<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2016.00452</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=216684&amp;W10_KEY=13013509&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2016.00452</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.11.2016</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Administrativmassnahmen im Strassenverkehr</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verkehrsmedizinische Abklärung der Fahreignung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Eine Fahreignungsabklärung setzt nicht voraus, dass eine Angetrunkenheit oder ein anderer, die Fahreignung beeinträchtigender Umstand im Zusammenhang mit der Teilnahme am Strassenverkehr festgestellt wurde. Eine Fahreignungsabklärung kann vielmehr auch gestützt auf Informationen erfolgen, die eine (Alkohol-)Auffälligkeit ausserhalb des Strassenverkehrs belegen. Auch in diesen Fällen braucht es aber einen Konnex zwischen der Alkoholisierung und der Teilnahme am motorisierten Strassenverkehr. Es muss mithin Anlass zur begründeten Annahme bestehen, dass der Betreffende nicht in der Lage ist, seinen Alkoholkonsum von der Verkehrsteilnahme zu trennen. Aufgrund der beim beschuldigten festgestellten Alkoholisierung bestehen solche Anhaltspunkte (E. 2.2). Da nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung für eine Fahreignungsabklärung keine unentgeltliche Rechtspflege gewährt wird, können in diesem Rahmen finanzielle Überlegungen keine Rolle spielen (E. 3.6). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALKOHOLABHÃNGIGKEIT">ALKOHOLABHÃNGIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENVERKEHR">STRASSENVERKEHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSMEDIZINISCHE ABKLÃRUNG">VERKEHRSMEDIZINISCHE ABKLÃRUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 14 Abs. I SVG</span><br/><span class="ungerade">Art. 28a Abs. I lit. a VZV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=31704" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2016.00452</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">3. November 2016</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Lukas Widmer, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Martin Tanner. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Strassenverkehrsamt des Kantons ZÃ¼rich,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Verkehrsmedizinische AbklÃ¤rung der Fahreignung,</b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><span>hat sich ergeben: </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit VerfÃ¼gung vom 1. Juni 2016 ordnete das Strassenverkehrsamt des Kantons ZÃ¼rich eine verkehrsmedizinische AbklÃ¤rung der Fahreignung von A an. Es verpflichtete diesen, sich innert zehn Tagen am Institut fÃ¼r Rechtsmedizin der UniversitÃ¤t ZÃ¼rich (IRMZ) oder einer anderen anerkannten Stelle zum Untersuch anzumelden und die entsprechenden Kosten zu tragen. FÃ¼r den Unterlassungsfall drohte das Strassenverkehrsamt A an, dass es unverzÃ¼glich ein Verfahren zum Entzug seines FÃ¼hrerausweises einleiten werde. Dem Lauf der Rekursfrist und der Einleitung eines Rekurses entzog es die aufschiebende Wirkung.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen rekurrierte A am 6. Juni 2016 an die Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich. Diese wies sein Rechtsmittel mit Entscheid vom 21. Juli 2016 ab. Dem Lauf der Beschwerdefrist und der Einreichung einer Beschwerde entzog sie ebenfalls die aufschiebende Wirkung.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 10. August 2016 fÃ¼hrte A Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er beantragte die Einstellung des verkehrsmedizinischen AbklÃ¤rungsverfahrens. Das Strassenverkehrsamt liess sich am 31. August 2016 mit dem Beschluss auf Abweisung der Beschwerde vernehmen. Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 7. September 2016 auf eine Vernehmlassung.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Der angefochtenen Anordnung liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Am 9. April 2016 fÃ¼hrte ein Mitarbeiter der Stadtpolizei B beim BeschwerdefÃ¼hrer einen Atemluftalkoholtest durch. Dieser ergab einen Wert von 1,55 Promille. Zugleich stellte der Polizeibeamte fest, dass diese Alkoholisierung keinen erkennbaren Einfluss auf das Gleichgewicht des BeschwerdefÃ¼hrers beim Stehen und Gehen hatte. Auch war dessen Aussprache gemÃ¤ss Polizeirapport unauffÃ¤llig. Offenbar zeigte sich der BeschwerdefÃ¼hrer erstaunt Ã¼ber das hohe Resultat und meinte zum Polizeibeamten, unter diesen UmstÃ¤nden dÃ¼rfte er nicht einmal mehr ein Fahrzeug lenken. Daraufhin forderte der Polizeibeamte den BeschwerdefÃ¼hrer auf, am 14. April 2016 erneut zu einer Befragung auf dem Polizeiposten zu erscheinen, und zwar in nÃ¼chternem Zustand. An besagtem Datum fÃ¼hrte der Polizeibeamte beim BeschwerdefÃ¼hrer einen zweiten Atemluftalkoholtest durch, wobei er diesmal einen Wert von 0,74 Promille mass. In der Folge verfasste der Polizeibeamte einen Bericht an die Beschwerdegegnerin, worin er festhielt, es bestÃ¼nden Anzeichen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer alkoholabhÃ¤ngig sein kÃ¶nnte.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die Beschwerdegegnerin verpflichtete den BeschwerdefÃ¼hrer in der angefochtenen VerfÃ¼gung dazu, sich einer verkehrsmedizinischen AbklÃ¤rung zu unterziehen. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte sie aus, es seien Anhaltspunkte dafÃ¼r ersichtlich, dass der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund der eingangs dargestellten polizeilichen Feststellungen an einer Alkoholproblematik leiden kÃ¶nnte. Nachstehend ist zu prÃ¼fen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht eine FahreignungsabklÃ¤rung anordnete.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>MotorfahrzeugfÃ¼hrer mÃ¼ssen Ã¼ber Fahreignung und Fahrkompetenz verfÃ¼gen (Art. 14 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 [SVG]). Ãber Fahreignung verfÃ¼gt, wer unter anderem frei von einer Sucht ist, die das sichere FÃ¼hren von Motorfahrzeugen beeintrÃ¤chtigt (Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG). Bestehen Zweifel an der Fahreignung einer Person, so wird diese einer FahreignungsabklÃ¤rung unterzogen (Art. 15d Abs. 1 SVG). Dabei wird zwischen verkehrsmedizinischen und verkehrspsychologischen Fragestellungen unterschieden (Art. 28a Abs. 1 der Verkehrszulassungsverordnung vom 27. Oktober 1976 [VZV]). Eine AlkoholabhÃ¤ngigkeit ist als verkehrsmedizinische Fragestellung zu qualifizieren. In einem solchen Fall hat gemÃ¤ss Art. 28a Abs. 1 lit. a VZV eine Fahreignungsuntersuchung durch einen Arzt im Sinn von Art. 5a<sup>bis</sup> VZV zu erfolgen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Entgegen der Beschwerde setzt eine FahreignungsabklÃ¤rung nicht voraus, dass eine Angetrunkenheit oder ein anderer, die Fahreignung beeintrÃ¤chtigender Umstand im Zusammenhang mit der Teilnahme am Strassenverkehr festgestellt wurde (JÃ¼rg Bickel, Basler Kommentar, 2014, Art. 15d SVG N. 36). Eine FahreignungsabklÃ¤rung kann vielmehr auch gestÃ¼tzt auf Informationen erfolgen, die eine (Alkohol-)AuffÃ¤lligkeit ausserhalb des Strassenverkehrs belegen. Auch in diesen FÃ¤llen braucht es aber einen Konnex zwischen der Alkoholisierung und der Teilnahme am motorisierten Strassenverkehr. Es muss mithin Anlass zur begrÃ¼ndeten Annahme bestehen, dass der Betreffende nicht in der Lage ist, seinen Alkoholkonsum von der Verkehrsteilnahme zu trennen (VGr, <span>4. Mai 2015</span>, <span>VB.2015.00184</span>, E. 3.2; Philippe Weissenberger, Kommentar Strassenverkehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz, 2. A., ZÃ¼rich/St. Gallen 2015, Art. 15d SVG N. 30â32).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die UmstÃ¤nde mÃ¼ssen mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erwarten lassen, dass der Betreffende angesichts seiner Konsumgewohnheiten in angetrunkenem Zustand ein Motorfahrzeug im Strassenverkehr fÃ¼hren werde. Wer nachweislich bzw. zugestandenermassen regelmÃ¤ssig so viel Alkohol konsumiert, dass seine FahrfÃ¤higkeit (fast) tÃ¤glich wÃ¤hrend mindestens mehreren Stunden aufgehoben wird, dÃ¼rfte kaum in der Lage sein, den Alkoholkonsum zu kontrollieren und ihn ausreichend vom Strassenverkehr zu trennen; jedenfalls begrÃ¼ndet ein solches Trinkverhalten den dringenden Verdacht einer fehlenden Fahreignung (Weissenberger, Art. 15d SVG N. 31 f.).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Wie eingangs dargelegt, mass am 9. April 2016 ein Mitarbeiter der Stadtpolizei B beim BeschwerdefÃ¼hrer die Atemluftalkoholkonzentration und kam dabei auf einen Wert von 1,55 Promille. Zugleich stellte der Polizeibeamte beim BeschwerdefÃ¼hrer weder ein vermindertes Gleichgewichtsempfinden noch eine beeintrÃ¤chtigte Aussprache fest.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Mit dem Alkoholkonsum gehen verschiedene negative Begleiterscheinungen einher. Unter anderem beeintrÃ¤chtigt Alkohol die Handlungs- und KommunikationsfÃ¤higkeiten der trinkenden Person: So treten bei ihr Koordinationsschwierigkeiten auf, welche mit zunehmendem Konsum in GleichgewichtsstÃ¶rungen Ã¼bergehen kÃ¶nnen. Mit steigendem Alkoholpegel leidet auch das sprachliche AusdrucksvermÃ¶gen. Dies Ã¤ussert sich in einer verwaschenen oder gar lallenden Sprechweise. Weist eine Person bei einem Alkoholpegel von 1,55 Promille keine solchen alkoholtypischen BeeintrÃ¤chtigungen auf, lÃ¤sst dies auf eine gewisse GewÃ¶hnung schliessen. Eine solche GewÃ¶hnung wiederum kann als Indiz fÃ¼r eine Alkoholsucht verstanden werden. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Anzeichen fÃ¼r das Vorliegen einer Alkoholproblematik bestehen auch noch aus einem weiteren Grund: Die Stadtpolizei B forderte den BeschwerdefÃ¼hrer auf, am 14. April 2016 in nÃ¼chternem Zustand zu einem weiteren Befragungstermin zu erscheinen. Als der Polizeibeamte an diesem Datum erneut eine Messung vornahm, resultierte eine Atemluftalkoholkonzentration von 0,74 Promille.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Eine Person, die in einem gesellschaftlich akzeptierten Ausmass Alkohol konsumiert, ist ohne Weiteres in der Lage, zeitweise ganz abstinent zu leben. Ihr fÃ¤llt es nicht schwer, auf einen bestimmten Termin hin, keinen Alkohol zu trinken. Dies gilt vor allem dann, wenn ihr wie hier eine strassenverkehrsrechtliche Administrativmassnahme droht und die Aufforderung zur NÃ¼chternheit zudem von einem Polizeibeamten ausgeht. Indem der BeschwerdefÃ¼hrer im Vorfeld der zweiten Befragung Alkohol zu sich nahm, setzte er sich Ã¼ber die autoritative Anweisung des Polizeibeamten hinweg. Ein solches Verhalten lÃ¤sst auf einen gewissen Suchtdruck schliessen. Bei dieser Ausgangslage bestehen Zweifel, ob der BeschwerdefÃ¼hrer tatsÃ¤chlich in der Lage ist, seinen Alkoholkonsum zu kontrollieren und ihn ausreichend vom Strassenverkehr zu trennen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Zumindest sinngemÃ¤ss rÃ¤umt der BeschwerdefÃ¼hrer denn auch selbst ein, dass er damals einen erhÃ¶hten Alkoholkonsum aufwies. GenÃ¼gend konkrete Anzeichen dafÃ¼r, dass sich die Situation inzwischen nachhaltig verbessert hÃ¤tte, sind nicht ersichtlich. Die Verpflichtung zu einer FahreignungsabklÃ¤rung ging nicht mit einem vorsorglichen FÃ¼hrerausweisentzug einher. Sie stellt somit keine besonders einschneidende Massnahme dar. Mit Blick auf das Ã¶ffentliche Interesse an einem sicheren Strassenverkehr erweist sich die angeordnete Administrativmassnahme ohne Weiteres als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>An dieser EinschÃ¤tzung vermag auch das in der Beschwerde vorgebrachte finanzielle Argument nichts zu Ã¤ndern. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, er kÃ¶nne als SozialhilfebezÃ¼ger unmÃ¶glich die Kosten der FahreignungsabklÃ¤rung Ã¼bernehmen, ist dazu Folgendes festzuhalten: Wer sich einer FahreignungsabklÃ¤rung nach Art. 15d Abs. 1 SVG unterzieht, nimmt einen Ã¶ffentlichen Dienst in Anspruch und muss die entsprechenden Kosten selbst tragen. Der Betroffene kann dafÃ¼r keine unentgeltliche Rechtspflege beanspruchen (BGr, 7. Februar 2013, 1C_378/2012, E. 2.2). Dies gilt selbst dann, wenn er beruflich oder aus anderen GrÃ¼nden auf den FÃ¼hrerausweis angewiesen sein sollte. Der FÃ¼hrerausweis wird nÃ¤mlich nur unter der suspensiven Bedingung erteilt, dass der Lenker die fÃ¼r die Erteilung notwendigen Voraussetzungen bis zuletzt stÃ¤ndig erfÃ¼llt (Weissenberger, Art. 15d SVG N. 23). Wenn nun aber nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung fÃ¼r eine FahreignungsabklÃ¤rung keine unentgeltliche Rechtspflege gewÃ¤hrt wird, dann kÃ¶nnen in diesem Rahmen finanzielle Ãberlegungen von vornherein keine Rolle spielen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin zu Recht eine FahreignungsabklÃ¤rung angeordnet. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegrÃ¼ndet und ist deshalb abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 80.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 1'080.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦ </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>