<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.01088</span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Gerichtsschreiber Schetty</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 22. Dezember 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Barbara Wyler</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Wyler Koch Partner AG, Business Tower</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Zürcherstrasse 310, Postfach 340, 8501 Frauenfeld</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der im Jahre 1980 geborene X.___ besuchte in Nigeria zwölf Jahre die Schule und reiste im Oktober 2005 in die Schweiz ein, wo er verschie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dene Hilfsarbeitertätigkeiten ausübte (Urk. 9/10, Urk. 9/4 S. 1-4). Aufgrund seit 2008 bestehender Herz- und Nierenprobleme sowie Bluthochdruck meldete sich der Versicherte am 8. Januar 2013 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 9/4 S. 5 f.). Mit Verfügun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen vom 2. März 2015 sprach diese dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Oktober 2014 eine halbe Rente zu, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 50 % (Urk. 9/41, Urk. 9/51 ff.). Mit Schreiben vom 28. Juli 2015 stellte der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte einen Antrag auf berufliche Eingliederungsberatung (Urk. 9/78); mit Mitteilung vom 8. September 2015 verweigerte die IV-Stelle eine Unterstützung bei der Stellensuche (Urk. 9/83).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Dezember 2016 leitete die IV-Stelle die revisionsweise Überprüfung des Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsanspruches in die Wege (Urk. 9/85, Urk. 9/87). Mit Mitteilung vom 27. Februar 2017 stellte die IV-Stelle fest, dass aufgrund des Gesundheitszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standes zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 9/99); weiter informierte sie mit Mitteilung vom 5. April 2017 über den unveränderten Rentenanspruch (Urk. 9/108). Nachdem die Vertreterin des Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten mit Schreiben vom 11. April 2017 eine anfechtbare Verfügung verlangt hatte (Urk. 9/110), stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 9. Mai 2017 die Abweisung des Erhöhungsgesuches in Aussicht (Urk. 9/112). Mit Einwand vom 17. August 2017 liess der Versicherte ergänzende medizinische Berichte einrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen (Urk. 9/134 ff.). Mit Verfügung vom 6. September 2017 hielt die IV-Stelle an der im Vorbescheid getroffenen Einschätzung fest (Urk. 9/138 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Vertreterin des Versicherten am 9. Oktober 2017 Beschwerde und beantragte, es sei dem Beschwerdeführer ab 1. November 2016 eine ganze Rente auszurichten, eventualiter seien weitere Abklärungen durchzuführen, ins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besondere sei der Beschwerdeführer polydisziplinär zu begutachten. Im vorlie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genden Verfahren sei ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen, daneben sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung sowie die unentgeltli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Rechtsverbeiständung in der Person der Unterzeichnenden zu gewähren; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin (Urk. 1 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 23. Oktober 2017 reichte die Vertreterin des Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rers die Honorarnoten für das Einwand- und Beschwerdeverfahren ein (Urk. 6). Mit Beschwerdeantwort vom 16. November 2017 beantragte die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Leiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitswert besteht, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung allen gu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 9C_261/2009 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sionsgrund im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass aus den medizinischen Berichten nicht auf eine erhebliche Veränderung der gesundheitlichen Situation geschlossen werden könne. Die Therapie der depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siven Erkrankung sei ausbaufähig, trotz der Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der eingeschränkten Nierenfunktion; im Übrigen gelte eine mittelgradig de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pressive Episode als eine sich prinzipiell nicht dauerhaft auf die Arbeitsfähigkeit auswirkende Gesundheitsstörung (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte die Vertreterin des Beschwerdeführers im Wesentlichen geltend, dass neben der im Umfang von wenigstens 50% reduzierten Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeit auch noch eine Einschränkung in der Leistungsfähigkeit bestehe (Urk. 1 S. 6). Dass der Beschwerdeführer neben der dialysebedingten Fehlzeit ebenfalls sehr müde und erschöpft sei, ergebe sich auch aus dem Verlaufsproto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">koll der Eingliederungsberatung; diese habe auch die Prüfung der Rentenerhö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hung empfohlen (S. 8). Auch seien gesundheitsbedingt keine Eingliederungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">massnahmen möglich und sinnvoll; dem Beschwerdeführer sei keine verwert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bare Arbeitstätigkeit mehr zuzumuten (S. 9). Aufgrund der nunmehr bestehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den psychischen Beschwerden sei zumindest eine polydisziplinäre Abklärung in die Wege zu leiten (S. 10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vergleichsbasis im vorliegenden Revisionsverfahren bilden die in Rechtskraft erwachsenen Verfügungen vom 2. März 2015, welche sich in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf den Bericht von Dr. med. Y.___, Oberarzt Ne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">phrologie am Z.___, vom 27. Februar 2014 stützen. Dr. Y.___ ging dannzumal von einer schweren chronischen Niereninsuffizienz sowie einer arteriellen Hypertonie aus und attestierte dem Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bei einer Leistung von 50-100 % (Urk. 9/11, Urk. 9/39 S. 3 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. A.___, Assistenzarzt Dialyse am Z.___, diagnostizierte in seinem Bericht vom 20. Februar 2017 eine dialysebedürftige Niereninsuffizienz Stadium G5, A1 nach KDIGO sowie eine hypertensive Herzkrankheit. Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei stationär. Von einer spontanen Besserung der Nie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">renfunktion sei nicht auszugehen, es handle sich um eine chronisch progre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diente Erkrankung. Durch eine Transplantation bestehe die Möglichkeit, die Di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">alysebedürftigkeit zu beenden, der Patient sei gelistet. Der Beschwerdeführer sei aktuell zu 50 % krank geschrieben und müsse 3x/Woche für je vier Stunden zur Dialysebehandlung (Urk. 9/96).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In seinem ergänzenden Bericht vom 28. Februar 2017 führte Dr. A.___ aus, dass der Beschwerdeführer aufgrund der Dialysebehandlung, die an drei Tagen statt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">finde, zu 50 % krank geschrieben sei. Die Leistungsfähigkeit sei bedingt durch die Krankheit sicherlich reduziert. Einerseits seien die Konzentration und Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">merksamkeit reduziert, zudem bestehe eine eingeschränkte körperliche Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsfähigkeit. Auf Arbeiten mit schwerer körperlicher Anstrengung sollte da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">her verzichtet werden (Urk. 9/103).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. B.___ diagnostizierte in seinem Bericht vom 6. Juli 2017 eine mittelgra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dige depressive Episode (ICD-10 F32.11), ED 05/17 bei dialysepflichti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ger Niereninsuffizienz. In Absprache mit der Nephrologie am Z.___ habe er eine antidepressive Behandlung begonnen, welche aber bisher noch nicht angespro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen habe. Mindestens seit dem 10. Mai 2017 sei von einer 100%igen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähigkeit auszugehen. Aufgrund des körperlichen Zustandes seien die Mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeiten der antidepressiven Pharmakotherapie stark eingeschränkt, auch des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halb sei die Prognose nicht günstig (Urk. 9/134).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund des Berichts von Dr. A.___ vom 20. Februar 2017 ist bezüglich der Nie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reninsuffizienz von einem progredienten Leiden auszugehen, was auch bei un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">veränderter Diagnose zu einer eingehenden Prüfung einer möglichen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlechterung führen muss. Während Dr. Y.___ im Zeitpunkt der erstmaligen Rentenzusprache zumindest noch zeitweise von einer uneingeschränkten Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsfähigkeit für die Dauer der 50%igen Arbeitsfähigkeit ausging – was die Beschwerdegegnerin ohne Abstriche übernahm -, ist aufgrund des Berichts von Dr. A.___ vom 28. Februar 2017 nun wohl von einer generell eingeschränkten Leistungsfähigkeit auszugehen (Urk. 9/103). Diese Einschätzung der Sachlage ergibt sich auch aufgrund der durchgeführten Eingliederungsberatung. So be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtete der Beschwerdeführer im Rahmen des Erstgesprächs vom 13. Februar 2017, dass es ihm sowohl physisch wie auch psychisch nicht so gut gehe und er vor einem Monat einen Zusammenbruch erlitten habe (Urk. 9/100 S. 3). Der Beschwerdeführer sei anlässlich des Erstgespräches fast eingeschlafen (S. 4). Da er insgesamt sehr erschöpft und schwach wirke, sei das Dossier abzuschliessen und eine Rentenerhöhung zu prüfen (S. 5). Weiter hielt die Beschwerdegegnerin mit Mitteilung vom 27. Februar 2017 fest, dass aufgrund des Gesundheitszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standes zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 9/99). Da Dr. A.___ die Leistungsminderung im verbleibenden 50%igen Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitspensum nicht quantifiziert, erscheinen schon allein aufgrund der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerden im Zusammenhang mit der Niereninsuffizienz weitere Abklärungen nötig.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Daneben ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer mittlerweile auch an psychischen Beschwerden leidet. Entsprechend den Ausführungen der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdegegnerin galt dabei n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">früherer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Rechtsprechung des Bundesgerichts die Diagnose einer mitte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lgradigen depressiven Episode grundsätz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> als thera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">peutisch gut angehbar und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">invalidenversicherungsrechtlich zu k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einer Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. statt vieler BGE 140 V 193 E. 3.3 und Bundesgerichtsurteil 9C_892/2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 22. Januar 2016 E. 2 mit diversen Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisen); sie fiel einzig dann als invalidisierende Krankheit in Betracht, wenn sie erwiesenermassen therapieresistent war. In diesem Zusammenhang hielt das Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">desge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richt fest, dass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Gebiet der Invalidenversicherung ganz allgemein der Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">satz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gilt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass die invalide Perso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n, bevor sie Leistungen verlangt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, alles ihr </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mutbare selber vorzukehren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hat, um die Folgen ihrer Invalidität best</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich zu mildern (BGE 113 V 28 E. 4a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit Hinweisen). Dieses Gebot der Selbstein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">glie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ausdruck des in der ganzen Sozialversicherung gelten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zes der Schadenminderungspflicht (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. etwa </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts 9C_506/2014 vom 10. November 2014 E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). Daneben wies das Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richt wie erwähnt darauf hin, dass erst ein Scheitern einer konsequent durchgeführten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">De</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pressions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">the</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rapie ein Leiden als resistent ausweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. etwa </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richts 9C_667/2013 vom 29. April 2014 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Dabei waren die Behandlungsmöglichkeiten optimal und nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haltig auszuschöpfen (BGE 140 V 193 E. 3.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im vorliegenden Fall ist dabei aber – alleine schon gestützt auf die erwähnte bisherige Rechtsprechung des Bundesgerichts - zu beachten, dass der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer an ernsthaften Nierenbeschwerden sowie an kontrollbedürftigen Herz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">problemen leidet (Urk. 9/135). Die antidepressive Behandlung erfolgte dabei in Absprache mit der Nephrologie des Z.___ und die Möglichkeiten erscheinen diesbezüglich stark eingeschränkt zu sein. Eine solche Konstellation ist im Rahmen der Einschätzung des depressiven Geschehens zu berücksichtigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_344/2016 vom 23. Februar 2017 E. 5.2.2). Dies gilt umso mehr als das Bundesgericht seine Praxis geändert hat, und nun neu auch für leichte bis mittelschwere Depressionen das sogenannte strukturierte Beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren zur Ermittlung der tatsächlichen Arbeits- und Leistungsfähigkeit der betroffenen Person anzuwenden ist (zum Ganzen siehe Medienmitteilung des Bundesgerichts vom 14. Dezember 2017 sowie die Urteile vom 30. November 2017 (8C_841/2016, 8C_130/2017).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend erscheint folglich eine umfassende Abklärung des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führers zur Einschätzung seines gesundheitlichen Zustandes bzw. einer allfälligen Verschlechterung unumgänglich. Die Sache ist dementspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chend zur Anordnung einer polydisziplinären Abklärung an die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin zurückzuweisen. Neben der Einschätzung der verbleibenden Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">higkeit ist dabei insbesondere zu prüfen, inwieweit aufgrund der somatischen Erkrankungen eine medikamentöse Depressionstherapie überhaupt möglich ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung von Art. 61 lit. g ATSG, namentlich unter Berücksichtigung der Bedeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses sowie nach Einsicht in die eingereichten Honorarnoten vom 14. September 2017 und 23. Oktober 2017 festzusetzen ist (Urk. 7/3 f.). Bezüglich des geltend gemachten Aufwands ist zu berücksichtigen, dass die Vertreterin des Beschwerdeführers bereits im Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wandverfahren involviert gewesen ist und sich ausführlich mit der Sache ausein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">andergesetzt hat (Aufwand von 8.5 Stunden für Aktenstudium und Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fassen des Einwandes, Urk. 7/3, vgl. auch Urk. 9/115, Urk. 9/136). Bei dieser Ausgangslage erscheint der für das vorliegende Verfahren geltend gemachte Aufwand für Aktenstudium und Verfassen der Beschwerde in der Höhe von weiteren 11 Stunden nicht angemessen. In Würdigung aller Umstände (Anzahl zu studierende 150 Aktenstücke der Beschwerdegegnerin, der Beschwerdeschrift von etwa 12 Seiten, den Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung sowie der in ähnlichen Fällen zuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprochenen Beträgen) ist die Prozessentschädigung auf Fr. 2'900.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird das Gesuch um Gewährung der unent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geltlichen Prozessführung sowie der unentgeltlichen Rechtsvertretung gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">standslos.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">6. September 2017</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Ab</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">klärung im Sinne der Erwägungen, über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rech</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">eine Prozessentschä</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">digung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 2'900</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Dr. Barbara Wyler unter Beilage des Doppels von Urk. 8</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span></p><p></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSchetty</p></div> </div></body></html>