3. Oktober 1995 N 2069 Interpellation Jenni Peter Bugnon, Bundi, Caccia, Camponovo, Cavadini Adriano, Comby, David, Dettling, Dreher, Dünki, Eberhard, Eggenber- ger, Eggly, Engler, Epiney, Fankhauser, Fasel Hugo, von Feiten, Fischer-Seengen, Frainier, Fritschi Oscar, Gadient, Giezendanner, Giger, Gobet, Gros Jean-Michel, Gysin, Hae- ring Binder, Hafner Ursula, Hämmerle, Hari, Heberlein, Herc- zog, Hess Otto, Hollenstein, Hubacher, Jenni Peter, Keller Anton, Keller Rudolf, Kern, Langenberger, Ledergerber, Lee- mann, Leuba, Leuenberger Ernst, Loeb François, Marti Wer- ner, Maspoli, Miesch, Misteli, Moser, Mühlemann, Müller, Narbel, Neuenschwander, Oehler, Ostermann, Perey, Phili- pona, Pidoux, Pini, Raggenbass, Rechsteiner, Reimann Ma- ximilian, Rohr, Rohrbasser, Ruckstuhl, Ruffy, Rutishauser, Rychen, Sandoz, Savary, Schenk, Scherrer Jürg, Scherrer Werner, Scheurer Rémy, Schmid Peter, Schweingruber, Segmüller, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Stamm Judith, Stamm Luzi, Steiger Hans, Theubet, Tschäppät Alexander, Tschopp, Vetterli, Vollmer, Wanner, Weder Hansjürg, Weye- neth, Wyss William, Zisyadis, Zwygart (108) Stimmen nicht - Ne votent pas: Baumann Ruedi, Baumann Stephanie, Baumberger, Bischof, Blocher, Bodenmann, Bonny, Borei François, Borer Roland, BrüggerCyrill, Brunner Christiane, Bühlmann, Bührer Gerald, Bürgi, Carobbio, Caspar-Hutter, Cincera, Columberg, Cor- naz, Couchepin, Danuser, Darbellay, de Dardel, Deiss, Die- ner, Dormann, Ducret, Duvoisin, Eymann Christoph, Fehr, Fischer-Hägglingen, Fischer-Sursee, Frey Walter, Friderici Charles, Früh, Goll, Gonseth, Graber, Grendelmeier, Gross Andreas, Grossenbacher, Hegetschweiler, Hess Peter, Hild- brand, Iten Joseph, Jäggi Paul, Jeanprêtre, Jöri, Kühne, Le- pori Bonetti, Leu Josef, Leuenberger Moritz, Maeder, Maitre, Mamie, Matthey, Mauch Ursula, Maurer, Meier Hans, Meier Samuel, Meyer Theo, Nabholz, Nebiker, Poncet, Robert, Ruf, Schmid Samuel, Schmidhalter, Schmied Walter, Schnider, Sieber, Singeisen, Spielmann, Spoerry, Stalder, Steffen, Stei- negger, Steinemann, Steiner Rudolf, Strahm Rudolf, Stucky, Suter, Thür, Tschuppert Karl, vakant l, Wick, Wiederkehr, Wittenwiler, Zbinden, Ziegler Jean, Züger (91 ) Präsident, stimmt nicht - Président, ne vote pas: Frey Claude (1) An den Ständerat - Au Conseil des Etats #ST# 93.3455 Motion der sozialdemokratischen Fraktion Dringlicher Bundesbeschluss über den Vorruhestand Motion du groupe socialiste Arrêté fédéral urgent sur la préretraite Diskussion - Discussion Siehe Jahrgang 1993, Seite 2522 - Voir année 1993, page 2522 Leuenberger Ernst (S, SO): Ich kann es kurz machen. Diese Motion hat immerhin zwei Dinge bewirkt: Zum einen hat der Bundesrat in seiner Stellungnahme den bemerkenswerten Satz publiziert: «Der Bundesrat ist ebenfalls der Meinung, dass eine gewisse Flexibilität im Bereich des Pensionie- rungsalters angezeigt ist.» Damit bin ich voll einverstanden. Danke für diesen Satz; lassen Sie ihm Taten folgen! Zum zweiten ist es gelungen, bei der Revision des Arbeitslo- senversicherungsgesetzes einen wichtigen Schritt in Rich- tung dieser Forderung zu tun. Auch dafür will ich danken. Deshalb kann ich diese Motion zurückziehen. Zurückgezogen - Retiré Le président: M. Hubert Frainier a son anniversaire au- jourd'hui. Je lui souhaite une heureuse fête. (Applaudisse- ments) #ST# 93.3439 Interpellation Jenni Peter Deregulierungsmassnahmen Mesures de déréglementation Diskussion - Discussion Siehe Jahrgang 1993, Seite 2574 - Voir année 1993, page 2574 Jenni Peter (A, BE): Wir haben in diesem Saal schon viel über Deregulierungsmassnahmen gehört; getan wurde we- nig. Sie sehen, meine Interpellation stammt aus dem Jahre 1993. Die Antworten, die mir der Bundesrat damals gab, sind für mich höchst fragwürdig. Denn in der Antwort war zu lesen, dass sämtliche Taten eine gewisse Zeit brauchten. Sämtliche Deregulierungsmassnahmen, sämtliche neuen Gesetze, sämtliche Anstrengungen benötigten eine gewisse Zeit. Das wurde 1993 gesagt; bis jetzt, 1995, zwei Jahre später- man hätte also eigentlich Zeit gehabt -, ist überhaupt nichts pas- siert. Ich will nicht sagen, es sei gar nichts geschehen, aber in bezug auf die kleinen und mittleren Betriebe in diesem Land wurde fast gar nichts getan. Die Anstrengungen im Rahmen der marktwirtschaftlichen Er- neuerungen sind auf mittlere oder längere Sicht ausgerichtet. Vor allem die kleinen und mittleren Betriebe haben jetzt keine Zeit mehr, lange zu warten. Wir haben in unserem Land sehr viele kleine und mittlere Betriebe, und lange hiess es auch, diese seien eigentlich die Stütze unserer Wirtschaft. Aber was hat dieses Parlament in den letzten zwei Jahren für sie getan? Ich kann es Ihnen sagen: zum Beispiel das neue Ar- beitsgesetz, neue andere Gesetze, neue Regelungen, neue Abgaben. Vor allem die kleinen und mittleren Betriebe sind es, die nicht exportieren können; sie sind nicht auf Abkom- men mit den umliegenden Ländern angewiesen. Viele kleine und mittlere Betriebe, vor allem im Handwerk, sind hier in un- serem Land ansässig und werden durch unsere Gesetze, die wir hier in diesem Saal gemacht haben, gehemmt. Ich verstehe unter Deregulierungsmassnahmen etwas ande- res, als was mir der Bundesrat geantwortet hat. Wenn ich z. B. lese «Mit der Zulassung von Fahrzeugen mit neuer Breite für Kühltransporte wurde einem weiteren Begehren entsprochen», frage ich mich: Was bringt denn das für neue Arbeitsplätze? Das ist sicher ein Teil, ein Gesetzesabbau, aber wenn wir deregulieren wollen, müssen wir damit Ar- beitsplätze schaffen und vor allem der Wirtschaft, unseren kleinen und mittleren Betrieben, etwas helfen. Mit dieser Zu- lassung von Fahrzeugen können wir einen kleinen Teil ma- chen, aber keinen einzigen Arbeitsplatz schaffen. Es ist z. B. auch die Rede von der Revision von Bundeserlassen, welche Bewilligungsverfahren für Bauten und Anlagen beinhalten. Welche Gesetze wurden denn abgeschafft, welche Bewilli- gungsverfahren beschleunigt? Nennen Sie mir nur ein einzi- ges Beispiel, das unseren kleinen und mittleren Betrieben et- was bringen könnte. Es ist mir bewusst, dass verschiedene Gesetze, die die Wirt- schaft vor allem hemmen - gerade beim Baubewilligungsver- fahren -, kantonale Gesetze sind. Aber ein gutes Zeichen vom Bund, von unserem Parlament, in dieser Richtung sollte sicher demnächst eintreffen.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Motion der sozialdemokratischen Fraktion Dringlicher Bundesbeschluss über den Vorruhestand Motion du groupe socialiste Arrêté fédéral urgent sur la préretraite In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 10 Séance Seduta Geschäftsnummer 93.3455 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 03.10.1995 - 08:00 Date Data Seite 2069-2069 Page Pagina Ref. No 20 026 120 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.