<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00733</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221005&amp;W10_KEY=13013478&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00733</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.02.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Scheinehe [Der Beschwerdeführer ist seit viereinhalb Jahren mit einer EU-Bürgerin verheiratet. Die Vorinstanzen gelangten zum Schluss, die Ehe sei nur zum Schein eingegangen worden, um die ausländerrechtlichen Bestimmungen zu umgehen.] Voraussetzungen für das Vorliegen einer Scheinehe (E. 2.4 f.). Darstellung und Würdigung der einzelnen vorgebrachten Argumente für bzw. gegen eine Scheinehe (E. 4): Vorliegend liegt â auch vor dem Hintergrund der Tätigkeit der Ehefrau des Beschwerdeführers in der Unterhaltungsbranche mit ausgeprägter Reisetätigkeit â eine ungewöhnliche Ehesituation vor. So ist etwa ungewöhnlich, dass die Eheleute unmittelbar nach der Eheschliessung sowie später separat verreist und monatelang voneinander getrennt waren. Auch die wechselnden bescheidenen Wohnverhältnisse und die Tatsache, dass der Beschwerdeführer meistens über ein Zimmer in der Nähe seines ausserkantonalen Arbeitsorts verfügte, lassen auf eine nicht alltägliche Eheführung schliessen. Der Beschwerdeführer konnte aber trotz diverser Ungereimtheiten insgesamt die einzelnen von den Vorinstanzen aufgeführten Indizien für eine Scheinehe umstossen, weshalb die Indizienlage nicht ausreicht, um eine Scheinehe anzunehmen. Gutheissung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG EU">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG EU</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG EU/EFTA">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG EU/EFTA</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GUTHEISSUNG">GUTHEISSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INDIZIEN">INDIZIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMISSBRAUCH">RECHTSMISSBRAUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHEINEHE">SCHEINEHE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 7 lit. d FZA</span><br/><span class="gerade">Art. 7 lit. e FZA</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 Abs. I Anhang I FZA</span><br/><span class="gerade">Art. 3 Abs. II lit. a Anhang I FZA</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=51332" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00733</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">3. Februar 2021</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Jsabelle Mayer. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b>Der indische StaatsangehÃ¶rige A, geboren 1990, reiste am 9. August 2015 zwecks Ausbildung an der Hotelfachschule G in die Schweiz ein und erhielt am 19. August 2015 eine Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r den Kanton C, dort letztmals verlÃ¤ngert bis am 30. Juni 2017. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 15. Juni 2016 heiratete er in DÃ¤nemark die 1978 geborene deutsche StaatsangehÃ¶rige F. Sie war am 3. August 2015 in die Schweiz eingereist und hatte gestÃ¼tzt auf einen Arbeitsvertrag mit einem in der Stadt E ansÃ¤ssigen Restaurationsbetrieb eine bis am 2. August 2020 gÃ¼ltige Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA erhalten. Am 18. Januar 2017 erteilte das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich A eine Bewilligung zum Verbleib bei der Ehefrau mit gleicher GÃ¼ltigkeitsdauer. Nach Erwerb zweier Diplome an der Hotelfachschule G absolvierte er Kochpraktika in E und arbeitet seit Anfang 2018 fÃ¼r die I AG in C als Chef de Partie bzw. Koch. Mittlerweile ist F im Besitz der Niederlassungsbewilligung C und arbeitet im Hotel K in der Stadt E. Zudem ist sie erfolgreich in der Unterhaltungsbranche unter dem KÃ¼nstlernamen â¦ tÃ¤tig.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Nachdem A am 22. MÃ¤rz 2019 in Zusammenhang mit Scheineheermittlungen gegen seinen Bruder in dessen Wohnung angetroffen worden war, beauftragte das Migrationsamt die Stadtpolizei D am 28. MÃ¤rz 2019, auch betreffend die Eheleute A/F ScheineheabklÃ¤rungen zu treffen. Bei einer am 15. April 2019 durchgefÃ¼hrten polizeilichen Kontrolle am Wohnort der Eheleute wurde die Untermieterin bzw. Arbeitskollegin von F, M, angetroffen. Sie gab an, A weder zu kennen noch ihn jemals in Begleitung von F gesehen zu haben. Am 30. April 2019 wurden die Eheleute polizeilich befragt. Weitere Wohnungskontrollen fanden am 2., 10. und 28. Mai 2019 statt, wobei niemand vor Ort angetroffen wurde. AnlÃ¤sslich der Kontrolle vom 31. Mai 2019 waren F und M in der Wohnung. Letztere gab an, am 15. April 2019 irritiert gewesen zu sein und deshalb angegeben zu haben, A noch nie gesehen zu haben. Dieser wurde am 30. August 2019 durch das Migrationsamt befragt. Am 11. MÃ¤rz 2020 verfÃ¼gte es den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA von A.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 14. April 2020 gelangte A mit Rekurs an die Sicherheitsdirektion und beantragte unter anderem die Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 11. MÃ¤rz 2020 und es sei die Aufenthaltsbewilligung nicht zu widerrufen, unter entsprechender Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge. Der Rekurs wurde am 10. September 2020 kostenpflichtig abgewiesen, soweit er nicht gegenstandlos geworden war. Eine ParteientschÃ¤digung wurde nicht ausgerichtet.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 20. Oktober 2020 ging beim Verwaltungsgericht die Beschwerdeschrift vom 19. Oktober 2020 (Datum des Poststempels) von A (nachfolgend: der BeschwerdefÃ¼hrer) ein. Er beantragte die Aufhebung des Rekursentscheids vom 10. September 2020 und es sei ihm die Aufenthaltsbewilligung zu belassen, eventualiter sei ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, alles unter entsprechender Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge. Der Beschwerdeschrift beigelegt war ein WhatsApp-Chatverlauf zwischen den Eheleuten mit Beginn ab 11. Oktober 2017. Die Sicherheitsdirektion nahm dazu am 2. November 2020 Stellung und reichte weitere AktenstÃ¼cke betreffend die gegen seinen Bruder laufenden Ermittlungen in Sachen Scheinehe ein. Der BeschwerdefÃ¼hrer nahm dazu am 16. November 2020 (Datum des Poststempels) Stellung. Es folgten keine weiteren Eingaben.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, -Ã¼ber- und -unterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 50 in Verbindung mit § 20 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Streitgegenstand bildet der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA, die dem BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit (FreizÃ¼gigkeitsabkommen, FZA) erteilt worden war. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>GestÃ¼tzt auf Art. 7 lit. d und e FZA in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 und 2 lit. a Anhang I FZA haben Ehegatten von EU-StaatsangehÃ¶rigen mit Aufenthaltsrecht in der Schweiz ungeachtet der eigenen StaatsangehÃ¶rigkeit das Recht, bei diesen Wohnung zu nehmen und eine ErwerbstÃ¤tigkeit auszuÃ¼ben. Dieses abgeleitete Aufenthaltsrecht knÃ¼pft an den formellen Bestand der Ehe an und darf grundsÃ¤tzlich nicht vom Erfordernis des Zusammenlebens abhÃ¤ngig gemacht werden (vgl. BGE 130 II 113 E. 8 f.; EuGH, 13. Februar 1985, Rs. 267/83, Diatta, Slg. 1985, 567 ff., N. 18 ff.).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Sowohl nach innerstaatlichem Recht (Art. 51 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 [AIG]) als auch nach den freizÃ¼gigkeitsrechtlichen Regelungen entfÃ¤llt aber ein Aufenthaltsanspruch, wenn dieser rechtsmissbrÃ¤uchlich geltend gemacht wird, namentlich um Vorschriften des AuslÃ¤ndergesetzes und dessen AusfÃ¼hrungsbestimmungen Ã¼ber die Zulassung und den Aufenthalt zu umgehen. MissbrÃ¤uchlich ist dabei insbesondere die Berufung auf eine inhaltslose Ehe, die einzig zur Aufenthaltssicherung geschlossen wurde oder aufrechterhalten wird (vgl. BGE 139 II 393 E. 2.1; BGE 130 II 113 E. 9; BGE 127 II 49 E. 4a; BGr, 10. Mai 2017, 2C_1027/2016, E. 3.1). Der Widerruf bzw. das ErlÃ¶schen einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA ist im FreizÃ¼gigkeitsabkommen nicht geregelt und richtet sich deshalb nach innerstaatlichem Recht; die landesrechtlichen Voraussetzungen zum ErlÃ¶schen oder zum Widerruf dÃ¼rfen aber nicht so ausgestaltet sein, dass sie einen staatsvertraglich gewÃ¤hrleisteten Anspruch auf Aufenthalt vereiteln (BGr, 29. November 2018, 2C_381/2018, E. 5.2.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Das Vorliegen einer Scheinehe oder einer nur aus auslÃ¤nderrechtlichen Motiven aufrechterhaltenen Ehe entzieht sich in der Regel einem direkten Beweis, weil es sich dabei um innere VorgÃ¤nge handelt, die der BehÃ¶rde nicht bekannt oder schwierig zu beweisen sind. Sie sind daher oft nur durch Indizien zu erstellen (vgl. BGE 122 II 289 E. 2b; BGr, 15. August 2012, 2C_3/2012, E. 4.1). Dabei liegt es in der Natur des Indizienbeweises, dass mehrere Indizien, die fÃ¼r sich allein noch nicht den Schluss auf das Vorliegen einer bestimmten Tatsache erlauben, in ihrer Gesamtheit die erforderliche Ãberzeugung vermitteln kÃ¶nnen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Als Indizien fÃ¼r die Annahme einer Scheinehe gelten namentlich das Vorliegen eines erheblichen Altersunterschieds zwischen den Ehegatten sowie die UmstÃ¤nde des Kennenlernens und der Beziehung wie beispielsweise eine Heirat nach einer nur kurzen Bekanntschaft sowie geringe Kenntnisse Ã¼ber den Ehegatten. Auch der Umstand, dass der Ehegatte ohne Heirat keine Aufenthaltsbewilligung hÃ¤tte erlangen kÃ¶nnen, kann zumindest zusammen mit weiteren Indizien auf eine Scheinehe hinweisen (BGr, 29. August 2013, 2C_75/2013, E. 3.3). Weiter kÃ¶nnen widersprÃ¼chliche Aussagen der Beteiligten deren Glaubhaftigkeit herabsetzen und eine AuslÃ¤nderrechtsehe nahelegen (vgl. BGr, 16. Juli 2010, 2C_205/2010, E. 3.2). Zu berÃ¼cksichtigen sind auch die konkreten WohnverhÃ¤ltnisse, namentlich wenn die Ehegatten nicht zusammenwohnen oder in getrennten Zimmern nÃ¤chtigen (vgl. auch BGr, 4. Juli 2002, 2A.324/2002, E. 2.2). Sodann kann ein unterschiedlicher kultureller und sprachlicher Hintergrund der Ehegatten einen bereits bestehenden Scheineheverdacht weiter verdichten (vgl. BGr, 15. August 2012, 2C_3/2012, E. 4.3; VGr, 29. April 2020, VB.2020.00021, E. 3.1.3; Weisungen und ErlÃ¤uterungen AuslÃ¤nderbereich [Weisungen AIG] des Staatssekretariats fÃ¼r Migration [SEM], Bern [Oktober] 2013 [aktualisiert am 1. Januar 2021], Ziff. 6.14.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Zwar obliegt der Beweis fÃ¼r eine rechtsmissbrÃ¤uchlich geschlossene oder aufrechterhaltene (Schein-)Ehe grundsÃ¤tzlich der BehÃ¶rde. Weisen die Indizien indessen mit grosser Wahrscheinlichkeit auf eine Scheinehe hin, obliegt es dem betroffenen AuslÃ¤nder, die entsprechende Vermutung umzustossen (VGr, 21. Februar 2017, VB.2017.00009, E. 4.1.4; VGr, 22. Januar 2014, VB.2013.00586, E. 3.2; vgl. auch Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 7 N. 28). Dabei sind auch innere Tatsachen wie das ErlÃ¶schen des Ehewillens dem Beweis zugÃ¤nglich. Der Untersuchungsgrundsatz, wonach die BehÃ¶rden den Sachverhalt mÃ¶glichst zuverlÃ¤ssig abklÃ¤ren mÃ¼ssen, wird durch die Mitwirkungspflicht der Parteien relativiert (Art. 90 AIG). Diese kommt naturgemÃ¤ss zum Tragen bei Tatsachen, die die Partei besser kennt als die BehÃ¶rden und die ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nur mit unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigem Aufwand erhoben werden kÃ¶nnen (BGr, 6. Februar 2019, 2C_1016/2017, E. 3.2 mit weiteren Hinweisen).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Sicherheitsdirektion stÃ¼tzte vorliegend den Verdacht der Scheinehe auf folgende Indizien:</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Aufgrund seiner DrittstaatsangehÃ¶rigkeit wÃ¤re fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer ein lÃ¤ngerer Aufenthalt in der Schweiz ohne Heirat praktisch verunmÃ¶glicht gewesen. Der Heiratsantrag sei an Silvester 2015/2016, rund vier Monate nach dem Kennenlernen, erfolgt und die Heirat habe in DÃ¤nemark stattgefunden, einem Land, das kaum administrative HÃ¼rden fÃ¼r heiratswillige Paare kenne. Der Trauung hÃ¤tten keine FamilienangehÃ¶rigen beigewohnt, insbesondere auch nicht der damals in der Schweiz wohnende Bruder des BeschwerdefÃ¼hrers oder die in N wohnende Schwester der BeschwerdefÃ¼hrerin. Die Ortschaften N in Deutschland und D in DÃ¤nemark lÃ¤gen sehr nahe beieinander. Bei der Schwester habe anschliessend die Hochzeitsfeier stattgefunden. Angesichts des kulturellen Hintergrunds des BeschwerdefÃ¼hrers sei auch der Altersunterschied von zwÃ¶lf Jahren, wobei die Ehefrau die Ãltere sei, ungewÃ¶hnlich.</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Noch am 7. Juni 2016, also rund sechs Monate nach dem angeblichen Entschluss zur Heirat bzw. einem gemeinsamen Leben mit F, habe der BeschwerdefÃ¼hrer dem Beschwerdegegner zugesichert, nach dem Praktikum im Hotel O in E die Schweiz zu verlassen.</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Zwei Tage nach der Hochzeit sei der BeschwerdefÃ¼hrer allein fÃ¼r zweieinhalb Monate nach Indien in die Ferien gereist. </p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Erst fÃ¼nf Monate nach der Hochzeit hÃ¤tten die Eheleute an der P-Strasse in D einen gemeinsamen Wohnsitz begrÃ¼ndet. Es bestÃ¼nden starke Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass die ehelichen Wohnungen an der P- und Q-Strasse nur scheinbar als gemeinsame Wohnsitze gedient hÃ¤tten. An einem faktischen Zusammenleben habe es ganz oder zumindest Ã¼berwiegend gefehlt. Jedenfalls sei der BeschwerdefÃ¼hrer anlÃ¤sslich der fÃ¼nf Kontrollen vom 15. April sowie 2., 10, 28. und 31. Mai 2019 nicht angetroffen worden. </p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>AnlÃ¤sslich der Kontrolle vom 15. April 2019 habe die vor Ort angetroffene Mitbewohnerin M gegenÃ¼ber dem Polizeibeamten angegeben, den BeschwerdefÃ¼hrer nicht zu kennen. Er habe sich noch nie in der Wohnung aufgehalten und sie habe F noch nie in seiner Begleitung gesehen. Letztere habe ihr den BeschwerdefÃ¼hrer nie vorgestellt. Selbst wenn diese ersten Angaben von M nicht der Wahrheit entsprochen hÃ¤tten und sie ihn zumindest anlÃ¤sslich der Wohnungsbesichtigung gemÃ¤ss dem WhatsApp-Foto vom 3. Juni 2018 auf ihrer Terrasse persÃ¶nlich getroffen haben sollte, beweise dies nicht, dass er und F an dieser Adresse auch tatsÃ¤chlich in ehelicher Gemeinschaft zusammengelebt hÃ¤tten. Dass M aufgrund eines Schockzustands bzw. Angst vor der Polizei zuerst die Unwahrheit gesagt haben soll, erscheine unwahrscheinlich. Die Erstaussage sei zuverlÃ¤ssiger und unbefangener.</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Die Ehegatten hÃ¤tten geringe Kenntnisse Ã¼ber das Vorleben des jeweils anderen. Es bestÃ¼nden WissenslÃ¼cken bezÃ¼glich der GeschwisterverhÃ¤ltnisse und des beruflichen Werdegangs des Partners.</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Der BeschwerdefÃ¼hrer habe die Freunde und Freundinnen der Ehefrau nicht gekannt. Auch hÃ¤tten die Eheleute das Vorhandensein gemeinsamer Interessen verneint.</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Die Eheleute hÃ¤tten, abgesehen vom Kurzaufenthalt im Land â¦ im Juni 2019, nie gemeinsame Ferien verbracht, obwohl beide ihr jeweiliges Herkunftsland alleine besucht und die Eltern des jeweils anderen noch nicht kennengelernt hÃ¤tten. Wirtschaftliche GrÃ¼nde kÃ¶nnten nicht der Grund sein, hÃ¤tten doch zahlreiche separate Reisen in diverse LÃ¤nder stattgefunden. Es wÃ¤re denkbar gewesen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Ehefrau auf eine ihrer zahlreichen Arbeitsreisen begleitet hÃ¤tte. Dass sie ihn mangels ausreichender FerienansprÃ¼che nicht nach Indien begleiten konnte, leuchte nicht ein, da sie lediglich auf Abruf und ohne Vollpensum angestellt gewesen sei.</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Sodann habe der BeschwerdefÃ¼hrer die letzten zwei NÃ¤chte vor seiner Abreise nach Indien am 23. MÃ¤rz 2019 in der Wohnung seines Bruders in der NÃ¤he des Flughafens anstatt bei der Ehefrau in der Q-Strasse verbracht, obwohl er seine Ehefrau arbeitsbedingt ohnehin nicht oft gesehen habe.</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>AnlÃ¤sslich der polizeilichen Befragung vom 8. August 2017 habe der Bruder des BeschwerdefÃ¼hrers F nicht als dessen Ehefrau, sondern als gemeinsame Kollegin bezeichnet. Auch liege eine Absprache der BrÃ¼der hinsichtlich der (spÃ¤teren) polizeilichen Befragung des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner Ehefrau nahe. Zwischen der ersten Wohnungskontrolle am 15. April 2019 und den Befragungen der Eheleute am 30. April 2019 seien zudem zwei Wochen verstrichen, sodass die Eheleute genug Zeit gehabt hÃ¤tten, sich auf die Einvernahme vorzubereiten und abzusprechen.</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Weitere Indizien dafÃ¼r, dass die Eheleute an der P-Strasse nicht in ehelicher Gemeinschaft gelebt hÃ¤tten sei der Umstand, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer die Lohnabrechnungen trotz des angeblichen Umzugs weiterhin an die R-Strasse habe zustellen lassen, welche Adresse auch im Widerspruch zu seinen Angaben im Gesuchsformular betreffend Familiennachzug vom 7. Dezember 2016 stehe. Dort habe er angegeben, dass er bereits per 15. Juni 2016 an die P-Strasse gezogen sei. Auch die Lohnabrechnungen von F seien weder im September noch Oktober 2016 an die P-Strasse, sondern an die S-Strasse versandt worden. GemÃ¤ss Angaben des Beschwerdegegners sei sie in dieser Zeit aber am T-Weg (30. MÃ¤rz bis 11. Oktober 2016) bzw. an der U-Gasse (12. Oktober bis 14. November 2016) in E gemeldet gewesen. Gegen die Wohnsitznahme des BeschwerdefÃ¼hrers an der P-Strasse spreche auch, dass er fÃ¼r das Absolvieren des Praktikums in V von Juni bis November 2017 tÃ¤glich sechs Stunden hÃ¤tte pendeln mÃ¼ssen, was unrealistisch sei. Zudem habe der BeschwerdefÃ¼hrer gegenÃ¼ber dem Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit und dem damaligen Arbeitgeber angegeben, ledig zu sein. </p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Betreffend den neuesten Umzug des Ehepaars per 1. Juli 2020 in die von W gemietete 3-Zimmer-Wohnung (wieder) an der S-Strasse falle auf, dass sich die Genehmigung der Vermieterin betreffend Untermiete lediglich auf die Ehefrau beziehe. Auch sei nicht ersichtlich, wie es dem BeschwerdefÃ¼hrer nach Aufgabe seines Zweitwohnsitzes in X mÃ¶glich sein soll, sich rechtzeitig zur FrÃ¼hschicht im bei der I AG in C einzufinden.</p> <p class="Urteilstext">Im Ergebnis gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, dass â auch wenn gewisse EinwÃ¤nde des Beschwerdegegners unberechtigt bzw. falsch gewichtet worden seien â rechtsgenÃ¼gend erstellt sei, dass der Wille zur FÃ¼hrung einer tatsÃ¤chlichen ehelichen Lebensgemeinschaft nie bestanden habe.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Im Folgenden ist auf die Gegenargumente des BeschwerdefÃ¼hrers betreffend die von der Vorinstanz aufgefÃ¼hrten Indizien einzeln einzugehen, um alsdann im Rahmen einer GesamtwÃ¼rdigung darÃ¼ber zu befinden, ob eine Scheinehe anzunehmen ist:</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt das von der Vorinstanz vorgebrachte Argument seiner DrittstaatsangehÃ¶rigkeit fÃ¼r ein denkbar schwaches Indiz bzw. einen willkÃ¼rlichen Generalverdacht. Auch der Heiratsantrag vier Monate nach dem Kennenlernen und die Heirat in DÃ¤nemark ohne das Beisein von FamilienangehÃ¶rigen sprÃ¤chen nicht fÃ¼r eine Scheinehe, ebenso nicht der Altersunterschied.</p> <p class="Urteilstext">Ein grosser Altersunterschied und eine Heirat kurz nach dem Kennenlernen kÃ¶nnen Indizien fÃ¼r eine Scheinehe sein (E. 2.5). Solche UmstÃ¤nde allein reichen jedoch nicht, um eine Scheinehe schon als erwiesen zu qualifizieren. Vorliegend trifft es zwar zu, dass der BeschwerdefÃ¼hrer DrittstaatsangehÃ¶riger ist, die Ehefrau zwÃ¶lf Jahre Ã¤lter ist und die Heirat in DÃ¤nemark kurz nach dem Heiratsantrag erfolgte. Beim Paar scheint aber der Altersunterschied, wenn Ã¼berhaupt, nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. Die Ehefrau brachte anlÃ¤sslich der polizeilichen Befragung vom 30. April 2019 vor, Kinder seien fÃ¼r nÃ¤chstes Jahr in Planung. An der gleichentags erfolgten polizeilichen Befragung fÃ¼hrte der BeschwerdefÃ¼hrer aus, der Altersunterschied sei fÃ¼r ihn kein Problem, fÃ¼r ihn sei das Alter nur eine Zahl. Die Frau mÃ¶chte nÃ¤chstes Jahr Kinder, er sei sich aber noch nicht so sicher. Ebenso ist hier die in DÃ¤nemark erfolgte Heirat nicht von vornherein ungewÃ¶hnlich, zumal die Ehefrau aus N, Deutschland, stammt, wo auch ihre Schwester wohnt. Dass das Paar aus PraktikabilitÃ¤tsgrÃ¼nden in DÃ¤nemark ohne das Beisein weiterer GÃ¤ste heiratete, auch um dem "Papierkram" zu entgehen, ist noch kein Indiz fÃ¼r eine Scheinehe. Die Ehefrau hat sodann zu ihren Eltern ein teils belastetes VerhÃ¤ltnis, sodass deren Fernbleiben erklÃ¤rbar ist. Ebenso ist nachvollziehbar, dass die im Ausland wohnenden FamilienangehÃ¶rigen des BeschwerdefÃ¼hrers schon aus DistanzgrÃ¼nden nicht an der Hochzeit teilgenommen hatten. Das bei der Schwester in N, Deutschland, im Anschluss an die Heirat stattgefundene kleine Fest spricht sogar eher gegen eine Scheinehe.</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt es fÃ¼r gesucht, dass ihm die Vorinstanz entgegenhalte, sich am 7. Juni 2016 verpflichtet zu haben, die Schweiz nach dem Praktikum im Hotel O verlassen zu wollen. Er habe nicht gewusst, dass er aufgrund der Heirat mit einer EU-BÃ¼rgerin in der Schweiz bleiben dÃ¼rfe, was gerade fÃ¼r die Echtheit der Heirat und gegen eine Scheinehe spreche. Er habe gerade keine rechtsmissbrÃ¤uchliche Ehe schliessen wollen, sondern habe aus Liebe geheiratet und umgekehrt.</p> <p class="Urteilstext">Dass der BeschwerdefÃ¼hrer nicht gewusst haben soll, aufgrund der bevorstehenden Heirat mit einer EU-BÃ¼rgerin hier bleiben zu kÃ¶nnen, wirkt ungewÃ¶hnlich. Letztlich kann dies aber offenbleiben, da seine schriftliche ErklÃ¤rung vom 7. Juni 2016 ohnehin in Verbindung mit einer vorgedruckten Verpflichtung betreffend seinen Besuch der Hotelfachschule in C stand. In einer solchen ErklÃ¤rung verpflichtet sich der Kandidat gegenÃ¼ber dem Amt fÃ¼r Migration des Kantons C unter anderem, fÃ¼r alle Kosten, die sich aus dem Aufenthalt zum Besuch der Hotelfachschule ergeben, vollumfÃ¤nglich aufzukommen, auch in Zusammenhang mit einer Heimschaffung bzw. RÃ¼ckfÃ¼hrung in das Herkunftsland oder Ausschaffung in einen Drittstaat, bzw. fÃ¼r eine fristgerechte und anstandslose Ausreise aus der Schweiz, falls kein weiterer Kurs bei einer Hotelfachschule vorgesehen sei. Die vom BeschwerdefÃ¼hrer am 7. Juni 2016 abgegebene ErklÃ¤rung und auch die Unterzeichnung der vorgedruckten Verpflichtung am 15. August 2016 hatten somit klar die Regelung des Aufenthalts <i>in Zusammenhang mit seiner Ausbildung in der Hotelfachschule C</i> zum Inhalt und nicht auch in Zusammenhang mit der Heirat. Entsprechend kann dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht zum Vorwurf gereichen, die bevorstehende bzw. erfolgte Heirat in diesen ErklÃ¤rungen nicht weiter erwÃ¤hnt zu haben.</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Hinsichtlich der vom BeschwerdefÃ¼hrer zwei Tage nach der Hochzeit unternommenen Indienreise macht er geltend, seine kranke Mutter besucht zu haben. Es habe sich nicht um Ferien gehandelt. Seine Ehefrau habe ihrerseits ein Engagement gehabt, sodass sie sich so oder so nicht hÃ¤tten sehen kÃ¶nnen. Jedenfalls hÃ¤tten sie unmittelbar nach der RÃ¼ckkehr bis Ende September 2018 zusammen an der P-Strasse gelebt.</p> <p class="Urteilstext">Es trifft zu, dass das separate Verreisen der Eheleute nach der Hochzeit auf den ersten Blick ungewÃ¶hnlich wirkt. Erwiesenermassen war die Ehefrau aber aufgrund ihrer TÃ¤tigkeit als KÃ¼nstlerin in der Unterhaltungsbranche schon vor der Eheschliessung viel im Ausland unterwegs gewesen. Auch hielt der BeschwerdefÃ¼hrer verstÃ¤ndlicherweise die Verbindung zu seinen Eltern in Indien aufrecht. Vor diesem Hintergrund erscheint es wiederum weniger ungewÃ¶hnlich, dass er kurz nach der Hochzeit nach Indien verreiste und die Ehefrau in das Land â¦ bzw. die Eheleute auch spÃ¤ter fast immer getrennt reisten. Fraglich ist vielleicht, warum der BeschwerdefÃ¼hrer anlÃ¤sslich der Befragung vom 30. August 2019 aussagte, die Ehefrau sei <i>nach </i>der Heirat im Land â¦ gewesen, wohingegen sie noch <i>vor </i>der Hochzeit fÃ¼r einen Tanzkurs dort gewesen war. SpÃ¤ter gab der BeschwerdefÃ¼hrer an, dies verwechselt zu haben. Angesichts der intensiven Auslandreisen der Ehefrau liegt eine solche Verwechslung anlÃ¤sslich der drei Jahre spÃ¤ter erfolgten Befragung aber im Bereich des MÃ¶glichen und ist unter diesen nicht alltÃ¤glichen UmstÃ¤nden nicht schon ein Indiz fÃ¼r eine Scheinehe.</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, aus dem Umstand, dass jemand in seiner Wohnung nicht angetroffen werde, kÃ¶nne keineswegs der Schluss gezogen werden, es handle sich um eine Scheinehe. Es gebe 1'000 GrÃ¼nde, warum jemand nicht zu Hause sei.</p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss Polizeirapport vom 31. Mai 2019 fanden an der Q-Strasse, der Wohnadresse der Eheleute, am 15. April sowie am 2., 10. 28. und 31. Mai 2019 Kontrollen statt. Am 15. April 2019 wurde dort die Untervermieterin M angetroffen (auf deren Aussagen zurÃ¼ckzukommen ist). Am 30. April 2019 wurden die Eheleute auf der Quartierwache polizeilich einvernommen. AnlÃ¤sslich der Kontrollen bzw. Kontrollversuche vom 2., 10. und 28. Mai 2019 wurde an der Q-Strasse niemand angetroffen, wÃ¤hrend am 31. Mai 2019 M und F vor Ort waren. Der Rapport endet wie folgt: <i>"Durch Schreibenden konnten keinerlei Hinweise festgestellt werden, die auf die Eingehung einer Schein-/GefÃ¤lligkeitsehe hindeuten wÃ¼rden"</i>. </p> <p class="Urteilstext">GestÃ¼tzt auf die polizeilichen Erkenntnisse gemÃ¤ss dem Polizeirapport kann nicht auf eine Scheinehe geschlossen werden. Angesichts der beruflichen Engagements der Eheleute ist es nachvollziehbar, dass der BeschwerdefÃ¼hrer an der Q-Strasse nicht und die Ehefrau nur einmal angetroffen werden konnte. Schon gar nicht kann aufgrund des genannten Polizeirapports darauf geschlossen werden, die Eheleute hÃ¤tten an der P-Strasse nicht zusammengelebt. Dort fanden keine Kontrollen statt und die Jahre spÃ¤ter erfolgte polizeiliche Kontrollen an einer anderen Adresse erlauben kaum solche RÃ¼ckschlÃ¼sse.</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Betreffend die Erstaussage von M anlÃ¤sslich der polizeilichen Kontrolle vom 15. April 2019 beharrt der BeschwerdefÃ¼hrer unter anderem darauf, dass sie sich in einem Irritationszustand befunden habe und verweist erneut auf die Fotografie vom 3. Juni 2018 auf deren Terrasse, wo M zusammen mit dem Ehepaar zu sehen sei. </p> <p class="Urteilstext">Die Existenz des Fotos vom 3. Juni 2018 kann nicht negiert werden. M wirkt auf dem Bild eher entspannt und es ist nicht erklÃ¤rbar, weshalb sie am 15. April 2019 gegenÃ¼ber der Polizei angab, dass sie den BeschwerdefÃ¼hrer nicht kenne und er sich noch nie in der Wohnung aufgehalten habe bzw. er ihr durch F noch nie persÃ¶nlich vorgestellt worden sei. Dass dem nicht so war, wird schon durch das Foto widerlegt und durch den von M, dem BeschwerdefÃ¼hrer und der Ehefrau unterzeichneten Untermietvertrag vom 2. August 2018 unterstrichen. Sodann erklÃ¤rte M am 31. Mai 2019 anlÃ¤sslich der Kontrolle vom 15. April 2019, vom Erscheinen der Polizei irritiert gewesen zu sein und darum nicht gewusst zu haben, was sie sagen soll. Sie habe sich dann entschieden, so zu tun, als ob sie den BeschwerdefÃ¼hrer noch nie gesehen habe, was natÃ¼rlich nicht zutreffe. Sie sehe ihn ab und zu, wenn er sich zusammen mit F in der Wohnung aufhalte. Der Rapport vom 31. Mai 2019 schloss mit der bereits erwÃ¤hnten Bemerkung: <i>"Durch Schreibenden konnten keinerlei Hinweise festgestellt werden, die auf die Eingehung einer Schein-/GefÃ¤lligkeitsehe hindeuten wÃ¼rden"</i>. Jedenfalls kann aufgrund der Erstaussage von M nicht auf eine Scheinehe geschlossen werden, zumal sich die Erstaussage widerlegen lÃ¤sst. M gab spÃ¤ter selber an, vom Erscheinen der Polizei irritiert gewesen zu sein und deswegen entsprechend ausgesagt zu haben, welche ErklÃ¤rung sich nicht von Hand weisen lÃ¤sst. Dem Polizeibeamten fiel ebenfalls nichts auf, das auf eine Scheinehe hÃ¤tte schliessen lassen. Ausserdem findet sich in den Akten kein Einvernahmeprotokoll von M, sodass auch deswegen deren indirekt wiedergegebenen Aussagen, und zwar auch jene vom 15. April 2019, zurÃ¼ckhaltend zu wÃ¼rdigen sind.</p> <p class="Urteilstext">Anzumerken ist, dass der BeschwerdefÃ¼hrer anlÃ¤sslich der Befragung durch den Beschwerdegegner vom 30. August 2019 wiederholt hatte, die Freunde und Freundinnen seiner Frau nicht zu kennen. Bei GesprÃ¤chen seien die Namen â¦, â¦ und M gefallen. Er habe die Freunde bzw. Freundinnen seiner Frau noch nie getroffen. Wenn er in E sei, mÃ¶chte er natÃ¼rlich die Zeit mit ihr verbringen. Die Vorinstanz schloss aus der ErwÃ¤hnung des Namens "M", dass der BeschwerdefÃ¼hrer M jedenfalls nicht im vollen Bewusstsein ihrer IdentitÃ¤t kennengelernt habe. Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt dem entgegen, dass es sich dabei um zwei verschiedene Ms gehandelt habe. Wie es sich damit verhÃ¤lt, kann offenbleiben und der Beschwerdegegner fragte auch nicht weiter nach. So oder so ist fotografisch dokumentiert, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer, die Ehefrau und M am 3. Juni 2018 getroffen hatten.</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Nach Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers ist es abwegig, wenn die Vorinstanz bei ihm "WissenslÃ¼cken" betreffend die Kenntnis der GeschwisterverhÃ¤ltnisse bei der Ehefrau annehme. Er habe korrekt gesagt, sie habe zwei Schwestern, einen Bruder und eventuell noch einen weiteren. Von mangelnden Kenntnissen kÃ¶nne, vor allem bei angespannten FamilienverhÃ¤ltnissen, keine Rede sein. Auch wÃ¼ssten die Eheleute gegenseitig genug Ã¼ber ihr frÃ¼heres Berufsleben. Die Ehefrau wisse von seiner High-School in Indien und der Lehre als Koch in G. Die Ehefrau habe sodann, zur eigenen Schule befragt, gesagt, "wohl zehn Jahre" die Realschule in N, Deutschland, besucht zu haben. Auch habe sie gesagt, keine Berufsausbildung zu haben. Folgerichtig habe der BeschwerdefÃ¼hrer dazu auch keine Aussagen machen kÃ¶nnen, weshalb die Vorinstanz die Beweise willkÃ¼rlich gewÃ¼rdigt habe.</p> <p class="Urteilstext">Das Wissen der Eheleute Ã¼ber das schulische und berufliche Vorleben des Partners mag als nicht allzu fundiert erscheinen. Allerdings hatten die Eheleute bei der Schilderung ihres eigenen Vorlebens nichts Weiteres zu sagen, was ungewÃ¶hnlich sein mag, aber selbstredend nicht als Indiz fÃ¼r das Vorliegen einer Scheinehe herangezogen werden kann. Ebenso hat die Ehefrau anlÃ¤sslich der Befragung vom 30. April 2019 deutlich gemacht, ihre Familie nicht Ã¼ber die Hochzeit informiert zu haben. Das seien persÃ¶nliche GrÃ¼nde. Wenn sich der BeschwerdefÃ¼hrer unter solchen UmstÃ¤nden nicht sicher darÃ¼ber war, ob die Ehefrau nebst den beiden Schwestern, von welchen er eine kennnengelernt habe, und einem Bruder noch einen zweiten Bruder habe, so ist dies nicht weiter erstaunlich. </p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Der BeschwerdefÃ¼hrer begrÃ¼ndet den Umstand, dass er die Freundinnen der Ehefrau nicht kenne, mit der beruflichen Situation. Er arbeite zwischen 9,5 bis 12 Stunden tÃ¤glich, teils auch am Abend und mit unregelmÃ¤ssigen Arbeitszeiten. Die Ehefrau sei mit der TÃ¤tigkeit im Service und der kÃ¼nstlerischen Arbeit ebenfalls praktisch Vollzeit tÃ¤tig. Wenn sie nicht gleichzeitig arbeiteten, wollten sie die Tage gemeinsam und ohne Freunde oder Bekannte verbringen. Keine gemeinsamen Hobbys zu haben sei sodann kein Indiz fÃ¼r eine Scheinehe.</p> <p class="Urteilstext">Die Eheleute hatten anlÃ¤sslich der polizeilichen Befragung vom 30. April 2019 unumwunden angegeben, keine gemeinsamen Hobbys zu haben. Ihre diesbezÃ¼glichen Aussagen wirken authentisch und sprechen nicht fÃ¼r eine Scheinehe. Angesichts der beruflichen Inanspruchnahme der Eheleute im Service und insbesondere der nicht alltÃ¤glichen zusÃ¤tzlichen TÃ¤tigkeit der Ehefrau als KÃ¼nstlerin erscheint es auch als nicht abwegig, dass sie ihre Freizeit ohne Drittpersonen verbringen wollen. </p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Betreffend die Tatsache, bisher nur einmal gemeinsame Ferien im Land â¦ verbracht zu haben, verweist der BeschwerdefÃ¼hrer auf die finanziellen EinschrÃ¤nkungen. Er brauche sein Ersparnis, um seine kranke Mutter besuchen zu kÃ¶nnen und fÃ¼r das Essen. Die Ehefrau mÃ¼sse fÃ¼r die ReisetÃ¤tigkeit als KÃ¼nstlerin selber aufkommen und bezahle die Miete. Sie hÃ¤tten daher weder Zeit noch Geld gehabt, um sich mehr als ein paar Tage Ferien im Land â¦ leisten zu kÃ¶nnen. Die Ehefrau habe ihn wegen mangelnder FerienansprÃ¼che sowieso nicht nach Indien begleiten kÃ¶nnen, mÃ¼sse sie sich ihre Abwesenheiten als KÃ¼nstlerin doch trotz Teilzeitpensums teilweise als Ferien anrechnen lassen, was zu wÃ¼rdigen von der Vor­instanz willkÃ¼rlich unterlassen worden sei. </p> <p class="Urteilstext">Dass die Eheleute mit ihrer TÃ¤tigkeit im Service nicht derart hohe EinkÃ¼nfte erzielen, um sich nebst den genannten Aufwendungen noch weitere Ferien leisten zu kÃ¶nnen, erscheint plausibel, ebenso, dass ihre FerienansprÃ¼che fÃ¼r die Reisen nach Indien (seitens des BeschwerdefÃ¼hrers) und die Engagements als KÃ¼nstlerin (seitens der Ehefrau) weitgehend aufgebraucht werden. Somit bilden diese UmstÃ¤nde keine Indizien fÃ¼r eine Scheinehe. Da sich der Ehemann fÃ¼r die Musik der Ehefrau nicht weiter interessiert, ist es auch nachvollziehbar, dass er sie bei ihren Auftritten nicht begleitet hat. </p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, es sei normal, dass er vor seinem Abflug nach Indien bei seinem Bruder, der nÃ¤her beim Flughafen wohne als er, Ã¼bernachtet habe. In den Akten finde sich nichts, dass es sich um <i>zwei </i>NÃ¤chte gehandelt habe. </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde von der Polizei am 22. MÃ¤rz 2019 mit dem gesamten GepÃ¤ck in Y bei seinem Bruder angetroffen, bei dem er Ã¼bernachtet hatte. Es ist erwiesen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer reisebereit war, sodass eine oder auch zwei Ãbernachtungen in der NÃ¤he des Flughafens anstatt an der Q-Strasse Sinn machten. Im von der Sicherheitsdirektion nachgereichten Hauptrapport des gegen den Bruder wegen Scheineheverdachts laufenden Ermittlungsverfahrens ist festgehalten, der vor Ort angetroffene BeschwerdefÃ¼hrer habe gegenÃ¼ber der Polizei gesagt, dort Ã¼bernachtet zu haben, weil er Ã¼bermorgen den Flieger nach Indien nehme. Allein gestÃ¼tzt auf diese indirekt wiedergegebene Aussage ist aber noch nicht rechtsgenÃ¼gend erstellt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer zwei NÃ¤chte beim Bruder verbracht hat. Es folgten denn auch keine weiteren Befragungen dazu. Abgesehen davon, dass selbst zwei Ãbernachtungen beim Bruder vor der Abreise nach Indien noch kein Scheineheindiz wÃ¤ren, ist es gehÃ¶rsverletzend, wenn die Vor­instanz auf den betreffenden Rapport abgestellt hat, ohne dem BeschwerdefÃ¼hrer das gesamte Dokument zur Einsicht vorgelegt zu haben. </p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht betreffend die vom Bruder gegenÃ¼ber der Kantonspolizei anlÃ¤sslich der Einvernahme vom 8. August 2017 getÃ¤tigten Aussage, wonach dieser F als gemeinsame Kollegin und nicht als seine Ehefrau bezeichnet habe, geltend, es kÃ¶nne sich dabei nicht um ein ernsthaftes Scheineheindiz handeln. Er, der BeschwerdefÃ¼hrer, habe wie gesagt keine nahe Beziehung zum Bruder. Es sei Sippenhaft, willkÃ¼rlich und stossend, wenn aus der behÃ¶rdlichen Qualifikation, bei der Ehe des Bruders habe es sich um eine Scheinehe gehandelt, dieselben RÃ¼ckschlÃ¼sse auf seine Ehe gezogen wÃ¼rden. Auch seien ihm und seiner Ehefrau die dem Bruder von der Polizei gestellten Fragen, die zahlreiche Details aus dem Eheleben beinhalten, nicht bekannt gewesen.</p> <p class="Urteilstext">Die Verwertbarkeit des dem BeschwerdefÃ¼hrer im Rekursverfahren nur auszugsweise zur Kenntnis gebrachten polizeilichen Aussageprotokolls des Bruders vom 8. August 2017 erweist sich als fragwÃ¼rdig. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wurde aber mittlerweile das vollstÃ¤ndige polizeiliche Einvernahmeprotokoll offengelegt. Der Bruder bezeichnete darin die Beziehung zum BeschwerdefÃ¼hrer als gut, man sehe sich mindestens einmal pro Woche, er sei ab und zu da, und sie hÃ¤tten noch eine gemeinsame Kollegin, F, die in E wohne. </p> <p class="Urteilstext">Dass sich die BrÃ¼der mehr oder weniger regelmÃ¤ssig trafen, teils auch mit F, erscheint als erwiesen. Entsprechend kann das VerhÃ¤ltnis unter den BrÃ¼dern als gut qualifiziert werden, andernfalls es wohl nicht zu den Treffen bzw. dem Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers im Personalzimmer des Bruders vor der Abreise nach Indien gekommen wÃ¤re. Vor diesem Hintergrund wirkt es sehr befremdend, dass der Bruder F in der Befragung vom 8. August 2017 lediglich als gemeinsame Kollegin und nicht als Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers bezeichnete, zumal der BeschwerdefÃ¼hrer und F spÃ¤ter, am 30. April 2019, aussagten, die Familie des BeschwerdefÃ¼hrers sei Ã¼ber die Heirat informiert gewesen. Dies spricht eher fÃ¼r das Vorliegen einer Scheinehe. </p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, die damalige Zustellung der Lohnabrechnungen an seinen Arbeitsplatz (an der R-Strasse) anstatt an die damalige Wohnadresse an der P-Strasse sei aus PraktikabilitÃ¤tsgrÃ¼nden erfolgt. Wenn er im Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA vom 7. Dezember 2016 angegeben habe, per 15. Juni 2016 an die P-Strasse gezogen zu sein, so nur, weil er habe klarmachen wollen, dass er nicht etwa das Land am 15. Juni 2016 definitiv verlassen habe, sondern hier noch resident sei. Deshalb habe er die von ihm im November 2016 bezogene Wohnung an der P-Strasse im Formular bereits auf Mitte Juni 2016 eingetragen. Er sei tatsÃ¤chlich Mitte November 2016, nach seiner RÃ¼ckkehr aus Indien, dort eingezogen. Hinsichtlich der anderweitigen Adressen der Ehefrau in deren Lohnabrechnungen sei festzuhalten, dass sie Schwierigkeiten gehabt habe, in E eine Wohnung zu finden und mehrere kurzfristige UnterkÃ¼nfte bei anderen Personen gehabt habe. FÃ¼r die Lohnabrechnungen habe sie Postumleitungen gehabt, weshalb sich auch daraus nichts gegen den BeschwerdefÃ¼hrer ableiten lasse. Wegen der grossen Distanz sei er in V Wochenaufenthalter gewesen, was Sinn mache. Betreffend die damaligen Angaben gegenÃ¼ber dem Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit sowie dem Arbeitgeber sei zu beachten, dass sich auf dem Dokument kein Datum befinde, sodass die Behauptung, er habe am 26. Oktober 2016, also vier Monate nach der Heirat, angegeben, ledig zu sein, ins Leere gehe. Ausserdem sei er damals der Sprache noch nicht sehr mÃ¤chtig gewesen.</p> <p class="Urteilstext">Der Mietvertrag fÃ¼r die 1-Zimmer-Wohnung an der P-Strasse lautete auf F und den BeschwerdefÃ¼hrer und wies als Mietbeginn den 16. November 2016 aus. Es wÃ¤re daher nahegelegen, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer seine Lohnabrechnungen per dann an die P-Strasse und nicht an die R-Strasse hÃ¤tte zustellen lassen. Andererseits hatte er einen befristeten Arbeitsvertrag mit Vertragsbeginn am 1. November 2016 mit dem Restaurant Z an der R-Strasse abgeschlossen, sodass der Einwand, sich die Lohnabrechnungen aus PraktikabilitÃ¤tsgrÃ¼nden weiterhin dorthin zustellen zu lassen, Sinn machen kÃ¶nnte. Ãhnliches kann zur Tatsache, dass die Lohnabrechnungen fÃ¼r F â selbst noch im Dezember 2016 â an die S-Strasse, eine ihrer frÃ¼heren Adresse, und nicht an die P-Strasse versandt wurden, gesagt werden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie ihre Post hatte umleiten lassen und auf den Lohnabrechnungen deswegen immer noch eine alte Adresse aufgefÃ¼hrt war. Weniger nachvollziehbar ist, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer im Gesuchsformular vom 7. Dezember 2016 angab, schon am 15. Juni 2016 an die P-Strasse gezogen zu sein. Dies stimmte nicht, zumal der Mietvertrag fÃ¼r die Wohnung an der P-Strasse erst am 18. Oktober 2016 unterzeichnet worden war und am 16. November 2016 zu laufen begann. Auch wenn dabei keine TÃ¤uschungsabsicht im Sinn von Art. 62 Abs. 1 lit. a AIG vorgelegen haben mag, so ist immerhin eine gewisse Ungenauigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers beim AusfÃ¼llen des Formulars erwiesen. Eine ebensolche Ungenauigkeit findet sich auch im Gesuchsformular um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gegenÃ¼ber dem Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit mit Datum vom 26. Oktober 2016 wieder. In diesem ist angekreuzt, dass er ledig sei. Diese fehlerhafte Angabe kann nicht mit den fehlenden Deutschkenntnissen des BeschwerdefÃ¼hrers erklÃ¤rt werden, war dieser doch auch in der Lage, beispielsweise im Formular anzugeben, dass der Einsatzbetrieb einem Gesamtarbeitsvertrag unterstehe. </p> <p class="Urteilstext">VerstÃ¤ndlich ist dagegen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer im Rahmen der getÃ¤tigten ausserkantonalen Praktika aus DistanzgrÃ¼nden â so auch heute â in der NÃ¤he der Arbeitsorte ein Zimmer hatte bzw. hat, was kein Indiz fÃ¼r eine Scheinehe ist.</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Nach Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers ist es an den Haaren herbeigezogen, auf ein Scheineheindiz zu schliessen, weil auf der Genehmigung der Vermieterin zur Untermiete der RÃ¤umlichkeiten an der aktuellen Wohnadresse an der S-Strasse in E nur der Name der Ehefrau stehe. Auch wenn nur ein Ehegatte unterschreibe, handle es sich um eine gemeinsam kÃ¼ndbare Familienwohnung. Zudem habe die Ehefrau den gesamten Ehenamen angegeben, was ebenfalls nicht darauf hindeute, dass er nicht dort wohne. Damals habe er aus finanziellen GrÃ¼nden sein Zimmer in X gekÃ¼ndigt, da sie wegen krisenbedingter Kurzarbeit bzw. Freistellung zu wenig dafÃ¼r verdient hÃ¤tten. Er habe dann eine Weile sehr frÃ¼h aufstehen mÃ¼ssen und seine Schicht auf neun Uhr festgelegt, sodass es genÃ¼gend Zugverbindungen nach C gegeben habe. Seit dem 16. Oktober 2020 habe er erneut ein Zimmer in C und kÃ¶nne wieder zur FrÃ¼hschicht bei der I AG erscheinen. Aus dem Umstand, dass die Ehefrau schon einmal bei der Untervermieterin W gewohnt und dort bald wieder weggezogen sei, kÃ¶nne ebenfalls nichts zu seinen Ungunsten hergeleitet werden. Das Zusammenleben mit W habe damals vor allem aus strukturellen und nicht aus persÃ¶nlichen GrÃ¼nden nicht geklappt. Die Eheleute wÃ¼rden immer noch ohne Probleme dort wohnen.</p> <p class="Urteilstext">Bei genauerer Betrachtung des von der damaligen Rechtsvertreterin am 31. Juli 2020 an die Vorinstanz eingereichten Untermietvertrags fallen Ungereimtheiten auf: Auf der ersten Seite ist nur die Ehefrau als Untermieterin aufgefÃ¼hrt, wÃ¤hrend auf der zweiten Seite betreffend die Tragung weiterer Kosten vereinbart wurde, dass diese dreigeteilt wÃ¼rden. Ebenso findet sich die Wendung "die Untermieter" und trÃ¤gt der Untermietvertrag die Unterschriften von W, dem BeschwerdefÃ¼hrer und dessen Ehefrau, wobei das sich neben den Unterschriften befindende Feld "Ort/Datum" leer blieb. Nach Angaben der damaligen Rechtsvertreterin des BeschwerdefÃ¼hrers wurde der Untermietvertrag am 24. Juni 2020 abgeschlossen, wohl in der Meinung, dieser sei erst mit dem Datum der BestÃ¤tigung durch die Vermieterin von W zustande gekommen. Im BestÃ¤tigungsschreiben der Vermieterin an W vom 24. Juni 2020 ist nur die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers als "Untermieter" genannt. Unklar bleibt somit, ob sich die Vermieterin von W darÃ¼ber im Klaren war bzw. darÃ¼ber im Klaren hÃ¤tte sein sollen, dass auch der BeschwerdefÃ¼hrer dort zu wohnen beabsichtigte. Diese Frage braucht hier aber nicht weiter abgeklÃ¤rt zu werden, geht es doch nicht um die Beurteilung der seitens der diversen Vertragsparteien aufgewendeten Sorgfalt. Immerhin lÃ¤sst sich aus dem BestÃ¤tigungsschreiben der Vermieterin vom 24. Juni 2020 auch auf eine gewisse Ungezwungenheit ihrerseits schliessen. So wurde der Brief zwar korrekt an W adressiert, in der Anrede wurde aber ein anderer Name aufgefÃ¼hrt, der dann von Hand durchgestrichen und durch "W" ersetzt wurde. Aus den genannten Ungereimtheiten lÃ¤sst sich jedenfalls nicht auf eine Scheinehe schiessen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass W den BeschwerdefÃ¼hrer am UntermietverhÃ¤ltnis teilnehmen lÃ¤sst. Weitere AbklÃ¤rungen dazu wurden denn auch nicht gemacht. Ebenso wenig wurde geprÃ¼ft, warum die Ehefrau frÃ¼her nur kurz Untermieterin bei W gewesen war. Allein aus der Aussage der Ehefrau gegenÃ¼ber der Polizei am 30. April 2019, wonach sie W Ã¼ber einen Kollegen kennengelernt und auch kurz bei ihr gewohnt habe, weil sie eine Wohnung gebraucht, es aber dort nicht geklappt habe und sie sehr schnell wieder ausgezogen sei, lÃ¤sst sich nicht bereits auf ein schlechtes und sowieso nicht ein anhaltend schlechtes VerhÃ¤ltnis schliessen, schon gar nicht angesichts der aktuellen Wohnsituation der Betreffenden. Nicht weiter von Relevanz ist sodann die KÃ¼ndigung des Zimmers in X seitens des BeschwerdefÃ¼hrers im Sommer 2020. Vielmehr war dieser Schritt wegen der von der Pandemie ausgelÃ¶sten ungewissen finanziellen Lage nachvollziehbar. Der BeschwerdefÃ¼hrer und seine Ehefrau sind denn auch aufgrund ihrer TÃ¤tigkeit in der Gastronomie bzw. im Unterhaltungsbereich besonders hart betroffen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer trotz diverser Ungereimtheiten insgesamt die <i>einzelnen,</i> von den Vorinstanzen aufgefÃ¼hrten Indizien fÃ¼r eine Scheinehe umzustossen vermag und er seiner diesbezÃ¼glichen Mitwirkungspflicht genÃ¼gend nachgekommen ist (E. 2.6). </p> <p class="Erwgung2">Auch der Inhalt des von ihm neu ins Recht gereichten Chatverlaufs zwischen ihm und der Ehefrau ab dem 11. Oktober 2017 spricht gegen eine AuslÃ¤nderrechtsehe. Jedoch trifft zu, dass zwischen den Eheleuten die WhatsApp-Kommunikation erst am 11. Oktober 2017 und damit ein Jahr und rund vier Monate <i>nach</i> der Eheschliessung begonnen hat, wÃ¤hrend davor Ã¼ber diesen Kanal keine Kommunikation stattfand. Vom BeschwerdefÃ¼hrer wurde denn auch nie geltend gemacht, mit der Ehefrau schon frÃ¼her via WhatsApp verkehrt zu haben; so war auch die Rede von Telefonaten. Die Vorinstanz leitet daraus eine zum Schein gefÃ¼hrte Chatkommunikation ab, da diese erst begonnen habe, nachdem beim Bruder des BeschwerdefÃ¼hrers die Ermittlungen wegen des Verdachts auf eine Scheinehe in Gang gesetzt worden seien. Daraus aber auf ein weiteres beim BeschwerdefÃ¼hrer gegebenes Scheinehe­indiz zu schliessen, erscheint als problematisch und taugt nicht, um rechtsgenÃ¼gend herzuleiten, dass die Chatkommunikation jahrelang nur zum Schein gefÃ¼hrt wurde. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Zweifelsohne liegt<i> gesamthaft</i> gesehen eine ungewÃ¶hnliche Ehesituation vor. So ist ungewÃ¶hnlich, dass die Eheleute unmittelbar nach der Eheschliessung sowie spÃ¤ter separat verreist sind und monatelang getrennt voneinander waren. Aber auch die wechselnden bescheidenen WohnverhÃ¤ltnisse, zu einem erheblichen Teil in Untermiete, und die Tatsache, dass der BeschwerdefÃ¼hrer meistens Ã¼ber ein Zimmer in der NÃ¤he des ausserkantonalen Arbeitsorts verfÃ¼gt hat, lassen auf eine nicht alltÃ¤gliche EhefÃ¼hrung schliessen. Ebenso haben die Eheleute unterschiedliche Hobbys und interessiert sich der BeschwerdefÃ¼hrer nicht nÃ¤her fÃ¼r [...] der Ehefrau und deren auch kostenaufwendige TÃ¤tigkeit als KÃ¼nstlerin in der Unterhaltungsbranche. Deswegen kann aber nicht auf eine Scheinehe geschlossen werden, zumal der BeschwerdefÃ¼hrer plausibel zu erklÃ¤ren vermag, dass trotz (oder gerade wegen) der FreirÃ¤ume, worauf insbesondere die Ehefrau als anerkannte KÃ¼nstlerin besonders angewiesen zu sein scheint, die Ehe tatsÃ¤chlich gelebt werde. Jedenfalls reicht die Indizienlage nicht, um eine Scheinehe annehmen zu kÃ¶nnen.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist daher gutzuheissen und der Beschwerdegegner anzuweisen, dem BeschwerdefÃ¼hrer die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zu verlÃ¤ngern. Die Ehefrau ist wie erwÃ¤hnt mittlerweile im Besitz der Niederlassungsbewilligung C. Sollten sich neue Hinweise fÃ¼r eine Scheinehe ergeben, wÃ¤re eine erneute ÃberprÃ¼fung des Aufenthaltsrechts angezeigt.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens dem unterliegenden Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG) und ist dieser fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren zur Bezahlung einer angemessenen ParteientschÃ¤digung von je Fr. 1'500.- (inklusive Mehrwertsteuer) zu verpflichten (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG sowie § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das vorliegende Urteil kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Andernfalls kann lediglich die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG wegen Verletzung verfassungsmÃ¤ssiger Rechte ergriffen werden. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Ar. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 10. September 2020 und die VerfÃ¼gung vom 11. MÃ¤rz 2020 des Beschwerdegegners werden aufgehoben. Der Beschwerdegegner wird angewiesen, dem BeschwerdefÃ¼hrer die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zu verlÃ¤ngern. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Kosten des Rekursverfahrens werden dem Beschwerdegegner auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von je Fr. 1'500.- (inkl. MWST), insgesamt Fr. 3'000.-, zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>