B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-888/2013 U r t e i l v o m 11 . M ä r z 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichterin Regula Schenker Senn, mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo; Gerichtsschreiber Urs David. Parteien A._______, Serbien, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 12. Februar 2013 / N (…). E-888/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimatstaat am 9. September 2012 verliess und gleichentags in die Schweiz gelan g- te, wo er am 13. September 2012 um Asyl nachsuchte, dass er anlässlich der Kurzbefragung vom 20. September 2012 im Emp- fangs- und Verfahrenszentrum B._______ sowie der Anhörung vom 19. Dezember 2012 zu den Asylgründen im Wesentlichen Folgen des geltend machte, dass er ethnischer Serbe sei, aus C._______ stamme, sich zum (…) ha- be ausbilden lassen und seit dem Jahre 2004 Berufssoldat – hauptsäch- lich in den Funktionen (…) und (…) – gewesen sei, dass er Anfang 2011 aufgrund seiner organisatorischen Fähigkeiten vom Staatssicherheitsdienst den Vorschlag erhalten habe, künftig für diesen im Nordkosovo als Spezialist zu arbeiten, das Angebot jedoch ausg e- schlagen habe und deshalb in der Folge vermehrt – aber erfolglos – unter Druck gesetzt und insbesondere rund viermal festgenommen und kur z- zeitig festgehalten worden sei, dass er im September 2011 von Unbekannten gekidnappt, zwei Wochen im Wald – an einen Baum gefesselt – festgehalten, malträtiert und in der Folge ohne Weiteres freigelassen worden sei, dass ihm aufgrund seines über zehntägigen Fernbleibens von seiner Ein- heit und der damit begangenen Vertragsverletzung vom Militär gekündigt worden sei, worauf hin er gesundheitliche und sozialversicherungsrechtl i- che Probleme bekommen habe, dass er vom Staatssicherheitsdienst, welcher hinter seiner Entführung stecke, erneut unter Druck gesetzt worden sei, nunmehr angesichts sei- ner Arbeitslosigkeit das Angebot ein es Einsatzes im Nordkosovo anz u- nehmen, andernfalls ihm und seiner Familie schwerwiegende Nachteile drohten, dass er in dieser ausweglosen Situation , und obwohl ihm Berichte über das Verschwinden solcher Sonderfunktionäre bekannt seien, schliesslich eingewilligt habe und seit Frühjahr 2012 als eingeschleuster Zivilist in der serbisch bewohnten Gegend von D._______ und E._______ bezie- hungsweise F._______ mit dem Auftrag befasst gewesen sei , die Bevö l-E-888/2013 Seite 3 kerung gegen die KFOR, die NATO und die OECD aufzuwiegeln und Un- ruhe zu stiften, für welche Tätigkeit er aber keinen offiziellen Anstellung s- vertrag erhalten und auch nur unregelmässig und schlecht entlöhnt wo r- den sei, dass er im Spätsommer 2012 – und nachdem seine Frau mit den beiden Kindern zu ihren Eltern umgezogen und dadurch nicht mehr unmit telbar gefährdet gewesen sei – anlässlich eines von ihm selber provozierten Spitalaufenthaltes die Gelegenheit zur Flucht durch das Toilettenfenster und aus dem Einsatzgebiet ergriffen habe, da er früher oder später se ine Eliminierung befürchtet habe, nicht zuletzt auch als Geheimnisträger durch seine frühere Funktion als (…), dass er sich dank Beziehungen einen Reisepass bei den Behörden habe ausstellen lassen können und mit diesem am 9. September 2012 legal von Belgrad nach Zürich gereist sei, wobei er das Dokument später auf Empfehlung eines ihm unbekannten Schwarzen vernichtet habe, dass sich Unbekannte nach seiner Ausreise bei seiner Mutter telefonisch und bei seiner Frau via Facebook nach seinem Verbleib erkundigt hätten, dass der Beschwerdeführer als originale Beweismittel seine (am 24. A u- gust 2012 ausgestellte) Identitätskarte, den Geburtsschein, den Ehe- schein, zwei militärische Ausbildungsbestätigungen und Kopien der G e- burtsscheine seiner beiden Kinder zu den Akten gab, dass das BFM das Asylgesuch de s Beschwerdeführers mit Verfügung vom 12. Februar 2013 – eröffnet am 13. Februar 2013 – ablehnte und dessen Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass das Bundesamt seinen ablehnenden Asylentscheid damit begründe- te, die Schilderungen des Beschwerdeführers würden den Anforderungen von Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) an die Glaubhaftmachung eines Asyl begründenden Sachverhalts nicht gen ü- gen, weshalb er die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG nicht erfülle, dass er sich betreffend den Beweggrund seiner Rekrutierung durch den Staatssicherheitsdienst als (…) im Nordkosovo (besondere Fähigkeiten beziehungsweise Eliminierung als Geheimnisträger) und betreffend de r Person(en) seiner dortigen Vorgesetzten und Befehlsgeber widerspro- chen habe, E-888/2013 Seite 4 dass im Weiteren der eine von ihm erwähnte (…)ort, E._______ bezie- hungsweise F._______, im Nordkosovo inexistent sei, er den mit G._______ benannten anderen Einsatzort geografisch falsch l okalisiert habe und seine Wohnadresse in D._______ nicht habe nennen können, welche Ungereimtheiten auf ein fehlendes Vertrautsein mit den örtlichen Verhältnissen im Nordkosovo und mithin auf einen konstruierten Sac h- verhalt hindeuteten, dass auch das dargelegte Interesse der Sicherheitsbehörden am sich w i- derwillig und unmotiviert zeigenden Beschwerdeführer für einen (…) Ein- satz im Nordkosovo unlogisch, erfahrungswidrig und konstruiert ersche i- ne, dass es gleichsam unplausibel erscheine, dass sich der Beschw erdefüh- rer in seiner angeblichen Verfolgungssituation die Zeit für die Reisepas s- beschaffung bei den Sicherheitsbehörden nehme , das Dokument aber nach seiner Ankunft in der Schweiz vernichte , statt es den von ihm um Schutz ersuchten Asylbehörden abzugeben, dass es sich erübrige, auf weitere bestehende Unstimmigkeiten näher einzugehen, dass die Wegweisung die Regelfolge eines ablehnenden Asylentscheides darstelle und keine zureichenden Gründe ersichtlich seien, die auf Unzu - lässigkeit, Unzumutbarkeit oder Unmöglichkeit eines Wegweisungsvol l- zugs schliessen lassen würden, dass mangels Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft der Grundsatz der Nichtrückschiebung gemäss Art. 5 Abs. 1 AsylG keine Anwendung finde und keine Anhaltspunkte für eine dem Beschwerdeführer mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit drohende, durch Art. 3 der Konvention vom 4. Novem- ber 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) verbotene Bestrafung oder Behandlung ersichtlich seien, dass weder die politische Situation im Heimatstaat noch andere , insb e- sondere individuelle Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisung s- vollzugs sprächen, dass der Vollzug ausserdem technisch möglich und praktisch durchfüh r- bar sei, E-888/2013 Seite 5 dass die Beschwerdefrist angesichts des verfolgungssicheren Herkunfts- landes Serbien und in Anwendung von Art. 108 Abs. 2 i.V.m. Art. 6a Abs. 2 Bst. a und Art. 40 AsylG fünf Arbeitstage betrage, dass d er Beschwerdeführer mit Eingabe an das Bundesverwaltungsg e- richt vom 20. Februar 2013 (Datum des Poststempels) Beschwerde ge- gen diese Verfügung erhoben hat und darin sinngemäss deren Aufh e- bung und die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Vornahme weiterer Abklärungen und zur Neubeurteilung sowie in verfahrensrechtl i- cher Hinsicht die Gewährung der unentgeltlichen P rozessführung bean- tragt, dass er in der Begründung an seiner Eigenschaft als Elitesoldat und se i- nem Einsatz im Nordkosovo festhält, durch welchen man ihn hätte lo s- werden wollen, da er als (…) Augenzeuge von Korruption, Geldwäscherei und militärisch begleit eten Drogentransporten und somit für das System gefährlich gewesen sei, dass er an der Existenz des Ortes E._______ festhält, welcher aber sehr klein sei und womöglich in G._______ eingemeindet sei und daher nicht als eigenständig genannt werde, dass er an lässlich der Anhörungen die Einsatzorte ohne Weiteres hätte lokalisieren können, wenn man ihm eine Karte vorgelegt hätte, dass er sich im Übrigen nicht besonders für die geografischen Verhältnis- se interessiert habe, da er nur die Zeit im Nordkosovo habe hi nter sich bringen und überleben wollen, dass er seine Eigenschaft als sich "lohnendes Tötungsobjekt" zwar nicht beweisen könne, er aber bei seinen Einsätzen Wunden und Narben erli t- ten habe und auch bereit sei, die Hintergründe ausführlich darzulegen, dass der Beschwerdeführer abschliessend Kritik an der schnellen En t- scheidfindung und den ungenügend vorgenommenen Abklärungen durch das BFM sowie an der kurzen Beschwerdefrist übt, dass mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. Februar 2013 der legale Aufenthalt de s Beschwerdeführers während des Beschwerdeverfahrens festgestellt wurde, E-888/2013 Seite 6 und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige F eststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters bez iehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften - wechsel verzichtet wurde, E-888/2013 Seite 7 dass unter Bezugnahme auf die Kritik an der schnellen Entscheidfindung durch das BFM und an der kurzen Beschwerdefrist festzuhalten ist, dass sich die Beschwerde rechtsgenüglich, klar und abschliessend präsentiert, beide Beschleunigungsmassnahmen im Gesetz abge stützt sind ( vgl. Art. 37 AsylG sowie Art. 108 Abs. 2 i.V.m. Art. 6a Abs. 2 Bst. a und Art. 40 AsylG) und eine rasche Entscheidfindung auch im Interesse des Asyl su- chenden sein muss, dass das BFM die als blosse Ordnungsvorschrift ausgestaltete ersti n- stanzliche Verfahrensfrist von 20 Arbeitstagen nach Art. 37 Abs. 2 AsylG zudem deutlich überschritten hat und dem Beschwerdeführer dadurch genügend Zeit zur Verfügung stand, sachverhaltliche Ergänzungen i r- gendwelcher Art beim BFM anzubringen oder aus seine r Sicht indizierte Abklärungsmassnahmen zu beantragen, dass der Einwand ungenügend vorgenommener Abklärungen gerade auch deshalb unberechtigt erscheint, weil der Beschwerdeführer anläss- lich der durchgeführten Befragung und Anhörung ausreichend Gelege n- heit erhielt, seine Asylgründe umfassend darzulegen, und er diese Gele- genheit beide Male – und zwar bereits in der an sich summarisch konz i- pierten Erstbefragung –wahrnahm, dass er im gesamten erstinstanzlichen Verfahren einer ihm zur Kenntnis gebrachten umfassenden Mitwirkungspflicht nach Art. 8 AsylG unterstand und, abgesehen von militärischen Ausbildungsbestätigungen, keine B e- weismittel zu seinen Verfolgungsvorbringen vorl egte oder andere A n- haltspunkte lieferte, die auf einen unvollständig feststellbaren Sachverhalt hingedeutet oder die Notwendigkeit der Durchführung weiterer Abkläru n- gen (beispielsweise in Form konkreter Beweismassnahmen, einer Bo t- schaftsabklärung oder einer ergänzenden Befragung) indiziert hätten, dass er selbst nunmehr auf Beschwerdestufe nicht konkretisiert, welche Abklärungsmassnahmen vom BFM pflichtwidrigerweise unterlassen wo r- den seien oder welche bisherigen oder allenfalls neuen Sachverhalts ele- mente im Rahmen einer ergänzenden Anhörung oder anderswie weiter abzuklären wären, dass der Sachverhalt somit als vom BFM korrekt und vollständig erhoben zu betrachten ist, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüc htlinge Personen sind, die in ihrem He imatstaat oder E-888/2013 Seite 8 im Land, in dem s ie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgeset zt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in w e- sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht e ntsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden, dass das Bundesverwaltungsgericht die militärische Berufslaufbahn des Beschwerdeführers, die dabei erworbenen Fähigkeiten und seine Elite - und Sonderfunktionen als (…) und (…) nicht grundsätzlich in Frage stellt, dass das BFM in seinen Erwägungen aber mit überzeugender und hinrei- chend auf die Akten abgestützter Begründung zur Erkenntnis gelangt ist, die im Zusammenhang mit seinem angeblich (…)einsatz im Nordkosovo stehenden Verfolgungsvorbringen des Beschwerdeführers würden den Anforderungen von Art. 7 AsylG an die Glaubhaftmachung eines Asyl b e- gründenden Sachverhalts nicht genügen, weshalb er die Flüchtlingse i- genschaft nach Art. 3 AsylG nicht erfülle, dass auf diese Erwägungen vollumfänglich verwiesen werden kann, darin nach Prüfung der Akten kein Beanstandungspotenzial zu erblicken ist und der Inhalt der Beschwerde die vorinstanzlichen Erkenntnisse offensich t- lich nicht umzustossen vermag, dass der Beschwerdeinhalt im Wesentlichen in einer wiederholenden und zusammenfassenden Bekräftigung des diesbezüglich vor dem BFM ge- schilderten Sachverhalts und der geltend gemachten Gefährdungslage besteht und darin die vorinstanzlichen Unglaubhaftigkeitselemente nur partiell bestritten werden, wobei die diesbezüglichen Kritikpunkte weitg e- hend substanzarm bleiben, E-888/2013 Seite 9 dass seine Ausführungen weder die Plausibilität des angeblichen Elim i- nierungsmotivs in der behördlichen Verfolgungsabsicht zu erhöhen noch die diversen geografischen Unstimmigkeiten aufzulösen geeignet sind, dass zwar den Anforderungen an das geografische Lokalisierungsverm ö- gen aus dem Kopf und ohne Beizug von Kartenmaterial allgemein schnell einmal Grenzen zu setzen sind und der vom Beschwerdeführer anlässlich der Anh örung angefertigte n Skizze kein hohe r Beweiswert im Rahmen der Glaubhaftigkeitsprüfung beizumessen ist, dass vom Beschwerdeführer aber spätestens auf Beschwerdestufe zu erwarten gewesen wäre, er würde seine geografischen (Gegen-) Behaup- tungen anhand von Ka rtenmaterial belegen, zumal er in der Anhörung (dort Frage 80) den Ort E._______ beziehungsweise F._______ als sol- chen in der Grösse von rund 10'000 Bewohnern einstufte, womit dieser selbst im Falle einer Eingemeindung noch namentlich erwähnt sein müss- te, dass ebenso der Erklärungsversuch, wonach er sich nicht besonders um die geografischen Verhältnisse im Nordkosovo interessiert habe, da er nur die Zeit dort habe hinter sich bringen und überleben wollen, in keiner Weise nachvollziehbar ist, gerade auch in Anbetracht seiner besonderen Fähigkeiten aufgrund verschiedener Elite - und Sonderfunktionen, die er aufgrund seiner militärischen Ausbildungen inne gehabt habe, dass gesamthaft auch für das Bundesverwaltungsgericht der angebliche (…) Sondereinsatz des Besc hwerdeführers im Nordkosovo und die die s- bezüglich vorgängig vom Staatssicherheitsdienst unternommen Druc k- ausübungen (inklusive Entführung und Festhaltungen) offensichtlich un- glaubhaft erscheinen, dass diese Erkenntnis einer nicht glaubhaft geschilderten Ve rfolgungsla- ge im Besonderen durch den Umstand erhärtet wird, dass der Beschwe r- deführer vor seiner Ausreise offenbar problemlos eine Identitätskarte und einen (echten) Reisepass beschaffen und damit legal und kontrolliert oh- ne Probleme ausreisen konnte, dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseige n- schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, E-888/2013 Seite 10 dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen be- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. Entscheidungen und Mittei- lungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzl i- chen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht ange- ordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegw eisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz eine r Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ih re Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non - Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und kei- ne Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgeno s- senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinko m- mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, u n- menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum E-888/2013 Seite 11 Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) e r- sichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage in Serbien noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer Rüc k- kehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, zumal – wie vom BFM zutreffend erkannt – offensichtlich auch keine Vollzugshindernisse individueller Art vorliegen oder geltend gemacht werden, dass der Vollzug der Wegw eisung des Beschwerdeführers in den He i- matstaat schliesslich möglich ist, da auch diesbezüglich keine Vollzugs- hindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG) und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügu ng Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass das mit der Beschwerde sinngemäss gestellte Gesuch um Gewä h- rung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erw ä- gungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen und die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege somit nich t erfüllt sind, dass bei diesem Verfahrensausgang die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschäd i- gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). E-888/2013 Seite 12 (Dispositiv nächste Seite) E-888/2013 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspfle ge im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Guns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: Regula Schenker Senn Urs David Versand: