A bteilung V E -7771/2006 luc/vem {T 0/2} U rteil vom 22. A ugust 2007 M itw irkung: R ichterin Luterbacher, R ichter H aefeli, R ichterin de C oulon G erichtsschreiber Vena X._______ und Y._______, M ongolei, G esuchsteller beide vertreten durch C laudia Zum taugw ald, R echtsanw ältin, gegen Schw eizerische A sylrekurskom m ission (A R K ), N achfolgeorganisation: Bundesverw altungsgericht, Postfach, 3000 Bern 14, betreffend U rteil der A R K vom 4. D ezem ber 2006 i.S. A syl und W egw eisung (R evision) B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. a) D as Bundesam t für M igration (BFM ) lehnte das Asylgesuch der G esuchsteller vom 23. August 2006 m it Verfügung vom 25. Septem ber 2006 ab und und ordnete gleichzeitig deren W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug der W egw eisung an. b) D iese Verfügung fochten die G esuchsteller m it Beschw erde vom 25. O ktober 2006 bei der dam als zuständigen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) an. Sie beantragten die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die G ew ährung von Asyl in der Schw eiz, eventualiter die Anordnung der vorläufigen Aufnahm e. In verfahrensrechtlicher H insicht ersuchten sie unter anderem um die G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), einschliesslich des Verzichts auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. c) M it Zw ischenverfügung des dam als zuständigen Instruktionsrichters der AR K vom 31. O ktober 2006 w urde das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege abgew iesen, dies m it der Begründung, die Beschw erde erscheine aufgrund einer sum m arischen Prüfung der Akten als aussichtslos. Entsprechend w urden die G esuchsteller unter H inw eis auf die Säum nisfolgen aufgefordert, bis zum 15. N ovem ber 2006 einen Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 600.-- zu bezahlen. d) M it Einzahlung vom 6. N ovem ber 2006 leisteten die G esuchsteller einen Teilbetrag des eingeforderten Kostenvorschusses in der H öhe von Fr. 200.--. e) M it Eingabe vom 15. N ovem ber 2006 ersuchten die G esuchsteller um die Sistierung des Beschw erdeverfahrens, bis sie in der Lage sein w ürden, verschiedene, aus der M ongolei zu beschaffende Bew eism ittel einzureichen, w as zw ischen zw ei und vier M onaten in Anspruch nehm en w ürde. f) In einer w eiteren Eingabe vom 28. N ovem ber 2006 ergänzten die G esuchsteller ihre bisherigen Ausführungen und bekräftigten überdies, dass sie sich um die Beschaffung von Bew eism itteln bem ühen w ürden. g) M it einzelrichterlichem U rteil der AR K vom 4. D ezem ber 2006 w urde auf die Beschw erde der G esuchsteller - nach vorgängiger Abw eisung ihres Sistierungsgesuchs vom 15. N ovem ber 2006 - nicht eingetreten. Begründet w urde dieser Entscheid dam it, dass die G esuchsteller den von ihnen eingeforderten Kostenvorschuss innerhalb der dafür angesetzten Frist nicht vollständig geleistet hätten, w eshalb auch auf ihr erst nach Ablauf der Zahlungsfrist eingereichtes Schreiben vom 28. N ovem ber 2006 nicht w eiter einzugehen sei. B. M it einer als "W iederherstellungsgesuch" bezeichneten Eingabe vom 13. D ezem ber 2006 gelangten die G esuchsteller erneut an die AR K und beantragten in der H auptsache die Aufhebung des U rteils vom 4. D ezem ber 2006 und die W iederaufnahm e des Beschw erdeverfahrens. Sie m achten dabei im W esentlichen 3 geltend, im betreffenden U rteil sei zu U nrecht festgestellt w orden, dass sie den von der AR K eingeforderten Kostenvorschuss innerhalb der dafür angesetzten Frist nicht vollständig geleistet hätten; vielm ehr sei der nach der ersten Teilzahlung von Fr. 200.-- noch ausstehende Betrag von Fr. 400.-- m it Zahlung vom 13. N ovem ber 2006 fristgerecht geleistet w orden. Letztere Zahlung habe von der AR K offenbar nicht zugeordnet w erden können und sei deshalb an die Posfinanz zurückgew iesen w orden. D ieser Eingabe w urden Kopien diverser Zahlungsbelege sow ie die Kopie eines Schreibens des Finanzdienstes der AR K an die Postfinanz vom 16. N ovem ber 2006 beigelegt. G leichzeitig w urde eine detaillierte Kostennote zu den Akten gereicht. C . Am 15. D ezem ber 2006 w ies die zuständige Instruktionsrichterin der AR K die zuständige kantonale Behörde an, von Vollzugsm assnahm en abzusehen, bis über die allfällige Aussetzung des W egw eisungsvollzugs entschieden w orden sei. D . M it Zw ischenverfügung vom 19. D ezem ber 2006 stellte die Instruktionsrichterin der AR K vorab fest, dass die Eingabe vom 13. D ezem ber 2006 entgegen ihrer Bezeichnung nicht als W iederherstellungs-, sondern als R evisionsgesuch zu behandeln sei. D er W egw eisungsvollzug w urde für die D auer des R evisionsverfahrens ausgesetzt; auf die Erhebung eines Kostenvorschusses w urde verzichtet. Im Ü brigen w urden die G esuchsteller darauf aufm erksam gem acht, dass die AR K per 31. D ezem ber 2006 durch das Bundesverw altungsgericht ersetzt w ürde. E. M it Eingabe bei der AR K vom 22. D ezem ber 2006 w iesen die G esuchsteller - unter gleichzeitiger Einreichung der Kopie eines entsprechenden Zahlungsbelegs - darauf hin, dass sie m it Zahlung vom 6. D ezem ber 2006 erneut den Betrag von Fr. 400.-- auf das Konto der AR K einbezahlt hätten, nachdem ihre Zahlung im gleichen Betrag vom 13. N ovem ber 2006 von der AR K an die Postfinanz zurückgew iesen und von dieser w iederum an die G esuchsteller retourniert w orden sei. F. M it Eingabe beim Bundesverw altungsgericht vom 22. Januar 2007 reichten die G esuchsteller zur Stützung ihrer Vorbringen im R ahm en des ordentlichen Asylverfahrens zw ei frem dsprachige D okum ente sam t deutscher Ü bersetzung zu den Akten, bei w elchen es sich gem äss Ü bersetzung um eine den Tod der M utter des G esuchstellers bescheinigende Todesurkunde vom 13. N ovem ber 1999 beziehungsw eise um eine ärztliche Bestätigung vom 3. August 2004 handelt. 4 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Schriftliche Eingaben von Privaten an die Behörden sind so auszulegen, w ie sie nach Treu und G lauben (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) verstanden w erden durften und m ussten (vgl. BG E 126 II 97 E. 4b S. 104 f., m it w eiteren H inw eisen; R EN É R H IN O W , G rundzüge des Schw eizerischen Verfassungsrechts, Basel u.a. 2003, N 2399; PIER R E M O O R , D roit adm inistratif, Bd. I, 2. Aufl., Bern 1994, S. 435 f.). Entsprechend ist eine bei einer R echtsm ittelinstanz eingehende R echtsschrift ungeachtet ihrer allenfalls unrichtigen Bezeichung nach Treu und G lauben als das R echtsm ittel entgegenzunehm en, dessen form elle Anforderungen erfüllt sind (vgl. BG E 131 I 291 E. 1.3 S. 296, 120 Ib 379 E. 1a S. 381). 1.2 D ie als "W iederherstellungsgesuch" bezeichnete Eingabe der G esuchsteller bei der AR K vom 13. D ezem ber 2006 richtet sich unm ittelbar gegen das U rteil der AR K vom 4. D ezem ber 2006. D ie G esuchsteller vertreten dabei den Standpunkt, dass sie am 13. N ovem ber 2006 - und dam it noch innerhalb der von der AR K für die Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 600.-- angesetzten Frist - den dam als noch ausstehenden R estbetrag von Fr. 400.-- bezahlt hätten, w eshalb die AR K bei ihrem N ichteintretensentscheid vom 4. D ezem ber 2006 zu U nrecht von einer nur unvollständigen Leistung des Kostenvorschusses ausgegangen sei. D am it w ird deutlich, dass sich die G esuchsteller gar nicht darauf berufen, unverschuldet von der fristgerechten Zahlung des Kostenvorschusses abgehalten w orden zu sein, und im Ergebnis daher auch nicht die W iederherstellung der betreffenden Frist anstreben. Sie rügen vielm ehr die ursprüngliche Fehlerhaftigkeit des U rteils der AR K vom 4. D ezem ber 2006, w as bei rechtskräftigen Beschw erdeentscheiden (vgl. zur R echtskraft der U rteile der AR K die - inzw ischen aufgehobene - Bestim m ung von Art. 33 der Verordnung über die Schw eizerische Asylrekurskom m ission vom 11. August 1999 [VO AR K, ehem als SR 142.317]) nur auf dem W ege der R evision m öglich ist (vgl. FR ITZ G YG I, Bundesverw altungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 229 f.; U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLE R /FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Aufl., Zürich 2006, N 1037 und 1822). D ie Eingabe der G esuchsteller vom 13. D ezem ber 2006 erw eist sich daher - w ie bereits auch von der AR K m it Zw ischenverfügung vom 19. D ezem ber 2006 festgestellt - entgegen ihrer Bezeichnung als ein G esuch um R evision des U rteils der AR K vom 4. D ezem ber 2006. 2. D as Bundesverw altungsgericht ist für die Beurteilung von G esuchen um R evision seiner U rteile zuständig (vgl. Art. 45 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). D abei entscheidet es in der Besetzung m it drei R ichtern oder R ichterinnen (Art. 21 Abs. 1 VG G ), sofern das R evisionsgesuch nicht in die Zuständigkeit des Einzelrichters beziehungsw eise der Einzelrichterin fällt (vgl. Art. 23 VG G ; Art. 111 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31]). D as Bundesverw altungsgericht hat ferner die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei der AR K hängigen R evisionsgesuche übernom m en (vgl. Art. 53 5 Abs. 2 erster Satz VG G ) und ist dam it auch zuständig, über das von den G esuchstellern am 13. D ezem ber 2006 bei der AR K eingereichte R evisionsgesuch zu befinden. 3. G em äss Art. 45 VG G sind für die R evision von Entscheiden des Bundesverw al- tungsgerichts die Artikel 121 - 128 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BG G , SR 173.110) anw endbar. D ieser G esetzesverw eis gilt allerdings nicht für R evisionsgesuche gegen U rteile der AR K, deren Beurteilung vom Bun- desverw altungsgericht übernom m en w urde. W ie näm lich m it Beschluss des Ple- num s der R ichter und R ichterinnen des Bundesverw altungsgerichts vom 25. Juni 2007 bestim m t w urde, sind R evisionsgesuche, w elche vor dem 31. D ezem ber 2006 bei den Vorgängerorganisationen des Bundesverw altungsgerichts anhängig gem acht w urden, w eiterhin nach den Bestim m ungen des Vw VG zu beurteilen (vgl. im Einzelnen das zur Publikation vorgesehene U rteil BVG E D -4889/2006 vom 12. Juli 2007). 4. 4.1 Ein Prozessentscheid, m it w elchem auf ein R echtsm ittel nicht eingetreten w ird (N ichteintretensentscheid), unterliegt nur insofern der R evision, als dam it M ängel gerügt w erden können, w elche unm ittelbar den N ichteintretensentscheid selbst und dessen Zustandekom m en betreffen (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission / EM AR K 1998 N r. 8 S. 53; vgl. auch U R SIN A BEER LI-BO N O R AN D , D ie ausserordentlichen R echtsm ittel des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 76). 4.2 D ie G esuchsteller sind als Beschw erdeführer - und dam it als Partei im Sinne von Art. 66 Abs. 2 Vw VG - durch das angefochtene U rteil der AR K vom 4. D ezem ber 2006 berührt und haben ein schutzw ürdiges Interesse an dessen Aufhebung beziehungsw eise Änderung. Sie sind daher zur R evision legitim iert (Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c Vw VG sinngem äss; vgl. BEER LI-BO N O R AN D , a.a.O ., S. 65 ff.). 4.3 Auf das im Ü brigen frist- und form gerecht eingereichte R evisionsgesuch (vgl. Art. 67 Abs. 1 und 3 Vw VG ) ist daher insofern einzutreten, als die G esuchsteller zum indest sinngem äss das Vorliegen eines R evisionsgrundes substanziiert behauptet haben (vgl. BEER LI-BO N O R AN D , a.a.O ., S. 148 f.; G YG I, a.a.O ., S. 198 f.; BG E 96 I 279). 5. 5.1 G em äss Art. 66 Abs. 2 Vw VG (in der Fassung gem äss Anhang Ziff. 10 des VG G , in Kraft seit 1. Januar 2007; vgl. diesbezüglich die übergangsrechtliche R egelung in Art. 53 Abs. 2 zw eiter Satz VG G ) zieht die Beschw erdeinstanz ihren Beschw erdeentscheid auf Begehren einer Partei in R evision, w enn neue erheb- liche Tatsachen oder Bew eism ittel vorgebracht w erden (Bst. a) oder w enn nachge- w iesen w ird, dass sie aktenkundige erhebliche Tatsachen oder bestim m te Begeh- ren übersehen (Bst. b) oder gew isse verfahrensrechtliche Bestim m ungen verletzt hat (Bst. c). N ach Art. 66 Abs. 3 Vw VG gelten die erw ähnten G ründe nicht als 6 R evisionsgründe, w enn die Partei sie im R ahm en des Verfahrens, das dem Beschw erdeentscheid voranging, oder auf dem W ege einer Beschw erde, die ihr gegen den Beschw erdeentscheid zustand, geltend m achen konnte. 5.2 D ie G esuchsteller berufen sich sinngem äss auf den R evisionsgrund von Art. 66 Abs. 2 Bst. b Vw VG (Ü bersehen aktenkundiger erheblicher Tatsachen). D as Ü bersehen einer Tatsache setzt voraus, dass das G ericht versehentlich ein bestim m tes Aktenstück beziehungsw eise eine daraus hervorgehende Tatsache nicht berücksichtigt oder unrichtig verstanden hat. D as Ü bersehen bezieht sich aber nicht auf eine allfällig unrichtige W ürdigung (vgl. EM AR K 1999 N r. 4 E. 5a S. 24 f.). D iese Voraussetzungen sind im Falle der G esuchsteller erfüllt. Aus den bereits im Zeitpunkt des N ichteintretensentscheids der AR K vom 4. D ezem ber 2006 vorliegenden Akten (einschliesslich der sogenannten verw altungsinternen Akten, vgl. dazu EM AR K 1994 N r. 1 E. 3a S. 8 f.) ergab sich näm lich ohne w eiteres, dass sie den Betrag von Fr. 400.--, der nach der Teilzahlung vom 6. N ovem ber 2006 zur vollständigen Leistung des Kostenvorschusses noch ausstehend w ar, am 13. N ovem ber 2006 direkt bei der Poststelle von A._______ einbezahlt hatten, w odurch die am 15. N ovem ber 2006 ablaufende Zahlungsfrist praxisgem äss eingehalten w orden w ar (vgl. auch den inzw ischen diese Praxis ausdrücklich norm ierenden Art. 21 Abs. 3 Vw VG [eingefügt durch Anhang Ziff. 10 des VG G , in Kraft seit 1. Januar 2007]). D ies w urde indessen von der AR K übersehen, als sie in ihrem U rteil vom 4. D ezem ber 2006 festhielt, die G esuchsteller hätten den Kostenvorschuss innerhalb der dafür angesetzten Frist nicht vollständig geleistet. D er sich darauf stützende N ichteintretensentscheid ist entsprechend zu U nrecht ergangen. 5.3 Bei dieser Sachlage ist das R evisionsgesuch gutzuheissen, das U rteil der AR K vom 4. D ezem ber 2006 aufzuheben und das Beschw erdeverfahren w iederaufzunehm en. M it dem nunm ehr aufzuhebenden U rteil vom 4. D ezem ber 2006 auferlegte die AR K den G esuchstellern Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 200.-- (vgl. Ziff. 4 des U rteilsdispositivs), die jedoch m it der am 6. N ovem ber 2006 geleisteten Teilzahlung des Kostenvorschusses in gleicher H öhe verrechnet w urden. Ü ber eine allfällige R ückerstattung dieses Betrags sow ie der w eiteren, am 6. D ezem ber 2006 vorgenom m enen Zahlung von Fr. 400.-- w ird im w iederaufzunehm enden Beschw erdeverfahren zu befinden sein. In dessen R ahm en w ird näm lich vorab zu entscheiden sein, ob auf die m it Zw ischenverfügung der AR K vom 31. O ktober 2006 erfolgte Abw eisung des G esuchs um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege aufgrund der inzw ischen von den G esuchstellern m it Eingabe vom 22. Januar 2007 eingereichten D okum ente (vgl. im Einzelnen vorne, Bst. F) zurückzukom m en ist. W ürde in W iedererw ägung der Zw ischenverfügung der AR K vom 31. O ktober 2006 die unentgeltliche R echtspflege gew ährt, w äre der bereits geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- entsprechend zurückzuerstatten. 6. 6.1 Bei diesem Verfahrensausgang sind keine Kosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 und 3 i.V.m . Art. 68 Abs. 2 Vw VG ).7 6.2 D en G esuchstellern ist angesichts des O bsiegens im R evisionsverfahren in Anw endung von Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 68 Abs. 2 Vw VG eine Parteientschädigung für ihnen erw achsene notw endige Vertretungskosten zuzusprechen (vgl. auch Art. 7 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). Aufgrund der am 13. D ezem ber 2006 eingereichten Kostennote, in w elcher die R echtsvertreterin der G esuchsteller ein als angem essen erscheinendes H onorar von Fr. 474.40 und ebenso angem essene Auslagen von Fr. 10.40 ausw eist, und unter Berücksichtigung des zusätzlichen, m it der Eingabe vom 22. D ezem ber 2006 noch verbundenen Aufw andes (der für die Eingabe vom 22. Januar 2007 erbrachte Aufw and w ird dagegen erst bei einem allfälligen O bsiegen im w iederaufnehm enden Beschw erdeverfahren zu berücksichtigen sein) ist den G esuchstellern eine insgesam t auf Fr. 608.-- (inkl. Auslagen und M w St) festzusetzende Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 10 und Art. 14 Abs. 2 VG KE). (D ispositiv nächste Seite)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D as R evisionsgesuch w ird gutgeheissen, und das U rteil der AR K vom 4. D ezem ber 2006 w ird aufgehoben. 2. D as Beschw erdeverfahren w ird w ieder aufgenom m en. D ie Beschw erdeführer können den Ausgang des Verfahrens in der Schw eiz abw arten. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. D en G esuchstellern w ird eine Parteientschädigung im Betrag von Fr. 608.-- (inkl. M w St und Auslagen) zugesprochen. 5. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin der G esuchsteller, 2 Expl. (eingeschrieben; Beilage: Form ular Zahladresse) - das Bundesam t für M igration, zur Kenntnisnahm e (ad N _______) - (kantonale Behörde), zur Kenntnisnahm e (ad [...]) D ie R ichterin: D er G erichtsschreiber: C hrista Luterbacher M ario Vena9