B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-2960/2014 Z w i s c h e n e n t s c h e i d v o m 2 8 . O k t o b e r 2 0 1 4 Besetzung Richter Hans Urech (Vorsitz), Richter Pascal Richard, Richter Marc Steiner, Gerichtsschreiberin Andrea Giorgia Röllin. Parteien Patentes Talgo S.L.U., Paseo del Tren Talgo, 2, ES-28290 Las Matas, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Anton Henninger, Anwaltskanzlei Henninger, Freiburgstrasse 10, Postfach 141, 3280 Murten, Beschwerdeführerin, gegen Schweizerische Bundesbahnen SBB, Division Personenverkehr, Wylerstrasse 123/125, 3000 Bern 65, vertreten durch Rechtsanwälte Prof. Dr. Hans Rudolf Trüeb und/oder Kim Leuch, Walder Wyss AG, Seefeldstrasse 123, Postfach 1236, 8034 Zürich, Vergabestelle, und Stadler Bussnang AG, Ernst-Stadler-Strasse 4, 9565 Bussnang, vertreten durch Rechtsanwälte Dr. iur. Peter Galli, Advokaturbüro, Fraumünsterstrasse 17, 8001 Zürich, und/oder Marc Metzger, Staiger, Schwald & Partner AG, Genferstrasse 24, Postfach 2012, 8027 Zürich, Beschwerdegegnerin. Gegenstand Öffentliches Beschaffungswesen – Beschaffung neue Internationale Züge – SIMAP-Meldungsnummer 820483 (Projekt-ID: 84532). B-2960/2014 Seite 3 Sachverhalt: A. Am 16. April 2012 schrieben die Schweizerischen Bundesbahnen SBB (SBB AG; nachfolgend: Vergabestelle) auf der Internetplattform SIMAP (<www.simap.ch>) unter dem Projekttitel "Beschaffung neue internationa- le Züge" einen Lieferauftrag bzw. Werkvertrag im offenen Verfahren aus. Als Offerteingabetermin wurde ursprünglich der 12. Oktober 2012 festg e- setzt. Die Vergabestelle hat diesen Termin nachträglich jedoch auf den 7. Dezember 2012 verschoben. B. Zu dieser Ausschreibung gingen fristgerecht vier Angebote ein, darunter dasjenige der Patentes T algo S.L.U. (nachfolgend: Beschwerdeführerin). Darauf folgten verschiedene Verhandlungsrunden bis zum 11. März 2014, in welchen im Wesentlichen technische Themen und der Vertragsentwurf besprochen wurden. Eine Anbieterin zog dabei ihr Angebot zurück. Die definitiven Offerten der drei verbliebenen Anbieterinnen wurden am 10. April 2014 eingereicht. C. Der Zuschlag vom 9. Mai 2014 an die Stadler Bussnang AG (nachfo l- gend: Beschwerdegegnerin) wurde am 10. Mai 2014 unter der SIMAP - Meldenummer 820483 veröffentlicht. Zur Begründung führte die Vergabe- stelle an, dass das Angebot der Beschwerdegegnerin die beste Bewe r- tung bei den Hauptkriterien "Gesamtwirtschaftlichkeit" und "Innovation" erzielt habe. Unter Berücksichtigung der Bewertung der beiden weiteren Hauptkriterien "Technik" und "Vertragserfüllung, Lieferanten Projekt -Set- up und Homologationskonzept" würde dieses Angebot insgesamt das wirtschaftlich günstigste darstellen. Zugleich, mit E -Mail vom 9. Mai 2014, wurde die Beschwerdeführerin zu einem Debriefing eingeladen, das am 15. Mai 2014 stattfand. Am 19. Mai 2014 erfolgte ein weiteres Debriefing. Im Rahmen dieser Gespräche hat die Vergabestelle der Beschwerdeführerin insbesondere mitgeteilt, dass ihre Offerte insgesamt '_______' Prozentpunkte (von 100 möglichen Pro- zentpunkten) erhalten habe; die Offerte der Beschwerdegegnerin habe demgegenüber mit '_______' Prozentpunkten deutlich besser abgeschnit- ten. Das Angebot der dritten Anbieterin (ALSTOM Schienenfahrzeuge AG) habe den dritten Platz erreicht. B-2960/2014 Seite 4 D. Gegen die am 10. Mai 2014 veröffentlichte Zuschlagsverfügung hat die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 28. Mai 2014 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben mit folgenden Rechtsbegehren: "1. Der vorliegenden Beschwerde wird superprovisorisch die aufschi e- bende Wirkung erteilt und die Auftraggeberin ohne Anhörung der Pa r- teien aufgefordert, keine weiteren vorkehrenden Massnahmen und Verfügungen zu treffen, bis über die aufschiebende Wirkung definitiv geurteilt worden ist. 2. Der vorliegenden Beschwerde wird die aufschiebende Wirkung erteilt. 3. [Akteneinsicht] 4. [Schriftenwechsel] 5. Die Beschwerde wird gutgeheissen. 6. Der Vergabeentscheid vom 10. Mai 2014 über die Vergabe der Hoc h- geschwindigkeitszüge der SBB an die Zuschlagsempfängerin Stadler Rail AG, Ernst-Stadler-Strasse 1, 9565 Bussnang, wird aufgehoben. 7. Der Auftrag für die Lieferung der Hochgeschwindigkeitszüge wird d i- rekt der Beschwerdeführerin erteilt; oder die Auftraggeberin, die Schweizerischen Bundesbahnen SBB, Pers o- nenverkehr, Wylerstrasse 123/12 5, 3000 Bern 65, wird verpflichtet, den Auftrag für die Lieferung der internationalen Züge an die B e- schwerdeführerin zu erteilen. Eventualiter 8. Es wird festgestellt, dass der Entscheid über die Vergabe des Auftr a- ges über die Lieferung der internationalen Züge vom 10. Mai 2014 an die Zuschlagsempfängerin rechtswidrig war. 9. Die Auftraggeberin wird verpflichtet, das Verfahren zu wiederholen. 10. Der Beschwerdeführerin wird eine angemessene vom Gericht zu b e- stimmende Entschädigung in der Höhe von mindestens CHF '_______' zzgl. MwSt. als Schadenersatz zugesprochen. 11. [Kosten und Entschädigung]" Die Beschwerdeführerin bringt zur Begründung ihrer Beschwerde ve r- schiedene Rügen vor. Sie ist insbesondere der Meinung, dass die Verg a- bestelle den Sachverhalt nicht richtig festgestellt, verschiedentlich das Transparenz- und Gleichbehandlungsgebot sowie das Willkürverbot ve r- letzt, nicht das wirtschaftlich günstigste Angebot berücksichtigt und das Vertrauensprinzip missachtet habe. Im Wesentlichen wehrt sich die B e- schwerdeführerin erstens gegen das Bewertungssystem, zweitens gegen B-2960/2014 Seite 5 die Bewertung und drittens gegen den Zuschlag. Die Beschwerdegegn e- rin habe nicht alle Anforderungen erfüllt. E. Am 30. Mai 2014 hat auch die dritte Anbieterin Beschwerde gegen die Zuschlagsverfügung vom 9. Mai 2014 erhoben. Diese Beschwerde ist vom Bundesverwaltungsgericht separat behandelt und unter der Verfa h- rensnummer B-2959/2014 geführt worden. F. Mit superprovisorischer Anordnung vom 2. Juni 2014 hat der Instruktions- richter bis zum definitiven Entscheid über den Antrag betreffend die Ertei- lung der aufschiebenden Wirkung alle Vollzugsvorkehrungen untersagt, welche den Ausgang des hängigen Beschwerdeverfahrens präjudizieren können, insbesondere den Abschluss des Vertrages mit der Beschwerde- gegnerin. Ausserdem ist die Vergabestelle ersucht worden, zu den pr o- zessualen Anträgen der Beschwerdeführerin, namentlich betreffend die aufschiebende Wirkung, Stellung zu nehmen. Der Beschwerdegegnerin ist eine Stellungnahme freigestellt worden. G. Mit Eingabe vo m 16. Juni 2014 beantragt die Beschwerdegegnerin den Widerruf der superprovisorisch gewährten aufschiebenden Wirkung sowie die Abweisung des Antrags auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung. Die Beschwerdegegnerin erklärt hierzu, das vorliegende Beschaffun gs- geschäft sei dringlich und die gegen den Zuschlag erhobene Beschwerde offensichtlich unbegründet. Zur Frage der aufschiebenden Wirkung habe sich im Übrigen insbesondere die Vergabestelle zu äussern. H. Die Vergabestelle hat sich mit Eingabe ebenfalls vom 1 6. Juni 2014 ve r- nehmen lassen, wobei sie folgende Anträge stellt: "1. Die Beschwerde sei abzuweisen. 2. Der Antrag der Beschwerdeführerin auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung sei abzuweisen. 3. [Schriftenwechsel] 4. - 5. [Akteneinsicht] Alles unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin." Die Vergabestelle legt dar, dass die Beschwerdeführerin im schweizer i- schen Markt unerfahren sei. Die Rügen würden teilweise auf Missve r-B-2960/2014 Seite 6 ständnissen beruhen und seien insgesamt wenig substantiiert. Das B e- wertungssystem sei transparent, nachvollziehbar und korrekt angewandt worden. Den Zuschlag habe die Beschwerdegegnerin erhalten, da deren Angebot in der Bewertung der Zuschlagskriterien klar und deutlich oben aus geschwungen habe. Zudem habe die Beschwerdegegnerin sämtliche Muss-Kriterien erfüllt. Gleichentags hat die Vergabestelle die Akten des vorinstanzlichen Verga- beverfahrens in elektronischer Form sowie zusätzlich ein Aktenverzeic h- nis in Papierform eingereicht. I. Mit Verfügung vom 19. Juni 2014 hat das Bundesverw altungsgericht der Beschwerdeführerin Gelegenheit gegeben, anhand des Aktenverzeic h- nisses diejenigen Akten zu bezeichnen, in welche sie Einsicht nehmen wolle. Zudem hat das Gericht die Vergabestelle ersucht, einen Vorschlag für die Bereinigung der Geschäft sgeheimnisse betreffend das Aktenstück "Vergabeantrag an den Verwaltungsrat vom 9. Mai 2014" einzureichen. J. Nach der am 30. Juni 2014 erfolgten entsprechenden Eingabe der B e- schwerdeführerin hat das Bundesverwaltungsgericht die Vergabestelle mit Verfügung vom 3. Juli 2014 gebeten, diejenigen Akten physisch einzu- reichen, die im Zusammenhang mit den Rügen der Beschwerdeführerin in Bezug auf die Erfüllung der Muss -Kriterien durch die Beschwerdege g- nerin stehen. K. Die von der Vergabestelle zusätzlich physisch eing ereichten Unterlagen hat das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 28. Juli 2014 der Beschwerdeführerin zur Replik zugestellt, wobei zuvor das Einverstän d- nis der Beschwerdegegnerin betreffend die Abdeckung von Geschäftsg e- heimnissen eingeholt worden ist. L. Mit Eingabe vom 11. August 2014 hat die Beschwerdeführerin die Replik eingereicht. Darin hält sie an ihren gestellten Rechtsbegehren fest und verlangt zusätzlich den Ausschluss der Beschwerdegegnerin vom Verfah- ren. Die Beschwerdeführerin bestreitet die Erklärungen der Vergabestelle in detaillierter Weise. Ausserdem verlangt die Beschwerdeführerin erneut B-2960/2014 Seite 7 umfangreiche Akteneinsicht und anschliessend einen weiteren Schrifte n- wechsel. M. Mit Eingabe vom 27. August 2014 hat die Beschwerdegegnerin kurz zur Replik Stellung genommen. Sie wehrt sich im Wesentlichen gegen das erneute Gesuch um Akteneinsicht. In Bezug auf das Gesuch um au f- schiebende Wirkung verweist die Beschwerdegegnerin auf die Eingaben der Vergabestelle. N. Die Vergabestelle hat ebenfalls mit Ei ngabe vom 27. August 2014 zur Replik der Beschwerdeführerin hinsichtlich des Gesuchs um aufschi e- bende Wirkung ausführlich Stellung genommen. Die Vergabestelle hält an den gestellten Rechtsbegehren fest. Über den Umfang einer weiteren Ak- teneinsicht sei im H auptverfahren zu entscheiden. Ein weiterer Schrifte n- wechsel sei nicht anzuordnen. O. Die hierzu ergangenen Stellungnahmen der Vergabestelle und der Be - schwerdegegnerin sind der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 1. September 2014 zur Kenntnis zugestellt worden. P. Im Parallelverfahren B -2959/2014 hat die dritte Anbieterin mit Schreiben vom 12. September 2014 ihre Beschwerde ohne Begründung zurückg e- zogen. Gegenüber der Presse erklärte ein Sprecher der dritten Anbiet e- rin, man habe von der Vergabestelle Antwor ten auf offene Fragen erha l- ten. Q. Mit Verfügung vom 23. Oktober 2014 hat das Bundesverwaltungsgericht die Vergabestelle aufgefordert, in einem einzigen Dokument eine Z u- sammenstellung aller ve rwendeten Subkriterien und aller dazugehörigen Bewertungen des Ang ebots der Beschwerdeführerin einzureichen. Das verlangte Dokument ist mit Eingabe vom 28. Oktober 2014 eingegangen und wird mit dem vorliegenden Zwischenentscheid der Beschwerdeführe- rin zugestellt. B-2960/2014 Seite 8 R. Auf die Vorbringen der Parteien des vorliegenden Verfahrens wird, soweit sie für den Entscheid wesentlich sind, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gegen Verfügungen über den Zuschlag in Vergabeverfahren steht die Beschwerde an das Bundes verwaltungsgericht offen (Art. 27 Abs. 1 i. V. m. Art. 29 Bst. a des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1994 über das öffentliche Beschaffungswesen [BöB], SR 172.056.1). Das Bunde s- verwaltungsgericht entscheidet auch über Gesuche um Erteilung der au f- schiebenden Wirkung (Art. 28 Abs. 2 BöB). 1.2 Für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht sind die Vo r- schriften des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) massgebend, soweit das BöB und das Verwa l- tungsgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) nichts anderes bestimmen (Art. 26 Abs. 1 BöB und Art. 37 VGG). Gemäss Art. 31 BöB kann die Unangemessenheit vor Bundesverwaltungsgericht nicht gerügt werden. 1.3 Das BöB erfasst nur Beschaffungen, welche dem GATT/WTO -Über- einkommen vom 15. April 1994 über das öffentliche Beschaffungswesen (Government Procurement Agreement [GPA], SR 0.632.231.422) unte r- stellt sind (BVGE 2008/48 E. 2.1 mit Hinweisen). Das BöB ist anwendbar, wenn die Auftraggeberin dem Gesetz untersteht (Art. 2 Abs. 1 BöB), de r Beschaffungsgegenstand sachlich erfasst wird (Art. 5 BöB), der geschätz- te Wert des zu vergebenden öffentlichen Auftrages den entsprechenden Schwellenwert von Art. 6 Abs. 1 BöB erreicht und keiner der Ausnahm e- tatbestände von Art. 3 BöB gegeben ist. 1.4 Mit de m Inkrafttreten des bilateralen Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemei n- schaft über bestimmte Aspekte des öffentlichen Beschaffungswesens (Bi- laterales Abkommen Schweiz -EG, SR 0.172.052.68) am 1. Juni 2002 wurden die Anbieter von Dienstleistungen des Schienenverkehrs den R e- geln über das öffentliche Beschaffungswesen unterstellt (Art. 3 Abs. 2 B-2960/2014 Seite 9 Bst. d und Abs. 3 Bilaterales Abkommen Schweiz-EG sowie Anhang II B). Im Sektorenbereich Eisenbahnen (Bau und Betrieb von Ei senbahnanla- gen) sind die SBB AG – die vorliegende Vergabestelle –, diejenigen U n- ternehmen, bei denen die SBB AG die Aktienmehrheit besitzt, sowie die anderen Betreiber von Eisenbahnanlagen, welche unter dem beher r- schenden Einfluss des Bundes stehen, dem Bö B direkt unterstellt (vgl. Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B -4958/2013 vom 23. Oktober 2013 E. 1.4.2). 1.5 Die Vergabestelle geht in Ziffer 2.1 der Ausschreibung vom 16. April 2012 von einem Lieferauftrag aus. Nach Art. 5 Abs. 1 Bst. a BöB bedeutet der Begriff "Lieferauftrag" einen Vertrag zwischen der Auftraggeberin und einem Anbieter über die Beschaffung beweglicher Güter, namentlich durch Kauf, Leasing, Miete, Pacht oder Mietkauf. Der Preis des berüc k- sichtigten Angebots überschreitet zweifelsfrei die für Lieferungen der Ver- gabestelle im vorliegenden Sektorenbereich geltende Schwelle von CHF 700'000.– (Art. 6 Abs. 1 Bst. d Ziff. 1 BöB). 1.6 Als nicht berücksichtigte Anbieterin ist die Beschwerdeführerin nach Art. 48 Abs. 1 VwVG zur Beschwerde legit imiert (vgl. Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B -4717/2010 vom 23. September 2010 E. 1.4). Die Anfechtung der am 10. Mai 2014 publizierten Zuschlagsve r- fügung ist fristgerecht erfolgt (Art. 50 Abs. 1 VwVG). Die Form der B e- schwerde ist gewahrt (Art. 52 Abs. 1 VwVG) und der Kostenvorschuss fristgerecht bezahlt worden (Art. 63 Abs. 4 VwVG). Zudem hat sich der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin rechtsgenüglich durch Vollmacht ausgewiesen (Art. 11 Abs. 2 VwVG). Auf das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ist somit einzugehen. 1.7 Über das Begehren um Erteilung der aufschiebenden Wirkung im Rahmen der Anfechtung eines Zuschlags entscheidet das Bundesverwal- tungsgericht gemäss ständiger Praxis in Dreierbesetzung (Zwischenen t- scheid des Bundesv erwaltungsgerichts B -3402/2009 vom 2. Juli 2009, auszugsweise publiziert in BVGE 2009/19, E. 1.2 mit Hinweisen). 2. 2.1 Gegenstand des vorliegenden Zwischenentscheides bildet allein der Antrag der Beschwerdeführerin auf Erteilung der aufschiebenden Wi r- kung. Im U nterschied zu Art. 55 Abs. 1 VwVG sieht Art. 28 Abs. 1 BöB vor, dass der Beschwerde von Gesetzes wegen keine aufschiebende B-2960/2014 Seite 10 Wirkung zukommt. Diese kann vom Bundesverwaltungsgericht nicht von Amtes wegen, sondern nur auf Gesuch hin erteilt werden (Art. 28 Ab s. 2 BöB; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, Praxis des öffentlichen Beschaffung s- rechts, 3. Aufl. 2013, Rz. 1339 i.V.m. Rz. 1331). Vorliegend enthält die Beschwerde ein entsprechendes Begehren. 2.2 Das BöB nennt keine Kriterien, welche für die Frage der Gewährung oder Verweigerung der aufschiebenden Wirkung zu berücksichtigen sind. Es können indes die Grundsätze übernommen werden, welche Rech t- sprechung und Lehre zur Anwendung von Art. 55 VwVG entwickelt h a- ben. Danach ist anhand einer Interessenabwägung zu prüfen, ob die Gründe, die für eine sofortige Vollstreckbarkeit sprechen, gewichtiger sind als jene, die für die gegenteilige Lösung angeführt werden können (BGE 129 II 286, E. 3, und Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-6837/2010 vom 16. November 2010, E. 2.1 mit Hinweisen). Dass der Gesetzgeber im BöB den Suspensiveffekt in Abweichung zum VwVG nicht von Gesetzes wegen gewährte, zeigt, dass sich der Gesetzgeber der Bedeutung dieser Anordnung im Submissionsrecht bewusst war und eine individuelle Prüfung dies er Frage als notwendig erachtete, nicht aber, dass er diesen nur ausnahmsweise gewährt haben wollte (vgl. zum Ganzen den Zwischenentschei d des Bundesverwaltungsgerichts B-3402/2009 vom 2. Juli 2009, auszugsweise publiziert in BVGE 2009/19, E. 2.1 mit Hinweisen). 2.3 Liegt ein Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung vor, so ist im Sinne einer prima facie-Würdigung der materiellen Rechtslage in e i- nem ersten Schritt zu prüfen, ob aufgrund der vorliegenden Akten davon auszugehen ist, dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist. Trifft dies zu, ist die aufschiebende Wirkung von vornherein nicht zu gewähren. Dasselbe gilt für den Fall, dass die Zuständigkeit des Bundesverwa l- tungsgerichts prima facie aller Voraussicht nach nicht gegeben ist (Zw i- schenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts B -6177/2008 vom 20. Oktober 2008 E. 3.1). Werden der Beschwerde hingegen Erfolgschancen zuerkannt oder b e- stehen darüber Zweifel, so ist über das Begehren um aufschiebende Wi r- kung aufgrund der erwähnten Interessenabwä gung zu befinden. In die Abwägung einzubeziehen sind – nach der ständigen Praxis der Eidg e- nössischen Rekurskommission für das öffentliche Beschaffungswesen (BRK), die sich das Bundesverwaltungsgericht mit dem Entscheid BVGE 2007/13 (E. 2.2) im Grundsatz zu eigen gemacht hat – einerseits die Inte-B-2960/2014 Seite 11 ressen der Beschwerdeführerin an der Aufrechterhaltung der Möglichkeit, den Zuschlag zu erhalten, wobei zugleich ein gewichtiges öffentliches I n- teresse an der Gewährung effektiven Rechtsschutzes besteht (Zwische n- entscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-6177/2008 vom 20. Oktober 2008 E. 2). Diesen gegenüber stehen die öffentlichen Interessen, welche die Auftraggeberin wahrzunehmen hat. So wird in der GATT -Botschaft 2 vom 19. September 1994 namentlich festgehalten, geg en den automat i- schen Suspensiveffekt spreche die Gefahr von Verzögerungen und e r- heblichen Mehrkosten (BBl 1994 IV 950 ff., insbesondere S. 1197 und – vergleichbar – auch S. 1199; vgl. zum Ganzen den Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-3402/2009 vom 2. Juli 2009, auszugs- weise publiziert in BVGE 2009/19, E. 2.1). Entsprechend hält das Bu n- desgericht im Rahmen der Auslegung von Art. 17 Abs. 2 der Interkantona- len Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 25. N o- vember 1994 / 15. März 2001 (IVöB, SR 172.056.4) fest, dass dem öffent- lichen Interesse an einer möglichst raschen Umsetzung des Vergabeen t- scheides von vornherein ein erhebliches Gewicht zukommt (Urteil des Bundesgerichts 2P .103/2006 vom 29. Mai 2006 E. 4.2.1 mit Hinweisen; in diesem Sinne auch BVGE 2008/7 E. 3.3). Auch allfällige Interessen Dri t- ter, namentlich der übrigen an einem Beschaffungsgeschäft Beteiligten, sind nach der ständigen Praxis zu berücksichtigen. Ausgangspunkt muss dabei – insbesondere auch in Anbetracht der Ziel setzung von Art. XX Ziff. 2 und 7 Bst. a GPA – die Gewährung eines effektiven Rechtsschu t- zes und die Verhinderung von Zuständen sein, welche das Rechtsmittel illusorisch werden lassen (BVGE 2007/13 E. 2.2 mit Hinweisen). 3. 3.1 Die Beschwerdeführerin bringt zunä chst vor, dass die Begründung des Zuschlags an die Beschwerdegegnerin völlig ungenügend gewesen sei. Anlässlich der Debriefing -Veranstaltungen seien ihr lediglich höchst rudimentäre Angaben gemacht worden. Insbesondere seien ihr keinerlei Papiere abgegeben und keine Einsichtnahme in die Unterlagen bezüglich des eigenen Angebots gewährt worden. Die Beschwerdeführerin ist de s- halb der Ansicht, dass die Vergabestelle im Zusammenhang mit der B e- gründung der Vergabe die minimalsten Anforderungen nicht eingehalten habe. 3.2 Nach Art. 35 Abs. 1 VwVG sind schriftliche Verfügungen als solche zu bezeichnen, zu begründen und mit einer Rechtsmittelbelehrung zu vers e- hen. Um dem in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizer i-B-2960/2014 Seite 12 schen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) verankerten Anspruch auf rechtliches Gehör zu genügen, muss die Begründung einer Verfügung dem Betroffenen ermöglichen, die Tragweite derselben zu b e- urteilen und sie in voller Kenntnis der Umstände an eine höhere Instanz weiterzuziehen (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -536/2013 vom 29. Mai 2013, E. 2.2.1, und H ÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 6. Aufl. 2010, Rz. 1705 f.). 3.3 Hinsichtlich der Begründung von Verfügungen nach Art. 29 BöB en t- hält Art. 23 BöB eine lex specialis zu Art. 35 Abs. 1 (und 3) VwVG (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-3526/2013 vom 20. März 2014 E. 3.2). Art. 23 Abs. 1 BöB lässt in einem ersten Schritt eine summarische B e- gründung von Verfügungen nach Art. 29 BöB genügen. Die für die Pub li- kation der Zuschlagsverfügungen notwendigen Angaben sind in Art. 28 VöB aufgezählt. Nach Art. 23 Abs. 2 BöB besteht jedoch die Möglichkeit, dass beim Z u- schlag bestimmte Informationen den nicht berücksichtigten Anbieterinnen erst auf Gesuch hin – und dam it erst nachträglich – bekanntgegeben werden (BVGE 2012/28 E. 3.6.1 und GATT-Botschaft 2 vom 19. Septem- ber 1994, BBl 1994 IV 1194). Zu den Informationen gemäss Art. 23 Abs. 2 BöB gehören namentlich die wesentlichen Gründe für die Nichtberüc k- sichtigung (Art. 23 Abs. 2 Bst. d BöB). In der Praxis sind zur Mitteilung der Angaben gemäss Art. 23 Abs. 2 BöB auch sogenannte "Debriefings" ü b- lich, welche möglichst bald nach dem Zuschlag mit den unterlegenen A n- bietern durchgeführt werden ( GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a .a.O., Rz. 1244). Von der Auskunftspflicht ausgenommen sind allerdings g e- mäss Art. 23 Abs. 3 BöB insbesondere Informationen, welche berechtigte wirtschaftliche Interessen der Anbieterinnen beeinträchtigen oder den lau- teren Wettbewerb zwischen ihnen verlet zen (vgl. STEFAN SCHERLER, Die Verfügung im Vergaberecht, in: Zufferey/Stöckli, Aktuelles Vergaberecht 2012, Bd. 21, 2012, S. 361 f.). 3.4 Vorliegend organisierte die Vergabestelle am 15. Mai 2014 ein erstes Debriefing. Den Inhalt dieses Treffens beschreibt die Beschwerdeführerin auf rund zehn Seiten. Die Vergabestelle habe das Bewertungssystem, die Berechnung der Angebote der Beschwerdeführerin und der Beschwerd e- gegnerin nach Hauptkriterien und Unterkriterien erläutert. Die Beschwe r- deführerin bemängelt, dass si e die ihr gezeigte Präsentation dieses Debriefings nicht in Schriftform ausgehändigt erhalten habe. Ausserdem seien Subkriterien nicht bekannt gegeben und deren Bewertung nicht o f-B-2960/2014 Seite 13 fen gelegt worden. Auf Wunsch der Beschwerdeführerin wurde am 19. Mai 2014 ei n zweites Debriefing betreffend weiteren offenen Fragen durchgeführt, welches die Beschwerdeführerin wiederum auf mehr als zehn Seiten zusammenfasst. Die Vergabestelle bestreitet einige Behauptungen der Beschwerdeführ e- rin hinsichtlich angeblicher Äusserungen. Die Vergabestelle ist jedoch der Meinung, dass die ausführliche Zusammenfassung der Beschwerdeführe- rin zeige, dass sämtliche Hauptkriterien besprochen, die Bewertung der Beschwerdeführerin im Vergleich zur Beschwerdegegnerin diskutiert und zahlreiche Unterkriterien im Detail beleuchtet worden seien. 3.5 Die Parteien sind sich teilweise uneinig über den genauen Wortlaut von Äusserungen der Vergabestelle während der Debriefings. Im Nachh i- nein lässt sich nicht rekonstruieren, was genau an den beiden Treffen ge- sagt wurde. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin weisen aber imme r- hin darauf hin, dass sich die Vergabestelle ausführlich geäussert hat und dabei mutmasslich die wesentlichen Punkte behandelt hat. Wie es sich bezüglich der in den Debriefings gemachten zus ätzlichen Auskünfte g e- mäss Art. 23 Abs. 2 BöB verhält, kann indessen offen bleiben, da eine Rückweisung angesichts des qualifizierten Beschleunigungsgebots j e- denfalls ausser Betracht fällt und die Verletzung der Begründungspflicht allein in der Regel nicht die Gewährung der aufschiebenden Wirkung zu begründen vermag (vgl. die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B - 4288/2014 vom 25. September 2014, E. 4, und B -3013/2012 vom 31. Au- gust 2012, E. 2.5). Selbst wenn diese Erklärungen der Vergabestelle das gesetzliche Minimum nicht erreicht hätten, könnte daher die Beschwerde- führerin prima facie nichts zu ihren Gunsten ableiten. Im Übrigen wurde im vorliegenden Verfahren ein doppelter Schriftenwechsel durchgeführt, so dass die Beschwerdeführerin auf die ausführliche Vernehmlassung der Vergabestelle (inkl. entsprechende Beweismittel sowie eingeschränkte Akteneinsicht) Stellung nehmen konnte. 4. 4.1 Die materiellen Rügen der Beschwerdeführerin betreffen im Wesentli- chen drei Themen: das Bewertungssystem, die Bewertung und die Erfül- lung bzw. Nichterfüllung von Anforderungen durch die Beschwerdegegne- rin. B-2960/2014 Seite 14 4.2 Die Beschwerdeführerin bringt in Bezug auf das Bewertungssystem vor, es sei hochkomplex und unverständlich. Es sei für sie beispielsweise nicht verständlich, wieso sie für ei nige Anforderungen, welche sie klar er- füllt habe, keine volle Wertung erhalten habe. Einige Anforderungen seien von der Vergabestelle zudem unzulässig ausgelegt worden. Weiter habe die Vergabestelle die Haupt - und Unterkriterien durch Subkriterien e r- gänzt, ohne diese Subkriterien offen zu legen. Deshalb sei davon ausz u- gehen, dass die Vergabestelle unzulässige Subkriterien vorgesehen h a- be, was insbesondere dem Transparenzgebot widerspreche. 4.2.1 Die Vergabestelle hält demgegenüber fest, die Rügen bezüglich des Bewertungssystems seien insoweit verspätet, als sie sich gegen die Au s- schreibungsunterlagen richteten. Weiter sei das Bewertungssystem transparent und nachvollziehbar. Die Hauptkriterien seien bereits in der Ausschreibung teilweise durch detaillierte Unterkr iterien konkretisiert worden. Damit sei sie bereits über das gesetzlich Erforderliche hinausg e- gangen. Zu einzelnen Unterkriterien habe sie ihren internen Prüfern ein i- ge wenige Subkriterien vorgeschrieben, um die rechtsgleiche Behandlung sämtlicher Anbieter sicherzustellen und dies auch belegen zu können. Das Bewertungssystem sei von einem anerkannten Beratungsbüro vo r- gängig geprüft worden. Ausserdem sei das Bewertungssystem der B e- schwerdeführerin anlässlich der Informationsveranstaltung vom 12. Juni 2012 ausführlich erklärt worden. 4.2.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 Bst. a BöB will der Bund mit diesem Gesetz das Verfahren zur Vergabe von öffentlichen Liefer -, Dienstleistungs- und Bauaufträgen transparent gestalten. Die Auftraggeberin beschreibt die Anforderungen an die geforderte Leistung (insbesondere deren techn i- sche Spezifikation) in hinreichender Klarheit und Ausführlichkeit (Art. 16a VöB) und teilt in jedem Fall mit, welche Anforderungen zwingend zu erfül- len sind (Art. 16a Abs. 3 VöB). Die Vergabebehörde ist grundsätzlich an die Ausschreibung und die Ausschreibungsunterlage n gebunden. Diese Bindung ergibt sich insbesondere aus dem Transparenzgebot und aus dem Gleichbehandlungsgrundsatz (Art. 1 Abs. 2 BöB). So ist es der Ve r- gabebehörde grundsätzlich untersagt, die den Anbietenden bekanntg e- gebenen Vergabekriterien nachträglich zu verändern (Entscheid der BRK vom 6. Juni 2006, BRK 2005 -024, E. 3b; Urteile des Bundesverwaltung s- gerichts B-3526/2013 vom 20. März 2014 , E. 6.2, und B-4958/2013 vom 30. April 2014, E. 2.5.2, sowie BGE 130 I 241 E. 5.1). Wenn sie bekann t- gegebene Kriterien ausser Acht lässt, ihre Bedeutungsfolge umstellt, a n- dere Gewichtungen vornimmt oder Kriterien heranzieht, die sie nicht b e-B-2960/2014 Seite 15 kanntgegeben hat, handelt sie vergaberechtswidrig (Urteile des Bunde s- verwaltungsgerichts B -4958/2013 vom 30. April 2014, E. 2.5.2, und B-6837/2010 vom 15. März 2011, E. 3.2 mit Hinweisen). 4.2.3 Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts dürfen die Anbietenden grundsätzlich darauf vertrauen, dass die Vergabestelle die ausgewählten Beurteilungskriterien im herkömmlichen Sinne versteht. Tut sie dies nicht, muss das betreffende Kriterium in den Ausschre i- bungsunterlagen entsprechend – möglichst detailliert – umschrieben wer- den, damit die Anbieter erkennen können, welchen Anforderungen sie bzw. ihre Offerten genügen müssen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungs- gerichts B-4366/2009 vom 24. Februar 2010 E. 3.3 mit Hinweisen). Dies hat die BRK zunächst mit Bezug auf Zuschlagskriterien festgehalten (Entscheid der BRK 2001 -003 vom 5. Juli 2001, veröffentlicht in der Ve r- waltungspraxis der Bundesb ehörden [VPB] 65.94 E. 3d, mit Hinweis auf das Urteil BE.98.00173 des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 16. Juli 1998, publiziert in den Aargauischen Gerichts - und Verwal- tungsentscheiden [AGVE] 1998, S. 394, E. 3b/bb). Dasselbe muss auch in Bezug auf Eignungskriterien und technische Spezifikationen gelten (Ur- teil B -4958/2013 des Bundesverwaltung sgerichts vom 30. April 2014 E. 2.6.1; vgl. bezüglich der Eignungskriterien etwa das Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichts B -4366/2009 vom 24. Februar 2010, E. 3.3 mit Hinweisen, und GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 566). 4.2.4 Als durch Beschwerde selbständig anfechtbare Verfügungen gelten nach Art. 29 BöB insbesondere die Ausschreibung des Auftrags (Bst. b) und der Zuschlag (Bst. a). Einwände, welche die Aus schreibung betref- fen, können im Rahmen eines Beschwerdeverfahrens gegen einen späte- ren Verfügungsgegenstand grundsätzlich nicht mehr vorgebracht werden, soweit Bedeutung und Tragweite der getroffenen Anordnungen ohne Wei- teres erkennbar waren (Zwischenentsc heid des Bundesverwaltungsg e- richts B-738/2012 vom 14. Juni 2012 E. 3.1 mit Hinweisen; Entscheid der BRK vom 16. November 2001, BRK 2001 -011, publiziert in: VPB 66.38, E. 2c/aa mit Hinweisen; MARC STEINER, Das Verfahren vor Bundesverwal- tungsgericht in Verga besachen, in: Michael Leupold et al. [Hrsg.], Der Weg zum Recht, Festschrift für Alfred Bühler, 2008, S. 405 ff., S. 412 mit Hinweisen). Behauptete Mängel in den Ausschreibungsunterlagen sind dagegen grundsätzlich nicht selbständig, sondern mit dem nächstf olgen- den Verfahrensschritt, der in eine Verfügung gemäss Art. 29 BöB mündet, in der Regel also mit dem Zuschlag, anzufechten (zur Publikation vorg e-B-2960/2014 Seite 16 sehener Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B -364/2014 vom 8. April 2014 E. 4.4 mit Hinweisen). Dabei entspricht die Praxis des Bundesverwaltungsgerichts nicht derjen i- gen des Bundesgerichts zu Beschaffungen auf kantonaler und kommuna- ler Ebene (Art. 15 Abs. 1bis Bst. a IVöB), wonach Rügen gegen gleichze i- tig mit der Ausschreibung zur Verfügung stehende Ausschreibungsunter- lagen im Rahmen der Anfechtung des Zuschlags als verwirkt gelten (Zw i- schenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-1172/2011 vom 31. März 2011, E. 4.2.3 mit Hinweisen, und GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1255). Auch ergibt sich n icht schon aus dem Grundsatz von Treu und Glauben, dass eine "verspätete", also gegenüber der Vergab e- stelle nicht erhobene Rüge – unabhängig von ihrer Art – offensichtlich verwirkt wäre ( Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -1358/2013 vom 23. Juli 2013, E . 2.1 mit Hinweisen, sowie Zwischenentscheid des Bu n- desverwaltungsgerichts B -1172/2011 vom 31. März 2011, E. 4.2.2 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -1332/2013 vom 12. Februar 2014 E. 1.7). 4.2.5 4.2.5.1 Gemäss Art. 21 Abs. 1 BöB erhält das wirtschaftlich günstigste Angebot den Zuschlag, welches wiederum anhand von verschiedenen Zuschlagskriterien ermittelt wird. Dabei gibt es zwei Arten von Zuschlag s- kriterien: einerseits konkret -wirtschaftliche wie namentlich der Preis und die Betriebskosten und andererseits solche, die sich nicht direkt im Sinne eines monetären Vorteils auswirken, sondern vielmehr in Abwägung g e- genüber dem Preis der Ermittlung des richtigen Verhältnisses zwischen Preis und Leistung dienen. Dies gilt aufgrund von Art. 21 Abs . 1 BöB in s- besondere in Bezug auf die Qualität des nachgefragten Produkts ( MARC STEINER, Nachhaltige öffentliche B eschaffung – ein Blick auf das Verg a- berecht des Bundes und die Perspektiven, in: Zufferey/Stöckli [Hrsg.], Ak- tuelles Vergaberecht 2014, S. 149 ff., Rz. 13 mit Hinweisen ; Urteil B - 743/2007 des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Dezember 2011 E. 2.2.3.3). 4.2.5.2 In casu ist das Angebot der Beschwerdeführerin und der übrigen Anbieterinnen nach folgenden Zuschlagskriterien bewertet worden: dem Hauptkriterium "Gesamtwirtschaftlichkeit" mit einer Hauptgewichtung von 40 % und den Unterkriterien "Investitionskosten" (Untergewichtung 50 %), "Energiekosten und Trassengebühren" (20 %), "Life Cycle Cost (LCC) bei B-2960/2014 Seite 17 Ausführung der Instandhaltung durch die Vergabestelle" (17.5 %), "LCC Instandhaltung bei Ausführung durch Anbieter" (12.5 %), dem Hauptkrit e- rium "Innovation" mit der Hauptgewichtung von 25 % und den Unterkrit e- rien "Umsetzungslösung Gestaltun gskonzept" (35 %), "Innovation Tec h- nik" (20 %), "Bedingungen und Konzept Instandhaltung bei Ausführung durch Anbieter" (10 %), "Umsetzungslösung Personen mit reduzierter Mobilität(PRM)-Konzept" (10 %), "Umsetzungslösung Einsatzko nzept" (5 %), "Umsetzungslö sung Gepäckmitnahmekonzept" (5 %), "Umse t- zungslösung Fahrgastwechselkonzept" (5 %), "Umsetzungslösung Ko m- munikationskonzept" (5 %), "Um setzungslösung Sicherheitskonzept" (5 %), dem Hauptkriterium "Technik" mit einer Hauptgewichtung von 20 % und dem Unter kriterium "Bewertung der Produktanforderungskat a- log(PAK)-Anforderungen nach deren Wichtigkeit" (100 %) sowie dem Hauptkriterium "Vertragserfüllung, Lieferanten Projekt -Set-up und Hom o- logationskonzept" (15 %) mit den Unterkriterien "Projekt Set -up" (25 %), "Homologationskonzept" (25 %), "Vertrag: Kommerzielle Bestimmungen" (20 %), "Vertrag: Governance" (10 %), "Vertrag: Leistungsabgrenzung" (10 %), "Vertrag: Immaterialgüterrechte" (5 %) und "Vertrag: Weitere rechtliche Aspekte" (5 %). Ein Preisunterschied vo n CHF '_______' ist damit aufgrund der Gewic h- tung der Zuschlagskriterien entgegen der mehrfach betonten Rechtsau f- fassung der Beschwerdeführerin jedenfalls nicht allein ausschlaggebend. Vielmehr sieht die Ausschreibung der Logik von Art. 21 Abs. 1 BöB bzw. des in E. 4.5.1 hiervor Gesagten folgend eine Orient ierung am Preis - Leistungs-Verhältnis vor (vgl. STEINER, a.a.O., Rz. 14). Dass die Investiti- onskosten nur 20 % der Gewichtung aller Zuschlagskriterien ausmachen, wird von der Beschwerdeführerin zu Recht ni cht gerügt. Dies schon de s- halb, weil die Gewichtung der Zuschlagskriterien als Teilgehalt der Au s- schreibung in Rechtskraft erwachsen ist. Damit braucht nicht weiter auf die zulässige Gewichtung dieses Kriteriums eingegangen zu werden (Ur- teil B-743/2007 des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Dezember 2011 E. 2.2.3.3). 4.2.6 Das Bewertungssystem wurde in den Ausschreibungsunterla gen Teil 2C ausführlich dargestellt (vgl. Vernehmlassungsbeilage 18). Aus zü- ge aus diesem Dokument werden von der Beschwerdeführerin in ihren Eingaben Wort für Wort zitiert und als Beispiele für ein zu kompl iziertes und daher unvollständiges Bewertungssystem angeführt (vgl. Beschwer- de, Rz. 53 mit Vernehmlassungsbeilage 18, S. 6). Die Vergabestelle führ- te am 14. Juni 2012 eine protokolliert e Informationsveranstaltung durch B-2960/2014 Seite 18 (vgl. Vernehmlassungsbeilage 20). Darin wurde im Rahmen einer Powe r- point-Präsentation insbesondere das Bewe rtungssystem mit Berec h- nungsbeispielen erläutert (Vernehmlassungsbeilage 21, S. 29 ff.). Das Bewertungssystem setzt sich aus vier Hauptkriterien ("Gesamtwirt schaft- lichkeit", "Innovation", "Technik" und "Vertragserfüllung, Lieferanten Pr o- jekt-Set-up und Homologationskonzept") und 21 Unterkriterien zu sam- men. Beim Hauptkriterium "Innovation" wurde die Rechenmethode gr a- phisch dargestellt, wobei nicht näher bezeichnete Subkriterien entha lten waren. Die Rügen der Beschwerdeführerin, wonach das Bewertungssystem nicht nachvollziehbar sei, erscheinen unbegründet. Die Methodik der Vergab e- stelle ist nachvollziehbar, obwohl die hohe Komplexität insbesondere hin- sichtlich des Hauptkriteriums "Innovation" nicht in Abrede gestellt werden kann. In einer summarischen Betrachtung macht es jedoch den Anschein, dass diese Komplexität mit der Präsentation vom 14. Juni 2012 abgef e- dert werden konnte. So führt die Beschwerdeführerin auch nicht aus, wel- che Elemente genau sie aufgrund der zu hohen Komplexität nicht ve r- standen habe. Einzelne Unklarheiten betreffend die Haupt - bzw. Unterkri- terien hätten ausserdem auch nach dem 14. Juni 2012 im Rahmen der verschiedenen Treffen mit der Vergabestelle erörtert werden können. 4.2.7 Die Beschwerdeführerin geht allerdings davon aus, dass sich die Beschwerdegegnerin in der verlorenen Ausschreibung 2010 entsche i- dendes "Insiderwissen" habe erarbeiten können. Es stell t sich damit die Frage nach der gehörigen Transparenz der Subkriterien und ihrer G e- wichtung für die Beschwerdeführerin. Art. 27 Abs. 1 VöB sieht vor, dass die Zuschlagskriterien im Voraus b e- kannt zu geben und zu gewichten sind, schweigt sich aber über die ver- schiedenen Fragen im Zusammenhang mit den Unterkriterien aus ( GAL- LI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 846). Um dem Transparen zprinzip (Art. 1 Abs. 1 Bst. a BöB) zu genügen, sind indessen alle Zuschlagskrite- rien vorgängig in den Ausschre ibungsunterlagen au fzuführen. Die Z u- schlagskriterien ein schliesslich aller sonstigen Gesichtspunkte, die bei der Beurteilung der Angebote in Be tracht gezogen werden, müssen aus den Ausschre ibungsunterlagen e rsichtlich sein (Anhang 5 Ziff. 6 VöB). Dabei ist die Gewichtung der einzelnen Zuschlagskriterien klar zum Au s- druck zu bringen (vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 846 ff. mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche und kantonale Rechtsprechung). B-2960/2014 Seite 19 Das Transparenzgebot gilt als Regel formeller Natur; wurde es verletzt, so ist der angefochtene Entscheid grundsätzlich auch dann aufzuheben, wenn eine Kausalbeziehung zwischen Verfahrensfehler und Zuschlagser- teilung fehlt bzw. nicht dargetan ist (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-891/2009 vom 5. November 2009 E. 6.1; En tscheid der BRK 2005-025 vom 18. Mai 2006 E. 3a/aa mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 2P .299/2000 vom 24. August 2001 E. 4). In der eben zitierten Erwägung führt das Bundesgericht aus, dass es sich beim Gebot, dass Ausschre i- bungs- bzw. Zuschlagsverfahren transparent zu gestalten seien, um eine Regel formeller Natur handle, deren Missachtung Konsequenzen haben müsse und "unter Umständen" auch zur Aufhebung des Zuschlages fü h- re, was nach der Praxis der BRK die Regel sei. Die Frage, ob allenfalls dann davon abzuweichen sei, wenn die Zuschlagsbehörde darlegen kö n- ne, dass die Verletzung des Transpar enzgebots den Zuschlagsentscheid nicht zu beeinflussen vermocht habe, liess das Bundesgericht in der Fo l- ge zwar ausdrücklich offen, mit dem Hinweis darauf, dass der Zuschlags- entscheid nämlich regelmässig dann nicht aufrechterhalten werden kö n- ne, wenn den Bewerbern entscheidende Zuschlagskriterien vorenthalten bzw. wenn solche nachträglich (während des hängigen Verfahrens) massgeblich verändert worden seien. I m ihm unterbreiteten Fall bejahte es dies für eine prozentuale Neugewichtung des Kriteriums Preis (60 % statt 30 %), die es als zum Vornherein derart bedeutend hielt, dass sie als für den Zuschlagsentscheid massgeblich zu betrachten sei. Die vom Bundesgericht aufgenommene, aber nicht beantwortete Frage, ob a n- dernfalls abweichend von der Praxis der BRK zu entscheiden wäre, kann vorliegend ebenfalls offen bleiben. Denn die fehlende Kausalität führt auf jeden Fall dann zur Abweisung des Begehrens um Erteilung der au f- schiebenden Wirkung, solange diese offensichtlich ist und die gewählten Kriterien jedenfalls unter die Oberkriterien subsumierbar sind (vgl. dazu grundlegend BGE 130 I 241 E. 5.1). Dies hindert das Bundesverwa l- tungsgericht indessen nicht an der Feststellung der Rechtswidrigkeit im Endentscheid. 4.2.8 4.2.8.1 Weiter wehrt sich die Beschwerdeführerin gegen unzuläs sige Subkriterien. Die nicht im Voraus erfolgte Bekanntgabe von in der Evalua- tion berücksi chtigten Sub subkriterien (hier: Subkriterien) würde ei nen rechtswidrigen Verstoss gegen das Transparenzprinzip dar stellen (GAL- LI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 850 mit Hinweis auf das Ur teil B - 6837/2010 des Bundesverwaltungsgerichts vom 15. März 2011). Eine B-2960/2014 Seite 20 Vergabebehörde handelt rechtswidrig, wenn sie den Zuschl agsentscheid nicht aufgrund der bekannt gegebenen Zuschlags - bzw. Subkriterien und des ebenso vorgängig bekannt gegebenen (relativen) Gewichts eines j e- den Kriteriums fällt (GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 860 mit Hi n- weisen). Wie erwähnt, wurde in cas u jedoch anlässlich der Information s- veranstaltung vom 14. Juni 2012 auf die Rolle der Subkriterien hingewi e- sen (vgl. Vernehmlassungsbeilage 21, S. 30). Ob sich die Beschwerd e- führerin deswegen nicht mehr gegen die schlichte Existenz von Subkrit e- rien wehren kann, kann prima facie zum aktuellen Zeitpunkt offen bleiben (vgl. E. 4.2.4 hiervor). 4.2.8.2 In dieser Argumentationslinie macht die Beschwerdeführe rin so- dann geltend, dass die Subkriterien die eigentlichen Schlüsselkrite rien der ganzen Bewertung darstellten. Insofern würden die verwendeten Subkriterien nicht einzig zur Konkretisierung der Unterkriterien dienen. Ih- rer Ansicht nach habe die Vergabestelle den Vergabeentscheid einzig und alleine von Kriterien abhängig gemacht, welche gewissen Anbieterinnen gar nicht bekannt gewesen seien. Als Beispiel nennt die Beschwerdefü h- rerin die Unterteilung des Unterkriteriums "Energiekosten und Trassenge- bühren" in zwei Subkriterien mit jeweiligen Gewichtungen, wobei das preislich günstigere Angebot und der daraus entstehende Preisvorteil in einen Nachteil umgewandelt worden sei. Die beiden Kostenelemente Energiekosten und Trassengebühren seien nicht summiert worden, so n- dern durch entsprechende Subkriterien und deren unterschiedliche G e- wichtung einer anderen Bewertung unterzogen worden. Ausserdem habe die Vergabestelle bei den Debriefings nur unvollständ i- ge Informationen zu den Subkriterien weitergegeben. Teilweise habe man solche genannt, jedoch die Gewichtung der Subkriterien verschwiegen. Beim Unterkriterium "Fahrgastwechsel konzept" (im Hauptkriterium "Inn o- vation") hätten die Vertreter der Vergabestelle auf Nachfrage gesagt, hier seien generell Funktion, Gestaltung und konzeptionelle Aspekte bewertet worden. Beim Unterkriterium "Sicherheitskonzept" (wiederum im Hauptkri- terium "Innovation") sei darauf hingewiesen worden, dass hier nicht die technische Sicherheit, sondern das Gefühl des Passagiers im Zug bewer- tet worden sei. Auf eine entsprechende Nachfrage hin sei zudem gesagt worden, dass man z.B. die Einsehbarkeit der WC -Kabine und das Video- überwachungskonzept bewertet habe. 4.2.8.3 Die Vergabestelle entgegnet dazu, dass Zuschlagskriterien r e- gelmässig abstrakte Begriffe wie Qualität der Leistung oder Lebens dauer B-2960/2014 Seite 21 einer Komponente seien. Unterkriterien oder Subkriterien würden dazu dienen, diese Begriffe zu konkretisieren. Je genauer und konziser eine solche Konkretisierung sei, desto fairer würden sich die Angebote verglei- chen lassen. Dies bedeute freilich nicht, dass für je den Begriff ein Ausle- gungskanon veröffentlicht werden müsse. Es genüge, wenn das Evaluati- onsteam anhand von Weisungen so instruiert werde, dass gleiche Begri f- fe immer mit der gleichen Bedeutung ve rwendet würden. Es beste he so- mit keine Pflicht, Subkriterien oder Kon kretisierungen der Subkrite rien – unter dem Vorbehalt des Ermessensmissbrauchs – im Voraus den Anbie- tern bekannt zu geben. Die Vergabestelle ist der Ansicht, dass sie bei der Publikation des Bewer- tungssystems wesentlich über die gesetzlichen Anforderungen hinausg e- gangen sei. Der auf SIMAP veröffentlichte Krit erienkatalog würde sich über mehrere Seiten erstrecken. Sie habe ihren Prüfern einige wenige Subkriterien zu einzelnen Unterkriterien vorgeschrieben. Mit den Subkr i- terien habe sie den zahlreichen Prüfern zu einzelnen ausgewählten U n- terkriterien Konkretisierungen vorgegeben, um eine gleiche und objektive Prüfung zu gewährleisten. Um die rechtsgleiche Behandlung sämtlicher Anbieter sicherzustellen (und auch belegen zu können), habe die Verg a- bestelle die einzelnen Subkriterien auch im Bewertungssystem aufg e- nommen, welches sie bei einem Notar hinterlegt habe. Zum gerügten Subkriterium betreffend Sicherheitskonzept führt die Ve r- gabestelle aus, dass die entsprechenden Anforderungen von Anfang an klar und transparent definiert worden seien. Als Beispiel zitiert die Verga- bestelle die Anforderung Nr. 190097: " _______" Daraus sei ohne Weit e- res ersichtlich, welche Leitlinie für die Gestaltung der Abteile gelten wü r- de. Eine Änderung oder subjektive Neubewertung dieses Kriteriums – wie dies die Beschwerdeführerin vorbringe – habe nicht stattgefunden. Die Vergabestelle bestreitet auch die Ausführungen der Beschwerdefü h- rerin zu den Energiekosten und Trassengebühren. Die Unterteilung in die zwei Kostenarten sei bereits aus den Ausschreibungsunterlagen ersich t- lich gewesen. 4.2.8.4 Die von der Vergabestelle genannten Subkriterien des Un terkrite- riums "Fahrgastwechselkonzept" (im Hauptkriterium "Innovation") we i- chen nicht von einer blossen Konkretisierung ab. Dass diesbezüglich die Funktion, die Gestaltung und konzeptionelle Aspekte bewer tet wur den, B-2960/2014 Seite 22 überrascht nicht. Die Bedeutung und Tragweite des Unterkri teriums "Fahrgastwechselkonzept" ändert sich durch die Subkriterien nicht. Weiter erscheinen vorderhand auch die Subkriterien betreffend Siche r- heitskonzept den Sinn dieses Unterkriteriums nicht zu ändern. Das S i- cherheitskonzept ist ein Unterkriterium des Hauptkriteriums "Innovation". Vor dem Hintergrund der von der Vergabestelle zitierten Anforderung Nr. 190097 (betreffend Sicherheit von Alleinreisenden in schwach besetz- ten Spätzügen) kann das behauptete Verständnis der Beschwerdeführ e- rin, wonach es sich hier um die technische Sicherheit gehandelt habe, nicht überzeugen. Die Beschwerdeführerin weist in ihrer Replik selbst auf das Dokument "Talgo_Technische_Beschreibung_der_AP FZ_ 201312133_Teil 4A_6_VI.03" hin, aus welchem hervorgeht, dass sie im Rahmen ihrer Offerte der Vergabestelle ein Videoüberwachungssystem mit Überwachungskameras angeboten hat. Daraus ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführerin der Begriff "Sicherheitsko nzept" indirekt klar g e- wesen sein musste. Schliesslich ist die Rüge hinsichtlich unzulässiger Subkriterien beim U n- terkriterium "Energiekosten und Trassengebühren" (im Hauptkriterium "Gesamtwirtschaftlichkeit") auf ihre Erfolgschancen zu prüfen. Mit E -Mail vom 17. Februar 2014 sandte die Vergabestelle den Anbieterinnen ein Er- fassungsblatt "Energie und Trassengebühren". Darin waren der Energi e- verbrauch – differenziert in verschiedene Messtabellen – und die Tra s- sengebühren – abhängig vom Gewicht des Fahrzeugs – getrennt vonein- ander einzutragen (vgl. Vernehmlassungsbeilage 24). Daher erscheint die Rüge, die Beschwerdeführerin habe die Subkriterien des Unterkriteriums "Energiekosten und Trassengebühren" nicht gekannt, nicht nachvollzie h- bar. Die Bedeutung und Trag weite des strittigen Unterkriteriums wurde durch die im E -Mail vom 17. Februar 2014 bekannt gegeben en Subkrite- rien nicht verändert. Inwieweit die Vergabestelle die Bewertung nicht ko r- rekt vorgenommen hat, kann im Zusammenhang mit den Ausschre i- bungsunterlagen und der Rüge unzulässiger Subkriterien offen bleiben. Die Rechtmässigkeit der Bewertung ist im Zusammenhang mit der Be - wertung des Angebots der Beschwerdeführerin zu prüfen (dazu unten in E. 4.3). 4.2.9 Ausserdem rügt die Beschwerdeführerin die Verletzung de s Trans- parenz- und Gleichbehandlungsgebotes durch eine Auslegung der Krit e- rien, welche nicht dem gewöhnlichen Sprachgebrauch entspreche. B-2960/2014 Seite 23 4.2.9.1 Zuerst ist hier auf die Rüge betreffend das Unterkriterium "Siche r- heitskonzept" (im Hauptkriterium "Innovation") zurückzukommen, wo nicht die technische Sicherheit, sondern das Gefühl des Passagiers im Zug bewertet worden sei (vgl. E. 4.2. 8.2 vorstehend). Neben der be reits be- handelten Rüge betreffend Nichtoffenlegung von Subkr iterien ist danach zu fragen, ob die Vergabeste lle dieses Unterkriterium in unzuläs siger Weise ausgelegt hat. Der Begriff 'Sicherheitskonzept' lässt nach dem gewöhnlichen Sprach - gebrauch verschiedene Bedeutungen zu. So kann die technische Siche r- heit (wie es die Beschwerdeführerin verstanden haben will ) oder die S i- cherheit gegenüber anderen Reisenden (wie dies die Vergabestelle vo r- bringt) gemeint sein. Die Auslegung der Vergabestelle richtet sich de m- entsprechend nicht gegen den Wortlaut des Unterkriteriums. Weiter ist darauf hinzuweisen, dass das Unterk riterium "Sicherheitskonzept" im Z u- sammenhang erstens mit dem Hauptkriterium "Innovation" und zweitens mit den Anforderungen der Ausschreibungen zu sehen ist. Wird das U n- terkriterium "Sicherheitskonzept" im Zusammenhang mit der Anforderung Nr. 190097 gelesen (vgl. E. 4.2. 8.3 hiervor), erscheint die Auslegung der Vergabestelle jedenfalls nachvollziehbar bzw. zumindest auch möglich. 4.2.9.2 Als zweite Rüge betreffend unzulässige Auslegung bringt die B e- schwerdeführerin die Anforderung Nr. 190096 vor. Diese beinhaltet Fol- gendes: " _______". Die Beschwerdeführerin macht diesbezüglich ge l- tend, 'trennen' bedeute 'trennen' und nicht Offenlassen einer riesigen L ü- cke. Der Begriff 'Elemente' deute zudem darauf hin, dass es sich um ei- nen Sammelbegriff für Bauteile (inkl. Tür) handle und eben nicht nur Wände gemeint seien, da sonst der Begriff 'Wände' verwendet worden wäre. Ausserdem sei sie dadurch, dass die Vergabestelle sie nicht auf die vermeintlich erlaubte Weglassung der Tür aufmerksam gemacht habe , rechtsungleich behandelt worden. Die Vergabestelle erklärt, dass eine Anforderung für Abteiltüren in den Ausschreibungsunterlagen nicht enthalten sei. Auch die Anforderung Nr. 190096 würde keine solchen Abteiltüren vorsehen. Die Beschwerd e- gegnerin habe transparente, raumhohe und abschliessende Elemente vorgesehen. Die Vergabestelle sei zudem nicht dazu befugt, den L ö- sungsvorschlag einer Anbieterin an die anderen Anbieterinnen weiterz u- leiten, wie dies von der Beschwerdeführerin implizit verlangt würde. B-2960/2014 Seite 24 Die Anforderung Nr. 190096 enthält ihrem Wortlaut nach den Begriff 'A b- teiltüren' oder 'Tür' nicht. Es ist prima facie davon auszugehen, dass nicht von raumhohen Elementen gesprochen worden wäre, wenn einzig und al- leine Abteiltüren gemeint worden wären. Eine nicht raumhohe Türe wäre aus praktischer Sicht wohl kaum sinnvoll. Ähnlich verhält es sich bei dem Wort 'abschliessend', welches sich im vorliegenden Kontext eher auf die Raumhöhe als auf Abteiltüren bezieht, diese aber miteinschliesst. De m- entsprechend erscheint die Auslegung der Vergabestelle jedenfalls nach- vollziehbar bzw. zumindest möglich. Bei diesem Ergebnis kann offen blei- ben, ob bei komplexen Ausschreibungsgegenständen und einem grossen Vergabevolumen wie vorliegend kleine Unklarheiten in den technischen Ausschreibungsanforderungen (insbesondere angesichts der zahlreichen Treffen der Vergabestelle mit den Anbieterinnen betreffend technische Fragen) in Kauf genommen werden müssen. 4.2.10 4.2.10.1 Der Vergabestelle kommt sowohl bei der Wahl der Eignungskr i- terien als auch bei deren Beurteilung ein grosser Ermessensspielraum zu (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -1470/2010 vom 29. September 2010 E. 2.2; Entscheid der BRK 2005-002 vom 30. Mai 2005, publiziert in VPB 69.105, nicht veröffentlichte E. 2b/aa; G ALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 557 und 564 f.). Die Eignungskriter ien sind aber in jedem Fall auftragsspezifisch bzw. leistungsbezogen zu formulieren (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-4860/2010 vom 13. Juli 2011 E. 3). Nach Anhang 3 zur VöB i.V.m. Art. 9 Abs. 1 VöB können von den Anbietern un- ter anderem eine "Liste der in den letzte n fünf Jahren vor der Ausschre i- bung erbrachten wichtigen Leistungen" (Ziff. 7) und "Referenzen, bei wel- chen die Auftraggeberin die ordnung sgemässe Erbringung dieser Lei s- tungen überprüfen [...] kann [...]" (Ziff . 8) erhoben werden. Nach Rech t- sprechung und Lehre ist der Nachwe is von Referenzprojekten im Ra h- men der Eignungsprüfung grundsätzlich zulässig (Urteil des Bundesve r- waltungsgerichts B -1470/2010 E. 4.3; G ALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 559). Dabei gilt, dass je anspruchsvoller und komplexer eine Leistung ist, desto höher auch die qualita tiven und quantitativen Anforde- rungen an die Referenzprojekte sein dürfen (Urteil des Bundes verwal- tungsgerichts B-1470/2010 vom 29. September 2010 E.4.3). 4.2.10.2 Was das Eignungskriterium der Referenz anbelangt, weist die Beschwerdeführerin replicando selbst ausdrücklich auf Ziff. 3.8 der auf SIMAP veröffe ntlichten Ausschreibung hin , wonach die Projekte zeigen B-2960/2014 Seite 25 sollen, "dass der Anbieter erfolgreich ähnl iche Projekte wie in dieser B e- schaffung gefordert, durchgeführt hat bzw. dass der Anbieter sich weite r- entwickeln und sich somit in die Lage versetzen kann, ein Projekt von dieser Komplexität erfolgreich abzuwickeln". Aus diesem Wortlaut geht di- rekt hervor, dass die Anbieterinnen nicht bereits zuvor zumindest ident i- sche Projekte präsentiert haben müssen. Die Vergabestelle wollte damit die Herstellung von Wettbewerb sicherstellen. Folglich zielt die Rüge der Beschwerdeführerin ins Leere, wenn sie darauf hinwe ist, dass die Be - schwerdegegnerin neu in den Markt der Hochgeschwindigkeitszüge ei n- tritt. 4.2.11 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass prima fa cie die Rügen der Beschwerdeführerin in Bezug auf (i) die Ausschreibung bzw. die entsprechenden Unterlagen (ink l. Bewertungssystem), (ii) unz u- lässige Subkriterien und (iii) die unzulässige Auslegung von Anforderu n- gen durch die Vergabestelle als offensichtlich unbegründet erscheinen. Soweit keine offensichtliche Unbegründetheit vorliegt, ändert sich durch die aufgeworfenen Fragen jedenfalls nichts am Vergabeergebnis. 5. 5.1 Hinsichtlich der Bewertung macht die Beschwerdeführerin im Wesent- lichen die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtse rhebli- chen Sachverhalts geltend. Ausserdem sei das Gleichbehandlungsprinzip verletzt worden, da das Angebot der Beschwerdegegnerin einde utig be- vorteilt worden sei. Einzelne Punkte der Bewertung sieht die Beschwer- deführerin sogar als willkürlich an. Auch das Vertrauensprinzip sei verletzt worden, da ihr nie mitgeteilt worde n sei, dass gewisse Kriterien nicht e r- füllt worden seien. 5.2 Gemäss Art. 31 BöB kann Unangemessenheit im Beschwerde verfah- ren nicht gerügt werden. Bei der Auswahl und Gewichtung der einzelnen Zuschlagskriterien steht der Vergabebehörde ein weiter Ermessensspie l- raum zu, in welchen das Bundesverwaltungsgericht nicht eingreift ( vgl. Entscheid der BRK vom 30. Juni 2004, veröffentlicht in V PB 68.119 E. 4d/aa; vgl. auch das Urteil des Verwaltungsgerichts Aargau vom 6. Juli 2005, veröffentlicht in: AGVE 2005, S. 245 f f., E. 2.2 S. 246). Dies en t- spricht einerseits dem Zweck von Art. 31 BöB und andererseits dem Beg- riff des wirtschaftlich günstigsten Angebots, wie er in Art. 21 Abs. 1 BöB als massgebend bezeichnet wird. Dieser unbestimmte Rechtsbegriff e r- öffnet der Vergab estelle einen weiten Beurteilungsspielraum ( ZUFFE-B-2960/2014 Seite 26 REY/MAILLARD/MICHEL, Droit des marchés publics, 2002, S. 116 f.; GAL- LI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1286; Zwischenentscheid B - 3311/2009 des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Juli 2009 E. 6.2). Ermessensmissbrauch liegt lediglich dann vor, wenn die Behörde zwar im Rahmen des ihr vom Gesetz eingeräumten Ermessens handelt, sich aber von unsachlichen, dem Zweck der mass gebenden Vorschriften fremden Erwägungen leiten lässt und insbesond ere allgemeine Rechtsprin zipien, wie das Verbot von Willkür oder rechtsungleicher Behandlung, das Gebot von Treu und Glauben sowie den Grundsatz der Verhältnismässigkeit, verletzt (M OSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bunde s- verwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.184 m it Hinweisen). Subjektive Beurteilungen in Bezug auf das Design sind nicht vermeidbar und stellen daher regelmässig keine Rechtsverletzung dar. 5.3 Das Bundesverwaltungsgericht greift daher nur ein, wenn ein qualif i- zierter Ermessensfehler vorliegt (Zwischenentscheide des Bundesverwal- tungsgerichts B -3803/2010 vom 23. Juni 2010 , E. 3.1.3 und 3.2.1, B - 504/2009 vom 3. März 2009, E. 5.3 und 6.1 sowie B -7393/2008 vom 14. Januar 2009, E. 3.2.2.2; Entscheide der BRK vom 22. März 2004, BRK 2004 -003 und CRM 2004 -004, pub liziert in: VPB 68.88 E. 4b und VPB 68.119 E. 4d/aa; vgl. H ÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Ve r- waltungsrecht, 6. Aufl. 2010, Rz. 463). 5.4 Eine Korrektur der Noten - bzw. Punktgebung kommt folglich nur in Betracht, soweit sich diese nicht nur als unangemessen, sondern vie l- mehr als rechtsfehlerhaft erweist (Zwischenentscheide des Bundesve r- waltungsgerichts B -6762/2011 vom 26. Januar 2012, E. 4.1, und B - 4621/2008 vom 6. Oktober 2008, E. 6.3 mit Hinweisen). 5.5 5.5.1 5.5.1.1 Die Beschwerdeführerin macht betreffend das Hauptkriterium "Gesamtwirtschaftlichkeit" geltend, dass sie ein um über CHF '_______' tieferes Angebot eingereicht habe (vgl. dazu E. 4.2.5 hiervor). Bei der Bewertung der übrigen Kriterien zur Beurteilung der Gesamtwirtschaf t- lichkeit, insbesondere bei der Bewertung der Investitionskosten, seien schwerwiegende Fehler gemacht worden. Die Bewertung der Investit i- onskosten sei nicht nachvollziehbar und verschiedene Unterkriterien se i- en fehlerhaft bewertet worden. Durch den Abzug der drei Sitze, welcher B-2960/2014 Seite 27 Willkür und Ungleichbehandlung darstelle, werde auch die Investition s- kostenbewertung nachteilig beeinflusst. Die Vergabestelle habe den Sachverhalt hinsichtlich der Gesamtwirtschaftlichkeit im Zusam menhang mit Investitionskosten unrichtig und unvollständig festgestellt. Die Verg a- bestelle habe die erforderlichen Angaben zur Bewertung der Investition s- kosten nicht offengelegt. Die Bewertung der Investitionskosten sei nicht nachvollziehbar. Bei der Bewer tung der Unterkriterien "Investitionsko s- ten", "Energiegebühren und Trassengebühren", "LCC -Instandhaltung" und "externe Instandhaltung" des Hauptkriteriums "Gesamtwirtschaftlic h- keit" sei es zur Bevorzugung des Angebotes der Beschwerdegegnerin in Verbindung mit einer entsprechenden Benachteiligung des Angebots der Beschwerdeführerin gekommen. Das "Miteinfliessen der Kosten" sei im Bewertungssystem nicht vorgesehen. Der vorgesehene Multiplikatorfaktor sei bei der Bewertung der Wirtschaftlichkeit nicht berücksichtigt worden. 5.5.1.2 Die Vergabestelle vertritt hinsichtlich der Bewertung der Investit i- onskosten demgegenüber die Meinung, je grösser der berücksichtigte Abzug bezüglich der Sitze (Bonus) sei, desto vorteilhafter sei dies für die Bewertung der Investitionskosten, da das Angebot mit den tiefsten Kosten die beste Note in diesem Zuschlagskriterium erhalte. 5.5.1.3 Die Vergabestelle nahm den von der Beschwerdeführerin bemä n- gelten Abzug dreier Sitze klarerweise zu gunsten der Beschwerdeführerin vor, wie unten in E. 5.6.5.3 entnommen werden kann: als entgegenko m- mende Korrektur der Nichterfüllung einer Muss -Anforderung für G e- päckstücke. Dass weitere als diese drei Sitze abgezogen worden sind, wird von der Beschwerdeführerin nicht aus drücklich vorgebracht und w ä- re auch ni cht substantiiert. Die Erreichung des Maximalwerts erscheint folglich im Un terkriterium "Investitionskosten" nicht als möglich. Überdies hätte die Beschwerdeführerin im Unterkriterium "Investitionskosten" bei Erreichung des Maximalwerts höchstens einen b is drei Prozentpunkte im Gesamt des Hauptkriteriums "Gesamtwirtschaftlichkeit" herausholen kö n- nen, so dass ein Korrektiv der Be wertung in diesem Unterkriterium z u- gunsten der Beschwerdeführerin von vornherein nur geringfügig wäre und das Gesamtergebnis im Hauptkriterium "Gesamtwirtschaftlichkeit" nur marginal verändern würde. 5.5.2 5.5.2.1 Die Beschwerdeführerin ist sodann der Ansicht, dass durch die Unterteilung des Unterkriteriums "Energiekosten und Trassengebühren" B-2960/2014 Seite 28 in zwei Subkriterien mit jeweiligen Gewichtungen d as preislich günstigste Angebot und der daraus entstehende ursprüngliche Preisvorteil in einen Nachteil umgewandelt und dadurch die Beschwer degegnerin bevorteilt worden sei, da bei der Summierung der ursprüngliche Kostenvorteil zu einem Bewertungsnachteil für die Anbieterin verdreht werde. 5.5.2.2 Die Vergabestelle legt dar, dass die getrennte Bewertung der Energiekosten und Trassengebühren nicht eingeführt worden sei, um die Beschwerdegegnerin besser oder die Beschwerdeführerin schlechter zu stellen. Die getrenn te Bewertung sei von Beginn weg geplant gewesen, wie aus dem beim Notar hinterlegten Bewertungssystem ersichtlich sei. Die Frage, ob die Energiekosten und Trassengebühren zusammeng e- zählt oder separat bewertet würden, bleibe ohne jeglichen Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens. Bereits in der Eingabemaske für die Prei se hätten die Anbieterinnen erkennen können, dass diese Kosten be wertet würden. Die von der Beschwerdeführerin angestellten Spekulationen über "geheime Bewertungen" der Vergabestelle seien unhaltbar. Jede (Zw i- schen-)Bewertung sei ausführlich dokumentiert worden. Mit dem allen Anbieterinnen zur Verfügung gestellten Excel -Kalkulationsmodell hätten Bewertungen simuliert werden können. 5.5.2.3 Was die von der Beschwerdeführerin gerügte Bewertung der Energiekosten und Trassengebühren anbelangt, musste die Beschwerde- führerin angesichts der Nennung der beiden Kostenkategorien in der auf SIMAP veröffentlichten Ausschreibung von Anfang an damit rechnen, dass diese unterschiedlich bewertet würden. Trassenge bühren unte r- scheiden sich bereits begrifflich von Ener giekosten und sind auch inhal t- lich nicht identisch. Entsprechend konnte die Beschwerdeführerin von Beginn des Vergabeverfahrens weg nicht davon ausgehen, dass eine einzige vereinheitlichende Bewertung erfolgen würde. Die gegenteiligen Behauptungen der Beschwerdeführerin laufen damit ins Leere. Ein qual i- fizierter Ermessensfehler seitens der Vergabestelle liegt prima facie nicht vor. 5.5.3 Ferner bemängelt die Beschwerdeführerin zwar auch die Bewertung ihres Angebots im Unterkriterium "LCC (bei Ausführung der Instandha l- tung durch die Vergabestelle)". Die Beschwerdeführerin begründet ihre Rüge, welche sie gegen diese Bewertung richtet, aber nicht näher. Ang e- sichts der fehlenden genügenden Substantiierung und fe hlender in den Akten enthaltener Anhaltspunkte, welche diese Rüge stützen würden, sind keine Gründe ersichtlich, welche diese von der Vergabestelle vorg e-B-2960/2014 Seite 29 nommene Bewertung als rechtsfehlerhaft erweisen könnten. Entspr e- chend ist prima facie auf diese Bewertu ng im Unterkriterium "LCC (bei Ausführung der Instandhaltung durch die Vergabestelle)" ebenfalls abz u- stellen. Die Gesamtwirtschaftlichkeitsrechnung darf entgegen der B e- hauptung der Beschwerdeführerin auch die zukünftigen Kosten beinha l- ten und muss sich nic ht allein auf die Anschaffungskosten beschränken. Allein schon die Tatsache, dass Art. 21 Abs. 1 BöB das Kriterium "Kosten" als mögliches Zuschlagskriterium definiert, lässt nur diesen Schluss zu. Art. 27 Abs. 2 VöB in der Fassung vom 1. Januar 2010 lässt ausdrücklich die während der Lebensdauer zu erwartenden Kosten als Zuschlagskrit e- rium zu (vgl. auch der erläuternde Bericht VöB vom 1. Januar 2010 der Beschaffungskommission des Bundes, S. 19 f. zur Revision von Art. 27 Abs. 2 VöB ; vgl. zum Begriff des wir tschaftlich günstigsten Angebots E. 4.2.5 hiervor). 5.5.4 5.5.4.1 Die Beschwerdeführerin rügt überdies, dass bei der Bewertung der externen Instandhaltungskosten von einem unrealisti schen Dumping- angebot der Beschwerdegegnerin und von unrealisti schen Angaben zu den LCC Instandhaltung ausgegangen worden sei. Das Angebot der B e- schwerdegegnerin zum Unterkriteri um "Externe Instandha ltung" müsse unseriös tief liegen. Nur so sei er klärbar, dass ihr eigenes Angebot in die- sem Unterkriterium eine Wertung von '_______' % erhalte. Die Vergab e- stelle habe den Sachverhalt hinsichtlich der Bewertung der LCC Instan d- haltung wegen unrealistischer Angaben der Beschwerdegegnerin in B e- zug auf die Reinigung in Verbindung mit der Sitzgestaltung unrichtig und unvollständig festgestellt. Die Vergabestelle habe die Angebote hinsich t- lich der externen Instandhaltungskosten nicht korrekt bewertet. Durch die Ungleichbehandlung von ihr und der Be schwerdegegnerin habe diese im Unterkriterium "Externe Instand haltung" die volle Punktzahl holen und dadurch in der Gesamtbewertung die Posi tion entscheidend verbessern können. Sie beantrage, dass aufgrund der unklaren bis verwir renden Randbedingungen das Unterkriterium "Externe Instandhaltung" bei der Bewertung der Angebote nicht berücksichtigt wer den dürfe. Die Vergabe- stelle habe den Sachverhalt in Bezug auf die Bewertung der externen I n- standhaltungskosten unrichtig und unvollständig festgestellt. 5.5.4.2 Laut der Vergabestelle ist das Angebot der Beschwerdeführerin betreffend externe Instandhaltung über '_______' % teurer gewesen, weshalb sie eine Wertung von '_______' % erhalten habe. Die Bewertung B-2960/2014 Seite 30 der Instandhaltungskosten sei anhand des Bestwertes sämtlicher Anbi e- ter berechnet worden. Sie habe das angebliche "Dumping -Angebot" der Beschwerdegegnerin bei den Kosten für die externe Wartung durch eine externe Firma, die A._______, benchmarken lassen. Zudem habe sie sich bei der Beschwerdegegnerin vergewissert, dass die Anforderungen richtig verstanden worden seien. Beides habe ein wirtschaftlich interessante s Resultat zutage gefördert, das entsprechend – nach Massgabe der b e- kanntgegebenen Kriterien – bewertet worden sei. Die vier Punkte (Rein i- gung, Zugvorbereitung, ungeplante Instandhaltung und geplante Instan d- haltung) seien auch bewertet worden und zusammen in die Bewertung der LCC -Kosten eingeflossen. Bei einer konsolidierten Bewertung hätte die Beschwerdeführerin aufgrund der angebotenen insgesamt hohen LCC-Kosten '_______' Punkte erhalten und wäre ihr Angebot in der G e- samterfüllung um rund einen Prozentpunkt schlechter bewertet worden. 5.5.4.3 Was die Rügen der Beschwerde führerin zu ihrer Bewertung im Unterkriterium "LCC Instandhaltung bei Ausführung durch die Anbieterin" betrifft, geht aus den Akten hervor, dass die Angaben der Vergabestelle über ihre Überprüfung der "LCC Instandhaltung bei Ausführung durch die Anbieterin" nachvollziehbar und glaubhaft sind. Es gibt auf den ersten Blick keinen Anhaltspunkt dafür, dass das Angebot der Beschwerdege g- nerin – wie von der Beschwerdeführerin behauptet – unrealistisch ist. Der Bericht der A._______ vom 11. Dezember 2013 (Vernehmlassungsbeila- ge 13) ist nicht zu beanstanden. Entsprechend kann der diesbezüglichen Rüge der Beschwerdeführerin prima facie ebenfalls nicht gefolgt werden. 5.5.5 Die von der Vergabestelle vorgenommene Bewertung bezüglich des Hauptkriteriums "Gesamtwirtschaftlichkeit" erweist sich somit abgesehen von einer allfälligen unbedeutenden, marginalen Korrektur im Unterkrit e- rium "Investitionskosten" als rechtskonform. Angesichts der Abweichung im Total der Gesa mtwirtschaftlichkeit im Bereich von fünf bis zehn Pr o- zentpunkten zulasten der Beschwerdeführerin (angefochtener Vergab e- entscheid vom 9. Mai 2014) vermöchte diese selbst im besten Fall das von der Beschwerdegegnerin erreichte Total nicht zu erreichen. 5.6 5.6.1 In Bezug auf das Hauptkriterium "Innovation" macht die Beschwe r- deführerin geltend, sie sei bei der Bewertung systematisch diskriminiert worden. Die Bewertung der Innovation sei nicht nachvollziehbar. Die schwerwiegenden Fehler bei deren Bewertung würden beleg en, dass der B-2960/2014 Seite 31 Vergabeentscheid willkürlich gewesen sei. Das Hauptkriterium "Innovat i- on" enthalte ganz offensichtlich in erheblichem Umfang subjektive Bewer- tungen. Es sei die Spielwiese für schlechtere subjektive Bewertungen und für die Herbeiführung des Zuschlags an die von der Vergabestelle subjek- tiv gewertete Beschwerdegegnerin. Die Vergabestelle nutze ganz offe n- sichtlich das Hauptkriterium "Innovation" als Stellschraube zur Herbeifü h- rung des Zuschlages an die Beschwerdegegnerin. Dabei unterteile die Vergabestelle die Schlech terbewertung des Angebots der Beschwerd e- führerin offenbar auf sehr viele einzelne Kriterien. Neben den Unterkrit e- rien seien Subkriterien zur Bewertung beigezogen worden, welche nicht im Voraus bekannt gegeben worden seien. Die Bewertun g der Subkrit e- rien des Zuschlagskriteriums "Innovation" sei nicht bekannt. Die Multipl i- katoren für Risiken bzw. die Einbettung stellten eine wesentliche weitere Quelle für eine subjektive Bewertung und mögliche Verzerrungen dar. Zu subjektiven Bewertungen im Hauptkriterium "Innovation" sei keine Rüc k- meldung erfolgt. Dass die Vergabestelle oft nicht geholfen habe, sei in s- besondere deshalb befremdlich, als sie in der Angebotsbewertung zu teils sehr schlechten Noten komme und die Versäumnisse der Beschwerd e- führerin bemängle. Eine Schlecht bewertung könne nur auf unterlassene Hinweise oder Willkür zurückzuführen sein. Sie müsse leider zwin gend vermuten, dass die Bewertung der Angebote im Hauptkriterium "Innovat i- on" von der Vergabestelle ganz wesentlich dafür ge nutzt worden sei, um die in ungerechtfertigter Weise bevorzugte Beschwerdegegnerin in die Gewinnerposition zu bringen und sie schlechter zu stellen. Die Bewertung sei offensichtlich falsch. 5.6.2 5.6.2.1 Das Gestaltungskonzept sei ein Beispiel der Schlechtbewertung. Im Gestaltungskonzept seien vor allem subjektive Aspekte (Design, Form, Farbe) bewertet worden. Es stelle sich die Frage, welche Bedeutung D e- signansichten für die Bewertung hätten. Da die Vergabestelle behaupte, die Designansichten der Beschwerdegegnerin seien nicht bewertungsr e- levant, aber ihre Designansichten für die Begründung einer Abwertung heranziehe, sei eine Ungleich behandlung gegeben. Die Vergabestelle könne nicht einerseits mit Blick auf sie für die Relevanz von Designbildern und Sitzmuster pläd ieren und entsprechend nachteilig bewerten und im Falle der Beschwerdegegnerin den Designbildern keine Relevanz zue r- kennen. Einher gehe damit, dass die Vergabestelle bei ihr schriftliche Z u- sagen als nicht hinreichend bewerte und abwerte, während sie im Fal le der Beschwerdegegnerin das Designbild als unwesentlich abtue und B-2960/2014 Seite 32 schriftliche Zusagen als vorrangig bewerte. Sie werde auch in der Bewe r- tung an Designabbildungen gemessen. Für die Bewertung eines Risik o- faktors eine Designabbildung heranzuziehen sei nicht korrekt. In Bezug auf die Sitze selbst seien von der Vergabestelle falsche Anna h- men für die Auswertung zugrunde gelegt worden. Die Anpassung der Si t- ze an alle Befindlichkeiten der Vergabestelle sei Angebotsbestandteil und als solcher auch in der Bewertung entsprechend zu würdigen. Die Bewer- tung ihrer Sitze müsse unbedingt geändert werden. Da es sich um bereits "erprobte" Sitze habe handeln sollen, sei es wohl kaum zu erwarten g e- wesen, dass die Vergabestelle in der Endbewertung überzogene und d a- zu nicht pa ssende, detailversessene Ansprüche stellen würde. Die Ver - gabestelle habe zugesagte Verbesserungen der Sitze nicht bewertet. Die Vergabestelle habe sie nie darauf hingewiesen gehabt, dass eine Anpa s- sung der Mustersitze für eine verbesserte Bewertung nötig gewesen wä- re. Die Bewertung der Gestaltung des Zuges in Bezug auf die Anforderung der Fahrgäste und insbesondere derjenigen mit reduzierter Mobilität (PRM-Fahrgäste) sei offensichtlich nicht mit gleichem Massstab erfolgt. Sie habe die PAK -Anforderung zur Ruhezone mit deren Lage am Zugs - ende klar erfüllt, da in anderen Wagen mehr Durchgangsverkehr vorhan- den sei. Wenn die Vergabestelle auf andere Designwünsche und deren Wichtigkeit für die Bewertung konkret hingewiesen hätte, würde sie in s- besondere ein entsprechendes Gepäckregal angeboten haben. Im Aspekt "Kundengerechtigkeit Szenario Werk tag" werde auch in der gestalter i- schen Dimension doppelt schlecht und somit willkürlich bewertet. In der funktionalen Dimension komme es im Aspekt " Bewertung Sze nario Hauptreisetag" ungerechtfertigterweise ebenfalls zur doppelt schlechten Bewertung. In Bezug auf die konzeptionelle Dimension sei die Bewertung mit '_______' Punkten nicht akzeptabel. Die Willkür der Bewertung zeige sich ferner im As pekt der '_______' Fahrradstellplätze: willkürlich werde die Note '_______' statt 5 ver geben. Sie sei der Meinung, dass im Hi n- blick auf den Innenlärm kritisch zu prüfen sei, ob die Vergabestelle fair bewertet habe. Der Inhalt der letzten Seite der Bewertung des Gestaltungskonzeptes i h- res Dienstabteils Zugpersonal vom Dezember 2013 zeige, dass auf der Ebene der subjektiven Wertungen nicht korrekt bewertet werde. B-2960/2014 Seite 33 5.6.2.2 Zu den Rügen der Beschwerdeführerin zum Gesta ltungskonzept erwidert die Vergabestelle, dass neben der technischen Dimension zu- sätzlich die gestalterische, funktionale und konzeptionelle Dime nsion be- wertet würden. Auch wenn – angenommen – alle PAK-Punkte der techni- schen Dimension vollständig erfüllt seien, b edeute dies nicht, dass au to- matisch auch die gestalterische, funktionale und konzeptionelle Dimensi- on die höchstmögliche Bewertung erhalte. Die Bewe rtung der techn i- schen Dimension (Auflistung der BiB -PAK-Punkte) könne von derjenigen der gestalterischen, funktionalen und konzeptionellen Dimension divergie- ren. Bei Kun denanforderungskonzepten gehe die Be wertung in der tec h- nischen Dimension (Auflistung der BiB -PAK-Punkte) nicht Hand in Hand mit derjenigen der gestalterischen, funktion alen und konzeptionellen D i- mension. Sie habe bei der Bewertung der An gebote geprüft, ob die De- signs zur Forme nsprache und dem Corporate Design der Vergabestelle passen würden. Diese Bewertung lasse sich si cherlich nicht in physikal i- schen Einheiten messen. Die Vergabestelle ha be dabei aber keinen w e- sentlichen Spielraum. Bei gewissen Punkten h abe die B eschwerdeführe- rin in ihrem Angebot auf das Design book verwiesen und keine weiteren Angaben oder Ausführungen zu einer bestim mten Anforderung gemacht. Bei solchen Anforderungskriterien sei die Verg abestelle gezwungen g e- wesen, die Bewertung des Ang ebots auf Basis des D esignbooks vorzu- nehmen. Auch die von der Beschwerdeführerin am 6. Juni 2013 eingereichten Si t- ze hätten Defizite aufgewiesen, wie dies aus der Schlussbewertung "Ge- staltungskonzept" ersichtlich sei. Die Vergabestelle wolle sicherstelle n, dass die Sitze am Ende so ausfielen wie gefordert, und sie bewerte blo s- se Versprechungen seitens der Anbieterinnen entsprechend tiefer. Die Anzahl Sitze der Beschwerdeführerin habe sie als einen sehr positiven Aspekt ihres Angebots gewertet. Die vorge schlagene Lösung der Beschwerdeführerin zur Anforderung Nr. 103848 "Gestaltung der Ruhezone, Lage" sei durch die Vergabestelle nur als "teilweise erfüllt" bewertet worden, da die Ruhezone z.B. in D._______ in der Mitte des Perrons zu liegen komme. Wo die B eschwer- deführerin der Vergabestelle Willkür unterstellen wolle, bestünden obje k- tive, nachvollziehbare Gründe für einen Bewertungsabzug. So auch betreffend die Fahrradstellplätze. Die Bewertung des Dienstabteils sei nach dem Eingang der Dokumente am 16. Dezember 2013 neu beurteilt worden. Die Noten für Qua lität und B-2960/2014 Seite 34 Konzepteinbettung seien für das Unterkriterium "Gestaltungskonzept: Dienstabteil Zugpersonal" ausführlich und nachvollziehbar begründet. Die Aussen- und Innengestaltung habe die Vergabestelle ni cht nach einer "Vorliebe" oder einem "Gefühl" bewertet. In Bezug auf das Dienstabteil sei der geringfügige Abzug von '_______' auf die glatte 1 (Maximalnote) bei der Risikobewertung mit Blick auf die fehlenden Angaben und die – teilweise nicht vorhandenen – Ausführungsdetails gerechtfertigt. 5.6.2.3 Dass das Unterkriterium "Gestaltungskonzept" des Hauptkriter i- ums "Innovation" vom Hauptkriterium "Technik" zu unterschieden ist und diese Aspekte entsprechend unabhängig voneinander bewertet werden, war für die Beschwer deführerin bereits mit der auf SIMAP publizierten Ausschreibung erkennbar. Dass die Bewertung der Technik nicht einfach zu einer zumindest vergleichbaren Bewertung im Bereich des Hauptkrit e- riums "Innovation" führt, davon musste die Beschwerdeführerin von B e- ginn weg ausgehen. Die Beschwerdeführerin musste entsprechend von Anfang an eindeutig damit rechnen, dass die Vergabestelle im Unterkriterium "Gestaltung s- konzept" Wertungen trifft, welche sich nicht einfach auf technische Aspek- te beschränken. Dass die Ve rgabestelle dabei nicht völlig objektiv, losg e- löst von firmeneigenen Gestaltungsformen, sondern ihrem Corporate D e- sign gemäss und mithin subjektiv vor allem nach Design, Form und Farbe entscheiden wird, musste der Beschwerdeführerin ebenfalls seit Beginn klar sein. Prima facie spricht nichts dafür, dass die Vergabestelle in di e- sem Bereich subjektiver Wertung qualifiziert das ihr zukommende Ermes- sen überschritten hat. Da die Beschwerdeführerin zwar ein Designbook einreichte, aber zu einigen Anforderungen teilweise keine weiteren, nähe- ren Angaben machte, war die Vergabestelle gezwungen, das Angebot der Beschwerdeführerin in jenen Teilaspekten behelfsweise allein aufgrund des Designbooks zu bewerten. Der Nachteil, welcher der Beschwerdefüh- rerin daraus in der Be wertung erwachsen ist, kann der Vergabestelle nicht als Ermessensmissbrauch vorgehalten werden. Insbesondere ist keine Ungleichbehandlung der Anbieterinnen erfolgt. Es wäre Obliege n- heit der Beschwerdeführerin gewesen, die fehlenden näheren Angaben der Vergabestelle in schriftlicher Form zukommen zu lassen. Die diesb e- züglichen Rügen der Beschwerdeführerin erweisen sich damit prima facie als nicht stichhaltig. Da die Beschwerdeführerin ihre Vorbringen zur Bewertung des Gesta l- tungskonzepts des Dienstabteils Z ugpersonal über die Bemängelung der B-2960/2014 Seite 35 Inkorrektheit prima facie nicht näher substantiiert, erweist sich die diesbe- zügliche Ermessensausübung seitens der Vergabestelle allem Anschein nach nicht als qualifiziert unzulässig. Die Minderbewertung der Ausgestal- tung der Ruhezone des von der Beschwerdeführerin angebotenen Zugs ist nachvollziehbar: Das Argument der Vergabestelle, dass die Ruhezone teilweise in die Zugsmitte zu liegen käme, wo mehr zugsinterner Durc h- gangsverkehr der Passagiere bestehe, überzeugt. Die übrigen Rügen der Beschwerdeführerin zum Unterkriterium "Gestaltungskonzept" erscheinen ebenfalls als zu wenig substantiiert. Dies gilt insbesondere für die nicht näher begründeten Behauptungen der Beschwerdeführerin, dass die B e- wertung der Gestaltung des Zugs bezüglich der Anforderungen der Fah r- gäste offensichtlich nicht mit gleichem Massstab bzw. die Bewertung der gestalterischen Dimension des Teilkriteriums "Kundengerechtigkeit Sz e- nario Werktag" willkürlich erfolgt seien. Auch die Bewertung der B e- schwerdeführerin im Unterkriterium "Gestaltungskonzept" erscheint de m- gemäss prima facie nicht als qualifiziert ermessensmissbräuchlich. 5.6.3 5.6.3.1 Die Beschwerdeführerin führt weiter aus, dass sich die systemat i- sche Diskriminierung in der Bewertung insbesondere bei der gr ossen Di- vergenz zwischen der Bewertung der Innovation und der Bewertung der Technik zeige. Das Hauptkriterium "Innovation" sei massiv schlechter als das Hauptkriterium "Technik" bewertet worden. Es bestehe ein unerklä r- barer Widerspruch zur Bewertung der Technik. Die krass unterschiedliche Bewertung im Hauptkriterium "Innovation" könne nicht der Realität en t- sprechen. Die Bewertung im Hauptkriterium "Innovation" stehe in einem krassen Widerspruch zur annähernden Erfüllungsgleichheit im Hauptkrite- rium "Technik". Würde die Vergabestelle die von ihr gemachten Erfü l- lungszusagen als solche anerkennen, würde sie eine wesentlich bessere Bewertung im Hauptkriterium "Technik" erlangen. Die Beschwerdeführerin zweifelt an, dass die Vergabestelle in Bezug auf die Rampen der Beschwerdegegnerin deren enormen Nachteil adäquat in der Bewertung berücksichtigt habe, da sich sonst nicht eine solche unte r- schiedliche Bewertung bezüglich des Kriteriums "Innovation" ergeben h a- ben würde. Die Darstellung der Vergabestelle belege, dass sie nicht g e- willt gewesen sei, innerhalb ihrer subjektiven Beurteilung einen objektiven Vorteil (keine Rampen in '_______' zusammenhängenden Wagen, nur '_______' Rampen im restlichen Zug) zu würdigen und bei den Mitbietern entsprechend die Bewertung herabzusetzen. B-2960/2014 Seite 36 5.6.3.2 Die Vergabestelle bringt hingegen vor, dass zu allen bewerteten Unterkriterien des Hauptkriteriums "Innovation" sachliche und dokume n- tierte Gründe bestünden, die eine mangelhafte Erfüllung nachweisen wür- den. Die Gründe für die tiefe Note der Besc hwerdeführerin im Punkt "In - novation" seien in der Bewertung in allen Details dokumentiert. Die be i- den Haupt kriterien "Technik" und "Innovation" hätten unterschiedliche Themen und Inhalte zum Gegenstand gehabt, weshalb sie getrennt zu bewerten gewesen sei en. Auf diese Unterteilung sei bereits in der auf SIMAP publizierten Ausschreibung und im Dokument "Zuschlagskriterien und Bewertungssystem" explizit aufmerksam ge macht worden. Anford e- rungen, die in keine Bewertung eingeflossen seien, jedoch zum Erfü l- lungsgrad gezählt hätten, seien mit "KB" ("keine Bewertung") bezeichnet worden. Diese Anforderungen seien bei der Bewertung des Hauptkriter i- ums "Technik" – obwohl im PAK angeführt – nicht berücksichtigt worden. Da die Vergabestelle keine zusätzlichen Anforderungen an Rampen g e- stellt habe, solange die vorgeschlagenen Rampen die übergeordneten Normen eingehalten hätten, könne auch kein Abzug in der Bewertung für vorhandene Rampen gefordert werden. Die Anzahl der Rampen und eine Minimierung dieser Anzahl bzw. Rampen generell seien weder als PAK noch als sonstiges Zuschlagskriterium bewertet worden. 5.6.3.3 Was das Unterkriterium "Innovation Technik" betrifft, wurde auf die Differenzierung zwischen der Innovation und der Technik in der Tat in der auf SIMAP publizierten Ausschreibung ausdrücklich hingewiesen. Insb e- sondere war von Beginn weg klar, dass die Innovation und die Technik für sich allein zwei der vier Hauptkriterien der Bewertung darstellen und ihrer Bedeutung entsprechend je in sich in mehrere weitere Unterkriterien un- terteilt sind. Dafür, die Hauptkriterien "Technik" und "Innovation" als ko n- vergent zu betrachten, bestand von Anfang an kein A nhaltspunkt. Viel- mehr mussten alle Anbieterinnen von Beginn weg damit rechnen, dass die j eweiligen Bewertungen der Kriterien "Technik" und "Innovation" u n- abhängig voneinander unterschiedlich ausfallen kö nnen. Die diesbezügli- chen Rügen der Beschwerdeführerin gehen damit von vornherein fehl. Ein qualifizierter Ermessensfehler seitens der Vergabestelle i st nicht e r- sichtlich. 5.6.4 5.6.4.1 Die Beschwerdeführerin rügt sodann, dass sie hinsichtlich der I n- standhaltung schlecht bewertet worden sei, weil angeblich die massgebl i-B-2960/2014 Seite 37 chen Ressourcen pauschal durch den C._______-Konzern gestellt we r- den würden und nicht im Projekt selbst. Offenbar b efürchte die Vergabe- stelle, dass die Instandhaltung nicht in der Schweiz erfolgen würde. Sie habe im Dokument "Talgo_Instandhaltungs - konzept_20130524_Teil7B_Anh2a_22. 1_V1.00" beschrieben, welche Hil- fe der Konzern bereitstelle. Daraus eine schlechte Bewert ung abzuleiten, sei willkürlich und nicht nachvollziehbar. Die Vergabestelle habe sie nie auf diesen Bewertungsaspekt hingewiesen. Hätte sie diese offensichtlich bei der Bewertung eingeflossenen Sub kriterien bekannt gegeben oder darauf hingewiesen, hätte dieses Kriterium anhand der Erläuterung der seit Jahrzehnten im C._______-Konzern gelebten Praxis mit zahlreichen Instandhaltungs-Tochterfirmen erklärt werden können. Hier sei wohl o f- fensichtlich nach einer Abwertungsmöglichkeit für das Talgo -Angebot ge- sucht worden, damit das im Vornhinein feststehende Ergebnis der Au s- schreibung herbeigeführt habe werden können. Die Schlechtbewertung bei der "Common Safety Method" sei nicht g e- rechtfertigt, da sie die Erfüllung bereits in Teil 7A, dem Vertragstext des Instandhaltungsvertrages, zugesagt habe. Auch bezüglich der Ablaufo r- ganisation der Prozesse und Verfahren komme es ungerechtfertigt zur Abwertung. In Bezug auf die Anlageinfrastruktur sei eine Abwertung von der Maximalnote 5 auf '_______' unverhältnismässig. Es fehle die Eintr a- gung der Bewertung der Infrastruktur EDV -Systeme sowie der Arbeitsbe- dingungen, des Arbeitsschutzes und der Gleichbehandlung. 5.6.4.2 Die Vergabestelle bringt vor, dass das von der Beschwerdeführ e- rin erwähnte Werk in B._______ die Instandhaltung von schweren Trieb- zügen wie dem streitgegenständlichen Hochgeschwindigkeitszug nicht durchführen könne. Auch bestehe ein gewisses Risiko bei der fehlenden dedizierten Zuteilung von Technikern für die Instandhaltung der Hochg e- schwindigkeitszüge. Bei unerwarteten Ereignissen seitens der Beschwe r- deführerin könne eine zentrale Einheit von Technikern durch ein anderes Projekt zu einem so hohen Grad ausgelastet werden, dass darunter der Service an den Zügen der Vergabestelle leiden würde. Der minime Ris i- koabzug sei daher gerechtfertigt. 5.6.4.3 Dafür, dass die Vergabestelle die Beschwerdegegnerin in Bezug auf den Zugsunterhalt unzulässigerweise begünstigt hat, weil es sich bei ihr um eine schweizerische Firma mit schweizerischen Betrieben handelt, bestehen keine Anh altspunkte. Insbesondere begründete die Vergab e- stelle den Risikoabzug von '_______' in der Bewertung des Konzepts für B-2960/2014 Seite 38 die externe Instandhaltung nicht ausschliesslich damit, dass massgebl i- che Ressourcen im Bereich Technik durch den Konzern gestellt würden, sondern auch mit fehlenden Hinweisen. Dass mangelnde erforderliche In- formationen zu einem Abzug in der Risikobewertung führen, fällt ins o b- jektiv nachvollziehbare, rechtsgenügliche Ermessen der Vergabestelle. Die Bewertungen der Infrastruktur EDV -Systeme, der Arbeitsbedingu n- gen, des Arbeitsschutzes und der Gleichbehandlung sind von der Verg a- bestelle tatsächlich nicht im dafür vorgesehenen Bewertungsblatt einge- tragen worden, wohl aber finden sich begründete Bewertungen im dazu gehörigen Übersichtsblatt (Vernehmlassungsbeilage 54). 5.6.5 5.6.5.1 Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, dass aus der Bewertung ihres Gepäckmitnahmekonzeptes vom Dezember 2013 die ungerechtfe r- tigt schlechte Bewertung eindrücklich hervor geht. Punkt 3 dieser Bewe r- tung diene dazu, durch subjek tive Wertungen alles objektivierbare nicht zu berücksichtigen. In Bezug auf das Gepäckmitnahmekonzept seien die Grundanforderungen knapp zureichend erfüllt, es werde aber nicht e r- klärt, wo dies in die Bewertung eingeflossen sei. Offenbar habe die Ve r- gabestelle bei ihrer Bewertung hinsichtlich der angeblichen Abstellfläche im Mittelgang einen letztendlich nicht mehr gültigen Angebotsstand b e- rücksichtigt. Die Vergabestelle habe in Bezug auf die Abstellfläche im Mit- telgang für die Bewertung nicht den definitiven Angebotsstand beachtet. 5.6.5.2 Laut der Vergabestelle hat d ie Beschwerdeführerin eine Muss - Anforderung für Gepäckstücke nicht erfüllt. Das Bewertungsteam sei zum Schluss gekommen, dass ein Ausschluss wegen der Verletzung dieses Muss-Kriteriums einen überspit zten Formalismus darstellen würde, und habe entsprechend dem Anhang 24 des Werklieferungsvertrags (WLV) eine minimale Sitzplatzkorrektur vorgenommen. Die Vergabestelle habe die Unterbringung des Gepäcks im Mittelgang in der Schlussbewertung nicht berücksichtigt. Im Punkt "Innovation, Gepäckmitnahmekonzept" sei die Beschwerdeführerin lediglich in Bezug auf das Risiko tiefer als mit 1 bewertet worden. Die Nutzung des breiten Gangs sei nicht als Nachteil gewertet worden. 5.6.5.3 Im Hinblick auf das Unterkriterium "Gepäckmitnahmekonzept" entgeht der Beschwerdeführerin, dass sie eine Muss -Anforderung für Gepäckstücke nicht erfüllte – was unbestritten ist – und aufgrund dessen vom Vergabeverfahren hätte ausgeschlossen werden können. Die Verga-B-2960/2014 Seite 39 bestelle sah in entgegenko mmender Weise von einem Ausschluss ab, nahm dafür aber als Korrektiv die Streichung von drei Sitzen vor. Diese Korrektur kann an gesichts des drohenden Ausschlusses prima facie si- cherlich nicht als qualifizierter Ermessensfehler betrachtet werden. Da die Vergabestelle die Abstellfläche im Mittelgang nicht nachteilig bewertete, ist nicht ersichtlich, wieso die Beschwerdeführerin diesbezüglich eine un- gerechtfertigt schlechte Bewertung ge ltend macht. Die weiteren Vorbri n- gen der Beschwerdeführerin hinsichtlich des Unterkriteriums "Gepäckmit- nahmekonzept" sind prima facie nicht näher substantiiert, so dass sie von vornherein die Ermes sensausübung der Vergabestelle nicht als qualif i- ziert falsch ausweisen können. 5.6.6 5.6.6.1 Aus Sicht der Beschwerdeführerin ist es ein Kernproblem, dass im Unterkriterium "Fahrgastwechselkonzept" eine schlechte Bewertung e r- folgt sei. Sie halte es für nicht gerechtfertigt, im Unterkriterium "Fahrgas t- wechselkonzept" erneut eine für sie negative Be wertung herzuleiten. Sie frage sich, wie es s ein könne, dass die Anforderungen Nr. 100309 (keine Bewertung [KB]), Nr. 103524 (Muss) und Nr. 190018 (Bewertung in der Innovation [BiB]) erfüllt seien, aber im Haupt kriterium "Innovation" das Unterkriterium "Fahrgastwechselkonzept" laut Debriefing vom 19. Mai 2014 mit einem sehr schlechten Erfüllungsgrad bewertet werde. Auch in Bezug auf das Fahrgastwechselkonzept zeige sich, dass die Ver - gabestelle für die Bewertung Forderungen mache, die nicht Bestandteil des Anforderungskatalogs gewesen seien. Es sei für sie zu keinem Zei t- punkt erkennbar gewesen, dass es für die Erreichung der jeweiligen höchst möglichen Bewertung nicht ausreichend sein würde, die in den Ausschreibungsunterlagen enthaltenen Anforderungen an die Fahrgas t- wechselzeit einzuhalten (Anfo rderungen Nr. 100309, Nr. 103524 und Nr. 190018). Warum eine nicht explizit geforderte Übererfüllung der Fah r- gastwechselzeiten durch einen anderen Anbieter eine Auswirkung auf die Bewertung seines Angebotes habe, sei nicht vorhersehbar gewesen. Weiter würden Türabstände zu einer Schlechterbewertung ihres Angebots führen, obwohl diesbezüglich gemäss den Ausschreibungsunterlagen keinerlei Anforderungen bestünden. Ein Türabstand von 20 m sei stat t- haft, um die volle Bewertung der Anforderung Nr. 103794 zu erhalten. 5.6.6.2 Die Vergabestelle wendet dagegen ein, dass bezüglich der Fah r- gastwechselzeiten die Bewertung angesichts des kritisierten Punktes – zu B-2960/2014 Seite 40 kleiner Abstand zwischen Lokführer - und Abteiltür – objektiv und nac h- vollziehbar sei. Die Vergabestelle habe die Beschwerdeführerin info r- miert, dass andere Anbieter kürzere Fahrgastwechselzeiten nachgewi e- sen hätten, was in deren Bewertung positiv berücksichtigt worden sei. 5.6.6.3 Was das Un terkriterium "Fahrgastwechselkonzept" anbelangt, geht aus dem angefochtenen Vergabeentscheid vom 9. Mai 2014 he rvor, dass die Vergabestelle die Minderbewertung des Angebots der B e- schwerdeführerin mit einem zu geringen Abstand zwischen der Lokführer- türe und der von den Passagieren benutzten Türe sowie mit der Anord- nung weiterer Türen begründet hat, was in nachvollziehbarer Weise einen Nachteil hin sichtlich der Fahrgastwechselzeiten verursacht . Dass die Vergabestelle im Hauptkriterium "Innovation" Wert auf ein Fahrgastwec h- selkonzept legt, welches über die rein technische Seite hinausgeht und Innovationen für einen möglichst reibungslosen, raschen Fahrgastwech- sel umfasst, kann ihr nicht zum Vorwurf gemacht werden. Vielmehr muss- te die Beschwer deführerin bereits aufgrund der auf SIMAP veröffentlic h- ten Ausschreibung, wo das Fahrgastwechselkon zept als Teil des Haup t- kriteriums "Innovation" angegeben wird, davon ausgehen, dass die Ve r- gabestelle nach Innovat ionen für einen möglichst optimalen Fahrgas t- wechsel und damit implizit nach einer Übererfüllung der Fahrgastwec h- selzeit sucht. Eine ungerechtfertigte Schlechtbewertung des Angebots der Beschwerdeführerin in in novativer Hinsicht wie auch ein qualifizierter Er- messensfehler seitens der Vergabestelle sind in den Akten prima facie nicht erkennbar. 5.6.7 Die übrigen vielfältigen Vorbringen der Beschwerdeführerin zum Hauptkriterium "Innovation" – sie betreffen die Unterkriterien "Bedin gun- gen & Konzepte Instandhaltung durch Anbieter", "PRM -Konzept", "Ein- satzkonzept", "Kommunikationskonzept" und "Sicherheitskonzept" – wer- den mangels hinreichen der Substantiierung nicht näher geprüft. Dies rechtfertigt sich auch deshalb, weil das Resultat der Bewertung dieses Hauptkriteriums prima facie als relativ eindeutig erscheint: Die Abwe i- chung des Angebots der Beschwerdeführerin von jenem der Beschwe r- degegnerin beläuft sich in den Unterkriterien "Bedingungen & Konzepte Instandhaltung durch Anbieter", "PRM-Konzept", "Einsatzkonzept", "Kom- munikationskonzept" und "Sicherheitskonzept" insgesamt auf weniger als 14 Prozentpunkte bei einer Gesamtdifferenz im Haup tkriterium "Innovati- on" von 50 bis 60 Prozentpunkten. Dieses Hauptkriterium wird in der G e- samtbewertung mit 25 % gewichtet (angefochtener Vergabeentscheid vom 9. Mai 2014). B-2960/2014 Seite 41 5.7 5.7.1 Was das Hauptkriterium "Vertragserfüllung, Lieferanten Projekt-Set- up und Homologa tionskonzept" anbelangt, führt die Beschwerde führerin aus, dass die Vergabestelle m it der Bezugnahme auf die Ge samtbewer- tung ("marginal") davon ablenken wolle, dass sie im Kriterium "Projekt Set-up" einmal mehr eine subjektive Bewertung zur ungerechtfer tigten Schlechterstellung des Angebots genutzt habe. Mit Bezug auf die Beilage "Bewertung im Unterkriterium Projekt Set-up gemäss SBB", Seite 2, stelle sie fest, dass im Subkriterium "1 Ressour cen" dreimal unbegründet nicht die Bestnote an die Beschwerdeführ erin vergeben worden sei (Note '_______' für En gineering/Entwicklungsabteilung, Inbetriebsetzung, Ty p- prüfung/Zulassung). Im Subkriterium "2 Prozesse" setze sich die subjekt i- ve Schlechtbewertung des Angebotes fort. Hinsichtlich des Subkriteriums "3 Organisation" sei vollkommen unverständlich, dass das Projekt -Office von der Vergabestelle nicht mit einer Bestnote bewertet worden sei. Ein nicht in der Schweiz ansässiges Unternehmen werde durch die Kritik am Lieferanten Projekt-Set-up per se schlechter bewertet. Bezüglich des Un- terkriteriums "Homologationskonzept" sei das Risiko nicht bewertet wo r- den. 5.7.2 Die Vergabestelle erwidert hierzu, dass sich die überset zungsbe- dingten Abzüge im Unterkriterium "Projekt Set -Up" in der G esamtbewer- tung auf gerade '_______' Prozentpunkte beliefen. Die sprachlichen Hü r- den in einem allfälligen Projektvollzug mit der Beschwerdeführerin seien im Unterkriterium "Projekt-Set-up" bei der Risikobewertung berück sichtigt worden. Die Beschwerdeführerin sei im Vergleich zu den anderen A nbie- terinnen keinesfalls benachteiligt worden. Die Mitbewerber hätten im U n- terkriterium "Projekt-Set-up" deutlich schlechtere Bewertungen er halten. Die Schlussbe wertung der Beschwerdeführe rin im Unterkriterium "Pro- jekt-Set-up" sei sehr hoch. Die Vergabest elle habe alle Noten für die b e- werteten Kriterien ausführlich und nachvollziehbar begründet, so auch die Unterkriterien "Homologationskonzept" und "Lieferanten Projekt -Set-up". Sie habe die Beschwerdeführerin anlässlich des Debriefings vom 15. Mai 2014 informiert, dass die Lieferpläne der Anbieter sich nur marginal u n- terschieden, so dass die Anbieter in diesem Punkt in der Bewertung fast gleichauf gelegen seien. 5.7.3 Die Beschwerdeführerin hat ihre Behauptung, es sei durch eine subjektive Bewertung zu einer unge rechtfertigten Schlechterstellung des Angebots gekommen, in keiner Weise genügend substantiiert. Ent spre-B-2960/2014 Seite 42 chend vermag diese Behauptung die Rechtmässigkeit des Ermessensge- brauchs der Vergabe stelle nicht zu erschüttern. Die gerü gte drei malige Bewertung m it der Note '_______' im Subkriterium "1 Ressourcen" be- gründete die Vergabestelle (vgl. Vernehmlassungsbeilage 34) nachvol l- ziehbar damit, dass das Risiko be stehe, dass es beim vorlie genden Ver- gabeprojekt zu Ve rzögerungen kom me (Krite rien " Engineering/Entwick- lungsabteilung" und "Inbetriebsetzung"), bzw. dass das Risi ko vorhanden sei, dass Typenprüfung-/Zulassungs-Kapazitäten für das vorliegende Ver- gabeprojekt fehlten und die An forderungen an die 4 -Länder-Zulassung unterschätzt würden (Kriterium "Typenprüfung/Zulassung"). Inwiefern die Vergabestelle mit diesen Begrün dungen ihr Ermessen qua lifiziert übe r- schritten haben sollte, ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Die Bewer- tungen in den Sub kriterien "2 Prozesse" und "3 Orga nisation" sind eben- falls in nachvoll ziehbarer Weise konkret begründet und im Rahmen des zulässigen Ermessens der Vergabestelle. Die Einwendungen, wel che die Beschwerdeführerin dagegen vor bringt, sind überdies auch hier klare r- weise unge nügend sub stantiiert. Die von der Vergabestelle vorg enom- mene Mit berücksichtigung sprachlicher Schwierigkeiten in der R isikobe- wertung ist vertretbar. Damit ist prima facie nicht erkennbar, warum die Beschwerdeführerin im Unterkriterium "Projekt Set-up" höher zu bewerten wäre. Im Übrigen erreichte die Beschwerdeführerin in diesem Unterkrit e- rium einen deutlich besseren Wert in der Höhe von 26 bis 28 Prozen t- punkten als die Beschwerdegegnerin, so dass kei neswegs von einer u n- gerechtfertigten Schlechterstellung gesprochen werden kann. Entsprechendes kann in Bezug auf das Unterkriterium "Homologat i- onskonzept" gesagt wer den, in welchem die Beschwerdeführerin 6 bis 8 Prozentpunkte besser als die Beschwerdegegnerin abschnitt. Die von der Beschwerdeführerin hier einzig gerügte fehlende Be wertung des Risikos wurde von der Vergabestelle durch aus vorgenommen, wie sich bereits aufgrund des angefochtenen Vergabeentscheids vom 9. Mai 2014 ergibt. Da die Unterkriterien "Projekt Set -up" und "Homologations konzept" zu- sammen bereits 50 % der Bewertung im Haupt kriterium "Vertragserfül- lung, Lieferanten Projekt-Set-up und Homologationskonzept" ausmachen und die Beschwerdeführerin im Unterkriterium "Vertragserfüllung" au s- nahmslos die Maximalbewertung erreichte, ist prima facie nicht ersich t- lich, wie die Beschwerdeführerin in die sem Hauptkriterium eine wesen t- lich bessere Bewertung erreichen könnte. B-2960/2014 Seite 43 5.8 Wie in E. 5.5.5 vorstehend dargelegt, kann die Beschwerdeführerin im Hauptkriterium "Gesamtwirtschaftlichkeit" das von der Beschwerdegegne- rin erreichte Total prima facie nicht erreichen. Denkbar wäre nur ei ne un- wesentliche Verbesserung der von der Vergabestelle vorgenomm enen Bewertung. Dies gilt auch für das Hauptkriterium "I nnovation". Hier be- trägt die Differenz zwischen der B eschwerdeführerin und der Beschwer- degegnerin sogar deutliche 50 bis 60 Prozentpunkte, wel che die B e- schwerdeführerin selbst im besten Fall – also bei e iner Diffe renz von höchstens 36 Prozentpunkten – klarerweise nicht mehr aufholen kann (E. 5.6.7 vorstehend). Im Hauptkriterium "Ver tragserfüllung, Lief eranten Projekt-Set-up und Homologationskonzept', in welchem die Be schwerde- führerin fast den Maximalwert erreichte, ist nicht erkennbar, wie sie eine wesentlich bessere Bewertung erreichen könnte. Die ses Haupt kriterium weist nur eine Gewichtung von 15 % im Gesamttotal auf, so dass sich selbst die Erreichung des Maximalwerts nur g eringfügig auf das Total auswirken würde. Berücksichtigt man die Gewichtung des Hauptkri teri- ums "Innovation" mit 25 %, würde das Gesamtresultat der Beschwe rde- führerin selbst dann noch unter demjenigen der Beschwerdegegnerin lie- gen, wenn man beide Anbieterinnen betreffend "Gesamtwirtschaftlichkeit" gleich bewerten und der Beschwerdeführerin in "Vertragserfüllung, Lief e- ranten Proj ekt-Set-up und Homologationskonzept" den Maximalwert z u- gestehen würde. Sogar dann, wenn die Beschwerdeführerin überdies im Hauptkriterium "Technik" dieselbe Bewertung wie die Beschwerdegeg ne- rin erreichen würde, änderte sich an der Zweitplatzierung der Be schwer- deführerin nichts. Es gibt prima facie kein Hauptkriterium, in welchem sie von der Vergabestelle in derart gewichtigem Mass ausserhalb deren z u- lässigen Ermessens falsch bewertet worden ist, dass die Beschwerdefüh- rerin im Gesamttotal der Bewertung richtigerweise die Erstplatzierte wäre. Somit ist die vorliegende Beschwerde in Bezug auf die Bewertung als aussichtslos zu betrachten (vgl. Zwischenentscheid des Bundesverwa l- tungsgerichts B-743/2007 vom 16. Dezember 2011 E. 2.2.4). 6. 6.1 Schliesslich ist die Beschwerdeführerin der Ansicht, dass der angebo- tene Zug der Beschwerdegegnerin nicht sämtliche Muss -Kriterien erfülle und deshalb vom Verfahren auszu schliessen sei. Die diesbezügli chen Rügen sind für den Entscheid betreffend die aufschiebende Wirkung folg- lich Punkt für Punkt – wenn auch in summarischer Weise – zu prüfen. Selbst eine einzelne erfolgreiche Rüge könnte die Prozesschancen massgeblich beeinflussen, weil in diesem Zusammenhang ein Ausschluss B-2960/2014 Seite 44 der Beschwerdegegnerin in Betracht fallen würde. Die Bes chwerdeführe- rin könnte als Zweitplatzierte unmittelbar von einem solchen Ausschluss profitieren. 6.1.1 Die Rügen der Beschwerdeführerin betreffend die Konformität des von der Beschwerdegegnerin angebotenen Zugs stützen sich nach A n- gabe der Beschwerdeführerin zum eist auf Bilder, die auf der Homep age der Vergabestelle (<www.sbb.ch>) veröffentlicht wurden. Die Vergabestel- le erklärt, diese Bilder würden nicht den verbindlichen Plänen der B e- schwerdegegnerin entsprechen. Prima facie kann davon ausgegangen werden, dass es der Vergabestelle bei der Publikation der Bilder wohl vor allem um die Information der Ö f- fentlichkeit ging, wobei die Geschäftsgeheimnisse der Beschwerdegegne- rin gewahrt werden mussten. Ausserdem scheinen die definitiven Pläne, welche von der Vergabest elle im Zusammenhang mit den Rügen eing e- reicht wurden, teilweise optisch weniger ansprechend zu sein als die hochauflösenden Bilder, welche während des Vergabeverfahrens von der Beschwerdegegnerin eingereicht wurden. Aus diesen Gründen ist es nachvollziehbar, dass die Vergabestelle nicht die allerneuesten, sondern die optisch ansprechendsten Bilder auf ihrer Homepage zeigt. 6.1.2 6.1.2.1 Weiter rügt die Beschwerdeführerin die Nichteinhaltung der Anfor- derungen Nr. 103287 und Nr. 103312. Diese Anforderungen lauten: "_______" (Nr. 103287) und "_______" (Nr. 103312). 6.1.2.2 Die Beschwerdeführerin geht ferner aufgrund einer von der Ve r- gabestelle veröffentlichten Ansicht des Zugs der Beschwerdegegnerin davon aus, dass dieser Zug zu wenig Platz biete, um die oben in E. 4.4.2.1 zitierten Anforderungen zu erfüllen. Insbesondere habe es an dem für Rollstuhlfahrende vorgesehenen Tisch keinen Platz für zwei Roll- stühle. 6.1.2.3 Die Vergabestelle erklärt, die von der Beschwerdeführerin eing e- reichten Bilder würden nicht denjenigen der verbindli chen Offerte der Be- schwerdegegnerin entsprechen. Die Vergabestelle hat diesbezüg lich Auszüge aus den aktuellen Plänen eingereicht. Sie weist darauf hin, dass den Bildern in den D esignbüchern im Übrigen kein verbindlicher Chara k- ter zu komme. Weiter führt sie implizit aus, dass im Speisewagen kein Tisch für zwei Rollstühle gleichzeitig erforderlich sei, sondern zwei Plätze B-2960/2014 Seite 45 für Rollstuhlfahrende an Tischen, wo sich jeweils auch Begleitper sonen ohne Rollstuhl verpflegen könnten. 6.1.2.4 Die von der Vergabestelle auszugs weise dargestellten Pl äne las- sen auf den ersten Blick nicht den Schluss zu, die Beschwerdege gnerin habe zu wenig Platz eingeplant (vgl. Vernehmlassungsbeilagen 69 und 70). Nach zwei Jahren Vergabeverfahren wäre ein solcher Fehler auch erstaunlich. Falls di e Beschwerdegegnerin dennoch zu wenig Platz ei n- geplant haben sollte, würde sich dieser Mangel jedoch nur geringfügig auf das Punkteverhältnis zwischen der Beschwerdeführerin und der B e- schwerdegegnerin auswirken. Dementsprechend erscheint die Rüge der Beschwerdeführerin prima facie als offensichtlich aussichtslos. 6.1.3 6.1.3.1 Weiter bemängelt die Beschwerdeführerin die Konformität bezü g- lich den Anforderungen Nr. 190181 und Nr. 103161, die wie folgt lauten: "_______" (Nr. 190181) und "_______" (Nr. 103161). 6.1.3.2 Die Beschwerdeführerin ist der Meinung, dass die Min destanzahl von 400 vollwert igen Sitzen von der Beschwerd egegnerin nicht erreicht worden sein könne. Dazu legt die Beschwerdeführerin ver schiedene Ab- bildungen ins Recht: Auf zwei Abbildungen sind Sitze mit nur teilweiser Fenstersicht zu sehen. Die Beschwerdeführerin stört sich daran, da ss "keine direkte Sicht nach aussen" gegeben sei. Auf zwei wei teren Bildern sind Sitze nahe am Einstieg gekennzeichnet, welche aufgrund der Positi- on einer verstärkten Emissionsei nwirkung ausgesetzt seien. Weiter wird durch ein Bild die (behauptete) ma ngelnde Beinfreiheit aufgrund einer Sitzkiste (Montagesockel für den Sitz) dokumentiert, wobei auf die Anfo r- derung Nr. 103116 betreffend Lendenmass sowie Sitza bstände Bezug genommen wird. 6.1.3.3 Die Vergabestelle erklärt diesbezüglich, das von der Beschwerde- führerin eingereichte Bildmaterial würde das ver bindliche Ange bot der Beschwerdegegnerin nicht richtig darstellen. Jeder der '_______' vollwer- tigen Sitze im Zug der Beschwerdegegnerin verf üge über dire kte Sicht nach aussen. Die Ziel werte für den Innenlärm seien für diese Sitze ei n- gehalten worden. Eine eigentliche Tür vom Einstiegsbereich zum Fah r- gastraum, wie dies die Beschwerdeführerin implizit vorausse tze, sei nicht gefordert gewesen. Sch liesslich seien die Sitzkis ten so konstruiert wo r-B-2960/2014 Seite 46 den, dass sie weder den Komfort des Sitzenden noch des Gegenübersit- zenden negativ beeinflussen würden. 6.1.3.4 Bereits auf den Bildern der Beschwerdeführerin ist e rkennbar, dass die bezeichneten Sitzplätze zwar eine eingeschränkte, aber eine di- rekte Fenstersicht aufweisen. Die gerügte fehlende Direktsicht nach au s- sen geht daraus nicht hervor. Auch die Rüge betreffend Lärmemission überzeugt kaum. Denn es gibt zum aktuellen Stand des Verfahrens keine genügenden Anhaltspunkte, um an der Erklärung der Vergabestelle zum Innenlärm zu zweifeln. Das hinsichtlich der Beinfr eiheit eingereichte Bild ist etwas undeutlich. Diesbezüglich erscheint die Rüge prima facie eben- falls als offensichtlich unbegründet, weil die von der Beschwerdeführerin eingereichten Bilder offenbar nicht aktuell sind. 6.1.4 6.1.4.1 Im Rahmen der Replik hat die Beschw erdeführerin in Be zug auf die Erklärungen der Vergabestelle zum Innenlärm sodann vorgebracht, die Anforderung Nr. 190096 sei nicht erfüllt worden. Diese lautet: "_______". Die Beschwerdeführerin macht gestützt auf diese Anforderung geltend, der Fahrgastraum mit den Sitzplätzen sei von den restl ichen Be- reichen durch eine abschliessende Türe zu trennen. 6.1.4.2 Wie bereits dargestellt, erscheint die Auslegung dieser An forde- rung seitens der Vergabestelle, wonach nicht zwingend Türen vor gese- hen werden müssten, nicht un zulässig (vgl. oben E. 4.2.7.2 ). De mnach erscheint auch die Rüge hinsichtlich des Ausschlusses der B eschwerde- gegnerin aufgrund fehlender Türen als offensichtlich unbegründet. 6.1.5 6.1.5.1 Die Beschwerdeführerin sieht überdies auch bezüglich der Fah r- radabstellplätze ein Konformitätsproblem. Die entsprechende A nforde- rung Nr. 103191 besagt: "_______". 6.1.5.1.1 Die Beschwerdeführerin stellt hierzu fest, dass im Fahr radbe- reich des von der Beschwerdegegnerin angebotenen Zugs der sonst in der zweiten Klasse übliche textile Fussbodenbelag vorgesehen sei. 6.1.5.1.2 Die Vergabestelle entgegnet, dass auch hiervon von der B e- schwerdegegnerin keine aktuellen bzw. verbindlichen Bilder eing ereicht worden seien. Die Vergabestelle hat die definitiven Pläne der Be schwer-B-2960/2014 Seite 47 degegnerin zu den Fahrradstellplät zen zu den Akten gereicht. In diesen Plänen sei der Fahrradabstellplatz klar mit "nicht textiler Bodenbe lag" be- schrieben (vgl. Vernehmlassungsbeilagen 73 und 96, S. 9). 6.1.5.1.3 Aufgrund der Erklärungen der Vergabestelle und der von ihr eingereichten Pläne erscheint die Rüge hinsichtlich eines nicht korrek ten Bodenbelags als offensichtlich unbegründet. 6.1.5.2 6.1.5.2.1 Replicando bringt die Beschwerdeführerin vor, die Be schwerde- gegnerin würde in der 2. Klasse den gleichen text ilen Boden verwenden wie im Fahrradbereich (Anforderung Nr. 190225). 6.1.5.2.2 Die Vergabestelle sieht diesbezüglich keine Verletzung der g e- nannten Anforderung, da diese wie folgt lautet: "_______" 6.1.5.2.3 Die Anforderung Nr. 190225 betrifft nicht unmittelbar den Fah r- radbereich. Dementsprechend erscheint die Rüge der B eschwerdeführe- rin un substantiiert. Aus den Erörterungen der Beschwerde führerin wird nicht klar, warum die Beschwerde gegnerin die Anforderung Nr. 190225 verletzt haben soll. Deshalb erscheint auch diese Rüge der Beschwerd e- führerin als offensichtlich unbegründet. 6.1.6 Ausserdem weist die Beschwerdeführerin auf die Anforderung Nr. 103307 hin, welche Folgendes besagt: " _______". Die Beschwerd e- führerin sieht diese Anforderung aufgrund der ihr vorliegenden Bilddok u- mentation als nicht erfüllt an. Die Vergabestelle erklärt dazu, dass die Be- schwerdegegnerin diese Anforderung im späteren, verbindlichen Angebot vorgesehen habe (vgl. Vernehmlassungsbeilagen 74 und 96, S. 10). Wie- derum gibt es in diesem Verfahrensstadium keine Hinweise, warum an dieser Darstellung des Sachverhalts gezweifelt werden müsste. 6.1.7 Schliesslich nennt die Beschwerdeführerin die Anforderung Nr. 103779, welche folgenden Inhalt hat: " _______" Die Beschwerdefü h- rerin sieht diese Anforderung ebenfalls als nicht erfüllt an, weil die ihr vo r- liegenden und eingereichten Bilder des von der Beschwerdegegnerin g e- planten Zugs keine derartigen Innendisplays zeigten. Die Vergabestelle erklärt, dass auch diese Behauptung falsch sei. Wie in den von ihr eingereichten Darstellungen aus dem Designbuch ersichtlich, seien solche Innendisplays im Eingangsbereich eingeplant (vgl. Vernehm-B-2960/2014 Seite 48 lassungsbeilagen 75 und 96, S. 11). Vor diesem Hintergrund scheint die Rüge der Beschwerdeführerin ebenfalls offensichtlich unbegründet zu sein. 6.1.8 Die summarische Prüfung der einzelnen Rügen zur angebli chen Nicht-Konformität des Zugs der Beschwerdegegnerin zeigt somit, dass diese Rügen als offensichtlich unbegründet einzuschätzen sind. Die B e- schwerdeführerin ist offenbar von falschen Prämissen betreffend die Kon- formität des Zuschlagszugs ausgegangen. Nach dem Gesagten kann o f- fen bleiben, inwieweit auch die Beschwerdeführerin alle Muss -Kriterien erfüllt, was die Vergabestelle im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht bestreitet. 7. Zusammenfassend ergibt sich, dass sich die Beschwerde insgesamt au f- grund einer prima facie-Würdigung als offensichtlich unbegründet erweist. Soweit dies nicht der Fall ist, ist in Bezug auf die entsprechenden Rügen festgestellt worden, dass sich durch die aufgeworfenen Fragen jedenfalls am Vergabeergebnis nichts ändert. Deshalb ist das Ersuchen um Erte i- lung der aufschiebenden Wirkung abzuweisen, ohne dass eine Intere s- senabwägung vorzunehmen wäre. 8. 8.1 In Bezug auf die Akteneinsicht ist festzuhalten, dass dem Akten ein- sichtsbegehren der Beschwerdeführerin, geäussert am 30. Juni 2014 und im Rahmen der Replik vom 27. August 2014 , bereits teilweise ent spro- chen worden ist. Die Beschwerdeführerin will indessen umfangreiche Ak- teneinsicht, insbesondere in den Evaluationsbericht, sowie objektive Ver- gleichstabellen und die Unterlagen zur Bewertung. Im Aktenverzeichnis der Vergabestelle bezeichnete die Beschwerdeführerin zudem unzählige Dokumente, in welche sie Einsicht verlangt. 8.2 Der Beschwerdeführerin wurde der Vergabeantrag vom 9. Mai 2014 zugestellt, welcher neben einem (teilweise geschwärzten) Ha uptteil mit mehr Informationen als in einem üblichen Evaluationsbogen auch ve r- schiedene Beilagen enthält (insbesondere Beilage 7: "Detaillierte Resulta- te der Bewertung" [Angaben betreffend andere Anbieterinnen als die B e- schwerdeführerin geschwärzt]). Die V ergabestelle hat unter anderem fo l- gende Dokumente eingereicht, welche der Beschwerdeführerin offe nge- legt wurden: Beilage 3, Übersicht über die Fragen und Mängel des A nge-B-2960/2014 Seite 49 bots der Beschwerdeführerin; Beilage 6, Übersicht über die offenen Muss-Kriterien der Beschwerdeführerin vom 19. November 2013; Beilage 23, Auszug aus der Bewertung der Beschwerdeführerin vom Dezember 2013; Beilage 32, Bewertung des Gestaltungskonzepts 1. & 2. Klasse der Beschwerdeführerin vom Dezember 2013; Beilage 36, Bewertung im U n- terkriterium Projekt Set -up ohne Berücksichtigung der Sprachschwieri g- keiten; Beilage 40, Übersicht über die verletzten Muss -Kriterien der B e- schwerdeführerin, Stand Oktober 2013; Beilage 41, Bewertung des Ge - staltungskonzepts des Dienstabteils Zugpersonal der Beschwerdeführerin vom Dezember 2013; Beilage 42, Bewertung des Gestaltungskonzeptes Sanitärkonzept der Beschwerdeführerin vom Dezember 2013; Beilage 54, Schlussbewertung des Hauptkriteriums Innovation der Beschwerdeführ e- rin; Beilage 55, Bewertung des Gepäckm itnahmekonzepts der Beschwer- deführerin vom Dezember 2013; Beilage 58, Schlussbewertung PAK der Beschwerdeführerin; Beilagen 68 -75 zum Angebot der Beschwerdege g- nerin (betreffend die Erfüllung von gerügten Muss -Kriterien; teilweise ge- schwärzt); Beilage 84, B ewertung des Fahrgastwechselkonzepts der B e- schwerdeführerin vom Dezember 2013; Beilage 85, Zustimmung der B e- schwerdeführerin zu den Anpassungen betreffend Kundenanforderung vom 2. Dezember 2013. Damit und mit der diesem Zwischenentscheid beiliegenden Eingabe der Vergabestelle vom 28. Oktober 2014 kann sich die Beschwerdeführerin aufgrund der ihr zur Verfügung stehenden Unte r- lagen ohne Weiteres ein Bild von der Ausgangslage namentlich mit Blick auf die Anfechtung des vorliegenden Entscheids machen (vgl. Zwis chen- entscheide B-2675/2012 vom 23. Juli 2012, E. 5, und B -6762/2011 vom 26. Januar 2012, E. 8). Über die Zustellung der Eingabe der Vergabestel- le vom 28. Oktober 2014 an die anderen Parteien wird im Hauptverfahren mit separater Verfügung entschieden. 8.3 Die Beschwerdeführerin beantragt replicando, dass ihr nach Beend i- gung des zweiten Schriftenwechels Gelegenheit zur Replikergänzung zu geben sei. Da in casu bereits ein zweiter Schriftenwechsel erfolgt ist, ein Teil der Akteneinsicht mit Blick auf das Beschleunigungsgebot grundsätz- lich ins Hauptverfahren verschoben werden kann ( GALLI/MO- SER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1371) und üblicherweise nur ein Schri f- tenwechsel vor dem Entscheid über die aufschiebende Wirkung stattfi n- det, hat die Beschwerdeführerin üblicherwe ise keinen Rechtsanspruch darauf, ihre Replik vor Ergehen des Zwischenentscheides betreffend die aufschiebende Wirkung gestützt auf die ihr zugestellten Akten zu ergä n- zen. Im Rahmen des Verfahrens betreffend die Erteilung der aufschi e- benden Wirkung wird in der Regel auf die Erhebung von Beweisen ve r-B-2960/2014 Seite 50 zichtet. Das Beschleunigungsgebot führt insoweit naturgemäss zur Ei n- schränkung des rechtlichen Gehörs (dazu näher in BVGE 2012/6 E. 3.5, mit Hinweisen, sowie GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 1205 und 1340, ebenfalls mit Hinweisen). Somit ist der Beschwerdeführerin erst im Hauptverfahren Gelegenheit zur Beschwerdeergänzung zu geben. 8.4 Soweit weitergehend werden die Anträge auf Akteneinsicht daher einstweilen abgewiesen. Zur Akteneinsicht im Hauptverfahren werden mit separater Verfügung Instruktionsanordnungen getroffen. Damit kann offen bleiben, inwieweit der Beschwerdeführerin der Vorwurf einer "fishing expedition" mittels Akteneinsichtsbegehren zu machen ist, wie die Beschwerdegegnerin darlegt. 9. Über die Kosten- und Entschädigungsfolgen dieses Zwischenentscheides ist mit dem Entscheid in der Hauptsache zu befinden. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Erteilung der aufschiebenden Wirkung wird abgewiesen. 2. Ein Doppel des Schreibens der Vergabestelle vom 28. Oktober 2014 geht inkl. darin erwähnte Beilage zur Kenntnis an die Beschwerdeführerin. 3. Die Anträge der Beschwerdeführerin auf Akteneinsicht werden, soweit diesen nicht bereits im Rahmen der Instruktion entspro chen worden ist, einstweilen abgewiesen. 4. Die Instruktion des Schriftenwechsels im Hauptverfahren erfolgt mit sepa- rater Verfügung. 5. Über die Kostenfolge des vorliegenden Zwischenentscheides wird mit dem Endentscheid befunden. B-2960/2014 Seite 51 6. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde; vorab per E-Mail; Beilage: Schreiben der Vergabestelle vom 28. Oktober 2014 inkl. darin erwähnte Beilage) – die Vergabestelle (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde; vorab per E-Mail) – die Beschwerdegegnerin (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde; vorab per E-Mail) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Hans Urech Andrea Giorgia Röllin B-2960/2014 Seite 52 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14 , Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), soweit er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 Bst. a BGG) und sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (Art. 83 Bst. f Ziff. 2 BGG). Die Rechtsschri ft ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefoch- tene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdefü h- rer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 29. Oktober 2014