<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht, einen grundsätzlich neu bearbeiteten sicherheitspolitischen Bericht vorzulegen, in dem die durch den Nato-Krieg gegen die schweren und andauernden Menschenrechtsverletzungen in Jugoslawien ausgelösten weltweiten Veränderungen in der sicherheitspolitischen Fragestellung Berücksichtigung finden und Antworten für morgen und übermorgen gefunden werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Nach Ansicht des Bundesrates ist der "Sipol B 2000" eine taugliche Grundlage für die weitere Gestaltung einer realitätsbezogenen Sicherheitspolitik. Er orientiert sich an den Bedrohungen, Gefahren und Risiken, wie sie sich heute und in Zukunft präsentieren können.</p><p>Die Entwicklung im Gefolge der Kosovo-Krise hat die Aussagen des "Sipol B 2000" bisher bestätigt. Sämtliche im Zusammenhang mit dieser Krise getroffenen Massnahmen - namentlich die Operation Alba der Luftwaffe, die Focus-Hilfsaktion der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, die Gewährung von Überflugsrechten an die Nato nach Vorliegen eines Mandates des Uno-Sicherheitsrates, die Entscheide des Bundesrates in der Flüchtlingspolitik sowie die Beteiligung eines Kontingentes der Schweizer Armee an der Kosovo-Force mit einem Logistikkontingent im österreichischen Bataillon - liegen auf der Linie des "Sipol B 2000".</p><p>Der Bundesrat sieht deshalb im heutigen Zeitpunkt keinen Anlass, den eben fertiggestellten Bericht schon wieder zu überarbeiten. Er wird die Entwicklung des sicherheitspolitischen Umfeldes intensiv und aufmerksam verfolgen, weitere Lehren aus dem Kosovo-Konflikt sowie aus weiteren Krisenregionen ziehen und gegebenenfalls in künftigen Grundsatzdokumenten zur Darstellung bringen.</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.