<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00198</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106925&amp;W10_KEY=13013575&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00198</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.11.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Gesamtsanierung eines Schulhaus-/Turnhallen-Gebäudes. Architekturleistungen. 1. Stufe (Präqualifikation) eines selektiven Vergabeverfahrens. Mangelhafte Begründung des Präqualifikationsentscheids; Weigerung zur Herausgabe der Beurteilungsmatrix. Der Entscheid über die Auswahl der Teilnehmer im selektiven Vergabeverfahren bedarf wie alle anfechtbaren Vergabeentscheide einer Begründung (E. 3a). Die Begründung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene sich über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und in Kenntnis der Gründe ein Rechtsmittel ergreifen kann. Die Anforderungen sind höher, wenn der Behörde wie im vorliegenden Fall ein grosser Ermessensspielraum zur Verfügung steht (E. 3c). Die Befolgung eines geeigneten Verfahrens befreit die Behörde nicht davon, die inhaltlichen Gründe für ihren Entscheid bekannt zu geben (E. 3d). Die Vergabeinstanz kann zwar die Begründung des Vergabeentscheids noch im Rahmen der Beschwerdeantwort ergänzen, um damit eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs zu beheben. Sie darf jedoch einen zweiten Schriftenwechsel nicht zu einer nochmaligen Ergänzung der Begründung verwenden (E. 3f). Gutheissung (E. 3h).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNG">BEGRÃNDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERGÃNZUNG">ERGÃNZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTBERÃCKSICHTIGUNG">NICHTBERÃCKSICHTIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃQUALIFIKATION">PRÃQUALIFIKATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELEKTIVES VERFAHREN">SELEKTIVES VERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 9 lit. III BGBM</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 lit. h IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">Art. 16 lit. II IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">Art. 18 lit. II IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">§ 33 lit. I SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 33 lit. II SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 50 Abs. III VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Mit einer Ausschreibung vom 30. MÃ¤rz 2001 erÃ¶ffnete das Hochbaudepartement der Stadt ZÃ¼rich die Submission im selektiven Verfahren fÃ¼r Architekturleistungen bei der </p> <p class="Einzug1">Ge­samtsanierung des Schulhaus- und TurnhallengebÃ¤udes K an der P-stras­se in ZÃ¼rich. Die Zahl der einzuladenden Anbietenden wurde in der Ausschreibung mit drei bis fÃ¼nf angegeben.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Nachdem 24 Bewerbungen eingegangen waren, bestimmte das Amt fÃ¼r Hochbauten der Stadt ZÃ¼rich am 11. Juni 2001 fÃ¼nf Unternehmungen, die zur Abgabe eines Angebots ein­­­geladen wur­den. Dieser Entscheid wurde den Ã¼brigen Bewerbern gleichentags ohne nÃ¤­he­re BegrÃ¼n­dung mitgeteilt.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Das BÃ¼ro B, dessen Bewerbung nicht berÃ¼cksichtigt worden war, ersuchte das Amt fÃ¼r Hochbauten mit Fax vom 14. Juni 2001 um unverzÃ¼gliche Zustellung einer Kopie der Be­­wertungs­mat­rix, falls eine solche erstellt worden sei, oder um eine nachvollziehbare Be­grÃ¼ndung der NichtberÃ¼cksichtigung und des angewand­ten Verfahrens. Mit Fax vom 15. Ju­­ni 2001 teilte das Amt dem BÃ¼ro B mit, dass die BehÃ¶rde nicht verpflichtet sei, eine Bewertungsmatrix zu erstellen, und die Bewerber keinen Anspruch auf Akteneinsicht bzw. Angaben Ã¼ber andere Anbietende hÃ¤t­ten. Die Wahl der einzuladenden Bewerber sei auf jene fÃ¼nf BÃ¼ros gefallen, die nach dem DafÃ¼rhalten des Amts am besten qualifiziert seien, die fragliche Gesamtsanierung durchzufÃ¼hren. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">II. Mit Eingabe vom 19. Juni 2001 erhob das BÃ¼ro B beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Entscheid des Amts fÃ¼r Hochbauten vom 11. Ju­ni 2001. Es beantrag­te sinngemÃ¤ss, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Kosten des Verfahrens seien dem Amt aufzuerlegen. Ferner sei die Vergabe aufzuschie­ben, bis das Amt eine ausreichende BegrÃ¼ndung seines Entscheids vorlege und die Kosten des Verfahrens Ã¼bernehme.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Am 12. Juli 2001 erstattete das Hochbaudepartement der Stadt ZÃ¼rich eine Vernehm­­­las­sung mit dem Antrag, die Beschwerde sei unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Las­ten des BeschwerdefÃ¼hrers abzuweisen. Gleichzeitig ersuchte es darum, der Beschwer­­de keine aufschiebende Wirkung zu erteilen. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 23. Juli 2001 wurde das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">In seiner Replik vom 3. September 2001 machte der BeschwerdefÃ¼hrer in erster Linie geltend, dass es ihm aufgrund der unzureichenden BegrÃ¼ndung und der nicht Ã¼berprÃ¼fbaren Unterlagen der Beschwerdegegnerin nicht mÃ¶glich sei, ausreichend Stellung zu neh­men. Er erstattete dennoch eine summarische Stellungnahme, in welcher er sinngemÃ¤ss an seinen AntrÃ¤gen festhielt. Mit einer nochmaligen Eingabe vom 2. Oktober 2001 wies er er­neut darauf hin, dass er mangels transparenter Unterlagen noch keine abschliessende Replik habe formulieren kÃ¶nnen, und beantragte die DurchfÃ¼hrung eines zusÃ¤tzlichen Schriftenwechsels nach dem Eintreffen der Duplik. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Am 22. Oktober 2001 erstattete das Hochbaudepartement die Duplik, mit welcher es an seinen AntrÃ¤gen festhielt. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Auf Anfrage teilte das Hochbaudepartement dem Gericht am 7. November 2002 mit, dass das Vergabeverfahren inzwischen beendet und der Vertrag mit dem ausgewÃ¤hlten Anbieter am 27. Mai 2002 abgeschlossen worden sei. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit erforderlich, in den nachstehenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1">1. Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 22. September 1996 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">2. Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt, nach dem Eingang der Duplik sei ein zusÃ¤tzlicher Schriftenwechsel durchzufÃ¼hren. Ein solcher ist jedoch nicht erforderlich, da fÃ¼r den Entscheid, wie sich aus den nachstehenden ErwÃ¤gungen ergibt, nicht auf neue Vorbringen der Duplik abgestellt wird. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">3. Der BeschwerdefÃ¼hrer beanstandet in erster Linie, dass die Beschwerdegegnerin ihre VerfÃ¼gung, gemÃ¤ss welcher er nicht zum Einreichen eines Angebots in der zweiten Stufe des selektiven Verfahrens eingeladen wurde, nicht nachvollziehbar begrÃ¼ndet habe. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">a) Der Entscheid Ã¼ber die Auswahl der Teilnehmer im selektiven Vergabeverfahren bedarf wie alle anfechtbaren Vergabeentscheide einer BegrÃ¼ndung (VGr, 2. November 2000, VB.2000.00122 E. 3; RB 2000 Nr. 59 = BEZ 2000 Nr. 25 E. 4). Das Vergaberecht ent­hÃ¤lt diesbezÃ¼glich allerdings einzelne Sonderregeln. So ist die Vergabestelle bei der Er­Ã¶ffnung eines Zuschlags gemÃ¤ss Art. 13 lit. h IVÃ¶B und § 33 der Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (SubmV) lediglich zur Mitteilung einiger vorwiegend formeller Angaben verpflichtet (§ 33 Abs. 1 SubmV); erst auf Gesuch eines Anbieters hat sie diesem die wesentlichen GrÃ¼nde fÃ¼r seine NichtberÃ¼cksichtigung bekannt zu geben (§ 33 Abs. 2 SubmV). Wieweit diese Ordnung auf andere im Rahmen eines Vergabeverfahrens zu treffende Entscheide wie insbesondere die hier strittige PrÃ¤qualifikation Ã¼bertragen werden kann, braucht nicht abschliessend geklÃ¤rt zu werden. Auch in diesen FÃ¤llen muss jedenfalls gelten, dass die Vergabeinstanzen die BegrÃ¼ndung eines Vergabeentscheids noch im Rahmen der Beschwerdeantwort ergÃ¤nzen und damit eine allfÃ¤llige Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs, die aus dem ursprÃ¼nglichen Fehlen einer ausreichenden BegrÃ¼ndung erwachsen konnte, beheben kÃ¶nnen (RB 2000 Nr. 59 = BEZ 2000 Nr. 25 E. 4a). Eine weitere ErgÃ¤nzung im Rahmen eines vom Gericht angeordneten zweiten Schriftenwechsels ist dagegen grundsÃ¤tzlich nicht zulÃ¤ssig (VGr, 19. Juni 2002, VB.2001.00360, E. 5d). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">b) Vorliegend wies die Beschwerdegegnerin den BeschwerdefÃ¼hrer, der sie nach der ErÃ¶ffnung des Vergabeentscheids um eine BegrÃ¼ndung gebeten hatte, mit Schreiben vom 15. Juni 2001 lediglich darauf hin, dass sie nicht verpflichtet sei, eine Bewertungsmatrix zu erstellen und er keinen Anspruch auf Akteneinsicht besitze. Ferner teilte sie ihm mit, dass die Wahl auf jene BÃ¼ros gefallen sei, die nach ihrem DafÃ¼rhalten am besten qualifiziert seien, den strittigen Auftrag auszufÃ¼hren. Diese Angaben waren offensicht­lich nicht geeignet, dem BeschwerdefÃ¼hrer die wesentlichen GrÃ¼nde fÃ¼r seine NichtberÃ¼cksichtigung bekannt zu geben. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Mit der Beschwerdeantwort erlÃ¤uterte die Beschwerdegegnerin ihr Vorgehen bei der PrÃ¼fung der 24 eingegangenen Bewerbungen wie folgt: Diese seien seitens der Projekt­lei­tung einer VorprÃ¼fung unterzogen worden, die nebst der Kontrolle der VollstÃ¤ndigkeit der Unterlagen eine erste EignungsprÃ¼fung umfasst habe. Deren Ergebnis sei als Empfehlung an das entscheidende Gremium weitergeleitet worden. Dieses Gremium âPlanerwahlâ umfasse stets fÃ¼nf Personen aus verschiedenen Bereichen des Amts, wobei die Personen der jeweiligen Bereiche immer wieder wechselten (gemeint ist wohl: bei der Beurteilung verschiedener AuftrÃ¤ge). Das Gremium sei nicht an die Empfehlung der Projektleitung ge­bunden. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">In der Empfehlung der Projektleitung sei der BeschwerdefÃ¼hrer mit Bezug auf die Kri­terien fachliche und organisatorische Kompetenz als geeignet eingestuft worden. Acht Unternehmungen seien jedoch beim einen der beiden Kriterien als sehr geeignet beurteilt worden. Das Gremium âPlanerwahlâ habe sich daher fÃ¼r fÃ¼nf Unternehmungen aus dieser Gruppe entschieden. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">FÃ¼r die fachliche Einstufung des BeschwerdefÃ¼hrers sei massgeblich gewesen, dass die von ihm eingereichten Referenzobjekte im Vergleich zu jenen der ausgewÃ¤hlten Anbie­tenden zwar eine geeignete, aber keine sehr geeignete architektonische und gestalterische QualitÃ¤t aufgewiesen hÃ¤tten. Mit Bezug auf die organisatorische Kompetenz sei der BeschwerdefÃ¼hrer ebenfalls als geeignet eingestuft worden; allerdings habe es sich bei seinen Referenzobjekten nicht um Schulhausbauten gehandelt. Bei diesem Kriterium sei eine der aus­gewÃ¤hlten Unternehmungen als sehr geeignet eingestuft worden. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">c) Die Anforderungen an die BegrÃ¼ndung einer VerfÃ¼gung kÃ¶nnen nicht ein fÃ¼r alle Mal einheitlich festgelegt werden. Die BegrÃ¼ndung muss auf jeden Fall so abgefasst sein, dass der Betroffene sich Ã¼ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und in Kennt­­nis der GrÃ¼nde ein Rechtsmittel ergreifen kann. Die Anforderungen sind hÃ¶her, wenn der BehÃ¶rde infolge von Ermessen ein grosser Entscheidungsspielraum zur VerfÃ¼gung steht; anderseits kann bei Akten der Massenverwaltung eine sehr einfache und knappe BegrÃ¼ndung ausreichen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 39 ff.).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Vorliegend steht fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer ein Entscheid von erheblicher Tragwei­te in Frage, bei dessen Beurteilung der BehÃ¶rde ein grosser Ermessensspielraum zur VerfÃ¼gung stand. Anderseits ist zu beachten, dass bei PrÃ¤qualifikationen dieser Art regelmÃ¤s­sig eine grÃ¶ssere Zahl von Bewerbungen eingeht â vorliegend waren es 24 â, deren PrÃ¼fung auf rationelle Weise durchgefÃ¼hrt werden muss. Hinzu kommt, dass die Beurteilung </p> <p class="Einzug1">von architektonischen und gestalterischen QualitÃ¤ten naturgemÃ¤ss nur beschrÃ¤nkt mit sprach­­­­lichen Mitteln umschrieben werden kann. Insgesamt konnte daher von der Beschwer­­degegnerin in dieser Sache keine besonders ausfÃ¼hrliche BegrÃ¼ndung erwartet werden; aus der BegrÃ¼ndung mussten aber die wesentlichen Gesichtspunkte hervorgehen, die fÃ¼r die Benotung des BeschwerdefÃ¼hrers von Bedeutung waren. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">d) Die Beschwerdegegnerin legt zur Rechtfertigung der angefochtenen PrÃ¤qualifika­­tion vor allem das Verfahren dar, welches sie bei der Auswahl der Bewerber befolgt hat, und geht offenbar davon aus, dass dieses die Richtigkeit des Entscheids bereits zu belegen vermÃ¶ge. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Das vorgestellte Verfahren erscheint zwar, soweit sich dies aus der Sicht der Beschwerdeinstanz beurteilen lÃ¤sst, als zweckmÃ¤ssig; die Befolgung eines geeigneten Verfahrens befreit die BehÃ¶rde jedoch nicht davon, die inhaltlichen GrÃ¼nde fÃ¼r ihren Entscheid bekannt zu geben. Etwas anderes lÃ¤sst sich auch aus der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts zu Planungs- und Gesamtleis­tungswettbewerben nicht ableiten. Dabei wurde zwar anerkannt, dass in Vergabeverfahren, die auf einem Wettbewerb mit anonymen BeitrÃ¤gen und einer unabhÃ¤ngigen Jury beruhen, wegen der dadurch gewÃ¤hrleisteten erhÃ¶hten ObjektivitÃ¤t und Transparenz geringere Anfor­­derungen an die BegrÃ¼ndungspflicht bestehen als in andern Verfahren (RB 2000 Nr. 60). Vor­liegend wurden jedoch weder die Bewerbungen anonym beurteilt noch war das von der Beschwerdegegnerin eingesetzte Gremium âPlanerwahlâ eine unabhÃ¤ngige Jury im Sinn der genannten Wettbewerbsverfahren. Die BegrÃ¼ndung des angefochtenen Entscheids ist daher nicht an diesen reduzierten Anforderungen zu messen. Offen bleiben kann dabei, ob die ge­ringeren Anforderungen ausserhalb von Planungs- und Gesamtleistungswettbewerben Ã¼berhaupt zur Anwendung kÃ¤men. Im Ãbrigen ist darauf hinzuweisen, dass auch die Einhaltung der genannten Verfahrensgarantien keinen vÃ¶lligen Verzicht auf eine inhaltliche BegrÃ¼ndung rechtfertigen wÃ¼rde. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">e) Die Beschwerdegegnerin hatte in den Unterlagen zur PrÃ¤qualifikation die beiden Kriterien âReferenzen (Fachliche Kompetenz)â und âBaumanagement (Organisatorische Kom­petenz)â als massgebliche Auswahlkriterien genannt. Die eingegan­genen Bewerbungen wurden in der Folge fÃ¼r jedes der Kriterien mit einer der vier Noten âsehr geeignetâ, âgeeignetâ, âausgeglichenâ oder âungeeignetâ bewertet (vgl. das Proto­koll der Bewertung). Von den 24 Bewerbungen erhielt keine bei beiden Kriterien die Note âsehr geeignetâ. Acht Bewerbungen wurden mit âsehr geeignetâ/âgeeignetâ be­notet, neun Bewerbungen (darunter jene des BeschwerdefÃ¼hrers) mit âgeeignetâ/âgeei­gnetâ und sieben mit âgeeignetâ/âaus­geglichenâ. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Ausgehend von diesen Benotungen war es an sich sachgerecht, dass die Beschwerde­­­gegnerin ihre Wahl aus der Gruppe der am hÃ¶chsten eingestuften Bewerbungen mit den Noten âsehr geeignetâ/âgeeignetâ traf, zu welcher der BeschwerdefÃ¼hrer nicht gehÃ¶rte. Auf diese Ausgangslage kann jedoch nur abgestellt werden, wenn die Beschwerdegegnerin auch die vorgenommene Benotung nachvollziehbar zu begrÃ¼nden vermag. Dagegen liesse sich zwar einwenden, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nur dann zwingend zur zweiten Stufe des Verfahrens hÃ¤tte zugelassen werden mÃ¼ssen, wenn er als Einziger die Noten âsehr geeignetâ/âsehr geeignetâ, also die besten des gesamten Teilnehmerfeldes, erhalten hÃ¤tte, was als nicht sehr wahrscheinlich erscheint. Ohne Bekanntgabe der GrÃ¼nde seitens der Beschwerdegegnerin kann aber diese MÃ¶glichkeit nicht vÃ¶llig ausgeschlossen werden, und der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte Ã¼berdies auch dann, wenn er mit den Noten âsehr geeignetâ/ âgeeignetâ bewertet worden wÃ¤re, eine Chance besessen, als einer der fÃ¼nf Teilnehmer der zweiten Stufe ausgewÃ¤hlt zu werden. Auf eine inhaltliche BegrÃ¼ndung der vorgenommenen Benotungen kann daher nicht verzichtet werden.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Eine ausreichende BegrÃ¼ndung fÃ¼r die Benotung des BeschwerdefÃ¼hrers hat die Be­schwerdegegnerin jedoch nicht vorgelegt. Zum Kriterium âfachliche Kompetenzâ fÃ¼hrt sie in der Beschwerdeantwort lediglich aus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund der drei einge­reichten Referenzobjekte durchaus als geeignet bezeichnet werden kÃ¶nne, die Referenz­ob­jek­te aber keine sehr geeignete architektonische und gestalterische QualitÃ¤t aufwiesen. Damit wiederholt sie lediglich das Resultat der Bewertung, das bereits aus der vorgenommenen Benotung herausgelesen werden kann; die GrÃ¼nde fÃ¼r diese Beurteilung werden nicht genannt. Entsprechendes gilt fÃ¼r das Kriterium âorganisatorische Kompetenzâ. Die Beschwerde­gegnerin erklÃ¤rt dazu in der Beschwerdeantwort nur, dass der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund der drei eingereichten Referenzobjekte (Bausummen zwischen 2,2 und 12 Mil­­­­lionen) als ge­eignet eingestuft worden sei; es habe sich jedoch bei den Objekten um kei­ne Schulhausbauten gehandelt. Der Hinweis, dass der BeschwerdefÃ¼hrer keine Schulhaus­bauten als Referenzobjekte vorgestellt habe, enthÃ¤lt zwar eine inhaltliche Aussage, die allenfalls eine geringere Benotung rechtfertigen kÃ¶nnte. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat diese Dar­stellung jedoch in der Re­plik bestritten und darauf hingewiesen, dass er mit den Referenzen zwei Schulhausbauten, nÃ¤mlich das Bezirksschulhaus X mit historischer Bausubstanz und das AusbildungsgebÃ¤ude Y, vorgestellt habe. Nach­dem die Beschwerdegegnerin in der Duplik nicht auf diese Frage ein­gegangen ist und auch keine diesbezÃ¼glichen Unterlagen eingereicht hat, muss von der Richtigkeit der Anga­ben des BeschwerdefÃ¼hrers ausgegangen werden. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">f) In der Duplik fÃ¼hrte die Beschwerdegegnerin zur ErgÃ¤nzung ihrer BegrÃ¼ndung aus, dass aus den vom BeschwerdefÃ¼hrer eingereichten Referenzen der genaue Inhalt und Umfang seiner Leistungen an den fraglichen Objekten nicht ersichtlich gewesen sei. Die Be­­hÃ¶rde habe insbesondere nicht erkennen kÃ¶nnen, um welche baulichen Massnahmen es sich dabei gehandelt habe, ob beispielsweise lediglich eine Fassadenrenovation, ein Innenausbau, eine tief greifende Sanierung oder Erweiterungen auszufÃ¼hren gewesen seien, und in welcher Weise diese Arbeiten vom BeschwerdefÃ¼hrer begleitet worden seien. Die eingereichten Referenzen seien insofern viel zu wenig aussagekrÃ¤ftig gewesen. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Auf diese AusfÃ¼hrungen der Duplik kann indessen nicht abgestellt werden. Die Ver­­gabeinstanz kann zwar, wie erwÃ¤hnt (E. 3a), die BegrÃ¼ndung des Vergabeentscheids noch im Rahmen der Beschwerdeantwort ergÃ¤nzen, um damit eine allfÃ¤llige Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs zu beheben. Sie darf jedoch einen zweiten Schriftenwechsel, der an­ge­ordnet wird, um der beschwerdefÃ¼hrenden Partei eine Stellungnahme zu den neu vorgebrachten BegrÃ¼ndungselementen zu ermÃ¶glichen, nicht zu einer nochmaligen ErgÃ¤nzung der BegrÃ¼ndung verwenden. Ebenso wie der BeschwerdefÃ¼hrer seine BegrÃ¼ndung nach Ab­­lauf der Beschwerdefrist grundsÃ¤tzlich nicht mehr erweitern kann (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 53 N. 15, § 54 N. 8), sind auch der Vergabestelle neue Vorbringen nach der Beschwerdeantwort im Prinzip nur noch gestattet, soweit diese durch AusfÃ¼hrungen der Replik veranlasst sind oder sich auf nachtrÃ¤glich entdeckte erhebliche Tatsachen beziehen (VGr, 19. Ju­ni 2002, VB.2001.00360, E. 5d). Diese Voraussetzungen sind hier nicht erfÃ¼llt. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">g) Schliesslich ist noch darauf hinzuweisen, dass die vorgenommenen Benotungen nicht Ã¼berprÃ¼ft werden kÃ¶nnen, ohne dass dem Gericht die Bewerbungsunterlagen des BeschwerdefÃ¼hrers und der ausgewÃ¤hlten Anbieter zur VerfÃ¼gung stehen. Die Beschwerdegeg­nerin hat diese Unterlagen nicht eingereicht. Der nachtrÃ¤gliche Beizug derselben ist al­ler­dings nicht erforderlich, da sie die fehlende BegrÃ¼ndung seitens der Beschwerdegegnerin nicht zu ersetzen vermÃ¶chten. Denn es ist nicht Sache des Verwaltungsgerichts, eine selbstÃ¤n­dige Bewertung der Bewerbungen anhand der Unterlagen vorzunehmen; ein solches Vor­gehen kÃ¤me schon wegen des grossen Ermessensspielraums, Ã¼ber welchen die Ver­­gabe­behÃ¶rde verfÃ¼gt und in den das Verwaltungsgericht nicht eingreift (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B; vgl. § 50 Abs. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 [VRG]; VGr, 7. Juli 1999, BEZ 1999 Nr. 26 E. 6a = ZBl 101/2000, S. 271), nicht in Frage.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">h) Insgesamt ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin weder im Rahmen des vom BeschwerdefÃ¼hrer vor Ablauf der Beschwerdefrist gestellten Auskunftsbegehrens noch im Beschwerdeverfahren eine ausreichende BegrÃ¼ndung des angefochtenen Entscheids vorgebracht hat. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen. Da inzwischen jedoch das Vergabeverfahren beendet und der Vertrag mit dem ausgewÃ¤hlten Anbieter abgeschlossen worden ist, ist der angefochtene Entscheid nicht mehr aufzuheben, sondern lediglich festzustellen, dass er rechtswidrig war (Art. 9 Abs. 3 Binnenmarktgesetz vom 6. Oktober 1995 [BGBM]; Art. 18 Abs. 2 IVÃ¶B). </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">4. ...</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. In Gutheissung der Beschwerde wird festgestellt, dass der PrÃ¤qualifikationsentscheid des Amts fÃ¼r Hochbauten der Stadt ZÃ¼rich vom 11. Juni 2001 rechtswidrig ist.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>