<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00696</span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiber Sonderegger</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 26. April 2018</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Stephan Kübler</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Wiegand Kübler Rechtsanwälte</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Stadthausstrasse 125, Postfach 2578, 8401 Winterthur</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1972, wurde von Januar 2004 bis Ende Juli 2008 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wegen Erwerbslosigkeit von der Fürsorge unterstützt (Urk. 10/19). Vom 25. August</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2008 bis 30. Juni 2011 arbeitete er als Betriebstechniker bei der Y.___ (Urk. 10/25/1). Danach war er vom 2. August bis 22. September 2011 in der gleichen Funktion bei der Z.___ angestellt (Urk. 10/21). Am 9. Januar 2012 meldete er sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 10/9). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-</span><span id="_GoBack"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle, tätigte erwerbliche sowie medizinische Abklärungen und ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anlasste eine Begutachtung durch Dr. med. A.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (Expertise vom 23. September 2012, Urk. 10/32). Im weiteren Verlauf zog sie die Strafakten in Sachen des Versicherten bei, der am 16. März 2011 wegen Betrugs aufgrund unrechtmässigen Sozialhilfebezugs verurteilt wor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den war (Urk. 10/34-53). Sodann liess sie den Versicherten einen Frage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bogen zu seinen Gesundheitseinschränkungen ausfüllen (Fragebogen vom 2. Septem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2013, Urk. 10/82), tätigte weitere medizinische Abklärungen (Urk. 10/86) und liess den Versicherten in den Zeiträumen vom 7. März bis 24. April 2013 und vom 6. Dezember 2013 bis 25. Januar 2014 an gewissen Tagen observieren (Urk. 11/1-2 [=Urk. 10/98-100]). Im Oktober 2014 wurde der Versicherte in ihrem Auftrag durch Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erneut begutachtet (Expertise vom 28. Oktober 2014, Urk. 10/139). Am 26. November 2014 wurde er durch die RAD-Ärztin med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pract</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. C.___, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, untersucht (Urk. 10/146). Nach Erhalt eines anonymen Hinweises, wonach die Y.___ in zwei Mietrechtsverfahren involviert sei und dabei massgebend durch den Versicherten vertreten werde (Urk. 10/153/1), zog die IV-Stelle die entsprechenden Gerichtsakten bei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 10/154-155). Mit Vorbescheid vom 24. Juni 2015 stellte sie die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen der Versicherte am 7. September 2015 Einwand erhob (Urk. 10/156, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10/160). Am 17. Mai 2016 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen erhob der Versicherte am 17. Juni 2016 Beschwerde und beantragte, es sei ihm eine ganze Invalidenrente mit Wirkung ab 1. Juli 2012 zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um die Durchführung einer öffentlichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verhandlung sowie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 2)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die IV-Stelle schloss in der Beschwerdeantwort vom 30. August 2016 auf Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisung der Beschwerde (Urk. 9). Mit Verfügung vom 28. Februar 2018 wurde dem Versicherten die unentgeltliche Prozessführung gewährt und Rechtsanwalt Stephan Kübler als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren bestellt (Urk. 18). Am 13. März 2018 wurde eine öffentliche Verhandlung durchgeführt, wobei der IV-Stelle das persönliche Erscheinen erlassen wurde (Prot. S. 4, Urk. 14, 17). Die im Rahmen der Verhandlung erstattete Replik wurde ihr zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 20).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 20. März 2018 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers seine Hono</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rarnote ein (Urk. 22/1-2) und das Gericht nahm von Amtes wegen Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">züge des Handelsregisteramtes des Kantons Zürich betreffend die Y.___ (Urk. 23/1) und die Z.___ AG (Urk. 23/2) zu den Akten.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IVG). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), in Bezie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">valid geworden wäre (sog. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Der Einkom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mensver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invali</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">di</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtigt, in Kenntnis der Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ak</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen ist, ob die mit Verfügung vom 17. Mai 2016 erkannte Ablehnung eines Rentenanspruchs zu Recht erfolgte. Unbestritten zwischen den Parteien ist, dass aus somatischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit als Betriebstechniker oder in einer anderen leichten bis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mittelschweren Tätigkeit ohne vermehrte Beanspruchung des Schultergürtels und der Halswirbelsäule besteht (vgl. etwa Urk. 1 S. 7 f., Urk. 2 S. 4). Strittig ist die Auswirkung des psychischen Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitsschadens auf die Arbeitsfähigkeit.</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle stellte sich in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) auf den Standpunkt, auf das Gutachten von Dr. A.___ könne nicht abgestellt werden. Das Gleiche gelte für das Gutachten von Dr. B.___. Letzter zeige in seinem Gutachten die Widersprüche und Unstimmigkeiten in den Aussagen des Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführers zwar auf, würdige sie aber nicht (S. 2). Auch setze er sich mit den Ergebnissen der Observation nur ungenügend auseinander. Demgegenüber überzeugten die Beurteilungen des RAD-Arztes Dr. med. D.___, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie (S. 3). Dieser habe in den Stellung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmen vom 20. Juni 2013 und 11. März 2014 aufgrund der Observations</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ergebnisse Zweifel am Bestehen einer wesentlichen funktionellen Einschränkung geäussert. Sodann sei im Rahmen der Ressourcenprüfung nach BGE 141 V 281 insbesondere aufgrund der Ergebnisse der Observation davon auszugehen, dass den allfälligen psychischen Beschwerden kein relevanter Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zukomme (S. 4 und S. 6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Vernehmlassung ergänzte die IV-Stelle, auch auf die Berichte der behandelnden Ärzte könne nicht abgestellt werden. Es sei nicht plausibel, weshalb dem Beschwerdeführer die Mobilisierung im privaten Bereich möglich, aber in einer Erwerbstätigkeit nicht zumutbar sein soll (Urk. 9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer hielt in den Rechtsschriften dagegen, sämtliche mit ihm befassten Ärzte seien sich einig, dass er an einer kombinierten Persönlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitsstörung mit narzisstischen, passiv-aggressiven, paranoiden, zwanghaften und emotional instabilen Zügen leide. Laut den überzeugenden Ausführungen von Dr. B.___ seien Observationsbeobachtungen in Bezug auf psychische Beeinträchtigungen oft nicht geeignet, die Angabe oder die gestellte Diagnose einer psychischen Erkrankung zu widerlegen. Die Kritik der IV-Stelle am Gutachten von Dr. B.___ sei unberechtigt. Selbst der RAD-Arzt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. D.___ habe dieser Expertise volle Beweiskraft zuerkannt. Gestützt darauf sei eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen (Urk. 1 S. 10 ff.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur Observation sei festzuhalten, dass sie rechtswidrig erfolgt und damit nicht verwertbar sei. Die entsprechenden Akten seien daher aus dem Recht zu weisen (Urk. 1 S. 12 ff., Urk. 20 S. 1 ff.). Angesichts der Schwere der diagnostizierten Persönlichkeitsstörung sei fraglich, ob überhaupt ein strukturiertes Beweisver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren nach BGE 141 V 281 durchzuführen sei (Urk. 20 S. 5). Die Ressourcen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fung durch die IV-Stelle vermöge jedenfalls nicht zu überzeugen (Urk. 20 S. 6). In Anwendung der massgebenden Indikatoren ergebe sich vielmehr, dass von einer vollen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei. Damit sei der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ausgewiesen (Urk. 1 S. 15 ff., Urk. 20 S. 6 f.).</span></p><p><br/></p><p>3.</p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer stützt seinen Antrag, die Observationsakten aus dem Recht zu weisen, auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechte (EGMR; dritte Kammer) vom 18. Oktober 2016 in Sachen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vukota-Bojic</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gegen die Schweiz (Urteil 61838/10; Urk. 20 S. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Darin befand der EGMR über die EMRK-Konformität einer Observation, die im Auftrag eines (sozialen) Unfallversicherers durch einen Privatdetektiv durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführt worden war. Er erkannte, dass mit Art. 28 und Art. 43 ATSG sowie mit Art. 96 des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bundesgesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über die Unfallversicherung (UVG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, trotz des durch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 28 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) und Art. 179</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">quater</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Straf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesetzbuches (StGB) vermittelten Schutzes von Persönlichkeit und Privatbereich, eine ausreichende gesetzlichen Grundlage für eine Observation nicht besteht, weshalb er auf eine Verletzung von Art. 8 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">EMRK (Recht auf Achtung des Privatlebens) schloss (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 72 ff. des EGMR-Urteils 61838/10 vom 18. Oktober 2016). Hingegen verneinte er eine Verletzung von Art. 6 Ziff. 1 EMRK (Gebot eines fairen Verfahrens) durch die erfolgte Verwendung der Observationser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisse. Dafür war ausschlaggebend, dass bei der Beurteilung des Leistungsan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchs im Rahmen des streitigen sozialversicherungsrechtlichen Verfahrens nicht allein auf sie abgestellt wurde und seitens der versicherten Person Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wände möglich waren, namentlich gegen ihre Echtheit und Verwendung sowie bezüglich der Beweiseignung und -qualität. Als bedeutsam galten zudem die Umstände, unter denen der Beweis gewonnen wurde und welchen Einfluss dieser auf den Verfahrensausgang hatte (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. 91 ff. des EGMR-Urteils 61838/10 vom 18. Oktober 2016). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Bundesgericht seinerseits hat nunmehr unter Berücksichtigung der betref</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fenden Erwägungen des EGMR entschieden, dass es trotz Art. 59 Abs. 5 IVG </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(„Zur Bekämpfung des ungerechtfertigten Leistungsbezugs können die IV-Stellen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Spezialisten beiziehen") auch im Bereich der Invalidenversicherung an einer ausreichenden gesetzlichen Grundlage fehlt, die die Observation umfassend klar und detailliert regelt. Folglich verletzen solche Handlungen, seien sie durch den Unfallversicherer oder durch eine IV-Stelle veranlasst, Art. 8 EMRK bezieh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ungsweise den einen im Wesentlichen gleichen Gehalt aufweisenden Art. 13 BV.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Insofern kann insbesondere auch an BGE 137 I 327 nicht weiter festge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halten werden (vgl. zum Ganzen: BGE 143 I 377 E. 4).</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Was die Verwendung des im Rahmen der widerrechtlichen Observation gewon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Materials anbelangt, richtet sich diese allein nach schweizerischem Recht. Der EGMR prüft dabei nur, ob ein Verfahren insgesamt fair im Sinne von Art. 6 Abs. 1 EMRK gewesen ist. In diesem Zusammenhang hat das Bundesgericht im soeben vermerkten BGE 143 I 377 im Wesentlichen erkannt, dass die Verwert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">barkeit der Observationsergebnisse (und damit auch der gestützt darauf ergan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen weiteren Beweise) grundsätzlich zulässig ist, es sei denn, bei einer Abwä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung der tangierten öffentlichen und privaten Interessen würden diese über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiegen (vgl. E. 5.1.1). Mit Blick auf die gebotene Verfahrensfairness hat es sodann in derselben Erwägung eine weitere Präzisierung angebracht: Unter Hinweis auf das Urteil 8C_239/2008 vom 17. Dezember 2009 E. 6.4.2 Abs. 2 und die darin enthaltene Anlehnung an die strafprozessuale Rechtsprechung (vgl. BGE 131 I 272 E. 4.2) hat es daran erinnert, dass eine gegen Art. 8 EMRK verstossende Videoaufnahme verwertbar ist, solange Handlungen des „Beschul</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten" aufgezeichnet werden, die er aus eigenem Antrieb und ohne äussere Beeinflussung machte und ihm keine Falle gestellt worden war. Ferner hat es erwogen, dass von einem absoluten Verwertungsverbot wohl immerhin insoweit auszugehen ist, als es um Beweismaterial geht, das im nicht öffentlich frei einsehbaren Raum zusammengetragen wurde, was im konkreten Fall jedoch nicht zu beurteilen war (vgl. E. 5.1.3 mit Hinweis auf Urteil 8C_830/2011 vom 9. März 2012 E. 6.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_248/2017 vom 15. Februar 2018 E. 4.3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei seinem Entscheid, die Verwertbarkeit des rechtswidrig erlangten Observa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">materials hauptsächlich von einer Interessenabwägung zwischen privaten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und öffentlichen Interessen abhängen zu lassen, war für das Bundesgericht nebst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> anderem die Annahme </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausschlaggebend, dass das Manko hinsichtlich einer in allen Belangen genügenden gesetzlichen Grundlage rasch behoben werden soll (vgl. BGE 143 I 377 E. 5.1.1) mit Hinweis auf den erläuternden Bericht des Bun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">amtes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> für Sozialversicherungen (BSV) vom 22. Februar 2017 zur Eröf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fnung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vernehmlassungsverfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über die Revision des ATSG, S. 5 f. unten). In rechtlicher Hinsicht hat es zudem auf Art. 152 Abs. 2 der am 1. Januar 2011 in Kraft getretenen schweizerischen Zivilprozessordnung verwiesen (vgl. dazu BGE 140 III 6 E. 3.1 mit Hinweisen), mit der nebst dem Strafprozessrecht ein weiterer Teil des Verfahrensrechts aktualisiert wurde. </span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In diesem Lichte ist zum Begehren des Beschwerdeführers Folgendes zu sagen:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Falle des Beschwerdeführers fanden die Beobachtungen im März und April 2013 an fünf Tagen und im Dezember 2013 und Januar 2014 an vier Tagen statt. Eingeleitet wurden sie aufgrund ausgewiesener Zweifel an der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des Beschwerdeführers (Urk. 10/102/1, 10/107/8). Im Rahmen der Observation kam es zu Videoaufzeichnungen. Zudem fanden die wesentlichen Beobachtungen Eingang in zwei Ermittlungsberichte (Berichte vom 17. Mai 2013 und 18. Februar 2014; Urk. 11/1-2). Der zeitliche Umfang des Eingriffs in die Privatsphäre war verhältnismässig gering. Die Überwachung erfolgte zwar gezielt und nicht bloss zufällig, dafür aber weder andauernd noch systematisch über einen längeren Zeitraum hinweg. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer wurde überwiegend auf öffentlichem Grund und im Bereich der Räumlichkeiten der Y.___ gefilmt. Wie sich aus den Fotos und Videos ergibt, war die Sicht durch Hecken teilweise verdeckt, ansonsten waren der Eingangsbereich und der Büroraum, in dem der Beschwerdeführer sich verschiedentlich aufhielt, von jedermann ohne Weiteres einsehbar. Dass die Bürofenster geschlossen waren, führt nicht dazu (vgl. dazu Urk. 1 S. 14), dass die Räume als abgeschirmter Bereich, wie dies etwa bei einem Treppenhaus der Fall ist, zu qualifizieren wäre. Was die Observation des Beschwerdeführers an der J.___ anbelangt, bestehen keine Umstände, die diese als unzulässig erscheinen liesse (vgl. dazu Urk. 1. S. 14). Die Ausstellung richtet sich an das öffentliche Publikum und steht diesem offen. Das im Aussteller</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">reglement statuierte Verbot von Aufnahmen ist von den Ausstellern zu beachten, aber nicht von Dritten (Ausstellerreglement Ziff. 19.3, Urk. 3/3), und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">daher im Zusammenhang mit der Observation nicht von Relevanz.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die aufgezeichneten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> alltäglichen Verrichtungen und Handlungen kann insgesamt bei bloss geringfügiger Tan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gierung der Privatsphäre jedenfalls nicht von einer schweren Verletzung der Persönlichkeit ausgegangen werden (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. BGE 137 I 327 E. 5.6). Dem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegenüber zu stellen gilt es das Interesse des Versicherungsträgers und der Versicherten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemeinschaft, unrechtmässige Leistungsbezüge abzuwenden. Dieses ist unter den hier gegebenen Umständen höher zu gewichten als das Interesse des Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführers an einer unbehelligten Privatsphäre (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. BGE 137 I 327 E. 5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Damit können im vorliegenden Fall die ohne ausreichende gesetzliche Grundlage erhobenen Observationsergebnisse in Form des entsprechenden Berichts sowie der Foto- und Videoaufnahmen verwertet werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Dementsprechend ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liert auch das Gutachten von Dr. B.___ nicht an Beweiswert, weil es die Obser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vationsergebnisse berücksichtigt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p>4.</p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Rentenanspruch ist den Akten Folgendes zu entnehmen:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Seit 14. Oktober 2011 ist der Beschwerdeführer in der E.___ in Behandlung. Die behandelnden Ärzte diagnostizierten im Bericht vom 16. Januar 2012 eine kombinierte Persönlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keitsstörung mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">negativistischen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, narzisstischen, paranoiden, zwanghaften und emotional instabilen Zügen (ICD-10 F61.0) sowie eine mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.10). Sie hielten fest, nach der Abmeldung vom Sozialamt im Sommer 2008 habe der Beschwerdeführer eine 50 %-Stelle [gemeint wohl: Stelle bei der Y.___] innegehabt. Anfang 2011 habe er eine neue Stelle in einem 100 %-Pensum angetreten. Diese sei ihm am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">15. September 2011 gekündigt worden. Seit 14. Oktober 2011 fänden in Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ständen von 14 Tagen ambulant-psychiatrische Sitzungen statt. Der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führer sei vollständig arbeitsunfähig (Urk. 10/22).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Y.___, deren Gesellschafter und Geschäftsführer der Bruder des Beschwerdeführers ist (Urk. 23/1), führte im Arbeitgeberbericht vom 23. März 2012 aus, der Beschwerdeführer habe seit der Firmengründung im 2008 in einem Vollzeitpensum gearbeitet. Er sei für Kurierdienste, Montagen, Sachbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">arbeitungen, Akquisitionen und IT-Support verantwortlich gewesen. Per Ende 2011 habe der Beschwerdeführer die Firma verlassen. Seit März 2012 sei er wieder bei der Y.___ angestellt und verrichte entsprechend seiner ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bliebenen Leistungsfähigkeit ein 20 %-Pensum. Er führe nun administrative Tätigkeiten aus und helfe soweit möglich in der Werkstatt aus. Er verfüge über einen Büroschlüssel und könne seine Arbeitszeit flexibel einteilen. Er leiste keine Überstunden und es sei vereinbart, dass er auch keine solchen leisten dürfe (Urk. 10/25/8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. A.___ diagnostizierte im Gutachten vom 23. September 2012 (Urk. 10/32) eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schizo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">type</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Störung (ICD-10 F20; S. 10). Im Rahmen der Begutachtung führte der Beschwerdeführer gegenüber dem Gutachter aus, er leide unter Konzen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tionsstörungen, sei reizbar und vergesslich. Immer wieder komme er in Schwierigkeiten. Nun arbeite er wieder bei der Y.___. Früher habe er dort zu 100 % und dann zu 50 % gearbeitet. Die Reduktion sei erfolgt, weil es zu wenig Arbeit gegeben habe. Nachdem er im 2011 zu einer anderen Firma gewechselt habe, habe es bald Schwierigkeiten mit anderen Mitarbeitern </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gege-ben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Schliesslich habe er einen Nervenzusammenbruch erlitten. Seit Februar 2012 verrichte er nun ein 20 %-Pensum bei der Y.___. Er arbeite am Montag- und Mittwochmorgen, manchmal auch am Freitag (S. 5). Er habe stets Angst. Alles verunsichere ihn. Er fühle sich von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Mitmenschen beobachtet. Er müsse sich zurückziehen. Je nachdem könne er sich nicht mehr unter Kontrolle halten, bekomme Atemnot, werde laut und schreie. Ausser zum Arzt und zum Büro habe er keine Kontakte (S. 6). Öffentliche Verkehrsmittel könne er nicht mehr benutzen. Denn es gebe zu viele Menschen, die auf ihn fixiert seien. Er bekomme dann zu wenig Luft. Gleich ergehe es ihm, wenn er im Keller sei. Er gehe nicht in Einkaufsläden oder höchstens gemeinsam mit der Ehefrau. Nachts stehe er auf, mindestens zweimal, und sei dann einfach wach. Tagsüber gehe es gut. Er habe einen Balkon, eine Ecke für sich. Sobald die Tochter nach Hause komme, gehe er hinaus und mache einen Spaziergang (S. 7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In sozialanamnestischer Hinsicht hielt der Gutachter fest, der Beschwerdeführer stamme aus der Türkei. Bei seiner Einreise in die Schweiz als Kind habe er noch über keine Deutschkenntnisse verfügt. Er habe die fünfte Primarschulklasse wiederholen müssen. Im Halbjahreszyklus sei er in Sonderschulklassen einge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilt gewesen. Nach der Primarschule habe er drei Jahre die Realschule besucht. Danach habe er eine Lehre als Elektriker begonnen, nach zwei Jahren zu einer Handelsschule gewechselt und nach einem Jahr den Abschluss gemacht. Mit der Zeit habe er wieder als Elektriker gearbeitet und dabei häufig die Stelle ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wechselt. Beruflich habe er dann den Faden verloren, sei arbeitslos und sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hilfeabhängig geworden (S. 8). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das k</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">linische Bild war laut dem Gutachter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gezeichnet von</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> einer starken I</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">version, fehlender oder nivel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lierter Affektivität, vagen, schwer verständ</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen, eigenart</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">igen Äusserungen, Einsilbigkeit und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Apathie. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Daten gebe der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer manchmal klar und eindeutig an, manchmal unklar oder gar nicht. Häufig antworte er mit einem vagen, inhaltsarmen Satz oder mit einzel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen Wörtern und bleibe dann still (S. 10). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf die von ihm gestellte Diagnose einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schizotypen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Störung erläu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">terte der Gutachter, die Familie des Beschwerdeführers scheine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> psychisch erheb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich belastet zu sein. Beim Beschwerdeführer sei eine paranoide Sympto</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">matik mi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">t formalen und inhaltlichen Denkstörungen k</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">linisch offenkundig. Da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">neben hätten sich aufgrund seines Lebenslaufs weitere pat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">h</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ologische Persönlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keitsmerk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">male entwickelt. Insbesondere die Minderprivilegierung in der Kindheit habe zu narzisstischen Zügen geführt. D</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ie Denk- und anderen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">paranoiden Störungen gingen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über die Diagnose einer paranoiden Persönlichkeitsstörung hinaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Die übrigen Merkmale wie Negativismus,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Paranoia, Zwan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ghaftigkeit und emotionale Ins</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tabilität </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seien </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vornehmlich der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schizotypen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Störung unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zuordnen (S. 10). Zur mangelnden persönlichen sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die mangelnde berufliche Identitätsfindung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> dazugekommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Obwohl aufgrund der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Akten und der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anamnese </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keine gesiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten Angaben vorlägen, sei zu vermuten, dass die unstete Berufslaufbahn mit den paranoiden Störungen zusammenhängen würden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit zunehmendem Alter habe sich die psychische Belastbarkeit zunehmend verringert. Gleichzeitig habe die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wahnhafte Beeinträchtigungshaltung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zugenommen. Der Beschwerdeführer habe sich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> immer mehr in Au</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seinandersetzungen verschiedenster</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Art</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> verwickelt,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sich immer mehr als Opfer von Benachteiligungen, Beeinträchtigungen und Mobbing </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gesehen. Dadurch sei er zusehends</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in einen ängstlichen psychischen Stresszustand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> geraten, was seinerseits zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vermehrte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Denkstörungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geführt habe. Im Sommer 2011 sei der Zustand nach einem neuerlichen Stellenwechsel </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">exazerbiert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Bis heute werde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> er mit einem antipsychotis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen Medikament behandelt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Beschwerdebild entspreche mehr einem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ex</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">azerbierten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> paranoiden Stresszu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stand im Rahmen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schizotypen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Störung a</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ls einer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> depressive</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Phase, wie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im E.___ diagnostiziert worden sei (S. 11)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es bestehe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine Zerfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heit des Denkens mit schweren Kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zentrations- und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Gedächtnisstörungen, eine paranoid anmutende </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verunsicherung im Sinne einer Wahnstimmung, eine Unfähigkeit zu pr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">oduktiven Leistungen, chronisch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> schwere Schlaf- und Appetit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">störungen und eine psychovegetative Stresssymptomatik mit Kopfschmerzen, Parä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sthesien in den Extremitäten sowie pathologische</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Herzsensationen. Die W</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ahr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nehmungen des Beschwerdeführers hätten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> den Charakter von Depersona</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ionen und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Derealisationen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Dasselbe gelte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> für die zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> G</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">runde liegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">de Angst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">symptomatik. Der Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> g</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erate überall, vor allem in Gegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wart ande</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rer Leute</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, in eine unbestimmt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e Panik. Auf wahnhafte Art fühle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> er sich beobachtet</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und bedrängt. Die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> psychischen Störungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hätten mindestens seit Oktober 2011 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zu einer generellen Arbeitsunf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ähigkeit von zirka 70 % geführt (S. 12).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auf Ersuchen der IV-Stelle füllte der Beschwerdeführer am 2. September 2013 (Urk. 10/82) einen Fragebogen zu seinem Gesundheitszustand aus. Als körper</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liche und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> psychische </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einschränkungen gab er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Depressionen, Angst, Trauma, Kurz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zeitgedächtnis, Schmerzen, Aggression, Müdigkeit, Konze</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ntration, Persön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">störung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Medikamente, Alkohol, Zwangsstörungen, Schlafstörungen, Schmerz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en, Paranoia und Panik an. Er könne schlecht beziehungsweise</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">haupt nicht wahrnehmen, was er tue und wie lange er es mache. Er versuche, sich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht zu bücken und das</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Tragen von Gegenständen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zu vermeiden, an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sonsten leide er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> danach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">„</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Atem-Nacken-Lende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n Schmerzen", permanenten Irri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tio</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen und Stimmen im Kopf. Er arbeite nicht, sondern we</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rde „bis 25 %” erduldet. Der Ar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beitgeber sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Y.___ (S. 1). Im Weiteren erklärte er, dass er keinen weiteren Tätigkeiten nachgehe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, da er zu viel Stress habe und selbst auf Fremdhilfe angewiesen sei. Ohne seine Ehefrau und Medikamente bekomme er sein Leben nicht in den Griff.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Er habe Mühe, Formulare auszufüllen oder PC- und Büroarbeiten zu erledigen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Er </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">könne nicht abschätzen, wie lan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ge er sitzende oder wechselbelaste</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nde Tätigkeiten ausüben könne. E</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r könne nichts zu Ende führen. Er bleibe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">für sich allein zu Hause im vertrauten Umfeld, lebe sozial zurückgezogen, seine Mitmenschen seien kranke und bösartige Fre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">de. Er wolle keine Begegnung und keine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">„</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bedrängung". Er verhalte sich zurückhaltend, ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weisend und freundlich, sofern er andere Leute nicht lange ertragen müsse (S. 2).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Er habe keine Hobbies, seine Hobbies seien die Stimmen in seinem Kopf, er selbst sei sein e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">igenes Hobby. Er könne keinen öffentlichen Verkehr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> benutzen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. M</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">it dem Auto und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> dem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Velo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> könne er nur kurze oder gar keine Strecken zurücklegen. D</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en Rest erledige seine Frau für ihn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 19. September 2013 (Urk. 10/86) bestätigten die behandelnden Ärzte des E.___ die von ihnen gestellten Diagnosen einer kombinierten Persön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keitsstörung mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">negativistischen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, narzisstischen, paranoiden, zwangshaften und emotional instabilen Zügen und einer mittelgradigen depressiven Episode ohne somatisches Syndrom. Zudem diagnostizierten sie eine Aufmerksam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">defizitstörung (S. 7). Sie erklärten, es finde ein bis zwei Mal pro Monat eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung statt. Zudem erfolge eine phar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kotherapeutische Behandlung. Der Beschwerdeführer sei nach wie vor voll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ständig arbeitsunfähig. Seit Januar 2012 gehe er [bei der Y.___] einer geschützten Tätigkeit nach mit einer Frequenz von dreimal vier Stunden die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Woche. Der Beschwerdeführer berichte von Überforderungstendenzen, Nervosi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">t mit grosser körperlicher Anspannung, Lustlosigkeit, Konflikten mit den Vorge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzten und Mitarbeitern. Die Einschränkungen wirkten sich insofern aus, als er sich nicht konzentrieren könne, sehr angespannt sei und Fehler mache (S. 8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen des Standortgesprächs vom 9. April 2014 (Urk. 10/107), welches stattfand bevor dem Beschwerdeführer unmittelbar danach eröffnet wurde, dass er observiert worden war, erklärte er, dass er ruhig bleibe, solange er die Medi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kamente einnehme. Ohne Medikamente gehe bei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihm „die Post ab” (S. 2). Er leide unter Hals-, Schulter- und Lendenschmerzen. Er könne sie nicht beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">flussen. Insbesondere beim Liegen träten sie auf. Wenn er Schmerzen habe, stehe er auf und laufe. Dann würden sie wieder verschwinden. Er habe keine Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit mehr. Er lese deshalb keine Zeitungen und schaue eigentlich auch nicht fern (S. 3). Zum Tagesablauf führte er aus, dass er um sechs oder sieben Uhr mit dem Kind aufstehe. Dieses gehe dann zur Schule. Etwa um neun oder zehn Uhr gehe er nach draussen. Danach komme er nach Hause oder eben nicht. Manchmal bleibe er auch am Nachmittag ausser Haus. Er arbeite zwar nicht bei der Y.___, doch ziehe er sich bisweilen dorthin zurück und mache dort seine Runden. Bei der Y.___ gehe er „spazieren, laufen, grübeln”. Er sei jeweils alleine, zum Grübeln brauche er keinen Zweiten. Bei der Stelle bei der Y.___ handle es sich um einen geschützten Arbeitsplatz (S. 4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.8</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Observationszeitraum vom 7. März bis 24. April 2013 wurde am Donnerstag, 7. März 2013 (15.00 bis 16.15 Uhr), am Montag, 25. März 2012 (6.00 bis 13.30 Uhr), am Mittwoch, 3. April 2013 (7.00 bis 13.15 Uhr), am Dienstag, 23. April </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2013 (7.45 bis 17.45 Uhr) und am Mittwoch, 24. April 2013 (7.45 bis 19.30 Uh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r), operativ ermittelt. Dem Bericht vom 17. Mai 2013 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer am 7. März 2013 nicht angetroffen wurde (Urk. 11/1/14-15). Am 25. März 2013 und am 3. April 2013 wurde beobachtet, dass der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer einen F.___ in der Nähe seiner Wohnung stehen hatte. Am ersten Tag fuhr er mit einem anderen Auto, einem G.___, ins Zentrum der Stadt Winterthur. Am zweiten transportierte er diverse Stühle und deponierte diese in einem Mehrfamilienhaus in der Nähe seiner Wohnung. Danach fuhr er nach H.___. Im Bericht wird darauf hingewiesen, dass sich die Spur auf dem Weg verloren habe. Es werde vermutet, dass der Beschwerdeführer zur Y.___ gefahren sei, die ihre Räum</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keiten in H.___ im Industriegebiet I.___ habe (Urk. 11/1/17). Laut Abklä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungen der Ermittlungsperson sind der F.___ und der G.___ auf die Y.___ immatrikuliert und werden mit Wechsel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schild betrieben (Urk. 11/1/16-17). Am 23. und 24. April 2013 begab sich der Beschwerdeführer wiederum mit dem Auto zur Y.___. Am 23. April 2013 verblieb er über 7 ¾ Stunden und am 24. April über 11 Stunden dort. Im Bericht wird ausgeführt, aufgrund der gemachten Feststellungen sei davon auszugehen, dass er in dieser Zeit einer Arbeitstätigkeit nachgegangen sei (Urk. 11/1/11+17-20). Beim Beschwerdeführer hätten keine offensichtlichen kör</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen respektive psychischen Behinderungen wahrgenommen werden können. Er sei vital, mobil und agil aufgetreten. Ebenso hätten sich in der Mimik und Gestik keine erkennbaren Defizite gezeigt. In der Erscheinung habe der Beschwerdeführer weder einen ungepflegten noch einen übertrieben ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pfleg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten Eindruck gemacht (Urk. 11/1/12+17)</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen der zweiten Observation wurde der Beschwerdeführer am Freitag, 6. Dezember 2013 (6.15 bis 17.30 Uhr), am Mittwoch, 8. Januar 2014 (7.00 bis 18.00 Uhr), am Freitag, 10. Januar 2014 (7.00 bis 16.00 Uhr), und am Samstag, 25. Januar 2014 (7.30 bis 15.00 Uhr), beobachtet. An sämtlichen Werktagen verliess er in den frühen Morgenstunden die Wohnung und fuhr mit dem Auto zur Y.___. Dort blieb er 6 ½ respektive 8 ½ Stunden. Laut Bericht verrichtete er augenscheinlich operative, administrative und organisatorische Arbeiten. Am 10. Januar 2014 wurde überdies beobachtet, dass der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führer Werkzeuge und andere Gegenstände rüstete, diese in das Auto lud und sich an eine Privatadresse begab. Am Samstag, 25. Januar 2014, besuchte er die J.___-Messe beim Flughafen Basel-Mülhausen. Den Weg von seinem Wohn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ort bis zum Messeparklatz legte er mit dem Auto zurück. Vom Parkplatz bis zur Messe benutzte er einen Shuttlebus, der zu jenem Zeitpunkt stark besetzt war (Urk. 11/2/25). Im Observationsbericht wird festgehalten, dass der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führer bei sämtlichen ausserhäuslichen Tätigkeiten alleine unterwegs gewesen sei. Erneut seien weder eine Orientierungslosigkeit noch andere Einschrän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kungen sichtbar gewesen. Der Beschwerdeführer habe im Beobachtungszeitraum mehrere soziale Kontakte unterhalten. Für einen aussenstehenden Beobachter habe er einen unauffälligen Eindruck hinterlassen. Er habe sich mehr oder weniger ruhig, ausgeglichen, ungetrübt, ausgelassen und gar heiter gezeigt. Im zwischenmenschlichen Austausch habe er sich einerseits ernst und konzentriert, anderseits gesprächsfreudig gezeigt. Auch beim Besuch der J.___ sei der Beschwerdeführer im Gespräch mit den Ausstellern kommunikativ und inte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ressiert gewesen. Im Rahmen der zweiten Observation seien ebenfalls keine körper</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen oder psychischen Auffälligkeiten erkennbar gewesen. Es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hätten keine offenkundigen Anzeichen für eine Einschränkung der kognitiven Fähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keiten, der Kommunikation, der Mobilität oder der Aktivität bestanden (Urk. 11/2/14-16)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.9</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. B.___ verfasste das Gutachten vom 28. Oktober 2014 in Kenntnis der Observationsakten (Urk. 10/139/3). Er diagnostizierte eine kombinierte Persön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keitsstörung mit narzisstischen, passiv-aggressiven, paranoiden, zwanghaften und emotional instabilen Zügen (ICD-10 F61.0; differentialdiagnostisch: paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0) sowie eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10 F33.1; Urk. 10/139/25). Im Rahmen der Begutachtung führte der Beschwerdeführer zum beruflichen Werdegang aus, dass er von 2009 bis 2010 ungefähr ein Jahr bei der Y.___ in einem 50 %-Pensum gearbeitet habe. Es sei geplant gewesen, das Pensum zu erhöhen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sobald die Kinderbetreuung sichergestellt gewesen wäre. Ab 2012 habe er wie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der bei der Y.___ gearbeitet. Er habe je nach Möglichkeit ein Pensum von 20 bis 30 % erledigt. Sein Bruder, dem diese Gesellschaft gehört habe, habe ihm einen Rückzugsort bieten wollen. Nach Bekanntwerden der Observation durch die Invalidenversicherung habe der Bruder das Arbeitsverhältnis aufgelöst. Er habe deshalb seinen Rückzugsort verloren. Nun verbringe er viel Zeit im Schrebergarten (Urk. 10/139/14+17). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Zusammenhang mit der Befunderhebung hielt der Gutachter fest, dass aus verschiedenen Gründen zwei Explorationsgespräche notwendig gewesen seien. Um einen die Kommunikation beendenden Konflikt zu vermeiden, habe er be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wusst darauf verzichtet, den Beschwerdeführer auf Widersprüche und Inkonsi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stenzen hinzuweisen (Urk. 10/139/18-19). In beiden Gesprächen habe der Be-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> dasselbe Verhalten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gezeigt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, so dass dieses insgesa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mt als konsi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stent beurteilt werde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer sei detailversessen und habe sich bemüht, alles genau und detailliert zu erklären. Dabei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> er sich zum Teil in den Gedanken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> verloren und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einen assoziativ gelockerten Gedankengang</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zeigt. Er habe einen düsteren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, misstrauischen bis paranoiden Eindruck</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gemacht. Es sei spürbar gewesen, dass er sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stark</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> habe kontrollieren müssen. Mehrfach sei die Stimmung im Gespräch beinahe gekippt. Dem Beschwerdeführer sei es aber immer wieder gelungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, sich zurückzunehmen und einzulenken.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Er habe über weite </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Strecken den direkten Blickkontakt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vermieden, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ständig mit dem Bein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gewippt und wiederholt Grimassen geschnitten, was an Manierismen erinnert habe. Teilweise habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> er im Raum umher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geschaut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, so als ob er etwas sehen würde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Dies sei möglicherweise auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">opti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sche Halluzinationen oder die paranoide Grundhaltung zurückzuführen (Urk. 10/139/19). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegenüber dem Gutachter gab der Beschwerdeführer an, er lebe in seiner eigenen Realität, alles überfordere ihn, hole ihn ein und versetze ihn in Schrecken. Konzentrieren könne er sich nicht und sein Kurzzeitgedächtnis sei lückenhaft. Seine Auffassungsfähigkeit sei gut. Er verstehe, was man sage, aber er würde das Gesagte emotional oft missdeuten und fehlinterpretieren. Er sei nicht belastbar. Optische Halluzinationen habe er nicht. Er gäbe aber Stimmen, die er immer höre. Meist sei es eine Stimme. Diese weise ihn zurecht (Urk. 10/139/20). In Bezug auf den Psychostatus beschrieb der Gutachter den Beschwerdeführer als</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wach und zu allen Qualitäten orientiert. Die Konze</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trationsfähigkeit und die Auffassungsfähigkeit seien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in bestimmten Situationen beeinträchtigt, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nämlich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wenn </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Situation aus </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">emo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tio</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nalen respektive kognitiven Verzerrungen heraus fehlinterpretiere. Gleiches gelte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">für die Belastbarkeit. Die Merkfähigkeit e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rscheine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht per se beeinträchtigt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Denken sei inhaltlich und formal auffällig. Im formalen Gedankengang falle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ein assoziativ gelockertes Denken auf, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">so könne der Beschwerdeführer unver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mittelt das Thema wechseln. Inhaltlich sei das Den</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ken geprägt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">von einem tiefen Misstrauen und paranoiden Zügen, d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a er immer wieder das Gefühl habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, andere wollte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n ihm etwas Böses antun,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> w</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ürden ihn nicht ernst nehmen oder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht respektieren. Optische </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Halluzinationen würden vom Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> verneint, wobei es in der Beobachtung seines Verhaltens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Anhaltspunkte dafür gebe. Akustische Halluzinationen wü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rden bejaht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Allenfalls handle es sich dabei um echte Halluzinationen. Es sei aber auch denkbar, dass der Beschwerdeführer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">inner</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e Stimmen nach aussen projiziere, da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> er den Charakter der Stimmen nicht s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">o differenziert beschreiben könne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, wie dies üb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">licherweise an Schizophrenie erkrankte Menschen tun könnten. Das paranoide Denken sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> so ausgep</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rägt, dass sich die Frage stelle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, o</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b es sich hierbei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auch um ein wah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nhaftes Geschehen handle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Die geschilderten Ängste vor grossen Plätzen und v</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">or direktem Blick</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kontakt entsprä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen keiner Angste</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rkrankung im eigentlichen Sinne. Phobien und Zwänge wü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verneint. Die Stimmung des Beschwerdeführers sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> deut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich zum depressiven Pol hin verschoben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Neben </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der depressiven Gestimmtheit sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> durchgehend au</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ch eine Verärgerung spürbar. Der Beschwerdeführer wirke</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> dysphorisch und unterschwellig (zum Teil au</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ch passiv-) aggressiv (Urk. 10/139/21-22). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der geschilderten Beeinträchtigungen schloss der Gutachter diagnos</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tisch auf eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, passiv-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aggressiven, paranoiden, zwanghaften und emotional instabilen Zügen. Die A</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">us</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">prägung der Persönlichkeitsstörung sei derart gravierend, dass sie an der Grenze zu psychotischem Erleben angesiedelt werden müsse. Aufgrund der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellten psychischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Störungen mit Krankheitswert sei sowohl für die bisherigen Tätigkeiten (a</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ngelernter Elektriker, Techniker, administrativer Mitarbeiter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> als auch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">für allfällige Verweistätig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keiten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keine Arbeitsfähigkeit mehr gegeben. Der Beschwerdeführer könne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sich in keine bestehenden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Strukturen einfügen. Ande</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Mitarbeitern in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einem Team</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sei er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht zumutbar. Bei der Beur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilung der Arbeitsfähigkeit sei die vorliegende Persönlich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keitsstörung von ausschlagge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bender Bedeutung. Die depressive Störung allein würde zu einer gerin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geren Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit führen (Urk. 10/139/23-24). Diese Einschätzung entspreche jener von Dr. A.___ und dem E.___. Letzteres habe eine Beschäftigung im ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schützten Rahmen für möglich gehalten, was den damaligen Status quo abge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bildet habe. In der Firma des Bruders sei der Beschwerdeführer für sich alleine beschäftigt gewesen. Dies sei möglich gewesen. Eine Beschäftigung im geschüt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zten Rahmen an einer anderen Arbeitsstelle sei jedoch nicht möglich, da sich der Beschwerdeführer nicht in gegebene Strukturen integrieren könne und für andere Mitarbeiter unzumutbar sei (Urk. 10/139/26).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf die Observation führte der Gutachter aus, vier Aussagen des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführers seien aufgrund der Beobachtungen eindeutig widerlegt. Dieser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sei in der Lage, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in einem vollbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzten Bus zu fahren. S</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine Aussage, er könne den ÖV nicht benu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tzen, treffe daher nicht zu (1). Der Besuch der J.___-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Messe in Basel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> widerspreche dem angeblichen Vermeiden von grösseren Menschenansammlungen (2). Der Beschwerdeführer halte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sich länger in den Räumen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___ auf, als er angegeben habe (3). E</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ntgegen seinen Aussagen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sei er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> durchaus in der Lage, längere Strecken mit dem Auto zurückzulegen, wenn man die Entfernung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> seines Wohnortes bis zur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">J.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (mehr als 100 km</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) als längere Strecke betrachte (4). Diese Widersprüche könnten,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> müss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en aber nicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">als gezielte Desinformationen betrachtet werden. In der klinischen Praxis komme</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> es öfter vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ss Menschen, wenn sie nach Ängsten und Phobien befragt würden, angäben, etwas nicht tun zu können (z.B.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Lift fahren)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wobei bei genauerer Exploration deutlich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">werde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, dass sie durchaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> dazu in der Lage seien (z.B. den Lift zu be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nutzen)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Die be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">züglich der Aufenthaltsdauer divergi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erenden Angaben liessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sich dahi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ngehend </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erklären, dass der Beschwerdeführer die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit seinem Bruder ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einbarte Arbeitszeit genannt habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und (schambedingt?) nicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> habe angeben wollen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, dass er sich in den Räumen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___ länger aufhalte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, da er es zu Ha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">use in der Familie nicht aushalte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wegen der do</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rt herrschenden konfliktträchti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen Atmosphä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">re. Die Tatsache, dass der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> dem Auto nach Basel gefahren sei, könne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auch als Beleg dafür inte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rpretiert werden, dass der Beschwerdeführer den öffentlichen Verkehr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> soweit wie möglich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meide und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> aus Ko</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stengründen das Auto benutzt habe. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diesfalls</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hätte er zwischen zwei ihn beeinträchtigenden Umständen eine Wahl getroffen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 10/139/27). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Observationsbeobachtungen seien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in Bezug</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auf psychische Beeinträchtigungen oft nicht ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eignet, die Angabe oder die gestellte Diagnose einer psychischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erkrankung zu widerlegen, da einzelne Symptome nur in bestimmten, aber nicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in allen Situationen aufträten und beobachtbar seien. Der Beschwerdeführer könne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> durchaus in der Lage sein, sich mit anderen Menschen, zu denen k</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">eine bestimmte Beziehung bestehe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, entspannt und lo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cker zu unterhalten. Dies ändere</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sich aber</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sofort, wenn er zum Gegenüber eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">em</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">otional bedeutsame Beziehung habe, wenn er in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Gegenüber stehe oder wenn er den subjektiven Eindruck gewinne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, sein Gegenüber sei ihm nicht woh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">l</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gesonnen. Solches sei bei zufälli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen Begegnungen mit Angestellten ande</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rer Firmen oder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Messeverkäufern üblicherweise nicht der Fall</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Dass der Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sich in den Räumen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___ aufhalte, die Post abhole, vor dem PC sitze, telefoniere</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> etwas auf dem Drucker ausdrucke, belege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht, dass er über den gesamten Zeitraum einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">„</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erwerbsmässigen beziehungsweise berufli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen Tätigkeit" nachgegangen sei. Die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Präsenzzeit an sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beweise nicht, dass der Beschwerdeführer die gesamte Zeit für die Firma gearbeitet habe. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die laienhafte Annahme, man könne allein aus Beobachtungen eines Menschen auf dessen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">psychischen Gesundheitszustand und seine psyc</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hische Gesundheit schliessen, sei unzutreffend. Er als Gutachter kenne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> aus der eigenen Praxis eine Reih</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e von Menschen, die an schweren, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">psychisch eindeutig beeinträchtigenden Erkrankungen leiden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> würden, von denen ihr berufliches Um</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">feld keine Kenntnis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">habe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die von der IV-Stelle gezogenen Schlüsse aus der Observation seien ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ständ</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass der Beschwerdeführer in der Vergangenheit wegen Sozialhilfebetrugs verurteilt worden und von einem Familienangehörigen beschäftigt worden sei. E</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">benso</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sei aber</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nkbar, dass der Bruder des Beschwerdeführers</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ihm einen ges</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chützten Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt habe. Sein als aggressiv wahrgenommenes Verhalten zeige, dass er ohne Rücksicht auf die Folgen seines Handelns agiere und die Situation des jeweiligen Gegenübers in keiner Weise in sein verzerrtes Denken mitein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beziehen könne (Urk. 10/139/28-29).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.10</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen der orthopädischen Untersuchung vom 26. November 2014 diag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nostizierte med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pract</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. C.___ eine schmerzhafte Bewegungs- und Belas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einschränkung der Halswirbelsäule. Zum Tagesablauf äusserte sich der Beschwerdeführer dahingehend, dass er am liebsten alleine sei und zwei Rück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zugsorte habe. Weitere Angaben zu diesem wollte er nicht machen. Auf die Frage, ob er nicht alleine sei, antwortete er, dass er seine Brüder, seine Ehefrau, seine Kinder sowie zwei weitere Personen habe, zu denen er versuche, das Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trauen herzustellen (Urk. 10/146/3). Der Beschwerdeführer erklärte, unter einem Trauma der Halswirbelsäule zu leiden, und klagte über diverse Beschwerden im Kopf, im linken Arm und Kleinfinger, im linken Schulterblatt und in der Hals</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirbelsäule (Urk. 10/146/1). Er nehme die Medikamente </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Temesta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Valium, Ritalin,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Risperdal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Cipralex</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Remeron</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Seroquel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Truxal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> seien abgesetzt worden (Urk. 10/146/2). Im Rahmen der Untersuchung wurde alsdann eine Blutent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nahme durchgeführt. Von den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">angegebenen Medikamenten war einzig das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Remeron</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nachweisbar. Dessen Wert lag am unteren Rand des therapeutischen Bereichs, was laut med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pract</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. C.___ gut vereinbar mit einer Einnahme am Vorabend war (Urk. 10/146/7). Aus somatischer Sicht attestierte sie dem Beschwerdeführer eine volle Arbeitsfähigkeit als Betriebstechniker und in jeder anderen leichten bis mittelschweren Tätigkeit ohne vermehrte Beanspruchung des Schultergürtels und der Halswirbelsäule (Urk. 10/146/7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.11</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorbescheidverfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> liessen sich die Ärzte des E.___ nochmals verlauten. Im Bericht vom 7. September 2015 führten sie in Bezug auf die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">durchgeführte Observation aus, dass insbesondere narzisstisch gestörte Menschen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> durchaus in der Lage seien, zeitlich begrenzt und im Rahmen oberflächlicher Kontakte ohne emotionale oder langfristige Bedeutung kompetent und eloquent aufzutreten. Die sprachlichen Fähigkeiten des Beschwerdeführers sowie seine unauffällige Intelligenz seien dokumentiert. Es bestehe deshalb kein Widerspruch zu den Beobachtungen (Gespräche mit Ausstellern) zur bestehenden Psychopathologie. Sobald der Interaktionspartner eine Wichtigkeit für persön</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liche Lebensbelange habe, eine emotionale Beziehung bestehe oder ein Konflikt anstehe, manifestierten sich die Interaktionsstörungen. Dies hätten sie selber in den Paargesprächen mit der Ehefrau beobachtet und zeige sich auch im Kontakt mit Pro </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Infirmis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">-Mitarbeitern, dem Sozialarbeiter, der Familienbegleiterin und verschiedenen Hausärzten. Wie bereits von Dr. B.___ erwähnt, gelinge es nur psychiatrisch geschulten Personen, längere Gespräche mit dem Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führer zu führen. Eine langfristige Integration an einem Nischenarbeitsplatz sei nicht realistisch. Denn auch an einem solchen seien ein Mindestmass an Bereit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schaft, den Vorgaben anderer zu folgen, und die Fähigkeit, in Konflikt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">situa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tionen ohne </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beeinträchtigende Befangenheit zu bestehen, gefordert. Im Übrigen sei die Verkehrsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht in einem für die Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit entscheidend relevanten Mass eingeschränkt. Ob er die verordneten Psychopharmaka regelmässig einnehme, habe man labortechnisch bislang nicht überprüft. Allerdings sei aufgrund der psychopathologischen Ausgangslage mit der Persönlichkeitsstörung als Hauptdiagnose nicht davon auszugehen, dass deren Einnahme eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit bewirken würde. Die Abgrenzung psychopathologisch begründeter Defizite, die die Arbeitsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt einschränkten, von darüber hinausgehenden vom Beschwerdeführer behaupteten Defiziten sei schwierig. Die Verweigerung von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IV-Leistungen werde dem Beschwerdeführer aber nicht gerecht (Urk. 10/167/2-4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, beurteilt sich danach, ob sich gestützt auf die Expertise die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht (BGE 143 V 124 E. 2.2.4). Dies ist beim Gutachten von Dr. B.___ der Fall. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es ist für die streitigen Belange umfassend, wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den fallrelevanten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erstellt und enthält eine einleuchtende Darlegu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ng der medizinischen Situation. Mithin entspricht es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (BGE 134 V 231 E. 5.1; vgl. E. 1.4 hiervor). Inhaltlich stimmt es im Wesentlichen mit der Beurteilung von Dr. A.___ und der behandelnden Ärzte des E.___ überein. Soweit die IV-Stelle den Beweiswert des Gutachtens von Dr. B.___ bestreitet (Urk. 2), kann ihr nicht gefolgt werden. Selbst ihr RAD-Arzt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dipl.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> med. D.___ hielt dessen medizinische Schlussfolgerung für plausibel </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(Stellungnahmen vom 10. Dezember 2014, Urk. 10/161/9), auch wenn er Zweifel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> an einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wesentlichen funktionellen Einschränkung äusserte (Stellungnahme vom 20. Juni 2013, Urk. 10/102/2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ein ärztliches Gutachten hat die beweisrechtlichen Anforderungen zu erfüllen, was vorliegend – wie ausgeführt – der Fall ist. Jedoch liegt es recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprechungsgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keinesfalls </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">allein in der Zuständigkeit der mit dem konkreten Einzelfall (gutachterli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ch) befassten Arztpersonen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, selber abschliessend und für die rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anwendende Stelle (Verwaltung, Gericht) verbindlich zu entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu einer (andauernden oder vorübergehenden) Arbeitsunfähigkeit (bestimmter Höhe und Ausprägung) fü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hrt (BGE 140 V 193 E. 3.1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Darum kann aus rechtlicher Sicht von einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit abgewichen werden, ohne dass sie ihren Beweiswert verlöre. Darin liegt weder eine Geringschätzung der ärztlichen Beurteilung noch eine gerichtliche Kompetenzanmassung, sondern es ist notwendige Folge des rein juristischen Charakters der sozialversicherungsrechtlichen Begriffe von Arbeits-/Erwerbsunfähigkeit und Invalidität (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgerichtsurteil 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> BGE 143 V 409 und</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> BGE 143 V 418 änderte das Bundesgericht se</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ine bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">herige Praxis insofern</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, als es er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kannte, dass die für somato</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">forme Schmerz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">störungen entwickelte Rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">prechung, wonach in einem struk</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">turierten Beweis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verfahren anhand von Indikatoren die tatsächliche Arbeits- und Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit der betroffenen Person zu ermitteln ist, künftig auf sämtliche psychischen Erkrankungen Anwendung findet.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden soma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">to</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">formen Schmerzstörung oder eines damit vergleichbaren psychosomati</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Leidens (BGE 141 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">V 281 E. 4.2) sind Indikatoren beachtlich, die das Bun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gericht wie folgt systematisiert hat </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie „funktioneller Schweregrad" </span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Gesundheitsschädigung" </span></p><p><span>- </span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde </span></p><p><span>- </span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –</span><span>resistenz</span><span> </span></p><p><span>- </span><span>Komorbiditäten </span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span>sourcen)</span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Sozialer Kontext" </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des </span><span>Aktivitätenniveaus</span><span> in allen ver</span><span>gleich</span><span>baren Lebensbereichen </span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei</span><span>dens</span><span>druck </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diese</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">äusserer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Resso</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">urcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schät</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zen (BGE 141 V 281 E.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 3.4-3.6 und E. 4.1; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgerichts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">urteil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beweisrechtlich entscheidend ist der Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Indikator einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gleichmässigen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Einschränkung des Aktivitätsniveaus in al</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">len vergleichbaren Lebensbereichen zielt auf die Frage ab, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufga</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">benbereich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">staltung) anderseits gleich ausgeprägt ist. Dabei ist das bisherige Kriterium des sozialen Rückzugs (wiederum) so zu fassen, dass neben Hinweisen auf Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schränkungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auch Ressourcen erschlossen werden; umgekehrt kann ein krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitsbedingter Rückzug aber auch Ressourcen z</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">usätzlich vermindern. Soweit er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hebbar, empfiehlt sich auch ein Vergleich mit dem Niveau sozialer Aktivität vor Eintritt der Gesundheitsschädigung. Das Aktivitätsniveau der versicherten Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">son ist stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen (BGE 141 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">V 281 E. 4.4.1; vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgerichts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">urteil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Übergangsrechtlich ist bedeutsam, dass die vor der Rechtsprechungsänderung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geholten Gutachten nicht einfach ihren Beweiswert verlieren (vorstehend E.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Vielmehr gilt es im Einzelfall mit seinen je eigenen Gegebenheiten und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den erhobenen Rügen gesamthaft zu prüfen, ob in bundesrechtskonformer Weise</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> abschliessend auf die vorhandenen Beweisgrundlagen abgestellt werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> kann (BGE 141 V 281 E. 8</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Hinweis). Mithin ist im konkreten Fall zu klären, ob die beigezogenen Gutachten - allenfalls zusammen mit weiteren fachärztlichen Berichten - eine schlüssige Beurteilung im Licht der massgeblichen Indikatoren erlauben. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> punktuelle Ergänzung genügen (Bundesgerichtsu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rteil 8C_300/201</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7 vom 1. Februar 2018 E. 4.2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss liegt regelmässig dann kein versicherter Gesundheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schaden vor, wenn die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruht. Dies trifft namentlich zu, wenn: eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen oder Einschränkungen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geben werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt; keine medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sche Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird, demonstrativ vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">getragene Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken oder wenn schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Um</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">feld jedoch weitgehend intakt ist. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Verhalten hin (BGE 141 V 281 E. 2.2.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Eine auf Aggravation oder vergleichbaren Konstellationen beruhende Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einschränkung vermag einen versicherten Gesundheitsschaden nicht leichthin auszuschliessen, sondern nur, wenn im Einzelfall Klarheit darüber besteht, dass nach plausibler ärztlicher Beurteilung die Anhaltspunkte für eine klar als solche ausgewiesene Aggravation eindeutig überwiegen und die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens zweifellos überschritten sind, ohne dass das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">aggra-vatorische</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Verhalten auf eine verselbständigte, krankheitswertige psychische Störung zurückzuführen wäre (SVR 2017 IV Nr. 21 S. 56 E. 4.3 mit Hinweis, Bundesgerichtsurteile 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 6.1, 9C_726/2017 vom 20. Februar 2018 E 4.2.4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In den Akten bestehen deutliche Hinweise auf ein inkonsistentes Verhalten des Beschwerdeführers. Im Rahmen der Begutachtung bei Dr. A.___ gab er an, dass er jeweils am Montag- und Mittwochmorgen, manchmal auch am Freitag arbeite (Urk. 10/32/5-6). Öffentliche Verkehrsmittel könne er nicht benutzen. Er fühle sich von den Mitmenschen beobachtet. Es gebe zu viele, die auf ihn fixiert seien (Urk. 10/32/7). Im Fragebogen vom 2. September 2013 erklärte er, er versuche das Tragen von Gegenständen zu vermeiden, ansonsten er danach an „Atem-Nacken-Lenden Schmerzen” leide. Er habe Mühe, Formulare auszu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">füllen oder PC- und Büroarbeiten zu machen. Bei der Y.___ arbeite er nicht, sondern werde „erduldet bis 25 %”. Er bleibe für sich alleine im vertrau</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten Umfeld, lebe zurückgezogen und sei selber auf Fremdhilfe angewiesen. Mitmenschen seien kranke und bösartige Fremde. Begegnungen wolle er nicht. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Öffentliche Verkehrsmittel könne er nicht benutzen. Mit dem Auto könne nur kurze oder gar keine Strecken zurücklegen (Urk. 10/82). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Observation ergab, dass der Beschwerdeführer sich bedeutend häufiger in den Räumen der Y.___ aufhält, als er angegeben hatte. Ebenso vermag er öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen und ist regelmässig mit dem Auto unterwegs. Das Zurücklegen langer Strecken stellt offensichtlich kein Problem dar. Ebenso scheut er grössere Menschenansammlungen nicht und vermag auch mit ihm nicht vertrauten Personen ohne Weiteres normal zu kommunizieren. Sein Auftreten ist eloquent. Ein Schneiden von Grimassen ist auf den Videos nicht erkennbar. Auf Fremdhilfe ist er nicht angewiesen. Die ausserhäuslichen Tätigkeiten verrichtet er selbständig. Auch zeigt er keine Zurückhaltung, was das Tragen von Gegenständen angeht. Er trägt Stühle (zwei auf einmal), hebt Werkzeugkoffer und verschiebt – wie aus den der anonymen Meldung vom 11. Mai 2015 beigelegten Fotos ersichtlich ist - auf Paletten stehende Boiler, die 60 bis 100 kg schwer sein dürften (Urk. 10/153). Weiter stimmen seine Angaben zum Medikamentenkonsum nicht. Bei med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pract</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. C.___ gab er an, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Temesta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Valium, Ritalin, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Risperda</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Cipralex</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Remeron</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> einzunehmen. Im Blut nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weisbar war einzig das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Remeron</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 10/146/7). Zu vermuten ist zudem, dass sich der Beschwerdeführer beim Ausfüllen des Fragebogens vom 2. September </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2013 (vorstehend E. 4.5) auch durch versicherungsrechtliche Überlegungen leiten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> liess. Seine Antworten auf die darin gestellten Fragen sind oft unpassend und unvollständig. Die Formulierung ist derart, dass sich bei der Lektüre unweiger</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich die Frage nach der Intelligenz und Ausdrucksfähigkeit des Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführers aufdrängt. Damit kontrastieren die Unterlagen aus den zwei Mietrechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verfahren (Urk. 10/154). Diese beinhalten mitunter Protokolle der Geschehnisse, Korrespondenz zwischen den Parteien und eine Strafanzeige der Y.___ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegen den Vermieter. Die Schriftstücke wurden offensichtlich vom Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führer verfasst, der die Y.___ jeweils vertreten hatte. Sie sind präzise, logisch, leicht verständlich und in gutem Deutsch abgefasst. Gleiches gilt für die Strafanzeige, welche vom Beschwerdeführer unterschrieben wurde (vgl. Urk. 10/154/4-30). Die Ärzte des E.___ attestieren ihm denn auch eine unauf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fällige Intelligenz und ausgewiesene sprachliche Fähigkeiten (Urk. 10/167/3).</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dass dieses zumindest verdeutlichende Verhalten auf die krankheitswertige psychische Störung zurückzuführen wäre, ist nicht dargetan. Dr. B.___ ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mutete hinter der Falschangabe des Beschwerdeführers hinsichtlich der Präsenz am Arbeitsplatz am ehesten ein schambedingtes Verhalten. Der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führer habe nicht zugeben wollen, dass er effektiv länger dort verbleibe als vereinbart. Was das behauptete Vermeiden von grösseren Menschenansamm</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lungen anbelangt, erklärte der Gutachter, dass der Beschwerdeführer durchaus in der Lage sei, sich mit anderen Menschen entspannt und locker zu unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">halten, sofern zum Gegenüber keine emotional bedeutsame Beziehung bestehe. Dass der Beschwerdeführer mit dem Auto nach Basel an die Messe fuhr, kann nach Meinung des Gutachters damit begründet werden, dass das Auto kosten-günstiger als der öffentliche Verkehr sei respektive dass der Beschwerdeführer das kleinere der beiden Übel gewählt habe (Urk. 10/139/27). Der Gutachter stellte also ein widersprüchliches Verhalten beim Beschwerdeführer fest, ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">suchte dieses teilweise auch zu erklären, führte es aber letztlich nicht auf die von ihm festgestellte psychische Störung zurück. Gleiches gilt auch für das E.___. Das E.___ räumte im Bericht vom 7. September 2015 auch ein, dass der Beschwerdeführer das Vorhandensein von Defiziten behaupte, die nicht psycho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">thologisch begründet seien (Urk. 10/167/4). Zu den Ausführungen von Dr. B.___ ist überdies zu bemerken, dass er offenbar davon ausgeht, dass ein Sachverhalt im Sinne eines „in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dubio</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> pro </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">reo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">” zu Gunsten des Beschwerdeführers auszulegen ist. Dem ist nicht so, im Sozialversicherungsrecht gilt der Grundsatz der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 141 V 405 E. 4.4). Vor diesem Hintergrund ist ein zumindest verdeutlichendes Verhalten des Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführers klarerweise zu bejahen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hingegen fragt sich, ob aufgrund dieser Verhaltensweisen bereits auf einen Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlussgrund im Sinne der Rechtsprechung geschlossen werden kann, nach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dem Dr. B.___ trotz deren Kenntnis eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt hat. Wie es sich damit verhält, braucht nicht abschliessend beantwortet zu werden, wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich der vorzunehmenden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Indikatorenprüfung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nach Massgabe nach BGE 141 V 281 ist zunächst festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer nicht gefolgt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">werden kann, soweit er unter Verweis auf die Bundesgerichtsurteile 8C_260/2017</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und 9C_307/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">20</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">17 geltend macht,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die von Dr. B.___ attestierte Arbeitsunfähigkeit sei ohne Weiteres zu übernehmen (Urk. 20 S. 6). Er übersieht dabei, dass das Gutachten nach altem Verfahrensstand eingeholt wurde und daher in dessen Rahmen keine eigentliche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Indikatorenprüfung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erfolgte.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8.2</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8.2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Was den Komplex „Gesundheitsschädigung” respektive den Indikator der „Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">prägung der diagnoserelevanten Befunde” angeht, ist festzuhalten, dass die kombinierte Persönlichkeitsstörung von den Ärzten als schwer eingestuft wird. Das dysfunktionale Verhalten des Beschwerdeführers wird als tiefgreifend und in verschiedenen sozialen Situationen als unpassend beschrieben. Die Unaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geglichenheit wird als andauernd und gleichförmig in verschiedenen Funktions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bereichen (Affektivität, Impulskontrolle, Wahrnehmen, Denken und in den Beziehungen zu anderen Menschen) beurteilt (Urk. 10/139/23). Daneben besteht eine depressive Störung, die als mittelgradig bezeichnet wird. Begründet wird sie im Gutachten von Dr. B.___ damit, dass verschiedene Symptome be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">obacht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bar seien, die einer depressiven Störung entsprechen würden: gedrückte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Stimmung, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anhedonie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, vermindertes Selbstwertgefühl, negative </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zukunftsper</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spektiven,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Suizidhandlungen in der Vergangenheit und fehlende ausserfamiliäre stabile Kontakte (Urk. 10/139/24). Insbesondere letztere Befunderhebung basiert primär auf der Exploration im Rahmen der Begutachtung. Dr. B.___ weist zutreffend darauf hin, dass Observationsbeobachtungen in Bezug auf psychische Beeinträchtigungen oft nicht geeignet sind, die gestellte Diagnose einer psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Erkrankung zu widerlegen, da einzelne Symptome nur in bestimmten Situationen auftreten (Urk. 10/139/27). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dennoch kann in diesem Kontext nicht ausser Acht bleiben, dass sich das wider</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprüchliche Verhalten des Beschwerdeführers wie ein roter Faden durch die Akten zieht. Dies zeigte sich mitunter – auch wenn es vorliegend nicht Prozessthema ist – im Sozialhilfebetrug. Die Angaben des Beschwerdeführers sind dementsprechend vorsichtig zu werten. Vor diesem Hintergrund erhält der Umstand, dass im Rahmen der Observation kein depressiv gesteuertes Verhalten, etwa eine gedrückte Stimmung oder </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anhedonie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, auszumachen war, ein anderes Gewicht. Soweit im Gutachten psychosoziale Belastungsfaktoren (Migrationshinter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grund, Schulden von etwa Fr. 100'000.--, Sozialhilfeabhängigkeit und konfliktreiche Beziehung mit der Ehefrau, Urk. 10/139/15-17) erwähnt werden, was auch in Hinblick auf die Zukunftsperspektiven von Belang ist, ist darauf hinzuweisen, dass solche aus versicherungsrechtlicher Sicht keine Invalidität zu begründen vermögen (BGE 127 V 294 E. 5a). </span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8.2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich des Indikators „Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">resi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stenz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">” ist festzuhalten, dass sich der Beschwerdeführer seit Oktober 2011 regelmässig in fachärztliche Behandlung begibt. Die Therapie findet laut den behandelnden Ärzten zweiwöchentlich statt (Urk. 10/22/3, 10/167/6; vgl. auch Urk. 10/139/18), was zumindest hinsichtlich der Depression nicht als konse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">quente Behandlung zu betrachten ist (Bundesgerichtsurteile 8C_444/2016 vom 31. Oktober 2016 E. 6.2.2, 9C_454/2013 vom 29. Oktober 2013 E. 4.1). Auch nimmt der Beschwerdeführer die ihm verordneten Psychopharmaka nicht res</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pek</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tive nur unzureichend ein (Urk. 10/146/7), wobei sich deren Einnahme laut </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einschätzung der behandelnden Ärzte aufgrund der Persönlichkeitsstörung nicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> massgebend auf die Arbeitsfähigkeit auswirken würde (Urk. 10/167/4). Alterna</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tive Therapieformen hat der Beschwerdeführer trotz der langjährigen gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung nie in Anspruch genommen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8.2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unter dem Indikator </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">„</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Komorbidität</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">”</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (BG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E 141 V 281 E. 4.3.1.3</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) ist eine Gesamt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">betrachtung der Wechselwirkungen und sonstigen Bezüge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Schmerzstörung - respektive</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der hier diagnostizierten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kombinierten Persönlichkeitsstörung als Hauptdiagnose und der rezidivierenden depressiven Störung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">- zu sämtlichen begleitenden krankheitswertigen Störungen erforderlich. In Präzisierung von BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 fallen Störungen unabhängig von ihrer Diagnose bereits dann als rechtlich bedeutsame Komorbidität in Betracht, wenn ihnen im konkreten Fall ressourcenhemmende Wirkung bei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zumessen ist (BGE 143 V 418 E. 8.1). D</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ie körperlichen Beeinträchtigungen wirken sich beim Beschwerdeführer zwar in der angestammten Arbeit aus, schränken seine Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit aber nicht ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8.2.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beim Komplex „Persönlichkeit” und „sozialer Kontext” ergibt sich Folgendes: Der Beschwerdeführer ist verheiratet und Vater zweier (2004 und 2012 geborener) Kinder (Urk. 10/139/15). Laut seinen Angaben steht er am Morgen zwischen vier und acht Uhr auf und trinkt Kaffee. Ziel sei es, um 19 Uhr zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">abendessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Zwischen 21 und vier Uhr morgens gehe er ins Bett (Urk. 10/139/15). Nähere Angaben zum Tagesablauf fehlen weitgehend, nicht zuletzt deshalb, weil der Beschwerdeführer entsprechende Ausführungen ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weigerte (Urk. 10/32/7, 10/139/50, 10/146/7). Aussagekräftiger sind denn auch die im Rahmen der Observation gemachten Beobachtungen. An den aller</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meisten Werktagen, an denen der Beschwerdeführer observiert wurde, verliess er in den Morgenstunden das Haus und begab sich mit dem Auto zur Y.___, wo er sich jeweils zwischen 6 ½ bis 11 Stunden aufhielt. Am einzigen Wochenendtag (Samstag, 25. Januar 2014), an dem der Beschwerdeführer obser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">viert wurde, besuchte er die J.___. Während des Aufenthalts in den Räumlichkeiten der Y.___ und an der J.___ kam er regelmässig </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und insoweit unauffällig in Kontakt mit Mitmenschen. Die Ehe ist gemäss seinen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Angaben konfliktbelastet (Urk. 10/139/17). Der Beschwerdeführer und seine Ehe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">frau beanspruchen eine kompetenzorientierte Familienhilfe und werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in diesem Rahmen von einer Familienbegleiterin betreut. Weiter werden sie von einem Sozialarbeiter und von der Pro-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Infirmis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unterstützt (Urk. 10/167/3). Gleich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zeitig bezeichnete der Beschwerdeführer seine Ehefrau, seine Kinder und seine Brüder als seine Kontaktpersonen (Urk. 10/146/3, vgl. auch Urk. 10/139/17). Über einen grossen Freundeskreis habe er nie verfügt (Urk. 10/139/17). Die Familie bringt somit einerseits belastende Faktoren mit sich, anderseits stellt sie eine Stütze dar. Von einem massgeblichen sozialen Rückzug kann angesichts der bestehen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Kontakte nicht gesprochen werden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8.2.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Kategorie „Konsistenz“ (bezüglich Abgrenzung und gegenseitigen Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen zu den Komplexen „Persönlichkei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">t“ und „sozialer Kontext“ eingehend Mi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chael E. Meier, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zwei Jahre neue Schmerzrechtsprechung. Übersicht über das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">indikatorenorientierte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abkärungsverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">: Konkretisierungen. Tendenzen und Würdigung, in: Riemer-Kafka/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hürzeler</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">indikatorenorientierte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abklä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fahren, Zürich 2017, S. 136 ff.) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zielt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">er Indikator „</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gleichmässige</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schrän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kung des Aktivitätsniveaus in a</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">llen vergleichbaren Lebensberei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen“ auf die Frage ab, ob die diskutiert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e Einschränkung in Beruf und Er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">werb (bzw. bei Nicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erwerbstätigen im Aufgabenbereich) einerseits und in den sonstigen Lebens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">reichen (z.B. Freizeitge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">staltung) anderseits gleich aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geprägt ist, wobei das Akti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vitätsniveau der v</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ersicherten Person stets im Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen ist (BGE</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 141 V 281 E. 4.4.1; vgl.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Bundesge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">richts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">urteil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Der verhaltensbezogene Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sichts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">punkt der „Konsistenz“ ist beweisrechtlich entscheidend (BGE 141 V 281 E. 4.4; E. 6.2 hiervor).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vor seiner Anmeldung bei der Invalidenversicherung arbeitete der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führer vom 25. August 2008 bis 30. Juni 2011 bei der Y.___. Nach Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kunft der Arbeitgeberin verrichtete er damals ein 100 %-Pensum (Urk. 10/25/8). Der Beschwerdeführer selber gab im Rahmen der Begutachtungen an, zunächst habe er dort zu 100 % gearbeitet. Aus wirtschaftlichen Gründen sei dann das Pensum auf 50 % reduziert worden (Urk. 10/32/5, 10/139/14, vgl. ferner Urk. 10/13/2). Im Rahmen der polizeilichen Einvernahmen im Oktober 2010 erklärte er ebenfalls, in einem Pensum von 50 % angestellt und daneben beim RAV angemeldet zu sein (Urk. 10/43/15+17+20). Dafür sprechen auch die Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kommenszahlen gemäss IK-Auszug (Urk. 10/18). Ein Arbeitslosentaggeldbezug im Jahr 2010 ist ebenfalls </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausgewiesen (Urk. 10/18/1). Auszugehen ist daher von der Darstellung des Beschwerdeführers. Angesichts dessen, dass er ein 50 %-Pensum ausübte und seine Arbeitskraft im weiteren Umfang dem RAV zur Verfügung stellte, ist zu schliessen, dass er sich als arbeitsfähig erachtete. In den Akten bestehen denn auch keine Anhaltspunkte dafür, dass er in dieser Zeit in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt gewesen wäre. Insbesondere geht nichts dergleichen aus dem Bericht der Y.___ hervor.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. B.___ und die Ärzte des E.___ attestieren dem Beschwerdeführer nunmehr eine volle Arbeitsunfähigkeit. Ersterer verneint gar eine Leistungsfähigkeit in einem geschützten Rahmen (Urk. 10/139/26). Die Persönlichkeitsstörung begann in der Kindheit und Adoleszenz und machte sich laut ärztlicher Einschätzung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">entsprechend bemerkbar (Urk. 10/139/23, vgl. auch Urk. 10/167/2). Nachdem ei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ne volle Leistungsfähigkeit für die Dauer des regulären Arbeitsverhältnisses mit der Y.___ ausgewiesen ist, fehlt es in den Akten angesichts der doch lang</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">jährigen Diagnose an einer nachvollziehbaren Begründung, weshalb nunmehr überhaupt keine Arbeitsunfähigkeit mehr bestehen soll. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es ist Dr. B.___ beizupflichten, dass die Präsenzzeit im Betrieb nicht mit effektiver Leistungsfähigkeit gleichzusetzen ist. Zu deren Bestimmung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">helfen auch die Aussagen des Vermieters, der seine Geschäftsräumlichkeiten im gleichen Gebäude hat und der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Aussage des Beschwerdeführers mögl</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherweise </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die anonyme Meldung er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stattete (vgl. 10/153/1, Urk. 1 S. 18</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">), nicht weiter.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Der Vermieter bezeichnete den Beschwerdeführer als diejenige Person, die faktisch die Y.___ führe und fast die ganze Arbeit verrichte (Urk. 10/153/1). Handkehrum meinte er bei Gelegenheit, der Beschwerdeführer sei mehr bloss anwesend, als dass er arbeite (Urk. 10/167/8). Dass bei dieser Ausgangslage die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers am Arbeitsplatz nicht mit letzter Sicherheit bestimmt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">werden kann, liegt auf der Hand. Jedoch bestehen gewichtige Anhaltspunkte, die für eine effektive Arbeitsleistung sprechen. Bereits der Umstand, dass sich der Beschwerdeführer regelmässig </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">während den gewöhnlichen Arbeitszeiten in den Räumlichkeiten der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> aufhält, deutet auf eine Arbeitsleistung hin. In dieser Zeit zeigte er sich denn auch, abgesehen von den Rauchpausen, stets beschäftigt. Der Beschwerdeführer ist aus somatischer Sicht in leidensangepasster Tätigkeit voll arbeitsfähig. Er konnte denn auch bei körperlichen Verrichtungen (Verschieben von Boiler, Einladen von Werkzeugen in das Auto mit anschliessender Fahrt zu einer Privatwohnung) beobachtet werden. </span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Was die Qualität der administrativen Arbeiten anbelangt, geben die Akten der beiden Mietrechtsverfahren einen Aufschluss. In jenem Verfahren wurde die Y.___ von einem Rechtsanwalt vertreten. Die Dokumentation der Ereignisse und die Strafanzeige wurden jedoch offensichtlich vom Beschwerdeführer verfasst. Sie sind – wie bereits erwähnt (E. 7.3 hiervor) - gut verständlich, logisch aufgebaut, geben einen guten Überblick über den Ablauf der Gescheh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nisse und sind sprachlich gut abgefasst (Urk. 10/154/4-30). Der Beschwerdeführer vertrat die Y.___ gegenüber dem Vermieter und – nebst dem Rechtsvertreter - vor Gericht. Dabei handelt es sich um emotional bedeutsame Beziehungen. Mit dem Vermieter stand er im Streit. Das Gericht stellte zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mindest insofern eine Autorität dar, als der Ausgang des Verfahrens von dessen Entscheidung abhing. Dennoch tat dieser Umstand der Qualität seiner Leistung offenbar keinen Abbruch.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. B.___ und das E.___ begründen die von ihnen attestierte Arbeitsun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit zur Hauptsache damit, dass der Beschwerdeführer sich nicht in bestehende Strukturen einfügen könne. Er sei anderen Mitarbeitern nicht zumutbar. Auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grund der vorhandenen schweren Persönlichkeitsstörung sei er nicht in der Lage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, die eigene Situation selbstkritisch zu betrachten, Alle bestehenden Schwierig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keiten projiziere er nach aussen (Urk. 10/139/24). Es fehle ihm an der Bereit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schaft, den Vorgaben anderer zu folgen (Urk. 10/167/3). Dazu ist festzuhalten, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist, ob und inwiefern einer versicherten Person</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hr nach ihren Fähigkeiten offen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">für die Gesell</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schaft tragbar ist (BGE 136 V 279 E. 3.2.1, BGE 127 V 294 E. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4c; ferner Bundesgerichtsurteil I 401/2006 vom 19. Februar 207 E. 3.3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nicht massgebend ist in diesem Zusammenhang, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, was das E.___ offenbar verkennt (vgl. Urk. 10/167/4), sondern einzig, ob sie die ihr verblie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden. Zu berück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigen ist dabei der ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG; BGE 134 V 64</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4.2.1, 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 318 E. 3b). Er umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (Bundesgerichtsurteile 8C_514/2013 vom 29. August 2013 E. 4.2, 8C_673/2012 vom 16. Mai 2013 E. 4.3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten sind nach der Rechtsprechung nicht übermässige Anforderungen zu stellen (BGE 138 V 457 E. 3.1). Der beruf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liche Werdegang des Beschwerdeführers ist durch häufige Stellenwechsel und dazwischenliegende Arbeitslosigkeiten gekennzeichnet (vgl. Urk. 10/18). Dies dürfte auch auf die Persönlichkeitsstörung zurückzuführen sein. In einem stimmi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen Arbeitsumfeld ist der Beschwerdeführer jedoch normal arbeitsfähig, wie das Arbeitsverhältnis mit der Y.___ beweist. Voraussetzung ist, dass der Beschwerdeführer einen verständnisvollen Vorgesetzten hat und eine Arbeit in vornehmlicher Eigenverantwortung ausserhalb eines hierarchischen Umfelds mit wenig beruflich-sozialen Kontakten ausüben kann. Es ist davon auszu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehen, dass ein solcher Nischenarbeitsplatz auf dem ausgeglichenen Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">markt besteht (vgl. etwa </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgerichtsurteil 8C_340/2015 vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">September 2015 E. 4.4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8.2.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen des Indikators „behandlungs- und eingliederungsanamnestisch aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gewiesener Leidensdruck“ (zur Abgrenzung vom Indikator „Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz“ vgl. Michael E. Meier, a.a.O., S. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">129 f.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) weist d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> heisst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> das</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (ergänzend zum Gesichtspunkt Beha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ndlungs- und Eingliederungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erfolg oder -resistenz unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> dem Komplex „Gesundheitsschädi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gung") auf den tatsächli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen Leidensdruc</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">k hin. In ähnlicher Weise zu be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rücksichtigen ist das Verhalten der versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherten Person im Rahmen der be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ruflichen (Selbst-) Eingliederung. Inkonsistentes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Einschränkung sei ande</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rs begründet als durch eine ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte Gesundheitsbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einträchtigung (BGE 141 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">V 281 E. 4.4.2; vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgerichts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">urteil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vor dem Hintergrund der weitgehenden Nichteinnahme der Medikamente und der Behandlungsintensität kann von einem ausgewiesenen Leidensdruck nicht gesprochen werden. Die Besonderheit im vorliegenden Fall besteht darin, dass sich der Beschwerdeführer beruflich selbst eingegliedert hat. Sein Verhalten erweist sich als inkonsistent, da seine Angaben nicht mit dem im Rahmen der Observation gemachten Beobachtungen in Übereinstimmung zu bringen sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8.2.7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei gesamthafter Betrachtung über die massgeblichen Indikatoren ist eine Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, worunter auch die bisherige fällt,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei diesem Ergebnis ist eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Patho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">logie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nicht ausgewiesen. Aufgrund der vollen Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit ist eine Erwerbseinbusse auszuschliessen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">10.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">10.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1‘0</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">le</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, jedoch zufolge </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung einstwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">len auf die Gerichtskasse zu nehmen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">10.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsanwalt Stephan Kübler machte mit Honorarnote vom 20. März 2018 einen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Aufwand von 28 Stunden 5 Minuten nebst Barauslagen geltend (Urk. 22/1-2). Das ist der Bedeutung und der Streitsache nicht angemessen. Soweit Rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anwalt Kübler vorprozessuale Aufwände geltend macht, können diese nicht im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rahmen der für diesen Prozess zuzusprechenden Entschädigung vergütet werden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Grundsätzlich berücksichtigt werden kann ein Aufwand für die Instruktion, für die Redaktion der Beschwerdeschrift und des damit verbundenen Aktenstu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">diums. Dabei fällt ins Gewicht, dass es sich einerseits um einen komplexen Fall handelt, anderseits dem Rechtsanwalt die Akten aus dem Verwaltungsverfahren bereits bekannt waren (vgl. Urk. 10/160). Jedoch erscheint der geltend gemachte Aufwand für Instruktion (2:30 Stunden) und Redaktion der 26-seitigen Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeschrift samt Aktenstudium (17:10 Stunden) für überhöht. Gerechtfertigt erscheint ein Aufwand hierfür von insgesamt 9 Stunden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die im Zusammenhang mit der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Durchführung der öffentlichen Verhandlung angefallenen Aufwendungen vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">29. Juni 2016, 19. Oktober 2016, 21. Oktober 2016, 4. Dezember 2017 und 17. Januar 2018 von insgesamt 1 Stunden 20 Minuten können berücksichtigt werden (vgl. dazu Urk. 6, 13/1, 13/2, 16). Nicht aber der Aufwand für die blosse Kenntnisnahme der Verfügungen vom 5. September 2017 und 28. Februar 2018 (Aufwände vom 12. September 2017 und 2. März 2018) sowie für die Telefonate vom 19. Mai 2017 und 17. Januar 2018, da geringfügige Aufwände nicht ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schädigt werden (vgl.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GebV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">SVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> respektive deren Erforderlichkeit nicht ausgewiesen ist. Der geltend gemachte Aufwand von 5 Stunden 40 Minu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten für die Replik und die Vorbesprechung mit dem Beschwerdeführer im Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">feld zur Hauptverhandlung nur zur Replik, das heisst ohne Beweisvorkehren, erscheint als zu hoch. Angesichts des Umfangs der Replik von 7 Seiten und des Umstands, dass eine Notwendigkeit für eine Vorbesprechung 1 Stunde und 5 Minuten nicht ersichtlich ist, rechtfertigt es sich, hierfür einen Aufwand von insgesamt 3 Stunden zu entschädigen. Im Weiteren fielen Barauslagen von Fr. 94.-- (Fr. 74.50 und Fr. 19.50) an. Insgesamt ergibt sich somit eine Entschädigung von gerundet Fr. 3'300.-- (10 Stunden 20 Minuten x Fr. 220.-- plus Barauslagen plus Mehr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wertsteuer von 8 % sowie 3 Stunden x Fr. 220.-- plus Mehrwertsteuer von 7.7 %). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">10.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Auslagen für die unentgeltliche Rechtspflege verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. 1’000</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">, </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Gerichts</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">§ </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">16 </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Abs. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4 </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">GSVGer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> hingewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Stephan Kü</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">bler,</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Winterthur,</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird mit </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. 3'300.--</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> (inkl. Barauslagen und </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">MWSt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) aus der Gerichtskasse entschädigt. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführer wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">GSVGer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> hingewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Stephan Kübler</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSonderegger</p><p></p></div> </div></body></html>