<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">1B_34/2012 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 27. März 2012 </div> <div class="para">I. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Fonjallaz, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Raselli, Merkli, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Steinmann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Y.________, Beschwerdegegner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt, Binningerstrasse 21, Postfach, 4001 Basel. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Strafverfahren; Einstellungsbeschluss, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid vom 26. Juli 2011 des Strafgerichts des Kantons Basel-Stadt, Rekurskammer. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A. </div> <div class="para">X.________ erstattete gegen Y.________ wegen diverser Vorkommnisse in unterschiedlichen Zeitpunkten Strafanzeigen. Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt stellte mit Beschluss vom 23. Juli 2010 die Strafverfahren ein, </div> <div class="para">- in Bezug auf Tätlichkeiten (begangen im Jahre 2006 bis zum 23. Juni 2006) wegen Eintritts der Verfolgungsverjährung; </div> <div class="para">- in Bezug auf mehrfache Drohungen (begangen im Jahre 2006 bis zum 23. Juni 2006 und vom 20. Juni 2008 bis zum 8. September 2008) mangels Beweises des Tatbestands; der Angeschuldigte bestreitet den Vorwurf, mangels Beweisen kann ihm nichts nachgewiesen werden; </div> <div class="para">- in Bezug auf Ungehorsam gegen eine amtliche Verfügung (begangen zwischen dem 5. Juli 2006 und dem 9. September 2008), weil die Anzeigeerstatterin bei der Befragung hierzu nichts ausführte und der Vorwurf dem Beschuldigten nicht nachgewiesen werden kann; </div> <div class="para">- in Bezug auf Vernachlässigung von Unterhaltspflichten wegen Fehlens des Tatbestands; Nachforschungen haben ergeben, dass der Beschuldigte den Unterhaltsbeitrag von Fr. 400.-- für den Monat August 2008 entrichtet hat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Strafgericht Basel-Stadt wies den Rekurs von X.________ am 26. Juli 2011 ab, soweit darauf einzutreten war. Wegen eines Kanzleifehlers eröffnete das Strafgericht den rektifizierten Entscheid (mit demselben Datum) ein zweites Mal am 15. Dezember 2011, unter Hinweis darauf, dass damit die Rechtsmittelfrist erneut zu laufen beginne. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B. </div> <div class="para">Gegen diesen Entscheid hat X.________ beim Bundesgericht am 19. Januar 2012 Beschwerde in Strafsachen erhoben. Sie stellt folgende Anträge: </div> <div class="para">"1. Aufhebung des Entscheides und der Gerichtskosten und Rückweisung an die 1. Instanz ... </div> <div class="para">2. Wiederaufnahme der Ermittlungen und Strafverfahren nach OHG. </div> <div class="para">3. Unentgeltliche Rechtspflege. </div> <div class="para">4. Ev. Gesuch um eine angemessen Frist zur Ergänzung der Beschwerdebegründung." </div> <div class="para">Das Strafgericht hat auf Vernehmlassung verzichtet. Der Beschwerdegegner Y.________ und die Staatsanwaltschaft haben sich nicht vernehmen lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Gegen den Entscheid des Strafgerichts kann grundsätzlich Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) geführt werden. In der Beschwerdeschrift ist nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzen soll. Zur Beschwerde ist gemäss Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG die Privatklägerschaft legitimiert, wenn der angefochtene Entscheid sich auf die Beurteilung ihrer Zivilansprüche auswirken kann. Es ist in der Beschwerdeschrift zumindest darzulegen, welche Zivilansprüche gegen die Beschuldigte Person erhoben werden sollen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin setzt sich mit den Erwägungen des Strafgerichts nicht auseinander. Einzig in Bezug auf die Verjährung der Tätlichkeiten macht sie geltend, diese betrage sieben Jahre. Sie legt indes nicht dar, weshalb die zutreffende Annahme des Strafgerichts, die Tätlichkeiten verjährten nach drei Jahren und die Verjährung sei im vorliegenden Fall eingetreten, gegen Bundesrecht verstossen sollte. Insoweit genügt die Beschwerdeschrift den genannten Begründungsanforderungen nicht. Zudem legt die Beschwerdeführerin nicht dar, inwiefern sich der angefochtene Entscheid auf Zivilforderungen von ihrer Seite auswirken soll. Vor diesem Hintergrund kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin ersucht um eine angemessene Fristverlängerung für die Begründung ihrer Beschwerde. Diesem Begehren kann von vornherein nicht stattgegeben werden, da die Frist zur Erhebung der Beschwerde in Strafsachen nach <span class="artref">Art. 100 Abs. 1 BGG</span> gemäss der Bestimmung von <span class="artref">Art. 47 Abs. 1 BGG</span> nicht verlängert werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Demnach kann auf die vorliegende Beschwerde nicht eingetreten werden. Es rechtfertigt sich, keine Kosten zu erheben. Damit wird das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien sowie der Staatsanwaltschaft und dem Strafgericht des Kantons Basel-Stadt, Rekurskammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 27. März 2012 </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Fonjallaz </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Steinmann </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>