<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00040</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106120&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00040</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 31.05.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Wasseranschluss</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Wasseranschluss, Kostentragung (Grundstück eines Gärtnereibetriebs im Gebiet eines Gestaltungsplans): Rechtsgrundlagen des Bundes: Gestützt auf das Raumplanungsgesetz und das Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetz und aufgrund der konkreten Lage des Grundstücks trifft die Gemeinde keine Finanzierungspflicht (E. 4b). Rechtsgrundlage des Kantons: Das Wasserwirtschaftsgesetz verpflichtet die Gemeinde nur im Rahmen des Zumutbaren, ausserordentliche Bedürfnisse der Wasserversorgung abzudecken. Rechtsgrundlage der Gemeinde: Nach dem kommunalen Wasserversorgungsreglement gehört das Grundstück nicht zum Versorgungsgebiet, in dem eine Pflicht zur Wasserabgabe durch die Gemeinde bestünde (E. 4c). Ebenso wenig statuiert der massgebliche Gestaltungsplan eine Finanzierungspflicht der Gemeinde (E. 4d). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENTRAGUNG">KOSTENTRAGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEFTENBACH">NEFTENBACH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASSERLEITUNG">WASSERLEITUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: WASSERRECHT UND GEWÃSSERSCHUTZ">WASSERRECHT UND GEWÃSSERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASSERVERSORGUNG">WASSERVERSORGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 19 RPG</span><br/><span class="ungerade">§ 25 WasserwirtschaftsG</span><br/><span class="gerade">§ 27 WasserwirtschaftsG</span><br/><span class="ungerade">Art. 5 WEG</span><br/><span class="gerade">Art. 6 WEG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Gemeindeversammlung X stimmte am 9. Dezember 1998 dem privaten Ge­staltungsplan âGÃ¤rtnerei A in Zâ zu, mit welchem auf einem rund 50'000 m2 umfassenden Areal in der Landwirtschaftszone der Bau und Fortbestand des Be­triebes der GÃ¤rtnerei A mit entsprechenden GewÃ¤chshÃ¤usern, VerwaltungsgebÃ¤ude und Wohnhaus ermÃ¶glicht werden sollte. Nach Ziff. 6.2 der Gestaltungsplanvorschriften soll­ten fÃ¼r die Versorgung des Areals mit Wasser und Energie die Vorschriften der entspre­chenden Werke massge­bend sein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Werkkommission X erteilte am 1. MÃ¤rz 2000 der GÃ¤rtnerei A die Wasseran­schlussbewilligung fÃ¼r den Neubau der GewÃ¤chshausanlage in Z und legte dabei gleichzei­tig die Anforderungen an FÃ¼hrung, Material und Dimension der Er­schliessungs- und An­schlussleitung fest. Hinsichtlich der Kosten wurde festgelegt, dass das Mehrkaliber (NW 150 mm statt NW 125 mm) der Erschliessungsleitung zu Lasten der Wasserversorgung X gehe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Einen dagegen von der GÃ¤rtnerei A erhobenen Rekurs wies der Bezirksrat am 24. November 2000 im Wesentlichen aus folgenden GrÃ¼nden ab: Zwischen den Parteien sei entgegen der Auffassung der Werkkommission X keine Vereinbarung Ã¼ber die Er­schliessungskosten getroffen worden, hingegen biete das kommu­nale Reglement der Was­serversorgung eine genÃ¼gende gesetzliche Grundlage dafÃ¼r, die Re­kurrentin als Grundei­gentÃ¼merin die Kosten der zu erstellenden Wasserleitung tragen zu lassen. Diese sei in analoger Anwendung von Art. 5 Abs. 3 </span>des Reglementes der Wasserver­­sorgung vom 9. Juni 1993 (WVR)<span> als Versorgungsleitung zu qualifizieren, da das Beizugsgebiet des privaten Gestaltungsplanes zwar ausserhalb des Siedlungsgebietes und des Generellen Wasserversorgungsprojektes liege, die Leitung aber einzig dem Anschluss des GrundstÃ¼­ckes Kat.-Nr. 01 diene. Nach Art. 46 WVR seien Versorgungsleitungen durch die Grund­eigentÃ¼mer zu finanzieren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Beschluss erhob die GÃ¤rtnerei A am 29. Januar 2001 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte, der Rekursentscheid sei aufzuheben und die zu erstellende Leitung NW 150 mm sei auf einem TeilstÃ¼ck zur GÃ¤rtnerei in teilweiser Aufhe­bung des Beschlusses der Werkkommis­sion X als Hauptleitung zu bezeichnen und auf Kos­ten der Wasserversorgung X zu erstellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 19. Februar 2001 beantragte der Bezirksrat die Abweisung der Beschwerde. Den gleichen Antrag stellte die Gemeinde X in ihrer Beschwerdeantwort vom 4. April 2001.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1.</span> Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechts­pflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der angefochtene Beschluss der Werkkommission X selber Ã¤ussert sich nicht Ã¼ber die Qualifikation der fraglichen Wasserleitung als Haupt- oder Versorgungsleitung, noch auferlegt er der BeschwerdefÃ¼hrerin die Kosten des Leitungsbaus (abgesehen vom Mehr­kaliber der Gussleitung NW 150 mm). Die Parteien sowie â unausgesprochen â auch die Rekursinstanz verstehen den angefochtenen Beschluss aber Ã¼bereinstimmend und zu Recht in diesem Sinne. Aus diesem Grunde geht sowohl der Rekurs- als auch der Beschwerdean­trag der BeschwerdefÃ¼hrerin, der auf teilweise Befreiung von den Kosten des Leitungsbaus abzielt, nicht Ã¼ber den Gegenstand der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung hinaus. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Da auch die weiteren Voraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzu­treten. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Die strittige Qualifikation der fraglichen Leitung ist einzig mit Bezug auf die Frage relevant, wer die Kosten des Leitungsbaus zu tragen habe. Insofern weist die vorlie­gende Streitigkeit einen Streitwert auf, der sich allerdings aufgrund des Verfahrensstandes zur Zeit nur schÃ¤tzen lÃ¤sst. Aufgrund der Akten kann ohne weiteres angenommen werden, dass der Streitwert die Grenze von Fr. 20'000.- bei weitem Ã¼bersteigt, weshalb die Sache nach § 38 Abs. 1 und 2 VRG in die ZustÃ¤ndigkeit der Kammer fÃ¤llt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Das Verwaltungsgericht Ã¼berprÃ¼ft den angefochtenen Entscheid lediglich auf Rechtsverletzungen hin. Eine ErmessensÃ¼berprÃ¼fung steht ihm â ausser bei Ermessens­miss­brauch und ErmessensÃ¼berschreitung â nicht zu (§ 50 Abs. 1 und 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. a) Mit dem angefochtenen Beschluss wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin das Recht eingerÃ¤umt, die GewÃ¤chshausanlage im Gebiet des Gestaltungsplanes Z an die Ã¶ffentliche Wasserversorgung anzuschliessen. Strittig ist einzig, welche der beiden Parteien zur Finan­zierung der nÃ¶tigen Wasserleitung verpflichtet ist. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der Bezirksrat hat geprÃ¼ft, ob sich eine solche Pflicht des GrundeigentÃ¼mers auf das kommunale Recht stÃ¼tzen lasse, und die Frage bejaht. Da der Leitungsbau auf Bestel­lung der BeschwerdefÃ¼hrerin durch ein privates Unternehmen erfolgt, trÃ¤gt jedoch auch ohne entsprechende kommunale Rechtsgrundlage primÃ¤r die BeschwerdefÃ¼hrerin die Pflicht zur Leistung der VergÃ¼tung gemÃ¤ss dem Bundesprivatrecht (Art. 363 ff. des Obli­gationenrechts [OR]). Aus diesem Grunde ist im vorliegenden Verfahren einzig zu prÃ¼­fen, ob die Gemeinde X allenfalls aufgrund Ã¶ffentlichrechtlicher Bestimmungen verpflichtet ist, den Leitungsbau entsprechend dem Antrag der BeschwerdefÃ¼hrerin sel­ber zu veranlassen bzw. zu finanzieren. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Ein solche Pflicht der Gemeinde kann sich grundsÃ¤tzlich sowohl aus dem Ã¶ffentli­chen Recht des Bundes als auch aus demjenigen der Kantone und Gemeinden ergeben. Die BeschwerdefÃ¼hrerin selber macht geltend, die Finanzierungspflicht der Gemeinde ergebe sich aus dem kommunalen Wasserversorgungsreglement, dem Generellen Wasserversor­gungsprojekt und dem Gestaltungsplan Z. </p> <p class="Einzug1">b) Im Bundesrecht befassen sich sowohl das Bundesgesetzes Ã¼ber die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (Raumplanungsgesetz, RPG) als auch das Wohnbau- und EigentumsfÃ¶r­derungsgesetz vom 4. Oktober 1974 (WEG) mit der Erschliessung von Land mittels Zu­gÃ¤n­­gen, Wasser-, Energie- und Abwasserleitungen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> Nach Art. 19 Abs. 2 RPG werden Bauzonen durch das Gemeinwesen innerhalb der im Erschliessungsprogramm vorgesehenen Frist erschlossen. Das kantonale Recht regelt die BeitrÃ¤ge der GrundeigentÃ¼mer. Nach Art. 5 Abs. 1 WEG ist die Grob- und Feiner­schlies­sung von fÃ¼r den Wohnungsbau bestimmten Bauzonen entsprechend dem Bedarf innerhalb von 10 bis 15 Jahren durchzufÃ¼hren. Das Gemeinwesen erhebt von den Grundei­gentÃ¼mern angemessene BeitrÃ¤ge fÃ¼r die Groberschliessung, die Kosten der Feinerschlies­sung sind ganz oder zum Ã¼berwiegenden Teil den GrundeigentÃ¼mern zu Ã¼berbinden (Art. 6 Abs. 1 und 2 WEG). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der innerhalb der massgebenden Landwirtschaftszone ausgeschiedene Gestaltungs­plan Z wies das fragliche Areal keiner Bauzone im Sinne von Art. 14 und 15 RPG oder Art. 5 Abs. 1 WEG zu, sondern konkretisierte innerhalb des weiterhin bestehenden Zonen­regimes lediglich die spezifische Nutzung sowie die Dimensionierung und Ausgestaltung der zugelassenen Bauten. Nach Art. 1.1 der Gestaltungsplanvorschriften soll der Gestal­tungsplan den Bau und Fortbestand der GÃ¤rtnerei A ermÃ¶glichen. Ein solcher Betrieb samt TreibhÃ¤usern sowie allenfalls notwendigem Infrastruktur- und WohngebÃ¤ude entspricht nach der Rechtsprechung zur frÃ¼heren Fassung des Raumplanungsgesetzes dem Zweck der Landwirtschaftszone, wenn die Produktion bei gesamthafter Betrachtung Ã¼berwiegend bo­denabhÃ¤ngig erfolgt (vgl. Art. 16 RPG in der Fassung vom 22. Juni 1979; BGE 125 II 278 E. 3; 116 Ib 131; 112 Ib 270). Art. 16a RPG in der Fassung vom 20. MÃ¤rz 1998 bezeichnet den produzierenden Gartenbau nunmehr ausdrÃ¼cklich als eine in der Landwirtschaftszone konforme Nutzung. Zwar stand diese Bestimmung im Zeitpunkt der Festsetzung und Ge­nehmigung des Gestaltungsplans Z noch nicht in Kraft, hingegen war die GesetzesÃ¤nde­rung damals bereits beschlossen. Insofern bildete die ErmÃ¶glichung des GÃ¤rtnereibetriebs durch das Mittel eines Gestaltungsplans sowohl nach altem wie nach neuem Recht keine Durchstossung der Ã¼bergeordneten Zonenordnung im Sinn von § 16 Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975. Folgerichtig wurde daher auch im Bericht zum privaten Gestaltungsplan zuhanden des Regierungsrates unter Ziff. 4 darauf hingewiesen, dass es sich beim Betrieb der BeschwerdefÃ¼hrerin um eine landwirtschaftliche Sondernut­zung handle. <i> </i></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aufgrund des Bundesrechtes trifft die Gemeinde X daher weder eine Erstellungs- noch eine Finanzierungspflicht fÃ¼r die fragliche Wasserleitung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Das kantonale Wasserwirtschaftsgesetz vom 2. Juni 1991 (WasserwirtschaftsG) bezeichnet als Zweck der Ã¶ffentlichen Wasserversorgung die Bereitstellung und Lieferung von Trink­wasser in einwandfreier QualitÃ¤t, unter genÃ¼gendem Druck und in ausreichender Menge zu Trink-, Brauch- und LÃ¶schzwecken (§ 25 WasserwirtschaftsG). Die Gemeinden stellen die Wasserversorgung innerhalb ihres Gemeindegebietes sicher. Sie decken ausser­ordentliche BedÃ¼rfnisse, soweit dies ihnen zumutbar ist (§ 27 Abs. 1 WasserwirtschaftsG). Sie bauen die Wasserversorgung nach Massgabe des generellen Wasserversorgungspro­jektes und der Erschliessungsplanung aus. Das Wasserversorgungsprojekt bedarf der Ge­nehmigung durch die Baudirektion (§ 27 Abs. 2 WasserwirtschaftsG). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nach Art. 4 WVR werden die Wasserversorgungsanlagen der Gemeinde aufgrund eines nach den kantonalen Richtlinien ausgearbeiteten Generellen Wasserversorgungspro­jektes (GWP) erstellt (Abs. 1). Der Perimeter des Versorgungsgebietes entspricht demjeni­gen des Baugebietes gemÃ¤ss Zonenplan (Abs. 2). Ausserhalb des Baugebietes schliesslich ist die Wasserversorgung nicht zur Wasserabgabe verpflichtet, sie fÃ¶rdert jedoch entspre­chend ihren MÃ¶glichkeiten die Versorgung von bestehenden sowie standortgebundenen Liegenschaften (Abs. 3). Das Leitungsnetz umfasst gemÃ¤ss Art. 5 Abs. 1 WVR als Ã¶ffent­liche Leitungen die Haupt- und Versorgungsleitungen sowie die Hydrantenanlagen und die Ã¶ffentlichen Brunnen. Nach Abs. 2 dieser Bestimmung sind Hauptleitungen Wasserleitun­gen innerhalb des Versorgungsgebietes, von denen aus die Versorgungsleitungen gespeist werden. In der Regel zweigen keine Hausanschlussleitungen von den Hauptleitungen ab. Die Hauptleitungen sind Bestandteil der Basis­erschliessung und werden von der Wasser­versorgung nach Massgabe der baulichen Entwicklung aufgrund des GWP erstellt. Versor­gungsleitungen sind nach Abs. 3 Wasserleitungen innerhalb des Versorgungsgebietes, an die Hausanschlussleitungen angeschlossen sind. Die Versorgungsleitungen dienen der Er­schliessung der GrundstÃ¼cke. Schliesslich verbindet die Hausanschlussleitung die Versor­gungsleitung, in AusnahmefÃ¤llen auch eine Hauptleitung, mit der Hausinstallation (Art. 11 WVR). Die Finanzierung der verschiedenen Leitungsarten erfolgt fÃ¼r die Hauptleitungen durch die Wasserversorgung, welche dafÃ¼r ErschliessungsbeitrÃ¤ge erheben kann, fÃ¼r Ver­sorgungsleitungen durch die GrundeigentÃ¼mer oder ebenfalls Ã¼ber ErschliessungsbeitrÃ¤ge sowie schliesslich fÃ¼r die Hausanschlussleitungen ausschliesslich durch die GrundeigentÃ¼­mer (Art. 46 bis 48 WVR).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist der Auffassung, das Gebiet des Gestaltungsplanes Z sei vom GWP erfasst und gehÃ¶re damit zum Versorgungsgebiet der Gemeinde. Dies trifft nicht zu. Da der Gestaltungsplan Z ausserhalb der Bauzonen in einer Ã¼berkommunalen Landwirtschaftszone liegt, gehÃ¶rt es gemÃ¤ss Art. 4 Abs. 2 WVR klar nicht zum Versor­gungsgebiet. Das GWP 1995 sollte denn auch nur die ordnungsgemÃ¤sse Versorgung des heutigen und kÃ¼nftigen Siedlungsgebietes mit Trink-, Brauch- und LÃ¶schwasser sicher­stellen. Die GÃ¤rtnerei bzw. der erst im Jahre 1998 privat erarbeitete Gestaltungsplan und der damit verbundene Wasserbezug, der gerade in den Tro­ckenwetterperioden Spitzen­werte erreichen dÃ¼rfte, konnten daher das GWP in seiner Anlage und Dimensionierung nicht beeinflussen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht weiter geltend, die zu erstellende Wasserleitung sei auf einem TeilstÃ¼ck als Hauptleitung zur Versorgung eines Weilers im GWP enthalten. In der Tat ist im GWP 1995 vorgesehen, die HÃ¤user dieses und eines weiteren Weilers, wel­che bisher mit Quellwasser versorgt waren, unter anderem Ã¼ber eine 650 m lange DN 150 mm-Hauptleitung an die Gemeindewasserversorgung anzuschliessen. Indessen liegen auch diese Gebiete ausserhalb der Bauzonen in einer Ã¼berkommunalen Landwirtschaftszone und damit klar ausserhalb des Versorgungs­gebietes im Sinne von Art. 4 Abs. 2 WVR. Die bei­den Gebiete wurden nÃ¤mlich anlÃ¤sslich der Zonenplanrevision 1996 nicht in eine Weiler­kernzone eingezont. Dementsprechend sieht auch der Erschlies­sungsplan vom 10. Dezem­ber 1997 keine Erschliessung der beiden Weiler mit Wasser aus der kommunalen Wasser­versorgung vor. Liegen diese Weiler aus­ser­halb des Versorgungsgebietes, so kann die Was­serleitung von vornherein weder als Haupt- noch als Versorgungsleitung im Sinne von Art. 5 Abs. 2 und 3 WVR qualifiziert werden, da beide Leitungsarten von ihrer Legaldefi­nition her nur innerhalb des Versorgungsgebietes bestehen kÃ¶nnen. Insofern macht es durchaus Sinn, wenn die Werkkommission im angefochtenen Beschluss die auf einem TeilstÃ¼ck zur GÃ¤rtnerei zu erstellende Wasserleitung nicht als Haupt- oder Versor­gungs­leitung, sondern als Erschliessungsleitung bezeichnet.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Wasserversorgung ausserhalb des Versorgungsgebietes richtet sich einzig nach Art. 4 Abs. 3 WVR. Auch diese Bestimmung begrÃ¼ndet jedoch keine Pflicht der Gemeinde zur Erstellung oder Finanzierung der fraglichen Wasserleitung. Als kommunale Vorschrift und durch den Verweis âentsprechend ihren MÃ¶glichkeitenâ rÃ¤umt die Bestimmung der Ge­­meinde einen ausserordentlich weiten Ermessenspielraum ein. Auch das kantonale Recht verpflichtet die Gemeinden nur im Rahmen des Zumutbaren, ausserordentliche Be­dÃ¼rfnisse der Wasserversorgung abzudecken (Art. 27 Abs. 1 WasserwirtschaftsG). Indem die Gemeinde X vorliegend den Wasseranschluss der GÃ¤rtnerei ausserhalb des Versor­gungs­gebietes Ã¼berhaupt bewilligt und sich weiter verpflichtet hat, die Kosten des Mehr­kalibers zwischen NW 125 und NW 150 zu Ã¼bernehmen, hat sie die Wasserversorgung im Rahmen ihrer MÃ¶glichkeiten gefÃ¶rdert. Damit hat sie den ihr zustehenden Ermessenspiel­raum weder Ã¼berschritten noch missbraucht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Schliesslich glaubt die BeschwerdefÃ¼hrerin, direkt aus dem Gestaltungsplan Z, insbesondere aus Art. 3.4 des Berichtes dazu, etwas zu ihren Gunsten ableiten zu kÃ¶nnen. Nach den AusfÃ¼hrungen in diesem Abschnitt mÃ¼ssen Trink- und LÃ¶schwasser vom Ge­meindenetz bis ins Beizugsgebiet gefÃ¼hrt werden. Entgegen der Auffassung der Beschwer­defÃ¼hrerin wird damit jedoch nur verlangt, dass die im Gestaltungsplan vorgesehenen Bauten Ã¼berhaupt an die Wasserversorgung X angeschlossen werden mÃ¼ssen, ohne dass aber etwas darÃ¼ber gesagt wÃ¼rde, wer den Leitungsbau zu realisieren oder zu finanzieren habe. FÃ¼r die Ausgestaltung und KostenÃ¼bernahme wird vielmehr entsprechend Ziff. 6.2 der Vorschriften zum Gestaltungsplan auf die Werk­­­­reglemente der Gemeinde verwiesen. Aus dem die Wasserversorgung betreffenden Reglement kann die BeschwerdefÃ¼hrerin aber nach dem oben AusgefÃ¼hrten nichts zu ihren Gunsten ableiten. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">e) Besteht demnach keine rechtliche Pflicht der Gemeinde, die Wasserleitung zu er­stellen bzw. zu finanzieren, so hat dafÃ¼r â abgesehen vom Mehrkaliber â allein die Bau­herr­­schaft, auf deren Anlass und in deren Interesse der Leitungsbau erfolgen soll, einzuste­hen. Demnach sind die Stimmberechtigten der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember 1998 bei Annahme des Gestaltungsplanes Z durchaus zu Recht davon ausgegangen, dass die Kosten der Wassererschliessung zu Lasten der privaten Bauherrschaft gehen, wie dies der Gemeinderat in seiner Weisung formuliert hatte. Die Beschwerde ist daher vollum­fÃ¤nglich abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">...</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>