<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00203</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105565&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00203</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.07.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausweisung aus der Schweiz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bestätigung der Ausweisung eines wegen Betäubungsmitteldelikten gemeinsam mit seiner Ehefrau zu 6 1/2 Jahren Zuchthaus verurteilten italiensichen Staatsangehörigen. Der Bf. ist zwar seit 1986 in der Schweiz, der Bezug zu seinem Herkunftsland war jedoch weiterhin intensiv. Die Ausweisung ist verhältnismässig, da das öffentliche Interesse wegen des erheblichen Verschuldens des Bf schwerer wiegt als seine privaten Interessen und ihm eine Rückkehr nach Italien, wo sich seine Kinder seit der Verhaftung der Eltern sowie weitere Verwandte aufhalten, zumutbar erscheint (E. 2). Abweisung. Vgl. auch VB.2000.202</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUSWEISUNG">AUSWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTEGRATION">INTEGRATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFFÃLLIGKEIT">STRAFFÃLLIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSCHULDEN">VERSCHULDEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 10 lit. I a ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 11 lit. III 1 ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 lit. III ANAV</span><br/><span class="gerade">§ 55 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1">I.<b> A</b>, geboren am 6. Juli 1965 in <b>D</b>, Italien, reiste am 13. MÃ¤rz 1986 als Saisonarbeiter in die Schweiz ein. Bis zu diesem Zeitpunkt wohnte er bei seinen Eltern und wuchs zu­sammen mit zwei jÃ¼ngeren Geschwistern auf. Er besuchte die Primarschule bis zur fÃ¼nften Klasse und arbeitete anschliessend im Winter jeweils als OrangenpflÃ¼cker und im Sommer als Maurer. Nach seiner Einreise in die Schweiz arbeitete er als Handlanger bei einer Bau­firma. Vom 1. Juli 1987 bis zu seiner Verhaftung am 25. MÃ¤rz 1996 arbeitete <b>A</b> als Bau­verglaser in <b>E</b> und zuletzt in <b>F</b>. Nach der Heirat am 9. August 1986 mit der hier niederge­lassenen Landsfrau Elisabetta Maduri wurde ihm am 3. Dezember 1986 die Aufenthalts­bewilligung und am 24. Juli 1991 die Niederlassungsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich erteilt. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor, <b>H</b> (geboren 12. Juli 1989) und <b>I</b> (gebo­ren 11. Juli 1993). Die Kinder wurden am 30. April 1996, nach der Verhaftung der Eltern, zu ihren Grosseltern nach Italien abgemeldet. <span>Mit Urteil vom 8. Juli 1997 wurde der Be­schwerdefÃ¼hrer vom Bezirksgericht ZÃ¼rich wegen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz Ã¼ber die BetÃ¤u­bungsmittel, GeldwÃ¤scherei sowie Widerhandlung gegen das Bundesgesetz Ã¼ber Aufent­halt und Niederlassung der AuslÃ¤nder zu 6 ½ Jahren Zuchthaus verurteilt und verpflichtet, vom unrechtmÃ¤ssig erlangten VermÃ¶gensvorteil Fr. 30'000.-- (in solidarischer Haftung mit seiner mitangeklagten Ehefrau) an die Staatskasse abzuliefern (act. --. Die Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts wurde mit Beschluss des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 7. Januar 1998 als durch RÃ¼ckzug erledigt abgeschrieben (act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 26. April 2000 wies der Regierungsrat <b>A</b> aus der Schweiz aus und befristete die Ausweisung auf zehn Jahre, gerechnet ab dem Tag der Aus­reise; zudem wurde ihm der weitere Aufenthalt in der Schweiz und deren Wiederbetreten unter Strafan­drohung verboten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diesen Beschluss liess <b>A</b> am 30. Mai 2000 Beschwerde an das Verwal­tungsgericht erheben mit den AntrÃ¤gen, es sei der angefochtene Beschluss aufzuhe­ben und der Beschwerde sei, soweit nicht schon von Gesetzes wegen gegeben, aufschie­bende Wir­kung zu erteilen unter ausgangsgemÃ¤sser Kostenauferlegung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Direktion fÃ¼r Soziales uns Sicherheit beantragte namens des Regierungsrats am 26. Juni 2000 Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die ErwÃ¤gungen des angefochtenen Beschlusses und die Parteivorbringen werden, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremden­polizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen­steht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG] in der Fassung vom 8. Juni 1997). Dies ist der Fall bei einer Ausweisung, die von einer kantonalen BehÃ¶rde aufgrund von Art. 10 f. des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG) angeordnet wird (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 e contrario).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die gegen den BeschwerdefÃ¼hrer ausgesprochene Ausweisung stÃ¼tzt sich primÃ¤r auf ihre strafrechtliche Verurteilung und damit auf den Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG. Danach kann eine auslÃ¤ndische Person aus der Schweiz ausgewiesen werden, wenn sie wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde. Bei einer solchermassen begrÃ¼ndeten Ausweisung ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht gegeben, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen gemÃ¤ss § 50 VRG die dort nÃ¤her umschriebenen Rechtsverletzungen sowie gemÃ¤ss § 51 VRG unrichtige oder unge­nÃ¼gende Feststellung des entscheidungswesentlichen Sachverhalts gerÃ¼gt werden. Ent­scheidet das Gericht wie hier als erste gerichtliche Instanz, so kann sich die Beschwerde nicht nur auf neue Beweismittel berufen, sondern kÃ¶nnen auch neue Tatsachenbehauptun­gen vorgebracht werden (§ 52 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kompetenz, Ã¼ber die OpportunitÃ¤t einer Ausweisung zu entscheiden und von ihr abzusehen, wiewohl die Voraussetzungen erfÃ¼llt wÃ¤ren, steht der kantonalen Fremden­polizei und der kantonalen Regierung als vorgesetzter politischer BehÃ¶rde zu (vgl. Art. 15 Abs. 1 und 2 sowie Art. 19 Abs. 1 ANAG). Die kantonale richterliche BehÃ¶rde hat demge­genÃ¼ber die Aufgabe zu Ã¼berprÃ¼fen, ob der Entscheid der VerwaltungsbehÃ¶rde Recht ver­letzt, insbesondere ob die VerwaltungsbehÃ¶rde im Rahmen der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitskon­trolle alle nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erheblichen UmstÃ¤nde berÃ¼ck­sichtigt und in vertretbarer Weise gewichtet hat. Im Hinblick auf diese institutionell-funk­tionellen Schranken, an die sich das Gericht zu halten hat, ist insbesondere zu beachten, dass die Entscheidungsbefugnis primÃ¤r der politischen BehÃ¶rde zusteht und dass die An­wendung des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrundsatzes notwendigerweise Elemente enthÃ¤lt, wel­che sich einer strikten NachprÃ¼fung entziehen (vgl. BGE 125 II 521 E. 2a). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">c) GemÃ¤ss § 55 VRG kommt der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die grundsÃ¤tzliche Anwendbarkeit von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG ist im vor­liegenden Fall unstreitig. Allerdings soll eine Ausweisung nur verfÃ¼gt werden, wenn sie nach den gesamten UmstÃ¤nden angemessen erscheint (Art. 11 Abs. 3 Satz 1 ANAG). Da­bei ist namentlich auf die Schwere des Verschuldens, auf die Dauer des Aufenthalts der auslÃ¤ndischen Person in der Schweiz sowie auf die ihr und ihrer Familie drohenden Nach­teile abzustellen (Art. 16 Abs. 3 ANAV). Vorzunehmen ist mithin eine sich auf die ge­samten UmstÃ¤nde des Einzelfalls stÃ¼tzende VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung (BGE 125 II 521 E. 2b; BGE 122 II 433 E. 2c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer hat von ca. Juli 1995 bis zum 25. MÃ¤rz 1996 insgesamt mindestens 75 Kilogramm BetÃ¤ubungsmittel (Heroin und Kokain) zusammen mit seiner Ehefrau bei sich zu Hause eingelagert. Das Bezirksgericht ZÃ¼rich hat ihn deswegen in er­ster Instanz mit sechseinhalb Jahren Zuchthaus bestraft, wobei es das Verschulden des Be­schwerdefÃ¼hrers als schwer gewÃ¼rdigt hat. Dabei hat das Gericht festgehalten, dass unter BerÃ¼cksichtigung aller wesentlichen Faktoren, mit Ausnahme des GestÃ¤ndnisses sowie der gezeigten Reue und Einsicht, eine Zuchthausstrafe von zehn Jahren angemessen wÃ¤re. Trotz erheblicher Strafreduktion wurde der BeschwerdefÃ¼hrer dennoch zu einer sehr hohen Freiheitsstrafe verurteilt. Zudem hat er sich eines BetÃ¤ubungsmitteldelikts schuldig ge­macht; bei solchen Straftaten besteht nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ein so wesentliches Ã¶ffentliches Interesse an der Ausweisung, dass selbst AuslÃ¤nder, welche in der Schweiz geboren und aufgewachsen sind und ihr ganzes bisheriges Leben hier ver­bracht haben, ausgewiesen werden kÃ¶nnen (vgl. BGE 125 II 521 E. 2b; BGE 122 II 433 E. 2c). DemgemÃ¤ss durfte der Regierungsrat zulÃ¤ssigerweise von einem erheblichen Ã¶f­fentlichen Interesse an der Ausweisung des BeschwerdefÃ¼hrers ausgehen. Er berÃ¼cksich­tigte bei dieser EinschÃ¤tzung zudem, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Taten zusammen mit seiner ebenfalls verurteilten Ehefrau beging und somit angesichts seiner offenbaren Beein­flussbarkeit die Gefahr der erneuten StraffÃ¤lligkeit besteht. Auch bietet die BewÃ¤hrung im Strafvollzug und eine allfÃ¤llige bedingte Entlassung nur bedingt GewÃ¤hr fÃ¼r ein kÃ¼nftiges Wohlverhalten des BeschwerdefÃ¼hrers in Freiheit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Diesen Ã¶ffentlichen Interessen sind die privaten des BeschwerdefÃ¼hrers gegen­Ã¼ber zu stellen. Der BeschwerdefÃ¼hrer reiste am 13. MÃ¤rz 1986 im Alter von 20 Jahren in die Schweiz ein, nachdem er bis dahin bei seinen Eltern in <b>D</b> (Italien) gelebt hatte. Er lebt mithin seit 14 Jahren in der Schweiz, wo auch seine Ehefrau lebt. GemÃ¤ss eigenen Anga­ben hat der BeschwerdefÃ¼hrer trotz des Strafvollzugs intensiven Kontakt zu seiner Ehefrau und zu seinen Kindern sowie zu seiner Verwandtschaft in Italien. Zudem hat er Kontakt zu den Eltern und zur Schwester seiner Ehefrau. Ãber den Familienkreis hinaus­gehende Kontakte werden nach eigenen Angaben keine gepflegt (act. --). Der Be­schwerdefÃ¼hrer war bis zu seiner Verhaftung stets arbeitstÃ¤tig. Wie die Vorinstanz anfÃ¼hrt, lassen diese UmstÃ¤nde nicht auf eine besondere Integration in unserer Gesellschaft schliessen. Da die Dauer des Aufenthalts in der Schweiz nur eine der gemÃ¤ss Art. 16 Abs. 3 ANAV zu be­rÃ¼cksichtigenden Voraussetzungen ist, lÃ¤sst sich daraus alleine nichts ableiten. Es ist aller­dings zutreffend, dass die Anforderungen an die Anordnung einer Ausweisung grundsÃ¤tz­lich strenger zu bewerten sind je lÃ¤nger ein AuslÃ¤nder in der Schweiz anwesend war. Je­doch ist nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung selbst bei einem AuslÃ¤nder der hier ge­boren ist, die Ausweisung mÃ¶glich (BGE 125 II 521 E. 2b). Dies gilt umso mehr, wenn der AuslÃ¤nder â wie der BeschwerdefÃ¼hrer â erst als junger Erwachsener in die Schweiz kam.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die Ausweisung des BeschwerdefÃ¼hrers berÃ¼hrt auch seine Familie. Seine Ehe­frau weilt jedoch aufgrund derselben Tat ebenfalls im Strafvollzug. Das Verwaltungsge­richt hat gleichzeitig im Parallelfall die Beschwerde der Ehepartnerin abgewiesen. Die ge­meinsamen Kinder wohnen seit der Verhaftung in Italien, weshalb die Ausweisung des Beschwerde­fÃ¼hrers fÃ¼r sie keine negativen Folgen haben wird. Somit fÃ¼hrt eine Aus­wei­sung nicht zur Trennung, sondern zur Wiedervereinigung der Familie im Herkunftsland. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Wie der Regierungsrat zu Recht ausfÃ¼hrt, wÃ¤re eine RÃ¼ckkehr ins Heimatland fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer mit einer gewissen HÃ¤rte verbunden, aber nicht grundsÃ¤tzlich un­zumutbar. Er hat seine Jugendzeit dort verbracht und hat trotz GefÃ¤ngnisaufenthalt noch regen Kontakt zu den Eltern und zu seinen Geschwistern, welche ebenfalls in Italien leben. </span>Vor der Inhaftierung bestand zudem nicht nur ein regelmÃ¤ssiger, sondern ein intensiver Kon­takt zum Herkunftsland. Der BeschwerdefÃ¼hrer gibt an, dass er und seine Ehefrau mindestens einmal jÃ¤hrlich wÃ¤hrend ca. eines Monats bei seiner Familie in den Ferien ge­wesen seien. Auch die Tatsache, dass der BeschwerdefÃ¼hrer und seine Frau mit dem Dro­gengeld eine Wohnung in Italien kaufen wollten, spricht fÃ¼r eine enge Beziehung zum Herkunftsland. Seit dem 30. April 1996 leben zudem seine beiden Kinder <b>H</b> und <b>I</b> bei den Eltern im Herkunftsland und besuchen dort die Schule. All diese UmstÃ¤nde lassen darauf schliessen, dass die Integration des BeschwerdefÃ¼hrers, welcher mit der MentalitÃ¤t des Herkunftslandes eng verbunden ist, nicht allzu schwer fallen sollte.<span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Wird die Gesamtheit dieser UmstÃ¤nde berÃ¼cksichtigt, so erweist sich die vom Regierungsrat verfÃ¼gte Ausweisung </span>angesichts der nach wie vor erheblichen Ã¶ffentlichen Interessen und der grundsÃ¤tzlichen Zumutbarkeit fÃ¼r eine RÃ¼ckkehr in die Heimat<span> als ver­hÃ¤ltnismÃ¤ssig. Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>