<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2018.00556</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=219236&amp;W10_KEY=4480702&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2018.00556</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.05.2019</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 20.02.2020 teilweise gutgeheissen und die Sache zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zurÃ¼ckgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Lohnklasseneinreihung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Lohndiskriminierung]<br/><br/>Frage des Vorliegens einer indirekten Geschlechtsdiskriminierung, indem Psychologen/-loginnen insbesondere gegenüber Ingenieuren/Ingenieurinnen, Revisoren/Revisorinnen und Steuerkommissären/-kommissärinnen (typischerweise von Männern oder beiden Geschlechtern ausgeübte Berufe) diskriminierend zu tief eingereiht würden. Der Beruf des Psychologen/der Psychologin ist ein typischer Frauenberuf (E. 2.2).<br/>Die Zweifel des Beschwerdeführers am vom kantonalen Personalamt bei einem auf Lohnsysteme in der öffentlichen Verwaltung spezialisierten Unternehmen in Auftrag gegebenen Gutachten betreffend die Bewertung der Funktion des Beschwerdeführers sind unbegründet: Es liegen keine Gegebenheiten vor, die bei objektiver Betrachtung auf den Anschein der Befangenheit des Sachverständigen hindeuteten (E. 3).<br/>Im Kanton Zürich wird die Lohnklasseneinreihung anhand der Vereinfachten Funktionsanalyse vorgenommen (E. 4).<br/>Umstritten ist nur mehr die Bewertung der Kriterien K1 ("Ausbildung und Erfahrung"), K2 ("geistige Anforderungen") und K6 ("Beanspruchung der Sinnesorgane und spezielle Arbeitsbedingungen" [E. 4.2]).<br/>Eine diskriminierend zu tiefe Einstufung der Funktion des Beschwerdeführers im Kriterium K1 ist nicht ersichtlich, denn bei Antritt dieser Tätigkeit ist keine Psychotherapieweiterbildung bzw. kein Fachtitel erforderlich und genügt gemäss Anforderungsprofil jegliche fachliche Berufserfahrung (E. 5.1). <br/>Die Einstufung der Psychologen/-loginnen im Kriterium K1 ist mit Bezug auf diejenige bei den Vergleichsberufen nicht diskriminierend (E. 5.2).<br/>Die vom Beschwerdeführer absolvierten Weiterbildungen und daraufhin übernommenen Zusatzaufgaben, die ihm zufolge eine höhere Bewertung im Kriterium K2 rechtfertigten, machen aus der in Frage stehenden Funktion - um deren Einreihung es einzig geht - keine andere. Zur Ausführung der ihm zukommenden Hauptaufgaben war er bereits aufgrund der beim Stellenantritt verlangten Ausbildung und Erfahrung in der Lage (E.6). Die Einstufung der Psychologen/-loginnen im Kriterium K6 ist auch im Vergleich mit derjenigen von Revisor/in nicht diskriminierend (E. 7). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=41876" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2018.00556</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">8. Mai 2019</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter AndrÃ© <br/> Moser, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Viviane Eggenberger. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Psychiatrische UniversitÃ¤tsklinik ZÃ¼rich,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Lohnklasseneinreihung</span></b><b>,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A (geboren 1951) schloss im Jahr 1983 ein Studium der Psychologie an der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich ab. Ab 1989 war er an der Psychiatrischen UniversitÃ¤tsklinik ZÃ¼rich (PUK) als Psychologe tÃ¤tig. Eingereiht war er zu Beginn seiner Anstellung in Lohnklasse 18, seit dem Jahr 1991 in Lohnklasse 19.</p> <p class="Urteilstext">Nach einer postgradualen Weiterbildung in Psychotherapie wurde ihm im Jahr 1994 der Fachtitel "Fachpsychologe fÃ¼r Psychotherapie FSP" (FÃ¶deration der Schweizer Psychologinnen und Psychologen) verliehen. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Schreiben an die Finanzdirektion vom 24. November 2014 liess A um Einreihung in die Lohnklasse 21, eventualiter 20, sowie um entsprechende Lohnnachzahlungen fÃ¼r die vergangenen fÃ¼nf Jahre ersuchen. </p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 4. August 2015 wies die PUK das Gesuch von A ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 3. September 2015 liess A gegen die VerfÃ¼gung vom 4. August 2015 entsprechend deren Rechtsmittelbelehrung bei der Gesundheitsdirektion â unter gleichzeitiger Zustellung eines Doppels der Eingabe an den Regierungsrat fÃ¼r den Fall, dass die Gesundheitsdirektion vorliegend der PUK Weisung erteilt habe â rekurrieren und wiederum beantragen, er sei in die Lohnklasse 21, eventualiter Lohnklasse 20 einzureihen und es seien ihm sodann entsprechende Lohnnachzahlungen fÃ¼r die Zeit ab 24. November 2009 auszurichten. </p> <p class="Urteilstext">Im Dezember 2016 erreichte A die Altersgrenze nach Art. 24c des Personalgesetzes vom 27. September 1998 (LS 177.10).</p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 11. Juli 2018 wies der Regierungsrat das Rechtsmittel ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A liess dagegen am 11. September 2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht fÃ¼hren und beantragen, unter EntschÃ¤digungsfolge seien ihm "Lohnnachzahlungen im Umfang von zwei Lohnklassen (Differenz zwischen Lohnklasse 21/LS 29 und Lohnklasse 19/LS 29)" fÃ¼r die Zeit von 24. November 2009 bis 31. Dezember 2016 zu entrichten, eventualiter sei eine Expertise zur Feststellung des Arbeitswerts seiner TÃ¤tigkeit und derjenigen der Vergleichsberufe (Ingenieur, Revisor, SteuerkommissÃ¤r) anzuordnen.</p> <p class="Urteilstext">Die Staatskanzlei liess sich im Auftrag des Regierungsrats am 27. September 2018 unter Verweis insbesondere auf den angefochtenen Entscheid mit dem Schluss auf Abweisung der Beschwerde vernehmen. Die PUK beantragte mit Beschwerdeantwort vom 16./18. Oktober 2018 die Abweisung der Beschwerde, eventualiter deren teilweise Gutheissung (Lohnnachzahlungen im Umfang der Differenz zwischen den Lohnklassen 20 und 19 [je Leistungsstufe 29]), unter EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten von A. </p> <p class="Urteilstext">Daraufhin Ã¤usserten sich A und die PUK abwechslungsweise mit Eingaben vom 29. Oktober sowie 8./12. und 20. November 2018, worauf Letztere stillschweigend auf weitere Ãusserung verzichtete.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide des Regierungsrats (vgl. zu dessen ZustÃ¤ndigkeit zufolge des Umstands, dass die Gesundheitsdirektion der PUK vorliegend Rat bzw. Weisung erteilt hatte, § 19b Abs. 4 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2]) etwa betreffend Feststellung einer Lohndiskriminierung bzw. Forderungen aus einem AnstellungsverhÃ¤ltnis nach § 41 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 und Abs. 2 je lit. a, 19a, 19b Abs. 1 und Abs. 2 lit. a Ziff. 1 sowie §§ 42â44 e contrario VRG zustÃ¤ndig.</p> <p class="Urteilstext">Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Im Streit liegen Lohnnachzahlungen fÃ¼r den Zeitraum vom 24. November 2009 bis zum 31. Dezember 2016, wobei der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, er hÃ¤tte in Lohnklasse 21 statt Lohnklasse 19 eingereiht sein mÃ¼ssen. Bei einem zwischen 60 % und 100 % schwankenden BeschÃ¤ftigungsgrad des BeschwerdefÃ¼hrers belÃ¤uft sich der Streitwert damit auf insgesamt rund Fr. 90'220.- (Differenz â je monatlich â von Fr. 1'016.10 [BeschÃ¤ftigungsgrad von 60 %] mal 28, Fr. 1'185.45 [BeschÃ¤ftigungsgrad von 70 %] mal 5,25, Fr. 1'354.80 [BeschÃ¤ftigungsgrad von 80 %] mal 36 bzw. Fr. 1'693.50 [BeschÃ¤ftigungsgrad von 100 %] mal 4). Damit fiele die Angelegenheit auch insofern in die ZustÃ¤ndigkeit der Kammer <span>(vgl. </span><span>§ 38 Abs. 1 in Verbindung mit § 38b Abs. 1 lit. c e contrario VRG)</span>.</p> <p class="Urteilstext">Deren ZustÃ¤ndigkeit ist vorliegend indes â ungeachtet des Streitwerts â schon aufgrund dessen gegeben, dass der Regierungsrat als Vorinstanz gewirkt hat (§ 38b Abs. 3 VRG). </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss Art. 8 Abs. 3 Satz 3 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) sowie Art. 11 Abs. 3 Satz 2 der Verfassung des Kantons ZÃ¼rich vom 27. Februar 2005 (LS 101) haben Mann und Frau Anspruch auf gleichen Lohn fÃ¼r gleichwertige Arbeit. GemÃ¤ss Art. 3 Abs. 1 des Gleichstellungsgesetzes vom 24. MÃ¤rz 1995 (GlG, SR 151.1) dÃ¼rfen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufgrund ihres Geschlechts weder direkt noch indirekt diskriminiert werden. Dieses Verbot gilt insbesondere im Zusammenhang mit der EntlÃ¶hnung (Art. 3 Abs. 2 GlG). </p> <p class="Urteilstext">Eine indirekte Diskriminierung liegt vor, wenn eine formal geschlechtsneutrale Regelung im Ergebnis Ã¼berwiegend die AngehÃ¶rigen eines Geschlechts gegenÃ¼ber den AngehÃ¶rigen des anderen Geschlechts benachteiligt. Namentlich liegt eine besoldungsmÃ¤ssige Geschlechtsdiskriminierung vor, wenn typischerweise von Frauen ausgeÃ¼bte Berufe im Vergleich mit Ã¤hnliche Anforderungen stellenden Berufen, die typischerweise von MÃ¤nnern oder von beiden Geschlechtern gleichermassen ausgeÃ¼bt werden, sachlich unbegrÃ¼ndet tiefer entlÃ¶hnt werden. Eine Lohndiskriminierung entfÃ¤llt, wenn die Lohndifferenz durch die zu erbringende Arbeit oder die in Frage stehende Funktion sachlich begrÃ¼ndet erscheint. Keine Lohndiskriminierung liegt vor, wenn die tiefere EntlÃ¶hnung sich auf objektive GrÃ¼nde stÃ¼tzt oder nicht geschlechtsspezifisch motiviert ist (BGE 141 II 411 6.1.2, 136 II 393 E. 11.3, 124 II 409 E. 7 f.; BGr, 19. September 2017, 8C_696/2017, E. 3.1; Elisabeth Freivogel in: Claudia Kaufmann/Sabine Steiger-Sackmann [Hrsg.], Kommentar zum Gleichstellungsgesetz, 2. A., Basel 2009, Art. 3 N. 139; Bernhard Waldmann, Das Diskriminierungsverbot von Art. 8 Abs. 2 BV als besonderer Gleichheitssatz, Bern 2003, S. 348 ff.; Olivier Steiner, Das Verbot der indirekten Lohndiskriminierung, AJP 10/2001, S. 1281 ff., 1283 ff.; MichÃ¨le Stampe, Das Verbot der indirekten Diskriminierung wegen des Geschlechts, ZÃ¼rich 2001, S. 175 ff.). </p> <p class="Urteilstext">Der Begriff der gleichwertigen Arbeit umfasst nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht bloss Ã¤hnliche, das heisst gleichartige Arbeiten, sondern bezieht sich darÃ¼ber hinaus im Zusammenhang mit indirekten Lohndiskriminierungen auch auf Arbeiten unterschiedlicher Natur. Ob TÃ¤tigkeiten als gleichwertig zu betrachten sind, kann jedoch nicht wissenschaftlich objektiv und wertfrei entschieden werden, sondern hÃ¤ngt von Beurteilungen ab, die unterschiedlich ausfallen kÃ¶nnen. Den zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden steht deshalb bei der Ausgestaltung des Besoldungssystems im Ã¶ffentlichen Dienst ein erheblicher Gestaltungsspielraum zu, der durch das Lohngleichheitsgebot nicht grundsÃ¤tzlich eingeschrÃ¤nkt wird; dieses verbietet allein die Wahl geschlechtsdiskriminierender Bewertungskriterien (BGr, 4. Januar 2010, 8C_31/2009, E. 7 mit Hinweisen). Das Gleichstellungsgesetz verleiht deshalb keinen Anspruch auf Beurteilung, ob eine Besoldungseinstufung anhand irgendwelcher Bewertungsmethoden Ã¼berzeugend sei, sondern einzig, ob sie geschlechtsdiskriminierende Auswirkungen zeitige. Solange eine BehÃ¶rde eine Arbeitsplatzbewertung vorgenommen hat, die nicht diskriminierend ist, darf gestÃ¼tzt auf das Gleichstellungsgesetz nicht eingegriffen werden (BGE 142 II 49 E. 4.7; BGr, 4. Januar 2010, 8C_31/2009, E. 3.2.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der Beurteilung, ob eine bestimmte TÃ¤tigkeit geschlechtstypisch sei, ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in erster Linie das quantitative, statistische Element zugrunde zu legen, wobei ein typischer Frauenberuf vorliegt, wenn der Frauenanteil hÃ¶her als 70 % liegt (BGE 125 II 530 E. 2b, 124 II 529 E. 5e f. mit Hinweisen; BGr, 31. August 2010, 8C_78/2009, E. 5.2 [in BGE 136 II 393 nicht publizierte ErwÃ¤gung]). Beim Beruf des Psychologen bzw. der Psychologin handelt es sich in diesem Sinn um einen typischen Frauenberuf, was nunmehr unumstritten ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Nach Art. 6 GlG wird eine diskriminierende EntlÃ¶hnung vermutet, wenn diese von der betroffenen Person glaubhaft gemacht wird. Glaubhaft gemacht ist eine Tatsache, wenn fÃ¼r deren Vorhandensein gewisse Anhaltspunkte sprechen. Unerheblich ist demgegenÃ¼ber, ob noch mit der MÃ¶glichkeit gerechnet werde, dass sich die strittige Tatsache nicht verwirklicht haben kÃ¶nnte. Der Beweisgrad der Glaubhaftmachung setzt mit anderen Worten voraus, dass insgesamt mehr fÃ¼r als gegen die streitige Tatsachenbehauptung spreche. Blosses Behaupten genÃ¼gt hingegen nicht (BGE 130 III 321 E. 3.3; Sabine Steiger-Sackmann in: Kaufmann/Steiger-Sackmann, Art. 6 N. 126â129). Wurde eine Lohndiskriminierung glaubhaft gemacht, muss die arbeitgebende Partei nachweisen, dass die geringere EntlÃ¶hnung in Wirklichkeit nicht geschlechtsdiskriminierend, sondern durch sachliche GrÃ¼nde gerechtfertigt sei; misslingt ihr dies, gilt die geschlechtsspezifische Benachteiligung als erstellt (BGE 136 II 393 E. 11.3 mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das von der Staatskanzlei am 13. Februar 2017 mit der Erstellung eines Gutachtens betreffend die Bewertung der Funktion des BeschwerdefÃ¼hrers beauftragte Personalamt des Kantons ZÃ¼rich beauftragte hiermit am 29. Juni 2017 seinerseits das auf Lohnsysteme in der Ã¶ffentlichen Verwaltung spezialisierte Unternehmen <span>D (vgl</span>. hierzu Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [VRG-Kommentar], § 7 N. 66 ff.). Das Gutachten, erstellt namens D von E, datiert vom 7. Dezember 2017.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer zieht vorab dieses Gutachten grundlegend in Zweifel. Er vertritt die Auffassung, aufgrund des Umstands, dass D "seit Jahren fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich tÃ¤tig" sei, "fÃ¼r diesen zahlreiche grÃ¶ssere, bezahlte AuftrÃ¤ge ausgefÃ¼hrt" und insbesondere die Revision des kantonalen Lohnsystems begleitet habe, handle es sich dabei nicht um ein SachverstÃ¤ndigen-, sondern um ein Parteigutachten. Der Verfasser des Gutachtens, E, sei selbst Mitglied einer an der Teilrevision des kantonalen Lohnsystems beteiligten Fachgruppe gewesen, womit er sich als befangen erweise bzw. den Anschein der Befangenheit erweckt sei.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.1 </b>GemÃ¤ss § 5a Abs. 1 VRG treten Personen, die eine Anordnung treffen, dabei mitwirken oder sie vorzubereiten haben, in den Ausstand, wenn sie in der Sache persÃ¶nlich befangen erscheinen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn sie in der Sache ein persÃ¶nliches Interesse haben (lit. a), mit einer Partei in gerader Linie oder in der Seitenlinie bis zum dritten Grad verwandt oder verschwÃ¤gert oder durch Ehe, Verlobung usw. verbunden (lit. b) oder Vertreter einer Partei sind oder fÃ¼r eine Partei in der gleichen Sache tÃ¤tig waren (lit. c). SachverstÃ¤ndige, welche erforderlichenfalls ihrer besonderen Fachkenntnisse wegen zur AbklÃ¤rung des relevanten Sachverhalts beigezogen werden, wirken im Sinn von § 5a Abs. 1 VRG an einer Anordnung mit, weshalb die gesetzlichen Ausstandsbestimmungen auf sie Anwendung finden. Zieht die BehÃ¶rde juristische Personen als Expertinnen und Experten bei, mÃ¼ssen die in der Sache tÃ¤tigen natÃ¼rlichen Personen die Anforderungen an die Unparteilichkeit erfÃ¼llen (Regina Kiener, VRG-Kommentar, § 5a N. 11; PlÃ¼ss, § 7 N. 72).</p> <p class="Urteilstext"><span>Von Voreingenommenheit und Befangenheit in diesem Sinn wird nach der Rechtsprechung ausgegangen, wenn sich im Einzelfall anhand aller tatsÃ¤chlichen und verfahrensrechtlichen UmstÃ¤nde etwas ergibt, das sich eignet, Misstrauen in die Unparteilichkeit der betreffenden Person zu erwecken. Dabei ist nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei abzustellen; das Misstrauen in die Unvoreingenommenheit muss vielmehr in objektiver Weise begrÃ¼ndet erscheinen. Es genÃ¼gt, wenn UmstÃ¤nde vorliegen, die bei objektiver Betrachtung den Anschein der Befangenheit und Voreingenommenheit erwecken; dass eine tatsÃ¤chliche Befangenheit vorliegt, wird fÃ¼r die Ablehnung nicht verlangt </span>(BGE 134 I 238 E. 2.1 [insbesondere Abs. 2 f.] mit zahlreichen Hinweisen; Kiener, § 5a N. 15; Gerold Steinmann, St. Galler Kommentar zur Schweizerischen Bundesverfassung, 2014, Art. 29 N. 34 f., Art. 30 N. 16 ff.; vgl. auch Kiener, Richterliche UnabhÃ¤ngigkeit, Bern 2001, S. 58 f.).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.2 </b>Die EinwÃ¤nde des BeschwerdefÃ¼hrers gegen das beauftragte Unternehmen und "Experten der Firma" erweisen sich als pauschal und unsubstanziiert. Der Hinweis darauf, dass es schon "seit Jahren fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich tÃ¤tig" sei, und die â unbelegten â angeblich zahlreichen grÃ¶sseren AuftrÃ¤ge reichen nicht, um von den Anschein der Befangenheit begrÃ¼ndenden Gegebenheiten auszugehen. Das Bestehen geschÃ¤ftlicher Beziehungen fÃ¼hrt nicht grundsÃ¤tzlich zu einer Befangenheit der an einer Anordnung mitwirkenden Person; zu berÃ¼cksichtigen sind stets das Ausmass und die Art der Beziehung (vgl. VGr, 28. August 2014, VB.2014.00300, E. 4.3.1, und 8. Mai 2014, VB.2013.00672, E. 4.2.2 mit Hinweis; BGr, 16. Februar 2017, 1C_488/2016, E. 2.3 sowie 3.3, auch zum Folgenden; zur besonderen BeziehungsnÃ¤he allgemein vgl. BGE 139 I 121 E. 5.1): FÃ¼r die Annahme der Befangenheit mÃ¼sste vorliegend eine Ã¼ber die Ã¼blichen geschÃ¤ftlichen Beziehungen hinausgehende zwischen <i>dem SachverstÃ¤ndigen</i> und dem Kanton bzw. der Beschwerdegegnerin bestehen. Der BeschwerdefÃ¼hrer legt jedoch schon nicht dar, wie die geschÃ¤ftlichen Beziehungen von D zum Kanton ZÃ¼rich in Art, Umfang und HÃ¤ufigkeit konkret gestaltet sind und inwiefern sich hieraus eine Ã¼ber das Ã¼bliche Mass hinausgehende BeziehungsnÃ¤he ergeben soll.</p> <p class="Urteilstext">Allein der Umstand, dass der SachverstÃ¤ndige in einem Unternehmen tÃ¤tig ist, das zufolge seiner Spezialisierung auf Lohnsysteme in der Ã¶ffentlichen Verwaltung in der Vergangenheit auch schon vom Kanton ZÃ¼rich konsultiert und insbesondere im Rahmen der â gegen Ende des Jahrs 2009 abgeschlossenen â Teilrevision des Lohnsystems zur fachlichen UnterstÃ¼tzung beigezogen wurde (vgl. den vom BeschwerdefÃ¼hrer erwÃ¤hnten Regierungsratsbeschluss [RRB] Nr. 1924 vom 2. Dezember 2009, E. 1 Abs. 1 am Ende), reicht entgegen der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers nicht, um objektiv den Anschein der Befangenheit des Gutachters im vorliegenden Fall zu begrÃ¼nden. Bei diesem geht es um einen konkreten Anwendungsfall bzw. die spezifische Fragestellung, ob die in Frage stehende Funktion korrekt eingereiht worden sei. Weshalb sich allein aus der frÃ¼heren, abstrakten Befassung des Gutachters mit dem kantonalen Lohnsystem als solchem bzw. dessen Teilrevision â im Rahmen der Beteiligung an einer Fachgruppe (zu den dabei vom Gutachter vertretenen Positionen ist wohlgemerkt nichts bekannt [vgl. in diesem Zusammenhang und auch zum Folgenden RRB Nr. 1924/2009 E. 3 Abs. 2]) â eine Parteilichkeit im Hinblick auf die vorliegend zu beurteilende Frage ergeben sollte, ist nicht ersichtlich. Dass der Experte damit seine "eigene Arbeit Ã¼berprÃ¼f[e]", wie der BeschwerdefÃ¼hrer argumentiert, verkennt damalige Funktion und Bedeutung des Experten im Rahmen des Teilprojekts 3 bzw. der ÃberprÃ¼fung der Einreihung der ausgewÃ¤hlten Richtpositionen.</p> <p class="Urteilstext">Wie bereits die Vorinstanz zu Recht erwÃ¤gt, erscheint umgekehrt vielmehr sinnvoll und zweckmÃ¤ssig, dass ein mit dem kantonalen Lohnsystem und den Grundlagen der Einreihung vertrauter SachverstÃ¤ndiger fÃ¼r die Erstellung des Gutachtens bzw. die Beantwortung der sich stellenden Fragen beigezogen wurde. Auch Hinweise auf eine Parteilichkeit des Verfassers des Gutachtens gegenÃ¼ber dem BeschwerdefÃ¼hrer bestehen nicht; dieser war jenem gar nicht bekannt.</p> <p class="Urteilstext">Entgegen der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers liegen somit keine Gegebenheiten vor, die bei objektiver Betrachtung auf den Anschein der Befangenheit bzw. die Gefahr der Voreingenommenheit von E im vorliegenden Verfahren hindeuteten. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.3 </b>Schliesslich liesse sich in diesem Zusammenhang angesichts der grundlegenden EinwÃ¤nde des BeschwerdefÃ¼hrers gegen D fragen, warum der BeschwerdefÃ¼hrer, wiewohl ihm spÃ¤testens seit Mai 2017 (mithin noch vor der Auftragserteilung am 29. Juni 2017) bekannt war, dass das Personalamt dieses Unternehmen mit der Erstellung des Gutachtens zu beauftragen beabsichtige, diese EinwÃ¤nde nicht bereits zu jenem Zeitpunkt vorbrachte, sondern damit zuwartete, bis das Ergebnis der Begutachtung vorlag (vgl. zur Pflicht, einen <span>Ausstandsgrund unverzÃ¼glich geltend zu machen, </span>etwa VGr, 8. Mai 2018, VB.2017.00555, E. 3.2, und 25. April 2018, VB.2017.00642, E. 2.1, je mit Hinweisen). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>BehÃ¶rdlich angeordneten Gutachten kommt in der Regel ein erhÃ¶hter Beweiswert zu. Die BehÃ¶rde darf sich insofern grundsÃ¤tzlich auf die PrÃ¼fung beschrÃ¤nken, ob die Expertise vollstÃ¤ndig, klar, gehÃ¶rig begrÃ¼ndet und frei von LÃ¼cken und WidersprÃ¼chen sei, ob sie auf zutreffenden tatsÃ¤chlichen Feststellungen beruhe und ob die das Gutachten erstellende Person Ã¼ber hinreichende Sachkenntnis sowie die erforderliche Unbefangenheit verfÃ¼ge (PlÃ¼ss, § 7 N. 146 f. mit Hinweisen, auch zum Folgenden). </p> <p class="Urteilstext">In Fachfragen darf die Entscheidinstanz nur aus triftigen GrÃ¼nden von einer von der BehÃ¶rde in Auftrag gegebenen Expertise abweichen. Dies ist etwa der Fall, wenn das Gutachten IrrtÃ¼mer, LÃ¼cken oder WidersprÃ¼che aufweist, wenn seine GlaubwÃ¼rdigkeit durch die UmstÃ¤nde ernsthaft erschÃ¼ttert ist, seine SchlÃ¼ssigkeit in wesentlichen Punkten zweifelhaft erscheint, wenn die Erkenntnisse nicht begrÃ¼ndet sind oder die gestellten Fragen nicht beantwortet werden (so auch die Vorinstanz; zum Ganzen ferner beispielsweise BGE 141 IV 369 E. 6.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht sodann geltend, beide Parteien hÃ¤tten sich vorgÃ¤ngig zur Wahl des Gutachters und zur Fragestellung Ã¤ussern bzw. diese ergÃ¤nzen kÃ¶nnen mÃ¼ssen.</p> <p class="Urteilstext">Der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r nach Art. 29 Abs. 2 BV vermittelt den Verfahrensbeteiligten einen Anspruch darauf, in die Ãusserungen von beigezogenen SachverstÃ¤ndigen Einblick zu erhalten und dazu Stellung zu nehmen. Sie mÃ¼ssen rechtzeitig Gelegenheit erhalten, Einwendungen zu erheben und ErgÃ¤nzungsfragen zu stellen. Zieht eine FachbehÃ¶rde Dritte bei, mÃ¼ssen die Beteiligten allfÃ¤llige Einwendungen gegen die beigezogene Person und die Art ihrer Mitwirkung rechtzeitig erheben und sich zu deren AbklÃ¤rungen Ã¤ussern kÃ¶nnen (PlÃ¼ss, § 7 N. 75).</p> <p class="Urteilstext">Wie bereits die Vorinstanz zutreffend erwÃ¤gt, ist diesem Anspruch fÃ¼r das Verwaltungsverfahren (fÃ¼r Strafverfahren sieht Art. 184 Abs. 3 Satz 1 der Strafprozessordnung [SR 312.0] anderes vor; vgl. diesbezÃ¼glich BGE 144 IV 69 E. 2.2) dann GenÃ¼ge getan, wenn der betroffenen Person das Recht eingerÃ¤umt wird, <i>nachtrÃ¤glich</i> zur Person eines SachverstÃ¤ndigen Stellung zu nehmen und gegebenenfalls ErgÃ¤nzungsfragen zu stellen (VGr, 13. Oktober 2016, VB.2016.00355, E. 5.5; BGE 144 IV 69 E. 2.5, 125 V 332 E. 4b; BGr, 17. Mai 2016, 1B_196/2015, E. 2 Abs. 3 [mit Hinweisen], und 16. Juli 2012, 6B_298/2012, E. 3.3). </p> <p class="Urteilstext">Das Gutachten vom 7. Dezember 2017 wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer mit VerfÃ¼gung der Staatskanzlei vom 13. Dezember 2017 zugestellt, und es wurde ihm zur Stellungnahme Gelegenheit gegeben, die er auch wahrnahm. Im Ãbrigen war dem BeschwerdefÃ¼hrer, wie bereits oben (3.1.3) erwÃ¤hnt, schon seit Mai 2017 das Unternehmen bekannt, welchem der Gutachtensauftrag erteilt werden sollte, und im Juni 2017 war er sodann Ã¼ber die Auftragserteilung an dieses in Kenntnis gesetzt worden. Er hÃ¤tte somit gar schon vorgÃ¤ngig seine grundlegenden Einwendungen gegen D erheben kÃ¶nnen, unterliess solches jedoch wie dargelegt.</p> <p class="Urteilstext">Eine Verletzung des GehÃ¶rsanspruchs des BeschwerdefÃ¼hrers liegt damit nicht vor.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Der vorliegend massgebliche Sachverhalt erweist sich sodann als erstellt. Auf die Anordnung einer (weiteren) Expertise zur Feststellung des Arbeitswerts der TÃ¤tigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers und desjenigen der "Vergleichsberufe" (so der "Eventualantrag" des BeschwerdefÃ¼hrers) kann damit verzichtet werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt, die Grundfunktion Psychologe/-login mÃ¼sste bei diskriminierungsfreier Bewertung der massgeblichen Kriterien in die Lohnklasse 20 eingereiht werden. Die von ihm ausgeÃ¼bten (Neben-)TÃ¤tigkeiten bzw. (Neben-)Aufgaben hÃ¤tten sodann einer â in eine Lohnklasse 21 einzureihende â mbA-Funktion entsprochen. Die Einreihung in die Lohnklasse 19 stelle eine geschlechtsspezifische Diskriminierung im Vergleich mit mÃ¤nnlich bzw. neutral definierten Berufen wie Ingenieur/in, Revisor/in und SteuerkommissÃ¤r/in dar.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Im Kanton ZÃ¼rich werden die Richtpositionen fÃ¼r die Lohnklasseneinreihung mit der Vereinfachten Funktionsanalyse (VFA) anhand eines Systems, in dem maximal 1000 Punkte (sogenannte Arbeitswertpunkte [AWP]) erreicht werden kÃ¶nnen, mittels folgender Kriterien bewertet (vgl. auch § 8 Abs. 2 der Personalverordnung vom 16. Dezember 1998 [LS 177.11]):</p> <p class="Urteilstext">K1 (Ausbildung und Erfahrung): maximal 320</p> <p class="Urteilstext">K2 (geistige Anforderungen): maximal 300</p> <p class="Urteilstext">K3 (Verantwortung): maximal 210</p> <p class="Urteilstext">K4 (psychische Belastungen und Anforderungen): maximal 50</p> <p class="Urteilstext">K5 (physische Belastungen und Anforderungen): maximal 60</p> <p class="Urteilstext">K6 (Beanspruchung der Sinnesorgane/spezielle Arbeitsbedingungen): maximal 60</p> <p class="Urteilstext">Diese AWP werden ermittelt, indem pro Kriterium 0 bis 5,0 Wertungspunkte vergeben werden; diese Wertungspunkte verweisen auf eine vorgegebene Punktegewichtung (vgl. Personalamt des Kantons ZÃ¼rich, "Handbuch Vereinfachte Funktionsanalyse (VFA)" [VFA-Handbuch], Stand 01.07.2010, Griff 4 Blatt 1 [Gewichtung â Stufenwertverlauf]). Die Summe der AWP aus den verschiedenen Kategorien ergibt schliesslich aufgrund der Klassengrenzen eine bestimmte Einreihungsklasse (vgl. VFA-Handbuch, Klassengrenzen).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Vorliegend umstritten ist nur mehr die Bewertung der Kriterien K1 und K6 sowie in noch darzustellender Hinsicht diejenige des Kriteriums K2 (zu alledem unten 5 ff.).</p> <p class="Urteilstext">Die Bewertung des Kriteriums K5 (mit 1,0 Punkten) war schon im vorinstanzlichen Verfahren nicht umstritten (vgl. in der Beschwerde immerhin die ansatzweise Beanstandung des Werts im Vergleich zu demjenigen von 1,5 Punkten in der Modelleinstufung gemÃ¤ss Wertungshilfen bei Revisor/in der Lohnklasse 20; in diesem Zusammenhang bzw. zur Bedeutung der Wertungshilfen und der dort im Einzelnen verwendeten Werte kann indes auf BGr, 19. September 2017, 8C_696/2016, E. 5.5.1, verwiesen werden). </p> <p class="Urteilstext">Die Bewertung der Kriterien K3 und K4 seitens der Vorinstanz gestÃ¼tzt auf das Gutachten â welches an sich fÃ¼r beide eine "Bewertungsspanne" (fÃ¼r das Kriterium K3 2,5 bis 3,0 und fÃ¼r das Kriterium K4 3,0 bis 3,5) als der Funktion am angemessensten erachtete â mit je 3,0 Punkten (die PUK bewertete beide noch mit 2,5) beanstandet der BeschwerdefÃ¼hrer jedenfalls nicht; auf die entsprechenden zutreffenden AusfÃ¼hrungen kann verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Die entsprechenden Bewertungen erweisen sich als insoweit nichtdiskriminierend und nicht zu beanstanden.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt zunÃ¤chst eine diskriminierende Einstufung im Kriterium K1 (Ausbildung und Erfahrung).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>5.1.1 </b>Die Vorinstanz kam gestÃ¼tzt auf das Gutachten zum Schluss, das Kriterium K1 sei mit 3,5 Punkten zu bewerten: GemÃ¤ss dem Gutachten wÃ¤re aufgrund des Anforderungsprofils betreffend die in Frage stehende Funktion fÃ¼r das Bewertungskriterium K1 an sich eine Bewertungsspanne zwischen 3,5 und 3,75 Punkten angezeigt, da neben dem Masterabschluss in Psychologie und Berufserfahrung von "[b]is zu 2 Jahre[n]" eine "abgeschlossene und anerkannte Psychotherapieausbildung von Vorteil" sei (so ein Anforderungsprofil aus dem Jahr 2015) bzw. eine "fortgeschrittene oder abgeschlossene Psychotherapieausbildung" (Anforderungsprofil aus dem Jahr 2013) gefordert werde; die Wertungshilfen im VFA-Handbuch enthielten jedoch keine entsprechenden Formulierungen. In Ermangelung einer solchen Bewertungsspanne bzw. da die Festlegung auf eine "BewertungsausprÃ¤gung" gefragt sei, kÃ¶nnten vorliegend lediglich 3,5 Wertungspunkte angerechnet werden, denn der Wert 3,75 sei ausdrÃ¼cklich denjenigen Funktionen vorbehalten, bei denen ein Fachtitel (wie beispielsweise ein Ã¤rztlicher FMH-Abschluss, das Anwaltspatent oder ein Master in Fachpsychologie) <i>zwingend</i> sei. </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer vertritt auch vor Verwaltungsgericht die Auffassung, die Funktion Psychologe/-login setze eine abgeschlossene oder zumindest bald (innerhalb eines Jahres bzw. maximal zweier Jahre) abzuschliessende "Zusatzausbildung" in Psychotherapie voraus.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.1.2 </b>FÃ¼r die Einreihung einer Funktion in eine Lohnklasse ist ausschlaggebend, Ã¼ber welche Ausbildung und Erfahrung eine Person im Hinblick auf eine auszuÃ¼bende TÃ¤tigkeit bei der erstmaligen Lohneinreihung verfÃ¼gen muss. Im Kriterium K1 werden somit die Ausbildung und Erfahrung berÃ¼cksichtigt<i>, </i>welche<i> bei Antritt der TÃ¤tigkeit</i> <i>erforderlich</i> bzw. <i>Voraussetzung </i>sind (vgl. in diesem Zusammenhang beispielsweise VGr, 7. September 2016, VB.2015.00802, E. 4.4 f. [auch zum Folgenden] sowie RRB Nr. 1924/2009 E. 5.4.4 und insbesondere die Richtpositionsumschreibung Psychologe/-login). Nicht massgeblich sind hingegen die Ausbildung und Erfahrung, Ã¼ber welche <i>eine bestimmte bzw. in Frage stehende Person</i> verfÃ¼gt (vgl. auch VGr, 17. November 2004, PB.2004.00011, E. 6.3 Abs. 4 mit Hinweisen; ebenso die Vorinstanz sowie die PUK in ihrer Rekurs- bzw. Beschwerdeantwort). Der BeschwerdefÃ¼hrer verkennt dies mit seiner Argumentation (auch) vor Verwaltungsgericht.</p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss den erwÃ¤hnten Anforderungsprofilen stellt eine (abgeschlossene) "Psychotherapieausbildung" bzw. Psychotherapieweiterbildung, wie bereits das Gutachten festhÃ¤lt und die Vorinstanz zutreffend erwÃ¤gt, gerade <i>keine</i> Ausbildungs<i>anforderung</i> im Hinblick auf den Antritt der vorliegend in Frage stehenden TÃ¤tigkeit dar: Dass eine solche Weiterbildung bei einer Bewerbung durchaus "von Vorteil" sein mag bzw. ist (so das Anforderungsprofil 2015), mit anderen Worten einen solchen verschaffen kann (insofern auch gegenÃ¼ber Bewerbern/Bewerberinnen, welche nicht Ã¼ber eine solche verfÃ¼gen), bedeutet just, dass eine solche <i>nicht</i> <i>Voraussetzung</i> fÃ¼r die AusÃ¼bung der TÃ¤tigkeit ist. Die Formulierung "fortgeschrittene oder abgeschlossene Psychotherapieausbildung" ist ebenso klar in diesem letzteren Sinn zu verstehen. Im Prinzip wird dies auch vom BeschwerdefÃ¼hrer eingerÃ¤umt, wenn er ausfÃ¼hrt, fÃ¼r die AusÃ¼bung der Funktion werde <i>"abgesehen vom Zeitpunkt des Stellenantritts und rund 2 Jahre danach </i>eine abgeschlossene Psychotherapieausbildung verlangt". Es ist nicht nachvollziehbar, dass auf eine fÃ¼r die AusÃ¼bung einer TÃ¤tigkeit angeblich <i>erforderliche</i> Qualifikation bei Antritt der Stelle und noch bis "rund" zwei Jahre danach verzichtet werden kÃ¶nnen soll, danach indes nicht mehr. Entgegen beschwerdefÃ¼hrerischer Auffassung bedeutet im Ãbrigen der Umstand, dass mit einer (Aus- oder) Weiterbildung begonnen wurde, nicht zwingend, sie werde dereinst auch abgeschlossen. </p> <p class="Urteilstext">Wie die Vorinstanz weiter zutreffend erwÃ¤gt, zeigt denn auch der Fall des BeschwerdefÃ¼hrers beispielhaft, dass eine abgeschlossene (oder in voraussichtlich ein bis zwei Jahren abzuschliessende) Weiterbildung in Psychotherapie vorliegend Ausbildungsanforderung darstellte bzw. darstellt: Der BeschwerdefÃ¼hrer schloss im Jahr 1983 sein Studium der Psychologie ab, begann 1988 eine Weiterbildung in Psychotherapie, wurde im Jahr darauf, also 1989, als Psychologe bei der PUK angestellt und bekam