<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00194</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106537&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00194</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.02.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Grundwasserschutzzone</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Grundwasserschutzzonen:<br/><br/>Rechtsmittelordnung im Allgemeinen und Zuständigkeit des Verwaltungsgericht im Besonderen für Grundwasserschutzzonenpläne (E. 1a). Grundlage für die Ausscheidung der Schutzzonen nach Bundesrecht und nach kantonalem Recht (E. 2). Nutzungseinschränkung durch Grundwasserschutzzonen; Zulässigkeit aus grundrechtlicher Sicht (E. 3 a.A.), insbesondere Voraussetzung eines öffentlichen Interesses: Mögliche Kriterien für die Bejahung eines öffentlichen Interesses (E. 3b). Neben dem Verwendungszweck (Brauch- oder Trinkwasser) ist auch Art und Grösse des Benützerkreises zu berücksichtigen; Ermittlung der Grösse des Benützerkreises zur Bejahung eines öffentlichen Interesses anhand von Lehre und Rechtsprechung; vorliegend kein öffentliches Interesse ausgewiesen für die Ausscheidung von Schutzzonen (E. 3c).<br/>Der Begünstigte der Quellfassungen, für welche die Ausscheidung der Schutzzonen in Frage steht, verfügt über ein wohlerworbenes Recht an den Fassungen. Diesem steht das Interesse des Grundeigentümers gegenüber, sein Grundstück ohne Einschränkungen zu nutzen. Im Rahmen einer Interessenabwägung hat letzterer zwar eine Schutzzonenausscheidung hinzunehmen (E. 3d), allerdings unter geringeren Düngebeschränkungen als vorgesehen (E. 4).<br/>Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: GEWÃSSERSCHUTZ">GEWÃSSERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDWASSERSCHUTZZONE">GRUNDWASSERSCHUTZZONE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONZESSION">KONZESSION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHES INTERESSE">ÃFFENTLICHES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUELLE">QUELLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Allgemeines Verwaltungsrecht ST: RECHT DER ÃFFENTLICHEN SACHEN">RECHT DER ÃFFENTLICHEN SACHEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZZONE">SCHUTZZONE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHLERWORBENE RECHTE">WOHLERWORBENE RECHTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 36 lit. II BV</span><br/><span class="gerade">Art. 35 EG GSchG</span><br/><span class="ungerade">Art. 36 EG GSchG</span><br/><span class="gerade">Art. 20 GSchG</span><br/><span class="ungerade">Art./§ 19 KonzessionsV</span><br/><span class="gerade">§ 19c lit. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 41 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2002 Nr. 88 S. 197</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Mit VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 21. Juni 1996 wurde B die Konzes­sion verliehen, dem Grundwasservorkommen in seinem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 1 in der Ge­meinde X mit der Quellfassung "S" Wasser zu entnehmen und die­ses in den Wohnliegenschaften Kat.Nrn. 3 und 4 zu Trink- und Brauchzwecken und zur Speisung eines Laufbrunnens zu ver­wenden. Zugleich wurde er verpflichtet, Grund­was­serschutzzonen um seine Quellfassung "S" auszuscheiden. Auf Ersuchen von B, gestÃ¼tzt auf einen hydrologischen Bericht und nach VorprÃ¼fung durch das kantonale Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft setzte der Gemein­derat X am 19. Dezember 2000 den Schutzzonenplan samt zugehÃ¶rigem Reglement fest. Dadurch wurden Teile des landwirtschaftlich genutzten GrundstÃ¼cks Kat.Nrn. 2 von A den Zonen II (engere Schutzzone, ca. 100 m2) und III (weitere Schutzzone, ca. 1'200 m2) zugewiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Rekurs vom 17. Januar 2001 beantragte A dem Bezirksrat Y die Aufhebung der beiden sein GrundstÃ¼ck betreffenden Festlegungen. Der Bezirksrat wies den Rekurs zu­sammen mit zwei weiteren Rechtsmitteln anderer betroffener GrundeigentÃ¼­mer am 3. Mai 2001 ab. Die Rekurskosten auferlegte er zu einem Drittel A.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Dagegen gelangte A am 6. Juni 2001 an den Regierungsrat, mit dem An­trag, die fragliche Schutzzone auf seinem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 2 ersatzlos aufzuheben; allenfalls sei die Schutzzone zu verkleinern oder das Schutzzonenreglement insbesondere bezÃ¼glich der Zone S III so zu Ã¼berarbeiten, dass der Anbau von Erdbeeren in der Zone S III zulÃ¤ssig sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 13. Juni 2001 Ã¼berwies die Baudirektion gestÃ¼tzt auf § 5 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) den Rekurs dem Verwaltungsgericht zur Behandlung als Beschwerde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat Y beantragte am 25. Juni 2001 Abweisung der Beschwerde unter Verzicht auf weitere AusfÃ¼hrungen. </span></p> <p class="Einzug1"><span>In seiner Stellungnahme vom 2. Juli 2001 wies der Gemeinderat X da­rauf hin, dass A ein WiedererwÃ¤gungsgesuch mit dem Antrag auf Ãnderung von Art. 5 lit. k des Schutzzonenreglements eingereicht habe, welches Gesuch der Gemeinderat in befÃ¼rwortenden Sinn dem AWEL (als dem verwaltungsintern zustÃ¤ndigen Amt der als GenehmigungsbehÃ¶rde wirkenden Baudirektion) unterbreitet habe. Anschliessend reichte der Gemeinderat dem Verwaltungsgericht das (in der Stellungnahme vom 2. Juli 2001 noch nicht erwÃ¤hnte) Antwortschreiben des AWEL vom 28. Juni 2001 nach. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der im Beschwerdeverfahren beigeladene B beantragte am 15. August 2001 Abweisung der Beschwerde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Aufgrund einer Beratung vom 3. Oktober 2001 fasste die Kammer gleichentags folgenden Beschluss:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>1. Der Wasserversorgungsgenossenschaft X lÃ¤uft eine Frist von 30 Tagen um dem Verwaltungsgericht einen Bericht zur folgenden Frage einzureichen:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> "Liegt die Quellfassung "S" aus der Sicht der Wasserversor­gungsgenossenschaft X im Ã¶ffentlichen Interesse, obwohl die daraus belieferten Haushalte auch an die Ã¶ffentliche Wasserversorgung angeschlossen sind?"</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Die nÃ¤mliche Frist lÃ¤uft dem AWEL, um zur gleichen Frage aus seiner Sicht Stellung zu nehmen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Die nÃ¤mliche Frist lÃ¤uft der Fachstelle Obst (c/o Landwirtschaftliche Information, Berufsbildung und Beratung, LIB), um dem Verwaltungsgericht einen Amtsbericht zu folgenden Fragen einzureichen:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>1. Ist die vom BeschwerdefÃ¼hrer angestrebte Nutzung des in der Schutz­zone III liegenden Teils seines GrundstÃ¼cks Kat.Nr. 2 (Anbau von Erdbeerkulturen) abgesehen von der vorgesehenen Tropfbe­wÃ¤sserung mit FlÃ¼ssigdÃ¼ngung mit den Bestimmungen in Art. 5 des Schutzzonenreglements, insbesondere mit jenen in lit. h und lit. k, vereinbar ?</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Hinsichtlich der vorgesehenen FlÃ¼ssigdÃ¼ngung, die gegen Art. 5 lit. k des Reglements verstÃ¶sst: Besteht bei dieser Art der DÃ¼ngung eine Gefahr fÃ¼r das aus der Quellfassung "S" gewonnene Wasser ? </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> Wenn Nein: Kann diese Art der DÃ¼ngung dem BeschwerdefÃ¼hrer nur aufgrund einer ReglementsÃ¤nderung gestattet werden, oder ge­nÃ¼gt hierfÃ¼r eine Ausnahmebewilligung oder eine Vollzugserleichterung im Sinn von Art. 10 Abs. 1 des Reglements ?</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Liesse sich die vom BeschwerdefÃ¼hrer angestrebte Nutzung des fraglichen GrundstÃ¼ckteils (Anbau von Erdbeerkulturen) mit vertretbarem Aufwand auch unter Anwendung einer anderen Art der DÃ¼ngung, die mit den Bestimmungen des Reglements vereinbar wÃ¤re, verwirklichen ?</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>4. Falls die vom BeschwerdefÃ¼hrer angestrebte Nutzung des fraglichen GrundstÃ¼ckteils (Anbau von Erdbeerkulturen) nicht nur bezÃ¼glich der vorgesehenen Art der DÃ¼ngung, sondern auch in anderer Hinsicht gegen Bestimmungen des Reglements verstÃ¶sst (vgl. Frage 1): Besteht auch in solcher Hinsicht eine Gefahr fÃ¼r das aus der Quellfassung "S" gewonnene Wasser ?</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Die Fachstelle Obst ist ermÃ¤chtigt, fÃ¼r die Beurteilung der vorstehenden <br/> (od­er einzelner) Fragen eine Stellungnahme des AWEL einzuholen; dessen allfÃ¤llige Stellungnahme ist bei der Erstellung des Berichtes einzubeziehen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Fachstelle Obst erstattete am 29. Oktober 2001 ihren Bericht zu Ziff. 3 Fragen 1-4, wobei sie darauf hinwies, dass die Zusatzfrage zur Frage 2 direkt durch das AWEL beantwortet werde. Letzteres erstattete seinen Bericht zu Ziff. 1 des Beschlusses sowie zu Ziff. 3 Zusatzfrage zur Frage 2 am 30. Oktober 2001. Die Wasserversorgungsgenossenschaft X teilte dem Gericht am 1. November 2001 mit, sie kÃ¶nne zur gestellten Frage nicht Stellung nehmen, weil fÃ¼r sie zurzeit nicht absehbar sei, wie sich die Zukunft entwickle. Die drei Berichte wurden den Verfahrensbeteiligten am 10. Dezember 2001 zur Stellungnahme unterbreitet. Der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¤us­serte sich mit Eingabe vom 17. Dezember 2001. Der Gemeinderat X sowie der Mitbeteiligte liessen nichts von sich hÃ¶ren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) GemÃ¤ss § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 VRG beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Rekursentscheide des Bezirksrats Ã¼ber "Anordnungen". Unter letzteren sind verwaltungsrechtliche Akte individuell-konkreter Art (VerfÃ¼gungen) oder ge­nerell-konkreter Natur (AllgemeinverfÃ¼gungen) zu verstehen, nicht jedoch generell-ab­strak­te Erlasse. Gegen kommunale Erlasse steht zwar im Sinn einer abstrakten Normenkon­trolle ein Rechtsmittel zur VerfÃ¼gung; da jedoch dagegen die Beschwerde an das Verwaltungsgericht wie erwÃ¤hnt entfÃ¤llt, ist hierfÃ¼r als (zweite) Rechtsmittelinstanz gestÃ¼tzt auf § 19c Abs. 2 VRG der Regierungsrat zustÃ¤ndig (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 19 N. 8, § 41 N. 8).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen den Rekursentscheid des Bezirksrats Y vom 3. Mai 2001 hat der Beschwerde­fÃ¼hrer Rekurs an den Regierungsrat erhoben, dies entsprechend der im Rekursentscheid enthaltenen Rechtsmittelbelehrung, welche davon ausgeht, es handle sich beim streit­be­trof­fenen Schutzzonenplan um einen generell-abstrakten Erlass. Die Baudirektion (im Auftrag des Regierungsrates) hat den Rekurs dem Verwaltungsgericht Ã¼berwiesen, weil es sich beim Schutzzonenplan samt Reglement um eine AllgemeinverfÃ¼gung handle. Der Auffassung des Regierungsrats, dass nicht er, sondern das Verwaltungsgericht zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig sei, ist jedenfalls im Ergebnis zuzustimmen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Genau genommen handelt es sich beim streitbetroffenen Schutzzonenplan samt Reg­­­lement um einen Raumplan zum Zweck des GewÃ¤sserschutzes. Ihrer Rechtsnatur nach sind RaumplÃ¤ne Zwischengebilde zwischen Rechtssatz und VerfÃ¼gung, deren Festsetzung und Anfechtbarkeit sich zumeist nach eigenen, von der Grundordnung abweichenden Regeln be­stimmt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 23, § 50 N. 66). WÃ¼rde sich der streitbetroffene Plan unmittelbar auf das Bundesgesetz Ã¼ber die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (RPG) und/oder das Planungs- und Baugesetz vom 7. September 1975 (PBG) stÃ¼tzen, wÃ¤re er mit Rekurs bei der Baurekurskommission statt beim Bezirksrat anfechtbar gewesen, und ein dies­bezÃ¼glicher Re­kursentscheid unterstÃ¼nde ohne weiteres der Beschwerde an das Verwal­tungsgericht (§ 329 PBG in der Fassung vom 8. Juni 1997; dazu KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 92 ff. und § 41 N. 12 ff.). Weil sich der streitige Akt unmittelbar auf die GewÃ¤sserschutzgesetzgebung stÃ¼tzt (dazu E. 2), hat Ã¼ber den dagegen erhobenen Rekurs richtigerwei­se - entsprechend der allgemeinen Ordnung des Rechtsmittelweges nach § 19 VRG in Verbindung mit § 152 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GemeindeG) - der Bezirks­rat entschieden, dessen Ent­scheid gemÃ¤ss § 41 VRG mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden kann. Sachlich stellt denn auch der Schutzzonenplan samt zugehÃ¶rigem Reglement einen Son­­dernutzungsplan mit verfÃ¼gungsgleichem Inhalt dar, weshalb er durchaus mit einer All­ge­­meinverfÃ¼gung vergleichbar ist. Schliesslich ergibt sich die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungs­­gerichts auch aus der bezÃ¼glich Denkmal- und Hei­mat­schutzmassnahmen entwickelten Praxis, wonach besondere kommunale und kantonale Schutzmassnahmen im Hinblick auf die Schwierigkeit ihrer Qualifizierung unabhÃ¤ngig da­von mit Beschwerde beim Verwaltungs­­­gericht anfechtbar sind, ob sie in der Rechtsform der VerfÃ¼gung oder einer Verordnung getroffen worden sind (RB 1985 Nr. 15, 1986 Nr. 14). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Ãbrigen ergÃ¤be sich die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts, wÃ¼rde sie nicht schon aus der Auslegung des kantonalen Rechts folgen, kraft Bundesrecht aus Art. 98a des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943/4. Oktober 1991, weil gegen die Fest­­­setzung von Grundwasserschutzzonen die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bun­desgericht offen steht (BGE 120 Ib 224 E. 1 und 121 II 39 E. 2a/b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Weil auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. GemÃ¤ss Art. 20 des Bundesgesetzes vom 24. Januar 1991 Ã¼ber den Schutz der GewÃ¤sser (GSchG; SR 814.20) haben die Kantone fÃ¼r die im Ã¶ffentlichen Interesse lie­genden Grundwasserfassungen und -anreicherungsanlagen Schutzzonen auszuscheiden. Die Grundwasserschutzzonen bilden zusammen mit den GewÃ¤sserschutzbereichen (Art. 19) und den Grundwasserschutzarealen (Art. 21) das im Bundesrecht vorgesehene planerische Instrumentarium fÃ¼r den qualitativen GewÃ¤sserschutz (Art. 6-28), welches in Art. 29-32 der GewÃ¤sserschutzverordnung vom 28. Oktober 1998 (GSchV; SR 814.201) nÃ¤her konkretisiert wird. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Kanton ZÃ¼rich wird die bundesrechtliche Pflicht zur Ausscheidung von Grundwasserschutzzonen in § 35 ff. des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum GewÃ¤sserschutzgesetz vom 8. Dezember 1974 (EG GSchG; LS 711.1) geregelt. Danach haben die EigentÃ¼mer von Grundwasser- und Quellfassungen die fÃ¼r die Zonenausscheidung erfor­der­lichen Grundlagen zu beschaffen. Auf Antrag der FassungseigentÃ¼mer setzt der Ge­mein­derat die erforder­lichen Grundwasserschutzzonen fest und erlÃ¤sst die zugehÃ¶rigen Schutzvorschriften (§ 35 Abs. 1 EG GSchG). Die PlÃ¤ne der Grundwasserschutzzonen und die Schutzvorschriften sind der Baudirektion fÃ¼r "bestehende Fassungen" bis spÃ¤testens 1. Januar 1976, fÃ¼r "neue Fassungen" gleichzeitig mit dem Konzessionsgesuch zur Genehmi­gung einzureichen (§ 35 Abs. 2 EG GSchG). Die Baudirektion kann von der Pflicht zur Aus­schei­dung von Schutzzonen befreien, wenn am Schutz der betreffenden Fassungen keine Ã¶ffentlichen Interessen bestehen (§ 35 Abs. 3 EG GSchG). Der Gemeinderat ordnet die erforderlichen Schutzmass­­nahmen nach Massgabe der bundesrechtlichen Vorschriften sowie der Ã¶rtlichen BedÃ¼rf­nisse im Einzelfall an (§ 36 Abs. 2 EG GSchG). Die Grundwasserschutzzonen sind in einen Fassungsbereich (Zone S1), eine engere Zone (S2) und eine weitere Zone (S3) zu un­terteilen (§ 36 Abs. 1 Satz 1 EG GSchG; Ziff. 121 ff. des Anhangs 4 GSchV). In der weiteren Schutzzone sind die nach der Bundesgesetzgebung in Zone A zu beachtenden Schutzmassnahmen und nÃ¶tigenfalls weitere Schutzvorkehren zu treffen (§ 36 Abs. 1 Satz 2 EG GSchG; vgl. Ziff. 124 des Anhangs 4 GschV). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Entscheidungshilfen der Verwaltung bilden die 1977 erlassene und 1982 teilrevidier­­- te Wegleitung des Bundesamts fÃ¼r Umweltschutz (heute Bundesamt fÃ¼r Umwelt, Wald und Landschaft, BUWAL) zur Ausscheidung von GewÃ¤sserschutzbereichen, Grundwasserschutz­zonen und Grundwasserschutzarealen, die 1998 verfassten ErlÃ¤uterungen des BUWAL zum Entwurf zur GewÃ¤sserschutzverordnung sowie die vom AWEL im Jahr 2000 verfasste Anleitung zur Aus­arbeitung von Schutzzonenreglementen mit Textpositionenkatalog. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das vom Gemeinderat X am 19. Dezember 2000 festgesetzte Schutzzonenreglement fÃ¼r die Quellfassung "S" entspricht diesen bundes- und kantonal­­rechtlichen Vorgaben. Es enthÃ¤lt in Art. 5 NutzungsbeschrÃ¤nkungen fÃ¼r die Zone S III, in Art. 6 zusÃ¤tzliche BeschrÃ¤nkungen fÃ¼r die Zone S II und in Art. 7 nochmals zusÃ¤tzliche BeschrÃ¤nkungen fÃ¼r die Zone S I (Fassungsbereich).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Mit der Festsetzung der Schutzzonen sind fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer EinschrÃ¤nkun­gen der Nutzung seines Grundeigentums verbunden, welche sowohl die Eigentumsgarantie (Art. 26 der Bundesverfassung vom 18. April 1999, BV) wie auch die Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) berÃ¼hren (zum VerhÃ¤ltnis beider Grundrechte vgl. Ulrich HÃ¤felin/ Wal­ter Haller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2001, N. 603 f.) . Solche EinschrÃ¤nkungen sind nach Art. 36 BV nur zulÃ¤ssig, wenn sie auf einer gesetzlichen Grund­­­lage beruhen (Abs. 1), durch ein Ã¶ffentliches Interesse oder durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt sind (Abs. 2) sowie dem Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤s­sig­keit genÃ¼gen (Abs. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Es ist unbestritten, dass Art. 20 Abs. 1 GSchG in Verbindung mit § 36 EG GSchG eine genÃ¼gende gesetzliche Grundlage fÃ¼r die Festsetzung der streitbetroffenen Grundwasserschutzzone bilden. NÃ¤her zu prÃ¼fen ist das Vorliegen eines Ã¶ffentlichen Inte­res­ses. Ein Ã¶ffentliches Interesse an der sich aus dem Schutzonenreglement ergebenden Ein­­schrÃ¤nkung der GrundstÃ¼cknutzung setzt dabei voraus, dass an der fraglichen Quellfassung ein Ã¶ffentliches Interesse besteht. Dies ergibt sich bereits aus Art. 20 Abs. 1 GSchG.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Bezirksrat hat unter Bezugnahme auf die Wegleitung BUWAL (S. 21) erwogen, der Pflicht zur Errichtung von Schutzzonen unterstÃ¼nden alle EigentÃ¼mer von Ã¶ffentlichen Grund- und Quellfassungen sowie von dem Ã¶ffentlichen Wohle dienenden privaten Grund- und Quellwassserfassungen, welche der Gewinnung von Trinkwasser dienten; entgegen der Auffassung des Rekurrenten sei daher nicht der Umstand, dass es vorliegend um eine private Quellfassung gehe, sondern die Art der Wassernutzung â der Gebrauch von Trink­­wasser â ausschlaggebend. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In Amtsbericht des AWEL wird ein Ã¶ffentliches Interesse mit der gleichen Argumen­tation bejaht; das AWEL verweist in diesem Zusammenhang auf die ErlÃ¤uterungen BUWAL (Glossar), wonach Grundwasserfassungen im Ã¶ffentlichen Interesse liegen, wenn das zum Gebrauch abgegebene Wasser nach der Lebensmittelgesetzgebung den Anforderungen an Trinkwasser genÃ¼gen muss, sowie auf die Wegleitung BUWAL (S. 22), wo in diesem Zusammenhang auf Art. 24 und 260 der damals geltenden Lebensmittelverordnung 26. Mai 1936 hingewiesen wird (heute Art. 17 Abs. 2 und Art. 276 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 275 Abs. 1 der Lebensmittelverordnung vom 1. MÃ¤rz 1995, LMV, SR 817.02). Nach der im Amtsbericht des AWEL dargelegten Auffassung ist im vorliegenden Fall davon auszugehen, dass das Wasser der beiden angeschlossenen Liegenschaften sowie des an­geschlossenen Laufbrunnens den Anforderungen der Lebensmittelverordnung entsprechen mÃ¼sse. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die vom BUWAL und vom AWEL vertretene sowie vom Bezirksrat Ã¼bernommene Auffassung, wonach unter "dem Ã¶ffentlichen Wohle dienenden privaten Grund- und Quell­wasserfassungen" solche zu verstehen sind, die nach der Lebensmittelgesetzgebung den An­forderungen an Trinkwasser genÃ¼gen mÃ¼ssen, vermag nicht zu Ã¼berzeugen. Das BUWAL beruft sich zur nÃ¤heren BegrÃ¼ndung auf die Botschaft des Bundesrats zum GewÃ¤sserschutzgesetz vom 8. Oktober 1971 (BBl 1970 II 442 ff.), wonach es sich rechtfertige, auch private Fassungen und Quellen dem GewÃ¤sserschutzgesetz zu unterstellen, weil deren Verunreinigung und GefÃ¤hrdung in vielen FÃ¤llen nicht nur private Rechte des Grund­eigentÃ¼mers oder Quellenrechtsinhabers verletze, sondern auch Ã¶ffentliche Interessen beeintrÃ¤chtige (Wegleitung BUWAL, S. 21 in Verbindung mit S. 1). Aus dieser an sich zutreffenden Ãberlegung lÃ¤sst sich jedoch noch nicht ableiten, dass das Ã¶ffentliche Wohl hinsichtlich sÃ¤mtlicher privater Fassungen zu bejahen ist, welche Trinkwasser abgeben. Ein solcher Schluss lÃ¤sst sich auch nicht ohne Weiteres aus der bundesrÃ¤tlichen Botschaft ziehen; darin wird ausgefÃ¼hrt, dass Schutzzonen nur fÃ¼r die "wichtigeren" Grundwasserfassungen erforderlich seien (BBl 1970 II 462). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die dargelegte Auffassung der Verwaltung kann sich denn auch nicht auf Lehre und Rechtsprechung stÃ¼tzen. Danach sind bei der Beurteilung des Ã¶ffentlichen Interesses an einer Quellfassung im Zusammenhang mit der Frage einer Schutzzonenfestlegung neben dem Verwendungszweck des genutzten Wassers (Trink- und Brauchwasser) auch die GrÃ¶s­se und Art des BenÃ¼tzerkreises zu berÃ¼cksichtigen (Arnold Brunner, Grundwasserschutzzonen nach eidgenÃ¶ssischem und zugerischem Recht unter Einschluss der EntschÃ¤digungsfrage, Diss. ZÃ¼rich 1996, S. 48 ff.; BGr, 28. Oktober 1994, ZBl 96/1995, S. 369 E. 5a). Brunner weist zu Recht darauf hin, die alleinige BerÃ¼cksichtigung des Verwendungszwecks fÃ¼hre zum unhaltbaren Ergebnis, dass Grundwasserschutzzonen ungeachtet aller Ã¼brigen UmstÃ¤nde um jede Fassung auszuscheiden wÃ¤ren, deren Wasser Dritten zu Trinkwasserzwecken abgegeben werde (S. 50 f.; derselbe, Grundwasserschutz â zum Vollzug im Kanton Zug, URP 1998, S. 560 ff., Eine Entgegnung zum Artikel "La protection des eaux souterraines â Aspects de la pratique administrative du canton du Valais" von Luc Jansen, in URP 1998, S. 422 ff.). Selbst die Verwaltungspraxis im Kanton ZÃ¼rich stellt nicht allein auf dieses Kriterium ab, sondern berÃ¼cksichtigt die GrÃ¶sse des Benutzerkreises immerhin insofern, als das Ã¶ffentliche Interesse an privaten Fassungen verneint wird, die lediglich einen Haushalt mit Trinkwasser alimentieren (Jaya Rita Bose, Der Schutz des Grundwassers vor nachteiligen Einwirkungen, nach dem Recht des Bundes und des Kantons ZÃ¼rich, Diss. ZÃ¼rich 1995, S. 22; unter Hinweis darauf, dass nach diesem Kriterium in der GewÃ¤sserschutzkarte rund 1'100 Fassungen als schutzwÃ¼rdig bezeichnet seien; im gleichen Sinn auch Amtsbericht des AWEL, S. 2). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Zur Frage, welcher Art und GrÃ¶sse der Benutzerkreis sein muss, um ein Ã¶ffentliches Interesse an der Quellfassung zu bejahen, bestehen in Lehre allerdings unterschiedliche Auffassungen. Bose (S. 23) stimmt der erwÃ¤hnten zÃ¼rcherischen Praxis zu, wonach ein Ã¶ffentliches Interesse bei privaten Fassungen bereits bejaht wird, wenn sie mehr als einen Hauhalt alimentieren; aus der Sicht eines mÃ¶glichst flÃ¤chendeckenden Grundwasserschutzes sowie im Hinblick auf die dezentrale Wasserversorgung und die erforderliche Not­was­serversorgung sei es zu begrÃ¼ssen, wenn auch Ã¼ber kleinere Quellen Schutzzonen ge­legt wÃ¼rden; das Ã¶ffentliche Interesse an einer privaten Fassung sei jedenfalls auch dann anzuerkennen, wenn sie nur wenigen EigentÃ¼mern oder der Ã¶ffentlichen Wasserversorgung nur in Spitzenzeiten diene. Brunner (S. 52) hÃ¤lt dafÃ¼r, private Fassungen lÃ¤gen im Ã¶ffentlichen Interesse wenn sie die gleiche Funktion wie Ã¶ffentliche Trinkwasserversorgungen er­fÃ¼llten; er bejaht dies namentlich bei grÃ¶sseren Gruppenversorgungen sowie bei Einzelversorgungen fÃ¼r kollektive Haushalte wie etwa Gastwirtschaftsbetriebe, Heime, Kantinen, Sa­na­tor­ien und dergleichen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Rechtsprechung hat ein Ã¶ffentliches Interesse in folgenden FÃ¤llen bejaht: </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>das Bundesgericht hinsichtlich einer Grundwasserfassung in Wetzikon, welche rund 15 % des Trinkwasserbedarfs der Gemeinde Wetzikon deckt (BGr, 28. Oktober 1994, ZBl 96/1995, S. 369 E. 5a);</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>der Bundesrat hinsichtlich mehrerer Quellen der Wasserversorgung der Stadt Bern (BR, 7. September 1983, VPB 47/1983, Nr. 36, S. 177);</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>das aargauische Verwaltungsgericht hinsichtlich einer der Bally Schuhfabriken AG konzessionierten Grundwasserfassung mit einer SchÃ¼ttung von 400 l/min zugunsten der Trinkwasserversorgung der Gemeinde Dintikon (VGr AG, 6. November 1978, AGVE 1978, S. 215 E. 2);</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>das zÃ¼rcherische Verwaltungsgericht hinsichtlich einer Quellfassung der Gemeinde Langnau a.A. zugunsten der Wasserversorgung der Ge­meinde Hausen a.A. mit einer mittleren SchÃ¼ttung von 19 l/min, was fÃ¼r die Versorgung von rund 90 Personen ausreicht (VGr, 6. Juni 2001, VB.2000.00320);</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>der zÃ¼rcherische Regierungsrat hinsichtlich eines Ã¶ffentlichen Laufbrunnens mit einer SchÃ¼ttung von lediglich 5 l/min, im Hinblick darauf, dass er Wandernden und SpaziergÃ¤ngern in einem Naherholungsgebiet als Trinkwasserspender diene (RRB Nr. 346/1980).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie diese Entscheide zeigen, sollte in der Regel ‑ besondere UmstÃ¤nde vorbehal-ten ‑ ein Ã¶ffentliches Interesse nur hinsichtlich Fassungen bejaht werden, welche mehrere Haushaltungen mit Trinkwasser versorgen. Wie gross der tatsÃ¤chliche oder potenzielle Benutzerkreis fÃ¼r die Bejahung eines Ã¶ffentlichen Interesses sein muss, braucht hier indessen nicht abschliessend beurteilt zu werden. Im vorliegenden Fall beliefert die streitbetroffene Quellfassung "S" lediglich zwei Haushalte sowie einen Laufbrunnen, wobei die beiden Haus­haltungen auch an die Ã¶ffentliche Wasserversorgung der Wasserversorgungsgenossen­schaft X angeschlossen ist. Angesichts des letztgenannten Umstandes ist â unter dem hier in Frage stehenden Gesichtswinkel des Benutzerkreises â ein Ã¶ffentliches Interesse an der Quellfassung zu verneinen. Daran vermÃ¶gen die AusfÃ¼hrungen des Mitbeteiligen und Konzessionsinhabers nichts zu Ã¤ndern. Dieser bringt vor, das aus der privaten Quellfassung be­zogene Wasser reiche in der Regel fÃ¼r die Versorgung der beiden Haushalte aus; so sei es auch in Jahren 1947, 1949 und 1977 mit extremer Trockenheit gewesen; lediglich im Som­mer 1997 habe sich wegen erforderlicher Reparaturarbeiten ein Engpass ergeben; der Anschluss an die Ã¶ffentliche Wasserversorgung sei angesichts des kleinen FassungsvermÃ¶gen im Hinblick auf die Versorgungssicherheit der Mieter erfolgt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Das AWEL weist in seinem Amtsbericht darauf hin, dass B mit der Konzessions­verfÃ¼gung der Baudirektion vom 21. Juni 1996 angesichts der seit dem letzten Jahrhundert bestehenden und ununterbrochen genutzten Quellfassung die Konzession gestÃ¼tzt auf § 19 Abs. 1 lit. b der Konzessionsverordnung zum Wasserwirtschaftsgesetz vom 21. Oktober 1992 (KonzessionsV; LS 724.211) als unbefristetes (ehehaftes) Recht verliehen worden sei. Angesichts dieser Art der Konzessionsverleihung an den Mitbeteiligten fragt es sich, ob der BeschwerdefÃ¼hrer trotz fehlenden Ã¶ffentlichen Interesses an der konzessionierten Quellfassung Massnahmen zu deren Schutz grundsÃ¤tzlich gleichwohl hinzunehmen habe, weil mit dem Verzicht auf solche Massnahmen in Rechte des KonzessionÃ¤rs eingegriffen werde, die diesem nicht neu verliehen werden, sondern als vorbestehende Rechte zu gelten haben. Es geht mithin um die Frage, ob dem Mitbeteiligen als Kon­zessionÃ¤r ein durch die Eigentumsgarantie geschÃ¼tztes wohlerworbenes Recht zustehe, des­sen Schutz nach Art. 36 Abs. 2 BV Massnahmen rechtfertigt, welche den BeschwerdefÃ¼hrer bei der Nutzung seines Grundeigentums einschrÃ¤nken. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass Ziffer 6 Satz 1 der massgebenden Bedingungen in der KonzessionsverfÃ¼gung vom 21. Juni 1996, wonach der Inhaber des Grundwasserrechts zur Ausscheidung von Schutzzonen um die Quellfassung "S" verpflich­tet ist, missverstÃ¤ndlich formuliert ist. Diese Verpflichtung trifft das Ge­meinwesen, wÃ¤hrend der KonzessionÃ¤r lediglich verpflichtet ist, die fÃ¼r die Zonenausschei­dung erforderlichen Grundlagen beizubringen (Art. 20 Abs. 2 lit. a GSchG; § 35 Abs. 1 Satz 1 EG GSchG), wie das im vorliegenden Fall in Ziffer 6 Satz 2 der massgebenden Kon­zessions­be­dingungen vorgesehen ist. Von der Interessenlage her bewirkt denn auch die Ausscheidung von Schutzzonen fÃ¼r den KonzessionÃ¤r, wie gerade der vorliegende Fall zeigt, keine EinschrÃ¤n­kung seines Rechts, sondern ermÃ¶glicht ihm dessen nutzbringende AusÃ¼bung, indem sie den Bezug von Trinkwasser gewÃ¤hrleistet, welches den Anforderungen der Lebensmittel­gesetzgebung entspricht. Weil die Quellfassung "S" im 19. Jahrhundert erstellt und seit jeher zur Trink- und Brauchwasserversorgung genutzt wurde, beinhaltet die dem Mitbeteiligen am 21. Juni 1996 erteilte Konzession ein wohlerworbenes Recht, was auch darin zum Ausdruck kommt, dass ihm diese Konzession gestÃ¼tzt auf § 19 Abs. 1 lit. b KonzessionsV verliehen worden ist. Das verliehene Recht steht daher unter dem Schutz der Eigentumsgarantie (Ulrich/HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 2010; Max Imboden/RenÃ© Rhi­now/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Ver­waltungsrechtsprechung, Basel/Frank­furt a.M., Band II, 6. A., 1986 bzw. ErgÃ¤nzungsband 1990, je Nr. 119 B IV und Nr. 122 B IV). Ins Gewicht fÃ¤llt dabei, dass das verliehene Recht gemÃ¤ss Ziffer I der KonzessionsverfÃ¼gung nicht nur die Wasserentnahme als solche beinhaltet, sondern die Entnahme "zu Trink- und Brauchwasserzwecken", welchem Zweck die streitbetroffenen Schutzmassnahmen dienen sollen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es fragt sich allerdings, ob der Annahme eines wohlerworbenes Rechts im dargeleg­ten Umfang Ziffer 1 der massgebenden Konzessionsbedingungen entgegenstehe, wonach die "Rechte Dritter" vorbehalten bleiben. Das ist zu bezweifeln. Die Formulierung in Ziffer 1 der massgebenden Bedingungen orientiert sich offensichtlich noch an der frÃ¼heren Regelung des Rechtsschutzes gemÃ¤ss dem Wasserbaugesetz vom 15. Dezember 1901 in der Fassung vom 2. Juli 1967 (mit dem neuen Titel Wassergesetz; WasserG; vgl. ZG 5, 257; OS 42, 738). GemÃ¤ss § 26 in Verbindung mit § 46 WasserG in Verbindung mit § 82 lit. d VRG (in der Fassung vom 2. Juli 1967) hatte das Verwaltungsgericht im Klageverfahren festzustellen, ob der Konzessionserteilung "Rechte Dritter" entgegenstÃ¼nden. Der verwal­tungsgerichtliche Entscheid Ã¼ber diese sogenannten privatrechtliche Einsprachen bilde­te alsdann die Grundlage fÃ¼r die Behandlung der sogenannten Ã¶ffentlichrechtlichen Ein­spra­­chen durch den Regierungsrat, unter anderem "wegen Verletzung Ã¶ffentlicher und privater Interessen" gemÃ¤ss § 27 WasserG. Mit der privatrechtlichen Einsprache konnten benachbarte GrundeigentÃ¼mer namentlich nicht geltend machen, die Erteilung eines Wasserrechts und dessen AusÃ¼bung hÃ¤tten zur Folge, dass ihre Liegenschaft mit wertvermindernden Ã¶ffentlichrechtlichen EigentumsbeschrÃ¤nkungen belastet werde, wie sie gewÃ¤ssserschutzrechtlich im Zusammenhang mit der Verleihung von Grundwasserrechten geboten sind (vgl. RB 1983 Nr. 16; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 82 N. 11; Kurt Sintzel, Die Sondernutzungsrechte an Ã¶ffentlichen Sachen im Gemeingebrauch im Kanton ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 1962, S. 58 Anm. 25 in Verbindung mit S. 141 ff.). Aus Ziffer 1 der massgebenden Bedingungen fÃ¼r die hier streitbetroffene Konzession kann daher nicht abgeleitet werden, das wohlerwor­bene Recht des KonzessionÃ¤rs bilde von vornherein keine Grundlage, den BeschwerdefÃ¼hrer in der Nutzung seines Eigentums durch den Erlass von Schutzzonen zugunsten der Quell­­fassung einzuschrÃ¤nken. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Tragweite von Ziffer 1 der massgebenden Bedingungen muss aber hier aus den nachstehenden GrÃ¼nden nicht abschliessend beurteilt werden. Den durch das wohlerworbene Recht geschÃ¼tzten Interessen des Konzessionsinhabers an der Ausscheidung von Schutz­­zonen stehen die ebenfalls durch die Eigentumsgarantie sowie die Wirtschaftsfreiheit geschÃ¼tzten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers gegenÃ¼ber, sein Grundeigentum ohne EinschrÃ¤nkungen, die nicht durch ein Ã¶ffentliches Interesse gedeckt sind, nutzen zu kÃ¶nnen. Insofern betrifft Art. 36 Abs. 2 BV mit der Bezugnahme auf "den Schutz von Grundrechten Dritter" FÃ¤lle einer sogenannten Grundrechtskollision. Die Anwendung dieser Verfassungsbestimmung erfordert daher eine AbwÃ¤gung grundrechtlich geschÃ¼tzter Rechtsposi­tionen beider GrundsrechtstrÃ¤ger im Sinne der "Herstellung praktischer Konkordanz" (HÃ¤­felin/Haller, N. 319 und 377), was sich weitgehend mit der PrÃ¼fung der VerhÃ¤ltnismÃ¤s­sigkeit im engeren Sinn (VerhÃ¤ltnis zwischen Eingriffszweck und Eingriffswirkung; vgl. HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 514 ff.) deckt. Dabei kommt weder dem Interesse des KonzessionÃ¤rs an der AusÃ¼bung des wohlerworbenen Rechts noch jenem des BeschwerdefÃ¼hrers an der un­geschmÃ¤lerten Nutzung seines Grundeigentums von vornherein der Vorrang zu. Im Rah­men dieser InteressenabwÃ¤gung hat der BeschwerdefÃ¼hrer Schutzmassnahmen auf seinem GrundstÃ¼ck hinzunehmen, die ihn bei der Nutzung seines GrundstÃ¼cks und seiner landwirtschaftlichen ErwerbstÃ¤tigkeit nicht schwerwiegend einschrÃ¤nken, anderseits jedoch fÃ¼r die Nutzung des Quellwassers als Trinkwasser geboten sind. Dabei fÃ¤llt in Betracht, dass das GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 2 des BeschwerdefÃ¼hrers in der Landwirtschaftszone liegt, dass in der Schutzzone III, der ca. 1'200 m2 zugewiesen werden, eine landwirtschaftliche Nutzung wei­testgehend mÃ¶glich bleibt und dass in der Schutzzone II, welcher lediglich ca. 100 m2 zugewiesen werden, eine landwirtschaftliche Bewerbung ebenfalls â allerdings unter den zusÃ¤tzlichen EinschrÃ¤nkungen von Art. 6 lit. h des Schutzzonenreglements â zulÃ¤ssig ist (vgl. diesbezÃ¼glich auch E. 5b S. 5 des angefochtenen Rekursentscheids). Der vom Beschwer­defÃ¼hrer angestrebten Bewirtschaftungsart (Erdbeerkulturen unter Plastikfolien mit TropfbewÃ¤sserung) steht zwar in der Schutzzone III Art. 5 lit. k des Schutzzonenreglements entgegen. Diese Bestimmung ist aber unter dem Gesichtswinkel der VerhÃ¤ltnismÃ¤s­sigkeit (im Sinn der Erforderlichkeit) aufzuheben bzw. anzupassen (nachfolgend E. 4). Es ergibt sich demnach, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die durch die Schutzonenausscheidung bewirkten EinschrÃ¤nkungen unter dem Gesichtswinkel von Art. 36 Abs. 2 BV und dem Vorbehalt der Erforderlichkeit (Art. 36 Abs. 3 BV) hinzunehmen hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Dem BeschwerdefÃ¼hrer geht es laut seiner BeschwerdebegrÃ¼ndung in ers­ter Linie darum, auf dem von der Schutzzone betroffenen Land Erdbeeren anbauen zu kÃ¶nnen; bei diesem Erwerbszweig handle es sich um ein wichtiges Standbein seines Betriebs; da er aus FruchtfolgegrÃ¼nden nur alle fÃ¼nf bis sechs Jahre am gleichen Standort anpflanzen kÃ¶nne, sei er auf die fragliche Parzelle angewiesen; die nun festgelegte Schutzzone verunmÃ¶gliche jedoch dort diese Bewirtschaftungsart.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie sich aus dem Amtsbericht der Fachstelle Obst ergibt, steht dem Anliegen des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schutzzone III einzig das in Art. 5 lit. k des Schutzzonenreglements statuierte Verbot, dem BewÃ¤sserungswasser DÃ¼ngemittel beizumischen, ent­gegen (Antwort zu Frage 1). Sodann besteht bei der fraglichen Art der DÃ¼ngung keine Gefahr fÃ¼r das aus der Quellfassung gewonnene Wasser bzw. keine hÃ¶here Gefahr als bei Ausbringen des DÃ¼ngers mittels der zulÃ¤ssigen herkÃ¶mmlichen Kulturtechnik (Antwort zu Frage 2). Schliesslich fÃ¼hrt die Fachstelle aus, weil die herkÃ¶mmliche Kulturtechnik nicht unter die im Schutzreglement vorgesehenen EinschrÃ¤nkungen falle, kÃ¶nnte der Beschwerde­fÃ¼hrer zwar auf diese ausweichen; die vom BeschwerdefÃ¼hrer bevorzugte Anbautechnik sei jedoch â wie nÃ¤her ausgefÃ¼hrt wird â die zur Zeit umweltschonendste Methode im Frei­land­bau (Antwort auf Frage 3). Aufgrund dieser fachkundigen Feststellungen erweist sich das Verbot, dem BewÃ¤sserungswasser DÃ¼ngemittel beizufÃ¼gen, als fÃ¼r die Erreichung des Schutz­zwecks nicht erforderlich und damit als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssiger Eingriff fÃ¼r den Beschwer­defÃ¼hrer. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Es fragt sich, ob dem durch eine AbÃ¤nderung des Reglements oder durch Erteilung einer Ausnahmebewilligung Rechnung zu tragen sei. WÃ¤hrend die erstgenannte LÃ¶sung auf eine teilweise Gutheissung der Beschwerde hinauslÃ¤uft, wÃ¼rde die zweitgenannte LÃ¶sung zu einer Abweisung der Beschwerde â allerdings "im Sinn der ErwÃ¤gungen" â fÃ¼hren, da die Erteilung einer Ausnahmebewilligung prozessual betrachtet nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dazu fÃ¼hrt das AWEL in seinem Bericht aus, dem Anliegen des Beschwer­defÃ¼hrers kÃ¶nne durch eine Ausnahmebewilligung entsprochen werden; es habe sein Einver­stÃ¤ndnis zur Erteilung einer Ausnahmebewilligung bereits aufgrund eines Entwurfs der Fachstelle Obst signalisiert; dieses Vorgehen sei einer ReglementsÃ¤nderung vorzuziehen, denn eine solche wÃ¼rde Kosten verursachen und einen neuen Gemeinderatsbeschluss bedingen. DemgegenÃ¼ber wendet der BeschwerdefÃ¼hrer in seiner Stellungnahme zum Amtsbericht des AWEL zu Recht ein, aufgrund der fachkundigen Feststellung, dass es sich bei der vorgesehenen DÃ¼ngungsart um die zurzeit umweltschonendste Anbautechnik im Freilandbau hand­le, erscheine eine ReglementsÃ¤nderung gegenÃ¼ber einer blos­sen Ausnahmebewilligung als die sachgerechtere LÃ¶sung. Dem ist zuzustimmen. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde sind daher, soweit den BeschwerdefÃ¼hrer betreffend, Disp. Ziff. II des Rekursentscheids vom 3. Mai 2001 sowie Disp. Ziff. 1 des Beschlusses des Beschwerdegegners vom 19. De­zem­ber 2000 aufzuheben. Die Sache ist zur Ãberarbeitung des Reglements im Sinn der Er­wÃ¤gungen an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden, soweit den BeschwerdefÃ¼hrer betref­fend, Disp. Ziff. II des Rekursentscheids des Bezirksrats Y vom 3. Mai 2001 sowie Disp. Ziff. 1 des Beschlusses des Beschwerdegegners vom 19. Dezember 2000 aufgehoben. Die Sache wird zur Ãberarbeitung des Schutzzonenreglements im Sinn der ErwÃ¤gungen an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>