<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, wie die Qualität der schweizerischen Tourismusbetriebe weiter gehoben werden kann. Damit auch wirtschaftlich schwächere Unternehmen am Programm teilhaben können, übernimmt der Bund 75 Prozent der Kosten, die durch die Umsetzung des Qualitätsprogramms des Schweizer Tourismus entstehen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wie vom Postulat gefordert, muss der Schweizer Tourismus, um international in einem schwierigen Umfeld erfolgreich zu sein, auf eine Qualitätsstrategie setzen. Entsprechend ist ein wesentliches Ziel der Tourismuspolitik des Bundes die laufende Verbesserung der Qualität der touristischen Angebote und Dienstleistungen. Die Qualitätsentwicklung ist deshalb einer von vier Schwerpunkten im tourismuspolitischen Impulsprogramm 2016-2019. Alle Förderinstrumente des Bundes, insbesondere die neue Regionalpolitik und Innotour, fördern Projekte, die zur Verbesserung der Qualität der touristischen Angebote beitragen. Dafür hat das Parlament neben den ordentlichen Mitteln von rund 460 Millionen Franken zusätzlich 210 Millionen Franken für die neue Regionalpolitik und für Innotour zur Verfügung gestellt.</p><p>Die vom Bund verfügbaren Förderinstrumente unterstützen bereits jetzt sehr viele Projekte zur Verbesserung der Qualität im Tourismus. Neben dem hier erwähnten Q-Programm werden beispielsweise mit Innotour zahlreiche weiteren Projekte unterstützt, welche einen klaren Qualitätsfokus haben, z. B. die neue Kooperation familienfreundlicher Hotels - die Premium Swiss Family Hotels. Ziel der Premium Swiss Family Hotels ist, sich mit einem Qualitätslabel als Gruppe familienfreundlicher Hotels auf qualitativ hohem Niveau in der Schweiz und im nahen Ausland zu positionieren.</p><p>Weitere erwähnenswerte Projekte sind die Bestrebungen des Netzwerks der Schweizer Pärke zur Qualitätsentwicklung und -sicherung oder die Einführung der Webplattform Hoxell durch die Swiss Quality Hotels International. Hoxell zeigt beispielhaft, wie die Servicequalität dank der Digitalisierung gesteigert werden kann. Das Q-Programm wurde seit seiner Lancierung im Jahr 1997 vom Bund (über Innotour) fünfmal mit substanziellen Beiträgen in der Höhe von insgesamt über 2,5 Millionen Franken unterstützt.</p><p>Mit einem etwas weiteren Horizont ist auch die Wirkung von Grossanlässen wie Olympischen Spielen zu betonen. Sofern sich nicht nur der Austragungsort, sondern die ganze Tourismuslandschaft Schweiz auf eine Reformstrategie einigen kann, welche dank Fokussierung auf Qualität, Produkteinnovation und Nutzung der Digitalisierung das Tourismusland Schweiz weltweit besser positioniert, können solche Grossanlässe eine positive Wirkung für eine sich in Schwierigkeiten befindende Branche entfalten. Mit der weltweit starken Marke Swissness muss bei einer solchen Strategie die Qualität im Vordergrund stehen.</p><p>Vor diesem Hintergrund teilt der Bundesrat die Auffassung, dass der Qualität im Schweizer Tourismus eine zentrale Bedeutung zukommt. Deshalb wird die Qualitätsentwicklung in den Schweizer Tourismusbetrieben bereits heute mit Instrumenten des Bundes gefördert, etwa indem Innotour und die neue Regionalpolitik Anschubfinanzierungen für Qualitätsprojekte leisten. Eine weiter gehende Unterstützung und insbesondere die Übernahme der Betriebskosten von Qualitätsprogrammen sind indes aus ordnungspolitischen Gründen abzulehnen und würden - da es auch noch weitere für den Tourismus relevante Qualitätssysteme gibt - zudem die Gefahr von Marktverzerrungen mit sich bringen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.