Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 28. November 2013 (725 12 309 / 283) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Einstellung der vorübergehenden UVG-Leistungen (Hei lbehandlung, Taggelder) recht- mässig, da von einer Fortsetzung der ärztlichen Behan dlung keine namhafte Besserung des - unfallbedingt beeinträchtigten - Gesundheitszustandes erwartet werden kann Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan- tonsrichter Michael Guex, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A.____, vertreten durch Dominik Zehntner, Ad vokat, Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel gegen Helsana Unfall AG , Recht , Postfach , 8081 Zürich , Beschwerdege g- nerin Betreff Leistungen A. Die 1964 geborene A.____ arbeitete seit 8. Juli 20 11 als Weinberaterin bei der B.____ SA und war durch die Arbeitgeberin bei der He lsana Unfall AG obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 14. September 2011 liess A.____ der Helsana Unfall AG durch ihre Arbeitgeberin eine n Unfall melden. Laut den Angaben in der "Schadenmeldung UVG" war die Versicherte am 9. Septemb er 2011 „auf der Treppe gestürzt“ Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht und hatte sich dabei am Rücken verletzt. Anlässlich der ä rztlichen Erstbehandlung vom 12. September 2011 diagnostizierte Dr. med. C.____, I nnere Medizin FMH, eine Kontusion des Beckens und der Hüfte sowie einen Verdacht auf ein ISG -Syndrom beidseits. Hinweise auf ossäre Läsionen hätten sich in den Röntgenaufnahmen kein e gefunden (vgl. das “Arztzeugnis UVG“ des genannten Arztes vom 13. Oktober 2011). Nachdem die Helsana Unfall AG der Ver- sicherten nach Eingang der Unfallmeldung die gesetzliche n Leistungen (Heilkosten, Taggelder) für die Folgen dieses Unfalls erbracht hatte, stellte sie mit Verfügung vom 25. Mai 2012 die Ver- sicherungsleistungen per sofort mit der Begründung ein, dass Behandlungen nach diesem Da- tum nicht mehr mit dem gemeldeten Unfallereignis in Zusammenhang stünden. Daran hielt die Helsana Unfall AG auf Einsprache der Versicherten hin m it Einspracheentscheid vom 10. Sep- tember 2012 fest. B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, ver treten durch Advokat Dominik Zehntner, am 9. Oktober 2012 Beschwerde beim Kantonsge richt, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es sei der angefochtene Entscheid aufzuhe- ben und es seien ihr rückwirkend ab dem Einstellungsdatum wiederum die ihr zustehenden ge- setzlichen Leistungen zuzusprechen; unter o/e Kostenfolge. C. Die Helsana Unfall AG beantragte in ihrer Vernehm lassung vom 23. November 2012 die Abweisung der Beschwerde. D. In ihrer Replik vom 16. Januar 2013 hielt die Beschw erdeführerin an ihren bisherigen Anträgen und Ausführungen fest. Die IV-Stelle wieder um ersuchte in ihrer Duplik vom 15. Februar 2013 weiterhin um Abweisung der Beschwerde. E. Anlässlich seiner Urteilsberatung vom 30. Mai 2013 b eschloss das Kantonsgericht, den Fall auszustellen und der Beschwerdeführerin zur Wahru ng des rechtlichen Gehörs Gelegen- heit zur Einreichung einer Stellungnahme einzuräumen. Zur Begründung dieses Schrittes wies das Kantonsgericht darauf hin, dass die Helsana Unfall AG in der Verfügung vom 25. Mai 2012 (bestätigt mit Einspracheentscheid vom 10. September 2012) einen Anspruch der Beschwerde- führerin auf weitere Leistungen aus der Unfallversicherung im Wesentlichen mit der Argumenta- tion abgewiesen habe, die geltend gemachten Beschwerde n stünden mit dem gemeldeten Un- fallereignis vom 9. September 2011 in keinem Kausalzusa mmenhang mehr. Demgegenüber habe sie in ihrer Duplik vom 15. Februar 2013 vorwiegen d geltend gemacht, dass die Be- schwerdeführerin ohnehin voll arbeitsfähig sei und kei ne namhafte Verbesserung ihres Ge- sundheitszustandes mehr erwartet werden könne. Somit begründe die Helsana Unfall AG ihren Antrag auf Abweisung der Beschwerde in der Duplik wei tgehend mit anderen Argumenten als noch in der Vernehmlassung und im angefochtenen Einsp racheentscheid bzw. in der ihm zu- grundeliegenden Verfügung. Das Kantonsgericht stellte sodann fest, dass der Beschwerdefüh- rerin im Rahmen des Instruktionsverfahrens keine Gelege nheit (mehr) eingeräumt worden sei, sich zu dieser neu vorgebrachten Begründung der Helsana U nfall AG zu äussern, was sich un- ter dem Aspekt des Anspruchs auf rechtliches Gehör als problematisch erweise, und nunmehr - vor einem Entscheid in der Angelegenheit - nachzuholen sei. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht F. Mit Eingabe vom 24. Juli 2013 machte die Beschwerde führerin von der Möglichkeit zur ergänzenden Stellungnahme Gebrauch. Dabei wies sie dara uf hin, dass sie an den bisherigen Rechtsbegehren vollumfänglich festhalte. Die Helsana Unf all AG wiederum liess sich am 13. August 2013 zu den ergänzenden Ausführungen der Beschwerdeführerin vernehmen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes üb er den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, desse n Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetze s über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent- scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen V ersicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Ver sicherungsgericht desjenigen Kan- tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwer deerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor- liegend befindet sich dieser in D.____, weshalb die ör tliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1 993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein- spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 A TSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formge- recht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 9. Oktober 2012 ist demnach einzutreten. 2.1 Die Versicherte beanstandet in ihrer Beschwerde, di e Beurteilungen von Prof. Dr. med. E.____, Orthopädische Chirurgie FMH, auf welche die B eschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid verweise, seien in den medizinischen Un terlagen, die ihr auf ihr Aktenein- sichtsgesuch hin zugestellt worden seien, nicht enthalten g ewesen. Sie könne sich deshalb in- haltlich nicht damit auseinandersetzen, was eine Verlet zung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör darstelle. Bei diesem Einwand handelt es sich um eine Rüge formeller Natur. Sollte sich diese als begründet erweisen, kann dies zur Aufhebung de r angefochtenen Verfügung führen, ohne dass die Angelegenheit materiell beurteilt würde . Der betreffende Einwand ist darum vor- ab zu prüfen (vgl. Urteil W. des Bundesgerichts vom 3. Juni 2009, 8C_951/2008, E. 3). 2.2.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schwe izerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 haben die Parteien Anspruch au f rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht der betr offenen Person, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizu- bringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblich en Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mit zuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 370 f. E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.2.2 Aus Inhalt und Funktion des Akteneinsichtsrechts als Teil de s Anspruchs auf rechtliches Gehör folgt nach der Rechtsprechung, dass grundsätzlich sämtliche beweiserheblichen Akten den Beteiligten gezeigt werden müssen, sofern in der si e unmittelbar betreffenden Verfügung darauf abgestellt wird. Denn es gehört zum Kerngehalt des rechtlichen Gehörs, dass der Verfü- gungsadressat vor Erlass eines für ihn nachteiligen Verw altungsaktes zum Beweisergebnis Stellung nehmen kann. Das Akteneinsichtsrecht ist somit eng mit dem Äusserungsrecht ver- bunden, gleichsam dessen Vorbedingung. Die versicherte P erson kann sich nur dann wirksam zur Sache äussern und geeignete Beweise führen oder beze ichnen, wenn ihr die Möglichkeit eingeräumt wird, die Unterlagen einzusehen, auf welch e sich die Behörde bei ihrer Verfügung gestützt hat (BGE 132 V 388 f. E. 3.1). Das Akteneinsic htsrecht bezieht sich dabei auf sämtli- che verfahrensbezogene Akten, die geeignet sind, Grundla ge des Entscheids zu bilden. Die Akteneinsicht ist demnach auch zu gewähren, wenn die Ausüb ung des Akteneinsichtsrechts den Entscheid in der Sache nicht zu beeinflussen vermag . Die Einsicht in die Akten, die für ein bestimmtes Verfahren erstellt oder beigezogen wurden, ka nn demnach nicht mit der Begrün- dung verweigert werden, die fraglichen Akten seien fü r den Verfahrensausgang belanglos. Es muss vielmehr der betroffenen Person selber überlassen sei n, die Relevanz der Akten zu beur- teilen (BGE 132 V 389 E. 3.2 mit Hinweis). 2.2.3 Eine schwerwiegende Verletzung des rechtlichen G ehörs hat - auf Antrag oder von Am- tes wegen - die Aufhebung des angefochtenen Verwaltun gsaktes und die Rückweisung der Sache zu neuer Entscheidung unter Wahrung der Verfah rensrechte der betroffenen Partei zur Folge. Davon kann ausnahmsweise abgesehen werden, wenn die Rechtsmittelinstanz in tat- sächlicher und rechtlicher Hinsicht über uneingeschränkte K ognition verfügt und wenn die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit z u unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem der Anhörung gleichgestellten Int eresse der Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 132 V 390 E. 5.1 mit Hinweisen). 2.3 Die Beschwerdegegnerin hat dem Kantonsgericht zusamm en mit ihrer Vernehmlassung vom 23. November 2012 sämtliche Akten des Verwaltungsverfa hrens zugestellt. Bei diesen befinden sich auch die Beurteilungen von Prof. Dr. E.__ __, welche die Beschwerdeführerin laut ihrer Darstellung bis anhin noch nicht hatte einsehen kön nen. Das Kantonsgericht hat der Be- schwerdeführerin deshalb sämtliche Akten der Vorinstanz zur Einsichtnahme zugestellt und die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels angeordnet . Dadurch hat es der Beschwerde- führerin (nachträglich) Gelegenheit gegeben, in die Beurteilungen von Prof. Dr. E.____ Einsicht zu nehmen, sich (auch) mit deren Inhalt auseinander zu setzen und zu diesen Stellung zu neh- men. Von diesem Replikrecht hat die Beschwerdeführerin am 16. Januar 2013 Gebrauch ge- macht. Berücksichtigt man weiter, dass das Kantonsgericht i n unfallversicherungsrechtlichen Beschwerdeverfahren gemäss § 57 VPO über eine uneingesch ränkte Kognition verfügt, so ist eine allenfalls vorausgegangene, in einer unvollständi g gewährten Akteneinsicht liegende Ver- letzung des rechtlichen Gehörs der Versicherten als geheil t zu betrachten. Es besteht deshalb keine Veranlassung (mehr), den angefochtenen Verwaltu ngsakt aus formellen Gründen aufzu- heben und die Angelegenheit zur neuen Entscheidung an die Beschwerdegegnerin zurückzu- weisen. Ein solches Vorgehen würde letztlich zu einem f ormalistischen Leerlauf und damit zu Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht unnötigen Verzögerungen führen, was mit dem (der Anh örung gleichgestellten) Interesse der Versicherten an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wäre. 3. Materiell strittig und im Folgenden zu prüfen ist d ie Frage, ob die Versicherte über den 25. Mai 2012 hinaus Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung hat. 3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer i n der obligatorischen Unfallversiche- rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl- len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewäh ren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand- lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles v oll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld . Dieses beträgt bei voller Arbeitsun- fähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei t eilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es ent- sprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entste ht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit de r Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähig- keit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod de r versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Inva lidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid ist. Der Rente nanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Be sserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und a llfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem R entenbeginn fallen die Heilbe- handlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung d er körperlichen, geistigen oder psychi- schen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Ans pruch auf eine angemessene Integri- tätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente f estgesetzt oder, falls kein Rentenan- spruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 3.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus , dass zwischen dem versicher- ten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit , Arbeitsunfähigkeit, Invalidität) ein na- türlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natür- lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne dere n Vorhandensein der eingetrete- ne Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass e in Unfall die alleinige oder unmit- telbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt , dass das schädigende Ereignis zu- sammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder g eistige Integrität der versicherten Per- son beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Wort en nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinwei- sen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer ge sundheitlichen Störung ein natür- licher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, w orüber die rechtsanwendende Behör- de - die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswür- digung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Bew eisgrad der überwiegenden Wahr- scheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eine s Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.3 Um die Leistungspflicht des Unfallversicherers bejahe n zu können, muss zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden nicht nu r ein natürlicher, sondern auch ein adä- quater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der Rechtspr echung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geei gnet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis) . Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftu ngsbegrenzung zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzu- sammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der eing etretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechts erhebliche Kausalzusammenhang be- steht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Ge- richt zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenha ng ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürli- chen Kausalität deckt (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb). 3.4 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderli chen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des U nfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des fortbestehenden Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfa llfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszusta nd erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustande s auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bede utung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachge wiesen sein. Da es sich um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Bewei slast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicher- ten Person, sondern beim Unfallversicherer. Dieser muss j edoch nicht den Beweis für unfall- fremde Ursachen erbringen. Welche Ursachen ein nach w ie vor geklagtes Leiden hat, ist uner- heblich. Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingt en Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefall en sind. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen , dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei v oller Gesundheit sei (Sozialversiche- rungsrecht - Rechtsprechung [SVR] 2008 UV Nr. 11 S. 35 E. 3.3 mit Hinweisen). Beizufügen ist, dass die Beweislastregel, wonach der Unfallversicherer u nd nicht der Versicherte die Beweis- last für das Dahinfallen der natürlichen Unfallkausalitä t trägt, erst Platz greift, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatze s und der Beweiswürdigung ei- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht nen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwie gende Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 4. Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der Be urteilung des Gesundheitszu- standes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person oder der Feststellung natürlicher Kau- salzusammenhänge im Bereich der Medizin - ist die rechtsa nwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medi- zinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsp rozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und p flichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismi ttel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspru chs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe an zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsich tlich des Beweiswertes eines Arztbe- richtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streit igen Belange umfassend ist, auf allsei- tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwe rden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar legung der medizinischen Zusammen- hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situati on einleuchtet und ob die Schlussfolge- rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.1 In seiner zu Handen der Beschwerdegegnerin verfassten Aktenbeurteilung vom 14. Mai 2012 wies Dr. med. F.____, Innere Medizin, spez. Rheum atologie FMH, darauf hin, dass im Dezember 1989 durch den behandelnden Chiropraktor Dr. G.____ eine chronische ISG- Symptomatik beschrieben worden sei. Die von der Versichert en aktuell geklagten lumbalen Be- schwerden mit Ausstrahlung ins Gesäss beidseits würden diese r bereits 1989 durch den Chiro- praktor beurteilten und behandelten Symptomatik entspre chen. Durch den Sturz vom 9. Sep- tember 2011 sei es nur zu einer vorübergehenden, nicht jedoch zu einer richtunggebenden Verschlimmerung gekommen. Die im Dezember 2011 festgest ellte Fraktur des Os illium (im kaudalsten Anteil des distalen Drittels links) sei höchste ns diskret gewesen. In der Verlaufs– Röntgenuntersuchung sei sie nicht mehr nachweisbar, so das s diesbezüglich eine Restitutio eingetreten sei. Insgesamt würden die jetzigen, neun Mo nate nach dem Unfallereignis noch geklagten Beschwerden überwiegend wahrscheinlich den Be schwerden entsprechen, wie sie vorher schon bestanden hätten, d.h. zum jetzigen Zeitpunkt sei der Staus quo sine (Vorzustand) erreicht. 5.2 Der Beschwerdeführerin ist darin beizupflichten, d ass diese Beurteilung von Dr. F.____ nicht zu überzeugen vermag. Sie weist zu Recht darauf hin, dass jegliche medizinische Unter- lagen aus der Zeit zwischen 1990 und dem Unfallereignis fehlen würden. Ob sich damals be- stehende Beschwerden während mehr als einundzwanzig Jahren bis zum Unfallereignis durch- gezogen hätten, sei somit völlig unbekannt. Es sei des halb schleierhaft, wie der beratende Arzt Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Beschwerdegegnerin unter diesen Umständen auf einen Zustand vor dem Unfall schliessen und daraus einen status quo sine vel ante ableiten könne . Dieser Einwand der Beschwerdefüh- rerin erweist sich weitgehend als berechtigt. Es stellt sich deshalb grundsätzlich die Frage, ob der medizinische Sachverhalt, d.h. insbesondere der Aspekt der Unfallkausalität der von der Versicherten nach wie vor geklagten Beschwerden, zusätzlich er Abklärung bedarf. Wie im Fol- genden zu zeigen sein wird, kann die aufgeworfene Fr age jedoch offen bleiben und von einer Ergänzung des medizinischen Sachverhaltes abgesehen werden. Eine über den 25. Mai 2012 hinaus andauernde Leistungspflicht der Beschwerdegegner in ist nämlich auch dann zu vernei- nen, wen man mit der Beschwerdeführerin davon ausgeht, dass die von der Versicherten im genannten Zeitpunkt geklagten Beschwerden in einem nat ürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 9. September 2011 stehen. 6.1 Ein weiterer Anspruch auf die vorübergehenden UVG -Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder) setzt - wie einleitend erwähnt (vgl. E. 3.1 hiervor) - nach Gesetz (Art. 19 Abs. 1 UVG) und Praxis voraus, dass von einer Fortsetzung der är ztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des - unfallbedingt beeinträchtigten - Gesundheitszustandes erwartet wer- den kann oder dass noch Eingliederungsmassnahmen der IV l aufen. Trifft beides nicht (mehr) zu, hat der Versicherer den Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen abzu- schliessen und den Anspruch auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung zu prüfen (BGE 137 V 201 f. E. 2.1, 134 V 114 E. 4.1). Nahtlos an diese Regelung schliesst sich Art. 21 Abs. 1 UVG an. Danach soll Heilbehandlung - w ie die in den Art. 11 bis 13 UVG vorge- sehenen Kostenvergütungen - nach Festsetzung der Rente durch den Unfallversicherer nur unter besonderen Voraussetzungen gewährt werden, so bei Berufskrankheit (lit. a), bei Rückfall oder Spätfolgen zur wesentlichen Besserung oder Bewahru ng vor wesentlicher Beeinträchti- gung der Erwerbsfähigkeit (lit. b), zur Erhaltung de r verbleibenden Erwerbsfähigkeit (lit. c) und zur wesentlichen Verbesserung oder zur Bewahrung vor wesen tlicher Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes im Falle der Erwerbsunfähigkeit (li t. d). Im dazwischen liegenden Be- reich, nämlich wenn einerseits von der Fortsetzung der är ztlichen Behandlung keine namhafte Besserung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG mehr erwart et werden kann und anderseits die Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 UVG nicht erfüllt sind , hat der Unfallversicherer keine Heil- behandlung mehr zu übernehmen. An seine Stelle tritt der obligatorische Krankenpflegeversi- cherer (BGE 134 V 114 f. E. 4.2). 6.2 Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheit szustandes der versicherten Per- son zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Da s Bundesgericht hat in BGE 134 V 109 ff. hierzu festgehalten, dies bestimme sich mi t Blick darauf, dass die soziale Unfall- versicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätige n Personen ausgerichtet sei, nament- lich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit. Dabei verdeutliche die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehand lung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen müsse. Unbedeutende Verbesserungen würde n nicht genügen (BGE 134 V 115 E. 4.3 mit weiteren Hinweisen). Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.3 Den medizinischen Akten kann entnommen werden, dass d ie Beschwerdeführerin nach dem Unfallereignis vom 9. September 2011 vom 12. Sept ember 2011 - dem Datum der medizi- nischen Erstbehandlung - bis 2. Oktober 2011 zu 100 %, v om 3. bis 31. Oktober 2011 zu 20 %, vom 1. November 2011 bis 25. Dezember 2011 wieder zu 50 % und vom 2. Januar 2012 bis 31. März 2012 erneut zu 100 % arbeitsunfähig geschrieb en war. Gemäss den Ausführungen des behandelnden Arztes Dr. med. H.____, Facharzt für interventionelle Schmerztherapie und für Orthopädie, in den Berichten vom 2. Mai 2012 und 15. Juni 2012 konnte die Arbeitsfähigkeit per Ende März 2012 „wieder hergestellt werden“. Die Versicherte sei als Verkäuferin und in ei- ner leidensangepassten Tätigkeit arbeits- und auch leistungsfähig. 6.4 Aus dem Gesagten folgt, dass in den vorliegenden Akte n die letzte, auf das Unfallereig- nis vom 9. September 2011 zurückzuführende Arbeitsunfähigke it der Beschwerdeführerin per Ende März 2012 dokumentiert ist. Neuere Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen liegen keine vor. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Versicherte seit anfangs April 2012 wieder vollstän- dig arbeitsfähig gewesen ist. Diese Feststellung deckt sich denn auch mit den Angaben des behandelnden Arztes Dr. H.____ in den erwähnten Berich ten vom 2. Mai 2012 und 15. Juni 2012. Dazu kommt, dass auch die Beschwerdeführerin in ih rer Einsprache vom 9. Juli 2012 selber festgehalten hat, dass sie „wieder arbeiten“ könn e. Wie die Beschwerdegegnerin zutref- fend geltend macht, sind unter diesen Umständen im Zei tpunkt der strittigen Leistungseinstel- lung (25. Mai 2012) medizinische Massnahmen zur Wiederhe rstellung oder Steigerung der Ar- beitsfähigkeit nicht (mehr) in Betracht gekommen. Somi t ist bereits aus diesem Grund - auch darin ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten - nach der geschilderten Rechtsprechung kei- ne namhafte Besserung im Rechtssinne mehr zu erwarten u nd der medizinische Endzustand erreicht gewesen. 6.5 Nichts zu ihren Gunsten ableiten kann die Beschwerd eführerin im Zusammenhang mit der strittigen Leistungseinstellung mit dem Einwand, da ss sie auch nach Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit immer unter Restbeschwerden gelitten habe. Aus den Akten ist allerdings nicht ersichtlich, dass sich die Versicherte nach Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit deswe- gen noch schmerztherapeutischen Massnahmen unterzogen hät te. Insbesondere lässt sich dem Schreiben von Dr. H.____ vom 15. Juni 2012 nicht s Derartiges entnehmen. Aber selbst wenn im damaligen Zeitpunkt noch eine regelmässige schme rztherapeutische Behandlung stattgefunden hätte, könnte daraus im vorliegenden Fall noch keine weitere Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin abgeleitet werden. Eine solche wäre höchstens dann zu bejahen, wenn damals von der Fortsetzung einer regelmässigen Behandlung eine weitere namhafte Verbesse- rung des unfallbedingt beeinträchtigten Gesundheitszust andes hätte erwartet werden können. War dies - wie hier - nicht der Fall, sondern hätten therapeutische Massnahmen nach Wiederer- langung der vollständigen Arbeitsfähigkeit höchstens noc h dazu gedient, allfällige Schmerzen zu lindern und die erreichte Stabilisierung des Gesundhe itszustandes zu erhalten, so wäre die Übernahme der entsprechenden Behandlungskosten nicht (mehr) in den Zuständigkeitsbereich des Unfallversicherers, sondern in denjenigen des obligat orischen Krankenpflegeversicherers gefallen. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.6 Zusammen mit ihrer Replik hat die Beschwerdeführer in zwei neuere Berichte des Spitals I.____ vom 19. November 2012 und vom 29. Dezember 2012 eingereicht. Daraus kann sie vor- liegend ebenfalls nichts zu ihren Gunsten ableiten. Dem ausführlicheren Schreiben vom 19. November 2012 ist zu entnehmen, dass bei der Versiche rten nunmehr Beschwerden im Bereich der rechten Schulter im Vordergrund stehen. D iese sind offenbar auf einen weiteren Unfall vom 16. Juli 2012 zurückzuführen. Die therapeutische n Massnahmen, die zur Behand- lung der Folgen dieses neuen Ereignisses erforderlich sind , stehen in keinem Zusammenhang mit dem früheren Unfall vom 9. September 2011. Sie si nd deshalb bei der Beurteilung der vor- liegend strittigen Leistungseinstellung gänzlich ausser Acht zu lassen. 6.7. Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass die B eschwerdegegnerin berechtigt war, die für die Folgen des Unfallereignisses vom 9. S eptember 2011 erbrachten vorüberge- henden Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder) per 25. Mai 2012 einzustellen. 7.1 Mit dem in Bezug auf die vorübergehenden Leistung en erfolgten Fallabschluss stellt sich an und für sich die weitere Frage, ob allenfalls ein Anspruch der versicherten Person auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung besteht (vgl. die in BGE 137 V 199 ff. nicht publizierte E. 3 des Urteils F. vom 1. Juni 2011, 8C_10 0/2011, und BGE 134 V 113 E. 3.2 in fine). Vorliegend war die Beschwerdeführerin rund sec hseinhalb Monate nach dem Unfallereig- nis wieder zu 100 % arbeitsfähig, weshalb eine Rentenz usprache - und im Übrigen auch eine Integritätsentschädigung - nicht zur Diskussion stehen. E ine besondere Adäquanzprüfung - wie sie die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 25. Mai 2012 (noch) vorgenommen hat - erübrigt sich demnach. 7.2 Zusammenfassend ergibt sich, dass der angefochtene Ei nspracheentscheid vom 10. September 2012 im Ergebnis nicht zu beanstanden ist. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 8. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor de m kantonalen Gericht für die Partei- en kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegend e Verfahren keine Kosten zu er- heben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausga ng entsprechend wettzuschla- gen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht http://www.bl.ch/kantonsgericht