<h2>SubmittedText<h2><p>1. Wie stellt sich der Bundesrat zu dieser Entwicklung a. bis d.</p><p>2. Müssten Personen, bevor sie geimpft werden, nicht auf die Gefahren einer Impfung aufmerksam gemacht werden, wie</p><p>e. eine Impfung belastet das Immunsystem kurzfristig stärker, sodass man gegen andere Infektionen (z.B. normale Grippe) weniger geschützt ist</p><p>f. eine Impfung keine 100 Prozentig Garantie ist, dass man gegen diesen Virus immun ist</p><p>g. eine Impfung keine Garantie ist, dass man nicht mehr infiziert werden kann</p><p>h. eine Impfung nicht garantiert, dass man nicht mehr ein Virusträger sein und andere anstecken kann.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Zu den Punkten a) bis c): Die mRNA-Impfstoffe gewährleisten einen Schutz von rund 95 Prozent vor symptomatischen Erkrankungen und auch schweren Verläufen. Die Anzahl Infektionen bei geimpften Personen ist entsprechend sehr tief. Zudem ist das Risiko von Übertragungen bei mit mRNA-Impfstoffen geimpften Personen gemäss aktueller Evidenz viel geringer als bei nicht geimpften Personen. Das weitaus grösste Risiko, sich mit dem Erreger anzustecken, besteht weiterhin für ungeimpfte und nicht-genesene Personen. Das zeigt sich eindrücklich darin, dass von den zur Zeit wegen COVID-19 auf einer Intensivpflegestation hospitalisierten Personen bis zu 90 Prozent nicht geimpft sind.</p><p>Zum Punkt d): Geimpfte Personen haben ein deutlich geringeres Risiko, an Covid zu sterben, als ungeimpfte. Zwischen dem 9. August und dem 12. September 2021 gab es 177 Todesfälle, wobei 95 Personen 80 oder mehr Jahre alt waren. Davon waren 20 geimpft. Somit waren 79 Prozent der Verstorbenen ab 80 Jahren nicht geimpft. Da 82,5 Prozent der Personen ab 80 Jahren geimpft sind, entspricht dies einer Wirksamkeit von 95 Prozent (20 Todesfälle bei den 82,5 Prozent Geimpften gegenüber 75 Todesfällen bei den 17,5 Prozent Ungeimpften).</p><p>Da die Impfung - insbesondere bei älteren Personen - keine 100-prozentige Wirksamkeit aufweist, birgt ein Anstieg der Fallzahlen allerdings auch für vollständig geimpfte Personen ein gewisses, wenn auch stark reduziertes Risiko.</p><p>2. Die Äusserung in Punkt e) ist nicht korrekt. Nach einer Impfung ist der Körper bereits auf einen Infektionserreger vorbereitet und kann kostbare Zeit gewinnen, um auf diesen zu reagieren. Somit wird verhindert, dass der Erreger sich im Körper ausbreiten kann und wird früh bekämpft. Das Immunsystem kann mit spezifischen sowie unspezifischen Reaktionen auf verschiedene Arten von Infektionserregern reagieren, ohne dass diese sich negativ gegenseitig beeinflussen. Die Punkte f) bis h) sind Teil der Impfempfehlungen sowie der Informationsmaterialien und werden direkt wie auch indirekt über die verimpfenden Gesundheitsfachpersonen an die zu impfenden Personen herangetragen.</p>  Antwort des Bundesrates.