Kassationsgericht des Kantons Zürich Kass.-Nr. AA090110/U/Np Mitwirkende: die Kassationsrichter Moritz K uhn, Präsident, Andreas Donatsch, die Kassationsrichterin Sylvia Frei, der Kassationsrichter Paul Baumgartner und die Kassationsrichterin Yvona Griesser sowie der juristische Sekretär Markus Nietlispach Zirkulationsbeschluss vom 28. Oktober 2009 in Sachen X. , ..., Schuldner, Rekurrent und Beschwerdeführer gegen Y. , ..., Gläubigerin, Rekursgegnerin und Beschwerdegegnerin vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. ____ betreffend Konkurseröffnung ohne vorgängige Betreibung (Art. 190 SchKG) Nichtigkeitsbeschwerde gegen einen Beschluss der II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 29. Juni 2009 (NN090060/U) - 2 - Das Gericht hat in Erwägung gezogen: 1.a) Mit Verfügung vom 11. Mai 2009 (ER act. 26 = OG act. 2 = OG act. 3) eröffnete der Einzelrichter im summarischen Verfahren des Bezirkes Q. (Konkurs- richter) auf entsprechendes Begehren der Beschwerdegegnerin (Gläubigerin und Rekursgegnerin) vom 23. März 2009 (vgl. ER act. 1) hin gestützt auf Art. 190 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG ohne vorgängige Betreibung den Konkurs über den (damals an- waltlich vertretenen) Beschwerdeführer (Schuldner und Rekurrent). Dagegen liess der Beschwerdeführer Rekurs mit dem Antrag auf Aufhebung des Konkurser- kenntnisses erheben (OG act. 1), welchem mit Verfügung vom 29. Mai 2009 auf- schiebende Wirkung gewährt wurde (OG ac t. 5). Anlässlich ihrer Rekursantwort vom 16. Juni 2009, in der sie in der Sache selbst auf Abweisung des Rekurses schloss, beantragte die Be schwerdegegnerin eventualiter für den Fall, dass dem Rekurs entgegen ihrem prozessualen (Haupt -)Antrag der Suspensiveffekt nicht entzogen würde, eine Grundbuchsperre, um eine Verfügung des Beschwerdefüh- rers über Kaufs- und Vork aufsrechte an vier Stockw erkeigentumseinheiten der Liegenschaft Z.-Weg 00 in A. zu verhindern (OG act. 10). Daraufhin wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 19. Juni 2009 unter Androhung von Unge- horsamsstrafe im Widerhandlungsfall (Art . 292 StGB) verboten, über die betref- fenden Rechte zu verfügen (OG act. 13). Am 29. Juni 2009 beschloss die II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich (Vorinstanz), den Rekurs un- ter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers abzu- weisen, und sie eröffnete über diesen mit Wirkung ab 29. Juni 2009, 16.15 Uhr, den Konkurs neu; zugleich beauftragte sie das Konkursamt B. mit dem Vollzug (OG act. 15 = KG act. 2). b) Gegen diesen Rekursentscheid richte t sich die vorliegende, vom Be- schwerdeführer persönlich eingereichte, an das Kassationsgericht adressierte, am 2. August 2009 zur Post gegebene (vgl. KG act. 7) und als Rekurs bezeichnete Eingabe vom 30. Juli 2009 (KG act. 1). Da ein (weiterer) Rekurs gegen einen Re- kursentscheid von vornherein ausgeschlo ssen ist, der obergerichtliche Beschluss aber der kantonalen Nichtigkeitsbeschwe rde unterliegt (vgl. § 281 ZPO und RB 1997 Nr. 34; s.a. Frank/Str äuli/Messmer, Kommentar zu r zürcherischen Zivilpro-- 3 - zessordnung, 3. A., Zürich 1997, N 71 zu § 213 ZPO; Spühler, Schuldbetrei- bungs- und Konkursrecht II, 3. A., Züri ch 2003, S. 16; Jaeger/Walder/Kull/ Kottmann, Das Bundesgesetz über Schuldbet reibung und Konkurs, 3 Bde., 4. A., Zürich 1997/1999/2001, N 8 zu Art. 174 Sc hKG) und eine Konversion in dieses Rechtsmittel ohne weiteres möglich ist (vgl. dazu BGE 134 III 382, Erw. 1.2; 131 I 296, Erw. 1.3; 126 II 509, Erw. 1/b, je m.w.Hinw.), ist diese Eingabe unter den ge- gebenen Umständen – trotz ihrer falschen Bezeichnung – entsprechend der im vorinstanzlichen Beschluss erteilten Re chtsmittelbelehrung (KG act. 2 S. 10, Disp.-Ziff. 7 Abs. 1) sinngemäss als Nic htigkeitsbeschwerde im Sinne von §§ 281 ff. ZPO entgegenzunehmen (s.a. KG act. 8 S. 2). Darin verlangt der Be- schwerdeführer die Aufhebung des vorinstanzlichen Beschlusses und – letztlich – auch der Konkurseröffnung (KG act. 1 S. 2). Ausserdem erklärt er mit Eingabe vom 1. August 2009, ebenfalls tags darauf zur Post gegeben, unter Beilage eines ärztlichen Zeugnisses (KG act. 4), dass er krankheitshalber erst zu diesem Zeit- punkt dazu gekommen sei, den "Rekurs" zu verschicken (KG act. 3). Neben dem kantonalen Rechtsmittel hat der Beschwerdeführer gegen den vorinstanzlichen Beschluss auch Beschwe rde in Zivilsachen beim Bundesgericht erhoben, welches Verfahren mit (bundesger ichtlicher) Verfügung vom 30. Sep- tember 2009 bis zum Abschluss des kantonal en Beschwerdeverfahrens sistiert wurde (vgl. KG act. 26). c) Mit Präsidialverfügung vom 4. A ugust 2009 (KG act. 8) wurden die vo- rinstanzlichen Akten beigezogen (s.a. KG act. 6 und 10) und der Beschwerde einstweilen in dem Sinne aufschiebende Wirkung verliehen, dass das Konkursver- fahren (unter Vorbehalt von Sicherungs- sowie zwingenden und nicht aufschieb- baren Massnahmen zur Werterhaltung des schuldnerischen Vermögens) vorläufig nicht weitergeführt werden kann. Weil di e Beschwerdeerhebung verspätet erfolgt war (vgl. dazu nachstehende Erw. 2), wu rde dem Beschwerdeführer überdies Frist angesetzt, um die genauen Umstände darzulegen und schlüssig zu belegen, aufgrund derer er nicht in der Lage war, seine (sinngemässe) Nichtigkeitsbe- schwerde rechtzeitig, d.h. bis zum 31. Juli 2009, zu Post zu geben oder durch ei- ne Drittperson zur Post geben zu lassen; dies unter der Androhung, dass bei - 4 - Säumnis Abweisung seines sinngemässe n Gesuchs um Wiederherstellung der Beschwerdefrist drohe. Mit fristwahrender (vgl. KG act. 8 und 9/1) Eingabe vom 24. August 2009 legte der Beschwerdeführer die Gründe fü r die verspätete Einreichung der Be- schwerde dar, wobei er verlangte, seine Ausführungen vertraulich zu behandeln (KG act. 12). Weil diesem Ansinnen aus prozessualen Gründen (Anspruch der Beschwerdegegnerin auf rechtliches Gehör bzw. auf Stellungnahme zum Restitu- tionsgesuch) nicht entsprochen werden konnt e, wurde er mit Präsidialverfügung vom 26. August 2009 aufgefordert, dem Gericht mitzuteilen, ob er der Zustellung seiner Eingabe an die Be schwerdegegnerin zustimme. In der Folge reichte der Beschwerdeführer innert hi efür angesetzter Frist (vgl. KG act. 13 und 14/1) eine durch (blosse) Streichung gewisser Textstellen leicht gekürzte, im Übrigen jedoch inhaltlich identische Rechtsschrift zu den Säumnisgründen nach (KG act. 18), und er beantragte, der Beschwerdegegnerin diese (neue) Fassung zur Stellungnahme zuzustellen (KG act. 17), was mit Präs idialverfügung vom 10. September 2009 auch geschah (KG act. 20). d) Die Vorinstanz hat ausdrücklich auf Vernehmlassung zur Beschwerde verzichtet (KG act. 22). Demgegenüber beant ragt die Beschwerdegegnerin in ih- rer rechtzeitig erstatteten (vgl. KG act. 20 und 21/2) Beschwerdeantwort vom 29. September 2009, die dem Beschwerdef ührer unter dem 30. September 2009 zur Kenntnisnahme zugestellt wurde (KG ac t. 24 und 25/1), das Gesuch um Wie- derherstellung der Beschwerdefrist abzuw eisen und auf die Beschwerde nicht einzutreten; eventualiter sei die Besch werde vollumfänglich abzuweisen (KG act. 23, insbes. S. 2). Weitere Stellungnahmen sind nicht eingegangen. 2. Der Beschwerdeführer (bzw. sein Rechtsvertreter) hat den angefochtenen Rekursentscheid am 1. Juli 2009 in Empfang genommen (OG act. 16/1). Demzu- folge lief die dreissigtägige Beschwerdefrist (§ 287 ZPO) am 31. Juli 2009 (um Mitternacht) ab (vgl. §§ 191 f. und § 140 Abs. 2 und 3 GVG). Damit erweist sich die erst am 2. August 2009 zur Post gegebene Beschwerde als verspätet (vgl. § 193 GVG und KG act. 7), was vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten wird. Indessen erklärt Letzterer in seinem Begleitschreiben zur Beschwerde, dass es - 5 - ihm infolge Krankheit nicht möglich gewes en sei, die Beschwerde rechtzeitig ein- zureichen (KG act. 3). Mit dieser Ent schuldigung für die Verspätung und der gleichzeitigen Einreichung der Beschwerdeschrift bringt er zum Ausdruck, dass er die Beschwerdefrist gegen seinen Willen ve rsäumt habe und er wünsche, die Be- schwerdeerhebung möge wegen der vorgebrac hten Tatsache (Krankheit) als rechtzeitig betrachtet werden. Darin kann ein sinngemässe r Antrag auf Wieder- herstellung derselben (im Sinne von § 199 Ab s. 1 GVG) erblickt werden (Hau- ser/Schweri, Kommentar zum zürcherisch en Gerichtsverfassungsgesetz, Zürich 2002, N 84 zu § 199 GVG). Da dieser Antrag die Wa hrung der Beschwerdefrist und somit eine Eintretensvoraussetzung betrifft, ist er vorweg zu beurteilen. 3.a) Mit Blick auf die sa chliche Zuständigkeit ist zunächst festzuhalten, dass die Beurteilung eines Restitutionsgesuchs jener Instanz obliegt, die über die nach- zuholende Prozesshandlung zu befinden hätte, wenn die Frist nicht versäumt wor- den wäre. Bei der Frist zur Einreichung einer kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde (§ 287 ZPO) handelt es sich um eine Rechtsmittelfrist, deren Einhaltung von der angerufenen Rechtsmittelinstanz zu prüfen ist. Die Zuständigkeit für die Wieder- herstellung der Beschwerdef rist liegt demnach beim Ka ssationsgericht (Hauser/ Schweri, a.a.O., N 95 zu § 199 GVG m.w.Hinw.). b) Sodann handelt es sich bei der versäumten, in § 287 ZPO statuierten Be- schwerdefrist nicht um eine bundesrechtliche, sondern um eine Frist des kantona- len Rechts. Deshalb richte t sich deren Restit ution nicht nach bundesrechtlichen Vorschriften (wie insbes. Art. 33 Abs. 4 SchKG oder Art. 50 BGG), sondern nach §§ 199 f. GVG (vgl. Hauser/Schweri, a.a .O., N 15 f. zu § 199 GVG; ZR 102 Nr. 29, Erw. 2/b). c) Gemäss § 199 Abs. 1 GVG kann das Gericht auf Antrag der säumigen Partei eine wider deren Willen verpasste (vgl. Hauser/Schweri, a.a.O., N 3 f. zu § 199 GVG) gesetzliche oder richterliche Frist wiederherstellen, bei grobem Ver- schulden der gesuchstellenden Partei oder ih res Vertreters allerdings nur mit Ein- willigung der Gegenpartei; gegen der en Willen ist eine Restitution diesfalls also nicht zulässig. Andererseits muss nach konstanter Praxis bei fehlendem oder nur leichtem Verschulden des Gesuchstellers oder seines Vertreters (bzw. einer allen-- 6 - falls beigezogenen Hilfsperson) die Wiederherstellung selbst dann gewährt wer- den, wenn die Gegenpartei die Zustimmung verweigert (ZR 107 Nr. 61, Erw. II/1/a; vgl. zum Ganzen auch ZR 83 Nr. 111, Erw. 3/b; Hauser/Schweri, a.a.O., N 8 f., 13, 15, 79 ff. und 92 zu § 199 GVG). Das (allenfalls sinngemässe) Gesuch um Fristwiederherstellung ist spätes- tens zehn Tage nach dem Wegfall des Hi ndernisses zu stellen (§ 199 Abs. 3 GVG) und muss begründet werden. Konkret sind darin die Wiederherstellungs- gründe genau anzugeben und soweit möglich durch entsprechende Nachweise zu belegen (Hauser/Schweri, a.a.O., N 87 zu § 199 GVG; Lieber, Zur richterlichen Fragepflicht gemäss § 55 der zürcherisch en Zivilprozessordnung, in: Rechts- schutz, Festschrift zum 70. Geburtstag vo n Guido von Castelberg, Zürich 1997, S. 172). Es ist mit anderen Worten Sache des Gesuchstellers, die Umstände der Säumnis darzutun und die für die Fr istwiederherstellung massgeblichen Tatsa- chen zu beweisen (RB 1976 Nr. 18 [zu § 221 aGVG, der sich inhaltlich mit § 199 Abs. 1 GVG deckt]; 2002 Nr. 68; ZR 107 Nr. 57; Kass.-Nr. 96/339 vom 12.5.1997 i.S. T.c.L., Erw. II/2/c, m.w.Hinw.; 2003/001 REV vom 24.6.2003 i.S. K. et al. c. K., Erw. 3.3/c). Dabei darf der Richter – besonders wenn die Gegenpartei sich gegen die Wiederherstellung zur Wehr setzt und die vom Gesuchsteller behaupteten Tatsachen bestreitet – nicht unbesehen auf die Begründung im Restitutionsge- such abstellen. Vielmehr ist die Richt igkeit der vorgebrachten Gründe notwendi- genfalls durch ein Beweisverfahren abzuklär en. Das setzt allerdings voraus, dass der Gesuchsteller Beweise anerboten hat. Von Amtes wegen sind zugunsten der Wiederherstellung jedoch keine Beweis e abzunehmen, die nicht beantragt wor- den sind (Hauser/Schweri, a.a.O., N 98 zu § 199 GVG; ZR 107 Nr. 61, Erw. II/1/b m.w.Hinw.). Fehlen schlü ssige Beweise oder geeignete Beweisofferten, kann die Restitution als Folge der gesetzlichen Beweislastverte ilung, d.h. des Umstands, dass der Gesuchsteller die Beweislast für die Wiederherstellungsgründe und da- mit auch die Folgen der Beweislosigkeit trägt, nicht gewährt werden. Genügt ein Restitutionsgesuch diesen inhaltlichen Anforderungen (hinsicht- lich Begründung und Nachweis der Säumnisgründe) nicht, sondern ist es man- gelhaft begründet oder nicht hinreichend mit Beweismitteln oder -offerten doku-- 7 - mentiert, hat das Gericht in Anwendung von § 55 ZPO die richterliche Fragepflicht auszuüben und dem Gesuchsteller Gel egenheit zur Behebung des Mangels zu geben (Hauser/Schweri, a.a.O., N 88 zu § 199 GVG; Lieber, a.a.O., S. 172; Kass.-Nr. 94/373 vom 14.1.1995 i.S. U.c.Z., Erw. II/2; ZR 95 Nr. 18). Dabei reicht nach den von der Praxis entwickelten Gr undsätzen eine einmalige richterliche Aufforderung zur Ergänzung eines unbestimmt , unklar oder unvollständig geblie- benen Vorbringens unter dem Gesichtspunkt von § 55 ZPO in aller Regel aus (ZR 104 Nr. 9, Erw. II/2.2/c/aa a.E.; 107 Nr. 25, Erw. II/3.3/c/bb m.w.Hinw.; Brönni- mann, Die Behauptungs- und S ubstanzierungslast im schweizerischen Zivilpro- zessrecht, Bern 1989, S. 70; Walder-Richli/Grob-Andermacher, Zivilprozessrecht, 5. A., Zürich/Basel/Genf 2009, § 17 Rz 17; s.a. ZR 108 Nr. 1, Erw. II/3/b m.w. Hinw. [betreffend den glei ch gelagerten Fall eines mangelhaft begründeten Ar- menrechtsgesuchs]). Bleibt das Vorb ringen bezüglich der Wiederherstellungs- gründe auch danach unvollständig, besteht die Gefahr, dass auf das unvollständi- ge Vorbringen abgestellt und der Entscheid insofern zu Ungunsten der gesuch- stellenden Partei ausfällt (Lieber, a.a.O., S. 182/183; Walder-Richli/Grob-Ander- macher, a.a.O., § 17 Rz 14). Insbesondere verlangt die richterliche Fragepflicht nicht, dass der Richter im Falle misslung ener Beweisführung die beweisbelastete Partei zur Beweisergänzung auffordert (ZR 108 Nr. 25, Erw. II/4.1; RB 2001 Nr. 64; Sarbach, Die richterliche Aufklär ungs- und Fragepflicht im schweizerischen Zivilprozessrecht, Bern 2003, S. 218). 4.a) Der Beschwerdeführer beabsichti gt, kantonale Nichtigkeitsbeschwerde gegen den obergerichtlichen Besch luss vom 29. Juni 2009 zu führen. Er hat es jedoch unterlassen, diese in nert gebotener (dreissigtägi ger) Frist einzureichen (vgl. vorstehende Erw. 2). Somit hat er die Frist zur Begründung der Beschwerde gegen seinen Willen versäumt. Überdies hat er sein (sinngemässes) Gesuch um Restitution der Beschwerdefrist vom 1. August 2009 (Postaufgabe: 2. August 2009) innert der zehntägigen Frist von § 199 Abs. 3 GVG gestellt. Da das Gesuch jedoch mangelhaft begründet und belegt war, wurde ihm in Ausübung der richter- lichen Fragepflicht (§ 55 ZP O) mit Präsidialverfügung vom 4. August 2009 (KG act. 8) eine zehntägige Frist angesetzt, um die genauen Umstände darzulegen, aufgrund derer er nicht in der Lage war, seine Beschwerde rechtzeitig zur Post zu - 8 - geben oder geben zu lassen, verbunden mit der Aufforderung, die entsprechen- den Vorbringen schlüssig zu belegen. Dabei wurde er ausdrücklich darauf hinge- wiesen, dass sich im Lichte der diesbez üglichen Praxis mit dem beigebrachten ärztlichen Zeugnis (KG act. 4) der re chtsgenügende Nachweis fehlenden groben Verschuldens an der verspäteten Rechtsmittelergreifung nicht erbringen lasse, und dass bei Säumnis Abweisu ng des Restitutionsgesuchs drohe. In seiner (für die Beurteilung massgeblichen) fristwahrenden Eingabe vom 24. August / 8. Sep- tember 2009 schildert der Beschwerdeführ er die Umstände, die zur Säumnis ge- führt haben sollen (KG act. 18). Die Beschwerdegegnerin ihrerseits opponiert gegen eine Wiederherstellung der Beschwerdefrist (KG act. 23 S. 2 ff., Zi ff. I/1-2). Folglich darf Restitution (man- gels Einwilligung der Gegenpartei) nur dann erteilt werden, wenn dem Beschwer- deführer der Nachweis gelingt, dass ihn kein grobes Verschulden an der Säumnis trifft. Wie es sich damit verhält, ist nachstehend zu prüfen. b) Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe die Beschwerde zufolge Krankheit nicht rechtzeitig einreichen können. Dabei verweist er auf ein ärztliches Zeugnis vom 1. August 2009, in welchem eine ambulante Behandlung vom 1. Au- gust 2009 vermerkt und ihm für die Zeit vom 30. Juli bis 4. August 2009 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wird (KG act. 4). Da ran sei in keiner Weise zu zweifeln. Im Einzelnen führt er (z usammengefasst) aus, dass er mehrfache chronische Krankheiten habe und am 31. Juli 2009 spätabends in die Notfallabtei- lung des Universitätsspitals Zürich habe eingeliefert werden müssen, nachdem er sich bereits seit über einer Woche ni cht gut gefühlt und eine akute Krise vom 29./30. Juli 2009 zuvor noch mit Hilfe eines Notfallarztes hätte beigelegt werden können. Dort sei er untersucht und bis zu seiner Entlassung aus der Notfallabtei- lung am 1. August 2009 ambulant behandelt wo rden. Deshalb sei er nicht in der Lage gewesen, die Beschwerdeschrift innert der gesetzliche Frist fertigzustellen und auf die Post zu geben. Vielmehr sei di ese von seinem Sohn fertiggestellt und am 2. August 2009 zur Post gegeben worden, wobei deren falsche Datierung of- fensichtlich übersehen worden sei. Unter diesen Umständen habe die (bei Frist-- 9 - ablauf krankheitsbedingt noch gar nicht fertiggestellte) Beschwerdeschrift auch nicht rechtzeitig durch Dritte zur Post gebracht werden können (KG act. 18). Die Beschwerdegegnerin bestreitet dies e Vorbringen, die in keiner Weise belegt seien und ihrer Ansicht nach den Eindruck einer blossen Schutzbehaup- tung hinterliessen (KG act. 23 S. 2, Ziff. I/1). c) Die Ausführungen des Beschwerdef ührers zu den Säumnisgründen er- scheinen (als solche) an sich keineswegs als unplausibel. Wie die Beschwerde- gegnerin zutreffend festhält, bleiben sie jedoch in Missachtung der dahingehen- den Aufforderung in der Präsidialverfügung vom 4. August 2009 – vom genannten ärztlichen Zeugnis abgesehen – vollends unbelegt. Dieses Zeugnis attestiert dem Beschwerdeführer für die Zeit vom 30. Juli bis 4. August 2009 zwar eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit, woran zu zweifeln keine Veranlassung besteht. Indessen ist nach der gefestigten Praxis zu § 199 GVG allein mit der (nur hiefür beweiskräfti- gen) ärztlichen Bescheinigung einer 100%-i gen Arbeitsunfähigkeit bzw. der Be- merkung, der Patient sei "zu 100% krankge schrieben" (vgl. KG act. 4), noch nicht (auch) rechtsgenügend nachgewiesen, da ss und weshalb (d.h. aufgrund welcher besonderen Umstände) die gesuchstellend e Partei daran gehindert war, die Be- schwerde innert Frist einzureichen, zumal dies nicht notwendigerweise persönlich zu geschehen hat, sondern damit auch eine Drittperson betraut werden kann und Letzteres in aller Regel auch bei Arbeits unfähigkeit oder (nicht näher spezifizier- ter) Krankheit möglich bleibt. Überdies spricht das Zeugnis (bloss) von einer "am- bulanten Behandlung" vom 1. August 2009, ohne auch nur ei nen ansatzweisen Hinweis dafür zu enthalten, dass die Einlieferung bereits am 31. Juli 2009 und damit am letzten Tag der laufenden Beschwerdefrist erfolgt sei. Aus diesen Grün- den wurde dem Beschwerdeführ er in der Präsidialverfügung vom 4. August 2009 denn auch mitgeteilt, dass das mit der Be schwerdeschrift beigebrachte Arztzeug- nis für sich allein nicht geeignet sein dürfte, den rechtsgenügenden Nachweis ei- nes Wiederherstellungsgrundes zu erbringen (KG act. 8 S. 2/3). Ungeachtet der gerichtlichen Auffo rderung, die genauen Umstände der Säumnis nicht nur darzulegen (was der Beschwerdeführer in der Eingabe vom 24. August / 8. September 2009 getan hat), sondern auch schlüssig zu belegen - 10 - (KG act. 8 S. 3), unterlässt es der Be schwerdeführer (auch nach Kenntnisnahme des dahingehenden Vorhalts in der Beschwer deantwort [vgl. KG act. 23 S. 2, Ziff. I/1, sowie BGE 133 I 98 ff.; 133 I 100 ff.; ZR 107 Nr. 22, Erw. II/2-3]), seine Vor- bringen mit beweiskräftigen Belegen (z.B. sch riftliche Bestätigung seiner Darstel- lung durch einen der behandeln den Ärzte bzw. des Univer sitätsspitals) zu doku- mentieren oder wenigstens sachdienliche Beweise (z.B. Nennung von Zeugen) für seine Sachdarstellung zu offerieren. Insbesondere ist das als einziges Be- weismittel eingereichte ärztliche Zeugnis vo m 1. August 2009, aus dem lediglich hervorgeht, dass er gegen Ende bzw. w ährend der letzten beiden Tage der Be- schwerdefrist zu 100% arbeitsunfähig bzw. krankgeschrieben war und am 1. Au- gust 2009 (und mithin erst nach Ablauf der Beschwerdefrist) im Kantonsspital Zü- rich ambulant behandelt wurde, aus den bereits genannten Gründen nicht geeig- net, die beschwerdeführerische Sachdarst ellung im entscheidnotwendigen Um- fang zu beweisen. Nach dem Gesagten darf beim Wiederherstellungsentscheid aber nicht einfach auf die Darstellung des Beschwerdeführers (als Gesuchsteller) abgestellt werden, zumal sie von der Besch werdegegnerin explizit bestritten wird (KG act. 23 S. 2, Ziff. I/1). Vielmehr hätte der Be schwerdeführer die geltend ge- machten Hinderungsgründe zu beweisen. Da dies (auch nach entsprechender ge- richtlicher Aufforderung) nicht geschehen ist und der Beweis mangels frist- und formgerechter Beweisofferten auch nicht (mehr) angetreten werden kann, bleiben seine (von der Gegenseite bestrittenen) Behauptungen unbewiesen. Die Folgen der Beweislosigkeit der von ihm geltend gem achten Säumnis- gründe hat nach der gesetzlichen Beweislast verteilung der Be schwerdeführer zu tragen. Konkret bedeutet dies: Mangels Bewe isführung bzw. Beweises sind die behaupteterweise zur Säumnis führenden tats ächlichen Umstände nicht (im be- weisrechtlichen Sinne) erstellt, d.h. es steht aufgrund der Aktenlage nicht mit dem zur richterlichen Überzeugung der Richtig keit führenden Grad an Wahrscheinlich- keit fest, dass der vom Beschwerdeführer geschilderte Sachverhalt sich tatsäch- lich so zugetragen hat. Damit hat der ( beweisbelastete) Beschwerdeführer auch nicht rechtsgenügend dargetan, dass er au s Gründen, an denen ihn kein grobes Verschulden trifft, nicht in der Lage war, die Beschwerdeschrift innert Frist einzu- reichen. (Damit soll in keiner Weise unterstellt wer den, dass die tatsächlichen - 11 - Vorbringen in der Eingabe vom 24. August / 8. September 2009 nicht der Wahr- heit entsprechen; es wird lediglich fest gestellt, dass der Beschwerdeführer für diese – möglicherweise durchaus rich tigen – Behauptungen keinen rechtsgenü- genden Beweis erbracht ha t, was für eine Fristwieder herstellung indessen unab- dingbar wäre.) Deshalb k ann die beantragte Wiederherst ellung gegen den Willen der Beschwerdegegnerin nicht gewährt wer den. Vielmehr muss das Gesuch um Restitution der Beschwerdefrist (androhungsgemäss) abgewiesen werden. 5. Es bleibt folglich dabei, dass die Beschwerde verspätet eingereicht wurde. Weil es sich bei der Wahrung der Beschwe rdefrist um eine von Amtes wegen zu prüfende Rechtsmittelvoraussetzung handelt, kann auf die Beschwerde nicht ein- getreten werden (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 4 vor §§ 259 ff. ZPO [und N 15 f. zu § 108 ZPO]; Spühler/Vock, a.a. O., S. 79; Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. A., Zü rich 1979, S. 491, 493 und 504; s.a. BGE 104 Ia 4 f.). Damit entfällt die ihr verliehene (be schränkte) aufschiebende Wirkung, wobei der Suspensiveffekt, den das Bundesgericht der bereits erhobenen Beschwerde in Zi- vilsachen zuerkannt hat (vgl. KG act. 26), davon nicht berührt wird. 6.a) Der Beschwerdeführer unterliegt mi t seinem (Rechtsmittel-)Antrag auf Aufhebung des Rekursentscheids. Dementsprechend sind ihm die Kosten für das vorliegende Beschwerdev erfahren aufzuerlegen. Si e bestehen gemäss neuerer kassationsgerichtlicher Praxis auch bei Nichtigkeitsbeschwerden der vorliegenden Art, d.h. bei Beschwerden gegen Entschei de, die in betreibungsrechtlichen Sum- marsachen (d.h. im Rahmen von Verfahr en nach Art. 25 Ziff. 2 SchKG) ergangen sind, in einer (sämtliche Kosten abdeckend en; vgl. Art. 49 Abs. 1 GebV SchKG) pauschalen Spruchgebühr nach Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG bzw. – bei Entscheiden betreffend Konkurseröffnung – nach Art. 52 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG (vgl. RB 2003 Nr. 30; Ka ss.-Nr. AA060058 vom 15.5.2006 i.S. P.c.P., Erw. 6; AA060137 vom 22.9.2006 i.S. E.c.H., Erw. 6; AA080008 vom 31.1.2008 i.S. C.c.S., Erw. 3; s.a. Kass.-Nr. AA030119 vom 11.9.2003 i.S. M.c.K., Erw. 3). b) Überdies ist der Beschwerdeführer zu verpflichten, der (im Beschwerde- verfahren obsiegenden) Beschwerdegegne rin eine Parteientschädigung zu be-- 12 - zahlen, deren Voraussetzungen und Höhe si ch praxisgemäss ebenfalls nach den Vorschriften der GebV SchKG, insbesondere nach Art. 62 Abs. 1 GebV SchKG (und nicht nach denjenigen der ZPO und der AnwGebV) richten (RB 2003 Nr. 30; Kass.-Nr. AA080008 vom 31.1. 2008 i.S. C.c.S., Erw. 3; s.a. BGer 5P.86/2005 vom 25.8.2005, Erw. 3). 7. Beim vorliegenden Besch luss handelt es sich um einen kantonal letztin- stanzlichen Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG, der nac h Art. 72 Abs. 2 lit. a BGG (unabhängig vom Streitwert; vgl. Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG) aus den in Art. 95 ff. BGG genannten (Rüge-)Gründen mit Besch werde in Zivilsachen beim Bun- desgericht angefochten werden kann (vgl. z. B. BGE 133 III 689 f., Erw. 1.2; BGer 5A_277/2008 vom 21.10.2008, Erw. 1.1). Demgegenüber dürfte die Vorschrift von Art. 100 Abs. 6 BGG betreffend den Fristbeginn für die (direkte) Anfechtung des obergerichtlichen (Rekurs-)Ent- scheids beim Bundesgericht bzw. für eine allfällige Ergänzung der in casu bereits eingereichten Beschwerde in Zivilsachen (vgl. dazu BGer 4A_146/2007 vom 8.2.2008, Erw. 1; 5A_29/2007 vom 29.5.2008, Erw. 1; KG act. 26) wegen Män- geln, deren Überprüfung dem Kassations gericht (insbesondere wegen des in § 285 ZPO statuierten Grundsatzes der Subs idiarität der kantonalen Nichtigkeits- beschwerde gegenüber den bundesrechtlic hen Rechtsmitteln) entzogen ist, im vorliegenden Fall mangels Rechtzeitigk eit der (kantonalen) Beschwerde keine Anwendung finden (vgl. BGE 135 III 339 f., Erw. 1.3; BGer 4A_216/2008 vom 20.8.2008, Erw. 1.2; 4A_398/2008 vom 18.12.2008, Erw. 1.3.2; 5A_302/2009 vom 2.7.2009, Erw. 1.4). Darüber hätte gegebenenfalls aber das Bundesgericht zu ent- scheiden. - 13 - Das Gericht beschliesst: 1. Das Gesuch des Beschwerdeführers um Wiederherstellung der Beschwer- defrist wird abgewiesen. 2. Auf die Nichtigkeitsbeschwerde wird nicht eingetreten. Damit entfällt die der Beschwerde verliehene aufschiebende Wirkung. 3. Die Spruchgebühr für das Kassati onsverfahren wird festgesetzt auf Fr. 500.--. 4. Die Spruchgebühr wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 5. Der Beschwerdeführer wird verpflic htet, der Beschwerdegegnerin für das Kassationsverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1'000.-- zu bezahlen. 6. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 90 ff. BGG innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine Art. 42 BGG entsprechende Eingabe Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden. Es handelt sich um einen Endentscheid im Sinne von Art. 90 i.V.m. Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG. 7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich, den Einzelrichter im summarischen Verfahren (Kon- kurssachen) des Bezirkes Q. (Proz.-Nr. EK090097), das Konkursamt B., das Handelsregisteramt des Kantons Zürich, das Betreibungsamt A., das Grundbuchamt B. und das Schweizerische Bundesgericht (Proz.-Nr. 5A_506/2009), je gegen Empfangsschein. ______________________________________ KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Der juristische Sekretär: