B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-3386/2013 U r t e i l v o m 1 8 . J u l i 2 0 1 4 Besetzung Richter Thomas Wespi (Vorsitz), Richter Walter Stöckli, Richter Martin Zoller, Gerichtsschreiber Alfred Weber. Parteien A._______, geboren am (…), Russland, (…) Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 16. Mai 2013 / N (…). D-3386/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Die Beschwerdeführerin verliess eigenen Angaben zufolge den Heima t- staat am 18. Dezember 201 2 und gelangte von Moskau herkommend über ihr unbekannte Länder am 21. Dezember 2012 in die Schweiz, wo sie gleichentags um Asyl nachsuchte. Nach einer Kurzbefragung im Emp- fangs- und Verfahrens zentrum (EVZ ) B._______ vom 8. Januar 2013 wurde sie für die Dauer des Verfahrens dem Kanton C._______ zugewie- sen. Am 3. Mai 2013 wurde sie vom BFM direkt zu ihren Asylgründen an- gehört. Im Wesentlichen machte sie bei den Befragungen geltend, sie sei russische Staatsangehörige tschetschenischer Herkunft. Nach dem Tod ihrer Eltern sei sie 1985 zwangsweise nach Brauch verheiratet worden . Ihren Ehemann habe sie nie geliebt. Dieser sei eifersüchtig gewesen und habe sie schlecht behandelt und geschlagen. Sie habe eine Frühgeburt und Fehlgeburten erlitten und sei kinderlos geblieben. Ab dem 2000 habe sich ihr Ehemann am Krieg beteiligt. Im (Jahr) habe sie einen Mann ke n- nengelernt, der später ihr heimlicher Freund gewor den sei. Am ( Datum) sei es zum Streit mit dem Ehemann gekommen, weil sie ihn habe verla s- sen wollen. Er habe sie geohrfeigt, mit einem Stock geschlagen und auf die Strasse gesetzt. Am nächsten Morgen sei sie zur Schwester gega n- gen und gleichentags noch mit der Ambulanz ins Spital gebracht worden, wo sie operiert worden (Operation am Unterleib ) und bis zum (Datum) geblieben sei. Nach der Spitalentlassung sei sie mit ihrem Freund in einer Wohnung in D._______ zusammengezogen. Zusammen hätten sie die Ausreise in den Norden Russlands geplant. Am (Datum), ihr Freund habe noch geschlafen, sei sie zu ihrer Freundin nach E._______ gefahren, um Geld aufzutreiben. Gleichentags habe ihre Schw ester sie angerufen und ihr mitgeteilt, dass der Ehemann ihren Freund in der Wohnung mit Me s- serstichen umgebracht habe. Seither hätten die fünf Brüder ihres Freun- des die Blutrache betreffend ihren Ehemann ausgesprochen. Auch wü r- den sich ihre eigenen Brüder entehrt fühlen und sie bei einer Rückkehr umbringen. Ihr Ehemann halte sich versteckt und suche nach ihr, um sie umzubringen. Von E._______ aus habe sie ihre Ausreise geplant und sei dann am 30. November 2012 mit dem Zug nach Moskau gefahren, wo i h- re Freu ndin Verwandte habe und sie sich bis zum 18. Dezember 2012 aufgehalten habe. In dieser Zeit habe ihre Freundin die Weitereise bis in die Schweiz organisiert. Für den Inhalt der weiteren Aussagen wird auf die Akten verwiesen. Das BFM verzichtete auf weitere Abklärungen. D-3386/2013 Seite 3 Die Beschwerdeführerin reichte ihren Inlandpass zu den Akten. Anlässlich einer Personenkontrolle durch die Kantonspolizei C._______ am 27. J a- nuar 2013 wurde ihr Führerschein gefunden und in der Folge zuhanden des BFM eingezogen. B. Das BFM st ellte mit Verfügung vom 16. Mai 2013 – eröffnet am 17. Mai 2013 – fest, die Beschwerdeführerin erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig verfügte es die Weg - weisung der Beschwerdeführerin aus der Schweiz und ordne te den Wegweisungsvollzug an. Zur Begründung wurde im Wesentlichen aus - geführt, die Vorbringen der Beschwerdeführerin genügten insgesamt den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht. Die se seien widersprüchlich (Angaben zum Heirats-/Wohnort der Beschwerdeführerin beziehungswei- se zum Herkunftsort ihres Freundes; Angaben zur Wohnsituation mit dem Freund vor der Ausreise; Schilderungen im Zusammenhang mit der a n- geblichen Ermordung ihres Freundes; Angaben zur Erwerbstätigkeit vor der Ausreise; Angaben zu den Reisekosten). Die Darlegungen seien nicht hinreichend begründet, da sie in wesentlichen Punkten zu wenig konkret, detailliert und differenziert dargelegt word en seien und somit den Ei n- druck von nicht selbst Erlebtem vermitteln würden (Schilderungen hi n- sichtlich der jahrelangen schlechten Behandlung durch ihren Ehemann ; nicht ersichtlicher Zusammenhang zwischen den von ihr geltend gemach- ten gesundheitlichen Schw ierigkeiten wie drei Operationen am Unterleib sowie den Fehl- und Frühgeburten (Jahr) bis (Jahr) und der schlechten Behandlung durch den Ehemann vor dem Hintergrund einer anfangs bis ins Jahr 2000 ganz normalen Ehe; vage Schilderungen zur Änderung i h- rer Beziehung zum Ehemann ab 2000; spärliche und nicht überzeugende Angaben zu ihrem Leben und ihrer Arbeit auf dem Hof; Schilderungen rund um die Umstände der ihr vom Ehemann zugefügten Schläge; spärli- che, teils widersprüchliche Angaben zu Lebensumständen ihre s jahrelan- gen heimlichen Freundes). Ferner würden die Vorbringen in wesentlichen Punkten der allgemeinen Erfahrung oder der Logik des Handelns wide r- sprechen und seien daher unglaubhaft (regelmässige Treffen mit dem Freund im Wissen um die Einstellung des Ehemannes betreffend von ihr beabsichtigte Ausgänge und auswärtige Besuche bei Verwandten; Schil- derungen zu den Umständen ihres Spitalaufenthalts im (Datum) und der unmittelbaren Folgezeit nach dem Spitalaustritt) . Der Vollzug der We g- weisung sei zulässig, z umutbar und möglich. Hinsichtlich des Zumutba r- keitsaspekts des Wegweisungsvollzugs wurde ausgeführt, weder die im D-3386/2013 Seite 4 Heimatstaat der Beschwerdeführerin herrschende politische Situation noch andere Gründe würden gegen eine Rückführung sprechen. Sie sei bei gut er Gesundheit und verfüge in Tschetschenien über verschiedene Geschwister, welche ihr bei einer Rückkehr behilflich sein würden. Au s- serdem könne sie Arbeitserfahrung als (Berufsbezeichnung) vorweisen und eventualiter sei eine vorübergehende Arbeitsmöglichkeit im (Ge- schäft) ihrer Schwester gegeben, bis sie selber wieder Arbeit gefunden habe. Schliesslich stünde es ihr frei, Rückkehrhilfe im Sinne von Art. 93 AsylG zu beantragen. C. Mit Eingabe vom 13. Juni 2013 (Poststempel) erhob die Beschwerdefü h- rerin beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde und beantragte unter Kosten- und Entschädigungsfolge die Aufhebung der angefochtenen Ver- fügung, die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewäh rung von Asyl. Es sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzuläs- sig, unzumutbar und unmöglich sei und die vorläufige Aufnahme an - zuordnen sei. Es sei die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und auf die E r- hebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. Eventualiter sei die au f- schiebende Wirkung wiederherzustellen. Die zuständige Behörde sei vo r- sorglich anzuweisen, die Kon taktaufnahme mit den Behörden des He i- mat- oder Herkunftsstaats sowie jegliche Weitergabe von Daten an di e- selben zu unterlassen. Eventualiter sei bei bereits erfolgter Datenweite r- gabe die beschwer deführende Person darüber in einer separaten Verf ü- gung zu i nformieren. Die Begründung der Beschwerde im Asyl - und Wegweisungsvollzugspunkt wurde in fremder Sprache gehalten. D. Mit Zwischenverfügung vom 19. Juni 2013 – eröffnet am 24 Juni 2013 – teilte der Instruktionsrichter der Beschwerdeführerin mit, sie dürfe de n Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten. Die Beschwerdeführe- rin wurde aufgefordert, innert sieben Tagen ab Erhalt der Verfügung eine Beschwerdeverbesserung (Übersetzung in eine der drei Amtssprachen) einzureichen, wobei diese auch den Erforderniss en nach Art. 52 Abs. 1 VwVG zu genügen habe. E. Unter Beilage eines ärztlichen Berichts (Erstbericht, Sozialpsychiatrischer Dienst des Kantons C._______ vom 24. Juni 2013) kam die Beschwerde-D-3386/2013 Seite 5 führerin dieser Anordnung mit Eingabe vom 28. Juni 2013 (Poststempel ) nach. Auf die diesbezügliche Begründung wird, soweit entscheid wesent- lich, in den Erwägungen eingegangen. F. Mit Instruktionsverfügung vom 28. Oktober 2013 wurde das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG auf e inen späteren Zeitpunkt verwiesen und auf die Erhebung e i- nes Kostenvorschusses verzichtet. Das Gesuch um Gewährung der u n- entgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 2 VwVG wurde a b- gewiesen. Der Antrag, die zuständige Behörde sei anzuweisen, die Ko n- taktaufnahme mit den Behörden des Heimatstaates sowie jegliche D a- tenweitergabe an dieselben zu unterlassen, wurde im Sinne der Erw ä- gungen abgewiesen. G. In seiner Vernehmlassung vom 31. Oktober 2013 hielt das BFM an seiner Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Zur B e- gründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, im Falle der Beschwerd e- führerin habe bis anhin keine Weitergabe von Personendaten stattgefu n- den. Das Asyldossier sei weder der Rückkehrabteilung des BFM überg e- ben noch seien solche Akten angelegt worden. In der Beschwerdeve r- besserung in deutscher Sprache sei zunächst nicht ersichtlich, welche Begehren, ausser der erneuten Prüfung des Asylgesuchs, überhaupt g e- stellt würden. Weil die Beschwerdeführerin jedoch rechtsunkundig sei, könne im Sinne einer erneuten Prüfung der Vorbringen im Zusamme n- hang mit der Beschwerdeverbesserung dieser jedoch keine neuen, stic h- haltigen Elemente entnommen werden. Im eingereichten Erstbericht des sozialpsychiatrischen Dienstes des Kantons C._______ werde be i der Beschwerdeführerin eine schwere depressive Episode und eine pos t- traumatische Belastungsstörung (PTBS) diagnostiziert. Die Beschwerde- führerin stamme aus (Ort) bei D._______. Das Krankheitsbild PTBS kö n- ne in grossen und grösseren Städten Russlands beha ndelt werden. In ih- rer Heimatregion Tschetschenien würden gemäss dem tschetschenischen Gesundheitsministerium weitere Gesundheitseinrichtungen für die B e- handlung von psychischen Krankheiten zur Verfügung stehen, darunter ein psychiatrisches Spital in D._______ mit 80 Betten. Sodann sei zu er- wähnen, dass gemäss Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E- 4413/2011 auch die Organisation International Medical Corps (IMC) im Bereich psychischer Erkrankungen dort aktiv sei. Das IMC unterhalte 70 stationäre und mobile Krankenstationen und Teams. Überdies sei au f-D-3386/2013 Seite 6 grund der sprachlich-kulturellen Nähe eine Therapie in der angestammten Heimat mit einem dazu auch behilflichen, sozialen Beziehungsnetz einf a- cher durchzuführen als in der Schweiz. Im Rahmen der individuellen Rückkehrhilfe nach Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG könne die Beschwerdefüh- rerin schliesslich benötigte Medikamente geltend machen. H. Mit Instruktionsverfügung vom 8. November 2013 wurde der Beschwerde- führerin die Vernehmlassung der Vorinstanz zur Replik zugestel lt. Aus nicht von der Beschwerdeführerin zu verantwortenden Gründen wurde die Briefsendung von der Post an das Bundesverwaltungsgericht retou r- niert, worauf ein e zweite Zustellung der Vernehmlassung der Vorinstanz an die Beschwerdeführerin erfolgte. Auf die Stellungnahme vom 2. D e- zember 2013 (Poststempel) wird, soweit entscheidwesentlich, in den E r- wägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltung s- gerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG lie gt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher z u- ständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen eines Auslief e- rungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführ ende Per- son Schutz sucht (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Aus- nahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.3 Die Beschwerde ist frist - und formgerecht eingereicht. Die Beschwer- deführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdi-D-3386/2013 Seite 7 ges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreitung des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozia len Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Fre iheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG). 3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 4. 4.1 Zunächst ist der Einwand der Beschwerdeführerin in der Rechtsmi t- teleingabe zu beurteilen, wonach sie unter dem Zustand der Depression und Hysterie befragt worden und nicht in der Lage gewesen sei, ihre zahl- reichen Argumente vorzutragen. Hierzu Folgendes: Die Beschwerdefü h- rerin wurde bei den beiden Befragungen (Kurzbefragung/direkte Bundes- anhörung) insgesamt beinahe (Anzahl) Stunden befragt. Sie be rief sich grundsätzlich auf den gleichen Sachverhalt. Anhand eines detaillierten Fragekatalogs (Befragung) wurde ihr die Aufgabe erleichtert, die Beweg- gründe für das Verlassen des Heimatlandes darzulegen. Ebenfalls wurde D-3386/2013 Seite 8 der Beschwerdeführerin in der diesb ezüglichen Befragung durch wieder- holtes Nachfragen die Möglichkeit eingeräumt, Klärung hinsichtlich zahl- reicher unstimmiger Aussagen herbeizuführen. In etwa g leichermassen verhielt es sich bei der Anhörung, wo die Beschwerdeführerin noch au s- führlicher zu W ort kam und ihr nebst wiederholt gestellten Verständ i- gungs- respektive Klärungsfragen zum vorgebrachten Sachverhalt auch Fragen zur unterschiedlichen Darstellung ihrer Vorbringen zwischen den beiden Befragungen aufgezeigt wurden. Den Protokollen sind sodann weder Anhaltspunkte zu entnehmen, die Beschwerdeführerin wäre nicht in der Lage gewesen, den Befragungen zu folgen, noch ergeben sich ir- gendwelche Anzeichen von Unregelmässigkeiten wie beispielsweise U n- terbrechungen oder zusätzliche Bemerkungen für eine unvorteilhafte re- spektive unkorrekte Befragungssituation. Ferner bezeichnete die B e- schwerdeführerin die Dolmetscherleistungen jeweils als gut und unter- zeichnete schliesslich die Richtigkeit (Befragung) und Vollständigkeit (An- hörung) der entsprechenden Protokolle, weshalb sie sich bei ihren Au s- sagen behaften zu lassen hat. Diese Feststellung erfährt zudem dadurch an Gewicht, als die bei der Anhörung anwesende Hil fswerkvertretung nach Einräumung und Wahrnehmung der Möglichkeit von Ergänzung s- fragen an die Beschwerdeführerin abschliessend auf dem Beiblatt fes t- hielt, weder weitere Sachverhaltsabklärungen anzuregen noch Einwände anzumelden. In Würdigung sämtlicher Umstände kann der Einwand der Beschwerdeführerin nicht gehört werden. 4.2 Mit der Vorinstanz ist fest zuhalten, dass die Vorbringen der B e- schwerdeführerin den Voraussetzungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht standhalten. Die der Beschwerdeführerin von der Vo r- instanz vorgeworfenen Unglaubhaftigkeitselemente finden Stütze in den Akten. Lediglich i m Sinne einer Präzisierung respektive Richtigstellung sei hinsichtlich ihrer unterschiedlichen Vorbringen bei den Befragungen festgehalten, dass sich die von der Vorinstanz angegebene Fundstelle zur gemeinsamen Wohnung mit ihrem Freund vor der Ausreis e (vor- instanzliche Verfügung I/1 b) als teilweise unzutreffend erweist. Gemäss Verfügung sollen die beiden Versionen in A 3 S. 3 und A 11 S. 8 (gemein- same Miete) und A 11 S. 13 (Wohnung eines Freundes) aufgeführt sein. Tatsächlich befinden sich diese Vers ionen in A 3 S. 8 und A 11 S. 3 (g e- meinsame Miete) und A 11 S. 8 und 13 (Wohnung eines Freundes). Indes muss dieser F ehler vielmehr als Kanzleiversehen angesehen werden, welches das Ergebnis des Entscheids nicht zu beeinflussen verm ag, zu- mal der Aussagegehalt der Vorbringen der Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang unberührt bleibt. Hinsichtlich der unterschiedlichen D-3386/2013 Seite 9 Schilderung zwischen Befragung und Anhörung, wonach die Beschwer- deführerin von der Ermordung ihres Freundes auf dem Weg nach E._______ erfahren habe (I/1 c ; A 3 S. 8), ist zu erwähnen, dass die nachfolgende Seite 9 des Protokolls der Befragung dieses Sachverhalts- element unmissverständlicher und deutlicher zum Ausdruck gebracht hät- te. Sodann sei der Vollständigkeit halber noch vermerkt, dass sich die Ausführungen der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit ihrer E r- werbstätigkeit beim Bundesamt (I/1 d; A 11 S.7) teilweise auch auf S. 8 des Protokolls erst recken. Diese als redaktionelle Unzulänglichkeiten zu bezeichnenden Mängel sind aber von der art marginaler Bedeutung, dass ansonsten und zur Vermeidung von Wiederholungen auf die nicht zu b e- anstandenden inhaltlichen Aspekte der Erwägungen in der angefocht e- nen Verfügung verwiesen werden kann. Nebst der festgestellten U n- glaubhaftigkeit der Vorbringen der Beschwerdeführerin dürfen letztlich ih- re Aussagen nicht ausser Acht gelassen werden , wonach sie irgendwe l- che Probleme mit den heimatlichen Behörden, mit Privatpersonen oder Organisationen ausdrücklich verneinte. Ebenfalls gab sie zu Protokoll, nie um Hilfe bei staatlichen Organen wegen der angeblichen Benachteiligu n- gen durch ihren Ehemann und ihre Brüder nachgesucht zu haben. 4.3 Keine Änderung hinsichtlich der Frage einer Asylgewährung bewirken die Vorbringen der Beschwerdeführerin in der Rechtsmittele ingabe. Der Sachverhalt bleibt grundsätzlich unverändert. Der vorinstanzlichen Arg u- mentation in der angefochtenen Verfügung werden keine stichhaltigen Einwände entgegengesetzt. Eine Auseinandersetzung mit ihr findet nicht statt. Sodann gesellen sich weiter e Unstimmigkeiten auf Beschwerdest u- fe hinzu, die in den Akten keine Stütze finden (u.a. Schilderungen im Z u- sammenhang mit dem Tod der Familie, Brüder und Neffen, Schilderungen im Zusammenhang mit dem Verlust ihres Kindes, Anzahl Operationen). Letztlich lässt es die Beschwerdeführerin bei der Bitte bewenden, dass ihr Fall nochmals sorgfältig überprüft und die Angelegenheit korrekt und fair zu einem Abschluss gebracht werden soll. Nähere Hinweise oder Au f- schlüsse für eine (asyl -)relevante Gefährdungssituation der Beschwerde- führerin unterbleiben indes. Angesichts dieser Sachlage erübrigen sich weitere Erörterungen. 4.4 Zusammenfassend ist festzustellen, dass d ie Beschwerdeführerin nicht darzutun vermochte, dass sie einer Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG ausgese tzt war oder begründete Furcht hat, einer solchen aus - gesetzt werden zu können. Sie kann daher nicht als Flüchtling aner kannt werden. Die Vorinstanz hat das Asylgesuch de r Beschwerdeführerin D-3386/2013 Seite 10 demnach zu Recht abgelehnt. Anzufügen bleibt, dass die geltend ge- machte Gefährdung mangels diskriminierender Motivation keine Verfo l- gung im Sinne von Art. 3 AsylG darstellt und mithin asylrechtlich nicht r e- levant ist. 5. 5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 AsylG). 5.2 Die Beschwerdeführerin verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer so l- chen. Die Wegw eisung wurde demnach zu Recht angeordnet ( Art. 44 AsylG; BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.). 6. 6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst , sie sind zu bewe i- sen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 6.2 6.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländ erin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land g e- zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). D-3386/2013 Seite 11 Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Ei d- genossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Überei n- kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung ode r Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedr i- gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 6.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoulement nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G e- fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr der Beschwerdeführe- rin in de n Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der Beschwerdeführerin noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Aus- schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit e i- ner nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behan d- lung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste die Beschwerdeführerin eine konkrete Gefahr ("real risk") nac h- weisen oder glaubhaft machen, dass ihr im Fall einer Rückschiebung Fol- ter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124–127, mit weiteren Hinweisen). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Heimatstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem G e- sagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl - als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 6.3 6.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konk ret gefährdet sind . Wird eine konkrete G e-D-3386/2013 Seite 12 fährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 6.3.2 Weder die in Tschetschenien herrschende Situation (vgl. BVGE 2009/52) noch in der Person der Beschwerdeführe rin liegende Gründe sprechen gegen einen Wegweisungsvollzug unter dem Zumutbarkeitsas- pekt. Die Vorinstanz verwies in der Vernehmlassung vom 31. Oktober 2013 unter anderem auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-4413/2011 vom 4. Juli 2013. Im entsprechend zu beurteilenden Fall ge- langte das Bundesverwaltungsgericht nach einer Analyse der sicherheits- und gesundheitspolitischen Lage in Tschetschenien und im restlichen Russland zum Schluss, dass ein Vollzug der Wegweisung zumutbar ist. Da es sich in cas u um einen grundsätzlich ähnlich gelagerten Fall han- delt, rechtfertigt es sich, zur Vermeidung von Wiederholungen auf die E r- wägungen im besagten Urteil zu verweisen. Lediglich im Sinne einer Prä- zisierung respektive Verdeutlichung soll nochmals explizit auf die in die- sem Urteil enthaltenen Ausführungen zur Lage in Tsche tschenien (E. 6.1.1) sowie diejenigen zum heutigen Standard der medizinischen Einrichtungen (E. 6.1.2) hingewiesen werden. 6.3.3 Nebst den unglaubhaften Schilderungen der aus der Nähe v on D._______ stammenden Beschwerdeführerin ist insbesondere festzuhal- ten, dass sie irgendwelche Probleme mit staatlichen Stellen oder Priva t- personen im Heimatland ausdrücklich verneinte. Auch ist den Akten zu entnehmen, dass sie über eine ausreichende Schulbildung und – trotz un- terschiedlicher Darstellungen anlässlich der Befragungen – über Erfa h- rung im Erwerbsleben verfügt. Auch ist davon auszugehen, dass s ie auf- grund ihres jahrelangen Aufenthalts vor der Ausreise auf ein nicht ausz u- schliessendes fortbestehendes Beziehungsnetz im Falle einer Rückkehr ins Heimatland zurückgreifen kann. Speziell ist in diesem Zusamme n- hang ihre Schwester zu erwähnen, mit der sie von der Schweiz aus Ko n- takt pflegt und an deren Adresse die Beschwerdeführerin gemäss ihren Angaben zuletzt vor der Ausreise nicht nur registriert war, sondern auch zeitweise gewohnt sowie in deren Geschäft in der Stadt ab und zu aus- geholfen ha t. Die geltend gemachten gesundheitlichen Schwierigkeiten der Beschwerdeführerin stehen einem Vollzug der Wegwe isung nach Tschetschenien ebenfalls nicht entgegen. Gemäss dem Arztzeugnis vom 4. Juni 2013 wurde die Beschwerdeführerin aufgrund der gestellten Dia g- nosen (Diagnose im Detail ) an den sozialpsychiatrischen Dienst verwi e- sen. Das ihr diagnostizierte Krankheitsbild (Diagnose) wird gemäss Ers t- bericht des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Kantons C._______ vom D-3386/2013 Seite 13 24. Juni 2013 ambulant und medikamentös behandelt. Unter anderem wird in diesem ärztlichen Bericht festgehalten, dass weder Hinweise für akute Selbst- oder Fremdgefährdung noch aktuell Hinweise für akute Sui- zidalität bestehen würden. Sodann wird darin ausgeführt, dass mit der Beschwerdeführerin in ungefähr wöchentlichem Abstand weitere Gespr ä- che vereinbart und die aktuelle Medikation fortgesetzt wü rden. Nach dem oben unter E. 6.4.2 Gesagten erscheint – auf den konkreten Fall bez o- gen – die Fortsetzung der in der Schw eiz eingeleiteten Behandlung in Tschetschenien nicht als unzumutbar. Vorübergehende Engpässe in der medikamentösen Versorgung könnten zu dem mit einem entsprechenden und aus der Schweiz mitgegebenen Vorrat aufgefangen werden. In di e- sem Zusammenhang ist insbesondere auch auf die Möglichkeit der med i- zinischen Rückkehrhilfe im Sinne von Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG hinz u- weisen. Die in der Repli k vom 2. Dezember 2013 (Poststempel) geäu s- serten Befürchtungen im Zusammenhang mit der Registrierung, um auf russischen Territorium wegen der psychischen Probleme behandelt zu werden, erweisen sich ausserdem als unbegründet (vgl. E -4413/2011 E. 6.1.2). 6.3.4 In Berücksichtigung sämtlicher für das vorliegende Verfahren rel e- vanten Umstände erweist sich der Vollzug der Wegweisung als zumutbar. 6.4 Schliesslich obliegt es der Beschwerdeführerin, sich bei der zuständi- gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), weshalb der Vollzug der Wegw eisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 6.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 7. Aus diesen Erwäg ungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt sowie den rechtserheblichen Sachverhalt ric h- tig und vollständig feststellt ( Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde i st abzuweisen. 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten der Beschwer - deführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Da die Beschwe r-D-3386/2013 Seite 14 deführerin indes gemäss den vorliegenden Akten aktuell nicht erwerbst ä- tig ist, kann davon ausgegangen werden, dass sie prozessual bedürftig ist. Gleichzeitig müssen die Beschwerdebegehren als im Zeitpunkt der Einreichung als nicht aussichtslos bezeichnet werden. Demnach ist das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gutzuheissen und auf die Erhebung von Verfahrens- kosten zu v erzichten. Trotz Unterliegens der Beschwerdeführerin sind demzufolge keine Kosten aufzuerlegen. (Dispositiv nächste Seite) D-3386/2013 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG) wird gutgeheissen. 3. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die kantona- le Migrationsbehörde. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Thomas Wespi Alfred Weber Versand: