A bteilung III C -2776/2007 {T 0/2} U rte il v o m 1 . O k to b e r 2 0 0 7 R ichter Antonio Im oberdorf (Kam m erpräsident), R ichterin Elena Avenati-C arpani, R ichter Blaise Vuille, G erichtsschreiber R udolf G run. K ._______, vertreten durch H errn R echtsanw alt W erner G reiner, An- kerstrasse 24, 8004 Zürich, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Ausdehnung der kantonalen W egw eisung. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandC -2776/2007 Sachverhalt: A . D er Beschw erdeführer (geboren am [...], Staatsangehöriger von Bos- nien und H erzegow ina) reiste am 2. Septem ber 1991 in die Schw eiz ein und stellte am 3. D ezem ber 1992 ein Asylgesuch. M it Verfügung vom 1. Februar 1993 lehnte das Bundesam t für Flüchtlinge (BFF, heu- te: Bundesam t für M igration, BFM ) sein Asylgesuch ab. W eil der Voll- zug der W egw eisung dam als unzum utbar w ar, w urde er gestützt auf den Bundesratsbeschluss vom 18. D ezem ber 1991 (Aktion Bosnien und H erzegow ina) gleichzeitig vorläufig aufgenom m en. N ach Aufhe- bung der vorläufigen Aufnahm e w urde dem Beschw erdeführer eine Ausreisefrist bis zum 31. August 1998 gesetzt. Ein W iedererw ägungs- gesuch bezüglich des W egw eisungsvollzugs w urde von der Schw eize- rischen Asylrekurskom m ission (AR K) m it U rteil vom 26. N ovem ber 2001 letztinstanzlich abgew iesen. B . Am 3. Juni 2002 heiratete der Beschw erdeführer in Zürich eine aus dem Libanon stam m ende Schw eizer Bürgerin. G estützt auf diese Ehe und auf A rt. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG ) erteilte ihm das M igrationsam t des Kantons Zürich (M igrationsam t) eine Aufenthaltsbe- w illigung, w elche letztm als bis zum 2. Juni 2004 verlängert w urde. M it Verfügung vom 29. Septem ber 2004 w ies das M igrationsam t das G esuch des Beschw erdeführers vom 13. M ai 2004 um Verlängerung der Aufenthaltsbew illigung ab und forderte ihn gleichzeitig auf, den Kanton Zürich bis zum 30. N ovem ber 2004 zu verlassen. Zur Begrün- dung w urde im W esentlichen ausgeführt, dass die Ehe des Beschw er- deführers bereits im O ktober 2003 aufgegeben w orden und eine W ie- deraufnahm e der ehelichen Beziehungen offensichtlich ausgeschlos- sen sei. Zudem habe der Beschw erdeführer zu Klagen Anlass gege- ben (u.a. m ehrere Verurteilungen w egen Fahrens in angetrunkenem Zustand). M it Beschluss vom 28. Februar 2007 lehnte der R egierungs- rat des Kantons Zürich die gegen diese Verfügung erhobene Be- schw erde letztinstanzlich ab. H ierauf forderte das M igrationsam t den seit Juli 2005 geschiedenen Beschw erdeführer auf, den Kanton Zürich bis zum 30. April 2007 zu verlassen. C . Auf kantonalen Antrag vom 5. M ärz 2007 hin dehnte das BFM die S eite 2C -2776/2007 W egw eisung des Beschw erdeführers m it Verfügung vom 22. M ärz 2007 auf das ganze G ebiet der Schw eiz und des Fürstentum s Liech- tenstein aus und forderte ihn auf, die Schw eiz bis zum 30. April 2007 zu verlassen. G leichzeitig w urde einer allfälligen Beschw erde die auf- schiebende W irkung entzogen. D . M it R echtsm itteleingabe vom 18. April 2007 beantragt der Beschw er- deführer die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung, die Feststel- lung, dass der Vollzug der W egw eisung nicht zum utbar sei, und die Anw eisung an das BFM , eine vorläufige Aufnahm e anzuordnen. In ver- fahrensrechtlicher H insicht ersuchte er um W iederherstellung der auf- schiebenden W irkung der Beschw erde, eventuell um Anordnung eines Vollzugsstopps bis zur Beendigung des Verfahrens. Zur Begründung w ird insbesondere auf den über 15-jährigen Aufent- halt des Beschw erdeführers in der Schw eiz und seine gute berufliche und soziale Integration hingew iesen. D ie begangenen D elikte w egen Fahrens in angetrunkenem Zustand seien auf eine Alkoholkrankheit zurückzuführen, die er überw unden habe. Eine W egw eisung w ürde den Beschw erdeführer in eine schw erw iegende persönliche N otlage versetzen. Im H eim atland w äre seine w irtschaftliche Existenz nicht ge- sichert. Auf die w eiteren Vorbringen w ird, sow eit rechtserheblich, in den Erw ä- gungen eingegangen. E. M it Zw ischenverfügung vom 1. M ai 2007 lehnte der Instruktionsrichter des Bundesverw altungsgerichts das G esuch um W iederherstellung der aufschiebenden W irkung der Beschw erde bzw . um Anordnung einer vorsorglichen M assnahm e (Vollzugsstopp) ab. F. D ie Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehm lassung vom 11. Juni 2007 auf Abw eisung der Beschw erde. G . M it R eplik vom 13. Juli 2007 hält der Beschw erdeführer vollum fänglich an seiner Beschw erde und den gestellten Anträgen fest. S eite 3C -2776/2007 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. Verfügungen des BFM betreffend Ausdehnung der kantonalen W eg- w eisung unterliegen der Beschw erde an das Bundesverw altungsge- richt (A rt. 20 Abs. 1 AN AG i.V.m . A rt. 31 ff. des Verw altungsgerichtsge- setzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). D as U rteil ist endgültig (A rt. 83 Bst. c Ziff. 4 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110] i.V.m . A rt. 1 Abs. 2 VG G ). G em äss A rt. 37 VG G richtet sich das Verfahren nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). 2. D er Beschw erdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfügung zur Beschw erdeführung legitim iert; auf die frist- und form gerecht ein- gereichte Beschw erde ist einzutreten (A rt. 48 ff. Vw VG ). 3. G em äss A rt. 12 Abs. 3 AN AG ist ein Ausländer unter anderem dann zur Ausreise verpflichtet, w enn ihm die E rteilung oder Verlängerung ei- ner Bew illigung verw eigert w ird (gem äss A rt. 15 Abs. 1 und A rt. 18 AN AG liegt die Zuständigkeit bei der kantonalen Frem denpolizeibehör- de). D ie zuständige Behörde hat diesfalls den Tag festzusetzen, an dem die Aufenthaltsberechtigung aufhört, das heisst sie hat dem Aus- länder eine Ausreisefrist anzusetzen. Ist die Behörde eine kantonale, so hat der Ausländer aus dem Kanton, ist sie eine eidgenössische, so hat er aus der Schw eiz auszureisen. D ie eidgenössische Behörde kann die Pflicht zur Ausreise aus dem Kanton auf die ganze Schw eiz ausdehnen (nachfolgend als Ausdehnung oder Ausdehnungsverfügung bezeichnet). A rt. 17 Abs. 2 der Vollziehungsverordnung vom 1. M ärz 1949 zum Bundesgesetz über Aufenthalt und N iederlassung der Aus- länder (AN AV, SR 142.201) präzisiert diese N orm , indem dort (letzter Satz) festgehalten w ird, dass das Bundesam t "in der R egel die Aus- dehnung der W egw eisung auf die ganze Schw eiz" verfügt, "w enn nicht aus besonderen G ründen dem Ausländer G elegenheit geboten w erden soll, in einem anderen Kanton um eine Bew illigung nachzusu- chen". 3.1 Zum Verständnis der R egelung ist vorw eg auf A rt. 1a AN AG hinzu- w eisen. D anach ist ein Ausländer dann zur Anw esenheit in der Schw eiz berechtigt, w enn er über eine Aufenthalts- oder N iederlas- sungsbew illigung verfügt oder nach dem G esetz keiner solchen bedarf S eite 4C -2776/2007 (zum letzteren vgl. A rt. 2 AN AG und A rt. 1 AN AV). Besitzt er keine Be- w illigung und kann er sich auch nicht auf ein gesetzliches Bleiberecht berufen, ist sein Aufenthalt illegal, und er ist von G esetzes w egen ver- pflichtet, die Schw eiz zu verlassen (vgl. A rt. 18 AN AG , sow ie: N IC O LAS W ISAR D , Les renvois et leur exécution en droit des étrangers et en droit d'asile, Basel/Frankfurt a.M . 1997, S. 102). Seine W egw eisung ist vor diesem H intergrund kein Eingriff in ein irgendw ie geartetes Anw esen- heitsrecht, sondern eine exekutorische M assnahm e zur Beseitigung eines rechtsw idrigen Zustandes (vgl. AN D R EAS ZÜ N D , Beendigung der Anw esenheit, Entfernung und Fernhaltung, in: PETER U EBER SAX /PETER M Ü N C H /TH O M AS G EIS ER /M AR TIN AR N O LD [H rsg.], Ausländerrecht, Auslände- rinnen und Ausländer im öffentlichen R echt, P rivatrecht, Steuerrecht und Sozialrecht der Schw eiz, Basel/G enf/M ünchen 2002, R z. 6.53 m it H inw eisen) und zugleich dessen logische und nicht in Frage zu stel- lende Konsequenz (A rt. 12 Abs. 3 zw eiter Satz AN AG verleiht der Be- hörde kein Entschliessungserm essen; vgl. dazu W ISAR D , a.a.O ., S. 130). D ie W egw eisung kann bei dieser Konstellation nam entlich nicht dadurch in Frage gestellt w erden, dass die Ausreisepflicht them atisiert w ird, beispielsw eise indem geltend gem acht w ird, es bestehe ein über- w iegendes privates Interesse am w eiteren Verbleib in der Schw eiz. Vorbringen, die solches zum Inhalt haben, sind in das Bew illigungsver- fahren oder – nach Verw eigerung einer Bew illigung – in das dafür vor- gesehene R echtsm ittelverfahren einzubringen (vorbehalten bleiben Vollzugshindernisse im Sinne von A rtikel 14a AN AG , dazu w eiter un- ten; vgl. ferner W ISAR D , a.a.O ., S. 103). 3.2 D as G esagte gilt grundsätzlich für die ebenfalls exekutorisch w ir- kende Ausdehnungsverfügung. W urde der Ausländer im Anschluss an einen negativen kantonalen Bew illigungsentscheid aus dem Kanton w eggew iesen und hat er als Folge davon kein R echt zum Aufenthalt in der Schw eiz (A rt. 1a AN AG ), kann er die Ausreiseverpflichtung selbst nicht zum Them a des Verfahrens m achen (vorbehalten bleiben auch hier Vollzugshindernisse im Sinne von A rtikel 14a AN AG , dazu w eiter unten). Es ist ihm nam entlich verw ehrt, Interessen einzubringen, die auf den w eiteren Verbleib in der Schw eiz gerichtet sind; denn die Aus- reiseverpflichtung ist die gesetzliche Folge des fehlenden Aufenthalts- rechts und ein Aufenthaltsrecht, das notw endig w äre, um die Ausreise- pflicht zu beseitigen, w ird dem Ausländer durch den Verzicht auf eine Ausdehnungsverfügung nicht verm ittelt. D ies ist schon deshalb nicht m öglich, w eil die sachliche Zuständigkeit zur Legalisierung des Aufent- haltes nach der geltenden bundesstaatlichen Kom petenzausscheidung S eite 5C -2776/2007 nicht beim Bund, sondern bei den Kantonen liegt. D er Bund hat w ohl die M öglichkeit, im Einzelfall eine frem denpolizeiliche R egelung durch den Kanton zu verhindern, um gekehrt besitzt er aber keine Kom pe- tenz, einen Kanton zur frem denpolizeilichen R egelung eines Aus- länders anzuhalten oder ihn auch nur zu dulden (vgl. A rt. 18 AN AG ; vorbehalten bleibt das Asylrecht, das hier nicht von Bedeutung ist, so- w ie die vorläufige Aufnahm e, zu letzterer w eiter unten). 3.3 Vor diesem H intergrund ist die R egelung von A rt. 17 Abs. 2 AN AV zu verstehen, w onach auf die Ausdehnung verzichtet w erden kann, w enn dem Ausländer aus besonderen G ründen G elegenheit gegeben w erden soll, in einem anderen Kanton um Bew illigung nachzusuchen (vgl. BG E 129 II 1 E. 3.3 S. 7). D a auf der einen Seite der Verzicht auf die Ausdehnung an der Illegalität des Aufenthaltes nichts ändert, und es auf der anderen Seite nicht angeht, einen rechtsw idrigen Zustand in Kauf zu nehm en, ist A rt. 17 Abs. 2 AN AV in dem Sinne auszulegen, dass von einer Ausdehnung Abstand genom m en w ird, w enn in einem D rittkanton ein Bew illigungsverfahren hängig ist und der D rittkanton dem Ausländer den Aufenthalt w ährend des Verfahrens gestattet. Eine analoge R egelung gegenüber dem w egw eisenden Kanton ist nicht not- w endig. D enn da die Ausdehnung gegenüber der kantonalen W egw ei- sung akzessorisch ist, sie m ithin in ihrem Bestand und ihrer W irksam - keit vom Bestand und der W irksam keit der kantonalen W egw eisung abhängt, kann der w egw eisende Kanton auf seinen Entscheid zurück- kom m en und der Ausdehnung die G rundlage entziehen, ohne dass es hierzu einer Anordnung der Bundesbehörden bedürfte. 4. D er Beschw erdeführer besitzt nach der durch den Beschluss des R e- gierungsrats des Kantons Zürich vom 28. Februar 2007 bestätigten N ichtverlängerung der Aufenthaltsbew illigung keinen R echtstitel, der ihm den w eiteren rechtm ässigen Verbleib in der Schw eiz erm öglicht. In der Beschw erde w ird sodann nicht geltend gem acht, dass ein anderer Kanton bereit w äre, seinen Aufenthalt zu regeln. D aher besteht kein Spielraum , vom G rundsatz der Ausdehnung der kantonalen W egw ei- sung auf das ganze G ebiet der Schw eiz abzuw eichen. 5. U nabhängig von der Bestätigung der Ausdehnungsverfügung bleibt zu prüfen, ob dem Vollzug der W egw eisung H indernisse entgegenstehen (A rt. 14a Abs. 2 bis 4 AN AG ) und das zuständige Bundesam t deshalb S eite 6C -2776/2007 gestützt auf A rt. 14a Abs. 1 AN AG die vorläufige Aufnahm e hätte ver- fügen m üssen (vgl. ALAIN W U R ZBU R G ER , La jurisprudence récente du Tri- bunal fédéral en m atière de police des étrangers, in: R evue de droit adm inistratif et de droit fiscal [R D AF], Septem ber 1997, S. 306). In die- sem Zusam m enhang gilt es darauf hinzuw eisen, dass die vorläufige Aufnahm e als Ersatzm assnahm e für den Vollzug der W egw eisung aus- gestaltet ist. Sie tritt neben die W egw eisung, deren Bestand sie nicht tangiert, sondern vielm ehr voraussetzt (BBl 1990 647; W ALTER KÄLIN , G rundriss des Asylverfahrens, Basel/Frankfurt a.M . 1990, S. 200). Voll- zugshindernisse können som it die Ausdehnungsverfügung als solche nicht in Frage stellen (vgl. Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 62.52). 6. D er Vollzug der W egw eisung ist nicht m öglich, w enn die ausländische Person w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völker- rechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise in den H ei- m at-, H erkunfts- oder D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann ins- besondere nicht zum utbar sein, w enn er für die ausländische Person eine konkrete G efährdung darstellt (A rt. 14a Abs. 2 bis 4 AN AG ). 6.1 Aus den Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte, die darauf hin- deuten w ürden, einer R ückkehr des Beschw erdeführers stünden tech- nische H indernisse im W eg oder es drohe ihm in seinem H eim atland Verfolgung, Folter oder eine andere A rt grausam er und unm enschli- cher Behandlung oder Bestrafung (vgl. A rt. 1A Ziff. 2 i.V.m . A rt. 33 des Abkom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30] sow ie A rt. 3 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten [EM R K, SR 0.101], vgl. auch A rt. 25 Abs. 2 und 3 der Schw eizerischen Bundesver- fassung vom 18. April 1999 [BV, SR 101]). 6.2 Eine konkrete G efährdung kann bestehen aufgrund einer im H ei- m atland herrschenden politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürger- krieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise der N ichter- hältlichkeit einer notw endigen m edizinischen Behandlung. W irtschaftli- che Schw ierigkeiten, von w elchen die ansässige Bevölkerung regel- m ässig betroffen ist, w ie W ohnungsnot oder ein schw ieriger Arbeits- m arkt, verm ögen keine konkrete G efährdung zu begründen. D agegen S eite 7C -2776/2007 ist der Vollzug der W egw eisung nicht zum utbar, w enn sich die auslän- dische Person im Falle einer zw angsw eisen R ückkehr in ihren H eim at- staat m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer existenzgefährdenden Situation ausgesetzt sähe. Eine solche Situation liegt nam entlich dann vor, w enn die w eggew iesene Person unw iederbringlich in völlige A rm ut gestossen w ürde, dem H unger und som it einer ernsthaften Ver- schlechterung ihres G esundheitszustandes, der Invalidität oder sogar dem Tod ausgeliefert w äre (vgl. U rteil des Bundesverw altungsgerichts C -598/2006 vom 16. April 2007 E. 7.2 m it w eiteren H inw eisen). Im H eim atland des Beschw erdeführers (Bosnien und H erzegow ina) besteht w eder K rieg noch herrscht eine Situation allgem einer G ew alt. D er Beschw erdeführer ist, sow eit sich dies aus den Akten ergibt, auch nicht krank und auf eine notw endige m edizinische Behandlung ange- w iesen, w elche im H eim atland nicht erhältlich w äre. Von einer exis- tenzgefährdenden Situation ist ebenfalls nicht auszugehen, dürfte es ihm m it den in der Schw eiz erw orbenen beruflichen Erfahrungen – trotz der dort herrschenden prekären W irtschaftslage – doch m öglich sein, einer Erw erbstätigkeit nachzugehen. Bei anfänglichen Schw ierig- keiten nach seiner langjährigen Abw esenheit kann er im N otfall auf die U nterstützung seiner Angehörigen (Eltern und B ruder) zählen. D er Be- schw erdeführer verm ag denn auch nicht darzulegen, w eshalb seine Angehörigen ihm nicht zum indest vorübergehend U nterkunft gew ähren oder ihm bei der Suche nach einer solchen behilflich sein könnten. D er U m stand, dass sich der Beschw erdeführer seit vielen Jahren in der Schw eiz aufgehalten und sich bis zu einem bestim m ten G rad integriert hat, ist – w ie die Vorinstanz in ihrer Vernehm lassung zu R echt festge- halten hat – grundsätzlich nicht relevant. Bei der Beurteilung der Zu- m utbarkeit des W egw eisungsvollzugs kom m t es näm lich – anders als bei der Beurteilung eines H ärtefalles nach A rt. 13 Bst. f der Verord- nung vom 6. O ktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Auslän- der (BVO , SR 823.21) – nicht auf die Verhältnisse im G astland (Aufent- haltsdauer, Integration, hier lebende Bekannte und Verw andte), son- dern in erster Linie auf die Situation im H eim atland an (vgl. U rteile des Bundesverw altungsgerichts C -1029/2007 vom 7. August 2007 E. 6.2 und C -626/2006 vom 14. Juni 2007 E. 6.2.2, sow ie VPB 62.52). 6.3 Zusam m enfassend ergibt sich, dass sich der W egw eisungsvollzug des Beschw erdeführers als m öglich, zulässig und zum utbar erw eist (A rt. 14a Abs. 2 bis 4 AN AG ), w eshalb sich die Prüfung der Frage er- übrigt, ob der Beschw erdeführer durch sein Verhalten (u.a. m ehrere Verurteilungen w egen Fahrens in angetrunkenem Zustand) die öffentli- S eite 8C -2776/2007 che Sicherheit und O rdnung gem äss A rt. 14a Abs. 6 AN AG verletzt oder in schw erw iegender W eise gefährdet hat, w as die Anw endbarkeit von A rt. 14a Abs. 4 AN AG ausschliessen w ürde. 7. Aus diesen D arlegungen folgt, dass die angefochtene Verfügung Bun- desrecht nicht verletzt (A rt. 49 Vw VG ). D ie Beschw erde ist dem zufolge abzuw eisen. 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschw erdeführer die Kosten aufzuerlegen (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG in Verbindung m it A rt. 1, A rt. 2 und A rt. 3 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D ispositiv Seite 10 S eite 9C -2776/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 700.- w erden dem Beschw erdeführer auferlegt. Sie sind durch den am 21. M ai 2007 geleisteten Kostenvor- schuss gleicher H öhe gedeckt. 3. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (Einschreiben) - die Vorinstanz (Akten R ef-N r. [...] zurück) D er Kam m erpräsident: D er G erichtsschreiber: Antonio Im oberdorf R udolf G run Versand: S eite 10