<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, dem Parlament Bericht über die Situation von Schnupper-Angeboten in den Mint-Berufen zu erstatten und darzulegen, welche Möglichkeiten zur Steigerung der Angebote er sieht.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Ansicht, dass das inländische Potenzial an Fachkräften verstärkt auszuschöpfen ist und dabei insbesondere die Bemühungen verstärkt werden sollen, um den Fachkräftemangel in den Mint-Berufen zu lindern. Das WBF verfolgt dieses Anliegen im Rahmen seiner Fachkräfte-Initiative.</p><p>Schnupperlehren sind ein fester Bestandteil des Berufswahlverfahrens. Sie helfen Jugendlichen, einen bestimmten Beruf, die Berufswelt oder den Betrieb näher kennenzulernen. Eine Schnupperlehre kann zwischen einem und mehreren Tagen dauern, je nach Bedürfnis und Möglichkeit des Betriebes und der Jugendlichen. Die Einsatzdauer darf zwei Wochen nicht überschreiten. Betriebe können zudem einzelne Schnupper- oder Berufsinformationstage anbieten, um Jugendliche über einen Beruf zu informieren und ihnen einen ersten Einblick zu gewähren.</p><p>Lehrbetriebe führen Schnupperlehren auch als Teil des Selektionsverfahrens durch. Sie geben Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern Gelegenheit herauszufinden, ob der Jugendliche für den Betrieb geeignet ist.</p><p>Das Schweizerische Dienstleistungszentrum Berufsbildung, Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (SDBB) erstellt im Auftrag der Kantone und in Zusammenarbeit mit dem SBFI Informationsmittel für die Berufsbildung. Für die Information über und die Werbung für den Berufsstand sind aber die Berufsverbände verantwortlich. Sie können den Betrieben empfehlen, Schnupperlehren anzubieten.</p><p>Letztlich steht es den Betrieben aber frei, wie sie das Rekrutierungsverfahren gestalten. Eingriffe in diesen Prozess von staatlicher Seite könnten die Ausbildungsbereitschaft von Unternehmen vermindern und wären damit kontraproduktiv. Einen speziellen Bericht zu dieser Thematik erachtet der Bundesrat nicht als zielführend.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.