<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2018-03-22-1F_10-2018.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1F_10/2018</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 22. März 2018</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Merkli, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Eusebio, Kneubühler. </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Schoch. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Gesuchstellerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt, Präsident, Bäumleingasse 1, 4051 Basel, </div> <div class="para">Gesuchsgegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 1B_542/2017 vom 23. Februar 2018. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Mit Urteil 1B_542/2017 vom 23. Februar 2018 trat die I. öffentlich-rechtliche Abteilung des Bundesgerichts auf eine Beschwerde von A.________ gegen eine Verfügung des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 31. August 2017 nicht ein. Zur Begründung führte das Bundesgericht aus, die in <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 BGG</span> verankerten Voraussetzungen zur Anfechtung eines selbständig eröffneten Zwischenentscheids seien nicht mehr erfüllt, nachdem das Appellationsgericht in dieser Sache mit Urteil vom 8. Dezember 2017 einen Endentscheid gefällt habe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 17. März 2018 gelangt A.________ ans Bundesgericht. Das Schreiben ist einerseits als "Beschwerde gegen das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 8. Dezember 2017" bezeichnet. Andererseits bezieht A.________ sich darin auf das Urteil 1B_542/2017 des Bundesgerichts vom 23. Februar 2018. </div> <div class="para">Inhaltlich bringt A.________ hauptsächlich vor, sie habe vor dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt kein gerechtes Verfahren erhalten. So habe dieses mit der im bundesgerichtlichen Verfahren 1B_542/2017 angefochtenen Verfügung ihre Beweisanträge abgewiesen und ihr einen unentgeltlichen Rechtsbeistand verweigert. Stossend sei daran insbesondere, dass ihr die betreffende Verfügung nicht nur erst mehrere Monate später, sondern auch lediglich wenige Tage vor der Hauptverhandlung zugestellt worden sei. Deshalb erhebe sie, A.________, diese erneute "Beschwerde" gegen das Urteil des Appellationsgerichts vom 8. Dezember 2017 und beantrage unentgeltliche Rechtspflege. Für eine rechtskonforme Begründung dieser Beschwerde sei sie zudem auf einen amtlichen Rechtsbeistand angewiesen. Im Weiteren äussert sich A.________ auch zum Urteil 1B_542/2017 des Bundesgerichts und übt Kritik an diesem Entscheid. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Urteile des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft (<span class="artref">Art. 61 BGG</span>) und können nicht mit Beschwerde angefochten werden. Hingegen kann die Revision eines Bundesgerichtsurteils verlangt werden, wenn die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind (<span class="artref">Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG</span>). Die Revision kann auch verlangt werden, wenn das Bundesgericht einzelne Anträge unbeurteilt liess (<span class="artref">Art. 121 lit. c BGG</span>) oder in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigte (<span class="artref">Art. 121 lit. d BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">In Bezug auf das Urteil 1B_542/2017 des Bundesgerichts bringt die Gesuchstellerin in ihrem Gesuch bloss vor, sie sei mit dessen Begründung nicht einverstanden. Revisionsgründe im obgenannten Sinn nennt die Gesuchstellerin dabei jedoch keine. Als Revisionsgesuch ist die Eingabe daher abzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Soweit die Gesuchstellerin ihre Eingabe als Beschwerde gegen das Urteil des Appellationsgerichts verstanden haben will, wird die Eingabe zuständigkeitshalber der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts zur allfälligen Behandlung zugestellt (vgl. <span class="artref">Art. 22 BGG</span> i.V.m. Art. 33 lit. c des Reglements für das Bundesgericht vom 20. November 2006 [BGerR; SR 173.110.131]). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Auf eine Kostenauflage an die Gesuchstellerin ist zu verzichten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Revisionsgesuch wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Eingabe vom 17. März 2018 wird der Strafrechtlichen Abteilung des Schweizerischen Bundesgerichts zur allfälligen Behandlung als Beschwerde überwiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Gesuchstellerin und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt, Präsident, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 22. März 2018 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Merkli </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Schoch </div> </div></body></html>