Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 23. Mai 2013 (725 10 317 / 101) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Gerichtszugachten massgebend Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichterin El isabeth Berger Götz, Kantonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch N atalie Matiaska, Advo- katin, Anton von Blarerweg 2, 4147 Aesch gegen SUVA , Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde- gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 106, 4053 Basel Betreff Leistungen A. Der 1960 geborene A.____ war vom 1. August 1986 b is 31. März 2008 bei der Firma B.____ als Rohrnetzmonteur angestellt und durch die A rbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen di e Folgen von Unfällen und Berufs- krankheiten versichert. Am 5. Januar 2006 stürzte A.____ be im Ausstieg aus der Badewanne. Dabei kam es zu einer Kontusion der vorgeschädigten recht en Schulter und in der Folge zu mehreren operativen Eingriffen. Am 11. Januar 2009 zog sich A.____ bei einem weiteren Sturz eine Distorsion des rechten Kniegelenks zu. Die SUVA erb rachte die gesetzlichen Leistungen Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht (Heilbehandlung, Taggelder). Mit Verfügung vom 16. April 2010 sprach sie A.____ie Folgen der Unfälle vom 5. Januar 2006 und 11. Januar 2009 gestü tzt auf einen IV-Grad von 37% mit Wir- kung ab 1. Mai 2010 eine Rente und eine Integritätsen tschädigung aufgrund einer Integritäts- einbusse von insgesamt 35% (Schulterverletzung 15%, Knieverletzung 20%) zu. Daran hielt sie auch auf Einsprache des Versicherten hin mit Entscheid vom 24. September 2010 fest. B. Hiergegen erhob A.____reten durch Advokatin Natali e Matiaska, am 26. Oktober 2010 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicheru ngsrecht (Kantonsgericht). Er be- antragte, in Aufhebung des Einspracheentscheides vom 24 . September 2010 sei ihm mit Wir- kung vom 1. Mai 2010 eine Rente auf der Basis eines IV-Grades von 63% zuzusprechen. Even- tualiter sei der Einspracheentscheid aufzuheben und die Angelegenheit zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter o/e- Kostenfolge. In ver- fahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er eine Nachfrist für die Einreichung einer ausführlichen Beschwerdebegründung. Im Rahmen der ergänzenden Beschw erdebegründung vom 9. No- vember 2010 beantragte er, es sei der Einspracheentscheid vom 24. September 2010 aufzuhe- ben und die Angelegenheit zur Vornahme weiterer medi zinischer Abklärungen an die Vorin- stanz zurückzuweisen. Eventualiter sei ihm mit Wirkung ab 1. Mai 2010 eine Rente aufgrund eines IV-Grades von 47% auszurichten; unter o/e- Kostenfol ge. In verfahrensrechtlicher Hin- sicht beantragte er die Durchführung einer Parteiverhan dlung. Die Beschwerde begründete er im Wesentlichen damit, dass der Einspracheentscheid auf unzureichenden medizinischen Un- terlagen beruhe und der Einkommensvergleich nicht korrekt durchgeführt worden sei. C. Mit Vernehmlassung vom 12. Januar 2011 schloss die Be schwerdegegnerin, vertreten durch Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, auf Abweisung der Beschwerde. D. Mit Eingabe vom 16. Juni 2011 liess der Beschwerdefü hrer dem Kantonsgericht den Untersuchungsbericht von Dr. med. C.____, FMH Chirurgi e, vom 2. Mai 2011 und den Bericht des Röntgeninstituts D.____, vom 4. Mai 2011 zu den Akten reichen. Hierzu nahm die Be- schwerdegegnerin am 27. Juni 2011 Stellung. Am 22. Aug ust 2011 reichte der Beschwerdefüh- rer dem Kantonsgericht den Bericht von Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 23. Juni 2011 ein. E. Anlässlich der Parteiverhandlung vom 25. August 2011 gelangte das Kantonsgericht zur Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der A ngelegenheit gestützt auf die vor- handenen medizinischen Akten nicht möglich ist. Es hielt fest, dass sich insbesondere das dem angefochtenen Einspracheentscheid zugrunde liegende Gu tachten des Begutachtungsinstituts F.____ vom 10. September 2009 nicht bzw. nur ungenügen d zu den abweichenden ärztlichen Einschätzungen sowie den Ergebnissen der vom Beschwerdefüh rer absolvierten Arbeitsversu- che äussern würde. In der Folge stellte es den Fall aus und ordnete ein polydisziplinäres Gut- achten an. F. Mit Verfügung vom 19. Dezember 2011 ernannte der Präsident des Kantonsgerichts als Gutachterstelle das Institut G.____. Das Gutachten wurde am 13. September 2012 erstattet. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht G. Mit Eingaben vom 16. Oktober 2012 und 16. November 2012 nahmen die Parteien zum Gutachten vom 13. September 2012 sowie zu allfälli gen Auswirkungen der medizinischen Beurteilung auf den Leistungsanspruch Stellung. H. Zu dem vom Kantonsgericht veranlassten Ergänzungsberich t des Instituts G.____ vom 11. Dezember 2012 liess sich die SUVA am 4. Februar 201 3 vernehmen. Der Beschwerdefüh- rer verzichtete auf eine weitere Stellungnahme. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes ü ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, desse n Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetze s über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent- scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen V ersicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Ver sicherungsgericht desjenigen Kan- tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwer deerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor- liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die ö rtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1 993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein- spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 A TSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Au f die im Übrigen frist- und formge- recht erhobene Beschwerde ist einzutreten. 2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi- cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs- unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt dabei immer voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Invalidität, Integritätse inbusse) ein natürlicher (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen) und ein adäquate r (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis) Kausalzusammenhang besteht. 2.2 Im vorliegenden Verfahren ist unbestritten, dass zwi schen den Unfallereignissen vom 5. Januar 2006 und 11. Januar 2009 und dem eingetrete nen Gesundheitsschaden sowohl ein natürlicher als auch ein adäquater Kausalzusammenhang b esteht. Im vorliegenden Verfahren nicht mehr streitig und deshalb in Teilrechtskraft erwa chsen ist die zugesprochene Integritäts- entschädigung. Streitig und zu prüfen ist aber die Höhe des Rentenanspruchs des Beschwerde- führers. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person unfallbedingt arbeitsunfähig ist. 3.1 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die du rch eine Beeinträchtigung der körper- lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, vo lle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbei t zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Ber uf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt im Wesentlichen mit dem Begriff der Arbeitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hinweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene dies- bezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; heu- te: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen) bleib t folglich weitestgehend anwendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frag e kommenden Arbeitsmarkt zumutbar- erweise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi- alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 3.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilu ng des streitigen Rechtsanspruchs ges- tatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechen den medizinischen Berichten den Pro- zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wü rdigen und die Gründe an- zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die ande re medizinische These abstellt. Hinsicht- lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entsc heidend, ob dieser für die streiti- gen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchunge n beruht, auch die geklagten Be- schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamn ese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa- tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der E xpertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu stellen (vgl. die ausführlichen Zusam- menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein- geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte , welche aufgrund eingehender Be- obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in d ie Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 4. Für die Beurteilung des vorliegenden Falles sind di e folgenden medizinischen Unterla- gen zu berücksichtigen: 4.1 Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. H.____, FMH Chirurgi e, diagnostizierte in seinem Bericht vom 10. April 2008 eine mässige bis schwere Schulterperiat hropathie rechts bei irreparabler Rotatorenmanschettenläsion bei Status nach mehrmaliger R ekonstruktion der Rotatorenman- schette, nach Schraubenentfernung an der rechten Schult er und nach Entfernung sämtlicher Schraub- und Mitek-Anker wegen wahrscheinlicher Titanal lergie. Die Unfallkausalität sei gege- ben. Seit der Entfernung sämtlicher Anker im Humerusk opf gehe es dem Versicherten etwas besser bezüglich der Trigeminusneuralgie und der Probleme an den Beinen. Die Schulterfunkti- on rechts habe sich aber nicht mehr verändert. Die angestammte Tätigkeit als Rohrnetzmonteur sei dem Versicherten nicht mehr zumutbar. Körperlich leich te Tätigkeiten bis zur Brusthöhe sei- en jedoch möglich. Dabei sei darauf zu achten, dass der Versicherte den rechten Arm zeitweilig auf einen Tisch oder Pult aufstützen könne. Zu vermeide n seien repetitive Krafteinsätze des rechten Arms sowie Vibrations- und Schlagbelastungen für den rechten Arm. Wegen der einge- schränkten Haltefunktion rechts seien auch Überkopftätigkeit en oder Arbeiten auf Leitern, Ge- rüsten und auf anderen absturzgefährdeten Positionen n icht mehr zumutbar. Anfänglich sollte die Arbeitszeit einen halben Tag nicht überschreiten. Nach einer Angewöhnungsphase sollte aber die zeitliche Limite aufgehoben werden können. Eine Arbeitserprobung im Kiebitz sei sinn- voll, auch um die Grenzen der Belastbarkeit beurteilen zu können und den Versicherten nicht zu überfordern. 4.2 Im Bericht vom 11. Januar 2009 hielt Dr. H.____ f est, aufgrund der unfallbedingten Restfolgen am rechten Kniegelenk seien dem Versicherten leichte wechselbelastende Tätigkei- ten ganztags zumutbar, wobei die sitzenden Intervalle gegenüber den stehenden und gehenden überwiegen sollten. Nicht mehr zumutbar seien Tätigkeit en in Zwangshaltungen sowie das He- rumgehen in unebenem Gelände. Auch rein stehende ode r gehende Tätigkeiten seien nicht mehr möglich. 4.3 Die IV-Stelle des Kantons Basel-Landschaft (IV-Stel le) beauftragte das Begutachtungs- institut F.____ mit einem Gutachten. Am 10. Septembe r 2009 wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit chronische Schulter-Armbeschwerden rechts (ICD-10 M75.8), chronische Knie- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht schmerzen rechts (ICD-10 M79.66) und ein chronisches zerviko vertebrales Schmerzsyndrom ohne radikuläre Ausfälle (ICD-10 M54.2) diagnostiziert . Aus polymedizinischer Sicht seien dem Versicherten körperlich andauernd mittelschwer bis schwer be lastende Tätigkeiten seit Novem- ber 2005 nicht mehr zumutbar. Körperlich leichte bis in termittierend mittelschwere angepasste Tätigkeiten seien aber zu 100% möglich. 4.4 Nachdem das Kantonsgericht weitere medizinische Abklä rungen für notwendig erach- tete, liess es den Versicherten beim Institut G.____ beg utachten. Am 13. September 2012 wur- den ein chronisches Schmerzsyndrom an der rechten Schult er und am rechten Knie, ein chro- nisch intermittierendes cervikovertebrales Syndrom, ein atypischer Gesichtsschmerz mit rechts- seitigen Kontrakturen der Gesichtsmuskulatur, Sensibilitä tsstörungen der rechten unteren Ex- tremität, eine wahrscheinlich anlagebedingte kleine Syri nx, eine Polyallergie, ein Status nach vasovagaler Synkope und nach einem Wolff-Parkinson-White- Syndrom (WPW-Syndrom), ein Diabetes mellitus Typ 2, eine Adipositas, ein Verdacht auf eine chronisch obstruktive Lungener- krankung (COPD), einen Status nach Vitamin-D-Insuffizien z, eine maladaptive Schmerzverar- beitungsstörung mit Selbstlimitierung, eine Somatisieru ngs- und Panikstörung sowie ein Ver- dacht auf eine Konversionsstörung (ICD-10 F44.0) diagno stiziert. Der Versicherte leide unfall- bedingt an einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung der rechten Schulter. Am rechten Knie bestehe zudem ein chronisches Schmerzsyndrom. Die Sch ulterproblematik sei auf die irreparable Rotatorenmanschettenruptur rechts zurückzufüh ren. Die therapieresistenten Schmerzen am rechten Kniegelenk stünden im Zusammenhang mit der Femurosteonekrose. In neurologischer Hinsicht seien keine unfallbedingten gesundheitlichen Störungen im Bereich von Schulter und Knie festzustellen. Aus psychiatrischer Sicht b estünden eine maladaptive Schmerzverarbeitung mit Selbstlimitierung. Es sei aber nicht von einer psychischen Störung mit Krankheitswert und Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit auszugehen. Die bisherige körperlich belas- tende Tätigkeit als Rohrnetzmonteur sei dem Versicherten aus orthopädischen Gründen nicht mehr zumutbar. Körperlich leichte, adaptierte Tätigkei ten auf Tischhöhe, ohne Überkopfarbei- ten, ohne Kraftanwendungen mit dem rechten Arm seien aber möglich. Die Tätigkeit sollte wechselbelastend sein, abwechselnd sitzend, gehend und ste hend, wobei die sitzenden Inter- valle überwiegen sollten. Die Einschränkung für eine solche Tätigkeit sei in Folge der irreparab- len Schulterproblematik und in Folge der posttraumatisc hen Kniegelenksosteonekrose und Arthrose aus orthopädischer Sicht mit 30% zu veranschla gen. Im Unterschied zur Beurteilung im Begutachtungsinstitut F.____ vom 10. September 200 9 sei davon auszugehen, dass der Versicherte aufgrund der schmerzhaften Bewegungseinschrän kung der rechten Schulter auch in adaptierten Tätigkeiten vermehrt auf Pausen angewi esen sei, zudem sei er in seinem Ar- beitstempo verlangsamt und der rechte Arm sei nicht norma l einsetzbar. Ausserdem müsse der Versicherte bei manuellen Tätigkeiten auf den linken Ar m ausweichen, was erfahrungsgemäss zu einer zusätzlichen Einschränkung führe. Invalidisierend e Schmerzen würden auch von den destruktiven Kniegelenksveränderungen rechts verursacht. 4.5 In ihrer Stellungnahme vom 16. November 2012 zum Gutachten des Instituts G.____ liess die SUVA dem Kantonsgericht den Bericht von PD Dr. med. I.____, FMH Orthopädische Chirurgie, vom 6. November 2012 zukommen. Demnach wür den die geringen aktiven Werte des Bewegungsausmasses für eine Funktionsschwäche der Kraft übertragung der Muskulatur Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht über die Sehnen auf den Oberarmknochen sprechen, wie dies bei einem Abriss von Sehnen auch zu erwarten sei. Die passiv deutlich besseren Werte se ien ein klarer Hinweis auf eine ei- nerseits sehr erfreuliche Freiheit des Gelenkspiels, was eine sogenannte frozen shoulder aus- schliesse, und andererseits auf eine bemerkenswerte Beschw erdearmut des Versicherten. Das aktive Bewegungsausmass sei ausreichend, um den Erforderni ssen im Rahmen der detailliert beschriebenen angepassten Tätigkeiten zu entsprechen. D em Umstand, dass der rechte Arm nicht normal eingesetzt werden könne und daraus gesamth aft eine gewisse Einschränkung re- sultiere, würden durch die weitreichenden und detaill iert beschriebenen Einschränkungen der Zumutbarkeit bereits Rechnung getragen. Dem Gutachten des Instituts G.____ seien keine Hin- weise zu entnehmen, dass sich die Situation im Vergleich zu den vorbestehenden Beurteilun- gen wesentlich geändert hätte. Nach den allgemein ane rkannten DOT-Kategorien werde unter einer leichten körperlichen Tätigkeit eine Arbeit mit Heben und Tragen von Lasten bis 10 kg verstanden. Die Beurteilung im Gutachten des Instituts G.____, wonach körperlich leichte Tä- tigkeiten "ohne Kraftanwendungen" zumutbar seien, sei d eshalb nicht nachvollziehbar, weil ein Heben und Tragen von Lasten ohne Kraftanwendungen nicht zu bewältigen sei. 4.6 In ihrer Stellungnahme vom 11. Dezember 2012 zum Bericht von PD Dr. I.____ vom 6. November 2012 führten die Gutacher des Instituts G.__ __ aus, dem Versicherungsmediziner sei insofern beizupflichten, dass nicht von einer frouzen sho ulder auszugehen sei. Nicht nach- vollziehbar sei aber dessen Aussage, dass das Ausmass der pa ssiven Bewegungsprüfung für eine Beschwerdearmut und für ein freies Gelenkspiel spr echen würde. Nehme man den Unter- suchungsbefund bzw. die Beobachtung von PD Dr. I.____ al s alleiniges Kriterium für die Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit, sei von der Annahme ausz ugehen, der Versicherte verspüre bei Bewegungen unterhalb des erreichten Ausmasses keine Beschw erden. Damit würden die vom Versicherten geklagten Ruheschmerzen in Frage gestellt, w as nicht nachvollziehbar sei. Es bestünden mehrere Gründe, dem Versicherten eine Einschr änkung der Arbeitsfähigkeit von 30% in adaptierten Tätigkeiten zu attestieren: Bedingt durch die irreparable Rotatorenman- schettenruptur und den dadurch entstandenen Kapseldefe kt sei es nicht nur zu einem schmerzhaften bewegungs- und belastungsabhängigen Zustan d gekommen, sondern auch zu einem permanenten Schmerz im Ruhezustand. Hinzu komme d ie Tatsache, dass der Versi- cherte bei der passiven Bewegungsprüfung deshalb ein be sseres Bewegungsausmass errei- che, weil die betroffene Extremität vom Untersucher gestützt und damit eine aktive, schmerzen- de Innervation ausgeschaltet werde. Bei den aktiven tägli chen Bewegungen ohne Führung durch eine Fremdperson sei aber davon auszugehen, dass die Schmerzen bei einer aktiven Bewegung früher und eher auftreten als bei einer passiven Bewegung unter Führung durch eine Fremdperson. Der bestehende anatomische Schaden führe erfahrungsgemäss nicht nur zu Schmerzen beim Versuch, den Arm aktiv vom Körper abzuheb en, sondern auch zu Schmerzen im Ruhezustand, wie dies vom Versicherten glaubhaft geschi ldert werde. Zudem sei davon auszugehen, dass auch die operativen Eingriffe zu wieder holten schmerzbildenden Gewebs- traumatisierungen geführt hätten. Schliesslich seien bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auch die Dauerschmerzen am rechten Knie zu berücksichtigen. 5. Wie oben (vgl. E. 3.3 hiervor) ausgeführt, ist hin sichtlich des Beweiswertes eines Arzt- berichtes entscheidend, ob der Bericht für die streitig en Belange umfassend ist, auf allseitigen Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden b erücksichtigt, in Kenntnis der Vor- akten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Das Gutachten des Inst ituts G.____ vom 13. September 2012 beruht auf eingehenden Untersuchungen des Versiche rten und berücksichtigt die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte. Zudem g ingen die Gutachter auf die Be- schwerden des Versicherten ein und vermitteln ein hinrei chendes Bild über dessen Gesund- heitszustand. Es wird deutlich, dass der Versicherte in ort hopädischer Hinsicht unfallbedingt an einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung der rechten Sc hulter leidet und die Schulter- problematik auf die irreparable Rotatorenmanschettenr uptur rechts zurückzuführen ist. Zudem besteht ein chronisches Schmerzsyndrom am rechten Knie, wob ei die therapieresistenten Schmerzen im Zusammenhang mit einer Femurosteonekrose st ehen. Aus neurologischer Sicht sind keine unfallbedingten gesundheitlichen Störungen im Bereich von Schulter und Knie fest- gestellt worden. Auch aus psychiatrischer Sicht besteht ke ine psychische Störung mit Krank- heitswert. Die fachärztliche Einschätzung der Arbeitsfähi gkeit ist zudem nachvollziehbar be- gründet und es ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdef ührer die körperlich belastende Tätigkeit als Rohrnetzmonteur beschwerdebedingt nicht m ehr möglich ist. Hingegen sind ihm angepasste Verweistätigkeiten im Umfang von 70% zumutba r. In Bezug auf die Diskrepanzen zu den anderen ärztlichen Beurteilungen, insbesondere a uch zum Gutachten des Begutach- tungsinstituts F.____ vom 10. September 2009 und zur Stellungnahme von PD Dr. I.____ vom 6. November 2012, welche dem Versicherten für Verweistät igkeiten eine 100%ige Arbeitsfähig- keit attestieren, äussern sich die Gutachter umfassend. Sie legen überzeugend dar, dass der Versicherte beschwerdebedingt auf vermehrte Pausen angew iesen und im Arbeitstempo ver- langsamt ist, sodass gesamthaft - entgegen der Ansicht im Gutachten des Begutachtungsinsti- tuts F.____ und dem Bericht von PD Dr. I.____ - auch f ür Verweistätigkeiten eine Einschrän- kung der Arbeitsfähigkeit von 30% resultiert. Die Beurt eilung im Gutachten des Instituts G.____ ist sowohl in der Darlegung der medizinischen Zusammenhä nge als auch bezüglich der daraus gezogenen Schlussfolgerungen überzeugend und bei der Beurteilung der medizinischen Sach- lage deshalb massgebend. 6. Auf der Basis dieser medizinischen Sachlage ist der Inva liditätsgrad des Versicherten zu ermitteln. 6.1 Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Inval iditätsgrades das Erwerbsein- kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der In validität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Bezie- hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat i n der Regel in der Weise zu erfol- gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffe rnmässig möglichst genau ermit- telt und einander gegenübergestellt werden. Aus der E inkommensdifferenz lässt sich der Invali- ditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.2 Das Valideneinkommen wurde vorliegend von der SUV A gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers vom 11. Januar 2010 ermittelt und auf Fr. 88'803.-- (Fr. 6'831.-- x 13) festgesetzt. Dieses V orgehen wurde vom Beschwerdeführer zu Recht nicht beanstandet. 6.3.1 Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch reali- sierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von d er beruflich-erwerblichen Situati- on auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret s teht. Kann bei der Invaliditätsbe- messung nicht auf einen von der versicherten Person tatsächl ich erzielten Verdienst abgestellt werden, ist dem Einkommensvergleich ein hypothetisches I nvalideneinkommen zu Grunde zu legen. Um dieses zu ermitteln, können nach der Rechtspr echung entweder Tabellenlöhne ge- mäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausge gebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die sogenannten DAP-Zahlen herangezogen we rden (BGE 129 V 4 75 E. 4.2.1 mit Hinweisen). 6.3.2 Nach der Rechtsprechung setzt das Abstellen auf DAP- Lohnangaben voraus, dass sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindesten s fünf zumutbare Arbeitsplätze stützt. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamt zahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbei tsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jew eils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Damit wird auch die Überprüfung des Auswahlermessens hinreichend ermöglicht, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gesamtzahl behinderungsbedingt in Fr age kommender Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich de s Suchergebnisses eine zuverlässi- ge Beurteilung der von der SUVA verwendeten DAP-Löhn e hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt (BGE 129 V 480). 6.3.3 Im vorliegenden Fall hat die SUVA das Invaliden einkommen gestützt auf DAP- Lohnangaben bemessen. Ein Blick auf die herangezogenen DAP-Profile zeigt jedoch, dass die Vorgaben, welche aus Sicht der Gerichtsgutachter an Verw eistätigkeiten gestellt werden, nicht erfüllt sind. So ist der Versicherte gemäss der massgebend en Beurteilung im Gutachten des Instituts G.____ - im Unterschied zu den bisherigen med izinischen Abklärungsergebnissen - auch in adaptierten Tätigkeiten wegen der schmerzhafte n Bewegungseinschränkung vermehrt auf Pausen angewiesen und kann den rechten Arm nicht no rmal einsetzen. Aus diesem Grund kann nicht auf die DAP-Lohnangaben abgestellt werden. Folglich ist das Invalideneinkommen anhand der LSE zu ermitteln. Gemäss Tabelle TA1 der LSE 2010 belief sich der Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven Aufgaben (Anforderu ngsniveau 4) beschäftigten Männer im privaten Sektor auf monatlich Fr. 4'901.--. (LSE 2010, Privater Sektor, Tabelle TA1, Total Män- ner). Dabei ist zu beachten, dass dieser Tabellenlohn a uf einer einheitlichen Arbeitszeit von 40 Wochenstunden beruht und für das Jahr 2010 auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,6 Stunden (vgl. Die Volkswirtschaft 9/2010 S. 98 T abelle B 9.2) umzurechnen ist. Bei einer Restarbeitsfähigkeit von 70% resultiert ein jä hrliches Invalideneinkommen von Fr. 42'815.15 (Fr. 4'901.-- : 40 x 41,6 x 12 x 70%). Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.3.4 Von dem auf diese Weise erhobenen statistischen We rt sind praxisgemäss verschie- dene Abzüge zulässig. Im Entscheid BGE 126 V 75 ff. hat das EVG seine Rechtsprechung zu den Abzügen vom Tabellenlohn bereinigt und weiterent wickelt. Dabei hat es betont, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persön- lichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalle s abhängt (leidensbedingte Ein- schränkung, Lebensalter, Anzahl Dienstjahre, Nationalitä t/ Aufenthaltskategorie und Beschäfti- gungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaf t zu schätzen sind. Dabei ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung al ler jeweils in Betracht fallenden Merkmale letztlich aber auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen (BGE 126 V 80 E. 5b). 6.3.5 Es ist davon auszugehen, dass der Versicherte mit sein en gesundheitsbedingten Ein- schränkungen in Konkurrenz mit einem Mitbewerber ohne p hysische Beeinträchtigungen auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt ist und sich dies auf das Lohnniveau auswirkt. In Anbetracht der Zumutbarkeitsbeurteilung im Gutachten des Instituts G.___ _ vom 13. September 2012 ist des- halb ein angemessener leidensbedingter Abzug vorzunehmen. Ferner rechtfertigt sich bei Män- nern, die gesundheitsbedingt nur noch teilzeitlich arbe iten können, ein Abzug, da bei ihnen sta- tistisch gesehen Teilzeitarbeit in der Regel vergleichsw eise weniger gut entlöhnt wird als eine Vollzeittätigkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. Dezember 2010, 8C_548/2010, E. 5.2.1). In Würdigung sämtlicher hier massgebender Kriterien und unter Beachtung des Um- standes, dass den Behinderungen des Beschwerdeführers ber eits durch die Annahme eines reduzierten Arbeitspensums Rechnung getragen wurde, er scheint ein Abzug vom Tabellenlohn von insgesamt 10% angemessen zu sein. Bei einer entspre chenden Kürzung des Tabellen- lohns ergibt sich für den Versicherten ein massgebendes Inva lideneinkommen von Fr. 38'533.60 (Fr. 42'815.15 x 90%). 6.4 Stellt man im Einkommensvergleich dieses Invalidene inkommen von Fr. 38'533.60 dem Valideneinkommen von Fr. 88'803.-- gegenüber, so r esultiert daraus eine Erwerbseinbus- se von Fr. 50'269.40, was einen IV-Grad von rund 57% er gibt (zur Rundungspraxis des Bun- desgerichts vgl. BGE 130 V 121 ff.). Demnach ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde der angefochtene Einspracheentscheid der SUVA vom 24. Septem ber 2010 aufzuheben und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1 . Mai 2010 Anspruch auf eine Invali- denrente basierend auf einem IV-Grad von 57% hat. 7.1 Die Kosten der Begutachtung durch das Instituts G._ ___ in der Höhe von Fr. 20'920.80 sind in Anlehnung an das Urteil des Bundesgerichts vom 28. Juni 2011, 9C_243/2010, E. 4.4.2, der SUVA aufzuerlegen. 7.2 Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vo rliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 7.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Besc hwerde führende Person An- spruch auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfa hrens entsprechend ist dem Be- schwerde führenden Versicherten deshalb eine Parteientsch ädigung zu Lasten der SUVA zu- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht zusprechen. Angesichts der Tatsache, dass zur Durchführung de r vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rückweisung in Fra ge gekommen wäre, eine sol- che indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfa irness entfallen ist, ist dem Beschwer- deführer volle Parteientschädigung zu Lasten der Verwal tung zuzusprechen. Die Rechtsvertre- terin des Beschwerdeführers hat in ihrer Honorarnote vom 1. März 2013 einen Zeitaufwand von 43,25 Stunden sowie Auslagen in Höhe von Fr. 1'209.10 ausgewiesen. Der geltend gemachte Aufwand ist für das vorliegende Verfahren als zu hoch zu bezeichnen. Angesichts der sich stel- lenden Sachverhalts- und Rechtsfragen sowie des Aktenumf angs erscheint im vorliegenden Fall ein Aufwand von 30 Stunden als angemessen. Damit ist dem Beschwerdeführer für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 9'405.85 (30 Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 1'209.1 0 zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) zu Las- ten der SUVA zuzusprechen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Ein- spracheentscheid der SUVA vom 24. September 2010 aufge hoben und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Mai 2010 Anspruch auf eine Invalidenrente basierend auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 57% hat. 2. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in de r Höhe von Fr. 20'920.80 werden der SUVA auferlegt. 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. Die SUVA hat dem Beschwerdeführer eine Parteientsc hädigung in der Höhe von Fr. 9'405.85 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertst euer) zu bezahlen. http://www.bl.ch/kantonsgericht