B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-2082/2014 U r t e i l v o m 9 . J u l i 2 0 1 4 Besetzung Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), Richter Jérôme Candrian, Richter Jürg Steiger, Gerichtsschreiberin Tanja Petrik-Haltiner. Parteien A._______, (…), Beschwerdeführer, gegen Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich), Rechtsdienst, Rämistrasse 101, 8092 Zürich, Beschwerdegegnerin, und ETH-Beschwerdekommission, Postfach 6061, 3001 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Beendigung befristetes Arbeitsverhältnis; Rückgabe Laptop; Nichtigkeit Verfügung. A-2082/2014 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______ wurde per (…) an der Eidgenössischen Techni schen Hoc h- schule Zürich (ETHZ) als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt, um am Lehrstuhl von B._______ (…) das Projekt (…) unter der Leitung von C._______ im Rahmen seiner Dissertation zu bearbeiten. Die ursprüng- lich auf ein Jahr befristete Anstellung bei der ETHZ wurde im (…) um ein Jahr bis zum (…) verlängert. B._______ teilte seinem Doktoranden mit Schreiben vom (…) unter Be- zugnahme auf das Personalgespräch vom (…) mit, dass aufgrund unlö s- barer Probleme innerhalb der Arbeits- bzw. Forschungsgruppe eine weite- re Verlängerung der befristeten Anstellung über den (…) hinaus nicht möglich sei. A._______ wurde am (…) per sofort freigestellt. Ausserdem trat B._______ als Betreuer der Doktorarbeit von A._______ zurück, worüber Letzterer mit Schreiben des Pror ektors für das Doktorat vom (…) informiert wurde. Eine Exmatrikulation erfolgte nicht; vielmehr teilte der Prorektor für das Dokto rat A._______ mit Schreiben vom (…) mit, ihm werde bis zum (…) Zeit für die Suche nach einer neuen Betreu- ung eingeräumt. B. Auf Gesuch erliess die ETHZ am (…) eine Verfügung, worin sie feststel l- te, dass das befristete Arbeitsverhältnis mit A._______ am (…) geendet habe und Letzterer keinen Anspruch auf dessen Verlängerung habe. Vor- aussetzung für seine befristete Anstellung am (…) sei das Doktoratsve r- hältnis. Da B._______ als Doktoratsleiter nicht mehr zur Verfügung stehe, gebe es keine Grundlage für die Verlängerung des Arbeitsverhältnisses. Der befristete Arbeitsvertrag ende somit zum vereinbarten Termin. C. Am (…) reichte A._______ eine Rechtsverzögerungs - bzw. Rechtsve r- weigerungsbeschwerde bei der ETH -Beschwerdekommission ein. Mit Eingabe vom (…) focht er u.a. auch die vorgenannte Verfügung der ETHZ vom (…) bei der ETH-Beschwerdekommission an. Am (…) reichte er eine weitere ergänzende Eingabe ins Recht . Mit Präsidialverfügung vom (…) stellte die ETH-Beschwerdekommission fest, dass die Eingaben vom (…) und (…) in engem Sachzusammenhang zu derjenigen vom (…) stünden, weshalb sie ebenfalls zuzulassen seien. Die ETHZ beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom (…), ihre Feststellungsverfügung vom (…) sei A-2082/2014 Seite 3 zu bestätigen und es sei präzisierend festzuhalten, dass A._______ sämt- liche ihm im Rahmen des Arbeitsverhältnisses leihweise überlassenen Gegenstände ihr als Arbeitgeberin unverz üglich zurückzugeben habe. A._______ beantragte seinerseits mit Replik vom (…), es sei festzuste l- len, dass er den Laptop der ETHZ noch nicht zurückgeben müsse, da das Arbeitsverhältnis nie geendet habe. Im Übrigen begehrte er eine En t- schädigung in der Höhe eines Jahreslohns, die Lohnfortzahlung seit (…) sowie diverse weitere Vergütungen. Die ETH -Beschwerdekommission hielt mit prozessleitender Verfügung vom (…) – wie von der ETHZ beantragt – unter Androhung der Ungehor- samsstrafe gemäss Art. 292 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs vom 21. Dezember 1937 (StGB, SR 311.0) im Unterlassungs fall fest, dass A._______ sämtliche, ihm im Rahmen des Arbeitsverhältnisses leihweise überlassenen Gegenstände der Arbeitgeberin ETHZ unverzüglich zurück- zugeben habe. Dabei handle es sich namentlich um den Laptop (Disposi- tiv-Ziffer 1). Den Antrag von A._______ betreffend Aushändigung neuer Dienstschlüssel wies sie in Dispositiv -Ziffer 2 ab. Weiter schrieb sie mit Dispositiv-Ziffer 3 die Beschwerde vom (…), soweit sie eine Rechtsv er- weigerung betreffe, als durch den Erlass der Verfügung der ETHZ vom (…) gegenstandslos geworden ab. Schliesslich setzte sie der ETHZ mit Dispositiv-Ziffer 4 Frist zur Stellungnahme zum Antrag auf Lohnfortza h- lung seit (…). D. Mit Eingabe vom (…) erhebt A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung der ETH-Beschwerdekommission (nachfolgend: Vorinstanz) vom (…). Er b e- antragt, die angefochtene Verfügung sei als nichtig zu erklären und au f- zuheben. E. Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom (…) die vollumfängli- che Abweisung der Beschwerde und verweist auf ihre Begründung g e- mäss Zwischenentscheid vom (…). F. Mit Beschwerdeantwort vom (…) beantragt die ETHZ (nachfolgend: Be- schwerdegegnerin), auf die Anträge 1 sowie 3 bis 7 sei nicht einzutreten und Antrag 2 sei abzuweisen. A-2082/2014 Seite 4 G. Auf die übrigen Ausführungen in den Rechtsschriften wird – soweit ent- scheidrelevant – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingega n- gen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Die ETH - Beschwerdekommission gehört zu den eidgenössischen Kommissionen nach Art. 33 Bst. f VGG ( MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Fn. zu Rz. 1.34) und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltu ngsgerichts. Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (vgl. Art. 32 Abs. 1 Bst. c VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist deshalb für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (vgl. auch Art. 62 Abs. 2 der Verord- nung des ETH -Rates vom 15. März 2001 über das Personal im Bereich der Eidgenössischen Technischen Hochschulen [PVO -ETH, SR 172.220.113]). Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG. Vorbehalten bleiben abweichende Bestimmungen des Bundesg e- setzes vom 4. Oktober 1991 über die Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH -Gesetz, SR 414.110) oder des VGG (vgl. Art. 37 Abs. 1 ETH-Gesetz und Art. 37 VGG). 2. Die angefochtene Verfügung stellt in Bezug auf die strittigen Anordnun- gen gemäss Dispositiv-Ziffern 1 und 2 eine selbständig eröffnete Zw i- schenverfügung dar, welche dem Beschwerdeführer schriftlich mitgeteilt sowie mit einer Begründung und Rechtsmittelbelehrung versehen wurde. Die vorgenannten Dispositiv-Ziffern behandeln die Fragen des Behaltens des Laptops und der Aushändigung neuer Dienstschlüssel an den Be- schwerdeführer während des hängigen Beschwerdeverfahrens i.S. einer vorsorglichen Massnahme , schliessen das Verfahren in Bezug auf die Hauptstreitfrage betreffend Beendigung des Arbe itsverhältnisses jedoch nicht ab (vgl. auch MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.41 f. mit A-2082/2014 Seite 5 Hinweisen). Nach Art. 46 Abs. 1 VwVG ist die Beschwerde gegen eine solche Zwischenverfügung nur zulässig, wenn sie einen nicht wieder gu t- zumachenden Nachteil bewir ken kann (Bst. a) oder wenn die Guthei s- sung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges B e- weisverfahren ersparen würde (Bst. b). Andernfalls können Zwischenve r- fügungen e rst mit Beschwerde gegen die Endverfügung angefochten werden (vgl. Art. 46 Abs. 2 VwVG). 2.1 Von einem nicht wieder gutzumachenden Nachteil ist dann auszug e- hen, wenn die beschwerdeführende Person dadurch möglicherweise e i- nen Nachteil erleiden würde, dass sie die Zwischenverfügung erst z u- sammen mit der Beschwerde gegen die Endverfügung anfechten könnte (UHLMANN/WÄLLE-BÄR, in: Praxiskommentar VwVG, 2009, Art. 46 Rz. 4; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -2160/2010 vom 3. Januar 2011 E. 2.2.3 mit Hinweisen). Mit dem Erfordernis des irreparablen Nachteils wird mithin die Voraussetzung eines schutzwürdigen Interesses an der sofortigen Aufhebung oder Abänderung des angefochtenen Zwischenent- scheids umschrieben (MARTIN KAYSER, in: Kommentar zum VwVG, 2008, Art. 46 Rz. 10). Dieser Nachteil, welcher auch durch den das Verfahren abschliessenden Entscheid nicht oder nicht mehr vollständig behoben werden kann, muss nicht rechtlicher Natur sein; die Beeinträchtigung in schutzwürdigen tatsächlichen Interessen genügt. Das schutzwürdige Inte- resse kann namentlich wirtschaftlich begründet sein, der Prozessökon o- mie oder der Rechtssicherheit entspringen. Das blosse Interesse, eine Verlängerung oder Verteuerung des Verfahrens abzuwenden, genügt hin- gegen nicht (Urteile des Bundesve rwaltungsgerichts A -1081/2014 vom 23. April 2014 E. 1.3, A-2160/2010 vom 3. Januar 2011 E. 2.2.3 mit Hi n- weisen und A -7975/2008 vom 22. Juni 2009 E. 3 mit Hinweisen; MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.45 ff.; JÉRÔME CANDRIAN, Intr o- duction à la procédure administrative fédérale, Basel 2013, Nr. 108 -109, S. 71 f.; KAYSER, a.a.O., Art. 46 Rz. 11; UHLMANN/WÄLLE-BÄR, a.a.O., Art. 46 Rz. 7) . Mit der beschränkten Anfechtbarkeit soll verhindert we r- den, dass die Beschwerdeinstanz Zwischenverfügungen überprüfen muss, die durch einen günstigen Endentscheid für den Betroffenen jeden Nachteil verlieren. Die Rechtsmittelinstanz soll sich in der Regel nur ei n- mal mit einer Streitsache befassen und sich überdies nicht bereits in e i- nem frühen Verfahrensstadium ohne genüg end umfassende Sachve r- haltskenntnis teilweise materiell festlegen müssen (vgl. BGE 135 II 30 E. 1.3.2 sowie Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A -1335/2012 vom A-2082/2014 Seite 6 15. August 2013 E. 3.1 mit Hinweisen und A-3997/2011 vom 13. Septem- ber 2011 E. 2.1 mit Hinweisen). 2.1.1 Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, weder sein Doktorats- noch sein Arbeitsverhältnis hätten geendet, so dass er den Laptop noch nicht zurückgeben könne. Sein Doktorandenverhältnis weise alle Eigenschaften eines Arbeitsverhältnisses auf, weshalb eine Künd i- gung den Voraussetzungen des Bundespersonalgesetzes genügen mü s- se. B._______ vergebe befristete Arbeitsverträge, um den gesetzlichen Kündigungsschutz zu umgehen. Die Nichtverlängerung seines befristeten Arbeitsvertrags sei wie eine Kündigung zu behandeln. Er sei beleidigt und auf rassistische Weise diskriminiert worden. Weiter macht er geltend, durch die Abgabe des Laptops und den Nichtbezug neuer Dienstschlü s- sel entstünde ihm ein nicht wiedergutzumachender Schaden, da er im Rahmen seiner Dissertation die auf dem Laptop installierte Software b e- nötigen würde und mittels Laptop von zuhause aus für die Beschwerd e- gegnerin arbeite, da das Arbeitsverhältnis nie geendet habe. Im Übrigen befänden sich auf dem Laptop Dokumente, die als Beweismi ttel für di e- ses und andere Verfahren dienten. Die Beschwerdegegnerin erklärt, die Rückgabepflicht des Laptops sei mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses verknüpft. Der Beschwerdefü h- rer sei nicht mehr als ihr Mitarbeiter angestellt, weshalb er keinen A n- spruch auf Geräte mehr habe, die in ihrem Eigentum stünden. Ebenso wenig bestehe für ihn ein Grund oder eine Pflicht, für sie weiterzuarbe i- ten. Es gehe im Übrigen nicht darum, mittels Laptop Delikte zu belegen. Ausserdem könnten private Dokumente auf eine m externen Datenträger problemlos gesichert werden. Falle das Arbeitsverhältnis dahin, verliere der Arbeitnehmende ohne Weiteres jeden Anspruch darauf, Gegenstände zurückzubehalten. Mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses seien auch der Anspruch und die No twendigkeit, über Dienstschlüssel zu verfügen, untergegangen. Auch gestützt auf ein Doktoratsverhältnis, welches kein Arbeits-, sondern ein Ausbildungsverhältnis darstelle, liesse sich kein A n- spruch auf Behalten des Laptops oder auf Aushändigung von Diens t- schlüssel ableiten. Zudem sei die Weiterführung der Doktoratsarbeit des Beschwerdeführers gestoppt, weil dieser zur Zeit ohne Leitung sei. S o- lange eine solche nicht gefunden werde, könne die Weiterführung der Doktorarbeit ohnehin nicht erfolgen. Der Antrag des Beschwerdeführers auf Behalten des Laptops und auf e r- neute Aushändigung der Dienstschlüssel wurde von der Vorinstanz sin n-A-2082/2014 Seite 7 gemäss als Gesuch um Erlass einer vorsorglichen Massnahme gemäss Art. 56 VwVG entgegengenommen. Die Vorinstanz hielt in diesem Z u- sammenhang fest, es sei nicht ersichtlich, inwiefern eine besondere No t- wendigkeit bestünde, ihm den Laptop zu überlassen bzw. nicht sofort zu entziehen. Entgegen seiner Ansicht könne die Datensicherung auch mit Hilfe eines externen Speichermediums erfolgen; dafür benötige er den Laptop nicht. Auch für den Fall, dass er in der Hauptsache Recht erhalte, sei kein nicht wieder gutzumachender Nachteil ersichtlich. Dasselbe gelte für die verlangte Aushändigung der Dienstschlüssel. Die Vorinstanz wies das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen daher ab. Im Übrigen stelle das Doktoratsverhältnis, welches im Fall des Beschwerdeführers längstens bis zum (…) fortgedauert habe, ein Ausbildungsverhältnis dar, welches unabhängig von der Anstellung als Assistent bestehe. Dessen Beendigungsgründe seien spezialgesetzlich geregelt. Auch gestützt dar- auf könne der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Behalten des Lap- tops oder erneute Aushändigung der Dienstschlüssel erheben. 2.1.2 Vorab ist – soweit notwendig, um das Vorliegen des erforderlichen nicht wieder gutzumachenden Nachteils i.S.v. Art. 46 Abs. 1 Bst. a VwVG abzuklären – kurz auf die in diesem Zusammenhang relevanten materiellrechtlichen Grundlagen einzugehen. Gemäss Art. 9 Abs. 1 des Bundespersonalgesetzes vom 24. März 2000 (BPG, SR 172.220.1) darf ein befristetes Arbeitsverhältnis für eine Ve r- tragsdauer von längstens drei Jahren geschlossen werden; dauert es länger, so gilt es als unbefristet. Ohne Unterbruch aneinandergereihte be- fristete Arbeitsverhältnisse gelten ebenfalls nach drei Jahren als unbefri s- tet. Der Bundesrat kann für bestimmte Berufskategorien Ausnahmen vo r- sehen (Art. 9 Abs. 2 BPG). Art. 9 BPG über die Dauer der Befristung der Arbeitsverhältnisse gilt u.a. nicht für die Assistentinnen und Assistenten sowie die Oberassistentinnen und Oberassistenten der ETH und für we i- tere Angestellte der ETH mit gleichartiger Funktion (Art. 6 Abs. 1 Bst. a der Rahmenverordnung BPG vom 20. Dezember 2000, SR 172.220.11). Die Abgrenzung zwischen befristeten und unbefristeten Arbeitsverhältnis- sen spielt vor allem für die Frage der Anwendbarkeit des gesetzlichen Kündigungsschutzes eine entscheidende Rolle: Endet ein Arbeitsverhäl t- nis zufolge Befristung wie vorliegend durch blossen Zeitablauf, so greifen die Kündigungsschutzvorschrifte n nicht. Mangels Kündigung findet der Kündigungsschutz demnach keine Anwendung, wenn ein befristetes A r- beitsverhältnis infolge Ablauf der vereinbarten oder gesetzlichen Dauer A-2082/2014 Seite 8 endet ( MÜNCH/HAURI, Von der Kündigung und ihren Wirkungen in: Ste l- lenwechsel und Entlassung, 2. Aufl. 2012 Rz. 1.7 mit Hinweisen; ANDREA TARNUTZER-MÜNCH, Kündigungsschutz in: Stellenwechsel und Entla s- sung, a.a.O., Rz. 2.7; PETER HÄNNI, Beendigung öffentlicher Dienstve r- hältnisse in: Stellenwechsel und Entlassung, a.a.O., Rz. 8.22 mit Hinwei- sen; HARRY NÖTZLI, Die Beendigung von Arbeitsverhältnissen im Bu n- despersonalrecht, 2005, Rz. 269; PETER HELBLING in: Handkommentar zum BPG, 2013, Art. 9 Rz. 53). Auf den Zeitpunkt der Vertragsbeend i- gung hat jede Partei herauszugeben, was sie für die Ve rtragsdauer von der anderen Partei erhalten hat (MÜNCH/HAURI, a.a.O., Rz. 1.38). 2.1.3 Die Anordnung vorsorglicher Massnahmen kann grundsätzlich durchaus einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil, insbesondere f i- nanzieller Natur, nach sich ziehen (vgl. KAYSER, a.a.O., Art. 46 Rz. 12 f. mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat bei der Prüfung der Voraussetzungen für die Gutheis- sung eines Begehrens um Erlass einer vorsorglichen Massnahme das Vorliegen eines solchen nicht wieder gutzumachenden Nachteils verneint. Dem ist beizupflichten: Es ist aktenkundig, dass das befristete Arbeitsver- hältnis des Beschwerdeführers mit der Beschwerdegegnerin per (…) durch Zeitablauf beendet wurde (vgl. vorangehende E. 2.1.2 und Sac h- verhalt Bst. A). Was das Doktoratsverhältnis betrifft, so kann festgehalten werden, dass dieses mittlerweile zumindest am Lehrstuhl von B._______ beendet ist. Im Übrigen ist bis zum Urteilszeitpunkt keine Meldung seitens des Beschwerdeführers eingegangen, dass er eine neue Leitung für se i- ne Dissertation gefunden hätte. Daher ist nicht ersichtlich, inwiefern dem Beschwerdeführer aufgrund der Tatsache, dass ihm momentan kein Zu- gang zu den entsprechenden Systemen und Räumlichkeiten der B e- schwerdegegnerin gewährt wird, ein rechtlicher oder tatsächlicher Nac h- teil erwachsen soll te. Private Dokumente bzw. Daten lassen sich in der Tat problemlos auf einem externen Speichermedium sichern. Ebenso lässt sich eine allenfalls benötigte So ftware auf einem beliebigen Laptop installieren, dafür benötigt der Beschwerdeführ er kein spezifisches Gerät der Beschwerdegegnerin. Demnach ist das Vorliegen eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils i.S.v. Art. 46 Abs. 1 Bst. a VwVG sowohl bezüglich Nichtaushändigung der Dienstschlüssel als auch betreffend die sofortige Rückgabe des Lap- tops zu verneinen. Es ist weder dargetan noch ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer dadurch, dass er seine Einwände gegen das Vorgehen A-2082/2014 Seite 9 der Vorinstanz gegebenenfalls erst im Rahmen der Anfechtung des En d- entscheids vorbringen kann, einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil erleiden könnte. Mit Bezug auf die in Dispositiv -Ziffer 1 der angefocht e- nen Verfügung für den Unterlassungsfall angedrohte Busse gemäss Art. 292 StGB liegt ebenso wenig ein nicht wieder gutzumachender Nach- teil vor, da die Vorinst anz eine allfällige Busse separat in einer selbstä n- dig anfechtbaren Verfügung anordnen müsste (vgl. UHLMANN/WÄLLE-BÄR, a.a.O., Art. 46 Rz. 17). 2.2 Im Übrigen ist auszuschliessen, dass eine Gutheissung der B e- schwerde einen sofortigen Endentscheid herbeiführen könnte und damit (kumulativ) ein bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitlä u- figes Beweisverfahren erspart würde (vgl. Art. 46 Abs. 1 Bst. b VwVG) . Selbst wenn der Auffassung des Beschwerdeführers betreffend Beendi- gung des Arbeitsverhältnisses und der sich daraus ergebenden Kons e- quenzen zu folgen wäre , gilt es zu bedenken, dass sich die Vorinstanz bislang zu den strittigen Hauptfragen des vorliegenden Verfahrens nicht materiell geäussert hat. Das Bundesverwaltungsgericht kann als B e- schwerdeinstanz daher aus verfahrensrechtlichen Gründen keinen En d- entscheid fällen, da es ansonsten in die funktionelle Zuständigkeit der Vorinstanz eingreifen und den Instanzenzug nicht wahren würde ( UHL- MANN/WÄLLE-BÄR, a.a.O., Art. 46 Rz. 19 mit Hinweisen auf die bundesge- richtliche Rechtsprechung; KAYSER, a.a.O., Art. 46 Rz. 18 mit Hinweisen; vgl. auch hinten E . 3). Ein sofortiger Endentscheid, wie ihn Art. 46 Abs. 1 Bst. b VwVG voraussetzt, ist demnach nicht möglich. 2.3 Die Voraussetzungen für eine Anfechtung gemäss Art . 46 Abs. 1 VwVG sind somit vorliegend nicht erfüllt, weshalb die entsprechenden Dispositiv-Ziffern 1 und 2 nicht anfechtbar sind und in der Folge auf den Antrag 2 des Beschwerdeführers g emäss Beschwerde vom (…) mangels Legitimation nicht einzutreten ist. Während vor der auf den 1. Juli 2013 in Kraft gesetzten Revision des Bundespersonalrechts der Beschwerde auf- grund der allgemeinen Regel von Art. 55 Abs. 1 VwVG automatisch au f- schiebende Wirkung zukam, verfügt die Beschwerde nach dem neuen Bundespersonalgesetz nur noch dann über aufschiebende Wirkung, wenn die Beschwerdeinstanz dies von Amtes wegen oder auf Antrag e i- ner Partei anordnet (Art. 34a BPG). Es bleibt daher anzumerken, dass der Beschwerdeführer den im Eigentum der Beschwerdegegnerin st e- henden Laptop umgehend zurückzugeben hat. A-2082/2014 Seite 10 3. Mit Bezug auf die Anträge 1, 3 bis 7 bleibt Folgendes festzuhalten: Strei t- gegenstand in der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das durch die angefochtene Verfügung geregelte Rechtsverhältnis, soweit es im Streit liegt. Der Streitgegenstand des Rechtsmittelverfahrens darf nicht ausserhalb des Verfügungsgegenstandes liegen. Fragen, über welche die erstinstanzlich verfügende Behörde nicht entschieden hat, darf die zweite Instanz nicht beurteilen, ansonsten sie in die funktionelle Zuständigkeit der ersten Instanz eingreifen würde (vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.8 und Rz. 2.208 mit Hinweisen sowie statt vieler: Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-3113/2013 vom 16. April 2014 E. 1.2.2 und A-2876/2010 vom 20. Juni 2013 E.2.1; Zwischenverfügung des Bunde s- verwaltungsgerichts A-832/2014 vom 2. April 2014 E. 1.2.2). Im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens war insbesondere strittig, ob der Beschwerdeführer den ihm leihweise im Rahmen des Arbeitsverhäl t- nisses überlassenen Laptop der Beschwerdegegnerin mit sofortiger Wi r- kung zurückzugeben hat und ob ihm erneut Dienstschlüssel auszuhänd i- gen sind. Die Vorinstanz hat die se Begehren des Beschwerdeführers wie erwähnt als Gesuche um Erlass einer vorsorglichen Massnahm e i.S.v. Art. 56 VwVG entgegen genommen und mit der angefochtenen Verf ü- gung darüber entschieden (vgl. diesbezüglich vorne E. 2.1.1 in fine). Die Anträge 1 sowie 3 bis 7 betreffen Rechtsverhältnisse, welche durch die angefochtene Verfügung nicht geregelt wu rden: Sie haben entweder das Doktoratsverhältnis zum Thema oder aber Fragen im Zusammenhang mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, über welche die Vorinstanz mit Zwischenentscheid vom 20. März 2014 nicht befunden hat . Die vorg e- nannten Anträge gehen somit über Streitgegenstand hinaus, weshalb auf sie nicht einzutreten ist. Mit Dispositiv-Ziffer 3 hat die Vorinstanz das Verfahren betreffend Rechts- verweigerung als gegenstandslos geworden abgeschrieben. Den diesb e- züglichen Teilentscheid bzw. die Abschreibung der Beschwerde in diesem Punkt beanstandet der Beschwerdeführer nicht. 4. Was die Argumentation des Beschwerdeführers betrifft, die angefochtene Verfügung sei für nichtig zu erklären und aufzuheben, weil die Rechtsmit- telbelehrung fehlerhaft sei , bleibt d er Vollständigkeit halber Folgendes festzuhalten: Wie erwähnt handelt es sich bei der angefochtenen Verf ü- gung um einen selbständig eröffnete n Zwischenentscheid i.S.v. Art. 46 A-2082/2014 Seite 11 VwVG, welcher bei Bestehen eines Rechtsmittels mit der entsprechenden Belehrung zu versehen ist (vgl. vorne E. 2 mit Hinweisen). Inwiefern die in Dispositiv-Ziffer 7 festgehaltene Rechtsmittelbelehrung fehlerhaft sein soll, ist nicht ersichtlich. Sie ist aufgrund ihrer Standardisierung allenfalls unpräzise formuliert, indem keine Differenzierung zwischen den verschie- denen Dispositiv-Ziffern bzw. Entscheidarten vorgenommen wird. So hät- te in Bezug auf die Dispositiv -Ziffern 1 und 2 ergänzend ein Vermerk auf die vorgehend abgehandelten Voraussetzungen von Art. 46 VwVG ange- bracht werden können. Dessen Fehlen führt jedoch nicht zur Nichtigkeit und Aufhebung der angefochtenen Verfügung, zumal dem Beschwerd e- führer kein Nachteil daraus erwachsen ist (vgl. Art. 38 VwVG). 5. Gemäss Art. 34 Abs. 2 BPG ist das Verfahren vor dem Bundesverwa l- tungsgericht in personalrechtlichen Angelegenheiten unabhängig vom Verfahrensausgang grundsätzlich kostenlos. Vorliegend sind daher keine Verfahrenskosten zu erheben. Der durch den internen Rechtsdienst vertretenen Beschwerdegegnerin sind für das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht keine notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten i.S.v. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht ( VGKE, SR 173.320.2) erwachsen, weshalb keine Parteientschädigung zuzuspre- chen ist. A-2082/2014 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. 0114; Einschreiben) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Maurizio Greppi Tanja Petrik-Haltiner Rechtsmittelbelehrung: Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet der öffen t- lich-rechtlichen Arbeitsverhältnisse können beim Bundesgericht ang e- fochten werden, sofern es um eine vermögensrechtliche Angelegenheit geht, bei welcher der Streitwert mindestens Fr. 15'000.– beträgt oder bei der sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [ BGG, SR 173.110]). Bei einer nicht vermögensrechtlichen Angelegenheit ist die Beschwerde nur zulässig, wenn sie die Gleichste l- lung der Geschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BGG). Steht die B e- schwerde in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten offen, ka nn sie innert 30 Tagen nach Eröffnung dieses Entscheids beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist steht still vom 15. Juli bis und mit dem 15. August A-2082/2014 Seite 13 (Art. 46 Abs. 1 Bst. b BG G). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Ang abe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene En t- scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: