Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 17. November 2016 (725 16 251 / 305) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Eine physiologische Altersgebrechlichkeit von wesen tlicher Bedeutung ist nicht erstellt. Folglich sind die Voraussetzungen für die Anwendbar keit von Art. 28 Abs. 4 UVV nicht gegeben; Anwendbarkeit des Prozentvergleichs für di e Berechnung des Invaliditäts- grads. Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsri chterin Elisabeth Berger Götz, Kantonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Margit Campell Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durc h Jan Herrmann, Rechts- anwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel gegen SWICA Versicherungen AG , Römerstrasse 37, Postfach , 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin Betreff Leistungen A.1 A.____ war seit 1978 bei B.____ als Physio- bzw . Hippotherapeutin tätig und aufgrund dieses Arbeitsverhältnisses bei der SWICA Krankenve rsicherung AG (SWICA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 19. Februar 2011 stürzte die Versicherte und zog Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht sich Verletzungen an der Schulter zu. Nachdem sich der He ilungsverlauf zunächst zufrieden- stellend gestaltete und der Fall abgeschlossen werden konn te, meldete A.____ der SWICA am 14. Januar 2013 einen Rückfall. Diese erbrachte zunächst die gesetzlichen Leistungen. Zur Klärung weitergehender Leistungsansprüche veranlasste sie e ine Begutachtung durch Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Tra umatologie des Bewegungsapparates. Nach Vorlage der spezialärztlichen Expertise vom 16. Septem ber 2013 beauftragte die SWICA die D.____ mit einer weiteren Begutachtung. Gestützt auf dieses Gutachten vom 27. Mai 2014 kündigte die SWICA der Versicherten mit Schreiben vom 1 7. Juli 2014 die Leistungseinstellung per Ende Mai 2014 an. A.2 Nachdem sich die Versicherte dagegen zur Wehr geset zt und namentlich moniert hat- te, dass es sich beim Gutachten der D.____ um eine unzulässi ge "second opinion" handle, schlug die SWICA die Einholung eines Obergutachtens vor. Daran hielt sie trotz Intervention der Versicherten mit Verfügung vom 21. Januar 2015 fest . Hiergegen erhob A.____, seither vertreten durch Rechtsanwalt Jan Hermann, am 12. Februar 2015 fristgerecht Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialve rsicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, es sei die Verfügung vom 21. Januar 2 015 aufzuheben, die Unfallkausalität der Beschwerden zu bestätigen und die Beschwerdegegnerin an zuweisen, die gesetzlichen Leis- tungen über das Einstelldatum des 31. Mai 2014 hinaus a uszurichten. Eventualiter sei – in Auf- hebung der angefochtenen Verfügung – vom Gericht bei einer neutralen Stelle eine medizini- sche Expertise zur Klärung der Leistungsansprüche der Besc hwerdeführerin einzuholen; alles unter o/e-Kostenfolge. In der Folge führte die Beschwe rdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 25. März 2015 aus, dass sie das Gutachten der D.____ au s den Akten nehme und auf die Einholung eines Obergutachtens verzichte. Mit Eingabe vom 13. April 2015 stellte die Be- schwerdeführerin fest, dass ihrem primären Rechtsbegehre n damit entsprochen worden sei. Das Verfahren wurde in der Folge mit Beschluss vom 27. April 2015 zufolge Beschwerdeaner- kennung abgeschrieben. A.3 Im Zusammenhang mit der Bemessung der Renten- und Integritätsansprüche der Ver- sicherten holte die SWICA bei Dr. med. E.____, FMH Or thopädische Chirurgie, einen Bericht ein, der am 24. August 2015 erging. Gestützt auf diese Abklärungsergebnisse wurden die Tag- geldleistungen mit Verfügung vom 3. November 2015 pe r 30. September 2015 eingestellt. Gleichzeitig sprach die SWICA der Versicherten ab 1. Ok tober 2015 bei einem Invaliditätsgrad von 21% eine monatliche Rente von Fr. 1'177.-- zu. Da bei stellte sie auf ein Valideneinkommen von Fr. 100'584.70 und ein Invalideneinkommen von Fr. 79'086.-- ab. Zudem sprach sie der Versicherten eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 22.5% in Höhe von Fr. 28'350.-- zu. Die gegen die Bemessung des Rentenan spruchs von A.____ erhobene Ein- sprache hiess die SWICA mit Entscheid vom 13. Juni 2016 i nsofern teilweise gut, als es für die Berechnung des Invaliditätsgrads von einem Valideneink ommen von Fr. 100'996.80 ausging, woraus ein Rentenanspruch von 22% resultierte. B. Hiergegen erhob die Versicherte Beschwerde beim Kan tonsgericht und beantragte, dass der Einspracheentscheid vom 13. Juni 2016 aufzuheben und ihr eine Rente auf der Basis eines Invaliditätsgrads von mindestens 33% zuzusprechen sei ; unter o/e-Kostenfolge zulasten Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung wurde im Wesen tlichen geltend gemacht, dass die Beschwerdegegnerin bei der Berechnung des Invaliditätsgr ads zu Unrecht von einem Anwen- dungsfall in Sinne von Art. 28 Abs. 4 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 ausgegangen sei. Weiter liess die B eschwerdeführerin ausführen, dass sie ihre Arbeitskraft in einer Verweistätigkeit nicht mehr umsetzen könne. Es sei daher auf eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkei t als Hippotherapeutin abzustellen, wo- raus ein Invaliditätsgrad von 50% resultiere. Eventualit er sei von einer 100%igen Arbeitsfähig- keit in einer Verweistätigkeit im Gesundheitswesen auszugehen. Dabei sei auf das Kompetenz- niveau 1 oder 2 abzustellen. Schliesslich wurde moniert, dass vom Invalidenlohn ein leidensbe- dingter Abzug von mindestens 15% vorzunehmen sei. C. Mit Vernehmlassung vom 20. September 2016 beantrag te die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie führte aus, dass sich bei der Beschwerdeführerin das vorge- rückte Alter auf die Erwerbsfähigkeit auswirke, weshalb die Anwendung von Art. 28 Abs. 4 UVV nicht zu beanstanden sei. Betreffend die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit wurde festge- halten, dass die Beschwerdeführerin diese in einer Ver weistätigkeit umsetzen könne. Zudem sei zu Recht kein leidensbedingter Abzug vom Invalideneinkommen vorgenommen worden. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 60 A bs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 und Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) v om 20. März 1981 kann gegen Ein- spracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen ka ntonalen Versicherungsgericht innert 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist gemäss Art. 58 ATSG das Versi- cherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versichert e Person zur Zeit der Beschwerde- erhebung ihren Wohnsitz (vorliegend: F.____) hat. Gemäss § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft als einzige ge richtliche Instanz des Kantons Be- schwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträ ger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit sachlich und örtlich für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.2 In Bezug auf die Integritätsentschädigung ist der vo rinstanzliche Einspracheentscheid in Teilrechtskraft erwachsen (BGE 119 V 347). Strittig ist einzig die Höhe der Rente. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 2.1 Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10% invalid (Art. 8 ATSG), hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG] vom 20. März 1981). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsun fähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird gemäss Art. 16 ATS G das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Be- handlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durc h eine ihr zumutbare Tätigkeit bei Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalid eneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie ni cht invalid geworden wäre (Vali- deneinkommen). Nach der Rechtsprechung des Bundesgericht s sind für den Einkommensver- gleich grundsätzlich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Be ginns des Rentenanspruchs massge- bend (BGE 129 V 222, 128 V 174). 2.2 Nach Art. 18 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat ergänze nde Vorschriften über die Be- stimmung des Invaliditätsgrads erlassen. Von dieser Befu gnis hat er mit dem Erlass von Art. 28 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss Art. 28 Abs. 4 UVV sind für die Bestimmung des Inva- liditätsgrads die Erwerbseinkommen massgebend, die e ine versicherte Person im mittleren Al- ter bei einer entsprechenden Gesundheitsschädigung erzie len könnte, wenn sie nach dem Un- fall die Erwerbstätigkeit altershalber nicht mehr aufnimmt (Variante I) oder wenn sich das vorge- rückte Alter erheblich als Ursache der Beeinträchtigung d er Erwerbsfähigkeit auswirkt (Variante II). Nach der Rechtsprechung ist die Anwendung von Art. 28 Abs. 4 UVV ab einem Alter der versicherten Person von rund 60 Jahren grundsätzlich in Be tracht zu ziehen, was aber nicht bedeutet, dass bei der Invaliditätsbemessung ab jenem A lter stets nach Art. 28 Abs. 4 UVV zu verfahren wäre. Auch bei Versicherten im vorgerückten Alte r ist die Anwendung dieser Bestim- mung erst dann zu erwägen und durch entsprechende Abklär ungen zu ergründen, wenn An- haltspunkte dafür bestehen, dass der physiologischen Alter sgebrechlichkeit verglichen mit den anderen Ursachen der Beeinträchtigung der Erwerbsfäh igkeit eine wesentliche Bedeutung zu- kommt (Urteil des Bundesgerichts vom 20. Juni 2016, 8C_205/2016, E. 3.4 mit Hinweisen). 2.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Inva- lidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und ei n adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürli chen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene E rfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis sodann als adäquat e Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nac h der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des ei ngetretenen herbeizuführen, der Eintritt die- ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begüns tigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). 3.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrads b ildet die Frage, in welchem Aus- mass die versicherte Person unfallbedingt resp. zufolge einer Berufskrankheit arbeitsunfähig ist. 3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichti ge Grundlage für die Beurteilung der Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstä tigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet werden können (vgl. U LRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschät- zung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen d er Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 3.3 Die Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz de r freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusammenstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholt en Gutachten externer Spezial- ärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei de r Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise spr echen (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Im Rahmen der frei en Beweiswürdigung ist es auch ohne weiteres zulässig, dass Verwaltung und Gerichte ihren Ent scheid in erster Linie auf versiche- rungsinterne Entscheidungsgrundlagen abstützen (vgl. BGE 123 V 334 E. 1c). Ein Gutachten ist nach der Rechtsprechung nicht zu beanstanden, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben u nd diese Daten unbestritten sind. Fer- ner ist erforderlich, dass der Untersuchungsbefund vollständig vorliegt und der Sachverständige sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen kann (vgl. RKUV 1988, Nr. 56 S. 370 f. E. 5b mit Hinweisen). 3.4 Im vorliegenden Fall ist der Kausalzusammenhang zwi schen dem Unfall und den auch nach dem Fallabschluss bestehenden gesundheitlichen Besc hwerden zu bejahen. Die Be- schwerdegegnerin ging in ihrem Einspracheentscheid vom 13. Juni 2016 gestützt auf die Beur- teilung von Dr. E.____ vom 24. August 2015 davon aus, da ss die Versicherte in ihrer ange- stammten Tätigkeit als Hippotherapeutin zu 50% eingesch ränkt sei, weil ihr wegen der unfall- bedingten erheblichen Kraftminderung im rechten Arm das Aufzäumen, Satteln und Pflegen der Pferde nicht mehr möglich sei. In Verweistätigkeiten, welche die Beschwerdeführerin unter Schulterhöhe ohne Heben von Lasten ausüben könne, bestü nden eine Arbeitsfähigkeit von 100% und keine Leistungsverminderung. Dieser – von der B eschwerdeführerin zu Recht nicht bemängelte – Bericht erfüllt die rechtsprechungsgem ässen Anforderungen an eine beweiskräf- tige ärztliche Stellungnahme (vgl. E. 3.2 hiervor), w eshalb ihm volle Beweiswert zuzuerkennen ist. 4.1 Wie bereits erwähnt (vgl. E. 2.1 hiervor), hat d ie Invaliditätsbemessung bei erwerbstäti- gen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs im S inne von Art. 16 ATSG zu erfol- gen. Massgebender Zeitpunkt ist der Beginn des Rentenan spruchs. Gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG beginnt der Rentenanspruch, wenn keine namhafte V erbesserung des Gesundheitszu- standes mehr zu erwarten ist und allfällige Eingliede rungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind. Vorliegend wurde der Fall zu Recht per 30. Sept ember 2015 abgeschlossen, weil auf- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht grund des Beschwerdebilds keine namhafte Veränderung de s Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war und bei der Versicherten altersbedingt au ch keine Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung durchgeführt wurden. Der Ren tenbeginn und demnach auch der für den strittigen Einkommensvergleich massgebende Zeitpunkt ist daher der 1. Oktober 2015. 4.2 In Bezug auf das Valideneinkommen stützte sich die Beschwerdegegnerin auf die An- gaben der ehemaligen Arbeitgeberin ab und berechnete per 30. September 2015 ein Einkom- men von Fr. 100'996.80. Dieses Vorgehen ist nicht zu bea nstanden und wird auch von der Be- schwerdeführerin nicht bestritten. 4.3.1 Das Invalideneinkommen ermittelte die Beschwerde gegnerin unter Berücksichtigung von Art. 28 Abs. 4 UVV und stellte dabei auf die LSE 2 012, Tabelle TA 1, Frauen, Rubrik Ge- sundheits- und Sozialwesen, Kompetenzniveau 3, ab. Zur Begründung gab sie in der Verfügung vom 3. November 2015 an, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Rentenbeginns 60 Jahre alt gewesen sei. Aufgrund dieses vorgerückten Alters entfalle ihr Anspruch auf eine im mittleren Alter durch die Invalidenversicherung finanzier te Umschulung, welche ihr eine ange- passte Tätigkeit entsprechend dem Kompetenzniveau 3 ermöglicht hätte. Das vorgerückte Alter wirke sich daher erheblich als Ursache der Beeinträchtigu ng der Erwerbsfähigkeit aus, womit auch die sachliche Voraussetzung für die Anwendung von Art. 28 Abs. 4 UVV erfüllt sei. 4.3.2 Der Beschwerdegegnerin ist insofern beizupflicht en, als die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Rentenbeginns im Oktober 2015 das 60. Alt ersjahr überschritten hatte und damit zweifellos im vorgerückten Alter im Sinne von Art. 28 Ab s. 4 UVV war. Indes sind aufgrund der vorliegenden medizinischen Unterlagen keine Anhaltspunkt e ersichtlich, dass die Beschwerde- führerin neben den unfallbedingten Schäden an der Sch ulter auch an einer bedeutenden physi- ologischen Altersgebrechlichkeit leiden würde. Dies wird vom Gutachter Dr. E.____ bestätigt, der nachdrücklich festhält, dass die Beschwerdeführerin an keinen krankheitsbedingten Beein- trächtigungen der Arbeitsfähigkeit leide und auch ein e Person mit 42 Jahren die gleichen Be- hinderungen aufweisen würde. Diese Ausführungen sind n achvollziehbar, ist doch davon aus- zugehen, dass eine versicherte Person im Alter von 42 Jah ren, welche den gleichen Gesund- heitsschaden hat, die Tätigkeit als Hippotherapeutin ebenfalls nicht mehr in vollem Umfang aus- führen könnte. Damit fällt die unfallbedingte Verlet zung altersunabhängig gleich ins Gewicht, weshalb die Bedeutung des Altersfaktors in den Hintergr und rückt. Demnach kann - entgegen der Feststellung der Beschwerdegegnerin, wonach sich da s vorgerückte Alter auf die Erwerbs- fähigkeit auswirke - nicht mit überwiegender Wahrscheinli chkeit eine physiologische Altersge- brechlichkeit von wesentlicher Bedeutung angenommen werd en. Folglich sind die Vorausset- zungen für die Anwendbarkeit von Art. 28 Abs. 4 UVV nicht erfüllt. 4.4.1 Die Beschwerdeführerin macht in ihrem Hauptantra g geltend, dass für die Ermittlung des Invalideneinkommens auf eine Tätigkeit von 50% in de r angestammten Tätigkeit als Hippo- therapeutin abzustellen sei. Dies dränge sich unter anderem auf, weil ihr - wie die Beschwerde- gegnerin selbst darlege - eine Umschulung nicht mehr zu mutbar sei. Die Beschwerdeführerin verlangt sinngemäss die Ermittlung des Invaliditätsgrads gestützt auf einen Prozentvergleich. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.4.2 Gemäss Rechtsprechung stellt der sogenannten Pr ozentvergleich eine zulässige Vari- ante des Einkommensvergleichs dar (vgl. Urteile des Bund esgerichts vom 4. Februar 2015, 9C_888/2014, E. 2 und vom 3. Oktober 2013, 8C_211/20 13, E. 4.1; SVR 2014 IV Nr. 1 S. 1, 8C_2011/2013 E. 4.1). Dabei ist das ohne Invalidität e rzielbare hypothetische Erwerbseinkom- men mit 100% zu bewerten, während das Invalideneinkomm en auf einen entsprechend kleine- ren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Proze ntdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (BGE 114 V 310 E. 3a; Urteil des Eidgenössischen Versiche rungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 24. November 2006, I 921/05, E. 5.2). 4.4.3 Im vorliegenden Fall steht fest, dass es der Beschw erdeführerin gestützt auf die medi- zinisch attestierte Restarbeitsfähigkeit zumutbar ist, ihre angestammte Tätigkeit als Hippothera- peutin mit einem Pensum von 50% auszuüben. In einer l eidensangepassten Tätigkeit besteht dagegen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Bei einer gesundheitsbedingten Unfähigkeit, den ange- stammten Beruf oder die Tätigkeit in bisherigem Umfang weiter auszuüben, ist die Zumutbarkeit eines Berufswechsels zu prüfen. Dabei ist festzustellen, welche Tätigkeit ausserhalb des ange- stammten Berufes von der versicherten Person verlangt wer den kann und welches Einkommen ihr anzurechnen ist. Die Zumutbarkeit einer Beschäftigun g bei Unselbständigerwerbenden aus- serhalb des angestammten Berufs beurteilt sich anhand verschiedener Faktoren. Im Vorder- grund stehen dabei lohnmässige und zeitliche Erwägungen . Betreffend den Zeitfaktor ist pra- xisgemäss von Bedeutung, für welchen Zeitraum die ausserb erufliche Beschäftigung noch an- dauert und welches die noch zu erwartende Aktivitätsdaue r der versicherten Person ist. Ge- mäss Rechtsprechung wird aufgrund der einer versicherten Person obliegenden Schadenmin- derungspflicht von ihr im Rahmen des Zumutbaren verlang t, eine andere Tätigkeit auszuüben, sofern dadurch die verbleibende Arbeitsfähigkeit fin anziell besser verwertet werden kann. Zu- dem muss der berufliche Wechsel unter Berücksichtigung de r gesamten objektiven wie subjek- tiven Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände wie Verwurzelung am Wohnort) als zumutb ar erscheinen (ZAK 1983 S. 256; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 12. September 2001, I 145/01, E. 2 b; Urteil des Bundesgerichts vom 3. Mai 2016n 9C_644/2015, E. 4.3.1; vgl. auch: H ARDY LANDOLT , Das Zumutbarkeitsprinzip im schwei- zerischen Sozialversicherungsrecht, Zürich 1995, S. 136 f.). Für die Beurteilung der Zumutbar- keit ist letztlich insofern eine objektive Betrachtungswei se massgebend, als es nicht auf eine bloss subjektiv ablehnende Bewertung der in Frage stehenden Erwerbstätigkeit durch die versi- cherte Person ankommt (BGE 109 V 25 Erw. 3c; vgl. auch H ANS -ULRICH MEYER /M ARCO REICHMUTH , Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 2014, S. 293). 4.4.4 Die Beschwerdeführerin ist ausgebildete Physio- u nd Hippotherapeutin. Gemäss dem Gutachten von Dr. E.____ arbeitete sie in diesen Funkti onen seit 1978 im B.____. Aufgrund einer Kamptodaktylie rechts mit anschliessendem Morbus Sud eck, welche letztlich auch zu linksseitigen Handgelenksschmerzen führte, kümmerte sie sich ab 1997 auch um die administ- rativen Belange der Hippotherapie. Ihr oblag aber bi s zu ihrem Ausscheiden aus dem Sonnen- hof im August 2014 deren Leitung. Dabei steht fest, da ss die Beschwerdeführerin neben den administrativen Arbeiten immer auch jene der Hippothe rapeutin ausübte. Zwar benötigte sie hierbei seit dem Unfall im Jahr 2011 Hilfestellungen b eim Satteln und Zäumen der Pferde. Die Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht eigentliche Therapiearbeit mit den Patienten konnte d ie Beschwerdeführerin dennoch immer ausüben. Bereits unter diesen Aspekten erscheint es frag lich, ob es der Beschwerdeführerin, die während mehr als 35 Jahren in einer unselbständige n Tätigkeit beschäftigt war, zuzumuten ist, eine alternative Tätigkeit auszuüben. Weiter ist zu beachten, dass die Beschwerdeführerin praktisch ihr ganzes Leben in F.____ lebte und ihren Beruf ausübte. Damit ist von einer starken Verwurzelung am Wohnort auszugehen, was wiederum gegen die Zumutbarkeit eines Berufs- wechsels spricht. Davon ist auch mit Blick auf die nur noch k urze Aktivitätsdauer auszugehen. Die Beschwerdeführerin wird gemäss den geltenden Geset zen im Alter von 64 Jahren pensio- niert. Sie war damit im Zeitpunkt, in dem die medizin ische Zumutbarkeit eines allfälligen Be- rufswechsels feststand (vgl. Bericht Dr. E.____ vom 24. August 2015; BGE 138 V 457 E. 3.2), 60 Jahre und 5 Monate alt, weshalb sie noch während kn app 3,5 Jahren eine andere als die angestammte Arbeit ausüben könnte. Dieser Zeitrahmen erscheint in Anbetracht der doch schweren gesundheitlichen Einschränkungen sehr knapp. In einer Gesamtbeurteilung ist damit vorliegend davon auszugehen, dass die Faktoren, welche ge gen die Zumutbarkeit eines Be- rufswechsels sprechen, überwiegen und es der Beschwerdef ührerin grundsätzlich nicht mehr zumutbar ist, einer Verweistätigkeit nachzugehen. Da di e Beschwerdeführerin aber aufgrund der medizinischen Unterlagen weiterhin ihre angestammt e Tätigkeit als Hippotherapeutin in einem Pensum von 50% ausüben kann, rechtfertigt es sich für die Ermittlung des Invaliditäts- grads einen Prozentvergleich vorzunehmen. Mithin result iert daraus ein Invaliditätsgrad von 50%, von welchem aber - entgegen der Beschwerdeführeri n - kein leidensbedingter Abzug vor- zunehmen ist (BGE 114 V 313 E. 3.a). 4.5 Als Zwischenergebnis ist festzustellen, dass es der Beschwe rdeführerin nicht zumutbar ist, einen Berufswechsel vorzunehmen. Da sie aber noch z u 50% in ihrer angestammten Tätig- keit arbeitsfähig ist, hat die Ermittlung des Invalidi tätsgrads vorliegend unter Zugrundelegung des Prozentvergleichs zu erfolgen. Daraus resultiert ei n Invaliditätsgrad von 50%. Die Be- schwerde ist bereits unter diesem Aspekt gutzuheissen. 5.1 Selbst wenn man mit der Beschwerdegegnerin die Zu mutbarkeit des Berufswechsels bejahen würde, würde daraus - wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird - kein wesentlich ande- res Ergebnis resultieren. Die Beschwerdegegnerin stellte für die Ermittlung des Invalidenein- kommens auf die LSE 2012 ab und ging bei ihrer Berechnung von einem Tabellenlohn in Höhe von Fr. 6'283.-- gemäss TA1, Rubrik Gesundheits- und Sozialwesen, Kompetenzniveau 3, Spal- te Frauen, aus. Diesen passte sie der Teuerung gemäss d em branchenspezifischen Nominal- lohnindex von 0,4% im Jahr 2013, 0,0% im Jahr 2014 un d 0.7% im Jahr 2015 an und rechnete ihn auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,5 Stunden um. Daraus resultierte ein Invalideneinkommen von Fr. 79'086.-- (Fr.6'283.-- x 12 : 40 x 41,5 x 100,4 % x 100% x 100,7). 5.2 Nachdem feststeht (vgl. vorstehend E. 4.3.2), dass für die Berechnung des Invaliditäts- grads nicht auf Art. 28 Abs. 4 UVV abgestellt werden kann, ist das Invalideneinkommen - ent- gegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin - nicht gestü tzt auf die LSE 2012, TA1, Rubrik Ge- sundheits- und Sozialwesen, Kompetenzniveau 3, Spalte F rauen zu ermitteln, sondern basie- rend auf den standardisierten monatlichen Bruttolohn a ller Wirtschaftszweige des privaten Sek- tors (LSE-Tabelle TA1, Zeile "TOTAL"). Unter Berücksich tigung des Kompetenzniveaus 1, Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Frauen, ergibt sich der tabellarische Ausgangswert in Höh e von Fr. 4‘112.--. Nach Anpassung dieses Betrages an die durchschnittliche wöchentliche Arbe itszeit von 41,7 Stunden und An- passung an die Nominallohnentwicklung resultiert ein I nvalideneinkommen von Fr. 52‘580.-- (Fr. 4‘112.-- x 12 : 40 x 41,7 x 100,7% x 101% x 100,5%). 5.3.1 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswer- ten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche u nd berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe ha ben können (BGE 124 V 323 E. 3b/aa). Ein Abzug hat jedoch nicht automatisch, sondern nur dann zu erfolgen, wenn im Einzel- fall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer die- ser Merkmale die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerte n kann (BGE 126 V 80 E. 5b/aa in fine). Besteht Anlass für einen Abzug, so ist dieser unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Er darf 25% nicht übersteigen (BGE 135 V 301 E. 5.2, 126 V 80 E. 5b/bb-cc). Die Einschätzung des leidensbedingten Abzugs ist ein Ermessensentscheid. Bei deren Überprüfung kann es nicht darum gehen, dass das Kantonsge- richt als kontrollierende richterliche Behörde ihr Ermessen an die Stelle der Vorinstanz setzt. Es geht vielmehr um die Frage, ob der zu überprüfende En tscheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Re chtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Allerdings darf das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftige n Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegend erscheinen lassen (vgl. BGE 126 V 81 E. 6 mit Hinweis). 5.3.2 Vorliegend hat die Vorinstanz keinen Abzug vom Tabellenlohn vorgenommen. Die Be- schwerdeführerin macht geltend, dass insbesondere aufgrun d ihrer gesundheitlichen Ein- schränkungen und des Alters ein Abzug vom Tabellenlohn von 15% angezeigt sei. Dieser Auf- fassung kann so nicht beigepflichtet werden. So wird de r gesundheitlichen Beeinträchtigung mit der Berücksichtigung des tieferen Lohnes aus dem Kompeten zniveau 1 bereits Rechnung ge- tragen. Zu beachten ist, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit zwar wei- terhin vollständig arbeitsfähig ist, jedoch nur noch A rbeiten unter der Horizontalen ohne Heben von Lasten ausführen kann. Unter diesen Umständen würd e sich ein Abzug wegen einer lei- densbedingten Einschränkung von 5% rechtfertigt. Weiter ist aber zu beachten, dass Hilfsarbei- ten auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt alt ersunabhängig nachgefragt werden (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 20. Februar 2014, 8 C_672/2013, E. 3.3, und vom 17. No- vember 2015 9C_380/2015 E. 3.2.4), weshalb sich der Fa ktor Alter nicht (zwingend) lohnsen- kend auswirkt. Vor diesem Hintergrund ist im vorliegend en Fall höchstens ein leidensbedingter Abzug von 5% zu gewähren. 5.4 Stellt man im Einkommensvergleich das Invalideneink ommen (ohne leidensbedingten Abzug) in Höhe von Fr. 52'580.--, dem Valideneinkomme n von Fr. 100'996.80 gegenüber, so Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht resultiert daraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 48'416.80 , was einem Invaliditätsgrad von ge- rundet 48% entspricht (zur Rundungspraxis des Bundesgeri chts vgl. BGE 130 V 121 ff.). Wird vom vorstehend genannten Invalideneinkommen ein 5%iger leidensbedingter Abzug vorge- nommen, so resultiert daraus ein solches von Fr. 49'951 .-- (Fr. 52'580.-- x 0.95) bzw. ein Invali- ditätsgrad von gerundet 51%. 5.5 Aufgrund der vorstehenden Ausführungen steht somit fest, dass selbst bei der Be- stimmung des Invaliditätsgrad unter Berücksichtigung der st atistischen Werte praktisch dersel- be Invaliditätsgrad resultiert, wie unter Zugrundele gung des vorliegend anwendbaren Prozent- vergleichs (vgl. oben E. 4.3.1 ff). Zusammenfassend ist d aher festzustellen, dass die Be- schwerdeführerin Anspruch auf eine Rente auf der Grun dlage einer Erwerbsunfähigkeit von 50% hat. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 6.1 Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vo rliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 6.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Besc hwerde führende Person An- spruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gerich t festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsach e und nach der Schwierigkeit des Prozes- ses bemessen. Nachdem die Beschwerdeführerin obsiegt hat, hat sie Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführeri n hat in seiner Honorarnote vom 30. September 2016 einen Zeitaufwand von 9.75 Stunden geltend gemacht, was umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht zu beanstanden ist. Die zeitlichen Bemühungen sind zu dem seit dem 1. Januar 200 4 in Sozialversicherungsprozessen für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu ent- schädigen. Hinzu kommen die in der Honorarnote ausgewi esenen Auslagen von Fr. 175.--. Somit ist der Beschwerdeführerin für das vorliegende Besch werdeverfahren eine Parteient- schädigung in der Höhe von Fr. 2'821.50 (9.75 Stunden à Fr. 250.-- sowie Auslagen von Fr. 175.-- zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte- ne Einspracheentscheid vom 13. Juni 2016 aufgehoben und festge- stellt wird, dass die Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Oktober 2015 Anspruch auf eine 50%ige UV-Rente hat. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin e ine Parteient- schädigung in Höhe von Fr. 2'821.50 (inkl. Auslagen und 8 % Mehr- wertsteuer) auszurichten. Gegen diesen Entscheid erhob Beschwerdegegnerin am 5. Mai 2017 Beschwerde beim Bun- desgericht (siehe nach Vorliegen des Urteils: Verfahrens-Nr. 8C_307/2017 ). http://www.bl.ch/kantonsgericht