<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2015.00238</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=215825&amp;W10_KEY=4467081&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2015.00238</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.12.2015</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Freihändige Vergabe von Architekturdienstleistungen: Legitimation; Wahl der Verfahrensart; Schwellenwerte; unzulässiger Vertragsschluss; Rechtsfolgen.<br/><br/>Wendet sich ein Interessent gegen die Vergabe eines Auftrags im freihändigen oder im Einladungsverfahren und macht geltend, dass zu Unrecht auf eine öffentliche Ausschreibung des Auftrags verzichtet worden sei, so erfüllt er die Legitimationsvoraussetzungen, sofern er in der Lage ist, einen Auftrag der ausgeschriebenen Art zu übernehmen, und ein Interesse an dessen Ausführung glaubhaft macht (E. 2.1).<br/><br/>Für die Wahl des richtigen Verfahrens massgebend ist einerseits die Art und andererseits der Wert des zu vergebenden Auftrags (E. 5.2). Letzterer ist bei der Wahl des richtigen Verfahrens durch eine vorgängige Schätzung zu bestimmen, welche jedoch nicht zu knapp ausfallen darf, um eine Umgehung der Schwellenwerte zu verhindern. Die geschätzten Kosten hätten vorliegend zwischen Fr. 150'000.- und Fr. 250'000.- liegen und für die Vergabe das Einladungsverfahren gewählt werden müssen. Mit der freihändigen Vergabe der Leistungen hat die Beschwerdegegnerin die vergaberechtlichen Vorschriften verletzt (E. 5.3).<br/><br/>Vorliegend wurde der Vertrag bereits geschlossen und es ist davon auszugehen, dass die Leistungen - zumindest grösstenteils - bereits erbracht sind. In solchen Fällen sieht das Vergaberecht grundsätzlich vor, dass die Beschwerdeinstanz nur noch die Rechtswidrigkeit des Zuschlags feststellen kann (Art. 18 Abs. 2 IVöB). Diese Einschränkung gilt jedoch nur, wenn der Vertrag von der Behörde zulässigerweise abgeschlossen wurde (E. 6.1). Öffentlichen Auftraggebern ist es verboten, vom Vergaberecht sachlich erfasste Geschäfte einzugehen, solange sie nicht im Genuss der Abschlusserlaubnis stehen, welche ihrerseits das Durchlaufen eines Vergabeverfahrens und den Eintritt von Rechtskraft oder Rechtsbeständigkeit der dort erlassenen Zuschlagsverfügung voraussetzt (E. 6.2).<br/><br/>In Freihandverfahren unterhalb der Schwellenwerte istdie Abschlusserlaubnis grundsätzlich sofort und ohne Zuschlagspublikation gegeben. Wird - wie vorliegend - der Auftragswert im Hinblick auf die Schwellenwerte zugunsten des Freihandverfahrens grobfahrlässig oder gar absichtlich falsch eingeschätzt, tritt die Abschlusserlaubnis nicht ohne Zuschlagspublikation ein (E. 6.3). Bei einem solchen unzulässigen Vertragsschluss ist das Verwaltungsgericht zwar zur Aufhebung des Zuschlags, nicht jedoch zum Eingriff in das zivilrechtliche Vertragsverhältnis befugt. Hingegen kann es dem öffentlichen Auftraggeber Vorschriften über dessen vertragliches Verhalten machen. Die Anordnung des Vertragsrücktritts und der Neuvergabe des Auftrags, wie sie vorliegend zur Diskussion stehen, kommt â ausser in Ausnahmefällen â allerdings nur für Arbeiten in Betracht, welche noch nicht ausgeführt worden sind (E. 6.5.2). Teilweise Gutheissung; im Übrigen Abweisung, soweit nicht gegenstandslos.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABBRUCH">ABBRUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSCHLUSSERLAUBNIS">ABSCHLUSSERLAUBNIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARCHITEKTURLEISTUNG">ARCHITEKTURLEISTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHWERDEFRIST">BESCHWERDEFRIST</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINLADUNGSVERFAHREN">EINLADUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSTELLUNG">FESTSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSTELLUNGSBEGEHREN">FESTSTELLUNGSBEGEHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSTELLUNGSENTSCHEID">FESTSTELLUNGSENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIHÃNDIGE VERGABE">FREIHÃNDIGE VERGABE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIHÃNDIGES VERFAHREN">FREIHÃNDIGES VERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRIST/-EN">FRIST/-EN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTVERSÃUMNIS">FRISTVERSÃUMNIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PUBLIKATION">PUBLIKATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSFOLGEN">RECHTSFOLGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKABWICKLUNG">RÃCKABWICKLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHÃTZUNG">SCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHWELLENWERT">SCHWELLENWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMGEHUNG">UMGEHUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFAHRENSART">VERFAHRENSART</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAGSRÃCKTRITT">VERTRAGSRÃCKTRITT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAGSSCHLUSS">VERTRAGSSCHLUSS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF">WIDERRUF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERHOLUNG">WIEDERHOLUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 7 Abs. Ibis IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">Art. 12 Abs. I IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">Art. 12 Abs. I lit. c IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">Art. 12bis Abs. II IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">Art. 15 Abs. II IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">Art. 18 Abs. II IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">§ 2 Abs. I SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=28405" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2015.00238</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 1. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">3. Dezember 2015</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Lukas Widmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Maja SchÃ¼pbach Schmid, Verwaltungsrichterin Sandra Wintsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Laura <br/> Diener.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="RU_AUTOTEXT_DRITT_N"><span>1. A GmbH, </span></a></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B Architekten, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>3.<b> </b>C Architekten,<b> </b></span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>4.<b> </b>D Architekten,<b> </b></span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>5.<b> </b>E AG, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">alle vertreten durch RA F, </p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Gemeinde Kappel am Albis, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch den Gemeinderat Kappel am Albis, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText"><span>dieser </span>vertreten durch RA G,</p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="Zwischentitel">und</p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>H GmbH,<b> </b></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Mitbeteiligte, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Submission,</b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <span><br/> </span> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Gemeinde Kappel am Albis erteilte am 25. August 2014 den Zuschlag betreffend Architekturleistungen fÃ¼r den Um- und Neubau Schulhaus TÃ¶mlimatt (BKP 291.1 Architektur Phase 3 Projektierung) im freihÃ¤ndigen Verfahren zu Fr. 160'000.- an die H GmbH. Nach Eingang des revidierten Nachtragsangebots vom 24. MÃ¤rz 2015 beschloss der Gemeinderat Kappel am 20. April 2015, in Anwendung von § 10 Abs. 1 lit. c und f der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 (SubmV) die H GmbH freihÃ¤ndig auch mit den Ausschreibungs- und AusfÃ¼hrungsplÃ¤nen zu beauftragen (BKP 291.1 Architektur Phasen 4 und 5). Gleichentags verfÃ¼gte die Gemeinde Kappel die ErhÃ¶hung des Vergabeentscheids vom 25. August 2014 auf Fr. 370'000.-.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Die A GmbH sowie vier weitere Architekturunternehmen erhoben am 24. April 2015 beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Vergabeentscheid. Sie beantragten, den angefochtenen Entscheid aufzuheben, die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ein rechtskonformes Submissionsverfahren durchzufÃ¼hren sowie eine ParteientschÃ¤digung. In prozessualer Hinsicht beantragten sie, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen und der Beschwerdegegnerin den Vertragsschluss mit der Mitbeteiligten zu verbieten.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 27. April 2015 wurde der Gemeinde Kappel am Albis einstweilen, bis zum Entscheid Ã¼ber die aufschiebende Wirkung, untersagt, den Vertrag mit der H GmbH abzuschliessen.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Am 28. Mai 2015 teilte die Gemeinde Kappel am Albis mit, dass sie die VergabeverfÃ¼gung vom 20. April 2015 mit Gemeinderatsbeschluss vom 26. Mai 2015 in WiedererwÃ¤gung gezogen und beschlossen habe, die noch zu erbringenden Architekturleistungen BKP 291.1 Phasen 4 und 5 fÃ¼r die Erweiterung und Sanierung der Schulanlage TÃ¶mlimatt im offenen Verfahren auszuschreiben. Der Widerruf sei der Mitbeteiligten H GmbH mit VerfÃ¼gung vom 28. Mai 2015 mitgeteilt worden. Gleichzeitig beantragte die Gemeinde Kappel am Albis, das Verfahren als gegenstandslos abzuschreiben und von der Erhebung von Gerichtskosten abzusehen, eventualiter diese tief anzusetzen.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Mit Stellungnahme vom 11. Juni 2015 hielten die A GmbH sowie die vier weiteren Architekturunternehmen â auch unter Bezug auf den WiedererwÃ¤gungsentscheid vom 26. Mai 2015 â an den gestellten AntrÃ¤gen fest und wiesen darauf hin, dass diese die zu vergebenden Architekturleistungen sÃ¤mtlicher Phasen erfassen wÃ¼rden.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>E. </b>Am 25. Juni 2015 beantragte die Gemeinde Kappel, auf die Beschwerde vom 24. April 2015 sowie auf die am 11. Juni 2015 gestellten AntrÃ¤ge nicht einzutreten und das Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit, eventualiter zufolge verspÃ¤teter Einreichung der Beschwerde, abzuschreiben. Subeventualiter sei die Beschwerde â soweit darauf eingetreten werde â abzuweisen. Ferner beantragte sie eine ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>F. </b>In den Stellungnahmen des zweiten Schriftenwechsels vom 16. bzw. 27. Juli 2015 hielten die Parteien an den gestellten Begehren fest. Am 21. August 2015 reichte die Gemeinde Kappel die mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 18. August 2015 nachgeforderten Akten ein. Die Mitbeteiligte H GmbH liess sich zu keinem Zeitpunkt vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b><span>Entscheide kantonaler und kommunaler Auftraggebender Ã¼ber eine freihÃ¤ndige Vergabe kÃ¶nnen ebenso wie andere Vergabeentscheide unmittelbar mit der Beschwerde gemÃ¤ss Art. 15 ff.</span> der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie §§ 2 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. September 2003 (IVÃ¶B-BeitrittsG)<span> an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 2000 Nr. 62 = BEZ 2000 Nr. 26).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden wenden sich gegen den Vergabeentscheid "betreffend Architekturleistungen fÃ¼r Um- und Neubau Schulhaus TÃ¶mlimatt" und beantragen, diesen aufzuheben und ein "rechtskonformes Submissionsverfahren durchzufÃ¼hren". Der WiedererwÃ¤gungsentscheid vom 26. Mai 2015 sowie die VerfÃ¼gung Ã¼ber den Widerruf der Vergabe von BKP 291.1 Phasen 4 und 5 vom 28. Mai 2015 blieben dagegen unangefochten und erwuchsen in Rechtskraft. Das Verfahren wird daher â soweit es BKP 291.1 Phasen 4 und 5 betrifft â hinfÃ¤llig und ist daher als teilweise gegenstandslos geworden abzuschreiben (vgl. Marco Donatsch in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [<span>Kommentar VRG], § 63 N. 6</span>).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden verlangen in ihrer Eingabe vom 11. Juni 2015, dass auch die Vergabe der Architekturleistungen von Teilphase 4.52 (gestalterische Leitung, Bauleitung und Kostenkontrolle), welche als BKP-Position 291.2 im Einladungsverfahren erfolgen soll, ebenfalls im offenen Verfahren auszuschreiben sei. Sie sind der Auffassung, dass die BKP-Position 291.2 Bestandteil der Architekturleistungen sei und durch deren Unterteilung in TeilauftrÃ¤ge das Vergaberecht umgangen werde. Die ZulÃ¤ssigkeit dieses Antrags ist umstritten. Dies braucht jedoch vorliegend nicht beurteilt zu werden, da das betreffende Einladungsverfahren von der Beschwerdegegnerin inzwischen unbestrittenermassen abgebrochen worden ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nicht berÃ¼cksichtigte Anbietende sind zur Beschwerde gegen einen Vergabeentscheid legitimiert, wenn sie bei deren Gutheissung eine realistische Chance haben, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen, oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem sie ein neues Angebot einreichen kÃ¶nnen; andernfalls fehlt ihnen das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11; § 21 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Wendet sich ein Interessent gegen die Vergabe eines Auftrags im freihÃ¤ndigen oder im Einladungsverfahren und macht er geltend, dass zu Unrecht auf eine Ã¶ffentliche Ausschreibung des Auftrags (im offenen oder selektiven Verfahren) verzichtet worden sei, so erfÃ¼llt er diese Legitimationsvoraussetzungen, sofern er in der Lage ist, einen Auftrag der betreffenden Art zu Ã¼bernehmen, und ein Interesse an dessen AusfÃ¼hrung glaubhaft macht (VGr, 5. Mai 2010, VB.2009.00667, E. 2; <span>9. November 2001, VB.2001.00116, E. 2c = </span>RB 2001 Nr. 20 = ZBl 104/2003, S. 57 = BEZ 2001 Nr. 55; <span>Peter Galli/AndrÃ© Moser/Elisabeth Lang/Marc Steiner, Praxis des Ã¶ffentlichen Beschaffungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2013, S. 657 ff. Rz. 1319 f.</span>).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Da die BeschwerdefÃ¼hrenden selber regelmÃ¤ssig Dienstleistungen der nachgefragten Art erbringen, sind sie mit ihrem Einwand nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung grundsÃ¤tzlich zur Beschwerde legitimiert. </p> <p class="Erwgung2">Entgegen dem beschwerdegegnerischen DafÃ¼rhalten haben der Widerruf des Zuschlags und die angeordnete Wiederholung des Verfahrens vorliegend nicht zur Folge, dass das Rechtschutzinteresse der BeschwerdefÃ¼hrenden entfallen wÃ¼rde. Diese wenden sich in ihrer Beschwerde nicht gegen den Widerruf des Zuschlags, welcher ja gemÃ¤ss ihrem in der Beschwerde gestellten Begehren aufgehoben werden soll, sondern sind mit der beabsichtigten Wiederholung des Verfahrens nicht vollumfÃ¤nglich einverstanden. Ihrer Ansicht nach darf diese nicht bloss die Vergabe von BKP 291.1 Phasen 4 und 5 umfassen, sondern ist darin auch die Vergabe von BKP 291.1 Phase 3 mit einzubeziehen. Wenn ein Interessent â wie vorliegend â EinwÃ¤nde erhebt, welche fÃ¼r die Wiederholung der Vergabe von grundlegender Bedeutung sind, ist er damit mÃ¶glichst frÃ¼hzeitig zu hÃ¶ren. Dass er sein Anliegen allenfalls noch mit der Beschwerde gegen den Zuschlag vorbringen kÃ¶nnte, vermag die vorgÃ¤ngige BeschwerdemÃ¶glichkeit nicht zu ersetzen (VGr, 29. Januar 2015, VB.2014.00434, E. 1.2).</p> <p class="Erwgung2"><span>Dass der Vertragsschluss bereits erfolgt ist und die Leistungen erbracht wurden, Ã¤ndert an der Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrenden ebenfalls nichts, zumal die Submissionsbeschwerde auch dafÃ¼r zur VerfÃ¼gung steht, die Rechtswidrigkeit einer ZuschlagsverfÃ¼gung feststellen zu lassen (Art. 18 Abs. 2 IVÃ¶B). Wer legitimiert ist, den Zuschlagsentscheid anzufechten, behÃ¤lt den Anspruch auf ÃberprÃ¼fung der RechtmÃ¤ssigkeit des Zuschlags auch dann, wenn dieser infolge Vertragsabschlusses nicht mehr aufgehoben werden kann. Ein dahingehendes Eventualbegehren gilt als im Begehren um Aufhebung des Zuschlags sinngemÃ¤ss mitenthalten (BGE 132 I 86 E. 3.2).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Ferner ist vorliegend die Einhaltung der Beschwerdefrist zu beurteilen. Die Beschwerdegegnerin bringt vor, die BeschwerdefÃ¼hrenden hÃ¤tten bereits vor dem 14. April 2015 durch Medienmitteilungen sowie durch eine am 12. MÃ¤rz 2015 versandte E-Mail von den am 25. August 2014 vergebenen Architekturleistungen Phase 3 an die Mitbeteiligte Kenntnis erhalten, weshalb ihre Beschwerde am 24. April 2015 verspÃ¤tet erfolgt sei.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Beschwerden gegen Entscheide von VergabebehÃ¶rden sind gemÃ¤ss Art. 15 Abs. 2 IVÃ¶B schriftlich und begrÃ¼ndet innert zehn Tagen seit ErÃ¶ffnung der VerfÃ¼gung einzureichen. Der Beginn dieses Fristenlaufs setzt den Eintritt eines fristauslÃ¶senden Ereignisses voraus, in der Regel die ErÃ¶ffnung einer fristansetzenden Anordnung (<span>Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 11 N. 8</span>). Wird eine Anordnung jedoch nicht erÃ¶ffnet, so werden die darin angesetzten Fristen â unter Vorbehalt von Treu und Glauben â nicht ausgelÃ¶st (PlÃ¼ss, a.<span> </span>a.<span> </span>O., § 11 N. 10). Die Rechtsmittelfrist wird jedoch nur solange nicht ausgelÃ¶st, als die (gutglÃ¤ubige) Partei keine Kenntnis von der Anordnung hat. Sobald sie Kenntnis erlangt, ist sie gehalten, innert angemessener Frist zu reagieren. Diese beginnt zu laufen, sobald der Partei zumindest der wesentliche Inhalt der Anordnung bekannt ist (PlÃ¼ss, a.<span> </span>a.<span> </span>O., § 10 N. 108 f.).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der Zuschlag betreffend BKP 291.1 Phase 3 wurde am 25. August 2014 freihÃ¤ndig an die Mitbeteiligte erteilt und am 20. April 2015 auf die Phasen 4 und 5 erweitert. Auf eine VerÃ¶ffentlichung im Amtsblatt oder auf SIMAP wurde unter Hinweis auf Art. 35 SubmV bei beiden Vergaben verzichtet. Inwiefern die BeschwerdefÃ¼hrenden davon aus den Medien hÃ¤tten erfahren mÃ¼ssen, belegt die Beschwerdegegnerin nicht. Aus der von den BeschwerdefÃ¼hrenden eingereichten Einladung zur Gemeindeversammlung vom 6. Juni 2014 geht hervor, dass die Mitbeteiligte mit der DurchfÃ¼hrung einer Vorprojektstudie betraut worden ist. In der DrÃ¼-DÃ¶rfli-Ziitig vom Juli 2014 wurde daraufhin ausgefÃ¼hrt, dass â nachdem nun der Projektierungskredit bewilligt worden sei â die Pflichtenhefte fÃ¼r die weitere Planung ausgearbeitet werden mÃ¼ssten. Daraus lÃ¤sst sich hÃ¶chstens ableiten, dass eine Ausschreibung beabsichtigt wird.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Der Gewerbeverein J hatte sich am 30. MÃ¤rz 2015 nach dem Stand des Vergabeverfahrens betreffend Schulhaus TÃ¶mlimatt erkundigt, woraufhin er von der Beschwerdegegnerin am 2. April 2015 eine Ãbersicht Ã¼ber die bereits vergebenen Leistungen erhielt. Mit E-Mail vom 17. April 2015 informierte er die BeschwerdefÃ¼hrenden darÃ¼ber, dass die strittigen Architekturdienstleistungen ohne Ã¶ffentliche Ausschreibung bereits vergeben worden seien. Ebenfalls nach dem Verfahrensstand erkundigt hatte sich ein Herr K, welcher von der Beschwerdegegnerin mit E-Mail vom 12. MÃ¤rz 2015 darÃ¼ber informiert wurde, dass der Gemeinderat Kappel kÃ¼rzlich entschieden habe, die Mitbeteiligte zusÃ¤tzlich mit den Ausschreibungs- und AusfÃ¼hrungsplÃ¤nen zu beauftragen. Ob diese Information den BeschwerdefÃ¼hrenden zuzurechnen sei, ist umstritten, kann jedoch letztlich offengelassen werden.</p> <p class="Erwgung2">Mit den genannten Mitteilungen Ã¼ber die Erweiterung der Vergabe erhielten die BeschwerdefÃ¼hrenden auch Kenntnis von der strittigen Vergabe, welche bereits am 25. August 2014 stattgefunden hatte. Diese Mitteilungen erfolgten indessen bereits vor der tatsÃ¤chlichen Vergabe am 20. April 2015. Eine Woche nachdem die BeschwerdefÃ¼hrenden vom Gewerbeverein Ã¼ber die Vergaben informiert worden ist, erhoben Letztere am 24. April 2015 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. <span>Vor diesem Hintergrund lÃ¤sst sich aufseiten der BeschwerdefÃ¼hrerin noch nicht von einem treuwidrigen oder Ã¼bermÃ¤ssig langen Zuwarten sprechen, weshalb die Beschwerde rechtzeitig erfolgte.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Innert der mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 27. April 2015 angesetzten Frist zur Einreichung der Beschwerdeantwort machte die Beschwerdegegnerin lediglich eine Eingabe betreffend die Mitteilung des Widerrufs und Wiederholung des Verfahrens. Erst nachdem am 11. Juni 2015 eine weitere Eingabe der BeschwerdefÃ¼hrenden erfolgt war, nahm sie im Rahmen der Vernehmlassung vom 25. Juni 2015 ausfÃ¼hrlich Stellung. Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen daher geltend, die Beschwerdegegnerin habe es versÃ¤umt, innert Frist eine Beschwerdeantwort einzureichen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Eine FristversÃ¤umnis hat grundsÃ¤tzlich â wie angedroht â die Annahme des Verzichts auf Beantwortung der Beschwerde und damit deren Unbeachtlichkeit zur Folge (PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 11 N. 71 ff.). Als Ausfluss des Untersuchungsprinzips (§ 7 Abs. 1 VRG) steht es jedoch im Ermessen des Verwaltungsgerichts, auch verspÃ¤tete Parteivorbringen zu berÃ¼cksichtigen (Griffel, Kommentar VRG, § 23 N. 23 mit Hinweis auf RB 1994 Nr. 16).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Die Beschwerdegegnerin musste grundsÃ¤tzlich nicht davon ausgehen, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden das Verfahren trotz ihres WiedererwÃ¤gungsentscheids weiterfÃ¼hren wird. Zudem erfolgte ihre Stellungnahme innerhalb der ihr dafÃ¼r angesetzten Frist. Dass sie darin auch zu den AusfÃ¼hrungen in der Beschwerde Stellung nimmt, kann aufgrund des vorliegend atypischen Verlaufs des Verfahrens nicht dazu fÃ¼hren, dass diese als verspÃ¤tet gelten mÃ¼ssten. Auch angesichts dessen, dass der Schriftenwechsel von den Parteien in der Folge weitergefÃ¼hrt wurde, rechtfertigt sich die BerÃ¼cksichtigung der Vorbringen der Beschwerdegegnerin in der Eingabe vom 25. Juni 2015.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b><span>Das Submissionsrecht kennt vier Verfahrensarten: Das offene, das selektive, das Einladungs- sowie das freihÃ¤ndige Verfahren (Art. 12 Abs. 1 IVÃ¶B). Das freihÃ¤ndige Verfahren, bei welchem die Auftraggeberin einen Auftrag ohne Ausschreibung direkt vergibt (Art. 12 Abs. 1 lit. c IVÃ¶B), ist im von StaatsvertrÃ¤gen nicht erfassten Bereich fÃ¼r Auftragswerte bis Fr. 100'000.- bei Lieferungen, bis Fr. 150'000.- bei Dienstleistungen und Bauarbeiten des Baunebengewerbes sowie bis Fr. 300'000.- bei Bauarbeiten des Bauhauptgewerbes vorgesehen (Art. 12<sup>bis</sup> Abs. 2 in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1<sup>bis</sup> und Anhang 2 IVÃ¶B). </span>Oberhalb dieser Schwellenwerte gelangt das Einladungsverfahren zur Anwendung, bei welchem die Anbietenden ebenfalls ohne Ausschreibung direkt zur Angebotsabgabe eingeladen werden; die Aufforderung zur Offertabgabe erfolgt dann jedoch nicht wie bei der freihÃ¤ndigen Vergabe formlos (vgl. § 11 Abs. 2 SubmV), sondern muss die in § 13 Abs. 1 SubmV statuierten Angaben enthalten, und es sind wenn mÃ¶glich mindestens drei Angebote einzuholen (Art. 12 Abs. 1 lit. b<sup>bis</sup> IVÃ¶B).</p> <p class="Erwgung2">Ãbersteigt der Vergabebetrag allerdings den Schwellenwert von Fr. 250'000.- bei Lieferungen, Dienstleistungen oder Bauarbeiten im Baunebengewerbe bzw. Fr. 500'000.- bei Bauarbeiten im Bauhauptgewerbe, so ist ein offenes oder ein selektives Verfahren durchzufÃ¼hren (<span>Art. 12<sup>bis</sup> Abs. 2 in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1<sup>bis</sup> und Anhang 2 IVÃ¶B</span>).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>FÃ¼r die Wahl des richtigen Verfahrens massgebend ist demnach einerseits die Art und andererseits der Wert des zu vergebenden Auftrags (<span>Galli/Moser/Lang/Steiner, S. 146, Rz. 323</span>). Gegenstand der vorliegend umstrittenen Vergabe sind Architekturleistungen, welche unbestrittenermassen in die Kategorie "Dienstleistungen" fallen.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Der Auftragswert ist bei der Wahl des richtigen Verfahrens durch eine vorgÃ¤ngige SchÃ¤tzung zu bestimmen (VGr, 3. November 1999, VB.1999.00125, E. 2b = RB 1999 Nr. 65 S. 150, auch zum Folgenden). Eine solche SchÃ¤tzung darf jedoch nicht zu knapp ausfallen, damit dadurch die Bestimmungen Ã¼ber die Schwellenwerte nicht umgangen werden kÃ¶nnen. Die Verfahrensart ist daher anhand der oberen Bandbreite der SchÃ¤tzung auszuwÃ¤hlen.</p> <p class="Erwgung2">Das Angebot der Mitbeteiligten fÃ¼r die Architekturleistungen der Phase 3 betrug gemÃ¤ss VerfÃ¼gung vom 25. August 2014 Fr. 136'800.- (netto und exkl. MwSt.). Vergeben wurden die Leistungen indessen zum Gesamtbetrag von Fr. 160'000.- (netto inkl. MwSt. sowie einer Reserve fÃ¼r Unvorhergesehenes). Die Mehrwertsteuer ist gemÃ¤ss § 2 Abs. 1 SubmV bei der Berechnung des Auftragswerts nicht zu berÃ¼cksichtigen. Das Angebot inklusive Mehrwertsteuer betrug Fr. 147'744.-, woraus folgt, dass die Mehrwertsteuer Fr. 10'944.- des Angebots ausmacht und Fr. 12'256.- als Reserve eingerechnet wurden. Der tatsÃ¤chliche Auftragswert der vorliegend strittigen Vergabe von Fr. 149'056.- (exkl. MwSt. samt Reserve) liegt damit Ã¤usserst knapp unter dem bei Dienstleistungen relevanten Schwellenwert von Fr. 150'000.- fÃ¼r den das freihÃ¤ndige Verfahren noch zulÃ¤ssig ist.</p> <p class="Urteilstext">Weiter ins Gewicht fÃ¤llt sodann, dass fÃ¼r die Ausarbeitung des vollstÃ¤ndigen Bauprojekts, das heisst fÃ¼r die strittige Phase 3, ein Projektierungskredit Ã¼ber Fr. 250'000.- (inkl. MwSt.) fÃ¼r notwendig erachtet und bewilligt worden war. Auch wenn man bedenkt, dass bei solchen Krediten immer eine Reserve mit eingerechnet ist, so weist der bewilligte Kredit dennoch darauf hin, dass mit wesentlich hÃ¶heren Kosten gerechnet worden war. Die (vorsichtig) geschÃ¤tzten Kosten hÃ¤tten unter diesen UmstÃ¤nden zwischen Fr. 150'000.- und Fr. 250'000.- liegen und fÃ¼r die Vergabe der Architekturleistungen Phase 3 das Einladungsverfahren gewÃ¤hlt werden mÃ¼ssen. Mit der freihÃ¤ndigen Vergabe der Leistungen an die Mitbeteiligte hat die Beschwerdegegnerin daher die vergaberechtlichen Vorschriften verletzt. Die Beschwerde erweist sich insoweit als begrÃ¼ndet.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Die Wahl des falschen Vergabeverfahrens wÃ¼rde grundsÃ¤tzlich ohne Weiteres zur Aufhebung des Zuschlags und zur RÃ¼ckweisung der Sache zur erneuten DurchfÃ¼hrung im richtigen Verfahren fÃ¼hren (vgl. Art. 18 Abs. 1 IVÃ¶B). Vorliegend wurde jedoch der Vertrag bereits geschlossen. In solchen FÃ¤llen sieht das Vergaberecht grundsÃ¤tzlich vor, dass die Beschwerdeinstanz nur noch die Rechtswidrigkeit des Zuschlags feststellen kann (Art. 18 Abs. 2 IVÃ¶B). Nach weit gehend Ã¼bereinstimmender Auffassung von Rechtsprechung und Lehre gilt diese EinschrÃ¤nkung jedoch nur, wenn der Vertrag von der BehÃ¶rde zulÃ¤ssigerweise abgeschlossen wurde (VGr, 20. April 2005, VB.2005.00068, E. 4 mit Hinweisen). Die Aufhebung des Zuschlags und die erneute DurchfÃ¼hrung des Vergabeverfahrens wie sie die BeschwerdefÃ¼hrenden beantragen, kommen daher nur unter der Voraussetzung infrage, dass der Vertrag <i>un</i>zulÃ¤ssigerweise abgeschlossen worden ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Ãffentlichen Auftraggebern (also denjenigen Personen, die vom Vergaberecht subjektiv erfasst werden) ist es verboten, vom Vergaberecht sachlich erfasste GeschÃ¤fte einzugehen, solange sie nicht im Genuss der <i>Abschlusserlaubnis</i> stehen. Letztere setzt ihrerseits das Durchlaufen eines Vergabeverfahrens und den Eintritt von Rechtskraft oder RechtsbestÃ¤ndigkeit der dort erlassenen ZuschlagsverfÃ¼gung voraus. <i>RechtskrÃ¤ftig</i> ist die ZuschlagsverfÃ¼gung dann, wenn sie mit keinem ordentlichen Rechtsmittel mehr angefochten werden kann â <i>rechtsbestÃ¤ndig</i>, wenn zwar eine Beschwerde gegen sie anhÃ¤ngig gemacht worden ist, jedoch ohne Gesuch um aufschiebende Wirkung oder nach Abweisung dieses Gesuchs durch die Beschwerdeinstanz (Martin Beyeler, Welches Schicksal dem vergaberechtswidrigen Vertrag? in: AJP 2009 1141 ff., 1145; vgl. auch VGr, 4. September 2012, VB.2012.00436, E. 2.5, prozessleitender Entscheid, nicht publiziert).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>In Freihandverfahren unterhalb der Schwellenwerte ist die Abschlusserlaubnis grundsÃ¤tzlich sofort und ohne Zuschlagspublikation gegeben. Vorbehalten bleiben absichtliche und grobfahrlÃ¤ssige Fehlberechnungen bei der SchÃ¤tzung des Auftragswerts im Hinblick auf die Anwendung der Schwellenwertbestimmungen zugunsten des Freihandverfahrens. In diesen FÃ¤llen tritt die Abschlusserlaubnis ohne Zuschlagspublikation nicht ein (Martin Beyeler, Der Geltungsanspruch des Vergaberechts, ZÃ¼rich/Basel/Genf 2012, Rz. 2534 und 2537).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b>Wie gesehen wurde fÃ¼r die strittige Vergabe ein Projektkredit von Fr. 250'000.- budgetiert und der Auftrag schliesslich zum Gesamtbetrag von Fr. 160'000.- vergeben (vgl. dazu vorne E. 5.3). Dennoch nahm die Beschwerdegegnerin die Vergabe freihÃ¤ndig vor und sah dementsprechend auch von einer Publikation des Zuschlags ab. Vor diesem Hintergrund ist zumindest von einer grobfahrlÃ¤ssigen, wenn nicht sogar von einer absichtlichen FehlschÃ¤tzung des massgeblichen Auftragswerts auszugehen. Folglich konnte die Beschwerdegegnerin gar nie eine Abschlusserlaubnis erlangen. Der Vertragsschluss mit der Mitbeteiligten erweist sich daher als unzulÃ¤ssig. Bei dieser Sachlage bleibt das Verwaltungsgericht befugt, den zu Unrecht freihÃ¤ndig erteilten Zuschlag aufzuheben. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.5 </b>Es stellt sich in solchen FÃ¤llen die Frage, welche Rechtsfolgen das Verwaltungsgericht bei einem unzulÃ¤ssigen Vertragsschluss anordnen soll. Diese Frage musste vom Verwaltungsgericht bisher noch nie entschieden werden und ist auch beim Bundesgericht nach wie vor ungeklÃ¤rt (vgl. VGr, 4. September 2012, VB.2012.00436, E. 2, nicht publiziert; 20. April 2005, VB.2005.00068, E. 4; BGr, 2D_26/2012 vom 7. August 2012, E. 2.2). </p> <p class="Erwgung3"><b>6.5.1 </b>Bei der Beantwortung dieser Frage ist zu beachten, dass es sich beim Vergabe- und beim Vertragsrecht um zwei eigenstÃ¤ndige Teilrechtsordnungen handelt (Beyeler, Geltungsanspruch, a.<span> </span>a.<span> </span>O., Rz. 2637; ders., Schicksal, a.<span> </span>a.<span> </span>O., S. 1150 und 1152, auch zum Folgenden). Der unzulÃ¤ssige Vertragsschluss vermag daher die GÃ¼ltigkeit des abgeschlossenen Vertrags nicht infrage zu stellen. Auch die Nichtigkeit des Vertrags ist nach herrschender Lehre und Rechtsprechung als Folge ausgeschlossen (vgl. VGr, 20. April 2005, VB.2005.00068, E. 4; 4. September 2012, VB.2012.00436, E. 2.8.2 mit Hinweis auf Beyeler, AJP 2000, S. 1142 ff.; Peter Gauch, Der verfrÃ¼ht abgeschlossene Beschaffungsvertrag, in BR 2003, S. 3 ff.; Manuela Gebert, Stolpersteine im Beschaffungsablauf, in: Aktuelles Vergaberecht, ZÃ¼rich/Basel/Genf 2010, S. 371, Fn. 62; Martin Beyeler/Hubert StÃ¶ckli, Rechtsprechung aus den Jahren 2010â2012, in: Aktuelles Vergaberecht, ZÃ¼rich/Basel/Genf 2012, Rz. 131â134). </p> <p class="Erwgung3"><b>6.5.2 </b>Das Verwaltungsgericht ist nicht befugt, vergaberechtlich in das zivilrechtliche VertragsverhÃ¤ltnis einzugreifen. Hingegen kann es dem Ã¶ffentlichen Auftraggeber Vorschriften Ã¼ber dessen vertragliches Verhalten machen. MÃ¶gliche verwaltungsgerichtliche Anordnungen sind jedoch im Wesentlichen auf zukÃ¼nftige Massnahmen wie zum Beispiel eine VertragsauflÃ¶sung ex nunc beschrÃ¤nkt. Die Anordnung des VertragsrÃ¼cktritts<i> </i>und der Neuvergabe des Auftrags, wie sie vorliegend zur Diskussion stehen, kommt â ausser in AusnahmefÃ¤llen â nur fÃ¼r Arbeiten in Betracht, welche noch nicht ausgefÃ¼hrt worden sind. Denn eine RÃ¼ckabwicklung von bereits erbrachten Leistungen wÃ¼rde in aller Regel gegen den Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit verstossen (Beyeler, Geltungsanspruch, a.<span> </span>a.<span> </span>O., S. 1462 ff., Rz. 2672 ff. und Rz. 2675). </p> <p class="Erwgung3"><b>6.5.3 </b>Den AusfÃ¼hrungen der Beschwerdegegnerin zufolge sind die unzulÃ¤ssig vergebenen Projektierungsarbeiten von der Mitbeteiligten bereits seit MÃ¤rz 2015 abgeschlossen. Dies erscheint plausibel, da an der Gemeindeversammlung vom 12. April 2015 bereits Ã¼ber den Baukredit (Phasen 4 und 5) abgestimmt worden ist. Ob bereits sÃ¤mtliche zu Phase 3 gehÃ¶renden Architekturleistungen vollstÃ¤ndig erbracht worden sind, braucht hier nicht abschliessend geklÃ¤rt zu werden. Denn eine Neuausschreibung der verbleibenden, noch nicht geleisteten Arbeiten kÃ¤me ohnehin nur dann in Betracht, wenn diese den Schwellenwert fÃ¼r ein Ausschreibungsverfahren Ã¼berschreiten wÃ¼rden (Beyeler, Schicksal, a.<span> </span>a.<span> </span>O., S. 1158).<i> </i>Dass dies auf allenfalls noch offene Arbeiten vorliegend zutreffen wÃ¼rde, ist indessen aufgrund des Auftragswerts auch bei einer vorsichtigen SchÃ¤tzung ausgeschlossen. Im Ãbrigen wÃ¤re eine Unterteilung und separate Vergabe von gestalterischen Leistungen aus praktischer Sicht kaum mÃ¶glich.</p> <p class="Erwgung3"><b>6.5.4 </b>Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Projektierungsarbeiten zumindest grÃ¶sstenteils bereits erbracht worden sind. Eine Ausnahmesituation, welche das beantragte Weiterverwendungsverbot rechtfertigen wÃ¼rde, ist nicht ersichtlich. Folglich erweist sich eine RÃ¼ckabwicklung dieser Leistungen als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Es ist daher von der Aufhebung des Zuschlags und der RÃ¼ckweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur erneuten Vergabe im richtigen Verfahren abzusehen. Den AntrÃ¤gen der BeschwerdefÃ¼hrenden kann insofern nicht nachgekommen werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.6 </b>Zusammenfassend ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde festzustellen, dass der Zuschlagsentscheid der Gemeinde Kappel am Albis vom 25. August 2014 betreffend BKP 291.1 Architektur Phase 3 Projektierung rechtswidrig ist. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>In Anbetracht der UmstÃ¤nde und insbesondere mit Blick auf das Verursacherprinzip rechtfertigt es sich, trotz teilweisem Obsiegen, der Beschwerdegegnerin die vollen Gerichtskosten aufzuerlegen. Ausserdem hat sie die BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r ihre Umtriebe im Beschwerdeverfahren angemessen zu entschÃ¤digen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 und § 17 Abs. 2 lit. a VRG). </span></p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das Gesuch betreffend Entzug der aufschiebenden Wirkung wird mit dem heutigen Entscheid gegenstandslos.</p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Auftragswert Ã¼bersteigt den im Staatsvertragsbereich massgeblichen Schwellenwert (Art. 1 lit. b der Verordnung des WBF vom 2. Dezember 2013 Ã¼ber die Anpassung der Schwellenwerte im Ã¶ffentlichen Beschaffungswesen fÃ¼r die Jahre 2014 und 2015 [SR 172.056.12]). Gegen diesen Entscheid ist daher die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zulÃ¤ssig, sofern sich eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellt (Art. 83 lit. f BGG); andernfalls steht nur die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird festgestellt, dass der Zuschlagsentscheid der Gemeinde Kappel am Albis vom 25. August 2014 betreffend BKP 291.1 Architektur Phase 3 Projektierung rechtswidrig ist. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 6'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 270.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 6'270.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. <span>Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrenden eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 3'000.- zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellt, Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Sofern diese nicht zulÃ¤ssig ist, kann subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerden sind innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>