{"Signatur": "CH_BVGE_001", "Spider": "CH_BVGer", "Datum": "2012-09-06", "PDF": {"Datei": "CH_BVGer/CH_BVGE_001_BVGE-2012-28_2012-09-06.pdf", "URL": "https://jurispub.admin.ch/publiws/download;jsessionid=396861A671C17DF5EEA16FA687887D16?decisionId=ae8e5ccb-2861-4802-8a35-a920515fe28f", "Checksum": "1b267560cb01701b92bc90123575b9bd"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["BVGE 2012/28"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bundesverwaltungsgericht 06.09.2012 BVGE 2012/28"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bundesverwaltungsgericht 06.09.2012 BVGE 2012/28"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Bundesverwaltungsgericht 06.09.2012 BVGE 2012/28"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Bundesverwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conf\u00e9deration Bundesverwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Bundesverwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Abteilung II"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "&Ouml;ffentliches Beschaffungswesen | \n\u00d6ffentliches Beschaffungswesen. \u00ab&#160;Implizierter&#160;\u00bb Abbruch\neines Ver\u00adgabeverfahrens durch Neuausschreibung. Anforderungen an eine Abbruchverf\u00fcgung insbesondere\nbez\u00fcglich der Begr\u00fcndungsdichte und an die Er\u00f6ffnung. Verletzung des rechtlichen Geh\u00f6rs.\nArt.&#160;23 Abs.&#160;1, Art.&#160;24 und Art.&#160;29 Bst. a B\u00f6B.\nArt.&#160;8, Art.&#160;16 Abs.&#160;3 und Art.&#160;30 Abs.&#160;3 V\u00f6B.\n1.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nArt.&#160;30 Abs.&#160;3 V\u00f6B erlaubt es nicht, einen implizierten Abbruch eines Vergabeverfahrens\ndurch eine Neuausschreibung zu ver\u00adf\u00fcgen (E.&#160;4.2).\n2.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nIm Gegensatz zur Anforderung an die Begr\u00fcndungsdichte bei einer Zuschlagsverf\u00fcgung muss\neiner Abbruchverf\u00fcgung direkt und ohne entsprechendes Gesuch entnommen werden k\u00f6nnen, aus welchen\nsachlichen Gr\u00fcnden die Vergabestelle das Verfahren abbricht und ob der Abbruch definitiv ist oder\neine Wieder\u00adholung des Verfahrens in Betracht gezogen wird (E.&#160;4.2 4.3).\n3.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nDer Anspruch auf rechtliches Geh\u00f6r ist formeller Natur. Eine schwere Verletzung des rechtlichen\nGeh\u00f6rs liegt vor, wenn eine Abbruchverf\u00fcgung keine Begr\u00fcndung enth\u00e4lt, auf irref\u00fchrende\nWeise auf Verordnungsbestimmungen verweist oder aus ihr nicht ersichtlich ist, welches Vergabeverfahren\nabgebrochen wird (E.&#160;3.5.2 und 4.2 4.4).\n4.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nDas Beschaffungsrecht schreibt die Publikation der Abbruchver\u00adf\u00fcgung nicht vor, l\u00e4sst\ndiese jedoch zu. Wenn jedoch aufgrund eines Urteils des Bundesverwaltungsgerichts nur noch zwei An\u00adbieterinnen\nam Vergabeverfahren beteiligt sind, m\u00fcssen sie, ausgehend vom Grundsatz von Treu und Glauben, mittels\nindivi\u00addueller Verf\u00fcgung \u00fcber den Verfahrensabbruch informiert wer\u00adden (E.&#160;4.5).\n"}], "ScrapyJob": "446973/32/2055", "Zeit UTC": "08.07.2025 01:52:39", "Checksum": "b275b7871e02676181845b9e811e2d67"}