungen nicht mehr kos- tendecken hätten erbracht werden können. Wenn sich schon der Be- schwerdeführer der Prämienerhöhung nicht mittels einer Kündigung ent- ziehen könne, dann müsse allerdings von der Vorinstanz umso mehr mit allem Nachdruck gefordert werden, sich strikte auf Prämienerhöhungen zu beschränken, deren Gründe sie einleuchtend und überzeugend zu belegen vermöge. Das intransparente Verhalten dürfe jedenfalls nicht geduldet wer- den. Dies gebiete schon der verfassungsmässige Grundsatz von Treu und Glauben, den die Vorinstanz zu wahren habe. D. Mit Urteil vom 2. Februar 2016 trat das Verwaltungsgericht d es Kantons Bern auf die gegen diesen Einspracheentscheid gerichtete Beschwerde nicht ein und leitete die Beschwerde zuständigkeitshalber an das Bundes- verwaltungsgericht weiter (vgl. Akten im Beschwerdeverfahren [im Folgen- den: BVGer-act.] 1). E. Am 21. April 2016 ging der mit Zwischenverfügung vom 6. April 2016 ein- verlangte Kostenvorschuss von Fr. 1‘500.- beim Bundesverwaltungsgericht ein (BVGer-act. 4-6). F. Mit Vernehmlassung vom 29. Juni 2016 beantragte die Vorinstanz unter Beilage umfangreicher Unterlagen die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 17. Dezember 2015 (BVGer- act. 10). C-1366/2016 Seite 5 Zur Begründung führte sie zunächst aus, die Begründung für die Prämien- erhöhung sei in der Verfügung sehr allgemein gehalten gewesen. Es sei auf die generelle Problematik im Bereich der Unfallversicherung hingewie- sen worden, wonach eine gestiegene Lebenserwartung und die Zunahme der Behandlungskosten zu einer Kostensteigerung geführt hätten. Kosten- hemmend habe sich die Anzahl Schadenfälle ausgewirkt. Die Nummerie- rung der Gefahrenklasse habe sich bisher nach dem C._______-Tarif, Aus- gabe 01.2014 gerichtet, neu nach dem ab dem 1. Januar 2016 gültige n Tarif. Der Beschwerdeführer sei als Hauspflegebetrieb klassifiziert (Risiko Nr. 8515.02). Gemäss UVG-Tarif der C._______ (Ausgabe 01.2014) wür- den für derartige Betriebe die Gefahrenklassen 64 (BUV) und 12 (NBUV) gelten. Im Rahmen des Ermessens habe die V orinstanz im Bereich der BUV die Stufe 5 und im Bereich der NBUV die Unterklasse 9 festgelegt. Die Endprämiensätze seien somit unterhalb der von der C._______ vorge- gebenen (Basis-)Endprämiensätze gewesen. Aufgrund der Neugestaltung des UVG-Tarifs durch die C._______ und aufgrund eines Schreibens des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) vom 26. Februar 2015 an die Vo- rinstanz, wonach die Nettoprämien jeder Risikoklasse ungefähr den Risi- koprämien entsprechen und keine Querfinanzierungen stattfinden sollten, habe die Vorinstanz die Einteilungen überprüft. Der Beschwerdeführer ver- bleibe weiter in der Kategorie Hauspflegebetrieb. Solche seien per 1. Ja- nuar 2016 neu in die Gefahrenklassen 641 (BUV) und 209 (NBUV) einge- reiht worden. Der (Basis-)Endprämiensatz verbleibe bei Berufsunfällen auf 4.56 ‰, bei den Nichtberufsunfällen auf 16.23 ‰. Im Einspracheentscheid sei in den Ziffern 6 und 7 ausführlich begründet worden, dass die Anpassung der Prämiensätze zu Recht unter Anwendung der Erfahrungstarifierung erfolgt sei, die angewendet würden, sobald ein Betrieb – wie vorliegend der Beschwerdeführer – die erforderlichen Limiten erreiche. Eine nachträgliche Umstufung resp. Umklassierung in eine an- dere Unterklasse sei gemäss UVG-Tarif der C._______ (Ausgabe 01.2016) bei der Anwendung der Erfahrungstarifierung zulässig. Tatsache sei, dass die Schadensumme n im Vergleich zur Lohnsumme n übermässig zuge- nommen hätten. Das Gleichgewicht zwischen mutmasslichen Unfallkosten und den Prämien wäre auf Dauer nicht mehr vorhanden gewesen, wen n auf die vorliegende Prämienerhöhung verzichtet worden wäre. Diese wä- ren für allfällige zukünftige Leistungen nicht mehr kostendeckend gewe- sen. Die Vorinstanz habe sich nicht gegen den Grundsatz von Treu und Glauben verhalten, wie dies der Beschwerdeführer behaupte. Sie habe ihm die Prämienerhöhung rechtzeitig mitgeteilt; die Kündigungsmöglichkeit C-1366/2016 Seite 6 ausserhalb der ordentlichen Kündigungsfrist sei im vorliegend anwendba- ren Typenvertrag wegbedungen worden. Damit sei die Prämienerhöhung in Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen erfolgt. Schliesslich listete die Vorinstanz die Zusammensetzung der Endprämien- sätze in der BUV und NBUV per 1. Januar 2016 auf und führte weiter aus, die Prämienerhöhung sei ausreichend und nachvollziehbar begründet wor- den. G. Mit Replik vom 9. August 2016 hielt der Beschwerdeführer an seinen An- trägen fest (BVGer-act. 13). Er führte zunächst aus, erst aufgrund der Ver- nehmlassung könne der Einspracheentscheid nun substantiell begründet angefochten werden. Vorher sei dies nicht möglich gewesen, weil die Prä- mienkomponenten bisher nicht aufgeschlüsselt worden seien. Deshalb liege ein nichtiger Verwaltungsakt vor. Weiter führte der Beschwerdeführer aus, mit der Einführung des neuen Tarifs hätten sich lediglich die Nummern geändert. Die Gefahrenklassifikation sowie die Prämiensätze für die BU - und die NBU -Versicherung seien unverändert geblieben. Die Prämiener- höhung lasse sich somit nicht auf die Einführung eines neuen Tarifes zu- rückführen. Aus der Erfahrungstarifierung ergebe sich im Weiteren, dass der Be- schwerdeführer rein rechnerisch in die BU-Gefahrenstufe 10 und die NBU- Unterklasse 10 einzuteilen wäre, das der Durchschnitts- oder Basisprämie der Risikogemeinschaft entspräche. Es müsse davon ausgegangen wer- den, dass auch im Jahre 2 014 eine Erfahrungstarifierung vorgenommen worden sein müsse, wobei der Beschwerdeführer im Rahmen eines Ge- schäftspolitischen Entscheids – im Vergleich zum per 1. Januar 2016 an- gehobenen Prämienniveau – von einem grösseren Prämienrabatt profitiert habe. Diesbezügliche Details blieben indessen im Dunkeln. Jedenfalls hät- ten die Grundlagen mit dem Erlass des neuen UVG -Tarifes 01.2016 nicht geändert und bei der im Jahr 2014 vorgenommenen Einstufung habe die Vorinstanz umfassend über Daten der bis zum Jahresende 2013 aufgelau- fenen Versicherungsleistungen verfügt. Gesamthaft gesehen habe sich das Schadenbild kaum geändert. Entscheidend seien die Gesamtzahlen der letzten 6 Jahre. Es sei deshalb in keiner Weise nachvollziehbar, dass die im Jahre 2015 vorgenommene Erfahrungstarifierung eine im Vergleich zur ein Jahr zuvor vorgenommenen Einschätzung ein derart verschlechter- tes Schadenbild dargeboten habe, welche eine Erhöhung der BU -Stufe von 5 auf 7 und der NBU -Stufe von 9 auf 10 gerechtfertigt hätte. Es liege C-1366/2016 Seite 7 daher die Vermutung nahe, dass die ursprünglich gewährten Rabatte teil- weise rückgängig gemacht worden seien, um einen höheren Gewinn zu realisieren. Allerdings liege es nicht im Belieben des Versicherers, einen über den anwendbaren Tarif hinausgehenden Preisnachlass während der fest eingegangenen Vertragsdauer einfach rückgängig zu machen. Hierfür müsste analog zum Widerruf von Verwaltungsverfügungen ein Revisions- oder Wiedererwägungsgrund vorliegen. Ein solcher sei in casu jedoch nicht ersichtlich. Die damals im Gewand von Stufen- und Unterklassenabschlä- gen gewährten Rabatte hätten zum übereinstimmenden Parteiwillen im Sinne von Art. 1 Abs. 1 OR gehört und seien zum Vertragsinhalt geworden. Der Vorinstanz sei es deshalb verwehrt, die sogenannte «clausula rebus sic stantibus» anzurufen. Vom zwischenzeitlichen Eintritt einer Äquivalenz- störung könne keine Rede sein. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz lasse sich auch aus dem Schreiben des BAG vom 26. Februar 2016 für die vor- liegende Streitsache nichts ableiten. Das i n Art. 92 Abs. 5 UVG zugebilligte einseitige Gestaltungsrecht be- schränke sich – unter Ausschluss der übrigen Prämienbestandteile – auf die Risiko- oder Nettoprämie. Es seien jedoch auch die übrigen Prämien- bestandteile erhöht worden. Nach Erhalt der Verfügu ng am 21. Oktober 2015 sei es dem Beschwerdeführer nicht mehr möglich gewesen, unter Einhaltung der dreimonatigen Kündigungsfrist auf das Ende des Kalender- jahres zu kündigen. Wenn zudem die Vorinstanz anklingen lasse, die per 1. Januar 2015 verabredeten Pr ämiensätze seien gar nicht kostende- ckend, so setze sie sich zudem dem Vorwurf des Dumpings aus. Derartiges Handeln widerspreche dem Gebot des Handelns nach Treu und Glauben. Nach dem Grundsatz der Kompetenzattraktion habe das Bundesverwal- tungsgericht alle im Zusammenhang mit der Einreihung stehenden Rügen zu prüfen (B-act. 12 Ziff. 2). Das Bundesverwaltungsgericht habe somit – unter Hinweis auf das Urteil des BVGer C-1164/2007 vom 6. Juni 2008 E. 5.4.2) auch über Fragen zu entscheiden, welche über die Einre ihung hinausgehenden Fragen tangierten. H. Mit Duplik vom 14. Oktober 2016 hielt die Vorinstanz ebenfalls an ihren Rechtsbegehren fest (BVGer-act. 17). Im Weiteren führte sie aus, aufgrund der Neugestaltung des UVG-Tarifs der C._______ habe die Erfahrungsta- rifierung durchgeführt werden müssen. Aufgrund dieser sei eine Stufener- höhung und somit eine Anpassung des Prämiensatzes gerechtfertigt und C-1366/2016 Seite 8 während der festen Vertragsdauer zulässig gewesen. Die Voraussetzun- gen für die Nichtigkeit der angefochtenen Verfügung lägen – unter Hinweis auf HÄFELIN /MÜLLER/UHLMANN, allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Auflage, Rz 1102 ff. – klar nicht vor. Die Vorinstanz besitze bei der Festlegung der Stufe resp. Unterklasse ein Ermessen. Es sei nicht von der Hand zu wei- sen, dass die Vorinstanz mit dem damaligen Entscheid eine gewisse Ku- lanz zu Gunsten des Beschwerdeführers habe walten lassen. Daraus könne aber kein genereller Vertrauensschutz für die Zukunft abgeleitet werden. Die Erhöhung der Prämiensätze sei aufgrund der korrekten An- wendung der Erfahrungstarifierung rechtmässig erfolgt. Zudem seien die Voraussetzungen der clausula rebus sich stantibus erfüllt, da eine gravie- rende Äquivalenzstörung bei Belassung der Prämiensätze auf dem Stand von 2015 die Folge gewesen wäre. Entgegen d er Ansicht des Beschwer- deführers habe das BAG die Vorinstanz eindeutig aufgefordert, die Risi- koprämien der bei ihr versicherten Betriebe dergestalt festzulegen, dass sie die Nettop rämien der Risikoklassen entsprä chen. Zudem finde sehr wohl eine Legitimation des Tarifs durch das BAG statt. Hinsichtlich der Er- höhung der übrigen Prämienbestandteile liege, relativ gesehen, im prozen- tualen Verhältnis zur Risikoprämie, keine Erhöhung vor. Schliesslich sei auch eine Verletzung von Treu und Glauben nicht gegeben. Insbesondere liege keine Täuschung vor. I. Mit Instruktionsverfügung vom 25. Oktober 2016 brachte das Bundesver- waltungsgericht dem Beschwerdeführer die Duplik der Vorinstanz zur Kenntnis und schloss – unter Vorbehalt weiterer Instruktionsmassnah- men – den Schriftenwechsel ab (BVGer-act. 18). J. Auf die weiteren Vorbringen und Akten der Parteien wird – soweit für die Entscheidfindung notwendig – in den nachstehenden Erwägungen einge- gangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VwVG beurt eilt das Bundesverwaltungsgericht Be- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG ge- nannten Behörden. Die B._______ ist als zugelassene Unfallversicherung C-1366/2016 Seite 9 mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben des Bundes betraut und als solche eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. h VGG. 1.2 Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts zur Beurteilung von Beschwerden gegen Einspracheentscheide über die Zuteilung der Be- triebe und der Versicherten zu den Klassen und Stufen der Prämientarife ist in Art. 109 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Un- fallversicherung (UVG, SR 832.20) ausdrücklich geregelt. Anfechtungsob- jekt ist vorliegend der Einspracheentscheid der Vorinstan z vom 17. De- zember 2015, in welchem sie die Verfügung vom Oktober 2015 bestätigt, mit welcher der Beschwerdeführer in neue Gefahrenklassen, Stufen und Unterklassen eingereiht und der Endprämiensatz neu festgesetzt wurde. Somit ist das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung der Streitsache zuständig. 1.3 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz, soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Vorbehalten bleiben gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG die besonderen Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1). 1.4 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom - men, ist als Adressat durch den angefochtenen Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2015 in besonderer Weise berührt und hat an deren Aufhe- bung oder Änderung ein schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 59 ATSG). Er ist deshalb zur Beschwerde legitimiert. 1.5 1.5.1 Die Beschw erde wurde frist - und formgerecht eingereicht (Art. 50 Abs. 1 i.V.m. Art. 21 Abs. 2 und 22a Abs. 1 Bst. c VwVG; vgl. auch Art. 60 Abs. 1 und Abs. 2 i.V.m. Art. 38 Abs. 4 Bst. c und 39 Abs. 2 ATSG). Da auch der Kostenvorschuss von Fr. 1‘500.- rechtzeitig bezahlt wurde, ist auf die Beschwerde mit Ausnahme der Rügen betreffend die konkrete Prämien- festsetzung und die Verletzung von Vertragsrecht (s. oben E. 1.2 und nach- folgende E.) einzutreten. 1.5.2 Im Bereich der Prämientarife besteht die Überprüfungsbefugnis des Bundesverwaltungsgerichts einerseits darin, die richtige Anwendung des Tarifs zu kontrollieren; andererseits kann es − im Rahmen der konkreten Normenkontrolle − die der Verfügung zu Grunde liegenden Tarifpositionen C-1366/2016 Seite 10 auf ihre Gesetz- und Verfassungsmässigkeit überprüfen (vgl. E. 1.2 hier- vor). Was die konkrete Festsetzung der Prämie und die Verletzung von Vertragsrecht betrifft, ist das Bundesverwaltungsgericht für die Behandlung dieser Rügen nicht zuständig, weshalb diesbezüglich nicht auf die Be- schwerde einzu treten ist (vgl. zur Abgrenzung die Urteile des BVGer C-1362/2016 vom 23. März 2017 E. 1.2 und C -1363/2016 vom 19. Juni 2017 E. 1.2 mit Hinweis auf Urteil des BGer U 18/03 vom 20. November 2003 E. 4.3.2). 1.6 Anfechtungs- und Streitgegenstand bildet demnach die Neueinreihung in den Prämientarif. Aufgrund der Ausführungen des Beschwerdeführers ist streitig und zu prüfen, ob für die Neueinreihung und der damit verbundenen Prämienerhöhung ausreichende und nachvollziehbare Gründe vorliegen resp. ob die Vorinstanz die Notwendigkeit und das Ausmass der Prämien- erhöhung in rechtsgenüglicher Weise nachgewiesen hat. Nicht streitig und nicht zu prüfen ist die vertragliche Regelung, wonach dem Versicherten im Falle einer Kündigung nach Art. 92 Abs. 5 UVG kein Kündigungsrecht vor Vertragsablauf zusteht (vgl. zur Abgrenzung E. 1.5.2 hiervor). 1.7 1.7.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdever- fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollstän- dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unange- messenheit des Entscheides beanstanden (Art. 49 VwVG). 1.7.2 Nach der Rechtsprechung hat auch eine Rechtsmittelbehörde, der volle Kognition zusteht, in Ermessensfragen einen Ents cheidungsspiel- raum der Vorinstanz zu respektieren. Sie hat eine unangemessene Ent- scheidung zu korrigieren, kann aber der Vorinstanz die Wahl unter mehre- ren angemessenen Lösungen überlassen (BGE 133 II 35 E. 3). Das Bun- desverwaltungsgericht hat daher nur den Entscheid der unteren Instanz zu überprüfen und sich nicht an deren Stelle zu setzen (vgl. BGE 126 V 75 E. 6). Insbesondere dann, wenn die Ermessensausübung, die Anwendung unbestimmter Rechtsbegriffe oder die Sachverhaltswürdigung hochste- hende, spezial isierte technische, wissenschaftliche oder wirtschaftliche Kenntnisse erfordert, ist eine Zurückhaltung des Gerichts bei der Überprü- fung vorinstanzlicher Bewertungen angezeigt (vgl. BGE 135 II 296 E. 4.4.3; 133 II 35 E. 3; 128 V 159 E. 3b/cc). Es stellt daher keine unzulässige Kog- nitionsbeschränkung dar, wenn das Gericht − das nicht als Fachgericht ausgestaltet ist − nicht ohne Not von der Auffassung der Vorinstanz ab -C-1366/2016 Seite 11 weicht, soweit es um die Beurteilung technischer, wirtschaftlicher oder wis- senschaftlicher Spezialfragen geht, in denen die Vorinstanz über ein be- sonderes Fachwissen verfügt (vgl. BGE 135 II 296 E. 4.4.3; 133 II 35 E. 3 mit Hinweisen; siehe zum Ganzen auch YVO HANGARTNER, Behördenrecht- liche Kognitionsbeschränkungen in der Verwaltungsrechtspfleg e, in: Bovay/Nguyen [Hrsg.], Mélanges en l'h onneur de Pierre Moor, 2005, S. 319 ff.; FELLER/MÜLLER, Die Prüfungszuständigkeit des Bundesverwal- tungsgerichts – Probleme in der praktischen Umsetzung, Schweizerisches Zentralblatt für Staats - und Verwaltungsrecht [ZBl] 110/2009 S. 442 ff.). Dies gilt jedenfalls insoweit, als die Vorinstanz die für den Entscheid we- sentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt hat (BGE 139 II 185 E. 9.3; BGE 138 II 77 E. 6.4). 1.7.3 Im Bereich der Prämientarife besteht die Überprüfungsbefugnis des Bundesverwaltungsgerichts einerseits darin, die richtige Anwendung des Tarifs zu kontrollieren; andererseits kann es − im Rahmen der konkreten Normenkontrolle − die der Verfügung zu Grunde liegenden Tarifpositionen auf ihre Gesetz- und Verfassungsmässigkeit überprüfen. 1.7.4 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft ansonsten den angefochte- nen Entscheid frei, dies unter Berücksichtigung der vorgebrachten Rügen. Die Beschwerdeinstanz hat mithin nicht zu untersuchen, ob sich die ange- fochtene Verfügung unter schlechthin allen in Frage kommenden Aspekten als korrekt erweist, sondern untersucht im Prinzip nur die vorgebrachten Beanstandungen. Von den Verfahrensbeteiligten nicht aufgeworfene Rechtsfragen werden nur geprüft, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbrin- gen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinrei- chender Anlass besteht (BGE 119 V 347 E. 1a; ALEXANDRA RUMO-JUNGO, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bun- desgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl., Zürich 2003, S. 348). 2. Zunächst sind die für die Einreihung der Betriebe wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen, massgebenden Grundsätze sowie die massgeblichen Ta- rifbestimmungen wiederzugeben. 2.1 Für di e Durchführung der Unfallversicherung sind einheitliche Rech- nungsgrundlagen zu verwenden. Der Bundesrat erlässt Richtlinien (Art. 89 Abs. 1 UVG). C-1366/2016 Seite 12 2.2 Gemäss Art. 92 Abs. 1 UVG werden die Prämien von den Versicherern in Promillen des versicherten Verdienstes fe stgesetzt. Sie bestehen aus einer dem Risiko entsprechenden Nettoprämie und aus Zuschlägen für die Verwaltungskosten, für die Kosten der Verhütung von Unfällen und Berufs- krankheiten und für die nicht durch Zinsüberschüsse gedeckten Teue- rungszulagen. Die Versicherer können für die beiden obligatorischen Ver- sicherungszweige je eine vom jeweiligen Risiko unabhängige Minimalprä- mie erheben; der Bundesrat legt die Höchstgrenze der Minimalprämie fest. Laut Art. 92 Abs. 2 UVG werden für die Bemessung der Prämien in der Berufsunfallversicherung die Betriebe nach ihrer Art und ihren Verhältnis- sen in Klassen des Prämientarifs und innerhalb dieser in Stufen eingereiht. Massgebend sind dabei insbesondere die Unfallgefahr und der Stand der Unfallverhütung. Aufgrund der Risikoerfahrungen kann der Versicherer von sich aus oder auf Antrag von Betriebsinhabern die Zuteilung bestimmter Betriebe zu den Klassen und Stufen des Prämientarifs jeweils auf den Be- ginn des Rechnungsjahres ändern (Art. 92 Abs. 5 UVG). Für die Bemes- sung der Prämien in der Nichtberufsunfallversicherung können Tarifklas- sen gebildet werden. Die Prämien dürfen nicht nach dem Geschlecht der versicherten Personen abgestuft werden (Art. 92 Abs. 6 UVG). 2.3 Die Prämienzuschläge für Verwaltungskosten dienen der Deckung der ordentlichen Aufwendungen, die den Versicherern aus der Durchführung der Unfallversicherung erwachsen, einschliesslich der nicht der Heilbe- handlung dienenden Aufwendungen für Dienstleistungen Dritter wie Rechts-, Beratungs - und Begutachtungskosten ( Art. 92 Abs. 7 UVG; Art. 114 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. De- zember 1982 [UVV, SR 832.202]). Gemäss Art. 115 Abs. 1 UVV werden die Prämien – unter Vorbehalt der in den Bst. a bis d genannten Abweichungen – auf dem versicherten Verdienst im Sinne von Art. 22 Abs. 1 und 2 UVV erhoben. 2.4 Die Betriebe oder Betriebsteile sind so in Klassen und Stufen des Prä- mientarifs einzureihen, dass die Kosten der Berufsunfälle und Berufskrank- heiten einer Risikogemeinschaft voraussichtlich aus den Nettoprämien be- stritten werden können (Art. 113 Abs. 1 UVV). Die Betriebe oder Betriebs- teile sind folglich nach Massgabe ihres Risikos in die Klassen und Stufen des Prämientarifs einzuteilen (Grundsatz der risikogerechten Prämien). 2.5 Bei der Prämienbemessung ist weiter das in Art. 61 Abs. 2 UVG vorge- sehene Prinzip der Gegenseitigkeit zu berücksichtigen. Dieses Prinzip ver-C-1366/2016 Seite 13 langt, dass die Suva einerseits keine Gewinne aus dem Versicherungsge- schäft erzielt, andererseits finanziell autonom sein soll. Neben diesen i m Gesetz explizit geregelten Prinzipien müssen sich die Versicherer bei der Aufstellung der Tarife an die allgemeinen Grundsätze halten, welche aus dem Sozialversicherungsrecht des Bundes, dem Verwaltungsrecht und der Bundesverfassung fliessen. Unter die a llgemeinen Prinzipien, welche bei der Tarifgestaltung zu berücksichtigen sind, fällt namentlich der Grundsatz der Solidarität. Demnach muss das Unfallrisiko durch eine grosse Zahl von Versicherten getragen werden (BGE 112 V 316 E. 5c). In eine ähnliche Richtung geht das Versicherungsprinzip, wonach das Risiko durch eine Mehrzahl von Versicherten zu tragen ist. Weiter ist der Grundsatz der Ver- waltungsökonomie zu beachten (Urteile des BVGer C -541/2011 vom 16. Mai 2013 E. 2.3 und C -539/2009 vom 20. August 2012 E. 3.4.1 mit Hinweisen), sollen doch die Prämieneinnahmen nicht durch übermässige Verwaltungsaufwendungen geschmälert werden. 2.6 Das Prinzip der Solidarität und jenes der Risikogerechtigkeit sind ei- nander entgegengesetzt. Grösstmögliche Solidarität wäre durc h eine für alle Betriebe geltende Einheitsprämie zu erreichen, während grösstmögli- che Risikogerechtigkeit eine für jeden Betrieb individuell bestimmte Prämie bedingen würde. Die Ausgestaltung des Prämientarifs hat sich zwischen diesen zwei Polen zu bewegen. Aus dem Gegensatz dieser zwei Grunds- ätze fliesst denn auch, dass das Gleichbehandlungsgebot nicht zur Folge haben kann, dass für jeden einzelnen Betrieb ein individueller Risikosatz bestimmt wird; es fliessen zwangsläufig Faktoren anderer − nicht identi- scher − Betriebe für die Einreihung mit ein, sei dies im Rahmen der Zutei- lung zu den Klassen oder bei der Berücksichtigung von Vergleichswerten (BVGE 2007/27 E. 5.6). 2.7 Ein Prämientarif hat sodann den Grundsätzen der Verfassung zu ent- sprechen, insbesondere dem Prinzip der Gleichbehandlung (Art. 8 BV) und dem Willkürverbot (Art. 9 BV). Nach ständiger Rechtsprechung ist der Grundsatz der rechtsgleichen Behandlung verletzt, wenn rechtliche Unter- scheidungen getroffen werden, für die ein vernünftiger Grund in den zu re- gelnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder wenn Unterscheidungen unterlassen werden, welche sich aufgrund der Verhältnisse aufdrängen. Die Rechtsgleichheit wird insbesondere dann verletzt, wenn Gleiches nicht nach Massgabe seiner Gleichheit gleich oder Ungleiches nicht nach Mas- sgabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird. Vorausgesetzt ist, dass sich die ungerechtfertigte Gleich - bzw. Ungleichbehandlung auf eine we- sentliche Tatsache bezieht (BGE 131 V 107 E. 3.4.2). Willkürlich ist eine C-1366/2016 Seite 14 Bestimmung, wenn sie sich nicht auf ernsthafte Gründe stützen lässt oder wenn sie sinn- oder zwecklos ist (BGE 132 I 157 E. 4.1; siehe auch BGE 133 V 42 E. 3.1 mit Hinweisen). Das ehemalige EVG hat im Übrigen fest- gestellt, dass im Bereich der Prämientarifgesta ltung das Gleichbehand- lungsgebot und das Prinzip der Risikogerechtigkeit deckungsgleich sind (vgl. RKUV 1998 Nr. U 294 S. 228 E. 1c). Lässt sich also für eine Betriebs- art oder einen Betrieb ein gegenüber anderen Betriebsarten unterschiedli- ches Risiko fests tellen, so gebietet dieser Unterschied, diese Betriebsart ungleich zu behandeln. Bei gleichen Verhältnissen müssen auch gleiche Leistungen beziehungsweise Prämien resultieren (BGE 112 V 291 E. 3b mit Hinweisen), wobei unter Gleichheit nicht Identität zu verstehen ist. 2.8 Laut dem hier anwendbaren Prämientarif der C._______, gültig ab dem 1. Januar 2016 (act. 16), werden die Betriebe sowohl in der BUV als auch in der NBUV in Gefahrenklassen des Tarifs eingereiht. In der BUV erfolgt alsdann eine Einreihung in Stufen, in der NBUV eine Einreihung in Unter- klassen. Eine nachträgliche höhere Einstufung in eine andere Gefahren- stufe ist bei Kleinbetrieben (ohne Erfahrungstarifierung) in der BUV und in der NBUV aufgrund von Sanierungen möglich, bei Grossbetrieben aus der Anwendung der Erfahrungstarifierung (S. 4, 5). In Bst. C des Tarifs (S. 9 f.) wird die Berechnung der Prämiensätze in der BUV und der NBUV (Risi- koprämie, Verwaltungskostenzusätze, Unfallverhütungsbeiträge, Prämien- zuschläge für Teuerungszulagen) beschrieben. Laut Bst. D (S. 13 f.) wird bei Grossbetrieben – ein solcher ist vorliegend der Beschwerdeführer im Bereich NBU aufgrund des Erreichens der in Bst. D Ziff. 4 (S. 13 f.) be- schriebenen Limiten – die betriebsindividuelle Risikoerfahrung bei der Zu- teilung zu den Stufen bzw. Unterklassen des Prämientarifs für den jeweili- gen Versicherungszweig als zusätzlicher Risikofaktor berücksichtigt (Er- fahrungstarifierung). Die Anwendung des Verfahrens ist obligatorisch. Wei- ter wird in Bst. D der Rhythmus der Erfahrungsta rifierung, die Beobach- tungsperiode und die Kalkulation beschrieben (S. 14, 15). Im Anhang zum Tarif werden u. a. fiktive Berechnungsbeispiele dargestellt. 3. 3.1 Der Beschwerdeführer macht zwar nicht explizit eine Verletzung des rechtlichen Gehörs infolge einer mangelhaften Begründung geltend. Im- merhin führt er in der Replik aus, dass eine Anfechtung der Anpassung der Prämienzuschläge erst nach Einsicht in die Vernehmlassung substantiell möglich gewesen sei, da die Aufschlüsselung der Endprämien in die ein- zelnen Prämienkomponenten bis und mit dem Einspracheentscheid nicht C-1366/2016 Seite 15 offengelegt worden sei. Eine substanziierte Anfechtung sei so – unter Hin- weis auf BGE 124 II 149 E. 2a – nicht möglich gewesen (BVGer-act. 13 Rz. 1 f.). Diese Ausführungen beinhalten die Rüge, durch eine mangelhafte Begründung des angefochtenen Einspracheentscheides sei das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt worden, was nachfolgend zu prüfen ist. 3.2 3.2.1 Das rechtlic he Gehör (vgl. dazu Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 42 Abs. 2 ATSG; Art. 29 VwVG) dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzeln en eingreift. Zum Gehörsanspruch gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheides zur Sache zu äussern, erhebli- che Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erhebli- chen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht alle Befug- nisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ih- ren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 135 I 279 E. 2.3; 135 II 286 E. 5.1; 132 V 368 E. 3.1 mit Hinweisen). 3.2.2 Wesentlicher Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist zu- dem die Begründungspflicht. Diese soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und dem Betroffenen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur mög- lich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmitt elinstanz sich über die Trag- weite des Entscheides ein Bild machen können. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständli- chen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Ge- sichtspunkte beschränken (BGE 136 I 229 E. 5.2; Urteil des BGer 9C_257/2011 vom 25. August 2011 E. 5.1, je mit Hinweisen). 3.3 3.3.1 Die Vorinstanz hat die Gründe für die Erhöhung der Risikoprämie in den Ziffern 6 bis 11 ihres Einspracheentscheides vom 17. Dezember 2015 C-1366/2016 Seite 16 dargelegt (vgl. dazu act. 15 Rz. 6-11). Sie verweist auf ihren Ermessens- spielraum, die durchgeführte Erfahrungstarifierung sowie der daraus resul- tierenden Entwicklung der Schadensummen in der BUV und NBUV, welche es erforderlich gemacht hätten, den Beschwerdeführer sowohl in eine hö- here BU-Stufe als auch in eine höhere NBU-Unterklasse einzuteilen. 3.3.2 Diese Begründung ist zwar kurz, aber dennoch vorliegend für eine sachgerechte Anfechtung des Entscheides ausreichend, auch wenn eine Aufschlüsselung der verschiedenen Prämienbestandteile in Verletzung von Art. 120 Abs. 1 UVV nicht erfolgt ist. Höhere Anforderungen an die Begrün- dungspflicht wären beispielsweise dann zu stellen, wenn der Verwaltung infolge Ermessen und unbestimmter Rechtsbegriffe ein Spielraum einge- räumt wird (siehe BGE 127 V 431 E. 2) oder ein besonders kompl exer Sachverhalt zu beurteilen ist (Urteil des EVG I 3/05 vom 17. Juni 2005 E. 3.2). Solche Umstände, welche eine detailliertere Entscheidbegründung erfordert hätten, lagen hier nicht vor (vgl. dazu Urteil des BVGer C-1362/2016 vom 23. März 2017 E. 4.4 m.H.). Soweit also der Beschwer- deführer rügt, die Vorinstanz habe nie in nachvollziehbarer Weise begrün- det, weshalb sie eine Erhöhung der Risikoprämie vorgenommen hat, steht nicht die aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliessende Begrün- dungspflicht in Frage, sondern die Rechtmässigkeit der Einreihung. Daraus folgt, dass die Vorinstanz den Gehörsa nspruch des Beschwerdeführers hinsichtlich der Hauptsache, der Erhöhung der Risikoprämie, nicht verletzt hat. 3.4 Nicht gefolgt werden kann deshalb auch den Ausführungen des Be- schwerdeführers in der Replik, wonach die Verfügung nichtig sei, da die Einzelkomponenten der angepassten Prämien nicht offengelegt worden seien (BVGer-act. 13 Rz. 2). Nichtigkeit ist nur unter ganz bestimmten eng umschriebenen Vorrausetzungen anzunehmen ist. Nach ständiger Recht- sprechung ist eine fehlerhafte Verfügung nach Art. 5 Abs. 1 VwVG nur aus- nahmsweise nichtig, wenn der Mangel besonders schwer und offensicht- lich oder zumindest leicht erkennbar ist; zudem darf die Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet sein. Als Nich- tigkeitsgründe fallen vorab die funktionelle und sachliche Unzuständigkeit der entscheidenden Behörde sowie krasse Verfahrensfehler in Betracht. Nur ausserordentlich schwerwiegende inhaltliche Mängel führen zur Nich- tigkeit (BGE 138 III 49 E. 4.4.3 S. 56; Urteil des BGer 9C_320/2014 vom 29. Januar 2015 E. 4.1 mit Hinweisen). Als nichtig wäre namentlich eine Verfügung anzusehen, die einen unmöglichen Inhalt hat, bei der die Feh-C-1366/2016 Seite 17 lerhaftigkeit an ihr selbst zum Ausdruck kommt, bei tatsächlicher Unmög- lichkeit des Vollzugs oder wenn sie unklar oder unbestimmt ist (Urteil des BGer 5P .178/2003 vom 2. Juni 2003 E. 3.2). Eine unzureichende Begrün- dung der Verfügung stellt aber keinen Nichtigkeitsgrund dar (vgl. Urteil des BGer 2A.61/2006 vom 2. März 2006 E. 2.2 ; Urteile des BVGer C-1365/2016 vom 24. August 2017 E. 3 und C-7527/2014 vom 12. August 2015 E. 2.2). Die mangelnde explizite Aufteilung der Prämienbestandteile führen demnach nicht zur Nichtigkeit des angefochtenen Einspracheent- scheids vom 17. Dezember 2015. 3.5 Die Vorinstanz hat nebst den Risikoprämien auch die Prämien für den Verwaltungskostenzuschlag, für den Unfallverhütungsbeitrag, für den Um- lagebeitrag und für die Teuerungszulagen erhöht. Dazu hat sie sich weder in der Verfügung noch im Einspracheentscheid geäussert. Deshalb stellt sich die Frage, ob eine Begründung für die Erhöhung dieser „übrigen Prä- mienbestandteile“ hätte erfolgen müssen, um eine Verletzung des rechtli- chen Gehörs zu vermeiden. Das Bundesverwaltungsgericht hat diese Frage in einem – ebenfalls die Vorinstanz betreffenden – gleich gelagerten Fall im Ergebnis gestützt auf eine summarisch e Prüfung verneint mit der Begründung, dass die „übrigen Prämienbestandteile“ in Prozenten des Ri- sikotarifs erhoben würden, sodass der Grund für die Erhöhung leicht nach- vollzogen werden könne. Auf eine eingehendere Prüfung der Frage konnte indes mit Blick auf die nachfolgenden Erwägungen ebenso verzichtet wer- den wie auf die Prüfung der Frage, ob allenfalls eine Heilung möglich wäre (vgl. Urteil des BVGer C-1362/2016 E. 4.7). Dies gilt auch im vorliegenden Fall, welcher bezüglich dieser Frage formeller Natur mit dem genannten Urteil gleich gelagert ist. 4. Aufgrund der Akten ist vorliegend im Wesentlichen von folgendem Sach- verhalt auszugehen: 4.1 Am 1. Januar 2016 setzte die C._______ einen neuen Tarif in Kraft (act. 16) und ersetzte damit ihren Tarif vom 1. Januar 2014 (act. 5). Im neuen Tarif wurden «Hauspflegebetriebe» neu in die Gefahrenklasse 641 für BU (bisher:64) und 209 für NBU (bisher: 12) eingeteilt (act. 17). Die Vorinstanz übernahm die durch die C._______ erfolgte Einreihung des Be- schwerdeführers in die Gefahrenklassen. Gleichzeitig per 1. Januar 2016 hat die Vorinstanz den Beschwerdeführer neu in die Stufe 7 für BU und in die Unterklasse 10 für NBU – dem Durchschnittswert – eingereiht. Es er- folgten somit neu ab dem 1. Januar 2016 Erhöhungen in der BUV um zwei C-1366/2016 Seite 18 Stufen (von 5 auf 7) und in der NBUV um eine Unterklasse (von 9 auf 10 [Durchschnittswert]), was – zumindest bei der BU -Versicherung – eine massive Erhöhung des Prämiensatzes darstellt. 4.2 4.2.1 Die Vorinstanz begründete diese Erhöhung(en) in der Verfügung mit der gestiegenen Lebenserwartung und mit der Zunahme der Behandlungs- kosten (act. 13). In ihrem Einspracheentscheid (act. 15) begründet sie die Erhöhung mit dem neuen Tarif sowie (neu) mit dem Umstand, dass sie beim Beschwerdeführer die Erfahrungstarifier ung angewandt habe, auf- grund welcher sich ab 2011 generell und von 2013 auf 2014 im Speziellen eine Zunahme der Schadensumme in der BU sowie insbesondere in der NBU gezeigt habe. Dies habe zu einer Erhöhung der Prämie geführt, an- sonsten wäre die Prämie für allfällige künftige Leis tungen nicht mehr kos- tendeckend (vgl. Ziffern 6 bis 11 des Einspracheentscheides). In der Ver- nehmlassung und in der Duplik verwies die Vorinstanz erneut auf den neuen Tarif der C._______ (act. 16) sowie auf ein Schreiben des BAG vom 26. Februar 2015 (act. 10), welche beide Anlass geboten hätten, die Prä- miensätze aller bei ihr versicherten Betriebe zu überprüfen, anzupassen und auch mit den Anforderungen des BAG in Einklang zu bringen (BVGer- act. 10 Ziff. 8 und 9; BVGer-act. 17 Ziff. 2 sowie 8 -14). Die Überprüfung habe ergeben, dass der ursprüngliche Einreihungsentscheid einer Ände- rung bedurft habe. In diesem Sinne seien auch die Voraussetzungen einer Wiedererwägung vorliegend gegeben. Eine Anpassung der Prämiensätze an die Risikogemeinschaft sei notwendig und somit zulässig gewesen (BVG-act. 17 Ziffer 13-16). Schliesslich machte die Vorinstanz auch in der Duplik vom 14. September 2016 noch geltend, die Prämienerhöhung sei – unter Geltendmachung der clausula rebus sic stantibus – auf den neuen Tarif zurückzuführen (BVGer-act. 17 Ziffer 18 f.). 4.2.2 Der Beschwerdeführer liess geltend machen, die Erhöhung der Prä- mie lasse sich nicht mit der Einführung des neuen Tarif s der C._______ und mit der gestiegenen Lebenserwartung sowie der Zunahme der Be- handlungskosten der Risikogemeinschaft begründen. Die behaupteten hö- heren Schadenaufwendungen hätten sich im Tarif der Risikogemeinschaft, welcher der Beschwerdeführer zugeteilt worden sei, niederschlagen müs- sen, was eben nicht der Fall gewesen sei. Die Verhältnisse hätten sich seit dem Vertragsabschluss im Verlaufe des Jahres 2014 in keiner Weise ge- ändert. Der Vorinstanz sei es deshalb verwehrt, die sogenannte «clausula C-1366/2016 Seite 19 rebus sic stantibus» anzurufen. Vom zwischenzeitlichen Eintritt einer Äqui- valenzstörung könne keine Rede sein (BVGer-act. 2 Ziff. 1-3; BVGer-act.13 Ziffer 5 ff.). 4.2.3 Den Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer in der Ge- fahrenklassifikation des Tarifs neuen Nummern (641 in der BUV [vorher 64], 209 in der NBUV [vorher 12]) zugeteilt wurde (act. 13). Die Endprämi- ensätze in der BUV und in der NBUV blieben gleich (4.56 bzw. 16.23 Pro- mille), wobei in der BUV sich dieser Satz auf die Stufe 10 und in der NBUV auf die Unterklasse 10 bezog (vgl. act. 6 und 17). Inwieweit sich die Vor- instanz unter diesen Umständen bei der Neueinreihung, verbunden mit ei- ner massiven Prämienerhöhung (in der BUV von 2.21 auf 3,09 Promille; in der NBUV erfolgte eine Erhöhung von 14,95 auf 15,72 Promille), auf den Tarif berufen will, kann deshalb nicht nachvollzogen werden. In den Akten finden sich keine Hinweise dafür, dass sich die von der Vorinstanz geltend gemachte gestiegene Lebenserwartung oder die geltend gemachte Zu- nahme der Behandlungskosten im Prämientarif der C._______ in der Risi- kogemeinschaft «Hauspflegebetriebe» niedergeschlagen hätte. Insgesamt lässt sich die (mit der gestiegenen Lebenserwartung und Zunahme der Be- handlungskosten in der Berufskategorie de s Beschwerdeführers begrün- dete) Neueinreihung in die höhere Stufe bzw. in die höhere Unterklasse – in Eigenverantwortung der Vorinstanz – nicht mit dem neuen Tarif begrün- den. Im Einspracheentscheid, in der Vernehmlassung und in der Duplik macht die Vorinstanz denn auch nicht me hr hauptsächlich geltend, der neue Tarif sei Grund für die Prämienerhöhung, sondern sie bringt nun vor, der neue Tarif sei Anlass gewesen, die Einreihung zu überprüfen. Aller- dings wird auch in der Duplik in Ziff. 18 f. noch geltend gemacht, die Prä- mienerhöhung sei – unter Geltendmachung der clausula rebus sic stanti- bus – auf den neuen Tarif zurückzuführen, was aufgrund der Akten nicht nachvollzogen werden kann. Insgesamt kann die Neueinreihung bzw. die Prämienerhöhung wie dargestellt nicht auf den neuen Tarif zurückgeführt werden. 4.3 4.3.1 Weiter liess der Beschwerdeführer rügen, aus dem Schreiben des BAG vom 26. Februar 2015 (act. 10) lasse sich für die vorliegende Streit- sache nichts ableiten; dieses tauge nicht als Begründung für die angefoch- tene Prämienerhöhung, wie sie im Beschwerdeverfahren nachgeschoben werde. Selbst wenn das BAG die Vorinstanz angewiesen hätte, ausserta- riflich, aufgrund eines geschäftspolitischen Entscheides gewährte Rabatte zu korrigieren und tarifgemässe Durchschnittsprämien zu verlangen, C-1366/2016 Seite 20 könnte dies nicht als Grund für einen Verstoss gegen die Vertragstreue dienen. Es sei nicht Aufgabe des BAG, gesellschaftsindividuelle UVG-Prä- mientarife zu genehmigen (BVG-act. 13 Ziff. 12 f.). 4.3.2 Die Vorinstanz macht dazu geltend, die ser Aussage des Beschwer- deführers müsse widersprochen werden. Das BAG habe die Vorinstanz in ihrem Schreiben vom 26. Februar 2015 aufgefordert, die Risikoprämien so festzulegen, dass sie den Nettoprämien der Risikoklasse entsprächen. Die Erfahrungstarifierung habe ergeben, dass vorliegend eine Anpassung der Nettoprämiensätze erforderlich sei . Zudem sei der UVG -Tarif der C._______ sehr wohl von der Aufsichtsbehörde genehm igt worden (BVGer-act. 17 Ziff. 20 und 22). 4.3.3 Ob es sich beim Schreiben des BAG vom 26. Februar 2015 um eine reine Empfehlung oder um eine Anweisung zu einem bestimmten Tun auf- grund festgestellter genereller Mängel gehandelt hat, kann hier offenblei- ben. Im Schreiben des BAG wurde die Vorinstanz aufgefordert, die Net- toprämiensätze des Tarifs so festzulegen, dass keine systematische Quer- finanzierung zwischen Risikoklassen entstehe (act. 10). Soweit dieses Schreiben lesbar und nicht geschwärzt ist, ist ihm keine Anweisung zu ent- nehmen, die Einreihung des Beschwerdeführers und die entsprechenden Prämiensätze einseitig anzupassen. Somit beinhaltet dieses Schreiben an die Vorinstanz keine Erlaubnis, von der Rechtsordnung abzuweichen und ohne Begründung wie auch ohne Belege einseitig einen Vertrag abzuän- dern. Die Prüfung der Rechtmässigkeit einer individuell-konkreten Neuein- reihung bleibt im Übrigen dem Bundesverwa ltungsgericht vorbehalten (Art. 109 Bst. b UVG; so auch Urteil C-1362/2016 E. 5.3.3). 4.4 4.4.1 Weiter liess der Beschwerdeführer sinngemäss vorbringen, die Vorinstanz sei darauf zu behaften, dass sie b eim Abschluss des Vertrags Preisnachlässe im Gewand von unter den Durchschnittswerten liegenden Stufen respektive Unterklassen festgelegt habe. Aus der Erfahrungstarifie- rung ergebe sich, dass der Beschwerdeführer rein rechnerisch in die BU - Gefahrenstufe 10 und die NBU -Unterklasse 10 einzuteilen wäre, w as der Durchschnitts- oder Basisprämie der Risikogemeinschaft entspräche. Es sei davon auszugehen, dass auch im Jahre 2014 eine Erfahrungstarifie- rung vorgenommen worden sein müsse, wobei der Beschwerdeführer im Rahmen eines geschäftspolitischen Entscheids – im Vergleich zum per 1. Januar 2016 angehobenen Prämienniveau – von einem grösseren Prä- mienrabatt profitiert habe. Diesbezügliche Details blieben indessen im C-1366/2016 Seite 21 Dunkeln. Jedenfalls blieben die Erklärungsversuche für ein verschlechter- tes Schadenrendement schleierhaft, da die jährlichen Schadenaufwendun- gen im Zeitraum von 2009 bis 2015 bei der BUV stets unter der gemäss Police veranschlagten Risikoprämie gelegen hätten und bei der NBUV le- diglich im Jahr 2014 höher als die Nettoprämie gewesen seien. Über eine längere Zeitdauer betrachtet, lasse sich keine zu tiefe Prämie ermitteln (BVGer-act. 13 Ziff. 5 ff.). 4.4.2 Die Vorinstanz wendet dagegen ein, sie sei berechtigt gewesen, eine Anpassung der Prämiensätze aufgrund der Risikoerfahrung vorzunehmen. Es sei nicht von der Hand zu weisen, dass die Vorinstanz mit dem damali- gen Entscheid eine gewisse Kulanz zu Gunsten des Beschwerdeführers habe walten lassen. Daraus könne aber kein genereller Vertrauensschutz für die Zukunft abgeleitet werden. Die Erhöhung der Prämiensätze sei auf- grund der korrekten Anwendung der Erfahrungstarifierung, welche gezeigt habe, dass die Schadensumme im Verlauf der Ja hre zugenommen habe, rechtmässig erfolgt. Insbesondere im Bereich des Nichtberufsunfalls sei die Schadensumme im Jahr 2014 erheblich gestiegen (BVGer-act. 17 Ziff. 10 ff.). 4.4.3 Aus den Akten ist nicht ersichtlich, ob die Vorinstanz die ursprüngli- che Einreihung unter Anwendung des Systems der Basisprämie oder unter Anwendung der Erfahrungstarifierung (zusätzliche Berücksichtigung der betriebsindividuellen Risikoerfahrung) vorgenommen hat. Die Vorinstanz weist jedoch darauf hin, dass sie bei Vertragsbeginn hinsichtlich der Zutei- lung der Stufen und Unterklassen eine gewisse Kulanz zu Gunsten des Beschwerdeführers habe walten lassen und sich daraus kein unbefristeter Vertrauensschutz ableiten liesse. Bereits ab 2011 hätten die Schadenfälle zugenommen. Sie führt also sinngemäss aus, bereits bei Vertragsab- schluss habe ein höheres Risiko bestanden. 4.4.4 Das Bundesverwaltungsgericht geht davon aus, dass die ursprüngli- che Einreihung im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses rechtskonform und unter Wahrung der einschlägigen Prinzipien der Gegenseitigkeit und Risi- kogerechtigkeit zustande gekommen ist und dass die Vorinstanz sich bei der ursprünglichen Einreihung – im Rahmen des ihr zustehenden grossen Ermessens – auf objektive Kriterien gestützt hat (vgl. dazu statt vieler Urteile d es BVGer C -1362/2016 vom 23. März 2017 E. 5.6 sowie C-1365/2015 vom 24. August 2017 E. 4.4.3). Konkrete Hinweise, welche auf eine ursprünglich fehlerhafte Einreihung schliessen liessen, sind weder C-1366/2016 Seite 22 aus den Erwägungen in der Verfügung vom Oktober bzw. im Ei nsprache- entscheid vom 17. Dezember 2015 noch aus den im Beschwerdeverfahren getätigten Ausführungen der Vo rinstanz noch aus ihren Akten ersichtlich und werden von der Vorinstanz vorliegend auch nicht substantiiert geltend gemacht. In der Vernehmlassung und in der Duplik wird zwar in allgemeiner Weise das Verfahren für eine Einreihung erläutert. Fallbezogene Zahlen oder Daten, welche eine ursprünglich falsche Einreihung belegen würden, z.B. zur Erfahrungstarifierung der Risikogruppe «Heimpflegebetriebe» oder Erfahrungstarifierung des Beschwerdeführers, fehlen vollständig (vgl. Anhang 1.1. des Tarifs 2016 [act. 16 S. 16 f.), ebenfalls Zahlen oder Daten zu den Schadenrückstellungen dieser Risikogruppe (vgl. Anhang 1.3 S. 18 f.). In den Akten finden sich dazu n ur fiktive Beispiele (Anhang 2). Insbesondere konkrete Zahlen für die Risikogruppe «Heimpflegebetriebe», auf welche sich die Vorinstanz stützen könnte, liegen keine vor. Weder in der Verfügung, im angefochtenen Einspracheentscheid noch in der Ver- nehmlassung oder in der Duplik befindet sich ein Aktenstück, welches die ursprüngliche Falscheinreihung bzw. die Notwendigkeit der Neueinreihung im konkreten Fall mit Zahlen begründen oder belegen würde. Die Vor - instanz hat diesbezüglich die Folgen des Nichtnachweis es zu tragen. Auf Art. 92 Abs. 5 UVG kann sich die Vorinstanz im Zusammenhang mit einer ursprünglichen Falscheinreihung ohnehin nicht berufen, sondern nur bei einer notwendigen neuen Einreihung (vgl. Urteile des BVGer C-1368/2016 vom 8. Mai 2017 E. 5.6.2 in fine und C-1365/2016 vom 24. August 2017 E. 4.4.3). 4.4.5 Soweit die Vorinstanz die Prämienerhöhung in ihrem Einspracheent- scheid mit der Erfahrungstarifierung und demnach mit einer Änderung des Risikos bzw. mit einer deutlichen Zunahme der Schadensummen, mithi n einer erheblichen Veränderung der Verhältnisse begründet, ist ihr Folgen- des entgegen zu halten: 4.4.5.1 Betreffend der nachträglich durchgeführten und vorliegend ins Recht gelegten Erfahrungstarifierung, welche gemäss UVG -Tarif der C._______ zu einer nachträgli chen Umstufung resp. Umklassierung be- rechtigen würde (vgl. dazu act. 16 Ziff. 6.1 f. S. 4 f.), ist zunächst darauf hinzuweisen, dass bei dieser Methode mit mathematischen Modellen die individuelle Schadenserfahrung eines Betriebes untersucht und diese der Gesamtbelastung aus allen UVG-Verträgen eines Versicherers (in dersel- ben Risikoklasse) gegenübergestellt wird. Neben der Schadenerfahrung des gesamten Bestands wird somit auch zusätzlich die individuelle Scha-C-1366/2016 Seite 23 denerfahrung berücksichtigt, indem aus dem Schad enverlauf in der Ver- gangenheit Rückschlüsse auf die Risikomerkmale des individuellen Risi- kos und damit auf dessen risikoadäquate Prämie gezogen werden. Das heisst, die Erfahrungstarifierung ist als zusätzlicher und nicht als isoliert zu betrachtender Risik ofaktor zu berücksichtigten (vgl. Urteil des BGer U 502/05 vom 16. November 2006 E. 2 und E. 3.3; in diesem Sinne auch der Wortlaut des UVG-Tarifs der C._______ [Ausgabe 01.2016], act. 16 Bst. D Ziff. 1.1 S. 15, vgl. auch E. 2.8 hiervor). 4.4.5.2 Denn Grundlage für die Ermittlung des Unfallrisikos eines Betriebes bildet immer noch die nach mathematisch-statistischen Methoden erfasste Risikoerfahrung innerhalb der Risikogemeinschaft, zu welcher das Unter- nehmen gehört, während einer Beobachtungsperiode. Die daraus sich er- gebende Prämie stellt einen für alle Betriebe der betreffenden Risikoge- meinschaft gültigen Referenzwert dar. Die einheitliche Erhebung dieser Durchschnittsprämie innerhalb derselben Risikogemeinschaft entspräche denn auch dem Solidaritätsprinzip, das Unfallrisiko durch eine Vielzahl von Betrieben gemeinsam abdecken zu lassen. Da dieses Prinzip indessen nicht überstrapaziert werden darf, sind signifikant nicht mehr im Bereich der üblichen Zufallsschwankungen liegende Abweichungen der Za hl und der Kosten der Unfälle und Berufskrankheiten vom statistisch zu erwarten- den Wert als sekundäres Risikomerkmal bei der Prämienbemessung für den betreffenden Betrieb mitzuberücksichtigen. Dadurch wird erreicht, dass überdurchschnittlich hohe Fehlbeträ ge nicht auf die Gesamtheit der übrigen Betriebe der Risikogemeinschaft abgewälzt werden. Umgekehrt soll nicht nur die Risikogemeinschaft, sondern auch der einzelne Betrieb selbst von seinen besonders günstigen Versicherungsergebnissen (Zahl und Kosten der Unfälle und Berufskrankheiten) profitieren (vgl. BGE 112 V 318 E. 3 und E. 5c; Urteil des BGer U 241/03 vom 2. Juni 2004 E. 3.2.1). Die Erfahrungstarifierung dient somit – soweit die Voraussetzungen für ihre Anwendbarkeit erfüllt sind – als Hilfsmittel, u m ein Überstrapazieren des Solidaritätsprinzips zu verhindern. 4.4.5.3 Wie bereits ausgeführt (E. 4.2.3 hiervor), ist laut Tarif das Risiko der Risikogemeinschaft «Hauspflegebetriebe» in der BUV und NBUV gleich- geblieben. Spezifische Tatsachen oder Verhältnisse, welche eine Erhö- hung der Stufe (BUV) respektive der Unterklasse (NBUV) zu rechtfertigen vermöchten, werden von der Vorinstanz vorliegend nicht substantiiert vor- gebracht oder gar nachgewiesen und sind auch aus den Akten nicht er- sichtlich. Im Weiteren ist auch unklar, ob die erstmalige Einreihung unter C-1366/2016 Seite 24 Anwendung des Systems der Basisprämie oder unter Anwendung der Er- fahrungstarifierung erfolgte (E. 4.4.3 hiervor). Zudem wurde bereits auf die fehlenden fallbezogenen Zahlen oder Daten zur Erfahrungstarifierung der Risikogruppe «Heimpflegebetriebe» und fehlenden Zahlen oder D aten zu den Schadenrückstellungen dieser Risikogruppe hingewiesen (E. 4.4.4 hiervor). Bereits aus diesem Grund lässt sich die Neueinreihung nicht rechtsgenüglich nachvollziehen, da aufgrund der vollständig fehlenden Da- ten der Risikogruppe «Heimpflegebetriebe» nicht beurteilt werden kann, ob das Solidartätsprinzip durch die zusätzlich zu berücksichtigende betriebs- individuelle Risikoerfahrung des Beschwerdeführers (Erfahrungstarifie- rung) überstrapaziert wird (vgl. E. 4.4.5.2 hier vor). Zudem erweist sich auch die durchgeführte Erfahrungstarifierung insofern als nicht nachvoll- ziehbar, als auch hier die zur Berechnung erforderlichen Daten zu den Schadenrückstellungen vollständig fehlen (vgl. act. 16 Bst. D Anhänge 1.1. und 1.2 S. 18 f.). Zudem ist vorliegend darauf hinzuweisen, dass der Be- schwerdeführer lediglich in der NBUV die erforderliche Limite mindestens einmal erreicht hat. Gemäss den anwendbaren Tarifbestimmungen hätte demnach eine Erfahrungstarifierung lediglich in diesem Ver sicherungs- zweig angewandt werden dürfen (vgl. act. 16 Bst. D Ziff. 1.1, Ziff. 2 und Ziff. 4 [insb. zweiter Absatz]), während eine höhere Einstufung in der BU nicht mit der durchgeführten Erfahrungstarifierung hätte begründet werden können. 4.4.5.4 Doch selbst wenn auf die durchgeführte Erfahrungstarifierung ab- zustellen wäre, ist darauf hinzuweisen, dass gemäss dem eingereichten Berechnungsblatt (vgl. act. 12) – worauf der Beschwerdeführer auch zu- treffend hinweist – die Nettoprämien die Unfallkosten in der vorliegend ein- schlägigen sechsjährigen Beobachtu ngsperiode (2009 bis 2014; vgl. act. 16 Bst. D S. 15 f.) insgesamt überstiegen. In der BUV waren die Netto-Prämien stets höher als die Unfallkosten. In der NBUV waren die Unfallkosten lediglich in den Jahren 2009 ( gerundet Fr. 307.-) und 2014 (gerundet Fr. 25'699.-) höher als die Netto-Prämien. Insgesamt waren die Nettoprämien indes auch in der NBUV höher als die Unfallkosten. Der durchschnittliche Schadenaufwand belief sich in der BUV (Fr. 650.-) auf le- diglich 23 % der erhobenen Prämie (Fr. 2'790.- [= 1.7 ‰ der durchschnitt- lichen Jahreslohnsumme von Fr. 1'641'229.-]); in der NBUV (Fr. 14'688.-) lag er bei 78 % (Fr. 18'620.- [12.03 ‰ der durchschnittlichen Jahreslohn- summe von Fr. 1'547'876.-]). Einzig aus dem Umstand, dass sich die Scha- densumme insbesondere in der NBUV von 2013 auf 2014 markant erhöht habe, lässt sich mithin eine Erhöhung der Unterklasse nicht begründen, C-1366/2016 Seite 25 handelt es sich doch aufgrund der dem Bunde sverwaltungsgericht vorlie- gend zur Verfügung stehenden Dat en (vgl. act. 12) lediglich um eine Ab- weichung, die sich im Bereich der üblichen Zufallsschwankung bewegt und für sich alleine keine Erhöhung der Prämie zu rechtfertigen vermag, zumal – wie bereits dargelegt (E. 4.4.5.3 hiervor) – aufgrund der fehlenden Daten nicht ersichtlich ist, inwiefern das Solidaritätsprinzip in der Risikogemein- schaft «Hauspflegebetriebe» durch diesen einmaligen Ausreisser überstra- paziert sein soll. 4.4.6 Damit hat die Vorinstanz die Folgen der Beweis losigkeit zu tragen. Die Voraussetzungen für die Neueinreihung bzw. für eine einseitige Ver- tragsanpassung – mit Art. 92 Abs. 5 UVG als gesetzliche Grundlage – lie- gen nicht vor. Falls also die Vorinstanz geltend machen will, dass nach Ver- tragsabschluss eine erhebliche Risikoerhöhung bekannt geworden sei, so ist dies weder nachvollziehbar begründet noch belegt und die Neueinrei- hung ist rechtswidrig. Unerheblich bleibt deshalb, dass in einem durch Art. 92 Abs. 5 UVG gedeckten Fall – welcher hier nicht vorliegt – der Be- schwerdeführer kein Kündigungsrecht hätte. 5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Neueinreihung nicht nachvoll- ziehbar begründet ist. Einerseits lässt sich die (mit der gestiegenen Le- benserwartung und Zunahme der Behandlungsk osten in der Beruf skate- gorie des Beschwerdeführers begründete) Neueinreihung in die höhere Stufe bzw. in die höhere Unterklasse – in Eigenverantwortung der Vor - instanz – nicht mit dem neuen Tarif begründen. Andererseits kann der Vorinstanz nicht gefolgt werden, soweit sie argumentiert, es sei nach Ver- tragsabschluss eine wesentliche Risikoänderung bekannt geworden , da eine solche weder nachvollziehbar begründet noch belegt ist. Die Neuein- reihung erweist sich demnach als rechtswidrig (vgl. hierzu auch Urteil C-1362/2016 E. 5.5.2). Die Voraussetzungen für eine einseitige Vertrags- änderung liegen nic ht vor. Der vorliegend angefochtene Einspracheent- scheid, welcher die Verfügung vom „Oktober 2015“ ersetzt hatte, ist damit ersatzlos aufzuheben. Bei diesem Ergebnis erübrigt sich eine nähere Prü- fung der im Zusammenhang mit der Erhöhung der Prämienbestandteile (Verwaltungskostenzuschlag etc.) vorgebrachten Rüge. Festzuhalten bleibt, dass sich die Vorinstanz rechtsprechungsgemäss (BGE 131 V 431 E. 6) nicht auf Art. 113 Abs. 3 UVV bezieh ungsweise Art. 92 Abs. 5 UVG stützen kann, wenn sie die übrigen Prämienbestandteile erhöhen will. Schliesslich braucht mit Blick auf das vorliegende Ergebnis auch der vom Beschwerdeführer erhobene Vorwurf der Verletzung von Treu und Glauben C-1366/2016 Seite 26 im Sinne von Art. 9 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos- senschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101) nicht mehr geprüft zu werden (vgl. zum Ganzen auch Urteile des BVGer C-1362/2016 und C-1363/2016 E. 5.7/5.5 und 6). 6. Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient- schädigung. 6.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Infolge Gut- heissung der Beschwerde sind dem Beschwerdeführer keine Verfahrens- kosten aufzuerlegen. Der von ihm geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1‘500.- ist ihm nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzu- erstatten. Der Vorinstanz werden ebenfalls keine Verfahrenskosten aufer- legt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 6.2 Der obsiegende, anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 des Reglements vom 21. Feb- ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal- tungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädi- gung zu Lasten der Vorinstanz. Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). Unter Berücksichtigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen und aktenkundigen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilenden Verfahrens ist die Parteient- schädigung auf insgesamt Fr. 4‘000. - festzusetzen (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer; Art. 9 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 VGKE). Die unterliegende Vorinstanz als Bundesbehörde (BGE 127 V 205) hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbin- dung mit Art. 7 Abs. 3 und 4 VGKE). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde vom 2 9. Januar 2016 wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist, und der Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2015 wird aufgehoben. C-1366/2016 Seite 27 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1‘500.- wird ihm nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Dem Beschwerdeführer wird zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädi- gung in der Höhe von Fr. 4‘000.- zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Zahlungsformular) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Gesundheit, Direktionsbereich Kranken - und Un- fallversicherung (Einschreiben) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Christoph Rohrer Milan Lazic Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter- schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).