A bteilung I A -891/2007 {T 0/2} U rteil vom 9. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter M arkus M etz (Vorsitz), M ichael Beusch, André M oser; G erichtsschreiber Jürg Steiger. A ._______, Beschw erdeführerin, gegen O berzolldirektion (O ZD ), H auptabteilung R echt und Abgaben, M onbijoustrasse 40, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Zoll; Zollkontingent B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie A._______ betreibt hauptsächlich den G rosshandel m it Schnittblum en und Pflanzen sow ie artverw andter Artikel. B._______ und C ._______ sind G esellschafter m it je einer Stam m einlage von Fr. 20'000.-- ohne Zeichnungsberechtigung und gleichzeitig Inhaber der holländischen Firm a D ._______. D ie A._______ im portierte aus H olland Schnittblum en von der D ._______. D a die der A._______ zugeteilten Kontingente nicht ausreichten, veranlasste B._______ verschiedene Schw eizer Kunden, der A._______ fiktive Inlandrechnungen auszustellen, dam it über die so entstehenden Inlandkäufe das Kontingent erhöht w erden konnte. D urch diese H andlungen erw irkte die A._______ im Jahr 1996 insgesam t 7'340 kg und im Jahr 1997 3'682 kg Zusatzkontingente, die zum privilegierten Kontingentszollansatz (KZA), statt zum regulären Ausserkontingentszollansatz (AKZA) in die Schw eiz eingeführt w urden. D adurch w urden Zollabgaben von Fr. 239'749.60 und M ehrw ertsteuern von Fr. 4'795.-- nicht entrichtet. Ausserdem überschritt die A._______ im Jahr 1997 das ihr zugeteilte Kontingent um 3'790 kg und führte diese M enge zu U nrecht zum KZA ein. D ie entsprechend nicht geleistete Zollabgabe beträgt Fr. 44'207.25 und die M ehrw ertsteuern belaufen sich auf Fr. 884.15. B. Auf G rund eines gegen B._______ am 10. Juni 2003 aufgenom m enen Schlussprotokolls der Zollkreisdirektion Basel (von B._______ nicht unterzeichnet) erliess diese am selben Tag gegen die A._______ eine Verfügung über die Leistungspflicht von Fr. 289'636.--. U nter dem Sachverhalt des Schlussprotokolls w urde B._______ vorgew orfen, basierend auf fiktiven Inland-R echnungen von diversen Kunden in der Schw eiz Zusatzkontingente erhalten zu haben. D ie A._______ reichte gegen die Verfügung am 25. August 2003 Beschw erde an die Eidgenössische O berzolldirektion (O ZD ) ein m it dem Begehren, die Verfügung vom 10. Juni 2003 aufzuheben. D er Tatbestand, w ie er unter dem Sachverhalt des Schlussprotokolls festgehalten w erde, w erde grundsätzlich nicht bestritten. Bestritten w erde aber insbesondere, dass ein Kauf am 23. Juni 1997 im Inland im Betrag von Fr. 4'800.-- bzw . Fr. 4'705.90 (ohne M W ST) von E._______ nicht als Zusatzkontingent von 1'176 kg berücksichtigt w orden sei. Bestritten w urde auch grundsätzlich die R echtm ässigkeit der krass überhöhten Zollansätze; die Leistungsverfügung basiere nicht auf einer genügenden gesetzlichen G rundlage. D ie Verzollung zum AKZA sei unverhältnism ässig und sei in diskrim inierender W eise und rechtsungleich angew endet w orden. C . D ie O ZD hiess die Beschw erde am 18. D ezem ber 2006 teilw eise gut. Sow eit sie sie abw ies, erw og sie in Ziffer 14 des Entscheids, dass gem äss dem vom Bundesam t für Landw irtschaft (BLW ) herausgegebenen „Fleurs- Info N r. 09“ (vom 20. Juni 1997) für die Periode vom 22. bis 30. Juni 1997 kein Zusatzkontigent gew ährt w orden w ar. M it dem „Fleurs-Info N r. 10“ (vom 23. Juni 1997) sei dies m it W irkung vom 24. Juni 1997 korrigiert w orden. Ab diesem D atum bis zum 30. Juni 1997 konnten danach für je 3 Fr. 4.-- Kauf von Inlandw are 1 kg W aren zum KZA eingeführt w erden. D araus ergebe sich, dass aus den am 23. Juni 1997 getätigten Inlandkäufen, insbesondere aus dem Kauf m it E._______, kein Zusatzkontingent für am 24. Juni 1997 erfolgte Einfuhren erw orben w erden konnte. D ie D aten der Inlandkäufe, der G ültigkeit der Zusatzkontingente und der Einfuhren m üssten zw ingend übereinstim m en, dam it das System gem äss den gesetzlichen Zielsetzungen funktioniere. D . Am 1. Februar 2007 reichte die A._______ (Beschw erdeführerin) beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde ein m it dem Begehren, der Entscheid vom 18. D ezem ber 2006 sei aufzuheben und die Leistungs- pflicht um m indestens Fr. 27'861.75 zuzüglich 2% M ehrw ertsteuer von Fr. 557.25 auf Fr. 233'301.60 zu reduzieren. D ie Beschw erdeführerin m achte geltend, die Beschw erde richte sich einzig gegen die Ausfüh- rungen in Ziffer 14 des angefochtenen Entscheids. D er Streitgegenstand beziehe sich nur auf die unrichtige und unvollständige Feststellung des Sachverhalts, w elche dam it einen Bezug auf die H öhe der Leistungspflicht habe. D ie Beschw erdeführerin habe nicht am 23. Juni 1997, sondern am 24. Juni 1997 bei E._______ für Fr. 4'705.90 Inlandblum en übernom m en, w as zu einem Zusatzkontingent von 1'176 kg führe. Auf die w eitere Begründung der Beschw erdeführerin w ird im R ahm en der Erw ägungen eingegangen. E. D ie O ZD beantragte in der Vernehm lassung vom 2. April 2007 die Abw eisung der Beschw erde. Auf die Begründung w ird – sow eit notw endig – im R ahm en der Erw ägungen zurückgekom m en. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. Entscheide der O ZD können gem äss Art. 31 in Verbindung m it Art. 33 Bst. d des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht (Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32) beim Bundesverw altungsgericht angefochten w erden. D as Verfahren richtet sich – sow eit das VG G nichts anderes bestim m t – nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). D ie Beschw erdeführerin ist durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzw ürdiges Interesse an dessen Aufhebung (Art. 48 Vw VG ). Sie hat den Kostenvorschuss fristgerecht geleistet. Auf die Beschw erde ist deshalb einzutreten. 2. 2.1 D as streitige Verw altungsverfahren und die Verw altungsgerichtsbarkeit w erden vorw iegend vom D ispositionsprinzip beherrscht. Bei diesem entscheiden die Privaten über die Einleitung des Verfahrens sow ie über dessen G egenstand (U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLER /FELIX U H LM AN N , Allge- m eines Verw altungsrecht, 5. Aufl., Zürich/Basel/G enf 2006, R z. 1620 ff., ALFR ED KÖ LZ/ISABELLE H ÄN E R , Verw altungsverfahren und Verw altungs- rechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 36 f.). Im vorliegenden 4 Verfahren hat die Beschw erdeführerin den Streitgegenstand auf die Frage der unrichtigen und unvollständigen Feststellung des Sachverhalts in Bezug auf die Ziffer 14 des angefochtenen Entscheids beschränkt, dass näm lich die Beschw erdeführerin in Frage stehende Inlandkäufe am 24. Juni 1997 und nicht am 23. Juni 1997 getätigt habe (Ziffern 4 und 6 Beschw erde, B M aterielles). Es geht deshalb einzig darum zu entscheiden, ob die Beschw erdeführerin relevante Inlandkäufe am 23. oder am 24. Juni 1997 getätigt hat, w as einen Einfluss auf ihre Zusatzkontingente hätte. In der Beschw erdebegründung bem ängelt die Beschw erdeführerin allerdings auch noch die Erhebung des D ifferenzbetrags. Am früheren Einw and in der Beschw erde an die O ZD , der im Fall fehlender Zusatzkontingente angew endete Zollansatz sei gesetzesw idrig, unverhältnism ässig oder rechtsungleich angew endet w orden, hält die Beschw erdeführerin – zu R echt – nicht m ehr fest. 2.2 D er AKZA, w ie er im G eneraltarif zum Zolltarifgesetz vom 9. O ktober 1986 (ZTG , SR 632.10) festgelegt w ird, ist der N orm altarif für die Einfuhr von W aren in die Schw eiz (BG E 128 II 34 E. 2b). D er vorteilhaftere Zollansatz für Schnittblum en (KZA) w ird angew endet, sofern das Bundesam t für Landw irtschaft (BLW ) Zollkontingentsanteilsm engen für die Einfuhr frei gibt. N ach Art 13 Abs. 1 der dam aligen Verordnung vom 17. M ai 1995 über die Einfuhr von G em üse, frischem O bst und Schnittblum en (VEG O S, AS 1995 2017) konnten frische Schnittblum en zw ischen dem 1. M ai und dem 25. O ktober nur im R ahm en von Zollkontingenten zum KZA eingeführt w erden. D ie Zuteilung der Zollkontingente erfolgte gem äss den Kriterien zu 70% nach M assgabe der G esam teinfuhren im vorangegangenen Jahr und zu 30% nach der erbrachten Inlandleistung. Je nach M arktbedarf und Inlandangebot konnten über das Zollkontingent hinaus zeitlich befristete Zusatzkontingente zur Einfuhr zum KZA zugelassen w erden (Art. 13 Abs. 6 VEG O S). D as (dam alige) Bundesam t für Aussenw irtschaft (BAW I) teilte den Inhabern von G eneraleinfuhrbew illigungen die Anteile des Zoll- kontingents für Schnittblum en nach M assgabe der Einfuhren im Vorjahr und nach M assgabe der Inlandleistung des Vorjahres zu (Art. 15 Bst. b VEG O S) und gab die Zusatzkontingente frei. D ie zusätzlichen M engen w urden nach M assgabe der Inlandleistung verteilt. D as BAW I legte Verteilschlüssel für die Zusatzkontingente fest (Art. 13 Abs. 7 VEG O S), w obei einem Franken Inlandleistung eine gew isse M enge Im portw are entsprach (z.B. ergeben bei einem Verhältnis von 2:1 Fr. 100.-- Inlandleistung ein Zusatzkontingent von 50 kg Im port; vgl. dazu auch das U rteil des Bundesverw altungsgerichts A-1743/2006 vom 12. Juni 2007 E. 4.3). 2.3 D a die Beschw erdeführerin vom vorteilhaften KZA profitieren w ill, trägt sie nach dem allgem einen R echtsgrundsatz von Art. 8 des Schw eizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. D ezem ber 1907 (ZG B, SR 210) die Bew eislast, dass sie die Voraussetzungen für Zusatzkontingente durch den Inlandkauf am 24. Juni 1997 erfüllt hat (BG E 112 Ib 65 E. 3; AN D R É M O SER /PETER U EBE R SAX, Prozessieren vor eidgenössischen R ekurskom m issionen, Basel und Frankfurt a.M . 1998, S. 17 R z. 17, KÖ LZ/H ÄN E R , a.a.O ., S. 97 f., 5 R z. 269). M it einem Kauf am 23. Juni 1997 konnte sie nach der M itteilung des „Fleurs-Info N r. 10“ vom 23. Juni 1997 kein R echt für Zusatzkontigente in der Zeit vom 24. bis 30. Juni 1997 erw erben. 2.4 Zum Abschluss eines Vertrags ist die übereinstim m ende gegenseitige W illensäusserung der Parteien erforderlich. Sie kann eine ausdrückliche oder stillschw eigende sein (Art. 1 des O bligationenrechts vom 30. M ärz 1911; O R , SR 220). Ist unter Abw esenden nach den U m ständen eine ausdrückliche Annahm e nicht zu erw arten, so gilt der Vertrag als abgeschlossen, w enn der Antrag nicht binnen angem essener Frist abgelehnt w ird (Art. 6 O R ). D er vorliegende Kaufvertrag über Schnittblum en zw ischen der Beschw erdeführerin und E._______ bedarf zu seiner G ültigkeit keiner besonderen Form (Art. 11 Abs. 1 O R ). 3. 3.1 D ie Beschw erdeführerin w ill E._______ über den am 24. Juni 1997 beabsichtigten Kauf am 23. Juni 1997 nur inform iert haben. Sie m acht geltend, B._______ und C ._______ seien am 24. Juni 1997 in die Schw eiz eingereist, um den Kauf zu tätigen. Sie hätten auch erst an diesem Tag die Q ualität der Blum en an O rt und Stelle überprüfen können. D ie E._______ habe den Kauf der Blum en irrtüm licherw eise am 23. Juni 1997 verbucht, da sie bereits an diesem Tag den Kauf vom 24. Juni 1997 vorbereitet habe. D er W ille der Parteien sei dahin gegangen, ein Zusatzkontingent zu erw irken, w as erst am 24. Juni 1997 m öglich gew esen sei; deshalb sei der Kauf auch erst am 24. Juni 1997 abgeschlossen w orden. Es sei überspitzter Form alism us, den Kauf gegen den w irklichen W illen der Parteien auf den 23. Juni 1997 zu verlegen, da die Beschw erdeführerin erst am 24. Juni 1997 in die Schw eiz gekom m en sei und erst an diesem D atum die Blum en habe erw erben w ollen und können. Es sei verfassungsw idrig, eine vorgängige telefonische Anfrage, ob genügend W are der erforderlichen Q ualität vorhanden sei, derart falsch zu Lasten der Beschw erdeführerin auszulegen. Es sei im Jahr 1997 noch üblich gew esen, die D eklaration bereits vor der effektiven Einfuhr der W are zu tätigen; in analoger Anw endung sei es auch üblich, den Blum enhändler in der Schw eiz zu inform ieren, w enn am nachfolgenden Tag bei ihm eine grosse M enge Blum en gekauft w erden soll. Es entspreche auch der U sanz, Blum en, m it denen ein Zusatzkontingent erw irkt w erden soll, erst am Tag der Einfuhr der ausländischen Blum en zu kaufen. 3.2 Einleitend ist festzuhalten, dass F._______ von der E._______ in seiner Einvernahm e vom 7. April 2000 vor der Zollkreisdirektion Basel in Bezug auf Käufe der Beschw erdeführerin aussagte, die entsprechenden R echnungen seien reine G efälligkeiten gew esen. W eil die Beschw erde- führerin eine sehr gute Schnittblum enlieferantin sei, habe er sich auf entsprechendes Ersuchen bereit erklärt, solche Fakturen über Inland- verkäufe fiktiv zu erstellen und ihr zu übergeben. Für die G efälligkeit habe die Beschw erdeführerin entsprechend günstig Schnittblum en abgegeben. Auf die hier m assgebliche R echnung vom 23. Juni 1997 über Fr. 4'800.-- angesprochen, bezeichnete F._______ auch diese als fiktive Faktura. 6 Angesichts dieser klaren Aussagen von F._______ und des grund- sätzlichen Zugeständnisses der Beschw erdeführerin, durch fiktive R echnungen Inlandkäufe erw irkt zu haben, braucht es von der Beschw erdeführerin stam m ende eindeutige und zw ingende Bew eise, dass nicht am 23., sondern am 24. Juni 1997 tatsächlich ein Kauf von E._______ über diverse Blum en für Fr. 4'800.-- stattgefunden hatte. D ies gilt um so m ehr, als die Beschw erdeführerin in ihrer Beschw erde an die O ZD vom 25. August 2003 noch ausführte, sie habe die Blum en am 23. Juni 1997 gekauft. D ie vorliegenden U rkunden verm ögen diesen Bew eis nicht zu erbringen. Am 23. Juni 1997 hat die Beschw erdeführerin m it Absendeort R ijnsburg/N iederlande der Abteilung für Ein- und Ausfuhr in Bern eine unterzeichnete Aufstellung der Schw eizer Schnittblum en- einkäufe überlassen. D arin w ird unter dem „Kaufdatum “ vom 23. Juni 1997 als Schw eizer Lieferant E._______ m it einem W arenw ert von Fr. 4'705.88 (ohne M ehrw ertsteuer) aufgeführt. Am selben 23. Juni 1997 erstellte E._______ eine R echnung an die Beschw erdeführerin für „div. Blum en“ im Betrag von Fr. 4'800.-- (inkl. 2% M W ST). Es bestehen keinerlei Anzeichen dafür, dass die Beschw erdeführerin E._______ am 23. Juni 1997 lediglich über einen beabsichtigten Kauf vorabinform ieren w ollte. D em Kaufabschluss am 23. Juni 1997 steht auch nicht entgegen, dass B._______ und C ._______ erst am 24. Juni 1997 in die Schw eiz einreisten, denn der Vertrag konnte ohne w eiteres und ohne Einhaltung von Form vorschriften als Kauf unter Abw esenden am 23. Juni 1997 geschlossen w erden. B._______ und C ._______ w ussten dabei, dass E._______ die m ehreren tausend Blum en rechtzeitig vorbereiten m usste. Es gibt in den Akten nicht das geringste Anzeichen, dass der Kauf unter dem Vorbehalt genügender W aren und guter Q ualität stand. E._______ durfte deshalb – w enn es überhaupt zu einem Kauf hätte kom m en sollen – darauf vertrauen, dass die W are tatsächlich übernom m en w erde. D ie Beschw erdeführerin legt auch kein D okum ent vor, das als blosse Bestellung unter Vorbehalt der Abnahm e nach der Prüfung von Q ualität und Q uantität ausgelegt w erden könnte. Sie belegt auch nicht, dass sie in anderen Fällen bei Käufen bei E._______ jew eils zuerst eine Prüfung der W are vorgenom m en hätte. Es gibt w eder ein Anzeichen einer telefonischen Vorabanfrage noch ist der Beschw erdeführerin beizupflichten, sie hätte erst am 24. Juni 1997 die Blum en kaufen können. Sie w ar ohne w eiteres tatsächlich und rechtlich in der Lage, schon am 23. Juni 1997 zu kaufen, allerdings ohne dam it ein Zusatzkontingent erhalten zu können. D ie Beschw erdeführerin kann einzig und allein belegen, dass B._______ und C ._______ am 24. Juni 1997 in die Schw eiz einreisten; dam it ist aber nicht bew iesen, dass erst an diesem Tag der Kauf abgeschlossen w urde. Angesichts der klaren Aussagen von F._______ über fiktive R echnungen und der vorliegenden eindeutigen D okum ente reichen deshalb die w eitgehend unbelegten Behauptungen der Beschw erdeführerin nicht aus, sie habe bei E._______ am 24. Juni 1997 für Fr. 4'800.-- (inkl. M W ST) Schnittblum en eingekauft und deshalb das R echt auf ein Zusatzkontingent erw orben und kann in antizipierter Bew eisw ürdigung auf die Abnahm e der angebotenen Bew eism ittel 7 verzichtet w erden. D ie Beschw erde ist abzuw eisen. D am it erübrigt es sich auch, die von der Beschw erdeführerin gerügte Berechnung ihres Zusatzkontingents zu überprüfen. 4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschw erdeführerin die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). Sie w erden in Anw endung des Art. 4 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht (VG KE, SR 173.320.2) auf Fr. 1'000.-- festgelegt und m it dem Kostenvorschuss gleicher H öhe verrechnet. Eine Parteientschädigung w ird nicht ausgerichtet (Art. 64 Abs. 1 Vw VG e contrario). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 1'000.-- w erden der Beschw erdeführerin auferlegt und m it dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in gleicher H öhe verrechnet. 3. Eine Parteientschädigung w ird nicht ausgerichtet. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (m it G erichtsurkunde) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: M arkus M etz Jürg Steiger R echtsm ittelbelehrung U rteile des Bundesverw altungsgerichts auf dem G ebiet der Abgaben können innert 30 Tagen seit der Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten w erden. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (vgl. Art. 42, 48, 54, 83 Bst. l und 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BG G ]; SR 173.110). Versand am :