<h2>SubmittedText<h2><p>Der Schweiz fehlen zurzeit viele kompetente Fachleute. Demgegenüber zählen verschiedene nordafrikanische Staaten mit französischsprachiger Kultur, wie z. B. Tunesien, zahlreiche hochqualifizierte Erwerbslose.</p><p>Sieht der Bundesrat Wege, z. B. mit Möglichkeiten für mehrjährige Praktika in der Schweiz, im Sinn einer kurzfristigen Lösung den entsprechenden Personen einen Erwerb und damit auch einen Beitrag gegen die Not in ihrem Land und der Schweiz die Überbrückung des Nachwuchsmangels zu erleichtern?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es sind in erster Linie die Unternehmen, die entscheiden, wie sie ihre Nachfrage nach Fachkräften decken. Erwiesenermassen rekrutieren die Schweizer Unternehmen ausländische Fachkräfte grösstenteils in der EU. Die Migrationspolitik gegenüber Drittstaaten ist hauptsächlich darauf ausgerichtet, hochqualifizierte Arbeitskräfte zuzulassen und den Zugang quantitativ zu begrenzen. Diese Politik verfolgt auch das Ziel einer nachhaltigen sozialen und beruflichen Integration. Das Ausländergesetz erlaubt auch temporäre Aufenthalte innerhalb von Hilfs- und Entwicklungsprojekten über wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit. Das Interesse an solchen Projekten in der Schweizer Wirtschaft ist allerdings sehr begrenzt. Anreize und Chancen für Projekte müssen im Herkunftsland und in der Schweiz vorhanden sein. Gleichzeitig sind die Risiken, die zu einem Daueraufenthalt in der Schweiz führen können, im Vorfeld anhand strikter Rahmenbedingungen zu minimieren. Es dürfen keine Erwartungen in Bezug auf Möglichkeiten der legalen Einwanderung geweckt werden, deren Realisierung im Widerspruch zur Migrationspolitik stehen könnte. </p>