<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00417</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107099&amp;W10_KEY=4467144&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00417</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.03.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Selbstbehalt bei Zahnarztkosten; Streichung Bewerbungskosten-Pauschale<br/><br/>Auf die Beschwerde ist einzutreten; zuständig ist der Einzelrichter (E. 1).<br/>Die Streichung der Bewerbungskostenpauschale ist keine korrigierbare Rechtsverletzung (E. 2a).<br/>Dasselbe gilt für den von der Hilfeempfängerin beantragten Excel-Kurs (E. 2b).<br/>Selbstbehalte bei Zahnarztkosten sind in der Regel unzulässig; hier liegt kein Grund für eine Ausnahme vor (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEARBEITUNGSKOSTEN">BEARBEITUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: COMPUTERKURSE">COMPUTERKURSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGENANTEIL">EIGENANTEIL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKHEITSKOSTEN">KRANKHEITSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTBEHALT">SELBSTBEHALT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SITUATIONSBEDINGTE LEISTUNGEN">SITUATIONSBEDINGTE LEISTUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEITERBILDUNGSKOSTEN">WEITERBILDUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZAHNARZTKOSTEN">ZAHNARZTKOSTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 15 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 17 SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 50 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A wird seit geraumer Zeit durch die Gemeinde X unterstÃ¼tzt. Mit Beschluss Nr. 371 vom 3. Oktober 2001 legte deren SozialbehÃ¶rde die FÃ¼rsorgeleistungen neu auf Fr. 2'110.- monatlich (inklusive Mietzins, abzÃ¼glich allfÃ¤lliger Erwerbseinnahmen) fest, Ã¼bernahm die PrÃ¤mien der Krankenkassen-Grundversicherung und leistete Kostengutsprache fÃ¼r einen Einsatz im Arbeitprogramm des Zweckverbands Q in Y. Damit kÃ¼rzte die SozialbehÃ¶rde die UnterstÃ¼tzung um die Fr. 100.-, die bisher zur Deckung der Kosten der Stellensuche ausgerichtet wurden. Am selben Tag beschloss die SozialbehÃ¶rde Ã¼berdies, die Kosten einer Zahnbehandlung von Frau A in der HÃ¶he von Fr. 547.45 wÃ¼rden mit Ausnahme eines Selbstbehaltes von 10 % Ã¼bernommen (Beschluss Nr. 370).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. A erhob am 3. November 2002 Rekurs an den Bezirksrat Y und beantragte, es sei ihr weiterhin der Beitrag von Fr. 100.- an die Bewerbungskosten auszurichten; zudem ersuchte sie sinngemÃ¤ss um Kostengutsprache fÃ¼r einen Computerkurs (Microsoft Excel) in HÃ¶he von Fr. 345.-. In einem Brief an die SozialbehÃ¶rde X, den sie in Kopie auch an den Bezirksrat sandte, kritisierte sie zudem den Selbstbehalt bezÃ¼glich der Zahnbehandlungskosten. Mit weiterer Eingabe vom 30. November wiederholte sie im Wesentlichen die Begehren in der Rekursschrift. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat hiess die Rekurse am 31. Oktober 2002 teilweise gut. Er erwog, zum durch die wirtschaftliche Hilfe zu gewÃ¤hrleistenden sozialen Existenzminimum gehÃ¶rten auch notwendige zahnÃ¤rztliche Behandlungen. Die vorliegend strittigen Behandlungen seien nÃ¶tig gewesen und wirtschaftlich ausgefÃ¼hrt, das Gesuch um KostenÃ¼bernahme rechtzeitig gestellt worden. Das Sozialhilferecht kenne im Bereich der medizinischen Grundversorgung keine Selbstbehalte, die Anordnung eines solchen entbehre daher einer rechtlichen Grundlage. Die Ablehnung der KostenÃ¼bernahme fÃ¼r einen Computerkurs sei hingegen nicht rechtswidrig, da die Auffassung der Rekursgegnerin, damit kÃ¶nnten die Chancen der Rekurrentin auf dem Arbeitsmarkt nicht entscheidend verbessert werden, durchaus nachvollziehbar sei. FÃ¼r die Zeit des Einsatzes in einem Arbeitsprogramm sei auch keine EntschÃ¤digung fÃ¼r Bewerbungskosten auszurichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. A wandte sich gegen den Bezirksratsbeschluss am 2. Dezember 2002 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte sinngemÃ¤ss die Ãbernahme der Kosten des Computerkurses sowie die weitere Ausrichtung des Beitrags an die Bewerbungskosten von monatlich Fr. 100.-, da sie entgegen den AusfÃ¼hrungen im Bezirksratsentscheid keinen Platz in einem Arbeitsprogramm erhalten habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 6. Dezember 2002 erhob auch die Gemeinde X Beschwerde mit dem Antrag, den Beschluss des Bezirksrats aufzuheben und die Verrechnung eines Selbstbehalts in HÃ¶he von 10 % der Zahnbehandlungskosten zu bestÃ¤tigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der AbteilungsprÃ¤sident vereinigte mit VerfÃ¼gung vom 16. Dezember 2002 die beiden Beschwerden und setzte den Parteien und der Vorinstanz Frist zur Einreichung einer Beschwerdeantwort bzw. Vernehmlassung an. Der Bezirksrat Y reichte dem Verwaltungsgericht am 23. Dezember die Akten ein unter Verzicht auf Stellungnahme. In ihrer Beschwerdeantwort vom 5. Februar 2003 beantragte die Gemeinde X, die Beschwerde von A sei abzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu ihren Lasten. A verzichtete auf Beschwerdeantwort.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Gegen Entscheide der BezirksrÃ¤te betreffend wirtschaftliche Hilfe kann nach § 41 und § 19c Abs. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) Beschwerde an das Verwaltungsgericht erhoben werden. Die Legitimation von A (im Folgenden als "BeschwerdefÃ¼hrerin" bezeichnet) ergibt sich ohne weiteres aus § 21 lit. a VRG, diejenige der Gemeinde X aus lit. b. Da auch die Frist von 30 Tagen von § 53 VRG von beiden Parteien eingehalten wurde, ist auf die Rechtsmittel einzutreten. Aufgrund des Streitwerts von jedenfalls weit unter Fr. 20'000.- hat nach § 38 Abs. 2 VRG der Einzelrichter zu entscheiden. GemÃ¤ss § 50 VRG hat er sich auf eine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) BezÃ¼glich des Bewerbungskostenersatzes von Fr. 100.- monatlich erwog der Bezirksrat, dieser habe zu entfallen, solange die BeschwerdefÃ¼hrerin ein Arbeitseinsatzprogramm absolviere und sich somit gar nicht bewerben mÃ¼sse. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet dagegen ein, ihr Einsatz in einem Arbeitsprogramm sei durch den PrÃ¤sidenten der SozialbehÃ¶rde verhindert worden; im Lauf des Jahres 2002 habe die Betreuerin des Zweckverbands Q in Y fÃ¼r sie keinen neuen Platz gefunden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Beim strittigen Beitrag an die Kosten der Stellensuche handelt es sich sozialhilferechtlich um eine situationsbedingte Leistung, mit denen die besondere gesundheitliche, wirtschaftliche oder familiÃ¤re Lage einer unterstÃ¼tzten Person berÃ¼cksichtigt werden soll (Ziff. C.1 der Richtlinien fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe [SKOS-Richtlinien, 3. A. 2000]). Deren Ausrichtung steht in erheblichem Mass im Ermessen der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde (VGr. 7. Mai 2002, VB.2002.00089, E. 2a).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es trifft zu, dass ein offenbar bereits geplanter Einsatz der privaten BeschwerdefÃ¼hrerin im Bauamt X nicht zu Stand gekommen ist (alle Aktenzitate aus VB.2002.00417); dies lÃ¤sst jedoch die Einstellung der entsprechenden Zahlungen nicht als rechtswidrig erscheinen: Im Beschluss Nr. 371 vom 3. Oktober 2001 wurde der privaten BeschwerdefÃ¼hrerin bezÃ¼glich ErwerbstÃ¤tigkeit einzig die Auflage erteilt, sich mit den Verantwortlichen des Arbeitseinsatzprogramms des Zweckverbandes Q in Verbindung zu setzen. Es ist daher davon auszugehen, dass sie nicht mehr verpflichtet war, sich auf dem freien Arbeitsmarkt um Stellen zu bewerben. Die SozialbehÃ¶rde weist in ihrer Beschwerdeantwort zudem zu Recht darauf hin, dass solche Pauschalen nur ausnahmsweise ausgerichtet werden sollen, wenn sich die unterstÃ¼tzte Person Ã¼berdurchschnittlich engagiert oder von ihr die Stellensuche nicht ohne weiteres erwartet werden kann (ZeSO 2000, S. 88 f.), wofÃ¼r hier keine besonderen Anzeichen bestehen. Auf die weitere Ausrichtung der Pauschale, die mehr Anreiz- als Kostenersatzcharakter hatte, durfte die Gemeinde deshalb verzichten; es liegt klarerweise keine zu korrigierende Rechtsverletzung vor.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Bei der von der BeschwerdefÃ¼hrerin beantragten Finanzierung eines Excel-Kurses geht es um Weiterbildungskosten, die ebenfalls den situationsbedingten Leistungen zuzurechnen sind (VGr, 12. Juli 2001, VB.2001.00122, E. 2b; 24. November 2000, VB.2000.00374, E. 2c).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zwar ist ein Einsatz der BeschwerdefÃ¼hrerin in einem Arbeitsprogramm nicht zu Stand gekommen, wie die SozialbehÃ¶rde bestÃ¤tigt, weshalb sich die Verweigerung des Kostenbeitrags nicht (mehr) darauf stÃ¼tzen lÃ¤sst, die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte im Rahmen dieses Programms neue FÃ¤higkeiten und Qualifikationen erwerben kÃ¶nnen. Die von der SozialbehÃ¶rde in ihrer Rekursantwort geÃ¤usserten und vom Bezirksrat geteilten Zweifel daran, dass der gewÃ¼nschte Kurs die Chancen der BeschwerdefÃ¼hrerin auf dem Arbeitsmarkt tatsÃ¤chlich erheblich zu verbessern vermÃ¶chte, sind aber durchaus nachvollziehbar. So hat sie nach eigenen Angaben zuletzt im Juli 1999 als Hausbetreuerin, d.h. in einem eher EDV-fremden Bereich, gearbeitet. Ihre Behauptung, sie erhalte auf ihre Bewerbungen stÃ¤ndig Absagen wegen mangelnder Computerkenntnisse, wird zudem durch die von ihr eingereichten Schreiben nicht gestÃ¼tzt. Die SozialbehÃ¶rde hat daher mit ihrer Ablehnung einer KostenÃ¼bernahme das ihr zustehende Ermessen nicht Ã¼berschritten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die Gemeinde X wendet sich in ihrer Beschwerde gegen die Streichung des Eigenbeitrags der BeschwerdefÃ¼hrerin an ihre Zahnbehandlung von 10 % (= Fr. 54.70). Sie bringt vor, die Hilfeempfangenden hÃ¤tten durch eine sorgfÃ¤ltige Zahnpflege die MÃ¶glichkeit, Behandlungskosten zu vermeiden oder zu minimieren, was die Festlegung eines angemessenen Selbstbehalts rechtfertige. Eine solche Regelung sei insbesondere auch angezeigt zur Gleichstellung mit nicht unterstÃ¼tzten Personen in bescheidenen VerhÃ¤ltnissen, die sich eine teure Zahnbehandlung "am Mund absparen" mÃ¼ssten; sie entspreche einer im Kanton ZÃ¼rich breit abgestÃ¼tzten Praxis und werde durch § 17 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) gestÃ¼tzt, die im Einzelfall begrÃ¼ndete Abweichungen von den SKOS-Richtlinien erlaube.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden: Das durch § 15 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) garantierte soziale Existenzminimum umfasst neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt (Abs. 1) auch die notwendige Ã¤rztliche oder therapeutische Behandlung und Pflege (Abs. 2). Grundlage der Leistungsbemessung bilden nach § 17 SHV die SKOS-Richtlinien. Nach deren Kap. B.1 umfasst die materielle Grundsicherung den Grundbedarf (I und II) fÃ¼r den Lebensunterhalt, die Wohnungskosten und die Kosten fÃ¼r die medizinische Grundversorgung. Aus dem Grundbedarf sind gemÃ¤ss Kap. B.2.1 zwar gewisse Auslagen der Gesundheitspflege wie selbst gekaufte (d.h. offenbar nicht Ã¤rztlich verschriebene) Medikamente zu decken, nicht aber Selbstbehalte und Franchisen (Kap. B.4.1). Zahnarztkosten sind gemÃ¤ss Kap. B.4.2 ebenfalls separat zu finanzieren. Wie die Gemeinde zutreffend vorbringt, erlaubt § 17 SHV zwar gewisse Abweichungen von den SKOS-Richtlinien. Solche sind jedoch nur in einzelnen begrÃ¼ndeten FÃ¤llen zulÃ¤ssig, nicht im Rahmen einer festen Praxis. Vorliegend sind keine Besonderheiten ersichtlich, die ein Abweichen rechtfertigen kÃ¶nnten. Die Gemeinde hat daher die gesamten Behandlung- kosten zu Ã¼bernehmen (vgl. VGr, 20. Dezember 2001, VB.2001.00324).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerden werden abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>