Beschwerdeführer A. vertreten durch: RA AA. Vorinstanz IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden, Neue Steig 15, Postfach, 9102 Herisau Gegenstand Rente der Invalidenversicherung Beschwerde gegen die Verfügung der IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden vom 4. Januar 2019 Obergericht Appenzell Ausserrhoden 3. Abteilung Urteil vom 25. Januar 2022 Mitwirkende Obergerichtspräsident W. Kobler Oberrichter H.P. Fischer, F. Windisch, M. Schneider, E. Ganz Obergerichtsschreiberin A. Mauerhofer Verfahren Nr. O3V 19 4 Sitzungsort Trogen Seite 2 Rechtsbegehren a) des Beschwerdeführers: 1. Die Verfügung vom 04.01.2019 sei aufzuheben, und dem Beschwerdeführer mit Wirkung spätestens ab November 2017 eine IV-Rente zuzusprechen; 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. b) der Vorinstanz: Die Beschwerde sei abzuweisen. Sachverhalt A. Der am XX.XX.1963 geborene A. (nachfolgend auch: Beschwerdeführer) meldete sich mit Gesuch vom 22. Mai 2017 erneut bei der IV -Stelle Appenzell Ausserrhoden (nachfolgend auch: Vorinstanz) zum Leistungsbezug an (IV -act. 143), nachdem die frühere Ab weisung eines bei der Vorinstanz gestellten Rentenbegehrens vo m Ober gericht mit Urteil vom 22. November 2016 im Verfahren O3V 16 9 bestätigt worden war. B. Nach Einholung diverser Arztberichte empfahl der RAD eine polydisziplinäre Begutachtung, um abschliessend zu klären, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit dem bei Dr. B. vor der letzten Rentenabweisung eingeholten Gutachten verändert habe (IV- act. 171). In der Folge holte die Vorinstanz bei der C. AG ein polydiszi plinäres Gut achten ein. Im Gutachten vom 9. August 2018 gelangten die Gutachter in einer interdisziplinären Gesamt- beurteilung zum Schluss, der Beschwerdeführer sei sowohl angestammt als auch adaptiert als voll arbeitsfähig zu betrachten. Die Psoriasis nebst assoziierter Arthropat hie bedinge eine nic ht gegebene Arbeitsfähigkeit in hautbelastenden Tätigkeiten so wie kör perlich schweren Arbeiten und die Persönlichkeitsakzentuierung mache Arbeiten mit hohen Anfor- derungen an die Sozialkompetenz weniger geeignet (IV-act. 184.2, S. 5 f.). Seite 3 C. Nachdem der RAD im Bericht vom 15. August 2018 (IV-act. 185) davon ausging, dass auf dieses Gutachten ab gestellt werden könne, teilte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer mittels Vorbescheid vom 20. September 2018 (IV-act. 186) mit, er habe keinen Rentenan- spruch bei unverändert voller Arbeitsfähigkeit. Vom 17. Oktober bis zum 20. November 2018 trat der Beschwerdeführer für einen sta tio- nären Aufenthalt ins D. ein (IV-act. 190). Im RAD-Bericht vom 19. Dezember 2018 hielt Dr. E. fest, es liege beim Beschwe rdeführer weiter hin keine dauerhafte Veränderung des Gesundheitszustands vor und es seien keine weiteren Abklärungen nötig (IV-act. 191). Mit Verfügung vom 4. Januar 2019 (IV-act. 192) wies die Vorinstanz daraufhin das Renten- begehren des Beschwerdeführers definitiv ab. D. Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer am 7. Februar 2019 Beschwerde ans Obergericht mit dem Antrag, es sei ihm unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung und unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz mindestens eine halbe IV-Rente zuzusprechen bzw. eventualiter seien die medizinischen Ab klärungen weiter zu führen (act. 1). Mit Vernehmlassung vom 18. März 2019 bea ntragte die Vor instanz die Abweisung der Beschwerde (act. 8), woraufhin der Beschwerdeführer mit Replik vom 2. Mai 2019 an seinen beschwerdeweise gestellten Anträgen festhielt und weitere Unterlagen ein- reichte (act. 11 f.). Die Vorinstanz liess sich nicht mehr vernehmen. E. Die Streit sache wurde in der dritten A bteilung des Oberger ichts an der Sitzung vom 10. Dezember 2019 erstmals beraten. Die Richterin und die Richter gelangten gestützt auf eine umfassende Wür digung der vorhandenen Unterlagen zum Schluss, für eine ab - schliessende Beurteilung der Frage, ob und falls ja, in welchem Ausmass dem Be schwer- deführer ein Renten anspruch gegenüber der Invalidenversicherung zukomme oder nicht, seien zunächst weitere medizinische Abklärungen zu seinem Gesundheitszustand erforder- lich. Es wurde daher be schlossen, b ei der G. Begutachtung in O. ein poly disziplinäres Gerichtsgutachten einzuholen (act. 15). Den Parteien wurde mit Bezug auf die in Aussicht gestellte Gutachterstelle und den vorge- schlagenen Fragekatalog das rechtliche Gehör eingeräumt. Die Vorinstanz wurde aufgefor- dert, unverzüglich die IV-Akten zu aktualisieren und dem Obergericht das vollständige Dos- sier einzureichen, damit die ses der Gutachterstelle anschlies send zur Verfügung ge stellt werden könne (act. 15). Seite 4 Mit E-Mail vom 6. April 2020 und mit Schreiben vom 16. Juni 2020 erinnerte die Verfahrens- leitung die Vorinstanz an diese Pendenz (act. 17 und 18). Mit Schreiben vom 17. September 2020 informierte die Vorinstanz das Obergericht, dass die Bemühungen, den Ver laufsbe- richt von Dr. F. zu erhalten, erfolglos geblieben seien (act. 21). Hierauf setzte die Ver - fahrensleitung dem Beschwerdeführer Frist an, um selber einen Verlaufsbericht ein zurei- chen (act. 23), was dieser mit Schreiben vom 10. November 2020 tat (act. 26). Am 13. November 2020 stellte das Gericht der Gutachterstelle die aktualisierten Akten mitsamt den beschlossenen Gutachterfragen zu (act. 28). Mit Schreiben vom 22. Januar 2021 teilte die Gutachterstelle unter Angabe der Gut achterpersonen mit, sie könne den Auftrag übernehmen (act. 32). Nachdem seitens der Parteien keine Einwände gegen die in Aussicht gestellten Gutachter personen erhoben wurden, konnte die Verfahrensleitung der Gutachterstelle mit Schreiben vom 10. Februar 2021 den Gutachterauftrag definitiv erteilen (act. 34). F. Das polydisziplinäre Gutachten vom 23. Juli 2021 (act. 38) ging am 26. Juli 2021 beim Obergericht ein. Mit Verfügung vom 9. August 2021 wurde den Parteien Frist angesetzt, um eine Erläuterung oder Ergänzungsfragen zu beantragen (act. 39). Während der Beschwer- deführer mit Schreiben vom 6. September 2021 beantrag te, die Gut achterstelle sei ergänzend anzufragen, ob es mit überwiegender Wahr scheinlichkeit erwiesen sei, dass eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im ers ten Arbeitsmarkt bereits ab Oktober 2016 spätestens vorhanden gewesen sei (act. 40), liess sich die Vorinstanz nicht vernehmen. Mit Verfügung vom 1. Oktober 2021 wies die Verfah rensleitung den Antrag des Beschwerde- führers auf Unterbreitung der v on ihm vorgeschlagenen Ergänzungsfrage an die Gut ach- terstelle ab (siehe dazu auch E. 2.4b nach folgend) und räumte den Parteien Ge legenheit ein, zum Gutachten Stellung zu nehmen (act. 42). Hierauf reichte der Beschwerdeführer am 14. Oktober 2021 eine Stellungnahme ein und präzisierte den mit der Beschwerde ein ge- reichten Antrag auf Zu sprache von mindestens einer h alben IV -Rente spätestens ab Dezember 2017 dahingehend, dass dem Beschwerdeführer gestützt auf die Erkenntnisse aus dem Gutachten mit Wirkung ab November 2017 eine ganze IV-Rente zuzusprechen sei (act. 43). Die Vor instanz verzichtete weiterhin stillschweigend auf die Einreichung ei ner Stellungnahme, so dass der Schriftenwechsel damit abgeschlossen war (act. 44). Seite 5 Erwägungen 1. Formelles 1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozial versicherungsrecht ergangen. Gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs - rechts (ATSG, SR 830.1) i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b des Justizgesetzes (JG, bGS 145.31) beurteilt das Obergericht Beschwerden gegen solche Entscheide. Da eine Verfügung der IV- Stelle Appenzell Ausserrhoden angefochten ist, ist die örtliche Zuständigkeit gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). 1.2 Das Gesamtgericht hat Beschwerden in Sozialversicherungssachen mit medizinischen Fra- gestellungen (unter Vorbehalt der hier nicht betroffenen Zuständigkeiten des Einzelrichters) der 3. Abteilung zur Be urteilung zugewiesen (so publiziert im aktuellen Staatskalender Appenzell Ausserrhoden, abrufbar unter https://staatskalender.ar.ch/organizations/pdf, Ziff. 2.6.1.2), weshalb diese zur Beurteilung der Beschwerde zuständig ist. 1.3 Die von Amtes wegen vorzu nehmende Prü fung der weit eren Pro zessvoraussetzungen ergibt, dass diese sowohl hinsichtlich der Be schwerdeberechtigung auf Seiten des Beschwerdeführers und des von ihm bestellten Rechtsvertreters als auch hinsichtlich der Form- und Fristerfordernisse mit Bezug auf die Beschwerdeschrift erfüllt sind (insbesondere Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59, Art. 60 Abs. 1 und Art. 61 lit. b ATSG). 1.4 Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 2. Materielles 2.1 Zwischen den Parteien ist umstritten, ob dem Beschwerdeführer, der sich nach der rechts - kräftig gewordenen Abweisung seines bereits früher eingereichten Leistungsbegehrens am 22. Mai 2017 erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet hat, ein Rentenanspruch gegenüber der Invalidenversicherung zukommt oder nicht. a. Bei einer Neuanmeldung zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung finden die Grundsätze zur Rentenrevision analog Anwendung. Anlass zur Rentenrevision gibt jede Seite 6 wesentliche Änderung in den tatsäch lichen Verhältnissen seit der letzten den Ren tenan- spruch betreffenden Verfügung, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad zu beeinflussen. Im Zentrum steht dabei insbesondere die Frage nach einer wesentlichen Verän derung des Gesundheitszustands. b. Auch im konkreten Fall ist daher zunächst entscheidend, ob sich der Ge sundheitszustand des Beschwerdeführers seit der Be gutachtung durch Dr. B. im Ok tober 2015 bzw. der daraufhin bereits früher erfolgten, in Rechtskraft erwachsenen leistungsabweisenden Verfü- gung der Vorinstanz vom 4. März 2016 in einem den Leis tungsanspruch beeinflussenden Ausmass verändert hat oder nicht. Wird dies bejaht, ist in einem zweiten Schritt der Renten- anspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Be urteilungen be steht (vgl. da zu anstelle vieler: Urteil des Bundes gerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 m.w.H.). c. Es ist seitens der Vorinstanz unbestritten, dass es im konkreten Fa ll gestützt auf die vom Beschwerdeführer bei der Vorinstanz eingereichte Neuanmeldung angezeigt war, auf das erneute Leistungsgesuch einzutreten und den allfälligen Anspruch vertieft ab zuklären (vgl. IV-act. 148). Entsprechend trat die Vorinstanz auf d ie Neuanmeldung des Beschwerdefüh- rers ein und nahm nach ergänzenden medizinischen Abklärungen erneut eine umfassende Prüfung seines allfälligen Leistungsanspruchs gegen über der Invalidenversicherung vor. Dabei gelangte sie zum Schluss, dass seit der l etzten rentenabweisenden Verfügung vom 4. März 2016 keine Veränderung des Gesundheitszustands mit Auswirkung auf die Arbeits- fähigkeit eingetreten sei und fällte den mit der vorliegenden Beschwerde angefochtenen ren- tenabweisenden Entscheid. 2.2 Für die Beurteilung der sich im Zusammenhang mit dem zwischen den Parteien umstrittenen Leistungsanspruch des Be schwerdeführers stellenden Fragen ist eine vollständige und schlüssige Einschätzung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Beschwer- deführers unabdingbar. a. Was eine solche medizinische Beurteilung betrifft, sind die Verwaltung und im Beschwerde- fall das Ge richt auf Unterlagen angewiesen, die von ärztlichen und ge gebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind . Ärztliche Aufgabe ist es , den Ge sund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.4). Diese ärztlichen Auskünfte sind eine wichtige Grund- lage für die Beurteilung der Frage, welche Ar beitsleistungen der Person noch zugemutet Seite 7 werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streiti gen Belange um fassend ist, auf all seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklag ten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusam- menhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (Urteil des Bun desgerichts 9C_601/2019 vom 7. Januar 2020 E. 3.1 m.w.H.). b. Da das von der Vorinstanz im Sommer 2018 zur Abklärung des medizinischen Sachverhalts eingeholte C.-Gutachten (IV-act. 184.2) sowie die übri gen bei der Vorinstanz im Zeit punkt dieser Rentenabweisung vorhandenen medizinischen Unterlagen aus Sicht des Gerichts für eine vollständige Sachverhalts abklärung nicht genügten und deshalb für ei ne ab - schliessende Beurteilung der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Rentenansprüche aus den im Beschluss vom 10. Dezember 2019 (act. 15) dargelegten Grün den nicht aus - reichten, be schloss das Obergericht, bei der G. Begutachtung vom P. ein zu sätzliches polydisziplinäres Gutachten zur umfassenden Abklärung des me dizinischen Sachverhalts einzuholen (vgl. auch Sachverhalt, lit. E vor stehend). Das die Dis ziplinen Innere Medizin, Psychiatrie, Rheu matologie und Derma tologie um fassende Gut achten wur de am 23. Juli 2021 abgegeben (act. 38). c. Während der Beschwerdeführer den Beweiswert des vom Gericht eingeholten G.-Gutach- tens ausdrücklich anerkannte (act. 43), hat die Vorinstanz stillschweigend auf eine Stellung- nahme dazu verzichtet. Das Gericht erachtet das G.-Gutachten, welches aus ei ner inter- disziplinären Gesamtbeurteilung aller beteiligten Fachärzte und vier einzelnen Fach gutach- ten besteht (Allgemeinmedizinische Begutachtung durch Dr. H.; Psychiatrische Be gut- achtung durch Dr. I.; Rheumatologische Begutachtung durch Dr. J.; Dermato logische Begutachtung durch Dres. K. und L.), als voll beweiswertig: Das Gut achten ist umfassend, wurde gestützt auf Erkenntnisse aus der jeweils persönlich vorge nommenen Untersuchung des Beschwerdeführers sowie unter Berücksichtigung des der Gutachterstelle zur Verfügung gestellten aktualisierten Aktendossiers sowie gegebenenfall s den seit ens der einzelnen Gutachter für erforderlich erachteten, zusätzlich eingeholten Un terlagen und Informationen abgegeben. Sowohl die Beurteilungen und Schlussfolge rungen der einzelnen Fachärzte in den Teil gutachten als auch die interdisziplinäre Ge samtbeurteilung sind schlüssig, nachvollziehbar und leuchten ein. Für die Beurteilung des Gesund heitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Be schwerdeführers kann somit auf die me dizinische Einschätzung im G.-Gutachten (act. 38), das im Geg ensatz zu dem von der Vor instanz ein geholten C.-Gutachten alle für eine umfassende Sachverhaltsabklärung nö tigen Disziplinen berück- sichtigte, abgestellt werden. Seite 8 2.3 a. Gemäss interdisziplinärer Gesamtbeurteilung stellten die G.-Gutachter folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (act. 38, Konsensbeurteilung, S. 6): 1. Kombinierte Persönlichkeitsstörung im Sinne einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (ICD - 10: F61.0) 2. In diesem Kontext dissoziative Symptome (F44.9) - […] - […] - […] - […] 3. Rezidivierende depressive Störung, ggw. mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1) 4. Psoriatische Spondyloarthritis mit peripherer Manifestation, ED 09/2016 - arthralgischer Befall von Handgelenken, Kniegelenken, Schultern und Hüften rechts 09/2016 unter Humira® seit 2013 - Synovitis initial am Knie rechts 2016, an den Fingergelenken rechts und am OSG links 2017 - aktuell mögliche Synovitiden MCP II -V rechts, Handgelenk rechts, OSG links, tarsale und MTP -Gelenke links - Therapie mit Cimiza® 2016 kurzze itig, Otezla® 12/2016 bis 05/2017 (ohne Wirkung), Taltz® seit 05/2017, gestoppt 03/2021, Methotrexat bis 2013 (20 mg subkutan wöchentlich) und 07/2019 bis 03/2021 (25 mg subkutan wöchentlich) - Immunoserologisch ANA 1:320, nukleoläre Antikörper, Anti-dsDNA negativ, Anti-Sm-Antikörper positiv, un- auffällige Titer für Rheumafaktoren, Anti-CCP-Antikörper, SSA- und SSB-Antikörper immunserologisch 2016 - konventionell-bildgebend keine erosiven Veränderungen 2016 an Händen und Füssen 5. Dringender Verdacht auf Nierenzellkarzinom rechts anamnestisch, mit schlechtem Allgemeinzustand, Gewichtsverlust von 20 kg seit 12/2020, rezidivierendes Erbrechen, Schwindelanfälle, Anämie. b. In den der Konsensbeurteilung zugrundeliegenden Einzelgutachten wurde je eine vertief te fachärztliche Stellungnahme zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers abgegeben. Während bei der allgemeininternistischen Untersuchung aktuell aufgrund des sich neu einge- stellten dringenden Verdachts auf ein Nierenzellkarzinom und des seither nochmals deutlich reduzierten Allge meinzustands offen sichtlich keine Arbeitsfähigkeit ge sehen wurde (All - gemeinmedizinische Begutachtung von Dr. H., S. 6), hielt der psychiatrische Gutachter Dr. I. fest, beim Beschwerdeführer lägen bereits seit der Kindheit psychische Auf fälligkeiten vor. Der psychiatrische Gutachter nahm ausführlich dazu Stellung, weshalb nach sei ner Einschätzung die Begründung, wonach gemäss Vorgutachten beim Beschwerdeführer keine Persönlichkeitsstörung vorl iegen soll, nach ICD -10 nicht sc hlüssig er scheine; in den Vorgutachten 2010, 2015 und 2018 werde lediglich argumentiert, dass der Beschwerdeführer beruflich funktioniert habe, ohne dass die psychiatrische Vorge schichte und das diag nos- tische Fas sen der frühkindlichen Auf fälligkeiten dif ferenziert dis kutiert wor den seien. Ins - besondere wird auf eine durchgängig seit der Kindheit nach gewiesene Störung der Impuls- kontrolle sowie dis soziales Verhalten bei un steter beruflicher Anamnese hingewiesen. Es Seite 9 zeigten sich spe zifische psychotrau matologische Symp tome, das ver minderte Selbst - wertgefühl äussere sich immer wieder in depressiven und negativistischen Symptomen. Die Arbeitsfähigkeit sei aus psy chiatrischer Sic ht dau erhaft voll ständig auf gehoben seit dem Eintritt in die psychia trische Station M. vom 25. April 2017 (Psychiatrische Be gutachtung, S. 17 f.). Bei der rheu matologischen Fachbegutachtung stand die Pso riatische Spondylo- arthritis im Vordergrund (Rheumatologische Begutachtung durch Dr. J., S. 8); die früher etab- lierten rheumatologischen Diagnosen wurden insgesamt bestätigt, wobei darauf hingewiesen wurde, dass es möglicherweise schon vor der Arthritis -Diagnosestellung 2016 parallel zur Hautaffektion auch schon zu muskuloskelettären Entzündungsprozessen gekommen sei, die jedoch zunächst unter der dermatologischen Therapie oligo- oder asymptomatisch geblieben seien (Rheu matologische Begut achtung, S. 13). Für den Teil des mus kuloskelettären Krankheitsbildes be stehe derzeit ein Zwi schenzustand, da die bis herige nicht voll ständig wirksame Behandlung wegen der internistischen Probleme abgesetzt habe werden müssen; weitere Behand lungsmöglichkeiten und deren Erfolg könnten der zeit nicht ab geschätzt werden (Rheuma tologische Begutachtung, S. 14). Re trospektiv be stehe spä testens ab Spätherbst 2020 rheumatologisch gar keine Arbeitsfähigkeit mehr, weder angestammt noch adaptiert. In der früheren gutachterlichen Einschätzung 2018 sei nur eine intern-medizinische Beurteilung vor genommen worden; gestützt auf eine rheuma tologisch diffe renziertere Beurteilung der Gelenkkonstellation sei es aber über den Verlauf der Jahre bereits seit 2016 zu mehreren ver schiedenen immun supprimierenden Behand lungen gekommen, so dass schon in die sem Zeitraum für ange passte Tätigkeiten insge samt höchstens eine 70% -ige Arbeitsfähigkeit aus rheumato logischer S icht bestanden habe (Rheu matologische Be gut- achtung, S. 16 f.). Bei der dermatologischen Begutachtung wurden aus rein dermatologischer Sicht und unter der Voraus setzung einer konsequenten der matologischen Therapie keine Diagnosen mit Auswirkung auf eine adaptierte Arbeit festgestellt, es wurde aber darauf hin- gewiesen, dass die diag nostizierte Psoriasis vulgaris eine psy chische Belastung darstellen könne (Dermatologische Begutachtung, S. 4 f.). Die Gutachter hielten im Rahmen i hrer interdisziplinären Gesamtbeurteilung fest, aus gesamtmedizinischer Sicht sei "mit hoher Sicherheit seit dem Eintritt in die psychiatrische Station M. vom 25. April 2017 nicht mehr von einer Ar beitsfähigkeit auszugehen" (act. 38, Konsensbeurteilung, S. 9). Die Arbeits fähigkeit sei so wohl angestammt als auch adap tiert seit 25. April 2017 aus psychiatrischen Gründen sowie seit Spätherbst 2020 zusätzlich auch aus somatischen Gründen aufgehoben (act. 38, Konsensbeurteilung, S. 10). c. Diese schlüssige und nachvollziehbare medizinische Einschätzung stimmt insbesondere auch mit den Angaben des behandelnden Psychiaters überein. Gestützt auf den mit der Seite 10 zusätzlichen Einholung des G.-Gutachtens abschliessend geklärten medizinischen Sachver- halt ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer medizinisch gesehen seit April 2017 im ersten Arbeitsmarkt keine Arbeitsfähigkeit mehr zugemutet werden kann, weder an - gestammt noch adaptiert. Es ist nachvollziehbar, dass vor dem Hintergrund einer "kombinier- ten Persönlichkeits störung mit rigidem Weltbild, zunehmender Misanthropie und sozia ler Deprivation" seine Fle xibilität und Umstellungsfähigkeit von den G.-Gutachtern als der art reduziert angesehen wurde, dass er "von einem Arbeitgeber nich t mehr getragen we rden kann" (act. 38, Konsensbeurteilung, S. 7). Bei der gutachterlichen Untersuchung zeigten sich weder Inkonsistenzen noch Hinweise auf Aggravation oder Simulation (act. 38, Kon sens- beurteilung, S. 8). Es wäre aus schlüssig begründeter gesamtgutachterlicher Sicht rein the- oretisch höchstens eine den somatischen Beschwerden angepasste, in ei nem zeit lich reduzierten 50%-Pensum ausübbare Beschäftigung im geschütztem Rahmen denkbar, wo- bei im jetzigen Zeitpunkt aufgrund der möglichen Karzinomerkrankung zum Vornherein keine Umsetzbarkeit für eine solche Beschäftigung besteht (act. 38, Konsensbeurteilung, S. 9). Da somit gestützt auf die medizinischen Abklärungen da von auszugehen ist, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf dem ersten Arbeitsmarkt seit April 2017 vollstän- dig aufgehoben ist, erübrigt sich die Ermittlung des Invaliditätsgrad anhand ei nes Einkom- mensvergleichs. Kann gemäss überzeugender medizinischer Einschätzung infolge aufgeho- bener Arbeitsfähigkeit kein Invalideneinkommen mehr erzielt werden, beträgt der Invaliditäts- grad unabhängig von der Höhe des Va lideneinkommens 100% und es ist so oder so eine volle Invalidenrente auszurichten. 2.4 Gemäss Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG entsteht ein Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs; die Rente wird vom Beginn desjenigen Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch besteht. a. Die vom Beschwerdeführer auf den 22. Mai 20 17 datierte Neuanmeldung zum Leistungs - bezug ging gemäss Eingangsstempel der Vorinstanz am 24. Mai 2017 bei der Vorinstanz ein (IV-act. 143). Das bedeutet, dass im konkreten Fall ein Rentenanspruch frühes tens Ende November 2017 mit Wirkung einer Rentenauszahlung bereits ab 1. November 2017 entste- hen konnte (davon geht auch der Beschwerdeführer aus, vgl. act. 43, S. 2 in fine; die Vorin- stanz hat sich nicht dazu geäussert), sollten die weiteren Voraussetzungen gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG erfüllt sein. Seite 11 b. Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben versicherte Personen einen Rentenanspruch, wenn sie a) ihre Erwerbfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b) während eines Jahres ohne wesentlichen Un terbruch durch schnittlich mindes tens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen sind; und c) nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Während die Voraussetzungen a) und c) im konkreten Fall gestützt auf die medizinische Einschätzung im G.-Gutachten klar zu bejahen sind, da der Beschwerdeführer gemäss den medizinischen Unterlagen ab dem frühest möglichen Zeitpunkt des Rentenbeginns im November 2017 über gar keine Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt mehr verfügte, kann gestützt auf die vorhandenen Un terlagen auch die Vo raussetzung b) als erfüllt betrachtet werden (weshalb sich auch die vom Be schwerdeführer beantragte Ergänzungs- frage an die Gutachter erübrigte, vgl. dazu Sach verhalt, lit. F vor stehend): Es erscheint nämlich im konkreten Fall bei einer Gesamtwürdigung der Umstände über wiegend wahr- scheinlich, dass sich bereits kurz nach der früheren rentenabweisenden Verfügung de r Vorinstanz im März 2016 (IV-act. 132) erste erhebliche Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit gezeigt haben, die schliesslich kontinuierlich bis zur vollstän digen Arbeitsunfähig keit im Frühling 2017 führten. So wird nicht nur im Über weisungsbericht von Dr. N. vom 21. Ap ril 2017 von einer "seit einem Jahr kon tinuierliche[n] Verschlechterung des psy chischen Zustandes" des Beschwerdeführers berichtet (IV-act. 144, S. 3 in fine), sondern der be han- delnde Psychiater erwähnte auch bereits in s einem Bericht vom 25. Januar 2016 (IV -act. 126) eine gegen wärtig erneute Ver schlechterung des Ge sundheitszustands. Auch die G.-Gutachter wie sen in der Kon sensbeurteilung da rauf hin, es sei insgesamt bereits im Verlauf des Jahres 2016 " zu einer Akzentuierung und Chronifi zierung der psychiatri schen Symptomatik" (act. 38, Konsensbeurteilung, S. 10) gekommen. Grundsätzlich spielt es keine Rolle, wie die Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres ver läuft ( MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundes gerichts zum Sozial versicherungsrechts, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, N 25 zu Art. 28 IVG). Der Beschwerdeführer, der sich nachweislich im Frühling 2017 in eine statio näre psychiat rische Behandlun g begeben musste (IV -act.155) und seit diesem Zeitpunkt voll ständig arbeitsunfähig ist, war somit überwiegend wahrscheinlich auch bereits im Ver lauf des Jahres vor dem frühestmöglichen Rentenbeginn im November 2017 durch schnittlich gesehen in einem insgesamt hohen Ausmass arbeitsunfähig. Seite 12 2.5 Die angeführten Erwägungen führen somit zusammengefasst zur Gutheissung der Beschwerde. Die angefochtene leistungsabweisende Verfügung der Vorinstanz ist aufzuhe- ben und die Vorinstanz anzuweisen, dem Beschwerdeführer rückwirkend ab November 2017 eine volle Invalidenrente auszurichten. 3. Kosten und Entschädigung 3.1 Nach Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung kostenpflichtig. In IV-Verfah- ren vor Obergericht betragen diese üblicherweise Fr. 800. --, sofern keine be sonderen Umstände vorliegen, die ein Abweichen nach oben oder unten erfordern. Aufgrund der im Vergleich zu anderen Verfahren deutlichen Mehraufwendungen des Gerichts im Zusammen- hang mit der Einholung des Gerichtsgutachtens wird die Entscheidgebühr des vorliegenden Verfahrens auf Fr. 1'000.-- festgesetzt. Nachdem der Beschwerdeführer mit seinen Anträgen obsiegt hat und der Vorinstanz nach Art. 22 Abs. 1 des Gesetzes über die Ver waltungs- rechtspflege (VRPG, bGS 143.1) keine Kosten auferlegt werden können, sind diese Kosten auf die Staats kasse zu nehmen. Damit erübrigt sich die dem Beschwerde führer gewährte unentgeltliche Prozessführung. 3.2 Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten; diese werden vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rück- sicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Im Übrigen ist die Bemessung der Parteientschädigung dem kantonalen Recht überlassen (Urteil des Bundesgerichts 8C_11/2016 vom 22. Februar 2016 E. 3.1). Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang namentlich Art. 13 Abs. 1 lit. c der kantonalen Verordnung über den Anwaltstarif (AT, bGS 145.53), wonach in Ver wal- tungssachen vor Obergericht die pa uschale Bemessung zur An wendung gelangt. Für das Honorar ist grundsätzlich ein Rahmen zwischen Fr. 1'000.-- bis Fr. 10'000.-- vorgesehen (Art. 16 Abs. 1 AT). Beim vorliegenden Verfahrensausgang erübrigt sich auch die dem Beschwerdeführer gewährte unentgeltliche Verbeiständung, da ihm gestützt auf die erwähnten Bestimmungen zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen ist. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte am 11. November 2021 eine Kostennote ein und machte ein Ho norar von Fr. 4'600. -- sowie Barauslagen von Fr. 132.60 gel tend Seite 13 (act. 45), was angemessen erscheint. Die von der Vorinstanz an den Beschwerdeführer aus- zurichtende Parteientschädigung ist somit, unter Miteinbezug der Mehrwert steuer, auf insgesamt Fr. 5'097.-- festzulegen. 3.3 Gemäss Rechtsprechung können Gutachtenskosten der IV -Stelle auferlegt werden, wenn diese den Sachverhalt mangelhaft untersucht hat und die Einholung eines Gutachtens daher notwendig war (BGE 143 V 269 E. 3.3 [insbesondere mit Hinweis auf BGE 139 V 496 ] und E. 6.2.; Entscheid Sozialversicherungsgericht Zürich IV.2017.01157 vom 27. Juni 2019 E. 3, bestätigt vom Bundesgericht im Urteil 8C_610/2019 vom 20. November 2019 E. 5.2; vgl. auch BGE 140 V 70 E 6.2 für den Bereich der Unfallversicherung). Die Vorinstanz kam ihrer Untersuchungspflicht im konkreten Fall nicht vollständig n ach, nachdem das von ihr zur Abklärung des medizinischen Sachverhalts eingeholte C.-Gutachten gar nicht alle vom RAD vorgeschlagenen Fachdisziplinen abdeckte (vgl. IV-act. 171, S. 2; IV-act. 180, S. 1) und aus diversen weiteren, bereits im Beschluss vom 10. Dezember 2019 (act. 15) aus führlich dargelegten Gründen zu erheblichen Zweifeln Anlass gab, so dass gestützt darauf noch gar keine zuverlässige Einschätzung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers möglich war. Es ist Sache der Vorinstanz, dafür zu sor gen, dass erst nach Abschluss sämtlicher nötigen Abklärungen über den Rentenanspruch verfügt wird. Dass die Einholung eines den Anforderungen an den Beweiswert genügenden Gutachtens schliesslich erst im Rahmen des vorliegenden Gerichts verfahrens erfolgte, ändert nichts daran, dass diese Ab klärungen richtigerweise be reits von der Vorin stanz getätigt hätten werden müssen, wäre sie ihrer Untersuchungspflicht nachgekommen. Unter diesen Umständen sind die Kosten für das Gerichtsgutachten voll umfänglich von der Vorin stanz zu tragen. Das P. hat für das G.-Gutachten vom 23. Juli 2021 mit 4 Disziplinen inkl. Diag nostik eine Rechnung von Fr. 17'883.-- gestellt (act. 41). Die Vorinstanz wird verpflich tet, diesen Betrag zu ver güten. Nur der Vollständigkeit halber sei angefügt, dass sich diese Kostenauflage auf Art. 45 Abs. 1 ATSG (BGE 139 V 496 E. 4.3) und damit auf Bundesrecht stützt. Die kantonalrechtliche Bestimmung von Art. 22 Abs. 1 VRPG kann an dieser Stelle keine Anwendung finden. Seite 14 Das Obergericht erkennt: 1. Die Beschwerde von A. wird gutgeheissen. Die angefochtene Verfügung vom 4. Januar 2019 wird aufgehoben und die Vorinstanz verpflichtet, dem Beschwerdeführer bei einem Invaliditätsgrad von 100% rückwirkend ab November 2017 eine ganze Invalidenrente aus - zurichten. 2. Die Entscheidgebühr von Fr. 1'000.-- wird auf die Staatskasse genommen. 3. Die Vorinstanz wird verpflichtet, der Gerichtskasse die Auslagen für das Gerichtsgutachten im Betrag von Fr. 17'883.-- zu ersetzen. 4. Die Vorinstanz wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Partei entschädigung von Fr. 5'097.-- zu bezahlen. 5. Rechtsmittel: Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit der Zustellung Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten erhoben werden. Die Zulässigkeit einer solchen Beschwerde richtet sich nach Art. 82 ff. Bundesgerichtsgesetz (BGG, SR 173.110). Die Beschwerde ist beim Schweizerischen Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, schriftlich einzu- reichen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind - soweit vorhanden - beizulegen (Art. 42 BGG). Die Beschwerde hat in der Regel keine aufschiebende Wirkung (Art. 103 BGG). 6. Zustellung an den Beschwerdeführer über dessen Anwalt, die Vorinstanz, das Bundesamt für Sozialversicherungen sowie nach Eintritt der Rechtskraf t im Dispositiv an die Gerichts - kasse. Im Namen der 3. Abteilung des Obergerichts Der Obergerichtspräsident: lic. iur. Walter Kobler Die Gerichtsschreiberin: lic. iur. Annika Mauerhofer versandt am: 27. Januar 2022