<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00369</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105953&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00369</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.02.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>landwirtschaftliches Wegrecht</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Landwirtschaftliches Wegrecht (nach § 111 des kantonalen Landwirtschaftsgesetzes): Sachliche Zuständigkeit: Die spezialgesetzliche Bestimmung im Landwirtschaftsgesetz erklärt den Gemeinderat als zuständige Entscheidbehörde. Rekursinstanz ist deshalb der Bezirksrat, und zwar unabhängig davon, ob dieses Wegrecht öffentlichrechtlicher oder privatrechtlicher Natur ist (E. 2b; 3). Der Anspruch auf Einräumung eines Wegrecht bezieht sich auf ein solches, das der Land- und Forstwirtschaft nützlich ist. Dient das Grundstück lediglich der Bewirtschaftung einer Pferdehaltungsanlage mit Auslaufgehege, so ist diese Voraussetzung nicht erfüllt (E. 4). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDWIRTSCHAFTLICH">LANDWIRTSCHAFTLICH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: LANDWIRTSCHAFTSRECHT (INKL. GÃTERZUSAMMENLEGUNGEN)">LANDWIRTSCHAFTSRECHT (INKL. GÃTERZUSAMMENLEGUNGEN)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATRECHT">PRIVATRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Privatrecht UR: Zivilgesetzbuch ST: SACHENRECHT">SACHENRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEGRECHT">WEGRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 111 lit. II LwG</span><br/><span class="gerade">Art. 111 lit. III LwG</span><br/><span class="ungerade">§ 1 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 3 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. GestÃ¼tzt auf die notwendige Ausnahmebewilligung der Baudirektion erstellte A 1999 auf den GrundstÃ¼cken Kat.Nrn. 01, 02 und 03 des B und dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 04 des C ausserhalb der Bau­zone einen Pferdestall mit Auslauf und Zufahrt zur Quartierstras­se âXâ. Nordwestlich der Anlage verlÃ¤uft ein Flurweg Kat. Nr. 10, der im gemeinschaftli­chen Eigentum von (unter anderen) Z steht. Da letztere sich weigerte, C und B ein Fuss- und Fahrwegrecht zum Pferdestall Ã¼ber diesen Flurweg zu gewÃ¤hren, ersuchten diese bei­den GrundeigentÃ¼mer am 21. Mai 1999 den Gemeinderat Y, ihren GrundstÃ¼cken Kat. Nrn. 01, 04 und 02 das landwirtschaftliche Wegrecht am Flurweg Kat.Nr. 10 ge­gen ange­messene EntschÃ¤digung zuzusprechen. Der Gemeinderat Y wies das Ge­such am 25. Okto­ber 1999 ab, da der Zugang bereits hinreichend Ã¼ber die Quartier­stra­sse âXâ gewÃ¤hrleistet sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den dagegen von B und C erhobenen Rekurs wies der Bezirks­rat am 21. Sep­tember 2000 vollumfÃ¤nglich ab. Er erwog, die Pflicht zur zwangs­wei­sen EinrÃ¤u­mung eines Wegrechtes bestehe nur, wenn das Ã¶ffentliche Wohl dies erhei­sche und eine gesetzliche Grundlage dafÃ¼r gegeben sei. Zudem mÃ¼sse niemand mehr von seinem Eigen­tum abtreten oder zur VerfÃ¼gung stellen, als dies der Zweck erfordere. Es fehle an den Voraussetzungen fÃ¼r eine zwangsweise EinrÃ¤umung eines Wegrechtes nach § 111 Abs. 2 des kantonalen Landwirtschaftsgesetzes vom 2. September 1979 (Landwirt­schaftsG), da die Pferdehal­tungs­anlage keine landwirtschaftliche Nutzung darstelle und zudem ver­kehrsmÃ¤ssig bereits erschlossen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Beschluss erhoben B und C am 24. Oktober 2000 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragten, der Rekursentscheid sei auf­zuheben und das ersuchte Wegrecht gegen angemessene EntschÃ¤digung einzurÃ¤umen, even­­tuell sei die Sa­che an den Bezirksrat zur ergÃ¤nzenden Untersuchung zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat beantragte am 1. November 2000 die Beschwerde sei voll­umfÃ¤ng­lich abzuweisen und verzichtete im Ãbrigen auf Vernehmlassung. Von den vom Gemein­derat Y zur freigestellten Vernehmlassung eingeladenen Flurweg­eigen­tÃ¼mern Ã¤usserte sich einzig Z, und beantragte mit Eingabe vom 30. November 2000, die Beschwerde sei abzu­lehnen. Ausserdem sei festzustellen, auf welchem GrundstÃ¼ck der Pferdestall tatsÃ¤ch­lich stehe und die Beschwerdeschrift allenfalls als nichtig zu erklÃ¤ren. Der Gemeinderat Y erstattete seine Rekursantwort am 9. Januar 2001 und beantragte, die Beschwerde sei ab­zuweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die vorliegende Beschwerde ist gestÃ¼tzt auf § 41 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zulÃ¤ssig, un­ab­­hÃ¤ngig davon, ob der Bezirksrat die Rekurslegitimation der BeschwerdefÃ¼hrer zu Recht bejaht habe (dazu ErwÃ¤gung 2a), sowie unabhÃ¤ngig davon, ob der von den BeschwerdefÃ¼h­rern angerufene § 111 Abs. 2 LandwirtschaftsG zum kantonalen Ã¶ffentlichen Recht oder zu dem den Kan­to­­nen in den Art. 5 Abs. 1 und Art. 695 des Zivilgesetzbuchs vorbehaltenen Privatrecht ge­hÃ¶rt (dazu ErwÃ¤gung 2b; zum Ganzen vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kom­mentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vor­bem. zu §§ 19-28 N. 96; dazu ErwÃ¤gung 2a).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Zum Rekurs berechtigt ist, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat (§ 21 lit. a VRG).­ Ein schutzwÃ¼rdiges Interesse besteht im materiellen Nutzen, den der erfolgreiche Rekurs den BeschwerdefÃ¼hrern eintragen wÃ¼rde; dabei genÃ¼gt es, wenn die Beein­trÃ¤ch­ti­gung rein tatsÃ¤chlicher Interessen geltend gemacht wird (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 21). Die BeschwerdefÃ¼hrer sind von der Abweisung ihres Gesuchs um GewÃ¤hrung eines land­wirtschaftlichen Wegrechts als EigentÃ¼mer der unmittelbar an die Wegparzelle angrenzen­den GrundstÃ¼cke betroffen. Der Umstand, dass sie wegen dieser Abweisung nach ihrer Dar­stellung eine ungÃ¼nstigere verkehrsmÃ¤ssige Erschliessung in Kauf zu nehmen hÃ¤tten, begrÃ¼ndet ein hinreichendes schutzwÃ¼rdiges Interesse.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Frage, ob § 111 Abs. 2 LandwirtschaftsG dem kantonalen Privatrecht zuzu­rechnen ist, berÃ¼hrt zwar die ZulÃ¤ssigkeit der Beschwerde nicht (vgl. E. 1). Sie ist indessen insofern von Bedeutung, als bei deren Bejahung die ZustÃ¤ndigkeit sowohl des Gemeinde­rates als auch des Bezirksrates ohne weiteres entfiele (§ 1 VRG), wenn nicht eine beson­dere gesetzliche Bestimmung diese ZustÃ¤ndigkeit anders ordnete (§ 3 VRG). Da gemÃ¤ss § 111 Abs. 3 LandwirtschaftsG Ã¼ber die Wegrechte Dritter an Flurwegen der Gemeinderat zu entscheiden hat, liegt eine derartige Spezialbestimmung vor. Damit ist, selbst wenn in § 111 Abs. 2 LandwirtschaftsG ein privates Wegrecht geregelt sein sollte, die ZustÃ¤ndig­keit des Bezirksrates gemÃ¤ss § 152 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 in Verbindung mit § 10 des Gesetzes Ã¼ber die Bezirksverwaltung vom 10. MÃ¤rz 1985 ebenfalls gegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat ist daher zu Recht auf den Rekurs eingetreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die Qualifikation der fraglichen Bestimmung â Ã¶ffentliches Recht oder kantona­les Privatrecht â kÃ¶nnte sodann entscheidend dafÃ¼r sein, nach welchen Kriterien die Norm auszulegen und anzuwenden ist. Als Ã¶ffentlichrechtliche EigentumsbeschrÃ¤nkung unterlÃ¤ge das nachbarliche Wegrecht den Anforderungen und EinschrÃ¤nkungen von Art. 36 der Bun­desverfassung vom 18. April 1999 (BV), insbesondere auch der Voraussetzung eines Ã¶f­fentlichen Interesses und dem Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit, welche Punkte die bei­den Vorinstanzen zur Abweisung des Begehrens veranlassten. DemgegenÃ¼ber orientiert sich die Anwendung einer Bestimmung des kantonalen Privatrechtes grundsÃ¤tzlich an an­deren Kriterien, insbesondere den in Art. 1 ZGB genannten (vgl. § 275 des EinfÃ¼hrungsge­setzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch vom 2. April 1911, EG zum ZGB). Die Frage braucht jedoch im vorliegenden Fall nicht entschieden zu werden, da die Beschwerde oh­nehin aus GrÃ¼nden abzuweisen ist, die unabhÃ¤ngig davon massgebend sind, ob § 111 Abs. 2 LandwirtschaftsG dem kantonalen Privatrecht oder dem Ã¶ffentlichen Recht zuzu­ordnen ist (nachfolgend ErwÃ¤gung 4). Immerhin sei darauf hingewiesen, dass § 180 EG zum ZGB die Bestimmungen Ã¼ber die Flur- und Feldwege sowie diejenigen zur FÃ¶rderung der Landwirtschaft vorbehÃ¤lt. Dies mag darauf hindeuten, dass das im Landwirtschaftsge­setz geregelte nachbarliche Flurwegrecht trotz seiner Einbettung in einen Ã¶ffentlichrechtli­chen Erlass privatrechlicher Natur ist, Ã¤hnlich wie etwa das in § 229 ff. des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) geregelte Hammerschlagsrecht, welches das Verwaltungsgericht ebenfalls dem Immobiliarsachenrecht zuordnet (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 1 N. 22; VGr, 26. Oktober 1990, VB.1990.00078; vgl. allerdings § 218 Abs. 1 PBG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Nach § 111 Abs. 2 LandwirtschaftsG kÃ¶nnen EigentÃ¼mer, deren GrundstÃ¼cke in der NÃ¤he eines Flurweges liegen, verlangen, dass ihnen gegen angemessene EntschÃ¤di­gung ein land- und forstwirtschaftliches Wegrecht eingerÃ¤umt wird; es ist im Grundbuch anzumerken. Nach dem Wortlaut der Bestimmung wird nicht verlangt, dass dieses Grund­stÃ¼ck ein landwirtschaftliches zu sein hat, jedoch beschrÃ¤nkt die Bestimmung den An­spruch in der Weise, als nicht irgendein Wegrecht, sondern nur ein land- oder forstwirt­schaftliches Wegrecht verlangt werden kann. Bereits aus dem Wortlaut ergibt sich dem­nach klar, dass das nachbarliche Recht gemÃ¤ss § 111 Abs. 2 LandwirtschaftsG inhaltlich auf die land- oder forstwirtschaftliche GrundstÃ¼cksnutzung beschrÃ¤nkt ist. Von diesem VerstÃ¤ndnis von § 111 Abs. 2 LandwirtschaftsG ist auch der Bezirksrat in seinem Rekurs­entscheid zu Recht ausgegangen. Die gegenteilige Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrer, wo­nach das Wegrecht zu jeder â auch nicht landwirtschaftlichen â GrundstÃ¼cksnutzung be­rechtige, wenn das in der NÃ¤he des Flurwegs gelegene GrundstÃ¼ck nur ausserhalb der Bau­zone liege und sich grundsÃ¤tzlich fÃ¼r die landwirtschaftliche Nutzung eigne, findet weder im Wortlaut noch im Zweck der Bestimmung eine StÃ¼tze. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Aufgrund der Akten ist anzunehmen, dass die fraglichen GrundstÃ¼cke heute nicht landwirtschaftlich beworben sind, sondern gesamthaft einer von der Baudirektion als nicht landwirtschaftszonenkonform beurteilten Pferdehaltungsanlage mit Weiden und Auslauf­gehege dienen. Die BeschwerdefÃ¼hrer wollen das strittige Wegrecht auch gar nicht zu landwirtschaftlichen Zwecken, sondern tatsÃ¤chlich nur fÃ¼r die Bewirtschaftung dieser Pfer­dehaltungsanlage beanspruchen. In ihrem Begehren haben sie explizit ausge­fÃ¼hrt, fÃ¼r die sachgerechte Erschliessung des Pferdestalls auf das anbegehrte Wegrecht an­gewiesen zu sein. Zur Illustration ihrer Interessenlage fÃ¼hren sie auch in der BeschwerdebegrÃ¼ndung aus, der bestehende Zufahrtsweg sei im Winter hÃ¶chstens mit einem Traktor, nicht aber mit Pferdetransportern befahrbar. Auch die Nutzung der GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 04 und 01 als Wiesland steht offensichtlich im Zu­sammenhang mit der Pferdehaltungsanlage, die ihrer­seits nicht etwa zu einem Landwirt­schaftsbetrieb gehÃ¶rt. Dass die BeschwerdefÃ¼hrer, die selber nicht Landwirte sind, diese Wiesen zur Bewirtschaftung tatsÃ¤chlich auch mit land­wirtschaftlichen Maschinen befahren, haben sie jedenfalls nicht behauptet. Nichts anderes ergibt sich Ã¼brigens auch aus dem Um­stand, dass die BeschwerdefÃ¼hrer die EinschrÃ¤nkung akzeptierten, wie sie der Kanton ZÃ¼­rich als EigentÃ¼mer eines GrundstÃ¼ckes fÃ¼r die Rechts­gewÃ¤hrung formuliert hatte. Dessen Zustimmung war zwar ausdrÃ¼cklich auf die landwirt­schaftliche Bewirtschaftung der be­rechtigten GrundstÃ¼cke beschrÃ¤nkt, jedoch war die Fi­nanzdirektion dabei offenbar gerade irrtÃ¼mlich davon ausge­gangen, die Bewirtschaftung des Stalls auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 02 stelle eine solche landwirtschaftliche Nutzung dar.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Abweisung des Gesuches durch den Gemeinde- und den Bezirksrat ist daher rechtens. Deshalb liegt auch im Umstand, dass der Bezirksrat ohne weitere AbklÃ¤rung der VerhÃ¤ltnisse und insbesondere ohne DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins entschieden hat, von vornherein keine GehÃ¶rsverletzung. Die Beschwerde ist demgemÃ¤ss abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>