<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-10-31-4D_54-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4D_54/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 31. Oktober 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Jametti, Präsidentin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Widmer. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">1. A.A.________, </div> <div class="para">2. B.A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Mieterausweisung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss des Kantonsgerichts Schwyz, 2. Zivilkammer, vom 21. September 2023 </div> <div class="para">(ZK2 2023 53). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz befahl den Beschwerdeführern mit Verfügung vom 14. Juli 2023 im Verfahren des Rechtsschutzes in klaren Fällen nach <span class="artref">Art. 257 ZPO</span>, die 3.5-Zimmer-Mietwohnung in der U.________ in V.________ bis spätestens Montag, 31. Juli 2023 zu räumen sowie in gereinigtem Zustand und mit allen Schlüsseln zurückzugeben, unter Androhung von Busse gemäss <span class="artref">Art. 292 StGB</span> und Zwangsvollstreckung im Widerhandlungsfall. </div> <div class="para">Dagegen erhoben die Beschwerdeführer am 28. Juli 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht Schwyz mit den Anträgen, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Einzelrichterin zurückzuweisen. Allenfalls sei ihnen eine neue grosszügigere Frist zum Verlassen der Wohnung anzusetzen. </div> <div class="para">Das Kantonsgericht Schwyz wies die Beschwerde mit Beschluss vom 21. September 2023 ab und setzte den Beschwerdeführern eine neue Frist von 10 Tagen ab Rechtskraft seines Entscheides, um das Mietobjekt zu räumen sowie in gereinigtem Zustand zurückzugeben, unter Androhung von Busse gemäss <span class="artref">Art. 292 StGB</span> und Zwangsvollstreckung im Widerhandlungsfall. Es verwarf dabei die Rüge der Beschwerdeführer, die von der Erstinstanz gesetzte Frist, um die Wohnung zu verlassen, verletze den Grundsatz der Verhältnismässigkeit. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführer erhoben gegen diesen Beschluss mit Eingabe vom 26. Oktober 2023 beim Bundesgericht Beschwerde mit dem Antrag, es sei ihnen eine Frist von zwei Monaten zum Verlassen der Wohnung zu gewähren. </div> <div class="para">Auf die Einholung von Vernehmlassungen zur Beschwerde wurde vorliegend verzichtet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Höhe des Streitwerts beläuft sich nach den unbestrittenen Feststellungen der Vorinstanz im vorliegenden Fall auf Fr. 7'140.--. Die Beschwerde in Zivilsachen nach <span class="artref">Art. 72 ff. BGG</span> ist angesichts dieser Höhe des Streitwerts unzulässig (<span class="artref">Art. 74 Abs. 1 lit. a und <artref id="CH/173.110/51/1/a" type="start"></artref>Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG</span><artref id="CH/173.110/74/1/a" type="end"></artref>). Die Beschwerdeführer machen sodann nicht geltend, dass die Beschwerde dennoch zulässig sei, weil sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinne von <span class="artref">Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG</span> stellen würde (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para">Die Eingabe der Beschwerdeführer ist unter diesen Umständen als subsidiäre Verfassungsbeschwerde im Sinne der <span class="artref">Art. 113 ff. BGG</span> zu behandeln. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">In einer Verfassungsbeschwerde muss dargelegt werden, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. Grundrechte durch das kantonale Gericht verletzt worden sind, und solche Rügen sind unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids detailliert und klar zu begründen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 117 BGG</span>). </div> <div class="para">Das Bundesgericht legt seinem Entscheid den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (<span class="artref">Art. 118 Abs. 1 BGG</span>). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie auf einer Verfassungsverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 116 BGG</span> beruht, beispielsweise weil sie willkürlich ist, was der Beschwerdeführer mit einer den genannten Anforderungen genügenden Begründung geltend zu machen hat (Art. 117 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=40&amp;from_date=28.10.2023&amp;to_date=16.11.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-I-332%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page332">BGE 136 I 332</a> E. 2.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=40&amp;from_date=28.10.2023&amp;to_date=16.11.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-439%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page439">133 III 439</a> E. 3.2 S. 445 mit Hinweis). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführer machen geltend, die von der Vorinstanz gesetzte Frist sei unverhältnismässig und verstosse gegen <span class="artref">Art. 5 BV</span>. </div> <div class="para">Sie verkennen damit, dass es sich beim von ihnen angerufenen Verhältnismässigkeitsgrundsatz nicht um ein verfassungsmässiges Recht, sondern um ein Verfassungsprinzip handelt. Als solches kann es im vorliegenden Verfahren der subsidiären Verfassungsbeschwerde, in welchem nur die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden kann (<span class="artref">Art. 116 BGG</span>; E. 3 vorne), nicht unabhängig von einem als unzulässig gerügten Grundrechtseingriff geltend gemacht werden (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=40&amp;from_date=28.10.2023&amp;to_date=16.11.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-II-194%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page194">BGE 140 II 194</a> E. 5.8.2<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=40&amp;from_date=28.10.2023&amp;to_date=16.11.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-I-153%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page153">134 I 153</a></span> E. 4.1; vgl. auch Urteil 5A_163/2022 vom 14. Oktober 2022 E. 3.4). Die Beschwerdeführer rufen indessen kein Grundrecht an, das die Vorinstanz durch dessen unverhältnismässige Einschränkung verletzt haben soll. </div> <div class="para">Auch wenn eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips als solches mit einer subsidiären Verfassungsbeschwerde gerügt werden könnte, würde die Begründung der vorliegenden Beschwerde den vorstehend (Erwägung 3) dargestellten Begründungsanforderungen offensichtlich nicht genügen. So setzen sich die Beschwerdeführer nicht, jedenfalls nicht hinreichend mit den diesbezüglichen Erwägungen im angefochtenen Entscheid auseinander und legen nicht rechtsgenüglich dar, inwiefern die Vorinstanz den Verhältnismässigkeitsgrundsatz mit ihrem darauf gestützten Beschluss verletzt haben soll. Statt dessen weisen sie bloss auf ihre Schwierigkeiten hin, in der Region eine für sie bezahlbare Ersatzwohnung zu finden. </div> <div class="para">Die vorliegende Beschwerde genügt damit den vorstehend (E. 3) dargestellten Begründungsanforderungen offensichtlich nicht, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Ausgang des Verfahrens entsprechend den Beschwerdeführern aufzuerlegen, unter solidarischer Haftbarkeit (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/66/5" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/66/1" type="start"></artref>Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG</span><artref id="CH/173.110/66/5" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/5" type="end"></artref>). Die Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, da ihr aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand entstanden ist (<span class="artref">Art. 68 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt die Präsidentin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Schwyz, 2. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 31. Oktober 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Jametti </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Widmer </div> </div></body></html>