<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Plattform (Online-Rechner) nach österreichischem Vorbild einzuführen, auf der die Treibstoffpreise der Tankstellen in der Schweiz abgerufen werden können. Eine solche Plattform beruht auf dem Wirtschaftsprinzip des Wettbewerbs, ist wirksam (gegen Preiserhöhungen) und nicht teuer. Auch könnte deren Einführung mit den laufenden Arbeiten des Preisüberwachers zu den Margen auf dem Treibstoffmarkt koordiniert werden.</p><p></p><p>Eine Minderheit der Kommission (Aeschi Thomas, Amaudruz, Dettling, Haab, Tuena) beantragt, die Motion abzulehnen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Energiepreise sind international stark gestiegen, was auch in der Schweiz zu einem Anstieg der allgemeinen Teuerung geführt hat. Allerdings ist die Inflation verglichen mit anderen Ländern moderat. Im September 2022 lag sie bei 3,3 Prozent. Sie lag damit rund 6,7 Prozentpunkte unter dem Wert im Euroraum. Gründe hierfür sind der vergleichsweise tiefe Ausgabenanteil der Haushalte für Energie und die energieeffiziente Wirtschaft.</p><p>Die aktuelle Teuerungsprognose der Expertengruppe des Bundes vom 20. September liegt für das Gesamtjahr 2022 bei 3,0 Prozent. Im Jahr 2023 sollte die Teuerung im Jahresdurchschnitt auf 2,3 Prozent zurückgehen.</p><p>Im Allgemeinen ist die SNB für die Gewährung der Preisstabilität zuständig. Diese verfügt über Instrumente, um einem allfälligen weiteren Anstieg der Inflation in der Schweiz entgegenzuwirken. Der Bundesrat ist sich der Herausforderungen rund um die gestiegenen Energiepreise bewusst. Er sieht anhand der Ergebnisse der eingesetzten interdepartementalen Arbeitsgruppe der Departemente WBF, EFD, UVEK, und EDI derzeit jedoch keinen Bedarf für dringende Massnahmen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.