<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, der besonderen Lage von Roma-Flüchtlingen aus dem heutigen Kriegsgebiet des ehemaligen Jugoslawien Rechnung zu tragen und Roma-Flüchtlinge aufzunehmen. Roma-Flüchtlinge sollen bis zur Befriedung des Konfliktes mit Serbien nicht weggewiesen werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die allgemeine Situation der Roma in der Bundesrepublik Jugoslawien, und insbesondere in Kosovo, ist dem Bundesrat bekannt, und er verfolgt die Entwicklung der Lage aufmerksam. In der Provinz Kosovo sind seit der Beendigung der kriegerischen Auseinandersetzungen Übergriffe auf Angehörige der Roma zu verzeichnen. Die Kfor-Truppen sind im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit zunehmendem Erfolg bestrebt, den Roma im gesamten Kosovo Schutz zu bieten.</p><p>Der Bundesrat hat auch Kenntnis davon, dass die Roma im übrigen Gebiet der Bundesrepublik Jugoslawien, in Mazedonien, Albanien und in Bosnien und Herzegowina in erhöhtem Ausmass Diskriminierungen ausgesetzt sind. Benachteiligungen sind insbesondere im Erziehungswesen und auf dem Arbeitsmarkt zu beobachten. Auch Fälle von Übergriffen auf die persönliche Integrität durch staatliche Exekutivorgane sind bekannt. Die Anliegen der Roma werden beispielsweise in Bosnien und Herzegowina von der Roma-Union und zahlreichen lokalen Vereinen den dortigen Behörden gegenüber vertreten, und in Mazedonien stellen die Roma Abgeordnete im Parlament. Ihren Anliegen wird aber oft wenig Priorität beigemessen.</p><p>Schliesslich sei angemerkt, dass Asylgesuche von Roma aus allen zur Frage stehenden Gebieten vom Bundesamt für Flüchtlinge im Einzelfall bezüglich Asylgewährung und Wegweisung geprüft werden. Dabei lässt es die Empfehlungen der internationalen Gemeinschaft und von internationalen Organisationen in seine Beurteilung der Lage der Roma in Kosovo einfliessen.</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.