<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2004.00021</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204566&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2004.00021</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.11.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>fristlose Kündigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nichteintreten der Vorinstanz auf einen viereinhalb Monate nach der fristlosen Kündigung hiergegen eingereichten Rekurs trotz fehlender Rechtsmittelbelehrung / Lohnfortzahlungspflicht bei durch Arztzeugnisse belegter Krankheit und Verweigerung einer vertrauensärztlichen Untersuchung.<br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts: Mit der personalrechtlichen Beschwerde können sowohl personalrechtliche Verfügungen angefochten als auch vermögensrechtliche Ansprüche aus dem Dienstverhältnis geltend gemacht werden (E. 1).<br/>Anwendbarkeit des kantonalen Personalgesetzes (E. 2).<br/>Die Person, welcher gekündigt wurde, muss ihre vermögensrechtlichen Ansprüche im Zusammenhang mit einer Kündigung gleichzeitig mit der Anfechtung der Kündigung geltend machen (E. 3).<br/>Bei Fehlen einer Rechtsmittelbelehrung darf mit der Einreichung eines Rekurses nicht beliebig lange zugewartet werden. Nach dem Grundsatz von Treu und Glauben erwartetes Mass an Sorgfalt eines rechtskundigen Vertreters (E. 4).<br/>Lohnfortzahlungspflicht bei Krankheit: Verweigert der Angestellte eine nach § 55 des Personalgesetzes angeordnete vertrauensärztliche Untersuchung, so entfällt sein Lohnanspruch. Aufgrund des widersprüchlichen Verhaltens des Arbeitgebers erlischt die Lohnfortzahlungspflicht hier erst im Zeitpunkt der Verweigerung der vertrauensärztlichen Untersuchung (E. 5).<br/>Teilweise Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANSTELLUNGSVERHÃLTNIS">ANSTELLUNGSVERHÃLTNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZTZEUGNIS">ARZTZEUGNIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DIENSTVERHÃLTNIS">DIENSTVERHÃLTNIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES">INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNFORTZAHLUNG">LOHNFORTZAHLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNFORTZAHLUNGSPFLICHT">LOHNFORTZAHLUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Personalrechtliche Streitigkeiten ST: PERSONALRECHTLICHE BESCHWERDE">PERSONALRECHTLICHE BESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELBELEHRUNG">RECHTSMITTELBELEHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSUCHUNG">UNTERSUCHUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFALLTAG">VERFALLTAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSARZT">VERTRAUENSARZT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSÃRZTLICHE UNTERSUCHUNG">VERTRAUENSÃRZTLICHE UNTERSUCHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERZUGSZINS">VERZUGSZINS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 35a Abs. I ArG</span><br/><span class="gerade">Art. 102 OR</span><br/><span class="ungerade">§ 1 Abs. I PG</span><br/><span class="gerade">§ 7 PG</span><br/><span class="ungerade">§ 12 PG</span><br/><span class="gerade">§ 33 PG</span><br/><span class="ungerade">§ 43 lit. lit. c PG</span><br/><span class="gerade">§ 55 PG</span><br/><span class="ungerade">§ 5 PV</span><br/><span class="gerade">§ 74 Abs. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 40 Abs. I VVPG</span><br/><span class="gerade">§ 96 VVPG</span><br/><span class="ungerade">§ 97 VVPG</span><br/><span class="gerade">§ 97 Abs. III VVPG</span><br/><span class="ungerade">§ 99 Abs. IV VVPG</span><br/><span class="gerade">§ 100 VVPG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>A trat am 9. Oktober 2000 eine Stelle als Aushilfe bei der Anstalt D an. Am 12. April 2003 gebar sie eine Tochter. Noch vor Ende des Mutterschaftsurlaubes (18. Juli 2003) wandte sich A an die Anstalt D. Diese forderte daraufhin A mit Schreiben vom 8. Juli 2003 auf, entweder das ArbeitsverhÃ¤ltnis bis am 18. Juli 2003 ordentlich zu kÃ¼ndigen, oder am Montag, 21. Juli 2003 zur Arbeit zu erscheinen; andernfalls werde ihr fristlos gekÃ¼ndigt. Darauf reichte A am 17. Juli 2003 der Anstalt D ein Arztzeugnis ein, das ihr eine 100-prozentige ArbeitsunfÃ¤higkeit bescheinigte. Mit Schreiben vom 3. August 2003 teilte die Anstalt D A mit, dass sie an deren ArbeitsunfÃ¤higkeit zweifle, und lud A zu einem GesprÃ¤ch ein mit der Aussicht, einem unbezahlten Urlaub zuzustimmen. Gleichzeitig stellte die Anstalt D die Lohnzahlungen ein. Am 15. September 2003 forderte die Anstalt D A auf, nachdem das angestrengte GesprÃ¤ch ergebnislos geblieben war, sich einer vertrauensÃ¤rztlichen Untersuchung zu unterziehen; am 19. September 2003 erfolgte eine zweite Aufforderung dazu, wieder vergebens. Schliesslich erfolgte mit Schreiben vom 6. Oktober 2003 die fristlose KÃ¼ndigung. Die Einstellung der Lohnzahlungen wurde seitens der Anstalt D am 28. Januar 2004 bestÃ¤tigt.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 24. Februar 2004 erhob A Rekurs gegen die fristlose KÃ¼ndigung und die Einstellung der Lohnzahlungen. Die Gesundheitsdirektion wies den Rekurs, soweit sie darauf eintrat, mit VerfÃ¼gung vom 25. Mai 2004 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen liess A am 25. Juni 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben und beantragen, die VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion aufzuheben und diese zu verpflichten, ihr "CHF 24'829.-- abzÃ¼glich SozialversicherungsbeitrÃ¤ge auf dem Betrag von CHF 14'898.-- nebst 5 % Zins ab 1. Januar 2004 zu bezahlen", unter EntschÃ¤digungsfolge zulasten der Gesundheitsdirektion.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Gesundheitsdirektion beantragte in ihrer Vernehmlassung die Abweisung der Beschwerde; die D stellte in ihrer Beschwerdeantwort keinen ausdrÃ¼cklichen Antrag. </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Beschwerde richtet sich gegen einen erstinstanzlichen Rekursentscheid der Gesundheitsdirektion Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung gemÃ¤ss <span>§ 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG). Mit der Beschwerde kÃ¶nnen sowohl personalrechtliche VerfÃ¼gungen angefochten als</span> auch vermÃ¶gensrechtliche AnsprÃ¼che aus dem DienstverhÃ¤ltnis geltend gemacht werden (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 74-80d N. 8, § 74 N. 5). <span>Die im Streit liegende Forderung Ã¼bersteigt den Betrag von Fr. 20'000.-; die Sache ist daher in Dreierbesetzung zu erledigen (vgl. § 38 Abs. 1 und 2 VRG).</span></span></p> <p class="Erwgung2"><span>Das Verwaltungsgericht ist als personalrechtliche Beschwerdeinstanz zustÃ¤ndig fÃ¼r Streitigkeiten aus dem DienstverhÃ¤ltnis zwischen Angestellten und KÃ¶rperschaften des kantonalen Ã¶ffentlichen Rechts (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 74 N. 1). Die D ist eine unselbstÃ¤ndige Anstalt des Kantons ZÃ¼rich; ihr Personal untersteht dem Personalgesetz vom 27. September 1998 (PG; dazu hinten 2). Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist durch den Entscheid der Vorinstanz offenkundig beschwert (vgl. §§ 80c und 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG), sodass auf die rechtzeitig eingereichte Beschwerde einzutreten ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Grundlage des AnstellungsverhÃ¤ltnisses zwischen der BeschwerdefÃ¼hrerin und dem Beschwerdegegner bildet zunÃ¤chst eine befristete Vereinbarung vom 29. September 2000, sodann eine unbefristete VerlÃ¤ngerung dieses "Anstellungsvertrages" vom 25. Januar 2001. Der "Anstellungsvertrag" sieht vor, dass, soweit nicht ausdrÃ¼cklich etwas anderes vereinbart wird, die Bestimmungen des Obligationenrechts (OR) gelten.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Wie bereits eingangs vermerkt, untersteht das Personal des Kantons ZÃ¼rich und seiner unselbstÃ¤ndigen Anstalten gemÃ¤ss § 1 Abs. 1 PG diesem Gesetz. Das Personalgesetz gilt mithin grundsÃ¤tzlich fÃ¼r das gesamte Personal der staatlichen Zentral- und Bezirksverwaltung, einschliesslich das Personal der unselbstÃ¤ndigen kantonalen Unternehmungen und Betriebe (vgl. die Weisung des Regierungsrats zum Personalgesetz vom 22. Mai 1996, ABl 1996, 1142). Das ArbeitsverhÃ¤ltnis ist Ã¶ffentlichrechtlicher Natur (§ 7 PG); eine privatrechtlich Anstellung ist durch das Personalgesetz ausgeschlossen (ABl 1996, 1145). Es wird daher in der Regel durch eine mitwirkungsbedÃ¼rftige VerfÃ¼gung begrÃ¼ndet (vgl. § 12 PG; dazu Fritz Lang, Das ZÃ¼rcher Personalgesetz vom 27. September 1998, in: Peter Helbling/Tomas Poledna [Hrsg.], Personalrecht des Ã¶ffentlichen Dienstes, Bern 1999, S. 49 ff., 64 f.). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Das gilt auch fÃ¼r das vorliegende AnstellungsverhÃ¤ltnis. Dieses ist einerseits trotz des fehlerhaften Verweises auf das Obligationenrecht nicht privatrechtlicher Natur; andererseits grÃ¼ndet es, obschon als "Vereinbarung" bzw. "Vertrag" bezeichnet, nicht auf einem Ã¶ffentlichrechtlichen Vertrag, da diese Form der Anstellung nur in den in § 5 der Personalverordnung vom 16. Dezember 1998 genannten FÃ¤llen zulÃ¤ssig ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte die Arbeit am 21. Juli 2003 (vorne I) wieder aufnehmen sollen; am 6. Oktober 2003 wurde ihr AnstellungsverhÃ¤ltnis fristlos aufgelÃ¶st. Lohnzahlungen sind bereits seit Juli 2003 keine mehr erfolgt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin fordert daher zum einen die Lohnzahlungen fÃ¼r die Zeit vom 21. Juli 2003 bis 6. Oktober 2003, in welcher sie infolge angeblicher Krankheit arbeitsunfÃ¤hig war. Zum anderen fordert sie die Lohnfortzahlungen seit Aussprache der fristlosen Entlassung bis zum Ablauf der ordentlichen KÃ¼ndigungsfrist sowie eine EntschÃ¤digung in der HÃ¶he von vier MonatslÃ¶hnen. Das Vorhandensein dieser geltend gemachten AnsprÃ¼che bestimmt sich, wie ausgefÃ¼hrt, nach dem fÃ¼r das AnstellungsverhÃ¤ltnis massgebenden kantonalen Personalgesetz.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Vorinstanz ist auf den Rekurs der BeschwerdefÃ¼hrerin in Bezug auf die KÃ¼ndigung nicht eingetreten. Sie ist allerdings auf den Rekurs insoweit eingetreten, als mit ihm der abschlÃ¤gige Bescheid vom 28. Januar 2004 bezÃ¼glich der von der BeschwerdefÃ¼hrerin geforderten Lohnfortzahlung bis Ende Dezember 2003 angefochten wird. Da die diesbezÃ¼gliche Rekurserhebung rechtzeitig erfolgt und die Frage nach allfÃ¤lligen Lohnfortzahlungen mit der Frage der RechtmÃ¤ssigkeit der fristlosen Entlassung verknÃ¼pft sei, sei diese vorfragemÃ¤ssig zu prÃ¼fen. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Vorinstanz unterscheidet somit zwischen der KÃ¼ndigung als solcher und den vermÃ¶gensrechtlichen Folgen der KÃ¼ndigung. Diese Unterscheidung ist indessen unstatthaft: VermÃ¶gensrechtliche AnsprÃ¼che im Zusammenhang mit einer KÃ¼ndigung sind ebenfalls im Anfechtungsverfahren zu beurteilen; es bedarf zur Ãffnung des Anfechtungswegs, der ohnehin nicht zur Wiedereinstellung des Betroffenen fÃ¼hren kann (vgl. § 80 Abs. 2 VRG), nicht einer zusÃ¤tzlichen VerfÃ¼gung Ã¼ber die geltend gemachten Forderungen; vielmehr muss der Betroffene zur Geltendmachung seiner Forderungen rechtzeitig Rekurs gegen die VerfÃ¼gung Ã¼ber die AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses erheben. Die vermÃ¶gensrechtlichen Forderungen mÃ¼ssen mit anderen Worten bereits mit dem Rekurs gestellt werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 79 N. 2, § 80 N. 4). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Es ist demnach vorderhand zu prÃ¼fen, ob die Vorinstanz zu Recht von einer verspÃ¤teten Rekurseingabe ausgehen durfte. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Die AuflÃ¶sung eines Ã¶ffentlichrechtlichen ArbeitsverhÃ¤ltnisses, sei es fristlos oder durch ordentliche KÃ¼ndigung, ist grundsÃ¤tzlich nur durch eine begrÃ¼ndete VerfÃ¼gung zulÃ¤ssig. Die fristlose KÃ¼ndigung ist als personalrechtliche Anordnung (VerfÃ¼gung) ein individueller, an einen bestimmten Adressaten gerichteter Hoheitsakt, durch welchen das DienstverhÃ¤ltnis in verbindlicher Weise beendet wird (Andreas Keiser, Rechtsschutz im Ã¶ffentlichen Personalrecht nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZBl 99/1998, S. 193 ff., 199, 207). Als erstinstanzliche VerfÃ¼gung ist die KÃ¼ndigung schriftlich mitzuteilen und mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen, die das zulÃ¤ssige ordentliche Rechtsmittel, die Rechtsmittelinstanz und die Rechtsmittelfrist bezeichnet (vgl. § 10 Abs. 2 VRG). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Das Fehlen der Rechtsmittelbelehrung stellt eine mangelhafte ErÃ¶ffnung der VerfÃ¼gung dar, aus der der BeschwerdefÃ¼hrerin kein Rechtsnachteil erwachsen darf, wenn sie sich in guten Treuen darauf verlassen durfte; der ErÃ¶ffnungsfehler hat aber nicht die Nichtigkeit der KÃ¼ndigung zur Folge (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich etc. 2002, Rz. 976, 1645). Diese Regel entspringt dem Grundsatz von Treu und Glauben, wel­cher indessen zugleich ihren Anwendungsbereich begrenzt: Danach kann sich derjenige, der die Unrichtigkeit einer Rechtsmittelbelehrung kennt oder bei gebÃ¼hrender Aufmerk­sam­keit hÃ¤tte erkennen kÃ¶nnen, nicht auf die darin enthaltenen unzutreffenden Angaben berufen (RB 1995 Nr. 1 mit Hinweisen). Dabei darf zwar kein allzu strenger Massstab angelegt werden; nur grobe Fehler der von der VerfÃ¼gung betroffenen Partei oder ihres Vertreters sind geeignet, eine falsche Rechtsmittelbelehrung aufzuwiegen. Von "grobem" Fehler spricht das Bun­des­gericht allerdings schon dann, wenn der Betroffene die MÃ¤ngel der Rechtsmittelbeleh­rung durch Konsultierung des massgebenden Gesetzestextes allein hÃ¤tte erkennen kÃ¶nnen, wÃ¤hrend von ihm nicht erwartet werden dÃ¼rfe, dass er neben diesem Text auch Literatur oder Judikatur nachschlage (BGE 112 Ia 305 E. 3, 122 IV 344 E. 4f; RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt am Main 1990, Nr. 86 B III). Sodann wird â auch dies Aus­fluss des Grundsatzes von Treu und Glauben â von AnwÃ¤lten und anderen berufsmÃ¤ssig vor den BehÃ¶rden auftretenden Rechtskundigen ein hÃ¶heres Mass an Sorgfalt erwartet als von rechtsunkundigen Privatpersonen (BGE 118 Ib 326 E. 1c, 117 Ia 297 E. 2).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts gilt bei fehlender Rechtsmittelbelehrung sogar ein strengerer Massstab als in FÃ¤llen unrichtiger Rechtsmittelbelehrung. Es wird als allgemein bekannt vorausgesetzt, dass Entscheide definitiv werden, wenn sie nicht innert einer bestimmten Frist angefochten werden. Das Fehlen jedwelcher Angabe sollte einen geradezu veranlassen, sich umgehend zu informieren (BGE 119 IV 330 E. 1c = Pra 84/1995 Nr. 239). Entsprechend wird vom Rechtsuchenden erwartet, dass er sich nach dem zulÃ¤ssigen Rechtsmittel erkundigt und letztlich innert angemessener und vernÃ¼nftiger Frist allenfalls ein solches ergreift. Ist die Rechtsmittelbelehrung wie vorliegend unterblieben, so hat die Rekursfrist gegen die fristlose KÃ¼ndigung vom 6. Oktober 2003 zwar nicht vom Tag nach der Mitteilung an gerechnet zu laufen begonnen; mit der Einreichung des Rekurses durfte aber auch nicht beliebig lange zugewartet werden (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 51). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Die Rechtsschutzversicherung der BeschwerdefÃ¼hrerin wandte sich mit Schreiben vom 5. November 2003 an die Anstalt D und teilte dieser mit, dass sie die Interessen der BeschwerdefÃ¼hrerin vertrete und die fristlose KÃ¼ndigung fÃ¼r nicht gerechtfertigt halte. Auch bat der unterzeichnende Jurist der Rechtsschutzversicherung um Klarstellung, ob fÃ¼r das gekÃ¼ndigte AnstellungsverhÃ¤ltnis das Obligationenrecht oder das kantonale Personalgesetz gelte. Die Anstalt D teilte daraufhin der Rechtsschutzversicherung mit, dass sie die KÃ¼ndigung fÃ¼r gerechtfertigt halte und dass ihre Angestellten dem kantonalen Personalgesetz unterstellt seien. Obligationenrecht gelte als ergÃ¤nzendes Recht, das heisst es werde angewendet fÃ¼r Personalrechtsfragen, die im Personalgesetz nicht geregelt seien. Auch hob die Anstalt D ihre Berechtigung zur Anordnung einer vertrauensÃ¤rztlichen Untersuchung hervor, wie sie das Personalgesetz vorsehe. Am 4. Dezember 2003 antwortete die Rechtsschutzversicherung darauf und empfahl der Beschwerdegegnerin dringend, die §§ 18, 20 und 22 PG zu studieren; auch machte sie AusfÃ¼hrungen zu den §§ 29, 30 Abs. 2, 31 und 55 PG, womit implizit zum Ausdruck gebracht wurde, dass auch die Rechtsschutzversicherung das Personalgesetz fÃ¼r anwendbar halte. Um den Erlass einer anfechtbaren VerfÃ¼gung bzw. um eine Rechtsmittelbelehrung ersuchte sie hingegen nicht.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Rechtsschutzversicherung hÃ¤tte spÃ¤testens zu diesem Zeitpunkt merken mÃ¼ssen, dass sich der Weiterzug von personalrechtlichen Entscheidungen nach dem Verwaltungsrechtspflegegesetz richtet (vgl. § 33 PG) und die KÃ¼ndigung innert 30 Tagen mit Rekurs an die obere VerwaltungsbehÃ¶rde anzufechten gewesen wÃ¤re (§ 19 Abs. 1 in Verbindung mit § 22 Abs. 1 VRG). Das ergibt sich schon allein aus der Konsultierung der einschlÃ¤gigen Gesetzesbestimmungen. Sie hÃ¤tte nicht weiter, gestÃ¼tzt auf die das ArbeitsverhÃ¤ltnis begrÃ¼ndenden "Vereinbarungen", auf das Vorliegen eines privatrechtlichen Arbeitsvertrages vertrauen dÃ¼rfen. Hinzu kommt, dass das kantonale Recht â im Gegensatz zum Bundesrecht â nicht vorschreibt, eine VerfÃ¼gung auch als solche zu bezeichnen; abzustellen ist allein auf den materiellen VerfÃ¼gungsbegriff (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 15). Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat indessen, inzwischen durch einen Rechtsanwalt vertreten, erst am 24. Februar 2004 Rekurs erhoben, nachdem die Anstalt D mit Schreiben vom 28. Januar 2004 die am 19. Januar 2004 erneuerten Forderungen der Rechtsschutzversicherung abermals abgelehnt hatte. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Unter diesen UmstÃ¤nden kann es aber, wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, nicht mehr als angemessen oder vernÃ¼nftig gelten, den Rekurs erst viereinhalb Monate nach der KÃ¼ndigung bzw. knapp drei Monate nach Kenntnis des anwendbaren Rechts zu ergreifen. Dieser strenge Massstab ist gerechtfertigt, da die Rechtsschutzversicherung als rechtskundige Vertreterin der BeschwerdefÃ¼hrerin nach Treu und Glauben mit hinreichender Sorgfalt <br/> â sie hat es auch gÃ¤nzlich versÃ¤umt, sich Ã¼berhaupt nur nach dem einzuschlagenden Rechtsweg zu erkundigen â zu einem frÃ¼heren Zeitpunkt die Ergreifung eines Rechtsmittels hÃ¤tte veranlassen mÃ¼ssen. Daran Ã¤ndert endlich auch nichts, dass die Rechtsschutzversicherung mit ihren Schreiben an den Beschwerdegegner eine "aussergerichtliche" Einigung zu erzielen versuchte, da gesetzliche Fristen, namentlich Rechtsmittelfristen, zwingende Verwirkungsfristen sind, was eine rechtskundige Person ebenfalls wissen mÃ¼sste.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Die Vorinstanz ist somit zu Recht auf den Rekurs in Bezug auf die KÃ¼ndigung nicht eingetreten. Das hat aber wie gesehen (vorne 3) auch zur Folge, dass die im Zusammenhang mit der KÃ¼ndigung stehenden vermÃ¶gensrechtlichen Forderungen (Lohnfortzahlungen bis zum Ende der ordentlichen KÃ¼ndigungsfrist, EntschÃ¤digung) nicht Gegenstand des Rekursverfahrens hÃ¤tten bilden dÃ¼rfen. Da die Vorinstanz die KÃ¼ndigung als gerechtfertigt betrachtete und demgemÃ¤ss AnsprÃ¼che auf Lohnfortzahlungen und EntschÃ¤digung verneinte, erfÃ¤hrt die BeschwerdefÃ¼hrerin im Ergebnis im Verfahren vor Verwaltungsgericht keine Schlechterstellung; das Verbot der reformatio in peius (§ 63 Abs. 2 VRG) bleibt mithin unberÃ¼hrt. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Anders verhÃ¤lt es sich hingegen hinsichtlich der ausgebliebenen Lohnzahlungen infolge der vom Beschwerdegegner in Frage gestellten Krankheit der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r die Zeit vom 21. Juli bis 6. Oktober 2003. Diese vermÃ¶gensrechtlichen Forderungen stehen in keinem Zusammenhang mit der KÃ¼ndigung. Hier geht es somit an, das Schreiben vom 28. Januar 2004 als die rechtzeitig mit Rekurs angefochtene VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners zu sehen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Den Anspruch auf Lohnzahlung bei Krankheit regelt der Regierungsrat (§ 43 lit. c PG). Die BeschwerdefÃ¼hrerin befand sich im dritten Dienstjahr, sodass sie gemÃ¤ss § 99 Abs. 4 der Vollziehungsverordnung zum Personalgesetz vom 19. Mai 1999 (VVPG) Anspruch auf vollen Lohn wÃ¤hrend lÃ¤ngstens zwÃ¶lf Monaten hat. Kranke Angestellte haben ihre Vorgesetzten Ã¼ber ihre Dienstverhinderung so rasch als mÃ¶glich zu verstÃ¤ndigen und fÃ¼r eine Dienstaussetzung von mehr als einer Woche Dauer innert angemessener Frist ein Ã¤rztliches Zeugnis einzusenden. Dauert die Dienstaussetzung lÃ¤nger als einen Monat, sind in der Regel jeweils zu Beginn der folgenden Monate weitere Ã¤rztliche Zeugnisse einzureichen; die Vorgesetzten halten Kontakt mit kranken Angestellten (§ 100 VVPG). § 97 Abs. 3 VVPG hÃ¤lt sodann fest, dass fÃ¼r Dienstaussetzungen nach Beendigung des Mutterschaftsurlaubes die genannten Bestimmungen Ã¼ber Krankheit gelten. Auch kann der Angestellten, soweit es die dienstlichen VerhÃ¤ltnisse zulassen, zusÃ¤tzlich unbezahlter Urlaub bewilligt werden (§ 96 Abs. 2 und 3 VVPG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>In privatrechtlichen ArbeitsverhÃ¤ltnissen trÃ¤gt der Arbeitnehmer die Beweislast fÃ¼r den Verhinderungsgrund. Zweifelt der Arbeitgeber begrÃ¼ndeterweise an der Richtigkeit eines Zeugnisses, so kann er vom Arbeitnehmer eine vertrauensÃ¤rztliche Untersuchung verlangen (Manfred Rehbinder/Wolfgang Portmann, Basler Kommentar, 3. A., 2003, Art. 324a OR N. 3). Eine damit vergleichbare Regelung gilt fÃ¼r die Ã¶ffentlichrechtlich Angestellten des Kantons ZÃ¼rich. Sie haben ein Ã¤rztliches Zeugnis einzureichen (§ 100 VVPG) und kÃ¶nnen in begrÃ¼ndeten FÃ¤llen verpflichtet werden, sich einer vertrauensÃ¤rztlichen Untersuchung zu unterziehen (§ 55 PG). Diese Pflicht bedeutet eine EinschrÃ¤nkung der persÃ¶nlichen Freiheit und ist daher im Gesetz verankert worden; sie gilt nicht nur fÃ¼r eine Ã¤rztliche Untersuchung zu Beginn, sondern auch im Laufe eines DienstverhÃ¤ltnisses (ABl 1996, 1183). Welche Rechtsfolgen an das Unterlassen der angeordneten vertrauensÃ¤rztlichen Untersuchung geknÃ¼pft sind, sagt das Personalgesetz oder dessen Vollziehungsverordnung allerdings nicht ausdrÃ¼cklich.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Das Verwaltungsgericht hat indes in einem noch unter altem Personalrecht ergangenen Urteil festgehalten, dass sich die Rechtsfolgen zwangslÃ¤ufig aus der Sache selber ergeben: Bleibe der Angestellte gestÃ¼tzt auf privatÃ¤rztliche Zeugnisse aus KrankheitsgrÃ¼nden der Arbeit fern und komme er der Aufforderung, sich einer Untersuchung durch den Vertrauensarzt zu stellen, nicht nach, so sei seine Dienstaussetzung von der pflichtwidrigen Weigerung an als ungerechtfertigt zu betrachten und entfalle damit sein Besoldungsanspruch (RB 1983 Nr. 28; zusammengefasst bei Peter HÃ¤nni, Das Ã¶ffentliche Dienstrecht der Schweiz, ZÃ¼rich 2002, S. 230). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.3 </span></b><span>ZunÃ¤chst ist zu klÃ¤ren, ob der Beschwerdegegner Ã¼berhaupt eine vertrauensÃ¤rztliche Untersuchung anordnen durfte, da Angestellte hierzu nach § 55 PG nur in begrÃ¼ndeten FÃ¤llen verpflichtet werden dÃ¼rfen. Eine vom Staat als Arbeitgeber veranlasste Ã¤rztliche Untersuchung kann in die FreiheitssphÃ¤re des Betroffenen eingreifen, sodass sie an den Schranken von Art. 36 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) zu messen ist. BegrÃ¼ndet ist eine Pflicht zur Ã¤rztlichen Untersuchung mit anderen Wort dann, wenn sie erforderlich ist, um den Gesundheitszustand des Angestellten abzuklÃ¤ren; sodann sind die auf dem Spiel stehenden Ã¶ffentlichen und privaten Interessen abzuwÃ¤gen (Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit).</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bestreitet die im Entscheid der Vorinstanz wiedergegebene Sachverhaltsdarstellung in weiten Teilen (act. 2 Ziff. 1 ff.). Unbestritten ist indessen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin am 4. Juli 2003 zu einer Besprechung bei der Anstalt D erschien und dass diese ihr darauf mit Schreiben vom 8. Juli 2003 unter anderem die KÃ¼ndigung androhte. Die BeschwerdefÃ¼hrerin reichte sodann ein Arztzeugnis ein, das vom 12. Juli 2003 datiert und zudem angibt, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerin seit eben diesem 12. Juli 2003 bei dem das Zeugnis ausstellenden Arzt in Behandlung befinde. Wenn sich also die BeschwerdefÃ¼hrerin erst am 12. Juli 2003 in Behandlung zu dem das Zeugnis ausstellenden Arzt begab, besteht kein Grund, an der Richtigkeit der Aktennotizen der Anstalt D vom 4. und 7. Juli 2003 zu zweifeln. Diese Aktennotizen belegen, dass in den GesprÃ¤chen vom 4. und 7. Juli 2003 zwischen der BeschwerdefÃ¼hrerin bzw. ihrem Ehemann und dem Vertreter der Anstalt D nicht von einer krankheitsbedingten ArbeitsunfÃ¤higkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin die Rede war. Die Anstalt D hatte aufgrund dessen â und zwar auch unabhÃ¤ngig vom Inhalt der Aktennotizen allein des geschilderten zeitlichen Ablaufs wegen â begrÃ¼ndeten Anlass, eine vertrauensÃ¤rztliche Untersuchung anzuordnen. Auch ist nicht ersichtlich, welche privaten Interessen der BeschwerdefÃ¼hrerin einer vertrauensÃ¤rztlichen Untersuchung entgegengestanden haben kÃ¶nnten. Die schlechten Deutschkenntnisse vermÃ¶gen die Weigerung jedenfalls nicht zu rechtfertigen.</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat sich somit der rechtens angeordneten Untersuchung durch eine VertrauensÃ¤rztin pflichtwidrig entzogen, womit ihr auch der Beweis fÃ¼r die Verhinderung an der Arbeitsleistung misslingt. Der rechtsgenÃ¼gende Krankheitsbeweis kann somit nicht durch die von der BeschwerdefÃ¼hrerin eingereichten Arztzeugnisse erbracht werden, andernfalls wÃ¼rde § 55 PG seinen Sinn verlieren. Dementsprechend geht es nicht an, dass das Verwaltungsgericht, wie von der BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt, ihren Arzt als SachverstÃ¤ndigen befragt (vgl. RB 1983 Nr. 28).</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Schliesslich kann die BeschwerdefÃ¼hrerin in diesem Zusammenhang auch nichts aus den sinngemÃ¤ss anwendbaren Bestimmungen zum Schutz der Schwangeren und MÃ¼tter des Arbeitsgesetzes, so wie es § 97 Abs. 3 Satz 2 VVPG vorsieht, ableiten. Nach Art. 35a Abs. 1 des Arbeitsgesetzes vom 13. MÃ¤rz 1964 (SR 822.11) dÃ¼rfen stillende Frauen nur mit ihrem EinverstÃ¤ndnis beschÃ¤ftigt werden. Richtig ist zwar, dass sich den Akten nicht entnehmen lÃ¤sst, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin seitens der Anstalt D auf diese Bestimmung hingewiesen wurde; ebenso wenig hat aber die BeschwerdefÃ¼hrerin ihrerseits die Anstalt D darauf hingewiesen, dass sie stille. Sie ist im Gegenteil der Arbeit wegen angeblicher Krankheit ferngeblieben. Ãberhaupt hÃ¤tte die BeschwerdefÃ¼hrerin, wÃ¤re sie der Arbeit nach Ablauf des Mutterschaftsurlaubes wegen Stillens ihres Kindes ferngeblieben, keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung gehabt. Ein solcher kann nicht aus dem Verweis von § 97 Abs. 3 Satz 1 VVPG auf die Bestimmungen Ã¼ber Krankheit (insbesondere § 99 VVPG) abgeleitet werden, da das Stillen, genauso wie Schwangerschaft, keine Krankheit ist (vgl. Arbeitsgericht ZÃ¼rich, 22. April 1994, JAR 1997 S. 136 E. 2b; Kantonsgericht St. Gallen, 10. Februar 2004, E. II. 5, www.gerichte.sg.ch). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.4 </span></b><span>Zu klÃ¤ren bleibt jetzt noch die Frage, ob die Vorinstanz die Lohnfortzahlungen bereits von Mitte Juli 2003 an (bis zur fristlosen KÃ¼ndigung) einstellen durfte. GemÃ¤ss dem zuvor zitierten Entscheid des Verwaltungsgerichts (5.2) ist bei Verweigerung einer vertrauensÃ¤rztlichen Untersuchung die Dienstaussetzung von der pflichtwidrigen Weigerung an als ungerechtfertigt zu betrachten und entfÃ¤llt damit der Besoldungsanspruch (RB 1983 Nr. 28). </span></p> <p class="Erwgung3"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin reichte ihr erstes Arztzeugnis am 17. Juli 2003 ein; die Anstalt D zweifelte bereits in diesem Zeitpunkt an der ArbeitsunfÃ¤higkeit, forderte jene mit Schreiben vom 3. August 2003 zu einer Besprechung auf und stellte einen unbezahlten Urlaub in Aussicht (vorne I). Kurz zuvor ersuchte die Anstalt D den behandelnden Arzt um Verbesserung des am 12. Juli 2003 ausgestellten Zeugnisses, nach welchem die BeschwerdefÃ¼hrerin bis auf weiteres zu 100 % krank geschrieben sei, was gegen die FMH-Empfehlung verstosse, keine Arztzeugnisse auf unbestimmte Zeit auszustellen. Der Arzt kam dieser Aufforderung nach. Die vertrauensÃ¤rztliche Untersuchung schliesslich hÃ¤tte erst am 19. September 2003 stattfinden sollen bzw., als dieser Termin nicht wahrgenommen wurde, innerhalb der nÃ¤chsten zehn Tage. </span></p> <p class="Erwgung3"><span>Da die Anstalt D von Anfang an berechtigte Zweifel hegte, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin wirklich krank sei, hÃ¤tte sie die vertrauensÃ¤rztliche Untersuchung bereits frÃ¼her anordnen mÃ¼ssen. Es ist widersprÃ¼chlich, einerseits den behandelnden Arzt um Nachbesserung des Zeugnisses zu ersuchen und andererseits, fast zeitgleich, die Angestellte zu einem GesprÃ¤ch einzuladen und ihr unbezahlten Urlaub in Aussicht zu stellen. Aus Sicht der BeschwerdefÃ¼hrerin bestand kein Grund, auf das Angebot einzugehen, unbezahlten Urlaub zu beantragen, hÃ¤tte sie sich doch damit sozusagen selber des Erschleichens von Lohnfortzahlungen unter Berufung auf Krankheit bezichtigen mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Jedenfalls unter diesen besonderen UmstÃ¤nden erlischt die Pflicht des Beschwerdegegners zur Lohnfortzahlungen erst im Zeitpunkt der Verweigerung der vertrauensÃ¤rztlichen Untersuchung. Massgebend ist dabei der 19. September 2003, da kein Grund ersichtlich ist, weshalb sich die BeschwerdefÃ¼hrerin an diesem Termin der angeordneten Untersuchung nicht unterzogen hat. Der Beschwerdegegner ist daher zu verpflichten, ihr den Lohn vom 19. Juli 2003 bis zum genannten Zeitpunkt zu bezahlen. Da es sich um Lohnnachzahlungen handelt, sind diese sozialversicherungsrechtlich als solche zu behandeln. Die HÃ¶he des durchschnittlichen Brutto-Monatslohnes wird im Verfahren unbestrittenerweise mit Fr. 2'483.- beziffert und durch Lohnausweise belegt. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.5 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt auf ihre Forderungen ausserdem Zins zu 5 % ab 1. Januar 2004. Ãffentlichrechtliche Geldforderungen sind im Verzugsfall grundsÃ¤tzlich zu ver­zin­sen, und zwar zu einem Satz von 5 % (vgl. Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 31 B I und V). In analoger Anwendung der Regelung von Art. 102 Abs. 1 OR setzt auch die Zinspflicht bei Ã¶ffentlichrechtlichen Forderungen im Allgemeinen eine Mahnung voraus. Wo fÃ¼r die ErfÃ¼llung ein bestimmter Verfalltag verabredet ist, kommt der Schuldner mit dem Ablauf dieses Tages in Verzug (Art. 102 Abs. 2 OR). Die gesetzliche Pflicht zur Lohnausrichtung auf das Monatsende gemÃ¤ss Art. 323 OR fÃ¼hrt allerdings nicht zur Annahme eines Verfalltags (vgl. Rolf Weber, Berner Kommentar, 2000, Art. 102 OR N. 111; Wolfgang Wiegand, Basler Kommentar, 2003, Art. 102 OR N. 10; Manfred Rehbinder, Berner Kommentar, 1985, Art. 323 OR N. 24). Dasselbe gilt, wenn wie vorliegend die Anstellung auf VerfÃ¼gung beruht und gemÃ¤ss gesetzlicher Regelung (vgl. § 40 Abs. 1 VVPG) der Lohn in der Regel am 25. Tag des Kalendermonats auszuzahlen war (VGr, 26. Februar 2003, PB.2002.00030, E. 2e mit Hinweisen, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Als Mahnung ist die gehÃ¶rige Geltendmachung des Anspruchs anzusehen (Rhinow/ <br/> KrÃ¤henmann, Nr. 31 IV). Sie muss die klare WillensÃ¤usserung des GlÃ¤ubigers bzw. der GlÃ¤ubigerin, die Bezahlung der geschuldeten Leistung zu verlangen, zum Ausdruck bringen (Weber, Art. 102 OR N. 66 ff.). Die Rechtsschutzversicherung hat den Beschwerdegegner mit eingeschriebenem Brief vom 4. Dezember 2003 angehalten, die gestoppten Lohnfortzahlungen wieder aufzunehmen; demnach ist die Verzugszinsforderung ausgewiesen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Da der Streitwert Ã¼ber Fr. 20'000.- liegt, ist das Verfahren nicht kostenlos (§ 80b VRG). </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Mehrere am Verfahren Beteiligte tragen die Kosten in der Regel <a id="juris1">entsprechend ihrem Unterliegen</a> (§ 80c in Verbindung mit §§ 70 und 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Beim Ausgang des vorliegenden Verfahrens rechtfertigt sich eine Kostenverlegung im Umfang von 4/5 zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerin und zu 1/5 zu Lasten des Beschwerdegegners. </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Die beantragte ParteientschÃ¤digung bleibt der BeschwerdefÃ¼hrerin als hauptsÃ¤chlich unterliegender Partei ver­sagt (§ 17 Abs. 2 VRG). </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Beschwerdegegner verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r die Zeit vom 19. Juli bis 19. September 2003 im Sinn der ErwÃ¤gungen den Lohn samt 5 % Verzugszins ab 1. Januar 2004 zu bezahlen. </p> <p class="Einzug2"> Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'560.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden zu 4/5 der BeschwerdefÃ¼hrerin und zu 1/5 dem Beschwerde­gegner auf­erlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung anâ¦</p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>