Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 20. August 2015 (725 14 354 / 202) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Rentenrevision; Einkommen aus einer nicht den mediz inischen Vorgaben entsprechen- den, tatsächlich ausgeübten Tätigkeit kann im Rahme n der Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht als Invalideneinkommen berücksichtigt werden. Entsprechend vermag ein auf diese Weise erzieltes, in die Rentenberechn ung einbezogenes Einkommen keine Revision im Sinne einer wesentlichen Veränderung de r erwerblichen Verhältnisse zu be- gründen. Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantons- richter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Katja Wagner Parteien A.____, Beschwerdeführer gegen SUVA , Rechtsabteilung , Postfach 4358 , 6002 Luzern , Beschwerd e- gegnerin Betreff Leistungen (4.66285.06.4) A. Der 1965 geborene A.____ arbeitete als Chauffeur bei der B.____ AG in Basel. In die- ser Eigenschaft war er bei der Schweizerischen Unfa llversicherungsanstalt (SUVA) obligato- risch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsu nfällen versichert. Gemäss Schadenmel- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht dung UVG vom 3. August 2006 klemmte sich A.____ beim Ausladen von Waren bei einem aus- rollenden Gabelstapler den rechten Fuss ein, wobei er sich eine Kontusion desselben zuzog. Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistun- gen (Taggelder und Heilungskosten). Im Januar 2007 nah m A.____ die Arbeit wieder auf. Mit Schadenmeldung UVG vom 20. Februar 2008 wurde der SUV A ein Rückfall gemeldet. In die- sem Zusammenhang wurden persistierende Schmerzen am rechten Fuss diagnostiziert, welche vorwiegend durch die hohe Belastung im Rahmen seiner Arbeit als Chauffeur ausgelöst wur- den. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblich en Verhältnisse sprach die SUVA mit Verfügung vom 19. Juli 2010 A.____ aufgrund der Unfallrestfolgen eine UVG-Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 15% zu. B. Im Rahmen eines Revisionsverfahrens, welches die SUVA vo n Amtes wegen einleitete, wurden Abklärungen zu den erwerblichen Verhältnissen vor genommen. Diese ergaben, dass A.____ seit 1. März 2012 einer neuen Beschäftigung al s Chauffeur bei der C.____ AG nach- ging. In der Folge stellte die SUVA mit Verfügung vo m 27. November 2013 die Leistungen rückwirkend per 1. März 2012 mangels nicht mehr rentenbegründender Invalidität unter Hinweis auf einen verbleibenden Invaliditätsgrad von 4% ein. G leichzeitig forderte sie für die Zeit vom 1 März 2012 bis 31. August 2013 bereits ausgerichtete Rentenleistungen in der Höhe von ins- gesamt Fr. 11'311.20 zurück. Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die SUVA mit Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2014 ab. C. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten durch Advokatin Monika Armesto, am 12. November 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-L andschaft, Abteilung Sozialversi- cherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, in Aufhebung des angefochtenen Ein- spracheentscheides vom 10. Oktober 2014 sei die Beschwerd egegnerin zu verpflichten, ihm über den 1. März 2012 hinaus die gesetzlichen Leistungen in Form einer Invalidenrente nach Massgabe eines Invaliditätsgrades von mindestens 15% auszu richten. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die Bewilligung der unentgeltl ichen Prozessführung mit Advokatin Ar- mesto als unentgeltlicher Rechtsvertreterin. Ferner be antragte er die Durchführung einer Par- teiverhandlung; alles unter o/e-Kostenfolge. Zur Begrü ndung brachte er im Wesentlichen vor, dass die versicherte Person im Rahmen ihrer Schadenmin derungspflicht zur Vermeidung einer Rente keine Tätigkeit aufnehmen müsse, welche nicht den von den involvierten Ärzten aufge- stellten Zumutbarkeitskriterien entspreche. Entsprechend dürfe sein auf diese Weise erzieltes Erwerbseinkommen nicht in die Invaliditätsbemessung einb ezogen werden, womit eine Revisi- on der Rente nicht zulässig war. Wolle man sich vorliege nd auf den Standpunkt stellen, dass ein Revisionsgrund gegeben sei, so sei aber nicht nur das Invalideneinkommen, sondern auch das Valideneinkommen insofern anzupassen, als dass sein bei der neuen Arbeitsstelle auf- grund eines Arbeitspensums von 80% erzieltes Einkommen auf eine Anstellung im Umfang von 100% hochzurechnen sei. Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von rund 20%. D. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Dezember 2014 schloss die SUVA auf Abweisung der Beschwerde. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht E. Mit Eingabe vom 16. März 2015 teilte die Rechtsver treterin des Beschwerdeführers dem Kantonsgericht mit, dass sie ihr Mandat niedergelegt habe. F. Mit Schreiben vom 23. März 2015 wurde der Beschwerde führer gebeten, dem Gericht innert Frist mitzuteilen, ob er an seinem Verfahrens antrag betreffend die Durchführung einer Parteiverhandlung festhalte. Mangels Gegenbericht des B eschwerdeführers wurde den Partei- en mit Schreiben vom 30. April 2015 mitgeteilt, dass au f eine Parteiverhandlung verzichtet wer- de. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes ü ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, desse n Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bunde sgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache- entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantona len Versicherungsgericht Be- schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 AT SG das Versicherungsgericht desjeni- gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons- gerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des G esetzes über die Verfassungs- und Verwal- tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurtei lt das Kantonsgericht als Versi- cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kanton s Beschwerden gegen Einsprache- entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. E s ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 12. November 2014 ist demnach einzutreten. 2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die B eschwerdegegnerin die Versicherungs- leistungen zu Recht mit Einspracheentscheid vom 10. Oktobe r 2014 rückwirkend per 1. März 2012 eingestellt hat. Massgebend ist dabei der Sachverh alt, wie er sich bis zum Erlass des an- gefochtenen Einspracheentscheids vom 10. Oktober 2014 en twickelt hat. Dieser Zeitpunkt bil- det rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richte rlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche- rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl- len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewäh ren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand- lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles v oll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Per- son. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person A nspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10% invalid ist . Gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG ent- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht steht der Rentenanspruch, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhaft Verbesserung des Gesundheitszustandes der versicherten Perso n mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. 3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be- einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er- werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allge meinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 3.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar. Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund e ines Einkommensvergleichs zu bestim- men. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnah- men durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichen er Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbsei nkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen) . Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zif- fernmässig möglichst genau ermittelt und einander gege nübergestellt werden. Aus der Ein- kommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkom- mensvergleichs; bereits für den Zeitraum vor 1. Januar 2 003: BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). 3.4 Um das Ausmass der Invalidität zu ermitteln, ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – bei der hi erfür erforderlichen Beurteilung des Ge- sundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der versicherte n Person auf Unterlagen angewie- sen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügun g zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hinweisen). Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi- cherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen e ine wichtige Grundlage für die Beurtei- lung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt aus- geübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Inva- liditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], R echtsfragen der Invalidität in der Sozial- versicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten f ür die Zukunft zu erhöhen, herab- zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesen tliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad u nd damit den Rentenanspruch zu beein- flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine we sentliche Änderung des Gesundheitszu- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebe nen Gesundheitszustandes erheb- lich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinwei sen). Ist eine anspruchserhebliche Än- derung des Sachverhalts nicht mit überwiegender Wahrsch einlichkeit erstellt, bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherig en Rechtszustand (vgl. Urteil des Bun- desgerichts vom 30. November 2009, 9C_961/2008, E. 6.3). 4.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätz ung von im Wesentlichen un- veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu e iner materiellen Revision. Bloss auf ei- ner anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhe bliche Differenzen sind daher von revisionsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugrenzen. 4.3 Im Rahmen einer materiellen Revision nach Art. 17 ATSG prüft die Verwaltung den Rentenanspruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht allseitig, das heisst nicht nur mit Bezug auf jenes Sachverhaltssegment, in welchem eine Änderun g in Frage steht (BGE 125 V 417 E. 2d; 117 V 200 E. 4b S. 200; Urteil vom 24. August 2007, 9C_237/2007, E. 4). Dementspre- chend ist das Sozialversicherungsgericht befugt (und verp flichtet), bei Bedarf Teilaspekte des Rechtsverhältnisses von Amtes wegen aufzugreifen, selbst wenn diese bereits in der früheren rechtskräftigen Verfügung beurteilt wurden (Urteil des Bundesgerichts vom 6. November 2007, I 822/06, E. 3.1). 4.4 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer ans pruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspru chs mit rechtskonformer Sachverhalts- abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk- ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkunge n des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3). Vorliegend sprach die SUVA dem Versicherten mit Verfügung vom 19. Juli 2010 eine UVG- Invalidenrente auf der Basis eines In- validitätsgrades von 15% zu. Im Rahmen eines von Amtes we gen eingeleiteten Revisionsver- fahrens teilte der Versicherte mit Fragebogen zur Ermi ttlung der Arbeits- und Verdienstverhält- nisse vom 13. Oktober 2013 der SUVA mit, dass er seit 1. März 2012 eine Erwerbstätigkeit in seiner angestammten Tätigkeit als Chauffeur bei der C .____ AG im Umfang von 80% ausübe. Daraufhin überprüfte die SUVA die erwerblichen Verh ältnisse des Versicherten und stellte mit Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2014 die Leistungen rückwirkend per 1. März 2012 ein, wobei sie zu viel bezahlte Leistungen zurückforderte. Z eitliche Vergleichsbasis für die Beurtei- lung der Frage, ob bis zum Erlass des vorliegend angefoch tenen Einspracheentscheides vom 10. Oktober 2014 allenfalls eine Änderung in den tats ächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine revisionsweise Aufhebung der bis anhin ausgerich teten UVG-Invalidenrente rechtfer- tigt, bildet im Lichte der vorstehenden bundesgerichtlichen Rechtsprechung demnach die Situa- tion, wie sie gemäss Verfügung vom 19. Juli 2010 bestand. 5.1.1 Aus der medizinischen Aktenlage lässt sich entnehmen, dass sich die SUVA im Zeit- punkt der ursprünglichen Rentenverfügung vom 19. Juli 2 010 bei der für die Ermittlung des Ausmasses der Invalidität erforderlichen Beurteilung de s Gesundheitszustandes und der Ar- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht beitsfähigkeit des Versicherten im Wesentlichen auf die Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, vom 22. Septe mber 2009 stützte. Darin stellte Dr. D.____ die Diagnose einer mässigen Lisfranc-Arthros e rechts nach Einklemmungstrauma mit Abrissfrakturen am Naviculare und den Cuneiformia I I und III (31.07.2006). Diesbezüglich wird ausgeführt, dass die seit dem Unfallereignis vom 3 1. Juli 2006 bestehenden Beschwerden am rechten Fuss weiterhin konsistent seien. Die in der du rchgeführten kreisärztlichen Beurtei- lung vom 15. Oktober 2008 erhoffte Besserung der Beschwerden sei nicht eingetreten, weshalb bei den Fussbeschwerden von erheblichen und dauerhaften U nfallfolgen ausgegangen werden müsse. Insgesamt sei dem Versicherten, wie bereits in d er kreisärztlichen Beurteilung vom 15. Oktober 2008 festgehalten, eine leichte bis intermi ttierend mittelschwere, wechselbelasten- de Tätigkeit auf ebenem Boden, ohne Knien oder Kauer n, mit einem Tragelimit stehend von 10 bis 20kg und gehend von 5 bis 10 kg ganztags zumutbar. 5.1.2 Gestützt auf die Ergebnisse dieser kreisärztlichen Beurteilung sprach die Beschwerde- gegnerin dem Versicherten mit Verfügung vom 19. Juli 2010 auf der Basis eines Invaliditätsgra- des von 15% eine UVG-Invalidenrente im Umfang von mona tlich Fr. 606.-- zu. Der ermittelte Invaliditätsgrad basierte im Zeitpunkt der erstmaligen Rentenfestsetzung auf einem Einkom- mensvergleich. Dabei stellte die Beschwerdegegnerin für die Bestimmung des Valideneinkom- mens auf das vor dem Unfallereignis zuletzt erzielte Ein kommen bei der C.____ AG, mithin auf ein Jahreseinkommen von Fr. 62‘360.-- ab. Gestützt auf da s von Dr. D.____ attestierte Zumut- barkeitsprofil, ging sie bei der Ermittlung des Invalid eneinkommens von einem jährlichen Ein- kommen von Fr. 62‘122.-- aus. Sie stützte sich dabei auf den Tabellenlohn von Fr. 4‘806.-- ge- mäss Tabelle A1, Privater Sektor, Anforderungsniveau 4, Spalte Männer (LSE 2008). Diesen rechnete sie nach Anpassung des Betrages an die Nominallo hnentwicklung (Jahre 2009/2010) auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41 .7 Stunden um. Unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 15% resultierte ein Invalideneinkommen von Fr. 52‘803.--. Aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalidenein kommen ermittelte sie den Invalidi- tätsgrad von 15%. 5.2 Im Rahmen des dem Einspracheentscheid vom 10. Oktob er 2014 zugrundeliegenden Einkommensvergleichs zog die Beschwerdegegnerin als Invali deneinkommen, das seit dem 1. März 2012 bei der C.____ AG erzielte Jahreseinkommen im Umfang von Fr. 61‘100.-- bei. Für die Bemessung des Valideneinkommens stellte sie weit erhin auf das Einkommen ab, wel- ches der Versicherte ohne Unfall bei der B.____ AG erzie lt hätte. Nach Anpassung dieses Ein- kommens an die Nominallohnentwicklung (Jahre 2011/2012) errechnete sie ein mutmassliches Einkommen von Fr. 63‘461.--. Aus der Gegenüberstellung der beiden Einkommen resultierte neu ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 4%. 6.1 Die Beschwerdegegnerin begründet die revisionsweise Leistungseinstellung mit Ein- spracheentscheid vom 10. Oktober 2014 damit, dass sich anha nd eines Vergleichs zwischen den aktuellen erwerblichen Verhältnissen und den Verhäl tnissen im Zeitpunkt der Rentenzu- sprache eine im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG wesentliche Veränderung der erwerblichen Situation ergebe, womit ein Revisionsgrund vorliege. Ferner hat sie erwogen, dass mit dem neu errechneten Invaliditätsgrad von 4% keine erhebliche un fallbedingte Beeinträchtigung der Er- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht werbsfähigkeit mehr vorliege, weshalb sie die Rentenle istungen rückwirkend per 1. März 2012 einstelle. Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass das bei der C.____ AG erzielte Einkommen nicht als Invalideneinkomme n in die Berechnung hätte einbe- zogen werden dürfen, da es Einkommen aus einer Anstellu ng darstelle, welche nicht den medi- zinischen Vorgaben entspreche. Dass ihm diese Tätigkeit n icht zumutbar war, zeige sich auch in seinen zahlreichen Absenzen, welche schliesslich zum V erlust seiner Arbeitsstelle geführt hätten. Entsprechend sei gar kein Revisionsgrund gegeben. 6.2 Wie bereits dargelegt, ist eine Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – unter anderem – auch dann zulässig, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des (allenfalls gleich gebliebe- nen) Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Bei der Frage, ob sich im Erwerbsbe- reich wesentliche Änderungen ergeben haben, die eine Rentenrevision rechtfertigen würden, ist stets zunächst zu klären, in welchem Ausmass der Beschwerdef ührer aufgrund seiner gesund- heitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. Alsda nn vermögen die Gründe für die wesent- liche Veränderung der erwerblichen Situation nur dann eine Revision zu begründen, wenn sie das Invalideneinkommen so beeinflussen, dass dies zu einer an spruchsverändernden Erhö- hung oder Senkung des Invaliditätsgrades führt (vgl. Ur teil des Bundesgerichts vom 16. Juni 2014, 9C_273/2014, E. 3.3.3). 6.3.1 In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass d ie SUVA ihrer Rentenverfü- gung vom 19. Juli 2010 das von Dr. D.____ attestierte Z umutbarkeitsprofil zugrunde legte, wo- nach dem Beschwerdeführer eine ganztägige leichte bis intermittierend mittelschwere, wech- selbelastende Tätigkeit auf ebenem Boden, ohne Knien oder Kauern, mit einem Tragelimit ste- hend von 10 bis 20kg und gehend von 5 bis 10kg ganztags z umutbar sei. Mit dem beschriebe- nen Zumutbarkeitsprofil, namentlich dem Kriterium der wechselbelastenden Tätigkeit, war dem Beschwerdeführer seine angestammte Tätigkeit als Chauffeur nicht mehr zumutbar. Dies ergibt sich nicht zuletzt auch daraus, dass die vorübergehende Auf nahme dieser Tätigkeit im Januar 2007 umgehend abgebrochen werden musste und zu einem Rückfall führte (vgl. Schadenmel- dung UVG vom 20. Februar 2008, SUVA-Akte Nr. 15). Im Bericht des Spitals E.____ vom 27. August 2008, welcher der kreisärztlichen Beurteilung zugrunde lag, wird hierzu festgehalten, dass die Wiederaufnahme einer Arbeit im angestammten B erufsfeld mehr als unwahrscheinlich sei (vgl. SUVA-Akte Nr. 38). Den Akten ist weiter zu entnehmen, dass dem Beschwerdefüh rer mehrfach ein Arbeitstraining in einer seinen gesundhe itlichen Beeinträchtigungen entsprechen- den Tätigkeit zugesprochen wurde (vgl. hierzu Mitteilu ng der IV-Stelle Basel-Landschaft [IV- Stelle] vom 17. Februar 2009, SUVA-Akte Nr. 68; Mitte ilung der IV-Stelle vom 3. September 2009, SUVA-Akte Nr. 99). Anhaltspunkte dafür, dass dies e Zumutbarkeitsbeurteilung im dama- ligen Zeitpunkt offensichtlich falsch bzw. von Anfang an unrichtig war, liegen keine vor. Der Be- schwerdeführer stellte diese Annahme damals auch nicht in Frage und die genannte Verfügung erwuchs in Rechtskraft. 6.3.2 Angesichts dieser Vorgabe, kann die im vorliegenden Verfahren interessierende Frage, ob bzw. inwieweit sich die erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG (leistungs-) erheblich verändert hab en, nur ausgehend von der hiervor wiedergegebenen Zumutbarkeitsbeurteilung beurteilt werden. Wie bereits ausgeführt, hätte der Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht Versicherungsträger dabei im Rahmen seiner Beweislast da rzulegen, welche Veränderungen festgestellt werden konnten und wie sich diese im Kontext einer leidensadaptierten Tätigkeit auf das anrechenbare Invalideneinkommen auswirkten. Indem d ie Beschwerdegegnerin aber allein aufgrund des seit dem 1. März 2012 bei der C.____ AG erzielten Erwerbseinkommens und ge- stützt auf den neu errechneten Invaliditätsgrad von 4% argumentiert, dass von wesentlich ver- änderten erwerblichen Verhältnissen auszugehen sei, fehlen nicht nur Ausführungen zur Frage, inwieweit sich die erwerblichen Auswirkungen des Gesundh eitszustandes (leistungs-) erheblich verändert haben, sondern sie schliesst dadurch auch auf d ie Zumutbarkeit einer Tätigkeit, die mit dem Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, so wie er der Rentenverfügung zugrun- degelegt wurde, nicht zu vereinbaren ist. Mit anderen Worten geht die Beschwerdegegnerin damit im Ergebnis (auch) von einer zwischenzeitlichen Veränderung des Gesundheitszustandes bzw. einem veränderten Zumutbarkeitsprofil aus, ohne darzulegen bzw. abzuklären, ob dem Beschwerdeführer diese angestammte Tätigkeit aus medizinischer Sicht (wieder) zumutbar war. In den Akten finden sich keine Hinweise, wonach der Beschw erdeführer seit der damaligen Rentenzusprache zu den unfallschadenbedingten Beeinträchtigungen untersucht worden ist. Im Rahmen der Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG kann das damals gestützt auf ärztliche Beurtei- lungen zum Gesundheitszustand rechtskräftig angenommene Zumutbarkeitsprofil nicht abge- ändert werden, ohne dass eine diesbezügliche Veränderung in medizinischer Hinsicht nachge- wiesen ist. Eine Auswechslung des für das Invalideneinkomm en herangezogenen zumutbaren Tätigkeitsbereichs ist gestützt auf diese Bestimmung nicht möglich und stellt - wie dies der Be- schwerdeführer richtig darlegte - keinen zulässigen Revision sgrund dar. Dass die Tätigkeit als Chauffeur keine zumutbare Tätigkeit darstellt, wird au ch dadurch bestätigt, dass dem Be- schwerdeführer diese Stelle zwischenzeitlich gekündigt wurde. 6.3.3 Eine medizinische Abklärung wäre vorliegend umso m ehr angezeigt gewesen, als die Beschwerdegegnerin im Rahmen des Einspracheentscheides vom 10. Oktober 2014 mit der Berücksichtigung des bei der C.____ AG erzielten Verdien stes, anders als noch im Zeitpunkt der Rentenzusprache, auf das tatsächlich erzielte Einkom men abstellte. Dabei verkennt sie, dass der tatsächlich erzielte Verdienst rechtsprechungsge mäss nur dann als Invalidenlohn her- angezogen werden kann, wenn – kumulativ – besonders stab ile Arbeitsverhältnisse eine Be- zugnahme auf den allgemeinen Arbeitsmarkt erübrigen, w enn die versicherte Person eine Tä- tigkeit ausübt, bei der anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutba- rer Weise voll ausschöpft, und wenn das Einkommen aus de r Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint (vgl. BGE 126 V 76 E. 3b/aa). Diese Kriterien können indes- sen vorliegend schon daher nicht erfüllt werden, weil d er Beschwerdeführer keine dem vorlie- gend zur Verfügung stehenden Zumutbarkeitsprofil ent sprechende Tätigkeit ausübt, sondern seine angestammte Tätigkeit als Chauffeur (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 19. Februar 2015, 8C_775/2014, E. 4.3.2 mit Hinweisen). Selbst w enn man diese – real ausgeübte – Tätig- keit als massgebend erachten wollte, liesse sich anhand der vorliegenden Akten nicht zuverläs- sig beurteilen, inwiefern die von der Rechtsprechung geforderten Kriterien erfüllt sind. So ist mit Blick auf das Kriterium der Ausschöpfung der vollen Arbei tsfähigkeit unklar, wieso der Be- schwerdeführer seine Tätigkeit bei der C.____ AG nur in einem Beschäftigungsgrad von 80% ausüben konnte, obwohl er vor dem Unfallereignis vom 31. Juli 2006 stets in einem Vollzeitpen- sum tätig war. Angesichts der widersprüchlichen Aussagen zur Frage, ob die Auflösung des Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Arbeitsverhältnisses durch die C.____ AG per 31. Dezemb er 2013 mangels Ausübung eines Vollpensums und damit allenfalls indirekt aufgrund von gesundheitlichen Beeinträchtigungen erfolgte, lässt sich sodann auch das Kriterium der stabil en Arbeitsverhältnisse nicht zuverlässig beurteilen (vgl. SUVA-Akte Nr. 182 und Nr. 183). Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdefüh- rer in seiner Beschwerdebegründung darauf hinweist, dass er seine Stelle bei der C.____ AG aufgrund von häufigen Absenzen wegen seiner Fussbeschwerden nicht halten konnte. Neben der Frage nach der medizinischen Zumutbarkeit der anges tammten Tätigkeit, hätte sich die Beschwerdegegnerin auch mit diesen rechtsprechungsgemässe n Kriterien auseinandersetzen und beim ehemaligen Arbeitgeber des Beschwerdeführers weitere Abklärungen tätigen müs- sen. 7. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist festzuhal ten, dass es anlässlich der Rentenüberprüfung Grund für eine Revision gab, da der Beschwerdeführer seit dem 1. März 2012 einer tatsächlichen Erwerbstätigkeit in seinem an gestammten Beruf als Chauffeur nach- ging. Angesichts der Tatsache, dass dem Beschwerdeführer mit dem gegebenen medizinischen Zumutbarkeitsprofil diese Tätigkeit aber nicht (mehr) zumutbar war und seit der damaligen Ren- tenzusprache keine medizinischen Abklärungen mehr vorgeno mmen wurden, hätte die Be- schwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht abklären müssen, o b und inwieweit er in dieser Tätigkeit arbeitsfähig ist. Überdies hätte sie auch b eim ehemaligen Arbeitgeber des Beschwer- deführers weitere Abklärungen treffen müssen, um beurteilen zu können, ob auf den tatsächlich erzielten Verdienst abgestellt werden kann. Demnach ist die Angelegenheit in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides vom 10. Oktober 2014 zu r weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird bei einer me dizinischen Fachperson ein Gut- achten einzuholen haben, im Rahmen dessen die Fragen zu klären sind, bezüglich welcher Tätigkeiten und in welchem Umfang der Beschwerdeführe r aufgrund seines aktuellen Gesund- heitszustandes arbeitsfähig ist und ob die Tätigkeit als Chaffeur mit einer allenfalls geänderten Zumutbarkeitsbeurteilung zu vereinbaren ist. Bejahenden falls wird sie beim ehemaligen Arbeit- geber des Beschwerdeführers weitere Abklärungen in Be zug auf die Fragen, ob im massge- benden Zeitraum von stabilen Arbeitsverhältnisse ausgegangen werden kann und ob er die ihm neu attestierte Arbeitsfähigkeit im Rahmen seines Arb eitsverhältnisses voll ausschöpfte, vorzu- nehmen haben. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Abklär ungen wird die Beschwerdegegnerin nochmal neu über die Rentenrevision zu verfügen haben. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 8. Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. 8.1 Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vo rliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 8.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Besc hwerde führende Person An- spruch auf Ersatz der Parteikosten. Da der Versicherte obsie gende Partei ist, ist ihm eine Par- teientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzuspr echen. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers machte in ihrer Honorarnote vom 16. M ärz 2015 für das vorliegende Ver- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht fahren einen Zeitaufwand von 7 Stunden und 40 Minute n geltend, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfr agen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zum in Sozialversicherungsprozessen praxisgem äss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 2 50.-- zu entschädigen. Dem Be- schwerdeführer ist eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘154.70 (7.7 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 78.30 zuzüglich 8% Mehrw ertsteuer) zu Lasten der Beschwerde- gegnerin zuzusprechen. 9. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgeri cht (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angel egenheiten an das Bundesgericht zuläs- sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Sel bständig eröffnete Zwischenent- scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über d ie Zuständigkeit und über Aus- standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei- ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschw erde sofort einen Endentscheid her- beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Ze it oder Kosten für ein weitläufiges Be- weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BG G). Nach der bundesgerichtlichen Recht- sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BG G. Dies gilt auch für einen Rückwei- sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich som it um einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerd e in öffentlich-rechtlichen Angele- genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 9 3 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun- gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bunde sgericht. Die nachstehende Rechts- mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als dass der Ein- spracheentscheid der SUVA vom 10. Oktober 2014 aufgehob en und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägung en und zum Erlass einer neuen Verfügung an die SUVA zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die SUVA hat dem Beschwerdeführer eine Parteientsc hädigung in der Höhe von Fr. 2‘154.70 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwert steuer) zu bezahlen. Mitteilung an Parteien Bundesamt für Gesundheit Präsident Gerichtsschreiberin Vermerk eines allfälligen Weiterzugs