Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 15. September 2016 (720 16 167 / 235) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Würdigung des medizinischen Sachverhalts: Auf das überzeugende Verwaltungsgutach- ten kann abgestellt werden. Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Mar kus Mattle, Kantonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann Parteien A.____ , Beschwerdeführerin , vertreten durch Stephan Bläsi , Advokat , Birsigstrasse 34, 4054 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A.1 Die 1958 geborene A.____war zuletzt vom 20. Apr il 2000 bis 30. September 2002 bei der B____AG (seit August 2004: C____AG) als Raumpfl egerin angestellt. Am 3. Dezember 2002 meldete sie sich erstmals bei der Eidgenössisc hen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Nachdem die IV-Stelle Basel-Land schaft (IV-Stelle) die gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse abgeklärt hatte, vern einte sie mit Verfügung vom 19. April 2005 einen Anspruch von A.____ auf eine Rente. Daran hie lt sie auch auf Einsprache hin mit Ent- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht scheid vom 15. Februar 2006 fest. Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicheru ngsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 14. Juni 2006 ab. Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft. Nachdem sich die Versi- cherte am 11. Dezember 2007 unter Hinweis auf general isierte Schmerzen nochmals bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug angemeldet und diese die V erhältnisse abgeklärt hatte, wurde das Leistungsbegehren nach Durchführung des Vorbescheidver fahrens mit Verfügung vom 15. Oktober 2009 aufgrund eines rentenausschliessenden IV -Grads von 30% wiederum abge- wiesen. Die gegen diesen Entscheid erhobenen Beschwerde n wiesen das Kantonsgericht mit Urteil vom 18. Juni 2010 und das Bundesgericht mit Urteil vom 26. Oktober 2010 ab. A.2 Am 29. September 2012 meldete sich A.____ unter H inweis auf Schmerzen im rechten Bein und im Bauch sowie auf psychische Beschwerden zum dri tten Mal bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an. Nachdem die IV-Stelle die Verhältni sse ein weiteres Mal abgeklärt hatte, ermittelte sie bei der Versicherten wiederum einen IV- Grad von 30%. Gestützt auf dieses Er- gebnis und nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens wies sie mit Verfügung vom 17. Mai 2016 einen Anspruch von A.____ auf eine Rente abermals ab. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Ste phan Bläsi, am 23. Mai 2016 Be- schwerde beim Kantonsgericht. Sie beantragte, in Guthei ssung der Beschwerde sei die Verfü- gung vom 17. Mai 2015 aufzuheben und die Sache sei z ur Neubeurteilung der Zumutbarkeit an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. Zu r Begründung führte sie im Wesentli- chen aus, dass sich die Beschwerdegegnerin mit den massgeblic hen Tatsachen resp. Bewei- sen nicht auseinandergesetzt und damit das rechtliche Gehör verletzt habe. Ausserdem beruhe die Verfügung auf unzureichenden medizinischen Unterlag en. Aufgrund der zuverlässigen An- gaben der behandelnden Ärztin Dr. med. D.____, FMH P sychiatrie und Psychotherapie, sei davon auszugehen, dass eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit bestehe. C. In ihrer Vernehmlassung vom 28. Juli 2016 schloss die I V-Stelle auf Abweisung der Be- schwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 23. Mai 2016 ist einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Be schwerdeführerin. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochte nen Verfügung vom 17. Mai 2016 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungs gemäss die zeitliche Grenze der richter- lichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). 3.1 Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesge setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder län- gere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfäh igkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach- te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver- lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Diese Definitionen entsprechen den vor Inkrafttreten des ATSG per 1. Januar 2003 von der Rechtsprechung entwickelten Begriffen in der Invalidenversicherung (BGE 130 V 343 ff.). 3.2 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychi schen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Dia gnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1. 2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzuge ltenden psychischen Leiden belas- tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umstä nden kein Krankheitswert zu- kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. 3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person A nspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente , wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindes- tens 40% invalid ist. 3.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG an- wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invalid itätsgrad aufgrund eines Einkommensver- gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, da s die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der med izinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden w äre (Valideneinkommen). Der Einkom- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol gen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditä tsgrad bestimmen (allgemeine Me- thode des Einkommensvergleichs; bereits für den Zeitraum vor 1. Januar 2003: BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). 3.5 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invalidi tätsgrades verweigert und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invali- denversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961), so ist im Besch werdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch r elevante Änderung des Invaliditätsgra- des eingetreten ist. Nach der Rechtsprechung sind die b ei einem Revisionsfall geltenden Re- geln bei einer Neuanmeldung dabei analog anzuwenden (vgl. die in BGE 130 V 343 nicht publi- zierte E. 4 des Urteils des EVG vom 30. April 2004, I 626/03, mit Hinweisen). Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabge setzt oder aufgehoben (Art. 17 Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Ä nderung in den tatsächlichen Ver- hältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflus- sen. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Ver fügung oder der letzte rechtskräftige Ein- spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 122 V 108, 130 V 71 E. 3.2.3). 4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus- mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. 4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beurtei- lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist di e Verwaltung – und im Beschwerdefall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach- leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an för mliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen b eruht, auch die geklagten Beschwer den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Gr undsatz der freien Beweiswürdi- gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen me dizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltu ngsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund e ingehender Beobachtungen und Unter- suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswür digung volle Beweiskraft zuzuer- kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässi gkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Re chnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellu ng in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ih- rer Patientinnen und Patienten aussagen. Bei der Absc hätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, dass eine Ein- schätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf nicht da zu führen, sie als von vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkennt nisse hervor. Auf der anderen Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellt en fachmedizinischen Experten ander- seits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2 001, I 506/00, E. 2b) nicht zu, ein Ad- ministrativgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschät zungen gelangen. Vorbehalten blei- ben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpr etation entspringende – Aspekte benen- nen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder un gewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007 I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 5. Für die Beurteilung des vorliegenden Falls sind im W esentlichen die folgenden medizini- schen Unterlagen zu berücksichtigen: 5.1 In der Verfügung vom 15. Oktober 2009, mit welche r das Rentenbegehren der Versi- cherten aufgrund eines IV-Grads von 30% abgewiesen wurd e, stützte sich die IV-Stelle bei der Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten auf das von ihr veranlasste bidisziplinäre Gutachten von Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychothera- pie, und Dr. med. F.____, FMH Rheumatologie und Inn ere Medizin, vom 16. Mai 2008 und 12. Februar 2009. In psychiatrischer Hinsicht diagnostiziert e Dr. E.____ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf eine undifferenzierte Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.1) und eine leicht- bis mittelgradige depressive Episode (IC D-10 F32.0/1). Im Vergleich zu den Befunden im Gutachten des Begutachtungsinstituts G.____ vom 11. Mai 2004 sei es bezüglich der depressiven Symptomatik zu einer Verschlechterung geko mmen. Das demonstrative Ver- halten habe sich intensiviert, so dass von einem ausgeprägt en sekundären Krankheitsgewinn auszugehen sei. Aus rein psychiatrischer Sicht sei die A rbeitsfähigkeit der Versicherten sowohl in ihrer angestammten als auch in einer alternativen Tä tigkeit zu 30% eingeschränkt. Eine zu- sätzliche Verminderung der Leistungsfähigkeit bestehe ni cht. Es sei der Explorandin aktuell zumutbar, die notwendige Willensanstrengung aufzubrin gen, um einer mindestens 70%-igen Tätigkeit nachzugehen. In somatischer Hinsicht konnte Dr. F.____ keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erheben. Als Diagnosen ohne A uswirkung auf die Arbeitsfähigkeit lägen namentlich ein Ganzkörperschmerzsyndrom ohne organische Ursach e (ICD-10 M79) mit Beto- nung der gesamten rechten Körperhälfte bei rheumatol ogisch normalem Status und seit Jahren bestehende diffuse Abdominalbeschwerden ohne Hinweise auf eine organische Ursache vor. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Es seien multipelste Abklärungen durchgeführt worden, ohne dass organische Ursachen für die geklagten Beschwerden gefunden worden seien. Diese müsst en deshalb auf psychogenem Hintergrund gesehen werden. Die aktuellen Röntgenbilder der Hals- und der Lendenwirbelsäule (HWS, LWS), der Hüftgelenke sowie der Handplatte wür den altersentsprechende Verhältnisse aufzeigen. Aus rheumatologischer Sicht sei der Exploran din die bisherige Tätigkeit ganztags zumutbar. Im Rahmen ihrer am 10. Februar 2009 erfolg ten interdisziplinären Konsensbeurtei- lung gelangen die beiden Gutachter zum Ergebnis, dass di e Arbeitsfähigkeit der Versicherten aufgrund ihrer psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen eingeschränkt sei. Gesamthaft ge- sehen sei die Explorandin aus internistischer/rheumatolog ischer und psychiatrischer Sicht ab 16. Mai 2008 in der bisherigen wie auch in einer alte rnativen Tätigkeit zu 30% arbeitsunfähig, wobei keine zusätzliche Verminderung der Leistungsfähigkeit bestehe. 5.2 Nachdem sich die Versicherte am 29. September 2012 erneut zum Leistungsbezug an- gemeldet hatte, beauftragte die IV-Stelle Dr. med. H.____, FMH Physikalische Medizin und Re- habilitation sowie Rheumatologie, und Dr. E.____ mit einem bidisziplinären Gutachten, welches am 22./30. Dezember 2014 erstattet wurde. Demnach wu rde in rheumatologischer Hinsicht kei- ne Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fe stgestellt. Ohne Auswirkung bestünden eine klinisch mässiggradige muskuläre Dysbalance am Schulter gürtel beidseits, anamnestisch unspezifische Kreuzschmerzen, ein beginnender Hallux valg us beidseits, ein Status nach Tendovaginitis stenosans vorwiegend am rechten Daumen, d eutliche Zeichen einer Schmerz- fehlverarbeitung mit positiven Waddell-nonorganic-sign s, positiven Fibromyalgie-Druck- und Kontrollpunkten sowie variablen Bewegungsausmassen und pseudoneurologischen Ausfällen nicht einem rheumatologischen Krankheitsbild entsprechen d und ein Status nach Abdominal- Operationen. Im Vordergrund stünde ein Abdominalschmerz, der nach einer Bauchoperation im Jahr 2002 aufgetreten sei. Nach Angaben der Versicherte n sei es aufgrund der chronischen Schmerzen im Abdominalbereich auch zu Verspannungen am Rücken und am Schultergürtel gekommen. Die klinische Untersuchung zeige einen mässig erh öhten Muskeltonus am Schul- tergürtel beidseits. Ansonsten könnten lokal keine patho logischen Befunde erhoben werden. Die LWS sei praktisch nicht untersuchbar; die Versicherte gebe sofort auftretende Bauch- schmerzen an, wenn die Wirbelsäule passiv bewegt werde. D ie gleiche Schmerzprovokation trete allerdings auch auf, wenn periphere Gelenke un tersucht würden. Er handle sich um eine unspezifische Reaktion, die nicht durch die eigentlichen Bewegungen an der LWS provoziert werde. Bezogen auf den Bewegungsapparat könnten weder qualitative noch quantitative Beein- trächtigungen begründet werden. Die aktuellen klinische n Untersuchungsbefunde seien gut vergleichbar mit den Angaben im Gutachten von Dr. F.__ __ vom 12. Februar 2009. Der Versi- cherten seien leichte bis mittelschwere Tätigkeiten uneing eschränkt zumutbar. In psychiatri- scher Hinsicht diagnostizierte Dr. E.____ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivie- rende depressive Störung mit chronischem Verlauf und geg enwärtig leicht- bis mittelgradiger Episode (ICD-10 F33.0/1) und eine undifferenzierte So matisierungsstörung (ICD-10 F45.1). Aufgrund der in der aktuellen Untersuchung festzustell enden Inkonsistenzen und Widersprüch- lichkeiten in Bezug auf die von der Explorandin gemacht en Angaben, aber auch einer festzu- stellenden bewusstseinsnahen Aggravations- und Dramatisie rungstendenz liessen sich keine verlässlichen Aussagen über Ressourcen sowie Fähigkeiten bez üglich Partizipation und Aktivi- täten machen. Im Vergleich zu den Befunden im Jahr 200 8 sei es zu keiner wesentlichen Ver- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht änderung gekommen. In Bezug auf die bisherige Behand lung könne die Versicherte zunächst keine präzisen Angaben machen. Erst auf Nachfrage hin b erichte sie, nach der Behandlung durch die Klinik I.____ zwei bis drei Jahre bei Dr. med. J.____, FMH Psychiatrie und Psycho- therapie, in Behandlung gewesen zu sein. Unter Berücksic htigung aller Faktoren sei die Versi- cherte nach wie vor sowohl in der angestammten Tätigke it als auch in Verweistätigkeiten im Umfang von 30% eingeschränkt. Eine zusätzliche Verminder ung der Leistungsfähigkeit bestün- de nicht. Die differenzialdiagnostisch in Betracht zu zieh enden akzentuierten histrionischen und hypochondrischen Persönlichkeitszüge hätten keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Da sich rein rheumatologisch keine Krankheit mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizieren lasse, sei gesamtmedizinisch die psychiatrische Beurteilung massgebend. 5.3 Die behandelnde Ärztin Dr. D.____ hielt am 19. O ktober 2015 fest, dass die Versicherte seit dem 25. Januar 2013 bei ihr in Behandlung sei. Das Gutachten von Dr. E.____ sei teilweise nachvollziehbar. Diskrepanzen bestünden in Bezug auf di e Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. So sei bei der einfach strukturierten Versicherten von einer höheren Arbeitsunfähigkeit auszugehen als im Gutachten beschrieben. Auf der psychisch-geistigen Ebene werde die Arbeitsfähigkeit der Versicherten durch die dargestellten affektiven, psyc homotorischen, kognitiven, formal ge- danklichen und vegetativen Symptome beeinträchtigt. Auf der psychiatrisch-körperlichen Ebene sei eine Störung der Vitalgefühle zu bejahen, welche d ie psychologische Leistungsfähigkeit der Versicherten einschränke. Der Verdacht auf Aggravation u nd Simulation sei nicht nachvollzieh- bar. Die Versicherte verfüge nur über wenige Ressourcen, um mit den Gesamtbeschwerden und den deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität umzugehen. Aus psychiatrischer Sicht sei zu empfehlen, die Leistungsfähigkeit der Versicherten praktisch abzuklären. 5.4 In seiner Stellungnahme zum Schreiben von Dr. D._ ___ vom 19. Oktober 2015 führte Dr. E.____ am 7. Januar 2016 aus, dass er zu den abweich enden Beurteilungen der behan- delnden Ärzte der Klinik I.____ in Bezug auf den Schweregrad der Depression bereits in seinem Gutachten vom 16. Mai 2008 Stellung genommen habe. Im Oktober 2008 hätten dann die be- handelnden Ärzte der Klinik I.____ – ohne weitere Beg ründung – lediglich noch eine mittelgra- dige depressive Episode diagnostiziert. In diesem Zusamme nhang sei darauf hinzuweisen, dass die Versicherte seit dem Jahr 2008 keine psychiatrische o der psychotherapeutische Hilfe mehr in Anspruch genommen habe. Diese Tatsache spreche gegen das Vorliegen einer aus- schliesslich mittel- oder schwergradigen Depression. Weiter begründe Dr. D.____ nicht, wes- halb der Verdacht auf eine Aggravation oder Simulat ion ihres Erachtens nicht nachvollziehbar sei. Ausserdem werde nicht klar, aus welchen Gründen ei ne höhere Arbeitsunfähigkeit beste- hen soll. Insgesamt würde die Kritik der behandelnden P sychiaterin am Gutachten nicht über- zeugen. 5.5 Am 29. April 2016 hielt Dr. D.____ fest, dass die Versicherte – entgegen den Ausfüh- rungen von Dr. E.____ im Bericht vom 7. Januar 2016 – vom 19. August 2009 bis 17. August 2010 bei Dr. J.____ und hernach bei Dr. med. K.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, in Behandlung gewesen sei. Die Versicherte weise eine komp lexe Symptomatik auf. Es bestünde eine mittel- bis schwergradige depressive Störung, ausgehe nd von einem somatischen Prob- lemkreis im Bauch sowie im Kopf- und Rückenbereich. Es sei zu einer Symptomausweitung Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht und einer starken funktionellen Überlagerung gekommen. Die Versicherte weise eine stark de- pressive und ängstliche Symptomatik auf, die durch mehrere psychosoziale Faktoren bedingt sei. Die bisherigen therapeutischen Massnahmen seien trotz regelmässiger psychiatrischer Be- treuung missglückt. Es sei von einer Therapieresistenz auszug ehen. Die Prognose sei ungüns- tig. Die depressive Störung stünde im Vordergrund und unterhalte die somatoformen Kompo- nenten. Eine erhebliche Komorbidität sei zu bejahen. Dem beigelegten (undatierten) Bericht von Dr. J.____ zufolge war die Versicherte vom 19. August 20 09 bis 17. August 2010 bei ihm in ambulanter Behandlung. Aufgrund der Symptombeschreibu ng lasse sich diagnostisch eine chronifizierte, ängstlich agitierte, mittelschwer ausgep rägte depressive Störung mit somati- schem Syndrom (ICD-10 F32.11) im Rahmen einer Erschöpfu ngsdepression und Selbstwert- problematik mit Antriebs- und Motivationsverlust und ein e chronische Schmerzsymptomatik sowie ein inneres Leergefühl mit Ein- und Durchschlafst örungen feststellen. Zudem bestünde eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Sie leide an Stimmungsschwankungen und zunehmend deutlich vermindertem Konzentrationsvermögen. 5.6 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte die Besc hwerdeführerin einen Bericht von Dr. med. L.____, FMH Neurologie, vom 4. August 201 5 ein. Dieser diagnostizierte ein chronisches, ubiquitäres generalisiertes Schmerzsyndrom, ab dominal sowie im rechten Bein betont, bei Status nach mehreren abdominalen Eingrif fen. Er hielt fest, dass eine zuverlässige und exakte Untersuchung der Versicherten nicht möglich gewesen sei. Es gebe jedoch gewisse Hinweise auf eine Schmerzverarbeitungsstörung bzw. Somatisierungstendenz. 7.1 Die IV-Stelle ging gestützt auf das bidisziplinäre Gutachten der Dres. H.____ und E.____ vom 22./30. Dezember 2014 davon aus, dass die V ersicherte sowohl in der ange- stammten als auch in Verweistätigkeiten im Umfang von 7 0% arbeitsfähig sei. Nach dem oben Gesagten (vgl. E. 4.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gut- achten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht er statten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Bew eiswürdigung volle Beweiskraft zu- zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuv erlässigkeit der Expertise sprechen. Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die Anlass geben könnten, die Ergebnisse im Gutach- ten der Dres. H.____ und E.____ vom 22./30. Dezember 2 014 in Frage zu stellen oder gar da- von abzuweichen. Es ist vielmehr festzuhalten, dass das bid isziplinäre Gutachten die recht- sprechungsgemässen Voraussetzungen an eine medizinische Beur teilungsgrundlage in jeder Hinsicht erfüllt. Es weist weder formale noch inhaltlich e Mängel auf, es ist – wie dies vom Bun- desgericht verlangt wird (vgl. E. 4.2 hiervor) – umfassen d, beruht auf allseitigen Untersuchun- gen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenn tnis der Vorakten abgegeben wor- den, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusam menhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein und nimmt insbesondere eine hinreichende Beurteilung der Arbeits- fähigkeit der Versicherten vor. Zwar konnte Dr. E.____ w egen der festgestellten bewusstseins- nahen Aggravations- und Dramatisierungstendenz keine verl ässlichen Aussagen über die per- sönlichen Ressourcen der Versicherten machen. Aufgrund d er unveränderten medizinischen Sachlage ist aber dessen Beurteilung, wonach weiterhin von einer Einschränkung der Arbeits- fähigkeit von 30% auszugehen sei, nachvollziehbar. Soda nn weist das Gutachten keine Wider- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht sprüche auf und es setzt sich auch hinlänglich mit den bei den Akten liegenden (abweichenden) fachärztlichen Einschätzungen auseinander. Die entsprech enden, vorstehend (vgl. E. 5.2) wie- dergegebenen Darlegungen der Gutachter vermögen zu übe rzeugen, sodass darauf verwiesen werden kann. 7.2 Die von der Beschwerdeführerin geäusserte Kritik am Gutachten von Dr. E.____ ist nicht geeignet, dessen ausschlaggebenden Beweiswert in Frage zu stellen. Die Tatsache, dass Dr. E.____ in seiner Stellungnahme vom 7. Januar 201 6 zum Schreiben von Dr. D.____ vom 19. Oktober 2015 fälschlicherweise ausführt, die Versiche rte habe seit dem Jahr 2008 keine psychiatrische oder psychotherapeutische Hilfe mehr in Ansp ruch genommen, vermag die Be- weiskraft des Gutachtens vom 30. Dezember 2014 nicht in Z weifel zu ziehen. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführerin anlässlich der Exploration vom 11. Dezember 2014 auf Nach- frage des Gutachters hin über ihre Behandlung bei Dr. J.____ berichtete (vgl. Ziff. 3.2.9 des Gutachtens vom 30. Dezember 2014). Folglich ist das Verse hen des Gutachters in der (nach- träglichen) Stellungnahme vom 7. Januar 2016 nicht als e rheblich einzustufen. Jedenfalls kann nicht gesagt werden, die Beurteilung des Gesundheitszusta ndes und der Zumutbarkeit im Gut- achten vom 30. Dezember 2014 basiere auf einem zweifel los unrichtigen Sachverhalt. Wie sich aus den Akten ergibt (vgl. insbesondere auch IV-Akten Nr . 169 und 173), haben sich der Regi- onal Ärztliche Dienst (RAD) und die IV-Stelle mit den massgeblichen Tatsachen resp. Beweisen auseinandergesetzt. Eine Verletzung des rechtlichen Geh örs ist demnach – entgegen der An- sicht der Beschwerdeführerin – nicht zu sehen. Da Dr. E. ____ die Versicherte bereits im Jahr 2008 begutachtete, ist seiner Beurteilung sogar erhöht e Aussagekraft beizumessen. Demnach ist davon auszugehen, dass es im Vergleich zu den Befunden im Jahr 2008 zu keiner wesentli- chen Veränderung des Gesundheitszustandes kam. Wenn die B eschwerdeführerin aufgrund der abweichenden Beurteilung der behandelnden Ärztin Dr. D.____ vom 19. Oktober 2015 und 29. April 2016 eine erneute Abklärung der Zumutbarkei t als erforderlich erachtet, kann ihr nicht gefolgt werden. Abgesehen davon, dass rechtsprechungsgem äss der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass behandelnde Ärztinnen und Är zte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen, benennt die behandelnde Psychiateri n in Bericht vom 6. September 2014 keine Aspekte, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären (vgl. E. 4.3 hiervor). Dasselbe gilt für den Bericht vo n Dr. L.____ vom 4. August 2015. Weil das Gutachten von Dr. E.____ eine zuverlässige Beurteilung d er verbleibenden Arbeitsfähigkeit der Versicherten zulässt (vgl. E. 7.1 hiervor), kann auf die b eantragte zusätzliche medizinische Ab- klärung verzichtet werden. Mit Blick auf die bundesgerich tliche Rechtsprechung, wonach Ag- gravation oder eine ähnliche Konstellation ein sozialversi cherungsrechtlich massgebender Ge- sundheitsschaden ausschliesst (vgl. BGE 141 V 281 E. 2.2; 13 1 V 49 E. 1.2), erübrigt sich trotz bestehendem unklarem Beschwerdebild eine Prüfung des tat sächlich erreichbaren Leistungs- vermögens anhand der nunmehr massgebenden Indikatoren gemäss BGE 141 V 281. 8. Aufgrund des Gesagten ist gemäss der massgebenden Beurt eilung der Dres. H.____ und E.____ vom 22./30. Dezember 2014 davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszu- stand resp. die Arbeitsfähigkeit der Versicherten seit d er letzten Begutachtung im Jahr 2008 nicht verändert hat und sich aus den Akten keine Hinweise ergeben, dass im Rahmen der Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Rechtsanwendung von Amtes wegen durch das Gericht eine andere Einschätzung der (unbe- strittenen) Vergleichseinkommen vorzunehmen wäre, erübr igt sich eine detaillierte Auseinan- dersetzung mit dem durch die IV-Stelle angestellten Ein kommensvergleich. Es ist mit der IV- Stelle davon auszugehen, dass die Versicherte ein renten ausschliessendes Erwerbseinkom- men erzielen könnte. Die angefochtene Verfügung, mit welcher der Anspruch der Beschwerde- führerin auf eine Rente verneint wurde, ist demnach ni cht zu beanstanden. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. 9. Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis Satz 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkei ten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistung en vor dem kantonalen Versicherungs- gericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ve rfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 600.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 Satz 2 des Gesetzes über die Verf assungs- und Verwaltungsprozess- ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 werden die Verfah renskosten in der Regel der unter- liegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorl iegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb sie die Verfahrenskosten zu tragen hat. Diese werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- ver rechnet. Dem Ausgang des Verfah- rens entsprechend sind die ausserordentlichen Kosten wettzuschlagen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- we rden der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kos tenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht