<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>UV.2016.00196</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiberin Lanzicher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 25. April 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Suva</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsabteilung</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach 4358, 6002 Luzern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1993 geborene </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ist seit dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2014 bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von ihm als Gesellschafter und Geschäftsführer geleiteten Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> GmbH angestellt und im Rahmen dieses Arbeitsverhältnisses bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert. Mit Schadenmeldung UVG liess er der Suva </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am 21. Januar 2016 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mitteilen, dass er am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2016 beim Aufheben ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ner schweren Kiste einen stechenden Schmerz im rechten Unterarm verspürt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe (Urk. 11/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der am 20. Januar 2016 konsultierte erstbehandelnde Dr. med. Z.___, Facharzt Innere Medizin FMH, stellte die Diagnose ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ner peripheren Radialisparese rechts (Bericht vom 5. März 2016; Urk. 11/15).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">März 2016 verneinte die Suva ihre Leistungspflicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im Zusammenhang mit dem Ereignis vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2016, da es sich dabei nicht um einen Unfall gehandelt habe und weder eine unfallähnliche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">perschädigung noch eine Berufskrankheit vorliege (Urk. 11/17). Die vom Versicherten gegen diesen Entscheid erhobene Einsprache vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">April 2016 (Urk. 11/20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) wies die Suva am 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ab (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte am 12. September 2016 Beschwerde (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1) und beantragte, die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorinstanz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei zur Übernahme der Kostenfolgen aus dem Unfall zu verpflichten. Am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">18. Oktober 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) beantragte die Suva </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abweisung der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Mit Eingabe vom 28. Oktober 2016 (Urk. 13) beantragte der Beschwerdeführer die Durchführung eines weiteren Schrif</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenwechsels und reichte eine Schilderung des Ereignisses vom 8. Januar 2016 sowie der anschliessenden ärztlichen Behandlungen ein (Urk. 14/3). In der Folge liess er sich nicht mehr vernehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Von der am 20. Januar 2017 durch den Rechtsvertreter angezeigten Mandats</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">niederlegung (Urk. 15) ist mittels Anpassung des Rubrums Vormerk genommen worden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verhalt verwirklicht hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Än</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">krankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hier zu beurteilende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ereignis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hat sich am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2016 ereignet, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziehen (Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit, dass der äussere Faktor allenfalls schwer wiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 E. 2d mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">recht, S. 176 f.) bestehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam „programmwidrig" beeinflusst hat. Bei einer sol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Veränderung zwischen Körper und Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">senwelt – ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein unge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E. 2.1; RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 E. 4.1, Nr. U 510 S. 275, Nr. U 523 S. 541 E. 3.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 UVV Gebrauch gemacht und folgende Körperschädigungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">krankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne unge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wöhnliche äussere Einwirkung den Unfällen gleichgestellt:</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Knochenbrüche;</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verrenkungen von Gelenken;</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Meniskusrisse;</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Muskelrisse;</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Muskelzerrungen;</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">f.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sehnenrisse;</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">g.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bandläsionen;</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">h.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Trommelfellverletzungen.</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körperschädigungen ist abschliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, a.a.O., S. 202).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei den unfallähnlichen Körperschädigungen im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV entfällt daher im Vergleich zu den eigentlichen Unfällen nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 ATSG einzig das Tatbestandselement der Ungewöhnlichkeit des auf den Kör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">per einwirkenden äusseren Faktors. Alle übrigen Begriffsmerkmale eines Unfalles müssen hingegen auch bei den unfallähnlichen Körperschädigungen erfüllt sein. Dies gilt namentlich für das Erfordernis des einwirkenden äusse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren Faktors an sich, worunter ein ausserhalb des Körpers liegender, objektiv feststellbarer, sinnfälliger – eben unfallähnlicher – Einfluss auf den Körper zu verstehen ist. Dabei kann die schädigende Einwirkung auch in einer kör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pereigenen Bewegung bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_40/2014 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2014 E. 2.2.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 327 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1, 3.3.1; 129 V 466 E. 2.2, 4.1; 123 V 43 E. 2b).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Dies gilt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">allerdings nur in jenen Fällen, in denen ein gesteigertes Gefährdungspotential </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vorhanden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist. Ein solches ist bei alltäglichen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Lebensverrichtungen zu verneinen, so dass etwa blosses Aufstehen und Weggehen nicht zu einer Leistungspflicht des Unfallversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rers führt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Einspracheentscheid (Urk. 2) da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit, dass das Ereignis vom 8. Januar 2016 wegen des Fehlens eines unge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wöhnlichen äusseren Faktors nicht als Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG zu qualifizieren sei (S. 2 f.). Das Tragen einer schweren Kiste während der Arbeit stelle kein sinnfälliges Ereignis im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chung dar. Bewegungsabläufe im üblichen Rahmen der beruflichen Tätigkeit als alltägliche Verrichtungen gälten nicht als unfallähnliche Ereignisse, weil es ihnen an der gesteigerten Gefahrenlage mangle. Es bestehe damit auch keine Leistungspflicht unter dem Titel der unfallähnlichen Körperschädigung. Unter diesen Umständen könne offen bleiben, ob der am 19. April 2016 ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">äusserte Verdacht einer Muskelzerrung tatsächlich zutreffe (S. 4 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> er habe eine schwere Last angehoben, nicht wie im angefochtenen Entscheid ausgeführt lediglich eine solche getragen. Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Neurologie FMH, habe zudem bestätigt, dass die Verletzung eine Unfallfolge sei. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf die Hergangsschilderungen ist davon auszugehen, dass der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2016 bei der Arbeit eine Kiste </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hochgehoben und dabei einen stechenden Schmerz im rechten Unterarm verspürt hat (Urk. 11/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine vom gewöhnlichen Ablauf abweichende, unkoordinierte Bewegung wird vom Beschwerdeführer nicht dargelegt. So verneinte er im Formular der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdegegnerin vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2016 ausdrücklich ein besonderes Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schehnis (vgl. Antwort auf Frage 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. 11/7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Zudem kann allein daraus, dass bei oder nach einer Körperbewegung Schmerzen auftreten, nicht auf eine ungewöhnliche Ursache im Sinne eines programmwidrig gestörten Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">laufs geschlossen werden (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsgerichts U 258/04 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">November 2006 E. 3.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem vorliegend zu beurteilenden Ereignis fehlt es folglich an einem – für die Qualifikation als Unfall im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 ATSG erforderlichen – unge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wöhnlichen äusseren Faktor. Davon scheinen im Übrigen auch der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer und die behandelnden Ärzte implizit auszugehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">u prüfen bleibt, ob das Geschehnis vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2016 unfallähnlich war.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss MRI des rechten Ellbogens vom 23. Januar 2016 (Urk. 11/11) be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stand kein Hämatom der Weichteile im abgebildeten Bereich.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. A.___ stellte in seinem Bericht vom 3. Februar 2016 (Urk. 11/12) die Diagnose einer akuten/subakuten motorischen Radialisparese mit Läsionsort im Bereich des rechten Ellbogens bei schmerzhaftem Trauma desselben am 8. Januar 2016. Es bestehe eine intakte Ellbogen-Extension und ansonsten intakte motorische Funktionen des rechten Arms sowie eine intakte Sensibi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lität im Radialis-Versorgungsgebiet rechts. Die neurographische Konstellation zeige rechts bei intakter Medianus- und Ulnaris-Funktion eine axonale mo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">torische Radialis-Schädigung rechts bei erhaltener Durchgängig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit/Nervenkontinuität. Die ergänzende Untersuchung mit Radialis-evozier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Potentialen sei seitengleich normal und zeige eine intakte sensible Radi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">alis-Funktion (S. 1). In der Folge des Hochhebens einer schweren Kiste mit dem rechten Arm und akutem Schmerz im Bereich des rechten Ellbogens müsse es dort zu einer Traumatisierung des Radialis-Nerven gekommen sein (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Stellungnahme vom 19. April 2016 (Urk. 11/22/2) führte Dr. A.___ aus, am 8. Januar 2016 sei es zu einem Weichteiltrauma (wahrscheinlich Muskel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zerrung) gekommen, mit sekundärer wahrscheinlich hämatombedingter Radi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">alisdruckläsion. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die behandelnden Ärzte diagnostizierten zunächst allesamt eine Radialis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">parese; ein Weichteilhämatom im Bereich des rechten Ellbogens konnte im entsprechenden MRI nicht nachgewiesen werden. Eine Schädigung des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Radi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">alis-Nervs </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entspricht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">indes </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keiner Listendiagnose gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 UVV und vermag demgemäss keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zulösen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erst in seiner Stellungnahme vom 19. April 2016 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 11/22/2) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">äusserte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> den Verdacht auf eine Muskelzerrung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Eine solche würde unter die Listendiagnose nach Art. 9 Abs. 2 UVV fallen. M</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">it Blick auf die nachfol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genden Ausführungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kann jedoch offen bleiben, o</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b sich der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">am 8. Januar 2016 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tatsächlich eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Muskelzerrung zuzog.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Bundesgericht äusserte sich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bereits mehrfach zur Frage des Vorliegens einer unfallähnlichen Körperschädigung im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 UV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">V</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und hielt etwa fest, dass die schädigende äussere Einwirkung in einer körper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eigenen Bewegung bestehen könne, wie dem plötzlichen Aufstehen aus der Hocke (BGE 116 V 148 E. 2c mit Hinweisen) oder einem Fehlschlag beim Fussballspiel (RKUV 1990 Nr. U 112 S. 375 E. 3), im Aufheben oder Abstellen von Gewichten von 40 bis 50 kg (BGE 116 V 149 E. 4), im Umlagern eines Heizkörpers von über 5 m Länge und einem Gewicht von über 100 kg von einem Wagen auf einen Arbeitsbock (nicht publizierte E. 3b von BGE 123 V 43), im Bruch eines Rückenwirbels zufolge Kontraktionen bei einem epilep</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tischen Anfall (SVR 1998 UV Nr. 22 S. 81), im Verschieben eines schweren Wäschekorbes mit dem linken Fuss, Ausführung einer ruckartigen Bewegung und Verdrehung des rechten Knies (RKUV 2000 Nr. U 385 S. 267), in einem Sprung von einer Verpackungskiste (RKUV 2001 Nr. U 435 S. 332), im Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mühen, balgende Hunde zu trennen, worauf die versicherte Person auf un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ebenem Gelände ausrutschte und sich das Knie verdrehte (Urteil U 127/00 vom 27. Juni 2001), im Stolpern, einer unkoor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dinierten Ausweichbewegung des Beines und daraufhin erfolgtem Anschlagen des linken Knies an einem Anhängerwagen (Urteil U 158/00 vom 27. Juni 2001), im Misstritt beim Vol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leyballspiel mit einschiessendem Zwick im linken Knie (Urteil U 92/00 vom 27. Juni 2001), in einem Sprung aus einer Höhe von 60 cm aus einem Bahn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gepäckwagen (Urteil U 266/00 vom 21. September 2001), im Erleiden einer Zerrung der Adduktorenmuskeln im Rahmen eines Fussballtrainings (Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">U 20/00 vom 10. Dezember 2001) und in einem brüsken Umdre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hen beim Ko</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen in Richtung Küchenschrank mit einschiessenden Schmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zen im Knie (Urteil U 5/02 vom 21. Oktober 2002). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hingegen hat das Gericht den äusseren schädigenden Faktor bei vermehrter Arbeitsbelastung, welche zu kontinuierlicher Zunahme und Verschlechterung der Kniebeschwerden führte (Urteil U 198/00 vom 30. August 2001), und bei wiederholten Anstrengungen wie bei Arbeiten mit Hammer oder Bohrer (er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wähnt in der nicht publizierten E. 3b von BGE 123 V 43) verneint; ebenso verneint hat das Gericht den äusseren Faktor beim Auftreten von Schmerzen „nachts bei Drehbewegungen und nach längerem Gehen" (Urteil U 458/00 vom 24. Oktober 2001; BGE 129 V 466 E. 4.1). Weiter hat das Bundesgericht den äusseren schädigenden Faktor verneint bei einem Knacken im Knie beim in die Hocke gehen ohne unkontrollierte Bewegung (Urteil 8C_186/2008 vom 4. November 2008 E. 3.3 mit weiteren Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Darüber hinaus hat das hiesige Gericht das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung in den folgenden Fällen verneint: leichtes Verdrehen des Knies beim Treppensteigen (Urteil UV.2012.00261 vom 9. April 2013), Dre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hung des Knies unter Belastung bei Patiententransfer (Urteil UV.2011.00070 vom 13. Juli 2012), Aufstehen von einem Stuhl (Urteil UV.2007.00332 vom 25. November 2008), Verdrehen des Knies mit anhaltendem stechendem Schmerz (Urteil UV.2006.00213 vom 11. Mai 2007), Absitzen bei beengten Platzverhältnissen mit Abdrehung des Knies (Urteil UV.20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">04.00234 vom 14. Februar 2006).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Kasuistik zeigt, dass ein gesteigertes Gefährdungspotential etwa bei sportli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Aktivitäten mit ausserplanmässigem Bewegungsablauf ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nommen wird oder immer dann, wenn eine plötzliche, brüske, ruckartige </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">oder unkontrollierte Bewegung durchgeführt wurde. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bewegungsabläufe im üblichen Rahmen der beruflichen Tätigkeit als alltägliche Verrichtungen gel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten hingegen nicht als unfallähnliche Ereignisse, weil es ihnen an der gestei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerten Gefahrenlage mangelt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die vom Beschwerdeführer durchgeführte Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wegung des Aufhebens einer Kiste kann nicht als plötzlich oder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> unkontrol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liert bezeichnet werden. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vielmehr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wurde diese Bewegung im Rahmen der Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beit wohl bereits häufig ausgeführt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gewicht der Kiste wurde vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zudem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als nicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besonders gross</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezeichnet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 14/3). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechend blieb der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Bewegungsablauf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beim Aufheben </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">natürlich, ist doch – bei fehlendem entsprechendem Vorbringen seitens des Beschwerdeführers – davon auszugehen, dass dieser</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dabei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht nachgreifen oder seine Position korrigie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren musste. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Solche Umstände fasst die Rechtsprechung nicht als gesteigerte Gefahrenlage (Urteil des Bundesgerichts 8C_40/2014 vom 8. Mai 2014 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 3.3). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zudem trat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auch kein sinnfälliges Ereignis in Form eines in der Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">senwelt begründeten Umstandes hinzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, gab der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> doch we</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der in der Unfallmeldung vom 21. Januar 2016 (Urk. 11/1) noch im Fragebo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdegegner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in vom 10. Februar 2016 (Urk. 11/7) eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unkon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trollierte Bewegung, einen Sturz oder Ähnliches an. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Auftreten von Schmerzen als solches ist kein äusserer schädigender Faktor.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Auch Dr. A.___ vermochte in seiner Stellungnahme vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">April 2016 (E. 5.2.3 hievor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht darzulegen, worin das sinnfällige Ereignis bestanden haben sollte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorliegen einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> unfallähnlichen Körperschädigung im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 9 Abs. 2 UVV ist damit ebenfalls </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu vernei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin hat den Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung demnach zu Recht ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neint, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Suva unter Beilage </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">je einer Kopie</span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"> von </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Urk. </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">13</span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">-</span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">15 </span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">richt Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubLanzicher</p><p>r</p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>