2013/34 Ordentliche Einbürgerung 542 BVGE / ATAF / DTAF 34 Auszug aus dem Urteil der Abteilung III i.S. A. gegen Bundesamt für Migration C‒2848/2012 vom 26. August 2013 Ordentliche Einbürgerung. Gefährdung der inneren und äusseren Sicherheit der Schweiz. Zuständige Behörde. Art. 14 Bst. d BüG. Art. 4 Abs. 2 Bst. d V-NDB. 1. Akteneinsicht und Quellenschutz. Anforderungen gemäss Art. 27 und 28 VwVG in Bezug auf nachrichtendienstliche Akten (E. 3). 2. Allgemeine Voraussetzungen der ordentlichen Einbürgerung (E. 5). 3. Bedeutung der Mitwirkungspflicht des Nachrichtendiens tes des Bundes im Bereich von Art. 14 Bst. d BüG. Folgen für die Be - weiswürdigung (E. 6). 4. Das Gefahrenpotenzial, das heutzutage von den Liberation Tigers of Tamil Eelam ausgeht, vermag nicht per se eine Ge - fährdung im Sinne von Art. 14 Bst. d BüG zu begründen (E. 7.2). 5. Dem Beschwerdeführer können keine staatsschutzrelevanten Aktivitäten oder sonstige konkreten Vorfälle mit minimalem Ge - fährdungspotenzial und Aktualitätsbezug vorgeworfen werden, weshalb nichts gegen die Erteilung der eidgenössischen Einbür - gerungsbewilligung an ihn und seine Kinder spricht (E. 7.3–7.5). Naturalisation ordinaire. Menace pour la sûreté intérieure et extérieure de la Suisse. Autorité compétente. Art. 14 let. d LN. Art. 4 al. 2 let. d OSRC. 1. Consultation du dossier et protection des sources. Exigences des art. 27 et 28 PA, en relation avec des pièces du Service de ren - seignement (consid. 3). 2. Conditions générales de la naturalisation ordinaire (consid. 5). 3. Portée du devoir de collaborer du Service de renseignement de la Confédération dans le contexte de l'art. 14 let. d LN. Conséquen- ces pour l'appréciation des preuves (consid. 6). Ordentliche Einbürgerung 2013/34 BVGE / ATAF / DTAF 543 4. Le danger potentiel émanant actuellement des Tigres de libéra - tion de l'Îlam Tamoul ne suffit pas en soi pour constituer une menace au sens de l'art. 14 let. d LN (consid. 7.2). 5. Dans la mesure où aucune activité relevant de la sûreté de l'Etat ni aucun incident concret susceptible de représenter un potentiel de mise en danger minimal et actuel ne peut lui être reproché, rien ne s'oppose à ce qu'une autori sation fédérale de natura - lisation soit octroyée au recourant , ainsi qu'à ses enfants (consid. 7.3–7.5). Naturalizzazione ordinaria. Minaccia per la sicurezza interna ed esterna della Svizzera. Autorità competente. Art. 14 lett. d LCit. Art. 4 cpv. 2 lett. d O-SIC. 1. Consultazione degli atti e protezione delle fonti. Requisiti degli art. 27 e 28 PA riguardo agli atti dei Servizi delle attività infor - mative (consid. 3). 2. Presupposti generali della naturalizzazione ordinaria (consid. 5). 3. Significato dell'obbligo di collaborare del Servizio delle attività informative della Confederazione nell'ambito dell'art. 14 lett. d LCit. Conseguenze per l'apprezzamento delle prove (consid. 6). 4. Il potenziale di minaccia che deriva attualmente dalle Libe ration Tigers of Tamil Eelam non è di per sé sufficiente a costituire una minaccia ai sensi dell'art. 14 lett. d LCit (consid. 7.2). 5. Al ricorrente non possono essere rimproverate attività rilevanti in materia di protezione dello Stato o episodi concreti che pre - sentino il benché minimo potenziale di minaccia e rapporto di attualità, e pertanto non vi sono argomenti che si oppongano alla concessione, a lui stesso e ai suoi figli, dell'autorizzazione federale di naturalizzazione (consid. 7.3–7.5). Der aus Sri Lanka stammende A. (nachfolgend: Beschwerdeführer) reiste am 16. Oktober 1989 in die Schweiz ein, wo er rund eine Woche später um Asyl ersuchte. Mit Verfügung vom 10. April 1995 lehnte das da - malige Bundesamt für Flüchtlinge (BFF, heute: Bundesamt für Migration [BFM]) das Asylgesuch ab. Gleichzeitig wurde die vorläufige Aufnahme angeordnet. Am 27. Januar 1999 erhielt er vom Kanton Zürich eine 2013/34 Ordentliche Einbürgerung 544 BVGE / ATAF / DTAF Aufenthaltsbewilligung wegen V orliegens eines schwerwiegenden per - sönlichen Härtefalls. Am 25. Februar 2005 stel lte der Beschwerdeführer für sich sowie die beiden Kinder B. und C. ein Gesuch um Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung nach Art. 13 des Bürgerrechtsgesetzes vom 29. September 1952 (BüG, SR 141.0). Nachdem der Erhebungsbericht vorlag, beschloss die Bürgerversammlung X. am 1. Dezember 2005, vor- behältlich der Erteilung des Kantonsbürgerrechts und der eidge nös- sischen Einbürgerungsbewilligung, die Aufnahme der betreffenden Per - sonen in das Gemeindebürgerrecht. Am 9. Februar 2006 sicherte da s Gemeindeamt der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich dem Beschwerdeführer und seinen Kindern, unter V orbehalt der Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, daraufhin das zürcherische Kantonsbürgerrecht zu und überwies das Dossier am 16. Februar 2006 mit entsprechendem Antrag an das BFM. Das BFM seinerseits leitete die Einbürgerungsakten in der Folge an den Dienst für Analyse und Prävention (DAP, heute: Nachrichtendienst des Bundes [NDB]) weiter. In einer ersten Stellungnahm e vom 29. Februar 2008 hielt der DAP gegenüber der V orinstanz fest, der Beschwerdeführer sei direkt in die Aktivitäten der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) involviert. Als Direktor und Koordinator des Tamil Education Service Switzerland (TESS) sei e r einer der führenden LTTE -Repräsentanten in der Schweiz, da es sich beim TESS um eine Unterorganisation des World Tamil Coordinating Committee (WTCC) beziehungsweise der LTTE handle. In dieser Funktion sei er Hauptverantwortlicher im Bereich « Heimatliche Sprache und Kultur » (HSK) für Tamilinnen und Tamilen in der Schweiz und könne massgeblich Einfluss auf die Kursinhalte und die Auswahl der Lehrpersonen nehmen. V or diesem Hintergrund sei nicht auszuschliessen, dass unter den Schülerinnen und Schülern der Kampf gegen den sri - lankischen Staat, einschliesslich der Anwendung von Gewalt, propagiert werde. Der Beschwerdeführer stelle daher eine Gefahr für die innere und äussere Sicherheit der Schweiz im Sinne von Art. 14 Bst. d BüG dar. Dementsprechend empfahl der DAP die Ablehnung des Einbürger ungs- gesuchs. Mit Verfügung vom 26. April 2012 lehnte die V orinstanz die Gesuche um Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligungen ab. Zur Begründung stützte sie sich im Wesentlichen auf die von ihr eingeholten Ordentliche Einbürgerung 2013/34 BVGE / ATAF / DTAF 545 Stellungnahmen des DAP vom 29. Februar 2008 beziehungsweise des NDB vom 28. Juni 2010, 29. November 2010 sowie 29. Dezember 2011, welche die Frage der Bedrohung der inneren und äusseren Sicherheit der Schweiz durch den Beschwerdeführer bejahten. Mit Rechtsmitteleingabe vom 24. Mai 2012 an das Bundesverwaltungs - gericht beantragen die Beschwerdeführenden, die vorinstanzliche Ver - fügung sei aufzuheben und es sei ihnen die eidgenössische Einbürge - rungsbewilligung zu erteilen. Das Bundesverwaltungsgericht heisst die Beschwerde gut. Aus den Erwägungen: 3. 3.1 Die V orinstanz stützt sich praktisch ausschliesslich auf eine Ein- schätzung des DAP vom 29. Februar 2008 sowie drei Berichte des NDB vom 28. Juni 2010, 29. November 2010 und 29. Dezember 2011 (zur Überführung der nachrichtendienstlichen Teile des Dienstes für Analyse und Prävention per 1. Januar 2009 zum VBS beziehungsweise der Schaffung des NDB siehe AS 2008 6261). In diese Aktenstücke wurde den Beschwerdeführenden – teils im vorinstanzlichen Verfahren, teils nachträglich auf Beschwerdeebene – Einsicht gewährt. Dies geschah in den ersten beiden Fällen vollumfänglich, beim dritten und vierten Bericht wurden die Kürzel und Namen der jeweiligen Sachbearbeitenden vom NDB beziehungsweise des BFM abgedeckt. Damit wi rd den Anforderungen von Art. 27 und Art. 28 des Verwaltungsverfahrens ge- setzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) ohne Zweifel Genüge getan und es darf auf die fraglichen Aktenstücke abgestellt werden. 3.2 Der Parteivertreter hat in der Rechtsmittelein gabe vom 24. Mai 2012 zusätzlich Einsichtnahme in die Akten des NDB verlangt. Nachdem ihm in der Vernehmlassung versichert worden war, man habe ihm keine entscheidrelevanten Informationen vorenthalten, hielt er in Präzisierung des fraglichen Begehrens fest , dass einzig derjenige Sachverhalt mass - geblich sei, der sich aus den ihm zugestellten Akten des BFM ergebe. V orliegend verhält es sich so, dass die Fachbehörde weder der V orinstanz noch dem Bundesverwaltungsgericht ein Dossier mit vertraulichen Akten hat zukommen lassen. Der Stellungnahme des DAP vom 29. Februar 2008 wie auch dem Bericht des NDB vom 29. November 2010 sind allerdings vertrauliche Abklärungen und Beobachtungen zu Aktivitäten 2013/34 Ordentliche Einbürgerung 546 BVGE / ATAF / DTAF im Umfeld tamilischer Gruppierungen beziehungsweise einzelner mit Namen aufgeführter Personen beigefügt. Aufgrund des Quellenschutzes können sie nicht offengelegt werden (zum Quellenschutz vgl. Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 21. März 1997 über Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit [BWIS, SR 120] und die Ve rordnung vom 4. Dezember 2009 über den Nachrichtendienst des Bundes [V-NDB, SR 121.1]). Dies bedeutet, dass weder die Identität der fraglichen Quellen noch der Inhalt der diesbezüglichen Meldungen bekannt gegeben werden kann, mit entsprechenden Konsequenze n für die Hand - habung des Akteneinsichtsrechts und die Verwertbarkeit dieser nicht offengelegten Akten (vgl. hierzu Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV , SR 101] und Art. 26 ff. VwVG). Da der wese ntliche Inhalt besagter Abklärungen mit deren Quintessenz jedoch in hinreichendem Masse in die vier dem Rechtsvertreter zur Kenntnis gebrachten Resümees eingeflossen ist, rechtfertigt es sich, lediglich auf die unter E. 3.1 aufgelisteten Akten - stücke zurückzugreifen, welche – zusammen mit allgemein zugänglichen Informationen – mithin als alleinige Entscheidgrundlagen dienen. 4. 4.1 In formeller Hinsicht wird auf Beschwerdeebene weiter gerügt, die angefochtene Verfügung sei ungenügend begründet, weil aus ihr nicht hervorgehe, ob das BFM die aufseiten des Beschwerdeführers veränder - ten Verhältnisse damals überhaupt gewürdigt habe. Gemäss Art. 35 Abs. 1 VwVG sind die Behörden verpflichtet, schriftliche Verfügungen zu begründen. Die Begründungspflicht ist Teilgehalt d es Anspruchs auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV . Sie soll verhindern, dass die Behörden sich von unsachlichen Motiven leiten lassen, und es der betroffenen Person ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sach - gerecht anzufechten. Eine sa chgerechte Anfechtung ist nur möglich, wenn sich sowohl die Partei wie auch die Rechtsmittelinstanz über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 133 III 439 E. 3.3 m.w.H.; vgl. auch BVGE 2007/27 E. 5.5.2 m.H. sowie LORENZ KNEUBÜHLER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], VwVG, Kommentar Ordentliche Einbürgerung 2013/34 BVGE / ATAF / DTAF 547 zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Zürich/St. Gallen 2008, Rz. 4 ff. und insbes. 9 ff. zu Art. 35 VwVG). 4.2 Eine Verletzung des Gehörsanspruchs führt grundsätzlich zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Rückweisung der Sache an die V orinstanz. Im Falle der Verletzung der Begründungspflicht kann der Mangel auf Rechtsmittelebene jedoch geheilt werden, wenn die V orin - stanz die Entscheidsgründe in einer den gesetzlichen Anforderungen genügenden Weise darlegt und die Rechtsmittelinstanz der betroffenen Partei im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels die Möglic hkeit einräumt, sich dazu zu äussern (vgl. KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 19 ff. zu Art. 35 VwVG m.H.). 4.3 Die eigentliche Begründung der angefochtenen Verfügung ist in der Tat ziemlich knapp ausgefallen. Sie beschränkt sich im Wesentlichen auf einen Verweis auf die vier Stellungnahmen der Fachbehörde und deren Folgerungen sowie einer Zusatzerwägung zur Ablehnung der Einbürgerungsgesuche der beiden Kinder. Der Inhalt der fraglichen Berichte wird im Sachverhalt aber ausführlich wiedergegeben und die zur Anwendung kommenden Rechtsgrundlagen sind ebenfalls aufgeführt, weshalb trotz allem ohne Weiteres nachvollziehbar wird, warum das BFM die Einbürgerungsvoraussetzungen in Bezug auf den Beschwer de- führer als nicht erfüllt betrachtete. Auch dessen verschlechterter Gesund - heitszustand und die veränderte berufliche Situation fanden (wenn auch nur in der Wiedergabe des Sachverhalts) Erwähnung. Dies erweist sich im dargelegten Kontext als ausreichend. Die Beschwerdeführenden waren denn auf der Grundlage dieser Begründung in de r Lage, die Verfügung sachgerecht anzufechten. Ausserdem hat sich das BFM in seiner Vernehmlassung im Nachhinein ganz konkret mit den oben be - schriebenen Veränderungen auseinandergesetzt. Die erhobene Rüge der Gehörsverletzung erweist sich auch unter diese m Gesichtspunkt als unbegründet. 5. Alle Schweizerinnen und Schweizer gehören drei Gemeinwesen als Bürger an. Sie haben ein Gemeindebürgerrecht, ein Kantonsbürger - recht und das Schweizer Bürgerrecht. Diese drei Bürgerrechte bilden eine untrennbare Einheit (Ar t. 37 Abs. 1 BV). Der Erwerb des Schweizer Bürgerrechts ist daher notwendigerweise mit dem Erwerb eines Kantons - und eines Gemeindebürgerrechts verknüpft (vgl. ULRICH HÄFELIN/ WALTER HALLER/HELEN KELLER, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 8. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, Rz. 1308; Art. 12 Abs. 1 BüG). 2013/34 Ordentliche Einbürgerung 548 BVGE / ATAF / DTAF 5.1 Für die ordentliche Einbürgerung sind in erster Linie die Kantone zuständig. Der Bund erlässt nur Mindestvorschriften (Art. 38 Abs. 2 BV). Demnach erfolgt die ordentliche Einbürgerung in zwei Stufen. Der Bund prüft im Rahmen des Einbürgerungsbewil ligungsver- fahrens, ob die von ihm in Art. 14 und 15 BüG aufgestellten Mindester - fordernisse für die Erteilung des Schweizer Bürgerrechts erfüllt sind. Kanton und Gemeinde nehmen aufgrund ihrer eigenen (zusätzlichen ) V orschriften die eigentliche Einbürgerung vor (vgl. HÄFELIN/HALLER/ KELLER, a.a.O., Rz. 1327). 5.2 Die Einbürgerungsbewilligung wird vom Bundesamt für einen bestimmten Kanton erteilt. Sie ist auf drei Jahre befristet und kann verlängert werden. Die Bewilligu ng kann hinsichtlich des Einbezugs von Familienmitgliedern geändert werden. Das Bundesamt kann die Be - willigung vor der Einbürgerung widerrufen, wenn ihm Tatsachen bekannt werden, bei deren Bekanntsein sie nicht erteilt worden wäre (Art. 13 BüG). 5.3 Gemäss Ar t. 14 BüG gilt es vor der Erteilung der Einbürgerungsbewilligung zu prüfen, ob die gesuchstellende Person zur Einbürgerung geeignet ist, insbesondere ob sie in die schweizerischen Verhältnisse eingegliedert ist (Bst. a), mit den schweizerischen Lebens - gewohnheiten, Sitten und Gebräuchen vertraut ist (Bst. b), die schweize - rische Rechtsordnung beachtet (Bst. c) und die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz nicht gefährdet (Bst. d). Andernfalls hat die Ein - bürgerung zu unterbleiben. Ist die Gefährdung de r inneren oder äusseren Sicherheit bloss vorübergehender Natur, so kann die Einbürgerungsbe - willigung erteilt werden, sobald kein Sicherheitsrisiko mehr besteht (vgl. Botschaft zur Änderung des Bürgerrechtsgesetzes vom 26. August 1987, BBl 1987 III 305). 6. 6.1 Wie bereits erwähnt, stützt sich die V orinstanz in ihrer ablehnen- den Verfügung auf eine Lagebeurteilung des DAP und drei Einschät - zungen des NDB. Das Einholen diesbezüglicher Stellungnahmen gehört im Rahmen der Prüfung der V oraussetzungen der eidgenössis chen Ein - bürgerungsbewilligung zum ordentlichen Verfahrensgang. Art. 4 Abs. 2 Bst. d V-NDB (in Kraft seit 1. Januar 2010) in Verbindung mit Ziff. 4.2.1 von deren Anhang I sieht nämlich vor, dass das BFM sämtliche Ein - bürgerungsgesuche dem NDB zur Stellungn ahme nach Art. 14 Bst. d BüG zu unterbreiten hat (zur analogen Rechtslage vor Inkraftsetzung der V-NDB vgl. Art. 8 Abs. 2 Bst. c der per 1. Januar 2010 aufgehobenen Ordentliche Einbürgerung 2013/34 BVGE / ATAF / DTAF 549 Verordnung vom 27. Juni 2001 über Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit [VWIS, AS 2 001 1829] i.V .m. deren Anhang I Ziff. 4 Bst. b erstes Lemma). Entsprechend ist der NDB auch verpflichtet, sach - dienliche Hinweise bezüglich Gefährdung der inneren und äusseren Sicherheit im Sinne von Art. 14 Bst. d BüG zu liefern, die einer Ein - bürgerung e ntgegenstehen könnten (siehe etwa Urteil des Bundesver - waltungsgerichts C‒4340/2011 vom 19. April 2012 E. 4.4). Diese Mitwirkung ändert indessen nichts an der ausschliesslichen Ver fügungs- kompetenz des BFM im Bereich der Erteilung beziehungsweise Ver - weigerung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung und führt auch nicht dazu, dass dem NDB in solchen Einbürgerungsverfahren Partei - stellung nach Art. 6 VwVG zukommen würde (vgl. Urteil des Bundes - verwaltungsgerichts C‒1123/2006 vom 12. September 2008 E. 4.1 in analogiam). 6.2 In der Bundesverwaltungsrechtspflege gelten der Untersu - chungsgrundsatz (Art. 12 VwVG) und der Grundsatz der freien Beweis - würdigung (Art. 19 VwVG i.V .m. Art. 40 des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273]). Frei ist die Beweiswürdigung darin, dass sie nicht an bestimmte starre Be weis- regeln gebunden ist, welche der Behörde genau vorschreiben, wie ein gültiger Beweis zustande kommt und welchen Beweiswert die einzelnen Beweismittel im Verhältnis zueinander haben. Freie Beweiswürdigung ist aber nicht mit freiem Ermessen zu verwechseln (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 278 f.; zu den Beweismitteln: BGE 130 II 169 E. 2.3.2 ff.). Bezogen auf Art. 14 Bst. d BüG gilt es zu untersuchen, ob der Bewerber die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz gefährdet. In Konstellationen wie der vor - liegenden geht es hierbei in erster Linie um die Würdigung eines Gesamtbilds, welches die vorhandenen beziehungsweise zur Verfügung gestellten Unterlagen vermitteln. 7. 7.1 Das BFM und die Fachbehörde begründen die gehegten Sicher - heitsbedenken mit den Verbindungen des Beschwerdeführers zur LTTE beziehungsweise deren Nachfolgeorganisationen. In diesem Zusammen - hang wird ihm vorgeworfen, sich ex ilpolitisch zu engagieren. V or der Beurteilung seines persönlichen Einsatzes für tamilische Anliegen ist daher kurz darauf einzugehen, welches generelle Gefahrenpotenzial für die innere und äussere Sicherheit der Schweiz heute von solchen Gruppierungen ausgeht. 2013/34 Ordentliche Einbürgerung 550 BVGE / ATAF / DTAF 7.2 Anders als beispielsweise in der Europäischen Union (EU) wurde die LTTE hierzulande nie als terroristische Organisation einge - stuft, sie figurierte aber auf der Beobachtungsliste des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (vgl. Art. 11 Abs. 1 und Art. 11 Abs. 3 BWIS [in der damaligen Fassung] sowie Art. 17 der inzwischen auf - gehobenen VWIS). Mit der Beendigung des Bürgerkriegs in Sri Lanka im Frühjahr 2009 und der damit einhergegangenen Kapitulation der Rebellen haben sich die politischen Rah menbedingungen wesentlich verändert. Hinsichtlich der übrig gebliebenen Strukturen hält der Lagebericht 2012 des NDB mit Blick auf die allgemeine Situation in der Schweiz denn fest, in der tamilischen Diasporagemeinschaft seien seit Monaten keine grösseren Aktivitäten der LTTE beziehungsweise ihrer Nachfolgeorganisationen zu verzeichnen gewesen. In Sri Lanka, wo die LTTE weitgehend zerschlagen worden sei, habe sich die Sicherheitslage stabilisiert. Das internationale Netzwerk bleibe aber zumindest in Teilen bestehen, dies gelte auch für die Schweiz. Laut NDB zeichnet sich bislang keine Klärung der Stellung der tamilischen Bevölkerung in ihrer Heimat ab. Sollte sich bei der tamilischen Minderheit der Eindruck einstellen, die wirtschaftliche und politische Sit uation werde sich auf absehbare Zeit nicht verbessern, könnte die Stimmung wieder in gewaltsame Proteste umschlagen und zur erneuten Unterstützung einer separatistischen, tendenziell terroristischen Bewegung führen. Die grosse tamilische Diaspora dürfte si ch diesfalls wiederum mit der Bevölkerung und gegebenenfalls einer neuen separatistischen Gruppierung in Sri Lanka solidarisieren. Ähnlich tönt es, was den sogenannten ethno - nationalistisch motivierten Gewaltextremismus anbelangt, im Lage - bericht 2013. V on den Nachfolgeorganisationen der LTTE geht demnach sowohl in Europa als auch in der Schweiz nurmehr wenig Aktivität aus. Gemäss den Erkenntnissen der Fachbehörde kristallisieren sich diesbezüglich bis heute keine klaren Nachfolgestrukturen heraus. Sodann würden sich, jedenfalls offiziell, alle bekannten Organisationen vom gewaltsamen Kampf distanzieren. Über einen Wiederaufbau einer gewalttätigen tamilischen Separatistenbewegung sei überdies nichts bekannt. Wohl existierten hierzulande nationale Ableger der LTTE weiter. In kleinerem Ausmass komme es in diesem Rahmen noch zu Propagandaveranstaltungen. Indessen gebe es keine Hinweise darauf, dass sich ehemalige ranghohe LTTE -Kader oder LTTE -Kämpfer in der Schweiz aufhielten, um von hier aus zu versuchen, Einfl uss auf die tamilische Diasporagemeinschaft in oder ausserhalb der Schweiz aus - zuüben. Das Gefahrenpotenzial, das von diesen Gruppierungen und ihrer Ordentliche Einbürgerung 2013/34 BVGE / ATAF / DTAF 551 Anhängerschaft für die innere und äussere Sicherheit der Schweiz ausgeht, erscheint deshalb heutzutage eher minim. Bei dieser Sachlage vermag das (teilweise bestrittene) Engagement des Beschwerdeführers in der tamilischen Emigration nicht per se eine Gefährdung im Sinne von Art. 14 Bst. d BüG zu begründen. Ebenso wenig genügt es, dass er Leute aus dem Umfeld d er LTTE oder ihrer Nachfolgeorganisationen kennt oder mit ihnen verkehrt. Vielmehr bedarf es einer individuellen Beurteilung seiner persönlichen Aktivitäten. 7.3 Die Fachbehörde wirft dem Beschwerdeführer vor, direkt in die Aktivitäten der LTTE involviert zu s ein. Hierzulande figuriere er unter den führenden Repräsentanten dieser Gruppierung und er sei nach wie vor als engagierter Anhänger entsprechender sezessionistischer Bemü - hungen zu betrachten. V ordergründig einziger konkreter Anknüpfungs - punkt für besagte Einschätzungen bildet seine Anstellung als Direktor und Koordinator beim TESS. Zu den seitherigen Veränderungen im Anstellungsverhältnis äusserte sich der NDB freilich nicht mehr. V on einem Einbürgerungskandidaten darf verlangt werden, dass er sich zu de n demokratischen Institutionen des Landes bekennt. Bewerber, deren Haltung Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung nicht zweifelsfrei ausschliesst, können von der Einbürgerung aus - geschlossen werden (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C‒2946/2008 vom 21. Juni 2011 E. 6.2 m.H.). Im dargelegten Kontext sind die seitens des DAP beziehungsweise des NDB als problematisch erachteten Kontakte des Beschwerdeführers beziehungsweise dessen Stellung innerhalb des TESS einer Würdigung zu unterziehen. 7.3.1 Im Bericht des DAP vom 29. Februar 2008 wird der TESS als eine Unterorganisation des WTCC beziehungsweise der LTTE eingestuft, was der Beschwerdeführer unter anderem unter V orlage der Vereinsstatuten, einer Informationsbroschüre und eines Flyers bestrei tet (…). Inwieweit die Annahme der Fachbehörde zutrifft, braucht nicht abschliessend beantwortet zu werden. In der im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Broschüre liest man jedenfalls, dass der TESS aus dem WTCC hervorgegangen sei. Es erscheint ohneh in naheliegend, dass Personen, die sich in der tamilischen Emigration engagiert haben, einst kaum um die LTTE beziehungsweise ihre Nachfolgeorganisationen herumkamen. Auch ist bekannt, dass solche Gruppierungen ihr Ge - dankengut längst nicht nur in Form pol itischer Aktivitäten, sondern ebenfalls über anderweitige Kanäle wie beispielsweise Kulturvereine 2013/34 Ordentliche Einbürgerung 552 BVGE / ATAF / DTAF verbreiteten und dadurch versuchten, propagandistischen Einfluss auszuüben. Dem als Verein ausgestalteten TESS wird allerdings nicht vorgehalten, sich je in d ieser Richtung exponiert zu haben. Gemäss den Vereinsstatuten hat sich der TESS zur Aufgabe gemacht, tamilische Kurse in heimatlicher Sprache und Kultur anzubieten sowie alle Arten sportlicher Aktivitäten zu fördern (Ziff. 2.2 der Statuten). Laut Broschüre hat er mit Unterstützung des BFM zudem Integrationsprojekte durchge - führt. Politische oder wirtschaftliche Ziele und Zwecke werden demge - genüber keine verfolgt (Ziff. 2.4 der Statuten). Vielmehr strebt der Verein die Zusammenarbeit mit den kantonalen Erzi ehungsdirektionen und Schulen der jeweiligen Region an (Ziff. 2.3 der Statuten). Auch bemüht er sich aktiv darum, als Anbieter der beschriebenen tamilischen Kurse anerkannt zu werden. In den Kantonen Aargau und Schwyz sind diese sogenannten HSK -Kurse berei ts anerkannt. In wie vielen Kantonen sie mittlerweile Anerkennung gefunden haben, ist nicht bekannt. Die Zusammenarbeit mit kantonalen und lokalen Schulbehörden bedingt aber zweifelsohne eine gewisse Unabhängigkeit beziehungsweise Ausgewo - genheit und zeugt davon, dass die vom Verein statuierten Werte wie Integration und Toleranz sich nicht in reinen Absichtserklärungen er - schöpfen. Die heutigen Zielsetzungen des TESS, die kein extremistisches Gedankengut erkennen lassen, sind deshalb – nicht zuletzt im Lich te der Lageberichte des NDB der Jahre 2012 und 2013 – nicht geeignet, die der angefochtenen Verfügung zugrunde liegende Risikoeinschätzung zu bestätigen. 7.3.2 Der Beschwerdeführer wurde vom TESS ursprünglich als Schulleiter und Koordinator angestellt. Nach Auff assung der Fachbe - hörde ist er folglich in der Lage, in massgeblicher Art und Weise auf die Kursinhalte Einfluss zu nehmen und Lehrpersonen seiner Couleur auszuwählen. Damit sei nicht ausgeschlossen, dass Botschaften an die Unterrichteten gelangten, welche Anlass zu gewaltsamen Aktionen gegen den sri -lankischen Staat böten. Dass faktisch Einflussmöglichkeiten im beschriebenen Sinne bestehen, ist aufgrund der Stellenbeschreibung nicht von der Hand zu weisen. Daran ändert nichts, dass der Beschwerde führer weisungsgebunden handelt und nicht für den Unterrichtsstoff zuständig ist. Immerhin verfügt er trotz allem über vielfältige administrative beziehungsweise organisatorische Kompetenzen (zum Ganzen siehe wiederum Vereinsstatuten). V orliegend geht es aber darum, dass die gehegte Befürchtung der negativen Beeinflussung ausschliesslich theoretischer Natur ist. Dass der Beschwerdeführer tatsächlich Einfluss genommen oder sonst versucht hat, in diesem Rahmen propagandistisch Ordentliche Einbürgerung 2013/34 BVGE / ATAF / DTAF 553 tätig zu werden, wird denn weder vom NDB n och vom BFM behauptet. Stattdessen setzen die Einschätzungen der Fachbehörde, wie sich den vier mehrfach erwähnten Stellungnahmen beziehungsweise Analyse - papieren entnehmen lässt, den Fokus auf allgemeine Erkenntnisse über die in den inzwischen beendeten B ürgerkrieg in Sri Lanka involvierten Akteure. Auch der Einzelfall wird mit anderen Worten letztlich nur mit allgemeinen Ausführungen zur LTTE und deren Verbindungen zum TESS begründet. Insoweit sind keine staatsschutzgefährdenden Akti - vitäten ersichtlich. Inzwischen hat der Beschwerdeführer sein Pensum aus gesundheitlichen Gründen auf 50 % reduziert und er fungiert nurmehr als Sekretär und Koordinator (…). Auch dass er seit dem 1. August 2010 eine halbe Rente der IV bezieht, ist aktenmässig erstellt (…). Wi e angetönt, ist der NDB darauf nicht näher eingegangen. Das BFM seinerseits argumentiert in der Vernehmlassung unverändert mit den beruflichen Tätigkeiten des Beschwerdeführers. Wohl möge sein, dass er keinen massgeblichen Einfluss auf die Kursinhalte und die Auswahl der Lehrpersonen gehabt habe, doch sei er in engem Kontakt zum V orstand sowie weiteren Personen der LTTE gestanden, und als Lehrperson habe er während des kulturellen Unterrichts Einflussmöglichkeiten gehabt, die ein nicht zu unterschätzendes G efahrenpotenzial beinhalteten. Hierzu wäre vorweg anzumerken, dass der Beschwerdeführer als Angestellter des TESS nie selber unterrichtet hat. Ansonsten fussen die Ablehnungsgründe wieder - um auf allgemeinen Mutmassungen beziehungsweise den theoretischen Beeinflussungsmöglichkeiten kraft seiner beruflichen Stellung. Konkre - ter, in einem demokratischen Rechtsstaat nicht legitimer Handlungen wird er nicht bezichtigt. Damit stellen die fraglichen Aspekte keine aus - reichenden Gründe für die Annahme dar, dass vom Beschwerdeführer eine relevante Gefahr für die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz ausgeht. 7.4 Die angefochtene Verfügung liesse sich nach dem Gesagten nur aufrechterhalten, wenn sonstige konkrete V orfälle oder vorwerfbare Aktionen mit minimalem Gefäh rdungspotenzial und Aktualitätsbezug aktenkundig wären. Solche Anhaltspunkte sind hier keine auszumachen oder zumindest nicht dokumentiert. So machte der Beschwerdeführer während des Asylverfahrens nicht geltend, sich für die LTTE engagiert zu haben. Dies will er seinen eigenen Angaben zufolge erst nach der Einreise in die Schweiz eine Zeit lang getan haben, seine diesbezüglichen Aktivitäten angeblich aber bereits 1996 eingestellt haben. Dass die ein -2013/34 Ordentliche Einbürgerung 554 BVGE / ATAF / DTAF bürgerungswillige Person eine der führenden Repräsentante n der LTTE in der Schweiz und mit dieser Organisation eng verbunden sei, schliesst der DAP in seiner Stellungnahme vom 29. Februar 2008 wiederum einzig aus deren Funktion innerhalb des TESS. Hierzu genügt der Verweis auf die vorangehenden Erwägungen. Darüber hinaus erfährt man nicht, was dem Beschwerdeführer genau vorgehalten wird, wie lange er in dieser Hinsicht eine problematische Gesinnung offenbart haben soll und auf welche Zeiträume sich die erhobenen Zweifel beziehen. Die Fachbehörde verharrt vielmehr in vagen Andeutungen. Gemäss den zur Verfügung stehenden Akten lagen im Jahre 2006 über die betreffende Person, ausser der erwähnten Anstellung beim TESS, jedoch keine Erkenntnisse bezüglich Aktivitäten zu Gunsten der LTTE vor. Kommt hinzu, dass selbst de r NDB ausdrücklich festhält, dass dem Be schwer- deführer bislang keine widerrechtlichen Handlungen vorgeworfen werden konnten (…). Damit einher geht das Fehlen ihm anrechenbarer, gewaltbejahender Verhaltensweisen. V on daher spricht nichts gegen die Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung. 7.5 Seither sind keine staatsschutzrelevanten Fakten hinzugekom - men (…). Soweit die Fachbehörde, ebenfalls in der Stellungnahme vom 29. November 2010, auf die Existenz der in der Schweiz beheimateten provisorischen Exilregierung « Provisional Transnational Government of Tamil Eelam » (PTGTE) verweist, werden dem Beschwerdeführer keinerlei Verbindungen zu besagtem Büro angelastet, womit es erneut an einem Bezug zum Einzelfall fehlt. Analoges lässt sich mit Blick a uf die internationalen Netzwerke vormaliger LTTE -Mitglieder sagen, von denen im Lagebericht 2012 die Rede ist. Die Annahme schliesslich, dass der Betroffene nach wie vor als engagierter Anhänger sezessionistischer Bemühungen zu betrachten sei, basiert auf reinen Mutmassungen und ist nur schon durch die jüngsten Lageberichte des NDB überholt. Die vom NDB und der V orinstanz zum Ausdruck gebrachten Sicherheitsbedenken erweisen sich demnach als zu wenig konkretisiert, zu spekulativ und nicht mehr aktuell. Bei d ieser Sachlage sind die relevanten Sicher - heitsinteressen auch bei einer Einbürgerung der beiden Kinder nicht in ausreichendem Masse tangiert. 7.6 Alles in allem lässt die Beweislage für Schlussfolgerungen, wie sie in der angefochtenen Verfügung gezogen werden , keinen Raum. Es liegt somit nichts Konkretes vor, das den Beschwerdeführer und seine beiden Kinder heute als Risiko für die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz erkennen liesse. Ordentliche Einbürgerung 2013/34 BVGE / ATAF / DTAF 555 8. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die V orinstanz die Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligungen zu Unrecht verweigert und somit Bundesrecht verletzt hat (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist demzufolge gutzuheissen.