<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00063</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204263&amp;W10_KEY=4467141&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00063</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 02.06.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Umbauten und Nutzungsänderungen in einem Geschäftshaus<br/><br/>Ein Richter ist so früh wie möglich abzulehnen. Den Beschwerdeführern war die Besetzung der Baurekurskommission schon vor deren Entscheid bekannt, weshalb im Rechtsmittelverfahren vor Verwaltungsgericht eine Rüge der Befangenheit verspätet ist (E. 2).<br/>Kantonale oder kommunale Normen zum Schutz vor Immissionen behalten neben den bundesrechtlichen Vorschriften ihren selbständigen Gehalt, wenn sie raumplanerische Ziele verfolgen und bloss mittelbar der Begrenzung der Umweltbelastung dienen (E. 5.1). Bei Art. 57 BZO Winterthur, wonach in Wohnzonen mit Gewerbeerleichterungen mässig störende Betriebe zulässig sind, handelt es sich um eine städtebaulich motivierte Nutzungsvorschrift, welche nur mittelbar dem Schutz der Nachbarschaft dient. Die geplante Nutzung ist von der Vorinstanz zu Recht als nur mässig störend beurteilt worden (E. 5.2). Für die hier geltend gemachten Immissionen (Stimmenlärm im Freien sowie die Auswirkungen von ankommenden und gehenden Besuchern) liegen keine Belastungsgrenzwerte vor, weshalb sie im Einzelfall zu beurteilen sind (Art. 40 Abs. 3 LSV). Diese Immissionen erreichen schlimmstenfalls den Grad einer geringfügigen Störung und sind in einer Mischzone mit Empfindlichkeitsstufe III zulässig (E. 5.3).<br/>Die von der Vorinstanz vorgenommene Beurteilung anhand der massgeblichen feuerpolizeilichen Vorschriften wird durch den vom Verwaltungsgericht beigezogenen Amtsbericht der Kantonalen Feuerpolizei bestätigt (E. 7).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABLEHNUNG">ABLEHNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: AUSSTAND">AUSSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESETZUNG">BESETZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETRIEB">BETRIEB</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FEUERPOLIZEI">FEUERPOLIZEI</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRM">LÃRM</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 30 Abs. I BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 40 Abs. III LSV</span><br/><span class="gerade">§ 5a VRG</span><br/><span class="ungerade">Art. 57 lit. a BZO Winterthur</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 8. August 2003 erteilte der Bauausschuss der Stadt Winterthur dem Departement Soziales der Stadt Winterthur die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r innere Umbauten und NutzungsÃ¤nderungen im ersten, dritten und vierten Obergeschoss des GebÃ¤udes Vers.-Nr. 610 an der Bleichestrasse 32 in Winterthur-Veltheim.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diese Bewilligung erhoben A und B als Inhaber von Gewerbebetrieben im nÃ¤mlichen GebÃ¤ude am 10. September 2003 je Rekurs an die Baurekurskommission IV. Diese vereinigte die Verfahren und wies die Rekurse am 18. Dezember 2003 ab, soweit sie darauf eintrat.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 9. Februar 2004 liessen A und B dem Verwaltungsgericht beantragen, den Rekursentscheid aufzuheben und die Baubewilligung nichtig zu erklÃ¤ren, eventuell diese aufzuheben, jedenfalls unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Sodann sei der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen. Mit ergÃ¤nzender Eingabe vom 13. Februar 2004 machten sie Ã¼berdies geltend, die Bauherrschaft beabsichtige die Einrichtung einer Spritzkabine.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vorinstanz schloss am 26. Februar 2004 auf Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdegegnerschaft liess am 10. MÃ¤rz 2004 beantragen, die Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrer abzuweisen. Der Beschwerde sei Ã¼berdies die aufschiebende Wirkung zu entziehen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 26. MÃ¤rz 2004 zog das Verwaltungsgericht von der Kantonalen Feuerpolizei einen Amtsbericht zur Einhaltung der feuerpolizeilichen Vorschriften bezÃ¼glich der Fluchtwege bei, welcher am 15. April 2004 erstattet wurde. Die Parteien erhielten Gelegenheit zur Stellungnahme.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Beschwerde kommt gemÃ¤ss § 55 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu. Der Antrag der BeschwerdefÃ¼hrer, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen, stÃ¶sst deshalb ins Leere. Sodann sind keine GrÃ¼nde ersichtlich, welche den von der Beschwerdegegnerschaft beantragten Entzug der aufschiebenden Wirkung rechtfertigen wÃ¼rden. Zudem wird dieser Antrag mit dem heutigen Entscheid in der Sache gegenstandslos.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrer sich gegen die Einrichtung einer Spritzkabine wenden, ist auf ihre Beschwerde bzw. deren ErgÃ¤nzung vom 13. Februar 2004 nicht einzutreten, weil ein solches Vorhaben nicht Gegenstand der angefochtenen Bewilligungen bildet.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrer werfen der Vorinstanz vor, sie habe einseitig und unter Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs die Tatsachenbehauptungen der Gegenseite Ã¼bernommen, was die BefÃ¼rchtung wecke, die Kommission sei befangen gewesen. Die nebenamtlichen Mitglieder der Kommission seien als Architekten bzw. Anwalt tÃ¤tig, und die BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tten deshalb ein Anrecht darauf zu erfahren, ob sie dadurch befangen seien, dass sie irgendwelche geschÃ¤ftliche Beziehungen zur Stadt Winterthur unterhielten oder unterhalten hÃ¤tten, oder ob sie Dritte in Bewilligungsverfahren vor der Stadt Winterthur vertrÃ¤ten oder vertreten hÃ¤tten. DarÃ¼ber hÃ¤tten die Mitglieder der Vorinstanz Auskunft zu geben.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Nach der sowohl in Art. 30 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 19. April 1999 (BV) als auch in Art. 6 Ziffer 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 (EMRK) enthaltenen Garantie des verfassungsmÃ¤ssigen Richters hat der Einzelne Anspruch darauf, dass seine Sache von einem unparteiischen, unvoreingenommenen und unbefangenen Richter ohne Einwirkung sachfremder UmstÃ¤nde entschieden wird. Liegen bei objektiver Betrachtungsweise Gegebenheiten vor, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit zu begrÃ¼nden vermÃ¶gen, so ist die Garantie verletzt. Solche UmstÃ¤nde kÃ¶nnen entweder in einem bestimmten persÃ¶nlichen Verhalten der betreffenden Person oder in funktionalen oder organisatorischen Gegebenheiten (so genannte Vorbefassung) begrÃ¼ndet sein (BGE 126 I 68 E. 3a, 125 I 209 E. 8a). Wegen persÃ¶nlichen Verhaltens ist der Richter nicht erst dann von der Mitwirkung ausgeschlossen, wenn er deswegen tatsÃ¤chlich befangen ist. Es genÃ¼gt, wenn konkrete UmstÃ¤nde vorliegen, die den Anschein der Befangenheit zu begrÃ¼nden vermÃ¶gen. Dabei kann bei der Beurteilung der UmstÃ¤nde, welche die Gefahr der Voreingenommenheit begrÃ¼nden, nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei abgestellt werden; das Misstrauen in die Unvoreingenommenheit muss vielmehr in objektiver Weise begrÃ¼ndet erscheinen (BGE 118 Ia 282 E. 3d, 117 Ia 182 E. 3b; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 5a N. 6). Das kantonale Recht regelt den Ausstand fÃ¼r das Verwaltungsverfahren und die Verwaltungsrechtspflege in § 5a VRG.</span></p> <p class="Urteilstext"><a id="ERW1"><span>Ein Richter ist so frÃ¼h wie mÃ¶glich abzulehnen. Es verstÃ¶sst gegen Treu und Glauben, EinwÃ¤nde dieser Art erst im Rechtsmittelverfahren vorzubringen, wenn der Mangel schon vorher hÃ¤tte festgestellt werden kÃ¶nnen. Wer den Richter nicht unverzÃ¼glich ablehnt, wenn er vom Ablehnungsgrund Kenntnis erhÃ¤lt, sondern sich stillschweigend auf den Prozess einlÃ¤sst, verwirkt den Anspruch auf spÃ¤tere Anrufung der verletzten Verfassungsbestimmung </span></a><span>(BGE 114 Ia 278 E. 3e, 114 V 61 E. 2b). Solange aber dem Betroffenen nicht mitgeteilt wird, welche Personen am Entscheid mitwirken, kann er nicht beurteilen, ob sein verfassungsmÃ¤ssiger Anspruch auf richtige Besetzung des Gerichts und eine unparteiische Beurteilung seiner Sache gewahrt worden ist. Vor allem ist es ihm ohne Kenntnis der personellen Zusammensetzung des Gerichts nicht mÃ¶glich, AusstandsgrÃ¼nde zu erkennen und gegebenenfalls geltend zu machen. Die Garantie des verfassungsmÃ¤ssigen Richters nach Art. 58 der alten Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 bzw. nach Art. 30 Abs. 1 BV umfasst deshalb auch einen Anspruch auf Bekanntgabe der personellen Zusammensetzung der entscheidenden BehÃ¶rde (BGE 114 Ia 278 E. 3b, 114 V 61 E. 2b). Dieser Anspruch bedeutet jedoch nicht, dass die Namen der entscheidenden Richter dem rechtsuchenden BÃ¼rger ausdrÃ¼cklich genannt werden mÃ¼ssen. Der Anspruch ist selbst dann gewahrt, wenn die Namen der entscheidenden Richter dem Betroffenen gar nicht persÃ¶nlich mitgeteilt werden, sondern einer allgemein zugÃ¤nglichen Publikation wie etwa einem Staatskalender entnommen werden kÃ¶nnen (BGE 114 Ia 278 E. 3c; RB 1998 Nr. 1). Ist die Partei durch einen Anwalt vertreten, hat sie auf jeden Fall die ordentliche Besetzung eines Gerichts zu kennen (BGE 117 Ia 322 E. 1c).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Mit Eingabe vom 24. September 2003 hat sich der Vertreter der BeschwerdefÃ¼hrer nach der Besetzung der Baurekurskommission IV erkundigt. Laut Protokoll der Vorinstanz wurde ihm tags darauf mitgeteilt, dass die Mitglieder erst nach Abschluss des Vernehmlassungsverfahrens eingesetzt wÃ¼rden. Am 30. Oktober 2003 gab ihm die zustÃ¤ndige Sachbearbeiterin telefonisch bekannt, dass als Vorsitzender der PrÃ¤sident der Baurekurskommis­sion IV, E, und als Referent F bestimmt worden seien. Der Koreferent sei noch nicht bestimmt, doch lasse sich im Internet feststellen (www.zhdirectory.ch), dass nur noch zwei Namen Ã¼brig blieben. Schliesslich wurde dem Ver­treter der BeschwerdefÃ¼hrer mit Schreiben vom 11. Dezember 2003 die vollstÃ¤ndige Besetzung der Kommission bekannt gegeben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die angegebene Website ist nicht Ã¶ffentlich und die Zusammensetzung der Baurekurskommissionen lÃ¤sst sich weder Ã¼ber das Internet-Portal des Kantons ZÃ¼rich noch auf der Website der Justizdirektion finden. Hingegen finden sich diese Angaben im Staatskalender, sodass die BeschwerdefÃ¼hrer neben den bereits bekannt gegebenen Mitwirkenden ohne weiteres auch die beiden Mitglieder in Erfahrung bringen konnten, die als Koreferenten in Frage kamen. Die BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tten deshalb allfÃ¤llige AusstandsgrÃ¼nde bereits im Rekursverfahren vorbringen mÃ¼ssen. BezÃ¼glich der am 30. Oktober 2003 noch nicht feststehenden Person des Koreferenten war es bis zur schriftlichen Mitteilung vom 11. Dezember 2003 angesichts von bloss zwei in Frage kommenden weiteren Kommissionsmitgliedern zumutbar, gegebenenfalls bereits ein vorsorgliches Ausstandsbegehren zu stellen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 5a N. 4). Die erst vor Verwaltungsgericht erhobene RÃ¼ge der Befangenheit ist deshalb verspÃ¤tet. Dass erst der Rekursentscheid bei den BeschwerdefÃ¼hrern BefÃ¼rchtungen hinsichtlich der UnabhÃ¤ngigkeit geweckt haben soll, Ã¤ndert daran nichts. Im Staatskalender sind auch die Berufe der Kommissionsmitglieder angegeben, sodass die BeschwerdefÃ¼hrer AbklÃ¤rungen bezÃ¼glich der befÃ¼rchteten geschÃ¤ftlichen Beziehungen von Kommissionsmitgliedern zur Beschwerdegegnerin bereits im Rekursverfahren hÃ¤tten beantragen kÃ¶nnen. Im Ãbrigen sind keine konkreten Hinweise auf solche Beziehungen erkennbar. Die blossen Vermutungen der BeschwerdefÃ¼hrer, die sich auf keine Tatsachen und Belege stÃ¼tzen kÃ¶nnen, lassen die BefÃ¼rchtung mangelnder Unvoreingenommenheit nicht als ernsthaft und begrÃ¼ndet erscheinen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach den insofern unbestrittenen tatsÃ¤chlichen Feststellungen der Baurekurskommis­sion IV befindet sich das BaugrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 5/4749 in der viergeschossigen Wohnzone mit Gewerbeerleichterung (Zone W4G) gemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung der Stadt Winterthur vom 3. Oktober 2000 (BZO). In dieser Zone sind laut Art. 57 lit. a BZO mÃ¤ssig stÃ¶rende Betriebe (insbesondere Handwerksbetriebe, GaststÃ¤tten, LadengeschÃ¤fte und Dienstleistungsbetriebe) zulÃ¤ssig und es gilt die Empfindlichkeitsstufe (ES) III gemÃ¤ss Art. 43 Abs. 1 lit. c der LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Departement Soziales der Stadt Winterthur beabsichtigt, im frÃ¼heren FabrikgebÃ¤ude, in welchem im Erd- und im Dachgeschoss auch die Betriebe der BeschwerdefÃ¼hrer ansÃ¤ssig sind, die Infrastruktur der Asylkoordination fÃ¼r die Bildungs- und BeschÃ¤ftigungsprogramme, das BÃ¼ro fÃ¼r Notwohnungen sowie die Anlaufstelle "Begleitetes Wohnen" unterzubringen. Im ersten Obergeschoss sollen verschiedene BÃ¼ro- und KursrÃ¤ume, im dritten Obergeschoss BÃ¼ro-, Werkstatt- und LagerrÃ¤ume und eine Cafeteria sowie im vierten Obergeschoss ein Kraftraum mit zwei Garderoben sowie Lager- und WerkstattrÃ¤ume eingerichtet werden. Nach einem ersten, am 6. Juni 2003 eingereichten Baugesuch sollten alle diese RÃ¤ume Ã¼ber den bestehenden Eingang Nord und das dortige Treppenhaus erschlossen werden (Variante Nord). Aufgrund der EinwÃ¤nde der Ã¼brigen Mieter reichte die Bauherrschaft am 21. Juli 2003 als Variante ein geÃ¤ndertes Baugesuch ein, das den Zugang zu den RÃ¤umlichkeiten fÃ¼r das Bildungs- und BeschÃ¤ftigungsprogramm der Asylkoordination im dritten und vierten Obergeschoss Ã¼ber den bestehenden Eingang SÃ¼d und ein dort neu zu erstellendes (internes) Treppenhaus vorsieht (Variante SÃ¼d).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit der angefochtenen Bewilligung vom 8. August 2003 bewilligte der Bauausschuss der Stadt Winterthur beide Erschliessungsvarianten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>In formeller Hinsicht machen die BeschwerdefÃ¼hrer erneut geltend, fÃ¼r die Bewilligung der Variante SÃ¼d hÃ¤tte es eines neuen Bewilligungsverfahrens mit entsprechender Ausschreibung und Aussteckung bedurft. Diesen Einwand hat die Vorinstanz zu Recht verworfen; wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat, stellt die Ãnderung der internen Erschliessung des GebÃ¤udes keine wesentliche Ãnderung des Bauvorhabens dar, weshalb eine erneute Ausschreibung nicht erforderlich war. Auf die ErwÃ¤gungen der Vorinstanz ist gestÃ¼tzt auf § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG in zustimmendem Sinn zu verweisen. Auch die BeschwerdefÃ¼hrer vermÃ¶gen nicht zu sagen, gegen welche Vorschriften dieses Vorgehen verstossen oder gar Nichtigkeit der Bewilligung bezÃ¼glich der Variante SÃ¼d zu Folge haben sollte. AnzufÃ¼gen ist, dass der behauptete Verfahrensfehler die BeschwerdefÃ¼hrer nicht an der Wahrnehmung ihrer Rechte gehindert hat, sodass sie insofern Ã¼berhaupt nicht beschwert waren (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 38).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Materiell rÃ¼gen die BeschwerdefÃ¼hrer, dass es sich bei der geplanten Nutzung nicht um einen mÃ¤ssig stÃ¶renden, sondern um einen stark stÃ¶renden Betrieb handle, der nicht mehr zonenkonform sei.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Der Schutz vor LÃ¤rmemissionen aus ortsfesten Anlagen wird durch das eidgenÃ¶ssische Umweltschutzrecht geregelt (Art. 11 ff., insbesondere Art. 25 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 [USG]; Art. 7 ff. LSV). Auch LÃ¤rmemissionen, die durch den bestimmungsgemÃ¤ssen Betrieb einer Anlage ausserhalb derselben verursacht werden, sind nach den Bestimmungen des eidgenÃ¶ssischen Umweltrechts zu beurteilen, wenn sie unmittelbar dem Betrieb zuzurechnen sind. Das bedeutet aber nicht zwingend, dass Emissionen ausschliesslich nach Umweltrecht des Bundes begrenzt werden dÃ¼rfen. Nach Art. 65 Abs. 2 USG dÃ¼rfen die Kantone zwar keine neuen Immissionsgrenzwerte, Alarmwerte oder Planungswerte festlegen; derartige quantitative ImmissionsbeschrÃ¤nkungen der Kantone sind damit nicht mehr zulÃ¤ssig. Doch wird dadurch selbstÃ¤ndiges kantonales Recht, welches den Schutz vor Immissionen bezweckt oder bewirkt, nicht generell unzulÃ¤ssig; insbesondere kÃ¶nnen kantonale raumplanerische Massnahmen zur Begrenzung der Umweltbelastung eingesetzt werden. StÃ¤dtebauliche Nutzungsvorschriften behalten ihren selbstÃ¤ndigen Gehalt, soweit sie die Frage regeln, ob eine Baute oder Anlage am vorgesehenen Ort erstellt und ihrer Zweckbestimmung Ã¼bergeben werden darf, und zwar auch dann, wenn die fÃ¼r den Charakter eines Quartiers wesentlichen Nutzungsvorschriften <i>mittelbar</i> dem Schutz der Nachbarn vor ÃbelstÃ¤nden verschiedenster Art dienen. So kÃ¶nnen etwa stÃ¶rende Bauten und Betriebe, die mit dem Charakter einer Wohnzone unvereinbar sind, durch kommunales oder kantonales Recht untersagt werden, auch wenn die LÃ¤rmemissionen, zu denen sie fÃ¼hren, bundesrechtliche Schranken nicht Ã¼berschreiten (BGE 118 Ia 112 E. 1b, 118 Ib 590 E. 3a). Entscheidend fÃ¼r die selbstÃ¤ndige Bedeutung des kantonalen oder kommunalen Rechts ist, ob die entsprechenden Bestimmungen raumplanerische Ziele verfolgen, wie beispielsweise die Erhaltung der Eignung eines bestimmten Gebiets zu Wohnzwecken, und nicht bloss den Sinn haben, den verschiedenen Zonen die jeweiligen Empfindlichkeitsstufen zuzuordnen (Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, Band I, 3. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 551). Solche raumplanerischen Ziele stehen etwa dort im Vordergrund, wo durch die Nutzungsplanung Betriebe mit grossem Verkehrsaufkommen nicht in erster Linie wegen der damit verbundenen LÃ¤rm- oder Luft­belastung, sondern aus GrÃ¼nden der Verkehrssicherheit oder wegen Parkplatzproblemen aus bestimmten Zonen ferngehalten werden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Bei Art. 57 BZO, wonach in Wohnzonen mit Gewerbeerleichterungen mÃ¤ssig stÃ¶rende Betriebe zulÃ¤ssig sind, handelt es sich um eine stÃ¤dtebaulich motivierte Nutzungsvorschrift, die nur mittelbar dem Schutz der Nachbarschaft dient. Sie will im betreffenden Gebiet eine Durchmischung von Nutzungen ermÃ¶glichen, indem sie anders als in reinen Wohnzonen dem Schutz des Wohnens keine PrioritÃ¤t einrÃ¤umt, aber gleichzeitig solche Betriebe verbietet, welche unabhÃ¤ngig von den konkreten Immissionen die Tauglichkeit des betreffenden Gebiets zu Wohnzwecken gefÃ¤hrden. Das trifft zu bei den so genannt stark stÃ¶renden Betrieben und solchen, die unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigen Verkehr auslÃ¶sen. Diese schliesst § 52 Abs. 3 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) in Wohnzonen ausdrÃ¼cklich aus.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die von der Beschwerdegegnerschaft geplanten Nutzungen gefÃ¤hrden die Tauglichkeit des betreffenden Gebiets zu Wohnzwecken nicht und sind deshalb von den Vorinstanzen zu Recht als nur mÃ¤ssig stÃ¶rend gewÃ¼rdigt worden. Das Bildungsprogramm der Asylkoordination bietet Kurse an und entspricht damit einem Dienstleistungsbetrieb, wie er in Art. 57 BZO beispielhaft aufgefÃ¼hrt ist; dass die Schulung der Asylbewerber, die in der Regel nicht Ã¼ber Motorfahrzeuge verfÃ¼gen, keinen unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigen Verkehr auslÃ¶st, wie dies beispielsweise bei einem Einkaufszentrum zutrifft, liegt auf der Hand. Dasselbe trifft zu fÃ¼r das MÃ¶bellager fÃ¼r Asylbewerbende, fÃ¼r die Anlaufstelle "Begleitetes Wohnen" und fÃ¼r das BÃ¼ro fÃ¼r Notwohnungen. Das BeschÃ¤ftigungsprogramm fÃ¼r Asylbewerbende lÃ¤sst sich mit seinen WerkstÃ¤tten von den Auswirkungen her mit einem Handwerksbetrieb und die Cafeteria mit einer GaststÃ¤tte vergleichen, wie sie in Art. 57 BZO ebenfalls ausdrÃ¼cklich als zulÃ¤ssig erwÃ¤hnt werden. Selbst wenn es zutreffen sollte, dass diese Einrichtungen im Lauf eines Wochentages von deutlich mehr Asylbewerbern aufgesucht werden, als die Beschwerdegegnerschaft annimmt, wird der Rahmen eines mÃ¤ssig stÃ¶renden Betriebes noch nicht gesprengt. Selbst einige Hundert Besucher, die mehrheitlich Ã¼ber keine Motorfahrzeuge verfÃ¼gen, fÃ¼hren nicht dazu, dass ein nur tagsÃ¼ber offen stehender Dienst­leistungsbetrieb mit dem Wohnen nicht mehr vertrÃ¤glich und deshalb als stark stÃ¶rend zu qualifizieren ist. Dasselbe gilt â soweit diese baurechtlich Ã¼berhaupt relevant sind â fÃ¼r die ideellen Immissionen, welche die BeschwerdefÃ¼hrer darin erblicken, dass die Asylbewerber sich in grÃ¶sseren Gruppen vor dem Eingang aufhalten und dabei rauchen und diskutieren sowie den Eingang zum GebÃ¤ude behindern kÃ¶nnten. Sodann ist darauf hinzuweisen, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrer, soweit sie geltend machen, durch die Behinderungen im Eingangsbereich des GebÃ¤udes im Gebrauch der von ihnen gemieteten GeschÃ¤ftsrÃ¤ume gestÃ¶rt zu werden, an den Vermieter zu wenden haben.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.3 </span></b><span>FÃ¼r die von den BeschwerdefÃ¼hrern befÃ¼rchteten Immissionen, nÃ¤mlich den LÃ¤rm durch menschliches Verhalten bei Pausen im Freien sowie bei der Ankunft und beim Verlassen der LokalitÃ¤ten, kennt das LÃ¤rmschutzrecht keine Belastungsgrenzwerte; insbesondere sind auch die AnhÃ¤nge 3 und 6 zur LSV (betreffend StrassenverkehrslÃ¤rm bzw. Industrie- und GewerbelÃ¤rm) aus verschiedenen GrÃ¼nden nicht aussagekrÃ¤ftig (BGE 126 III 223 E. 3c, 123 II 325 E. 4d/aa und bb). Es ist deshalb im Einzelfall nach den Kriterien von Art. 15, 19 und 23 USG zu beurteilen, ob eine StÃ¶rung vorliegt (Art. 40 Abs. 3 LSV). Dies gilt namentlich fÃ¼r den LÃ¤rm von GaststÃ¤tten und dergleichen, welcher durch eine Mischung aus menschlichem Verhalten und unregelmÃ¤ssigen GerÃ¤uschen bei Ankunft und Verlassen der LokalitÃ¤ten entsteht. Bei dieser Einzelfallbeurteilung sind der Charakter des LÃ¤rms, Zeitpunkt und HÃ¤ufigkeit des Auftretens sowie die LÃ¤rmempfindlichkeit und LÃ¤rmvorbelastung der Zone, in der die Immissionen auftreten, zu berÃ¼cksichtigen. Handelt es sich wie hier um eine neue Anlage, muss der Betrieb mangels anwendbarer Planungswerte ein Immissionsniveau einhalten, bei welchem nach richterlicher Beurteilung hÃ¶chstens geringfÃ¼gige StÃ¶rungen auftreten (BGE 123 II 325 E. 4d/bb). Das bedeutet, dass die Immissionen zu keiner erheblichen StÃ¶rung des Wohlbefindens der betroffenen Nachbarn fÃ¼hren dÃ¼rfen, wobei auch die Wirkungen auf Personengruppen mit erhÃ¶hter Empfindlichkeit wie Kinder, Kranke, Betagte und Schwangere zu berÃ¼cksichtigen sind. Auf die besondere subjektive Empfindlichkeit einzelner Personen ist jedoch nicht abzustellen, sondern es ist ein objektivierter Massstab zu verwenden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die streitbetroffene Liegenschaft befindet sich in einer Mischzone mit Wohn- und Gewerbenutzungen und ist dementsprechend der Empfindlichkeitsstufe III zugewiesen. Es handelt sich dabei anders als bei einer reinen Wohnzone mit Empfindlichkeitsstufe II nicht um eine lÃ¤rmempfindliche Zone, in welcher der Erhaltung der WohnqualitÃ¤t vorab entscheidendes Gewicht beizumessen ist. Jedoch gilt auch in einer solchen Zone, dass die Nachtruhe im Wesentlichen ungestÃ¶rt bleiben muss (BGE 126 III 223 E. 4b).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Immissionen, wie sie die BeschwerdefÃ¼hrer befÃ¼rchten, nÃ¤mlich StimmenlÃ¤rm im Freien und den mit dem Kommen und Gehen der Besucher verbundenen Auswirkungen, hatte sich die Rechtsprechung in jÃ¼ngerer Zeit vor allem bei Gartenwirtschaften zu befassen. Dabei ist wiederholt entschieden worden, dass solcher LÃ¤rm wÃ¤hrend des Tages auch in reinen Wohnzonen mit Empfindlichkeitsstufe II hinzunehmen ist (vgl. BGE 123 II 325 E. 4e; BGr, 5. MÃ¤rz 2003, ZBl 105/2004, S. 94; RB 2002 Nr. 91 = BEZ 2002 Nr. 27). Umso mehr muss dies in der hier in Frage stehenden Mischzone mit Empfindlichkeitsstufe III gelten, wo der GewÃ¤hrleistung einer ungestÃ¶rten Wohnnutzung nicht oberste PrioritÃ¤t zukommt. Die BeschwerdefÃ¼hrer legen denn auch nicht dar, inwiefern die geplanten, nur wÃ¤hrend des Tages ausgeÃ¼bten Nutzungen zu erheblichen StÃ¶rungen des RuhebedÃ¼rfnisses der Nachbarschaft fÃ¼hren kÃ¶nnten. Die geltend gemachten Immissionen erreichen in der in Frage stehenden, nahe beim Stadtzentrum gelegenen Mischzone â auch wenn es sich dabei nicht um eine lÃ¤rmige Gegend handelt â schlimmstenfalls den Grad einer geringfÃ¼gigen StÃ¶rung, was zulÃ¤ssig ist (BGE 123 II 325 E. 4d/bb; BGr, 21. MÃ¤rz 2001, ZBl 102/2001, S. 668, E. 2c). Die von den BeschwerdefÃ¼hrern befÃ¼rchteten Fahrzeugbewegungen fallen lÃ¤rmmÃ¤ssig von vornherein nicht ins Gewicht.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da sich die von den BeschwerdefÃ¼hrern geltend gemachten Immissionen in der fraglichen Zone als zulÃ¤ssig erweisen, hat die Vorinstanz zulÃ¤ssigerweise auf ein Beweisverfahren verzichtet und braucht auch das Verwaltungsgericht keine weiteren Untersuchungen vorzunehmen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Auf die RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrer, fÃ¼r die geplanten Nutzungen seien nicht genÃ¼gend ParkplÃ¤tze vorhanden, ist die Baurekurskommission mit der BegrÃ¼ndung nicht eingetreten, ein solcher Mangel wÃ¼rde nicht zur Aufhebung der Baubewilligung, sondern lediglich dazu fÃ¼hren, dass sich die Bauherrschaft an einer Gemeinschaftsanlage beteiligen oder eine Ersatzabgabe leisten mÃ¼sste. Die Vorinstanz beruft sich dabei zulÃ¤ssigerweise auf die Praxis, wonach die Nachbarn kein Rechtsschutzinteresse haben, wenn ein Projektmangel durch eine fÃ¼r sie bedeutungslose Nebenbestimmung geheilt werden kann (RB 1995 Nr. 8 = BEZ 1995 Nr. 14). Dass der behauptete Mangel an ParkplÃ¤tzen fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrer zu direkten Nachteilen fÃ¼hrt, was die Legitimation der Nachbarn nach der neueren Rechtsprechung zu begrÃ¼nden vermÃ¶chte (VGr, 15. MÃ¤rz 2002, VB.2001.00317), haben sie in ihren Rekursschriften nicht dargelegt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrer werfen dem Bauvorhaben feuerpolizeiliche MÃ¤ngel vor; insbesondere seien die Treppen ungenÃ¼gend dimensioniert, um im Notfall die im GebÃ¤ude Anwesenden aufnehmen zu kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vorinstanz hat eingehend und unter Bezugnahme auf die massgeblichen Bestimmungen dargelegt, dass die feuerpolizeilichen Vorschriften eingehalten sind, insbesondere verfÃ¼gen die zwei im Brandfall benutzbaren TreppenhÃ¤user Ã¼ber das geforderte Lichtmass von 1,2 m. Der vom Verwaltungsgericht beigezogene Amtsbericht der Kantonalen Feuerpolizei hat diese WÃ¼rdigung bestÃ¤tigt. DafÃ¼r, dass mit hÃ¶heren Belegungszahlen zu rechnen ist als mit den von der Bauherrschaft angegebenen, bestehen keine Anhaltspunkte.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>8. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde erweist sich damit als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den BeschwerdefÃ¼hrern zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftung aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 und § 14 VRG; RB 1996 Nr. 9). Der Beschwerdegegnerin, bei der die Beantwortung der Beschwerde durch eigene Fachleute keinen besonderen Aufwand verursacht hat, steht eine ParteientschÃ¤digung nicht zu (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Die unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer haben von vornherein keinen EntschÃ¤digungsanspruch.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrenden die Verletzung von bundesrechtlichen Umweltschutzbestimmungen rÃ¼gen, steht ihnen gegen diesen Entscheid die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 150.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'150.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrern je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r den Gesamtbetrag.</p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>