<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">1B_375/2011 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 20. Juli 2011 </div> <div class="para">I. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Aemisegger, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Pfäffli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Y.________, </div> <div class="para">vertreten durch Herrn Jürg Koller, </div> <div class="para">Beschwerdegegner, </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft See/Oberland, Postfach, 8610 Uster. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Strafverfahren, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Präsidialverfügung vom 17. Juni 2011 des Obergerichts des Kantons Zürich, </div> <div class="para">I. Strafkammer. </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Y.________ reichte am 23. November 2007 eine Ehrverletzungsklage gegen X.________ ein. Die Einzelrichterin in Strafsachen des Bezirksgerichts Meilen sprach mit Urteil vom 4. März 2011 die Beschuldigte von den geltend gemachten Ehrverletzungsvorwürfen frei, da sie im Zeitpunkt der Taten gänzlich schuldunfähig im Sinne von <span class="artref">Art. 19 Abs. 1 StGB</span> gewesen sei. Die Kosten wurden der Beschuldigten auferlegt. Zudem wurde sie verpflichtet, dem Privatkläger eine Prozessentschädigung zu bezahlen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Dagegen meldete X.________ mit Eingabe vom 16. März 2011 Berufung an und reichte am 28. März 2011 innert Frist ihre Berufungserklärung ein. Dabei gab sie bekannt, dass sich ihre Berufung gegen die Kosten- und Entschädigungsfolgen richte. Mit Präsidialverfügung vom 17. Juni 2011 wies die I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich den Beweisantrag von X.________ auf Einvernahme eines Zeugen ab. Zur Begründung führte die Strafkammer zusammenfassend aus, dass nicht ersichtlich sei, inwiefern der Zeuge irgendetwas zur Klärung der Fragen betreffend die Kosten- und Entschädigungsfolgen beitragen könnte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">X.________ führt gegen die Präsidialverfügung der I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich mit Eingabe vom 17. Juli 2011 (Postaufgabe 18. Juli 2011) Beschwerde in Strafsachen. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von <span class="artref">Art. 95 ff. BGG</span> nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin setzt sich mit der Begründung der angefochtenen Präsidialverfügung nicht auseinander und legt nicht im Einzelnen dar, inwiefern die Begründung der Verfügung bzw. die Verfügung selber im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt daher den gesetzlichen Formerfordernissen (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 und <artref id="CH/173.110/106/2" type="start"></artref>Art. 106 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref>; vgl. in diesem Zusammenhang <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=6&amp;from_date=03.07.2011&amp;to_date=22.07.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-I-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">BGE 136 I 49</a> E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen) nicht, weshalb auf sie nicht einzutreten ist. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> entschieden werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bei diesem Verfahrensausgang kann offen bleiben, ob es sich bei der angefochtenen Präsidialverfügung überhaupt um einen anfechtbaren Zwischenentscheid im Sinne von <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 BGG</span> handelt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Auf eine Kostenauflage kann verzichtet werden (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das präsidierende Mitglied: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft See/Oberland und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 20. Juli 2011 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Aemisegger Pfäffli </div> </div></body></html>