<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00074</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204273&amp;W10_KEY=4467141&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00074</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.06.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 14.12.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>baupolizeilicher Befehl</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Schliessung eines Hotelbetriebs und Aufforderung zur Einreichung eines (nachträglichen) Baugesuchs:<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). Es wäre der Beschwerdeführerin jederzeit offen gestanden, ihren Standpunkt auch noch nach ab Ablauf der Rekursfrist darzustellen, wobei die Vorinstanz jedoch nur im Rahmen der Untersuchungspflicht angehalten gewesen wäre, diese verspäteten Eingaben zu berücksichtigen (E. 2.3). Es besteht kein genereller Anspruch auf einen zweiten Schriftenwechsel und auf Zustellung der Rekursantwort von Amtes wegen (E. 2.4). Umstritten ist, ob die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin zu Recht zum Einreichen eines Baugesuchs aufgefordert hat (E. 3.1). Gesetzliche Grundlagen (E. 3.2). Bei der Frage, ob ein baurechtliches Verfahren überhaupt einzuleiten ist, steht der Baubehörde ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Im vorliegenden Verfahren handelte die Beschwerdegegnerin ermessenskonform (E. 3.3). Das mit sofortiger Wirkung angeordnete Verbot, in der umstrittenen Liegenschaft weiterhin Veranstaltungen durchzuführen, geschieht im öffentlichen Interesse und erweist sich als verhältnismässig (E. 4). Abweisung der Beschwerde und Kostenfolge (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUBEWILLIGUNG">BAUBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUGESUCH">BAUGESUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWILLIGUNGSPFLICHT">BEWILLIGUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWILLIGUNGSPFLICHT">BEWILLIGUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDWIRTSCHAFTSZONE">LANDWIRTSCHAFTSZONE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTRÃGLICHE BAUBEWILLIGUNG">NACHTRÃGLICHE BAUBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKURSFRIST">REKURSFRIST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMNUTZUNG">UMNUTZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORSORGLICHE MASSNAHME">VORSORGLICHE MASSNAHME</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 1 BauVV</span><br/><span class="ungerade">§ 309 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 309 Abs. III PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 327 Abs. II PBG</span><br/><span class="gerade">§ 6 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2004 Nr. 47 S. 9</span><br/><span class="gerade">RB 2004 Nr. 75 S. 148</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die A AG ist EigentÃ¼merin des GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 01 in Y. Auf dem GrundstÃ¼ck befinden sich ein Hotel/Restaurant und ein frÃ¼her als Scheune benutztes GebÃ¤ude, Vers.-Nr. 02. Nach einer am 23. Januar 2003 im Hotel B durchgefÃ¼hrten Kontrolle teilte die Bauabteilung der Gemeinde X der A AG am 5. Februar 2003 mit, dass die Benutzung der Scheue "als Notfesthalle" aus "brandschutztechnischen GrÃ¼nden" nicht zulÃ¤ssig sei. Auf Grund von Hinweisen, dass in der Scheune, welche von der A AG als Hoteldependance bezeichnet wird, "Single-Treffs" und andere Veranstaltungen stattfinden wÃ¼rden, fÃ¼hrte die Bauabteilung X am 15. Juli 2003 eine Kontrolle durch. Dabei ergab sich, dass neben einer NutzungsÃ¤nderung auch bauliche VerÃ¤nderungen vorgenommen worden waren, ohne dass die A AG dafÃ¼r eine bau- bzw. raumplanungsrechtliche Bewilligung eingeholt hÃ¤tte.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Gemeinderat X verfÃ¼gte am 17. Juli 2003 mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung unter anderem, der Betrieb von jeglichen Veranstaltungen in der Liegenschaft, Vers.-Nr. 02, in Y sei per sofort einzustellen und das Lokal zu schliessen, bis die erforderlichen Bewilligungen vorlÃ¤gen (Disp.-Ziff. 1); der GrundeigentÃ¼mer werde ersucht, fÃ¼r die NutzungsÃ¤nderungen der Liegenschaft, Vers.-Nr. 02, ein Baugesuch einzureichen (Disp.-Ziff. 2); einem allfÃ¤lligen Rekurs entzog er die aufschiebende Wirkung (Disp.-Ziff. 5).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen erhob die A AG Rekurs an den Bezirksrat Z, welcher diesen zustÃ¤ndigkeitshalber an den Regierungsrat Ã¼berwies. Dieser stellte mit VerfÃ¼gung der ausserordentlichen VizeprÃ¤sidentin vom 31. Juli 2003 die aufschiebende Wirkung des Rekurses wieder her.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Regierungsrat wies den Rekurs am 17. Dezember 2003 betreffend Betriebsschliessung und Aufforderung zur Einreichung eines Baugesuches ab, soweit er nicht gegen­standslos geworden war (Disp.-Ziff. I). Er untersagte Ã¼berdies mit sofortiger Wirkung die DurchfÃ¼hrung von Veranstaltungen in der Liegenschaft, Vers.-Nr. 02 (Disp.-Ziff. II), und entzog dem Lauf der Beschwerdefrist und der Einreichung einer Beschwerde die aufschiebende Wirkung (Disp.-Ziff. V).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die A AG gelangte mit Beschwerde, datiert vom 8. Februar 2004 und versehen mit einem Poststempel vom 16. Februar 2004, an das Verwaltungsgericht. Sie beantragte, die Aufhebung des regierungsrÃ¤tlichen Entscheids vom 17. Dezember 2003 und der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung der Gemeinde X; eventualiter RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz und die Gemeinde X zur nochmaligen Beurteilung. Ausserdem beantragte sie die Wiederherstellung der aufschie­benden Wirkung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 18. Februar 2004 wurden dem Regierungsrat und dem Gemeinderat X Frist angesetzt, um zur Beschwerdeschrift und zum Begehren um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung Stellung zu nehmen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Gemeinderat X beantragte am 23. Februar 2004 aus bau- und feuerpolizeilichen GrÃ¼nden Abweisung des Begehrens um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung und behielt sich eine Beschwerdeantwort zu einem spÃ¤teren Zeitpunkt vor. Die Staatskanzlei beantragte am 25. Februar 2004 namens des Regierungsrats, mangels ausreichenden Personenschutzes seien das Begehren um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung und die Beschwerde abzuweisen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 3. MÃ¤rz 2004 verfÃ¼gte das Verwaltungsgericht die Abweisung des Gesuchs um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung. Der Gemeinderat X liess sich nicht mehr vernehmen.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Vorliegend handelt es sich um eine Anordnung betreffend eine Baute ausserhalb der Bauzonen, weshalb der Regierungsrat gemÃ¤ss § 329 Abs. 2 lit. b des Planungs- und Baugesetzes vom 7. Sep­tember 1975 (PBG) zu Recht Rekursinstanz war. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Ãnderung hat, ist sie ohne weiteres zur Beschwerde berechtigt (§ 338a Abs. 1 PBG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>In verfahrensrechtlicher Hinsicht rÃ¼gt die BeschwerdefÃ¼hrerin die Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r und des in Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) garantierten fairen Gerichtsverfahrens, welches das Recht der Parteien beinhalte, zu den gegen sie vorgebrachten Einwendungen Stellung zu nehmen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht, dass sie in ihren Rekursschriften vom 29. Juli bzw. 31. Juli 2003 ausdrÃ¼cklich erwÃ¤hnt habe, dass diese noch von einem Rechtsanwalt ergÃ¤nzt wÃ¼rden, ist festzustellen, dass sie mit Eingabe vom 25. Au­gust 2003 ausdrÃ¼cklich mitteilte, dass die von ihr konsultierte Anwaltskanzlei derzeit keine weitere Eingabe schreiben wÃ¼rde. Eine GehÃ¶rsverletzung liegt diesbezÃ¼glich somit nicht vor. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span> Der Einwand, der Regierungsrat habe auf dem Wissensstand vor dem 1. August 2003 entschieden, ist ebenfalls unzutreffend. Vielmehr hat er in seinem Beschluss auch spÃ¤tere Entwicklungen berÃ¼cksichtigt, wie etwa den am 27. August 2003 durchgefÃ¼hrten Augenschein (Rekursentscheid E. 5a) sowie den Beschluss der Beschwerdegegnerin vom 18. November 2003 (Rekursentscheid E. 6b). Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht in diesem Zusammenhang geltend, dass sie spÃ¤ter keine MÃ¶glichkeit mehr hatte, ihren Standpunkt darzustellen. Dazu ist festzustellen, dass es sich bei der Rekursfrist um eine gesetzliche Verwirkungsfrist handelt. Nach Fristablauf kÃ¶nnen Rekursantrag und/oder RekursbegrÃ¼ndung deshalb nicht mehr erweitert werden. Angesichts der behÃ¶rdlichen Untersuchungspflicht (§ 7 Abs. 1 VRG) kann es sich allerdings rechtfertigen, auch verspÃ¤tete Parteivorbringen tatsÃ¤chlicher Art zu berÃ¼cksichtigen, insbesondere wenn sich dadurch eine RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz vermeiden lÃ¤sst (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 22 Rz. 18; RB 1994 Nr. 16). Es wÃ¤re der BeschwerdefÃ¼hrerin demnach jederzeit offen gestanden, ihren Standpunkt auch noch zu einem spÃ¤teren Zeitpunkt darzustellen, wobei die Vorinstanz jedoch nur im Rahmen der Untersuchungspflicht angehalten gewesen wÃ¤re, diese verspÃ¤teten Eingaben zu berÃ¼cksichtigen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Schliesslich beklagt die BeschwerdefÃ¼hrerin, dass ihr im Rekursverfahren weder die Stellungnahmen der Beschwerdegegnerin und der Baudirektion noch das von der Beschwerdegegnerin als Beilage zu ihrer Rekursschrift eingereichte Augenscheinprotokoll vom 27. August 2003 zugestellt worden seien, womit es ihr auch nicht mÃ¶glich gewesen sei, dazu Stellung zu nehmen. Die Vorinstanz bestÃ¤tigt dies in ihrer Vernehm­lassung. Sie macht jedoch geltend, dass die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin gegenÃ¼ber der angefochtenen PrÃ¤sidialverfÃ¼gung nichts wesentlich Neues enthalten habe und die Baudirektion auf Vernehmlassung verzichtet habe. Dazu ist festzuhalten, dass sich aus Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV) weder ein genereller Anspruch auf einen zweiten Schriftenwechsel bzw. auf Replik noch ein Anspruch auf Zustellung von Rekurs- und Beschwerdeantwort von Amtes wegen ableiten lÃ¤sst. Ein solcher Anspruch besteht einzig, wenn in der Rechtsmittelantwort neue erhebliche Gesichtspunkte geltend gemacht werden, auf welche die Rechtsmittelinstanz in ihrem Entscheid abstellen will (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 8 N. 28, mit Hinweisen). Dies ist, wie die Vorinstanz zu Recht geltend macht, vorliegend nicht der Fall. Die wesentlichen Gesichtspunkte, die fÃ¼r den Entscheid der Vorinstanz von Bedeutung waren, lassen sich nÃ¤mlich schon der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 17. Juli 2003 entnehmen (die umstrittene Baute befindet sich in den Schutzgebieten von M und N und in der Landwirtschaftszone, weshalb bauliche VerÃ¤nderungen nebst einer kommunalen auch einer kantonalen Bewilligung bedÃ¼rfen; die Beschwerdegegnerin hat eine NutzungsÃ¤nderung festgestellt). Was den Augenschein vom 27. August 2003 betrifft, ist zu bemerken, dass es sich dabei um einen von der Beschwerdegegnerin durchgefÃ¼hrten Augenschein handelt, an welchem die BeschwerdefÃ¼hrerin mit mehreren Personen teilnahm. Die dazu erstellte Aktennotiz hÃ¤lt die an der umstrittenen Baute vorgenommenen Arbeiten fest sowie die Standpunkte der BeschwerdefÃ¼hrerin und der Vertreter der kantonalen und kommunalen BehÃ¶rden. GemÃ¤ss Angabe der Beschwerdegegnerin wurde diese Aktennotiz am 5. September 2003 an die BeschwerdefÃ¼hrerin versandt. Als Beilage zur Rekursantwort musste die Vorinstanz diese wie die Rekursantwort selbst â wie soeben ausgefÃ¼hrt â der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht zustellen. Angemerkt sei schliesslich, dass es der BeschwerdefÃ¼hrerin jederzeit offen gestanden hÃ¤tte, in die Akten Einsicht zu nehmen (§ 8 Abs. 1 VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span>Eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs ist demnach zu verneinen. Da es sich beim Rekursverfahren vor Regierungsrat nicht um ein gerichtliches Verfahren im Sinne von Art. 6 Abs. 1 EMRK handelt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 82), kann die BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht eine Verletzung des in der Konvention garantierten Anspruchs auf ein faires Verfahren geltend machen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>In materieller Hinsicht macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, dass die von ihr vorgenommenen baulichen Massnahmen zu keiner Umnutzung der infrage stehenden Baute gefÃ¼hrt haben, womit sie sinngemÃ¤ss die Notwendigkeit einer Ausnahmebewilligung bestreitet, und dass es sich bei den vor ihr vorgenommenen baulichen Massnahmen um nicht bewilligungspflichtige Sanierungen handelt. Umstritten ist somit, ob die Beschwerdegegnerin die BeschwerdefÃ¼hrerin zu Recht zum Einreichen eines Baugesuchs aufgefordert hat. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Die im vorliegenden Verfahren strittige Baute, Vers.-Nr. 02, auf der Liegenschaft Kat.-Nr. 01 befindet sich in der Landwirtschaftszone und zugleich in der Zone II der Schutzgebiete von M und N. Ganz allgemein dÃ¼rfen gemÃ¤ss Art. 22 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG) Bauten und Anlagen nur mit behÃ¶rdlicher Bewilligung errichtet oder geÃ¤ndert werden. Das kantonale Recht verdeutlicht und ergÃ¤nzt die eidgenÃ¶ssische Rahmenordnung. Es enthÃ¤lt in § 309 Abs. 1 PBG einen Katalog bewilligungspflichtiger Objekte und Massnahmen. Hingegen werden Massnahmen geringfÃ¼giger Bedeutung durch Verordnung von der Bewilligungspflicht befreit (§ 309 Abs. 3 PBG). § 1 der Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997 (BVV) nennt die TatbestÃ¤nde, welche keiner baurechtlichen Bewilligung bedÃ¼rfen. Ãber Baugesuche entscheidet die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde (§ 318 PBG). Diese ist im Regelfall auch die fÃ¼r die Koordination verantwortliche Stelle, wenn ein Vorhaben durch mehrere Stellen zu prÃ¼fen ist (§ 9 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit § 8 Abs. 1 BVV). Dies ist vorliegend der Fall. Da sich die fragliche Baute in der Landwirtschaftszone und in einem Schutzgebiet befindet, braucht es nÃ¤mlich von der Baudirektion eine Ausnahmebewilligung gestÃ¼tzt auf Art. 24c RPG, allenfalls auf Art. 24 RPG, und eine Bewilligung gestÃ¼tzt auf § 8 in Verbindung mit § 3 der Verordnung zum Schutze der Gebiete M und N vom 16. MÃ¤rz 1967 (SchutzVO). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Ob eine bauliche Massnahme bewilligungspflichtig ist, ist im baurechtlichen Verfahren zu klÃ¤ren. Bei der Frage, ob ein solches Verfahren Ã¼berhaupt einzuleiten ist, steht der BaubehÃ¶rde ein erheblicher Ermessenspielraum zu. Bestehen fÃ¼r sie Anhaltspunkte, dass ein bewilligungspflichtiger Sachverhalt vorliegen kÃ¶nnte, wird sie im Zweifelsfall ein Bewilligungsverfahren einzuleiten haben. Vor allem bei NutzungsÃ¤nderungen bestehender Bauten oder Anlagen wird oft erst eine genauere Untersuchungen ergeben, ob die ZweckÃ¤nderung der baurechtlichen Bewilligungspflicht untersteht (BEZ 1992 Nr. 1; Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, S. 20-6). Von Bundesrecht wegen bezieht sich die Bewilligungspflicht auf Neubauten, Wiederaufbauten, Ersatzbauten, Umbauten, Anbauten, ZweckÃ¤nderungen und Sanierungen, die Ã¼ber das Ã¼bliche Mass einer Renovation hinausgehen (Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, 3. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 513). Bei den von der BeschwerdefÃ¼hrerin vorgenommenen Arbeiten (Einbau von drei neuen Fenstern an der Nord-West-Fassade, neuer Boden, Isolation der AussenwÃ¤nde, neuer breiter Treppenaufgang bis zum zweiten Obergeschoss, Abbruch sÃ¤mtlicher TrennwÃ¤nde im zweiten Obergeschoss, Isolation bis unter das Dach und Beheizung) handelt es sich mehrheitlich um technisch bedeutsame Ãnderungen im Innern eines bestehenden GebÃ¤udes bei angeblich unverÃ¤ndertem Nutzungszweck, die unter die Bewilligungspflicht fallen dÃ¼rften (dazu Alexander Ruch, Kommentar RPG, ZÃ¼rich 1999, Art. 22 Rz. 31). Es steht daher ausser Frage, dass die vorgenommenen baulichen Massnahmen bewilligungspflichtig sind, und es bestehen berechtigte Zweifel daran, ob diese mit den Anliegen der Raumplanung und der Schutzverordnung vereinbar sind. Es ist nÃ¤mlich zwischen den Parteien im Besonderen um­stritten, ob die fragliche Baute schon zu einem frÃ¼heren Zeitpunkt gastwirtschaftlich genutzt worden war, weshalb die BeschwerdefÃ¼hrerin der Ansicht zuneigt, es habe gar keine bewilligungspflichtige Umnutzung stattgefunden. Solche Fragen kÃ¶nnen jedoch nur im Rahmen eines Baubewilligungsverfahrens restlos geklÃ¤rt werden. Es stand daher im Ermessen der Beschwerdegegnerin, die BeschwerdefÃ¼hrerin zum Einreichen eines nachtrÃ¤glichen Baugesuchs aufzufordern, weshalb fÃ¼r das auf Rechtskontrolle beschrÃ¤nkte Verwaltungsgericht kein Anlass zum Eingreifen besteht (§ 50 Abs. 1 VRG). Die Aufforderung der Beschwerdegegnerin an die BeschwerdefÃ¼hrerin, ein Baugesuch einzureichen, erweist sich somit als rechtmÃ¤ssig.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Des Weiteren wehrt sich die BeschwerdefÃ¼hrerin gegen das mit sofortiger Wirkung angeordnete Verbot, in der umstrittenen Liegenschaft weiterhin Veranstaltungen durchzufÃ¼hren. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Damit Bauvorschriften eingehalten werden, genÃ¼gt das Baubewilligungsverfahren allein nicht. Es muss auch dafÃ¼r gesorgt werden, dass nur bewilligte Vorhaben, und diese nur soweit sie bewilligt wurden, zur AusfÃ¼hrung gelangen. Der Umbau der vorliegenden Liegenschaft war formell rechtswidrig, weil er trotz Bewilligungspflicht ohne Baubewilligung durchgefÃ¼hrt wurde. Geeignetes Mittel, um den rechtmÃ¤ssigen Zustand wieder herbeizufÃ¼hren, ist deshalb die DurchfÃ¼hrung eines nachtrÃ¤glichen Bewilligungsverfahrens (Fritzsche/BÃ¶sch, S. 24-4 f.). GemÃ¤ss § 6 VRG dÃ¼rfen die VerwaltungsbehÃ¶rden die nÃ¶tigen vorsorglichen Massnahmen treffen (vgl. auch § 327 Abs. 2 PBG). Den vorsorglichen Massnahmen, insbesondere dem Nutzungsverbot, kommt im Bereich des Bauordnungsrechts zunÃ¤chst die Funktion zu, den Bewilligungszwang durchzusetzen, indem sie dem Bewilligungszwang den nÃ¶tigen Nachdruck verleihen und zugleich verhindern, dass der eigenmÃ¤chtig Vorgehende besser gestellt wird als der sich korrekt Verhaltende. Die vorsorglichen Massnahmen haben aber auch eine prÃ¤ventive Funktion, indem sie einen bestehenden (formell und/oder materiell) illegalen Zustand gleichsam "einfrieren" und so verhindern, dass neue materielle VorstÃ¶sse geschaffen, bestehende intensiviert werden oder akute Gefahren sich vergrÃ¶ssern (Fritzsche/BÃ¶sch, S. 24-6). Sie sind stets dann zulÃ¤ssig, wenn Ã¼berwiegende Ã¶ffentliche oder private Interessen zu wahren sind und der definitive materielle Entscheid aus verfahrensmÃ¤ssigen GrÃ¼nden nicht sogleich getroffen werden kann. Zwischen diesen Interessen hat die zum Massnahmenentscheid berufene BehÃ¶rde abzuwÃ¤gen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 6 N. 9).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Vorliegend besteht das Ã¶ffentliche Interesse an der Einhaltung der Raumplanung sowie der Schutzverordnung und an der Einhaltung der baupolizeilichen, insbesondere feuerpolizeilichen Vorschriften zum Schutze von Leib und Leben (vgl. auch RB 1996 Nr. 83). Mit Beschluss der Beschwerdegegnerin vom 18. November 2003 wurde die BeschwerdefÃ¼hrerin zu diversen Brand- und Personenschutzmassnahmen angehalten. Der Beschwerdeschrift ist zu entnehmen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin der Aufforderung zur Installation einer Blitzschutzanlage noch nicht nachgekommen ist. Schon dieser Mangel allein rÃ¤umt der Beschwerdegegnerin nach § 3 Abs. 2 des Gesetzes Ã¼ber die Feuerpolizei und das Feuerwehrwesen vom 24. September 1978 das Recht ein, die umstrittene Baute mit einer BenÃ¼tzungsbeschrÃ¤nkung zu belegen. Es kann daher offen bleiben, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin den restlichen Anordnungen des genannten Beschlusses â wie sie behauptet â nachgekommen ist. Aber selbst wenn sie alle feuerpolizeilichen Auflagen zwischenzeitlich erfÃ¼llt hÃ¤tte, Ã¼berwÃ¶gen die Ã¶ffentlichen Interessen an der Einhaltung der Raumplanung sowie der Schutzverordnung die mit der Schliessung der umstrittenen Baute verbundenen finanziellen Einbussen der BeschwerdefÃ¼hrerin, weshalb sich das Nutzungsverbot als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweist. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang hat die BeschwerdefÃ¼hrerin die Gerichtskosten zu tragen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr von vornherein nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'200.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'260.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>