<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2000.00057</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105875&amp;W10_KEY=4467149&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2000.00057</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.01.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 02.08.2001 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 1994</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Geschäftsmässig begründete Aufwendungen<br/>Provisionsaufwand ist nicht geschäftsmässig begründet, wenn das ihm zugrunde liegende Treuhandverhältnis nicht nachgewiesen werden kann und deshalb von einem Eigengeschäft ausgegangen wird.<br/>BGE-Nr. 2P.57/2001</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: BESTEUERUNG DER JURISTISCHEN PERSONEN">BESTEUERUNG DER JURISTISCHEN PERSONEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BGE">BGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MERKBLATT TREUHANDVERHÃLTNISSE">MERKBLATT TREUHANDVERHÃLTNISSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROVISION">PROVISION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TREUGUT">TREUGUT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TREUHÃNDER/-IN">TREUHÃNDER/-IN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMÃGENSSTANDSGEWINN">VERMÃGENSSTANDSGEWINN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 45 lit. Ib aStG</span><br/><span class="gerade">§ 45 lit. Ic aStG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die in X. domizilierte pflichtige M. AG handelte im Jahr 1993 mit ImmaterialgÃ¼terrechten und Maschinen. Ihr Verwal­tungsratsprÃ¤sident und GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer war Herr N. Dieser war auch Haupt­aktionÃ¤r der O. AG, welche Mut­tergesellschaft der Pflichtigen ist sowie eine massgebliche Beteiligung an der O. GmbH, Deutschland, hielt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Pflichtige belastete ihrer Erfolgsrechnung 1993 als Provisionsaufwand einen Be­trag von Fr. 300'000.-, der dem aus dem Warenverkauf erwirtschafteten Bruttogewinn entsprach. Auf dieser Grundlage wies sie einen Verlust von Fr. 30'000.- aus. Demgegen­Ã¼ber schÃ¤tzte die Steuerkommission die Pflichtige (mit Einspracheentscheid) fÃ¼r das Steuerjahr 1994 mit einem steuerbaren Ertrag von Fr. 300'000.- und einem steuerbaren Kapital von Fr. 100'000.- ein. Die Kommission stellte sich auf den Standpunkt, der erwÃ¤hnte Provisionsauf­wand sei geschÃ¤ftsmÃ¤ssig nicht begrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Steuerrekurskommission wies den hiergegen gerichteten Rekurs der Pflich­tigen ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde beantragte die Pflichtige dem Verwal­tungsgericht, sie sei gemÃ¤ss ihrer SteuererklÃ¤rung fÃ¼r das Steuerjahr 1994 mit einem steu­erbaren Reinertrag von Fr. 0.- einzuschÃ¤tzen. Ausserdem verlangte sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Rekurskommission I und das kantonale Steueramt schlossen auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Fest­stellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu be­schrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sach­verhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Re­kurskommission in <span>Ã¼</span>bereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemes­sen­heit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechts­verletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmiss­brauch.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ihr Ermessen Ã¼berschreitet die BehÃ¶rde, wenn sie den Rahmen des ihr gesetzlich zustehenden Ermessens verlÃ¤sst, indem sie nach Ermessen entscheidet, obwohl ihr das Ge­setz kein solches einrÃ¤umt. Ein Ermessensmissbrauch liegt vor, wenn die BehÃ¶rde das Er­messen zwar im gesetzlich vorgegebenen Rahmen ausÃ¼bt, dieses aber unter sachfremden Gesichtspunkten oder in Missachtung allgemeiner Rechtsprinzipien betÃ¤tigt; das ist insbe­sondere der Fall, wenn die ErmessensbetÃ¤tigung als unhaltbar, als willkÃ¼rlich und rechts­ungleich erscheint (RB 1999 Nr. 147).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im Beschwerdeverfahren ist das Vorbringen neuer Tatsachen und Beweismittel<br/> - wie schon gemÃ¤ss dem altrechtlichen Novenverbot von § 95 Abs. 4 des Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) - unter Vorbehalt sog. echter Noven (im Sinn von Revisions- bzw. NachsteuergrÃ¼nden gemÃ¤ss §§ 155 bzw. 160 StG) unzulÃ¤ssig, wie das Gericht in jÃ¼ngster Zeit in Behebung einer diesbezÃ¼glichen GesetzeslÃ¼cke wiederholt erkannt hat (RB 1999 Nr. 149).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der Saldo der Erfolgsrechnung einer Aktiengesellschaft ist nach der vorliegend gemÃ¤ss § 269 Abs. 1 Satz 2 StG anwendbaren Vorschrift von § 45 Abs. 1 lit. b und c aStG zu erhÃ¶hen um die der Rechnung belasteten, geschÃ¤ftsmÃ¤ssig nicht begrÃ¼ndeten Aufwen­dungen, </span>namentlich freiwillige Zuwendungen an Dritte, offene und verdeckte Gewinnaus­schÃ¼ttungen und geschÃ¤ftsmÃ¤ssig nicht begrÃ¼ndete Abschreibungen, sowie um die der Rechnung nicht gutgeschriebenen EinkÃ¼nfte, wie etwa Gewinne bei der VerÃ¤usserung von VermÃ¶genswerten und Liquidationsgewinne. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dieser steuerlich korrigierte VermÃ¶gensstandsgewinn grÃ¼ndet auf allen der juristi­schen Person zu Eigentum zustehenden WirtschaftsgÃ¼tern und sÃ¤mtlichen ihr zuzurechnen­den Passiven. Dritten gehÃ¶rende VermÃ¶genswerte sind der juristischen Person nicht einmal dann anzurechnen, wenn sie ihrem Betrieb dienen, wie beispielsweise einem AktionÃ¤r ge­hÃ¶rende, der Aktiengesellschaft miet- oder pachtweise Ã¼berlassene Betriebseinrichtungen. WirtschaftsgÃ¼ter, die Gegenstand eines TreuhandverhÃ¤ltnisses sind, werden dem Treugeber zugerechnet (August Reimann/Ferdinand Zuppinger/Erwin SchÃ¤rrer, Kommentar zum ZÃ¼r­cher Steuergesetz, 3. Band, Bern 1969, § 45 N. 6 f.).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Die Pflichtige hat in der Rekursschrift im Wesentlichen folgendes vorgebracht: Der streitbetroffene Provisionsaufwand von Fr. 300'000.- betreffe eine Zahlung an die Firma P., FÃ¼rstentum Liechtenstein, welche im Zusam­menhang mit dem Kauf und Verkauf zweier Maschinen stehe. Die beiden Maschinen seien ursprÃ¼ng­lich Gegenstand eines Leasingvertrags gewe­sen, den die O. GmbH, Deutschland, als Lea­singgeberin und die Firma Q., Deutschland, als Leasingnehmerin am 10. November 1989 abgeschlossen hÃ¤tten. In einem Anhang Nr. 1 vom 22. MÃ¤rz 1990 sei vereinbart worden, dass die betref­fenden Maschinen von der Leasingnehmerin zum Restwert von DM 330'000.- kÃ¤uflich Ã¼ber­nommen wÃ¼rden. Mit der Ãbernahme und Verwertung beider Maschinen habe die Firma Q. die Firma P. betraut. Diese wiederum habe die Pflichtige beauftragt, die Maschi­nen zu erwerben und anschliessend wieder zu verÃ¤ussern, wobei der Mindestverkaufspreis in HÃ¶he des erwÃ¤hnten Erwerbspreises angesetzt worden sei. Nach dem Erwerb der beiden Maschinen am 1. September 1993 sei es der Pflichtigen bereits am 3. bzw. 15. September 1993 gelungen, die beiden Maschinen fÃ¼r insgesamt DM 700'000.- zu verÃ¤ussern. FÃ¼r das VerwertungsgeschÃ¤ft habe die Firma P. der Pflichtigen ein Honorar von DM 30'000.- ge­schul­det. Hiervon habe diese einen Anteil von 95 % an ihre Muttergesellschaft O. AG ab­treten mÃ¼ssen, weil ihr letztere den Auftrag verschafft habe. Die Aufgabe der Pflichtigen habe darin bestanden, einen KÃ¤ufer zu suchen und das GeschÃ¤fts formell abzuwickeln.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Soweit die Pflichtige in der Beschwerdeschrift eine hiervon abweichende Darstel­lung gegeben und hierfÃ¼r Beweismittel angeboten bzw. nachgereicht hat, erweisen sich die geschilderten neuen Tatsachen und neuen Beweismittel im Licht des Novenverbots als un­zulÃ¤ssig (vgl. vorn E. 1b) und sind daher nicht zu hÃ¶ren.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>b) Macht eine steuerpflichtige Gesellschaft geltend, einzelne ihrer Aktiven bildeten Treugut und seien ihr deshalb nicht zuzurechnen bzw. sie habe ein RechtsgeschÃ¤ft auf frem­de Rechnung als TreuhÃ¤nderin getÃ¤tigt, so hat sie das Bestehen des TreuhandverhÃ¤lt­nisses einwandfrei nachzuweisen (RB 1973 Nr. 22, 1978 Nr. 27). Dieser Nachweis hat nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung grundsÃ¤tzlich jenen Anforderungen zu genÃ¼gen, welche die EidgenÃ¶ssische Steuerverwaltung in ihrem "Merkblatt Treuhandver­hÃ¤ltnisse" vom Oktober 1967 (ZÃ¼rcher Steuerbuch II Nr. 57/32) umschrieben hat (VGr, 28. Januar 1991, StE B 72.13.22 Nr. 24). ErfÃ¼llt ein Vertrag diese Anforderungen nicht, vermag er deshalb den direkten, "einwandfreien" Beweis fÃ¼r das Vorhandensein des be­haupteten TreuhandverhÃ¤ltnisses nicht zu erbringen. Dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass ein derartiger Vertrag je nach den UmstÃ¤nden und der Art der fehlenden Anforderung ein mehr oder weniger gewichtiges Indiz fÃ¼r ein solches VerhÃ¤ltnis bilden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Das "Merkblatt TreuhandverhÃ¤ltnisse" macht den Nachweis des Treuhandver­hÃ¤ltnisses vorab davon abhÃ¤ngig, dass schriftliche Abmachungen zwischen Treugeber und TreuhÃ¤nder aus der Zeit der BegrÃ¼ndung der Treuhand vorliegen, wobei der Treuhandver­trag den Namen und die genaue Adresse des Treugebers zu enthalten hat (Abschnitt A, Ziff. 1). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Der schriftliche Auftrag der Firma P. datiert vom 20. Oktober 1993 und ist von der Pflichtigen am 5. November 1993 gegengezeichnet worden. Er ist folglich erst Ã¼ber einen Monat nach Abwicklung des behaupteten GeschÃ¤fts erteilt und angenommen worden, da der Erwerb der beiden Maschinen am 1. September 1993 und deren Verkauf am 3. bzw. 15. September 1993 erfolgt sein soll. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Die Pflichtige erklÃ¤rt, dies sei vor dem Hintergrund der jahrelangen GeschÃ¤ftsbe­ziehungen zu sehen, welche darin bestÃ¼nden, dass die Pflichtige regelmÃ¤ssig fÃ¼r die Firma P. die gleiche Art von AuftrÃ¤gen erfÃ¼lle, stets nach demselben Muster und zu denselben Be­dingungen. Die zunÃ¤chst mÃ¼ndlich vereinbarten Auftragskonditionen seien erst nach­trÃ¤g­lich fÃ¼r die Buchhaltung schriftlich festgehalten worden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">FÃ¼r diese Sachdarstellung fehlt jeglicher Beweis. HÃ¤tte das geschilderte Vorgehen tatsÃ¤chlich der Usanz der beiden Beteiligten entsprochen, so wÃ¤re es fÃ¼r die Pflichtige ein Leichtes gewesen, dies durch nÃ¤here Angaben und Unterlagen zu belegen. Die Berufung auf eine Person, namens "R. c/o M. AG" als Auskunftsperson ist unter diesen UmstÃ¤nden zum Beweis untauglich, da es sich hierbei um einen Mitarbeiter der Pflichtigen handelt. Soweit die Pflichtige in der Beschwerde neue Beweismittel nennt, sind sie von vornherein wegen des Novenverbots unbeachtlich (vgl. vorn E. 1b).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>bb) Des Weiteren erfordert der Nachweis des TreuhandverhÃ¤ltnisses gemÃ¤ss dem "Merkblatt TreuhandverhÃ¤ltnisse", dass dem TreuhÃ¤nder aus der Anlage, der Verwaltung und der VerÃ¤usserung des Treuguts keinerlei Risiken erwachsen dÃ¼rfen; die Regelung, wo­nach sÃ¤mtliche diesbezÃ¼glichen Kosten und Lasten ausschliesslich vom Treugeber zu tra­gen sind, muss aus dem schriftlichen Treuhandvertrag klar ersichtlich sein (Abschnitt A, Ziff. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das nachtrÃ¤gliche Schreiben vom 20. Oktober 1993 enthÃ¤lt keine Bestimmung, woraus klar ersichtlich wÃ¤re, dass die Pflichtige aus dem Erwerb und der VerÃ¤usserung des Treuguts keinerlei Risiken sowie keine Kosten und Lasten zu tragen hatte. Diese schon von der Rekurskommission getroffene Feststellung erweist sich nicht als aktenwidrig, wie die Pflichtige unter Bezug auf den insoweit nicht erheblichen "Treuhandvertrag" vom 2. August 1990 zwischen der Firma P. und der Firma S. fÃ¤lschlicherweise behauptet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Das Bestehen eines TreuhandverhÃ¤ltnisses zwischen der Firma P. und der Pflichti­gen ist demnach mit dem erst nach Abwicklung des behaupteten TreuhandgeschÃ¤fts erfolg­ten Schreiben vom 20. Oktober 1993 nicht "einwandfrei" im Sinn der Anforderungen des erwÃ¤hnten Merkblatts bewiesen. Das von der Pflichtigen gegengezeichnete Schreiben kann aber auch nicht einmal als Indiz fÃ¼r ein TreuhandverhÃ¤ltnis dienen, wie die Rekurs­kom­mission I unter Hinweis auf die zahlreichen Ungereimtheiten in der Sachdarstellung der Pflichtigen einlÃ¤sslich dargetan hat. Namentlich wird die GlaubwÃ¼rdigkeit der tatsÃ¤ch­li­chen Vorbringen der Pflichtigen durch immer neue Sachverhaltsschilderungen nachhaltig erschÃ¼ttert. Das Verwaltungsgericht kann sich daher begnÃ¼gen, auf die zutreffenden vorin­stanzlichen ErwÃ¤gungen im Rekursentscheid (E. 5) zu verweisen (vgl. § 161 des Gerichts­verfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976). Soweit die Pflichtige ihre Darstellung im Rekurs­verfahren vor Verwaltungsgericht durch neue Tatsachen ergÃ¤nzt oder abgeÃ¤ndert hat, sind ihre diesbezÃ¼glichen tatsÃ¤chlichen Behauptungen und Beweisofferten infolge des im Be­schwerdeverfahren geltenden Novenausschlusses nicht zu hÃ¶ren (vgl. vorn E. 1b und 2a am Ende).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hervorzuheben ist insbesondere, dass die Pflichtige aufgrund des massgeblichen Aktenstands nicht nachvollziehbar erklÃ¤rt hat, weshalb die ihr angeblich nicht nahe stehen­de Firma P. sie beauftragt haben soll, die in Frage stehenden Maschinen von der mit ihr ver­bun­denen O. GmbH zu erwerben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Ist folglich das angebliche TreuhandverhÃ¤ltnis nicht - und zwar nicht einmal an­satzweise - nachgewiesen worden, so ist zu Ungunsten der beweisbelasteten Pflichtigen an­zunehmen, es handle sich bei der streitbetroffenen Transaktion um eine solche auf eigene Rechnung. Daher erweist sich der erfolgsmindernd geltend gemachte Provisionsaufwand als geschÃ¤ftsmÃ¤ssig nicht begrÃ¼ndet; dieser ist dem steuerbaren Ertrag aufzurechnen. Ob darin eine geldwerte Leistung an den HauptaktionÃ¤r zu erblicken ist, ist in diesem Verfah­ren nicht abschliessend zu beurteilen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde ist somit abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>