<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: AN.2023.00001</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223934&amp;W10_KEY=13045531&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>AN.2023.00001</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.03.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Heilmittelverordnung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Heilmittelverordnung. [Neuerlass der kantonalen Heilmittelverordnung; § 7 lit. e nHMV sieht vor, dass Spital- und Personalapotheken, die Arzneimittel auch an das Spitalpersonal abgeben, zulässige Abgabestellen für Arzneimittel sind.] Das Angebot der Kategorie der Spital- und Personalapotheken nach § 7 lit. e nHMV richtet sich mit dem Spitalpersonal an ein Publikum, das nach bisheriger Rechtslage jedenfalls verschreibungspflichtige Arzneimittel hauptsächlich bei öffentlichen Apotheken bezogen hat. Die Spital- und Personalapotheken erbringen gegenüber diesem Publikum auch keine weitergehenden Leistungen, die sie und ihr Angebot von öffentlichen Apotheken abheben würden. Wie öffentliche Apotheken müssen Spitalapotheken â und folglich auch Spital- und Personalapotheken gemäss § 7 lit. e nHMV â von einer Apothekerin oder einem Apotheker geführt werden. Vor diesem Hintergrund können die beiden Arten von Apotheken derselben Branche zugerechnet werden. Die Apotheken der Beschwerdeführerin 2 und des Beschwerdeführers 3 befinden sich sodann im räumlichen Geltungsbereich der fraglichen Regelung. Es besteht zudem eine hinreichende Wahrscheinlichkeit dafür, dass Mitarbeitende von Spitälern, die nach § 7 lit. e nHMV von der Abgabe von Arzneimitteln durch die Spital- und Personalapotheken profitieren könnten, diese bislang in öffentlichen Apotheken wie jener der Beschwerdeführerin 2 bzw. des Beschwerdeführers 3 bezogen haben. Die Beschwerdeführerin 2 und der Beschwerdeführer 3 sind deshalb zur Konkurrentenbeschwerde zuzulassen (E. 1.2.4). Auch der Beschwerdeführer 1 (Verein) ist zur Beschwerde zuzulassen (E. 1.2.4). Die Zulassung von Spitalapotheken zur Abgabe von Arzneimitteln an ihr Personal soll diesem ermöglichen, auf kürzerem und einfacherem Weg direkt im Spital Arzneimittel zu beziehen. Die Beschwerdeführenden machen nicht geltend und es gibt auch keinen Grund zur Annahme, dass der Regierungsrat mit dieser Massnahme primär eine Verzerrung des Wettbewerbs bezweckt. Demnach lässt sich diese Massnahme nicht als grundsatzwidrig bezeichnen und liegt keine Verletzung von Art. 94 BV vor (E. 2.4). Zu prüfen bleibt, ob die Massnahme in unzulässiger Weise in die individuelle Wirtschaftsfreiheit der Beschwerdeführenden (Art. 27 BV) eingreift (E. 2.5). Die Zulassung von Spitalapotheken zur Abgabe von Arzneimitteln an ihr Personal bedeutet eine Ungleichbehandlung, da die Spitalapotheken gewisse regulatorische Anforderungen nicht erfüllen und nicht öffentlich zugänglich sein müssen (E. 2.5.2). Es spricht vieles dafür, § 7 lit. e nHMV als schweren Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit der Beschwerdeführenden zu qualifizieren. Die umstrittene Änderung lediglich auf der Stufe der regierungsrätlichen Verordnung einzuführen, würde demzufolge den Rahmen einer Vollzugsbestimmung sprengen und den Grundsatz der Gewaltenteilung verletzen; vielmehr bedürfte es hierfür einer formell-gesetzlichen Grundlage. Wie es sich damit verhält, braucht indes nicht abschliessend beurteilt zu werden (ausführlich E. 2.5.3). Das öffentliche Interesse an der Abgabe von Arzneimitteln an das Spitalpersonal durch die Spitalapotheke wiegt deutlich weniger schwer als jenes an der Abgabe von Arzneimitteln an Patienten durch die Spitäler, wofür die Spitalapotheken eigentlich konzipiert sind. In der Abwägung dieses eher leichtgewichtigen öffentlichen Interesses gegen das Interesse der Beschwerdeführenden und der Öffentlichkeit an der Gleichbehandlung der Konkurrenten ist sodann zu berücksichtigen, dass der Gesetzgeber der Gleichbehandlung der Konkurrenten im Heilmittelbereich besondere Bedeutung beimisst. Vor diesem Hintergrund überwiegt das Interesse daran, dass die Spitalapotheken keinen erleichterten und damit im Vergleich mit den öffentlichen Apotheken privilegierten Zugang zum Absatz von Arzneimitteln an ihr Personal erhalten, das öffentliche Interesse an günstigen Arbeitsbedingungen für das Spitalpersonal (E. 2.5.4). § 7 lit. e nHMV verletzt die Wirtschaftsfreiheit in ihrer individualrechtlichen Dimension (E. 3). Gutheissung. Aufhebung von § 7 lit. e nHMV (sowie § 13 lit. b nHMV hinsichtlich der dort genannten Spital- und Personalapotheken).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSTRAKTE NORMENKONTROLLE">ABSTRAKTE NORMENKONTROLLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZNEIMITTEL">ARZNEIMITTEL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZNEIMITTELABGABE">ARZNEIMITTELABGABE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EGOISTISCHE VERBANDSBESCHWERDE">EGOISTISCHE VERBANDSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESETZLICHE GRUNDLAGE">GESETZLICHE GRUNDLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHBEHANDLUNG DIREKTER KONKURRENTEN">GLEICHBEHANDLUNG DIREKTER KONKURRENTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HEILMITTELVERORDNUNG">HEILMITTELVERORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONKURRENTENBESCHWERDE">KONKURRENTENBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHES INTERESSE">ÃFFENTLICHES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PERSONALAPOTHEKE">PERSONALAPOTHEKE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZWÃRDIGES INTERESSE">SCHUTZWÃRDIGES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPITALAPOTHEKE">SPITALAPOTHEKE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNGLEICHBEHANDLUNG">UNGLEICHBEHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VIRTUELLE BETROFFENHEIT">VIRTUELLE BETROFFENHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WETTBEWERB">WETTBEWERB</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WETTBEWERBSVERZERRUNG">WETTBEWERBSVERZERRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIRTSCHAFTSFREIHEIT">WIRTSCHAFTSFREIHEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 27 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 94 Abs. I BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 94 Abs. IV BV</span><br/><span class="gerade">§ 45 GesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">Art. 1 Abs. III lit. c HMG</span><br/><span class="gerade">Art. 4 Abs. I lit. i HMG</span><br/><span class="ungerade">Art. 30 Abs. I HMG</span><br/><span class="gerade">Art. 30 Abs. II HMG</span><br/><span class="ungerade">Art. 30 Abs. III HMG</span><br/><span class="gerade">Art. 38 Abs. I KV</span><br/><span class="ungerade">§ 21b Abs. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 49 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=65534" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">AN.2023.00001</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">14. MÃ¤rz 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident AndrÃ© Moser<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, Verwaltungsrichter Daniel Schweikert, Verwaltungsrichter Franz Kessler Coendet, Ersatzrichter Moritz Seiler, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Cyrill Bienz.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">1. Apothekerverband des Kantons ZÃ¼rich, </p> <p class="MsoNormal">2. B, </p> <p class="MsoNormal">3. C, <br/> <br/> </p> <p class="MsoBodyText">alle vertreten durch RA D, </p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrende, </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich, </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegner,</b> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Heilmittelverordnung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit am 10. Februar 2023 im Amtsblatt des Kantons ZÃ¼rich publiziertem Beschluss vom 25. Januar 2023 (ABl 2023-02-10, Meldungsnummer RS-ZH03-0000000591) verabschiedete der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich den Neuerlass der Heilmittelverordnung (HMV; LS 812.1; Dispositivziffer I). Zugleich hob er die Heilmittelverordnung vom 21. Mai 2008 auf (Dispositivziffer II). Diese Ãnderungen sollten am 1. Mai 2023 in Kraft treten, wobei der Regierungsrat einen neuen Entscheid Ã¼ber die Inkraftsetzung vorbehielt, falls ein Rechtsmittel ergriffen werden sollte (Dispositivziffer III). </p> <p class="Urteilstext">§ 7 lit. e der neuen Heilmittelverordnung (im Folgenden nHMV) sieht vor, dass Spital- und Personalapotheken, die Arzneimittel auch an das Spitalpersonal abgeben, zulÃ¤ssige Abgabestellen fÃ¼r Arzneimittel sind. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Apothekerverband des Kantons ZÃ¼rich (BeschwerdefÃ¼hrer 1), B (BeschwerdefÃ¼hrerin 2) und C (BeschwerdefÃ¼hrer 3) fÃ¼hrten am 13. MÃ¤rz 2023 gemeinsam Beschwerde beim Verwaltungsgericht und verlangten die Aufhebung von § 7 lit. e nHMV; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zzgl. MWST zulasten des Regierungsrats. </p> <p class="Urteilstext">Aufgrund des laufenden Rechtsmittelverfahrens beschloss der Regierungsrat am 19. April 2023, die nHMV â mit Ausnahme von § 7 lit. e und der Nennung der Spital- und Personalapotheke in § 13 lit. b â auf den 1. Juli 2023 in Kraft zu setzen (ABl 2023-04-28, Meldungsnummer RS-ZH03-0000000633).</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerdeantwort vom 2. Mai 2023 beantragte die Gesundheitsdirektion namens des Regierungsrats, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei sie abzuweisen. Innert mehrmals erstreckter Frist reichten die BeschwerdefÃ¼hrenden am 8. Juni 2023 eine Replik ein. Die Gesundheitsdirektion duplizierte am 13. Juli 2023, ebenfalls innert mehrmals erstreckter Frist. Mit Eingabe vom 25. August 2023 erstatteten die BeschwerdefÃ¼hrenden die Triplik. Nach mehrfach erstreckter Frist verzichtete die Gesundheitsdirektion mit Schreiben vom 4. Oktober 2023 auf eine weitere Stellungnahme. Am 8. November 2023 reichten die BeschwerdefÃ¼hrenden eine weitere Eingabe ein, zu der sich die Gesundheitsdirektion nicht mehr vernehmen liess.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG; LS 175.2) sowie Art. 79 Abs. 2 der Kantonsverfassung vom 27. Februar 2005 (KV; LS 101) zustÃ¤ndig fÃ¼r die Beurteilung von Beschwerden gegen Verordnungen des Regierungsrats. Ãber Rechtsmittel gegen Erlasse entscheidet das Gericht in FÃ¼nferbesetzung (§ 38a Abs. 1 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.1 </b>GemÃ¤ss § 49 in Verbindung mit § 21b Abs. 1 VRG ist zur Anfechtung eines Erlasses beim Verwaltungsgericht berechtigt, wer durch eine Norm in schutzwÃ¼rdigen Interessen berÃ¼hrt werden kÃ¶nnte. Die letztgenannte Bestimmung ist im Sinn der Rechtsprechung zur Anfechtung von Erlassen beim Bundesgericht auszulegen (vgl. statt vieler VGr, 23. Juni 2022, AN.2022.00001, E. 1.2). Danach ist von einem angefochtenen Erlass besonders berÃ¼hrt und zur Beschwerde berechtigt, wen die angefochtene Bestimmung unmittelbar oder zumindest virtuell betrifft. Virtuelle Betroffenheit setzt voraus, dass die beschwerdefÃ¼hrende Person von der angefochtenen Regelung mit einer minimalen Wahrscheinlichkeit frÃ¼her oder spÃ¤ter einmal unmittelbar betroffen sein wird (BGE 148 I 160 E. 1.4; 147 I 308 E. 2.2; VGr, 23. Juni 2022, AN.2022.00001, E. 1.2). Zur Beschwerde berechtigt sind ausserdem als juristische Personen konstituierte VerbÃ¤nde, soweit sie nach den Statuten die entsprechenden Interessen zu wahren haben und die Mehrheit oder zumindest eine Grosszahl der Mitglieder durch den angefochtenen Erlass direkt oder virtuell betroffen ist (sog. egoistische Verbandsbeschwerde; BGE 148 I 160 E. 1.4.2; 146 I 62 E. 2.3; VGr, 2. MÃ¤rz 2023, AN.2022.00007, E. 1.4.1). Ãber ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung verfÃ¼gt ein Verband namentlich, wenn eine Grosszahl seiner Mitglieder als Konkurrenten zur Beschwerde legitimiert wÃ¤re. Die blosse BefÃ¼rchtung, einer verstÃ¤rkten Konkurrenz ausgesetzt zu sein, befugt den Konkurrenten allerdings noch nicht zur Beschwerde. Erforderlich ist eine schutzwÃ¼rdige besondere BeziehungsnÃ¤he, die sich aus der einschlÃ¤gigen gesetzlichen Ordnung ergibt. Eine solche BeziehungsnÃ¤he wird zum einen angenommen, wenn sie aus einer wirtschaftspolitischen oder sonstigen besonderen Regelung folgt, mit der gerade das KonkurrenzverhÃ¤ltnis zwischen verschiedenen Gewerbetreibenden geregelt wird. Zum anderen kann ein Konkurrent beschwerdebefugt sein, soweit er geltend macht, andere Konkurrenten wÃ¼rden privilegiert behandelt (BGE 142 II 80 E. 1.4.2; 139 II 328 E. 3.3; VGr, 4. September 2014, VB.2013.00274, E. 3.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, dass die Spital- und Personalapotheken nach § 7 lit. e nHMV den Anforderungen, die fÃ¼r Ã¶ffentliche Apotheken gemÃ¤ss Art. 4 Abs. 1 lit. i des Bundesgesetzes vom 15. Dezember 2000 Ã¼ber Arzneimittel und Medizinprodukte (Heilmittelgesetz, HMG; SR 812.21) gelten (u.<span> </span>a. Versorgungsauftrag gemÃ¤ss § 8 nHMV), nicht bzw. nur insoweit, als dies zweckmÃ¤ssig scheint, gerecht werden mÃ¼ssten. Diese Privilegierung der Spital- und Personalapotheken sei eine wettbewerbsverzerrende Massnahme, die Bundesverfassungsrecht (Art. 94 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 4 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV; SR 101]) und ausserdem auch Bundesverordnungsrecht (Art. 35 Abs. 3 und 4 der Verordnung vom 21. September 2018 Ã¼ber die Arzneimittel [Arzneimittelverordnung, VAM; SR 812.212.21]) verletze. Damit berufen sich die BeschwerdefÃ¼hrenden zumindest indirekt auch auf den individualrechtlichen Anspruch auf Gleichbehandlung der Gewerbegenossen aus Art. 27 BV (vgl. BGE 148 II 121 E. 7.2 und 7.3; 145 I 183 E. 4.1.1). Dieser Anspruch untersagt grundsÃ¤tzlich Massnahmen, die den Wettbewerb unter direkten Konkurrenten verzerren und dadurch nicht wettbewerbsneutral sind (BGE 142 I 162 E. 3.7.2). Ãber diesen Anspruch und die fÃ¼r eine Beschwerde erforderliche BeziehungsnÃ¤he verfÃ¼gen die BeschwerdefÃ¼hrenden bzw. ihre Mitglieder nach der Praxis des Bundesgerichts nur, wenn sie direkte Konkurrentinnen sind, mithin derselben Branche angehÃ¶ren und sich mit demselben Angebot an dasselbe Publikum richten, um dasselbe BedÃ¼rfnis zu befriedigen (BGE 148 II 121 E. 7.1; 143 II 598 E. 5.1; 142 I 162 E. 3.7.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.3 </b>Das Angebot der Kategorie der Spital- und Personalapotheken nach § 7 lit. e nHMV richtet sich mit dem Spitalpersonal an ein Publikum, das nach bisheriger Rechtslage jedenfalls verschreibungspflichtige Arzneimittel hauptsÃ¤chlich bei Ã¶ffentlichen Apotheken bezogen hat. Die Spital- und Personalapotheken erbringen gegenÃ¼ber diesem Publikum auch keine weitergehenden Leistungen, die sie und ihr Angebot von Ã¶ffentlichen Apotheken abheben wÃ¼rden (vgl. demgegenÃ¼ber zur Selbstdispensation der Ãrztinnen und Ãrzte BGE 131 I 205 E. 2.2; 119 Ia 433 E. 2b; vgl. aber auch BGr, 23. September 2011, 2C_53/2009, E. 1.3, wo das Bundesgericht Apothekerinnen zur Beschwerde gegen eine gesetzliche Ausweitung der Ã¤rztlichen Befugnis zur Selbstdispensation zugelassen hat). Wie Ã¶ffentliche Apotheken (Art. 4 Abs. 1 lit. i HMG) mÃ¼ssen Spitalapotheken â und folglich auch Spital- und Personalapotheken gemÃ¤ss § 7 lit. e nHMV â von einer Apothekerin oder einem Apotheker gefÃ¼hrt werden (Art. 4 Abs. 1 lit. j HMG). Vor diesem Hintergrund kÃ¶nnen die beiden Arten von Apotheken derselben Branche zugerechnet werden. Die Apotheken der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 und des BeschwerdefÃ¼hrers 3 befinden sich sodann im rÃ¤umlichen Geltungsbereich der fraglichen Regelung (vgl. zu dieser Voraussetzung BGE 143 II 598 E. 5.1). Es besteht zudem eine hinreichende Wahrscheinlichkeit dafÃ¼r, dass Mitarbeitende von SpitÃ¤lern, die nach § 7 lit. e nHMV von der Abgabe von Arzneimitteln durch die Spital- und Personalapotheken profitieren kÃ¶nnten, diese bislang in Ã¶ffentlichen Apotheken wie jener der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 bzw. des BeschwerdefÃ¼hrers 3 bezogen haben. Entgegen den AusfÃ¼hrungen der Gesundheitsdirektion ist fÃ¼r die Beschwerdelegitimation nicht erforderlich, dass das Spitalpersonal einen quantitativ bedeutenden Anteil an die UmsÃ¤tze der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 und des BeschwerdefÃ¼hrers 3 beisteuert. Ob und in welchem Umfang sich die Massnahme nÃ¤mlich effektiv wettbewerbsverzerrend auswirkt, wÃ¤re gegebenenfalls nicht im Rahmen der ZulÃ¤ssigkeit der Beschwerde, sondern auf materiell-rechtlicher Ebene zu prÃ¼fen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 und der BeschwerdefÃ¼hrer 3 sind deshalb zur Konkurrentenbeschwerde zuzulassen. Sie kÃ¶nnen dabei auch die Frage aufwerfen, ob die Massnahme Art. 94 BV verletzt, unabhÃ¤ngig davon, ob eine EinschrÃ¤nkung der in Art. 27 BV garantierten individualrechtlichen Komponente der Wirtschaftsfreiheit vorliegt (vgl. BGE 138 I 378 E. 6.2.3). </p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 ist ein Verein gemÃ¤ss Art. 60 ff. des Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1904 (ZGB; SR 210) und hat unter anderem die Wahrung der beruflichen und wirtschaftlichen Interessen der ihm angeschlossenen, im rÃ¤umlichen Geltungsbereich der streitigen Regelung befindlichen Apothekerinnen und Apotheker zum Zweck (vgl. Art. 1 und 2 der Statuten des BeschwerdefÃ¼hrers 1 [vgl. Ã¼berdies bereits BGE 131 I 205 E. 2.4]). Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 und der BeschwerdefÃ¼hrer 3 sind auch die Ã¼brigen Mitglieder oder zumindest eine Grosszahl von ihnen als direkte Konkurrenten der Spital- und Personalapotheken zu betrachten. Auch der BeschwerdefÃ¼hrer 1 ist folglich wie die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und 3 zur Beschwerde zuzulassen.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Da auch die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.4 </b>Mit der Beschwerde gegen einen Erlass kann die Verletzung Ã¼bergeordneten Rechts gerÃ¼gt werden (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 2 VRG). Im Rahmen des abstrakten Normenkontrollverfahrens ist die Vereinbarkeit der angefochtenen Bestimmung(en) mit dem Ã¼bergeordneten Recht zu prÃ¼fen (Art. 79 Abs. 2 KV). Das Verfahren bezweckt die Durchsetzung der Hierarchie der Rechtsnormen (Andreas Conne, Abstrakte Normenkontrolle im Kanton ZÃ¼rich, ZBl 115/2014, S. 403 ff., 404). PrÃ¼fungsmassstab bilden insbesondere das kantonale Verfassungs- und Gesetzesrecht sowie das gesamte Bundesrecht (Marco Donatsch in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 50 N. 76 in Verbindung mit § 20 N. 94). Eine Ermessenskontrolle ist demgegenÃ¼ber bei der Erlassanfechtung grundsÃ¤tzlich â und so auch hier â ausgeschlossen; das Ermessen der rechtsetzenden BehÃ¶rde ist zu respektieren (Donatsch, § 20 N. 95; statt vieler VGr, 9. Januar 2023, AN.2022.00003, E. 3.1).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gen primÃ¤r, dass die Betreiber von Spital- und Personalapotheken in wettbewerbsverzerrender Weise bevorteilt wÃ¼rden, wenn sie Arzneimittel auch an das Spitalpersonal abgeben dÃ¼rften, ohne zugleich umfassend die Anforderungen an Ã¶ffentliche Apotheken erfÃ¼llen zu mÃ¼ssen. Sie berufen sich dabei auf Art. 94 BV.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Art. 94 BV schÃ¼tzt als grundlegendes Ordnungsprinzip einer auf marktwirtschaftlichen Prinzipien beruhenden Wirtschaftsordnung die systembezogene oder institutionelle Dimension der Wirtschaftsfreiheit, wÃ¤hrend Art. 27 BV den individualrechtlichen Gehalt der Wirtschaftsfreiheit garantiert (BGE 148 II 121 E. 7.2; 143 II 425 E. 4.2). Die institutionelle ZulÃ¤ssigkeit einer Massnahme ist namentlich dann infrage gestellt, wenn sie sich gegen den Wettbewerb richtet (sog. grundsatzwidrige Massnahmen). Grundsatzwidrige Massnahmen kÃ¶nnen von vornherein nur zulÃ¤ssig sein, wenn sie in der Bundesverfassung vorgesehen oder durch ein kantonales Regalrecht begrÃ¼ndet sind (Art. 94 Abs. 4 BV). Das Bundesgericht hÃ¤lt staatliche Massnahmen primÃ¤r dann fÃ¼r grundsatzwidrig, wenn damit in den freien Wettbewerb eingegriffen wird, um einzelne Konkurrenten oder Unternehmensformen zu bevorteilen und das Wirtschaftsleben nach einem festen Plan zu lenken (vgl. BGE 130 I 26 E. 4.5; 116 Ia 345 E. 5). Vereinzelt hat es sich zwar der in der Lehre vorherrschenden Auffassung angeschlossen, wonach Massnahmen auch dann grundsatzwidrig sein kÃ¶nnen, wenn sie "spÃ¼rbare WettbewerbsbeschrÃ¤nkungen" bewirken, ohne sie zu bezwecken (BGr, 17. Mai 2011, 2C_940/2010, E. 3.2 m.<span> </span>w.<span> </span>H.; vgl. Giovanni Biaggini, BV Kommentar, 2. A., ZÃ¼rich 2017, Art. 94 N. 4; Vallender/Hettich in: St. Galler Kommentar BV, 4. A., ZÃ¼rich etc. 2023, Art. 94 N. 6). Aus der jÃ¼ngsten publizierten Rechtsprechung des Bundesgerichts ergibt sich jedoch, dass Massnahmen von vornherein â d.<span> </span>h. ungeachtet ihrer tatsÃ¤chlichen Auswirkungen â dem Schutzbereich von Art. 94 BV entzogen sind, wenn sie dem PolizeigÃ¼terschutz dienen oder sozialpolitisch oder zumindest nicht primÃ¤r wirtschaftspolitisch motiviert sind (BGE 143 I 403 E. 5.2; vgl. auch BGE 147 V 423 E. 5.1.3). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Grundsatzkonforme Massnahmen sowie grundsatzwidrige Massnahmen, die Ã¼ber eine Art. 94 Abs. 4 BV genÃ¼gende Grundlage verfÃ¼gen, verletzen zwar die Verfassungsgarantie der Wirtschaftsfreiheit nicht in ihrer institutionellen Dimension. Sie kÃ¶nnen aber vom Schutzbereich der individualrechtlichen Komponente der Wirtschaftsfreiheit erfasst sein (Art. 27 BV; vgl. BGE 143 I 403 E. 5.6). Diese steht nÃ¤mlich unter anderem Massnahmen entgegen, die den Wettbewerb unter direkten Konkurrenten verzerren und dadurch nicht wettbewerbsneutral sind (Grundsatz der Gleichbehandlung der Konkurrenten bzw. Gewerbegenossen; BGE 148 II 121 E. 7.1). Eine Ungleichbehandlung von Konkurrenten lÃ¤sst sich mit der Verfassung nur unter den Voraussetzungen von Art. 36 BV vereinbaren (vgl. BGE 147 V 423 E. 5.2; 142 I 162 E. 3.7.2). Sie muss mithin auf einer gesetzlichen Grundlage beruhen und darf Konkurrenten nicht stÃ¤rker bevorteilen respektive benachteiligen, als es fÃ¼r die Erreichung des Ã¶ffentlichen Interesses erforderlich ist (BGE 143 I 37 E. 8.2; 141 V 557 E. 7.2). Im Heilmittelrecht wird der Grundsatz der Gleichbehandlung der Konkurrenten im Hinblick auf Sicherheits- und QualitÃ¤tsanforderungen Ã¼berdies gesetzlich durch Art. 1 Abs. 3 lit. c HMG konkretisiert (vgl. BGr, 29. November 2005, 2A.278/2005, E. 5.2, in: ZBl 107/2006 S. 661).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Nach der Darstellung der Gesundheitsdirektion zielt die Zulassung von Spitalapotheken zur Abgabe von Arzneimitteln an ihr Personal darauf ab, ein BedÃ¼rfnis des Personals (und der SpitÃ¤ler) zu befriedigen. Dieses arbeite zu einem grossen Teil tÃ¤glich mit Arzneimitteln und weise somit selbst eine grosse NÃ¤he zur Spitalapotheke auf, weshalb es ihm ermÃ¶glicht werden solle, auf kÃ¼rzerem und einfacherem Weg direkt im Spital Arzneimittel zu beziehen. Diese ErklÃ¤rung ist plausibel. Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen nicht geltend und es gibt auch keinen Grund zur Annahme, dass der Regierungsrat mit dieser Massnahme primÃ¤r eine Verzerrung des Wettbewerbs bezweckt. Sie lÃ¤sst sich demnach nicht als grundsatzwidrig bezeichnen. Eine Verletzung von Art. 94 BV liegt also entgegen der RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrenden nicht vor.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Zu prÃ¼fen bleibt indessen, ob die Massnahme in unzulÃ¤ssiger Weise in die individuelle Wirtschaftsfreiheit der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 und des BeschwerdefÃ¼hrers 3 sowie der Mitglieder des BeschwerdefÃ¼hrers 1 eingreift. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.5.1 </b>Bereits bei der PrÃ¼fung der ZulÃ¤ssigkeit der Beschwerde wurde festgehalten, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden respektive ihre Mitglieder als direkte Konkurrenten der Spital- und Personalapotheken gemÃ¤ss § 7 lit. e nHMV zu betrachten sind (vgl. E. 1.2.3 und 1.2.4).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.5.2 </b>Den BeschwerdefÃ¼hrenden ist des Weiteren zuzustimmen, dass die Zulassung von Spitalapotheken zur Abgabe von Arzneimitteln an ihr Personal eine Ungleichbehandlung bedeutet, da die Spitalapotheken gewisse regulatorische Anforderungen nicht erfÃ¼llen mÃ¼ssen, die an ihre direkten Konkurrenten gestellt werden. Namentlich sind die Spitalapotheken (bzw. die Spital- und Personalapotheken gemÃ¤ss § 7 lit. e nHMV) nicht durch den Versorgungsauftrag (§ 8 nHMV; vgl. auch Art. 4 Abs. 1 lit. i HMG) gebunden und brauchen daher anders als Ã¶ffentliche Apotheken weder regelmÃ¤ssige Ãffnungszeiten noch die unmittelbare oder kurzfristige VerfÃ¼gbarkeit sÃ¤mtlicher Arzneimittel zu garantieren (vgl. zum Inhalt des Versorgungsauftrags [BegrÃ¼ndung zum] Beschluss des Regierungsrats vom 25. Januar 2023, S. 33 und 36). Auch mÃ¼ssen Spitalapotheken nicht Ã¶ffentlich zugÃ¤nglich sein (vgl. Art. 4 Abs. 1 lit. i und j HMG). Welche Ã¼brigen Anforderungen an Ã¶ffentliche Apotheken die Spital- und Personalapotheken gemÃ¤ss § 7 lit. e nHMV in welchem Umfang zu erfÃ¼llen haben, ergibt sich aus dem angefochtenen Erlass nicht, obliegt doch die Festlegung der konkreten Ausgestaltung der Kantonalen Heilmittelkontrolle (KHZ) (so der Beschluss des Regierungsrats vom 25. Januar 2023, S. 36). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.5.3 </b> </p> <p class="Erwgung4"><b>2.5.3.1 </b>GemÃ¤ss Art. 38 Abs. 1 Satz 1 KV werden alle wichtigen RechtssÃ¤tze des kantonalen Rechts in der Form des Gesetzes erlassen. Dazu gehÃ¶ren namentlich die wesentlichen Bestimmungen Ã¼ber die EinschrÃ¤nkung verfassungsmÃ¤ssiger Rechte (Art. 38 Abs. 1 lit. b KV). Weniger wichtige RechtssÃ¤tze, namentlich solche Ã¼ber den Vollzug der Gesetze, werden in der Form der Verordnung erlassen (Art. 38 Abs. 2 KV). </p> <p class="Erwgung4"><b>2.5.3.2 </b>Die mit § 7 lit. e nHMV angestrebte Ãffnung des Marktes zugunsten der regulatorisch privilegierten Spitalapotheken betrifft auf der Nachfrageseite ausschliesslich das Spitalpersonal. In Anbetracht der in den Rechtsschriften genannten Zahlen (rund 25'000 Spitalmitarbeitende bei einer KantonsbevÃ¶lkerung von rund 1,5 Mio.) handelt es sich dabei nur um einen kleinen Teil des kantonalen Arzneimittel-konsummarktes. Die BeschwerdefÃ¼hrenden spekulieren zwar, dass die Spitalmitarbeitenden auch fÃ¼r "ihre Verwandten, Freund[e] und Bekannten" Arzneimittel besorgen kÃ¶nnten und sie besonders rege Konsumenten von Arzneimitteln seien. Selbst wenn diese unsubstanziierten Behauptungen zutrÃ¤fen, wÃ¶ge die durch den angefochtenen Entscheid verursachte Wettbewerbsverzerrung fÃ¼r sich allein betrachtet aber nicht besonders schwer. Erstens wÃ¤re auch unter dieser PrÃ¤misse weiterhin nur ein kleiner Teilmarkt des gesamten Arzneimittelkonsummarktes betroffen. Zweitens wÃ¼rde der Wettbewerb um diese Kunden durch die MarktÃ¶ffnung zugunsten der Spitalapotheken nicht ausgeschaltet, sondern im Gegenteil eher intensiviert, zumal das Spitalpersonal weiterhin bei Ã¶ffentlichen Apotheken einkaufen kann. Es ist indessen zu berÃ¼cksichtigen, dass der angefochtene Entscheid nicht nur eine Ausdehnung beim Angebot der Spitalapotheken ermÃ¶glicht, sondern vielmehr eine Anpassung im Ã¼bergeordneten Rahmen der Bewilligungspflicht fÃ¼r die Arzneimittelabgabe (vgl. Art. 30 HMG) vornimmt. Zu prÃ¼fen ist, ob diese Massnahme mit der Wirtschaftsfreiheit der BeschwerdefÃ¼hrenden vereinbar ist.</p> <p class="Erwgung4"><b>2.5.3.3 </b>Die angefochtene Verordnungsbestimmung schrÃ¤nkt nicht die rechtliche Befugnis der BeschwerdefÃ¼hrenden zur Abgabe von Arzneimitteln ein, sondern ermÃ¶glicht es Spitalapotheken, Ã¼ber den in Art. 4 Abs. 1 lit. j HMG festgehaltenen TÃ¤tigkeitsbereich, pharmazeutische Dienstleistungen an die Kundschaft des Spitals anzubieten, hinaus neu auch Arzneimittel an das Spitalpersonal abzugeben. Die individualrechtliche Komponente der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) gibt dem Einzelnen keinen Schutz vor Konkurrenz. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung hat staatliche Massnahmen, welche bloss faktisch Auswirkungen auf das wirtschaftliche Handeln haben, nur zurÃ¼ckhaltend als Grundrechtseingriff qualifiziert, so wenn sie geradezu prohibitiv sind oder die Betroffenen im Ergebnis Ã¤hnlich beeintrÃ¤chtigen wie ein rechtliches Verbot oder wenn sie gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung der Konkurrenten verstossen; dies bedeutet, dass im Hinblick auf diesen Aspekt der WettbewerbsneutralitÃ¤t eine prozessuale MÃ¶glichkeit der verfassungsrechtlichen ÃberprÃ¼fung im Licht der Wirtschaftsfreiheit gegeben sein muss (vgl. BGE 138 I 378 E. 6.2.2). Im Rahmen des bundesrechtlichen Bewilligungssystems gemÃ¤ss Art. 30 HMG (vgl. dazu hinten E. 2.5.3.4) ist die Statuierung von Bewilligungsanforderungen fÃ¼r Spitalapotheken durch den Kanton als faktische Auswirkung zu beurteilen, die einem Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit der BeschwerdefÃ¼hrenden gleichkommt. Eine solche Beurteilung ist nach dem Gesagten verfassungsrechtlich notwendig, auch wenn die umstrittene Regelung vordergrÃ¼ndig einzig zu einer VerstÃ¤rkung der Konkurrenz zwischen den Spitalapotheken und den Ã¶ffentlichen Apotheken im Hinblick auf ein Kundensegment (das Spitalpersonal) fÃ¼hrt. Deshalb hat die angefochtene Bestimmung die Voraussetzungen der gebotenen gesetzlichen Grundlage, des Ã¶ffentlichen Interesses und der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit einzuhalten (vgl. dazu Art. 36 BV). </p> <p class="Erwgung4"><b>2.5.3.4 </b>Wie angesprochen unterliegt die Abgabe von Arzneimitteln im "Detailhandel" einer Bewilligungspflicht, die â im Unterschied zu jener fÃ¼r den Grosshandel gemÃ¤ss Art. 28 HMG â vom Kanton zu erteilen ist (Art. 30 Abs. 1 HMG). Es handelt sich dabei um eine Betriebsbewilligung, welche namentlich die sachlichen und personellen Anforderungen fÃ¼r den Betrieb der Abgabestelle festlegt (vgl. BGE 140 II 520 E. 3.4). Die Statuierung einer Bewilligungspflicht fÃ¼r die AusÃ¼bung eines Berufes bildet einen schweren Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit und bedarf zumindest hinsichtlich ihrer GrundzÃ¼ge stets einer gesetzlichen Grundlage im formellen Sinn (BGE 122 I 130 E. 3b/bb; BGr, 25. MÃ¤rz 2021, 2C_230/2020 E. 6.1). Mit Art. 30 Abs. 1 HMG liegt eine formell-gesetzliche Grundlage fÃ¼r das Bewilligungserfordernis bei dieser ErwerbstÃ¤tigkeit vor (BGE 140 II 520 E. 3.4). Art. 30 Abs. 2 HMG umschreibt materielle Voraussetzungen fÃ¼r die Bewilligungserteilung, so bezÃ¼glich fachlicher Anforderungen und QualitÃ¤tssicherungssystem. Art. 30 Abs. 3 HMG regelt, dass die Kantone weitere Voraussetzungen vorsehen kÃ¶nnen. In Art. 4 Abs. 1 lit. i, j und k HMG hat der Bundesgesetzgeber eine einheitliche Definition der Begriffe Ã¶ffentliche Apotheke, Spitalapotheke und Selbstdispensation verankert. Es spricht einiges dafÃ¼r, dass diese drei bundesrechtlichen Begriffe nicht abschliessend sind, weil daneben seit Langen noch weitere Apothekenkategorien wie zum Beispiel die Kantonsapotheken oder die Heimapotheken bestehen (vgl. Ursula Eggenberger StÃ¶ckli/Felix Kesselring in: Basler Kommentar zum Heilmittelgesetz, 2. A., Basel 2022 [BSK-HMG], Art. 4 N. 203). Die Begrifflichkeit in Art. 4 Abs. 1 lit. i, j und k HMG Ã¤ndert aber nichts daran, dass grundsÃ¤tzlich zwischen den Ã¶ffentlichen Apotheken und den privaten Apotheken unterschieden wird. Zur zweiten Kategorie gehÃ¶ren die Spitalapotheken und die Apotheken jener Medizinalpersonen, die zur Selbstdispensation Arzneimittel abgeben dÃ¼rfen (vgl. Heidi BÃ¼rgi, BSK-HMG, Art. 30 N. 6, so auch BGE 140 II 520 E. 3.4). In dieser Hinsicht enthalten die Begriffsdefinitionen in Art. 4 Abs. 1 lit. i, j und k HMG ebenfalls in einem beschrÃ¤nkten Umfang materielle Voraussetzungen fÃ¼r die Bewilligungserteilung, zum Beispiel bei Ã¶ffentlichen Apotheken hinsichtlich Ãffnungszeiten und ZugÃ¤nglichkeit bzw. Versorgungsauftrag oder bei Spitalapotheken hinsichtlich Leitung und Kundschaft (vgl. Eggenberger StÃ¶ckli/Kesselring, Art. 4 N. 207â209, 212, 214). So benÃ¶tigt eine Spitalapotheke, die ihre Dienstleistungen auch dem Publikum anbieten will, eine kantonale Bewilligung als Ã¶ffentliche Apotheke (Eggenberger StÃ¶ckli/Kesselring, Art. 4 N. 214). Namentlich die Frage, ob und unter welchen Bedingungen eine Medizinalperson zur Selbstdispensation berechtigt ist, wird jedoch durch das kantonale Recht geregelt (Eggenberger StÃ¶ckli/Kesselring, Art. 4 N. 224; BÃ¼rgi, Art. 30 N. 7; Ueli Kieser, Heilmittelgesetz, in: Tomas Poledna/Virgilia Rumetsch, Gesundheitsrecht, SBVR VIII/1, 2. A., Basel 2023, S. 502 N. 167). Der Kanton ZÃ¼rich hat die Selbstdispensation in § 25a des Gesundheitsgesetzes vom 2. April 2007 (GesG; LS 810.1) geregelt. Sodann hat er im Gesetz vom 7. November 2022 Ã¼ber die VerselbstÃ¤ndigung der Kantonsapotheke (VKG; LS 810.4), in Kraft seit dem 1. Mai 2023 (OS 78, 143), die Umwandlung der Kantonsapotheke in eine Aktiengesellschaft beschlossen. Diese neue TrÃ¤gerschaft ist Spitalapotheke des UniversitÃ¤tsspitals ZÃ¼rich und weiterer in § 3 VKG genannter SpitÃ¤ler und sie erfÃ¼llt die gemÃ¤ss § 4 VKG bestimmten Aufgaben, so die Abgabe von Arzneimitteln an deren Patientinnen und Patienten (Abs. 1 lit. b; vgl. auch § 19 Abs. 1 des Gesetzes Ã¼ber das UniversitÃ¤tsspital vom 19. September 2005 [USZG; LS 813.15]). Eine Arzneimittelabgabe an Spitalpersonal ist dabei nicht vorgesehen. Der Beschwerdegegner macht vor Verwaltungsgericht auch nicht konkret das Bestehen einer formell-gesetzlichen Grundlage fÃ¼r die Arzneimittelabgabe an das Spitalpersonal durch Spitalapotheken geltend. Die neue kantonale Heilmittelverordnung stÃ¼tzt sich auf § 45 GesG, wonach der Regierungsrat die Vorschriften zum Vollzug unter anderem der Bundesgesetzgebung Ã¼ber die Arzneimittel und Medizinprodukte erlÃ¤sst. </p> <p class="Erwgung4"><b>2.5.3.5 </b>Bereits mit der Selbstdispensation und der Kundschaft der Spitalapotheken nach bisherigem Recht erfolgt ein bedeutender Anteil der Arzneimittelabgabe im Kanton ZÃ¼rich im Rahmen der oben dargelegten Kategorie der privaten Apotheken. Gerade was die Selbstdispensation angeht, kÃ¶nnen die Kantone diese verbieten, teilweise zulassen oder ganz zulassen. Der Kanton ZÃ¼rich schÃ¶pft diesen Rahmen, wie andere Deutschschweizer Kantone (vgl. dazu Eggenberger StÃ¶ckli/Kesselring, Art. 4 N. 219), aus, indem er die Selbstdispensation mit § 25a GesG gÃ¤nzlich zulÃ¤sst. Vor dem Hintergrund der bereits weitgehenden Zulassung von privaten Apotheken (Selbstdispensation und Spitalapotheken fÃ¼r Patientinnen und Patienten) bildet die Ãffnung der Spitalapotheken fÃ¼r das Spitalpersonal eine grundlegende Abweichung von dem kantonal auf Stufe des formellen Gesetzes bisher verankerten System der AbgabekanÃ¤le fÃ¼r Arzneimittel im Detailhandel. Bei der Kundschaft, die dadurch eine zusÃ¤tzliche BezugsmÃ¶glichkeit fÃ¼r Arzneimittel in Spitalapotheken erhÃ¤lt, geht es in absoluten Zahlen um einen erheblichen Personenkreis. Auch unter BerÃ¼cksichtigung der bundesrechtlichen Begriffsdefinitionen in Art. 4 Abs. 1 lit. i, j und k HMG ist der fraglichen Ausdehnung der Kundschaft von Spitalapotheken eine wichtige Bedeutung zuzumessen.</p> <p class="Erwgung4"><b>2.5.3.6 </b>Nach dem Gesagten spricht vieles dafÃ¼r, § 7 lit. e nHMV als schweren Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit der BeschwerdefÃ¼hrenden zu qualifizieren. Die umstrittene Ãnderung lediglich auf der Stufe der regierungsrÃ¤tlichen Verordnung einzufÃ¼hren, wÃ¼rde demzufolge den Rahmen einer Vollzugsbestimmung sprengen und den Grundsatz der Gewaltenteilung verletzen (Art. 3 in Verbindung mit Art. 38 KV); vielmehr bedÃ¼rfte es hierfÃ¼r einer formell-gesetzlichen Grundlage. Wie es sich damit verhÃ¤lt, braucht indes nicht abschliessend beurteilt zu werden, ist doch die angefochtene Bestimmung jedenfalls aufgrund der Verletzung der Wirtschaftsfreiheit der BeschwerdefÃ¼hrenden gemÃ¤ss Art. 27 BV aufzuheben (sogleich E. 2.5.4). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.5.4 </b>Als sachlichen Grund fÃ¼r die Privilegierung der Spitalapotheken fÃ¼hrt die Gesundheitsdirektion im Wesentlichen an, dass damit ein BedÃ¼rfnis des Spitalpersonals bedient werde. Es besteht in der Tat ein gewisses Ã¶ffentliches Interesse daran, dass die Mitarbeitenden der SpitÃ¤ler gute Arbeitsbedingungen vorfinden, wozu die MÃ¶glichkeit des Bezugs von Arzneimitteln an der Arbeitsstelle einen kleinen Beitrag leisten mag. Dass dem Spitalpersonal dieser Vorteil auf andere, fÃ¼r den Wettbewerb weniger verzerrende Weise gewÃ¤hrt werden kÃ¶nnte, ist nicht ersichtlich, sieht man von der offenbar wenig verbreiteten MÃ¶glichkeit ab, sich als Spitalapotheke zugleich als Ã¶ffentliche Apotheke approbieren zu lassen. Zuzugestehen ist den BeschwerdefÃ¼hrenden indessen, dass das Ã¶ffentliche Interesse an der Abgabe von Arzneimitteln an das Spitalpersonal durch die Spitalapotheke deutlich weniger schwer wiegt als jenes an der Abgabe von Arzneimitteln an Patienten durch die SpitÃ¤ler, wofÃ¼r die Spitalapotheken eigentlich konzipiert sind (vgl. Art. 4 Abs. 1 lit. j HMG). In der AbwÃ¤gung dieses also eher leichtgewichtigen Ã¶ffentlichen Interesses gegen das Interesse der BeschwerdefÃ¼hrenden und der Ãffentlichkeit an der Gleichbehandlung der Konkurrenten ist zu berÃ¼cksichtigen, dass der Gesetzgeber der Gleichbehandlung der Konkurrenten im Heilmittelbereich offenkundig besondere Bedeutung beimisst (Art. 1 Abs. 3 lit. c HMG), worauf die BeschwerdefÃ¼hrenden in ihrer Replik zu Recht hinweisen. Entgegen der Darstellung der Gesundheitsdirektion ist diese gesteigerte Bedeutung nicht auf die Sicherheit und die QualitÃ¤t von Heilmitteln beschrÃ¤nkt. Wie sich namentlich aus Art. 24 Abs. 1 lit. b HMG ergibt, ist der Grundsatz der Gleichbehandlung der Konkurrenten vielmehr auch in der nÃ¤heren Regelung der Abgabe von Heilmitteln zu beachten. Vor dem Hintergrund dieser gesteigerten Bedeutung des Gleichbehandlungsgrundsatzes im Heilmittelrecht Ã¼berwiegt das Interesse daran, dass die Spitalapotheken keinen erleichterten und damit im Vergleich mit den Ã¶ffentlichen Apotheken privilegierten Zugang zum Absatz von Arzneimitteln an ihr Personal erhalten, das Ã¶ffentliche Interesse an gÃ¼nstigen Arbeitsbedingungen fÃ¼r das Spitalpersonal.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung3">Da das mit § 7 lit. e nHMV verfolgte Ã¶ffentliche Interesse das Interesse an der Einhaltung des Grundsatzes der Gleichbehandlung der Konkurrenten nicht aufwiegt, verletzt § 7 lit. e nHMV die Wirtschaftsfreiheit in ihrer individualrechtlichen Dimension (Art. 27 BV). Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen. Ob die angefochtene Norm daneben auch im Widerspruch zu Art. 35 Abs. 3 und 4 VAM stÃ¼nde, wie die BeschwerdefÃ¼hrenden ergÃ¤nzend geltend machen, braucht unter diesen UmstÃ¤nden nicht mehr geprÃ¼ft zu werden. Die angefochtene Bestimmung ist demnach aufzuheben. Mit ihr ist zudem auch die insofern als obsolet zu betrachtende Nennung der "Spital- und Personalapotheken" in der AufzÃ¤hlung mÃ¶glicher Abgabestellen von Arzneimitteln in § 13 lit. b nHMV zu tilgen (zur ausnahmsweisen Befugnis der Normenkontrollinstanz, ihres Sinnes entleerte Bestimmungen ausserhalb des Rechtsmittelantrags mitaufzuheben, VGr, 26. Juni 2013, AN.2012.00005, E. 3.4 sowie Ralph David Doleschal, Die abstrakte Normenkontrolle in den Kantonen, ZÃ¼rich etc. 2019, S. 753 unten, je mit weiteren Hinweisen).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung3">Die Gerichtskosten sind ausgangsgemÃ¤ss dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Der Kanton ZÃ¼rich hat die anwaltlich vertretenen und vollstÃ¤ndig obsiegenden BeschwerdefÃ¼hrenden antragsgemÃ¤ss angemessen zu entschÃ¤digen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. § 7 lit. e sowie die Nennung der "Spital- und Personalapotheken" in § 13 lit. b nHMV werden aufgehoben.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 345.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 5'345.-- </u> Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Der Kanton ZÃ¼rich hat den BeschwerdefÃ¼hrenden eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 3'500.- (inkl. MWST) auszurichten, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Entscheids.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung an:</p> <p class="Einzug2"> a) die Parteien;</p> <p class="Einzug2"> b) das EidgenÃ¶ssische Departement des Innern (EDI). </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>