<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2017.00699</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=217800&amp;W10_KEY=13013501&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2017.00699</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.12.2017</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zwecks Aus- und Weiterbildung. [Nach zweimaligem Nichtbestehen der Basisprüfung wurde die Beschwerdeführerin von der ETH exmatrikuliert und hat dann ein Studium an der Fachhochschule begonnen. Sie studiert nun im fünften Semester.] Die Beschwerdeführerin erzielte an der Fachhochschule grösstenteils gute bis sehr gute Noten. Ehemalige Arbeitgeber, Professoren und Dozenten von der Fachhochschule bestätigen, dass es sich bei der Beschwerdeführerin um eine talentierte und engagierte Studentin handelt. Die Zweifel, dass sie das Studium an der Fachhochschule nicht bestehen könnte, sind nicht begründet (E. 4.3, erster Abschnitt). Seit die Beschwerdeführerin an der Fachhochschule studiert, kann auch von einem speditiven Vorantreiben des Studiums gesprochen werden. Sie wird das Bachelorstudium in der minimal zu erwartenden Zeit abschliessen können und es kann davon ausgegangen werden, dass ihr dies auch hinsichtlich des Masterstudiums gelingen kann. Zwar würde dann sowohl die Achtjahres- sowie die Altersgrenze minimal überschritten, allerdings erscheint es vorliegend unverhältnismässig den weiteren Aufenthalt zu verweigern. Vorliegend rechtfertigt es sich eine Ausnahme von Art. 23 Abs. 3 VZAE zu machen (E. 4.3, zweiter Abschnitt). Gewährung URB für Rekurs- und Beschwerdeverfahren (E. 5). Gutheissung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ACHTJAHRESFRIST">ACHTJAHRESFRIST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALTERSGRENZE">ALTERSGRENZE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUS- UND WEITERBILDUNG">AUS- UND WEITERBILDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STUDIUM">STUDIUM</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 27 AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 23 Abs. III VZAE</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=36365" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2017.00699</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">20. Dezember 2017</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Leana Isler, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Stefanie Peter. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A, geboren 1989 und StaatsangehÃ¶rige von Nepal, ersuchte am 30. Juni 2009 erstmals um Erteilung einer Einreisebewilligung zum Besuch des Gymnasiums C in ZÃ¼rich und zum anschliessenden Architekturstudium in der Schweiz. Mit VerfÃ¼gung vom 13. August 2009 wies das Migrationsamt dieses Gesuch ab. Mit WiedererwÃ¤gungsgesuch vom 20. August 2009 beantragten die Tante und der Onkel von A, dass ihrer Nichte die Einreise zu bewilligen sei, damit sie fÃ¼r ein Jahr als AustauschschÃ¼lerin das Gymnasium C besuchen kÃ¶nne. Diesem Begehren lag ein Schreiben von A bei, wonach sie bestÃ¤tigte, dass sie nach Ablauf des Schuljahres nach Nepal zurÃ¼ckkehren werde. Nach Erteilung einer Einreisebewilligung reiste A am 4. Oktober 2009 in die Schweiz und erhielt am 19. Oktober 2009 eine Kurzaufenthaltsbewilligung mit GÃ¼ltigkeit bis am 15. September 2010. </p> <p class="Erwgung3">Mit Gesuch vom 14. August 2010 und Schreiben vom 14. September 2010 beantragte A die VerlÃ¤ngerung ihrer Kurzaufenthaltsbewilligung zwecks Besuch der Kantonsschule D als GastschÃ¼lerin und zur Vorbereitung der AufnahmeprÃ¼fung fÃ¼r die EidgenÃ¶ssische Technische Hochschule ZÃ¼rich (ETH). Mit VerfÃ¼gung vom 16. Februar 2011 wies das Migrationsamt dieses VerlÃ¤ngerungsgesuch ab und setzte A Frist zum Verlassen der Schweiz bis am 31. MÃ¤rz 2011. </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss BestÃ¤tigungsschreiben der ETH vom 2. September 2011 hatte A die AufnahmeprÃ¼fung bestanden und wurde zum Bachelorstudium Architektur zugelassen. Die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion nahm mit Entscheid vom 25. Januar 2012 Vormerk, dass der gegen die VerfÃ¼gung vom 16. Februar 2011 erhobene Rekurs in der Hauptsache gegenstandslos geworden war und lud das Migrationsamt dazu ein, ein neues Bewilligungsverfahren einzuleiten. In der Folge erteilte das Migrationsamt A am 12. April 2012 eine Aufenthaltsbewilligung zwecks Ausbildung an der ETH, welche jeweils verlÃ¤ngert wurde, letztmals mit GÃ¼ltigkeit bis 15. September 2015. </p> <p class="MsoNormal">Nachdem A im FrÃ¼hling 2013 zum zweiten Mal die BasisprÃ¼fung des Architekturstudiums an der ETH nicht bestanden hatte, wurde sie nach DurchfÃ¼hrung eines Rekursverfahrens am 31. Januar 2015 exmatrikuliert. A ersuchte am 17. August 2015 um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung und legte dem Gesuch eine ImmatrikulationsbestÃ¤tigung der Fachhochschule F bei. Mit VerfÃ¼gung vom 21. Juli 2016 wies das Migrationsamt das VerlÃ¤ngerungsgesuch ab und setzte A Frist zum Verlassen der Schweiz bis 30. September 2016. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den hiergegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 22. September 2017 ab und setzte A Frist zum Verlassen der Schweiz bis 20. Dezember 2017. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 23. Oktober 2017 liess A dem Verwaltungsgericht sinngemÃ¤ss beantragen, es sei der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben und ihre Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern. FÃ¼r das vorinstanzliche Verfahren sei ihr die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und RechtsverbeistÃ¤ndung zu bewilligen, ihr eine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen und die Kosten des Rekursverfahrens dem Migrationsamt aufzuerlegen. Weiter ersuchte A auch fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und in der Person ihrer RechtsanwÃ¤ltin sei ihr eine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin zu bestellen; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. </p> <p class="MsoNormal"><span>WÃ¤hrend das Migrationsamt keine Beschwerdeantwort einreichte, schloss die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion in ihrer Vernehmlassung auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Beschwerde kÃ¶nnen Rechtsverletzungen und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Das Verwaltungsgericht hat auf die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse im Zeitpunkt des gegenwÃ¤rtig zu fÃ¤llenden Entscheids abzustellen (VGr, 9. Februar 2011, VB.2010.00678, E. 4.1 mit Hinweisen). </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, ihr Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r sei verletzt worden, und rÃ¼gt, die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion habe ihrem Entscheid vom 22. September 2017 eine neue Argumentation zugrunde gelegt, mit welcher die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht zu rechnen gehabt habe, und ihr sei keine Frist zur Stellungnahme eingerÃ¤umt worden.</p> <p class="Urteilstext">Die Rekursabteilung nahm am 31. Oktober 2017 zum Vorwurf der GehÃ¶rsverletzung Stellung und fÃ¼hrte aus, dass vorliegend nicht von einer unerwarteten neuen BegrÃ¼ndung gesprochen werden kÃ¶nne, weil die BeschwerdefÃ¼hrerin bereits in der Vernehmlassung des Migrationsamts vom 19. September 2016 auf die Problematik der zu langen Studiendauer hingewiesen worden sei. DarÃ¼ber hinaus sei davon auszugehen, dass der BeschwerdefÃ¼hrerin die Alterslimite fÃ¼r auslÃ¤ndische Studierende bekannt gewesen sein musste. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV]) ist formeller Natur. Ist er verletzt, wird der Entscheid grundsÃ¤tzlich unabhÃ¤ngig davon aufgehoben, ob dieser materiell richtig ist oder nicht (BGE 137 I 195 E. 2.3.2; 127 V 431 E. 3d/aa; 126 V 130 E. 2b; VGr, 16. Oktober 2003, VB.2003.00093, E. 2). Die RÃ¼ge der GehÃ¶rsverletzung ist deshalb vorweg zu prÃ¼fen (BGE 124 V 389 E. 1; 117 Ia 5 E. 1a; VGr, 12. Juli 2017, VB.2017.00218, E. 2.3; 22. November 2006, VB.2006.00248, E. 3.1).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r gebietet, zumindest der beschwerten Partei Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben, wenn die BehÃ¶rde ihren Entscheid auf einen Rechtssatz oder Rechtsgrund abzustÃ¼tzen gedenkt, der im vorangegangenen Verfahren nicht angerufen wurde und dessen Stellenwert die Beteiligten im konkreten Fall auch nicht abschÃ¤tzen konnten (BGE 132 II 485 E. 3.2; 128 V 272 E. 5b/bb).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Das Migrationsamt begrÃ¼ndet seine VerfÃ¼gung vom 21. Juli 2016 knapp und stÃ¼tzte diese auf Art. 27 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder (AuG) und die diesbezÃ¼glichen AusfÃ¼hrungsbestimmungen gemÃ¤ss Art. 23 und 24 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit (VZAE). Selbst wenn die BegrÃ¼ndung der Rekursabteilung sich um einiges umfangreicher erweist und insbesondere Punkte auffÃ¼hrt, welche vom Migrationsamt in seiner VerfÃ¼gung nicht konkret festgehalten wurden, lÃ¤sst sich dennoch feststellen, dass sich auch die Rekursabteilung auf die einschlÃ¤gigen und bereits vom Migrationsamt in seiner VerfÃ¼gung konkret genannten RechtssÃ¤tze abstÃ¼tzt. Insofern kann nicht davon gesprochen werden, die Rekursabteilung stÃ¼tze ihren Entscheid auf RechtssÃ¤tze, die im bisherigen Verfahren nicht herangezogen worden seien und mit welchen die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht rechnen konnte. Der BeschwerdefÃ¼hrerin musste der Inhalt der genannten Bestimmungen bekannt sein und somit auch, welche Voraussetzungen erfÃ¼llt und dargelegt werden mÃ¼ssen, damit eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden kann. Der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r verlangt zudem nicht, dass eine Partei die Gelegenheit erhalten muss, sich zu jedem mÃ¶glichen Ergebnis, das von der entscheidenden BehÃ¶rde ins Auge gefasst wird, zu Ã¤ussern. Die BehÃ¶rde ist daher nicht gehalten, ihre BegrÃ¼ndung den Parteien vorweg zur Stellungnahme zu unterbreiten. Es genÃ¼gt, dass sich die Parteien zu den Grundlagen des Entscheids, insbesondere zum Sachverhalt sowie zu den anwendbaren Rechtsnormen, vorweg Ã¤ussern und ihre Standpunkte einbringen kÃ¶nnen (BGE 132 II 257 E. 4.2). Eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs ist vorliegend somit nicht ersichtlich.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">GemÃ¤ss Art. 27 Abs. 1 AuG kÃ¶nnen auslÃ¤ndische Personen fÃ¼r eine Aus- und Weiterbildung zugelassen werden, wenn die Schulleitung bestÃ¤tigt, dass die Aus- und Weiterbildung aufgenommen werden kann (lit. a), eine bedarfsgerechte Unterkunft zur VerfÃ¼gung steht (lit. b), die notwendigen finanziellen Mittel vorhanden sind (lit. c) und sie die persÃ¶nlichen und bildungsmÃ¤ssigen Voraussetzungen fÃ¼r die vorgesehene Aus- und Weiterbildung erfÃ¼llen (lit. d). Die persÃ¶nlichen Voraussetzungen sind namentlich dann nicht erfÃ¼llt, wenn frÃ¼here Aufenthalte und Gesuchsverfahren oder andere UmstÃ¤nde darauf hinweisen, dass die Aus- oder Weiterbildung in der Schweiz nur vorgeschoben ist, um eine Aufenthaltsbewilligung zu erschleichen (Art. 23 Abs. 2 VZAE). <span>GemÃ¤ss Art. 23 Abs. 3 VZAE werden Aus- oder Weiterbildungen in der Regel fÃ¼r lÃ¤ngstens acht Jahre bewilligt. Ausnahmen sind mÃ¶glich, wenn sie einer zielgerichteten Aus- oder Weiterbildung dienen.</span></p> <p class="Erwgung2">Art. 27 AuG wurde per 1. Januar 2011 revidiert. Der vormals geltende Art. 27 Abs. 1 lit. d aAuG sah vor, dass sich der/die Gesuchstellende verpflichten musste, die Schweiz nach Beendigung der Ausbildung wieder zu verlassen. Heute wird keine derartige VerpflichtungserklÃ¤rung fÃ¼r eine Wiederausreise nach Abschluss der Ausbildung als Bedingung fÃ¼r die Zulassung als Student/in mehr vorausgesetzt.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Vorinstanz begrÃ¼ndet ihren ablehnenden Entscheid damit, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin den zeitlich vorgegebenen Rahmen fÃ¼r die Ausbildungsabsolvierung nicht einhalte und betont, dass der Misserfolg der BeschwerdefÃ¼hrerin an der ETH ihr auch zu Ungunsten angerechnet werden kÃ¶nne. Weiter erachtet die Vorinstanz einen Abbruch des noch nicht weit fortgeschrittenen Studiums an der Fachhochschule fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin als zumutbar. Die Voraussetzungen fÃ¼r eine Ausnahme von der Achtjahresregel nach Art. 23 Abs. 3 VZAE seien vorliegend nicht erfÃ¼llt. Zudem sei die BeschwerdefÃ¼hrerin aufgrund ihres Vorgehens und dem Ablauf der Ereignisse damals planmÃ¤ssig mit tÃ¤uschenden Machenschaften vorgegangen, um mit falschen Angaben bzw. dem Verschweigen wesentlicher Tatsachen im Sinn von Art. 62 Abs. 1 lit. a AuG ihr Ziel zu erreichen. Unter diesen UmstÃ¤nden seien grosse Zweifel anzubringen, ob sich die BeschwerdefÃ¼hrerin an die auslÃ¤nderrechtlichen Vorschriften halten und nach Abschluss des Masterstudiums (im Jahr 2020) auch tatsÃ¤chlich ausreisen werde. Die persÃ¶nlichen Voraussetzungen nach Art. 27 Abs. lit. d AuG und Art. 23 Abs. 3 VZAE seien somit nicht erfÃ¼llt. Weiter fÃ¼hrte die Vorinstanz aus, dass bei einem allfÃ¤lligen Abschluss des Masterstudiums im Jahr 2020 die BeschwerdefÃ¼hrerin das dreissigste Altersjahr Ã¼berschritten haben wird, weshalb auch deshalb eine weitere Zulassung der BeschwerdefÃ¼hrerin gestÃ¼tzt auf Art. 27 AuG nicht infrage komme. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, sie studiere nun im 5. Semester an der Fachhochschule, habe bislang sÃ¤mtliche Semester mit guten bis teilweise sehr guten Noten absolviert und fÃ¼r einen erfolgreichen Bachelorabschluss mÃ¼sse sie nur noch ein Semester absolvieren und eine Thesis schreiben. Es sei unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig jetzt, kurz vor Bachelorabschluss und noch vor Ablauf der Achtjahresgrenze in ihre Heimat zurÃ¼ckkehren zu mÃ¼ssen. Beim Abschluss des Bachelors im Jahr 2018 sei sie 29 Jahre alt und halte somit auch die Altersgrenze ein. Ausserdem kÃ¶nne auch trotz Ãberschreitung dieser Altersgrenze ausnahmsweise eine Bewilligung erteilt werden, wenn wie vorliegend besondere UmstÃ¤nde gegeben seien. So sei die BeschwerdefÃ¼hrerin eine engagierte und talentierte Studentin und legt in diesem Zusammenhang ein Schreiben des Institutsleiters der Fachhochschule ins Recht. Weiter kÃ¶nne ihr keine Absicht zur Umgehung der auslÃ¤nderrechtlichen Vorschriften vorgeworfen werden und es gÃ¤be keine Anhaltspunkte, weshalb sie nach Studiumsabschluss die Schweiz nicht verlassen sollte. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin kam 2009 in die Schweiz und besuchte zunÃ¤chst das Gymnasium C, um sich in der deutschen Sprache verbessern zu kÃ¶nnen. Danach besuchte sie ein weiteres Jahr ein mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium im Hinblick auf die AufnahmeprÃ¼fung der ETH, welche die BeschwerdefÃ¼hrerin sodann erfolgreich bestanden hatte. Das Studium an der ETH konnte die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht mit Erfolg abschliessen und wurde nach zweimaligen Nichtbestehen der BasisprÃ¼fung exmatrikuliert. Dem LeistungsÃ¼berblick der ETH vom 21. September 2015 lÃ¤sst sich entnehmen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin auch gute Noten und insbesondere im Entwurf eine sehr gute Note erzielte und insgesamt 60 ECTS Punkte erwarb, welche der BeschwerdefÃ¼hrerin an das Studium an der Fachhochschule jedoch nicht angerechnet wurden. Es ist allgemein bekannt, dass die ETH ein hohes Niveau aufweist und eine hohe Duchfallquote verzeichnet. Bei Nichtbestehen einer solch anspruchsvollen BasisprÃ¼fung kann nicht zwingend gefolgert werden, der entsprechende PrÃ¼fungskandidat verfÃ¼ge generell nicht Ã¼ber die fÃ¼r diesen Studienbereich notwendigen intellektuellen FÃ¤higkeiten. So zeigt sich, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin in den vergangenen vier Semester an der Fachhochschule grÃ¶sstenteils gute bis sehr gute Noten erreichen konnte und verzeichnet nur zwei knapp nicht genÃ¼gende Leistungen in den ersten beiden Semestern. Bevor die BeschwerdefÃ¼hrerin das Studium an der Fachhochschule begonnen hatte, absolvierte sie ein halbjÃ¤hriges Praktikum bei der E Architekten AG. GemÃ¤ss Empfehlungsschreiben vom 22. Februar 2016 hat der Arbeitgeber die BeschwerdefÃ¼hrerin als sehr motivierte junge Architekturstudentin kennengelernt, welche neben einem grossen Interesse fÃ¼r fachliche Fragestellungen Ã¼ber ein hohes Mass an Sozialkompetenz, gepaart mit ZuverlÃ¤ssigkeit und PrÃ¤zision verfÃ¼ge. Sie sei schnell zu einem wertvollen und allseits geschÃ¤tzten Teammitglied geworden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin legte drei Schreiben vom Institut Architektur der Fachhochschule ins Recht. GemÃ¤ss Schreiben des Instituts Architektur der Fachhochschule vom 23. Februar 2016 wurde die BeschwerdefÃ¼hrerin als engagierte und talentierte Studentin mit sehr guten entwerferischen FÃ¤higkeiten wahrgenommen. Ihre Gesamtleistungen wÃ¼rden im mittleren Notenbereich liegen und in einigen FÃ¤chern gehÃ¶re sie sogar zu den Jahrgangsbesten. Weiter erachtet der Professor die BefÃ¼rchtung, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin das Studium nicht bestehen kÃ¶nnte als nicht begrÃ¼ndet. Mit Schreiben vom 1. August 2016 fÃ¼hrt ein Dozent des Instituts Architektur der Fachhochschule aus, dass er die BeschwerdefÃ¼hrerin als eine kreative Entwerferin mit hoher gestalterischer SensibilitÃ¤t sowie als eine engagierte und belastbare Studentin wahrnehme. Auch er erachtet es als insgesamt unbegrÃ¼ndet, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin das Bachelorstudium an der Fachhochschule nicht bestehen kÃ¶nnte. Der Institutsleiter fÃ¼hrt mit Schreiben vom 16. Oktober 2017 aus, dass er die BeschwerdefÃ¼hrerin im Rahmen des vorletzten Semesters im Entwurfskurs gut kennenlernen konnte. Er habe sie dabei als ausserordentlich gut integrierte und sehr engagierte Studentin wahrgenommen, welche die ihr gestellten Aufgaben mit grosser EigenstÃ¤ndigkeit und Intelligenz gelÃ¶st habe. Aufgrund der bisher erzielten Leistungen der BeschwerdefÃ¼hrerin an der Fachhochschule und den EinschÃ¤tzungen ihrer Professoren und Dozenten vom Institut Architektur ist zum aktuellen Zeitpunkt davon auszugehen, dass die die BeschwerdefÃ¼hrerin das Studium an der Fachhochschule mit Erfolg abschliessen wird. </p> <p class="Erwgung2">Weiter zeigt sich, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin in all den Jahren ein einziges Ziel verfolgte, nÃ¤mlich Architektur studieren zu kÃ¶nnen. Dies bekundete sie denn auch schon mit ihrem ersten Bewilligungsgesuch aus dem Jahr 2009. Auch der RÃ¼ckschlag, als sie die BasisprÃ¼fung an der ETH zweimal nicht bestanden hatte, brachte sie nicht davon ab, ihren Wunsch und ihr Ziel weiterhin zu verfolgen und sie kÃ¼mmerte sich sogleich um eine Praktikumsstelle und die Immatrikulation an der Fachhochschule. Den Studiengang zu wechseln, kam fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin offenbar nicht infrage. Dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mit ihrem Vorgehen die BehÃ¶rden vor vollendete Tatsachen stellte, kann ihr nun im Nachhinein nicht vorgeworfen werden. Im Gegenteil: Wie bereits erwÃ¤hnt, hat die BeschwerdefÃ¼hrerin ihr Ziel bereits in ihrem ersten Gesuch im Jahr 2009 offen kommuniziert. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird voraussichtlich im FrÃ¼hling/Sommer 2018 den Bachelor an der Fachhochschule abschliessen kÃ¶nnen. Dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerin aufgrund ihrer bisherigen Leistungen und den RÃ¼ckmeldungen ihrer Dozenten und Professoren gute Chancen auf die Zulassung zum Masterstudium ausrechnet und diese MÃ¶glichkeit nutzen will, ist nachvollziehbar. Nach dem Gesagten zeichnet sich doch ein zielgerichtetes Vorgehen der BeschwerdefÃ¼hrerin ab und seit sie an der Fachhochschule studiert, treibt sie auch ihr Studium speditiv voran. So wird die BeschwerdefÃ¼hrerin das Bachelorstudium an der Fachhochschule in der minimal zu erwarteten Zeit abschliessen kÃ¶nnen und es kann davon ausgegangen werden, dass ihr dies auch hinsichtlich des Masterstudiums gelingen kann. Zwar wÃ¼rde dann sowohl die Achtjahres- sowie die Altersgrenze minimal Ã¼berschritten, allerdings erscheint es unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig der BeschwerdefÃ¼hrerin angesichts der genannten UmstÃ¤nde und so kurz vor Abschluss ihres Studiums den weiteren Aufenthalt zu verweigern, zumal die WeiterfÃ¼hrung des Studiums an der Fachhochschule ihre hiesige Anwesenheit bedarf. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wÃ¼rde im Alter von 28 Jahren ohne abgeschlossene Ausbildung dastehen und es ist fraglich, ob ihr die hier erworbenen ECTS Punkte an ein Studium im Ausland angerechnet werden kÃ¶nnen und wÃ¼rden. Vorliegend ist davon auszugehen, dass ein weiterer Aufenthalt der BeschwerdefÃ¼hrerin einer<span> zielgerichteten Aus- oder Weiterbildung dient, weshalb es sich rechtfertigt eine Ausnahme von Art. 23 Abs. 3 VZAE zu machen. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid bei der AbklÃ¤rung der Bewilligungsvoraussetzungen zwecks Aus- und Weiterbildung nicht alle Faktoren gebÃ¼hrend gewÃ¼rdigt hat. Die ErmessensausÃ¼bung des Beschwerdegegners und der Vorinstanz sowie deren Schluss, die VerlÃ¤ngerung bzw. Erteilung der Aufent­haltsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin zu verweigern, erweist sich angesichts der vorliegenden Sachlage als rechtsverletzend und unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Der Entscheid der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 22. September 2017 ist aufzuheben. Der Beschwerdegegner wird angewiesen, die Aufenthaltsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin zu verlÃ¤ngern. Allerdings ist die BeschwerdefÃ¼hrerin darauf hinzuweisen, dass sie ihr Studium weiterhin befÃ¶rderlich voranzutreiben hat, ansonsten allenfalls die Verweigerung der VerlÃ¤ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung zu prÃ¼fen ist.</span></p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist damit gutzuheissen. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a VRG) und er hat der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Verfahren eine angemessene ParteientschÃ¤digung zu entrichten (§ 17 Abs. 2 VRG), welche mit je Fr. 1'500.- fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren festzusetzen ist. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>FÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung sowie Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands gestÃ¼tzt auf § 16 Abs. 1 und 2 VRG.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.1 </b>Da der BeschwerdefÃ¼hrerin aus dem Rekurs- und dem Beschwerdeverfahren keine Gerichtskosten erwachsen, wird das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung gegenstandslos.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.2 </b>Nach § 16 Abs. 2 VRG haben Private, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, Anspruch auf Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte selbst zu wahren. </p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist Studentin und vermag ihren Lebensunterhalt nicht selbstÃ¤ndig zu bestreiten. Sie ist auf finanzielle UnterstÃ¼tzung ihrer Verwandten und Bekannten angewiesen. Demnach ist von der Mittellosigkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin auszugehen. Auch ist ihr Begehren nicht aussichtslos und es stellen sich nicht unkomplizierte Rechtsfragen, weshalb in der Person von RA B eine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin zu bestellen ist. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.3 </b>RA B weist in ihrer Kostennote fÃ¼r das Rekursverfahren einen zeitlichen Aufwand von 14,8 Stunden aus, was zu einer EntschÃ¤digung von Fr. 3'622.- (Stundenansatz von Fr. 220.- inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) fÃ¼hrt. Dieser zeitliche Aufwand erscheint fÃ¼r das vorinstanzliche Verfahren als angemessen. Die ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inklusive) ist an diese EntschÃ¤digung anzurechnen. Im Mehrbetrag von Fr. 2'122.- erfolgt die EntschÃ¤digung aus der vorinstanzlichen Kasse. </p> <p class="Erwgung2">In der Kostennote fÃ¼r das Beschwerdeverfahren weist RA B einen zeitlichen Aufwand von 13,4 Stunden aus, was zu einer EntschÃ¤digung von Fr. 3'279.- (Stundenansatz von Fr. 220.- inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) fÃ¼hrt. Dieser zeitliche Aufwand erscheint fÃ¼r das vorliegende Verfahren eher hoch, aber gerade noch als angemessen. Die ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inklusive) ist an diese EntschÃ¤digung anzurechnen. Im Mehrbetrag von Fr. 1'779.- erfolgt die EntschÃ¤digung aus der Gerichtskasse. </p> <p class="Erwgung2">In Bezug auf den von der Gerichts- und der vorinstanzlichen Kasse zu bezahlenden Betrag ist die BeschwerdefÃ¼hrerin gestÃ¼tzt auf § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 16 Abs. 4 VRG darauf aufmerksam zu machen, dass sie Nachzahlung leisten muss, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung1">Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Der BeschwerdefÃ¼hrerin wird in der Person von RA B eine unentgeltliche ReichtsbeistÃ¤ndin fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren bestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 22. September 2017 wird aufgehoben. Der Beschwerdegegner wird angewiesen, die Aufenthaltsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin zu verlÃ¤ngern.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Kosten des Rekursverfahrens werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren je eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (inklusive Mehrwertsteuer), insgesamt Fr. 3'000.- zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. RA B wird fÃ¼r das Rekursverfahren im Mehrbetrag von Fr. 2'122.- (inklusive Mehrwertsteuer) aus der vorinstanzlichen Kasse entschÃ¤digt. <span>Die Nachzahlungspflicht gemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>9. FÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren wird RA B im Mehrbetrag von Fr. </span><span>1'779.- <span>(inklusive Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. Die Nachzahlungspflicht gemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>10. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>11. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>