Kantonsgericht Schwyz Verfügung vom 30. November 2023 BEK 2023 147 Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann, Gerichtsschreiber Noah Thurnherr. In Sachen A.________ GmbH, Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin, gegen B.________, Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin, betreffend Konkurseröffnung (Beschwerde gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Ma- rch vom 27. Oktober 2023, ZES 2023 475);- hat der Kantonsgerichtspräsident,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. Die Gesuchstellerin reichte am 10. Oktober 2023 bei der Vorinstanz das Konkursbegehren für die betriebene Forderung inkl. Betreibungskosten von Fr. 5’676.60 ein (Vi-act. 1). Der Vorderrichter bezifferte die von der Gesuchs- gegnerin zu bezahlende Forderung auf total Fr. 5’876.60 (Vi-act. 2). An der Konkursverhandlung vom 27. Oktober 2023 führte der Vertreter der Gesuchs- gegnerin aus, die Forderung nicht bezahlen zu können und die Gesuch- stellerin lehne Ratenzahlungen ab (Vi-act. 3). Gleichentags eröffnete der Vorderrichter den Konkurs über die Gesuchsgegnerin (Vi-act. 4, Dispositivziffer 1). Von der Gläubigerin erhob er die Gerichtskosten von Fr. 200.00, diese gehen jedoch zulasten der Schuldnerin (Vi-act. 4, Dispositiv- ziffer 2). 2. Dagegen reichte die Gesuchsgegnerin am 6. November 2023 Be- schwerde mit dem sinngemässen Antrag ein, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und das Konkursbegehren sei abzuweisen (KG-act. 1). Mit Verfü- gung vom 7. November 2023 (zugestellt am 9. November 2023) wurde die Gesuchsgegnerin darauf hingewiesen, dass sie innert der gesetzlichen, nicht erstreckbaren Rechtsmittelfrist die Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kosten, zu tilgen, oder den geschuldeten Betrag beim Kantonsgericht zu hin- terlegen habe und innert derselben Frist ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft zu machen hätte, insbesondere durch den Nachweis, dass allfällige weitere Be- treibungsforderungen mit Konkursandrohung bezahlt oder zumindest gedeckt seien, etwa durch einen Zwischenabschluss mit Aktiven und Passiven samt Bankauszügen. Zudem wurde die Gesuchsgegnerin aufgefordert, innert nicht erstreckbarer Frist von zehn Tagen einen Kostenvorschuss von Fr. 750.00 zu bezahlen und die Beschwerde zu unterzeichnen, andernfalls gelte diese als nicht erfolgt (KG-act. 2). Die Verfügung vom 7. November 2023 holte die Gesuchsgegnerin am 9. November 2023 ab, sodass die zehntägige Frist am Montag 20. November 2023 ablief (vgl. Art. 142 Abs. 3 ZPO). Innert dieser Kantonsgericht Schwyz 3 Frist reichte die Gesuchsgegnerin weder eine unterzeichnete Beschwerde ein noch leistete sie den Kostenvorschuss noch verbesserte sie ihre Beschwerde inhaltlich. 3. Eingaben an das Gericht sind zu unterzeichnen (Art. 130 Abs. 1 ZPO). Eine fehlende Unterschrift ist innert der gerichtlich angesetzten Nachfrist zu verbessern, andernfalls gilt sie als nicht erfolgt (Art. 132 Abs. 1 ZPO). Das Gericht kann von der klagenden Partei einen Vorschuss bis zur Höhe der mutmasslichen Gerichtskosten verlangen (Art. 98 ZPO), was ebenfalls für eine ein Rechtsmittel einlegende Partei gilt (Rüegg/Rüegg, in: Spüh- ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozess- ordnung, 3. A. 2017, Art. 98 ZPO N 4). Wird der Kostenvorschuss auch innert einer Nachfrist nicht geleistet, so tritt das Gericht auf die Beschwerde nicht ein (vgl. Art. 101 Abs. 3 ZPO). Wie bereits festgestellt, reichte die Gesuchs- gegnerin innert der angesetzten Nachfrist keine unterzeichnete Beschwerde ein, weshalb diese als nicht erfolgt gilt. Somit erübrigte sich auch die An- setzung einer Nachfrist für den innert der angesetzten Frist nicht geleisteten Kostenvorschuss. Auf die Beschwerde ist androhungsgemäss nicht einzutre- ten. 4. Anzufügen bleibt, dass die Gesuchsgegnerin keine unrichtige Rechts- anwendung (lit. a) oder offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung (lit. b) durch den Vorderrichter geltend macht (Art. 320 ZPO). Sie beweist auch nicht, dass inzwischen die Schuld, einschliesslich Zinsen und Kosten, getilgt (Ziff. 1) oder der geschuldete Betrag zuhanden des Gläubigers hinterlegt ist (Ziff. 2) oder der Gläubiger auf die Durchführung des Konkurses verzichtet (Ziff. 3), noch macht sie ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft (Art. 174 Abs. 2 SchKG). Der Beschwerde sind weder Ausführungen zu diesen Voraussetz- ungen der Konkursaufhebung noch entsprechende Beweise zu entnehmen. Die Gesuchsgegnerin behauptet lediglich, dass sie wegen einer Nachlässig- keit ihres Buchhalters in Zahlungsschwierigkeiten geraten sei und im Falle der Kantonsgericht Schwyz 4 Konkurseröffnung zwei laufende Projekte stornieren müsste (KG-act. 1). Diese Ausführungen sind nicht geeignet, die vorgenannten Voraussetzungen für die Konkursaufhebung darzulegen. Eine ungenügende Begründung ist kein verbesserlicher Fehler im Sinne von Art. 132 Abs. 1 ZPO, sondern führt zur Abweisung der Beschwerde (Gschwend, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A. 2017, Art. 132 ZPO N 18). Demzufolge wäre die Beschwerde, selbst wenn auf sie eingetre- ten werden könnte, abzuweisen. 5. Auf die Beschwerde ist präsidial (§ 40 Abs. 2 JG) nicht einzutreten. Die wegen des Nichteintretens reduzierten Kosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss der Gesuchsgegnerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 Satz 2 ZPO). Mangels Beteiligung der Gesuchstellerin am Beschwerdever- fahren entstand ihr kein Aufwand, sodass keine Entschädigung anfällt;- verfügt: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 300.00 werden der Ge- suchsgegnerin auferlegt. 3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.Kantonsgericht Schwyz 5 4. Zufertigung an die Beschwerdeführerin (1/R, inkl. Kopie KG-act. 3), die Beschwerdegegnerin (1/R, inkl. Kopie KG-act. 3), das Konkursamt Ma- rch (1/R), das Betreibungsamt Schübelbach (1/R), das Handelsregister des Kantons Schwyz (1/R), die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, unter Rückgabe der Akten) und die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv). Der Kantonsgerichtspräsident Der Gerichtsschreiber Versand 30. November 2023 amu