<h2>SubmittedText<h2><p>Infolge des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union wird der Bundesrat beauftragt, von der Mind-the-Gap-Strategie zu einer Build-the-Bridge-Strategie überzugehen. Das hochgesteckte Ziel dieser Strategie soll es sein, auf noch engere Beziehungen mit dem Vereinigten Königreich hinzuarbeiten, dies namentlich im Handelsbereich. Die Schweiz soll, allein oder zusammen mit ihren EFTA-Partnern, ein Freihandelsabkommen der zweiten Generation aushandeln.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die mit dieser Motion verfolgten Ziele entsprechen den vom Bundesrat in seiner "Mind the gap"-Strategie festgelegten Zielen. Diese Strategie war von Anfang an darauf ausgerichtet, nicht nur die gemäss den bilateralen Verträgen Schweiz-EU zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich bestehenden Rechte und Pflichten möglichst vollständig aufrechtzuerhalten, sondern diese über das Bestehende hinaus zu erweitern ("Mind the gap Plus"). Möglichkeiten könnten sich in dieser Hinsicht etwa beim Handel, bei den Finanzdienstleistungen, beim Schutz des geistigen Eigentums oder bei der Zusammenarbeit im Polizei- und Justizbereich ergeben. Für letztere haben die Schweiz und das Vereinigte Königreich im Juli 2019 bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet.</p><p>Im Hinblick auf die Handelsbeziehungen sind die Interessen der Schweiz und des Vereinigten Königreichs deckungsgleich: Beide streben den Abschluss eines modernen und umfassenden Handelsabkommens an. Die entsprechenden Gespräche hängen jedoch von anderen laufenden Prozessen ab. Einerseits dauern die Verhandlungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU an und andererseits sind die verfügbaren Ressourcen des Vereinigten Königreichs begrenzt. Was die Form des zukünftigen Abkommens betrifft, hat der Bundesrat bisher noch keinen Entscheid gefällt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.