<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd"> <html lang="en"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Entscheid: IV.2006.00182</title> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/favicon.ico" rel="SHORTCUT ICON"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/dijit/themes/tundra/tundra.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/ibm/domino/widget/layout/css/domino-default.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xsp.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspLTR.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspFF.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger.scss" media="screen" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger_print.scss" media="print" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body class="xspView tundra"> <form action="/c050018/svg/findexweb.nsf/urteil.xsp?uid=UWEE-9AQQQ5" class="xspForm" enctype="multipart/form-data" id="view:_id1" method="post"> <header><div class="container-main noprint"><div class="container-header"><img alt="" class="xspImage" id="view:_id1:_id2:image1" src="/c050018/svg/findexweb.nsf/logo.png"/><div class="container-header-slogan show-for-medium"><h6>Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</h6></div></div></div></header><div class="container"> <div class="inner-container1 wrap clearfix"> <section class="vacancy"><div class="grid-container container-main"> <div class="grid-x grid-margin-x grid-margin-y container-form"> <div class="cell small-9 noprint"> <span>Entscheid: IV.2006.00182<span class="xspTextComputedField"></span></span></div> <div class="cell small-3 noprint"> <a href="#" id="view:_id1:lnkPrint">Drucken</a><a href="#" id="view:_id1:lnkBack">Zurück</a></div> <div class="cell small-12"> <div id="view:_id1:inputRichText1"><div class="domino-par--indent"><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b>IV.2006.00182</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b> </b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">des Kantons Zürich</font><br/> <font face="serif" size="3">IV. Kammer</font><br/> <font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Engler, Vorsitzender</font> <p><font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichterin Weibel-Fuchs</font></p> <p><font face="serif" size="3">Ersatzrichterin Arnold Gramigna</font></p> <p><font face="serif" size="3">Gerichtssekretärin Dürst</font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Beschluss vom 7. Juli 2006</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"><b>G.___</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdeführerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">vertreten durch Rechtsanwältin Christine Fleisch</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Meier Fingerhuth Fleisch</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Langstrasse 4, 8004 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"><b>Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Sachverhalt:</b></font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1. Mit Zwischenverfügung vom 12. Januar 2006 (Urk. 9/1 = Urk. 2) ordnete die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, die Begutachtung der 1961 geborenen G.___ durch Dr. med. A.___, FMH für Psychiatrie, "___", an. Gleichzeitig wurde die Versicherte darauf aufmerksam gemacht, dass bei einer Verweigerung dieser Abklärung aufgrund der vorhandenen Akten entschieden werde.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2. Gegen diese Zwischenverfügung liess G.___ durch Rechtsanwältin Christine Fleisch, Zürich, mit Eingabe vom 10. Februar 2006 Beschwerde erheben und folgendes Rechtsbegehren stellen (Urk. 1):</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">"1. Es sei die Zwischenverfügung der IV-Stelle vom 12. Januar 2006 aufzuheben und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, von einem psychiatrischen Obergutachten abzusehen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> 2. Eventualiter sei die Zwischenverfügung vom 12. Januar 2006 aufzuheben und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, allfällige Zusatzfragen Herrn Dr. M. B.___, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, zu stellen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> 3. Unter Entschädigungsfolge zulasten der Gegenpartei."</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">Im weiteren stellte sie das Gesuch:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">"Es sei der Beschwerdeführerin in der Person der unterzeichnenden Rechtsanwältin eine unentgeltliche Rechtsbeiständin beizugeben."</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Mit Vernehmlassung vom 20. März 2006 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). Mit Verfügung vom 22. März 2006 wurde der Schriftenwechsel als geschlossen erklärt (Urk. 10).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Das Gericht zieht in Erwägung:</b></font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.1 Über Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind oder mit denen die betroffene Person nicht einverstanden ist, hat der Versicherungsträger schriftliche Verfügungen zu erlassen (Art. 49 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.2 Gegen Verfügungen kann innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle Einsprache erhoben werden; davon ausgenommen sind prozess- und verfahrensleitende Verfügungen (Art. 52 Abs. 1 ATSG). Gegen Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, kann Beschwerde erhoben werden (Art. 56 Abs. 1 ATSG).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Die selbständige Anfechtung von prozess- und verfahrensleitenden Verfügungen steht nur offen, wenn andernfalls ein nicht wieder gutzumachender Nachteil resultiert (Art. 55 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren, VwVG; Kieser, ATSG-Kommentar, N 9 zu Art. 55 und N 9 zu Art. 56).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.3 Nach Art. 43 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1.4 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen oder kann Gegenvorschläge machen (Art. 44 ATSG).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2.1 Die Beschwerdegegnerin hat mit der angefochtenen Zwischenverfügung die Begutachtung durch Dr. A.___ angeordnet (Urk. 2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Nach der vor In-Kraft-Treten des ATSG entwickelten Rechtsprechung hat das Eidgenössische Versicherungsgericht den Verfügungscharakter einer solchen Anordnung und damit deren Anfechtbarkeit verneint (BGE 125 V 406 Erw. 4c und d). An diesem Rechtszustand sollte nach dem Gesetzgeber mit der Einführung des ATSG nichts geändert werden (vgl. Kieser, a.a.O., N 14 zu Art. 44). Diese Rechtsprechung wurde in BGE 132 V 106 Erw. 5.2.10 bestätigt.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2.2 Werden gegen die in Aussicht genommene sachverständige Person Ausstandsgründe im Sinne von Art. 36 Art. 1 ATSG (Befangenheit wegen persönlichem Interesse in der Sache oder aus anderen Gründen) geltend gemacht, ist der Zwischenentscheid darüber mit Beschwerde anfechtbar (Kieser, a.a.O., N 14 zu Art. 44; Mosimann, Entwicklungen im Verfahrensbereich, in: Praktische Anwendungsfragen des ATSG, herausgegeben von Schlauri/Kieser, St. Gallen 2004, S. 139). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Handelt es sich um andere Einwände, ist die entsprechende Verfügung nach Art. 45 Abs. 1 VwVG nur selbständig anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirkt. Nach der vorerwähnten Rechtsprechung (vgl. Erw. 2.1) führt der Einwand, der Sachverhalt sei genügend abgeklärt, nicht dazu, dass eine selbständige Anfechtbarkeit des Entscheides über die Einsetzung des Sachverständigen angenommen wird (BGE 132 V 108 Erw. 6.5). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2.3 Die Beschwerdeführerin rügte, das Gutachten von Dr. B.___ sei schlüssig begründet und widerspruchfrei, weshalb kein Grund ersichtlich sei, ein Obergutachten in die Wege zu leiten. Die Beschwerdeführerin sei bereits zweimal begutachtet worden, und es könne ihr gestützt auf ihre seelische Verfassung nicht zugemutet werden, sich erneut einer Begutachtung zu unterziehen, zumal gestützt auf das Gutachten von Dr. B.___ nicht einsehbar sei, inwiefern ein neuer Gutachter zu einem anderen Schluss kommen sollte. Eventualiter sei die Gegenpartei zu verpflichten, anstelle einer Neubegutachtung Zusatzfragen an Dr. B.___ zu stellen (Urk. 1). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Damit machte die Beschwerdeführerin keine Befangenheits- beziehungsweise Ausstandsgründe im Sinne von Art. 36 Abs. 1 ATSG geltend, sondern wendete zum einen ein, der Sachverhalt sei bereits hinreichend abgeklärt worden, eventualiter würden Zusatzfragen an Dr. B.___ genügen. In BGE 132 V 108 Erw. 6.5 wurde jedoch explizit festgehalten, dass die Sachverhaltsabklärung die Frage der Beweiswürdigung beschlägt und es sich dabei um Einwendungen materieller Natur handelt, welche mit dem Entscheid in der Sache zu prüfen sind, weshalb diesbezüglich auf die Beschwerde nicht einzutreten ist.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Mit der von der Beschwerdeführerin nicht substantiiert vorgebrachten Einwendung, der Beschwerdeführerin sei im Hinblick auf ihre seelische Verfassung eine erneute Begutachtung nicht zuzumuten, wird zudem kein nicht wieder gutzumachender Nachteil dargetan. Insbesondere ist kein Nachteil ersichtlich, der mit der Anfechtung des Endentscheides der Beschwerdegegnerin nicht gerügt werden könnte. Damit erweist sich der hier angefochtene Entscheid betreffend die Anordnung der Begutachtung nicht als selbständig anfechtbar. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Demnach ist mangels Vorliegens eines Anfechtungsgegenstandes und mangels einer Beschwer seitens der Beschwerdeführerin auf die Beschwerde nicht einzutreten.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3. Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 129 I 135 Erw. 2.3.1, 128 I 236 Erw. 2.5.3 mit Hinweis).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Aufgrund des Dargelegten - insbesondere der zitierten klaren Rechtsprechung - ist das Verfahren als aussichtslos zu bezeichnen und das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung abzuweisen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Das Gericht beschliesst:</b></font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">2. Das Verfahren ist kostenlos. </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">3. Das Gesuch um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes wird abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Rechtsanwältin Christine Fleisch</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Bundesamt für Sozialversicherung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><font face="RotisSansSerif" size="3"><b>30 Tagen</b></font><font face="RotisSansSerif" size="3"> seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> </div></div></div> </div> </div> </section></div> </div> <input id="view:_id1__VUID" name="$$viewid" type="hidden" value="!eqx4cf2ozyvdx307j4oku7sqt!"/> <input name="$$xspsubmitid" type="hidden"/> <input name="$$xspexecid" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitvalue" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitscroll" type="hidden"/> <input name="view:_id1" type="hidden" value="view:_id1"/></form> </body> </html>