Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 20. August 2015 (725 15 28 / 199) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Beurteilung der Unfallkausalität einer Diskushernie; Status quo sine bei posttraumati- schen Lumbalgien und Lumboischialgien Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Bea t Hersberger, Kantonsrich- ter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin Katja Wagner Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts- anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, 4143 Dornach gegen Vaudoise Allgemeine Versicherungs -Gesellschaft AG , Place de Milan, Case postale 120, 1001 Lausanne, Beschwerdegegnerin Betreff Leistungen (Police 299503.4.1700) A. Der 1990 geborene A.____ arbeitete zuletzt als M itarbeiter der Protectas SA. In dieser Eigenschaft war er bei der VAUDOISE ALLGEMEINE Vers icherungsgesellschaft AG (Vaudoi- se) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 11. März 2012 erlitt A.____ mit seinem Motorrad einen Verkeh rsunfall, wobei er sich den rechten Fuss einklemmte. Im Bericht des Spitals B.____ vom 12. M ärz 2012 wurden eine undislozierte Frak- tur des Grundgliedes mit kleiner Absprengung antero lateral am Calcaneus des rechten Fusses Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht sowie multiple Schürfwunden und Kontusionen am rechten Ellenbogen und am rechten Hand- gelenk diagnostiziert. Die Vaudoise gewährte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Taggel- der und Heilungskosten). Am 21. September 2012 stellte Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, erstmals eine sakroiliakale Blockierung sowie eine akute Lumboischialgie fest. Anlässlich einer im Bereich der LWS am 2. Dezember 2013 durchgeführten MRI-Untersuchung wurde neben einem kongenital engen Spinalkanal lumbal und einem bereits mässig dehydrierten Bandscheib enfach auch eine auf LWK4/5 medi- ane bis linkslaterale nach kaudal luxierte Diskushernie mit recessaler Kompression der Wurzel L5 links erhoben. Nach Abklärung der gesundheitlichen Ve rhältnisse lehnte die Vaudoise mit Verfügung vom 18. März 2014 die Übernahme von weitere n Versicherungsleistungen ab und stellte die Taggelder rückwirkend per 17. Januar 2013 e in. Zur Begründung führte sie an, dass die erst einige Zeit nach dem Ereignis vom 11. März 20 12 aufgetretenen Rückenbeschwerden nicht kausal auf dieses zurückzuführen seien. Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die Vaudoise mit Einspracheentscheid vom 15. Dezember 2014 ab. B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten du rch Advokat Daniel Altermatt, am 25. Januar 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Lan dschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, in Aufhebung des angefochtenen Ein- spracheentscheides vom 15. Dezember 2014 sei die Beschwe rdegegnerin zu verpflichten, ihm über den 17. Januar 2013 hinaus die gesetzlichen Leistu ngen zu erbringen; unter o/e- Kostenfolge. Zur Begründung machte er im Wesentliche n geltend, dass gestützt auf die ärztli- che Beurteilung von Dr. C.____ vom 6. November 2013 erstellt sei, dass die Rückenbeschwer- den in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall ereignis vom 11. März 2012 stün- den. C. In ihrer Vernehmlassung vom 9. März 2015 schloss die Vau doise auf Abweisung der Beschwerde. D. Mit Schreiben vom 14. März 2015 ersuchte der Beschwer deführer das Kantonsgericht um Gewährung des Replikrechts. E. In seiner Replik vom 18. Mai 2015 beantragte der B eschwerdeführer im Sinne eines Eventualbegehrens die Anordnung eines Gerichtsgutachtens, wobei er einen Bericht von Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Tra umatologie des Bewegungsapparates, vom 13. März 2015 einreichte. Hierzu liess er vorbringen , dass er sich erneut zur Kausalitäts- frage habe untersuchen lassen. Gemäss Bericht von Dr. D.__ __ könne zum Zeitpunkt der Un- tersuchung kein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem M otorradunfall und den Rückenbe- schwerden festgestellt werden, womit aber auch nicht au szuschliessen sei, dass zuvor ein Zu- sammenhang bestanden habe. Die fachärztlichen Ausführun gen würden demnach eine gut- achterliche Untersuchung rechtfertigen. F. In der Duplik vom 9. Juni 2015 beantragte die Vaudo ise die Abweisung dieses Beweis- antrags. Sie führte aus, dass die von Dr. D.____ beschri ebene blosse Möglichkeit eines Kau- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht salzusammenhangs den sozialversicherungsrechtlichen Beweisanforderungen nicht genüge. Im Übrigen hielt sie vollumfänglich an ihrem Standpunkt fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes ü ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, desse n Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bunde sgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache- entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantona len Versicherungsgericht Be- schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 AT SG das Versicherungsgericht desjeni- gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend befindet sich dieser in Dornach, weshal b die örtliche Zuständigkeit des Kan- tonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a d es Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 b eurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Ka ntons Beschwerden gegen Ein- spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 A TSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Au f die – im Übrigen frist- und form- gerecht erhobene – Beschwerde der Versicherten vom 9. Oktober 2014 ist demnach einzutre- ten. 2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob der B eschwerdeführer über den 17. Januar 2013 hinaus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat. Massgebend ist dabei der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass des a ngefochtenen Einspracheentscheids vom 15. Dezember 2014 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (B GE 129 V 4 E. 1.2). Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitge- genstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeit- punkt des Erlasses des Verwaltungsaktes zu beeinflussen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 10. August 2009, 9C_136/2009, E. 2.5). 3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche- rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl- len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewäh ren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand- lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles v oll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld . Dieses beträgt bei voller Arbeitsun- fähigkeit 80% des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entspre- chend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am drit- ten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wie dererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versi cherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalide nrente, wenn sie infolge des Unfal- les zu mindestens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch ent steht, wenn von der Fortsetzung der Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesun dheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingl iederungsmassnahmen der Invalidenver- sicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). 3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Inva- lidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und ei n adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne de s natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eing etretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur glei chen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahu ng des natürlichen Kausalzusam- menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allein ige oder unmittelbare Ursache gesund- heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende E reignis zusammen mit anderen Be- dingungen die körperliche oder geistige Integrität de r versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werde n kann, ohne dass auch die eingetre- tene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen ei- nem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen S törung ein natürlicher Kausalzusam- menhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechts anwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr ob liegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin- den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genü gt für die Begründung eines Leis- tungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 3.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifestiert bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit de r erforderlichen Wahrscheinlichkeit nach- gewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversich erers erst, wenn der Unfall nicht die na- türliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darst ellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich n ach dem schicksalsmässigen Verlauf ei- nes krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenh ang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines G esundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad d er überwiegenden Wahrscheinlich- keit (BGE 134 V 125 f. E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewi esen sein. Die blosse Möglichkeit nun- mehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfa lles genügt nicht. Da es sich hier- bei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, li egt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu sammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (So zialversicherungsrecht – Recht- sprechung [SVR] 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Bewe is des Wegfalls des Kausalzusammen- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht hangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Bewei s zu verlangen, dass kein Gesund- heitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nu n bei voller Gesundheit sei. Ent- scheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeu- tung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil d es Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 3.4 Zusätzlich zu diesen allgemeinen Grundsätzen, die im Zusammenhang mit der Fest- stellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin zu beachten sind, gilt es bei der Beurteilung der Unfallkausalität von Diskushernien d er medizinischen Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandschei- benveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt . Als weitgehend unfallbedingt kann eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das Unfaller eignis von besonderer Schwere sowie geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbei zuführen, und die Symptome der Dis- kushernie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzügl ich und mit sofortiger Arbeitsunfä- higkeit aufgetreten sind (Urteil des Bundesgerichts vom 12 . Juli 2012, 8C_151/2012, E. 4 mit weiteren Hinweisen). Ist die Diskushernie bei degenerat ivem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber verursacht worden, so hat die Unfa llversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende S chmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand kann das Erreichen de s Status quo sine bei post- traumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach dre i bis vier Monaten erwartet werden, wogegen eine allfällige richtunggebende Verschlimmerun g röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben muss; ei ne traumatische Verschlimme- rung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrach- ten (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juni 2012, 8C_6 81/2011, E. 3.3 mit weiteren Hinwei- sen). 4.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der B eurteilung des Gesundheitszu- standes und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin - ist die rechtsanwendende Behörd e regelmässig auf Unterlagen angewie- sen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügun g zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grund satz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismi ttel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi- alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterl agen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf e s bei einander widersprechen- den medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf di e eine und nicht auf die andere medi- zinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eine s Arztberichtes ist demnach ent- scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinische n Zusammenhänge und in der Beur- teilung der medizinischen Situation einleuchtet und o b die Schlussfolgerungen der Expertin o- der des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspre chung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach alleine ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum V ersicherungsträger nicht schon auf man- gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be- richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 5.1 Zur Beurteilung der strittigen Frage sind im Wese ntlichen folgende medizinischen Un- terlagen von Relevanz: 5.2 Im Bericht des Spitals B.____ vom 12. März 2012, wo der Versicherte im Anschluss an das Unfallereignis vom 11. März 2012 ambulant behandel t worden war, wurden am rechten Fuss eine undislozierte Fraktur des Grundgliedes Dig. II mit kleiner Absprengung anterolateral am Calcaneus und eine Fissur des proximalen Metatersale IV und V am Os cuboidedum diag- nostiziert. Ferner wurden multiple Schürfwunden und Kontusionen am Ellenbogen und Handge- lenk rechts festgestellt. Am Ellenbogen und Handgelenk konnten keine ossären Läsionen sowie ein unauffälliger Weichteilmantel ausgemacht werden. 5.3 Anlässlich einer ersten klinischen Verlaufskontrolle wu rde mit Sprechstundenbericht des Spitals B.____ vom 16. März 2012 insgesamt eine deu tliche Regredienz der Beschwerden festgestellt. Der Versicherte sei an Gehstöcken unter 15kg Teilbelastung im Vacoped mobil. Der Ellenbogen sei frei beweglich und es bestehe keine Dru ckdolenz über dem Radiusköpfchen. Eine Druckdolenz bestehe aber am Handgelenk über der Ul lna. Eine erneute klinische und ra- diologische Kontrolle sei in sechs Wochen durchzuführen, bis dahin sei der Fuss weiterhin im Vacoped mit einer Teilbelastung von 15kg unter Thromboembolierprophylaxe mit Fragmin ruhig zu stellen. 5.4 Mit Bericht vom 21. September 2012 diagnostizierte Dr. C.____ neben den bereits be- kannten Befunden eine sakroiliakale Blockierung sowie ein e akute Lumboischialgie. Bezüglich des rechten Fusses sei der Patient absolut beschwerdefrei, es bestehe keine Schwellung, keine Überwärmung sowie keine Druckdolenz. Durchblutung, Motorik und Sensibilität seien intakt. Am rechten Ellenbogen habe er immer wieder Schmerzen bei längerem Aufliegen des Olecranons auf der Tischkante. Zudem berichte er über ausstrahlende Beschwerden im Bereich des linken Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Sacrums, welche je nach Bewegung in das Bein ausstrahlen w ürden. Im Rahmen des Rönt- genbildes würden sich diesbezüglich aber keine Hinweise auf ossäre Läsionen zeigen. Er habe dem Patienten Physiotherapie und Rückenschule zur manuelle n Mobilisation der Sacroiliacal- blockierung verordnet. 5.5 Im Rahmen einer MRI-Untersuchung im Bereich der L WS am 2. Dezember 2013 wur- den ein kongenital enger Spinalkanal lumbal, ein bere its mässig dehydriertes Bandscheiben- fach sowie eine auf LWK4/5 mediane bis linkslaterale na ch kaudal luxierter Diskushernie mit recessaler Kompression der Wurzel L5 links festgestellt. 5.6 Mit Schreiben vom 6. November 2013 führte Dr. C. ____ aus, dass die Rückenbe- schwerden mit Sicherheit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch den Unfall bedingt seien, da diese vorher nicht bestanden hätten und durch die S chwere des Unfalles erklärt werden könnten. Es komme vielmehr auch durch eine Fehlbelastung aufgrund der komplexen Fussver- letzung zu einem anderen Gangbild und damit konsekutiv zu einer lumboischialgenen Sympto- matik. Die Beschwerden des Ellenbogens hingegen seien nicht klar auf den Unfall zurückzufüh- ren, sondern eher Überlastungsbeschwerden. 5.7 Im Bericht vom 3. Januar 2014 stellte Dr. med. E .____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, die Diagnose einer therapieresistenten Lumbo- ischialgie links bei mediolateraler Diskushernie L4/L5 mi t Kompromittierung der L5-Wurzel links sowie einen Status nach Motorradunfall mit Einklemmung des rechten Fusses mit undislozierter Fraktur des Grundglieds Dig. II. Inwieweit die nunmehr zwei Jahre nach dem Unfall im MRI sich darstellende Diskushernie durch diesen ausgelöst wurde, könne sie nicht beurteilen. Fest stehe, dass die beklagten Beschwerden zu den bildpathomorpholo gischen Veränderungen passen würden. Der Patient habe eine therapieresistente diskog ene Lumbalgie sowie eine intermittie- rende belastungsabhängige Ischialgie links. Eine operat ive Intervention stehe zum aktuellen Zeitpunkt ausser Frage, so dass ein Weiterführen der Physiotherapie angezeigt sei. 5.8 Gemäss Kurzbericht des beratenden Arztes der Vaudoise Dr. med. F.____, FMH Or- thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsa pparates, vom 4. März 2014 habe die anlässlich der MRI-Untersuchung erhobene links latera le Diskushernie keinen Zusammen- hang mit dem Unfall vom 11. März 2012. 5.9 Aufgrund der Einsprache des Versicherten vom 21. S eptember 2014 ersuchte die Vaudoise den Kreisarzt Dr. med. G.____, FMH Physikalisch e Medizin und Rehabilitation, auf Vorlage der Akten zur Frage Stellung zu nehmen, mit welchem Grad der Wahrscheinlichkeit die Rückenbeschwerden auf den Unfall vom 11. März 2012 zurückzu führen seien. Diesbezüglich hielt er fest, dass es jeder medizinischen Erfahrungstatsa che widerspreche, dass ein Unfall, welcher eine Diskushernie ausgelöst haben soll, erst ein Jahr später symptomatisch werde, ohne dass eine relevante Krafteinwirkung auf die LWS sta ttgefunden habe. Die relevante Krafteinwirkung sei auf den rechten Fuss erfolgt. Überd ies sei im MRI vom 2. Dezember 2013 ein typisch degenerativer Befund mit degenerativen Ban dscheibenveränderungen beschrieben sowie ein primär kongenital enger Spinalkanal. Dies sei en die anlagebedingten und degenerati- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht ven Ursachen für die bei L4/L5 beschriebene medio links l aterale Diskushernie, welche auch die Beschwerden verursacht. Eine Kausalität der Rückenbesch werden zum Unfallereignis sei äusserst unwahrscheinlich. 6.1 Wie sich der Darlegung des medizinischen Sachverhalts e ntnehmen lässt, wurde die Diskushernie erstmals im Rahmen eines MRI vom 12. Dezember 2013, mithin rund eineinhalb Jahre nach dem Unfallereignis erhoben. Den medizinischen Berichten des Spitals B.____ vom 12. März 2012 und vom 16. März 2012 im Anschluss an das Unf allereignis sind ferner keine Hinweise zu entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer durch das Unfallereignis vom 11. März 2012 strukturell nachweisbare Verletzungen an d er LWS zugezogen hat. Dokumen- tiert sind ausschliesslich Verletzungen am rechten Fuss sowie am rechten Handgelenk und El- lenbogen. Diese sind aber zwischenzeitlich unbestrittenerm assen konsolidiert. Wie eingangs ausgeführt (vgl. E. 3.4 hiervor), kann eine Diskushern ie nur dann als weitgehend unfallbedingt betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besondere r Schwere sowie geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten (vgl. E. 3.4 hiervor). Da neben den fehlenden unverzüglich a uftretenden Symptomen der Diskusher- nie mit unmittelbar eintretender Arbeitsunfähigkeit vorliegend auch keine unfallbedingten struk- turellen Läsionen ausgewiesen sind, ist gestützt auf die genannten medizinischen Unterlagen davon auszugehen, dass die Diskushernie nicht durch den Un fall vom 11. März 2012 verur- sacht wurde. Dies wird in der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. G.____ vom 10. Oktober 2014 in Übereinstimmung mit den vorhandenen medizinischen B erichten schlüssig und nachvollzieh- bar dargelegt. Damit besteht vorliegend kein Anlass, ausnahmsweise von d er in Erwägung 3.4 wiedergegebenen medizinischen Erfahrungstatsache abzuwe ichen, wonach praktisch alle Dis- kushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen. 6.2 Auch besteht vorliegend kein Anlass, in grundsätzlich er Hinsicht an den Einschätzun- gen des Kreisarztes Dr. G.____ zu zweifeln. Rechtsprechungsge mäss können Berichte versi- cherungsinterner Ärzte soweit berücksichtigt werden, als kei ne – auch nur geringe – Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (vgl. B GE 135 V 471 E. 4.7). Wie bereits dargelegt, ist die durch Dr. G.____ gestützt auf die si ch bei den Akten befindlichen medizini- schen Berichte vorgenommene Schlussfolgerung, dass die Di skushernie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keinen Zusammenhang mit dem Unfall vo m 11. März 2012 aufweise, ange- sichts der Tatsache, dass die Beschwerden nicht unverzüglich auftraten und keine traumatische Schädigung ausgemacht werden konnte, einleuchtend und überzeugend. Dies gilt umso mehr, als Dr. G.____ schlüssig und nachvollziehbar darlegt, dass sich im MRI vom 2. Dezember 2013 ein typisch degenerativer Befund mit degenerativen Bandscheibenveränderungen zeige, welche die Ursache für die Diskushernie und die damit verbunden en Beschwerden darstelle. Der Be- richt von Dr. G.____ setzt sich mit den bei den Akten lie genden medizinischen Unterlagen aus- einander und vermittelt ein umfassendes Bild über den Gesundheitszustand des Versicherten. 6.3 Das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach gestützt auf die Beurteilung von Dr. C.____ vom 6. November 2013 erstellt sei, dass die R ückenbeschwerden auf das Unfaller- eignis zurückzuführen seien, rechtfertigt keine andere Betrachtungsweise. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.3.1 Unklar ist in diesem Zusammenhang zunächst, inwie fern nach Auffassung von Dr. C.____ letztlich überhaupt ein kausaler Zusammenhang zwischen den Rückenbeschwerden und dem Unfallereignis besteht. Soweit er auf die Schw ere des Unfallereignisses Bezug nimmt und jenes damit sinngemäss als unmittelbare Unfallursache für die Rückenbeschwerden in Be- tracht zieht, kann vollständig auf das in Erwägung 6.1 und 6.2 Dargelegte verwiesen werden. Die in den zitierten Erwägungen vorgenommene Schlussf olgerung vermag Dr. C.____ umso weniger in Zweifel zu ziehen, als er sich mit den von der Rechtsprechung geforderten weiteren Kriterien, wie namentlich einem allfälligen unfallbe dingten Bandscheibenschaden, nicht weiter auseinandersetzt. Indessen ergänzt er seine Aussage mit de r Schlussfolgerung, dass die Rückenbeschwerden auf den Unfall zurückzuführen seien, weil sie sich erst nach diesem mani- festiert hätten. Wie dies die Beschwerdegegnerin richtig erkannte, beruht seine Argumentation damit auf der Beweisformel "post hoc, ergo propter ho c", nach deren Bedeutung eine gesund- heitliche Schädigung bereits deshalb als durch den Unfal l verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb). Eine sol che Beweiswürdigung erweist sich im un- fallversicherungsrechtlichen Bereich aber als unzureichend (vgl. Urteil des EVG vom 29. No- vember 2006, U 207/06, E. 2.3). 6.3.2 Gestützt auf weitere Ausführungen zum natürliche n Kausalzusammenhang von Dr. C.____ macht der Beschwerdeführer ferner geltend, dass die Rückenbeschwerden durch eine fortdauernde Fehlbelastung infolge des Gehens mi t Gehstöcken verursacht worden seien. Es trifft zwar zu, dass der genannte Arzt in seiner Beurt eilung weiter festhält, es sei „auch“ durch eine Fehlbelastung aufgrund der Fussverletzung zu e inem anderen Gangbild und damit zu einer lumboischialgenen Symptomatik gekommen. Ungeachtet dessen, dass im Kontext sei- ner Beurteilung nicht ganz klar ist, inwiefern diese A ussage zu seinen bereits gemachten Aus- führungen der Rückenbeschwerden als unmittelbare Unfall ursache steht, ist aufgrund des hier- vor Dargelegten erstellt, dass die Rückenbeschwerden in d en degenerativ bedingten Band- scheibenveränderungen begründet sind. Nicht ausgeschlossen ist damit eine bedingt durch das Gehen mit Gehstöcken vorübergehende Aktivierung eines Schm erzsyndroms in Form der be- schriebenen lumboischialgenen Symptomatik. Zu berücksichtige n ist diesbezüglich aber die weitere unfallmedizinische Erfahrungstatsache, wonach das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien – be i Fehlen unfallbedingter Wirbelkörper- frakturen oder struktureller Läsionen an der Wirbelsäul e – nach drei bis vier Monaten erwartet werden kann. Selbst wenn nämlich die vorliegend bedin gt durch die degenerativen Bandschei- benveränderungen verursachte Diskushernie durch eine Fehl belastung infolge Gehens mit Gehstöcken symptomatisch wurde, wäre angesichts der genan nten medizinischen Erfahrungs- tatsache, im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 17 . Januar 2013 ohnehin von einem zwi- schenzeitig erfolgten Wegfall einer mittelbaren Teilursache des Unfalls auszugehen. 6.4 Nach dem Gesagten liegen demnach keine Anhaltspunkt e dafür vor, dass die Rücken- beschwerden – ausser in Form einer durch das Gehen mit G ehstöcken möglichen vorüberge- henden Aktivierung eines Schmerzsyndroms über die Dauer von maximal vier Monaten und somit nicht über Mitte Januar 2013 hinaus – in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stehen. Auch eine gutachterliche Unters uchung würde zu keinen neuen Erkennt- nissen führen, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung auf zusätzliche medizinische Abklä- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht rungen verzichtet werden kann (vgl. zur Zulässigkeit einer antizipierten Beweiswürdigung: BGE 131 I 153 E. 3, 126 V 130 E. 2a, 124 V 94 E. 4b , 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). Daran vermag auch der mit der Replik vo m 18. Mai 2015 ins Recht gelegte Be- richt von Dr. D.____ nichts zu ändern. Wie die Beschwerde gegnerin richtig erkannte, genügen seine Ausführungen, wonach anhand der Bildgebung und der Schilderung des Unfalls heute zwar kein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem Motorradunfall und der Diskushernie fest- gestellt, im Umkehrschluss ein solcher damit aber auch nic ht ausgeschlossen werden könne, nicht den im Sozialversicherungsrecht geltenden Anforderun gen an den Beweisgrad der über- wiegenden Wahrscheinlichkeit. Dies gilt umso mehr, als Dr . D.____ nicht weiter darlegt, inwie- fern hingegen eine Unfallkausalität möglich ist. Der Bericht ist demnach auch nicht geeignet, die rechtliche Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses des Einsp racheentscheides in Frage zu stel- len. 7. Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwe rdegegnerin gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung von Dr. G.____ vom 1 0. Oktober 2014 einen natürlichen Kau- salzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 11. März 2 012 und den über den 17. Januar 2013 hinaus bestehenden gesundheitlichen Besch werden verneinte. Den im Ein- klang mit den medizinischen Unterlagen gemachten überze ugenden kreisärztlichen Ausführun- gen ist zu entnehmen, dass die Diskushernie nicht durch d as Unfallereignis, sondern durch de- generativ bedingte Wirbelsäulenveränderungen ausgelöst wurde. Bezüglich einer möglichen durch das Gehen mit Gehstöcken vorübergehenden Verschlim merung der degenerativ beding- ten Rückenbeschwerden in Form eines Schmerzsyndroms, wäre im Zeitpunkt der Leistungsein- stellung am 17. Januar 2013 zwischenzeitlich vom Eintrit t des Status quo sine auszugehen. Damit hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht a b diesem Zeitpunkt zu Recht abge- lehnt. Bei diesem Ergebnis ist die Beschwerde abzuweisen. 8. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor d em kantonalen Gericht für die Par- teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorlie gende Verfahren keine Kosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozess ausgang entsprechend wettzuschla- gen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Mitteilung an Parteien Bundesamt für Gesundheit Präsidentin Gerichtsschreiberin http://www.bl.ch/kantonsgericht