Gestion du Conseil fédéral 1300 N 17 juin 1993 #ST# Vierzehnte Sitzung - Quatorzième séance Donnerstag, 17. Juni 1993, Vormittag Jeudi 17 juin 1993, matin 08.00h Vorsitz - Présidence: Herr Schmidhalter 92.029 Rassendiskriminierung. Uebereinkommen und Strafrechtsrevision Discrimination raciale. Convention et révision du droit pénal Differenzen - Divergences Siehe Seite 1075 hiervor - Voir page 1075 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 14. Juni 1993 Décision du Conseil des Etats du 14 juin 1993 Art. 1 Art. 261 bis Abschn. 4; 2 Art. 171 c Abschn. 4 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Art. 1 art. 261 bis paragr. 4; 2 art. 171 c paragr. 4 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Engler, Berichterstatter: Die Kommission für Rechtsfragen teilt im Prinzip die Absicht des Ständerates. Wir haben die Ab- sicht, den Tatbestand in Artikel 1 Beschlussentwurf B bzw. Ar- tikel 261 bis Abschnitt 4 des Strafgesetzbuches möglichst klar zu formulieren und dem Richter auch Schranken zu geben, an die er sich halten kann. Trotz dieser gemeinsamen Absicht gelangten wir dann zu un- terschiedlichen Ergebnissen: Der Ständerat hat die Formulie- rung gewählt, dass jemand, der eine Person oder eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion in einer gegen die Menschenwürde verstossenden Weise herabsetzt - man beachte das Wort «herabsetzt» - oder diskriminiert, be- straft werden solle. Demgegenüber hatte der Nationalrat das Wort «angreift» gewählt Wir sind der Meinung, dass eigentlich der Begriff des Angrei- fens wesentlich stärker ist, ein aktiveres Tun und auch eine ge- wisse Aggressivität voraussetzt Der Begriff des Herabsetzens ist etwas weniger intensiv und deshalb auch weniger ein- schränkend; erlässtdem Richter mehr Spielraum. Hinzu kom- men auch Argumente der Gesetzessystematik. Das Strafge- setzbuch kennt auch an ändern Orten den Begriff des Angrei- fens, nicht aber jenen des Herabsetzens. Trotzdem kam die Kommission für Rechtsfragen gestern ein- stimmig zum Ergebnis, dass wir uns dem Ständerat anschlies- sen sollten; dies aus folgenden Gründen: Einmal haben sich diese Probleme in der französischen Ver- sion weniger ergeben als in der deutschsprachigen Version. Zum ändern glauben wir nicht, dass es sich lohnt, an dieser kleinen Differenz festzuhalten, um so mehr, als wir damit auch die Anberaumung einer Einigungskonferenz provozieren wür- den. Wir sind der Meinung, dass das möglichst baldige Inkraft- treten des Gesetzes diesen kleinen gesetzgeberischen Nach- teil auf jeden Fall aufwiegt. Aus diesem Grunde beantragen wir Ihnen einstimmig, dass wir uns dem Beschluss des Ständerates anschliessen. M. Comby, rapporteur: La Commission des affaires juridiques s'est réunie hier matin pour examiner les divergences concer- nant la révision de l'article 261 bis du Code pénal suisse et de l'article 171 c du Code pénal militaire, et finalement, comme vient de le relever le président de notre commission, elle s'est ralliée à la décision du Conseil des Etats. Il est vrai qu'il s'agit ici plutôt d'une question de forme que de fond, si l'on fait la comparaison entre la décision du Conseil des Etats et celle du Conseil national, surtout en ce qui concerne le texte français. Pour ce qui est du texte allemand, je me réfère à ce que vient de dire M. Engler. Finalement, après une discussion un peu plus détaillée, la commission s'est ralliée à la décision du Conseil des Etats, qui avait d'ailleurs été acceptée par le Conseil fédéral, en estimant qu'il s'agit là d'une version un peu plus précise que celle qu'avait adoptée le Conseil national. Il va sans dire que c'est dans la pratique que la jurisprudence va déterminer de ma- nière concrète la portée des principes qui figurent aux articles révisés 261 bis et 171 c du Code pénal suisse et du Code pénal militaire respectivement Nous avons estimé, à l'unanimité, qu'il fallait éviter de convo- quer une conférence de conciliation pour régler les divergen- ces entre les deux conseils, afin que la Convention internatio- nale sur l'élimination de toutes les formes de discrimination ra- ciale puisse être signée dans les meilleurs délais par le Conseil fédéral et afin que notre pays puisse franchir une étape importante dans la lutte contre la discrimination raciale. C'est donc à l'unanimité que votre commission vous propose de vous rallier à la décision du Conseil des Etats. Angenommen -Adopté #ST# 93.018 Geschäftsbericht des Bundesrates, des Bundesgerichtes und des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes 1992 Gestion du Conseil fédéral, du Tribunal fédéral et du Tribunal fédéral des assurances 1992 Fortsetzung -Suite Siehe Seite 1224 hiervor - Voir page 1224 ci-devant Departement für auswärtige Angelegenheiten Département des affaires étrangères Frau Mauch Ursula, Berichterstatterin: Aufgrund des verstärk- ten finanziellen Engagements der Schweiz im Rahmen der Zu- sammenarbeit mit mittel- und osteuropäischen Staaten und des sehr dünnen Kommentars des Bundesrates im Geschäfts- bericht 1992 hat die GPK beschlossen, dieses Thema schwer- punktmässig zu behandeln. Ausserdem stellt die GPK fest, dass ein langjähriges Engagement der Schweiz in Osteuropa absehbar ist. Eine Arbeitsgruppe mit Mitgliedern aus verschie- denen GPK-Sektionen wird sich daher in Zukunft um Kontinui- tät bei der Behandlung des Themas bemühen. Insbesondere folgende Fragen haben uns beschäftigt: 1. Klappt die Koordination zwischen technischer Zusammen- arbeit des EDA und Finanzhilfe des EVD bzw. des Bawi? Die Antwort des Bundesrates auf diese Frage ist schwammig aus- gefallen, und Direktbeteiligte bestätigen denn auch, dass die beiden Stellen zu oft unabhängig voneinander agieren. Daher fragt sich die GPK, ob es grundsätzlich richtig gewesen sei, die beiden Bereiche technische Zusammenarbeit und Finanzhilfe zu trennen. Wir wissen, dass ein starker Mittelabfluss nur überSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Rassendiskriminierung. Uebereinkommen und Strafrechtsrevision Discrimination raciale. Convention et révision du droit pénal In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1993 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 14 Séance Seduta Geschäftsnummer 92.029 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 17.06.1993 - 08:00 Date Data Seite 1300-1300 Page Pagina Ref. No 20 022 850 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.