<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA 1/2] </div> <div class="para">1E.17/1999/err </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i> I. OEFFENTLICHRECHTLICHE ABTEILUNG</i> </div> <div class="para"> ********************************** </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>25. April 2001 </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wirken mit: Bundesgerichtsvizepräsident Aemisegger, </div> <div class="para">Präsident der I. öffentlichrechtlichen Abteilung, Bundes- </div> <div class="para">richter Aeschlimann, Féraud, Catenazzi, Favre und Gerichts- </div> <div class="para">schreiberin Schilling. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">--------- </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Politische Gemeinde K n o n a u</u>, vertreten durch den Ge- </div> <div class="para">meinderat, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt </div> <div class="para">Dr. Peter Rosenstock, Mühlebachstrasse 65, Zürich, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Kanton Z ü r i c h</u>, vertreten durch den Regierungsrat, </div> <div class="para">dieser vertreten durch die Baudirektion, </div> <div class="para"> <u>Verwaltungsgericht des Kantons Z ü r i c h</u>, 1. Abteilung, </div> <div class="para">1. Kammer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">betreffend </div> <div class="para"> Nationalstrassen-Ausführungsprojekte </div> <div class="para"> N 4.1.6 (Kantonsgrenze Zug bis Knonau) und </div> <div class="para"> N 4.1.7 (Knonau bis Üetliberg West), </div> <div class="para">hat sich ergeben: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>A.- </u> </div> <div class="para"> Die Nationalstrasse N 4 Bargen (Grenze) - Altdorf </div> <div class="para">soll nach dem Beschluss der Bundesversammlung vom 21. Juni </div> <div class="para">1960 (AS 1960 S. 872, heute: Bundesbeschluss über das Natio- </div> <div class="para">nalstrassennetz, vgl. AS 1984 S. 1118, SR 725.113.11) ab </div> <div class="para">Zürich-Brunau als Nationalstrasse 1. Klasse durch den Üetli- </div> <div class="para">bergtunnel und anschliessend über Knonau und Cham nach Holz- </div> <div class="para">häusern führen. Gemäss dem weiteren Bundesbeschluss vom </div> <div class="para">23. Juni 1971, durch den das Nationalstrassennetz um die </div> <div class="para">Stadtumfahrung von Zürich ergänzt wurde (AS 1971 S. 952), </div> <div class="para">ist die westliche Umfahrungsstrasse N 1c im Gebiet Üetli- </div> <div class="para">bergtunnel West/Wettswil an die N 4 anzuschliessen. Diese </div> <div class="para">Linienführungen sind auch nach den eingehenden Debatten der </div> <div class="para">Eidgenössischen Räte, die der Überprüfung von Nationalstras- </div> <div class="para">senabschnitten durch eine ausserparlamentarische Experten- </div> <div class="para">kommission folgten, im Netzbeschluss vom 19. Dezember 1986 </div> <div class="para">beibehalten worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Für die weitere Projektierung wurde die Strecke </div> <div class="para">Kantonsgrenze Zug - Üetliberg West in die beiden Abschnitte </div> <div class="para">N 4.1.7 Kantonsgrenze Zug - Knonau und N. 4.1.6 Knonau - </div> <div class="para">Üetliberg West unterteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> a) Das Generelle Projekt für den Abschnitt N 4.1.7, </div> <div class="para">Kantonsgrenze Zug - Knonau, wurde vom Bundesrat am 17. Juni </div> <div class="para">1968 genehmigt. Dem Ausführungsprojekt stimmten der Regie- </div> <div class="para">rungsrat des Kantons Zürich am 2. Oktober 1969 und das Eid- </div> <div class="para">genössische Departement des Innern am 29. Januar 1970 zu. </div> <div class="para">Anschliessend wurde der Abschnitt Cham - Knonau, zusammen </div> <div class="para">mit der Umfahrung Knonau, vorzeitig erstellt. Das National- </div> <div class="para">strassenstück wurde jedoch noch nicht in Betrieb genommen, </div> <div class="para">da es nach ursprünglicher Meinung erst zusammen mit dem Ab- </div> <div class="para">schnitt N 4.1.6 eröffnet werden sollte. Am 7. Dezember 1987 </div> <div class="para">beschloss allerdings der Bundesrat, die Strecke Cham - </div> <div class="para">Knonau vorweg in Betrieb zu setzen. Mit Beschlüssen vom </div> <div class="para">26. Januar 1994 stimmte der Regierungsrat dem bereinigten </div> <div class="para">Ausführungsprojekt für die provisorische Eröffnung des </div> <div class="para">Nationalstrassenabschnitts zu und genehmigte gleichzeitig </div> <div class="para">die im Hinblick auf die Autobahneröffnung geplanten sog. </div> <div class="para">flankierenden Massnahmen an den Staatsstrassen des Knonauer- </div> <div class="para">amtes. Gegen die regierungsrätlichen Beschlüsse erhob der </div> <div class="para">Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) beim Bundesgericht Verwal- </div> <div class="para">tungsgerichtsbeschwerde (E.15/1994), die zu einlässlichen </div> <div class="para">Augenscheins- und Parteiverhandlungen führte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> In der Folge einigten sich die Kantone Zug und </div> <div class="para">Zürich, auf das Provisorium im Kanton Zürich zu verzichten. </div> <div class="para">Stattdessen sollte zur Entlastung der Gemeinden Steinhausen </div> <div class="para">und Cham eine nur teilweise Inbetriebnahme der N 4 auf Zuger </div> <div class="para">Boden realisiert und hiefür eine provisorische Auffahrts- </div> <div class="para">rampe im Gebiet Bibersee erstellt werden. Am 10. März 1997 </div> <div class="para">kam der Bundesrat auf seine früheren Entscheide zurück und </div> <div class="para">erklärte sich damit einverstanden, dass der Kanton Zürich </div> <div class="para">auf den provisorischen Anschluss in Knonau samt flankieren- </div> <div class="para">den Massnahmen im Knonaueramt verzichte. Gleichzeitig er- </div> <div class="para">mächtigte er den Kanton Zug, die redimensionierte Variante </div> <div class="para">zu verwirklichen. Der Regierungsrat des Kantons Zürich zog </div> <div class="para">das Ausführungsprojekt für die provisorische Eröffnung des </div> <div class="para">Autobahnabschnittes am 2. April 1997 zurück. Hierauf wurde </div> <div class="para">das bundesgerichtliche Verfahren als gegenstandslos geworden </div> <div class="para">abgeschrieben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Am 24. März 1997 genehmigte der Regierungsrat des </div> <div class="para">Kantons Zug das Ausführungsprojekt für eine provisorische </div> <div class="para">Auffahrt auf die Nationalstrasse N 4 im Raume Bibersee sowie </div> <div class="para">die Fertigstellung der Autobahn zwischen Bibersee und Blegi. </div> <div class="para">Eine gegen dieses Projekt erhobene Einsprache des Verkehrs- </div> <div class="para">Clubs der Schweiz wurde sowohl von der Zuger Baudirektion </div> <div class="para">als auch vom Zuger Verwaltungsgericht zurückgewiesen. Das </div> <div class="para">Bundesgericht wies die Beschwerde des VCS am 19. August 1998 </div> <div class="para">ebenfalls ab, soweit darauf eingetreten werden konnte </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-II-460%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page460">BGE 124 II 460</a>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Das Ausführungsprojekt für die Fertigstellung des </div> <div class="para">bereits bestehenden Trassees der N 4 auf Zürcher Boden lag </div> <div class="para">im Frühjahr 1997 ebenfalls vor. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Das Generelle Projekt für den Abschnitt N 4.1.6, </div> <div class="para">Knonau - Üetliberg West, wurde in der ursprünglichen Fassung </div> <div class="para">am 22. April 1970 vom Bundesrat genehmigt. 1976 lag ein ers- </div> <div class="para">tes Ausführungsprojekt in den betroffenen Gemeinden öffent- </div> <div class="para">lich auf, doch wurde die weitere Projektbearbeitung im Zu- </div> <div class="para">sammenhang mit der bereits erwähnten Überprüfung von Natio- </div> <div class="para">nalstrassenabschnitten sistiert. Nach dem Beschluss der Bun- </div> <div class="para">desversammlung, das Teilstück N 4.1.6 im Nationalstrassen- </div> <div class="para">netz zu belassen, lehnte das Volk im Jahre 1990 auch die </div> <div class="para">sog. Kleeblatt-Initiative ab, die den Verzicht auf die N 4 </div> <div class="para">im Knonaueramt verlangt hatte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Nach verschiedenen Studien über eine unterirdische </div> <div class="para">Führung der N 4 ab Verzweigung Filderen bis Hedingen West </div> <div class="para">wurde ein neues Generelles Projekt für den Abschnitt N 4.1.6 </div> <div class="para">mit dem Islisbergtunnel vorgelegt. Diesem stimmte der Zür- </div> <div class="para">cher Regierungsrat am 12. Januar 1994 und der Bundesrat am </div> <div class="para">15. November 1995 zu. Anschliessend wurde das Ausführungs- </div> <div class="para">projekt entsprechend überarbeitet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>B.- </u> </div> <div class="para"> Die Ausführungsprojekte für die Nationalstrassen- </div> <div class="para">abschnitte N 4.1.6 und N 4.1.7 lagen in den betroffenen </div> <div class="para">Gemeinden vom 14. April bis 13. Mai 1997 öffentlich auf. </div> <div class="para">Gleichzeitig wurde der die beiden Abschnitte behandelnde </div> <div class="para">Umweltverträglichkeitsbericht den kantonalen Umweltschutz- </div> <div class="para">fachstellen zur Prüfung unterbreitet. Die Koordinations- </div> <div class="para">stelle für Umweltschutz übermittelte deren Stellungnahmen </div> <div class="para">anschliessend dem Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft </div> <div class="para">(BUWAL). Dieses erstattete seinen Bericht am 4. November </div> <div class="para">1997, mit einer Ergänzung vom 5. Dezember 1997. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Das Ausführungsprojekt für den Abschnitt N 4.1.7 </div> <div class="para">legt neben der Ausgestaltung des Rastplatzes im Gebiet Binz- </div> <div class="para">matten die baulichen Lärmschutzmassnahmen fest und sieht die </div> <div class="para">Ergänzung der Entwässerungsleitungen sowie die Sanierung des </div> <div class="para">zementstabilisierten Oberbaus bis zur Gemeindegrenze Mett- </div> <div class="para">menstetten vor. Nach den Plänen sollen längs der dicht am </div> <div class="para">Dorf Knonau vorbeiführenden N 4 - je nach der erforderlichen </div> <div class="para">Abschirmhöhe und dem zur Verfügung stehenden Platz - unter- </div> <div class="para">schiedlich hohe Lärmschutzdämme und -wände errichtet werden. </div> <div class="para">Gemäss Technischem Bericht sind die Schallschutzkonstruktio- </div> <div class="para">nen so auszulegen, dass eine dichte und artenreiche Bepflan- </div> <div class="para">zung angeordnet werden kann, um eine möglichst gute Einpas- </div> <div class="para">sung ins Landschaftsbild zu erreichen. Im Bereich des Aus- </div> <div class="para">senperrons der Station Knonau bestehe die Möglichkeit, die </div> <div class="para">Schallschutzwand zur optischen Auflockerung teilweise trans- </div> <div class="para">parent zu gestalten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>C.- </u> </div> <div class="para"> Gegen das Ausführungsprojekt N 4.1.7 wurden zahl- </div> <div class="para">reiche Einwendungen erhoben. Unter anderem stellte der Ge- </div> <div class="para">meinderat Knonau in seiner Einsprache vom 20. Mai 1997 das </div> <div class="para">Begehren, dass das Teilstück (inkl. SBB-Geleiseanlage) ab </div> <div class="para">Bahnhof Knonau bis zur Brücke der Umfahrungsstrasse beim </div> <div class="para">Industriegebiet gemäss der vorhandenen Machbarkeitsstudie zu </div> <div class="para">überdecken sei. Allenfalls könnte aus Kostengründen bloss </div> <div class="para">eine Überdeckung in "Leichtbauweise" realisiert werden, die </div> <div class="para">es ermöglichen würde, die so gewonnene Fläche zwar nicht als </div> <div class="para">Bauland, aber mindestens als Wies- und Weideland zu nutzen. </div> <div class="para">Für den Fall, dass die gesetzlich vorgeschriebenen höchstzu- </div> <div class="para">lässigen Lärmgrenzwerte in den umliegenden Gebieten nicht </div> <div class="para">eingehalten werden könnten, verlangte die Gemeinde weiter, </div> <div class="para">dass die Lärmschutzmassnahmen entsprechend zu optimieren </div> <div class="para">seien. Bei solchen Nachrüstungen müssten alle in der Zwi- </div> <div class="para">schenzeit erzielten technischen Fortschritte in Bezug auf </div> <div class="para">Lärmvermeidung und Lärmschutz umgesetzt werden. Bei der De- </div> <div class="para">tailplanung der Lärmschutzmassnahmen sei dem Gemeinderat ein </div> <div class="para">Mitspracherecht zu garantieren. Zudem stellte die Gemeinde </div> <div class="para">das Begehren, dass auf der Umfahrungsstrasse (Kreuzung </div> <div class="para">Dorf/Rossi) ohne Verzug ein Verkehrskreisel zu erstellen </div> <div class="para">sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Zu diesen Begehren legte der Regierungsrat des </div> <div class="para">Kantons Zürich in seinem Einsprache- und Genehmigungsent- </div> <div class="para">scheid vom 28. Januar 1998 dar, dass das kantonale Tief- </div> <div class="para">bauamt bereits im Hinblick auf die provisorische Eröffnung </div> <div class="para">der N 4 im Jahre 1989 eine Machbarkeitsstudie für eine </div> <div class="para">Überdeckung von rund 360 m Länge zwischen der Überführung </div> <div class="para">über Bahn und Autobahn und dem Bahnhofareal Knonau in Auf- </div> <div class="para">trag gegeben habe. Im Februar 1992 sei die Bevölkerung von </div> <div class="para">Knonau über die Möglichkeit einer teilweisen Überdeckung der </div> <div class="para">N 4 orientiert worden, nachdem die Gemeinde Knonau eine </div> <div class="para">Überbauungsstudie habe ausarbeiten lassen. Dabei sei darge- </div> <div class="para">legt worden, dass eine Überdeckung mit Zustimmung aller Be- </div> <div class="para">teiligten und mit einem Kostenteiler realisierbar und auch </div> <div class="para">finanziell tragbar sei, sofern sie baulich genutzt und durch </div> <div class="para">eine solche Nutzung mitfinanziert werden könne. Diese Vor- </div> <div class="para">aussetzung sei auch im Text zum Richtplan Verkehr klar fest- </div> <div class="para">gehalten worden. Die inzwischen eingetretene schlechte Kon- </div> <div class="para">junkturlage habe indessen das Interesse an der Realisierung </div> <div class="para">von Doppelnutzungen stark sinken lassen. Aus dieser Ein- </div> <div class="para">schätzung heraus seien im Auflageprojekt lediglich jene </div> <div class="para">Massnahmen enthalten, die für die Einhaltung der Lärmschutz- </div> <div class="para">Verordnung erforderlich seien. Im Bereich der möglichen </div> <div class="para">Überdeckung würden jedoch die Fundationen der Lärmschutz- </div> <div class="para">wände so dimensioniert und ausgeführt, dass sie die Lasten </div> <div class="para">des Deckelbauwerks und möglicher Überbauung aufnehmen könn- </div> <div class="para">ten. Dem Begehren des Gemeinderates werde somit in diesem </div> <div class="para">Sinne entsprochen. Dagegen würde eine Überdeckung in "Leicht- </div> <div class="para">bauweise" zu keinen wesentlichen Kosteneinsparungen führen, </div> <div class="para">da die erforderlichen Fundationen nur unwesentlich reduziert </div> <div class="para">werden könnten. Übrigens sei nach Meinung der zuständigen </div> <div class="para">Umweltschutz-Fachstellen eine ganze oder teilweise Über- </div> <div class="para">deckung der Autobahn auf Gemeindegebiet Knonau aus der Sicht </div> <div class="para">der Lufthygiene nicht nötig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Zum Antrag auf Optimierung der Lärmschutzmassnahmen </div> <div class="para">hielt der Regierungsrat fest, dass die Lärmprognosen auf den </div> <div class="para">neuesten Verkehrszahlen und den für die Dimensionierung von </div> <div class="para">Lärmschutzmassnahmen zur Verfügung stehenden Berechnungspro- </div> <div class="para">grammen basierten. Auf Gemeindegebiet Knonau würden ledig- </div> <div class="para">lich bei drei Liegenschaften die Planungswerte nachts ge- </div> <div class="para">ringfügig überschritten. Dabei werde jedoch nur ein Teil der </div> <div class="para">lärmempfindlichen Räume betroffen und betrage die Über- </div> <div class="para">schreitung lediglich 0,6 - 1,4 dB, liege also noch unter der </div> <div class="para">Schwelle der Wahrnehmbarkeit. Da ein voller Schutz auch die- </div> <div class="para">ser Räume unverhältnismässigen Aufwand in Gestalt überdimen- </div> <div class="para">sionierter baulicher Lärmschutzanlagen bedingen würde, wür- </div> <div class="para">den gestützt auf Art. 7 Abs. 3 der Lärmschutz-Verordnung Er- </div> <div class="para">leichterungen beansprucht. Das Begehren der Gemeinde sei so- </div> <div class="para">mit abzuweisen. Dagegen sicherte der Regierungsrat der Ge- </div> <div class="para">meinde das verlangte Mitspracherecht zu. Schliesslich ver- </div> <div class="para">wies der Regierungsrat den Antrag auf Bau eines Strassen- </div> <div class="para">kreisels in den Rahmen des kantonalen Strassenbauprogramms, </div> <div class="para">da es sich nicht um eine nationalstrassenbedingte Massnahme </div> <div class="para">handle. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>D.- </u> </div> <div class="para"> Der Gemeinderat Knonau focht den Einspracheent- </div> <div class="para">scheid des Zürcher Regierungsrates beim Verwaltungsgericht </div> <div class="para">des Kantons Zürich mit folgenden Anträgen an: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> "1. Der angefochtene Entscheid sei aufzuheben, so- </div> <div class="para"> weit er der Einsprache nicht entsprochen hat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 2. Das Ausführungsprojekt sei mit der Aufforderung </div> <div class="para"> an den Regierungsrat zurückzuweisen, für die </div> <div class="para"> Strecke entlang dem Dorf Knonau eine Überdeckung </div> <div class="para"> der Autobahn in das Projekt aufzunehmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 3. Eventuell sei der Regierungsrat zu verpflichten, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> - für die N. 4.1.7 einen Massnahmenplan im Sinne </div> <div class="para"> von Art. 19 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 31 ff. LRV</span> </div> <div class="para"> aufzustellen, der sicherstellt, dass im Be- </div> <div class="para"> triebszustand im Raume Knonau die Immissions- </div> <div class="para"> grenzwerte für Luftschadstoffe gemäss Anhang 7 </div> <div class="para"> zur LRV eingehalten werden können; </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> - die Lärmprognose und das Lärmschutzkonzept zu </div> <div class="para"> überprüfen und für das Siedlungsgebiet Knonau </div> <div class="para"> einen neuen Massnahmenkatalog vorzulegen, der </div> <div class="para"> gewährleistet, dass die Planungswerte gemäss </div> <div class="para"> <span class="artref">Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV</span> in allen Fällen einge- </div> <div class="para"> halten werden können, und gleichzeitig die er- </div> <div class="para"> forderliche Rücksicht auf das Orts- und Land- </div> <div class="para"> schaftsbild des Dorfes Knonau nimmt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 4. Es sei der Gemeinde Knonau eine angemessene Um- </div> <div class="para"> triebsentschädigung zuzusprechen." </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Gemeinde machte im Wesentlichen geltend, dass </div> <div class="para">das seinerzeit erstellte Bauwerk den geltenden Anforderungen </div> <div class="para">an einen umweltschutzgerechten Nationalstrassenbau in keiner </div> <div class="para">Weise mehr entspreche und daher sanierungsbedürftig sei. Die </div> <div class="para">geplanten baulichen Lärmschutzmassnahmen - Lärmschutzwände </div> <div class="para">bis 6,50 m Höhe - würden erschreckend und unzumutbar in das </div> <div class="para">Orts- und Landschaftsbild eingreifen. Zudem werde die zu- </div> <div class="para">künftige Luftbelastung im angefochtenen Entscheid beschöni- </div> <div class="para">gend dargestellt. Nach dem Umweltverträglichkeitsbericht </div> <div class="para">wiesen die Immissionsprognosen für die Betriebszustände für </div> <div class="para">die Leitsubstanz NO2 entlang der offenen Autobahn deutliche </div> <div class="para">Grenzwertüberschreitungen auf und seien daher weitergehende </div> <div class="para">Massnahmen erforderlich. Als solche zusätzliche Massnahme </div> <div class="para">fiele, wie auch im Bericht ausdrücklich vermerkt werde, eine </div> <div class="para">Überdeckung der Nationalstrasse in den kritischen Gebieten </div> <div class="para">in Betracht. Gemäss dem von der Gemeinde Knonau eingeholten </div> <div class="para">Gutachten des Büros Dr. Pelli + Co. trage der Umweltverträg- </div> <div class="para">lichkeitsbericht überdies dem Umstand zu wenig Rechnung, </div> <div class="para">dass die N 4 inskünftig als europäische Transitachse für den </div> <div class="para">Schwerverkehr dienen werde. Nach dem Gutachten müsse mit </div> <div class="para">einem beträchtlich höheren Anteil an schwerem Güterverkehr </div> <div class="para">gerechnet werden, was zur Folge habe, dass die Schadstoff- </div> <div class="para">belastung von Knonau beträchtlich ansteigen werde; diese </div> <div class="para">Belastung werde durch den Umstand, dass Knonau in einer </div> <div class="para">Senke liege, in der sich häufig Inversionslagen ergäben, </div> <div class="para">noch verschärft. Nun hätten zwar die Ersteller des Umwelt- </div> <div class="para">verträglichkeitsberichts - die Ingenieurbüros Urs Steinemann </div> <div class="para">und Jenni + Gottardi AG - den Folgerungen des Gutachtens </div> <div class="para">Pelli widersprochen. Dr. Pelli habe jedoch seinerseits diese </div> <div class="para">Kritik widerlegt. Es ergebe sich daher, dass der massgebli- </div> <div class="para">che Sachverhalt nur unvollständig erhoben worden und die </div> <div class="para">Immissionsprognose des Umweltverträglichkeitsberichts für </div> <div class="para">die im Betriebszustand herrschende Schadstoffbelastung feh- </div> <div class="para">lerhaft sei. Die mangelhafte Prognose betreffend den Schwer- </div> <div class="para">verkehrsanteil wirke sich auch auf die Beurteilung der Lärm- </div> <div class="para">situation aus. Es sei zu erwarten, dass die umstrittene Ver- </div> <div class="para">kehrsanlage sowohl in lufthygienischer Hinsicht als auch in </div> <div class="para">Bezug auf den Lärm übermässige Immissionen verursachen wer- </div> <div class="para">de. Damit stehe fest, dass als technisch und betrieblich </div> <div class="para">mögliche Massnahme eine Überdeckung der Autobahn im Dorf- </div> <div class="para">bereich anzuordnen sei, die übrigens - im Vergleich zu den </div> <div class="para">Gesamtkosten der N 4 - auch wirtschaftlich tragbar sei. </div> <div class="para">Eventuell sei freilich eine Teillösung mit der Überdeckung </div> <div class="para">der Autobahn zwischen Bahnhof und Umfahrungsstrasse einem </div> <div class="para">Verzicht auf jegliche zusätzlichen Massnahmen vorzuziehen, </div> <div class="para">wobei allerdings von der Voraussetzung einer Doppelnutzung </div> <div class="para">abgesehen werden müsse. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich instru- </div> <div class="para">ierte die Beschwerde der Gemeinde Knonau gemeinsam mit einer </div> <div class="para">weiteren Beschwerde, die von verschiedenen Anwohnern einge- </div> <div class="para">reicht worden war (1E.18/1999 G.________ und Mitbet.). Das </div> <div class="para">Gericht holte unter anderem eine ergänzende Stellungnahme </div> <div class="para">des BUWAL ein und führte am 27. Mai 1999 unter Mitwirkung </div> <div class="para">der Parteien an mehreren Orten in den Gemeinden Knonau und </div> <div class="para">Wettswil Augenscheinsverhandlungen durch. Mit Urteil vom </div> <div class="para">23. Juni 1999 wies das Verwaltungsgericht die beiden Be- </div> <div class="para">schwerden ab, soweit auf diese eingetreten werden konnte. </div> <div class="para">Auf die Begründung des Entscheides wird im Rahmen der Er- </div> <div class="para">wägungen einzugehen sein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>E.- </u> </div> <div class="para"> Gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichtes des </div> <div class="para">Kantons Zürich hat die Politische Gemeinde Knonau beim Bun- </div> <div class="para">desgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht. Die </div> <div class="para">Gemeinde stellt den Antrag, der angefochtene Entscheid sei </div> <div class="para">aufzuheben und die Sache sei, soweit das Bundesgericht nicht </div> <div class="para">selbst abschliessend entscheide, zur Ergänzung des rechts- </div> <div class="para">erheblichen Sachverhaltes und zur rechtlichen Neubeurteilung </div> <div class="para">an die Vorinstanz, eventuell an den Regierungsrat, zurückzu- </div> <div class="para">weisen. In prozessualer Hinsicht verlangt die Beschwerde- </div> <div class="para">führerin, dass der Beschwerde aufschiebende Wirkung beige- </div> <div class="para">legt und ein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt werde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Beschwerdeführerin rügt erneut, dass der Sach- </div> <div class="para">verhalt unrichtig und unvollständig festgestellt worden sei </div> <div class="para">und namentlich der Umweltverträglichkeitsbericht - insbeson- </div> <div class="para">dere hinsichtlich der Verkehrsprognose - den Anforderungen </div> <div class="para">an eine sorgfältige Abklärung des Tatbestandes nicht genüge. </div> <div class="para">Das Verwaltungsgericht gestehe denn auch zu, dass eine ge- </div> <div class="para">wisse Wahrscheinlichkeit für eine Erhöhung der im Umweltver- </div> <div class="para">träglichkeitsbericht übernommenen Zahlen des Schwerverkehrs </div> <div class="para">spreche; diese Erkenntnis finde aber in der Beurteilung kei- </div> <div class="para">nen Niederschlag. Die Behauptung der Vorinstanz, der um- </div> <div class="para">strittene Sachverhalt sei im Hinblick auf die in Frage kom- </div> <div class="para">menden Rechtsfolgen ohne Bedeutung, sei falsch. Die Aus- </div> <div class="para">legung der Bestimmungen im Umweltschutzgesetz und in der </div> <div class="para">Luftreinhalte-Verordnung durch das Verwaltungsgericht führte </div> <div class="para">dazu, dass entgegen dem gesetzlichen Auftrag ein National- </div> <div class="para">strassenbauwerk hinzunehmen wäre, das nicht umweltverträg- </div> <div class="para">lich sei und die gesetzlichen Belastungsgrenzwerte nicht </div> <div class="para">einhalte. Für Schadstoffbelastungen bestehe keine Ausnahme- </div> <div class="para">vorschrift für öffentliche Bauten, wie sie Art. 25 Abs. 2 </div> <div class="para">und 3 des Umweltschutzgesetzes für die Lärmbekämpfung dar- </div> <div class="para">stelle. Wohl sehe Art. 19 der Luftreinhalte-Verordnung vor, </div> <div class="para">dass ein Massnahmenplan aufzustellen sei, wenn eine Verkehrs- </div> <div class="para">anlage übermässige Immissionen verursache. Der Massnahmen- </div> <div class="para">plan beschränke sich jedoch nach bundesgerichtlicher Recht- </div> <div class="para">sprechung auf fahrzeug- und verkehrsbezogene nichtbauliche </div> <div class="para">Massnahmen, insbesondere verkehrslenkender und -beschränken- </div> <div class="para">der Natur. Könne - wie hier - mit einem solchen Massnahmen- </div> <div class="para">plan die Einhaltung der gesetzlichen Belastungsgrenzwerte </div> <div class="para">nicht erreicht werden, müsse nach Art. 11 Abs. 3 des Umwelt- </div> <div class="para">schutzgesetzes durch zusätzliche bauliche Massnahmen gewähr- </div> <div class="para">leistet werden, dass das Projekt umweltverträglich sei. Es </div> <div class="para">müsse daher im vorliegenden Fall zur baulichen Massnahme der </div> <div class="para">Überdeckung der Autobahn gegriffen werden, da diese allein </div> <div class="para">die Bevölkerung zu schützen vermöge. Eine Interessenabwägung </div> <div class="para">sei in diesem Zusammenhang nicht vorzunehmen. Auch seien </div> <div class="para">Zweifel an der Eignung der geforderten Massnahme zur Erfül- </div> <div class="para">lung der umweltpolitischen Zielsetzung nicht angebracht. </div> <div class="para">Soweit die kantonale Fachstelle die Auffassung vertreten </div> <div class="para">habe, die Überdeckung sei lufthygienisch nur von begrenztem </div> <div class="para">Nutzen, habe sich dies ausschliesslich auf die kurze Tunnel- </div> <div class="para">variante bezogen, welche in der Tat den Hauptteil des Dorfes </div> <div class="para">vor Immissionen nicht zu schützen vermöge. Die entgegen der </div> <div class="para">ersten Auflage des Umweltverträglichkeitsberichts in der </div> <div class="para">zweiten Auflage geäusserte Meinung, eine Überdeckung der </div> <div class="para">ganzen Strecke auf Gemeindegebiet Knonau sei lufthygienisch </div> <div class="para">nicht zu begründen, sei unverständlich und beruhe offenbar </div> <div class="para">auf finanziellen Überlegungen. Kostengründe dürften jedoch </div> <div class="para">bei der Anwendung von Art. 11 Abs. 3 des Umweltschutzgeset- </div> <div class="para">zes keine Rolle spielen. Demnach stelle sich auch die vom </div> <div class="para">Verwaltungsgericht in den Vordergrund gerückte Frage der </div> <div class="para">Verhältnismässigkeit nicht. Diese wäre aber im Eventualfall </div> <div class="para">zu bejahen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Baudirektion des Kantons Zürich ersucht im </div> <div class="para">Namen des Regierungsrates um Abweisung der Beschwerde, so- </div> <div class="para">weit auf diese einzutreten sei. Das Verwaltungsgericht des </div> <div class="para">Kantons Zürich stellt den gleichen Antrag. Nach Auffassung </div> <div class="para">des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Ener- </div> <div class="para">gie und Kommunikation (UVEK) ist die Verwaltungsgerichtsbe- </div> <div class="para">schwerde abzuweisen. Das Departement bemerkt hierzu, dass </div> <div class="para">sich seine zuständigen Fachstellen bereits am kantonalen </div> <div class="para">Verfahren beteiligt hätten. Den dort abgegebenen Stellung- </div> <div class="para">nahmen - insbesondere jener des BUWAL vom 16. Dezember 1998 </div> <div class="para">zum Gutachten Pelli - könne sich das UVEK ohne weiteres an- </div> <div class="para">schliessen. Die im Umweltverträglichkeitsbericht prognosti- </div> <div class="para">zierten Verkehrsbelastungen entsprächen einer realistischen </div> <div class="para">Entwicklung. Ebenso lieferten die darauf basierenden Luft- </div> <div class="para">hygieneberechnungen nachvollziehbare Resultate. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Beschwerdeführerin hat von der ihr gebotenen </div> <div class="para">Gelegenheit, sich zur Vernehmlassung des UVEK zu äussern, </div> <div class="para">mit Eingabe vom 21. Januar 2000 Gebrauch gemacht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>F.- </u> </div> <div class="para"> Mit Präsidialverfügung vom 11. Oktober 1999 ist das </div> <div class="para">Gesuch um aufschiebende Wirkung abgewiesen worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>G.- </u> </div> <div class="para"> Am 2. März 2000 ist im vorliegenden Verfahren sowie </div> <div class="para">im Beschwerdeverfahren 1E.18/1999 eine Vorbereitungsverhand- </div> <div class="para">lung durchgeführt worden. Die Vertreter des Kantons Zürich </div> <div class="para">sind an dieser beauftragt worden, dem Bundesgericht bis Ende </div> <div class="para">Mai 2000 zusätzliche Unterlagen einzureichen (Grobskizze Va- </div> <div class="para">riante Überdeckung lang mit kurzen Angaben über Machbarkeit </div> <div class="para">und Zweckmässigkeit, Kostenschätzung für Überdeckung lang, </div> <div class="para">Darstellung Situation Abluftkamin). Mit den verlangten Un- </div> <div class="para">terlagen ist ein im Auftrag des Regierungsrates erstellter </div> <div class="para">Bericht "Aktualisierung der lufthygienischen Beurteilung für </div> <div class="para">das Gebiet von Knonau und Beurteilung einer Tunnellösung" </div> <div class="para">der Ingenieure Urs Steinemann und Franz Zumsteg vorgelegt </div> <div class="para">worden. Nach diesem Bericht hat das BUWAL sein "Handbuch der </div> <div class="para">Emissionsfaktoren des Strassenverkehrs 1980-2010", Version </div> <div class="para">1.1/1995, das für die Erstellung des Umweltverträglichkeits- </div> <div class="para">berichts verwendet worden sei, im Jahre 1999 aktualisiert </div> <div class="para">(Version 1.2); dabei sei insbesondere der Einfluss der kom- </div> <div class="para">menden Abgasvorschriften EURO 3 bis EURO 5 berücksichtigt </div> <div class="para">worden. Im Vergleich mit den vom BUWAL neu veröffentlichten </div> <div class="para">künftigen Emissionsfaktoren des Strassenverkehrs seien die </div> <div class="para">im Umweltverträglichkeitsbericht verwendeten Faktoren deut- </div> <div class="para">lich zu hoch. Mit der Einführung der genannten Abgasvor- </div> <div class="para">schriften, welche heute europaweit als gesichert gelte, wür- </div> <div class="para">den sich die Emissionen des Strassenverkehrs gegenüber den </div> <div class="para">Berechnungen im Umweltverträglichkeitsbericht mehr als hal- </div> <div class="para">bieren. Damit falle aus heutiger Sicht die Immissionsprogno- </div> <div class="para">se deutlich günstiger aus und lasse sich lufthygienisch eine </div> <div class="para">Untertunnelung bei Knonau nicht rechtfertigen. Sollte der </div> <div class="para">Tunnel Knonau aus anderen Gründen trotzdem gebaut werden, </div> <div class="para">könnte die Tunnelluft frei über die Portale abströmen, der </div> <div class="para">Bau von Absaugungen mit Abluftkaminen sei nicht erforder- </div> <div class="para">lich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Beschwerdeführerin hat zu diesen Unterlagen mit </div> <div class="para">Eingabe vom 21. August 2000 Stellung genommen und ihrerseits </div> <div class="para">einen Bericht der Metron Verkehrsplanung und Ingenieurbüro </div> <div class="para">AG zu den Akten gegeben. Die Gemeinde Knonau hält daran </div> <div class="para">fest, dass der zukünftige Anteil an schweren Nutzfahrzeugen </div> <div class="para">in den Verkehrsprognosen unterschätzt worden sei. Auf die im </div> <div class="para">Bericht Steinemann/Zumsteg erwähnten neuen Annahmen über die </div> <div class="para">Entwicklung der Schadstoffemissionen sei nicht einzugehen, </div> <div class="para">da diese unzulässige Noven darstellten. Weiter ist nach Auf- </div> <div class="para">fassung der Beschwerdeführerin die vom Kanton Zürich einge- </div> <div class="para">reichte Kostenschätzung für die Überdeckung viel zu hoch </div> <div class="para">ausgefallen, da insbesondere auf die Abluftkamine und Lüf- </div> <div class="para">tungszentralen an den Tunnelportalen verzichtet werden kön- </div> <div class="para">ne. Ebenfalls unnötig seien - wie sich aus dem Bericht der </div> <div class="para">Metron AG ergebe - die Standstreifen. Der Verzicht auf </div> <div class="para">Standstreifen und der dadurch erzielte Platzgewinn ermög- </div> <div class="para">liche zudem eine gestalterisch ansprechende Lösung der Ein- </div> <div class="para">bettung des Tunnels in die Landschaft. Zu diesen und den </div> <div class="para">Kostenpunkten seien die Experten der Metron AG zu befragen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>1.- </u> </div> <div class="para"> a) Die Zulässigkeit der eidgenössischen Verwal- </div> <div class="para">tungsgerichtsbeschwerde steht ausser Frage. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Unbestritten ist grundsätzlich auch die Be- </div> <div class="para">schwerdelegitimation der Politischen Gemeinde Knonau, die </div> <div class="para">sich in erster Linie aus den speziellen Bestimmungen von </div> <div class="para">Art. 57 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz vom 7. Ok- </div> <div class="para">tober 1983 (USG, SR 814.01), Art. 12 des Bundesgesetzes über </div> <div class="para">den Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966 (NHG, SR 451) </div> <div class="para">sowie Art. 7 Abs. 3 und Art. 9 des Bundesgesetzes über die </div> <div class="para">die Enteignung (EntG, SR 711) ergibt. Die Beschwerdebefugnis </div> <div class="para">der Gemeinde reicht allerdings nur so weit, als diese das </div> <div class="para">vorgelegte Projekt bereits im Einspracheverfahren als rechts- </div> <div class="para">widrig bezeichnet und Planänderungsbegehren bzw. Begehren um </div> <div class="para">Schutzvorkehren gestellt hat (vgl. insbes. <span class="artref">Art. 12a Abs. 2 </span></div> <div class="para">NHG, <span class="artref">Art. 39 ff. EntG</span>). Wie das Verwaltungsgericht im ange- </div> <div class="para">fochtenen Entscheid zu Recht bemerkt, darf sowohl nach den </div> <div class="para">anwendbaren Spezialbestimmungen wie auch nach den allgemei- </div> <div class="para">nen Prozessvorschriften der Streitgegenstand im Laufe des </div> <div class="para">Rechtsmittelverfahrens nicht ausgeweitet werden; es ist den </div> <div class="para">Parteien daher grundsätzlich verwehrt, vor der nächsthöheren </div> <div class="para">Instanz neue Begehren zu stellen. Nun hat die Gemeinde Kno- </div> <div class="para">nau vor dem Zürcher Verwaltungsgericht eine Überdeckung der </div> <div class="para">N 4 auf der ganzen Strecke entlang des Dorfes Knonau ver- </div> <div class="para">langt, obschon sie im Einspracheverfahren lediglich die </div> <div class="para">Überdeckung eines wesentlich kürzeren Teilstücks begehrt </div> <div class="para">hatte. Das Verwaltungsgericht hat sich daher gefragt, ob die </div> <div class="para">Behandlung der Beschwerde nicht auf die seinerzeit im Ein- </div> <div class="para">spracheverfahren gestellten Anträge zu beschränken sei. Es </div> <div class="para">hat die Frage schliesslich offen gelassen, da das Begehren </div> <div class="para">um eine längere Überdeckung von anderer Seite bereits im </div> <div class="para">Einspracheverfahren vorgebracht worden und deshalb ohnehin </div> <div class="para">zu behandeln war. Die Frage der Zulässigkeit des erweiterten </div> <div class="para">Beschwerdeantrags der Gemeinde Knonau stellt sich im vorlie- </div> <div class="para">genden Verfahren erneut, ist doch das Bundesgericht nicht </div> <div class="para">verpflichtet, auf ein von der Vorinstanz behandeltes Begeh- </div> <div class="para">ren einzutreten, wenn es dieses von vornherein für unzuläs- </div> <div class="para">sig hält (vgl. etwa <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F116-IB-141%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page141">BGE 116 Ib 141</a>). Bei strikter Anwendung </div> <div class="para">der Regeln über den Streitgegenstand müsste das vorliegende </div> <div class="para">Verfahren wohl auf die Frage beschränkt werden, ob der Re- </div> <div class="para">gierungsrat den Antrag der Gemeinde um Überdeckung der Na- </div> <div class="para">tionalstrasse vom Bahnhof bis zur Brücke der Umfahrungs- </div> <div class="para">strasse zur Zeit abweisen durfte. Bei etwas grosszügigerer </div> <div class="para">Betrachtungsweise könnte allerdings das von der Gemeinde ge- </div> <div class="para">stellte Begehren um Optimierung der Lärmschutzvorkehren auch </div> <div class="para">so verstanden werden, dass als Schutzmassnahme auch eine </div> <div class="para">Überdeckung in Betracht fallen könnte. Letztlich kann jedoch </div> <div class="para">die Frage des zulässigen Streitobjekts auch im bundesge- </div> <div class="para">richtlichen Verfahren offen bleiben, da sich die Beschwerde </div> <div class="para">- wie sich im Folgenden zeigt - als unbegründet erweist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> c) Weitere Beweiserhebungen, insbesondere Befragun- </div> <div class="para">gen von Experten, sind nicht erforderlich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>2.- </u> </div> <div class="para"> a) Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Ver- </div> <div class="para">letzung von Bundesrecht, einschliesslich Überschreitung oder </div> <div class="para">Missbrauch des Ermessens, sowie unrichtige oder unvollstän- </div> <div class="para">dige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden </div> <div class="para">(<span class="artref">Art. 104 lit. a OG</span>). Hat - wie hier - ein Gericht als Vor- </div> <div class="para">instanz entschieden und den Sachverhalt nicht offensichtlich </div> <div class="para">unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher </div> <div class="para">Verfahrensbestimmungen festgestellt, so ist das Bundesge- </div> <div class="para">richt nach <span class="artref">Art. 105 Abs. 2 OG</span> an die dem angefochtenen Ent- </div> <div class="para">scheid zugrunde liegenden tatsächlichen Feststellungen ge- </div> <div class="para">bunden. Das schliesst allerdings nicht aus, dass das Bundes- </div> <div class="para">gericht selbst weitere tatsächliche Feststellungen trifft, </div> <div class="para">wo dies zur Beurteilung der aufgeworfenen Fragen als nötig </div> <div class="para">erscheint (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-II-460%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page460">BGE 124 II 460</a> E. 3a S. 470). Über die Angemes- </div> <div class="para">senheit des angefochtenen Enscheides ist nicht zu befinden, </div> <div class="para">da das Bundesgericht die Rüge der Unangemessenheit in der </div> <div class="para">fraglichen Materie nicht vorsieht (<span class="artref">Art. 104 lit. c OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Das Bundesgericht wendet das Bundesrecht im Ver- </div> <div class="para">fahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde von Amtes wegen an, </div> <div class="para">ohne an die Begründung der Parteibegehren gebunden zu sein </div> <div class="para">(<span class="artref">Art. 114 Abs. 1 OG</span>). Es kann die Beschwerde daher auch aus </div> <div class="para">andern als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den </div> <div class="para">Entscheid mit einer Begründung bestätigen, die von jener der </div> <div class="para">Vorinstanz abweicht (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-II-473%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page473">BGE 121 II 473</a> E. 1b S. 477, mit Hin- </div> <div class="para">weis). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) In der Beschwerde wird in erster Linie geltend </div> <div class="para">gemacht, dass die Vorinstanz den Sachverhalt unrichtig und </div> <div class="para">unvollständig festgestellt habe und namentlich die im Um- </div> <div class="para">weltverträglichkeitsbericht enthaltenen Verkehrs- und Immis- </div> <div class="para">sionsprognosen den Anforderungen an eine sorgfältige Abklä- </div> <div class="para">rung des Tatbestandes nicht genügten. Zur Untermauerung </div> <div class="para">ihres Standpunktes hat sich die Beschwerdeführerin im ver- </div> <div class="para">waltungsgerichtlichen Verfahren auf die Expertise Pelli und </div> <div class="para">im bundesgerichtlichen Verfahren auf ein weiteres Gutachten </div> <div class="para">der Metron AG berufen. Der Kanton Zürich hat seinerseits dem </div> <div class="para">Bundesgericht unter anderem einen Bericht Steinemann/Zumsteg </div> <div class="para">vorgelegt, in welchem auf die vom BUWAL neu veröffentlichten </div> <div class="para">künftigen Emissionsfaktoren des Strassenverkehrs hingewiesen </div> <div class="para">wird, die eine Neubeurteilung der künftigen Immissionssitua- </div> <div class="para">tion bedingten. Die Beschwerdeführerin hat in ihrer Stel- </div> <div class="para">lungnahme vom 21. August 2000 den Hinweis auf den Ergän- </div> <div class="para">zungsbericht des BUWAL und die aus diesem gezogenen Schlüsse </div> <div class="para">als unzulässige Noven bezeichnet. Massgebend für das Bundes- </div> <div class="para">gericht sei der Sachverhalt, wie er sich im Zeitpunkt des </div> <div class="para">Entscheides der Vorinstanz dargestellt habe. Neue Tatsachen </div> <div class="para">und Beweismittel seien im Verfahren der Verwaltungsgerichts- </div> <div class="para">beschwerde, wenn wie hier ein Gericht als Vorinstanz geamtet </div> <div class="para">habe, nicht zulässig. Im Übrigen habe der Kanton Zürich nie </div> <div class="para">geltend gemacht, dass der Sachverhalt unrichtig festgestellt </div> <div class="para">worden sei. Auf die Noven betreffend die Einschätzung der </div> <div class="para">Entwicklung der Emissionsfaktoren im Strassenverkehr sei da- </div> <div class="para">her nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Dieser Nichteintretensantrag geht fehl. Wird wie </div> <div class="para">hier die Rüge der offensichtlich unrichtigen oder unvoll- </div> <div class="para">ständigen Feststellung des Sachverhalts erhoben, so ist das </div> <div class="para">Bundesgericht weder an die tatsächlichen Vorbringen der Par- </div> <div class="para">teien gebunden, noch hat es sich bei seinen Abklärungen auf </div> <div class="para">die Akten zu beschränken, die bereits der Vorinstanz vorge- </div> <div class="para">legen haben. Das Bundesgericht stellt vielmehr von Amtes </div> <div class="para">wegen fest, welches die massgebenden Sachverhaltselemente </div> <div class="para">sind und ob sie vollständig erhoben wurden. Sind diese of- </div> <div class="para">fensichtlich unrichtig oder unvollständig ermittelt worden, </div> <div class="para">kann das Bundesgericht die Fakten selbst ergänzen oder be- </div> <div class="para">richtigen oder es weist die Sache zur Verbesserung an die </div> <div class="para">Vorinstanz zurück (<span class="artref">Art. 114 Abs. 2 OG</span>). Entscheidet das </div> <div class="para">Bundesgericht selbst, darf es sich somit - immer unter Wah- </div> <div class="para">rung des rechtlichen Gehörs - auch auf andere tatsächliche </div> <div class="para">Gegebenheiten als die Vorinstanz stützen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Aus diesen Überlegungen ergibt sich im Weiteren, </div> <div class="para">dass Tatsachen, die sich erst im Laufe des bundesgericht- </div> <div class="para">lichen Verfahrens ereignet haben, nicht von vornherein als </div> <div class="para">unzulässige Noven gelten. Wohl ist grundsätzlich auf den </div> <div class="para">Sachverhalt abzustellen, wie er sich der Vorinstanz darge- </div> <div class="para">boten hat. Ist das Bundesgericht jedoch nicht (mehr) an die </div> <div class="para">tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz gebunden, so </div> <div class="para">darf es im Rahmen seiner freien Prüfung auch Änderungen der </div> <div class="para">Sachlage berücksichtigen, die erst nach Erlass der angefoch- </div> <div class="para">tenen Verfügung eingetreten sind (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-II-522%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page522">BGE 126 II 522</a> E. 3b/bb </div> <div class="para">mit Hinweisen). Dies gilt in besonderem Masse dann, wenn es </div> <div class="para">nicht um einen feststehenden Sachverhalt geht, sondern um </div> <div class="para">eine der angefochtenen Verfügung zugrunde liegende Prognose, </div> <div class="para">somit um eine künftige Situation, die nur eintreten wird, </div> <div class="para">wenn sich die als wahrscheinlich angenommene Entwicklung </div> <div class="para">bewahrheitet. Dürfte den Änderungen der Entwicklung, die </div> <div class="para">sich während des Beschwerdeverfahrens ergeben, keine Rech- </div> <div class="para">nung getragen werden, könnte dies dazu führen, dass eine </div> <div class="para">nach damaligem Kenntnisstand korrekt erstellte Prognose wei- </div> <div class="para">terhin als Entscheidungselement übernommen werden müsste, </div> <div class="para">obschon sie sich mittlerweile als unrichtig erwiesen hat. </div> <div class="para">Ein solches Ergebnis wäre mit Sinn und Zweck der Verwaltungs- </div> <div class="para">gerichtsbarkeit nicht vereinbar (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-II-293%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page293">BGE 124 II 293</a> E. 11 </div> <div class="para">und 12 S. 320 ff.). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Es besteht demnach kein Grund, die neuen Erkennt- </div> <div class="para">nisse des BUWAL, die im Nachtragsbericht 2000 "Luftschad- </div> <div class="para">stoff-Emissionen des Strassenverkehrs 1950-2020" (im Fol- </div> <div class="para">genden: BUWAL-Nachtragsbericht 2000) wiedergegeben sind, im </div> <div class="para">vorliegenden Verfahren unberücksichtigt zu lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>3.- </u> </div> <div class="para"> Die Beschwerdeführerin wendet gegen die im Umwelt- </div> <div class="para">verträglichkeitsbericht angestellte Verkehrsprognose ein, </div> <div class="para">dass der Anteil der schweren Nutzfahrzeuge (SNF) am künf- </div> <div class="para">tigen Gesamtverkehr zu niedrig angesetzt worden sei und für </div> <div class="para">den Betriebszustand im Jahr 2015 von 9 % auf 13 % erhöht </div> <div class="para">werden müsse. Insbesondere sei übersehen worden, dass sich </div> <div class="para">ein erheblicher Teil des alpenquerenden Güter-Transitver- </div> <div class="para">kehrs über die Nationalstrasse N 4 abwickeln werde. Infolge </div> <div class="para">der Freigabe der 40 t-Limite müsse aber auch mit einem zu- </div> <div class="para">nehmenden Anstieg des Lastwagenanteils im Binnenverkehr ge- </div> <div class="para">rechnet werden. Die Umweltschutzfachstellen hätten entgegen </div> <div class="para">ihrem gesetzlichen Auftrag keine Überprüfung der im Umwelt- </div> <div class="para">verträglichkeitsbericht enthaltenen Annahmen und Berechnun- </div> <div class="para">gen vorgenommen. Der Sachverhalt sei somit, wie vor Verwal- </div> <div class="para">tungsgericht gerügt, unrichtig und unvollständig festge- </div> <div class="para">stellt worden. Das Verwaltungsgericht habe sich indes auf </div> <div class="para">eine - wenig ergiebige - Auseinandersetzung mit dem Gut- </div> <div class="para">achten Pelli beschränkt. Es sei über die Einwendungen der </div> <div class="para">Beschwerdeführerin hinweggegangen und habe sich mit ihren </div> <div class="para">Argumenten, die insbesondere in der Replik vorgetragen wor- </div> <div class="para">den seien, in keiner Weise befasst. Darin liege eine formel- </div> <div class="para">le Rechtsverweigerung. Ausserdem habe das Verwaltungsgericht </div> <div class="para">den Gehörsanspruch der Beschwerdeführerin dadurch verletzt, </div> <div class="para">dass es dem Antrag auf Einholung einer Expertise nicht </div> <div class="para">stattgegeben habe, obwohl wie erwähnt eine Begutachtung der </div> <div class="para">im Umweltverträglichkeitsbericht angestellten Prognosen </div> <div class="para">durch die Fachstellen ausgeblieben sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> a) Was die Kritik an der Verkehrsprognose selbst </div> <div class="para">betrifft, ist vorweg festzuhalten, dass das Bundesgericht </div> <div class="para">nach nunmehr ständiger Rechtsprechung bei der Überprüfung </div> <div class="para">von Annahmen über künftige Verkehrsaufkommen - gehe es um </div> <div class="para">Strassen- oder um Luftverkehr - grösste Zurückhaltung übt. </div> <div class="para">Solche Prognosen, die für den Strassenverkehr in der Regel </div> <div class="para">auf Modellberechnungen beruhen, sind zwangsläufig mit be- </div> <div class="para">trächtlichen Unsicherheiten verbunden. Die Verkehrsentwick- </div> <div class="para">lung hängt stark von den demographischen, wirtschafts- und </div> <div class="para">verkehrspolitischen Rahmenbedingungen ab, so dass sich die </div> <div class="para">Prognose für einen längeren Zeitraum je nach dem ihr zu- </div> <div class="para">grunde gelegten Szenario deutlich unterschiedlich gestalten </div> <div class="para">kann. Als einigermassen verlässlich erscheinen daher, wie </div> <div class="para">auch das BUWAL festgestellt hat, lediglich die Angaben über </div> <div class="para">Entwicklungstendenzen (vgl. "Luftschadstoff-Emissionen des </div> <div class="para">Strassenverkehrs 1950-2010", Schriftenreihe Umwelt Nr. 255 </div> <div class="para">Luft, Bern 1995, S. 23 f. und 275 ff., im Folgenden: BUWAL- </div> <div class="para">Bericht 1995). Selbst wenn sich daher ergibt, dass gewisse </div> <div class="para">Annahmen über die Verkehrsentwicklung eher zu niedrig sind </div> <div class="para">oder einzelne Faktoren auch anders bewertet werden könnten, </div> <div class="para">besteht für das Bundesgericht noch kein Anlass, die Sache zu </div> <div class="para">neuer Untersuchung an die Vorinstanz zurückzuweisen oder </div> <div class="para">selbst eine Oberexpertise über die künftige Verkehrsentwick- </div> <div class="para">lung einzuholen. Solche weiteren Abklärungen vermögen kaum </div> <div class="para">je neue, gesicherte Aufschlüsse zu bieten. Insofern entzie- </div> <div class="para">hen sich die Prognosen weitgehend der Kritik, falls sie sich </div> <div class="para">nicht schon im Laufe des Bewilligungsverfahrens als offen- </div> <div class="para">sichtlich und erheblich unrichtig herausstellen. Diese Un- </div> <div class="para">zulänglichkeit, die sich aus der Natur der Prognose selbst </div> <div class="para">ergibt, ist hinzunehmen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-II-522%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page522">BGE 126 II 522</a> E. 14, 124 II 293 </div> <div class="para">E. 12 S. 322, 122 II 165 nicht publ. E. 11 und E. 15 b </div> <div class="para">S. 173 f., 119 Ib 458 E. 8d S. 460). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Dem Verwaltungsgericht lagen bei der Überprüfung </div> <div class="para">der beanstandeten Verkehrsprognose das ursprünglich von der </div> <div class="para">Beschwerdeführerin eingereichte Gutachten Dr. Pelli + Co. </div> <div class="para">vom 10. Januar 1998 sowie verschiedene spätere Stellungnah- </div> <div class="para">men dieses Büros vor, ferner mehrere Berichte und Stellung- </div> <div class="para">nahmen der Ingenieurbüros Jenni + Gottardi AG und Urs Stei- </div> <div class="para">nemann, welche den Umweltverträglichkeitsbericht verfassten. </div> <div class="para">Weiter hat sich das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Ener- </div> <div class="para">gie und Luft (AWEL) am 5. Juni 1998 zu den Beschwerden ge- </div> <div class="para">äussert. Schliesslich hat das Verwaltungsgericht auch noch </div> <div class="para">eine ergänzende Stellungnahme des BUWAL zum Gutachten Pelli </div> <div class="para">eingeholt. Gestützt auf all diese Unterlagen hat das Ver- </div> <div class="para">waltungsgericht im Wesentlichen festgestellt, dass das Gut- </div> <div class="para">achten Pelli bei der Ermittlung des voraussichtlichen Tran- </div> <div class="para">sit-Schwerverkehrs in verschiedenen Punkten von anderen An- </div> <div class="para">nahmen ausgehe als die Bearbeiter des Umweltverträglich- </div> <div class="para">keitsberichts. Das Gutachten basiere unter anderem darauf, </div> <div class="para">dass das Nachtfahrverbot für Lastwagen ersatzlos aufgehoben </div> <div class="para">und ein zweiter Strassentunnel durch den Gotthard erstellt </div> <div class="para">werde. Ferner werde angenommen, dass sich der überwiegende </div> <div class="para">Teil (60 %) des europäischen Nord-Süd-Verkehrs auf die </div> <div class="para">Alpenübergänge der Schweiz verlagere, wovon 91 % über den </div> <div class="para">Gotthard und davon wiederum 35 % über die N 4 abgewickelt </div> <div class="para">würden. Der Gutachter bezeichne dies selbst als ein "worst- </div> <div class="para">case"-Szenario und gehe davon aus, dass der Beurteilung des </div> <div class="para">Projekts die im schlechtesten Fall zu erwartende Entwicklung </div> <div class="para">zugrunde gelegt werden müsse. Die gesamthafte Verwirklichung </div> <div class="para">der ungünstigen Annahmen erscheine indes - was das Verwal- </div> <div class="para">tungsgericht näher ausführt - als nicht wahrscheinlich. Das </div> <div class="para">BUWAL mache denn auch in seiner Stellungnahme vom 16. Dezem- </div> <div class="para">ber 1998 geltend, dass die Wahl durchwegs verkehrstreibender </div> <div class="para">Annahmen den Anforderungen an eine Prognose im Sinne des Um- </div> <div class="para">weltschutzgesetzes nicht entspreche. Insgesamt ergäben sich </div> <div class="para">jedoch aus den Überlegungen des Gutachters Pelli durchaus </div> <div class="para">Anhaltspunkte für eine gewisse Erhöhung der im Umweltver- </div> <div class="para">träglichkeitsbericht enthaltenen Zahlen des Schwerverkehrs. </div> <div class="para">Eine genaue Voraussage dieser Verkehrsbelastung sei jedoch </div> <div class="para">auch gestützt auf die Annahmen des Gutachtens nicht möglich. </div> <div class="para">Unbestreitbar gebe es heute keine Gewissheit über die bei </div> <div class="para">der voraussichtlichen Inbetriebnahme der strittigen Natio- </div> <div class="para">nalstrassenabschnitte im Jahr 2015 bestehende Situation mit </div> <div class="para">Bezug auf die Verkehrsströme und die rechtlichen Randbedin- </div> <div class="para">gungen in der Schweiz und im europäischen Umfeld. Die Be- </div> <div class="para">rechnungsgrundlagen des Umweltverträglichkeitsberichts zur </div> <div class="para">Verkehrsentwicklung erschienen als zweckmässig und konsi- </div> <div class="para">stent und würden durch das Gutachten Pelli nur in einem </div> <div class="para">Punkt in Frage gestellt. Einzuräumen sei allerdings, dass im </div> <div class="para">ursprünglichen Umweltverträglichkeitsbericht nur unzurei- </div> <div class="para">chend aufgezeigt worden sei, auf welchen einzelnen Annahmen </div> <div class="para">dieser beruhe. Im Rahmen der gegenseitigen Stellungnahmen </div> <div class="para">seien jedoch die unterschiedlichen Annahmen und Auffassungen </div> <div class="para">ausführlich erörtert und die gegebenen Unsicherheiten er- </div> <div class="para">kannt worden. Insofern bestehe kein Bedarf an zusätzlichen </div> <div class="para">Abklärungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Aus diesen - zusammengefassten - Erwägungen des </div> <div class="para">angefochtenen Entscheides ergibt sich, dass der von der Be- </div> <div class="para">schwerdeführerin erhobene Vorwurf der mangelhaften Fest- </div> <div class="para">stellung des Sachverhaltes unbegründet ist. Das Verwaltungs- </div> <div class="para">gericht hat die gegen den Umweltverträglichkeitsbericht er- </div> <div class="para">hobenen Einwendungen geprüft und sich mit den unterschied- </div> <div class="para">lichen Einschätzungen der künftigen Schwerverkehrs-Entwick- </div> <div class="para">lung eingehend auseinandergesetzt. Wenn es schliesslich den </div> <div class="para">Umweltverträglichkeitsbericht zwar im fraglichen Punkt als </div> <div class="para">etwas optimistisch, insgesamt aber als brauchbar bezeichnet </div> <div class="para">hat, so liegt darin nach den oben angestellten Erwägungen </div> <div class="para">über die beschränkte Überprüfbarkeit von Verkehrsprognosen </div> <div class="para">weder eine offensichtlich unrichtige noch eine unvollständi- </div> <div class="para">ge Feststellung des Sachverhalts. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> c) Aus dem Gesagten geht auch hervor, dass der Vor- </div> <div class="para">wurf der formellen Rechtsverweigerung zurückzuweisen ist. </div> <div class="para">Das Verwaltungsgericht hat sich mit den wesentlichen Argu- </div> <div class="para">menten der Beschwerdeführerin befasst und war nicht gehal- </div> <div class="para">ten, auf jedes einzelne Detail und auf die im zweiten </div> <div class="para">Schriftenwechsel nachgeschobenen Beschwerdebegründungen </div> <div class="para">einzugehen. Ebenso durfte es nach dem oben Dargelegten auf </div> <div class="para">die Einholung einer weiteren Expertenmeinung verzichten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>4.- </u> </div> <div class="para"> Für die von der Beschwerdeführerin ebenfalls bean- </div> <div class="para">standeten Emissionsberechnungen und Immissionsprognosen gel- </div> <div class="para">ten die angestellten Überlegungen sinngemäss, da sich die </div> <div class="para">Beschwerdeführerin auch in diesem Zusammenhang vorab auf den </div> <div class="para">ihrer Meinung nach zu niedrigen Schwerverkehrs-Anteil be- </div> <div class="para">ruft. Ob sich die im Umweltverträglichkeitsbericht für das </div> <div class="para">Jahr 2015 angestellte Immissionsprognose als zutreffend er- </div> <div class="para">weisen wird oder zu hoch oder zu tief ausgefallen ist, lässt </div> <div class="para">sich heute noch nicht sagen. Immerhin kann nunmehr der be- </div> <div class="para">reits erwähnte BUWAL-Nachtragsbericht 2000 beigezogen wer- </div> <div class="para">den. Nach diesem haben sich seit der Veröffentlichung des </div> <div class="para">BUWAL-Berichtes 1995 eine Reihe von Rahmenbedingungen ge- </div> <div class="para">ändert und haben die seinerzeitigen Berechnungen auf den </div> <div class="para">neusten Stand gebracht werden müssen. Insbesondere seien </div> <div class="para">neue Abgasgrenzwerte für Personen- und Lieferwagen beschlos- </div> <div class="para">sen worden, nämlich ab 2000 die Emissionsstufe EURO 3 und ab </div> <div class="para">2005 die Stufe EURO 4. Im November 1999 habe das EU-Parla- </div> <div class="para">ment analoge Regelungen für die schweren Motorwagen (Last- </div> <div class="para">wagen, Busse) gutgeheissen und gälten demnach für diese </div> <div class="para">Fahrzeuge ab 2000 die Emissionsstufe EURO 3, ab 2005 EURO 4 </div> <div class="para">und ab 2008 EURO 5. Neben diesen Änderungen seien im Nach- </div> <div class="para">trags-Bericht verschiedenen neuen technischen Gegebenheiten </div> <div class="para">Rechnung getragen worden (neue Erkenntnisse über den Lauf- </div> <div class="para">leistungseinfluss, Einfluss der Treibstoffqualität usw.). </div> <div class="para">Schliesslich werde nun auch berücksichtigt, dass inzwischen </div> <div class="para">die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe beschlossen wor- </div> <div class="para">den sei und als Folge der bilateralen Verhandlungen in ab- </div> <div class="para">sehbarer Zeit die 28 t-Limite durch die 40 t-Limite abgelöst </div> <div class="para">werden solle (vgl. BUWAL Nachtragsbericht 2000 S. 1 f). Die </div> <div class="para">auf den neuen Grundlagen beruhenden Berechnungen zeigen bei </div> <div class="para">den meisten Schadstoffen einen markanten Rückgang auf. Im </div> <div class="para">Grundszenario (Berücksichtigung sämtlicher beschlossenen </div> <div class="para">Emissionsstufen) werden die für das Jahr 2010 zu erwartenden </div> <div class="para">NOx-Emissionen nur noch gut auf einen Drittel der Menge ver- </div> <div class="para">anschlagt, die im Bericht 1995 prognostiziert wurde. Selbst </div> <div class="para">wenn davon ausgegangen wird, dass die Absenkungswirkung der </div> <div class="para">neuen Vorschriften geringer wäre als im Grundszenario ange- </div> <div class="para">nommen (sog. Sensitivitätsrechnung "B"), wird nach den ak- </div> <div class="para">tualisierten Annahmen des BUWAL die im Jahr 2010 emittierte </div> <div class="para">NOx-Menge noch um die Hälfte geringer sein als im Jahr 1995 </div> <div class="para">vermutet (vgl. BUWAL-Nachtragsbericht 2000 Figuren 11 und </div> <div class="para">14). Diese stark unterschiedlichen Resultate der nur fünf </div> <div class="para">Jahre auseinanderliegenden Prognosen der eidgenössischen </div> <div class="para">Umweltfachstelle machen deutlich, dass dem Streit darüber, </div> <div class="para">ob der voraussichtliche SNF-Anteil 9 % oder 13 % betragen </div> <div class="para">werde, nicht die entscheiderhebliche Bedeutung zukommen </div> <div class="para">kann, die ihm die Beschwerdeführerin beimisst. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Was die gleichfalls kritisierte Emissions-Ausbrei- </div> <div class="para">tungsrechnung sowie den Emissions-Perimeter anbelangt, sind </div> <div class="para">inzwischen ergänzende Untersuchungen angestellt und entspre- </div> <div class="para">chende Unterlagen zu den Akten gegeben worden. Die Beschwer- </div> <div class="para">deführerin hat sich hierzu äussern können. Ein allfälliger </div> <div class="para">Mangel bei der Feststellung des Sachverhaltes wäre damit </div> <div class="para">behoben worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>5.- </u> </div> <div class="para"> In rechtlicher Hinsicht hat das Verwaltungsgericht </div> <div class="para">zur Lufthygiene ausgeführt, dass Luftbelastungen, die durch </div> <div class="para">den Bau und Betrieb einer Anlage im Sinne von <span class="artref">Art. 7 Abs. 7 </span></div> <div class="para">USG verursacht würden, grundsätzlich nach dem zweistufigen </div> <div class="para">Massnahmenkonzept von <span class="artref">Art. 11 USG</span> begrenzt werden müssten. </div> <div class="para">Danach seien die Emissionen unabhängig von der bestehenden </div> <div class="para">Umweltbelastung zunächst im Rahmen der Vorsorge so weit zu </div> <div class="para">begrenzen, wie dies technisch und betrieblich möglich und </div> <div class="para">wirtschaftlich tragbar sei (<span class="artref">Art. 11 Abs. 2 USG</span>). Stehe fest </div> <div class="para">oder sei zu erwarten, dass die Einwirkungen schädlich oder </div> <div class="para">lästig würden, seien die Emissionsbegrenzungen ohne Rück- </div> <div class="para">sicht auf die wirtschaftliche Tragbarkeit weiter zu ver- </div> <div class="para">schärfen (<span class="artref">Art. 11 Abs. 3 USG</span>). Würden schädliche oder läs- </div> <div class="para">tige Luftbelastungen durch mehrere Quellen gemeinsam ver- </div> <div class="para">ursacht, so habe gemäss der Sonderregelung von <span class="artref">Art. 44a USG</span> </div> <div class="para">die zuständige Behörde einen Plan der Massnahmen zu erstel- </div> <div class="para">len, die zur Verminderung oder Beseitigung der übermässigen </div> <div class="para">Einwirkungen erforderlich seien. Der Massnahmenplan trete an </div> <div class="para">die Stelle der verschärften Emissionsbegrenzungen, die ge- </div> <div class="para">stützt auf <span class="artref">Art. 11 Abs. 3 USG</span> gegenüber den einzelnen An- </div> <div class="para">lagen vorzunehmen wären. Ein solcher Massnahmenplan sei nach </div> <div class="para">Art. 19 der Luftreinhalte-Verordnung vom 16. Dezember 1985 </div> <div class="para">(LRV, SR 814.318.142.1) auch dann zu erstellen, wenn eine </div> <div class="para">einzelne Verkehrsanlage für das hohe Mass an Immissionen </div> <div class="para">verantwortlich sei. Somit sei der Bau einer Nationalstrasse </div> <div class="para">auch dann nicht ausgeschlossen, wenn zu erwarten sei, dass </div> <div class="para">übermässige Immissionen verursacht würden. Die Begrenzung </div> <div class="para">der Emissionen sei nicht nur mit baulichen Massnahmen an der </div> <div class="para">Verkehrsanlage, sondern zusätzlich mit ergänzenden Massnah- </div> <div class="para">men im Rahmen des Massnahmenplans gemäss <span class="artref">Art. 44a USG</span> vor- </div> <div class="para">zunehmen. Falls trotz dieser Massnahmen eine vorübergehende </div> <div class="para">Überschreitung der Immissionsgrenzwerte zu erwarten sei, sei </div> <div class="para">aufgrund einer Abwägung der auf dem Spiel stehenden öffent- </div> <div class="para">lichen Interessen zu entscheiden, ob die Vorteile des Stras- </div> <div class="para">senbaus überwögen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Beschwerdeführerin räumt ein, dass die von ihr </div> <div class="para">verlangte Überdeckung der Autobahn wohl nicht als Vorsorge- </div> <div class="para">Massnahme im Sinne von <span class="artref">Art. 11 Abs. 2 USG</span> gelten könne. Da- </div> <div class="para">gegen müsse die Überdeckung in Anwendung von <span class="artref">Art. 11 Abs. 3 </span></div> <div class="para">USG ungeachtet der wirtschaftlichen Tragbarkeit angeordnet </div> <div class="para">werden, da die Einhaltung der Belastungsgrenzwerte im Raum </div> <div class="para">Knonau einzig durch diese bauliche Massnahme gewährleistet </div> <div class="para">werden könne. <span class="artref">Art. 19 LRV</span> stelle keine Ausnahmevorschrift </div> <div class="para">dar, welche die Erstellung eines nicht umweltverträglichen </div> <div class="para">Bauwerks erlauben würde. <span class="artref">Art. 44a USG</span> und <span class="artref">Art. 19 LRV</span> könn- </div> <div class="para">ten im Übrigen so ausgelegt werden, dass nur die projektun- </div> <div class="para">abhängigen Vorkehren in den Massnahmenplan aufzunehmen </div> <div class="para">seien. Der Massnahmenplan nach <span class="artref">Art. 19 LRV</span> beschränke sich </div> <div class="para">denn auch nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung auf fahr- </div> <div class="para">zeug- und verkehrsbezogene nichtbauliche Massnahmen, insbe- </div> <div class="para">sondere verkehrslenkender und -beschränkender Natur. Könne </div> <div class="para">mit einem solchen Massnahmenplan die Einhaltung der gesetz- </div> <div class="para">lichen Belastungsgrenzwerte nicht erreicht werden, trete </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 11 Abs. 3 USG</span> wieder in sein volles Recht ein: Es sei </div> <div class="para">mit zusätzlichen baulichen Vorkehren zu gewährleisten, dass </div> <div class="para">das Projekt umweltverträglich werde. So sei auch im vorlie- </div> <div class="para">genden Fall vorzugehen, da mit projektunabhängigen Massnah- </div> <div class="para">men, wie sie Gegenstand eines Massnahmenplans sein könnten, </div> <div class="para">das Ziel der Umweltverträglichkeit nicht zu erreichen sei. </div> <div class="para"> Dieser Argumentation ist nur zum Teil zu folgen. </div> <div class="para">Als unzutreffend erscheint die Behauptung, dass zusätzliche </div> <div class="para">bauliche Massnahmen nur direkt gestützt auf <span class="artref">Art. 11 Abs. 3 </span></div> <div class="para">USG und nicht auch im Rahmen der Massnahmenplanung angeord- </div> <div class="para">net werden könnten. Sowohl nach der ursprünglichen Bestim- </div> <div class="para">mung von <span class="artref">Art. 33 LRV</span> in der Fassung vom 16. Dezember 1985 </div> <div class="para">wie auch gemäss dem heute geltenden, am 15. Dezember 1997 </div> <div class="para">neu gefassten Text von <span class="artref">Art. 32 Abs. 2 lit. b LRV</span> kann der </div> <div class="para">Massnahmenplan für Verkehrsanlagen neben betrieblichen auch </div> <div class="para"> <u>bauliche</u> und somit projektbezogene Massnahmen vorsehen. Dem- </div> <div class="para">entsprechend hat das Bundesgericht verschiedentlich erklärt, </div> <div class="para">dass im Einsprache- und Plangenehmigungsverfahren unter an- </div> <div class="para">derem gewährleistet werden müsse, dass mögliche weitere bau- </div> <div class="para">liche Vorkehren, die allenfalls im Massnahmenplan vorbehal- </div> <div class="para">ten würden, noch getroffen werden könnten (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-IB-206%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page206">BGE 118 Ib 206</a> </div> <div class="para">E. 11d S. 224 und E. 11f S. 226, 122 II 165 nicht publ. </div> <div class="para">E. 12; vgl. auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-II-522%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page522">BGE 126 II 522</a> E. 22a S. 550). Indessen </div> <div class="para">trifft zu, dass es wenig sinnvoll wäre, die Projektierung </div> <div class="para">und Ausführung von zusätzlichen baulichen Massnahmen an Ver- </div> <div class="para">kehrsanlagen auch dann in ein vom Baubewilligungsverfahren </div> <div class="para">getrenntes Massnahmenplanungsverfahren zu verweisen, wenn </div> <div class="para">die Notwendigkeit solcher zusätzlicher Massnahmen schon vor </div> <div class="para">dem Bau der Anlage feststeht. Es spielt denn auch unter dem </div> <div class="para">Gesichtswinkel der wirtschaftlichen Tragbarkeit keine Rolle, </div> <div class="para">ob die zusätzlichen baulichen Massnahmen unmittelbar ge- </div> <div class="para">stützt auf <span class="artref">Art. 11 Abs. 3 und <artref id="CH/814.01/12" type="start"></artref>Art. 12 USG</span><artref id="CH/814.01/11/3" type="end"></artref> im Baubewilli- </div> <div class="para">gungsverfahren angeordnet oder im Rahmen der Massnahmenpla- </div> <div class="para">nung allenfalls für einen späteren Zeitpunkt vorbehalten </div> <div class="para">werden: Verschärfte Emissionsbegrenzungen können grundsätz- </div> <div class="para">lich unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Zumutbarkeit an- </div> <div class="para">geordnet werden. Voraussetzung ist allerdings, dass ein an- </div> <div class="para">gemessenes Verhältnis zwischen dem Nutzen der Massnahmen und </div> <div class="para">der Schwere der damit verbundenen Nachteile besteht (BGE 125 </div> <div class="para">II 129 E. 9d S. 148 mit Hinweisen, s.a. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=06.04.2001&amp;to_date=25.04.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-II-522%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page522">BGE 126 II 522</a> </div> <div class="para">E. 22b S. 552). Geht es wie hier um den Bau oder Ausbau </div> <div class="para">einer im öffentlichen Interesse liegenden Verkehrsanlage, so </div> <div class="para">hat die Plangenehmigungsbehörde zudem zu prüfen, ob eine </div> <div class="para">Überschreitung der Immissionsgrenzwerte sofort mit geeigne- </div> <div class="para">ten - allenfalls baulichen - Vorkehren bekämpft werden müsse </div> <div class="para">oder vorübergehend in Kauf genommen werden dürfe. Über diese </div> <div class="para">Frage ist, wie das Verwaltungsgericht zu Recht erwähnt, nach </div> <div class="para">bundesgerichtlicher Praxis in Abwägung der auf dem Spiele </div> <div class="para">stehenden öffentlichen Interessen zu befinden (vgl. insbes. </div> <div class="para">BGE 122 II 165 E. 12 und 13 mit Hinweisen; s.a. BGE 126 </div> <div class="para">II 522 E. 23 S. 555). Zu diesen in Betracht zu ziehenden An- </div> <div class="para">liegen zählt auch das Interesse daran, die gesteckten Um- </div> <div class="para">weltschutzziele kostengünstig zu erreichen ( <u>Theo Loretan</u>, </div> <div class="para">Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. A., N. 23 zu <span class="artref">Art. 44a </span></div> <div class="para">USG). Die Abwägung der öffentlichen Interessen ist vorab </div> <div class="para">beim Entscheid über den Bau der Verkehrsanlage selbst vorzu- </div> <div class="para">nehmen, aber entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin </div> <div class="para">auch erforderlich, wenn lediglich der Ausbaugrad einer An- </div> <div class="para">lage umstritten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>6.- </u> </div> <div class="para"> Nach den Ausführungen des Verwaltungsgerichts wird </div> <div class="para">die Inbetriebnahme der Autobahn zu einer deutlichen Erhöhung </div> <div class="para">der verkehrsbedingten Luftbelastung in Knonau führen. Gemäss </div> <div class="para">dem Umweltverträglichkeitsbericht müsse in Teilen des Sied- </div> <div class="para">lungsgebietes der Gemeinde mit einer Überschreitung der Im- </div> <div class="para">missionsgrenzwerte gerechnet werden, falls keine zusätzli- </div> <div class="para">chen, ausserhalb des Projekts liegenden Massnahmen im Sinne </div> <div class="para">der Massnahmenplanung angeordnet würden. Dennoch sei das Be- </div> <div class="para">gehren auf Überdeckung der Nationalstrasse abzulehnen, da </div> <div class="para">der Kostenaufwand übermässig wäre. Nach den vorgelegten </div> <div class="para">Schätzungen würden - der Grössenordnung nach - die Kosten </div> <div class="para">einer Überdeckung von 360 m Länge 44 Mio. Franken erreichen, </div> <div class="para">jene der längeren Überdeckung von 1'600 m bzw. 1'800 m rund </div> <div class="para">160 bzw. 180 Mio. Franken. Diese Beträge erschienen ange- </div> <div class="para">sichts des Masses einer eventuellen Überschreitung der </div> <div class="para">Grenzwerte und der nur sehr beschränkten Wirkung der Mass- </div> <div class="para">nahme als ausgesprochen hoch. Berücksichtige man zudem, dass </div> <div class="para">das Auftreten einer übermässigen Luftbelastung nach der Er- </div> <div class="para">öffnung der Autobahn noch keineswegs feststehe, sondern bei </div> <div class="para">rechtzeitiger Anordnung flankierender Massnahmen möglicher- </div> <div class="para">weise vermieden werden könne, so erweise sich die geforderte </div> <div class="para">Überdeckung unter dem Aspekt der Luftreinhaltung als deut- </div> <div class="para">lich unverhältnismässig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Diesen Erwägungen ist umso mehr beizupflichten, als </div> <div class="para">- wie erwähnt - die im Umweltverträglichkeitsbericht ange- </div> <div class="para">stellten Emissions-Prognosen noch auf den Grundlagen des </div> <div class="para">BUWAL-Berichtes 1995 beruhen und gemäss dem BUWAL-Nachtrags- </div> <div class="para">bericht 2000 klar nach unten korrigiert werden können. Es </div> <div class="para">darf heute als wahrscheinlich angenommen werden, dass auch </div> <div class="para">im Bereich des Dorfes Knonau die Immissionsgrenzwerte der </div> <div class="para">Luftreinhalte-Verordnung lediglich in unmittelbarer Nähe des </div> <div class="para">Nationalstrassen-Trassees überschritten werden und das Sied- </div> <div class="para">lungsgebiet nicht oder höchstens am Rande durch übermässige </div> <div class="para">Einwirkungen betroffen wird. Unter diesen Umständen lässt </div> <div class="para">sich der von der Beschwerdeführerin verlangte Bau eines Tun- </div> <div class="para">nels aus lufthygienischer Sicht offensichtlich nicht recht- </div> <div class="para">fertigen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Bau- und Be- </div> <div class="para">triebskosten die vom Kanton Zürich im bundesgerichtlichen </div> <div class="para">Verfahren genannten Zahlen erreichen (Baukosten einer Über- </div> <div class="para">deckung des vorhandenen Trassees auf einer Länge von 1'800 m: </div> <div class="para">rund 207 Mio. Franken, ohne Mehrwertsteuer; jährliche Be- </div> <div class="para">triebskosten: Fr. 520'000.--) oder ob diese, wie die Be- </div> <div class="para">schwerdeführerin behauptet, tiefer anzusetzen wären. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> An der Unverhältnismässigkeit der verlangten bauli- </div> <div class="para">chen Massnahme ändert übrigens auch nichts, falls im Raume </div> <div class="para">Knonau - wie insbesondere im Parallelverfahren 1E.18/1999 </div> <div class="para">geltend gemacht wird - häufiger Inversionslagen auftreten </div> <div class="para">als im Umweltverträglichkeitsbericht angenommen. Solchen </div> <div class="para">Inversionslagen bzw. den dadurch verursachten Anreicherungen </div> <div class="para">von Schadstoffen in den bodennahen kälteren Luftschichten </div> <div class="para">könnte mit einer blossen Überdeckung der Autobahn ohne Ab- </div> <div class="para">luftkamine, wie sie die Gemeinde verlangt, ohnehin nicht </div> <div class="para">wirksam begegnet werden. Aus diesem Grunde ist im genannten </div> <div class="para">weiteren Verfahren schliesslich eine Überdeckung von einer </div> <div class="para">Länge von 2'600 m oder sogar 3'400 m gefordert worden, um </div> <div class="para">das Austreten von Schadstoffen an im Inversionsgebiet lie- </div> <div class="para">genden Tunnelportalen zu vermeiden. Dass solche Lösungen vor </div> <div class="para">dem Verhältnismässigkeitsprinzip nicht standhalten, braucht </div> <div class="para">hier nicht näher erläutert zu werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>7.- </u> </div> <div class="para"> Die Beschwerdeführerin bringt zusätzlich vor, eine </div> <div class="para">Überdeckung der Autobahn wäre ein nicht unerheblicher Bei- </div> <div class="para">trag zum Schutz des Ort- und Landschaftsbildes. Der werk- </div> <div class="para">bedingte Eingriff könnte durch die Überdeckung gemildert </div> <div class="para">werden, weil sich ein überschütteter und begrünter Tunnel </div> <div class="para">besser in die Landschaft einordnen liesse als eine bis zu </div> <div class="para">6,5 m hohe Schallschutzwand. Die verlangte Überdeckung sei </div> <div class="para">daher auch im Lichte von <span class="artref">Art. 9 EntG</span> geboten. Es sei akten- </div> <div class="para">kundig, dass es sich beim Dorfkern von Knonau um ein Schutz- </div> <div class="para">objekt im Sinne von § 203 des kantonalen Planungs- und Bau- </div> <div class="para">gesetzes handle. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Das Verwaltungsgericht hat die Belange des Orts- </div> <div class="para">bild- und Landschaftsschutzes in eine Gesamtinteressenab- </div> <div class="para">wägung einbezogen. Es hat in diesem Zusammenhang festge- </div> <div class="para">stellt, dass die Autobahn entlang des alten Ortskerns von </div> <div class="para">Knonau auf einem Damm verläuft und dieser gravierend in das </div> <div class="para">Ortsbild eingreift. Der Bau der vorgesehenen Lärmschutzwände </div> <div class="para">werde diesen Eingriff noch verstärken. Eine Überdeckung des </div> <div class="para">Trassees vermöchte diese Wirkung kaum zu mindern; sie würde </div> <div class="para">sogar noch etwas höher in Erscheinung treten als die Lärm- </div> <div class="para">schutzwände. Für eine seitliche Abböschung bestünde auf der </div> <div class="para">Seite des Dorfes kein Raum. Eine lange Überdeckung, die auch </div> <div class="para">den Bereich des alten Ortsteils mitumfassen würde, wäre da- </div> <div class="para">her für dessen Schutz von zweifelhaftem Nutzen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Diesen Erwägungen ist im Ergebnis zuzustimmen, </div> <div class="para">selbst wenn sich - wie die Beschwerdeführerin behauptet - </div> <div class="para">dorfseits ebenfalls noch Platz für eine gewisse Anböschung </div> <div class="para">finden liesse. Jedenfalls erscheinen die Verbesserungen, die </div> <div class="para">sich durch eine Überdeckung des hochgelegenen Autobahn-Tras- </div> <div class="para">sees erzielen liessen, nicht als derart wesentlich, dass </div> <div class="para">eine solche allein oder vorwiegend aus Ortsbildschutz-Grün- </div> <div class="para">den angeordnet werden müsste. Dass sich diese bauliche Mass- </div> <div class="para">nahme aus lufthygienischer Sicht nicht rechtfertigen lässt, </div> <div class="para">ist dargelegt worden, und dass die Autobahn aus Lärmschutz- </div> <div class="para">Gründen überdeckt werden müsste, macht die Beschwerdeführe- </div> <div class="para">rin selbst nicht ernsthaft geltend. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Zu ergänzen ist, dass die verlangte Überdeckung die </div> <div class="para">Realisierung des geplanten Rastplatzes Knonau im Gebiet </div> <div class="para">Binzmatten verunmöglichen würde. Dieser Umstand ist zwar </div> <div class="para">nicht von ausschlaggebender Bedeutung, im Rahmen einer Ge- </div> <div class="para">samtabwägung aller auf dem Spiele stehenden Interessen aber </div> <div class="para">immerhin erwähnenswert. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>8.- </u> </div> <div class="para"> Die Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen, </div> <div class="para">soweit auf sie einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens sind </div> <div class="para">der Regel von <span class="artref">Art. 116 EntG</span> entsprechend vom Kanton Zürich </div> <div class="para">als Werkeigentümer und Enteigner zu tragen. Dem Antrag der </div> <div class="para">Beschwerdeführerin auf Zusprechung einer Parteientschädigung </div> <div class="para">kann gemäss <span class="artref">Art. 116 Abs. 1 EntG</span> stattgegeben werden; die </div> <div class="para">Entschädigung ist jedoch mit Rücksicht auf den Ausgang des </div> <div class="para">Verfahrens zu kürzen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Demnach erkennt das Bundesgericht: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>1.- </u> </div> <div class="para"> Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, </div> <div class="para">soweit auf sie eingetreten werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>2.- </u> </div> <div class="para"> Die Gerichtsgebühr von Fr. 7'000.-- wird dem Kanton </div> <div class="para">Zürich auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>3.- </u> </div> <div class="para"> Der Kanton Zürich wird verpflichtet, der Beschwer- </div> <div class="para">deführerin eine Parteientschädigung von Fr. 5'000.-- für das </div> <div class="para">bundesgerichtliche Verfahren zu bezahlen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>4.- </u> </div> <div class="para"> Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der </div> <div class="para">Baudirektion und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, </div> <div class="para">1. Abteilung, 1. Kammer, sowie dem Eidgenössischen Departe- </div> <div class="para">ment für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) </div> <div class="para">und dem Bundesamt für Strassen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">______________ </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 25. April 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS </div> <div class="para">Der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> </div></body></html>