Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 15. November 2018 (720 18 166 / 316) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Würdigung der Arztberichte Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsri chter Yves Thommen, Kan- tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Guido Ehrler , Advokat , Rebgasse 1, Postfach 477, 4005 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Der 1989 geborene A.____ wurde bereits als Kind bei der Eidgenössischen Invaliden- versicherung (IV) zum Leistungsbezug angemeldet, wo rauf ihm medizinische und Sonder- schulmassnahmen zugesprochen wurden. Am 4. Septembe r 2012 meldete sich A.____ unter Hinweis auf eine Depression zum Leistungsbezug an, worauf ihm die IV-Stelle Basel- Landschaft (IV-Stelle) verschiedene Eingliederungsm assnahmen zusprach. Die beruflichen Massnahmen wurden mit Mitteilung vom 13. November 2 013 abgeschlossen und die Prüfung eines allfälligen Rentenanspruches eingeleitet. Mit Verfügung vom 12. Januar 2015 wurde ein Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Rentenanspruch abgelehnt, da sich A.____ geweigert h atte, sich einer medizinischen Begut- achtung zu unterziehen. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Am 10. Februar 2016 meldete sich A.____ erneut zum Lei stungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse lehnte die IV-Stelle des Kantons Basel- Landschaft mit Verfügung vom 11. April 2018 in Anwen dung der allgemeinen Bemessungsme- thode einen Rentenanspruch des Versicherten gestützt auf einen IV-Grad von 2 % ab. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten dur ch Advokat Guido Ehrler, am 14. Mai 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landscha ft, Abteilung Sozialversicherungs- recht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und ihm ab 1. September 2016 eine ganze IV-Rente zuzuspr echen. Zudem wurde beantragt, es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren; alles unter o/e- Kostenfolge. C. Mit Verfügung vom 12. Juni 2018 bewilligte das Kant onsgericht dem Beschwerdeführer gestützt auf die eingereichten Unterlagen für das vorl iegende Beschwerdeverfahren die unent- geltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbe iständung mit Advokat Guido Ehrler als Rechtsvertreter. D. In ihrer Vernehmlassung vom 20. Juni 2018 beantragt e die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen. E. Mit Replik vom 27. August 2018 nahm der Beschwerdefü hrer zur Vernehmlassung Stellung und hielt an seinen Rechtsbegehren vollumfän glich fest. In ihrer Duplik vom 7. Sep- tember 2018 hielt auch die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag auf Abweisung der Be- schwerde fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV- Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf d ie im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV -Stelle in der angefochtenen Verfü- gung vom 11. April 2018 gestützt auf den Sachverhalt, wie er sich damals präsentiert hat, einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht abgelehnt hat. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigk eit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunf ähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geist igen oder psychischen Gesundheit verur- sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederun g verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen de r gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti- ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psych ischen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Dia gnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2 , 130 V 390 E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltend en psychischen Leiden belastenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen ke in Krankheitswert zukommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat vorau s, das die Arbeits- und Erwerbsfähig- keit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob u nd inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig er- wartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nach zugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesund heitsbeeinträchtigung verur- sachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehme n ist, die Verwertung der Arbeitsfä- higkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternative Voraussetzung – so- gar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; BGE 127 V 294 E. 4c in fine). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gr ad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1). 3.3 Vorliegend hat die IV-Stelle den Invaliditätsgrad des Versicherten nach der allgemei- nen Methode des Einkommensvergleichs bemessen, was vom Be schwerdeführer – zu Recht – nicht bestritten wird. 4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrade s im Erwerbsbereich bildet die Fra- ge, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihre r gesundheitlichen Beeinträchti- gungen arbeitsunfähig ist. 4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 133 E. 2, 114 V 310 E. 3c, 105 V 156 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer- weise noch verrichtet werden können (U LRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi- alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (v gl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Gr undsatz der freien Beweis- würdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Forme n medizinischer Berichte und Gutach- ten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen ( vgl. die ausführlichen Zusammenstellun- gen dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltu ngsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund e ingehender Beobachtungen und Unter- suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun- de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswür digung volle Beweiskraft zuzuer- kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Diese im Bereich der Unfallversicherung entwi- ckelten Grundsätze finden für das IV-Verwaltungsverfahren sinngemäss Anwendung (Urteil des EVG vom 9. August 2000, I 437/99 und I 575/99, E. 4 b/bb). In Bezug auf Berichte von behan- delnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrung statsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrau ensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen. B ei der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dü rfen allerdings auch die potentiel- len Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, da rf nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlung sauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des am tlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 2001, E. 2b) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stet s in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnde n Ärzte zu anderslautenden Einschät- zungen gelangen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinwei- sen). Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiv er ärztlicher Interpretation entspringen- de – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblie- ben sind (Urteil des Bundesgerichts I 514/06 vom 25. Mai 2007, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 5. Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerde führers liegen im Wesent- lichen folgende medizinischen Berichte vor: Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.1 Dr. med. B.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, hält mit Arztbericht vom 31. März 2016 als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfäh igkeit ein frühkindliches POS/ADHS (ICD-10 F90.0), eine erhebliche narzisstische Persönlichkei tsstörung mit hoher Vulnerabilität und Irritierbarkeit (ICD-10 F60.8) sowie DD: eine em otional instabile Persönlichkeitsstörung impulsiver Typus (ICD-10 F60.3), als Diagnose ohne Auswirku ng auf die Arbeitsfähigkeit ein St.n. mittelgradiger depressiver Episode Sommer 2012 (ICD-10 F32.1) fest. Die Arbeitsfähigkeit als Koch betrage 30 % seit spätestens Anfang 2014. Die S ituation sei geprägt durch weiterhin auf unbefriedigendem Niveau stagnierende Lebensumstände mit Stellenlosigkeit und fortbeste- hender finanzieller Abhängigkeit. Mehrere Veränderungsversuche mit Stellensuche als Koch im Bereich Restaurant, Kantine, Hotelbetrieb, Schifffah rtsunternehmen auch bei anfänglich durch- aus erfolgsversprechender Ausganglage bis hin zu Stellenz usagen seien jeweils bereits im An- satz oder aber umgehend nach Antritt der Arbeitsstelle g escheitert. Dazu sei eine Freund- schaftsbeziehung gescheitert; positiv sei immerhin die tatkr äftige Unterstützungsbereitschaft seitens der Eltern, dies in materiellen Belangen oder in krisenhaften Problemsituationen. 5.2 Am 15. Juli 2016 erstattet Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten zu Handen der IV-Stelle. Als Diag nosen mit Auswirkung auf die Ar- beitsfähigkeit wurden eine organische Persönlichkeitsstör ung (ICD-10 F07.0), DD: Kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und impulsiven Antei len (ICD-10 F61.0) sowie ADHS (ICD-10 F90.1) festgehalten; als Diagnose ohne Auswirku ng auf die Arbeitsfähigkeit eine Can- nabisabhängigkeit (ICD-10 F12.25). Zur Arbeitsfähigke it in der bisherigen Tätigkeit als Koch (hektische Tätigkeit mit hohen Belastungsspitzen und einem rauen Arbeitsklima) führt Dr. C.____ aus, es bestehe aus psychiatrischer Sicht eine A rbeitsunfähigkeit von 50 %, dies seit Abschluss der beruflichen Massnahmen im August 2013. I n einer angepassten beruflichen Tätigkeit, die der Explorand möglichst selbstbestimmt i n ruhiger Umgebung und ohne häufige soziale Kontakte leisten könne, bestehe seit Abschluss der beruflichen Massnahmen eine Ar- beitsunfähigkeit von 20 %. 5.3 Mit Schreiben vom 5. Juli 2017 nimmt Dr. B.____ Stellung zum Vorbescheid vom 12. Juni 2017 und hält fest, aus seiner Sicht sei der Beschwerdeführer aufgrund der psychi- schen Verfassung weiterhin eindeutig ausserstande dem übli chen Anforderungsdruck hinsicht- lich Anpassung, An- und Einordnung in einer Arbeitssitu ation zu genügen und er sei somit auf dem ersten Arbeitsmarkt als nicht vermittelbar anzusehen. Damit sei die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers als dauerhaft und erheblich beeinträch tigt zu bewerten. Daher sei eine an- gemessene IV-Berentung unbedingt in Betracht zu ziehen. Ergänzend sei ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass das IV-Prozedere fremdinduziert und nicht vom Versicherten angestrebt worden sei, was seine Schwierigkeiten und Abwehrhaltung gegenüber den beruflichen Mass- nahmen massgeblich erkläre. 5.4 Dr. C.____ führt mit Schreiben vom 7. Juni 2018 a us, der Explorand sei, wenn auch mit Schwierigkeiten, in der Lage gewesen eine Lehre als K och erfolgreich abzuschliessen. Er habe auch die Rekrutenschule absolviert, sei sogar zur Untero ffiziersschule vorgeschlagen worden. Im Rahmen der beruflichen Massnahmen sei der Explorand wenig kooperativ gewesen, sei Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht wiederholt der Arbeit ferngeblieben und habe Ferien verlangt. Bei der Firma D.____ AG sei dem Explorand aber eine 100%ige Leistung attestiert worde n, wenn er anwesend gewesen sei. Er habe Mühe, sich in einen Arbeitsprozess zu integrieren, seine Emotionen und Impulse zu kon- trollieren. Es habe sich aber gezeigt, dass der Explorand in der Lage sei, wenn er sich bemühe, eine gute Arbeitsleistung zu erzielen. Es liege keine der art schwere psychiatrische Störung vor, als dass ihm nicht zumutbar wäre, an den angebotenen be ruflichen Massnahmen motiviert und kooperativ teilzunehmen. Zudem müsse auch angefügt werde n, dass der Explorand entgegen seinen Angaben regelmässig Cannabis konsumiere, was die Emotions- und Impulskontrolle einschränke, den Antrieb und die Motivation vermindere und auch dazu beitrage, dass er wenig Motivation zeige, sich beruflich zu integrieren. Er halte an den Schlussfolgerungen fest, die er in seinem Gutachten vom 15. Juli 2016 gezogen habe. 5.5 In seinem Schreiben vom 17. August 2018 an den Rech tsvertreter des Beschwerde- führers führt Dr. B.____ aus, dass sich wiederholt auf e indrückliche Weise eine klare Limitie- rung der Kontrollfähigkeit des Beschwerdeführers über sei ne emotionale Irritabilität und ein problematisches Impulsverhalten mit entsprechend negati ven Konsequenzen primär für den Betroffenen selbst manifestiere. Dies habe sich unter anderem auch in verschiedenen ernsthaf- ten Arbeitsversuchen, im Ansatz scheiternder eigener beruflicher Projekte und dazu im privaten Lebensbereich eindrücklich gezeigt. Es sei auch höchst eins eitig, dass der Cannabisabusus causal in den Vordergrund gestellt werde. Im bisherigen Therapieverlauf sei in keiner Weise der Eindruck entstanden, dass ein relevanter Suchtmittelmissbra uch mit entsprechend erklärbaren Folgen vorliege. Damit seien auch Massnahmen wie eine s uchtspezifische Beratung und re- gelmässige Kontrollen des Suchmittelkonsums bisher nicht zu r Diskussion gestanden. Als be- handelnder Psychiater bleibe er bei der klaren Auffassung , dass beim Beschwerdeführer eine rentenwirksame psychische Beeinträchtigung vorliege, die m it psychotherapeutischen Mass- nahmen nicht vermieden werden könne. 6.1 Die IV-Stelle hat bei der Beurteilung des Gesund heitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten vollumfänglich auf die Ergebnisse abgest ellt, zu denen Dr. C.____ in seinem Gutachten vom 15. Juli 2016. Vorliegend sind die medizinischen Diagnosen weitgehend unbestritten. Der behandelnde Psy- chiater Dr. B.____ erwähnt zusätzlich zu den Diagnosen ei ner organischen Persönlichkeitsstö- rung, der Verdachtsdiagnose einer kombinierten Persön lichkeitsstörung mit narzisstischen und impulsiven Anteilen sowie dem bereits in der Kindheit diagnostizierten ADHS zusätzlich eine mittelgradige depressive Episode im Sommer 2012. Dr. C. ____ hat diese Diagnose in seinem Gutachten vom 15. Juli 2016 zwar nicht aufgeführt, ist aber ebenfalls darauf eingegangen. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass das Gutachten vo n Dr. C.____ bzw. seine Schluss- folgerungen nicht verwertbar seien. Vorweg wird geltend gemacht, es sei nicht nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer als Koch zu 50 % arbeitsfähig sein solle. Diesbezüglich ist festzu- halten, dass auch der behandelnde Psychiater Dr. B.____ von einer Arbeitsfähigkeit als Koch von – immerhin – 30 % ausgeht. Wäre die Einschätzung von Dr. C.____, wie vom Beschwerde- führer geltend gemacht, nicht nachvollziehbar, so müsste diejenige von Dr. B.____ ebenfalls Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht angezweifelt werden, da der Unterschied lediglich 20 % beträgt und diese Differenz auch von Seiten des Beschwerdeführers nicht weiter begründet wird. Zudem hat der Beschwerdeführer in den Jahren 2012 und 2013 rund sechs Monate mit einer P räsenzzeit von 70 % im X.____ als Koch gearbeitet. Im Abschlussbericht wurde festgehalte n, dass die Leistungsfähigkeit bei 50- 60 % gelegen habe; bei 100 % Präsenz bei ca. 80 %. Es werden auch keine Schwierigkeiten mit Arbeitskollegen oder Vorgesetzten erwähnt. Da die I V-Stelle jedoch bei der Beurteilung des IV-Grades auf die Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit abgestellt hat, ist die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit für die Beurteilung der Rentenfrage nicht relevant. Aus dem Ab- schlussbericht des X.____ ergibt sich, dass sowohl das X.__ __ als auch der Beschwerdeführer wird eine Verweistätigkeit im 1. Arbeitsmarkt mit einem Arbeitspensum von 100 % als realistisch eingestuft haben. Bezüglich des Arbeitstrainings als Lagermitarbeiter be i der Firma D.____ AG vom 27. Mai - 8. August 2013 ist gestützt auf den Abschlussbericht der Ein gliederungsmassnahmen vom 7. November 2013 festzuhalten, dass der Beschwerdeführer zwar öfters gefehlt hat, dies aber nicht wegen gesundheitlicher Probleme, sondern weil ih m das vereinbarte Taggeld nicht sofort überwiesen wurde oder weil er Ferien wollte. Der Besch werdeführer habe dort in einem vollen Arbeitspensum gearbeitet und eine Leistung von 100 % erbracht. Auch bei dieser Arbeitsstelle hat es offenbar keine Schwierigkeiten mit Mitarbeiten den gegeben. Die Massnahme sei abge- brochen worden, weil die Arbeitgeberin keinen Mitarbe iter gewollt habe, der nur unregelmässig zur Arbeit erscheine. Vor diesem Hintergrund und auch w egen der Tatsache, dass der Be- schwerdeführer eine Lehre und auch die Rekrutenschule hat abschliessen können, zeigt sich, dass der Beschwerdeführer über genügend Ressourcen verfügt . Dies wird auch durch seine Alltagsaktivitäten (gemäss seinen Aussagen führt er den Haushalt selbständig, schwimmt zweimal pro Woche je ca. drei Stunden, unternimmt län gere Fahrradtouren, liest gelegentlich, geht mit Freunden fischen oder essen, abends schaut er meistens einen Film oder ein Fuss- ballspiel am TV) bestätigt. Die von Dr. C.____ attestie rte Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer möglichst selbstbestimmten, ruhigen Tätigkeit mit wenigen persönlichen Kontakten erscheint deshalb absolut nachvollziehbar. Es gilt in diesem Zusam menhang festzuhalten, dass Dr. B.____, auf dessen Einschätzung sich der Beschwerdeführer beruft, ursprünglich, d.h. in einem Arztbericht vom 18. Mai 2013, bei den gleichen Diagnose n sowohl als Koch als auch in jeder anderen Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % ausgegangen ist. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustands wurde seither nicht geltend gemach t. In der Folge hat lediglich noch ein zusätzlicher erfolgloser Arbeitsversuch stattgefunden , sodass die Frustration des Be- schwerdeführers wohl nicht mehr wesentlich zugenommen hat . Die ursprüngliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. B.____ zeigt, dass beim Gesundheitszustand des Beschwerde- führers eine zumindest annähernde vollzeitliche Arbeits fähigkeit vorliegt. Dr. B.____ hat mög- licherweise seine Beurteilung der subjektiven Einschätzung des Beschwerdeführers im Verlauf der Behandlung angepasst, so dass nicht darauf abgestellt werden kann. In diesem Zusam- menhang ist auch darauf hinzuweisen, dass die Beurteilun g von behandelnden Ärzten gemäss Rechtsprechung mit Zurückhaltung zu würdigen ist (vgl. oben E. 4.3). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hat Dr. C.____ auch keine widersprü chlichen Schlüsse aus dem erwie- senen Cannabiskonsum gezogen. Der Konsum ist durch eine Urinprobe nachgewiesen und er wird vom Beschwerdeführer offensichtlich heruntergespie lt, wenn er gegenüber Dr. C.____ an- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht lässlich der Begutachtung behauptet hat, schon längere Zeit kein Cannabis mehr konsumiert zu haben. Dr. C.____ hat den Cannabiskonsum zudem lediglic h unter den Diagnosen ohne Aus- wirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt und erwähnt, dass durch den Konsum die Emotions- und Impulskontrolle eingeschränkt werde und auch für di e Motivation des Beschwerdeführers ungünstig sei. Es kann demnach keine Rede davon sein, dass Dr. C.____ den Cannabiskon- sum in den Vordergrund gestellt habe. Darüber hinaus weist das Gutachten von Dr. C.____, welch es durch die Stellungnahme vom 7. Juni 2018 ergänzt wurde, weder formale noch inhal tliche Mängel auf und ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 4.2 hiervor) – für die streitigen Belange umfassend, beruht auf einer persönlichen psychiatrischen Untersuchung, berü cksichtigt die geklagten Beschwer- den, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, le uchtet in der Darlegung der medizini- schen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der aktuellen medizinischen Situation ein, bezieht die vorhandene abweichende ärztliche Einschätzung von D r. B.____ in die Beurteilung mit ein und setzt sich damit auseinander und ist in den Schlussfol gerungen überzeugend. Die IV-Stelle ist somit zu Recht davon ausgegangen, dass der Beschwerdefüh rer in einer möglichst selbst- bestimmten, ruhigen Tätigkeit mit wenigen persönlichen Kontakten seit August 2013 zu 80 % arbeitsfähig ist 6.2 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die vom Gutachter geforderte Selbstbe- stimmung sei in einer unselbständigen weisungsgebunde nen Tätigkeit nicht gegeben, weshalb der Beschwerdeführer lediglich in einer selbständigen Tätigkeit arbeitsfähig sei. Diesbezüglich weist die IV-Stelle zu Recht darauf hin, dass die vom G utachter als möglich erachtete Ver- weistätigkeit nicht eine absolute Selbstbestimmung wie sie bei einem selbständig Erwerbenden vorliegt, sondern lediglich eine möglichst hohe Selbstbestimmung verlangt. 6.3 Vom Beschwerdeführer zu Recht nicht beanstandet wur de die konkrete Berechnung des IV-Grades, weshalb darauf abgestellt werden kann. Folgl ich ist von einem IV-Grad von 2 % auszugehen, womit dem Beschwerdeführer zu Recht keine R ente zugesprochen wurde. Die vorliegende Beschwerde ist demnach abzuweisen. 7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge legt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par- tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihm zu auferlege n sind. Da ihm mit Verfügung vom 4. Juni 2018 die unentgeltliche Prozessführung bewilli gt wurde, gehen die Verfahrenskosten vorläufig zu Lasten der Gerichtskasse. 7.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgan g entsprechend wettzuschla- gen. Da dem Beschwerdeführer ebenfalls mit Verfügung vom 4. Juni 2018 die unentgeltliche Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewilligt w urde, ist dieser für seine Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältin- nen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Hono rar bei unentgeltlicher Verbeistän- dung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter des Besc hwerdeführers hat in seiner Honorar- note vom 27. August 2018 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von insgesamt 14,42 Stunden geltend gemacht, was sich umfangmässig in A nbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen gerade noch als angemes sen erweist. Nicht zu beanstanden sind sodann die geltend gemachten Auslagen von Fr. 56. 75. Dem Beschwerdeführer ist des- halb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3‘1 67.20 (14,42 Stunden à Fr. 200.-- und Auslagen von Fr. 56.75 zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 7.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Ab s. 1 des Gesetzes über die Or- ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 auf merksam gemacht, wonach eine Par- tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurd e, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- we rden dem Be- schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 3‘167.20 (inklusive Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteu er) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. Vermerk eines allfälligen Weiterzugs http://www.bl.ch/kantonsgericht