<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00400</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203989&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00400</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.02.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rechtzeitigkeit der Beschwerde; Verletzung des rechtlichen Gehörs<br/><br/>Stellung der verfügenden Behörde im Verfahren vor Verwaltungsgericht (E. 1). Nichteintretensentscheid der Vorinstanz wegen verspätetem Rekurs gestützt auf einen beigezogenen Rückschein (E. 2). Indem die Vorinstanz ihren Nichteintretensentscheid fällte, ohne dass sie der Beschwerdeführerin Gelegenheit gab, zum beigezogenen Rückschein Stellung zu nehmen, verweigerte sie dieser das rechtliche Gehör (E. 3). Verpflichtung der Vorinstanz zur Tragung der Verfahrenskosten und zur Entrichtung einer Parteientschädigung wegen fehlerhaften Verhaltens (E. 4). Gutheissung der Beschwerde.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEHÃRSVERWEIGERUNG">GEHÃRSVERWEIGERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: SACHVERHALTSFESTSTELLUNG">SACHVERHALTSFESTSTELLUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Am 13. August 2003 bewilligte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich der C eine Nut­zungs­Ã¤nderung ihres Ladenlokals im Erdgeschoss sowie das Anbringen eines LÃ¼ftungs­rohrs an der SÃ¼dost-Fassade an der L-Strasse (GrundstÃ¼ck Kat.-Nr.02) in ZÃ¼rich.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diese Bewilligung gelangte die A AG mit Eingabe vom 19. Sep­tember 2003 an die Baurekurskommission I des Kantons ZÃ¼rich.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baurekurskommission I trat auf den Rekurs mit Entscheid vom 10. Oktober 2003 nicht ein. Dies mit der BegrÃ¼ndung, die Eingabe sei zu spÃ¤t erfolgt.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen erhob die A AG am 24. Oktober 2003 Beschwerde an das Ver­waltungsgericht. Sie beantragt, es sei unter Aufhebung des Entscheids der Baurekurs­kom­mission I auf ihren Rekurs einzutreten, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu­lasten der Vorinstanz, eventuell der Gegenpartei.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baurekurskommission beantragte am 7. November 2003 die Abweisung der Be­schwerde. Die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich beantragte mit Eingabe vom 25. November 2003 in formeller Hinsicht eine Ãnderung des Rubrums, da ihr keine Parteistellung zu­kom­me und sie lediglich als Mitbeteiligte am Verfahren teilnehme. In materieller Hinsicht ver­zichtete sie dagegen auf einen Antrag. Die Firma C verzichtete innert erstreckter Frist am 1. Dezember 2003 auf eine Beschwerdeantwort.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz und der Parteien werden, soweit erforderlich, in den nachstehenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurchChar"><span>Hinsichtlich des formellen Antrags der Bausektion der Stadt ZÃ¼rich ist vorab zu bemerken, dass sie als verfÃ¼gende Instanz im Verfahren vor Verwaltungsgericht als </span></span><i><span>Beschwerde­geg­nerin</span></i><span class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurchChar"><span> einbezogen wird, wenn die VerfÃ¼gung von der Vorinstanz bestÃ¤tigt wurde oder wenn â wie im vorliegenden Fall â auf den Rekurs nicht eingetreten wurde (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Boss­hart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 105, § 58 N. 4 Alinea 2).</span></span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vorinstanz trat auf den Rekurs der BeschwerdefÃ¼hrerin mit der BegrÃ¼ndung nicht ein, der Rekurs sei nicht rechtzeitig erhoben worden. Dabei stÃ¼tzte sie sich gemÃ¤ss Ziffer 2 der ErwÃ¤gungen auf eine BestÃ¤tigung der Post vom 20. August 2003, wonach der Beschluss der Bausektion der Stadt ZÃ¼rich der BeschwerdefÃ¼hrerin am 19. August 2003 ausgehÃ¤ndigt worden sei. Diese BestÃ¤tigung der Post (RÃ¼ckschein) musste von der Vorinstanz bei­ge­zogen werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼hrt in ihrer Beschwerdeschrift vom 24. Oktober 2003 im We­sent­lichen aus, dass und wie ihr der Beschluss der Bausektion erst am 20. August zugegangen sei.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ob der BeschwerdefÃ¼hrerin der fragliche Beschluss tatsÃ¤chlich schon am 19. oder â wie sie selbst darlegt â erst am 20. August 2003 zugestellt wurde, ist vorliegend nicht zu prÃ¼fen. In Be­tracht fÃ¤llt dagegen, dass aus den eingereichten Akten der Vorinstanz hervorgeht, dass der erwÃ¤hnte Empfangsschein der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht vorgÃ¤ngig zur Stellungnahme unterbreitet worden war.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dieser Umstand wird durch die BeschwerdefÃ¼hrerin sinngemÃ¤ss als GehÃ¶rsverletzung ge­rÃ¼gt. Aus der formellen Natur des GehÃ¶rsanspruchs gemÃ¤ss Art. 29 Abs. 2 der Bundes­ver­fas­sung vom 18. April 1999 folgt jedoch ohnehin, dass eindeutige und er­hebliche GehÃ¶rs­ver­letzungen im Rechtsmittelverfahren von Amtes wegen zu be­achten sind (</span><span>KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl</span><span>, § 8 N. 6).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der ans Amt fÃ¼r Baubewilligungen der Stadt ZÃ¼rich adressierte RÃ¼ckschein zum Bauent­scheid Nr. 01 ging der Vorinstanz nicht ohnehin zu, sondern musste von ihr beigezo­gen werden. Aus den ErwÃ¤gungen der Vorinstanz ergibt sich zudem, dass dieser Emp­fangs­schein entscheidwesentlich war. In solchen FÃ¤llen ist die entscheidende BehÃ¶rde ver­pflichtet, insbesondere die materiell betroffenen Verfahrensbeteiligten Ã¼ber die Akten­er­gÃ¤n­zung zu informieren und ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 8 N. 13 und 19).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Indem die Vorinstanz am 10. Oktober 2003 ihren Entscheid in tatsÃ¤chlicher Hinsicht auf ein SchriftstÃ¼ck stÃ¼tzte, zu dem sich die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht hatte Ã¤ussern kÃ¶nnen, ver­weigerte sie dieser das rechtliche GehÃ¶r.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei dieser Sach- und Rechtslage ist der Entscheid der Baurekurskommission I vom 10. Ok­tober 2003 aufzuheben und ihr die Sache zur DurchfÃ¼hrung eines verbesserten Verfahrens zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weil die RÃ¼ckweisung wegen VerfahrensmÃ¤ngeln erfolgt, sind die Gerichtskosten nicht der Beschwerdegegnerin, sondern zulasten der Staatskasse der Vorinstanz aufzuerlegen (vgl. RB 1989 Nr. 4). Aus dem nÃ¤mlichen Grund ist zur Bezahlung der der Beschwerde­fÃ¼h­rerin nach § 17 Abs. 2 lit. a und b </span><span>des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959</span><span> zustehenden ParteientschÃ¤digung nicht die Beschwerdegegnerin, sondern angesichts ihres fehlerhaften Verhaltens die Vorinstanz zulasten der Staatskasse zu verpflichten (KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 33).</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Sache wird zur weiteren Behandlung des Rekurses im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'090.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden zulasten der Staatskasse der Baurekurskommission I des Kantons ZÃ¼rich auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Die Baurekurskommission wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin zulasten der Staatskasse eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 800.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Zustellung dieses Entscheids.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="FormatvorlageUrteilstextNichtErweitertdurchVerdichtetdurch">5. â¦</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>