B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-6496/2010 U r t e i l v o m 2 8 . N o v e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), Richter Vito Valenti, Richter Francesco Parrino, Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann. Parteien X._______, vertreten durch Maître Abelardo Vazquez Conde, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Vorinstanz. Gegenstand Rentengesuch. C-6496/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. X._______ (nachfolgend: Versicherte oder Beschwerdeführerin), geboren am _______ 1961, spanische Staatsangehörige, war von September 1991 bis Ende Oktober 1997 (letzter Arbeitstag 2. Oktober 1996) als Of- fice-Angestellte bei der M._______ in C._______ im Umfang von 75% erwerbstätig und entrichtete Beiträge an d ie Schweizerische Alters-, Hin- terlassenen- und Invalidenversicherung (act. 5) . Mit vom 24. Juni 1997 datiertem Anmeldeformular reichte die Versicherte bei der IV -Stelle Genf ein Gesuch zum Bezug von IV -Leistungen in Form einer Rente ein (act. 2). Mit Verfügung vom 1. September 1999, bestätigt mit Verfügung vom 2. Februar 2000 (act. 40) , sprach die IV-Stelle Genf der Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 75% mit Wirkung ab 1. Oktober 1997 eine ganze Rente zu (act. 32). Am 1. Mai 2002 verliess die Versicherte definitiv die Schweiz und kehrte in ihr Heimatland Spanien zurück (act. 49). Im Rahmen einer von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision (act. 55-82) und gestützt auf die Stel- lungnahme der IV -Stellenärztin Dr. H.___ ____, Fach ärztin medizinische Onkologie, Allgemeine Innere Medizin, vom 28. Juli 2003 (act. 81) , w o- nach die Versicherte in ihrer bisherigen Tätigkeit als Office -Angestellte nicht mehr als 30% arbeitsunfähig sei, wurde der Versicherten mit Vorbe- scheid vom 7. August 2003 mitgeteilt, dass sie keinen Anspruch mehr auf eine Invalidenrente habe (act. 83). Mit Verfügung vom 14. Oktober 2003 bestätigte die IVSTA den Vorbescheid (act. 85). Gegen diese Verfügung liess die Versicherte mit Eingabe vom 3. November 2003 Einsprache er- heben (act. 89). Mit Verfügung vom 8. Januar 2004 hiess die IVSTA die Einsprache teilweise gut (act. 94) und veranlasste eine polydisziplinäre Begutachtung in der Schweiz (act. 97) . In Berücksichtigung des Gutac h- tens vom 17. September 2004 mit den die Arbeitsfähigkeit beeinflussen- den Diagnosen anhaltendes somatoformes Schmerzsyndrom F 45.4, d e- pressive Reaktion F 32.10 , mittelgradige Intelligenzminderung F 71 (act. 108) gab Dr. L._______ , IV -Stellenarzt, seine Stellungnahme vom 12. November 2004 (act. 113) ab. Der IV -Stellenarzt kam zum Schluss, sowohl die Kieferzyste als auch die Schilddrüsenoperation würden keine objektivierbaren pathologischen Befunde mehr aufweisen. In psychischer Hinsicht liege wohl n och eine gewisse rekurrierende Depression vor, je- doch nicht in einem solchen Ausmass, dass die Versicherte im Alltag stark beeinträchtigt sei . Als Office-Angestellte bestehe eine Arbeitsfähi g- keit von 50%. C-6496/2010 Seite 3 Nach Erlass des Vorbe scheids vom 18. November 2004 (act. 115) teilte die IVSTA der Versicherten mit Verfügung vom 25. Januar 2005 mit, dass sie bei einem Invaliditätsgrad von 50% ab 1. Dezember 2003 Anspruch auf eine halbe Rente habe (act. 119). B. Am 20. November 2007 leitete die IVSTA von Amtes wegen eine weite re Rentenrevision ein (act. 120). In der Folge nahm sie verschiedene medi- zinische Unterlagen zu den Akten (Arztbericht von Dr. J._______, Psychi- ater, vom 3. Februar 2008 [act. 132, 133], Arztbericht von Dr. G._______, Rheumatologe, vom 20. Februar 2008 [ac t. 134, 135], Arztbericht E 213 , unterzeichnet von Dr. R._______, vom 8. April 2008 [act. 136, 137], Ste l- lungnahme von Dr. V._______ , Fachärztin Allgemeine Innere Medizin, vom 15. Juli 2008 [act. 140]). Mit Vorbescheid vom 18. Juli 2008 teilte die IVSTA d er Versicherten mit, dass sie keinen Anspruch mehr auf eine Invalidenrente habe (act. 141). Mit Schreiben vom 14. August 2008 liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt J.-L. Marsano, Einwand erheben und erklärte sich mit dem Vorbescheid nicht einverstanden (act. 142). Am 16. Oktober 2008 erliess die IVSTA die entsprechende Verfügung, wonach ab 1. Dezember 2008 kein Rentenanspruch mehr bestehe (act. 146). Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. C. Am 13. November 2009 meldete sich die Versicherte über den span i- schen Sozialversicherungsträger mittels den Formularen E 204, 205, 207 erneut zum Bezug einer Invalidenrente an (eingegangen bei der IVSTA am 4. Februar 2010, act. 150-153). Zur Prüfung des Leistungsgesuches nahm die IVSTA verschiedene medi- zinische Unterlagen zu den Akten (Arztbericht von Dr. S._______ vom 6. Oktober 2008 [act. 162], Arztbericht von Dr. T._______ vom 26. November 2008 [act. 163], Arztb ericht von Dr. P ._______ vom 1. Dezember 2008 [act. 164], Röntgenbefund von Dr. F._______ vom 22. Dezember 2008 [act. 165], Befundbericht von Dr. U._______ vom 21. Januar 2009 [act. 166], Arztbericht von Dr. I._______ vom 27. April 2009 [act. 167 ], Arztbericht von Dr. A._______ vom 27. Juli 2009 [act. 168], Befundbericht von Dr. D._______ vom 26. August 2009 [act. 169], Röntgenbefund von Dr. E._______ vom 28. August 2009 [act. 170], Arz t-C-6496/2010 Seite 4 bericht von Dr. B._______ , Psychiater, vom 24. September 2009 [act. 171], Arztbericht E 213, un terzeichnet von Dr. K._______ , vom 16. Dezember 2009 [act. 172], Laborbericht vom 31. Dezember 2009 [act. 173, 174], Arztbericht von Dr. N._______ vom 31. März 2010 [act. 175]). In Würdigung der medizinis chen Unterlagen kam Dr. O._______ , IV - Stellenarzt, Facharzt Allgemeine Innere Medizin, in seiner Stellungnahme vom 22. April 2010 zum Schluss, in Berücksichtigung aller bekannten g e- sundheitlichen Probleme könne eine 20%-ige Einschränkung der Arbeits- fähigkeit für sämtliche Tätigkeiten at testiert werden; eine Arbeitsunfähi g- keit mit Erwachsen eines R entenanspruchs bestehe jedoch weiterhin nicht (act. 178). Auf Nachfrage der IVSTA reichte Dr. O.______ am 13. Mai 2010 den Fragebogen zur Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit im Haushalt ein und ergänzte, die Arbeitsunfähigkeit im Haushalt betrage ab 11. September 2008 maximal 17% (act. 180). Mit Vorbescheid vom 20. Mai 2010 teilte die IVSTA der Versicherten mit, das Leistungsbegehren müsste abgewiesen werden (act. 181). Mit Schreiben vom 27. Mai 2010 erhob die Versicherte, nun vertreten durch Rechtsanwalt A. Vazquez Conde, Einwand gegen den Vorbescheid und beantragte die Gewährung einer Invalidenrente . Sie machte insb e- sondere geltend, seit einer nicht gut ausgeheilten Knöchelfraktur mit Osteosynthese könne sie sich nur noch hinkend fortbewegen (act. 182). D. Mit Verfügung vom 4. August 2010 bestätigte die IVSTA den Vorbescheid und wies das Leistungsbegehren ab. Der Einwand der Beschwerdeführe- rin vom 27. Mai 2010 vermöge an der Entscheidfindung nichts zu ändern (act. 184). E. Mit Eingabe vom 7. September 2010 (gleichentags der Post übergeben ) liess die Beschwerdeführerin, wiederum vertreten durch Rechtsanwalt A. Vazquez Conde, Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einreichen mit den Anträgen auf Gewährung einer Invalidenrente und Durchführung von ergänzenden medizinischen Abklärungen durch die IV-Stelle. Zur Be- gründung liess sie im Wesentlichen geltend machen, wie bereits in der Vergangenheit sei die Beschwerdeführerin auch im vorliegenden Neua n- meldeverfahren nie fachärztlich von der IV-Stelle begutachtet worden, die Beschwerdegegnerin beziehe sich nur auf das vom spanischen Träger C-6496/2010 Seite 5 veranlasste Gutachten vom 16. Dezember 2009. Ebenso habe der med i- zinische Dienst in den ärztlichen Stellungnahmen vom 30. April 2010 bzw. 19. Mai 2010 zahlreiche Erkrankungen nic ht berücksichtigt, dies ohne nähere Begründung. Es gehe nicht an, dass chronische Krankheiten, die in der Vergangenheit zu einer Rente geführt hätten, plötzlich nicht mehr berücksichtigt würden . Ursprünglich sei der Beschwerdeführerin eine Rente aufgrund d er Diagnosen Operation der Mandibula, Cervicalgie, Dorsalgie und Depression gewährt worden. Die Beschwerdeführerin leide immer noch an diesen Krankheiten, die inzwischen chronisch sei en. Aus- serdem kämen weitere Gesundheitsstörungen dazu, die eindeutig einen Rentenanspruch begründeten (BVGer act. 1). Mit der Beschwerde reichte die Versicherte neu folgende Arztberichte ein: undatierter Arztbericht von Dr. Q._______ , Befundbericht von Dr. A._______ vom 25. August 2008, Kurzbericht vom 22. September 2009 (Unterschrift unleserlich). F. In ihrer Vernehmlassung vom 10. Dezember 2010 beantragte die Vori n- stanz die Abweisung der Beschwerde und Bestätigung der angefocht e- nen Verfügung. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, aufgrund der in der Beschwerde erhobenen Kritik an der medizinischen Beurte i- lung, sei eine zweite Stellungnahme der IV-Stellenärztin Dr. V ._______ eingeholt worden. Diese sei in ihrem Bericht vom 7. Dezember 2010 zum Schluss gekommen, dass seit der Aufhebung der Rente keine Ve r- schlechterung des Gesundheitszu standes feststellbar sei und sich aus den beschwerdeweise vorgelegten Befunden diesbezüglich keine neuen Gesichtspunkte ergeben würden. Dr. V ._______ habe im Übrigen attes- tiert, dass der IV-Stellenarzt Dr. O._______ am 13. Mai 2010 alle relevan- ten Leiden berücksichtigt habe, insbesondere auch die psychis chen Be- schwerden. Dementsprechend könne die festgellte Arbeitsunfähigkeit in der früher ausgeübten Erwerbstätigkeit von 20% und d iejenige in der Haushalttätigkeit von 17% bestätigt werden (BVGer act. 5). G. Mit Zwischenverfügung vom 21. Dezember 2010 forderte die Instruktions- richterin die Beschwerdeführerin auf, einen Kostenvorschuss von Fr. 400.- zu leisten (BVGer act. 6). Am 21. Januar 2011 ging der Betrag von Fr. 420.- bei der Gerichtskasse ein (BVGer act. 13). C-6496/2010 Seite 6 H. Mit Replik vom 17. Januar 2011 hielt die Beschwerdeführerin an ihren An- trägen fest und wiederholte im Wesentlichen die bereits mit der B e- schwerde gemachten Ausführungen (BVGer act. 9). I. In ihrer Duplik vom 2. Februar 2011 hielt die Vorinstanz an ihren mit Ver- nehmlassung gemachten Ausführungen und den gestellten Anträgen fest und beantragte weiterhin die Abweisung der Be schwerde und Be stäti- gung der angefochtenen Verfügung (BVGer act. 11). J. Mit Verfügung vom 9. Februar 2011 stellte die Instruktionsrichterin die Duplik der Vorinstanz der Beschwerdeführerin zur Kenntnisnahme zu und schloss gleichzeitig den Schriftenwechsel ab (BVGer act. 12). Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird, soweit für die Entschei d- findung erforderlich, im Rahmen der Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf die B e- schwerde einzutreten ist (BVGE 2007/6 E.1 mit Hinweisen). 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (Verwaltungsver fah- rensgesetz, VwVG, SR 172.021) , sofern kein Ausnahmetatbestand erfüllt ist (Art. 31, 32 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 172.32]). Z u- lässig sind Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG. Die IV -Stelle für Versicherte im Ausland ist eine Vorinstanz im Sinn von Art. 33 Bst. d VGG (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bun- desgesetzes über die Invaliden versicherung vom 19. Juni 1959 [IVG, SR 831.20]), und eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bun- desverwaltungsgericht ist daher zur Beurteilung der vorliegenden B e- schwerde zuständig. 1.2 Die Beschwerdeführerin ist durch den angefochtenen Entscheid b e- sonders berührt und hat an dessen Aufhebung oder Änderung ein C-6496/2010 Seite 7 schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 59 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherung s- rechts vom 6. Oktober 2000 [ ATSG, SR 830.1]). Sie ist daher zur B e- schwerde legitimiert. 1.3 Die Beschwerde wurde frist - und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 22a i.V.m. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 60 ATSG). Nachdem auch der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2. Anfechtungsobjekt ist die Verfügung vom 4. August 2010, mit welcher das Leistungsgesuch der Beschwerdef ührerin um Zusprechung einer Inval i- denrente abgewiesen wurde. Streitig und zu prüfen ist somit, ob die Vo r- instanz das Rente ngesuch zu Recht abgewiesen hat und in diesem Z u- sammenhang, ob die Vorinstanz den Sach verhalt genügend abgeklärt hat. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der B e- gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die B e- schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Grün den gu t- heissen oder den an gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer B e- gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BVGE 2009/65 E. 2.1). 2.3 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesve r- waltungsgericht nach dem VwVG, sow eit das VGG nichts anderes b e- stimmt. Das VwVG findet aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG jedoch keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das ATSG anwendbar ist. Nach Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen des ATSG anwendbar, s o- weit die einzelnen Sozi alversicherungsgesetze des Bundes dies vors e- hen. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die In- validenversicherung (Art. 1a-26bis und 28-70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. C-6496/2010 Seite 8 2.4 Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind in verfah- rensrechtlicher Hinsicht in der Regel diejenigen Rechtssä tze massge - bend, welche im Zeit punkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt der spezialgesetzlichen Übe r- gangsbestimmungen. In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejeni gen Rechtsvo r- schriften anwendbar, die bei Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 134 V 315 E. 1.2; BGE 130 V 329 E. 2.3). 2.5 Die Beschwerdeführerin ist spanische Staatsangehörige, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zw i- schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Eur o- päischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (nachfolgend: FZA, SR 0.142.112.681) zu beachten ist. 2.5.1 Anhang II des FZA betreffend die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit wurde per 1. April 2012 geändert (Beschluss Nr. 1/2012 des Gemischten Ausschusses vom 31. März 2012 zur Ersetzung des Anhangs II dieses Abkommens über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit; AS 2012 2345). Vorliegend ist jedoch auf die bis 31. März 2012 gültig gewesene Fassung (vgl. AS 2002 1527, AS 2006 979 und 995, AS 2006 5851, AS 2009 2411 und 2421) abzus tellen, wo- nach die Vertragsparteien untereinander insbesondere folgende Recht s- akte (oder gleichwertige Vorschriften) anwenden (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. A b- schnitt A Anhang II des FZA): die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Ra- tes vom 14. Juni 1971 zur Anwendung d er Systeme der sozialen Siche r- heit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu - und abwandern (AS 2004 121 [vgl. auch AS 2008 4219, AS 2009 4831]; nachfolgend: Verordnung Nr. 1408/71) sowie die Verord nung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 über die Anwendung der System der sozialen Sicherheit auf Arbeitne h- mer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (AS 2005 3909 [vgl. auch AS 2009 621, AS 2009 4845] nachfolgend: Verordnung Nr. 574/72). Im Rahmen des FZA ist auch die Schweiz als Mitgliedstaat im Sinne dieser Koordinie- rungsverordnungen zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA. (nachfolgend: Verordnung Nr. 574/72). C-6496/2010 Seite 9 2.5.2 Nach Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Träger eines Mitgliedstaates getroffene Entscheidung über die Invalidität eines Antragstellers für den Träger eines anderen betroffenen Staates nur dann verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Staaten festgele g- ten Tatbestandsmerkmale der Invalidität in An hang V dieser Verordnung als übereinstimmend anerkannt sind, was für das Verhältnis zwischen Spanien und der Schweiz (ebenso wie das Verhältnis z wischen den übri- gen EU -Mitgliedstaaten und der Schweiz) nicht der Fall ist. Gemäss Art. 40 der Verordnung Nr. 574/72 hat der Träger eines Mitgliedstaates aber bei der Bemessung des Invaliditätsgrades die von den Trägern der anderen Staaten erhaltenen ärzt lichen Unterlagen und Berichte sowie Auskünfte der Verwaltung zu berücksichtigen, soweit sie rechtsgenüglich ins Verfahren eingebracht werden (vgl. Art. 32 VwVG). Jeder Träger b e- hält jedoch die Möglichkeit, die antragstellende Person durch einen Arzt oder e ine Ärztin seiner Wahl untersuchen zu lassen. Eine Pflicht zur Durchführung einer solchen Untersuchung besteht allerdings nicht. 2.6 Am 1. Januar 2008 sind im Rahmen der 5. IV -Revision Änderungen des IVG und anderer Erlasse wie des ATSG in Kraft getreten. Weil in zeit- licher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrecht licher Regel - ungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeb lich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 220 E. 3.1.1, 131 V 11 E. 1), ist der Leistungsanspruch für die Zeit bis zum 31. Dezember 2007 aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu pr ü- fen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Die 5. IV-Revision brachte für die I nvaliditätsbemessung keine sub - stanziellen Änderungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Rechtslage, sodass die zur altrechtlichen Regelung ergang e- ne Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (vgl. Urteil des Bundesg e- richts 8C_373/2008 vom 28. August 2008 E. 2.1). Neu normiert wurde dagegen der Zeitpunkt des Rentenbeginns, der – sofern die entspr e- chenden Anspruchsvoraus setzungen gegeben sind – gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (in der Fassung der 5. IV -Revision) frühestens sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. Im vor liegenden Verfahren fin den demnach grundsätzlich jene Vor - schriften Anwendung, die bei Ein tritt des Versicherungsfalles, spätestens jedoch bei Erlass der Verfü gung vom 4. August 2010 in Kraft standen; C-6496/2010 Seite 10 weiter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits au s- ser Kraft getreten waren, die aber für die Be urteilung eines allenfalls frü- her entstan denen Rentenanspruchs von Belang sind (das IVG ab dem 1. Januar 2004 in der Fassung vom 21. März 2003 [AS 2003 3837; 4. IV- Revision] und ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV-Revision]; die IVV in den ent sprechenden Fassungen der 4. und 5. IV-Revision [AS 2003 3859 und 2007 5155]). Noch keine Anwendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene erste Massnahmepaket der 6. IV-Revision (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]). 2.7 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschaden verursach- te und nach zumutbarer Behandlung oder Ein gliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der Er werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus geglichenen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, sich im bisherigen Aufgaben bereich zu betätigen. Der Inval i- ditätsbegriff enthä lt damit zwei Elemen te: ein medizinisches (Gesun d- heitsschaden mit Aus wirkungen auf die Ar beitsfähigkeit) und ein wir t- schaftliches im weiteren Sinn (dauer hafte oder länger dauernde Ei n- schränkung der Erwerbs fähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenberei ch; vgl. zum Ganzen UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 8 Rz. 7). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körper lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise U n- fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem a n- deren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbs- unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumut barer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilwei se Verlust der E r- werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Ar- beitsmarkt (Art. 7 ATSG). 2.8 Neben den geistig en und körperlichen Gesundheitsschäden kön nen auch psychische Gesundheitsschäden eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Ge -C-6496/2010 Seite 11 sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant ge lten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die ver - sicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leis- tungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des For - derbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen, 130 V 352 E. 2.2.1; SVR 2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähig keit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesell schaft tragbar ist. Dies ist nach e i- nem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 127 V 294 E. 4c in fine, 102 V 165; AHI 2001 S. 228 E. 2b). Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar vom medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche äussere Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinn des Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invalidit ätsbegriff selber klar zwischen der versicherten Person als Trägerin des (invalidisie- renden) Gesundheitsschadens und der durch ihn verursachten Erwerb s- unfähigkeit unterscheidet. Infolgedessen können psychische Störungen, welche durch soziale Umstände verur sacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder verschwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann einer fachgerecht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Charakter nicht mit dem blossen Hinweis auf eine best e- hende psychosoziale Belastungssituation abgesprochen werden. Je stä r- ker aber psychosozial und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausg e- prägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störu ng von Krankheitswert vorhanden sein (BGE 127 V 294 E. 5a). Nur wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren einen derart verselbs t- ständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder seine – unabhän- gig von den invaliditätsfremden Elementen be stehenden – Folgen ve r- schlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In diesem Sinn werden Wechselwi r- kungen zwischen sich körperlich und psychisch manifestierenden Störu n- gen und der sozialen Umwelt berücksichtigt, wenn auch bedeutend weni- ger stark als nach dem in der Medizin verbreiteten bio -psychosozialen Krankheitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2). 2.9 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG (in der ab 2008 geltenden Fassung) be- steht der An spruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person C-6496/2010 Seite 12 mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie min - destens 60 % invalid ist. Bei einem In validitätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Laut Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 2008 gelten den Fassung) werden Renten, die einem Inva- liditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die i hren Wohn sitz und gewöhnlichen Aufent halt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, so weit nicht völker rechtliche Vereinba - rungen eine abweichende Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für die Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, so fern sie in einem Mit gliedstaat der EU Wohnsitz haben (BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stellt diese Regelung nicht eine blosse Auszah - lungsvorschrift, sondern eine be sondere An spruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung haben jene Versi cherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfä - higkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nic ht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Ja h- res ohne wesentli chen Unterbruch durch schnittlich mindestens 40 % ar- beitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf die ses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). 2.10 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invalid i- tätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 3 und 4 IVV). Mit dieser Bestimmung soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorausgegangener rechtskräftiger Renten- verweigerung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begrü n- deten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Renteng e- suchen befassen muss (BGE 130 V 64 E. 5.2.3, 125 V 410 E. 2b, 117 V 198 E. 4b). Tritt die Verwaltung – wie im v orliegenden Fall – auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG C-6496/2010 Seite 13 vorzugehen (AHI 1999 S. 84 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie d as neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung g e- nügt, um nunmehr eine rentenbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldung s- verfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch einen Vergleich des Sachverhaltes im Zeitpunkt der letzten eröffneten und rechtskräftigen Verfügung (hier 16. Oktober 2008) , die auf einer umfa s- senden materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und (bei Anhaltspunkten für ei- ne Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszusta n- des) Durchführung einer Invaliditätsgradbemessung beruht, mit dem Sachverhalt zur Zeit der angefochtenen Verfügung ( hier 4. August 2010; vgl. BGE 133 V 108 E. 4.1 und E. 5.4, BGE 130 V 71 mit Hinweisen). 2.11 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund - heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar - beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünft e eine wichti ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberich tes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un - tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be urteilung der me- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen des E x- perten be gründet sind. Ausschlaggebend für den Be weiswert ist grun d- sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweis mittels noch die B ezeich-C-6496/2010 Seite 14 nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be- richt oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a). Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässi g- keit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstel- lungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Bef angenheit schliessen. Es bedarf vie l- mehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilic h- keit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). Auf Stellungnahmen der RAD resp. der medizinische n Dienste kann für den Fall, dass ihnen materiell Gutachtensqualität zukommen soll, nur ab - gestellt wer den, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen An - forderungen an einen ärztlichen Bericht genügen (Urteil des Bundesge- richts I 694/05 vom 15. Dezember 2006 E. 2). Die RAD-Ärzte müssen so- dann über die im Einzelfall gefragten persön lichen und fachlichen Qualifi- kationen verfügen, spielt doch die fachliche Qualifikation des Experten für die richterliche Würdigung einer Expertise eine erheb liche Rolle. Be züg- lich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gut achtens müssen sich Ver- waltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. Deshalb ist für die Eignung eines Arztes als Gutachter in einer bestimmten medizinischen Disziplin ein en tsprechender spezialärztlicher Titel des berichtenden oder zumindest des den Bericht visierenden Arztes vorausgesetzt (Urteile des Bundesgerichts I 178/00 vom 3. August 2000 E. 4a, 9C_410/2008 vom 8. September 2008 E. 3.3, I 142/07 vom 20. November 2007 E. 3.2.3 und I 362/06 vom 10. April 2007 E. 3.2.1; vgl. auch SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 3.3.2 [nicht publizierte Text - passage der E. 3.3.2 des Entscheides BGE 135 V 254]). Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt der RAD für die Beurteilung der medizin i- schen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs nur „bei Be darf“ selber ärztliche Untersuchungen durch. In den übrigen Fällen stützt er seine B e- urteilung auf die vorhandenen ärztlichen Unterlagen ab. Das Absehen von eigenen Un tersuchungen an sich ist somit kein Grun d, um ei nen RAD-Bericht in Frage zu stellen. Dies gilt insbesondere dann, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines fest stehenden medizini schen Sachverhalts geht, und die direkte ärztliche Befassung mit der versiche r- ten Person in den Hintergrun d rückt (vgl. Urteile des BGer 9C_323/2009 C-6496/2010 Seite 15 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 und I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1, je mit Hinweisen). 3. Wie bereits ausgeführt (vgl. E. 2.10 hiervor), beurteilt sich die Frage, ob bei der Beschwerdeführerin eine wesentliche Änderung eingetreten ist, welche geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch im Sinne von Art. 17 ATSG zu beeinflussen, durch Vergleich des Sac h- verhaltes, wie er zur Zeit der unangefochten in Rechtskr aft erwachsenen Verfügung vom 16. Oktober 2008 ( act. 146) bestanden hat , mit demjen i- gen, wie er im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 4. August 2010 (act. 184) eingetreten ist. 3.1 Im Rahmen der Verfügung vom 16. Oktober 2008, mit welcher der Leistungsanspruch der Versicherten rechtskräftig verneint worden ist , stützte sich die Vorinstanz in medizinischer Hinsicht insbesondere auf die Stellungnahme von Dr. V._______ , IV -Stellenärztin, vom 15. Juli 2008 (act. 140). Dr. V._______ lagen bei ihrer Beurteilung folgende spanische medizini- sche Unterlagen vor: Arztbericht von Dr. J._______ , Psychia ter, vom 3. Februar 2008 (act. 132, 133), Arztbericht von Dr. G._______, Rheuma- tologe, vom 20. Februar 2008 (act. 134, 135) , Arztbericht E 213 von Dr. R._______ vom 8. April 2008 (act. 136 , 137). Diesen Arztberichten sind zusammengefasst folgende Diagnosen zu entnehmen: Keratozyste, de- pressive Störung – aktuell remittiert , Restschmerzen , partielle Thyreoi- dektomie, chronische Cervico-Dorsalgie. Die spanischen Ärzte befanden, dass die Versicherte sowohl in ihrer bisherigen Tätigkeit als Reinigung s- kraft wie auch in einer Verweisungstätigkeit unter Vermeidung von Kälte wieder voll arbeitsfähig sei. Dr. V._______ nannte in ihrer Stellungnahme vom 15. Juli 2008 die Diag- nosen depressiver sekundärer Zustand – aktuell remittiert (gemäss Arzt- bericht vom 3. Februar 2008), Status nach Exzision von zwei Mandibulär- Zysten 1995, Status nach operativer Entfernung des rechtsseitigen Schilddrüsenlappens April 1999, chronische Cervico -Dorsalgie, Gastritis und Milbenallergie. Weiter führte Dr. V._______ aus, aufgrund eines ängstlich-depressiven Zustandes mit Somatisierung sei die Versicherte lange arbeitsunfähig gewesen. Seit der Rückkehr in ihr Heimatland habe sich ihr Gesundheitszustand jedoch verbessert. Im psychiatrischen Arzt- bericht werde eine Besserung des psychischen Zustandes mit Remission C-6496/2010 Seite 16 der Depression bestätigt . In rheumatologischer Hinsicht leide die Vers i- cherte an chronischen Cervico -Dorsalgien ohne wesentliche Beeinträc h- tigung der Arbeitsfähigkeit. Zusammenfassend sei eine Besserung des Gesundheitszustandes feststellbar und die Versicherte sei in ihrer bish e- rigen Tätigkeit gemäss Arztbericht vom 3. Februar 2008 ab diesem Datum wieder voll arbeitsfähig (act. 140). 4. Im Rahmen der angefochtenen Verfügung vom 4. August 2010 stützte sich die Vorinstanz insbesondere auf die Stellungnahmen von Dr. O._______, IV -Stellenarzt vom 22. April 2010 (act. 178) bzw. 13. Mai 2010 (act. 180). 4.1 Dr. O._______ nahm unter anderem zu folgenden spanischen Arztbe- richten Stellung: Arztbericht von Dr. T._______ vom 26. November 2008 (act. 163), Austrittsbericht von Dr. I._______ vom 27. April 2009 (act. 167) und Arztbericht E 213, unterzeichnet von Dr. K._______ , vom 16. Dezember 2009 (act. 172) . Weiter lagen Dr. O._______ bei der Stel- lungnahme weitere spanische Arztberichte vor ( Arztbericht von Dr. S._______ vom 6. Oktober 2008 [act. 162], Arztbericht von Dr. P._______ vom 1. Dezember 2008 [act. 164] , Röntgenbefund von Dr. F._______ vom 22. Dezember 20 08 [act. 165] , Befundbericht von Dr. U._______ vom 21. Januar [act. 166]). 4.1.1 In diesen Arztberichten sind zu den bereits unter E. 3.1 aufgeführten Beschwerden zusätzlich die Diagnose Bimalleolarfraktur und depressives Syndrom (ohne Hinweis auf Remission) aufgeführt. Angaben zum Lei s- tungskalkül werden im Arztbericht E 213, unterzeichnet von Dr. K._______, vom 16. Dezember 2009 (act. 172) gemacht, wonach die Versicherte in der bisherigen Tätigkeit im Restaurant voll arbeitsunfähig, in Verweisungstätigkeiten mit Positionswech sel jedoch zu 100% arbeit s- fähig sei. 4.2 Dr. O._______ nannte in seiner Stellungnahme vom 22. April 2010 mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit die Diagnosen chronisches zerv i- kospondylogenes Syndrom ohne neurologische Ausfälle, Zustand nach Bimalleolar-Fraktur links am 11. September 2008, Verdacht auf begi n- nende posttraumatische OSG -Arthrose. Als Diagnosen ohne Auswirku n- gen auf die Arbeitsfähigkeit führte der IV-Stellenarzt Zustand nach Exzisi- on von zwei Mandibulär -Zysten, Zustand nach operativer Entfernung des rechtsseitigen Schilddrüsenlappens (operative Entfernung der Rest -C-6496/2010 Seite 17 Schilddrüse am 23. April 2009) und Zustand nach reaktiver Depression auf. Weiter führte der IV -Stellenarzt aus, ab Datum der Knöchelfraktur könne für sämtliche Tätigkeiten eine 20% -ige Einschränkung der Arbeits- fähigkeit angenommen werden, wobei hierbei alle bereits bekannten g e- sundheitlichen Beschwerden berücksichtigt worden seien. Eine Arbeitsun- fähigkeit mit Erwachsen eines Rentenanspruchs bestehe nach wie vor nicht (act. 178). Am 13. Mai 2010 wies er ergänzend darauf hin, die A r- beitsunfähigkeit im Haushalt betrage ab 11. September 2008 maximal 17% (act. 180). 4.3 Im Rahmen der Beschwerde reichte die Beschwerdeführerin weitere Arztberichte ein (undatierter Arztbericht von Dr. Q._______, Röntgenbe- fundbericht von Dr. A._______ vom 25. August 2008). 4.3.1 Dr. V._______ nahm zu den im Rahmen der Beschwerde eing e- reichten Arztberichten am 7. Dezember 2010 folgendermassen Stellung: Die Arztberichte wiesen keine neuen Elemente auf, die nicht bereits g e- würdigt worden seien, weshalb an der Stellungnahme vom 13. Mai 2010 festgehalten werden könne. Weder der Befundbericht von Dr. A._______ vom 25. August 2008 mit bereits gewürdigtem multinodulären Struma mit Hemithyroidektomie, noch der undatierte Arztbericht von Dr. Q._______ mit temporomandibulärer Dysfunktion , anteriorer Diskusverlagerung so- wie Osteoarthrose wiesen invalidisierende Elemente auf. Aufgrund der im September 2008 erlittenen Bimalleolar -Fraktur mit Osteosynthese habe die Versicherte eine Neuanmeldung eingereicht. Seit dem Jahr 2009 leide die Versicherte am Knöchel bei Belastung an Schmerzen, die Beugeb e- wegungen seien im Rahmen einer beginnenden posttraumtischen Arthr o- se leicht eingeschränkt. Diese E inschränkung sei bereits am 13. Mai 2010 berücksichtigt worden. Weiter führte Dr. V._______ aus, die Versi- cherte habe sich im April 2009 einer Schilddrüsenlappenresektion links aufgrund eines Rezidivs der nodulären Schilddrüse unterzogen. Eine E r- krankung der Schilddrüse verursache jedoch keine längere Arbeitsunfä- higkeit, wie auch nicht die von Dr. N._______ im psychiatrischen Bericht vom 31. März 2010 erwähnte ängstlich -depressive Störung. Zudem e r- wähne Dr. B._______ in seinem Arztbericht vom 24. September 2009 (act. 171), dass nach einer Anpassung der psychotropen Behandlung mit- tels eines Antidepressivums eine Besserung des Gesund heitszustandes eingetreten sei. Ebenso begründeten die im Rahmen der degenerativen Erkrankungen aufgetretenen Zervikalgien, Dorsalgien und Lumbalgien keine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit (act. 189). C-6496/2010 Seite 18 4.3.2 Wie bereits unter E. 2.11 erwähnt, kann auf Stellungnahme des RAD bzw. des ärztlichen Dienstes unter der Bedingung abgestellt we r- den, dass sie den beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen und zudem die beigezogenen Ärzte im Prinzip über die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verf ü- gen. Obwohl Dr. O.________ als auch Dr. V._______, beide mit Facharzttiteln Allgemeine Innere Medizin, nicht über einen Facharzttitel auf den Gebie- ten Endokrinologie, Psychiatrie und Orthopädie verfügen, ist ihren Ste l- lungnahmen aufgrund der bei der Beschwerdeführerin nicht dermassen gravierenden gesundheitlichen Leiden Beweiswert zuzusprechen. Insbe- sondere Dr. V._______ nahm namentlich ausführl ich Stellung zu den Arztberichten von Dr. N._______, Psychologe, vom 31. März 2010, Dr. A._______ vom 25. August 2008, dem undati erten Bericht von Dr. Q._______, Facharzt Chirurgie, und dem Arztbericht von Dr. B._______, Psychiater, vom 24. September 2009. Sie stellte zu Recht fest, dass die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Beschwerden keinen i n- validisierenden Charakter aufweisen würden. Zusätzlich lagen den IV - Stellenärzten weitere Arztberichte von spanischen Fachärzten vor (vgl. unter anderem Berichte der Dres. E._______ und D._______, beide von der Abteilung Endokrinologie). Ebenso sind in den Arztberichten hinsich t- lich der gesundheitlichen Leiden keine Differenzen zu verzeichnen. Be- züglich der geltend gemachten Depression ist festzustellen, d ass sich in den Unterlagen keine Hinweise finden, dass die Beschwerdeführerin an einer Depression leiden würde, die ohne zumutbare Willensanstrengu ng nicht überwindbar wäre. Auch sind in den Akten keine Anhaltspunkte zu finden, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der im Rahmen der Ne u- anmeldung neu aufgeführte n Diagnose einer Bimalleo larfraktur in ihrer Leistungsfähigkeit in rentenrelevantem Ausmass ein geschränkt sein könnte. Unter diesen Umständen kann auf die Einholung von weiteren Arztberichten von Fachä rzten bzw. die von der Beschwerdeführerin vo r- geschlagene zusätzliche Beweismassnahme in Form ergänzender med i- zinischer Abklärungen in der Schweiz in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (vgl. BGE 122 II 464 E. 4a, BGE 122 III 219 E. 3c, BGE 120 1b 224 E. 2b, BGE 119 V 335 E. 3c mit Hinweisen) und es ist auf die beweiskräftigen Stellungnahmen der IV-Stellenärzte Dres. O._______ und V._______ abzustellen, wonach die Beschwerdeführerin ab 11. September 2008 sowohl in der bisherigen Tätigkeit als auc h in Ve r- weisungstätigkeiten im Ausmass von 20% arbeitsunfähig ist. C-6496/2010 Seite 19 Im Übrigen stimmt die von Dr. O._______ angenommene Einschränkung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit im Wesentlichen auch mit der Beu r- teilung von Dr. K._______ vom spanischen Sozialversi cherungsträger vom 16. Dezember 2009 überein, wonach die Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit als Office -Angestellte zu 100% arbeitsunfähig und in einer Verweisungstätigkeit zu 100% erwerbsfähig sei. 4.4 Somit ist mit dem im Sozialversicherungsrech t massgebenden B e- weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit festzustellen, dass im vorliegend zu überprüfenden Zeit raum vom 16. Oktober 2008 bis 4. August 2010 keine rentenrelevante Verschlechterung des Gesun d- heitszustandes eingetreten ist. Die Beschwer deführerin war weder au f- grund der Bimalleolarfraktur, mit welcher die Neuanmeldung begründet wurde, noch aufgrund einer gesamtheitlichen Würdigung der gesundhei t- lichen Beeinträchtigungen, in der bisherigen Tätigkeit während eines Jah- res durchschnittlich mi ndestens zu 40% eingeschrän kt. Abzustellen ist diesbezüglich auf die Tätigkeit als Hausfrau, da die Beschwerdeführerin bei Einreichung des Rentengesuchs nicht erwerbstätig, sondern im Haushalt tätig war. Die Voraussetzung für einen Rentenanspruch, wonach während eines Jahres eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mi n- destens 40% vorliegt, ist somit nicht erfüllt (Art. 28 Abs. 1 IVG ; vgl. hiezu auch E. 2.9). Die Beschwerde ist somit abzuweisen und die angefochtene Verfügung vom 4. August 2010 zu bestätigen. 5. Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient- schädigung. 5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis i.V.m. Art. 69 Abs. 2 IVG ist das Beschwe r- deverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kostenpflichtig. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Verfahrenskosten der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Sie werden auf Fr. 400.- festgesetzt und mit dem bereits einbezahlten Kostenvorschuss von Fr. 420. - verrechnet. Der Differenzbetrag von Fr. 20. - ist der B e- schwerdeführerin zurückzuerstatten. 5.2 Die unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruc h auf Pa r- teientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des C-6496/2010 Seite 20 Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 400.- werden der Beschwerde- führerin auferlegt und mit dem bereits geleist eten Kostenvorschuss von Fr. 420.- verrechnet. Der Differenzbetrag von Fr. 20.- wird der Beschwer- deführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurück- erstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein) – die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) – Migros Pensionskassen 8048 Zürich (Einschreiben) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Franziska Schneider Sabine Uhlmann C-6496/2010 Seite 21 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 600 4 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der B e- weismittel und die Unter schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: