<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VR.2006.00001</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206215&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VR.2006.00001</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 01.11.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Enteignungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kostenbeteiligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kostenbeteiligung: Rekurs gegen den von der Schätzungskommission festgelegten Kostenbeitrag<br/><br/>Nach § 46 AbtrG ist das Verwaltungsgericht zur Beurteilung des Rekurses zuständig. Das vorliegende Rekursverfahren richtet sich nach den Bestimmungen über die Beschwerde an das Verwaltungsgericht (E. 1).<br/>Aufgrund von § 16 Abs. 1 EG GSchG hat die Rekursgegnerin das Recht bzw. die Pflicht, sich an die neu erstellte Abwasserleitung anzuschliessen (E. 2.1). Ergibt sich, dass es keinen Grund für die veränderte Leitungsführung gab, so liegt keine Rechtsverletzung vor, wenn die Vorinstanz die Entschädigung der Leitungsmitbenutzung nicht nach den tatsächlich aufgewendeten Kosten bemisst. Da nicht nachgewiesen ist, dass die Sanierung im Gebäudeinnern tatsächlich notwendig war, rechtfertigt es sich, einen Einschlag von 10 % vorzunehmen (E. 2.2). Ein nicht saniertes Leitungsstück ist bei der Bemessung der Entschädigung von Bedeutung; es ist ein Abzug vorzunehmen (E. 2.3). Es besteht kein Grund dazu, an den durch die Vorinstanz fachkundig geschätzten Laufmeterwerten zu zweifeln. Indes müssen aufgrund der Akten Korrekturen bezüglich der Kanallängen vorgenommen werden. (E. 2.4)<br/>Teilweise Gutheissung des Rekurses.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABTRETUNGSENTSCHÃDIGUNG">ABTRETUNGSENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABWASSERLEITUNG">ABWASSERLEITUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANSCHLUSSPFLICHT">ANSCHLUSSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINSCHLAG">EINSCHLAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSCHÃDIGUNG">ENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSCHÃDIGUNGSHÃHE">ENTSCHÃDIGUNGSHÃHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Enteignung ST: ÃBRIGES ENTEIGNUNGSRECHT">ÃBRIGES ENTEIGNUNGSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 46 AbtrG</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 Abs. I EG GSchG</span><br/><span class="gerade">Art. 16 Abs. II EG GSchG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Die beiden zusammengebauten Liegenschaften L-Strasse 01 (Kat.-Nr. 02, GrundeigentÃ¼merin A) und 03 (Kat.-Nr. 04, GrundeigentÃ¼merin C) in ZÃ¼rich sind Ã¼ber eine gemeinsame Abwasserleitung im GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 04 an die Ã¶ffentliche Kanalisation in der M-Strasse angeschlossen. Am 7. Januar 2002 stellte die Entsorgung + Recycling ZÃ¼rich (ERZ) erhebliche SchÃ¤den an dieser GrundstÃ¼ckanschlussleitung fest und forderte die beiden EigentÃ¼merinnen am 8. April 2002 auf, diese SchÃ¤den zu beheben. Am 30. Mai 2002 genehmigte das ERZ das EntwÃ¤sserungsprojekt fÃ¼r den Umbau des Hauses L-Strasse 01.</p> <p class="Urteilstext">Da sich die beiden GrundeigentÃ¼merinnen nicht auf eine gemeinsame LÃ¶sung zur Sanierung der Leitung und eine entsprechende Kostenaufteilung einigen konnten, liess A auf eigene Kosten und an anderer Stelle eine neue GrundstÃ¼ckentwÃ¤sserungsleitung einbauen, wobei sie vorsorglich zwei Abzweiger fÃ¼r einen Leitungsanschluss des Hauses L-Strasse 03 anbringen liess. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 16. September 2003 verpflichtete das ERZ A dazu, der EigentÃ¼merin des GrundstÃ¼ckes Kat.-Nr. 04, C, gegen angemessenes Entgelt und spÃ¤testens 60 Tage nach Rechtskraft der VerfÃ¼gung die MitbenÃ¼tzung der Abwasserleitung zu gestatten (Ziff. 1). Gleichzeitig wurde C verpflichtet, bis spÃ¤testens 60 Tage nach Rechtskraft der VerfÃ¼gung sÃ¤mtliches Schmutzabwasser ihrer Liegenschaft Ã¼ber die GrundstÃ¼ckentwÃ¤sserungsleitungen des Hauses L-Strasse 01 dem Ã¶ffentlichen Kanal zuzuleiten (Ziff. 2). In Ziff. 3 der VerfÃ¼gung verpflichtete das ERZ C, als Voraussetzung fÃ¼r das Anschluss- und MitbenÃ¼tzungsrecht einen angemessenen Kostenbeitrag an A leisten. Falls sich die Beteiligten Ã¼ber die HÃ¶he des Betrages nicht einigen kÃ¶nnten, habe C innert der gleichen Frist das SchÃ¤tzungsverfahren einzuleiten. </p> <p class="Urteilstext">Am 21. MÃ¤rz 2004 erhob C Klage gegen A bei der SchÃ¤tzungskommission I des Kantons ZÃ¼rich mit dem Rechtsbegehren, es sei das SchÃ¤tzungsverfahren durchzufÃ¼hren und das Entgelt fÃ¼r die Mitbenutzung der Abwasserleitung auf maximal Fr. 7'897.30 festzusetzen. In der Klageantwort vom 21. Mai 2004 verlangte A, das angemessene Entgelt sei auf Fr. 16'419.30 festzusetzen, weiter seien die gegenseitigen Dienstbarkeiten vor dem Anschluss im Grundbuch einzutragen und die Kosten hierfÃ¼r hÃ¤lftig zu tragen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der KlÃ¤gerin.</p> <p class="Urteilstext">Mit Entscheid vom 18. August 2005 trat die SchÃ¤tzungskommission I auf den Antrag der Beklagten betreffend Anweisung an das Grundbuchamt mangels ZustÃ¤ndigkeit nicht ein und verpflichtete die KlÃ¤gerin, der Beklagten einen Kostenbeitrag von Fr. 8'175.- zu bezahlen. Die Verfahrenskosten wurden zu 1/5 der KlÃ¤gerin und zu 4/5 der Beklagten auferlegt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen am 11. Mai 2006 versandten Entscheid erhob A am 2. Juni 2006 Rekurs an das Verwaltungsgericht und beantragte in ihrer RekursbegrÃ¼ndung vom 13. Juli 2006, die KlÃ¤gerin sei zu einem Kostenbeitrag von Fr. 16'419.30 und zur Ãbernahme der Kosten des SchÃ¤tzungsverfahrens zu verpflichten, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Rekursgegnerin. Mit Rekursantwort vom 7. August 2006 verlangte C die vollumfÃ¤ngliche Abweisung des Rekurses, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Rekurrentin. Die SchÃ¤tzungskommission I liess sich am 14. August 2006 vernehmen und hielt am angefochtenen Entscheid fest.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses nach § 46 des Gesetzes betreffend die Abtretung von Privatrechten vom 30. November 1879 (in der Fassung vom 8. Juni 1997, AbtrG) zustÃ¤ndig. Da der Streitwert unterhalb von Fr. 20'000.- liegt, fÃ¤llt die Streitigkeit nach § 38 Abs. 2 Verwaltungsrechtspflegegesetz vom 24. Mai 1959 (VRG) in die einzelrichterliche Kompetenz.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Das vorliegende Rekursverfahren richtet sich nach den Bestimmungen Ã¼ber die Be­schwerde an das Verwaltungsgericht (RB 1998 Nr. 44 = BEZ 1998 Nr. 23), weshalb das Gericht den angefochtenen Entscheid nur auf unrichtige bzw. ungenÃ¼gende Sachverhaltsfeststellungen und Rechtsverletzungen (einschliesslich Ermessensmissbrauch und ErmessensÃ¼berschreitung) hin Ã¼berprÃ¼fen kann (§ 50 Abs. 1 und 2 sowie § 51 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach § 16 Abs. 1 des kantonalen EinfÃ¼hrungsgesetzes zum GewÃ¤sserschutzgesetz vom 8. Dezember 1974 (EG GSchG) kÃ¶nnen EigentÃ¼mer von Anlagen, die der Ableitung oder Reinigung von AbwÃ¤ssern dienen, verpflichtet werden, Dritten gegen angemessene EntschÃ¤digung die MitbenÃ¼tzung ihrer Anlagen zu gestatten. Einigen sich die Beteiligten Ã¼ber die HÃ¶he der EntschÃ¤digung nicht, so wird darÃ¼ber auf Begehren des MitbenÃ¼tzers im SchÃ¤tzungsverfahren nach der kantonalen Gesetzgebung Ã¼ber die Abtretung von Privatrechten befunden (§ 16 Abs. 2 Satz 1 EG GSchG). </p> <p class="Urteilstext">Im vorliegenden Verfahren ist davon auszugehen, dass die Rekursgegnerin das Recht bzw. die Pflicht hat, sich an die neu erstellte Abwasserleitung der Rekurrentin anzuschliessen. Im Streit liegt einzig die angemessene EntschÃ¤digung fÃ¼r die LeitungsmitbenÃ¼tzung.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die SchÃ¤tzungskommission I ging aufgrund der Akten und einem Augenschein davon aus, dass die vollstÃ¤ndige Erneuerung der privaten GrundstÃ¼ckentwÃ¤sserungsleitung erforderlich war, dass jedoch kein Grund fÃ¼r die von der Rekurrentin vorgenommene Verlagerung der LeitungsfÃ¼hrung bestanden habe. Dagegen bringt die Rekurrentin vor, die Verlegung sei nÃ¶tig gewesen, da die Rekursgegnerin ihr die Sanierung der bestehenden Leitung verboten habe, und es seien dadurch auch keine Mehrkosten entstanden. Auf der anderen Seite macht die Rekursgegnerin im Wesentlichen geltend, die Leitungssanierung im GebÃ¤udeinnern sei nicht nÃ¶tig gewesen, und die Leitungsverlegung habe bei der Rekurrentin zu Kosteneinsparungen gefÃ¼hrt.</p> <p class="Erwgung2">Aus den Akten und insbesondere aus den Kanalfernseh-Protokollen ergibt sich ein Sanierungsbedarf fÃ¼r die Schmutzwasserleitung im Gartenbereich, nicht jedoch ein solcher im GebÃ¤udeinnern. Die hierzu einzig aussagekrÃ¤ftige, kanalabwÃ¤rts ab Trockenraum gefÃ¼hrte Untersuchung zeigte beim Meterstand 4.00 eine versetzte und geÃ¶ffnete Muffe, welche allerdings noch nicht in der gemeinsamen EntwÃ¤sserungsleitung liegt. Im Weiteren wurden erst nach dem Rohrmaterialwechsel ab Laufmeter 11.64 wieder verschiedene versetzte und geÃ¶ffnete Muffen entdeckt, die jedoch nun bereits ausserhalb des GebÃ¤udes lagen. Dass sich die Rekurrentin gleichwohl zum Ersatz der Abwasserleitung im GebÃ¤udeinnern entschlossen hat, mag daran liegen, dass sie ohnehin einen Umbau und insbesondere auch die Erneuerung ihrer Hausleitungen plante. Dabei kam ihr ein anderer Leitungsverlauf zweifellos entgegen. Auf der anderen Seite machen die Feststellungen der Kanaluntersuchungen aber auch verstÃ¤ndlich, dass sich die Rekursgegnerin nicht zu einer gemeinsamen Sanierung der gesamten Leitung, insbesondere auch des LeitungsstÃ¼cks im GebÃ¤udeinnern, bewegen liess. Immerhin bringt die nunmehr neu erstellte Hausanschlussleitung aber auch der Rekursgegnerin Vorteile, indem dieser Anschluss nun nach rund 60-jÃ¤hrigem Bestand wieder auf eine volle Lebensdauer hin genutzt werden kann und besseres Rohrmaterial aufweist. </p> <p class="Erwgung2">Wenn die SchÃ¤tzungskommission unter diesen UmstÃ¤nden die EntschÃ¤digung der Leitungsmitbenutzung nicht nach den tatsÃ¤chlich aufgewendeten Kosten fÃ¼r die neu gefÃ¼hrte Leitung, sondern allein nach der LÃ¤nge der ursprÃ¼nglichen Leitung anhand von fachkundig geschÃ¤tzten Laufmeterpreisen bemisst, so lÃ¤sst sich darin keine Rechtsverletzung erkennen. Da jedoch entgegen dem Kommissionsentscheid nicht nachgewiesen ist, dass die Sanierung im GebÃ¤udeinnern tatsÃ¤chlich notwendig war, rechtfertigt es sich, von den geschÃ¤tzten Laufmeterpreisen im Innern generell einen Einschlag vorzunehmen. Dieser ist nach Billigkeit auf 10 % zu bemessen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Weiter erwog die SchÃ¤tzungskommission, fÃ¼r das bisher nicht sanierte TeilstÃ¼ck der Leitung unterhalb der Kellertreppe sei ein Abzug vorzunehmen, da auch dieses bis zur Erneuerung der Leitung gemeinsam genutzte TeilstÃ¼ck hÃ¤tte saniert werden mÃ¼ssen. Diese Ãberlegung erscheint in ihrem Grundsatz als schlÃ¼ssig, wenn auch mit der oben dargelegten EinschrÃ¤nkung bezÃ¼glich des Sanierungsbedarfs. Was die Rekurrentin dagegen vorbringt, Ã¼berzeugt nicht. Der Umstand, dass die alte Leitung nach der VerfÃ¼gung des ERZ nicht mehr benutzt werden darf, Ã¤ndert nichts daran, dass das nicht sanierte LeitungsstÃ¼ck bei der Bemessung der EntschÃ¤digung von Bedeutung ist. Der Rekursgegnerin bleibt es so unbenommen, entweder zu gegebener Zeit das alte LeitungsstÃ¼ck zu sanieren oder aber ihre Schmutzwasserleitung noch vor der Kellertreppe anzuschliessen und dadurch ein neues LeitungsstÃ¼ck im eigenen GebÃ¤ude zu erstellen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Schliesslich bemass die SchÃ¤tzungskommission die EntschÃ¤digung aufgrund eines geschÃ¤tzten Laufmeterpreises, woran sie die Rekursgegnerin hÃ¤lftig beteiligte. Beim Laufmeterpreis differenzierte sie zwischen den Kosten fÃ¼r das jeweilige LeitungsstÃ¼ck ausserhalb des GebÃ¤udes (Fr. 1'000.-/m), innerhalb des GebÃ¤udes vor der Kellertreppe (Fr. 1'500.-/m) und unterhalb der Kellertreppe (Fr. 2'000.-/m). Die Rekurrentin bringt vor, diese Zahlen seien nicht nachvollziehbar, weshalb die Beteiligung aufgrund ihrer tatsÃ¤chlichen Aufwendungen Ã¼ber Fr. 30'828.- (hÃ¤lftiger Anteil) zuzÃ¼glich einer ganz durch die Rekursgegnerin zu Ã¼bernehmenden Rechnung von Fr. 1'005.95 zu bemessen sei. </p> <p class="Urteilstext">Nach der vorstehenden ErwÃ¤gung 2.2 bilden die tatsÃ¤chlich aufgewendeten Kosten der Leitungserneuerung im gegebenen Fall keinen tauglichen Ansatz fÃ¼r die EntschÃ¤digungsbemessung. FÃ¼r das Verwaltungsgericht besteht kein Anlass, die von der SchÃ¤tzungskommission aufgrund der Erfahrung ihrer Mitglieder eingesetzten Laufmeterwerte zu bezweifeln. Sie tragen in ihrer Differenzierung auch dem unterschiedlichen Aufwand und Schwierigkeitsgrad des Leitungsbaus Rechnung. Hingegen sind zwei Korrekturen bei den von der Vorinstanz gerechneten KanallÃ¤ngen am Platz: </p> <p class="Urteilstext">Zum einen stehen die eingerechneten 14 m Leitung zwischen dem GebÃ¤ude und der Kanalisationsleitung in der M-Strasse in einem offensichtlichen Widerspruch zu den Akten. Nicht aussagekrÃ¤ftig ist die LÃ¤nge des kanalaufwÃ¤rts erstellten Fernsehprotokolls, da die Untersuchung rund einen Meter nach der Kanalverzweigung DachentwÃ¤sserung/Schmutzwasserleitung noch im Gartenbereich endete. Auch aus dem Plan lÃ¤sst sich nichts ablesen, da die Plandarstellung im Gartenbereich unterbrochen ist (Unterbruch gekennzeichnet durch zwei parallele Striche). Aus dem einzigen durchgehenden Plan im Massstab 1:100 lÃ¤sst sich hingegen eine KanallÃ¤nge von knapp 20 m bis zur alten Kanalisationsleitung in der M-Strasse, und eine solche von knapp 21 m bis zur neuen Leitung, an die auch tatsÃ¤chlich angeschlossen wurde, eruieren. Dies entspricht den sich aus den GIS-Karten ablesbaren Distanzen (www.gis.zh.ch). </p> <p class="Urteilstext">Im Weiteren stimmen die von der SchÃ¤tzungskommission angenommenen KanallÃ¤ngen innerhalb des Hauses â 4.5 m bis zur Treppe und 2.2 m unterhalb der Treppe â zwar mit dem Kanalisationsplan Ã¼berein. Die Rekursgegnerin bringt hierzu aber zu Recht vor, dass die Rekurrentin bisher nicht bereits 4.5 m der ursprÃ¼nglichen Leitung erneuert habe. TatsÃ¤chlich sind es â gemessen an der alten Leitung â lediglich rund 3.5 m, so dass noch weitere 3.2 m Leitung, wovon 1 m vor und 2.2 m unterhalb der Treppe liegend, allenfalls spÃ¤ter noch durch die Rekursgegnerin zu erneuern sein werden.</p> <p class="Urteilstext">Diese beiden Korrekturen fÃ¼hren zusammen mit dem notwendigen generellen Einschlag auf den Laufmeterpreisen im Bereiche des GebÃ¤udes zu folgender Berechnung:</p> <p class="Urteilstext">Schmutzwasserleitung innerhalb 3.5 m Ã Fr. 1'350.- Fr. 4'725.-</p> <p class="Urteilstext">Schmutzwasserleitung ausserhalb 21 m Ã Fr. 1'000.- Fr. 21'000.-</p> <p class="Urteilstext"><span>Total Fr. 25'725.-</span></p> <p class="Urteilstext">davon 50% <b>Fr. 12'862.50</b></p> <p class="Urteilstext">nicht sanierte Leitung vor Treppe 1 m Ã Fr. 1'350.- Fr. 1â350.- </p> <p class="Urteilstext">nicht sanierte Leitung unter Treppe 2.2 m Ã Fr. 1'800.- Fr. 3'960.- </p> <p class="Urteilstext">nicht sanierte Leitung total Fr. 5'310.-</p> <p class="Urteilstext">davon 50% ./. <b>Fr. 2'655.00 ________________<br/> <br/> EntschÃ¤digung</b> <b>Fr. 10'207.50</b></p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">DemgemÃ¤ss ist der Rekurs teilweise gutzuheissen. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Kosten des SchÃ¤tzungsverfahrens wurden den Parteien im VerhÃ¤ltnis ein FÃ¼nftel zu vier FÃ¼nftel auferlegt. Gemessen an den beiden AntrÃ¤gen im SchÃ¤tzungsverfahren (Fr. 16'419.30 und Fr. 7'897.30) hÃ¤tte die Rekurrentin jedoch vor der SchÃ¤tzungskommission zu rund 27 % durchdringen mÃ¼ssen. Die vorinstanzliche Kostenverteilung ist daher auf ein Viertel zu drei Viertel zu korrigieren.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Rekursverfahrens obsiegt die Rekurrentin gemessen an den RekursantrÃ¤gen (Fr. 16'419.30 und Fr. 8'175.-) zu ca. 25 %. Dementsprechend sind auch die Kosten des Rekursverfahrens im VerhÃ¤ltnis von 1:3 auf die Parteien zu verteilen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG).</p> <p class="Urteilstext">Trotz ihrem Ã¼berwiegenden Obsiegen steht der Rekursgegnerin keine ParteientschÃ¤digung zu, da sie im Rekursverfahren weder einen besonderen Aufwand hatte, noch einen Rechtsbeistand beiziehen musste (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Einzelrichterin</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. DemgemÃ¤ss wird die Rekursgegnerin verpflichtet, der Rekurrentin einen Kostenbeitrag von Fr. 10'207.50 fÃ¼r die MitbenÃ¼tzung der GrundstÃ¼ckentwÃ¤sserungsanlagen zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Zustellung dieses Entscheides.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'100.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Kosten des SchÃ¤tzungs- und des Rekursverfahrens werden zu 3/4 der Rekurrentin und zu 1/4 der Rekursgegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>