<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00063</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107235&amp;W10_KEY=4467144&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00063</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.05.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rückerstattung rechtmässig bezogener Sozialhilfe in der Höhe von Fr. 5'311.-<br/><br/>Auf die Beschwerde ist einzutreten (E. 1).<br/>Betreffend die Rückerstattungstatbestände ist auf den angefochtenen Entscheid zu verweisen; die Nichtunterzeichnung der Rückerstattungsvereinbarung steht der Rückforderung nicht entgegen (E. 2a).<br/>Dem Beschwerdeführer stand zur Zeit des Hilfebezugs ein Anspruch gegen Drittpersonen zu; genau auf solche Fälle zielen §§ 19 und 20 SHG ab (E. 2b).<br/>Der Beschwerdeführer war nicht befugt, die Auszahlung zu verbrauchen (E. 2c).<br/>Ob ein Vermögensfreibetrag zu gewähren war, kann offen bleiben (E. 2d).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FORDERUNG">FORDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKERSTATTUNG">RÃCKERSTATTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKFORDERUNG">RÃCKFORDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULD/-EN">SCHULD/-EN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 18 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 19 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 20 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 22 SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 5 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A ist selbstÃ¤ndiger Architekt und musste seit Mai 1998 von den Sozialen Diensten der Stadt ZÃ¼rich mit UnterbrÃ¼chen finanziell unterstÃ¼tzt werden. Nachdem er wÃ¤hrend zwei Monaten ein Einkommen von insgesamt Fr. 14'000.- erzielt hatte, meldete er sich am 26. MÃ¤rz 2001 wieder bei der Sozialberatung mit einem UnterstÃ¼tzungsgesuch; in diesem Zusammenhang gab er bekannt, dass er Auftraggeber gerichtlich eingeklagt habe, die ihm noch Fr. 20'000.- schuldeten. Der zustÃ¤ndige Sozialarbeiter wies ihn darauf hin, dass er ab April 2001 bezogene UnterstÃ¼tzungsleistungen zurÃ¼ckzahlen mÃ¼sse, falls er aus dem erwÃ¤hnten Verfahren einen Prozessgewinn erziele. Die Unterzeichnung einer entsprechenden AbtretungserklÃ¤rung lehnte A ab. Die Einzellfallkommission der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde beschloss in der Folge am 2. Juli 2001, der UnterstÃ¼tzte werde gestÃ¼tzt auf § 18 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) aufgefordert, der zustÃ¤ndigen Sozialberatung die Unterlagen Ã¼ber den Ausgang der Betreibung und Ã¼ber Zahlungen betreffend die eingeklagte Forderung einzureichen. Er wurde Ã¼berdies gestÃ¼tzt auf § 19 SHG verpflichtet, allfÃ¤llige Leistungen daraus dem Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe der Stadt ZÃ¼rich zur Verrechnung mit den UnterstÃ¼tzungsleistungen fÃ¼r den Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni 2001 zurÃ¼ckzuerstatten. Die Einspracheinstanz und GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde wies eine dagegen erhobene Einsprache As am 23. Juli 2002 ab und verpflichtete ihn zur RÃ¼ckzahlung von Fr. 5'311.-.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Dagegen wandte sich A am 14. August 2002 mit Rekurs an den Bezirksrat ZÃ¼rich und beantragte sinngemÃ¤ss die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und Verzicht auf RÃ¼ckforderung. Der Bezirksrat wies das Rechtsmittel am 13. Februar 2003 ab. Er erwog im Wesentlichen, rechtmÃ¤ssig bezogene wirtschaftliche Hilfe sei nach § 27 Abs. 1 SHG zurÃ¼ckzuzahlen, wenn der HilfeempfÃ¤nger aus Erbschaft, Lotteriegewinn oder anderen nicht auf eigene Arbeitsleistung zurÃ¼ckzufÃ¼hrenden GrÃ¼nden in finanziell gÃ¼nstige VerhÃ¤ltnisse gelange oder wenn die Voraussetzungen von § 20 SHG erfÃ¼llt seien. GemÃ¤ss dieser Bestimmung werde von einem Hilfesuchenden, der VermÃ¶genswerte in erheblichen Umfang habe, deren Realisierung zur Zeit jedoch nicht mÃ¶glich oder nicht zumutbar sei, die Unterzeichnung einer RÃ¼ckerstattungsvereinbarung verlangt; die Unterzeichnung einer solchen Vereinbarung sei dabei nicht formelle Voraussetzung einer RÃ¼ckforderung. Ein VermÃ¶genswert sei erheblich, wenn er den VermÃ¶gensfreibetrag gemÃ¤ss Kap. E.2.1 der Richtlinien fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien, Fassung vom Dezember 2000) Ã¼bersteige. Aufgrund der Angaben des Rekurrenten sei davon auszugehen, dass ihm mindestens Fr. 11'000.- bezahlt worden seien, weshalb auch bei BerÃ¼cksichtigung des Freibetrags die gesamte Summe von Fr. 5'311.- zurÃ¼ckgefordert werden kÃ¶nne.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen den Bezirksratsentscheid erhob A am 19. Februar 2003 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Der AbteilungsprÃ¤sident setzte ihm mit VerfÃ¼gung vom 24. Februar Frist an zur Einreichung einer begrÃ¼ndeten Beschwerdeschrift, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Dieser Aufforderung kam A mit Eingabe vom 27. Februar nach. Er brachte darin im Wesentlichen vor, er habe von den Fr. 12'000.-, die er im MÃ¤rz 2002 erhalten habe, in den folgenden Monaten gelebt und zahlreiche Zahlungsverpflichtungen erfÃ¼llt. Er vertrete die Auffassung, nicht der Zeitpunkt der ArbeitsausfÃ¼hrung sei bei einem Guthaben massgebend, sondern der Zeitpunkt des Eingangs der Leistung. Nach seinem Wissen kÃ¶nne Sozialhilfe nur im Fall von Erbschaften zurÃ¼ckgefordert werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat reichte dem Verwaltungsgericht am 21. MÃ¤rz 2001 seine Akten ein und beantragte Abweisung der Beschwerde. Denselben Antrag stellte die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich mit Beschwerdeantwort vom 7. April.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text23"></a><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Gegen Rekursentscheide der BezirksrÃ¤te in Sozialhilfeangelegenheiten ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulÃ¤ssig. Da auch die weiteren Voraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf das Rechtsmittel einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt gegen den RÃ¼ckforderungsanspruch grundsÃ¤tzlich vor, wirtschaftliche Hilfe kÃ¶nne nur im Fall von Erbschaften zurÃ¼ckgefordert werden. Diese Auffassung trifft nicht zu, wie sich bereits aus dem angefochtenen Entscheid ergibt, auf dessen zutreffende ErwÃ¤gungen verwiesen werden kann (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Insbesondere steht die fehlende Unterzeichnung einer RÃ¼ckerstattungsverpflichtung der RÃ¼ckforderung nicht entgegen (RB 1999 Nr. 82).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im Weiteren wendet der BeschwerdefÃ¼hrer ein, nach seiner Auffassung komme es fÃ¼r das Guthaben nicht auf den Zeitpunkt der ArbeitsausfÃ¼hrung, sondern auf den Zeitpunkt des Eingangs des Honorars an; er habe demnach zu Recht Sozialhilfe in Anspruch genommen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im bisherigen Verfahrensverlauf wurde soweit ersichtlich nie behauptet, der BeschwerdefÃ¼hrer habe unrechtmÃ¤ssig Sozialhilfe bezogen. Dies Ã¤ndert jedoch nichts daran, dass ihm am 26. MÃ¤rz 2001, als er um UnterstÃ¼tzung ersuchte, ein Anspruch gegen einen ehemaligen Auftraggeber zustand, der aber noch eingetrieben werden musste. Genau auf solche FÃ¤lle zielen die von der Vorinstanz angerufenen Bestimmungen von §§ 19 und 20 SHG ab, weshalb die Kritik des BeschwerdefÃ¼hrers insoweit ins Leere zielt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Schliesslich verweist der BeschwerdefÃ¼hrer darauf, dass er von den Fr. 12'000.-, die er im MÃ¤rz 2002 vom Auftraggeber erhalten habe, in den nachfolgenden Monaten gelebt und zahlreiche aufgelaufene Zahlungsverpflichtungen erfÃ¼llt habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hierzu ist anzumerken, dass er zu diesem Zeitpunkt lÃ¤ngst um die RÃ¼ckerstattungsforderung wusste und deshalb nicht befugt war, die gesamte Auszahlung zu verbrauchen. BezÃ¼glich der Schuldentilgung ist zudem darauf zu verweisen, dass nach § 22 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde nur ausnahmsweise Schulden Ã¼bernimmt, wenn damit einer bestehenden oder drohenden Notlage zweckmÃ¤ssig begegnet werden kann. Auch dieses Vorbringen lÃ¤sst somit die von der Beschwerdegegnerin verfÃ¼gte RÃ¼ckzahlung nicht als rechtswidrig erscheinen. Die Beschwerde ist abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die Beschwerdegegnerin wendet sich in ihrer Eingabe gegen die GewÃ¤hrung eines VermÃ¶gensfreibetrags zu Gunsten des BeschwerdefÃ¼hrers gemÃ¤ss Kap. E.2.1 der SKOS-Richtlinien. Hierzu ist anzumerken, dass dieser Frage vorliegend keine ausschlaggebende Bedeutung zukommt (vgl. E. 2c S. 4 des angefochtenen Entscheids). Das Verwaltungsgericht hat in anderen FÃ¤llen, in denen Leistungen Dritter Anlass einer RÃ¼ckforderung bildeten, entschieden, dass der Freibetrag zu gewÃ¤hren ist (RB 1999 Nr. 84). Ob an dieser Rechtsprechung festzuhalten sei, muss vorlÃ¤ufig offen bleiben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a></span><span>entscheidet</span><span> der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>