B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-6215/2010 U r t e i l v o m 3 0 . J a n u a r 2 0 1 3 Besetzung Richter Michael Peterli (Vorsitz), Richter Stefan Mesmer, Richter Francesco Parrino, Gerichtsschreiberin Lucie Schafroth. Parteien A._______, Deutschland, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente. C-6215/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. Mit Verfügung vom 12. Juli 1999 sprach die IV -Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA) dem 1950 geborenen deutschen Staat s- bürger A._______ mit Wirkung ab dem 1. Mai 1997 eine halbe Invalide n- rente zu (IV-act. 26). Diese Verfügung blieb unangef ochten und erwuchs in Rechtskraft. B. Am 19. April 2001 teilte die IVSTA A._______ mit, dass er weiterhin A n- spruch auf eine IV -Rente aufgrund des bisherigen Invaliditätsgrades h a- be, da die Überprüfung des selben keine rentenbeeinflussende Änderung ergeben habe (IV-act. 37). C. Mit Verfügung vom 15. Juli 2005 gewährte die IVSTA A._______ mit Wir- kung ab dem 1. Januar 2004 eine Dreiviertelsrente, da bei einem Invalidi- tätsgrad von 61% seit der 4. IV-Revision Anspruch auf eine Dreiviertel s- rente bestehe. Gemäss ihren Abklärungen habe sich der Gesundheitsz u- stand von A._______ nicht wesentlich verschlechtert (IV-act. 65). Diese Verfügung blieb unangefochten und erwuchs in Rechtskraft. D. Mit Mitteilung vom 24. Oktober 2007 teilte die IVSTA A._______ mit, dass weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente bestehe (Invalidität s- grad: 61%), da sie bei der Überprüfung des Invaliditätsgrades keine Ä n- derung festgestellt habe, die sich auf die Rente auswirke (IV-act. 72). E. Am 26. Januar 2010 stellte A._______ bei der IVSTA ein Revisionsg e- such. Er machte geltend, dass sich sein Gesundheitszustand in den let z- ten sechs Jahren verschlechtert habe und dass er sich erneut einer Op e- ration habe unterziehen müssen. Daher sei es ihm leider nicht möglich einer Er werbstätigkeit nachzugehen . Als behandelnde Ärzte nannte er Dres. med. B._______, C._______ und D._______ (IV-act. 77 und 78). F. Auf entsprechende Anfrage der IVSTA attestierte Dr. med. C._______, Fachärztin für Dermatologie, Allergologie und ästhetische M edizin, A._______ in ihrem undatierten Bericht ein chronisch rezidivierendes E k- zem sowie eine Arbeitsunfähigkeit von 0% (IV -act. 84). Dr. med. C-6215/2010 Seite 3 B._______, Facharzt für Orthopädie, diagnostizierte in seinem Bericht vom 16. Februar 2010 eine Pseudoischialgie bei degenerativen Verände- rungen der Wirbelsäule, einen Zustand nach Meniskusläsion links medial und Arthroskopie des linken Knies, einen Zustand nach Totalendoproth e- se des rechten Kniegelenks, degenerative Veränderungen der Halswi r- belsäule sowie LWS-Beschwerden bei Periduralanästhesie bei Arthrosko- pie des linken Kniegelenks. Seit der Kindheit bestehe eine Teileinsteifung des rechten Kniegelenks aufgrund einer Arthritis tuberkulosa. Postopera- tiv bestehe eine gute Beweglichkeit und Restbeschwerden mit Beweg- lichkeit 0/0/130. Bezüglich des linken Knies bestehe eine sehr gute Pro g- nose; rechts bestehe ein Zustand nach endoprothetischer Versorgung mit Beweglichkeit 0/0/90 ohne Lockerungszeichen, stabilen Verhältnissen sowie einem guten Ergebnis. Eine Beurteilung der (Rest-)Arbeitsfähigkeit erfolgte nicht, da A._______ Rentner sei (IV-act. 85). Gemäss Bericht von Dr. med. D._______, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychothe- rapie vom 19. Februar 2010 leide A._______ an lumboischialgieformen Schmerzen, entlang Dermatom L5 in beide Beine ICD 10 G 57.9 (bekannt seit 18.09.2009), einer Polyneuropathie distal betont unklare Genese (G 62.9; bekannt seit 18.09.2009), einer Osteochondrose der LWS (M 93.9; bekannt seit 20.08.2009), einem Zustand nach Totalendoprothese Knie rechts (T 84.9; seit 2008) sowie einem Diabetes mellitus (E 11.90). A._______ sei seit dem 27. Juli 2009 bis auf Weiteres zu 100% arbeitsun- fähig. Er habe "keine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt". Die Frage, ob A._______ die bisherige Tätigkeit aus medizinischer Sicht noch zumutbar sei, sei nicht beantwortbar, da dieser berentet sei (IV-act. 86). G. In seiner Stellungnahme vom 12. März 2010 kam Dr. med. E._______ des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) zum Schluss, dass aus den neuen medizinischen Unterlagen dermatologisch keine neue Störung mit Arbeitsrelevanz verzeichnet werde, orthopädisch-chirurgisch vorüberg e- hend eine höhere Arbeitsunfähigkeit genannt werde sowie neurologisch- psychiatrisch gesagt werde, es läge keine objektivierbare und dauerhafte Veränderung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit vor. Dies entspreche einer umfassenden, quasi polydisziplinären Einschä t- zung, sodass keine weiteren medizinischen Abklärungen angezeigt seien. Eine Verschlechterung sei ausgeschlossen. Es sei von unveränderten Ar- beitsfähigkeitsverhältnissen auszugehen (IV-act. 91-3). H. Mit Vorbescheid vom 18. März 2010 teilte die IVSTA A._______ mit, ihre C-6215/2010 Seite 4 Abklärungen hätten ergeben, dass sich sein Gesundheitszustand seit E r- lass der Verfügung vom 24. Oktober 2007 nicht verschlechtert habe. Für eine adaptierte Tätigkeit sei er weiterhin zu 50% arbeitsfähig. Bei einem Invaliditätsgrad von 60.66% habe er weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente. Das Erhöhungsgesuch müsse daher abgewiesen werde n (IV-act. 88). I. In seinem Einwand vom 11. April 2010 beantragte A._______ die Gewäh- rung einer ganzen Invalidenrente , da sich sein Gesundheitszustand seit dem 24. Oktober 2007 verschlechtert habe. Im Sommer 2008 sei ihm aufgrund seiner Knieprobleme eine ne ue Knieprothese eingesetzt wo r- den. Seitdem sei eine längere Belastung des Knies ohne Schmerzen nicht möglich. Dadurch sei er in seiner Bewegungsfreiheit so eing e- schränkt, dass er zu 100% arbeitsunfähig sei . Gerne sei er bereit , sich medizinisch untersuchen zu lassen, um dies zu belegen (IV-act. 89). J. Mit Verfügung vom 3. August 2010 wies die IVSTA das Revisionsgesuch von A._______ im Wesentlichen mit der bereits im Vorbescheid vorg e- brachten Begründung ab und stellte fest, dass weiterhin Anspruch auf e i- ne Dreiviertelsrente bestehe (IV-act. 96). K. Gegen diese Verfügung erhob A._______ (nachfolgend: Beschwerdefüh- rer) am 31. August 2010 Beschwerde bei m Bundesverwaltungsgericht und beantragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Gewährung e iner ganzen Invalidenrente . Zur Begründung führte er aus, dass sich sein Gesundheitszustand nach der Operation im So m- mer 2008 soweit verschlechtert habe, dass es ihm beinahe nicht mehr möglich sei, mehrere Stunden pro Tag auf den Beinen zu stehen. Als Be- weismittel reichte er einen Arztbericht von Dr. med. B._______ vom 30. August 2010 zu den Akten (BVGer-act. 1). L. Mit Zwischenverfügung vom 3. September 2010 forderte der zuständige Instruktionsrichter den Beschwerdeführer auf, einen Kostenvorschuss von Fr. 400.- in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten. Am 24. September 2010 ging der einverlangte Kostenvorschuss bei der G e- richtskasse ein. C-6215/2010 Seite 5 M. Mit Vernehmlassung vom 19. Oktober 2010 beantragte das Amt für AHV und IV des Kantons Thurgau die Abwei sung der Beschwerde. Zur B e- gründung führte es im Wesentlichen aus, der RAD habe nachvollziehbar erläutert, dass keine objektivierbare und dauerhafte Veränderung des Gesundheitszustandes und damit der Arbeitsfähigkeit vorliege. Beim B e- schwerdeführer sei dem nach weiterhin davon auszugehen, dass er in seiner angestammten Tätigkeit als Schlosser nicht mehr arbeitsfähig sei, in einer adaptierten Tätigkeit jedoch eine 50% -ige Arbeitsfähigkeit zumut- bar sei. An dieser Einschätzung vermöge auch die mit der Beschwerd e eingereichte ärztliche Stellungnahme von Dr. med. B._______ vom 30. August 2010 nichts zu ändern. Der Beschwerdeführer habe somit wei- terhin Anspruch auf die bisherige Dreiviertelsrente (BVGer-act. 6). Gestützt darauf beantragte die IVSTA mit Vernehmlassu ng vom 29. Oktober 2010 die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefochtenen Verfügung (BVGer-act. 6). N. In seiner Stellungnahme vom 30. November 2010 ersuchte der B e- schwerdeführer um Durchführung einer medizinischen Begutachtung (BVGer-act. 8). Mit Eingabe vom 8. Januar 2011 wiederholte er sinng e- mäss seine bisher gestellten Anträge und reichte einen Bericht von Dr. med. B._______ vom 9. Dezember 2010 zu den Akten (BVGer- act. 11). Mit Schreiben vom 26. Januar 2011 ersuchte er erneut um Durchführung einer medizinischen Begutachtung und reichte einen Be- richt von Dr. med. D._______ vom 27. Januar 2011 ein (BVGer-act. 14). O. Mit Stellungnahme vom 15. Feburar 2011 führte das Amt für AHV und IV des Kantons Thurgau aus, dass in den Eingaben des Beschwerdeführers vom 30. November, 8. und 26. Januar 2011 sowie in den nachgereichten ärztlichen Berichten keine neuen Aspekte vorgetragen w orden seien, die an der bisherigen Beurteilung – zumindest bis zum Verfügungszeitpunkt – etwas zu ändern vermöchten (BVGer-act. 16). Gestützt darauf hielt die IVSTA mit Eingabe vom 2 5. Feburar 2011 an ih- ren bisher gestellten Anträgen fest (BVGer-act. 16). P. Mit Zwischenverfügung vom 30. November 2012 wurde der Be schwerde-C-6215/2010 Seite 6 führer auf die Absicht des Bundesverwaltungsgerichts aufmerksam g e- macht, die angefochtene Verfügung vom 3. August 2010 in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache an die IVSTA zurückzuweisen, damit diese ergänzende medizinische Abklärungen vor- nehme und anschliessend über den Rentenanspruch neu verfüge . Aus- serdem wurde der Beschwerdeführer darauf aufmerksam gemacht, dass durch die beabsichtigte Rückweisung die Frage, in welchem Umfang und für welche Zeitperiode ein Rentenanspruc h bestehe, (weiterhin) offen sei und sich somit neue Abklärungsergebnisse nicht bloss zu seinen Gun s- ten, sondern auch zu seinen Ungunsten auswirken könnten. Daher erhielt er Gelegenheit, sich zur beabsichtigten Rückweisung zu äussern und a l- lenfalls seine Beschwerde zurückzuziehen. Mit Eingabe vom 9. Januar 2013 teilte der Beschwerdeführer im Wesen t- lichen mit, dass er die Beschwerde nicht zurückziehen möchte. Q. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unter - lagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen ein- gegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. d VGG und Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht B e- schwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IVSTA. E i- ne Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 1.2 Das Verfahren v or dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsve r- fahren (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 lit. dbis VwVG bleiben in sozialversiche- rungsrechtlichen Verfahren die besonderen Bestimmungen des Bundes - gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf die bundesgesetzli ch gere-C-6215/2010 Seite 7 gelten Sozialversicherungen anwendbar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze es vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die B e- stimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung anwendbar (Art. 1a bis 70 IVG), soweit das IVG nicht ausdrückli ch eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den allgemeinen intertemporalrechtl i- chen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels anderslautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze Anwe n- dung, welche im Zeitpunkt der Bes chwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 1.3 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtenen Verfügungen be - rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ä n- derung, sodass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegitimiert ist. 1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist - und formgerecht (Art. 60 ATSG und Art. 52 VwVG) eingereicht und der Kostenvorschuss innert Frist g e- leistet wurde, ist darauf einzutreten. 2. 2.1 Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann gerügt werden, die ang efochtene Verfügung verletze Bundesrecht (einschlies s- lich Über- bzw. Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens), ber u- he auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtse r- heblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der B e- gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die B e- schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gu t- heissen od er den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer B e- gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212, vgl. BGE 128 II 145 E. 1.2.2, BGE 127 II 264 E. 1b). 3. Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur Anwendung gelangen. 3.1 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Deutschland, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abko m- men vom 21. Juni 1999 zwischen der Schw eizerischen Eidgenossen -C-6215/2010 Seite 8 schaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitglieds- staaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) zu beachten ist. Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage des Art. 8 FZA ausgearbeiteten und Bestandteil des Abkommens bildenden (Art. 15 FZA) Anhangs II ("Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit") des FZA in Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs wenden die Vertrag s- parteien untereinander insbesondere die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familiena n- gehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu - und abwandern (SR 0.831.109.268.1; nachfolgend: Verordnung Nr. 1408/71), un d die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 über die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (SR 0.831.109.268.11) oder gleichwertige Vorschriften an. Dabei ist im Rahmen des FZA auch die Schweiz als "Mitgliedstaat" im Sinne dieser Koordinierungsverordnungen zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA). Noch kei ne Anwendung finden vorliegend die am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koord i- nierung der Systeme der sozialen Sicherheit sowie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen S i- cherheit. Nach Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Träger eines Staates getroffene Entscheidung über die Invalidität eines Antragstellers für den Träger eines anderen betroffenen Staates nur dann verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Staaten festgelegten Tatbe - standsmerkmale der I nvalidität in Anhang V dieser Verordnung als übe r- einstimmend anerkannt sind. Eine solche anerkannte Übereinstimmung besteht für das Verhältnis zwischen einzelnen EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz nicht. Der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen de r IV bestimmt sich daher auch im Geltungsbereich des FZA nach schweize- rischen Rechtsvorschriften resp. des IVG, der Verordnung über die Invali- denversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 832.201), des ATSG so- wie der Verordnung vom 11. September 2002 über d en Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs rechts (ATSV, SR 830.11; vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4). C-6215/2010 Seite 9 3.2 In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Recht s- sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein allfälliger Lei s- tungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bi s- herigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen ( pro rata temporis; BGE 130 V 445). Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 3. August 2010) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Nachfolgend zu würdigen sind im vorliegenden Verfahren jedoch nebst den ärztlichen Berichten, welche bis zum Erlass der angefochte nen Ver- fügung vom 3. August 2010 verfasst wurden, auch die im vorliegenden Verfahren eingereichten medizinischen Unterlagen neueren Datums, da diese medizinischen Unterlagen mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die B eurteilung im Verfü- gungszeitpunkt zu beeinflussen (vgl. BGE 116 V 80 E. 6b; ZAK 1989 S. 111 E. 3b mit Hinweisen). 3.3 Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) ist auf die Fassung gemäss den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änd e- rungen (4. IV-Revision; AS 2003 3837) abzustellen. Soweit ein Rentenan- spruch ab dem 1. Januar 2008 zu prüfen ist, sind weiter die mit der 5. IV- Revision zu diesem Zeitpunkt in Kraft getretenen Ge setzes- und Verord- nungsänderungen zu beachten (AS 2007 5129 und AS 2007 5155). Noch keine Anwendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft getre- tene erste Massnahmenpaket der 6. IV-Revision (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]). 4. 4.1 Gemäss Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder tei l- weise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall. C-6215/2010 Seite 10 Art. 7 ATSG definiert die Erwerb sunfähigkeit als durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachten und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibenden ga n- zen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch Beeinträchtigung der körperlichen, geist i- gen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähi g- keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu lei s- ten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 4.2 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht bei einem IV -Grad von mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente bei mindestens 60%, auf eine halbe Rente bei mindestens 50% sowie auf eine Viertelsrente bei mindestens 40% (Art. 28 Abs. 1 IVG [4. IV -Revision] und Art. 28 Abs. 2 IVG [5. IV-Revision]). Gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG (in den vom 1. Januar 2003 bis zum 31. Dezember 2007 gültig gew esenen Fassungen) beziehungsweise Art. 29 Abs. 4 IVG (in der seit 1. Januar 2008 gültigen Fassung [5. IV - Revision]) werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere Anspruch s- voraussetzung dar (BGE 121 V 264 E. 6c). Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für Schweizer Bürger und Staatsang e- hörige der Europäischen Gemeinschaft. Diesen Personen wird bei einem Invaliditätsgrad ab 40% eine Rente ausgerichtet, wenn sie in einem Mi t- gliedstaat der Europäischen Gemeinschaf t Wohnsitz haben (BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1), was vorliegend der Fall ist. Die einschlägige Besti m- mung der seit 1. Januar 2008 gültigen Fassung (Art. 29 Abs. 4 IVG [5. IV- Revision]) wurde zwar neu formuliert, hat aber inhaltlich keine Änderung erfahren, weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung übernommen und weitergeführt werden kann. 4.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinko m- men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen B ehandlung und allfälliger Einglied e- rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener C-6215/2010 Seite 11 Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht i nvalid geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdeverfahren das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tä- tigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztl i- chen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten konkret noch zugemutet we r- den können. Es sind demnach nicht nur die Erwerbsmöglichkeiten im a n- gestammten Beruf, sondern auch in zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c). Nicht als Folgen eines Gesundheitsschadens und damit invalidenvers i- cherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbs- fähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Wi l- lens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen). Aufgrund des im gesamten Sozia l- versicherungsrecht geltenden Grundsatzes der Schadenminderung s- pflicht ist ein i n seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunf ä- higer Versicherter gehalten, innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Berufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie mö g- lich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt einer IV - Stelle zu entscheiden, in welchem Ausmass ein Versicherter seine ve r- bliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem Ei n- satz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese sog e- nannte Verweisungstätigkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.). 4.4 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die mediz i- nischen Unterlagen nach dem G rundsatz der freien Beweiswürdigung – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche B e-C-6215/2010 Seite 12 weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies b e- deutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander wide r- sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledig en, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These a b- stellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un- tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darl e- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der m e- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der E x- pertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den B e- weiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegeben en Stel- lungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c). Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei s ind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässi g- keit besteht. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anste l- lungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vie l- mehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilic h- keit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). Auf Stellungnahmen eines RAD oder der ärztlichen Dienste kann inde s- sen nur abgestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen (Urteil des Eidgenö s- sischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Bundesgericht] I 694/05 vom 15. Dezember 2006 E. 2). Die RAD-Ärzte müssen soda nn über die im Einzelfall erforderlichen persönlichen und fachlichen Qualif i- kationen verfügen (Urteile des Bundesgerichts 9C_736/2009 vom 26. Ja- nuar 2009 E. 2.1, I 142/07 vom 20. November 2007 E. 3.2.3 und I 362/06 vom 10. April 2007 E. 3.2.1). C-6215/2010 Seite 13 4.5 Ändert sic h der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder au f- gehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Das Institut der Revision von Invaliden- renten wurde vom Gesetzgeber in Weiterführung der entsprechenden bisherigen Regelungen in Art. 17 Abs. 1 ATSG aufgenommen. Die zu alt- Art. 41 Abs. 1 IVG (in Kraft bis Ende 2002) entwickelte Rechtsprechung ist daher grundsätzlich weiterhin anwendbar (BGE 130 V 343 E. 3.5.4, in BGE 133 V 108 nicht publizierte E. 2 [Urteil EVG I 465/05 vom 6. November 2006]). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsäch- lichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Eine Invalidenrente ist demgemäss nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustan des erheblich verä n- dert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5, BGE 117 V 198 E. 3b mit Hinweisen). Dagegen stellt nach ständiger Rechtsprechung die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert geblie- benen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein g e- nommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (Urteil BGer 9C_552/2007 vom 17. Januar 2008 E. 3.1.2; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2 [I 574/02]; AHI 2002 S. 65 E. 2 [I 82/01]; vgl. auch BGE 112 V 371 E. 2b mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a). Auch eine neue Verwaltungs- oder Gerichtspraxis rechtfertigt grundsätzlich kei- ne Revision des laufenden Rentenanspruchs zum Nachteil des Versicher- ten (BGE 115 V 308 E. 4a bb). Ob eine unter revisi onsrechtlichen Gesichtspunkten erhebliche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch den Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten, der versicherten Person eröffneten rechtskräf- tigen Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung de s Rentena n- spruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsz u- stands) beruht, mit demjenigen zur Zeit der str eitigen Revisionsverfügung respektive des Einspracheentscheides; vorbehalten bleiben die Wieder- erwägung und die prozessuale Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist die anspruchsbeeinflussende Änderung im Falle einer Verbesserung der E rwerbsfähigkeit von dem Zeitpunkt an zu b e-C-6215/2010 Seite 14 rücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussich t- lich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. In derartigen Konstellationen ist Art. 28 Abs. 1 IVG nicht anwendbar (BGE 109 V 125 E. 4a; vgl. auch BGE 133 V 108). Führt die Verbesserung der Erwerbsfähigkeit zu einer derartigen Verminderung des Invaliditätsgrades, dass die Rente herabge- setzt werden muss, so erfolgt die Anpassung der Rente gemäss Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Revisionsverfügung folgenden Monats an. Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu b e- tätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV). Sofern der Versicherte die Revision verlangt, erfolgt die Erhöhung der Renten frühestens von dem Monat an, in dem das R e- visionsbegehren gestellt wurde (Art. 88bis Abs. 1 Bst. a IVV). 4.6 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, ist darin glaubhaft zu m a- chen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 3 IVV). Die Pflicht der Verwaltung, den Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären (Art. 43 Abs. 1 ATSG), besteht daher erst, w enn die Eintretensvorausset- zung einer revisionsrechtlich erheblichen Änderung glaubhaft gemacht worden ist (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.4). Die in Art. 87 Abs. 3 IVV genannte Eintretensvoraussetzung soll verhi n- dern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit g leichlautenden und nicht näher begründeten Gesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 mit Hinweisen). Dies beruht auf dem Grundgedanken, dass die Rechtskraft der früheren Verfügung einer neuen Prüfung so lange entg e- gensteht, als der seinerzeit beurteil te Sachverhalt sich in der Zwische n- zeit nicht in rechtserheblicher Weise verändert hat. Um zu verhindern, dass sich die Verwaltung mit gleich lautenden und nicht näher begründ e- ten, das heisst keine Veränderung des Sachverhaltes darlegenden Re n- tengesuchen befassen muss, ist sie nach Eingang eines Gesuchs de m- nach zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versiche r- ten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dab ei wird sie unter anderem berücksichtigen, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaf t- machung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen (Urteil des C-6215/2010 Seite 15 BGer vom 4. April 2007 [I 489/05] E. 4.3 mit Hinweis auf BGE 109 V 262 E. 3 und Urteile des BGer vom 19. Oktober 2007 [9C_68/2007] E. 3.3 sowie vom 28. Mai 2009 [9C_286/2009] E. 2.2). Insofern steht der Ve r- waltung ein gewisser Beurteilungsspielraum zu. In casu ist die Vorinstanz auf das Revisionsgesuch des Beschwerdefüh- rers eingetreten und hat dieses materiell geprüft, weshalb sie den Unte r- suchungsgrundsatz zu beachten hat. 4.7 Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersuchung s- grundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen sein Korrelat in den Mitwirkungs pflichten der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 125 V 1 93 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit Hinweisen). Zum anderen umfasst die behördliche und richterliche Abklärungspflicht nicht unbes e- hen alles, was von einer Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältni s- ses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sachverhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streit i- gen Anspruch so oder anders zu entscheiden i st (GYGI, a.a.O., S. 43 und 273). In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und Sozialvers i- cherungsgerichte zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts I 520/99 vom 20. Juli 2000). 5. Im vorliegenden Verfahren ist demnach zu prüfen, ob sich der Gesun d- heitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit der Ver- fügung vom 24. Oktober 2007 – Zeitpunkt der letzten auf umfassender Abklärung beruhenden Verfügung – bis zum Erlass der hier streitigen Ver- fügung vom 3. August 2010 massgeblich verändert haben. 5.1 5.1.1 Mit rechtskräftiger Verfügung vom 24. Oktober 2007 teilte die IVSTA dem Beschwerdeführer mit, dass weiterhin Anspruch auf die bisherige I n- validenrente bestehe ( Dreiviertelsrente), da sie bei der Überprüfung des C-6215/2010 Seite 16 Invaliditätsgrades (61%) keine Änderung festgestellt habe, die sich auf die Rente auswirke (IV-act. 72). 5.1.2 Im Rahmen dieses Revisionsverfahrens lag der IVSTA nebst den bereits in den vorangehenden Revisionsverfahren berücksichtigten medi- zinischen Unterlagen ein Arztbericht von Dr. med. B._______ vom 30. April 2007 vor. Dieser attestierte dem Beschwerdeführer eine Totalen- doprothese Knie rechts, eine Gonarthrose links, degenerative Veränd e- rungen der Brust-, Lenden- und Halswirbelsäule, ein Rotatorenmanschet- tensyndrom rechts und links sowie ein Carpaltunnelsyndrom links. Der Beschwerdeführer sei seit über zehn Jahren in Behandlung. Die B e- schwerden seien umfangreich; er habe erhebliche Probleme mit den Kniegelenken; beide Schultern seien deutlich eingeschränkt in der B e- weglichkeit; es bestehe eine Chronifizierung; die degenerativen Verä nde- rungen der Wirbelsäule seien als chronifiziert anzusehen. Eine Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer mit seinen orthopädischen Leiden nicht z u- mutbar. Die Arbeitsunfähigkeit betrage sowohl in seiner bisherigen Täti g- keit als auch in einer Verweisungstätigkeit 100% (IV-act. 71 und 73). 5.1.3 Der zuständige IV-Arzt kam am 24. Oktober 2007 gestützt auf die Hauptdiagnosen einer Supraspinatustendinose links bei Bursitis calcarea subacromiales links, einer rezidivierenden Blockierung der Wirbelsäule bei degenerativen Veränderungen, einer Totalendoprothese rechtes Knie und eines Zustands nach Meniskusläsion links medial sowie nach Ei n- sicht in den Bericht von Dr. med. B._______ vom 30. April 2007 zum Schluss, dass gemäss den vorliegenden medizinischen Gutac hten ein stationärer Gesundheitszustand vorliege. Der Beschwerdeführer selbst beschreibe einen gleichbleibenden Zustand, sodass weiterhin auf das Gutachten der Klinik X._______ vom 28. Februar 2005 abgestellt werden könne (IV-act. 73). 5.1.4 Gemäss dem Gutachten der Klinik X._______ vom 28. Februar 2005 leidet der Beschwerdeführer an einem chronischen myofaszialen Schmerzsyndrom des Musculus tensor fasciae latae links mit Beinverkü r- zung links von 2,5 cm und stark eingeschränkter Kniereflexion rechts nach Knietotalendoprothese 1996 wegen posttraumatischer Gonarthrose, einem chronischen Reizzustand des rechten Akromioklavikulargelenks, einem chronischen belastungsabhängigen Lumbovertebralsyndrom mit alter Deckplattenimpressionsfraktur LKW 4, einem chronischen femor o- patellären Schmerzsyndorm links, einem chronischen Zervikovertebra l- syndrom, einem chronischen Karpaltunnelsyndrom links, einer Osteop o-C-6215/2010 Seite 17 rose mit alter Deckplattenimpressionsfraktur LWK 4, einem Status nach offener subakromialer Dekompression links wegen Tend ionosis calcarea der Supraspinatussehne 04/01, einem Status nach Bursitis olecrani links 2003 und einem Status nach Karpaltunnelsyndrom rechts 1986 . Als ar- beitsbezogen relevante Probleme zeigten sich belastungsabhängige Schmerzen und eine verminderte funkt ionelle Stabilität im Bereich der Lendenwirbelsäule in Zusammenhang mit einem eingeschränkten Ko m- pensationspotential des rechten Kniegelenks und der deutlichen Beinlä n- gendifferenz. Die eingeschränkte Beugefähigkeit des rechten Kniegelenks verunmögliche zusätzlich hockende, kniende und kauernde Körperposit i- onen. Zudem spielten Belastungsschmerzen bei der Flexion und Extens i- on der Halswirbelsäule in Kombination mit rechtsseitigen Schulte r- schmerzen bei Tätigkeiten über Kopf eine Rolle. Bei guter Leistungsb e- reitschaft des Beschwerdeführers zeigte sich, dass bei der Tätigkeit als Schweisser und Schlosser vor allem die zu hantierenden Gewichte und das oft notwendige Stehen in vorgeneigter Position die körperliche B e- lastbarkeit klar übersteigten. Eine körperlich le ichte Tätigkeit mit Wec h- selbelastung sei mit reduzierter Leistung jedoch ganztags zumutbar. Die Prognose sei nicht unbedingt schlecht und hange auch davon ab, ob der Beschwerdeführer das empfohlene, langfristig durchzuführende Kraftau s- dauertraining aufnehm e und durchführe. Der Beschwerdeführer sei vor allem beim Hantieren von Gewichten über 15 kg, bei Arbeiten Überkopf, bei länger dauernden Tätigkeiten mit vorgeneigter Körperposition und bei Arbeiten in kniender oder hockender Stellung, beim Treppensteigen und beim Leitersteigen beeinträchtigt. Bei der Arbeit als Schweisser und Schlosser übersteigten vor allem die zu hantierenden schweren Lasten und das sehr oft notwendige Stehen mit vorgeneigtem Oberkörper die körperliche Belastbarkeit des Beschwerdeführers . Daher sei er in dieser Tätigkeit dauerhaft zu 100% arbeitsunfähig. Körperlich leichte Tätigkeiten mit Wechselbelastung seien ihm jedoch noch ganztags mit einer vermi n- derten Leistungsfähigkeit von 50% zumutbar (IV-act. 59). 5.2 5.2.1 Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, dass sich sein Gesundheitszustand nach der Knieoperation im Sommer 2008 ve r- schlechtert habe, sodass er nicht mehr arbeitsfähig sei. 5.2.2 Dr. med. C._______ attestierte dem Beschwerdeführer in ihrem u n- datierten Bericht ein chronisch rezidivierendes Ekzem sowie eine Arbeits- unfähigkeit von 0% (IV-act. 84). C-6215/2010 Seite 18 Dr. med. B._______ diagnostizierte in seinem Bericht vom 16. Februar 2010 nebst den bereits zuvor bekannten Diagnosen eine Pseudoischia l- gie bei degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule, einen Zustand nach Arthroskopie des linken Knies sowie LWS -Beschwerden bei Peridu- ralanästhesie bei Arthroskopie des linken Kniegelenks. Postoperativ b e- stehe eine gute Beweglichkeit und Restbeschwerden mi t Beweglichkeit 0/0/130. Bezüglich des linken Knies bestehe eine sehr gute Prognose; rechts bestehe ein Zustand nach endoprothetischer Versorgung mit 0/0/90 ohne Lockerungszeichen, stabilen Verhältnissen sowie einem g u- ten Ergebnis. Eine Beurteilung der (Re st-)Arbeitsfähigkeit erfolgte nicht, da der Beschwerdeführer Rentner sei (IV-act. 85). Gemäss Bericht von Dr. med. D._______ vom 19. Februar 2010 leide der Beschwerdeführer an lumboischialgieformen Schmerzen, entlang Derma- tom L5 in beide Beine ICD 10 G57 .9 (bekannt seit 18.09.2009), einer Po- lyneuropathie distal betont unklare Genese (G62.9; bekannt seit 18.09.2009), einer Osteochondrose der LWS (M93.9; bekannt seit 20.08.2009), einem Zustand nach Totalendoprothese Knie rechts (T84.9; seit 2008) sowie einem Diabetes mellitus (E11.90). Der Beschwerdeführer sei seit dem 27. Juli 2009 bis auf Weiteres zu 100% arbeitsunfähig. Er habe keine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Die Frage, ob dem Beschwe r- deführer die bisherige Tätigkeit aus medizinischer Sicht noch zum utbar sei, sei nicht beantwortbar, da der Beschwerdeführer berentet sei (IV - act. 86). 5.2.3 Die angefochtene Verfügung der IVSTA vom 3. August 2010 stützt sich auf die Stellungnahme von Dr. med. E._______ des RAD vom 12. März 2010. Dieser kam gestützt auf die Be richte der Dres. med. C._______, B ._______ und D._______ zum Schluss, dass dermatol o- gisch keine neue Störung mit Arbeitsrelevanz verzeichnet werde, orth o- pädisch-chirurgisch vorübergehend eine höhere Arbeitsunfähigkeit g e- nannt werde mit Restitution zum Habi tualzustand sowie neurologisch - psychiatrisch gesagt werde, es liege keine objektivierbare und dauerhafte Veränderung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit vor. Dies entspreche einer umfassenden, quasi polydisziplinären Einschä t- zung, sodass keine weiteren medizinischen Abklärungen angezeigt seien. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei ausgeschlossen, weshalb von unveränderten Arbeitsfähigkeitsverhältnissen auszugehen sei (IV-act. 91-3). C-6215/2010 Seite 19 5.2.4 Gemäss Stellungnahme von Dr. med. B._______ vom 30. August 2010 leide der Beschwerdeführer unter den Folgen einer Spinalanästh e- sie mit erheblichen Beschwerden in beiden Beinen, die durchaus nac h- vollziehbar seien und nach der letzten Spinalanästhesie auftraten. Er h a- be deshalb nach wie vor erhebliche Dy sästhesien und einstrahlende Schmerzen, die ihm massive Beschwerden bereiteten. Aufgrund dieser Tatsache, die bisher noch nicht berücksichtigt worden sei, müsse der b e- handelnde Neurologe zusätzlich befragt werden (BVGer-act. 1). In seiner Stellungnahme vom 9. Dezember 2010 führte Dr. med. B._______ zudem aus, dass der Beschwerdeführer seit Jahren in B e- handlung mit bekannten Störungen, nämlich einer Kniegelenksarthrose links, einer Totalendoprothese des rechten Knies und erheblichen dege- nerativen Veränderung en der Lendenwirbelsäule sei. Nach der Spina l- anästhesie seien errektive Störungen und somatoforme Schmerzstöru n- gen aufgetreten. Ferner sei en ein Diabetes Mellitus und Depressionen bekannt. Diese Erkrankungen seien in der Mitteilung des Grades der B e- hinderung nicht berücksichtigt (BVGer-act. 11). Mit Schreiben vom 27. Januar 2011 attestierte Dr. med. D._______ dem Beschwerdeführer, welcher seit dem 27. Juli 2009 in seiner ambulanten Behandlung sei, "lumboischialgieforme Schmerzen, entlang Dermatom L5 in beide Beine ICD 10 G57.9 (bekannt seit dem 18. September 2009), ei- ne Polyneuropathie distal betont unklare Genese G62.9 (bekannt seit 18. September 2009), eine Osteochondrose der LWS M93.9 (bekannt seit 20. August 2009), einen Zustand nach Totalendo prothese Knie rechts T84.9 (seit 2008), einen Diabetes mellitus E11.90, somatoforme Schmerzstörungen F45.90 und eine depressive Störung F43.9 ". Der wei- tere Verlauf sei unbefriedigend. Die Schmerzen seien chronifiziert. Au f- grund seines empfindlichen Magens sei die Verordnung von Schmerzmit- teln limitiert. Es liege keine ausreichende berufliche Belastungs- und Leis- tungsfähigkeit mehr vor. Der Beschwerdeführer sei zu 100% arbeitsunf ä- hig. Die weitere Prognose sei ungünstig. Es müsse mit einer weiteren Verschlechterung gerechnet werden (BVGer-act. 14). 5.3 Bei der Beurteilung von Dr. med. E._______ des RAD vom 12. März 2010 handelt es sich um einen reinen Aktenbericht. Gestützt auf den un- datierten Bericht von Dr. med. C._______, den Bericht von Dr. med. B._______ vom 16. Februar 2010 und den Bericht von Dr. med. D._______ vom 19. Februar 2010 kam er zum Schluss, dass eine Ver- schlechterung des Gesundheitszustandes ausgeschlossen sei. Mit der C-6215/2010 Seite 20 von Dr. med. D._______ attestierten Arbeitsunfähigkeit von 100% , we l- cher dieser in seinem Bericht vom 27. Januar 2011 erneut bestätigte, hat sich Dr. med. E._______ jedoch nicht rechtsgenüglich auseinanderg e- setzt, hat er doch diesbezüglich einzig festgehalten, neurologisch- psychiatrisch liege keine objektivierbare und dauerhafte Veränderung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit vor , ohne dies näher zu begründen. Aus orthopädisch -chirurgischer Sicht führte Dr. med. E._______ zudem aus, es werde vorübergehend eine höhere Arbeitsu n- fähigkeit "mit Restitution zum Habitualzustand" genannt, widerspricht sich in der Folge indes insofern, als seines Erachtens von unveränderten A r- beitsfähigkeitsverhältnissen auszugehen sei . Diesbezüglich erweist sich die Beurteilung von Dr. med. E._______ somit als nicht schlüssig. Im Übrigen verfügt Dr. med. E._______ über den Facharzttitel für Psychi- atrie und Psychotherapie. Aufgrund der beim Beschwerdeführer diagnos- tizierten somatischen Leiden (insbesondere orthopädische und rheumato- logische) wäre das Einholen von Stellungnahmen bei e ntsprechend aus- gebildeten Fachärzten notwendig gewesen, um den allgemeinen bewei s- rechtlichen Anforderungen an ärztliche Bericht e zu genügen (vgl. E. 4.4 hiervor). Die Frage nach der weitergehenden beweisrechtlichen Bedeutung des Umstandes, dass die Vorinstanz die Beurteilung von Dr. med. E._______ nicht in der originalen Fassung, sondern lediglich zitatweise im Verlauf s- protokoll (IV-act. 91) zu den Akten gegeben hat, kann vorliegend offen- bleiben, weil diese Beurteilung bereits aus den obgenannten Gründen den beweisrechtlichen Anforderungen nicht genügt. 5.4 Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer gemäss den im vorliegen- den Beschwerdeverfahren eingereichten medizinischen Unterlagen , wel- che nach Erlass der angefochtenen Verfügung ausgestellt wurden, zu- sätzlich an einer somatoformen Schmerzstörung sowie an einer depres- sive Störung leidet (BVGer-act. 1, 11 und 14) . Die Vorinstanz hat diese Berichte dem RAD nicht zur Stellungnahme unterbreitet, da diese Berich- te an der bisherigen Beurteilung – zumindest bis zum Verfüg ungszeit- punkt – nichts zu ändern vermöchten (BVGer-act. 16). Mit Blick auf den Umstand, dass die somatoforme Schmerzstörung und die depressive Störung zwar erstmals ca. vier Monate nach Erlass der angefochtenen Verfügung attestiert wurden , ohne jedoch den massge- benden Zeitraum zu bezeichnen, scheint es – entgegen der Auffassung C-6215/2010 Seite 21 der Vorinstanz – durchaus möglich, dass diese Gesundheitsbeeinträcht i- gungen bereits im Verfügungszeitpunkt vorlagen und Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ge habt haben. Demnach e r- weist sich der Sachverhalt auch diesbezüglich als ungenügend abgeklärt. 5.5 Aufgrund der dem Gericht vorliegenden Unterlagen lässt sich somit nicht beurteilen, ob sich der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers massgeblich verändert haben . Nach der höchs t- richterlichen Rechtsprechung hat das Gericht, das den Sachverhalt als ungenügend abgeklärt erachtet, die Wahl, die Sache zur weiteren B e- weiserhebung an die Verwaltung zurückzuweisen oder selber die nötigen Instruktionen vorzunehmen (ZAK 1987 S. 264 E. 2a). Bei festgestellter Abklärungsbedürftigkeit verletzt die Rückweisung der Sache an die Ve r- waltung als solche weder den Untersuchungsgrundsatz noch das Gebot eines einfachen und raschen Verfahrens. Anders verhielt e es sich nur dann, wenn die Rückweisung an die Verwaltung einer Verweigerung des gerichtlichen Rechtsschutzes gleichkäme (beispielsweise dann, wenn aufgrund besonderer Gegebenheiten nur ein Gerichtsgutachten bzw. a n- dere gerichtliche Beweismassnahmen geeignet wären, zur Abklärung des Sachverhalts beizutragen, vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4), oder wenn die Rückweisung nach den konkreten Umständen als unverhältnismässig be- zeichnet werden müsste (BGE 122 V 163 E. 1d). Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die d er Rückweisung der Sache zur weiteren Abkl ä- rung an die IVSTA entgegenstehen würden. Die angefochtene Verfügung ist daher aufzuheben und die Sache an die IVSTA zurückzuweisen, damit sie ergänzende medizinische Abklärungen (Durchführung einer interdisziplinären Begutachtung des Beschwerdefüh- rers in der Schweiz; medizinisch nachvollziehbar begründete Beurteilung betreffend [Rest-]Arbeitsfähigkeit und massgeblichen Zeitraum) vornehme und anschliessend über den Rentenanspruch neu verfüge. In diesem Sinne ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. 6. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. 6.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Eine Rückweisung gilt praxisgemäss als Obsiegen der beschwerdeführenden Partei (BGE 132 V 215 E. 6), sodass der geleistete Kostenvorschuss von C-6215/2010 Seite 22 Fr. 400.- dem Beschwerdeführer auf ein von ihm anzugebendes Konto zurückzuerstatten ist. Der Vorinstanz werden ke ine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 6.2 Da dem obsiegenden Beschwerdeführer, welcher nicht anwaltlich ver- treten war, keine unverhältnismässig hohen Kosten entstanden sind und dieser zu Recht keinen entsprechenden Antrag gestellt hat, ist keine Par- teientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschäd i- gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). C-6215/2010 Seite 23 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, dass die an - gefochtene Verfügung vom 3. August 2010 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter neuer Abklärung im Sinne der Erwägungen über den Renten anspruch neu ver- füge. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Beschwerdeführer wird der bereits geleistete Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 400.- nach Ein- tritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein ; Beilage: Formular Zahladresse) – die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Beilage: Kopie der Eingabe des B e- schwerdeführers vom 9. Januar 2013) – das Bundesamt für Sozialversicherungen Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Michael Peterli Lucie Schafroth C-6215/2010 Seite 24 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 600 4 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die U n- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit tel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: