<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00214</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=220199&amp;W10_KEY=13013484&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00214</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 04.05.2020</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz. Keine Vereinigung mit dem Beschwerdeverfahren VB.2020.00182 (E. 1.2). Soweit die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin den haftrichterlichen Entscheid auch insofern anficht, als dieser das von ihr gestellte Wiedererwägungsgesuch abgewiesen hatte, soweit er darauf eingetreten war, mangelt es der Beschwerde an einer Begründung (E. 1.3). Soweit die Beschwerdeführerin das Verwaltungsgericht um Anordnung von Schutzmassnahmen zulasten des Beschwerdegegners 2 ersucht, ist mangels Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts hierfür auf die Beschwerde ebenfalls nicht einzutreten (E. 1.4). Für das vorliegende Verfahren massgeblich sind vornehmlich die Geschehnisse vom 13. März 2020, die zur Anordnung der Schutzmassnahmen gemäss der Verfügung der Beschwerdegegnerin 1 vom 14. März 2020 führten. Der Haftrichter ging daher bei der Beurteilung, ob ein Fall von häuslicher Gewalt vorliegt und von einer Fortdauer der Gefährdung des Beschwerdegegners 2 auszugehen ist, zu Recht von diesem Vorfall aus. Dass er die diesbezüglichen Aussagen der Parteien auf ihre Glaubhaftigkeit prüfte, ist ebenso wenig zu beanstanden. Den früheren Vorfällen mass er dagegen richtigerweise weniger Gewicht zu. Sodann begründete der Haftrichter nachvollziehbar, weshalb er die Aussagen des Beschwerdegegners 2 und damit dessen Gefährdung für glaubhaft erachtete und infolgedessen den Beschwerdegegner 2 als gefährdete und die Beschwerdeführerin als gefährdende Person einstufte, zumal ihre Angaben zahlreiche Widersprüche aufweisen. Nicht zu beanstanden ist schliesslich, dass der Haftrichter aufgrund der äusserst angespannten und von zahlreichen verbalen und physischen Auseinandersetzungen geprägten Situation zwischen den Parteien und der neuerdings unvermittelt angewandten Gewalt der Beschwerdeführerin von einem Fortbestand der Gefährdung des Beschwerdegegners 2 ausging, der eine Verlängerung der Schutzmassnahmen um die Höchstdauer von drei Monaten rechtfertigte (E. 3.3). Abweisung, soweit Eintreten.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFÃHRDETE PERSON">GEFÃHRDETE PERSON</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWALTSCHUTZMASSNAHMEN">GEWALTSCHUTZMASSNAHMEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLAUBHAFTIGKEIT">GLAUBHAFTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLAUBWÃRDIGKEIT">GLAUBWÃRDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONTAKTVERBOT">KONTAKTVERBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT">POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RAYONVERBOT">RAYONVERBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VEREINIGUNG VON VERFAHREN">VEREINIGUNG VON VERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERLÃNGERUNG">VERLÃNGERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEGWEISUNG">WEGWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERSPRUCH">WIDERSPRUCH</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 10 Abs. I GSG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=46871" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00214</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">4. Mai 2020</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Rudolf Bodmer, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Cyrill Bienz.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">A, vertreten durch RA B,</p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrerin, </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">1. Kantonspolizei ZÃ¼rich, <br/> Fachstelle HÃ¤usliche Gewalt, </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">2. C, vertreten durch RA D </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegnerschaft, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A und C sind seit dem Jahr 2011 verheiratet. Sie wohnen mit ihrem Sohn E (geb. â¦ 2009) in einem Einfamilienhaus in F. Schon seit lÃ¤ngerer Zeit leben sie jedoch im selben Haus getrennt bzw. in eigenen Zimmern.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 6. MÃ¤rz 2020 ordnete die Kantonspolizei ZÃ¼rich in Anwendung des Gewaltschutzgesetzes vom 19. Juni 2006 (GSG) gegenÃ¼ber A fÃ¼r die Dauer von jeweils 14 Tagen Schutzmassnahmen an, nÃ¤mlich die Wegweisung aus dem Einfamilienhaus in F, Rayonverbote betreffend dieses und das Schulhaus von E in G sowie Kontaktverbote zu C und E. Wie von A beantragt, hob der Haftrichter am Bezirksgericht H die Schutzmassnahmen mit VerfÃ¼gung vom 13. MÃ¤rz 2020 (GeschÃ¤ftsnummer 01) jedoch per sofort auf (Dispositivziffer 1). Auf das Gesuch von A um Anordnung von Schutzmassnahmen zu ihren Gunsten und zulasten von C trat er demgegenÃ¼ber nicht ein (Dispositivziffer 2). Eine ParteientschÃ¤digung sprach er A nicht zu (Dispositivziffer 4). </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 14. MÃ¤rz 2020 ordnete die Kantonspolizei gegenÃ¼ber A abermals Massnahmen gemÃ¤ss Gewaltschutzgesetz an. FÃ¼r die Dauer von jeweils 14 Tagen wies sie A aus dem Einfamilienhaus in F weg und auferlegte ihr ein dieses betreffendes Rayonverbot sowie ein Kontaktverbot zu C.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit Eingabe vom 16. MÃ¤rz 2020 ersuchte A den Haftrichter am Bezirksgericht H um gerichtliche Beurteilung bzw. Aufhebung der mit VerfÃ¼gung vom 14. MÃ¤rz 2020 angeordneten Schutzmassnahmen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von C. Dieser beantragte dem Haftrichter seinerseits mit Eingabe vom 18. MÃ¤rz 2020 die VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen um drei Monate. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Ebenfalls am 18. MÃ¤rz 2020 erhob A beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen die VerfÃ¼gung des Haftrichters vom 13. MÃ¤rz 2020 und beantragte damit die Aufhebung der Dispositivziffern 2 und 4. Daraufhin erÃ¶ffnete das Verwaltungsgericht das Beschwerdeverfahren mit der GeschÃ¤ftsnummer VB.2020.00182.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 19. MÃ¤rz 2020 vereinigte der Haftrichter die beiden Verfahren betreffend gerichtliche Beurteilung der VerfÃ¼gung vom 14. MÃ¤rz 2020 und VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen. Am 23. MÃ¤rz 2020 hÃ¶rte er die Parteien persÃ¶nlich an. Mit VerfÃ¼gung vom 23. MÃ¤rz 2020 (GeschÃ¤ftsnummer 02) wies der Haftrichter das von A anlÃ¤sslich der AnhÃ¶rung gestellte Gesuch um WiedererwÃ¤gung der VerfÃ¼gung vom 13. MÃ¤rz 2020 ab, soweit er darauf eintrat (Dispositivziffer 1). Das Gesuch von A um Aufhebung der Schutzmassnahmen wies der Haftrichter ebenfalls ab (Dispositivziffer 2), wÃ¤hrend er das Gesuch von C guthiess und die Schutzmassnahmen um drei Monate bis 28. Juni 2020 verlÃ¤ngerte (Dispositivziffer 3). Die Verfahrenskosten auferlegte er A (Dispositivziffer 5). ParteientschÃ¤digungen sprach er keine zu (Dispositivziffer 6).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit Beschwerde vom 30. MÃ¤rz 2020 gelangte A an das Verwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung der VerfÃ¼gung des Haftrichters vom 23. MÃ¤rz 2020. Das Verfahren sei mit dem Beschwerdeverfahren VB.2020.00182 zu vereinigen. Sodann sei C aus dem gemeinsamen Haus wegzuweisen und ihm fÃ¼r die Dauer von drei Monaten ein Verbot des persÃ¶nlichen Kontakts zu ihr â A â sowie ein Rayonverbot entsprechend der Planbeilage der VerfÃ¼gung der Kantonspolizei vom 14. MÃ¤rz 2020 aufzuerlegen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von C. Das Verwaltungsgericht erÃ¶ffnete daraufhin das vorliegende Beschwerdeverfahren mit der GeschÃ¤ftsnummer VB.2020.00214.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Eingabe vom 6. April 2020 verzichtete der Haftrichter auf Vernehmlassung zur Beschwerde vom 30. MÃ¤rz 2020. C beantragte mit Beschwerdeantwort vom 9. April 2020, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von A sei die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit Urteil vom 20. April 2020 wies das Verwaltungsgericht die von A am 18. MÃ¤rz 2020 erhobene Beschwerde ab (GeschÃ¤ftsnummer VB.2020.00182).</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>A verzichtete am 23. April 2020 telefonisch auf eine weitere Stellungnahme im vorliegenden Beschwerdeverfahren. Am 30. April 2020 nahm sie persÃ¶nlich am Verwaltungsgericht Einsicht in die Akten. Die Kantonspolizei liess sich jeweils nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>GemÃ¤ss § 11a Abs. 1 GSG ist das Verwaltungsgericht fÃ¼r die Beurteilung von Beschwerden gegen Entscheide des Haftrichters in Angelegenheiten des Gewaltschutzgesetzes zustÃ¤ndig. Beschwerden im Bereich dieses Erlasses werden von der Einzelrichterin oder dem Einzelrichter behandelt, sofern sie nicht wegen grundsÃ¤tzlicher Bedeutung der Kammer Ã¼berwiesen werden (§ 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 4 und Abs. 2 in Verbindung mit § 43 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Dies ist vorliegend nicht der Fall, sodass der Einzelrichter zum Entscheid berufen ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Von einer Vereinigung mit dem mit Urteil vom 20. April 2020 mittlerweile erledigten Beschwerdeverfahren VB.2020.00182 war abzusehen, da es aufgrund der unterschiedlichen Sachverhalts- und Rechtsfragen prozessÃ¶konomisch nicht sinnvoll erschien, mit einem Entscheid im Verfahren VB.2020.00182 zuzuwarten (vgl. Martin Bertschi/Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], Vorbemerkungen zu §§ 4â31 N. 60). Gleichwohl finden die UmstÃ¤nde, die zur Anordnung der Schutzmassnahmen gemÃ¤ss der VerfÃ¼gung der Beschwerdegegnerin 1 vom 6. MÃ¤rz 2020 fÃ¼hrten (vorn I.B.), im vorliegenden Verfahren ebenfalls Beachtung, zumal der Haftrichter die entsprechenden Akten der Beschwerdegegnerin 1 beizog und sie in den ErwÃ¤gungen seiner VerfÃ¼gung vom 23. MÃ¤rz 2020 berÃ¼cksichtigte (unten E. 3.2 f.).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Die anwaltlich vertretene BeschwerdefÃ¼hrerin beantragte die (vollumfÃ¤ngliche Aufhebung) des Urteils vom 23. MÃ¤rz 2020 und damit auch von dessen Dispositivziffer 1, womit der Haftrichter das von ihr gestellte Gesuch um WiedererwÃ¤gung der VerfÃ¼gung vom 13. MÃ¤rz 2020 abgewiesen hatte, soweit er darauf eingetreten war. In der BeschwerdebegrÃ¼ndung setzt sich die BeschwerdefÃ¼hrerin mit den diesbezÃ¼glichen ErwÃ¤gungen der angefochtenen VerfÃ¼gung indes in keiner Weise auseinander, weshalb auf die Beschwerde insofern nicht einzutreten ist (vgl. § 54 Abs. 1 VRG; Alain Griffel, Kommentar VRG, § 54 N. 1 in Verbindung mit § 23 N. 8, 17 ff.).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.4 </b>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin das Verwaltungsgericht um Anordnung einer Wegweisung, eines Kontakt- und eines Rayonverbots zulasten des Beschwerdegegners 2 ersucht, ist auf die Beschwerde ebenfalls nicht einzutreten. Als Rechtsmittelinstanz ist das Verwaltungsgericht nicht zustÃ¤ndig, anstelle der Polizei bzw. erstinstanzlich Gewaltschutzmassnahmen anzuordnen (VGr, 23. Januar 2019, VB.2018.00822, E. 1.2; 12. Dezember 2017, VB.2017.00752, E. 4; 3. August 2016, VB.2016.00403, E. 5.5). </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Massnahmen, die sich auf das Gewaltschutzgesetz stÃ¼tzen, werden im Ã¶ffentlichen Interesse zum Schutz gefÃ¤hrdeter Personen und zur Entspannung einer hÃ¤uslichen Gewaltsituation angeordnet (statt vieler VGr, 12. Dezember 2019, VB.2019.00755, E. 2.1, mit Hinweis auf BGE 134 I 140 E. 2). HÃ¤usliche Gewalt liegt vor, wenn eine Person in einer bestehenden oder einer aufgelÃ¶sten familiÃ¤ren oder partnerschaftlichen Beziehung in ihrer kÃ¶rperlichen, sexuellen oder psychischen IntegritÃ¤t verletzt oder gefÃ¤hrdet wird. Dies kann durch AusÃ¼bung oder Androhung von Gewalt oder durch mehrmaliges BelÃ¤stigen, Auflauern oder Nachstellen der Fall sein (§ 2 Abs. 1 lit. a und b GSG). Liegt hÃ¤usliche Gewalt vor, stellt die Polizei den Sachverhalt fest und ordnet umgehend die zum Schutz der gefÃ¤hrdeten Personen notwendigen Massnahmen an (§ 3 Abs. 1 GSG). So kann die Polizei die gefÃ¤hrdende Person aus der Wohnung oder dem Haus weisen, ihr untersagen, von der Polizei bezeichnete, eng umgrenzte Gebiete zu betreten, und ihr auch verbieten, mit den gefÃ¤hrdeten und diesen nahestehenden Personen in irgendeiner Form Kontakt aufzunehmen (§ 3 Abs. 2 lit. aâc GSG). Die Schutzmassnahmen gelten wÃ¤hrend 14 Tagen ab Mitteilung an die gefÃ¤hrdende Person (§ 3 Abs. 3 Satz 1 GSG). Die gefÃ¤hrdende Person kann ein Gesuch um gerichtliche Beurteilung stellen (§ 5 Satz 1 GSG). Die gefÃ¤hrdete Person ihrerseits kann beim Gericht um VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen ersuchen (§ 6 Abs. 1 GSG). Dieses entscheidet innert vier Arbeitstagen Ã¼ber solche Gesuche (§ 9 Abs. 1 GSG). Es stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest und fordert unverzÃ¼glich die polizeilichen Akten und, sofern ein Strafverfahren eingeleitet wurde, jene der Strafuntersuchung an (§ 9 Abs. 2 Satz 1 GSG). Das Gericht hÃ¶rt die Gesuchsgegnerin oder den Gesuchsgegner nach MÃ¶glichkeit an. Es kann auch eine AnhÃ¶rung der Gesuchstellerin oder des Gesuchstellers anordnen (§ 9 Abs. 3 SÃ¤tze 1 und 2 GSG). Das Gericht heisst das VerlÃ¤ngerungsgesuch gut, wenn der Fortbestand der GefÃ¤hrdung glaubhaft ist (§ 10 Abs. 1 Satz 1 GSG). Die gerichtlich verfÃ¼gten Schutzmassnahmen dÃ¼rfen insgesamt drei Monate nicht Ã¼bersteigen (§ 6 Abs. 3 GSG).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Im Zusammenhang mit der VerlÃ¤ngerung bzw. NichtverlÃ¤ngerung von Schutzmassnahmen steht dem Haftrichter ein relativ grosser Beurteilungsspielraum zu. Zum einen kann sich dieser im Rahmen der persÃ¶nlichen AnhÃ¶rung der Parteien einen umfassenden Eindruck von der Situation machen, wÃ¤hrend das Verwaltungsgericht aufgrund der Akten zu entscheiden hat. Zum anderen greift Letzteres nur im Fall von Rechtsverletzungen im Sinn von <span>§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a und lit. b VRG</span> ein, nicht aber bei blosser Unangemessenheit. Ferner genÃ¼gt wie erwÃ¤hnt bereits die Glaubhaftmachung des Fortbestands einer GefÃ¤hrdung. Demnach rechtfertigt sich eine gewisse ZurÃ¼ckhaltung bei der Beurteilung der vorinstanzlichen WÃ¼rdigung (statt vieler VGr, 12. Dezember 2019, VB.2019.00755, E. 2.4).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Beschwerdegegnerin 1 begrÃ¼ndete die Anordnung der Schutzmassnahmen damit, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin am 13. MÃ¤rz 2020, um ca. 21.50 Uhr, das Schlafzimmer des auf einer Matratze auf dem Boden liegenden Beschwerdegegners 2 betreten und diesen mindestens einmal mit dem Fuss ins Gesicht getreten habe. Der Beschwerdegegner 2 sei dabei nicht verletzt worden.</p> <p class="Erwgung2">GemÃ¤ss dem Rapport der Beschwerdegegnerin 1 vom 14. MÃ¤rz 2020 habe sich die BeschwerdefÃ¼hrerin, nachdem ihr erÃ¶ffnet worden sei, dass ihr gegenÃ¼ber Schutzmassnahmen ausgesprochen wÃ¼rden, vollstÃ¤ndig ausgezogen, geschrien und heftig getobt. Erst nach mehreren Minuten sei sie bereit gewesen, den Pyjama wieder anzuziehen. Nach lÃ¤ngeren Diskussionen habe sich die BeschwerdefÃ¼hrerin dann vom ersten Stock in die KÃ¼che begeben, von wo sie, da sie in Griffweite eines Messerblocks gelangt sei, mit sanftem Druck habe "weggeschoben" werden mÃ¼ssen. Daraufhin habe sich die BeschwerdefÃ¼hrerin zu Boden fallen lassen, geschrien und getobt. Nachdem die mehrminÃ¼tigen Beruhigungsversuche erfolglos geblieben seien und das Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin immer unkontrollierter geworden sei, habe man sich entschlossen, ihr Handschellen anzulegen. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin dabei bewusstlos geworden sei, habe man die Handschellen indes wieder umgehend entfernt. Nach ca. zehn Minuten sei sie wieder zu sich gekommen. Die ausgerÃ¼ckte SanitÃ¤t habe sie anschliessend in das Spital I gebracht. GemÃ¤ss demselben Rapport sei E anlÃ¤sslich der kurzen Befragung sehr aufgewÃ¼hlt und nervÃ¶s gewesen. Die Frage, was passiert sei, habe er zunÃ¤chst nicht beantworten wollen. Auf Nachfrage habe er angegeben, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin den Beschwerdegegner 2 zwei- bis dreimal getreten habe, als dieser am Boden gelegen sei. Danach habe ihn die BeschwerdefÃ¼hrerin aus dem Bett gezogen. Es komme oft zu Streit zwischen seinen Eltern. E â so die Beschwerdegegnerin 1 â sei offensichtlich unter grossem Druck gestanden, da er weder seinen Vater noch seine Mutter habe belasten wollen. Es sei davon auszugehen, dass er von beiden Elternteilen in Bezug auf sein Aussageverhalten beeinflusst, allenfalls sogar instruiert worden sei.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b>Der Haftrichter erwog in der VerfÃ¼gung vom 23. MÃ¤rz 2020, zwischen den Parteien bestehe seit lÃ¤ngerer Zeit eine sehr belastende Konfliktsituation, welche sie zu Ã¼berfordern scheine und sich in einem beidseitigen Trennungswunsch offenbare. Bei der WÃ¼rdigung der Aussagen der Parteien sei zu berÃ¼cksichtigen, dass es bereits am 5. MÃ¤rz 2020 zu einem Vorfall zwischen ihnen gekommen sei, der Schutzmassnahmen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin nach sich gezogen habe. Mit VerfÃ¼gung vom 13. MÃ¤rz 2020 seien die Schutzmassnahmen wieder aufgehoben worden, da damals nicht habe <span>geklÃ¤rt werden kÃ¶nnen, ob die Schilderungen der BeschwerdefÃ¼hrerin oder diejenigen des Beschwerdegegners 2 glaubhafter gewesen seien und sich der Beschwerdegegner 2 dahingehend geÃ¤ussert habe, dass er sich nicht gefÃ¤hrdet gefÃ¼hlt habe (vgl. vorn I.B.). Bei der Aussagebeurteilung in Bezug auf den aktuellsten Vorfall ergebe sich nun ein anderes Bild. Die Parteien hÃ¤tten den Ã¤usseren Ablauf der Ereignisse vom 13. MÃ¤rz 2020 bis auf die VorgÃ¤nge im Schlafzimmer des Beschwerdegegners 2 weitgehend Ã¼bereinstimmend geschildert, und im Gegensatz zu den Ã¤lteren VorfÃ¤llen habe die BeschwerdefÃ¼hrerin diesmal nicht geltend gemacht, vom Beschwerdegegner 2 kÃ¶rperlich angegriffen worden zu sein.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Aussagen der BeschwerdefÃ¼hrerin seien insofern widersprÃ¼chlich, als sie gegenÃ¼ber der Polizei noch die Vermutung geÃ¤ussert habe, dass der Beschwerdegegner 2 dem Sohn gesagt habe, dass sie ihn â den Beschwerdegegner 2 â schlage. AnlÃ¤sslich der gerichtlichen AnhÃ¶rung habe sie nun ausgefÃ¼hrt, dass sie dies gehÃ¶rt habe, und dies damit erklÃ¤rt, letzte Woche den Vorfall nochmals in Erinnerung gerufen zu haben, weswegen sie heute wisse, es gehÃ¶rt zu haben. Im umstrittenen Kerngeschehen mache die BeschwerdefÃ¼hrerin ein Missgeschick ihrerseits geltend und betone, mit ihrem Fuss lediglich die am Boden vor dem Bett liegende Matratze berÃ¼hrt zu haben. Folge man ihrer Darstellung, verwundere ihr nachfolgendes Verhalten beim zeitnahen Eintreffen der Polizei (vgl. vorn E. 3.1.2). Dieses erscheine bei gleichzeitiger Behauptung einer zwar nicht in diesem Moment, aber grundsÃ¤tzlichen GefÃ¤hrdung durch den Beschwerdegegner 2 nicht nachvollziehbar und lasse sich auch nicht allein mit der am 7. MÃ¤rz 2020 Ã¤rztlich attestierten "schwerwiegenden psychisch akuten Belastungssituation mit SchlafstÃ¶rungen" sowie entsprechender Medikamenteneinnahme begrÃ¼nden. Vielmehr spreche das Verhalten fÃ¼r die Darstellung des Beschwerdegegners 2, wonach er von der BeschwerdefÃ¼hrerin absichtlich mit dem Fuss getreten worden sei. Auch bei seinen Aussagen seien jedoch gewisse Vorbehalte zu machen. So sei trotz des geringen KÃ¶rpergewichts der BeschwerdefÃ¼hrerin wenig nachvollziehbar, dass bei der vom Beschwerdegegner 2 beschriebenen Heftigkeit des Tritts fÃ¼r die zeitnah erschienenen Polizisten keinerlei Spuren von Verletzungen ersichtlich gewesen seien. Sodann habe der Beschwerdegegner 2 in der polizeilichen Einvernahme angegeben, sich nicht sicher zu sein, ob er nur einmal oder mehrere Male getreten worden sei. Diesen Umstand habe er an der AnhÃ¶rung vom 23. MÃ¤rz 2020 damit erklÃ¤rt, dass er nur einen Tritt wahrgenommen, aufgrund der ErzÃ¤hlungen des Sohnes bei der Polizei jedoch ausgesagt habe, es seien mehrere Tritte gewesen. Die Darstellung des Beschwerdegegners 2 werde â so der Haftrichter weiter â indes von den Aussagen von E gegenÃ¼ber den Polizisten gestÃ¼tzt. Insgesamt bestÃ¼nden somit objektive Anhaltspunkte, welche die Schilderungen des Beschwerdegegners 2 als glaubhafter erscheinen liessen als diejenigen der BeschwerdefÃ¼hrerin.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Sodann habe der Beschwerdegegner 2 verstÃ¤ndlich begrÃ¼ndet, weshalb er sich im Gegensatz zu den frÃ¼heren VorfÃ¤llen nunmehr unsicher fÃ¼hle und von einer neuen Gewaltbereitschaft der BeschwerdefÃ¼hrerin ausgehe, habe doch bei dem Vorfall vom 13. MÃ¤rz 2020 gemÃ¤ss seinen Aussagen keinerlei verbale Auseinandersetzung stattgefunden. Die im VerlÃ¤ngerungsgesuch geltend gemachte GefÃ¤hrdung sei somit genÃ¼gend glaubhaft dargetan. Dass der Beschwerdegegner 2 der BeschwerdefÃ¼hrerin kÃ¶rperlich Ã¼berlegen sei, sei insofern irrelevant, als mit den Schutzmassnahmen gerade vermieden werden solle, dass sich die gefÃ¤hrdete Person wehren mÃ¼sse. Ein Fortbestand der GefÃ¤hrdung des Beschwerdegegners 2 sei folglich auch Ã¼ber den 28. MÃ¤rz 2020 hinaus glaubhaft, und die Schutzmassnahmen gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin seien deshalb um drei Monate zu verlÃ¤ngern.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b>Was die BeschwerdefÃ¼hrerin vorbringt, vermag die ErwÃ¤gungen des Haftrichters nicht infrage zu stellen. FÃ¼r das vorliegende Verfahren massgeblich sind vornehmlich die Geschehnisse vom Abend des 13. MÃ¤rz 2020, die zur Anordnung der Schutzmassnahmen gemÃ¤ss der VerfÃ¼gung der Beschwerdegegnerin 1 vom 14. MÃ¤rz 2020 fÃ¼hrten. Der Haftrichter ging daher bei der Beurteilung, ob ein Fall von hÃ¤uslicher Gewalt vorliegt und von einer Fortdauer der GefÃ¤hrdung des Beschwerdegegners 2 auszugehen ist, zu Recht von diesem Vorfall aus. Dass er die <i>diesbezÃ¼glichen</i> Aussagen der Parteien auf ihre Glaubhaftigkeit prÃ¼fte, ist ebenso wenig zu beanstanden. Den frÃ¼heren VorfÃ¤llen, namentlich auch denjenigen, die der VerfÃ¼gung der Beschwerdegegnerin 1 vom 6. MÃ¤rz 2020 zugrunde lagen, und den entsprechenden Angaben der Parteien dazu mass er dagegen richtigerweise weniger Gewicht zu. Wie soeben dargelegt, liess er jedoch auch diese nicht unberÃ¼cksichtigt. Von einer willkÃ¼rlichen Sachverhaltsfeststellung kann jedenfalls nicht gesprochen werden, ebenso wenig von einer Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs der BeschwerdefÃ¼hrerin. Im Ãbrigen ist festzuhalten bzw. zu wiederholen, dass es vorliegend zu beurteilen galt bzw. gilt, ob der Beschwerdegegner 2 â und nicht die BeschwerdefÃ¼hrerin â Opfer hÃ¤uslicher Gewalt wurde und die zu seinen Gunsten angeordneten Schutzmassnahmen aufgrund eines glaubhaft gemachten GefÃ¤hrdungsfortbestands zu verlÃ¤ngern waren (vgl. vorn E. 1.3).</p> <p class="Erwgung2">Nach einer umfassenden WÃ¼rdigung der Darstellungen der Parteien vor Polizei und Gericht begrÃ¼ndete der Haftrichter nachvollziehbar, weshalb er diejenigen des Beschwerdegegners 2 und damit dessen GefÃ¤hrdung fÃ¼r glaubhaft erachtete und infolgedessen ungeachtet der markanten kÃ¶rperlichen Unterschiede den Beschwerdegegner 2 als gefÃ¤hrdete und die BeschwerdefÃ¼hrerin als gefÃ¤hrdende Person einstufte. Angesichts des Umstands, dass sich der Haftrichter anlÃ¤sslich der AnhÃ¶rung einen persÃ¶nlichen Eindruck von den Parteien verschaffen konnte, und im Hinblick auf die vom Verwaltungsgericht auszuÃ¼bende ZurÃ¼ckhaltung bei der Beurteilung seiner WÃ¼rdigung (vorn E. 2.2), ist diese Schlussfolgerung im Ergebnis nicht zu beanstanden. Auch wenn die Angaben des Beschwerdegegners 2 in Bezug auf die Anzahl und die Heftigkeit des Trittes (bzw. der Tritte) â Letzteres aufgrund der fehlenden Verletzungss<span>puren </span>â Zweifel aufwerfen, so erscheinen sie doch insgesamt konsistenter als die Aussagen der BeschwerdefÃ¼hrerin. Zwar lassen sich die persÃ¶nlichen Angaben von E nur bedingt zur StÃ¼tzung des Beschwerdegegners 2 heranziehen, nachdem die Beschwerdegegnerin 1 rapportierte, er sei wohl â von beiden Elternteilen â bezÃ¼glich seines Aussageverhaltens beeinflusst worden (vorn E. 3.1). Hingegen erscheint die erstmals anlÃ¤sslich der haftrichterlichen AnhÃ¶rung so geÃ¤usserte Behauptung der BeschwerdefÃ¼hrerin, sie habe gehÃ¶rt, wie der Beschwerdegegner 2, noch bevor er nach dem angeblichen Tritt das Haus verlassen habe, E gesagt habe, sie habe ihn getreten, damit er dies der Polizei erzÃ¤hle, tatsÃ¤chlich wenig glaubhaft. Dem Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin nach dem Eintreffen der Polizei kann hinsichtlich der Frage der GlaubwÃ¼rdigkeit der Parteien wiederum nur eine untergeordnete Bedeutung zukommen, ist doch nicht ersichtlich, inwiefern dieses fÃ¼r oder gegen eine Partei sprechen kÃ¶nnte. Zwar wird hierfÃ¼r eine momentane akute Ãberlastung der BeschwerdefÃ¼hrerin verantwortlich gewesen sein. Deren Ursache dÃ¼rfte aber wiederum im Erscheinen der Polizei bzw. den drohenden erneuten Schutzmassnahmen liegen und muss nicht zwingend mit dem geltend gemachten Tritt an und fÃ¼r sich im Zusammenhang stehen. FÃ¼r die Beurteilung der GlaubwÃ¼rdigkeit von entscheidender Bedeutung sind jedenfalls die widersprÃ¼chlichen Schilderungen der BeschwerdefÃ¼hrerin in Bezug auf das Geschehen im Schlafzimmer des Beschwerdegegners 2. GegenÃ¼ber der Polizei sagte sie noch aus, sie habe die TÃ¼re des Schlafzimmers geÃ¶ffnet und E (im Bett liegen) gesehen. Vor dem Bett auf dem Boden habe eine Matratze gelegen. Weil es im Zimmer dunkel gewesen sei, sei ihr nicht aufgefallen, dass darauf jemand liege. Weil sie zu ihrem Kind habe gehen wollen, sei sie vorsichtig Ã¼ber die Matratze gestiegen und habe deren Rand mit dem Fuss berÃ¼hrt, woraufhin auch schon der Beschwerdegegner 2 von der Matratze aufgesprungen sei. In ihrem Gesuch um gerichtliche Beurteilung fÃ¼hrte sie aus, sie habe gesehen, wie E im Bett des Beschwerdegegners 2 geschlafen habe. Sie sei zum Bett gegangen und Ã¼ber die davorliegende Matratze "gestolpert", wo der Beschwerdegegner 2 gelegen habe, den sie zuvor aber nicht gesehen habe. Sie habe nicht die Absicht gehabt, den Beschwerdegegner 2 zu treten. In der haftrichterlichen AnhÃ¶rung gab die BeschwerdefÃ¼hrerin an, Ã¼ber die Matratze, wo der Beschwerdegegner 2 geschlafen habe und welche sie nicht gesehen habe, gestolpert zu sein, desgleichen in der Beschwerde. Der Beschwerdegegner 2 wendet zu Recht ein, dass es nicht glaubhaft ist, wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin behauptet, in der Dunkelheit zwar den im Bett liegenden Sohn bzw. dessen Haare gesehen zu haben, nicht jedoch, wie er auf der Matratze vor dem Bett gelegen habe, ebenso wenig, wenn sie bei der Polizei noch vorgab, ihn nicht berÃ¼hrt zu haben, um danach von einem Missgeschick zu sprechen, bei dem er sich keinerlei Verletzungen zugezogen habe. Die Angaben des Beschwerdegegners 2 sind demgegenÃ¼ber â mit der bereits erwÃ¤hnten Ausnahme was die Anzahl der Tritte betrifft â in diesem Zusammenhang konstant, indem er stets geltend machte, er habe sich vor dem Tritt gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin zu erkennen gegeben.</p> <p class="Urteilstext">Nicht zu beanstanden ist schliesslich, dass der Haftrichter aufgrund der seit lÃ¤ngeren Zeit Ã¤usserst angespannten und von zahlreichen verbalen und physischen Auseinandersetzungen geprÃ¤gten Situation zwischen den Parteien, der mit VerfÃ¼gung vom 13. MÃ¤rz 2020 eben gerade aufgehobenen Schutzmassnahmen zugunsten des Beschwerdegegners 2 und der neuerdings unvermittelt angewandten Gewalt der BeschwerdefÃ¼hrerin von einem Fortbestand der GefÃ¤hrdung des Beschwerdegegners 2 ausging, der eine VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen um die HÃ¶chstdauer von drei Monaten rechtfertigte. Eine rechtsverletzende AusÃ¼bung seines Ermessens kann dem Haftrichter insofern jedenfalls nicht vorgeworfen werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Diese ist sodann zu verpflichten, dem Beschwerdegegner 2 eine ParteientschÃ¤digung zu bezahlen, wobei sich Fr. 1'200.- (zuzÃ¼glich 7,7 % Mehrwertsteuer) als angemessen erweisen. Aufgrund ihres Unterliegens steht ihr selbst keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Die Beschwerdegegnerin 1 hat keine solche beantragt.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'400.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 180.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 1'580.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner 2 eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'200.- zuzÃ¼glich 7,7 % Mehrwertsteuer, total Fr. 1292.40, zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Urteils.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>