Abteilung II {T 0/2} Postfach CH-3000 Bern 14 Telefon +41 (0)58 705 25 60 Fax +41 (0)58 705 29 80 www.bundesverwaltungsgericht.ch Geschäfts-Nr. B-5028/2009 T e i l e n t s c h e i d v o m 8 . M ä r z 2 0 1 0 Richterin Vera Marantelli (Vorsitz), Richter Bernard Maitre, Richter David Aschmann, Gerichtsschreiber Said Huber. In der Beschwerdesache X._______-Stiftung, (...) vertreten durch Advokat Dr. Jean-Louis von Planta, (...) Beschwerdeführerin, gegen Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung SNF, (...) Vorinstanz, Förderung der wissenschaftlichen Forschung, B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandB-5028/2009 wird festgestellt und in Erwägung gezogen, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 6. August 2009 die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung vom 8. Juli 2009 be- antragt, in der ihr Beitragsgesuch (unter dem Titel ...) abgewiesen worden war, dass sie darin – neben der Gutheissung ihres eigenen Gesuchs (und der Ausrichtung von Geldern) – gleichzeitig auch die Aufhebung des "bereits bewilligten Forschungsgesuchs der Herren Prof. Dr. A._______ und Dr. B._______ bzgl. (...)" verlangt (Ziff. 1 der Rechts- begehren), dass die Vorinstanz diese zweite, von der Beschwerdeführerin eben- falls angefochtene Verfügung am 19. März 2009 im Rahmen des Ver- fahrens (...) zu Gunsten von Prof. Dr. A._______ und Dr. B._______ erlassen hat, wie das Instruktionsverfahren ergab, dass das Bundesverwaltungsgericht diese Verfügung zur Ermittlung der Adressaten beziehungsweise der Gesuchsteller des entsprechen- den Verfahrens bei der Vorinstanz edieren liess, dass es sich hier aufdrängt, den Antrag betreffend diese Verfügung vom 19. März 2009 vor den übrigen in der Beschwerde gestellten An- trägen in einem Teilentscheid zu beurteilen, da sich dieser von jenen insofern als unabhängig erweist, als er nicht nur ohne die Gefahr eines Widerspruches vorab entschieden werden kann, sondern auch Gegen- stand eines eigenen Rechtsmittelverfahrens hätte bilden können (vgl. BGE 135 III 212 E. 1.2.1), dass sich die Vorinstanz mit Schreiben vom 27. November 2009, das der Beschwerdeführerin mit prozessleitender Anordnung vom 16. Dezember 2009 zuging, sinngemäss dafür aussprach, dass die Ver- fügung vom 19. März 2009 nicht zu den Akten des vorliegenden Ver- fahrens genommen werde, dass diesem Antrag der Vorinstanz zu entsprechen ist, wie nach- folgend zu zeigen ist (Art. 12 und 19 Bundesgesetz vom 20. Dezem- ber 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021] i.V.m. Art. 37 des Bundesgesetzes über den Bundeszivilprozess vom 20. Dezember 1968 [BZP, SR 172.021]), Seite 2B-5028/2009 dass gemäss Art. 13 Abs. 2 Bst. a und b des Forschungsgesetzes vom 7. Oktober 1983 (FG, SR 420.1) in der seit dem 25. Februar 2008 gel- tenden Fassung (AS 2008 433) ein "Gesuchsteller" im Beschwerdever- fahren gegen Verfügungen über Beiträge die Verletzung von Bundes- recht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens und die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts, nicht aber die Unangemessenheit der angefochtenen Verfügung rügen kann, wobei sich das Beschwerde- verfahren im Übrigen nach den allgemeinen Bestimmungen über die Bundesrechtspflege richtet (Art. 13 Abs. 4 FG), dass Art. 13 Abs. 2 FG spezialgesetzlich eine von der allgemeinen Legitimationsregelung des Art. 48 Abs. 1 VwVG abweichende Ordnung schafft, indem die Beschwerdeberechtigung auf "Gesuchsteller" im Sinne materieller Verfügungsadressaten beschränkt wird, was die Drittbeschwerdeführung gegen andere, nicht das eigene Gesuchsver- fahren betreffende Entscheide zwingend ausschliesst (siehe die Aus- führungen in der Botschaft des Bundesrates vom 24. Januar 2007 über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2008-2011, BBl 2007 1223, insbes. S. 1383 sowie die Botschaft des Bundesrates vom 18. November 1981 über ein Forschungsgesetz, BBl 1981 III 1021, S. 1062 f. und 1078), dass somit "mitinteressierte Dritte" nicht beschwerdeberechtigt sind (vgl. Botschaft 1981, a.a.O., S. 1063), dass die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren (...), das mit der zweiten, von ihr angefochtenen Verfügung vom 19. März 2009 abgeschlossen wurde, nicht als Gesuchstellerin auftrat, dass auf ihren zumindest sinngemäss gestellten Antrag, diese Ver- fügung aufzuheben, mangels Beschwerdelegitimation gestützt auf Art. 13 Abs. 2 FG ebensowenig einzutreten ist, wie auf die in diesem Zusammenhang gerügte angebliche Verletzung von Immaterialgüter- rechten, dass die Beschwerdeführerin, soweit die entsprechenden an die Legitimation gestellten Voraussetzungen überhaupt erfüllt sind, was im Rahmen des Entscheids über die übrigen Anträge zu prüfen sein wird, ausschliesslich legitimiert ist, die Verfügung vom 8. Juli 2009, welche ihr eigenes Forschungsgesuch betrifft, im Rahmen der allgemeinen Bestimmungen über die Bundesverwaltungsrechtspflege mit Be- Seite 3B-5028/2009 schwerde vor Bundesverwaltungsgericht anzufechten (Art. 31 i.V.m. Art. 33 Bst. h sowie Art. 37. ff. des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32] i.V.m. Art. 44 ff. VwVG), dass die Beschwerdeführerin bei diesem Verfahrensausgang in Bezug auf den beurteilten Antrag zur Verfügung vom 19. März 2009 unter- liegt, weshalb ihr die für den Teilentscheid zu veranschlagenden Ver- fahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) – ohne Zu- spruch einer Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG), dass die Gerichtsgebühr für diesen Teilentscheid im Betrag von Fr. 750.– mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.– zu ver- rechnen ist, wobei der Restbetrag bis zum Entscheid über die weiteren in der Beschwerde vom 6. August 2009 gestellten Anträge beim Bun- desverwaltungsgericht verbleibt, dass gegen diesen Teilentscheid kein ordentliches Rechtsmittel gege- ben ist, weil die Beschwerde gegen Entscheide betreffend Subven- tionen, auf die, wie im vorliegenden Fall, kein Anspruch besteht, unzu- lässig ist (Art. 83 Bst. k Bundesgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]; vgl. auch Urteile B-428/2007 vom 18. Februar 2008 E. 10 sowie B-5878/2008 vom 11. Februar 2009 betr. den Cha- rakter des Forschungsbeitrages als Ermessenssubvention). Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die von der Vorinstanz am 27. November 2009 eingereichte Kopie der Verfügung vom 19. März 2009 im Verfahren (...) wird nicht zu den Akten genommen und an die Vorinstanz zurückgesandt. 2. Auf die Beschwerde vom 6. August 2009 wird insoweit nicht ein- getreten, als darin sinngemäss die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung vom 19. März 2009 im Verfahren (...) verlangt wird. Über die weiteren Anträge der Beschwerdeführerin wird zu einem späteren Zeitpunkt mit separatem Urteil entschieden. Seite 4B-5028/2009 3. Darin wird auch die endgültige Regelung der Kostenfolge vorge- nommen werden. 4. Diese Verfügung geht an: - die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein) - die Vorinstanz (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: Kopie der Verfügung vom 19. März 2009 zurück) - den Adressaten der Verfügung der Vorinstanz vom 19. März 2009 im Verfahren (...), Herrn Prof. Dr. A._______ (Einschreiben mit Rückschein) Die Instruktionsrichterin: Der Gerichtsschreiber: Vera Marantelli Said Huber Versand: 11. März 2010 Seite 5