<h2>SubmittedText<h2><p>Diesen Herbst wurden grosse Mengen Mais zum Import freigegeben, obschon wir im Inland eine Rekordernte erwarteten und mit den Lagerkapazitäten an den Anschlag kamen.</p><p>- Wie eruiert der Bundesrat die benötigten Importmengen?</p><p>- Ist er sich bewusst, dass die ausländischen Importe unseren Inlandmais unter Preisdruck setzten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat gibt keine Importmengen für Futtermittel frei. Importeure bestimmen unter Beachtung der aktuellen Grenzschutzhöhe selber, wie viel Waren sie einführen. Futtermittelimporte unterliegen dem sogenannten Schwellenpreissystem. Die vom Bundesrat für die verschiedenen Futtermittel festgelegten Schwellenpreise entsprechen dem angestrebten Importpreis franko Schweizer Grenze inklusive Grenzabgaben. Diese werden vom Bundesamt für Landwirtschaft monatlich überprüft und angepasst, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Der Grenzschutz für Futtermittel wirkt sich zum einen auf die Preise im inländischen Futterbau aus und zum andern auf die Kosten für Futtermittel in der Tierhaltung. Im Mittel der Jahre 2014 bis 2016 wurden jährlich knapp 140 000 Tonnen Körnermais importiert. Die inländische Körnermaisproduktion bewegt sich in einer vergleichbaren Grössenordnung. Der angestrebte Importpreis liegt bei 37 Franken je 100 Kilogramm, und der variable Grenzschutz beträgt derzeit 18 Franken je 100 Kilogramm. Im August und September 2017 konnte Körnermais relativ günstig beschafft werden, weshalb je etwa 21 000 Tonnen eingeführt wurden. Allerdings lagen die mittleren Preise verzollt innerhalb der auf Verordnungsstufe festgelegten Bandbreite von plus/minus 3 Franken je 100 Kilogramm vom angestrebten Importpreis. Unter Einbezug der Importe vom Oktober und November von 3000 Tonnen wurden von Januar bis November 2017 rund 149 000 Tonnen Körnermais zu Futterzwecken importiert. Die Nutzung der bestehenden Lagerkapazitäten unterliegt unternehmerischen Entscheiden, wobei über alle Getreide- und Ölsaatenarten Parameter wie Inlandproduktion, Importe und Absatz berücksichtigt werden dürften.</p>