B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-6138/2012/mel U r t e i l v o m 8 . J a n u a r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Hans Schürch, mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn; Gerichtsschreiber Christoph Basler. Parteien A._______, geboren (…), Irak, vertreten durch Ricardo Lumengo, Swiss-Exile, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 26. Oktober 2012 / N (…). D-6138/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer den Irak eigenen Angaben zufolge Anfang Juni 2010 verliess und am 2. November 2010 in die Schweiz einreiste, wo er am selben Tag um Asyl nachsuchte, dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs - und Verfahrenszent- rum Basel vom 12. November 2010 sowie der direkten Anhörung zu den Asylgründen vom 6. Dezember 2011 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er sei in B._______, Provinz C._______, geboren worden und habe seit seiner Geburt dort gelebt, dass er kurdischer Ethnie und konfessionslos sei, seine Familie indessen der christlichen Glaubensgemeinschaft angehöre, dass er in B._______ ein CD-Geschäft betrieben habe und von islamist i- schen Kunden zur Zusammenarbeit mit ihnen aufgefordert worden sei, dass er seinen Vater informiert habe, der genau so wenig wie er gewollt habe, dass er mit diesen Leuten zusammenarbeite, dass sein Vater die Polizei informiert habe, dass die Islamisten einen Monat später erneut in sein Geschäft geko m- men seien und dieses in Brand gesteckt hätten, dass sie zudem einen Drohbrief in den Hof seines Hauses geworfen hä t- ten, in dem ihm mit dem Tod gedroht worden sei, dass das BFM dem Beschwerdeführer, der sich vor seiner Einreise in die Schweiz in Österreich aufgehalten hatte, am 12. November 2010 zudem das rechtliche Gehör zu einer Rückführung nach Österreich gewährte, dass das BFM die österreichischen Behörden am 7. Januar 2011 um die Rückübernahme des Beschwerdeführers ersuchte, dass die österreichischen Behörden dem BFM am 12. Januar 2011 mi t- teilten, sie erachteten sich zur Prüfung des Asylantrags des Beschwerd e- führers, der in Österr eich unter der Identität D._______, geboren (…), Iran, aufgetreten sei, als nicht zuständig, D-6138/2012 Seite 3 dass ein vom BFM beauftragter Experte mit dem Beschwerdeführer am 20. Januar 2012 ein Gespräch führte, aufgrund dessen er am 23. April 2012 einen Bericht zu dessen Hauptsozialisation erstellte (LINGUA - Analyse), dass das BFM de n Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 18. Mai 2012 davon in Kenntnis setzte, dass es die österreichischen B e- hörden um Akteneinsicht ersuchte habe, die am 6. Februar 2012 gewährt worden sei, dass sich dabei herausgestellt habe, dass er gegenüber den österreich i- schen Behörden unter einer anderen Identität aufgetreten sei und andere Asylgründe als in der Schweiz geltend gemacht habe, dass es dem Beschwerdeführer des Weiteren den Werdegang u nd die Qualifikation des LINGUA -Experten und das wesentliche Ergebnis der LINGUA-Analyse mitteilte, dass das BFM dem Beschwerdeführer die Gelegenheit gab, sich zu den Abklärungsergebnissen und den Feststellungen des LINGUA-Experten zu äussern, dass der Bes chwerdeführer am 25. Mai 2012 eine Stellungnahme übe r- mittelte, dass der Beschwerdeführer beim BFM am 9. Oktober 2012 eine irakische Identitätskarte einreichte, dass das BFM am 10. Oktober 2012 das Urkundenlabor der Kantonspol i- zei Zürich um Überprüfung der Identitätskarte ersuchte und dieses dem BFM am 11. Oktober 2012 das Ergebnis seiner Überprüfung mitteilte, dass das BFM den Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 15. Oktober 2012 über das Prüfungsergebnis in Kenntnis setzte und ihm Frist zur Einreichung einer Stellungnahme setzte, dass der Beschwerdeführer am 21. Oktober 2012 eine Stellungnahme einreichte, dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügun g vom 26. Oktober 2012 – eröffnet am 30. Oktober 2012 – ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, D-6138/2012 Seite 4 dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, es sei zu b e- zweifeln, dass der Beschwerdeführer aus B._______ stamme, habe er doch nichts Nachvollziehbares über diesen Ort sagen können, dass sein Hinweis, er sei Analphabet, das fehlende Alltagswissen nicht zu erklären vermöge, dass auch die Sprach- und Herkunftsanalyse ergeben habe, dass er nicht aus B._______ stamme, dass er den österreichischen Behörden gegenüber eine andere Identität als in der Schweiz angegeben habe, was er nicht habe erklären können, dass aufgrund der Sprachanalyse davon auszugehen sei, dass seine Hauptsozialisation im Sorani -Milieu der Regio n E._______ im Irak stat t- gefunden habe, und nicht nachvollziehbar sei, weshalb er dies beim BFM nicht angegeben habe, weshalb davon auszugehen sei, er versuche e t- was zu verheimlichen, dass die eingereichte gefälschte Identitätskarte belege, dass er nicht g e- willt sei, seine wahre Identität offenzulegen, dass in seinen Aussagen zudem Ungereimtheiten den Reiseweg betre f- fend bestünden, dass die Zweifel an den geltend gemachten Fluchtgründen durch die sub- stanzarmen Ausführungen zu seinen Problemen mit den Islam isten b e- stärkt würden, habe er doch keine nachvollziehbaren Angaben zum Zei t- punkt, seit dem er das CD -Geschäft betrieben habe oder wann dieses angezündet worden sei, machen können, dass auch in der Sprach - und Herkunftsanalyse festgehalten werde, es erscheine unglaubhaft, dass er einen Musik -Laden geführt habe, habe er doch keinen einzigen Sänger der Region nennen können, dass es dem BFM nicht möglich sei, sich in voller Kenntnis der tatsächl i- chen Identität des Beschwerdeführers zur Zumutbarkeit des Vollzug s der Wegweisung zu äussern, da er seiner Mitwirkungspflicht nicht nachg e- kommen sei, dass der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe vom 27. November 2012 gegen diesen Entschei d beim Bundesverwa l-D-6138/2012 Seite 5 tungsgericht Beschwerde erheben und beantragen liess, er ersuche um aufschiebende Wirkung und um Aufhebung des Asylentscheids und Asyl- gewährung, eventualiter um eine vorläufige Aufnahme, dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht zudem um Ansetzung einer Frist zur Begründung der Beschwerde und die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) ersuchte, dass der Instruktionsrichter den Beschwerdeführer mit Zwischenverf ü- gung vom 5. Dezember 2012 aufforderte, innerhalb von sieben Tagen ab Erhalt derselben eine Beschwerdeverbesserung nachzureichen, unter der Androhung, bei ungenutzter Frist werde auf die Beschwerde nicht eing e- treten, dass er zudem das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Recht s- pflege abwies und den Beschwerdeführer aufforderte, bis z um 20. D e- zember 2012 einen Kostenvorschuss von Fr. 600. – zu leisten, unter der Androhung, bei ungenutzter Frist werde auf die Beschwerde nicht eing e- treten, dass dem Beschwerdeführer diese Zwischenverfügung am 6. Dezember 2012 zugestellt wurde, dass der Bes chwerdeführer am 7. Dezember 2012 (Poststempel 11. D e- zember 2012) eine Beschwerdeverbesserung nachreichte, in der sin n- gemäss darum ersucht wurde, d em Gesuch um Gewährung der unen t- geltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG sei wiedererw ä- gungsweise stattzugeben und auf den erhobenen Kostenvorschuss sei zu verzichten, dass der Instruktionsrichter dieses Gesuch mit Zwischenverfügung vom 13. Dezember 2012 abwies und an der Zwischenverfügung vom 5. Dezember 2012 vollumfänglich festhielt, dass für die Begr ündung der Beschwerde auf die Akten zu verweisen, und soweit entscheidwesentlich, nachfolgend darauf einzugehen ist, dass der Beschwerdeführer am 20. Dezember 2012 einen Kostenvor- schuss von Fr. 600.– einzahlte, D-6138/2012 Seite 6 und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwa ltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinst anz teilgenom- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Ä nde- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 37 VwVG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung z u- kommt und die Vorinstanz einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzogen hat (Art. 55 VwVG), weshalb auf den Antrag, es sei die aufschiebende Wirkung zu gewähren, nicht einzutreten ist, dass im Übrigen auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 37 VGG i.V.m. Art. 52 VwVG), zumal die Beschwerdeverbesserung fristgerecht nachgereicht und der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurden, dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), D-6138/2012 Seite 7 dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem He imatstaat oder im Land, in dem s ie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteile n ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in w e- sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden, dass hinsichtlich der Identität des Beschwerdeführers erhebliche Zweifel bestehen, dass er gegenüber den schweizerischen Asylbehörden geltend machte, er h eisse A._______, geboren (…) in B._______ (Provinz C._______/Irak), und habe seit seiner Geburt bis etwa im Juni 2010 z u- sammen mit seinen Eltern und seiner Schwester in B._______ gelebt, dass er gegenüber den österreichischen Asylbehörden angegeben hatte, er heisse D._______, geboren (…) in F._______ (Iran), und habe zu se i- ner in Grossbritannien lebenden Schwester gelangen wollen, dass die Erklärung in der Beschwerdeverbesserung, er habe unter keinen Umständen in Österreich bleiben wollen, da er eine tiefe Abneigung ge- gen dieses Land habe, weshalb er den österreichischen Behörden g e- genüber falsche Angaben zu seiner Identität gemacht habe, nicht übe r- zeugt, da er bereits bei seiner Einreise nach Österreich falsche Angaben zu seiner Identität machte und seine tiefe Abneigung gegen ein Land, das er zum damaligen Zeitpunkt nicht kannte, nicht nachvollziehbar erscheint, D-6138/2012 Seite 8 dass der Beschwerdeführer bei der Kurzbefragung vom 12. November 2010 angab, er besitze eine im Jahr 2009 ausgestellte irakische Ident i- tätskarte, die sich zuhause bei seinen Eltern befinde, dass er bei der Anhörung zu den Asylgründen vom 6. Dezember 2011 versicherte, er habe sich bemüht, Identitätspapiere zu beschaffen, habe aber den Kontakt zu seinen Eltern verloren, dass er – nachdem ihm vom BFM am 18. Mai 2012 das rechtliche Gehör zur LINGUA-Analyse gewährt wurde – eine am 16. April 2010 ausgestell- te irakische Identitätskarte einreichte, die vom BFM am 10. Oktober 2012 zur Prüfung deren Echtheit an das Urkundenlabor der Kantonspolizei Z ü- rich übermittelt wurde, dass das Urkundenlabor des Forensischen Institutes in Zürich in seinem Bericht vom 11. Oktober 2012 festhielt, bei der zur Prüfung übermittelten irakischen Identitätskarte handle es sich um eine Totalfälschung, dass das Ergebnis der Dokumenten prüfung durch das Urkundenlabor nicht in Frage zu stellen ist, da es sich um eine für diese Aufgabe qualif i- zierte und anerkannte unabhängige Fachbehörde handelt, dass der Hinweis in der Beschwerdeverbesserung, der Beschwerdeführer sei bei der Ausstellung d er eingereichten Identitätskarte nicht dabei g e- wesen und wisse nichts davon, dass es sich um ein unechtes Dokument handle, nicht stichhaltig ist, da er bei der Kurzbefragung angab, er besitze eine im Jahr 2009 ausgestellte, echte irakische Identitätskarte, dass er jedoch eine im April 2010 und somit zwei Monate vor seiner a n- geblichen Ausreise aus dem Irak ausgestellte Identitätskarte einreichte, dass – hätte er sich zwei Monate vor seiner im Juni 2010 erfolgten Au s- reise eine Identitätskarte ausstellen lassen – davon ausgegangen werden kann, er hätte das Ausstelldatum nicht mit 2009 angegeben, dass aufgrund des Ausstelldatums zudem nicht nachvollziehbar e r- scheint, dass er bei der Ausstellung der Identitätskarte nicht anwesend gewesen sein sollte, dass sich demnach sowohl aufgrund der widersprüchlichen und ung e- reimten Angaben des Beschwerdeführers als auch aufgrund der Dok u-D-6138/2012 Seite 9 mentenüberprüfung weitere Abklärungen bei der irakischen Vertretung in der Schweiz erübrigen, dass der Beschwerdeführer gemäss der vom Experten KU13 am 23. April 2012 vorgenommenen LINGUA-Analyse (Sprachanalyse) eindeutig in e i- nem Sorani-Milieu der Region E._______ (Irak) sozialisiert wurde, dass gemäss der vom Experten KU09 vorgenommenen LINGUA-Analyse vom 26. April 2012 (Analyse der Ortske nntnisse) die Wahrscheinlichkeit, dass der Beschwerdeführer von 1988 bis 2010 in der Stadt B._______ gelebt haben könnte, klein ist, dass die persönliche Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers aufgrund der Tatsache, dass er gegenüber den schweizerischen und den österrei- chischen Asylbehörden sowohl unterschiedliche Angaben zu seiner Ide n- tität als auch zu seinen Asylgründen machte und des Umstands, wonach er eine gefälschte Identitätskarte einreichte, erheblichen Schaden erlitten hat, dass aufgrund der LINGUA -Sprachanalyse zwar nicht gänzlich ausge- schlossen werden kann, dass der Beschwerdeführer in der von ihm ge l- tend gemachten Region des Irak lebte, dass aber aufgrund seiner eingeschränkten Ortskenntnisse, des Auftr e- tens unter verschiedenen Identitäten und des Einreichens einer gefälsch- ten Identitätskarte nicht davon auszugehen ist, er habe von seiner Geburt an bis zur Ausreise im Juni 2010 in dieser Region gelebt, dass das BFM in der angefochtenen Verfügung darüber hinaus zu Recht angeführt hat, der Beschwerde führer habe sowohl hinsichtlich des Re i- seweges als auch zu den geltend gemachten Gründen für seine Ausreise aus dem Irak widersprüchliche bzw. ungereimte Angaben gemacht, dass die Erwägungen des BFM, wonach die vom Beschwerdeführer ge l- tend gemachten Flucht gründe nicht glaubhaft sind, somit unter Berüc k- sichtigung der gesamten Aktenlage zu bestätigen sind, dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseige n- schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, D-6138/2012 Seite 10 dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf E r- teilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. Ent- scheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommiss i- on [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläu fige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegw eisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu bew eisen, wenn der strikte Beweis möglich ist , und andernfalls w e- nigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebe r- sax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr L eib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoule-D-6138/2012 Seite 11 ment im vorliegenden Verfahren kei ne Anwendung findet und keine A n- haltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenosse n- schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmensc h- liche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die ihm im Irak droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass der Beschwerdeführer den schweizerischen Asylbehörden durch sein Verhalten (Auftreten unter verschiedenen Identitäten in Österreich und der Schweiz, unzutreffende Angaben zur Hauptsozialisation, Einre i- chen einer gefälschten Identitätskarte) eine eingehende Prüfung der Z u- mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs verunmöglicht, dass der Beschwerdeführer indessen kurdischer Ethnie ist und Sorani spricht, weshalb davon auszugehen ist, er könne sich im Nordirak niede r- lassen und eine Existenzgrundlage aufbauen, dass somit weder die allgemeine Lage im Irak noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorlie- gend zumutbar ist, dass der Vollzug der Wegw eisung des Beschwerdeführers in den He i- matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm o bliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es sich erübrigt, auf die weiteren Ausf ührungen in den Beschwerde- eingaben einzugehen, da diese an der Würdigung des vorliegenden Sachverhalts nichts zu ändern vermögen, D-6138/2012 Seite 12 dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gel ungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), dass die Kosten durch den in der gleichen Höhe geleisteten Kostenvo r- schuss gedeckt und mit diesem zu verrechnen sind. (Dispositiv nächste Seite) D-6138/2012 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Sie sind durch den in der gleichen Höhe geleisteten Kostenvo r- schuss gedeckt und werden mit diesem verrechnet. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Hans Schürch Christoph Basler Versand: