B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-5312/2020 U r t e i l v o m 2 7 . A p r i l 2 0 2 1 Besetzung Einzelrichter Christoph Rohrer, Gerichtsschreiberin Nadja Francke. Parteien A._______, (Kosovo), Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenversicherung, Eintretensvoraussetzungen (Verfügung vom 11. September 2020). C-5312/2020 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vor- instanz) mit Verfügung vom 11. September 2020 das Leistungsbegehren von A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) abgewiesen hat, weil die versicherungsmässigen Voraussetzungen für einen Leistungsbezug nicht erfüllt sind (vgl. Akten im Beschwerdeverfahren [nachfol gend: BVGer- act.] 1, Beilage), dass der im Kosovo wohnhafte A._______ diese Verfügung mit Be- schwerde vom 15. Oktober 2020 beim Bundesverwaltungsgericht ange- fochten hat (BVGer-act. 1), dass gemäss Ar t. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, zu welchen auch die IVSTA gehört (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversiche- rung [IVG, SR 831.20]), welche mit Verfügungen über Leistungen der Inva- lidenversicherung befindet, dass die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts zur Instruktion der vorliegenden Beschwerde mithin gegeben ist, weshalb weiter zu prüfen ist, ob die Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind, dass Parteien, die in einem Verfahren Begehren stellen, der Behörde ihren Wohnsitz oder Sitz anzugeben und, wen n sie im Ausland wohnen, in der Schweiz ein Zustelldomizil zu bezeichnen haben, es sei denn, zwischen- staatliche Vereinbarungen gestatten der Behörde, Mitteilungen im betref- fenden Staat durch die Post zuzustellen (vgl. Art. 11b Abs. 1 VwVG), dass die Behörde ihre Verfügungen gegenüber einer Partei, die entgegen Art. 11b Abs. 1 VwVG kein Zustelldomizil in der Schweiz bezeichnet hat, durch Veröffentlichung in einem amtlichen Blatt eröffnen kann (vgl. Art. 36 Bst. b VwVG), dass die Schweiz mit dem Kosovo kein entsprechendes Abkommen abge- schlossen hat, welches eine direkte postalische Zustellung von Gerichts- akten vorsieht, C-5312/2020 Seite 3 dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 4. November 2020 ersucht wurde, dem Bundesverwaltungsgericht baldmöglichst bzw. bis zum 7. De- zember 2020 eine schweizerische Korrespondenzadresse (Adresse von Freunden, Verwandten des Beschwerdeführers etc.) bekannt zu geben, damit zukünftige Korrespondenz an diese Adresse geschickt werden kann, ansonsten dem Beschwerdeführer eine förmliche Aufforderu ng auf dem konsularischen/diplomatischen Weg zugestellt werde (BVGer-act. 3), dass der Beschwerdeführer innert Frist kein Zustelldomizil bezeichnet hat, dass der Beschwerdeführer mit prozessleitender Verfügung vom 15. De- zember 2020 auf diplomatischem Weg aufgefordert wurde, innert 30 Tagen ab Erhalt dieser Verfügung ein Zustelldomizil in der Schweiz anzugeben, ansonsten künftige Anordnungen und Entscheide dem Beschwerdeführer durch Publikation im Bundesblatt eröffnet würden, welches wöchentlich in den drei Amtssprachen Deutsch, Französisch und Italienisch sowohl in ge- druckter als auch in elektronischer Form erscheint, wobei die elektronische Version des Bundesblattes unter der Internet -Adresse http://www.ad- min.ch/d/ff/index.html einsehbar ist (BVGer-act. 5 und 6), dass diese Verfügung gemäss dem von der Schweizerischen Botschaft in Kosovo mit Schreiben vom 13. Januar 2021 eingereichten, vom Beschwer- deführer unterzeichneten Rückschein der kosovarischen Post dem Be- schwerdeführer am 31. Dezember 2020 zugestellt worden ist (BVGer - act. 8), dass der Beschwerdeführer innert Frist kein Zustelldomizil bezeichnet hat, weshalb ihm sämtliche weitere Anordnungen und Entscheide in diesem Verfahren per Bundesblatt zu eröffnen sind, dass das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig ist (Art. 69 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und Beschwerdeführende in der Regel einen Verfahrenskostenvorschuss zu leisten haben (Art. 63 Abs. 4 VwVG), dass der Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 23. Februar 2021 aufgefordert wurde, einen Kostenvorschusses von Fr. 800.- innert 30 Ta- gen ab Veröffentlichung dieser Zwischenverfügung im Bundesblatt zu leis- ten, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde (BVGer- act. 9), C-5312/2020 Seite 4 dass die Zwischenverfügung vom 23. Februar 2021 durch Publikation im Bundesblatt vom 1. März 2021 eröffnet wurde und die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses dementsprechend – unter Berücksichtigung des Fristenstillstands über Ostern (vgl. Art. 22 a Abs. 1 Bst. a VwVG) – am 15. April 2021 abgelaufen ist (vgl. BVGer-act. 11 und 12), dass der Beschwerdeführer den einverlangten Kostenvorschuss innert der angesetzten Frist nicht geleistet hat (vgl. BVGer-act. 12), dass er auch nicht um Fri stverlängerung oder um Wiederherstellung der versäumten Frist ersucht hat, dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG), dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweis e erlassen werden können, wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhält- nismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun- gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), dass im vorliegenden Fall auf die Erhebung von Verfahrenskosten umstän- dehalber zu verzichten ist, dass keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 7 Abs. 3 VGKE), dass für das Dispositiv auf die nächste Seite verwiesen wird. C-5312/2020 Seite 5 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Publikation im Bundesblatt) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Christoph Rohrer Nadja Francke C-5312/2020 Seite 6 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen dip lomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: