<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00198</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105755&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00198</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 01.11.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 16.03.2001 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Abänderung einer Dauerverfügung Nachdem dem Beschwerdeführer die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung rechtskräftig verweigert worden war, stellte er ein Abänderungsgesuch wegen veränderter Verhältnisse. Weil sich die massgebenden Sachumstände nicht wesentlich geändert haben, ist die Fremdenpolizei darauf zu Recht nicht eingetreten. BGE-Nr. 2A.1/2001</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSICHTSLOSIGKEIT">AUSSICHTSLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BGE">BGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DAUERVERFÃGUNG">DAUERVERFÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINBÃRGERUNG">EINBÃRGERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINTRETENSFRAGE">EINTRETENSFRAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEHEILT">GEHEILT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KIND/-ER">KIND/-ER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTEINTRETENSENTSCHEID">NICHTEINTRETENSENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELBELEHRUNG">RECHTSMITTELBELEHRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)">UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)">UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNG">WIEDERERWÃGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 7 lit. I ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 29 lit. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 29 lit. II BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 lit. I EMRK</span><br/><span class="gerade">§ 16 lit. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 48 lit. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 64 lit. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. B. zog 1986 im Rahmen des Familiennachzugs zu seinen im Kanton ZÃ¼rich lebenden Eltern und erhielt die Aufenthaltsbewilligung. Diese wurde letztmals bis 1993 verlÃ¤ngert. In der Folge wurde B. in den Jahren 1993 und 1994 in mehreren Strafverfahren wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte sowie mehrfacher Widerhandlung und Verbrechen gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz verurteilt. Anstelle einer Freiheitsstrafe, welche die Gerichte mit einer Zuchthausstrafe von 5 Jahren als angemessen beurteilten, wurde er in eine Arbeitserziehungsanstalt eingewiesen. 1996 leitete die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Fremdenpolizei) ein Verfahren wegen NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung ein. 1997 heiratete B. die im Kanton ZÃ¼rich niedergelassene LandsmÃ¤nnin C.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Fremdenpolizei wies das Gesuch von B. um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung ab. Der hiergegen erhobene Rekurs wurde vom Regierungsrat am 28.</span> <span>Oktober 1998, eine dagegen erhobene Beschwerde vom Verwaltungsgericht am 16. Juni 1999 abgewiesen. Das Bundesgericht wies eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde in der Hauptsache mit Urteil vom 30. November 1999 ab, worauf die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit B. eine Frist zum Verlassen des zÃ¼rcherischen Kantonsgebiets ansetzte und die Einstellung seiner ErwerbstÃ¤tigkeit anordnete. Das Bundesamt fÃ¼r AuslÃ¤nderfragen verfÃ¼gte die Ausdehnung der WegweisungsverfÃ¼gung auf das Gebiet der Schweiz und verhÃ¤ngte Ã¼ber B. eine unbefristete Einreisesperre. Zudem wurde einer allfÃ¤lligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies der Beschwerdedienst des EidgenÃ¶ssischen Justiz- und Polizeidepartements ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Nachdem im Februar 2000 C. Schweizer BÃ¼rgerin geworden war und sie im MÃ¤rz 2000 einen Sohn zur Welt gebracht hatte, stellte B. Ende MÃ¤rz 2000 bei der Fremdenpolizei ein Gesuch um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung. Diese trat auf das Gesuch nicht ein und lehnte es ab, der zustÃ¤ndigen BundesbehÃ¶rde einen Antrag auf vorlÃ¤ufige Aufnahme zu stellen. Vielmehr habe der Gesuchsteller, wie bereits angeordnet, die Schweiz bis zum 31. MÃ¤rz 2000 zu verlassen. Das Schreiben der Fremdenpolizei enthielt keine Rechtsmittelbelehrung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diese Mitteilung liess B. am 29. MÃ¤rz 2000 Rekurs beim Regierungsrat einreichen. Dieser ordnete an, alle Vollzugshandlungen hÃ¤tten wÃ¤hrend der Rekursdauer zu unterbleiben. Mit Beschluss vom 10. Mai 2000 wies der Regierungsrat den Rekurs betreffend Aufenthaltsbewilligung und vorlÃ¤ufige Aufnahme ab, soweit er darauf eintrat. Er gewÃ¤hrte dem Rekurrenten die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und VerbeistÃ¤ndung durch seinen gewÃ¤hlten Vertreter. Der Beschluss enthÃ¤lt keine Rechtsmittelbelehrung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht vom 31. Mai 2000 liess B. folgende AntrÃ¤ge stellen: </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Es sei der Entscheid des Regierungsrates des Kantons ZÃ¼rich vom 10. Mai 2000 aufzuheben, und es sei dem BeschwerdefÃ¼hrer die Aufenthaltsbewilligung im Kanton ZÃ¼rich zu erteilen resp. zu verlÃ¤ngern.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Eventualiter sei die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Eventualiter sei dem Bundesamt fÃ¼r FlÃ¼chtlinge gestÃ¼tzt auf Art. 14b Abs. 1 ANAG zu beantragen, den BeschwerdefÃ¼hrer vorlÃ¤ufig aufzunehmen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>4. Es sei bis zur Beendigung dieses Verfahrens von Wegweisungsmassnahmen abzusehen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>5. Der BeschwerdefÃ¼hrer sei von der Bezahlung der Verfahrenskosten zu befreien und es sei ihm in der Person von RA D. ein unentgeltlicher Rechtsbeistand beizugeben.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Staatskasse."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der PrÃ¤sident der zweiten Abteilung des Verwaltungsgerichts verfÃ¼gte am 2. Juni 2000, dass auf das Begehren des BeschwerdefÃ¼hrers, wonach wÃ¤hrend der Verfahrensdauer keine Wegweisungsmassnahmen zu vollziehen seien, nicht eingetreten werde. Er erwog, dass es im vorliegenden Verfahren nicht um die Wiederherstellung einer (entzogenen) aufschiebenden Wirkung gehe, sondern um die erstmalige Erteilung einer solchen. Diese sei unzulÃ¤ssig, weil es kein ordentliches Rechtsmittel gebe, mit welchem die gerÃ¼gten VerfahrensmÃ¤ngel Ã¼berprÃ¼ft werden kÃ¶nnten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>WÃ¤hrend die Beschwerdegegnerin auf eine Antwort verzichtete, liess der Regierungsrat durch die Staatskanzlei den Antrag stellen, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremdenpolizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offensteht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Dies ist der Fall bei Entscheiden betreffend Erteilung oder Verweigerung von Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligungen, auf welche der AuslÃ¤nder einen bundesrechtlichen Anspruch hat (vgl. Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943). Im vorliegenden Fall besass der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund des Familiennachzugs einen bundesrechtlichen Anspruch auf Aufenthaltsbewilligung. Diese Bewilligung wurde ihm rechtskrÃ¤ftig entzogen. Er macht sinngemÃ¤ss geltend, im Nachhinein hÃ¤tten sich neue Sachverhalte ergeben, welche einen Anspruch auf Neuerteilung der Aufenthaltsbewilligung begrÃ¼ndeten, namentlich der Umstand, dass seine Ehefrau Schweizer BÃ¼rgerin geworden sei und ein gemeinsames eheliches Kind geboren habe. Die GrÃ¼nde, welche seinerzeit fÃ¼r eine (rechtskrÃ¤ftige) NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung gefÃ¼hrt hÃ¤tten, seien in seiner zivilrechtlichen Stellung als kinderloser Ehegatte einer niedergelassenen AuslÃ¤nderin erwogen worden. Heute mÃ¼sse die InteressenabwÃ¤gung zu einem anderen Ergebnis fÃ¼hren, weil seine privaten Interessen aufgrund der Ehe mit einer Schweizerin und als Vater eines hier lebenden Kinds stÃ¤rker zu gewichten seien. Er stÃ¼tzt seinen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung also auf Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder vom 26. MÃ¤rz 1931 (ANAG) sowie Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 (EMRK). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss Art. 7 Abs. 1 ANAG hat der auslÃ¤ndische Ehegatte einer Schweizer BÃ¼rgerin Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung. Der Anspruch erlischt, wenn ein Ausweisungsgrund vorliegt. Die Voraussetzungen fÃ¼r eine Ausweisung gemÃ¤ss Art. 10 ANAG sind nicht identisch mit denjenigen einer NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung eines mit einer niedergelassenen AuslÃ¤nderin verheirateten AuslÃ¤nders (Art. 17 Abs. 2 ANAG). Ebenso ist ein Rechtsanspruch aufgrund Art. 8 Abs. 1 EMRK denkbar. Nachdem aus den Akten hervorgeht, dass der BeschwerdefÃ¼hrer ein intaktes Ehe- und Familienleben fÃ¼hrt, ist grundsÃ¤tzlich von der Sache her ein Rechtsanspruch denkbar, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit war auf das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers nicht eingetreten; der Regierungsrat hat dieses Vorgehen als zulÃ¤ssig erachtet. VerfahrensmÃ¤ssig ist zu prÃ¼fen, ob trotz der Tatsache, dass der BeschwerdefÃ¼hrer rechtskrÃ¤ftig weggewiesen und mit einer Einreisesperre belegt worden ist, ein Rechtsanspruch auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung geltend gemacht werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Wie oben ausgefÃ¼hrt, hat der BeschwerdefÃ¼hrer seinen neuen Antrag bei der Fremdenpolizei damit begrÃ¼ndet, dass seine Ehefrau seit dem rechtskrÃ¤ftigen Entscheid des Regierungsrats Schweizerin geworden sei und <span>einen gemeinsamen Sohn geboren habe. Er hat mithin geltend gemacht, aufgrund dieses nachtrÃ¤glich eingetretenen Sachverhalts sei der rechtskrÃ¤ftige, auf Dauer angelegte negative Entscheid (auf Wegweisung) in einen positiven Entscheid abzuÃ¤ndern. Es liegt demnach nicht ein Revisionsgesuch im Sinn von §§ 86a ff. VRG vor, womit neue Tatsachen vorgebracht werden, welche die Sachlage zum Zeitpunkt des frÃ¼heren Entscheids betreffen. Ebenfalls auf den vorliegenden Fall nicht anzuwenden ist das Rechtsinstitut der WiedererwÃ¤gung; diese dient wie die Revision der Aufhebung einer fehlerhaft zustande gekommenen VerfÃ¼gung (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 86a-86d N. 8). Der BeschwerdefÃ¼hrer hat jedoch ein Begehren um Anpassung einer (fehlerfreien) rechtskrÃ¤ftigen DauerverfÃ¼gung zufolge Ãnderung der massgebenden SachumstÃ¤nde oder Rechtsgrundlagen gestellt (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 86a-86d N. 13 und 14). Ob die mit einem Anpassungsgesuch konfrontierte BehÃ¶rde darauf einzutreten hat und wie ein allfÃ¤lliger neuer Entscheid ausfallen muss, ist im Gesetz nicht geregelt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Einleitung N. 27) und muss aufgrund des verfassungsmÃ¤ssigen GehÃ¶rsanspruchs entschieden werden. Bereits Art. 4 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 garantierte "einen Anspruch darauf, dass die BehÃ¶rden auf eine formell rechtskrÃ¤ftige Anordnung zurÃ¼ckkommen und prÃ¼fen, ob diese fehlerhaft ist und deshalb geÃ¤ndert werden muss. Ãber die gesetzlich vorgesehenen RevisionsgrÃ¼nde [...] hinausgehend gestattet dies die Anpassung einer Anordnung an die Ãnderung der massgebenden SachumstÃ¤nde und Rechtsgrundlagen [...]. Auf ein solches Gesuch ist demnach von der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde einzutreten, sofern sich die VerhÃ¤ltnisse seit dem ersten Entscheid wesentlich geÃ¤ndert haben (Anpassung) [...]" (KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 59). Dieser Anspruch ist durch Art. 29 Abs. 1 und 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 Ã¼bernommen worden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Dass sich die tatsÃ¤chlichen UmstÃ¤nde seit dem rechtskrÃ¤ftigen Entscheid geÃ¤ndert haben, wurde bereits ausgefÃ¼hrt. Es ist deshalb denkbar, dass die Voraussetzungen fÃ¼r eine Ãnderung der rechtskrÃ¤ftigen VerfÃ¼gung gegeben sind. WÃ¤re dies der Fall, hÃ¤tte die Beschwerdegegnerin auf das Ãnderungsgesuch eintreten mÃ¼ssen. Nachweislich hat sie dies jedoch nicht getan und ist in ihrem Vorgehen vom Regierungsrat geschÃ¼tzt worden, was der BeschwerdefÃ¼hrer sinngemÃ¤ss rÃ¼gt. Streitgegenstand vor dem Regierungsrat als Rekursinstanz war einzig die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das Ãnderungsbegehren des BeschwerdefÃ¼hrers nicht eingetreten war. In der Folge kann mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht auch nur die Eintretensfrage gerÃ¼gt werden, was nach § 48 Abs. 1 VRG einen Beschwerdegrund darstellt. Deshalb ist insofern, als das Nichteintreten zur ÃberprÃ¼fung ansteht, auf die Beschwerde einzutreten. FÃ¼r materielle AntrÃ¤ge hingegen ist in diesem Beschwerdeverfahren kein Raum, weshalb auf solches Vorbringen nicht einzutreten ist. Sollte das Verwaltungsgericht zum Schluss gelangen, die Vorinstanzen hÃ¤tten auf die Sache eintreten mÃ¼ssen, wÃ¤re das GeschÃ¤ft zur materiellen Behandlung zurÃ¼ckzuweisen (§ 64 Abs. 1 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Unter Verweis auf die Literatur hat der Regierungsrat darauf hingewiesen, dass nachtrÃ¤glich eingetretene Tatsachen nur dann erheblich seien, wenn im Licht der verÃ¤nderten tatsÃ¤chlichen Grundlagen die rechtliche WÃ¼rdigung anders hÃ¤tte ausfallen mÃ¼ssen, als im frÃ¼heren Entscheid. Dieses Kriterium ist allerdings mit dem Nachteil behaftet, dass dadurch ein materieller Entscheid vorwegzunehmen ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Regierungsrat hat festgestellt, dass im vorliegenden Fall von einer massgeblich verÃ¤nderten Sach- und Rechtslage nicht auszugehen sei. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe bereits in seiner frÃ¼heren Verwaltungsgerichtsbeschwerde darauf hingewiesen, dass die EinbÃ¼rgerung seiner Ehefrau bevorstehe. Das Verwaltungsgericht habe diesen Sachverhalt in seinem Entscheid berÃ¼cksichtigt. Von der Schwere des Verschuldens her und gemessen an der Tatsache, dass gemÃ¤ss bundesgerichtlicher Praxis bei einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren oder mehr auch bei mit schweizerischen Ehepartnern verheirateten niedergelassenen AuslÃ¤ndern nur in AusnahmefÃ¤llen von einer Ausweisung abzusehen sei, Ã¤nderten die verÃ¤nderten FamilienverhÃ¤ltnisse bzw. die NationalitÃ¤t der Ehefrau nichts am frÃ¼heren Entscheid. Der fragliche Grenzwert sei, wÃ¤re ein Strafvollzug statt einer Erziehungsmassnahme angeordnet worden, durch den BeschwerdefÃ¼hrer um das zweieinhalbfache Ã¼berschritten worden. Unter diesen UmstÃ¤nden kÃ¶nne die Geburt des Sohns ebenfalls nicht zu einer Erteilung der Aufenthaltsbewilligung fÃ¼hren, zumal dieser als Kleinkind anpassungsfÃ¤hig sei. Im Ãbrigen hÃ¤tten die Eheleute aufgrund der deliktischen Vergangenheit des BeschwerdefÃ¼hrers bei ihrer Heirat nicht damit rechnen kÃ¶nnen, ihre Ehe gemeinsam in der Schweiz leben zu kÃ¶nnen; dasselbe gelte, wenn sie trotz unsicheren Aufenthaltsperspektiven des Ehemanns ein Kind zeugten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Insoweit der BeschwerdefÃ¼hrer seine BewÃ¤hrung nach Ablauf der Erziehungsmassnahme anfÃ¼hrt, liegt kein neuer Sachverhalt vor, konnte sich doch schon das Bundesgericht mit dieser Behauptung auseinander setzen. Ebenso ist das der Fall fÃ¼r die damals in Aussicht stehende EinbÃ¼rgerung der Ehefrau. Angesichts der massiv Ã¼ber dem Grenzwert liegenden Strafe wÃ¤ren die Voraussetzungen selbst fÃ¼r eine Ausweisung eines niedergelassenen AuslÃ¤nders gegeben, wogegen es beim BeschwerdefÃ¼hrer (nur) um die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung geht. Auch wenn sich der Massstab der abzuwÃ¤genden Kriterien verschoben hat, sind die Ã¶ffentlichen Interessen an der NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung immer noch Ã¼berwiegend. Dasselbe gilt fÃ¼r die durch die Geburt des Kinds verÃ¤nderten VerhÃ¤ltnisse. Es kann diesbezÃ¼glich auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen des Regierungsrats verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Aus der Sicht des Kleinkinds ist ein Wohnortwechsel der Familie zumutbar. WÃ¼rde die Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers zu einer Trennung der Eltern fÃ¼hren, lÃ¤ge darin zwar eine gewisse HÃ¤rte, die jedoch nicht unzumutbar wÃ¤re. Nach konstanter Praxis wird eine Trennung der Eltern bereits bei wesentlich niedrigerem Verschulden eines AuslÃ¤nders als demjenigen des BeschwerdefÃ¼hrers als zumutbar erachtet. Im Ãbrigen haben die Eheleute sowohl bei ihrer Heirat als auch bei der Zeugung ihres Kinds um die Ungewissheit des zukÃ¼nftigen Familienlebens wissen mÃ¼ssen. Wenn sie sich heute darauf berufen, grenzt dies an Rechtsmissbrauch. Sofern der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, ein Wegzug in seine Heimat sei ihm aus politischen GrÃ¼nden nicht zumutbar, hat er dies anlÃ¤sslich des Vollzugs der Wegweisung geltend zu machen. Einen Rechtsanspruch auf Aufenthalt vermag er daraus nicht abzuleiten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die verÃ¤nderten VerhÃ¤ltnisse im vorliegenden Fall nicht zu einer AbÃ¤nderung der rechtskrÃ¤ftigen VerfÃ¼gung fÃ¼hren. Deshalb ist die Beschwerdegegnerin auch berechtigt gewesen, auf das Begehren des BeschwerdefÃ¼hrers nicht einzutreten. Obwohl sich die Kriterien ihres Nichteintretensentscheids nicht ohne weiteres aus der BegrÃ¼ndung ergeben, war der Entscheid im Ergebnis richtig. Indem der Regierungsrat eine nahezu vollstÃ¤ndige materielle AbwÃ¤gung vorgenommen hat, hat er allfÃ¤llige MÃ¤ngel in der BegrÃ¼ndung der Beschwerdegegnerin geheilt. Somit ist dem BeschwerdefÃ¼hrer kein Rechtsnachteil daraus erwachsen. Hinsichtlich der RechtmÃ¤ssigkeit des Nichteintretensentscheids fÃ¼hrt dies zur Abweisung der Beschwerde. Soweit andere Begehren gestellt worden sind, ist auf sie nicht einzutreten. Damit wÃ¤re auch der allfÃ¤llige Mangel einer fehlenden Rechtsmittelbelehrung im Rekursentscheid des Regierungsrats geheilt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">3. Das Begehren um eine vorsorgliche Massnahme ist mit dem vorliegenden Endentscheid gegenstandslos geworden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. <span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span>...</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>