Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 26. Mai 2016 (720 15 322) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Gemeinsames Begehren der Parteien auf Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zur weiteren Abklärung des Anspruchs auf eine Invalidenrente Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Die ter Freiburghaus, Kantons- richter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durc h André Baur, Advokat, Greifengasse 1, Postfach 1644, 4001 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1966 geborene A.____ arbeitete zuletzt von Juni 1992 bis Dezember 2007 als Mit- arbeiterin in der Spedition der B.____ in X.____. A m 26. März 2008 meldete sie sich erstmals unter Hinweis auf eine Arthrose an den Schultern un d am Rücken bei der Eidgenössischen In- validenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Nach Abklärung der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse lehnte die IV-Stelle X.__ __ mit Verfügung vom 10. August 2008 in Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Anwendung der gemischten Methode der Invaliditätsbemessu ng mit den Anteilen 83 % Haus- halt und 17 % Erwerbstätigkeit einen Rentenanspruch ab. Ein weiteres Leistungsgesuch reichte die Versicherte am 28. November 2013 ein. Die nun zust ändige IV-Stelle Basel-Landschaft (IV- Stelle) klärte erneut die medizinische und erwerbliche S ituation der Versicherten ab. Aufgrund dieser Ergebnisse ermittelte sie in Anwendung der gemisc hten Methode der Invaliditätsbemes- sung einen Invaliditätsgrad von 25 %. Dabei stützte sie si ch insbesondere auf das Gutachten der C.____ vom 11. Juni 2015. In der Folge verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 25. Sep- tember 2015 einen Rentenanspruch der Versicherten. B. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 13. Oktober 2015 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantons gericht), und beantragte sinnge- mäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Im We sentlichen machte sie geltend, dass sie bei der Bewegung und der Belastung ihrer rechten H and sehr eingeschränkt sei. Zudem habe sie Mühe, neue "Dinge" zu erlernen; Neugelerntes könne sie nur schwer im Gedächtnis behalten. C. Mit Verfügung vom 29. Oktober 2015 bewilligte das Kantonsgericht der Versicherten die unentgeltliche Prozessführung. D. In ihrer Vernehmlassung vom 3. Dezember 2015 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. E. Mit Eingabe vom 6. Januar 2016 zeigte Advokat Andr é Baur an, dass er die Rechtsver- tretung der Versicherten übernommen habe. Gleichzeitig ersuchte er um Bewilligung der unent- geltlichen Verbeiständung, welcher ihm mit Verfügung vom 7. Januar 2016 erteilt wurde. F. In der Replik vom 3. Februar 2016 stellte Advokat An dré Baur namens und im Auftrag der Versicherten den Antrag, dass die Beschwerde in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 25. September 2015 gutzuheissen und ein polydisziplin äres Gutachten mit den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie, Neurologie, Neu ropsychologie und Rheumatologie an- zuordnen sei. Eventualiter sei die Sache zur Vornahme e rgänzender Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Subeventualiter sei der Versic herten rückwirkend ab 1. Mai 2014 wenigstens eine Dreiviertelsrente auszurichten. Diese Ansprüche seien ab 1. Mai 2016 mit 5 % per annum zu verzinsen; alles unter o/e-Kostenfolge. In der Begründung wurde im Wesentli- chen die Zuverlässigkeit der Beurteilung der Gutachter d er C.____ vom 11. Juni 2015, die An- wendung der gemischten Bemessungsmethode und die Ermitt lung der Vergleichseinkommen beanstandet. Ausserdem hätten die Gutachter der C.___ _ die Überwindbarkeit der somatofor- men Schmerzstörung nicht im Sinne der neuen Praxis des B undesgerichts geprüft. Zudem machte er geltend, dass das Gutachten der C.____ nicht verwertbar sei, weil die Versicherte keine Möglichkeit zur Ablehnung der Gutachter gehabt habe. G. In der Duplik vom 30. März 2016 beantragte die IV-S telle die Gutheissung der Be- schwerde und die Rückweisung der Sache zu weiteren Abkläru ngen und zur Neuentscheidung. Sie führte im Wesentlichen an, dass nach Rücksprache mit dem Regionalen ärztlichen Dienst Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht (RAD) festzustellen sei, dass die von den Gutachtern de r C.____ vorgenommene gesamtmedi- zinische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht vollständig sei und deshalb nicht überzeuge. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 In prozessualer Hinsicht macht die Versicherte unter Hinweis auf BGE 137 V 210 gel- tend, dass ihre Mitwirkungs- und Partizipationsrechte verletzt worden seien, weil ihr keine Gele- genheit eingeräumt worden sei, sich zur Wahl der Gutach ter der C.____ zu äussern. In BGE 137 V 210 formulierte das Bundesgericht die Anforderun gen an polydisziplinäre medizinische Entscheidungsgrundlagen, wobei den Rahmenbedingungen der Auftragsvergabe eine grosse Bedeutung zukommt. Auf der Grundlage dieses Entscheids ist Art. 72 bis der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 er lassen worden. Danach teilt die IV- Stelle in einem ersten Schritt der versicherten Person mit, dass eine Expertise eingeholt werden soll; zugleich gibt sie ihr die Art der vorgesehenen Begu tachtung (poly- oder mono- bzw. bidis- ziplinär) sowie die vorgesehenen Fachdisziplinen und Gut achterfragen bekannt (vgl. auch Rz. 2080 ff. des Kreisschreibens über das Verfahren in d er Invalidenversicherung [KSVI], gültig ab 1. Januar 2010). In diesem Stadium kann die versicher te Person (nicht personenbezogene) materielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an sich oder gegen Art oder Umfang der Begutachtung vorbringen (Beispiele: unnötige second o pinion; unzutreffende Wahl der medizi- nischen Disziplinen). In einem zweiten Schritt gibt die IV-Stelle der versicherten Person die mit- tels Zufallszuweisung (durch die vom Bundesamt für Sozialver sicherungen [BSV] entwickelte Vergabeplattform SuisseMED@P) zugeteilte Gutachterstell e und die Namen der Sachverstän- digen inklusive Facharzttitel bekannt. In der Folge hat die versicherte Person die Möglichkeit, materielle oder formelle personenbezogene Einwendungen geltend zu machen (BGE 139 V 349 E. 5.2.2 S. 355 f.). Nur bei stichhaltigen Einwendun gen gegen bezeichnete Sachverständige ist die Zufallszuweisung allenfalls zu wiederholen bzw. zu modifizieren, indem die Beteiligten bei- spielsweise übereinkommen, an der ausgelosten MEDAS fe stzuhalten, dabei aber eine Arzt- person nicht mitwirken zu lassen. Bei erneuter Nichteinig keit ist eine Zwischenverfügung zu erlassen. (BGE 139 V 349 E. 5.2.1, 5.2.2 und 5.2.2.1 S. 354 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2013, 9C_475/2013, E. 2.1). 1.2 Vorliegend ist keine Verletzung der Mitwirkungsmög lichkeit der Versicherten bei der Wahl der Begutachtungsstelle und der damit beauftragten Ärzte zu erblicken. Die IV-Stelle teilte der Versicherten mit Schreiben vom 20. Januar 2015 mit, dass sie bei der C.____ ein polydis- ziplinäres Gutachten in Auftrag gegeben habe. Dabei gab sie die Namen der damit beauftragten Ärzte bekannt. Gleichzeitig räumte sie ihr die Möglichkei t ein, gesetzliche Ausstands- und Ab- lehnungsgründe gegen die genannten Ärzte innert 10 T agen schriftlich bei der IV-Stelle geltend zu machen. Diese Frist liess die Versicherte unbenutzt ve rstreichen. Damit stimmte sie der An- ordnung der Begutachtung durch die genannten Gutachter implizit zu. Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise, dass die übrigen Voraussetzungen im Zusammenhang mit der Anordnung eines Gutachtens nicht eingehalten worden seien. Dies w ird von der Versicherten auch nicht geltend gemacht. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2. In materieller Hinsicht ist zu prüfen, ob die Versic herte Anspruch auf eine Invalidenren- te hat. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die In- validenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, d ie ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass- nahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder l ängere Zeit dauernde ganze oder teil- weise Erwerbsunfähigkeit. 2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person A nspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf e ine Viertelsrente, wenn sie zu min- destens 40 % invalid ist. 3.1 Ausgangspunkt der Ermittlung eines Rentenanspruch s bildet die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheit lichen Beeinträchtigungen arbeitsun- fähig ist. Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der kör- perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbei t zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Ber uf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 3.2 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der Beurteilung des Gesundheitszu- standes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person – ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab vo n Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stell ung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Dar über hinaus bilden die ärztlichen Stellung- nahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung d er Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren p ersönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet we rden können (U LRICH MEYER - BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 3.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 3.4 Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabklär ung von Amtes wegen, wobei es im Ermessen des Versicherungsträgers liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln diese zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt i hm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von me dizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtsla ge. Gestützt auf den Untersu- chungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zu- mindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. 4.1 Die IV-Stelle ging in ihrer Verfügung vom 25. Se ptember 2015 davon aus, dass die Versicherte gestützt auf das Gutachten der C.____ vom 11. Juni 2015 in ihrer zuletzt ausgeüb- ten Tätigkeit als Mitarbeiterin in der Spedition und in einer leichten, leidensangepassten Arbeit zu 60 % arbeitsfähig sei. Das Expertenteam der C.____ d iagnostizierte mit Einfluss auf die Ar- beitsfähigkeit eine mittelschwere bis schwere neuropsychol ogische Störung bei: Entwicklungs- störung schulischer Fähigkeiten (Differentialdiagnose: w ahrscheinlich leichte Intelligenzminde- rung), Schädelhirntrauma unklaren Grades im Rahmen des Unfalls vom 2. November 2012, nicht näher bezeichnete Persönlichkeits- und Verhaltensst örung, rezidivierender depressiver Störung gegenwärtig leichte depressive Episode mit soma tischem Syndrom, chronischem lum- bospondylogenem Schmerzsyndrom rechts, Acromioclavikularart hrose rechts, Status nach Humerusschaftquerfraktur und distaler intraartikulärer Humerusfraktur rechts, chronischer zer- vikovertebralem und -brachialem sowie spondylogenem Schme rzsyndrom rechts. In der Ge- samtbeurteilung hielten sie fest, dass die rheumatologi schen Diagnosen eines lumbospondylo- genen Schmerzsyndroms und einer Acromioclaviculararthrose d ie Arbeitsfähigkeit der Versi- cherten für eine Tätigkeit in der Spedition aufgrund der Dekonditionierung bei langandauernder beruflicher Absenz zu 40 % einschränkten. Es sei der V ersicherten jedoch zumutbar, das Ar- beitspensum in den nächsten 2 Monaten auf 100 % zu ste igern. Zu vermeiden seien repetitive Überkopfarbeiten mit dem rechten Arm. In neurologische r Hinsicht beständen eine Schmerzsymptomatik multifaktorieller Genese und ein Verdacht auf eine leichtgradige Radialis- läsion im Rahmen der Humerusfraktur. Aufgrund der Schmerzproblematik bei Status nach Poly- trauma mit Schädelhirntrauma sei der Versicherten die Ausführung mittelschwerer und schwe- rer körperlicher Tätigkeiten nicht mehr möglich. Für e ine leichte leidensangepasste Arbeit seien die neuropsychologischen Einschränkungen massgebend. Der begutachtende Neuropsycholo- ge hatte bei der Versicherten eine mittelschwere bis schw ere neuropsychologische Störung Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht objektivieren können, welche multifaktoriell bedingt sei . Einerseits bestehe eine Entwicklungs- störung schulischer Fähigkeiten. Andererseits sei die mi ttelschwere bis schwere neuropsycho- logische Störung durch die psychiatrischen Diagnosen einer Persönlichkeits- und Verhaltens- störung und der aktuell leichten depressiven Episode bedin gt. Zusätzlich könnten die chroni- schen Schmerzen im Bewegungsapparat und der Status nach Contusio cerebri zu neuropsy- chologischen Störungen beitragen. Da sich während der ne uropsychologischen Untersuchung ein verlangsamtes Arbeitstempo, eine deutlich verminde rte Belastbarkeit und eine erhöhte Er- müdbarkeit gezeigt hätten, könne die Versicherte ledig lich Arbeiten ausüben, welche ein kogni- tiv einfaches (d.h. weitgehend automatisiertes und "übe rlerntes") Anforderungsniveau aufwie- sen. Zudem seien die Anforderungen an die geteilte Au fmerksamkeit zu minimieren und Arbei- ten, welche hohe Ansprüche an die Planung und Organisat ion stellten, zu vermeiden. Er erach- tete die Versicherte in einer Verweistätigkeit "bei ei ner 80%igen Präsenz als zu 60 % (auf ein Vollzeitpensum bezogen)" arbeitsfähig. Der begutachtend e Psychiater hielt als Diagnosen eine Persönlichkeits- und Verhaltensstörung sowie die aktuell l eichte depressive Episode fest, wel- che die Arbeitsfähigkeit um 40 % in der Tätigkeit als Mitarbeiterin in der Spedition einschränk- ten. Dabei sei eine verminderte Leistungsfähigkeit mi tberücksichtigt, denn die angestammte Tätigkeit der Versicherten benötige ein höheres Mass an Vigilanz, Reaktionsfähigkeit, Frustrati- onstoleranz und Durchhaltefähigkeit. Sie leide an eine r reduzierten Fähigkeit, zielgerichtete Ak- tivitäten über längere Zeit aufrecht zu erhalten, was auf die subjektive Verlangsamung in ihren Tätigkeiten und ihren kognitiven Beeinträchtigungen zu rückzuführen sei. In der Gesamtbeurtei- lung kamen die Gutachter der C.____ zum Schluss, dass der Versicherten körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten nicht zumutbar seien. Für sämtliche körperlich leichte Tätigkeiten ohne repetitive Überkopfarbeiten bestehe ab Datum de r IV-Anmeldung eine 60%ige Arbeitsfä- higkeit. Dabei sei erforderlich, dass es sich um repetitive Arbeiten handle, welche keine geteilte Aufmerksamkeit erforderten und keine höheren Anforderungen an die Kognition stellten. 4.2 An dieser Zumutbarkeitsbeurteilung hielt die IV- Stelle in ihrer Vernehmlassung vom 3. Dezember 2015 fest. Im Rahmen des zweiten Schriftenwe chsels gelangte sie allerdings ge- stützt auf den Bericht des RAD vom 23. März 2016 zur Auff assung, dass die Zumutbarkeitsbe- urteilung der Gutachter der C.____ nicht überzeuge. Sie beantragte deshalb dem Gericht, die Sache sei zu weiteren Abklärungen und zur Neuentscheidu ng zurückzuweisen. Diesem Antrag kann ohne weiteres gefolgt werden. Die IV-Stelle bzw. der RAD-Arzt erkannte richtig, dass das Gutachten der C.____ vom 11. Juni 2015 unvollständig ist, indem nicht alle funktionellen Defizi- te der Versicherten in die Beurteilung der Arbeitsfä higkeit und des Zumutbarkeitsprofils einge- flossen seien. Zutreffend ist zudem, dass das Anforderun gsprofil der Gutachter der C.____ nicht der Tätigkeit der Versicherten in der Spedition entspricht. So führte der RAD-Arzt aus, dass aus dem Fragebogen für Arbeitgeber vom 11. August 2008 hervorgehe, dass ihre Arbeit das regelmässige Tragen von Gewichten bis zu 30 kg beinha lte, was ihr aus medizinischer Sicht aber nicht mehr zuzumuten sei. Zudem könnten Übe rkopfarbeiten bei Speditionsarbeiten nicht vermieden werden. Solche Arbeiten könne die Versi cherte aber aus rheumatologischer Sicht nicht mehr ausführen. Weiter sei zu beachten, d ass sie aufgrund der deutlichen Funkti- onseinschränkung des rechten Armes und der rechten Hand infolge der Radialislähmung keine repetitiven Arbeiten erledigen könne, ansonsten eine Ü berforderung des rechten Armes eintre- ten würde. Diese Einschränkung stehe aber der neuropsych ologischen Beurteilung entgegen, Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht wonach die Versicherte aufgrund ihrer stark eingeschränkte n Lernfähigkeit höchstens monoto- ne, repetitive Arbeiten verrichten könne. Zudem sei d ie Einschätzung des Neuropsychologen hinsichtlich Arbeitsfähigkeit und Pensum nicht nachvollzie hbar. Diesen Ausführungen ist ohne weiteres zu folgen. In psychischer Hinsicht ist der RAD-Arzt übereinstimmend mit der Versicher- ten der Ansicht, dass das psychiatrische Teilgutachten zu kurz greife. Zur Begründung führte er an, dass die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor dem H intergrund der Fähigkeitsstörungen gar nicht definiert werde. Zudem äussere sich der Psychiat er nur zur angestammten Tätigkeit. Diese beinhalte aber Fähigkeiten, über welche die Versi cherte gar nicht mehr verfüge. Insge- samt sei das Zumutbarkeitsprofil der C.____ nicht mit d en Bedingungen einer Tätigkeit in der freien Wirtschaft vereinbar, sondern entspreche eher solchen eines geschützten Arbeitsplatzes. Der RAD-Arzt kam zum Schluss, dass die Versicherte in ihrer angestammten Tätigkeit in der Spedition nicht mehr arbeitsfähig sei. Er stellte sog ar die Verwertung der Arbeitsfähigkeit in der freien Wirtschaft aufgrund der multifaktoriellen Einsc hränkungen in Frage. Das Gericht hat kei- nen Anlass, von dieser überzeugenden Beurteilung abzuwe ichen. Das Gutachten der C.____ vom 11. Juni 2015 vermag somit den Anforderungen an di e Beweiskraft nicht zu genügen. So wie sich die Aktenlage präsentiert, ist der massgebende medizinische Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht ausreichend abgeklärt, weshalb es der Anordnung eines neuen Gut- achtens bedarf. Unter diesen Umständen kann der Anspruch d er Versicherten auf eine Invali- denrente im vorliegenden Verfahren nicht abschliessend beurteilt werden. 5.1 Die Versicherte macht weiter geltend, dass bei der Bemessung des Invaliditätsgrades die allgemeine Methode und nicht die gemischte Methode anzuwenden sei. 5.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invalid itätsgrad aufgrund eines Einkommens- vergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen , das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der med izinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden w äre (Valideneinkommen). Der Einkom- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol gen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditä tsgrad bestimmen (allgemeine Me- thode des Einkommensvergleichs; BGE 104 V 136 E. 2a und b). Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betri eb des Ehegatten oder der Ehegattin mitar- beiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art . 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invaliditä t für diese Tätigkeit nach der spezifischen Methode festgelegt. In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit bzw. der unentgeltli- chen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Eheg attin und der Anteil der Tätigkeit im Auf- gabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ents prechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG). 5.3 Bei der Frage, in welchem Umfang eine versicherte Person im Gesundheitsfall er- werbstätig wäre, ist zu prüfen, was die Person bei im Ü brigen unveränderten Umständen täte, Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestände ( Urteil des Eidgenössischen Versiche- rungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilung) vom 13. November 2002, I 58/02, E. 1.2]. Entscheidend ist nicht, ob der versicherten Person im Gesundheitsfall eine volle Erwerbstätigkeit zugemutet werden könnte, sondern ob sie hypothetisch, d.h. ohne Gesund- heitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, in einem Vollpensum erwerbstätig wäre (BGE 133 V 487 E. 6.3 mit Hinweisen). Bei im Haushal t tätigen versicherten Personen im Be- sonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenübe r Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berück- sichtigen (MARTIN BOLTSHAUSER , Die Invalidität aus Betätigungsvergleich, in: René Sch affhau- ser/Franz Schlauri [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2004, St. Gallen 2004, S. 244). 5.4 In der angefochtenen Verfügung vom 25. September 2015 ermittelte die IV-Stelle den Invaliditätsgrad der Versicherten in Anwendung der gemischten Methode der Invaliditätsbemes- sung. Dabei ist sie davon ausgegangen, dass die Versicherte als Gesunde zu 83 % einer aus- serhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen würde und zu 17 % im Haushalt beschäftigt wäre. Den vorliegenden Unterlagen ist jedoch zu entnehmen, d ass die IV-Stelle die Versicherte nie befragte, in welchem Umfang sie im Gesundheitsfall erwerbstätig wäre. Aus den Akten ergeben sich Hinweise, dass die Versicherte vollzeitlich arbeiten wü rde, wenn sie gesund wäre. Zwar arbeitete die Versicherte zuletzt bis Ende 2007 in eine m ca. 80%-Pensum. Damals war ihre 1997 geborene jüngste Tochter aber erst 10 Jahre alt. Inzwischen ist diese Tochter volljährig, weshalb die Versicherte keine Betreuungspflichten mehr wahrnehmen muss. 6. Gemäss neuer bundesgerichtlicher Rechtsprechung könne n die Sozialversicherungs- gerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Strei tsache zur neuen Begutachtung an die Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielme hr im Regelfall selbst ein Ge- richtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltu ngsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürf tig hält oder wenn eine Administrativex- pertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräfti g ist. Eine Rückweisung an die IV- Stelle bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in de r notwendigen Erhebung einer bisher voll- ständig ungeklärten Frage begründet ist oder wenn ledi glich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 ff. E. 4.4.1 ff.). Im vorliegenden Verfahren sprach sich das der Verfügung zugrunde gelegte Gutachten der C.____ vom 11. Juni 2015 unzureichend und widersprüch lich zum Zumutbarkeitsprofil der Ver- sicherten aus. Da es die IV-Stelle unterliess, die diesbe züglich nötigen (weiteren) Abklärungen zu veranlassen, und es nicht die Aufgabe der kantonalen G erichte ist, im Verwaltungsverfahren versäumte medizinische Abklärungen nachzuholen, steht ihr em Antrag auf Rückweisung der Sache nur Neuabklärung nichts entgegen. In medizinischer Hinsicht wird sie - wie von der Ver- sicherten beantragt - ein Gutachten in den Fachdisziplin en Allgemeine Innere Medizin, Psychi- atrie und Psychotherapie, Neurologie, Neuropsychologie und Rheumatologie in Auftrag geben müssen. In Bezug auf die Bemessung des Invaliditätsgrades wird sie angehalten, detailliert zu prüfen, in welchem Umfang die Versicherte im Gesundhe itsfall erwerbstätig wäre. Gestützt auf die Ergebnisse ihrer Abklärungen wird die IV-Stelle ü ber den Rentenanspruch der Versicherten neu zu befinden haben. Die vorliegende Beschwerde ist somit in dem Sinne gutzuheissen, als Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht die angefochtene Verfügung vom 25. September 2015 au fzuheben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Er lass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-Landschaft zurückzuweisen ist. 7.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund- sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kanto nsgericht eine bei ihm angefoch- tene Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwä- gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV -Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als un- terliegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 7.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige- rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs gericht kostenpflichtig. Die Verfah- renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des kantonale n Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 19 93 in der Regel in angemesse- nem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unter- liegende Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tr agen. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen - vorbehältlich des hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO - keine V erfahrenskosten auferlegt werden. Dies hat zur Folge, dass für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskosten erhoben werden. 7.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschw erde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da die Versicherte obsiegende Pa rtei ist, ist ihr eine Parteientschädi- gung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertre ter der Versicherten machte in seiner Honorarnote vom 12. April 2016 für das vorlieg ende Verfahren einen Zeitaufwand von 13 Stunden und 5 Minuten geltend, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in So- zialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fä lle zur Anwendung gelan- genden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. N icht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 331.5 0. Der Versicherten ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'890.55 (13 Stunden und 5 Minuten à Fr. 250.- + Aus- lagen von Fr. 331.50 zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 8.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesger icht (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angel egenheiten an das Bundesgericht zuläs- sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Sel bständig eröffnete Zwischenent- scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über d ie Zuständigkeit und über Aus- standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei- ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Besch werde sofort einen Endentscheid her- beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Ze it oder Kosten für ein weitläufiges Be- weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG ). Nach der bundesgerichtlichen Recht- sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BG G. Dies gilt auch für einen Rückwei- sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 8.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen- entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheide t das Bundesgericht. Die nachste- hende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 8.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher P raxis die in einem Rückweisungs- entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelun g - wie die Rückweisung im Haupt- punkt selbst - einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG ) darstellt, der in der Regel keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet d ie Instanz, an welche die Sache zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten d er Beschwerde führenden Person, so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückwei sungsentscheid direkt innerhalb der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentsche ids mit ordentlicher Beschwerde beim Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 648 E. 2.2, bestätigt im Urteil des Bun- desgerichts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2-4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 19. Februar 2008, 9C_748/2007). Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen , als die angefochte ne Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 25. Septem ber 2015 aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an di e IV- Stelle Basel-Landschaft zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdefüh rerin eine Partei- entschädigung in der Höhe von Fr. 3'890.55 (inkl. Ausla gen und 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.