128 Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht 2015 In der Anmeldung zum Bezug von Arbeitslosengeldern und der Erzielung eines Zwischenverdienstes kommt zum Ausdruck, dass die Tochter der Beschwerdeführerin zur Erzielung eines Erwerbseinkom- mens willens und entschlossen war. Damit hat sie die Ausbildung – einstweilen – zurückgestellt. 2.2.5. Zusammenfassend ergibt sich, dass in der Phase zwischen dem Abschluss der Erst - und dem Beginn der Zweitausbildung von kei - nem objek tiv bedingten Ausbildungsunterbruch gesprochen werden kann. Die Gründe waren subjektiver Natur, sie dienten der berufli - chen Neuorientierung der Tochter. Eine Berechtigung zum Kinderab- zug nach § 42 Abs. 1 lit. a StG per Stichtag 31 . Dezember 2012 be- steht danach nicht. Damit fehlt es auch an den V ora ussetzungen für die Anwendung des Tarifs B gemäss § 43 Abs. 2 StG. 2.3. Aufgrund des belegmässigen Nachweises erhellt, dass die Be - schwerdeführerin für ihre Tochter überwiegend aufgekommen ist. Dies führt dazu, dass ihr zu Recht der Unterstützungsabzug gemäss § 42 Abs. 2 StG zugebilligt worden ist. 19 Dreieckstheorie - Steuerbarkeit der an den Dritten erbrachten Leistung bei der Drei - eckstheorie (Leistungsfluss: zuerst an Aktionär, dann von diesem an Dritten) - Verneinung der in Literatur und Rechtsprechung vertretenen Auf - fassung, wonach eine Schenkung zu vermuten ist - Die Beweislast, dass eine Schenkung vorliegt, liegt bei fehlender Nähe zwischen Aktionär und Drittem beim Dritten. Urteil des Verwaltungsgerichts, 2. Kammer, vom 17 . November 2015, i.S. A.X. und B.X. gegen KStA (WBE.2015.72). 2015 Kantonale Steuern 129 Migrationsrecht 129 Aus den Erwägungen 1. Das Spezialverwaltungsgericht ist gestützt auf die tatsächlichen Feststellungen im Urteil des Verwaltungsgerichts vom 7 . März 2012 (WBE.2011.259) sowie im Urteil des Bundesgerichts vom 19. November 2012 (2C_414/2012) zum Ergebnis gelangt, die Y . AG habe mittels Rückzahlung des ihr vom Beschwerdeführer 1 gewähr - ten Darlehens, ohne dass sie ihre Darlehensschuld gegenüber dem Beschwerdeführer mit ihrer (von der Z. Bank erworbenen) Forde - rung gegen den Beschwerde führer verrechnete, eine gel dwerte Leis- tung vorgenommen. Gegen diese tatsächliche Feststellung wen den sich die Beschwerdeführer im Wesentli chen mit dem V orbringen, zwischen dem Beschwerdeführer 1 und der Y . AG sei bei der Darle- hensgewährung im Hinblick auf die anschliessen den Transaktionen (Erwerb der Forderung der Z. Bank gegenüber dem Be schwerdefüh- rer 1 durch die Y . AG, Kauf der Grundstücke in O., Renovation der Liegenschaften und deren späterer Verkauf an Dritte) ein Verrech - nungsverbot vereinbart worden. 2. 2.1. Wendet eine Gesellschaft – wie hier nach der Auffassung des Spezialverwaltungsgerichts – nicht dem Beteiligten selbst, sondern einem nahe stehenden Dritten einen geldwerten V orteil zu, so fragt sich, wie der Leistungsfluss aus steuerlicher Perspektive konstrukti v zu fassen ist: Ist von einer direkten Zuwendung auszugehen oder fliesst die Leistung zu nächst an den Beteiligten, der sie sodann an den nahestehenden Dritten weiterleitet? Während die Praxis bei der Verrechnungssteuer und der Emissionsabgabe von einem d irekten Leistungsfluss ausgeht (sog. Di rektbegünstigungstheorie), folgt die bundesgerichtliche Rechtsprechung und diejenige des Verwaltungs - gerichts mit Bezug auf im Privat vermögen gehaltene Be teiligungen der sog. Dreieckstheorie (vgl. BGE 138 II 57 Erw. 4.2 S. 61 f.; Urteile des Bundesgerichts vom 6 . August 2015 [2C_16/2015] Erw. 2.4.2, vom 20 . Dezember 2012 [2C_843/2012] Erw. 3.1, vom 30. Januar 2012 [2C_961,962/2010] Erw. 4.2 sowie vom 2 . August 130 Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht 2015 2005 [2A.73/2005] Erw. 2.2.1, je mit weiteren Recht sprechungs- nachweisen; Urteile des Verwaltungsgerichts vom 13 . Juli 2012 [WBE.2012.13] Erw. II./1.2., vom 1 . Dezember 2010 [WBE.2010.15] Erw. II./1.1 und vom 8 . Mai 2008 [WBE.2006.346], Erw. 3). Gemäss der Dreieckstheorie fliesst die geldwerte Leistung für eine logische Sekunde von der leistenden Gesellschaft an den Be- teiligungsinhaber, wo sie als Ertrag aus beweglichem Vermögen (ver- deckte Gewinnausschüttung) erfasst wird, und von da an die dem Be- teiligungsinhaber nahestehende Drittperson (Urteil des Bundesge- richts vom 6. August 2015 [2C_16/2015] Erw. 2.4.2 mit Hinweisen). Beim nahestehenden Dritten beruht die V orteilszuwendung auf einer Schenkung durch den Beteiligten (bzw. allen falls auf einem anderen Rechtsgrund, wenn es sich um eine Gegenleistung für eine vom Drit- ten erbrachte Leistung handelt) und ist steuerrechtlich ent sprechend zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Oktober 1992 = ASA 63, 145 Erw. 4a S. 151). 2.2. Die Anwendung der Dreieckstheorie auf die hier zu beurtei - lende Angelegenheit hat zur Folge, dass die Erfassung des Verrech - nungsverzichts der Y . AG als Vermögensertrag nicht direkt beim Be- schwerdeführer 1 erfolgen kann. 3. 3.1. Zu untersuchen bleibt aber, in welchem Umfang der Be schwer- deführer 1 von der Y . AG bzw. v on deren Beteiligten Leis tungen bezogen hat und wie diese steuerlich zu qualifizieren sind. 3.2. Bereits die Revisorin des KStA, welche die Jahresrechnungen 2002 bis 2007 des vom Beschwerdeführer 1 geführten Einzelunter- nehmens "A.X. Immobilien" einer st eueramtlichen Buchprüfung un- terzog, hat Barzahlungen der Y . AG an den Beschwerdeführer 1 von insgesamt Fr. 105'000.00 ausfindig gemacht. Diese Barzahlungen er- folgten gemäss der vom Beschwerdeführer 1 selbst verfassten Auf - stellung unter dem Titel "Ve rrechnungsbeträge an Renovations kos- ten" (Zahlungen vom 15 . Juni 2005 von Fr. 15'000.00, vom 1 . Juli 2015 Kantonale Steuern 131 Migrationsrecht 131 2005 von Fr. 30'000.00, vom 8 . Juli 2007 von Fr. 30'000.00 sowie vom 24. August 2008 von Fr. 30'000.00). 3.2.1. Gestützt auf den Buchprüfungsbericht folgte die Steuerkommis- sion dem Antrag der Revisorin, die Zahlungen unter dem Titel "quit - tierter Barerhalt für Renovationen an der Liegenschaft O." als Ein - künfte aus selbstständiger Erwerbstätigkeit zu erfassen (erst im Ein - sprache- und später im Rekursver fahren wurde mit Bezug auf den Verrechnungsverzicht der Y . AG eine Aufrechnung als geldwerte Leistung vorgenommen). 3.2.2. Dagegen haben die Beschwerdeführer im Einspracheverfahren vortragen lassen, es müsste eine Tätigkeit oder Leistung des Be - schwerdeführers 1 im Zusammenhang mit dem Verkauf der Liegen - schaften nachgewiesen werden. Ein solcher Nachweis (Vertrag, Rechnung, Leistungszusammenstellung etc.) liege nicht vor. Der Be - schwerdeführer 1 bestätige auch, keinerlei Leistungen erbracht zu haben. Vielmehr handle es sich bei den Zusatzquittungen um die Be - stätigungen des Beschwerdeführers 1, dass die Investitionsbeträge der Y . AG mit dem Guthaben des Beschwerdefüh rers 1 verrechnet würden, da ein Mehrerlös durch diese Investitionen ver ursacht wor- den sei. 3.2.3. 3.2.3.1. Es ist zwar durchaus vorstellbar, dass nicht der Beschwerdefüh- rer 1, sondern die Y . AG nach dem Erwerb der Liegenschaften, aber vor deren Weiterverkauf noch Investitionen in die Liegenschaften vornahm, um dadurch die Chancen f ür einen Weiterverkauf bzw. die dabei bestehen den Gewinnaussichten zu verbessern. Wären solche Investitionen, wie es der Titel in der Aufstellung des Beschwerdefüh- rers 1 vom 31 . Dezember 2006 nahelegt (" Verrechnungsbeträge an Renovationskosten") mit Rückzahlungen des Darlehens, welches der Beschwerdeführer 1 der Y . AG gemäss dem Vertrag vom 10. Januar 2003 gewährt haben will, "verrech net" worden, d.h. wären die Investitionen der Y . AG als Rückzahlungen behandelt bzw. an diese angerechnet worden, so wären offensichtlich unter diesem Titel keine 132 Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht 2015 Barzahlungen an den Beschwerdeführer 1 notwendig gewesen. Die anerkannten Barzahlungen an den Be schwerdeführer 1 lassen sich somit auf diese Weise nicht erklären. 3.2.3.2. Naheliegend ist viel eher, dass der Beschwerdeführer 1 im Hin- blick auf den geplanten Weiterverkauf der Liegenschaften und eine allfällige Gewinnteilung mit der Y . AG (vgl. dazu schon das Urteil des Verwal tungsgerichts vom 7 . März 2012 [WBE.2011.259] Erw. 2.2.) Investitionen in die Li egenschaften vornahm und ihn die Y . AG dafür, nachdem es ihr gelungen war, am 15. Mai 2005 die vier Stockwerkeinheiten für Fr. 1,6 Mio. weiter zu veräussern, anteilig entschädigte. Die Beschwerdeführer haben in diesem Zusammenhang zwar geltend gemacht, d ass "die übrigen Positionen (Verzichte, Ver rech- nungen) ebenfalls kein steuerbares Einkommen bilden, da es sich hierbei um Positionen des Privatvermögens handelt (die Liegen - schaften 'O.' waren nicht Teil des Geschäftsvermögens)". Der Sache nach sind sie danach der Auffassung, dass sämtliche Transaktionen mit Bezug auf die Stockwerkeigentumseinheiten in O., weil diese zum Privatvermögen des Beschwerdeführers 1 gezählt hätten, keine mit der Einkommenssteuer zu erfassenden Einkünfte hätten generie - ren können. Der Beschwerdeführer 1 qualifiziert in steuerlicher Hinsicht nun aber als Liegenschaftenhändler. Die Stockwerkeigentumseinhei - ten in O. sind deshalb, auch wenn sie nicht in der Buchhaltung seines Einzelunternehmens figurierten, als Geschäftsvermögen zu qualifi - zieren, zumal nicht erkennbar ist, im Hinblick auf welche priva ten Zwecke der Beschwerde führer diese Liegenschaften erwor ben hatte bzw. hielt. Dazu kommt, dass die Liegenschaften nach der Ver - äusserung an die Y . AG am 21 . Mai 2003 nicht me hr dem Be - schwerdeführer 1 gehörten. Sollte er dann aber noch Investitionen in die Stockwerkeigentums einheiten vorgenommen haben, für welche er von der Y . AG durch die infrage stehenden Barzahlungen entschä- digt wurde, wären diese Entschädigungen für Investitionen in fremde Gebäude im Hinblick auf die Er zielung eines höheren Ver äusse-2015 Kantonale Steuern 133 Migrationsrecht 133 rungsgewinns offensichtlich der geschäft lichen Tätigkeit des Be - schwerdeführers 1 als Liegenschaftenhändler zuzurechnen. 3.2.4. Ob die fraglichen Zahlungen Entschädigungen für Investitionen des Beschwerdeführers 1 in die Liegenschaften in O. darstellten, ob damit sonstige Leistungen des Beschwerdeführers an die Y . AG abgegolten werden sollten oder aus welchen Gründen sie sonst erfolgten, kann letztlich aber offen gelassen werden. Entscheidend ist einzig, dass dem Be schwerdeführer 1 in mehreren Malen insgesamt Fr. 105'000.00 bar von der Y . AG ausgezahlt wurden und bis heute keine plausiblen Erklärungen dafür vorliegen, warum diese Zuflüsse kein steuerbares Einkommen darstellen sollen. 3.2.4.1. Denkbar – und nach Aktenlage naheliegend – ist zunächst, dass die Zahlungen zur Abgeltung von vom Beschwerdeführer 1 über - nommenen "Renovationskosten" im Hinblick auf einen späteren Verkauf der Liegen schaften in O. an Drit te dienten (siehe vorne Erw. 3.2.3). Dann liegt entgegen der Auffassung der Beschwerdefüh- rer infolge der Qualifi kation des Beschwerdeführers 1 als Liegen - schaftenhändler die Einkom mensqualität der Zahlungen – als Ein - künfte aus selbstständiger Erwerbstätigkeit – auf der Hand. 3.2.4.2. Aber auch wenn die Zahlungen, wie die Beschwerdeführer gel - tend machen, zur teilweisen Rückzahlung des am 10 . Januar 2013 der Y . AG gewährten Darlehens gedient haben sollten, ändert dies an der Steuerbarkeit der Einkünfte nichts. Die Beschwerdeführer haben die Vereinbarung und das Bestehen eines Verrechnungsverbots hin - sichtlich der von der Y . AG erworbenen Forderung der Z. Bank ge - gen den Beschwerdeführer 1 nicht nachgewiesen; auch nachvollzieh- bare geschäftliche Moti ve für den Abschluss eines solchen Verrech - nungsverbots wurden weder dargelegt noch nachgewiesen. Dann ist aber nicht nachvollziehbar, warum die Y . AG (bzw. die an dieser Be- teiligten) auf die Geltendmachung ihrer For derung gegen den Be - schwerdeführer 1 teilweise verzichtete (bzw. verzichteten) und sogar noch Barzahlungen an diesen leistete. Eine irgendwie geartete nähere Beziehung zwischen den Beschwerdeführern und den Beteiligten an 134 Obergericht, Abteilung Verwaltungsgericht 2015 der Y . AG, welche Anhaltspunkte dafür liefern könnte, dass letztere diesbezüglich eine Schenkungsabsicht gegenüber dem Be schwerde- führer 1 gehabt hätten, ist nicht erkennbar und wurde auch gar nicht geltend gemacht. 3.2.4.3. Zumindest die Barzahlungen von Fr. 105'000.00 erfolgten somit weder in Erfüllung einer Verpflicht ung zur Darlehensrückzahlung (insoweit hätte die Verrechnung erklärt werden können bzw. müs - sen), noch ist diesbezüglich ein Schenkungswille der Beteiligten an der Y . AG erkennbar. Dann handelt es sich bei den entsprechenden Einkünften aber – und zwar au ch dann, wenn sie keine Entschä - digungen für übernommene Renovations kosten darstellen und damit nicht als Einkünfte aus selbstständiger Er werbstätigkeit zu erfassen sind – um nicht näher spezifizierte Einkünfte, welche jeden falls auf- grund der Generalklausel von § 25 Abs. 1 StG als Einkommen zu er- fassen sind (vgl. dazu MARTIN PLÜSS, in: MARIANNE KLÖTI- WEBER/DA VE SIEGRIST/DIETER WEBER, Kommentar zum Aar gauer Steuergesetz, 4. Auflage, Muri/Bern 2015, § 25 N 3 mit Hinweisen; Urteil des Verwaltungsgerich ts vom 4 . Mai 2011 [WBE.2010.339] Erw. 2; AGVE 2009, S. 133). Eine solche teilweise Substitution der Begründung des angefochtenen Entscheids begegnet im Übrigen un - ter dem Gesichtspunkt des Anspruchs auf rechtliches Gehör keinen Bedenken, da die Be schwerdeführer mit der Möglich keit einer Auf- rechnung von Fr. 105'000.00 erstmals bereits im Veran lagungsver- fahren konfrontiert wurden und somit auch im Beschwer deverfahren mit der Möglichkeit einer entsprechenden Auf rechnung – ob nun unter dem Titel ei ner Einkunft aus selbstständiger Erwerbs tätigkeit oder gestützt auf die Einkommensgeneralklausel von § 25 Abs. 1 StG – rechnen mussten. 3.2.5. Zusammenfassend ist die Beschwerde somit teilweise gutzu - heissen und das steuerbare Einkommen der Beschwerdeführer unter Aufrechnung der Barzahlungen von Fr. 105'000.00 für die Kantons - und Gemeindesteuern 2005 auf Fr. 157'749.00 festzulegen. 2015 Kantonale Steuern 135 Migrationsrecht 135 2015 Migrationsrecht 137 Migrationsrecht 137 IV. Migrationsrecht 20 Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung; Zumutbarkeit und Zuläs- sigkeit des Wegweisungsvollzugs nach Sri Lanka Die Aufenthaltsbewilligung ist im konkreten Fall trotz überwiegenden öffentlichen Interesses an der Wegweisung aus der Schweiz zu ve r- längern, da sich der Wegweisungsvollzug im Falle des sri -lankischen Be- schwerdeführers mit tamilischer Ethnie im Moment als unzulässig und unzumutbar erweist (Erw. 4). Aus dem Entscheid des Verwaltungsgerichts, 2. Kammer, vom 26 . März 2015 in Sachen A. gegen das Amt für Migration und Integration (WBE.2013.451). Sachverhalt (Zusammenfassung) Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger Sri Lankas tami li- scher Ethnie. Im August 1997 reiste er im Alter von a cht Jahren zu - sammen mit seiner Mutter zu seinem Vater, der in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt hatte, in die Schweiz ein und lebte zunächst als Asylbewerber und später als vorläufig Aufgenommener in der Schweiz. Am 21 . Oktober 2002 wurde ihm eine Aufen thaltsbewilli- gung erteilt und regelmässig verlängert, zuletzt mit Gültigkeit bis 30. September 2012. Ab seinem 9. Altersjahr war der Beschwerdeführer immer wie - der Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Seit 2007 wurde er auf - grund seines straffälligen Verhaltens regelmässig verurteilt, unter anderem zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten wegen einfacher Körperverletzung. Nachdem das MIKA den Beschwerdeführer am 1. Dezember 2011 verwarnt hatte, beging er weitere Straftaten. Mit Verfügung des MIKA vom 7 . Mai 2013 wurde die Aufenthaltsbe -