B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-2876/2012 U r t e i l v o m 11 . N o v e m b e r 2 0 1 4 Besetzung Richter Michael Beusch (Vorsitz), Richter Beat Weber, Richter Daniel Riedo, Gerichtsschreiberin Anna Strässle. Parteien A._______, (…), vertreten durch Dr. iur. Thomas Schütt, Rechtsanwalt, (…), Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz, Gegenstand Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom 18. April 2012. A-2876/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Der am (Datum) geborene deutsche Staatsbürger A._______ (nachfol- gend: Versicherter), wohnhaft in Deutschland, arbeitete von April 2003 bis September 2004 als Maurer und Gipser für die B._______ AG in (Ort) (nachfolgend: Arbeitgeberin). Als Arbeitnehmer hat er i n dieser Zeit Be i- träge an die schweizerische Alters -, Hinterlassenen- und Invalidenversi- cherung entrichtet (vgl. Akten der IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA [nachfolgend: IV-act.] 1 und 16). B. Am 22. September 2004 erlitt der Versicherte einen Arbeitsunfall (Sturz von einem Baugerüst), wobei er sich eine mehrfragmentäre Mandib u- lafraktur links, eine Jochbogenfraktur links, eine Jochbeinfraktur links, e i- ne Thoraxkontusion, Schürfungen und ein Hämat om am Ober - und Un- terschenkel links sowie eine Subarachnoidalzyste temporal rechts zuzog (IV-act. 1 und 16 ). In der Folge arbeitete er von April 2005 bis Juli 2005 und von September 2005 bis Dezember 2005 erneut für die selbe Arbeit- geberin (IV-act. 1 und 63). Am 15. März 2007 (Eingangsdatum bei der IV- Stelle Graubünden) stellte er sodann ein Gesuch um Gewährung einer Rente der schweizerischen Invalidenversicherung ( IV-act. 1), welches die IVSTA (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) mit de r ihren Vorbescheid vom 18. Februar 2008 (IV -act. 1, S. 4) im Wesentlichen bestätigenden Verfügung vom 23. April 2008 (IV -act. 1, S. 5) abwies. Zur Begründung führte sie sinngemäss aus, infolge Gesundheitsbeeinträchtigung in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bestehe seit dem 27. September 2006 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Seit dem 28. April 2007 sei die Ausübung einer leichten, dem Gesundheitszustand besser angepassten gewin n- bringenden Tätigkeit jedoch zu 80 % zumutbar, dies mit einer E r- werbseinbusse von 35 %. Somit liege keine Invalidität vor, die einen Ren- tenanspruch zu begründen vermöge (IV-act. 1, S. 4 f.). C. Hiergegen erhob der Versicherte ( nachfolgend: Beschwerdeführer) am 28. Mai 2008 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht, dem er u.a. die Gewährung einer "vollen" Invalidenrente, die Sistierung des Verfa h- rens bis zum Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubü n- den und die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Ve r- beiständung beantragte. Aufgrund der unfallbedingten Gesundheitsbeein- trächtigung sei er in der bisherigen Tätigkeit zu 100 % und in einer Ve r-A-2876/2012 Seite 3 weistätigkeit "knapp" über 50 % arbeitsunfähig (zum Ganzen IV -act. 1, S. 5 f.). Mit Urteil C -3540/2008 vom 20. August 2010 h iess das Bunde s- verwaltungsgericht die Beschwerde teilweise gut und hob die Verfügung vom 23. April 2008 auf. Die Sache wurde zur neuen Abklärung im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen. Das Gesuch um unentgelt- liche Prozesspflege und Verbeiständung wurde als gegenstandslos abge- schrieben (IV-act. 1, S. 24). D. Der Beschwerdeführer wurde sodann vom 28. März 2011 bis 31. März 2011 im Auftrag der Vorinstanz zur medizinischen Abklärung in das Zen t- rum für Medizinische Begutachtung (MEDAS) aufgeboten (IV -act. 30, S. 2; vgl. auch IV-act. 59). E. Die Vorinstanz gewährte daraufhin mit der ihre Vorbescheide vom 12. August 2011 (IV-act. 70) bzw. 12. Dezember 2011 (IV-act. 79) im We- sentlichen bestätigenden Verfügung vom 18. April 2012 eine ordentliche ganze Invalidenrente in Höhe von Fr. 215.-- vom 1. März 2006 bis 30. April 2007 (IV -act. 84) bzw. eine ordentliche halbe Invalidenrente in Höhe von Fr. 111.-- bzw. eine ordentliche halbe Kinderrente in Höhe von Fr. 44.-- vom 1. Mai 2007 bis 31. Juli 2007 (IV -act. 85). Zur Begr ündung gab sie im Wesentlichen zu bedenken, aus den nun mit dem Gutachten des Zentrum s für Medizinische Begutachtung ZMB vom 10. Mai 2011 (nachfolgend: Gutachten ZMB; IV-act. 61) ergänzten Akten gehe hervor, dass der Beschwerdeführer seit dem 22. September 2004 in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig, in einer Verweistätigkeit seit dem Austritt aus der Klinik C._______ am 27. Januar 2007 zu 50 % arbeitsfähig mit einer stufenweisen Steiger ung auf 20 % [recte: 80 %] in- nert drei Monaten (ab 27. April 2007) und von 100 % ab 1. Januar 2008 war; dies mit einer Erwerbseinbusse von 59 % ab 27. Januar 2007 und von 35 % ab 27. April 2007 und von 19 % ab 1. Januar 2008. Für die Be- messung des Invaliditätsgrads sei es unerheblich, ob eine zumutbare T ä- tigkeit tatsächlich ausgeübt werde, wobei bei einer Verbesserung der E r- werbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, die anspruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen sei, s obald sie ohne wesentlichen Unterbruch drei Monate angedauert habe. Insge- samt bestehe somit ab dem 1. September 2005 ein Anspruch auf eine ganze Rente, ab 1. Mai 2007 auf eine halbe Rente und ab 1. August 2007 kein Anspruch mehr auf eine Rente. Da der Antrag am 15. März 2007 ge-A-2876/2012 Seite 4 stellt worden sei, könne die Rente frühestens ab 1. März 2006 ausgerich- tet werden. Letztlich sei kein neues Schmerzgutachten nötig, da das Gut- achten ZMB die Anforderungen an ein beweiskräftiges Gutachten erfülle und das schmerztherape utische Gutachten des Schmerzzentrums D._______ vom 24. September 2008 nicht erlaube, die Schlussfolgeru n- gen des Gutachten ZMB in Frage zu stellen (zum Ganzen IV-act. 82). Die Vorinstanz stützte sich hierbei hauptsächlich auf das Gutachten ZMB (IV-act. 61) und die Stellungnahme n von Dr. med. E._______ vom 12. November 2011 (IV -act. 78), vom 5. Juli 2011 (IV -act. 66) und vom 26. Mai 2011 (IV-act. 64). F. Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 25. Mai 2012 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (BVGer-act. 1), dem er beantragt, ihm ab dem 1. Mai 2007 unbefristet ei- ne volle ordentliche IV -Rente bzw. IV-Kinderrente, eventualiter eine Dre i- viertelsrente oder wenigstens eine halbe ordentliche IV -Rente bzw. IV-Kinderrente, zuzusprechen. Subeventualiter sei ihm bis zum 31. Januar 2008 eine Dreiviertelsrente (eventualiter eine halbe) bzw. IV-Kinderrente zu gewähren. Weiter sei zu den Schmerzen ei n Obergut- achten zu erstellen, in welchem der Experte sich mit dem Gutachten des Schmerzzentrums vom 24. September 2008 detailliert auseinanderzuset- zen und mit dem Ersteller Rücksprache zu halten habe. Das Gutachten ZMB vom 10. Mai 2011 sei durch Angaben darüber, in welchen Funkti o- nen der Beschwerdeführer ohne Eingliederungsmassnahme n zu wie viel Prozent einsatzfähig sein soll, zu ergänzen. Dies alles unter Kosten - und Entschädigungsfolge. Letztlich sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen. Zur Begründung bringt er zu sammengefasst vor, sein Gesundheitszustand habe sich seit dem Gutachten ZMB weiter verschlechtert und verweist dabei auf ein ärztliches Attest von Dr. med. F._______ vom 23. Mai 2012 (BVGer-act. 1, Beilage C). Des Weiteren weise das Gutachten ZMB d i- verse Mängel auf, weshalb ein neues Schmerzgutachten beantragt we r- de. Ersteres befasse sich einerseits viel zu oberflächlich mit dem Gutach- ten des Schmerzzentrums vom 24. September 2008 und sei andererseits durch einen Psychiater, einen Orthopäden und eine n Spezialisten für i n- nere Medizin und gerade nicht durch einen Schmerzspezialisten erstellt worden. Zwar gehe das Gutachten ZMB nicht von simulierten Schmerzen aus, nur würden daraus nicht die richtigen Schlussfolgerungen gezogen; auch das Zusammenspiel von körperl ichen und psychischen Faktoren könne eine Invalidität begründen und die Chronifizierung der Schmerzen A-2876/2012 Seite 5 begünstigen. Auch bzw. gerade weil die Schmerzen den Hauptgrund für die fehlende Arbeitsfähigkeit bildeten, sei ein [neues] Schmerzgutachten zu beantragen. Sodann treffe auch nicht zu, das s organisch nichts fes t- stellbar sei. Der Befund an der Wirbelsäule zeige nämlich mehrere B o- genwurzelfrakturen, also "harte Daten", weshalb die neuere Schleude r- trauma-Rechtsprechung nicht anwendbar sei. Auch die Neutralität der MEDAS-Gutachter sei in Frage zu ziehen, da der betreffende Arzt nicht einmal über die notwendigen Akten verfügt habe. Das Gutachten ZMB sollte sich zumindest in rudimentärem Umfang über eine allfällige Resta r- beitsfähigkeit aussprechen. Gemäss Stellung nahme vom 15. Oktober 2007 – also einer zeitnäheren Einschätzung – bestehe in adaptierten Tä- tigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 50 % innert drei Monaten ab diesem Datum gerechnet, weshalb kein Grund ersichtlich sei, dass man auf das Datum des 31. Juli 2007 abgestellt habe. G. In ihrer Vernehmlassung vom 18. Oktober 2012 (BVGer-act. 11) beantragt die Vorinstanz sinngemäss die Abweisung der Beschwerde und die Be s- tätigung der Verfügung vom 18. April 2012. Sie verweist insbesondere auf die Begründung in der Verfü gung und hält hinsichtlich der beschwerd e- weise neu geltend gemachten gesundheitlichen Verschlechterung fest, aus den neuen medizinischen Unterlagen ergäben sich keine relevanten neuen Gesichtspunkte. Sie stützt sich dabei auf die Stellungnahme von Dr. med. E._______ vom 27. September 2012 (BVGer-act. 11.2) und führt aus, das Gutachten ZMB würde keine Änderung erfahren und es best ehe keine Notwendigkeit einer ergänzende n Begutachtung. Die Vorinstanz führt weiter aus, d a dem Beschwerdeführer das ganze weite S pektrum von leichten bis mittleren Verw eisungstätigkeiten offen st ehe, sei davon auszugehen, dass auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein genüge n- des Stellenangebot bestünde und von der Verwertbarkeit der vollschicht i- gen Arbeitsfähigkeit in Verweisungstätigkeiten ausgegangen werden kön- ne; auf eine Spezifizierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstau s- sichten habe deshalb verzichtet werden können. Letztlich handle es sich beim im Gutachten ZMB genannten Datum des 15. Oktobers 2007 um ei- ne Fehlinterpretation, weshalb die Rente richtigerweise per 31. Juli 2007 aufgehoben worden sei. H. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten U n- terlagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. A-2876/2012 Seite 6 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 VGG Be- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern sie von Behö r- den erlassen wurden, die gemäss Art. 33 VGG als Vorinstanzen gelten, und überdies kei ne Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Die IVSTA g e- hört zu den Behörden nach Art. 33 Bst. d VGG und ist daher Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG [SR 831.20]). Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor . Das Bundesverwaltungsgericht ist damit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.2 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des Bundesverwaltungsgerichts zur Aushilfe in anderen Abteilungen verpflich- tet. Die Abteilung I des Bundesverwaltungsgerichts hat das vorliegende Beschwerdeverfahren im Zuge einer – auf einer abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit basierenden – Entlastungsmassnahme gegenüber der Abteilung III übernommen. Die ursprüngliche Verfahrensnummer C-2876/2012 wurde daher auf A-2876/2012 geändert. 1.3 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). In- des findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine Anwe n- dung in Sozialversicher ungssachen, soweit das ATSG (SR 830.1) a n- wendbar ist. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gese t- zes auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialversicherungen anwen d- bar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze es vo r- sehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Inval i- denversicherung anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine A b- weichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den allgemeinen inte r- temporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels anders- lautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 1.4 Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet die Verfügung der IVSTA vom 18. April 2012 (IV1 -act. 85) bzw. deren Begründung (IV-act. 82). Der Beschwerdeführer ist als Adressat durch diese Verf ü- gung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 59 ATSG). A-2876/2012 Seite 7 1.5 Auf die im Übrigen frist - und formgerecht ein gereichte Beschwerde (Art. 60 Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist demnach einzutreten. 2. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht kann angefochtene Entscheide grundsätzlich in vollem Umfang überprüfen. Der Beschwerdeführer kann neben der Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschre i- tung oder des Missbrauchs des Ermessens (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 Bst. c VwVG). 2.2 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, s o- fern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Bewei s- grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mö g- lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlich s- te würdigt (BGE 138 V 218 E. 6, BGE 126 V 353 E. 5b, BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen; Urteil des BVGer A-4735/2012 vom 2. September 2014 E. 1.7). 2.3 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der B e- gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die B e- schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut - heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer B e- gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. THOMAS HÄBERLI, in: Praxiskommentar VwVG, 2009, Art. 62 VwVG Rz. 40; ANDRÉ MOSER et al. , Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl., 2013, Rz. 3.197). 3. Zunächst ist festzuhalten, welche Rechtsnormen und Rechtsgrundsätze im vorliegenden Verfahren in materieller Hinsicht zur Anwendung gela n- gen. 3.1 Der Beschwerdeführer ist Sta atsangehöriger von Deutschland und hat dort seinen Wohnsitz, weshalb vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizer i- schen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft A-2876/2012 Seite 8 und ihren Mitglied staaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) zu beachten ist. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage des Art. 8 FZA ausgearbeiteten und Bestandteil des Abko m- mens bildenden (Art. 15 FZA) Anhangs II – betreffend Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit – des FZA i.V.m. Abschnitt A dieses An- hangs wenden die Vertragsparteien untereinander insbesondere die Ve r- ordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rats vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (SR 0.831.109.268.1), und die Verordnung Nr. 574/72 oder gleichwertige Vorschriften an. Diese sind am 1. April 2012 durch die Ve r- ordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rats vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen S i- cherheit sowie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rats vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit abgelöst worden (zum Ganzen Urteil des BVGer A-2552/2012 vom 21. Juli 2014 E. 3.1 mit Hinweis). Nach Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 haben Personen, für die diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses Staats. Dabei ist im Rahmen des FZA auch die Schweiz als "Mitglie d- staat" im Sinne dieser Koordinierungsverordnun gen zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA). Soweit das FZA bzw. die auf dieser Grundl a- ge anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweiche n- den Bestimmungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfa h- rens sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer schweizeri- schen Invalidenrente grundsätzlich nach der innerstaatlichen Rechtsor d- nung (BGE 130 V 253 E. 2.4). Entsprechend bestimmt sich vorliegend der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der Invalidenvers i- cherung au sschliesslich nach dem innerstaatlichen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG, der IVV (SR 831.201), dem ATSG sowie der ATSV (SR 830.11). Ferner sind die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz nicht an Feststellungen und Entscheide ausländisc her Versicherungsträger, Kran- kenkassen, Behörden und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und A n- spruchsbeginn gebunden (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996, S. 179; ZAK 1989 S. 320 E. 2). Vielmehr unterstehen auch aus dem Aus- land stammende Beweismittel der freien Beweiswürdigun g des Gerichts A-2876/2012 Seite 9 (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute: BGer] vom 11. Dezember 1981 i.S. D; zum Grundsatz der freien Bewei s- würdigung BGE 125 V 351 E. 3a; Urteil des BVGer C-662/2010 vom 19. Dezember 2012 E. 4.1). 3.2 In materiellrechtlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übe r- gangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestand s Geltung haben (BGE 138 V 475 E. 3.1, BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den in Kraft stehenden Normen zu prüfen (pro rata tempo- ris; BGE 130 V 445 E. 1.2.1 f.; Urteil des BVGer C-601/2011 vom 5. Dezember 2013 E. 3.3). Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung stellt das Sozialversich e- rungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Vorliegend sind demnach die Verhältnisse bis zum 1 8. April 2012 (Datum der angefochtenen Verf ü- gung) zu berücksichtigen. Allerdings können Tatsachen, die den Sachver- halt seither ve rändert haben, unter Umständen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 138 V 475 E. 3.1, BGE 121 V 362 E. 1b mit Hinweisen; C-601/2011 E. 4). 3.3 Die zur Diskussion stehende Anmeldung erfolgte am 15. März 2007 (vgl. Sachverhalt Bst. B), womit ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der noch vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV- Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Da diese Revision hinsichtlich des Begriffs und der Bemessung der Invalidität keine substantiellen Ände- rungen gegenüber der bis Ende 2007 gültig gewesenen Rechtslage g e- bracht hat, werden nachfolgend bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der IVV die Fassung gemäss den am 1. Januar 2008 in Kraft ge- tretenen Änderungen (5. IV-Revision; AS 2007 5129 und AS 2007 515 5) wiedergegeben. Soweit ein Rentenanspruch ab dem 1. Januar 2012 zu prüfen ist, sind weiter die mit dem ersten Massnahmenpaket der 6. IV- Revision zu diesem Zeitpunkt in Kraft getretenen Gesetzesänderungen zu beachten (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659], IVV in der Fassung vom 16. November 2011 [AS 2011 5679]; vgl. auch Urteil des BVGer C-4614/2012 vom 19. Juni 2013 E. 2.7). Nachfolgend wird al-A-2876/2012 Seite 10 so auf die ab 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen verwiesen, ausser diese hätten mit der IV-Revision 6a eine Änderung erfahren. 3.4 Bezüglich der vorliegend aufgrund von Art. 2 ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen zur Arbeitsunfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur Bestimmung des Invaliditätsgrads (Art. 16) hat das Schweizerische Bundesgericht (vormals EVG) erkannt, dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen Legal- definitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor In-Kraft-Treten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit keine Änd e- rung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung übernommen und weitergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1-3.3; Urteil des BVGer B-194/2013 vom 22. Juli 2013 E. 3.3). 4. Nachfolgend sind die zur Beurteilung de r Streitsache massgebenden ge- setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze darzulegen. 4.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG; vgl. E. 4.2) und beim Eintritt der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer Beiträge an die Alters -, Hinterlassenen - und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). Für die Erfüllung der dreijähri- gen Mindestbeitragsdauer werden auch Beitragszeiten mitberücksichtigt, die in einem EU/EFTA -Staat zurückgelegt worden sind (vgl. Wegleitung des Bundesamts für Sozialversicherungen über die Renten in der Eidg e- nössischen Alters -, Hinterlassenen - und Invalidenversicherung [RWL], Rz. 3004 mit weiteren Hinweisen; Urteil des BVGer C-6839/2008 vom 28. September 2010 E. 2.4). Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während mehr als e i- nem Jahr Beiträge an die sch weizerische AHV/IV geleistet (IV -act. 62) und erfüllt unter Anrechnung der ausländischen Versicherungszeiten (IV-act. 62, 54 und 13) auch die Mindestbeitragsdauer von drei Jahren, so dass die Voraussetzung der Mindes tbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente erfüllt ist. 4.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invali-A-2876/2012 Seite 11 dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschaden verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder Eingliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der Erwerb s- möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausge glichenen Arbeits- markt resp. der Möglichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu bet ä- tigen. Der Invaliditätsbegriff enthält damit zwei Elemente: ein medizin i- sches (Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) und ein wirtschaftliches im weiteren Sinn (dauerhafte oder länger dauern- de Einschränkung der Erwerbsfähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbe- reich; vgl. zum Ganzen U ELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, Art. 8 ATSG Rz. 7; statt vieler B -194/2013 E. 4.1 und Urteil des BVGer C-4208/2012 vom 17. Mai 2013 E. 2.3). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise U n- fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem a n- deren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbs- unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der E r- werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen A r- beitsmarkt (Art. 7 ATSG). 4.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Ren- te, wenn di e versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Inval i- ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf di e Vollendung des 18. Altersjahrs folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Laut Art. 29 Abs. 4 IVG wer- den Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entspr e- chen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und g e- wöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abweichende Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für die Staatsangehör i- gen eines Mitgliedstaat s der EU und der Schweiz, sofern sie – wie der A-2876/2012 Seite 12 Beschwerdeführer – in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1; vgl. C-4614/2012 E. 2.8). Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenb e- reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingl iederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), und die z u- sätzlich während eines Jahr es ohne wesentlichen Unterbruch durc h- schnittlich zu mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). 4.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinko m- men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfäll iger Einglied e- rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezi e- hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat dabei in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mö g- lichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der – unter Berücksichtigung allfälliger rentenwirksamer Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung (hier: 18. April 2012) – resultierenden Einkommensdifferenz der Invalid i- tätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbs einkommen nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Ein- zelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Ann ä- herungswerte miteinander zu vergleichen (allgemeine Methode des Ei n- kommensvergleichs; BGE 129 V 222 E. 4.1, BGE 128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2). Erwerbsunfähigkeit ist, vereinfacht ausgedrückt, die durch einen Gesundheitsschaden verursach- te Unfähigkeit, durch Arbeit Geld verdienen zu können ( SCARTAZZI- NI/HÜRZELER, Bundessozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, § 13 Rz. 16; zum Ganzen B-194/2013 E. 4.4 und C-662/2010 E. 4.6). 4.5 Der Begriff der Invalidität ist demnach nicht nach dem Ausmass der gesundheitlichen Beeinträchtigung definiert, sondern nach der daraus fo l- genden Unfähigkeit, Erwe rbseinkommen zu erzielen (BGE 110 V 273 E. 4a, BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu bet ä- tigen. Dabei sind die Erwerbs - bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht nur im an-A-2876/2012 Seite 13 gestammten Beruf bzw. der bisherigen Tätigkeit, sondern – wenn erfor- derlich – auch in zumutbaren anderen beruflichen Tätigkeiten (Verweistä- tigkeiten) zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist also grundsätzlich nach wir t- schaftlichen und nicht nach medizinischen Grundsätzen zu ermitteln. Das heisst, dass es bei der Bemessung der Invalidität einzig und allein auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen der funktionellen Behinderung a n- kommt, welche nicht unbedingt mit dem von Arzt oder Ärztin festgelegten Grad der funktionellen Einschränkung übereinstimmen müssen (BGE 110 V 273 E. 4a; ZAK 1 985 S. 459). Trotzdem ist die Verwaltung und im B e- schwerdefall auch das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung gestellt haben. Aufgabe des Arzte s oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg- lich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Ar beitsleistungen dem Versicherten noch zugemutet werden können ( BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2, BGE 114 V 310 E. 3c mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c). Die rein wirtschaftl i- chen und rechtlichen Beurteilungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Bestimmung der Erwerbsfähigkeit, obliegt dagegen der Verwaltung und im Beschwerdefall dem Gericht (zum Ganzen B-194/2013 E. 4.4). 4.5.1 Hinsichtlich des Beweiswert s eines ärztlichen Berichts ist entsche i- dend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, a uf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Da r- legung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet u nd ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismi t- tels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, BGE 125 V 351 E. 3a; Urteil des BVGer A-3515/2012 vom 22. April 2014 E. 2.4; zur grundsätzlichen Zulässigkeit von MEDAS -Gutachten vgl. BGE 137 V 210). 4.5.2 Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Be- weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrü n- det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Z u- verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in e i- nem Anstellungsverhältnis zum Versich erungsträger steht, lässt nicht A-2876/2012 Seite 14 schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die U n- parteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 135 II 465 E. 4.4, BGE 125 V 351 E. 3b/ee, je mit Hinweisen; B-194/2013 E. 4.5.2). 4.5.3 Auf Stellungnahmen der regionalen ärztlichen Dienste (RAD) resp. der medizinischen Dienste kann für den Fall, dass ihnen materiell Gu t- achtensqualität zukommen soll, nur abgestellt wer den, wenn sie den al l- gemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen (Urteil des EVG I 694/05 vom 15. Dezember 2006 E. 2). Die RAD-Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen, spielt doch die fachliche Qualif i- kation des Experten für die richterliche Würdigung einer Expertise eine erhebliche Rolle. Bezüglich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gu t- achtens müssen sich Verwaltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. Deshalb ist für die Eignung eines Arzte s als Gutachter in einer bestimmten medizinischen Disziplin ein entspr e- chender spezialärztlicher Titel des berichtenden oder zumindest d es den Bericht visierenden Arztes vorausgesetzt (Urteile des BVGer C-5894/2011 vom 20. Februar 2014 E. 9.1 und B -194/2013 E. 4.5.3, je mit weiteren Hinweisen). Nicht zwingend erforderlich ist, dass die versicherte Person persönlich untersucht wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt der RAD für die Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs nur "bei Bedarf" selber ärztliche Untersuchungen durch. In den übrigen Fällen stützt er seine Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen Grundlagen. Das Absehen von eigenen Untersuchungen an sich verm ag daher einen RAD-Bericht für sich alleine nicht in Frage zu stellen. Dies gilt insbeso n- dere dann, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines bereits feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, folglich die direkte ärztl i- che Befassung mit der ver sicherten Person in den Hintergrund rückt (U r- teil des Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1; vgl. auch BGE 125 V 351 E. 3a und E. 3b/ee; Urteil des EVG I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1, je mit Hinweisen). 5. Vorliegend ist einerseits der Umfang des Anspruchs auf eine IV -Rente hinsichtlich Höhe und Dauer streitig und andererseits besteht Uneinigkeit A-2876/2012 Seite 15 darüber, ob das Gutachten ZMB fehlerhaft sei und ein neues Obergutach- ten im Sinne eines Schmerzgutachtens zu erstellen sei (vgl. E. 5.2 f.). 5.1 Die Verfügung der IVSTA vom 18. April 2012 beruht im Wesentlichen auf einem polydisziplinären fachärztlichen Gutachten der Dres. med. G._______, H._______ und I._______ vom 10. Mai 2011 (IV-act. 61; vgl. Sachverhalt Bst. D und E ) und den Stellungnahmen des RAD-Arztes Dr. med. E._______ vom 12. November 2011 (IV -act. 78), vom 5. Juli 2011 (IV-act. 66) und vom 26. Mai 2011 (IV-act. 64). In Letzte- ren attestierte Dr. med. E._______ – Spezialarzt der Inneren Medizin – dem Beschwerdeführer als Hauptdiagnosen mi t Auswirkung auf die A r- beitsfähigkeit ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom, Status nach nicht dislozierter Fraktur Processus transversus L3 rechts und St a- tus nach Bogenwurzelfraktur L4 vom 22. September 2004 (konservativ behandelt), leichte dege nerative Lendenwirbelsäulenveränderungen und kein radikuläres Reiz - oder Ausfallsyndrom. Als Nebendiagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit n annte Dr. med. E._______ ein Poly- trauma vom 22. September 2004, ein leichtes Schädel -Hirn-Trauma, Ge- sichtsschädelverletzung mit Oberkieferjochbeinimpressionsfraktur links und Jochbogenfraktur links, mehrfragmentä re Mandibulafraktur links pa- ramedian bis angulär, Verlust mehrerer Zähne, Quetschungen im Gesicht, Status nach Osteosynthese Mandibula (zwei Platten) und Jochbeinrep o- sition und Osteosynthese vom 22. September 2004, Status nach interma- xillärer Reposition und geschlossener Septumreposition vom 29. September 2004, Status na ch zahnärztlicher Versorgung (Zahnbr ü- cke), Status nach Osteosynthesematerialentfernung und Septumkorrektur vom 21. November 2006, persistierende Sensibilitätsstörung im Gebiet N. mentalis links, Entfernung Bohrerspitze submandibulär links 02/07 vorgesehen, Halswirbelsäule-Distorsionstrauma Grad I, MRI der Halswi r- belsäule vom 24. Mai 2005 bzw. 22. November 2006 (Streckhaltung, ke i- ne traumatischen Veränderungen, keine Einengung neuraler Strukturen), MRI Neurokranium vom 24. Mai 2005 bzw. 22. November 2006 (Ar ach- noidalzysten am Frontalpol Temporallappen beidseits, keine posttraum a- tischen Veränderungen), persistierende schmerzhafte Bewegungsei n- schränkung und ausgeprägte cervicocephale Schmerzen ohne organ i- sches Korrelat, eine erektile Dysfunktion seit Anfang 200 6 (psychogen oder durch Medikamente bedingt, urologisch unauffällig; kein Nachweis einer Conus-Cauda-Läsion [MRI Lendenwirbelsäule vom Januar 2007]), sodann unfallfremde bzw. vorbestehende Arachnoidalzysten am Fronta l- pol des Temporallappens beidseits (wahr scheinlich Anlageanomalie, kei- ne Raumforderung [MRI Le ndenwirbelsäule vom Januar 2007] ) und A-2876/2012 Seite 16 schliesslich eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit Sy m- ptomausweitung (F 45.4) bei akzentuierten narzisstischen Charakterzü- gen (Z 73.1) und andauerndem Substanzgebrauch von Opiaten (F 11.24). Dr. med. E._______ schloss schliesslich auf eine Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf von 100 % seit dem 22. September 2004 bzw. auf eine Arbeitsunfähigkeit in adaptierten Berufen von 100 % seit dem 22. September 200 4, von 50 % ab dem 27. Januar 2007, von 20 % ab dem 27. April 2007 und von 0 % seit dem 1. Januar 2008. Zur Begrü n- dung stützte er sich explizit auf das Gutachten ZMB. Vorliegend gilt zu prüfen, ob die genannten ärztlichen Berichte die Arbeitsunfähigkeit in adaptierten Berufen rechtsgenüglich aufzuzeigen vermögen oder ob nicht doch – wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht – Anspruch auf eine höhere und/oder länger auszubezahlende Rente bestünde. 5.2 5.2.1 Der Beweiswert des Gutachtens ZMB und der Berichte von Dr. med. E._______ hängen gemäss ständiger Rechtsprechung – wie be- reits in E. 4.5.1 gesagt – davon ab, ob sie für die streitigen Belange u m- fassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, auch die gekla g- ten Beschwerden berücksichtigen und in Kenntnis der V orakten abgege- ben worden sind. Weiter müssen diese in der Beurteilung der medizin i- schen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchten und die Schlussfolgerungen der Experten müssen begründet sein. 5.2.2 Das polydisziplinäre fachärztliche Gutachten vo m 10. Mai 2011 (IV-act. 61; vgl. Sachverhalt Bst. D und E) wurde von Dr. med. G._______, einem Facharzt für Innere Medizin, Dr. med. H._______, einem Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Dr. med. I._______, einem Facharzt für Psychiatrie, verfasst. Zur neuro- logischen Begutachtung wurde Dr. med J._______, Facharzt für Neurolo- gie, beigezogen. In seiner internistischen Beurteilung zeigt Dr. med. G._______ auf, dass sich – abgesehen von einer leichten dia s- tolischen Hypertonie – keine pathologischen Befunde finden lassen wü r- den. Die Hypertonie habe derzeit keine Bedeutung und sei möglicherwe i- se situativ bedingt, wobei eine ambulante Verlaufskontrolle der Blu t- druckwerte angezeigt sei. Auch die erektile Dysfunktion sei urologisch abgeklärt worden, wobei eine so matische Ursache nicht habe gefunden werden können und diese letztlich auf die Medikation mit Opiaten zurück- zuführen sei (IV-act. 61, S. 19 und 42). In orthopädischer Hinsicht kommt Dr. med. H._______ zum Schluss , dass zwar ein chronisch lumbove r- tebrales S chmerzsyndrom diagnostiziert werden müsse , die Lendenwi r-A-2876/2012 Seite 17 belsäulen-Beweglichkeit bei der Untersuchung aber nicht eingeschränkt gewesen sei . Obwohl eine Einschränkung beim Vorwärtsbeugen (FBA von 40 cm) festzustellen gewesen sei, sei der Langsitz praktisch vollstän- dig möglich gewesen. Die paralumbale Muskulatur sei nur geringgradig verspannt, wobei sich klinisch gewisse lumbosacrale Klopfempfindlichkei- ten gezeigt hätten. Radiologisch zeige sich die Lendenwirbelsäule unau f- fällig, mit nur leichten degen erativen Veränderungen präsacral (Spondyl- arthrose). Der Gutachter weist darauf hin, dass in der fokussierten Unte r- suchung eine deutliche Halswirbelsäulen -Bewegungseinschränkung auf- gefallen sei, welche aber in unbeobachteten Momenten nicht habe bestä- tigt werden k önnen (wie dies bereits zuvor auch in der Klinik C._______ festgestellt worden sei ). Bildgebende Aufnahmen aus früheren Jahren zeigten nur unwesentliche degenerative Veränderungen. Letztlich kön n- ten die beklagten Rückenschmerzen aus orthopädischer Sicht nicht mit objektiven klinischen und/oder radiologischen Befunden erklärt werden. Die Gegeninnervation bei der Bewegungsprüfung und die verbale n Schmerzäusserungen seien alles Hinweise auf eine funktionelle Überl a- gerung bzw. sei von einer psychogenen zusätz lichen Überlagerung im Sinne einer Schmerzfehlverarbeitung auszugehen (IV -act. 61, S. 24 und 43). Sodann gibt Dr. med. J._______, Facharzt für Neurologie, aus neuro- logischer Hinsicht zu bedenken, es seien keine neurologischen Ausfälle im klinischen Status festgestellt worden – auch keine Zeichen einer Radi- kulopathie (weder im Lumbal - noch im Cervicalbereich). Aufgrund des Unfallmechanismus sei zwar eine Halswirbelsäulen -Distorsion durch seit- liches Abknicken möglich, eine ossäre Läsion an der Halswirbelsäule sei aber nicht sichtbar. Auch im Verlauf seien keine sicheren radikulären Irr i- tations- oder Ausfallszeichen nachweisbar gewesen. Letztlich seien die Rückenschmerzen auch aus neurologischer Sicht nicht zu erklären. S o- dann habe auch die vom Beschwerdeführer beklagte erektile Dysfunktion kein neurologisches Korrelat; ein Conus -Cauda-Syndrom liege nicht vor, sodass schliesslich eine Überlagerung dieser Störung mit psychogenen Faktoren sowie mit dem täglichen Opiatkonsum anzunehmen sei. Zwar sei von einem leich ten Schädelhi rntrauma auszugehen, wobei intracr a- nielle Läsionen gemäss MRI des Kopfs nicht dokumentiert seien, und das Trauma folglich ohne bleibende kognitive Einbussen abheilen sollte. Beim Beschwerdeführer persistier ten aber solche kognitiven Einbussen, was rein neurologisch nicht mit somatis chen Befunden erklärt werden kö nne. Es stelle sich folglich auch hier die Frage nach einer zusätzlichen ps y- chogenen Überlagerung, wobei der Beschwerdeführer in der neurops y- chologischen Testung sogar Hinweise auf eine sehr klare Symptomve r- deutlichung gezeigt habe (IV -act. 61, S. 28 f. und 43). Schliesslich führt A-2876/2012 Seite 18 Dr. med. I._______ in seiner psychiatrischen Beurteilung aus, der B e- schwerdeführer erweise sich klinisch stark narzisstisch gekränkt, ob se i- nem beruflichen Abs tieg, den dieser mit dem Unfall in Zusammenhang bringe. Klinisch überwiege die narzisstische Kränkungsreaktion bei sta r- ker Unzufriedenheit wegen der chronisch erlebten Schmerzen und der beruflichen Perspektivlosigkeit. Da das Ausmass der geklagten B e- schwerden nicht mit der klinischen Untersuchung in Einklang ge bracht werden könne, müsse eine Selbstlimitierung bei eindeutiger psychischer Schmerzfehlverarbeitung im Sinne einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung psychiatrisch gesichert angenommen werden. Auch das soziale Funktionsniveau des Beschwerdeführers könne nicht mit seinen Angaben – überhaupt nichts mehr adäquat erledigen zu können – in Übereinstimmung gebracht werden. In der neuropsychologischen Testung habe sich eine schmerzbedingte kognitive Leistungseinbusse sowie eine Symptomverdeutlichung gezeigt, wobei Hinweise auf eine organisch b e- dingte neuropsychologische Funktionsbeeinträchtigung als Folge des Un- falls fehlten. Auch die beklagte Impotenz h änge vermutlich mit psych i- schen Faktoren und der Opiateinnahme zusammen. Insgesamt müssten also psychogene Faktoren im Sinne einer Selbstlimitierung und chron i- schem Opiatgebrauch für die ungünstige Schmerzbewältigung ang e- nommen werden. Bei der anhaltenden somatoforme n Schmerzstörung könne kein verfestigter, nicht mehr angehbarer seeli scher Verlauf ang e- nommen werden; eine wesentliche psychiatrische Komorbidität fehle (IV-act. 61, S. 33 f. und 44). Die Gutachter gelangen in ihrer gemeinsamen Sitzung gesamthaft zum Schluss, der Beschwerdeführer sei in seiner angestammten Tätigkeit auf- grund der chronifiziert erlebten Rückenschmerzen zu 100 % arbeitsunfä- hig. In adaptierten, körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeiten mit Gewichtslimiten bis 25 kg schl iessen sie jedoch auf eine 100 %-ige Ar- beitsfähigkeit; retrospektiv seit Januar 2007 auf eine 50 %-ige, [ab Okto- ber 2007 auf eine 50 %-ige Arbeitsfähigkeit] mit stufenweiser Steigerung auf eine 80 %-ige Arbeitsfähigkeit innert drei Monaten. Zusammenfas- send sei letztlich v on einer vollen Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigke i- ten ab Beginn 2008 auszugehen (IV -act. 61, S. 45 f.). Anzumerken ist hier, dass die Gutachter zwar davon sprechen, der RAD -Arzt halte "ab 10/2007 eine 50 %-ige Arbeitsfähigkeit auch für gegeben (…)", die Vorin- stanz in ihrer Vernehmlassung vom 18. Oktober 2012 (BVGer -act. 11, S. 2) jedoch schlüssig aufzeigen kann, dass es sich beim erwähnten Da- tum um eine Verwechslung handeln muss. Es handle sich nämlich viel- mehr um das Datum der Stellungnahme selbst, i n welcher der RAD -Arzt A-2876/2012 Seite 19 in Übereinstimmung mit der Klinik C._______ die Arbeitsfähigkeit von 50 % in Verweisungstätigkeiten ab Januar 2007 und jene von 80 % ab dem 28. April 2007 festgestellt hatte. Die Gutachter attestieren dem Beschwerdeführer als Diagnosen mit Aus- wirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom (Status nach nicht -dislozierter Fraktur des Processus transversus L3 rechts und Status nach Bogenwurzelfraktur L4 vom 22. September 2004 [konservative Be handlung], leichte degenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäule [Röntgen vom 31. März 2011], kein radikuläres Irritations - oder Ausfallssyndrom). Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit attestieren sie dem Beschwerdeführer einen Status nach Polytrauma am 22. September 2004 mit einem leichten Schädelhirntrauma (kurze retro- und anterograde Amnesie von insgesamt nicht mehr als einer Minute Dauer ), mit einem Status nach Oberkiefer - Jochbein-Impressionsfraktur links mit Impression in den Sinus maxillaris links mit einer Fraktur der Vorder - und Hinterwand des Sinus maxillaris und Orbitaboden links und Mandibula -Mehrfragmentfraktur links , Status nach Osteosynthese Mandibula, Jochbeinreposition und Osteos ynthese vom 22. September 2004, mit einem S tatus nach einer sekundären intramaxillären Fixation und geschlossenen Septumreposition vom 29. September 2004 und mit einem Status nach einer Metallentfernung am Ober- und Unterkiefer links vom November 2006 (persistierende L ä- sion des N. alveolaris inferior [N. mentalis] mit Taubheit in der Kinnspitze). Sodann zählten zu den Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähi g- keit ein Status nach einer Halswirbelsäulen -Distorsion Grad I mit pe r- sistierender schmerzhafter Bewegungseinschränkung und ausgepräg ten cervicocephalen Schmerzen ohne somatisches Korrelat, eine erektile Dysfunktion unklarer Ätiologie seit 2006, am ehesten psychogen/medika - mentös bedingt (kein Nachweis einer Conus -Cauda-Läsion [MRI der Lendenwirbelsäule vom Januar 2007]), beidseitige Arachnoi dalzysten ce- rebral (rechts betont), eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit Symptomausweitung bei akzentuierten narzisstischen Charakterzügen und letztlich ein ständiger Substanzgebrauch von Opiaten (Schmerzmi t- teln; zum Ganzen IV-act. 61, S. 41 f.). 5.2.3 Der Beschwerdeführer bringt vor, das Gutachten ZMB weise diverse Mängel auf, weshalb ein neues Schmerzgutachten zu erstellen sei. Es befasse sich einerseits zu oberflächlich mit dem Schmerzgutachten vom 24. September 2008 und sei andererseits durch einen Psychiater, einen Orthopäden und eine Spezialisten für innere Medizin und gerade nicht A-2876/2012 Seite 20 durch einen Schmerzspezialisten erstellt worden. Zwar gehe das Gutac h- ten ZMB nicht von simulierten Schmerzen aus, nur würden daraus nicht die richtigen Schlussfolgerungen gezogen; auch das Zusammenspiel von körperlichen und psychischen Faktoren könnten eine Invalidität begrü n- den und die Chronifizierung der Schmerzen begünstigen. Auch bzw. g e- rade weil die Schmerzen den Hauptgrund für die fehlende Arbeitsfähigkeit bildeten, sei ein [neues] Schmerzgutachten zu beantragen. Sodann treffe auch nicht zu, dass organisch nichts feststellbar sei. Der Befund an der Wirbelsäule zeige nämlich mehrere Bogenwurzelfrakturen , also "harte Daten", weshalb die neuere Schleudertrauma -Rechtsprechung nicht a n- wendbar sei. Auch die Neutralität der MEDAS -Gutachter sei in Frage zu ziehen, da der betreffende Arzt nicht einmal über die notwendigen Akten verfügt habe (vgl. auch Sachverhalt Bst. F). 5.2.4 Die Fachärzte nehmen im Gutachten ZMB insbesondere Stel lung zu den vorhandenen Diskrepanzen in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zur bereits vorhandenen Beurteilung durch die Ärzte des Schmerzzen t- rums D._______ vom 24. September 2008. Sie führen auf, keine Hinwe i- se auf eine organische Ursache des von den da maligen Gutachtern diag- nostizierten hirnorganischen Psychosyndroms bestätigen zu können. Das "alogogene Psychosyndrom bei chronischem Schmerzzust and" sei im Sinne einer Schmerzfehlverarbeitung zu verstehen und wirke nicht inval i- disierend; die Beurteilung könne demnach nicht übernommen werden (IV-act. 61, S. 46). In seiner Stellungnahme vom 12. November 2011 (IV-act. 78) kommt Dr. med. E._______ zum Schluss, dass das schmer z- therapeutische Gutachten des Schmerzzentrums D._______ vom 24. September 2008 nicht von genügender Qualität sei, um die Schluss- folgerungen des Gutachtens ZMB in Frage zu stellen: Es bestehe über weite Strecken nur aus Literaturzitaten, wobei die eigentlichen Unters u- chungsbefunde wenig mehr als eine Seite umfassten und zu grossen Tei- len au s weichen, manualmedizinischen Befunden best ünden. Auch die Qualifikation der untersuchenden Ärzte sei derjenigen der im Gutachten ZMB involvierten sicher nicht überlegen. Letztlich werde auch die post u- lierte organisch bedingt e Hirnleistungsstörung weder s pezifiziert noch durch objektive Befunde belegt (zum Ganzen IV-act. 78, S. 1). Bei dem fraglichen Gutachten ZMB handelt es sich nicht um einen reinen Aktenbericht. Die erwähn ten Fachärzte hatten vielmehr die Möglichkeit, den Beschwerdeführer persönlich vom 28. März 2011 bis 31. März 2011 eingehend zu untersuchen und dadurch auch auf die beklag ten B e- schwerden einzugehen. Zusätzlich standen ihnen diverse Dokumentati o-A-2876/2012 Seite 21 nen mit medizinischen Berichten zur Verfügung. Gemäss Stellungnahme vom 12. November 2011 (IV -act. 78, S. 2) sei das Gutachten ZMB von genügender Qualität, um den Fall abschliessend beurteilen zu können. Daran vermag auch die generelle Kritik des Beschwerdeführers an M E- DAS-Gutachten nichts zu ändern (vgl. E. 4.5.1 ff.). 5.3 Das Gutachten ZMB berücksich tigt unbestrittenermassen umfassend alle geklagten Beschwerden – so auch die psychische Situation des B e- schwerdeführers – sowie die Vorakten. Neben der Würdigung aller vorlie- genden Aktenbefunde stellen die Gutachter auch eigene Untersuchungen an (vgl. E. 5.2.4). Die Schlussfolgerungen de r Gutachter und des RAD- Arztes sind hinreichend begründet und die Beurteilung der gesundheitl i- chen Situation des Beschwerdeführers und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit durchaus einleuchtend und nachvollziehbar. 5.4 Des Weiteren vermag der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen, sein Gesundheitszustand habe sich seit dem Gutachten ZMB weiter ve r- schlechtert, nicht durchzudringen. Das ärztliche Attest von Dr. med. F._______ vom 23. Mai 2012 (BVGer-act. 1, Beilage C) – soweit es vorliegend zur Beurteilung der streitigen Verfügung vom 18. April 2012 überhaupt zu berücksichtigen ist (E. 3.2) – vermag an den Schlussfolg e- rungen der Gutachter bzw. des RAD -Arztes nichts zu ändern. Es ist mit Dr. med. E._______ einig zu gehen, dass dieses lediglich die bekannten und auch nicht in Zweifel gezogenen Schmerzen erwähnt, aber keine weiteren bzw. neuen objektiven Befunde aufzeigt. Hinsichtlich des Vor- bringens des Medikamentenbezugs weist der RAD-Arzt erneut darauf hin, dass im chronischen Gebrauch die Dosis eines zentral wirksamen Schmerzmittels nicht mehr notwendigerweise mit der Intensität des Schmerzes oder der Schwere der zu Grunde liegenden Störung korreliert. Vielmehr ergebe er sich aus der Gewöhnung, wenn nicht sogar aus der Abhängigkeit (BVGer-act. 11.2). Das Ergebnis des Gutachtens ZMB kann somit mittels des ärztlichen Attests von Dr. med. F._______ vom 23. Mai 2012 nicht in Frage gezogen werden bzw. gelingt es dem Beschwerd e- führer nicht aufzuzeigen, dass sich sein Gesundheitszustand tatsächlich verschlechtert hat. Eine erneute Begutachtung ist – so auch der RAD-Arzt – folglich nicht angezeigt. 5.5 Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass es die Vorinstanz auf Grundlage des Gutachtens ZMB bzw. der Stellungnahm en des RAD- Arztes als überwiegend wahrscheinlich erachtet hat, dass der Beschwe r- deführer seit dem 22. September 2004 in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit A-2876/2012 Seite 22 zu 100 % arbeitsunfähig, in einer Verweistätigkeit seit dem Austritt aus der Klinik C._______ am 27. Januar 2007 zu 50 % arbeitsfähig mit einer stufenweisen Steigerung auf 80 % innert drei Monaten und von 100 % ab 1. Januar 2008 war; dies mit einer Erwerbseinbusse von 59 % ab 27. Januar 2007, von 35 % ab 27. April 2007 und von 19 % ab 1. Januar 2008 und dem Beschwerdeführer somit ab dem 1. Mai 2007 eine halbe Rente und ab 1. August 2007 kein Rente mehr zugesprochen hat. Die angefochtene Verfügung der Vorinstanz vom 18. April 2012 ist somit rechtmässig, weshalb sich die Beschwerde vom 25. Mai 2012 als unb e- gründet erweist und demzufolge abzuweisen ist. 6. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. Der Beschwerdeführer hat ein Gesuch um unentgeltl i- che Prozessführung und Verbeiständung durch seinen Rechtsvertreter gestellt. 6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. Art. 69 Abs. 2 IVG ist das Beschwe r- deverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten sind in der Regel von der unterliegenden Partei zu tr a- gen, hier also von de m Beschwerdeführer (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und En t- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 6.2 Eine Partei kann gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG – sofern sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und deren Begehren nicht als aussicht s- los erscheint – auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten b e- freit werden. 6.2.1 Eine Person ist bedürftig, wenn sie nicht in der L age ist, für die Pro- zesskosten aufzukommen, ohne dass sie Mittel beanspruchen müsste, die zur Deckung des Grundbedarfs für sie und ihre Familie notwendig sind (BGE 127 I 202 E. 3b mit Hinweisen). Die Bedürftigkeit des B e- schwerdeführers ergibt sich aus den Akten. Er ist ohne Beeinträchtigung der für seinen Unterhalt erforderlichen finanziellen Mittel nicht in der L a- ge, die Prozesskosten zu bestreiten. 6.2.2 Prozessbegehren sind gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung als aussichtslos anzusehen, wenn die Gewinnau ssichten (ex ante b e-A-2876/2012 Seite 23 trachtet; BGE 124 I 304 E. 2c, BGE 122 I 5 E. 4a) beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Ein Begehren gilt dagegen nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten u nd Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Par- tei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zur Einlegung des Rechtsmittels entschliessen oder aber davon ab sehen würde, soll doch eine Partei einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 129 I 129 E. 2.3.1 mit Hinweis). Die Rechtsbegeh- ren des Beschwerdeführers sind, ex ante betrachtet, nicht gesamthaft als aussichtslos zu bezeichnen. Soweit der Beschwerdeführer unterliegt, ist sein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung demnach gutzuheissen. Vor diesem Hintergrund ist somit auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. 6.3 Gemäss Art. 65 Abs. 2 VwVG wird der Partei ein Anwalt bestellt, wenn es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist. 6.3.1 Die bedürftige Partei hat Anspruch auf unentgeltliche Verbeistä n- dung, wenn ihre Interessen in schwerwiegender Weise betroffen sind und der Fall in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, die den Beizug eines Rechtsvertreters erforderlich machen. Droht das in Frage stehende Verfahren besonders stark in die Rechtsposition der b e- troffenen Person einzugreifen, ist die B estellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters grundsätzlich geboten, sonst nur dann, wenn zur relat i- ven Schwere des Falls besondere tatsächliche oder rechtliche Schwieri g- keiten hinzukommen, denen der Gesuchsteller selbst nicht gewachsen ist (BGE 130 I 1 82 E. 2.2, mit Hinweisen). Vorliegend war die Rechtsvertre- tung angesichts der sich stellenden Sachverhalts - und Rechtsfragen g e- boten. Soweit der Beschwerdeführer unterliegt, ist sein Gesuch um u n- entgeltliche Verbeiständung durch Rechtsanwalt Dr. iur. Thomas Schütt gutzuheissen. 6.3.2 Die Entschädigung des Rechtsvertreters wird mangels Einreichung einer detaillierten Kostennote unter Berücksichtigung des normalerweise in ähnlich gelagerten Fällen gebotenen und aktenkundigen Anwaltsau f- wands auf pauschal Fr. 2'500.-- (inkl. Auslagen) festges etzt (Art. 65 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 12 und 14 Abs. 2 VGKE). Diese Entschädigung ist aus der Gerichtskasse zu leisten (Art. 64 Abs. 2 BGG analog ; vgl. Art. 4 VwVG ). Es wird darauf hingewiesen, dass die bedürftige Partei A-2876/2012 Seite 24 gemäss Art. 65 Abs. 4 VwVG verpflichtet ist, der Gerichtskasse Ersatz zu leisten, wenn sie später zu hinreichenden Mitteln gelangt. 6.4 Die Vorinstanz als obsiegende Partei hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 3 VGKE). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung wird gutgeheissen. Dem Beschwerdeführer wird Rechtsanwalt Dr. iur. Thomas Schütt zum Rechtsbeistand bestellt. Diesem wird für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht eine Entschädigung von pauschal Fr. 2'500.-- ausgerichtet, zahlbar aus der Gerichtskasse nach Eintrit t der Rechtskraft des vorliegenden Urteils. 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. A-2876/2012 Seite 25 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Michael Beusch Anna Strässle Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die U n- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: