B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-4106/2013 U r t e i l v o m 2 3 . A p r i l 2 0 1 5 Besetzung Richter Michael Peterli (Vorsitz), Richter Christoph Rohrer, Richter David Weiss, Gerichtsschreiberin Sandra Tibis. Parteien X._______, Spanien, vertreten durch Rechtsanwalt Francisco José Vazquez Bürger, Avenida La Habana 9-1, ES-32003 Ourense, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenversicherung, Rentenanspruch, Verfügung vom 3. Juli 2013. C-4106/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Der am (…) 1961 geborene, verheiratete, spanische Staatsangehörige X._______ lebt in Spanien . Er war in den Jahren 1979 bis 1996 in der Schweiz zunächst als Maurer und dann als Gipser erwerbstätig und leistete dabei Beiträge an die schweizerische Alters -, Hinterlassenen- und Invali- denversicherung. Am 5. Oktober 2011 stellte X._______ über den span i- schen Sozialversicherungsträger bei der IV -Stelle für Versicherte im Aus- land (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) einen Antrag auf Ausrichtung einer Invalidenrente (IV-act. 1). B. B.a Mit Vorbescheid vom 5. April 2012 (IV-act. 23) stellte die IVSTA die Ab- weisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, da keine Invalidität im Sinne des Gesetzes vorliege. B.b Mit Schreiben vom 25. April 2012 (IV-act. 25) und vom 31. Mai 2012 (IV-act. 34) teilte X._______, vertreten durch Rechtsanwalt Francisco J. Vázquez Bürger, der IVSTA mit, er sei mit dem Vorbescheid nicht einver- standen, da keine direkte und detaillierte Untersuchung in der Schweiz durchgeführt worden sei. In den Akten fehle daher eine korrekte Abklärung nach den schweizerischen Regeln und auch die von ihm eingereichten Be- richte seien nicht berücksichtigt worden. B.c Die IVSTA liess in der Folge mit Auftrag vom 8. Januar 2013 (IV - act. 49) bei der A._______ ein polydisziplinäres MEDAS-Gutachten erstel- len und holte weitere Stellungnahmen ihres medizinischen Dienstes ein. C. Mit Verfügung vom 3. Juli 2013 (IV-act. 67) wies die IVSTA das Leistungs- begehren von X._______ ab. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass ihm unter Berücksichtigung gewisser Einschränkungen weiterhin eine angepasste Erwerbstätigkeit zuzumuten sei und deshalb keine Invali- dität vorliege, die einen Rentenanspruch zu begründen vermöge. Die IVSTA stellte zur Beurteilung des Gesuchs namentlich auf folgende Unterlagen ab: den Formularbericht E 213 von Dr. med. B._______ vom 20. Oktober 2011 (IV-act. 3), den Bericht von Dr. med. C._______, Fach- arzt für Traumatologie und Orthopädie, vom 2. Mai 2012 (IV-act. 33), den Bericht von Dr. med. D._______, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und C-4106/2013 Seite 3 Elektroenzephalographie (IV -act. 32), das MEDAS -Gutachten der A._______ vom 11. April 2013 (IV-act. 59) sowie die Stellungnahmen von Dr. med. E._______, Facharzt für Psychiatrie, vom 25. Mai 2013 (IV - act. 64) und von Dr. med. F._______, Fachärztin für Allgemeinmedizin beim medizinischen Dienst der IVSTA, vom 17. Juni 2013 (IV-act. 66). Die Ärzte diagnostizierten bei X._______ im Wesentlichen chronische Lumbalgien ohne Funktionsausfälle mit/bei Spondylarthrose und Dis- kusprotrusion, Zervikalgien, Dorsalgien, eine schwere Depression respek- tive eine Dysthymie. D. Gegen die Verfügung vom 3. Juli 2013 erhob X._______ (nachfolgend: Be- schwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt Francisco José Vazquez Bürger, mit Eingabe vom 11. Juli 2013 (Postaufgabe am 12. Juli 2013 [BVGer-act. 1]) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er bean- tragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprache ei- ner Invalidenrente mit Wirkung ab 21. November 2011. E. Mit Vernehmlassung vom 13. September 2013 (BVGer-act. 3) beantragte die Vorinstanz unter Verweis auf die medizinischen Unterlagen und die ab- schliessende Stellungnahme des medizinischen Dienstes die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte die IVSTA aus, aus den Unterla- gen gehe zwar hervor, dass der Beschwerdeführer in der bisherigen Tätig- keit zu 70% arbeitsunfähig, dass er aber in angepassten Verweistätigkeiten voll arbeitsfähig sei; eine anspruchsbegründende Invalidität liege demnach nicht vor. F. Am 3. Oktober 2013 (vgl. BVGer-act. 5) ist der mit Zwischenverfügung vom 24. September 2013 (BVGer -act. 4) einverlangte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.- sowie ein zusätzlicher Betrag von Fr. 20.- beim Bun- desverwaltungsgericht eingegangen. G. Mit Replik vom 23. Oktober 2013 (BVGer-act. 7) hielt der Beschwerdefüh- rer an seinen Anträgen fest und führte zur Begründung im Wesentlichen aus, die durchgeführte medizinische Abklärung sei mangelhaft bis ungenü- gend, weshalb nicht darauf abgestellt werden könne. Zudem seien die von C-4106/2013 Seite 4 ihm eingereichten Berichte ohne weitere Begründung unberücksichtigt ge- blieben. H. Mit Duplik vom 18. November 2013 (BVGer -act. 9) hielt die IVSTA fest, dass die durch den Beschwerdeführer eingereichten Berichte der Anlass zur Durchführung eines MEDAS-Gutachtens gebildet und somit durchaus Eingang in die Beurteilung gefunden hätten. Die Qualität der berücksichti- gen Berichte sei – entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers – ein- wandfrei, weshalb darauf abzustellen sei. I. Mit Eingabe vom 15. November 2013 (BVGer-act. 11) teilte der Beschwer- deführer mit, in Spanien sei ihm eine Schwerbehinderung mit einem Grad der Behinderung von 34% zuerkannt worden. J. Mit Eingabe vom 3. Februar 2014 (BVGer-act. 15) reichte der Beschwer- deführer einen ärztlichen Bericht von Dr. med. G._______, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 28. Januar 2014 ein. K. Die Vorinstanz hielt mit Stellungnahme vom 6. März 2014 (BVGer-act. 18) unter Hinweis auf die Stellungnahme von Dr. med. E._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie beim medizinischen Dienst der IVSTA, vom 2. März 2014 an ihren bisherigen Ausführungen fest. L. Der Besch werdeführer hielt mit Eingabe vom 24. März 2014 (BVGer - act. 20) ebenfalls an seinen früheren Ausführungen fest. M. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Akten ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nachfolgenden Er- wägungen einzugehen. C-4106/2013 Seite 5 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 lit. d VGG und Art. 69 Abs. 1 lit. b IVG (SR 831.20) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be- schwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Ge- mäss Art. 3 lit. dbis VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen Verfah- ren die besonderen Bestimmungen des ATSG (SR 830.1) vorbehalten. Ge- mäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf die bun- desgesetzlich geregelten Sozialversicherungen anwendbar, wenn und so- weit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze es vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung an- wendbar (Art. 1a bis 26bis und Art. 28 bis 70), soweit das IVG nicht aus- drücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den all- gemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels anderslautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejeni- gen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeur- teilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 1.3 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung be rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegitimiert ist. 1.4 Da die Beschwerde im Übri gen frist- und formgerecht (Art. 60 Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht und auch der Kostenvor- schuss innert Frist geleistet wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2. 2.1 Der Beschwerdeführer ist spanischer Staatsangehöriger, so dass vor- liegend das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ih- ren Mitgliedstaaten andererseits über die Frei zügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II betreffend Koordinie- rung der Systeme der sozialen Sicherheit, anzuwenden ist (Art. 80a IVG). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom C-4106/2013 Seite 6 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Ar- beitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die inner- halb der Gemeinschaft zu - und abwandern (Verordnung Nr. 1408/71, SR 0.831.109.268.1) haben die in den persönlichen An wendungsbereich der Verordnung fallenden, in einem Mitgliedstaat wohnenden Per sonen aufgrund der Rechts vorschriften eines Mitglied staats grundsätz lich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsangehörigen dieses Staates. Ebenfalls zu beachten sind vorliegend die am 1. April 2012 für die Schweiz anwendbar gewordenen neuen EU-Verordnungen (insb. Verordnung [EG] Nr. 883/2004 und Verordnung [EG] Nr. 987/2009). 2.2 Soweit das FZA beziehungsweise die auf dieser Grundlage anwendba- ren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden Bestim- mungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Ver fahrens – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit sowie der Effektivität – sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer schweizerischen Invalidenrente grundsätzlich nach der in nerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Entsprechend bestimmt sich vorliegend der An- spruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der Invalidenversicherung ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schweizerischen Recht, insbe- sondere nach dem IVG, der IVV (SR 831.201), dem ATSG sowie der ATSV (SR 830.11). 2.3 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 3. Juli 2013) eingetre- tenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). In materiell -rechtlicher Hinsicht ist auf jene gesetzlichen Bestimmungen abzustellen, die für die Beurteilung eines Rentenanspruchs jeweils relevant waren und in Kraft standen. Da vorliegend die Anmeldung zum Leistungs- bezug am 5. Oktober 2011 eingereicht worden ist, ist vorliegend auf die Fassungen gemäss den am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Änderun- gen (5. IV-Revision; AS 2007 5129 und AS 2007 5155) abzustellen. Im Fol- genden wird – ohne anderslautende Hinweise – jeweils auf diese Fassun- gen Bezug genommen. Ebenfalls Anwendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft ge- tretene erste Massnahmenpaket der 6. IV-Revision (IVG in der Fassung C-4106/2013 Seite 7 vom 18. März 2011 [AS 2011 5659] und IVV in der Fassung vom 16. No- vember 2011 [AS 2011 5679]). 2.4 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde ver- fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollstän- dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie Unangemes- senheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 3. 3.1 Anspruch auf eine ordentliche Rente haben gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG die rentenberechtigten Versicherten, die bei Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge geleistet haben. 3.2 Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Mona- ten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Alters- jahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts [BGer] 9C_562/2012 E. 3). Somit ist vorliegend aufgrund der im Oktober 2011 ein- gereichten Anmeldung ein Leistungsanspruch ab 1. April 2012 zu prüfen. 3.3 Nach den Bestimmungen der 5. IV-Revision haben Anspruch auf eine Rente Versicherte, die ihre Er werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungs - massnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können, wäh- rend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes- tens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf die- ses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 lit. a bis c IVG). 3.4 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist In- validität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, Krank- heit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 ATSG der durch Be- einträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen- den ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Be- einträchtigung der körperli chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufga- benbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die C-4106/2013 Seite 8 zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück- sichtigt (Art. 6 ATSG). 3.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf- gabe des Arztes im schweizerischen Invalidenverfahren ist es, den Ge- sundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und gegebenenfalls bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen A uskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten konkret noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 134 E. 2; AHI-Praxis 2002, S. 62, E. 4b/cc). 3.5.1 Das Bundesrecht schreibt nich t vor, wie die einzelnen Beweis mittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfah- ren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach ha ben Versi- cherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie um fassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, un- abhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu ent- scheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Ins besondere darf es bei ei- nander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht er- ledigen, ohne das gesamte Beweis material zu wür digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 3.5.2 Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all seitigen Unter- suchungen beruht, auch die geklagten Beschwer den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi- zinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Exper- ten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der ein- gereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder als Gutachten (vgl. dazu das Urteil des BGer I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a). C-4106/2013 Seite 9 Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdigung in Be- zug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten aufzu- stellen (vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahmen des Ver- waltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Be- weiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuver- lässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb, mit weiteren Hinweisen). Berichte der behandelnden Ärzte schliesslich sind aufgrund deren auftragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein prakti - zierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2). 3.5.3 Berichten und Gutach ten versicherungsinterner Ärzte kommt Be- weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be grün- det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien ge gen ihre Zu- verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangen heit schliessen. Es bedarf viel- mehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). 3.5.4 Ferner sind die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz nicht an Feststellungen und Entscheide ausländischer Versicherungsträger, Krankenkassen, Behörden und Ärzte bezüglich Invalidi tätsgrad und An - spruchsbeginn gebunden (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996, S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E. 2). Vielmehr unterstehen auch aus dem Ausland stammende Beweismittel der freien Beweiswürdigun g des Gerichts (zum Grundsatz der freien Beweiswürdigung: BGE 125 V 351 E. 3a). 3.6 Vor der Berechnung des Invaliditätsgrades muss jeweils beurteilt wer- den, ob die versicherte Person als (teil-)erwerbstätig oder nichterwerbstätig einzustufen ist, was entsprechenden Einfluss auf die anzu wendende Me-C-4106/2013 Seite 10 thode der Invaliditätsgradbemessung hat (allgemeine Methode des Ein- kommensvergleichs, gemischte Methode, spezifische Methode des Betäti- gungsvergleichs, vgl. Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a IVG). 3.7 Versicherte haben Anspruch auf eine Viertelsrente, wen n sie zu min- destens 40 Prozent invalid sind, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei mindestens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 Prozent entspre- chen, jedoch nur an Versicherte ausge richtet, die ihren Wohnsitz und ge- wöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine ab weichende Regelung vorsehen, was für Staaten der EU der Fall ist. 4. Nachfolgend ist zu prüfen, ob die IVSTA das Leistungsbegehren des Be- schwerdeführers zu Recht abgewiesen hat. Vorab ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer während mehr als drei Jahren Beiträge an die AHV/IV geleistet hat, weshalb zu prüfen bleibt, ob er invalid im Sinne des Gesetzes ist. 4.1 Der Beschwerdeführer machte geltend, die Kombination der bei ihm vorliegenden psychischen und orthopädis chen Beeinträchtigungen führe dazu, dass er nicht mehr arbeitsfähig sei; dies werde durch die Rentenzu- sprache in Spanien ebenfalls untermauert . Er habe durch schwere Arbeit Geld verdient, von welchem Beiträge an die Sozialversicherung abgeführt worden seien, und nun werde er mit seinen Leiden nicht ernst genommen. Das von der Vorinstanz eingeholte MEDAS-Gutachten sei qualitativ unge- nügend und deshalb könne nicht darauf abgestellt werden. So sei nament- lich die psychiatrische Begutachtung viel zu kurz ausgefallen, und überdies sei diese ohne die üblichen diagnostischen Tests durchgeführt worden. 4.2 Die Vorinstanz führte aus, das MEDAS-Gutachten entspreche den An- forderungen, die an ein beweiskräftiges Gutachten gestellt würden. Die Be- gutachtung durch einen Rheumatologen sei nicht zu beanstanden, da die- ser, wie auch ein Orthopäde, in der Lage sei, die orthopädischen Ein- schränkungen zu beurteilen. Auch das psychiatrische Teilgutachten sei lege artis durchgeführt worden, da der Gutachter sich im Wesentlichen auf C-4106/2013 Seite 11 die klinische Untersuchung in Kenntnis der Anamnese gestützt habe. Psy- chiatrischen Tests käme dabei nur eine untergeordnete, ergänzende Funk- tion zu. 4.3 Den vom Beschwerdeführer eingereichten und von der IVSTA einge- holten medizinischen Unterlagen sind folgende Diagnosen zu entnehmen: chronische Lumbalgien ohne Funktionsausfälle mit/bei Spondylarthrose und Diskusprotrusion, Zervikalgien, Dorsalgien, eine schwere Depression respektive eine Dysthymie. 4.3.1 Dr. med. B._______ attestierte dem Beschwerdeführer im Formular- bericht E 213 vom 20. Oktober 2011 (IV-act. 3) eine lumbale Spondylarth- rose und Protrusionen L3 -L4, L4 -L5 und L5 -S1. Sie erachtete den Be- schwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit als nicht mehr arbeitsfähig. Für angepasste, leichte Tätigkeiten attestierte s ie dem Beschwerdeführer indes eine volle Arbeitsfähigkeit. 4.3.2 Dr. med. C._______, Facharzt für Traumatologie und Orthopädie, di- agnostizierte beim Beschwerdeführer in seinem Bericht vom 2. Mai 2012 (IV-act. 33) Zervikalgien, Dorsalgien und Lumboischialgien, insbesondere links (seit Oktober 2010). Die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit erach- tete er als gravierend und irreversibel. Er attestierte dem Beschwerdefüh- rer eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für jegliche Tätigkeiten, die den repetitiven Einsatz der Arme, langes Stehen, Gehen, eine gebückte Hal- tung, Zwangshaltungen, oder das Tragen von Lasten von 5 bis 10 kg erfor- dern, als stark eingeschränkt (70% Arbeitsunfähigkeit, "rente entière"). 4.3.3 Dem Bericht von Dr. med. D._______, Facharzt für Neurologie, Psy- chiatrie und Elektroenzephalographie, vom 18. Mai 2012 (IV-act. 32) sind folgende Diagnosen zu entnehmen: schwere Depression (mit/bei 31 Punk- ten auf der Beck-Skala, verlangsamtem Denken, psychomotorischen Ein- schränkungen, "alles dreht sich um den Schmer z", schwerer Traurigkeit, Angst, niedrigem Selbstwertgefühl, Gefühle der Hoffnungs- und Wertlosig- keit etc.), innere Unruhe, schwere somatoforme Schmerzstörung wegen dauernder Schmerzen (degenerative Erkrankung der LWS, die häufige und schwere Lumboischialgien sowie ein myofasziales Schmerzsyndrom her- vorruft). Die Arbeitsunfähigkeit bezifferte er mit mindestens 60%, präzi- sierte indes nicht, für welche Tätigkeiten diese Einschränkung gilt. 4.3.4 Dem MEDAS -Gutachten der A._______ von Dr. med. I._______, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, C-4106/2013 Seite 12 Dr. med. J._______, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie, und Dr. med. K._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 11. April 2013 (IV-act. 59), das insbesondere beruhend auf den Untersu- chungen vom 26. und 29. März 2013 erstellt worden ist, sind folgende Di- agnosen zu entnehmen: Lumbalgien mit/bei Haltungsschäden und dege- nerativen Störungen (mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) und Dysthy- mie (ICD-10 F34.1). Der begutachtende Psychiater hielt insbesondere fest, dass die Beeinträchtigung der Stimmung nicht für eine leichte Depression reiche, da die Intensität zu gering sei. Zudem würden keine regelmässigen psychiatrischen Konsultationen stattfinden, was ebenfalls darauf hindeute, dass es sich nicht um eine entsprechend ausgeprägte Erkrankung handle. Er könne daher lediglich eine Dysthymie diagnostizieren. Die Arbeitsfähig- keit in der bisherigen Tätigkeit als Gipser erachte ten die Gutachter als durch die Rückenbeschwerden eingeschränkt. In angepassten Tätigkeiten bestehe aber eine volle Arbeitsfähigkeit. 4.3.5 Dem Bericht von Dr. med. G._______, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 3. Februar 2014 (Beilage zu den Bemerkungen zur Duplik, BVGer-act. 15) ist zu entnehmen, dass der Beschwerd eführer an gravierenden somatischen Beschwerden als Folge eines im Jahr 2001 er- littenen Unfalls leide und deshalb sowohl eine medikamentöse Schmerz- behandlung als auch eine Behandlung mit Antidepressiva erhalte. Der Be- schwerdeführer leide zur Zeit auch an Konzentrations- und Schlafstörun- gen, sei chronisch müde und habe Gedächtnisprobleme. Er leide an einem Chronic-Fatique-Syndrom, das ihm jegliche berufliche Beschäftigung ver- unmögliche; er sei daher nicht mehr in der Lage, 100% arbeiten zu können. 4.3.6 Dr. med. E._______, Facharzt für Psychiatrie beim medizinischen Dienst der IVSTA, bestätigte in seinen Berichten vom 25. Mai 2013 (IV - act. 64) und vom 6. März 2014 (Beilage zu BVGer -act. 18) im Wesentli- chen die Einschätzung der MEDAS-Gutachter. Er hielt fest, der Beschwer- deführer sei aus psychiatrischer Sicht nicht arbeitsunfähig, da lediglich eine Dysthymie ohne Begleiterkrankung diagnostiziert worden sei. Aufgrund der Lumbalgien sei die Arbeitsfähigkeit für eine Tätigkeit auf dem Bau einge- schränkt; in ang epassten Verweistätigkeiten bestehe indes eine volle Ar- beitsfähigkeit. 4.3.7 Dr. med. F._______, Fachärztin für Allgemeinmedizin, physikalische Medizin und Rehabilitation beim medizinischen Dienst der IVSTA, attes- tierte dem Beschwerdeführer in ihrer Stellungnahm e vom 17. Juni 2013 (IV-act. 66) aufgrund der Rückenbeschwerden eine Arbeitsunfähigkeit von C-4106/2013 Seite 13 70% in der bisherigen Tätigkeit; eine angepasste Tätigkeit sei dagegen zu 100% zumutbar. 4.4 Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich die beurteilenden Ärzte in Bezug auf die gestellten Diagnosen insofern einig sind, als sie da- von ausgehen, dass der Beschwerdeführer an Lumbalgien leide, die ihm das Ausüben der bisherigen Tätigkeit als Gipser verunmöglichen und somit aus somatischer Sicht lediglich eine angepasste Tätigkeit in Frage komme. Dr. med. C._______, Facharzt für Traumatologie und Orthopädie, attes- tierte dem Beschwerdeführer zwar eine gravierende Einschränkung der Ar- beitsfähigkeit, allerdings nur für die erwähnten (ungünstigen) Tätigkeiten mit repetitivem Einsatz der Arme, langem Stehen, Gehen, gebückter Hal- tung, Zwangshaltungen oder dem Tragen von Lasten von 5 -10 kg. Somit steht seine Beurteilung der Annahme einer vollen Arbeitsfähigkeit für an- gepasste, leichte Tätigkeiten grundsätzlich nicht entgegen. Die Einschät- zungen der Ärzte differieren indes was die psychischen Beeinträchtigun- gen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit anbelangt beträch t- lich. Die MEDAS-Gutachter sowie auch Dr. med. B._______ konnten keine relevanten psychischen Beeinträchtigungen feststellen. Dr. med. B._______ berichtete zudem, dass der Beschwerdeführer selbst keine solchen Beschwerden erwähnte. In Bezug auf die von den MEDAS- Gutachtern festgestellte Dysthymie ist festzuhalten, dass einer solchen, wenn sie nicht zusammen mit anderen Befunden auftritt, nicht einem Ge- sundheitsschaden im Sinne des Gesetzes gleichkommt und sie allein somit regelmässig nicht invalidisierend ist (vgl. Urteil des BGer 9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2 mit Hinweisen). Den durch den Beschwerdeführer eingereichten Berichten (Dr. med. D._______, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Elektroenzephalographie, und Dr. med. G._______, Fach- ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie) ist in Bezug auf die psychische Situation zu entnehmen, dass die Einschränkungen gravierend seien (schwere Depression und Chronic-Fatigue-Syndrom). Dr. med. G._______ schloss aufgrund des diagnostizierten C hronic-Fatigue-Syndroms darauf, dass der Beschwerdeführer nicht zu 100% arbeiten könne und gleichzeitig hielt sie fest, dass eine berufliche Tätigkeit überhaupt nicht möglich sei. Diesbezüglich ist ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in sich wider- sprüchlich. Im Übri gen ist ihr ärztliches Attest äusserst kurz und enthält ausser der Diagnose und der verordneten Medikation keine weiteren Aus- führungen oder Begründungen, weshalb auf dieses unvollständige Attest ohnehin nicht abzustellen ist. Überdies ist nicht davon auszu gehen, dass die in Genf praktizierende Ärztin den in Spanien ansässigen Beschwerde-C-4106/2013 Seite 14 führer regelmässig untersucht und behandelt und aus diesem Grund be- sondere Kenntnisse über dessen Gesundheitszustand haben dürfte, so dass ihrer Einschätzung auch aus diesem Blickwinkel kein besonderes Ge- wicht beizumessen ist. Betreffend das vom Beschwerdeführer geltend ge- machte Chronic-Fatigue-Syndrom ist festzuhalten, dass es sich bei diesem Beschwerdebild um ein Leiden handelt, bei dem zu vermuten ist, die versi- cherte Person könne aus objektiver Sicht eine aus ihm verursachte Er- werbsunfähigkeit im Sinne von Art. 7 Abs. 2 ATSG durch eine zumutbare Willensanstrengung überwinden (vgl. Urteil des BGer 8C_874/2011 vom 20. Januar 2012 E. 5.1 mit Hinweisen). Dr. med. D._______ attestierte dem Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 60%, wo- bei er nicht präzisierte für welche Tätigkeiten dies gilt, was für die Bestim- mung des Invaliditätsgrades aber relevant wäre . Die MEDAS-Gutachter begründeten ihre Einschätzung indes ausführlich, was auch die Ärzte des medizinischen Dienstes der IVSTA bestätigten. Dass die MEDAS-Gutach- ter – wie durch den Beschwerdeführer bemängelt – keine psychologischen Tests durchgeführt haben, ist nicht zu beanstanden, da diese Tests jeweils nur einen Teil der Begutachtung ausmachen und nur durchzuführen sind, wenn sie der Gutachter für notwendig hält. Rechtsprechungsgemäss kommt den Testverfahren im Rahmen psychiatrischer Begutachtungen höchstens ergänzende Funktion zu, während die klinische Un tersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung entscheidend bleibt (Urteil des BGer 8C_578/2014 vom 17. Oktober 2014 E. 4.2.7 mit Hinweisen). Ferner enthält das MEDAS -Gutachten keine Wi- dersprüchlichkeiten und ist ausführlich un d nachvollziehbar, weshalb da- rauf abzustellen ist. Insgesam t ist somit in Übereinstimmung mit den Er- gebnissen des MEDAS -Gutachtens davon auszugehen , dass der Be- schwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit stark eingeschränkt ist, aber eine angepasste, leichte Verweistätigkeit zu 100% zumutbar wäre. 5. Es bleibt noch der Invaliditätsgrad zu ermitteln. 5.1 Beim Einkommensvergleich, der auf den vorliegenden Fall des erwerb- stätigen Beschwerdeführers anz uwenden ist, wird das Erwerbsein kom- men, das die ver sicherte Pers on nach Eintritt de r Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede- rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen). Der C-4106/2013 Seite 15 Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Ein- kommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (all -gemeine Me- thode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Vali- den- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grund-lage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkomm en bis zum Verfügungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berück- sichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4). Für die Ermittlung des Einkommens, welches der Versicherte ohne Invalidität er-zielen könnte (Valideneinkom- men), ist entscheidend, was er im fraglichen Zeitpunkt nach dem im Sozi- alversicherungsrecht allgemein gültigen Be weisgrad der überwiegend en Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen) als Gesunder tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Re- gel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkom- mensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsscha- den fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Grundsatz müssen ebenfalls mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwiesen sein, damit sie berücksichtigt werden können. Für die Bestimmung des Invalideneinkom- mens ist prim är von der beruflich -erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist – wie hier – kein tatsäch- lich erzieltes Erwerbs einkommen nach Eintritt der I nvalidität mehr gege- ben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits- schadens keine oder zumindest keine zumutbare Erwerbstätigkeit aufge- nommen hat, so sind nach der Rechtsprechung die gesamtschweizeri- schen Tabellenlöhne ge-mäss den vom BFS periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heranzuziehen (vg l. BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Mas sgebend sind dabei di e monatlichen Bruttolöhne (Zent ral- werte) im jeweiligen Wirtschaftssektor. Da den Tabellenlöhnen generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt, ist eine Umrech- nung auf eine betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit erfor- derlich (BGE 126 V 75 E. 3b bb). Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitstätigkeiten behinder t sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-C-4106/2013 Seite 16 schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei- nem Abzug vom Tabellenlohn Re chnung zu tragen (BGE 124 V 321 E. 3b bb; SVR 2007 IV Nr. 11 S. 41 E. 3.2; RKUV 2003 U 494 S. 390 E. 4.2.3). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzu- setzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umstän- den des konkreten Ei nzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 129 V 472 E. 4.2.3, 126 V 75 E. 5b bb und cc; AHI 2002 S. 69 ff. E. 4b). Zu berücksichtigen ist dabei ferner, dass sich die für die Invaliditätsbemes- sung massgebenden Vergleichseinkommen eines im Ausland wohnenden Versicherten auf den gleichen Arbeitsmarkt beziehen müssen, weil es die Unterschiede in den Lohnniveaus und den Lebenshaltungskosten zwi- schen den Ländern nicht gestatten, einen objektiven Vergleich der in Frage stehenden Einkommen vorzunehmen (BGE 110 V 273 E. 4b, Urteile des BGer I 817/05 vom 5. Februar 2007 E. 8.1 und U 262/02 vom 8. April 2003 E. 4.4.). 5.2 Gemäss den Angaben der früheren Arbeitgeberin des Beschwerdefüh- rers verdiente der Beschwerdeführer in Spanien im Jahr 2010 1'300.78 Euro pro Monat. Die Vorinstanz führte aus, es seien keine statis- tischen Daten für Spanien durch das "Bureau International du Travail" (BIT) veröffentlicht worden, so dass keine Daten für einen korrekten Einkom- mensvergleich vorhanden seien. Die IVSTA stellte daher auf die schweize- rischen LSE ab, was grundsätzlich nicht zu beanstanden ist. Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz eine Lehre als Maurer absolviert und einige Jahre als Gipser gearbeitet hat. Er ist somit in Bezug auf das Valideneinkommen als Mitarbeiter mit entspre- chenden Fachkenntnissen (Niveau 3) der Branche "sonstiges Ausbauge- werbe" zu behandeln. Gemäss LSE -Tabellen 2010, TA1 betrug das Ein- kommen für einen Arbeiter mit Fachkenntnissen dieser Branche Fr. 5'559.- pro Monat bei einer Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche. Hochgerechnet auf die betriebsübliche Arbeitszeit von 41.4 Wochenstun- den dieser Branche im Jahr 2010 ist daher von ei nem Valideneinkommen von Fr. 5'753.57 auszugehen. C-4106/2013 Seite 17 5.3 Das Invalideneinkommen als Mitarbeiter für leichte Verweistätigkeiten, welche dem Beschwerdeführer gemäss ärztlicher Einschätzung noch zu- mutbar sind, ist durch Ermittlung des Durchschnitts für verschiedene Tätig- keiten gemäss LSE -Tabellen 2010, TA1, Niveau 4, Zentralwert, Männer, festzulegen. Es beträgt Fr. 4'901.- bei einem Pensum von 40 Wochenstun- den und ist auf die durchschnittliche betriebliche Arbeitszeit aller Branchen im Jahr 2010 von 41,6 Stunden aufzurechnen, was monatlich Fr. 5'097.04 ergibt. Aufgrund der persönlichen Umstände und unter Berücksichtigung der konkreten Situation gestand die Vorinstanz dem Beschwerdeführer ei- nen leidensbedingten Abzug von 10% zu, was nicht zu beanstanden ist. Sie ging deshalb zutreffend von einem Invalideneinkommen von Fr. 4'587.34 aus. 5.4 Der Vergleich von Valideneinkommen (Fr. 5'753.57) und Invalidenein- kommen (Fr. 4'587.34) ergibt somit einen Invaliditätsgrad von 20,27%. Die IVSTA hat somit das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen, weshalb die vorliegende Beschwerde gegen die Verfügung der IVSTA abzuweisen ist. 6. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. 6.1 Die Verfahrenskosten sind bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen nach dem Verfahrensaufwand und un- abhängig vom Streitwert im Rahmen von 200-1'000 Franken festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Für das vorliegende Verfahren sind die Verfahrens- kosten auf Fr. 400.- festzusetzen und dem Beschwerdeführer als unterle- gene Partei aufzuerlegen. Der einbezahlte Kostenvorschuss in d er Höhe von Fr. 400.- ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. Der zusätzlich einbezahlte Betrag von Fr. 20.- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils auf ein von ihm bekannt zu gebendes Konto zurückzuerstatten. 6.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Be gehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und ver hältnismässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als Bundesbe- hörde hat die IVSTA jedoch keinen Anspruch auf P arteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver waltungsgericht [VGKE, C-4106/2013 Seite 18 SR 173.320.2]). Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). C-4106/2013 Seite 19 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 400.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 420.- entnommen. Der Restbetrag vo n Fr. 20.- wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdefü hrer (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: For - mular Zahladresse) – die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Michael Peterli Sandra Tibis C-4106/2013 Seite 20 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent- scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Hän- den hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: