A bteilung IV D -4624/2006 sch/dua {T 0/2} U rteil vom 15. M ai 2007 M itw irkung: R ichter H ans Schürch, Kurt G ysi, G érard Scherrer G erichtsschreiberin Anna D ürm üller 1. A ._______, geboren _______, Türkei, sow ie deren Kinder 2. B ._______, geboren _______, Türkei, 3. C ._______, geboren _______, Türkei, und 4. D ._______, geboren _______, Türkei, alle vertreten durch lic. iur. Ism et Bardakci, Fürsprecher, _______ Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 16. M ärz 2005 i. S. Vollzug der W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie Beschw erdeführerin, eine türkische Staatsangehörige und ethnische Türkin m it letztem W ohnsitz in _______, verliess ihren H eim atstaat zusam m en m it ihren drei Kindern eigenen Angaben zufolge am 1. Februar 2005 und reiste von unbekannten Ländern her kom m end am 7. Februar 2005 unter U m gehung der G renzkontrollen in die Schw eiz ein, w o sie gleichentags im Em pfangszentrum _______ um Asyl nachsuchte. Am 10. Februar 2005 w urde sie dort sum m arisch befragt und in der Folge für die D auer des Verfahrens dem Kanton _______ zugew iesen. Am 28. Februar 2005 hörte das BFM die Beschw erdeführerin ausführlich zu ihren Asylgründen an. Anlässlich der Befragungen m achte die Beschw erdeführerin im W esentlichen gel- tend, sie sei w egen ihrer Kinder in die Schw eiz gekom m en. Zw ei der Kinder, O . und Z., seien von G eburt an behindert, und zw ar sow ohl geistig als auch körper- lich. Sie sei nicht in der Lage, ihre Kinder selbst zu pflegen. Seitens der Fam ilien- angehörigen erhalte sie kaum H ilfe. Eine adäquate m edizinische Behandlung in der Türkei respektive eine Spezialschule könne sie sich finanziell nicht leisten. D ie Kinder seien in der Türkei untersucht w orden, unter anderem in Krankenhäusern in Konya und Ankara. D ie em pfohlene Behandlung hätten sie jedoch nicht bezah- len können. Sie hätten keinen Krankenversicherungsausw eis. Ihr Ehem ann arbeite in Istanbul als G elegenheitsarbeiter und verdiene sehr w enig. Er sei ein paar M al in U ntersuchungshaft gew esen, w eil er an politischen Aktionen teilgenom m en habe. In _______ hätten sie im H aus der Schw iegereltern gew ohnt und seien teilw eise vom Schw iegervater unterstützt w orden. D ieser sei aber geizig. W enn er w ollte, könnte er durchaus die Behandlung der Kinder bezahlen. Es habe im m er Auseinandersetzungen gegeben w egen des G eldes. D ie Arztbesuche der Kinder habe ihr Vater bezahlt. Auch die R eise in die Schw eiz sei grösstenteils von ihrem Vater finanziert w orden. D ie Beschw erdeführerin reichte im Verlaufe des vorinstanzlichen Verfahrens ihre eigene sow ie die Identitätskarten ihrer drei Kinder zu den Akten. B. D as BFM stellte m it Verfügung vom 16. M ärz 2005 - eröffnet am 23. M ärz 2005 - fest, die Vorbringen der Beschw erdeführerin hielten den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gem äss Art. 3 AsylG nicht stand. D em zufolge lehnte das BFM die Asylgesuche ab. G leichzeitig verfügte es die W egw eisung der Beschw er- deführer aus der Schw eiz und ordnete den Vollzug an. C . M it Beschw erde vom 22. April 2005 an die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) liessen die Beschw erdeführer beantragen, die vorinstanzliche Verfügung sei hinsichtlich des angeordneten W egw eisungsvollzugs aufzuheben. Es sei die U nzu- m utbarkeit des W egw eisungsvollzugs festzustellen, und die Beschw erdeführer sei- en in der Schw eiz vorläufig aufzunehm en. Eventuell sei die Sache zur Vornahm e von w eiteren m edizinischen Abklärungen an das BFM zurückzuw eisen. In prozes- sualer H insicht w urde um G ew ährung der vollum fänglichen unentgeltlichen 3 R echtspflege sow ie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht. D . M it Zw ischenverfügung vom 29. April 2005 w ies der zuständige Instruktionsrichter das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen Verbeiständung ab, verschob den Entscheid über das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) auf einen späteren Zeitpunkt und ver- zichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. G leichzeitig w urden die Be- schw erdeführer aufgefordert, innert Frist Arztzeugnisse einzureichen. E. D ie Beschw erdeführerin liess m it Eingabe vom 17. M ai 2005 beantragen, das BFM sei anzuw eisen, die beiden behinderten Kinder m edizinisch begutachten zu las- sen. D ieser Eingabe lagen ein Schreiben des R echtsvertreters an D r. m ed. T. F. vom 4. M ai 2005 sow ie ein Schreiben von D r. m ed. T. F. vom 11. M ai 2005 bei. F. D ie AR K lehnte das in der Eingabe vom 17. M ai 2005 gestellte G esuch m it Verfü- gung vom 20. M ai 2005 ab und räum te den Beschw erdeführern eine w eitere Frist zur Einreichung eines ärztlichen Berichts ein. D em darauffolgenden Fristerstre- ckungsgesuch vom 7. Juni 2005 w urde m it Zw ischenverfügung vom 9. Juni 2005 entsprochen. G . M it Eingabe vom 7. Juli 2005 teilte der R echtsvertreter m it, die Ärzte w eigerten sich m it unterschiedlichen Begründungen, die beiden Kinder zu begutachten. D er Eingabe lagen folgende Bew eism ittel bei: Fürsorgebestätigung vom 18. M ai 2005, E-M ail-Verkehr zw ischen dem _______ und Prof. D r. m ed. M . S. (_______) vom 8. und 9. Juni 2005, Bestätigung von D r. m ed. R . E. vom 3. Juni 2005. H . D ie Beschw erdeführerin liess dem BFM ein undatiertes, eigenhändig in türkischer Sprache verfasstes Schreiben zukom m en (Eingang BFM : 5. Juli 2005), w elches das BFM am 21. Juli 2005 zuständigkeitshalber an die AR K w eiterleitete. I. D as BFM hielt in seiner Vernehm lassung vom 25. O ktober 2005 vollum fänglich an seiner Verfügung fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. J. In der Stellungnahm e vom 14. N ovem ber 2005 hielt der R echtsvertreter der Be- schw erdeführer an der Beschw erde fest und reichte w eitere Bew eism ittel zu den Akten: Schreiben von D r. m ed. T. F. vom 14. N ovem ber 2005, Schreiben des Vier- telvorstehers von _______ vom 15. April 2005, Brief des Schw iegervaters der Be- schw erdeführerin vom N ovem ber 2005. K. M it Verfügung vom 21. N ovem ber 2005 w urden die Beschw erdeführer aufgefor- dert, innert Frist bisher nicht abgegebene m edizinische U nterlagen aus der Türkei - inklusive einer Ü bersetzung in eine Am tssprache - nachzureichen. 4 L. D er R echtsvertreter der Beschw erdeführer reichte m it Eingabe vom 19. N ovem ber 2005 die in Aussicht gestellten Ü bersetzungen der Schreiben des Viertelsvorste- hers und des Schw iegervaters zu den Akten. M . M it Verfügung vom 30. N ovem ber 2005 erstreckte die AR K antragsgem äss die Frist zur Einreichung und Ü bersetzung der m it Verfügung vom 21. N ovem ber 2005 angeforderten m edizinischen U nterlagen. N . M it Eingabe vom 9. D ezem ber 2005 liess die Beschw erdeführerin der AR K die m e- dizinischen U nterlagen aus der Türkei betreffend die beiden behinderten Kinder zukom m en. G leichzeitig w urde beantragt, es sei auf eine schriftliche Ü bersetzung der Akten zu verzichten und stattdessen anlässlich der m edizinischen U ntersu- chung in der Schw eiz ein D olm etscher beizuziehen. N eben den erw ähnten m edizi- nischen Akten lag der Eingabe ausserdem ein Schreiben von D r. m ed. F.-T. ans BFM vom 30. M ai 2005 bei. O . D as BFM hielt in der zw eiten Vernehm lassung vom 29. D ezem ber 2005 w eiterhin vollum fänglich an seinen Erw ägungen fest und beantragte erneut die Abw eisung der Beschw erde. P. D ie Vernehm lassung des BFM w urde den Beschw erdeführern m it Verfügung vom 12. D ezem ber 2006 zur Stellungnahm e unterbreitet. G leichzeitig w urden die Be- schw erdeführer aufgefordert, innert Frist alle im Verlaufe des Jahres 2006 entstan- denen m edizinischen U nterlagen betreffend die beiden kranken Kinder einzurei- chen. Q . M it Eingabe vom 28. D ezem ber 2006 liessen die Beschw erdeführer m ehrere U n- terlagen einreichen (Artzbericht von D r. m ed. H . F. vom 19. D ezem ber 2006, zw ei Schreiben der Stiftung _______ vom 19. D ezem ber 2006, zw ei Arztkontrollberichte der Stiftung _______ vom 6. N ovem ber 2006). G leichzeitig w urde um Fristverlängerung für die Einreichung der Stellungnahm e zur Vernehm lassung der Vorinstanz sow ie w eiterer Abklärungsberichte ersucht. R . M it Eingaben vom 15. Januar 2007 und 31. Januar 2007 reichte der R echtsvertre- ter zw ei Abklärungsberichte von D r. m ed. S. V. vom 10. August 2006, eine Akten- notiz von D r. m ed. L. G . vom 29. Januar 2007 sow ie zw ei Berichte von konsiliari- schen Beratungen des _______ vom 23. Januar 2007 zu den Akten. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung:5 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfü- gungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw al- tungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]) des BFM , w elche in Anw endung des Asylge- setzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) ergangen sind; das Bundesverw al- tungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D ie bei der AR K am 31. D ezem ber 2006 noch hängigen Beschw erdeverfahren w urden per 1. Januar 2007 durch das Bundesverw altungsgericht übernom m en und w erden durch dieses w eitergeführt; dabei findet das neue Verfahrensrecht Anw en- dung (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli- chen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführer sind legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist so- m it einzutreten. 3. W ie bereits in der Zw ischenverfügung vom 29. April 2005 festgehalten w urde, rich- tet sich die Beschw erde gem äss den Anträgen nur gegen den Vollzug der von der Vorinstanz verfügten W egw eisung (D ispositivziffern 4 und 5 der angefochtenen Verfügung). Som it ist die vorinstanzliche Verfügung vom 16. M ärz 2005, sow eit sie die Frage des Asyls und der Flüchtlingseigenschaft betrifft, in R echtskraft erw ach- sen. Auch die W egw eisung als solche (D ispositivziffer 3) ist dam it grundsätzlich nicht m ehr zu überprüfen. Im Folgenden ist daher lediglich zu untersuchen, ob die Vorinstanz den W egw eisungsvollzug zu R echt als durchführbar erachtet hat oder ob allenfalls an Stelle des Vollzugs eine vorläufige Aufnahm e anzuordnen ist. 4. 4.1 Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be- stim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Aus- länder [AN AG , SR 142.20]). 4.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat ausreisen oder dorthin gebracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz ei- ner W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für 6 den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 4.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG und Art. 25 Abs. 2 der Bundes- verfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]). 4.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behand- lung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and in einen Staat ausgeschafft w erden, in dem ihm Folter oder eine andere Art unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung droht. 5. 5.1 D ie Vorinstanz erachtete den Vollzug der W egw eisung der Beschw erdeführer in die Türkei als zulässig, zum utbar und m öglich. In seinen Erw ägungen zur Frage der Zum utbarkeit führte das BFM insbesondere aus, die m edizinische und schuli- sche Betreuung der beiden behinderten Kinder der Beschw erdeführerin w äre auch in der Türkei gew ährleistet, da dort entsprechende Institutionen existierten. D er Beschw erdeführerin sei es daher zuzum uten, hinsichtlich der Behandlung ihrer Kinder auf die m edizinische Infrastruktur ihres H eim atlandes zurückzugreifen, zu- m al sie in der Türkei über ein ausreichend tragfähiges fam iliäres Beziehungsnetz verfüge, w elches sie in finanzieller H insicht unterstützen könne. D en in der Schw eiz w ohnhaften O nkel könne sie gegebenenfalls auch um finanzielle H ilfe an- gehen. Folglich stelle die individuelle Situation der Beschw erdeführerin im H eim at- land sow ie der G esundheitszustand der Kinder kein W egw eisungsvollzugshinder- nis dar. 5.2 In der Beschw erdeeingabe sow ie den darauf folgenden Eingaben w ird geltend ge- m acht, die beiden kranken Kinder litten an einer bisher nicht diagnostizierten Krankheit, w elche in der Türkei offensichtlich nicht habe untersucht respektive be- handelt w erden können. D ie Beschw erdeführerin habe nicht die finanziellen M ittel gehabt, um adäquate m edizinische U ntersuchungen respektive Behandlungen durchführen zu lassen. In der Schw eiz seien die beiden Kinder bisher nicht unter- sucht w orden. D ie Vorinstanz habe es im H inblick auf die Beurteilung der Zum ut- barkeit des W egw eisungsvollzugs unterlassen, eine m edizinische Begutachtung der Kinder anzuordnen. D ie Frage der Zum utbarkeit könne so gar nicht zuverlässig beurteilt w erden. D ie Kinder m üssten von einem Pädiater begutachtet w erden, w el- cher auf genetische sow ie Stoffw echsel-Krankheiten spezialisiert sei. 5.3 In ihrer Eingabe an das BFM (Eingang BFM : 5. Juli 2005) schildert die Beschw er- deführerin ihre Situation und beklagt sich unter anderem darüber, dass die Ärzte sich w eigerten, sich um ihre Kinder zu küm m ern. Sie erklärt, sie w olle nicht in die Türkei zurückkehren und dort unter schlechten Bedingungen leben. Sie sei nur auf das W ohl ihrer Kinder bedacht. 7 5.4 In der ersten Vernehm lassung vom 25. O ktober 2005 w ird unter Bezugnahm e auf die telefonische Auskunft von D r. m ed. H . J. P. festgestellt, die Kinder seien den Akten zufolge in der Türkei sehr w ohl m edizinisch untersucht w orden. D ie Krank- heit der Kinder sei m öglicherw eise auf einen Erbdefekt oder eine m olekulare Stö- rung zurückzuführen. G em äss Einschätzung der m edizinischen Spezialisten m a- che es jedoch keinen Sinn, um fangreiche Abklärungen zu m achen, zum al die Krankheit nicht heilbar sei. Allenfalls könne m it gew issen M assnahm en w ie zum Beispiel Ergotherapie ein günstigerer Verlauf der Krankheit erreicht w erden. D erar- tige M assnahm en w ürden auch in der Türkei angeboten. Im W eiteren sei darauf hinzuw eisen, dass der Vater der Beschw erdeführerin für die Kosten ihrer R eise in die Schw eiz aufgekom m en sei, w oraus hervorgehe, dass dieser über gew isse fi- nanzielle M ittel verfüge. 5.5 Seitens der Beschw erdeführerin w ird in der R eplik vom 14. N ovem ber 2005 ent- gegnet, die vom BFM erw ähnten Ärzte hätten die beiden Kinder gar nie persönlich gesehen. D r. m ed. T. F., der Arzt der Beschw erdeführerin, habe nur eines der bei- den Kinder gesehen, und zw ar als die Beschw erdeführerin es einm al zum Arzt m it- genom m en habe. Bei dessen Einschätzung der Krankheit der beiden Kinder hand- le es sich nur um eine Verdachtsdiagnose. D a die Kinder nicht m edizinisch unter- sucht w orden seien, könnten keine verlässlichen Aussagen über die Behandelbar- keit ihrer Kranhkeit gem acht w erden. Im W eiteren w ird unter H inw eis auf die zw ei der Eingabe beigelegten Schreiben aus der Türkei geltend gem acht, das H aus des Schw iegervaters der Beschw erdeführerin sei eingestürzt und nicht m ehr bew ohn- bar. D ie Schw iegereltern hätten daher in eine M ietw ohnung um ziehen m üssen. 5.6 In der zw eiten Vernehm lassung des BFM vom 29. D ezem ber 2005 führt die Vorinstanz in Bezug auf die nachgereichten m edizinischen U nterlagen aus der Türkei aus, sie w ürde es als sinnvoll erachten, w enn auf eine integrale Ü berset- zung dieser U nterlagen verzichtet und stattdessen für die D auer der m edizinischen U ntersuchungen in der Schw eiz ein D olm etscher beigezogen w ürde. Allenfalls w äre es überdies em pfehlensw ert, den für die Beschw erdeführer zuständige H aus- arzt, D r. m ed. U . H ., vorab zu kontaktieren. D er R echtsvertreter der Beschw erde- führer reichte zu dieser Vernehm lassung keine eigentliche R eplik ein, sondern be- schränkte sich darauf, verschiedene ärztliche Berichte und Schreiben zu den Ak- ten zu reichen (vgl. vorstehend Abs. Q und R ). 6. 6.1 G em äss der vorinstanzlichen Verfügung vom 16. M ärz 2005, w elche in diesem Punkt unangefochten blieb (vgl. vorstehend E. 3) und som it rechtskräftig ist, erfül- len die Beschw erdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht. D ie N orm en des flücht- lingsrechtlichen N on-refoulem ents (Art. 5 AsylG , Art. 25 Abs. 2 BV, Art. 33 des Ab- kom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]) schützen nur Personen, w elche die Flüchtlingseigenschaft gem äss Art. 3 AsylG respektive Art. 1 A FK erfüllen. Auf abgew iesene Asylbew erber m it fehlen- der Flüchtlingseigenschaft findet dieses R ückschiebungsverbot keine Anw endung. N ach dem G esagten ist eine erzw ungene R ückkehr der Beschw erdeführer in ihren H eim atstaat unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG zulässig. Sodann ergeben sich w e- der aus den Aussagen der Beschw erdeführerin noch aus den Akten konkrete und 8 glaubhafte H inw eise dafür, dass den Beschw erdeführern für den Fall einer Aus- schaffung in die Türkei dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit eine nach Art. 3 EM R K oder nach Art. 1 FoK verbotene Strafe oder Behandlung drohen w ürde. D er Vollzug der W egw eisung ist daher auch im Lichte der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 6.2 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ück- kehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allge- m einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situati- on allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise dem Fehlen einer notw endigen m edizinischen Behandlungs- m öglichkeit, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 6.2.1 M it Blick auf die allgem eine Lage in der Türkei ist nicht davon auszugehen, dass den Beschw erdeführern bei einer R ückkehr in ihr H eim atland eine konkrete G efahr droht, da in der Türkei keine Situation allgem einer G ew alt herrscht (vgl. dazu die nach w ie vor zutreffenden Erw ägungen in den Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission / EM AR K 2004 N r. 8 S. 54 ff.). 6.2.2 In Bezug auf die Frage nach dem Vorliegen von individuellen U nzum utbarkeitsas- pekten ist vorab festzustellen, dass aufgrund der Aktenlage nicht davon auszuge- hen ist, die Beschw erdeführerin und ihre Kinder w ürden im Falle ihrer R ückkehr in die Türkei in eine Existenz bedrohende Situation geraten. D ie Beschw erdeführer verfügen in der Türkei über ein um fangreiches und ausreichend tragfähiges fam iliäres Beziehungsnetz. Es ist davon auszugehen, dass sie im Falle ihrer R ück- kehr von ihren Fam ilienangehörigen unterstützt w ürden. Selbst w enn die Schw ie- gereltern, in deren H aus die Beschw erdeführerin vor ihrer Ausreise w ohnte, nun im H aus eines N achbarn zur M iete w ohnen m üssen, ist dadurch nicht von vornherein ausgeschlossen, dass die Beschw erdeführerin und ihre Kinder dort unterkom m en könnten. Alternativ hätte die Beschw erdeführerin die M öglichkeit, ihre eigenen El- tern um U nterstützung zu bitten oder allenfalls zu ihrem M ann zu ziehen, w elcher den Akten zufolge m ehrheitlich in Istanbul lebt. 6.2.2.1 Seitens der Beschw erdeführer w erden prim är m edizinische W egw eisungsvoll- zugshindernisse geltend gem acht, auf w elche im Folgenden näher einzugehen ist. Vorab ist zu bem erken, dass im G egensatz zur Aktenlage im Zeitpunkt des Erlas- ses der vorinstanzlichen Verfügung im heutigen Zeitpunkt dank der inzw ischen er- folgten m edizinischen Abklärungen bekannt ist, w orin die gesundheitlichen Proble- m e der beiden behinderten Kinder der Beschw erdeführerin bestehen. D a der rele- vante Sachverhalt som it im heutigen Zeitpunkt als genügend erstellt zu erachten ist und einer zuverlässigen Beurteilung der Frage der Zum utbarkeit des W egw ei- sungsvollzugs som it nichts im W ege steht, sieht das Bundesverw altungsgericht keine Veranlassung, dem in der Beschw erde im Sinne eines Eventualbegehrens gestellten Kassationsantrag stattzugeben. 6.2.2.2 D en verschiedenen Arztberichten, w elche im Verlaufe des Beschw erdeverfah- rens eingereicht w urden, ist zu entnehm en, dass die Tochter Z. an einer schw eren psychom otorischen Entw icklungsverzögerung unklarer Ätiologie m it tetraspasti-9 scher C erebralparese leidet. D ie U rsache für diese Behinderung sei m öglicherw ei- se hereditär. Aufgrund der diagnostizierten Krankheit sei Z. kognitiv sehr lim itiert und habe physisch begrenzte R essourcen. D en behandelnden Ärzten zufolge braucht Z. w ährend ihrer gesam ten Entw icklungszeit um fassende Förderungsm assnahm en, nam entlich Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, sow ie heilpädagogische Schulung. Eventuell w äre auch eine beidseitige U nterschenkelorthese sinnvoll. Zurzeit besucht Z. m ehrere Tage pro W oche eine Sonderschule. Ausserdem erhält sie einm al w öchentlich je eine Stunde Physio- und Ergotherapie. Z. w erde auch als Erw achsene nie selbständig w erden. Für sie sei daher längerfristig eine Platzierung in einer W ohn- und Beschäftigungsgruppe für schw erer Behinderte anzustreben. Sie sei uneingeschränkt reisefähig. In Bezug auf den Sohn O . w ird in den aktenkundigen Arztberichten festgestellt, dass dieser ebenfalls an einer schw eren psychom otorischen Entw icklungsverzögerung unklarer Ätiologie m it tetraspastischer C erebralparese leide. Ausserdem sei bei ihm eine M ikrocephalie (abnorm e Kleinheit des Schädels) zu erkennen. D ie Bew egungsstörung sei entw eder auf die C erebralparese oder auf eine neurogenerative Störung zurückzuführen. Auch O . brauche w ährend seiner gesam ten Entw icklungszeit um fassende Förderungsm assnahm en, nam entlich Physiotherapie, Ergotherapie, Lopgopädie, sow ie heilpädagogische Schulung. Eventuell w äre auch bei ihm eine beidseitige U nterschenkelorthese sinnvoll. Zurzeit besucht O . m ehrere Tage pro W oche eine Sonderschule. Ausserdem erhält er einm al w öchentlich je eine Stunde Physio- und Ergotherapie. O . w erde voraussichtlich bis zum Erw achsenenalter selbständiger w erden, jedoch sicher nie völlig selbständig. Für ihn biete sich in Zukunft eine Platzierung in einer geschützten W erkstätte an. Seine R eisefähigkeit sei ebenfalls nicht eingeschränkt. 6.2.2.3 G estützt auf die vorstehenden Erw ägungen ist davon auszugehen, dass die Krankheit, unter der die beiden Kinder Z. und O . leiden, nicht heilbar ist. Vielm ehr beschränkt sich die m edizinische Behandlung der Kinder auf die erw ähnten Förde- rungsm assnahm en. Zw ar trifft es zu, dass die Betreuung und Förderung von kör- perlich behinderten und lernbehinderten Personen in der Türkei insgesam t sow ohl qualitativ als auch quantitativ auf einem tieferen N iveau erfolgt als in W esteuropa. D ie von den beiden Kindern benötigten Therapien sind jedoch in der Türkei grund- sätzlich erhältlich, insbesondere in den grösseren städtischen Zentren. Physio- und Ergotherapien sow ie Tagesstätten für die Betreuung geistig und/oder körper- lich behinderter Kinder w erden sow ohl von privaten als auch von staatlichen Insti- tutionen angeboten. Als Beispiel für eine private O rganisation ist die C AR ITAS zu erw ähnen, w elche in Istanbul unter anderem m it U nterstützung der C AR ITAS Schw eiz ein Zentrum für geistig und körperlich Behinderte betreibt. D ie staatlichen Behindertenheim e und Tagesstätten w erden durch die Behörde für Staatliche So- zialleistungen und Kinderschutz (Sosyal H izm etler ve Ç ocuk Esirgem e Kurum u; SH Ç EK) verw altet. D iese Behörde bietet den Betroffenen ausserdem U nterstüt- zung an, insbesondere auch dann, w enn diese bedürftig sind. Logopädische Be- handlungsangebote sind in der Türkei ebenfalls vorhanden. D iesbezüglich könnte sich die Beschw erdeführerin beispielsw eise an das Zentrum für Sprech- und Sprachbehinderungen (D ILKO M ) der U niversität Anadolu in Eskisehir oder an die beiden logopädischen Berufsverbände m it Sitz in Ankara (Professional Association of Speech and Language Pathologists; D KBU D [w w w .dkbud.org ]; Association of 10 Audiology, Speech and Voice Pathologists) w enden. H insichtlich der Frage der Fi- nanzierung der gebotenen Therapien und m edizinischen H ilfsm ittel ist vorab fest- zustellen, dass diese Leistungen grundsätzlich durch die Krankenkasse übernom - m en w erden sollten, sofern die Beschw erdeführerin oder ihr Ehem ann einer sol- chen angeschlossen sind. Sollte der Ehem ann der Beschw erdeführerin inzw ischen als Angestellter arbeiten, so w äre er von seinem Arbeitgeber aus krankenversi- chert, w odurch autom atisch auch die Kinder versichert w ären. N icht krankenversi- cherte Bedürftige können eine so genannte "G rüne Karte" beantragen, die zur kos- tenlosen Behandlung in staatlichen Krankenhäusern berechtigt. G estützt auf die Akten ist allerdings zw eifelhaft, ob die Fam ilie der Beschw erdeführerin als bedürf- tig einzustufen w äre, da ihre Angehörigen ihren Angaben zufolge durchaus über gew isse finanzielle M ittel verfügen. Im m erhin w urden die beiden Kinder offenbar in der Türkei bereits einer relativ gründlichen m edizinischen U ntersuchung unterzo- gen (inklusive EEG und M R I), unter anderem durch einen Privatarzt (vgl. den ärzt- lichen Bericht von D r. m ed. L. G . vom 6. N ovem ber 2006 betreffend das Kind O .). Anlässlich der Anhörungen führte die Beschw erdeführerin zudem aus, ihr Vater habe jew eils für die Arztbesuche der Kinder bezahlt und ihr überdies die R eise in die Schw eiz finanziert (vgl. A7, S. 4 und 7); ihr Schw iegervater w äre auch in der Lage, für die m edizinische Behandlung der Kinder zu zahlen, w enn er nur w ollte (vgl. A7, S. 7). Aus diesen Äusserungen kann geschlossen w erden, dass die An- gehörigen der Beschw erdeführerin - allenfalls m it der zusätzlichen finanziellen U n- terstützung des in der Schw eiz w ohnhaften O nkels der Beschw erdeführerin - zu- m indest teilw eise für die von den beiden Kindern benötigten Förderungsm assnah- m en aufkom m en könnten. Im Ü brigen geht aus den Anhörungsprotokollen hervor, dass sich w eder die Beschw erdeführerin noch ihre nächsten Angehörigen je um staatliche oder private H ilfe für die Betreuung der Kinder bem üht haben. D erartige H ilfe kann - w ie erw ähnt - beispielsw eise bei der SH Ç EK beantragt w erden. Be- dürftige Behinderte respektive deren Angehörige können sich zudem an den so genannten Solidaritätsfonds (SYD TF, Sosyal Yard m la m a ve D ayan m ay Te vikı ş ış ı ş Fonu) w enden. Abschliessend ist darauf hinzuw eisen, dass m edizinische G ründen den Vollzug der W egw eisung nur dann als unzum utbar erscheinen lassen, w enn dam it zu rechnen ist, dass eine R ückkehr ins H eim atland eine drastische und le- bensbedrohende Verschlechterung des G esundheitszustandes der betroffenen Person nach sich ziehen w ürde (vgl. die nach w ie vor als zutreffend zu erachten- den Erw ägungen in EM AR K 2003 N r. 24 E. 5b). D avon ist im vorliegenden Fall in- des nicht auszugehen. W ie vorstehend ausgeführt w urde, ist die w esentliche m edi- zinische und therapeutische Behandlung der beiden Kinder in der Türkei grund- sätzlich gew ährleistet. Ausserdem leiden die beiden Kinder den Akten zufolge nicht unter einer lebensbedrohlichen Krankheit, und es ist auch nicht dam it zu rechnen, dass sie im Falle ihrer R ückkehr in die Türkei in absehbarer Zukunft einer im Zusam m enhang m it ihrer Krankheit stehenden unm ittelbaren und ernsthaften G efährdung ausgesetzt w ären. 6.2.3 N ach dem G esagten ist insgesam t davon auszugehen, dass der Vollzug der W eg- w eisung der Beschw erdeführer in die Türkei als zum utbar im Sinne von Art. 14a Abs. 4 AN AG zu qualifizieren ist. 6.3 D er Vollzug der W egw eisung der Beschw erdeführer in die Türkei ist schliesslich auch als m öglich im Sinne von Art. 14a Abs. 2 AN AG zu bezeichnen, da es ihnen 11 obliegt, sich - allenfalls in Zusam m enarbeit m it der Vorinstanz - bei der zuständi- gen Vertretung ihres H eim atlandes die für eine R ückkehr notw endigen R eisedoku- m ente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ). 6.4 Zusam m enfassend ergibt sich, dass der von der Vorinstanz verfügte W egw ei- sungsvollzug in Ü bereinstim m ung m it den zu beachtenden Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e fällt dam it ausser Betracht. 7. Aus diesen Erw ägungen folgt, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist dem nach abzuw eisen. 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären dessen Kosten den Beschw erdefüh- rern aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). N achdem aber w eiterhin von ihrer Be- dürftigkeit auszugehen ist und die Beschw erde nicht als aussichtslos bezeichnet w erden konnte, ist in G utheissung des G esuchs um G ew ährung der unentgeltli- chen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG von einer Kostenauflage ab- zusehen. (D ispositiv nächste Seite)12 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG w ird gutgeheissen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter der Beschw erdeführer, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it deren Akten (R ef.-N r. N _______; Kopie) - den _______ (Kopie; Beilagen: vier N üfus C üzdani [_______]) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: G érard Scherrer Anna D ürm üller