Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 29. Januar 2014 (810 13 220) ____________________________________________________________________ Anwaltsrecht Nichtbestehen der Anwaltsprüfung Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsri chter Christian Haidlauf, Markus Clausen, Jgnaz Jermann , Stephan Gass , Gerichtsschreiberin Julia Kempfert Parteien A.____ , Beschwerdeführerin , vertreten durch Dr. Lienhard Meyer , Advokat gegen Anwaltsprüfungskommission Basel -Landschaft , Beschwerdege g- nerin Betreff Nichtbestehen der Anwaltsprüfung 2013-I A. Mit Verfügung vom 10. Juni 2013 teilte die Anwalt sprüfungskommission des Kantons Basel-Landschaft (APK) A.____ mit, dass sie die Anwaltsp rüfungen der Session 2013-I zum zweiten Mal nicht bestanden habe. Am 28. Juni 2013 erh ob A.____, vertreten durch Dr. Lienhard Meyer, Advokat, Beschwerde beim Kantonsgeri cht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), und b eantragte, dass der Entscheid der APK aufzuheben und festzustellen sei, dass A.____ die A nwaltsprüfung bestanden und An- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht spruch auf Erteilung des Anwaltspatents habe; eventualiter sei der Entscheid der APK aufzuhe- ben und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der E rwägungen an die APK zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. In der Beschwerdebegründung vom 2. September 2013 machte die Be- schwerdeführerin im Wesentlichen geltend, dass das Erf ordernis eines Anwaltspatents zur Ausübung des Anwaltsberufs eine Einschränkung der Wirtsch aftsfreiheit darstelle. Insbesonde- re entspreche die gesetzliche Grundlage nicht den verfassungsrechtlich vorgegebenen Anforde- rungen und es liege im Wesen der Anwaltsprüfung als ei nmaligem Nachweis der verlangten Fähigkeiten/Kenntnisse, dass nur die nicht bestandenen mündlichen Prüfungen wiederholt wer- den sollten. Darin erschöpfe sich das öffentliche Inter esse und damit hätte die Beschwerdefüh- rerin zu einem gewissen Zeitpunkt alle (Teil-) Prüfung en erfolgreich absolviert. Schliesslich feh- le es an der Verhältnismässigkeit, der Beschwerdeführerin das Anwaltspatent zu verweigern, sofern der Beschwerdeführerin in anderen Kantonen gest ützt auf ihre Prüfungsergebnisse das Anwaltspatent erteilt worden wäre. Weiter könne es de r Beschwerdeführerin nicht negativ aus- gelegt werden bzw. könne für eine ungenügende Bewertung nicht ausschlaggebend sein, wenn sie einen nervösen, allenfalls unsicheren Eindruck gemacht und die meisten Fragen mit Gegen- fragen beantwortet habe. Schliesslich komme hinzu, dass die beiden mit der Note drei bewerte- ten mündlichen Prüfungen die letzten Prüfungen des Tag es gewesen seien und sich damit die Frage stelle, ob die Beschwerdeführerin einen starken K onzentrationsabfall gehabt habe oder ob es vielleicht auch an den Examinatoren gelegen haben könnte. B. Mit Eingabe vom 1. November 2013 liess sich die APK v ernehmen und schloss auf Abweisung der Beschwerde soweit darauf eingetreten we rden könne; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde ausgeführt, dass die Beschwerdefü hrerin die Benotung der mündlichen Prüfungen im Fachgebiet Privatrecht nicht beanstanden würde. Sie bringe weder vor, ihre Leis- tungen seien genügend gewesen noch, dass die einzelnen Prüfungen nicht korrekt benotet worden seien. Die kantonale Regelung, wonach die Anwa ltsprüfung nur einmal wiederholt wer- den könne, führe zudem nicht zu einer Verletzung der W irtschaftsfreiheit. Das Anwaltsgesetz Basel-Landschaft sowie das Anwaltsprüfungsreglement wür den eine ausreichende gesetzliche Grundlage darstellen, aufgrund welcher sich ein Bewerbe r oder eine Bewerberin ein genügen- des Bild davon machen könne, was ihn oder sie an der Anw altsprüfung erwarte. In Anbetracht des gewichtigen öffentlichen Interesses dürften hohe Anfo rderungen an die Fähigkeiten der Kandidatinnen und Kandidaten gestellt werden. Solche Fähigkeiten könnten nur geprüft wer- den, wenn am Erfordernis, wonach die mündlichen Prüfu ngen insgesamt bestanden werden müssten, festgehalten werde. Insofern sei ein öffentlich es Interesse an der Durchführung der Anwaltsprüfung, so wie sie im Prüfungsreglement vorgese hen sei, gegeben. Hinsichtlich der Frage der Verhältnismässigkeit hielt die APK fest, dass d em Standpunkt der Beschwerdeführe- rin, wonach es unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit genügen müsse, wenn bei einer wiederholten Prüfung in einem Fach einmal eine genü gende Note erreicht werde, nicht gefolgt werden könne. Dadurch wäre eine Regelung, welche verla nge, dass auch bestandene Prüfun- gen wiederholt werden müssten, nicht mehr zulässig. Ein e solche Regelung, nach welcher alle in einem ersten Versuch bestandenen Prüfungen angerechn et würden, würde dazu führen, dass die Prüfungswiederholung wesentlich vereinfacht würde und insgesamt die Anforderungen an das Bestehen der Prüfung herabgesetzt würden. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht C. In ihrer Replik vom 10. Dezember 2013 führte die B eschwerdeführerin im Wesentlichen aus, dass die Bewertungen der beiden als ungenügend beu rteilten Prüfungen sehr wohl (auch) im Zentrum des Verfahrens stünden. Dabei sei jedoch das P roblem, dass diese Bewertungen nicht aufgrund objektiver Unterlagen nachvollziehbar se ien. Zwei Protokolle der mündlichen Privatrechtsprüfungen würden weder den Bewertungsvorgang noch eine Begründung der Beno- tung enthalten und somit seien der genaue Ablauf de r Prüfung und die Qualität der Antworten nicht nachvollziehbar. Im Weiteren seien die beiden ung enügenden Bewertungen zu Unrecht erfolgt. Zudem hielt die Beschwerdeführerin daran fest , dass eine im Hinblick auf die Ein- schränkung der Wirtschaftsfreiheit der Beschwerdeführerin verfassungskonforme Auslegung des kantonalen Anwaltsgesetzes genügen müsse, wonach a lle Prüfungen einmal bestanden werden müssten. Damit beweise die Beschwerdeführerin, d ass sie entsprechende Kenntnisse habe und dass sie anwaltlich denken und vorgehen könne. D. Am 13. Januar 2014 reichte die Beschwerdegegnerin ihre Duplik ein. Zur Begründung wurde im Wesentlichen an den Ausführungen in der Vern ehmlassung vom 1. November 2013 festgehalten. Zusätzlich wurde ausgeführt, dass dem Erfo rdernis der Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Notensetzung Genüge getan worden sei, i ndem ein Protokoll der mündlichen Prüfung verfasst worden sei und die beiden prüfenden Mitglieder der APK im vorliegenden Be- schwerdeverfahren schriftlich zur Notengebung Stellung ge nommen hätten. Damit würden ob- jektive Grundlagen vorliegen, um die Notengebung nachv ollziehen zu können. Ein formeller Mangel liege nicht vor und materielle Gründe, die ge gen die Bewertungen sprechen würden, seien von der Beschwerdeführerin nicht vorgetragen worden. E. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 7. November 2 013 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen und eine Urteilsberatung vorgesehen. Gleichzeitig wurden die von der Beschwerdegegnerin gestellten Beweisanträge, wonach B.____ und C.____, c/o Anwalts- prüfungskommission, als Auskunftspersonen vorzuladen seien, abgewiesen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g: 1. Gemäss § 9 Abs. 5 des Anwaltsgesetzes Basel-Landschaft ( Anwaltsgesetz) vom 25. Oktober 2001 kann gegen einen Prüfungsentscheid inne rt 10 Tagen beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, Beschwerde erhoben werden. Der Prüfungsentscheid vom 10. Juni 2013 wurde der Besch werdeführerin am 18. Juni 2013 zugestellt. Die dagegen erhobene Beschwerde vom 28. Juni 2013 wurde gleichentags – und damit innert Frist – der Post übergeben. Da die Beschw erdeführerin unbestritten in schutzwür- digen Interessen betroffen ist, kann auf die im Übrig en formgerecht beim sachlich und örtlich zuständigen Kantonsgericht eingereichte Beschwerde eingetreten werden. 2. Gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal- tungsprozessordnung (Verwaltungsprozessordnung, VPO) vom 16. Dezember 1993 ist die Kognition des Kantonsgerichts auf Rechtsverletzungen einsc hliesslich Überschreitung, Unter- schreitung oder Missbrauch des Ermessens und die unrichtige oder unvollständige Feststellung Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht des Sachverhalts beschränkt. Die Unangemessenheit eines a ngefochtenen Entscheids kann nur in den vom Gesetz abschliessend aufgezählten Fällen beziehungsweise gestützt auf spezi- algesetzliche Vorschriften überprüft werden (§ 45 lit. c VPO). Beschwerden gegen Entscheide, welche im Rahmen von Prüfungen gefällt werden, werde n in diesem Katalog nicht erwähnt. Bei der Überprüfung der im Streite liegenden Angelegenh eit kann und muss das Kantonsgericht dementsprechend keine Ermessenskontrolle vornehmen. 3.1 Bei der Überprüfung von Examensleistungen auferleg t sich das Bundesgericht (vgl. BGE 131 I 473 E. 3.1; BGE 121 I 230 E. 4b; BGE 118 Ia 4 95 E. 4c; BGE 106 Ia 2 E. 3c; vgl. auch Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts B-2214/2006 vo m 16. August 2007 E. 3; B-7914/2007 vom 15. Juli 2008 E. 2) Zurückhaltung, indem es in Fragen, die durch die gerichtli- chen Behörden naturgemäss schwer überprüfbar sind, nicht ohne Not von der Beurteilung der erstinstanzlichen Prüfungsorgane und Experten abweicht (siehe auch Verwaltungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 66.62 E. 4; 64.122 E. 2). Das Bundesgericht untersucht demnach ledig- lich, ob sich die Prüfungsbehörde von sachfremden Erwäg ungen hat leiten lassen, so dass der Entscheid unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten als nich t mehr vertretbar erscheint. Diese Zurückhaltung auferlegt sich das Bundesgericht selbst dann, wenn es auf Grund seiner Fach- kenntnisse sachlich zu einer weitergehenden Überprüfung befähigt wäre (BGE 121 I 230 mit Hinweis auf BGE 118 Ia 495 E. 4c, 106 Ia 2 E. 3c). 3.2 Das Kantonsgericht hat sich in seiner bisherigen Pra xis dieser höchstrichterlichen Rechtsprechung weitgehend angeschlossen und schreitet erst ein, wenn der Entscheid der Be- hörde auf sachfremden oder sonst wie ganz offensichtli ch unhaltbaren Erwägungen beruht (Ur- teil des Verfassungsgerichts des Kantons Basel-Landschaft vo m 21. August 1991 i.S. X. in: Basellandschaftliche Verwaltungsgerichtsentscheide [BLVG E] 1991 S. 164 E. 4 mit weiteren Hinweisen; Urteile des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassu ngs- und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 9. Januar 2013 [810 12 158] E. 3.2; vom 22. J uli 2009 [810 07 434] E. 3.4; vom 3. De- zember 2008 [2007/468] E. 3.2; vom 19. Januar 2005 [ 2004/195] E. 2b; Einspracheentscheid des Kantonsgerichts vom 20. Februar 2008 [2007/434] E. 3 mit weiteren Hinweisen). 3.3 In der Rechtsprechung ist somit anerkannt, dass das Kantonsgericht seine Kognition ohne Verstoss gegen Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassun g der Schweizerischen Eidgenossen- schaft (BV) vom 18. April 1999 einschränken kann, soweit die Natur der Streitsache einer unbe- schränkten Nachprüfung des angefochtenen Entscheids entgegensteht (vgl. Urteil des Bundes- gerichts 2P.44/2007 vom 2. August 2007 E. 2.2). Von Ve rfassung wegen ist somit eine freie Prüfung der materiellen Aspekte des Examens nicht erford erlich; vielmehr kann die Rechtsmit- telbehörde, selbst wenn sie an sich über eine volle Recht skontrolle verfügt, grundsätzlich ohne Verletzung des Willkürverbots ihre Kognition beschränke n (Urteil des Bundesgerichts 2P.44/2007 vom 2. August 2007 E. 2.2). Die Einschränku ng der Kognition bedeutet, dass sich das Kantonsgericht Zurückhaltung bei der Ausübung sein er an sich freien Rechtskontrolle (vgl. § 45 VPO) auferlegt und der Vorinstanz einen gewissen B eurteilungsspielraum, ein sogenann- tes technisches Ermessen, belässt. Dogmatisch betrachtet handel t es sich dabei um eine Her- absetzung der Prüfungsdichte bei grundsätzlich voller Re chtskontrolle (vgl. dazu F ELIX UHLMANN , Das Willkürverbot, Bern 2005, Rz. 476 ff., insb. Rz. 478 und Rz. 481). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.4 Die freiwillige Beschränkung der Kognition rechtf ertigt sich nur bei der inhaltlichen Be- wertung von fachlichen Prüfungsleistungen. Sind dagegen die Auslegung und die Anwendung von Rechtsvorschriften streitig oder werden Verfahrensmän gel gerügt, hat die angerufene Rechtsmittelbehörde die erhobenen Einwendungen mit de r ihr zustehenden Kognition zu prü- fen, andernfalls sie eine formelle Rechtsverweigerung begehen würde (vgl. BGE 106 Ia 2 E. 3c; VPB 56.16 E. 2.2; R ENÉ RHINOW /B EAT KRÄHENMANN , Schweizerische Verwaltungsrechtspre- chung, Ergänzungsband, Basel 1990, Nr. 80 B I f; Urtei le des Bundesverwaltungsgerichts B-7914/2007 vom 15. Juli 2008 E. 2; B-2208/2006 vom 2 5. Juli 2007 E. 5.2; B-2207/2006 vom 23. März 2007 E. 5.3). Auf Verfahrensfragen haben al le Einwendungen Bezug, die den äusse- ren Ablauf des Examens oder der Bewertung betreffen (BGE 106 Ia 2 E. 3c, Urteil des Bundes- gerichts 2P.83/2004 vom 9. August 2004 E. 5.1). 4.1 In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin, dass sie das Protokoll über den von der Gesamtprüfungskommission im Anschluss an die Einzelprüf ungen durchgeführten Noten- konvent, welches zum Erlass des angefochtenen Entscheids ge führt habe, nicht erhalten habe. Zudem sei aus den beiden Protokollen der Privatrechtspr üfungen 2 und 3 nicht ersichtlich, wie wörtlich diese abgefasst worden seien, wodurch es sich schwie rig bis unmöglich gestalte, den genauen Ablauf der Prüfung und namentlich den genaue n Inhalt und damit die Qualität der ge- gebenen Antworten im Nachhinein zu beurteilen. Was beiden Protokollen zudem fehle, sei eine Begründung der gegebenen Noten. Schliesslich seien die beiden ungenügenden Bewertungen zu Unrecht erfolgt. Damit rügt die Beschwerdeführerin z um einen eine Verletzung ihres An- spruchs auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV und zum anderen eine ungerechte Bewertung der beiden mündlichen Privatrechtsprüfungen. 4.2 Aus dem durch Art. 29 Abs. 2 BV gewährleisteten An spruch auf rechtliches Gehör folgt insbesondere die Pflicht der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Die Begründung muss so abgefasst werden, dass der Betroffene erkennen kann, waru m die Behörde in einem bestimm- ten Sinn entschieden hat, sodass er den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann (BGE 129 I 232 E. 3.2 mit Hinweisen). Bei Prüfungsent scheiden kommt die Behörde dieser Verpflichtung nach, wenn sie dem Betroffenen – allenf alls auch nur mündlich – kurz darlegt, welche Lösungen bzw. Problemanalysen von ihm erwartet wu rden und inwiefern seine Antwor- ten den Anforderungen nicht zu genügen vermochten (Urt eil des Bundesgerichts 2P.81/2001 vom 12. Juli 2001 E. 3b/bb). Der Anspruch auf Begründun g ist nicht schon dann verletzt, wenn die Prüfungsbehörde sich vorerst darauf beschränkt, die Notenbewertung bekannt zu geben. Es genügt, wenn sie die Begründung im Rechtsmittelverfahre n liefert und der Betroffene Gelegen- heit erhält, in einem zweiten Schriftenwechsel dazu St ellung zu nehmen (vgl. Urteile des Bun- desgerichts 1P.593/1999 vom 1. Dezember 1999 E. 5a un d 5e sowie 2P.21/1993 vom 8. Sep- tember 1993 E. 1b in: SJ 1994 S. 161 ff.). 4.3 Das Bundesgericht hat sich in einem Urteil zur Pro tokollpflicht im Rahmen einer mündli- chen Lizentiatsprüfung dahingehend geäussert, dass die Anwesenheit eines fachlich qualifizier- ten Beisitzers Gewähr für eine Objektivierung der Bewert ung biete und verfassungsrechtlich keine Verpflichtung zur schriftlichen Aufzeichnung von mün dlichen Prüfungen bestehe (Urteil Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht des Bundesgerichts 2P.23/2004 vom 18. August 2004 E. 2.4 ). Die kantonalen Bestimmungen enthalten keine Vorschriften über die Art und Weise der Protokollierung von mündlichen Prü- fungen. Im Reglement über die Anwaltsprüfung und die Erteilung des Anwaltspatents (Prü- fungsreglement) vom 28. Oktober 2002 wird jedoch in § 4 festgehalten, dass das Präsidium der APK einerseits die prüfenden Mitglieder und andererse its die beobachtenden und protokollie- renden Mitglieder der APK bestimmt und die Noten du rch die prüfenden Mitglieder der APK gesetzt werden (§ 6 Abs. 3 Prüfungsreglement). Anschlie ssend entscheiden die Examinatorin- nen und Examinatoren sofort nach Beendigung der mündl ichen Prüfung, ob die Kandidatinnen und Kandidaten die Prüfung bestanden haben (§ 7 Abs. 1 Prüfungsreglement). 4.4 Die Beschwerdegegnerin hält in ihrer Vernehmlassun g fest, dass über den von der Ge- samtprüfungskommission durchgeführten Notenkonvent grundsä tzlich kein Protokoll erstellt werde. Während des Konvents würden allenfalls handschri ftliche Notizen gemacht, welche ge- mäss Bundesgerichtspraxis jedoch als verwaltungsinterne Akten nicht dem Akteneinsichtsrecht unterliegen würden (vgl. BGE 125 II 473 E. 4c/cc, 115 V 297 E. 2g/bb, 113 Ia 1 E. 4c/cc mit weiteren Hinweisen). Dies rechtfertigt sich insofern, als im Notenkonvent lediglich die einzelnen Noten der mündlichen Prüfungen zusammengetragen werde n, welche bereits vorgängig von den Experten – allenfalls nach Absprache mit dem Protokol lführer – gesetzt und der Entscheid über die Notengebung bereits zu diesem Zeitpunkt gefäl lt wurde. Aufgrund der zusammenge- tragenen Noten wird abschliessend von der APK entschieden bzw. berechnet, ob die Prüfung gesamthaft bestanden wurde oder nicht (vgl. § 7 Abs. 1 Prüfungsreglement). Eine gesetzliche Grundlage zur Protokollpflicht im Notenkonvent lässt sich zudem weder dem Bundesrecht noch den kantonalen Bestimmungen entnehmen. Die dahingehen de Rüge der Beschwerdeführerin, wonach ihr ein solches Protokoll nicht ausgehändigt worden sei, ist somit hinfällig. Unbegründet ist zudem das Vorbringen der Beschwerdeführerin, die vorstehend aufgezeigte Vorgehensweise bei der Entscheidung über das Bestehen oder Nichtbestehe n der Anwaltsprüfungen wieder- spreche dem Anwaltsgesetz. Der abschliessende Prüfungsentscheid wird in einer Gesamtbeur- teilung durch die APK gefällt und widerspricht damit in keiner Weise dem Anwaltsgesetz. 4.5.1 Die Beschwerdeführerin wurde am 7. Juni 2013 i m Rahmen der mündlichen Prüfung in den Fächern Privatrecht 2 und Privatrecht 3 jeweils in Zweierbesetzung geprüft, wobei ein Mit- glied der Prüfungskommission in der Funktion des Experten und ein anderes Mitglied in der Funktion des Protokollführers teilnahmen. In der mündli chen Privatrechtsprüfung 2 beim Exper- ten C.____ führte D.____ das Protokoll. Der Abschrift dieses Protokolls sind zum einen der Sachverhalt zu entnehmen, welcher als Grundlage für di e weiteren Fragen gedient hatte und zum anderen die Antworten bzw. Reaktionen der beiden K andidatinnen. Schliesslich enthält das Protokoll die Noten der beiden Kandidatinnen sowie eine ergänzende Bemerkung des Ex- perten, wonach die Beschwerdeführerin richtige Antworten eigentlich nur mit Hilfestellungen des Experten und auf Nachfragen hin gegeben habe. Die Be schwerdeführerin habe äusserst unsi- cher gewirkt, was sich auch in ihren häufigen Gegenfrage n gezeigt habe. Die Antworten seien meistens in Frageform gegeben worden, was sich aus dem Protokoll nicht zwingend ergebe. Im Rahmen der Vernehmlassung der APK hält der Experte C._ ___ zudem fest, dass die Be- schwerdeführerin auf die Hauptproblematik, die rechtlichen Grundlagen für ein Auskunftsbegeh- ren, nicht selbst gekommen sei. Auch die Antworten a uf die zu stellenden Rechtsbegehren so- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht wie die Möglichkeit der Stufenklage seien im Verlauf d er Prüfung vom Experten erwähnt wor- den. Zudem habe die Beschwerdeführerin falsche Bemerku ngen gemacht und häufig Gegen- fragen formuliert, welche jedoch nie zielführend gewesen seien. 4.5.2 In der mündlichen Privatrechtsprüfung 3 beim Exp erten B.____ führte E.____ das Proto- koll. Diesem Protokoll sind die Fragen des Experten sowie die Antworten der beiden Kandida- tinnen zu entnehmen. Der Sachverhalt, welcher den Fra gen zugrunde lag, wurde von der APK mit der Vernehmlassung dem Gericht eingereicht und de r Beschwerdeführerin zur Kenntnis- nahme zugestellt. In der Vernehmlassung der APK äussert sich B.____ dahingehend, dass die Beschwerdeführerin als Erstgefragte nicht anwaltlich-me thodisch vorgegangen sei, sondern sich zunächst “brainstormingartig“ am Kernproblem vorbei geäussert habe. Erst nach mehrerem Nachfragen habe die andere Kandidatin die sich aus anwa ltlicher Sicht aufdrängende Kernfra- ge, ob die Forderung aus dem Glücksspiel überhaupt beste ht bzw. klagbar ist, aufgeworfen. Aufgrund ihrer Antworten sei nicht erkennbar gewesen, ob die Beschwerdeführerin die weiteren zentralen Probleme des Falls – das Dreiecksverhältnis zwische n der Spielbank, dem Kreditkar- teninstitut und dem Klienten sowie die Besonderheiten des Glücksspiels über das Internet – bemerkt habe. Die Beschwerdeführerin habe grundsätzlich fachlich sehr unsicher gewirkt und ihre Antworten seien oftmals auch in fragendem Tonfall gefolgt. 4.6 Die ungenügende Bewertung der beiden mündlichen Prüfungen kann aufgrund der Pro- tokolle sowie der Ausführungen in der Vernehmlassung na chvollzogen werden. Es ist daraus ersichtlich, dass die Experten in beiden Prüfungen oft ve rsuchten, die Beschwerdeführerin durch deutliches Nachfragen in eine zielführende Richtu ng zu lenken. Die Beschwerdeführerin stellte häufig Gegenfragen, welche auf ihre Unsicherhe it schliessen liessen. Zudem machte sie gemäss Protokoll teilweise ungenaue oder falsche Bemer kungen und konnte die Kernprobleme der Sachverhalte nicht herausarbeiten bzw. richtig einordnen. 4.7 Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdeführerin, w enn sie zur Begründung ihrer un- genügenden Leistungen in den beiden Privatrechtsprüfungen geltend macht, dass diese beiden Prüfungen am Ende des Prüfungsnachmittags stattgefund en haben, zumal der Prüfungszeit- rahmen am 7. Juni 2013 von 13:00 bis 17:10 Uhr dauert e und diese zeitlichen Bedingungen für alle Kandidierenden bzw. Examinierenden dieselben waren. Ferner hätte dieser Einwand unmit- telbar nach Erhalt des Prüfungsplans vorgebracht werden müssen. Ebenso nicht gehört werden kann das Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach sie bei den Experten C.____ und B.____ in der Prüfungssession 2012-I genügende Noten erzielt h abe. Zum einen liegen den Prüfungen in der Session 2013-I andere Sachverhalte und Frageste llungen zugrunde und zum anderen ist bei einer Wiederholungsprüfung grundsätzlich nicht nu r eine Verbesserung, sondern auch eine Verschlechterung der Leistungen möglich. Die Rüge der Be schwerdeführerin, wonach die bei- den ungenügenden Bewertungen zu Unrecht erfolgt seie n, ist demzufolge unbegründet. Obschon es die Beschwerdeführerin nicht explizit rügt, bleibt der Vollständigkeit halber zudem festzuhalten, dass die Beurteilungen der beiden Privatr echtsprüfungen – wie vorstehend aufge- zeigt wurde – weder mit offensichtlichen Mängeln behaft etet sind noch auf sachfremden Krite- rien beruhen und somit in keiner Weise willkürlich erfolgten. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.8 Zur Form der Protokollierung lässt sich festhalten, dass eine nachträgliche Abschrift handschriftlich geführter Protokolle nach bundesgerichtl icher Rechtsprechung zulässig ist und zu einer besseren Lesbarkeit führt (vgl. Urteil des Bunde sgerichts 2P.26/2003 vom 1. September 2003 E. 4.3 mit weiteren Hinweisen). Das Prüfungsprotokoll soll dazu dienen, den Prüfungsablauf in seinen Grundzügen auch im Nachhinein n achvollziehen zu können. Dabei wird zusammen mit der Anwesenheit einer fachlich qualifi zierten Protokollführerin bzw. eines Protokollführers eine gewisse Objektivierung der mündlichen Prüfung erreicht, wofür zudem ein wörtlich abgefasstes Protokoll nicht nötig ist. Die Beurt eilung bzw. Benotung der Leistungen einer Kandidatin bzw. eines Kandidaten ist nicht Teil der objektiven Darstellung des Prüfungs- ablaufs und muss daher nicht zwingend aus dem Protokoll e rsichtlich sein. Zwingend muss sie hingegen im schriftlich eröffneten Notenblatt enthalt en sein, um eine Anfechtung derselben zu ermöglichen. Es ist demzufolge festzuhalten, dass weder di e Art und Weise der Protokollfüh- rung beider Experten noch die fehlende Angabe der Be wertung im Protokoll der Privatrechts- prüfung 3 zu beanstanden sind. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt folg- lich nicht vor. 4.9 Die mündlichen Prüfungen wurden jeweils von einem Mitglied der APK protokolliert. Im Anschluss an den Notenkonvent wurde der Prüfungsentscheid mit den schriftlichen und mündli- chen Noten gleichentags eröffnet und mit Verfügung vom 10. Juni 2013 der Beschwerdeführerin schriftlich mitgeteilt. Die Protokollabschriften der bei den als ungenügend bewerteten Privat- rechtsprüfungen wurden der Beschwerdeführerin im Rechtsm ittelverfahren in Kopie zugestellt, womit sie Gelegenheit hatte, sie einzusehen. Zudem enthielt die Vernehmlassung der APK Stel- lungnahmen der beiden Experten und die Beschwerdeführ erin hat von der Möglichkeit, sich mit den Stellungnahmen vertieft auseinanderzusetzen, im Ra hmen des zweiten Schriftenwechsels Gebrauch gemacht. Die Beschwerdeführerin konnte sich somi t zu den Prüfungsprotokollen im Rechtsmittelverfahren umfassend äussern; eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV liegt auch diesbezüglich nicht vor. Der Anspruch der Beschwerdeführe rin auf rechtliches Gehör wird auch nicht dadurch verletzt, dass der mündlichen Anwaltsprüfung im Kanton Basel-Landschaft pra- xisgemäss kein vorformulierter Fragenkatalog oder eine Punkte- und Notenskala zugrunde liegt: Da der Verlauf des Prüfungsgesprächs je nach den Antwor ten der Kandidatin vielgestaltig aus- fallen kann, genügt es, wenn im Prüfungsprotokoll der Ablauf und Inhalt der Prüfung nachvoll- ziehbar festgehalten und der Kandidatin auf Wunsch späte r mitgeteilt wird, welche Antworten von ihr erwartet wurden (Urteile des Bundesgerichts 2D_ 25/2011 vom 21. November 2011 E. 3.2; 2P.23/2004 vom 13. August 2004 E. 2.4 und 3. 4). Neben der Protokollabschrift, welche der Beschwerdeführerin im Rechtsmittelverfahren zur Verf ügung gestanden hatte, legte die APK auch die von ihr erwarteten Lösungsansätze dar. Im Rahmen der Vernehmlassung wurden etwa die zu nennenden Kernprobleme des jeweiligen Sach verhalts, das Erfordernis, diese zu erläutern, sowie Möglichkeiten zur Strukturierung der Antwort, aufgeführt, sodass auch in dieser Beziehung keine Gehörsverletzung vorliegt. 5.1 In materieller Hinsicht bringt die Beschwerdeführe rin vor, dass die kantonalen Bestim- mungen zu den Anwaltsprüfungen im Anwaltsgesetz bzw. i m Prüfungsreglement die Wirt- schaftsfreiheit verletzen würden und der Entscheid der APK somit aufzuheben sei. Demgegen- über führt die Beschwerdegegnerin aus, dass das Anwaltsge setz und das Prüfungsreglement Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht den Ablauf der Anwaltsprüfung unter Wahrung der Wirt schaftsfreiheit und der Rechtsgleichheit regeln würden und der Entscheid der APK damit rechtmä ssig ergangen sei. Demgemäss ist im Rahmen einer akzessorischen Normenkontrolle zu beurteile n, ob die kantonalrechtlichen Nor- men zur Anwaltsprüfung im Kanton Basel-Landschaft unt er dem Gesichtswinkel des vorliegen- den Falles verfassungskonform sind. 5.2 Die Tätigkeit einer Anwältin oder eines Anwalts un tersteht der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV). Das Erfordernis, für die Ausübung der Anwaltstätig keit eine Bewilligung zu erlangen, die erst nach Bestehen einer Prüfung erteilt wird, ist eine Einschränkung der Wirtschaftsfreiheit und bedarf einer gesetzlichen Grundlage, muss im öffentliche n Interesse liegen und verhältnismäs- sig sein sowie den Grundsatz der Rechtsgleichheit (namen tlich im Sinne der Wettbewerbsneut- ralität) wahren (Art. 27 und Art. 36 BV; Urteile de s Bundesgerichts 2P.224/2002 vom 9. Januar 2003 E. 2.2.1 und 2P.80/2000 vom 24. August 2000 E. 2a; BGE 122 I 131 E. 3b/bb). 5.3 Das Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwält innen und Anwälte (BGFA) vom 23. Juni 2000 gewährleistet die Freizügigkeit der Anwä ltinnen und Anwälte und legt die Grundsätze für die Ausübung des Anwaltsberufs in der Schweiz fest (Art. 1 BGFA). Anwältinnen und Anwälte, die über ein kantonales Anwaltspatent ver fügen und Parteien vor Gerichtsbehör- den vertreten wollen, lassen sich ins Register des Kanton s eintragen, in dem sie ihre Ge- schäftsadresse haben (Art. 6 Abs. 1 BGFA). Sind sie in ei nem solchen Register eingetragen, können sie in der ganzen Schweiz ohne weitere Bewilligun g Parteien vor Gerichtsbehörden vertreten (Art. 4 BGFA). Ein Anwaltspatent wird von den Kantonen gemäss Art. 7 Abs. 1 BGFA nur auf Grund folgender fachlicher Voraussetzungen ert eilt: Ein juristisches Studium, das mit einem Lizentiat oder Master einer schweizerischen Hochschul e oder einem gleichwertigen Hochschulstudium eines Staates abgeschlossen wurde, der mit der Schweiz die gegenseitige Anerkennung vereinbart hat (lit. a) sowie ein mindest ens einjähriges Praktikum in der Schweiz, das mit einem Examen über die theoretischen und praktisch en juristischen Kenntnisse abge- schlossen wurde (lit. b). In diesem Rahmen bleibt gemäss Art. 3 Abs. 1 BGFA das Recht der Kantone gewahrt, die Anforderungen für den Erwerb d es Anwaltspatents festzulegen. Nach dem Dargelegten liegen namentlich Gestaltung, Inhalt und Bewertung der Anwaltsprüfung weit- gehend in der Kompetenz der Kantone, dabei sind die K antone zudem befugt, für die Erteilung ihrer Anwaltspatente höhere Anforderungen zu stellen, als dies für die Eintragung ins Anwalts- register notwendig ist (vgl. BGE 131 I 467 E. 3.3; E RNST STAEHELIN /C HRISTIAN OETIKER , Kom- mentar zum Anwaltsgesetz, Fellmann/Zindel [Hrsg.], 2. Auflage, Zürich 2011, N 18 zu Art. 7 BGFA; HANS NATER , Kommentar zum Anwaltsgesetz, Fellmann/Zindel [Hrsg.], 2. Auflage, Zü- rich 2011, N 3 zu Art. 3 BGFA). Schliesslich bestimmt auch jeder Kanton selbst, wie oft die An- waltsprüfung wiederholt werden kann (E RNST STAEHELIN /C HRISTIAN OETIKER , a.a.O., N 21 zu Art. 7 BGFA). 5.4 Im Kanton Basel-Landschaft erteilt die Anwaltsauf sichtskommission das Anwaltspatent an Bewerberinnen und Bewerber, welche die Anwaltspr üfung des Kantons Basel-Landschaft bestanden haben (§ 5 lit. d Anwaltsgesetz). Durch die A nwaltsprüfung soll sich die Bewerberin oder der Bewerber über die für den Anwaltsberuf erfo rderlichen theoretischen und praktischen Kenntnisse ausweisen (§ 8 Abs. 1 Anwaltsgesetz). Die Anwa ltsprüfung besteht aus einem Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht mündlichen und einem schriftlichen Teil. Sie ist praxisb ezogen auf das Bundesrecht und das Recht des Kantons Basel-Landschaft auszurichten. Die mündlichen Prüfungen werden durch zwei Mitglieder abgenommen. Ein Mitglied prüft und d as zweite Mitglied beobachtet und proto- kolliert (§ 8 Abs. 2 und 3 Anwaltsgesetz). Die Anwalt sprüfung kann höchstens ein Mal wieder- holt werden. Prüfungsversuche in anderen Kantonen werd en mitgezählt (§ 7 Abs. 3 Anwaltsge- setz). Die Geschäftsleitung der Gerichte erlässt auf Antrag der Anwaltsaufsichtskommission das Prüfungsreglement (§ 8 Abs. 4 Anwaltsgesetz). Gestützt au f diese gesetzliche Delegation be- schloss die Geschäftsleitung des Kantonsgerichts im Prüfungsr eglement detaillierte Bestim- mungen insbesondere über die Prüfungsfächer, die Org anisation, den Prüfungsablauf, die Be- wertung und die Wiederholungsmöglichkeiten. Gemäss § 7 Abs. 1 Prüfungsreglement haben Kandidatinnen und Kandidaten die Prüfung bestanden, wenn sie aus der Summe aller schriftli- chen und mündlichen Arbeiten die Durchschnittsnote vier erreichen und höchstens eine unge- nügende Note aufweisen. Der schriftliche Prüfungsteil um fasst eine Hausarbeit sowie zwei Klausuren (§ 5 Abs. 1 Prüfungsreglement). Der mündlic he Teil umfasst fünf mündliche Prüfun- gen mit einer Prüfungsdauer von je 20 Minuten bei Ein zelprüfungen bzw. von 30 Minuten bei paarweiser Prüfung der Kandidatinnen und Kandidaten (§ 5 Abs. 6 Prüfungsreglement). Im Fal- le des Nichtbestehens müssen schriftliche Arbeiten, welche im erfolgslosen Versuch mit der Note vier oder mehr bewertet worden sind, nicht wieder holt werden. Die mündlichen Prüfungen sind vollzählig zu wiederholen (§ 8 Prüfungsreglement). 6.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass in der bas ellandschaftlichen Regelung grundsätzlich alles geregelt sei, mit Ausnahme des Massstabs, d.h. auf was es genau bei die- ser Prüfung ankomme bzw. worin genau die für den Anwa ltsberuf erforderlichen theoretischen und praktischen Kenntnisse bestehen würden, über die man sich in einer praxisbezogenen Prü- fung ausweisen müsse. Der Beschwerdeführerin ist insoweit zuzustimmen, als dass diese Vo- raussetzung durch den Gesetzgeber nicht näher konkretisiert w urde. Es fehlen in den gesetzli- chen Grundlagen genaue Angaben, ab welchem Kenntnissta nd es möglich sein soll, den An- waltsberuf auszuüben. Diese Offenheit bezweckt jedoch, d er Behörde einen gewissen Hand- lungsspielraum zu gewähren, einerseits weil Sachverhalt smomente zu beachten sind, welche der Gesetzgeber nicht überblicken kann, andererseits aber auch, weil die spezialisierte Prü- fungsbehörde Gegebenheiten zu berücksichtigen hat, bezüglich welcher sie sich aufgrund ihrer weiten Vergleichsbasis und ihres grösseren Gesamtüberblicks genauer auskennt (Entscheide des Verwaltungsgerichts Zürich VB.2009.00168 vom 18. No vember 2009 E. 2.3 und VB.2013.00368 vom 6. November 2013). Die Beschwerdef ührerin zeigt anhand des § 8 Abs. 2 der Anwaltsverordnung vom 18. Mai 2005 des Kantons Aar gau („ Die referierende Person zen- siert die Arbeiten zuhanden der Anwaltskommission; massgebende Gesichtspunkte sind hierbei das juristische Denkvermögen, das juristische Wissen, die syste matische Darstellung und die sprachliche Formulierung “) auf, dass eine Regelung des Prüfungsmassstabs durchaus mög lich ist. Dabei verkennt die Beschwerdeführerin jedoch, dass sich dieser Abs. 2 ausschliesslich auf die schriftlichen Prüfungen bezieht und es überdies auc h ohne explizite gesetzliche Reglung offensichtlich ist, dass juristisches Denkvermögen sowie jurist isches Wissen zu den wesentli- chen Richtwerten der Anwaltsprüfung zählen. Diese Vorau ssetzungen sind zudem abstrakt formuliert und beinhalten somit genügend Interpretat ionsspielraum für die einzelnen Prüfungs- experten. Inwiefern aus der expliziten Erwähnung diese r Voraussetzungen ein Vorteil für die Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Prüfungskandidatinnen bzw. Prüfungskandidaten erzielt werden könnte, ist nicht ersichtlich. § 6 Prüfungsreglement enthält zwar eine Notenskala, nach w elcher die Arbeiten (schriftliche und mündliche) zu bewerten sind. Die Existenz einer Notenskala hat bei Prüfungen wie der vorlie- genden aber rein formale Bedeutung und ändert nichts daran, dass die Beurteilung der Prü- fungsleistung fast vollständig dem Ermessen der Examinatori n / des Examinators anheim ge- stellt bleibt. Die kantonale Regelung in § 8 Abs. 1 A nwaltsgesetz, wonach sich die Bewerberin oder der Bewerber durch die Anwaltsprüfung über die für den Anwaltsberuf erforderlichen theo- retischen und praktischen Kenntnisse ausweisen soll, orientiert sich an Art. 7 Abs. 1 lit. b BGFA, in welchem als fachliche Voraussetzung ein abgeschlossenes E xamen über die theoretischen und praktischen juristischen Kenntnisse verlangt wird. Die meisten anderen Kantone halten sich ebenso an die Vorgaben in Art. 7 Abs.1 lit. b BGFA u nd verzichten auf eine genaue Umschrei- bung, nach welchen Kriterien das Vorhandensein theore tischer und praktischer juristischer Kenntnisse beurteilt wird (vgl. z.B. Kanton Zürich: § 3 des Anwaltsgesetzes vom 17. November 2003 und § 10 der Verordnung des Oberge richts über die Fähigkeitsprüfung für den Anwaltsberuf vom 21. Juni 2006 oder Kanton Bern: Art. 4 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 und Art. 10 der Verordnung über die Anwaltsprüfung vom 25. Oktober 2006). 6.2 Die Kriterien für die eigentliche Beurteilung von Prüfungsleistungen im Rahmen der An- waltsprüfung entziehen sich naturgemäss einer präzisen Reg elung. Dies rechtfertigt sich inso- fern, als die Grundsätze der Prüfung bzw. Inhalt und Zweck in § 8 Anwaltsgesetz geregelt und aufgrund der Delegationsnorm in § 8 Abs. 4 Anwaltsgese tz die Prüfungsfächer und der Prü- fungsablauf in den §§ 3-5 Prüfungsreglement aufgeführ t sind. Dabei ist es zulässig, dass das formelle Gesetz sich auf die Regelung der Grundzüge be schränkt und die nähere Ausgestal- tung der Einzelheiten einer nachgeordneten Instanz über lässt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2P.224/2002 vom 9. Januar 2003 E. 2.3; BGE 122 I 130 E. 3; BGE 115 Ia 277 E. 7a). Aufgrund dieser Gesetzes- und Verordnungsregelung kann sich eine K andidatin oder ein Kandidat ein genügendes Bild davon machen, was im Rahmen der Anwalts prüfung erwartet wird. Die Best- immungen zur Anwaltsprüfung im Kanton Basel-Landschaft bilden demzufolge eine genügende gesetzliche Grundlage. 7.1 Das verfassungsmässige Gebot der Verhältnismässigkeit v erlangt, dass die vom Ge- setzgeber oder von der Behörde gewählten Massnahmen für das Erreichen des gesetzten Zie- les geeignet, notwendig und für die betroffene Person zumutbar sind. Der angestrebte Zweck muss in einem vernünftigen Verhältnis zu den eingesetzt en Mitteln bzw. zu den zu seiner Ver- folgung notwendigen Beschränkungen stehen. Der Eingrif f in Grundrechte darf in sachlicher, räumlicher, zeitlicher und personeller Hinsicht nicht ein schneidender sein als erforderlich (vgl. BGE 128 I 3 E. 3e/cc mit Hinweisen). 7.2 Die Beschwerdeführerin ist in der Wiederholungsprü fung sowohl in der mündlichen Pri- vatrechtsprüfung 2 beim Experten C.____ als auch in der mündlichen Privatrechtsprüfung 3 beim Experten B.____ mit der ungenügenden Note drei bewertet worden, weshalb die Prü- fungskommission gestützt auf § 7 Abs. 1 Prüfungsreglement verfügte, dass die Prüfung ge- samthaft nicht bestanden sei. Dies führte dazu, dass eine Wiederholungsmöglichkeit im Kanton Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Basel-Landschaft ausgeschlossen wurde, weil die Beschwerd eführerin das Anwaltsexamen zum zweiten Mal nicht bestanden hatte (§ 7 Abs. 3 Anwalt sgesetz). Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, die Regelung des § 7 Abs. 3 Anwaltsgese tz, wonach die Anwaltsprüfung höchstens ein Mal wiederholt werden kann und des § 8 Pr üfungsreglement, welche vorsieht, dass die mündlichen Prüfungen vollzählig zu wiederholen sind, liessen sich nicht mit einem öf- fentlichen Interesse rechtfertigen und seien zudem unverh ältnismässig. Sie zieht in diesem Zu- sammenhang Prüfungsverordnungen anderer Kantone als Ver gleich heran, welche eine zweite Prüfungswiederholung oder andere weniger strenge Wied erholungsregelungen vorsehen als der Kanton Basel-Landschaft. Sie führt zudem aus, dass e s im Lichte des öffentlichen Interes- ses keinen plausiblen Grund dafür gebe, weshalb schriftlich e Prüfungen, die mindestens genü- gend ausgefallen sind, nicht wiederholt werden müssen, w ährend mündliche Prüfungen in je- dem Fall vollzählig zu wiederholen sind. Die Rechtferti gung des Erfordernisses einer Anwalts- prüfung zum Nachweis der Befähigung zu diesem Beruf erschöpfe sich von ihrem Wesen her in einem einmaligen Nachweis und diesen Nachweis habe die Beschwerdeführerin erbracht, in- dem sie bei ihrem ersten Versuch in den mündlichen Pri vatrechtsprüfungen 2 und 3 jeweils ge- nügende Noten erzielt habe. 7.3 Wie ausgeführt (E. 5.3 hiervor), hat jeder Kanto n das Recht, die Anforderungen für den Erwerb des kantonalen Anwaltspatents selbst festzulegen. Zumal kein Anspruch auf unbe- schränkte Wiederholung einer Prüfung besteht (vgl. Urte il des Bundesgerichts 2P.199/2005 vom 8. November 2005 E.2.3 mit weiteren Hinweisen) un d hierzu keine bundesrechtlichen Vor- gaben bestehen, fällt namentlich auch die Festlegung d er Wiederholungsmöglichkeiten in die kantonale Regelungskompetenz. Im Rahmen der Teilrevision des Anwaltsgesetzes im Jahre 2011 wurde die Frage einer zweimaligen Prüfungswieder holung im Kanton Basel-Landschaft diskutiert, wobei sich der kantonale Gesetzgeber schliesslic h für die Beibehaltung der einmali- gen Wiederholungsmöglichkeit aussprach (vgl. Protokoll d er Landratssitzung vom 8. September 2011 zur Landratsvorlage 2011-119). Der Beschwerdeführerin ist in diesem Zu- sammenhang jedoch insofern zuzustimmen, als die Regelung im Kanton Basel-Landschaft zu- mindest in Bezug auf die Anzahl der Wiederholungsmögl ichkeiten zu den strengeren gehört, wobei beispielsweise in den Kantonen Solothurn (vgl. § 13 Abs. 1 und 2 der Juristischen Prü- fungsverordnung vom 4. Juli 2000) und Bern (vgl. Art. 20 Abs. 1 der Verordnung über die An- waltsprüfung vom 25. Oktober 2006) vergleichbare Bestimm ungen gelten. Es ist jedoch nicht ersichtlich, was die Beschwerdeführerin aus dieser Festste llung bzw. dem Vergleich mit ande- ren Kantonen zu ihren Gunsten ableiten möchte, zumal es jeder Kandidatin bzw. jedem Kandi- daten freisteht, die Praktika und schliesslich die Anwalt sprüfung in einem anderen Kanton, in welchem andere Prüfungsregeln massgebend sind, zu absol vieren. Nicht zuletzt liegt es auch im wohlverstandenen Interesse der Kandidierenden selbst, einerseits baldmöglichst zu erken- nen, ob sie für eine Aus- bzw. Weiterbildung geeignet sind, und andererseits sich einer Prüfung nur nach ausreichender Vorbereitung zu unterziehen. Ob die Wiederholung einer nicht bestan- denen Prüfung nur einmal oder mehrmals zugelassen wird, fällt in den Gestaltungsspielraum der zuständigen Behörden (Urteil des Bundesgerichts 2P. 203/2001 vom 12. Oktober 2001 E. 5b). Auch die Beschränkung auf eine einmalige Wied erholung liegt noch im Rahmen dieses Spielraums und erscheint nicht als offensichtlich unverhäl tnismässig (vgl. Urteil des Bundesge- richts 2D_29/2008 vom 13. Juni 2008 E. 2.1). Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.4 Schliesslich sind die Erwartungen und Anforderungen an eine Anwältin oder einen An- walt, die bzw. der rechtsuchende Bürgerinnen und Bürge r vor den Gerichtsbehörden vertreten kann, generell hoch, weshalb auch die Prüfungsanforder ungen hoch sein dürfen (BGE 113 Ia 286 E. 4a und c). Die Fähigkeitsprüfungen für den An waltsberuf dienen der Sicherung der Funktionstüchtigkeit und Qualität der Rechtspflege ( BGE 105 Ia 67 E. 5a) und dem Schutz des rechtsuchenden Publikums als öffentlichen Interessen (BGE 1 13 Ia 286 E. 4a; Urteile des Bun- desgerichts 2P.46/2004 18. August 2004 E. 2 und 2P.22 4/2002 9. Januar 2003 E. 2.5). Das öffentliche Interesse gebietet somit eine möglichst umfa ssende Qualifizierung einer Anwältin bzw. eines Anwalts. So hat auch das Kantonsgericht im U rteil vom 17. August 1990 erwogen, dass die nach Ansicht der Beschwerdeführerin zu strenge Anforderung, wonach im Falle des Nichtbestehens alle mündlichen Prüfung zu wiederholen si nd und nicht lediglich diejenigen mit dem Prädikat “ungenügend“, nicht unverhältnismässig ist, da sich dieses Vorgehen zwangsläu- fig aus dem im Kanton geltenden Prüfungssystem ergibt (U rteil des Verfassungsgerichts des Kantons Basel-Landschaft vom 17. August 1990, in BLVGE 19 90 S. 144 E. 4). In diesem Zu- sammenhang ist unbeachtlich, dass sich das Prüfungsreglement unterdessen geändert hat, da der Zweckgedanke einer umfassenden Wiederholung aller mündlichen Prüfungen nach wie vor derselbe ist. Der Umstand nämlich, dass die mündlichen Pr üfungen in ihrer Gesamtheit zu wie- derholen sind, ergibt sich daraus, dass es neben der fach lichen Beurteilung auch darum geht, die Prüfungssituation von fünf mündlichen Prüfungen an einem Stück erneut zu durchlaufen. Wie die Beschwerdegegnerin ausführt, wird dabei die F ähigkeit geprüft, das erworbene Wissen innert begrenzter Zeit und unter Bedingungen, mit de nen in der praktischen Anwaltstätigkeit immer zu rechnen ist, zuverlässig anwenden zu können. Zude m wird im Rahmen einer mündli- chen Prüfung bewertet, ob sich die Kandidatin bzw. de r Kandidat über genügend Kenntnisse in verschiedenen Rechtsgebieten innert kurzer Zeit ausweisen k ann. Die Bedingungen sollen bei der Wiederholungsprüfung die gleichen wie bei der erst maligen Absolvierung sein, um in die Beurteilung einbeziehen zu können, ob die Kandidatin bzw. der Kandidat sich in dieser Situation bewährt. Demzufolge rechtfertigt sich auch die Unterscheidung zwischen der Wiederholung von schriftlichen Prüfungen und mündlichen, da die schriftlichen Prüfungen je für sich alleine bewer- tet und einzeln mit einem längeren zeitlichen Abstan d abgelegt werden, womit sie auch einzeln wiederholt werden können. Die Unterscheidung der Wiederholbarkeit zwischen schriftlichen und mündlichen Prüfungen in § 8 Prüfungsreglement ist somi t sachlich gerechtfertigt und mit dem öffentlichen Interesse an einer umfassenden Qualifizie rung der Anwältinnen und Anwälte durchaus begründbar. Der Entscheid der Beschwerdegegne rin vom 10. Juni 2013, der neben den Noten der schriftlichen Prüfung aus der Prüfungssession 2012-I somit einzig auf den Noten der mündlichen Prüfungen aus der Session 2013-I basiert, ist demzufolge nicht zu beanstan- den. 7.5 Es ist somit erstellt, dass die Regelungen zur Anwal tsprüfung im Kanton Basel- Landschaft eine genügende gesetzliche Grundlage bilden, dem öffentlichen Interesse dienen und zudem erforderlich sowie geeignet sind. Sie verletzen weder die Wirtschaftsfreiheit noch kann durch den Vergleich mit den Prüfungsordnungen anderer Kantone ein Verstoss gegen das Rechtsgleichheitsgebot abgeleitet werden (BGE 131 I 4 67 E. 3.3; BGE 125 I 173 E. 6d). Die kantonalrechtlichen Normen sind somit verfassungskonform. Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht 8. Zusammenfassend kann demzufolge festgehalten werden, dass der Entscheid der APK vom 10. Juni 2013 den Rügen der Beschwerdeführerin vol lumfänglich standhält, womit die Be- schwerde vom 28. Juni 2013 abzuweisen ist. 9. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kant onsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vor- liegend ist die Beschwerdeführerin mit ihrem Antrag unterlegen, weshalb ihr die Verfahrenskos- ten in der Höhe von Fr. 1'400.-- aufzuerlegen sind. D er ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gestützt auf § 21 Abs. 1 VPO für den Beizug einer Anwältin oder eines Anwalts eine an- gemessene Parteientschädigung zu Lasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Gemäss dem Ausgang des Verfahrens sind die Parteikosten wettzuschlagen. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kost envorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Präsidentin Gerichtsschreiberin