<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00273</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204695&amp;W10_KEY=4467139&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00273</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.12.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Abwasserentsorgung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kostenverlegung für die Sanierung privater Kanalisations- und Wasserleitungen:<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E.1). Die Vorinstanz hat die Dringlichkeit der Sanierung sowie die Zulässigkeit einer antizipierten Ersatzvornahme zu Recht bejaht (E.2). Der Beschwerdeführer macht geltend, die streitbetroffene Leitung hätte von der Gemeinde übernommen werden müssen (E.3.1). Gesetzliche Grundlagen (E.3.2). Die Vorinstanz erwog, aus den gesetzlichen Grundlagen lasse sich kein Anspruch des Beschwerdeführers ableiten, dass die Gemeinde die Leitung in ihr Eigentum überführe bzw. die Kosten der Sanierung übernehme (E.3.3). Dieser Beurteilung ist beizupflichten (E.3.4). Abweisung der Beschwerde und Kostenfolge (E.4).<br/><br/>Vgl. auch VB.2004.00343.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSATZVORNAHME">ERSATZVORNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: GEWÃSSERSCHUTZ">GEWÃSSERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KANALISATION">KANALISATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SANIERUNG">SANIERUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 9 EG GSchG</span><br/><span class="gerade">Art. 15 Abs. 3 EG GSchG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der PrÃ¤sident der Werkkommission der Gemeinde X ordnete am 12. November 2002 im Sinn einer Ersatzvornahme die unverzÃ¼gliche Sanierung der Kanalisations- und Wasserleitungen am L-Weg an, unter Hinweis darauf, dass die Kosten nach Vollendung der Sanierung den EigentÃ¼mern in Rechnung gestellt wÃ¼rden. Die diesbezÃ¼glichen Bauarbeiten wurden vom MÃ¤rz 2003 bis Mai 2003 ausgefÃ¼hrt; der Gemeinderat genehmigte am 10. September 2003 die Schlussabrechnung. Die Abteilung Tiefbau/Werke setzte mit VerfÃ¼gung vom 8. Oktober 2003 (Disp.-Ziff. 4) den Kostenverleger fÃ¼r die Sanierung der privaten Kanalisation fest. Danach wurden die Gesamtkosten von Fr. 172'335.95 "gemÃ¤ss den QuartierplangrundsÃ¤tzen" entsprechend den FlÃ¤chen der einbezogenen sechs GrundstÃ¼cke so verlegt, dass Parzellenteile bis zu einer Erschliessungstiefe von 30 m zu 100 % sowie Parzellenteile im Bereich Ã¼ber 30 m zu 50 % belastet wurden. FÃ¼r die Parzelle Kat.-Nr. 1 von A mit einer GesamtflÃ¤che von 1'142 m</span><sup><span>2</span></sup><span> (wovon 1'140 m</span><sup><span>2 </span></sup><span>zu 100 % und 2 m</span><sup><span>2 </span></sup><span>zu 50 % belastet) ergab sich ein Kostenanteil von 19,74 % = Fr. 34'019.15, fÃ¼r die Parzelle Kat.-Nr. 2 der Erbengemeinschaft D mit einer GesamtflÃ¤che von 3'923 m</span><sup><span>2</span></sup><span> (wovon 1'768 m</span><sup><span>2</span></sup><span> zu 100 % und 2'155 m</span><sup><span>2 </span></sup><span>zu 50 % belastet) ein Kostenanteil von 49,22 % = Fr. 84'823.75. Die VerfÃ¼gung war mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen, wonach die belasteten sechs GrundeigentÃ¼mer Rekurs an den Bezirksrat erheben konnten (Disp.-Ziff. 5).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen erhob A am 13. November 2003 Rekurs mit dem Antrag, die VerfÃ¼gung vom 8. Oktober 2003 insoweit, als er darin mit Kosten belastet werde, aufzuheben. Er machte im Wesentlichen geltend, die Voraussetzungen fÃ¼r eine Ersatzvornahme seien nicht erfÃ¼llt gewesen, weshalb er zur KostenÃ¼bernahme nicht verpflichtet sei. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat Y wies den Rekurs am 13. Mai 2004 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen die VerfÃ¼gung vom 8. Oktober 2003 erhoben am 14. November 2003 auch die Mitglieder der Erbengemeinschaft D Rekurs mit dem Antrag, die Streitsache zur Neufestsetzung der auf die beteiligten GrundstÃ¼cke bzw. EigentÃ¼mer entfallenden Kostenanteile an die kommunale BehÃ¶rde zurÃ¼ckzuweisen; eventuell habe die Rekursinstanz die Kostenanteile selber neu festzusetzen. Sie machten geltend, die Kosten der Sanierung der Kanalisation dÃ¼rften nicht nach quartierplanmÃ¤ssigen GrundsÃ¤tzen verlegt werden. Die gewÃ¤hlte Methode fÃ¼hre dazu, dass auf ihr GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 2 aufgrund des grossen Anteils an der gesamten PerimeterflÃ¤che ein Kostenanteil von 49,22 % entfalle. Dies wÃ¼rde sich bei einer erstmaligen Erschliessung, wie sie im Rahmen eines Quartierplanverfahrens herbeigefÃ¼hrt werde, rechtfertigen, nicht aber fÃ¼r eine blosse Sanierung der bestehenden Erschliessung. FÃ¼r eine sachgerechte LÃ¶sung kÃ¤men andere Methoden in Betracht, etwa die gleichmÃ¤ssige Verlegung nach der Anzahl der beteiligten GrundstÃ¼cke, eine Verlegung nach dem Wasserverbrauch bzw. Abwasservolumen oder eine solche nach dem GebÃ¤udeversicherungswert der beteiligten Liegenschaften. FÃ¼r den Fall, dass die Verlegung nach quartierplanrechtlichen GrundsÃ¤tzen richtig sei, rÃ¼gten die Rekurrentinnen eine rechtswidrige Verfahrensabwicklung; diesfalls hÃ¤tte ein (sich auf die Teilmassnahme der Kostenverlegung beschrÃ¤nktes) fÃ¶rmliches Quartierplanverfahren eingeleitet werden mÃ¼ssen, und der diesbezÃ¼gliche Festsetzungsbeschluss wÃ¤re mit Rekurs an die Baurekurskommission (statt an den Bezirksrat) anfechtbar. Schliesslich rÃ¼gten die Rekurrentinnen, dass der EigentÃ¼mer der GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 3 und 4 zu Unrecht nicht in die Kostenverlegung einbezogen worden sei.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Rekursverfahren wurde ein doppelter Schriftenwechsel durchgefÃ¼hrt und anschliessend den Ã¼brigen EigentÃ¼mern/AnstÃ¶ssern der privaten Kanalisation am L-Weg Gelegenheit zur Stellungnahme geboten, wovon vier der Beigeladenen Gebrauch machten. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschluss vom 22. Juni 2004 hiess der Bezirksrat den Rekurs im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gut und hob Disp.-Ziff. 4 der VerfÃ¼gung vom 8. Oktober 2003 im Sinn der ErwÃ¤gungen auf (Disp.-Ziff. I). Die Kosten, worunter eine StaatsgebÃ¼hr von Fr. 800.-, auferlegte er der Gemeinde X (Disp.-Ziff. III), die er zudem zur Zahlung einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'000.- an die Rekurrentinnen verpflichtete (Disp.-Ziff. IV). Der Bezirksrat bejahte vorweg seine ZustÃ¤ndigkeit schon im Hinblick darauf, dass an der Verlegung nach quartierplanrechtlichen GrundsÃ¤tzen nicht festgehalten werden kÃ¶nne, weshalb sich die DurchfÃ¼hrung eines Quartierplanverfahrens erÃ¼brigt habe und die ZustÃ¤ndigkeit der Baurekurskommission von vornherein entfalle. Weil die Sanierung im Sinn einer antizipierten Ersatzvornahme durchgefÃ¼hrt worden sei, mÃ¼ssten deren Kosten nach den GrundsÃ¤tzen des Polizei- und des Vollstreckungsrechts verlegt werden. FÃ¼r die Anwendung quartierplanrechtlicher GrundsÃ¤tze bleibe dabei kein Raum. Als Instrument des Planungs- und Baurechts befasse sich der Quartierplan weder mit Vollstreckungs- noch mit Polizeirecht. Die beteiligten GrundeigentÃ¼mer hafteten vielmehr als StÃ¶rer nach ihrem Anteil an der Verursachung des polizeiwidrigen Zustands. Dem werde der in Disp.-Ziff. 4 der VerfÃ¼gung vom 8. Oktober 2003 gewÃ¤hlte Verteiler, der gemÃ¤ss QuartierplangrundsÃ¤tzen auf die GrundstÃ¼ckflÃ¤chen innerhalb und ausserhalb der ersten Erschliessungstiefe abstelle, nicht gerecht (E. 3b/cc).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>IV. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Rekursentscheid vom 13. Mai 2004 erhob A am 16. Juni 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit dem Antrag, die VerfÃ¼gung vom 8. Oktober insoweit, als er darin mit einem Kostenanteil von Fr. 34'019.15 belastet werde, aufzuheben; eventuell sei der Kostenanteil "auf ein der Ausgangslage entsprechendes Mass zu reduzieren"; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin (VB.2004.00273). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat verzichtete auf Vernehmlassung. FÃ¼r die Gemeinde X beantragte die Abteilung Tiefbau/Werke am 23. Juli 2004 Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>V. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Rekursentscheid vom 22. Juni 2004 erhob die Gemeinde X am 23. Juli 2004 Beschwerde mit dem Antrag, die Kostenverlegung gemÃ¤ss VerfÃ¼gung vom 8. Oktober 2003 zu bestÃ¤tigen und demgemÃ¤ss die Erbengemeinschaft D zur Bezahlung des Kostenanteils von Fr. 84'823.75 zu verpflichten; eventuell sei die Verpflichtung zur Bezahlung der Rekurskosten (Disp.-Ziff. III des Rekursentscheids) sowie zur Leistung einer ParteientschÃ¤digung an die Rekurrentinnen (Disp.-Ziff. IV des Rekursentscheids) aufzuheben (VB.2004.00343).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren wurde nebst den Mitgliedern der Erbengemeinschaft D als Beschwerdegegnerinnen und der Vorinstanz auch den bereits im Rekursverfahren beigeladenen Ã¼brigen GrundeigentÃ¼mern Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Der Bezirksrat verzichtete auf Vernehmlassung. A (Mitbeteiligter im Verfahren VB.2004.00343 und BeschwerdefÃ¼hrer im Verfahren VB.2004.00273) beantragte am 25. Oktober 2004, auf die Beschwerde VB.2004.00343 sei nicht einzutreten, da die Gemeinde zur Beschwerdeerhebung nicht legitimiert sei. Die Mitglieder der Erbengemeinschaft D beantragten am 16. November 2004 Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Rekursverfahren machte der BeschwerdefÃ¼hrer in erster Linie geltend, zur Ãbernahme eines Kostenanteils sei er schon deswegen nicht verpflichtet, weil die Sanierung der Kanalisationsleitung nicht derart dringlich gewesen sei, dass sie auf dem Weg einer Ersatzvornahme im Sinn von § 9 des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum GewÃ¤sserschutzgesetz vom 8. Dezember 1974 (EG GSchG, LS 711.1) sowie von § 30 Abs. 1 lit. b VRG hÃ¤tte vorgenommen werden dÃ¼rfen (Rekursschrift vom 13. November 2003 und Replik vom 5. April 2004). DemgegenÃ¼ber legte die Gemeinde X in der Rekursantwort vom 21. Januar 2004 dar, weshalb ihrer Auffassung nach eine sofortige Sanierung auch der Kanalisationsleitung ungeachtet dessen geboten gewesen sei, dass ursprÃ¼nglich verschiedene LeitungsbrÃ¼che der privaten Wasserleitungen Anlass zur Sanierung der Kanalisation geboten hÃ¤tten (Rekursantwort vom 12. Januar 2004 mit Hinweis auf die der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 12. November 2002 vorangehenden Untersuchungen sowie Verhandlungen mit den betroffenen GrundeigentÃ¼mern). Der Bezirksrat hat die Dringlichkeit der Sanierung sowie die ZulÃ¤ssigkeit einer antizipierten Ersatzvornahme gestÃ¼tzt auf die Sachdarstellung der Gemeinde mit einlÃ¤sslicher BegrÃ¼ndung bejaht (Rekursentscheid E. 2c/cc). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>In der Beschwerde wird diese Beurteilung hinsichtlich der Dringlichkeit der Sanierung nicht mehr infrage gestellt. Das Verwaltungsgericht hat keinen Anlass, von der diesbezÃ¼glichen WÃ¼rdigung des Bezirksrats abzuweichen (zu den Voraussetzungen einer Ersatzvornahme im Bereich des GewÃ¤sserschutzes vgl. VGr, 20. Juni 2002, VB.2002.00076, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer erneuert seinen bereits im Rekursverfahren (Rekursschrift S. 7, Replik S. 4) erhobenen Einwand, die streitbetroffene Leitung hÃ¤tte gestÃ¼tzt auf § 15 Abs. 3 EG GSchG sowie Art. 4.2 der kommunalen Verordnung Ã¼ber die SiedlungsentwÃ¤sserungsanlagen vom 30. September 1997 (SEVO) von der Gemeinde Ã¼bernommen werden mÃ¼ssen. Wenn die Ãbernahme unterblieben sei, so dÃ¼rfe sich dieses VersÃ¤umnis nicht zulasten der heutigen EigentÃ¼mer der Leitung auswirken. Die Gemeinde hÃ¤tte daher die Sanierung schon aus diesem Grund selber finanzieren mÃ¼ssen, womit "die Fragestellung der antizipierten Ersatzvornahme hinfÃ¤llig" werde. Es gehe auch nicht an, dass sich die Gemeinde der Verpflichtung zur Ãbernahme der Leitung heute mit dem Argument entziehe, diese habe sich vor der Sanierung nicht in einwandfreiem technischem Zustand befunden. Unmittelbar nach dem Bau der Leitung (das heisst vor 50 Jahren) sei die Leitung technisch einwandfrei gewesen. Die Berufung der Beschwerdegegnerin auf den schlechten technischen Zustand unmittelbar vor der Sanierung im Jahre 2002 verstosse gegen Treu und Glauben.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Baupflicht und Unterhalt von Kanalisationsanlagen werden auf kantonaler Ebene in § 15 EG GschG geregelt. Danach haben die Gemeinden zur Ableitung und Reinigung der AbwÃ¤sser ein Ã¶ffentliches Kanalnetz mit den nÃ¶tigen zentralen Reinigungsanlagen entsprechend den Forderungen eines zeitgemÃ¤ssen GewÃ¤sserschutzes â das heisst vor allem den Anforderungen des eidgenÃ¶ssischen GewÃ¤sserschutzgesetzes vom 24. Januar 1991 (GSchG, SR 814.20; vgl. insbesondere Art. 10 Abs. 1 und 11 Abs. 1 GschG) â und nach Massgabe der Ã¶rtlichen BedÃ¼rfnisse zu erstellen, zu verbessern, zu unterhalten und zu betreiben (Abs. 1). Sache der Gemeinden ist die Erstellung von Abwasseranlagen zur Sanierung von Ortsteilen, Weilern, Bauten und Anlagen ausserhalb des im generellen Kanalisationsprojekt abgegrenzten Gebiets, wenn diese mehr als 30 Einwohner oder Einwohnergleichwerte aufweisen oder besondere Ã¶rtliche Interessen vorliegen (Abs. 2). Nebenleitungen aus den Quartieren zur Ã¶ffentlichen Kanalisation kÃ¶nnen durch die Gemeinde, ganz oder teilweise auf Kosten der EigentÃ¼mer der anzuschliessenden GrundstÃ¼cke, erstellt werden, wobei solche Leitungen mit der Abnahme in das Eigentum der Gemeinde zu Ã¼berfÃ¼hren sind (Abs. 3). Erstellung, Unterhalt und Reinigung der Abwasseranlagen der einzelnen GrundstÃ¼cke sind Sache der GrundeigentÃ¼mer und richten sich nach den Vorschriften der Gemeinde (Abs. 4 Satz 1). Erstellung, Betrieb und Unterhalt von Anlagen zur Vorreinigung industrieller und gewerblicher AbwÃ¤sser sind Sache der Betriebsinhaber (Abs. 4 Satz 2). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Auf kommunaler Ebene ist Art. 4 SEVO massgebend. Danach umfasst die Ã¶ffentliche SiedlungsentwÃ¤sserung neben den in Art. 4.1 genannten Anlagen auch die durch die Gemeinde ins Eigentum Ã¼bernommenen privaten Abwasseranlagen (Art. 4.2). Die Gemeinde Ã¼bernimmt mit Beschluss in der Regel diejenigen privaten Anlagen, die der EntwÃ¤sserung von mehr als einem GrundstÃ¼ck dienen. Die zu Ã¼bernehmenden Anschlussleitungen mÃ¼ssen dem Stand der Technik entsprechen (Material, Durchmesser, Zustand etc.). Die EigentumsÃ¼bertragung erfolgt unentgeltlich und gestÃ¼tzt auf einen rechtsgÃ¼ltigen Beschluss der EigentÃ¼mer (Art. 4.2 Abs. 1). Sodann Ã¼bernimmt die Gemeinde private Abwasseranlagen, die der EntwÃ¤sserung eines GrundstÃ¼cks dienen, sofern ein Ã¶ffentliches Interesse dafÃ¼r besteht, diese Anlagen ordnungsgemÃ¤ss erstellt und unterhalten sind und die EigentumsÃ¼bertragung unentgeltlich erfolgt (Art. 4.2 Abs. 2). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Der Bezirksrat hat erwogen, aus diesen Vorschriften lasse sich kein Anspruch des Rekurrenten als EigentÃ¼mer einer der angeschlossenen Liegenschaften ableiten, dass die Gemeinde die Leitung in ihr Eigentum Ã¼berfÃ¼hre bzw. die Kosten der Sanierung Ã¼bernehme. § 15 Abs. 3 EG GSchG beziehe sich auf den Bau und die Ãbernahme neuer â das heisst nach In-Kraft-Treten des GSchG erstellter â Leitungen. Sodann habe sich die streitbetroffene Leitung vor der Sanierung nicht in einem dem Stand der Technik entsprechenden Zustand im Sinn von Art. 4.2 SEVO befunden. Diese Vorschrift sehe ferner eine Ãbernahme durch die Gemeinde nur "in der Regel" vor und setze zudem einen entsprechenden Beschluss der EigentÃ¼mer voraus, der hier nicht getroffen worden sei. Sodann kÃ¶nne es der Gemeinde nicht als SÃ¤umnis â jedenfalls nicht als SÃ¤umnis mit der vom Rekurrenten verfochtenen Kostenfolge â angelastet werden, wenn sie die Leitung nicht frÃ¼her, als diese noch nicht sanierungsbedÃ¼rftig gewesen sei, Ã¼bernommen habe (Rekursentscheid E. 3).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span>Dieser Beurteilung ist beizupflichten. Die streitbetroffene Leitung im L-Weg steht heute noch im Eigentum verschiedener AnstÃ¶sser, von denen die Liegenschaften Kat.-Nrn. 2, 5, 6, 1, 7 und 8 in den Kostenverleger einbezogen wurden bzw. blieben, wÃ¤hrend die Liegenschaften Kat.-Nrn. 3 und 4 im Lauf des Verfahrens davon ausgenommen wurden. Am L-Weg besteht Miteigentum der EigentÃ¼mer von Kat.-Nrn. 2, 5, 6, 1 und 7; einzig die EigentÃ¼mer von Kat.-Nr. 8 sind nicht an diesem Miteigentum beteiligt, gleichwohl aber als AnstÃ¶sser in den Kostenverleger einbezogen. Dieser Sachverhalt wird vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht bestritten. Er macht einzig eine Ãbernahmeverpflichtung seitens der Gemeinde geltend, deren Missachtung nach Treu und Glauben eine Kostenbelastung der EigentÃ¼mer fÃ¼r die Sanierung ausschliesse. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend darlegt, lÃ¤sst sich jedoch eine solche Ãbernahmepflicht der Gemeinde bezÃ¼glich der seit mindestens 50 Jahren bestehenden Leitung aus den frÃ¼her geltenden kommunalen Rechtsgrundlagen â Verordnung betreffend Erstellung und Benutzung der Ã¶ffentlichen Dohlenanlagen vom 5. Juni 1910, Verordnung Ã¼ber die Abwasseranlagen vom 21. Mai 1958) â nicht ableiten. Wenn Art. 4.2 SEVO als nunmehr geltende Rechtgrundlage fÃ¼r die Ãbernahme <i>bestehender</i> Leitungen voraussetzt, dass sie dem Stand der Technik entsprechen, so lÃ¤sst sich jedenfalls aus dieser Vorschrift nicht ableiten, die Weigerung der Gemeinde, eine sanierungsbedÃ¼rftige und damit nicht dem Stand der Technik entsprechende Leitung bzw. die Kosten fÃ¼r die erforderliche Sanierung zu Ã¼bernehmen, verstosse gegen Treu und Glauben. Zudem haben die betroffenen GrundeigentÃ¼mer vor der Sanierung â insbesondere wÃ¤hrend der mit ihnen gefÃ¼hrten Verhandlungen betreffend die Sanierung â keinen Beschluss gefasst, das Eigentum an der Leitung an die Gemeinde zu Ã¼bertragen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Ãbrigen kommt es im vorliegenden Zusammenhang nicht darauf an, ob die streitbetroffene Leitung im Eigentum des Versorgungswerks (der Gemeinde) steht oder den EigentÃ¼mern der angeschlossenen Liegenschaften gehÃ¶rt. Ob es sich bei der Leitung um eine Durchgangsleitung im Sinn von Art. 676 des Zivilgesetzbuches (ZGB) handelt (wie dies der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht und von der Beschwerdegegnerin bestritten wird), kann offen bleiben. Das Ã¼bergeordnete kantonale und eidgenÃ¶ssische Recht steht einer Kostenpflicht der EigentÃ¼mer der angeschlossenen Liegenschaften selbst dann nicht entgegen, wenn es sich um Leitungen handelt, die gestÃ¼tzt auf Art. 676 ZGB im Eigentum des Versorgungswerks stehen (vgl. RB 1999 Nr. 45).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Die Gerichtskosten sind dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihm nach § 17 Abs. 2 VRG von vornherein nicht zu. Eine solche EntschÃ¤digung ist jedoch auch der obsiegenden Beschwerdegegnerin nicht zuzusprechen. Die Erhebung und Beantwortung von Rechtsmitteln gehÃ¶rt zum angestammten Aufgabenbereich des Gemeinwesens, weshalb diesem im Fall des Obsiegens nur bei ausserordentlichen BemÃ¼hungen eine EntschÃ¤digung zuzusprechen ist (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 17 N. 19). Diese Voraussetzungen sind hier nicht erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>