<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>UV.2017.00089</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span> </span></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter<br/>Gerichtsschreiberin Hartmann</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 31. Januar 2019</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Christine Fleisch</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Meier Fingerhuth Fleisch Häberli, Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Lutherstrasse 36, 8004 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Direktion Bern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">X.___, geboren 1963, war als Junior-Texter bei der Y.___ AG angestellt und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schaft AG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(nachfolgend: Mobiliar) obligatorisch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, als er sich am 20. August 1987 bei einem Motorradunfall eine drittgradig offene Talusluxationsfraktur mit Ruptur der Syndesmose am linken oberen Sprunggelenk (OSG), eine Durchtrennung der Flexorsehnen superficialis und profundus am linken Zeigefinger sowie eine Schulterluxation links zuzog. Die Fussverletzung wurde gleichentags mittels Talusschraubenosteosynthese und Syndesmosenstellschraube operativ behandelt (Urk. 11/M1.1-2). Im Oktober 1987 wurden die Stellschrauben entfernt und eine Meshgraftversorgung eines Hautdefektes am Fussrücken vorgenommen (Urk. 11/M2-3). Im Februar 1989 folgte die Schraubenentfernung am Talus (Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">11/M7). Im weiteren Verlauf stellte sich eine aseptische Talusrollennekrose und eine beginnende posttraumatische Arthrose im oberen und unteren Sprung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gelenk (OSG, USG) links mit belastungsabhängigen persistierenden Beschwerden ein (Urk. 11/M12, Urk. 11/M19). Die Mobiliar erbrachte Taggelder und übernahm die Kosten für die Heilbehandlung. Ab dem 16. Februar 1989 wurde eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert (Urk. 11/M7). Mit Verfügung vom 8. Mai 1996</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprach die Mobiliar dem Versicherten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu (Urk. 11/K15</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ab dem 1. August 2008 war der Versicherte als Marketingfachmann für die Z.___ AG tätig. Am 12. November 2009 meldete sie der Mobiliar einen Rückfall zum Unfall vom 20. August 1987 (Urk. 11/M26-27). Am 26. Januar 2011 wurde dem Versicherten wegen verstärkter Arthrosebeschwerden am linken Fussgelenk und möglichen neuropathischen Schmerzen (Urk. 11/M37) im Zentrum für Fusschirurgie der Klinik A.___ eine OSG-Mobility-Prothese eingesetzt. Ausserdem wurde eine Arthrodese des USG links vorgenommen (Urk. 11/M44). Die Mobiliar erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Taggelder und Heilbehandlung). Am 20. September 2012 kündigte die Z.___ AG das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten per Ende Januar 2013 (Urk. 11/K62). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wegen persistierender postoperativer Beschwerden trotz konservativer Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung und Infiltrationen (Urk. 11/M63) wurden am 3. Dezember 2012 im Zentrum für Fusschirurgie der Klinik A.___ ein Deltoidrelease am OSG links und eine Gelenkstoilette am Malleolargelenk medialseits links durchgeführt (Urk. 11/M65). Am 29. Mai 2013 wurde im Kantonsspital B.___ ein OSG-Prothesenwechsel mit Schraubenentfernung und Stabilisation des distalen Tibiofibulargelenkes links vorgenommen (Urk. 11/M71). Ab Anfang November 2013 attestierten die Ärzte des Kantonsspitals B.___ eine 50%ige und zeitweise eine 75%ige Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit bei persistierendem Schmerzsyndrom (Urk. 11/M82, Urk. 11/M85, Urk. 11/M89, Urk. 11/M91, Urk. 11/M97, Urk. 11/M99). Von Anfang Juli bis Ende Dezember 2014 war der Versicherte in einer befristeten Anstellung mit einem 50%igen Arbeitspensum als Marketingspezialist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> GmbH</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> tätig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. 11/K102.8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Urk. 11/K104.2-3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im November 2014 (Urk. 11/K81) holte die Mobiliar das bidisziplinäre Gutachten von Dr. med. D.___, Facharzt für Chirurgie, und von Dr. med. E.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 16. Februar 2015 (Urk. 11/M94) mit dem psychiatrischen Teilgutachten vom 5. Februar 2015 (Urk. 11/M93) ein. Gestützt darauf stellte die Mobiliar mit Verfügung vom 13. Januar 2016 die Taggeldleistungen und Leistungen für die Heilbehandlung per Ende Januar 2016 ein und verneinte einen Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente. Ausserdem sprach sie ihm eine Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von 35 % zu, abzüglich des bereits im Jahr 1996 vergüteten Integritätsschadens von 20 % (Urk. 11/K111 S. 5). Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 15. Februar 2016 Einsprache (Urk. 11/K118). Die Mobiliar holte daraufhin den Nachtrag zum Gutachten von Dr. D.___ vom 10. Juni 2016 ein (Urk. 11/M104). Mit Einspracheentscheid vom 7. März 2017 wies die Mobiliar die Einsprache ab (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hiergegen erhob der Versicherte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">it Eingabe vom 6. April 2017 Beschwerde und beantragte, der Einspracheentscheid vom 7. März 2017 sei aufzuheben und es sei ihm mit Wirkung ab 1. Februar 2016 eine UVG-Rente gestützt auf einen Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ditätsgrad von 55 % auszurichten; eventualiter sei der Einspracheentscheid vom 7. März 2017 aufzuheben und es sei ihm mit Wirkung ab 1. Februar 2016 eine UVG-Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 24 % auszurichten; subeven</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tualiter sei der Einspracheentscheid vom 7. März 2017 aufzuheben und es sei ihm mit Wirkung ab 1. Februar 2016 eine UVG-Rente gestützt auf einen Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grad von 10 % auszurichten (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 14. Juli 2017 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 9 S. 2). Mit Replik vom 12. Oktober 2017 hielt der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> an seinen Anträgen fest (Urk. 16 S. 9) und reichte unter anderem das von ihm veranlasste Gutachten von Dr. med. F.___, Facharzt für Chirurgie, Allgemeinchirurgie und Traumatologie, vom 29. August 2017 (Urk. 17/1) sowie die Berichte von Dr. med. G.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 6. Oktober 2017 (Urk. 17/2) und von Dr. med. H.___, Facharzt für Neurologie sowie für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2. Oktober 2017 (Urk. 17/3) ein. Mit Eingaben vom 10. November 2017 (Urk. 22) und vom 4. Dezember 2017 (Urk. 26) gab der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ausserdem die Berichte der Neurologie der Klinik A.___ vom 2. und 13. November 2017 (Urk. 23, Urk. 27) zu den Akten. Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nahm dazu mit Duplik vom 12. Januar 2018 Stellung und hielt an ihrem Antrag auf Beschwerdeabweisung fest (Urk. 31 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="idp371184"></span><span id="VV147"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span id="UV184"></span><span id="UV084"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (UVV) in Kraft getreten. Gemäss den allgemeinen übergangsrecht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der hier betreffende Unfall hat sich im Jahr 1987 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung finden und in dieser Fassung zitiert werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="UV105"></span><span id="UV163"></span><span id="UV134"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span id="UV104"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 6 UVG werden - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">krankheiten gewährt (Abs. 1). Für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt das UVG nebst dem Vorliegen eines Unfalls (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) oder einer unfallähn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Körperschädigung (Art. 6 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV) voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (vgl. dazu: BGE 129 V 177 E. 3.1-2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="UV001"></span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span id="UV129"></span><span id="UV029"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt, für Bezüger von Invalidenrenten jedoch nur unter den Voraussetzungen von Art. 21 UVG (Art. 11 UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem andersgearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sige Behandlung der Unfallfolgen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie ausserdem Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein weiterer Anspruch auf die vorübergehenden </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">UV-Leistungen Heilbehandlung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10 UVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) und Taggeld (Art. 16 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">f. UVG) setzt nach Gesetz und Praxis voraus, dass von einer Fortsetzung der ärztlichen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handlung noch eine namhafte Besserung des - unfallbedingt beeinträchtigten - Gesundheitszustandes erwartet werden kann oder dass noch Eingliederungsmass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen der IV laufen. Trifft beides nicht (mehr) zu, hat der Versicherer den Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen abzuschliessen und den Anspruch auf eine Invalidenrente und auf ein</span><span id="page202"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Integritätsentschädigung zu prü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">19 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="UV108"></span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung pri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (</span><a href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=UVG+Invalideneinkommen+%22besonders+stabile+Arbeitsverh%E4ltnisse%22+&amp;rank=0&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-V-472%3Ade&amp;number_of_ranks=0&amp;azaclir=clir"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 129 V 472</span> </a><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.1 mit Hinweisen). Die DAP-Datenbank steht allerdings nur der Suva, nicht aber den anderen zugelassenen Unfallversicherern im Sinne von Art. 58 UVG zur Verfügung (</span><a href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=UVG+Invalideneinkommen+%22besonders+stabile+Arbeitsverh%E4ltnisse%22+&amp;rank=0&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-V-592%3Ade&amp;number_of_ranks=0&amp;azaclir=clir"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 592</span> </a><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 7.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Einspracheentscheid auf den Standpunkt, gestützt auf das Gutachten von Dr. D.___ vom 16. Februar 2015 und dessen Nachtrag sei davon auszugehen, dass unter Einhaltung der definierten Zumutbarkeitskriterien (Reduktion der Tätigkeiten ausserhalb des Arbeitsplatzes und der Autofahrten, vorwiegend sitzende Tätigkeit mit ebener</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digen Gehstrecken oder mit einem wesentlichen Teil des Arbeitspensums von Zuhause aus) eine volle Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Mar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keting- und PR-Spezialist bestehe. Auch in einer leidensangepassten Tätigkeit, die nicht vorwiegend im Stehen und Gehen oder in abschüssigen beziehungsweise unebenen Geländen ausgeführt werde, und die ohne Arbeiten mit repetitivem Besteigen von Treppen, Leitern und Gerüsten sowie ohne Zwangshaltungen des linken Fusses ausgeführt werden könne, sei eine volle Arbeitsfähigkeit auf dem gesamten Arbeitsmarkt gegeben. Ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 127'024.10 und einem Invalideneinkommen nach der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2012 des Bundesamtes für Statistik (BFS), Tabelle T1 skill level, von Fr. 124'564.40 resultiere eine Einbusse von 1,936 %, was keinen Anspruch auf eine Invalidenrente begründe (Urk. 2 S. 4 ff).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Des Weiteren erklärte die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in ihren Stellungnahmen, der vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eingeholten Zweitmeinung von Dr. F.___ vom 29. August 2017 komme kein Beweiswert zu, denn mit dem Gutachten von Dr. D.___ habe sie den Sachverhalt vollständig abgeklärt. Mit diesem sei auch die unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bedingte Schmerzproblematik hinreichend berücksichtigt worden und in die Beurteilung sowie Schlussfolgerungen eingeflossen. Ausserdem habe Dr. F.___ die an ein medizinisches Gutachten gestellten Voraussetzungen gemäss BGE 125 V 352 nicht erfüllt. So hätten ihm offensichtlich die Vorakten nicht vollständig vorgelegen. Er habe eine Einschätzung der funktionellen Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsfähigkeit zudem nicht in Bezug auf den Beschwerdeführer, sondern nur auf das in der allgemeinen Berufsberatung vorhandene Stellenprofil des Marketing-/Werbefachmannes abgegeben, und es fehle ein Zumutbarkeitsprofil. Weiter ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halte der Bericht mehr Ausführungen rechtlicher, rein theoretischer Art anstelle von greifbaren objektiven medizinischen Fakten, und es sei keine substantiierte Auseinandersetzung mit der medizinischen Meinung von Dr. D.___ erfolgt. Gemäss der Rechtsprechung sei sodann von einem (unfallbedingten) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">komplexe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> regionale</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Schmerzsyndrom (Complex regional pain syndrome, CRPS) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nur dann auszugehen, wenn die dafür typischen Symptome ausweislich der echtzeitlichen medizinischen Dokumentation innerhalb von sechs bis acht Wochen nach einem Unfall oder nach einer wegen einer Unfallverletzung durchgeführten Operation aufgetreten seien, was hier nicht der Fall sei und auch im Bericht von Dr. F.___ nicht vorgebracht werde. Insofern liege eine Fehldiagnose vor. Dies gelte auch in Bezug auf die nachgereichten Berichte der A.___ Klinik, in welchen eine Unfallkausalität nicht bestätigt und auch keine Angaben zur Arbeitsunfähigkeit gemacht worden seien. Auch sei nicht erstellt, dass Nebenwirkungen der Medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kamente die Arbeitsfähigkeit einschränken würden. Das von Dr. F.___ und vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> angegebene Ausmass der Schmerzen erscheine als mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">los übertrieben. Schliesslich sei die von Dr. F.___ attestierte 50%ige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit in der ursprünglichen respektive in einer leidensangepassten Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit nicht nachvollziehbar. Dieser habe dabei die vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">übten beruflichen Tätigkeiten vor und nach dem Unfall nicht berücksichtigt (Urk. 9 S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 4 ff., </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. 31 S. 2 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, er habe im Zusammenhang mit einer schweren Fraktur und schweren posttraumatischen Veränderung des OSG- und USG-Gelenkes posttraumatische Schmerzen entwickelt. Die Beschwerden würden als neuropathisches Schmerzsyndrom mit möglicher sympathisch unterhaltener Komponente oder als Restzustand nach komplexem regionalem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Schmerzsyndrom (Complex regional pain syndrome, CRPS)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> am Fuss links mit höchst wahrschein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">licher neuropathischer und sympathisch unterhaltener Schmerzkomponente bei Status nach offener Talusluxationsfraktur links 1987 interpretiert. Die Schmerzen würden bei Wetterwechsel, bei längerem Stehen, unter Belastung, in der Nacht, in Ruhe, im Sitzen, im Stehen und im Gehen auftreten. Er habe sämtliche Thera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pieoptionen zur Reduktion der Schmerzproblematik in Anspruch genommen (operative, physiotherapeutische, medikamentöse und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychiatrische Behandlun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, Schmerzbehandlungen inklusive TENS-Gerät, lumbale Grenzblockaden, Infusionstherapien, Spiegeltherapien, Behandlung). Namentlich die verschiede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen operativen Eingriffe (am linken Fuss) hätten zwar zu einer Verbesserung des somatischen Zustandes, jedoch nie zu einer Verbesserung des chronifizierten Schmerzsyndroms geführt. Dass sich die Schmerz- und Entzündungsproblematik nicht nur bei Belastung, sondern auch nach längerem Sitzen auswirke, habe sich auch damit gezeigt, dass er das von Juli bis Dezember 2014 ausgeübte 50%ige Arbeitspensum in einer leidensangepassten, vorwiegend sitzenden Tätigkeit als Marketingfachmann nicht habe steigern können. Die Schmerzen seien immer vorhanden. Er schlafe wegen der Schmerzen schlecht und sei deshalb müde. Infolge der starken Medikamente sei zudem seine Konzentrationsfähigkeit einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkt und er fühle sich matt, antriebslos sowie energielos. Hinzu komme eine allgemeine Gleichgültigkeit. Es seien keine Diskrepanzen zwischen den geschil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten vorhanden. Die Belastungsin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">toleranz und die Schmerzen im distalen Unterschenkel und Fuss - zeitweise auch während der Nacht - seien auch durch den Gutachter Dr. D.___ nicht in Frage gestellt worden. Auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Gutachten von Dr. D.___ könne indes nicht abgestellt werden. Denn dieser verkenne, dass sich die unfallbedingte chronifizierte Schmerzproblematik massgeblich auf die Leistungsfähigkeit in sämtlichen Lebensbereichen auswirke. Zudem habe der Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achter seine Beurteilung nicht begründet und sich mit den gegenteiligen Meinun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen nicht auseinandergesetzt. Dagegen habe Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">I.___,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Facharzt für Chirurgie,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (von der Multidisziplinären Schmerzklinik des Spitals J.___; Urk. 11/M106) in Berücksichtigung der über Jahre andauernden posttrauma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Schmerzproblematik nachvollziehbar festgehalten, dass von einem Rest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zustand nach CRPS mit einer neuropathisch wie auch sympathisch unterhaltenen Schmerzkomponente auszugehen sei und eine realistische Arbeitsbelastung von 40 bis 60 % je nach notwendiger Belastung des Fusses bestehe. Auch der Schmerzspezialist Dr. F.___ sei in seinem Gutachten vom 29. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">August 2017 (Urk. 17/1) zum Schluss gekommen, dass ein unfallbedingtes CRPS I vorliege, das sich zudem aufgrund des seit März 2017 neu aufgetretenen Ulcus unter dem Knöchel ohne Abheilungstendenz nicht in einem stationären Zustand befinde, son</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dern aktiv progredient und dringend behandlungsbedürftig sei. Daneben würden anderweitig bedingte Schmerzen, möglicherweise durch die Syndemosenschrau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben, bestehen. Das Gutachten von Dr. D.___ werde von Dr. F.___ als unvollständig, fehlerbehaftet und widersprüchlich erachtet, wobei namentlich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gestützt auf die Befunde nicht gefolgt werden könne. Bedingt durch die Verlangsamung, Fehlleistungen, wiederholten Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ausfälle und die physischen Einschränkungen betreffend Kraft/Ausdauer, Beweg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit und Koordination bestehe eine stark beeinträchtigte Leistungsfähigkeit. Es sei eine maximal 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit gegeben. Des Weiteren habe Dr. F.___ festgestellt, dass die diagnostischen Abklärungen nicht ausgeschöpft seien und eine neurologische Beurteilung fehle. Diese sei durch den Neurologen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">H.___ erfolgt, der das Vorliegen einer unfallbedingten CRPS bestätigt habe (Urk. 17/3). Die Neurologen der Klinik A.___ hätten nunmehr sogar ein CRPS II mit Nachweis einer Nervenschädigung festgestellt (Urk. 23, Urk. 27). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Einkommensvergleich sei damit unter Berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit vorzunehmen und ergebe bei einem Valideneinkommen von Fr. 127'024.10 und einem Invalideneinkommen nach der LSE 2014, Tabelle TA1, skill level 4, von Fr. 114'116.-- respektive von Fr. 57'058.-- einen Invaliditätsgrad von 55 % (Urk. 1 S. 6 ff., Urk. 16, Urk. 22, Urk. 26).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin anerkannte ihre Leistungspflicht für die Folgen des Un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">falls vom 20. August 1987, bei welchem sich der Beschwerdeführer unter ande</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rem eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drittgradig offene Talusluxationsfraktur mit Ruptur der Syndesmose </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am linken OSG zugezogen hatte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 11/M1.1-2). Sie anerkannte ihre Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht für die Unfallfolgen auch nach der Rückfallmeldung vom 12. November 2009 (Urk. 11/M27) und nach den unfallbedingten Operationen des linken Fuss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelenkes vom 26. Januar 2011 (Urk. 11/M44), vom 3. Dezember 2012 (Urk. 11/M65) und vom 29. Mai 2013 (Urk. 11/M71).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unstrittig ist ferner, dass der medizinische Endzustand im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG spätestens per Ende Januar 2016 erreicht wurde (Urk. 2 S. 3 f., Urk. 11/K111 S. 5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur zugesprochenen Integritätsentschädigung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausgehend von einem Integritäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaden von 35 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">% (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">11/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">K111</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5) hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> keine Rügen vorgebracht (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 16</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) und auch das Rechtsbegehren bezieht sich allein auf den Rentenanspruch (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 S. 2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Insofern sind die Verfügung vom 13. Januar 2016 (Urk. 11/K111) und der Einspracheentscheid vom 7. März 2017 (Urk. 2) somit in Rechtskraft erwachsen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer ab dem 1. Februar 2016 An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch auf eine Invalidenrente hat. Dabei bildet der angefochtene Einspracheent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheid vom 7. März 2017 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der rich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 143 V 409 E. 2.1; 129 V 167 E. 1; je mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 8C_776/2017 vom 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2018 E. 4.2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Die vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in diesem Verfahren neu eingereichten medizinischen Berichte (Urk. 17/1-3, Urk. 23, Urk. 27), welche je nach dem 7. März 2017 ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellt wurden, sind hier daher insoweit zu berücksichtigen, als sie Rückschlüsse auf den Sachverhalt bis zu diesem Zeitpunkt erlauben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss dem bidisziplinären Gutachten von Dr. D.___ und Dr. E.___ vom 16. Februar 2015 (Urk. 11/M94), auf welches sich die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bei ihrem Entscheid stützte, wurde der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> am 21. Januar 2015 aus chirurgischer Sicht und am 4. Februar 2015 aus psychiatrischer Sicht untersucht (Urk. 11/M94 S. 1). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dabei habe der Beschwerdeführer angegeben, er leide unter täglichen Schmerzen im linken Fuss, hauptsächlich belastungsabhängig und im Tagesverlauf sich aufbauend, wobei er maximal 20 bis 30 Minuten am Stück auf den Beinen sein könne. Er müsse sich dann hinsetzen und das Bein hochlagern. Die Schmerzintensität sei aushaltbar, jedoch sei der Schmerz immer präsent. Nach Belastung komme es zu verstärkten Schmerzen, vor allem im perimalleolären Bereich lateral, die bis in die Nacht hinein andauern würden. Nachts wache er häufig mit starken stechenden oder brennenden Schmerzen im Fuss auf. Die schmerzbedingten Schlafstörungen würden eine psychische Belastung und eine verminderte Leistungsfähigkeit am nächsten Tag bewirken. Es komme auch zu eigentlichen Erregungszuständen. Er leide ausserdem an Wetterfühligkeit. Bei Haushaltstätigkeiten bestehe parallel zum sich aufbauenden Entzündungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schmerz eine erhöhte körperliche Ermüdbarkeit, bei geistigen Tätigkeiten ermüde er weniger. Seine Konzentration sei im Alltag im Allgemeinen nicht einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkt, vor allem wenn ihn etwas interessiere. Es gelinge ihm derzeit aber nicht, sich vertieft, etwa hinsichtlich einer beruflichen Neuausrichtung, in ein Thema hineinzugeben und zu konzentrieren (Urk. 11/M94 S. 19 f., S. 23 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter schlossen auf die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: Eingeschränkte Belastungstoleranz und Beweglichkeit der lin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ken Unterextremität mit persistierenden, vorwiegend belastungsabhängigen Schmerzen bei Status nach drittgradig offener Talusluxationsfraktur und Syndes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mosenruptur 1987, Status nach Schraubenosteosynthese des Talus mit Syndes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mosenstellschraube und Sehnennähten, Status nach Stellschraubenentfernung und Meshgraft bei Hautdefekt am Fussrücken 1987, Status nach Schraubenent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fernung am Talus 1989, Status nach OSG-Prothesenimplantation/USG-Arthrodese bei posttraumatischer Arthrose 2011, Status nach OSG-Gelenkstoilette 2012, Status nach OSG-Prothesenwechsel links bei aseptischer Lockerung und Stellschraube 2013, Verdacht auf Lockerung der Stellschrauben (Urk. 11/M94 S. 44).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde eine remittierte depressive Störung im Sinne von anamnestisch rezidivierenden depressiven Epi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">soden, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4), aufgeführt. Die vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> berichtete, leichte psychische Befindlichkeitsstörung mit Angaben einer leicht besorgten, manchmal etwas schwermütigen Stimmung und einer leichten Antriebsverminderung lasse sich im Rahmen der aktuellen Lebenssituation in einem normalpsychologischen Rahmen einordnen und erreiche nicht das Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mass einer krankheitswertigen Störung. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine uneingeschränkte, 100%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 11/M94 S. 34, S. 36 und S. 44). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die chirurgisch-traumatologische Untersuchung habe eine signifikante Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung der Belastungstoleranz und Beweglichkeit der distalen linken Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">extremität mit persistierenden, vorwiegend belastungsabhängigen Schmerzen ergeben. Das Arbeitspensum als Marketingspezialist bedinge eine gewisse Mobi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lität beziehungsweise Tätigkeit ausserhalb des Arbeitsplatzes inklusive Autofahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Daher sei bis heute nur eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert worden. Falls der externe Anteil wesentlich reduziert werden könnte, wäre eine volle Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit in einer vorwiegend sitzend ausgeübten Tätigkeit mit kurzen ebenerdi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen Gehstrecken zu attestieren.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Dasselbe gelte für den Fall, wenn ein wesentlicher Teil des Arbeitspensums von zuhause aus erledigt werden könne. Für Tätigkeiten, die vorwiegend im Stehen oder Gehen oder in abschüssigem beziehungsweise unebenem Gelände ausgeführt würden, sei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> unfallbedingt nicht mehr einsetzbar. Dasselbe gelte für Arbeiten, die mit repetitivem Besteigen von Treppen, Leitern und Gerüsten verbunden seien oder solche, die mit Zwangs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haltungen des linken Fusses einhergehen würden. Das Heben und Tragen von Lasten über 10 Kilogramm sei ebenfalls zu vermeiden. Unter Berücksichtigung dieser Zumutbarkeitskriterien könne von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgegan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen werden (Urk. 11/M94 S. 43 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Nachtrag vom 10. Juni 2016 zum Gutachten vom 16. Februar 2015 nahm Dr. D.___ zu den aktuellen Berichten des Kantonsspitals B.___ vom 17. April, 20. Mai, 10. Dezember 2015 und 25. Januar 2016 (Urk. 11/M95, Urk. 11/M97, Urk. 11/M99-M100) und zum Bericht von Dr. med. K.___, Facharzt für Innere Medizin, spez. Gefässerkrankungen, vom 19. Juni 2016 (Urk. 11/M98) Stellung. Der Gutachter befand, dass insbesondere die Ausführun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen des behandelnden Arztes des Kantonsspitals B.___, wonach dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit noch ein 50%iges Pen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sum zuzumuten sei, an seiner eigenen Beurteilung einer 100%igen Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit in einer leidensangepassten Tätigkeit nichts ändere (Urk. 11/M104).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Hausarzt des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s, Dr. med. G.___, Facharzt für Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meine Innere Medizin, bei dem der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> seit Oktober 2013 in drei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">monatlichen Abständen in Behandlung ist, führte im Bericht vom 28. September 2016 dagegen aus, e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s bestehe in einer abwechselnd sitzenden und stehenden Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von maximal 4 Stunden.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schon in Ruhe könne ein Schmerz gemäss der Visuellen Analogskala (VAS) von 2 bis 5 auftreten. Im Stehen an Ort würden nach fünf Minuten Schmerzen bis zu VAS 6 eintreten, wobei die maximal mögliche Stehdauer bei 30 Minuten liege. Gehen sei maximal zehn Minuten möglich, bereit ab 200 Meter trete ein Schmerz von bis zu VAS 6 auf. Sitzen sei maximal zwei Stunden möglich, nach längerem Sitzen würden zudem verstärkte Anlaufschmerzen auftreten.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Das Auftreten der angegebenen belastungs- und aktivitätsabhängigen sowie chronischen Schmerzen sei gestützt auf seine medizinischen Befunde nachvollziehbar. Sie seien vereinbar mit einem chronifizierten CRPS. Erhöhte psychische Belastung und Aktivitätsintensität wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den schnell ansteigende Schmerzen sowie nachfolgende funktionelle Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen bewirken. Insgesamt zeige sich ein sehr labiles Gleichgewicht bei weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hin vorliegenden Schmerzen und der Psyche bei chronifiziertem Schmerzsyn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">drom mit intermittierenden depressiven Episoden und konsekutiven Schlaf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störungen. Dies könne der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> durch das sehr freie Gestalten seines Arbeitsalltages mit immer wieder wechselnder Position und Möglichkeiten des Hochlagerns des Fusses über längere Zeit kompensiert halten. Bei Erhöhung der Arbeitsfähigkeit sei von einer Zunahme der unfallbedingten Beschwerden und somit von einer Verschlechterung der Psyche auszugehen. Aus psychosoma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischer Sicht sei es daher nicht indiziert und sinnvoll, die Arbeitsfähigkeit von 50 % zu erhöhen (Urk. 11/M105).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte der multidisziplinären Schmerzklinik des Spitals J.___ stellten gemäss dem Bericht vom 19. Dezember 2016 die Diagnose eines Restzustandes nach CRPS am Fuss links mit höchstwahrscheinlich neuropathischer und sympathisch unterhaltener Schmerzkomponente bei Status nach offener Talusluxationsfraktur links 1987 und (den bekannten) operativen Behandlungen in den Jahren 2011, 2012 und 2013, aktuell Schraubenbruch im Bereich des Talushalses mit Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sinterung (gemäss Bildgebung des Kantonsspitals Baselland im September 2016). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Primär schmerztherapeutische Optionen hätten sich nicht ergeben, jedoch sollten sekundäre Problematiken wie zunehmende Schmerzen durch Sympathicus-Prob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lematiken, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen behandelt werden.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Insgesamt zeige sich ein labiles Gleichgewicht mit Schmerzverstärkungen je nach Belastung. Es bestehe eine realistische Arbeitsbelastung von 40 bis 60 %, je nach notwendiger Belastung des Fusses (Urk. 11/M106).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss dem vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eingeholten Privatgutachten von Dr. F.___ vom 29. August 2017 (Urk. 17/1) habe der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> anläss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich der Untersuchung vom 25. August 2017 angegeben, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Schmerzen am lin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ken Bein verspüre er bereits am Morgen. Er schlaf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sehr schlecht, erwache schmerzbedingt und es würden dann Angstgefühle sowie Sorgen über die beruf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche und gesundheitliche Zukunft auftreten. Meist sei er morgens wegen der schmerzbedingten Schlafstörung und den Medikamenten müde. Er sei (dann) kraftlos, matt, gleichgültig, oft schon ganz erschöpft. Schon beim Aufstehen sei das linke Bein geschwollen, was sich im Verlauf des Tages verstärke. Der Anlauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schmerz bessere sich mit der Zeit, werde aber schnell vom Gehschmerz abgelöst, der sich nur mit langen Pausen im Sitzen oder besser im Liegen bessere. Bei kal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tem und feuchtem Wetter sei es deutlich schlimmer. Die schmerzarme Strecke belaufe sich auf 200 bis 300 Meter, spätestens bei Eintritt von einschiessenden Schmerzen müsse er sich hinsetzen oder hinlegen. Im Sitzen dauere es in der Regel zirka zwei Stunden, bis dieser Zustand eintrete. Jedoch könne dies ganz unterschiedlich sein und die Schmerzen würden zuweilen früher eintreten oder seien schon da, er wisse nie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> woran er sei und könne daher kaum etwas planen. Stehend könne er bei guter Ausgangslage eine halbe Stunde tätig sein. Hinsicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich sportlicher Aktivitäten könne er noch geradeaus </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">v</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">elofahren. Er wisse mitt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lerweile, wie er sich dabei platzieren müsse. Die Einnahme von Medikamenten würde die Missempfindungen, die Blitze, das Brennen, Kribbeln </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Berüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsschmerz erträglicher machen. Er sei dann jedoch total schlapp, müde, kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zentrationsunfähig, gleichgültig und jeder Antrieb sei weg. Manchmal sei er geradezu verwirrt, sehe unscharf und zittere. Neu habe sich das Taubheitsgefühl am linken Fuss bis in die Zehen ausgebreitet und es seien jetzt zusätzlich Schmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zen an der Aussenseite des linken Unterschenkels im Bereich der Stellschrauben aufgetreten. Diese Beschwerden seien durch Schmerzmittel nicht beeinflussbar. Er erhalte Unterstützung und Verständnis von seiner Lebenspartnerin, die Lebensqualität sei jedoch dahin (Urk. 17/1 S. 21 ff.).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. F.___ befand, die Beschwerdeangaben seien widerspruchsfrei und konsis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tent gewesen. Es hätten sich weder aus den Akten noch bei der Exploration Zeichen von Simulation, Aggravation oder eine Verdeutlichungstendenz ergeben (Urk. 17/1 S. 21 f.). Auch psychische Auffälligkeiten seien nicht festgestellt wor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den (Urk. 17/1 S. 19 f.). Diagnostisch schloss Dr. F.___ in Anwendung der sogenannten Budapester Kriterien auf das Vorliegen eines unfallbedingten CRPS I (Urk. 17/1 S. 9 f., S. 24 ff., Urk. 17/1 S. 32). Die diagnostischen Möglichkeiten seien indes noch nicht ausgeschöpft, so fehle eine neurologische Beurteilung noch vollständig. Die CRPS-Erkrankung sei zudem immer noch aktiv, was sich aus der erneuten Verschlechterung des Schmerzbildes zeige. So seien lateral links neue Schmerzen aufgetreten und seit März 2017 bestehe ein therapieresistentes Unterschenkelgeschwür links lateral (Urk. 17/1 S. 32). Die geklagten Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den würden zusätzlich anderweitig bedingt, hochwahrscheinlich durch die Syndesmosenschrauben. D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie nach wie vor verschraubte Syndesmose habe zu lokaler Irritation und Reaktion in unmittelbarer Nähe des Osteosynthesematerials geführt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17/1 S. 25 und S. 32).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es bestünden klinische Zeichen dafür, dass das CRPS I bereits zu plastischen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">änderungen im</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zentralen Nervensystem (ZNS) geführt habe. Zu diesen Zeichen würden die festgestellte Allodynie, Hyperalgesie, Myoklonie und die Schmerzaus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">breitung sowie die pathologische respektive fehlende Thermorezeption am linken Fuss gehören. Diese seien intensiv zu behandeln. Auch habe die pathologische Thermoregulation des linken Fusses praktische Auswirkungen im Alltag, wie man sich leicht vorstellen könne (Urk. 17/1 S. 3 und S. 20 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einer Erwerbstätigkeit sei regelmässiges Gehen auf ebenem Gelände über 50 Meter, Gehen in unwegsamem Gelände und Treppensteigen, Arbeiten in Hockestellung oder auf den Knien, der Einsatz von schweren Werkzeugen mit Beineinsatz nicht möglich. Das Heben und Tragen von Lasten bis maximal zirka 5 Kilogramm sei nur kurzfristig für maximal eine halbe Stunde möglich. Das Hantieren mit leichten Werkzeugen, die eine gute Feinmotorik der Hand voraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzen würden, sei möglich, sofern es mit den Nebenwirkungen von Medikamen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten (zum Beispiel Zittern, Schwindel, unscharfes Sehen) vereinbar sei. Sämtliche Tätigkeiten, die ein Arbeiten über Kopfhöhe, Rotationsbewegungen des Gesamt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">körpers, längeres vorgeneigtes Sitzen (zirka zwei Stunden) oder vorgeneigtes Stehen (zirka ½ Stunde) beinhalten würden, würden zu vermehrten starken Schmerzen führen und seien zu vermeiden. Längerdauerndes Sitzen ohne Mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit der Unterbrechung durch Aufstehen, Hochlagerung des linken Beines oder Einnehmen einer Liegeposition, sei auf zirka eine halbe Stunde begrenzt (Urk. 17/1 S. 15 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit seien nach den Kriterien Gefährdung der Sicherheit und der Gesundheit, Leistungseinbussen sowie Lebensqualität damit begründet, dass die eingenommenen Medikamente (Urk. 17/1 S. 29 f.) potentiell gefährliche und tatsächlich erfahrene Nebenwirkungen wie Schwindel und unscharfes Sehen hätten, so dass schnelle Entscheidungen oder eine reflexar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tige Handlung nicht geleistet werden könnten; ferner seien die Einschränkungen damit begründet, dass unnötige Belastungen höchstwahrscheinlich eine Gewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bereaktion auf die Instabilität der Stellschrauben bewirken würden und dass des Weiteren die Tätigkeit als Marketingfachmann auch Kontakte nach aussen wie Besuche, Besichtigungen, Aufenthalte, Kontrollen etc. ausserhalb des Büros voraussetze, zu welchen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht mehr in der Lage sei. Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">serdem sei auch der Anteil seiner Bürotätigkeit sehr stark eingeschränkt. Sodann bestehe eine deutliche Beeinträchtigung der Lebensqualität in allen Lebensbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reichen (Urk. 17/1 S. 16 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf als Marketingfachmann</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17/1 S. 18)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sei aufgrund dieser massiven Einschränkungen hinsichtlich Belastbarkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">niveau, Arbeitszeit und zusätzlichen Leistungseinbussen nur zur Hälfte gegeben, sofern die beschriebenen Einschränkungen in allen Bereichen voll berücksichtigt würden. Auch in einer leidensangepassten Tätigkeit, welche die Einschränkungen aus den medizinischen Defiziten und den Folgen der Behandlung berücksichtige, sei eine Erhöhung der maximal halben Arbeitsfähigkeit nicht zumutbar. Die Defizite seien zu umfassend, als dass diese durch eine spezielle Arbeit kompen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">siert werden könnten. Darüber hinaus gehende Forderungen würden die Kräfte des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s übersteigen (Urk. 17/1 S. 15 f. und S. 34 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gutachten von Dr. D.___ vom 16. Februar 2015 dagegen sei unvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständig, fehlerhaft und widersprüchlich. So würden die Beurteilungskriterien, die bei der Zumessung der Integritätsentschädigung gültig gewesen seien, nicht mehr diskutiert. Dies obschon damit bejaht worden sei, dass eine erhebliche und dau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ernde Schädigung vorliege. Die schwerwiegende Schmerzproblematik werde im Gutachten zwar beschrieben, jedoch könne der Schlussfolgerung auf eine volle Arbeitsfähigkeit nicht gefolgt werden, zumal eine entsprechende Argumentation weitgehend fehle. Auch sei nicht dargelegt worden, weshalb sich die beschriebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Schmerzsymptome nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirken sollten und wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halb die erhebliche sowie dauernde Beeinträchtigung nicht mehr bestehe respek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tive nicht mehr arbeitsrelevant sei. Ferner gehe der Gutachter nicht auf die diver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gierenden Auskünfte der behandelnden Ärzte ein (Urk. 17/1 S. 32 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die neurologischen Abklärungen mit klinischer Untersuchung durch Dr. H.___ (Bericht vom 2. Oktober 2017; Urk. 17/3) und mittels Neuro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">graphien am 27. Oktober 2017 sowie nervenspezifischer Nadelneurographie und -myographie am 13. November 2017 in der Neurologie der Klinik A.___ (Berichte vom 2. und 13. November 2017; Urk. 23, Urk. 27) ergaben gemäss dem Bericht der Klinik A.___ vom 13. November 2017, dass der Verdacht auf eine axonale Peroneus-Neuropathie links bestätigt worden sei. Es sei damit das (anlässlich der Konsultation vom 27. Oktober 2017) diagnostizierte CRPS I (Urk. 23 S. 1) als Typ II (mit Nachweis einer Nervenschädigung) zu qualifizieren und insgesamt die folgende Diagnose zu stellen: chronischer Fussschmerz links, gemischt nozizeptiv und neuropathisch, mit/bei CRPS Typ II, Nachweis einer sensibel betonten demyelinisierend-axonalen distalen Peroneus-Neuropathie links, offener Talus-Luxationsfraktur links 1987, Status nach Endoprothese links OSG und Arthrodese USG, Deltoidrelease und Gelenkstoilette OSG (Dezember 2012), Prothesenwechsel, Schraubenentfernung, Stabilisation des distalen Tibio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fibulargelenkes links am 29. Mai 2013 sowie aktuell Schraubenbruch im Bereich des Talushalses und Nachsinterung in diesem Bereich (Dezember 2016; Urk. 27 S. 1 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit vorliegender Aktenlage und insbesondere mit der nachvollziehbar begründe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten gutachterlich-fachärztlichen Einschätzung von Dr. Tristone gemäss dem Teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gutachten vom 5. Februar 2015 (Urk. 11/M93) ist ausgewiesen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dass die zuletzt 2010 bis 2013 aufgetretenen und psychiatrisch behandelten psychischen Beschwerden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 11/M93 S. 5 f.) bezüglich der hier massgeblichen Zeit vom 1. Februar 2016 (nach Fallabschluss) bis zum 7. März 2017 (Urk. 2) im Wesent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen remittiert waren und keine krankheitswertigen Störungen mit Auswirkung auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit mehr vorlagen (Urk. 11/M93 S. 10 f.). Die Frage, ob die psychischen Beschwerden natürlich und adäquat kausal als Folge des Unfalles vom 20. August 1987 respektive der nachfolgenden operativen Behandlungen anzusehen seien, kann hier damit offen bleiben. Dazu wurde von den Parteien denn auch nichts ausgeführt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In somatischer Hinsicht sind grundsätzlich die Beschwerden am linken Fuss als unfallbedingt anerkannt. Zu klären ist vorab jedoch, ob auch das - soweit akten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kundig - erstmals im Bericht von Dr. G.___ vom 28. September 2016 erwähnte CRPS als (Spät-)Folge des Unfalls vom 20. August 1987 respektive der unfallbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dingten operativen Behandlungen, zuletzt vom 29. Mai 2013 (Urk. 11/M71), zu qualifizieren ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das CRPS ist eine Sammelbezeichnung für Krankheitsbilder, die die Extremitäten betreffen. Es entwickelt sich nach einem schädigenden Ereignis und führt beim Betroffenen zu anhaltenden Schmerzen mit Störungen des vegetativen Nerven</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">systems, der Sensibilität und der Motorik. Das CRPS I (früher: Sudeck-Syndrom oder sympathische Reflexdistrophie) ist eine Erkrankung der Extremität, die ohne definierte Nervenläsion nach relativ geringfügigem Trauma ohne Bezug zum Innervationsgebiet eines Nervs auftritt. Eingeteilt wird es in drei Stadien: I: Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zündungsstadium; II: Dystrophie; III: Atrophie (irreversibel). Das CRPS II (früher: Kausalgie) zeichnet sich aus durch brennende Schmerzen und Störungen des sympathetischen Nervensystems als Folge einer definierten peripheren Nerven</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">läsion. Klinische Zeichen beziehungsweise Symptome eines CRPS sind schwer lokalisierbare brennende Schmerzen (z.B. Allodynie, Hyperalgesie) kombiniert mit sensiblen, motorischen und autonomen Störungen (u.a. Ödeme, Temperatur- und Schweisssekretionsstörung, evtl. trophische Störung der Haut, Nagelverän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derungen, lokal vermehrtes Haarwachstum). Im weiteren Verlauf kann es zu Knochenabbau (Demineralisation), Ankylose sowie Funktionsverlust kommen (zum Ganzen: Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl., Berlin 2017, S. 1623). Das CRPS ist eine neurologisch-orthopädisch-traumatologische Erkran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kung und ein organischer beziehungsweise körperlicher Gesundheitsschaden (Urteile des Bundesgerichts 8C_232/2012 vom 27. September 2012 E. 5.3.1; 8C_1021/2010 vom 19. Februar 2011 E. 7). Für die Annahme eines CRPS ist praxisgemäss nicht erforderlich, dass die Diagnose von den Ärzten bereits inner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halb von sechs bis acht Monaten nach dem Unfall gestellt worden sein muss, um sie als unfallbedingt anzusehen (Urteile des Bundesgerichts 8C_714/2016 vom 16. Dezember 2016 E. 4.1, 8C_177/2016 vom 22. Juni 2016 E. 4.3). Entscheidend ist, dass anhand echtzeitlich erhobener medizinischer Befunde der Schluss gezo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen werden kann, die betroffene Person habe innerhalb der Latenzzeit von sechs bis acht Wochen nach dem Unfall zumindest teilweise an den für ein CRPS typischen Symptomen gelitten (Urteile 8C_411/2017 vom 17. Juli 2018 E. 3.3.1; 8C_673/2017 vom 27. März 2018 E. 5; 8C_384/2009 vom 5. Januar 2010 E. 4.1.1 und E. 4.2.2, in: SVR 2010 UV Nr. 18 S. 69; zum Ganzen: Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 8C_123/2018 vom 18. September 2018 E. 4.1.2 ).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hier wurde zwar weder nach dem Unfall vom 20. August 1987 noch nach den Operationen von Oktober 1987, Februar 1989, Januar 2011, Dezember 2012 oder Mai 2013 in der rechtsprechungsgemäss massgeblichen Latenzzeit von 6 bis 8 Wochen die Diagnose eines CRPS gestellt. Jedoch wurden gemäss dem Bericht des Kantonsspitals B.___ vom 17. Juli 2013 anlässlich der 1. Nachkontrolle mit Gipsentfernung vom 8. Juli 2013, mithin 6 Wochen nach der Operation vom 29. Mai 2013 (Urk. 11/M73), die Befunde einer diffusen Weichteilschwellung perimalleolär und einer Hyposensibilität am Fussrücken festgehalten (Urk. 11/M80 S. 1). Damit bestanden zumindest teilweise die für ein CRPS typischen Symptome, wobei in der darauffolgenden Konsultation im Kantonsspi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tal B.___ vom 28. Oktober 2013 weitere typische Symptome hinzukamen, näm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich nebst einer deutlichen Schwellung im OSG-Bereich, spürbare Überwärmung im gesamten OSG-Bereich und Hyposensibilität im gesamten Rückfussbereich (Urk. 11/M82). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinzu kommt, dass aufgrund der OSG-Gelenksendoprothese und USG-Arthrodese eine latent mögliche unfallbedingte Weichteilbeeinflussung im Sinne einer potentiell anhaltenden ursächlichen Einwirkung bestand. Gemäss dem Bericht der Klinik A.___ vom 22. März 2013 waren die Weichteile sehr empfindlich, vielfach traumatisiert worden und würden im Falle einer erneuten Kunstge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lenksimplantation weiter funktionell beansprucht, weshalb eine Arthrodese (Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">steifung) vorzuziehen sei (Urk. 11/M69). Hier ist daher bei der Anwendung der rechtsprechungsgemäss relevanten Latenzzeit von 6 bis 8 Wochen im Besonderen zu beachten, dass unfallbedingt am linken Fuss seit dem 26. Januar 2011 (Urk. 11/M44) eine OSG-Gelenksprothese vorhanden war, welche die Weichteile beeinträchtigte. Bei der am 29. Mai 2013 schliesslich dennoch eingesetzten neuen OSG-Gelenksprothese zeigten sich zudem laut dem Bericht des Instituts für Radi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ologie und Nuklearmedizin des Kantonsspitals B.___ vom 21. August 2014 Mitte 2014 progrediente Auflockerungszeichen der zwei Arthrodeseschrauben in der distalen Fibula (Urk. 11/M90, Urk. 11/M91 S. 1) und gemäss dem Bericht des Spitals J.___ vom 19. Dezember 2016 im September 2016 sodann ein Schrau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benbruch im Bereich des Talushalses mit Nachsinterung (Urk. 11/M106 S. 1). Laut dem Bericht vom 28. September 2016 schloss Dr. G.___ in demselben Zeitraum auf ein chronifiziertes CRPS bei sekundärem mässigem Lymphödem im Fuss-Beinbereich links bei anamnestisch brennenden und stechenden Schmerzen, Schwellneigung mit Rötung und Überwärmung (Urk. 11/M105). Die Ärzte des Spitals J.___ stellten wenige Wochen darauf schliesslich eine Atrophie der Unterschenkelmuskulatur links, eine blass-livide Hautveränderung feuchter als auf der Gegenseite, stark eingeschränkte Beweglichkeit in allen Richtungen, Hypästhesie und Hyperalgesie über dem Fussrücken sowie eine Allodyniezone distal und proximal fest. Sie schlossen auf einen Restzustand nach CRPS am Fuss links mit höchstwahrscheinlich neuropathischer und sympathisch unterhaltener Schmerzkomponente (Bericht vom 19. Dezember 2016; Urk. 11/M106). Es ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wickelten sich damit bei gleichzeitiger Prothesenbeeinträchtigung der Weichteile und somit unfallkausal bis Ende 2016 zusehends ausgeprägter die für ein CRPS typischen Symptome. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei dieser Sachlage ist entgegen der Ansicht der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> davon aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zugehen, dass das CRPS und die damit einhergehenden Beschwerden am linken Bein ebenfalls eine Unfallfolge darstellen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gutachten von Dr. D.___ vom 16. Februar 2015 (Urk. 11/M94) wurde in somatischer Hinsicht allein aus fachärztlich chirurgischer Sicht erstellt (Urk. 11/M94 S. 1) und berücksichtigt die Entwicklung der Beschwerden lediglich bis Anfang 2015 respektive aufgrund der Stellungnahme vom 10. Juni 2016 zu den bis am 15. Januar 2016 vorliegenden Arztberichten bis Mitte Januar 2016 (Urk. 11/M104). Es fehlt damit insbesondere an einer fachärztlichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit hinsichtlich der Beschwerdeentwicklung ab Februar 2016. Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich für die hier massge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bliche Zeit ab Februar 2016 eine von Dr. D.___ abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit rechtfertigt; dies insbesondere aufgrund des Schrauben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bruches im September 2016 und der Entwicklung des CRPS, das im weiteren Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lauf von Dr. F.___ als aktiv und progredient beschrieben wurde (Urk. 17/1 S. 32) und das sich nach neurologisch-fachärztlichen Abklärungen im Herbst 2017 schliesslich als CRPS II mit Nervenschädigung herausstellte (Urk. 17/3, Urk. 23, Urk. 27). Weiter fehlt es für die Zeit ab Anfang 2016 auch an einer Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung der Arbeitsfähigkeit aus fachärztlich-neurologischer Sicht, von der bei vorliegendem Beschwerdebild am linken Fuss nicht abgesehen werden kann.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da das Gutachten von Dr. D.___ somit nicht umfassend ist und damit nicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">alle rechtsprechungsgemäss erfo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rderlichen Kriterien für beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">räftige ärztliche Entscheidungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grundlagen (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 3a, 122 V 157 E. 1c) erfüllt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> kann in somatischer Hinsicht nicht darauf abgestellt werden. Sämtliche Vorbringen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> rechtfertigen keine andere Betrachtungsweise. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aber auch auf das vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eingeholte Gutachten des Chirurgen Dr. F.___ vom 29. August 2017 (Urk. 17/1) kann nicht abschliessend abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellt werden, zumal es ebenfalls keine fachärztliche Einschätzung der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit aus neurologischer Sicht enthält, welche das Gutachten von Dr. D.___ zu ergänzen vermöchte. Zwar </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechtfertigt der Umstand allein, dass eine ärztliche Stellungnahme von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> versicherten Person eingeholt und in das Verfahren eingebracht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach dem Prinzip der freien Beweiswür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digung (BGE 125 V 351 E. 3a) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht Zweifel an ihrem Beweiswert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (BGE 125 V 351 E. 3b/dd; Urteil des Bundesgerichts U 484/06 vom 15. Mai 2008 E. 4.1.3)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Jedoch gilt rechtsprechungsgemäss einschränkend, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dass solche Stellungnahmen nicht die Funktion von Gutachten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> haben können</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, welche vom Gericht oder von einem Unfallversicherer nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht eingeholt wur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (BGE 125 V 351 E. 3b/cc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Das Parteigutachten verpflichtet indes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu prüfen, ob es in rechtserheblichen Fragen die Auffassung und Schlussfolge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen des vom Gericht oder vom Versicherungsträger förmlich bestellten Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achters derart zu erschüttern vermag, dass davon abzuweichen ist (vgl. BGE 125 V 351) oder zumindest weite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">re Abklärungen angezeigt sind (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 8C_412/2013 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2013 E. 4.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Letzteres ist hier im Sinne des hiervor Ausgeführten (E. 5.1) zu bejahen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Weitere Ausführungen dazu erüb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rigen sich daher. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch den übrigen medizinischen Akten ist keine fachärztlich-neurologische Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzung der Arbeitsfähigkeit ab Februar 2016 zu entnehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist bei gegebener Aktenlage eine abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ab Februar 2016 nicht möglich, weshalb die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die medizinischen Abklärungen zu ergänzen hat. Sie hat dazu ein polydis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziplinäres Gutachten aus fachärztlicher chirurgischer und/oder orthopädischer sowie aus neurologischer Sicht, eventuell zusätzlich aus psychiatrischer Sicht, einzuholen, welches retrospektiv für die Zeit ab Februar 2016 insbesondere Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kunft gibt über die Arbeitsfähigkeit in der angestammten und einer leidensan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gepassten Tätigkeit unter chronologischer Berücksichtigung der Beschwerden an der linken unteren Extremität. Dabei sind nicht nur die Beschwerden aufgrund der Talusfraktur links mit mehreren OSG- und USG-Operationen, aufgrund des Schraubenbruchs im September 2016 und des CRPS zu beachten, sondern auch die Auswirkungen der Medikamentennebenwirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist folglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in dem Sinne </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gutzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heissen, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7. März</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2017 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 2) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">insoweit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufzuheben ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">damit ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Rente</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nanspruch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verneint</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, und es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Sache an die Beschwerdegeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zurückzuweisen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungen, über den Rentenanspruch de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Beschwerdeführers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ab </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dem 1. Februar 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> neu verfüge. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Beschwerdeführer steht eine Prozessentschädigung zu, welche nach Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen auf Fr. 3'200.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wird</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in dem Sinne gutge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heissen, dass der angefoch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tene Einsprache</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entscheid vom 7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2017 insoweit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufgehoben wird</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">damit ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rentenanspruch verneint</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wurde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, und es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wird</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Sache an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Beschwerdegegnerin zurückgewie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Rentenan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch des Beschwerdeführers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ab dem 1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2016 neu verfüge.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessentschä</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">digung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 3'200.-- </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">(inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Christine Fleisch</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span>GrünigHartmann</p><p></p></div> </div></body></html>