B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-2783/2012 U r t e i l v o m 2 3. O k t o b e r 2 0 1 2 Besetzung Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), Richter Stefan Mesmer, Richter Francesco Parrino, Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann. Parteien X._______, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Vorinstanz. Gegenstand Rentenrevision. C-2783/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Invalid enversicherungsstelle für Versicherte im Ausland IVSTA nach Durchführung einer Rentenrevision X._______ (nachfolgend: B e- schwerdeführerin), mazedonische Staatsangehörige, mit Verfügung vom 19. April 2012 mitgeteilt hat, sie habe mit Wirkung ab 1. Juni 2012 keinen Anspruch mehr auf eine Rente (act. 118), dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 14. Mai 2012 (Postste m- pel 16. Mai 2012) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eing e- reicht und im Wesentlichen eine im Rahmen der Rentenrevision durch den mazedonischen Sozialversicherungsträger ungenügende medizin i- sche Abklärung und eine in den letzten Jahren eingetretene Verschlechte- rung des Gesundheitszustandes geltend gemacht hat (BVGer act. 1), dass die Beschwerdeführerin mit der Beschwerde verschiedene medizini- sche Unterlagen eingereicht hat, dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 26. September 2012 mit Verweis auf die Stellungnahme ihres ärztlichen Dienstes vom 13. September 2012 (act. 125) beantragt hat, die Beschwerde sei gutz u- heissen, die angefo chtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei im Sinn der erwähnten Stellungnahme an die Vorinstanz zurückzuweisen (BVGer act. 7), dass Dr. Y ._______, Allgemeinmediziner, des regionalen ärztlichen Diens- tes, RAD, gestützt auf die interne Stellungnahme des RAD -Arztes Dr. Z._______, Facharzt Psychiatrie/Psychotherapie, vom 12. September 2012 die Einholung eines bidisziplinären Gutachtens in lokomotorischer und psychiatrischer Hinsicht in der Schweiz empfohlen hat (act. 125), dass das Bundesverwaltungsgeri cht gemäss Art. 31 des Verwaltungsg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) i.V.m. Art. 69 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 d es Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ve r- waltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) gemäss Art. 33 VGG zuständig ist, sofern keine Ausnahme im Sinn von Art. 32 VGG vorliegt, dass die IVSTA eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist und keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist, und das Bundesve r- waltungsgericht somit zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde z u- ständig ist, C-2783/2012 Seite 3 dass die Beschwerdeführerin im Sinn von Art. 48 Abs. 1 VwV G und Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über d en Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist, dass die Beschwerde im Übrigen frist - und formgerecht eingereicht wo r- den ist (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 60 ATSG), weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist, dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechterheb- lichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt, dass die angefochtene Verfügung vom 19. April 2012 gemäss Verneh m- lassung der Vorinstanz vom 26. Sept ember 2012 auf einer unvollständ i- gen Abklärung des Sachverhalts beruht, dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der Aktenlage zum Schluss kommt, zur Beurteilung des Rentenanspruchs seien zusätzliche medizin i- sche Abklärungen erforderlich, insbesondere in psychiatrischer und loko- motorischer Hinsicht, und es sich n icht veranlasst sieht, vom dahing e- henden Antrag der Vorinstanz abzuweichen, dass die Beschwerde demnach gutzuheissen, die angefochtene Verf ü- gung aufzuheben und die Sache gestützt auf Art. 61 Abs. 1 VwVG an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, verbunden mit der Anweisung die erfo r- derlichen zusätzlichen medizinischen Abklärungen vorzunehmen und a n- schliessend in der Sache neu zu verfügen, dass eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen gilt, weshalb der Be- schwerdeführerin keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG e contrario), dass der Beschwerdeführerin, die sich anwaltlich nicht vertreten liess und der auch sonst keine notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind, k eine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario, Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsg e- richt [VGKE, SR 173.320.2]). C-2783/2012 Seite 4 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die angefochtene Verfügung vom 19. April 2012 wird aufgehoben. 2. Die Sache wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinn der E r- wägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zu- rückgewiesen. 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und keine Parteientschäd i- gung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: Vernehmlassung der Vorinstanz vom 26. September 2012 [inkl. ärztliche Stellungnahme vom 13. September 2012, act. 125]) – die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Franziska Schneider Sabine Uhlmann Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 600 4 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die U n- terschrift zu enthalten. Der a ngefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: