<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die nötigen Vorkehrungen zu treffen, damit sämtliche EO-Beiträge von Frauen ab sofort auf ein Sperrkonto einbezahlt werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Ablehnung der Vorlage über die Mutterschaftsversicherung in der Volksabstimmung vom 13. Juni 1999 lässt ein sozialpolitisches Problem ungelöst. Zudem gibt die tiefe Kluft zwischen der Deutschschweiz und der lateinischen Schweiz an sich zu Bedenken Anlass. Der Bundesrat hat mit Bedauern von der Ablehnung des Mutterschaftsversicherungsgesetzes Kenntnis genommen und hält am Ziel fest, die geltende, sozialpolitisch ungenügende Regelung des Erwerbsausfalles bei Mutterschaft gesetzgeberisch zu korrigieren. Er beabsichtigt daher, dem Parlament zu Beginn der nächsten Legislaturperiode einen entsprechenden Lösungsentwurf vorzulegen.</p><p>Ein echter sozialer Schutz für Frauen, die ein Kind zur Welt bringen, lässt sich indes nicht auf dem Weg der Einzahlung der EO-Beiträge von Frauen auf ein Sperrkonto verwirklichen. Das Schweizer Sozialversicherungssystem fusst auf einer allgemeinen Solidarität zwischen Beitragszahlern und Leistungsempfängern: Zahlreiche Personen müssen Beiträge entrichten, erhalten aber keine entsprechende Leistung.</p><p>Den Verwendungszweck der Beiträge auf dem Sperrkonto zeigt die Motion nicht auf. Gegenüber der geltenden ungerechten Regelung, die Frauen im Mutterschaftsurlaub ungleich behandelt und viele von ihnen benachteiligt, bringt die Motion somit keine erkennbare Verbesserung. Gesucht ist eine Lösung, welche einen Ersatz für den Erwerbsausfall vorsieht, den erwerbstätige Frauen, die ein Kind zur Welt bringen, noch immer erfahren müssen.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.