B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-992/2012 U r t e i l v o m 6 . A u g u s t 2 0 1 2 Besetzung Richter Daniel Riedo (Vorsitz), Richter Pascal Mollard, Richterin Salome Zimmermann, Gerichtsschreiber Marc Winiger. Parteien A._______ AG, Beschwerdeführerin, gegen Zollkreisdirektion Schaffhausen, Bahnhofstrasse 62, 8201 Schaffhausen, handelnd durch die Oberzolldirektion (OZD), Hauptabteilung Recht und Abgaben, Monbijoustrasse 40, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Zoll; Verfahren. A-992/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Die A._______ AG (nachfolgend: Zollpflichtige, Beschwerdeführerin) mel- dete am 8. sowie am 17. November 2011 bei der Zollstelle Schaffhausen DA Thayngen (nachfolgend: Zollstelle) im EDV -Verfahren e-dec zwei für das Unternehmen " X._______" (nachfolgend: Importeur) , bestimmte Sendungen wie folgt zur definitiven Einfuhrverzollung an: E-dec-Nr.: Datum: Ware: Eigen- masse: (kg) Roh- masse: (kg) Tarif-Nr.: Ansatz: (Fr./100kg brutto) … 08.11.2011 Nordmann Pflan- zen / Tannensetz- ling lebend mit nackten Wurzeln 3'000 3'000 0602.9091 22.00 E-dec-Nr.: Datum: Ware: Eigen- masse: (kg) Roh- masse: (kg) Tarif-Nr.: Ansatz: (Fr./100kg brutto) … 17.11.2011 Nordmann Pflan- zen / Tannensetz- ling lebend mit nackten Wurzeln 14'000 14'000 0602.9091 22.00 Nordmanntannen 8'000 8'000 0604.9111 0.00 Die Selektionsergebnisse lauteten auf "gesperrt". Die Zollstelle verzicht e- te bei beiden Sendungen auf eine Beschau. Im Rahmen der formellen Überprüfung wurden ihr zwei Lieferantenrechnungen des dänischen U n- ternehmens B._______ (Rechnungen vom 7. [BA-1624227] und 15. November 2011 [Nr. 9113]) sowie eine Lieferantenrechnung des – ebenfalls dänischen – Unternehmens C._______ (Rechnung vom 15. November 2011 [Nr. 11472]) vorgelegt. Darin sind die gelieferten W a- ren als "400 bdt Nordmann 5kg, 200 bdt Nobilis 5kg" (Rechnung BA-1624227) bzw. "Nordmann 5kg bdt, Nordmann 2,50kg bdt und Nor d- mann 9kg bdt" (Rechnung Nr. 9113) sowie "Nordmanntannen" (Rechnung Nr. 11472) bezeichnet. Die Zollstelle stellte keine Unstimmigkeiten zu den Zollanmeldungen fest. B. Mit definitiver Veranlagungsverfügung Nr. … vom 8. November 2011 e r-A-992/2012 Seite 3 hob die Zollstelle für die erste Sendung einen Zollbetrag von Fr. 660.‒ sowie eine Mehrwertsteuer von Fr. 173.50. Für die zweite Sendung stellte sie am 17. November 2011 die definitive Veranlagungsverfügung Nr. … aus und erhob für die Position "Nordmann Pflanzen / Tannensetzling l e- bend mit nackten Wurzeln" einen Zol lbetrag von Fr. 3'080.‒ sowie eine Mehrwertsteuer von Fr. 380.30 und für die Position "Nordmanntannen" eine Mehrwertsteuer von Fr. 240.70. C. Gegen diese Verfügungen reichte die Zollpflichtige mit Eingaben an die Zollstelle vom 7. Dezember 2011 zwei Anträge je auf Änderung der Ver- anlagungsverfügung ein. Zur Begründung machte sie geltend, die gesam- te erste Sendung sowie die Position "Nordmann Pflanzen / Tannenset z- ling lebend mit nackten Wurzeln" der zweiten Sendung seien irrtümli- cherweise unter der falschen Tarifnummer zur Einfuhr angemeldet wo r- den. Tatsächlich habe es sich um "Weihnachtsbäume / Nordmanntannen" gehandelt, die am 8. bzw. 17. November 2011 unter der Tarifnummer 0604.9111 zollfrei hätten eingeführt werden können. Mit Schreiben vom 4. Januar 2012 teilte die Zollkreisdirektion Schaffha u- sen der Zollpflichtigen mit, dass die "verlangten Änderungen der Tari f- nummern […] nur mit einer Verwaltungsbeschwerde erreicht werden" könnten. Die beiden Anträge vom 7. Dezember 2011 seien ihr daher von der Zollstelle zur Behandlung als Beschwerde überwiesen worden. D. Mit Beschwerdeentscheid vom 14. Februar 2012 wies die Zollkreisdirekti- on die als Beschwerde behandelten Anträge ab. E. Dagegen gelangte die Zollpflichtige mit Beschwerde vom 20. bzw. 24. Februar 2012 a n das Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragt sin n- gemäss die Aufhebung des angefochtenen Beschwerdeentscheids und die nachträgliche Veranlagung der (gesamten) Sendungen vom 8. und 17. November 2011 nach der zollfreien Tarifnummer 0604.9111 unter Rückerstattung der Zolldifferenz. Zur Begründung führt sie aus, bei den strittigen Waren habe es sich tatsächlich um wurzelloses "Tannengrün" der zollfreien Tarifnummer 0604.9111 gehandelt und nicht – wie fälschli- cherweise deklariert – um zollpflichtige "Nordmann Pflanzen / Tanne n- setzling lebend mit nackten Wurzeln" . Als Beweismittel we rden zwei Schreiben des Importeurs ("Tannengrün-Bestellung 2011" [undatiert] so-A-992/2012 Seite 4 wie "Tannengrün Lieferung November 2011" vom 20. Februar 2012) vor- gelegt. F. In ihrer Vernehmlassung vo m 20. April 2012 beantragt die Oberzolldire k- tion (OZD) die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Auf die Eingaben der Parteien wird, soweit entscheidwesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Bei nicht erstinstanzlichen Entscheiden (bzw. Beschwerdeentsche i- den) der Zollkreisdirektionen handelt es sich grundsätzlich um Verfügu n- gen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), we lche gemäss Art. 31 in Verbindung mit Art. 33 Bst. d des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) beim Bundesverwaltungsgericht angefochten werden können (vgl. Art. 116 Abs. 1bis e contr ario in Verbindung mit Art. 116 Abs. 4 des Zollgesetzes vom 18. März 2005 [ZG, SR 631.0]; ausführlich: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5069/2010 vom 28. April 2011 E. 1.2). Im Verfahren vor dieser Instanz wird die Zollverwaltung durch die OZD ve r- treten (Art. 116 Abs. 2 ZG). Das Verfahren richtet sich – soweit das VGG nichts anderes bestimmt – nach den Vorschriften des VwVG (Art. 37 VGG, Art. 2 Abs. 4 VwVG; REMO ARPAGAUS, Zollrecht, in: Koller/Mül - ler/Tanquerel/Zimmerli [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, 2. Aufl., Band XII, Basel 2007, N 447). Die Beschwerdeführerin ist zur vorliegenden Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 1.2 Auf das Verfahren der Zollveranlagung findet das VwVG keine A n- wendung (Art. 3 Bst. e VwVG). Nach ständiger Rechtsprechung unterliegt das Veranlagungsverfahren – vorbehältlich der Verfahrensgarantien der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) und der allgemeinen Grundsätze des Verwaltung s- rechts – grundsätzlich nur den vom Selbstanmeldungsprinzip getragenen besonderen Vorschriften des Zollrechts (vgl. Art. 21 ff. ZG). Damit wird das gesamte Verfahren von der Ge stellung der Waren bei der Zollstelle A-992/2012 Seite 5 bis zum Erlass der Veranlagungsverfügung (Art. 38 ZG bzw. Art. 85 ZG) bzw. bis zur Freigabe der gestellten und angemeldeten Waren vom VwVG nicht erfasst (vgl. zum Ganzen: [statt vieler] Urteil des Bundesver- waltungsgerichts A -6660/2011 vom 29. Mai 2012 E. 1.2; ARPAGAUS, a.a.O., N 447). 1.3 Im Rechtsmittelverfahren kommt – wenn auch in sehr abgeschwäch - ter Form ( ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozes- sieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, N 1.55) – das Rügeprinzip mit Begründungserfordernis in dem Sinn zum Tragen, dass die Beschwerdeführerin die ihre Rügen stützenden Tatsachen darzulegen und allfällige Beweismittel einzureichen hat (Art. 52 Abs. 1 VwVG; CHRIS- TOPH AUER, in: Christoph Auer/Markus Müller/Benjamin Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], Zürich/St. Gallen 2008, N 9 und 12 zu Art. 12). Hingegen ist es grundsätz- lich nicht Sache der Rechtsmittelbehörden, den für den Entscheid erhe b- lichen Sachverhalt von Grund auf zu ermitteln und über die tatsächlichen Vorbringen der Parteien hinaus den Sachverhalt vollkommen neu zu e r- forschen (BVGE 2007/27 E. 3.3; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., N 1.52). 1.4 1.4.1 Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürd igung bildet sich das Bundesverwaltungsgericht unvoreingenommen, gewissenhaft und sor g- fältig seine Meinung darüber, ob der zu erstellende Sachverhalt als wahr zu gelten hat (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., N 3.140). Es ist dabei nicht an bestimmte förmlic he Beweisregeln gebunden, die genau vo r- schreiben, wie ein gültiger Beweis zu Stande kommt und welchen B e- weiswert die einzelnen Beweismittel im Verhältnis zueinander haben (BGE 130 II 482 E. 3.2; vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-6660/2011 vom 29 . Mai 2012 E. 4.2.1; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., N 3.140). Das Prinzip der freien Beweiswürdigung findet grun d- sätzlich im gesamten öffentlichen Verfahrensrecht Anwendung, so auch im Zollverfahren (vgl. allerdings den Vorbehalt in Art. 3 Bst. e VwVG betreffend das Verfahren der Zollveranlagung), namentlich im verwa l- tungsinternen Beschwerdeverfahren (vgl. Urteil des Bundesverwaltung s- gerichts A-2822/2007 vom 27. November 2009 E. 1.4, mit Hinweis; En t- scheid der Zollrekurskommission [ZRK] vom 5. Februar 200 3, veröffent- licht in: Verwaltungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 67.76 E. 2c). A-992/2012 Seite 6 1.4.2 Gelangt das Gericht gestützt auf die freie Beweiswürdigung nicht zum Ergebnis, dass sich ein rechtserheblicher Sachumstand verwirklicht hat, kommen die Beweislastregeln zu r Anwendung. Gemäss der allg e- meinen Beweislastregel hat, wo das Gesetz es nicht anders bestimmt, derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet (Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210]). Bei Beweislosigkeit ist folglich zu Ungunsten desjenigen zu entscheiden, der die Beweislast trägt (BGE 121 II 257 E. 4c.aa, Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juli 2005, verö f- fentlicht in: Archiv für schweizerisches Abgaberecht [ASA] 75 S. 495 ff. E. 5.4; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., N 3.149 ff.). Abgesehen von Besonderheiten, welche die Natur des im Zollrecht geltenden Selbstan- meldungsprinzips (E. 1.2 sowie nachfolgend E. 2.3) mit sich bringt, gilt auch in diesem Rechtsgebiet – wie a llgemein im Abgaberecht – der Grundsatz, wonach die Behörde die Beweislast für Tatsachen trägt, we l- che die Abgabepflicht begründen oder die Abgabeforderung erhöhen; demgegenüber ist die abgabepflichtige bzw. abgabebegünstigte Person für die abgabeaufhebend en und -mindernden Tatsachen beweisbelastet ([statt vieler] Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -845/2011 vom 7. Februar 2012 E. 1.3.2, mit Hinweisen). 1.4.3 Beim Entscheid darüber, ob eine rechtserhebliche Tatsache als e r- wiesen zu gelten hat oder nicht, ist die Frage des Beweismasses (bzw. Beweisgrades) zu berücksichtigen. Als Regelbeweismass gilt der volle (strikte) Beweis. Dieser ist erbracht, wenn das Gericht am Vorliegen der behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls verbleibende Zweifel als leicht erscheinen (BGE 130 III 321 E. 3.2). Ver- langt wird ein so hoher Grad der Wahrscheinlichkeit, dass vernünftige r- weise mit der Möglichkeit des Gegenteils nicht mehr zu rechnen ist ( ALF- RED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren u nd Verwaltung s- rechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, N 289; zum Ganzen auch: DANIEL SCHÄR, Das Beweismass im Steuerrecht, in: Steuer Revue [STR] 1996 S. 5 ff., mit Hinweisen). Demgegenüber stellt das Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine Beweiserleichterung dar und g e- nügt nicht für den Vollbeweis (BGE 130 III 321 E. 3.2, 128 III 271 E. 2b/aa; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-6660/2011 vom 29. Mai 2012 E. 4.2.3; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., N 3.140 f.). Hinsichtlich des Zoll veranlagungsverfahrens ist an Beweismittel, die im Rahmen einer Beschwerde eingereicht werden, ein strenges Beweismass anzulegen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-6660/2011 vom A-992/2012 Seite 7 29. Mai 2012 E. 4.2.3). Die eingereichten Beweismittel müssen die b e- hauptete Tatsache mit hinreichender Sicherheit belegen. Eine nur übe r- wiegende Wahrscheinlichkeit genügt nicht (BGE 109 Ib 190 E. 1d; vgl. Ur- teile des Bundesverwaltungsgerichts A -6660/2011 vom 29. Mai 2012 E. 4.2.3 und A-5595/2007 vom 8. Dezember 2009 E. 2.6; Entscheid der ZRK vom 15. November 2005, veröffentlicht in: VPB 70.55 E. 3b). Weiter ist zu berücksichtigen, dass Dokumenten, die zeitlich erst nach dem zu beweisenden Ereignis ausgestellt worden sind, nach konstanter Rech t- sprechung regelmässig nur ein stark eingeschränkter Beweiswert z u- kommt ( vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A -2690/2011 vom 24. Januar 2012 E. 3.4.1, A -2998/2009 vom 11. November 2010 E. 3.3.2.5, A-1727/2006 vom 12. Oktober 2010 E. 6.1, jeweils mit weit e- ren Hinweisen auf die Rec htsprechung). Aufgrund des höheren Mis s- brauchspotentials ist deren Beweistauglichkeit im Vergleich zu Beweismit- teln datierend aus der Zeit vor den Einfuhren in der Regel weniger hoch (ausführlich hierzu: Entscheid der ZRK vom 15. November 2005, verö f- fentlicht in: VPB 70.55 E. 3b, 3c.cc und dd, 3d.bb). 2. 2.1 Waren, die ins Zollgebiet oder aus dem Zollgebiet verbracht werden, sind zollpflichtig und müssen nach dem ZG sowie nach dem Zolltarifge - setz vom 9. Oktober 1986 (ZTG, SR 632.10) veranlagt werden (Grun d- satz der allgemeinen Zollpflicht, vgl. Art. 7 ZG). Die Grundlage der Zol l- veranlagung ist die Zollanmeldung (Art. 18 Abs. 1 ZG). Diese nimmt im schweizerischen Zollwesen eine zentrale Stellung ein ( BARBARA SCHMID, in: Kocher/Clavadetscher [Hrsg.], Stämpflis H andkommentar zum Zollge- setz, Bern 2009 [Zollkommentar], N 1 zu Art. 18). Art. 28 Abs. 1 Bst. a ZG hält fest, dass Zollanmeldungen auch elektronisch vorgenommen werden können. 2.2 Gemäss Art. 21 Abs. 1 ZG hat derjenige, der Waren ins Zollgebiet verbringt, verbringen lässt oder sie danach übernimmt, die Waren unve r- züglich und unverändert der nächstgelegenen Zollstelle zuzuführen oder zuführen zu lassen. Dieser Artikel legt somit den Kreis der sogenannt zu- führungspflichtigen Personen fest (präzisierend dazu: Art. 75 der Zollver- ordnung vom 1. November 2006 [ZV, SR 631.01]). Anmeldepflichtig sind neben den zuführungspflichtigen Personen auch Personen, die mit der Zollanmeldung beauftrag t sind (Art. 26 Bst. a und b ZG). Bei Letzteren handelt es sich primär um Speditionen oder Zolldeklaranten, die g e- werbsmässig Zollanmeldungen ausstellen ([statt vieler] Urteile des Bu n- desverwaltungsgerichts A -1626/2010 vom 28. Januar 2011 E. 2.1 und A-992/2012 Seite 8 A-3213/2009 vom 7. Juli 2010 E. 2.1; BARBARA HENZEN, in: Zollkomme n- tar, a.a.O., N 2 zu Art. 26). 2.3 Die anmeldepflichtige Person muss die der Zollstelle zugeführten, ge- stellten und summarisch angemeldeten Waren innerhalb der von der Zoll- verwaltung bestimmten F rist zur Veranlagung anmelden und die Beglei t- dokumente einreichen (Art. 25 Abs. 1 ZG). In Übereinstimmung mit dem das Zollverfahren beherrschend en Prinzip der Selbstanmeldung (E. 1.2) obliegt ihr die volle Verantwortung für die eingereichte Anmeldung und die vollständige, richtige und rechtzeitige Deklaration der Ware ([statt vieler] Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A -2890/2011 vom 29. Dezember 2011 E. 2.3, A-6930/2010 vom 1. September 2011 E. 2.6; SCHMID, a.a.O., N 3 f. zu Art. 18). An die anmeldepflichtige Person werden damit hinsicht- lich ihrer Sorgfaltspflichten hohe Anforderungen gestellt. Die zuständige Zollstelle überprüft die vom Anmeldepflichtigen vorzunehmende Deklar a- tion lediglich summarisch auf ihre formelle Richtigkeit und Vollständigkeit sowie auf das Vorliegen der Begleitpapiere (Art. 32 Abs. 1 ZG; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-2890/2011 vom 29. Dezember 2011 E. 2.3 und A-1528/2008 vom 25. Mai 2010 E. 2.2; HENZEN, a.a.O., N 3 zu Art. 25). Führt die summarische Prüfung zu keinen Beanstandungen oder sind diese zwischenzeitlich beseitigt worden, wird die Zollanmeldung von der Zollstelle angenommen. Hat die Zollstelle einen vorhandenen Mangel in der Zollanmeldung nicht festgestellt, so kann die anmeldepflichtige Person daraus keine Rechte ableiten (Art. 32 Abs. 3 ZG). 2.4 Mit der Annahme durch die Zollstelle wird die Zollanmeldung für die anmeldepflichtige Person verbindlich (Art. 33 Abs. 1 ZG) und grundsät z- lich unabänderlich. Sie bildet, vorbehältlich der Beschau, die Grundlage für die Festsetzung der Zölle und weiteren Abgaben. Dieser Grundsatz der Unabänderlichkeit der angenommenen Zollanmeldung stellt einen Eckpfeiler des schweizerischen Zollrechts dar (PATRICK RAEDERSDORF, in: Zollkommentar, a.a.O., N 2 zu Art. 33 und N 1 zu Art. 34). Nach Art. 33 Abs. 2 ZG legt die Zollverwaltung Form und Zeitpunkt der Annahme fest. Laut Art. 16 der Zollverordnung der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) vom 4. April 2007 (ZV-EZV, SR 631.013) gilt die elektronische Zoll- anmeldung als angenommen, wenn sie die summarische Prüfung des EDV-Systems der EZV erfolgreich durchlaufen hat. Das EDV-System fügt der elektronischen Zollanmeldung Annahmedatum und Annahmezeit hi n- zu. Die angenommene Zollanmeldung ist für die anmeldepflichtige Pe r- son auch bei allfällig en Widersprüchen oder Zweideutigkeiten zur Ware oder zu den Begleitdokumenten verbindlich. Damit stellt die elektronische A-992/2012 Seite 9 Anmeldung höhere Anforderungen an die Sorgfaltspflicht der Zollbeteili g- ten (RAEDERSDORF, a.a.O., N 6 zu Art. 33). Nach der Annahme der elekt- ronischen Zollanmeldung führt das EDV -System der EZV eine Selektion auf der Grundlage einer Risikoanalyse durch (Art. 17 Abs. 1 ZV -EZV). Lautet das Selektionsergebnis auf "gesperrt", so muss die anmeldepflic h- tige Person der Zollstelle einen Ausdruck der Zollanmeldung und die e r- forderlichen Begleitdokumente vorlegen. Die Waren dürfen erst abtran s- portiert werden, wenn die Zollstelle sie freigegeben hat ( Art. 40 Abs. 2 ZG; Art. 17 Abs. 2 ZV-EZV). Die Zollstelle gibt veranlagte Waren aufgrund der Veranlagungsverfügung oder eines anderen von der Zollverwaltung zu bestimmenden Dokuments frei (Art. 40 Abs. 1 ZG). Mit der Freigabe der gestellten Waren durch die Zollstelle endet der Gewahrsam der Zol l- verwaltung (Art. 78 ZV; vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesver waltungs- gerichts A-6660/2011 vom 29. Mai 2012 E. 2.4). 2.5 Eine starre Anwendung des Prinzips der Verbindlichkeit und Unabä n- derlichkeit einer angenommenen Zollanmeldung kann in gewissen Fällen zu unerwünschten und unverhältnismässigen Ergebnissen führen. W äh- rend unter altem Recht (aZG) eine nachträgliche Berichtigung der Zol l- anmeldung gesetzlich nicht vorgesehen war und nur beschränkt sowie unter besonderen Umständen als zulässig anerkannt wurde, sieht Art. 34 ZG nun explizit und abschliessend vor, dass die anmeldepflichtige Person eine angenommene Zollanmeldung unter bestimmten Voraussetzungen berichtigen oder zurückziehen kann (vgl. RAEDERSDORF, a.a.O., N 1 zu Art. 34 und N 1 zu Art. 39; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-6660/2011 vom 29. Mai 2012 E . 3.1, A-3213/2009 vom 7. Juli 2010 E. 4.2.1). Die Bestimmung unterscheidet verschiedene Zeitpunkte, in d e- nen ein Berichtigungsantrag gestellt werden kann: Abs. 1 und 2 beziehen sich auf Sachverhalte vor dem Erstellen der Veranlagungsverfügung, Abs. 3 und 4 gelangen zur Anwendung, wenn bereits eine Veranlagung s- verfügung ausgestellt worden ist. Im letztgenannten Fall kann die anme l- depflichtige Person innerhalb einer (Verwirkungs -)Frist von 30 Tagen ab dem Zeitpunkt, in dem die Waren den Gewahrsam der Zollver waltung verlassen haben, der Zollstelle ein Gesuch um Änderung der Veranl a- gung einreichen; gleichzeitig muss sie eine berichtigte Zollanmeldung ein- reichen (Art. 34 Abs. 3 ZG; vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-3213/2009 vom 7. Juli 2010 E. 4.2.3). Die Zollstelle gibt dem Gesuch statt, wenn die anmeldepflichtige Person nachweist, dass die Waren en t- weder irrtümlich zu dem in der Zollanmeldung genannten Zollverfahren angemeldet worden sind (Art. 34 Abs. 4 Bst. a ZG) oder die Vorausse t- zungen für die beantragte neue Veranlagung schon erfüllt waren, als die A-992/2012 Seite 10 Zollanmeldung angenommen wurde, und die Waren seither nicht verä n- dert worden sind (Art. 34 Abs. 4 Bst. b ZG). Die Voraussetzungen für eine neue Veranlagung nach Art. 34 Abs. 4 Bst. b Z G gelten insbesondere dann als gegeben, wenn zum Zeitpunkt der ursprünglichen Zollanme l- dung die materiellen und die formellen Voraussetzungen für die Gewä h- rung einer Zollermässigung, einer Zollbefreiung oder einer Rückersta t- tung erfüllt waren (Art. 89 Bst. a ZV; zum Ganzen: Urteile des Bunde s- verwaltungsgerichts A-6660/2011 vom 29. Mai 2012 E. 3.1, A-3213/2009 vom 7. Juli 2010 E. 2.5, mit Hinweisen ). Zu beachten gilt es schliesslich insbesondere, dass nach Ablauf der 30 -tägigen Frist nicht mehr zum Thema des ordentlichen Beschwerdeverfahrens gemäss Art. 116 ZG ge- macht werden darf, was bereits Gegenstand der Zollanmeldeberichtigung gemäss Art. 34 ZG hätte bilden können (Urteil des Bundesverwaltungsge- richts A-6660/2011 vom 29. Mai 2012 E. 3.1). 2.6 Für die Tarifeinreihung massgebend ist die Art, Menge und Bescha f- fenheit der Ware zum Zeitpunkt, in dem sie unter Zollkontrolle gestellt worden ist (vgl. Art. 19 Abs. 1 ZG). Die Tarifnummern un ter 0602 gehören zu Ab schnitt II ("Waren pflanzl i- chen Ursprungs"), Kapitel 6 ("Lebende Pflanzen und Waren des Blume n- handels") des Generaltarifs (einsehbar unter www.ezv.admin.ch bzw. www.tares.ch) und stehen unter dem Titel "Andere lebende Pflanzen (ein- schliesslich ihrer Wurzeln), Stecklinge und P fropfreiser; Pilzmyzel". In diese Kategorie fallen gemäss Erläuterungen zum Zolltarif (D.6) namen t- lich Bäume und Sträucher aller Art (Waldgehölze, Obstgehölze, Zierg e- hölze usw.), Pflanzen aller Ar t zum Pikieren oder Umpflanzen ( ausge- nommen solche der Tarifnummer 0601) sowie lebende Wurzeln. Die Ta- rifnummer 0602.9091 trägt den Zusatz "mit nackten Wurzeln". Die Tarifnummern unter 0604 im gleichen Abschnitt und Kapitel umfassen demgegenüber "Blattwerk, Blätter, Zweige und andere Pflanzenteile, o h- ne Blüten oder Blütenknospen, sowie Gräser, Moose und Flechten, zu Binde- oder Zierzwecken, frisch, getrocknet, gebleicht, gefärbt, imprä g- niert oder anders behandelt". Gemäss Erläuterungen zu Tarifnummer 0604 (D.6) gehören hierzu unter anderem natürliche Weihnachtsbäume, wenn sie offensichtlich zur Wiederanpflanzung nicht geeignet sind (abg e- schlagene Stämme, Wurzeln mit kochendem Wasser abgetötet, usw.) . Die Tarifnummer 0604.9111 trägt den Zusatz "Weihnachtsbäume und Na- delholzzweige". A-992/2012 Seite 11 3. Im vorliegenden Fall meldete die Beschwerdeführerin am 8. bzw. 17. November 2011 unter der zollfreien Tarifnummer 0604.9111 eine Sen- dung "Nordmanntannen" sowie unter der zollpflichtigen Tarifnummer 0602.9091 (Ansatz: Fr. 22.‒ pro 100 kg) zwei Sendungen "Nordmann Pflanzen / Tannensetzling lebend mit nackten Wurzeln" elektronisch zur Veranlagung an (vgl. A). Mit der vorliegenden Beschwerde macht die Beschwerdeführerin geltend, bei den Anmeldungen unter der zollpflichtigen Tarifnummer sei ihr ein Ir r- tum unterlaufen. Richtigerweise habe es sich bei den fraglichen Waren um (wurzelloses) "Tannengrün" gehandelt, das ebenfalls unter der ge- nannten zollfreien Tarifnummer hätte eingeführt werden können. Die Vor- instanz stellt zu Recht nicht in Abrede, dass solches – zur Wiederanpflan- zung nicht geeignetes – "Tannengrün" unter der zo llfreien Tarifnummer hätte eingeführt werden dürfen. Im Streit liegt folglich nicht die Tarifierung von (wurzellosem) "Tannengrün", sondern die Frage, ob die Beschwerde- führerin tatsächlich solches "Tannengrün" eingeführt hatte, oder nicht vielmehr "Tannensetzlinge", wie sie dies ursprünglich anmeldete. Zu en t- scheiden ist im vorliegenden Fall also kein Tarifstreit, sondern die Beweis- frage danach, welche der beiden Warenarten tatsächlich eingeführt wo r- den ist (dazu nachfolgend E. 3.2). 3.1 Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin mit ihren Anträgen vom 7. Dezember 2011 an die Zollstelle innerhalb der Berichti- gungsfrist von 30 Tagen sinngemäss den Tatbestand von Art. 34 Abs. 3 ZG in Verbindung mit Art. 34 Abs. 4 Bst. b ZG geltend machte. Die Zoll- stelle hätte die Eingaben daher als Berichtigungsgesuche im Sinne di e- ses Artikels entgegennehmen und behandeln müssen . Sie selbst hätte zuerst prüfen und mit Verfügung erstmals darüber entscheiden müssen, ob zum Zeitpunkt der ursprünglichen Zollanmeldu ngen die materiellen und die formellen Voraussetzungen für die Gewährung einer Zollbefre i- ung und die übrigen Voraussetzungen erfüllt waren (E. 2.5). Vor diesem Hintergrund erweist sich die Belehrung durch die Zollkreisdirektion in d e- ren Schreiben vom 4. Januar 2012 an die Beschwerdeführerin, wonach die "verlangten Änderungen der Tarifnummern […] nur mit einer Verwa l- tungsbeschwerde erreicht werden" könnten, zumindest als ungenau. Zwar trifft zu , dass Tarifstreitigkeiten ausschliesslich im Rahmen des o r- dentlichen Beschwerdeverfahrens nach Art. 116 ZG zu entscheiden sind. Indessen liegt, wie ausgeführt, kein Tarifstreit vor, sondern es ist eine Be- richtigungsfrage der Zollanmeldung zu behandeln, die unter den vorli e-A-992/2012 Seite 12 genden Umständen Gegenstand der Zollberichtigung nach Art. 34 ZG bil- det. Erst gegen eine allfällige verfügungsweise Abweisung des Bericht i- gungsgesuchs durch die Zollstelle stünde das Beschwerdeverfahren nach Art. 116 ZG offen (E. 2.5). Mit der direkten Weiterleitung an die Zollkrei s- direktion wurden die Berichtigungsgesuche somit an eine funktional u n- zuständige Instanz über wiesen. Die Beschwerdeführerin ging dadurch – nur, aber immerhin – einer verwaltungsinternen Instanz verlustig. Indes- sen braucht vorliegend nicht entschieden zu werden, o b dabei allenfalls gewisse Rechtsschutz- bzw. allgemeine Verfahrensgarantien tangiert worden sind. Im Licht des verfassungsrechtlichen Beschleunigungsge- bots (Art. 29 Abs. 1 BV) ist das Interesse der Beschwerdeführerin an ei- nem sofortigen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in der Sache in je- dem Fall höher zu gewichten als ihr Interesse an einer Rückweisung an die Zollstelle zur formell korrekten (Erst -)Verfügung. Insbesondere ist da- von auszugehen, dass der Beschwerdeführerin durch eine Rückweisung nur zusätzliche Kosten entstünden und sie in der Sache selbst nichts zu gewinnen hätte , zumal zumindest bekannt ist, wie die übergeordnete Zollkreisdirektion entscheiden würde . Eine Rückweisung käme daher ei- nem formalistischen Leerlauf gleich, auf den zu verzichten ist. 3.2 Die Beschwerdeführerin hat die strittige Ware selber zu einem Zollan- satz von Fr. 22.‒ pro 100 kg angemeldet. Ihr obliegt daher d ie Beweislast für die Frage, ob sie entgegen dieser Deklaration tatsächlich zollbefreites "Tannengrün" eingeführt hat (E. 1.4.2). Gelingt ihr dieser Beweis nicht, ist von der Richtigkeit der Zollanmeldungen auszugehen (E. 1.4.2). 3.2.1 Bei den Akten liegt ein mit "Tannengrün Bestellung 2011" betiteltes, undatiertes Schreiben des Importeurs betreffend eine "1. Lieferung am 8. November 2011" der Ware "Nordmann" bzw. "Nobilis" sowie eine "2. Lieferung am 15. –16. November 201 1" derselben Ware , einschliess- lich "4 Palette mit Bäumen von Gregersen". Zudem bestätigt der Imp or- teur im Schreiben "Tannengrün Lieferung November 2011" vom 20. Februar 2012, dass es sich bei den genannten Lieferungen um g e- schnittene Tannenäste ohne Wurzeln gehandelt haben soll. Nach Ansicht des Bundesverwaltungsgerichts sind d iese Dokumente in keiner Weise hinreichend, den Nachweis über die Beschaffenheit der strittigen Ware zum Zeitpunkt ihrer Einfuhr zu erbringen. Weder den Wa- renbezeichnungen "Nordmann" bzw. "Nobilis" noch der Bezeichnung "Bäume von Gregersen" im Schreiben "Tannengrün Bestellung 20 11" lässt sich entnehmen, dass es sich dabei – wie behauptet – um (wurzel-A-992/2012 Seite 13 loses) "Tannengrün" handeln soll. Abgesehen davon ist mit der Vorinstanz einherzugehen, dass dieses Bestellschreiben weder eine Datierung noch eine Adresse enthält und daher völlig unklar ist, wann und an wen der Lieferauftrag erteilt worden ist. Bei der erwähnten Bestätigung handelt es sich zudem um ein Dokument mit einem stark eingeschränkten Beweis- wert, wurde es doch erst nach den strittigen Einfuhren und nicht etwa vom Lieferanten, sondern vom Importeur selbst erstellt (E. 1.4.3). Ohne- hin hätte die Beschwerdeführerin nicht rechtsgenügend nachgewiesen, dass es sich bei den Warenbezeichnungen in den erwähnten Dokumen- ten überhaupt um die Ware n handelt, die von ihr am 8. bzw. 17. November 2011 zur Einfuhr angemeldet worden sind. 3.2.2 Weiter argumentiert die Beschwerdeführerin, dass niemand, der mit Christbäumen han dle, im November Setzlin ge ein führe. Logischerweise würden in dieser Zeit Christbäume oder "Tannengrün" eingeführt. Mit dieser Argumentation vermag die Beschwerdeführerin schon deshalb nicht durchzudringen, weil der geltend gemachte Zusammenhang allen- falls die Regel, jedoch keineswegs zwingend ist. Insbesondere aber be- legt auch dieses Vorbringen in keiner Weise die Beschaffenheit der stritti- gen Ware zum Zeitpunkt ihrer Einfuhr. Dasselbe gilt in Bezug auf die be- schwerdeführerische Behauptung, die in den Lieferantenrechnungen auf- geführten Preise und Gewichte seien für Setzlinge viel zu hoch, für "Tan- nengrün" von Christbäumen im Einkauf jedoch genau passend. Schliess- lich geht die Beschaffenheit der strittigen Ware auch nicht aus den Be- gleitpapieren, namentlich den Lieferantenrechnungen, hervor. Die B e- schwerdeführerin ist selbst widersprüchlich, wenn sie in den Bericht i- gungsgesuchen vom 7. Dezember 2011 angibt, es seien "Weihnacht s- bäume / Nordmanntannen" eingeführt worden, mit der vorliegenden B e- schwerde demgegenüber geltend macht, bei der strittigen Ware habe es sich tatsächlich um (wurzelloses) "Tannengrün" gehandelt. Soweit sie schliesslich einen "Annahmefehler" der Zollstelle bei der Abfertigung rügt, ist sie darauf hinzuweisen, dass sie als anmeldepflichtige Person gemäss ausdrücklicher Bestimmung im Zollgesetz keine Rechte aus dem U m- stand ableiten kann, dass die Zollstelle einen vorhandenen Mangel in der Zollanmeldung – selbst wenn ein solcher denn tatsächlich vor läge – nicht festgestellt hat (E. 2.3). 3.2.3 Gesamthaft reichen die vorhandenen Unterlagen und Vorbringen nicht aus, um das Gericht mit hinreichender Sicherheit davon zu übe r- zeugen, dass die Beschwerdeführerin am 8. bzw. 17. November 2011 A-992/2012 Seite 14 entgegen ihren grundsätzlich verbindlichen Angaben in den Zollanme l- dungen "Tannengrün" der behaupteten Art importiert hat. Der Beschwe r- deführerin misslingt der erforderliche Vollbe weis (E. 1.4.3). Weil sie die Folgen dieser Beweislosigkeit selbst zu tra gen hat (E. 1.4.2), bleiben ihre Zollanmeldungen vom 8. und 17. November 2011 sowie die entsprechen- den Veranlagungsverfügungen der Zollstelle verbindlich. 4. Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen. Die Beschwerdeführerin hat als unterliegende Partei die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.‒ zu tragen (Art. 63 Abs . 1 VwVG in Verbindung mit Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bu n- desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Sie werden mit dem von ihr in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 5. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet über Tarifstreitigkeiten im Sinne von Art. 83 Bst. l des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) letztinstanzlich. Weil das vorliegende Urteil keine sol- che Tarifstreitigkeit betrifft, sondern vielmehr ausschliesslich eine Beweis- frage behandelt (E. 3), steht gemäss den einschlägigen Bestimmungen die Beschwerde in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG) ans Bundesgericht offen. (Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen.) A-992/2012 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.‒ werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie werden mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvo r- schuss verrechnet. 3. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Gerichtsurkunde) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Daniel Riedo Marc Winiger Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat d ie Begehren, deren B e- gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: