Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 10. Januar 2018 (810 17 193) ____________________________________________________________________ Steuern und Kausalabgaben Staatssteuer 2014 / Revision Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Ka ntonsrichter Claude Jeanneret, Markus Clausen, Christian Haidlauf, Stefan Schulthess , Gerichtsschreiberin Elena Diolaiutti Beteiligte A.A.____ und B.A._ ___ , Beschwerdeführer , vertreten durch Hans Guldimann gegen Steuer - und Enteignungsgericht des Kantons Basel -Landschaft (Abteilung Steuergericht) , Kreuzbodenweg 1, 4410 Liestal, Beschwerdegegner Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft , Rechtsdienst, Rheinstrasse 33, Postfach, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin Betreff Staatssteuer 2014 / Revisions-Entscheid (Entscheid der Abteilung Steuergericht vom 28. April 2017) A. A.A.____ und B.A.____ sind Eigentümer von vier L iegenschaften (Mehrfamilienhäuser, Einfamilienhaus) im Kanton Basel-Landschaft. Mit Ve ranlagungsverfügung der Staatssteuer Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2014 vom 22. Oktober 2015 wurden von den von den Ste uerpflichtigen geltend gemachten Lie- genschaftsunterhaltskosten in der Höhe von Fr. 149‘177. -- lediglich Fr. 69‘646.-- zum Abzug zugelassen mit der Begründung, ohne Belege würden keine effektiven Liegenschaftsunterhalts- kosten anerkannt. Des Weiteren wurde ausgeführt, die Steuerverwaltung habe diesen Sachver- halt bereits in den Abweichungsbegründungen zur Veran lagungsverfügung der Staatssteuer 2013 vom 22. Januar 2015 erwähnt. Die Steuerpflichtig en wurden in der Veranlagungsverfü- gung der Staatssteuer 2014 zudem darauf hingewiesen, d ass mittels Einsprache die Belege nachgereicht werden könnten, worauf eine erneute Prüfung erfolgen würde. Mit der Einsprache müssten die Nebenkostenabrechnungen und die Kopien der a ktuellen im Jahr 2014 gültigen Mietverträge eingereicht werden. B. Mit Eingabe vom 10. Juni 2016 erhoben die Steuerp flichtigen, nachfolgend immer ver- treten durch Hans Guldimann, Revisor, bei der Steuerver waltung eine “Beschwerde wegen Willkür und Nötigung“ und verlangten sinngemäss, es seie n die deklarierten Liegenschaftsun- terhaltskosten zum Abzug zuzulassen. Der Vertreter führte aus, jedes Jahr würden die Steuer- pflichtigen mit der Steuererklärung zuverlässige Liegensch aftsabrechnungen mit detaillierten Ausgaben pro Liegenschaft einreichen. Seit Jahren würde dies so gehandhabt und sei auch bei einer schon früher durchgeführten Revision nicht beanstand et worden. Der Vertreter der Steu- erpflichtigen erklärte, nach der Erstellung der Steuererklärung für das Jahr 2015 bei der Kontrol- le der Veranlagungen für das Jahr 2014 festgestellt zu haben, dass massive Veränderungen vorgenommen worden seien, ohne dass von den Steuerpflicht igen oder ihm vorher weitere Auskünfte oder Belege verlangt worden seien. Er habe sc hon früher vor der Einreichung der Steuererklärung für das Jahr 2014 mit dem zuständigen Treuhänder B.____, welcher die ent- sprechenden Veranlagungen für die Gemeinde C.____ vor nehme, bezüglich der Bemerkungen zu den einzureichenden Belegen in der Steuerveranlag ung der Staatssteuer 2013 telefoniert und ihm erklärt, dass es nicht zumutbar sei, jedes Jahr sämtliche Kopien für alle Liegenschaften einzureichen. In der Regel seien das über 200 Belege. In der Wegleitung zur Steuererklärung für natürliche Personen der Steuerverwaltung des Kanto ns Basel-Landschaft (Wegleitung) sei nicht erwähnt, dass ab 2014 neu Kopien aller Aufwendun gen zwingend beizulegen seien. Der Vertreter der Steuerpflichtigen habe B.____ auch mitg eteilt, dass gemäss ausdrücklichen Ver- einbarungen in den Mietverträgen die Nebenkosten nicht separat ausgewiesen würden. Die Steuerpflichtigen und Mieter hätten im gegenseitigen Einverständnis auf eine Abrechnung der Nebenkosten verzichtet. Dadurch, dass B.____ Nebenkostenabre chnungen mit den Mietern verlange, mische er sich in den Privatbereich ein. Ohne R ücksprache und ohne vorherige Auf- forderung zur Einreichung einzelner Belege sei bei den Steuern für das Jahr 2014 “ganz willkür- lich“ eine Veranlagungsverfügung erstellt worden. Es se i überdies auch keine Mitteilung an die Steuerpflichtigen erfolgt. Es liege hier eine stillschw eigende amtliche Einschätzung vor. Es sei auch nicht nachvollziehbar, wie sich die enormen Abweichun gen zusammensetzen würden, da dazu keine Angaben erhältlich seien. Ausserdem sei wied erum verlangt worden, dass die Ne- benkosten separat mit den Mietern abzurechnen und die Kopien sämtlicher Mietverträge einzu- reichen seien. Übertrage eine kantonale Steuerbehörde die Zuständigkeit für die Veranlagung von Gemeindesteuern, kantonalen Steuern und Bundessteue rn an eine selbstveranlagende Gemeinde, müsse sichergestellt werden, dass die Gesetze, We isungen und Wegleitungen ein- gehalten würden. Im vorliegenden Fall sei die Forderu ng zur Einreichung sämtlicher Belege Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht unverhältnismässig. Das pflichtwidrige Verhalten von B.____ sei als Nötigung einzustufen. Will- kür und Nötigung seien strafrechtlich relevant. Die Ein sprachefrist von 30 Tagen gelte nicht, wenn nachträglich festgestellt werde, dass die Verfügun gen aufgrund strafrechtlicher Handlun- gen erfolgt seien. Es seien die nachfolgenden Vorkommniss e abzuklären: 1. Abänderung der Steuerveranlagung ohne vorherige Rückfragen. 2. Die Aufforderung zur Einreichung der Ne- benkostenabrechnungen stelle eine Einmischung in den Pri vatbereich und eine Nötigung dar. 3. Die nicht nachvollziehbaren Abänderungen von der S teuererklärung seien willkürlich. 4. In der Wegleitung sei nicht erwähnt, dass ab 2014 neu K opien aller Aufwendungen zwingend bei- zulegen seien. C. Mit Revisionsentscheid vom 3. August 2016 wies die Steu erverwaltung das Revisions- gesuch ab. Offen wurde die Frage gelassen, ob die 90-t ägige Frist für die Einreichung des Re- visionsbegehrens eingehalten worden war. Im Wesentlichen führte die Steuerverwaltung aus, dass keine strafbare Handlung vorliege, dass die Steuerpflichtigen bereits in der Veranlagungs- verfügung der Staatssteuer 2013 vom 22. Januar 2015 auf die Pflicht zur Einreichung der Bele- ge für die Liegenschaftsunterhaltskosten hingewiesen wor den seien und dort festgehalten wor- den sei, es werde ohne präjudizielle Wirkung ausnahmsweise darauf verzichtet. Zudem seien die Steuerpflichtigen auch in der Veranlagungsverfüg ung der Staatssteuer 2014 explizit auf die Einreichungspflicht der Belege und auf die Möglichkeit zur nachträglichen Einreichung aufmerk- sam gemacht worden. Des Weiteren sei eine Revision ausge schlossen, wenn als Revisions- grund vorgebracht werde, was bei zumutbarer Sorgfalt schon im ordentlichen Verfahren hätte geltend gemacht werden können. Die Veranlagung für das Jahr 2014 sei weder ordentlich noch ausserordentlich abänderbar. Im gemischten Veranlagungsve rfahren dürfe eine rechtzeitige Kontrolle einer definitiven Veranlagung generell er wartet werden. Gleichzeitig hätten die Steu- erpflichtigen es versäumt, innert 30 Tagen Einsprache zu erheben. Mit Blick auf die Gleichstel- lung aller Steuerpflichtigen würden Rektifikate somit ausser Betracht fallen. D. Mit Eingabe vom 27. August 2016 erhoben die Steuer pflichtigen mit dem sinngemäs- sen Begehren, die deklarierten Liegenschaftsunterhaltskost en seien zum Abzug zuzulassen, beim Steuer- und Enteignungsgericht, Abteilung Steuer gericht (Steuergericht), Rekurs. Zur Be- gründung führten sei aus, eine Beschwerde im Sinne eine r Klage könne jederzeit eingereicht werden und sei an keine Frist gebunden. Es liege ein Verstoss gegen Treu und Glauben vor, es sei willkürlich gehandelt worden und es liege eine Nöti gung vor. Demzufolge würden strafrecht- liche Normen eine Rolle spielen und in diesem Fall sei en Abklärungen von Amtes wegen vor- zunehmen. E. Mit Entscheid vom 28. April 2017 wies das Steuergeri cht den Rekurs ab. Im Wesentli- chen erklärte es, die Steuerverwaltung habe die Eingabe vom 10. Juni 2016 zu Recht als Revi- sionsgesuch entgegengenommen. Da kein Revisionsgrund vorl iege, sei nicht zu beanstanden, dass das Revisionsgesuch abgewiesen worden sei. F. Gegen diesen Entscheid erhoben die Steuerpflichtige n beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), mit E ingabe vom 21. Juli 2017 Be- schwerde. Sinngemäss wurde beantragt, die deklarierten Liegenschaftsunterhaltskosten seien Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht zum Abzug zuzulassen. Es wurde moniert, dass weder die Ste uerverwaltung noch das Steuer- gericht auf die ausdrückliche Beschwerde wegen Willkür und Nötigung eingegangen und das rechtliche Gehör verletzt worden sei. Es sei ein absolut er Verhältnisblödsinn jedes Jahr ca. 200 Kopien einzureichen. B.____ habe dem Vertreter der Steuerpflichtigen, bevor Letztgenannter die Steuererklärung für das Jahr 2014 ausgefüllt habe , telefonisch mitgeteilt, er lehne die Weg- leitung ab und diese sei für ihn nicht verbindlich. Di e Beschwerdeführer rügten, es sei nicht er- sichtlich, weshalb diese Wegleitung in Sachen Liegenschaftsunterhalt für die Gemeinde C.____ keine Geltung haben solle und weshalb die Regelung, wonach die von den Steuerpflichtigen mit den Mietern schriftlich vereinbarte Regelung, dass die Nebenkosten in den jeweiligen Mietzin- sen enthalten seien, nicht anerkannt werde mit der Fol ge, dass sämtliche Mietverträge neu er- stellt werden müssten und die Nebenkosten mit den Miet ern jährlich detailliert abzurechnen seien. Die Vorinstanzen seien ohne Begründung nicht au f die eingereichte Beschwerde einge- treten, hätten jedoch trotzdem festgehalten, dass keine Willkür und Nötigung erkennbar sei. Die im Revisionsentscheid vorgenommenen Feststellungen hätten mit der eingereichten Beschwer- de nichts zu tun. Mit Vernehmlassung vom 6. September 2017 bzw. vom 11. September 2017 beantragte das Steuergericht bzw. die Steuerverwaltung die Abweisung der Beschwerde. Mit unaufgeforderter Eingabe vom 15. September 2017 machten die Beschwerdeführer Ergän- zungen zu ihrer Beschwerde vom 21. Juli 2017. Am 2. Oktober 2017 überwies das Gerichtspräsidium den Fa ll der Kammer zur Beurteilung im Rahmen einer Urteilsberatung. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g: 1. Nach § 131 Abs. 1 des Gesetzes über die Staats- und Ge meindesteuern (StG) vom 7. Februar 1974 können Entscheide des Steuergerichts mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Kantonsgericht angefochten werden. Da sämtliche w eiteren formellen Voraussetzungen gemäss den §§ 43 ff. des Gesetzes über die Verfassungs- u nd Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 erfüllt sind, kann auf di e vorliegende Beschwerde eingetreten werden. 2. Gemäss § 45 Abs. 1 VPO können mit der verwaltungsg erichtlichen Beschwerde Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Untersch reitung oder Missbrauch des Er- messens (lit. a) sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) gerügt werden. Die Überprüfung der Angemessenheit ei ner Verfügung ist hingegen nur in Aus- nahmefällen vorgesehen (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO). Ein solcher Ausnahmefall statuiert § 45 Abs. 2 VPO, gemäss welchem mit der Beschwerde in Steuersachen al le Mängel des angefochtenen Entscheids und des vorangegangenen Verfahrens gerügt we rden können (vgl. auch § 6 Abs. 3 VPO und § 18 Abs. 3 VPO). Demzufolge kann das Kantons gericht vorliegend auch die Ange- messenheit des angefochtenen Entscheides überprüfen. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.1. Vorliegend wurden mit Veranlagungsverfügung der Staatssteuer 2014 vom 22. Oktober 2015 von den von den Steuerpflichtigen geltend gemach ten Liegenschaftsunterhaltskosten in der Höhe von Fr. 149‘177.-- lediglich Fr. 69‘646.-- zu m Abzug zugelassen. Unbestrittenermas- sen wurde innert der 30-tägigen Frist keine Einsprache erhoben. Diese Veranlagungsverfügung erwuchs in Rechtskraft. Erst mit Eingabe vom 10. Juni 2016 und damit über 7 Monate nach Er- lass der strittigen Veranlagungsverfügung erhoben die St euerpflichtigen eine “Beschwerde we- gen Willkür und Nötigung“ und verlangten sinngemäss, es seien die deklarierten Liegenschafts- unterhaltskosten zum Abzug zuzulassen. 3.2. Wird innerhalb der Einsprachefrist keine Einspra che erhoben, so erwächst die Veran- lagungsverfügung in Rechtskraft und kann – vorbehältlich einer Wiedereinsetzung in den frühe- ren Stand im Sinne von § 118 Abs. 2 StG – nicht mehr i m ordentlichen Rechtsmittelverfahren angefochten werden. Auf verspätete Einsprachebegehren kann die Veranlagungsbehörde nicht eintreten, es sei denn, es lägen die Voraussetzungen der Revision nach § 132 StG vor (THOMAS ZIEGLER , in: Nefzger/Simonek/Wenk [Hrsg.], Kommentar zum Steu ergesetz des Kan- tons Basel-Landschaft [Kommentar StG], Basel 2004, Rz 18 zu § 122 StG). Die Steuerverwaltung hat die Eingabe der Beschwerdefüh rer als Revisionsbegehren entgegen- genommen, nachdem sie festgestellt hatte, dass die Einsp rachefrist abgelaufen und kein Fall von Wiederherstellung der Einsprachefrist vorliege. Das Steuergericht ist zum Schluss gekom- men, die Steuerverwaltung habe die Eingabe der Beschwe rdeführer zu Recht als Revisionsbe- gehren behandelt und hat geprüft, ob der Rekurs gegen den Revisionsentscheid rechtens sei. 3.3. Der die Revision regelnde § 132 StG lautet wie f olgt: „1 Eine rechtskräftige Veranlagung oder ein rechtskräftige r Entscheid kann auf Antrag oder von Amtes wegen zugunsten des Steuerpflichtigen revidiert werden, wenn: a. erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel entdeckt werden; b. die erkennende Behörde erhebliche Tatsachen oder en tscheidende Beweismittel, die ihr bekannt waren oder bekannt sein mussten, ausser acht gelassen od er in anderer Weise wesentliche Ver- fahrensgrundsätze verletzt hat; c. wenn ein Verbrechen oder Vergehen die Verfügung od er den Entscheid beeinflusst hat. 2 Eine Revision ist jedoch ausgeschlossen, wenn der Antragsteller als Revisionsgrund vorbringt, was er bei der ihm zumutbaren Sorgfalt schon im ordentlichen Verfahren hätte geltend machen können. 3 Das Revisionsbegehren muss innert 90 Tagen seit Ent deckung des Revisionsgrundes, spätestens jedoch innert 10 Jahren nach Eröffnung der Verfügung oder des Entscheids eingereicht werden. 4 …“ 3.4. Die Absätze 1 und 2 des § 132 StG lauten identisch wie die Absätze 1 und 2 des Art. 147 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteue r (DBG) vom 14. Dezember 1990 und die Absätze 1 und 2 des Art. 51 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG) vom 14. Dez ember 1990, weshalb nachfolgend Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht auch unbesehen auf die Literatur zu den Bestimmungen i m DBG und StHG verwiesen werden kann. 3.5. Gemäss § 132 Abs. 2 StG, Art. 147 Abs. 2 DBG und Art. 51 Abs. 2 StHG ist die Revi- sion ausgeschlossen, wenn der Antragsteller als Revisionsg rund vorbringt, was er bei der ihm zumutbaren Sorgfalt schon im ordentlichen Verfahren hätte geltend machen können. Dabei sind hohe Anforderungen an das Mass der Sorgfalt zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 2C_581/2011 vom 27. März 2012 E. 3.1; M ARTIN E. LOOSER , in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kom- mentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [Kommentar StGH], 3. Aufl., Basel 2017, Rz 26 und 26a zu Art. 51). Gerechtfertigt wird der Grundsatz mit de r Subsidiarität der Revision und den Erfor- dernissen der Rechtssicherheit; ein ausserordentliches Recht smittel soll nicht dazu dienen, frü- her nicht ergriffene ordentliche Rechtsmittel zu ersetze n. Bei der Einsprache gegen die Veran- lagungsverfügung handelt es sich um ein ordentliches Rec htsmittel, bei der Revision um ein ausserordentliches Rechtsmittel (MARTIN ZWEIFEL /S ILVIA HUNZIKER , in: Kommentar StGH, Rz 1 zu Art. 48 StGH; M ARTIN E. LOOSER , in: Kommentar StGH, Rz 2 zu Art. 51 StGH). Was mit ei- nem ordentlichen Rechtsmittel rügbar gewesen wäre, stell t grundsätzlich keinen Revisions- grund dar, denn ein ausserordentliches Rechtsmittel sol l keine Aushöhlung der ordentlichen Rechtsmittelfrist bewirken. Die Revision dient nicht dem Zweck, vermeidbare Unterlassungen während des ordentlichen Verfahrens im Rahmen des Revi sionsverfahrens nachholen zu kön- nen, selbst wenn an sich ein Revisionsgrund vorliegen würd e. Demzufolge ist die Revision zum Beispiel ausgeschlossen, wenn aus Nachlässigkeit des Steuerp flichtigen (oder seines Vertre- ters) wesentliche Sachverhaltselemente im ordentlichen Veranlagungs- oder Rechtsmittelver- fahren nicht vorgebracht worden sind (Deklarationsirrtu m), oder wenn der Steuerpflichtige bei Prüfung der ihm eröffneten Veranlagung – allenfalls unter Beizug eines Sachverständigen – den Sachverhalts- oder Rechtsirrtum der Behörde sofort hätte entdecken können. Nicht mit der nöti- gen Sorgfalt handelt insbesondere auch, wer nicht rechtzeitig die zur Veranlagung notwendigen Angaben macht und Unterlagen vorlegt, so dass er nach Ermessen veranlagt werden muss. Ausgeschlossen ist die Revision auch, wenn als “provisorisch“ deklarierte Einkünfte in der Folge definitiv veranlagt werden, ohne dass vom Steuerpflicht igen dagegen ein Rechtsmittel ergriffen wird (MARTIN E. LOOSER , in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerisch en Steuer- recht, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer [Komme ntar DBG], 3. Aufl., Basel 2017, Rz 24 zu Art. 147 DBG; M ARTIN E. LOOSER , in: Kommentar StGH, Rz 25 ff. zu Art. 51 StGH; HUGO CASANOVA , MARTIN ZWEIFEL , Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, Direkte Steuern , Grundzüge des Steuerrechts, Band Nr. 2, Zürich 2008, § 26, Rz 54). 3.6. Bei den von den Beschwerdeführern geltend gemacht en Abzügen handelt es sich um steuermindernde Tatsachen. Nach der im Steuerrecht all gemein gültigen Regel trägt die Steu- erbehörde die Beweislast für steuerbegründende Tatsach en, während der Beweis für steuer- aufhebende oder steuermindernde Tatsachen grundsätzlich dem Steuerpflichtigen obliegt und er steuermindernde Tatsachen nicht nur zu behaupten, son dern auch zu belegen hat (vgl. BGE 140 II 248 E. 3.5; Urteil des Bundesgerichts 2P.254/200 2 vom 12. Mai 2003 E. 4.2 m.w.H). Blosse Beweisschwierigkeiten im konkreten Einzelfall, weil der beweisbelasteten Partei die Be- weismittel fehlen, führen nicht zu Beweiserleichteru ngen (BGE 130 III 321 E. 3.2). Die Be- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht schwerdeführer wurden in der Veranlagungsverfügung der Staatssteuer 2014 vom 22. Oktober 2015 darauf hingewiesen, dass ohne Belege keine effekti ven Liegenschaftsunterhaltskosten anerkannt würden, die Steuerverwaltung diesen Sachverh alt bereits in den Abweichungsbe- gründungen zur Veranlagungsverfügung der Staatssteuer 2013 erwähnt habe und mittels Ein- sprache die Belege nachgereicht werden könnten, worauf eine erneute Prüfung erfolge. Des Weiteren erklärt der Vertreter der Beschwerdeführer i n der Eingabe vom 10. Juni 2016 an die Steuerverwaltung, er habe schon vor der Einreichung der Steuererklärung für das Jahr 2014 mit dem zuständigen Treuhänder B.____, welcher die entsp rechenden Veranlagungen für die Ge- meinde C.____ vornehme, bezüglich der Bemerkungen zu de n einzureichenden Belegen in der Steuerveranlagung der Staatssteuer 2013 telefoniert. Gegenstand des Gesprächs sei die Ein- reichung der Kopien der Liegenschaftsaufwendungen und der Mietverträge gewesen. Nach dieser Vorgeschichte hätte sich die Prüfung der strittige n Veranlagungsverfügung der Staat- steuer 2014 in Bezug auf die geltend gemachten Aufwendungen für die Liegenschaften gerade- zu aufgedrängt. Aber auch ohne diese Vorgeschichte hät ten die Beschwerdeführer aufgrund der klaren Mitteilung in der Veranlagungsverfügung de r Staatssteuer 2014 und aufgrund der nicht unbedeutenden Streichung des für die Aufwendunge n zugelassenen Abzugs erkennen müssen, dass die von ihnen gewünschten Abzüge nur in etwa zur Hälfte akzeptiert worden wa- ren. Die Beschwerdeführer monieren, es seien bei der st rittigen Steuerveranlagung die Geset- ze, Weisungen und Wegleitungen nicht eingehalten wor den, das Verhalten der Veranlagungs- behörde stelle eine Nötigung dar, die Verfügung sei a ufgrund strafrechtlicher Handlungen er- folgt, es sei eine unberechtigte Abänderung der Steuer veranlagung ohne vorherige Rückfragen erfolgt, die Aufforderung zur Einreichung der Nebenk ostenabrechnungen stelle eine Einmi- schung in den Privatbereich dar, die nicht nachvollzieh baren Abänderungen von der Steuerer- klärung seien willkürlich, es liege eine Verletzung von T reu und Glauben sowie eine stillschwei- gende amtliche Einschätzung vor, da die Veranlagung er folgt sei, ohne dass die Beschwerde- führer aufgefordert worden seien, die vermeintlich fehlenden Belege einzureichen. All diese von den Beschwerdeführern vorgebrachten Argumente hätten sie bei der ihnen obliegenden Sorg- falt ohne weiteres im ordentlichen Verfahren geltend machen können. Die Beschwerdeführer bringen auch nicht vor, sie hätten die von ihnen gelte nd gemachten Vorwürfe nicht bereits im ordentlichen Rechtsmittelverfahren vorbringen können. S o führt der Vertreter der Beschwerde- führer in seiner Eingabe vom 27. August 2016 an das S teuergericht auch ausdrücklich aus, die Einsprachefrist sei nicht genutzt worden, weil die Vera nlagung von den Steuerpflichtigen leider nicht geprüft worden sei. Entgegen dem Standpunkt der Beschwerdeführer kann – wie bereits ausgeführt – selbst die Geltendmachung strafrechtlich r elevanten Verhaltens, sofern diese wäh- rend der Frist des ordentlichen Rechtsmittelverfahrens be i der gehörigen Sorgfalt hätte vorge- nommen werden können, nicht im Revisionsverfahren nachgeholt werden. 3.7. Zum Vorwurf, es sei eine stillschweigende amtliche Einschätzung vorgenommen wor- den, kann an dieser Stelle noch Folgendes ergänzt werde n: Die Beschwerdeführer machen geltend, die Veranlagungsbehörde hätte die Beschwerdeführer auffordern müssen, die Unterla- gen zu den Liegenschaftsabzügen einzureichen. Der Vertr eter der Beschwerdeführer habe B.____ bereits nach der Veranlagungsverfügung für das Jahr 2013 telefonisch gebeten, er solle für das Jahr 2014 und auch zukünftig die einzelnen Poste n bezeichnen, von denen er Kopien wünsche. Aufgrund dieser Unterlassung sei de facto eine amtliche Einschätzung vorgenommen Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht worden. Diesbezüglich ist erstens festzuhalten, dass auch der Vorwurf, es sei eine unrechtmäs- sige amtliche Einschätzung erfolgt, wie oben ausgeführt , im ordentlichen Rechtsmittelverfahren hätte geltend gemacht werden können. Zweitens ist dem e ntgegen zu halten, dass in § 103 Abs. 1 StG und in § 103 Abs. 2 i.V.m. § 10 der Veror dnung zum Steuergesetz vom 13. Dezem- ber 2005 die Beilagen genannt werden, welche die Ste uerpflichtigen im Rahmen der Steuerer- klärung einzureichen haben, damit es den Einschätzungsbe hörden möglich ist, die Angaben in der Steuererklärung nachzuvollziehen. Unterlässt es die ste uerpflichtige Person, formell korrek- te Beilagen einzureichen, können die Einschätzungsbehör den Nachbesserung gemäss § 105 StG verlangen (KRISTIAN A. MEIER , in: Kommentar StG, Rz 3 zu § 103 StG). Kommt der St euer- pflichtige der festgesetzten Nachfrist nicht nach, wird anschliessend eine letzte Frist gesetzt. Kommt der Steuerpflichtige auch dieser Mahnung nicht nach, so wird er von Amtes wegen ein- geschätzt (amtliche Einschätzung, § 106 StG). Im vorliege nden Fall handelt es sich bei den nicht eingereichten Unterlagen erstens nicht um für die formelle Vollständigkeit der Steuerklä- rung vorausgesetzte Unterlagen, zweitens stellen diese st euermindernde Tatsachen dar, so dass auch keine Verpflichtung bestand, die fraglichen U nterlagen vor der Steuerveranlagung von den Steuerpflichtigen einzufordern (K RISTIAN A. MEIER , in: Kommentar StG, Rz 2 zu § 105 StG). 3.8. Aus den obigen Ausführungen ergibt sich, dass die V orinstanzen zu Recht das Revisi- onsgesuch abgelehnt haben. Demzufolge kann offen bleib en, ob die 90-tägige Frist zur Einrei- chung des Revisionsgesuchs eingehalten und ob eine strafre chtliche Handlung verübt wurde. Festzuhalten ist aber, dass keine Anzeichen für eine straf bare Handlung der Veranlagungsbe- hörde sowie für andere Revisionsgründe vorliegen. 4.1. Der Vertreter der Beschwerdeführer macht in der Beschwerde an das Kantonsgericht geltend, dass ihm bekannt sei, dass die Frist für eine Ei nsprache längstens vorbei sei. Deswe- gen habe er namens seiner Klienten eine Beschwerde ein gereicht. Er sei immer noch der Mei- nung, es liege ein pflichtwidriges Verhalten der Vera nlagungsbehörde vor. Aus diesem Grund habe er am 27. August 2016 einen Rekurs beim Steuerger icht eingereicht. Leider habe auch diese Instanz die “Beschwerde wegen Willkür und Nötigu ng“ nicht beachtet, sondern diese “als Revisionsentscheid im Sinne einer Einsprache behandelt“. Dieser Entscheid entspreche nicht dem Inhalt der eingereichten Beschwerde. Der Inhalt d er Eingabe vom 27. August 2016 an das Steuergericht bleibe unverändert. Er verstehe nicht, w eshalb das Steuergericht nicht dazu Stel- lung genommen habe. Die Beschwerdeführer machen damit eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend. 4.2. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Steuerverwaltu ng in ihrem Revisionsentscheid geprüft hat, ob die Eingabe der Beschwerdeführer erst ens als ordentliche Einsprache, zweitens als Gesuch um Wiederherstellung der Einsprachefrist ode r drittens als Revision zu behandeln sei. Sie kam zum Schluss, dass die ordentliche Einsprachefrist abgelaufen sei, keine Gründe für eine Wiederherstellung der Einsprachefrist vorlie gen sowie Revisionsgründe geltend ge- macht würden. Sie nahm die Eingabe demzufolge als Revi sionsgesuch entgegen und kam zum Schluss, dass dieses abgewiesen werden müsse, da – selbst we nn Revisionsgründe vorliegen würden – alle Vorbringen bereits im ordentlichen Ver fahren und damit im Einspracheverfahren Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht hätten vorgebracht werden können. Dennoch wurden im R evisionsentscheid die Vorwürfe be- züglich der Verletzung des rechtlichen Gehörs, der Verhä ltnismässigkeit der Einreichung der verlangten Unterlagen und der strafbaren Handlungen b ehandelt. Das Steuergericht ist seiner- seits zum Schluss gekommen, dass die Vorinstanz die Eingabe der Beschwerdeführer zu Recht als Revisionsgesuch behandelt habe und kein Revisionsgrund vorliege, da die strittigen Belege schon im Zeitpunkt der Einreichung der Steuererklärung vorgelegen hätten und im ordentlichen Veranlagungs- bzw. Einspracheverfahren hätten vorgetragen werden können, die Beschwerde- führer die aktenkundigen Tatsachen, die zur Revision Anlass geben sollten, bereits im Zeitpunkt des ordentlichen Rechtsmittelverfahrens hätten geltend m achen können, und die Beschwerde- führer es unterlassen hätten, im ordentlichen Veranlag ungsverfahren bzw. im Einsprachever- fahren die strittigen Unterlagen einzureichen. Auch das Steuergericht prüfte, obwohl dies bei der Schlussfolgerung, dass die Rügen im ordentlichen Re chtsmittelverfahren hätten geltend gemacht werden können, gar nicht notwendig gewesen wäre, dennoch die Vorwürfe der Be- schwerdeführer bezüglich Willkür und Nötigung. 4.3. Entgegen dem Standpunkt der Beschwerdeführer habe n die Vorinstanzen die Einga- ben der Beschwerdeführer nicht als fristmässig versäumte Ei nsprache bzw. als Rekurs gegen eine verspätet eingereichte Einsprache, sondern als Revi sionsbegehren und als Rekurs gegen ein abgewiesenes Revisionsbegehren behandelt. Ein Revisio nsbegehren kann jedoch nur gut- geheissen werden, wenn ein Revisionsgrund gemäss § 132 Ab s. 2 lit. a, b oder c StG vorliegt und dieser Grund bei gehöriger Sorgfalt eben gerade nicht in einem ordentlichen Rechtsmittel- verfahren hätte vorgebracht werden können. Es wäre ab er den Beschwerdeführern möglich gewesen, alle Rügen in einer Einsprache und damit in einem ordentlichen Rechtsmittel geltend zu machen. Wird der Schluss gezogen, dass ein Revisionsgrund auch im Einspracheverfahren hätte geltend gemacht werden können, ist entgegen de r von den Beschwerdeführern vertrete- nen Meinung unabhängig davon, ob z.B. ein strafbares Verhalten vorliegt, das Revisionsbegeh- ren abzuweisen und damit die Steuerveranlagung nicht zu korrigieren. Die Vorinstanzen sind auf die Vorwürfe der Beschwerdeführer eingegangen und zum Schluss gekommen, dass diese erstens im ordentlichen Rechtsmittelverfahren hätten gel tend gemacht werden können und zweitens nicht zutreffen würden. Es ist nicht ersichtlich, in wiefern die Vorinstanzen das rechtli- che Gehör der Beschwerdeführer verletzt haben sollen. D as Gesetz kennt keine “Beschwerde wegen Willkür und Nötigung“, welche unter den von den Beschwerdeführern gewünschten Vor- aussetzungen erhoben werden kann. 5.1. Es stellt sich die Frage, ob die Beschwerdeführer a llenfalls eine aufsichtsrechtliche Anzeige gemäss § 43 des Verwaltungsverfahrensgesetzes Base l-Landschaft (VwVG BL) vom 13. Juni 1988 machen wollten. Gemäss dieser Bestimmung kann jedermann Tatsachen, die ein Einschreiten gegen eine Behörde erforderlich erscheinen lassen, der Aufsichtsbehörde anzei- gen (Abs. 1). Die anzeigende Person hat nicht die Re chte einer Partei, doch ist ihr Auskunft über die Erledigung ihrer Anzeige zu erteilen (Abs. 2). 5.2. Der Vertreter der Beschwerdeführer erklärt in sein em Schreiben vom 10. Juni 2016 an die Steuerverwaltung, er habe nach Erstellung der Steu ererklärung für das Jahr 2015 bei der Kontrolle der Veranlagung der Staatssteuer 2014 festgestellt, dass massive Änderungen vorge- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht nommen worden seien, ohne dass von den Steuerpflichtig en vorher weitere Auskünfte oder Belege verlangt worden seien. Bereits vor der Einreich ung der Steuererklärung für das Jahr 2014 habe er mit B.____, der für die Veranlagung zu ständigen Person, bezüglich der Bemer- kungen zu den einzureichenden Belegen in der Steuervera nlagung der Staatssteuer 2013 tele- foniert und ihm erklärt, dass es nicht zumutbar sei, jede s Jahr Kopien für alle Liegenschaften etc. einzureichen. Ebenso habe er ihm erklärt, dass die N ebenkosten nicht separat ausgewie- sen würden. Der Vertreter der Beschwerdeführer habe B .____ empfohlen, in Zukunft einzelne Belege, welche Letztgenannter einzusehen wünsche, bei den Steuerpflichtigen zu verlangen. Ohne Rücksprache und ohne vorherige Aufforderung zur Ei nreichung einzelner Belege sei dann willkürlich die Steuerveranlagung für das Jahr 2014 erstellt worden. Es sei keine Mitteilung an die Steuerpflichtigen erfolgt und es sei nicht ersich tlich, welche Posten nicht als abzugsfähig anerkannt worden seien. Dies sei eine willkürliche Han dlung. Die Forderung zur Einreichung sämtlicher Belege sei unverhältnismässig. Dieses pflichtwi drige Verhalten sei als Nötigung ein- zustufen. Willkür und Nötigung seien strafrechtlich relevant. Die Beweiswürdigung liege in erster Instanz bei der Steuerverwaltung. Ferner sei das steuerpf lichtige Einkommen ohne Ankündi- gung massiv erhöht worden. Dieses Vorgehen sei rechtswidri g und stelle einen klaren Verstoss gegen das Gebot von Treu und Glauben dar. Die Steuerv erwaltung könne feststellen, ob ande- re Steuerpflichtige aus der Region der Beschwerdeführe r ebenso behandelt würden oder ob hier eventuell persönliche Ressentiments eine Rolle spielen würden. Der Rechtsvertreter kenne die für die Vornahme der Veranlagung zustände Person nicht persönlich. Am Telefon habe er sich allerdings stur und arrogant gegeben. Der Vertreter der Beschwerdeführer bitte die Steuer- verwaltung, diesen Fall gründlich zu prüfen. Er stellt im Schreiben vom 10. Juni 2016 im Namen seiner Klienten das Begehren, es seien die Veranlagunge n der Staatssteuer und der direkten Bundessteuer für das Jahr 2014 als nicht relevant zu erklä ren und zu ersetzen. Des Weiteren führt der Vertreter der Beschwerdeführer aus, die Ein sprachefrist von 30 Tagen gelte nicht, wenn nachträglich festgestellt werde, dass die Verfügung aufgrund strafrechtlicher Handlungen ausgeführt worden sei. Die Steuerverwaltung könne auch eine Revision an Ort und Stelle durchführen. Sämtliche Unterlagen stünden zur Verfügung. 5.3. Diese Eingabe zeigt eindeutig, dass es den Beschw erdeführern primär darum ging, die Steuerveranlagungsverfügung aufzuheben und die geforde rten Abzüge vornehmen zu können. Das Argument des strafrechtlich relevanten Verhaltens sollte primär dazu dienen, eine Abände- rung der Veranlagung trotz Ablauf der Einsprachefrist e rwirken zu können. Damit stellten die Beschwerdeführer sinngemäss ein Revisionsbegehren. Aufgrun d dieser Eingabe und auch der Eingabe an das Steuergericht konnten die Vorinstanzen zu Recht annehmen, dass ein Revisi- onsbegehren gestellt und nicht eine aufsichtsrechtliche Anzeige erstattet worden war. Es ist den Beschwerdeführern aber unbenommen, jederzeit eine auf sichtsrechtliche Anzeige bzw. eine Strafanzeige bei den zuständigen Behörden zu erstatten bzw. bei der nächsten Steuerveranla- gung innerhalb der Einsprachefrist Einsprache zu erheb en, sofern sich die in diesem Verfahren gerügte Vorgehensweise wiederholen sollte. 6. Die Beschwerde ist demzufolge abzuweisen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahr ens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflic htig. Vorliegend sind die Verfah- renskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 1‘400.-- den u nterliegenden Beschwerdeführern auf- zuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von 1‘800.-- zu verrechnen. Die Parteikosten sind nach § 21 Abs. 1 VPO wettzuschlagen. Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- werden den Be- schwerdeführern auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 1‘800.-- verrechnet. Der zuviel bezahlte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400 .-- wird den Beschwerdeführern zurückerstattet 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Vizepräsident Gerichtsschreiberin