Seite 1 Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 23. August 2012 (720 11 340) ____________________________________________________________________ Invalidenrente IV-Rente Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichterin El isabeth Berger Götz, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Marco Chevalier, Rechtsanwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel gegen IV-Stelle Basel-Landschaft , Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente (756.8665.9958.62) A. Die 1951 geborene A.____ meldete sich am 30. August 2006 unter Hinweis auf eine Kniegelenksarthrose beidseits bei der IV-Stelle Basel-La ndschaft (IV-Stelle) zum Leistungsbe- zug an. Nachdem die IV-Stelle berufliche Massnahmen gep rüft und den erwerblichen und me- dizinischen Sachverhalt abgeklärt hatte, ermittelte sie b ei der Versicherten in Anwendung der gemischten Methode mit den Anteilen 70% Erwerb und 30 % Haushalt einen Invaliditätsgrad Seite 2 von 79% vom 1. Oktober 2007 bis zum 25. März 2008, von 2 9% vom 26. März 2008 bis zum 25. Januar 2009, von 79% vom 26. Januar 2009 bis zum 31 . März 2009, von 29% vom 1. April 2009 bis zum 5. November 2009, von 100% vom 6. November 2009 bis zum 7. Februar 2010 sowie von 29% seit dem 8. Februar 2010. Gestützt auf dieses Ergebnis sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 24. August 2011 eine ganze Rente von Oktober bis Juni 2007, von April bis Juni 2009, sowie von Februar bis Mai 2010 zu. Für die dazwischen liegenden Zeit- intervalle und ab dem 1. Juni 2010 wies die IV-Stelle einen Anspruch von A.____ auf eine Inva- lidenrente ab. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Dr. Marco Chevalier, am 23. Sep- tember 2011 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landscha ft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht. Sie beantragte unter o/e Kostenfolge, die Verfügung vom 24. August 2011 sei teil- weise aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpfli chten, ihr mit Wirkung ab dem 1. Juni 2010 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Zur Begrün dung führte der Rechtsvertreter im Wesentlichen aus, die Tätigkeit als Diätköchin sei der Beschwerdeführerin gestützt auf die Be- richte ihres Hausarztes entgegen der Annahme der IV-Ste lle nicht mehr zumutbar. Sogar in ihrer jetzigen Tätigkeit an der Theke der B.____ könne nur noch von einer Arbeitsleistung von 30-35% ausgegangen werden. Folglich dürfe bei der Ermittlung des Invalideneinkommens nicht auf die LSE-Durchschnittswerte im Anforderungsniveau 3 abgestellt werden, sondern es müsse das Anforderungsniveau 4 berücksichtigt werden. Zudem sei ein leidensbedingter Abzug von 15% angezeigt. Sodann sei bei der Bestimmung des Vali deneinkommens von einer 100%igen Tätigkeit im angestammten Beruf auszugehen und nicht di e gemischte Methode anzuwenden. Nach Auffassung der Beschwerdeführerin berechne sich der I nvaliditätsgrad ohne Anwendung der gemischten Methode auf der Basis eines Valideneinko mmens von Fr. 69'118.-- und eines Invalideneinkommens von Fr. 23'054.--. Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von 67%. Aus diesem Grund sei eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. C. Die IV-Stelle schloss in ihrer Vernehmlassung vom 21. Dezember 2011 auf Abweisung der Beschwerde. D. Anlässlich der Urteilsberatung vom 8. März 2012 kam da s Gericht zur Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die vorhandene Aktenla- ge nicht möglich sei. Es beschloss deshalb, den Fall auszustellen und weitere Abklärungen vor- zunehmen. Näherer Prüfung bedurfte insbesondere die Frage, ob die Beschwerdeführerin in ihrem erlernten Beruf als Diätköchin noch zu 50% arbeit sfähig sei, wie dies die IV-Stelle an- nahm, oder ob sich die ärztlich attestierte Arbeitsfähi gkeit von 50% auf die Tätigkeit als Ange- stellte an der Theke und in der Küche der B.____ bez og (vgl. Beschluss vom 8. März 2012). Das Gericht fragte bei Dr. med. C.____, FMH Orthopädi e und Traumatologie des Bewegungs- apparates, sowie beim Hausarzt Dr. med. D.____, FMH Al lgemeine Medizin, nach, ob der Ver- sicherten die Tätigkeit als Diätköchin noch zumutbar sei u nd falls ja, in welchem Umfang. Falls nein, sei zu beantworten, wie das Belastungsprofil in einer behinderungsbedingten Tätigkeit aussehe. Weiter wurde beim Personaldienst des E.____ eine Beschreibung des Aufgabenbe- reichs einer gelernten Diätköchin im Spitalbetrieb ang efordert (vgl. Schreiben vom 15. März 2012 und 3. April 2012). Seite 3 E. Mit Antwort vom 28. März 2012 hielt F.____, Küchench ef des E.____, fest, dass sich die Tätigkeit einer Diätköchin nicht grundsätzlich von de rjenigen einer Köchin unterscheide. Für einen solchen Beruf bedürfe es eine gute und gesunde Ko nstitution, die Arbeiten würden aus- schliesslich im Stehen verrichtet und Gewichte bis 5 Kilogramm müssten getragen und gehoben werden können. Zudem herrsche in der Küche oft eine Str esssituation. Dies könne sehr oft zu einer körperlichen oder psychischen Überlastung führen. F. Dr. C.____ führte am 18. April 2012 aus, dass die V ersicherte letztmals am 22. De- zember 2011 in der Sprechstunde gewesen sei. Dabei zeigt e sich eine vollständige Beschwer- defreiheit beider Knie. Sie sei deshalb als Diätköchin zu 100% arbeitsfähig. G. Dr. D.____ erklärte mit Schreiben vom 1. Mai 2012, dass die Beschwerdeführerin aus gesundheitlichen Gründen als Diätköchin theoretisch höch stens zu 25 % einsetzbar wäre, wo- bei die Leistungsfähigkeit vermindert wäre. In ihrer heutigen Tätigkeit sei sie im Rahmen von 40% bis 50% arbeitsfähig. H. Advokat Chevalier nahm am 16. Mai 2012 Stellung zu den eingegangen Antworten. Die Versicherte sei zwischenzeitlich von Dr. C.____ unter sucht worden und dieser habe mit Bericht vom 2. Mai 2012 festgehalten, dass der Beschwerd eführerin eine "100%ige stehende Tätigkeit" nicht zumutbar sei und deshalb eine Umschul ung auf eine sitzende Tätigkeit empfoh- len werde. I. Das Gericht sprach Dr. C.____ mit Schreiben vom 8. Juni 2012 auf die zeitnahen un- terschiedlichen Berichte an. Dr. C.____ führte dazu aus, dass der Bericht vom 18. April 2012 auf den Befunden vom 22. Dezember 2011 basiere. Zwei Wochen später sei die Versicherte in die Sprechstunde gekommen und die Untersuchung habe er geben, dass sich die Gesundheits- situation verschlechtert habe. Damit erkläre sich die Di skrepanz bezüglich der Arbeitsfähigkeit (vgl. Schreiben vom 12. Juni 2012). J. Mit Eingabe vom 31. Mai 2012 hielt die IV-Stelle an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest. Sie kam nach Kenntnisnahme der Abklä rungsergebnisse zum Schluss, dass die Versicherte in ihrer angestammten Tätigkeit als Diätköchin zu 50% arbeitsfähig sei. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die Beschwerdefüh- rerin Anspruch auf eine Invalidenrente hat. 1.2 Als Invalidität gilt die voraussichtlich bleibende ode r längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesge setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). Di e Invalidität wird durch eine Beein- trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge sundheit verursacht, wobei sie im Seite 4 IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG] vom 19. Juni 1959, Art. 3 und 4 ATSG). 1.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person A nspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50% und auf eine V iertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid ist. 1.4 Die Bemessung der Invalidität von Teilerwerbstätig en erfolgt nach Art. 28a Abs. 3 IVG. Danach wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstä tig sind, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Danach wird der IV-Grad aufgrund eines Einkommensvergleichs bestimmt. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Inva- lidität durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeg lichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbsei nkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Waren sie daneben auch im Aufga- benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen. 2. Umstritten ist zunächst, ob die Beschwerdeführerin heu te bei guter Gesundheit vollzeit- lich erwerbstätig oder, wie sie im Rahmen der Haushaltsa bklärung angegeben hat, zu 70% er- werbstätig und zu 30% im Haushalt tätig wäre. 2.1 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweil ig erwerbstätig oder aber als nichterwerbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prü fung, was sie bei im Übrigen unverän- derten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beei nträchtigung bestünde. Bei (teilweise) im Haushalt tätigen Versicherten sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Bet reuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, berufliche Fähigkeiten und die Ausbildung so wie persönliche Neigungen und Bega- bungen zu berücksichtigen. Diese Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnis- sen, wie sie sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügu ng (hier: 24. August 2011) entwi- ckelt haben (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150 mit Hinweisen). 2.2 Anlässlich der Haushaltsabklärung am 28. August 200 8 gab die Beschwerdeführerin an, dass sie bei guter Gesundheit seit der Trennung von i hrem Mann im Oktober 2006 aus fi- nanziellen Gründen zu 70% als Diätköchin arbeiten würd e. Den Hauswartsposten hätte sie dann aufgegeben. Dies wäre möglich, weil ihre Kinde r selbständig seien. Mehr würde sie nicht arbeiten. Weil alle Kinder noch zuhause wohnen würden , würde sie sich in der verbleibenden Zeit um den Haushalt, die Mahlzeiten und den Schreber garten kümmern. In der Beschwerde führte der Rechtsvertreter an, dass sie mit ihrer Aussag e gemeint habe, dass sie mindestens 70% arbeiten müsse, um über die Runden zu kommen und n icht, dass sie nicht mehr als 70% arbeiten würde, wenn sie könnte. Seit der Trennung von ihrem Mann im Oktober 2006 hätte sie sich immer um eine Vollzeitstelle beworben, bis dies gesu ndheitlich nicht mehr gegangen sei. Dazu komme, dass die Kinder in der Zwischenzeit die Ausbi ldungen abgeschlossen hätten und Seite 5 damit ohnehin kein Grund mehr für eine Teilzeitbeschäf tigung bestehe. Sie habe den Bedeu- tungsgehalt der Frage missverstanden. 2.3 Die Angaben in der Haushaltsabklärung zur Aufteilu ng der Aufgabenbereiche sind de- tailliert und nachvollziehbar. Die Versicherte äusserte sich klar, dass sie 70% arbeiten müsse, um ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Me hr würde sie jedoch nicht ausser Haus arbeiten, sondern die restliche Zeit zuhause täti g sein. Auf diese Aussage ist abzustellen. Die neue Behauptung, dass sie sich nach der Trennung von ihrem Mann im Oktober 2006 schon immer primär um eine Vollzeitstelle bemüht habe, wird nicht belegt. Es besteht kein Grund, auf die nachträglich vom Rechtsvertreter der Ver sicherten aufgestellte Hypothese einer vollen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall abzustellen. Folglich ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin 70% im erwerblichen Bereich und 30% im Haushalt tätig wäre. 3. Die IV-Stelle ist gestützt auf die medizinische Aktenl age der Ansicht, dass die Versicherte zu 50% als Diätköchin arbeiten könnte. Die Beschwerdeführerin macht dagegen geltend, dass sich die 50%ige Arbeitsfähigkeit auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit und nicht auf ihre angestammte Tätigkeit beziehe. Im Folgenden ist die Arbeitsfähigkeit zu beurteilen. Gemäss der Legaldefiniti- on von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Un fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Auf- gabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei l anger Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frag e kommenden Arbeitsmarkt zumutbar- erweise noch verrichtet werden können (U LRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi- alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilu ng des streitigen Rechtsanspruchs ges- tatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechen den medizinischen Berichten den Pro- zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wü rdigen und die Gründe an- Seite 6 zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die ande re medizinische These abstellt. Hinsicht- lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entsc heidend, ob dieser für die streiti- gen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchunge n beruht, auch die geklagten Be- schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamn ese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa- tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der E xpertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu stellen (vgl. die ausführlichen Zusam- menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gut achten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erö rterung der Befunde zu schlüssigen Er- gebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Bew eiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Diese im Bereich der Unfal lversicherung entwickelten Grundsätze fin- den für das IV-Verwaltungsverfahren sinngemäss Anwendun g (Urteil des EVG vom 9. August 2000, I 437/99 und I 575/99, E. 4b/bb). 4.1 Mit Bericht vom 13. Oktober 2006 diagnostizierte Dr . D.____ eine Valgus-Gonarthrose beidseits mit Beschwerden seit Oktober 2001, links mit Sub luxation, rechts bei Status nach Bänderstraffung 1967, einen Status nach Bänderriss 1990 sowie einen Status nach Metallent- fernung Tibia am 25. April 2006. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien eine Varikosis und eine chronische venöse Insuffizienz beidseits, links stärker ausgeprägt, eine arterielle Hyper- tension seit August 2003 sowie eine seit Jahren bestehend e Adipositas. Die Versicherte habe beidseits eine schwere invalidisierende Gonarthrose. Eine Arbeitsfähigkeit könne man erst nach beidseitiger Totalprothese erhoffen; diese solle 2007 durchgeführt werden. Zurzeit bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von ca. 80%. Am 23. Februar 2007 e rfolgte in der Orthopädischen Klinik des E.____ eine Knietotalprothese rechts. Gemäss Bericht von Dr. D.____ vom 25. Mai 2007 habe sich der Gesundheitszustand der Versicherten nach der Oper ation gebessert. Schmerzen habe sie nur noch im linken Knie. Vom 15. Oktober 2006 bis zum 10. Juni 2007 sei sie zu 100% ar- beitsunfähig gewesen; seither und bis auf Weiteres best ehe eine Arbeitsfähigkeit von 50%. Am 16. November 2007 erfolgte die Knietotalprothese lin ks. Dr. D.____ attestierte laut Bericht vom 27. Juni 2008 bis zum 25. März 2008 eine 100%ige und da nach eine 50% Arbeitsfähigkeit. Der Gesundheitszustand sei durch Physiotherapie noch etwas besser ungsfähig, es sei jedoch mit Restbeschwerden zu rechnen. Am 26. Januar 2009 erfolgte ein durch eine aktivierte retropatel- lare Arthrose indizierter retropatellarer Gelenksersatz rechts, was gemäss dem am 2. April 2009 bei der IV-Stelle eingegangenen Bericht von Dr. D.___ _ eine weitere 100%ige Arbeitsfähigkeit bis zum 31. März 2009 zur Folge hatte. Aufgrund des gute n Resultates dieser Operation wurde derselbe Eingriff links am 6. November 2011 durchgeführt. Seite 7 4.2 In seinem Verlaufsbericht vom 24. Januar 2010 führte Dr. D.____ aus, dass nach den zwei retropatellären Gelenksersatz-Operationen eine deu tliche Besserung eingetreten sei. Die Knie würden aber immer ein Problem sein; viel Gehen u nd längeres Stehen würden wahr- scheinlich immer wieder zu Schmerzen führen. Am 7. Febru ar 2010 werde die Ortho-Kontrolle stattfinden; bis dahin sei die Versicherte zu 100% arbeitsunfähig. Danach bestehe für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Köchin voraussichtlich für längere Zeit eine Arbeitsunfähigkeit von 50%. 4.3 Am 15. Februar 2010 berichtete Dr. med. G.____, FMH für Orthopädie und Traumato- logie des Bewegungsapparates, dass die Versicherte über eine deutliche Besserung von Seiten des linken Knies berichte; hingegen seien die Schmerzen am rechten Knie deutlich progredient, vor allem infrapatellär beim Berg- und Treppabgehen sowie beim Knien. Dadurch fühle sie sich stark eingeschränkt. Die Arbeitsfähigkeit betrage 50%. Auf Dauer sei in ihrem Beruf als Köchin eine Arbeitsfähigkeit von 100% unwahrscheinlich. Im best en Fall werde die Versicherte als Kö- chin bis zu 75% arbeitsfähig sein. 4.4 Dr. D.____ informierte mit Bericht vom 23. Oktober 2010, dass es von Seiten des lin- ken Knies seit Mai 2010 gut gehe; am rechten Knie best ünden jedoch je nach Beanspruchung Schmerzen. Die Versicherte könne nicht mehr als einige S tunden arbeiten; danach habe sie vermehrte Schmerzen und sei erschöpft. Sie könne nicht schwer tragen und heben. Nach län- gerem Sitzen sei sie wie eingerostet und es bestehe ein Anlaufschmerz. Sie sei orthopädisch austherapiert, es bestehe aber eine erhebliche Restsymptom atik. Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Köchin und an der Theke in der B.____ se i die Versicherte seit dem 8. Februar 2010 zu 50% arbeitsunfähig. Mit einer Erhöhung der Ei nsatzfähigkeit könne nicht mehr gerech- net werden. 4.5 Am 8. Dezember 2010 nahm Dr. med. H.____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom Regional en Ärztlichen Dienst (RAD) Stel- lung zur gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführ erin. Er hielt fest, die von Dr. D.____ attestierte Arbeitsunfähigkeit sei versicherungsmedizinisc h gut nachvollziehbar. Sie gelte so- wohl für die angestammte Tätigkeit als Köchin wie auch für adaptierte, die Knie schonende, wechselbelastende Tätigkeiten mit einer Gewichtslimite vo n 10kg und ohne häufiges Treppen- und Leitersteigen, tiefes Abhocken und Begehen unebener Untergründe. 5.1 Die IV-Stelle stellte zur Beurteilung der Arbeits fähigkeit auf die Stellungnahme von Dr. H.____ vom 8. Dezember 2010 sowie auf die diversen Berich te von Dr. D.____ ab. Sie ging davon aus, dass die Beschwerdeführerin in ihrer angest ammten Tätigkeit als Diätköchin noch zu 50% arbeitsfähig sei. Der Rechtsvertreter wendete dagegen ein, die Angaben von Dr. D.____, dass die Beschwerdeführerin noch zu 50% in ihre r angestammten Tätigkeit arbeiten könne, bezögen sich auf die bisherige Tätigkeit in der Küche und an der Kasse der B.____ und nicht auf den angestammten Beruf als Diätköchin. 5.2 Das Gericht holte ergänzende Berichte zur Restarbeit sfähigkeit bei Dr. C.____ und Dr. D.____ sowie bezüglich der Tätigkeit einer Diätköchin ein. Seite 8 Gemäss Auskunft des Küchenchefs des E.____ vom 28. März 2012 unterscheide sich die Tä- tigkeit einer Köchin nicht von derjenigen einer Diätköc hin. Für diesen Beruf sei eine gesunde körperliche Konstitution notwendig. Die Arbeiten würde n ausschliesslich im Stehen verrichtet und seien mit Heben und Tragen von Gewichten von 5 kg ver bunden. Dazu komme der Stress- faktor bei sehr knappen Stellenplänen. Dr. C.____ erklä rte mit Bericht vom 18. April 2012, dass der Versicherten die Tätigkeit als Diätköchin zu 100% wieder zumutbar sei. Er stützte sich bei dieser Aussage auf die Verhältnisse zur Zeit der letzten Kniesprechstunde vom 22. Dezember 2011. In seinem Bericht vom 2. Mai 2012 zuhanden des Ha usarztes gab Dr. C.____ allerdings gestützt auf eine zwischenzeitliche Untersuchung vom 2. Ma i 2012 an, dass aufgrund der Be- funde und der persistierenden starken Schmerzen "zu 100% stehende Tätigkeiten" nicht mehr zumutbar seien und aus seiner Sicht eine Umschulung au f eine im Sitzen zu verrichtende Tä- tigkeit indiziert sei. Der Hausarzt Dr. D.____ schliesslich orientierte sich in seiner Antwort vom 1. Mai 2012 auf die gerichtliche Frage an der jetzigen Arbeit der Versicherten. Er beschrieb die- se Arbeit als ideal, weil die Versicherte während der A rbeit immer wieder Zeit habe abzusitzen und sich zu erholen. Trotzdem gehe er davon aus, dass sie na ch einem Arbeitseinsatz am an- deren Tag Erholung brauche. Er gab an, dass bei läng erem Stehen und Gehen immer stärkere Schmerzen auftreten würden und dass die Versicherte diese Arbeit in einem zeitlichen Rahmen von 40% bis 50% ausführen könne. 6. In Würdigung der aktualisierten Aktenlage muss davon ausgegangen werden, dass die Tätigkeit als Diätköchin den gesundheitlichen Leiden d er Versicherten nicht angepasst ist. Die Aussage von Dr. C.____ in seinem Schreiben vom 18. Apr il 2012, dass die Versicherte auf- grund der letzten Konsultation vom 22. Dezember 2011 als Diätköchin zu 100% arbeitsfähig sei, ist nicht nachvollziehbar. Sowohl Dr. D.____ als auch Dr . G.____ gehen übereinstimmend da- von aus, dass eine ganztägige, vorwiegend im Stehen zu v errichtende Beschäftigung nicht zu- mutbar sei. Dies leuchtet in Berücksichtigung des Tätigkei tsprofils einer Köchen/Diätköchin oh- ne weiteres ein. Eine Umschulung auf eine rein sitzend e Tätigkeit wird ebenfalls nicht empfoh- len, sondern eine wechselbelastende Tätigkeit, um de n Schmerzen entgegenzuwirken. Ob die Beschäftigung in der B.____ als ideale Verweistätigkeit angesehen werden kann, ist fraglich, im Ergebnis aber nicht entscheidend. Der RAD-Arzt Dr. med. I.____ führte bereits am 22. April 2009 aus, dass auch nach der zweiten Knieoperation mit S icherheit keine höhere Arbeitsfähig- keit als 50% vorliegen werde. Die Umschreibung der noch zumutbaren behinderungsangepass- ten Tätigkeit durch Dr. D.____ sei schlüssig. Auch in ei ner Verweistätigkeit, welche optimal adaptiert sei, könne zeitlich keine volle Arbeitsfähigkeit erreicht werden. Gonarthroseschmerzen seien auch in Ruhe einschränkend. Ausschliesslich sitzende od er stehende Tätigkeiten seien auszuschliessen. Dr. H.____ erachtete als RAD-Facharzt für orthopädische Chirurgie eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit als nachvollziehbar. Es kann davon ausgegan- gen werden, dass sowohl Dr. I.____ als auch Dr. H.____ a ls Facharzt die entsprechenden At- teste des Hausarztes kritisch hinterfragten. Da sie zum gleichen Resultat gekommen sind, kann darauf abgestellt werden. Demnach kann gestützt auf di e Ergebnisse von Dr. D.____ und der RAD-Ärzte Dr. I.____und Dr. H.____ zwar von einer 50%i gen Arbeitsfähigkeit der Versicherten ausgegangen werden. Diese besteht jedoch in Berücksichtig ung der zusätzlichen gerichtlichen Sachverhaltsabklärungen - insbesondere des Tätigkeitspro fils einer Diätköchin - lediglich in ei- ner Verweistätigkeit und nicht in ihrer angestammten Tätigkeit als Diätköchin. Seite 9 7. In Anwendung der gemischten Methode der Invalidität sbemessung ist davon auszuge- hen, dass die Versicherte im Gesundheitsfall zu 70% erw erbstätig und 30% im Haushalt tätig wäre. 7.1 Beim Einkommensvergleich ging die IV-Stelle beim Valideneinkommen von einem Jah- reseinkommen von Fr. 69'118.-- aus. Als Grundlage diente TA 1 der Tabellenlöhne der Schwei- zerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statisti k 2006, Sektor Gesundheits- und Sozialwesen, Anforderungsniveau 3, Spalte Frauen mit e inem Monatslohn von Fr. 5'475.--, ba- sierend auf 40 Wochenstunden. Nach Anpassung an die Nominallohnentwicklung von 1.4% und Umrechnung auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitsz eit von 41.5 Stunden und mal 12 gerechnet, ergab dies den Jahreslohn. Dieser ist unbest ritten. Bei einem Pensum von 70% re- sultiert folglich ein Lohn von Fr. 48'383.--. 7.2 In Bezug auf den Invalidenlohn ermittelte die IV -Stelle gestützt auf denselben Jahres- lohn und einem zumutbaren Pensum von 50% einen Lohn v on Fr. 34'559.--. Sie ging fälschli- cherweise davon aus, dass die Versicherte weiterhin als Di ätköchin tätig sein könnte. Dies ist zu korrigieren. Da die Versicherte nur noch eine leichte re, knieschonende, wechselbelastende Verweistätigkeit mit einer Gewichtslimite von 10 kg a usüben kann, ohne häufiges Treppen- und Leitersteigen sowie tiefes Abhocken und Begehen unebene r Untergründe, ist von TA 1, Total, Anforderungsniveau 4, Spalte Frauen mit einem Monatsl ohn von Fr. 4'019.-- auszugehen, ba- sierend auf 40 Wochenstunden. Nach Anpassung an die Nominallohnentwicklung von 1.6% und angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden resultiert ein Jah- reslohn von Fr. 51'082.-- und bei einem Pensum von 50% ein solcher von Fr. 25'541.--. 7.3 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von st atistischen Durchschnittswer- ten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche u nd berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe ha ben können (BGE 124 V 321 E. 3b/aa) und je nach Ausprägung die versicherte Person de swegen die verbleibende Arbeitsfä- higkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur m it unterdurchschnittlichem erwerbli- chem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 75 E. 5b/aa). De r Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einze lfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25% nicht übersteigen (BGE 126 V 75 E. 5b/bb-cc, 134 V 322 E. 5.2). 7.4 Der Rechtsvertreter macht geltend, es sei aufgrund d er persistierenden Schmerzen und der Schwierigkeiten für eine nicht im Bürobereich a usgebildeten Person, eine kniescho- nende Arbeit zu finden, ein leidensbedingter Abzug vo n 15% vorzunehmen. Dem kann nicht beigepflichtet werden. Den körperlichen Einschränkunge n wurde bereits mit dem Teilzeitpen- sum von 50% Rechnung getragen. Aber selbst ein Abzug von 15% würde am Rentenergebnis nichts ändern. Seite 10 Nach Gegenüberstellung des Validen- und des Invalidenei nkommens ergibt sich bei einem Pensum von 50% eine Einkommensbusse von Fr. 22'842.-- u nd ein Invaliditätsgrad von 47.21%. 7.5. In Anwendung der gemischten Methode der Invalidi tätsbemessung ergibt sich dem- nach in Berücksichtigung der zeitlichen Beanspruchung vo n 70% im Erwerbsbereich und 30% im Haushaltsbereich bei einer unbestrittenen Einschränku ng im Haushaltsbereich von 8.76% (0.3 x 29.20%) und einer solchen im Erwerbsbereich von 3 3.04% (0.7 x 47.21%) insgesamt ein Invaliditäsgrad von 41.80% bzw. gerundet 42%. Dies bed eutet, dass die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine befristete Viertelsrente hat vom 1. Ju li 2008 bis 31. März 2009 sowie vom 1. Juli 2009 bis 31. Januar 2012 und ab 1. Juni 2010 auf eine unbefristete Viertelsrente. Die Be- schwerde ist demnach teilweise gutzuheissen. 8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis Satz 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistung en vor dem kantonalen Versicherungs- gericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal- tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 werden V erfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt, gegenüber der Vorinstanz bzw. den kantonalen Behörden werden indes keine Verfahrenskosten erhoben. Da vorliege nd die Vorinstanz unterlegen ist, ist demnach auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzicht en. Der geleistete Kostenvor- schuss in der Höhe von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet. 8.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspru ch auf Ersatz der Parteikos- ten (Art. 61 lit. g ATSG). Der Rechtsvertreter macht ge mäss Honorarnote vom 16. Juli 2012 einen Aufwand von 16 Stunden geltend. Praxisgemäss wird der Aufwand erst ab Verfügungs- zeitpunkt berücksichtigt, weshalb 1 Stunde und 5 Minuten abzuziehen sind. Folglich hat die IV- Stelle der Beschwerdeführerin eine reduzierte Parteie ntschädigung von Fr. 4'095.-- (14.55 Stunden x Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 62.50 und 8% Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen un d festgestellt, dass die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine befristete Viertelsrente hat vom 1. Juli 2008 bis 31. März 2009 sowie vom 1. Juli 2009 b is 31. Januar 2010 und ab 1. Juni 2010 auf eine unbefristete Viertelsrente. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdefü hrerin eine redu- zierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4'095. -- (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Vermerk eines allfälligen Weiterzugs http://www.bl.ch/kantonsgericht