<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00389</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105962&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00389</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.02.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einbürgerung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Pflicht zur Aufnahme von in der Schweiz geborenen Ausländern in das Gemeindebürgerrecht besteht unabhängig von deren Eignung. Die fehlende Eignung kann indessen zur Verweigerung des Kantonsbürgerrechts führen, dessen es für Ausländer zur Gültigkeit des Gemeindebürgerrechts bedarf. § 20 Abs. 3, § 21 Abs. 2 GemeindeG. Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts, Legitimation der Gemeinde (E. 1). Eine im Strafregister gelöschte Strafe begründet in der Regel keine Verweigerung des Gemeindebürgerrechts mangels unbescholtenen Rufs (E. 2). Die wirtschafltiche Selbsterhaltungsfähigkeit ist gegeben, und eine allenfalls fehlende Eignung kann nicht zur Verweigerung des Gemeindebürgerrechts führen (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLAND">AUSLAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BÃRGERRECHT">BÃRGERRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGNUNG">EIGNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINBÃRGERUNG">EINBÃRGERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RUF">RUF</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFREGISTER">STRAFREGISTER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ÃBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT">ÃBRIGES BESONDERES VERWALTUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNBESCHOLTEN">UNBESCHOLTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 3 BÃRGERRV</span><br/><span class="gerade">§ 6 BÃRGERRV</span><br/><span class="ungerade">§ 22 lit. I BÃRGERRV</span><br/><span class="gerade">§ 20 lit. III GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 GemeindeG</span><br/><span class="gerade">§ 43 lit. I l VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A, italienischer StaatsangehÃ¶riger, geboren am 5. Dezem­ber 1971 in Z, stellte am 23. November 1997 ein Gesuch um Erteilung der eidgenÃ¶s­sischen EinbÃ¼rgerungsbewilli­gung. Die Direktion des Innern des Kantons ZÃ¼rich (heute Direktion der Justiz und des Innern) beantragte dem zustÃ¤ndigen Bundesamt am 15. Ok­tober 1998, dem Gesuch zu ent­sprechen. Am 29. Juni 1999 erteilte das Bundesamt fÃ¼r Po­lizeiwesen die eidgenÃ¶ssische EinbÃ¼rgerungsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼­rich nach Art. 13 des Bundesgesetzes vom 29. September 1952 Ã¼ber Erwerb und Verlust des Schweizer BÃ¼rgerrechts (BÃ¼rgerrechtsge­setz [BÃ¼G; SR 141.0]). In der Folge Ã¼berwies die Direktion der Justiz und des Innern am 1. Juli 1999 die Akten dem Stadtrat X zum Entscheid Ã¼ber die Aufnahme ins Gemeinde­bÃ¼rgerrecht im Sinn von § 29 der Ver­ordnung Ã¼ber das Gemeinde- und das KantonsbÃ¼rger­recht (Kantonale BÃ¼rgerrechtsverord­nung) vom 25. Oktober 1978 (BÃ¼rgerrechtsV; LS 141.11).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 15. November 1999 beschloss der Stadtrat X auf Antrag der PrÃ¤sidial­abteilung und der BÃ¼rgerlichen Abteilung: "Das EinbÃ¼rgerungsgesuch von A wird abgelehnt." Nach § 6 BÃ¼rgerrechtsV beurteile sich der unbescholtene Ruf im Sinn von § 3 Abs. 1 BÃ¼rger­rechtsV aufgrund des Strafregisters und des Betreibungsregi­s­ters; der Ruf gelte in der Re­gel als unbescholten, wenn die RegisterauszÃ¼ge fÃ¼r die letzten fÃ¼nf Jahre keine EintrÃ¤ge von Bedeutung enthielten, doch liege es im Ermessen der Ge­meinde, von diesem Zeitraum abzuweichen. Nach einem Polizeirapport vom 21. Juli 1998 sei gegen A im Jahr 1993 eine Strafuntersuchung wegen Raub/Entreissdieb­stahl bzw. Diebstahl â insgesamt 151 Tatbe­stÃ¤nde umfassend â gefÃ¼hrt und schliesslich Anklage beim Bezirksgericht erhoben worden. Daher kÃ¶nne nicht mehr von einem unbescholtenen Ruf ausgegangen werden, selbst wenn A sich in den letzten fÃ¼nf Jahren nichts mehr habe zu Schulden kommen lassen. Ins Ge­wicht falle "nicht nur die Schwere der Delikte, sondern vor allem auch deren ausserge­wÃ¶hnliche Dichte"; diese seien von A im Alter von 22 Jahren begangen worden und kÃ¶nn­ten daher nicht als "Lausbubenstreich" abgetan werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Der Bezirksrat hiess den von A am 13. Dezember 1999 hiergegen erhobenen Re­kurs am 4. Oktober 2000 gut, hob den angefochtenen Beschluss auf und forderte die BÃ¼r­gerliche Abteilung des Stadtrats X auf, "das EinbÃ¼rge­rungsgesuch von A gutzuheissen". Die wegen einer Vielzahl von Delikten gegen den Rekurrenten im Jahr 1993 verhÃ¤ngte Strafe von sechs Monaten GefÃ¤ngnis und Fr. 500.- Busse sei bedingt ausgesprochen wor­den, weshalb sie der LÃ¶schungsvorschrift von Art. 41 Ziff. 4 des Schweizerischen Strafge­setzbuchs (StGB) unterlegen habe. Damit kÃ¶nne nicht von einer schweren Strafe ausge­gangen werden, weshalb keine Ausnahme von der FÃ¼nfjahresregel angenommen werden kÃ¶nne und § 6 BÃ¼rgerrechtsV zum Zug komme. Ein konkretes GefÃ¤hrdungspotenzial sei nicht erkennbar; der Rekurrent scheine nunmehr gefestigt zu sein, und strafrechtlich rele­vante Vorkommnisse aus der fÃ¼nfjÃ¤hrigen Frist von § 6 BÃ¼rgerrechtsV seien nicht akten­kundig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 17. November 2000 liess die Stadt X dem Ver­waltungsge­richt die Aufhebung des Rekursentscheids vom 4. Oktober 2000 beantragen. Wer Ã¼ber 151 StraftatbestÃ¤nde erfÃ¼lle, darunter Raub/Entreissdiebstahl, verfÃ¼ge Ã¼ber eine erhebliche kriminelle Energie, die eine Abweichung vom Regelfall von § 6 BÃ¼rgerrechtsV als ange­messen erscheinen lasse. Zudem mÃ¼sste das EinbÃ¼rgerungsgesuch letztlich an der Eig­nungsprÃ¼fung scheitern.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>A und der Bezirksrat beantragten am 4./7. Dezember bzw. am 29. November 2000 sinngemÃ¤ss Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">1. a) Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen (§ 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspfle­gegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 5 N. 3). <span>GemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. l VRG </span>(in der Fassung vom 8. Juni 1997) <span>ist die Beschwerde an das Verwaltungsge­richt Ã¼ber den Erwerb des BÃ¼rgerrechts unzulÃ¤ssig, sofern kein Anspruch auf EinbÃ¼rgerung besteht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Schweiz geborene Personen auslÃ¤ndischer StaatsangehÃ¶rigkeit werden im Recht auf kommunale<i> </i>EinbÃ¼rgerung den Schweizer BÃ¼rgern und BÃ¼rgerinnen gleichge­stellt (§ 21 Abs. 2 Satz 1 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 [GemeindeG]; vgl. auch § 22 Abs. 1 Satz 1 BÃ¼r­gerrechtsV). Danach sind die politischen Gemeinden verpflichtet, jede mindestens seit zwei Jahren in der Gemeinde wohnende gesuchstellende Person auf ihr Verlangen in das BÃ¼rgerrecht der Gemeinde aufzunehmen, sofern sie sich und ihre Fa­milie selber zu erhalten vermag, genÃ¼gende Ausweise Ã¼ber ihre bisherige Heimats- und FamilienverhÃ¤ltnisse und Ã¼ber einen unbescholtenen Ruf beibringt und eine Einkaufsge­bÃ¼hr entrichtet (§ 21 Abs. 1 Satz 1 GemeindeG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie das Verwaltungsgericht bereits entschieden hat (VGr, 17. Mai 2000, VB.2000.00134; VGr, 8. November 2000, VB.2000.00330), haben unter den in § 21 Abs. 2 GemeindeG bzw. in § 22 Abs. 1 Satz 1 BÃ¼r­gerrechtsV genannten Voraussetzungen Personen auslÃ¤ndischer Staatsan­gehÃ¶rigkeit einen Rechtsanspruch auf die Erteilung des Gemeinde­bÃ¼rgerrechts. Dieser Anspruch begrÃ¼ndet gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. l VRG die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ungeachtet des Umstands, dass fÃ¼r den Erwerb der schweizerischen StaatsbÃ¼rgerschaft auch die BÃ¼rgerrechte des Bundes und des Kantons erforderlich sind. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 21 lit. b VRG ist die Gemeinde zur Beschwer­de berechtigt "zur Wahrung der von ihr vertretenen schutzwÃ¼rdigen Interessen".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Eine die Gemeindelegitimation begrÃ¼ndende Betroffenheit in eigenen Interessen oder Aufgaben der Gemeinde liegt beim Streit um die Erteilung des GemeindebÃ¼rgerrechts vor, und zwar unabhÃ¤ngig davon, ob es dabei wie hier um die Anwendung kantonalen Rechts geht (VGr, 8. November 2000, VB.2000.00330). Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>2. Die Ablehnung des EinbÃ¼rgerungsgesuchs im Stadtratsbeschluss vom 15. No­vem­­ber 1999 stÃ¼tzt sich allein auf das Fehlen eines unbescholtenen Rufs des Gesuchstellers im Sinn von § 21 Abs. 1 GemeindeG bzw. § 3 Abs. 1 BÃ¼rgerrechtsV. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Stadtrat X ist zutreffend von der Regelung in § 6 Satz 1 BÃ¼rgerrechtsV ausge­gangen, wonach der Ruf des Bewerbers auf Grund des Strafregisters und des Betrei­bungsre­gisters zu beurteilen ist und er in der Regel als unbescholten gilt, wenn die Register­auszÃ¼ge fÃ¼r die letzten fÃ¼nf Jahre keine EintrÃ¤ge von Bedeutung enthalten (Satz 2). Seine Annahme, es liege "im Ermessensspielraum der Gemeinde, von diesem Zeitraum abzuwei­chen", kann indessen nicht bedeuten, dass die Gemeinde nach Belieben auf weiter zurÃ¼cklie­gende Straf­taten greifen kann; dazu bedÃ¼rfte es besonderer UmstÃ¤nde, wie der Bezirksrat zu Recht erwogen hat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auch "bedeutende" EintrÃ¤ge, die mehr als fÃ¼nf Jahre zurÃ¼ckliegen, haben nach der Regel von § 6 Satz 2 BÃ¼rgerrechtsV unberÃ¼cksichtigt zu bleiben; dies gilt um so mehr, wenn diese EintrÃ¤ge gemÃ¤ss Art. 41 Ziff. 4 StGB im Strafregister gelÃ¶scht worden sind und der Verurteilte damit rehabilitiert worden ist (vgl. Titel vor Art. 80 StGB), worauf auch der Bezirksrat hingewiesen hat. Zutreffend hat der Bezirksrat dem Stadtrat X auch entgegen­gehalten, dass dieser allein auf einen Polizeirapport vom 21. Juli 1998 abgestellt habe, ohne sich um das nicht bei den Akten liegende und erst im Rekursentscheid des Be­zirksrats erwÃ¤hnte Strafurteil aus dem Jahr 1993 zu bemÃ¼hen. Anscheinend hat sich der Stadtrat von der im Polizeirapport unter "Akten bei den Polizeistellen" aufgefÃ¼hr­ten und nicht nÃ¤her umschriebenen Rubrik "20.01.93 Raub/Entreissdiebstahl, Diebstahl aus PW (151 Tatbe­stÃ¤nde)" blenden lassen. Diese VorfÃ¤lle haben indes­sen im Strafurteil ihre WÃ¼rdigung er­fahren und kÃ¶nnen nicht von der EinbÃ¼rgerungsbehÃ¶r­de unbesehen und ohne weiteres als alleiniger Grund fÃ¼r die Ablehnung des EinbÃ¼rge­rungsgesuchs herangezogen werden (vgl. auch Hans Rudolf Thalmann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., X 2000,</span> § 21 N. 1.6)<span>.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Rekursentscheid des Bezirksrats erweist sich damit jedenfalls als nicht rechts­verletzend, soweit er die Voraussetzung des unbescholtenen Rufs als gegeben be­zeichnet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Der Bezirksrat hat in Dispositiv Ziffer I des Rekursentscheids die BÃ¼r­gerliche Abteilung des Stadtrats "aufgefordert, das EinbÃ¼rgerungsgesuch von A gutzuheissen". Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht nun geltend, ungeprÃ¼ft geblieben seien die weiteren Vorausset­zungen der Aufnahme in das GemeindebÃ¼rgerrecht. Dazu ist vorab anzumerken, dass die kommunale EinbÃ¼rgerungsbehÃ¶rde schon aus prozessÃ¶konomischen GrÃ¼nden gehalten ist, sich zu allen EinbÃ¼rgerungsvoraussetzungen zu Ã¤ussern, um eine RÃ¼ckweisung zur PrÃ¼fung der noch unberÃ¼cksichtigt gebliebenen Voraussetzungen zu vermeiden. Hier hat sich die BeschwerdefÃ¼hrerin auch in ihrer Rekursvernehmlassung vom 11. Januar 2000 an den Be­zirksrat in Wiederholung ihrer Gesuchsabweisung lediglich mit dem unbescholtenen Ruf des damaligen Rekurrenten auseinandergesetzt, dessen Fehlen allerdings auch gegen die "Beachtung der schweizerischen Rechtsordnung" spreche.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht â nach den Akten zu Recht â nicht geltend, der Beschwerdegegner sei nicht in der Lage, sich selbst zu erhalten. Aus dem genannten Be­richt der Kantonspolizei vom 21. Juli 1998 geht vielmehr hervor, dass der Beschwer­degeg­ner ein Berufseinkommen erzielt und die Steuern regelmÃ¤ssig bezahlt. Auch die weiteren in § 21 Abs. 1 GemeindeG genannten, fÃ¼r Schweizer BÃ¼rger geltenden Voraussetzungen sind unstreitig gegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤lt dem Bezirksrat vor, er habe das "Kriterium der Eignung" nicht berÃ¼cksichtigt, und fÃ¼hrt dazu ohne nÃ¤here BegrÃ¼ndung aus, dass "das Ein­bÃ¼rgerungsgesuch von A letztlich an der EignungsprÃ¼fung scheitern" wÃ¼rde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach § 21 Abs. 2 GemeindeG werden in der Schweiz geborene AuslÃ¤nder im Recht auf EinbÃ¼rgerung den Schweizer BÃ¼rgern gleichgestellt (Satz 1), wobei nach Satz 2 einzig § 20 Abs. 3 GemeindeG vorbehalten bleibt, wonach das einem AuslÃ¤nder verliehene Ge­meindebÃ¼rgerrecht "zu seiner GÃ¼ltigkeit der Erteilung des Landrechtes durch den Regie­rungsrat oder die von diesem als zustÃ¤ndig bezeichnete Direktion" bedarf.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Eignung des Beschwerdegegners im Sinn von Art. 14 BÃ¼G bzw. § 21 und § 22 Abs. 1 BÃ¼rgerrechtsV ist daher nicht fÃ¼r die Erteilung des GemeindebÃ¼rgerrechts zu beur­teilen, sondern nach Art. 14 BÃ¼G durch das Bundesamt fÃ¼r Polizeiwesen (Art. 13 Abs. 1 und 5 BÃ¼G) fÃ¼r die EinbÃ¼rgerungsbewilligung und nach § 20 Abs. 3 GemeindeG in Ver­bindung mit § 32 BÃ¼rgerrechtsV (in der Fassung vom 11. August 1999) durch die Direk­tion der Justiz und des Innern fÃ¼r die Erteilung des KantonsbÃ¼rgerrechts (vgl. Thalmann, § 21 N. 2.3). Soweit aus § 22 Abs. 1 Satz 1 BÃ¼rgerrechtsV der Schluss gezogen wÃ¼rde, die Gemeinde kÃ¶nne die Erteilung des GemeindebÃ¼rgerrechts mangels Eignung des Gesuch­stellers verweigern, widersprÃ¤che dies dem Gemeindegesetz. Allerdings bleibt der Ge­meinde die MÃ¶glichkeit oder ist sie sogar dazu verpflichtet, der Direktion der Justiz und des Innern von ihrer Beurteilung der Eignung des in das GemeindebÃ¼rgerrecht Aufgenom­menen Kenntnis zu geben, und bleibt es ihr unbenommen, der Direktion allenfalls die Nichterteilung des KantonsbÃ¼rgerrechts zu beantragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit erweist sich der Rekursentscheid des Bezirksrats vom 4. Oktober 2000 ins­gesamt als rechtmÃ¤ssig und ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. â¦</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>