Rechtsmittelverfahren. Entzug der aufschiebenden Wirkung zufolge drohendem fi- nanziellem Schaden für den Bauherrn bzw. bei missbräuchlicher Rekurserhebung. Ein finanzieller Schaden, der aus der Unterbrechung von Bauarbeiten entstehen könnte, stellt keinen zwingenden und qualifizierten Grund dar, der es rechtfertigen würde, Nachbarrekursen die aufschiebende W irkung zu entziehen. Erst recht kein solcher Grund ist die ge ltend gemachte Haltlosigkeit der Rekurse bzw. die angeblich recht s- missbräuchliche Rekur serhebung. Da keine besonders qualifizierten, zwingenden Gründe vorliegen, erübrigen sich eine Abwägung der sich gegenüberstehenden Intere s- sen und eine Abschätzung der Prozessaussichten. § 25 VRG; § 339 PBG Verfügung des Präsidenten der Baurekurskommission II vom 21. Juli 2004 im Rekur s- verfahren G.-Nrn. R2.2004.00107 und R2.2004.00108, in BEZ 2004 Nr. 58 Mit Beschluss vom 8. Juli 2003 erteilte die Baubehörde der Gemeinde X die Ba u- bewilligung für den Neubau eines Terrassenhauses sowie eines Zwei - und eines Einfa- milienhauses. Am 15. April 2004 bewilligte sie diesbezügliche Projektänderungen, w o- gegen Nachbarn am 21. Mai 2004 Rekurs erhoben. Mit Eingabe vom 12. Juli 2004 beantragte die Bauherrschaft – unter Hinweis auf die in BEZ 2004 Nr. 43 publizierte Verfügung des Präsidenten der Baurekurskommission I – , es sei den Rekursen die aufschiebende W irkung zu entziehen. Aus den Erwägungen: 4. Die private Rekursgegnerin führt aus, dass die Voraussetzungen für den Entzug der aufschiebenden W irkung vorliegend erfüllt sei en. Die Bauarbeiten würden sich näm- lich b ereits in vollem Gange befinden, da die Projektänderungen nach Erteilung der Baufreigabe vorgenommen worden seien. Ende Juli 2004 würden die Bauarbeiten bei den streitbetroff enen Teilen angelangt sein. Könnte dannzu mal mit den Arbeiten nicht fortgefahren werden, müsste der Bau eingestellt werden, was zu einem erheblichen Verzögerungsschaden führen würde. Gerade dies wollten sich aber die Rekurrenten zu Nutze machen, verfolgten sie doch mit ihren Rekursen das Ziel, di e Erstellung der b e- reits rechtskräftig bewilligten Terrasse des westseitigen W ohnhauses zu verhindern. Die Rekurse seien daher klar rechtsmissbräuc hlich. Sie bezweckten einzig, die Bauher r- schaft unter einen zeitlichen Druck zu setzen und zu ungerechtfertig ten Zugeständni s- sen zu zwingen. Im W eiteren seien die Rekurse offensich tlich unbegründet. Da kaum mit einem Entscheid vor Ende Juli 2004 gerechnet werden kö nne, würde selbst im Falle einer R ekursabweisung der privaten Rekursgegnerin nicht geho lfen. Dies ge lte umso mehr deshalb, weil damit zu rechnen sei, dass die Rekurrenten gegen den Rekursen t- scheid ein weiteres Rechtsmittel einlegen würden. Den privaten Interessen der privaten Rekursgegnerin komme ein ausserordentlich grosses Gewicht zu. Demgege nüber seien auf Seiten der Rekurrenten keinerlei schutzwürdige Interessen festzustellen; ebensow e- nig würden öffentliche Interessen gegen einen Entzug der aufschiebenden W irkung sprechen. (...) 5. b) W ie die private Rekursgegnerin zu Recht ausführt, wurde unlängst zw ei ge- gen den Um - und Ausbau der Kunsteisbahn Oerlikon gerichteten Nachbarrekursen die aufschiebende W irkung entzogen (BEZ 2004 Nr. 43). Das damals strittige Bauvorhaben - 2 - unterscheidet sich indes grundlegend von dem vorliegend zu beurteilenden. W ährend es sich beim Ersatzbau für das zu renovierende Hallenstadion um ein auf eine bestim m- te Zeitspanne, nämlich die Eishockeysaison 2004/2005, befristetes Provisorium hande l- te, ist vorliegend ein unbefristetes Bauvorhaben strittig. Die Besonderheit jener verfa h- rensmässigen Situation lag darin, dass selbst bei einer extrem kurzen Verfahrensdauer jedenfalls bei einem allfälligen W eiterzug des Rekursentscheides das Bauvorhaben nicht termingerecht, d.h. auf Sa isonbeginn hin, hätte realisiert werden können (...) und somit bei Belassung der aufschi ebenden W irkung selbst ein für die Bauherrschaft pos i- tiver Endentscheid für sie völlig nutzlos gewesen wäre. Somit hätte - was die Besonder- heit des Falles darstellt - auch die aufschi ebende Wirkung der gegen das Bauvorhaben gerichteten Rekurse präjudizierend wirken kö nnen. In solchen Fällen kann eine sachg e- rechte Anordnung über die aufschiebende W irkung nur mehr aufgrund einer Interesse n- abwägung und namentlich auch der Berücksichtigung der Prozessaussichten erfolgen. Diese Voraussetzungen sind vorliegend nicht erfüllt. Der von der privaten Rekursgegn e- rin geltend gemachte finanzielle Schaden, welcher aus einer Unterbrechung der Baua r- beiten entstehen könnte, ist zwar für die private Rekursgegnerin zweifelsohne von einer gewissen Schwe re. Indes stellt er entgegen ihren Ausführungen ke inen zwingenden oder qualifizierten Grund im vorstehend dargelegten Sinne dar. Derartige finanzielle Nachteile sind fast regelmässig mit Nachbarrekursen verbunden. Von vornherein keinen wichtigen Grund für den Entzug der aufschiebenden W irkung stellt dabei die - von der privaten Rekursgegnerin geltend gemachte - Haltlosigkeit bzw. rechtsmissbräuchliche Rekurserhebung dar (vgl. A. Kölz/J. Bosshart/M. Röhl, Kommentar zum Verwaltung s- rechtspflegegesetz des Kanto ns Zürich, 2. A., 1999, N. 13 zu § 25). Der Entzug der au f- schiebenden W irkung der Rekurse ist damit von vornherein mangels Vorliegen beso n- ders qualifizie rter, zwingender Gründe ausgeschlossen, so dass sich eine Abwägung der sich gegenübe rstehenden Interessen und der Prozessaussichten erübrigt. Das G e- such, den genannten Rekursen die aufschiebende W irkung zu entziehen, ist daher a b- zuweisen.