<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00265</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203890&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00265</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.12.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Elektrizitätsversorgung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Funktionelle Zuständigkeit bei Anordnungen der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ):<br/><br/>Keine Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts gestützt auf § 82 lit. i oder k VRG (E. 1.1). <br/>Voraussetzungen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde (E. 1.2). <br/>Das Rechtsverhältnis der EKZ und ihren Kunden ist öffentlichrechtlicher Natur (E. 1.3). <br/>Die EKZ haben das Rechtsverhältnis mittels einer Verfügung konkretisiert (E. 1.4). <br/>Die Auslegung der Ordnung der §§ 19 bis 19c VRG ergibt, dass vom Grundsatz auszugehen ist, dass gegen jede Verwaltungsanordnung mindestens eine verwaltungsinterne Rekursinstanz angerufen werden kann. Weder Wortlaut noch Zweck von § 19 Abs. 1 VRG schliessen es aus, den Regierungsrat in seiner Eigenschaft als oberste vollziehende Verwaltungsbehörde auch in Fällen als Rechtsmittelinstanz zu betrachten, in denen er nicht Aufsichtsinstanz gegenüber der verfügenden Behörde ist.<br/>Mangels funktioneller Zuständigkeit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten (E. 1.5).<br/>Die beim Verwaltungsgericht eingegangene Eingabe ist demnach an den Regierungsrat zu überweisen (E. 1.6).<br/>Angesichts der unzutreffenden Rechtsmittelbelehrung der EKZ sind die Gerichtskosten auf die Gerichtskasse zu nehmen (E. 2).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ELEKTRIZITÃTSWERKE DES KANTONS ZÃRICH">ELEKTRIZITÃTSWERKE DES KANTONS ZÃRICH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ENERGIE">ENERGIE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FUNKTIONELLE UNZUSTÃNDIGKEIT">FUNKTIONELLE UNZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FUNKTIONELLE ZUSTÃNDIGKEIT">FUNKTIONELLE ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS">ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2003 Nr. 10 S. 53</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Die ElektrizitÃ¤tswerke des Kantons ZÃ¼rich (EKZ) beliefern verschiedene von der A AG und der B AG gemieteten gewerblichen RÃ¤ume mit Energie. Die A AG und die B AG wiederum haben die von ihnen gemieteten RÃ¤ume zum Teil untervermietet.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit VerfÃ¼gungen vom 4. Juli 2003 teilten die ElektrizitÃ¤tswerke des Kantons ZÃ¼rich der A AG und der B AG mit, dass sie deren Untermieter nicht mehr als Kunden fÃ¼hren kÃ¶nne. In der Rechtsmittelbelehrung bezeichneten sie das Verwaltungsgericht als Rechtsmit­tel­instanz.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die A AG und die B AG reichten gegen die VerfÃ¼­gungen am 4. August 2003 beim Ver­waltungsgericht getrennte Beschwerden ein. Sie beantragen die Aufhebung der genannten VerfÃ¼gungen. In prozessualer Hinsicht beantragen sie die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 11. August 2003 wurden die beiden Ver­fahren vereinigt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die ElektrizitÃ¤tswerke des Kantons ZÃ¼rich verlangen in ihrer Beschwerdeantwort vom 17. September 2003 die Abweisung der Beschwerden. Ausserdem sei auf einen zweiten Schriftenwechsel zu verzichten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die A AG und B AG reichten am 9. Oktober 2003 als Reaktion auf die Beschwerdeantwort der ElektrizitÃ¤tswerke eine weitere Eingabe ein. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>GemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) prÃ¼ft das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden, soweit nicht dieses oder ein anderes Gesetz eine abweichende ZustÃ¤ndigkeit vorsieht oder eine Anordnung als endgÃ¼ltig bezeichnet. Die ZustÃ¤ndigkeit ist eine Verfahrens- bzw. Sachentscheidsvoraussetzung, weshalb sie von der angerufenen BehÃ¶rde von Amtes wegen zu prÃ¼fen ist.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.1</span></b><span> Wie die BeschwerdefÃ¼hrenden zu Recht festhalten, liegt hier nicht eine Streitigkeit im Sinn von § 82 lit. i oder k VRG vor, welche im verwaltungsgerichtlichen Klageverfahren zu behandeln wÃ¤re.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.2 </span></b><span>Zusammen mit den §§ 42 und 43 VRG regelt § 41 VRG die sachliche und funktionelle ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts im Beschwerdeverfahren. GemÃ¤ss § 41 VRG mÃ¼ssen vier Voraussetzungen erfÃ¼llt sein, damit das Verwaltungsgericht zustÃ¤ndig ist: Es muss sich um eine Ã¶ffentlichrechtliche Angelegenheit im Sinn von § 1 VRG handeln, das Beschwerdeobjekt muss eine Anordnung sein, die Anordnung muss von einer Verwal­tungsbehÃ¶rde letztinstanzlich erlassen worden sein, das VRG oder ein anderes Gesetz dÃ¼rfen keine andere Rechtsmittelinstanz vorsehen oder die Anordnung als endgÃ¼ltig bezeichnen.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.3</span></b><span> </span><span>Massgebend fÃ¼r die Abgrenzung zwischen Ã¶ffentlichrechtlicher Angelegenheit einerseits und privatrechtlicher sowie strafrechtlicher Angelegenheit anderseits ist die zu § 1 VRG entwickelte Praxis (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 3). Auf dem Gebiet der ElektrizitÃ¤tsversorgung hat das Verwaltungsgericht mit Urteil vom 12. Mai 1995 das VerhÃ¤ltnis zwischen einem kommunalen ElektrizitÃ¤tswerk und den Hauseigen­tÃ¼mern/StrombezÃ¼gern als Ã¶ffentlichrechtlich qualifiziert, da auf das VerhÃ¤ltnis der Parteien ein Energieabgabereglement anwendbar sei (RB 1995 Nr. 98). Von dieser Praxis ist im vorliegenden Fall nicht abzuweichen. Das RechtsverhÃ¤ltnis der ElektrizitÃ¤tswerke des Kantons ZÃ¼rich und ihren Kunden wird vom Allgemeinen Reglement vom 4. Sep­tember 1995 Ã¼ber die Abgabe elektrischer Energie geregelt. Beide Parteien stimmen denn auch darin Ã¼berein, dass es sich vorliegend um eine Ã¶ffentlichrechtliche Angelegenheit handelt (vgl. auch BGr, 27. September 1996, ZBl 98/1997, S. 410 ff.; ZBl 103/2002, S. 264 ff.).</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.4</span></b><span> </span><span>In RB 1995 Nr. 98 hat das Verwaltungsgericht ebenfalls festgestellt, dass, soweit das RechtsverhÃ¤ltnis zwischen dem ElektrizitÃ¤tswerk und dem StrombezÃ¼ger Ã¼ber die im Reglement getroffene generelle Regelung hinaus der Konkretisierung bedarf, dies in erster Linie durch VerfÃ¼gung zu erfolgen habe. Vorliegend haben die ElektrizitÃ¤tswerke des Kantons ZÃ¼rich am 4. Juli 2003 eine solche VerfÃ¼gung erlassen, womit eine der Be­schwer­de zugÃ¤ngliche Anordnung vorliegt</span><span>.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.5</span></b><span> </span><span>Des Weiteren verlangt § 41 VRG, dass die Anordnung von einer VerwaltungsbehÃ¶rde letztinstanzlich erlassen worden sein muss. Nebst den BehÃ¶rden der Gemeinden, der Bezirke und der kantonalen Zentralverwaltung finden sich weitere VerwaltungsbehÃ¶rden mit VerfÃ¼gungskompetenzen, so auch in den kantonalen Ã¶ffentlichen Anstalten (KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 75). Bei den ElektrizitÃ¤tswerken des Kantons ZÃ¼rich handelt es sich um eine selbststÃ¤ndige Ã¶ffentlichrechtliche Anstalt (§ 1 des Gesetzes betreffend die ElektrizitÃ¤tswerke des Kantons ZÃ¼rich vom 19. Juni 1983 [EKZ-Gesetz]; Tobias Jaag, Ver­waltungsrecht des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 805 ff.). Sie versorgen den Kanton wirtschaftlich, sicher und umweltgerecht mit elektrischer Energie (§ 2 EKZ-Gesetz). Da ihr VerhÃ¤ltnis mit ihren Kunden dem Ã¶ffentlichen Recht untersteht, kÃ¶nnen den ElektrizitÃ¤tswerken auch VerfÃ¼gungskompetenzen zukommen und ihre Organe inso­weit auch als VerwaltungsbehÃ¶rde gelten (zu eng KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 4 N. 6).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Anders als der mit Revision vom 8. Juni 1997 aufgehobene § 47 VRG nennt das revidierte VRG die VerwaltungsbehÃ¶rden, deren Anordnungen unmittelbar mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht angefochten werden kÃ¶nnen, nicht im Einzelnen. Als Vorinstanzen des Verwaltungsgerichts kommen nach der Ordnung der §§ 19 bis 19c VRG allgemein folgende VerwaltungsbehÃ¶rden in Betracht: Regierungsrat, Direktionen, ihnen gleich­gestellte Kommissionen, kantonale Amtsstellen, BezirksrÃ¤te und Statthalter. Kraft spezial gesetzlicher Regelung kommen weitere Vorinstanzen dazu. Welche dieser Instanzen im Einzelfall "letztinstanzlich" entscheidet und damit Vorinstanz des Verwaltungsgerichts ist, ergibt erst eine Auslegung der Ordnung der §§ 19 bis 19c VRG. Dieser Ordnung ist von zwei GrundsÃ¤tzen geprÃ¤gt, die allerdings nicht ohne Ausnahme bleiben: Der erste Grundsatz sieht vor, dass gegen jede Verwaltungsanordnung mindestens eine verwal­tungsinterne Rekursinstanz angerufen werden kann (vgl. §§ 19 Abs. 1, 19a Abs. 1 und 19c Abs. 1 VRG). Der zweite hÃ¤lt fest, dass innerhalb des Kantons ZÃ¼rich hÃ¶chstens zwei Rechtsmittelinstanzen â einschliesslich des Verwaltungsgerichts â zur VerfÃ¼gung stehen (vgl. §§ 19b Abs. 1 und 2, 19c Abs. 2 VRG). Abweichend vom erstgenannten Grundsatz sind gewisse Anordnungen unmittelbar beim Verwaltungsgericht anfechtbar, das diesfalls als erste und einzige Rechtsmittelinstanz entscheidet. Das gilt namentlich fÃ¼r BeschlÃ¼sse, die der Regierungsrat als verfÃ¼gende Instanz trifft, sowie fÃ¼r erstinstanzliche Anordnungen der Direktionen oder Ãmter auf den in § 19a Abs. 2 VRG genannten Gebieten, ferner fÃ¼r Entscheide kantonaler und kommunaler BehÃ¶rden kraft spezial gesetzlicher Regelung oder kraft Bundesrecht, sofern dieses zwingend eine einzige kantonale Rechtsmittelinstanz vorschreibt (KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, § 41 N. 26 ff.).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die vorliegend angefochtene Anordnung bildet insofern einen Sonderfall, als sie von einer selbststÃ¤ndigen Ã¶ffentlichrechtlichen Anstalt getroffen worden ist. Sie ist nur dann direkt beim Verwaltungsgericht anfechtbar, wenn sie nicht vorgÃ¤ngig nach der Grundregel von § 19 Abs. 1 VRG an eine (verwaltungsinterne) "obere" BehÃ¶rde weitergezogen werden kann. ZunÃ¤chst fragt es sich, ob gegen VerfÃ¼gungen der Direktion der ElektrizitÃ¤tswerke der Rekurs an ein oberes Organ der Anstalt selber (Leitender Ausschuss oder Verwal­tungsrat; vgl. §10 EKZ-Gesetz) offen steht. Eine solche LÃ¶sung ist jedoch abzulehnen, da die anstaltsinternen oberen Organe nach ihrem Aufgaben- und Kompetenzbereich fÃ¼r eine Rechtspflegefunktion weder vorgesehen noch geeignet sind. Als obere BehÃ¶rde im Sinn von § 19 Abs. 1 VRG ausserhalb der eigenen Organisation der Beschwerdegegnerin kommt hÃ¶chstens der Regierungsrat in Betracht. Eher gegen eine solche Auslegung spricht zwar der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin als selbststÃ¤ndige Ã¶ffentlichrechtliche Anstalt nicht in die Verwaltungshierarchie eingegliedert und nicht der Aufsicht des Regierungsrates, sondern nur der Oberaufsicht des Kantonsrates unterstellt ist (§ 9 EKZ-Gesetz). So unterliegen, gestÃ¼tzt auf § 46 Abs. 1 des UniversitÃ¤tsgesetzes vom 15. MÃ¤rz 1998 (UniversitÃ¤tsG), Anordnungen des UniversitÃ¤tsrates dem Rekurs an den Regierungsrat (KÃ¶lz/ Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 129; Jaag, Rz. 2985), was jedoch insofern von vornherein mit § 19 Abs. 1 VRG vereinbar ist, als die UniversitÃ¤t zwar ebenfalls der Oberaufsicht des Kantonsrates, zudem aber auch ausdrÃ¼cklich der Aufsicht des Regierungsrates unterstellt ist (§ 25 f. UniversitÃ¤tsG). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weder der Wortlaut noch der Zweck von § 19 Abs. 1 VRG schliessen es jedoch aus, den Regierungsrat in seiner Eigenschaft als oberste vollziehende VerwaltungsbehÃ¶rde auch in FÃ¤llen als obere Rechtsmittelinstanz zu betrachten, in denen er nicht Aufsichtsinstanz gegenÃ¼ber der verfÃ¼genden BehÃ¶rde ist (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 1751). § 19 Abs. 1 VRG ist so auszulegen, dass der Grundsatz eines zweistufigen kantonalen Rechtsmittelwegs, der wie erwÃ¤hnt bei Neufassung dieser Bestimmung anlÃ¤sslich der Gesetzesrevision vom 8. Juni 1997 weg­leitend war, mÃ¶glichst weit gehend verwirklicht werden kann. Im Gegensatz zu einer oberen VerwaltungsbehÃ¶rde darf das Verwaltungsgericht nur eine Rechtskontrolle, aber nicht eine Ermessenskontrolle ausÃ¼ben. Dies gilt auch in denjenigen FÃ¤llen, in welchen das Verwaltungsgericht als erste Rechtsmittelinstanz wirkt. Eine Ermessenskontrolle sieht § 50 Abs. 3 VRG nÃ¤mlich nur bei entsprechenden Vorgaben des Bundesrechts sowie bei Beschwerden nach § 19a Abs. 2 VRG vor (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 112). FÃ¼r eine derartige Auslegung von § 19 Abs. 1 VRG spricht schliesslich mit Bezug auf die hier angefochtene Anordnung der ElektrizitÃ¤tswerke auch der Umstand, dass das EKZ-Gesetz schon seit dem 1. Oktober 1985 in Kraft steht. Damals galt aber noch das VRG in der Fassung vom 24. Mai 1959, wonach nur Entscheide der Baurekurskommissionen, Rekursentscheide einer Direktion des Regierungsrates und BeschlÃ¼sse des Regierungsrates mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht angefochten werden konnten (§ 47 Abs. 1 aVRG). </span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>1.6</span></b><span> </span><span>Demnach ist mangels funktioneller ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts auf die Beschwerde nicht einzutreten. GestÃ¼tzt auf § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 2 VRG sind die Akten an den Regierungsrat zu Ã¼berweisen, welcher die Eingaben vom 4. August 2003 als Rekurse zu behandeln hat.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Angesichts der unzutreffenden Rechtsmittelbelehrung der ElektrizitÃ¤tswerke des Kantons ZÃ¼rich, welche als Rechtsmittelinstanz das Verwaltungsgericht bezeichnet haben, sind die Gerichtskosten auf die Gerichtskasse zu nehmen. Eine Partei­entschÃ¤digung steht den unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrenden nach § 17 Abs. 2 VRG von vornherein nicht zu. Auch den ElektrizitÃ¤tswerken steht keine ParteientschÃ¤digung zu, da sie das vorliegende Verfahren mit ihrer unzutreffenden Rechtsmittelbelehrung ausgelÃ¶st haben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. Die Akten des vorliegenden Verfahrens werden dem Regierungsrat Ã¼berwiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>