<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>UV.2015.00259</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichterin Philipp</p><p>Sozialversicherungsrichter Vogel</p><p>Gerichtsschreiberin Muraro</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 24. Oktober 2016</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Direktion Bern, lic. iur. Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Monbijoustrasse 68, Postfach, 3001 Bern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">AXA Versicherungen AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Generaldirektion</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1967 geborene X.___ ist seit 1. April 2006 beim Z.___ als Informatiker angestellt und dadurch bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">AXA Versicherungen AG (nachfolgend AXA)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 9. November 2014 stürzte der Versicherte an der O.___strasse in P.___ auf einer Treppe zum Schiffssteg, zog sich dabei multiple Verletzungen zu und fiel ins Wasser (Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denmeldung vom 17. November 2014 [Urk. 9/A1]). Im Bericht von pract. med. A.___, Assistenzarzt am B.___, vom 1. Dezember 2014 über die Erstbehandlung vom 9. November 2014 um 03.00 Uhr wurden die folgenden Diagnosen aufgeführt: laterale Claviculafraktur, klinisch Verdacht auf Rippen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">serienfraktur 5-8, Trümmerfraktur Os zygomaticum rechts, Commotio Cerebri mit Rissquetschwunde (Urk. 9/M1). Im Blut des Versicherten wurde sodann um 02.50 Uhr ein Alkoholwert von 2.1 Promille festgestellt (Urk. 9/M2). Dem Versicherten wurde ab dem 9. November 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert (Urk. 9/M1). Die Unfallversicherung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ka</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m für die Heilkosten auf und erbrachte Taggeld</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistungen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Mit Verfügung vom 20. August 2015 kürzte die AXA die Taggelder, die während der ersten zwei Jahre nach dem Unfall ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtet werden, um 20 % und entzog einer allfälligen Einsprache die aufschie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bende Wirkung (Urk. 9/A12). Die vom Versicherten dagegen erhobene Einspra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che vom 11. September 2015 (Urk. 9/A13; inkl. Ergänzung vom 28. Oktober 2015 [Urk. 9/A18]) wies die AXA mit Einspracheentscheid vom 9. November 2015 ab (Urk. 2 [= Urk. 9/A20]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte am 9. Dezember 2015 Beschwerde und bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragte,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen auszurichten (Urk. 1 S. 2). Nach zweimalig erstreckter Frist (Urk. 6 und Urk. 7) schloss die Beschwerdegegnerin mit Beschwerdeantwort vom 18. April 2016 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). Mit Replik vom 19. Mai 2016 hielt der Beschwerdeführer an seinem Antrag fest (Urk. 12). Nach zweimalig erstreckter Frist (Urk. 15 und Urk. 16) erstattete die Beschwerdegegnerin die Duplik (Urk. 17), was dem Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer mit Verfügung vom 9. September 2016 angezeigt wurde (Urk. 18). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechts [ATSG]), so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch auf Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er erlischt mit der Wiedererlan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung der vollen Arbeitsfähigkeit, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mithin im Zeitpunkt der vollen Wiedererlan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung der Fähigkeit, im bisherigen oder in einem anderen Beruf zumutbare Arbeit zu leisten (Art.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 Abs.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 und 2 UVG i.V.m. Art.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 6 ATSG; BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">137 V 199 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_639/2014 vom 2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dezember 2014 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person (Art. 16 Abs. 2 UVG). Das Taggeld der Unfallversicherung wird nicht gewährt, solange Anspruch auf ein Taggeld der Invalidenversicherung besteht (Art. 16 Abs. 3 UVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 37 Abs. 2 UVG werden in der Versicherung der Nichtberufsunfälle in Abweichung von Art. 21 Abs. 1 ATSG die Taggelder, die während der ersten zwei Jahre nach dem Unfall ausgerichtet werden, gekürzt, wenn der Versicherte den Unfall grob fahrlässig herbeigeführt hat. Die Kürzung beträgt jedoch höchstens die Hälfte der Leistungen, wenn der Versicherte im Zeitpunkt des Unfalls für Angehörige zu sorgen hat, denen bei seinem Tode Hinterlassenen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">renten zustehen würden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach ständiger Rechtsprechung handelt grob fahrlässig, wer jene elementaren Vorsichtsgebote unbeachtet lässt, die jeder verständige Mensch in der gleichen Lage und unter den gleichen Umständen befolgt hätte, um eine nach dem Lauf der Dinge voraussehbare Schädigung zu vermeiden (BGE 118 V 305 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass die mit Inkraft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">treten des ATSG am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2003 revidierte Kürzungsregel von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">37 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 UVG in materiellrechtlicher Hinsicht nichts an der bisherigen Praxis geändert hat (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8C_877/2009</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2010</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 3.1 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil U 233/04 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2005 E. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine Kürzung der Versicherungsleistungen fällt nur in Betracht, wenn zwischen dem grob fahrlässigen Verhalten und dem Unfallereignis oder seinen Folgen ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zusammenhangs nicht erforderlich, dass das grob fahrlässige Verhalten die alleinige oder unmittelbare Ursache des Unfalls ist; es genügt, dass das schuld</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hafte Verhalten zusammen mit anderen Bedingungen den Unfall herbeigeführt hat, dieses mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch der Unfall entfiele. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (vgl. BGE 126 V 353 E. 5c mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_263/2013 vom 19. August 2013 E. 4.3 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Kürzungsquoten erfolgen nach Massgabe des Verschuldens. Es handelt sich dabei naturgemäss um Ermessensentscheide. Das Sozialversicherungsgericht darf sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund anstelle desjenigen der Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung setzen; das Gericht muss sich bei der Korrektur eines Ermessensentscheids auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensaus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">übung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 126 V </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">353</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 5d mit Hinweis). Kürzungen kommen in der Praxis am häufigsten bei Verkehrsunfällen vor, wo eine zehnprozentige Kürzung bei Grobfahrlässigkeit dem praxisgemässen Kür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zungsminimum entspricht (BGE 109 V 150 E. 4). Die Kürzungspraxis des Eidge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nössischen Versicherungsgerichts im Bereich der Verkehrsregelverletzung schwankt schwergewichtig zwischen 10 % und 20 % (BGE 114 V 315 E. 5b). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, da der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer beim Unfallereignis unter Alkoholeinfluss (1.5 bis 2.1 Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mille) gestanden sei, seien die Taggeldleistungen zufolge Grobfahrlässigkeit um 20 % zu kürzen. Die Version des Beschwerdeführers, wonach er zum Unfallzeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt nicht alkoholisiert gewesen sei, sondern erst nach dem Unfall Alkohol getrunken habe, um den erlittenen Schock zu verarbeiten, sei nicht nachvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziehbar. Insbesondere sei nicht nachvollziehbar, wie der Beschwerdeführer bei den vorliegend doch gravierenden Verletzungen und vor der medizinischen Behandlung noch eine Alkoholmenge von etwa 350 ml Cognac (gemäss Berechnungen zur Blutalkoholkonzentration) habe trinken sollen, und dass die Gastgeber, das Ehepaar C.___, vor der Fahrt ins Spital noch Aufräumarbeiten getätigt haben sollen, im Wissen, dass der Beschwerdeführer sicher unter Schmerzen und einer blutenden Rissquetschwunde gelitten habe (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend, aus der Aussage von D.___ gehe hervor, dass er zum Unfallzeitpunkt nicht offensichtlich alkoholisiert gewesen sei. Vielmehr habe ihm D.___ erst nach dem Unfall eine Flasche Ararat Weinbrand in die Hände gedrückt zur Beruhigung und Erwärmung. Diese Aussagen würden durch die Aussage von E.___ gestützt. Des Weiteren sei der Unfallzeitpunkt „gegen 02.30 Uhr“ im Austritts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bericht des B.___ vom 15. November 2014 falsch wiedergegeben. Der Unfall habe um 01.29 oder 01.30 Uhr stattgefunden. Damit sei erstellt, dass zwischen dem Unfallzeitpunkt und der Erstbehandlung um 03.00 Uhr durch med. pract. A.___ genügend Zeit verstrichen sei, in welcher sich der Beschwerdeführer mit dem verabreichten Ararat habe betrinken können, um hernach 2,1 Promille zu erreichen. Der Beschwerdegegnerin, welche zu bewei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen habe, dass der Beschwerdeführer zum Unfallzeitpunkt einen Blutalkoholwert von mindestens 2,1 Promille aufgewiesen habe, gelinge der Beweis nicht. Auch sei eine solche Alkoholisierung nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. Unbekannt seien der Beschwerdegegnerin die Kör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">permasse des Beschwerdeführers, die Wartezeit in der Notfallstation im B.___ sowie die Zeitdauer zwischen der Erstversorgung bis zur Blutentnahme (Urk. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht von pract. med. A.___, Assistenzarzt im B.___, vom 1. Dezember 2014 über die Erstbehandlung vom 9. November 2014 um 03.00 Uhr wurden die folgenden Diagnosen aufgeführt: laterale Claviculafraktur (Schlüsselbeinfraktur), klinisch Verdacht auf Rippenserienfraktur 5-8, Trüm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">merfraktur Os zygomaticum (Jochbein) rechts, Commotio Cerebri mit Riss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">quetschwunde. Gemäss Angaben des Beschwerdeführers sei er unbeobachtet gestürzt. Er habe eine 3 cm lange Rissquetschwunde an der Augenbraue rechts, einen Schwulst und Schmerzen unter dem Auge rechts, Schmerzen an den Kie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fergelenken beidseits, einen Thorax-Kompressionsschmerz und eine Druckdo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lenz an der rechten Clavicula (Urk. 9/M1). Gemäss den Laborwerten nach der Blutentnahme betrug der Blutalkoholwert um 02.50 Uhr 2,1 Promille (Urk. 9/M2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Austrittsbericht des B.___ vom 15. November 2014, wo der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer vom 9. bis 15. November 2014 hospitalisiert war, wurden die bereits bekannten Diagnosen wiederholt. Sodann wurde in der Anamnese fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehalten, der Beschwerdeführer sei in der Nacht vom 8. auf den 9. November 2014 gegen 02.30 Uhr unbeobachtet in P.__ unter Alkoholeinfluss am See gestürzt. Der Beschwerdeführer habe berichtet, er sei zuerst gestolpert, auf den Boden und dann ins Wasser gefallen. Er sei kurz darauf von zwei Freunden rausgezogen und in die Notfallambulanz gefahren worden. Unter den Eintritts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">befunden wurde unter anderem erwähnt, dass das Gesicht des Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rers von Blut bedeckt gewesen sei. Am 13. November 2014 sei die offene Repo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sition und interne Fixation der lateralen Claviculafraktur rechts mittels Haken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">platte erfolgt. Die Trümmerfraktur des Os zygomaticum werde osteosynthetisch nach lokaler Abschwellung am 19. November 2014 versorgt (Urk. 9/M7 S. 1; vgl. auch den Operationsbericht des B.___ vom 20. November 2014</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">[Urk. 9/M6 S. 3]). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Austrittsbericht des B.___ vom 21. November 2014, wo der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer vom 19. bis 21. November 2014 hospitalisiert war, wurde festgehalten, am 19. November 2014 sei die Reposition, Rekonstruktion und Plattenosteosynthese des Jochbeins erfolgt (Urk. 9/M6; vgl. auch den Operati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">onsbericht vom 2. Dezember 2014 [Urk. 9/M8 S. 4]). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Operationsbericht des B.___ vom 26. Juni 2015 wurde am 22. Juni 2015 die Hakenplatte an der Clavicula wieder entfernt (Urk. 9/M11; vgl. auch die Sprechstundenberichte vom 20. Mai 2015 [Urk. 9/M10] und 26. August 2015 [Urk. 9/M9 S. 2]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Schadenmeldung UVG vom 17. November 2014 sei der Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rer am 9. November 2014, um 01.30 Uhr, vom Auto zu einem Haus gegangen und dabei mit dem linken Fuss auf eine Treppe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">getreten, welche zum Schiffssteg hinunterführe. Dann sei er die Treppe hinuntergestürzt, habe sich gemäss Ohrenzeugen mehrmals angeschlagen und sei hinter einem Boot im Wasser gelandet (Urk. 9/A1 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 25. November 2014 führte der Beschwerdeführer, unter Beilage einer Skizze und zweier Fotografien vom Unfallort, zum Unfallhergang folgendes aus: Bedingt durch eine Hirnerschütterung könne er sich nicht an den genauen Unfallhergang erinnern. Er könne sich daran erinnern, dass er im Haus seine Musikanlage zusammengeräumt habe. Seine nächste Erinnerung sei, bis zur Hüfte im Wasser gestanden zu sein. Seine Frau und eine weitere Person seien jedoch Ohrenzeugen des Unfalls geworden und würden den Unfallhergang wie folgt beschreiben: Er habe bei seinem Auto um 01.29 Uhr per Handy seine Frau angerufen, um ihr mitzuteilen, dass er noch ein paar Sachen ins Auto einlade und sich dann auf den Heimweg mache. Während des Telefongesprächs sei er vom Auto zum Haus gegangen. Seine Frau habe am Telefon gehört, dass er kurze Zeit nach dem Schliessen der Autotür „shit“ gerufen habe. Dann habe sie gehört, wie etwas gerumpelt habe und wie anschliessend etwas ins Wasser gefallen sei. Zur selben Zeit sei eine Person ebenfalls damit beschäftigt gewesen, Sachen vom Haus zum Parkplatz zu tragen. Diese Person habe das Rumpeln und das Geräusch des Wassers auch gehört. Diese Person sei dann zum Seeufer gegangen, um nachzusehen, habe den Beschwerdeführer zwischen zwei ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">legten Booten im See erblickt und ihm zugerufen. Er sei dann aus eigener Kraft Richtung Ufer gegangen, wo er sich dann wie beschrieben bis zur Hüfte im Wasser befunden habe. Zu diesem Zeitpunkt setze seine Erinnerung wieder ein. Seine Frau habe alles mitangehört, da ihm das Handy beim Sturz aus der Hand gefallen sei und die Verbindung immer noch bestanden habe. Das Handy sei unterhalb der Treppe gelegen (Urk. 9/A3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D.___ machte in dem vom Beschwerdeführer eingereichten Fragebogen vom 21. Oktober 2015 folgende Angaben: Er sei zum Zeitpunkt des Unfalls im Haus gewesen und von seiner Frau, E.___, herbeigerufen worden, um dem Beschwerdeführer aus dem Wasser zu helfen. Dieser sei nicht offensichtlich alkoholisiert gewesen, er habe am Abend nur Bier getrunken, da er als DJ fun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">giert gehabt habe und sich dabei habe konzentrieren müssen. Er (D.___) habe dem Beschwerdeführer eine Flasche Ararat Weinbrand in die Hände gedrückt zur Beruhigung und Erwärmung, da sie noch fertig aufgeräumt hätten und nicht sofort zum Arzt gefahren seien (Urk. 9/A18 S. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E.___ machte in dem vom Beschwerdeführer eingereichten Fragebogen vom 22. Oktober 2015 folgende Angaben: Der Beschwerdeführer habe mit sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner Frau telefoniert und sei eventuell auf der Treppe ausgerutscht. Sie (E.___) habe nicht kontrolliert, wer wie viel getrunken habe. Alle Gäste hätten getrunken. Ihr sei nicht aufgefallen, dass der Beschwerdeführer sehr betrunken gewesen sei. Nach dem Unfall sei sie mit Aufräumen beschäftigt gewesen. Ihr Mann habe ihr gesagt, er habe dem Beschwerdeführer Cognac gegeben, damit sich dieser nach dem Sturz ins Wasser etwas aufwärme (Urk. 9/A18 S. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erstellt ist, dass der Beschwerdeführer bei der Blutentnahme im B.___, am 9. November 2014 um 02.50 Uhr, eine Blutalkoholkonzentration von 2,1 Promille aufwies. Strittig blieben der Zeitpunkt des Unfalls und ein allfälli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ger Alkoholkonsum des Beschwerdeführers nach dem Unfall.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Während der Beschwerdeführer angab, der Unfall habe sich um 01.30 Uhr ereig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">net, ging die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 18. April 2016 (vgl. Urk. 8 S. 9) sowie in der Duplik vom 8. September 2016 (Urk. 17 S. 3) von einem Unfallzeitpunkt um 02.30 Uhr aus, da dies im Austrittsbericht des B.___ vom 15. November 2014 so angegeben worden sei (vgl. E. 3.1.2). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Bericht des Assistenzarztes pract. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dezember 2014 fand die Erstbehandlung in der Notfallau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fnahme des B.___ am 9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">November 2014 um 03.00 Uhr statt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9/M1). Bereits um 02.50 Uhr lagen die Laborergebnisse der zuvor - vermutlich unmittelbar nach Eintreffen in der Notfallaufnahme - a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bgenommenen Blutprobe vor (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9/M2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">; vgl. auch die Angabe des Beschwerdeführers, sofort behandelt worden zu sein [Urk. 12 S. 4]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Vor dem Hintergrund, dass die Fahrt vom Unfallort bis zum </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> rund 20 Minuten dauerte (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 9/A19 S. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), und der Beschwerdeführer sich nach sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nem Sturz in den See noch der nassen Kleider zu entledigen hatte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 12 S. 4)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, ist es unwahrscheinlich, dass sich der Unfall </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erst </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">um 02.30 Uhr ereignet hatte. Wie der Beschwerdeführer zutreffend bemerkte, liegt der Fokus erstbehandeln</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Ärzte auf der korrekten medizinischen Behandlung und nicht auf der Erfassung von aus medizinischer Sicht nicht relevanten Begleitumständen. Entsprechend wird der Beweiswert eines medizinischen Berichts nicht beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trächtigt, wenn sich Angaben zu Begleitumständen als nicht zutreffend heraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zwar erscheint die vom Beschwerdeführer und dem Ehepaar D.___ und E.___ vorgetragene Version, letztere hätten noch aufgeräumt und den Beschwerdeführer erst danach in die Notaufnahme gefahren, angesichts der in der Notaufnahme festgestellten Verletzungen des Beschwerdeführers nicht gänzlich nachvollziehbar. Doch kann dem Ehepaar C.___ die erst durch die medizinische Behandlung gewonnene Erkenntnis über die Verletzungen nicht bereits zu einem früheren Zeitpunkt angerechnet werden, zumal für sie nach dem Unfall einzig die blutende Wunde im Gesicht des Beschwerdeführers sicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar war. Angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer nicht bewusstlos war, kann somit nachvollzogen werden, dass sich das Ehepaar C.___ nicht zu besonderer Eile veranlasst sah; der Beschwerdeführer wollte nach eigenen Angaben zuerst auch gar nicht ins Spital (Urk. 12 S. 4). Hinzu kommt und von wesentlicher Bedeutung ist, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rdeführer bereits in der am 17. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">November 2014 erfolgten Unfallmeldung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und auch in der detaillierten Schilderung des Unfallhergangs vom 25. November 2014 (Urk. 9/A3) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeitpunk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t die Uhrzeit 01.30 Uhr genannt hatte. Die Verfügung, mit welcher dem Beschwerdeführer die Kürzung der Taggeldleistungen angezeigt wurde, erging indessen erst am 20. August 2015. Es sind somit keine Gründe ersichtlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halb </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zeitangabe des Beschwerdeführers </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er Wahrheit hätte entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen sollen. Demgemäss kann </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zwanglos davon ausgegangen werden, dass die entsprechende Angabe in etwa zutreffen dürf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te. Bei dieser Sachlage hatte der Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aber genügend Zeit, zwischen dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und dem Eintreffen in der Notaufnahme alkohol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haltige Getränke zu konsumieren, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sodass es nicht unwahrscheinlich ist, dass die um 02.50 Uhr festgestellte Bluta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lkoholkonzentra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion von 2,1 Promille</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auf den nach dem Unfall eingenommenen Alkohol zurückzuführen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beweislast für den Nachweis, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Unfalls eine ungefähre Blutalkoholkonzentration von 2 Promille aufgewiesen hatte, trägt die Beschwerdegegnerin. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Eine tiefere Blutalkoholkonzentration würde im vorliegenden Fall denn auch keine Leistungskürzung rechtfertigen, da der Beschwerdeführer als Fussgänger im Strassenverkehr keine Verkehrsregeln verletzt hatte (ansonsten bei einem Blutalkoholgehalt von 1,9 bis 2,1 Promille von einer Grobfahrlässigkeit auszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gehen wäre [vgl. Alexandra Rumo-Jungo, Die Leistungskürzung oder –verwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gerung gemäss Artikel 37-39 UVG, Dissertation, Freiburg 1993, S. 148 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">weis]). Das Kantonsgericht Baselland bestätigte in einem – mit dem vorliegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">den Fall vergleichbaren – Fall die Leistungskürzung von 20 % bei einem Beschwerdeführer, der nachts beim Verlassen eines Restaurants die Treppe hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">untergestürzt war und sich dabei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ein Schädelhirntrauma mit einem intrapa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">renchymatösen Hämatom zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gezogen hatte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Der Beschwerdeführer wies aller</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dings eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Blutalkoholkonzentration von 3,8 Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">mille auf (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">KG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">E SV vom 20. März 2009 i.S. T. [</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">725 08 260</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___ schilderte, er habe dem Beschwerdeführer nach dessen Sturz ins kalte Wasser eine Flasche Ararat Weinbrand in die Hände gedrückt zur Beruhi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung und Erwärmung (E. 3.2.3). Weshalb D.___ falsche Angaben machen sollte, nachdem er schliesslich bestätigt hatte, dass der Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rer bereits vor dem Unfall Alkohol (Bier) getrunken hatte, und ihn damit belas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tete, ist nicht ersichtlich. Es kann demzufolge davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer nach dem Unfall vom hochprozentigen Ararat (circa 40 %) konsumierte. Ob er die von ihm selbst angegebene Menge von 3-4 dl (Urk. 12 S. 5) trank, ist zwar fraglich, doch liesse bereits die Hälfte der angege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benen Menge den Blutalkoholgehalt um mindestens 0.6 Promille ansteigen, trank der Beschwerdeführer den Alkohol doch innert kurzer Zeit (ca. innert einer halben Stunde, denn anschliessend machte er sich zusammen mit dem Ehepaar C.___ auf den Weg ins B.___) und wohl auf nicht (mehr) vollen Magen. Nach dem Gesagten ist mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht erstellt, dass die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Blutalkoholkonzentration im Unfallzeitpunkt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im massgebenden Bereich von 2 Promille</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gelegen hatte.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anzufügen bleibt, dass die Treppe, auf welcher der Beschwerdeführer stürzte, gemäss Skizze und Fotos neben dem Trottoir entlang der Strasse verläuft. Das Trottoir endet etwa auf Höhe der Treppe und geht sodann in die Strasse über, welche nach ein paar Metern endet (Urk. 9/A3). Ein Fehltritt hätte an dieser Stelle auch einer Person in nüchternem Zustand passieren können, angesichts der Lichtverhältnisse in der Nacht mit ähnlichen Verletzungsfolgen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als begründet, weshalb sie gutzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heissen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">AXA Versicherungen AG</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> vom 9. November 2015 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass eine Kürzung der Taggelder wegen grobfahrlässiger Herbeiführung des versicherten Unfallereignis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ses nicht zulässig ist.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">AXA Versicherungen AG</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstMuraro</p><p></p></div> </div></body></html>