B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-1125/2014 U r t e i l v o m 1 2 . M a i 2 0 1 4 Besetzung Einzelrichter Daniel Stufetti, Gerichtsschreiberin Karin Wagner. Parteien S._______, Kosovo, Zustelladresse: B._______, vertreten durch Y._______, Gesuchsteller, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Ave- nue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Gesuch um Revision des Urteils C-1687/2013 vom 20. Sep- tember 2013 betreffend Neuanmeldung nach Einstellung der Rente, Verfügung IVSTA vom 27. Februar 2013. C-1125/2014 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend IVSTA oder Vorinstanz) mit Verfügung vom 27. Februar 2013 erklärte, nicht in der L a- ge zu sein, das neue Leistungsbegehren von S._______, geboren am (_______), zu prüfen (Vorakten 293 im Verfahren C -1687/2013) mit der Begründung, S._______ habe nicht glaubhaft machen können, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise g e- ändert habe, und selbst bei Feststellung des Anspruchs mangels Woh n- sitz von S._______ in der Schweiz keine Leistungen ausbezahlt werden könnten, da die Schweiz das mit dem frühere n Jugoslawien abgeschlos- sene Abkommen über Sozialversicherung von 1962 und die dazugeh ö- rende Verwaltungsvereinbarung von 1963 in Bezug auf den Kosovo per 31. März 2010 gekündigt habe, dass eine dagegen erhobene Beschwerde von S._______ vom Bundes- verwaltungsgericht mit Urteil C -1687/2013 vom 20. September 2013 a b- gewiesen wurde (act. 1/5), dass S._______ (nachfolgend Gesuchsteller) mit Eingabe vom 28. Fe b- ruar 2014 (act. 1) beim Bundesverwaltungsgericht ein Gesuch um Revis i- on des Urteils C -1687/2013 vom 20. September 2013 einreichte, mit der Begründung er besitze entgegen dem Urteil die serbische Staatsangeh ö- rigkeit, was aus dem biometrischen Pass und der Wohnsitzbestätigung der Stadt Leskovac ersichtlich sei, dass der mit Zwischenverfügung vom 13. März 2014 (act. 4) einverlangte Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 400. - am 31. März 2014 bei der G e- richtskasse einging (act. 7), dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 28. April 2014 (act. 8) beantragte, das Revisionsgesuch sei abzuweisen, bzw. dara uf sei nicht einzutreten, dass für die Revision von Entscheiden des Bundesverwaltungsgerichts die Art. 121 – 128 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) sinngemäss gelten (Art. 45 des Verwaltungsgerichtsgese t- zes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]), dass gemäss Art. 121 BGG die Revision eines Urteils verlangt werden kann, wenn einer der in Art. 121 - 123 BGG genannten Revisionsgründe beim Bundesverwaltungsgericht form - und fristgerecht geltend gemacht werden, C-1125/2014 Seite 3 dass die Revision demna ch verlangt werden kann, wenn die Vorschriften über die Besetzung des Gerichts oder über den Ausstand verletzt worden sind (Bst. a), das Gericht einer Partei mehr oder, ohne dass das Gesetz es erlaubt, anderes zugesprochen hat, als sie selbst verlangt hat, oder weniger als die Gegenpartei anerkannt hat (Bst. b), einzelne Anträge u n- beurteilt geblieben sind (Bst. c) oder das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat (Bst. d), dass die Revision gemäss Art. 123 Ab s. 2 Bst. a BGG zudem verlangt werden kann, wenn in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten die ers u- chende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entsche i- dende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibri n- gen konnte, unt er Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind, dass die vom Gesuchsteller geltend gemachte serbische Staatsangehö- rigkeit im Zeitpunkt des Urteils vom 20. September 2013 nicht aktenkun- dig war und wie zu zeigen se in wird, offenbleiben kann, ob diesbezüglich ein Revisionsgrund vorliegt, dass gemäss Art. 124 Abs. 1 Bst. d BGG ein Revisionsgesuch aus and e- ren als die in Bst. a -c aufgeführten, hier aber nicht geltend gemachten Gründen innert 90 Tagen einzureichen ist, dass das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. September 2013 am 12. November 2013 am Postschalter von A._______, der Ehefrau von B._______, entgegengenommen wurde (act. 21 im Verfahren C - 1687/2013), dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 24. April 2013 als Zustell- adresse, B._______, angab (act. 3 im Verfahren C -1687/2013) und das Urteil vom 20. September 2013 somit rechtsgültig eröffnet wurde, dass mithin die Frist von 90 Tagen zur Einreichung des Revisionsges u- ches am 13. November 2013 zu laufen begann und am Mittwoch, den 26. Februar 2014, endete, dass das Revisionsgesuch vom 28. Februar 2014 (Postaufgabe) versp ä- tet erfolgte und auf das Gesuch wegen offensichtlicher Unzulässigkeit somit im einzelrichterlichen Verfahren gemäss Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG, nicht einzutreten ist, C-1125/2014 Seite 4 dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Deze m- ber 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]), dass die Verfahrenskoste n auf Fr. 200. - festgelegt werden (Art. 2 des Reglementes vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigu n- gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 400. - zu verrechnen sind und der Restbetrag in Höhe von Fr. 200. - dem Gesuchsteller nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten ist, dass weder dem Gesuchsteller noch der Vorinstanz eine Parteientsch ä- digung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 1 und 3 VGKE), dass dem Gesuchsteller ein Doppel der Vernehmlassung der Vorinstanz vom 28. April 2014 zur Kenntnis zuzustellen ist. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. 2. Ein Doppel der Vernehmlassung der Vorinstanz vom 28. April 2014 geht zur Kenntnis an den Gesuchsteller. 3. Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 200.- werden dem Ges uchsteller auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 400. - verrechnet. Der Restbetrag in Höhe von Fr. 200.- ist nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils dem Gesuchsteller zurückzuerstatten. 4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. Dieses Urteil geht an: – den Gesuchsteller (Gerichtsurkunde; Beilage: Doppel der Vernehm- lassung der Vorinstanz vom 28. April 2014 zur Kenntnis) C-1125/2014 Seite 5 – die Vorinstanz – das Bundesamt für Sozialversicherungen Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Karin Wagner Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, de ren Begründung mit Angabe der B e- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: