A bteilung IV D -5961/2007 {T 0/2} U rte il v o m 1 9 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichter Thom as W espi (Vorsitz), R ichter M artin Zoller, R ichterin M adeleine H irsig, G erichtsschreiber Suso Bühlm ann. A ._______, geboren _______, Eritrea, vertreten durch Klausfranz R üst-H ehli, _______, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Verfügung des BFM vom 30. August 2007 i.S. N ichtein- treten auf Asylgesuch und W egw eisung / N _______. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandD -5961/2007 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass der Beschw erdeführer gem äss eigenen Angaben aus B._______ stam m t, C ._______ ist, am 24. M ai 2006 sein H eim atland Eritrea ver- liess und am 31. O ktober 2006 illegal in die Schw eiz einreiste, w o er am gleichen Tag im D ._______ um Asyl nachsuchte, dass er anlässlich der Befragung im D ._______ am 9. N ovem ber 2006 und der Anhörung E._______ am 21. Februar 2007 schilderte, er sei m it zw ei Kam eraden zu Fuss nach F._______ G ._______ gegangen und von dort in einem C am ion sow ie einem Personenw agen über H ._______ nach I._______ gefahren, w o er sich vom 5. Juni 2006 bis Ende M onat aufgehalten habe, dass er anschliessend in einem Landcruiser m it anderen J._______ M itfahrenden nach K._______ , L._______ und M ._______ gefahren sei, w o er sich bis am 20. O ktober 2006 aufgehalten habe, dass er von M ._______ aus auf einem "m otoscaf" nach O ._______ gefahren sei, von w o aus ihn ein Fluchthelfer in einem Auto über P._______ und Q ._______ nach Lausanne gebracht habe, dass er zu seinen Asylgründen aussagte, er sei nach seinem Schulab- schluss im Jahre 1999 ins M ilitär eingezogen und nach absolvierter G rundausbildung w eiter zum M ilitärdienst verpflichtet w orden, dass er seit dem Jahre 2004 eine Beziehung zu einer Frau habe und anfangs 2005 Vater gew orden sei, dass er w iederholt einige Tage festgehalten w orden und in den Jahren 2004 bis 2006 dreim al längere Zeit inhaftiert gew esen sei, w eil ihm U nterstützung religiöser Aktivitäten seines inhaftierten Vaters sow ie die Flucht eines M ilitärkam eraden vorgew orfen w orden sei, dass er am 24. M ai 2006 m it zw ei Kam eraden aus dem G efängnis habe fliehen können, dass der Beschw erdeführer, als er das Asylgesuch stellte, keine Aus- w eisdokum ente abgab und deshalb aufgefordert w urde, innert 48 Stunden solche nachzureichen, m it der Androhung, im U nterlassungs- S eite 2D -5961/2007 fall m üsse er m it einem asylbehördlichen N ichteintretensentscheid rechnen, dass er vorbrachte, er habe den Pass G ._______ zurückgelassen und seine Identitätskarte beim Verlassen von R ._______ verloren beziehungsw eise vergessen, dass er bei der kantonalen Anhörung am 21. Februar 2007 eine Pass- kopie, eine m ilitärische Bestätigung sow ie eine Kopie des G eburts- scheines seiner Tochter zu den Akten gab, dass im April 2007 die schw eizerische Zollverw altung eine Briefpost- sendung aus Eritrea überprüfte und die darin enthaltenen, dem Be- schw erdeführer zugeordneten Ausweise (R eisepass und Führerschein) dem BFM überw ies, w orüber der Beschw erdeführer am 15. April 2007 schriftlich orientiert w urde, dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers m it Verfü- gung vom 30. August 2007 - eröffnet am 3. Septem ber 2007 - gestützt auf A rt. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) nicht eintrat und die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug anordnete, dass es zur Begründung seines Entscheids im W esentlichen anführte, es lägen keine entschuldbaren G ründe vor, die es dem Beschw erde- führer verunm öglicht hätten, fristgem äss R eise- oder Identitätspapiere einzureichen, dass sich die Asylbegründung des Beschw erdeführers als unglaubhaft herausgestellt habe und die Akten auf eine frühere als vom Beschw er- deführer behauptete Ausreise aus Eritrea hindeuteten, zum al im D ._______ ein im April 2003 entw ickeltes Foto gefunden w orden sei, auf w elchem eine Person, m it einiger W ahrscheinlichkeit w ohl der Beschw erdeführer, in einer Bahnhofunterführung in der Schw eiz, verm utlich in S._______, zu sehen sei, dass sich zudem im Pass auch keine Stem peleinträge befänden, w es- halb angesichts der Aktenlage darauf zu schliessen sei, dieses D oku- m ent sei ausgestellt w orden, als sich der Beschw erdeführer bereits seit längerer Zeit im Ausland befunden habe, S eite 3D -5961/2007 dass das BFM w eiter festhielt, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft gem äss A rt. 3 und 7 AsylG nicht und zusätzli- che Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder ei- nes W egw eisungsvollzugshindernisses seien aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich, da sich der Beschw erdeführer bei der Schilderung seiner Asylgründe in eklatante W idersprüche verstrickt habe, dass er laut seinen Aussagen bei der Erstbefragung im O ktober 2005 für drei M onate und laut jenen bei der kantonalen Anhörung am 10. D ezem ber 2005 für zw ei W ochen inhaftiert w orden sei, dass er seine Festnahm e m it der Flucht eines D ienstkam eraden be- gründet habe, für die m an ihn verantw ortlich gem acht habe, dass er indessen diesbezüglich bei der Erstbefragung ausgesagt habe, er sei ausgetreten, um sein G eschäft zu erledigen, und bei sei- ner R ückkehr sei der Kam erad verschw unden gew esen, dass er jedoch bei der kantonalen Anhörung angegeben habe, er habe sich vom Kam eraden entfernt, w eil er vergessen habe, die Kleider m it- zunehm en, die er am Fluss habe w aschen w ollen, dass er ferner bei der Erstbefragung vorgebracht habe, er sei im M ärz 2007 nochm als festgenom m en und orientiert w orden, m an habe den verschw undenen Kam eraden gefunden, w elcher ihn beschuldigt habe, ihn zur Flucht aufgefordert zu haben, dass er jedoch bei der kantonalen Anhörung behauptet habe, m an habe durch ihn erfahren w ollen, w o sich der verschw undene Kam erad aufhalte, dass er auf Vorhalt hin diese W idersprüche nicht habe überzeugend auflösen können, dass schliesslich die Ausstellung des R eisepasse im Januar 2006 klar darauf hinw eise, dass der Beschw erdeführer zu diesem Zeitpunkt nicht m ehr der M ilitärdienstpflicht unterstanden habe, dass auch das Ende April 2003 entw ickelte Foto und das Fehlen von Stem peleinträgen im R eisepass auf eine frühere als die behauptete Ausreise aus E ritrea hindeuteten, S eite 4D -5961/2007 dass eine gesam theitliche W ürdigung auf eine konstruierte Asylbe- gründung des Bescherdeführers schliessen lasse und es sich erübrige, auf w eitere U ngereim theiten näher einzugehen, dass der Vollzug der W egw eisung aufgrund der Aktenlage als zulässig, zum utbar und m öglich erscheine, dass der Beschw erdeführer durch seinen R echtsvertreter m it Eingabe vom 7. Septem ber 2007 (Poststem pel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde erhob und beantragte, die an- gefochtene Verfügung sei aufzuheben, die Streitsache sei zw ecks Ein- tretens und D urchführung des ordentlichen Asylverfahrens an die Vor- instanz zurückzuw eisen und es sei die unentgeltliche R echtspflege zu gew ähren, dass auf die Begründung der Beschw erdebegehren und die einge- reichten Bew eism ittel, sow eit entscheidw esentlich, in den nachfolgen- den Erw ägungen einzugehen ist, dass die vorinstanzlichen Akten am 11. Septem ber 2007 beim Bundes- verw altungsgericht eintrafen (A rt. 109 Abs. 2 AsylG ), und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden ge- gen Verfügungen (A rt. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) des BFM ent- scheidet (A rt. 105 AsylG i.V.m . A rt. 31 - 34 des Verw altungsgerichtsge- setzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32], A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BG G , SR 173.110]), dass der Beschw erdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw ei- se Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschw erde legiti- m iert ist (A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 48 Abs. 1 Vw VG ), S eite 5D -5961/2007 dass auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde einzutre- ten ist (A rt. 108a AsylG sow ie A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 50 ff. Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ), dass sich die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensent- scheide grundsätzlich auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, dass dem entsprechend im Fall der Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent- scheidung an die Vorinstanz zurückzuw eisen ist (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintre- tenstatbestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf wel- chen sich die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und das offenkundige Fehlen von Wegweisungsvollzugs- hindernissen zu beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb insoweit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bildet (vgl. zur Publi- kation vorgesehenes Urteil BVGE D-688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 2.1), dass in der Frage der W egw eisung und deren Vollzugs die Beurtei- lungszuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts nicht beschränkt ist, w eil das BFM sich diesbezüglich gem äss A rt. 44 AsylG in Verbin- dung m it A rt. 14a des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Auf- enthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) auch m ateriell zur Sache zu äussern hatte, dass über offensichtlich unbegründete Beschw erden in einem verein- fachten Verfahren entschieden w ird und die vorliegende Beschw erde, w ie nachfolgend aufgezeigt, offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw er- S eite 6D -5961/2007 deentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (A rt. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ; vereinfachtes Verfahren), dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des G esuchs R eise- oder Identitätspapiere abgeben (A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG ), dass diese Bestim m ung jedoch keine Anw endung findet, w enn Asylsu- chende glaubhaft m achen können, sie seien dazu aus entschuldbaren G ründen nicht in der Lage (A rt. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ), oder w enn auf G rund der Anhörung sow ie gestützt auf A rt. 3 und 7 AsylG die Flücht- lingseigenschaft festgestellt w ird (A rt. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ) oder w enn sich auf G rund der Anhörung die N otw endigkeit zusätzlicher Ab- klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W eg- w eisungsvollzugshindernisses ergibt (A rt. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG ), dass hinsichtlich der zur Begründung des Asylgesuchs geltend ge- m achten Vorbringen des Beschw erdeführers vorw eg auf die entspre- chenden Protokolle zu verw eisen ist, dass vorliegend die U nterlassung der gesetzlich vorgeschriebenen fristgem ässen Abgabe der R eise- oder Identitätspapiere unbestritten ist, dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach Prüfung der Akten auch aus der Sicht des Bundesverw altungsgerichts - überzeugend begründete, w eshalb es dem Beschw erdeführer nicht gelungen ist, den U m stand, w onach die N ichteinreichung von R eise- oder Identitätspapieren auf entschuldbaren G ründen basiert, darzule- gen (vgl. A rt. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG ), dass in der Begründung der Beschw erde vorgebracht w urde, der Be- schw erdeführer habe bei der Einreise in die Schw eiz w eder einen hei- m atstaatlichen R eisepass noch eine m ilitärische oder zivile Identitäts- karte bei sich gehabt und sich nach Kenntnisnahm e von der M itw ir- kungspflicht um gehend zur Vorlage von Identitätspapieren um deren Beschaffung bem üht, dass er sich den im Sudan zurückgelassenen R eisepass über seine Fam ilie in E ritrea habe nachschicken lassen und der Pass am tsnotori- scherw eise nach der Frist von 48 Stunden eingetroffen sei, S eite 7D -5961/2007 dass die genannte Frist jedoch nur einen Sinn m ache, w enn die R ei- sepapiere bereits in der Schw eiz seien, und ein N ichteintretensent- scheid nach Völkerrecht nicht zulässig sei, w enn bereits zuvor, w ann auch im m er, ein Identitätsausw eis eingereicht w orden sei, dass vorliegend keine schuldhafte verspätete Einreichung eines Identi- tätspapieres und schon gar nicht ein erhebliches Verschulden gegeben sei, dass sich der Beschw erdeführer von den eritreischen Behörden einen R eisepass habe ausstellen lassen können, w eil der im D ezem ber 2005 verstorbene T._______ als höherer Beam ter in der M igrationsbehörde gearbeitet habe, und die Ausfertigung eines echten Passes angesichts der w eit verbreiteten, system atischen Korruption in Eritrea unter H inw eis auf die m it der Beschw erde eingereichte Liste "C orruption Perceptions Index 2006" von Transparency International keine U nm öglichkeit sei, dass diese Vorbringen betreffend die nicht fristgem ässe Abgabe von Identitätspapieren nicht zu einer vom BFM abw eichenden Betrach- tungsw eise zu führen verm ögen, dass sich bei der W ürdigung der verschiedenen Aussagen des Be- schw erdeführers über den Verbleib seiner Identitätspapiere im Zeit- raum seiner R eise von E ritrea bis in die Schw eiz erhebliche Zw eifel an deren G laubhaftigkeit aufdrängen, dass es in Anbetracht der bestehenden G renzkontrollen nicht nachvoll- ziehbar ist, beim Verlassen des G ._______ m it dem R eiseziel Europa den R eisepass zurückzulassen, auch w enn es sich laut dem diesbezüglichen Vorbringen in der Beschw erde nachträglich gelohnt habe, w eil der Beschw erdeführer sich ihn habe nachschicken lassen können, dass die Aussage des Beschw erdeführers, er habe den Pass G ._______ zurückgelassen, w eil er befürchtet habe, ihn w ährend der R eise durch U ._______ nach R ._______ zu verlieren, nicht zu überzeugen verm ag, zum al er laut eigenen Angaben in einem Landcruiser unterw egs w ar, dass die Schilderungen über das Verlieren beziehungsw eise Verges- sen der Identitätskarte als der allgem einen Lebenserfahrung w ider- S eite 8D -5961/2007 sprechend und auch aufgrund w idersprüchlicher D arstellungen als un- glaubhaft zu w erten sind, dass der Beschw erdeführer bei der Erstbefragung aussagte, er habe die Identitätskarte im M eer verloren, als er aus R ._______ ausgereist sei, bei der kantonalen Anhörung jedoch zu Protokoll gab, er habe die in der H osentasche befindliche Identitätskarte und den M ilitärausweis auf dem W eg von R ._______ nach V._______ auf dem kleinen Boot vergessen, als er die H osen gew echselt habe und es W ellengang gegeben habe, dass diese ungenauen Schilderungen geeignet sind, die Zw eifel an der G laubhaftigkeit zu verstärken, dass im W eiteren die Vorbringen betreffend das G esuch des Be- schw erdeführers für die Ausstellung eines R eisepasses im Kontext m it allen Aussagen nicht zu überzeugen verm ögen, zum al - abgesehen vom H inw eis auf eine grundsätzliche M öglichkeit von Bestechungen in Eritrea - der angegebene Zeitpunkt aus den folgenden G ründen zu w eiteren Zw eifeln Anlass gibt, dass das BFM zu R echt davon ausging, der Beschw erdeführer sei im W iderspruch zu dessen Aussagen im Januar 2006 nicht m ehr unter M ilitärpflicht gestanden, als er den R eisepass erhalten habe, dass die Aussage, er habe den Pass vor dem Tod T._______ im D ezem ber 2006 bei diesem beantragt und seine Schw ester habe ihm nachträglich geholfen, den Pass zu erhalten, nicht zu überzeugen verm ag, zum al er zu dieser Zeit unter M ilitärdienstpflicht gestanden haben soll und nicht w eiter substanziiert w ird, w elchen Beitrag die Schw ester zum Erhalt des Passes geleistet habe, dass er, w ie vorstehend angeführt, laut seinen Aussagen im D ezem ber 2005 - gem äss seinen Angaben bei der Erstbefragung den ganzen M onat D ezem ber 2006 und gem äss jenen bei der kantonalen Anhö- rung vom 10. bis 24. D ezem ber 2006 - in H aft gew esen sein soll, w es- halb der Einw and, er habe den Pass im U rlaub persönlich beantragt und erhalten, die bestehenden Zw eifel nicht zu beseitigen verm ag, dass der Beschw erdeführer w ährend der kantonalen Anhörung am 21. Februar 2007 plötzlich eine Kopie des R eisepasses zu den Akten gab (vgl. A9/19, S. 13), obw ohl ihm erst am 22. M ärz 2007 der Pass S eite 9D -5961/2007 und Führerschein in die Schw eiz nachgesandt w urden (vgl. B riefum - schlag), dass er auf Vorhalt hin ausführte, er habe die Passkopie von seinem Vater m it der ersten Post und später auch eine Kopie der G eburtsur- kunde und den M ilitärausw eis erhalten, dass dieses Vorbringen und das Vorgehen betreffend Aushändigung der D okum ente erstaunt und die Erw ägungen des BFM bestärkt, w o- nach sich der Beschw erdeführer früher als zu dem von ihm angegebe- nen Zeitpunkt in der Schw eiz befunden haben kann, dass unklar bleibt, w ann und w ie der Beschw erdeführer zu der Pass- kopie gekom m en ist, zum al diese ein Faxdatum vom 2. D ezem ber 2006 aufw eist, der Beschw erdeführer aber nicht ausführt, w ann er die erste Post von seinem Vater erhalten habe, dass der Beschw erdeführer keine G ründe angibt, w eshalb er - sofern er die Passkopie bereits am 2. D ezem ber 2006 bekam - diese nicht bereits unm ittelbar nach deren Erhalt den Behörden zu den Akten gab, sondern bis zur kantonalen Anhörung w artete und in deren Verlauf selbst bei den einleitenden Fragen nach heim atlichen D okum enten die Passkopie nicht abgab (vgl. A9/19, S. 3), dass aufgrund dieser Erw ägungen und im Kontext m it allen Aussagen des Beschw erdeführers sow ie der Vorbringen in der Beschw erde be- treffend die nicht fristgem ässe Abgabe von Identitätspapieren offen- sichtlich keine überzeugenden Zw eifel an der Betrachtungsw eise des BFM gegeben sind, dass die von der Vorinstanz zu R echt aufgezeigten U nstim m igkeiten im Zusam m enhang m it den Aussagen des Beschw erdeführers betreffend seine R eise von Afrika in die Schw eiz ohne R eise- oder Identitätspa- piere auch nicht ansatzw eise ausgeräum t w erden können, dass das Bundesverw altungsgericht m ithin davon ausgeht, der Be- schw erdeführer habe für seine R eise in die Schw eiz authentische R ei- se- oder Identitätspapiere verw endet, w elche er jedoch innert 48 Stun- den und bis heute in Verletzung seiner gesetzlichen M itw irkungspflicht (A rt. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG ) den schw eizerischen Behörden nicht aus- händigte, S eite 10D -5961/2007 dass es ferner bei der 48-Stunden-Frist von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon existierenden, für die R eise in die Schw eiz verw endeten Papiere geht (vgl. EM AR K 1999 N r. 16 E. 5c.aa S. 109 f.), w eshalb sich an die- ser Beurteilung selbst dann nichts ändern w ürde, w enn - w ie vorlie- gend - nachträglich R eise- oder Identitätspapiere eingereicht w erden sollten, dass dem nach auf die Vorbringen in der Beschw erde betreffend die Auslegung der Frist zur Abgabe von Identitätspapieren innert 48 Stun- den nach Einreichung des Asylgesuchs beziehungsw eise betreffend die nachträgliche Einreichung von Identitätspapieren sow ie die geltend gem achte angebliche Völkerrechtsw idrigkeit dieser Bestim m ung nicht w eiter einzugehen ist, dass m ithin zu prüfen bleibt, ob das BFM zu R echt auch die beiden üb- rigen Voraussetzungen verneint hat, w elche einem N ichteintretensent- scheid entgegenstehen (A rt. 32 Abs. 3 Bst a und b AsylG ), näm lich dass aufgrund der Anhörung w eder die Flüchtlingseigenschaft festzu- stellen ist noch dass zusätzliche Abklärungen zu deren Feststellung beziehungsw eise zur Feststellung eines W egw eisungsvollzugshinder- nisses nötig sind (bezüglich der rechtlichen Voraussetzungen siehe das zur Publikation vorgesehene U rteil BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 5), dass aufgrund der Angaben des Beschw erdeführers offensichtlich nicht von einer erlebten oder in naher Zukunft zu befürchtenden, kon- kret gegen ihn gerichteten Verfolgung m it der erforderlichen Intensität ausgegangen, m ithin nicht gestützt auf A rt. 3 und 7 AsylG seine Flüchtlingseigenschaft festgestellt w erden kann, dass in der R echtsm itteleingabe ausgeführt w urde, der Beschw erde- führer habe, insbesondere bezüglich der vier Verhaftungen, konstant ausgesagt sow ie über etliche überraschende D etails berichtet und es ergebe sich ein m otivational überzeugendes Bild für die einzelnen dar- gelegten H andlungen und Ereignisse, dass die Auskünfte des Beschw erdeführers dem nach m ehrere Eigen- schaften glaubhafter Aussagen aufw iesen, w eshalb sie bew eiskräftig seien, S eite 11D -5961/2007 dass im W eiteren eingew endet w urde, die Vorinstanz habe die notw en- dige Abw ägung der Argum ente betreffend G laubhaftigkeit unterlassen, dass jedoch das BFM in der angefochtenen Verfügung diverse offen- sichtliche U nstim m igkeiten in den Aussagen des Beschw erdeführers in w esentlichen Punkten aufzeigte und eine entsprechende rechtliche W ürdigung vornahm , dass dem nach der diesbezügliche Einw and in der Beschw erde in den Akten keine Stütze findet, dass das Bundesverw altungsgericht die Auffassung des BFM teilt, w o- nach die Schilderungen des Beschw erdeführers zur Begründung sei- nes Asylgesuchs in w esentlichen Punkten nicht glaubhaft sind und eine gesam theitliche W ürdigung auf eine konstruierte Asylbegründung schliessen lässt, dass der Beschw erdeführer - gefragt, w as w äre, w enn er nicht aus dem G efängnis geflohen w äre - zu Protokoll gab, er habe Angst um sein Leben (vgl. A9/19, S. 15), dass jedoch nicht nachvollziehbar ist, w eshalb sich der Beschw erde- führer nach dem w egen des Todes T._______ gew ährten U rlaub am 2. M ärz 2007 überhaupt w ieder bei seiner Einheit m eldete (vgl. A9/19, S. 14), falls er - zum al der Fall noch nicht abgeschlossen gew esen sei (vgl. A9/19, S. 12) - um sein Leben gefürchtet hätte, dass in der Beschw erde vorgebracht w ird, der Beschw erdeführer sei jahrelang unter dem Einfluss von Antidepressiva gestanden und psy- chisch w eiterhin angeschlagen, dass der Beschw erdeführer bei der kantonalen Anhörung auf die Fra- ge, ob er w ährend der M ilitärzeit Problem e gehabt habe, zur Anw ort gab, er habe psychische Problem e gehabt (vgl. A9/19, S. 9), dass daraus zu schliessen ist, dass der Beschw erdeführer, da er nicht m ehr im M ilitärdienst ist, nicht m ehr unter psychischen Schw ierigkeiten leidet, dass er zw ar w ährend der kantonalen Anhörung im Zusam m enhang m it vorgew orfenen W idersprüchen angab, er habe unter Stress gelitten (vgl. A9/19, S. 12), S eite 12D -5961/2007 dass indessen auch tatsächlich Verfolgte trotz einer gew issen psychi- schen Anspannung bei den Befragungen im Land, in dem sie um Schutz ersuchen, die w esentlichen Vorkom m nisse w iderspruchslos schildern können, w eil es sich um tiefgreifende E rlebnisse handelt, dass es sich bei dieser Sachlage erübrigt, Abklärungen zum psychi- schen G esundheitszustand vornehm en zu lassen - solche w urden auch von der bei der kantonalen Anhörung anw esenden H ilfsw erkver- treterin nicht angeregt - und auf die w eiteren Vorbringen in der Be- schw erde näher einzugehen, w eil sie nicht zu einer anderen Betrach- tungsw eise zu führen verm ögen, dass das Bundesverw altungsgericht bezüglich der offensichtlichen H altlosigkeit der Vorbringen des Beschw erdeführers die Auffassung der Vorinstanz teilt und überdies auf die vorstehend angeführten und auf die w eiteren Erw ägungen in der angefochtenen Verfügung verw ie- sen w erden kann (vgl. A rt. 109 Abs. 3 BG G i.V.m . A rt. 6 AsylG ), dass aufgrund der offensichtlichen H altlosigkeit der Vorbringen die Flüchtlingseigenschaft klarerw eise ausgeschlossen w erden kann und zusätzliche Abklärungen - auch in Bezug auf W egw eisungsvollzugs- hindernisse - nicht nötig sind, dass es sich aus dem gleichen G rund auch erübrigt, den Eingang ei- ner allfälligen Antw ort des U N H C R auf die Anfrage des Beschw erde- führers vom 7. Septem ber 2007 abzuw arten, da diesbezüglich nicht klar ist und auch nicht w eiter substanziiert w ird, w as m it einer eventu- ellen R egistrierung durch das U N H C R G ._______ belegt w erden soll, um so m ehr der Beschw erdeführer im vorinstanzlichen Verfahren nicht angab, er habe vom U N H C R eine "gelbe Karte" erhalten und diese auf dem M eer verloren, und es sich bei der Identitätskarte, die er auf dem M eer verloren haben w ill, um jene handeln soll, die er 1997 in B._______ erhalten habe (vgl. A1/11, Ziff. 13.2), dass das BFM dem nach zu R echt gestützt auf A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist, dass das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw ei- sung aus der Schw eiz zur Folge hat, S eite 13D -5961/2007 dass der Beschw erdeführer w eder eine Aufenthaltsbew illigung besitzt noch zurzeit einen Anspruch auf E rteilung einer solchen hat, w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim - m ungen steht und zu bestätigen ist (A rt. 44 Abs. 1 AsylG , A rt. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; EM AR K 2001 N r. 21), dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw ei- sung entgegenstehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Be- stim m ungen des AN AG über die vorläufige Aufnahm e zu regeln ist (A rt. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, da der Be- schw erdeführer keine Verfolgung oder begründete Furcht vor N achtei- len darzulegen verm ochte, w elche geeignet w äre, seine Flüchtlingsei- genschaft zu begründen, und auch keine Anhaltspunkte für eine ande- re m enschenrechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die ihm in sei- nem H eim at- oder H erkunftsstaat droht (A rt. 14a Abs. 3 AN AG ), dass die allgem eine Lage in Eritrea nicht gegen die Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs im Sinne von A rt. 14a Abs. 4 AN AG spricht und sich aus den Akten zudem keine konkreten Anhaltspunkte ergeben, aufgrund deren allenfalls geschlossen w erden könnte, der Beschw er- deführer gerate im Falle der R ückkehr in seinen H eim atstaat aus indi- viduellen G ründen w irtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher N a- tur in eine existenzbedrohende Situation, dass diesbezüglich auf die Erw ägungen des BFM verw iesen w erden kann, dass der Beschw erdeführer laut eigenen Angaben zudem über eine Schulbildung von zehn Jahren und eine Anlehre als Elektriker sow ie im H eim atland über ein verw andtschaftliches Beziehungsnetz verfügt, w eil dort die G rossm ütter väterlicher- und m ütterlicherseits sow ie sein Vater und zw ei bei diesem w ohnende, verheiratete Schw estern leben (A1/11 S. 3, A9/19, S. 4-7), dass die unsubstanziierten Vorbringen bei der kantonalen Anhörung und in der Beschw erde betreffend psychische Problem e beziehungs- w eise psychische Angeschlagenheit keine Voraussetzung für eine all- S eite 14D -5961/2007 fällige U nzulässigkeit beziehungsw eise U nzum utbarkeit des W egw ei- sungsvollzugs darstellen, dass der Beschw erdeführer zudem im R ahm en seiner M itw irkungs- pflicht w ährend seines Aufenthaltes in der Schw eiz seit N ovem ber 2006 die diesbezüglichen Vorbringen hätte dokum entieren lassen kön- nen, dass der Vollzug der W egw eisung in seinen H eim atstaat schliesslich m öglich ist (A rt. 14a Abs. 2 AN AG ), da keine praktischen H indernisse erkennbar sind, die einer R ückkehr entgegenstehen könnten, und er verpflichtet ist, sich bei der heim atlichen Vertretung allenfalls benötigte R eisepapiere zu beschaffen (A rt. 8 Abs. 4 AsylG ), dass nach dem G esagten keine W egw eisungshindernisse vorliegen und der vom Bundesam t verfügte Vollzug der W egw eisung zu bestäti- gen ist, dass es dem Beschw erdeführer dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (A rt. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde ab- zuw eisen ist, dass das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege (A rt. 65 Abs. 1 Vw VG ) aufgrund der Aussichtslosigkeit der Beschw erde abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (A rt. 2 und 3 des R eglem entes vom 11. D ezem ber 2006 über die Kos- ten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht (VG KE, SR 173.320.2) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen sind (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ). S eite 15D -5961/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sin- ne von A rt. 65 Abs. 1 Vw VG w ird abgew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw er- deführer auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu überw eisen. 4. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers (eingeschrieben, Beila- ge: Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - E._______ (Beilagen: Kopie der G eburtsurkunde der Tochter des Beschw erdeführers, M ilitärbestätigung) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Thom as W espi Suso Bühlm ann Versand: S eite 16