Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer II II 2022 31 Entscheid vom 21. Juni 2022 Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident Dr.oec. Andreas Risi, Richter Dr.iur. Frank Lampert, Richter lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber Parteien A.________ AG gegen Ausgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, Vorinstanz, Gegenstand Erwerbsersatzordnung (Covid-19; Erwerbsersatz)2 Sachverhalt: A.Die A.________ AG mit Sitz in F.________ bezweckt gemäss Handelsre- gisterauszug zur Hauptsache die Beratung, Unterstützung und Vermittlung von Geschäften aller Art insbesondere im Finanz- und Kommerzbereich (www.zefix.ch; eingesehen am 30.5.2022). Einzige im Handelsregister eingetra- gene Person ist B.________ als Mitglied mit Einzelunterschrift. B.Am 22. Februar 2022 beantragte die A.________ AG auf dem 'Anmelde- formular AG und GmbH - Erhebliche Umsatzeinbusse' Corona Erwerbsersatz (CEE) für den Monat August 2021. Im Gesuchsmonat habe die Firma Fr. 5'000 Umsatz erzielt, was einer Umsatzeinbusse von 80.3% entspreche. Anspruchsbe- rechtigte Person sei B.________. Im Jahr 2019 habe dieser einen AHV- pflichtigen Jahreslohn von Fr. 60'000 gehabt. Der Lohn im Antragsmonat Juli 2021 [sic] habe Fr. 0 betragen, der Lohnausfall aufgrund der Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie betrage Fr. 5'000. Die CEE sei auf das Kon- to der A.________ AG zu überweisen (Vi-act. 1). C.Mit Verfügung vom 23. Februar 2022 wurde die Leistung einer CEE für den Monat August 2021 abgelehnt (Vi-act. 2). Eine am 28. Februar 2022 dagegen er- hobene Einsprache (Vi-act. 3) wies die Ausgleichskasse Schwyz mit Einspra- cheentscheid vom 15. März 2022 ab (Vi-act. 5). D.Am 25. März 2022 lässt die A.________ AG beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit dem sinngemässen An- trag, den Einspracheentscheid zu überprüfen und dem Ersuchen um CEE für den Monat August 2021 statt zu geben. Mit Vernehmlassung vom 28. April 2022 beantragt die Vorinstanz die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführerin. Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin resp. ihr Angestellter B.________ für den Monat August 2021 Anspruch auf CEE hat. 1.1.1Gemäss der im August 2021 geltenden Fassung der Verordnung über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus vom 20. März 2020 (Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall, SR 830.31, Stand 1.7.2021; vgl. BGE 147 V 278 Erw. 2.1) können Selbständigerwerbende im Sinne von Art. 12 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-3 rungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 und Personen nach Art. 31 Abs. 3 lit. b und c des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi- cherung und die Insolvenzentschädigung (Arbeitslosenversicherungsgesetz, AVIG; SR 837.0) vom 25. Juni 1982, die im Sinne des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) vom 20. Dezember 1946 obligatorisch versichert sind, Anspruch auf CEE haben, wenn sie (Art. 2 Abs. 3 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall): a. ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie unterbrechen müssen; und b. einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden oder wenn (Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall): a. ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie massgeblich eingeschränkt ist; b. sie einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden; und c. sie im Jahr 2019 für diese Tätigkeit ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen von mindestens 10 000 Franken erzielt haben; diese Voraussetzung gilt sinn- gemäss, wenn die Tätigkeit nach dem Jahr 2019 aufgenommen wurde; wurde die Tätigkeit nicht während eines vollen Jahres ausgeübt, so gilt diese Vor- aussetzung proportional zu deren Dauer. 1.1.2 B.________, für welchen durch die Beschwerdeführerin CEE beantragt wurde, ist nicht Selbständigerwerbender nach Art. 12 ATSG. Als Gesellschafter / Geschäftsführer der A.________ AG gilt er jedoch als Person in arbeitgeberähn- licher Stellung nach Art. 31 Abs. 3 lit. b und c AVIG. Dass er obligatorisch AHV- versichert ist, ist unbestritten. Damit kann er im Falle der Erfüllung der weiteren Voraussetzungen Anspruch auf CEE haben. 1.1.3Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, ihr sei die Geschäftstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid- 19-Epidemie untersagt worden. Mithin fällt ein Anspruch aus Art. 2 Abs. 3 Covid- 19-Verordnung Erwerbsausfall ausser Betracht. Strittig ist, ob sie die Vorausset- zung nach Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall erfüllt. 1.2Mit Erlass des Bundesgesetzes über die gesetzlichen Grundlagen für Ver- ordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie (Covid-19- Gesetz; SR 818.102) vom 25. September 2020 schuf das Parlament eine gesetz- liche Grundlage zur Ausrichtung von Entschädigungen des Erwerbsausfalls infol- ge Pandemiemassnamen (Art. 15 Abs. 1 Covid-19-Gesetz). Dies, nachdem der Bundesrat bereits am 20. März 2020 die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall zur Milderung der Erwerbsausfälle aufgrund der Massnahmen zur Bekämpfung 4 des Coronavirus erlassen hatte. Mit dem Covid-19-Gesetz wurde dem Bundesrat die Kompetenz eingeräumt, die Entschädigungen fortzuführen. In seinem Geset- zesentwurf beabsichtigte er, den Anspruch auf Selbständigerwerbende zu be- schränken, die ihre Erwerbstätigkeit massnahmebedingt unterbrechen mussten, also von einem direkten Verbot betroffen sind (vgl. BBl 2020 6612; auch BK Thurnherr AB 2020 N 1341 ff.). Erst in der parlamentarischen Diskussion (und Differenzbereinigung) wurde der Anspruch erweitert auf Personen, die massnah- mebedingt massgeblich in ihrer Arbeit eingeschränkt sind (AB 2020 S 1013; AB 2020 N 1764). Dies führte zur (im strittigen Zeitraum gültigen) Formulierung, dass der Bundesrat die Ausrichtung von Entschädigungen des Erwerbsausfalls bei Personen vorsehen kann, die ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von Massnahmen im Zusammenhang mit der Bewältigung der Covid-19-Epidemie unterbrechen oder massgeblich einschränken müssen. Nur Personen mit einem Erwerbs- oder Lohnausfall, die in ihrer Unternehmung eine Umsatzeinbusse von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen Umsatz in den Jahren 2015 - 2019 haben, gelten in ihrer Erwerbstätigkeit als massgeblich eingeschränkt (Art. 15 Abs. 1 Covid-19-Gesetz, Stand 1.7.2021). 1.3Gestützt auf Art. 15 Abs. 1 Covid-19-Gesetz erliess der Bundesrat die An- spruchsgrundlage von Art. 2 Abs. 3 bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall. Demgemäss können Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung Anspruch auf CEE haben, wenn u.a. ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordne- ten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie massgeblich einge- schränkt ist, und sie dadurch einen Lohnausfall erlitten. Entscheidend, damit ein Anspruch auf CEE besteht, ist nicht (nur) eine erlittene Umsatzeinbusse (der Ar- beitgeberin), sondern ein effektiver Lohnausfall der anspruchsberechtigten Per- son (vgl. Urteile 9C_356/2021 vom 10.4.2022 Erw. 5.3.5 und 9C_448/2021 vom 10.5.2021 Erw. 4.2). Die Frage der Massgeblichkeit der Einschränkung ist vorliegend nicht strittig. Re- spektive wurde sie von der Vorinstanz nicht geprüft, weil sie den Anspruch aus anderem Grunde verneinte. Nicht strittig ist auch der Lohnausfall von B.________, macht er doch im Antragsformular eine Lohneinbusse von Fr. 5'000 geltend. Strittig ist allein, ob die Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers "aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie" eingeschränkt war, die Umsatzeinbusse von 80.3% auf die behördlichen Mass- nahmen zurückzuführen ist.5 2.1Das Gesuch um CEE vom 22. Februar 2022, mit welchem eine Umsatzein- busse von 80.3% sowie eine Lohneinbusse für B.________ von 100% (Fr. 5'000) geltend gemacht wurde, begründete die Beschwerdeführerin wie folgt (Vi-act. 1): Die A.________ AG bietet mehrere Dienstleistungen im Bereich Restrukturierun- gen, Transaktionsmanagement und Management Consulting an. Zudem bietet die A.________AG auch die Übernahme von Verwaltungsratsmandaten an und nimmt auch direkt bzw. indirekt in Investitionen in nicht börsennotierten Firmen vor. A.________AG hat in den vergangen 18 Monate zwei grössere Projekte mit star- ker Reisetätigkeit nach Deutschland/Polen/Russland im Bereich der Beschaffung von Rohstoffen zur Produktion von alternativen Kraftstoffen namentlich Biodiesel initiiert und aktiv begleitet. Hier wurde das komplette Vertriebs- und Logistiknetz- werk mit Akquisition der Lieferanten in Russland und das Management des Tages- geschäfts in Deutschland angeboten. Beim Rohstoff handelt es sich um Used Cooking Oil - kurz UCO - (Altspeise-und Frittenfette aus Restaurant, Fast-Food- Ketten, Hotels, Catering, etc). Das zweite Projekt konnte Anfang 2020 erfolgreich begonnen werden und es wurden bis Ende März 2020 rund 220 Tonnen aus dem Zielmarkt für den Kunden importiert. Aufgrund des kompletten Lockdowns im Ziel- markt Russland wurde über 5 Monate nichts importiert. Im September 2020 konn- ten dann wieder sogar 160 Tonnen UCO einmalig importiert werden. Aufgrund der weiter in Kraft bleibenden Reise- und wieder verschärften Ausgangsbeschränkun- gen in und nach Russland ist die Beschaffung von UCO weiterhin schwierig und eher rückläufig. Daher sind seit Oktober 2020 keine weiteren Lieferungen mehr durchgeführt worden. Das Projekt benötigt durchgängig um ca. 200 Tonnen pro Monat, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Aufgrund der unplanbaren Geschäft- sentwicklung kann der Endkunde die Beratung aktuell nicht vergüten. A.________AG verwaltet und managed im Auftrag die C.________GmbH in Deutschland, die über mehrere Komplementär-GmbHs an verschiedenen Flug- zeugfonds (4 Boeing 777F) beteiligt ist. Aufgrund der Reisebeschränkungen liegt die Flugzeugindustrie weltweit am Boden und die langfristigen Auswirkungen sind nicht abzuschätzen. Es wurden in 2019 Firmenanteile an andere Investoren der Transaktion übertragen. Die ursprüngliche Bewertung wurde noch kurz vor Beginn der Corona-Krise durchgeführt. Aufgrund von offensichtlichen Fehlern in den wer- termittelnden Gutachten und einer neu zu ermittelnden Risikoeinschätzung im Be- reich Aviation ist die Bewertung jetzt durch ein Gerichtsverfahren am Oberlandes- gericht rechtshängig. Aufgrund des starken Lockdowns im zweiten Quartal 2020 und die langsamen Lockerungen in dritten Quartal 2020 haben die Gerichte in Deutschland weiteren Bearbeitungsrückstau, der aufgearbeitet werden muss. Auf- grund der aktuellen neuen Einschränkung aus dem 4. Quartal 2020 sowie 1. Quar- tal 2021 ist von einer kurzfristigen Bearbeitung nicht auszugehen. Bis zum Ab- schluss einer neuen Bewertung durch neue Gutachter und der Verurteilung zur Zahlung inklusive Rechtskraft werden weitere Monate vergehen. Es wird mit einer Entscheidung frühestens im Juni 2021 gerechnet. Diese Einschätzung ist mit wei- teren Unsicherheiten verbunden, da nicht klar ist, wann wieder Rücknahmen der Einschränkungen zu erwarten sind. Daher ist dieses Beratungsmandat bis auf wei- teres auf Eis gelegt. Sonstige Beratungsleistungen von A.________AG für weitere Projekte sind im Rahmen der COVID-19 Pandemie mit massiven Reisebeschränkungen und dem Herunterfahren des gesellschaftlichen und geschäftlichen Lebens weltweit über 6 das Geschäftsjahr 2020/2021 weitaus weniger nachgefragt. Entsprechende Um- satzeinbussen sind festzustellen. Aktuell ist eine Erholung der Situation zwar gera- de noch nicht in Sicht, jedoch sollte sich dies mit den weltweiten Lockerungen auf- grund der lmpfungsfortschritte wieder bessern. 2.2Mit Verfügung vom 23. Februar 2022 wurde das Gesuch abgewiesen (Vi- act. 2). Anspruchsberechtigt seien Personen, die aufgrund von kantonalen oder auf Bundesebene beschlossener Massnahmen zur Bekämpfung des Corona Vi- rus ihre Erwerbstätigkeit erheblich einschränken müssten. Verlangt sei eine Be- gründung, in welcher nachvollziehbar sei, auf welche Massnahmen der Umsatz- rückgang zurückzuführen sei. Für den im Handelsregister einsehbaren Zweck der A.________ AG bestünden keine einschränkenden kantonalen oder Bun- desmassnahmen zur Covid-19-Bekämpfung, welche einen Umsatzeinbruch von 80.3% begründen würden. 2.3In der Einsprache vom 28. Februar 2022 bestätigt die Beschwerdeführerin, dass es seitens der Schweiz für das Geschäftsfeld UCO aus Russland keine Rei- serestriktionen gebe, aber in Russland weiterhin Quarantäneregelungen bestün- den, welche Geschäftsreisen nicht rechtfertigen würden. Zudem sei der UCO- Markt in Russland ausgetrocknet. Korrekt sei auch, dass die Probleme im UCO- Geschäftsbereich keinen Umsatzrückgang von 80.3% verursachen würden. Um- satztechnisch wichtiger sei der Bereich Kunsthandel und die Beratung beim Kauf- und Verkauf von zeitgenössischer Kunst. Allein der Verkauf habe 2019 rund 41.4% des jährlichen Gesamtumsatzes ausgemacht. In diesem Geschäfts- bereich seien sehr wohl Massnahmen von Bund und Kantonen ausschlaggebend dafür, dass entsprechende signifikante Umsatzeinbrüche in der Höhe von > 30% des Umsatzdurchschnittes 2015 bis 2019 entstanden seien. Die A.________AG biete zu den Galerien (Primärmarkt) und den Auktionshäusern sowie Zweitmarkt- galerien (Sekundärmarkt) eine kostengünstigere Alternative über die Heranzie- hung ihres nationalen und internationalen Netzwerkes an. Dank günstigeren Ge- bühren beim Direktverkauf würden Verkäufer und Käufer profitieren. Das von der A.________AG gemanagte internationale, sehr diversifizierte Portfolio enthalte unter anderem über 20 Werke von D.________ und E.________. Der Kunst- markt lebe von der menschlichen Interaktion, was kein digitales Medium ersetzen bzw. substituieren könne. Der notwendige Austausch beginne beim Messe-, Ga- lerie- und Museumsbesuch und werde später beim Apéro oder Abendessen wei- tergeführt. Bei den auf den Hauptevent folgenden Veranstaltungen im kleinen Kreis würden die entsprechenden Abschlüsse gemacht oder angebahnt. Der Kunstbereich sei stark von den verhängten Covid-Massnahmen beeinträchtigt und sei es trotz Lockerungen noch immer. Betroffen seien Galerien sowie kleine- re und grössere Museen. Aufgrund der pandemischen Lage sei die wohl wich-7 tigste Kunstmesse der Welt, die ArtBasel, in 2020 erst auf den Herbst des Jahres verschoben und dann ganz abgesagt und auf Ende September 2021 gelegt wor- den. Ähnlich hätten sich andere internationale Kunstmesseveranstalter im Aus- land verhalten. Aufgrund der reduzierten Teilnehmerzahlen und dem fehlenden zwischenmenschlichen Austausch hätten viele Teilnehmer der ArtBasel 2021 abgesagt. B.________ habe zudem gar keine Freikarten erhalten. Es sei abseh- bar, dass die ArtBasel im September 2021 nicht so erfolgreich wie vor Corona sein werde. Viele Geschäftspartner, welche man sonst alle 3 bis 6 Monate auf einer Messe, in Galerien oder Museen sehe, habe A.________AG seit über 18 Monaten nicht mehr persönlich zu Gesicht bekommen und dies werde wohl noch andauern. Die wirtschaftliche Erholung für die A.________AG aufgrund der aktu- ell notwendigen und gültigen Massnahmen auf kantonaler und Bundesebene sei kurzfristig nicht zu erwarten. Die A.________AG habe vor Corona mindestens drei internationale Kunstmessen pro Jahr besucht; seit April 2020 bis Juni 2021 keine einzige; im Vergleichszeitraum vor Corona seien es über 10 gewesen. Insgesamt sei man daher sehr wohl der Ansicht, dass die A.________AG bzw. B.________ von den kantonalen und Bundesmassnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus in der Erwerbstätigkeit massiv eingeschränkt sei. 2.4Im angefochtenen Einspracheentscheid bekräftigte die Vorinstanz, die Um- satzeinbussen August 2021 seien nicht auf bestehende kantonale oder Bundes- massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie zurück zu führen. Im August 2021 hätten durchaus Veranstaltungen unter Einhaltung der Schutzvorschriften durch- geführt werden können. Bei Veranstaltungen mit Zertifikatspflicht habe keine Be- schränkung der Personenzahl oder Maskenpflicht bestanden. Auch bei Messen habe keine Kapazitätsvorgabe bestanden. Die ArtBasel hätte im August 2021 stattfinden können; der Veranstalter habe entschieden, diese erst im September 2021 durchzuführen. Bezüglich Messen, Galerien und Vernissagen/Ausstellun- gen im Ausland bestehe kein Bezug zu den Massnahmen in der Schweiz. Die Beschwerdeführerin vermöge daher nicht darzulegen, inwiefern und vor allem, welche behördlichen Massnahmen zum Umsatzrückgang im August 2021 geführt hätten. 2.5Vor Verwaltungsgericht betont die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz qua- lifiziere sie fälschlicherweise als reines Beratungsunternehmen mit unspezifi- schen Geschäftsbereichen. Dabei handle es sich bei A.________AG um ein Un- ternehmen, das ausschliesslich mit Kunsthandel als Hauptgeschäftsfeld im Jahr 2019 über 50% des Umsatzerlöses erzielt habe. Auch sei die vorinstanzliche Einschätzung lebensfremd, dass die ArtBasel nach Aufhebung des Veranstal- tungsverbotes spätestens im Juli 2021 hätte stattfinden können. Der Vorlauf für 8 eine solche Messe betrage mindestens 2 Monate, seriöserweise mindestens 3 Monate. Entsprechend habe selbst das BSV festgehalten, erst ab September 2021 bestehe kein Anspruch mehr auf Entschädigung infolge Aufhebung eines generellen Veranstaltungsverbotes vom Juni 2021. Wenn keine Messe stattfinde, dann könne die Beschwerdeführerin ihre Kunst nicht verkaufen. Wenn aber Er- bringer von Messenebenleistungen wie Messebauer, Getränkeverkäufer, Zelt- bauer etc. entschädigungsberechtigt seien, dann müsse dies auch für die A.________AG als Dienstleisterin im Kunstsektor gelten. Da sie nicht Galeristin mit eigener Galerie und Ausstellungsflächen sei, welche nach Wegfall der Be- suchsverbote ihre Geschäftstätigkeit wieder habe aufnehmen können, müsse die A.________AG wie ein Wurstverkäufer, Getränkeverkäufer, Messebauer oder Zeltbauer auf einer Veranstaltung behandelt werden, die erst mit der tatsächli- chen Eröffnung der Messe die Chance haben, ihre Dienstleistungen und Waren anzubieten, um entsprechende Umsätze machen zu können. Dem entsprechend sei sie resp. B.________ anspruchsberechtigt. 3.1 Damit ein Anspruch auf CEE besteht, muss u.a. die Erwerbstätigkeit auf- grund von behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19- Epidemie (massgeblich) eingeschränkt worden sein (Art. 2 Abs. 3 bis lit. a Covid- 19-Verordnung Erwerbsersatz). Der Lohnausfall muss nachweislich aufgrund von behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Covid-19 entstanden sein. Gefordert ist ein überwiegend wahr- scheinlicher Kausalzusammenhang zwischen den behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie und dem Lohnausfall (vgl. Art. 15. Abs. 1 Covid-19- Gesetz; Art. 2 Abs. 3bis lit. a Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall). Es ist dies ei- ne zwingende Voraussetzung der CEE. Denn Sinn und Zweck der Covid-19- Verordnung Erwerbsausfall ist das Kompensieren von Erwerbsausfällen, welche auf die behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19- Epidemie zurückzuführen sind. D.h. der Staat hat mit dem Covid-19-Gesetz resp. der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall eine Grundlage geschaffen nur für Ent- schädigungen für Ausfälle, die letztlich behördlich verursacht sind. Aus diesem Grund verlangt der Gesetzgeber denn auch ausdrücklich, dass Personen, die ei- nen Anspruch aus Art. 2 Abs. 3 bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall geltend machen, darlegen müssen, auf welche behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie die Umsatzeinbusse zurückzuführen ist (Art. 7 Abs. 1 bis lit. b Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall). Nicht entschädigt werden sollen demgegenüber Ausfälle, die wohl mit der Pandemie zusammen- hängen, aber nicht durch behördliche Massnahmen verursacht wurden. Hierfür wurden andere Instrumente geschaffen wie etwa Härtefallmassnahmen für Un-9 ternehmen (vgl. Art. 12 Covid-19-Gesetz; RRB Nr. 931/2020 vom 15.12.2020; Ausgestaltung der Covid-19-Härtefallregelung im Kanton Schwyz und spätere Revisionen des Härtefallprogramms 1). 3.2 Was die behördlichen Massnahmen anbelangt, so werden diese vom Bund insbesondere in der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-Verordnung besondere Lage; SR 818.101.26) vom 23. Juni 21 geregelt, wobei vorliegend die Version Anwendung findet, welche im August 2021 galt (Stand 26.6.2021). Zusätzlich haben auch Kantone Massnahmen beschlossen (vgl. etwa Kanton Schwyz Verordnung über Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie, vom 14.10.2020; SRSZ 571.212). Art. 2 Abs. 3 bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall spricht sodann von 'behördlichen Massnahmen', weshalb auch solche weiterer Behörden mass- gebend sein können (auch wenn im Kreisschreiben über die Entschädigung bei Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus - Corona-Erwerbsersatz [KS CE] Rz. 1041.2 nur von kantonalen Massnahmen und solchen des Bundes die Rede ist). Per 26. Juni 2021 hat der Bundesrat das allgemeine Veranstaltungsverbot auf- gehoben. Im August 2021 galt für die Betreiber öffentlich zugänglicher Einrich- tungen sowie die Organisatoren von Veranstaltungen eine Schutzkonzeptpflicht. Soweit der Besuch nicht auf Personen mit Zertifikat eingeschränkt war, galten dabei besondere Vorgaben hinsichtlich Hygiene und Abstand oder Kontaktdaten (Art. 10 Covid-Verordnung besondere Lage). Zudem galten je nach Art der Ver- anstaltung einschlägige Kapazitätsbeschränkungen (vgl. Art. 14 Covid- Verordnung besondere Lage). Der Hinweis der Beschwerdeführerin auf das Vorwort zur Version 18 des Kreis- schreibens des BSV (KS CE Stand 25.8.2021) ist korrekt. Das BSV hielt darin fest, weil im Zeitpunkt der Verbotsaufhebung (Juni 2021) viele Organisatoren die Veranstaltungen schon abgesagt hätten und neue Veranstaltungen eine Vorbe- reitungszeit benötigen würden, könnten nicht sofort, aber ab dem 1. September 2021 keine CEE wegen eines Veranstaltungsverbotes mehr geltend gemacht werden. Zudem sei es ab dem 1. September 2021 möglich, eine CEE aufgrund einer erheblichen Einschränkung der Erwerbstätigkeit geltend zu machen, wenn aufgrund der noch geltenden Einschränkungen ein Erwerbsausfall resultiere. 4.1Es fällt auf, dass die Beschwerdeführerin in ihrem Gesuch auf CEE vom Februar 2022 (vgl. oben Erw. 2.1) ausschliesslich zwei Geschäftsbereiche aus- drücklich nennt und beschreibt. Zum einen zwei grössere Projekte mit Reisetätig- keit Deutschland/Polen/Russland zur Beschaffung von Rohstoffen zur Produktion 10 alternativer Kraftstoffe (UCO) und zum andern die auftragsweise Verwaltung und das Management im Bereich Flugzeugfonds. Beide Geschäftsbereiche sind - soweit den Beschrieben entnommen werden kann - schwergewichtig oder aus- schliesslich Auslandtätigkeiten. Aus dem Gesuch ist nicht ansatzweise erkenn- bar, inwieweit diese Geschäftsbereiche im August 2021 durch Massnahmen von schweizerischer Behörden in ihrer Tätigkeit eingeschränkt waren. Neben den zwei konkreten Geschäftsbereichen sprach die Beschwerdeführerin in einem dritten Absatz wenig konkret von sonstigen Beratungsleistungen, die im Rahmen der Covid-19-Pandemie mit massiven Reisebeschränkungen und dem Herunterfahren des gesellschaftlichen und geschäftlichen Lebens weltweit über das Geschäftsjahr 2020/2021 weitaus weniger nachgefragt würden. Ob hiermit unter anderem die Dienstleistungen im Kunstbereich, welche mit rund der Hälfte des Umsatzes das Hauptgeschäft darstellen sollen, gemeint waren, bleibt uner- gründlich. Wenn Art. 7 Abs. 1 bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall von den Gesuchstel- lern den Nachweis verlangt, auf welche behördlich angeordneten Massnahmen die Umsatzeinbusse zurückzuführen ist, so kommt die Beschwerdeführerin dem mit dem Gesuch vom 22. Februar 2022 mitnichten nach. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz das Gesuch mit Verfügung vom 23. Februar 2022 ablehnte. 4.2Soweit in der Einsprache noch auf den Geschäftsbereich UCO eingegan- gen wird, kann auf das eben Ausgeführte verwiesen werden. Es ist nicht nach- vollziehbar, inwiefern schweizerische Massnahmen dieses Geschäft im August 2021 beeinträchtigt haben sollten. Allerdings führt dann die Beschwerdeführerin selber aus, nicht dieser Geschäftsbereich sei für den grossen Umsatzrückgang von über 80% verantwortlich (obwohl im Gesuch genau dieser Bereich im Zen- trum stand). Neu wird auf das Geschäftsfeld Dienstleistungen im Kunstmarkt verwiesen, der vor Corona über 40% des Gesamtumsatzes ausgemacht habe, welcher aber im Gesuch mit keinem Wort erwähnt wurde. Aber auch mit diesem im Einspracheverfahren neu vorgebrachten und im Be- schwerdeverfahren bekräftigten Geschäftsfeld der Dienstleistungen im Kunst- markt vermag die Beschwerdeführerin den Nachweis nicht zu erbringen, dass Massnahmen von Schweizer Behörden den bedeutenden Umsatzrückgang ver- ursacht haben. Generell ist anzumerken, dass die Beschwerdeführerin ihr Geschäftsfeld Kunst- markt zwar ausführlich beschreibt und auch einen covid-bedingten Markteinbruch geltend macht. Es fehlen aber konkrete Ausführungen dazu, inwieweit ihre Ge-11 schäftstätigkeit im August 2021 wegen behördlichen Massnahmen zur Eindäm- mung der Pandemie massgeblich eingeschränkt war, bzw. eine Umsatzeinbusse verursachten. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, vor Corona mindestens drei inter- nationale Kunstmessen pro Jahr besucht zu haben, so ist dies nicht relevant, soweit es sich um Messen im Ausland handelt (auf welche schweizer Covid- Massnahmen keinen Einfluss haben). Zum andern unterbleibt mit dieser generel- len Aussage ein konkreter Zusammenhang zum einen zur Geschäftstätigkeit im August 2021 und zum andern zu konkreten einschränkenden behördlichen Mass- nahmen. Unbegründet sind die Ausführungen zur ArtBasel, welche zum einen im Jahr 2021 stattfand und zum andern für August 2021 gar nicht geplant war. Bereits im Januar 2021 wurde beschlossen, die Messe (welche 2020 abgesagt wurde) vom Juni 2021 in den September 2021 zu verschieben (vgl. Mitteilung der MCH Group vom 23.1.2021; www.mch-group.com; eingesehen am 31.5.2022). Weite- rungen hierzu erübrigen sich. Andere konkrete Tätigkeiten, an welchen die Beschwerdeführerin im August 2021 durch behördliche Covid-Massnahmen gehindert war bzw. zum geltend gemachten Umsatzeinbruch führten, substantiiert die Beschwerdeführerin nicht ansatzweise. Da ihr Geschäftsmodell insbesondere den Kunsthandel über ihr bestehendes nationales und internationales Netzwerk beinhaltet (vgl. oben Erw. 2.3), ist davon auszugehen, dass dieses ohnehin Bestand hatte und sowohl Kon- taktnahmen wie Dienstleistungen ermöglichte. Warum dies an behördlichen Massnahmen scheiterte, bleibt unausgesprochen. Die Corona-Pandemie führte unbestrittenermassen zu einem Einbruch auf dem Kunstmarkt (wenn durchaus auch differenziert werden muss, vgl. The Impact of COVID-19 on the Gallery Sector; a 2020 mid-year survey; an ArtBasel & UBS Report, 2020, sowie the art market report 2021, ArtBasel & UBS, 2021). Dies al- lein, d.h. die Corona-Pandemie mit ihrem Einfluss auf Gesellschafts- und Ge- schäftsleben, berechtigt aber ohnehin nicht zum Bezug einer CEE; entscheidend ist die Voraussetzung der Umsatzeinbusse infolge behördlicher Massnahmen. Zudem ist anzufügen, dass die Beschwerdeführerin nicht erwähnt, dass sich der Kunstmarkt schon im 2021 weitgehend erholt und vorpandemische Werte er- reicht hatte (vgl. Deloitte Art & Finance Report 2021, www2deloitte.com, einge- sehen am 31.5.2022; The Art Market 2022, an ArtBasel & UBS report, März 2022; Resilience in the Dealer Sector, a mid-year review 2021, an ArtBasel & UBS Report, 2021; Jetzt kaufen die Jüngeren: Viel Betrieb auf der ArtBasel, BR24 Kultur, 23.9.2021; www.br.de, eingesehen am 31.5.2022), was nicht zuletzt 12 auch auf erfolgreiche neue digitale Märkte zurückzuführen war (vgl. Kultur Stadt Zürich; Der Kunstmarkt in der Pandemie. Digitaler, diverser, weiblicher; www.stadt-zuerich.ch; eingesehen am 31.5.2022; UBS Art Market Report 2021; www.ubs.com; eingesehen am 31.5.2022). Die (allerdings erst im September 2021 durchgeführte) ArtBasel verzeichnete zwar rund 1/3 weniger Eintritte, die Geschäfte wurden aber mitunter als 'sehr, sehr gut' bezeichnet (vgl. Die ArtBasel war ein Meilenstein, Medienmitteilung MCH Group vom 27.9.2021, www.mch- group.com; eingesehen am 31.5.2022). Es versteht sich, dass es sich hierbei um einen allgemeinen Eindruck handelt und Einzelfälle, namentlich bei den Kunst- händlern, durchaus weniger vom Aufschwung profitieren konnten. Dies ändert aber nichts daran, dass die allgemein negative Zeichnung der Situation durch die Beschwerdeführerin so nicht zutrifft und sie gleichzeitig nicht konkret aufzeigt, warum sie selber wegen behördlicher Massnahmen zur Eindämmung der Covid- 19-Pandemie vom Aufschwung nicht profitieren konnte, sondern entgegen dem Trend im August 2021 noch einen Umsatzrückgang von 80.3% zu beklagen hat- te. 4.3Damit aber erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Die Beschwerde- führerin vermag nicht den Nachweis zu erbringen, dass sie im August 2021 eine Umsatzeinbusse erlitt, welche auf behördlich angeordnete Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie zurückzuführen ist (vgl. Art. 7 Abs. 1 bis lit. b Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall). Entsprechend ist die Beschwerde abzu- weisen. 5.Es werden keine Kosten erhoben.13 Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Kosten erhoben. 3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer- de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei- zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82 ff. des Bun- desgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe- schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113 ff. BGG). 4. Zustellung an: -die Beschwerdeführerin (R) -die Vorinstanz (R) -und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A). Schwyz, 21. Juni 2022 Im Namen des Verwaltungsgerichts Der Vizepräsident: Der Gerichtsschreiber: *Anforderungen an die Beschwerdeschrift Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru- mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Versand: 28. Juni 2022