<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA 3] </div> <div class="para">4P.222/1999/rnd </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i> I. Z I V I L A B T E I L U N G</i> </div> <div class="para"> ****************************** </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>31. Januar 2000 </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wirken mit: Bundesrichterin und Bundesrichter Walter, </div> <div class="para">Präsident, Rottenberg Liatowitsch, Nyffeler und Gerichts- </div> <div class="para">schreiber Leuenberger. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">--------- </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Wolfgang N a g e l</u>, Werwolf 41, D-42651 Solingen, Beschwer- </div> <div class="para">deführer, vertreten durch Rechtsanwalt Raffael J. Weidmann, </div> <div class="para">Bundesplatz 16, Postfach 4747, 6304 Zug, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Arosa Bergbahnen AG</u>, 7050 Arosa, Beschwerdegegnerin, vertre- </div> <div class="para">ten durch Rechtsanwalt Thomas Casanova, Arcas 22, Postfach </div> <div class="para">433, 7000 Chur, </div> <div class="para"> <u>Kantonsgericht von G r a u b ü n d e n</u>, Zivilkammer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">betreffend </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 4 BV</span> </div> <div class="para"> (Willkürliche Beweiswürdigung; rechtliches Gehör), </div> <div class="para">hat sich ergeben: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>A.- </u> </div> <div class="para"> Am 31. Dezember 1991 glitt der Beschwerdeführer in </div> <div class="para">der Talstation (1. Sektion) der Weisshorn-Luftseilbahn auf </div> <div class="para">einer Bodenplatte aus, fiel zu Boden und verletzte sich an </div> <div class="para">der rechten Hand. Die Beschwerdegegnerin erstattete ihm die </div> <div class="para">Kosten der am Unfalltag beanspruchten ärztlichen Behandlung </div> <div class="para">und entschädigte ihn für die Nichtbenutzung des Skipasses. </div> <div class="para">In der Folge bezahlte sie noch weitere Behandlungskosten und </div> <div class="para">einen Teil der geltend gemachten Anwaltskosten, verweigerte </div> <div class="para">aber die Ausrichtung einer Genugtuung und eine Entschädigung </div> <div class="para">für den während der Zeit reduzierter Arbeitsfähigkeit erlit- </div> <div class="para">tenen Erwerbsausfall sowie den Ersatz des geltend gemachten </div> <div class="para">Invaliditätsschadens. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>B.- </u> </div> <div class="para">Am 11. März 1994 belangte der Beschwerdeführer den </div> <div class="para">Beschwerdegegner vor Bezirksgericht Plessur im Wesentlichen </div> <div class="para">auf DM 309'588.88 nebst Zins. Mit Urteil vom 22. Mai 1998 </div> <div class="para">hiess das Bezirksgericht die Klage im Betrag von DM 7'724.24 </div> <div class="para">nebst Zins teilweise gut. Es bejahte eine Haftung der Be- </div> <div class="para">schwerdegegnerin als Eigentümerin der mangelhaften Boden- </div> <div class="para">platte aus <span class="artref">Art. 58 OR</span>, erachtete jedoch den Schaden nur im </div> <div class="para">Umfang der Heilungskosten von DM 1'724.24 für ausgewiesen. </div> <div class="para">Zudem sprach es dem Beschwerdeführer eine Genugtuung in Höhe </div> <div class="para">des von der Beschwerdegegnerin mit DM 6'000.-- anerkannten </div> <div class="para">Betrages zu. Gleich entschied auf Berufung des Beschwerde- </div> <div class="para">führers und Anschlussberufung der Beschwerdegegnerin das </div> <div class="para">Kantonsgericht (Zivilkammer) von Graubünden am 4. Januar </div> <div class="para">1999. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>C.- </u> </div> <div class="para"> Der Beschwerdeführer beantragt dem Bundesgericht </div> <div class="para">mit staatsrechtlicher Beschwerde, das angefochtene Urteil </div> <div class="para">soweit aufzuheben, als die Klage abgewiesen wurde. </div> <div class="para"> Die Beschwerdegegnerin schliesst auf Abweisung der </div> <div class="para">Beschwerde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>1.- </u> </div> <div class="para"> Der Beschwerdeführer wirft dem Kantonsgericht vor, </div> <div class="para">seinem Urteil aktenwidrige Feststellungen zugrunde gelegt, </div> <div class="para">Beweise willkürlich gewürdigt und seinen Gehörsanspruch ver- </div> <div class="para">letzt zu haben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> a) Ein Verstoss gegen das aus <span class="artref">Art. 4 aBV</span> abgeleite- </div> <div class="para">te Willkürverbot liegt nach der Rechtsprechung nicht bereits </div> <div class="para">dann vor, wenn eine andere als die vom kantonalen Gericht </div> <div class="para">gewählte Lösung ebenfalls vertretbar oder gar vorzuziehen </div> <div class="para">ist. Das Bundesgericht schreitet erst ein, wenn der ange- </div> <div class="para">fochtene Entscheid nicht nur unrichtig, sondern schlechthin </div> <div class="para">unhaltbar ist, insbesondere wenn er eine Norm oder einen un- </div> <div class="para">umstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=22.01.2000&amp;to_date=10.02.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-II-129%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page129">BGE 125 II 129</a> </div> <div class="para">E. 5b; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=22.01.2000&amp;to_date=10.02.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-III-130%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page130">122 III 130</a> E. 2a). Erforderlich ist zudem, dass der </div> <div class="para">Entscheid im Ergebnis verfassungswidrig ist, die dazu gege- </div> <div class="para">bene Begründung ist nicht allein ausschlaggebend (BGE 122 </div> <div class="para">III 130 E. 2a). Nach der Rechtsprechung verfällt eine Behör- </div> <div class="para">de in Willkür, wenn sie ihrem Entscheid Tatsachenfeststel- </div> <div class="para">lungen zugrunde legt, die mit den Akten in klarem Wider- </div> <div class="para">spruch stehen. Im Bereich der Beweiswürdigung besitzt das </div> <div class="para">Sachgericht allerdings einen weiten Ermessensspielraum. Ver- </div> <div class="para">fassungswidrig ist daher eine Beweiswürdigung bloss, wenn </div> <div class="para">sie offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Si- </div> <div class="para">tuation in klarem Widerspruch steht oder sonstwie in stos- </div> <div class="para">sender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Will- </div> <div class="para">kürlich ist insbesondere eine Beweiswürdigung, welche ein- </div> <div class="para">seitig einzelne Beweise berücksichtigt oder Sachvorbringen </div> <div class="para">als unbewiesen annimmt, obgleich sie aufgrund des Verhaltens </div> <div class="para">der Gegenpartei offensichtlich als zugestanden zu gelten </div> <div class="para">hätten (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=22.01.2000&amp;to_date=10.02.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-IA-28%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page28">BGE 118 Ia 28</a> E. 1b). Dagegen reicht nicht bereits </div> <div class="para">aus, dass die vom Sachgericht gezogenen Schlüsse mit der </div> <div class="para">Darstellung der beschwerdeführenden Partei nicht überein- </div> <div class="para">stimmen oder die Verfassungsinstanz bei freier Prüfung mög- </div> <div class="para">licherweise nicht zu überzeugen vermöchten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Der aus <span class="artref">Art. 4 aBV</span> abgeleitete Anspruch auf </div> <div class="para">rechtliches Gehör gibt dem Betroffenen als persönlichkeits- </div> <div class="para">bezogenes Mitwirkungsrecht das Recht, sich vor Erlass eines </div> <div class="para">in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheides zu äus- </div> <div class="para">sern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten </div> <div class="para">zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden </div> <div class="para">und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwir- </div> <div class="para">ken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn </div> <div class="para">dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 122 </div> <div class="para">II 464 E. 4a; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=22.01.2000&amp;to_date=10.02.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-IA-136%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page136">119 Ia 136</a> E. 2c und 2d; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=22.01.2000&amp;to_date=10.02.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-IA-17%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page17">118 Ia 17</a> E. 1c, je </div> <div class="para">mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>2.- </u> </div> <div class="para"> a) Als vom Kantonsgericht nicht sanktionierte Ge- </div> <div class="para">hörsverletzung rügt der Beschwerdeführer, das Bezirksgericht </div> <div class="para">habe den Entscheid, keinen zweiten Schriftenwechsel durchzu- </div> <div class="para">führen, nicht mittels anfechtbarer Verfügung erlassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> aa) Das Kantonsgericht hat im angefochtenen Urteil </div> <div class="para">erwogen, die bündnerische Prozessordnung sehe gemäss <span class="artref">Art. 85 </span></div> <div class="para">Ziff. 2 ZPO/GR nicht in jedem Fall einen zweiten Schriften- </div> <div class="para">wechsel vor, weshalb die Parteien gehalten seien, die erfor- </div> <div class="para">derlichen Tatsachenbehauptungen bereits in Prozesseingabe </div> <div class="para">und -antwort darzulegen. Der Erstrichter habe von der Anord- </div> <div class="para">nung eines zweiten Schriftenwechsels abgesehen und nach Ein- </div> <div class="para">gang der Prozessantwort dem Beschwerdeführer am 31. Mai 1994 </div> <div class="para">lediglich noch Gelegenheit geboten, im Sinne von <span class="artref">Art. 87 </span></div> <div class="para">Abs. 2 ZPO/GR gegen die in der Prozessantwort beantragten </div> <div class="para">Beweise Einreden zu erheben und zum neuen Fragethema an Zeu- </div> <div class="para">gen und Sachverständige Stellung zu nehmen. Statt dessen </div> <div class="para">habe der Beschwerdeführer eine als Replik betitelte Rechts- </div> <div class="para">schrift mit zahlreichen neuen Tatsachenbehauptungen einge- </div> <div class="para">reicht, welche vom Erstrichter mit unangefochtener Beweis- </div> <div class="para">verfügung vom 16. August 1994 aus dem Recht gewiesen worden </div> <div class="para">sei, soweit sie <span class="artref">Art. 87 Abs. 2 ZPO</span> nicht entsprochen habe. </div> <div class="para">Somit seien nur jene Tatsachenbehauptungen zu berücksichti- </div> <div class="para">gen, die der Beschwerdeführer in seiner Prozesseingabe vom </div> <div class="para">11. März 1994 gemacht habe. Die mit der Replik oder im Be- </div> <div class="para">weisverfahren vorgetragenen seien dagegen unbeachtlich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> bb) Nach <span class="artref">Art. 82 ZPO</span> hat die Klageschrift ("Pro- </div> <div class="para">zesseingabe") u.a. eine Darstellung der die Klage stützenden </div> <div class="para">Tatsachen zu enthalten, die Beweismittel zu nennen sowie </div> <div class="para">allfällige Begehren um Einvernahme von Zeugen und Anordnung </div> <div class="para">von Expertisen einzuschliessen. Der Prozesseingabe sind die </div> <div class="para">angeführten Urkunden und das Fragethema an die Zeugen und </div> <div class="para">Sachverständigen beizulegen. Für die Prozessantwort gelten </div> <div class="para">nach <span class="artref">Art. 87 Abs. 3 ZPO</span> sinngemäss dieselben Vorschriften </div> <div class="para">(vgl. Praxis des Kantonsgerichts von Graubünden [PKG] 1996 </div> <div class="para">Nr. 9 S. 38). Nach <span class="artref">Art. 85 Ziff. 2 ZPO</span>/GR entscheidet der </div> <div class="para">Gerichtspräsident nach Eingang der Prozessantwort über die </div> <div class="para">Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels. <span class="artref">Art. 86 Ziff. </span></div> <div class="para">2 ZPO sieht unter dem Randtitel "Weitere Rechtsschriften" </div> <div class="para">vor, dass Replik/Duplik angeordnet werden, wenn es der Ge- </div> <div class="para">richtspräsident für nötig erachtet. Die Anordnung eines </div> <div class="para">zweiten Schriftenwechsels soll die Ausnahme bilden ( <u>Nay</u>, </div> <div class="para">Zivilprozessordnung und Gerichtsverfassungsgesetz des Kan- </div> <div class="para">tons Graubünden, Chur 1986, N. 1 zu <span class="artref">Art. 86 ZPO</span> mit Hin- </div> <div class="para">weis). <span class="artref">Art. 87 Abs. 2 ZPO</span> normiert unter dem Titel "Form </div> <div class="para">und Inhalt der Rechtsschriften" ein Recht des Beschwerde- </div> <div class="para">führers, gegen Zeugen und Expertisen, die in der letzten </div> <div class="para">Rechtsschrift beantragt werden, Einreden zu erheben und zum </div> <div class="para">neuen Fragethema an Zeugen und Sachverständige Stellung zu </div> <div class="para">nehmen. </div> <div class="para"> Vorliegend stellte der Erstrichter dem Beschwer- </div> <div class="para">deführer mit Verfügung vom 31. Mai 1994 die Prozessantwort </div> <div class="para">des Beschwerdegegners zu. Unter ausdrücklichem Verweis auf </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 87 Abs. 2 ZPO</span>/GR gab er dem Beschwerdeführer Gelegen- </div> <div class="para">heit, zur Prozessantwort Stellung zu nehmen. In dieser Ver- </div> <div class="para">fügung ist von Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels </div> <div class="para">nicht die Rede. Vielmehr wurde dem Beschwerdeführer die Mög- </div> <div class="para">lichkeit eröffnet, sich zu den in der Prozessantwort bean- </div> <div class="para">tragten Beweisen zu äussern. Damit war das weitere Vorgehen </div> <div class="para">bestimmt und für die Parteien klar, dass kein zweiter </div> <div class="para">Schriftenwechsel durchgeführt würde. Ein formeller Entscheid </div> <div class="para">über den Verzicht auf Replik/Duplik ist nach der Prozessord- </div> <div class="para">nung nicht zu erlassen (vgl. <span class="artref">Art. 85 ZPO</span>). Gegen die mit der </div> <div class="para">Verfügung vom 31. Mai 1994 implizite Verweigerung eines </div> <div class="para">zweiten Schriftenwechsels wurde keine Beschwerde nach <span class="artref">Art. </span></div> <div class="para">237 Abs. 1 ZPO eingelegt. Ebensowenig reagierte der Be- </div> <div class="para">schwerdeführer auf die Beweisverfügung vom 16. August 1994, </div> <div class="para">mit welcher seine als "Replik" betitelte Stellungnahme aus </div> <div class="para">dem Recht gewiesen wurde, soweit sie sich nicht auf Einreden </div> <div class="para">gegen die von der Beschwerdegegnerin in der Prozessantwort </div> <div class="para">beantragten Beweise richtete. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> cc) Eine Gehörsverletzung ist damit nicht ersicht- </div> <div class="para">lich. <span class="artref">Art. 4 aBV</span> gewährt einem Beschwerdeführer kein gene- </div> <div class="para">relles Recht auf einen zweiten Schriftenwechsel. Für das </div> <div class="para">Verwaltungsverfahren hat das Bundesgericht wiederholt ent- </div> <div class="para">schieden, dass ein Recht auf Replik etwa dann besteht, wenn </div> <div class="para">in einer Vernehmlassung der Gegenpartei neue und erhebliche </div> <div class="para">Gesichtspunkte geltend gemacht werden, zu denen der Be- </div> <div class="para">schwerdeführer noch keine Stellung nehmen konnte oder auf </div> <div class="para">die die entscheidende Instanz massgeblich abstellen will </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=22.01.2000&amp;to_date=10.02.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-317%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page317">BGE 119 V 317</a> E. 1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=22.01.2000&amp;to_date=10.02.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F114-IA-307%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page307">114 Ia 307</a> E. 4b; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=22.01.2000&amp;to_date=10.02.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F111-IA-2%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page2">111 Ia 2</a> E. 3). Der </div> <div class="para">Beschwerdeführer macht nicht geltend, gestützt auf die Vor- </div> <div class="para">bringen der Beschwerdegegnerin in der Prozessantwort einen </div> <div class="para">Anspruch auf Replik gehabt zu haben, sondern rügt lediglich, </div> <div class="para">dass der Erstrichter die Verweigerung eines zweiten Schrif- </div> <div class="para">tenwechsels nicht mittels separater Verfügung eröffnet habe. </div> <div class="para">Wie bereits dargelegt wurde den Parteien die Nichtdurchfüh- </div> <div class="para">rung eines zweiten Schriftenwechsels am 31. Mai 1994, späte- </div> <div class="para">stens aber mit Beweisverfügung vom 16. August 1994, mit wel- </div> <div class="para">cher die Replik des Beschwerdeführers überwiegend aus dem </div> <div class="para">Recht gewiesen wurde, angezeigt. Ein weitergehender Anspruch </div> <div class="para">auf separaten Erlass einer den Abschluss des Behauptungsver- </div> <div class="para">fahrens bzw. die Nichtdurchführung eines zweiten Schriften- </div> <div class="para">wechels eröffnenden Verfügung lässt sich weder aus der Pro- </div> <div class="para">zessordnung, noch aus <span class="artref">Art. 4 aBV</span> ableiten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Als weitere Gehörsverletzung rügt der Beschwer- </div> <div class="para">deführer, der Erstrichter habe drei mit der Replik verurkun- </div> <div class="para">dete Beilagen zum Beweis seiner Behauptung, nicht Angestell- </div> <div class="para">ter der Glas Nagel KG zu sein, gewürdigt, ohne aber die zu- </div> <div class="para">gehörigen Tatsachenbehauptungen zu berücksichtigen. Dagegen </div> <div class="para">habe das Kantonsgericht die weiteren Ausführungen in der </div> <div class="para">Replik gewürdigt, jedoch dafür gehalten, der Beschwerdefüh- </div> <div class="para">rer habe erst im kantonalen Berufungsverfahren seinen Ar- </div> <div class="para">beitehmer-Status bestritten. Damit leide das angefochtene </div> <div class="para">Urteil an einem unauflösbaren Widerspruch. Zudem liege in </div> <div class="para">der Nichtberücksichtigung der rechtzeitig vorgetragenen Be- </div> <div class="para">hauptungen eine Gehörsverletzung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Rügen sind unbegründet. So dürfen nach <span class="artref">Art. 98 </span></div> <div class="para">Ziff. 1 ZPO/GR neue Urkunden - im Rahmen der in den Rechts- </div> <div class="para">schriften aufgestellten Behauptungen - auch nach Abschluss </div> <div class="para">des Behauptungsverfahrens zu den Akten genommen werden. In </div> <div class="para">der Zulassung dieser Beweise liegt - aus der Sicht des Be- </div> <div class="para">schwerdeführers - ohnehin keine Gehörsverletzung. Die repli- </div> <div class="para">cando vorgetragenen, über die Prozesseingabe hinausgehenden </div> <div class="para">Tatsachenbehauptungen hat das Kantonsgericht mit eingehender </div> <div class="para">Begründung als unbeachtlich zurückgewiesen. Lediglich im </div> <div class="para">Sinne einer hypothetischen Zusatzbegründung, und ohne dabei </div> <div class="para">die zuvor geäusserte Auffassung zu relativieren, hat das </div> <div class="para">Kantonsgericht die verspätet vorgetragenen Behauptungen des </div> <div class="para">Beschwerdeführers gewürdigt, um den Schadenersatzanspruch </div> <div class="para">auch auf dieser erweiterten Grundlage abzuweisen. Eine Ver- </div> <div class="para">fassungsverletzung ist nicht ersichtlich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> c) Als weitere Verfassungsverletzung rügt der Be- </div> <div class="para">schwerdeführer, das Kantonsgericht habe bei der Prüfung der </div> <div class="para">Frage, ob er Angestellter der Glas Nagel KG oder selbständig </div> <div class="para">Erwerbender sei, ausschliesslich auf Urkunden der Beschwer- </div> <div class="para">degegnerin abgestellt und eigene, den Selbständigen-Status </div> <div class="para">klar dokumentierende Beweise nicht gewürdigt. Insbesondere </div> <div class="para">habe ihn das Kantonsgericht nicht zur Beweisaussage - mit </div> <div class="para">vorgängiger Parteibefragung - zugelassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Auch dieser Vorhalt ist unbehelflich. Das Kantons- </div> <div class="para">gericht hat die Tatsache, dass der Beschwerdeführer als be- </div> <div class="para">schränkt haftender Gesellschafter an der Glas Nagel KG be- </div> <div class="para">teiligt ist, durchaus berücksichtigt. Es hielt aber dafür, </div> <div class="para">die gesellschaftsrechtliche Stellung des Beschwerdeführers </div> <div class="para">ändere nichts daran, dass er - in leitender Position - Ange- </div> <div class="para">stellter der Kommanditgesellschaft sei und diese die zum </div> <div class="para">Ersatz verstellten Gehaltszahlungen aufgrund einer Lohnfort- </div> <div class="para">zahlungspflicht erbracht habe. Ob diese Rechtsauffassung vor </div> <div class="para">dem Bundesrecht standhält, ist vorliegend nicht zu prüfen. </div> <div class="para">Das Kantonsgericht hat auch verfassungskonform auf eine Be- </div> <div class="para">fragung des Beschwerdeführers verzichtet und dessen Antrag </div> <div class="para">auf Zulassung zur Beweisaussage abgelehnt. Wie der Beschwer- </div> <div class="para">deführer selber ausführt, hat er (erst) in der Replik - und </div> <div class="para">damit prozessual verspätet - geltend gemacht, er sei selb- </div> <div class="para">ständig erwerbend. Die beantragten Beweise hatten denn auch </div> <div class="para">- wie aus dem angefochtenen Urteil hervorgeht - zum Ziel, zu </div> <div class="para">belegen, dass ihm ein ersatzpflichtiger Schaden entstanden </div> <div class="para">sei, weil sein Einkommen als selbständig erwerbender, ge- </div> <div class="para">schäftsführender Kommanditär vom Gesellschaftsgewinn abhänge </div> <div class="para">und dieser durch Überstunden anderer Mitarbeiter bzw. durch </div> <div class="para">die unfallbedingt notwendige Einstellung zusätzlicher Ar- </div> <div class="para">beitskräfte geschmälert worden sei. Die Tatsachenbehauptun- </div> <div class="para">gen in der Prozesseingabe hatten dagegen einzig die Tätig- </div> <div class="para">keit des Beschwerdeführers in der Glas Nagel KG und dessen </div> <div class="para">gesellschaftsrechtliche Stellung als Kommanditär zum Gegen- </div> <div class="para">stand. Von einem Status als selbständig Erwerbender ist da- </div> <div class="para">gegen nicht die Rede. Vielmehr führte der Beschwerdeführer </div> <div class="para">in der Klageschrift - unter Verweis auf ein Schreiben des </div> <div class="para">damaligen Rechtsvertreters der Glas Nagel KG vom 19. Oktober </div> <div class="para">1992 - selber aus, Angestellter der Glas Nagel KG zu sein. </div> <div class="para">Entsprechend durften die kantonalen Instanzen verfassungs- </div> <div class="para">konform auf ein Beweisverfahren zu diesem Punkt verzichten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Wie bereits dargelegt hat das Kantonsgericht - im </div> <div class="para">Sinne einer hypothetischen Zusatzbegründung - auch die pro- </div> <div class="para">zesswidrigen Vorbringen des Beschwerdeführers gewürdigt. So- </div> <div class="para">weit mit der Beschwerde diese Erwägungen als verfassungswid- </div> <div class="para">rig ausgegeben werden, ist darauf mangels Entscheiderheb- </div> <div class="para">lichkeit nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> d) Als willkürlich und gehörsverletzend rügt der </div> <div class="para">Beschwerdeführer die Feststellung des Kantonsgerichts, aus </div> <div class="para">den Akten gehe nicht hervor, wie lange und in welchem Umfang </div> <div class="para">er vom Arzt für arbeitsunfähig erklärt worden sei. Auch die- </div> <div class="para">ser Vorhalt ist unbegründet. Aus den beiden aktenkundigen </div> <div class="para">Arztzeugnissen vom 11. Februar und 19. Mai 1992 geht - wie </div> <div class="para">das Kantonsgericht zutreffend ausführt - einzig hervor, dass </div> <div class="para">seit dem 31. Dezember 1991 eine Arbeitsunfähigkeit bestanden </div> <div class="para">habe. Wie lange und in welchem Umfang diese angedauert hat, </div> <div class="para">ist daraus nicht erkennbar. Soweit der Beschwerdeführer auf </div> <div class="para">ein von der Beschwerdegegnerin zu den Akten gegebenes </div> <div class="para">Schreiben des damaligen Rechtsvertreters der Glas Nagel KG </div> <div class="para">verweist, in welchem eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (bis </div> <div class="para">10. April 1992) bzw. 50 % (bis 18. Mai 1992) und 20 % (bis </div> <div class="para">17. Juni 1992) behauptet wird, verkennt er, dass diese Anga- </div> <div class="para">ben nicht durch ein ärztliches Zeugnis gestützt werden und </div> <div class="para">die Beschwerdegegnerin in ihrer Prozessantwort die behaupte- </div> <div class="para">te Arbeitsunfähigkeit von 2 1/2 Monaten keineswegs zugestan- </div> <div class="para">den, sondern gegenteils bestritten hat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> e) Eine Gehörsverletzung leitet der Beschwerdefüh- </div> <div class="para">rer auch daraus ab, dass der Erstrichter auf Antrag der Be- </div> <div class="para">schwerdegegnerin eine Frage an den gerichtlich bestellten </div> <div class="para">Experten geändert habe, ohne den Beschwerdeführer zuvor an- </div> <div class="para">zuhören. Dies habe er am 7. Oktober 1994 gerügt, ohne dass </div> <div class="para">der Erstrichter darauf eingegangen sei. In den bereingten </div> <div class="para">Fragenkatalog an den Experten habe das Gericht dann zwei </div> <div class="para">Fragen gestrichen und eine umformuliert, ohne dass die Par- </div> <div class="para">teien dazu hätten Stellung nehmen können. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Das Kantonsgericht führt im angefochtenen Urteil </div> <div class="para">aus, der Bezirksgerichtspräsident habe den Einwand der Be- </div> <div class="para">schwerdegegnerin gegen eine Fragestellung des Beschwerdefüh- </div> <div class="para">rers geschützt, weil dieser versucht habe, unbewiesene Tat- </div> <div class="para">sachen in die Frage an den Experten einzuführen. Zuvor habe </div> <div class="para">der Erstrichter den Beschwerdeführer jedoch um Stellungnahme </div> <div class="para">ersucht. Inwieweit diese Feststellung willkürlich sein soll- </div> <div class="para">te, wird in der Beschwerde nicht dargelegt. Wurde dem Be- </div> <div class="para">schwerdeführer vor Abänderung der Expertenfrage die Möglich- </div> <div class="para">keit zur Stellungnahme eingeräumt, ist der behaupteten Ge- </div> <div class="para">hörsverletzung die Grundlage entzogen. Überdies hat der Be- </div> <div class="para">zirksgerichtspräsident mit Schreiben vom 25. Oktober 1994 </div> <div class="para">begründet, weshalb er die betreffende Frage ohne die pro- </div> <div class="para">zesswidrig ergänzten Angaben an den Experten stellen werde. </div> <div class="para">Dessen Vorgehen rügte der Beschwerdeführer nicht mehr vor </div> <div class="para">Kantonsgericht. Dasselbe gilt für die Rüge, der Erstrichter </div> <div class="para">habe ohne vorherige Parteianhörung die Expertenfragen modi- </div> <div class="para">fiziert. Entsprechend ist er mit diesen Vorhalten - gestützt </div> <div class="para">auf das Novenverbot - vor Bundesgericht nicht mehr zu hören </div> <div class="para">( <u>Messmer/Imboden</u>, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivil- </div> <div class="para">sachen, Ziff. 158 S. 227). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> f) Der Beschwerdeführer wirft dem Kantonsgericht </div> <div class="para">als weitere Verfassungsverletzung vor, die zur Frage des </div> <div class="para">Umfangs seiner handwerklichen Tätigkeit und des Dauerscha- </div> <div class="para">dens beantragten Beweise (Parteibefragung, Beweisaussage) </div> <div class="para">prozesswidrig nicht abgenommen zu haben. Auch diese Rüge ist </div> <div class="para">unbegründet. Der Beschwerdeführer hatte in seiner Klage- </div> <div class="para">schrift - wie das Kantonsgericht unangefochten festgestellt </div> <div class="para">hat - lediglich seine Tätigkeit bei der Glas Nagel KG um- </div> <div class="para">schrieben, jedoch nicht behauptet, zu 70 % handwerklich zu </div> <div class="para">arbeiten. Entsprechend brauchte das Kantonsgericht diese, im </div> <div class="para">Prozess verspätet aufgestellte Behauptung, nicht zum Beweis </div> <div class="para">zu verstellen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Für das Kantonsgericht war überdies wesentlich, </div> <div class="para">dass selbst unter Annahme einer zu 70 % handwerklichen und </div> <div class="para">zu 30 % kaufmännischen Tätigkeit und - gemäss medizinischem </div> <div class="para">Gutachten - einer Gesamtbeeinträchtigung der Arbeitsfähig- </div> <div class="para">keit von 15 - 20 % gestützt auf die Behauptungen des Be- </div> <div class="para">schwerdeführers offen blieb, ob als Folge des Unfalles eine </div> <div class="para">Verdiensteinbusse resultierte. Das Kantonsgericht verneinte </div> <div class="para">einen dauerhaften Erwerbsausfall mit der Begründung, der Be- </div> <div class="para">schwerdeführer habe nicht einmal behauptet, die Glas Nagel </div> <div class="para">KG habe dessen Gehalt aufgrund einer reduzierten Arbeitsfä- </div> <div class="para">higkeit prozentual gekürzt. Vielmehr sei seitens der Glas </div> <div class="para">Nagel KG gegenüber dem Versicherer der Beschwerdegegnerin </div> <div class="para">mit DM 52'915.47 der bis 17. Juni 1992 dem Beschwerdeführer </div> <div class="para">trotz verminderter Arbeitsfähigkeit voll ausbezahlte Lohn </div> <div class="para">als Schaden geltend gemacht, darüber hinaus jedoch keine </div> <div class="para">weitere, sich schadensmässig auswirkende teilweise Arbeit- </div> <div class="para">sunfähigkeit des Beschwerdeführers behauptet worden. Diese </div> <div class="para">Feststellungen rügt der Beschwerdeführer nicht substanziiert </div> <div class="para">als verfassungswidrig. Hatte dieser aber den zum Ersatz ver- </div> <div class="para">stellten Dauerschaden nicht prozesskonform behauptet, durfte </div> <div class="para">das Kantonsgericht darauf verzichten, diesen zum Beweis zu </div> <div class="para">verstellen. Ob das Kantonsgericht damit bundesrechtliche </div> <div class="para">Grundsätze zur hypothetischen Schadensermittlung nach <span class="artref">Art. </span></div> <div class="para">42 Abs. 2 OR verletzt hat, ist nicht im vorliegenden Verfah- </div> <div class="para">ren zu prüfen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>3.- </u> </div> <div class="para"> Die staatsrechtliche Beschwerde erweist sich als </div> <div class="para">unbegründet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten </div> <div class="para">ist. Ausgangsgemäss ist der Beschwerdeführer kosten- und </div> <div class="para">entschädigungspflichtig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Demnach erkennt das Bundesgericht: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>1.- </u> </div> <div class="para"> Die staatsrechtliche Beschwerde wird abgewiesen, </div> <div class="para">soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>2.- </u> </div> <div class="para"> Die Gerichtsgebühr von Fr. 5'500.-- wird dem Be- </div> <div class="para">schwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>3.- </u> </div> <div class="para"> Der Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegnerin für </div> <div class="para">das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 6'000.-- zu ent- </div> <div class="para">schädigen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>4.- </u> </div> <div class="para"> Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsge- </div> <div class="para">richt von Graubünden, Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">______________ </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 31. Januar 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. Zivilabteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: </div> <div class="para"> Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>