<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SR.2005.00013</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206090&amp;W10_KEY=4467135&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SR.2005.00013</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.08.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 08.08.2007 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nachsteuern 1994-2002 (Staats- und Gemeindesteuern)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der Zufluss von Einkünften ist vollendet, wenn der Steuerpflichtige einen festen Rechtsanspruch auf das Vermögensrecht erworben hat, es sei denn, die Erfüllung des Anspruchs sei besonders unsicher. Bei einem Schneeballsystem sind Einkünfte auch schon dann realisiert, wenn sie auf Konten erfolgen, die zwar der direkten Verfügungsberechtigung entzogen sind, die Anleger aber frei entscheiden können, ob sie die Gutschriften ausbezahlt oder weiterinvestiert haben wollen. Der Zuflusszeitpunkt ist für jede in Frage stehende Realisation gesondert zu ermitteln. Lediglich die sich bei individueller Betrachtung ergebende besondere Unsicherheit vermag den Zufluss im Zeitpunkt des Forderungserwerbs zu verhindern. Bei einer auf einem Schneeballsystem basierenden Vermögensverwaltung liegt bei während der Verdachtsperiode der Schenkungspauliana ausbezahlten Gutschriften kein steuerrechtlich beachtlicher Zufluss vor.<br/><br/>Von einer Gesellschaft ausgerichtete Beträge aufgrund von Wertschriftengewinnen stellen beim Anleger steuerbaren Vermögensertrag dar. Steuerfreier Kapitalgewinn ist nur dann anzunehmen, wenn der Pflichtige über einen individualisierten Anspruch auf die Werte verfügt, weil die Gesellschaft individuell bestimmte Werte namens oder auf Rechnung des Pflichtigen erwirbt, d.h. als dessen direkter oder indirekter Stellvertreter auftritt. Fliesst die Geldanlage dagegen in einen Pool, liegt steuerbarer Vermögensertrag vor. Ein steuerfreier Kapitalgewinn wäre vorliegend nur dann zu erzielen gewesen, wenn bei einer hierzu berechtigten Bank jeweils ein auf den Namen jedes einzelnen Anlegers lautendes Konto eröffnet worden wäre. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANLAGEBETRUG">ANLAGEBETRUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSTAND">AUSSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSTANDSBEGEHREN">AUSSTANDSBEGEHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BANK">BANK</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEFANGENHEIT">BEFANGENHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DEVISENHANDEL">DEVISENHANDEL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FORDERUNGSERWERB">FORDERUNGSERWERB</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INDIVIDUALISIERTER ANSPRUCH">INDIVIDUALISIERTER ANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KAPITALGEWINN">KAPITALGEWINN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHSTEUER">NACHSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: POOLING">POOLING</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REALISATION">REALISATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHENKUNGSPAULIANA">SCHENKUNGSPAULIANA</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHNEEBALLSYSTEM">SCHNEEBALLSYSTEM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERDACHTSPERIODE">VERDACHTSPERIODE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMÃGENSERTRAG">VERMÃGENSERTRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMÃGENSVERWALTUNG">VERMÃGENSVERWALTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUFLUSS">ZUFLUSS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUFLUSSZEITPUNKT">ZUFLUSSZEITPUNKT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 286 SchKG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 Abs. III StG</span><br/><span class="gerade">§ 119 Abs. I StG</span><br/><span class="ungerade">§ 119 Abs. III StG</span><br/><span class="gerade">§ 160 Abs. I StG</span><br/><span class="ungerade">§ 5a Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2006 Nr. 80</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der ledige, 1958 geborene A wurde fÃ¼r das im vorliegenden Verfahren einzig noch umstrittene Steuerjahr 2002 mit einem steuerbaren Einkommen und einem steuerbaren VermÃ¶gen von je Fr. 0 veranlagt. Diese EinschÃ¤tzung erwuchs in Rechtskraft.</p> <p class="Urteilstext">Am 21. Oktober 2004 erÃ¶ffnete das kantonale Steueramt ein Nachsteuer- und Steuerstrafverfahren gegen A. GestÃ¼tzt auf verschiedene Erkenntnisse der SteuerbehÃ¶rden bestand der Verdacht, dass A unter anderem Guthaben und ErtrÃ¤ge aus seinen Anlagen bei der C AG nicht deklariert hatte.</p> <p class="Urteilstext">Am 21. Februar 2005 verfÃ¼gte das kantonale Steueramt, Abteilung Spezialdienste, nach durch­gefÃ¼hrter Untersuchung eine Nachsteuer (inklusive Zins) von insgesamt Fr. â¦ sowie eine Busse von Fr. ... Mit der gleichen VerfÃ¼gung wurde A sodann auch hinsichtlich der direkten Bundessteuer eine Nachsteuer (samt Zins) von Fr. â¦ sowie eine Busse von Fr. â¦ auferlegt.</p> <p class="Urteilstext">Die gegen diese VerfÃ¼gung erhobene Einsprache von A wies das kantonale Steueramt am 16. August 2005 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diese VerfÃ¼gung liess A am 11. September 2005 (Eingang am 13. September 2005) Rekurs beim Verwaltungsgericht erheben. Er beantragte, die auf den Ertrag der C AG entfallende Nachsteuer von Fr. â¦ (inklusive Zins) sei samt Busse von Fr. â¦ fallen zu lassen. Mit gleicher Schrift erhob A auch hinsichtlich der direkten Bundessteuer eine entsprechende Beschwerde und beantragte diesbezÃ¼glich, die auf den Ertrag der C AG entfallende Nachsteuer von Fr. â¦ (inklusive Zins) sei samt Busse von Fr. â¦ ebenfalls aufzuheben. Ausserdem verlangte er die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">Mit Datum vom 11. September 2005 (Eingang 15. September 2005) und vom 19. September 2005 erfolgten weitere Eingaben des Vertreters von A. Am 11. Oktober 2005 erfolgte sodann unter Hinweis auf eine am 21. September 2005 eingereichte Aufsichtsbeschwerde eine Eingabe an die GeschÃ¤ftsleitung des Kantonsrats des Kantons ZÃ¼rich, welche dem Gericht in Kopie zuging.</p> <p class="Urteilstext">Das kantonale Steueramt, Dienstabteilung Spezialdienste, beantragte am 18. Oktober 2005 Abweisung des Rekurses. Eventualiter sei allerdings das Rechtsmittel gutzuheissen und die Nachsteuer auf Fr. â¦ festzusetzen.</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 2. Dezember 2005 ordnete der Referent die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels an. Innert gesetzter Frist ging keine Replik von A ein. Am 11. Januar 2006 erhielt das Gericht indessen eine Kopie einer an die GeschÃ¤ftsleitung des Kantonsrats des EidgenÃ¶ssischen Standes ZÃ¼rich gerichteten Eingabe, in welcher der Vertreter von A ausfÃ¼hrte, weshalb er sich nicht veranlasst sehe, der "von der 2. Abteilung des Verwaltungsgerichts angesetzten Frist Folge zu leisten, so lange nicht aufsichtsrechtlich hinlÃ¤nglich Ã¼ber die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts entschieden" sei. Zudem fÃ¼hrte er aus, ohne Kostengutsprache kÃ¶nne ihm "die Abgabe einer einlÃ¤sslichen Stellungnahme nicht zugemutet werden". Ohne eine solche sei "das Verfahren indes in keiner Weise spruchreif". Am 16. Januar 2006 schliesslich erhielt der PrÃ¤sident des Verwaltungsgerichts einen Beschluss der GeschÃ¤ftsleitung des Kantonsrats des EidgenÃ¶ssischen Standes ZÃ¼rich vom 5. Januar 2006, mit dem dieser unter anderem auf das von A gegen die Mitglieder der 2. Abteilung des Verwaltungsgerichts gestellte Ausstandsbegehren nicht eintrat.</p> <p class="Urteilstext">Auf das Einholen einer Duplik wurde verzichtet.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Wer beim Vollzug des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) in einer Sache zu entscheiden oder an einer VerfÃ¼gung oder Entscheidung in massgeblicher Stellung mitzuwirken hat, ist verpflichtet, unter anderem dann in Ausstand zu treten, wenn er in der Sache befangen sein kÃ¶nnte (§ 119 Abs. 1 StG). Ãber ein Ausstandsbegehren entscheidet bei Mitgliedern einer KollegialbehÃ¶rde diese selbst (Abs. 3); im Fall des Verwaltungsgerichts unter Ausschluss des betreffenden Mitglieds (§ 5a Abs. 2 in Verbindung mit § 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Eine gewisse Besorgnis von Befangenheit oder Voreingenommenheit kann bei den Parteien immer dann entstehen, wenn ein Richter sich bereits in einem frÃ¼heren Zeitpunkt mit der Sache befasst hat (vgl. BGE 119 Ia 221 E. 3 S. 226). ZulÃ¤ssig ist die Vorbefassung jedoch, wenn die konkret zu entscheidenden Rechtsfragen gleichwohl als offen erscheinen und nicht der Anschein der Vorbestimmtheit erweckt wird (BGE 120 Ia 187 E. 2b mit Hinweisen). Nach der Praxis sind weder die Beteiligung von Richtern an frÃ¼heren Verfahren (vgl. unter anderem BGE 114 Ia 278 E. 1) noch gar der Umstand, dass gegen einzelne Richter Strafanzeige erhoben worden ist (vgl. BGE 111 Ia 149 E. 2), geeignet, einen Ausstandsgrund zu begrÃ¼nden (vgl. auch Regina Kiener, Richterliche UnabhÃ¤ngigkeit, Verfassungsrechtliche Anforderungen an Richter und Gerichte, Bern 2001, S. 144, auch zum Folgenden). Daran Ã¤ndert auch nichts, wenn die jeweiligen Rechtsuchenden durch die gleiche Person vertreten waren (vgl. auch BGr, 14. Februar 2005, 2P.10/2005, E. 3.1). Das Verwaltungsgericht tritt deshalb gemÃ¤ss stÃ¤ndiger Praxis auf Ausstandsbegehren, welche ausschliesslich damit begrÃ¼ndet werden, dass die Betroffenen in einer frÃ¼heren Angelegenheit gegen den Pflichtigen entschieden haben, unter Mitwirkung der Abgelehnten gar nicht ein (RB 2001 Nr. 2; vgl. auch BGE 114 Ia 278 E. 1; 105 Ib 301 E. 1b und c).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Der Pflichtige begrÃ¼ndet in seinem Rekurs den gegenÃ¼ber den Mitgliedern der 2. Abteilung erhobenen Vorwurf der Befangenheit ausschliesslich mit deren Rechtsprechung "zu den mit betrÃ¼gerischen Schneeballsystemen verbundenen Steuerfolgen". Die 2. Abteilung sei "in der Sache derart festgefahren, dass sie vorliegendenfalls zweifellos nicht mehr in der Lage ist, einen unabhÃ¤ngigen und unvoreingenommenen Entscheid zu fÃ¤llen". Keine zusÃ¤tzliche BegrÃ¼ndung ergibt sich aus den dem Verwaltungsgericht in Kopie vorliegenden Eingaben des Pflichtigen an die GeschÃ¤ftsleitung des Kantonsrats des Kantons ZÃ¼rich sowie aus deren Nichteintretensbeschluss vom 5. Januar 2006. Unter diesen UmstÃ¤nden besteht keine wirklich sachbezogene BegrÃ¼ndung des Ausstandsbegehrens und ist auf dieses im Licht der erwÃ¤hnten Rechtsprechung unter Mitwirkung der Abgelehnten nicht einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die Strafsteuer beziehungsweise Busse wegen Steuerhinterziehung nach § 235 Abs. 1 StG ist eine echte kriminalrechtliche Strafe, so dass auf das Steuerstrafverfahren dementsprechend die strafprozessualen GrundsÃ¤tze zur Anwendung gelangen (vgl. RB 2000 Nr. 135 mit Hinweisen). Wird mit dem Begehren um gerichtliche Beurteilung die ÃberprÃ¼fung von Busse und Verschulden verlangt (vgl. § 252 Abs. 1 StG), erfolgt dies im vom Nachsteuerverfahren getrennt verlaufenden Steuerstrafverfahren. Infolgedessen ist der Pflichtige mit seinem die Aufhebung der Busse verlangenden Antrag ins Steuerstrafverfahren zu verweisen, und es ist darauf im vorliegenden Nachsteuerverfahren nicht einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Ergibt sich aufgrund von Tatsachen oder Beweismitteln, die der SteuerbehÃ¶rde nicht bekannt waren, dass eine EinschÃ¤tzung zu Unrecht unterblieben oder eine rechtskrÃ¤ftige EinschÃ¤tzung unvollstÃ¤ndig ist, oder ist eine unterbliebene oder unvollstÃ¤ndige EinschÃ¤t­zung auf ein Verbrechen oder ein Vergehen gegen die SteuerbehÃ¶rde zurÃ¼ckzufÃ¼hren, wird laut § 160 StG die nicht erhobene Steuer samt Zins als Nachsteuer eingefordert (Abs. 1). Zwingend vorausgesetzt ist demnach ein Steuerausfall des Gemeinwesens; ein solcher liegt vor, wenn die EinschÃ¤tzung des Steuerpflichtigen materiell gesetzwidrig ausgefallen ist. Nicht notwendig ist dagegen ein Verschulden des Steuerpflichtigen; es genÃ¼gt, dass der Steuer­ausfall darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, dass der Steuerpflichtige â schuldhaft oder schuld­los â seine in § 133 ff. StG geregelten Pflichten zu Deklaration und Beweis rechtser­heb­licher Tatsachen verletzt hat und deswegen von der SteuerbehÃ¶rde nicht oder ungenÃ¼gend eingeschÃ¤tzt worden ist (vgl. schon August Reimann/Ferdinand Zuppinger/Erwin SchÃ¤rrer, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuer­gesetz, Bd. III, Bern 1969, § 102 N. 24).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Da unbestritten ist, dass die in Frage stehende Veranlagung rechtskrÃ¤ftig geworden ist, ist nachstehend als erstes zu klÃ¤ren, ob Ã¼berhaupt eine Unterbesteuerung vorliegt. Eine solche bedingt ihrerseits, dass Ã¼berhaupt eine Einkommensrealisation stattgefunden hat. Erst nach Bejahen dieser Frage ist alsdann zu prÃ¼fen, ob es sich dabei um einen â die grundsÃ¤tzliche Steuerbarkeit sÃ¤mtlicher EinkÃ¼nfte (§ 16 Abs. 1 StG) durchbrechenden â steuerfreien Kapitalgewinn (§ 16 Abs. 3 StG) handelt (vgl. RB 1997 Nr. 32 = StE 1997 B 24.4 Nr. 45 E. 2a). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.3.1 </span></b>Die Einkommenssteuerpflicht entsteht grundsÃ¤tzlich mit dem Zufluss von EinkÃ¼nften (RB 1995 Nr. 34). Dabei ist der Rechtserwerb in jenem Zeitpunkt vollendet, in welchem der Steuerpflichtige einen festen Rechtsanspruch auf das VermÃ¶gensrecht erworben hat, es sei denn, die ErfÃ¼llung des Anspruchs sei besonders unsicher. Dies gilt auch dann, wenn der Forderungserwerb Vorstufe des Eigentumserwerbs darstellt: Massgebend ist der Zeitpunkt, zu dem "die Verwirklichung der Forderung so gewiss und gesichert ist, dass sie dem Zufluss von Geld gleichgestellt werden kann" (Markus Reich, Die ungerechtfertigte Bereicherung und andere rechtsgrundlose VermÃ¶gensÃ¼bergÃ¤nge im Einkommenssteuer­recht, IFF Forum fÃ¼r Steuerrecht 2004, 7). Der Einkommenszufluss als faktischer Vorgang ist mit Erlangung der wirtschaftlichen VerfÃ¼gungsmacht Ã¼ber die zugeflossenen VermÃ¶genswerte abgeschlossen. <span>Dabei ist grundsÃ¤tzlich auf den Zeitpunkt abzustellen, da die Leistung fÃ¤llig wird, und nicht auf den spÃ¤teren Moment einer allfÃ¤lligen KonkurserÃ¶ffnung. Im Zeitpunkt der FÃ¤lligkeit verwirklicht sich der VermÃ¶genszuwachs ungeachtet um dessen nachfolgende steuerrechtliche Qualifikation und kann der Anleger darÃ¼ber verfÃ¼gen, soweit die Forderung in diesem Zeitpunkt nicht unsicher erscheint, der Anleger auf den VermÃ¶genszuwachs greifen kann und nicht anzunehmen ist, dass die Auszahlung des Guthabens verweigert worden wÃ¤re, wenn der einzelne Anleger Zahlung verlangt hÃ¤tte. Als VerfÃ¼gung hat auch zu gelten, wenn der Anleger seinen Willen erkennbar in dem Sinn betÃ¤tigt, sein zugeflossenes Guthaben fÃ¼r weitere Anlagen stehen zu lassen (BGr, 6. Februar 2003, StR 2003 359, E. 2.2.2, mit weiteren Hinweisen). Bei auf einem Schneeballsystem basierenden Gewinngutschriften bedeutet dies, dass die EinkÃ¼nfte â vorbehÃ¤ltlich einer individuellen Unsicherheit â auch schon dann realisiert sind, wenn sie auf Konten erfolgten, die zwar der direkten VerfÃ¼gungsberechtigung der Anleger entzogen sind, diese aber frei entscheiden kÃ¶nnen, ob sie die Gutschriften ausbezahlt oder weiterinvestiert haben wollen (BGr, 14. Januar 2005, 2P.85/2004, E. 2.4.3).</span></p> <p class="Erwgung3">Ist der Zufluss sodann auch faktisch erfolgt, kann einzig eine gesetzliche oder vertragliche (RÃ¼ck-)Ablieferungspflicht die Zurechnung des Einkommenszuflusses verhindern. Allerdings kann sich nach der Rechtsprechung auf die Ablieferungspflicht nicht berufen, wer mit einer ErfÃ¼llung dieser Pflicht bei der Erlangung der wirtschaftlichen VerfÃ¼gungsmacht ernstlich gar nicht zu rechnen braucht. Den Einkommenszufluss hindern kann dann einzig ein liquider Anspruch auf Ablieferung, dessen Durchsetzung unmittelbar bevorsteht (vgl. RB 1998 Nr. 148 mit Hinweisen; Markus Reich in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bd. I/1, 2. A. Basel etc. 2002, Art. 7 StHG N. 33).</p> <p class="Urteilstext">Wiewohl die Bestimmung des Zuflusszeitpunkts vorab zur perdiodengerechten Abgrenzung von Einkommen dient (RB 2002 Nr. 96; RB 1988 Nr. 29), greift dabei nicht eine nur auf Ende des Steuerjahrs, gleichsam stichtagsbezogene Betrachtung Platz, sondern ist der Zuflusszeitpunkt vielmehr fÃ¼r jede in Frage stehende Realisation gesondert zu ermitteln (vgl. BGr, 14. Januar 2005, 2P.300/2003, E. 2.4.1.1 mit weiteren Hinweisen). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Dieser Definition des Zuflusszeitpunktes von Forderungen ist in der Lehre Kritik erwachsen. Insbesondere wird vorgebracht, das Kriterium der "besonderen Unsicherheit" der ErfÃ¼llung trage der Situation im PrivatvermÃ¶gensbereich zu wenig Rechnung (vgl. etwa Mar­kus Weidmann, Realisation und Zurechnung des Einkommens, IFF Forum fÃ¼r Steuer­recht 2003, 99). Ein Zufluss sei erst dann anzunehmen, wenn die spÃ¤tere geld­mÃ¤ssige Vereinnahmung der Forderung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich­keit feststehe (Reich, 7, auch zum Folgenden). Genau solches sei bei Gutschriften von AnlagebetrÃ¼gern nicht der Fall, da diese nicht zahlungsfÃ¤hig seien und die Gutschriften keine durchsetzbaren RechtsansprÃ¼che darstellten. Die Gutschriften hÃ¤tten ihren Grund einzig im Bestreben des AnlagebetrÃ¼gers, das Schneeballsystem erfolgreich weiterzu­fÃ¼hren. Diesen letzten Punkt hat die Rechtsprechung zwar ebenfalls bejaht, wobei stets auf den realen Hintergrund der Gutschriften hingewiesen worden ist (vgl. BGr, 27. Januar 2003, StE 2003 B 21.1 Nr. 11, E. 2.3). Bei alledem hat das Bundesgericht in stÃ¤ndiger und wiederholt bestÃ¤tigter Rechtsprechung aber auch nach Auseinandersetzung mit den erwÃ¤hnten Lehrmeinungen daran festgehalten, lediglich die sich bei individueller Betrachtung ergebende besondere Unsicherheit vermÃ¶ge den Zufluss im Zeitpunkt des Forderungserwerbs zu verhindern (BGr, 14. Januar 2005, 2A.589/2003, E. 2.2.2.2; BGr, 27. Januar 2003, StE 2003 B 21.1 Nr. 11, E. 2.4). Das Verwaltungsgericht sieht sich unter diesen UmstÃ¤nden nicht veranlasst, von dieser sich mit seiner Auffassung deckenden Betrachtung abzuweichen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.3 </b>Das Verwaltungsgericht hat in einem Entscheid vom 10. September 2003 bezÃ¼glich Auszahlungen im Zusammenhang mit einem auf einem Schneeballsystem basierenden VermÃ¶gensverwaltungsauftrag entschieden, bei wÃ¤hrend der einjÃ¤hrigen Verdachtsperiode der Schenkungspauliana ausbezahlten Gutschriften liege kein steuerrechtlich beachtlicher Zufluss vor (RB 2003 Nr. 82). Auch das Bundesgericht hat mehrfach erkannt, eine Realisierung von Leistungen kÃ¶nnte allenfalls zweifelhaft erscheinen, wenn Leistungen besteuert wÃ¼rden, die der RÃ¼ckforderung durch die Konkursmasse unterliegen (BGr, 13. Februar 2003, StR 2003 353, E. 3.4; 27. Januar 2003, StE 2003 B 21.1 Nr. 11, E. 2.3 in fine). Auch an dieser Rechtsprechung ist trotz Kritik in der Rekursschrift festzuhalten. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.4 </b>Ãber die C AG ist am 24. November 2003 der Konkurs erÃ¶ffnet worden. Die Jahresfrist oder Verdachtsperiode von Art. 286 des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 Ã¼ber Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) hat somit am 24. November 2002 zu laufen begonnen. Nach diesem Datum konnte aus der Quelle der C AG deshalb dem Pflichtigen nichts mehr zufliessen (vgl. vorn ErwÃ¤gung Ziffer 3.3.3). Irrelevant, da mit dem 2. Dezember 2002 spÃ¤ter als der 24. November 2002, ist allerdings der Zeitpunkt, ab welchem die C AG allenfalls wegen der Verhaftung von D auch auf Verlangen hin keine Auszahlungen mehr hÃ¤tte vornehmen kÃ¶nnen. Keinen Einfluss auf diese Daten hat angesichts der Regelung von Art. 288a SchKG und der dazu bestehenden Praxis auch die am 16. Januar 2003 beschlossene AuflÃ¶sung der C AG sowie die Einsetzung der E AG als Liquidatorin (vgl. auch Adrian Staehelin in: Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber Schuldbetreibung und Konkurs, Basel etc. 1998, Art. 288a SchKG N. 13 ff.). </p> <p class="Erwgung3">Was demnach dem Pflichtigen von der C AG vor dem 24. November 2002 zugekommen ist, gilt als zugeflossen, es sei denn, die entsprechenden Forderungen er­schienen aus anderen <span>GrÃ¼nden als unsicher. Eine </span>derartige im Licht der einschlÃ¤gigen Recht­sprechung massgebliche Unsicherheit ist indessen nicht ersichtlich und ergibt sich an­gesichts des individuell zu bestimmenden Zuflusszeitpunkts (vgl. vorn ErwÃ¤gung Ziffer 3.3.1) insbesondere nicht aus der Tatsache, dass die zugeflossenen BetrÃ¤ge am Ende der Steuerperiode 2002 nicht mehr eingefordert werden konnten. Im Gegenteil: HÃ¤tte der Pflichtige noch Ende Oktober 2002 die Auszahlung der Gutschriften und die RÃ¼ckzahlung des einbezahlten Kapitals verlangt, so hÃ¤tte er dies bekommen. Wie im Einsprache­entscheid zutreffend ausgefÃ¼hrt wird, wÃ¤re die C AG im Oktober 2002 dazu nÃ¤mlich durchaus noch in der Lage gewesen und hat im fraglichen Zeitpunkt denjenigen Anlegern, welche dies verlangt haben, auch noch ausbezahlt (vgl. die entsprechenden Angaben im Zusammenfassenden Bericht der Kantonspolizei ZÃ¼rich zuhanden der <span>Bezirksanwaltschaft III fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich </span>vom 16. Dezember 2003 [nachfolgend: Polizeibericht]). Diese FÃ¤higkeit der C AG, den einzelnen individuellen An­spruch des Pflichtigen â und nur darauf kommt es nach der massgeblichen Rechtsprechung an (vgl. vorn ErwÃ¤gung Ziffer 3.3.2) â im Oktober 2002 noch auszubezahlen, wÃ¤re dieser verlangt worden, zeigt sich auch an der erwarteten Konkursdividende von letztlich Ã¼ber 60% (Informationen der Konkursverwaltung). Dabei angemerkt sei hier abschliessend lediglich noch einmal, dass es bei alledem nach der massgeblichen Rechtsprechung keine Rolle spielt, dass diese RÃ¼ckzahlung, wÃ¤re sie verlangt worden, nicht aus erwirtschafteten Anlagen gestammt, sondern eine Umlagerung des von anderen Anlegern Einbezahlten dargestellt hÃ¤tte. Ebenfalls unerheblich ist wie gesagt angesichts der individuellen Betrachtungsweise, dass bei einem gleichzeitigen Verlangen durch alle Kapitalanleger nicht alle hÃ¤tten vollumfÃ¤nglich ausbezahlt werden kÃ¶nnen (vgl. vorn ErwÃ¤gung Ziffer 3.3.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.1 </b>Der Pflichtige hat am 16. MÃ¤rz 2002 mit der C AG eine "«Devisenhandel» Investment Vereinbarung" abgeschlossen. Er tÃ¤tigte zwischen dem 18. MÃ¤rz 2002 und dem 26. Juni 2002 insgesamt 9 Einlagen von total Fr. 315'000.- auf ein Konto der E AG, welche als Zahlstelle der C AG diente und ebenfalls vom jeweiligen AlleinaktionÃ¤r D als GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer geleitet wurde. Gutgeschrieben wurden zwischen MÃ¤rz und Oktober 2002 Ã¼ber das eingelegte Kapital hinaus BetrÃ¤ge im Total von Fr. 148'243.-. Da diese â wie dargelegt â als zugeflossen zu gelten haben, ist nun deren steuerliche Qualifikation vorzunehmen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.2 </b>Ein steuerfreier Kapitalgewinn beziehungsweise ein nicht abzugsfÃ¤higer solcher Verlust liegt dann vor, wenn der Mehr- beziehungsweise Minderwert eines VermÃ¶gensrechts des beweglichen PrivatvermÃ¶gens dadurch realisiert worden ist, dass dieses Recht verÃ¤ussert wurde, das heisst wirtschaftlich betrachtet aus dem VermÃ¶gen des Steuerpflichtigen ausgeschieden ist. Steuerfrei sind deshalb all jene WertzuflÃ¼sse beim Steuerpflichtigen, welche als Gegenwert (ErlÃ¶s) fÃ¼r das durch VerÃ¤usserung realisierte VermÃ¶gensrecht erscheinen (RB 1997 Nr. 32 = StE 1997 B 24.4 Nr. 45; RB 1987 Nr. 20 = StE 1988 B 24.4 Nr. 11). Hingegen sind EinkÃ¼nfte, die dem Steuerpflichtigen aus einem privaten beweglichen VermÃ¶gensrecht zufliessen, ohne dass ihr Zufluss Folge einer VerÃ¤usserung im umschriebenen Sinn ist, gemÃ¤ss § 20 Abs. 1 lit. a StG steuerbarer VermÃ¶gensertrag (vgl. fÃ¼r die direkte Bundessteuer BGr, 24. Juli 2001, StE 2001 B 21.1 Nr. 10; BGr, 21. Oktober 1996, ASA 66 [1997/98] 377, E. 2b).</p> <p class="Erwgung3">Die blosse Geldanlage in einer VermÃ¶gensverwaltungsgesellschaft bewirkt noch keinen rechtlichen oder wirtschaftlichen Anspruch an den Werten, welche diese Gesellschaft hÃ¤lt beziehungsweise erwirbt. Richtet die Gesellschaft aufgrund von Wertschriftengewinnen, die sie erzielt, BetrÃ¤ge an den Anleger aus, gelangt deshalb nicht steuerfreier Kapitalgewinn an den Anleger, sondern steuerbarer VermÃ¶gensertrag. Ein steuerfreier Kapitalgewinn ist gemÃ¤ss verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung vielmehr nur dann â aber immerhin â anzunehmen, wenn die Gesellschaft individuell bestimmte Werte (Wertpapiere, Devisen etc.) namens oder zumindest auf Rechnung des Steuerpflichtigen erwirbt, d.h. als dessen direkter oder indirekter Stellvertreter auftritt, und dieser derart Ã¼ber einen rechtlich oder wirtschaftlich individualisierten Anspruch auf die Werte beziehungsweise getÃ¤tigten GeschÃ¤fte verfÃ¼gt (VGr, 7. Dezember 1994 = ZStP 1995, 51; VGr, 3. Juli 1996, SB.95.00031, auch zum Folgenden). Fliesst die Geldeinlage dagegen in einen Pool und werden daraus Wertschriften oder Devisen erworben sowie darauf Gewinne realisiert, ohne dass die Gesellschaft die Werte individuell den Anlegern zuordnet und Ã¼ber die einzelnen GeschÃ¤fte mit diesen abrechnet, liegt mit den AusschÃ¼ttungen an die Anleger nicht steuerfreier Kapitalgewinn, sondern steuerbarer VermÃ¶gensertrag vor.</p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.4.3 </span></b>Der Pflichtige vertritt gestÃ¼tzt auf einen unangefochten gebliebenen rechtskrÃ¤ftigen Entscheid der Steuerrekurskommission I des Kantons ZÃ¼rich vom 21. Januar 2003 (StE 2003 B 24.1 Nr. 2) die Auffassung, es liege ein steuerfreier Kapitalgewinn vor. In jenem Entscheid wurde festgehalten, wer eine Finanzgesellschaft beauftrage, mit Mitteln aus seinem PrivatvermÃ¶gen in eigenem Namen, jedoch auf Rechnung des Auftraggebers jeweils Ã¼ber ein persÃ¶nliches Konto einzeln abgerechnete DevisenhandelsgeschÃ¤fte zu tÃ¤tigen, erziele bei erfolgreichem Abschluss dieser GeschÃ¤fte keinen steuerbaren VermÃ¶gensertrag, sondern einen steuerfreien Kapitalgewinn. Dass die Einlage zusammen mit solchen anderer Kunden am Markt investiert werde, betreffe die technische Abwicklung des GeschÃ¤fts und bedeute nicht Poolen im Sinn der Rechtsprechung. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.4 </b>Die <span>Entgegennahme von Publikumsgeld</span> ist eine Banken vorbehaltene TÃ¤tigkeit (Art. 1 <span>des Bundesgesetzes vom 8. November 1934 Ã¼ber die Banken und Sparkassen [BankG]), und das FÃ¼hren einer Bank ist bewilligungspflichtig (Art. 3 ff. BankG). Banken im Sinn des </span>Bankengesetzes kÃ¶nnen dabei durchaus auch Finanzgesellschaften sein, wenn sie die entsprechenden gesetzlichen Unterstellungsvoraussetzungen erfÃ¼llen (vgl. Beat Kleiner/Renate Schwob in: Kommentar BankG, Stand 17. Nachlieferung ZÃ¼rich 2006, Art. 1 BankG N. 70). <span>Ein Unternehmen, das unerlaubt eine fÃ¼r Nicht-Banken zum Vornherein nicht bewilligungsfÃ¤hige BankentÃ¤tigkeit ausÃ¼bt, ist in Anwendung von Art. 23quinquies BankG zu verbieten und aufzulÃ¶sen, wie eine Bank, der die GeschÃ¤ftsbewilligung entzogen wird, weil sie die Bewilligungsvoraussetzungen nicht mehr erfÃ¼llt oder ihre gesetzlichen Pflichten grob verletzt. Mit dem Bewilligungsentzug ist regelmÃ¤ssig die sofortige und unwiderrufliche Schliessung verbunden; die Liquidation ist somit eine zwingende Folge des Bewilligungsentzugs und nicht etwa dadurch umgehbar, dass die GeschÃ¤ftstÃ¤tigkeit in ein nicht bewilligungspflichtiges Gebiet verlagert wird (BGr, 6. Februar 2003, StR 2003 359, E. 3.3.2.1, mit weiteren Hinweisen). </span></p> <p class="Erwgung3"><span>In der seriÃ¶sen Bank- und VermÃ¶gensverwaltungspraxis laufen denn auch die einschlÃ¤gigen Transaktionen im Devisenhandelsbereich so ab, dass der Kunde bei einer Bank ein auf seinen Namen lautendes Konto beziehungsweise Depot erÃ¶ffnet und diese â oder auch einen Dritten, etwa einen unabhÃ¤ngigen VermÃ¶gensverwalter â beauftragt, </span>im Auftrag und auf Rechnung des Kunden DevisenhandelsgeschÃ¤fte auszufÃ¼hren. Die einzelnen Transaktionen werden dabei unter Angabe der gehandelten Devisenart, der Menge, Devisenkurse (An- und Verkauf) und dem Datum dem Kunden auf dessen Devisenkonto zugeordnet. Dementsprechend richtet sich dessen Anspruch auf den Gewinn aus diesen individualisierten GeschÃ¤ften und nicht etwa auf einen nÃ¤her bestimmten Anteil am allfÃ¤lligen Gewinn aus vom VermÃ¶gensverwalter auch noch fÃ¼r andere Kunden abgewickelten Devisentransaktionen. Dass bei alledem â wie branchenÃ¼blich â fÃ¼r die einzelne Transaktion Teile der Einlage mit denjenigen anderer Kunden investiert werden, betrifft in der Tat die rein technische Abwicklung des GeschÃ¤fts und bedeutet nicht, dass auf ein massgebliches "Poolen" im Sinn der Rechtsprechung zu schliessen wÃ¤re (vgl. auch die zutreffenden ErwÃ¤gungen der Steuerrekurskommission I, 21. Januar 2003, StE 2003 B 24.1 Nr. 2).</p> <p class="Urteilstext"><span>Von diesem Modell mag zwar wohl grundsÃ¤tzlich auch die C AG ausgegangen sein, ist doch die zwischen ihr und dem Pflichtigen abgeschlossene </span>"«Devisenhandel» Investment Vereinbarung" derjenigen, welche auch dem im soeben erwÃ¤hnten Entscheid zu beurteilenden Sachverhalt ("Devisen-Verwaltungsauftrag") zugrunde lag, nicht unÃ¤hnlich (vgl. StE 2003 B 24.1 Nr. 2, E. 2a). Allerdings verfÃ¼gte der Pflichtige nicht Ã¼ber ein individuelles, auf seinen Namen lautendes Konto bei einer hierzu nach Art. 1 BankG berechtigten Bank. Er bezahlte seine Einlagen â wie die anderen insgesamt 1342 Anleger auch â im Gegenteil auf ein auf die E AG lautendes Konto, wovon das Geld in eines von am Schluss sechs Pool-Konten floss (vgl. die entsprechenden Angaben im Polizeibericht). Damit unterscheidet sich der vorliegend zu beurteilende Sachverhalt entscheidwesentlich von dem im Rekurs angerufenen und in StE 2003 B 24.1 Nr. 2 verÃ¶ffentlichten Urteil der Steuerrekurskommission I vom 21. Januar 2003, bei welchem die fÃ¼r die Erzielung eines Kapitalgewinns notwendige durchgehende Individualisierung bestand. Keine Rolle spielt â wie in den vom Bundesgericht entschiedenen FÃ¤llen des AnlagebetrÃ¼gers G (vgl. z.B. BGr, 27. Januar 2003, StE 2003 B 21.1 Nr. 11) â angesichts dieser Tatsachen, dass die C AG fÃ¼r jeden Anleger bei sich ein Rubrikenkonto fÃ¼hrte. Dieses wird denn auch im Polizeibericht, dessen Inhalt im Ãbrigen trotz Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels und der Zustellung der entsprechenden Unterlagen an den Pflichtigen unbestritten geblieben ist, zu Recht auch bloss als "internes Konto" bezeichnet, wobei die dort ausgewiesenen GeschÃ¤fte mit den tatsÃ¤chlich getÃ¤tigten kaum je Ã¼bereinstimmen. Selbst wenn allerdings die GeschÃ¤fte wirklich wie ausgewiesen getÃ¤tigt worden wÃ¤ren, so lÃ¤ge â entgegen der im Rekurs vertretenen Ansicht â angesichts der fehlenden bankrechtlichen Zulassung der C AG aufgrund des durchgefÃ¼hrten Poolings kein steuerfreier Kapitalgewinn vor (vgl. BGr, 6. Februar 2003, StR 2003 359). Ein solcher wÃ¤re ausschliesslich dann zu erzielen gewesen, wenn tatsÃ¤chlich bei einer hiezu berechtigten Bank jeweils ein auf den Namen jedes einzelnen Anlegers lautendes Konto erÃ¶ffnet worden wÃ¤re (vgl. das vom Pflichtigen eingereichte Schreiben der EidgenÃ¶ssischen Steuerverwaltung [Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Verrechnungssteuer, Stempelabgaben] an die Kantone vom Mai 2004, ErlÃ¤uterungen Ziffer 2). Dann, und nur dann, lÃ¤ge auch ein mit dem vom Pflichtigen angerufenen Entscheid der Steuerrekurskommission I vom 21. Januar 2003 (StE 2003 B 24.1 Nr. 2) vergleichbarer Sachverhalt vor. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.5 </b>Fliesst die Geldeinlage mithin wie im vorliegenden Fall in einen Pool, so liegt mit den AusschÃ¼ttungen an die Anleger nicht steuerfreier Kapitalgewinn, sondern steuerbarer VermÃ¶gensertrag vor (vgl. vorn ErwÃ¤gung Ziffer 3.4.2). Nicht weiter einzugehen ist bei alledem auf die vom Pflichtigen gemachten Vorbringen betreffend die rechtliche WÃ¼rdigung des Schneeballsystems der G AG. Was der Pflichtige schliesslich aus Literaturmeinungen zu einem einen komplett anderen Sachverhalt betreffenden Bundesgerichtsentscheid ableiten will, bleibt unersichtlich und vermag zur Entscheidfindung ebenso wenig beizutragen wie die teilweise ungebÃ¼hrlichen VorwÃ¼rfe an verschiedene Exponenten von SteuerbehÃ¶rden und Gerichten. Da die VermÃ¶gensertrag darstellenden Gutschriften in ihrer HÃ¶he ebenso unbestritten sind wie die unterlassene Deklaration, ist der Rekurs vollumfÃ¤nglich abzuweisen. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung1"><span class="UrteilstextChar">AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten dem Pflichtigen aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 162 Abs. 3 Satz 2 StG) und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG</span> in Verbindung mit § 152 und § 162 Abs. 3 StG).</p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>Auf das Ausstandsbegehren des Rekurrenten wird nicht eingetreten;</span></p> <p class="Einzug2"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Der Rekurs wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'100.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Rekurrenten auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5.<span> </span></span><span>Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6.<span> </span></span><span>Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>