<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00205</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205546&amp;W10_KEY=4467137&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00205</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.12.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe<br/><br/>Die Vorinstanz hat die Sache an die Erstinstanz "im Sinn der Erwägungen" zurückgewiesen. Die in den Erwägungen enthaltenen Anordnungen an die Erstinstanz sind anfechtbar (E. 1.2).<br/>Rechtsgrundlagen für die Ausrichtung von Sozialhilfeleistungen und zur vorgängigen Abklärung der Verhältnisse (E. 2.1 f.); Anforderungen an die Begründung (E. 2.3). Übergangsrechtlich sind die SKOS-Richtlinien in der alten Fassung anwendbar (E. 2.4).<br/>Auf eine erst im Beschwerdeverfahren eingereichte Aktennotiz darf abgestellt werden (E. 3.1). Die Budgetberechnung des Sachbearbeiters der Gemeinde lässt sich nachvollziehen. Das Fehlen einer detaillierten Bedarfsberechnung im erstinstanzlichen Beschluss steht nicht im Widerspruch zu den Anforderungen an die Begründung. Eine Rückweisung ist nicht gerechtfertigt (E. 3.2). Die Unterstützungspflicht beginnt erst im Dezember 2004 und nicht etwa schon früher (E. 3.3). Ein Vorbehalt im Dispositiv der Erstinstanz, der Leistungen der Sozialhilfe von der Erfüllung stipendienrechtlicher Voraussetzungen abhängig macht, ist unzulässig (E. 3.4). Die Klausel im Dispositiv der Erstinstanz, wonach die Sozialhilfeleistungen zu befristen seien, ist inzwischen hinfällig geworden, da mit den anwendbaren neuen SKOS-Richtlinien die Leistungen ohnehin neu berechnet werden mussten (E. 3.5). Es besteht in der vorliegenden Konstellation kein Anspruch des unterstützten Kindes auf Kenntnis der Unterhaltsleistungen des Vaters, die dieser direkt an die Gemeinde bezahlt (E. 3.6).<br/>Teilweise Gutheissung der Beschwerde der Gemeinde (E. 4.1). Die Entschädigung an den unentgeltlichen Rechtsbeistand wird mit separater Präsidialverfügung festgesetzt (E. 4.2). Kostenverlegung; Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege an die Sozialhilfeempfängerin (Beschwerdegegnerin) erfüllt (E. 4.3). Entschädigungsfolgen (E. 4.4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDARFSBERECHNUNG">BEDARFSBERECHNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEFRISTUNG">BEFRISTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNG">BEGRÃNDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ERÃFFNUNG DER VERFÃGUNG">ERÃFFNUNG DER VERFÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Privatrecht UR: Zivilgesetzbuch ST: FAMILIENRECHT">FAMILIENRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KINDERUNTERHALT">KINDERUNTERHALT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KINDESRECHT">KINDESRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SACHVERHALTSERMITTLUNG">SACHVERHALTSERMITTLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: SACHVERHALTSFESTSTELLUNG">SACHVERHALTSFESTSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SKOS-RICHTLINIEN">SKOS-RICHTLINIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STIPENDIEN">STIPENDIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERHALT">UNTERHALT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNGSPFLICHT">UNTERSTÃTZUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 27 Abs. I SHV</span><br/><span class="gerade">§ 31 SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 7 Abs. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 10 VRG</span><br/><span class="ungerade">Art. 276 Abs. I ZGB</span><br/><span class="gerade">Art. 289 ZGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">B, geboren 1986, lebte mit den Geschwistern D, geboren 1988, und E, geboren 1992, im Haushalt ihres geschiedenen Vaters in Y, wo sie verschiedentlich geschlagen wurde. Der Bruder F, geboren 1981, lebt in einer eigenen Wohnung. Am 23. Januar 2003 wurde B von ihrem Vater erneut mit einem Ledergurt geschlagen, weshalb sie tags darauf unter Beizug der Polizei an einem geheimen Ort untergebracht wurde. Am 26. Januar 2003 verfÃ¼gte der PrÃ¤sident der VormundschaftsbehÃ¶rde X die Anordnung einer Erziehungsbeistandschaft Ã¼ber B im Sinne von Art. 308 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) und ernannte ihr am 29. Januar 2003 eine BeistÃ¤ndin. Im Rahmen einer Krisenintervention wurde sie an einem damals geheim gehaltenen Ort fremdplatziert. Entgegen dem Rat der BeistÃ¤ndin kehrte sie bereits am 6. Februar 2003 wieder nach Hause zurÃ¼ck, wo sich die VerhÃ¤ltnisse beruhigten. Ihr Vater verheiratete sich in der Zwischenzeit wieder.</p> <p class="Urteilstext">Am 12. Juli 2004 wurde B im Beisein ihres Vaters und der Stiefmutter von der SozialbehÃ¶rde X (PrÃ¤sident und SekretÃ¤rin) angehÃ¶rt. B erklÃ¤rte dabei, dass sie nicht mehr nach Hause gehe und bei ihrem Bruder F in Untermiete wohnen werde. Am 30. November 2004 stellte sie Antrag zum Bezug von wirtschaftlicher Hilfe, am 27. Dezember 2004 einen zahlenmÃ¤ssig bezifferten Anspruch. Nach ihrer und ihres Vaters erneuten AnhÃ¶rung fasste die SozialbehÃ¶rde X am 26. Januar 2005 folgenden Beschluss:</p> <p class="EinzugZitat"><span>"Unter dem Vorbehalt, dass die mit der AbklÃ¤rung des Stipendiengesuchs betraute kantonale Dienststelle B den Zuschlag fÃ¼r auswÃ¤rtiges Wohnen gewÃ¤hrt und ihr ein entsprechend berechneter Ausbildungsbeitrag effektiv auch ausgerichtet werden wird, wird der Sozialhilfebedarf in der HÃ¶he von Fr. 1'569.- abzÃ¼glich Erwerbseinkommen, Unterhaltsbeitrag des Vaters sowie andere EinkÃ¼nfte ab dem 1. Dezember 2004 im Sinne der ErwÃ¤gungen Ã¼bernommen."</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den dagegen von B erhobenen Rekurs hiess der Bezirksrat Z mit Beschluss vom 6. April 2005 gut und wies die Sache an die SozialbehÃ¶rde X zu neuer Beschlussfassung im Sinne der ErwÃ¤gungen zurÃ¼ck. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen liess die Gemeinde X beim Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich am 6. Mai 2005 Beschwerde erheben und beantragen, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und derjenige der SozialbehÃ¶rde X vom 26. Januar 2005 zu bestÃ¤tigen. Mit Beschluss vom 31. Mai 2005 wurde der Beschwerdegegnerin die unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung gewÃ¤hrt und ihr am 13. Juni 2005 in der Person ihres Vertreters ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt (Prot. S. 3 ff.). Die Beschwerdegegnerin liess in der Beschwerdeantwort vom 13. Juli 2005 Abweisung der Beschwerde beantragen und geltend machen, es sei ihr ein Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe ab Juli 2004 in einer durch die BeschwerdefÃ¼hrerin noch zu bestimmenden HÃ¶he zuzusprechen. Auf Wunsch der BeschwerdefÃ¼hrerin ordnete das Gericht einen zweiten Schriftenwechsel an. Die Beschwerdereplik datiert vom 26. August 2005, die Beschwerdeduplik vom 11. Oktober 2005.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 19c Abs. 2 und § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen gegeben sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. Angesichts des Streitwerts ist die Kammer zum Entscheid berufen (§ 38 Abs. 2 VRG; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 5).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die Vorinstanz begrÃ¼ndete ihren RÃ¼ckweisungsentscheid damit, dass dem Beschluss der SozialbehÃ¶rde X vom 26. Januar 2005 nicht zu entnehmen sei, aus welchen einzelnen BetrÃ¤gen sich der UnterstÃ¼tzungsbeitrag von Fr. 1'569.- zusammensetze. Damit genÃ¼ge der angefochtene Beschluss weder der Pflicht der BeschwerdefÃ¼hrerin zur Erstellung einer Bedarfsberechnung im Sinne von § 30 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) noch der BegrÃ¼ndungspflicht nach § 10 VRG. Bei der neuen Beschlussfassung habe die Erstinstanz zudem zu bestimmen, ab welchem Zeitpunkt die Beschwerdegegnerin Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe habe; diese dÃ¼rfe sodann weder mit Bedingungen und Vorbehalten versehen noch befristet sein. Schliesslich sei die Weigerung der BeschwerdefÃ¼hrerin, die HÃ¶he des vom Vater der Beschwerdegegnerin bezahlten Unterhaltsbeitrages bekannt zu geben, nicht nachvollziehbar. Es fragt sich somit, was zum Streitgegenstand gehÃ¶rt.</p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanz hob im angefochtenen Entscheid den Beschluss der SozialbehÃ¶rde X vom 26. Januar 2005 auf und wies die Sache an jene zur Erstellung eines neuen Beschlusses "im Sinne der ErwÃ¤gungen" zurÃ¼ck. Die Parteien scheinen davon auszugehen, dass die verschiedenen Anordnungen der Rekursinstanz (zum Beispiel Festlegen des Zeitpunkts der Anspruchsberechtigung; unzulÃ¤ssige Befristung, unzulÃ¤ssige Bedingungen und Vorbehalte), welche die Erstinstanz bei der neuerlichen Beschlussfassung zu beachten hÃ¤tte, ihrerseits selbstÃ¤ndig zu beurteilen seien.</p> <p class="Urteilstext">Das Dispositiv hat den eigentlichen Entscheid zu enthalten; grundsÃ¤tzlich erwÃ¤chst nur das im Dispositiv Enthaltene in Rechtskraft. Es kÃ¶nnen jedoch auch die ErwÃ¤gungen an der Rechtskraft teilhaben, indem das Dispositiv mit dem Beisatz "im Sinn der ErwÃ¤gungen" auf diese verweist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 28 N. 5). Demnach sind die von der Vorinstanz erwÃ¤hnten Anordnungen unabhÃ¤ngig vom Entscheid Ã¼ber die RÃ¼ckweisung zu beurteilen, umso mehr, als sie ihrerseits mindestens teilweise Grund fÃ¼r eine Aufhebung des angefochtenen Entscheides bilden kÃ¶nnten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) hat Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe, wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen mit gleichem Wohnsitz nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann (so auch § 16 SHV). Wirtschaftliche Hilfe, die jemand fÃ¼r sich selbst wÃ¤hrend seiner UnmÃ¼ndigkeit oder bis zum Abschluss einer in dieser Zeit begonnenen Ausbildung rechtmÃ¤ssig erwirkt und bezogen hat, ist nicht zurÃ¼ckzuerstatten (§ 27 Abs. 3 SHG). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die wirtschaftliche Hilfe trÃ¤gt den persÃ¶nlichen und Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen Rechnung und gewÃ¤hrleistet das soziale Existenzminimum des Hilfesuchenden. Sie bemisst sich nach den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien; § 17 Abs. 1 SHV). Wirtschaftliche Hilfe wird in der Regel auf Gesuch hin gewÃ¤hrt. ErfÃ¤hrt die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde anderweitig von hilfebedÃ¼rftigen Personen, klÃ¤rt sie von sich aus ab, ob wirtschaftliche Hilfe notwendig ist (§ 25 SHV). Die AbklÃ¤rung der VerhÃ¤ltnisse erfolgt in erster Linie durch Befragung des Hilfesuchenden und PrÃ¼fung seiner Unterlagen (§ 27 Abs. 1 SHV). Die BehÃ¶rde plant unter Mitwirkung des Hilfesuchenden die notwendige Hilfe. Der Hilfeplan umfasst die Massnahmen zur Verbesserung der gegenwÃ¤rtigen Notlage auf Dauer, die Bedarfsberechnung zur Ermittlung des sozialen Existenzminimums sowie Angaben Ã¼ber Art, Umfang und Dauer der vorgesehenen Hilfe. Er muss vor dem Entscheid der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde aufgestellt werden (Abteilung Ãffentliche Sozialhilfe des Sozialamts des Kantons ZÃ¼rich, Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, ZÃ¼rich, Ziffer 2.5.2/§ 30 SHV, Stand Januar 2001). Sind die VerhÃ¤ltnisse hinreichend geklÃ¤rt, trifft die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde ihren Entscheid (§ 30, 31 Abs. 1 SHV). Sie prÃ¼ft zudem periodisch, mindestens einmal jÃ¤hrlich, alle hÃ¤ngigen HilfsfÃ¤lle (§ 33 SHV). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>§ 10 VRG statuiert den Grundsatz, dass die Erledigung einer Angelegenheit zu begrÃ¼nden und zusammen mit einer Rechtsmittelbelehrung mitzuteilen ist. Nach § 10 Abs. 1 VRG soll die Erledigung einer Angelegenheit schriftlich mitgeteilt werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 3, 16). Nach Abs. 2 derselben Bestimmung sind schriftliche Mitteilungen zu begrÃ¼nden. Die angemessene BegrÃ¼ndung ermÃ¶glicht es dem Adressaten, Inhalt, Grenzen und Tragweite einer Anordnung zu erfassen und ihn von deren Richtigkeit zu Ã¼berzeugen. Sie zeigt, von welchen massgeblichen Tatsachen und Rechtsnormen sich die entscheidende BehÃ¶rde hat leiten lassen, und erlaubt es, eine Anordnung sachgemÃ¤ss anzufechten und auf ihre Konsistenz, RationalitÃ¤t und Richtigkeit zu Ã¼berprÃ¼fen. DafÃ¼r mÃ¼ssen wenigstens kurz die Ãberlegungen genannt sein, von denen sich die BehÃ¶rde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stÃ¼tzt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 37, 39; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich etc. 2002, Rz. 1706). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Der erstinstanzliche Entscheid fiel zu einem Zeitpunkt, als die SKOS-Richtlinien in der Fassung von Dezember 2000 galten. Der UnterstÃ¼tzungsbeitrag enthielt damals einen Grundbedarf I, der den notwendigen Aufwand fÃ¼r den Lebensunterhalt umfasst, sowie den Grundbedarf II, der dazu diente, den Grundbedarf I auf ein regional differenziertes Niveau zu heben, um die Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben zu erleichtern (SKOS-Richtlinien, Kap. B.2.1+2+4). Im Rahmen des Sanierungsprogramms 04 beschloss der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich, den Grundbedarf II ab 1. Juli 2004 auf den Mindestwert zu reduzieren (Weisung der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit des Kantons ZÃ¼rich vom 29. April 2004). Mit EinfÃ¼hrung der SKOS-Richtlinien in der Fassung von Dezember 2004 entfiel der Grundbetrag II. Die neuen Richtlinien kÃ¶nnen frÃ¼hestens ab April 2005 und mÃ¼ssen bis spÃ¤testens 1. Oktober 2005 angewandt werden (OS 60, 74; Ãbergangsbestimmungen SHV zur Ãnderung vom 2. MÃ¤rz 2005). Ab wann die BeschwerdefÃ¼hrerin Berechnungen nach den neuen Richtlinien vorgenommen hat, ist nicht bekannt; noch im Juni 2005 jedenfalls berechnete sie den Anspruch der Beschwerdegegnerin nach den "alten" SKOS-Richtlinien. Vorliegend sind daher die SKOS-Richtlinien in der alten Fassung anwendbar (fortan aSKOS-Richtlinien), die im Zeitpunkt des zugrunde liegenden Entscheides der SozialbehÃ¶rde X galten. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die Vorinstanz hob den erstinstanzlichen Entscheid wie erwÃ¤hnt deswegen auf, weil daraus nicht ersichtlich sei, wie sich der UnterstÃ¼tzungsbeitrag von monatlich Fr. 1'569.- zusammensetze. Nach Ansicht der Vorinstanz hÃ¤tte in der BegrÃ¼ndung diese Aufstellung enthalten sein mÃ¼ssen. Indessen braucht die Aufstellung, wie sich der errechnete UnterstÃ¼tzungsbeitrag zusammensetzt, nicht zwingend im Entscheid der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde enthalten zu sein. Dies mindestens dann nicht, wenn zuvor im Rahmen eines Hilfeplans eine Aufstellung der einzelnen BetrÃ¤ge gemacht und mit dem Hilfesuchenden besprochen wurde (vorn E. 2.2); der Entscheid der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde genehmigt dann diese Aufstellung. AusfÃ¼hrungen zu einzelnen Positionen wÃ¤ren im Genehmigungsentscheid allerdings dann angebracht, wenn die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde von den Zahlen des Hilfeplans abweichen wÃ¼rde. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Umstritten ist, was an der AnhÃ¶rung vom 12. Januar 2005 besprochen wurde. GemÃ¤ss der erst im Beschwerdeverfahren eingelegten vollstÃ¤ndigen Aktennotiz nahmen an jener Besprechung die Beschwerdegegnerin mit ihrem Bruder und Frau G, ehemalige Lebenspartnerin ihres Vaters, sowie der Sozialvorstand und die SozialsekretÃ¤rin teil. Die Beschwerdegegnerin hÃ¤lt die Aktennotiz vom 12. Januar 2005 fÃ¼r nachtrÃ¤glich erstellt, weil ihrer Ansicht nach gewisse AusfÃ¼hrungen nicht korrekt seien, und verneint, dass es je eine detaillierte Abrechnung gegeben habe. Indessen bestehen keine Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass die Aktennotiz vom 12. Januar 2005 nachtrÃ¤glich erstellt oder zugunsten der Beschwerdegegnerin verfÃ¤lscht worden wÃ¤re. Auch der Umstand, dass die Aktennotiz erst nachtrÃ¤glich eingelegt wurde, impliziert keine unlauteren Machenschaften. Auf die Aktennotiz ist daher abzustellen. Wo der darin enthaltene Sachverhalt bestritten ist, lassen die Ã¼brigen Akten eine Beurteilung zu. Es erÃ¼brigt sich daher, angebotene Zeugen einzuvernehmen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Am GesprÃ¤ch vom 12. Januar 2005 ging es zunÃ¤chst um den von der Beschwerdegegnerin an ihren Bruder zu bezahlenden Mietzins. Die BehÃ¶rde beanstandete, dass im Antrag des Sozialarbeiters H die hÃ¤lftigen Mietkosten der Wohnung des Bruders berÃ¼cksichtigt worden waren, welche allein das Einkommen der Beschwerdegegnerin bereits Ã¼berstiegen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>H beantragte am 12. Januar 2005 fÃ¼r die Beschwerdegegnerin UnterstÃ¼tzungsleistungen von insgesamt Fr. 1'836.50 zuzÃ¼glich die Ãbernahme der KrankenkassenprÃ¤mien von Fr. 66.80. Dabei legte er ein von ihm erstelltes Budget fÃ¼r die Beschwerdegegnerin vor, welches anlÃ¤sslich des GesprÃ¤chs vom 12. Januar 2005 offenkundig korrigiert wurde. Vorerst ist darauf hinzuweisen, dass die KrankenkassenprÃ¤mien fÃ¼r die Beschwerdegegnerin nicht Fr. 66.80, sondern Fr. 227.50 betrugen. Im Ãbrigen erweist sich das von H errechnete Budget fÃ¼r die Beschwerdegegnerin wohl als teilweise seltsam, nicht jedoch undurchschaubar errechnet. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Als Grundbetrag I enthielt das Budget fÃ¼r die Beschwerdegegnerin Fr. 823.50. Der Grundbetrag I fÃ¼r eine Person in einem Zwei-Personen-Haushalt â die Beschwerdegegnerin wohnte ja bei ihrem Bruder â betrÃ¤gt jedoch Fr. 788.-. Der Sozialarbeiter berÃ¼cksichtigte offenkundig den ganzen Grundbetrag II fÃ¼r zwei Personen, teilte ihn jedoch zur HÃ¤lfte dem Grundbetrag I (Fr. 788.- + Fr. 35.50) und dem Grundbetrag II zu (Fr. 35.50). Gesamthaft ergeben sich Fr. 71.-, die dem gesamten Grundbetrag II (Minimum) in einem Zwei-Perso­nen-Haushalt entsprechen. Korrekterweise hÃ¤tte der Grundbedarf I aber auf Fr. Fr. 788.-, der Grundbedarf II auf Fr. 35.50 festgelegt werden mÃ¼ssen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet die Berechnung von Grundbetrag I und II jedoch nicht, verlangt sie doch die BestÃ¤tigung des erstinstanzlichen Entscheides, weshalb insofern keine Korrekturen daran vorzunehmen sind. Bei diesen BetrÃ¤gen handelt es sich sodann um Pauschalen (vgl. aSKOS-Richtlinien, Kap. B. 2.2, 2.4), die entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin nicht in weitere einzelne Bedarfspositionen aufgeschlÃ¼sselt werden mÃ¼ssen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.3 </b>Als Mietkosten wurde im Budget die HÃ¤lfte des allerdings erst ab 1. April 2005 geltenden Mietzinses der Wohnung des Bruders mit Fr. 727.50 eingesetzt. Im Rahmen der GesprÃ¤che vom 12. Januar 2005 erklÃ¤rte sich der Bruder der Beschwerdegegnerin mit monatlich Fr. 300.- als Mietbeitrag einverstanden. In der Beschwerdeantwort bestreitet die Beschwerdegegnerin zwar, dass der hÃ¤lftige Mietzins Ã¼berhÃ¶ht gewesen sei und nicht hÃ¤tte angerechnet werden dÃ¼rfen. Im Rekurs vom 15. Februar 2005 wurde dies allerdings nicht beanstandet. UnterstÃ¼tzte Personen sollen materiell nicht besser, aber auch nicht schlechter gestellt werden als Menschen in ihrer Umgebung, die ohne Sozialhilfeleistungen in wirtschaftlich bescheidenen VerhÃ¤ltnissen leben (aSKOS-Richtlinien, Kap. A.4-2). Dass der Mietzins von Fr. 300.- angemessen war, zeigt sich auch daran, dass die Beschwerdegegnerin seit 1. Juli 2005 ein eigenes Zimmer fÃ¼r monatlich Fr. 480.- inklusive Nebenkosten bewohnt, wobei ihr Lohn ab August 2005 (zweites Lehrjahr) um Fr. 200.- gestiegen ist.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.4 </b>Die KrankenkassenprÃ¤mie betrÃ¤gt gemÃ¤ss korrigiertem Budget Fr. 162.50, nachdem die Beschwerdegegnerin PrÃ¤mienverbilligung im Umfang von Fr. 780.- jÃ¤hrlich erhalten hatte. Die (allgemeinen) Erwerbsunkosten von Fr. 250.- entsprechen wiederum einer Pauschale, die keiner besonderer AusfÃ¼hrungen bedarf (aSKOS-Richtlinien, Kap. C.3-2). Hinzu kommen spezielle Erwerbsunkosten von Fr. 160.- fÃ¼r Verpflegung.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.5 </b>Zum Einkommen gerechnet wurden das Erwerbseinkommen von damals netto Fr. 696.25 sowie die Kinderzulagen von Fr. 195.- (§ 8 Abs. 1 des Gesetzes Ã¼ber Kinderzulagen fÃ¼r Arbeitnehmer vom 8. Juni 1958 [KinderzulagenG]). </p> <p class="Urteilstext">Demnach ergibt sich aufgrund des korrigierten Budgets die folgende Aufstellung:</p> <p class="EinzugZitat"><span>Grundbetrag I Fr. 788.00</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Grundbetrag II Fr. 71.00</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Wohnungskosten (inkl. NK) Fr. 300.00</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Erwerbsunkosten pauschal Fr. 250.00</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Erwerbsunkosten besondere Fr. 160.00</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Total Bedarf Fr. 1'569.00</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Hinzu kommen die KrankenkassenprÃ¤mien von monatlich Fr. 162.50, die von der BehÃ¶rde direkt bezahlt werden. Rechnet man vom gesamten Bedarf von Fr. 1'569.- das Einkommen von total Fr. 891.25 ab, ergibt sich ein UnterstÃ¼tzungsbeitrag von Fr. 677.75, aufgerundet Fr. 678.-. Dies setzt allerdings voraus, dass die Kinderzulagen von Fr. 195.- an die Beschwerdegegnerin als "andere EinkÃ¼nfte" ausgerichtet werden. Andernfalls dÃ¼rfte lediglich das Erwerbseinkommen der Beschwerdegegnerin berÃ¼cksichtigt werden.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.6 </b>Damit liegt nicht nur eine korrekte Bedarfsberechnung vor, sondern diese ist entgegen der Ansicht der Vorinstanz durchaus nachvollziehbar. Auch die BegrÃ¼ndung des erstinstanzlichen Entscheides genÃ¼gt in Verbindung mit dem erwÃ¤hnten Budget per Januar 2005 den Anforderungen von § 10 VRG. Angesichts dessen, dass das Budget am 12. Januar 2005 Ã¼berarbeitet wurde und gleichentags eine Besprechung mit der Beschwerdegegnerin und der BehÃ¶rde stattfand, ist davon auszugehen, dass diese Positionen tatsÃ¤chlich auch erlÃ¤utert wurden. Soweit die Beschwerdegegnerin ausfÃ¼hren lÃ¤sst, es habe nie ein detailliertes Budget gegeben, und ein solches sei nicht eingereicht worden, ist ihr nicht zu folgen, liegt doch das fragliche Budget bei den erstinstanzlichen Akten. Dass im erstinstanzlichen Entscheid ein konkreter Auszahlungsbetrag fehlte, ist damit zu erklÃ¤ren, dass VerÃ¤nderungen wie beispielsweise ein hÃ¶heres Einkommen â das der Beschwerdegegnerin ab August 2005 anfiel â ohne Ãnderung des festgesetzten UnterstÃ¼tzungsbedarfs berÃ¼cksichtigt werden konnten, was zulÃ¤ssig ist. Im Ãbrigen geht aus den von der Beschwerdegegnerin selber eingelegten monatlichen Abrechnungen entgegen ihrer Ansicht klar und detailliert hervor, wie sich die ausbezahlten Monatsbetreffnisse jeweils zusammensetzten. Das Fehlen einer detaillierten Bedarfsberechnung im erstinstanzlichen Entscheid ist daher unter den konkreten UmstÃ¤nden nicht zu beanstanden, selbst wenn es aus GrÃ¼nden der Transparenz wÃ¼nschenswert ist, dass bereits aus dem Beschluss der SozialbehÃ¶rde selber direkt hervorgeht, wie der Bedarf konkret berechnet worden ist. Der RÃ¼ckweisungsentscheid erweist sich bezÃ¼glich der HauptbegrÃ¼ndung â fehlende Bedarfsberechnung und ungenÃ¼gende BegrÃ¼ndung im erstinstanzlichen Entscheid â demnach als ungerechtfertigt. Dies umso mehr, als der Rekurs unter der Annahme erhoben wurde, dass die im Beschluss vom 26. Januar 2005 aufgefÃ¼hrten Zahlen nicht richtig seien. Die Vorinstanz hÃ¤tte daher die Zahlen im Einzelnen prÃ¼fen mÃ¼ssen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Was die BerÃ¼cksichtigung der Mietkosten im Bedarf der Beschwerdegegnerin anbelangt, kÃ¶nnte sich allerdings fragen, ob sie Ã¼berhaupt woanders als zuhause hÃ¤tte wohnen dÃ¼rfen. Analog zur Berechtigung der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde, Hilfesuchende anzuweisen, sich eine gÃ¼nstigere Wohnung zu suchen (§ 23 lit. d SHV; dazu ausfÃ¼hrlich VGr, 2. August 2004, VB.2004.00269, E. 3.1; VGr, 2. August 2004, VB.2004.00247, E. 2.1, je unter www.vgrzh.ch; aSKOS-Richtlinien, Kap. B.3; Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, LeitsÃ¤tze, Ziff. 2.1.3 S. 11 und 23), dÃ¼rfte bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Ausbildung wohl verlangt werden, dass sie wÃ¤hrend der Dauer der UnterstÃ¼tzung â solange zumutbar â zuhause wohnen bleiben, um Miet- und andere Kosten zu sparen. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>Vorliegend wurde die Beschwerdegegnerin zuhause von ihrem Vater geschlagen, was zu ihrem vorÃ¼bergehenden Auszug aus der elterlichen Wohnung fÃ¼hrte (vorn Sachverhalt Ziff. I). GemÃ¤ss dem Bericht der BeistÃ¤ndin vom 11. Juni 2004 zeigten die Beschwerdegegnerin als auch deren Vater nach ihrer RÃ¼ckkehr in die elterliche Wohnung am 6. Februar 2003 grossen Kooperationswillen und VerÃ¤nderungsbereitschaft, weshalb die ursprÃ¼nglich regelmÃ¤ssig gefÃ¼hrten GesprÃ¤che nicht mehr gesucht wurden, da die Beteiligten dazu keinen Anlass sahen. Die Probleme zwischen Vater und Tochter sollen sich gelegt haben, abgesehen von gelegentlichen Differenzen, was das Ausgehen der Beschwerdegegnerin anbelangte. Diese soll aber zur Stiefmutter rasch Vertrauen gefunden haben, was zusÃ¤tzlich zur Entspannung der Situation fÃ¼hrte. GÃ¤nzlich gegenteilig Ã¤ussert sich dagegen die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeduplik<i>. </i>Danach will sie lediglich wieder nach Hause zurÃ¼ckgekehrt sein, um ihre jÃ¼ngeren Geschwister vor dem Vater zu schÃ¼tzen. Die Situation habe sich nicht entschÃ¤rft, und auch die vermittelnde Rolle der Stiefmutter wird bestritten. Angesichts dessen, dass sich der Bericht der BeistÃ¤ndin von Januar 2003 bis Juni 2004 erstreckt und kein Anlass besteht, an den AusfÃ¼hrungen der BeistÃ¤ndin zu zweifeln, muss jedoch von einer Beruhigung der Situation bis im Sommer 2004 ausgegangen werden. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Am 12. Juli 2004 kam es zu einer Aussprache mit der Beschwerdegegnerin, ihrer Lehrmeisterin Frau I, ihrem Vater und ihrer Stiefmutter, dem Sozialberater H und dem PrÃ¤sidenten sowie der SekretÃ¤rin der SozialbehÃ¶rde. Dabei legte die Beschwerdegegnerin dar, dass sie kÃ¼nftig bei ihrem Bruder wohnen und nicht mehr nach Hause zurÃ¼ckkehren werde. BehÃ¶rdlicherseits wurde darauf hingewiesen, dass es nicht Angelegenheit der SozialbehÃ¶rde sei, die Beschwerdegegnerin zu unterstÃ¼tzen bzw. GesprÃ¤che zwischen ihr und ihrem Vater zu fÃ¼hren; der Dialog mÃ¼sse zwischen Vater und Tochter stattfinden. Ein konkreter Anlass fÃ¼r ein ZerwÃ¼rfnis zwischen der Beschwerdegegnerin und ihrem Vater in jenem Zeitpunkt lÃ¤sst sich den Akten nicht entnehmen. Der Entscheid der SozialbehÃ¶rde X vom 26. Januar 2005 und die Rekursschrift vom 15. Februar 2005 nennen bloss einen eskalierenden Streit als Grund fÃ¼r den Auszug der Beschwerdegegnerin von zuhause; der Streit wurde jedoch nicht als derart gravierend betrachtet, dass er ihren Auszug gerechtfertigt hÃ¤tte. Gewaltanwendung des Vaters gegen den Sohn F betraf die Beschwerdegegnerin jedenfalls nicht. Unter diesen UmstÃ¤nden, gestÃ¼tzt auf die AusfÃ¼hrungen der BeistÃ¤ndin und darauf, dass die Beschwerdegegnerin im Jahre 2003 schon nach kurzer Zeit der Fremdplatzierung nach Hause zurÃ¼ckgekehrt war (vorn Sachverhalt Ziff. I), musste die BehÃ¶rde im Juli 2004 nicht davon ausgehen, dass der Auszug der Beschwerdegegnerin bereits definitiv und auch gerechtfertigt war. Der Sozialvorstand wies denn auch darauf hin, dass sich die Beschwerdegegnerin wieder an ihren Vater wenden mÃ¼sse, wenn sie nicht bei ihrem Bruder bleiben sollte. Schliesslich ist zu bedenken, dass weder die Beschwerdegegnerin noch der anwesende Sozialarbeiter H an der Besprechung vom 12. Juli 2004 ein Gesuch um UnterstÃ¼tzungsleistungen stellten. Daran Ã¤ndert sich nichts dadurch, dass Ã¼ber eine finanzielle UnterstÃ¼tzung der Beschwerdegegnerin gesprochen worden sein soll. Selbst wenn dem so wÃ¤re, brauchte die SozialbehÃ¶rde entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin nicht von sich aus tÃ¤tig zu werden, stand doch nach dem AusgefÃ¼hrten keineswegs fest, ob diese auf Dauer von zuhause ausziehen und von ihrem Vater keinerlei UnterstÃ¼tzung mehr erhalten wÃ¼rde. Deshalb ist nochmals klarzustellen, dass die UnterstÃ¼tzungspflicht erst ab Dezember 2004 beginnt; insofern ist die Beschwerde begrÃ¼ndet.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.3 </b>Anders zeigte sich die Situation im Dezember 2004. Die Beschwerdegegnerin lebte damals bereits ein knappes halbes Jahr bei ihrem Bruder und war inzwischen mÃ¼ndig geworden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin schenkte den Angaben der Beschwerdegegnerin, dass das VerhÃ¤ltnis zu ihrem Vater nachhaltig erschÃ¼ttert sei, Glauben. So wurde die Tatsache ihres Auszugs anerkannt. Entsprechend berÃ¼cksichtigte die BeschwerdefÃ¼hrerin Mietkosten im Bedarf der Beschwerdegegnerin zu Recht ab 1. Dezember 2004 (vorn E. 3.2.3).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin ging gemÃ¤ss der Rekursantwort vom 9. MÃ¤rz 2005 offensichtlich davon aus, dass junge Menschen bis zum Abschluss der Ausbildung keinen Anspruch darauf hÃ¤tten, ausserhalb des Elternhauses zu wohnen, es sei denn, eine fÃ¼r solche Fragestellungen zustÃ¤ndige Ã¶ffentliche Dienststelle habe einen entsprechenden Anspruch anerkannt. Solche AbklÃ¤rungen seien vorliegend bei der kantonalen Stipendienstelle anhÃ¤ngig gemacht worden, eine Antwort stehe aber noch aus. Da die Bemessungsperiode vor dem Inkrafttreten der Stipendienverordnung vom 15. September 2004 (StipendienV, in Kraft seit 1. Januar 2005) begonnen hatte, sind die Stipendienverordnung vom 10. Januar 1996 (aStipendienV; OS 53, 408) und das Stipendienreglement vom 29. Juni 1999 (aStipendienR; OS 55, 353) anwendbar (§ 88 Abs. 1 und § 89 StipendienV). Nach § 5 Abs. 2 aStipendienV wurde neben anderem die Absolvierung einer Berufslehre im Kanton ZÃ¼rich unterstÃ¼tzt. FÃ¼r die Bemessung der BeitrÃ¤ge verwies die Stipendienverordnung auf das Stipendienreglement (§ 9 Abs. 3 aStipendienV). Nach § 15 aStipendienR konnten Kosten fÃ¼r auswÃ¤rtige Kost und Logis auch bei Bewerbern unter 25 Jahren berÃ¼cksichtigt werden, wenn sie aus zwingenden GrÃ¼nden nicht bei den Eltern wohnten, insbesondere bei schwerwiegenden innerfamiliÃ¤ren Problemen. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.2 </b>Weder die Stipendienverordnung von 1996 noch das Stipendienreglement von 1999 enthalten einen Hinweis, dass der Anspruch eines in Ausbildung stehenden Bewerbers darauf, ausserhalb des Elternhauses zu leben, fÃ¼r andere BehÃ¶rden verbindlich abgeklÃ¤rt wÃ¼rde. Zu Recht beanstanden Vorinstanz und Beschwerdegegnerin den entsprechenden Vorbehalt im erstinstanzlichen Entscheid. Zwar durfte die BeschwerdefÃ¼hrerin auf AbklÃ¤rungen anderer Institutionen zur Frage, ob UmstÃ¤nde vorliegen, die der Beschwerdegegnerin das Leben ausserhalb der vÃ¤terlichen Wohnung erlaubt hÃ¤tten, abstellen. Allerdings hat das zustÃ¤ndige kantonale Amt fÃ¼r Jugend und Berufsberatung bis heute nicht Ã¼ber den Stipendienanspruch der Beschwerdegegnerin entschieden. Entgegen ihrer Ansicht hatte deshalb die BeschwerdefÃ¼hrerin im Zeitpunkt des Gesuchs um wirtschaftliche Hilfe selber darÃ¼ber zu entscheiden, ob der Beschwerdegegnerin solche zustehe oder nicht, und, falls ja, in welchem Umfang. In diesem Zusammenhang war mindestens vorfrageweise zu prÃ¼fen, ob der Beschwerdegegnerin ein Leben ausserhalb der vÃ¤terlichen Wohnung zuzubilligen war. Das hat die BeschwerdefÃ¼hrerin getan und einen entsprechenden Anspruch der Beschwerdegegnerin ab Dezember 2004 anerkannt (vgl. vorn E. 3.1, 3.3.3). </p> <p class="Erwgung3">Mit dem formulierten Vorbehalt im Entscheiddispositiv verhielt sich die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht nur widersprÃ¼chlich, sondern sie stellte die Berechtigung der Beschwerdegegnerin auf wirtschaftliche Hilfe und damit ihren Entscheid grundsÃ¤tzlich in Frage, indem sie mindestens die BerÃ¼cksichtigung von Mietkosten vom Entscheid der StipendienbehÃ¶rde abhÃ¤ngig machte. Damit bestand die Gefahr sich widersprechender Entscheidungen. Das geht nicht an. Wenn die Beschwerdegegnerin UnterstÃ¼tzungsbeitrÃ¤ge, eingeschlossen fÃ¼r Mietkosten, zugesprochen erhielt, musste sie sich einen allenfalls anderslautenden spÃ¤teren Entscheid einer anderen BehÃ¶rde in anderem Zusammenhang Ã¼ber die Berechtigung, ausserhalb der vÃ¤terlichen Wohnung zu leben, nicht entgegenhalten lassen und allenfalls damit rechnen, Teile der UnterstÃ¼tzungsleistungen deswegen wieder zurÃ¼ckzuerstatten. Vielmehr lag es in der Verantwortung der BeschwerdefÃ¼hrerin, die Frage der Anspruchsberechtigung fÃ¼r sich rechtsgÃ¼ltig zu entscheiden. Unter Vorbehalt der gesetzlichen GrÃ¼nde zur RÃ¼ckerstattung durfte die Beschwerdegegnerin â entgegen den Angaben des Sozialarbeiters H â davon ausgehen, dass sie nicht rÃ¼ckerstattungspflichtig wÃ¼rde (§ 27 Abs. 3 Satz 1 SHG). Sollte das Amt fÃ¼r Jugend und Berufsberatung seinerseits BeitrÃ¤ge auch fÃ¼r Kost und Logis ausserhalb des Elternhauses zusprechen, wÃ¤ren diese unter den "anderen EinkÃ¼nften" zu berÃ¼cksichtigen und bedÃ¼rfte es auch insofern des Vorbehaltes nicht. Dieser erweist sich vielmehr als unzulÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Die Vorinstanz hielt sodann fest, dass wirtschaftliche Hilfe nicht befristet werden dÃ¼rfe. Dispositiv-Ziffer 4 des erstinstanzlichen Entscheides lautet: "Befristung: Dieser Beschluss ist befristet bis zum 31. Dezember 2005." Ob die BeschwerdefÃ¼hrerin damit ausdrÃ¼cken wollte, dass bis zum Ende der Befristung eine ÃberprÃ¼fung der Situation der Beschwerdegegnerin stattzufinden habe (§ 33 SHV.) oder ob sie davon ausging, dass die UnterstÃ¼tzung Ende 2005 auslaufen werde, geht daraus nicht hervor. Die Vorinstanz ging darauf weiter nicht ein. Wie es sich damit verhÃ¤lt, kann jedoch dahingestellt bleiben. Wie bereits erwÃ¤hnt, wenden die Gemeinden die SKOS-Richtlinien in der Fassung von Dezember 2004 spÃ¤testens ab dem 1. Oktober 2005 an (vorn E. 2.4). GemÃ¤ss der Weisung der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit des Kantons ZÃ¼rich vom 29. MÃ¤rz 2005 hat die Umstellung auf die neuen SKOS-Richtlinien gegenÃ¼ber den Betroffenen mittels neuen Entscheiden samt Rechtsmittelbelehrung zu erfolgen. Darauf weist auch der Musterbrief der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit hin, wonach Betroffene bis spÃ¤testens Ende September 2005 eine <i>neue</i> VerfÃ¼gung der SozialbehÃ¶rde mit dem entsprechenden Budget erhalten werden. Entsprechend wurde dafÃ¼r eine lange Ãbergangsfrist vom 1. April bis 1. Oktober 2005 angesetzt. Demnach sollte die Beschwerdegegnerin inzwischen einen neuen, den nunmehr geltenden SKOS-Richtlinien von Dezember 2004 angepassten Entscheid Ã¼ber die wirtschaftliche Hilfe erhalten haben, weshalb sich die Befristung des erstinstanzlichen Entscheids als hinfÃ¤llig erweist. Entsprechend drÃ¤ngt sich eine RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz deswegen nicht auf.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Die Vorinstanz hielt es fÃ¼r nicht nachvollziehbar, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin verweigert hatte, der Beschwerdegegnerin die HÃ¶he des von ihrem Vater geleisteten Unterhaltsbeitrages bekannt zu geben. Allerdings ging die Vorinstanz fehl in der Annahme, dass die Beschwerdegegnerin wissen mÃ¼sse, wie hoch die Unterhaltsleistungen ihres Vaters seien, um die sich ihr soziales Existenzminimum reduziere. Zwar geht aus dem erstinstanzlichen Entscheid vom 26. Januar 2005 hervor, dass der Unterhaltsbeitrag des Vaters vom Sozialbedarf von Fr. 1'569.- abgezogen wÃ¼rde. Das konnte indessen nur dann gelten, wenn die Beschwerdegegnerin UnterhaltsbeitrÃ¤ge von ihrem Vater direkt ausbezahlt erhalten hÃ¤tte, was im Zeitpunkt des Entscheides vom 26. Januar 2005 noch gar nicht feststand. Ihr Vater erklÃ¤rte sich aber am 1. Februar 2005 bereit, ab Dezember 2004 monatlich Fr. 200.- fÃ¼r die Beschwerdegegnerin an den Sozialdienst X zu zahlen.</p> <p class="Urteilstext">Wie aus der Bedarfsberechnung von Januar 2005 und aus den spÃ¤teren Abrechnungen hervorgeht, fanden die vom Vater der Beschwerdegegnerin geleisteten UnterhaltsbeitrÃ¤ge darin keinen Eingang. Vielmehr dienen dessen UnterhaltsbeitrÃ¤ge dazu, die vom Gemeinwesen bezahlten BeitrÃ¤ge mitzutragen (Art. 289 Abs. 2 ZGB). Das Gemeinwesen verwendet die UnterhaltsbeitrÃ¤ge mit anderen Worten, um den eigenen Aufwand, nicht aber um den Bedarf der Beschwerdegegnerin bzw. die Zahlungen an sie zu reduzieren. Bereits Art. 289 Abs. 1 ZGB macht deutlich, dass Unterhaltsleistungen demjenigen zu vergÃ¼ten sind, der <i>effektiv</i> dafÃ¼r aufgekommen ist. Das ist in FÃ¤llen von Art. 289 Abs. 2 ZGB das Gemeinwesen, das bezÃ¼glich aller von ihm fÃ¼r den Unterhalt des Kindes an Stelle des Pflichtigen erbrachten Leistungen (insbesondere FÃ¼rsorge- bzw. Sozialhilfeleistungen im Allgemeinen sowie Bevorschussungsleistungen) in den Anspruch des Kindes eintritt. Dies betrifft aber auch Nebenrechte wie beispielsweise das Klagerecht auf Feststellung des weiteren Bestehens der Unterhaltspflicht mit Massnahme- und AbÃ¤nderungsansprÃ¼chen (Peter Breitschmid, in: Basler Kommentar, 2. A., 2002, Art. 289 ZGB N. 8, 10). Entsprechend betrifft die Leistung von UnterhaltsbeitrÃ¤gen eines Elternteils in der vorliegenden Konstellation zur Hauptsache das VerhÃ¤ltnis zwischen diesem und der BehÃ¶rde. Zudem ist die BehÃ¶rde dafÃ¼r verantwortlich, Unterhaltsleistungen in derjenigen HÃ¶he erhÃ¤ltlich zu machen, die der LeistungsfÃ¤higkeit des pflichtigen Elternteils angemessen ist. Demnach brauchte die Beschwerdegegnerin nicht zwingend um die HÃ¶he der von ihrem Vater bezahlten Unterhaltsleistungen zu wissen. Anderseits brauchte die Erstinstanz darum auch kein Geheimnis zu machen. Dass sie es tat, kÃ¶nnte aber eine RÃ¼ckweisung nicht rechtfertigen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Demnach ist die Beschwerde im Sinne der ErwÃ¤gungen teilweise gutzuheissen und der vorinstanzliche Entscheid insofern aufzuheben, als er das Verfahren an die Erstinstanz zu neuem Entscheid zurÃ¼ckweist. Soweit der angefochtene Entscheid den erstinstanzlichen Entscheid aufhebt, ist die Beschwerde ebenfalls teilweise gutzuheissen, nÃ¤mlich insoweit, als der in Dispositiv-Ziffer 1 enthaltene Vorbehalt des Entscheides der StipendienbehÃ¶rde Ã¼ber den Zuschlag fÃ¼r auswÃ¤rtiges Wohnen aufzuheben ist (vorn E. 3.4.2). Demnach gilt der erstinstanzliche Entscheid ohne den erwÃ¤hnten Vorbehalt bis zum Erlass einer neuen VerfÃ¼gung nach den geltenden SKOS-Richtlinien (vorn E. 3.5).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der Beschwerdegegnerin wurde ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt (Prot. S. 3 ff.). Die EntschÃ¤digung an den unentgeltlichen Rechtsbeistand wird mit separater PrÃ¤sidialverfÃ¼gung festgesetzt. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>In der Eingabe der Vertreterin der Beschwerdegegnerin vom 21. Mai 2005, worin sie um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands ersucht, ist auch ein sinngemÃ¤sser Antrag auf GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege enthalten. Die Voraussetzungen dazu sind erfÃ¼llt (Mittellosigkeit und keine offensichtliche Aussichtslosigkeit; § 70 in Verbindung mit § 16 Abs. 1 VRG. ‑ Vgl. auch die ErwÃ¤gungen im Beschluss vom 31. Mai 2005 betreffend GewÃ¤hrung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung, Prot. S. 3 f.). Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege ist daher zu bewilligen.</p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrerin obsiegt Ã¼berwiegend, weshalb sie lediglich 2/5 der Kosten zu tragen hat. Der auf die Beschwerdegegnerin entfallende Kostenanteil von 3/5 ist auf die Gerichtskasse zu nehmen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Die Beschwerdegegnerin bestreitet, dass der BeschwerdefÃ¼hrerin eine ParteientschÃ¤digung zustehe, wÃ¤hrend die BeschwerdefÃ¼hrerin wegen der KomplexitÃ¤t des Verfahrens auf einer solchen beharrt.</p> <p class="Erwgung2">Das Gemeinwesen besitzt in der Regel keinen Anspruch auf ParteientschÃ¤digung. BehÃ¶rden kleinerer Gemeinden dÃ¼rften allerdings ohne die Hilfe eines rechtskundigen Vertreters oft Ã¼berfordert sein. Weil sich diese Gemeinden das erforderliche Fachwissen anderweitig beschaffen mÃ¼ssen, ist es gerechtfertigt, ihnen einen Anspruch auf ParteientschÃ¤digung zuzubilligen. EntschÃ¤digungsberechtigt ist aber auch ein grÃ¶sseres, leistungsfÃ¤higeres Gemeinwesen, das durch das prozessuale Verhalten und die Vorbringen der Gegenpartei Ã¼ber GebÃ¼hr belastet wird (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 19 f.). X gehÃ¶rt mit Ã¼ber 10'000 Einwohnern nicht mehr zu den kleineren Gemeinden. Es ist davon auszugehen, dass die behÃ¶rdliche Infrastruktur die Erhebung und Beantwortung von Rechtsmitteln ohne Beizug einer rechtskundigen Vertretung erlaubt. Die sich stellenden Rechtsfragen waren wohl nicht ganz einfach zu beantworten, stellten aber an eine FachbehÃ¶rde keine unlÃ¶sbaren Probleme. Eine EntschÃ¤digung ist der BeschwerdefÃ¼hrerin daher nicht zuzusprechen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>Der Beschwerdegegnerin wird die unentgeltliche Rechtspflege gewÃ¤hrt;</span></p> <p class="Einzug2"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Im Sinn der ErwÃ¤gungen wird der Beschluss des Bezirksrats Z vom 6. April 2005 aufgehoben und der Beschluss der SozialbehÃ¶rde X vom 26. Januar 2005 teilweise geÃ¤ndert.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 220.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'220.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden zu 2/5 der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt und zu 3/5 auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>