<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2017.00625</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiber Würsch</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 31. Mai 2018</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Procap</span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"> Schweiz</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsanwalt Leo Sigg</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV</span><span id="_GoBack"></span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1973 geborene X.___ hat ein Studium in Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arbeit absolviert und war ab Juli 2011 im Pflegezentrum Y.___ in einem 80%-Pensum als Sozialarbeiterin angestellt (Urk. 11/2, 11/8). Nachdem sie am 10. Juni 2014 mit dem Fahrrad gestürzt war (Urk. 11/15/2), meldete sie sich am 22. September 2014 unter Hinweis auf einen unsystematischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schwank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwindel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 11/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte nebst einem Arbeitgeberfragebogen (Urk. 11/8) einen Auszug aus dem individuellen Konto (Urk. 11/9), die Akten des Unfallversicherers (Urk. 11/15) und der beruflichen Vorsorge (Urk. 11/26) sowie diverse Arztberichte (Urk. 11/20, 11/25/4 ff. und 11/31) ein. Mit Schreiben vom 12. Dezember 2014 (Urk. 11/32) gewährte sie Frühinterventionsmassnahmen in Form eines Job Coachings zwecks Erhalt des Arbeitsplatzes (vgl. auch Urk. 11/33 und 11/38). Nach Eingang weiterer medizi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nischer Unterlagen (Urk. 11/33, 11/41 und 11/44) übernahm die IV-Stelle mit Mitteilung vom 5. Juni 2015 (Urk. 11/46) zudem die Kosten für ein Achtsamkeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">training. Mit Schreiben vom 7. Oktober 2015 (Urk. 11/51) orientierte sie die Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte sodann über den Abschluss der beruflichen Massnahmen, da nach wie vor keine Arbeitsfähigkeit bestehe.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Eingang zusätzlicher ärztlicher Berichte (Urk. 11/56, 11/61 f., 11/64/3 ff., 11/73 und 11/79) gab die IV-Stelle bei der Neurologie Z.___ AG ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bidis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziplinäres</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gutachten in Auftrag (A.___-Gutachten vom 10. Januar 2017, Urk. 11/90). Mit Vorbescheid vom 2. März 2017 (Urk. 11/94) stellte sie der Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen diese am 30. März 2017 Einwand erhob (Urk. 11/101). Am 28. April 2017 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfügte die IV-Stelle indes im angekündigten Sinne (Urk. 11/106 = Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob X.___ am 30. Mai 2017 Beschwerde (Urk. 1) mit den Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihr sei mit Wirkung ab 1. April 2015 eine Invalidenrente zuzusprechen. Ausser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem ersuchte sie um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung. Am 10. Juli 2017 reichte sie weitere Akten zur Darlegung ihrer finanziellen Verhält</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisse ein (Urk. 8 f.). Mit Beschwerdeantwort vom 10. Juli 2017 (Urk. 10) schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde, worüber die Versicherte mit Verfü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 13. Juli 2017 (Urk. 12) in Kenntnis gesetzt wurde. Gleichzeitig wurde ihr Gesuch um unentgeltliche Prozessführung abgewiesen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">[</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist bei psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krankheitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rentenausschliessendes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1). </span></p><p><span> </span><span>Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege </span><span>artis</span><span> auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiat</span><span>rische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). </span><span>Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchti</span><span>gung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Mass</span><span>stab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. </span><span>BGE 143 V 409 E. 4.2.1 unter Hinweis auf 127 V 294 E. 4b/cc und 139 V 547 E. 5.2</span><span>).</span></p><p><span> </span><span>Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma</span><span>tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktio</span><span>nellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit </span><span>BGE 143 V 418 </span><span>hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämt</span><span>liche psychischen </span><span>Erkrankungen</span><span> einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7). </span></p><p><span> </span><span>Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):</span></p><p><span>Funktioneller Schweregrad</span></p><p><span>- </span><span>Gesundheitsschädigung</span></p><p><span>-</span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde</span></p><p><span>-</span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz</span></p><p><span>-</span><span>Komorbiditäten</span></p><p><span>- </span><span>Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen</span></p><p><span>- </span><span>sozialer Kontext</span></p><p><span>Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichba</span><span>ren Lebensbereichen</span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungs</span><span>anamnestisch</span><span> ausgewiesener Leidens</span><span>druck</span></p><p><span> </span><span>Diese</span><span> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern</span><span>der </span><span>äusserer</span><span> Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Res</span><span>sourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät</span><span>zen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2</span><span>60/2017 vom 1. Dezember 2017 E. </span><span>4.2.3). </span><span>Die Anerkennung eines rentenbe</span><span>gründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswir</span><span>kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe</span><span>lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).</span></p><p><span> </span><span>Die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens nach dem dargelegten Prüfungsraster erübrigt sich </span><span>rechtsprechungsgemäss</span><span>, wenn Ausschlussgründe vorliegen, etwa wenn die Leistungseinschränkung überwiegend auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht, welche die Annahme einer gesundheit</span><span>lichen Beeinträchtigung von vornherein </span><span>ausschliessen</span><span> (BGE 141 V 281 E. 2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_549/2015 vom 29. Januar 2016 E. 4.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="UV053"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin vertrat in der angefochtenen Verfügung vom 28. April 2017 (Urk. 2) im Wesentlichen die Auffassung, bei der Versicherten sei eine dis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">soziative Störung diagnostiziert worden. Gemäss bundesgerichtlicher Recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechung müsse geprüft werden, ob es ihr zumutbar sei, die im privaten Leben vorhandenen Ressourcen zu mobilisieren und einer Arbeitstätigkeit nachzugehen. Gemäss Gutachten verfüge die Beschwerdeführerin über viele solcher Ressourcen. So sei sie in ihren Hobbys nicht eingeschränkt, pflege viele Kontakte zu Freun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dinnen und der Familie und werde von ihrem Partner unterstützt. Zudem könne durch eine adäquate Therapie eine wesentliche Verbesserung der gesundheit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Situation erreicht werden. Im Übrigen hätten die im Rahmen der Begut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtung vorgenommenen Tests durchwegs eine normale Leistungsfähigkeit res</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pektive maximal eine leichte Beeinträchtigung ergeben. Die angeführte Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkung sei der Selbstlimitierung der Beschwerdeführerin zuzurechnen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte machte demgegenüber in ihrer Beschwerdeschrift vom 30. Mai 2017 (Urk. 1) zusammengefasst geltend, ihre Ressourcen würden nicht aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reichen, um die bisherige Kaderstelle wieder auszuüben. Die Anforderungen dies</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezüglich seien sehr hoch. Indem die IV-Stelle den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Invaliditätsgrad nicht mittels Einkommensvergleichs berechnet habe, habe sie eine klare Rechtsverweigerung begangen. Im Weiteren handle es sich in Bezug auf die beschwerdegegnerischen Ausführungen zu Hobbys, sozialen Kontakten und der Unterstützung durch den Partner um reine Parteibehauptungen ohne genügende Grundlage. Die Feststel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung, dass durch eine adäquate Therapie eine wesentliche Verbesserung der gesundheitlichen Situation erreicht werden könne, sei ferner aktenwidrig. Gemäss psychiatrischem Teilgutachten sei die Therapie leitliniengerecht erfolgt. Der Gut</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achter gehe nicht davon aus, dass kurzfristig eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes erreicht werden könne. Die Expertise zeige klar die vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handenen Defizite auf, weshalb sowohl ein Anspruch auf berufliche Massnahmen als auch auf eine Rente bestehe. Nicht zuletzt habe auch die Deutsche Rentenver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung eine volle Erwerbsminderungsrente zugesprochen, was ein Indiz dafür sei, dass der Entscheid der Beschwerdegegnerin nicht zutreffen könne (Urk. 1 S. 7 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gesundheitszustand der Versicherten stellt sich anhand der Aktenlage im Wesentlichen wie folgt dar:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 10. Juni 2014 zog sich die Beschwerdeführerin bei einem Sturz vom Fahrrad eine Kniekontusion rechts und eine Schulterkontusion links zu (Urk. 11/15/5). In der Folge klagte sie über progrediente Schulter- und Nackenschmerzen, episo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">disch auftretende Schwindelattacken sowie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">multilokuläre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Kribbelparästhesien (Urk. 11/15/7 ff.). Aus dem Bericht des Universitätsspitals B.___, Klinik für Neu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rologie, vom 15. August 2014 geht hervor, dass die Ätiologie des Schwindels und der Kribbelparästhesien trotz diverser Untersuchungen unklar geblieben sei (Urk. 11/15/11).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vom 19. August bis 2. Oktober 2014 begab sich die Versicherte in die Rehaklinik C.___ AG in stationäre Behandlung. Bei Eintritt in die Klinik habe eine Unsicherheit beim Stehen und Gehen bestanden, weshalb die Beschwerdeführerin einen Rollator benutzt habe. Im Rahmen der intensiven Neurorehabilitation habe sie sehr gute Fortschritte erzielt, und das Gangbild habe sich weitgehend norma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lisiert. Aus neuro- beziehungsweise klinisch-psychologischer Sicht wurden fol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gende Diagnosen gestellt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Anpassungsstörung mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Somatisierungstendenz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> (ICD-10 F43.23),</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">leichte kognitive Störung im Sinne einer Belastbarkeitsminderung </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">(ICD-10 F06.7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Belastbarkeitsminderung sowie die damit verbundene ausgeprägte Stressin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">toleranz stünden einer erhöhten respektive beruflichen Alltagsbeanspruchung entgegen. Sowohl eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">supervidierte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, stufenweise berufliche Wiedereingliederung als auch eine ambulante psychotherapeutische Weiterbehandlung werde dringend empfohlen. Bei Austritt habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (zum Ganzen Urk. 11/25/5 ff., vgl. auch Urk. 11/33/5 ff.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nem Bericht vom 23. März 2015 aus, die Versicherte habe Anfang November 2014 trotz weiterhin episodisch auftretenden Schwindels wieder stundenweise zu arbeiten begonnen. Die grösste Herausforderung sei dabei vor allem der Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weg gewesen. Inzwischen arbeite sie an drei Tagen pro Woche jeweils für vier Stunden, was sowohl energetisch als auch aufgrund des Schwindels an der Grenze des aktuell Machbaren sei (Urk. 11/44/4). Aus medizinischer Sicht bestehe grund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sätzlich eine positive, wenn auch schwierig abschätzbare Prognose. Empfehlens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wert sei eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">strukturierte monatliche Steigerung der Arbeitsfähigkeit um bei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spielsweise jeweils 10 % (Urk. 11/44/6, 11/44/9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Verlaufsbericht von Dr. D.___ vom 22. September 2015 ist sodann zu entnehmen, dass die Versicherte den Arbeitsversuch im Mai 2015 infolge erneut zunehmender Schwindelsymptome habe abbrechen müssen. Im Juni 2015 habe sie sich sechs Wochen in einem Kurhaus in Behandlung begeben. Anlässlich der Untersuchung habe sie angegeben, dass es ihr aktuell etwas besser gehe; der Schwindel sei weniger ausgeprägt. Dieser trete aber nach wie vor vermehrt bei Müdigkeit und äusserer Reizüberflutung auf. Körperlich fühle sich die Versicherte energielos und sei rasch erschöpft. Objektiv habe sich keine wesentliche Verän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derung zur Voruntersuchung ergeben (Urk. 11/49/3 f.). Es bestehe vorübergehend bis voraussichtlich für die Dauer von mindestens drei Monaten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 11/49/8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auch mit Bericht vom 16. Januar 2016 hielt Dr. D.___ fest, dass im Wesent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen ein unveränderter Verlauf vorliege. Die Versicherte klage nach wie vor über plötzlich auftretende Schwindelanfälle sowie eine mangelhafte Regeneration nach körperlichen Belastungen (Urk. 11/56/3). Die Prognose sei unverändert nicht abschätzbar. Ein Arbeitsversuch in einer behinderungsangepassten Tätig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit - leichte Arbeiten ohne Zeit- und Leistungsdruck sowie mit der Möglichkeit zu vermehrten Pausen - sei voraussichtlich erst in vier bis sechs Monaten möglich (Urk. 11/56/5, 11/56/9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. E.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte in ihrem Bericht vom 25. März 2016 insbesondere folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 11/62/1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Unsystematischer, episodisch auftretender (Schwank-)Schwindel sowie Kribbelparästhesien seit circa 25. Juni 2014 mit/bei:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2 DifDiagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2 DifDiagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2 DifDiagnose2">Differentialdiagnose: atypische Neuritis </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2 DifDiagnose2">vestibularis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2 DifDiagnose2">,</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2 DifDiagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2 DifDiagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2 DifDiagnose2">Status nach Velosturz am 10. Juni 2014,</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Anpassungsstörung mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Somatisierungstendenz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> (ICD-10 F43.23) auf dem Boden einer Persönlichkeitsakzentuierung.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Krankheitsverlauf sei wechselhaft. Die Energie der Versicherten sei allgemein stark reduziert. Im Weiteren bestünden Muskelschwächen, Gleichgewichtsstörungen und Stresssymptome. Hinzu kämen insbesondere Ein- und Durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlafstörungen, Albträume und nächtliches Aufschrecken. Die Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rerin könne sich nur auf eine Sache gleichzeitig konzentrieren. Das Lesen von Büchern sei nicht mehr möglich; komplexe Arbeiten wie </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">F.___en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nur beschränkt. Eine Panikstörung bei Ermüdung trete vor allem bei sozialen Kontakten bezie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hungsweise in Menschengruppen auf. Vor diesem Hintergrund sei die Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit als Sozialarbeiterin seit dem 30. September 2015 (Beginn der ambulan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten Behandlung) bis auf Weiteres zu 100 % eingeschränkt. Eingliederungsmass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen seien zurzeit nicht möglich (Urk. 11/62/2 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Verlaufsbericht vom 13. Juli 2016 äusserte sich Dr. D.___ dahingehend, dass sich die körperliche Situation der Versicherten seit Januar 2016 insgesamt leicht verbessert habe. Es würden jedoch immer noch Phasen von Energielosigkeit und Schwäche wellenförmig und unvorhersehbar auftreten. Die Schwindelsymp</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tome seien insgesamt weniger geworden, würden aber vor allem bei Situationen auftreten, in denen die Beschwerdeführerin körperlich am Limit sei. Im Weiteren bestünde eine soziale Überforderung und wiederkehrende Nackenschmerzen. Das Arbeitsverhältnis sei per Ende Februar 2016 aufgelöst worden (Urk. 11/73/3). Die Prognose sei unverändert nicht abschätzbar. Die Rückkehr in den Arbeitsprozess werde aber mit Sicherheit einen langen Zeitraum in Anspruch nehmen. Idealer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weise werde sobald als möglich mit einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">behinderungsangepassten Tätigkeit in einem niedrigen Pensum im Sinne eines Reintegrations- respektive Arbeitsver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">suchs begonnen (Urk. 11/73/5, 11/73/9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. E.___ wies mit Bericht vom 16. September 2016 erneut darauf hin, dass weder eine Wiedereingliederung, noch ein Arbeitsversuch zumutbar sei. Zwischenzeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich sei keine Besserung eingetreten; der Gesundheitszustand der Versicherten habe sich nicht verändert. Eine Intensivierung der ambulanten Therapie oder ein stationärer psychiatrischer Aufenthalt seien nicht erfolgsversprechend, da die Versicherte durch die laufende Psychotherapie bereits an ihre Belastungsgrenze stosse (Urk. 11/79/4 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bidisziplinären</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> A.___-Gutachten vom 10. Januar 2017 sind folgende Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 11/90/11):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kurativ behandeltes </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Akustikusneurinom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> rechts 1994,</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Velosturz mit Prellungen am 10. Juni 2014; neurologisch folgenlos,</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Dysthymia</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> (ICD-10 F34.1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigt werde die Arbeitsfähigkeit allerdings durch eine sonstige dissozi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ative Störung (ICD-10 F44.8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegenüber Dr. med. F.___, Facharzt für Neurologie, habe die Beschwerdeführerin angegeben, sie habe das Gefühl, keine ausreichende Energie mehr zu haben. Nach zwei bis drei Stunden körperlicher oder geistiger Betätigung benötige sie eine Pause. Wenn sie an ihre Leistungsgrenzen gerate, entstehe ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schwankschwindel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, und sie habe das Gefühl, unsicher zu gehen. Sie müsse sich dann eine Stunde ausruhen; danach gehe es wieder besser. Die Beschwerden bestünden seit dem Sturz vom Fahrrad am 10. Juni 2014. Erste </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Schwankschwin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">delbeschwerden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> habe sie drei bis vier Tage nach dem Unfall bemerkt. Diese wür</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den auch heute noch auftreten. Die eingeschränkte Belastbarkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">beziehungsweise Energielosigkeit bestehe seit Juli/August 2014 anhaltend, wobei sich über die Zeit eine gewisse Besserungstendenz gezeigt habe. Es sei jedoch immer noch nicht so gut, wie vor dem Unfall (Urk. 11/90/6). Im Rahmen der klinisch-neurologischen Untersuchung sei bei der Prüfung der koordinativen Fähigkeiten ein inkonstantes Schwanken mit Becken und Oberkörper ohne </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Lateralisation</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> aufgefallen. Poten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ziell unbeobachtet sei das Gangbild flüssig gewesen mit normaler Schrittlänge, Mitbewegung und unauffälligem Wendemuster. Der Zehen- und Fersenstand sowie das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einbeinhüpfen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> seien beidseits möglich gewesen (Urk. 11/90/10).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt in seiner Teilexpertise fest, dass die Versicherte über eine nachlassende Konzent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ration, wenig Energie, wenig Durchhaltefähigkeit, Gangunsicherheit und Gleich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gewichtsstörungen geklagt habe. Grössere Menschenansammlungen seien eben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">falls ein Problem. Die Beschwerden würden seit dem Fahrradunfall bestehen (Urk. 11/90/17). Die Verhaltensbeobachtung habe vor der Untersuchung keine Auffälligkeiten hinsichtlich des Gangbilds ergeben. Nach der psychiatrischen Abklärung habe sich die Versicherte demonstrativ an der Wand abgestützt und sei etwas im Zickzack gelaufen. Sie habe sich danach für circa 30 Minuten auf eine Sitzbank gelegt, bis sie von ihrem Partner abgeholt worden sei. Während der gesamten Exploration habe sie sich freundlich und kooperativ verhalten. Bei unkomplizierter Kontaktaufnahme sei sie bemüht gewesen, zu ihren Problemen ausführlich Auskunft zu geben. Die Beschwerdeführerin habe das Gespräch über die gesamte Untersuchungszeit von 90 Minuten aufmerksam verfolgt; die Kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zentration sei auch bei mehrmaligen Positionswechseln fokussiert geblieben. Es sei eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">„</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">belle </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">indifférence</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">“</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> aufgefallen, mit anderen Worten eine Diskrepanz zwischen den geschilderten Beschwerden und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schweren Funktionseinschränkun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen sowie der Gestik und Mimik. Ein guter affektiver Rapport sei problemlos zustande gekommen. Die Versicherte habe ohne Verzögerung klare und überwie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gend präzise Antworten gegeben. Es seien leichte Diskrepanzen zu den dokumen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tierten Daten aufgefallen, welche auf mangelnde Vorbereitung und/oder unbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wusstes Ausblenden bestimmter Ereignisse in der Vergangenheit zurückzuführen seien. Ihre Lebensgeschichte habe die Beschwerdeführerin im Übrigen fliessend und relativ genau geschildert, was auf unauffällige mnestische Funktionen hin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deute. Im Gespräch hätten sich auch keine Hinweise auf relevante kognitive Schwierigkeiten ergeben. Gegen Ende der Untersuchung habe die Versicherte auf entsprechende Nachfrage mitgeteilt, dass sie das Interview schon sehr angestrengt habe (Urk. 11/90/24 f.). Aus psychiatrischer Sicht könne ein zeitlicher Zusam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menhang zwischen den dissoziativen Symptomen und dem belastenden Fahrrad</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unfall gesehen werden, welcher vor dem Hintergrund einer andauernden beruf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Überlastung zu einer Dekompensation und Reaktivierung früherer trauma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tischer Erfahrungen geführt habe. Die vorgebrachten Beschwerden hätten jedoch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">appellativ</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, demonstrativ, dramatisch und theatralisch gewirkt. Beim Gutachter habe sich kein Gefühl des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Betroffenseins</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eingestellt, sondern ein Gefühl des Unechten, des Falschen, der Nichteinfühlbarkeit und Nichtverstehbarkeit. Hinzu komme eine stereotype Symptomdarstellung. Mangelnde Leistungsbereitschaft und Selbstlimitierung seien anzunehmen. Die beobachtete </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">„</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">belle </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">indifférence</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">“ sei allerdings nur teilweise (&lt; 50 %) als bewusstseinsnaher Aggravationshinweis zu werten; ein sekundärer Krankheitsgewinn sei hier nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auszuschliessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Zum anderen Teil sei die Wirkung des Vorbringens der Klagen auch krankheitsimma</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nent; die Präsentation der Beschwerden geschehe partiell auf einem unbewussten Niveau, wobei die Versicherte einen primären Krankheitsgewinn habe. Die Flexi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bilität/Umstellungsfähigkeit, die Fähigkeit zur </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Planung und Strukturierung von Aufgaben sowie die Durchhaltefähigkeit seien jeweils leichtgradig eingeschränkt. Psychosoziale Belastungen wie beispielsweise Stress am Arbeitsplatz seien inva</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liditätsfremde Faktoren, die per se nicht zu Krankheit und Arbeitsunfähigkeit füh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren würden (Urk. 11/90/29 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im interdisziplinären Konsens gelangten die Gutachter zum Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit aus neurologischer Sicht mangels objektivierbarer Befunde nicht eingeschränkt sei. Aus psychiatrischer Sicht sei von Juni 2014 bis Oktober 2014 aufgrund der ausgeprägten dissoziativen Störung für jegliche Tätigkeit eine volle Arbeitsunfähigkeit zu attestieren. Ab November 2014 sei für die angestammte Tätigkeit als Sozialarbeiterin von einer 30%igen und für behinderungsangepasste Tätigkeiten von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (Urk. 11/90/13).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zwischen den Parteien ist insbesondere strittig, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat (vgl. E. 2.1 f.). Da das </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bidisziplinäre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> A.___-Gutachten vom 10. Januar 2017 (Urk. 11/90) als medizi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nische Grundlage für die angefochtene Verfügung diente, ist vorab auf dessen Beweiswert einzugehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Expertise basiert auf umfassenden neurologischen und psychiatrischen Abklärungen und wurde in detaillierter Kenntnis der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erstellt (Urk. 11/90/2 ff., 11/90/15 ff.). Die Versicherte konnte gegenüber den einzelnen Gutachtern ihre aktuellen Beschwerden schildern und wurde von diesen jeweils </span><br/><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">- soweit fachspezifisch erforderlich - eingehend befragt. Sie konnte sich insbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sondere auch zu verschiedenen Themenbereichen wie dem beruflichen Werde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gang und dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gewöhnlichen Tagesablauf äussern (Urk. 11/90/6 ff., 11/90/17 ff.). Die geklagten Leiden fanden sodann im Rahmen der Feststellung der Diagnosen Berücksichtigung, wobei sowohl diese als auch die aus medizinischer Sicht resul</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tierenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit dargelegt und erläutert wurden (Urk. 11/90/11 ff., 11/90/28 ff.). Soweit möglich erfolgte ausserdem eine Ausei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nandersetzung mit vorangegangenen ärztlichen Beurteilungen (Urk. 11/90/12, 11/90/32 f.). Insgesamt erfüllt das A.___-Gutachten somit sämtliche praxisge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mässen Kriterien für eine beweiswerte medizinische Expertise (vgl. E. 1.4). Dies stellen die Parteien grundsätzlich auch nicht in Frage (vgl. E. 2.1 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nicht umstritten ist im Weiteren, dass aus rein somatischer - namentlich neuro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">logischer - Sicht mangels objektivierbarer Befunde kein Leiden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vorliegt (vgl. Urk. 11/90/12 f.). Uneinigkeit besteht allerdings bezüglich der Frage, ob auf die psychiatrische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit abgestellt werden kann, oder ob aus rechtlicher Sicht von einem nicht invalidi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sierenden Gesundheitsschaden auszugehen ist. In Anbetracht der diagnostizierten dissoziativen Störung, bei welcher es sich um ein sogenanntes pathogenetisch-ätiologisch unklares </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">syndromales</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdebild ohne nachweisbare organische Grundlage handelt, hat die Beschwerdegegnerin berechtigterweise geprüft, ob der Versicherten nach einem weitgehend objektivierten Massstab zuzumuten ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgerichts I 9/07 vom 9. Feb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ruar 2007 E. 4 in </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, in: SVR 2007 IV Nr. 45 S. 149</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">9C_903/2007 vom 30. April 2008 E. 3.4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Dies gilt umso mehr, als</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> aktueller bundesgericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">licher Praxis grundsätzlich sämtliche psychische Erkrankungen einem struktu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (vgl. E. 1.3). Auf die einzelnen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Standardindikatoren ist daher nachfolgend im Detail einzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Komplex </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">„</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gesundheitsschädigung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">“</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist zunächst darauf hinzuweisen, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die Gutachter anlässlich ihrer Untersuchungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deutliche </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinweise auf eine Aggravation feststellen konnten. So habe das Schwanken und Schaukeln des Oberkörpers sowie des Beckens bei den Stand- und Gangprüfungen ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprochen demonstrativ gewirkt. Das potentiell unbeobachtete spontane Gangbild sei dagegen unauffällig gewesen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">11/90/10, 11/90/12 und 11/90/24). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. G.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hielt ausserdem fest, das Vorbringen der Klagen habe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">appellativ</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, demonstrativ, dramatisch und theatralisch gewirkt. Die Symptome seien stereotyp dargestellt worden. Dieses Verhalten beruhe allerdings zu weniger als 50 % auf bewusstseinsnaher Aggravation, sondern sei auch krankheitsimmanent. Die Prä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sentation der Beschwerden geschehe partiell auf einem unbewussten Niveau (Urk. 11/90/29 f.). Soweit die von der Versicherten geltend gemachten Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einschränkungen auf Aggravation beruhen, ist die Annahme einer invalidenver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsrechtlich erheblichen Gesundheitsschädigung ohne Weiteres ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlossen (BGE 141 V 281 E. 2.2). Soweit die nicht glaubwürdig wirkende Schil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derung der Beschwerden als der dissoziativen Störung inhärent einzustufen ist, ist anzumerken, dass in Anbetracht der objektiven Befunde nicht nachvollziehbar ist, weshalb von Seiten des psychiatrischen Gutachters von einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">„</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schweren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">“</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Stö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung ausgegangen wird (vgl. Urk. 11/90/12). Dem entsprechenden Unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">suchungsbefund ist einzig ein etwas eingeengter formaler Gedankengang, eine psychomotorisch leicht reduzierte Mimik und Gestik sowie eine verminderte Schwingungs- und affektive Modulationsfähigkeit zu entnehmen (Urk. 11/90/25 f.). Mit Blick auf die weiteren Abklärungsergebnisse (Urk. 11/90/26 ff.) und die zusammenfassend festgehaltenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Funktionseinschränkungen (Urk. 11/90/30) erschliesst sich ebenfalls nicht, weshalb trotz mehrheitlich festgestellter leicht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gradiger oder gar fehlender Einschränkungen eine schwere psychische Erkran</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kung vorliegen soll. Hinzu kommt, dass zahlreiche Hinweise für eine durch die Bedingungen am Arbeitsplatz verursachte psychosoziale Belastung vorliegen (vgl. diesbezüglich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. So verfügte die Versicherte beispielsweise über keine Stellvertretung, weshalb</span><span id="CURSOR"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> das Tagesgeschäft während ihrer Abwesenheit grund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sätzlich nicht bearbeitet wurde. Dies hatte namentlich im Rahmen des Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versuches und bei der Wiederaufnahme der Tätigkeit nach den Ferien Stress und Überforderung zur Folge (vgl. Urk. 11/20/4, 11/26/7, 11/45/1, 11/52/3 und 11/61/7 f.). Darüber hinaus geht aus den Akten hervor, dass der Arbeitgeber wenig Verständnis für die gesundheitlichen Probleme gezeigt, und dass sich die Beschwerdeführerin beobachtet und kontrolliert gefühlt habe (Urk. 11/48/5, 11/48/9). Belastend wirkte sich zudem der Arbeitsweg von jeweils einer Stunde aus (Urk. 11/44/4, 11/48/5 und 11/90/20). Diese konkreten Gegebenheiten liess Dr. G.___ jedoch - soweit ersichtlich - bei der Einschätzung der Arbeitsfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit der Versicherten weitgehend unberücksichtigt. Er beschränkte sich in diesem Kontext vielmehr auf allgemein gehaltene Formulierungen betreffend Ausschluss psychosozialer Faktoren bei der Beurteilung der Leistungsfähigkeit (vgl. Urk. 11/90/30, 11/90/34).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Weiteren ist das definitive Scheitern von zumutbaren Therapien nicht ausge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen, sodass nicht auf eine Behandlungsresistenz geschlossen werden kann. Zwar weist die Beschwerdeführerin grundsätzlich berechtigterweise darauf hin (Urk. 1 S. 8), dass Dr. G.___ die bisherige psychiatrische Behandlung als leit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liniengerecht und adäquat beurteilt hat. Die Therapie kann allerdings einerseits </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">durch eine Fokussierung auf die dissoziative Störung optimiert werden. Anderer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seits ist die ebenfalls diagnostizierte Dysthymie mittels entsprechender Medika</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tion - auf welche die Versicherte bis anhin verzichtet hat (Urk. 11/90/19) - güns</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tig beeinflussbar (Urk. 11/90/30). Von einer Therapieresistenz ist schliesslich auch mit Blick auf die Berichte der behandelnden Psychiaterin nicht auszugehen (vgl. Urk. 11/62/2, 11/79/5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Indikators der Komorbiditäten bleibt anzumerken, dass keine somatischen Begleiterkrankungen vorliegen. Anhaltspunkte für eine wesentliche Wechselwirkung zwischen der dissoziativen Störung und der Dysthymie lassen sich dem psychiatrischen Gutachten ebenfalls nicht entnehmen. Gemäss den Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führungen von Dr. G.___ hätte eine medikamentöse Behandlung der Dys</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">thymie denn auch gegenwärtig keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 11/90/30).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf den Komplex </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">„</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Persönlichkeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">“ ist zu berücksichtigen, dass sich dem A.___-Gutachten sowie den übrigen Akten grundsätzlich keine Hinweise auf eine auffällige Persönlichkeitsstruktur entnehmen lassen. Insbesondere wurde keine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Auch die von der behandelnden Psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chiaterin Dr. E.___ festgestellte Persönlichkeitsakzentuierung (vgl. E. 3.4) konnte nicht bestätigt werden (vgl. Urk. 11/90/27, 11/90/33). Eine solche Belastung würde ohnehin nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesundheitsscha</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dens fallen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(Urteil des Bund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">esgerichtes 9C_894/2015 vom 25. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mit Hinweis auf 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">weiteren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Komplex </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">„</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sozialer Kontext</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">“ geht aus den Akten hervor, dass die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin seit 2008 in einer intakten und - soweit ersichtlich – harmonischen Partnerschaft lebt (Urk. 11/48/11, 11/90/7, 11/90/19). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Verlaufsprotokoll des Job Coaches vom 21. September </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2015 besteht fer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ner eine gute Beziehung zu den Eltern und ein intensiver Kontakt zur jüngeren Schwester (Urk. 11/48/3, so auch Urk. 11/90/23). Gegenüber den Gutachtern führte die Versicherte allerdings an, dass ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unregelmässiger</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Kontakt zur Ursprungsfamilie bestehe, da nur wenig Verständnis für ihre Erkrankung vorhan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den sei (Urk. 11/90/21). Ein krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitsbedingt erheblicher sozialer Rückzug liegt trotzdem nicht nahe, zumal die Beschwerdeführerin laut eigenen Angaben auch mit fünf bis sieben Kolleginnen telefonisch in Kontakt steht oder diese trifft (Urk. 11/90/8, 11/90/22). Insgesamt scheint sie somit über ein intaktes soziales Umfeld zu verfügen und kann in dieser Hinsicht entsprechende Ressourcen mobilisieren.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Kategorie „Konsistenz“ ist festzuhalten, dass angesichts der vielfältigen All</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tagstätigkeiten der Versicherten nicht von einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen gesprochen wer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den kann. Die Beschwerdeführerin ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">- wenn auch bei erhöhtem Pausenbedarf - </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in der Lage, den Haushalt zu erledigen und verfügt über eine</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">strukturierten Tagesablauf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. So beschäftigt sie sich unter anderem mit Malen und Fotografieren, unternimmt Spaziergänge, versucht sich je nach Befinden online etwas weiterzu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bilden, fährt kurze Strecken mit dem Fahrrad oder liest (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">11/90/7 f., 11/90/21). Zu sportlichen Betätigungen wie Skifahren und Inlineskaten befragt, äusserte sich die Versicherte gegenüber den Gutachtern dahingehend, dass sie dies heute mangels Energie nicht mehr ausführen könne (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">11/90/8, 11/90/23). Noch im September und Oktober 2015 wurde allerdings festgehalten, dass sie diesen und anderen Hobbys nachgehe (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">11/48/3, 11/61/6). In Anbetracht der von der Versicherten selbst berichteten Besserungstendenz (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">11/90/6) erschliesst sich nicht, weshalb ihr dies zum </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">jetzigen Zeitpunkt nicht mehr möglich sein sollte.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Unabhängig davon steht die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte vollständige Arbeitsunfähigkeit jedenfalls in keinem ausgeglichenen Verhältnis zum individuellen Aktivitätsniveau.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ein gewisser Leidensdruck ist namentlich in Anbetracht des Umstands, dass die Beschwerdeführerin wöchentlich eine ambulante psychiatrisch-psychotherapeu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tische Behandlung in Anspruch nimmt (vgl. Urk. 11/62/2), nachvollziehbar. Allerdings hielten die Gutachter ausdrücklich fest, dass kein beziehungsweise nur wenig Leidensdruck spürbar gewesen sei (Urk. 11/90/9, 11/90/12 und 11/90/29).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gesamthaft ergibt sich aus der detaillierten Prüfung und Würdigung der Standar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dindikatoren, dass die von den Gutachtern sowohl in der angestammten als auch in einer leidensangepassten Tätigkeit zumindest seit November 2014 attestierte Arbeitsunfähigkeit nicht zu überzeugen vermag. Insbesondere in Anbetracht der festgestellten teilweise bewusstseinsnahen Aggravation, der invaliditätsfremden arbeitsplatzbezogenen psychosozialen Belastung, der weitgehend unauffälligen objektiven Befunde, des intakten sozialen Umfelds sowie des nicht in allen ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gleichbaren Lebensbereichen gleichmässig eingeschränkten Aktivitätsniveaus ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin bei Ausschöpfung ihrer vorhan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">denen Ressourcen in der Lage ist, ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ein </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechtsgenüglicher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Bezug zwischen den gestellten Diagnosen und deren funktionellen Auswirkungen im Sinne einer eingeschränkten Arbeitsfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit ist insgesamt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht ausgewiesen, wes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">halb die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen zu tragen hat (vgl. E. 1.3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ergänzend bleibt anzumerken, dass entgegen der Behauptung der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin (Urk. 1 S. 8) auch Dr. G.___ von einer innert kurzer Frist möglichen Steigerung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Sozialarbeite</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rin von 30 auf zumindest 50 % ausging (Urk. 11/90/34), weshalb sich die Annahme eines nicht invalidisierenden Gesundheitsschadens umso mehr recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fertigt. An dieser Beurteilung vermag schliesslich auch der von der Versicherten eingereichte Rentenbescheid der Deutschen Rentenversicherung vom 18. Mai 2017 (Urk. 3) nichts zu ändern, zumal insbesondere die Ermittlung des Invalidi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tätsgrades trotz Auslandsbezug ausschliesslich nach den schweizerischen Rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vorschriften zu erfolgen hat, und insofern keine Bindungswirkung besteht (vgl. Ziff. 3002 des Kreisschreibens über das Verfahren zur Leistungsfestsetzung in der AHV/IV/EL [KSBIL]).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin den Leistungsanspruch der Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherten in der angefochtenen Verfügung vom 28. April 2017 (Urk. 2) zu Recht verneint. In Anwendung der einschlägigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht von einem rentenbegründenden Invaliditätsgrad von mindestens 40 % (vgl. E. 1.2) auszugehen. Soweit die Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte einen Anspruch auf berufliche Massnahmen für gegeben erachtet (Urk. 1 S. 8) bleibt anzufügen, dass dies einen entsprechenden Eingliederungswillen res</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pektive eine subjektive Eingliederungsfähigkeit voraussetzt (Urteil des Bundesge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">richts 9C_469/2016 vom 22. Dezember 2016 E. 7). Die Beschwerdeführerin hat indes mehrfach klar zum Ausdruck gebracht, dass sie sich als zu 100 % arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig einschätzt (Urk. 11/61/9, 11/90/7 und 11/90/20), weshalb kein Anspruch auf berufliche Massnahmen besteht.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde somit vollumfänglich abzuweisen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung zu prüfen war, ist das Verfahren </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Prozessaufwand sowie unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Procap</span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"> Schweiz</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigWürsch</p><p></p></div> </div></body></html>