A bteilung V E -5423/2006 {T 0/2} U rteil vom 10. A pril 2007 M itw irkung: R ichter W eber, G alliker, Brodard G erichtsschreiberin Balm elli A._______, Elfenbeinküste, vertreten durch U rsula Singenberger, SW ISS-EXILE, M onbijoustrasse 32, 3011 Bern, Beschw erdeführerin gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 22. M ärz 2006 in Sachen Vollzug der W egw eisung (W iedererw ägung) / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Am 6. Septem ber 2004 reiste die Beschw erdeführerin in die Schw eiz ein und ersuchte am 9. Septem ber 2004 um Asyl. M it Verfügung vom 24. Septem ber 2004 stellte das BFM fest, die Beschw erdeführerin erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht und lehnte das Asylgesuch ab. G leichzeitig ordnete es die W egw eisung und deren Vollzug aus der Schw eiz an. G egen diese Verfügung reichte die Beschw erdeführerin am 15. O ktober 2004 Beschw erde bei der dam als zuständigen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) ein, w elche diese m it U rteil vom 29. O ktober 2004 abw ies. B. Am 3. M ai 2005 reichte die Beschw erdeführerin beim BFM ein W iederer- w ägungsgesuch ein und beantragte, die Verfügung der Vorinstanz vom 24. Septem ber 2004 sei in W iedererw ägung zu ziehen. Zur Begründung des G esuchs führte die Beschw erdeführerin aus, sie habe die Vaterschaft ihres Kindes belegen können und sei daher bis zur Einreisebew illigung in Frankreich in der Schw eiz vorläufig aufzunehm en. C . M it Verfügung vom 30. M ai 2005 w ies das BFM das W iedererw ägungsgesuch ab und stellte fest, die Verfügung vom 24. Septem ber 2004 sei rechtskräftig und vollstreckbar; einer allfälligen Beschw erde kom m e keine aufschiebende W irkung zu. D . Am 14. M ärz 2006 reichte die Beschw erdeführerin beim BFM ein zw eites W iedererw ägungsgesuch ein. D arin beantragte sie sinngem äss erneut die W ieder- erw ägung der Verfügung vom 24. Septem ber 2004. Zur Begründung des G esuchs m achte die Beschw erdeführerin geltend, sie leide an gesundheitlichen Problem en, w elche in der Schw eiz abgeklärt w erden m üssten. In ihrer Brust sei ein Knoten festgestellt w orden und es seien diesbezüglich w eitere Abklärungen am Inselspital, Abteilung Senelogie, notw endig. Als Belege gab die Beschw erdeführerin einen Kurzbericht von D r. N . K. vom 8. Februar 2006, ein ärztliches Form ular vom 20. Februar 2006 sow ie eine Karte m it den nächsten Arztterm inen bei D r. m ed. L. G . zu den Akten. M it derselben Eingabe reichte die Beschw erdeführerin ein Asylgesuch für ihren _______, im H eim atstaat lebenden Sohn ein. E. M it Verfügung vom 22. M ärz 2006 w ies das BFM das W iedererw ägungsgesuch ab und stellte erneut fest, die Verfügung vom 24. Septem ber 2004 sei rechtskräftig und vollstreckbar, einer allfälligen Beschw erde kom m e keine aufschiebende W irkung zu. M it separater Verfügung gleichen D atum s bew illigte das BFM die Einreise für den Sohn der Beschw erdeführerin nicht und lehnte das Asylgesuch ab. F. M it Beschw erde vom 12. April 2006 (Poststem pel: 14. April 2006) an die dam als zuständige AR K beantragte die Beschw erdeführerin durch ihre Vertreterin, ihr Beschw erdeverfahren betreffend W iedererw ägung des Vollzugs der W egw eisung sei m it dem Beschw erdeverfahren ihres Sohnes betreffend Einreise und 3 Asylgesuch zu vereinen. Alle W egw eisungsm assnahm en seien zu sistieren und es sei die U nzum utbarkeit des Vollzugs der W egw eisung festzustellen sow ie die vorläufige Aufnahm e anzuordnen. Eventualiter sei der Vollzug der W egw eisung auszusetzen, bis die Einbürgerung des Sohnes und ihr Aufenthalt in Frankreich abgeklärt seien. Es sei ihr die unentgeltliche R echtspflege gem äss Art. 65 Vw VG zu gew ähren. G . M it Zw ischenverfügung vom 5. M ai 2006 lehnte der Instruktionsrichter der AR K das G esuch um Vereinigung des vorliegenden Verfahrens betreffend W iedererw ägung m it dem Beschw erdeverfahren des Sohnes betreffend Einreisebew illigung und Asyl ab. D en Vollzug der W egw eisung setzte er für die D auer des Verfahrens aus. Sodann hiess er das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege gut, verzichtete auf die Erhebung eines Kosten- vorschusses und setzte der Beschw erdeführerin Frist zur Einreichung einer Fürsorgebestätigung. H . Innert der angesetzten Frist reichte die Beschw erdeführerin eine Fürsorge- bestätigung der H eilsarm ee Flüchtlingshilfe vom 2. M ai 2006 sow ie das Ant- w ortschreiben des französischen Konsulats in Zürich vom 1. M ai 2006 betreffend französische N ationalität und Aufenthaltsstatus ein. I. Am 19. M ai 2006 teilte die Beschw erdeführerin der dam als zuständigen AR K m it, sie habe die französische Vertretung in Abidjan kontaktiert, um die französische N ationalität des Sohnes zu beantragen. J. D as BFM schloss in der Vernehm lassung vom 24. August 2006 auf Abw eisung der Beschw erde. M it Zw ischenverfügung vom 5. Septem ber 2006 unterbreitete der Instruktionsrichter der AR K der Beschw erdeführerin die Vernehm lassung zur Stellungnahm e. Innert der angesetzten Frist reichte die Beschw erdeführerin am 18. Septem ber 2006 die R eplik ein. K. M it Schreiben vom 3. M ärz 2007 orientierte die Vertreterin über ihre w eiteren Bem ühungen betreffend die Erlangung der französischen N ationalität des Sohnes der Beschw erdeführerin. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31), das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG , Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]).4 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Ver- fahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nange- m essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführerin ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. D er Begriff der W iedererw ägung w ird in dreifachem Sinne verw endet. In der in casu relevanten Bedeutung bezeichnet er die Anpassung einer ursprünglich fehlerfreien Verfügung an nachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage. Bei der G eltendm achung des solcherm assen um schriebenen W iedererw ägungs- grundes kom m t es nicht darauf an, ob vorgängig von einem ordentlichen R echtsm ittel G ebrauch gem acht w urde oder nicht. D ie W iedererw ägung stellt auch in diesem Sinne ein ausserordentliches R echtsm ittel dar, auf dessen Behandlung, abgeleitet aus Art. 29 Abs. 1 BV (Art. 4a BV), ein Anspruch besteht (vgl. die w eiterhin zutreffende Praxis in Entscheidungen und M itteilungen der Schw ei- zerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2003 N r. 17 und EM AR K 1995 N r. 21 m it zahlreichen Verw eisen). Sodann ist festzuhalten, dass der Sinn der W ieder- erw ägung w ie auch der R evision nicht die erneute rechtliche W ürdigung eines bereits hinlänglich erstellten und endgültig beurteilten Sachverhalts ist (vgl. die w eiterhin zutreffende Praxis in EM AR K 1999 N r. 4 E. 5a S. 24 f.). Anders aus- gedrückt ist es unzulässig, ein letztinstanzlich und rechtskräftig abgeschlossenes Verfahren unter dem Titel eines W iedererw ägungsgesuchs faktisch zu w ieder- holen, indem die rechtliche Beurteilung der verfügenden oder der Beschw erde- instanz (erneut) in Frage gestellt w ird. 4. 4.1 N achdem die Vorinstanz den Anspruch der Beschw erdeführerin auf Behandlung des W iedererw ägungsgesuchs nicht in Abrede gestellt hat und auf das W ieder- erw ägungsgesuch eingetreten ist, hat das Bundesverw altungsgericht zu prüfen, ob die Vorinstanz das G esuch zu R echt abgew iesen hat. 4.2 D a die Beschw erdeführerin sow ohl im W iedererw ägungsgesuch als auch in der Beschw erde einzig betreffend die Frage des Vollzugs der W egw eisung eine N eubeurteilung beantragt, beschränkt sich vorliegend die Prüfung auf das Vor- handensein allfälliger Vollzugshindernisse. 5. 5.1 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ).5 5.2 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 5.3 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder un- m enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 5.4 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behand- lung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 6. 6.1 D ie Vorinstanz stellte in der angefochtenen Verfügung fest, es lägen keine G ründe vor, w elche die R echtskraft der Verfügung vom 24. Septem ber 2004 beseitigen könnten. Aus dem gynäkologischen U ntersuchungsbericht des Inselspitals vom 8. Februar 2006 gehe hervor, dass die Beschw erdeführerin unter einer anam nes- tischen H yperm enorrhoe, d.h. einer verstärkten R egelblutung, sow ie einer Anäm ie (Blutarm ut) leide. Zudem sei bei der Beschw erdeführerin ein kleines Knötchen auf der Brust festgestellt w orden. Als Therapie für die H yperm enorrhoe sei eine Pille em pfohlen w orden, w elche die Beschw erdeführerin indes abgelehnt habe. Zudem habe das R esultat der U ltraschalluntersuche ergeben, dass keine abnorm en W erte vorliegen w ürden. D en eingereichten ärztlichen Berichten w ürden sich zudem keine H inw eise entnehm en lassen, die aus m edizinischer Sicht gegen eine W egw eisung sprechen w ürden. G ynäkologische R outineuntersuchungen könnten auch in den Spitälern von Abidjan, w oher die Beschw erdeführerin stam m e, durchgeführt w erden. Schliesslich verfüge die Beschw erdeführerin an der Elfenbeinküste über ein um fangreiches Beziehungsnetz. 6.2 In der R echtsm itteleingabe w ird ausgeführt, das BFM habe den Sachverhalt nicht vollständig festgestellt. Aus den Bew eism itteln gehe hervor, dass der Sohn der Beschw erdeführerin bei einer C ousine in Abidjan lebe. Er sei das Kind eines Franzosen und sei aufgrund seiner H autfarbe in der Elfenbeinküste ver- schiedensten Beeinträchtigungen ausgesetzt. D er Vater des Sohnes der Be- schw erdeführerin sei gegenw ärtig nicht auffindbar. D ie Beschw erdeführerin habe sich um einen Aufenthalt in Frankreich bem üht. D iese U m stände seien zw ar im G esuch des Sohnes erw ähnt w orden, im W iedererw ägungsverfahren der Be- schw erdeführerin indes zu U nrecht nicht. Sodann habe die Beschw erdeführerin bei Einreichen des W iedererw ägungsgesuchs nicht gew usst, dass der Knoten gutartig 6 sei. Sie habe nun die M öglichkeit, das Fibroadenom in der Schw eiz entfernen zu lassen. Angesichts der ungenügenden Spitaleinrichtung in der Elfenbeinküste ziehe sie es vor, die O peration in der Schw eiz durchzuführen. Entgegen der vom BFM vertretenen Ansicht verfüge die Beschw erdeführerin über kein tragfähiges Beziehungsnetz in der Elfenbeinküste. D ie M utter lebe in B._______ (neben C ._______), alle Schw estern seien w eggegangen, ein Bruder lebe in D ._______, ein anderer in F._______ und der Sohn bei einer C ousine in Abidjan. Schliesslich habe die Vorinstanz vollkom m en ausser Acht gelassen, dass sich die Beschw erdeführerin um einen Aufenthaltsstatus in Frankreich bem ühe. 6.3 D as BFM hält in der Vernehm lassung fest, beim festgestellten Fibroadenom handle es sich um einen gutartigen Knoten in der Brust, w elcher bei etw a 30% aller Frauen vor den W echseljahren auftrete. Fibroadenom e w ürden jedoch das R isiko, Brustkrebs zu entw ickeln, nicht erhöhen. Entsprechend w erde im ärztlichen Bericht festgehalten, dass eine O peration nicht absolut notw endig sei und nur auf Verlangen der Patientin durchgeführt w erde. Aus m edizinischen G ründen sei der Vollzug der W egw eisung daher nicht unzum utbar. Zu ihrem Beziehungsnetz habe die Beschw erdeführerin anlässlich der D irektanhörung angegeben, dass diverse Fam ilienangehörige (M utter, G eschw ister) sow ie C ousins und C ousinen in Abidjan leben w ürden. Auch die AR K sei in ihrem U rteil vom 29. O ktober 2004 von einem bestehenden Beziehungsnetz an der Elfenbeinküste ausgegangen und habe den Vollzug als zum utbar erachtet. D aran habe sich in der Zw ischenzeit nichts geändert. Schliesslich sei es der Beschw erdeführerin m öglich und zum utbar, m it ihrem Sohn nach Frankreich zu reisen, nachdem dieser die französische Staatsbürgerschaft erhalten habe. 6.4 In der R eplik hält die Beschw erdeführerin daran fest, dass eine O peration in der Schw eiz vorteilhaft w äre, da das R isiko bei O perationen in der Elfenbeinküste viel höher sei. W eiter hält die Beschw erdeführerin daran fest, dass sie über kein bestehendes soziales Beziehungsnetz in ihrem H eim atstaat verfüge. D ie Beschw erdeführerin w olle m it ihrem Sohn nach Frankreich reisen. Schliesslich sei auf die toxischen Anfälle in Abidjan zu verw eisen, w elche in der Stellungnahm e zur Vernehm lassung des Sohnes näher besprochen w orden seien. 7. 7.1 Als m assgeblicher Zeitpunkt für die Prüfung des Vorliegens veränderter U m - stände, die es allenfalls rechtfertigen w ürden, w iedererw ägungsw eise eine andere Beurteilung der festgestellten Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs vorzu- nehm en, gelten die Verhältnisse, w ie sie zum Zeitpunkt des Entscheids über das W iedererw ägungsgesuch vorgelegen haben. 7.2 7.2.1 Zunächst rügt die Beschw erdeführerin, das BFM habe den Sachverhalt nicht richtig festgestellt. D azu ist festzuhalten, dass es sich beim W iedererw ägungs- verfahren um ein ausserordentliches Verfahren handelt. Es obliegt dabei dem W iedererw ägungsgesuchsteller, klar und abschliessend darzutun, aus w elchen G ründen die ursprünglich fehlerfreie und rechtskräftige Verfügung in W iederer- w ägung zu ziehen sei. Im W iedererw ägungsgesuch vom 14. M ärz 2006 beruft sich die Beschw erdeführerin auf die analoge Anw endung von Art. 66 Abs. 2 Bst. a 7 Vw VG , m ithin das Vorliegen neuer Bew eism ittel und Tatsachen. Als neue Bew eism ittel bezeichnet sie zw ei Arztzeugnisse und eine Konsultationskarte be- treffend ihre nächsten ärztlichen Besuche. D azu führt die Beschw erdeführerin aus, sie m öchte ihre gesundheitlichen Problem e in der Schw eiz behandeln lassen. D iese Vorbringen hat die Vorinstanz der angefochtenen Verfügung zugrunde gelegt und geprüft. D ie w eitergehenden Ausführungen sow ie angerufenen Bew eism ittel im W iedererw ägungsgesuch beziehen sich offensichtlich nicht auf die Beschw erdeführerin und die von ihr geltend gem achten W iedererw ägungsgründe, sondern auf den Sohn der Beschw erdeführerin beziehungsw eise auf dessen Asylgründe, m ithin bilden sie nicht G egenstand des W iedererw ägungverfahrens. Entsprechend hat das BFM diese, den Sohn der Beschw erdeführerin betreffenden, Ausführungen und Bew eism ittel richtigerw eise in einem separaten Verfahren und nicht unter dem Titel des W iedererw ägungsverfahrens geprüft. Entgegen der von der Beschw erdeführerin vertretenen Ansicht hat das BFM den Sachverhalt richtig und vollständig festgestellt. D ie erhobene R üge erw eist sich som it als unzutreffend. 7.2.2 D ie Beschw erdeführerin m acht w eiter geltend, angesichts der ungenügenden Spitaleinrichtungen in ihrem H eim atstaat m öchte sie das festgestellte Fibro- adenom in einem Schw eizer Spital entfernen lassen. W ie bereits das BFM in der angefochtenen Verfügung und der Vernehm lassung ausführlich dargelegt hat, w urde bei der Beschw erdeführerin ein gutartiger Knoten in der Brust diagnostiziert und ist eine O peration nicht zw ingend notw endig, m ithin w ird seitens des Spitals eine solche nur auf Verlangen der Patientin durchgeführt. U m diesbezüglich W iederholungen zu verm eiden, kann auf die Ausführungen in der angefochtenen Verfügung und der Vernehm lassung verw iesen w erden. Allein der W unsch der Beschw erdeführerin, dass die grundsätzlich nicht notw endige O peration in der Schw eiz durchgeführt w erden soll, stellt offensichtlich kein m edizinisches W egw eisungshindernis dar. 7.2.3 Aufgrund der Akten ergibt sich w eiter, dass die Beschw erdeführerin zusam m en m it dem W iedererw ägungsgesuch für ihren m inderjährigen Sohn ein G esuch um Einreisebew illigung in die Schw eiz sow ie ein Asylgesuch eingereicht hat, w elchen das BFM nicht entsprach. M it U rteil vom heutigen Tag hat das Bundesverw altungsgericht die Beschw erde betreffend die Einreise und das Asylgesuch des Sohnes der Beschw erdeführerin abgew iesen. N am entlich hielt das G ericht fest, dass der Sohn der Beschw erdeführerin als Kind eines französischen Staatsbürgers und im Besitze der erforderlichen D okum ente sich ohne w eiteres um die Ausstellung eines französischen R eisepasses und einer Identitätskarte bem ühen und alsdann in Frankreich einreisen kann. G em äss dem Schreiben des französischen G eneralkonsulats in Zürich vom 1. M ai 2006 hat die Beschw er- deführerin, als M utter eines französischen Staatsangehörigen, ein Anrecht auf Aufenthalt in Frankreich. Es ist der Beschw erdeführerin daher zuzum uten, sich bei den französischen Behörden um die Erlangung der Aufenthaltserlaubnis zu bem ühen und sich anschliessend nach Frankreich zu begeben. D ort steht es ihr auch frei, sich allenfalls der gew ünschten O peration zu unterziehen. D ies um so m ehr, als die m edizinischen Strukturen in Frankreich in jeder H insicht auf höchstem N iveau vorhanden sind und für die Beschw erdeführerin auch zugänglich sein w erden.8 7.2.4 N achdem die Beschw erdeführerin über ein Aufenthaltsrecht in Frankreich verfügt, erübrigt es sich, den Vollzug der W egw eisung in die Elfenbeinküste zu prüfen, w eshalb auf die entsprechenden Ausführungen in der R echtsm itteleingabe sow ie den nachfolgenden Eingaben nicht näher einzugehen ist. 8. Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass aus w iedererw ägungsrechtlicher Sicht keine G ründe vorliegen, w elche es rechtfertigen w ürden, auf U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs gem äss Art. 14a Abs. 4 AN AG zu schliessen. 9. Aus den vorstehenden Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist abzuw eisen. 10. M it Zw ischenverfügung vom 5. M ai 2006 hat der Instruktionsrichter der dam als zuständigen AR K das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG gutgeheissen, w eshalb der Beschw erdeführerin keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. (D ispositiv nächste Seite)9 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführerin, durch Verm ittlung ihrer Vertreterin, 2 Expl. (einge- schrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - den E._______ D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Beat W eber Barbara Balm elli Versand am :