<h2>SubmittedText<h2><p>Wir schlagen vor, an den Universitäten, den Eidgenössischen Technischen Hochschulen und an den höheren Fachschulen bzw. an den Fachhochschulen anstelle des Numerus clausus systematisch ein propädeutisches Jahr einzuführen.</p><p>Wir ersuchen den Bundesrat, in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen, insbesondere mit den Universitätskantonen, die gesetzlichen Grundlagen in diesem Sinn zu ändern.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die Regelung der Zulassungsbedingungen, insbesondere die Einführung eines propädeutischen Jahres für alle Studienrichtungen an den kantonalen Universitäten anstelle eines allfälligen Numerus clausus, liegt ausschliesslich in der Zuständigkeit der Kantone bzw. der Hochschulen. Der Bundesrat begrüsst indessen die im Mehrjahresplan 1996-1999 der Schweizerischen Hochschulkonferenz festgehaltene Absicht verschiedener Hochschulen, die Studiengänge durch die Einführung selektiver propädeutischer Prüfungen besser zu strukturieren und damit den Studierenden rechtzeitig Hinweise auf ihre Fähigkeiten zu geben (vgl. Botschaft vom 28.11.1994 über die Förderung der Wissenschaft in den Jahren 1996-1999, BBI 1995 1845).</p><p></p><p>2. Im Medizinstudium im besonderen ist die Zulassung zu den Prüfungen zwar eidgenössisch geregelt, der Zugang zu den Studien hingegen kantonal. Das Medizinstudium selbst ist bereits heute durch zwei selektive Vorprüfungen gegliedert. In Zürich sieht das kantonale Unterrichtsgesetz zudem die Einführung eines nicht unumstrittenen fachspezifischen, berufsgestützten Praktikums für das Medizinstudium vor, während dies beispielsweise vom Grossen Rat des Kantons Bern vor kurzem abgelehnt wurde. Der Bund verfolgt die Umsetzung der Zürcher Innovation mit Interesse. Er ist zudem daran, abzuklären, ob die Rechtsgrundlagen des Bundes in der Medizinalprüfungsverordnung grundsätzlich ausreichen, um allenfalls generell die Absolvierung eines propädeutischen Sozialjahres für Studienanwärter in Medizin vorzuschreiben.</p><p></p><p>3. Die Studien an den Eidg. Technischen Hochschulen (ETH) sehen schon seit langem zwei propädeutische Jahre vor. An den ETH gilt nach wie vor die uneingeschränkte Zulassung von Inhabern anerkannter Maturitätsausweise. Die ersten zwei Jahre des Studiums gelten als Propädeutikum, das mit dem Vordiplom abgeschlossen wird.</p><p></p><p>4. Im Bereich der höheren Fachschulen und der vom künftigen Fachhochschulgesetz erfassten Schulen wird die Funktion propädeutischer Studien vom Abschluss einer vorgängigen beruflichen Ausbildung vorweggenommen, so dass sich keine zusätzlichen propädeutischen Studiensemester aufdrängen.</p> Ablehnung