<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2014-05-22-8C_861-2013.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>8C_861/2013 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 22. Mai 2014</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. sozialrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Leuzinger, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichter Maillard, Bundesrichterin Heine, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Grünvogel. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Stadt Zürich, vertreten durch das Sozialdepartement, Zentrale Verwaltung, Verwaltungszentrum Werd, Werdstrasse 75, Postfach, 8036 Zürich, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Sozialhilfe (vorinstanzliches Verfahren; kantonales Recht), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 23. Oktober 2013. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich trat am 23. Oktober 2013 auf die von A.________ bei ihm am 25. September 2013 anhängig gemachte Beschwerde gegen den Beschluss des Bezirksrats Zürich vom 20. Juni 2013 wegen verspäteter Beschwerdeführung nicht ein. </div> <div class="para">A.________ erhebt dagegen am 27. November 2013 (Poststempel) beim Bundesgericht Beschwerde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Ein Rechtsmittel hat gemäss <span class="artref"><artref id="CH/173.110/42/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/42/1" type="start"></artref>Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref> unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht dverletzt, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten wird (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). <span class="artref">Art. 95 ff. BGG</span> nennen dabei die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Es ist konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen, welche Vorschriften bzw. Rechte und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=08.05.2014&amp;to_date=27.05.2014&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-53%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page53">BGE 134 V 53</a> E. 3.3 S. 60 und 133 IV 286 E. 1.4 S. 287); eine rein appellatorische Kritik genügt nicht (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=08.05.2014&amp;to_date=27.05.2014&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-I-65%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page65">BGE 136 I 65</a> E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 f. S. 245 f.). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Bei Beschwerden, die sich gegen einen in Anwendung kantonalen Rechts ergangenen Entscheid richten, bildet die Verletzung blossen kantonalen Rechts keinen selbstständigen Beschwerdegrund; vielmehr hat die Beschwerde führende Person darzulegen, inwiefern der beanstandete Akt gegen verfassungsmässige Rechte verstossen soll (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=08.05.2014&amp;to_date=27.05.2014&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-V-94%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page94">BGE 135 V 94</a> E. 1 S. 95). Rügen der Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der willkürlichen Anwendung von kantonalem Recht und Willkür bei der Sachverhaltsfeststellung; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=08.05.2014&amp;to_date=27.05.2014&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-244%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page244">BGE 134 II 244</a> E. 2.2 S. 246; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=08.05.2014&amp;to_date=27.05.2014&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-249%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page249">133 II 249</a> E. 1.4.3 S. 255) prüft das Bundesgericht dabei nur, wenn klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids dargelegt ist, welche Grundrechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt sein sollen (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=08.05.2014&amp;to_date=27.05.2014&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-V-94%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page94">BGE 135 V 94</a> E. 1 S. 95<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=08.05.2014&amp;to_date=27.05.2014&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-I-313%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page313">134 I 313</a></span> E. 2 S: 315 mit Hinweis). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Gemäss § 71 VRG/ZH finden die Vorschriften der ZPO betreffend die Prozessleitung, das prozessuale Handeln und die Fristen (1. Teil, 9. Titel) in Sozialhilfestreitigkeiten vor dem kantonalen Verwaltungsgericht ergänzend Anwendung. Gemäss <span class="artref">Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO</span> gilt eine eingeschrieben zugestellte Postsendung spätestens am siebten Tag nach dem ersten erfolglosen Zustellungsversuch als zugestellt, sofern die Person mit einer Zustellung rechnen musste. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Das kantonale Gericht trat gestützt darauf auf die am 25. September 2013 gegen den Beschluss des Bezirksrats Zürich vom 20. Juni 2013 gerichtete Beschwerde wegen verspäteter Beschwerdeerhebung nicht ein. Zur näheren Begründung führte es aus, als Veranlasser des Rekursverfahrens vor dem Bezirksrat habe der Beschwerdeführer jederzeit mit einer Zustellung von diesem rechnen müssen, weshalb die Rechtsmittelfrist für den ihm am 24. Juni 2013 von der Post zur Abholung angemeldeten Entscheid am 2. Juli 2013 zu laufen begonnen und in Berücksichtigung der Gerichtsferien vom 15. Juli bis 15. August am 2. September 2013 geendet habe. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer müsste demnach in seiner Eingabe darlegen, inwiefern diese Vorgehensweise der Vorinstanz gegen verfassungsmässige Rechte verstossen haben soll. Dabei sind Sitte und Anstand zu wahren, anderenfalls eine Rückweisung zur Verbesserung (<span class="artref">Art. 42 Abs. 6 BGG</span>) und ein Verweis oder eine Ordnungsbusse (<span class="artref">Art. 33 Abs. 1 BGG</span>) riskiert werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Was der Beschwerdeführer vorbringt, liegt in weiten Teilen ausserhalb des oben skizzierten Beschwerdegegenstandes. Insoweit kann auf die Anträge nicht eingetreten werden. Auch deckt er Behördenmitglieder ungebührlich herabsetzend mit pauschal gehaltenen Vorwürfen ein. Er wird ermahnt, dies inskünftig zu unterlassen, anderenfalls eine Ordnungsbusse bis zu Fr. 1000.- ausgesprochen werden könnte. </div> <div class="para">Bezogen auf das vorinstanzliche Nichteintreten macht er einerseits geltend, im massgeblichen Zeitraum bei der Post einen Rückbehalteauftrag deponiert gehabt zu haben. Dabei übersieht er, dass er diesen gemäss eigenen Aussagen lediglich für die Zeit vom 27. Juni bis 26. August 2013 installiert hatte. Zur Abholung angemeldet wurde ihm der Entscheid aber bereits am 24. Juni 2013. Insoweit erfolgte der Zustellungsversuch noch vor Beginn der Rückbehaltung durch die Post. Abgesehen davon vermag eine solche Anweisung gegenüber der Post den Beginn der Beschwerdefrist ohnehin nicht hinauszuschieben (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=12&amp;from_date=08.05.2014&amp;to_date=27.05.2014&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">BGE 134 V 49</a>). </div> <div class="para">Weiter bringt er vor, bei der persönlichen Abgabe von Unterlagen an den Bezirksrat jemanden über vorgesehene Abwesenheiten um seinen Geburtstag im Juni sowie im Sommer 2013 unterrichtet zu haben. Diese Behauptung ist aktenmässig nicht erstellt. Abgesehen davon sind derart ungenaue Angaben über mögliche Abwesenheiten nicht geeignet, einen Vertrauenstatbestand für künftige Postzustellungen zu begründen. Kommt hinzu, dass er spätestens ab der behaupteten effektiven Kenntnisnahme des Entscheids am 27. August 2013 auf Grund des zusammen mit dem Entscheid zugestellten ausdrücklichen Hinweises auf den Fristenlaufbeginn am 2. Juli 2013 nicht mehr darauf hätte vertrauen dürfen, dass der Fristenlauf erst ab effektiver Kenntnisnahme zu laufen beginne. Vielmehr wäre er gehalten gewesen, deswegen innert weniger Tage beim Verwaltungsgericht vorstellig zu werden (vgl. dazu die Frist von 10 Tagen für Fristwiederherstellungen gemäss § 12 Abs. 2 VRG/ZH). Er wartete indessen zu und reichte die Beschwerde erst am 25. September 2013 und damit verspätet ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.1.</b> Soweit der Beschwerdeführer überhaupt eine Verletzung von verfassungsmässigen Rechten in hinreichender Form anruft, ist eine solche damit nicht ausgewiesen. Insbesondere hält der kantonale gerichtliche Entscheid der Willkürprüfung stand. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Zusammengefasst erweist sich die Beschwerde, soweit überhaupt den gesetzlichen Anforderungen nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 und <artref id="CH/173.110/106/2" type="start"></artref>Art. 106 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref> genügend, als unbegründet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist wegen aussichtsloser Beschwerdeführung abzuweisen (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span> ), und die Gerichtskosten sind ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer zu überbinden (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 22. Mai 2014 </div> <div class="para">Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Leuzinger </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Grünvogel </div> </div></body></html>