<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00146</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205196&amp;W10_KEY=4467138&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00146</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 06.07.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 30.01.2006 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nichtbestehen des schriftlichen Teils der Lizentiat II Prüfungen und Ausschluss von weiteren Prüfungen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Prüfungen: Rechtzeitigkeit von Verschiebungsgesuchen<br/><br/>Wer aus zwingenden, unvorhersehbaren und unabwendbaren Gründen eine Prüfung nicht ablegen kann, muss gemäss der Promotionsordnung der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich unverzüglich ein Verschiebungsgesuch stellen (E. 3.1). Die Regelung konkretisiert den Verfassungsgrundsatz von Treu und Glauben (E. 3.3). Die Bibliothek des Rechtswissenschaftlichen Instituts war wegen Umzugs länger geschlossen als ursprünglich angekündigt. Der Beschwerdeführer konnte dies erkennen und hätte unverzüglich darauf hinweisen müssen, dass dies - aus seiner Sicht - die Prüfungsvorbereitung beeinträchtigt. Stattdessen brachte er die Rüge erst nach Bekanntwerden des negativen Prüfungsresultats vor, womit sich diese als offensichtlich verspätet erweist (E. 3.4).<br/>Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT">ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃFUNG">PRÃFUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃFUNGSVERFAHREN">PRÃFUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTZEITIGKEIT">RECHTZEITIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSCHIEBUNGSGESUCH">VERSCHIEBUNGSGESUCH</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 5 Abs. III BV</span><br/><span class="ungerade">§ 3 PromotionsO RWF</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A wiederholte zwischen dem 1. und 10. September 2004 den schriftlichen Teil der Lizentiat II-PrÃ¼fungen der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich. Da seine Leistung in dieser WiederholungsprÃ¼fung ungenÃ¼gend war, teilte ihm das Dekanat mit Schreiben vom 27. Oktober 2004 mit, dass er die PrÃ¼fung nicht bestanden habe, und schloss ihn von weiteren PrÃ¼fungen an der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich aus. </p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diesen Entscheid erhob A Rekurs an die Rekurskommission der ZÃ¼rcher Hochschulen. Er beantragte, das PrÃ¼fungsresultat zu annullieren und erneut zur WiederholungsprÃ¼fung zugelassen zu werden. Diesen Rekurs wies die Rekurskommission am 23. Februar 2005 kostenpflichtig ab. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht beantragt A die Aufhebung des Entscheides der Rekurskommission, die Annullierung des PrÃ¼fungsergebnisses und die Zulassung zur WiederholungsprÃ¼fung. Die Rekurskommission beantragt, die Beschwerde vollumfÃ¤nglich abzuweisen; die Rechtswissenschaftliche FakultÃ¤t hat ausdrÃ¼cklich auf Vernehmlassung verzichtet. </p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Entscheide der Rekurskommission der ZÃ¼rcher Hochschulen sind nach Massgabe des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) an das Verwaltungsgericht weiterziehbar. Seit dem 1. Januar 2004 ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht auch gegen Anordnungen Ã¼ber Ergebnisse von UniversitÃ¤ts-, Schul-, Berufs- und anderen FÃ¤higkeitsprÃ¼fungen, Dispensationen sowie Promotions- und Zulassungsentscheide zulÃ¤ssig; ausgeschlossen bleibt die Beschwerde nur noch gegen Anordnungen von ZulassungsbeschrÃ¤nkungen an Hochschulen (§ 43 Abs. 1 lit. f VRG in Verbindung mit § 46 Abs. 5 des UniversitÃ¤tsgesetzes vom 15. MÃ¤rz 1998 [UniversitÃ¤tsG], beide in der Fassung vom 1. Juli 2002). Das Verwaltungsgericht ist somit zustÃ¤ndig. </p> <p class="Erwgung2">Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt die Benotung seiner einzelnen Klausuren (Handels- und Wirtschaftsrecht Note 3.5, Strafrecht II und Strafprozessrecht Note 2.5, Ãffentliches Recht II Note 4) und die Bewertung seiner schriftlichen PrÃ¼fung als ungenÃ¼gend nicht in Frage. </p> <p class="Urteilstext">Er bringt vielmehr vor, die Bibliothek des Rechtswissenschaftlichen Instituts sei unmittelbar vor seinen PrÃ¼fungen wÃ¤hrend acht Wochen geschlossen gewesen, dies auch entgegen der AnkÃ¼ndigung im JUR INFO, wonach die Bibliothek wegen Umzuges vom 7. bis lÃ¤ngstens 30. Juli 2004 geschlossen bleiben werde. Effektiv habe die Schliessung dann aber bis zum 26. August 2004 gedauert. Die Zentralbibliothek habe den Wegfall der ArbeitsplÃ¤tze und der Bibliothek des Institutes nicht ersetzen kÃ¶nnen. Die PrÃ¼fungsteilnehmenden hÃ¤tten deshalb fÃ¼r ihre Vorbereitung im Sommer 2004 im Vergleich zu denjenigen anderer PrÃ¼fungstermine erheblich schlechtere Rahmenbedingungen vorgefunden und seien deshalb rechtsungleich behandelt worden. Als Repetent sei fÃ¼r ihn der PrÃ¼fungstermin Herbst 2004 verbindlich gewesen. Er habe sich so ab Bekanntgabe des Nichtbestehens der ersten PrÃ¼fung bis zum Termin der WiederholungsprÃ¼fung nur wÃ¤hrend 20 Wochen vorbereiten kÃ¶nnen. Ãblicherweise sei die Bibliothek im Sommer wÃ¤hrend maximal zwei Wochen geschlossen. Wenn nun im Sommer 2004 wÃ¤hrend acht Wochen die Bibliothek geschlossen gewesen sei, sei dies eine unÃ¼blich lange Schliessung, auch in Relation zur Vorbereitungszeit von total 20 Wochen. Damit seien die MÃ¶glichkeiten zu einer ordentlichen PrÃ¼fungsvorbereitung erheblich eingeschrÃ¤nkt gewesen.</p> <p class="Urteilstext">Er habe sich auch gutglÃ¤ubig auf die sich im Nachhinein als falsch erweisende AnkÃ¼ndigung des JUR INFO zur Schliessungszeit des Institutes verlassen und seine Planung der PrÃ¼fungsvorbereitungen danach ausgerichtet. Der Vertrauensgrundsatz gebiete auch den Schutz seiner Erwartungshaltung, spÃ¤testens ab Anfang August 2004 die Institutsbibliothek und dort einen Arbeitsplatz zur VerfÃ¼gung zu haben.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Bei ungenÃ¼gender PrÃ¼fungsleistung der Klausuren des zweiten Teiles der LizentiatsprÃ¼fungen kÃ¶nnen die Klausuren gesamthaft am nÃ¤chsten PrÃ¼fungstermin wiederholt werden. Ist die PrÃ¼fungsleistung auch nach dieser Wiederholung ungenÃ¼gend oder wurde eine fristgemÃ¤sse Anmeldung zur WiederholungsprÃ¼fung unterlassen, so erfolgt die endgÃ¼ltige Abweisung (§ 21 Abs. 2 und 3 der Promotionsordnung der Rechtswissenschaftlichen FakultÃ¤t der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich vom 30. August 1994 [PromotionsO]). </p> <p class="Urteilstext">Eine PrÃ¼fung kann verschoben werden, wenn zwingende, unvorhersehbare und unabwendbare GrÃ¼nde, insbesondere eine Erkrankung, vorliegen. Wer deswegen die PrÃ¼fung nicht ablegen kann, hat unverzÃ¼glich ein begrÃ¼ndetes Verschiebungsgesuch einzureichen. Legt die Kandidatin oder der Kandidat die PrÃ¼fung ab, obwohl fÃ¼r sie oder ihn ein Verschiebungsgrund vor oder spÃ¤testens wÃ¤hrend der PrÃ¼fung erkennbar war, so ist eine nachtrÃ¤gliche Geltendmachung dieses Verschiebungsgrundes ausgeschlossen (§ 3 Abs. 2, 3 und 5 PromotionsO).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b> Vorliegend macht der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, wegen der langen Schliessung des Institutes habe ihm die fÃ¼r eine ordnungsgemÃ¤sse PrÃ¼fungsvorbereitung benÃ¶tigte Infrastruktur wÃ¤hrend eines wesentlichen Teils seiner Vorbereitungszeit gefehlt. Dies heisst zufolge seiner Argumentation, dass sich seine Vorbereitung um sechs Wochen (bezogen auf die vorgebrachte Ã¼bliche zweiwÃ¶chige Schliessungsdauer), resp. um vier Wochen (bezogen auf die gegenÃ¼ber der AnkÃ¼ndigung um vier Wochen verzÃ¶gerte WiedererÃ¶ffnung der Bibliothek) verlÃ¤ngert hÃ¤tte. </p> <p class="Urteilstext">Zum Erreichen seiner Lernziele hÃ¤tte die PrÃ¼fung somit um sechs oder vier Wochen verschoben werden mÃ¼ssen. Wenn er sich wegen dieser fehlenden Vorbereitung ausserstande fÃ¼hlte, die PrÃ¼fung schon vom 1. bis 10. September 2005 ordnungsgemÃ¤ss abzulegen, so hÃ¤tte er ein Verschiebungsgesuch stellen kÃ¶nnen.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer hat kein solches Verschiebungsgesuch gestellt. Auch ergibt sich weder aus seinen Vorbringen noch aus den weiteren Akten, dass er sonst wie vor Bekanntgabe der PrÃ¼fungsresultate in irgendeiner Weise die fehlenden VorbereitungsmÃ¶glichkeiten bemÃ¤ngelt hÃ¤tte. Vielmehr ist davon auszugehen, dass er in voller Kenntnis der (nach seiner Darstellung erheblich erschwerten) UmstÃ¤nde der Vorbereitung vorbehaltlos die WiederholungsprÃ¼fung abgelegt und seine RÃ¼gen erstmals im Rekursverfahren vorgebracht hat.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>Wie erwÃ¤hnt, schliesst § 3 Abs. 5 PromotionsO aus, nachtrÃ¤glich, das heisst nach abgelegter PrÃ¼fung, einen Verschiebungsgrund geltend zu machen, wenn dieser vor oder wÃ¤hrend der PrÃ¼fung schon erkennbar war. Der dieser Bestimmung zugrunde liegende Grundsatz, dass eine Kandidatin oder ein Kandidat einen bekannten oder erkennbaren Grund, der die PrÃ¼fungsfÃ¤higkeit aufhebt oder beeintrÃ¤chtigt, unverzÃ¼glich vorzubringen hat und dass dessen Geltendmachung nach Absolvierung der PrÃ¼fung oder sogar nach Resultatsbekanntgabe nicht mehr beachtlich ist, findet sich auch in anderen PrÃ¼fungsreglementen wieder und entspricht gefestigter Rechtsprechung (Rekurskommission der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich, 13. Dezember 2001, 23/01, E. 5b, www.zhentscheide.zh; EidgenÃ¶ssische Rekurskommission fÃ¼r medizinische Aus- und Weiterbildung, 27. August 2002, VPB 67.30, E. 3b und c; Rat der EidgenÃ¶ssischen Technischen Hochschulen, 16. September 1998, VPB 63.48, E. 3) und stellt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch keinen Ã¼berspitzten Formalismus dar (BGr, 18. Oktober 2002, 2.P.140/2002, E. 5.2, www.bger.ch). Mit dieser Regelung soll ausgeschlossen werden, dass jemand in Kenntnis eines Verhinderungsgrundes die PrÃ¼fung ablegt und nachtrÃ¤glich â verstÃ¤ndlicherweise natÃ¼rlich nur im Falle des Scheiterns â unter Anrufung dieses Grundes die Annullation der PrÃ¼fung verlangt und sich so eine zusÃ¤tzliche, anderen nicht zustehende PrÃ¼fungschance verschafft. Dies wÃ¼rde die Chancengleichheit unter den Teilnehmenden der PrÃ¼fung klarerweise verletzen und widersprÃ¤che somit dem Gebot der rechtsgleichen Behandlung. Aus dem Gebot des Handelns nach Treu und Glauben folgt auch, dass widersprÃ¼chliches Verhalten Privater nicht geschÃ¼tzt ist und es grundsÃ¤tzlich auch nicht zulÃ¤ssig ist, formelle RÃ¼gen, welche in einem frÃ¼hen Stadium hÃ¤tten geltend gemacht werden kÃ¶nnen, bei ungÃ¼nstigem Ausgang noch spÃ¤ter vorzubringen (BGE 119 Ia 221 E. 5a).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b> Die von der Vorinstanz angefÃ¼hrte eigene Praxis, dass man sich auf schon vor der PrÃ¼fung bekannte nachteilige UmstÃ¤nde bereits vor der Bekanntgabe der PrÃ¼fungsresultate berufen mÃ¼sse, entspricht der soeben dargestellten Rechtslage. Hiezu bringt der BeschwerdefÃ¼hrer vor, die Vorinstanz verlange, dass die VerfÃ¼gung schon vor ihrem Erlass anzufechten wÃ¤re. Da aber erst eine VerfÃ¼gung Ausgangspunkt des streitigen Verwaltungsverfahrens sei, wÃ¼rde dies dazu fÃ¼hren, dass VerfÃ¼gungen, die an einer schon vor ihrer ErÃ¶ffnung bekannten Rechtsverletzungen litten, nicht mehr Ã¼berprÃ¼ft werden kÃ¶nnten. Damit wÃ¼rde das WillkÃ¼rverbot in der Rechtsanwendung verletzt. Zudem sei die Praxis der Vorinstanz nicht bekannt und stelle den Rechtsschutz des Privaten einschrÃ¤nkendes und allenfalls sogar gesetzesderogierendes Richterrecht dar. </p> <p class="Urteilstext">Entgegen der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers wird keineswegs verlangt, die VerfÃ¼gung betreffend Bestehen respektive Nichtbestehen der PrÃ¼fung schon vor deren Erlass oder ErÃ¶ffnung anzufechten. Es geht einzig darum, dass ein bestehender und bekannter oder erkennbarer Verhinderungsgrund zumindest vor Bekanntgabe des PrÃ¼fungsresultates vorzubringen ist. Von dieser MÃ¶glichkeit machte der BeschwerdefÃ¼hrer keinen Gebrauch.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Zusammenfassend ist festzuhalten, dass BeschwerdefÃ¼hrer in vollem Wissen um die wegen der Schliessung der Institutsbibliothek erschwerte Vorbereitung die PrÃ¼fung vorbehaltlos abgelegt hat. Dadurch ist es ihm aber verwehrt, sich nach Bekanntgabe des negativen PrÃ¼fungsergebnisses auf eben diese GrÃ¼nde zu berufen. </p> <p class="Urteilstext">Damit erweist sich die Beschwerde als unbegrÃ¼ndet und sie ist abzuweisen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b> Die Vorinstanz hat die Frage, ob die RÃ¼ge des BeschwerdefÃ¼hrers verspÃ¤tet sei oder nicht, letztlich offen gelassen und mit eingehender BegrÃ¼ndung insbesondere dargelegt, dass die Schliessung der Bibliothek wÃ¤hrend zweier Monate keine Ungleichbehandlung oder erhebliche BeeintrÃ¤chtigung geschaffen hat und zu keiner rechtserheblichen StÃ¶rung gefÃ¼hrt hat. Auf diese eingehenden und zutreffenden ErwÃ¤gungen kann im Sinne einer EventualbegrÃ¼ndung und gestÃ¼tzt auf § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG verwiesen werden. Der in der Beschwerdeschrift vorgebrachte Einwand, die rechtsungleiche Behandlung bestehe darin, dass die Teilnehmenden der PrÃ¼fung im Herbst 2004 in einmaliger und ausserordentlicher Weise gegenÃ¼ber solchen frÃ¼herer und spÃ¤terer PrÃ¼fungstermine benachteiligt gewesen seien, wÃ¤re im Ãbrigen ohnehin nur dann beachtlich, wenn die Klausuren im Herbst 2004 gesamthaft im Vergleich zu frÃ¼heren und spÃ¤teren Klausuren erheblich schlechter ausgefallen wÃ¤ren. Denn nur so liesse sich wohl der Nachweis erbringen, dass eine sich gesamthaft negativ auswirkende StÃ¶rung vorgelegen hÃ¤tte. Eine solche Auswirkung wird aber vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht behauptet und ist auch sonst nirgends ersichtlich. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung ist ihm nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>