Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 16. Juli 2015 (720 15 147 / 177) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Einkommensvergleich: keine Parallelisierung der Vergleichseinkommen mangels erheb- lichem Minderverdienst, Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bejaht Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Yve s Thommen, Kantonsrich- ter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Tina Gerber Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Sebastian Laubscher , Advokat, Greifengasse 1, Postfach 1644, 4001 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente (756.6793.7519.23) A. Der 1955 geborene A.____ ist seit dem 10. Oktobe r 2002 bei der B.____ AG als Pferde- pfleger angestellt. Am 12. Juli 2011 meldete sich A .____ unter Hinweis auf ein am 16. September 2010 bei einem Auffahrunfall erlitten es zervikales Beschleunigungstrauma bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Nach Abklä- rung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse sowie nach Durchführung von mehre- ren Vorbescheidverfahren sprach die IV-Stelle Basel -Landschaft (IV-Stelle) dem Versicherten Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht mit Verfügung vom 16. März 2015 für den Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis 31. Januar 2012 eine halbe Rente, vom 1. Februar 2012 bis 30. Juni 20 12 eine ganze Rente, für den Zeitraum vom 1. Juli 2012 bis 31. Januar 2013 wiederum eine hal be sowie vom 1. Februar 2013 bis 30. April 2013 eine ganze Rente der IV zu. Für die Z eit ab 30. April 2013 lehnte sie einen Ren- tenanspruch des Versicherten aufgrund eines ermittelten Invaliditätsgrades von 32% ab. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Sebastian Laubscher, mit Eingabe vom 24. April 2015 Beschwerde beim Kanton sgericht, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er die teilweise Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprache einer ganzen Invalidenren te ab 1. Januar 2012, einer halben In- validenrente ab 1. Juli 2012, einer ganzen Invalidenren te ab 1. Februar 2013 sowie einer hal- ben Invalidenrente ab 1. Mai 2013. Eventualiter sei d ie Verfügung vom 16. März 2015 vollum- fänglich aufzuheben und die Beschwerdegegnerin anzuweise n, weitere Abklärungen vorzu- nehmen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde die Bewi lligung der unentgeltlichen Rechts- pflege mit dem unterzeichneten Anwalt als Rechtsvertret er und der Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses beantragt. Alles unter o/e-Kosten folge. Zur Begründung führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, dass die bei der Invaliditätsermittlung herangezogenen Einkommen zu parallelisieren seien. In diesem Zusammen hang wurde vorgebracht, dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht auf unterschiedliche stat istische Löhne abgestellt habe. Sie verkenne ferner, dass der Beschwerdeführer die ihm verbli ebene Restarbeitsfähigkeit in seiner 50%igen Tätigkeit als Pferdepfleger bereits bestmöglich verwerte. C. In ihrer Vernehmlassung vom 4. Mai 2015 schloss die Be schwerdegegnerin auf Abwei- sung der Beschwerde. Ein Vergleich des vom Beschwerdeführ er erzielten Valideneinkommens mit dem branchenüblichen Lohn ergebe keinen Minderve rdienst, weshalb die Voraussetzungen für eine Parallelisierung nicht vorlägen. Die angestam mte Tätigkeit als Pferdepfleger sei nicht mehr zumutbar. Es sei folglich nicht zu beanstanden, dass si e bei der Ermittlung des Invaliden- einkommens auf die statistischen Löhne der Schweizerischen Lo hnstrukturerhebung des Bun- desamtes für Statistik (LSE) abgestellt habe. D. Mit Verfügung vom 19. Mai 2015 wurde dem Beschwerd eführer für das vorliegende Ver- fahren die unentgeltliche Prozessführung und die unen tgeltliche Verbeiständung mit Advokat Laubscher als Rechtsvertreter bewilligt. Auf die Erheb ung eines Kostenvorschusses wurde ver- zichtet. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes üb er die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde vom 24. April 2015 ist demnach ei nzutreten. 2. Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch de s Beschwerdeführers. 3.1 Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesge setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder län- gere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähi gkeit. Sie kann im Bereich der Invali- denversicherung Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit od er Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigu ng der körperlichen, geistigen oder psy- chischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behan dlung und Eingliederung verblei- bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichke iten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG ). Für die Beurteilung des Vorlie- gens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemei- nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwe rbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 3.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person A nspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Vi ertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 3.3 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrade s bildet die Frage, in welchem Aus- mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die d urch eine Beeinträchtigung der körperli- chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, vo lle oder teilweise Unfähigkeit, im bis- herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt im Wesentlichen mit dem Begriff der Arbeitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte. Die bis zum 31. De- zember 2002 ergangene diesbezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Ver- sicherungsgerichts (EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtl iche Abteilungen) bleibt folglich weitestgehend anwendbar (vgl. BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 3.4 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwal- tung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen a ngewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist e s, den Gesundheitszustand zu beur- teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 132 V 99 f. mit weiteren Hinweisen). Darüber Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichti ge Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstä tigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet werden können (vgl. U LRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschät- zung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen d er Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 3.5 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (v gl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversi cherungsgericht alle relevanten Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objekti v zu prüfen und danach zu entschei- den hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässi ge Beurteilung des streitigen Rechtsan- spruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander wide rsprechenden medizinischen Berich- ten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Bewe ismaterial zu würdigen und die Grün- de anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anam nese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in d er Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen d er Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grund sätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten od er in Auftrag gegebenen Stellung- nahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI- Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurte ilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers vollumfänglich auf ein von der zust ändigen Unfallversicherung einge- holtes Gutachten der Klinik C.____ vom 16. April 2013 sowie auf eine abschliessende Stellung- nahme ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 3. Januar 2014. 4.1.1 Im interdisziplinären Gutachten der Klinik C.___ _ vom 16. April 2013 in den Fachrich- tungen Rheumatologie, Neurologie und Psychiatrie diagn ostizierten die involvierten Fachärzte ein chronisches cervicocephales und cervicobrachiales Schmerzsyndro m rechts, vorwiegend myofaszial, bei degenerativen Veränderungen der Wirbelkörper C5/6 und C6/7 sowie bei einem Status nach aktenanamnestisch nicht eruierbarer Operation am cervicothorakalen Übergang ca. 1997, einer Dysfunktion C1/2 links und am cervicothorakal en Übergang mehrsegmental sowie aktiven Triggerpunkten hochcervical beim Musculus trapezius. Im Zeitpunkt der Begutachtung bestünde in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsfä higkeit von 50% bis 75%. Bei gutem Therapieverlauf sei innert drei bis sechs Monaten eine Steigerung bis eventuell 100% möglich. Der Beschwerdeführer könne keine Lasten über 15 kg he ben oder tragen, keine Arbeiten über Schulterhöhe oder in vorgeneigter Haltung ausführen u nd keine Leitern besteigen. Diese Ein- schränkungen seien sowohl in der angestammten wie auch in einer leidensangepassten Ver- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht weistätigkeit zu berücksichtigen. Bei einer Verweistätigkeit ergäben sich aufgrund der fehlenden Ausbildung und der mangelhaften Sprachkenntnisse zusätzliche Probleme. 4.1.2 In seiner Stellungnahme vom 3. Januar 2014 hielt der RAD-Arzt Dr. med. D.____, Fach- arzt für Allgemeinmedizin, fest, dass die Arbeitsfähigkei t in der angestammten Tätigkeit als Pferdepfleger gestützt auf die Einschätzung des behande lnden Arztes revidiert werden müsse. Demnach sei beim Versicherten ein intermittierendes rad ikuläres Reizsyndrom C7, differenzial- diagnostisch C6, ohne Hinweise auf assoziierte sensomoto rische Ausfälle, bei mittelgradiger Foraminalstenose, ausgelöst durch einen Verkehrsunfall am 16. September 2010; ein intermit- tierendes Reizsyndrom des Nervus ulnaris rechts mit Nachwe is eines in kompletten Leistungs- blockes im Bereich des Suclus ulnaris rechts sowie ein Sta tus nach operativer Sanierung einer cervicalen Diskushernie im Jahr 1997 zu diagnostizieren. Bis November 2012 sei die Arbeitsun- fähigkeit (in der Tätigkeit als Pferdepfleger) gemäss d en Angaben in den Unfallscheinen zu übernehmen. Danach sei in der angestammten Tätigkeit vom 2. November 2012 bis 30. Januar 2013 von einer 75%igen und ab Februar 2013 von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszuge- hen. In einer leidensangepassten Tätigkeit ohne Hebe n und Tragen von Lasten über 15 kg und ohne Arbeiten über Schulterhöhe, in vorgeneigter Halt ung oder auf Leitern sei der Versicherte ab Februar 2013 zu 30% arbeitsunfähig. Für die Zeit davor entspreche die Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit derjenigen in der angestammten Tätigkeit. 4.2 Die Beurteilung des Gesundheitszustandes wird vom Beschw erdeführer – zu Recht – nicht beanstandet. Sie entspricht ausserdem im Wesentli chen auch der Einschätzung der ihn behandelnden Ärzte. In den Akten finden sich keine Anha ltspunkte, die für eine abweichende Beurteilung oder die Vornahme weiterer medizinischer A bklärungen zur Arbeitsfähigkeit sprä- chen. Es ist folglich vorliegend darauf abzustellen. 5.1 Umstritten und zu prüfen ist hingegen der vorgenom mene Einkommensvergleich. Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich zunächst vor, dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht davon ausgegangen sei, dass der Beschwerdeführer zuletzt als Pferdepfleger kein unterdurch- schnittliches Einkommen erzielt habe. Dabei habe sie inde ssen auf die falsche Tabelle abge- stellt. Gehe sie bei der Bemessung des Invalideneinkomme ns davon aus, dass ihm auf dem gesamten Arbeitsmarkt Tätigkeiten zumutbar seien, so müsse dies erst recht für die Zeit vor Eintritt des Gesundheitsschadens gelten. Folgerichtig sei das erzielte Valideneinkommen mit dem durchschnittlichen Einkommen des gesamten privaten S ektors (Anforderungsniveau 4) zu vergleichen. Daraus ergebe sich ein um 9.9% unter dem D urchschnitt liegendes Validenein- kommen, weshalb eine Parallelisierung vorzunehmen sei. 5.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG an- wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invalid itätsgrad aufgrund eines Einkommensver- gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, da s die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der med izinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden w äre (Valideneinkommen). Der Einkom- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol gen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditä tsgrad bestimmen (allgemeine Me- thode des Einkommensvergleichs; bereits für den Zeitraum vor 1. Januar 2003: BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). 5.3.1 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist nach der Rechtsprechung entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglich en Rentenbeginns nach dem Be- weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Da- bei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfal ls der Teuerung und Einkommensentwick- lung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bis- herige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. 5.3.2 Hat eine versicherte Person aus invaliditätsfremd en Gründen (z.B. geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde Deutschkenntni sse, beschränkte Anstellungsmög- lichkeiten wegen Saisonnierstatus) ein deutlich unterdurch schnittliches Einkommen bezogen, so ist diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rechnung zu tragen, es sei denn, es bestünden Anhaltspunkte dafür, dass sie sich aus freien Stücken mit einem be- scheideneren Einkommensniveau begnügen wollte. Nur dad urch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf invaliditätsfremde Gesichtspunkte zurückzufüh renden Lohneinbussen entweder überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkomm en gleichmässig zu berücksichtigen sind. Praxisgemäss wird diese so genannte Parallelisierung der Vergleichseinkommen entwe- der auf Seiten des Valideneinkommens durch eine entsp rechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Lohnes oder durch Abstellen auf statistische Wert e oder aber auf Seiten des trotz In- validität realisierbaren Verdienstes durch eine entspreche nde Herabsetzung des statistischen Wertes vorgenommen. Grundüberlegung davon ist, dass bei einer versicherten Person, welche in derjenigen Tätigkeit, die sie als Gesunde ausgeübt hat, einen deutlich unterdurchschnittlichen Lohn erzielte, weil persönliche Eigenschaften (namentli ch fehlende Ausbildung oder Sprach- kenntnisse, ausländerrechtlicher Status) die Erzielung eines Durchschnittslohnes verunmöglich- ten, nicht anzunehmen ist, dass sie mit gesundheitlicher B eeinträchtigung einen durchschnittli- chen Lohn erreichen könnte (BGE 135 V 300 f. E. 5.1 mit Hinweisen). 5.3.3 Aus der soeben dargestellten Rechtsprechung erg ibt sich, dass der vom Beschwerde- führer vor Eintritt des Versicherungsfalles erzielte, au f das Jahr des frühst möglichen Renten- beginns bezogene – nötigenfalls hochgerechnete – Verd ienst mit den branchenüblichen Löhnen (vgl. BGE 134 V 326 E. 4.2 und die in BGE 135 V 297 nicht publizierte E. 3.1) zu vergleichen ist, bevor zur genauen Bestimmung des Invaliditätsgrades d er Einkommensvergleich nach Art. 16 ATSG durchgeführt werden kann. Dabei ist auf die gesamtschweizerischen Verhältnisse abzustellen, weil – solange kein repräsentatives tatsäc hlich erwirtschaftetes Einkommen vor- handen ist – der Invalidenlohn im nachfolgenden Einkom mensvergleich ebenfalls auf Grund gesamtschweizerischer Tabellenlöhne zu bestimmen ist. Ergib t sich, dass das Einkommen vor dem Unfall mehr als 5 % unter üblicherweise für die gleiche Tätigkeit entrichteten Gehältern lag, hat im Rahmen des darauf durchzuführenden Einkommensver gleichs die Parallelisierung der Vergleichseinkommen zu erfolgen (BGE 135 V 302 f. E. 6.1). Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.3.4 Gemäss unbestrittenen Angaben der Arbeitgeberin (Fragebogen vom 4. August 2011) hat der Beschwerdeführer vor Eintritt des Gesundheitsscha dens zuletzt ein Jahreseinkommen von Fr. 55‘800.– erzielt. Dieses Einkommen hat die Besch werdegegnerin dem branchenübli- chen Einkommen gemäss LSE 2010 (Tabelle TA1, Erbringun g sonstiger Dienstleistungen, Männer, Anforderungsniveau 4), hochgerechnet entspre chend einer branchenüblichen Arbeits- zeit von 42 Wochenstunden und einer Nominallohnentwickl ung von 0,7%, in der Höhe von Fr. 56‘767.– gegenübergestellt. Nach dem soeben in E rwägung 5.3.3 Ausgeführten ist dabei – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – nicht zu beanstanden, dass die Be- schwerdegegnerin den Durchschnittslohn für die „Erbringu ng sonstiger Dienstleistungen“ her- angezogen hat. Bei der Ermittlung des Valideneinkommens – und damit auch bei der Frage der Unterdurchschnittlichkeit dieses Valideneinkommens – ist nämlich nicht auf den gesamten dem Versicherten offenstehenden Arbeitsmarkt abzustellen, sondern darauf, was er mit überwiegen- der Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich arbeiten und verdienen würde (vgl. E. 5.3.1 hiervor). Der so von der Beschwerdegegnerin korrekt ermi ttelte Minderverdienst von Fr. 967.– respektive 1.7% liegt unter der nach bundesgerichtliche r Rechtsprechung erforderlichen Erheb- lichkeitsgrenze von 5% (vgl. E. 5.3.3 hiervor). Damit kommt im vorliegenden Fall eine Paralleli- sierung nicht zur Anwendung. 5.3.5 Die Beschwerdegegnerin hat damit zu Recht auf d as Valideneinkommen gemäss den Angaben der Arbeitgeberin abgestellt. 5.4. Die Beschwerdegegnerin zog bei der Ermittlung de s Invalideneinkommens die statisti- schen Löhne der LSE heran. Sie ging gestützt auf die m edizinischen Unterlagen davon aus, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung einer Tätigkeit ohne Heben und Tragen von Lasten über 15 kg, nicht über Schulterhöhe und nicht in vorgen eigter Haltung sowie ohne Besteigen von Leitern in der Zeit vom 16. September 2011 bis 22. November 2011 im Umfang von 50% bzw. in der Zeit vom 23. November 2011 bis 31. März 2012 im Umfang von 25%, in der Zeit vom 1. April 2012 bis 1. November 2012 im Umfang von 50 %, in der Zeit vom 2. November 2012 bis 31. Januar 2013 wiederum im Umfang von 25% un d ab 1. Februar 2013 im Umfang von 70% zumutbar sei. Der Beschwerdeführer bringt dagege n vor, dass der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Pferdepfleger bestmöglich verwer- te. So stehe er bereits seit April 2012 in einem unb efristeten, gesicherten und damit besonders stabilen Arbeitsverhältnis. Das in diesem Rahmen erziel te Einkommen stelle keinen Soziallohn, sondern den vollen Leistungslohn für einen Pferdepflege r dar. Mit dem 50%igen Pensum schöpfe der Beschwerdeführer auch in medizinischer Hinsicht se ine Restarbeitsfähigkeit voll aus. 5.4.1 Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch reali- sierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von d er beruflich-erwerblichen Situati- on auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret st eht. Übt diese nach Eintritt der In- validität eine Erwerbstätigkeit aus, ist der tatsächlich erzielte Verdienst dem Invalideneinkom- men gleichzusetzen, wenn – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind, die verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausgeschöpft wird und die Entlöhnung Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Leistung angemessen ist, folglich nicht ein Sozialloh n zur Auszahlung gelangt (BGE 135 V 301 E. 5.2, 129 V 475 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Erfüllt das tatsächlich erzielte Erwerbsein- kommen diese Voraussetzungen nicht, namentlich weil die ve rsicherte Person nach Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs- tätigkeit aufgenommen hat, kann das Invalideneinkommen unter Beizug der Tabellenlöhne der LSE ermittelt werden (vgl. BGE 129 V 475 E. 4.2.1 mi t Hinweisen). Mit dem Kriterium der voll ausgeschöpften Restarbeitsfähigkeit wird verhindert, da ss sich die versicherte Person auf ein tiefes Einkommen berufen kann, während ihr – entweder in der angestammten oder in einer leidensangepassten Tätigkeit – die Erzielung eines höher en zumutbar wäre (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 11. Februar 2013, 9C_720/2012, E. 2.3.2 mit Hinweisen). 5.4.2 Mit dem Beschwerdeführer ist davon auszugehen, d ass mit der (Wieder-)Anstellung bei der Arbeitgeberin ab April 2012 ein besonders stab iles Arbeitsverhältnis vorliegt und der Beschwerdeführer für seine Arbeit auch angemessen entlö hnt wird. Jedoch schöpft der Be- schwerdeführer in dieser Tätigkeit seine Restarbeitsfäh igkeit nicht voll aus. Gemäss den mass- geblichen und unbestrittenen medizinischen Grundlagen i st der Beschwerdeführer in der ange- stammten Tätigkeit aktuell 50% arbeitsfähig. In einer dem Leiden angepassten Tätigkeit besteht demgegenüber eine Arbeitsfähigkeit von 70% (für die Zeit davor vgl. jeweils RAD- Stellungnahme vom 3. Januar 2014). Die Beschwerdegegnerin geht dabei gestützt auf die LSE 2010, Tabelle TA1, Privater Sektor, Anforderungsniveau 4, Männer (nach Umrechnung auf die betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden und der Anp assung an die Nominallohnentwick- lung) davon aus, dass der Beschwerdeführer aktuell ein I nvalideneinkommen von Fr. 38‘637.– erzielen könnte, wobei ein leidensbedingter Abzug von 15% berücksichtigt wurde. Die Berech- nung der Beschwerdegegnerin ist korrekt erfolgt und wird denn auch vom Beschwerdeführer – im Grundsatz – nicht beanstandet. Die Erzielung eine s höheren (rentenausschliessenden) Einkommens erscheint damit aus medizinischer Sicht grundsät zlich möglich, womit die Aus- schöpfung der Restarbeitsfähigkeit aktuell verneint werden muss. 5.4.3 Fraglich ist indessen, ob die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer Ver- weistätigkeit überhaupt verwertet werden kann. 5.4.4 Gemäss Art. 16 ATSG ist bei der Bestimmung des Inva liditätsgrades von einer ausge- glichenen Arbeitsmarktlage auszugehen. Bei der Prüfung d er wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit darf derweil nicht von reali tätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausge- gangen werden. Insbesondere kann von einer Arbeitsgeleg enheit im Sinne von Art. 16 ATSG dort nicht gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form mög- lich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nich t kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeit gebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. Urteil des EVG vom 10. März 2003, I 617/02, E. 3.1 mit Hinweisen). Weder gestützt auf die Pflicht zur Selbsteingliederung noch im Rahmen der de r Versicherten auf einem ausgegliche- nen Arbeitsmarkt offen stehenden Möglichkeiten zur Verwe rtung ihrer Resterwerbsfähigkeit dürfen von ihr Vorkehren verlangt werden, die unter B erücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles nicht zumu tbar sind (vgl. Art. 21 Abs. 4 ATSG; Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Urteil des EVG vom 10. März 2003, I 617/02, E. 3.1 mit Hinweisen; vgl. zum Ganzen auch: BGE 110 V 276 E. 4b). Als Richtschnur bei der Interessenabw ägung kann gelten, dass die Anforde- rungen an die Schadensminderungspflicht zulässigerweise dort strenger sind, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Sozialversicherungen in Frage steht. Dies trifft beispielsweise zu, wenn der Verzicht auf schadensmindernde Vorkehren Rentenleistun gen auslösen würde (vgl. BGE 113 V 32 f. E. 4d; Urteil des EVG vom 8. Juli 2004, I 365/03, E. 4.2). 5.4.5 Der Beschwerdeführer war im massgeblichen Zeitpunkt des Vorbescheides 59 Jahre alt. Den Akten kann entnommen werden, dass er einen b loss geringen Bildungsstand, ein ge- ringes berufliches Erfahrungsspektrum sowie sprachliche D efizite aufweist. Diese Aspekte sprechen dafür, dass die Verwertbarkeit der verbliebenen Restarbeitsfähigkeit auf dem allge- meinen Arbeitsmarkt zumindest erschwert ist. Indessen erwe ist sich das Zumutbarkeitsprofil des Beschwerdeführers (vgl. E. 4.1 hiervor) als nicht bes onders eng. Dem Beschwerdeführer steht damit eine relative Vielzahl von möglichen Tätigke iten offen. Ausserdem verbleibt ihm trotz des fortgeschrittenen Alters eine voraussichtliche berufliche Aktivitätsdauer von sechs Jah- ren. In den vorhandenen medizinischen Unterlagen werden ihm überdies keine intellektuellen Defizite oder Anpassungsschwierigkeiten attestiert. Im Hi nblick darauf, dass der Beschwerde- führer in einer Verweistätigkeit ein rentenausschliessen des Einkommen erzielen könnte – weshalb die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an die Schadensminderungspflicht strenger zu beurteilen sind – , ist die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit in einer Verweistätig- keit als zumutbar zu erachten. Denjenigen Aspekten, welche vorliegend eine Verwertung der Restarbeitsfähigkeit erschweren könnten, wird von der B eschwerdegegnerin mit der Gewäh- rung eines leidensbedingten Abzuges in der Höhe von 15% angemessen Rechnung getragen. 5.5 Aus einer Gegenüberstellung der ermittelten Valid eneinkommen von Fr. 55‘800.– bzw. ab 1. April 2012 von Fr. 56‘637.– respektive ab 1. Feb ruar 2013 von Fr. 56‘580.– mit den ge- mäss LSE ermittelten Invalideneinkommen (entsprechend d er attestierten Arbeitsfähigkeit und unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges) e rgeben sich die von der Beschwer- degegnerin aufgeführten Invaliditätsgrade. Damit ist f estzustellen, dass der Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis 31. Januar 2012 An spruch auf eine halbe Rente, vom 1. Februar 2012 bis 30. Juni 2012 Anspruch auf eine ganze Rente, für den Zeitraum vom 1. Juli 2012 bis 31. Januar 2013 wiederum Anspruch auf eine halbe sowie vom 1. Februar 2013 bis 30. April 2013 Anspruch auf eine ganze Rente der IV hat. Ab 1. Februar 2013 beträgt der Inva- liditätsgrad indessen 32%, womit ein Rentenanspruch ab Mai 2013 (vgl. Art. 88a der Verord- nung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Janua r 1961) ausgeschlossen ist. Die Be- schwerde ist nach dem Ausgeführten abzuweisen. 6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige- rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs gericht kostenpflichtig. Die Verfah- renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Reg el in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten, die praxisgemäss auf Fr. 60 0. – festgesetzt werden, ihm zu auf- erlegen sind. Dem Beschwerdeführer ist nun allerdings mi t Verfügung vom 19. Mai 2015 die Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem Grund gehen die Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 6.2 Die ausserordentlichen Kosten sind entsprechend dem Ausgang des Verfahrens wettzu- schlagen. Da dem Beschwerdeführer in der Verfügung vom 19. Mai 2015 auch die unentgeltli- che Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewillig t worden ist, ist dieser für seine Bemü- hungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs . 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Ver- beiständung Fr. 200.– pro Stunde. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 22. Mai 2015 für das vorliegende Besc hwerdeverfahren einen Zeitaufwand von 9.5 Stunden geltend gemacht, was sich umfangmässig i n Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Nicht zu beanstanden sind sodann die ausgewiesenen Auslagen von Fr. 2.–. Dem Rechtsvertre ter des Beschwerdeführers ist demnach ein Honorar in der geltend gemachten Höhe von Fr. 2‘054.15 (9.5 Stunden à Fr. 200.– zuzüglich Auslagen von Fr. 2.– sowie 8% Mehrwertsteuer) a us der Gerichtskasse auszurichten. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- w erden dem Be- schwerdeführer auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 2‘054.15 (inkl. Auslagen und 8% MwSt.) aus der Ger ichtskasse ausgerichtet. http://www.bl.ch/kantonsgericht