<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2002.00020</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106897&amp;W10_KEY=13013575&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2002.00020</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 06.11.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Abgangsentschädigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der bei der Beschwerdegegnerin beschäftigten Beschwerdeführerin wurde im Zusammenhang mit der Übernahme ihrer Dienstabteilung durch den Kanton gekündigt, wobei ihr ein konkretes Angebot für eine Weiterbeschäftigung beim Kanton mit gleicher Entlöhnung unterbreitet wurde. Dieses Angebot lehnte sie ab und verlangte die Zusprechung einer Abgangsentschädigung wegen unverschuldeter Kündigung. Zur Frage des Verschuldens bei der Entlassung, insbesondere unter dem Aspekt der Zumutbarkeit eines Stellenwechsels (E. 2c+d). Keine sachlich unbegründete Ungleichbehandlung gegenüber den bisherigen Mitarbeitenden des gleichen Aufgabenbereichs (E. 3a) und denjenigen der gesamten kantonalisierten Behörde (E. 3b). Der Fall der Übernahme einer Behörde durch ein anderes Gemeinwesen ist im anwenbaren Personalrecht nicht geregelt. Fraglich erscheint, ob sich die objektive Rechtslage durch eine Vereinbarung zwischen dem übertragenden und dem übernehmenden Gemeinwesen modifizieren lässt (E. 4a). Die Beschwerdegegnerin durfte ihr eigenes Personalrecht jedoch in dem Sinn auslegen, dass die Nichtannahme einer Stelle beim übernehmenden Gemeinwesen einer verschuldeten Entlassung gleichzusetzen war. Offen kann bleiben, ob sich das Vorgehen der Beschwerdegegnerin, das auch erhebliche Rechtsunsicherheiten schafft, bei der Anwendung auf eine grössere Zahl von Angestellten ebenfalls rechtfertigen liesse (E. 4b).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABFINDUNG">ABFINDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABGANGSENTSCHÃDIGUNG">ABGANGSENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ADMINISTRATIVE ENTLASSUNG">ADMINISTRATIVE ENTLASSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTLASSUNG">ENTLASSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHWERTIGKEIT">GLEICHWERTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KANTONALISIERUNG">KANTONALISIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PERSONALRECHT">PERSONALRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PERSONALÃBERNAHME">PERSONALÃBERNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEIT">RECHTSGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REORGANISATION">REORGANISATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERGANG EINES ARBEITSVERHÃLTNISSES">ÃBERGANG EINES ARBEITSVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VEREINBARUNG">VEREINBARUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSETZUNG">VERSETZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUMUTBARKEIT">ZUMUTBARKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 8 lit. I BV</span><br/><span class="ungerade">§ 26 lit. I PG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A, geboren 1964, wurde per 1. Mai 1997 beim X-Amt der Stadt Y als Q angestellt. Seit 1. Januar 2000 hatte sie im Rahmen ihrer TÃ¤tigkeit die stellvertretende Bereichsleitung P inne und wurde per 1. Juli 2000 zur BÃ¼rochefin befÃ¶rdert. Gleichzeitig wurde ihr auch die Projektleitung fÃ¼r das Projekt "V" Ã¼bertragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Zusammenhang mit der AuflÃ¶sung des X-Amtes der Stadt Y auf Ende 2000 verfÃ¼gte dessen Direktor am 20. September 2000 die AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses mit A per 31. Dezember 2000. Die BegrÃ¼ndung dieser VerfÃ¼gung verwies auf eine Vereinbarung zwischen dem U-direktor des Kantons ZÃ¼rich und der Vorsteherin des T-departe­ments der Stadt Y, mit welcher der Wech­­sel der einzelnen Abteilungen in den kantonalen Kompetenzbereich geregelt wurde. Da der Kanton im Rah­men der GesamtÃ¼bernahme den Grundsatzentscheid gefÃ¤llt habe, das In­for­mati­onsins­trument "V" und das R-konzept zu Ã¼bernehmen, erhalte A ein konkretes Angebot vom Kanton, auch weiterhin in der gleichen Funktion als Q und zu vergleichbaren Bedingungen angestellt zu bleiben. Zur Frage der AbgangsentschÃ¤digung enthielt die VerfÃ¼gung die folgenden AusfÃ¼hrungen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"Sowohl bei der Annahme als auch bei der Ablehnung des vom Kanton unterbreiteten Angebots ist eine formelle Beendigung des stÃ¤dtischen ArbeitsverhÃ¤ltnisses notwendig. Das ArbeitsverhÃ¤ltnis mit A wird durch KÃ¼ndigung seitens der Stadt infolge einer Re­organisation aufgelÃ¶st. Es besteht in beiden FÃ¤llen kein Anspruch auf eine AbgangsentschÃ¤digung gemÃ¤ss Art. ... der Verordnung Ã¼ber die Besoldungen des Personals der Stadt Y ... und Art. ... der AusfÃ¼hrungsbestimmungen zur Verord­nung Ã¼ber die Besoldungen des Personals der Stadt Y ..., da diese Reorganisation nicht einen Wegfall der Stelle, sondern nur einen Wechsel des Arbeitgebers zur Folge hat."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 5. Oktober 2000 unterbreitete das O-Amt des Kantons ZÃ¼rich A ein Anstellungsangebot, das die zu Ã¼bernehmende Funktion mit "Q" bezeichnete, als Basis zur Berechnung der Dienstjahre den 1. Mai 1997 nannte und bezÃ¼glich BeschÃ¤ftigungsgrad (70 %) und Lohn ihrer bisherigen Anstellung entsprach. Am 11. Oktober 2000 bat A um eine Konkretisierung des Angebots. Sie stellte insbesondere die Frage, ob die vorgeschlagene TÃ¤tigkeit auch die bisherigen Zusatzfunktionen umfasse ("Projektverantwortliche" und "stellvertretende Bereichsleiterin P").</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 25. Oktober 2000 liess A durch ihren damaligen Rechtsvertreter das X-Amt der Stadt Y darauf hinweisen, dass das vom Kanton unterbreitete Stellenan­gebot zu wenig konkret gewesen sei. Trotz Anfragen beim Kanton habe sie keine Antwort erhalten, so dass sie davon ausgehen mÃ¼sse, dass seitens des Kantons keine vergleich­bare Anstellung habe offeriert werden kÃ¶nnen. Bei einer solchen gehe es nÃ¤mlich nicht nur um die vergleichbare EntlÃ¶hnung, sondern mÃ¼sse auch die Funktion vergleichbar sein. Da es somit an den Voraussetzungen fÃ¼r eine Wegbedingung der AbgangsentschÃ¤digung fehle, sei ihr eine solche auszurichten. Eine Kopie dieses Schreibens liess sie dem Stadtrat zukommen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weil sich auch aus der Unterredung vom 26. Oktober 2000 zwischen A und einem Vertreter des Kantons ZÃ¼rich keine fÃ¼r sie genÃ¼gende Konkretisierung ergeben hatte, bestÃ¤tigte sie am 30. Oktober 2000 gegenÃ¼ber dem Kanton, vom kantonalen Angebot keinen Gebrauch zu machen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Am 7. November 2001 beschloss der Stadtrat, die Eingabe Aâs vom 25. Oktober 2000 zusammen mit dem ErgÃ¤nzungsschreiben vom 26. Juli 2001 als Einsprache entgegen­zunehmen. Letzteres Schreiben stellte die Antwort auf ein Schreiben des Rechtsdienstes des stÃ¤dtischen T-departements vom 4. Juli 2001 dar, mit welchem der frÃ¼her eingenomme­ne Standpunkt betreffend die Verweigerung einer AbgangsentschÃ¤digung bestÃ¤tigt wurde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der abweisende Einspracheentscheid des Stadtrates fÃ¼hrte als Grund fÃ¼r die Verwei­gerung der AbgangsentschÃ¤digung im Wesentlichen an, dass eine Entlassung aus ReorganisationsgrÃ¼nden dann nicht unverschuldet sei, wenn der entlassenen Person eine ihrer Ausbildung und Eignung entsprechende, objektiv zumutbare TÃ¤tigkeit bei gleichem Lohn angeboten, von diesem Angebot jedoch kein Gebrauch gemacht worden sei. Mithin prÃ¼fte der Stadtrat die Frage unter dem Aspekt der in Art. ... der Verordnung Ã¼ber die Arbeitsver­hÃ¤ltnisse des Personals der Stadt Y (Personalrecht) vorgesehenen Versetzung. Im Fall von A sei das kantonale An­gebot konkret genug gewesen, zumal es von der Ãbernahme der "gleichen Funktion" aus­gegangen sei. Die Ablehnung dieses Angebots sei als Verschulden Aâs zu werten, weshalb eine AbgangsentschÃ¤digung ausser Betracht falle.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Rekurseingabe vom 10. Dezember 2001 beantragte A beim Bezirksrat die Aufhebung des genannten Stadtratsbeschlusses. Es sei ihr eine AbgangsentschÃ¤digung in der HÃ¶he von zwei MonatslÃ¶hnen (total Fr. 8'005.70 netto) sowie eine Umtriebs­ent­schÃ¤digung von Fr. 1'300.- zuzusprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat wies den Rekurs am 30. Mai 2002 ab, da die Ãbernahme einer ganzen stÃ¤dtischen Verwaltungseinheit oder eines Teils davon durch den Kanton â entsprechend dem offenkundigen Sinn der stÃ¤dtischen Regelung der AbgangsentschÃ¤digung, die einer betroffenen Person entstehenden finanziellen Nachteile auszugleichen â der Versetzung an einen vergleichbaren Arbeitsplatz innerhalb der Stadtverwaltung gleichgesetzt werden mÃ¼sse. Stehe die konkret angebotene Stelle in einem offensichtlichen Zusammenhang mit der Vereinbarung der Stadt und dem Kanton, sei keine AbgangsentschÃ¤digung ge­schuldet. Es sei zudem zu keiner rechtlich relevanten Ungleichbehandlung Aâs mit anderen Mitarbeitenden ihres TÃ¤tigkeitsbereichs gekommen. Bei den zwei angefÃ¼hrten FÃ¤llen, in denen einem Vorgesetzten und einer Mitarbeiterin trotz eines kantonalen Stellenangebots eine AbgangsentschÃ¤digung zugesprochen worden sei, handle es sich um Feh­ler, die der Stadtrat offensichtlich â wenn auch ohne Erfolg â zu korrigieren versuchte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Am 12. Juli 2002 reichte A Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein und stellte den folgenden Antrag:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"Der Beschluss des Bezirksrates ... vom 30. Mai 2002 betreffend der Abweisung einer AbgangsentschÃ¤digung ist zu Ã¼berprÃ¼fen und die Einsprache / der Antrag der Rekurrentin vom 25. Oktober 2000 mit Er­gÃ¤nzung vom 16. Juli 2001 bzw. der Rekurs vom 10. Dezember 2001 gegen den Stadtratsbeschluss Nr. 1748 vom 7. November 2001 auf Zusprechung einer AbgangsentschÃ¤digung ist gutzuheissen."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdebegrÃ¼ndung lÃ¤sst sich sodann entnehmen, dass die geforderte AbgangsentschÃ¤digung netto Fr. ... betragen soll und weiter auch eine EntschÃ¤digung fÃ¼r die bisherigen Aufwendungen in der HÃ¶he von Fr. ... beantragt wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat verzichtete am 26. Juli 2002 auf eine Vernehmlassung. Der Stadtrat von Y beantragte in seiner Beschwerdeantwort vom 18. September 2002 mit einlÃ¤sslicher BegrÃ¼ndung die Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde richtet sich gegen einen erstinstanzlichen Rekursentscheid des Bezirksrats Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung. Angefochten wird der Beschluss des Bezirksrats vom 30. Mai 2002. GemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) ist das Verwaltungsgericht fÃ¼r die Behandlung zustÃ¤n­dig. Da die Beschwerdefrist des am 10. Juni zugestellten Rekursentscheids mit der Beschwer­de vom 12. Juli gewahrt ist (§ 53 VRG, § 71 VRG in Verbindung mit § 140 des Ge­richtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976) und auch die Ã¼brigen Prozess­voraus­setzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Angesichts des Streitwerts von deutlich unter Fr. 20'000.- fiele die Sache grundsÃ¤tzlich in einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit (§ 38 Abs. 2 VRG). Da der vorliegende Entscheid jedoch zu ErwÃ¤gungen Anlass gibt, die fÃ¼r kÃ¼nftige Ãbertragungen von Abteilungen oder Bereichen an andere Gemeinwesen allenfalls von Bedeutung sein kÃ¶nnten, ist der Fall durch die Kammer zu entscheiden (§ 38 Abs. 3 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Der auf den vorliegenden Fall in zeitlicher Hinsicht noch anwendbare Art. ... der Besoldungsverordnung regelt unter dem Titel "Unverschuldete Entlassung, AbgangsentschÃ¤digung" was folgt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"<sup>1</sup> Wer ohne eigenes Verschulden aufgrund von Reorganisations- oder Restrukturierungsmassnahmen</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- entlassen wird,</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- eine Reduktion des BeschÃ¤ftigungsgrades hinnehmen muss oder</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- an einen tiefer eingereihten Arbeitsplatz versetzt wird, hat Anspruch auf eine EntschÃ¤digung, sofern die Massnahme nicht innerhalb der Pro­bezeit getroffen wird und sofern keine Leistungen gestÃ¼tzt auf die Statuten der Versicherungskasse auszurichten sind.</span></p> <p class="EinzugZitat"><sup><span>2</span></sup><span> Der Stadtrat regelt die Einzelheiten."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss Art. ... der Besoldungsverordnung regelte der Stadtrat in Art. ... der AusfÃ¼hrungsbestimmungen Ã¼ber die Besoldungen des Personals der Stadt Y (AB BVO) die Einzel­­heiten der AbgangsentschÃ¤digung, insbesondere deren HÃ¶he. Aus Art. ... AB BVO ergibt sich, dass fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin â bei der ErfÃ¼llung der Ã¼brigen Tat­­bestandsvoraussetzungen â ein Anspruch auf AbgangsentschÃ¤digung in der HÃ¶he von zwei ZwÃ¶lfteln der Jahresbesoldung bestÃ¼nde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Es wird von keiner Seite bestritten, dass die Voraussetzung der Entlassung erfÃ¼llt ist. Nach der Rechtsauffassung der Beschwerdegegnerin und der Vorinstanz kann die Entlassung im vorliegenden Fall jedoch nicht als "unverschuldet" gelten; das Verschulden der BeschwerdefÃ¼hrerin bestehe namentlich darin, dass sie trotz der Gleichwertigkeit des kantonalen Angebots auf eine WeiterbeschÃ¤ftigung im Ã¼bernommenen Betriebsteil verzichtet habe. Zur BegrÃ¼ndung dieser Auffassung wird einerseits darauf verwiesen, dass die AbgangsentschÃ¤digung einzig vor einer finanziellen Einbusse bewahren wolle, die hier gerade nicht zu gewÃ¤rtigen gewesen wÃ¤re; anderseits wÃ¤re der Wechsel zum Kanton auch "zumutbar" im Sinne von Art. ... des Personalrechts (interne Versetzung) gewesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die BeschwerdefÃ¼hrerin stellt nicht in Abrede, dass das kantonale Angebot in finanzieller Hinsicht keine Einbusse bedeutet hÃ¤tte. Sie ist jedoch der Ansicht, dass die Vo­raussetzung der Gleichwertigkeit der TÃ¤tigkeit nicht erfÃ¼llt gewesen sei, da das kantonale Angebot nicht genau beschrieben habe, ob sie weiterhin auch als stellvertretende Bereichs­leiterin und Projektleiterin eingesetzt worden wÃ¤re. Auch diesbezÃ¼gliche Nachfragen beim Kanton hÃ¤tten zu keinen Konkretisierungen gefÃ¼hrt. Diese beschwerdefÃ¼hrerische Argumen­tation lies­se sich ebenfalls auf Art. ... des Personalrechts stÃ¼tzen, nach welchem eine Versetzung nur dann zumutbar erscheint, wenn die neue Stelle der Eignung und der Aus­bildung der versetzten Person entspricht. Als nicht zumutbar hÃ¤tte es die BeschwerdefÃ¼hrerin empfunden, zumindest in der ersten Zeit nach der Ãbernahme vor allem in der Pro­jektausfÃ¼hrung tÃ¤tig zu sein, da die Mitarbeitenden, die diese Aufgaben bislang wahrgenommen hatten, nicht zum Kanton Ã¼bertraten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da die BeschwerdefÃ¼hrerin diesen Punkt erneut aufgreift â wenn auch im Zusammenhang mit der RÃ¼ge der rechtsungleichen Behandlung â, ist auf ihn einzugehen, selbst wenn die Beschwerdegegnerin aus der Beschwerde herauslesen mÃ¶chte, dass er nicht mehr im Streit liege.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Beschwerdegegnerin und Vorinstanz kamen zum Schluss, dass das kantonale An­gebot konkret genug gewesen sei, habe es doch im Wesentlichen die WeiterfÃ¼hrung der­selben TÃ¤tigkeiten zum selben Lohn beinhaltet. Diese Feststellung trifft unter dem Gesichts­­punkt, dass eine AbgangsentschÃ¤digung in erster Linie wirtschaftliche Einbussen auf­fangen sollte, grundsÃ¤tzlich zu. Selbst nach der beschwerdegegnerischen Auffassung spielt indessen auch die Zumutbarkeit des Wechsels eine Rolle. Diese wird freilich von der Beschwerdegegnerin und der Vorinstanz ebenfalls bejaht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Die "Zumutbarkeit" einer Versetzung ist ein unbestimmter Rechtsbegriff, der von den rechtsanwendenden Instanzen unter BerÃ¼cksichtigung aller relevanten Rechtsnormen im Einzelfall zu konkretisieren ist. Auf der einen Seite stehen dabei das Weisungsrecht des Arbeitgebers und die Treuepflicht der Ã¶ffentlichrechtlichen Angestellten, auf der anderen Seite die PersÃ¶nlichkeitsrechte der Arbeitnehmenden (vgl. zum privaten Arbeitsrecht etwa Manfred Rehbinder, Berner Kommentar, Bern 1985, Art. 321d N. 34 OR). Die Letzteren werden insbesondere auch dadurch geschÃ¼tzt, dass Versetzungen auch nach dem zum einschlÃ¤gigen Zeitpunkt gÃ¼ltigen Personalrecht nur "unter Wahrung einer angemessenen Frist" und fÃ¼r TÃ¤tigkeiten zulÃ¤ssig waren, die der "Ausbildung und Eignung" der Arbeit­nehmerinnen und Arbeitnehmer entsprechen (Art. ... Personalrecht). Damit verbieten sich Versetzungen, welche es den Arbeitnehmenden nicht mehr erlauben, ihre erwor­benen FÃ¤higkeiten zur Anwendung zu bringen. Davon ist etwa dann auszugehen, wenn die neue TÃ¤tigkeit nur noch wenig oder nichts mehr mit der bisherigen zu tun hat. Unzumut­­bar kann es aber auch sein, wenn die bisherigen ZustÃ¤ndigkeiten und Kompetenzen einer Arbeitnehmerin oder eines Arbeitnehmers in einem solchen Mass beschnitten werden, dass â von aussen betrachtet â eine wesentliche Abwertung gegenÃ¼ber der bisherigen Funk­tion vorliegt (vgl. etwa zur schikanÃ¶sen Zuweisung untergeordneter Arbeiten Manfred Rehbinder, Schweizerisches Arbeitsrecht, 15. A., Bern 2002, N. 121). Im Hinblick auf die Treuepflicht gegenÃ¼ber dem Arbeitgeber genÃ¼gt aber nicht jede noch so geringfÃ¼gige Ãnde­rung des Einsatzgebietes oder jede unwesentliche Herabstufung der Funktion. Eine gewisse FlexibilitÃ¤t ist von allen Angestellten des Ã¶ffentlichen Dienstes zu erwarten, wenn keine we­sentlichen Teile des fachlichen Einsatzgebietes betroffen und die hierarchischen Verschiebungen lediglich gering oder zeitlich beschrÃ¤nkt sind. So gehÃ¶rt die Pflicht, sich versetzen zu lassen, zu den traditionellen Pflichten der Angestellten des Ã¶ffentlichen Diens­tes (vgl. Fritz Lang, Das ZÃ¼rcher Personalgesetz vom 27. September 1998, in: Peter Helb­ling/Tomas Poledna [Hrsg.], Personalrecht des Ã¶ffentlichen Dienstes, Bern 1999, S. 49 ff., 71).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Die BeschwerdefÃ¼hrerin arbeitete bei der Beschwerdegegnerin in der Funktion als Q und war darÃ¼ber hinaus auch stellvertretende Bereichsleiterin und Pro­jektleiterin. Die beiden letztgenannten Aufgaben standen indessen in engstem Zusammenhang mit der erstgenannten Hauptfunktion. Wenn deshalb im Ãbernahmeangebot des Kan­tons von der Funk­tion "Q" die Rede ist, kann allein darin noch keine unzumutbare EinschrÃ¤nkung in der fachlichen Funktion erblickt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>An einer expliziten Zusicherung, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin auch weiterhin als stellvertretende Bereichsleiterin und Projektverantwortliche tÃ¤tig sein kÃ¶nnte, fehlte es jedoch. Der BeschwerdefÃ¼hrerin kann diesbezÃ¼glich auch nicht vorgeworfen werden, sie ha­be nicht rechtzeitig um ergÃ¤nzende Informationen nachgesucht. Als "zumutbar" ist ein Wech­sel zum Kanton im konkreten Fall folglich nur dann zu bezeichnen, wenn er es auch ohne die Zusicherung der genannten Zusatzaufgaben "stellvertretende Bereichsleiterin" und "Projektverantwortliche" wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Nach dem allgemein zur Zumutbarkeit einer Versetzung AusgefÃ¼hrten ist zwar davon auszugehen, dass die Ãbernahme der BeschwerdefÃ¼hrerin als "einfache" Q mit einer gewissen hierarchischen Abwertung verbunden gewesen wÃ¤re. Im Hinblick darauf, dass das fachliche Einsatzgebiet gleich blieb, wiegt diese â nicht lohnrelevan­te â hierarchische RÃ¼ckstufung nicht schwer. Weiter war auch nicht absehbar oder wahrscheinlich, dass der BeschwerdefÃ¼hrerin eine andere Person in ihren bisherigen (Zusatz-) Funktionen Ã¼bergeordnet wÃ¼rde. Es wÃ¤re im konkreten Fall auch ohne Zusicherung der bis­herigen Zusatzaufgaben absehbar gewesen, dass der BeschwerdefÃ¼hrerin als sehr gut qualifizierter Arbeitnehmerin auch weiterhin eine SchlÃ¼sselrolle beim kantonalisierten Pro­jekt "V" zugekommen wÃ¤re und sie binnen kurzer Zeit wieder eine vergleichbare hierarchische Funktion innegehabt hÃ¤tte, zumal sie als einzige der Ã¼bernommenen Mitarbei­terinnen und Mitarbeiter Ã¼ber vertiefte Kenntnisse des in Frage stehenden Bereichs verfÃ¼gte. Auch ohne Wechsel des Betriebsteils zum Kanton hÃ¤tte es weiter zu den Dienstpflich­ten der BeschwerdefÃ¼hrerin gehÃ¶rt, beim Ausfall derjenigen Projektmitarbeitenden, die nicht Ã¼bernommen worden sind, deren Aufgaben vorÃ¼bergehend zu einem gewissen Teil zu Ã¼bernehmen (vgl. zur Pflicht, vorÃ¼bergehend auch untergeordnete Arbeiten Ã¼bernehmen zu mÃ¼ssen, etwa JÃ¼rg BrÃ¼hwiler, Kommentar zum Einzelarbeitsvertrag, 2. A., Bern/Stuttgart/Wien 1996, S. 83).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Es ergibt sich damit, dass eine Versetzung von der bisherigen Funktion in die neu angebotene im Rahmen der Zumutbarkeit gelegen hÃ¤tte. Mit dem Wechsel wÃ¤re keine unzumutbare Abwertung des fachlichen Einsatzgebietes oder der beruflichen Stellung verbunden gewesen. Im Ergebnis ist den ErwÃ¤gungen der Beschwerdegegnerin und der Vor-ins­tanz diesbezÃ¼glich beizupflichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. WÃ¤hrend die BeschwerdefÃ¼hrerin zum vorstehend behandelten Punkt der Zumutbarkeit nur noch wenige AusfÃ¼hrungen macht, vertieft sie die RÃ¼ge der rechtsungleichen Behandlung. Einerseits sei sie im VerhÃ¤ltnis zu anderen Mitarbeitenden des Bereichs P (nachfolgend a), anderseits auch im Vergleich zu allen Ã¼brigen Mitarbeitenden des ehemaligen X-Amtes der Stadt Y (nachfolgend b) ungleich behandelt worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) aa) Es wird auch von der Beschwerdegegnerin nicht bestritten, dass anderen Arbeitnehmenden des Bereichs P, die auch ein Ãbernahmeangebot des Kantons erhalten hat­ten, Abgangsleistungen ausgerichtet wurden. Offensichtlich handelt es sich bei mindes­tens zwei dieser FÃ¤lle aber um Versehen seitens der stÃ¤dtischen BehÃ¶rden, welche diese â ohne Erfolg â rÃ¼ckgÃ¤ngig machen wollten. Zu Recht beruft sich die BeschwerdefÃ¼hrerin deshalb auch nicht auf einen Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht; dieser wÃ¤re neben anderen Voraussetzungen nur dann zu bejahen, wenn die BehÃ¶rden nicht gewillt wÃ¤ren, von ihrer rechtswidrigen Praxis abzuweichen (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 518 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Vergleichbar ist die Situation der BeschwerdefÃ¼hrerin nach ihrer Ansicht jedoch mit derjenigen von B, ebenfalls frÃ¼here Mitarbeiterin des Bereichs P, die zum gleichen Zeitpunkt wie die BeschwerdefÃ¼hrerin ihre Stelle angetreten habe, allerdings nur zu 40 % beschÃ¤ftigt gewesen sei. Im Gegensatz zur BeschwerdefÃ¼hrerin, die zu 60 % angestellt war, habe sie jedoch mit ihrer EntlassungsverfÃ¼gung eine AbgangsentschÃ¤digung zu­gesprochen erhalten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auch die BeschwerdefÃ¼hrerin stellt jedoch nicht in Abrede, dass B â im Gegensatz zu ihr â kein konkretes Stellenangebot vom Kanton erhalten hat. Nach der Rechtsauffassung der Beschwerdegegnerin besteht indessen nur ein Anspruch auf AbgangsentschÃ¤digung, wenn im Rahmen der Ãbernahme durch den Kanton kein konkretes Stellenangebot unterbreitet wird. Da der Anspruch auf AbgangsentschÃ¤digung hier einzig aus der Perspektive des AnstellungsverhÃ¤ltnisses bei der Beschwerdegegnerin zu beurteilen ist, muss nicht weiter nach den Motiven geforscht werden, welche den Kanton von der Unterbreitung eines Angebots an B abgehalten haben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Im Ergebnis trifft es zwar zu, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin als einzige der Mitarbeitenden des Bereichs P keine AbgangsentschÃ¤digung oder Ãbergangspension erhalten hat, doch kÃ¶nnen fÃ¼r diese Ungleichbehandlung in jedem zum Vergleich herangezogenen Einzelfall sachliche GrÃ¼nde angefÃ¼hrt werden. Unter Vorbehalt der nachfolgenden Aus­fÃ¼hrungen (hinten 4) ist damit das Vorgehen der Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Rechtsungleich ist nach der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrerin aber auch ihre Be­­handlung im Vergleich mit derjenigen der Mitarbeitenden aller Ã¼brigen Querschnittsabteilungen des ehemaligen stÃ¤dtischen X-Amtes, die nicht bereichsweise Ã¼bernommen werden sollten. Jenen standen auf jeden Fall eine AbgangsentschÃ¤digung oder eine Ãbergangs­pension zu; dies auch dann, wenn sie in der Folge auf eigene Initiative beim Kanton angestellt wurden. Gerade weil zum Zeitpunkt der Ãbernahme bereits klar gewesen sei, dass sich der Bereich P bzw. das Projekt "V" in der da­rauffolgenden Zeit massiv verÃ¤ndern wÃ¼r­de, rechtfertige es sich nicht, die BeschwerdefÃ¼hrerin anders zu behandeln als diejenigen, die mit dem Kanton ein individuelles Angebot aushandeln konnten und dabei zusÃ¤tzlich An­spruch auf AbgangsentschÃ¤digung hatten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Wie aus dem der BeschwerdefÃ¼hrerin unterbreiteten Angebot hervorgeht, war dieses auf jeden Fall vorteilhafter als die Eingehung eines neuen, individuell angebahnten BeschÃ¤ftigungsverhÃ¤ltnisses mit dem Kanton. Im Rahmen der Ãbereinkunft der Beschwerdegegnerin mit dem Kanton wurde den Ãbertretenden die Beibehaltung des Status quo zu­gesichert. Namentlich wurde ihnen ihre bisherige Dienstzeit bei der Beschwerdegegnerin vollumfÃ¤nglich angerechnet, was nicht nur finanziell von einiger Bedeutung ist (siehe etwa § 17 Abs. 1 [KÃ¼ndigungsfristen] und § 26 Abs. 1 [Abfindung] des Personalgesetzes vom 27. September 1998 sowie § 28 Abs. 1 [Dienstaltersgeschenk] der Personalverordnung vom 16. Dezember 1998). Dass denjenigen, denen kein entsprechendes Angebot unterbreitet wurde, anstelle der Beibehaltung des Status quo Abgangsleistungen ausgerichtet werden sollten, erscheint deshalb sachlich begrÃ¼ndbar. Anders als die Mitarbeitenden der anderen Querschnittsbereiche konnte sich die BeschwerdefÃ¼hrerin, die im gleichen sachlichen Aufgabenbereich tÃ¤tig bleiben sollte, objektiv betrachtet auch ein genÃ¼gend klares Bild von der ihr angebotenen kÃ¼nftigen TÃ¤tigkeit machen; dies auch dann, wenn die kÃ¼nftigen Funktionen vom Kanton noch nicht bis in alle Details konkretisiert werden konn­ten (vgl. vorne 2d). Insofern kann auch hier nicht von einer ungerechtfertigten Ungleichbehandlung ausgegangen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin scheint mit der Beschwerdegegnerin und der Vorinstanz grundsÃ¤tzlich darin einig zu gehen, dass die Ausrichtung einer AbgangsentschÃ¤digung bei der Ãbernahme eines ganzen Sachbereichs durch ein anderes Gemeinwesen mit einer Verein­barung zwischen den beiden Gemeinwesen sowie einer Anwendung der Versetzungskri­te­rien auf die Beurteilung des Verschuldens als Voraussetzung fÃ¼r die Ausrichtung einer Ab­gangsentschÃ¤digung geregelt werden kann â zumindest macht die BeschwerdefÃ¼hrerin und machte ihr damaliger Rechtsvertreter gegenÃ¼ber der Beschwerdegegnerin keine grundsÃ¤tzlich andere Rechtsauffassung geltend.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Das hier noch anzuwendende Personalrecht der Beschwerdegegnerin â wie Ã¼brigens auch deren neues, seit dem ... geltende Personalrecht â enthÃ¤lt keine ausdrÃ¼ck­liche Regelung der PersonalÃ¼bernahme durch ein anderes Gemeinwesen. Es finden sich einzig Bestimmungen bezÃ¼glich der internen Versetzung sowie der Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses. Es fehlt namentlich eine Regelung, welche die von Art. 333 ff. des Obligationenrechts (Ãbergang des ArbeitsverhÃ¤ltnisses) behandelten Problemlagen beschlÃ¤gt. FÃ¼r die Ãbernahme von ArbeitsverhÃ¤ltnissen im Rahmen der Ãbertragung eines Betriebs oder eines Betriebsteils muss deshalb stets das ArbeitsverhÃ¤ltnis mit der Beschwer­degegnerin beendet und sodann mit dem Ã¼bernehmenden Gemeinwesen neu begrÃ¼ndet werden. Aus dem Personalrecht lÃ¤sst sich indessen keine explizite Regelung ableiten, welche fÃ¼r den Fall der "Ãbernahme" des ArbeitsverhÃ¤ltnisses durch ein anderes Ge­meinwesen den Anspruch auf AbgangsentschÃ¤digung ausschliesst. Eine Absprache zwischen zwei Gemeinwesen Ã¼ber die Ãbernahmebedingungen von Arbeitnehmenden vermag an der objektiven, vom Personalrecht vorgegebenen Rechtslage grundsÃ¤tzlich auch nichts zu verÃ¤ndern. Von diesem Standpunkt aus betrachtet erscheint es fraglich, ob der Beschwer­­defÃ¼hrerin die AbgangsentschÃ¤digung ohne formelle AbÃ¤nderung des Personalrechts durch einen Gemeinderatsbeschluss verweigert werden konnte. Die nicht sehr transparente vertragliche Regelung zwischen der Beschwerdegegnerin und dem Kanton hat denn bei der BeschwerdefÃ¼hrerin den Eindruck der rechtsungleichen Behandlung entstehen lassen. WÃ¤re die Ãbernahme von ArbeitsverhÃ¤ltnissen in allgemeiner Weise im Personalrecht vorgesehen oder zumindest fÃ¼r die Kantonalisierung von Teilen des stÃ¤dtischen X-Amtes in einem klaren Gemeinderatsbeschluss geregelt worden, so wÃ¤re keine Rechtsunsicherheit entstanden und wÃ¤ren wohl auch keine (anerkanntermassen ungerechtfertigten) Abgangsleistungen an den frÃ¼heren Vorgesetzten und an eine Arbeitskollegin der Beschwer­defÃ¼hrerin ausgerichtet worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Das Verwaltungsgericht ist nicht darauf beschrÃ¤nkt, nur jene Rechtsverletzungen zu berÃ¼cksichtigen, die von der beschwerdefÃ¼hrenden Partei gerÃ¼gt werden (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechts­pflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 50 N. 4, mit weiteren Hinwei­sen). Geht es jedoch um die Anwendung kommunalen Rechts durch die kommunalen BehÃ¶rden, so hat sich das Verwaltungsgericht eine gewisse ZurÃ¼ckhaltung bei dessen Interpre­tation aufzuerlegen. Dies gilt insbesondere auch bei der Auslegung unbestimmter Rechts­begriffe. Verwaltungsgericht und VerwaltungsbehÃ¶rden dÃ¼rfen nur dann eingreifen, wenn die Gemeinde bei der Anwendung eines unbestimmten Rechts­begriffs des kommunalen Rechts ihre BeurteilungsermÃ¤chtigung missbraucht oder Ã¼berschritten oder verfassungsmÃ¤ssige Rechte der BÃ¼rgerinnen und BÃ¼rger verletzt hat. Das Verwaltungsgericht hÃ¤lt sich konsequent an diese aus der Gemeindeautonomie fliessende KognitionsbeschrÃ¤nkung (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 8, mit zahlreichen Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Die Beschwerdegegnerin hat Art. ... der Besoldungsverordnung in der Weise interpretiert, dass das "Verschulden" der Entlassung dann zu bejahen ist, wenn die Annahme eines â aufgrund einer von der Beschwerdegegnerin getroffenen Vereinbarung mit dem Kanton â gleichwertigen Stellenangebots abgelehnt wird. Aufgrund der vorstehen­den AusfÃ¼hrungen dÃ¼rfte diese Interpretation den durch das Personalrecht der Beschwer­de­fÃ¼hrerin gesetzten Interpretationsrahmen bis an seine Ã¤ussersten Grenzen ausnutzen, ohne ihn aber vollstÃ¤ndig zu verlassen. Es kann deshalb auch offen bleiben, ob die Beschwer­degegnerin auf dem Weg der "LÃ¼ckenfÃ¼llung" ihres Personalrechts zum gleichen Resultat hÃ¤t­te gelangen kÃ¶nnen. Im Hinblick darauf, dass mit dem Abschluss einer Vereinbarung mit dem Kanton versucht wurde, die bisherigen Arbeitsbedingungen der Ã¼bernommenen Ar­beitnehmenden so weit als mÃ¶glich beizubehalten, resultieren aus der beschwer­de­gegnerischen und vorinstanzlichen Rechtsauffassung auch keine unhaltbaren Resultate, welche ein Einschreiten des Verwaltungsgerichts auf jeden Fall rechtfertigen wÃ¼rden. Ob dies auch dann noch der Fall wÃ¤re, wenn vom formal eher schwer durchschaubaren Vorgehen der Be­­schwerdegegnerin eine noch grÃ¶ssere Anzahl von Angestellten betroffen gewesen wÃ¤re und sich die Rechtsunsicherheit dadurch noch ausgebreitet hÃ¤tte, kann im vorliegenden Fall offen bleiben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Trotz der gegen das Vorgehen der Beschwerdegegnerin geÃ¤usserten Bedenken drÃ¤ngt es sich im vorliegenden Fall nicht auf, von der Rechtsauffassung der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin abzuweichen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. </span>GemÃ¤ss § 80b VRG werden im vorliegenden Verfahren keine Gerichtskosten auf­erlegt. Mangels Obsiegens kann der BeschwerdefÃ¼hrerin keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen werden (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">2. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>