B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-5563/2012 U r t e i l v o m 2 8 . F e b r u a r 2 0 1 3 Besetzung Richter Francesco Brentani (Vorsitz), Richter Pietro Angeli-Busi; Richterin Maria Amgwerd; Gerichtsschreiber Corrado Bergomi Parteien X._______, bestehend aus 1. A._______, 2. B._______, vertreten durch Rechtsanwältin Daniela Lutz und/oder Rechtsanwalt Stefan Kühnis, Beschwerdeführerinnen, gegen Bundesamt für Strassen ASTRA, Rechtsdienst und Landerwerb, 3003 Bern, Vergabestelle. Gegenstand Zuschlagsentscheid betreffend Submission N04/06 Galgenbucktunnel; Los 4 Anschluss Bahntal; Erstellen des Anschlusses Bahntal mit Baugruben- abschlüssen, Werkleitungen, Trasse, Stützmauern, Brücken und Tagbautunnel (publiziert im SIMAP vom 5. Oktober 2012, Meldungsnummer 750715, Projekt-ID 79579). B-5563/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Am 30. November 2011 schrieb das Bundesamt für Strassen, Abteilung Strasseninfrastrukur, Filiale Winterthur (im Folgenden: Vergabestelle) auf der Internetplattform SIMAP (Informationssystem über das öffentliche Be- schaffungswesen der Schweiz) unter dem Projekttitel "N04/06 G algen- bucktunnel; Los 4 Anschluss Bahntal; Erstellen des Anschlusses Bahntal mit Baugrubenabschlüssen, Werkleitungen, Trasse, Stützmauern, Br ü- cken und Tagbautunnel" die Ausführung eines Bauauftrage s im offenen Verfahren aus. Gemäss Punkt 2.8 der Ausschreibung ist das Leistung s- verzeichnis (Amtsversion) in jedem Fall vollständig ausgefüllt und absolut unverändert einzureichen und das Leistungsverzeichnis ist durch den An- bieter zwingend in der Form abz ugeben, wie es in PDF -Form in der Aus- schreibung beigelegt ist, wobei auch nur geringfügig bewusst oder unb e- wusst abgeänderte Ausführungsunterlagen zum Ausschluss aus dem Vergabeverfahren führen. B. Innert der Frist für die Einreichung des Angebots (5. April 2012) gingen 14 Offerten ein, darunter diejenige der X._______, bestehend aus A._______ und B._______, sowie diejenige der Y ._______. C. Am 5. Oktober 2012 wurde der Zuschlag an die Y ._______ auf der Inter- netplattform SIMAP veröffentlicht (Meldungsnummer 750715). Als B e- gründung für den Zuschlagsentscheid wurde angegeben: "Nach Beurte i- lung der Zuschlagskriterien erreichte der Zuschlagsempfänger die höch s- te Punktzahl aller geeigneten Anbieter. Seine Offerte ist somit in ihrer Ge- samtheit die wirtschaftlich günstigste. Die Offerte des Zuschlagsempfä n- gers überzeugte besonders durch eine sehr gute Bewertung über alle Zu- schlagskriterien". Am gleichen Tag wurden der X._______, c/o A._______ die Gründe für de n Ausschluss ihres Angebots vom Vergabeverfahren mitgeteilt: "Wesentliche Bestandteile des Leistungsverzeichnisses (7.2 Kostengrundlagen) fehlen". D. Gegen den Zuschlagsentscheid vom 5. Oktober 2012 sowie gegen die Mitteilung des Ausschlusses erhob die X._______, bestehend aus A._______ und B._______ (im Folgenden: Beschwerdeführerinnen), mit Eingabe vom 25. Oktober 2012 Beschwerde beim Bundesverwaltungsge- richt. In prozessualer Hinsicht ersuchen die Beschwerdeführerinnen um B-5563/2012 Seite 3 vorerst superprovisorische und alsdann definitive Erteilung der aufschi e- benden Wirkung , um Gewährung der Einsicht in sämtlic he Akten des Vergabeverfahrens – soweit nicht begründete Geheimhaltungsinteressen geltend gemacht werden – sowie um Durchführung eines zweiten Schri f- tenwechsels. I n materieller Hinsicht beantragen sie die Aufhebung der Ausschlussverfügung und des Zuschlagsentscheids, eventualiter die Au f- hebung des Zuschlagsentscheids und Rückweisung der Sache an die Vergabestelle mit der Weisung, unter Einbezug des Angebots der B e- schwerdeführerinnen eine neue Angebotsbewertung vorzunehmen. Im Rahmen der Begründung machen die Beschwerdeführerinnen ge l- tend, der Ausschluss sei offensichtlich überspitzt formalistisch und sei wegen des Fehlens unwesentlicher Beilagen (das Lohnnebenkoste n- schema SBV und das Kalkulationsschema Tiefbau) erfolgt, deren mat e- rieller Gehalt in der Offerte nachvollziehbar enthalten sei. Beide Schema- ta dokumentierten nämlich jene Preisinformationen, die direkt und ide n- tisch in die 81 Preisanalysen und in das Leistu ngsverzeichnis NPK 103 eingeflossen seien. Die fehlenden Unterlagen bezögen sich auf Hinter- grundinformationen zum Leistungsverzeichnis NPK 103, in dem die Ve r- tragsgrundlagen und Grundlagen für die Kalkulation sowie für Preisänd e- rungen geregelt seien und hä tten umgehend und rasch nachgefordert werden können, weil sie bei den Beschwerdeführerinnen vorhanden g e- wesen seien, d. h. sie hätten weder nachträglich erstellt werden müssen noch das direkte Preis -Leistungsverhältnis der Offerten und den Wettb e- werb beeinflusst. Durch eine nachträgliche Einforderung, die sich gestützt auf die Grundsätze der Verhältnismässigkeit und des wirtschaftlichen Einsatzes der öffentlichen Mittel durch die Vergabestelle aufgedrängt hät- te, wären den Beschwerdeführerinnen keine Vorteil e bzw. ihren Konku r- rentinnen keinerlei Nachteile entstanden. Die fehlenden Schemata seien mit fehlenden Bescheinigungen vergleichbar, welche gemäss Rechtspre- chung des Bundesverwaltungsgerichts einen Ausschluss aus Verhältni s- mässigkeitsgründen nicht rechtfertigten. Weiter machen die Beschwerde- führerinnen geltend, die Vergabestelle habe die Widersprüchlichkeit der Unterlagen selber zu verantworten. Denn die beiden Schemata seien in der Checkliste der einzureichenden Dokumente der Vergabestelle nicht erwähnt w orden, und auch im beigelegten Mustervertrag sei NPK 103 nicht als Vertragsbestandteil aufgeführt gewesen. Die Beschwerdeführe- rinnen stellen sich auf den Standpunkt, der Ausschluss missachte auch den zentralen Grundsatz des Vergaberechts, wonach dem wirtsc haftlich günstigsten Angebot der Zuschlag zu erteilen sei. Die Beschwerdeführ e- rinnen hätten nämlich einen Preis offeriert, der 20% unter demjenigen der B-5563/2012 Seite 4 Zuschlagsempfängerin liege. Die Beschwerdeführerinnen sind der Me i- nung, dass der Zuschlagspreis sich keinem der im Offertöffnungsprotokoll aufgeführten Preise zuordnen lasse und leiten aus dieser Vermutung a b, dass zumindest mit de r Zuschlagsempfängerin Verhandlungen geführt worden seien. Damit seien der Beschwerde sehr gute Erfolgschancen zuzuerkennen. Im R ahmen der Interessenabwägung stünden keine ö f- fentlichen Interessen entgegen, weshalb die aufschiebende Wirkung zu erteilen sei. E. Mit superprovisorischer Anordnung vom 26. Oktober 2012 untersagte der Instruktionsrichter bis zum Entscheid über den Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung alle Vollzugsvorkehrungen, namentlich den Ver- tragsschluss mit der Zuschlagsempfängerin. Zudem wurde die Vergab e- stelle aufgefordert, dem Bundesverwaltungsgericht bis zum 8. November 2012 die vollständigen Akten über das in Frage stehende Vergabeverfah- ren einzureichen und innerhalb der gleichen Frist zu den prozessualen Anträgen der Beschwerdeführerinnen bzw. bis zum 23. November 2012 zur Beschwerde in der Hauptsache Stellung zu nehmen. Der Zuschlags- empfängerin wurde freigestellt, bis zum 8. November 2012 zum Antrag der Beschwerdeführerin auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung bzw. bis zum 23. November 2012 in der Hauptsache Stellung zu nehmen. F. Mit Verfügung vom 30. Oktober 2012 wurden die am 29. Oktober 2012 eingegangenen Beschwerdebeilagen 1-9 und 11-19 sowie die mit der Be- schwerde vom 25. Oktober 2012 eingegangenen Beilagen 10/1 und 10/2 der Vergabestelle zugestellt, mit der Bitte, diese dem Bundesverwa l- tungsgericht spätestens mit ihrer Stellungnahme zum Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung zu retournieren. G. Mit Vernehmlassung vom 8. November 2012 beantragt die Vergabestelle, das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung sei abzuweisen, über das Gesuch sei ohne weiteren Schriftenwechsel und ohne Ver zug zu entscheiden, und die Beschwerde sei abzuweisen. In materieller Hi n- sicht stellt sich die Vergabestelle auf den Standpunkt, die Beschwerde erweise sich als aussichtslos. Es sei unbestritten, dass die Beschwerd e- führerinnen ihrer Offerte weder das Lohnn ebenkostenschema noch das Kalkulationsschema Tiefbau – welches die einheitliche Kalkulationsgrund- lage für alle Preise im Leistungsverzeichnis bilde und damit die Grundl a-B-5563/2012 Seite 5 ge für die objektive Vergleichbarkeit der Offerten in Bezug auf das Preis -/ Leistungsverhältnis – beigelegt hätten. Es könne nicht belegt werden, ob die Beschwerdeführerinnen die Dokumente tatsächlich zum behaupteten Zeitpunkt erstellt hätten. Bei den fehlenden Dokumenten handle es sich um wesentliche Grundlagen für die Beurteilung des Angeb ots, welche durch die Beschwerdeführerinnen nachträglich hätten verändert werden können. Beim Fehlen solcher Dokumente müsse eine Offerte wegen w e- sentlicher Formfehler ausgeschlossen werden. Selbst wenn die Dok u- mente nachgereicht worden wären, hätten diver se Widersprüche in den Preisanalysen korrigiert werden müssen, was sich auf die Einheitspreise und die Gesamtvergütung ausgewirkt hätte. Eine solche Korrektur durch die Beschwerdeführerinnen sei im Hinblick auf das Gleichbehandlung s- gebot und das Transparen zprinzip nicht haltbar. Des Weiteren hält die Vorinstanz den Beschwerdeführerinnen entgegen, die Ausschreibungsun- terlagen hätten keine widersprüchlichen Angaben enthalten. Es lasse sich im übrigen nicht erklären, warum dieselbe Arbeitsgemeinschaft im Verg a- beverfahren betreffend das Los 3, dessen Ausschreibungsunterlagen gleich wie für das hier interessierende Los 4 aufgebaut seien, das ko m- plette Leistungsverzeichnis eingereicht habe. Hinsichtlich der Vermutung der Beschwerdeführerinnen, wonach sich der publizierte Preis keinem der im Offertöffnungsprotokoll genannten Preisen zuordnen lasse, führt die Vergabestelle aus, dies sei nicht auf Verhandlungen mit de r Zuschlag- sempfängerin zurückzuführen, sondern darauf, dass deren Angebot rech- nerisch um den Skontobetrag bereinigt worden sei. Die Vergabestelle hält fest, die aufschiebende Wirkung sei nicht nur wegen Aussichtlosigkeit der Beschwerde zu erteilen, sondern auch weil überwiegende öffentliche Inte- ressen vorlägen, welche aus den Interdependenzen zwischen dem Los 3 (Galgenbucktunnel) und Los 4 (Anschluss Bahntal) resultierten. Schlies s- lich beantragt die Vergabestelle, das Akteneinsichtsrecht der Beschwe r- deführerinnen zu beschränken, soweit es sich um die Offerten der Ko n- kurrenten (Dossiers 4 sowie 6 -8) und aufg rund der damit verbundenen Verknüpfungen auch um den Evaluationsbericht und diverse Vergabeu n- terlagen (Dossiers 1 und 2) handle. H. Mit Eingabe vom 9. November 2012 (Posteingang: 12. November 2012) teilte die Zuschlagsempfängerin mit , sich nicht als Partei zu kon - stituieren, weshalb sie auch keine formellen Anträge stellte, aber trotzdem eine Stellungnahme in der Hauptsache einreichte. B-5563/2012 Seite 6 I. Am 14. November 2012 stellte das Bundesverwaltungsgericht den B e- schwerdeführerinnen die Vernehmlassung der Vergabestelle un d diejeni- gen Aktenstücke zu, in Bezug auf welche keine Vorbehalte angebracht wurden (Beilagen 1 -13 der Vernehmlassung) , mit Ausnahme von einer teilweise abgedeckten Kopie der Seite 8 des Evaluationsberichts. Zugleich gab es den Beschwerdeführe rinnen Gelege nheit, bis zum 23. November 2012 ihre Beschwerde zu ergänzen, soweit ihnen dies aufgrund der bisherigen Aktenkenntnis nicht möglich gewesen war. J. Mit Beschwerdeergänzung vom 23. November 2012 erneuer ten die B e- schwerdeführerinnen im Wesentlichen ihre Rechtsbegehren sowohl in prozessualer als auch in materieller Hinsicht. Die Beschwerdeführerinnen verweisen auf Ziff. 3.6 der Ausschreibungsunterlagen, wonach die Preis- analyse für sämtliche Positionen detailliert (n ach Löhnen, Geräten, Mate- rial) erstellt werden müsse, unbesehen, ob Leistungen durch den Haup t- unternehmer, Subunternehmer oder Lieferanten erbracht werden . Sie e r- klären, die Subunternehmerleistungen z. B. für die NBK 164, 171, 172, 222, 223 und 281 ebenfal ls auf die Positionen Lohn, Material und Inve n- tar aufgeschlüsselt zu haben. Die von der Vergabestelle in den Preisan a- lysen vorgeworfenen "unterschiedlichen Lohnansätze" und "Endzuschl ä- ge" seien darauf zurückzuführen, dass die entsprechenden Positionen Leistungen von Subunternehmern mit völlig unterschiedlichen Lohna n- sätzen enthielten. "Aufgrund des Endzuschlags von 1.12 " seien die betreffenden Leistungen aber ohne Weiteres als Fremdleistungen e r- kennbar. K. Mit Stellungnahme zur Beschwerdeergänzung vom 10. Dezember 2012 hält die Vergabestelle an den in der Vernehmlassung gestellten Recht s- begehren fest. Entgegen der Meinung der Beschwerdeführerinnen sei keineswegs offensichtlich, dass sich die abweichenden Kostenansätze (Werkkosten und Endzuschläge) auf Fremdle istungen bezögen. Der j e- weilige Endzuschlag für Fremdleistungen werde individuell durch den A n- bieter kalkuliert und ergebe sich nicht ohne Weiteres aus der unvollstä n- digen Offerte. Da die Kalkulationsunterlagen fehlten, hätten die Frem d- leistungen nicht identifiziert werden können, und eine diesbezügliche A n- nahme hätte die Vergabestelle höchstens aufgrund einer Vermutung tre f- fen können, was sich nicht mit dem Transparenzprinzip rechtfertigen l as- se. Aus dem Umstand, dass im Abschnitt "Lohn" der Preisanalysen die B-5563/2012 Seite 7 Bezeichnungen "Bauarbeiten", "Maschinist" und "Kranführer" verwendet worden seien, sei für die Vergabestelle nicht erkennbar, dass es sich d a- bei um Subunternehmerleistungen handle, sondern dies deute auf Eigen- leistungen hin. Im Weiteren präzisiert die Vergabestelle, der Anteil an Subunternehmerleistungen liege mit 22.6% der Angebotssumme bereits nahe beim erlaubten Maximum von 25% gemäss Eignungskriterium 2. Ih- rer Ansicht nach stehe die Behauptung der Beschwerdeführerinnen in i h- rer Beschwerdeergänzung, wonach die Leistungen für NPK 164 (Veran- kerung und Nagelwände) und 171 (Pfähle) durch Subunternehme r e r- bracht würden, in Widerspruch mit ihrer Angabe in der Offerte , wonach die massgebenden Arbeiten des Spezialtiefbaus (Pfahlwände, Anker, Bohrpfähle) durch die ALG4 ausgeführt würden. Die Leistungen zu den genannten NPK-Kapitel seien auch nicht in der Liste der Subunternehmer als solche deklariert worden und seien im Total der offerierten Fremdlei s- tungen von CHF 7'967'000.00 (bei einer totalen Angebotssumme von CHF 35'225'013.75) auch nicht enthalten. Unter Berücksichtigung der Un- terkapitel, für welche eine Preisanalyse verlangt worden sei bzw. der g e- samten Summe für NPK 164 und 171 betrage der Anteil an Subunte r- nehmerleistungen 30.1% bzw. 33.2%. Da die Besch werdeführerinnen somit auch das Eignungskriterium 2 nicht erfüllten, hätten sie vom Verfah- ren ausgeschlossen werden müssen. Diese Stellungnahme der Vori n- stanz inklusive Beilagen 17 -19 wurde den Beschwerdeführerinnen mit Verfügung vom 12. Dezember 2012 zugestellt. L. Mit Stellungnahme vom 27. Dezember 2012 halten die Beschwerdeführe- rinnen an ihren Rechtsbegehren und bisherigen Ausführungen fest. Ihrer Ansicht nach hätten sie in ihrer Eingabe vom 23. November 2012 tran s- parent ausgeführt, dass sie überall do rt vom Kalkulationsschema der bei- den ARGE-Gesellschaften abgewichen seien, wo sie aufgrund von Lief e- ranten, Subunternehmern oder konzerninternen Leistungen auch andere Preise verrechnet hätten. Das würde die Vergabestelle mit der von ihr eingereichten Beilage 17 bestätigen. Weiter erklären die Beschwerdefüh- rerinnen, dass die in der genannten Beilage rot markierten konzerninte r- nen Leistungen in den NPK Positionen 164 und untergeordnet in 171 durch die C._______ (eine Tochter der A._______) und D._______ (Toch- ter der B._______) ausgeführt würden. Dabei handle es sich um zuläss i- ge, nicht deklarationspflichtige konzerninterne und damit den ARGE - Mitgliedern selbst zuzurechnende Leistungen , nicht hingegen um eige n- ständige Subunternehmungen. Im Sinne der geforderte n Preisanalysen handle es sich aber um Fremdleistungen, da die genannten Konzernei n-B-5563/2012 Seite 8 heiten anders kalkulieren (müssten). Die Beschwerdeführerinnen sind der Auffassung, die Vergabestelle könne Subunternehmer im Sinne der g e- forderten Angaben sowie Voraussetzungen der Submission einerseits und Fremdleistungen in den Begrifflichkeiten der Preisanalysen anderer- seits nicht gleichsetzen, ohne dabei das Willkürverbot zu verletzen. Damit erweise sich der nachgeschobene und deshalb von vorne herein nicht zu hörende Ausschlussgrund als inhaltlich unzutreffend. M. Mit Stellungnahme vom 11. Januar 2013 hält die Vergabestelle an ihren Anträgen und Ausführungen fest. N. Mit Verfügung vom 14. Januar 2013 hat das Bundesverwaltungsgericht die Stellungnahme der Vergabestelle den Beschwerdeführerinnen zuge- stellt und mitgeteilt, dass ein weiterer Schriftenwechsel nicht vorgesehen sei. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Ob die Prozessvoraussetzungen gegeben sind und auf eine B e- schwerde einzutreten ist, hat das Bundesve rwaltungsgericht von Amtes wegen und mit freier Kognition zu prüfen (BVGE 2007/6 E. 1 mit weiteren Hinweisen). 1.2 Gegen Verfügungen betreffend den Zuschlag bzw. den Ausschluss vom Vergabeverfahren steht die Beschwerde an das Bundesverwa l- tungsgericht offen (Art. 27 Abs. 1 i. V. m. Art. 29 Bst. a des Bundesgeset- zes vom 16. Dezember 1994 über das öffentliche Beschaffungswesen, BöB, SR 172.056.1). Für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsg e- richt sind die Vorschriften des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) massgebend, s o- weit das BöB und das Bundesgesetz über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) nichts anderes bestimmen (Art. 26 Abs. 1 BöB und Art. 37 VGG). 1.3 Als ausgeschlossene Anbieterinnen sind die Beschwerdeführerinnen nach Art. 48 Abs. 1 VwVG zur Beschwerde legitimiert (vgl. BVGE 2007/13 B-5563/2012 Seite 9 E. 1.4; Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B -7393/2008 vom 14. Januar 2009 E. 1.4). Frist und Form der Beschwer de sind ge - wahrt (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Der Kostenvorschuss - wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG). Die Vertreter der Be - schwerdeführerinnen haben sich rechtsgenüglich durch Vollmacht ausge- wiesen (Art. 11 Abs. 2 VwVG). 1.4 Das BöB erfasst nur Beschaffungen, welche dem Übereinkommen vom 15. April 1994 über das öffentliche Beschaffungswesen (ÜöB, SR 0.632.231.422) unterstellt sind (BVGE 2004/48 E. 2.1 mit Hinweisen). Das BöB ist anwendbar, wenn die Auftraggeberin dem Gesetz untersteht (Art. 2 Abs. 1 BöB), der geschätzte Wert des zu vergebenden öffentlichen Auftrages die Schwellenwerte von Art. 6 Abs. 1 BöB erreicht und keiner der Ausnahmetatbestände von Art. 3 BöB gegeben ist. Die Vergabestelle ist als Bundesamt Teil der allg emeinen Bundesverwaltung und daher nach Art. 2 Abs. 1 Bst. a BöB diesem Gesetz unterstellt. Die ausgeschrie- benen Arbei ten umfassen die Erstellung des Anschlusses Bahntal mit Baugrubenabschlüssen, Werkleitungen, Trasse, Stützmauern, Brücken und Tagbautunnel und stellen unbestrittenermassen einen Bauauftrag dar (vgl. Ausschreibung Ziffer 2.2 und 1.8). Die Beschaffung fällt damit g e- mäss Art. 5 Abs. 1 Bst. c und Abs. 2 BöB in den Anwendungsbereich des BöB. Aufgrund des zugeschlagenen Offertpreises von CHF 44'883'331.00 ist ohne Weiteres davon auszugehen, dass der für die Anwendbarkeit des BöB erforderliche Schwellenwert für Bauwerke von 8,7 Millionen Franken (vgl. Art. 6 Abs. 1 Bst. c BöB bzw. Art. 1 Bst. c Ziff. 1 der Verordnung des EVD vom 23. November 2011 über die Anpassung der Schwellenwerte im öffentlichen Beschaffungswesen für die Jahre 2012 und 2013 [AS 2011 5581]) erreicht ist. Die Vergabe erfolgte somit in Anwendung der bunde s- rechtlichen Bestimmungen über das öffentliche Beschaffungswesen. 2. Die Vergabestelle schloss das Angebot der Beschwerdeführerinnen aus, weil in diesem wesentliche Bestandteile des Leistungsverzeichnisses (7.2 Kostengrundlagen) gefehlt hätten . Die Beschwerdeführerinnen räumen ein, dass sie zwei Dokumente - das Lohnnebenkostenschema und das Kalkulationsschema SBV – zwar erstellt und ausgefüllt, jedoch der Offerte nicht beigelegt hatten. Sie gehen indessen davon aus, dass beide Sch e- mata bloss Hilfsblätter für die Ermittlung der Kostenansätze darstellten und die darin enthaltenen Angaben ohnehin in die abgegebenen Offertun- terlagen eingeflossen seien. Der Ausschluss ihres Angebots verletze das B-5563/2012 Seite 10 Verbot des überspitzten Formalismus , weil die Dokumente vorhanden gewesen seien und nicht nachträglich hätten geändert werden können. Durch e in nachträgliches Einverlangen seitens der Vergabestelle wären den Beschwerdeführerinnen keinerlei Vorteile bzw. ihren Konkurrentinnen keinerlei Nachteile entstanden. Zudem hätten widersprüchliche Angaben in den Ausschreibungsunterlagen dazu beigetragen, d ass die zwei fragl i- chen Dokumente nicht zusammen mit der Offerte eingereicht worden se i- en (vgl. Sachverhalt Bst. D). 2.1 Die Auftraggeberin schliesst Angebote und Anträge auf Teilnahme mit wesentlichen Formfehlern vom weiteren Verfahren aus (vgl. Art. 19 Abs. 3 BöB). Nach Art. 19 Abs. 1 BöB müssen die Anbieter ihre Offerte schrif t- lich, vollständig und fristgerecht einreichen. Dieser Regel liegt der G e- danke zugrunde, dass die Vergabestelle anhand der eingereichten Offe r- ten direkt zur Vergabe des Auftrags schrei ten können soll (Zwischenen t- scheid des Bundesverwaltungsgerichts B -5084/2007 vom 8. November 2007 E. 3.1.1 mit Verweis auf das Urteil des Bundesgerichts 2P .164/2002 vom 27. November 2002 E. 3.3). Die Entgegennahme eines Angebots, das den Vorgaben der Aussc hreibung bzw. der Ausschreibungsunterl a- gen nicht entspricht, ist im Hinblick auf das Gebot der Gleichbehandlung der Anbieter und dasjenige der Transparenz problematisch (BVGE 2007/13 E. 3.1 mit Verweis auf den Entscheid der BRK vom 23. Deze m- ber 2005, BRK 2005-017, veröffentlicht in: VPB 70.33 E. 2a/aa). Ein Aus- schluss aus formellen Gründen ist namentlich wegen eigenmächtiger Ä n- derung der Angebotsbedingungen vorgesehen. Dies auch dann, wenn in der Folge das wirtschaftlich günstigste Angebot nicht berücksicht igt wer- den kann (BVGE 2007/13 E. 3.3; Urteil B -5084/2007 vom 28. Januar 2008 E. 2.1). 2.2 Gemäss Art. 29 Abs. 1 BV liegt ein überspitzter Formalismus vor, wenn für ein Verfahren rigorose Formvorschriften aufgestellt werden, o h- ne dass die Strenge sachlich gere chtfertigt wäre, oder wenn die Behörde formelle Vorschriften mit übertriebener Schärfe handhabt. Durch ein de r- artiges Vorgehen wird die Formstrenge zum blossen Selbstzweck, womit die Verwirklichung des materiellen Rechts in unhaltbarer Weise erschwert oder gar verhindert werden kann (BGE 132 I 249 E. 5). Aus dem Verbot des überspitzten Formalismus wie auch aus Art. 9 BV kann die Verpflic h- tung der Behörde abgeleitet werden, den Privaten in gewissen Situati o- nen von Amtes wegen auf Verfahrensfehler hinzuweisen, die er begangen hat oder im Begriffe ist zu begehen (vgl. zum Ganzen BVGE 2007/13 E. 3.2 mit Hinweisen). Der Offerent ist sodann nicht schon wegen unbedeu-B-5563/2012 Seite 11 tender Mängel seines Angebots oder wegen eines Verhaltens mit Bag a- tellcharakter auszuschliessen ( PETER GALLI/ANDRÉ MOSER/ELISABETH LANG/EVELYNE CLERC, Praxis des öffentlichen Beschaffungswesen, zwei- te Auflage, Zürich/Basel/Genf 2007, N. 271 ff. mit Hinweisen). Demge- genüber sind Offerten, die unvollständig sind in Bezug auf Angaben, die sich auf das Preis -Leistungs-Verhältnis auswirken, grundsätzlich ausz u- schliessen (vgl. zu den Grenzen der Offertbereinigung insbesondere BVGE 2007/13 E. 3.4). Die Praxis unterscheidet bei nicht den Anford e- rungen entsprechenden Offerten drei Kategorien : Eine erste Kategorie umfasst Angebote, welche die Vergabestelle aufgrund ihrer Mängel nicht ohne Verletzung des Transparenz - und Gleichbehandlungsgebots in die Bewertung einbeziehen kann, also ausschliessen muss. Dabei ist an jene Fälle zu denken, in welchen die Unvollständigkeit wesentliche Punkte des Angebots betrifft und der Ausschlussgrund ein gewisses Gewicht aufweist (AGVE 1999 S. 341 ff. E. 3b/ee). Eine zweite Kategorie von Offerten ist dadurch gekennzeichnet, dass die Vergabestelle sie durch Rückfragen auf den verlangten Stand bringen darf, aber nicht muss; die Vergabestelle verfügt demnach in diesem Rahmen über einen gewissen Ermessen s- spielraum (BVGE 2007/13 E. 6.2). Die dritte und letzte Kategorie lässt sich so umschreiben, dass die Mängel des Angebots derart geringfüg ig sind, dass die Vergabestelle zur Bereinigung derselben Hand bieten muss (vgl. zum Ganzen BVGE 2007/13 E. 3.3 sowie den Zwischenen t- scheid B -7393/2008 vom 14. Januar 2009 E. 3.1 und das Urteil B-8061/2010 vom 18. April 2011 E. 6.1). 3. Nachfolgend ist zu prüfen, ob das Lohnnebenkosten- und das Kalkulati- onsschema SBV als wesentliche Bestandteile des Leistungsverzeichni s- ses zu erachten sind und die Vergabestelle deren Nichteinreichung mit der Offerte als wesentlichen Formfehler einstufen durfte, um gestützt dar- auf das Angebot der Beschwerdeführerinnen vom Vergabeverfahren aus- zuschliessen. 3.1 In einem ersten Schritt wird geprüft, ob die Ausschreibung und die Au s- schreibungsunterlagen klare Vorgaben zu den Erwartungen der Vergabe- stelle bezüglich der Vollständigkeit der einzureichenden Offerten und zu den Folgen im Fall der Missachtung solcher Vorgaben enthalten. 3.1.1 Die Ausschreibung und die Ausschreibungsunterlagen haben einen Leistungsbeschrieb zu enthalten (GALLI/MOSER/LANG/CLERC, a. a. O., B-5563/2012 Seite 12 Rz. 225). Die Vergabeunterlagen haben die benötigten Waren und Dienstleistungen mittels eines umfassenden Produkte - oder Aufgab e- beschriebs oder eines detaillierten Leistungsverzeichnisses zu beschre i- ben sowie alle Anforderungen an technische Spezifikationen, di e erfüllt werden müssen, zu enthalten (vgl. Art. 18 Abs. 1 lit. b VöB, sowie Art. 16 Abs. 1 VoeB i. V. m. Ziffer 3 lit. b und Ziffer 10 des Anhangs 4 zur VöB). Der Inhalt von Ausschreibung und Ausschreibungsunterlagen ist für die Anbieter insofern von gros sem Belang, als ein den Vergabeunterlagen nicht entsprechendes Angebot vom Vergabeverfahren ausgeschlossen werden kann. 3.1.2 Gemäss Punkt 2.8 der Ausschreibung ist das Leistungsverzeichnis (Amtsversion) in jedem Fall vollständig ausgefüllt und absolut unverä n- dert einzureichen und das Leistungsverzeichnis ist durch den Anbieter zwingend in der Form abzugeben, wie es in PDF -Form in der Ausschrei- bung beigelegt ist, wobei auch nur geringfügig bewusst oder unbewusst abgeänderte Ausführungsunterlagen zum Ausschluss a us dem Vergab e- verfahren führen. Gemäss Checkliste einzureichender Dokumente gemäss Ziffer 2.1.3 der Bestimmungen zum Vergabeverfahren sind ein kompletter Ausdruck (Voll- text in Papierform) des vollständig ausgefüllten EDV - Leistungsverzeichnisses (ohne Ände rungen im Leistungsverzeichnis), sowie eine Diskette oder CD mit vollständig ausgefülltem Leistungsve r- zeichnis abgespeichert nach SIA 451/ IFA92 (ohne Änderungen im Lei s- tungsverzeichnis) einzureichen. In den Bestimmungen zum Vergabeve r- fahren Los 4, Seite 2, Ziffer 2.11, wird verlangt, dass das vollständig au s- gefüllte, insbesondere mit Preisen ergänzte Leistungsverzeichnis (g e- mäss Ziffer 3 der vorgesehenen Vertragsurkunde) einzureichen ist. Gemäss Ziffer 7 der Ausschreibungsunterlagen setzt sich das Leistungs- verzeichnis für das hier fragliche Los wie folgt zusammen: - 7.1 Deckblatt Leistungsverzeichnis, Kostenzusammenstellungen; - 7.2 Kostengrundlagen, unterteilt in NPK 103 (7.2.1), Lohnnebenkoste n- schema SBV (7.2.2) und Kalkulationsschema SBV (7.2.3); - 7.3 Produktionskostenindex (PKI), unterteilt in Grundlagen (7.3.1) und Zuteilung der NPK Leistungsverzeichnisse (7.3.2); - 7.4 Leistungsverzeichnis Los 4. B-5563/2012 Seite 13 Ziffer 7 der Ausschreibungsunterlagen (Leistungsver zeichnis) umfasst 8 Seiten. Im Leistungsverzeichnis NPK 103, S. 2 wird festgehalten, dass das Kalkulationsschema SBV vollständig einzureichen ist. In den Unte r- nehmerangaben Los 4 werden der komplette Ausdruck des Leistungsver- zeichnisses inkl. unterschriebene m Deckblatt, Kostenzusammenstellung, Kostengrundlagen (Register 7) sowie eine Diskette oder CD mit Lei s- tungsverzeichnis (Register 7) in der Zusammenstellung der mit der Offe r- te abzugebenden Unterlagen ausdrücklich aufgeführt. Die Seiten 5 (Lohnnebenkostenschema SBV) und 6 (Kalkulatio nsschema SBV) wurden der Offerte der Beschwerdeführerinnen nicht beigelegt. 3.1.3 Aus dem Ausschreibungstext ergibt sich widerspruchsfrei und u n- missverständlich, dass die Vergabestelle die vollständige Ausfüllung und die absolut unveränderte Einreichung des Leis tungsverzeichnisses g e- mäss den Aussc hreibungsbeilagen ausdrücklich verlangt hat. Insbeso n- dere waren das Lohnnebenkosten- und das Kalkulationsschema Tiefbau einzureichen. In Punkt 2.8 der Ausschreibung stellt die Vergabestelle ex- plizit in Aussicht, dass bei nicht ausschreibungskonformer sowie unvol l- ständiger Einreichung das Angebot ausgeschlossen würde. Dieser Hi n- weis gemäss Punkt 2.8 der Ausschreibung kann dahingehend interpretiert werden, dass die Missachtung dieser Formvorschriften de n Ausschluss der Offerte aus dem Vergabeverfahren auslöst. Demnach gehen die B e- schwerdeführerinnen fehl, wenn sie behaupten, dass die Einreichung beider Schemas in den Ausschreibungsunterlagen nicht erwähnt worden sei. Ihnen hätte indessen klar sein müssen, dass vollständig au sgefüllte Offertunterlagen nach dem Willen der Vergabestelle unverzichtbar waren, um die formelle Prüfung der Offerte überhaupt bestehen zu können. Unbestrittenermassen haben die Beschwerdeführerinnen das Lohnn e- benkostenschema SBV und d as Kalkulationsschema SBV (Seiten 5 und 6 des Leistungsverzeichnisses) nicht mit ihrem Angebot und somit ein unvollständiges Leistungsverzeichnis eingereicht. Dieses Versehen er- staunt, wenn man unter Hinweis auf die unbestritten gebliebenen Ausfüh- rungen der Vergabestelle bedenkt, dass die aus den gleichen Beschwe r- deführerinnen bestehende Arbeitsgemeinschaft für das Los 3 desselben Projekts (Galgenbucktunnel) , für welches die gleichen Ausschreibung s- bedingungen galten, ein vollständiges Angebot eingereicht hat. In diesem Sinn werden ihre Vorbringen, die Ausschreibungsunterlagen seien mit Widersprüchen behaftet, zumindest stark relativiert, zumal die Beschwer- deführerinnen von der Möglichkeit, Unklarheiten hinsichtlich der einzure i-B-5563/2012 Seite 14 chenden Dokumenten in der Frage -Antwort-Runde zu beseitigen, keinen Gebrauch gemacht haben. Demnach ist aus rein formeller Sicht nicht zu beanstanden, dass die Ver- gabestelle die festgestellte Unvollständigkeit aufgrund der klar formulie r- ten Vergabebedingungen mit dem Ausschluss vom Vergabeverfahren sanktionierte. Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts kann das Verbot des überspitzten Formalismus die Vergabestelle nicht dazu ve r- pflichten, beim Anbieter eines unvollständigen Angebots fehlende Belege und Bescheinigungen nachzufordern, jedenfalls nicht, wenn die Au s- schreibungsunterlagen den Ausschluss von unvollständigen Angeboten ausdrücklich angedroht haben ( Urteil des Bundesgerichts 2C_197/2010 und 2C_198/2010 vom 30. April 2010, E. 6). In diesem Sinne ist das Vor- gehen der Vorinstanz grundsätzlich nich t zu beanstanden und lässt sich mit der Ansicht des Bundesgerichts vereinbaren. 3.2 Andererseits räumt das Bundesgericht mit Hinweis auf seine weitere Praxis sowie auf OLIVIER RODONDI (La gestion de la procédure de so u- mission, in Droit des marchés publics 2008, Rz. 64 und 66) ein, dass der Ausschluss eines Angebots nur dann in Frage kommt, wenn der Verstoss gegen die Formvorschriften an und für sich schwerwiegend erscheint und sich dessen Schwere aus der Missachtung wesentlicher, in der Au s- schreibung und de n Ausschreibungsunterlagen festgelegten Vergabeb e- dingungen ergibt (vgl. 2C_197/2010 und 2C_198/2010, E. 6.3 m. w. H. ; vgl. auch vorne E. 2.2). Aus diesem Grund ist vorliegend zu untersuchen, ob die Vergabestelle die Nichteinreichung des Lohnnebenkosten - und Kalkulationsschemas SBV als schwerwiegenden Verstoss gegen die vergaberechtlichen For m- vorschriften ansehen und gestützt darauf das Angebot der Beschwerd e- führerinnen aus dem Vergabeverfahren ausschliessen durfte. 3.2.1 Praxis und Doktrin gehen von einer schwe rwiegenden Verletzung der vergaberechtlichen Formvorschriften aus, wenn die Eingabefrist nicht eingehalten wird und wenn das Angebot inhaltlich erheblich von den au f- gestellten Vergabebedingungen divergiert ; vorbehalten bleiben die R e- geln über die Varianten und Fälle, wo die amtlichen Vorgaben schwere Mängel enthalten (vgl. GALLI/MOSER/LANG/CLERC, a. a. O., Rz. 273; HANS RUDOLF TRÜEB in: Matthias Oesch, Rolf H. Weber, Roger Zäch (Hrsg.), Wettbewerbsrecht II Kommentar - VKU, SVKG, VertBek, PüG, BöB, UWG, BGBM und THG, Rz. 7 ad Art. 19 BöB, jeweils mit Hinweise auf die B-5563/2012 Seite 15 Praxis). Bei Unvollständigkeiten im Leistungsverzeichnis, die sich direkt auf das Preis -Leistungs-Verhältnis auswirken, wie beispielsweise fehle n- de Preispositionen oder ähnliches, ist ein strenge r Massstab anzulegen (vgl. DANIELA LUTZ, Die fachgerechte Auswertung von Offerten in: Aktue l- les Vergaberecht 2008, Rz. 24 -26; BVGE 2007/13 E. 3.3 ; vgl. Entscheid der BRK 2005-017 vom 23. Dezember 2005 E. 2a/aa; VG Graubünden U 01 109, zitiert in GALLI/MOSER/LANG/CLERC, a. a. O., Rz. 284). Das Bun- desgericht hat diesbezüglich festgehalten, dass im Rahmen der Offertb e- reinigung nur fehlerhafte arithmetische Operationen, nicht aber Fehler in der Preiserklärung eine Korrektur durch den Auftraggeber zu rechtfertigen vermögen (Urteil des Bundesgerichts 2P .4/2000 vom 26. Juni 2000, E. 3b). 3.2.2 Die Beschwerdeführerinnen setzen das Lohnnebenkostenschema SBV und das Kalku lationsschema mit unwesentlichen Beilagen und B e- scheinigungen gleich, deren Preisinformationen ihrer Ansicht nach direkt und identisch in die 81 Preisanalysen und in das Leistungsverzeichnis NPK 103 eingeflossen seien. 3.2.2.1 Gemäss Erklärung des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV) vom 2. November 2012 an die Zuschlagsempfängerin (Beilage 3 der Vernehmlassung der Vergabestelle vom 8. November 2012 ) dienen das Lohnnebenkostenschema sowie das Kalkulationsschema SBV der Abbildung der Kalkulation sgrundlagen im Bauhauptgewerbe, sie stellen die ursprüngliche Kostengrundlage dar und sind für die Berechnung von Nachtragspreisen, Mengenänderungen und Teuerungsabrechnungen massgebend. In der selben Eingabe wird für den Fall, dass die SIA -Norm 118 zum Vertragsbestandteil erklärt wird, festgehalten, dass die erwäh n- ten Schemas zwingend auszuschreiben bzw. einzureichen seien, andern- falls würde dem Bauherrn der Einblick in die ursprüngliche Kostengrun d- lage verwehrt. Vorliegend ist unbestritten, dass die SIA-Normen im fragli- chen Vergabeverfahren Anwendung finden (vgl. Ausschreibungsunterl a- gen, Dossier 3, Besondere Bestimmungen, Ziffer 720). Die Ausführungen des SBV im genannten Schreiben werden in der einschlägigen Doktrin bestätigt und ergänzt (vgl. JÖRG BUCHER, I. Kalkulation, in: Schweizer i- sche Baurechtstagung 2007, S. 186 f.; DURI F. PRADER, in P eter Gauch (Hrsg.), Kommentar zur SIA-Norm 118 – Art. 38-156, Vorbemerkungen zu Art. 62-83, S. 127 f.). Angesichts der vorstehenden Ausführungen kann davon ausgegangen werden, dass d ie der Offerte der Beschwerdeführerinnen nicht beigele g-B-5563/2012 Seite 16 ten Schemata zumindest nicht als unbedeutend eingestuft werden kö n- nen. 3.2.2.2 Die Beschwerdeführerinnen machen geltend, dass die in den frag- lichen Schemata enthaltenen Preisinformationen sich direkt und identisch in den 81 Preisanalysen und im Leistungsverzeichnis wieder fänden, wo- bei sie anhand eines konkretes Beispiels aufzuzeigen versuchen , dass die Angaben gemäss den Kalkulationsschemata mit der Preisanalyse für die Position 611.131 in NPK 151 "Kabelschacht 1000/1000" (Beschwe r- debeilagen 14, 15 und 17) übereinstimmen. Um diese These zu unte r- mauern, führen die Besch werdeführerinnen allerdings nur ein einzi ges Beispiel an und sehen ansonsten davon ab , die von ihnen behauptete Datenübereinstimmung auch in Bezug auf die restlichen Positionen kon- kret zu veranschauliche n. Anhand eines einzigen Beispiels erweist es sich als schwierig, die Behauptungen der Beschwerdeführerinnen auf ihre Begründetheit insgesamt hin zu überprüfen. Es ist im Übrigen nicht Au f- gabe des Bundesverwaltungsgerichts, eine solche aufwändige Prüfung selbst an die Hand zu nehmen. Indessen konnte die Vergabestelle unter Hinweis auf weitere konkrete Preisanalysen (vgl. Beilagen 2a -f der ersten Vernehmlassung) in nac h- vollziehbarer Weise darlegen, dass die Beschwerdeführerinnen fünf ver- schiedene Lohnansätze f ür Bauarbeiter sowie zwei verschiedene Loh n- ansätze für den Maschinist en und unterschiedliche Endzuschläge für die Kostenelemente Lohn, Material und Inventar aufgeführt haben. Aufgrund dieser Angaben sind plausible Anhaltspunkte dafür ersichtlich , dass bei der Vergabestelle eine gewisse Unsicherheit bezüglich der Kosten kalku- lation der Beschwerdeführerinnen entstehen konnte, die selbst bei en t- sprechender Nachforderung der Schemata nicht hätte aufgewogen we r- den können. Wie die Vergabestelle überzeugend darlegt, hätten die An- passungen der Ansätze in den Preisanalysen an die Kalkulationsgrundla- gen zu einer Veränderung des Totals führen können und da die Einholung solcher Anpassungen erst nach Bekanntgabe der unbereinigten Preise der Offerenten erfolgt wäre, wäre eine solche Nachbesserungsmöglic h- keit nicht mit dem Gleichbehandlungs - und Transparenzgebot vereinbar gewesen. Ebenso wenig können die Beschwerdeführerinnen aus ihren Ausführu n- gen in der Beschwerdeergänzung etwas zu ihren Gunsten ableiten. Dort führen die Beschwerdeführerinnen die ihnen von der Vergabestelle vo r- gehaltenen unterschiedlichen Lohnansätze und Endzuschläge darauf z u-B-5563/2012 Seite 17 rück, dass sie die durch Subunternehmer zu erbringenden Leistungen in den Preisanalysen – wie bei den Eigenleistungen – auf die Pos itionen Lohn, Material und Inventar aufgeschlüsselt haben. Hierbei verweisen sie auf die Arbeiten für NPK 164 (Verankerung und Nagelwände), NPK 171 (Pfähle), NPK 172 (Abdichtungen), NPK 222 und 222 (Pflästerungen und Belagsarbeiten) sowie NPK 281 (Fahrzeug rückhaltesysteme, Geländer). Die Leistungen der Subunternehmer enthielten völlig verschiedene Loh n- ansätze, seien aber aufgrund des Endzuschlags von 1.12 ohne Weiteres als Frem dleistungen erkennbar gewesen. Um die Aussage zu bekräft i- gen, dass die Lohnansätz e und Zuschläge für sämtliche Eigenleistungen und Fremdleistungen gemäss den fehlenden Schemata in alle entspr e- chenden Preisanalysen eingeflossen sei en, beschränken sie sich einzig auf die Angabe einer Preisanalyse (NPK 113.21.201) hinsichtlich Eige n- leistungen sowie auf den Hinweis auf sechs von 81 Preisanalysen hi n- sichtlich Fremdleistungen, anstatt die einschlägigen Passagen in sämtl i- chen Preisanalysen hervorzuheben . Zudem verwickeln sich die B e- schwerdeführerinnen in Widersprüche, wenn sie bezüglich der Le istun- gen für NPK 164 und 171 behaupten, diese von Subunternehmern erbringen zu lassen, aber dann in den Unternehmerangaben gemäss i h- rer Offerte angeben, dass die massgebenden Arbeiten des Spezialtie f- baus (Pfahlwände, Anker, Bohrpfähle) durch die AGL4 ausge führt we r- den. Es lässt sich demnach nachvollziehen, dass die Beschwerdeführerinnen mit ihren Vorbringen keine hinreichende Klarheit über die Kostensituation in ihrem Angebot zu schaffen vermögen . Insbesondere konnten sie nicht überzeugend aufzeigen, dass die Angaben gemäss den nicht eingereic h- ten Schemata sofort erkennbar, direkt, vollständig und unmissverständlich in die 81 Positionen eingeflossen und dass Eigen - und Fremdleistungen ohne Weiteres zu identifizieren sind. 3.2.3 Angesichts der vorstehenden Ausführungen und auch vor dem Hi n- tergrund, dass die Beschwerdeführerinnen keine Einwendungen gegen die Erklärung des SBV erhoben haben, obwohl ihnen im Beschwerdeve r- fahren Gelegenheit dazu geboten wurde, bestehen zumindest gewisse Indizien dafür, dass den fraglic hen Schemata nicht bloss eine unterg e- ordnete Bedeutung oder eine bagatellarische Natur beigemessen werden kann, wie dies die von den Beschwerdeführerinnen zitierte Rechtspr e- chung im Fall eines nicht korrekt ausgefüllten Preisblatts, einer nicht rechtskonformen Bankgarantie sowie einer fehlenden Unterschrift bereits angenommen hat (Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts B-5563/2012 Seite 18 B-1057/2012 vom 29. März 2012, E. 3.2 f.). Im Unterschied zum vorlie- genden Fall konnten im genannten Beschwerdeverfahren die Mängel der Offerte als lediglich untergeordnete Unvollständigkeiten erachtet und im Rahmen der Offertbereinigung umgehend behoben werden. Indessen hat das Bundesverwaltungsgericht in einem anderen Beschwerdeverfahren es auch nicht als rechtswidrig erkannt, dass die Vergabestelle keine wei- teren Abklärungen traf, nachdem sie ein Projekt nicht als genügende R e- ferenz erachtet hatte (Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-7393/2008, E. 3.2.2.3). In dieser Hinsicht sei nochmals auf den Erme s- sensspielraum hinzuweisen, welcher der Vergabestelle zugestanden wird (vgl. vorne E. 2). Im vorliegenden Fall durfte und musste von den Beschwerdeführerinnen schon aufgrund der klar formulierten Ausschreibungsunterlagen verlangt werden, dass sie ein vollständiges Leistungsverzeichnis, mithin ein voll- ständiges Angebot einreichen. Die von den Beschwerdeführerinnen nicht beigelegten Schemata können als bedeutende Grundbestandteile für die Preiskalkulation mit Bezug auf sämtliche Preise im Leistungsverzeichnis geeignet sein, Einfluss auf das Preis-Leistungs-Verhältnis auszuüben und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie sich auf die Bewertung der Wirtschaftlichkeit eines Angebots auswirken könnten. Nachdem es sich im Rechtsmittelverfahren ergeben hat , dass die Beschwerdeführe- rinnen verschiedene Lohnansätze und Endzuschläge offeriert haben und zumindest klärungsbedürftige Angaben im Zusammenhang mit Eigen - und Fremdleistungen vor gelegt wurden , ist wohl kaum wahrscheinlich, dass eine nachträgliche Ergänzung im Rahmen der Offertbereinigung oh- ne grossen Aufwand und ohne Verletzung der vergaberechtl ichen Prinzi- pien hätte erfolgen dürfen. Im Interesse der Vergleichbarkeit der Offerten und unter Berücksichtigung des Gleichbehandlungsgebots durfte die Ve r- gabestelle im v orliegenden Fall eine strenge Haltung einnehmen . Dies nicht zuletzt, weil allfällige nachträgliche Anpassungen mit einer gewissen Manipulationsgefahr verbunden sind. Ein Verstoss gegen das Verbot des überspitzten Formalismus ist demnach nicht ersichtlich. Unter den geg e- benen Umständen konnten die Beschwerdeführerinnen von der Vergabe- stelle nicht erwarten, dass sie ihre Offerte auf einen vergleichbaren Stand bringt und b ewertet (vgl. BVGE 200 7/13 E. 6.3, Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-6123/2011 vom 8. Dezember 2011, E. 4.4). 3.3 B-5563/2012 Seite 19 3.3.1 Aufgrund der Ausführungen der Beschwerdeführerinnen in der B e- schwerdeergänzung, wonach zahlreiche Leistungen – unter anderem die Leistungen für NPK 164 (Verankerungen und Nagelwände) und NPK 171 (Pfähle) – durch Subunternehmer bzw. selbständige Konzerneinheiten der Mutterhäuser erbracht werden sollen, hat die Vergabestelle in der darauf folgenden Stellungnahme die Angaben zu den Subunternehme r- leistungen überprüft. Sie führt aus, der Anteil an Subunternehmerleistu n- gen liege mit 22.6% der Angebotssumme bereits nahe beim erlaubten Maximum von 25% gemäss Eignungskriterium 2. Ihrer Ansicht nach stehe die Behauptung der Beschwerdeführerinnen in ihrer Beschwerdeergä n- zung, wonach die Leistungen für NPK 164 (Verankerung und Nagelwän- de) und 171 (Pfähle) durch Subunternehmer erbracht würden, in Wide r- spruch mit ihrer Angabe in der Offerte, wonach die massgebenden Arbe i- ten des Spezialtiefbaus (Pfahlwände, Anker, Bohrpfähle) durch die ALG4 ausgeführt würden. Die Leistungen zu den genannten NPK-Kapitel seien auch nicht in der Liste der Subunternehmer als solche deklariert worden und seien im Total der offerierten Fremdleistungen von CHF 7'967'000.00 (bei einer totalen Angebotssumme von CHF 35'225'013.75) auch nicht enthalten. Unter Berücksichtigung der Unterkapitel, für welche eine Preisanalyse verlangt worden sei bzw. der gesamten Summe für NPK 164 und 171 betrage der Anteil an Subunternehmerleistungen 30.1% bzw. 33.2%. Aufgrund dieser Erkenntnisse erachtet die Vergabestelle das Eignungskriterium 2 als nicht erfüllt, weshalb die Beschwerdeführerinnen auch aus diesem Grund vom Verfahren hätten ausgeschlossen werden müssen. Die Beschwerdeführerinnen erklären in ihrer Stellungnahme , dass die Leistungen in den NPK Positionen 164 und 17 1 durch die C._______ (ei- ne Tochter der A._______) und die D._______ (Tochter der B._______) ausgeführt würden. Dabei handle es sich um zulässige, nicht deklarat i- onspflichtige konzerninterne und damit den ARGE -Mitgliedern selbst z u- zurechnende Leistungen, n icht hingegen um eigenständige Subunte r- nehmungen. Im Sinne der geforderten Preisanalysen handle es sich aber um Fremdleistungen, da die genannten Konzerneinheiten anders kalk u- lieren (müssten). Wenn die Vergabestelle Subunternehmer im Sinne der geforderten Angaben und Voraussetzungen der Submission einerseits und Fremdleistungen in der Begrifflichkeit der Preisanalysen gleichsetze, verletze sie das Willkürverbot. Damit erweise sich der nachgeschobene und deshalb von vorne herein nicht zu hörende Ausschlussgr und als i n- haltlich unzutreffend. B-5563/2012 Seite 20 3.3.2 Vorliegend trifft es zu, dass die Vergabestelle erst im Rahmen de r Stellungnahme zur Beschwerdeverbesserung im Rechtsmittelverfahren die Nichterfüllung des Eignungskriteriums 2 als weiteren Ausschlussgrund anführt. Die Lehr e hat gegen eine solche Vorgehensweise insofern g e- wisse Bedenken gehegt, als dabei ein Risiko besteht, dass die Vergab e- behörde die Begründung des Vergabeentscheids erst im Nachhinein für das Beschwerdeverfahren konstruiert und an die in der Beschwerde e r- hobenen Vorwürfe der Beschwerdeführer anpasst (vgl. ROBERT WOLF, Die Beschwerde gegen Vergabeentscheide – Eine Übersicht über die Rech t- sprechung zu den neuen Rechtsmitteln, in ZBl 104/2003, S. 1 ff., insb e- sondere S. 19-22). In der Praxis der Gerichte wird dieses Thema differen- ziert angegangen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich hat e r- kannt, dass neue Vorbringen der Vergabestelle nach der Beschwerd e- antwort ausnahmsweise zulässig sind, soweit diese durch entsprechend ergänzte Vorbringen der Gegenseite ve ranlasst wurden oder sich auf nachträglich entdeckte erhebliche Tatsachen beziehen (vgl. VGr, 19 Juni 2002, VB.2001.00360, E. 5d , bestätigt in VGr, 28. September 2011, VB.2011.00322, E. 4; vgl. auch Obergericht des Kantons Schaffhausen, OGE Nr. 60/2010/15 vom 3. September 2010 sowie Nr. 60/2003/16 vom 30. Januar 2004). Vorliegend haben die Beschwerdeführerinnen mit ihren Ausführungen in der Beschwerdeergänzung selber dazu beigetragen, dass die Vergabestelle im Rahmen der nachfolgenden Eingabe eine E r- weiterung der Begründung vornahm. Nachdem sich die Beschwerdefü h- rerinnen im Rahmen der Stellungnahme vom 2. Dezember 2012 zu den neuen Vorbringen haben äussern können, wäre eine allfällige Gehörsve r- letzung ohnehin als geheilt zu betrachten. Im Übrigen gelten im Be- schwerdeverfahren vor Bundesverwaltungsgericht die Untersuchungsma- xime (Art. 12 VwVG) und der Grundsatz der Rechtsanwendung von Am- tes wegen (Art. 62 Abs. 4 VwVG) , nicht aber das Rügeprinzip, wie dies zum Teil bei der Verfassungsbeschwerde vor dem Bundesgericht der Fall ist (vgl. THOMAS HÄBERLI, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxi s- kommentar VwVG, Zürich/Basel/Genf 2009, N. 37 f. zu Art. 62 VwVG; GIOVANNI BIAGGINI, in: Niggli/Uebersax/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Ko m- mentar, Bundesgerichtsgesetz, 2. Auf lage, Basel 2011, Rz. 9 ff. zu Art. 117 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG, SR 173.110] ). Aus diesem Gründen kann einer Berücksichtigung des erst nach der Beschwerdeantwort nachg e- schobenen Ausschlussgrunds im vorliegenden Beschwerdeverfahren nichts entgegenstehen. B-5563/2012 Seite 21 3.3.3 Im Punkt 3.8 der Ausschreibung wird vorausgesetzt, dass der Anteil der Leistungserbringung durch Unterakkordanten 25% nicht übersteigen darf. In der Beschwerdeergänzung und der Stellungnahme vom 27. De- zember 2012 erklären die Beschwerdeführerinnen, dass die Leistungen für NPK 164 und 171 durch ihre jeweiligen Tochtergesellschaften (C._______ und D._______ ) ausgeführt werden. Vom Standpunkt der Beschwerdeführerinnen aus gelten Tochtergesellschaften nicht als Su b- unternehmerinnen, ihre Arbeiten fallen dennoch unter Fremdleistungen, da sie anders kalkulierten. Die Beschwerdeführerinnen erachten mit B e- zug auf die Eignungskriterien Konzernbetrachtungen als zulässig, umg e- kehrt seien etwa reine Lieferleistungen in den Begrifflichkeiten der Prei s- analysen Fremd leistungen, welche nicht den Subunternehmen zuz u- schreiben seien. Die Sichtweise der Beschwerdeführerinnen ist nicht überzeugend. Toch- tergesellschaften können allenfalls Subunternehmer oder Lieferant des Anbieters sein, ihre Tatsachen und Rechtspositionen können aber nicht dem Anbieter zugerech net werden; das heisst: es gibt keinen vergab e- rechtlichen Durchgriff auf Tochtergesellschaft en eines Bieters; dasselbe gilt für Kon zerngesellschaften (vgl. MARTIN BEYELER, Der Geltungsa n- spruch des Vergaberechts, Zürich/Basel/Genf 2012, N. 1374, 1378-1380). Eine Tochtergesellschaft wird dann zur Bieterin , wenn sie in eigenem Namen offerier t oder als Mitglied eines Konsortiums mit dem A nbieter eine Arbeitsgemeinschaft bildet (vgl. BEYELER, a. a. O., N. 1374). Vorlie- gend ist unbestritten, dass die zwei genannten Tochtergesellschaften nicht Teil der aus den Beschwerdeführerinnen zusammengesetzten A r- beitsgemeinschaft sind, weshalb die von ihnen ausgeführten Arbeiten nicht den Beschwerdeführerinnen zuzurechnen sind, sondern als Subu n- ternehmerleistungen zu gelten haben. Daraus wird ersichtlich, dass die Beschwerdeführerinnen die Arbeitsleistungen der Tochtergesellschaft nicht als Eigen -, sond ern als Subunternehmerleistungen hätten auswe i- sen müssen. Andererseits durfte die Vergabestelle aufgrund der im Rechtsmittelverfahren neu gewonnenen Erkenntnissen die Beträge für die unzutreffend deklarierten Eigenleistungen für NPK 164 und 171 (CHF 2'649'021.50 nur für die Unterkapitel der NPK bzw. CHF 3'744'15'25 in s- gesamt; vgl. Beilage 17) zurecht zu den Beträgen für die offerierten Su b- unternehmerleistungen hinzurechnen sowie festhalten, dass der Anteil an Subunternehmerleistungen neu 30.1% (nur fü r die Unterkapitel) bzw. 33.2% (insgesamt) beträgt. Insofern ist nicht zu beanstanden, wenn die Vergabestelle aufgrund der Überschreitung der maximalen Grenze für B-5563/2012 Seite 22 Subunternehmerleistungen das dazugehörige Eignungskriterium als nicht erfüllt erachtet. Mit Verweis auf BEYELER (a. a. O., Rz. 1367) räumen die Beschwerdefüh- rerinnen ein, dass z. B. reine Lieferleistungen nicht mit Leistungen eines Subunternehmers gleichzusetzen sind. D as ist zwar zutreffend, weil für Lieferanten - im Unterschied zu Subunternehme rn – grundsätzlich keine besondere Vorschriften gelten und ohne Einschränkung eingesetzt we r- den können ( BEYELER, a. a. O., Rz. 1365, 1586 ff.). Wenig ersichtlich ist aber, welche Vorteile die Beschwerdeführerinnen mit dem gemachten Zitat zu erlangen beabs ichtigen, zumal sie nicht substantiiert begründen, ob bzw. inwiefern es sich bei von den Tochtergesellschaft zu erbringe n- den Leistungen nun um reine Lieferleistungen handelt. Nach dem Gesag- ten und aufgrund der im Rechtsmittelverfahren vorgebrachten Argumen te muss davon ausgegangen werden, dass das Eignungskriterium 2 als nicht mehr erfüllt gilt. Bei diesem Ergebnis kann die Frage offen gelassen werden, ob d en Be- schwerdeführerinnen aufgrund ihres Preisangebots der Zuschlag zu ertei- len gewesen wäre. Immerhin darf noch erwähnt sein , dass der Preisu n- terschied von 20% zwischen der Offerte der Beschwerdeführerinnen und derjenigen der Zuschlagsempfängerin im Offertöffnungsprotokoll schein- bar darauf zurückzuführen ist, dass im Offertenpreis der Zuschla gs- empfängerin gemäss Offertöffnungsprotokoll der Skonto mit eingerechnet und ihre Offerte noch nicht bereinigt war. 4. Die Beschwerdeführerinnen verlangen Einsicht in sämtliche Akten des Vergabeverfahrens, namentlich die detaillierten Auswertungsunterlagen (Evaluationsbericht inkl. Beilagen). Im Beschwerdeverfahren werden vorab jene Akten beigezogen und zur Einsicht zur Verfügung gestellt, die sich als entscheiderheblich erweisen können, soweit keine schützenswerten Geheimhaltungsinteressen ta n- giert sind (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -1052/2012 vom 29. März 2012, E. 5.2 und B-913/2012 vom 28. März 2012, E. 9 ). In Be- zug auf die Akteneinsicht ist festzustellen, dass dem Aktenein sichtsbe- gehren der Beschwerdeführerin nen mit Verfügung vom 14. November 2012 bzw. 12. Dezember 2012 teilweise entsprochen wurde. Mit Verfü- gung vom 14. November 2012 wurden den Beschwerdeführerinnen eine teilweise abgedeckte Kopie der Seite 8 des Evaluationsberichts sowie e i-B-5563/2012 Seite 23 ne Kopie des Beilagenverzeichnisses der Vorakten (Dokumente 1-8) zu- gestellt. Im offengelegten Auszug des Evaluationsbericht s sind die Grü n- de für den Ausschluss der Offerte der Beschwerdeführerinnen enthalten. Die Beschwerdeführerinnen konnten auch in die Beilagen 1 -13 der Ve r- nehmlassung der Vergabestelle vom 8. November 2012 Einsicht nehmen. In den Beilagen 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 11 befinden sich die einschlägigen Auszüge aus den Ausschreibungsunterlagen, welche über das Erforde r- nis des komplett und unverändert einzureichenden Leistungsverzeichni s- ses Aufschluss geben. In Beilage 3 (Schreiben des SBV vom 2. Nove m- ber 2012) äussert sich der SBV zur Tragweite des Lohnnebenkoste n- schemas sowie zum Kalkulationsschema SBV und deren zwingenden Einreichung mit der Offerte. Die Beilage 13 enthält das anonymisierte Offertöffnungsprotokoll. Mit Verfügung vom 12. Dezember 2012 wurden den Beschwerdeführerinnen die Stellungnahme zur Beschwerdeergä n- zung der Vergabestelle vom 10. Dezember 2012 inklusive vier weitere r Beilagen übermittelt. In den Beilagen 15 -17 sind Anhaltspunkte dafür er- sichtlich, wonach die Angaben der Beschwerdeführerinnen in der Offerte bezüglich Ausführung der Arbeiten für Pfahlwände, Anker und Bohrpfähle durch die Arbeitsgemeinschaft oder Subunternehmen mit den Ausführun- gen im Beschwerdeverfahren im Widerspruch stehen. In Beilage 17 b e- findet sich eine von der Vergabestelle zusammengestellte tabellarische Übersicht der Subunternehmerleistungen der Beschwerdeführerinnen. Aufgrund der ihnen zur Verfügung stehenden Unterlagen konnten sich die Beschwerdeführerinnen ohne Weiteres ein Bild von den Gründen ma- chen, die zum Ausschluss ihrer Offerte vom Vergabeverfahren geführt haben. Mit der Durchführung eines mehrfachen Schriftenwechsels hatten sie zudem Gelegenheit, ihren Standpunkt mehrmals zu erörtern. In Anbet- racht der sich vorliegend stellenden Fragen konnte das Bundesverwa l- tungsgericht für das vorliegende Urteil ausschliess lich auf die Eingaben der Beschwerdeführerinnen und der Vergabestelle und auf die genannten Beilagen abstellen, so dass es sich erübrigt, das Akteneinsichtsrecht auf weitere Unterlagen auszudehnen. Dies umso mehr, als die Beschwerd e- führerinnen in ihrem Begehren nicht substantiieren , warum und welche Dokumente sie neben dem Evaluationsbericht einsehen möchten. 5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdeführerinnen mit der Nichteinreichung des Lohnnebenkostenssch emas sowie des Kalkulati- onsschemas Tiefbau ein ausschreibungswidriges Angebot vorlegte. Ge- mäss den klar formulierten Vergabebedingungen gelten beid e Schemata als Bestandteile des Leistungsverzeichnisses, welches vollständig ausge-B-5563/2012 Seite 24 füllt und absolut unverändert einzureichen war, widrigenfalls das Angebot vom Vergabeverfahren ausgeschlossen werde. Von widersprüchlichen Angaben in der Ausschreibung sowie den Ausschreibungsunterlagen kann nicht die Rede sein. Die Beschwerdeführerinnen konnten nicht da r- tun, dass das Fehlen dieser Kalkulationsgrundlagen einen Mangel unte r- geordneter Bedeutung darstellt und nicht plausibel aufzeigen, dass die Angaben in den fehlenden Schemata ohnehin in einer Weise in die abge- gebenen Preisanalysen eingeflossen seien , welche die Einreichung be i- der Schemata geradezu als überflüssig erscheinen liesse . Vielmehr ha- ben sich aus den verschiedenen offerierten Lohnansätzen und Zuschl ä- gen sowie widersprüchlichen Angaben hinsichtlich Eigen- und Subunter- nehmerleistungen Unklarheiten in der Kalkulation ergeben, welche geeig- net sein können, auf die Bewertung der Wirtschaftlichkeit des Angebots Auswirkungen zu zeitigen. Es ist nicht auszuschliessen, dass nachträglich eingeholte Informationen zu einer unzulässigen Änderung der Angebot s- grundlagen und der offerierten Preise geführt hätten. Der Ausschluss der Beschwerdeführerinnen vom Vergabeverfahren verletzt somit weder das Verbot des überspitz ten Formalismus noch das Verhältnismässigkeit s- prinzip. Es sind auch keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass die Ve r- gabestelle das ihr zugestandene Ermessen nicht pflichtgemäss ausgeübt hätte. Zudem konnte die Vergabestelle im Rechtsmittelverfahren in n ach- vollziehbarer Weise darlegen, dass das Angebot der Beschwerdeführ e- rinnen auch wegen Nichterfüllung des Eignungkriteriums 2 hätte ausg e- schlossen werden müssen, da der maximal zulässige Anteil an Subunter- nehmerleistungen überschritten war. Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die Vergabestelle das Angebot der Beschwerdeführerinnen aufgrund der Einreichung eines unvollständigen Angebots sowie mangels Eignung im Ergebnis zu Recht vom Vergab e- verfahren ausschliessen durfte. Der Antrag der Beschwerdeführerin nen auf Aufhebung des Vergabeentscheides vom 5. Oktober 2012 und auf Er- teilung des Zuschlags sowie der Eventualantrag auf Rückweisung der Sache an die Vergabestelle zur Vornahme einer neuen Angebotsbewe r- tung sind daher abzuweisen. Die mit Zwischenverfügung vo m 26. Okt o- ber 2012 superprovisorisch erteilte aufschiebende Wirkung fällt mit dem Erlass des vorliegenden Urteils dahin. Damit erübrigt sich zugleich die Beurteilung des Antrags auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung . Soweit die Akteneinsichtsrechtsbegehren der Beschwerdeführerinnen durch die bis anhin gewährte Akteneinsicht nicht gegenstandslos gewo r- den sind, sind sie abzuweisen. B-5563/2012 Seite 25 6. Abschliessend ist noch über die Gerichtskosten zu befinden. 6.1 Die Gerichtsgebühr bestimmt sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parte i- en (Art. 63 Abs. 4bis VwVG; Art. 2 Abs. 1 des Reglementes über die Kos- ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008, VGKE, SR 173.320.2). Für Streitigkei ten mit Vermö - gensinteresse legt Art. 4 VGKE den Gebührenrahmen aufgrund des Streitwertes fest. Im vorliegenden Fall, unter Berücksichtigung, dass kein Zwischenentscheid betreffend die aufschiebende Wirkung ergangen ist und ein verfahrensabschliessendes Urteil gefällt werden kann, ist die Ge- richtsgebühr aufgrund des Streitwertes auf Fr. 20'000.- festzusetzen. Sie ist der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3 0'000.- zu verrechnen. Der Saldo im Betrag von Fr. 10'000.- wird den Beschwer- deführerinnen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils z u- rückerstattet. 6.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als Bundesbehörde hat die obsiegende Vergabe - stelle jedoch keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). 6.3 Mit Eingabe vom 9. November 2012 (Posteingang: 12. November 2012) hat die Zuschlagsempfängerin zwar formell ihren Verzicht erklärt, eigene Anträge zu stellen und sich als Partei zu konstituieren , aber trotz- dem Ausführungen zur Begründetheit der Beschwerde in der Hauptsache gemacht. Die Klärung der Parteistellung der Zuschlagsempfängerin ist in Bezug auf das mit der Parteistellung verbundene Kostenrisiko von B e- lang. Grundsätzlich kann es nicht angehen, dass eine Zuschlagsempfä n- gerin durch den Verzicht, sich als Partei zu kons tituieren aber gleichzeitig durch die Einreichung einer Stellungnahme in der Hauptsache das Kos- tenrisiko in unzulässiger Weise zu umgehen versucht. Vorliegend decken sich die Ausführungen der Zuschlagsempfängerin in ihrer Stellungnahme aber weitgehend mit denjenigen der Vergabestelle und teilweise wurden dieselben Beilagen herangezogen. Bei dieser Sachlage erhellt, dass die Stellungnahme der Zuschlagsempfängerin keinen zusätzlichen prozess u- alen Aufwand verursacht und zu keiner Verfahrensverteuerung zu Laste n der Beschwerdeführerin geführt hat. Würde man der Zuschlagsempfä n-B-5563/2012 Seite 26 gerin Parteistellung attestieren, wäre sie als obsiegende Partei zu b e- trachten, weshalb ihr keine Verfahrenskosten aufzuerlegen wären. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 20'000.- werden den Beschwerdeführeri n- nen auferlegt. Sie werden mit dem von ihnen geleisteten Kostenvo r- schuss von Fr. 30'000. - verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 10'000.- wird ihnen nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet. 3. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen. 4. Das Schreiben der Zuschlagsempfängerin vom 9. November 2012 wird den Beschwerdeführerinnen zur Kenntnis zugestellt. B-5563/2012 Seite 27 5. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerinnen (Gerichtsurkunde; Beilagen: Rückerstat- tungsformular sowie gemäss Ziff. 4); – die Vergabestelle (Ref-Nr. Simap-Nr. 750715; Gerichtsurkunde); – die Zuschlagsempfängerin (Einschreiben). Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Francesco Brentani Corrado Bergomi Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), wenn der g e- schätzte Wert des zu ver gebenden Auftrags den massgebenden Schwel- lenwert erreicht und sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bede u- tung stellt (Art. 83 Bst. f Ziff. 1 und 2 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefoch- tene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdefü h- rende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: 28. Februar 2013