<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00246</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106383&amp;W10_KEY=13013577&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00246</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.11.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 14.05.2002 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Aufenthaltsbewilligung: Voraussetzungen des Aufenthaltsanspruchs aufgrund von Familienleben ausserhalb der Kernfamilie. Der Schutzbereich der Garantie des Familienlebens beschränkt sich grundsätzlich nicht auf die Kernfamilie, sondern umfasst auch das Familienleben zwischen anderen nahen Verwandten. Übersicht über die Praxis (E.3a). Die in der Schweiz ansässigen Angehörigen müssen selber über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügen (E.3b). Begründet erweitertes Familienleben nur im Fall eines Abhängigkeitsverhältnisses und bei ausländischen Staatsangehörigen der zweiten Generation einen Aufenthaltsanspruch? Anspruch verneint im Fall einer Erwachsenen und ihres Kleinkinds, die mit ihrer Schwester bzw. Tante und deren Familie zusammen wohnen, sowie eines Erwachsenen, der mit seinen Eltern und seiner minderjährigen Schwester zusammen wohnt (E.4+5). Kein Eintretensanspruch aufgrund der Garantie des Privatlebens, der Verletzung von Verfahrensgarantien oder von Kinderrechten (E.6). Nichteintreten. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABHÃNGIGKEITSVERHÃLTNIS">ABHÃNGIGKEITSVERHÃLTNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANWESENHEITSRECHT">ANWESENHEITSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ELTERLICHE SORGE">ELTERLICHE SORGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENLEBEN">FAMILIENLEBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHWISTER">GESCHWISTER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KERNFAMILIE">KERNFAMILIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KINDERSCHUTZ">KINDERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Garantien der EMRK ST: ÃBRIGE GARANTIEN DER EMRK">ÃBRIGE GARANTIEN DER EMRK</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWANDTE">VERWANDTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSAMMENLEBEN">ZUSAMMENLEBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde ST: ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS">ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 8 lit. II BV</span><br/><span class="gerade">Art. 11 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 lit. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 lit. I EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 9 KRK</span><br/><span class="gerade">Art. 10 KRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 100 lit. Ib OG</span><br/><span class="gerade">§ 43 lit. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 43 lit. Ih VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A (geboren am 7. Februar 1972, StaatsangehÃ¶riger von Bosnien-Herzegowina) reiste am 30. Januar 1990 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei den Eltern und in der Folge zur ErwerbstÃ¤tig­keit; diese wurde regelmÃ¤ssig, letztmals bis zum 29. Juli 1999, verlÃ¤ngert. Seine spÃ¤tere Ehefrau C (geboren am 25. Mai 1974, StaatsangehÃ¶rige von Bosnien-Herzegowina) reiste am 18. April 1993 in die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r den Kanton Zug im Rahmen der "Aktion Bosnien-Herzegowina". Auf­grund ihrer am 29. De­zember 1994 mit A geschlossenen Ehe erhielt C eine Aufenthalts­bewilligung zum Verbleib beim Ehegatten, die letztmals bis zum 29. Juli 2000 verlÃ¤ngert wurde. Dieser Ehe entstammt die Tochter G (ge­boren am 17. April 1997), deren Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei den Eltern ebenfalls letztmals bis zum 29. Juli 2000 verlÃ¤ngert wurde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>A wurde wiederholt straffÃ¤llig: Am 12. Juni 1993 wurde er durch Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft BÃ¼lach wegen Fahrens ohne FÃ¼hrerausweis mit 30 Tagen Haft (unter GewÃ¤hrung des bedingten Strafvollzugs und Ansetzung einer Probezeit von einem Jahr) und Fr. 400.- Busse bestraft. Am 16. Januar 1996 wurde er wegen mehrfachen Fahrens ohne FÃ¼hrerausweis und mehrfacher Verletzung von Verkehrsregeln durch Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft ZÃ¼rich mit 30 Tagen Haft unbedingt und Fr. 1'000.- Busse bestraft. Mit rechtskrÃ¤ftigem Erkenntnis vom 3. Okt­o­ber 1996 verurteilte ihn die Einzelrichterin in Straf­sachen am Bezirksgericht BÃ¼lach wegen Widerhandlung gegen die Verordnung vom 18. De­zember 1991 Ã¼ber den Erwerb und das Tragen von Schusswaffen durch jugoslawische StaatsangehÃ¶rige, mehrfacher SachbeschÃ¤digung, mehrfachen Missbrauchs einer <br/> Datenverarbeitungsanlage und mehrfachen Fahrens ohne FÃ¼hrerausweis zu vier Monaten GefÃ¤ngnis (abzÃ¼glich 26 Tage Untersuchungshaft, unter GewÃ¤hrung des bedingten Strafvollzugs und Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren) und Fr. 300.- Busse. Mit Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft ZÃ¼rich vom 29. September 1998 wurde er wegen Betrugs und Zuwiderhand­lung gegen fremdenpolizeiliche Vorschriften mit 60 Tagen GefÃ¤ngnis unbedingt und Fr. 400.- Busse als Zusatzstrafe zum Urteil vom 3. Oktober 1996 bestraft. Mit Strafbefehl vom 30. MÃ¤rz 1999 bestrafte ihn die Bezirksanwaltschaft Dielsdorf wegen grober Ver­letzung von Verkehrsregeln mit 30 Tagen GefÃ¤ngnis unbedingt und Fr. 500.- Busse. Auf­grund der mit Strafbefehl bzw. Urteil vom 12. Juni 1993, 3. Okto­ber 1996, 29. Sep­tem­ber 1998 und 30. MÃ¤rz 1999 geahndeten Straftaten wurde er jeweils von der Fremdenpolizei verwarnt, unter Androhung schwerer wiegender fremdenpolizeilicher Massnahmen fÃ¼r den Fall, dass er erneut gerichtlich bestraft werden oder sein Verhalten zu anderen berechtigten Klagen Anlass geben sollte. Durch Urteil des Be­zirksgerichts BÃ¼lach vom 29. MÃ¤rz 2000 wurde er schliesslich wegen gewerbs- und banden­mÃ¤ssigen Diebstahls, mehrfacher SachbeschÃ¤digung, mehrfacher Hehlerei und mehrfachen Hausfriedensbruchs mit zweieinhalb Jahren GefÃ¤ngnis (wovon 83 Tage durch Untersuchungshaft erstanden) bestraft; zudem wurde der Vollzug der mit Urteil der Einzelrichterin in Strafsachen am Bezirksgericht BÃ¼lach vom 3. Okt­ober 1996 ausgefÃ¤llten GefÃ¤ngnisstrafe angeordnet. Eine hiergegen erhobene Berufung wurde zurÃ¼ckgezogen, worauf das Obergericht des Kantons ZÃ¼rich mit Beschluss vom 12. Sep­tember 2000 das Verfahren als erledigt abschrieb. Die bedingte Ent­lassung aus dem Strafvollzug erfolgte am 10. Juni 2001.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Anscheinend im September 2000 verliess C mit G die eheliche Wohnung. Mit Urteil des Einzelrichters am Bezirksgericht Dielsdorf vom 6. Fe­bruar 2001 wurden A und C auf ihr gemeinsames Begehren hin gerichtlich getrennt. Am 18. Juli 2001 reichten die Ehegatten ein gemeinsames Begehren auf Ehescheidung ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 24. August 2000 verweigerte die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligungen fÃ¼r A, C und die Tochter G. Sie ordnete an, A habe das zÃ¼rcherische Kantonsgebiet unverzÃ¼glich nach der Entlassung aus dem Strafvollzug zu verlassen; C und G wurde eine Frist zum Verlassen des zÃ¼rcherischen Kantonsgebiets bis zum 30. November 2000 gesetzt. Die BegrÃ¼ndung lautete, dass Aâs Ver­halten wiederholt zu schweren Klagen Anlass gegeben habe, weshalb seine weitere Anwesenheit unerwÃ¼nscht sei. Die im Familiennachzug zugelassene Ehefrau und die gemeinsame Tochter seien in den Wegweisungsentscheid einzubeziehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diese VerfÃ¼gung liessen A am 25. September 2000 und C am 23. Sep­tem­ber 2000 Rekurs an den Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich erheben. A verlangte die VerlÃ¤n­gerung seiner Aufenthaltsbewilligung, C die VerlÃ¤ngerung der ihren und derjenigen der Tochter G. Der Regierungsrat vereinigte die Verfahren und wies die Rekurse mit Beschluss vom 6. Juni 2001 ab. Er beauftragte zudem die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit, C und G eine neue Frist zum Verlassen des Kantonsgebiets anzusetzen. Am 15. Juni 2001 setzte die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit A, seiner Frau und seiner Tochter Frist bis zum 15. August 2001 zum Verlassen des zÃ¼rcherischen Kantonsgebiets. Das Bundesamt fÃ¼r AuslÃ¤nder­fragen dehnte die kantonale WegweisungsverfÃ¼gung mit VerfÃ¼gung vom 21. Juni 2001 auf das Gebiet der gesamten Schweiz und des FÃ¼rstentums Liechtenstein aus; mit VerfÃ¼gung vom 20. Juni 2001 verhÃ¤ngte es gegen A eine Einreisesperre auf unbestim­mte Dauer, gÃ¼ltig ab 16. August 2001.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit rechtzeitig erhobenen Eingaben vom 8. bzw. 7. August 2001 liessen A <br/> einerseits und C anderseits Beschwerde beim Verwaltungsgericht gegen den Beschluss des Re­gierungsrat vom 6. Juni 2001 erheben, wobei C zugleich ein WiedererwÃ¤gungsgesuch an die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit richten liess. A liess die Aufhebung des angefoch­­tenen Beschlusses und die VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung beantragen. Zudem sei die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit anzuweisen, bis zu einem rechtskrÃ¤ftigen Entscheid Vollzugshandlungen gegen den BeschwerdefÃ¼hrer auszusetzen; dies alles unter Kos­ten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Gegenpartei. C liess beantragen, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und es seien ihre Aufenthaltsbe­willigung sowie diejenige ihrer Tochter G zu verlÃ¤ngern; eventualiter sei der Fall der Fremdenpolizei zu er­neuter Beurteilung zurÃ¼ckzuweisen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Gegenpartei. Zudem liess sie ebenfalls ein Gesuch um Zuerken­nung der aufschiebenden Wirkung stellen. Auf die BeschwerdebegrÃ¼ndungen wird soweit notwendig in den ErwÃ¤gungen eingegangen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit VerfÃ¼gungen vom 9. August 2001 ordnete der PrÃ¤sident der 4. Abteilung an, dass Fernhaltemassnahmen gegenÃ¼ber A bzw. gegenÃ¼ber C und G einstweilen zu unterbleiben hÃ¤tten. Zugleich wurde der Direktion fÃ¼r So­ziales und Sicherheit sowie dem Regierungsrat Frist zur Beschwerdeantwort bzw. zur Vernehmlassung gesetzt. Der Regierungsrat liess durch die Staatskanzlei mit Stellungnahmen vom 12. September 2001 Nichteintreten auf die Beschwerden beantragen. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit liess sich nicht vernehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die beiden Beschwerden richten sich gegen denselben Beschluss und weisen <br/> enge sachliche ZusammenhÃ¤nge auf, weshalb die beiden Verfahren zweckmÃ¤ssigerweise zu vereinigen sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) </span><span>§ 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 </span><span>des Verwaltungsrechtspflege­geset­zes vom 24. Mai 1959 (VRG) </span><span>gestattet die Beschwerde beim Verwaltungsge­richt auf dem Gebiet der Fremdenpolizei, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht. Das trifft zu fÃ¼r Entscheide Ã¼ber Aufenthalts- und Nieder­lassungsbewil­li­gungen, auf deren Erteilung der oder die auslÃ¤ndische StaatsangehÃ¶rige einen bundes- oder vÃ¶lkerrechtlichen Anspruch hat (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943; BGE 126 II 425 E. 1). </span><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden leiten ihren Aufenthaltsanspruch je aus Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) bzw. dem gleichbedeutenden Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV) ab. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 macht zudem die Verletzung verfassungsrechtlicher Verfahrensgaran­tien, des Diskriminierungsverbots gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 2 BV sowie â in Bezug auf die Tochter G â die Verletzung von Art. 11 BV und des Ãbereinkommens vom 20. No­vember 1989 Ã¼ber die Rechte des Kindes (Kinderrechtekonvention, SR 0.107) geltend.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 ist als Inhaberin der elterlichen Sorge fÃ¼r die gemeinsame Tochter G berechtigt, die VerlÃ¤ngerung auch von deren Aufenthaltsbewilligung zu beantragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Im Ge­gensatz zum Rechtsanspruch gemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder ist der Rechts­an­spruch ge­mÃ¤ss Art. 8 EMRK an der Sachlage im Urteilszeitpunkt zu messen (BGr, 9. April 2001, 2A.539/2000, E. 2c, http://www.bger.ch; BGE 120 Ib 257 E. 1f; BGE 118 Ib 145 E. 2; vgl. auch allgemein BGE 122 II 1 E. 1b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Das Vorliegen eines Anspruchs aus Art. 8 Abs. 1 EMRK will der BeschwerdefÃ¼hrer 1 aus den Beziehungen zu seinen Eltern, seiner Schwester und seiner Tochter ableiten; die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 zieht die Beziehungen zu ihrer Schwester und insbesondere jene ihrer Tochter zu deren Cousin, Tante und Onkel heran. Die behaupteten AufenthaltsansprÃ¼che hÃ¤ngen somit direkt oder indirekt von der Beziehung zu Personen ab, die nicht der eigentlichen Kernfamilie zuzurechnen sind. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GrundsÃ¤tzlich beschrÃ¤nkt sich der Schutzbereich von Art. 8 EMRK nicht auf die Kernfamilie, worunter die Beziehungen zwischen Eltern und ihren minderjÃ¤hrigen Kindern sowie unter Ehegatten fallen. Er erfasst vielmehr die Beziehung zwischen allen nahen Ver­wandten, die in der Familie eine wesentliche Rolle spielen kÃ¶nnen. Als solchermassen erweitertes Familienleben haben die Organe der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention das VerhÃ¤ltnis zwischen Grosseltern sowie Enkeln und Enkelinnen, zwischen Onkeln und Tanten sowie Nichten und Neffen und insbesondere auch zwischen Geschwistern anerkannt. Das heisst aber nicht, dass in diesen FÃ¤llen immer ein Anspruch auf fremdenpolizei­liche Bewilligungen fÃ¼r die jeweiligen AngehÃ¶rigen besteht. Beziehungen zu Personen, die nicht der eigentlichen Kernfamilie zuzurechnen sind, werden nach der Rechtsprechung der EMRK-Organe und nach der Literatur regelmÃ¤ssig nur dann vom Schutzbereich der Garan­tie des Familienlebens erfasst, wenn ein qualifiziertes, effektives Familienleben vorliegt, was etwa bei einem gemeinsamen Haushalt, einer finanziellen oder psychischen AbhÃ¤ngig­keit oder anderen, besonders engen, echten und tatsÃ¤chlich gelebten familiÃ¤ren Banden zu­treffen kann (Martina Caroni, Privat- und Familienleben zwischen Menschenrecht und Migration, Berlin 1999, S. 25, 34 f.; Jochen Frowein/Wolfgang Peukert, EuropÃ¤ische Menschen­­rechtskonvention, 2. A., Kehl u.a. 1996, Art. 8 Rdnr. 16; Philip Grant, La protection de la vie familiale et de la vie privÃ©e en droit des Ã©trangers, Basel u.a. 2000, S. 278; Arthur Haefliger/Frank SchÃ¼rmann, Die EuropÃ¤ische Menschenrechtskonvention und die Schweiz, 2. A., Bern 1999, S. 260; Luzius Wildhaber, in: Internationaler Kommentar zur EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention, KÃ¶ln u.a. 1992, Art. 8 Rz. 389, 440). Dabei wird nach der Art der geltend gemachten Rechte differenziert (Wildhaber, Art. 8 Rz. 389; vgl. etwa EGMR, 13. Juni 1979, Marckx, §§ 45 ff., EuGRZ 1979, S. 454; EKMR, 9. MÃ¤rz 1988, Price, DR 55, 224, 247 f. in Bezug auf Besuchsrechte), was in der Literatur nicht immer deutlich zum Ausdruck gebracht wird (so betreffen die bei Caroni, S. 25 Fn. 82-84 ge­nann­ten FÃ¤lle nicht die hier vorliegende Frage der auslÃ¤nderrechtlichen Bedeutung familiÃ¤rer Bindungen aus­serhalb der Kernfamilie). Nach der Rechtsprechung der EMRK-Organe fallen im AuslÃ¤nderrecht â von der Kernfamilie abgesehen â familiÃ¤re Beziehungen nur dann unter den Schutz des Familienlebens, wenn sie Ã¼ber die gewÃ¶hnlichen emotionalen Bindun­gen hinausgehen und so eng sind, dass sie "zusÃ¤tzliche Elemente einer AbhÃ¤ngigkeit" aufweisen (Wildhaber, Art. 8 Rz. 353; EKMR, 11. Mai 1994, 23810/94, § 2c, http://hudoc.echr.coe.int [vgl. VPB 58/1994 Nr. 118]; 26. Juni 1996, 31042/96, §§ 1 f., http://hudoc.echr.coe.int [vgl. VPB 61/1997 Nr. 121]; 10. Dezember 1984, DR 40, 196, 198). Laut der Praxis des Bundesgerichts bedeutet dies, dass die um die fremdenpolizeiliche Bewilligung nachsuchende von der hier anwesenheitsberechtigten Person abhÃ¤ngig sein muss (BGr, 26. Juni 2001, 2A.105/2001, E. 4b, http://www.bger.ch; so auch VGr, 24. MÃ¤rz 1999, VB.98.00312, E. 1b/bb; vgl. ferner BGE 120 Ib 257 E. ld; BGE 115 Ib 1 E. 2c). AbhÃ¤ngigkeit im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung liegt vor, wenn die betroffene Person nicht Ã¼ber die erforderliche SelbstÃ¤ndigkeit verfÃ¼gt, fÃ¼r sich selber zu sor­gen (BGr, 25. Januar 2001, 2P.20/2001, E. 2b, http://www.bger.ch), was namentlich bei besonderer BetreuungsbedÃ¼rftigkeit wegen einer kÃ¶rperlichen oder geistigen Behinderung oder einer schwerwiegenden Krankheit der Fall sein kann (BGr, 21. MÃ¤rz 2001, 2A.126/ 2001, E. 3c, http://www.bger.ch). Im Einzelnen hat die auslÃ¤nderrechtliche Rechtsprechung die Beziehung einer gehÃ¶rlosen erwachsenen Tochter zu ihren Eltern unter den Schutz des Familienlebens gestellt (BGE 115 Ib 1 E. 2d), die Anwendbarkeit dieser Garantie aber bei blossen finanziellen Schwierigkeiten, Anpassungsschwierigkeiten, Drogenproblemen oder psychischen Problemen nach der Entlassung aus dem Strafvollzug von im Ausland lebenden erwachsenen Kindern verneint (BGr, 19. Oktober 1995, 5. Dezember 1995 und 1. Sep­tember 1995, zitiert in: Giorgio Malinverni/Michel Hottelier, La pratique suisse relative aux droits de l'homme 1995, SZIER 1996, S. 415 ff., 446 f.; vgl. auch Grant, S. 372 f.). Bei der Ausweisung von erwachsenen auslÃ¤ndischen StaatsangehÃ¶rigen der zweiten Generation bejaht das Bundesgericht im Hinblick auf die Trennung von Eltern und Geschwistern, dass die Garantie des Privat- und des Familienlebens betroffen sei (BGE 122 II 433 E. 3b mit Hin­weisen auf die Rechtsprechung der EMRK-Organe gemÃ¤ss der Lehre); bei einem im Alter von 12 Jahren im Rahmen des Familiennachzugs eingereisten, mehr als neun Jahre in der Schweiz wohnhaften niedergelassenen AuslÃ¤nder verneinte es einen Eingriff in die Garantie des Familienlebens und liess offen, ob die Garantie des Privatlebens betroffen sei (BGE 125 II 521 E. 5). Im Fall der Ausweisung eines 40-jÃ¤hrigen drogenabhÃ¤ngigen und depressiven Mannes, dessen 20-jÃ¤hrige Tochter verheiratet war, um den sich aber seine mit ihm zusammenlebende Mutter kÃ¼mmerte, wurde die Frage, ob das Familienleben berÃ¼hrt sei, vom Bundesgericht und von der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskommission offen gelassen (EKMR, 10. September 1997, Karadeniz, 36335/97, http://hudoc.echr.coe.int [vgl. auch VPB 62/1998 Nr. 115]). Im Fall der Ausweisung einer erwachsenen AuslÃ¤nderin, die ihr minderjÃ¤hriges Kind zusammen mit ihrem Ehemann und ihrer im gleichen Haushalt <br/> le­benden Mutter aufzog, verneinte das Bundesgericht das Vorliegen eines anspruchsbegrÃ¼ndenden Familienlebens zwischen Grossmutter und Mutter und liess die Frage in Bezug auf das VerhÃ¤ltnis zwischen Grossmutter und Enkel offen (BGr, 15. Oktober 2001, 2A.119/ 2001, E. 5b/aa+cc, http://www.bger.ch). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Aufenthaltsanspruch hÃ¤ngt weiter nach stÃ¤ndiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung von der Voraussetzung ab, dass die in der Schweiz ansÃ¤ssigen FamilienangehÃ¶rigen selber Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfÃ¼gen (BGr, 26. Januar 2001, 2A.36/2001, E. 2c/bb, http://www.bger.ch; BGE 126 II 377 E. 2b). Der EuropÃ¤ische Gerichtshof fÃ¼r Menschenrechte scheint die ZulÃ¤ssigkeit dieses Erfordernisses anzuerkennen (Haefliger/SchÃ¼rmann, S. 262 f.; kritisch Peter Mock, Mesures de police des Ã©trangers et respect de la vie privÃ©e et familiale, ZSR 112/1993 I, S. 95 ff., 104 f.; Mark E. Villiger, Handbuch der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention, 2. A., ZÃ¼rich 1999, N. 578).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Weil der BeschwerdefÃ¼hrer 1 seinen Aufenthaltsanspruch unter anderem von dem­jenigen seiner Tochter G ableitet, der ebenfalls strittig ist, sind zunÃ¤chst die AnsprÃ¼che der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 und der Tochter G zu prÃ¼fen. Geltend gemacht wird eine besonders enge Beziehung der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 zu ihrer Schwester E und zu deren Familie; vor allem wÃ¼chsen G und ihr Cousin F (geboren am 27. Dezember 1995) wie Geschwister auf.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) E und ihre Familie sind im Besitz der Niederlassungsbewilligung und verfÃ¼gen somit Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht. Die Beziehung zu ihnen kÃ¶nnte demnach grundsÃ¤tzlich einen Aufenthaltsanspruch aus Art. 8 Abs. 1 EMRK vermitteln. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 lebt mit ihrer Tochter derzeit bei ihrer Schwester und deren Familie. Der entsprechende Registereintrag erfolgte am 27. September 2000. Zwar fÃ¤llt auf, dass die angeblich besonders enge Beziehung der beiden Schwestern im Rekurs an den Regierungsrat in einem Nebensatz abgetan wurde. Weil die Beschwer­defÃ¼hrerin 2 im Zeitpunkt der Rekurseinreichung noch nicht bei ihrer Schwester wohnhaft war und im Rekurs noch keinen Anspruch aus Art. 8 Abs. 1 EMRK zu begrÃ¼nden hatte, ist dieser Umstand aber nicht geeignet, Zweifel an ihrer GlaubwÃ¼rdigkeit zu wecken. Weiter vermÃ¶gen die beiden vom Schwager bzw. von der Schwester und vom Schwager unterzeich­neten Schreiben, die vermutlich beide vom Schwager verfasst wurden, und die dem Verwaltungsgericht eingereich­ten Fotografien nicht zu belegen, dass die Beziehung der beiden Schwestern enger ist, als nach den Ã¼blichen gefÃ¼hlsmÃ¤ssigen Bin­dungen zu erwarten wÃ¤re. Dagegen kann aufgrund der BerufstÃ¤tigkeit und der Arbeitszeiten der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 sowie deren gerichtlicher Trennung vom BeschwerdefÃ¼hrer 1 angenommen werden, dass ihr Schwager und vor allem ihre Schwester tatsÃ¤chlich Betreuungsfunktionen fÃ¼r ihre Tochter G wahrnehmen bzw. dass sich die beiden Schwestern in die Betreuung ihrer beiden Kinder aufteilen. Belegt ist weiter eine chronische bronchiale Erkrankung Gâs, derentwegen von einer leicht erhÃ¶hten BetreuungsbedÃ¼rftigkeit auszugehen ist. Die Behauptung, G werde zusammen mit ihrem Cousin "durch die beiden MÃ¼tter betreut", ist unter diesen UmstÃ¤nden plausibel; ob sie in ihrem Onkel "einen eigentlichen Vaterersatz" findet, kann dahingestellt bleiben. Zusammenfassend: Das Zusammenleben der beiden Schwes­tern aufgrund der gerichtlichen Trennung der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 von ihrem Ehemann und insbesondere die gemeinsame Betreuung der beiden Kinder schaffen jedenfalls einen engen familiÃ¤ren Zusammenhalt. Zu prÃ¼fen bleibt, ob deswegen die Garantie des Familienlebens nach Art. 8 EMRK berÃ¼hrt ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Entgegen manchen Ãusserungen in der Rechtsprechung ist ein AbhÃ¤ngigkeitsver­hÃ¤ltnis im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht der einzige Grund, dessentwegen in der Praxis ein anspruchsbegrÃ¼ndendes Familienleben angenommen wird. So hat das Bundesgericht die Trennung eines erwachsenen AuslÃ¤nders der zweiten Generation von Eltern und Geschwistern infolge der Ausweisung als Eingriff in die Garantie des Fami­lienlebens behandelt (vgl. BGE 122 II 433 E. 3b; vgl. auch EGMR, 24. April 1996, <br/> Boughanemi, 22070/93, § 35, Rec. 1996-II, S. 593 ff., http://hudoc.echr.coe.int). Insofern wird die Garantie von Art. 8 EMRK verkÃ¼rzt wiedergegeben, wenn auch bei bereits anwesenden AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤ndern nur das Vorliegen eines eigentlichen AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤l­tnisses geprÃ¼ft wird. In der Praxis der Strassburger Organe scheint namentlich auch das Zusammenleben naher AngehÃ¶riger bei der Frage, ob Art. 8 Abs. 1 EMRK grundsÃ¤tzlich einen Aufenthaltsanspruch erÃ¶ffnet, bereits als solches eine Rolle zu spielen (vgl. EKMR, 14. MÃ¤rz 1980, 8986/80, EuGRZ 1982, S. 311 Nr. 104). Wenn umgekehrt die Lehre davon ausgeht, dass neben einem AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis weitere Tatsachen ein Familienleben zwischen nahen Verwandten aus­serhalb der Kernfamilie begrÃ¼nden kÃ¶nnen, so bezieht sie sich regelmÃ¤ssig auf Entscheide, die nicht fremdenpolizeiliche Massnahmen, sondern Massnahmen aus andern Sachgebieten, etwa die Regelung von Besuchsrechten, zum Gegenstand hatten (vgl. Caroni, S. 25, 35; Frowein/Peukert, Art. 8 Rdnr. 16; Grant, S. 278 Fn. 87; Haefliger/SchÃ¼rmann, S. 260; dies gilt auch fÃ¼r jene Autoren, die grundsÃ¤tzlich einrÃ¤umen, dass der Schutzbereich des Familienlebens variieren kÃ¶nne: Wildhaber, Art. 8 Rz. 440 [vgl. auch Rz. 389]; vgl. ferner Stephan Breitenmoser, Das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens in der Schweizer Rechtsprechung zum AuslÃ¤nderrecht, EuGRZ 1993, S. 537 ff., 541; Mock, S. 102 f.). Die Frage, ob und in welchen FÃ¤llen die Voraussetzung des AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnisses nur als beispielhaft zu gelten hat, braucht hier jedoch nicht abschliessend beantwortet zu werden. Die Praxis hat einen Eingriff in die Garantie des Familienlebens jedenfalls nur bei Vorliegen ausserordentlich enger Bande bejaht, nÃ¤m­lich im Fall des AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnisses und bei auslÃ¤ndischen StaatsangehÃ¶rigen der zweiten Generation. Das Zusammenleben von Familienmitgliedern, die keine Kernfamilie bilden, genÃ¼gt demgegenÃ¼ber nicht, um Art. 8 Abs. 1 EMRK anrufen zu kÃ¶nnen, denn es ist davon auszugehen, dass diese Kontakte auch im Rahmen der Ã¼blichen Besuche gepflegt werden kÃ¶nnten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) In Bezug auf das VerhÃ¤ltnis der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 zu ihrer Schwester ist daher im Ergebnis dem Bundesgericht zu folgen, das in einem vergleichbaren Fall, wie erwÃ¤hnt, einen Eintretensanspruch verneint hat (BGr, 15. Oktober 2001, 2A.119/2001, E. 5b/aa, http://www.bger.ch). Die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 lebt zwar seit Ã¼ber einem Jahr im selben Haushalt mit ihrer Schwester und deren Familie; auch dÃ¼rften sich die beiden Schwes­tern in die Betreuung ihrer beiden Kleinkinder teilen. Dennoch liegt kein derart quali­fiziertes Band vor, dass es mit einem AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis gleichgesetzt oder mit der besonderen Situation von auslÃ¤ndischen StaatsangehÃ¶rigen der zweiten Generation ver­glichen werden kÃ¶nnte. Zu verneinen ist auch ein Aufenthaltsanspruch der Tochter G: Ein AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis zu ihrer Tante und ihrem Onkel wird dadurch ausgeschlossen, dass sie mit ihrer Mutter zusammenlebt, die sorgeberechtigt ist und die Erziehung auch tat­sÃ¤chlich ausÃ¼bt (vgl. fÃ¼r erwachsene Geschwister BGr, 2. April 1997, zitiert in: Giorgio Malin­verni/Michel Hottelier, La pratique suisse relative aux droits de l'homme 1997, SZIER 1998, S. 465 ff., 506; offen gelassen in BGr, 15. Oktober 2001, 2A.119/2001, E. 5b/cc, http://www.bger.ch). Die Praxis zum Familiennachzug durch einen geschiedenen Ehegatten, wo die Frage der Vorrangigkeit der Beziehung erst im Rahmen der materiellen PrÃ¼fung behandelt wird (BGE 125 II 633 E. 2f+3a), kann hier nicht analog herangezogen werden, weil sie sich auf die Kernfamilie bezieht. Im Ãbrigen wÃ¤re ein Aufenthaltsanspruch Gâs nicht entscheidend, da sie noch im anpassungsfÃ¤higen Alter ist und es ihr daher jedenfalls zuzumuten wÃ¤re, der Mutter ins Ausland zu folgen (BGE 122 II 289 E. 3c; Villiger, N. 581).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Somit bleibt es Sache der Beschwerdegegnerin, die geltend gemachten UmstÃ¤nde bei der PrÃ¼fung des ihr eingereichten WiedererwÃ¤gungsgesuchs zu berÃ¼cksichtigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Umso weniger kann der BeschwerdefÃ¼hrer 1 einen Eintretensanspruch aus Art. 8 Abs. 1 EMRK ableiten. Das Zusammenleben mit seinen Eltern und seiner Schwester weist trotz der Krankheiten seiner Mutter und der MinderjÃ¤hrigkeit seiner Schwester keine Elemente auf, die Ã¼ber die Ã¼blichen gefÃ¼hlsmÃ¤ssigen Bindungen hinausgingen. Es kann deshalb nicht mit einem AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis gleichgesetzt werden. Auch ist der Fall des BeschwerdefÃ¼hrers 1 nicht mit den besonderen VerhÃ¤ltnissen auslÃ¤ndischer StaatsangehÃ¶riger der zweiten Generation zu vergleichen, reiste er doch erst vor knapp 12 Jahren im Alter von 18 Jahren in die Schweiz ein. Die Beziehung zu seiner Tochter kÃ¶nnte zwar grund­sÃ¤tzlich unter den Schutz des Familienlebens fallen: Art. 8 Abs. 1 EMRK schÃ¼tzt auch die Beziehung eines Elternteils zu seinem Kind, das nicht unter seiner elterlichen Sorge oder Obhut steht (BGr, 12. Januar 2000, 2A.542/1999, E. 1c, http://www.bger.ch; BGE 120 Ib 1 E. 1d; BGE 115 Ib 97 E. 2e; EKMR, 21. Juni 1988, Berrehab, 10730/84, §§ 21 ff., SÃ©rie A Vol. 138, http://hudoc.echr.coe.int; Wildhaber, Rz. 432). Dies fÃ¼hrt hier aber nicht zu einem Eintretensanspruch, verfÃ¼gt doch auch G nach dem oben AusgefÃ¼hrten Ã¼ber kein Aufenthaltsrecht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Auch die Ã¼brigen von der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 angefÃ¼hrten GrÃ¼nde vermitteln ihr keinen Eintretensanspruch. Der Schutz des Privatlebens nach Art. 8 Abs. 1 EMRK kann nicht bereits aufgrund der vorliegend geltend gemachten freundschaftlichen Kontakte am Ar­beitsplatz angerufen werden (BGE 126 II 425 E. 4c/aa). Die geltend gemachten VerfahrensmÃ¤ngel begrÃ¼nden keinen Eintretensanspruch, weil das Verwaltungsgericht bei Entscheiden, deren Beurteilung ihm entzogen ist, auch die Einhaltung der Verfahrensvorschrif­­ten nicht Ã¼berprÃ¼fen kann (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 43 N. 57). Das Diskriminierungsverbot von Art. 8 Abs. 2 BV ist nicht betroffen; dass die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 im Gegensatz zu ihrem Ehemann im erstinstanzlichen Verfahren nicht angehÃ¶rt wurde, lÃ¤sst sich nicht als Diskriminierung aufgrund der sozialen Stellung interpretieren. Schliesslich vermitteln Art. 11 BV und die Kinderrechtekonvention keinen gerichtlich durchsetzbaren Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung, wie das Bundesgericht mit ausfÃ¼hrlicher BegrÃ¼ndung festgehalten hat (BGr, 26. Januar 2001, 2A.36/2001, E. 2c/aa, http://www.bger.ch; BGE 126 II 377 E. 5 und BGE 124 II 361 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen auf Materialien und Lehre; vgl. auch Giovanni Biaggini, Wie sind Kinderrechte in der Schweiz geschÃ¼tzt?, in: Regula Gerber Jenni/Christina Hausammann [Hrsg.], Die Rechte des Kindes, Basel u.a. 2001, S. 25 ff., 43, 51 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf die Beschwerden ist daher nicht einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text3"><span>7. Aufgrund des Verfahrensausgangs werden die BeschwerdefÃ¼hrenden kosten­pflichtig (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Bei vereinigten Verfahren sind die Verfahrenskosten gleich zu verlegen, wie wenn die einzelnen Eingaben getrennt behandelt worden wÃ¤ren. Bei der Festsetzung der Kosten ist dem allenfalls verminderten Bearbeitungs­­aufwand Rechnung zu tragen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 4-31 N. 35). Eine subsidiÃ¤re oder gar solidarische Haftung kommt nicht in Betracht, weil die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht dasselbe Begehren gestellt haben (so bereits der Wortlaut von § 14 VRG; vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 14 N. 1 ff.).</span></a></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>8. Indem das Gericht vom Fehlen eines Anspruchs auf eine Aufenthaltsbe­willigung ausgegangen ist, hat es zur Frage der ZulÃ¤ssigkeit der Verwaltungsgerichtsbe­schwerde an das Bundesgericht bereits verneinend Stellung bezogen. Die allfÃ¤llige Verlet­zung eines be­haupteten Anspruchs wÃ¤re trotzdem im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu rÃ¼gen (BGE 127 II 161 E. 1b; siehe ferner E. 3b hin­sichtlich der RÃ¼ge einer Verletzung von Verfahrensgarantien durch den vorangegangenen kantonalen Sachentscheid).</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Verfahren VB.2001.00246 und VB.2001.00247 werden vereinigt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3.<span> </span></span><span>... </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>