Kantonsgericht Schwyz Verfügung vom 22. September 2022 BEK 2022 131 Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Prof. Dr. Reto Heizmann, Gerichtsschreiberin lic. iur. Gabriela Thurnherr. In Sachen A.________, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer, gegen B.________ AG, Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin, vertreten durch C.________ AG, betreffend Konkurseröffnung (Beschwerde gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Schwyz vom 24. August 2022, ZES 2022 418);- hat der Kantonsgerichtspräsident,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. Das Betreibungsamt Arth drohte dem Gesuchsgegner am 4. Januar 2022 in der Betreibung Nr. xx für den Betrag von Fr. 1‘609.85, von Fr. 100.55 Betreibungskosten inkl. Spesen und Fr. 159.60 Betreibungskosten den Kon- kurs an (Vi-act. 1a/2). Die Gesuchstellerin reichte bei der Vorinstanz am 28. Juli 2022 (Postaufgabe) das Konkursbegehren ein (Vi-act. 1). Der Einzel- richter lud die Parteien zur Verhandlung am 23. August 2022 vor (Vi-act. 2) und bezifferte die vom Gesuchsgegner zu tilgende Forderung auf total Fr. 2'070.00 (Vi-act. 2, Berechnungsblatt). Die Gesuchstellerin forderte er auf, einen Kostenvorschuss von Fr. 3'500.00 zu bezahlen (Vi-act. 3). Zur Verhand- lung erschien keine der Parteien (Vi-act. 4) und der Einzelrichter eröffnete am 24. August 2022 den Konkurs (angef. Verfügung, Dispositivziffer 1). Er aufer- legte die Gerichtskosten von Fr. 200.00 dem Gesuchsgegner und bezog diese Kosten vom Vorschuss der Gesuchstellerin (Dispositivziffer 2). Vom Kosten- vorschuss der Gesuchstellerin von Fr. 3'500.00 überwies der Vorderrichter Fr. 2’900.00 an das Konkursamt und er behielt Fr. 400.00 als Sicherheit für allfällige weitere Auslagen des Konkursgerichts zurück (Dispositivziffer 2). 2. Der Gesuchsgegner erhob am 1. September 2022 beim Kantonsgericht Beschwerde und stellte sinngemäss den Antrag, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und das Konkursbegehren abzuweisen (KG-act. 1). Mit Verfügung vom 2. September 2022 wurde der Gesuchsgegner auf die Möglichkeit hingewiesen, innert der Rechtsmittelfrist die Beschwerdegründe nach Art. 174 SchKG zu begründen und zu belegen (KG-act. 2, Ziffer 2). Zu- dem wurde er aufgefordert, einen Kostenvorschuss von Fr. 750.00 zu bezah- len (KG-act. 2, Ziffer 2). Der Gesuchsgegner liess sich danach nicht mehr ver- nehmen.Kantonsgericht Schwyz 3 3. Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a) oder offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) gerügt werden. Die Beschwerde ist schriftlich und begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). In der Beschwerdebegründung ist darzulegen, worauf die beschwerde- führende Person ihre Legitimation stützt, inwieweit sie beschwert ist, auf wel- chen Beschwerdegrund (Art. 320 ZPO) sie sich beruft und welche Mängel des angefochtenen Entscheides sie rügt (Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter-Somm/ Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilpro- zessordnung, 3. A. 2016, Art. 321 ZPO N 15). Die beschwerdeführende Per- son hat sich mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen. Es genügt nicht, wenn sie ihre Ausführungen vor der ersten Instanz wiederholt respektive lediglich auf diese verweist oder den angefochtenen Entscheid bloss in allgemeiner Weise kritisiert (Spühler, Bearbeiter, in: Spüh- ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozess- ordnung, 3. A. 2017, Art. 321 ZPO N 5 i.V.m. Art. 311 ZPO N 15; vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_247/2013 vom 15. Oktober 2013 E. 3.2). Eine unge- nügende Begründung der Beschwerde ist kein verbesserlicher Fehler i.S.v. Art. 32 Abs. 4 SchKG, weshalb keine Gelegenheit zur Verbesserung der Eingabe zu geben ist (vgl. Nordmann/Oneyser, in: Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kommentar, Schuldbetreibung und Konkurs I, 3. A. 2021, Art. 32 SchKG N 15b; vgl. BGE 126 III 30 E. 1b). Beschwerdegründe nach Art. 320 ZPO macht der Gesuchsgegner nicht gel- tend. Die Beschwerdeinstanz kann nach Art. 174 Abs. 2 SchKG die Konkur- seröffnung auch dann aufheben, wenn der Schuldner erstens durch Urkunden beweist, dass inzwischen die Schuld, einschliesslich Zinsen und Kosten, ge- tilgt (Ziff. 1) oder der geschuldete Betrag zuhanden des Gläubigers hinterlegt ist (Ziff. 2) oder der Gläubiger auf die Durchführung des Konkurses verzichtet (Ziff. 3), und wenn er zweitens seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht. Der Gesuchsgegner behauptet nicht, die Konkursforderung inkl. Zinsen und Kos- ten gezahlt oder hinterlegt zu haben und reichte auch keine entsprechenden Kantonsgericht Schwyz 4 Unterlagen ein. Eine Desinteresseerklärung der Gesuchstellerin ist ebenso wenig vorhanden. Die erste Voraussetzung für die Aufhebung der Konkur- seröffnung nach Art. 174 Abs. 2 SchKG blieb demnach unbegründet. Auch zur Zahlungsfähigkeit sind der Beschwerde keine konkreten Ausführungen zu entnehmen. Allein die unbelegte Behauptung des Gesuchsgegners, er bezah- le seit 2016 alle Rechnungen der Gesuchstellerin pünktlich, und die nicht wei- ter belegte Bereitschaft, der Gesuchsgegnerin monatliche Raten von Fr. 300.00 zu bezahlen, sind nicht geeignet, die finanziellen Verhältnisse des Ge- suchsgegners bzw. dessen Einzelunternehmung glaubhaft aufzuzeigen. Auch die zweite Voraussetzung für die Aufhebung der Konkurseröffnung nach Art. 174 Abs. 2 SchKG ist demnach nicht rechtsgenüglich begründet. Folglich ist mangels Begründung auf die Beschwerde nicht einzutreten (vgl. Spühler, Be- arbeiter, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizeri- sche Zivilprozessordnung, 3. A. 2017, Art. 311 ZPO N 18 i.V.m. Art. 321 ZPO N 4). Bei diesem Ausgang des Verfahrens erübrigte es sich, dem Gesuchs- gegner gemäss Art. 101 Abs. 3 ZPO eine Nachfrist zur Leistung des Kosten- vorschusses anzusetzen. 4. Auf die Beschwerde ist präsidialiter (§ 40 Abs. 2 JG) nicht einzutreten. Die wegen des Nichteintretens reduzierten Kosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss dem Gesuchsgegner aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 Satz 2 ZPO). Mangels Beteiligung der Gesuchstellerin am Beschwerdeverfah- ren entstand ihr kein Aufwand, sodass keine Entschädigung anfällt;-Kantonsgericht Schwyz 5 verfügt: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 300.00 werden dem Ge- suchsgegner auferlegt. 3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Be- schwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 4. Zufertigung an A.________ (1/R), die B.________ AG (1/R), das Kon- kurs- und Grundbuchamt Goldau (1/R), das Betreibungsamt Arth (1/R), das Handelsregister des Kantons Solothurn (1/R), die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, unter Rückga- be der Akten) und die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv). Der Kantonsgerichtspräsident Die Gerichtsschreiberin Versand 22. September 2022 kau