<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.1999.00071</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105527&amp;W10_KEY=13013581&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.1999.00071</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.06.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 1995 und 1997</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rechtliches Gehör. Reformatio in peius. Das Verwaltungsgericht darf auch nicht gerügte Rechtsverletzungen beheben (E. 1c). Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst unter anderem das Recht, sich zu allen relevanten Aspekten vorgängig eines Entscheides zu äussern. Dies gilt auch für rechtliche Beurteilungen, wenn eine Behörde sich auf juristische Argumente zu stützen gedenkt, die dem Privaten nicht bekannt sind und mit deren Heranziehung er nicht rechnen musste (E. 2a). In casu liegt zwar nicht wie gerügt eine reformatio in peius vor, da das Total der vom Pflichtigen zu tragenden Einkommens- und Vermögenssteuerlast nicht erhöht worden ist (E. 2b-d). Da die Vorinstanz aber ihren Entscheid auf eine neue, erstmals von ihr vorgenommene rechtliche Würdigung abstützt, hat sie das rechtliche Gehör des Pflichtigen dennoch verletzt. Teilweise Gutheissung und Rückweisung an die Vorinstanz.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFORMATIO IN PEIUS">REFORMATIO IN PEIUS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 4 ABV ST: ÃBRIGES ZU ART. 4 BV">ÃBRIGES ZU ART. 4 BV</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 4 ABV</span><br/><span class="ungerade">Art. 29 lit. II BV</span><br/><span class="gerade">§ 147 lit. IV StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A (nachfolgend: der Pflichtige) erbte am 1. Dezember 1989 zusam­men mit seinen fÃ¼nf Geschwistern und seiner Mutter von seinem Vater unter anderem die mit einem Einfamilienhaus Ã¼berbaute Liegenschaft Kat. Nr. X in der Gemeinde Q. Durch einen im Jahr 1993 geschlossenen partiellen Erbteilungsvertrag wurde dem Pflichtigen und seiner Ehefrau die MÃ¶glichkeit eingerÃ¤umt, die genannte Liegenschaft auf eigene Kosten umzubauen, zu erweitern und anschliessend gemeinsam mit seiner Mutter, der eine lebenslÃ¤ngliche Nutzniessung an dieser Liegenschaft zusteht, zu bewohnen. Zu­dem wurde in dieser Vereinbarung festgehalten, die Erbengemeinschaft verpflichte sich, dem Pflichtigen und seiner Frau den Anlagewert der getÃ¤tigten Investitionen zu bezahlen, wenn beide die erwÃ¤hnten Nutzungsrechte nicht mehr ausÃ¼bten. Nach Fertigstellung des Um- und Anbaus der Liegenschaft bezogen der Pflichtige und dessen Ehefrau anfangs 1994 die umgebauten RÃ¤umlichkeiten. Am 22. September 1994 verunglÃ¼ckte die Ehefrau des Pflichtigen tÃ¶dlich. Seither bewohnt dieser die Liegenschaft nur noch zusammen mit seiner Mutter.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Pflichtige wurde vom kantonalen Steueramt am 23. Januar 1998 fÃ¼r die Steuer­jahre 1995 und 1997 mit einem Reineinkommen von Fr. 59'000.- (1995) bzw. Fr. 63'400.‑ (1997) und einem ReinvermÃ¶gen von Fr. 28'000 (1995) bzw. Fr. 458'000 (1997) einge­schÃ¤tzt, wobei der SteuerkommissÃ¤r dem Pflichtigen mit Wirkung ab 1. Februar 1994 unter dem Titel "Eigenmietwert Anbau" einen Teil des Eigenmietwerts der fraglichen Liegen­schaft als Einkommen anrechnete bzw. das steuerbare VermÃ¶gen um den VermÃ¶genssteu­erwert des Anbaus erhÃ¶hte. An seinem Standpunkt hielt das Amt im Einspracheentscheid vom 13. Januar 1999 fest.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die mit Rekurs angerufene Steuerrekurskommission II hielt fest, die Nutzungs­berechtigung des Pflichtigen am fraglichen GrundstÃ¼ck habe in den Bemessungsjahren auf keinem nutzniessungsÃ¤hnlichen Recht beruht, weshalb eine quotale Anrechnung von Ei­genmiet- und VermÃ¶genssteuerwert der Liegenschaft ausgeschlossen sei. Allerdings hielt sie ebenfalls fest, der dem Pflichtigen gegenÃ¼ber der Erbengemeinschaft vereinbarungsge­mÃ¤ss zustehende RÃ¼ckforderungsanspruch bilde (in nÃ¤her definiertem Umfang) steuerbares MehrvermÃ¶gen. DemgemÃ¤ss hiess die Steuerrekurskommission II am 5. Mai 1999 den Rekurs teilweise gut und schÃ¤tzte den Pflichtigen mit einem Reineinkommen von Fr. 51'600.- (1995) bzw. Fr. 52'000.‑ (1997) und einem ReinvermÃ¶gen von Fr. 154'000.- (1995) bzw. Fr. 569'000.- (1997) ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 15./17. September 1999 gelangte der Pflichtige an das Verwaltungs­gericht, dem er beantragte, er sei mit einem ReinvermÃ¶gen von Fr. 28'000.- (1995) bzw. Fr. 328'000.- (1997) einzuschÃ¤tzen. Zudem verlangte er eine ParteientschÃ¤di­gung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Steuerrekurskommission II und das kantonale Steueramt schlossen auf Abwei­sung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf die Parteivorbringen ist, soweit erforderlich, in den nachstehenden ErwÃ¤gungen nÃ¤her einzugehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde betrifft Steuerjahre vor 1999. Aus diesem Grund gelangen gemÃ¤ss § 269 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) in der vorliegenden Streit­sache noch die materiellrechtlichen Bestimmungen des auf 1. Januar 1999 aufgehobenen Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) zur Anwendung. Da die Beschwerde am 1. Januar 1999 noch nicht hÃ¤ngig war, richtet sich das Beschwerdeverfahren nach dem neuen Recht (§ 280 Abs. 3 StG e contrario).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 StG alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãber­schreitung oder Missbrauch des Ermes­sens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Fest­stel­lung des rechtserheblichen Sachver­halts geltend gemacht werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu be­schrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sach­verhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Re­kurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf An­ge­mes­senheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechts­verletzende Ermessensfehler, d.h. auf Er­messensÃ¼berschreitung und auf Ermessens­miss­brauch.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Beschwerdeschrift muss einen Antrag und eine BegrÃ¼ndung enthalten (§ 147 Abs. 4 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG). Aus der BeschwerdebegrÃ¼ndung hat hervor­zugehen, welche Rechtsverletzungen im Sinn von § 153 Abs. 3 StG geltend gemacht wer­den. Die Pflicht des Verwaltungsgerichts zur Rechtsanwendung von Amtes wegen wird so­mit durch das RÃ¼geprinzip eingeschrÃ¤nkt. Das Gericht ist daher nicht verpflichtet, von sich aus nach MÃ¤ngeln zu forschen, welche in der Beschwerde nicht gel­tend gemacht worden sind (vgl. RB 1982 Nrn. 5 und 6, auch zum Folgenden). Anders als im staatsrechtlichen Be­schwer­de­verfahren, wo der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen durch das RÃ¼ge­prin­zip vÃ¶llig verdrÃ¤ngt wird (BGE 122 I 70 E. 1c), ist es dem Verwaltungsge­richt er­laubt, nicht gerÃ¼gte Rechtsverletzungen zu beheben, sofern diese im Zusammen­hang mit den Partei­vor­bringen stehen. Das Gericht ist jedoch verpflichtet, offensichtliche, d.h. in die Augen springende Rechtsverletzungen, von Amtes wegen, d.h. auch ohne ent­sprechende RÃ¼ge, zu beheben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Der in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) statuier­te Grundsatz des rechtlichen GehÃ¶rs umfasst unter anderem das Recht, sich zu allen rele­vanten Aspekten vorgÃ¤ngig eines Entscheides zu Ã¤ussern (vgl. etwa BGE 126 I 15 E. 2 mit weiteren Hinweisen). Dies gilt auch fÃ¼r rechtliche Beurteilungen, wenn eine BehÃ¶rde sich auf juristische Argumente zu stÃ¼tzen gedenkt, die dem Privaten nicht bekannt sind und mit deren Heranziehung er nicht rechnen musste (BGE 126 I 19 E. 2c/aa S. 22 mit weiteren Hinweisen; BGE 125 II 265 E. 4 d/cc S. 277 e contrario; Georg MÃ¼ller, Kommentar zur Schweizerischen Bundesverfassung, Art. 4 N. 105).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ist der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r verletzt worden, so ist der angefochtene Ent­scheid ohne weiteres aufzuheben (BGE 125 I 113 E. 3; BGE 124 I 49 E. 3e), weshalb Ã¼ber diese Frage formeller Natur vorab zu entscheiden ist (BGE 126 I 15 E. 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Pflichtige macht geltend, die Rekurskommission habe durch Ãnderung der VermÃ¶genssteuereinschÃ¤tzung zu seinen Ungunsten eine reformatio in peius vorgenom­men, was nur zulÃ¤ssig gewesen wÃ¤re, wenn er vorgÃ¤ngig Gelegenheit zur Stellungnahme gehabt hÃ¤tte. Dies sei aber eben gerade nicht der Fall gewesen. Mit diesem Vorbringen macht der Pflichtige sinngemÃ¤ss eine Verletzung des in Art. 29 Abs. 2 BV garantierten Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r geltend. Die Rekurskommission hÃ¤lt dem in ihrer Ver­nehmlassung entgegen, im Rekurs seien Einkommens- und VermÃ¶genssteuern angefochten gewesen und die Rekurskommission habe das Recht von Amts wegen anzuwenden, wes­halb eine reformatio in peius nur dann vorliegen wÃ¼rde, wenn dem Pflichtigen durch den Rekursentscheid insgesamt eine hÃ¶here Einkommens- und VermÃ¶genssteuerlast auferlegt worden wÃ¤re. Dies treffe im vorliegenden Fall aber eben gerade nicht zu, weshalb auch keine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs erfolgt sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Nach zÃ¼rcherischer Ordnung ist die Rekurskommission ‑ wie Steuerkom­mis­sÃ¤r und Einspracheinstanz ‑ ver­pflichtet, das materielle Recht ohne RÃ¼cksicht auf die Par­teiantrÃ¤ge anzuwenden (Reimann/Zuppinger/SchÃ¤rrer, Kom­men­tar zum ZÃ¼rcher Steuer­gesetz, 3. Band, Bern 1969, § 92 N. 3 und § 93 N. 13). Will eine RekursbehÃ¶rde von sich aus ‑ d.h. ohne Antrag der Rekursgegnerschaft ‑ einen an­ge­fochte­nen Entscheid zuun­gunsten des Steuerpflichtigen abÃ¤ndern (sogenannte Ver­bÃ¶­serung, "reformatio in peius"), so hat sie diesem gemÃ¤ss § 149 Abs. 2 StG vor der Beschluss­fas­sung Ge­legenheit zur Stellungnahme zu geben. Jede solche Ãnderung ist dem Steuer­pflich­tigen vor dem Ent­scheid schriftlich mitzuteilen, damit er sei­ne Parteirechte wahren kann. Ins­be­son­dere soll er neue, bis­her nicht vorgebrachte GegengrÃ¼nde geltend ma­chen und neue Be­weis­an­trÃ¤­ge stellen kÃ¶nnen (vgl. noch zum alten Steuergesetz Reimann/Zup­pinger/SchÃ¤rrer, § 77 N. 4 mit Ver­wei­sun­gen; ebenso Richner/Frei/Kaufmann, Kommentar zum harmonisier­ten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 149 N. 22).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die Rekurskommission weist in ihrer Vernehmlassung zu Recht darauf hin, dass sie das Recht von Amtes wegen anzuwenden hat. Ebenfalls ist zutreffend, dass eine vor­gÃ¤ngige AnhÃ¶rung nach der Rechtsprechung (zumindest) dann unterbleiben kann, wenn zwar einzelne Teile einer Steuer (etwa der Einkommens- oder Ertragsrechnung) heraufge­setzt, gleichzeitig aber in mindestens dem selben Umfang andere Teile herabgesetzt wer­den, so dass per Saldo der angefochtene Entscheid nicht verbÃ¶sert wird (vgl. etwa VGr, 25. MÃ¤rz 1998, SB.1997.00044). Diese LÃ¶sung erweist sich als sachgerecht, ist der Pflichtige doch in einem solchen Fall hinsichtlich ein und derselben Steuer (etwa der Einkommens­steuer) insgesamt nicht schlechter gestellt. Diese Korrekturen innerhalb derselben Steuer betreffende Rechtsprechung lÃ¤sst sich aber auch auf FÃ¤lle wie den vorliegenden Ã¼bertragen, bei denen es um zwei verschiedene Steuern geht, die auf einer einheitlichen VerfÃ¼gung grÃ¼nden (vgl. auch Richner/Frei/Kaufmann, § 149 N. 22, die festhalten, der Pflichtige sei nur dann anzuhÃ¶ren, wenn die Steuerfaktoren in ihrer Gesamtheit gegenÃ¼ber dem ange­fochtenen Entscheid heraufgesetzt wÃ¼rden .). Da im vorliegenden Fall das Total der vom Pflichtigen zu tragenden Einkommens- und VermÃ¶genssteuerlast nicht erhÃ¶ht worden ist, liegt keine reformatio in peius vor. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Die von der Rekurskommission zulasten des Pflichtigen vorgenommene Kor­rektur, wonach der dem Pflichtigen gegenÃ¼ber der Erbengemeinschaft vereinbarungsge­mÃ¤ss zustehende RÃ¼ckforderungsanspruch steuerbares MehrvermÃ¶gen bilde, hÃ¤lt einer Be­trachtung im Licht von Art. 29 Abs. 2 BV dennoch nicht stand. Die Rekurskommission hat zwar zutreffend festgehalten, die von ihr erstmals vorgenommene rechtliche WÃ¼rdigung sei "in den angefochtenen VerfÃ¼gungen unberÃ¼cksichtigt geblieben und im Rekursverfahren von keiner Seite zur Sprache gebracht worden" (angefochtener Entscheid S. 10). Dennoch hat sie es unterlassen, den Pflichtigen zu dieser massgeblichen Ãnderung des rechtlichen Standpunkts anzuhÃ¶ren und hat sie dergestalt dessen rechtliches GehÃ¶r verletzt (vgl. vorn E. 2a). Diese AnhÃ¶rung wird die Rekurskommission im zweiten Rechtsgang nachzuholen haben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde ist demgemÃ¤ss teilweise gutzuheissen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird zur AnhÃ¶rung, zur allfÃ¤l­ligen weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Steuerrekurskommission II zurÃ¼ck­gewiesen.<br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.<span> </span></span><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>