Vertrag vom 9. Juni 1978 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland über den Autobahnzusammenschluss im Raum Basel und Weil am Rhein (mit Briefwechsel) <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1980/985_985_985/20140218/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1980/985_985_985/20140218"/><FRBRdate date="2014-02-18" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1980-06-10" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1978-06-09" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.725.121"/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 9 giugno 1978 tra la Confederazione Svizzera e la Repubblica federale di Germania concernente il raccordo autostradale nella regione di Basilea e Weil am Rhein (con Scambi di note)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 9 juin 1978 entre la Confédération suisse et la République fédérale d'Allemagne concernant le raccordement des autoroutes dans la région de Bâle et Weil am Rhein (avec échanges de lettres)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Vertrag vom 9. Juni 1978 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland über den Autobahnzusammenschluss im Raum Basel und Weil am Rhein (mit Briefwechsel)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1980/985_985_985/20140218/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1980/985_985_985/20140218/de"/><FRBRdate date="2014-02-18" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1980-06-10" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1978-06-09" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1980/985_985_985/20140218/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1980/985_985_985/20140218/de/xml"/><FRBRdate date="2014-02-18" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1980-06-10" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1978-06-09" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.725.121</docNumber></p><p> AS <b>1980</b> 985, BBl <b>1979</b> II 305</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Originaltext</p><p><docTitle>Vertrag<br/>zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft<br/>und der Bundesrepublik Deutschland<br/>über den Autobahnzusammenschluss im Raum Basel<br/>und Weil am Rhein</docTitle></p><p>Abgeschlossen am 9. Juni 1978<br/>Von der Bundesversammlung genehmigt am 14. Dezember 1979<authorialNote><p> Art. 1 Abs. 1 Bst. b des BB vom 14. Dez. 1979 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1980/970_970_970" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1980</b> 970</ref>)</p></authorialNote><br/>Ratifikationsurkunden ausgetauscht am 10. Juni 1980<br/>In Kraft getreten am 10. Juni 1980</p></preface><preamble><p>Die Schweizerische Eidgenossenschaft<br/>und<br/>die Bundesrepublik Deutschland,</p><p>von dem Wunsche geleitet, die sich aus dem Autobahnzusammenschluss zwischen Basel und Weil am Rhein ergebenden Fragen zu regeln,</p><p>sind wie folgt übereingekommen:</p></preamble><body><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Vertragsgegenstand</heading><paragraph eId="art_1/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die von Freiburg im Breisgau kommende deutsche Autobahn und die schweizerische Nationalstrasse 2 werden bei Weil am Rhein (Ortsteil Friedlingen) und Basel (Kleinhüningen) westlich der Bahnanlagen der Deutschen Bundesbahn zusammengeschlossen.</p><blockList><listIntroduction eId="art_1/para_1/listintro">Zu diesem Zweck werden errichtet:</listIntroduction><item eId="art_1/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>auf deutschem und schweizerischem Hoheitsgebiet eine die Grenze zwischen den Vertragsstaaten überschreitende Autobahnbrücke (Grenzbrücke);</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>auf deutschem Hoheitsgebiet die der Grenzabfertigung dienenden Gebäude, Plätze und Einrichtungen (Grenzabfertigungsanlagen),</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>auf deutschem Hoheitsgebiet die Anlagen, die der Versorgung der in die Schweiz fahrenden Personen und Fahrzeuge dienen. (Nebenbetriebe),</p></item><item eId="art_1/para_1/lbl_d"><num>d) </num><p>auf deutschem Hoheitsgebiet eine dem Zubringerdienst von der Schweiz in die Nebenbetriebe und die schweizerische Einfuhrgrenzabfertigungsstelle einschliesslich Zollkantine dienende Strasse (Zubringerstrasse).</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>(2)</num><content><p>Ein Rahmenplan<authorialNote><p> Dieser in AS <b>1980</b> 996 publizierte Plan wird in der SR nicht wiedergegeben.</p></authorialNote>, der eine Übersicht über die vorgesehenen Anlagen gibt, ist dem Vertrag beigefügt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Bauausführung und Kosten</heading><paragraph eId="art_2/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die Schweiz führt den Bau der Grenzbrücke einschliesslich der Stützmauern und des Unterführungsbauwerks aus. Planung, Ausschreibung, Vergabe, Bauausführung und ‑überwachung obliegen dem Kanton Basel‑Stadt im Einvernehmen mit dem Land Baden‑Württemberg. Für den Bau gelten die schweizerischen technischen Normen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Bundesrepublik Deutschland führt den Bau der Nebenbetriebe und der Zubringerstrasse aus. Die Nebenbetriebe und die Zubringerstrasse werden im Einvernehmen mit dem Kanton Basel‑Stadt geplant und gebaut.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_3"><num>(3)</num><content><p>Alle Kosten des Erwerbs von Grundstücken und Rechten sowie des Baus tragen</p><blockList><item eId="art_2/para_3/lbl_a"><num>a) </num><p>für die Grenzbrücke die Bundesrepublik Deutschland und die Schweiz für den auf ihrem Hoheitsgebiet liegenden Teil,</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_b"><num>b) </num><p>für die Zubringerstrasse und das Unterführungsbauwerk sowie die Stützmauern, soweit diese durch die Zubringerstrasse bedingt sind, die Schweiz;</p></item><item eId="art_2/para_3/lbl_c"><num>c) </num><p>für die Nebenbetriebe der Kanton Basel‑Stadt.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_2/para_4"><num>(4)</num><content><p>Die zuständigen Verwaltungen der Vertragsstaaten regeln alle Einzelheiten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Unterhaltung und Änderung, Kosten</heading><paragraph eId="art_3/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die Unterhaltung einschliesslich Reinigung und Winterdienst, die Erneuerung und die Änderung der Grenzbrücke mit Ausnahme des Unterführungsbauwerks obliegen jedem Vertragsstaat auf seinem Hoheitsgebiet auf eigene Kosten. Änderungen werden im Einvernehmen zwischen den zuständigen Verwaltungen der Vertragsstaaten geplant und ausgeführt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Unterhaltung der Nebenbetriebe, der Zubringerstrasse und des Unterführungsbauwerks einschliesslich Reinigung und Winterdienst sowie deren Erneuerung und Änderung obliegen der Bundesrepublik Deutschland im Einvernehmen mit dem Kanton Basel‑Stadt. Die Schweiz trägt die Kosten. In den Nebenbetrieben können Reinigungsarbeiten, kleinere Reparaturen und Änderungen am Innenausbau vom Kanton Basel‑Stadt im Einvernehmen mit der Bundesrepublik Deutschland vorgenommen werden. Die zuständigen Verwaltungen der Vertragsstaaten regeln die Einzelheiten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Abweichende Vereinbarungen über Unterhaltung und Änderung</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>(1)</num><content><p>Für die Unterhaltung, Erneuerung und Änderung der baulichen Anlagen und festeingebauten Einrichtungen können die zuständigen Verwaltungen der Vertragsstaaten abweichende Vereinbarungen treffen. In die Vereinbarungen über Reinigung und Winterdienst können die Autobahnstrecken zwischen der Grenze und der deutschen Anschlussstelle Weil am Rhein oder der schweizerischen Anschlussstelle Wiese sowie diese Anschlussstellen einbezogen werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Vorschriften des Gebietsstaats über die Amtshaftung und die Haftung aus Verletzung der Verkehrssicherungspflicht bleiben unberührt. Dritte können ihre Ansprüche nur gegenüber der zuständigen Verwaltung des Gebietsstaats geltend machen. Dieser wird, was sie Dritten geleistet hat, von der beauftragten Verwaltung erstattet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Grenzabfertigungsanlagen</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>(1)</num><content><p>Für die Grenzabfertigung werden nebeneinanderliegende Grenzabfertigungsstellen nach Massgabe des Abkommens vom 1. Juni 1961<authorialNote><p>  <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1964/391_387_387" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.631.252.913.690</b></ref></p></authorialNote> zwischen den Vertragsstaaten über die Errichtung nebeneinanderliegender Grenzabfertigungsstellen und die Grenzabfertigung in Verkehrsmitteln während der Fahrt errichtet. Dieses Abkommen und die gestützt darauf zwischen den zuständigen Behörden der Vertragsstaaten getroffenen Vereinbarungen bleiben von diesem Vertrag unberührt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>(2)</num><content><p>Für Lieferungen an die Kantine, die innerhalb der schweizerischen Grenzabfertigungsanlage eingerichtet und betrieben wird, und für die Besteuerung der dort erzielten Umsätze gelten die Artikel 9 und 11 entsprechend; Waren dürfen nur an Bedienstete der Grenzabfertigungsstellen der Vertragsstaaten abgegeben werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Nebenbetriebe</heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>(1)</num><content><p>Der Kanton Basel‑Stadt ist berechtigt, die Nebenbetriebe zu betreiben. Er kann sie verpachten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Nebenbetriebe umfassen Raststätte mit Kiosk, Informationsbüros, Wechselstuben, Tankstellen sowie die dazugehörigen Strassen, Gehwege, Parkplätze und Anlagen.</p><blockList><item eId="art_6/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>In der Raststätte mit Kiosk dürfen Speisen und Getränke sowie Artikel des Reisebedarfs, insbesondere Süssigkeiten, Tabakwaren, Zeitungen, Ansichtskarten, verkauft werden.</p></item><item eId="art_6/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>In der Tankstelle dürfen die gebräuchlichen Treib‑ und Schmierstoffe sowie Bedarfsartikel für Motorfahrzeuge (Kraftfahrzeuge) verkauft werden. Ausserdem dürfen die für den Pannendienst nötigen Einrichtungen betrieben werden.</p></item><item eId="art_6/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>In den Wechselstuben dürfen die im Zusammenhang mit dem grenzüberschreitenden Verkehr üblichen Geldgeschäfte vorgenommen werden.</p></item><item eId="art_6/para_2/lbl_d"><num>d) </num><p>In den Informationsbüros dürfen Auskünfte erteilt, Hotelzimmer reserviert und ähnliche im Reiseverkehr übliche Dienstleistungen erbracht werden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_3"><num>(3)</num><content><p>Die in der Schweiz wohnenden Inhaber von Einrichtungen der Nebenbetriebe und die darin Beschäftigten können Geldbeträge, die sie zum Betrieb dieser Einrichtungen benötigen oder dort eingenommen haben, frei über die Grenze bringen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Post‑ und Fernmeldeanlagen</heading><paragraph eId="art_7/para_1"><num>(1)</num><content><p>Für die Nebenbetriebe werden Anschlüsse an das schweizerische öffentliche Telefonnetz und Telexnetz gestattet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>(2)</num><content><p>Öffentliche Sprechstellen, die an das schweizerische öffentliche Telefonnetz angeschlossen sind, können in den Nebenbetrieben und bei den schweizerischen Grenzabfertigungsstellen errichtet werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_3"><num>(3)</num><content><p>In den Nebenbetrieben können schweizerische Briefmarken verkauft und schweizerische Briefkästen aufgestellt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_4"><num>(4)</num><content><p>Grenzüberschreitende Fernmeldeanlagen für Baustellen einschliesslich der Anschlüsse an das öffentliche Telefonnetz des anderen Vertragsstaats werden von den zuständigen Verwaltungen der Vertragsstaaten im gegenseitigen Einvernehmen zugelassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_5"><num>(5)</num><content><p>Zwischen den den Grenzabfertigungsanlagen nächstgelegenen besetzten Autobahnstützpunkten der Vertragsstaaten werden grenzüberschreitende autobahneigene Fernmeldeanlagen zugelassen. Dabei muss jedoch die Weiterschaltung der grenzüberschreitenden Verbindungen in die öffentlichen Fernmeldenetze oder in das übrige Autobahn‑Fernmeldenetz des anderen Vertragsstaates verhindert sein, soweit nicht Ausnahmeregelungen getroffen werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_6"><num>(6)</num><content><p>Dem Zoll, der Polizei, den Hilfs‑ und den Strassenunterhaltungsdiensten werden grenzüberschreitende Fernmeldeanlagen gestattet. Absatz 5 Satz 2 gilt sinngemäss.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_7"><num>(7)</num><content><p>Die zuständigen Verwaltungen der Vertragsstaaten regeln die Einzelheiten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Eingangsabgaben bei Bau, Unterhaltung, Änderung und Betrieb</heading><paragraph eId="art_8/para_1"><num>(1)</num><content><p>Waren (z. B. Baustoffe, Betriebsstoffe, Maschinen, Geräte, Werkzeuge, Fahrzeuge) sind in der Schweiz frei von Einfuhrzöllen sowie von allen anderen anlässlich der Einfuhr von Waren zu erhebenden Abgaben und Gebühren, wenn und solange sie zum Bau der Grenzbrücke von der Grenze bis Autobahnkilometer 1,150 oder zur Sicherung des Verkehrs auf dieser Strasse verwendet werden. Für Waren, die auf dieser Autobahnstrecke verbleiben oder verbraucht werden, gilt dies nur, wenn sie aus dem freien Verkehr der Bundesrepublik Deutschland stammen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>(2)</num><content><p>Waren (z. B. Baustoffe, Betriebsstoffe, Maschinen, Geräte, Werkzeuge, Fahrzeuge, Waren für Zoll‑ und andere Sicherheitszäune sowie zur Bepflanzung des Strassenrands) sind in der Bundesrepublik Deutschland frei von Einfuhrzöllen sowie von allen anderen anlässlich der Einfuhr von Waren zu erhebenden Abgaben und Gebühren, wenn und solange sie zum Bau der Grenzbrücke von der Grenze bis Bundesautobahnkilometer 813,255, der Bundesautobahn von Bundesautobahnkilometer 813,255 bis 811,680 und der Zubringerstrasse oder zur Sicherung des Verkehrs auf diesen Strassen verwendet werden. Für Waren, die dort verbleiben oder verbraucht werden, gilt dies nur, wenn sie aus dem freien Verkehr der Schweiz stammen. Abgabenbefrelung wird unter den gleichen Voraussetzungen gewährt für Waren, die zum Bau der Anlagen der nebeneinanderliegenden Grenzabfertigungsstellen der Vertragsstaaten und der Nebenbetriebe verwendet werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_3"><num>(3)</num><content><p>Die Abgabenbefreiung nach den Absätzen 1 und 2 gilt für Einfuhren ab 14. Dezember 1973 (Inkrafttreten des Notenwechsels zwischen den Vertragsstaaten über die Stundung der Eingangsabgaben).</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_4"><num>(4)</num><content><p>Waren zur Unterhaltung, zur Erneuerung, zur Änderung oder zum Betrieb der in den Absätzen 1 und 2 bezeichneten Anlagen und Einrichtungen sind unter den in diesen Absätzen genannten Voraussetzungen frei von Einfuhrzöllen sowie von allen anderen anlässlich der Einfuhr von Waren zu erhebenden Abgaben und Gebühren.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_5"><num>(5)</num><content><p>Bei der Einfuhr der in den Absätzen 1, 2 und 4 bezeichneten Waren durch die öffentlichen Bauverwaltungen tritt die Befreiung von der Umsatzsteuer nicht ein.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_6"><num>(6)</num><content><p>Sicherheiten werden nicht verlangt. Vorbehalten bleiben jedoch die erforderlichen Kontroll‑ und Sicherheitsmassnahmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_7"><num>(7)</num><content><p>Waren, die nach den Absätzen 1, 2 und 4 abgabenfrei bleiben, sind von Ein- und Ausfuhrverboten und ‑beschränkungen befreit.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Zoll‑ und steuerrechtliche Sonderregelungen für Nebenbetriebe</heading><paragraph eId="art_9/para_1"><num>(1)</num><content><p>Waren, die aus dem freien Verkehr der Schweiz über die Zubringerstrasse in die Nebenbetriebe gelangen, werden zoll‑, umsatzsteuer‑, verbrauchsteuer‑ und monopolrechtlich sowie ein‑, aus‑ und durchfuhrrechtlich unter den Bedingungen des Absatzes 6 so behandelt, als wären sie nicht über die gemeinsame Grenze verbracht worden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>(2)</num><content><p>Waren, die aus der Bundesrepublik Deutschland unmittelbar in die Nebenbetriebe gelangen, werden zoll‑, verbrauchsteuer‑ und monopolrechtlich sowie ein‑, aus‑ und durchfuhrrechtlich unter den Bedingungen des Absatzes 6 so behandelt, als wären sie über die gemeinsame Grenze verbracht worden. Auf diese Waren erhebt die Schweiz die Einfuhrabgaben nach schweizerischem Recht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_3"><num>(3)</num><content><p>Die Umsätze der Nebenbetriebe unterliegen nur dem schweizerischen Umsatzsteuerrecht. Das gleiche gilt für Lieferungen und sonstige Leistungen in den Nebenbetrieben an deren Unternehmer. Ausgenommen davon sind der Bau, die Unterhaltung, Erneuerung und Änderung der Anlagen sowie der festeingebauten Einrichtungen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_4"><num>(4)</num><content><p>Die Unternehmer der Nebenbetriebe und die in den Nebenbetrieben für sie tätigen Personen haben hinsichtlich der schweizerischen Umsatzsteuer gegenüber den schweizerischen Behörden die gleichen Rechte und Pflichten, wie wenn sich die Nebenbetriebe im schweizerischen Zollinland befänden. Die Unternehmer dürfen aber die ihnen gesondert in Rechnung gestellten deutschen Umsatzsteuerbeträge unter den Voraussetzungen des deutschen Umsatzsteuerrechts bei dem zuständigen deutschen Finanzamt als Vorsteuern abziehen. Die deutschen Steuerbehörden können in den Nebenbetrieben nachprüfen, ob die Vorsteuern richtig abgezogen wurden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_5"><num>(5)</num><content><p>Vom Aufkommen an schweizerischer Umsatzsteuer, das sich ergibt</p><blockList><item eId="art_9/para_5/lbl_a"><num>a) </num><p>aus der Besteuerung der in Absatz 3 Satz 1 und 2 sowie Artikel 5 Absatz 2 bezeichneten Umsätze und,</p></item><item eId="art_9/para_5/lbl_b"><num>b) </num><p>soweit die betreffenden Unternehmer diese Umsätze nicht zu versteuern haben, aus der Steuer, die auf den für diese Umsätze eingekauften oder eingeführten Waren und in Anspruch genommenen Dienstleistungen lastet,</p></item></blockList><p>überweist die Schweiz jährlich die Hälfte unter Abzug von fünf Prozent für Verwaltungskosten an die Bundesrepublik Deutschland. Für die Berechnung des Steueraufkommens nach Buchstabe b haben die Unternehmer der Eidgenössischen Steuerverwaltung die nötigen Auskünfte zu erteilen. Über die Einzelheiten der Ermittlung des der Bundesrepublik Deutschland jährlich zustehenden Anteils am Steueraufkommen verständigen sich das Bundesministerium der Finanzen und die Eidgenössische Steuerverwaltung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_6"><num>(6)</num><content><p>Waren, die entsprechend den Absätzen 1 und 2 zu den Nebenbetrieben gelangt sind, dürfen ausschliesslich an nach der Schweiz ausreisende Personen und nur zu deren persönlichem Gebrauch oder Verbrauch, für ihren Haushalt oder für Geschenkzwecke abgegeben werden, Treib‑ und Schmierstoffe für Motorfahrzeuge (Kraftfahrzeuge) jedoch nur in einer für das einzelne Fahrzeug vorgesehenen Menge.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_7"><num>(7)</num><content><p>Der Bereich der Nebenbetriebe unterliegt auch der schweizerischen Zoll- und Steueraufsicht. Hierfür gelten die Bestimmungen der Teile II und III des Abkommens vom 1. Juni 1961<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1964/391_387_387" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.631.252.913.690</b></ref></p></authorialNote> zwischen den Vertragsstaaten über die Errichtung nebeneinanderliegender Grenzabfertigungsstellen und die Grenzabfertigung in Verkehrsmitteln während der Fahrt mit Ausnahme der Artikel 6, 8, 9, 14 und 15 entsprechend.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_8"><num>(8)</num><content><p>Die Zollkreisdirektion Basel und die Oberfinanzdirektion Freiburg werden die erforderlichen Überwachungs‑ und Sicherungsmassnahmen im gegenseitigen Einvernehmen anordnen, um Verstösse gegen die zoll‑, verbrauchsteuer‑ und monopolrechtlichen sowie ein‑, aus‑ und durchfuhrrechtlichen Vorschriften der Vertragsstaaten zu verhindern.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Direkte Steuern</heading><paragraph eId="art_10/para"><content><p>Von dem Vertrag unberührt bleiben</p><blockList><item eId="art_10/para/lbl_a"><num>a) </num><p>das Abkommen vom 11. August 1971<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1972/3075_3128_2910" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.672.913.62</b></ref></p></authorialNote> zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen sowie</p></item><item eId="art_10/para/lbl_b"><num>b) </num><p>das Abkommen vom 15. Juli 1931<authorialNote><p> [BS <b>12</b> 601, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1957/701_707_727" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1957</b> 701 </ref><ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1957/705_711_731" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">705</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1959/322_336_313" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>1959</b> 322 </ref>331 <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1959/793_822_807" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">793</ref>. <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1980/1417_1417_1417" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.672.913.61 </b></ref>Art. 15, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1972/3075_3128_2910" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>0.672.913.62 </b></ref>Art. 30 Ziff. 1]. Heute: das Abk. vom 30. Nov. 1978 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1980/1417_1417_1417" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.672.913.61</b></ref>).</p></authorialNote> zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Deutschen Reich zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der direkten Steuern und der Erbschaftssteuern in der Fassung des Zusatzprotokolls vom 20. März 1959<authorialNote><p> [<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1959/793_822_807" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1959</b> 793</ref>]</p></authorialNote></p></item></blockList><p>oder die an ihre Stelle tretenden Regelungen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Waren in den Nebenbetrieben</heading><paragraph eId="art_11/para_1"><num>(1)</num><content><p>Nach Artikel 6 zugelassene Waren dürfen, wenn sie den schweizerischen Vorschriften entsprechen, in die Nebenbetriebe verbracht werden. Sie dürfen dort unter den Voraussetzungen von Absatz 2 Satz 1 in Verkehr gebracht werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die deutschen Vorschriften sind auf die in Absatz 1 genannten Waren insoweit nicht anwendbar, als sie vom schweizerischen Recht abweichende Anforderungen an die Beschaffenheit, Verpackung, Bezeichnung oder Kennzeichnung der Waren und die Angaben der Preise stellen. Werden solche Waren von den deutschen Überwachungsstellen beanstandet, so ziehen diese bei der Prüfung der Zulässigkeit des Inverkehrbringens der Waren die zuständigen schweizerischen Stellen bei, die deutschen Überwachungsstellen können unaufschlebbare vorläufige Massnahmen treffen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_3"><num>(3)</num><content><p>Entsprechen Waren, die aus der Schweiz in die Nebenbetriebe verbracht werden, nicht den schweizerischen Vorschriften, so sind für die Verfolgung und Ahndung ausschliesslich die schweizerischen Behörden zuständig.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_4"><num>(4)</num><content><p>Ergehen Entscheidungen deutscher Behörden und Gerichte gegen in der Schweiz wohnende Personen, weil diese in den Nebenbetrieben gegen Vorschriften verstossen haben, die gemäss Absatz 2 auf das Inverkehrbringen der dort genannten Waren anwendbar sind, so werden sie auf Ersuchen der deutschen Behörden in der Schweiz vollstreckt, wenn</p><blockList><item eId="art_11/para_4/lbl_a"><num>a) </num><p>die Entscheidung unanfechtbar ist;</p></item><item eId="art_11/para_4/lbl_b"><num>b) </num><p>die Tat, falls sie in der Schweiz begangen würde, dort mit einer Sanktion bedroht ist; für die Beurteilung der Strafbarkeit der Tat und der Verfolgbarkeit des Täters nach schweizerischem Recht sind die tatsächlichen Feststellungen, auf denen die Entscheidung beruht, verbindlich;</p></item><item eId="art_11/para_4/lbl_c"><num>c) </num><p>bei Anwendung schweizerischen Rechts im Zeitpunkt der Entscheidung die Frist für die absolute Verjährung der Verfolgung nicht abgelaufen gewesen wäre;</p></item><item eId="art_11/para_4/lbl_d"><num>d) </num><p>die Sanktion nicht als verjährt anzusehen wäre, sofern sie im gleichen Zeitpunkt von einer schweizerischen Behörde getroffen worden wäre.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_5"><num>(5)</num><content><p>Ersuchen um Vollstreckung sind an das Strafgericht des Kantons Basel‑Stadt zu richten. Sind die Voraussetzungen der Vollstreckung erfüllt, so erklärt dieses den Entscheid kostenlos für vollstreckbar und trifft die für die Vollstreckung erforderlichen Anordnungen. Der Kanton Basel‑Stadt regelt die Form dieses Entscheids und stellt für dessen Anfechtung ein Rechtsmittel zur Verfügung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_11/para_6"><num>(6)</num><content><p>Nach Absatz 5 eingezogene Beträge werden nach Abzug der entstandenen Kosten der ersuchenden deutschen Stelle überwiesen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Ausländerrechtliche Regelungen</heading><paragraph eId="art_12/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die mit dein Bau, der Unterhaltung, Erneuerung Lind Änderung der Autobahn, der Grenzabfertigungsanlagen, der Zubringerstrasse und der Nebenbetriebe beauftragten Personen bedürfen, soweit sie zur Vornahme der Arbeiten vom Hoheitsgebiet des einen in das Hoheitsgebiet des anderen Vertragsstaats gelangen, keiner dafür nach dessen Recht etwa erforderlichen Erlaubnis.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Bundesrepublik Deutschland gestattet Schweizerbürgern zur Ausübung ihres Berufs oder Gewerbes in den Nehenbetrieben und in der Zollkantine die Einreise und den Aufenthalt im Bereich der Nebenbetriebe und der schweizerischen Grenzabfertigungsanlage, gleiches gilt für Drittausländer, die eine Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz zur Berufsausübung besitzen. Für den Aufenthalt innerhalb der Nebenbetriebe und der schweizerischen Grenzabfertigungsanlage ist eine deutsche Aufenthaltserlaubnis nicht erforderlich.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_3"><num>(3)</num><content><p>Die Absätze 1 und 2 gelten nicht für Arbeitnehmer, die im Rahmen einer gewerbsmässigen Arbeitnehmerüberlassung tätig werden sollen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_4"><num>(4)</num><content><p>Persönliche Einreiseverbote bleiben vorbehalten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_5"><num>(5)</num><content><p>Staatsangehörige der Vertragsstaaten haben einen mit Lichtbild versehenen amtlichen Ausweis mit sich zu führen, Drittausländer ausserdem auch die Aufenthaltsbewilligung oder einen entsprechenden Ausweis.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_6"><num>(6)</num><content><p>Die Vertragsstaaten werden Personen, die unter Verletzung dieses Vertrags in das Hoheitsgebiet des anderen Staates gelangt sind, jederzeit nach den zwischen ihnen getroffenen Vereinbarungen formlos zurückübernehmen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Grenzübertritt zum Wenden</heading><paragraph eId="art_13/para_1"><num>(1)</num><content><p>Zoll‑ und Polizeibedienstete und Bedienstete der Strassenverwaltung der Vertragsstaaten sowie Hilfspersonen sind befugt, in Ausübung ihres Dienstes auf der Autobahn mit ihren Dienstfahrzeugen einschliesslich Dienstausrüstung die Grenze zu überschreiten, um auf der Gegenfahrbahn in den Ausgangsstaat zurückzukehren. Soweit dieser Vertrag nichts anderes bestimmt, sind die Artikel 11 bis 13 des Abkommens vom 1. Juni 1961<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1964/391_387_387" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.631.252.913.690</b></ref></p></authorialNote> zwischen den Vertragsstaaten über die Errichtung nebeneinanderliegender Grenzabfertigungsstellen und die Grenzabfertigung in Verkehrsmitteln während der Fahrt sinngemäss anwendbar.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>(2)</num><content><p>Nehmen die Polizeibediensteten während der Fahrt im Hoheitsgebiet des anderen Vertragsstaates einen Unfall oder einen den Verkehr gefährdenden Zustand wahr, so sind sie zur Feststellung des Sachverhalts und zur Vornahme unaufschiebbarer sonstiger Massnahmen an Ort und Stelle befugt. Die Polizei des Gebietsstaats ist unverzüglich zu benachrichtigen. Bis zu deren Eintreffen können Personen vorläufig festgehalten werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><heading>Benutzung der Zubringerstrasse</heading><paragraph eId="art_14/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die Zubringerstrasse ist nur für den Zubringerdienst geöffnet. Sie darf nur von Personen benutzt werden, die sich aus beruflichen Gründen zu den Nebenbetrieben oder den Grenzabfertigungsstellen begeben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>(2)</num><content><p>Personen und Waren dürfen zwischen der Grenze und den Nebenbetrieben oder den schweizerischen Grenzabfertigungsstellen auch dann gewerblich befördert werden, wenn die Berechtigung dazu nur nach den in der Schweiz geltenden Vorschriften besteht. Das gilt auch für den Werkverkehr.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_3"><num>(3)</num><content><p>Eine Grenzabfertigung der über die Zubringerstrasse in die Nebenbetriebe oder zu den schweizerischen Grenzabfertigungsstellen gelangenden Personen und Waren findet nicht statt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_4"><num>(4)</num><content><p>Bei der Anordnung von Verkehrsmassnahmen, die Auswirkungen auf den in Absatz 1 geregelten Verkehr haben, sind die schweizerischen Interessen gebührend zu berücksichtigen. Sind solche Auswirkungen erheblich, so setzen sich die deutschen Behörden mit dem Polizeidepartement des Kantons Basel‑Stadt rechtzeitig ins Benehmen, es sei denn, dass Gefahr im Verzug ist. In diesem Fall ist das Polizeidepartement des Kantons Basel‑Stadt unverzüglich zu benachrichtigen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><heading>Zusammenwirken der Bediensteten der Vertragsstaaten</heading><paragraph eId="art_15/para"><content><p>Die Bediensteten der Vertragsstaaten unterstützen einander nach Möglichkeit, um zu verhindern, dass Personen unbefugt die Autobahn oder die Zubringerstrasse verlassen oder betreten oder dass dort oder im Bereich der Nebenbetriebe gegen die Rechtsvorschriften eines der Vertragsstaaten, insbesondere zoll‑, umsatzsteuer‑, verbrauchsteuer‑ und monopolrechtliche sowie ein‑, aus‑ und durchfuhrrechtliche Vorschriften verstossen wird. Sie unterstützen einander bei den Nachforschungen über den Verbleib von Waren und Beförderungsmitteln sowie bei der Feststellung von Zuwiderhandlungen gegen die erwähnten Rechtsvorschriften, helfen einander bei der Sicherung von Spuren und Beweismitteln und geben einander die hierfür erforderlichen Auskünfte.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><heading>Gemischte Kommission</heading><paragraph eId="art_16/para_1"><num>(1)</num><content><p>Die Vertragsstaaten errichten eine Gemischte deutsch‑schweizerische Kommission mit der Aufgabe,</p><blockList><item eId="art_16/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>Fragen zu erörtern, die sich im Zusammenhang mit der Durchführung dieses Vertrags und der technischen Vereinbarungen aufgrund dieses Vertrags ergeben;</p></item><item eId="art_16/para_1/lbl_tab"><num><placeholder fedlex:message="E40S10-TAB">[tab]</placeholder></num><p>b) den beiden Regierungen Empfehlungen, auch über etwaige Abänderungen dieses Vertrags und der technischen Vereinbarungen, zu unterbreiten;</p></item><item eId="art_16/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>zur Beseitigung von Schwierigkeiten den zuständigen Behörden geeignete Massnahmen zu empfehlen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_2"><num>(2)</num><content><p>Die Kommission besteht aus fünf deutschen und fünf schweizerischen Mitgliedern, die sich von Sachverständigen begleiten lassen können. Die Regierung jedes Vertragsstaats bestellt ein Mitglied ihrer Delegation zu deren Vorsitzenden. Jeder Delegationsvorsitzende kann die Kommission durch Ersuchen an den Vorsitzenden der anderen Delegation zu einer Sitzung einberufen, die auf seinen Wunsch spätestens innerhalb eines Monats nach Zugang dieses Ersuchens stattfinden muss.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><heading>Schiedsklausel</heading><paragraph eId="art_17/para_1"><num>(1)</num><content><p>Kann eine Meinungsverschiedenheit über die Auslegung und Anwendung dieses Vertrages auf andere Weise nicht beigelegt werden, so ist sie auf Verlangen eines Vertragsstaates einem Schiedsgericht zu unterbreiten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_2"><num>(2)</num><content><p>Das Schiedsgericht wird von Fall zu Fall gebildet, indem jeder Vertragsstaat ein Mitglied bestellt und beide Mitglieder sich auf den Angehörigen eines dritten Staates als Obmann einigen, der von den Regierungen der Vertragsstaaten zu bestellen ist. Die Mitglieder sind innerhalb von zwei Monaten, der Obmann innerhalb von drei Monaten zu bestellen, nachdem der eine Vertragsstaat dem anderen mitgeteilt hat, dass er die Meinungsverschiedenheit einem Schiedsgericht unterbreiten will.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_3"><num>(3)</num><content><p>Werden die in Absatz 2 genannten Fristen nicht eingehalten, so kann in Ermangelung einer anderen Vereinbarung jeder Vertragsstaat den Präsidenten des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte bitten, die erforderlichen Ernennungen vorzunehmen. Besitzt der Präsident die deutsche oder die schweizerische Staatsangehörigkeit oder ist er aus einem anderen Grund verhindert, so soll der Vizepräsident die Ernennung vornehmen. Besitzt auch der Vizepräsident die deutsche oder die schweizerische Staatsangehörigkeit oder ist auch er verhindert, so soll das im Rang nächstfolgende Mitglied des Gerichtshofs, das weder die deutsche noch die schweizerische Staatsangehörigkeit besitzt, die Ernennung vornehmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_4"><num>(4)</num><content><p>Das Schiedsgericht entscheidet aufgrund der zwischen den Vertragspartnern bestehenden Verträge und des allgemeinen Völkerrechts mit Stimmenmehrheit. Seine Entscheidungen sind bindend. Jeder Vertragsstaat trägt die Kosten des von ihm bestellten Schiedsrichters sowie seiner Vertretung in dem Verfahren vor dem Schiedsgericht; die Kosten des Obmanns sowie die sonstigen Kosten werden von den Vertragsstaaten zu gleichen Teilen getragen. Im übrigen regelt das Schiedsgericht sein Verfahren selbst.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_5"><num>(5)</num><content><p>Die Gerichte der Vertragsstaaten werden dem Schiedsgericht auf sein Ersuchen Rechtshilfe hinsichtlich der Vorladung (Ladung) und Vernehmung von Zeugen und Sachverständigen in entsprechender Anwendung der zwischen den Vertragsstaaten jeweils geltenden Vereinbarungen über die Rechtshilfe in Zivil‑ und Handelssachen leisten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><heading>Vertragsdauer und Vertragsänderung</heading><paragraph eId="art_18/para_1"><num>(1)</num><content><p>Dieser Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Er kann nur im gegenseitigen Einvernehmen zwischen den Vertragsstaaten aufgehoben oder geändert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_18/para_2"><num>(2)</num><content><p>Ergeben sich bei der Durchführung des Vertrags erhebliche Schwierigkeiten oder ändern sich die bei seinem Abschluss bestehenden Verhältnisse wesentlich, so werden die Vertragsstaaten auf Verlangen eines Vertragsstaats über eine angemessene Neuregelung verhandeln.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><heading>Berlin‑Klausel</heading><paragraph eId="art_19/para"><content><p>Dieser Vertrag gilt auch für das Land Berlin, sofern nicht die Regierung der Bundesrepublik Deutschland gegenüber dem Schweizerischen Bundesrat innerhalb von drei Monaten nach Inkrafttreten des Vertrags eine gegenteilige Erklärung abgibt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><heading>Ratifikation, Inkrafttreten</heading><paragraph eId="art_20/para_1"><num>(1)</num><content><p>Dieser Vertrag bedarf der Ratifikation; die Ratifikationsurkunden werden so bald wie möglich in Bonn ausgetauscht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_2"><num>(2)</num><content><p>Dieser Vertrag tritt am Tage des Austausches der Ratifikationsurkunden in Kraft.</p><p>Geschehen zu Bern am 9. Juni 1978 in zwei Urschriften in deutscher Sprache.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>Für die<br/>Schweizerische Eidgenossenschaft:</p></td><td><p>Für die<br/>Bundesrepublik Deutschland:</p></td></tr><tr><td><p>Diez</p></td><td><p>Ulrich Lebsanft</p></td></tr></table></content></paragraph></article></body><components><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1980/985_985_985/20140218/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1980/985_985_985/20140218"/><FRBRdate date="2014-02-18" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1980-06-10" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1978-06-09" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.725.121"/><FRBRname xml:lang="it" value="Accordo del 9 giugno 1978 tra la Confederazione Svizzera e la Repubblica federale di Germania concernente il raccordo autostradale nella regione di Basilea e Weil am Rhein (con Scambi di note)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Accord du 9 juin 1978 entre la Confédération suisse et la République fédérale d'Allemagne concernant le raccordement des autoroutes dans la région de Bâle et Weil am Rhein (avec échanges de lettres)" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="de" value="Vertrag vom 9. Juni 1978 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland über den Autobahnzusammenschluss im Raum Basel und Weil am Rhein (mit Briefwechsel)" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1980/985_985_985/20140218/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1980/985_985_985/20140218/de"/><FRBRdate date="2014-02-18" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1980-06-10" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1978-06-09" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1980/985_985_985/20140218/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1980/985_985_985/20140218/de/xml"/><FRBRdate date="2014-02-18" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1980-06-10" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1978-06-09" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Briefwechsel vom 9. Juni 1978</block></container></preface><mainBody><table border="1"><tr><td><p>Der Botschafter</p></td><td><p>Bern, den 9. Juni 1978</p></td></tr><tr><td><p>der Bundesrepublik Deutschland</p></td><td/></tr><tr><td/><td/></tr><tr><td/><td><p>An den </p></td></tr><tr><td/><td><p>Leiter der Direktion für Völkerrecht</p></td></tr><tr><td/><td><p>des Eidgenössischen Politischen Departements</p></td></tr><tr><td/><td><p>Herrn Botschafter Dr. Emanuel Diez</p></td></tr><tr><td/><td><p>Bern</p></td></tr></table><p>Herr Botschafter,</p><p>anlässlich der heutigen Unterzeichnung des Vertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizerischen Eidgenossenschaft über den Autobahnzusammenschluss im Raum Basel und Weil am Rhein haben Sie mir im Namen des Schweizerischen Bundesrats folgendes mitgeteilt:</p><blockList eId="list_u1"><listIntroduction eId="list_u1/listintro">«Anlässlich der heutigen Unterzeichnung des Vertrags zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland über den Autobahnzusammenschluss im Raum Basel und Weil am Rhein habe ich die Ehre, Ihnen folgendes mitzuteilen:</listIntroduction><item eId="list_u1/bull_u1"><num/><p>Der Kanton Basel‑Stadt trägt dafür Sorge, dass aus schweizerischem Hoheitsgebiet kommende Pflanzen der Gattungen Acer L., Amelanchier Medik., Chaenomeles Lindl., Cotoneaster Ehrh., Crataegus L., Cydonia Mill., Euonymus L., Fagus L., Juglans L., Ligustrum L., Malu’s Mill., Populus L., Prunus L., Ptelea L., Pyracantha M. Roem., Pyrus L., Ribes L., Rosa L., Salix L., Sorbus L., Symphoricarpos Duham., Syringa L., Tilia L., Ulmus L. und Vitis L. unter Aufsicht des schweizerischen Pflanzenschutzdienstes wirksam gegen die San‑José‑Schildlaus entseucht werden, wenn sie auf den Anlagen im Sinn des Artikels 1 des Vertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizerischen Eidgenossenschaft über den Autobahnzusammenschluss im Raum Basel und Weil am Rhein verwendet werden.</p></item><item eId="list_u1/bull_u2"><num/><p>Der schweizerische Pflanzenschutzdienst stellt eine Bescheinigung über die durchgeführte Entseuchung aus, die den zuständigen deutschen Behörden oder Stellen auf Verlangen vorzulegen ist.</p></item><item eId="list_u1/bull_u3"><num/><p>Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir Ihr Einverständnis mit dem Vorstehenden bestätigen; in diesem Fall sollen der vorliegende Brief, welcher die Billigung des Schweizerischen Bundesrats und der Regierung des Kantons Basel‑Stadt gefunden hat, und Ihre Antwort als Bestandteil des Vertrags gelten.»</p></item></blockList><p>Ich habe die Ehre, Ihnen namens der Regierung der Bundesrepublik Deutschland mitzuteilen, dass diese mit dem Vorstehenden einverstanden ist.</p><p>Ihr heutiger Brief und diese Antwort sollen Bestandteil des Vertrags sein.</p><p>Genehmigen Sie die Versicherung meiner ausgezeichnetsten Hochachtung.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td/><td><p>Ulrich Lebsanft</p></td></tr></table><table border="1"><tr><td><p>Der Botschafter</p></td><td><p>Bern, den 9. Juni 1978</p></td></tr><tr><td><p>der Bundesrepublik Deutschland</p></td><td/></tr><tr><td/><td/></tr><tr><td/><td><p>An den </p></td></tr><tr><td/><td><p>Leiter der Direktion für Völkerrecht</p></td></tr><tr><td/><td><p>des Eidgenössischen Politischen Departements</p></td></tr><tr><td/><td><p>Herrn Botschafter Dr. Emanuel Diez</p></td></tr><tr><td/><td><p>Bern</p></td></tr></table><p>Herr Botschafter,</p><blockList eId="list_u2"><listIntroduction eId="list_u2/listintro">anlässlich der heutigen Unterzeichnung des Vertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizerischen Eidgenossenschaft über den Autobahnzusammenschluss im Raum Basel und Weil am Rhein haben Sie mir im Namen des Schweizerischen Bundesrats folgendes mitgeteilt:</listIntroduction><item eId="list_u2/bull_u1"><num/><p>«Anlässlich der heute erfolgten Unterzeichnung des Vertrags zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland über den Autobahnzusammenschluss im Raum Basel und Weil am Rhein habe ich die Ehre, Ihnen folgendes mitzuteilen:</p></item><item eId="list_u2/bull_u2"><num/><p>Gleiche Rechte, Befugnisse und Auflagen, wie sie im Vertrag über den Autobahnzusammenschluss im Raum Basel und Weil am Rhein festgelegt sind, sollen auf der Grundlage der Gegenseitigkeit künftig auch beim Zusammenschluss anderer grenzüberschreitender Autobahnen vorgesehen werden, wenn dies wegen besonderer örtlicher Gegebenheiten erforderlich und technisch möglich ist, unabhängig davon, ob die nebeneinanderliegenden Grenzabfertigungsstellen auf schweizerischem oder auf deutschem Hoheitsgebiet errichtet werden. Nach dem derzeitigen Stand der Planung kommen dafür die geplanten Autobahnen Singen – Konstanz – Winterthur, Lörrach – Rheinfelden und Singen – (Schaffhausen) – Zürich in Betracht. Die Regierungen der Vertragsstaaten werden im Geiste gutnachbarlicher Beziehungen im Rahmen ihrer gemeinsamen Verkehrsplanungen jeweils rechtzeitig die erforderlichen Massnahmen für die Festlegung dieser Rechte, Befugnisse und Auflagen treffen.</p></item><item eId="list_u2/bull_u3"><num/><p>Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir Ihr Einverständnis mit dem Vorstehenden bestätigen; in diesem Fall sollen der vorliegende Brief, welcher die Billigung des Schweizerischen Bundesrats gefunden hat, und Ihre Antwort als Bestandteil des Vertrags gelten.»</p></item></blockList><p>Ich habe die Ehre, Ihnen namens der Regierung der Bundesrepublik Deutschland mitzuteilen, dass diese mit dem Vorstehenden einverstanden ist.</p><p>Ihr heutiger Brief und diese Antwort sollen Bestandteil des Vertrags sein.</p><p>Genehmigen Sie die Versicherung meiner ausgezeichnetsten Hochachtung.</p><table fedlex:function="layout"><tr><td/><td><p>Ulrich Lebsanft</p></td></tr></table></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>