<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2003.00019</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107260&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2003.00019</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.06.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 1999</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Abgrenzung Geschäfts- / Privatvermögen Sachverhaltsabklärung bei gemeinnützigen Zuwendungen Ob ein Vermögenswert ganz oder vorwiegend der selbständigen Erwerbstätigkeit dient und damit als Geschäftsvermögen gilt, ist aufgrund der sogenannten Präponderanzmethode zu bestimmen. Dabei ist unter Würdigung der gesamten Umstände für die Bestimmung des geschäftlichen und privaten Anteils der Nutzung auf die technisch-wirtschaftliche Funktion des in Frage stehenden Wirtschaftsguts im massgeblichen Beurteilungszeitpunkt - in der Regel auf die Verhältnisse in der Steuerperiode - abzustellen. Herangezogen werden können für diese Beurteilung auch die für die Anwendung des DBG in Merkblättern festgelegten Kriterien, da sich diese auch für die Staatssteuer als sachgerecht erweisen (E. 2a und b). Vorliegend handelt es sich um eine Liegenschaft im Geschäftsvermögen (E. 2c); diesbezügliche Abweisung der Beschwerde. Ungenügende Abklärung des Zeitpunkts einer abziehbaren gemeinnützigen Zuwendung ("Spende") in Form eines Darlehenserlasses; Rückweisung (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN">ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DARLEHENSERLASS">DARLEHENSERLASS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINNÃTZIGE ZUWENDUNG">GEMEINNÃTZIGE ZUWENDUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHÃFTSVERMÃGEN">GESCHÃFTSVERMÃGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃPONDERANZMETHODE">PRÃPONDERANZMETHODE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATVERMÃGEN">PRIVATVERMÃGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SPENDEN">SPENDEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERBUCHUNGSZEITPUNKT">VERBUCHUNGSZEITPUNKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WERTZERLEGUNGSMETHODE">WERTZERLEGUNGSMETHODE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 18 DBG</span><br/><span class="gerade">Art. 21 DBG</span><br/><span class="ungerade">§ 18 lit. II StG</span><br/><span class="gerade">§ 18 lit. III StG</span><br/><span class="ungerade">§ 18 lit. V StG</span><br/><span class="gerade">§ 32 lit. b StG</span><br/><span class="ungerade">§ 61 lit. f StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2003 Nr. 83 S. 187</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Der mit B verheiratete A, fÃ¼hrte bis Ende MÃ¤rz 1999 als SelbstÃ¤ndigerwerbender ein GeschÃ¤ft in der eigenen Liegenschaft an der in X. Auf den 1. April 1999 trat er den GeschÃ¤ftsbetrieb an seine Tochter C ab und Ã¼bte seinen Beruf lediglich noch im Rah­men einer Teilzeitanstellung bei der Tochter aus. In der erwÃ¤hnten Liegenschaft, die er am 1. Januar 1963 aus dem Nachlass seiner Mutter Ã¼bernommen hatte, befindet sich seit je­her neben dem GeschÃ¤ft auch eine vom Ehepaar AB selbst genutzte Wohnung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das kantonale Steueramt schÃ¤tzte A und B mit Einspracheentscheid vom 16. Oktober 2002 fÃ¼r die Steuerperiode 1999 mit einem steuerbaren Ein­kommen von Fr. 961'700.- und einem satzbestimmenden Einkommen von Fr. 969'600.- sowie einem steuerbaren Ver­mÃ¶gen von Fr. 23'139'000.- und einem satzbestimmenden Ver­mÃ¶gen von Fr. 23'778'000.- ein; ausserdem auferlegte es den Pflichtigen die Verfahrens­kos­ten. Das Steueramt stellte sich auf den Standpunkt, aus der ÃberfÃ¼hrung der wegen der bisher Ã¼berwiegenden geschÃ¤ft­lichen Nutzung als GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen des Ehemannes zu wÃ¼rdigenden Liegenschaft in X auf den 1. April 1999 in dessen PrivatvermÃ¶gen seien wiedereingebrachte auf der Liegenschaft vorgenommene Abschreibungen in HÃ¶he von Fr. 64'402.- als Einkommen zu be­steuern. Des Weiteren hÃ¤tten die Pflichtigen den unter den gemeinnÃ¼tzigen Zuwendungen geltend gemachten, angeblich 1999 schenkungshalber erfolgten Teilerlass einer Darlehensforderung im Umfang von Fr. 100'000.- gegenÃ¼ber dem Verein Q mit Bezug auf den behaup­teten Zeitpunkt nicht nachgewiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Steuerrekurskommission I hiess den Rekurs der Eheleute AB am 14. Februar 2003 teilweise gut. Sie setzte das steuerbare Einkommen auf Fr. 933'200.- und das satzbestim­mende Einkommen auf Fr. 941'200.- herab und hob die Kostenauflage des kantonalen Steueramts auf. Sie erwog, die wiedereingebrach­ten Abschreibungen seien ledig­lich im Be­trag von Fr. 44'402.- zu besteuern. Im Ãbrigen schÃ¼tzte die Kommission den Einspracheent­scheid.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 12./28. MÃ¤rz 2003 stellten die Eheleute AB den Antrag, sie seien fÃ¼r die Steuerperiode 1999 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 788'800.- und einem satzbestimmenden Einkommen von Fr. 796'800.- sowie mit einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. 24'451'000.- einzuschÃ¤tzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur BegrÃ¼ndung machten sie geltend, die gemischt genutzte Liegenschaft in X werde Ã¼berwiegend privat genutzt und sei daher als PrivatvermÃ¶gen zu betrachten. Ferner habe die Rekurskommission zu Unrecht den im Jahr 1999 in HÃ¶he von Fr. 100'000.- formlos als Schenkung erfolgten Teilerlass der Darlehensschuld des Vereins Q von Fr. 200'000.- nicht anerkannt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Steuerrekurskommission I und das kantonale Steueramt schlossen auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststel­­lung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sach­­verhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Rekurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Ange­messenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und auf Ermessensmissbrauch (RB 1999 Nr. 147).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im Beschwerdeverfahren gilt das Novenverbot. FÃ¼r das Verwaltungsgericht ist somit die gleiche Aktenlage mass­gebend wie fÃ¼r die Rekurskommission. Tatsachen oder Beweismittel, die nicht spÃ¤testens im Rekursverfahren behauptet bzw. vorgelegt oder angerufen worden sind, dÃ¼rfen infolge­dessen im Beschwerdeverfahren grundsÃ¤tzlich nicht nachgebracht werden (RB 1999 Nrn. 149 und 150; Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kauf­mann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 153 N. 43).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss ist die erst mit der Beschwerde eingereichte BestÃ¤tigung des Vereins Q vom 11. MÃ¤rz 2003 als unzulÃ¤ssiges neues Beweismittel nicht zu berÃ¼cksichtigen. Gleiches gilt fÃ¼r die neue tatsÃ¤chliche Behauptung, das steuerbare Ver­mÃ¶gen sei infolge eines Versehens bei der Deklaration zu niedrig festgesetzt worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Zu den steuerbaren EinkÃ¼nften aus selbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit zÃ¤hlen laut § 18 Abs. 2 StG auch Kapitalgewinne aus VerÃ¤usserung von GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen (Satz 1). Der VerÃ¤usserung gleichgestellt ist (unter anderem) die ÃberfÃ¼hrung von GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen in das PrivatvermÃ¶gen (Satz 2). Gewinne auf GrundstÃ¼cken des GeschÃ¤ftsvermÃ¶gens werden laut § 18 Abs. 5 StG in dem Umfang den steuerbaren EinkÃ¼nften zugerechnet, in dem Erwerbspreis und wertvermehrende Aufwendungen, einschliesslich der Baukreditzinsen, den Einkommenssteuerwert Ã¼bersteigen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Als GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen gelten gemÃ¤ss § 18 Abs. 3 Satz 1 StG alle VermÃ¶genswerte, die ganz oder vorwiegend der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit dienen. Nach dem Gesetz ist somit die sog. PrÃ¤ponderanzmethode anwendbar, wÃ¤hrend gemÃ¤ss Verwaltungspraxis und Rechtsprechung zum frÃ¼heren, auf den 31. Dezember 1998 aufgehobenen Steuerge­­setz vom 8. Juli 1951 die Wertzerlegungsmethode bei gemischt genutzten Liegenschaften zur Anwendung gelangte (August Reimann/Ferdinand Zuppinger/Erwin SchÃ¤rrer, Kom­­mentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 2. Band, Bern 1963, § 19b N. 37, und Ferdinand Zuppinger/Erwin SchÃ¤rrer/Ferdinand Fessler/Markus Reich, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, ErgÃ¤nzungsband, 2. A. Bern 1983, § 19b N. 38-40).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beurteilung, ob ein sowohl geschÃ¤ftlich als auch privat genutzter VermÃ¶genswert vorwiegend, d.h. zu mehr als 50 %, der selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit dient und damit als GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen zu gelten hat, muss unter WÃ¼rdigung der gesamten UmstÃ¤nde erfolgen. Dabei ist fÃ¼r die Bestimmung des geschÃ¤ftlichen und privaten Anteils der Nutzung auf die technisch-wirt­schaftliche Funktion des in Frage stehenden Wirtschaftsguts im massgeblichen Beurteilungszeitpunkt â in der Regel auf die VerhÃ¤ltnisse in der Steuerperiode â abzustellen (vgl. Markus Reich, in Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, 2. A. Basel/Genf/ MÃ¼nchen 2002, Art. 8 N. 48 mit Hinweisen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nach Ziffer 2.1. des Merkblatts zum Kreisschreiben Nr. 2 der EidgenÃ¶ssischen Steuerverwaltung vom 12. November 1992 betreffend Einkommen aus selbstÃ¤ndiger ErwerbstÃ¤tigkeit nach Art. 18 DBG (Bundesgesetz Ã¼ber die direkte Bundessteuer vom 14. De­­zember 1990) sind bei der Anwendung der PrÃ¤ponderanzmethode in der Regel alle auf den geschÃ¤ftlich genutzten Liegenschaftsteil entfallenden ErtrÃ¤ge ins VerhÃ¤ltnis zum gesamten Liegenschaftsertrag zu setzen. Allenfalls kÃ¶nnen andere fÃ¼r die Abgrenzung geeignete Kriterien herangezogen werden (z.B. FlÃ¤che, Rauminhalt, GewÃ¤hrung von Abschrei­bungen in GrenzfÃ¤llen). BetrÃ¤gt der Anteil der geschÃ¤ftlichen Nutzung mehr als 50 Pro­zent, liegt eine vorwiegend geschÃ¤ftliche Nutzung vor. Der gesamte Liegenschaftsertrag setzt sich aus den auf die gesamte Liegenschaft entfallenden EinkÃ¼nften gemÃ¤ss Artikel 21 DBG unter Einbezug des Eigenmietwerts fÃ¼r den geschÃ¤ftlich genutzten Liegenschaftsteil zusammen. Der Eigenmietwert fÃ¼r den am Wohnsitz selbstbewohnten Liegenschaftsteil ist fÃ¼r diese Berechnung ohne Einschlag wegen tatsÃ¤chlicher Unternutzung (Art. 21 Abs. 2 DBG) festzusetzen. Die auf den geschÃ¤ftlich genutzten Liegenschaftsteil entfallenden ErtrÃ¤­ge setzen sich aus dem Eigenmietwert und allen Ã¼brigen EinkÃ¼nften nach Artikel 21 DBG fÃ¼r den geschÃ¤ftlich genutzten Teil zusammen. Die Festsetzung des Eigenmietwerts fÃ¼r den geschÃ¤ftlich genutzten Liegenschaftsteil hat zum Marktwert zu erfolgen (Art. 21 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 16 Abs. 2 DBG). Ein Einschlag wegen tatsÃ¤chlicher Unternutzung entfÃ¤llt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die in diesem Merkblatt aufgefÃ¼hrten Kriterien zur Anwendung der in Art. 18 Abs. 2 Satz 3 DBG verankerten PrÃ¤ponderanzmethode, welche Vorschrift derjenigen von § 18 Abs. 2 Satz 2 StG wÃ¶rtlich entspricht, erweisen sich auch fÃ¼r die kantonale Einkommens­steuer als sachgerecht. Insbesondere ist es richtig, alle auf den geschÃ¤ftlich genutzten Liegenschaftsteil entfallenden ErtrÃ¤ge ins VerhÃ¤ltnis zum gesamten Liegenschaftsertrag zu setzen. Denn entscheidend ist die Frage, ob der Nutzungswert eines Wirtschaftsguts Ã¼berwie­­gend dem GeschÃ¤ft zukommt oder nicht. LÃ¤sst sich der auf den geschÃ¤ftlich genutzten Teil entfallende Nutzungswert aber nicht direkt bestimmen, sind geeignete Hilfskriterien, wie z.B. FlÃ¤che oder Rauminhalt, heranzuziehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die in Frage stehende Liegenschaft in X wurde in der hier massgeblichen Steuerperiode mit Blick auf dessen Nutzungswert Ã¼berwiegend geschÃ¤ft­lich genutzt. Es kann insoweit auf die zutreffenden Feststellungen (ErwÃ¤gung Ziffer 1 lit. e bb) der Rekurskommission im angefochtenen Entscheid verwiesen werden, welchen die Pflichtigen nicht widersprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da sich der Nutzungswert des geschÃ¤ftlich und privat genutzten Liegenschaftsteils unbestrittenerweise direkt bestimmen lÃ¤sst, bleibt fÃ¼r die von den Pflichtigen verfochtene Heranziehung der genutzten RaumflÃ¤che als Hilfskriterium kein Raum. Entscheidend sind schliesslich die VerhÃ¤ltnisse in der Steuerperiode, so dass auf Feststellungen in einem Rekurs­entscheid von 1967 betreffend das Steuerjahr 1963 nicht abgestellt werden kann. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde erweist sich insoweit als unbegrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Von den EinkÃ¼nften werden nach § 32 lit. b StG (unter anderem) abgezogen die freiwilligen Geldleistungen an juristische Personen mit Sitz in der Schweiz, die im Hinblick auf Ã¶ffentliche oder ausschliesslich gemeinnÃ¼tzige Zwecke von der Steuerpflicht befreit sind (vgl. § 61 lit. f StG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Pflichtigen haben dem (Ã¶ffentlich subventionierten) Verein Q, der im Sinn von § 61 lit. f StG als gemeinnÃ¼tzige Institution steuerbefreit ist, im Jahr 1993 ein zinsloses Dar­lehen von Fr. 200'000.- gewÃ¤hrt und dieses spÃ¤testens im Jahr 2000 schenkungshalber vollstÃ¤ndig erlassen. Sie haben geltend gemacht, dem Verein in den Jahren 1999 und 2000 je Fr. 100'000.- erlassen zu haben. Aufgrund ihrer BeweiswÃ¼rdi­gung ist die Rekurskommission indessen zum Schluss gelangt, der behauptete Teilerlass im Jahr 1999 sei nicht erfolgt, sondern es sei das gesamte Darlehen erst im Jahr 2000 erlassen worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 28. Dezember 2000 und 9. September 2002 hat der PrÃ¤sident des Vereins Q bestÃ¤tigt, dass die Pflichtigen dem Verein im Herbst 1999 Fr. 100'000.- durch Schenkung erlassen haben. In der BestÃ¤tigung vom 9. Sep­tember 2002 wird Ã¼berdies festgehalten, dass die Pflichtigen im Herbst 1999 dem PrÃ¤siden­ten gegenÃ¼ber auch erwÃ¤hnt hatten, dass sie die damals verbliebene Restschuld von Fr. 100'000.- zu einem spÃ¤teren Zeit­punkt erlassen wollten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgegenÃ¼ber findet sich in den GeschÃ¤ftsbÃ¼chern des Vereins Q im GeschÃ¤ftsjahr </span></p> <p class="Einzug1"><span>2000 lediglich die Verbuchung des Erlasses der gesamten Darlehensschuld von Fr. 200'000.-.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Rekurskommission hat unter Berufung darauf, dass im GeschÃ¤ftsjahr 1999 des Vereins Q kein Teilerlass von Fr. 100'000.- verbucht und ein sol­cher auch in der betreffenden, von einer Revisionsgesellschaft geprÃ¼ften Jahresrechnung nicht ausgewiesen worden ist, den erwÃ¤hnten BestÃ¤tigungen des VereinsprÃ¤sidenten die Be­weiskraft abgesprochen. Diese BeweiswÃ¼rdigung erweist sich als rechtsverletzend, weil die Rekurskommission, wel­che die GlaubwÃ¼rdigkeit des VereinsprÃ¤sidenten nicht in Frage gestellt hat, nicht abgeklÃ¤rt hat, weshalb ein Widerspruch zwischen dem prÃ¤sidial bestÃ¤tig­ten und dem verbuchten Sachverhalt besteht. Aufgrund der massgebenden Akten kann auch ein mangelhafter Buchungsbeleg oder eine fehlerhafte Verbuchung nicht ohne weiteres ausgeschlossen werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Rekurskommission wird den rechtserheblichen Sachverhalt im zweiten Rechtsgang nÃ¤her zu untersuchen, namentlich PrÃ¤sident und RechnungsfÃ¼hrer des Vereins Q zu be­fragen und die Buchungsbelege beizuziehen haben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Das fÃ¼hrt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde und zur RÃ¼ckweisung der Sache an die Steuerrekurskommission I. Beim vorliegenden Ausgang des Verfahrens sind die Kosten zu zwei Dritteln den BeschwerdefÃ¼hrenden und zu einem Drittel dem Beschwer­degegner aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Steuerrekurskommission I zurÃ¼ckgewiesen.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>Die Kostenauflage des kantonalen Steueramts wird aufgehoben.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3.<span> </span></span><span>Ãber die Rekurskosten hat die Steuerrekurskommission I im Neuentscheid zu befinden.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2">4.<span> </span>Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf<br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr 4'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5.<span> </span></span><span>Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zu 1/3, unter solidarischer Haftung fÃ¼r 2/3, und zu 1/3 dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>6. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>