<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2015.01293</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p><span id="KAMMER"></span>III. Kammer</p><p><span id="TEILNEHMENDE"></span>Sozialversicherungsrichter Gräub als Einzelrichter<br/>Gerichtsschreiber Schetty<br/></p><p class="Standard berschrift2"><span id="ENTSCHEID"></span><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span id="ENTSCHEIDDATUM"></span><span class="Standard berschrift2">1. Dezember 2016</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><br/></p></div><div><p class="Standard RubrumFett"><span class="Standard RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch die Eltern Y.___ und Z.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard RubrumFett"><span class="Standard RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Der im Jahre 1987 geborene X.___ leidet seit Geburt an einer Zytomegalie mit Mikrocephalie, schwerem Entwicklungsrückstand und cerebraler Bewegungsstörung (Tetraspastizität) und bezog in diesem Zusam</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">menhang die ihm zustehenden Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 7/1, Urk. 7/2, Urk. 7/156). Insbesondere wurde dem Versicherten mit Verfügung vom 3. Februar 1998 Kostengutsprache für Unterschenkel-Orthesen vom 1. Januar 1998 bis 31. Januar 2003 erteilt (Urk. 7/67). Mit Verfügung vom 3. Juni 2005 und Wirkung ab 1. Juli 2005 wurde dem mittlerweile volljährigen Versicherten weiter – ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 100 % - eine ganze Rente zugesprochen (Urk. 7/138). Eine erneute Kostengutsprache für Unterschenkel-Orthesen erfolgte mit Mitteilung vom 2. Juli 2007 für die Zeit vom 11. Juni 2007 bis 30. Juni 2017 (Urk. 7/194). Am 5. Juni 2015 ging bei der Sozialversi</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, ein Kostenvoranschlag über ei</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">nen Betrag von Fr. 5‘291.55 für eine Unterschenkelorthesenerneuerung ein (Urk. 7/337 f.). Mit Verfügung vom 12. Oktober 2015 hob die IV-Stelle die Mit</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">teilung vom 2. Juli 2007 wiedererwägungsweise auf (Urk. 7/353) und stellte dem Versicherten mit Vorbescheid gleichen Datums die Ablehnung der Kosten</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">gutsprache in Aussicht (Urk. 7/351). An dieser Einschätzung hielt sie – nach erfolgter Einsprache der Eltern des Versicherten (Urk. 7/357) – mit Verfügung vom 25. November 2015 fest (Urk. 7/369 = Urk. 2).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhoben die Eltern des Versicherten am 14. Dezember 2015 Be</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">schwerde und beantragten die Kostengutsprache für die Unterschenkel-Orthesen (Urk. 1).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 21. Januar 2016 beantragte die Beschwerdegegne</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">rin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 22. Januar 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Der Einzelrichter</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="VV153"></span><span class="Standard ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der </span><span class="Standard ErwgungHngend">Beschwerde</span><span class="Standard ErwgungHngend"> in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX156"></span><span class="Standard ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Standard ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard ErwgungHngend">21 </span><span class="Standard ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (</span><span class="Standard ErwgungHngend">IVG</span><span class="Standard ErwgungHngend">)</span><span class="Standard ErwgungHngend"> hat die versicherte Person im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste An</span><span class="Standard ErwgungHngend">spruch auf jene Hilfsmittel, deren sie für die Ausübung der Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich, zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, für die Schulung, die Aus- und Weiterbildung oder zum Zwe</span><span class="Standard ErwgungHngend">cke der funktionellen Angewöhnung bedarf (Abs. 1). Versicherte, die infolge ihrer Invalidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedürfen, haben im Rah</span><span class="Standard ErwgungHngend">men einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel (Abs. 2). Die Versicherung gibt die Hilfsmittel zu Eigentum oder leihweise in einfacher und zweckmässiger Ausführung ab. Ersetzt ein Hilfsmittel Gegenstände, die der Versicherte auch ohne Invalidität anschaffen müsste, so hat er sich an den Kosten zu beteiligen (Abs. 3). Der Bundesrat kann vorsehen, dass der Versicherte ein leihweise abge</span><span class="Standard ErwgungHngend">gebenes Hilfsmittel nach Wegfall der Anspruchsvoraussetzungen weiter ver</span><span class="Standard ErwgungHngend">wenden darf (Abs. 4).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass ergänzender Vorschriften im Sinne von </span><span class="Standard ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard ErwgungHngend">21 </span><span class="Standard ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard ErwgungHngend">4 IVG hat der Bundesrat in </span><span class="Standard ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard ErwgungHngend">14 </span><span class="Standard ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung (</span><span class="Standard ErwgungHngend">IVV</span><span class="Standard ErwgungHngend">)</span><span class="Standard ErwgungHngend"> an das Eidgenössische De</span><span class="Standard ErwgungHngend">partement des Innern übertragen, welches die Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) mit anhangsweise aufge</span><span class="Standard ErwgungHngend">führter Hilfsmittelliste erlassen hat. Laut </span><span class="Standard ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard ErwgungHngend">2 HVI besteht im Rahmen der im Anhang aufgeführten Liste Anspruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fort</span><span class="Standard ErwgungHngend">bewegung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbst</span><span class="Standard ErwgungHngend">sorge notwendig sind (</span><span class="Standard ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard ErwgungHngend">1). Anspruch auf die in dieser Liste mit * bezeich</span><span class="Standard ErwgungHngend">neten Hilfsmittel besteht nur, soweit diese für die Ausübung einer Erwerbstätig</span><span class="Standard ErwgungHngend">keit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, die funktionelle Angewöhnung oder für die in der zutreffenden Ziffer des An</span><span class="Standard ErwgungHngend">hangs ausdrücklich genannte Tätigkeit notwendig sind (</span><span class="Standard ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard ErwgungHngend">2; BGE 122 V 212 E. 2a).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX117"></span><span id="XX100"></span><span class="Standard ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü</span><span class="Standard ErwgungHngend">gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Standard ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard ErwgungHngend">17 </span><span class="Standard ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard ErwgungHngend">1 ATSG). </span><span class="Standard ErwgungHngend">Auch jede andere formell rechtskräftig zugesprochene Dauerleistung wird von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erhöht, herabgesetzt oder aufgeho</span><span class="Standard ErwgungHngend">ben, wenn sich der ihr zu Grunde liegende Sachverhalt nacht</span><span class="Standard ErwgungHngend">räglich erheblich verändert hat (Abs. 2).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Fehlen die in Art. 17 ATSG genannten Voraussetzungen, so kann die Rentenverfü</span><span class="Standard ErwgungHngend">gung lediglich nach den für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen geltenden Regeln abgeändert werden. Danach ist die </span><span class="Standard ErwgungHngend">Verwaltung befugt, auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Ge</span><span class="Standard ErwgungHngend">genstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn sich diese als zweifellos unrichtig erweist und ihre Berichtigung von er</span><span class="Standard ErwgungHngend">heblicher Bedeutung ist (</span><span class="Standard ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard ErwgungHngend">53 </span><span class="Standard ErwgungHngend">Abs. 2 ATSG; BGE 110 V 176 E. 2a</span><span class="Standard ErwgungHngend"> mit Hin</span><span class="Standard ErwgungHngend">weisen).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Die Wiedererwägung rechtskräftiger Verfügungen fällt nur in Betracht, wenn es um die Korrektur grober Fehler der Verwaltung geht. Zweifellos ist die Unrich</span><span class="Standard ErwgungHngend">tigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss - derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung - denkbar. Zurückhaltung ist bei der Annahme zweifelloser Un</span><span class="Standard ErwgungHngend">richtigkeit stets dann geboten, wenn der Wiedererwägungsgrund eine materielle Anspruchsvoraussetzung betrifft, deren Beurteilung massgeblich auf Schätzun</span><span class="Standard ErwgungHngend">gen oder Beweiswürdigung und damit auf Elementen beruht, die notwendiger</span><span class="Standard ErwgungHngend">weise Ermessenszüge aufweisen. Eine vor dem Hintergrund der seinerzeitigen Rechtspraxis vertretbare Beurteilung der (invaliditätsmässigen) Anspruchsvor</span><span class="Standard ErwgungHngend">aussetzungen kann nicht zweifellos unrichtig sein (Urteil des Bundesgerichts 9C_429/2012 vom 19. September 2012 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass die fraglichen Orthesen nicht dem vom Gesetz genannten Zweck der Fortbewe</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">gung, der Herstellung des Kontakts mit der Umwelt oder der Selbstsorge dienen würden, so dass eine Kostenübernahme entfalle. Entsprechend dem massgeben</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">den Kreisschreiben habe eine steh- und gehunfähige Person keinen Anspruch auf Hilfsmittel wie Orthesen oder Schuhe, da ihr auch dank diesen das Gehen oder Stehen nicht möglich sei (Urk. 2).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machten die Eltern des Beschwerdeführers im Wesentlichen gel</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">tend, dass ihr Sohn mit den Unterschenkel-Orthesen sein Gewicht abnehmen und bei Führung auch gehen könne (Urk. 1).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Der fachtechnischen Beurteilung der A.___ vom 21. September 2015 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer die Orthesen nur zum Transfer in den Rollstuhl und zum Stehen am Stehbrett benötigt, das Gehen sei ihm nicht mög</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">lich (Urk. 7/344). Hauptziel der Versorgung sei es, den Fuss zu korrigieren und Kontrakturen entgegenzuwirken (Beurteilung der A.___ vom 26. Oktober 2015, Urk. 7/359/5).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, hielt in seinem Bericht vom 15. Oktober 2015 fest, dass der Beschwerdeführer zur Stehfähigkeit beid</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">seitige Unterschenkel-Orthesen benötige. Nur dank diesen könne er beim Stehen sein Gewicht halten. Diese Stehfähigkeit sei für den Transfer sowie für Hygie</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">nemassnahmen und Körperpflege sowohl für den Patienten als auch für die be</span><span class="Standard ErwgungHngend Erwgungen">treuenden Personen wichtig (Urk. 7/356).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Zum Anfechtungsgegenstand ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 12. Oktober 2015 (Urk. 7/353) die leistungszusprechende Mit</span><span class="Standard ErwgungHngend">teilung vom 2. Juli 2007 (Urk. 7/194) wiedererwägungsweise aufhob und gleichzeitig auf einen diesbezüglichen künftigen Vorbescheid verwies. Ein sol</span><span class="Standard ErwgungHngend">cher erging am selben Tag (Urk. 7/351). Am 25. November 2015 (Urk. 2) folgte die formelle Verfügung betreffend Verneinung der Kostengutsprache für Unter</span><span class="Standard ErwgungHngend">schenkel-Orthesen. </span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Bei dieser Ausgangslage ist vorweg zu konstatieren, dass die Verfügung vom 12. Oktober 2015 betreffend Wiedererwägung der Leistungszusprache vom 2. Juli 2007 (Kostengutsprache für Unterschenkel-Orthesen vom 11. Juni 2007 bis 30. Juni 2017) nicht in Rechtskraft erwachsen ist, sondern eine Einheit mit der Verneinung des konkreten Leistungsgesuches bildet. So findet sich in den Akten vor dem 12. Oktober 2015 kein Vorbescheid betreffend wiedererwä</span><span class="Standard ErwgungHngend">gungsweiser Aufhebung der Leistungszusprache, was indes unabdingbare Vor</span><span class="Standard ErwgungHngend">aussetzung bildet (Art. 57a Abs. 1 IVG). Sodann wurde ein entsprechender Vor</span><span class="Standard ErwgungHngend">bescheid in Aussicht gestellt und gleichentags erlassen.</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Anfechtungsgegenstand bildet damit der Anspruch des Beschwerdeführers auf Kostengutsprache für Unterschenkel-Orthesen, wobei die Thematik der Wieder</span><span class="Standard ErwgungHngend">erwägung der ursprünglichen (generellen) Leistungszusprache - obwohl in der angefochtenen Verfügung mit keinem Wort erwähnt - im Raum steht.</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Nachdem die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Mitteilung vom 2. Juli 2007 Kostengutsprache für Unterschenkel-Orthesen nach ärztlicher Ver</span><span class="Standard ErwgungHngend">ordnung für die Zeit vom 11. Juni 2007 bis 30. Juni 2017 gewährt hat, müssen für die Aufhebung der Leistungen Wiedererwägungs- oder Revisionsgründe ge</span><span class="Standard ErwgungHngend">geben sein. Die ursprüngliche Leistungszusprache stützte sich auf eine unbe</span><span class="Standard ErwgungHngend">gründete ärztliche Verordnung vom 11. Juni 2007 (Urk. 7/189). Im Rahmen der wiedererwägungsweisen Aufhebung der Mitteilung vom 2. Juli 2007 führte die Beschwerdegegnerin aus, dass die neu durchgeführten Abklärungen beim A.___ ergeben hätten, dass die ursprüngliche Leistungszusprache unkorrekt gewesen sei </span><span class="Standard ErwgungHngend">beziehungsweise keine Gültigkeit mehr habe und somit wiedererwägungsweise aufgehoben werde (Urk. 7/353).</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Vorweg ist darauf hinzuweisen, dass allein eine unkorrekte Beurteilung einer Leistungszusprache eine wiedererwägungsweise Aufhebung nicht zu rechtferti</span><span class="Standard ErwgungHngend">gen vermag. Zweifellos ist die Unrichtigkeit vielmehr nur dann, wenn kein ver</span><span class="Standard ErwgungHngend">nünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Aus den Akten ist dabei ersichtlich, dass der Beschwerdeführer mit den Orthesen be</span><span class="Standard ErwgungHngend">schränkt stehfähig ist und mit Hilfe einer Drittperson auch ein wenig gehen kann. Dass dies im Rahmen der Pflege zu einer wesentlichen Erleichterung führt, ist nachvollziehbar. Mit den fraglichen Orthesen kann der Beschwerde</span><span class="Standard ErwgungHngend">führer somit bei der Fortbewegung zumindest mithelfen und die Pflege erleich</span><span class="Standard ErwgungHngend">tern. Auch wenn dies nach neuerer Rechtsprechung im Rahmen einer Erstbeur</span><span class="Standard ErwgungHngend">teilung für eine Leistungszusprache allenfalls nicht mehr genügen würde (vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts 8C_531/2009 vom 23. Oktober 2009 und 9C_70/2013 vom 30. Dezember 2013), kann vorliegend nicht von einer zwei</span><span class="Standard ErwgungHngend">fellosen Unrichtigkeit der ursprünglichen Kostengutsprache gesprochen werden kann. Vielmehr erscheint die erfolgte Leistungszusprache im Rahmen des der Verwaltung zustehenden Ermessens als zulässig und vertretbar.</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Darüber hinaus ergeben sich weder aus der angefochtenen Verfügung noch aus den vorliegenden Akten Anhaltspunkte für eine wesentliche Veränderung des massgebenden Sachverhalts. Vor diesem Hintergrund fällt auch eine revisions</span><span class="Standard ErwgungHngend">rechtlich begründete Leistungseinstellung ausser Betracht.</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass der Beschwerdeführer weiter</span><span class="Standard ErwgungHngend">hin Anspruch auf Kostengutsprache für Unterschenkel-Orthesen gemäss der Mitteilung vom 2. Juli 2007 hat. In Gutheissung der Beschwerde führt dies zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 25. November 2015.</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard ErwgungHngend"><span class="Standard ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus</span><span class="Standard ErwgungHngend">gang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Standard ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span id="_GoBack"></span><span class="Standard berschrift3">Der Einzelrichter erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard DispoHngend"><span class="Standard DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 25. November 2015 aufgehoben und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer weiterhin An</span><span class="Standard DispoHngend">spruch auf Kostengutsprache für Unterschenkel-Orthesen nach ärztlicher Verordnung hat.</span></p><p class="Standard DispoHngend"><span class="Standard DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard DispoHngend">600</span><span class="Standard DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard DispoHngend"> auferlegt. </span><span class="Standard DispoHngend">Rech</span><span class="Standard DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard DispoHngend">der</span><span class="Standard DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Standard DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Standard DispoHngend"><span class="Standard DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard DispoAufzhlung"><span class="Standard DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard DispoAufzhlung">Y.___ und Z.___</span><span id="CURSOR"></span></p><p class="Standard DispoAufzhlung"><span class="Standard DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard DispoAufzhlung"><span class="Standard DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard DispoEinzug"><span class="Standard DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard DispoAufzhlung"><span class="Standard DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Standard Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der EinzelrichterDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSchetty</p></div><div><p></p></div> </div></body></html>