9. Oktober 1986 N 1465 Parlamentarische Initiative (Carobbio) hat gar keine Wirkung mehr. Damit ist diese Konfrontation unnötig. M. Robbiani, rapporteur: J'ai moi aussi de la peine à com- prendre cette confrontation. On veut peut-être simplement anticiper une autre confrontation, celle qui aura lieu dans quelques heures. En effet, en plus des documents et des décisions prises, il faudrait aussi se rappeler la différence entre la motion et le postulat. Selon le règlement, c'est seulement par un postulat que l'on peut demander un rap- port au Conseil fédéral. Vous venez de le faire en acceptant le postulat de la commission qui demande un rapport au Conseil fédéral. Le postulat de la minorité qui vous est proposé maintenant charge le Conseil fédéral d'examiner «s'il y a lieu de» présenter un projet de loi ou d'arrêté ou de prendre une mesure. Präsident: Der Bundesrat ist bereit, die Motion der Kommis- sionsminderheit als Postulat entgegenzunehmen. Die Spre- cher der Kommission äussern sich ebenfalls positiv dazu. Herr Allenspach hat beantragt, das Postulat abzulehnen. Abstimmung - Vote Für die Ueberweisung als Postulat Dagegen 53 Stimmen 90 Stimmen #ST# 85.233 Parlamentarische Initiative (Carobbio) Stipendien. Aenderung des Bundesgesetzes Initiative parlementaire (Carobbio) Bourses d'études. Modification de la loi Wortlaut der Initiative vom 14. März 1985 Gestützt auf Artikel 21 bis des Geschäftsverkehrsgesetzes und Artikel 27 des Geschäftsreglements des Nationalrates reiche ich folgende parlamentarische Initiative in der Form der allgemeinen Anregung ein: In das Bundesgesetz über die Gewährung von Beiträgen an die Aufwendungen der Kantone für Stipendien vom 19. März 1965 sind Bestimmungen aufzunehmen, welche die Höhe der Stipendien, die Schweizer Studenten gewährt werden, für das ganze Gebiet der Schweiz harmonisieren und die Voraussetzungen der Stipendiengewährung vereinheitli- chen. Insbesondere sind im Gesetz (heute Art. 7) für die Stipen- dien, die für den Besuch der Schulen nach Artikel 4 des geltenden Gesetzes gewährt werden, Mindestbeträge fest- zusetzen, die für die Kantone verbindlich sind. Texte de l'initiative du 14 mars 1985 En vertu de l'article 21 bis de la loi sur les rapports entre les conseils et de l'article 27 du règlement du Conseil national, je dépose l'initiative parlementaire suivante, sous la forme d'une demande conçue en termes généraux: La loi fédérale du 19 mars 1965 sur l'allocation de subven- tions pour les dépenses des cantons en faveur de bourses d'études est modifiée par l'introduction de normes harmoni- sant le montant des bourses accordées aux étudiants suisses sur tout le territoire de la Confédération ou de toute autre disposition propre à unifier les modalités d'octroi de ces bourses. Il s'agira en particulier de fixer dans la loi (art. 7 actuel) les montants minimaux à verser obligatoirement aux cantons en faveur de bourses d'études et pour les divers types d'école prévus à l'article 4 de la loi en vigueur. Herr Landolt unterbreitet namens der Kommission für Wis- senschaft und Forschung den folgenden schriftlichen Be- richt: Nationalrat Carobbio hat am 14. März 1985 eine Initiative in der Form einer allgemeinen Anregung eingereicht, die ver- langt, dass ins Bundesgesetz vom 19. März 1965 über die Gewährung von Beiträgen an die Aufwendungen der Kan- tone für Stipendien Bestimmungen aufzunehmen sind, wel- che die Stipendien für das ganze Gebiet der Schweiz harmo- nisieren und die Voraussetzungen der Stipendiengewäh- rung vereinheitlichen. Insbesondere sind Mindestbeiträge festzusetzen, die für die Kantone verbindlich sind. Die Kommission für Wissenschaft und Forschung beantragt, der Initiative keine Folge zu geben. Hingegen soll der Bun- desrat in einer Motion beauftragt werden, die Anliegen des Initianten in der nächstens vor die Räte gelangenden Vor- lage weitgehend zu berücksichtigen. 1. Text der Initiative (siehe oben). 2. Arbeit der Kommission: Die Kommission für Wissenschaft und Forschung hörte an einer ersten Sitzung am 14. Novem- ber 1985 den Initianten an und liesssich über die Absichten des Departementes des Innern orientieren. Am 10. März 1985 haben das Schweizer Volk mit 651 854 Ja gegen 716717 Nein und die Stände mit 73/2 gegen 13 72 Nein den Bundesbeschluss vom 5. Oktober 1984 über die Ausbildungsbeiträge verworfen. Nach Ansicht des Initianten zeigt das Ergebnis, dass der Bund in Sachen Stipendien weiterhin eine aktive Rolle spielen und ein System entwik- keln soll, das gesamtschweizerisch ausgeglichene Stipen- dien garantiert. Für das Departement war es nach der Volksabstimmung klar, dass das aus dem Jahre 1965 stammende Bundesge- setz zu revidieren ist. Auch die Erziehungsdirektorenkonfe- renz ist am 30. Oktober 1985 in diesem Sinne beim Bundes- rat vorstellig geworden. In seiner Antwort hat das Departe- ment des Innern eine rasche Inangriffnahme dieser Arbeit zugesichert. 3. Stellungnahme der Kommission Wissenschaft und For- schung: Angesichts der im Departement bereits in Angriff genommenen Arbeiten erachtet sie es als nicht opportun, dass das Parlament vor einem Antrag des Bundesrates in dieser Sache aktiv wird. Anderseits findet die Kommission die Anliegen des Initianten grösstenteils berechtigt. Sie ist deshalb der Ansicht, dass die Bemühungen des Bundesra- tes durch eine Motion unterstützt werden sollen. Der Initiant ist bereit, seine Initiative zurückzuziehen, falls die Motion vom Nationalrat überwiesen wird. Antrag der Kommission -einstimmig, bei 2 Enthaltungen, der Initiative keine Folge zu geben, -mit 17 zu 1 Stimmen, bei 1 Enthaltung, die folgende Motion zu überweisen: Motion der Kommission. Stipendien. Aenderung des Bun- desgesetzes Der Bundesrat wird eingeladen, den eidgenössischen Räten eine Revision des geltenden Bundesgesetzes vom 19. März 1965 über die Gewährung von Beiträgen an die Aufwendun- gen der Kantone für Stipendien vorzulegen. Die Revision soll insbesondere vorsehen: 1. Die Leistungen von Bund und Kantonen sind so zu bemessen und der Verteilschlüssel ist so festzulegen, dass es möglich ist, angemessene Stipendien auszurichten. 2. Die heutigen Unterschiede der Stipendienleistungen sind möglichst auszugleichen durch entsprechende Ausgestal- tung der Subventionsbedingungen. 3. Die Voraussetzungen für die Gewährung von Stipendien, insbesondere der Kreis der Empfänger, die Stipendienbe- rechtigung und der stipendienrechtliche Wohnsitz, sind ein- heitlich zu regeln. 4. Für alle Ausbildungsrichtungen ist das gleiche Berech- nungssystem anzuwenden.Initiative du canton de Genève 1466 N 9 octobre 1986 Propositions de la commission - à l'unanimité avec 2 abstentions, de ne pas donner suite à l'initiative -par 17 voix contre 1, moins une abstention, d'adopter la motion ci-après: Motion de la commission. Bourses d'études. Modification de la loi fédérale Le Conseil fédéral est chargé de préparer, à l'intention des Chambres fédérales, une révision de la loi fédérale du 19 mars 1985 sur l'allocation de subventions pour les dépenses des cantons en faveur de bourses d'études. Cette révision devra notamment porter sur les points suivants: 1. Les prestations de la Confédération et des cantons et les clés de répartition seront fixées de manière à permettre d'allouer des bourses d'études convenables. 2. Les différences actuelles en matière de bourses d'études seront réduites dans toute la mesure du possible, par un aménagement approprié des conditions de subventionne- ment, s'il y a lieu. 3. Les conditions mises à l'octroi de bourses et en particulier le cercle des bénéficiaires, le droit à une bourse d'études ainsi que le domicile des boursiers prévu par la loi, devront être réglés de manière uniforme. 4. Le même système de calcul doit être appliqué à toutes les catégories d'éducation et de formation. Präsident: Wir können dieses Geschäft nur behandeln, wenn keine längere Diskussion entsteht. Es haben sich zwei Ratsmitglieder für kurze Erklärungen gemeldet. M. Carobbio: Je voudrais faire une très brève déclaration. Avant tout, je confirme que je suis d'accord de retirer mon initiative en faveur de la motion de la commission et j'ajoute, que j'approuve les quatre points que la commission a éla- borés dans sa motion. Je regrette que l'on ait laissé tomber un cinquième point concernant l'adaptation au renchérisse- ment des bourses d'études. J'espère que cette question pourra être reprise au cours de l'examen de ce problème. En conclusion, je souhaite que le Conseil fédéral puisse rapidement présenter des propositions concrètes quant à ces bourses d'études, car il y a fort longtemps que les étudiants attendent une solution à ce problème. Müller-Aargau: Einerseits habe ich dafür Verständnis, dass Herr Carobbio seine parlamentarische Initiative angesichts der angeblich fortgeschrittenen Arbeiten an der Revision des Bundesgesetzes von 1965 zurückgezogen hat. Anderer- seits entspricht der Text der Kommissionsmotion bei den Mindestbeiträgen in einem Punkt, und zwar im wichtigsten, den Intentionen des Initianten nicht. Ich weiss, dass leider der Motionstext im Rat nicht geändert werden kann. Was ich aber vermag, ist, dieser Motion einen kurzen Begleitbrief beizulegen. Im März 1984, als ich mich zur Neuverteilung der Aufgaben zwischen Bund und Kantonen äusserte, brachte ich einen Antrag ein, dass die Minimalansätze für Stipendien vom Bund festgelegt werden. Nur dann würde ich der Kantonali- sierung des Stipendienwesens zustimmen. Unter dem Motto «Wer nicht zahlt, befiehlt auch nicht» wurde mein Antrag abgelehnt und ich zum Nein gezwungen. Ich muss nun kurz auf diese Minimalansätze zurückkom- men: Wenn jetzt in der Volksabstimmung entschieden wor- den ist, dass der Bund bei den Stipendien mitverantwortlich sein soll, hat sich die Situation geändert, und man kann wirklich sagen: «Wer zahlt, befiehlt.» Daher sollte die Frage der Mindestbeiträge wieder aufgegriffen werden. Ich hänge an diesen Mindestbeiträgen - Föderalismus hin oder her-, und deshalb wollte ich der Motion diesen Avis noch beifü- gen. Bei Philipp! sehen wir uns wieder, wenn dann das Gesetz behandelt wird. Ich bitte Sie, die Motion zu unterstützen und in der Folge, im Sinne meiner Ausführungen - jeder nach seinen Möglich- keiten -, zu wirken und zu werken. Präsident: Die Kommission beantragt, der Initiative keine Folge zu geben. Ein anderer Antrag ist nicht gestellt. So beschlossen. Zur Motion hat Bundespräsident Egli das Wort. - Der Bun- desrat nimmt die Motion entgegen. Ein anderer Antrag ist aus der Mitte des Rates nicht gestellt. Die Motion wird überwiesen. Ueberwiesen - Transmis #ST# 85.203 Initiative des Kantons Genf StGB. Alternativstrafen Initiative du canton de Genève Code pénal. Peines de substitution Beschluss des Ständerates vom 5. Dezember 1985 Décision du Conseil des Etats du 5 décembre 1985 Wortlaut der Initiative vom 26. Juni 1985 In seiner Sitzung vom 15. Februar 1985 hat der Grosse Rat des Kantons Genf eine Motion angenommen, die den Staatsrat auffordert, von seinem Vorschlagsrecht bei den eidgenössischen Räten Gebrauch zu machen, um die Ein- führung von Alternativstrafen ins schweizerische Strafrecht zu fördern. In dieser Hinsicht wäre es dringend nötig, die beiden sehr positiven und bewährten Institute des bedingten Strafvoll- zugs und der bedingten Entlassung zu verbessern. Vor allem sollten die Voraussetzungen für die Gewährung des bedingten Strafvollzugs und der bedingten Entlassung grosszügiger ausgestaltet werden (Art. 38 und 41 StGB). Texte de l'initiative du 26 juin 1985 Dans sa séance du 15 février 1985, le Grand Conseil gene- vois a adopté une motion invitant le Conseil d'Etat à faire usage de son droit d'initiative auprès des Chambres fédé- rales en vue de favoriser l'introduction de peines de substi- tution dans le système pénal suisse. A cet égard, il serait urgent d'améliorer le fonctionnement de deux institutions très positives qui ont fait leurs preuves, à savoir le sursis à l'exécution de la peine et la libération conditionnelle. En particulier, les conditions mises à l'octroi du sursis et à la libération conditionnelle mériteraient d'être assouplies (art. 38 et 41 CPS). Herr Steinegger unterbreitet im Namen der Petitions- und Gewährleistungskommission den folgenden schriftlichen Bericht: 1. Der Staatsrat des Kantons Genf reichte am 26. Juni 1985 eine Standesinitiative ein. Darin fordert er die eidgenössis- chen Räte auf, die Einführung von Alternativstrafen ins schweizerische Strafrecht zu fördern. Dabei sollen die bei- den sehr positiven und bewährten Institute des bedingten Strafvollzugs und der bedingten Entlassung verbessert wer- den und insbesondere die Voraussetzungen für ihre Gewäh- rung grosszügiger gestaltet werden (Art. 38 und 41 StGb). 2. Die Kommission prüfte die Standesinitiative am 3. Februar 1986. Sie stellte fest, dass National- und Ständerat am 21. Juni bzw. am 5. Dezember 1985 eine Motion gleichen Inhalts (85.404) überwiesen haben. Dem mit der Standesini- tiative vorgebrachten Anliegen ist somit Rechnung getragen worden. Antrag der Kommission Aus diesem Grund beantragt die Petitions- und Gewährleis-Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Parlamentarische Initiative (Carobbio) Stipendien. Aenderung des Bundesgesetzes Initiative parlementaire (Carobbio) Bourses d'études. Modification de la loi In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1986 Année Anno Band III Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 85.233 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 09.10.1986 - 08:00 Date Data Seite 1465-1466 Page Pagina Ref. No 20 014 664 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.