Mesures d'économie 1984 1762 N 11 décembre 1984 jemand nach entschuldbarer Verwirkung seines Bürger- rechts die Wiedereinbürgerung verlangen kann. Wir sind uns auch bewusst, dass wir mit dieser neuen Regelung gleichzeitig einen Unterschied zur Befristung der erleichter- ten Einbürgerung gemäss Artikel 28 schaffen, wo es um ausländische Kinder einer Mutter geht, welche durch eine vorangegangene und aufgelöste Heirat mit einem Schweizer selber Schweizerin geworden ist. Da is'i eine erweiterte Ein- bürgerung nur bis zum erfüllten 22. Altersjahr möglich. Der Unterschied ist aber sachlich begründet; er wirkt sich im übrigen nur für eine Übergangsfrist aus. Wir beantragen Ihnen daher Zustimmung zu diesem Antrag der Kommission, womit wir eine Differenz zum Ständerat beibehalten. Wir glauben aber, dass der Ständerat sich dieser Lösung ohne weiteres anschliessen kann. (Wir haben die Vermutung, dass er die Tragweite seiner eigenen Lösung, die wir nun korrigieren, nicht erkannt hatte.) Das wird uns dann ermöglichen, am Freitag die Schlussabstim- mung über dieses Gesetz durchzuführen. Präsident: Frau Bundesrätin Kopp verzichtet auf das Wort. Ein anderer Antrag wird nicht gestellt. Angenommen - Adopté An den Ständerat - Au Conseil des Etats #ST# 84.030 Sparmassnahmen 1984 Mesures d'économie 1984 Siehe Seite 1519 hiervor- Voir page 1519 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 6. Dezember 1984 Décision du conseil des Etats du 6 décembre 1984 Differenzen - Divergences Schule, Berichterstatter: Bei den Sparmassnahmen 1984 gehen wir in die dritte und hoffentlich letzte Runde im Rahmen der Differenzbereinigung. Sie haben gestern auf Ihrem Pult die neueste Fahne mit den Ständeratsbeschlüs- sen vorgefunden. Darauf verblieben sind zwei Differenzen: die eine bei der Grundbuchvermessung samt dem dazuge- hörigen Text über die Änderung beim Zivilgesetzbuch, und die andere bei der Berufsbildung. Ich gestatte mir, über beide Punkte gleichzeitig zu referieren. Bei der Grundbuchvermessung handelt es sich um die ein- zige Position, wo wir in den Sparbemühungen weitergegan- gen sind als der Bundesrat. Der Ständerat ist aber nicht gewillt, hier mitzumachen. Obwohl seine Kommission unse- ren Anträgen noch wohlgesinnt war, hat der Ständerat dann im Plenum mit 19 zu 12 Stimmen Festhalten an seinem Text und damit am bundesrätlichen Vorschlag beschlossen. Unsere Kommission hat sich gestern einstimmig dem Stän- derat angeschlossen, um hier eine Differenz auszuräumen - zum Teil aus einer gewissen Resignation heraus. Bei der Berufsbildung empfiehlt die Kommission anderer- seits einstimmig Festhalten an unserem Beschluss. Wie Sie wissen, ist dieser nationalrätliche Beschluss bereits ein Kompromiss, ursprünglich eingebracht von Herrn Bonny, dann aufgenommen von Frau Uchtenhagen. In diesem Bereich hat der Bundesrat überdurchschnittlich kürzen wollen. Nachdem das Sparpaket doch wesentlich aufgeschnürt wor- den ist, scheint es uns nicht richtig, wenn wir allein in der Berufsbildung hart bleiben würden. Der Ständerat hat unse- ren Beschluss nur knapp mit 20 zu 15 Stimmen abgelehnt. Er wird uns aller Wahrscheinlichkeit nach folgen. Ich muss allerdings bekennen, dass sich der Spareffekt dieser Vor- lage von den ursprünglich geplanten 370 Millionen gemäss Fassung Bundesrat auf nun noch 320 Millionen Franken vermindert hat. Wir wären damit aber wahrscheinlich in der Lage, die nötigen Schlussabstimmungen noch in dieser Session vorzunehmen. Ich beantrage Ihnen also, der einstimmigen Kommission zu folgen. M. Butty, rapporteur: Tout d'abord, un bref rappel de la situation telle qu'elle se présente après les décisions du Conseil des Etats. En ce qui concerne les mensurations cadastrales, ce dernier a maintenu la proposition du Conseil fédéral par 19 voix contre 12, ce qui signifie que les trois zones restent inscrites et bénéficieront du taux différencié de subventions pour les mensurations cadastrales. En ce qui concerne la formation professionnelle, le Conseil des Etats a décidé par 20 voix contre 15 de ne pas donner suite à la proposition de compromis qu'avait adoptée notre conseil, notamment sur la suggestion de M. Bonny et de Mme Uchtenhagen. Sur deux autres points, le Conseil des Etats a liquidé les divergences qui le séparaient de notre conseil. Au sujet de l'aide à la recherche tout d'abord, il a constaté que notre conseil avait décidé à deux reprises de ne pas entrer en matière sur une réduction, même modérée, des subven- tions. Dans ces conditions, le Conseil des Etats a considéré que le problème était liquidé et que ces subventions seraient maintenues au niveau actuel. D'autre part, au sujet de l'aide aux universités, la Chambre haute s'est également ralliée à notre décision par 21 voix contre 15. Elle maintient, notam- ment pour deux universités, le taux de subventions qui peut aller jusqu'à 60 pour cent. Par conséquent, en se joignant à notre avis, le Conseil des Etats a également liquidé cette deuxième divergence. Il reste donc deux divergences. La première concerne les mensurations cadastrales. Il s'agira de savoir si nous dési- rons maintenir notre décision ou, au contraire, rallier celle du Conseil des Etats, c'est-à-dire opter pour la proposition du Conseil fédéral. Votre commission par 13 voix sans opposition, par conséquent à l'unanimité, vous suggère de rallier la position du Conseil des Etats, estimant qu'ainsi nous faisons droit également à la proposition présentée par le Conseil fédéral. Cela permettrait de réaliser, jusqu'en l'an 2000, le plan cadastral qui était prévu et de donner la possibilité à toutes les régions du pays de terminer ces mensurations selon un taux de subventionnement corres- pondant aux trois zones existantes à ce jour. Par contre, à propos de la formation professionnelle, de façon unanime, par 12 voix sans opposition, votre commission vous suggère de maintenir notre décision qui était déjà un compromis par rapport à la proposition du Conseil fédéral ou à celles qui souhaitaient éviter toute réduction des subventions en faveur de la formation professionnelle. Votre commission, à l'unanimité, vous propose de maintenir la solution de compromis confirmée par notre conseil, lors de sa dernière séance consacrée à cet objet, en pensant que le Conseil des Etats pourrait s'y rallier. Nous le faisons aussi, parce que nous estimons qu'en matière de formation profes- sionnelle, les arguments invoqués dans notre conseil doi- vent absolument être pris en considération. Le programme complet d'économie du Conseil fédéral pré- voyait des réductions de dépenses pour la Confédération de l'ordre de 370 millions. Après les différentes divergences liquidées concernant notamment le trafic et le rapproche- ment tarifaire, ainsi que la recherche et les universités, et si vous suivez les propositions unanimes de votre commission au sujet des mensurations cadastrales et de la formation professionnelle, ce ne seront plus que 320 à 330 millions qui seront économisés par la Confédération. Il y aurait donc une réduction relativement importante des propositions présen- tées par le Conseil fédéral. Néanmoins, nous estimons que l'essentiel du programme proposé aura été ainsi réalisé. C'est dans ce sens que nous vous suggérons d'accepter les deux décisions de votre commission.11. Dezember 1984 N 1763 Voranschlag der Eidgenossenschaft Reichling: Ich muss die Einstimmigkeit dieser Kommissior etwas relativieren. Die Sitzung fand gleichzeitig mit eine Sitzung der Finanzkommission statt; diese hatte ebenfalls Differenzen zu bereinigen. Die vorberatende Kommissior hat also nicht vollzählig getagt. Ich habe an dieser Sitzunç nicht teilnehmen können; als ich zusammen mit Herrn Bun desrat Stich zur Sitzung kommen wollte, war niemand meh anwesend. Ich will Ihnen keine anderen Anträge stellen, wei ich an der Vorberatung nicht teilnehmen konnte. Persönlich bedaure ich den Ausgang dieser Sparübung denn im ganzen Geschäft - das möchte ich noch einma betonen - geht es überhaupt nicht um eine Sparübung sondern im schlimmsten Fall um eine Beibehaltung de linearen Kürzung, die seit mehreren Jahren durchgeführ wurde und sich eingelebt hat. Die Beschlüsse, die wir nur fassen werden, werden in Teilbereichen zufolge Wegfall de linearen Kürzung und planmässigen Budgetaufstockunger zu stark erhöhten Budgetzahlen führen, die dann wahr scheinlich überhaupt nicht verkraftet werden können. Irr Forschungsbereich sind es etwa 17 Prozent, die mit de normalen Budgetausweisung und dem Wegfall der Kurzum plötzlich aufgestockt werden. Wir werden in den nächster Jahren verfolgen müssen, wie sich das auswirken wird. \c\ werde mich bei dieser Abstimmung der Stimme enthalten. Bundesrat Stich: Der Bundesrat hat Ihnen bei diesen Anschlussprogramm 1984 Kürzungsvorschläge von insge samt 177 Millionen Franken vorgelegt. Wenn Sie der Köm mission folgen, verzichten Sie auf Kürzungen im Umfanç von 53 Millionen Franken und damit etwa auf einen Drittel Ich möchte Sie noch einmal daran erinnern, dass der Bun desrat dieses Anschlussprogramm gestützt auf Motioner von Bundesratsparteien gemacht hat. Wenn der Bundesra bei den Berufschulen über die lineare Kürzung hinaui gehen möchte, so einfach deshalb, weil die Kantone gefun den haben, hier könnten sie sich tatsächlich selber vermehr engagieren, wenn sie dafür an anderen Orten geschon würden. Heute stehen wir vor der Situation, dass man hie trotzdem wieder auf die lineare Kürzung zurückgeher möchte. Ihre beiden Berichterstatter haben erklärt, man möchte ar diesem Antrag festhalten; der Ständerat würde sich danr anschliessen. Sie können bei den Berufsschulen die Frag« einfacher lösen, indem Sie selber dem Ständerat zu stimmen. Ich bitte Sie trotz allem, dem Ständerat hier zuzustimmen um von diesen 53 Millionen Franken noch 17 Millionen zi retten. B Bundesbeschluss über Kostenanteile in der Grundbuch Vermessung Arrêté fédéral concernant la participation aux frais de! mensurations cadastrales Art. 1 Abs. 1 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Art. 1 al. 1 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen - Adopté B1 Schweizerisches Zivilgesetzbuch Code civil suisse Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen - Adopté D Bundesgesetz über die Sparmassnahmen 1984 Loi relative aux mesures d'économie 1984 2 Unterricht und Forschung Enseignement et recherche Art. 64 Abs. 1 Einleitungssatz und Bst. a, Art. 64 Abs. 2 Einleitungssatz und Bst. f, und Art. 64 Abs. 3 Einleitungs- satz und Bst. c Antrag der Kommission Festhalten Art. 64 al. 1 phrase introductive et let. a, art. 64 al. 2 phrase introductive et let. f et art. 64 al. 3 phrase introductive et let. c Proposition de la commission Maintenir Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission 78 Stimmen Für den Antrag des Bundesrates 43 Stimmen An den Ständerat - Au Conseil des Etats #ST# 84.052 Voranschlag der Eidgenossenschaft 1985 Budget de la Confédération 1985 Siehe Seite 1566 hiervor- Voir page 1566 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 6. Dezember 1984 Décision du Conseil des Etats du 6 décembre 1984 Differenzen - Divergences Schwarz, Berichterstatter: Es bestehen noch vier Differen- zen zum Ständerat. Die erste Differenz betrifft die 150000 Franken für den Feuilletondienst. Die Finanzkommission des Nationalrates hatte bis jetzt keine Gelegenheit, zur Ein- fügung eines Beitrages von 150000 Franken für diesen Feuilletondienst Stellung zu nehmen. Der Nationalrat hat einem entsprechenden Antrag Oehler zugestimmt. Der Stän- derat hat beschlossen, diesen Betrag von 150 000 Franken bei der Rubrik 463.11, Stiftung Pro Helvetia, in Abzug zu bringen. Die Finanzkommission empfiehlt Ihnen, mit 13 zu 3 Stim- men, auf diese Kompensation bei der Pro Helvetia zu ver- zichten und den Betrag beim Schweizerischen Feuilleton- dienst Rubrik 463.19 (neu) zu streichen. Sie stützt sich dabei auf Auskünfte des Bundesrates und des Bundesamtes für Kulturpflege, wonach von der Priorität her gesehen bewusst die Stiftung Pro Helvetia gefördert und auf einen Beitrag an den Feuilletondienst verzichtet werden soll. Die Mehrheit der Finanzkommission sieht keinen Anlass, in diese Prioritä- tenfestlegung der zuständigen Instanzen einzugreifen und empfiehlt Ihnen, die Rubrik 463.11 unverändert zu lassen und die Rubrik 463.19 (neu) zu streichen. Die Minderheit möchte sich offenbar dem Ständerat anschliessen.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Sparmassnahmen 1984 Mesures d'économie 1984 In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1984 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 11 Séance Seduta Geschäftsnummer 84.030 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 11.12.1984 - 08:00 Date Data Seite 1762-1763 Page Pagina Ref. No 20 012 951 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. 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