<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2016.00078</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=216173&amp;W10_KEY=4467079&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2016.00078</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 06.04.2016</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 22.05.2017 gutgeheissen und den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufgehoben.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung (Familiennachzug)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nachträglicher Familiennachzug<br/><br/>Der aus China stammende Beschwerdeführer arbeitet seit 13 Jahren als TCM-Arzt in der Schweiz. Seit über 30 Jahren ist er mit einer heute pensionierten Landsfrau verheiratet, die zusammen mit der Adoptivtochter in China lebt. Das Familiennachzugsgesuch für Ehefrau und Tochter wurde verspätet eingereicht. Wichtige familiäre Gründe für einen nachträglichen Familiennachzug gemäss Art. 47 Abs. 4 AuG liegen nicht vor, da sich insbesondere an den Betreuungsverhältnissen in China nichts geändert hat. Die Verweigerung des Familiennachzugs darf nicht zu einer Verletzung von Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV führen. Wird einer ausländischen Person der Aufenthalt im Familiennachzug verweigert, so haben dies ihre Angehörigen grundsätzlich hinzunehmen, wenn es diesen "ohne Schwierigkeiten" möglich ist, zu ihr auszureisen. Ist der Person die Ausreise nicht "von vornherein ohne Weiteres zumutbar", so ist eine Interessenabwägung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK geboten. Der von den Beschwerdeführenden als "Vergleichsfall" angeführte Entscheid des Verwaltungsgerichts (VB.2015.00299) weist zwar Parallelen auf. Gleichwohl bestehen erhebliche Unterschiede: So war die Tochter noch nie in der Schweiz. Der Vater im vergleichsweise aufgeführten Fall war im Entscheidzeitpunkt Schweizer Bürger und baute das Zürcher Familienunternehmen wieder auf, sodass er eine derart enge Verknüpfung zur Schweiz aufwies, dass ihm unter dem Blickwinkel von Art. 8 EMRK nicht zugemutet werden konnte, seiner Familie in die USA zu folgen. Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer eine eigene Praxis aufgebaut und ist seine berufliche Integration gelungen. Gleichwohl arbeitete der Beschwerdeführer bereits 33 Jahre in China als TCM-Arzt und hat mit seinen 57 Jahren einen grossen Teil seiner Berufslaufbahn hinter sich. Pro Jahr verbringt der Beschwerdeführer jeweils zwei Monate in China. Es erscheint den Beschwerdeführenden zumutbar, das Familienleben wie bis anhin zu leben. Abweisung.<br/></b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFLICHE INTEGRATION">BERUFLICHE INTEGRATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENLEBEN">FAMILIENLEBEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTRÃGLICHER FAMILIENNACHZUG">NACHTRÃGLICHER FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WICHTIGE GRÃNDE">WICHTIGE GRÃNDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUMUTBARKEIT FÃR EHEGATTEN">ZUMUTBARKEIT FÃR EHEGATTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 47 Abs. I AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 47 Abs. IV AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 13 Abs. I BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=29757" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2016.00078</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">6. April 2016</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Jsabelle Mayer. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.<b> </b>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.<b> </b>B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>3.<b> </b>C,<b> </b></span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> Nr. 2 und 3 vertreten durch Nr. 1,</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">dieser vertreten durch RA D, </p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich,<b> </b></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Aufenthaltsbewilligung<br/> (Familiennachzug),</b></p> <span><br/> </span> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A (nachfolgend: der BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1), geboren 1958, StaatsangehÃ¶riger der Volksrepublik China, ist seit 1984 mit der Landsfrau B (nachfolgend: die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2), geboren 1960, verheiratet. A reiste am 14. April 2003 in die Schweiz, um eine Stelle als Therapeut im Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) anzutreten. Zu diesem Zweck erhielt er im Kanton E eine Aufenthaltsbewilligung, wo er von einer Tochtergesellschaft der Klinik F als TCM-Spezialist engagiert wurde. Noch im selben Jahr wechselte A in die BetriebsstÃ¤tte im Kanton ZÃ¼rich. Der Kanton ZÃ¼rich erteilte ihm hierauf eine Aufenthaltsbewilligung. B reiste am 31. Juli 2004 erstmals mit einem Besuchervisum in die Schweiz; am 3. November 2004 reiste sie erneut ein, woraufhin ihr eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Ehemann erteilt wurde. Die Ehefrau kehrte am 1. Mai 2006 nach China zurÃ¼ck und arbeitete dort als â¦. Am 19. Dezember 2007 adoptierte das Ehepaar A/B die 2007 geborene C (nachfolgend: die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 3), die von Verwandten des Ehepaars als ausgesetzter SÃ¤ugling aufgefunden wurde. WÃ¤hrend die Mutter mit der Tochter in China verblieb, wurde dem Vater am 11. Juni 2013 die Niederlassungsbewilligung erteilt. Am 14. Oktober 2014 und 15. Dezember 2014 reichten die BeschwerdefÃ¼hrenden ein Gesuch um Bewilligung der Einreise zum Verbleib beim Vater ein. Mit VerfÃ¼gung vom 15. April 2015 wies das Migrationsamt das Gesuch ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Ein hiergegen erhobener Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion am 19. Januar 2016 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 12.</span> <span>Februar 2016 beantragten die BeschwerdefÃ¼hrenden, es sei der angefochtene Rekursentscheid aufzuheben und der Familiennachzug von Mutter und Tochter zu bewilligen. Zudem sei ihnen fÃ¼r das vorinstanzliche und das verwaltungs</span>­<span>gerichtliche Verfahren eine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>WÃ¤hrend die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung verzichtete, liess sich das Migrationsamt nicht vernehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung und Ermessensunterschreitung, und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>GemÃ¤ss Art. 43 Abs. 1 des AuslÃ¤ndergesetzes vom 16. Dezember 2005 (AuG) haben auslÃ¤ndische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Personen mit Nieder</span>­<span>lassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilli</span>­<span>gung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Kinder unter zwÃ¶lf Jahren haben zudem Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung (Art. 43 Abs. 3 AuG). Der Anspruch auf Familiennachzug muss innerhalb von fÃ¼nf Jahren geltend gemacht werden, bei Kindern Ã¼ber zwÃ¶lf Jahren innerhalb von zwÃ¶lf Monaten (Art. 47 Abs. 1 AuG). Die Nachzugsfrist von fÃ¼nf Jahren gilt auch fÃ¼r Ehegatten (BGr, 18. Mai 2015, 2C_914/2014, E. 4.1; VGr, 20. August 2014, VB.2014.00236, E. 2.1). Sind diese Fristen abgelaufen, wird ein nachtrÃ¤glicher Familiennachzug nur noch aus wichtigen familiÃ¤ren GrÃ¼nden bewilligt (Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AuG). FÃ¼r das Nachzugsalter ist der Zeitpunkt der Gesuchs</span>­<span>einreichung massgeblich (vgl. BGr, 3. Oktober 2011, 2C_205/2011, E. 1; BGE 136 II 497 E. 3.7). FÃ¼r FamilienangehÃ¶rige von AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤ndern beginnen die Fristen mit der Erteilung der Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung oder der Entstehung des FamilienverhÃ¤ltnisses (Art. 47 Abs. 3 lit. b AuG). Aufgrund der Ãbergangsbestim</span>­<span>mung von Art. 126 Abs. 3 AuG beginnen die Fristen von Art. 47 Abs. 1 AuG jedoch mit dem Inkrafttreten des AuslÃ¤ndergesetzes am 1. Januar 2008 zu laufen, sofern vor diesem Zeitpunkt die Einreise erfolgt oder das FamilienverhÃ¤ltnis entstanden ist. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1 reiste noch vor Inkrafttreten des AuslÃ¤ndergesetzes in die Schweiz und verfÃ¼gt seit dem 11. Juni 2013 Ã¼ber eine Niederlassungsbewilligung. Das FamilienverhÃ¤ltnis zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer Nr.</span> <span>1 und seiner Ehefrau wurde kraft Heirat begrÃ¼ndet und hat im Zeitpunkt des Inkrafttretens des AuslÃ¤n</span>­<span>dergesetzes am 1. Januar 2008 schon bestanden. Demzufolge ist fÃ¼r den Beginn der Frist</span>­<span>berechnung nach Art. 47 Abs. 1 AuG auf die Ãbergangsbestimmung in Art. 126 Abs. 3 AuG abzustellen. Gleiches gilt bezÃ¼glich der Tochter: Das mittels Adoption am 19.</span> <span>De</span>­<span>zember 2007 begrÃ¼ndete KindsverhÃ¤ltnis bestand schon vor dem 1. Januar 2008. Der Fristenlauf hat daher am 1. Januar 2008 begonnen und nicht </span>erst<span> im Zeitpunkt der Erteilung der Niederlassungsbewilligung an den BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1.</span> Nachdem die fÃ¼nfjÃ¤hrige Frist am 31. Dezember 2012 abgelaufen ist, erweisen sich die vom 14. Oktober 2014 bzw. 15. Dezember 2014 datierenden Familiennachzugsgesuche von Mutter und Tochter als verspÃ¤tet.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Wurden die Fristen von Art. 47 Abs. 1 AuG </span>verpasst, sind gemÃ¤ss Art. 47 Abs. 4 AuG wichtige familiÃ¤re GrÃ¼nde erforderlich, damit ein nachtrÃ¤glicher Familiennachzug bewilligt werden kann<span>. </span>Nach dem Willen des Gesetzgebers bildet die Bewilligung des Nachzugs nach Ablauf der Fristen die Ausnahme und nicht die Regel. Ein solcher Nachzug kommt nicht in Betracht, wenn der Nachzugswillige die Einhaltung von Fristen, die ihm die ZusammenfÃ¼hrung der Gesamtfamilie ermÃ¶glicht hÃ¤tte, versÃ¤umt hat und er keine gewichtigen GrÃ¼nde geltend macht, um erst spÃ¤ter einen derartigen Nachzug zu beantragen (BGr, 27. August 2015, 2C_176/2015, E. 3.3; 3. Oktober 2011, 2C_205/2011, E. 4.4).<span> </span>Namentlich dort, wo die Familie selber die Trennung freiwillig herbeigefÃ¼hrt hat, bedarf es stichhaltiger GrÃ¼nde, die zum Wohl der Familie eine andere LÃ¶sung erforderlich machen. Lebten Frau und Kinder bisher bereits im Ausland, getrennt von dem in der Schweiz lebenden Vater, und kÃ¶nnen sie weiterhin dort leben, so wird ein nachtrÃ¤glicher Nachzug verweigert (BGr, 18. Mai 2015, 2C_914/2014, E. 3.1; 3. Oktober 2011, 2C_205/2011, E. 4.5).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b><span>Wichtige familiÃ¤re GrÃ¼nde</span>, welche einen nachtrÃ¤glichen Familiennachzug rechtfertigen, liegen <span>unter anderem dann vor, wenn das Kindeswohl schwergewichtig nur durch einen Nachzug in die Schweiz gewahrt werden kann (vgl. Art. 75 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit [VZAE]; BGr, 12. Juni 2012, 2C_532/2012, E. 2.2.2 mit Hinweisen, auch zum Folgenden). Dies ist etwa der Fall, wenn die weiterhin notwendige Betreuung der Kinder im Herkunftsland wegen des Tods oder Krankheit der betreuenden Person nicht mehr gewÃ¤hrleistet ist (Botschaft vom 8. MÃ¤rz 2002 zum Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder, BBl 2002, 3709 ff., 3794). </span>N<span>ach der Rechtsprechung</span> ist jedoch <span>nicht ausschliesslich auf das Kindswohl abzustellen; es bedarf vielmehr einer Gesamtschau unter BerÃ¼cksichtigung aller relevanten Elemente im Einzelfall. Damit die persÃ¶nliche und familiÃ¤re Situation der Kinder und ihre MÃ¶glichkeiten der Integration in der Schweiz umfassend berÃ¼cksichtigt werden, sind namentlich ihr Alter, ihr Ausbildungs­niveau und ihre Sprachkenntnisse zu beachten. Je Ã¤lter das Kind</span> ist<span>, umso wahrscheinlicher </span>erscheint <span>die Gefahr einer Entwurzelung und </span>der damit verbundenen <span>Integrationsschwierigkeiten</span> (BGE 133 II 6 E. 3.1.1). Soll auch der betreuende Elternteil nachgezogen werden, ist fÃ¼r die Beurteilung der wichtigen familiÃ¤ren GrÃ¼nde auch fÃ¼r ihn eine Gesamtschau vorzunehmen (VGr, 19. November 2014, VB.2014.00509, E. 3.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die Vorinstanz ging von intakten FamilienverhÃ¤ltnissen aus, die im Rahmen des bei Wohnsitzen in verschiedenen LÃ¤ndern MÃ¶glichen gelebt wÃ¼rden. Die rÃ¤umliche Trennung im Jahr 2006 hÃ¤tten die Rekurrierenden entgegen ihrer Darstellung freiwillig herbeigefÃ¼hrt: Es sei anzunehmen, dass die Ehefrau die Schweiz verlassen habe, weil sie hier keine Arbeitsstelle finden konnte und ihre Stelle in der Heimat nicht verlieren wollte. Zudem habe sich ihr Kinderwunsch nicht erfÃ¼llt und habe sie in China ein Kind adoptieren wollen. Bei den vorgebrachten GrÃ¼nden fÃ¼r das Zuwarten mit dem Familiennachzug handle es sich nicht um wichtige familiÃ¤re GrÃ¼nde. Selbst wenn die chinesischen BehÃ¶rden den Eltern nach der Adoption geraten hÃ¤tten, das Land mit C wÃ¤hrend dreier Jahre nicht zu verlassen, seien immer noch zwei weitere Jahre zur VerfÃ¼gung gestanden, um ein fristgerechtes Nachzugsgesuch zu stellen. Das Abwarten bis der Vater in der Schweiz mit seiner TCM-Praxis reÃ¼ssiere, stelle ebenso wenig einen wichtigen Grund dar, wie das Nichtwissen Ã¼ber die in der Schweiz bestehende FÃ¼nfjahresfrist fÃ¼r den Familiennachzug. Auch hÃ¤tten keine VerÃ¤nderungen in der Betreuungssituation im Heimatland stattgefunden. Die Mutter sei nach wie vor in der Lage, die Tochter in China zu betreuen. Im Ãbrigen sei dem Ehemann und Vater zuzumuten, nach China zurÃ¼ckzukehren, wo er 44 Jahre seines Lebens verbracht habe und als TCM-Arzt und Professor tÃ¤tig gewesen sei. Auch wenn der Rekurrent Ã¼ber das Ãbliche hinaus in der Schweiz integriert sei, habe er dank seiner regelmÃ¤ssigen Besuche immer noch enge Beziehungen zu China und seinen dort lebenden Verwandten und Bekannten. DemgegenÃ¼ber habe ihn seine Ehefrau nach ihrer RÃ¼ckkehr ins Heimatland in der Schweiz nicht besucht. Seine Tochter sei noch nie hier gewesen. Zudem seien sie der deutschen Sprache nicht mÃ¤chtig. Die Voraussetzungen fÃ¼r einen nachtrÃ¤glichen Familiennachzug seien somit nicht erfÃ¼llt.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden erblicken in der ZusammenfÃ¼hrung der Gesamtfamilie einen wichtigen familiÃ¤ren Grund im Sinn von Art. 47 Abs. 4 AuG. Selbst wenn das Kindswohl nicht nur durch einen Nachzug in die Schweiz gewahrt werden kÃ¶nne, sei offenkundig, dass aufgrund der Anwesenheitsdauer des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 1 und seiner erwerblichen Integration in der Schweiz die Lebensperspektiven fÃ¼r seine FamilienangehÃ¶rigen hier hervorragend seien bzw. weit besser als in China. Die Tochter befinde sich in einem Alter, indem sie noch in einem frÃ¼hen Stadium eingeschult werden kÃ¶nne. Zudem erhalte sie seit November 2014 auf privater Basis Deutschunterricht und verfÃ¼ge bereits Ã¼ber gute Grundkenntnisse. Die Mutter weise inzwischen Sprachkenntnisse auf der Niveaustufe A1âA2 auf. Aufgrund der familiÃ¤ren UmstÃ¤nde kÃ¶nne eine Ã¤usserst gÃ¼nstige Integrationsprognose gestellt werden, weshalb ein nachtrÃ¤glicher Familiennachzug auch im demografischen Interesse der Schweiz liege. Das abstrakte Interesse an einer restriktiven Einwanderungspolitik vermÃ¶ge die Verweigerung des Familiennachzugs sachlich nicht zu rechtfertigen, zumal eine enge familiÃ¤re Beziehung bestehe. Die Beziehung sei nicht nur via Skype und Telefon gepflegt worden, sondern der Ehemann und Vater habe jeweils wÃ¤hrend acht Wochen pro Jahr in China geweilt. Die fehlenden Besuche durch die AngehÃ¶rigen seien darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren gewesen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 in China keine Autonomie bei der Zeit- und Feriengestaltung gehabt habe und China keinen Ferienanspruch kenne. Aufgrund der KÃ¼ndigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses bzw. der Pensionierung sei sie nun mobil. In die Gesamtschau habe zudem miteinzufliessen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1 in der Schweiz ein GeschÃ¤ft gegrÃ¼ndet habe, das prosperiere und sein Patientenstamm 1'200 Personen umfasse. Selbst wenn keine wichtigen GrÃ¼nde vorlÃ¤gen, sei dem Vater die Ausreise "nicht von vornherein ohne Weiteres zumutbar". Er wÃ¤re nÃ¤mlich gezwungen, seine Ã¼ber Jahre hinweg aufgebaute berufliche Existenz und seine soziale Einbettung als hochgeschÃ¤tzter TCM-Arzt in der Schweiz aufzugeben und seine erworbene Liegenschaft zu verkaufen. Die Aufgabe seiner Praxis kÃ¤me der ZerstÃ¶rung seines beruflichen Lebenswerks gleich. Der nachtrÃ¤gliche Familiennachzug sei auch mit Blick auf einen vom Verwaltungsgericht entschiedenen Vergleichsfall vom 15. Juli 2015 (VB.2015.00299) zwingend. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Vorliegend lebt das eine intakte Ehe fÃ¼hrende Ehepaar seit zehn Jahren auf verschiedenen Kontinenten. Zu Recht ging die Vorinstanz davon aus, dass die Fernbeziehung bzw. das damit verbundene Getrenntleben von den Ehegatten bewusst eingegangen und auch Ã¼ber die Jahre freiwillig aufrechterhalten wurde. WÃ¤hrend die Ehefrau zunÃ¤chst aus beruflichen GrÃ¼nden nach China zurÃ¼ckkehrte, ist sie dort u.<span> </span>a. auch verblieben, weil das Paar eine Tochter adoptiert hatte. Dass sie das Land mit der Tochter auf Anraten der chinesischen BehÃ¶rden drei Jahre nicht verlassen durfte, erscheint nicht glaubhaft. In der Beschwerdeschrift anerkennen denn auch die BeschwerdefÃ¼hrenden, dass mit Blick auf diese "HÃ¼rde" ein fristgerechter Nachzug nicht ausgeschlossen gewesen wÃ¤re. Dass die anvisierte Betreuungssituation in der Schweiz mit einer nicht mehr zwingend im Berufsleben stehenden Kindsmutter und einem voll erwerbstÃ¤tigen und sehr gut situierten Kindsvater optimal sind, um der Tochter eine sehr gute Betreuung und eine erfolgreiche Sozialisation in der Schweiz zu gewÃ¤hrleisten, wird nicht infrage gestellt. Indessen wurde nicht aufgezeigt, dass die Tochter diese optimalen Bedingungen nicht auch bei einem weiteren Verbleib in ihrem Heimatland vorfindet und das Kindswohl schwergewichtig nur durch Nachzug in die Schweiz gewahrt werden kÃ¶nnte. Denn eine VerÃ¤nderung in der Betreuungssituation im Heimatland hat nicht stattgefunden und dÃ¼rfte sich die Situation nach der Pensionierung der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 sogar noch verbessert haben. Indem die starke berufliche Einbindung der Mutter nicht mehr besteht, wird auch die ReisetÃ¤tigkeit nicht mehr erschwert, sodass Mutter und Kind den Ehemann und Vater in der Schweiz ohne Weiteres besuchen kÃ¶nnten. Aufgrund des Renteneinkommens der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 ist auch fÃ¼r das finanzielle Auskommen der BeschwerdefÃ¼hrerinnen gesorgt. Wichtige GrÃ¼nde fÃ¼r einen nachtrÃ¤glichen Familiennachzug bestehen damit nicht. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.6 </span></b><span>Selbst wenn keine wichtigen GrÃ¼nde fÃ¼r den nachtrÃ¤glichen Familiennachzug vorliegen, darf die Verweigerung des Familiennachzugs nicht zu einem unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigen Eingriff in das Recht auf Familienleben gemÃ¤ss Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) fÃ¼hren. Denn Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AuG ist jeweils so zu handhaben, dass der Anspruch auf Schutz des Familienlebens nach Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV gewahrt wird (vgl. BGr, 20. Februar 2015, 2C_303/2014, E. 6.1).</span><span> </span><span>Bei der Beurteilung sind die von der Rechtsprechung entwickelten GrundsÃ¤tze zu berÃ¼cksichtigen: So garantiert Art. 8 EMRK dem AuslÃ¤nder nicht das Recht, frei wÃ¤hlen zu kÃ¶nnen, wo er das Familienleben zu fÃ¼hren gedenkt (vgl. BGr, 18. Mai 2015, 2C_914/2014, E. 4.3.1 auch zu Folgenden; EGMR, 28. November 1996, Ahmut vs. Niederlanden, Rs. 21702/93, §§ 67â71; VGr, 5. Dezember 2013, VB.2013.00566, E. 2.4). Muss eine auslÃ¤ndische Person, der eine fremdenpolizeiliche Bewilligung verweigert worden ist, das Land verlassen oder wird einer auslÃ¤ndischen Person der Aufenthalt im Familiennachzug verweigert, so haben dies ihre AngehÃ¶rigen grundsÃ¤tzlich hinzunehmen, wenn es diesen "ohne Schwierigkeiten" mÃ¶glich ist, zu ihr auszureisen (BGr, 3. April 2014, 2C_782/2013, E. 4.3). Eine InteressenabwÃ¤gung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK erÃ¼brigt sich unter diesen UmstÃ¤nden. Anders verhÃ¤lt es sich, falls die Ausreise "nicht von vorn</span>­<span>herein ohne Weiteres zumutbar" erscheint. In diesem Fall ist immer eine Interessen</span>­<span>abwÃ¤gung nach Art. 8 Ziff. 2<span> EMRK geboten, welche sÃ¤mtlichen UmstÃ¤nden des Einzelfalls Rechnung trÃ¤gt (zum Ganzen BGE 135 I 153 E. 2.1). In die Interessen</span></span><span>­</span><span>abwÃ¤gung miteinzufliessen haben u.</span><span> </span><span>a. das Ã¶ffentliche Interesse an der Durchsetzung einer restriktiven Einwanderungspolitik und das Ziel der mÃ¶glichst frÃ¼hzeitigen Integration sowie die Integrationsbereitschaft (vgl. BGr, 18. Mai 2015, 2C_914/2014, E. 4.3.3).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.7 </b>In dem von den BeschwerdefÃ¼hrenden angefÃ¼hrten "Vergleichsfall" (VGr, 15. Juli 2015, VB.2015.00299) wurde einer Mutter und ihren drei Kindern (JahrgÃ¤nge 1999, 2001, 2006) trotz fehlender wichtiger GrÃ¼nde der nachtrÃ¤gliche Familiennachzug zum Vater bewilligt, da ihm eine Ausreise in die USA unter dem Blickwinkel von Art. 8 EMRK nicht von vornherein ohne Weiteres zumutbar war. Das Paar war seit 1997 verheiratet. Im Jahr 2000 war die Familie in die Schweiz Ã¼bersiedelt, wobei die Mutter und die Ã¤lteren Kinder die Schweiz 2003 wieder verliessen. Der Vater war seit 2005 im Besitz einer Niederlassungsbewilligung und seit Januar 2015 Schweizer BÃ¼rger. Im Jahr 2014 reiste die Mutter mit den drei Kindern in die Schweiz. Im Entscheidzeitpunkt lebten die Mutter und die Kinder seit einem Jahr im Rahmen des gestatteten prozeduralen Aufenthalts in der Schweiz beim Ehemann bzw. Vater. Das Verwaltungsgericht verneinte wichtige GrÃ¼nde im Sinn von Art. 47 Abs. 4 AuG, da insbesondere keine VerÃ¤nderungen in der Betreuungssituation im Heimatland USA stattgefunden hÃ¤tten. Dem Vater, der ursprÃ¼nglich aus einer ZÃ¼rcher Familie stammte und seit 15 Jahren in der Schweiz lebte, eingebÃ¼rgert war und hier das Schweizer Familienunternehmen wieder aufbaute, erschien die Ausreise in die USA nicht von vornherein ohne Weiteres zumutbar. Trotz Ermangelung wichtiger GrÃ¼nde fÃ¼r den Familiennachzug bestand kein Ã¼berwiegendes Ã¶ffentliches Interesse, den Familienmitgliedern den Nachzug zu verweigern, zumal sowohl Mutter als auch Kinder innert kÃ¼rzester Zeit grÃ¶ssere Integrationsleistungen erbrachten. Unter anderem hatten alle Kinder Deutschkurse besucht und spielten in lokalen Fussballclubs. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.8 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen vor, dass die BeschwerdefÃ¼hrerinnen im Gegensatz zum "Vergleichsfall" mangels prozeduralen Aufenthalts nicht in die Lage versetzt w</span>orden seien<span>, in der Schweiz selbst IntegrationsbemÃ¼hungen vorzunehmen. Zu ihren Gunsten mÃ¼sse jedoch gewÃ¼rdigt werden, dass die Tochter seit fast eineinhalb Jahre Deutschkurse besuche und Ã¼ber gute Grundkenntnisse verfÃ¼ge, wÃ¤hrend die Mutter selbst wÃ¤hrend fast zwei Jahren in der Schweiz gelebt habe</span> und mit Kultur und Sprache eine gewisse Vertrautheit aufweise. Im Gegensatz zum "Vergleichsfall" sei die Tochter wesentlich jÃ¼nger. Es liege im Wohl der Tochter, hier bei ihrem beruflich eingebundenen Vater aufwachsen zu kÃ¶nnen. Dieser werde auch demnÃ¤chst ein EinbÃ¼rgerungsgesuch stellen, womit er seine chinesische StaatsbÃ¼rgerschaft verlieren werde. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.9 </b>TatsÃ¤chlich weist der vorliegend zu beurteilende Sachverhalt gewisse Parallelen zu dem am 15. Juli 2015 vom Verwaltungsgericht entschiedenen Fall auf. So etwa hinsichtlich der Aufenthaltsdauer der nachziehenden Person und deren vertiefte Integration in der Schweiz sowie der langen Zeit des Getrenntlebens der Ehegatten bei gleichzeitig intakter Ehe. Gleichwohl bestehen erhebliche Unterschiede: Die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 3 war â anders als die Kinder im zitierten Fall â noch nie in der Schweiz. WÃ¤hrend der Vater vorliegend seit gut drei Jahren im Besitz einer Niederlassungsbewilligung ist, war der Vater im vergleichsweise angerufenen Fall im Zeitpunkt der Gesuchstellung rund neun Jahre im Besitz einer Niederlassungsbewilligung und im Entscheidzeitpunkt Schweizer BÃ¼rger. Zudem hatte Letzterer mit Aufbau des ZÃ¼rcher Familienunternehmens eine derartige VerknÃ¼pfung zur Schweiz, dass ihm unter dem Blickwinkel von Art. 8 EMRK nicht zugemutet werden konnte, seiner Familie in die USA zu folgen. Im vorliegenden Fall wÃ¤re dem BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1 insbesondere aufgrund seiner gelungenen beruflichen Integration und der langen Aufenthaltsdauer die Ausreise wohl "nicht ohne Weiteres zumutbar". Indessen betreibt der BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1 die Praxis erst seit vier Jahren als Einzelunternehmer. Vor dem Hintergrund, dass der BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1 auch in China jahrelang als TCM-Arzt tÃ¤tig war und TCM-Professor an der UniversitÃ¤t G war, sollte es ihm mit seinem Werdegang und 33 Jahren Berufserfahrung in der traditionellen chinesischen Medizin mÃ¶glich sein, auch in China wieder beruflich Fuss fassen. Ferner hat er mit seinen 57 Jahren einen grossen Teil seiner Berufslaufbahn hinter sich, weshalb das Element der beruflichen Existenz ohnehin an Bedeutung verliert (vgl. BGr, 18. Mai 2015, 2C_914/2014, E. 4.2). Sodann merkte die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 in ihrem Gesuch um Einreisebewilligung vom 14. Oktober 2014 und 15. Dezember 2014 zur gewÃ¼nschten Aufenthaltsdauer an, bis zum "Ende der Arbeit" ihres Manns in der Schweiz bleiben zu wollen. Damit scheinen die BeschwerdefÃ¼hrerinnen zu beabsichtigen, auch bei Bewilligung einer FamilienzusammenfÃ¼hrung in der Schweiz innert absehbarer Zeit bzw. nach der Pensionierung des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 1 nach China zurÃ¼ckzukehren. Da die 56-jÃ¤hrige BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 bereits pensioniert ist und â wie die BeschwerdefÃ¼hrenden selbst ausfÃ¼hren â aus ihrer Sicht eine arbeitsmarktliche Integration nicht (mehr) erforderlich erscheint, spricht das demografische Interesse der Schweiz (Art. 3 Abs. 3 AuG) und die Durchsetzung einer restriktiven Einwanderungspolitik gegen ihren Nachzug. DemgegenÃ¼ber befindet sich die 8-jÃ¤hrige BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 3 in einem anpassungsfÃ¤higen Alter und weist sie bereits Grundkenntnisse der deutschen Sprache auf, weshalb bei ihr eine frÃ¼hzeitige Integration mÃ¶glich wÃ¤re. Indessen hat die Tochter noch nie lÃ¤ngere Zeit mit ihrem Vater zusammengelebt, der sich insgesamt zweimal im Jahr fÃ¼r jeweils einen Monat im Heimatland aufgehalten hat. Bei dieser Sachlage erscheint es den BeschwerdefÃ¼hrenden zumutbar, das Familienleben wie bis anhin zu leben. Eine Verletzung von Art. 8 EMRK ist nicht ersichtlich.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist demzufolge abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten de</span>n<span> BeschwerdefÃ¼hre</span>nden <span>Nr. </span>1 und Nr. 2 <span>aufzuerlegen; eine ParteientschÃ¤digung steht ih</span>nen<span> nicht zu (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a Abs. 2 sowie § 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden Nr. 1 und 2 je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>