<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift4"><span class="Standard berschrift4">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2003.00110</span></p><p><span> </span><span> </span></p><p><span> </span></p><p></p></td></tr></table><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann als Einzelrichter</p><p>Gerichtssekretärin Malnati Burkhardt</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 19. November 2003</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span><span id="_GoBack"></span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, geboren 1941, meldete sich am 30. Oktober 2002 bei der Inva</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung zum Bezug von Hilfsmitteln (Künzli </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ortho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Schuhe) an (Urk. 7/7). Mit Verfügung vom 21. Februar 2003 lehnte die Sozialversicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, das Gesuch mit der Begründung ab, die Schuhe seien nicht von einem Vertragslieferanten abgegeben worden (Urk. 7/3 = Urk. 7/4). Die dagegen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erhobene Einsprache vom 4. März 2003 (Urk. 7/2) wies die IV-Stelle mit Entscheid vom 19. März 2003 (Urk. 7/1 = Urk. 2) ab. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 19. März 2003 (Urk. 2) erhob </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Eingabe vom 12. April 2003 Beschwerde und beantragte, die IV-Stelle sei zu verpflichten, die Kosten in der Höhe von Fr. 379.-- für die am 30. Okto</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2002 gekauften Künzli </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ortho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Schuhe zu übernehmen (Urk. 1 S. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 26. Mai 2003 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Am 28. Mai 2003 wurde der Schriftenwechsel als ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schlossen erklärt (Urk. 8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Der Einzelrichter zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="VV157"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft getreten. Mit ihm sind zahlreiche Bestimmungen im Sozialversicherungsbereich geändert worden. Weil in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 1), und weil ferner das Sozialversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheids</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 121 V 366 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 1b), sind im vorliegen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den Fall die neuen Bestimmungen anwendbar.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2.</span><span> </span><span id="VV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span id="IV356"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 21 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) hat die versicherte Person im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste Anspruch auf jene Hilfsmittel, deren sie für die Ausübung der Erwerbstä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigkeit oder der Tätigkeit in ihrem Aufgabenbereich, für die Schulung, die Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bildung oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedarf. Ferner be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stimmt Art. 21 Abs. 2 IVG, dass Versicherte, die infolge ihrer Invalidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Geräte bedürfen, im Rahmen einer vom Bundesrat auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel haben.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass ergänzender Vorschriften im Sinne von Art. 21 Abs. 4 IVG hat der Bundesrat in Art. 14 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) an das Eidgenössische De</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">partement des Innern übertragen, welches die Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) mit anhangsweise aufge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führter Hilfsmittelliste erlassen hat. Laut Art. 2 HVI besteht im Rahmen der im Anhang aufgeführten Liste Anspruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fort</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bewegung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sorge notwendig sind (Abs. 1). Anspruch auf die in dieser Liste mit * bezeich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">neten Hilfsmittel besteht nur, soweit diese für die Ausübung einer Erwerbstätig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, die funktionelle Angewöhnung oder für die in der zutreffenden Ziffer des An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hangs ausdrücklich genannte Tätigkeit notwendig sind (Abs. 2; BGE 122 V 214 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2a).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 26</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 1 IVG steht den Versicherten die Wahl unter den medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Hilfspersonen, den Anstalten und Werkstätten, die Eingliede</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsmassnahmen durchführen, sowie den Abgabestellen für Hilfsmittel frei, wenn sie den kantonalen Vorschriften und den Anforderungen der Versiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung entsprechen. Der Bundesrat kann nach Anhören der Kantone und der zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ständigen Organisationen Vorschriften für die Zulassung der in Abs. 1 von Art. 26</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG genannten Personen erlassen (Art. 26</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 2 IVG). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Analog dem freien Arztwahlrecht statuiert Art. 26</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 1 IVG unter anderem auch mit Bezug auf die Abgabestellen für Hilfsmittel ein freies Wahlrecht der Versicherten; doch ist dieses in weiterem Masse eingeschränkt als jenes. Einer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">seits steht das Recht auf freie Wahl der Abgabestelle für Hilfsmittel (und ande</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rer Leistungserbringer) unter dem Vorbehalt, dass diese "den kantonalen Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schriften und den Anforderungen der Versicherung genügen" (Art. 26</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 1 letzter Halbsatz IVG). Anderseits ist der Bundesrat gestützt auf die ihm in Art. 26</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 2 IVG eingeräumte Delegationskompetenz befugt, Vorschriften über die Zulassung von Abgabestellen für Hilfsmittel (und anderer Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">erbringer) zu erlassen. Er hat diese Kompetenz in Art. 24 Abs. 1 IVV an das De</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">partement des Innern übertragen, welches von dieser Subdelegation aber keinen Gebrauch gemacht hat. Der Vorbehalt der bundesrechtlichen Zulassungsvor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schriften gemäss Art. 26</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 2 IVG fällt daher im Bereich der Abgabe von Hilfsmitteln ausser Betracht. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 27 Abs. 1 IVG ist der Bundesrat befugt, mit der Ärzteschaft, den Berufsverbänden der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Medizinalpersonen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und der medizinischen Hilfspersonen, den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anstalten und Werkstätten, die Eingliederungsmassnahmen durchführen, sowie den Abgabestellen für Hilfsmittel Verträge zu schliessen, um die Zusam</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menarbeit mit den Organen der Versicherung zu regeln und die Tarife festzule</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen. Die Kompetenz zum Abschluss von Verträgen delegierte der Bundesrat in Art. 24 Abs. 2 IVV an das BSV. Die beruflichen Mindestanforderungen, welche die vom Bundesamt gestützt auf Art. 24 Abs. 2 IVV in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 IVG abgeschlossenen Verträge enthalten, gehen folglich den Zulassungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vorschriften vor, die das Departement aufgrund von Art. 24 Abs. 1 IVV in Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bindung mit Art. 26</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 2 IVG erlassen kann (ZAK 1988 S. 90 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2b) und ersetzen diese, wo das Departement wie im Bereich der Hilfsmittelabgabe keine solchen erlassen hat. Das in Art. 26</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 1 IVG hinsichtlich der Abgabestellen von Hilfsmitteln (und anderer Leistungserbringer) statuierte freie Wahlrecht der Versicherten steht somit unter dem zusätzlichen Vorbehalt der in einem Vertrag festgelegten beruflichen Anforderungen. Diese gelten für alle Personen (und Stellen), welche Hilfsmittel abgeben, gleichgültig, ob sie dem Vertrag beigetre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten sind oder nicht. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit dem Schweizerischen Verband der Orthopädie-Techniker (SVOT) als auch mit dem Schweizerischen Fachverband für Orthopädie-Schuhtechnik (OSM) be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">steht ein Tarifvertrag (Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherung (BSV) über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (KHMI), Randziffer (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">) 1067). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die in dieser Weise vertraglich realisierte Einschränkung des freien Wahlrechts für die Abgabe von Schuhwerk und orthopädischen Fusseinlagen entspricht der dargelegten gesetzlichen Regelung und ist bundesrechtskonform. Denn mit dem gesetzlich vorgesehenen System der vertraglich anerkannten Abgabestellen für Schuhwerk und orthopädische Fusseinlagen soll eine qualitativ einwandfreie und preiswürdige Hilfsmittelversorgung sichergestellt werden. Dieser Zweck der Beschränkung der Abgabe von Schuhwerk und orthopädische Fusseinlagen auf anerkannte Vertragslieferanten liegt vorab im Interesse der Versicherten selbst, da sie damit vor einer Hilfsmittelversorgung durch unqualifizierte Personen und Unternehmungen zu überhöhten Preisen geschützt werden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es steht fest und ist unbestritten, dass die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___ AG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, bei der der Beschwerdeführer am 30. Oktober 2002 ein Paar Künzli </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ortho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Schuhe erwarb, nicht als Vertragslieferant anerkannt ist, und die bezogenen Schuhe auch nicht nach dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">SVOT- oder OSM-Tarif abgerechnet wurden (vgl. Urk. 3/2). Demge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mäss ist sie auch nicht zur Abgabe von Schuhwerk im Rahmen des IVG berech</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigt. Sie steht damit nicht in dem auf Vertragslieferanten eingeschränkten Wahlrecht der Versicherten, weshalb für die von ihr abgegebenen Schuhe keine Leistungspflicht der Invalidenversicherung besteht. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers kann er aus der im IV-Recht geltenden Rechtsfigur der Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tauschbefugnis nichts zu seinem Gunsten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">abgeleiten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">: </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Hilfsmittelbereich der Invalidenversicherung hat das Eidgenössische Versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">che</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsgericht folgenden Grundsatz aufgestellt: Umfasst das vom Versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherten selber angeschaffte Hilfsmittel auch die Funktion eines ihm an sich zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stehenden Hilfsmittels, so steht einer Gewährung von Amortisations- und Kos</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tenbeiträgen nichts entgegen; diese sind alsdann auf der Basis der Anschaf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fungskosten des Hilfsmittels zu berechnen, auf das der Versicherte an sich An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spruch hat (Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tauschbefugnis; BGE 120 V 292 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3c, 111 V 213 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2b, 107 V 93; ZAK 1988 S. 182 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2b, 1986 S. 527 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3a; Meyer-Blaser, Zum Verhältnis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mäs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sigkeitsgrundsatz im staatlichen Leistungsrecht, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Bern 1985, S. 87 ff.; vgl. auch Art. 2 Abs. 5 HVI, in Kraft seit 1. Januar 1989). Die Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tauschbefugnis kommt somit dann zum Tragen, wenn zwei unterschiedliche, je</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">doch von der Funktion her austauschbare Versicherungsleistungen in Frage ste</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hen, setzt doch die Austauschbefugnis nach der Rechtsprechung einen substitu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tionsfähigen aktuellen gesetzlichen Leistungsanspruch voraus (vgl. BGE 120 V 280 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 4). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im vorliegenden Fall sollen nicht Leistungsansprüche, sondern Leistungserbrin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ger (zugelassene und nicht zugelassene) ausgetauscht werden; ein substituti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">onsfähiger Leistungsanspruch fehlt. Damit liegt kein Anwendungsfall der Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tauschbefugnis vor. Vor allem aber ist zu berücksichtigen, dass bei der Abgabe von Schuhwerk das Wahlrecht zwingend, das heisst anspruchsvoraussetzend, eingeschränkt ist. Deswegen besteht für die Anwendung der Austauschbefugnis im vorliegenden Regelungsbereich kein Raum, würden doch ansonsten der zwingende Charakter dieser Einschränkung und das mit dem in Art. 27 IVG statuierten System verfolgte gesetzgeberische Ziel - die Mindestanforderungen, denen die Leistungserbringer gegebenenfalls zu genügen haben, und die Preise vertraglich festzulegen - umgangen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten erweist sich der angefochtene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 19. März 2003 als rechtens, womit die Beschwerde abzuweisen ist.</span></p><p></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Der Einzelrichter erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Beschwerde"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherung</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> seit der Zustellung beim Eidgenössi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhof</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">quai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">mittel und die Unterschrift der </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, so</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">weit die </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführende</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der EinzelrichterDie Gerichtssekretärin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannMalnati Burkhardt </p></div> </div></body></html>