<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2008.00824</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann als Einzelrichter</p><p>Gerichtssekretärin Fehr</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 10. Oktober 2008</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1957, leitet seit etwa 1988 unter einem Keratoko</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nus (Urk. 7/4 Ziff. 1.2-3). Mit Verfügung vom 25. Juni 1993 übernahm die sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerzeit zuständige Ausgleichskasse des Kantons Zürich im Rahmen von medizi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nischen Massnahmen die Keratoplastik (Hornhauttransplantation) am rechten Auge und sprach zudem optische Hilfsmittel zu (Urk. 7/15 = Urk. 7/16). Weiter gewährte sie am 23. September 1993 Kontaktlinsen für das linke Auge (Urk. 7/1; Urk. 7/17 = Urk. 7/18).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 4. Oktober 1996 wurden Kontaktlinsen und Pflegemittel für das rechte Auge zugesprochen (Urk. 7/32).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Folge einer Änderung der Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) hob die nunmehr zuständige Sozialversi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, den Entscheid vom 23. September 1993 mit Verfügung vom 5. Oktober 1996 auf und lehnte die weitere Übernahme der Kosten für Kontaktlinsen für das linke Auge, Pflegemit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tel und Kontrollen ab (Urk. 7/33). Diese Verfügung wurde mit Urteil des Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 28. April 1999 geschützt mit der Begründung, Kontaktlinsen seien von der IV-Stelle ohne vorangegangene Ke</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ratoplastik nicht mehr zu übernehmen (Urk. 7/41, Prozess Nr. IV.1996.00678).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 3. Juni 1998 gewährte die IV-Stelle eine Brillenversorgung (Urk. 7/42) und am 26. Februar 2004 leistete sie nochmals Kostengutsprache für Nachbehand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung der Keratoplastik bis am 31. März 2008 (Urk. 7/49 = Urk. 7/68). Mit Verfü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 28. Juli 2004 übernahm sie schliesslich die Kosten für eine Sonnen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">brille (Urk. 7/55).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 9. März 2008 stellte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gesuch um Erneuerung der am 31. März 2008 ablaufenden Kostengutsprache für die Nachbehandlung der Ke</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ratoplastik, und zwar Kontaktlinsen für das rechte Auge (Urk. 7/56). Die IV</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle zog einen Bericht vom behandelnden Prof. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, FMH Augenarzt, bei (Urk. 7/58).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/60-61, Urk. 7/73) wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 3. Juli 2008 die Übernahme der Kosten für die nach einer Keratoplastik notwendige Nachbehandlung sowie Hilfsmittel ab mit der Begründung, aufgrund der im Zuge der 5. IV-Revision erfolgten Gesetzes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">änderung bestehe hierauf für Erwachsene kein Anspruch mehr (Urk. 7/75 = Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiegegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 19. August 2008 Beschwerde und beantragte, die IV-Stelle sei zu verpflichten, die Kosten von Kontaktlinsen für das rechte Auge sowie deren Anpassung, Pflege mit den dazu nötigen Pfle</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemitteln und der durch das Tragen von Kontaktlinsen resultierenden ärztlichen Überwachung zu übernehmen. Ferner ersuchte er um Zusprache einer adäqua</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Entschädigung (Urk. 1 S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte in der Vernehmlassung vom 24. September 2008 Ab-wei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung der Beschwerde (Urk. 6), worauf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit Gerichtsverfügung vom 3. Ok</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tober 2008 der Schriftenwechsel als geschlossen erklärt wurde (Urk 8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Einzelrichter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span id="VV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer ersuchte um Kostenübernahme der Kontaktlinsen, Pflege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mittel und Nachkontrollen. Der aufliegenden Rechnung ist zu entnehmen, dass sich die bereits bekannten, auf das rechte Auge entfallenden Kosten auf etwa Fr. 1'500.-- belaufen (vgl. Rechnung vom 10. Juli 2008, Urk. 7/76/2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stellte sich auf den Standpunkt, gemäss Art. 12 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in der seit 1. Januar 2008 in Kraft stehenden Fassung bestehe für Versicherte über 20 Jahre von vornher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ein kein Anspruch mehr auf medizinische Massnahmen. Diese seien von der Krankenkasse zu übernehmen. Dies gelte auch, wenn früher hiefür Leistungen erbracht worden seien (Urk. 2). Schliesslich gebe es für medizinische Massnah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men auch keine Besitzstandsgarantie (Urk. 6).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen wandte der Beschwerdeführer ein, es gehe hier nicht um medizinische Massnahmen in Sinne von Art. 12 IVG, sondern um die Abgabe von Hilfsmit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teln nach Art. 21-21</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG. Diese fallen seiner Ansicht nach aufgrund des Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzestextes nicht unter die Alterslimite von 20 Jahren (Urk. 1 Ziff.1-2). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Weiteren rügte der Beschwerdeführer sinngemäss eine Verletzung seines rechtlichen Gehörs, indem er geltend machte, die Beschwerdegegnerin habe ih</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren Standpunkt nur knapp begründet. Sie sei auch nicht auf seine Einwendun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">14. Mai 2008 auf den Vorbescheid (vgl. Urk. 7/73) eingegangen und habe sich mit den aufgeworfenen Fragen gar nicht befasst (Urk. 1 Ziff. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin für die Kosten der Nachbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handlung des rechten Auges, welches am 28. September 1993 mit einer von der Invalidenversicherung übernommenen Keratoplastik versorgt worden war, auch ab April 2008 aufzukommen hat. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorab ist die vom Beschwerdeführer erhobene Rüge der Gehörsverletzung zu prüfen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span id="VV067"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten, das heisst eine Dar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellung des vom Versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">träger als relevant erachteten Sachverhal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tes und der rechtlichen Erwä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungen (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Gemäss Art. 52 Abs. 2 Satz 2 ATSG werden Einspracheentscheide begründet. Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass die betrof</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fene Person ihn gegebenen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">falls anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich der Versicherungsträger leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Der Mangel eines nicht oder nur ungenügend begründeten Entscheides kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Rechtsmittelverfahren geheilt werden, sofern die fehlende Begründung in der Vernehmlassung der entschei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">denden Behörde zum Rechtsmittel enthalten ist oder den beschwerdeführenden Parteien auf andere Weise zur Kenntnis gebracht wird, diese dazu Stellung nehmen können und der Rechtsmittelinstanz volle Kognition zukommt (BGE 107 Ia 2 f.). Gemäss der Recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">sprechung des Eidgenössi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">schen Versicherungsge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">richtes kann es jedoch nicht der Sinn des durch die Rechtspre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">chung geschaffe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">nen Instituts der Heilung des rechtlichen Gehörs sein, dass Versicherungsträger sich über den elementaren Grundsatz des rechtlichen Gehörs hinweg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">setzen und darauf vertrauen, dass solche Verfahrensmängel in einem vom durch den Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">waltungsakt Betroffenen allfällig angehobenen Gerichts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">verfahren behoben wür</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">den. Der Umstand, dass eine solche Heilungsmöglichkeit besteht, rechtfertigt es dem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">nach nicht, auf die Anhörung des Betroffenen vor Erlass eines Entscheides zu verzich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ten. Denn die nachträgliche Gewährung des rechtlichen Gehörs bildet häufig nur einen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">unvollkommenen Ersatz für eine unterlassene vorgän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gige An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">hörung. Abgesehen davon, dass ihr dadurch eine Instanz verloren gehen kann, wird der betroffenen Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">son zugemutet, zur Verwirklichung ihrer Mitwirkungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">rechte ein Rechtsmittel zu ergreifen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer warf bereits im Einwand gegen den Vorbescheid vom 14. März 2008 die Frage auf, wie es sich mit der Anwendbarkeit der am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Gesetzesänderung verhalte, und vertrat die Auffassung, die Invalidenversicherung habe die Nachbehandlung der Kera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">toplastik weiterhin zu übernehmen, wenn die Keratoplastik unter der Herrschaft des alten Rechts vorgenommen worden sei (Urk. 7/73 Ziff. 2 in fine). Ferner wies der Beschwerdeführer darauf hin, die 5. IV-Revision habe weder in Bezug auf die gesetzliche Grundlage der Hilfsmittel (Art. 21 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG) noch hinsichtlich der Verordnung über die Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) und insbesondere Ziff. 7.01-02 des Anhangs zur HVI betreffend Brillen und Kontaktlinsen eine Änderung gebracht (Urk. 7/73 in fine).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit diesen Vorbringen betreffend die zeitliche Anwendbarkeit der am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten 5. IV-Revision auf den konkreten Fall hat sich die Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdegegnerin mit keinem Wort auseinandergesetzt, sondern begnügte sich im Wesentlichen mit dem Zitieren der neuen Fassung von Art. 12 Abs. 1 IVG. Ebenso wenig hat sie sich dazu geäussert, ob und inwieweit die Gesetzesbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stimmungen betreffend die Hilfsmittel von der Änderung von Art. 12 Abs. 1 IVG berührt sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diese Fragen stellen den Kerngehalt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens dar. Zu Unrecht hat sich die Beschwerdegegnerin damit im angefochten Ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid überhaupt nicht befasst. Auch intern haben diesbezüglich keine Abklä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen stattgefunden, wie sich dem Feststellungsblatt der Beschwerdegegnerin vom 3. Juli 2008 entnehmen lässt, worin die Vorbringen des Beschwerdeführers einfach von vornherein als nicht stichhaltig beurteilt wurden (Urk. 7/74).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie sich aus den nachstehenden Erwägungen ergibt, hätte die Beschwerde-gegne</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin im Rahmen einer rechtlichen Auseinadersetzung mit den Einwänden und den einschlägigen Weisungen erkennen können und müssen, dass die Rügen nicht von der Hand zu weisen sind. Indem sie dies unterlassen hat, wurde das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers grob verletzt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Allein aus diesen Gründen rechtfertigt sich eine Gutheissung der Beschwerde in dem Sinne, dass die Sache zur gehörigen Durchführung des Vorbescheidver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahrens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In diesem Rahmen wird überdies Folgendes zu berücksichtigen bleiben.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Invalide oder von einer Invalidität unmittelbar bedrohte Versicherte haben An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit wieder herzustellen, zu verbessern, zu erhalten oder ihre Verwertung zu fördern und die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (Art. 8 Abs. 1 lit. a-b IVG). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Eingliederungsmassnahmen bestehen unter anderem in Massnahmen medizi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nischer Art (Art. 8 Abs. 3 lit. a IVG). Nach Art. 12 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2007 in Kraft gewesenen Fassung hatte die versicherte Person Anspruch auf medizinische Massnahmen, die nicht auf die Behandlung des Lei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dens an sich, sondern unmittelbar auf die Eingliederung ins Berufsleben ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtet und geeignet waren, die Erwerbsfähigkeit dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Zuge der 5. IV-Revision wurde Art. 12 Abs. 1 IVG auf den 1. Januar 2008 dahin gehend geändert, dass die Versicherten nur noch bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf medizinische Massnahmen haben.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte hat im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch auf jene Hilfsmittel, deren er für die Ausübung der Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich, zur Erhaltung oder Verbesserung der Er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werbsfähigkeit, für die Schulung, die Aus- und Weiterbildung oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedarf. Kosten für Zahnprothesen, Brillen und Schuheinlagen werden nur übernommen, wenn diese Hilfsmittel eine wesentli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Ergänzung medizinischer Eingliederungsmassnahmen bilden (Art. 21 Abs. 1 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Ziff 7.02 des Anhangs zur HVI besteht ein Anspruch auf Kontaktlinsen, sofern sie notwendigerweise anstelle von Brillen treten und eine wesentliche Er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gänzung medizinischer Massnahmen darstellen. Da Ziff. 7.02 mit einem * be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeichnet ist, besteht ein Anspruch nur, soweit das Hilfsmittel unter anderem für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit notwendig ist (Art. 2 Abs. 2 HVI).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss ständiger Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts gilt die Keratoplastik unter bestimmten Umständen als eine medizinische Mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nach Art. 12 IVG (vgl. Urteile vom 22. Mai 2001 in Sachen B., I 651/00, Erw. 2a, und vom 7. September 2004 in Sachen D., I 161/04, Erw. 2.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unstreitig und ausgewiesenermassen hat die Beschwerdegegnerin die Kera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">toplastik, welcher der Beschwerdeführer im Jahr 1993 am rechten Auge unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zogen wurde, als medizinische Massnahme anerkannt, in diesem Rahmen ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gütet und in der Folge auch die notwendigen Nachbehandlungen übernommen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Weiter steht fest, dass Kontaktlinsen zu Lasten der Invalidenversicherung gehen, soweit diese aufgrund einer Keratoplastik (oder auch einer Staroperation; vgl. BGE 119 V 230) notwendig geworden sind (Kreisschreiben über die medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Massnahme, KSME, Rz 661/861.3). Insoweit stellen die Kontaktlinsen fraglos eine wesentliche Ergänzung der medizinischen Eingliederungsmass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme dar (vgl. Ziff. 7.02 Anhang zur HVI; Urteil des Eidgenössischen Versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungsgerichts in Sachen H., I 646/04, Erw. 5.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem Beschwerdeführer kann zwar insoweit gefolgt werden, dass der Gesetzge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber gemäss BGE 119 V 229 Erw. 3c einerseits die Durchführung der medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Eingliederungsmassnahmen von andererseits ihrer wesentlichen Ergän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zung durch Hilfsmittel unterscheidet, und die Abgabe von Kontaktlinsen als Hilfsmittelversorgung anzusehen ist. Doch darf nicht übersehen werden, dass der Anhang zur HVI in Ziff. 7.02 mit der Voraussetzung, das Hilfsmittel habe eine wesentliche Ergänzung zu medizinischen Eingliederungsmassnahmen zu bilden, wieder einen Bezug zu Art. 12 IVG herstellt, welcher seit der 5. IV-Revi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sion grundsätzlich eine altersmässige Beschränkung vorsieht und nur noch bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf medizinische Massnahmen ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leiht.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die hier sich stellende Frage ist jedoch unter dem Blickwinkel des Zeitpunktes des Eintritts des massgebenden Versicherungsfalles zu prüfen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="IV015"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei den medizinischen Eingliederungsmassnahmen gilt nach der Rechtspre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chung die Invalidität in dem Zeitpunkt als eingetreten, in dem das festgestellte Gebrechen eine medizinische Behandlung oder ständige Kontrolle objektiv erstmals notwendig macht, was dann zutrifft, wenn die Behandlungs- oder Kontrollbedürftigkeit beginnt und keine Gegenindikation besteht. Diese Grund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sätze gelten auch zur Bestimmung des Invaliditätseintritts bei Versicherten bis zur Vollendung des 20. Altersjahres, die an einem Geburtsgebrechen leiden (BGE 111 V 121 Erw. 1d mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hat sich der Versicherungsfall vor dem 1. Januar 2008 verwirklicht, so besteht die Leistungspflicht für medizinische Massnahmen für über 20-jährige Versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherte weiter (vgl. in diesem Sinn auch das Rundschreiben Nr. 253 des Bundes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">amtes für Sozialversicherungen vom 12. Dezember 2007).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Rundschreiben Nr. 253 hält zudem fest, dass bei Hilfsmitteln, wie Zahnpro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">thesen, Brillen und Schuheinlagen, welche eine wesentliche Ergänzung medizi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nischer Eingliederungsmassnahmen darstellen, die Kosten auch nach dem 1. Januar 2008 zu übernehmen sind, sofern die zu Grunde liegende medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Eingliederungsmassnahme durch die IV übernommen wurde, mithin der Versicherungsfall vor dem 1. Januar 2008 eingetreten ist. In Nachachtung die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ses Rundschreiben präzisiert Rz 661/861.3 KSME, dass Kontaktlinsen bei Kera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">toplastik (weiterhin) zu bezahlen sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hier ist der Versicherungsfall mit der Keratoplastik eingetreten, welche der nun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mehr notwendigen Hilfsmittelversorgung zu Grunde liegt, und hat sich ohne Zweifel vor dem 1. Januar 2008 verwirklicht. Daher ist der Beschwerdeführer für die aufgrund dieses Eingriffs notwendigen Hilfsmittel weiterhin anspruchs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berechtigt, soweit die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demnach hat die Beschwerdegegnerin den Leistungsanspruch des Beschwerde-füh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rer zu Unrecht mit dem Hinweis darauf verneint, der Anspruch auf medizinische Massnahmen beschränke sich auf unter 20-Jährige.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerde ist daher in dem Sinne gutzuheissen, dass der angefochtene Entscheid aufzuheben ist mit der Feststellung, dass der Beschwerdeführer trotz seines Alters Anspruch auf Hilfsmittelversorgung hat, sofern die übrigen An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchsvoraussetzungen erfüllt sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span id="VV081"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (vgl. Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts vom 10. Februar 2004 in Sachen K., U 199/02, Erw. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 57 Erw. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">S. 28 Erw. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten sind unabhängig vom Streitwert nach dem Verfahrensaufwand und unter Berück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtigung des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) ermessensweise auf Fr. 900.-- festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">messen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Beschwerdeführer ist jedoch keine Prozessentschädigung zuzusprechen, da sein Arbeitsaufwand und seine Umtriebe im vorliegenden Verfahren nicht den Rahmen dessen überschritten, was der Einzelne zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung seiner persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Der Einzelrichter erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 3. Juli 2008 aufgehoben wird mit der Feststellung, dass der Beschwerdeführer trotz seines Alters Anspruch auf Versorgung mit Kontaktlinsen hat, und die Sache zur Prüfung der übrigen Anspruchsvoraussetzungen und der Durchführung eines gehöri</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gen Vorbescheidverfahrens an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">900</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rech</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text5"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Dem Beschwerdeführer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der EinzelrichterDie Gerichtssekretärin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannFehr<span id="_GoBack"></span></p></div> </div></body></html>