<h2>SubmittedText<h2><p>Ich ersuche den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Wie will er die in der Berufsbildungsverordnung geforderten berufspädagogischen Lernstunden der Berufsbildungsverantwortlichen sicherstellen?</p><p>2. Wie erfasst das beauftragte Institut für Berufspädagogik die aktuellen Bedürfnisse der Berufsbildungsverantwortlichen, und wie werden diese Bedürfnisse im Angebot des Schweizerischen Institutes für Berufspädagogik (SIBP) berücksichtigt?</p><p>3. Wie stellt er den Praxisbezug und das damit verbundene aktuelle Know-how des SIBP sicher?</p><p>4. Wie ist das SIBP in die Reformprozesse der einzelnen Berufsbilder integriert?</p><p>5. Wie stellt er die Qualität der Leistungen des SIBP sicher?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Als Antwort auf die steigenden Anforderungen an die Berufsbildung hat der Bundesrat das neue Berufsbildungsgesetz (BBG) auf 2004 in Kraft gesetzt. Das neue Gesetz verlangt u. a. eine Aufwertung des heutigen Schweizerischen Institutes für Berufspädagogik (SIBP) zu einem Institut auf Hochschulstufe (Art. 48 BBG). Der Bundesrat hat eine entsprechende Verordnung über das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) am 23. April 2005 in die Vernehmlassung gegeben. Damit vollzieht die Berufsbildung nach, was in der übrigen Lehrerbildung seit Ende der Neunzigerjahre eingeführt wird. Mit der Stärkung des Ausbildungsangebotes für Lehrkräfte und andere Berufsbildungsverantwortliche wird jedoch vor allem der Reformprozess in der Berufsbildung gestärkt.</p><p>1. Die Qualitätssicherung und -entwicklung wird durch eine eidgenössische Kommission für Berufsbildungsverantwortliche garantiert, die im laufenden Jahr gewählt wird. Die Kommission anerkennt die einschlägigen Bildungsinstitutionen. Die Grundlage dafür sind Rahmenlehrpläne, in denen die spezifischen Kompetenzen der jeweiligen Lehrkräfte und anderer Verantwortlicher ausgeführt sind. Diese Rahmenlehrpläne, die sich ausdrücklich auch auf das berufliche Umfeld der Lernenden beziehen, gehen noch im ersten Halbjahr 2005 in die Vernehmlassung.</p><p>2.-4. Sowohl im Rat des neuen Hochschulinstitutes für Berufsbildung als auch in der Kommission für Berufsbildungsverantwortliche werden alle Kreise der Berufsbildung vertreten sein. Damit ist der Bezug sowohl zu den aktuellen Bedürfnissen als auch zur beruflichen und schulischen Praxis garantiert.</p><p>Seit einem Jahr erfolgen ferner die Reformen der beruflichen Grundbildung (Berufsreglemente) durch "Reformkommissionen", in denen alle Verbundpartner der Berufsbildung - der Bund, die Kantone und die Organisationen der Arbeitswelt - vertreten sind. Das SIBP begleitet diese Reformen unter pädagogischen und bildungsökonomischen Gesichtspunkten. Damit wird die bedürfnis- und praxisgerechte Ausrichtung des Institutes zusätzlich gefördert.</p><p>5. Die Sicherstellung der Qualität des SIBP hat demzufolge verschiedene Aspekte. Sie wird erreicht durch die geplante Aufwertung zu einem Hochschulinstitut und eine verstärkte Einbindung in den Reformprozess durch Entwicklungsaufgaben, die über das unmittelbare Ausbildungsangebot hinausgehen, dieses aber bereichern. Dazu kommen Einzelmassnahmen wie die ISO-Zertifizierung und der Aufbau einer Forschungsstelle für bildungsökonomische Fragen, insbesondere für Kosten-Nutzen-Bestimmungen der Berufsbildungsangebote.</p>  Antwort des Bundesrates.