<h2>SubmittedText<h2><p>Am 15. März 2012 tagte der Wirtschafts- und Sozialrat der Uno (Ecosoc). Er diskutierte die Forderung der Entwicklungsländer nach Aufwertung des Uno-Komitees für Steuerfragen von einer simplen Arbeitsgruppe zu einer richtigen intergouvernementalen Kommission mit zusätzlichem Budget. Zweck der Aufwertung ist die Weiterentwicklung von Muster-Steuerabkommen, die Entwicklungsländern mehr Steuerrechte einräumen und dem Transfer Pricing entgegen wirken.</p><p>Welche Position hat die Schweiz im Ecosoc vertreten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Hinsichtlich der Frage der Aufwertung des Uno-Expertenkomitees für die internationale Zusammenarbeit in Steuerfragen hat der Bundesrat an der Tagung des Ecosoc vom 15. März 2012 seine in der Antwort auf die Interpellation Fehr Hans-Jürg 11.3323, "Uno-Komitee für Steuerfragen aufwerten", dargelegte Position wiederholt. Danach würde eine solche Aufwertung nach Ansicht des Bundesrates zu unnötigen Doppelspurigkeiten führen. Die Schweiz bietet im Steuerbereich aktiv Hand zu internationaler Zusammenarbeit, auch mit Entwicklungsländern. Die Arbeit des heutigen Uno-Expertenkomitees, hauptsächlich auf die Aktualisierung des Uno-Musterabkommens und dessen Kommentar gerichtet, erscheint dem Bundesrat als effizienter Beitrag zur Unterstützung der Entwicklungsländer in internationalen Steuerfragen, ohne unnötige Doppelspurigkeiten und konkurrenzierende Arbeiten zu lancieren.</p><p>Für den Zeitraum von 2009 bis 2013 besteht das Uno-Expertenkomitee aus 15 Experten aus Entwicklungsländern und 10 Experten aus Industrieländern. Im Komitee sind die Entwicklungsländer somit bereits heute gut vertreten. Zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen der OECD und der Uno im Bereich der internationalen Steuerfragen wird das "Department of Economic and Social Affairs" des Uno-Sekretariates im Fiskalkomitee der OECD als Beobachter zugelassen.</p>