<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SR.2000.00020</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105868&amp;W10_KEY=4467149&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SR.2000.00020</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.01.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Steuersicherung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Hat ein Pflichtiger seinen Wohnsitz im Ausland, so kann eine Sicherstellungsverfügung nach § 181 StG ohne weiteres erfolgen (E. 1).<br/>Ob eine fehlerhafte Zustellung des angefochtenen Entscheids vorliegt, kann offengelassen werden, da dem Pflichtigen ohnehin kein Nachteil erwachsen ist (E. 2).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERÃFFNEN">ERÃFFNEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERÃFFNUNGSMANGEL">ERÃFFNUNGSMANGEL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SICHERSTELLUNG">SICHERSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Ãbriges ST: SICHERUNG, STEUERBEZUG UND STEUERERLASS">SICHERUNG, STEUERBEZUG UND STEUERERLASS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERSICHERUNG">STEUERSICHERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTELLUNG">ZUSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTELLUNGSEMPFÃNGER">ZUSTELLUNGSEMPFÃNGER</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 127 lit. II StG</span><br/><span class="ungerade">§ 181 StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. A wurde vom Steueramt der Stadt ZÃ¼rich am 7. August 2000 verpflichtet, zur Deckung der rechtskrÃ¤ftig festgesetzten Staats- und Gemeindesteuern des Steuerjahres 1992 Fr. 92'164.55 nebst Zins zu 7% auf dem Betrag von Fr. 77'701.45 seit 1. Oktober 1999 innert 24 Stunden sicherzustellen. Das Steueramt begrÃ¼ndete die Sicher­stellungsver­fÃ¼gung mit fehlendem Wohnsitz in der Schweiz, "eventualiter" mit "Steuerge­fÃ¤hrdung".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Rekurs vom 6. September 2000 liess A dem Verwal­tungsgericht die Aufhe­bung der Sicherstellung beantragen; ausserdem verlangte er die Zu­sprechung einer Partei­entschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Steueramt der Stadt ZÃ¼rich schloss am 13. Oktober 2000 auf Abweisung des Rekurses.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Hat der Steuerpflichtige keinen Wohnsitz in der Schweiz oder erscheint die Be­zahlung der von ihm geschuldeten Steuer als gefÃ¤hrdet, kann das Gemeindesteueramt oder das kantonale Steueramt laut § 181 Abs. 1 Satz 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) auch vor der rechtskrÃ¤ftigen EinschÃ¤tzung die Sicherstellung des mutmasslich ge­schuldeten Steuerbetrags verlangen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus dem Gesetzeswortlaut wird deutlich, dass das Fehlen eines schweizerischen Wohnsitzes als Voraussetzung fÃ¼r die Sicherstellung genÃ¼gt (vgl. Ferdinand Fessler, in Kom­mentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2b, Basel 2000, Art. 169 DBG N. 9). Ge­nau gesehen hat der Gesetzgeber damit nur einen Tatbestand der GefÃ¤hrdung des Steueran­spruchs besonders hervorgehoben, weil eine Ã¶ffentlich-rechtliche Forderung Ã¼ber die Gren­ze nicht vollstreckt werden kann (vgl. Fessler, Art. 169 DBG N. 10). Der weitere im Gesetz erwÃ¤hnte allgemeine Tatbestand der ZahlungsgefÃ¤hrdung ist infolgedessen Grund­lage fÃ¼r die Sicherstellung in all den FÃ¤llen, in denen der Steuerpflich­tige zwar Wohn­sitz in der Schweiz hat, die Entrichtung der Steuer aber aus anderen GrÃ¼nden als gefÃ¤hrdet er­scheint (vgl. Richner/Frei/Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuerge­setz, ZÃ¼­rich 1999, § 181 N. 4; ferner Fessler, Art. 169 DBG N. 15 ff.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Rekurrent hat unstreitig seinen Wohnsitz im Ausland. Das Steueramt der Stadt ZÃ¼rich hat somit ohne weiteres die in Frage stehende SicherstellungsverfÃ¼gung erlassen dÃ¼r­fen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Hat der Steuerpflichtige einen Vertreter bestimmt, sind nach § 127 Abs. 2 StG VerfÃ¼gungen und Entscheide in der Regel dem Vertreter zuzustellen; doch ist auch die Zu­stellung an den Steuerpflichtigen gÃ¼ltig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ist die Zustellung einer VerfÃ¼gung oder eines Entscheids fehlerhaft, etwa weil sie an den Steuerpflichtigen statt an den Vertreter oder trotz Beendigung des Vertretungsver­hÃ¤ltnisses an den frÃ¼heren Vertreter erfolgt ist, so erweist sie sich regelmÃ¤ssig nicht als nichtig. Vielmehr gilt der allgemeine Rechtsgrundsatz, dass dem Betroffenen aus mangel­hafter ErÃ¶ffnung kein Nachteil erwachsen darf (vgl. Rhinow/KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel und Frankfurt am Mai 1990; Nr. 84 B VI; Art. 38 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 Ã¼ber das Verwal­tungsverfah­ren). Diesem Grundsatz wird nach der Rechtsprechung schon dann GenÃ¼ge getan, wenn eine objektiv mangelhafte ErÃ¶ffnung trotz des Mangels ihren Zweck erreicht. Das bedeutet, dass aufgrund der konkreten UmstÃ¤nde des Einzelfalls zu prÃ¼fen ist, ob der Steuerpflichtige durch den ErÃ¶ffnungsmangel tatsÃ¤chlich irregefÃ¼hrt und dadurch benachteiligt worden ist. Richtschnur fÃ¼r die Beurteilung dieser Frage ist der Grundsatz von Treu und Glauben, an welchem die Berufung auf FormmÃ¤ngel in jedem Fall ihre Grenze findet (vgl. Martin Zwei­fel, in Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2b, Basel 2000, Art. 116 DBG N. 42 mit Hinweisen, und Art. 117 DBG N. 29).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Rekurrent hat ungeachtet der geltend gemachten fehlerhaften Zustellung an sei­nen frÃ¼heren Vertreter rechtzeitig durch seinen neuen Vertreter gegen die Sicherstellungs­verfÃ¼gung Rekurs an das Verwaltungsgericht erheben kÃ¶nnen. Ist ihm somit kein Nachteil erwachsen, so bleibt der angebliche ErÃ¶ffnungsmangel ohne Rechtsfolgen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Soweit der Rekurrent im Ãbrigen das Vorgehen der SteuerbehÃ¶rde im Zusam­men­hang mit der gestÃ¼tzt auf die angefochtene SicherstellungsverfÃ¼gung erfolgten Verar­res­tierung seines Postcheckkontos beanstandet, ist auf den Rekurs nicht einzutreten. Denn derartige RÃ¼gen sind im Vollstreckungsverfahren anzubringen. Gleiches gilt auch fÃ¼r die BetreibungsankÃ¼ndigung und fÃ¼r die Aufhebung der Schweigepflicht der AHV-BehÃ¶rden gegenÃ¼ber den BetreibungsÃ¤mtern.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Der Rekurs ist somit abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Der Rekurs wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2">...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>