<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2015.00287</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=216136&amp;W10_KEY=13013513&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2015.00287</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.03.2016</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 09.01.2017 gutgeheissen und den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufgehoben.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Quartierplan</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Quartierplan: Zweckmässigkeit/Erschliessung/Strasse ausserhalb der Bauzone Die Ausstandspflicht wird nicht verletzt, wenn der befangene Gemeindepräsident in den Ausstand getreten und bei der Beratung und Beschlussfassung nicht im Sitzungsraum anwesend war, jedoch den Protokollauszug unterschrieben hat (E. 2). Die zwischenzeitliche Sanierung eines Strassenabschnitts und die Veränderung der Baukostenschätzung haben keine materielle Auswirkung auf den Quartierplan (E. 4). Die Beschwerdeführenden rügen die Gebietsabgrenzung als unzweckmässig. Rügebeschränkungen gegen die Quartierplaneinleitung mit Verwirkungsfolge beziehen sich nach dem Wortlaut von § 148 PBG auf die Voraussetzungen des Quartierplanverfahrens, von der Gebietsabgrenzung ist dabei nicht explizit die Rede. Ob die Voraussetzungen eines Quartierplanverfahrens gegeben sind, betrifft immer ein bestimmtes Quartierplangebiet, weshalb im Einleitungsbeschluss zwingend auch über die Zweckmässigkeit der Gebietsabgrenzung zu entscheiden ist. Damit ist vorliegend nicht zu überprüfen, ob die ausserhalb der Bauzone liegenden Grundstücke samt Strassenabschnitt zu Recht ins Quartierplangebiet einbezogen wurden (E. 5). In Bezug auf den Ausbau einer Strasse ausserhalb der Bauzone widerspricht der Quartierplan vorliegend der Kulturlandinitiative, was den Quartierplan jedoch nicht rechtswidrig macht, da keine Rechtsgrundlage dafür besteht, den Quartierplan wegen eines möglichen Verstosses zur künftigen gesetzgeberischen Umsetzung der Kulturlandinitiative aufzuheben (E. 6.3.2). Der Ausbau eines ausserhalb der Bauzone liegenden Flurwegs zu einer öffentlichen Strasse ist mehr als eine nur untergeordnete Planänderung, wobei festzustellen ist, dass das Quartierplanverfahren die bundesrechtlichen Anforderungen an die Nutzungsplanung hinsichtlich der Mitwirkung der Bevölkerung nur unzureichend erfüllt. Gleichwohl scheint es nicht zwingend notwendig, für Quartierstrassen ausserhalb der Bauzonen eine förmliche Bewilligung nach Art. 24 RPG zu verlangen, denn der Strassenbau führt nicht zu unzulässigen Kleinbauzonen, noch widerspricht er, soweit sachlich gerechtfertigt, generell den Grundsätzen der Raumplanung. Dennoch ist eine Interessenabwägung vorzunehmen, weshalb vorliegend zu prüfen war, ob der heutige Ausbaustandard der Strasse zur Erschliessung der mit bestandesgeschützten Betrieben überstellten Grundstücke bereits genügte, wie dies die Beschwerdeführenden geltend machten. Die genügende Erschliessung wurde bisher noch nicht verbindlich entschieden. Der heutige Zustand erweist sich jedoch als ungenügend. Der vom Quartierplan vorgesehene Ausbau bleibt immer noch massgeblich unterhalb des Standards der Zugangsnormalien und geht damit nicht über ein absolut notwendiges Minimum hinaus, was nicht zu beanstanden ist (E. 6.4). Da die betreffende Strasse sowohl innerhalb wie ausserhalb der Bauzone ungenügend ausgebaut ist, kommt eine Entlassung der beiden daran angeschlossenen Grundstücke der Beschwerdeführenden aus dem Quartierplanverfahren nicht infrage (E. 7). Kein Anhaltspunkt für eine Rechtsverletzung in Bezug auf die Verhältnismässigkeit der Kostenbeteiligung der Beschwerdeführenden an den Baukosten der Strasse innerhalb und ausserhalb der Bauzone. Auch wenn sie künftig keinen unmittelbaren geldwerten Vorteil aus der Erschliessungsverbesserung ziehen können, kommt ihnen die Verbesserung der Verkehrssicherheit und ein stabilerer Strassenaufbau zugute. Abweisung. Abweichende Meinung einer Minderheit der Kammer. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSERHALB DER BAUZONEN">AUSSERHALB DER BAUZONEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSTAND">AUSSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNG">ERSCHLIESSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ERSCHLIESSUNGSPLAN, LANDUMLEGUNG, QUARTIERPLAN">ERSCHLIESSUNGSPLAN, LANDUMLEGUNG, QUARTIERPLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBIETSABGRENZUNG">GEBIETSABGRENZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENPFLICHTIG">KOSTENPFLICHTIG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KULTURLANDINITIATIVE">KULTURLANDINITIATIVE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARZELLIERUNG">PARZELLIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUARTIERPLAN">QUARTIERPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUARTIERPLANGEBIET">QUARTIERPLANGEBIET</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUARTIERPLANGENOSSE">QUARTIERPLANGENOSSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUARTIERPLANPERIMETER">QUARTIERPLANPERIMETER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUARTIERPLANVERFAHREN">QUARTIERPLANVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSE">STRASSE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 148 Abs. 2 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 154 Abs. 1 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 155 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 155 Abs. 1 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 155 Abs. 2 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 155 Abs. 3 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 156 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 157 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 158 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 236 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 237 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 237 Abs. 2 PBG</span><br/><span class="ungerade">Art. 24 RPG</span><br/><span class="gerade">Art. 37a RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 43a RPV</span><br/><span class="gerade">§ 5a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=29796" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2015.00287</p> <p class="MsoNormal">VB.2015.00288</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">17. MÃ¤rz 2016</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Rudolf Bodmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Bea Rotach, Verwaltungsrichter Matthias Hauser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Cyrielle SÃ¶llner Tropeano.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. Q, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. R, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>3. S AG, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende, </span></b></p> <p class="MsoBodyText">alle vertreten durch RA T, </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Gemeinderat A,<b> </b>vertreten durch RA U, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Quartierplan,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span>hat sich ergeben: </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Am 8. Juli 2013 setzte der Gemeinderat A den Quartierplan X im Dorfteil J fest. Der Perimeter umfasst GrundstÃ¼cke im Bereich der L- und der K-Strasse und geht in seinem Nordteil Ã¼ber die Bauzonengrenze hinaus.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>Gegen diesen Beschluss gelangten Q und R als EigentÃ¼mer des GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 01 an das Baurekursgericht und ersuchten um Entlassung ihres GrundstÃ¼cks aus dem Quartierplanverfahren. Eventualiter verlangten sie, es sei auf den Ausbau der K-Strasse ausserhalb des Baugebiets und die Aufhebung des Flurweges ausserhalb des Baugebiets zu verzichten, subeventuell seien die Kosten betreffend das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 vollumfÃ¤nglich durch den Gemeinderat A zu Ã¼bernehmen, bzw. sei ihr GrundstÃ¼ck von der Kostenpflicht zu befreien, zumindest sei das GrundstÃ¼ck aus dem Kostenverleger K-Strasse Abschnitt Bauzone zu entlassen bzw. seien dessen Kostenanteile auf max. 5 % fÃ¼r den Neubau der K-Strasse Abschnitt Landwirtschaftszone sowie der Anteil fÃ¼r Verfahrens- und Vollzugskosten auf max. 3,01 % zu reduzieren, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Rekursgegner. Nach DurchfÃ¼hrung des Vernehmlassungsverfahrens und einem Augenschein vor Ort hiess das Baurekursgericht den Rekurs teilweise gut. Es lud den Gemeinderat ein, den Kostenanteil der Gemeinde fÃ¼r die Sanierung und den Ausbau der L-Strasse im Bereich der Landwirtschaftszone von 30 auf 50 % zu erhÃ¶hen. Im Ãbrigen wies es den Rekurs ab, soweit es darauf eintrat. Die Verfahrenskosten von Fr. 7'100.- auferlegte das Gericht Q und R unter solidarischer Haftung fÃ¼r 6/8 je zu 3/8 sowie zu 2/8 dem Gemeinderat A zulasten der Quartierplanrechnung. Umtriebs­ent­schÃ¤digungen sprach es keiner der Parteien zu.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Am 12. August 2013 erhob auch die S AG als EigentÃ¼merin des GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 02 Rekurs gegen den Festsetzungsbeschluss. Sie verlangte vorab, der Rekursent­scheid sei wegen Verletzung der Ausstandsvorschriften aufzuheben, weiter sei ihr GrundstÃ¼ck aus dem Quartierplanverfahren zu entlassen und auf einen Ausbau der L-Strasse ausserhalb der Bauzone zu verzichten. Die L-Strasse sei an der Bauzonengrenze abzuparzellieren und der ausserhalb der Bauzone liegende Teil aus dem Quartierplan zu entlassen. Sie selber sei von sÃ¤mtlichen Kosten zu befreien, eventuell seien ihre Kostenanteile am Neubau L-Strasse (Bereich Bauzone) auf max. 5 %, am Neubau der L-Strasse (Bereich Landwirtschaftszone) auf max. 10 % und an den Verfahrens- und Vollzugskosten auf max. 13,125 % zu reduzieren. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach Schriftenwechsel und Augenschein entschied das Baurekursgericht auch in diesem Fall auf eine teilweise Gutheissung des Rekurses. Es lud den Gemeinderat wiederum ein, den Kostenanteil der Gemeinde fÃ¼r die Sanierung und den Ausbau der L-Strasse im Bereich der Landwirtschaftszone von 30 auf 50 % zu erhÃ¶hen und wies den Rekurs im Ãbrigen ab, soweit es darauf eintrat. Die Verfahrenskosten von Fr. 7'100.- auferlegte das Gericht zu 4/5 der S AG und zu 1/5 der Gemeinde A zulasten der Quartierplanrechnung. UmtriebsentschÃ¤digungen sprach es nicht zu.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>Am 11. Mai 2015 erhoben sowohl die S AG als auch R und Q mit gemeinsamer Eingabe Beschwerde gegen die Rekursentscheide. Sie beantragten, diese seien zusammen mit dem Festsetzungsbeschluss des Gemeinderats A aufzuheben, die GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden seien aus dem Quartierplanverfahren zu entlassen, die L-Strasse sei an der Bauzonengrenze abzuparzellieren und der ausserhalb der Bauzone liegende Teil sei aus dem Quartierplanverfahren zu entlassen. BezÃ¼glich der Quartierplankosten verlangten sie, von sÃ¤mtlichen Kosten im Zusammenhang mit dem Quartierplan befreit zu werden, eventuell seien ihre Kostenanteile am Neubau L-Strasse (Bereich Bauzone) fÃ¼r die S AG auf max. 5 % und fÃ¼r Q und R auf max. 1,5 %, am Neubau der L-Strasse (Bereich Landwirtschaftszone) fÃ¼r die S AG auf max. 10 % und fÃ¼r Q und R auf max. 2,5 % und an den Verfahrens- und Vollzugskosten fÃ¼r die S AG auf max. 13,125 % und fÃ¼r Q und R auf max. 3 % zu reduzieren, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Gemeinderats A. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Am 12. Mai 2015 genehmigte die Baudirektion den festgesetzten Quartierplan und lud den Gemeinderat A ein, die Quartierplanakten gemÃ¤ss dem Ausgang der Rechtsmittelentscheide anzupassen und allenfalls neu festzusetzen. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 15. Mai 2015 wurden die beiden Beschwerdeverfahren vereinigt. Das Baurekursgericht beantragte am 19. August 2015 ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde. Der Gemeinderat A Ã¤usserte sich am 29. September 2015 zu den Beschwerden und beantragte deren Abweisung, soweit darauf eingetreten werden kÃ¶nne, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrenden. In ihren weiteren Rechtsschriften vom 16. und 30. November 2015 sowie vom 14. Dezember 2015 hielten die Parteien an ihren AntrÃ¤gen fest.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig<span>. Da auch die weiteren Prozessvoraussetzungen gege</span></span><span>­</span><span>ben sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hre</span>nden<span> beanstanden vorab eine Verletzung der Ausstandspflicht im erstinstanzlichen Verfahren. GemÃ¤ss § 5a </span>VRG <span>treten Personen, die eine Anordnung zu treffen, dabei mitzuwirken oder sie vorzubereiten haben, in den Ausstand, wenn sie in der Sache persÃ¶nlich befangen erscheinen, unter anderem insbesondere dann, wenn sie mit einer Partei in gerader Linie oder in der Seitenlinie bis zum dritten Grade verwandt oder verschwÃ¤gert sind (lit. b). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Der GemeindeprÃ¤sident war bei der Behandlung des Quartierplans im Gemeinderat infolge seiner VerschwÃ¤gerung mit einem Quartierplanbeteiligten in den Ausstand getreten und bei der Beratung und Beschlussfassung nicht im Sitzungsraum anwesend. Allerdings hat er spÃ¤ter den Protokollauszug unterschrieben, der als Mitteilung des Beschlusses an die Quartierplanbeteiligten ging. Darin erkannte das Bau</span>­<span>rekursgericht einen geringfÃ¼gigen, die Ausstandpflicht aber nicht tangierenden Formfehler. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Dieser Beurteilung kann sich das Verwaltungsgericht anschliessen. Zwar verbietet ein Ausstand grundsÃ¤tzlich sÃ¤mtliche amtlichen Handlungen im Zusammenhang mit dem ausstandspflichtigen GeschÃ¤ft. Indessen erwiese es sich als Ã¼berspitzt formalistisch, wenn bereits die kleinste und unbedeuten</span>d<span>ste Prozesshandlung des Ausstandspflichtigen den Endentscheid insgesamt als rechtsfehlerhaft erscheinen liesse. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit seiner Unterschrift nach Beratung und Beschlussfassung konnte der Gemeinde</span>­<span>prÃ¤sident keinerlei Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens ausÃ¼ben. Vielmehr tat er damit nur nach aussen hin kund, dass der Gemeinderat den entsprechenden Beschluss gefÃ¤llt hatte. Dies konnte er zwar infolge seiner Abwesenheit bei der Beschlussfassung nicht aus eigener Wahrnehmung tun, jedoch stand dafÃ¼r das von der stellvertretenden Ge</span>­<span>meindeschreiberin unterzeichnete Protokoll der Sitzung zur VerfÃ¼gung, das als Ã¶ffentliche Urkunde erhÃ¶hte Beweiskraft hat (Art. 9 des Schweizerischen Zivil</span>­<span>gesetzbuches vom 10. Dezember </span>19<span>07, ZGB). Es entspricht durchaus einem von Verwal</span>­<span>tungsbehÃ¶rden und sogar Gerichten hÃ¤ufig praktizierten Vorgehen, dass BeschlÃ¼sse und Urteile in Stellvertretung von anderen als den am Beschluss mitwirkenden Personen unterschrieben werden, dies insbesondere bei Abwesenheit dieser Personen und im Interesse einer raschen Verfahrensabwicklung. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschlussfassung selber und der Inhalt des Beschlusses werden von den Beschwer</span>­<span>defÃ¼hrenden vorliegend auch gar nicht angezweifelt, noch wird geltend gemacht, der GemeindeprÃ¤sident hÃ¤tte den Inhalt des Beschlusses beeinflusst. Damit ist der vorliegende Fall auch nicht vergleichbar mit dem von der BeschwerdefÃ¼hrerin angerufene</span>n<span> Entscheid des Aargauischen Verwaltungsgerichts (AGVE 2012 S. 167), wo die Ausstandspflicht des Gemeindammanns im Submissionsverfahren nicht vermerkt worden war, dieser bei der Beschlussfassung selber zwar abwesend war, im Vorfeld aber von der Auswertung der Ausschreibung und vom beabsichtigten Zuschlag Kenntnis gehabt und den Vergabe</span>­<span>entscheid bereits vor der Beschlussfassung unterzeichnet hatte. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Ist der angefochtene Festsetzungsbeschluss demnach nicht fehlerhaft zustande</span>­<span>gekom</span>­<span>men, so kann der Formfehler </span>bei der Mitteilung <span>nicht zu </span>s<span>einer Aufhebung fÃ¼hren, sondern hÃ¶chstens zu einer Wiederholung der Mitteilung, woran die Parteien kein schÃ¼tzenswertes Interesse haben. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Im weiteren beklagt die BeschwerdefÃ¼hrerin</span> <span>1 eine Verletzung ihre</span>s<span> rechtlichen GehÃ¶rs im Quartierplanverfahren.</span><span> </span><span>GemÃ¤ss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r. Diese Garantie umfasst </span>unter anderem <span>auch das Recht auf Ausein</span>­an<span>dersetzung mit AntrÃ¤gen und r</span>e<span>levanten Sachvorbringen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>GemÃ¤ss § 154 Abs. 1 PBG ist der nach der ersten GrundeigentÃ¼merversammlung Ã¼ber</span>­<span>arbeitete Quartierplanentwurf wÃ¤hrend 30</span> <span>Tagen fÃ¼r die Beteiligten aufzulegen; gleich</span>­<span>zeitig sind diese zu einer zweiten Versammlung einzuladen, die innert weiteren 30</span> <span>Tagen durchzufÃ¼hren ist. Innert der Auflagefrist kÃ¶nnen Begehren gestellt werden, so unter anderem zu den Grundlagen der Erschliessung und auf Entlassung aus dem Verfahren (§ 155 Abs. 1</span><span> </span>P<span>BG</span>). SpÃ¤ter sind solche Begehren nur noch zulÃ¤ssig, wenn der Nachweis erbracht wird, dass sie auch bei Anwendung der erforderlichen Sorgfalt nicht fristgerecht hÃ¤tten vorgebracht werden kÃ¶nnen (§ 155 Abs. 2 PBG). Anderweitige Begehren kÃ¶nnen auch noch in der zweiten Versammlung vorgebracht werden (§ 155 Abs. 3 PBG). Wer nicht rechtzeitig Begehren stellt, ist damit im Rekursverfahren ausgeschlossen (§ 155 Abs. 4 PBG). An der Versammlung wird der Ã¼berarbeitete Entwurf erlÃ¤utert und zu Begehren Stellung genommen (§ 156 PBG). Innert vier Monaten nach der zweiten GrundeigentÃ¼merversammlung ist zu versuchen, die verbliebenen AnstÃ¤nde zu beseitigen, und es ist der Entwurf zu bereinigen (§ 157 Abs. 1 PBG); nach DurchfÃ¼hrung des Bereinigungsvefahrens setzt der Gemeinderat den Quartierplan fest (§ 158 PBG).</p> <p class="Urteilstext"><span>In Abweichung von dieser gesetzlichen Ordnung legte der Beschwerdegegner den Quar</span>­<span>tierplanentwurf wÃ¤hrend zweier Monate bis hin zum Tag der zweiten Grundeigen</span>­<span>tÃ¼merversammlung vom 14. April 2011 auf, dies mit de</span>m<span> Hinweis, dass WÃ¼nsche und Anregungen an der Versammlung entgegengenommen wÃ¼rden, aber auch schon vorher</span>,<span> oder innert 30</span> <span>Tagen nachher</span>,<span> d.</span><span> </span><span>h. bis zum 16. Mai 2011</span>,<span> schriftlich an die Bauabteilung eingereicht werden kÃ¶nnten. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 3 stellte darauf am 12. April 2011 die Begehren, ihr GrundstÃ¼ck sei aus dem Quartierplanverfahren zu entlassen, auf einen Ausbau der L-Strasse ausserhalb der Bauzone sei zu verzichten, die L-Strasse sei an der Bauzonengrenze abzuparzellieren und der ausserhalb der Bauzone liegende Teil aus dem Quartierplanverfahren zu entlassen, eventuell seien die auf sie entfallenden Kosten in nÃ¤her beschriebener Weise zu reduzieren. Vom Eingang dieser Begehren wurde die zweite GrundeigentÃ¼mer</span>­<span>versammlung zwar in Kenntnis gesetzt, die Begehren waren aber erst am gleichen Tag eingegangen und konnten vor oder an der Versammlung nicht mehr behandelt werden. Auch danach wurde zu den Begehren vor der Quartierplanfestsetzung nie fÃ¶rmlich Stellung genommen, auch nicht anlÃ¤sslich einer Sitzung der Baukommission vom 25. Oktober 2011, wo verschiedene nach der zweiten GrundeigentÃ¼merversammlung gestellte Begehren behandelt worden waren, so unter anderen auch das Begehren der BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und 2 auf Entlassung aus dem Quartierplanverfahren.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b>Das Baurekursgericht erachtete den Vorwurf der GehÃ¶rsverletzung als ungerechtfertigt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 3 habe realistischerweise nicht erwarten dÃ¼rfen, dass ihre mehrere Seiten umfassende Eingabe innert Stunden bis zur zweiten GrundeigentÃ¼merversammlung noch im Sinn von § 156 PBG behandelt oder beantwortet wÃ¼rde. Danach seien die Begehren zwar im Gegensatz zu anderen spÃ¤ter eingereichten Begehren vergessen worden, dies sei aber unabsichtlich und ohne spezifischen Grund geschehen. Im Ergebnis seien sie einfach unberÃ¼cksichtigt geblieben, womit eine negative Bereinigung erfolgt sei. Die NichtberÃ¼cksichtigung wÃ¼rde keine Rechte Dritter betreffen, und die BeschwerdefÃ¼hrerin 3 habe zur Sichtweise der QuartierplanbehÃ¶rde ohne VerkÃ¼rzung ihrer Rechte Rekurs erheben kÃ¶nnen.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b>Mit der bis zur zweiten GrundeigentÃ¼merversammlung verlÃ¤ngerten Aktenauflage und der bis dahin und darÃ¼ber hinaus eingerÃ¤umten vorbehaltlosen MÃ¶glichkeit, WÃ¼nsche und Anregungen einzubringen, verkÃ¼rzte die QuartierplanbehÃ¶rde die Rechte der Beteiligten nicht, sondern erweiterte sie gemessen an der gesetzlichen Regelung von § 155 Abs. 2 PBG. Aus diesem Grund behandelte die Baukommission denn auch ohne weitere EinschrÃ¤nkung alle nach der zweiten GrundeigentÃ¼merversammlung eingegangenen Begehren. Aus zeitlichen GrÃ¼nden konnte die BeschwerdefÃ¼hrerin 3 in der Tat eine fÃ¶rmliche Behandlung ihrer Begehren anlÃ¤sslich der zweiten GrundeigentÃ¼merversammlung nicht erwarten. Dass die Begehren aber auch danach im Rahmen der Baukommissionssitzung vom 25. Oktober 2011 nicht behandelt wurden, ist hingegen als klarer Formfehler zu qualifizieren. Indem die QuartierplanbehÃ¶rde nachfolgend den Quartierplan festsetzte, ohne die rechtzeitig eingereichten Begehren der BeschwerdefÃ¼hrerin 3 behandelt zu haben, verletzte sie deren Anspruch auf Auseinandersetzung mit den gestellten AntrÃ¤gen und relevanten Sachvorbringen als Teilgehalt des rechtlichen GehÃ¶rs. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.5 </span></b>Allerdings wirkte sich der Formfehler fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin 3 insofern nicht schwerwiegend aus, als aufgrund der Behandlung der in die gleiche Richtung wie ihre eigenen zielenden Begehren der BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und 2 eindeutig hervorging, dass und weshalb die QuartierplanbehÃ¶rde am Einbezug der GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden und des gesamten Flurwegs bis zur N-Strasse, am Ausbau der L-Strasse ausserhalb des Baugebiets und an der hierfÃ¼r vorgesehenen Kostenbeteiligung der BeschwerdefÃ¼hrenden festhalten wollte. Nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerin 3 sich im Rekursverfahren zu den strittigen Punkten Ã¤ussern konnte, kann der Mangel daher als im Rekursverfahren geheilt gelten. Eine <span>Wiederholung </span>der zweiten GrundeigentÃ¼merversammlung bzw. eine nachtrÃ¤gliche fÃ¶rmliche Bereinigung der AntrÃ¤ge der BeschwerdefÃ¼hrerin 3 wÃ¤re angesichts der darin liegenden grundlegenden Fragestellung und der klaren Haltung des Beschwerdegegners dazu jedenfalls e<span>in </span>blosser <span>formalistischer Leerlauf </span>und damit nicht prozessÃ¶konomisch.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hre</span>nden<span> beanstanden weiter, der Quartierplan sei in wesentlichen Teilen nicht mehr aktuell, da sich der massgebende Sachverhalt seit der Quartierplanfestsetzung massgeblich geÃ¤ndert habe</span>.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Im nÃ¶rdlichen Teil des Quartierplangebiets wurde die hier ausserhalb der Bauzone liegende L-Strasse im Abschnitt zwischen der Nordgrenze des GrundstÃ¼cks alt Kat.-Nr. 02 (BeschwerdefÃ¼hrerin 3) und der EinmÃ¼ndung in die N-Strasse in der Zwischenzeit saniert (Belagserneuerung), dies im Zusammenhang mit einer notwendigen Erneuerung von Werkleitungen. Dieser Strassenabschnitt liegt im Quartierplanperimeter, da die Strassenparzelle alt Kat.-Nr. 03 nicht im sÃ¼dlichen Abschnitt bis zur Nordgrenze des GrundstÃ¼cks der BeschwerdefÃ¼hrerin 3 einbezogen werden konnte. Da der Quartierplan fÃ¼r den fraglichen nÃ¶rdlichen Strassenabschnitt jedoch keinerlei Ãnderung, sondern nur eine Abparzellierung der Strassenparzelle auf der HÃ¶he der Nordgrenze des GrundstÃ¼cks der BeschwerdefÃ¼hrerin 3 vorsieht, und auch die BeschwerdefÃ¼hrenden diesbezÃ¼glich keine Erweiterung beantragen, kann sich die zwischenzeitliche Sanierung auch nicht auf den Quartierplan auswirken. Es kann daher entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden keineswegs die Rede davon sein, die Sanierung durchkreuze den Quartierplan materiell. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>GemÃ¤ss dem Technischen Bericht werden die von den GrundeigentÃ¼mern zu tragenden Kosten fÃ¼r den Ausbau des innerhalb der Bauzone liegenden Abschnitts der K-Strasse auf Fr. 773</span>'<span>500.- geschÃ¤tzt. DemgegenÃ¼ber soll der entsprechende Strassenausbau nunmehr gemÃ¤ss einer KostenschÃ¤tzung des Abteilungs</span>­<span>leiters Tiefbau nur noch Fr. 450</span>'<span>000.- kosten. Auch die von den Kosten fÃ¼r die Sanierung und den Neubau der L-Strasse zwischen der Bauzonengrenze und </span>der<span> nÃ¶rdlichen GrundstÃ¼cksgrenze der BeschwerdefÃ¼hrerin 3 sollen anstelle von Fr. 610</span>'<span>000.- nunmehr nur noch </span>Fr. <span>500</span>'<span>000.- betragen.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Diese VerÃ¤nderung der BaukostenschÃ¤tzung ist grundsÃ¤tzlich ohne Einfluss auf den vorliegenden Streitgegenstand, denn im Quartierplan geht es lediglich um die anteils</span>­<span>mÃ¤ssige Verteilung der kÃ¼nftigen Ausbaukosten und nicht um die konkreten Zahlen. Die regelmÃ¤ssig ohne Offerteinholung verbunde</span>ne<span> KostenschÃ¤tzung im Quartierplan ist natur</span>­<span>gemÃ¤ss ungenau und hat lediglich den Sinn, den Quartierplanbeteiligten Aufschluss Ã¼ber ihre mutmassliche Kostenbeteiligung zu verschaffen, dies vor allem auch im Hinblick auf die GesamtabschÃ¤tzung des Kostenrisikos </span>bei <span>einer allfÃ¤lligen Quartierplananfechtung. Unter dem Gesichtspunkt des Vertrauensschutzes kann daher in erster Linie die Gefahr auftauchen, dass massiv zu tief geschÃ¤tzte Kosten einzelne Quartierplanbeteiligte zu einem ungerechtfertigten Verzicht auf ein Recht</span>s<span>mittel gegen den Quartierplan veranlassen. DemgegenÃ¼ber erscheinen massiv zu hoch geschÃ¤tzte Kosten eher unproblematisch, dies umso mehr, wenn die FalscheinschÃ¤tzung wie hier noch im Verlauf des Anfechtungs</span>­<span>verfahrens zu</span>t<span>age tritt.</span><span> </span><span>Auf jeden Fall besteht keinerlei Anlass fÃ¼r die Vermutung der BeschwerdefÃ¼hrenden, mit der Kostenreduktion sei ein</span>e<span> Reduktion des Leistungsumfangs verbunden. Der Leistungsumfang ist im Technischen Bericht und </span>in <span>den Planunterlagen als integrierenden Bestandteilen des Quartierplans verbindlich festgelegt. Der Streitgegenstand bleibt daher von der verÃ¤nderten KostenschÃ¤tzung unberÃ¼hrt. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>DemgemÃ¤ss sind die seit der Quartierplanfestsetzung aufgetretenen neuen Sachverhalts</span>­<span>elemente nicht relevant, und es kann offenbleiben, ob die BeschwerdefÃ¼hrenden ihre neuen tatsÃ¤chlichen Behauptungen nicht bereits im Verfahren vor dem Baurekursgericht hÃ¤tten vorbringen kÃ¶nnen </span>und<span> mÃ¼ssen (vgl. § 52 Abs. 2 VRG). </span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Die </span>BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gten bereits im Rekursverfahren, die Gebietsabgrenzung des Quartierplans sei unzweckmÃ¤ssig, da es nicht zusammenhÃ¤ngend und vÃ¶llig zerstÃ¼ckelt sei, rechtswidrig Land aus der Landwirtschaftszone einbeziehe und im Norden und Nordosten willkÃ¼rlich zu ihren Lasten erfolge, wÃ¤hrend etwa die landwirtschaftlichen Grund­stÃ¼cke Eichholzstrasse 04, 05 und 06 sowie Kat.-Nrn. 07 und 08 (L-Strasse 09) ausgeklammert worden seien. Das Baurekursgericht trat auf die RÃ¼ge der unzweckmÃ¤ssigen Gebietsabgrenzung unter Hinweis auf § 148 Abs. 2 PBG, § 23 der Quartierplanverordnung vom 18. Januar 1978 (QPV) und den Entscheid VGr, 24. August 2000, VB.2000.00130 E. 4a und 4c nicht ein mit der BegrÃ¼ndung, EinwÃ¤nde gegen die Gebietsabgrenzung mÃ¼ssten zwingend im Rahmen eines Rekurses gegen den Einleitungsbeschluss erhoben und kÃ¶nnten nicht im Nachhinein gegen den Festsetzungsbeschluss vorgebracht werden. Die BeschwerdefÃ¼hrenden halten an ihrer diesbezÃ¼glichen Beanstandung fest, ohne sich allerdings mit der Argumentation des Baurekursgerichts auseinanderzusetzen.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b>GemÃ¤ss <span>§ 148</span> PBG ist der Einleitungsbeschluss Ã¶ffentlich bekanntzumachen und den GrundeigentÃ¼mern des Beizugsgebiets schriftlich mitzuteilen (Abs. 1). Mit dem Rekurs gegen die Einleitung oder gegen deren Verweigerung kann nur geltend gemacht werden, die Voraussetzungen zur DurchfÃ¼hrung des Verfahrens fehlten oder sie seien gegeben; Einwendungen dieser Art kÃ¶nnen spÃ¤ter nicht mehr erhoben werden (Abs. 2). Mit dieser Bestimmung schliesst das Gesetz es aus, die gegen den Einleitungsbeschluss mÃ¶glichen RÃ¼gen gegen den Festsetzungsentscheid zu erheben, und macht damit den Einleitungsbeschluss zum selbstÃ¤ndig anfechtbaren Endentscheid im Sinn von Art. 90 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG; vgl. BGE 140 II 25 E. 1.1). Als solcher ist er dank des Verweises in § 19a Abs. 2 VRG auch im kantonalen Verfahren zu qualifizieren. </p> <p class="Urteilstext"><span>Die RÃ¼gebeschrÃ¤nkungen gegen die Quartierplaneinleitung mit Verwirkungsfolge beziehen sich nach dem Wortlaut von § 148 PBG auf die Voraussetzungen des Quar</span>­<span>tierplanverfahrens, von der Gebietsabgrenzung ist dabei nicht explizit die Rede. Allerdings betrifft die Frage, ob die Voraussetzungen eines Quartierplanverfahrens gegeben sind, immer ein bestimmtes Quartierplangebiet, weshalb im Einleitungsbeschluss zwingend auch Ã¼ber die ZweckmÃ¤ssigkeit der Gebietsabgrenzung zu entscheiden ist (§ 23 QPV) und diese im Anfechtungsverfahren gegen den Einleitungsbeschluss auch regelmÃ¤ssig Ã¼berprÃ¼ft wird (vgl. etwa </span>VGr, <span>18. September 2014, VB.2013.624 E. 5.3; VGr, 25. August 2011, VB</span>.<span>2011.00182</span>,<span> E. 3f.</span> [nicht publiziert]<span>; VGr, 9. Dezember 2010, VB.2010.00571</span>,<span> E. 4.4). Ein diesbezÃ¼glicher RÃ¼genausschluss gegen den Quartierplan selber erscheint daher gerechtfertigt. Zwar lÃ¤sst sich die Frage der ZweckmÃ¤ssigkeit des Beizugsgebiets inhaltlich nicht immer klar trennen von der ZweckmÃ¤ssigkeit des Quartierplans insgesamt. Dem trÃ¤gt die Praxis aber genÃ¼gend Rechnung, indem </span>sie <span>einerseits den Perimeter im Zweifel eher weit fasst, damit fÃ¼r die Planung genÃ¼gend Spielraum verbleibt (RB 1987 Nr. 63; VGr, 9. Dezember 2010, VB.2010.00571, E. 4.4.2; Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch/Thomas Wipf, <span>ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 5. A., ZÃ¼rich 2011,</span> S. 179) und anschliessend im weiteren Verfahrensverlauf die Entlassungen einzelner GrundstÃ¼cke aus dem Quartierplan zulÃ¤sst, wenn sich deren Einbezug nicht lÃ¤nger rechtfertigt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Damit ist vorliegend nicht zu Ã¼berprÃ¼fen, ob die ausserhalb der Bauzone liegenden GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden samt dem ausserhalb der Bauzone liegenden Strassenabschnitt zu Recht ins Quartierplangebiet miteinbezogen wurden und ob zusÃ¤tzlich weitere landwirtschaftlich genutzte GrundstÃ¼cke hÃ¤tten einbezogen werden mÃ¼ssen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden wenden sich gegen den vorgesehenen Ausbau der L-Strasse ausserhalb der Bauzone, wÃ¤hrend der Ausbau der L-Strasse innerhalb der Bauzone nicht umstritten ist und daher auch keiner ÃberprÃ¼fung bedarf. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und 2 betreiben auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 eine </span>W<span>erkstatt, die unter Bestandesgarantie steht</span>; teilweise wird das GrundstÃ¼ck noch landwirtschaftlich genutzt.<span> Die BeschwerdefÃ¼hrerin 3, </span>tÃ¤tig im Baugewerbe<span>, liefert Sand- und Kieskomponenten, Ã¼bernimmt Transporte von Aushubmaterial,</span> betreibt <span>Baumaschinen und bietet einen Muldenservice an. Sie verfÃ¼gt Ã¼ber 14 Lastwagen, die tÃ¤glich etwa 40</span> <span>Lastwagenfahrten generieren</span>,<span> und geniesst ebenfalls Bestandesgarantie. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die QuartierplanbehÃ¶rde vertritt die Ansicht, zur Erschliessung der beiden GrundstÃ¼cke wÃ¼rde der Strassenausbau im nordseitigen Abschnitt C der L-Strasse (zwischen der Nordgrenze des GrundstÃ¼cks der BeschwerdefÃ¼hrerin 3 und der N-Strasse) mit einer Fahrbahnbreite von teilweise nur 3,50 m genÃ¼gen, dies im Unterschied zum Abschnitt</span> <span>B (zwischen der Bauzonengrenze und der Nordgrenze des GrundstÃ¼cks der BeschwerdefÃ¼hrerin 3), wo sie trotz grÃ¶sserer tatsÃ¤chlicher Breite </span>(bis 4,50 m) <span>einen Ausbau vorsieht. Da die BeschwerdefÃ¼hrenden sich im Ergebnis gegen den Strassenausbau wenden und das Verwaltungsgericht im Beschwerdeverfahren an die gestellten Rechtsbegehren gebunden ist (§ 63 Abs. 2 VRG), ist vorliegend lediglich der Abschnitt</span> <span>B zu untersuchen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.2 </span></b><span>Die L-Strasse verlÃ¤uft ab der Bauzonengrenze gute 50 m lang in Richtung Nordost und anschliessend </span>ca. 170 m <span>entlang der GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden und besteht aus einem Flurweg</span>, der praktisch auf seiner ganzen LÃ¤nge <span>eine vermarkte Breite von ca. </span>3,2<span>0 m </span>aufweist. D<span>ie tatsÃ¤chliche Fahrbahn ist allerdings im sÃ¼dlichen Abschnitt grÃ¶sstenteils etwas breiter, da sie </span>auf beiden Seiten angrenzendes <span>Land </span>beansprucht, insbesondere solches <span>der beiden GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden sowie Land des gegenÃ¼berliegenden landwirtschaftlichen GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 10. Vorgesehen ist ein Strassenausbau ab der Zonengrenze bis zur Nordgrenze des GrundstÃ¼cks der BeschwerdefÃ¼hrerin 3 auf eine Fahrbahnbreite von durchwegs 4</span>,<span>70 m zuzÃ¼glich beidseitiger Bankette von 0</span>,<span>30</span> <span>m.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.3 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden mach</span>t<span>en erstmals in der Beschwerdereplik geltend, der Quartierplan widerspreche</span><span> </span><span>der Kulturlandinitiative, soweit er einen Strassenausbau ausserhalb der Bauzone vorsehe. </span>Diese RÃ¼ge ist, auch wenn sie bereits im Rekursverfahren hÃ¤tte erhoben werden kÃ¶nnen, zu beachten, denn sie verÃ¤ndert den Streitgegenstand nicht und beschlÃ¤gt eine von Amtes wegen zu prÃ¼fende Rechtsfrage (§ 7 Abs. 4 Satz 2 VRG)</p> <p class="Erwgung3"><b>6.3.1 </b>Die am 17. Juni 2012 von den Stimmberechtigten des Kantons ZÃ¼rich angenommene Kulturlandinitiative verlangt den wirksamen Schutz wertvoller LandwirtschaftsflÃ¤chen und FlÃ¤chen von besonderer Ã¶kologischer Bedeutung. Als wertvolle LandwirtschaftsflÃ¤chen gelten FlÃ¤chen der Bodeneignungsklassen 1 bis 6, mit Ausnahme der zum Zeitpunkt der Annahme der Initiative rechtskrÃ¤ftig der Bauzone zugewiesenen FlÃ¤chen. Die Kulturlandinitiative weist allerdings nur die Form einer allgemeinen Anregung auf und bedarf fÃ¼r ihr Wirksamwerden einer Umsetzung im kantonalen Recht (Art. 25 Abs. 4 der Kantonsverfassung vom 27. Februar 2005, KV). Mit Beschluss vom 19. Mai 2014 trat der Kantonsrat auf die Umsetzungsvorlage des Regierungsrats vom 19. Juni 2013 nicht ein. Eine hiergegen erhobene Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten hiess das Bundesgericht am 27. Mai 2015 gut und lud den Kantonsrat ein, die Kulturlandinitiative im Sinn der ErwÃ¤gungen formell und inhaltlich korrekt umzusetzen. In der BegrÃ¼ndung hatte das Gericht erwogen, heute wÃ¼rden diejenigen LandwirtschaftsflÃ¤chen, die innerhalb des im kantonalen Richtplan festgesetzten Siedlungsgebiets liegen und fÃ¼r deren Zuweisung zur Bauzone das kantonale Recht bzw. der revidierte kantonale Richtplan keine Kompensationspflicht vorsehe, nicht im Sinn der Initiative geschÃ¼tzt (BGE 141 I 186). Inzwischen hat der Kantonsrat am 29. Februar 2016 festgestellt, dass die Umsetzungsvorlage gÃ¼ltig durchberaten sei und im Fall eines Referendums zur Ablehnung empfohlen werde. Gleichzeitig kam vonseiten des Kantonsrats ein BehÃ¶rdenreferendum gegen die Vorlage zustande, sodass sie dem Volk bis Ende September 2016 zur Abstimmung unterbreitet werden muss (vgl. § 59 Abs. 1lit. b des Gesetzes Ã¼ber die politischen Rechte vom 1. September 2003). </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baudirektion hatte den Gemeinden bereits mit Schreiben vom 12. Juli 2012 die Weisung erteilt, ab sofort und bis zum rechtskrÃ¤ftigen Beschluss des Kantonsrats Ã¼ber die Umsetzungsvorlage alle Verfahren fÃ¼r planungsrechtliche Festlegungen zu sistieren, mit denen neue Bauzonen geschaffen werden sollen oder projektbezogene Sondernutzungs</span>­<span>planungen, mit denen die Rahmenbedingungen fÃ¼r die ausserhalb der Bauzone zulÃ¤ssigen Vorhaben definiert werden sollen. Gleichzeitig war das Amt fÃ¼r Raumentwicklung angewiesen worden, ab sofort keine Genehmigungen fÃ¼r die entsprechenden Planungen zu erteilen. Von diesen Anweisungen ausgenommen waren unter anderem Planungen, bei denen die BeschlÃ¼sse durch die Gemeindeorgane im Sinn einer Festsetzung bereits vor dem 17. Juni 2012 ergangen waren. Diese Anordnungen der Baudirektion, die auch wÃ¤hrend des bundesgerichtlichen Verfahrens aufrecht blieben (a.a.O. E. D), gelten nach der Beschwerdegutheissung durch das Bundesgericht im Hinblick auf den Schutzgedanken der Initiative erst recht. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>6.3.2 </b>Da die Festsetzung des Quartierplans nach dem 17. Juni 2012 erfolgt ist, handelt es sich unabhÃ¤ngig von der davor liegenden Einleitung des Quartierplanverfahrens um eine Planung im zeitlichen Anwendungsbereich der Weisung der Baudirektion. Mit dem im Quartierplan vorgesehenen Ausbau der L-Strasse wird ein auch teilweise ausserhalb der Bauzone greifender Sondernutzungsplan geschaffen, der direkt den Strassenbau zulasten von Kulturland ermÃ¶glicht. Die Fahrbahn der L-Strasse bedeckt zwar heute schon eine grÃ¶ssere Breite als der ausparzellierte Flurweg und stellt insoweit auch kein Kulturland im Sinn der Initiative mehr dar. Jedoch sieht der Quartierplan einen Ausbau Ã¼ber die heutige Fahrbahnbreite hinaus vor, dies zulasten von bestehendem Landwirtschaftsland auf dem GrundstÃ¼ck alt Kat.-Nr. 10 im Rahmen von ca. der HÃ¤lfte der total 211 m<sup><span>2</span></sup> AbtretungsflÃ¤che. Dieses Land gehÃ¶rt gemÃ¤ss der landwirtschaftlichen Nutzungseignungskarte als futterbetonte Frucht­folgeflÃ¤che der Nutzungseignungsklasse 5 an (vgl. GIS-Browser Kanton ZÃ¼rich, www.gis.zh.ch) und gilt damit als Kulturland im Sinn der Initiative. Mit dem Strassenausbau zulasten von Kulturland verbessert sich die Erschliessungssituation fÃ¼r die beiden bereits zonenwidrig genutzten GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden, was â unabhÃ¤ngig von tatsÃ¤chlich bestehenden Absichten â allfÃ¤llige betriebliche Ãnderungen oder Erweiterungen erleichtert. Insoweit widerspricht der Quartierplan der Initiative. </p> <p class="Urteilstext"><span>Indessen macht dieser Widerspruch den Quartierplan nicht rechtswidrig, denn es besteht keine Rechtsgrundlage dafÃ¼r, um den Quartierplan wegen eines mÃ¶glichen Verstosses zur kÃ¼nftigen gesetzgeberischen Umsetzung der Kulturlandinitiative aufzuheben. § 234 PBG, wonach bauliche Massnahmen nur bewilligt werden dÃ¼rfen, wenn sie keine noch fehlende oder durch den Gemeinderat beantragte planungsrechtliche Festlegung nachteilig beeinflussen, ist vorliegend nicht anwendbar, denn sie betrifft nur das Baubewilligungs</span>­<span>verfahren</span>,<span> nicht aber das Planungsverfahren, und es liegt weder eine fehlende noch eine bereits beantragte <i>planungsrechtliche</i> Festlegung vor. Offenbar erkannte </span>denn <span>auch die Baudirektion entgegen ihrer eigenen Weisung keinen Anlass, das Verfahren zu sistieren</span>,<span> und genehmigte den Quartierplan ausdrÃ¼cklich.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>6.4 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind der Auffassung, fÃ¼r den vorgesehenen Strassenausbau ausserhalb der Bauzonen brauche es eine fÃ¶rmliche Ausnahmebewilligung nach Art. 24 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 </span>(<span>RPG</span>). </p> <p class="Erwgung3"><b>6.4.1 </b>Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Schaffung einer Bauzone bzw. Spezialnutzungszone fÃ¼r ein konkretes Projekt zulÃ¤ssig, wenn die Planungsmassnahme den Zielen und GrundsÃ¤tzen der Nutzungsplanung gemÃ¤ss RPG entspricht. Ist dies der Fall, so stellt sie keine Umgehung von Art. 24 ff. RPG dar, auch wenn eine Ausnahmebewilligung fÃ¼r das Bauvorhaben ausgeschlossen wÃ¤re. Eine Umgehung von Art. 24 ff. RPG ist nur anzunehmen, wenn mit der fraglichen Planungsmassnahme eine unzulÃ¤ssige Kleinbauzone geschaffen wird oder wenn sie sonst auf einer sachlich nicht vertretbaren InteressenabwÃ¤gung beruht (BGr, 24. Mai 2012, 1C_13/2012, E. 3.1; BGE 124 II 391 E. 2c und 3a; VGr, 4. September 2014, VB.2013.00722, E. 9.1). </p> <p class="Erwgung3"><b>6.4.2 </b>Der zÃ¼rcherische Quartierplan ist mit Bezug auf den darin geplanten Bau von Quartierstrassen ein projektbezogener Sondernutzungsplan, auf dessen Grundlage der Strassenbau grundsÃ¤tzlich ohne weitere Bewilligung realisiert werden kann. Das Quartierplanverfahren erfÃ¼llt die bundesrechtlichen Anforderungen von Art. 26 und 33 RPG betreffend Genehmigung durch eine kantonale BehÃ¶rde sowie GewÃ¤hrleistung des Rechtsschutzes. Ein Quartierplan lÃ¤sst im Sinn von Art. 4 RPG auch die umfassende Mitwirkung der beteiligten GrundeigentÃ¼mer sowie weiterer durch den Quartierplan Betroffener zu, sieht aber mit § 7 Abs. 2 PBG keine MÃ¶glichkeit fÃ¼r jedermann vor, sich vor der Planfestsetzung bei der verfÃ¼genden Instanz zum Planinhalt zu Ã¤ussern (vgl. VGr, 15. September 2005, VB.2005.00030, E. 4.5). Die Frage, ob das Quartierplanverfahren damit den bundesrechtlichen Anforderungen an ein Nutzungsplanverfahren hinsichtlich Mitwirkung der BevÃ¶lkerung in jedem Fall genÃ¼gt, konnte das Verwaltungsgericht im zitierten Fall aber offenlassen, da es nur um eine untergeordnete PlanÃ¤nderung (ein Drittel eines Wendehammers) ging, wo auf eine Planungsmitwirkung der BevÃ¶lkerung ganz verzichtet werden kann (a.a.O.).</p> <p class="Urteilstext"><span>Im vorliegenden Fall geht es um den Ausbau eines ausserhalb der Bauzonen liegenden Flurweges mit einer derzeitigen FlÃ¤che von 1</span>'<span>090</span> <span>m</span><sup><span>2</span></sup><span> zu einer Ã¶ffentlichen Strasse mit einer FlÃ¤che </span>von <span>1</span>'<span>665</span> <span>m</span><sup><span>2</span></sup><span>. Daran Ã¤ndert nichts, dass die Motorfahrzeuge heute bereits eine Ã¼ber die Flurwegparzelle hinausgehende asphaltierte FlÃ¤che als Fahrbahn fÃ¼r sich beanspruchen, denn dafÃ¼r besteht offenbar keine Planungsgrundlage. Damit liegt mehr als eine nur untergeordnete PlanÃ¤nderung vor, und es ist festzustellen, dass das Quartierplanverfahren die bundesrechtlichen Anforderungen an Nutzungsplanungen hinsichtlich der Mitwirkung der BevÃ¶lkerung nur unzureichend erfÃ¼llt. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gleichwohl erscheint es zur Verwirklichung der Ziele und GrundsÃ¤tze der Raumplanung nicht zwingend notwendig, fÃ¼r Quartierstrassen ausserhalb der Bauzonen eine fÃ¶rmliche Bewilligung nach Art. 24 RPG zu verlangen bzw. den Strassenbau generell nur unter den engen Voraussetzungen von Art. 24 RPG zuzulassen, denn der Strassenbau fÃ¼hrt selber nicht zu unzulÃ¤ssigen Kleinbauzonen, noch widerspricht er, soweit sachlich gerechtfertigt, generell den GrundsÃ¤tzen der Raumplanung. Das entbindet die BehÃ¶rde allerdings nicht von einer umfassenden</span>,<span> sich an den GrundsÃ¤tzen und Zielen der Raumplanung orien</span>­<span>tierenden InteressenabwÃ¤gung im Einzelfall. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>6.4.3 </b>Im Rahmen dieser InteressenabwÃ¤gung ist, wie die BeschwerdefÃ¼hrenden zu Recht vorbringen, zu beachten, dass Quartierstrassen im Allgemeinen nicht ausserhalb der Bauzone errichtet werden dÃ¼rfen (BGr 6. Oktober 2011, 1C_303/2011, E. 3.5.2; BEZ 1995 Nr. 34). Diese Rechtsprechung bezieht sich jedoch auf Quartierstrassen zur Erschliessung von GrundstÃ¼cken innerhalb der Bauzone und kann nicht herangezogen werden, wenn es wie hier um die Erschliessungsverbesserung fÃ¼r zonenwidrige bestandesgeschÃ¼tzte Betriebe ausserhalb der Bauzonen geht. Solche Verbesserungen sind zwingend beim Standort dieser Betriebe vorzunehmen. Bei dieser Sachlage gilt es zu beachten, dass die Zufahrt zu solchen Betrieben einerseits mÃ¶glichst verkehrssicher erfolgen soll, dass aber gleichzeitig vermieden werden muss, dass durch den Strassenausbau ein zonenwidriger Zustand unnÃ¶tig perpetuiert wird und kÃ¼nftige Ãnderungen oder Erweiterungen der zonenwidrigen Betriebe erleichtert werden. Im konkreten Fall darf aber auch berÃ¼cksichtigt werden, dass der bestehende Flurweg bereits seit vielen Jahren Ã¼ber seine Parzellengrenzen hinweg asphaltiert und benutzt ist.</p> <p class="Erwgung3"><b>6.4.4 </b>Im Folgenden ist daher zu prÃ¼fen, ob der heutige Ausbaustand der L-Strasse Abschnitt B zur Erschliessung der mit bestandesgeschÃ¼tzten Betrieben Ã¼berstellten GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden bereits genÃ¼gt, wie dies die BeschwerdefÃ¼hrenden geltend machen. </p> <p class="Urteilstext"><span>Alle GrundstÃ¼cke innerhalb des Quartierplangebiets mÃ¼ssen durch den Quartierplan erschlossen werden. Erschliessungsanlagen sind so festzulegen, dass sie bei vollstÃ¤ndiger Nutzung der erfassten GrundstÃ¼cke genÃ¼gen. Das gilt auch fÃ¼r schon Ã¼berbaute, jedoch unzureichend erschlossene GrundstÃ¼cke im Quartierplangebiet (§ 128 Abs. 1 und 2 PBG; BGE 106 Ia 94 E. 3b; </span>BEZ 2013 Nr. 8<span> E. 3.1). Erschlossen ist ein GrundstÃ¼ck, wenn es fÃ¼r die darauf vorgesehenen Bauten und Anlagen genÃ¼gend zugÃ¤nglich ist, wenn diese ausreichend mit Wasser und Energie versorgt werden kÃ¶nnen und wenn die einwandfreie Behandlung von AbwÃ¤ssern, Abfallstoffen und Altlasten gewÃ¤hrleistet ist (§ 236 Abs. 1 PBG; Art. 19 Abs. 1 RPG). Erschliessungen sind so festzulegen, dass sie bei vollstÃ¤ndiger Nutzung der erfassten GrundstÃ¼cke den Anforderungen von § 237 Abs. 1 und Abs. 2 PBG genÃ¼gen (RB 1998 Nr. 100; Fritzsche/BÃ¶sch/Wipf, S. 187). GenÃ¼gende ZugÃ¤nglichkeit im Sinn von § 237 Abs. 1 Satz 1 PBG bedingt in tatsÃ¤chlicher Hinsicht eine der Art, Lage und Zweckbestimmung der Bauten oder Anlagen entsprechende Zufahrt fÃ¼r die Fahrzeuge der Ã¶ffentlichen Dienste und der BenÃ¼tzer. GemÃ¤ss § 237 Abs. 2 PBG sollen Zufahrten fÃ¼r jedermann verkehrssicher sein. Der Regierungsrat erlÃ¤sst Ã¼ber die Anforderungen Normalien (Normalien Ã¼ber die Anforderungen an ZugÃ¤nge vom 9. Dezember 1987 [Zugangsnormalien]). </span></p> <p class="Erwgung3"><b>6.4.5 </b>Ob die GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden in tatsÃ¤chlicher oder rechtlicher Hinsicht genÃ¼gend erschlossen sind, wurde bisher entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden noch nicht verbindlich entschieden. Bei den Akten liegen drei VerfÃ¼gungen der Baudirektion vom 12. Dezember 2003 betreffend Umnutzung eines Teils des Lagerplatzes fÃ¼r die Lagerung von RC-Kiessand, vom 15. Januar 2004 betreffend Umnutzung des Lagerplatzes fÃ¼r die Lagerung von Recycling- Kiessand B und vom 9. Juni 2006 betreffend Neubau eines Wasch- und Betankungsplatzes inklusive Sandfang, Stapelbecken, Kanalisationsanschlussleitung und BÃ¼roersatzbau sowie die zu diesem letztgenannten Projekt notwendige kommunale Kanalisationsbewilligung vom 26. Juni 2006. In all diesen Bewilligungen wurde nicht beurteilt, ob der Gewerbebetrieb der BeschwerdefÃ¼hrerin 3 genÃ¼gend an das Ã¶ffentliche Strassennetz angeschlossen ist. Angesichts der jeweils fraglichen beschrÃ¤nkten NutzungsÃ¤nderungen wurde auch nicht geprÃ¼ft, ob die Lastwagenfahrten zum Betrieb durch diese NutzungsÃ¤nderungen seit dem 1. Januar 1980 (vgl. Art. 37a RPG) allenfalls derart zugenommen haben, dass sich die Erschliessungsfrage im Rahmen der Anwendung von Art. 43alit. c der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV) stellt. In der VerfÃ¼gung vom 26. Juni 2006 aber wies die Baudirektion darauf hin, dass die L-Strasse den Status eines Flurweges aufweise, der ohne Einfluss auf den tatsÃ¤chlichen Bestand aufzuheben sei, wenn er nicht mehr der land- oder forstwirtschaftlichen Nutzung diene. DemgemÃ¤ss lud sie die Gemeinde ein zu prÃ¼fen, ob die L-Strasse tatsÃ¤chlich noch der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung diene und dementsprechend die erforderlichen Schritte in die Wege zu leiten. </p> <p class="Erwgung3"><b>6.4.6 </b>Die L-Strasse wird im fraglichen Abschnitt fÃ¼r die landwirtschaftliche Bewirtschaftung sowie von FussgÃ¤ngern und Radfahrern genutzt und steht grundsÃ¤tzlich auch als Verbindungsstrasse zwischen zwei Ortsteilen zur VerfÃ¼gung. Als Zufahrt zu den beiden GrundstÃ¼cken der BeschwerdefÃ¼hrenden wird der Strassenabschnitt durch Zu- und Wegfahrten mit Personenwagen von Kunden und BetriebsangehÃ¶rigen sowie durch unbestrittene tÃ¤glich 40 Lastwagenfahrten belastet. Angesichts dieser NutzungsintensitÃ¤t ist die L-Strasse nach den Zugangsnormalien mindestens als Zufahrtsstrasse im oberen Anwendungsbereich zu qualifizieren, was eine Fahrbahnbreite von 4,50 bis 5 m verlangt. Da selbst bei Einhaltung des freiwilligen Einbahnverkehrs durch Lastwagen gemÃ¤ss Vereinbarung vom 23. April 2008 vom regelmÃ¤ssigen Begegnungsfall Lastwagen/Personenwagen ausgegangen werden muss, wÃ¤ren nach den Zugangsnormalien sodann ergÃ¤nzend ein seitliches Bankett von 0,3 m und mindestens ein einseitiges Trottoir von 2,0 bis 2,5 m Breite erforderlich. </p> <p class="Erwgung3">Die bestehende Zufahrt Ã¼ber eine vermarkte Flurwegbreite von 3,20 m erweist sich heute gemessen an der tatsÃ¤chlichen Beanspruchung der L-Strasse in mehrfacher Hinsicht als ungenÃ¼gend. Es fehlt eine rechtliche Sicherung fÃ¼r die von der Flurwegparzelle abweichende Fahrbahn mit einer Breite von bis zu 4,50 m, und die Strasse weist einen fÃ¼r den Schwerverkehr ungenÃ¼genden Unterbau, einen teilweise beschÃ¤digten Teerbelag und fehlende StrassenabschlÃ¼sse auf. Im Weiteren sind im Hinblick auf die Mehrfachnutzung durch Schwer- und Langsamverkehr ohne Zweifel auch Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit angebracht. Wenn der Quartierplan nun im fraglichen Abschnitt einen Ausbau auf eine Fahrbahnbreite von 4,70 m zuzÃ¼glich beidseitiger Bankette von 0,3 m vorsieht, bleibt er immer noch massgeblich unterhalb des Standards der Zugangsnormalien und geht damit nicht Ã¼ber ein absolut notwendiges Minimum hinaus. Dies ist angesichts des Zielkonflikts bei der Nacherschliessung zonenwidriger Betriebe ausserhalb der Bauzonen (E. 6.4.3 vorstehend) nicht zu beanstanden. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>GrundstÃ¼cke kÃ¶nnen auch nach der zweiten GrundeigentÃ¼merversammlung aus dem Quartierplan entlassen werden, wenn sie weder selbst auf Erschliessungen, Ausstattungen und AusrÃ¼stungen des Quartierplans angewiesen sind noch dafÃ¼r beansprucht werden mÃ¼ssen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die beiden GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden gehÃ¶ren raumplanerisch zum Quartier BrunnenbÃ¼hl, da sie Ã¼ber die L-Strasse an das Ã¼bergeordnete Strassennetz angebunden sind. Die technischen Anforderungen, die an diese Quartierstrasse zu stellen sind, </span>werden<span> durch das von diesen beiden GrundstÃ¼cken generierte Verkehrsaufkommen ebenso mitbestimmt wie durch das Verkehrsaufkommen zu den anderen im Einzugsbereich dieser Strasse liegenden GrundstÃ¼cke. Da die L-Strasse sowohl innerhalb wie ausserhalb der Bauzonen ungenÃ¼gend ausgebaut ist, kommt eine Entlassung der beiden daran angeschlossenen GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden aus dem Quartierplan</span>­<span>verfahren nicht in</span>f<span>rage. Auch fÃ¼r eine Abparzellierung der L-Strasse an der Bauzonengrenze und die Entlassung des ausserhalb der Bauzone liegenden Strassenteils gibt es keine Grundlage, wenn der Ausbaubedarf der L-Strasse ausserhalb der Bauzonen wie vorstehend dargelegt bejaht wird. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>8.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hre</span>nden<span> wenden sich schliesslich gegen die ihnen auferlegten Kostenbeteiligungen </span>am<span> Quartierplan, eventualiter verlangen sie</span>, die<span> ihnen auferlegten Kostenbeteiligungen am Ausbau der L-Strasse </span>seien fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und 2 auf 1,5 % und fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin 3 auf 5 % fÃ¼r die Kosten innerhalb und auf 2,5 bzw. 10 % fÃ¼r die Kosten <span>ausserhalb der Bauzonen</span> zu reduzieren<span>. Dabei legen sie allerdings nicht dar, inwiefern die fÃ¼r die beiden Strassenabschnitte separat aufge</span>­<span>stellten Kostenverleger, wonach die anstossenden GrundstÃ¼cke im Wesentlichen fÃ¼r die ersten 30 m Tiefe mit 100</span> %<span>, fÃ¼r weitere je 30 m mit 50 % und 25 % belastet werden sollen, den GrundsÃ¤tzen des Quartierplanrechts widersprechen sollen. Sie </span>erachten jedoch <span>ihre </span>gesamthaften Kostenbeteiligungen, die sie auch unter BerÃ¼cksichtigung der Kostenreduktion durch das Baurekursgericht <span>auf </span>Fr. <span>185</span>'<span>000</span>.- fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und 2 bzw. <span>Fr. 600</span>'<span>000</span>.- fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin 3 beziffern, <span>angesichts des fÃ¼r sie fehlenden Nutzens aus dem Strassenbau</span><span> </span>als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig<span>. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>8.2 </span></b>Zu prÃ¼fen ist in erster Linie die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der Kostenbeteiligungen der BeschwerdefÃ¼hrenden an den Baukosten der L-Strasse in den Abschnitten Bauzone und Landwirtschaftszone. Soweit in der KostenÃ¼bersicht auch der Geldausgleich errechnet wird und die Verfahrens- und Vollzugskosten verlegt werden, ergibt sich aus den RÃ¼gen der BeschwerdefÃ¼hrenden angesichts der vorstehend erÃ¶rterten RechtmÃ¤ssigkeit der geplanten Anlagen jedenfalls kein Anhaltspunkt fÃ¼r eine Rechtsverletzung. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>8.3 </span></b><span>Die ursprÃ¼nglich geschÃ¤tzten mutmasslichen Kostenbeteiligungen der Beschwerde</span>­<span>fÃ¼hrenden </span>am Strassenbau <span>haben sich </span>dank<span> der neueren SchÃ¤tzungen der Gesamtbaukosten und der Korrektur durch das Baurekursgericht erheblich gesenkt:</span></p> <p class="Erwgung2"><span>FÃ¼r den Ausbau der L-Strasse Abschnitt Bauzone sah der Technische Bericht Fr. 71</span>'<span>300</span>.-<span> fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und 2 </span>und <span>Fr. 223</span>'<span>400</span>.-<span> fÃ¼r die Beschwerde</span>­<span>fÃ¼hrerin 3 vor, dies ausgehend von Gesamtkosten zulasten der GrundeigentÃ¼mer von Fr. 773</span>'<span>500</span>.-<span>. WÃ¼rden diese Kosten nun wie neuerdings geschÃ¤tzt auf Fr. 450</span>'<span>000</span>.-<span> reduziert (= 58</span> %<span>), so ergÃ¤be dies Kostenbeteiligungen von </span>ca. <span>Fr. 41</span>'000.- (BeschwerdefÃ¼hrende 1 und 2) und ca. <span>Fr. 1</span>30'000.- (BeschwerdefÃ¼hrerin 3)<span>. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Beim Abschnitt Landwirtschaftszone </span>schÃ¤tzte der technische Bericht die Kostenbeteiligungen auf <span>Fr. 101</span>'<span>600</span>.-<span> fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und 2</span> und <span>Fr. 318</span>'<span>100</span>.-<span> fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin 3, dies ausgehend von Gesamtkosten des Strassenbaus von </span>Fr. <span>614</span>'<span>500</span>.-<span> und einer Kostenbeteiligung der Gemeinde von Fr. 194</span>'<span>800</span>.-, d.<span> </span>h. <span>Fr. 419</span>'<span>700</span>.-<span> zulasten der BeschwerdefÃ¼hrenden. Nach der neueren KostenschÃ¤tzung soll der Strassenbau nu</span>n<span>mehr noch Fr. 500</span>'<span>000</span>.-<span> kosten.</span><span> </span><span>Wird sodann zusÃ¤tzlich die Kostenbeteiligung der Gemeinde gemÃ¤ss dem Rekursentscheid auf 50 % erhÃ¶ht, so reduzieren sich die durch die BeschwerdefÃ¼hrende</span> insgesamt<span> zu tragenden Kosten </span>auf Fr. 250'000.- <span>(Fr. </span>500'000.- ./. Fr. 250'000.-), <span>was </span>mit ca. <span>Fr. </span>60'000.-<span> die BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und 2 </span>sowie mit ca. <span>Fr. </span>190'000.-<span> die BeschwerdefÃ¼hrerin 3 </span>belasten wÃ¼rde<span>. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Insgesamt haben die BeschwerdefÃ¼hrenden daher mit Kostenbeteiligungen von rund Fr. 320</span>'<span>000</span>.-<span> (BeschwerdefÃ¼hrerin 3) und Fr. 101</span>'<span>000</span>.-<span> (BeschwerdefÃ¼hrende 1 und 2) fÃ¼r den Ausbau der L-Strasse zu rechnen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>8.4 </span></b><span>Es trifft zu, dass die beiden GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden angesichts der bestehenden</span><span> </span><span>betrieblichen Nutzungen und der ausserhalb der Bauzone beschrÃ¤nkten bzw. schon ausgeschÃ¶pften Ãnderungs- und ErweiterungsmÃ¶glichkeiten </span>kÃ¼nftig <span>keinen </span>unmittelbaren<span> geldwerten Vorteil aus der Erschliessungsverbesserung ziehen kÃ¶nnen. </span>Immerhin dÃ¼rfte ihnen aber auch im jetzigen Betrieb eine Verbesserung der Verkehrssicherheit und ein stabilerer Strassenaufbau zugutekommen. Sodann ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden seit Jahren und Jahrzehnten ihre zonenfremden Betriebe auf ungenÃ¼gend erschlossenen GrundstÃ¼cken weiterfÃ¼hren konnten, ohne dass sie sich wie andere Betriebe hatten an den fÃ¼r eine genÃ¼gende Erschliessung notwendigen Infrastrukturkosten beteiligen mÃ¼ssen. Dieses Privileg bildet nicht zwangslÃ¤ufig integrierenden Teil der Bestandesgarantie, die zwar vor PlanÃ¤nderungen schÃ¼tzt, aber nicht vor baupolizeilich notwendigen neuen Zusatzanforderungen. Auch eine infolge PlanÃ¤nderung widerrechtlich gewordene Baute oder Nutzung kann nachtrÃ¤glich und ohne Anlass eines Baugesuchs mit zusÃ¤tzlichen Auflagen beschwert werden, wenn polizeiliche MissstÃ¤nde dies erfordern (§ 358 PBG). Es widerspricht daher nicht dem Ãquivalenzprinzip, wenn sie nun nach dieser langen Zeit als Mitverursachende des notwendigen Strassenbaus auch an dessen Kosten anteilsmÃ¤ssig beteiligt werden. Dies entspricht durchaus auch dem im Bundesrecht verankerten Prinzip der vollen KostenÃ¼berwÃ¤lzung von notwendigen Infrastrukturkosten an GrundstÃ¼cken ausserhalb der Bauzonen (vgl. Art. 43alit. c RPV). WÃ¼rden die BeschwerdefÃ¼hrenden trotz des in der Vergangenheit bezogenen Nutzens allein wegen des geringen kÃ¼nftigen Nutzens von der Kostenbeteiligung entlastet, so wÃ¼rde dies zwangslÃ¤ufig zulasten anderer Beteiligter gehen. Dies erscheint weder innerhalb der Bauzone zulasten der anderen Ã¼ber die L-Strasse erschlossenen GrundstÃ¼cke des Quartierplans noch ausserhalb der Bauzone zulasten der Gemeinde, deren Anteil bereits auf 50 % erhÃ¶ht wurde, gerechtfertigt.</p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde. Bei diesem Ausgang des Beschwerde</span>­<span>verfahrens werden die BeschwerdefÃ¼hrenden kostenpflichtig (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Ihrer finanziell sehr unterschiedlichen Interessenlage am Beschwerdeausgang ist bei der Aufteilung der Prozesskosten unter ihnen Rechnung zu tragen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine ParteientschÃ¤digung steht den unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrenden nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Hingegen haben sie der Beschwerdegegnerin in ihrer Funktion als Sachwalterin der Ã¼brigen Quartierplangenossen eine angemessene ParteientschÃ¤digung zu bezahlen (vgl. </span>VGr, 27. MÃ¤rz 2013, <span>VB.2010.00420</span>,<span> E. 5.2). Auch hier rechtfertigt es sich, die auf die einzelnen BeschwerdefÃ¼hrenden fallenden Anteile unterschiedlich zu bemessen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 15'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 220.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 15'220.--; Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und 2 zu je einem Achtel und der BeschwerdefÃ¼hrerin 3 zu drei Vierteln auferlegt, je unter solidarischer Haftung fÃ¼r die ganzen Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und 2 werden verpflichtet, dem Beschwerdegegner eine ParteientschÃ¤digung von je Fr. 500.-, die BeschwerdefÃ¼hrerin 3 eine solche von Fr. 3'000.- zu bezahlen, je unter solidarischer Haftung fÃ¼r den ganzen Betrag und zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Urteils.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Abweichende Meinung einer Minderheit der Kammer:</span></p> <p class="Urteilstext"><i><span>(§ 71 VRG in Verbindung mit § 124 des Gesetzes Ã¼ber die Gerichts- und BehÃ¶rdenorganisation im Zivil- und Strafprozess [GOG] vom 10. Mai 2010)</span></i></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine Minderheit der Kammer hÃ¤tte die Beschwerde aus folgenden GrÃ¼nden teilweise gutgeheissen und die Angelegenheit zur PrÃ¼fung der Voraussetzungen nach Art. 24 RPG und zur DurchfÃ¼hrung der dafÃ¼r notwendigen Verfahrensschritte an die Erstinstanzen zurÃ¼ckgewiesen:</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da der streitgegenstÃ¤ndliche Abschnitt der L-Strasse ausserhalb der Bauzonen liegt und nicht einer zonenkonformen Nutzung dient, ist dafÃ¼r entweder eine Bewilligung im Sinn von Art. 24 RPG oder eine Ãnderung der Nutzungsplanung vorausgesetzt. Zu­lÃ¤ssig sind unter den im Urteil genannten Voraussetzungen auch projektbezogene Spezialnutzungszonen. Es muss sich indes um eine Nutzungsplanung im Sinn des Raumplanungsgesetzes handeln. FÃ¼r diese gilt u.</span><span> </span><span>a. das Erfordernis der Mitwirkung der BevÃ¶lkerung nach Art. 4 Abs. 2 RPG. Darauf kann nur bei untergeordneten Ãnderungen ohne Ã¶ffentliches Interesse verzichtet werden (Rudolf Muggli, Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber die Raumplanung, ZÃ¼rich/Basel/Genf 2010, Art. 4 N. 25). Der Quartierplan nach kantonalem Recht erfÃ¼llt diese Anforderung nicht, wie das Urteil zutreffend festhÃ¤lt (E. 6.4.2). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach Ansicht der Minderheit der Kammer kann von den genannten formellen bundesrechtlichen Voraussetzungen nicht mit dem Argument abgewichen werden, die Anwendung von Art. 24 RPG auf Quartierstrassen ausserhalb der Bauzone sei fÃ¼r die Verwirklichung der Ziele und GrundsÃ¤tze der Raumplanung nicht zwingend notwendig (vgl. Urteil E. 6.4.2). Die Erstellung von Erschliessungsanlagen fÃ¼r Bauten im Baugebiet hat grundsÃ¤tzlich in der Bauzone zu erfolgen (vgl. Urteil E. 6.4.3). Die Zulassung eines Quartierplans als genÃ¼gende Grundlage fÃ¼r die Erstellung von Strassen ausserhalb des Baugebiets fÃ¼hrt zu einer Aufweichung der Bauzonengrenze, was dem Grundsatz der Trennung des Siedlungsgebiets vom Nichtsiedlungsgebiet zuwider lÃ¤uft. Wenn â wie im vorliegenden Fall â der Ausbau der Strasse der Erschliessung nicht zonenkonformer, bestandesgeschÃ¼tzter Betriebe ausserhalb der Bauzone dient, ist die ZulÃ¤ssigkeit des Strassenbauvorhabens unter den Voraussetzungen von Art. 24 RPG zu prÃ¼fen, sofern es nicht gestÃ¼tzt auf ein Strassenprojekt realisiert wird, das den Anforderungen an eine Nutzungsplanung im Sinn des Raumplanungsgesetzes entspricht. Da darin die ErfÃ¼llung einer Bundesaufgabe liegt (BGE 139 II 271 E. 9.2), hat die Erteilung einer Bewilligung nach Art. 24 RPG verfahrensrechtlich zur Folge, dass Gemeinden oder Organisationen nach Art. 12 NHG die Rechtsmittellegitimation zukommt.</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="MsoNormal"><span>FÃ¼r richtiges Protokoll,</span></p> <p class="MsoNormal"><span>die Gerichtsschreiberin:</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>