Swissair. Interpellations urgentes 1264 N 16 juin 1993 In bezug auf die Quersubventionen ist das Problem erkannt - Herr Dreher ist jetzt da-: Ich sage Ihnen jetzt nicht das gleiche wie letztes Jahr. Ich kann Ihnen nur sagen, dass bis 1996 die Trennung zwischen «P» und «T», also zwischen Post und Tele- kommunikation, erfolgen sollte. Diese Trennung kann man lei- der nicht so schnell vornehmen, wie das wünschbar wäre. Wir sind aber auf dem Weg - Rendezvous 1996! Ich darf Ihnen noch sagen, Herr Dreher: Die Abstufung Nor- maltarif/reduzierter Tarif - Sie haben das Stichwort Sihlpost gegeben - richtet sich nach den Verkehrsspitzen. Genau das, was Sie auch schon gefordert haben! Es geht um betrieblich sinnvolle Abstufungen, die vorgenommen werden müssen. Sie erlauben eine rationellere Netzplanung. Damit können ins- gesamt die Kosten tiefer gehalten werden. Was Sie gewünscht haben, wenn auch vielleicht nicht in dieser Klarheit und Direkt- heit, hat man umzusetzen versucht Jetzt ist das Resultat nicht das, was Sie erhofft haben, weil es etwas mehr kostet. Davon profitieren jedoch insgesamt die Kunden, die diese Zeiten aus- nützen können; und diejenigen, die auf spätere Zeiten ange- wiesen sind, müssen halt etwas mehr bezahlen. Damit ergibt sich eine Staffelung. Abschliessend möchte ich Ihnen für die gute Aufnahme des Geschäftsberichtes und der Rechnung danken. Wir werden al- les tun, um auch in diesem Bereich im nächsten Jahr besser zu werden. Präsident: Die SD/Lega-Fraktion lässt mitteilen, dass sie den beiden Vorlagen zustimmen wird. Eintreten ist obligatorisch L'entrée en matière est acquise de plein droit Detailberatung - Discussion par articles A. Bundesbeschluss über die Geschäftsführung des Bun- desrates im Bereich der PTT-Betriebe im Jahre 1992 A. Arrêté fédéral approuvant la gestion du Conseil fédéral dans le domaine des PTT pour l'année 1992 Titel und Ingress, Art. 1,2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Titre et préambule, art. 1,2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen -Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 111 Stimmen (Einstimmigkeit) B. Bundesbeschluss über die Finanzrechnung der PTT- Betriebe für das Jahr 1992 B. Arrêté fédéral concernant le compte financier de l'Entre- prise des PTT pour l'année 1992 Titel und Ingress, Art. 1-4 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Titre et préambule, art. 1-4 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen-Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 109 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Bundesrat-Au Conseil fédéral #ST# 93.3254 Dringliche Interpellation der christlichdemokratischen Fraktion Situation und Zukunft der Swissair Interpellation urgente du groupe démocrate-chrétien Situation actuelle et avenir de Swissair Wortlaut der Interpellation vom 1. Juni 1993 Die Verhandlungen der Swissair mit europäischen Flugge- sellschaften über eine internationale Managementgesell- schaft und eine spätere Fusion mit ausländischen Partner- gesellschaften werden weitreichende Konsequenzen für den Fortbestand der schweizerischen Fluggesellschaften, die da- mit verbundenen Arbeitsplätze und die Wahrung der natio- nalen Interessen haben. Wir bitten den Bundesrat in die- sem Zusammenhang um die Beantwortung der folgenden Fragen: 1. Mit welchen Verkehrs- und aussenpolitischen Massnah- men gedenkt der Bundesrat die internationale Konkurrenzfä- higkeit der Swissair zu verbessern, welche es den schweizeri- schen Luftverkehrsgesellschaften erlauben, aus einer Posi- tion der Stärke den Weg in die Zukunft finden? -Welche aussenpolitischen Kanäle will der Bundesrat dazu einsetzen? - Welche Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang dem allfälligen Abschluss eines Luftverkehrsabkommens mit der EG zu? Bis wann kann allenfalls mit dem Abschluss eines solchen Abkommens gerechnet werden? -Welche verkehrspolitischen Möglichkeiten will der Bundes- rat einsetzen beziehungsweise vorantreiben (Ausbau der Luftverkehrsinfrastruktur in der Schweiz; Transitabkommen; zügige Realisierung von leistungsfähigen Transitrouten)? 2. Sieht der Bundesrat Möglichkeiten, mit aussenwirtschaftli- chen Massnahmen die Verhandlungsposition der schweizeri- schen Fluggesellschaften zu stärken? 3. Teilt der Bundesrat die Ansicht, dass die Beteiligung der Swissair an einer internationalen Managementgesellschaft mit ausländischen Fluggesellschaften einer Genehmigung durch den Bundesrat bedarf und dass eine Fusion der Swiss- air mit ausländischen Partnern eine Aenderung des Luftfahrt- gesetzes durch das eidgenössische Parlament voraussetzt? 4. Haben sich die Rahmenbedingungen für die Zukunft der Swissair durch die Ablehnung des EWR-Vertrages in der Schweiz nach Ansicht des Bundesrates verschlechtert? 5. Sind der «Alleingang» der Swissair und die damit verbun- dene Garantie ihrer Eigenständigkeit für den Bundesrat eine realistische Alternative zum Projekt Alcazar? 6. Wie und wann gedenkt der Bundesrat, auch das Parlament umfassend über den Stand und den weiteren Verlauf der Swissair-Verhandlungen zu informieren? Die christlichdemokratische Fraktion der Bundesversamm- lung will nicht die unternehmerische Verantwortung der Luft- verkehrsgesellschaften auf den Staat übertragen. Sie will viel- mehr zukunftsgerichtete Lösungen, welche - den Fortbestand der Luftfahrtgesellschaften sichern, even- tuell in veränderter Form, - die Arbeitsplätze erhalten, und - die nationalen Interessen wahren werden. Texte de l'interpellation du 1er juin 1993 Les négociations de Swissair avec des compagnies euro- péennes au sujet de la création d'une société de gestion inter- nationale et d'une fusion ultérieure avec des partenaires étran- gers auront des conséquences d'une grande portée pour la survie des compagnies aériennes suisses, les emplois et la sauvegarde des intérêts de notre pays. A ce propos, nous de- mandons au Conseil fédéral de répondre aux questions sui- vantes:16. Juni 1993 N 1265 Swissair. Dringliche Interpellationen 1. Quelles mesures le Conseil fédéral prévoit-il sur les plans des transports et de la politique étrangère en vue d'améliorer la compétitivité de Swissair à l'échelle internationale, afin de permettre aux compagnies aériennes suisses d'assurer leur avenir en partant d'une position de force? - Quels instruments de politique étrangère le Conseil fédéral compte-t-il utiliser dans ce but? - Quelle est l'importance, dans ce contexte, de la signature éventuelle d'un accord sur le transport aérien avec la CE? Quand un tel accord pourrait-il être conclu le cas échéant? - Quelles mesures relevant de la politique des transports le Conseil fédéral compte-t-il prendre ou promouvoir (dévelop- pement, en Suisse, des infrastructures destinées au trafic aé- rien; Accord sur le transit, construction rapide de routes de transit à forte capacité)? 2. Le Conseil fédéral voit-il comment on pourrait, par des me- sures de politique économique extérieure, renforcer la posi- tion des compagnies aériennes suisses dans ces négocia- tions? 3. Le Conseil fédéral est-il aussi d'avis que la participation de Swissair à une société de gestion internationale, avec des compagnies étrangères, nécessite l'approbation du Conseil fédéral et qu'une fusion de Swissair avec des partenaires étrangers présuppose une modification, par le Parlement fé- déral, de la loi sur la navigation aérienne? 4. De l'avis du Conseil fédéral, les conditions générales déter- minant l'avenir de Swissair se sont-elles dégradées du fait du rejet de l'Accord sur l'EEE? 5. La possibilité, pour Swissair, de faire cavalier seul et de gar- der par la même son indépendance constitue-t-elle une alter- native réaliste au projet Alcazar? 6. Comment et quand le Conseil fédéral entend-il informer en détail le Parlement de l'état actuel et de l'évolution ultérieure des négociations sur Swissair? Le groupe démocrate-chrétien des Chambres fédérales ne veut pas transférer à l'Etat la responsabilité de la gestion des compagnies aériennes. Il souhaite qu'on parvienne à des so- lutions porteuses d'avenir, qui permettent - d'assurer la survie des compagnie aériennes, éventuelle- ment sous une forme modifiée; - de sauvegarder les emplois, et - de préserver les intérêts de notre pays. Sprecher-Porte-parole: Kühne Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort. Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 14. Juni 1993 Die internationale Zivilluftfahrt befindet sich im Umbruch. Der Wettbewerbsdruck wird im Zeichen der fortschreitenden Libe- ralisierung und der aktuellen konjunkturellen Schwierigkeiten zunehmend härter. Illustrativ hierfür ist die Tatsache, dass die Luftfahrtgesellschaften 1991/92 - von wenigen Ausnahmen abgesehen, die Swissair gehört zu diesen Ausnahmen - grosse Defizite einflogen. Eine Trendwende ist zurzeit nicht abzusehen. Um in diesem Wettbewerb bestehen zu können, müssen sich die Fluggesellschaften restrukturieren, d. h., die Erträge steigern, die Kosten senken. Für Gesellschaften wie die Swissair kommt erschwerend hinzu, dass zahlreiche Staaten ihre nationalen Fluggesell- schaften mittejs direkter oder indirekter Subventionen stützen, was den freien Wettbewerb massiv verfälscht. Dazu kommt, dass die Swissair von der europäischen Integration und vom damit verbundenen Liberalisierungsprozess einstweilen noch ausgeschlossen ist. Mittels strategischer Allianzen auf europäischer und interkonti- nentaler Ebene sowie harter Kostensenkungsprogramme hat die Swissair diese Negativeffekte recht erfolgreich auffangen können. Es stellt sich indes die Frage, ob dies genügt, um auch in Zukunft bestehen zu können. Die Swissair hat deshalb nach neuen strategischen Kooperationsmöglichkeiten ge- sucht, um ihr langfristiges Ueberleben zu sichern. Im Vorder- grund steht das Projekt Alcazar, welches den Zusammen- schluss der vier Fluggesellschaften Swissair, KLM, SAS und Austrian Airlines vorsieht, um eine stärkere Marktposition zu erreichen und Synergien zu ermöglichen. Verschiedene Ex- perten vertreten die Auffassung, dass im Wettbewerb künftig nur noch bestehen kann, wer sich entweder auf Marktnischen beschränkt oder von der Grosse her ein kritisches Mass über- steigt. Nachdem der Bundesrat laufend durch das EVED informiert worden ist, hat er an seiner Sitzung vom 26. Mai 1993 eine Aus- sprache geführt. Im Lichte der staatspolitischen Dimension des Projekts Alcazar, der Rolle des Bundes als Aktionär, als Konzessions- und Aufsichtsbehörde und der Rolle der Swiss- air, die gestützt auf 113 bilaterale Luftverkehrsabkommen als bezeichnetes und somit bevorzugtes Unternehmen die vom Bund ausgehandelten Verkehrsrechte beanspruchen kann, hat der Bundesrat die verantwortlichen Unternehmungsor- gane der Swissair um weitere Abklärungen gebeten und darum, die entsprechenden Informationen innert nützlicher Frist zu liefern. Es wird erwartet, dass diese Angaben noch vor der Sommerpause 1993 geliefert werden. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die Aktien der Swissair zu rund 80 Prozent in privaten Händen sind, die Swissair- Organe nach unternehmerischen Grundsätzen handeln müs- sen und sie hierfür den notwendigen Freiraum benötigen. Er verkennt auch nicht den ordnungspolitischen Rahmen einer freiheitlichen Wirtschaftsordnung sowie den politischen Trend zu Liberalisierung, Deregulierung, Privatisierung und Revitali- sierung, Elemente, welche staatlicher Einflussnahme und staatlichen Interventionen Grenzen setzen. Der Bundesrat beantwortet die einzelnen Fragen wie folgt: 1. Mit der Erteilung eines Verhandlungsmandates im Januar dieses Jahres an das Bundesamt für Zivilluftfahrt mit dem Ziel des Abschlusses eines Luftverkehrsabkommens mit der EG verfolgt der Bundesrat die Absicht, für die Konkurrenzfähigkeit der Swissair optimale Rahmenbedingungen zu schaffen. Diesbezüglich sind Fortschritte zu verzeichnen: Am 7. Juni 1993 hat der EG-Verkehrsministerrat die EG-Kommission be- auftragt, ein Verhandlungsmandat auszuarbeiten. Die zukünf- tige Entwicklung der Swissair hängt jedoch nicht nur von den luftverkehrspolitischen Rahmenbedingungen ab, sondern ebenso von den Bedürfnissen des Marktes und den Reaktio- nen der Konkurrenz. 2. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass eine Stärkung der Wett- bewerbsfähigkeit der Swissair das geeignetste Mittel ist, dem Unternehmen zu helfen, die bestehenden Arbeitsplätze im Rahmen des Möglichen zu erhalten und auszubauen. Zur Ver- besserung der Konkurrenzfähigkeit der schweizerischen Luft- verkehrsunternehmen sieht der Bundesrat in erster Linie den raschen Einbezug der Schweiz in die Liberalisierung des euro- päischen Luftverkehrs. 3. Artikel 103 des Luftfahrtgesetzes (LFG) schreibt vor, dass die Statuten der Swissair der Genehmigung des Bundesrates unterliegen. Ob und wieweit das Projekt Alcazar eine Aende- rung des Luftfahrtgesetzes bedingt, kann erst mit Bestimmt- heit gesagt werden, wenn die Ergebnisse der Verhandlungen vorliegen. 4. Es wird anerkannt, dass die Rahmenbedingungen nach Ab- lehnung des EWR-Vertrages durch die Schweiz für die Swiss- air weniger gut sind als für andere europäische Gesellschaf- ten, die von den Liberalisierungspaketen der EG profitieren können. Dies bedeutet, dass die betreffenden Gesellschaften fortan unter gleichen Wettbewerbsbedingungen arbeiten kön- nen, sich aber gleichzeitig einer übergeordneten Ueberwa- chung zu unterziehen haben. Es ist deshalb die Absicht des Bundesrates, durch den Ab- schluss eines Luftverkehrsabkommens mit der EG die Situa- tion für die Swissair so rasch als möglich zu verbessern. 5. Der Bundesrat hat die Swissair ersucht, unter Beizug eines unternehmerisch erfahrenen und aussenstehenden Experten Alternativen zum Projekt Alcazar vorzulegen. Ob der «Allein-Swissair. Interpellations urgentes 1266 N 16 juin 1993 gang» der Swissair eine Alternative darstellt, wird zu klären sein. Die Swissair wird zur Frage gangbarer Alternativen Stel- lung nehmen. 6. Der Bundesrat ist gewillt, über den weiteren Verlauf des Pro- jekts Alcazar zu informieren. Sollte Alcazar bis und mit Hol- dinggesellschaft realisiert werden, hätte das Parlament sich voraussichtlich im Rahmen einer Teilrevision des LFG mit dem Projekt auseinanderzusetzen. Lieber den genauen Zeitpunkt kann heute noch keine präzise Auskunft gegeben werden. Der Bundesrat kann sich der Stossrichtung für zukunftgerich- tete Lösungen, wie sie in der Frage zum Ausdruck kommen, anschliessen. Rapport écrit du Conseil fédéral du 14 juin 1993 L'aviation civile internationale subit de profondes mutations. Les progrès du processus de libéralisation et les difficultés économiques actuelles font que la concurrence devient de plus en plus âpre dans le transport aérien. Ainsi, à quelques exceptions près - dont Swissair -, les compagnies d'aviation ont enregistré des déficits considérables en 1991/92. Or, un renversement de tendance n'est pas en vue. Si les compa- gnies veulent survivre malgré une concurrence acharnée, elles devront se restructurer, c'est-à-dire accroître leurs reve- nus et réduire leurs coûts. Une entreprise comme Swissair pâtit en outre de deux in- convénients majeurs: d'une part, elle est encore exclue de l'in- tégration européenne et des mesures de libéralisation qui en découlent, d'autre part, de nombreux Etats soutiennent finan- cièrement leurs compagnies nationales en leur accordant des subventions directes ou indirectes, procédé qui fausse entiè- rement la libre concurrence. Swissair a pu compenser avec un certain succès ces inconvé- nients grâce à des alliances stratégiques conclues sur les plans tant européen qu'intercontinental, et grâce à un impor- tant programme de compression des coûts. Reste à savoir si de telles démarches suffiront à garantir sa survie. Par consé- quent, soucieuse d'assurer son avenir, notre compagnie na- tionale a recherché de nouvelles possibilités de coopération stratégique. Au premier plan figure le projet Alcazar, qui pré- voit la fusion des quatre compagnies Swissair, KLM, SAS et Austrian Airlines. Le but est de parvenir à renforcer les posi- tions sur le marché et à obtenir des effets de synergie. Maints experts sont d'avis que seules pourront survivre dans cette si- tuation de concurrence les compagnies qui se limitent à cer- tains créneaux du marché ou qui, par leur importance, dépas- sent une taille dite critique. Le DFTCE nous a constamment tenus au courant des projets de Swissair, puis nous avons abordé la question lors de notre séance du 26 mai 1993. Compte tenu de la portée du projet Al- cazar sur le plan de la politique générale, du rôle de la Confé- dération (actionnaire, autorité concédante et organe de sur- veillance) ainsi que de celui de Swissair, qui bénéficie des droits de trafic négociés par la Confédération sous la forme de 113 accords bilatéraux de trafic aérien, dans lesquels elle fi- gure comme entreprise désignée et donc favorisée, nous avons demandé aux organes dirigeants de Swissair de procé- der à de nouvelles démarches. Ces renseignements doivent nous parvenir dans le meilleur délai; une réponse est attendue avant les vacances d'été 1993. Nous sommes conscients que le 80 pour cent des actions de la compagnie se trouve en mains privées et que les organes dirigeants de Swissair doivent agir selon les principes d'une saine gestion; pour cela, ils doivent disposer d'une certaine marge de manoeuvre. Nous n'ignorons pas non plus que le contexte structurel de l'ordre économique, ainsi que la ten- dance politique actuelle-libéralisation, déréglementation, pri- vatisation et revitalisation - sont des éléments qui limitent l'in- fluence de l'Etat et ses possibilités d'intervention. Nous répondons aux différentes questions comme il suit: 1. Au mois de janvier de cette année, nous avons demandé à l'Office fédéral de l'aviation civile de mener les négociations vi- sant à conclure un accord de trafic aérien avec la CE. Nous en- tendons par là créer les conditions-cadres optimales en vue d'améliorer la compétitivité de Swissair. Un premier résultat a été obtenu, puisque le Conseil des ministres de la CE a, le 7 juin 1993, chargé la Commission d'élaborer le mandat de négociations. L'avenir de Swissair ne dépend pas seulement des conditions générales de la politique aéronautique, mais aussi des besoins du marché et des réactions de la concur- rence. 2. Nous sommes d'avis qu'un renforcement de la compétiti- vité constitue le moyen adéquat pour aider Swissair et pour maintenir, voire développer le plus possible son domaine de l'emploi. Si l'on veut améliorer la compétitivité des compa- gnies suisses, il importe d'abord de faire en sorte que notre pays participe sans tarder au processus de libéralisation du transport aérien européen. 3. L'article 103 de la loi sur la navigation aérienne (LNA) stipule que les statuts de Swissair sont soumis à l'approbation du Conseil fédéral. Quant à la question de savoir si et dans quelle mesure le projet Alcazar présuppose une modification de la- dite loi, on ne pourra y répondre avec certitude que lorsque les résultats des négociations seront connus. 4. Il est indéniable qu'à la suite du refus de l'Accord sur l'EEE les conditions générales déterminant l'avenir de Swissair sont moins bonnes que celles dont bénéficient les autres compa- gnies de la CE (différents paquets de mesures communautai- res de libéralisation). Cela signifie que les entreprises concer- nées seront dorénavant à même de travailler dans des condi- tions de concurrence identiques, tout en devant toutefois se soumettre à la surveillance d'une autorité supérieure. Dès lors, nous avons l'intention de signer un accord sur le transport aérien avec la CE, ce qui permettrait d'améliorer aussi rapidement que possible la situation de Swissair. 5. Nous avons demandé à cette dernière de faire appel à un conseiller d'entreprise indépendant et expérimenté, afin qu'elle soit à même de nous présenter d'autres options que le projet Alcazar. La course en solitaire est-elle une réelle solu- tion? La réponse demande des éclaircissements. Swissair se déterminera encore de manière détaillée sur d'autres éventua- lités. 6. Nous tenons à informer le Parlement sur les modalités du projet Alcazar et sur son développement. Si ce projet devait al- ler jusqu'à la création d'un holding, le Parlement devrait se pencher sur la question dans le contexte d'une révision par- tielle de la LNA II est cependant prématuré de préconiser une date. Par ailleurs, nous adhérons aux considérations telles qu'elles sont formulées à la fin de l'interpellation. #ST# 93.3255 Dringliche Interpellation Oehler Situation und Zukunft der Swissair Interpellation urgente Oehler Situation actuelle et avenir de Swissair Wortlaut der Interpellation vom 1. Juni 1993 Im Zusammenhang mit den Diskussionen um die Zukunft der Swissair hat die schweizerische Luftfahrtpolitik eine beson- dere Bedeutung. Zum einen schafft sie die Grundlagen für die Stellung der Schweiz im internationalen Luftverkehr, zum an- deren bietet diese Luftfahrtpolitik zusammen mit ihren gesetz- lichen Bestimmungen auch die Grundlagen für die Geschäfts- tätigkeit der Swissair. Nicht zuletzt wegen des ablehnenden Entscheides vom 6. Dezember 1992 zum EWR-Vertrag ist die Bewältigung der Zukunftsprobleme in einer veränderten euro- päischen wie globalen Umwelt für die Swissair kurzfristig zu ei- ner eigentlichen Ueberlebensfrage geworden. Ich frage den Bundesrat: 1. wie er die Swissair zu unterstützen gedenkt, so dass sie die Zukunft erfolgreich bewältigen kann;Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Dringliche Interpellation der christlichdemokratischen Fraktion Situation und Zukunft der Swissair Interpellation urgente du groupe démocrate-chrétien Situation actuelle et avenir de Swissair In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1993 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 13 Séance Seduta Geschäftsnummer 93.3254 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 16.06.1993 - 15:00 Date Data Seite 1264-1266 Page Pagina Ref. No 20 022 840 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.