<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2024.00002</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224256&amp;W10_KEY=13045537&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2024.00002</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.08.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Staats- und Gemeindesteuern 2020</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Umstritten ist der Abzug für die Ausbildung des Sohnes des Pflichtigen, die Unterhaltszahlungen und die Zahlungen der ordentlichen Hypothek.] Der Pflichtige kann aus dem Verhalten des Steueramts in vorangehenden Steuerperioden nichts zu seinen Gunsten ableiten, verschafft dieses doch kein berechtigtes Vertrauen auf Gewährung eines Abzugs für unbelegte Unterhaltleistungen. Der Pflichtige hat keinen Nachweis über die geleisteten Zahlungen für die Ausbildung seines Sohnes und die Ehegattenalimente erbracht. Er trägt die Beweislast für steuermindernde Tatsachen. Die Abzüge sind ihm nach dem Gesagten zu Recht nicht gewährt worden (E. 2). Soweit sich der Pflichtige darauf beruft, dass in den vorangehenden Steuerperioden der Abzug für Schuldzinsen gewährt worden sei, kann er aus dem Verhalten des Steueramts in vorangehenden Steuerperioden nichts zu seinen Gunsten ableiten. Der Pflichtige hat in der Steuerperiode den Nachweis über die geleisteten Schuldzinsen zu erbringen. Er ist dieser Pflicht trotz mehrfacher Aufforderung nicht nachgekommen und trägt die Beweislast (E. 3). Der Pflichtige rügt schliesslich die Kostenauflage des vorinstanzlichen Verfahrens. Da der Pflichtige mit keinem seiner Anträge durchgedrungen ist und die Beschwerde nahezu vollständig abgewiesen wurde, hat die Vorinstanz die Kosten des Verfahrens dem Beschwerdeführer auferlegt (E. 4). Abweisung der Beschwerden. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=67150" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">SB.2024.00002<br/> SB.2024.00003</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">21. August 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Kanton ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2020 sowie</span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span>direkte Bundessteuer 2020,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A (nachfolgend: der Pflichtige) reichte am 26. August 2021 seine SteuererklÃ¤rung 2020 ein. Am 7. April 2022 erhielt er eine Auflage der WertschriftenprÃ¼ferin wegen einer VermÃ¶gensvermehrung im Jahr 2020 von Fr. â¦ (Steuerwert per 31. Dezember 2019: Fr. â¦ ./. Steuerwert per 31. Dezember 2020: Fr. â¦). Der Pflichtige antwortete daraufhin mit E-Mail vom 20. April 2022, dass er im Jahr 2020 einen hohen Lohn erzielt und bescheiden gelebt habe. Mit Auflage vom 3. Juni 2022 wurde er sodann von der SteuerkommissÃ¤rin u.<span> </span>a. aufgefordert, sÃ¤mtliche Lohnausweise sowie Taggeldbescheinigungen der Steuerperiode 2020 einzureichen. Zudem sollte er fÃ¼r eine Reihe von AbzÃ¼gen und betreffend den Schuldenstand per Ende 2020 Belege bzw. eine substanziierte Sachdarstellung beibringen. Hierzu antwortete der Pflichtige mit Schreiben vom 31. Juli 2022 aus Sicht der SteuerkommissÃ¤rin ungenÃ¼gend, sodass sie diese Teile der Auflage am 12. August 2022 mahnte, woraufhin keine neuen Unterlagen eingereicht wurden.</p> <p class="Urteilstext">Mit EinschÃ¤tzungsentscheid vom 14. Oktober 2022 schÃ¤tzte das kantonale Steueramt den Pflichtigen fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 2020 nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ ein. Mit VeranlagungsverfÃ¼gung vom 14. Oktober 2022 veranlagte das kantonale Steueramt den Pflichtigen fÃ¼r die direkte Bundessteuer mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. ... Dabei wurden als unselbstÃ¤ndige ErwerbseinkÃ¼nfte einerseits die Lohngutschriften der B SA gemÃ¤ss BankkontoauszÃ¼gen (Fr. â¦), andererseits weitere Fr. â¦ nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen aufgrund des bei der SVA eingeholten Auszuges, woraus ein Bruttolohn von Fr. â¦ der C GmbH ersichtlich ist, besteuert. Zudem wurden die steuerbaren Taggelder gemÃ¤ss eingereichten Taggeldabrechnungen der Versicherung D auf Fr. â¦ erhÃ¶ht. Der Liegenschaftsunterhalt wurde auf die Kosten gemÃ¤ss Kostenzusammenstellung der Stockwerkeigentumsgemeinschaft gekÃ¼rzt. Bei den Berufsauslagen wurde anstelle der effektiven Kosten der Pauschalabzug von 3 % des Nettoeinkommens, entsprechend vorliegend dem Maxiabzug von Fr. â¦, gewÃ¤hrt. Betreffend Schulden und Schuldzinsen wurden mangels eingereichter Unterlagen die Vorjahresbescheinigungen beigezogen, woraus die HÃ¶he der Hypothek und der Schuldzinsen ersichtlich sind. Weitere Schuld(zins)en wurden nicht zum Abzug zugelassen. Die Unterhaltszahlungen an die Exfrau und das Kind wurden entsprechend den eingereichten Belastungsanzeigen gekÃ¼rzt. Bei den Krankheitskosten wurde lediglich der nachgewiesene Selbstbehalt in der HÃ¶he von Fr. â¦ zum Abzug zugelassen. </p> <p class="Urteilstext">Am 6. November 2022 erhob der Pflichtige Einsprache mit der BegrÃ¼ndung, bei der B SA handle es sich bloss um einen "Payroller" der C GmbH, womit die beiden EinkÃ¼nfte nicht parallel besteuert werden dÃ¼rften. Der Lohn inkl. ErsatzeinkÃ¼nfte liege damit in dem von ihm angegebenen Bereich von Fr. ... Auch betreffend Liegenschaftenunterhalt, Kosten fÃ¼r Berufskleider, Schuldzinsen, UnterhaltsbeitrÃ¤ge und Krankheitskosten stellte der Pflichtige von der steueramtlichen EinschÃ¤tzung abweichende AntrÃ¤ge. Mit Einspracheentscheiden vom 14. Dezember 2022 wurden die Einsprachen teilweise gutgeheissen und der Pflichtige neu mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ eingeschÃ¤tzt bzw. mit einem steuerbaren Einkommen Fr. â¦ veranlagt. Dies im Wesentlichen, da das Erwerbseinkommen des Pflichtigen nach Ansicht der SteuerkommissÃ¤rin irrtÃ¼mlicherweise mehrfach erfasst worden war.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Den gegen den Einspracheentscheid des kantonalen Steueramts vom 14. Dezember 2022 erhobenen Rekurs hiess das Steuerrekursgericht mit Entscheid vom 6. Dezember 2023 teilweise gut und schÃ¤tzte den Pflichtigen fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern 2020 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ und mit einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ ein bzw. veranlagte den Pflichtigen fÃ¼r die direkte Bundessteuer 2020 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. ...</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Eingabe vom 5. Januar 2024 erhob der Pflichtige Beschwerde gegen den Entscheid des Steuerrekursgerichts vom 6. Dezember 2023 und beantragte dem Verwaltungsgericht, die Kosten des Rekursverfahrens seien dem unterlegenen Beschwerdegegner aufzuerlegen. Die Kosten fÃ¼r die Ausbildung seines Sohnes sowie die Zahlungen der ordentlichen Hypotheken seien zum Abzug zuzulassen. Weiter seien die Unterhaltszahlungen vollstÃ¤ndig zum Abzug zuzulassen, unter Kostenfolgen. Der Pflichtige beantragte zudem Akteneinsicht. Am 31. Januar 2024 nahm der Pflichtige beim Verwaltungsgericht Akteneinsicht.</p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschwerdeantwort vom 19. Januar 2024 beantragte das kantonale Steueramt die Abweisung der Beschwerde, unter Kostenfolge zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers. Das Steuer-<br/> rekursgericht verzichtete auf Vernehmlassung.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Im Beschwerdeverfahren gilt das Novenverbot. FÃ¼r das Verwaltungsgericht ist die gleiche Aktenlage massgebend wie fÃ¼r das Steuerrekursgericht. Tatsachen oder Beweismittel, die nicht spÃ¤testens im Verfahren vor dem Steuerrekursgericht behauptet bzw. vorgelegt oder angerufen worden sind, dÃ¼rfen infolgedessen im Beschwerdeverfahren grundsÃ¤tzlich nicht nachgebracht werden (RB 1999 Nrn. 149 und 150, bestÃ¤tigt in BGE 131 II 548). Vom Novenverbot ausgenommen sind echte Noven, namentlich neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und Beweismittel, die auf einem Revisions- oder Nachsteuergrund (§ 155 bzw. § 160 StG) beruhen oder der StÃ¼tzung von geltend gemachten Rechtsverletzungen dienen, die ihrer Natur nach neuer tatsÃ¤chlicher Vorbringen oder Beweismittel bedÃ¼rfen (BGE 131 II 548).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Umstritten ist zunÃ¤chst der Abzug der geltend gemachten Kosten fÃ¼r die Ausbildung des Sohnes und die Unterhaltszahlungen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.1 </b>GemÃ¤ss § 31 Abs. 1 lit. c StG und Art. 33 Abs. 1 lit. c DBG werden von den steuerbaren EinkÃ¼nften die UnterhaltsbeitrÃ¤ge an den geschiedenen, gerichtlich oder tatsÃ¤chlich getrennt lebenden Ehegatten sowie die UnterhaltsbeitrÃ¤ge an einen Elternteil fÃ¼r die unter dessen elterlicher Sorge oder Obhut stehenden Kinder abgezogen, wÃ¤hrend Leistungen in ErfÃ¼llung anderer familienrechtlicher Unterhalts- oder UnterstÃ¼tzungspflichten nicht abgezogen werden kÃ¶nnen. AbzugsfÃ¤hige UnterhaltsbeitrÃ¤ge sind regelmÃ¤ssig oder unregelmÃ¤ssig wiederkehrende Leistungen, die der Deckung des laufenden Lebensbedarfs des EmpfÃ¤ngers dienen, ohne diesem einen VermÃ¶genszuwachs zu verschaffen. Nicht vorausgesetzt wird das Bestehen einer richterlichen Anordnung oder eines entsprechenden Vertrags zwischen den Ehegatten, hingegen mÃ¼ssen die Leistungen unmittelbar familienrechtlich geschuldet sein, das heisst in ErfÃ¼llung einer Rechtspflicht erbracht werden, wohingegen freiwillig geleistete BeitrÃ¤ge nicht zum Abzug berechtigen (Felix Richner et al., Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 4. A., ZÃ¼rich 2021, § 31 StG N. 48 ff.; Felix Richner et al., Handkommentar zum DBG, 3. A., ZÃ¼rich 2016, Art. 33 DBG N. 48 ff.; VGr, 8. April 2020, SB.2019.00104/105, E. 2.1; VGr, 5. Dezember 2018, SB.2018.00112/113, E. 2.1; VGr, 18. Januar 2012, SB.2011.00082, E. 2.1).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.2 </b>Steuerrechtlich abzugsfÃ¤hige Unterhaltszahlungen mÃ¼ssen damit unabhÃ¤ngig von einer richterlichen Anordnung oder vertraglichen Vereinbarung kumulativ 1) familienrechtlich geschuldet und 2) tatsÃ¤chlich geleistet worden sein sowie 3) der Deckung des laufenden Lebensbedarfs des EmpfÃ¤ngers dienen, ohne diesem einen VermÃ¶genszuwachs zu verschaffen. Zahlungen, die nicht der Deckung des laufenden Lebensbedarfs des EmpfÃ¤ngers dienen, stellen steuerrechtlich keinen abzugsfÃ¤higen Unterhalt dar. Damit ist fÃ¼r die steuerrechtliche Abgrenzung von Ehegatten- und Kinderunterhalt entscheidend, fÃ¼r wessen Lebensbedarf die entsprechenden Zahlungen aufgewendet werden.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.3 </b>UnterhaltsbeitrÃ¤ge fÃ¼r Kinder haben ihre zivilrechtliche Grundlage in der Unterhaltspflicht der Eltern (Art. 276 ff. ZGB) und kÃ¶nnen gegebenenfalls durch UnterhaltsvertrÃ¤ge, die je nachdem durch die KindesschutzbehÃ¶rde oder das Gericht zu genehmigen sind (Art. 287 ZGB), oder durch das Gericht festgelegt werden (Art. 279 ZGB). Zum Unterhalt eines Kinds im Sinn von Art. 276 ZGB gehÃ¶rt alles, was das Kind fÃ¼r sein Leben und seine kÃ¶rperliche, geistige und sittliche Entfaltung benÃ¶tigt. Neben existenziellen GrundbedÃ¼rfnissen wie etwa Unterkunft, Nahrung, Bekleidung, KÃ¶rper- und Gesundheitspflege oder Ausbildung zÃ¤hlen hierzu beispielsweise auch BeitrÃ¤ge an kulturelle oder sportliche BetÃ¤tigungen, Erholung, Unterhaltung oder Taschengeld (BGr, 6. Juni 2014, 2C_1008/2013, E. 2.2; VGr, 18. Januar 2012, SB.2011.00082, E. 2.2; VGr, 18. August 2004 = StE 2005 B 27.2 Nr. 28, E. 3.1.1; Christiana Fountoulakis/Peter Breitschmid in: Thomas Geiser/Christiana Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar ZGB I, 6. A., Basel 2018, Art. 276 ZGB N. 20 ff.; Silvia Hunziker/Jsabelle Mayer-Knobel in: Martin Zweifel/Michael Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz Ã¼ber die direkte Bundessteuer, 3. A., Basel 2017, Art. 23 DBG N. 28 f.).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.4 </b>In Bezug auf die Beweislast gilt allgemein Folgendes: Der Nachweis fÃ¼r steuerbegrÃ¼ndende oder steuererhÃ¶hende Tatsachen obliegt der SteuerbehÃ¶rde, der Nachweis fÃ¼r steueraufhebende oder steuermindernde Tatsachen der steuerpflichtigen Person; diese hat die entsprechenden Tatsachen also nicht nur zu behaupten, sondern auch zu belegen (vgl. Martin Zweifel et al., Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, Direkte Steuern, ZÃ¼rich etc. 2018, § 19 N. 8; BGE 140 II 248 E. 3.5, BGE 121 II 257 E. 4c/aa).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid fest, dass einzig zwei polnische Dokumente eingereicht worden seien, welche die geltend gemachten Nanny- und Schulkosten des Sohnes betreffen wÃ¼rden. Abgesehen davon, dass diese Dokumente nicht in die im Kanton ZÃ¼rich geltende deutsche Amtssprache Ã¼bersetzt worden seien, wÃ¼rden diese auch keine Zahlungsbelege darstellen, weshalb der Abzug nicht zuzulassen sei. Was die abzugsfÃ¤higen UnterhaltsbeitrÃ¤ge betreffe, mache der Pflichtige Ehegattenalimente von Fr. â¦ geltend. GemÃ¤ss Einsprache wÃ¼rden diese monatlich je Fr. â¦ an E und Fr. â¦ an F betragen, was jedoch nur Fr. â¦ ergebe. Im Recht wÃ¼rden nur GeldÃ¼berweisungen von total Fr. â¦ an letztere liegen. Weitere Zahlungsbelege lÃ¤gen keine vor. Es seien somit nur Zahlungen an eine Exfrau teilweise nachgewiesen worden.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der Pflichtige macht geltend, dass die Kosten fÃ¼r die Ausbildung des Sohnes in den vergangenen Jahren immer akzeptiert worden sei. Es werde aus nicht nachvollziehbaren GrÃ¼nden moniert, dass die Dokumente (Originalrechnungen wie in den vergangenen Jahren) in Englisch vorlÃ¤gen und daher der Abzug nicht akzeptiert werde. Das sei willkÃ¼rlich. Es wÃ¼rden auch seit Beginn der Einreichung der Steuern 2020 alle Unterlagen Ã¼ber die Alimentezahlungen vorliegen. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb nach Jahren der Anerkennung diese plÃ¶tzlich gekÃ¼rzt werden sollten. Entgegen der Meinung des Pflichtigen kann er <a id="_Hlk175143261">aus dem Verhalten des Steueramts in vorangehenden Steuerperioden jedoch nichts zu seinen Gunsten ableiten, verschafft dieses kein berechtigtes Vertrauen auf GewÃ¤hrung eines Abzugs fÃ¼r unbelegte Unterhaltleistungen. </a>Eine behÃ¶rdliche Praxis vermag grundsÃ¤tzlich fÃ¼r sich allein genommen kein berechtigtes Vertrauen zu begrÃ¼nden (BGr, 15. September 2014, 2C_112/2014, E. 6.2.3; BGr, 7. April 2005, 1P.701/2004, E. 4.2). Jede Steuerperiode wird neu beurteilt, ohne RÃ¼cksicht auf vorgÃ¤ngige, allenfalls unrichtige Veranlagungen (BGr, 15. September 2014, 2C_112/2014, E. 6.2.3; BGr, 16. Mai 2007, 2C_196/2007, E. 3.2<a id="_Hlk175143282">). Der Pflichtige hat keinen Nachweis Ã¼ber die geleisteten Zahlungen fÃ¼r die Ausbildung seines Sohnes und der Ehegattenalimente erbracht. Er trÃ¤gt die Beweislast fÃ¼r steuermindernde Tatsachen. Die AbzÃ¼ge sind ihm nach dem Gesagten zu Recht nicht gewÃ¤hrt worden. </a></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Umstritten ist weiter der Abzug der Zahlungen der ordentlichen Hypothek. </p> <p class="Urteilstext">Der Pflichtige macht geltend, dass die Zahlungen der ordentlichen Hypothek nicht zum Abzug zugelassen worden seien, obwohl dies in den Vorjahren der Fall gewesen sei. Es sei willkÃ¼rlich, dass die Zahlungen der Zinsen als mÃ¶gliche RÃ¼ckzahlung von Kapital beurteilt worden seien. Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid diesbezÃ¼glich fest, dass zwar Belastungsanzeigen mit ÃbertrÃ¤gen auf Hypotheken eingereicht worden seien, es sei jedoch nicht ersichtlich, ob es sich bei diesen Zahlungen um Schuldzinsen oder KapitalrÃ¼ckzahlungen handle. Der Pflichtige habe keine Zusammenstellung der an die Bank gezahlten Schuldzinsen eingereicht. Die geltend gemachten Schuldzinsen in der HÃ¶he von Fr. â¦ seien zudem viel hÃ¶her als die aus den Vorjahresbescheinigungen ersichtlichen Fr. â¦ Ã 1,8 % Jahreszins, Fr. â¦ Ã 2,5 % Jahreszins und Fr. â¦ Ã 1,3 % Jahreszins (total: Fr. â¦). Das kantonale Steueramt habe deshalb die Schuldzinsen zu Recht mit Fr. â¦ veranlagt. <a id="_Hlk175143347">Soweit sich der Pflichtige darauf beruft, dass in den vorangegangenen Steuerperioden der Abzug fÃ¼r Schuldzinsen gewÃ¤hrt worden sei, kann er aus dem Verhalten des Steueramts in vorangehenden Steuerperioden wie bereits festgehalten wurde nichts zu seinen Gunsten ableiten (vgl. E. 2.3). Der Pflichtige hat in der Steuerperiode den Nachweis Ã¼ber die geleisteten Schuldzinsen zu erbringen. Er ist dieser Pflicht trotz mehrfacher Aufforderung nicht nachgekommen und trÃ¤gt die Beweislast. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanzen die Schuldzinsen mit Fr. â¦ veranlagt haben.</a></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><a id="_Hlk175143419">Der Pflichtige rÃ¼gt schliesslich die Kostenauflage des vorinstanzlichen Verfahrens. </a></p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>GemÃ¤ss § 151 Abs. 1 StG bzw. Art. 144 Abs. 1 DBG werden die Kosten des Verfahrens vor dem Steuerrekursgericht der unterliegenden Partei auferlegt. Wird der Rekurs teilweise gutgeheissen, werden sie grundsÃ¤tzlich anteilmÃ¤ssig aufgeteilt. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die Vorinstanz hat das Rechtsmittel von Amtes wegen teilweise gutgeheissen. In der Sache ging es um Taggelder, welche fÃ¼r die Periode vom 1. bis 29. Januar 2021 ausgerichtet wurden (Fr. â¦). Die Vorinstanz hielt diesbezÃ¼glich fest, dass diese Taggelder erst in der Steuerperiode 2021 zu besteuern seien. Ansonsten wies sie das Rechtsmittel ab. <a id="_Hlk175143437">Da der BeschwerdefÃ¼hrer mit keinem seiner AntrÃ¤ge durchgedrungen ist und die Beschwerde nahezu vollstÃ¤ndig abgewiesen wurde, hat die Vorinstanz die Kosten des Verfahrens dem Pflichtigen auferlegt. </a>Das teilweise Obsiegen in der Sache ist somit im Gesamtzusammenhang von untergeordneter Bedeutung, weshalb es gerechtfertigt war, dass die Vorinstanz dem Pflichtigen die gesamten Kosten auferlegt hat (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG bzw. Art. 144 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 145 Abs. 2). </p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerden.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung1"><span>Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem Pflichtigen aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und steht ihm keine EntschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG).</span> <span>Eine UmtriebsentschÃ¤digung wird nicht zugesprochen, zumal eine solche auch nicht beantragt wurde.</span></p> <p class="Erwgung1">DemgemÃ¤ss erkennt die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. <span>Die Beschwerde SB.2024.00002 betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2020 wird abgewiesen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>2. <span>Die Beschwerde SB.2024.00003 betreffend direkte Bundessteuer 2020 wird abgewiesen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr <span>im Verfahren SB.2024.00002 </span>wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'100.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 87.50</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'187.50</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die GerichtsgebÃ¼hr <span>im Verfahren SB.2024.00003 </span>wird festgesetzt auf <br/> Fr. 600.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 52.50</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 652.50</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. <span>Eine UmtriebsentschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>7. <span>Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) <span>das Steuerrekursgericht;</span></span></p> <p class="Einzug2"><span> c) </span><span>das Sekretariat der GeschÃ¤ftsleitung des kantonalen Steueramts;<br/> d) das Steueramt der Gemeinde G;</span></p> <p class="Einzug2"><span> e) die EidgenÃ¶ssische Steuerverwaltung (ESTV).</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>