<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">6P.42/2005 </div> <div class="para">6S.319/2004 /pai </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 9. Mai 2005 </div> <div class="para">Kassationshof </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Schneider, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Kolly, Karlen, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Arquint Hill. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">6P.42/2005 </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich, </div> <div class="para">Kassationsgericht des Kantons Zürich, Postfach, </div> <div class="para">8022 Zürich, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Stephan A. Buchli, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">6S.319/2004 </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich, </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Zürich, II. Strafkammer, Postfach, 8023 Zürich, </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">6P.42/2005 </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 9 BV</span> und <span class="artref">Art. 6 EMRK</span> (Strafverfahren; Beweiswürdigung), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">staatsrechtliche Beschwerde gegen den Beschluss des Kassationsgerichts des Kantons Zürich vom 28. Februar 2005 (6P.42/2005), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">6S.319/2004 </div> <div class="para"><span class="artref"><artref id="CH/812.121/19/5" type="start"></artref><artref id="CH/812.121/19/1/5" type="start"></artref><artref id="CH/812.121/19/1/3" type="start"></artref>Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 und 5 BetmG</span><artref id="CH/812.121/19/1/5" type="end"></artref><artref id="CH/812.121/19/5" type="end"></artref><artref id="CH/812.121/5" type="end"></artref> (Widerhandlung gegen das BetmG), <span class="artref">Art. 63 StGB</span> (Strafzumessung), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Strafkammer, vom 4. Mai 2004 (6S.319/2004). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para">A. </div> <div class="para">X.________ wird vorgeworfen, am 2. Juli 2003 rund 741 Gramm Kokain gelagert, besessen und aufbewahrt zu haben: Anlässlich seiner Verhaftung vom 2. Juli 2003 habe die Polizei 39 Gramm Kokain, versteckt in der von ihm getragenen Socke, sicherstellen können. Ferner habe sie bei den Hausdurchsuchungen seines Quartierladens am 2. und 9. Juli 2003 in dem von ihm gemieteten Kellerraum sowie auf einem Kabelkanal im Gang vor jenem Kellerraum weitere 702,4 Gramm Kokain gefunden. Der Reinheitsgrad des Kokains betrug zwischen 55 - 70%. </div> <div class="para">B. </div> <div class="para">Das Bezirksgericht Zürich verurteilte X.________ am 20. Januar 2004 wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 und 5 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG</span> zu einer Gefängnisstrafe von 30 Monaten, unter Anrechnung der Polizeiverhaft sowie der Untersuchungs- und Sicherheitshaft. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Auf Berufung hin bestätigte das Obergericht des Kantons Zürich am 4. Mai 2004 das erstinstanzliche Urteil. </div> <div class="para">Am 28. Februar 2005 trat das Kassationsgericht des Kantons Zürich auf die kantonale Nichtigkeitsbeschwerde von X.________ nicht ein. </div> <div class="para">C. </div> <div class="para">X.________ führt staatsrechtliche Beschwerde gegen den Beschluss des Kassationsgerichts. Er beantragt unter anderem sinngemäss die Aufhebung dieses Entscheids. Ferner erhebt er eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. </div> <div class="para">D. </div> <div class="para">Das Obergericht hat auf Gegenbemerkungen zur eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde verzichtet. Eine Stellungnahme der Oberstaatsanwaltschaft wurde nicht eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">I. Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Beschluss des Kassationsgerichts des Kantons Zürich vom 28. Februar 2005 </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die staatsrechtliche Beschwerde ist grundsätzlich rein kassatorischer Natur (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=25.04.2005&amp;to_date=14.05.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-I-129%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page129">BGE 129 I 129</a> E. 1.2.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=25.04.2005&amp;to_date=14.05.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-II-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page1">127 II 1</a> E. 2c). Soweit der Beschwerdeführer mehr als die Aufhebung des angefochtenen Entscheids verlangt, ist auf sein Rechtsmittel nicht einzutreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer ersucht um die Beigebung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes gemäss <span class="artref">Art. 152 Abs. 2 OG</span>. Da gesetzliche Rechtsmittelfristen nicht erstreckbar sind und die entsprechende Frist bereits abgelaufen ist, besteht im vorliegenden Verfahren kein Raum mehr für ein Tätigwerden eines Rechtsbeistands, zumal ein weiterer Schriftenwechsel nicht anzuordnen ist. Das Begehren ist daher abzuweisen. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 90 Abs. 1 lit. b OG</span> muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen, wobei es an Laienbeschwerden nicht allzu hohe Anforderungen stellt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=25.04.2005&amp;to_date=14.05.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-IA-12%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page14">BGE 115 Ia 14</a> E. 2b; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=25.04.2005&amp;to_date=14.05.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F109-IA-217%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page217">109 Ia 217</a> E. 2b). Auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein. </div> <div class="para">3.1 Wird ein Urteil des Zürcher Kassationsgerichts angefochten, darf sich der Beschwerdeführer nicht auf eine reine Wiederholung der vor Kassationsgericht gegen das obergerichtliche Urteil erhobenen Rügen beschränken, sondern hat sich zugleich mit der Begründung des Kassationsgerichts auseinander zu setzen. Es genügt namentlich nicht, wenn der Beschwerdeführer mit pauschalen Vorbringen behauptet, der Entscheid des Obergerichts sei willkürlich und damit auch jener des Kassationsgerichts, der dies verneint. Er hat vielmehr im Einzelnen zu zeigen, inwiefern das Kassationsgericht zu Unrecht verneint haben soll, dass die Beweiswürdigung des Obergerichts offensichtlich unhaltbar sei, mit der tatsächlichen Situation in krassem und offensichtlichem Widerspruch stehe, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletze oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufe (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=25.04.2005&amp;to_date=14.05.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-I-492%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page492">BGE 125 I 492</a> E. 1a/cc und b). </div> <div class="para">3.2 Der Beschwerdeführer wendet sich gegen seine Verurteilung wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Dafür, dass er je mit Drogen zu tun gehabt hätte, gäbe es keine Beweise. Sowohl das Ermittlungs- als auch das Untersuchungsverfahren seien von Beginn an einseitig zu seinen Lasten geführt worden. Der ermittelte Sachver-halt sei fehlerhaft und unvollständig. Es erwiesen sich daher namentlich sein Anspruch auf ein faires Verfahren gemäss Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 lit. a EMRK, das Diskriminierungsverbot gemäss <span class="artref">Art. 14 EMRK</span>, das Willkürverbot gemäss <span class="artref">Art. 9 BV</span> sowie der Grundsatz "in dubio pro reo" gemäss <span class="artref">Art. 32 Abs. 1 BV</span> und <span class="artref">Art. 6 Ziff. 2 EMRK</span> als verletzt. </div> <div class="para">Mit diesen Rügen wiederholt der Beschwerdeführer die bereits vor Kassationsgericht vorgetragenen Einwände, ohne sich jedoch mit den Erwägungen dieses Gerichts näher auseinander zu setzen. Die pauschale Kritik des Beschwerdeführers erschöpft sich in der Darlegung seiner eigenen Sichtweise. Er hätte aber darlegen müssen, wieso das Kassationsgericht auf sein Rechtsmittel hätte eintreten müssen. Insofern genügt seine Eingabe den Begründungsanforderungen von <span class="artref">Art. 90 Abs. 1 lit. b OG</span> nicht. Auf die Beschwerde kann deshalb nicht eingetreten werden. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Angesichts der Aussichtslosigkeit des eingelegten Rechtsmittels kann dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht entsprochen werden (<span class="artref">Art. 152 Abs. 1 OG</span>). Der Beschwerdeführer wird folglich kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 156 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 4. Mai 2004 </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Der Kassationshof ist im Verfahren der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde an die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz gebunden (<span class="artref">Art. 277bis BStP</span>). Ausführungen, die sich dagegen richten, sind unzulässig (<span class="artref">Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Vorinstanz hat verbindlich festgestellt, dass das von der Polizei am 2. und 9. Juli 2003 sichergestellte Kokain von rund 741 Gramm dem Beschwerdeführer gehörte. In seiner Eingabe an das Bundesgericht kritisiert dieser die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz zur Frage der Zuordnung der fraglichen Drogenfunde als nicht eindeutig bzw. deren Schlussfolgerungen als widersprüchlich. Diese Vorbringen sind im Verfahren der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde nicht zulässig. Auf die Beschwerde ist daher in diesem Umfang nicht einzutreten. </div> <div class="para">6. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer rügt ferner die Strafzumessung nach <span class="artref">Art. 63 StGB</span>. Nach seinem Dafürhalten sind die entsprechenden Ausführungen der Vorinstanz nicht nachvollziehbar und widersprüchlich. Die Begründung der Strafzumessung stehe in auffallender Diskrepanz zur Strafhöhe. Ausserdem sei den entlastenden Momenten zu geringes Gewicht beigemessen worden. </div> <div class="para">6.1 Nach <span class="artref">Art. 63 StGB</span> misst der Richter die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Er berücksichtigt die Beweggründe, das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Schuldigen. Die Schwere des Verschuldens bildet das zentrale Kriterium bei der Zumessung der Strafe. Bei deren Bestimmung hat der Richter die Umstände der Tat (sog. Tatkomponente) zu beachten, also das Ausmass des verschuldeten Erfolgs, die Art und Weise der Herbeiführung dieses Erfolgs, die Willensrichtung, mit welcher der Täter gehandelt hat, und die Beweggründe des Schuldigen. Je leichter es für ihn gewesen wäre, das Gesetz zu respektieren, desto schwerer wiegt dessen Missachtung und damit das Verschulden. Neben diesen auf die Tat bezogenen Faktoren sind auch täterbezogene Elemente (sog. Täterkomponente) zu berücksichtigen, so das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse des Täters, weiter aber auch sein Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren, allenfalls gezeigte Reue und Einsicht sowie die Strafempfindlichkeit (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=25.04.2005&amp;to_date=14.05.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-IV-6%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page6">BGE 129 IV 6</a> E. 6.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=25.04.2005&amp;to_date=14.05.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-IV-101%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page101">127 IV 101</a> E. 2a; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=25.04.2005&amp;to_date=14.05.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-IV-112%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page112">117 IV 112</a> E. 1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Dem Sachrichter steht bei der Gewichtung der genannten Strafzumessungskomponenten ein erheblicher Spielraum des Ermessens zu. Das Bundesgericht greift in diesen im Rahmen der Nichtigkeitsbeschwerde, mit der ausschliesslich eine Rechtsverletzung geltend gemacht werden kann, nur ein, wenn der kantonale Richter den gesetzlichen Strafrahmen über- oder unterschritten hat, wenn er von rechtlich nicht massgebenden Gesichtspunkten ausgegangen ist oder wenn er umgekehrt wesentliche Faktoren ausser Acht gelassen hat und schliesslich, wenn er solche Elemente in Überschreitung oder Missbrauch seines Ermessens falsch gewichtet hat (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=25.04.2005&amp;to_date=14.05.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-IV-6%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page6">BGE 129 IV 6</a> E. 6.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=25.04.2005&amp;to_date=14.05.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-IV-286%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page286">124 IV 286</a> E. 4a). </div> <div class="para">6.2 Die Vorinstanz hat das Verschulden des Beschwerdeführers als mittelschwer eingestuft. Ausgehend von der ihm zugeordneten nicht unbeträchtlichen Kokainmenge hat sie erwogen, dass der mit direktem Vorsatz handelnde Beschwerdeführer angesichts der sehr guten Qualität des Betäubungsmittels nicht auf der untersten Hierarchiestufe des Drogenhandels anzusiedeln sei. Mangels anderer Anhaltspunkte hat sie aber auch eine mögliche Funktion des Beschwerdeführers als blosser "Lagerhalter" in Betracht gezogen und ihm in dieser Hinsicht zu Gute gehalten, dass für diesen Fall nicht eine erhebliche kriminelle Energie erforderlich wäre. Weiter hat sie erkannt, dass das auf dem Kanalkabel gewählte Drogenversteck nicht von einem besonderen Raffinement zeuge. Zu Lasten des Beschwerdeführers hat sie hingegen veranschlagt, dass es sich nicht um einen einmaligen Ausrutscher gehandelt habe und er offensichtlich ohne Bedenken dazu bereit gewesen sei, das in seiner Socke versteckte Kokain mit seinem Auto in die Stadt zu transportieren. Das Risiko einer polizeilichen Kontrolle habe er offensichtlich als nicht sehr gross eingeschätzt. In subjektiver Hinsicht hat die Vorinstanz hervorgehoben, dass der Beschwerdeführer offenbar aus rein finanziellen Motiven gehandelt habe, ohne unter dem Druck einer Sucht- oder Notsituation zu stehen. Zusätzlich hat sie auf seine zumindest durchschnittliche Bildung, seine Berufsausübung als Maschinenführer während rund 10 Jahren, sein Studium für die Dauer von zwei Semestern an der Ingenieurschule in St. Gallen sowie auf seine achtjährige Heirat mit einer Schweizerin hingewiesen und sein Fehlverhalten vor diesem Hintergrund als umso unverständlicher beurteilt. Seine Vorstrafenlosigkeit hat sie strafmindernd gewertet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Daraus erhellt, dass die Vorinstanz die relevanten Strafzumessungsfaktoren berücksichtigt und plausibel gewürdigt hat. Entgegen einem Einwand in der Beschwerde stehen ihre Erwägungen zu den massgeblichen Tat- und Täterkomponenten der Annahme eines mittelschweren Verschuldens des Beschwerdeführers nicht entgegen, sondern sind damit ohne weiteres vereinbar. Die entsprechenden Vorbringen des Beschwerdeführers gehen insofern fehl. Nicht anders verhält es sich mit seiner Rüge, wonach die Vorinstanz - im Gegensatz zur ersten Instanz - seine Vorstrafenlosigkeit zwar strafmindernd berücksichtigt, nicht aber dargelegt habe, weshalb sie dennoch auf dieselbe Strafhöhe komme wie die erste Instanz. Diese Argumentation verkennt, dass auch die erste Instanz die Vorstrafenlosigkeit des Beschwerdeführers - wie ein Blick in deren Erwägungen deutlich macht - bei der Strafzumessung nicht übersehen hat. Im Übrigen ist der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass die Begründung der Strafzumessung gesamthaft zu würdigen ist und einzelne Unvollkommenheiten oder Unklarheiten sie noch nicht bundesrechtswidrig er-scheinen lassen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=25.04.2005&amp;to_date=14.05.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-IV-337%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page337">BGE 118 IV 337</a> E. 2a). Zusammenfassend ergibt sich, dass die vorliegende Strafzumessung ohne weiteres vor Bundesrecht standhält. </div> <div class="para">7. </div> <div class="para">Die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde ist demnach abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (<span class="artref">Art. 278 Abs. 1 BStP</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Nichtigkeitsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und der Rechtsverbeiständung für das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von insgesamt Fr. 4'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para">5. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, dem Kassationsgericht des Kantons Zürich und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 9. Mai 2005 </div> <div class="para">Im Namen des Kassationshofes </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>