<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA] </div> <div class="para">I 8/00 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>IV. Kammer </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Borella, Rüedi und Bundesrichterin Leuzinger; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Fessler </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Urteil vom 25. Februar 2000 </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.________, 1945, Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, Zürich, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> A.- Der 1945 geborene, an einem Keratokonus beidseits </div> <div class="para">leidende A.________ bezog ab 8. Januar 1979 Kontaktlinsen </div> <div class="para">links und rechts als Hilfsmittel (Verfügung vom 8. März </div> <div class="para">1979). Nachdem die Anspruchsberechtigung gemäss Mitteilung </div> <div class="para">vom 26. Oktober 1994 "bis 31.08.2004 (Revision) " verlängert </div> <div class="para">worden war, lehnte die IV-Stelle des Kantons Zürich unter </div> <div class="para">Hinweis auf eine am 1. März 1996 in Kraft getretene Verord- </div> <div class="para">nungsänderung mit Verfügung vom 8. Januar 1997 die weitere </div> <div class="para">Übernahme der Kosten für Kontaktlinsen ab 1. Februar 1997 </div> <div class="para">ab. Und mit vom 9. Januar 1997 datierender Verfügung ver- </div> <div class="para">neinte die Verwaltung auch den Anspruch auf Abgabe von Le- </div> <div class="para">sebrillen als Hilfsmittel und beschied ein entsprechendes </div> <div class="para">Kostenübernahmegesuch abschlägig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> B.- Gegen beide Verfügungen erhob A.________ Be- </div> <div class="para">schwerde, welche das Sozialversicherungsgericht des Kantons </div> <div class="para">Zürich mit (einzelrichterlichem) Entscheid vom 9. Septem- </div> <div class="para">ber 1998 abwies. Mit Urteil vom 21. Oktober 1999 hiess das </div> <div class="para">Eidgenössische Versicherungsgericht die hiegegen einge- </div> <div class="para">reichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde gut und wies die Sa- </div> <div class="para">che zu neuer Entscheidung in richtiger (Kammer-) Besetzung </div> <div class="para">an die Vorinstanz zurück. </div> <div class="para"> Mit Entscheid vom 23. November 1999 wies das kantonale </div> <div class="para">Gericht (III. Kammer) die Beschwerde gegen die Verfügungen </div> <div class="para">vom 8. und 9. Januar 1997 erneut ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> C.- A.________ führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit </div> <div class="para">dem Rechtsbegehren, es sei der kantonale Entscheid auf- </div> <div class="para">zuheben und "die Kostengutsprache für Kontaktlinsen und </div> <div class="para">weitere medizinische Eingliederungsmassnahmen (...) wei- </div> <div class="para">terhin durch die IV zu übernehmen". </div> <div class="para"> Die IV-Stelle beantragt Abweisung der Verwaltungs- </div> <div class="para">gerichtsbeschwerde. Das Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para">hat sich nicht vernehmen lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 1.- Im Streite liegt der Anspruch auf Abgabe von Kon- </div> <div class="para">taktlinsen ab 1. Februar 1997 und zusätzliche Sehbrillen </div> <div class="para">zu Lasten der Invalidenversicherung. Soweit in der Verwal- </div> <div class="para">tungsgerichtsbeschwerde auch medizinische Eingliederungs- </div> <div class="para">massnahmen beantragt werden, ist auf dieses Begehren man- </div> <div class="para">gels eines Anfechtungsgegenstandes nicht einzutreten </div> <div class="para">(Erw. 1a des in BGE 125 V noch nicht publizierten Urteils </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>I. vom 14. Juni 1999 [I 84/97] mit Hinweisen).</i> </div> <div class="para"> 2.- Nach Ziff. 7.01* des Anhangs zur Verordnung über </div> <div class="para">die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung </div> <div class="para">(HVI), erlassen durch das Eidgenössische Departement des </div> <div class="para">Innern gestützt auf <span class="artref">Art. 14 IVV</span> und <span class="artref">Art. 21 Abs. 4 IVG</span>, </div> <div class="para">können Brillen abgegeben werden, sofern sie eine wesent- </div> <div class="para">liche Ergänzung medizinischer Eingliederungsmassnahmen dar- </div> <div class="para">stellen. An dieselbe Voraussetzung ist laut Ziff. 7.02* des </div> <div class="para">in der ab 1. März 1996 geltenden, vorliegend anwendbaren </div> <div class="para">Fassung auch die Abgabe von Kontaktlinsen gebunden (vgl. </div> <div class="para">BGE 124 V 7 zur Gesetzmässigkeit dieser Bestimmung, soweit </div> <div class="para">im Unterschied zur früheren Regelung bei hochgradigem ir- </div> <div class="para">regulärem Astigmatismus und Keratokonus kein selbstständi- </div> <div class="para">ger Anspruch auf Abgabe von Kontaktlinsen als Hilfsmittel </div> <div class="para">mehr besteht). </div> <div class="para"> Vor Inkrafttreten der Änderung von Ziff. 7.02 * HVI An- </div> <div class="para">hang erlassene, damit in Widerspruch stehende Verfügungen </div> <div class="para">sind nach den Regeln über die Anpassung von rechtskräftig </div> <div class="para">festgelegten Dauerrechtsverhältnissen aufzuheben (BGE 121 V </div> <div class="para">161 f. Erw. 4a mit Hinweisen; vgl. auch Kieser, Das Verwal- </div> <div class="para">tungsverfahren in der Sozialversicherung, Zürich 1999, </div> <div class="para">S. 301 f. Rz 618 f.). Von diesem Grundsatz abzuweichen, </div> <div class="para">besteht vorliegend nach den zutreffenden Ausführungen der </div> <div class="para">Vorinstanz, auf welche verwiesen wird, kein Anlass. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 3.- Im Lichte dieser vom Beschwerdeführer zu Recht </div> <div class="para">nicht in Frage gestellten Grundsätze ist die vorinstanz- </div> <div class="para">liche Bestätigung der Verfügungen vom 8. und 9. Januar </div> <div class="para">1997, wonach kein Anspruch auf Abgabe von Lesebrillen und </div> <div class="para">(ab 1. Februar 1997) auf Kontaktlinsen zu Lasten der Inva- </div> <div class="para">lidenversicherung besteht, von Bundesrechts wegen nicht zu </div> <div class="para">beanstanden, ist doch unbestrittenermassen bisher keine </div> <div class="para">medizinische Eingliederungsmassnahme im Sinne von <span class="artref">Art. 12 </span></div> <div class="para">IVG an den Augen durchgeführt worden. Soweit in diesem Zu- </div> <div class="para">sammenhang geltend gemacht wird, die Verwaltung habe dies- </div> <div class="para">bezügliche Abklärungen unterlassen, ist auf diesen nicht </div> <div class="para">weiter begründeten Vorwurf, soweit zulässig (vgl. Erw. 1), </div> <div class="para">nicht näher einzugehen. Zu keiner anderen Beurteilung An- </div> <div class="para">lass gibt das in diesem Verfahren eingereichte ärztliche </div> <div class="para">Zeugnis des Dr. med. S.________ vom 23. Dezember 1999. </div> <div class="para">Weder die mit Kontaktlinsen und zusätzlichen Sehbrillen </div> <div class="para">erreichbare Verbesserung der Sehverhältnisse noch deren </div> <div class="para">Notwendigkeit zur Ausübung einer beruflichen Tätigkeit </div> <div class="para">vermögen das fehlende Anspruchserfordernis der wesentlichen </div> <div class="para">Ergänzung einer medizinischen Eingliederungsmassnahme (vgl. </div> <div class="para">Art. 21 Abs. 1 zweiter Satz IVG) zu ersetzen. Schliesslich </div> <div class="para">stellt die Abgabe dieser Gegenstände selber entgegen der </div> <div class="para">offenbaren Auffassung des Beschwerdeführers keine solche </div> <div class="para">Vorkehr dar. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, so- </div> <div class="para"> weit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversiche- </div> <div class="para"> rungsgericht des Kantons Zürich, der Ausgleichskasse </div> <div class="para"> des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialver- </div> <div class="para"> sicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 25. Februar 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der IV. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>