B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-4691/2013 U r t e i l v om 2 9 . A u g u s t 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichterin Regula Schenker Senn, mit Zustimmung von Richter Martin Zoller; Gerichtsschreiberin Simona Risi. Parteien A._______, Tunesien, vertreten durch Veronica Martin, Rechtsanwältin, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 18. Juli 2013 / N (…). E-4691/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer seinen Heimatstaat eigenen Angaben zufolge Ende Juni 2012 verliess und mit einem Gummiboot nach Italien reiste, wo er sich während vier Monaten aufhielt, dass er am 1. November 2012 weiter in die Schweiz gelangte und glei- chentags im Asyl- und Verfahrenszentrum Chiasso um Asyl nachsuchte, dass er anlässlich der Befragung zur Person vom 9. November 2012 so- wie der eingehenden Anhörung zu den Asylgründen vom 30. Januar 2013 zur Begründung im Wesentlichen geltend machte, er habe 2005 eine B e- ziehung zu einer Frau aufgenommen, dass sie schwanger geworden sei, woraufhin er sie im Jahre (…) geheira- tet habe, dass die Familie seiner Ehefrau die Heirat nicht gutgeheissen habe, dass deren (…) sowie (…) zur tunesischen Polizei gehören würden und er davon ausgehe, dass diese ihn 2005 beziehungsweise kurz nach der Heirat beziehungsweise im Jahre 2010 wegen des angeblichen Handels mit Haschisch hätten anzeigen lassen, dass er in der Folge eineinhalb Jahre inhaftiert gewesen sei, bevor er 2011 mangels Beweisen durch das Gericht freigelassen worden sei, dass er zu einem späteren Zeitpunkt beziehungsweise im Jahre 2005 be- ziehungsweise 2008 von einem erstinstanzlichen Stra fgericht wegen an- geblichen Haschischkonsums zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden sei, dass 2010 sein Geschäft niedergebrannt worden sei, dass er schliesslich von einem Po lizisten erfahren habe, dass er erneut wegen angeblichen Drogenhandels gesucht werde, dass er in jener Sache Ende 2010 vorgeladen worden sei, dass er sich in der Folge von Mitte 2011 an versteckt habe, E-4691/2013 Seite 3 dass er im Jahre 2010 beziehungsweise gegen Ende 2011 in Abwesen- heit zu 10 beziehungsweise 12 Jahren Gefängnis verurteilt worden sei und sich zur Flucht entschlossen habe, um dem Strafvollzug zu entg e- hen, dass er sich in Italien bei einem Freund aufgehalten habe und Arbeit g e- sucht, jedoch keine gefunden habe, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 5. Feb - ruar 2013 Frist zur Einreichung von Dokumenten zu seiner persönlichen Situation sowie zum Beleg seiner Asylgründe (Bestätigung früherer Haf t- strafen, Besucherkarte Gefängnis, Gerichtsurteile aus abgeschlossenen und/oder hängigen Verfahren, Vorladung der Polizei aus dem Jahre 2010, Polizeiberichte und Anklageschrift, Beleg zu einer Haftstrafe seines […], Bestätigungsschreiben seines tunesischen Anwalts) aufforderte, dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 12. April 2013, vom 2. Mai 2013 und vom 4. Juni 2013 Faxkopien von zwei Gerichtsprotokollen vom 14. und 15. August 2008 in arabischer Sprache mit französischer Übe r- setzung, zwei weitere Dokumente in arabischer Sprache (angeblich eine Haftentlassungsbescheinigung und N otizen eines Gerichtssekretärs) , zwei Quittungen aus dem Jahre 2006 , seiner Heiratsurkunde und seine r tunesischen Identitätskarte sowie je eines Schreibens eines Gericht s- schreibers der Strafkammer des Appellationsgerichts B._______ vom 30. April 2013 und seines Anwalts vom 10. Mai 2013 (inkl. französischer Übersetzung) zu den Akten reichte, dass das BFM das Asylgesuch mit Verfügung vom 18. Juli 2013 – eröffnet am 22. Juli 2013 – gestützt auf Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete, dass der Beschwerdeführer dagegen mit Eingabe vom 21. August 2013 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und sein Asylgesuch sei gutzu- heissen, eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, dass er mit Eingabe vom 28. August 2013 Faxkopien eines Schreibens seiner Ehe frau sowie eines im Rahmen des Ehes cheidungsverfahrens entstandenen Gerichtsprotokolls vom 19. Juni 2013 (beides in arabischer Sprache mit französischer Übersetzung) einreichte, E-4691/2013 Seite 4 und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 des Verwaltungsgerichts gesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Fe ststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters bezi ehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111 a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, E-4691/2013 Seite 5 dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem He imatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), was bedeutet, dass die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in w e- sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden, dass das BFM zur B egründung seines Entscheids insbesondere ausführ- te, das Kernvorbringen des Beschwerdeführers, die willkürliche Inhafti e- rung und Strafverfolgung durch die tunesischen Behörden , sei zufolge wiederholt gegensätzlicher Aussagen unglaubhaft, dass er sowohl anlä sslich der Erstbefragung als auch bei der eingehe n- den Anhörung immer wieder sich widersprechende Ausführungen betre f- fend die angeblichen Gefängnisaufenthalte gemacht habe, die er zudem in keine chronologisch logische Abfolge habe bringen können, dass er ferner hinsichtlich seiner letzten Verurteilung bei der Befragung zur Person angegeben habe, er sei im Jahre 2011 zu einer Gefängni s- strafe von 10 Jahren verurteilt worden (vgl. die vorinstanzliche Akte A6/11 Ziff. 7.02 S. 8), während er bei der Anhörung au sgesagt habe, er sei im Jahre 2010 zu einer Haftstrafe v on 12 Jahren verurteilt worden (vgl. A14/18 F18 S.3), dass er für seine widersprüchlichen Angaben keine plausible Erklärung gehabt habe, dass es dem Beschwerdeführer überdies nicht gelungen sei, auf s ub- stanziierte Weise darzulegen, dass er tatsächlich Probleme mit den Ve r- wandten seiner Ehefrau gehabt habe und diese für die von ihm geltend gemachten Beschuldigungen verantwortlich gewesen seien, E-4691/2013 Seite 6 dass sich seine Aussagen lediglich auf Mutmassungen und nicht auf kon- krete Begebenheiten stützen würden (vgl. A14/18 F78 ff. S. 9), dass er von den Verwandten seiner Ehefrau heute schliesslich auch de s- halb nichts mehr zu befürchten habe, weil sich letztere gemäss seinen Ausführungen in der Eingabe vom 15. April 20 13 von ihm habe scheiden lassen (beziehungsweise die letzten Schritte zur Scheidung im Gange seien, vgl. A18/2), dass angesichts der Unglaubhaftigkeit der Vorbringen auf eine eingehe n- de Würdigung der eingereichten Beweismittel verzichtet werden könne, jedoch festzuhalten sei, dass diese nicht geeignet seien, die Einschä t- zung des BFM zu widerlegen, dass die eingereichten Dokumente weder einen Hinweis darauf enthie l- ten, dass der Beschwerdeführer jemals in Tunesien in Haft, noch dass er wegen Drogenhandels zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden sei, dass sich in den Beweismitteln auch keine Hinweise darauf finden wü r- den, dass der Beschwerdeführer in seiner Heimat mit einer willkürlichen Behandlung rechnen müsse, sondern vom Bestehen eines recht sstaatli- chen und fairen Strafverfahrens auszugehen sei, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle, we s- halb das Asylgesuch abzuweisen sei, dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, dass der Beschwerdeführer diesen Ausführungen im Wesentlichen ent- gegenhält, das Protokoll der eingehenden Anhörung vom 30. Januar 2013 erwecke den Anschein, als hätten die an der Befragung beteiligten Personen aneinander vorbei gesprochen, dass er nicht be streite, auf die Fragen nach konkreten Zahlen teilweise verschiedene Antworten gegeben zu haben, dass seine Hauptaussagen jedoch konstant seien; so habe er stets zu Protokoll gegeben, mit seiner Ehefrau ein uneheliches Kind gehabt zu haben, was der Auslöser für seine späteren Probleme gewesen sei, E-4691/2013 Seite 7 dass er während des gesamten Verfahrens von drei Verurteilungen, e i- nem Freispruch, zwei verbüssten Haftstrafen und einem erneuten Stra f- verfahren nach der letzten Haftentlassung gesprochen habe, dass sich seine die sbezüglichen Aussagen mit den aktenkundigen übe r- setzten Gerichtsdokumenten decken würden, die durch das BFM nicht gewürdigt worden seien, dass das BFM sich bei der Entscheidfindung nicht einzig auf seine Au s- sagen anlässlich der beiden Befragungen hätte stü tzen dürfen, sondern eine eingehende Würdigung der eingereichten Dokumente hätte vorne h- men und einen Sachverständigen hätte beiziehen müssen, dass aufgrund dieses Versäumnisses der Vorinstanz der rechtserhebliche Sachverhalt unvollständig beziehungsweise u ngenügend festgestellt und durch die unvollständige Würdigung der eingereichten Beweismittel die Begründungspflicht verletzt worden sei, dass die Scheidung von seiner Ehefrau schliesslich noch nicht rechtskräf- tig sei, dieser Umstand an seiner Situation ind es nichts ändern würde, da die Verurteilung zu einer Haftstrafe von 12 Jahren deshalb nicht aufgeh o- ben werde, dass das Bundesverwaltungsgericht nach Prüfung der Akten zum Schluss kommt, dass das BFM dem Beschwerdeführer zu Recht die Gewährung von Asyl verweigerte, dass auf die mit der Beschwerde vorgebrachte Kritik am Anhörungsproto- koll vom 30. Januar 2013 nicht einzugehen ist, da der Beschwerdeführer den Inhalt seiner bei jener Befragung gemachten Aussagen unterschrif t- lich bestätigte (vgl. A14/18 S. 17) un d sich diesen entgegenhalten lassen muss, dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid mit zutreffender B e- gründung ausführt, die Vorbringen des Beschwerdeführers seien hinsicht- lich der angeblichen Verurteilungen und Gefängnisaufenthalte wide r- sprüchlich a usgefallen und würden keinen logischen Zusammenhang aufweisen, dass er zudem nicht glaubhaft zu machen vermochte, dass die Verwan d- ten seiner Ehefrau für die geltend gemachten Anklagen betreffend Dr o- genhandels und -konsums verantwortlich seien, E-4691/2013 Seite 8 dass in diesem Zusammenhang auf die Erwägung I Bst. a und b in der vorinstanzlichen Verfügung verwiesen werden kann, der sich das Bu n- desverwaltungsgericht vollumfänglich anschliesst, dass die Einwendungen des Beschwerdeführers unbehelflich sind, dass es zur Glaub haftmachung einer asylrelevanten Verfolgung nicht ausreicht, gewisse Grundaussagen wiederholt in gleicher Weise zu m a- chen, wenn gleichzeitig konkretere Schilderungen mit zahlreichen Wide r- sprüchen behaftet und nicht logisch nachvollziehbar sind, dass das BFM den rechtserheblichen Sachverhalt vollständig und gen ü- gend feststellte, indem es dem Beschwerdeführer Frist zur Einreichung der in der eingehenden Anhörung angekündigten Beweismittel ansetzte, ihn sodann zur Einreichung von Übersetzungen aufforderte und sämtliche eingereichten Beweismittel in der Verfügung erwähnte, dass es angesichts der offensichtlichen Unglaubhaftigkeit der Vorbringen des Beschwerdeführers nicht verpflichtet war, eine umfassende Würd i- gung der eingereichten Beweismittel vorzunehmen oder zur Beurteilung der eingereichten Dokumente eine externe sachverständige Person be i- zuziehen, sondern zu Recht nur eine summarische Würdigung der eing e- reichten Dokumente vornahm, dass eine Verletzung der Begründungspflicht somit nicht ersichtlich ist, dass sich aus den bei der Vorinstanz eingereichten Beweismitteln ergibt, dass gemäss einem Schreiben eines Gerichtsschreibers der "Circonscrip- tion Criminelle de la Cour d'Appel de B._______" auf eine erstinstanzliche Strafanklage gegen den Beschwerdeführer mit Urteil vom (…) 2009 nicht eingetreten wurde und dieser Entscheid am (…) 2010 durch das Appella- tionsgericht gestützt wurde (vgl. BFM-Akten Beweismittel 6 und 7), dass gemäss Schreiben des tunesischen Anwalts des Beschwerdeführers gegen diesen zudem ein weiteres Verfahren wegen Besitzes und Handels mit einem Betäubungsmittel erstinstanzlich hängig sei (vgl. BFM -Akten Beweismittel 6), dass die Beweismittel hingegen – wie das BFM zu Recht feststellte – ent- gegen den Ausführungen auf Beschwerdeebene weder eine vormalige Inhaftierung des Beschwerdeführers noch die Verurteilung zu einer lan g-E-4691/2013 Seite 9 jährigen Haftstrafe belegen und somit zur Glaubhaftmachung seiner Vo r- bringen nicht geeignet sind, dass dies ebenso wenig auf die auf Beschwerdeebene eingereichten B e- weismittel zutrifft, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers in ihrem Schreiben (vgl. Einga- be vom 28. August 2013) im Wesentlichen ausführt, sie sei der Grund für dessen Probleme, inklusive die Inhaftierung nach einer Falschanschuld i- gung durch Mitglieder ihrer Famili e und das anschliessende Gerichtsve r- fahren, bei dem seine Unschuld festgestellt worden sei, dass der wahre Grund seiner Ausreise sei, dass ihr Sohn vor der Eh e- schliessung geboren und der Beschwerdeführer deshalb von der Polizei in ein Verfahren verwickelt und auf eine Liste gesuchter Personen gesetzt worden sei, dass er nicht nach Tunesien zurückkehren könne, weil gegen ihn ein Haftbefehl sowie ein in Abwesenheit gefällter Gerichtsentscheid, der ihn zu einer Haftstrafe von acht Jahren verurteile, bestehen w ürden; dies, weil ihre (…) ihn erneut angezeigt hätten, dass diese Ausführungen seiner Ehefrau die Unglaubhaftigkeit der Vo r- bringen des Beschwerdeführers bestärken, indem Asylgründe in un- substanziierter Weise sowie abweichend von der Beschwerdeeingabe nachgeschoben werden, dass sie sich hinsichtlich der angeblichen Verurteilung zu einer langjähr i- gen Gefängnisstrafe im Widerspruch zu den auch in sich widersprüchl i- chen Aussagen des Beschwerdeführers äussert, dass somit weder das Schreiben der Ehefrau noch die Tatsache des lau- fenden Scheidungsverfahren eine Verfolgung glaubhaft zu machen ver- mögen, dass es dem Beschwerdeführer aufgrund des Dargelegten nicht gelingt, die Flüc htlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb die Vorinstanz das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz zu r Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i-E-4691/2013 Seite 10 gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach zu Recht angeordnet wurde, dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen B e- stimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen g e- mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Bew eisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenig s- tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlin gsrechtlichen Non - Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und ke i- ne Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgeno s- senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinko m- mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, u n- menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum E-4691/2013 Seite 11 Schutz der Menschenrecht e und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) e r- sichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufg rund von Situati o- nen wie Krieg, Bü rgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage in Tunesien noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, zumal der Beschwerdeführer jung, gesund, gut ausgebildet und bereits als (…) sowie als Inhaber eines Geschäfts tätig gewesen ist und in seiner Heimat über ein familiäres Beziehungsnetz verfügt (vgl. A6/11 Ziff. 1.17.04 und 3.01 S. 4 f.), dass der Vollzug der Wegw eisung des Beschwerdeführers in den He i- matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und nicht una n- gemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwe i- sen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) E-4691/2013 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Regula Schenker Senn Simona Risi Versand: