<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00464</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205617&amp;W10_KEY=13013563&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00464</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.01.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Neubau eines Schulhauses Erschliessung: Angesichts der vorgesehenen Bewerbung und der mutmasslichen Nutzungsintensität erscheint die Dimensionierung der dienstbarkeitsbelasteten Zufahrtswege als genügend. Dies gilt umso mehr, als das Schulhaus neben dem Zugang über die N-Strasse unbestrittenermassen über mindestens fünf weitere Zufahrtsmöglichkeiten verfügt (E. 3.1). Privatrechtliche Institute sind im Baubewilligungsverfahren dann zu prüfen, wenn sie baupolizeilich relevant sind, wie z.B. die (privat-)rechtliche Sicherung der dauernden und jederzeit bestimmungsgemässen Benutzung einer Zufahrt oder die Parzellarordnung. Vorliegend sprechen die Entstehungsgeschichte der Dienstbarkeit und die Planungsentwicklung dafür, dass sich die mit dem Bauvorhaben verbundene Beanspruchung der Wegparzellen im zulässigen Rahmen hält; zumindest kann von einer offensichtlichen Missachtung der Parzellarordnung keine Rede sein (E. 3.2). Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DIENSTBARKEIT">DIENSTBARKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DIENSTBARKEITSVERTRAG">DIENSTBARKEITSVERTRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEHRBEANSPRUCHUNG">MEHRBEANSPRUCHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATRECHT">PRIVATRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUFAHRTSWEG">ZUFAHRTSWEG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 238 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 317 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 360 Abs. III PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 1 VRG</span><br/><span class="gerade">Art. 739 ZGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich erteilte der Stadt ZÃ¼rich am 21. Dezember 2004 die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Neubau eines Schulhauses auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 an der L-Strasse in ZÃ¼rich. Angesichts der starken Zunahme der SchÃ¼lerzahl im Schulkreis W betrieb die Stadt ZÃ¼rich seit 1996 ein Provisorium, das nunmehr durch den fÃ¼r 12 Klassen bzw. bis zu 160 SchÃ¼lern konzipierten "Neubau Oberstufenschulhaus M" ersetzt werden soll. GemÃ¤ss Baubewilligung sind 13 AutoabstellplÃ¤tze sowie ein Unterstand fÃ¼r 90 FahrrÃ¤der anzulegen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Hiergegen erhoben die A AG einerseits und B sowie die C AG anderseits Rekurs und beantragten, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und die Bewilligung zu verweigern.</p> <p class="Urteilstext">Nachdem die Baurekurskommission I am 28. Juni 2005 mit den Parteien einen Augenschein durchgefÃ¼hrt hatte, hiess sie die vereinigten Rekurse am 19. August 2005 insoweit gut, als die Bauherrschaft eingeladen wurde, den Velounterstand nicht an der sÃ¼dwestlichen Grenze gegenÃ¼ber der A AG zu erstellen, sondern in den nÃ¶rdlichen Bereich des Schulareals zu verlegen und vor Baubeginn die entsprechenden PlÃ¤ne bewilligen zu lassen (Disp.-Ziff. 2 in Verbindung mit ErwÃ¤gung 6.3). Im Ãbrigen wies die Kommission die Rekurse ab, soweit sie darauf eintrat.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Mit Beschwerde vom 22. September 2005 liessen die unterlegenen Rekurrenten dem Verwaltungsgericht beantragen:</p> <p class="Urteilstext">"1. Der angefochtene Beschluss sei, soweit die Rekurse abgewiesen worden sind, aufzuheben; demgemÃ¤ss sei der Entscheid der Bausektion der Stadt ZÃ¼rich vom 21. Dezember 2004 vollumfÃ¤nglich aufzuheben und sei die baurechtliche Bewilligung zu verweigern;</p> <p class="Urteilstext"> 2. Die Vernehmlassungen der Beschwerdegegnerinnen seien den BeschwerdefÃ¼hrern zur Stellungnahme, zumindest aber zur Kenntnisnahme, zuzustellen;</p> <p class="Urteilstext"> 3. Es sei ein Augenschein durchzufÃ¼hren;</p> <p class="Urteilstext"> 4. Den BeschwerdefÃ¼hrern sei fÃ¼r dieses und (unter Aufhebung von Dispositiv Ziffer IV des angefochtenen Beschlusses) fÃ¼r das vorinstanzliche Verfahren je eine angemessene UmtriebsentschÃ¤digung zuzusprechen;</p> <p class="Urteilstext"> 5. Es seien die Kosten dieses Verfahrens (und unter Aufhebung von Dispositiv Ziffer III des vorinstanzlichen Verfahrens, soweit die Kosten des Rekursverfahrens den BeschwerdefÃ¼hrern auferlegt wurden) vollumfÃ¤nglich den Beschwerdegegnern aufzuerlegen."</p> <p class="Urteilstext">In ihrer Vernehmlassung vom 7. Oktober 2005 schloss die Baurekurskommission I ohne weitere Bemerkungen auf Abweisung der Beschwerde. Denselben Antrag stellten die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich sowie namens der Stadt ZÃ¼rich die Vorsteherin des Hochbaudepartements in ihren Beschwerdeantworten vom 31. Oktober bzw. 16. November 2005; Letztere verlangte Ã¼berdies eine ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">Auf die ErwÃ¤gungen der Vorinstanz und die Parteivorbringen wird, soweit wesentlich, in den nachfolgenden UrteilsgrÃ¼nden zurÃ¼ckgekommen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><i><span> </span></i></p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Behandlung von Beschwerden gegen Entscheide der Baurekurskommissionen zustÃ¤ndig.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind BenÃ¼tzer oder EigentÃ¼mer von Liegenschaften in der unmittelbaren NÃ¤he des BaugrundstÃ¼cks. Damit sind sie von der angefochtenen Baubewilligung mehr als irgendwelche Dritte oder die Allgemeinheit in ihren eigenen tatsÃ¤chlichen oder rechtlichen Interessen betroffen. GestÃ¼tzt auf § 338a Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) sind sie daher zur Beschwerde legitimiert. Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist deshalb einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden ersuchen um DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins. Im vorliegenden Fall hat bereits die Vorinstanz am 28. Juni 2005 einen Augenschein durchgefÃ¼hrt. Auf die bei dieser Gelegenheit gewonnenen Erkenntnisse, die im Protokoll des Rekursverfahrens festgehalten sind, darf auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren abgestellt werden <span class="UrteilstextChar">(RB 1981 Nr. 2)</span>. Da der massgebliche Sachverhalt aufgrund des vor­instanzlichen Augenscheins sowie der bei den Akten liegenden Fotografien mit hinreichender Deutlichkeit dokumentiert ist, kann auf die DurchfÃ¼hrung eines verwaltungsgerichtlichen Augenscheins verzichtet werden (RB 1995 Nr. 12 = BEZ 1995 Nr. 32, mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>GemÃ¤ss § 58 Satz 2 VRG genÃ¼gt im Beschwerdeverfahren in der Regel ein einziger Schriftenwechsel. Aufgrund des GehÃ¶rsanspruchs in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) muss dagegen ein zweiter Schriftenwechsel zwingend durchgefÃ¼hrt werden, wenn das Gericht auf neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und rechtliche Vorbringen abstellen will, die erst in der Beschwerdeantwort vorgebracht wurden (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 58 N. 10). </p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz schloss ohne weitere Bemerkungen auf Abweisung der Beschwerde. Die Rechtsschriften der Beschwerdegegnerschaft enthalten weder neue rechtliche Vorbringen noch tatsÃ¤chliche Behauptungen; Letztere wÃ¤ren abgesehen davon in aller Regel auch unzulÃ¤ssig (vgl. § 52 Abs. 2 VRG). Die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels erÃ¼brigt sich damit.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden halten dem Bauvorhaben einerseits mangelnde Erschliessung und anderseits ungenÃ¼gende Einordnung entgegen. Die im Rekursverfahren zusÃ¤tzlich erhobenen und von der Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesenen RÃ¼gen der fehlenden Richtplanung sowie der Zonenwidrigkeit werden nicht mehr vorgebracht.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>GemÃ¤ss Servitutenprotokoll besteht zu Gunsten des BaugrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 01 ein jederzeitiges und unbeschrÃ¤nktes Fuss- und Fahrwegrecht auf den privaten StrassengrundstÃ¼cken Kat.-Nrn. 02 und 03. Dem Ausbaustandard nach handelt es sich bei diesen dienstbarkeitsbelasteten GrundstÃ¼cken um Zufahrtswege gemÃ¤ss den technischen Anforderungen im Anhang zu den Normalien Ã¼ber die Anforderungen an ZugÃ¤nge vom 9. Dezember 1987 (Zugangsnormalien). In Anbetracht der vorgesehenen Bewerbung und mutmasslichen NutzungsintensitÃ¤t erscheint diese Dimensionierung als genÃ¼gend. Dies gilt umso mehr, als das Schulhaus neben dem Zugang von der N-Strasse her Ã¼ber die Wegparzelle Kat.-Nr. 03 unbestrittenermassen Ã¼ber mindestens fÃ¼nf weitere ZugangsmÃ¶glichkeiten verfÃ¼gt. Wie die Vorinstanz ausgefÃ¼hrt hat, weist der Pausenplatz auf der Ostseite des Schulhausareals einen Hartbelag auf und eignet er sich daher als Zufahrt fÃ¼r SanitÃ¤ts- und Feuerwehrautos. Mit der blossen Behauptung, dass "PausenplÃ¤tze (â¦) nicht Bestandteil der Zufahrtswege zum Schulhaus" bildeten, vermÃ¶gen die BeschwerdefÃ¼hrenden diese Feststellung nicht zu entkrÃ¤ften. Vielmehr ist allgemein bekannt, dass mit Hartbelag versehene Schulhausareale auch als Zufahrt und zu Umschlagszwecken Verwendung finden. Im Ãbrigen stellt die RÃ¼cksichtnahme auf die bestehende Siedlungsstruktur in stÃ¤dtischen VerhÃ¤ltnissen oftmals einen wichtigen Grund im Sinn von § 360 Abs. 3 PBG dar, der Erleichterungen gegenÃ¼ber den Regelmassen der Zugangsnormalien erlaubt (vgl. RB 1983 Nr. 97).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Vorinstanz hat die RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrenden zurÃ¼ckgewiesen, wonach die Benutzung der Wege Kat.-Nrn. 02 und 03 eine im Sinn von Art. 739 des Zivilgesetzbuchs (ZGB) unzulÃ¤ssige Mehrbeanspruchung der Dienstbarkeit darstelle. Beim Abschluss des Dienstbarkeitsvertrags seien die Parteien von der Ãberbaubarkeit des streitbetroffenen GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 01 ausgegangen. Die Parzelle habe stets in einer Bauzone gelegen, und die vorgesehene Zuweisung zu einer GrÃ¼nzone gemÃ¤ss Nutzungsplanung von 1946 sei nie in Kraft getreten. Mit dem In-Kraft-Treten der Bau- und Zonenordnung 1963 und der Festsetzung einer Wohnzone "B" fÃ¼r das BaugrundstÃ¼ck wÃ¤re die Servitut bei einer zonengemÃ¤ssen Ãberbauung weit stÃ¤rker in Anspruch genommen worden als mit dem projektierten Schulhaus. Die Zufahrt sei daher im Sinn von § 237 Abs. 4 PBG rechtlich gesichert.</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrenden erneuern ihren im Rekursverfahren vorgetragenen Standpunkt, dass das fragliche Areal bei Abschluss des Dienstbarkeitsvertrags einer GrÃ¼nzone hÃ¤tte zugeteilt werden sollen. Auch wenn es nicht dazu gekommen sei, hÃ¤tten die damaligen Parteien nicht mit einer spÃ¤teren Ãberbauung rechnen mÃ¼ssen. Das heute auf dem streitbetroffenen GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 bestehende WerkgebÃ¤ude lÃ¶se nur einen sehr geringen Verkehr aus; nach Realisierung des Schulhauses wÃ¼rde dieser Ã¼bermÃ¤ssig anschwellen.</p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 317 PBG und § 1 VRG richtet sich die Wahrung privatrechtlicher AnsprÃ¼che grundsÃ¤tzlich nach dem Privatrecht im zivilprozessualen Verfahren. Privatrechtliche Institute sind im Baubewilligungsverfahren dann zu prÃ¼fen, wenn sie baupolizeilich relevant sind, wie z.B. die (privat-)rechtliche Sicherung der dauernden und jederzeit bestimmungsgemÃ¤ssen Benutzung einer Zufahrt oder die Parzellarordnung (vgl. RB 1999 Nr. 124 = BEZ 1999 Nr. 32 E. 3, mit Hinweisen; VGr, 1. Juni 2005, VB.2005.00022). Im Ãbrigen sind die privat- und die Ã¶ffentlichrechtlichen Behelfe voneinander unabgÃ¤ngig (BGr, 20. Dezember 2002, 5C.173/2002). Nach den Ã¼berzeugenden AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz sprechen die Entstehungsgeschichte der Dienstbarkeit und die Planungsentwicklung dafÃ¼r, dass sich die mit dem Bauvorhaben verbundene Beanspruchung der Wegparzellen im zulÃ¤ssigen Rahmen hÃ¤lt; zumindest kann von einer offensichtlichen Missachtung der Parzellarordnung hier keine Rede sein. Es steht den BeschwerdefÃ¼hrenden nach dem Gesagten jedoch frei, die behauptete Verletzung der Servitut gemÃ¤ss der in BGE 122 III 358 dargelegten hÃ¶chstrichterlichen Praxis auf zivilprozessualem Weg zu bekÃ¤mpfen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>GemÃ¤ss § 238 Abs. 1 PBG sind Bauten, Anlagen und Umschwung fÃ¼r sich und in ihrem Zusammenhang mit der baulichen und landschaftlichen Umgebung im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird. Die Vorinstanz hat die von der Rechtsprechung zu dieser Bestimmung entwickelten GrundsÃ¤tze zutreffend dargelegt; darauf kann verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG).</p> <p class="Urteilstext">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen im Sinn von § 50 Abs. 2 VRG sowie gemÃ¤ss § 51 VRG eine fÃ¼r den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden. Hat die Baurekurskommission einen Einordnungsentscheid der kommunalen BehÃ¶rde bestÃ¤tigt, so kann vor Verwaltungsgericht nur geltend gemacht werden, die Rekursinstanz sei zu Unrecht zum Ergebnis gelangt, der erstinstanzliche Entscheid bewege sich im Rahmen des der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde zustehenden Ermessensspielraums. Das Verwaltungsgericht Ã¼berprÃ¼ft dann lediglich, ob die Rekursinstanz die Ã¤sthetische WÃ¼rdigung der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde als vertretbar hat beurteilen dÃ¼rfen; nimmt es statt dessen eine eigene umfassende Beurteilung der Gestaltung und der Einordnung des Bauvorhabens vor, so Ã¼berschreitet es in willkÃ¼rlicher Weise seine eigene Kognition und verletzt damit gleichzeitig die Gemeindeautonomie (BGr, 21. Juni 2005, 1P.678/2004, www.bger.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die Vorinstanz hat erwogen, dass die Umgebung des Schulhauses durch die HochhÃ¤user dominiert werde, wÃ¤hrend im Ãbrigen die bestehende Freihaltezone das Gebiet charakterisiere. Das bauliche Umfeld zeichne sich nicht besonders aus, sondern werde durch die bestehende Blockrandbebauung geprÃ¤gt. Der Binnenbereich des Hofs sei mit Zeilen- und SolitÃ¤rbauten aus verschiedenen Zeitepochen besetzt. Das gegenÃ¼ber 74 anderen Projekten siegreich gebliebene Vorhaben "E" schaffe seinem Namen gemÃ¤ss ein Scharnier zwischen den beiden Freihaltezonen im Nordwesten und SÃ¼dosten. Die Skelettstruktur in Beton fÃ¼hre zusammen mit den grossflÃ¤chigen Verglasungen der HauptbaukÃ¶rper zu einem eleganten und durchlÃ¤ssigen Bau. Durch seine EigenstÃ¤ndigkeit passe dieser auch in das Umfeld zwischen HochhÃ¤usern und dem Ã¼brigen heterogenen Umfeld.</p> <p class="Urteilstext">Dem halten die BeschwerdefÃ¼hrenden entgegen, dass die bauliche Umgebung nicht von den HochhÃ¤usern, sondern von der Freihaltezone und den unmittelbar anstossenden Nachbarliegenschaften dominiert werde. Dass der in einen freien Hofraum gesetzte SolitÃ¤rbau ein Scharnier zwischen den angrenzenden Freihaltezonen und eine Verbindung zu den HochhÃ¤usern bilde, treffe nicht zu. Der massige KÃ¶rper des Schulhauses, der gegenÃ¼ber dem GebÃ¤ude der BeschwerdefÃ¼hrenden nur den MindestgebÃ¤udeabstand einhalte, erdrÃ¼cke die umliegenden Bauten geradezu. Mit dem Projekt ginge die bisherige FreiflÃ¤che zwischen den HochhÃ¤usern und der Liegenschaft der BeschwerdefÃ¼hrenden verloren und entwerte letztere. Von einer urbanen Verbesserung kÃ¶nne entgegen der Auffassung der Vorinstanz Rede sein.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Mit der Vorinstanz ist dem Schulhausprojekt eine hohe architektonische QualitÃ¤t zu bescheinigen. Die Gliederung des BaukÃ¶rpers in drei Vertikaltrakte, die Verglasung der HauptbaukÃ¶rper sowie die Skelettstruktur in Beton bewirken, dass das GebÃ¤ude trotz einer LÃ¤nge von 76.28 m und einer Breite von 23.08 m keineswegs massig wirkt. Vielmehr sticht das Schulhaus als Zweckbau aus gleichartigen Objekten Ã¤sthetisch positiv hervor. Das Volumen des streitbetroffenen Projekts ist durch die rÃ¤umlichen BedÃ¼rfnisse der Bauherrschaft weitgehend bestimmt; im Ãbrigen steht es dem GrundeigentÃ¼mer nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung â unter hier nicht vorliegenden AusnahmefÃ¤llen â grundsÃ¤tzlich frei, die ihm gemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung zustehenden Baumasse auszuschÃ¶pfen (RB 1992 Nr. 66). Die BeschwerdefÃ¼hrenden widersprechen der Vorinstanz nicht, dass in der Umgebung des BaugrundstÃ¼cks sehr verschiedene GebÃ¤udearten und Stilrichtungen vorzufinden sind. Dieser Umstand wiederum erhÃ¶ht den gestalterischen Spielraum eines Bauherrn, der sich nicht an einer bestimmten Stil- und Formensprache zu orientieren hat. Wenn die Vorinstanz dem angefochtenen Vorhaben zumindest die von § 238 Abs. 1 PBG verlangte befriedigende Gestaltung zuerkannt hat, ist dieser Entscheid in keiner Weise rechtsverletzend.</p> <p class="Urteilstext"><span>Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang werden die BeschwerdefÃ¼hrenden kostenpflichtig und kÃ¶nnen von vornherein keine ParteientschÃ¤digung beanspruchen (§ 70 VRG in Verbindung mit § 13 Abs. 2 und § 17 Abs. 2 VRG). Hingegen haben sie dem Beschwerdegegner Nr. 2 wegen offensichtlicher UnbegrÃ¼ndetheit der Beschwerde (§ 17 Abs. 2 lit. b VRG) eine angemessene ParteientschÃ¤digung zu entrichten. Als angemessen erweist sich eine ParteientschÃ¤digung in der HÃ¶he von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet<span> die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 10'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 10'090.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden zu je einem Drittel auferlegt, unter solidarischer Haftung eines jeden fÃ¼r den Gesamtbetrag.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrenden werden solidarisch verpflichtet, dem Beschwerdegegner Nr. 2 eine ParteientschÃ¤digung in der HÃ¶he von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu entrichten, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Entscheids.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>