<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00357</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206415&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00357</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.12.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 12.06.2007 gutgeheissen und den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufgehoben.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bewilligung zur Beschäftigung von unselbständig tätigen Psychotherapeuten</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Beschränkung der Anzahl Psychotherapeuten, die angestellt werden dürfen, nach Gesamtzahl und beruflicher Qualifikation (Zulassung zur selbstständigen Berufsausübung)<br/><br/>Zuständigkeitsregelung, insbes. Direktbeschwerde ans Verwaltungsgericht nach § 19a Abs. 2 Ziff. 2 VRG (E. 1.1).<br/>S e l b s t s t ä n d i g e Berufsausübungen in der Gesundheitspflege, die stets bewilligungspflichtig sind; u n s e l b s t s t ä n d i g e Berufsausübungen, die unter eine Bewilligungspflicht gestellt werden können. Der Direktbeschwerde unterliegen in erster Linie Streitigkeiten, welche die persönlichen Voraussetzungen zur Berufsausübung betreffen. Der Wortlaut von § 19a Abs. 2 Ziff. 2 VRG lässt nicht ohne weiteres eine Differenzierung zwischen persönlichen Voraussetzungen und betrieblichen Voraussetzungen zu. Deshalb - gerade auch in Anbetracht der bisherigen Rechtsprechung - unterliegt die vorliegende Streitigkeit ebenfalls der Direktbeschwerde (E. 1.2-3).<br/>Rechtsgrundlagen zur Zulassung zur selbstständigen nichtärztlichen psychotherapeutischen Berufsausübung; Voraussetzungen zur Anstellung von Psychotherapeuten bei der anstellenden bzw. bei der anzustellenden Person (E. 2.1). Wer Psychotherapeuten beschäftigen will, darf höchstens sechs Personen, davon drei mit einer Zulassung zur selbstständigen Berufsausübung, anstellen; Sinn und Zweck dieser Regelung (E. 2.2).<br/>Unter grundrechtlichen Gesichtspunkten (E. 3.1) erweist sich die Einschränkung der Anzahl anzustellenden Psychotherapeuten als rechtmässig: Sie stützt sich auf eine hinreichende gesetzliche Grundlage (E. 3.2), liegt im öffentlichen Interesse (E. 3.3) und ist nicht sachwidrig (E. 3.4). <br/>Die Beschränkung auf drei anzustellende Personen (Köpfe) mit einer Zulassung zur selbstständigen Berufsaufübung ohne Rücksicht auf das konkrete Pensum lässt sich mit der Gewährleistung der Aufsicht über die angestellten Psychotherapeuten und mit der Sicherstellung von Ausbildungsplätzen begründen (E. 3.5). Sie ist infolge der Übergangsfrist auchverhältnismässig (E. 3.6). Abweisung. Minderheitsmeinung: Gutheissung, weil die Beschränkung auf drei anzustellende Personen (Köpfe) verfassungswidrig ist.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: ANSPRUCH AUF GLEICHBEHANDLUNG">ANSPRUCH AUF GLEICHBEHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSAUSBILDUNGSBEWILLIGUNG">BERUFSAUSBILDUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSAUSÃBUNG">BERUFSAUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Grundrechte ST: HANDELS- UND GEWERBEFREIHEIT">HANDELS- UND GEWERBEFREIHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PENSUM">PENSUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PSYCHOTHERAPEUT/-IN">PSYCHOTHERAPEUT/-IN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PSYCHOTHERAPIE">PSYCHOTHERAPIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEIT">RECHTSGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTÃNDIGE BERUFSAUSÃBUNG">SELBSTÃNDIGE BERUFSAUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TEILZEITANSTELLUNG">TEILZEITANSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIRTSCHAFTSFREIHEIT">WIRTSCHAFTSFREIHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 7 Abs. I aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">§ 10 Abs. I aGesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 27 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 36 BV</span><br/><span class="gerade">§ 17 PsyV</span><br/><span class="ungerade">§ 18 PsyV</span><br/><span class="gerade">§ 19a Abs. II Ziff. 2 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Dr. med. A ersuchte die Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich am 31. Oktober 2005 um Bewilligung zur BeschÃ¤ftigung der Psychotherapierenden Dr. phil. C, lic. phil. D, dipl. psych. IAP E und lic. phil. F. Die Gesundheitsdirektion erteilte die beantragten Bewilligungen zur BeschÃ¤ftigung der Genannten am 3. November 2005, allerdings befristet bis am 1. Juni 2008. Mit beigelegtem Schreiben teilte sie Dr. med. A mit, gemÃ¤ss § 17 Abs. 3 der Verordnung Ã¼ber die nichtÃ¤rztlichen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten vom 1. Dezember 2004 (PsyV, LS 811.61) dÃ¼rfe er zwar maximal sechs Psychotherapierende anstellen. Davon dÃ¼rften aber hÃ¶chstens deren drei die Voraussetzungen fÃ¼r die Zulassung zur selbststÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung erfÃ¼llen. Er habe wohl nur vier Personen beschÃ¤ftigt; diese seien jedoch alle im Besitz einer BerufsausÃ¼bungsbewilligung. In Analogie zu den Ãbergangsbestimmungen von § 26 PsyV kÃ¶nne er nun wÃ¤hrend dreier Jahre den Besitzstand wahren; innerhalb dieser Zeit habe er den rechtmÃ¤ssigen Zustand herzustellen. In der Folge ersuchte Dr. med. A um Erlass einer rekursfÃ¤higen VerfÃ¼gung. Eine solche erging am 26. Juni 2006. Dr. med. A wurde verpflichtet, die BeschÃ¤ftigung der unselbststÃ¤ndig tÃ¤tigen Psychotherapeutinnen und -therapeuten mit selbststÃ¤ndiger BerufsausÃ¼bungsbewilligung per 1. Juni 2008 auf drei Personen zu reduzieren. Die Bewilligungen vom 3. November 2005 zur BeschÃ¤ftigung von Dr. phil. C, lic. phil D, dipl. psych. E und lic. phil. F wÃ¼rden bis zum 31. Mai 2008 befristet. Als Rechtsmittel wurde die Beschwerde an das Verwaltungsgericht angegeben.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 5. September 2006 gelangte Dr. med. A mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Er ersuchte um Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 26. Juni 2006 und um Erteilung einer zeitlich nicht limitierten Bewilligung zur BeschÃ¤ftigung von vier Psychotherapeuten/innen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 8. September 2006 wurde der Gesundheitsdirektion Frist fÃ¼r die Beschwerdeantwort sowie zur Stellungnahme bezÃ¼glich der funktionellen ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts angesetzt. Mit Beschwerdeantwort vom 12. Oktober 2006 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten des BeschwerdefÃ¼hrers. Auf die Frage der funktionellen ZustÃ¤ndigkeit ging sie nicht weiter ein.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtpflegegesetzes vom 8. Juni 1997 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde sachlich zustÃ¤ndig. Gleichwohl bleibt die ZulÃ¤ssigkeit dieser Beschwerde im Hinblick auf die Regelung des <i>funktionellen Instanzenzuges</i> fraglich. GemÃ¤ss § 19a Abs. 1 Satz 1 VRG kÃ¶nnen erstinstanzliche Anordnungen der Direktionen zunÃ¤chst mit Rekurs beim Regierungsrat angefochten werden, was dem Grundsatz des mehrstufigen Rechtsmittelweges (vgl. § 19 in Verbindung mit § 41 Abs. 1 VRG) entspricht. § 19a Abs. 2 VRG nennt verschiedene Arten von erstinstanzlichen Anordnungen von Direktionen und Ãmtern, die ausnahmsweise unmittelbar beim Verwaltungsgericht angefochten werden kÃ¶nnen, so laut Ziffer 2 Bewilligungen zur AusÃ¼bung der Berufe der Gesundheitspflege sowie ZulassungsbeschrÃ¤nkungen gemÃ¤ss Art. 55a des Bundesgesetzes vom 18. MÃ¤rz 1994 Ã¼ber die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10). Beim in den FÃ¤llen von § 19a Abs. 2 VRG offen stehenden Rechtsmittel an das Verwaltungsgericht handelt es sich nicht um den Rekurs, sondern um die Beschwerde; das Verwaltungsgericht behandelt solche Rechtsmittel nach den Bestimmungen von §§ 54 ff. VRG. In derartigen FÃ¤llen ist allerdings gemÃ¤ss § 50 Abs. 3 VRG auch die RÃ¼ge der Unangemessenheit zulÃ¤ssig (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 19a N. 4). Es fragt sich, ob hier die Direktbeschwerde an das Verwaltungsgericht im Sinn von § 19a Abs. 2 Ziff. 2 VRG zulÃ¤ssig sei oder ob zunÃ¤chst Rekurs an den Regierungsrat gemÃ¤ss Absatz 1 der genannten Bestimmung zu erheben wÃ¤re.</p> <p class="Urteilstext"><span>Die hier streitigen Anordnungen beinhalten die zeitliche Limitierung der dem BeschwerdefÃ¼hrer frÃ¼her erteilten Bewilligungen fÃ¼r die BeschÃ¤ftigung der vier Psychotherapierenden mit BerufsausÃ¼bungsbewilligung bis 31. Mai 2008 bzw. dessen Verpflichtung, spÃ¤testens per 1. Juni 2008 nur noch drei Psychotherapierende mit eigener BerufsausÃ¼bungsbewilligung zu beschÃ¤ftigen. Es geht bei diesen Anordnungen nicht um eine bundesrechtliche EinschrÃ¤nkung der Zulassung zur TÃ¤tigkeit zu Lasten der Krankenversicherung nach Art. 55a KVG. Vielmehr grÃ¼ndet die EinschrÃ¤nkung auf kantonalem Recht (§ 17 Abs. 3 PsyV). Somit kommt es fÃ¼r die ZulÃ¤ssigkeit der Direktbeschwerde nach § 19a Abs. 2 Ziff. 2 VRG allein darauf an, ob es sich bei den streitbetroffenen Anordnungen um solche betreffend "Bewilligungen zur AusÃ¼bung der Berufe der Gesundheitspflege" im Sinn von § 19a Abs. 2 Ziff. 2 VRG handelt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>PrimÃ¤r werden unter der Formulierung "Bewilligungen zur AusÃ¼bung der Berufe der Gesundheitspflege" nach § 19a Abs. 2 Ziff. 2 VRG die von der Gesundheitsdirektion zu erteilenden kantonalen polizeilichen Erlaubnisse zur berufsmÃ¤ssigen oder entgeltlichen AusÃ¼bung von TÃ¤tigkeiten im Bereich des Gesundheitswesens gemÃ¤ss den §§ 7 ff. des Gesundheitsgesetzes vom 4. November 1962 (GesundheitsG, LS 810.1) verstanden. Dabei ist die selbststÃ¤ndige<i> </i>BerufsausÃ¼bung stets bewilligungspflichtig (vgl. Tomas Poledna/Brigitte Berger, Ãffentliches Gesundheitsrecht, Bern 2002, N. 64, 67). GemÃ¤ss Gesundheitsgesetz gilt eine solche Bewilligungspflicht fÃ¼r folgende FachkrÃ¤fte: Ãrzte (§§ 16 f.), ZahnÃ¤rzte (§ 18), Chiropraktoren (§ 19), Zahnprothetiker (§§ 20 f.), Psychotherapeuten (§§ 22 ff.), Apotheker (§§ 23 ff.) und Drogisten (§§ 27 ff.). Weil FÃ¤higkeit und VertrauenswÃ¼rdigkeit Hauptvoraussetzungen der BerufsausÃ¼bung sind, hat der Bewilligungsinhaber seine TÃ¤tigkeit persÃ¶nlich auszuÃ¼ben (§ 10 Abs. 1 GesundheitsG). Das Gebot persÃ¶nlicher BerufsausÃ¼bung verbietet jedoch nicht, dass der Bewilligungsinhaber unter seiner direkten Kontrolle eigenes, unselbststÃ¤ndiges Hilfspersonal einsetzt. FÃ¼r bestimmte medizinische Berufe ist aufgrund verschiedener kantonaler Verordnungen auch die unselbststÃ¤ndige BerufsausÃ¼bung bewilligungspflichtig (vgl. dazu Thomas Spoerri, Medizinalpersonen, in: Tomas Poledna/Ueli Kieser [Hrsg.], Gesundheitsrecht, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Bd. VIII, Basel 2005, S. 105). </p> <p class="Urteilstext">Mit den in § 19a Abs. 2 Ziff. 2 VRG erwÃ¤hnten Bewilligungen zur AusÃ¼bung der Berufe der Gesundheitspflege hatte der Gesetzgeber offenbar in erster Linie Streitigkeiten betreffend die <i>persÃ¶nlichen</i> (fachlichen, moralischen und gesundheitlichen) Voraussetzungen im Sinn von § 8 GesundheitsG im Auge. Bei der hier im Streit liegenden Bewilligung an den Inhaber einer Ã¤rztlichen Praxis zur BeschÃ¤ftigung unselbststÃ¤ndig tÃ¤tiger Psychotherapeuten/innen im Sinn von § 17 PsyV geht es nicht um die persÃ¶nlich-fachlichen Voraussetzungen, die gemÃ¤ss § 17 Abs. 2 lit. a und lit. b PsyV auf Seiten des Anstellenden bzw. der Angestellten erfÃ¼llt sein mÃ¼ssen. Im Streit liegt wie erwÃ¤hnt die BeschrÃ¤nkung der Zahl der Angestellten gemÃ¤ss § 17 Abs. 3 PsyV. Wie das Verwaltungsgericht im Zusammenhang mit der Anfechtung von Auflagen fÃ¼r die BetriebsfÃ¼hrung von Apotheken erkannt hat, lÃ¤sst der Gesetzeswortlaut von § 19a Abs. 2 Ziff. 2 VRG nicht ohne weiteres eine Differenzierung zwischen Streitigkeiten betreffend die persÃ¶nlichen Bewilligungsvoraussetzungen und (nicht der Direktbeschwerde unterliegenden) Streitigkeiten betreffend die betrieblichen Voraussetzungen zu (VGr, 13. Juli 2001, VB.2001.00085; 18. MÃ¤rz 2004, VB.2003.00325; 13. Juli 2006, VB.2006.00140; alle unter www.vgrzh.ch). In diesen FÃ¤llen ist das Gericht daher auf die direkt gegen die diesbezÃ¼glichen Anordnungen der Direktion erhobenen Beschwerden eingetreten. Sodann hat es die ZulÃ¤ssigkeit der Direktbeschwerde auch in einer anderen vergleichbaren Konstellation â wenn auch nur stillschweigend â bejaht (VGr, 23. MÃ¤rz 2006, VB.2005.00599, www.vgrzh.ch betreffend Bewilligung zur BeschÃ¤ftigung eines Assistenzzahnarztes im Sinn von § 10 der ZahnÃ¤rzteverordnung vom 10. Juni 1998, LS 811.21). Aufgrund dieser Rechtsprechung ist die Direktbeschwerde auch im vorliegenden Fall zuzulassen. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Es ist freilich zu bedenken, dass sich auch eine restriktivere Auslegung von § 19a Abs. 2 VRG rechtfertigen wÃ¼rde, zumal diese Bestimmung eine systemwidrige Ausnahme vom Grundsatz des mehrstufigen Rechtsmittelweges in der zÃ¼rcherischen Verwaltungsrechtspflege darstellt. Die in § 19a Abs. 2 Ziff. 1 - 4 VRG verbliebenen AusnahmefÃ¤lle muten denn auch eher zufÃ¤llig an (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19a N. 3). Namentlich muss hier offen bleiben, wie es sich mit der ZulÃ¤ssigkeit der Direktbeschwerde in FÃ¤llen verhÃ¤lt, in denen es in grundsÃ¤tzlicher Weise â im Hinblick auf das Aufkommen komplexer Ã¤rztlich geleiteter Unternehmen â um die Zulassung neuer Betriebs- und Unternehmensformen fÃ¼r die Ã¤rztliche TÃ¤tigkeit geht (vgl. zu dieser Thematik Hanspeter Kuhn, Die Arztpraxis zwischen Staat und Markt, in: Barbara HÃ¼rlimann/Thomas Poledna/Martin RÃ¼bel [Hrsg], Privatisierung und Wettbewerb im Gesundheitsrecht, ZÃ¼rich 2000, S. 203; VGr, 13. Juli 2006, VB.2005.00359, E. 3.3.3, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.4 </b>Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die zÃ¼rcherische Gesundheitsgesetzgebung regelt in §§ 22 ff. GesundheitsG (Fassung vom 21. August 2000, in Kraft seit 1. Januar 2002) und §§ 1 - 9 PsyV die Zulassung zur selbststÃ¤ndigen nichtÃ¤rztlichen psychotherapeutischen BerufstÃ¤tigkeit (zur Entstehungsgeschichte dieser Ordnung vgl. RB 1991 Nr. 81 = ZBl 93/1992, S. 74; RB 1998 Nr. 79 = ZBl 100/1999, S. 592; BGE 128 I 92). Sodann wird in §§ 17- 20 PsyV die unselbststÃ¤ndige psychotherapeutische BerufsausÃ¼bung geregelt, wobei diese Regelung zumindest teilweise auf die praktische Ausbildung und TÃ¤tigkeit von Personen ausgerichtet ist, welche die Zulassung zur selbststÃ¤ndigen nichtÃ¤rztlichen psychotherapeutischen BerufsausÃ¼bung erlangen wollen.</p> <p class="Erwgung2">Wer unselbststÃ¤ndige Psychotherapeuten/innen anstellen will, bedarf gemÃ¤ss § 17 Abs. 1 PsyV einer Bewilligung der Gesundheitsdirektion. Die Bewilligung wird gemÃ¤ss § 17 Abs. 2 lit. a PsyV nur solchen Personen erteilt, welche gemÃ¤ss § 22a lit. a - c GesundheitsG auch zur praktischen Ausbildung fÃ¼r die selbststÃ¤ndige psychotherapeutische TÃ¤tigkeit (das heisst fÃ¼r Selbsterfahrung, Supervision und klinische TÃ¤tigkeit) befugt sind, nÃ¤mlich:</p> <p class="EinzugZitat"><span>- Psychotherapeuten/innen, welche die Zulassungsvoraussetzungen zur selbststÃ¤ndigen psychotherapeutischen TÃ¤tigkeit gemÃ¤ss § 22 Abs. 1 lit. a - c GesundheitsG in Verbindung mit §§ 2 - 8 PsyV erfÃ¼llen (abgeschlossenes Psychologiestudium, integrale Spezialausbildung, mindestens zweijÃ¤hrige klinische psychotherapeutische TÃ¤tigkeit in unselbststÃ¤ndiger Stellung) sowie eine mindestens fÃ¼nfjÃ¤hrige hauptberufliche psychotherapeutische TÃ¤tigkeit nachweisen (§ 22a lit. a GesundheitsG);</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- Ãrzten, welche eine Spezialausbildung in Psychotherapie gemÃ¤ss § 22 Abs. 1 lit. b GesundheitsG absolviert haben sowie eine mindestens fÃ¼nfjÃ¤hrige hauptberufliche psychotherapeutische TÃ¤tigkeit nachweisen (§ 22a lit. b GesundheitsG); </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- Ãrzten mit Facharzttitel Psychiatrie und Psychotherapie FMH (§ 22a lit. c GesundheitsG). </span></p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">Die anzustellende Person muss (sofern sie nicht ohnehin die Zulassungsvoraussetzungen zur selbststÃ¤ndigen psychotherapeutischen TÃ¤tigkeit erfÃ¼llt) Ã¼ber eine Ausbildung gemÃ¤ss § 17 Abs. 2 lit. b PsyV verfÃ¼gen. Die beschÃ¤ftigende Person darf gemÃ¤ss § 17 Abs. 3 PsyV hÃ¶chstens sechs Psychotherapeuten/innen anstellen, wovon hÃ¶chstens drei die Voraussetzungen zur selbststÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung erfÃ¼llen dÃ¼rfen. Die beschÃ¤ftigende Person ist gemÃ¤ss § 18 PsyV als Bewilligungsinhaber bzw. -inhaberin fÃ¼r die TÃ¤tigkeit der unselbststÃ¤ndig tÃ¤tigen Person verantwortlich. </p> <p class="Urteilstext">Keiner Bewilligung fÃ¼r die BeschÃ¤ftigung unselbststÃ¤ndig tÃ¤tiger Psychotherapeuten/innen bedÃ¼rfen laut § 20 Abs. 1 PsyV die in lit. a - d PsyV genannten Institutionen (SpitÃ¤ler, Pflegeheime, teilstationÃ¤re Institutionen, Polikliniken) sowie laut § 20 Abs. 2 PsyV psychotherapeutische Ambulatorien, welche als Ausbildungsinstitut im Sinn von § 7 PsyV fÃ¼r die integrale Spezialausbildung im Sinn von § 22 Abs. 1 lit. b GesundheitsG anerkannt sind.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Nach seinem klaren Wortlaut ist § 17 Abs. 3 PsyV dahin zu verstehen, dass mit der Begrenzung auf drei zur selbststÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung zugelassene Angestellte nicht Stellenprozente, sondern Personen gemeint sind. Zu keinem anderen Auslegungsergebnis fÃ¼hren die Entstehungsgeschichte der Bestimmung, deren Zweck sowie deren Bedeutung innerhalb der gesamten Regelung betreffend die nichtÃ¤rztliche Psychotherapie in § 17 ff. PsyV. Damit wollte der Regierungsrat als Verordnungsgeber einerseits die Zahl der in einer Praxis mÃ¶glichen Anstellungen im Interesse der QualitÃ¤tssicherung bzw. im Hinblick auf die bei der delegierten Psychotherapie sicherzustellende Verantwortung des Praxisinhabers begrenzen (BeschrÃ¤nkung auf insgesamt hÃ¶chstens sechs Stellen); anderseits soll mit der BeschrÃ¤nkung auf hÃ¶chstens drei Angestellte, die bereits Ã¼ber die Zulassung zur selbststÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung verfÃ¼gen, sichergestellt werden, dass eine hinreichende Anzahl Stellen fÃ¼r Personen zur VerfÃ¼gung steht, die noch die zweijÃ¤hrige klinische TÃ¤tigkeit nach § 22 Abs. 1 lit. c GesundheitsG â als Voraussetzung fÃ¼r die Zulassung zur selbststÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit â zu absolvieren haben (vgl. Antrag des Regierungsrats vom 1. Dezember 2004 an den Kantonsrat betreffend Genehmigung der Verordnung, ABl 2004, 1491 ff., insbesondere 1499 f.). Damit ist § 17 Abs. 3 PsyV â wie auch die Ã¼brige Regelung der unselbststÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung in § 17 PsyV â auf die praktische Ausbildung und TÃ¤tigkeit von Personen ausgerichtet, welche die Zulassung zur selbststÃ¤ndigen nichtÃ¤rztlichen psychotherapeutischen BerufsausÃ¼bung erlangen wollen. </p> <p class="Erwgung2">Angesichts dieses eindeutigen Auslegungsergebnisses lÃ¤sst sich eine andere Norminterpretation auch nicht unter Berufung auf den Grundsatz der verfassungskonformen Auslegung gewinnen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl § 50 N. 26). Der BeschwerdefÃ¼hrer selber geht denn auch davon aus, dass mit den Begrenzungen auf hÃ¶chstens sechs bzw. hÃ¶chstens drei zur selbststÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung zugelassenen Angestellten Personen und nicht Stellenprozente gemeint sind. Er hÃ¤lt jedoch dafÃ¼r, dass die Bestimmung (jedenfalls mit dieser Auslegung nach KÃ¶pfen) gegen die Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 der Bundesverfassung vom 18. April 1999, BV) verstosse. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Unter dem Schutz der Wirtschaftsfreiheit steht auch die selbststÃ¤ndige TÃ¤tigkeit als Arzt und als Psychotherapeut (BGE 125 I 322 E. 2a; 128 I 92 E. 2a). Wie andere Grundrechte kann die Wirtschaftsfreiheit auf gesetzlicher Grundlage (Art. 36 Abs. 1 BV), im Ã¶ffentlichen Interesse (Art. 36 Abs. 2 BV) und unter Wahrung des Grundsatzes der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit (Art. 36 Abs. 3 BV) eingeschrÃ¤nkt werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, § 17 Abs. 3 PsyV enthalte eine Regelung mit derart schwerwiegenden EinschrÃ¤nkungen, dass hierfÃ¼r eine Grundlage im formellen Gesetz erforderlich wÃ¤re; an einer solchen formell-gesetzlichen Grundlage fehle es hier (Beschwerdeschrift Ziff. 9.3). Der Einwand ist unbegrÃ¼ndet. </p> <p class="Erwgung2">Wer einen Beruf der Gesundheitspflege im Sinn von §§ 7 ff. GesundheitsG (wozu auch Ãrzte und Psychotherapeuten gehÃ¶ren) ausÃ¼ben will, bedarf dazu gemÃ¤ss § 7 Abs. 1 GesundheitsG einer Bewilligung. Der Bewilligungsinhaber hat laut § 10 Abs. 1 GesundheitsG die bewilligte TÃ¤tigkeit persÃ¶nlich auszuÃ¼ben, wobei eine Vertretung bei Abwesenheit, Krankheit oder Todesfall zulÃ¤ssig ist. Das Gebot persÃ¶nlicher BerufsausÃ¼bung schliesst zwar nicht aus, dass der Bewilligungsinhaber unter seiner direkten Kontrolle eigenes, unselbststÃ¤ndiges Hilfspersonal einsetzt. Dazu gehÃ¶ren beim Arzt beispielsweise Arztgehilfinnen (neu: medizinische Praxisassistentinnen) sowie Psychotherapeuten/innen â Ã¤rztliche und nichtÃ¤rztliche â und Psychologen/innen. Vorausgesetzt wird aber dabei immer, dass der Arzt bei der DurchfÃ¼hrung der (delegierten) Massnahmen zum Patienten persÃ¶nlichen Kontakt hat oder jederzeit zu ihm in persÃ¶nlichen Kontakt treten kann (vgl. Hans Ott, Ãrztliches Berufsrecht, in: Heinrich Honsell [Hrsg.], Handbuch des Arztrechts, ZÃ¼rich 1994, S. 229; bezÃ¼glich delegierter Psychotherapie BGE 107 V 46 E. 4b/c). â Aus der dargelegten Ordnung ergibt sich, dass § 7 Abs. 1 in Verbindung mit § 10 Abs. 1 GesundheitsG eine hinreichende formell-gesetzliche Grundlage fÃ¼r die in § 17 Abs. 3 PsyV statuierten EinschrÃ¤nkungen hinsichtlich der BeschÃ¤ftigung von Psychotherapeuten/innen in unselbststÃ¤ndiger Stellung bildet.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Im Lichte von § 10 Abs. 1 GesundheitsG und § 18 PsyV, deren VerfassungsmÃ¤ssigkeit der BeschwerdefÃ¼hrer nicht bestreitet, besteht offenkundig ein Ã¶ffentliches Interesse daran, die Zahl der in einer Praxis unselbststÃ¤ndig tÃ¤tigen Psychotherapeuten/innen zu beschrÃ¤nken, damit der Praxisinhaber seiner Aufsichtspflicht und Verantwortung gemÃ¤ss § 18 PsyV nachkommen kann (vgl. vorstehend E. 2.2). Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt denn auch nicht, die BeschrÃ¤nkung auf insgesamt sechs Psychotherapeuten/innen sei verfassungswidrig (vgl. Beschwerdeschrift Ziff. 12).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, § 17 Abs. 2 PsyV enthalte eine sachwidrige Regelung; denn es sei nicht einzusehen, weshalb der Praxisinhaber sechs in Ausbildung befindliche Therapeuten/innen anstellen dÃ¼rfe, jedoch hÃ¶chstens drei, welche ohnehin zur selbststÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit zugelassen wÃ¤ren (Beschwerdeschrift Ziff. 9.3). Diese Regelung dient dem Ã¶ffentlichen Interesse dadurch, dass genÃ¼gend AusbildungsplÃ¤tze zur VerfÃ¼gung stehen (vgl. vorstehend E. 2.2). Entgegen seiner Auffassung vermag auch dieses Ã¶ffentliche Interesse (und nicht nur solche, die dem Schutz der Ã¶ffentlichen Gesundheit im engeren Sinne dienen) nach Art. 36 Abs. 2 BV eine EinschrÃ¤nkung der Wirtschaftsfreiheit zu rechtfertigen. Dies gilt jedenfalls dann, wenn wie hier durch die fragliche Regelung nicht die Zulassung zur (selbststÃ¤ndigen) BerufsausÃ¼bung als solcher in Frage gestellt wird.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, § 17 Abs. 3 PsyV sei jedenfalls insoweit sach- und verfassungswidrig, als die Regelung keine RÃ¼cksicht auf das Pensum nehme (Beschwerdeschrift Ziff. 9.3). Dem hat die Gesundheitsdirektion schon in der angefochtenen VerfÃ¼gung (E. 3) entgegengehalten, dass in der Psychotherapie der konkrete BeschÃ¤ftigungsgrad stark vom jeweils aktuellen Bedarf der Patientinnen und Patienten abhÃ¤ngt, weshalb es in vielen FÃ¤llen kaum praktikabel sein dÃ¼rfte, eine Bewilligung nach Stellenprozenten zu beschrÃ¤nken. â Darin liegt ein sachliches Motiv fÃ¼r die streitbetroffene Regelung, weshalb sich nicht einwenden lÃ¤sst, die BeschrÃ¤nkung nach KÃ¶pfen statt nach Stellenprozenten verstosse gegen die Rechtsgleichheit. Eine solche Verletzung wÃ¤re nur dann zu bejahen, wenn die Bestimmung Unterscheidungen trÃ¤fe, fÃ¼r die ein vernÃ¼nftiger Grund in den zu regelnden VerhÃ¤ltnissen nicht ersichtlich ist (BGE 127 I 185 E. 5). </p> <p class="Erwgung2">Es trifft zwar zu, dass zur selbststÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung befugte Psychotherapeuten/innen â sowohl bei selbststÃ¤ndiger TÃ¤tigkeit als Inhaber einer Bewilligung nach § 17 PsyV wie auch bei unselbststÃ¤ndiger TÃ¤tigkeit als von einer solchen Bewilligung Betroffene â in ihrer wirtschaftlichen Entfaltungsfreiheit erheblich stÃ¤rker eingeschrÃ¤nkt sind, wenn in einer Praxis fÃ¼r die Anstellung von (an sich zur selbststÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung zugelassenen) Psychotherapeuten/innen hÃ¶chstens drei Stellen (statt dreihundert Stellenprozente) zur VerfÃ¼gung stehen. Indessen wÃ¼rden bei einer BeschrÃ¤nkung auf dreihundert Stellenprozente (statt drei Anstellungen) auch die mit § 17 Abs. 3 PsyV verfolgten Ã¶ffentlichen Interessen erheblich stÃ¤rker tangiert: WÃ¼rde dabei die GesamtbeschrÃ¤nkung auf sechs Stellen ebenfalls nach Stellenprozenten (statt nach Anstellungen) vorgenommen, widersprÃ¤che dies dem Ziel, die Zahl der Anstellungen im Interesse der bei der delegierten Therapie erforderlichen Aufsicht in einem fÃ¼r den Praxisinhaber Ã¼berschaubaren Rahmen zu halten. WÃ¼rde aber die GesamtbeschrÃ¤nkung auf sechs Stellen entsprechend der geltenden Fassung nach Anstellungen (nicht nach Stellenprozenten) vorgenommen, wÃ¼rde dies etwa bei Anstellung von sechs zur selbststÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung zugelassenen Psychotherapeuten/innen mit je einem Pensum von 50 % die BeschÃ¤ftigung von weiteren Personen, welche die erforderliche zweijÃ¤hrige klinische TÃ¤tigkeit im Sinn von § 22 Abs. 1 lit. c GesundheitsG und § 8 PsyV absolvieren wollen, ausschliessen, was dem Ã¶ffentlichen Interesse an der Sicherstellung von AusbildungsplÃ¤tzen zuwiderliefe. Insofern lÃ¤sst sich die zwei verschiedenen Ã¶ffentlichen Interessen dienende Regelung von § 17 Abs. 2 PsyV auch nicht mit der vom BeschwerdefÃ¼hrer angerufenen Regelung in § 10 Abs. 1 der Ãrzteverordnung vom 6. Mai 1998 (ÃrzteV, LS 811.11) vergleichen. Es lÃ¤sst sich daher nicht einwenden, die BeschrÃ¤nkung der Anstellung von zur selbststÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung zugelassenen Psychotherapeuten/innen auf drei Personen (statt dreihundert Stellenprozente) verstosse gegen den Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, die Verweigerung der nachgesuchten Bewilligung fÃ¼hre dazu, dass er seine Praxis umgestalten mÃ¼sse, was er offenbar insbesondere deswegen fÃ¼r stossend hÃ¤lt, weil die bei ihm angestellten Psychotherapeuten/innen dort schon seit vielen Jahren und teilweise seit Jahrzehnten tÃ¤tig seien (Beschwerdeschrift Ziff. 3). Soweit er sich damit sinngemÃ¤ss ebenfalls auf den Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit beruft (Art. 36 Abs. 3 BV), ist dem entgegenzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin dieser Situation dadurch Rechnung getragen hat, dass sie in analoger Anwendung der Ãbergangsbestimmung von § 26 PsyV die nachgesuchten Bewilligungen befristet bis 31. Mai 2008 erteilt hat. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihm nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">Abweichende Meinung einer Minderheit der Kammer sowie des GerichtssekretÃ¤rs:</p> <p class="Urteilstext"><span>(vgl. § 138 Abs. 4 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976, GVG)</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die rein wÃ¶rtliche Auslegung von § 17 Abs. 3 PsyV, wonach sich in einer Praxis die Anzahl der anzustellenden Psychotherapeuten/innen mit Zulassung zur selbststÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung nach KÃ¶pfen und nicht nach Stellenprozenten zu richten habe, fÃ¼hrt zu einem verfassungswidrigen Ergebnis. Stehen fÃ¼r die Anstellung von hÃ¶her qualifizierten Psychotherapeuten/innen hÃ¶chstens drei Stellen anstatt dreihundert Stellenprozenten zur VerfÃ¼gung, wird dadurch nicht nur die wirtschaftliche Entfaltungsfreiheit sowohl der beschÃ¤ftigenden als auch der anzustellenden (bzw. bereits angestellten) Personen, welche zu dieser Berufsgruppe gehÃ¶ren, erheblich stÃ¤rker eingeschrÃ¤nkt, wie dies im Urteil unter ErwÃ¤gung 3.5 eingerÃ¤umt wird, sondern wird damit einhergehend auch die Rechtsgleichheit verletzt. So ist gerade die AusÃ¼bung von Funktionen, welche eine hÃ¶here Ausbildung erfordern, in einer Teilzeit-Anstellung nicht selbstverstÃ¤ndlich. Angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung ist aber zwecks Realisierung der Rechtsgleichheit auch im Sinn des Gleichstellungsgesetzes vom 24. MÃ¤rz 1995 (SR 151.1) insbesondere die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu fÃ¶rdern, was in Art. 107 Abs. 2 der Verfassung des Kantons ZÃ¼rich vom 27. Februar 2005 (KV) ausdrÃ¼cklich statuiert ist. Demnach fÃ¼hrt die BeschrÃ¤nkung der Anstellung von Psychotherapeuten/innen mit Zulassung zur selbststÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung nach Anzahl der anzustellenden Personen, nÃ¤mlich maximal deren drei, und zwar unabhÃ¤ngig vom BeschÃ¤ftigungsgrad, zu einer Verletzung der Rechtsgleichheit, welche sich auch nicht unter Heranziehung des bildungspolitischen Aspekts rechtfertigen lÃ¤sst. Eine solche Regelung zieht eine indirekte Diskriminierung der Frauen nach sich (vgl. Georg MÃ¼ller, Rechtsgleichheit, Kommentar zu Art. 4 aBV, Basel/Frankfurt a.M. 1995, N. 137a, mit weiteren Hinweisen), was mit Art. 8 Abs. 2 und 3 BV sowie Art. 11 Abs. 2 und 3 der KV nicht vereinbar ist. Es kann nicht angehen, die FÃ¶rderung von AusbildungsplÃ¤tzen ausgerechnet auf Kosten von Stellensuchenden, welche aus privaten GrÃ¼nden, namentlich auch in BerÃ¼cksichtigung der Vereinbarkeit von Berufsleben und Betreuungsaufgaben, auf eine Teilzeitanstellung besonders angewiesen wÃ¤ren, zu bewerkstelligen, andernfalls â sozusagen durch die HintertÃ¼r â entsprechende FÃ¶rderungsbestrebungen wieder zunichte gemacht wÃ¼rden. Daran Ã¤ndert auch nichts, dass sich die BeschrÃ¤nkung der Anstellung auf hÃ¶chstens drei Psychotherapeuten/innen auf Personen beschrÃ¤nkt, welche selber Ã¼ber die Voraussetzungen fÃ¼r die Zulassung zur selbststÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung verfÃ¼gen. Das Betreiben einer eigenen Praxis bedarf entsprechender finanzieller und organisatorischer Aufwendungen, welche Personen, die nebst der BerufstÃ¤tigkeit beispielsweise noch Betreuungsaufgaben zu erfÃ¼llen haben und daher auf eine Teilzeit-Anstellung besonders angewiesen wÃ¤ren, kaum oder nur erschwert aufbringen kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im systematischen Zusammenhang mit Art. 11 Abs. 2 und 3 sowie Art. 107 Abs. 2 der KV, welche Bestimmungen ihrerseits Art. 8 Abs. 2 und 3 BV konkretisieren, muss § 17 Abs. 3 PsyV in Analogie zur Regelung in § 10 Abs. 1 ÃrzteV dahingehend ausgelegt werden, dass sich die BeschrÃ¤nkung der Anstellung von Psychotherapeuten/innen mit Zulassung zur selbststÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung nach Stellenprozenten und nicht nach Personen zu richten hat. Zu berÃ¼cksichtigen ist auch, dass im fÃ¼r das kantonale Personal geltenden Personalgesetz vom 27. September 1998 (LS 177.10) der Regierungsrat explizit dazu angehalten wird, seine Personalpolitik nach den GrundsÃ¤tzen der BerÃ¼cksichtigung der ErfÃ¼llung von Familienpflichten, der FÃ¶rderung flexibler Arbeitsmodelle sowie der Verwirklichung der Chancengleichheit fÃ¼r Frauen und MÃ¤nner zu bestimmen (§ 5 lit. f-h). Das Argument, wonach in der Psychotherapie der konkrete BeschÃ¤ftigungsgrad stark vom jeweils aktuellen Bedarf der Patientinnen und Patienten abhange, weshalb es in vielen FÃ¤llen kaum praktikabel sein dÃ¼rfte, eine Bewilligung nach Stellenprozenten zu beschrÃ¤nken, ist nicht stichhaltig. Im Rahmen der verfassungsmÃ¤ssig garantierten Wirtschaftsfreiheit muss es der beschÃ¤ftigenden Person selber Ã¼berlassen bleiben, solche Schwankungen Ã¼ber drei Anstellungen zu hÃ¶chstens 100 Stellenprozenten zu bewÃ¤ltigen oder aber entsprechend auf Teilzeitstellen zu verteilen. Die Erteilung einer Bewilligung nach § 17 PsyV in einem nach oben limitierten BeschÃ¤ftigungsgrad erscheint auch in BerÃ¼cksichtigung der Wahrung der Aufsichtspflichten seitens der beschÃ¤ftigenden Person durchaus als mÃ¶glich, wie dies denn auch bei der BeschÃ¤ftigung von AssistenzÃ¤rztinnen und AssistenzÃ¤rzten in TeilzeitbeschÃ¤ftigung gehandhabt wird. Bei einem reduzierten Pensum der angestellten Person reduziert sich der Aufsichtsumfang des Praxisinhabers entsprechend, weshalb er in der Lage ist, weitere teilzeitbeschÃ¤ftigte Personen im genannten Umfang zu beaufsichtigen.</span></p> <p class="Urteilstext">Unter diesen UmstÃ¤nden erweist sich die Abweisung der Beschwerde unter Ausserachtlassung der Teilzeitpensen der angestellten Psychotherapeuten/innen als verfassungswidrig. Die Beschwerde ist im Umfang von gesamthaft maximal 300 Stellenprozenten der angestellten Psychotherapeuten/innen gutzuheissen.</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>