Abteilung II B-5163/2008 {T 0/2} A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d v o m 1 2 . D e z e m b e r 2 0 0 8 Einzelrichter Frank Seethaler, Gerichtsschreiberin Marion Spori. X._______, vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Michael Kunz, Kapellenstrasse 14, Postfach 7015, 3001 Bern, Beschwerdeführer, gegen Eidgenössische Bankenkommission (EBK) , Schwanengasse 12, Postfach, 3001 Bern, Vorinstanz. Aufsicht über Kreditinstitute; vorsorgliche Massnahmen Einsetzung eines Untersuchungsbeauftragten. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandB-5163/2008 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 19. August 2008 betreffend vor- sorgliche Massnahmen (Einsetzung eines Untersuchungsbeauftragten) gegen den Beschwerdeführer und vier weitere Personen die zuvor mit superprovisorischer Verfügung angeordneten Massnahmen bestätigte, das heisst unter anderem die Ernennung von zwei Untersuchungsbe- auftragten, die Sperre von Kontoverbindungen der Verfügungsadressa- ten, die Ermächtigung der Untersuchungsbeauftragten, über Vermö- genswerte auf gesperrten Konten zu verfügen und Kostenvorschüsse zu beziehen; dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung mit Datum vom 14. September 2008 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er- hob und beantragte, die Verfügung der Vorinstanz sei bezüglich der Ziffern 2 – 9 soweit ihn selber betreffend aufzuheben, die aufschieben- de Wirkung der Beschwerde sei wiederherzustellen und es seien wei- tere vorsorgliche Massnahme nach Art. 56 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu treffen; dass das Bundesverwaltungsgericht die Vorinstanz am 19. September 2008 aufforderte, eine Vernehmlassung einzureichen; dass sich die Vorinstanz am 10. Oktober vernehmen liess; dass die Vorinstanz am 29. Oktober 2008 in gleicher Sache einen Ent- scheid betreffend unerlaubte Entgegennahme von Publikumseinlagen/ kollektive Kapitalanlage/unerlaubter Effekten-handel/Werbeverbot fäll- te, worin sie unter anderem feststellte, dass der Beschwerdeführer ohne Bewilligung gewerbsmässig Publikumseinlagen entgegengenom- men habe und damit gegen das Bankengesetz verstossen habe, dass er eine kollektive Kapitalanlage öffentlich anbiete und vertreibe und damit gegen das Kollektivanlagengesetz verstosse sowie dass er ge- werbsmässig eine Effektenhändlertätigkeit ausübe und damit gegen das Börsengesetz verstosse; dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Beschwerde vom 2. Dezember 2008 beim Bundesverwaltungsgericht anfocht; Seite 2B-5163/2008 dass mit dem Entscheid der Vorinstanz vom 29. Oktober 2008 das vor- gängige Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen gegenstands- los geworden ist und im einzelrichterlichen Verfahren abzuschreiben ist (vgl. Art. 23 Abs. 1 Bst. a des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]); dass sich die Vorinstanz mit Eingabe vom 26. November 2008 auffor- derungsgemäss zur Frage der Kostenverlegung äusserte; dass diese Stellungnahme dem Beschwerdeführer zur Kenntnis zu ge- ben ist; dass die Verfahrenskosten bei gegenstandslos gewordenen Verfahren in der Regel jener Partei auferlegt werden, deren Verhalten die Gegen- standslosigkeit bewirkt hat, bzw. - falls das Verfahren ohne Zutun der Parteien gegenstandslos geworden ist - die Kosten aufgrund der Sach- lage vor Eintritt des Erledigungsgrundes festgelegt werden (vgl. Art. 5 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä- digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]); dass es sich, weil das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht weitergeführt wird, rechtfertigt, im Rahmen des nun hängigen Be- schwerdeverfahrens gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 29. Ok- tober 2008 über die Kostenverlegung (Verfahrens- und Parteikosten) des abzuschreibenden Verfahrens betreffend vorsorgliche Massnah- men zu entscheiden, so dass sich eine Abschätzung der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes und damit der Prozessaussichten oder der Frage, wer die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat, im jetzigen Zeit- punkt erübrigt; dass der vom Beschwerdeführer am 14. August 2008 bezahlte Kosten- vorschuss in der Höhe von Fr. 1'500.- an den im Beschwerdeverfahren gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 29. Oktober 2008 zu zahlen- den Kostenvorschuss angerechnet wird. Seite 3B-5163/2008 Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Stellungnahme der Vorinstanz vom 26. November 2008 geht zur Kenntnis an den Beschwerdeführer. 2. Das Beschwerdeverfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen wird infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 3. Über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteientschädigung wird im Rahmen des vom Beschwerdeführer mit Beschwerde vom 2. De- zember 2008 beim Bundesverwaltungsgericht anhängig gemachten Verfahrens entschieden. 4. Der vom Beschwerdeführer am 14. August 2008 bezahlte Kostenvor- schuss in der Höhe von Fr. 1'500.- wird an den Kostenvorschuss ange- rechnet, welcher im mit Beschwerde vom 2. Dezember 2008 beim Bundesverwaltungsgericht anhängig gemachten Verfahren zu bezah- len ist. 5. Dieser Entscheid geht an: - den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage gemäss Ziffer 1) - die Vorinstanz (Ref-Nr. 257/25354; Gerichtsurkunde) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Frank Seethaler Marion Spori Seite 4B-5163/2008 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtli- chen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh- ren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter- schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu- legen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: 12. Dezember 2008 Seite 5