B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-2382/2012 U r t e i l v o m 2 7 . F e b r u a r 2 0 1 3 Besetzung Richter Kurt Gysi (Vorsitz), Richterin Robert Galliker, Richter Jean-Pierre Monnet, Gerichtsschreiber Nicholas Swain. Parteien A._______, Sri Lanka, vertreten durch Gabriel Püntener, Rechtsanwalt, Beschwerdeführer, Gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 28. März 2012 / N (…). E-2382/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer – ein aus B._______, Region C._______, Bezirk Jaffna stammender tamilischer Volkszugehöriger mit letztem Wohnsitz in D._______, Bezirk E._______ - stellte am 27. September 2008 ein Asy l- gesuch am Flughafen Zürich -Kloten. Am 30. September 2008 erfolgte e i- ne erste Befragung durch die Flughafenpolizei Zürich und am 8. Oktober 2008 fand eine direkte Anhörung durch das BFM gemäss Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) statt. Mit Verfü- gung vom 14. Oktober 2008 bewilligte das BFM dem Beschwerdeführer gestützt auf Art. 21 AsylG die Einreise in die Schweiz zur Prüfung seines Asylgesuchs und wies ihn für die Dauer des Verfahrens dem Kanton Bern zu. B. Der Beschwerdeführer brachte zur Begründung seines Asy lgesuchs im Wesentlichen vor, er habe ab dem Jahr 2001 mit seinem Schwager F._______ in C._______ ein Textilgeschäft geführt. In dieser Zeit habe er an Versammlungen der LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) teilge- nommen und diese gezwungenermassen mit g rosszügigen finanziellen Spenden unterstützt , sei aber nicht Mitglied der Tigers gewesen. Auf- grund dieses Engagements habe er sich a m 24. Dezember 2005 beim Armee-Camp melden müssen und es sei ihm eine tägliche Meldepflicht auferlegt worden. Am zweiten Tag an dem er dieser nachgekommen sei, hätten die Soldaten ihn einer eingehenden körperlichen Untersuchung unterzogen, zur Feststellung allfälliger Spuren der Teilnahme an Kamp f- handlungen. Drei Tage darauf , am 28. Dezember 200 5, sei er, um sich der Meldepflicht zu entziehen, nach G._______ (Vanni-Gebiet) gezogen, wo er bis im Juni 2006 bei einem Freund gelebt habe. Danach habe er bis zur Ausreise bei einer Verwandten seines Vaters in D._______, Bezirk E._______, gewohnt. Nach seinem Weggang aus C._______ hätten sich zwei Soldaten drei Mal bei F._______ im Geschäft nach seinem Verbleib erkundigt, das dritte Mal am 10. Januar 2006. Am gleichen Tag sei F._______ abends auf dem Heimweg von denselben zwei Personen e r- schossen worden. Diese hätten damit erreichen wollen, dass er für die Beerdigung nach C._______ zurückkehre. Ein Angestellter des Geschäf- tes sei Augenzeuge dieser Tat gewesen. Seine Familienangehörigen hät- ten ihn, den Beschwerdeführer, für den Tod seines Schwagers veran t- wortlich gemacht und deshalb den Kontakt zu ihm abgebrochen. Er habe in der Folge eine Gehirnerkrankung (Hirnhautentzündung) erlitten, welche E-2382/2012 Seite 3 zu einem dreimonatigen Spitalaufenthalt in G._______ geführt habe. Nach der Entlassung aus dem Spital, im April oder Mai 2006 , sei er von den LTTE bedrängt und aufgefordert worden, diesen beizutreten und sich an den Kampfhandlungen zu beteiligen. Er habe dies aber entschieden abgelehnt. Während seines Aufenthalts in D._______ habe er das Haus seiner Verwandten nie verlassen, weil er Verfolgungsmassnah men s o- wohl seitens der Armee als auch der LTTE befürchtet habe . Im August 2008 sei er mithilfe eines Schleppers von Colombo nach Ägypten ausg e- reist, jedoch hätten die ägyptischen Behörden seine Wegweisung nach Sri Lanka angeordnet, und er habe nach zehn Tagen nach Colombo z u- rückkehren müssen. Am 25. September 2008 habe er seinen Heimatstaat erneut verlassen und sei per Flugzeug mit einer Zwischenlandung an e i- nem ihm unbekannten Ort nach Zürich gereist. Als Beweismittel für seine Identität und seine Vorbringen reichte der Beschwerdeführer eine Identi- tätskarte sowie eine n Auszug aus dem Geburtsregister, inklusive Übe r- setzung, einen Totenschein, ausgestellt am 23. Januar 2006 sowie einen Auszug aus dem Sterberegister, beide betreffend seinen Schwager, Bes- tätigungsschreiben der Human Rights Commission of Sri Lanka vom 15. März 2006 sowie vom Divisional Secretariat (…), C._______, vom 17. Ap- ril 2006, alle in Kopie, sowie einen Führerschein im Original ein. C. Mit Verfügung vom 28. März 2012 – eröffnet am 30. März 2012 – stellte das BFM fest, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle, wies sein Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug an. Auf die Begründung wird – soweit entscheidwesentlich – in den Erwägungen eingegangen. D. Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 30. April 2012 beantragte der Beschwerdeführer, die Verfügung des BFM vom 28. März 2012 sei – so- weit die Fragen der Flüchtlingseigenschaft, der Asylgewährung und der Wegweisung betreffend – aufzuheben und zur Feststellung des vollstä n- digen und richtigen rechtserheblichen Sachverhalts sowie zur Neubeurtei- lung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventualiter sei ihm die Flüch t- lingseigenschaft zuzuerkennen und das Asyl zu gewä hren, subeventuali- ter die Dispositiv -Ziffern 4 und 5 der angefochtenen Verfügung aufzuh e- ben und die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen. In formeller Hinsicht ersuchte er darum, es sei ihm das für das vorliegende Verfahren zuständige Spruc hgremium bekanntzugeben, und es sei ihm vor einer Gutheissung eine Frist zur Einreichung einer detaillierten Ko s-E-2382/2012 Seite 4 tennote anzusetzen. Mit der Beschwerdeschrift wurden als Beweismittel zahlreiche Lageberichte verschiedener Organisationen und Artikel von Medien in Bezug auf die politische und menschenrechtliche Situation in Sri Lanka eingereicht. Auf die Begründung wird – soweit entscheidw e- sentlich – in den Erwägungen eingegangen. E. Mit Zwischenverfügung vom 8. Mai 2012 verzichtete der Instruktionsric h- ter auf die Erhebung eines Kostenvorschusses, gab dem Beschwerdefüh- rer das für sein Verfahren zuständige Spruchgremium bekannt und lud das BFM zur Einreichung einer Vernehmlassung innert Frist ein. F. Mit Eingabe vom 17. Mai 2012 machte der Beschwerdeführer ergänze n- de Ausführungen zu seinen Beschwerdevorbringen und reichte weitere Beweismittel (Übersetzung des Totenscheins von F._______ vom 20. Februar 2006, Bestätigungsschreiben von Rechtsanwalt H._______, B._______, vom 10. März 2012, vier Zeitungsartikel in Kopie inklusive Übersetzung betreffend die Erschiessung von F._______, Akten der k a- nadischen beziehungsweise französischen Behörden betreffend die Asyl- gesuche von drei Geschwistern des Beschwerdeführers , zwei Berichte betreffend die Lage in Sri Lanka, Broschüre des IKRK) ein. G. In ihrer Vernehmlassung vom 29. Mai 2012 hielt die Vorinstanz an ihrer Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. H. Mit Eingabe vom 26. Juni 2012 machte der Beschwerdeführer von dem ihm mit Instruktionsverfügung vom 11. Juni 2012 eingeräumten Recht zur Replik Gebrauch und bekräftigte seine Beschwerdevorbringen. Zudem reichte er weitere Berichte und Artikel zur Behandlung zurückgeführter tamilischer Asylsuchender in Sri Lanka sowie eine Kostennote seines Rechtsvertreters zu den Akten. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden E-2382/2012 Seite 5 gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den B e- hörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesve r- waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsg ericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entsche i- det auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen eines Au s- lieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Aus- nahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 1.2 Das Verfahren richtet si ch nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der Beschwer- deführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einz u- treten. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. 3.1 In der Beschwerde werden verschiedene formelle Rechtsbegehren erhoben. Diese sind vorab zu beurteilen, da sie allenfalls geeignet wären, eine Kassation der vorinstanzlichen Verfügung zu bewirken (vgl. En t- scheidungen und Mitteilungen der [vormaligen] Schweizerischen Asylr e- kurskommission [EMARK] 2004 Nr. 38 und EMARK 1994 Nr. 1; FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 233, mit weiteren Hinweisen, S. 287 und 297 f.; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 225, mit weiteren Hinweisen). E-2382/2012 Seite 6 3.2 Zunächst rügt der Beschwerdeführer die unsorgfältige Arbeitsweise des BFM. Entgegen den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung habe er die Beweismittel, zu deren Einreichung er bei der Anhörung vom 8. Ok- tober 2008 aufgefordert worden sei, bereits am nächsten Tag zu den A k- ten gereicht. Zudem sei dem Protokoll der Befragung durch die Flugh a- fenpolizei am 20. September 2008 zu entnehmen, dass er bereits zu di e- sem Zeitpunkt den Zusammenhang zwischen dem Tod seines Schwagers und der Suche der Behörden nach ihm erwähnt habe. Der Vorhalt der Vorinstanz, er habe diese Umstände erst bei der zweiten Anhörung vo r- gebracht, sei somit aktenwidrig. Indem das Bundesamt von ihm eing e- reichte Beweismittel nicht beachtet und seine protokollier ten Aussagen nicht vollständig zur Kenntnis genommen und gewürdigt habe, habe es seine Begründungspflicht verletzt. Die Beanstandung unrichtiger Feststel- lungen in der angefochtenen Verfügung trifft zu und wird auch vom BFM in seiner Vernehmlassung nicht be stritten. Jedoch rechtfertigt es sich nicht, daraus auf eine Verletzung der Begründungspflicht und damit des rechtlichen Gehörs zu schliessen. Die genannten Versehen der Vori n- stanz betreffen keine wesent lichen Punkte des Sachverhalts. Die B e- gründung in der angefochtenen Verfügung gibt insgesamt in rechtsg e- nüglicher Weise Aufschluss darüber, aus welchen Gründen das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers abgelehnt hat, was sich nicht zu letzt auch daraus ersehen lässt, dass er in der Lage war, die Ver fügung sach- gerecht anzufechten. Die erhobene Rüge der Verletzung der Be grün- dungspflicht ist daher als unbegründet zu bezeich nen. Es besteht de m- nach keine Veranlassung, die Sache aus diesem Grund an die Vorinstanz zurückzuweisen. 3.3 Die Rüge, das BFM habe das r echtliche Gehör des Beschwerdefü h- rers verletzt und den Sachverhalt unvollständig und unrichtig festgestellt, weil es ihn vor fast drei Jahren letztmals angehört und ihn vor dem En t- scheid weder erneut nach der aktuellen individuellen Gefährdungslage befragt, noch ihm die Gelegenheit zur Einreichung einer schriftlichen Stel- lungnahme eingeräumt habe, ist offensichtlich unbegründet, weil der U n- tersuchungsgrundsatz die Asylbehörden nicht zu ergänzenden Abkläru n- gen verpflichtet, wenn der Sachverhalt – wie vorliegend – als erstellt e r- scheint. Die Mitwirkungspflicht gebietet, dass eine Partei die Behörde von sich aus informiert, wenn während eines hängigen Verfahrens eine w e- sentliche Änderung des Sachverhalts eintritt und die Behörde ohne eine entsprechende Mitteilung keine Kenntnis davon erhalten würde. Die B e- hörde darf sich darauf verlassen, dass die vormals erteilten Auskünfte bei E-2382/2012 Seite 7 passivem Verhalten der Partei nach wie vor der Wirklichkeit entsprechen (BGE 132 II 113 E. 2; CHRISTOPH AUER, in: Auer/Müller/Schindler (Hrsg.), Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren (VwVG), Zürich 2008, Rz. 9 zu Art. 13). Auch das Vorbringen des Beschwerdefüh- rers, er habe seiner Mitwirkungspflicht Genüge getan, dadurch dass er dem BFM jederzeit für eine weitere Anhörung zur Verfügung gestanden wäre, ist unzutreffend, weil die Mitwirkungspflicht nach Lehre und Praxis auch die Pflicht umfasst, wahrheitsgemässe und vollständige Angaben zum Sachverhalt zu machen (vgl. EMARK 1995 Nr. 18 S. 186 ff.). 3.4 Auch insoweit der Beschwerdeführer eine unvollständige und unric h- tige Abklärung des rechtserheblichen Sach verhalts kritisiert, weil das BFM die im Grundsatzentscheid E-6220/2006 des Bundesverwaltungsge- richts vom 27. Oktober 2011 genannten Kriterien für die Beurteilung des Risikoprofils von Asylsuchenden aus Sri Lanka nicht berücksichtigt und keine länderspezifische Informationen oder Länderberichte zur Beurte i- lung seines Asylgesuchs beigezogen habe, obwohl die Beurteilung der Glaubwürdigkeit seiner Vorbringen sowie seiner persönlichen Gefäh r- dungslage nur vor diesem Hintergrund erfolgen könne, kann ihm nicht ge- folgt werden. Es trifft zwar zu, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung im Rahmen der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft nicht expl i- zit auf das Grundsatzur teil des Bundesverwaltungsgerichts BVGE 2011/24 (E -6220/2006) Bezug nimmt. Daraus kann jedoch nicht der Schluss gezogen werden, dass das BFM die diesbezügliche Rechtspr e- chung des Bundesverwaltungsgerichts nicht berücksichtigt hätte. Das Bundesamt führte in seiner Verfügung vom 28. März 2012 aus, der B e- schwerdeführer verfüge nicht über ein Profil, das im heutigen Zeitpunkt mit erheblicher Wahrscheinlichkeit in Sri Lanka zu Verfolgungsmassna h- men führen würde, woraus erhellt, dass die Vorinstanz sehr wohl die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers unter Berücksichtigung der in BVGE 2011/24 aufgeführten Risikoprofile geprüft hat. Zudem kann – insbesondere auch in Berücksichtigung der neuen Praxis des Bundesverwaltungsgerichts (BVGE 2011/24) – der angefoch tenen Verfügung auch nicht entnommen werden, inwiefern das BFM die aktue l- len Länderinformationen über Sri Lanka unberücksichtigt gelassen hätte. Allein aus der Tatsache, dass in der angefochtenen Verfügung keine Län- derberichte erwähnt wurden und sich keine solchen in den Akten finden, kann nicht der Schluss gezogen werden, von der Vorinstanz seien keine Länderberichte oder sonstige länderspezifische Informationen berüc k- sichtigt worden. Der angefochtenen Verfügung sind demnach keine hi n-E-2382/2012 Seite 8 reichenden Anhaltspunkte zu entnehmen, welche den Schluss zuliessen, das BFM habe seine Begründungspflicht verletzt. Jedenfalls lässt der Umstand per se, dass die vom BFM vorgenommene Einschätzung der Gefährdungssituation von derjenigen des Beschwerdeführers abweicht, nicht den Schluss auf eine Gehörsverletzung zu. Somit ist auch die in diesem Zusammenhang vorgebrachte Rüge der Verletzung des rechtl i- chen Gehörs unbegründet. 3.5 Schliesslich liegen entgegen der Auffassung des Beschwe rdeführers keine Hinweise auf eine unkorrekte Durch führung der Befragung zur Per- son vom 30. September 2008 vor, wurde ihm doch durchaus mit offen formulierten Fragen Gelegenheit zur Darlegung seiner Asylgründe geg e- ben. 3.6 Nach dem Gesagten sind die Anträge des Beschwerdeführers, die angefochtene Verfügung sei wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs und unrichtiger beziehungsweise unvollständiger Sachverhaltsabklärung zu kassieren und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, abzuweisen. 4. 4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen gr und- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaft en Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG). 4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 4.3 Für die Beurteilung der Flüchtlingseigenschaft ist die Situation im Zeitpunkt des Asylentscheides massgebend. Dabei ist einerseits die Fr a-E-2382/2012 Seite 9 ge nach der im Zeitpunkt der Ausreise aktuell vorhandenen Furcht zu stellen und andererseits zu prüfen, ob die Furcht vor einer absehbaren Verfolgung (noch) begründet ist. So sind Veränderungen der ob jektiven Situation im Heimatstaat zwischen Ausreise und Asylentscheid zugunsten und zulasten des Gesuchstellers zu berücksichtigen (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.4 S. 38 f.; EMARK 200 0 Nr. 2 E. 8a S. 20; WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, Basel/ Bern/Lausanne 2009, Rz. 11.17 und 11.18; W ALTER KÄLIN, Grundriss des Asylverfahrens, Basel/Frankfurt a.M. 1990, S. 135 ff.). 5. 5.1 Zur Begründung seiner Verfügung führte das Bundesamt in Wesentl i- chen aus, die vom Beschwerdeführer geäusserten Befürchtungen im Z u- sammenhang mit der angeblichen Ermordung seines Schwagers seien als unglaubhaft zu erachten. Das Vorbringen, sein Schwager sei umg e- bracht worden, weil er, der Beschwerdeführer, seiner Meldepflicht nicht mehr nachgekommen sei, basiere auf blossen Vermutungen. Er habe trotz entsprechender Aufforderung den in Aussicht gestellten gerichtsm e- dizinischen Bericht zu diesem Vorfall nicht eingereicht und in d en zu den Akten gegebenen Gefälligkeitsschreiben sei nur von einer unbekannten Täterschaft die Rede. Im Übrigen habe er diese Umstände erst anlässlich der ausführlichen Anhörung durch das BFM vorgebracht. Ferner habe der Beschwerdeführer keine künftigen st aatlichen Verfolgungsmassnahmen wegen seiner früheren finanziellen Unterstützung der LTTE und der Tei l- nahme an Versammlungen derselben zu befürchten. Er sei nach eigenen Angaben nie Mitglied der LTTE gewesen und auch der Umstand, dass er erst zweieinhalb Jahre nachdem er sich der Meldepflicht entzogen habe , ausgereist sei, deute darauf hin, dass er keine konkrete Furcht vor Ve r- folgungsmassnahmen gehabt habe. Zudem sei es bei seiner Rückkehr aus Ägypten im August 2008 sowie bei der erneuten Ausreise nicht zu Problemen mit d en Behörden gekommen. Im Weiteren würden sich w e- der den Aussagen des Beschwerdeführers noch den Akten Anhaltspunkte dafür entnehmen lassen, dass ihm mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit eine durch Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 z um Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) verbotene Strafe oder Behandlung drohen würde. Zudem lasse auch die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka den Wegweisungsvollzug nicht als generell unzulässig erscheinen. Der Vollzug der Wegweisung in die Nord- provinz, aus welcher der Beschwerdeführer stamme, sei grundsätzlich zumutbar, wobei die individuelle Situation sorgfältig zu prüfen sei. Beim Beschwerdeführer handle es sich um einen jungen und gesunden Mann, E-2382/2012 Seite 10 welcher als selb ständiger Geschäftsinhaber tätig gewesen sei. Zudem verfüge er in Sri Lanka sowie im Ausland über ein soziales Netz auf de s- sen Unterstützung er bei der Reintegration zählen könne. 5.2 Der Beschwerdeführer wies zur Begründung seiner Beschwerde da r- auf hin, er habe von seinem in Kanada lebenden Bruder erfahren, dass die EPDP ( Eelam People’s Democratic Party) sich regelmässig bei se i- nem Vater nach seinem Verbleib erkundige. Seine Schwester − die Ehe- frau des getöteten Schwagers − sowie zwei seiner Brüder seien nach Frankreich geflüchtet, weil sie ebenfalls von den Behörden belästigt wo r- den seien. Aufgrund des fehlenden Länderwissens des BFM seien fa l- sche Schlussfolgerungen gezogen worden. So sei es durchaus plausibel, dass er sich trotz der befürchteten Verfolgungsm assnahmen noch zwei- einhalb Jahre in Sri Lanka aufgehalten habe, nachdem er sich der Me l- depflicht entzogen habe. Er sei zunächst in das Vanni -Gebiet geflüchtet, welches zu dieser Zeit von der LTTE kontrolliert worden sei, weshalb er dort von Seiten der Regi erungskräfte nichts zu befürchten gehabt habe. Es sei ihm danach ohne Weiteres möglich gewesen, sich in der Gegend von E._______ ohne Anmeldung und versteckt während längerer Zeit aufzuhalten. Im Weiteren seien die Schlepper in der Lage gewesen, mi t- tels Be stechung eine ungehinderte Ausreise sowie in seinem Fall eine Wiedereinreise und erneute Ausreise zu ermöglichen. Im Rahmen der durchzuführenden Neubeurteilung müsse eine erneute Anhörung stattfi n- den, und es müssten bei der Beurteilung seines Asylgesuchs s ämtliche Vorbringen, die aktuellen Länderberichte sowie die aktuelle Rechtspr e- chung berücksichtigt werden. Des weiteren müssten die verwendeten Länderinformationen offengelegt und es müsse ihm eine Frist zur Einre i- chung zusätzlicher Beweismittel eingeräumt werden. Aufgrund der vorlie- genden Hinweise sei er sicher, dass sein Schwager von der sri - lankischen Armee getötet worden sei. Er sei auf offener Strasse in G e- genwart vieler Zeugen erschossen worden, welche die Täter eindeutig als Armeeangehörige identifiziert hätten. Diese würden auch in Zivil kleidung regelmässig erkannt. Im vorliegenden Fall seien die Täter insbesondere wiedererkannt worden, weil sie seinen Schwager mehrfach aufgesucht hätten. Die Einstufung der von ihm eingereichten Bestätigungsschreiben als Gefälligkeitsschreiben sei nicht haltbar. Dass in diesen Dokumenten von einer unbekannten Täterschaft die Rede sei, sei darauf zurückzufü h- ren, dass die Verfasser, falls sie die wahre Täterschaft genannt hätten, Verfolgungsmassnahmen zu befürchten hätten. E-2382/2012 Seite 11 Seine früheren Unterstützungsleistungen für die LTTE hätten ihn in den Augen der sri-lankischen Regierungskräfte als verdächtig erscheinen las- sen. Dieser Verdacht habe sich dadurch verstärkt, dass er sich der Me l- depflicht durch die Flucht ins Vanni -Gebiet entzogen habe, was dadurch dokumentiert werde, dass in der Folge sein Schwager umgebracht wor- den sei und seine Familienangehörigen durch die EPDP bedrängt worden seien. Er befürchte im Falle der Rückkehr nach Sri Lanka entweder a n- dauernd inhaftiert ode r durch die EPDP liquidiert zu werden. Bezüglich der aktuellen Situation in Sri Lanka sei zu beachten, dass die sri -lan- kische Regierung am Prevention of Terrorism Act (PTA) festhalte, was den Willen, auch in Zukunft sämtliche Unterstützer der LTTE zu bekä mp- fen, wiederspiegle. Die im Ausland lebenden Tamilen würden von der Re- gierung generell als Verräter und Unterstützer der LTTE abgestempelt. Demzufolge würden die Aktivitäten der Tamilen im Ausland systematisch überwacht. Zudem würden alle Rückkehrer am Fl ughafen genau übe r- prüft. Beschlagnahmte Akten der LTTE sowie Informationen aus dem Ausland würden zur Identifizierung von LTTE -Unterstützern ausgewertet. Ebenso seien Misshandlungen und Folter von aus dem Ausland nach Sri Lanka zurückkehrenden Personen − auch von solchen, die keine tatsäch- liche Verbindung zur LTTE hätten − breit dokumentiert. Es sei davon aus- zugehen, dass auch über ihn Akten angelegt worden seien, aufgrund welcher sich die Behörden im Rahmen seiner Überprüfung Kenntnis über seine Vergangenheit verschaffen könnten. Schliesslich werde seit Anfang 2011 die tamilische Bevölkerung erneut systematisch registriert, was auch dem Zweck der Identifizierung und Auffindung von Mitgliedern und Unte r- stützern der LTTE diene. Gemäss Rechtsprechung des Europäische Ge- richtshof für Menschenrechte (EGMR) seien zurückkehrende Tamilen und Tamilinnen, welche verdächtigt würden, eine Verbindung zur LTTE zu ha- ben, dem Risiko von Misshandlungen im Sinne von Art. 3 EMRK ausg e- setzt. Aus den genannten Gründen sei er als Flüchtling anzuerkennen und es sei ihm das Asyl zu gewähren. Im Übrigen sei der Wegweisungsvollzug auch als unzumutbar zu erac h- ten. Einerseits liege eine konkrete Gefährdung nach Sri Lanka zurückkeh- render Tamilen vor. Zudem sei zu beachten, dass er über kein tragfähiges soziales Netz verfüge, da von seinen Angehörigen nur noch sein Vater in Sri Lanka lebe und er auch von seinen im Ausland lebenden Geschwi s- tern keine Unterstützung erwarten könne. 5.3 In seiner Beschwerdeergänzung vom 17. Mai 2012 wies der B e- schwerdeführer unter anderem darauf hin, aufgrund der vorliegenden Zei-E-2382/2012 Seite 12 tungsartikel stehe fest, dass die Ermordung seines Schwagers auch in den Medien thematisiert worden sei. Es falle auf, dass nur in der Meldung der EPDP die Tat klar der LTTE zugeschriebe n werde, und es erscheine seltsam, dass der EPDP das Motiv der LTTE für diese Tat angeblich b e- kannt sei. Es sei somit klar, dass die EPDP mit einer Falschmeldung die wahren Hintergründe der Tat zu verschleiern versuche. Damit werde die Furcht des Beschwerd eführers vor Verfolgungsmassnahmen durch die EPDP bestätigt. Im Übrigen habe er regelmässig an Kundgebungen in der Schweiz teilgenommen, beispielsweise am 27. Februar 2012 und 5. März 2012 in Genf und Personentransporte für diese Veranstaltungen organisiert. Es sei davon auszugehen, dass dieses Engagement von den sri-lankischen Regierungskräften registriert worden sei. 5.4 Die Vorinstanz stellte sich in ihrer Vernehmlassung namentlich auf den Standpunkt, die im erstinstanzlichen Verfahren eingereichte Kopie eines Auszugs aus einem behördlichen Register stelle keinen aussage- kräftigen gerichtsmedizinischen Bericht dar. Tatsächlich habe der B e- schwerdeführer die Umstände des Todes seines Schwagers bereits a n- lässlich der Erstbefragung erwähnt. Dass dies übersehen wor den sei vermöge aber nichts an der Richtigkeit des Ergebnisses zu ändern. Die Darlegungen des Beschwerdeführers zum Motiv für die Tötung seines Schwagers wirkten konstruiert und es sei angesichts seiner bescheid e- nen Unterstützungsleistungen für die LTTE ni cht nachvollziehbar, dass angeblich ein derart grosse Verfolgungsinteresse der sri -lankischen Be- hörden an ihm bestehe. In den von ihm eingereichten Bestätigung s- schreiben würden in erster Linie seine Angaben wiedergegeben und es komme ihnen daher kein Beweiswert zu. 5.5 Der Beschwerdeführer hielt in seiner Replikeingabe an seinen in der Beschwerdeschrift erhobenen Rügen fest. Insbesondere wies er auf e i- nen durch einen Richter des britischen "High Court" am 31. Mai 2012 an- geordneten Vollzugsstopp betreffend vierz ig abgewiesene tamilische Asylsuchende hin, nachdem Menschenrechtsorganisationen über die Ver- haftung und Folter tamilischer Rückkehrer berichtet hätten. 6. 6.1 Unbestritten ist, dass die allgemeine Men schenrechtssituation in Sri Lanka nach dem Ende des Bürge rkriegs im Mai 2009 auch heute noch in verschiedener Hinsicht als problematisch zu bezeichnen ist. Während sich die Sicherheitslage seither weitestgehend stabilisiert hat, ist eine weitere Verschlechterung der Menschenrechtslage, namentlich hinsich t-E-2382/2012 Seite 13 lich der Meinungsäusserungs- und Pressefreiheit, eingetreten (vgl. BVGE 2011/24, welches eine detaillierte und aktualisierte Lageanalyse beinha l- tet). Gemäss Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts sehen sich Personen, die gewissen Risikogruppen angehören, ei ner erhöhten Verfolgungsgefahr ausge setzt. Zu diesen Risikogruppen gehören n a- mentlich Personen, die auch nach Beendigung des Bürgerkriegs verdäch- tigt werden, mit den LTTE in Verbindung zu stehen beziehungsweise ge - standen zu sein, kritisch auftretende Journalisten und Medienschaffende, Menschenrechtsaktivisten und regimekritische Nichtregierungsorganisati- onen-Vertreter, ferner Personen, die Opfer oder Zeuge schwerer Me n- schenrechtsverstösse wurden oder diesbe züglich juristische Schritte ei n- leiten, sowie Rückkehrer aus der Schweiz, denen nahe Kon takte zu den LTTE unterstellt werden beziehungs weise die über beträchtliche finan - zielle Mittel verfügen (vgl. BVGE 2011/24 E. 8). Innerhalb der Risikogrup- pen muss im Einzelfall untersucht werden, ob die in dividuellen Begeben- heiten eine asylrelevante Verfolgungsgefahr zu begründen vermögen. Namentlich bildet nach Auffassung des Gerichts der Umstand allein, dass ein Angehöriger der tamilischen Ethnie im Zeitraum vor dem Ende des Bürgerkriegs mit den LTTE in Kontakt kam, kein ausreichendes Kriterium für eine asylrechtlich relevante Gefährdung (auch) zum heutigen Zei t- punkt, ist doch aufgrund der in den ehemals von den LTTE kontrollierten Gebieten von dieser Organisation aufgebauten Strukturen davon ausz u- gehen, dass praktisch die gesamte dortige Bevölkerung in bestimmter Weise entsprechende Kontakte aufwies. Die Wahrscheinlichkeit eine s konkreten Verfolgungsrisikos setzt vielmehr ein entsprechendes besonde- res Profil der betreffenden Person voraus (vgl. Urteil des Bundesverwal- tungsgerichts D-3747/2011 vom 13. Juli 2012 E. 5.5). Diese Einschätzung steht mit der vom Beschwerdeführer zitierten Rechtsprechung des EGMR im Einklang und entspricht auch den Darstellungen in den von ihm eing e- reichten Berichten betreffend die politische und menschenrechtliche Lage in Sri Lanka (vgl. anstelle vieler etwa AMNESTY INTERNATIONAL [AI], Report 2012, London 2012, S. 314 ff. [AI -Index: POL 10/001/2012]; DIES., Sri Lanka: Locked away: Sri Lanka's security detainees, London 2012 [AI - Index: ASA 37/003/2012]; HUMAN RIGHTS WATCH, World Report 2012, New York 2012, S. 388 ff.; INTERNATIONAL CRISIS GROUP, Sri Lanka's North I: The Denial of Minority Rights, Crisis Group Asia Report N°219, Colombo/Brüssel 2012; SCHWEIZERISCHE FLÜCHTLINGSHILFE (SFH), Sri Lanka: Situation für aus dem Norden oder Osten stammende TamilInnen in Colombo und für RückkehrerInnen nach Sri Lanka, Bern 2011). E-2382/2012 Seite 14 6.2 Soweit der Beschwerdeführer Repressalien durch die LTTE geltend gemacht hat, kann eine Verfolgung von dieser Seit e aus heutiger Sicht ausgeschlossen werden, nachdem die Tigers im gesamten Staatsgebiet von Sri Lanka als zerschlagen gelten (vgl. BVGE 2011/24 E. 9.1.1). 6.3 Aufgrund der Aktenlage ist nicht davon auszugehen, dass der B e- schwerdeführer über ein Profil verfügt, aufgrund welchem gemäss den oben genannten Kriterien auf eine begründete Furcht vor asylrelevanter Gefährdung geschlossen werden muss. E r war nach eigener Darstellung nicht Mitglied der LTTE, hat diese aber als Geschäftsmann erzwung e- nermassen finanziell u nterstützt und an mehreren Versammlungen der Tigers teilgenommen. Es deutet nichts darauf hin, dass die Unterstüt- zungsleistungen des Beschwerdeführers an die LTTE diejenigen zahlre i- cher anderer Geschäftsleute erheblich überschritten hätten. Zudem ist zu berücksichtigen, dass er für die Ausreise aus dem Vanni -Gebiet nach E._______ sowie für die Reise aus dem Norden Sri Lankas nach Colo m- bo jeweils ein Laissez -Passer beantragen und erhalten musste und er nach eigenen Angaben auf der Fahrt nach Colombo zweimal durch die Armee kontrolliert wurde (Akten BFM A9, S. 9). Ferner benötigte er für die Flugreisen im August und September 2008 einen Reisepass und hat di e- sen auch verlängern lassen (A13, S. 10). Aus diesen Umständen kann geschlossen werden, dass der Beschwer deführer im Zeitpunkt seiner Ausreise von der sri -lankischen Armee nicht gesucht wurde, und er kein besonders exponiertes Profil aufweist, welches das Augenmerk der sri - lankischen Behörden oder diesen nahestehender paramilitärischer Grup- pierungen, namentlich der EPDP , auf sich gezogen haben könnte. Dass er von den Behörden nicht als prononcierter Regimegegner wahrgeno m- men wurde, lässt sich auch daraus ersehen, dass ihm im Jahre 2005 bloss eine Meldepflicht auferlegt und keine weitergehenden Massnahmen getroffen wurden. Die Meldepflicht ist vor dem Hintergrund des sich d a- mals im Gange befindenden Bürgerkrieges als gängige staatliche Siche r- heitsmassnahmen zu verstehen. Aus heutiger Sicht lässt sich daraus für den Beschwerdeführer keine Gefahr asylrelev anter Repressalien seitens des Staates ableiten. Ebenso ist die Behauptung Beschwerdeführers, Angehörige der EPDP hätten sich nach seinem Verbleib erkundigt, nicht geeignet, eine asylrechtlich relevante Gefährdung zu begründen. 6.4 In Anbetracht der vom Beschw erdeführer eingereichten Dokumente ist zwar als erstellt zu erachten , dass sein Schwager F._______ am 10. Januar 2006 ermordet wurde. Indessen hat das BFM zu Recht die Darstellung, dieser sei von den Regierungskräften umgebracht worden, E-2382/2012 Seite 15 um des untergetauch ten Beschwerdeführers habhaft zu werden, als u n- glaubhaft bezeichnet. Vor dem Hintergrund, dass – wie oben dargelegt – keine Anhaltspunkte für ein besonderes Interesse der Behörden an ihm gegeben sind, ist nicht nachvollziehbar, dass sie eine derart drastis che Massnahme angewendet haben sollen, um ihn ergreifen zu können. Dass es sich bei den Tätern um dieselben Soldaten gehandelt haben soll, we l- che sich mehrmals nach dem Verbleib des Beschwerdeführers erkundigt hätten, ist eine Behauptung, welche durch die zu den Akten gegebenen Dokumente nicht gestützt wird. Dasselbe gilt auch für die Darlegung, die EPDP habe in ihrem Bericht die LTTE als Urheber genannt, um ihre eige- ne Mittäterschaft zu verschleiern. Zwar werden im Bestätigungsschreiben des Rechtsanwalts H._______ vom 10. März 2012 Vertreter des sri - lankischen Militärs als mutmassliche Täter genannt. Es werden aber ke i- ne Angaben dazu gemacht, worauf diese Vermutung beruht und zum Hin- tergrund der Tat. Einen Zusammenhang derselben mit dem Untertauchen des Beschwerdeführers vermag dieses Dokument somit nicht zu belegen. Der Beschwerdeführer weist zwar zu Recht darauf hin, dass Zweifel an der Schuldzuweisung im Bericht der EPDP angebracht sind, da unplaus i- bel erscheint, dass diese so kurz nach der Tat Kenntnis von den Urhebern der Tötung seines Schwagers und deren Motiv hatte. Zuverlässige Rüc k- schlüsse auf die wahren Täter und deren Beweggrund können daraus entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers aber nicht gezogen werden. Den weiteren eingereichten Zeitungsberichten und Bestätigungs- schreiben sind keinerlei konkrete Angaben zu der Täterschaft zu entne h- men, wird doch in diesen vorwiegend von unbekannten Tätern bezi e- hungsweise einer bewaffneten Gruppe gesprochen. Nach dem Gesagten lässt sich aus der Ermordung von F._______ nicht auf eine begründete Furcht des Beschwerdeführers vor Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG schliessen. 6.5 Ferner kann der Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass mehr e- ren seiner Geschwister in Kanada beziehungsweise Frankreich ein Au f- enthaltsrecht zugesprochen wurde, nichts zu seinen Gunsten ableiten. I n dem zu den Akten gegebenen Entscheid betreffend den Bruder I._______ wurde ausdrücklich befunden, dieser erfülle die Voraussetzungen für die Zuerkennung des Flüchtlingsstatus nicht und ihm der subsidiäre Schutz zugesprochen. In den Dokumenten betreffend die beiden anderen G e- schwister sind die Gründe für deren Zuerkennung der Flüchtlingseige n- schaft nicht genannt. Ein Zusammenhang der Flucht dieser Angehörigen und deren Schutzgewährung im Ausland mit den angeblichen Problemen des Beschwerdeführers ist somit nicht glaubhaft gemacht. E-2382/2012 Seite 16 6.6 Zusammenfassend gelangt das Gericht zum Schluss, dass der B e- schwerdeführer keine begründete Furcht vor landesweiter Verfolgung aus Gründen gemäss Art. 3 AsylG nachzu weisen oder glaubhaft zu machen vermag. Die Vorinstanz hat sein Asylgesuch demnach zu Recht abgewie- sen. 6.7 Im Weiteren liegen auch keine konkreten Hinweise für das Vorliegen subjektiver Nachfluchtgründe im Sinne von Art. 54 AsylG vor. Der Be- schwerdeführer hat keinerlei Beweismittel betreffend die von ihm geltend gemachten exilpolitischen Aktivitäten in der Schweiz (Teilnahme an Kundgebungen, organisatorische Tätigkeiten) eingereicht . Angesichts dessen besteht kein Anlass zur Annahme, er habe sich persönlich in einer Art und Weise exilpolitisch betätigt, die ihn besonders exponieren würde und er daher einer spezifischen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt sein könnte. 7. 7.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt e s in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 7.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer so l- chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet ( vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. EMARK 2001 Nr. 21). 8. 8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme vo n Aus- ländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). Bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen gilt g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenig s- tens glaubhaft zu machen. E-2382/2012 Seite 17 8.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrecht liche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land g e- zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Ei d- genossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Überei n- kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 8.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefoc htenen Verfügung zutreffend dar- auf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoulement nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G e- fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdefüh- rers nach Sri Lanka ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Au s- schaffung nach Sri Lanka dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie je ner des UN -Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwe i- sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124 – 127, mit weiteren Hinweise n). Der Beschwerd e-E-2382/2012 Seite 18 führer gehört keiner in Bezug auf die Flüchtlingseigenschaft relevanten Risikogruppe an, weshalb nicht davon auszugehen ist, ihm drohe im Rahmen der routinemässigen Überprüfung bei der Rückkehr diesbezü g- lich eine unmenschliche Behandlung. Die allgemeine Menschenrechtss i- tuation in Sri Lanka lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zei t- punkt ebenfalls nicht als unzulässig erscheinen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.4.2). Eine andere Einschätzung vermag auch der Verweis des B e- schwerdeführers auf den von einem Richter des britischen "High Court" verfügten Vollzugsstopp betreffend vierzig abgewiesene tamilische Asy l- suchende nicht zu rechtfertigen. Die britischen Behörden gehen nicht von einer generellen Unzulässigkeit des Vollzugs aus, sondern nehmen – in Übereinstimmung mit der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts sowie des EGMR – jeweils eine einzelfallbezogene individuelle Prüfung vor (vgl. Entscheid des High Court of Justice vom 19. September 2012, abrufbar unter: www.tamilnet.com/img/publish/2012/09/TaGvSSHD09192012.pdf). Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 8.4 8.4.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind . Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 8.4.2 Im bereits erwähnten Urteil BVGE 2011/24 hat das Bundesverwa l- tungsgericht angesichts der veränderten Lage nach dem Ende des sri - lankischen Bürgerkriegs im Mai 2009 eine erneute Beurteilung der Lage in Sri Lanka vorgenommen, unter Berücksichtigung zahlreicher Berichte von in - und ausländischen Regierungs - und Nichtregierungsorganisatio- nen. In Bezug auf die Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs ist es dabei zur Einschätzung gelangt, dass der Wegweisungsvollzug in die Nordpro vinz – mit Ausnahme des sogenannten "Vanni -Gebiets" – grundsätzlich zumutbar ist, wobei sich eine zurückhal tende Beurteilung der individuellen Zumutbarkeitskriterien ebenso aufdrängt wie eine B e- rücksichtigung des zeitlichen Elements. Für Personen, die aus der Nord- provinz stammen und dieses Gebiet erst nach Beendigung des Bürge r- krieges im Mai 2009 verlassen haben, ist der Wegweisungsvollzug zurück in dieses Gebiet grundsätzlich zumutbar. Für Personen, die aus der Nord-E-2382/2012 Seite 19 provinz stammen und deren letzter Auf enthalt dort längere Zeit zurüc k- liegt, sind die aktuellen Lebens- und Wohnverhältnisse sorgfältig abzuklä- ren und das Vorhandensein begünstigender Faktoren (Existenz eines tragfähigen Beziehungsnetzes, Sicherung des Existenzminimums und der Wohnsituation) zu prüfen (vgl. zum Ganzen: BVGE 2011/24 E. 13.2). 8.4.3 Der (…)-jährige Beschwerdeführer stammt aus B._______, Region C._______ (Bezirk Jaffna), lebte aber ab Dezember 2005 bis zu seiner Ausreise im September 2008 in G._______ im Vanni-Gebiet sowie in der Region E._______. Der Beschwerdeführer hat somit den grössten Teil seines Lebens in der Region Jaffna verbracht, und es kann daher davon ausgegangen werden, dass er mit den dortigen Gepflogenheiten gut ve r- traut und dort tief verwurzelt ist . Er verfügt über ein e rund 10 -jährige Schulausbildung und berufliche Erfahrung als Inhaber eines Textil - Geschäfts. Die von ihm geltend gemachte Lese - und Schreibschwäche als Folge einer im Jahre 2006 erlittenen Gehirnhautentzündung ist durch keine ärztlichen Zeugnisse belegt , und es lassen sich den Akten keine Anhaltspunkte dafür entnehmen, dass seine kognitiven Fähigkeiten derart eingeschränkt wären, dass dadurch seine Fähigkeit zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit massgeblich beeinträchtigt wäre. Im Weiteren kann aus dem Ums tand, dass der Beschwerdeführer zweimal mit Hilfe eines Schleppers per Flugzeug aus seinem Heimatstaat ausgereist ist, der Schluss gezogen werden, dass er über nicht unerhebliche finanzielle Mi t- tel verfügt. Gemäss Aktenlage haben zwar alle Geschwister des Be- schwerdeführers zwischenzeitlich Sri Lanka verlassen und mit dem im Herkunftsort verbliebenen Vater hat er nach eigener Darstellung keinen Kontakt. Seinen Ausführungen ist aber zu entnehmen, dass er nach se i- nem Untertauchen Unterstützung durch mehrere Bezugspersonen erhielt, und auch der Umstand, dass er im Verlaufe des Asylverfahrens eine Re i- he ihm aus Sri Lanka zugestellter Beweismittel eingereicht hat, dokumen- tiert, dass er nach wie vor über Kontakte zu dort lebenden Personen ve r- fügt, auf deren Unterst ützung er zurückgreifen kann . Unter diesen U m- ständen liegen im Falle des Beschwerdeführers hinreichend günstige Faktoren im Sinne der zitierten Rechtsprechung vor , und es ist nicht a n- zunehmen, dass er bei einer Rückkehr in seinen Heimatstaat in eine ex i- stenzielle Notlage geraten wird. 8.4.4 Nach dem Gesagten kann der Vollzug der Wegweisung – entgegen der in der Rechtsmitteleingabe vertretenen Auffassung – in genereller und individueller Hinsicht als zumutbar bezeichnet werden. E-2382/2012 Seite 20 8.5 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständ i- gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 8.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1 – 4 AuG). 9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwer- de ist nach dem Gesagten abzuweisen. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerd e- führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG), auf insgesamt Fr. 600. - festzusetzen (Art. 1 -3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). (Dispositiv nächste Seite) E-2382/2012 Seite 21 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Kurt Gysi Nicholas Swain Versand: