<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>BV.2015.00031</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Fehr</p><p>Gerichtsschreiberin Senn-Buchter</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 7. November 2016</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><br/></p></div><div><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Kläger</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsdienst Inclusion Handicap</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Grütlistrasse 20, 8002 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">AXA Stiftung Berufliche Vorsorge, Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">c/o AXA Leben AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">General Guisan-Strasse 40, Postfach 300, 8401 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beklagte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Zustelladresse: AXA Leben AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">c/o Legal &amp; Compliance</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Paulstrasse 9, Postfach 300, 8401 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Nach Einsicht in</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">die Eingabe von X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">vom 23. April 2015, mit welcher er Klage gegen die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">AXA Stiftung Berufliche Vorsorge, Winterthur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> (nachfolgend: AXA), erhob mit dem folgenden Rechtsbegehren (Urk. 1 S. 2):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">„1.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Rückerstattung der Invalidenleistungen aus der beruflichen Vorsorge in der Höhe von Fr. 33‘645.05 sei dem Kläger ganz bzw. eventualiter teilweise zu erlassen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die bereits zu Unrecht mit der Rückerstattungsforderung verrechneten Beträge seien dem Beklagten (richtig: Kläger) rückzuvergüten, zuzüglich Verzugs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">zin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sen ab Klageerhebung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">3.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.“</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">die auf Abweisung der Klage schliessende Klageantwort der AXA vom 1. September 2015 (Urk. 9) sowie in die übrigen Verfahrensakten (insbesondere Urk. 2/2-12 und Urk. 10/1-6);</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in Erwägung, dass</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, dem Kläger mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gungen vom 9. Oktober 2008 (Urk. 2/2) gestützt auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> einen Invaliditätsgrad von 100 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bzw. 68 % eine vom 1. August 2006 bis 31. August 2007 befristete ganze Rente und eine unbefristete Dreiviertelsrente ab 1. September 2007 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">zusprach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">,</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">das hiesige Gericht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">die dagegen erhobene Beschwerde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">des Klägers </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">mit Urteil vom 31. Januar 2011 (Prozess IV.2008.01152, Urk. 10/3) in dem Sinne </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">guthiess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">die angefochtene Verfügung auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">hob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> und die Sache zur Einholung eines polydisziplinären Gutachtens und neuer Entscheidung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> an die IV-Stelle zurückwies</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">,</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">die IV-Stelle dem Kläger nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ergänzenden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Abklärungen mit unangefochten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in Rechtskraft erwachsenen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Verfügungen vom 14. Oktober und 11. November 2013 (Urk. 2/3, Urk. 10/5) vom 1. August 2006 bis 28. Februar 2010 eine ganze Rente, vom 1. März 2010 bis 31. Juli 2012 eine halbe Rente und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> 1. August 2012 eine unb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">efris</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tete ganze Rente zusprach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">die Beklagte – nachdem sie dem Kläger gestützt auf den Rentenentscheid der IV-Stelle vom 9. Oktober 2008 mit Wirkung ab 29. August 2007 eine volle Invalidenrente der beruflichen Vorsorge ausgerichtet hatte (Urk. 1 S. 3 oben, Urk. 2/4 S. 1, Urk. 2/5, Urk. 2/7) – mit Schreiben vom 24. Oktober 2013 (Urk. 2/4) ihre Rentenleistungen für die Zeit vom 1. März 2010 bis 31. Juli 2012 unter Hinweis auf den neuen Entscheid der IV-Stelle anpasste und zu viel ausbezahlte Rentenleistungen in der Höhe von Fr. 33‘645.05 zurückforderte, wobei sie monatlich Fr. 500.-- bzw. Fr. 300.-- mit den laufenden Rentenleistungen zur Verrechnung brachte (Urk. 2/7, Urk. 2/12),</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">der Kläger mit (nicht aktenkundigem) Schreiben vom 22. November 2013 um Erlass der Rückforderung ersuchte, welchem Begehren die Beklagte namentlich wegen feh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lenden guten Glaubens nicht stattgab (Schreiben vom 3. Dezember 2013 [Urk. 2/5] sowie 14. Mai [Urk. 2/7], 2./17. Juni [Urk. 2/9-10] und 22. August 2014 [Urk. 2/12]);</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in weiterer Erwägung, dass</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gemäss Art. 35a Abs. 1 des Bundesgesetzes über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> die berufliche Alters-, Hinter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten sind, jedoch von der Rückforderung abgesehen werden kann, wenn der Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">empfänger gutgläubig war und die Rückforderung zu einer grossen Härte führt,</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">der Rückforderungsanspruch mit Ablauf eines Jahres, nachdem die Vorsorgeein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit Ablauf von fünf Jahren seit der Auszahlung der Leistung, verjährt, und, wird der Rückforderungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Frist festsetzt, diese Frist massgebend ist (Art. 35a Abs. 2 BVG),</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">der Kläger unstreitig eine zu hohe Rentenleistung der beruflichen Vorsorge bezogen hat und vorliegend strittig und zu prüfen ist, ob ihm die Rückerstattung des – in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">licher Hinsicht unbestrittenen – Betrages von Fr. 33‘645.05 erlassen werden kann,</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">die Beklagte das Vorliegen einer grossen Härte vorprozessual anerkannte (Schreiben vom 2. Juni 2014, Urk. 2/9) und im vorliegenden Verfahren keine gegenteilige Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">fassung bekundete, sodass zu prüfen bleibt, ob auch die kumulativ erforderliche Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lassvoraussetzung der Gutgläubigkeit gegeben ist,</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">der Kläger postulierte, bis zur Rentenverfügung der IV-Stelle vom 14. Oktober 2013, zugestellt am 16. Oktober 2013 (Urk. 2/3), habe er sowohl die Dreiviertelsrente der In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">validenversicherung als auch die ganze Invalidenrente der beruflichen Vorsorge gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gläubig bezogen (Urk. 1 S. 5 f.), ihm folglich bewusst war, dass sich der Rentenent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">scheid der beruflichen Vorsorge nach demjenigen der IV-Stelle richtet,</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">das Rückweisungsurteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">IV.2008.01152</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> des hiesigen Gerichts vom 31. Januar 2011 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Urk. 10/3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">) – zumindest nach der damals herrschenden Rechtsauffassung (vgl. die mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">BGE 137 V 314</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> erfolgte Rechtsprechungsänderung) – kein in peius reformierender Entscheid im Sinne des Bundesgerichtsurteils 9C_805/2008 vom 13. März 2009 (vgl. auch BGE 136 V 45 E. 6.2 und Urteil des Bundesgerichts 9C_48/2016 vom 25. Februar 2016 E. 4.2) war und daher dem Kläger (Urk. 1 S. 7) eine reformatio in peius auch nicht angedroht wurde, diesem indes aufgrund der Urteilsbegründung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">vgl. insbeson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dere E. 3.2, 5.1 und 5.2 des fraglichen Urteils</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> klar sein musste, dass die damalige me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dizinische Aktenlage eine zuverlässige Beurteilung seiner Anspruchsberechtigung nicht zuliess und nach ergänzenden Abklärungen ein neuer Entscheid folgen würde, wobei eine für ihn ungünstigere Beurteilung seines Rentenanspruchs und eine entsprechende Rückforderung nicht auszuschliessen waren,</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">damit ein Sachverhalt vorliegt, der vergleichbar ist mit der Konstellation, in welcher eine versicherte Person gegen den von der IV-Stelle in einer r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">entenaufheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">enden V</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">fügung angeordneten Entzug der aufschiebenden Wirkung erfolgreich Beschwerde führt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> und von vornherein mit einer Rückforderung rechnen muss, sollte ihr Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">mittel gegen die Rentenaufhebungsverfügung nicht durchdringen; in diesem Fall lehnt das Bundesgericht eine Berufung auf den guten Glauben ab, weil trotz Wiederherstel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde von vornherein mit einer Rückfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">derung gerechnet werden muss (Urteil des Bundesgerichts I 422/02 vom 25. November 2002 E. 3 mit Hinweisen),</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dementsprechend auch vorliegend ab Eröffnung des Rückweisungsentscheids IV.2008.01152 vom 31. Januar 2011, mithin ab 4. März 2011 (Urk. 10/3 S. 12: Tag nach dem Versand des Urteils), eine Berufung auf den guten Glauben nicht mehr mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lich ist, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">woran nichts ändert, dass die Beklagte eine (über die Dreiviertelsrente der In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">validenversicherung hinausgehende) volle Rente ausrichtete,</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dagegen der gute Glaube </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">für die Zeit davor im Sinne von Art. 3 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">des Schweize</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">rischen Zivilgesetzbuchs (ZGB)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> zu vermuten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">und demzufolge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> dem Kläger die Rücker</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">stattung der vom 1. März 2010 bis 3. März 2011 zu Unrecht bezogenen Rentenbetreff</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nisse zu erlassen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ist,</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ein Verzugszins mit Blick auf die noch laufende Verrechnung – im Sommer 2014 ka</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">men die Parteien überein, dass der damals noch offene Betrag von Fr. 30‘145.05 in monatlichen Raten von Fr. 300.-- mit der laufenden Invalidenrente der beruflichen Vorsorge verrechnet wird (Urk. 2/10 S. 2, Urk. 2/12) – nicht geschuldet ist,</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dies zur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">teilweisen Gutheissung der Klage führt und dem anwaltlich vertretenen Kläger eine (reduzierte) Parteientschädigung zusteht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">welche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ohne Rücksicht auf den Streit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wird (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">§ 34 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">und 3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">des Gesetzes über das Sozi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">alversicherungsgericht, GSVGer)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">,</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">die Partei dem Gericht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bei Beanspruchung einer Parteientschädigung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">vor dem En</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">entscheid eine detaillierte Zusammenstellung über ihren Zeitaufwand und ihre Bar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">auslagen ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">reicht und das Gericht i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">m Unterlassungsfall die Entschädigung nach Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">messen fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">setzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">7 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">2 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">digungen vor dem Sozialversicherungsgericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, GebV SVGer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">die Parteientschädigung, nachdem Rechtsanwältin Petra Kern (Urk. 1 S. 8) keine Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wandzusammenstellung eingereicht hat – einer entsprechenden Aufforderung durch das Gericht bedarf es nicht, in Anwendung der obgenannten Kriterien und des ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">richtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 185.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">weise </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Fr. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">00.-- (inklusive Barauslagen und M</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ehrwertsteuer) festzusetzen ist;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">erkennt das Gericht:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In teilweiser Gutheissung der Klage</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">die Beklagte verpflichtet, dem Kläger die Rückerstattung der vom 1. März 2010 bis 3. März 2011 zu Unrecht bezogenen Ren</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">tenbetreffnisse zu erlassen. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beklagte wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Kläger</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">eine </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 500</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsdienst Inclusion Handicap</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">AXA Leben AG</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSenn-Buchter</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p></div><div><p></p></div> </div></body></html>