<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2010.00329</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=210070&amp;W10_KEY=4467121&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2010.00329</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.10.2010</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bauen ausserhalb der Bauzone: An- und Umbauten einer Remise in einer Landschaftsschutzzone. <br/><br/>Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerinnen 1 und 2 (E. 1.2). Das Gelände mit Kieswegen und -plätzen sowie dessen Nutzung bilden nicht Gegenstand der angefochtenen Entscheide. Es wäre in einem neuen Verfahren zu klären, ob die aktuelle Ausgestaltung und die Nutzung des Geländes der ursprünglich bewilligten Nutzung noch entspricht und somit zulässig ist. Entsprechendes ist vom Beschwerdegegner 2 zu veranlassen (E. 2.2). Gleiches gilt für den Lagerplatz (E. 2.3). Rechtsgrundlagen betreffend Zonenkonformität von Bauten und Anlagen, die für den produzierenden Gartenbau nötig sind oder die der inneren Aufstockung eines dem produzierenden Gartenbau zugehörigen Betriebs dienen (E. 3). Die Eigenbewirtschaftung findet in der Region statt. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach bei einer Gesamtproduktionsfläche von ca. 12 ha davon auszugehen sei, dass mehrheitlich die selbst gezogenen Pflanzen verkauft würden, ist nachvollziehbar und wird neuerdings mit den eingereichten Bewirtschaftungszahlen bestätigt (E. 4.2.1). Soweit die Einstell-/ Topfhalle in der Remise und der verglaste Anbau hauptsächlich zur vorübergehenden Lagerung und zum Umtopfen von vorwiegend im eigenen Betrieb gezogenen empfindlichen Pflanzen benutzt wird, erscheint die Voraussetzung von Art. 34 Abs. 2 lit. b RPV erfüllt (E. 4.2.2). Dass der gartenbauliche Charakter des Standortbetriebs aufgrund der Produktion von nicht einheimischen kälte- und witterungsempfindlichen Gewächsen nicht mehr bestehe, ist sodann zu verneinen. Die Beschwerdegegnerin 3 ist jedoch darauf hinzuweisen, dass der Anteil der bodenabhängigen Produktion gemäss Art. 37 RPV mindestens 65 % betragen muss (E. 4.2.3). Für das temporäre Einstellen von einzelnen Pflanzen, die in der Folge ins Freiland ausgepflanzt werden, besteht durchaus Bedarf für eine Einstellhalle bzw. einen Unterstand (E. 4.2.4). Solange die Remise und der verglaste Anbaufür die bestehende Baumschule benutzt werden, erweisen sich die geplanten Bauten somit grundsätzlich als zonenkonform (E. 4.2.5). Der geplante Lagerraum, der Besprechungsraum, sanitäre Anlagen sowie der Maschinenunterstand dienen der bodenabhängigen Bewirtschaftung und erweisen sich als notwendig (E. 4.3.1-3). Das streitbetroffene Grundstück befindet sich in einer Landschaftsschutzzone, liegt inmitten einer Landschaft von nationaler Bedeutung und ist in der Liste der Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung aufgeführt (E. 5.1). Die Aufnahme des betreffenden Gebiets in ein Bundesinventar bedeutet nicht, dass An- und Umbauten von bestehenden Bauten nicht mehr zulässig wären. Es darf jedoch keine Verschlechterung des Zustands des geschützten Objekts eintreten (E. 5.2.2). Die infrage stehende Schutzverordnung ist bundesrechtskonform (E. 5.2.3-4). Es ist davon auszugehen, dass die landwirtschaftliche Nutzung durch Gartenbau in Moorlandschaften - unter Beachtung der Erhaltung der für diese Landschaften typischen Eigenheiten - grundsätzlich zulässig ist (E. 5.3). Rechtsgrundlagen betreffend Einordnung eines Bauvorhabens (E. 5.5.1). Im Rahmen der dem Verwaltungsgericht zustehenden Kognition und unter Hinweis auf den von der Vorinstanz durchgeführten Augenschein sind sodann die im Rekursentscheid enthaltenen Erwägungen, die sich mit der Angelegenheit gesamthaft und in objektiver Weise auseinandersetzen, nicht zu beanstanden (E. 5.4.3). Somit ergeben sich keine überwiegenden öffentlichen Interessen im Sinn von Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV, die den Bauvorhaben entgegenstehen würden (E. 5.6). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANBAU">ANBAU</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUEN AUSSERHALB DER BAUZONEN">BAUEN AUSSERHALB DER BAUZONEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUMSCHULE">BAUMSCHULE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BODENUNABHÃNGIGE BEWIRTSCHAFTUNG">BODENUNABHÃNGIGE BEWIRTSCHAFTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BUNDESINVENTAR">BUNDESINVENTAR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GARTENANLAGE">GARTENANLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GARTENBAU">GARTENBAU</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GARTENBAUBETRIEB">GARTENBAUBETRIEB</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDSCHAFTSSCHUTZZONE">LANDSCHAFTSSCHUTZZONE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MOORLANDSCHAFT">MOORLANDSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REMISE">REMISE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHAUGARTEN">SCHAUGARTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMBAU">UMBAU</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZONENKONFORMITÃT">ZONENKONFORMITÃT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 23d Abs. II lit. a NHG</span><br/><span class="ungerade">§ 238 Abs. II PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 16a Abs. I RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 16a Abs. II RPG</span><br/><span class="gerade">Art. 24 RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 34 Abs. I lit. a RPV</span><br/><span class="gerade">Art. 34 Abs. II RPV</span><br/><span class="ungerade">Art. 34 Abs. IV RPV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=12052" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2010.00329</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Entscheid</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">7. Oktober 2010</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichterin Bea Rotach Tomschin<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Lukas Widmer, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>GerichtssekretÃ¤rin Anja <br/> Tschirky. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESF_1_1_2"><span>1. </span></a><span>Verein A,</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_VRTR_1_2_6"><span>2. Verein B,</span></a><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">beide vertreten durch RA C<a id="Anonym_Ruolo_VRTR_2_3_12">,</a> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerinnen, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.<b> </b><a id="Anonym_Ruolo_BESG_1_4_18">Baudirektion Kanton ZÃ¼rich,</a> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.<b> </b><a id="Anonym_Ruolo_BESG_2_5_23">Gemeinderat D,</a> <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>3.<b> </b><a id="Anonym_Ruolo_BESG_3_6_26">E AG,</a> vertreten durch RA F<a id="Anonym_Ruolo_VRTR_3_7_31">,</a> <a id="BT_Z_PLZ_N"></a></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerschaft, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Baubewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die E AG ist EigentÃ¼merin des in der Landwirtschaftszone gelegenen GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 01 an der G-Strasse 02 in D. Sie betreibt dort eine Baumschule, die seit den 1960er Jahren besteht. Auf besagtem GrundstÃ¼ck befindet sich insbesondere eine Remise (Vers.-Nr. 03) mit einer FlÃ¤che von 7 m x 15 m, ein ÃkonomiegebÃ¤ude mit einer BÃ¼rorÃ¤umlichkeit (Vers-Nr. 04) sowie ein Lagerplatz. Am 1. Oktober 2009 bewilligte die Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich (nachfolgend Baudirektion) am bestehenden Remisenbau einen nordwestlichen Anbau als Unterstand fÃ¼r Maschinen (8 m x 15 m), einen verglasten, sÃ¼dÃ¶stlichen Anbau als EinstellflÃ¤che fÃ¼r Pflanzen (3,3 m x 9,9 m), den Einbau von SanitÃ¤ranlagen, eines Besprechungs- und eines Lagerraums sowie die Umnutzung der Remise als Pflanzenunterstand und Topfhalle. Der Bau wurde ausdrÃ¼cklich nur fÃ¼r das untergeordnete, temporÃ¤re Einstellen von vereinzelten Pflanzen bewilligt. Am 27. Oktober 2009 erteilte der Gemeinderat von D (nachfolgend Gemeinderat) der E AG die Baubewilligung fÃ¼r die besagten Bauvorhaben. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen rekurrierte Verein A, vertreten durch Verein B, am 3. Dezember 2009 bei der Baurekurskommission II des Kantons ZÃ¼rich (nachfolgend Baurekurskommission) mit dem Antrag, die angefochtenen Entscheide aufzuheben, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Baudirektion, des Gemeinderats D und der E AG. Die Baurekurskommission erÃ¶ffnete zwei Rekursverfahren, mit je Verein A und Verein B als Rekurrentinnen. Nach Einholung der Vernehmlassungen fÃ¼hrte die Baurekurskommission in Anwesenheit der Parteien einen Augenschein auf dem Lokal durch. Mit Entscheid vom 18. Mai 2010 vereinigte sie die Rekursverfahren G.-Nrn 05 und 06 und wies den Rekurs ab. Unter Solidarhaftung wurden Verein A und Verein B die Verfahrenskosten je zur HÃ¤lfte auferlegt und verpflichtet, der E AG eine UmtriebsentschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zu bezahlen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen den Entscheid vom 18. Mai 2010 liessen Verein A, abermals vertreten durch Verein B, und der Verein B als eigenstÃ¤ndige BeschwerdefÃ¼hrerin am 21. Juni 2010 Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben mit dem Antrag um Aufhebung des Entscheids vom 18. Mai 2010 sowie der Baubewilligungen des Kantons und der Gemeinde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Baudirektion, des Gemeinderats D sowie der E AG. </p> <p class="Urteilstext">Am 13. Juli 2010 beantragte die Baurekurskommission ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde. Ebenso stellte die Baudirektion mit Vernehmlassungseingabe vom 14. Juli 2010 den Antrag auf Beschwerdeabweisung und verwies zur BegrÃ¼ndung auf die ErwÃ¤gungen des angefochtenen Entscheids vom 18. Mai 2010. Die anwaltlich vertretene E AG liess am 20. August 2010 eine Beschwerdeantwort einreichen mit dem Begehren, die Beschwerde sei vollumfÃ¤nglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten werde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r die vorliegende Streitsache nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in der Fassung vom 22. MÃ¤rz 2010 (VRG) zustÃ¤ndig. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 ist als gesamtkantonal tÃ¤tige ideelle Vereinigung in Anwendung von § 338a Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) zur Anfechtung des Rekursentscheids legitimiert, soweit die Anwendung des III. Titels betreffend Natur- und Heimatschutz (§§ 203 ff. PBG) oder § 238 Abs. 2 PBG im Streit steht. Die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 als gesamtschweizerische Naturschutzorganisation richtet sich nach Art. 12 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 Ã¼ber den Natur- und Heimatschutz (NHG). Der Bundesrat bezeichnet die nach dieser Bestimmung zum Rechtsmittel berechtigten Organisationen (Art. 12 Abs. 2 NHG). Die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 ist in dieser Liste des Bundesrats aufgefÃ¼hrt (vgl. Verordnung vom 27. Juni 1990 Ã¼ber die Bezeichnung der im Bereich des Umweltschutzes sowie des Natur- und Heimatschutzes beschwerdeberechtigten Organisationen [VBO], Anhang Ziff. 6). Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen gegeben sind, ist auf die Beschwerde grundsÃ¤tzlich einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Gegenstand eines Rechtsmittelverfahrens kann nur sein, was Gegenstand des angefochtenen Entscheids war bzw. nach richtiger Gesetzesanwendung hÃ¤tte sein sollen (vgl. dazu und zum Folgenden VGr, 21. Januar 2009, VB.2008.00537, E. 1.2, www.vgrzh.ch, mit Hinweisen). Andernfalls mÃ¼sste sich die Beschwerdeinstanz erstmals mit AntrÃ¤gen befassen, mit denen sich die Rekursinstanz zulÃ¤ssigerweise nicht auseinandergesetzt hat. Letzteres wÃ¼rde dem Grundsatz widersprechen, dass der Streitgegenstand beim Durchlaufen des funktionellen Instanzenzugs nicht erweitert werden kann (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 52 N. 3). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Wie bereits die Vorinstanz zutreffend ausfÃ¼hrte, bilden das im Jahr 2003 genehmigte GelÃ¤nde mit Kieswegen und -plÃ¤tzen sowie dessen Nutzung nicht Gegenstand der angefochtenen Entscheide. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen weisen zwar zu Recht darauf hin, dass der Schau- und Verkaufsgarten der Beschwerdegegnerin 3 etwas vÃ¶llig anderes sei als eine Baumschule im herkÃ¶mmlichen Sinn, denn das besagte GelÃ¤nde prÃ¤sentiert sich nunmehr als eigentliche Gartenanlage mit Naturteich, Silber- und Azaleengarten, ist mit BÃ¤nken und Tischen ausgestattet und man findet dort neben Pflanzen auch Findlinge, Accessoires und Kunst. Jedoch wÃ¤re es in einem neuen Verfahren â unter BerÃ¼cksichtigung der Lage des streitbetroffenen GrundstÃ¼cks in einer Naturschutzzone (vgl. E. 5.1) â zu klÃ¤ren, ob die aktuelle Ausgestaltung und die Nutzung des GelÃ¤ndes, insbesondere als FlÃ¤che fÃ¼r den Verkauf von nichtpflanzlichen Gestaltungselementen, als Referenzgarten fÃ¼r gartenbauliche Arbeiten der Beschwerdegegnerin 3 sowie als Veranstaltungsort mit entsprechendem Individualverkehr, der ursprÃ¼nglich bewilligten Nutzung (bessere FÃ¼hrung der Kunden durch das Baumschulfeld; Zusammenstellung des Gesamtsortiments aus den aussen liegenden Feldern, sodass die vielen verschiedenen Pflanzensorten angeboten und gezeigt werden kÃ¶nnen; vgl. 10/5/4 S. 2) noch entspricht und somit zulÃ¤ssig ist. Entsprechendes ist vom Beschwerdegegner 2 zu veranlassen (vgl. § 2 lit. c PBG).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>BezÃ¼glich des vorinstanzlich erwÃ¤hnten Lagerplatzes auf dem streitbetroffenen GrundstÃ¼ck ist festzuhalten, dass im MÃ¤rz 1992 zwar ein Erdenlager vom Gemeinderat bewilligt wurde (act. 10/10/6). Ob es sich dabei um den von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen erwÃ¤hnten Werkplatz mit Baumateriallager und den Kompostierplatz mit einer FlÃ¤che von rund 2'500 m<sup>2</sup> handelt, geht aus den Akten nicht hervor. Jedenfalls wÃ¤re es zunÃ¤chst die Aufgabe der BaubehÃ¶rden, die Sachlage abzuklÃ¤ren und ihre Schlussfolgerungen je nach Rechtslage in einem anfechtbaren Entscheid festzuhalten, bevor die Rechtsmittelinstanzen darÃ¼ber befinden kÃ¶nnen. Der besagte Lagerplatz bildet somit ebenfalls nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>GemÃ¤ss Art. 22 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 Ã¼ber die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG) ist Voraussetzung einer behÃ¶rdlichen Bewilligung von Bauten und Anlagen, dass diese dem Zweck der Nutzungszone entsprechen (lit. a) und das Land erschlossen ist. Abweichend von Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG kÃ¶nnen gemÃ¤ss Art. 24 RPG Bewilligungen fÃ¼r die Errichtung von Bauten und Anlagen oder fÃ¼r die ZweckÃ¤nderung erteilt werden, wenn der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert (lit. a) und keine Ã¼berwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>GemÃ¤ss Art. 16a Abs. 1 Satz 1 RPG sind Bauten und Anlagen zonenkonform, die zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder fÃ¼r den produzierenden Gartenbau nÃ¶tig sind. Ãberdies sind Bauten und Anlagen, die der inneren Aufstockung eines landwirtschaftlichen oder eines dem produzierenden Gartenbau zugehÃ¶rigen Betriebs dienen, zonenkonform (Art. 16a Abs. 2 Satz 1 RPG). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die Bestimmungen des Raumplanungsgesetzes werden in der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV) konkretisiert. GemÃ¤ss Art. 34 Abs. 1 RPV sind Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone insbesondere zonenkonform, wenn sie der bodenabhÃ¤ngigen Bewirtschaftung oder der inneren Aufstockung dienen und wenn sie fÃ¼r die Produktion verwertbarer Erzeugnisse aus Pflanzenbau und Nutztierhaltung (lit. a) oder die Bewirtschaftung naturnaher FlÃ¤chen (lit. b) verwendet werden. GemÃ¤ss Art. 34 Abs. 2 RPV sind Bauten und Anlagen zonenkonform, die der Aufbereitung, der Lagerung oder dem Verkauf landwirtschaftlicher oder gartenbaulicher Produkte dienen, wenn die Produkte in der Region und zu mehr als der HÃ¤lfte auf dem Standortbetrieb oder auf den in einer Produktionsgemeinschaft zusammengeschlossenen Betrieben erzeugt werden (lit. a), wenn die Aufbereitung, die Lagerung oder der Verkauf nicht industriell-gewerblicher Art ist (lit. b) und der landwirtschaftliche oder gartenbauliche Charakter des Standortbetriebs gewahrt bleibt (lit. c). Die Bewilligung darf gemÃ¤ss Art. 34 Abs. 4 RPV nur erteilt werden, wenn die Baute oder Anlage fÃ¼r die infrage stehende Bewirtschaftung nÃ¶tig ist (lit. a), der Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort keine Ã¼berwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b) und der Betrieb voraussichtlich lÃ¤ngerfristig bestehen kann (lit. c). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>GemÃ¤ss Art. 37 RPV gilt als innere Aufstockung im Bereich des GemÃ¼sebaus und des produzierenden Gartenbaus die Errichtung von Bauten und Anlagen fÃ¼r den bodenunabhÃ¤ngigen GemÃ¼se- und Gartenbau, wenn die bodenunabhÃ¤ngig bewirtschaftete FlÃ¤che 35 % der gemÃ¼se- oder gartenbaulichen AnbauflÃ¤che des Betriebs nicht Ã¼bersteigt und nicht mehr als 5'000 m<sup>2</sup> betrÃ¤gt (Abs. 1). Als bodenunabhÃ¤ngig gilt die Bewirtschaftung, wenn kein hinreichend enger Bezug zum natÃ¼rlichen Boden besteht (Abs. 2).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Im Folgenden ist die ZonenkonformitÃ¤t der diversen An- und Umbauten der Remise sowie deren Umnutzung zu prÃ¼fen. Diese ist jeweils fÃ¼r jedes einzelne Bauvorhaben separat zu eruieren, selbst wenn die einzelnen Bauten und Anlagen sachlich und betrieblich zusammenhÃ¤ngen (BGE 125 II 278 E. 5a).</p> <p class="Erwgung3"><b>4.1.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen bringen vor, dass die Beschwerdegegnerin 3 respektive deren RechtsvorgÃ¤ngerin seit Jahrzehnten eine Baumschule und seit den sechziger Jahren am Standort in D das Betriebszentrum betreibe. Bisher habe kein Bedarf fÃ¼r die nun nachgesuchten Bauten und Nutzungen bestanden. Neue ProduktionsflÃ¤chen seien gemÃ¤ss den Akten nicht dazugekommen. Es mÃ¼sse davon ausgegangen werden, dass die witterungsempfindlichen Pflanzen bisher an einem anderen Ort gehalten worden seien oder dass neu derartige Pflanzen angeboten werden sollen, womit der Betrieb erweitert werde. Die Angaben der Beschwerdegegnerin 3, dass die Pflanzen auf das von SÃ¼den einfallende Licht und damit auf die Glasfassade angewiesen seien, deute darauf hin, dass in der neuen Halle empfindliche âexotischeâ, nicht bodenabhÃ¤ngige Pflanzen zum Verkauf angeboten oder als Dienstleistung fÃ¼r Kunden Ã¼berwintert wÃ¼rden. Beides seien gartenbauliche TÃ¤tigkeiten, die rein gewerblicher Art seien und ohne Weiteres in die Bauzone gehÃ¶rten. </p> <p class="Urteilstext">Bereits die heutige Anlage habe gewerblichen Charakter, indem der Verkauf gegenÃ¼ber der gartenbaulichen Produktion auf dem eigenen Boden zu Ã¼berwiegen scheine. Die Ausgestaltung des Schaugartens mit hauptsÃ¤chlich exotischen GewÃ¤chsen und die neu geplante verglaste Ausstellungshalle sowie die sehr gross dimensionierten, befestigten FlÃ¤chen lassen auf eine publikumsorientierte, auf den Verkauf von mehrheitlich bodenunabhÃ¤ngig gezogenen Pflanzen und weiterer Gartenausstattung ausgerichtete Nutzung schliessen.</p> <p class="Erwgung3">Schliesslich mÃ¼sste die bodenabhÃ¤ngige Produktion die Pflanzenzucht in Containern und den Zukauf Ã¼bertreffen. Bezogen auf die FlÃ¤chen, auf der die Beschwerdegegnerin 3 eine bodenabhÃ¤ngige Baumschule betreibe, und dem Areal, wo sich der Schaugarten sowie angrenzende VerkehrsflÃ¤chen, Werkplatz und BetriebsgebÃ¤ude befinden wÃ¼rden, sei fraglich, ob noch von einem Freilandbetrieb gesprochen werden kÃ¶nne. Der grÃ¶sste Teil der AnbauflÃ¤che befinde sich in H und I. Da keine Betriebszahlen vorgelegt worden seien, kÃ¶nne nicht nachvollzogen werden, ob der Eigenanbau mehr als die HÃ¤lfte des Betriebsergebnisses ausmache. Wie bereits die kantonale BewilligungsbehÃ¶rde habe auch die Vorinstanz den Sachverhalt nicht vollstÃ¤ndig abgeklÃ¤rt.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>ZunÃ¤chst ist die ZonenkonformitÃ¤t des sÃ¼dÃ¶stlichen, mit Verglasung versehenen Remisenanbaus und des bestehenden GebÃ¤udes, die als EinstellflÃ¤chen fÃ¼r Pflanzen genutzt werden sollen, zu prÃ¼fen.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Neben dem Betriebszentrum auf dem streitbetroffenen GrundstÃ¼ck verfÃ¼gt die Beschwerdegegnerin 3 Ã¼ber weitere Produktionsstandorte in I (Gemeinde D) und J (Gemeinde H). Diese Standorte befinden sich in einer Fahrdistanz von weniger als 15 km. Die Eigenbewirtschaftung, welche aufgrund des angepflanzten GehÃ¶lzes den nÃ¶tigen Platz beansprucht, findet somit in der Region statt (vgl. Art. 10 Abs. 1 lit. a der Verordnung Ã¼ber landwirtschaftliche Begriffe und die Anerkennung von Betriebsformen vom 7. Dezember 1998). BezÃ¼glich der Menge der selbst produzierten Erzeugnisse, die nach Sinn und Zweck des Gesetzes â entgegen den AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin 3 â vorwiegend aus bodenabhÃ¤ngiger Produktion stammen mÃ¼ssen, nahm die Vorinstanz angesichts einer GesamtproduktionsflÃ¤che von ca. 12 ha an, es sei davon auszugehen, dass mehrheitlich die selbst gezogenen Pflanzen verkauft wÃ¼rden. Diese Schlussfolgerung ist nachvollziehbar und wird nun mit den eingereichten Bewirtschaftungszahlen bestÃ¤tigt: Aus dem Datenblatt geht hervor, dass die gesamte produktive FlÃ¤che der Beschwerdegegnerin 3 11,9 ha betrÃ¤gt, die Freilandbewirtschaftung eine FlÃ¤che von 9,3 ha einnimmt, 0,9 ha fÃ¼r die Containerbepflanzung benutzt werden und die GebÃ¤ude, Wege und PlÃ¤tze insgesamt 0,8 ha ausmachen (act. 13/1/2). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Maschinelle und mit hohen Investitionskosten oder hohem Personalaufwand verbundene Verarbeitungsstufen sind durch die Voraussetzung in Art. 34 Abs. 2 lit. b RPV, wonach die Aufbereitung, die Lagerung oder der Verkauf nicht industriell-gewerblicher Art sein darf, ausgeschlossen. Die Landwirtschaftszone soll nicht fÃ¼r eigentliche Verarbeitungsbetriebe oder LagerhÃ¤user geÃ¶ffnet werden, die ihren Standort klarerweise in der Industrie- und Gewerbezone haben (Bundesamt fÃ¼r Raumentwicklung, ErlÃ¤uterungen zur Raumplanungsverordnung, Bern 2001, S. 30). </p> <p class="Urteilstext">Dass die Beschwerdegegnerin 3 eine Kundendienstleistung zur Ãberwinterung von Pflanzen habe, wird von ihr bestritten. FÃ¼r eine solche Dienstleistung bestehen keine Anhaltspunkte. Eine derartige Nutzung der Remise wÃ¤re jedenfalls nicht zonenkonform. </p> <p class="Urteilstext">Wie die Vorinstanz sodann zutreffend ausfÃ¼hrte, dÃ¼rfen landwirtschaftliche Betriebe von Vorteilen der modernen Technologien und Produktionsmethoden profitieren, wozu auch die energieeffiziente Verglasung eines GebÃ¤udes zur kurzzeitigen Unterbringung von empfindlichen Pflanzen gehÃ¶rt. Auch ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin 3 nicht einheimisches GehÃ¶lz anpflanzt, solange dies im Zusammenhang mit der auf dem streitbetroffenen GrundstÃ¼ck betriebenen bodenabhÃ¤ngigen Baumschule steht. Soweit die Einstell-/Topfhalle in der Remise und der verglaste Anbau hauptsÃ¤chlich zur vorÃ¼bergehenden Lagerung und zum Umtopfen von vorwiegend im eigenen Betrieb gezogenen empfindlichen Pflanzen benutzt werden, erscheint die Voraussetzung von Art. 34 Abs. 2 lit. b RPV erfÃ¼llt. Jedoch geht es nicht an, dass der verglaste, sich dannzumal an der Anfahrtsstrasse zum Betriebszentrum befindliche sÃ¼dÃ¶stliche Anbau als eigentliches AusstellungsgebÃ¤ude dienen wird. Auch darf die umgebaute Remise nicht als Veranstaltungsraum benutzt werden. Diese Nutzungen wÃ¤ren gewerblicher Natur und in der Landwirtschaftszone nicht zulÃ¤ssig. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.3 </b>Dass der gartenbauliche Charakter des Standortbetriebs aufgrund der Produktion von nicht einheimischen, kÃ¤lte- und witterungsempfindlichen GewÃ¤chsen nicht mehr bestehe, ist sodann zu verneinen. Die Beschwerdegegnerin 3 ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die ZonenkonformitÃ¤t des Betriebs davon abhÃ¤ngt, dass der Anteil der bodenabhÃ¤ngigen Produktion gemÃ¤ss Art. 37 RPV mindestens 65 % betrÃ¤gt.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.4 </b>Vorliegend steht der verglaste, auf der sÃ¼dÃ¶stlichen Seite der Remise geplante Anbau sowie auch die gewÃ¼nschte Umnutzung der Remise in unmittelbarer funktionaler Beziehung zur herkÃ¶mmlichen bodenabhÃ¤ngigen Produktion der Baumschule, denn es kÃ¶nnen dort witterungsempfindliche oder Winterschutz benÃ¶tigende BÃ¤ume, StrÃ¤ucher, BÃ¼sche und Stauden vorÃ¼bergehend eingestellt werden (act. 11/12/13 S. 1). Entgegen den AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerinnen besteht fÃ¼r das temporÃ¤re Einstellen von einzelnen, insbesondere nicht endemischen Pflanzen, die in der Folge ins Freiland ausgepflanzt werden, somit durchaus Bedarf fÃ¼r eine Einstellhalle bzw. einen Unterstand, der mit Sonnenlicht, insbesondere des Morgens, durchflutet wird. In diesem Sinn bewilligte die Beschwerdegegnerin 1 den Bau denn auch nur fÃ¼r das untergeordnete, temporÃ¤re Einstellen von vereinzelten Pflanzen (act. 10/10/2 S. 3).</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.5 </b>Solange die Remise und der verglaste Anbau fÃ¼r die seit den 1960er Jahren bestehende Baumschule benutzt werden, erweisen sich die geplanten Bauten somit grundsÃ¤tzlich als zonenkonform. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Ob der Anbau, der als Maschinenunterstand genutzt werden soll, der Besprechungs- und der Lagerraum sowie die von der Beschwerdegegnerin 1 im Grundsatz genehmigten sanitÃ¤ren Anlagen zonenkonform sind, beurteilt sich nach Art. 34 Abs. 1 und Abs. 4 RPV. Dabei ist zu erwÃ¤hnen, dass von der lÃ¤ngerfristigen ÃberlebensfÃ¤higkeit des infrage stehenden Betriebs auszugehen ist.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Im Lagerraum sollen vorwiegend frost- und feuchtigkeitsempfindliche Materialien wie Papier, BÃ¼cher, Preislisten, Couverts, Flyer, Toner, Etikettenlager, Archiv, FarbbÃ¤nder, T-Shirts, Hemden, WC-Papier, HandtÃ¼cher, Reinigungsmittel, 10-Liter-Wasserkanister fÃ¼r Wasserspender und Kleinmaterial fÃ¼r TropfbewÃ¤sserung untergebracht werden (act. 11/12/13 S. 2). Die aufgefÃ¼hrten GegenstÃ¤nde werden auf einem modernen Gartenbaubetrieb grundsÃ¤tzlich benÃ¶tigt; sie erfÃ¼llen eine betriebliche Hilfsfunktion. Deren Lagerung erscheint erforderlich, um bei Bedarf sogleich darauf zurÃ¼ckgreifen zu kÃ¶nnen. Der geplante Lagerraum dient somit der bodenabhÃ¤ngigen Bewirtschaftung und erweist sich als notwendig.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>GemÃ¤ss Baugesuch wird der Besprechungsraum fÃ¼r die Lehrlingsausbildung sowie die Weiterbildung von Mitarbeitern benÃ¶tigt (act. 11/12/13 S. 2). Wie in der Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin 3 festgehalten, braucht ein professioneller Betrieb des produzierenden Pflanzenbaus, der Lehrlinge und mehrere Mitarbeiter beschÃ¤ftigt, solche RÃ¤umlichkeiten, um Kurse und Besprechungen in bildungsfreundlicher AtmosphÃ¤re durchfÃ¼hren zu kÃ¶nnen. Entsprechend bedarf es auch geschlechtergetrennter sanitÃ¤rer Anlagen, die gemÃ¤ss Bewilligungsentscheid vom 1. Oktober 2009 in der Remise Platz finden sollen.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b>Da die Remise neuerdings als Einstell- und Topfhalle benutzt werden soll und da diese Umnutzung vorgÃ¤ngig bereits als grundsÃ¤tzlich zonenkonform befunden wurde (E. 4.2), ist der nordwestliche Anbau als ErsatzflÃ¤che fÃ¼r die Unterbringung der bisher in der Remise verstauten, der bodenabhÃ¤ngigen Bewirtschaftung dienenden Maschinen ebenfalls nÃ¶tig. Der geplante FlÃ¤chenumfang ist etwas grÃ¶sser als das bestehende GebÃ¤ude, kann angesichts der vorhandenen Maschinen aber als ausgewiesen erachtet werden (vgl. act. 10/10/2 S. 3). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Die ZonenkonformitÃ¤t der infrage stehenden Bauvorhaben ist folglich grundsÃ¤tzlich gegeben. Im Folgenden bleibt zu prÃ¼fen, ob den nachgesuchten Bauten am vorgesehenen Standort Ã¼berwiegende Interessen entgegenstehen (vgl. Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV). Massstab sind dabei die Ziele und GrundsÃ¤tze von Art. 1 und 3 RPG, namentlich im Bereich des Landschaftsschutzes und der Erhaltung genÃ¼gender FlÃ¤chen geeigneten Kulturlands (vgl. Alexander Ruch in: Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber die Raumplanung, 2010, Art. 16a Rz. 26).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b><b> </b></p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>GemÃ¤ss Verordnung zum Schutz des GewÃ¤ssers K des M-Sees und der Umgebung L vom 1. Dezember 1966 sowie Verordnung zum Schutz des L-Gebietes vom 11. November 1997 liegt das streitbetroffene GrundstÃ¼ck in der Zone III A (Landschaftsschutzzone). Ãberdies befindet es sich seit 1983 inmitten einer Landschaft von nationaler Bedeutung (Verordnung Ã¼ber das Bundesinventar der Landschaften und NaturdenkmÃ¤ler vom 10. August 1977 [VBLN], Anhang). Schliesslich ist es in der Liste der Moorlandschaften von besonderer SchÃ¶nheit und von nationaler Bedeutung als Objekt 07 aufgefÃ¼hrt (Verordnung Ã¼ber den Schutz der Moorlandschaften von besonderer SchÃ¶nheit und von nationaler Bedeutung vom 1. Mai 1996 [Moorlandschaftsverordnung], Anhang 1).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen bringen insbesondere vor, dass es fraglich sei, ob die Schutzverordnung K-Gebietâ die nationale Bedeutung der geschÃ¼tzten Landschaft in adÃ¤quater Weise wiedergebe. So schreibe Art. 23c NHG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 und Art. 5 Abs. 2 lit. a und c der Moorlandschaftsverordnung vor, dass die land- und forstwirtschaftliche Nutzung lediglich in dem Umfang zulÃ¤ssig sei, wie sie vor dem 1. Juni 1983 ausgeÃ¼bt worden sei. Dies bedeute in erster Linie, dass keine Intensivierung gegenÃ¼ber der damaligen Nutzung stattfinde. Es handle sich dabei um eine eingeschrÃ¤nkte Besitzstandsgarantie. GrundsÃ¤tzlich seien Neu- und Erweiterungsbauten nur zulÃ¤ssig, wenn sie der Erhaltung der typischen Eigenheiten der Moorlandschaft nicht widersprÃ¤chen.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.1 </b>ZunÃ¤chst ist abermals zu wiederholen, dass die ZulÃ¤ssigkeit des Schaugartens und des Lagerplatzes nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden (vgl. E. 2.2â3). Da die von den BeschwerdefÃ¼hrerinnen beschriebene Intensivierung der Nutzung insbesondere diese beiden Anlagen betrifft, ist nicht weiter darauf einzugehen, ob diese Nutzung noch mit der Bundesgesetzgebung vereinbar ist. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.2 </b>Durch die Aufnahme eines Objektes von nationaler Bedeutung in ein Inventar des Bundes wird dargetan, dass es in besonderem Mass die ungeschmÃ¤lerte Erhaltung, jedenfalls aber unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder angemessenen Ersatzmassnahmen die grÃ¶sstmÃ¶gliche Schonung verdient (Art. 6 Abs. 1 NHG). GemÃ¤ss § 3 der kantonalen Verordnung Ã¼ber den Natur- und Heimatschutz und Ã¼ber kommunale ErholungsflÃ¤chen vom 20. Juli 1977 (Natur- und Heimatschutzverordnung) sind bei Fragen des Natur- und Heimatschutzes die entsprechenden Inventare des Bundes beizuziehen.</p> <p class="Erwgung3">Folglich bedeutet die Aufnahme des K-Gebiets in ein Bundesinventar, dass Bund und Kantone verpflichtet sind, bei der ErfÃ¼llung ihrer Aufgaben auf die ungeschmÃ¤lerte Erhaltung dieses Objekts RÃ¼cksicht zu nehmen. Die Aufnahme dieses Objekts in ein Verzeichnis heisst andererseits nicht, dass sich am bestehenden Zustand Ã¼berhaupt nichts mehr Ã¤ndern darf. Dessen Zustand soll aber gesamthaft betrachtet unter dem Gesichtspunkt des Natur- und Heimatschutzes nicht verschlechtert werden (vgl. BBl 1965 III 103). An- und Umbauten von bestehenden Bauten sind somit grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig, soweit keine Verschlechterung des Zustands des geschÃ¼tzten Objekts eintritt.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.3 </b>Sodann enthÃ¤lt die Bundesgesetzgebung die GrundsÃ¤tze und Zielsetzung zum Natur- und insbesondere Moorlandschaftsschutz, wÃ¤hrenddem die Kantone, die grundsÃ¤tzlich fÃ¼r Natur- und Heimatschutz zustÃ¤ndig sind (Art. 78 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV]), fÃ¼r die Konkretisierung und Durchsetzung der Schutzziele zu sorgen haben. Sie treffen Ã¼berdies die zweckmÃ¤ssigen Schutz- und Unterhaltsmassnahmen (vgl. Art. 23c Abs. 2 NHG). FÃ¼r das K-Gebiet hat der Kanton ZÃ¼rich solche Massnahmen in der besagten Schutzverordnung festgehalten. Das in der kantonalen Verordnung erwÃ¤hnte Schutzziel der umfassenden und ungeschmÃ¤lerten Erhaltung der Schutzobjekte (Ziff. 3 der Schutzverordnung) entspricht dabei dem Bundesrecht (vgl. Art. 23c Abs. 1 NHG; Art. 4 Abs. 1 lit. a und b der Moorlandschaftsverordnung). </p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.4 </b>Die in der Schutzverordnung beschriebenen Landschaftsschutzzonen dienen der ungestÃ¶rten Erhaltung der landschaftlichen Eigenart des Gebiets. Die Zone III A soll ausserhalb bestehender Siedlungsbereiche zum Schutz des Landschaftsbilds von neuen Bauten und Anlagen freigehalten werden (Ziff. 3 der Schutzverordnung, <i>Zone III A und III B Landschaftsschutzzonen)</i>. FÃ¼r die bestehenden Landwirtschaftsbetriebe in der Zone III A sind Neu- und Umbauten in den bestehenden Betriebszentren zulÃ¤ssig. Eine Bewilligung darf nur erteilt werden, wenn die vorgesehenen Massnahmen fÃ¼r die AusÃ¼bung der Land- und Forstwirtschaft oder den Unterhalt von FlÃ¤chen im Schutzgebiet notwendig sind, sich gut in das Landschaftsbild einfÃ¼gen und den Wert des Schutzgebiets nicht vermindern (Ziff. 5 Abs. 1 und 3 der Schutzverordnung K-Gebiet). Diese Regelungen stimmen mit Art. 23d Abs. 1 und 2 lit. a NHG Ã¼berein. Letztere Bestimmung lÃ¤sst ausdrÃ¼cklich eine landwirtschaftliche Nutzung in Moorlandschaften zu, soweit sie dem Erhalt der fÃ¼r die Moorlandschaften typischen Eigenheiten nicht widersprechen. Da die in Ziff. 5 der Schutzverordnung K-Gebiet beschriebenen Voraussetzungen fÃ¼r die ZulÃ¤ssigkeit von Neu- und Umbauten in bestehenden Betriebszentren keine Intensivierung der Nutzung erlauben, sondern vielmehr auf die bundesrechtlichen Schutzziele ausgerichtet sind (vgl. Art. 4 der Moorlandschaftsverordnung), ist schliesslich nicht zu erkennen, inwiefern die besagte Schutzverordnung die bundesrechtlichen Vorgaben nicht in adÃ¤quater Weise wiedergeben sollte. Art. 5 Abs. 2 lit. c der Moorlandschaftsverordnung, der den Kantonen vorschreibt, dafÃ¼r zu sorgen, dass die nach Art. 23d Abs. 2 NHG zulÃ¤ssige Gestaltung und Nutzung der Erhaltung der fÃ¼r die Moorlandschaften typischen Eigenheiten nicht widersprechen, erscheint vom Verordnungsgeber im konkreten Fall somit berÃ¼cksichtigt worden zu sein.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen fÃ¼hren schliesslich aus, dass weder die einschlÃ¤gige Bundesgesetzgebung noch die kantonale Schutzverordnung neben der Land- und Forstwirtschaft ausdrÃ¼cklich den produzierenden Gartenbau erwÃ¤hnten, wÃ¤hrend im Raumplanungs- und Landwirtschaftsrecht der GemÃ¼se- und Gartenbau regelmÃ¤ssig in einem Zug mit der Land- und allenfalls der Forstwirtschaft genannt wÃ¼rden. Es sei demnach von einem qualifizierten Schweigen des Gesetzgebers und damit â unter Vorbehalt der Besitzstandsgarantie â von einem grundsÃ¤tzlichen Verbot gartenbaulicher Nutzungen in den Schutzzonen auszugehen.</p> <p class="Erwgung2">Beim Begriff der Landwirtschaft handelt es sich allgemein um die haupt- oder nebenberuflich betriebene Urproduktion, mit Einbezug der bÃ¤uerlichen Tierhaltung (Leo SchÃ¼rmann, Wirtschaftsverwaltungsrecht, 3. A., Bern 1994, S. 168; Hans Maurer, Naturschutz in der Landwirtschaft als Gegenstand des Bundesrechts, Diss. ZÃ¼rich 1995, S. 16). Als landwirtschaftliches Gewerbe gilt eine Gesamtheit von landwirtschaftlichen GrundstÃ¼cken, Bauten und Anlagen, die als Grundlage der landwirtschaftlichen Produktion dient und zu deren Bewirtschaftung, wenn sie landesÃ¼blich ist, mindestens eine Standardarbeitskraft nÃ¶tig ist. Unter den gleichen Voraussetzungen gelten auch Betriebe des produzierenden Gartenbaus als landwirtschaftliches Gewerbe (Art. 7 Abs. 1 und Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 Ã¼ber das bÃ¤uerliche Bodenrecht [BGBB]). Dass die Natur- und Heimatschutzgesetzgebung den Begriff des landwirtschaftlichen Betriebs nicht auch in diesem Sinn versteht und aufgrund der fehlenden Nennung des Gartenbaus diese Produktionsart nicht zulassen wÃ¼rde, ist zu verneinen. WÃ¼rde man der Argumentation der BeschwerdefÃ¼hrerinnen folgen, wÃ¤re es insbesondere fraglich, ob die Tierhaltung als Teilbereich der Landwirtschaft ebenfalls verboten wÃ¤re, da nicht daselbst in den naturschutzrechtlichen Erlassen erwÃ¤hnt. HÃ¤tte der Gesetzgeber ein entsprechendes Verbot gewollt, ist aufgrund von dessen Tragweite darauf zu schliessen, dass ein solches ausdrÃ¼cklich im Gesetz verankert worden wÃ¤re. Abgesehen davon, dass die infrage stehende Baumschule bereits seit den 1960er Jahren betrieben wird und somit Bestandesschutz geniesst, ist davon auszugehen, dass die landwirtschaftliche Nutzung durch Gartenbau in Moorlandschaften â unter Beachtung der Erhaltung der fÃ¼r diese Landschaften typischen Eigenheiten â grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig ist (vgl. Art. 23d Abs. 2 lit. a NHG).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Im Folgenden bleibt zu prÃ¼fen, ob die Bauvorhaben den in der bundesrechtskonformen Schutzverordnung K-Gebiet aufgefÃ¼hrten Voraussetzungen entsprechen (siehe Ziff. 5 Abs. 3; E. 5.2.4). Vorliegend besteht eine Baumschule mit Betriebszentrum, sodass Neu- und Umbauten grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig sind. Die Notwendigkeit der nachgesuchten Anbauten und der Umnutzung der Remise fÃ¼r die dort bestehende Baumschule wurde bereits bejaht (siehe E. 4.2.4, 4.3.1â3), weshalb den Fragen noch nachzugehen ist, ob sich die streitbetroffenen Bauten gut in das Landschaftsbild einfÃ¼gen und den Wert des Schutzgebiets nicht vermindern.</p> <p class="Erwgung2">DiesbezÃ¼glich sind die BeschwerdefÃ¼hrerinnen der Meinung, dass der Schaugarten offensichtlich nicht dem Landschaftscharakter entspreche, wie ihn die Schutzverordnung und Inventare erhalten wollten. Ebenso wenig kÃ¶nne dies von der geplanten teilverglasten Ausstellungshalle mit einem Rauminhalt von rund 550 m<sup>3</sup> behauptet werden. Die beiden Bauten liessen jeden Gestaltungswillen und eine einigermassen harmonische Einpassung in das GelÃ¤nde vermissen. Der grossflÃ¤chig verglaste Vorbau sei untypisch und im Verbund mit der banalen Bauweise der beiden gegeneinander gestellten Pultdachbauten geradezu hÃ¤sslich. Das Bauvorhaben habe keine gute Gestaltung.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.4.1 </b>Bei der Frage, ob sich die geplanten Bauten in das Landschaftsbild einfÃ¼gen, sind die Anforderungen von § 238 PBG zu beachten. Dabei sind Bauten, Anlagen und Umschwung fÃ¼r sich und in ihrem Zusammenhang mit der baulichen und landwirtschaftlichen Umgebung im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird. Diese Anforderung gilt auch fÃ¼r Materialien und Farben (Abs. 1). Auf Objekte des Natur- und Heimatschutzes ist speziell RÃ¼cksicht zu nehmen (Abs. 2). § 238 Abs. 2 PBG bezweckt dabei nicht, dass neue Bauten und Bauteile von einem inventarisierten Objekt aus nicht wahrgenommen werden dÃ¼rfen. Vielmehr geht es darum, dass die Wahrnehmung der Inventarobjekte von Drittstandorten aus betrachtet durch neu zu erstellende Bauten nicht in Ã¼bermÃ¤ssiger Weise beeintrÃ¤chtigt werden (VGr, VB.2009.00472, 30. Juni 2010, E. 7.6.2, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Urteilstext">Der Beurteilung, ob ein Bauvorhaben die Gestaltungsanforderungen von § 238 Abs. 1 und 2 PBG erfÃ¼llt, ist eine objektive Betrachtungsweise zugrunde zu legen (VGr, 18. Juni 1997, BEZ 1997 Nr. 23, E. 4b/aa; BGr, 28. Oktober 2002, 1P.280/2002, E. 3.5.2, www.bger.ch). Dabei ist eine umfassende WÃ¼rdigung aller massgebenden Gesichtspunkte vorzunehmen (VGr, 2. MÃ¤rz 2000, BEZ 2000 Nr. 17, E. 5 und 6b; Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, 3. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 654).</p> <p class="Erwgung2">Da dem Verwaltungsgericht im Gegensatz zu den Vorinstanzen nur Rechtskontrolle zukommt (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 VRG), gilt es vorliegend lediglich zu prÃ¼fen, ob die Rekursinstanz die Ã¤sthetische WÃ¼rdigung durch die kommunale BaubehÃ¶rde zu Recht fÃ¼r vertretbar halten durfte. Dagegen ist es nicht Aufgabe des Verwaltungsgerichts, eine eigene umfassende Beurteilung der Gestaltung und der Einordnung des Bauvorhabens vorzunehmen; damit wÃ¼rde es seine eigene Kognition Ã¼berschreiten (BGr, 21. Juni 2005, 1P.678/2004, E. 4, ZBl 107/2006, S. 434 ff.).</p> <p class="Erwgung3"><b>5.4.2 </b>Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass das GebÃ¤ude insgesamt zurÃ¼ckhaltend in Erscheinung trete. Durch die Konzentration der Neubauten auf die bestehende Remise falle die Erweiterung optisch geringstmÃ¶glich ins Gewicht. Dadurch ordneten sich die Anbauten aus der Fernsicht in die bestehende Umgebung und in die Landschaft ein. In gestalterischer Hinsicht seien die Anbauten schlicht gehalten. Es handle sich im konkreten Fall um einfache Zweckbauten. Der sÃ¼dÃ¶stliche Anbau verfÃ¼ge zweckgemÃ¤ss Ã¼ber eine relativ grosse GlasflÃ¤che. Durch ihre zurÃ¼ckhaltende Gestaltung und Konzentration auf die bestehenden Bauten ordneten sich aber beide Anbauten ohne Weiteres rechtsgenÃ¼gend in die Landschaft ein. Jedenfalls habe die Vorinstanz mit der Erteilung der baurechtlichen Bewilligung im Rahmen des ihr in Einordnungsfragen zustehenden Ermessens gehandelt. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.4.3 </b>Vorliegend ist nur Ã¼ber die Einordnung der nachgesuchten Bauten im Landschaftsbild zu befinden, weshalb nicht weiter auf die Frage einzugehen ist, ob der Schaugarten dem Landschaftscharakter entspreche. Im Rahmen der dem Verwaltungsgericht zustehenden Kognition und unter Hinweis auf den von der Vorinstanz durchgefÃ¼hrten Augenschein sind sodann die im Rekursentscheid enthaltenen ErwÃ¤gungen, die sich mit der Angelegenheit gesamthaft und in objektiver Weise auseinandersetzen, nicht zu beanstanden. Dass der verglaste Anbau im Verbund mit der banalen Bauweise der beiden gegeneinander gestellten Pultdachbauten geradezu hÃ¤sslich sei, stellt ein persÃ¶nliches Empfinden der BeschwerdefÃ¼hrerinnen dar und ist fÃ¼r die rechtliche WÃ¼rdigung nicht entscheidend. Zu wiederholen bleibt, dass die Verglasung der besagten Baute der Nutzung des Rauminhalts als vorÃ¼bergehender Einstellunterstand fÃ¼r witterungsempfindliche Pflanzen entspricht. Der Umfang der verglasten FlÃ¤che fÃ¤llt nicht Ã¼berdimensioniert aus. Da der streitbetroffene Anbau ansonsten dem schlichten Stil der Ã¼brigen Bauten angepasst ist (abgeschrÃ¤gtes Welleternit-Flachdach und HolzwÃ¤nde; vgl. act. 11/12/7, act. 11/12/11 S. 2), ordnet er sich â zusammen mit den anderen Bauten â in die Landschaft ein. Unter diesen UmstÃ¤nden erscheint mit der Erstellung der nachgesuchten Bauten schliesslich auch der Wert des Schutzgebiets nicht vermindert.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b>Somit ergeben sich keine Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen Interessen im Sinn von Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV, die den Bauvorhaben entgegenstehen wÃ¼rden.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Baubewilligung fÃ¼r die beiden Anbauten, die Umbauten sowie die Umnutzung der bestehenden Remise zu Recht erfolgte. Es ist jedoch nochmals darauf hinzuweisen, dass der verglaste, sÃ¼dÃ¶stlich gelegene Anbau und die gewÃ¼nschte Umnutzung der Remise nur fÃ¼r das zeitweilige Einstellen von vereinzelten witterungsempfindlichen Pflanzen bzw. als Topfhalle benutzt werden darf. Die Beschwerde erweist sich daher als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten den BeschwerdefÃ¼hrerinnen aufzuerlegen, und zwar unter solidarischer Haftung fÃ¼r den ganzen Betrag (§ 65a Abs. 1 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 und § 14 VRG; vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 14 N. 3).</p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>GemÃ¤ss § 65a Abs. 1 in Verbindung mit § 17 Abs. 2 VRG kann die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners verpflichtet werden, wenn die rechtsgenÃ¼gende Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen besonderen Aufwand erforderte oder den Beizug eines Rechtsbeistandes rechtfertigte (lit. a) oder ihr Rechtsbegehren oder die angefochtene Anordnung offensichtlich unbegrÃ¼ndet waren (lit. b). Sehen sich im Verfahren private Parteien mit gegensÃ¤tzlichen Begehren gegenÃ¼ber, wird die EntschÃ¤digung in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt (§ 17 Abs. 3 VRG). </p> <p class="Urteilstext">Den BeschwerdefÃ¼hrerinnen steht eine ParteientschÃ¤digung nicht zu. Hingegen ist eine solche in Anwendung von § 70 in Verbindung mit § 17 Abs. 2 lit. a VRG der Beschwerdegegnerin 3 zuzusprechen. Angemessen ist eine solche in der HÃ¶he von Fr. 2'000.-.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 120.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'120.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrerinnen je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r den ganzen Betrag.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrerinnen 1 und 2 werden verpflichtet, der Beschwerdegegnerin 3 innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids eine ParteientschÃ¤digung in der HÃ¶he von je Fr. 1'000.- zu entrichten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lau-sanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung anâ¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>