<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00319</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205347&amp;W10_KEY=4467137&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00319</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.09.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bestattungswesen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Beseitigung einen Grabsteins, der den kommunalen Friedhof- und Bestattungsvorschriften nicht entspricht:<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E.1.1). Der Bezirksrat hat die Rekurslegitimation der Beschwerdeführerin zu Recht bejaht (E.1.2). Friedhofsvorschriften dürfen auch Vorschriften zur ästhetischen Gestaltung des Friedhofs enthalten. Mit der Friedhofsverordnung soll eine einigermassen einheitliche Gestaltung der einzelnen Grabmäler sichergestellt werden (E.2). Die Vorinstanzen haben die schwarze Farbe des Grabsteins, die Ausführung der Inschrift sowie die Gestaltung des zugehörigen Sockels beanstandet (E.3). Die Friedhofsveordnung verbietet die Verwendung von zu schwarz wirkenden Steine. Die Vorinstanzen haben zu Recht beanstandet, dass der streitbetroffene Grabstein diese Bestimmung verletzt. Die Vorschrift hält vor dem Willkürverbot stand (E.4.1). Es ist sehr fraglich, ob die Vorschrift, wenn sie so ausgelegt wird, dass Gravuren, die in der von der Beschwerdeführerin angewandten Technik angebracht werden, unulässig sind, vor dem Willkürverbot standhält. Doch kann die Klärung dieser Frage vorliegend offen bleiben (E.4.2). Auch für den Sockel ist keine nachträgliche Bewilligung möglich (E.4.3). Verneinung der nachträglichen Bewilligungsfähigkeit (E.4.4). Die Beschwerdeführerin kann sich nicht auf ein schützenswertes Vertrauen berufen (E.5.1). Hingegen erweist sich der Beseitigungsbefehl in Anbetracht der geringfügigen Abweichungen als unverhältnismässige Sanktion. Gutheissung der Beschwerde (E.5.2). Kostenfolge (E.6).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃSTHETIKVORSCHRIFT">ÃSTHETIKVORSCHRIFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FARBE">FARBE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRIEDHOF">FRIEDHOF</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRABSTEIN">GRABSTEIN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTRÃGLICHE BEWILLIGUNG">NACHTRÃGLICHE BEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHRIFTENWECHSEL">SCHRIFTENWECHSEL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WILLKÃR">WILLKÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WILLKÃRVERBOT">WILLKÃRVERBOT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 9 BV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die A AG ersuchte das Bestattungsamt X am 24. November 2003 um eine Grabmalbewilligung fÃ¼r das Erdbestattungsgrab Nr. 01 von B. Unter "Material" wurde darin "Virginia-Black, Granit" angegeben, unter "Inschrift (AusfÃ¼hrung)" wurde "graviert u. getÃ¶nt" deklariert. Auf telefonische RÃ¼ckfrage des Bestattungsamts hin wurde seitens der Gesuchstellerin erklÃ¤rt, "Virginia-Black" sei nicht eigentlich schwarz, sondern grau meliert. Hierauf erteilte die Friedhofvorsteherin am 28. November 2003 die Bewilligung mit der Auflage, die HÃ¶he des Grabmals um 10 cm zu reduzieren. Aufgrund eines Kontrollgangs auf dem Friedhof beanstandete das Bestattungsamt, dass der Stein nicht als grau, sondern als schwarz einzustufen sei, und die Inschrift nicht graviert, sondern maschinell mit Sandstrahlen geblasen worden sei. Zu diesen Beanstandungen nahm die A AG mit Schreiben vom 30. Juni 2004 Stellung. Die Gesundheits- und UmweltschutzbehÃ¶rde X beschloss hierauf am 25. August 2004, die A AG habe den Grabstein zu entfernen und ihn sowohl bezÃ¼glich Material und Bearbeitung wie auch der AusfÃ¼hrung der Inschrift den Vorschriften der kommunalen Friedhof- und Bestattungsverordnung anzupassen. Sodann sei auch der Sockel fÃ¼r die Laterne und das WeihwassergefÃ¤ss zu entfernen und durch einen Sockel zu ersetzen, der sich harmonisch in das Gesamtbild des Friedhofs einfÃ¼ge. Grabmal und Sockel seien bis 30. September 2004 zu entfernen; bei SÃ¤umnis werde eine Ersatzvornahme verfÃ¼gt. </p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Den dagegen von der A AG am 21. September 2004 erhobenen Rekurs wies der Bezirksrat Y am 29. Juni 2005 ab. </p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob die A AG am 27. Juli 2005 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit dem Antrag, den Rekursentscheid des Bezirksrats und den Beschluss der Gesundheits- und UmweltschutzbehÃ¶rde X aufzuheben. </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Y verzichtete auf Vernehmlassung. Die Gesundheits- und UmweltschutzbehÃ¶rde X liess sich nicht vernehmen. Mit Eingabe vom 11. August 2005 (die wÃ¶rtlich der Beschwerdeschrift vom 21. Juli 2005 entspricht) reichte die BeschwerdefÃ¼hrerin als weiteres Beweismittel zwei Steinmuster nach. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Auch die Beschwerdelegitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin ist nach § 21 lit. a VRG zu bejahen (vgl. allerdings auch nachstehend E. 1.2). Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b> Der Bezirksrat hat die Rekurslegitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin nach § 21 lit. a VRG bejaht, da sie ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der Aufhebung habe. Diese Beurteilung trifft zu. Die Rekurslegitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin ergibt sich schon daraus, dass sie die BewilligungsverfÃ¼gung vom 28. November 2003 (welche durch einen Stempeltext auf dem eingereichten Gesuch angebracht wurde) formell an die BeschwerdefÃ¼hrerin richtete, welche das Gesuch auch eingereicht hatte. In analoger Anwendung der Praxis zu § 310 Abs. 3 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG: vgl. RB 1999 Nr. 124) musste die BewilligungsbehÃ¶rde die Berechtigung der BeschwerdefÃ¼hrerin zur Gesuchseinreichung nicht infrage stellen. Als von den AngehÃ¶rigen des Verstorbenen beauftragtes Unternehmen und von der BehÃ¶rde anerkannte Gesuchstellerin kam ihr alsdann auch ein schutzwÃ¼rdiges Interesse daran zu, den in ErfÃ¼llung dieses Auftrags erstellten Grabstein nicht wieder entfernen und Ã¤ndern zu mÃ¼ssen. </p> <p class="Urteilstext">Es ist allerdings festzuhalten, dass Hauptbetroffene der BeseitigungsverfÃ¼gung die AngehÃ¶rigen des Verstorbenen sind. Diesen ist weder die BeseitigungsverfÃ¼gung zugestellt noch sind sie in das Rekursverfahren einbezogen worden. Es fragt sich, ob dies im vorliegenden Beschwerdeverfahren nachzuholen sei. Davon kann abgesehen werden. Zum einen kann ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihrem Antrag auch die Interessen der AngehÃ¶rigen vertritt. Zum andern ist die Beschwerde, wie sich aus den nachfolgenden ErwÃ¤gungen ergibt, gutzuheissen.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die fÃ¼r das Bestattungswesen zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden sind befugt, im Rahmen der Zweckbestimmung des Friedhofs Bestimmungen zu erlassen. Diese Vorschriften haben sich nicht nur auf die Wahrung der Ordnung und der Ã¶ffentlichen Gesundheit zu beschrÃ¤nken, sondern kÃ¶nnen auch dem Zweck dienen, dem Friedhof ein wÃ¼rdiges und harmonisches Aussehen zu geben und zu erhalten (vgl. VGr, 20. Dezember 2001, VB.2001.00353, auch zum Folgenden). ZulÃ¤ssig sind dabei nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts auch Vorschriften Ã¼ber die Ã¤sthetische Gestaltung des Friedhofs, wie sie etwa in Bestimmungen Ã¼ber Masse, Material und Gestaltung der GrabmÃ¤ler zum Ausdruck kommt (BGE 101 Ia 392 E. 4; 96 I 104; BGr, 1. Dezember 1971, ZBl 73/1972, S. 201). Solche Vorschriften bringen eine in der Schweiz verbreitete Auffassung zum Ausdruck, dass in der Grabgestaltung den AngehÃ¶rigen zwar eine gewisse Freiheit eingerÃ¤umt werden soll, dass aber eine weit gehende Harmonie der ganzen Anlage anzustreben und jedes Zurschautragen Ã¤usseren Prunkes oder besonderer OriginalitÃ¤t angesichts des Todes, vor dem alle Menschen gleich sind, fehl am Platze sei (VGr GR, 4. Juni 1975, ZBl 77/1976, S. 124 E. 1). In der Schweiz existiert zwar ein verfassungsmÃ¤ssiges Recht auf Wahl der Bestattungsart (BGE 101 II 177 E. 5a, 98 Ia 508 E. 8b), aber kein solches Recht auf freie Grabmalgestaltung (BGE 121 I 367 E. 2a, 96 I 104 E. 1). Gesetzliche BeschrÃ¤nkungen der Grabmalgestaltung dÃ¼rfen dennoch nicht Ã¼ber die Zwecke des Friedhofs hinausgehen und mÃ¼ssen verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV]).</p> <p class="Urteilstext">Nach § 42 der kantonalen Verordnung Ã¼ber die Bestattungen von 7. MÃ¤rz 1963 (BestattV) steht es den AngehÃ¶rigen frei, auf dem Grab ein Grabzeichen anzubringen (Abs. 1). Die Gemeinden bestimmen die Anforderungen, denen die Grabzeichen zu genÃ¼gen haben (Abs. 2), was die Gemeinde X in der Friedhof- und Bestattungsverordnung vom 7. Dezember 1990 getan hat (FriedhofV). Nach Art. 23 FriedhofV unterliegt die Errichtung und AbÃ¤nderung von GrabmÃ¤lern der Bewilligungspflicht (Abs. 1). Grabzeichen, die ohne Bewilligung erstellt werden oder den Vorschriften nicht entsprechen, sind auf Anordnung des Friedhofvorstehers zu entfernen (Abs. 3). Art. 24 Abs. 1 FriedhofV schreibt im Sinn einer Ãsthetikklausel vor, dass GrabmÃ¤ler den allgemeinen Forderungen des SchÃ¶nheitssinnes entsprechen und sich in das Gesamtbild des Friedhofs harmonisch einfÃ¼gen mÃ¼ssen. Art. 24 Abs. 3 Fried­hofV beschrÃ¤nkt die fÃ¼r die GrabmÃ¤ler zugelassenen Materialien und schliesst einzelne Materialien oder Gestaltungselemente ausdrÃ¼cklich aus; verboten sind insbesondere "zu helle, aber auch zu dunkle und durch Schliff oder andere Bearbeitung zu schwarz wirkende Steine", ferner "stark bemalte â¦, versilberte, vergoldete Schriften auf dunklem Material und geblasene Inschriften". Weitere Gestaltungsvorschriften bezÃ¼glich Bearbeitung sowie HÃ¶chst- und Mindestmasse enthalten Art. 25 und 26 FriedhofV.</p> <p class="Urteilstext">Die genannten Bestimmungen der Friedhofverordnung sollen eine einigermassen einheitliche Gestaltung der einzelnen GrabmÃ¤ler sicherstellen, um dem Friedhof insgesamt ein harmonisches Erscheinungsbild zu geben. Indem sie mehrere Materialien zulassen und etwa bei den Massen der GrabmÃ¤ler nicht die Endmasse selber, sondern nur die maximalen Grabmalmasse definieren, lassen sie den Berechtigten im Einzelfall einen Gestaltungsspielraum.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Vorinstanzen haben das streitbetroffene Grabmal in dreierlei Hinsicht beanstandet, nÃ¤mlich bezÃ¼glich der Farbe des Grabsteins, der AusfÃ¼hrung der Inschrift sowie der Gestaltung des zugehÃ¶rigen Sockels. Weil der Grabstein gestÃ¼tzt auf eine Bewilligung gemÃ¤ss Art. 23 FriedhofV erstellt wurde, ist zunÃ¤chst zu prÃ¼fen, ob und inwieweit er in den beanstandeten Punkten tatsÃ¤chlich von der Bewilligung abweicht und ob gegebenenfalls diese Abweichungen nicht gleichwohl (nachtrÃ¤glich) bewilligungsfÃ¤hig seien, was die PrÃ¼fung der Frage einschliesst, ob die der abweichenden AusfÃ¼hrung allenfalls entgegenstehenden Vorschriften mit den dargelegten, sich aus der Verfassung, insbesondere dem VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip und dem WillkÃ¼rverbot ergebenden Schranken vereinbar seien. Erwiesen sich die Beanstandungen in diesem Sinn als gerechtfertigt, sodass eine BewilligungsfÃ¤higkeit des Grabsteins nach wie vor verneint werden mÃ¼sste, bliebe in einem zweiten Schritt zu prÃ¼fen, ob einer Beseitigung des Grabsteines nicht GrÃ¼nde des Vertrauensschutzes oder der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit entgegenstehen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>GemÃ¤ss Art. 24 Abs. 3 FriedhofV werden von der Verwendung ausgeschlossen "zu helle, aber auch zu dunkle und durch Schliff oder andere Bearbeitung zu schwarz wirkende Steine". Soweit im Hinblick auf diese Vorschrift die Farbgebung des zu beseitigenden Grabsteins streitig ist, lÃ¤sst sich der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht von vornherein eine Abweichung von der erteilten Bewilligung vorwerfen, denn im diesbezÃ¼glichen Gesuch ist unter der Rubrik "Material" der verwendete Stein korrekt mit "Virginia-Black, Granit" bezeichnet worden und eine nÃ¤here Angabe zu dessen Farbwirkung war nicht gefordert. Auf telefonische RÃ¼ckfrage des Bestattungsamts hin wurde indessen seitens der BeschwerdefÃ¼hrerin erklÃ¤rt, "Virginia-Black" sei nicht eigentlich schwarz, sondern grau meliert. Unter diesen UmstÃ¤nden durften die Vorinstanzen in formeller Hinsicht gleichwohl ohne Rechtsverletzung annehmen, die Farbgebung werde durch die erteilte Bewilligung nicht gedeckt. Wie der Sachverhalt diesbezÃ¼glich unter dem Gesichtswinkel des Vertrauensschutzes zu wÃ¼rdigen sei, ist allerdings nÃ¤her an anderer Stelle (nachstehend E. 5) zu wÃ¼rdigen. Hier ist zunÃ¤chst, ausgehend von einer Abweichung von der erteilten Bewilligung, auf die Frage der â nachtrÃ¤glichen â BewilligungsfÃ¤higkeit einzugehen. </p> <p class="Urteilstext">Die kommunale BehÃ¶rde hat, nach Erstellung des Grabmals, die Farbe des verwendeten Materials "Virginia Black" als "zu schwarz wirkend" gewÃ¼rdigt. Der Bezirksrat ist dieser WÃ¼rdigung beigetreten; aufgrund der eingereichten Fotografie handle es sich unverkennbar um einen dunklen, anthrazitfarbenen Stein, der das Grabmal â im Vergleich zu den im Bildhintergrund erkennbaren GrabmÃ¤lern â auf den Betrachter als schwarz wirken lasse (Rekursentscheid E. 3.5). Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤lt an ihrer Auffassung fest, dass der verwendete Stein nicht "zu schwarz" wirke; der Granit "Virginia Black" sei ein anthrazitfarbener Stein, der einem dunkelgrauen Maggia Granit sehr Ã¤hnlich sei.</p> <p class="Urteilstext">Augrund der vorliegenden Fotografie des fraglichen Grabsteins liegt es tatsÃ¤chlich nahe, diesen in seiner farblichen Wirkung als schwarz zu bezeichnen, unabhÃ¤ngig davon, ob nach der Farbenlehre zwischen anthrazitfarben und schwarz zu unterscheiden sei. Diese Beurteilung wird auch durch die Belegstellen betreffend den Virginia-Black-Granit, auf welche sich die Vorinstanz stÃ¼tzt, bestÃ¤tigt. Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin nachgebrachten Steinmuster (Virginia Black einerseits und Vulcano Black anderseits) bieten keinen Anlass fÃ¼r eine abweichende Beurteilung. Es lÃ¤sst sich jedenfalls nicht beanstanden, dass die Vorinstanzen den gewÃ¤hlten Stein bzw. dessen farbliche Wirkung als unvereinbar mit Art. 24 Abs. 3 FriedhofV gewÃ¼rdigt haben, zumal in dieser Vorschrift nicht einfach "schwarze" Steine, sondern auch "zu dunkle" sowie "zu schwarz wirkende Steine" ausgeschlossen werden. </p> <p class="Urteilstext">Eine andere Frage ist es, ob diese Vorschrift noch mit den Zwecken des Friedhofs vereinbar sei, zumal mit der darin verwendeten Formulierung der FriedhofbehÃ¶rde ein weit gehendes Ermessen eingerÃ¤umt wird, das sich aber nicht auf die Gestaltung im Allgemeinen, sondern spezifisch auf die Farbwahl bezieht. Der Friedhof soll eine wÃ¼rdige und schlichte RuhestÃ¤tte fÃ¼r die Toten und ein Ort des Besinnens und des Gedenkens sein. An dieser Zwecksetzung haben sich auch kommunale Ãsthetikvorschriften betreffend die Gestaltung der GrabmÃ¤ler zu messen. Wie das Bundesgericht bei der Beurteilung einer kommunalen Vorschrift, welche die Verwendung von Jurakalksteinen ausschloss, erkannt hat, ist durch den Friedhofzweck der Ausschluss von solchen Steinen nicht mehr gedeckt, die als harmonisches Bild die GrabstÃ¤tte keineswegs stÃ¶ren und die innere Geschlossenheit der Friedhofanlage in nichts beeintrÃ¤chtigen (ZBl 73/1972, S. 201; vgl. auch BGE 101 Ia 392 E. 4 bezÃ¼glich einer kommunalen Vorschrift, welche die Errichtung von GrabmÃ¤lern aus Stein Ã¼berhaupt verbietet). Der Ausschluss von GrabmÃ¤lern aus "zu dunklen" oder "zu schwarz wirkenden" Steinen, greift in erheblicher Weise in die GefÃ¼hle derer ein, die ihren Verstorbenen ein Grabmal in dieser FarbtÃ¶nung errichten wollen, weil sie damit das GefÃ¼hl ihrer Trauer verbinden. In dieser Hinsicht bewegt sich die fragliche Vorschrift an der Grenze dessen, was noch mit dem verfassungsrechtlichen WillkÃ¼rverbot nach Art. 9 BV vereinbar ist. Angesichts dessen, dass die bundesgerichtliche Praxis wie erwÃ¤hnt ein verfassungsmÃ¤ssiges Recht auf freie Grabmalgestaltung verneint sowie der ZurÃ¼ckhaltung, die bei der Annahme geboten ist, ein gesetzlicher <i>Erlass</i> verstosse gegen das WillkÃ¼rverbot (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Walter Haller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 6. A., ZÃ¼rich 2005, N. 811), hÃ¤lt die fragliche Vorschrift vor dem WillkÃ¼rverbot stand. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>GemÃ¤ss Art. 24 Abs. 3 FriedhofV sind "stark bemalte â¦, versilberte, vergoldete Schriften auf dunklem Material und geblasene Inschriften" nicht zulÃ¤ssig. Im Gesuch wurde die AusfÃ¼hrung der Inschrift mit "graviert und getÃ¶nt" umschrieben. Die BehÃ¶rde beanstandete, die auf dem Stein ausgefÃ¼hrte Inschrift sei nicht graviert. Die BeschwerdefÃ¼hrerin legte in ihrer Stellungnahme vom 30. Juni 2004 dar, bei der angewandten Methode wÃ¼rde die Schrift zunÃ¤chst sandgestrahlt und dann graviert. Der Bezirksrat trat der Auffassung der kommunalen BehÃ¶rde bei, wonach es sich dabei gleichwohl um eine unzulÃ¤ssige geblasene Inschrift handle. In Fachkreisen werde unter einer geblasenen Inschrift eine sandgestrahlte verstanden; diese Schrift sei daran erkennbar, dass sie maschinell hergestellt werde und die Schriftzeichen eine runde Kontur ohne Mittelkante aufwiesen (Rekursentscheid E. 3.6). In der Beschwerde wird betont, dass die fragliche Inschrift nach dem Sandstrahlen graviert worden sei und eindeutig eine Mittelkante aufweise; angesichts dieser Technik kÃ¶nne die Inschrift nicht als geblasen bezeichnet werden. </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin bestreitet mit diesen Vorbringen nicht, dass es sich bei der fraglichen Inschrift nicht um eine von Hand gefertigte, das heisst ohne maschinelle Verarbeitung erfolgte Gravur handelt. Mit dem Bezirksrat ist festzuhalten, dass die streitbetroffene Vorschrift bzw. die darin statuierte UnzulÃ¤ssigkeit "geblasener" Inschriften einer Auslegung zugÃ¤nglich ist, wonach nur von Hand gemachte, ohne maschinelle Bearbeitung erfolgte Gravuren zulÃ¤ssig sind. Auch hier stellt sich jedoch die Frage, ob die Vorschrift mit dem so verstandenen Inhalt durch die Zwecke des Friedhofs (als RuhestÃ¤tte fÃ¼r die Toten und Ort des Gedenkens und der Besinnung fÃ¼r die Hinterbliebenen) noch gedeckt ist, sich also noch im Rahmen diesbezÃ¼glich zulÃ¤ssiger Ãsthetikvorschriften hÃ¤lt. Wie der Ausschluss von "zu dunklen" oder "zu schwarz wirkenden" Steinen bewegt sich auch die in der nÃ¤mlichen Vorschrift statuierte UnzulÃ¤ssigkeit geblasener Inschriften an der Grenze dessen, was noch mit dem verfassungsrechtlichen WillkÃ¼rverbot vereinbar ist. Es ist sehr fraglich, ob die Vorschrift, wenn sie so ausgelegt wird, dass Gravuren, die in der von der BeschwerdefÃ¼hrerin angewandten TeÃ¼chnik angebracht werden, unzulÃ¤ssig sind, vor dem WillkÃ¼rverbot standhÃ¤lt. Doch kann die KlÃ¤rung dieser Frage aus den nachstehenden GrÃ¼nden (vgl. E. 5) offen bleiben.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Stein des Anstosses bildete fÃ¼r die kommunale BehÃ¶rde im vorliegenden Fall nicht nur die Farbe des Grabsteins sowie die AusfÃ¼hrung der Inschrift, sondern auch der damit verbundene Sockel fÃ¼r Laterne und WeihwassergefÃ¤ss. Dieser wurde von den Vorinstanzen nicht nur deswegen fÃ¼r unzulÃ¤ssig befunden, weil er aus demselben Material bzw. mit derselben Farbe wie der Grabstein erstellt wurde, sondern auch deswegen, weil er Ã¼berdimensioniert sei und sich nicht harmonisch in das Gesamtbild des Friedhofs einfÃ¼ge. Insoweit stÃ¼tzt sich der Beseitigungsbefehl auch auf die generelle Ãsthetikklausel in Art. 24 Abs. 1 FriedhofV. Weil der Sockel im Gesuch vom 24. November 2003 nicht erwÃ¤hnt wurde, wird er durch die am 28. November 2003 erteilte Bewilligung formell nicht gedeckt, sodass sich hier von vornherein nur die Frage nach der nachtrÃ¤glichen BewilligungsfÃ¤higkeit stellt. Letztere ist wie jene des Grabsteins wegen der Farbgebung (vgl. vorstehend E. 4.1) zu verneinen, sodass die Frage offen bleiben kann, ob dem Sockel auch die allgemeine Ãsthetikklausel von Art. 24 Abs. 1 FriedhofV entgegen gehalten werden kann.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Wenn die Vorinstanzen demnach â sinngemÃ¤ss â zum Schluss gelangten, der Grabstein sei in den genannten Punkten abweichend von der Bewilligung erstellt worden und die Abweichungen seien nachtrÃ¤glich nicht bewilligungsfÃ¤hig, so ist dieser Schluss nach dem AusgefÃ¼hrten nicht zu beanstanden. Darin kann jedoch nur ein Zwischenschluss und keine abschliessende Beurteilung des streitigen Beseitigungsbefehls erblickt werden. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach der baurechtlichen Praxis zu § 341 PBG kÃ¶nnen der Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands, das heisst der Beseitigung einer auch nachtrÃ¤glich nicht bewilligungsfÃ¤higen Baute GrÃ¼nde der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit (Art. 5 Abs. 2 BV) und/oder des Vertrauensschutzes (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV) entgegenstehen (dazu Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, Band I, 3. A., ZÃ¼rich 1999, N. 834 und 865 ff.; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 30 N. 53 ff.). Es rechtfertigt sich, die dabei entwickelten GrundsÃ¤tze bezÃ¼glich der hier zu beurteilenden Beseitigung eines Grabsteins analog anzuwenden. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Unter dem Gesichtswinkel des Vertrauensschutzes ist zunÃ¤chst festzuhalten, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin bezÃ¼glich der Farbgebung aus dem Umstand, dass sie das verwendete Material im Gesuch vom 24. November 2003 korrekt mit "Virginia-Black, Granit" angegeben hat, nichts zu ihren Gunsten in dem Sinn ableiten kann, dass allein deswegen auf eine Entfernung des Grabsteins zu verzichten wÃ¤re (vgl. dazu vorstehend E. 4.1). Anderseits kann der BeschwerdefÃ¼hrerin in dieser Hinsicht auch keine BÃ¶sglÃ¤ubigkeit vorgeworfen werden, wenn sie auf telefonische RÃ¼ckfrage des Bestattungsamts hin erklÃ¤rt hat, "Virginia-Black" sei nicht eigentlich schwarz, sondern grau meliert. Dies ergibt sich einerseits daraus, dass die Abgrenzung zwischen schwarz und anthrazit oder dunkelgrau fÃ¼r den Betrachter fliessend ist; zudem ist nicht auszuschliessen, dass auch bei Verwendung von Granitsteinen "Virginia-Black" die Farbwirkung vom konkret gewÃ¤hlten und bearbeiteten Stein abhÃ¤ngt. Die streitbetroffene Abweichung von der in Art. 24 Abs. 3 FriedhofV vorgeschriebenen Farbgebung dÃ¼rfte daher nicht auf eine bewusste IrrefÃ¼hrung durch die BeschwerdefÃ¼hrerin, sondern auf eine unklare, ein MissverstÃ¤ndnis begÃ¼nstigende Ausgangslage zurÃ¼ckzufÃ¼hren sein. Ãhnlich verhÃ¤lt es sich bezÃ¼glich der Abweichung bei der AusfÃ¼hrung der Inschrift. Diese war â anders als die Farbgebung â nicht Gegenstand der telefonischen RÃ¼ckfrage des Bestattungsamts vor Erteilung der Bewilligung. Dass die von der BeschwerdefÃ¼hrerin verwendete Technik bei der Anfertigung der Inschrift unter die gemÃ¤ss Art. 24 Abs. 3 FriedhofV nicht zugelassene Form "geblasener" Inschriften fÃ¤llt, kann nicht als derart selbstverstÃ¤ndlich gelten, dass der BeschwerdefÃ¼hrerin diesbezÃ¼glich eine bewusste IrrefÃ¼hrung vorzuwerfen wÃ¤re. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte die EinschÃ¤tzung der BewilligungsbehÃ¶rde allenfalls durch eine Nachfrage in Erfahrung bringen kÃ¶nnen; dass sie dies nicht getan hat, lÃ¤sst sie aber nicht als bÃ¶sglÃ¤ubig erscheinen. Es ergibt sich somit, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerin bezÃ¼glich dieser beiden Abweichungen zwar nicht auf ein schÃ¼tzenswertes Vertrauen berufen kann, sich jedoch bei Erteilung der Bewilligung in einer Situation befand, welche aufgrund der unbestimmten Fassung der einschlÃ¤gigen Gestaltungsvorschriften MissverstÃ¤ndnisse ermÃ¶glichte.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Aus GrÃ¼nden der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit kann auf die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands verzichtet werden, wenn die Abweichung vom gesetzmÃ¤ssigen Zustand geringfÃ¼gig erscheint und der Abbruch nicht durch ein Ã¼berwiegendes Ã¶ffentliches Interesse geboten ist, sodass das allgemeine Ã¶ffentliche Interesse an der Rechtssicherheit, das in der Regel die Duldung rechtswidriger ZustÃ¤nde ausschliesst, zurÃ¼ckzutreten hat. Diese Voraussetzungen sind hier erfÃ¼llt. Die Abweichung vom gesetzmÃ¤ssigen Zustand bezÃ¼glich der drei beanstandeten Gestaltungselemente kann als geringfÃ¼gig bezeichnet werden, zumal die anwendbaren Gestaltungsvorschriften sehr unbestimmt abgefasst sind und der BehÃ¶rde einen weiten Ermessensspielraum einrÃ¤umen. Das Ã¶ffentliche Interesse an der Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustandes wiegt gering. Bei der Gewichtung dieses Ã¶ffentlichen Interesses darf auch berÃ¼cksichtigt werden, dass die Beschwerdegegnerin den Einwendungen der BeschwerdefÃ¼hrerin, wonach bei anderen Grabsteinen Abweichungen bezÃ¼glich der HÃ¶he sowie der Farbgebung toleriert worden seien, nicht entgegengetreten ist. Anderseits hat die BeschwerdefÃ¼hrerin und haben vor allem auch die AngehÃ¶rigen des Verstorbenen ein nachvollziehbares erhebliches Interesse daran, dass die Grabruhe des Verstorbenen nicht durch eine Entfernung des Steines gestÃ¶rt wird. Unter all diesen UmstÃ¤nden erscheint der Beseitigungsbefehl als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssige Sanktion. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang sind auch die vorinstanzlichen Rekurskosten neu zu verlegten. Trotz Aufhebung des den Beseitigungsbefehl bestÃ¤tigenden Rekursentscheids rechtfertigt es sich, die Rekurskosten von Fr. 570.- nur zur HÃ¤lfte der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen und zur anderen HÃ¤lfte der BeschwerdefÃ¼hrerin zu belasten, da diese mit ihrem Vorgehen Vorschriften der Friedhofsverordnung missachtet hat und auf die Beseitigung des Steins nicht gestÃ¼tzt auf eine nachtrÃ¤gliche Bewilligung der Ãnderungen, sondern einzig deswegen zu verzichten ist, weil eine solche Massnahme unter den aufgezeigten UmstÃ¤nden als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig erschiene (vgl. § 13 Abs. 2 Satz 2 VRG). Die Gerichtskosten sind der Regel (§ 13 Abs. 2 Satz 1 VRG) entsprechend vollumfÃ¤nglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Rekursentscheid des Bezirksrats Y vom 29. Juni 2005 sowie der Beschluss der Gesundheits- und UmweltschutzbehÃ¶rde X vom 25. August 2004 werden aufgehoben. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Rekurskosten von Fr. 570.-- werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. </span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>