B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-7313/2013 law/auj U r t e i l v o m 9 . J a n u a r 2 0 1 4 Besetzung Einzelrichter Walter Lang, mit Zustimmung von Richter Martin Zoller; Gerichtsschreiberin Jacqueline Augsburger. Parteien A._______, geboren am (…), Mongolei, (…), Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 19. Dezember 2013 / N (…). D-7313/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge die Mongolei An- fang November 2013 verliess, auf dem Landweg über Russland und u n- bekannte Länder fuhr und am 1 7. November 2013 illegal in die Schweiz gelangte, wo sie gleichentags um Asyl nachsuchte, dass das BFM am 28. November 2013 im Empfangs - und Verfahrens- zentrum (EVZ) Kreuzlingen die Pers onalien der Beschwerdeführerin e r- hob und sie zum Reiseweg sowie – summarisch – zu den Asylgründen befragte, dass es die Beschwerdeführerin in der Folge am 9. Dezember 2013 ein- lässlich zu ihren Asylgründen anhörte, dass das Bundesamt sie mit Verfügung vom 11. Dezember 2013 dem Kanton B._______ zuwies, dass die Beschwerdeführerin zur Begründung des Gesuchs im Wesentl i- chen geltend machte, sie sei in der Inneren Mongolei (Volksrepublik Ch i- na) geboren und im Alter von sechs Jahren, nach dem Tod ihrer geistes- kranken Mutter, mit ihrem Stiefvater C._______ in die Mongolei gezogen, wo sie in drei verschiedenen Provinzen gelebt habe, dass ihr Stiefvater sie im Alter von 18 Jahren zu seiner Frau gemacht und sie mit 25 ein behindertes Kind geboren habe, welches nach v ier Jahren gestorben sei, dass ihr Stiefvater bzw. Lebenspartner sehr eifersüchtig gewesen sei und sie regelmässig geschlagen und misshandelt habe, sie ihn jedoch nicht habe verlassen können, weil sie weder Ausbildung noch Arbeit gehabt und er gedroht habe, sie umzubringen, dass sie mit ihrer Jurte jeweils in abgelegene, wenig bewohnte Gebiete gezogen seien, dass C._______ sie mit einer Bierflasche im Genitalbereich verletzt habe, als sie ihn nach dem Tod ihres Kindes bzw. nachdem sie sich in einen Mongolen verliebt habe, habe verlassen wollen, und sie mehrmals ve r- sucht habe, sich das Leben zu nehmen, D-7313/2013 Seite 3 dass sie sich ein einziges Mal an die Polizei gewandt habe, um die Übe r- griffe anzuzeigen, woraufhin C._______ gedroht habe, sie umzubringen, und sie aus Angst nicht mehr zur Polizei gegangen sei, dass sie ihren einzigen Verwandten, den jüngeren Bruder ihrer Mutter, kennengelernt habe, als sie Mitte Zwanzig gewesen sei, und dieser sie wiederholt in der Mongolei besucht und ihr angeboten habe, mit ihm in die Innere Mongolei bzw. nach China zurückzukehren, dass sie jedoch in der Mongolei habe bleiben wollen, wo sie aufgewach- sen sei, sich auskenne und die Sprache spreche, dass sie C._______ nicht verlassen habe, weil sie keine Ausbildung, ke i- ne Arbeit und keine Identitätspapiere habe, und ihr Onkel ihr geraten h a- be, bei ihrem Mann zu bleiben, damit er sie bei seinen Besuchen jeweils finden könne, dass die Leute in der Mongolei sie immer ausgelacht und als "Chinesen- frau", als Mutter eines behinderten K indes oder als kinderlose Frau be- schimpft und schikaniert hätten, dass C._______ sie in den letzten sieben Jahren vor der Ausreise nicht mehr geschlagen, sie auch sonst in Ruhe gelassen und ihr Geld für ihren Lebensunterhalt gegeben habe, dass am 2. November 2013 ein unbekannter Mann im Auftrag ihres O n- kels zu ihr gekommen sei und sie in die mongolische Hauptstadt Ulaan Baatar mitgenommen habe, dass ihr Onkel ihr telefonisch mitgeteilt habe, C._______ sei verhaftet worden, weil er offenbar Drogen versteckt habe, und sie müsse unverzüg- lich ausreisen, dass sie sich über die Verhaftung ihres Mannes gefreut habe, und sie auch nicht genau wisse, weshalb ihre Ausreise nach Ansicht ihres Onkels so dringlich gewesen sei, dass ihr Onkel wohl gewollt habe, dass sie ihren Lebensabend an einem ruhigen Ort verbringen könne, und überdies das Leben in der Mongolei ohne ihren Mann schwierig gewesen wäre, da sie wegen fehlender Identi- tätspapiere dort keine Rente erhalte, D-7313/2013 Seite 4 dass alles so schnell gegangen sei, dass sie nicht einmal ihr Medikament gegen hohen Blutdruck habe mitnehmen können, dass das BFM mit Verfügung vom 19. Dezember 2013 – eröffnet am 20. Dezember 2013 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asy l- gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte, den Vollzug der We g- weisung anordnete und der Beschwerdeführerin die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte, dass das BFM zur Begründung des Nichteintretens auf das Asylgesuc h zusammenfassend festhielt, die Beschwerdeführerin habe innert 48 Stun- den nach Gesuchseinreichung ohne entschuldbare Gründe keine Reise - oder Identitätspapiere abgegeben und ihr Asylgesuch mit Aussagen be- gründet, die – ohne dass zusätzliche Abklärungen erforderlich wären – nicht auf eine flüchtlingsrelevante Verfolgung schliessen liessen, dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 30. Dezember 2013 beim Bundesverwaltungsgericht gegen diesen Ent scheid Beschwerde erhob und darin die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Rückwe i- sung der Sache an das BFM zur materiellen Prüfung beantragt, dass sie eventualiter beantragt, es sei ihr wegen Unmöglichkeit bzw. U n- zumutbarkeit die vorläufige Aufnahme zu erteilen, dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um den Erlass der Verfahren s- kosten, den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und die Ausrichtung einer Parteientschädigung ersuchte, dass die vorinstanzlichen Akten am 31. Dezember 2013 beim Bunde s- verwaltungsgericht teilweise per Fax und am 7. Januar 2014 vollständig eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art . 5 des Verwaltungsverfa h- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser – was hier nicht der Fall ist – bei Vorliegen eines Aus- lieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende D-7313/2013 Seite 5 Person Schutz sucht ( Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 33 des Verwaltungs- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilg e- nommen hat , durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ä n- derung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb vorliegend gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide nach Art. 32-35 AsylG, mit denen es das BFM ablehnt, ein Asylgesuch auf seine materielle Begründetheit hin zu überprüfen, grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), dass sich das Bundesverwaltungsgericht demnach – sofern es den Nicht- eintretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständ igen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (BVGE 2011/30 E. 3 S. 568), dass indessen im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst . a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit D-7313/2013 Seite 6 dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 5.6.5 S. 90 f.), dass dementsprechend in einem diesbezüglic hen Beschwerdeverfahren ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen Nichtei n- tretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Voll zugs mate- riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht eing e- treten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innert 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben, dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asyls u- chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn au f- grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlings- eigenschaft festgestellt wird (Bst. b), oder wenn sich aufgrund der Anh ö- rung die Notwendigkeit zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollz ugshindernisses e r- gibt (Bst. c), dass die Beschwerdeführerin im Verlauf des vorinstanzlichen Verfahrens kein Reise- oder Identitätspapier eingereicht hat, womit die Grundvorau s- setzung für die Anwendbarkeit des Nichteintretenstatbestandes von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt ist (vgl. BVGE 2007/7 E. 6 S. 69 f.), dass das BFM die Angaben der Beschwerdeführerin zu ihrer Person, ih- rer Herkunft, ihren Familienangehörigen (Mutter, Onkel, Sti efvater und späterer Lebenspartner) und ihren Lebensumständen zutreffend als dürf- tig, höchst vage und somit nicht plausibel bezeichnet hat, dass die Beschwerdeführerin das Fehlen von Identitätsdokumenten damit begründete, sie habe sich in der Mongolei nie eine Identitätskarte oder einen Pass ausstellen lassen können, weil die Behörden von ihr eine U r- kunde verlangt hätten, welche jedoch in den Archiven in der Mongolei nicht vorhanden gewesen sei, D-7313/2013 Seite 7 dass das BFM diesen Erklärungsversuch für die Papierlosigkeit mit der Begründung als unglaubhaft zurückwies , in der Mongolei könnten sich auch chinesische Staatsangehörige einbürgern lassen, und die B e- schwerdeführerin sei zudem dort aufgewachsen, dass ergänzend zu dieser Argumentation darauf hinzuweisen ist, dass die Beschwerdeführerin zu Protokoll gab, von ih rem Onkel erfahren zu h a- ben, dass an ihrem Geburtsort in der Inneren Mongolei eine Geburtsu r- kunde ausgestellt worden sei (vgl. act. A6/10 S. 3, act. A11/11 S. 2 F5), dass sie die Frage der BFM-Sachbearbeiterin, weshalb ihr (in der Inneren Mongolei wohnhafter) Onkel, der sie regelmässig in der Mongolei besucht habe, ihre Geburtsurkunde nicht mitgebracht habe, nicht bzw. auswe i- chend beantwortete (vgl. act. A11/11 S. 4 F26), dass die Beschwerdeführerin 40 Jahre lang Zeit gehabt hat, mit oder o h- ne Hilfe ihres Onkels ihre Geburtsurkunde aus der Inneren Mongolei bzw. aus ihrem tatsächlichen Herkunftsort erhältlich z u machen und davon auszugehen ist, dass sie dies auch getan hat, und sie sich gestützt darauf Identitätsdokumente hat ausstellen lassen bzw. sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in der Mongolei hat einbürgern lassen oder dort g e- stützt auf eine beinahe 60-jährige Anwesenheit zumindest über ein dauer- haftes Aufenthaltsrecht verfügt, dass im Weiteren ihre Reiseschilderungen in der Tat unglaubhaft sind, zu- mal unwahrscheinlich ist, dass sie sämtliche Grenzübergänge zwischen Russland und der Schweiz ohne Reisedokumente unter einer Decke ver- steckt passieren konnte, dass infolgedessen das BFM zu Recht den Verdacht äusserte, die Be- schwerdeführerin enthalte den Asylbehörden ihre Identitäts- und Reisepa- piere vor, um den Vollzug der Wegweisung zu er schweren oder gar zu verunmöglichen, dass die Beschwerdeführerin in der Rechtsmitteleingabe zur Thematik der Papierlosigkeit vorbringt, sie sei von ihrem Stiefv ater sklavenartig ausgebeutet worden, sie habe sich in der Mongolei nicht frei bewegen können, sei völlig entwurzelt gewesen und habe isoliert und abgeschottet gelebt, so dass sie nicht in der Lage gewesen sei, Kontakt zu ihrem He r- kunftsland – der Inneren Mongolei bzw. der Volksrepublik China – aufzu- nehmen oder sich um mongolische Ausweipapiere zu bemühen, D-7313/2013 Seite 8 dass die angeblich jahrelange Isolation und fehlende Bewegungsfreiheit der Beschwerdeführerin nicht plausibel ist, zumal sie an den Befragungen angab, ihr Stiefvater habe nach der Geburt ihres Sohnes immer wieder andere Frauen mit nach Hause gebracht, er habe sie selbst immer g e- schlagen, wenn sie mit einem Mann gesprochen habe, und er sei manch- mal zwei bis drei Monate abwesend gewesen (vgl. act. A11/11 S. 5 F34), dass überdies der Onkel der Beschwerdeführerin diese gemäss eigenen Angaben regelmässig besucht hat, was kaum möglich gewesen wäre, wenn sie in völliger Isolation gelebt hätte, dass das BFM mithin in der angefochtenen Verfügung zusammenfassend zu Recht festgehalten hat, es würden keine entschuldbaren Gründe vo r- liegen, die es der Beschwerdeführerin verunmöglicht hätten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen, dass zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin sei nicht gegeben und es bestehe aufgrund der Anhörung keine Notwendigkeit zur Vornahme von weiteren Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses, dass die Beschwerdeführerin insbesondere über die Zeit nach dem Tod ihres Kindes, das heisst über mehr als 30 Jahre ihres Lebens, nur sehr bruchstückhafte Angaben machte, dass übereinstimmend mit dem BFM festzuhalten ist, dass zwischen den letztmals sieben Jahre vor der Ausreise angeblich erfolgten Übergriffen des Stiefvaters bzw. Lebenspartners der Beschwerdeführerin und deren Ausreise in zeitlicher und sachlicher Hinsicht kein Kausalzusammenhang besteht, dass sie ferner nicht plausibel darzulegen vermochte, weshalb sie ausge- rechnet nach der Verhaftung ihres Peinigers überstürzt aus asylrechtlich relevanten Gründen hat ausreisen müssen, dass die Beschwerdeführerin auch in der Rechtsmitteleingabe dazu keine Angaben macht, dass sie hingegen ausführt, es hätten sich aufgrund d er ausführlichen Schilderungen ihrer Lebensgeschichte und der komplexen Verhältnisse zwingend weitere Abklärungen zu ihrer Herkunft aufgedrängt, wie etwa D-7313/2013 Seite 9 eine Lingua-Analyse, ein "Herkunftstest" oder Abklärungen der Schweizer Vertretung in Ulaan Baatar oder in Peking, dass diese Argumentation unzutreffend ist, dass im Asylverfahren – wie im übrigen Verwaltungsverfahren – zwar der Untersuchungsgrundsatz gilt, was bedeutet, dass die Asylbehörde den rechtserheblichen Sachverhalt vor ihrem Entscheid von Amtes wegen vollständig und richtig abzuklären hat (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 12 VwVG, Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG), wobei sie die für das Verfahren erforderl i- chen Sachverhaltsunterlagen beschaffen, die relevanten Umstände a b- klären und darüber ordnungsgemäss Beweis führen muss, dass jedoch gemäss Art. 8 AsylG die asylsuchende Person die Pflicht und unter dem Blickwinkel des rechtlichen Gehörs im Sinne von Art. 29 VwVG und Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos- senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) das Recht hat, an der Fes t- stellung des Sachverhalts mitzuwirken (vgl. BVGE 2009/50 E. 10.2.1 S. 734, BVGE 2008/24 E. 7.2 S. 356 f.), und die Mitwirkungspflicht insbe- sondere für diejenigen Tatsachen gilt, die eine Partei besser kennt als die Behörde und welche letztere ohne Mitwirkung der Partei gar nicht oder nicht ohne vernünftigen Aufwand erheben kann (BVGE 2008/24 E. 7.2 S. 356, m.w.H.), dass die Identität, die He rkunft, die Familienverhältnisse und Lebensum- stände solche Tatsachen sind, und die Beschwerdeführerin durch das un- entschuldbare Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren und ih- ren Angaben zu ihren Lebensumständen, ihren Familienverhältnissen und ihrer Herkunft, welche entgegen der Behauptung in der Beschwerde ke i- nesfalls ausführlich, sondern – wie bereits erwähnt – dürftig und daher nicht plausibel ausgefallen sind, die ihr obliegende gesetzliche Mitwi r- kungspflicht bei der Abklärung des Sachverhalts verletzt hat, dass aufgrund dieser Erwägungen das Bestehen der Flüchtlingseige n- schaft der Beschwerdeführerin ohne Weiteres ausgeschlossen werden kann und auch keine zusätzlichen Abklärungen hinsichtlich der Frage des Wegweisungsvollzugs notwendig sind (vgl. dazu auch nachfolgend), dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht eingetreten ist, D-7313/2013 Seite 10 dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), und die Beschwerdeführerin weder über eine au s- länderrechtliche Aufenthaltsbewilligung verfügt (Art. 32 Bst. a der Asylver- ordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]), noch einen An- spruch auf Erteilung einer solchen hat (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733, BVGE 2008/34 E. 9.2 S. 510, Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den ge setzlichen Bestimmun- gen steht, dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen B e- stimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art . 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüch t- lingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Au s- länderrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich e r- hebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Re- foulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, D-7313/2013 Seite 11 dass ferner keine Anhaltspunkte für eine der Beschwerdeführerin in der Mongolei drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri- gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, ist es ihr doch i n- folge der vorstehend skizzierten fehlen den asylrechtlichen Relevanz der Asylvorbringen nicht gelungen, eine diesbezüglich tatsächlich bestehende konkrete Gefahr ("real risk") nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der völker - und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass das BFM in der angefochtenen Verfügung aufgrund der ursprüngli- chen Angaben der Beschwerdeführerin auf dem Personalienblatt von d e- ren mongolischer Staatsangehörigkeit ausging und die geltend gemachte Herkunft aus der zu China gehörenden Inneren Mongolei als unglaubhaft bezeichnete, dass die Beschwerdeführerin im Widerspruch zu ihren früheren Angaben, gemäss denen ihre Geburt in der Inneren Mongolei offiziell registriert wor- den sei, in der Rechtsmittelschrift erstmals vorbringt, es sei fraglich, ob sie in China jemals ordentlich registriert worden sei, weshalb es völlig u n- klar sei, ob der Vollzug der Wegweisung nach China möglich sei, dass der Wegweisungsvollzug nach China jedoch ohnehin unzumutbar sei, da sie do rt über kein tragfähiges soziales Netz verfüge, weil sie die Adresse ihres Onkels, des einzigen dort lebenden Verwandten, nicht ken- ne, dass sie weiter geltend macht, der Vollzug der Wegweisung in die Mongo- lei sei unzumutbar und unmöglich, da sie nicht mo ngolische Staatsange- hörige sei, aufgrund ihrer Lebensgeschichte dort auf kein soziales Netz zurückgreifen könne, und über keine Bildung und Berufserfahrung verf ü- ge, D-7313/2013 Seite 12 dass die Durchführbarkeit des Wegweisungsvollzugs zwar grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG, Art. 83 Abs. 1 AuG), die Vorinstanz jedoch zu Recht festgestellt hat, dass es angesichts der Verletzung der Mitwirkungspflicht durch die Beschwerdeführerin bei der Abklärung ihrer Staatsangehörigkeit und Herkunft nicht Sache der Asylbe- hörden ist, nach Wegweisungsvollzugshindernissen in hypotheti schen Herkunftsländern zu forschen, dass die Untersuchungspflicht nach Treu und Glauben ihre Grenze an der Mitwirkungspflicht der asylsuchenden Person (Art. 8 AsylG) findet, welche im Übrigen auch die Substanziierungslast trägt (Art. 7 AsylG), dass die Beschwerdeführerin daher die Folgen ihrer mangelnden Mitwi r- kung bei der Abklärung von Vollzugshindernissen zu tragen hat, indem mit der Vorinstanz davon auszugehen ist, dass sie in d er Mongolei – und allenfalls auch in China (Innere Mongolei) – über ein tragfähiges familiä- res und/oder soziales Beziehungsnetz sowie über die Staatsangehöri g- keit oder zumindest über ein dauerhaftes Anwesenheitsrecht verfügt, dass aus ihren Aussagen hervorgeht, dass sie ihren hohen Blutdruck b e- reits in der Mongolei medikamentös behandeln liess (vgl. act. A11/11 S. 5 F33), weshalb davon auszugehen ist, dass die weitere Behandlung des Bluthochdrucks auch nach der Rückkehr gewährleistet sein wird, dass in der Mongolei – einem Safe Country – bzw. in China keine Situa - tion allgemeiner Gewalt herrscht, dass mithin weder die allgemeine Lage in der Mongolei bzw. in China noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung der Beschwerd e- führerin im Falle ei ner Rückkehr schliessen lassen und auch unter B e- rücksichtigung des fortgeschrittenen Alters der Beschwerdeführerin nicht davon auszugehen ist, dass sie bei einer Rückkehr in die Mongolei oder nach China in eine existenzbedrohende Situation geraten würde, dass der Vollzug der Wegweisung demnach nicht als unzumutbar zu e r- achten ist, dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihr obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ff.), D-7313/2013 Seite 13 dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelungen ist, darzutun, inwie- fern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzen, den rechtse r- heblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellen oder una n- gemessen sein sollte (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass das Gesuch um Gewährung de r unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da die Beschwerde als aussichtslos zu bezeichnen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens desse n Kosten von Fr. 600.– (Art. 1 - 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über di e Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsg ericht [VGKE, SR 173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-7313/2013 Seite 14 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird a b- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden der Beschwerdeführerin auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die kantona- le Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Walter Lang Jacqueline Augsburger Versand: