A bteilung III C -1276/2006 {T 0/2} U rteil vom 11. M ai 2007 M itw irkung: R ichter Antonio Im oberdorf (Kam m erpräsident); R ichterin Ele- na Avenati-C arpani; R ichter Bernard Vaudan; G erichtsschrei- ber D aniel G rim m . A._______, Zustelladresse: c/o B._______, Beschw erdeführerin, gegen B undesam t für Justiz (B J), Bundesrain 20, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Fürsorgeleistungen an A uslandschw eizerinnen und A uslandschw eizer. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. A._______ (geboren _______, nachfolgend Beschw erdeführerin) ist Schw eizer Bürgerin. Ab 1985 lebte sie ununterbrochen im Ausland. Seit 1997 w ohnt die inzw ischen pensionierte Frau in Italien. Vom Juli 2003 bis und m it August 2006 erhielt sie, ergänzend zur AH V-R ente, eine m onatliche U nterstützung nach dem Bundesgesetz vom 21. M ärz 1973 über Fürsorgeleistungen an Auslandschw eizer (ASFG , SR 852.1), deren H öhe periodisch neu festgelegt w urde. M ittels G utsprache vom 3. August 2005 gew ährte ihr das Bundesam t für die Zeit vom Februar 2005 bis April 2005 zudem einen einm aligen Betrag von € 702.--, da der Beschw erdefüh- rerin infolge eines Krebsleidens und dam it verbundener häufiger Besuche beim Therapeuten zusätzliche Verkehrsauslagen erw achsen w aren. B. Am 11. August 2006 stellte A._______ ein G esuch um Fortgew ährung der m onatlichen U nterstützung gem äss ASFG . In einem zw eiten U nterstützungsgesuch vom 5. Septem ber 2006 bat sie sodann um die R ückerstattung m edizinisch bedingter Transportkosten im U m fang von € 2496.-- für die Zeitspanne vom M ai 2005 bis N ovem ber 2005. C . M it Verfügung vom 12. Septem ber 2006 w ies die Vorinstanz die beiden U nterstützungsgesuche ab. Zur Begründung führte sie aus, die Beschw er- deführerin erhalte eine m onatliche AH V-R ente von um gerechnet zur Zeit € 980.--. D ie anfallenden regelm ässigen Auslagen bew egten sich in der- selben G rössenordnung, das Budget sei m it anderen W orten ausgegli- chen. Sozialhilferechtlich gelte sie som it nicht als bedürftig, w eshalb keine U nterstützung m ehr zu gew ähren sei. Von den geltend gem achten Ver- kehrsauslagen von € 160.-- könnten nur € 60.-- ins Budget aufgenom m en w erden, da kein aktuelles Arztzeugnis vorliege, w elches belege, dass die Beschw erdeführerin nach w ie vor einer therapeutischen Behandlung be- dürfe. Auch zusätzliche Fahrspesen aus der Periode vom M ai 2005 bis N o- vem ber 2005 könnten nicht übernom m en w erden. Sozialhilfe w erde nor- m alerw eise nicht rückw irkend gew ährt, sondern diene der Bestreitung der aktuellen Auslagen. W eil das Bundesam t der G esuchstellerin bereits am 3. August 2005 M ehrkosten in der H öhe von € 702.-- für Fahrspesen vergütet habe und in der Vergangenheit generell ein ausserordentlich hoher Betrag für solche Aufw endungen in den entsprechenden Budgets veranschlagt w orden sei, betrachte es die diesbezüglichen Kosten als abgegolten. D . M it Beschw erde vom 20. Septem ber 2006 an das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) beantragt die Beschw erdeführerin (sinnge- m äss) die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die W eiterführung der U nterstützung im bisherigen U m fang und die Ü bernahm e der Transport- kosten für die physiotherapeutischen Behandlungen bis zum 11. N ovem - ber 2005. Im W esentlichen bringt sie vor, m it der AH V-R ente von um ge- rechnet € 970.-- bzw . € 980.-- könne m an seinen Lebensunterhalt an ihrem Aufenthaltsort fast nicht bestreiten, obw ohl sie eine Person sei, die sehr sparsam lebe. D er Betrag von € 60.-- für Verkehrsauslagen sei kaum re-3 alistisch. Pro M onat fielen allein € 40.-- für H aftpflichtversicherung und Au- tosteuern an. Für den einm aligen Zuschuss vom vergangengen Jahr an die Fahrspesen sei sie dankbar. Bis zum Ende der Therapie am 11. N o- vem ber 2005 habe sie jedoch nochm als 6'000 Kilom eter zurückgelegt. W e- gen der ablehnenden Verfügung überlege sich die Beschw erdeführerin eine H eim kehr in die Schw eiz, w o sie der Allgem einheit infolge der höhe- ren Lebenshaltungskosten aber m öglicherw eise m ehr zur Last fallen w er- de. Ein w eiteres finanzielles Problem bestehe darin, dass sie w egen einer M ietstreitigkeit einen Anw alt habe beiziehen m üssen, dessen R echnung sie nun nicht bezahlen könne. E. D as Bundesam t schliesst in seiner Vernehm lassung vom 2. N ovem ber 2006 auf Abw eisung der Beschw erde. D ie Beschw erdeführerin ihrerseits hält m it R eplik vom 1. Januar 2007 an ihren Anträgen fest. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Verfügungen des BJ betreffend Fürsorgeleistungen an Auslandschw eize- rinnen und Auslandschw eizer unterliegen der Beschw erde an das Bundes- verw altungsgericht (Art. 31 und Art. 33 Bst d des Verw altungsgerichtsge- setzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t die Beurteilung der beim In- krafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes am 1. Januar 2007 bei Eidge- nössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei Beschw erde- diensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw al- tungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sow eit dieses G esetz nichts anderes bestim m t. 1.4 D ie Beschw erdeführerin ist als Verfügungsbetroffene zur Beschw erdefüh- rung legitim iert. Auf die frist- und form gerechte Beschw erde ist einzutreten (Art. 48 ff. Vw VG ). 2. M it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Ü berschreitung oder M issbrauch des Er- m essens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb- lichen Sachverhaltes sow ie die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 49 Vw VG ). D as Bundesverw altungsgericht w endet im Beschw erdeverfahren das Bundesrecht von Am tes w egen an. Es ist gem äss Art. 62 Abs. 4 Vw VG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann die Be- schw erde auch aus anderen als den geltend gem achten G ründen gut- heissen oder abw eisen. M assgebend ist grundsätzlich die Sach- und 4 R echtslage zum Zeitpunkt seines Entscheides. 3. N ach Art. 1 ASFG gew ährt der Bund im R ahm en dieses G esetzes Aus- landschw eizerinnen und Auslandschw eizern, die sich in einer N otlage be- finden, Fürsorgeleistungen. G em äss Art. 5 ASFG w erden solche U nter- stützungen nur an Personen ausgerichtet, die ihren Lebensunterhalt nicht hinreichend aus eigenen Kräften und M itteln, Beiträgen von privater Seite oder H ilfeleistungen des Aufenthaltsstaates bestreiten können. 4. 4.1 Aus den Akten geht hervor, dass die Beschw erdeführerin bis ins Jahr 2003 im Stande w ar, den laufenden Lebensunterhalt m it ihren Einkünften (zu- letzt in Form einer AH V-R ente) zu bestreiten. W egen einer Krebserkran- kung (Brustkrebs), w elche zahlreiche m edizinische und therapeutische Be- handlungen nach sich zog, geriet sie danach in finanzielle Schw ierigkeiten. Am 17. Juli 2003 ersuchte sie erstm als um eine U nterstützung gem äss ASFG . In der Folge erklärte sich das Bundesam t bereit, der R entnerin m a- terielle H ilfen zu gew ähren. D eren H öhe w urde seither laufend (m eist jähr- lich) angepasst, w obei die m onatlichen Fehlbeträge, für die G utsprache geleistet w urde, zw ischen € 66.70 und € 302.-- schw ankten. D as letzte, von der Schw eizerischen Botschaft in R om am 10. August 2006 aufgrund der Angaben der Beschw erdeführerin erstellte Budget präsentiert sich – nach Bereinigung durch die Vorinstanz – nunm ehr ausgeglichen, stehen den Ausgaben von € 985.-- doch Einnahm en von rund € 980.-- gegenüber. D as BJ lehnte es deshalb ab, die G esuchstellerin w eiterhin zu unterstüt- zen. 4.2 N ach Art. 8 Abs. 1 ASFG richten sich Art und M ass der Fürsorge nach den besonderen Verhältnissen des Aufenthaltsstaates, unter Berücksichtigung der notw endigen Lebensbedürfnisse eines sich dort aufhaltenden Schw ei- zer Staatsangehörigen. Bei der Festsetzung der U nterstützung ist nicht al- lein auf die schw eizerischen Verhältnisse abzustellen. M itzuberücksichti- gen sind vielm ehr die Lebenskosten am Aufenthaltsort der bedürftigen Person (vgl. U rteile des Bundesgerichts 2A.454/2006 vom 11. O ktober 2006, E. 2.1, 2A.24/2000 vom 20. M ärz 2000, E. 2a u. 2A.39/2A.198/1991 vom 30. April 1993, E. 3a). M it Sozialhilfeleistungen nach dem ASFG sind nicht die w ünschbaren, sondern w ie angetönt lediglich die notw endigen Auslagen zu finanzieren. D as ASFG bezw eckt, in N ot geratenen Ausland- schw eizerinnen und Auslandschw eizern eine einfache, angem essene Le- bensführung zu erm öglichen (zum G anzen vgl. die Botschaft des Bundes- rates vom 6. Septem ber 1972 zum Entw urf eines Bundesgesetzes über Fürsorgeleistungen an Auslandschw eizer, BBl 1972 ll 559/560). U m dem G leichbehandlungsgebot R echnung zu tragen, w ird in jedem U nter- stützungsfall ein Sozialhilfebudget erstellt. Bei der Berechnung der Bud- gets stützen sich die zuständigen Behörden auf die allgem einen sozialhil- ferechtlichen G rundsätze (vgl. beispielsw eise die R ichtlinien für die Be- m essung der m ateriellen H ilfe gem äss Bundesgesetz vom 21. M ärz 1973 über Fürsorgeleistungen an Auslandschw eizer oder die Em pfehlungen der Schw eizerischen Konferenz für Sozialhilfe [SKO S]). Sow ohl die schw eize-5 rischen Vertretungen im Ausland als auch das Bundesam t sind befugt, un- richtig oder unvollständig ausgefüllte U nterstützungsgesuche im dargeleg- ten Sinne zu korrigieren bzw . zu ergänzen (vgl. Art. 20 und Art. 22 der Ver- ordnung vom 26. N ovem ber 1973 über Fürsorgeleistungen an Ausland- schw eizer [ASFV, SR 852.11). D ie Vorinstanz ist hierbei nicht gehalten, die ihr von einer Schw eizervertretung überm ittelten Budgetposten tel quel zu übernehm en (vgl. Art. 22 ASFV). Kostengutsprache w ird in der R egel für einen bestim m ten Zeitraum , längstens für die D auer eines Jahres, er- teilt (Art. 23 ASFV). Eine gesetzliche Pflicht zu darüberhinausgehender H ilfe besteht nicht, vielm ehr geht es darum , die finanzielle Situation der um U nterstützung nachsuchenden Person periodisch zu überprüfen und allen- falls eine N eubeurteilung vorzunehm en. Vorliegend gilt es prim är zu prü- fen, ob das der angefochtenen Verfügung zu G runde liegende Budget vom 10. August 2006 (um fassend die Periode vom 1. Septem ber 2006 bis 31. August 2007) korrekt erstellt w urde respektive die anzuw endenden Kri- terien eine einzelfallgerechte U m setzung erfuhren. 5. 5.1 D ass im Budget vom 10. August 2006, anders als in den Budgets der Vor- jahre, kein Ausgabenüberschuss m ehr resultiert, hängt zur H auptsache m it den tieferen Verkehrsauslagen und einem reduzierten U nterhaltsbeitrag (Ausgabenposition 2.2) zusam m en. Strittig sind vorab die Transportkosten. D erw eil die Schw eizerische Botschaft in R om besagte Aufw endungen auf- grund der Angaben der Beschw erdeführerin auf m onatlich € 160.-- veran- schlagte, korrigierte das BJ sie auf einen Betrag von € 60.-- herunter (in der Vernehm lassung ist irrtüm licherw eise von € 100.-- die R ede). D ieser Betrag, w elcher dem m om entan üblichen Ansatz entspricht, erscheint un- ter den heutigen Begebenheiten angem essen. Bei den Verkehrsauslagen sind im N orm alfall die günstigsten Transportarten zu berücksichtigen. W enn eine Person w ie die Beschw erdeführerin auf ein Privatauto angew ie- sen ist, so können die diesbezüglichen Kosten ausnahm sw eise übernom - m en w erden, sofern die Benützung des Fahrzeugs aus m edizinischen G ründen (zum Beispiel für ärztliche oder therapeutische Konsultationen) erforderlich ist und keine öffentlichen Verkehrsm ittel zur Verfügung stehen. D adurch entstandene höhere Fahrspesen m üssen allerdings belegt w er- den. In den früheren U nterstützungsperioden ist dies geschehen, indem entsprechende m edizinische U nterlagen eingereicht w urden (vgl. die ärztli- chen Atteste vom 3. Februar 2005 und 13. April 2005 bzw . die undatierte Bestätigung der Therapieterm ine), w eshalb Verkehrsauslagen zw ischen € 100.-- und € 120.-- bew illigt w erden konnten. Auch im jetzigen Budget w äre dem nach nur dann ein € 60.-- übersteigender Betrag angezeigt, w enn die Beschw erdeführerin darlegte, dass die für den U nterstützungs- zeitraum Septem ber 2006 bis August 2007 prognostizierten Verkehrsaus- lagen m edizinisch notw endigen Behandlungen dienen. Solche Belege feh- len. D aran verm ag die Bew eisofferte in der Beschw erdeschrift nichts zu ändern, bezieht sich die in Aussicht gestellte Bestätigung für physiothera- peutische Term ine doch w iederum auf frühere, nicht m ehr m assgebende U nterstützungszeiträum e.6 5.2 Auf der Ausgabenseite w urde zudem der G rundbetrag gekürzt. D er allge- m eine U nterhaltsbeitrag pro Person w ird von den schw eizerischen Vertre- tungen jährlich neu festgelegt. D essen H öhe, die innerhalb eines Landes von R egion zu R egion varieren kann, w ird nicht beanstandet. Auch m it Blick auf die übrigen Positionen finden sich in den Akten keine Anhalts- punkte für die Annahm e, das Bundesam t sei bei der Berechnung des Bud- gets nicht in rechtskonform er W eise vorgegangen. D ie Ausführungen auf Beschw erdeebene sind in dieser H insicht zu unsubstanziert. Abgesehen davon w urden einzelne Positionen gegenüber früher erhöht. Som it bleibt es bei einem Total der Ausgaben von € 985.--. Auf der Einnahm enseite ist der Beschw erdeführerin derw eil eine Sum m e von Fr. 1'552.-- (AH V-R ente) anzurechnen. Ausgehend von dem von der Vorinstanz angegebenen W echselkurs (M itte Septem ber 2006 Fr. 1.-- = € 0.63) ergibt dies einen Be- trag von € 977.--. Von daher resultiert zur Zeit selbst in Berücksichtigung von W echselkursschw ankungen kein nam hafter Ausgabenüberschuss. Bei einem sparsam en Einsatz aller ihr zur Verfügung stehenden M ittel (Spar- potenzial bestünde beispielsw eise m it Blick auf die Prüfung von M itfahrge- legenheiten bei N achbarn und die W ahl eines w eniger abgelegenen Logis) sollte die Betroffene vielm ehr in der Lage sein, ihren Lebensunterhalt in Italien selbst zu bestreiten. H inzuzufügen w äre, dass sie gem äss den Ab- klärungen, w elche die Schw eizerische Botschaft in R om im August 2005 getätigt hat, auch nach der italienischen Fürsorgegesetzgebung keine m a- teriellen H ilfen beanspruchen könnte (vgl. hierzu ebenfalls das U rteil des Bundesgerichts 2A.372/1992 vom 10. Juni 1993, E. 2c). D em zufolge ist sie m om entan nicht als bedürftig im Sinne von Art. 1 und Art. 5 ASFG zu be- trachten. 5.3 M it separatem G esuch vom 5. Septem ber 2006 verlangt die Beschw erde- führerin des W eiteren die R ückerstattung von Verkehrsauslagen, die in die Zeit vom M ai 2005 bis N ovem ber 2005 fielen. Sozialhilfekosten w erden nach Art. 23 Abs. 2 ASFV nicht oder nur beim Vorliegen besonderer R echtfertigungsgründe rückw irkend abgegolten. Aktenm ässig erstellt ist, dass sich die G esuchstellerin vom 24. Januar 2005 bis zum 11. N ovem ber 2005 zw ecks N achbehandlung ihres Krebsleidens dreim al w öchentlich zur Therapie in einen etw as m ehr als 30 Kilom eter entfernten O rt begeben m usste (vgl. die bereits erw ähnte, undatierte Bestätigung). Vom 1. M ärz 2005 an budgetierte die Vorinstanz dafür m onatlich € 120.- (zuvor € 100.-), einer Sum m e, die deutlich über dem G rundansatz liegt (siehe die voran- gehende E. 5.1). O bw ohl die therapeutisch bedingten Transportkosten nur bis zum 11. N ovem ber 2005 ausgew iesen sind, w urde besagter Ausgabe- posten in dieser H öhe bis zum 31. August 2006 beibehalten. Am 3. August 2005 erhielt die Beschw erdeführerin w egen der verschriebenen Therapien zusätzliche € 702.-- ausgerichtet, für die U nterstützungsperiode 2004/05 ergibt dies m ithin berücksichtigte Verkehrsauslagen von € 2'022.-- (6 x € 100.--, 6 x € 120.--, 1 x € 702.--) und für die Periode 2005/06 rund € 1'440.-- (12 x € 120.--). D ie indirekt m it ärztlichen Attesten belegten Fahrspesen (3 Fahrten pro W oche à 65 Kilom eter in der Zeit vom 24. Ja- nuar 2005 bis 11. N ovem ber 2005 bei einem Kilom eteransatz von € 0.40) 7 bew egen sich in der G rössenordnung von € 3'040.--. D am it w ird den be- sonderen Lebensbedingungen der R entnerin, die für gew isse Bedürfnisse auf ein Fahrzeug angew iesen ist, hinreichend R echnung getragen. Eine nachträgliche Erhöhung der Abgeltung für die erw ähnten Fahrspesen er- scheint daher nicht gerechtfertigt. 5.4 Schliesslich gibt die Beschw erdeführerin zu bedenken, dass sie der Schw eiz im Falle einer R ückkehr w ahrscheinlich m ehr Kosten verursachen w ürde. D ieser Einw and erw eist sich als unbehelflich. O b die H eim kehr im w ohlverstandenen Interesse der hilfsbedürftigen Person liegt, hat das BJ im Einvernehm en m it der schw eizerischen Vertretung nach fürsorgeri- schen G rundsätzen zu beurteilen; finanzielle Erw ägungen sollen nicht aus- schlaggebend sein (vgl. Art. 14 Abs. 1 ASFV; ferner die U rteile des Bun- desgerichts 2A.654/2005 vom 9. D ezem ber 2005, E. 2.1 oder 2A.302/2002 vom 24. Juni 2002, E. 2). Ein konkreter Antrag liegt aber nicht vor. W as die sonstigen Vorbringen betrifft (Aufw endungen für einen Anw alt in M ietstrei- tigkeit, allenfalls später anfallende Auslagen im Zusam m enhang m it m edi- zinischen Behandlungen), so w äre die Ü bernahm e solcher Kosten einzel- fallw eise – und ausser in N otfällen – vorgängig zu beantragen. 5.5 N ach dem bisher G esagten befindet sich die Beschw erdeführerin zur Zeit nicht in einer Situation, die ihr einen Anspruch auf Ausrichtung von Fürsor- geleistungen gem äss ASFG verm itteln w ürde (vgl. Art. 1 und Art. 5 ASFG ). D ie Vorinstanz hat den beiden G esuchen vom 11. August 2006 und 5. Septem ber 2006 dem nach zu R echt nicht entsprochen. Sollte sich die fi- nanzielle Lage der Beschw erdeführerin (insbesondere w egen sich zu ihren U ngunsten entw ickelnden W echselkursen) m erklich verschlechtern, steht es ihr frei, m it einem neuen U nterstützungsgesuch an die zuständigen Be- hörden zu gelangen. 6. Zusam m enfassend ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt. D er rechtserhebliche Sachverhalt w urde richtig und vollständig festgestellt und die Vorinstanz hat auch ihr Erm essen pflichtge- m äss ausgeübt (vgl. Art. 49 Vw VG ). D ie Beschw erde ist deshalb abzuw ei- sen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ürde die Beschw erdeführerin grund- sätzlich kostenpflichtig. Angesichts der besonderen U m stände rechtfertigt es sich, auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten (Art. 63 Abs. 1 in fine Vw VG i.V.m . Art. 6 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem - ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw al- tungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). ******* (D ispositiv S. 8)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (eingeschrieben, Akten R ef-N r. A 39 502 retour) D er Kam m erpräsident: D er G erichtsschreiber: Antonio Im oberdorf D aniel G rim m R echtsm ittelbelehrung G egen dieses U rteil kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzu- fassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D as angefochtene U rteil und die Bew eism ittel sind, sow eit sie die Partei in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :