<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>BV.2016.00015</span></p><p><br/></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiber Stocker</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 27. Dezember 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Kläger</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Remo Busslinger</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Streichenberg Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Stockerstrasse 38, 8002 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">zusätzlich vertreten durch Rechtsanwalt Manuel Bader</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Streichenberg Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Stockerstrasse 38, 8002 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Pensionskasse SRG SSR idée suisse</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Thunstrasse 18, 3005 Bern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beklagte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Fürsprecher Dr. Claude Thomann</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Kellerhals Carrard</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Effingerstrasse 1, Postfach, 3001 Bern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">dieser substituiert durch Rechtsanwalt Dr. Urs Marti</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Kellerhals Carrard</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Effingerstrasse 1, Postfach, 3001 Bern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___, geboren 1963, war bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Pensionskasse SRG SSR idée suisse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (nachfolgend: Pensionskasse) berufsvorsorgeversichert. Er lebte bis zu seinem Lebensende am 22. April 2011 während knapp elf Jahren mit seinem Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">partner X.___ zusammen, und zwar in einem gemeinsamen Haushalt und in einem gefestigten, auf Dauer ausgelegten Konkubinat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte hatte mit Wirkung ab 1. August 2006 Anspruch auf Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rentenleistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung und ab 1. September 2007 (nach Beendigung der Taggeldleistungen) auch auf eine In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">validenrente der Pensionskasse (vgl. Urk. 1 S. 3 und Urk. 9 S. 3 sowie Urk. 10/4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 2. Mai 2011 (Urk. 2/8) wandte sich X.___ an die Pensionskasse und ersuchte um Auskunft über seine Rentenansprüche, worauf die Pensionskasse tags darauf um Zustellung der (zuvor telefonisch in Aussicht gestellten) Begünstigtenerklärung des Verstorbenen bat (Urk. 2/5). Mit Schrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben vom 6. Mai 2011 (Urk. 2/9) teilte X.___ der Pensionskasse mit, dass Y.___ sel. aufgrund seines Gesundheitszustandes nicht mehr in der Lage gewesen sei, eine schriftliche Begünstigungserklärung abzugeben, dass der Verstorbene aber eine entsprechende Begünstigungsabsicht gehabt habe. Die Pensionskasse entgegnete darauf am 11. Mai 2011, dass sie erst nach Erhalt ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ner Begünstigungserklärung oder des Testaments sowie des Nachweises über den Zivilstand in der Lage sei, den Anspruch auf eine Lebenspartnerrente zu prüfen (vgl. auch Urk. 2/11). Schliesslich liess X.___ mit Schreiben vom 19. Juli 2012 (Urk. 2/12) nochmals die Ausrichtung einer Lebenspartner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rente beantragen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 31. August 2012 (Urk. 2/13) lehnte die Pensionskasse das Leistungsbegehren von X.___ im Wesentlichen mit der Begründung ab, dass keine schriftliche Begünstigungserklärung von Y.___ vorliege.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Eingabe vom 23. Februar 2016 (Urk. 1) liess X.___ Klage gegen die Pensionskasse erheben mit folgendem Rechtsbegehren:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger die gesetzlichen und reglementarischen Leistungen zuzusprechen, insbesondere eine Lebenspartnerrente seit 22.4.2011, zuzügl. Zinsen von 5 % seit 13.2.2013.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger den per 22.4.2011 gültigen Vorsorgeausweis von Y.___ sel. zu edieren und dem Kläger sei danach Gelegenheit zu geben, die Forderung gemäss Antrag 1 zu beziffern.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es sei eine öffentliche Verhandlung durchzuführen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zu Lasten der Beklagten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Pensionskasse schloss in ihrer Klageantwort vom 2. Mai 2016 (Urk. 9) auf kosten- und entschädigungsfällige Abweisung der Klage. Replicando und dupli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cando liessen die Parteien an ihren Anträgen festhalten (Urk. 14 und 18). Am 7. November 2017 fand die öffentliche Hauptverhandlung statt, in deren Rah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men weitere Parteivorträge gehalten wurden (Prot. S. 5-7 sowie Urk. 25 und 26).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Ausführungen der Parteien ist, soweit für die Entscheidfindung erfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derlich, in den Erwägungen einzugehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Vorsorgeeinrichtungen sind im Rahmen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Bundesgesetzes über die be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ruf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) in der Gestal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung ihrer Leistungen, in deren Finanzierung und in ihrer Organisation frei (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">49 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 Satz 1 BVG). Gewährt eine Vorsorgee</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">inrichtung mehr als die Mindest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistungen, gelten gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">49 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 BVG die in dieser Bestimmung auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zählten Vorschriften. Dies bedeutet i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ndessen nicht, dass Vorsorgeeinrich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die über das Obligatorium hinausg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ehende Leistungen erbringen (um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hül</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lende Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geeinrichtungen), in der weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehenden Vorsorge nur die in die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sem Absatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ausdrücklich vorbehaltenen Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schriften des BVG zu beachten hät</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten. Vielmehr sind sie von Verfassungs wegen auch an die Grundsätze der Rechtsgleichheit, des Willkürverbots und der Verhältnismässigkeit gebunden (BGE 130 V 376 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.4 mit Hinweisen).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="BV028"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bereich der weitergehenden Vorsorge wird das Rechtsverhältnis zwischen der Vorsorgeeinrichtung und dem Vorsorgenehmer durch einen privatrechtli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Vorsorgevertrag begründet, der rechtsdogmatisch den Innominatverträgen (eigener Art) zuzuordnen ist (BGE 130 V 103 E. 3.3, 129 III 305 E. 2.2). Als sol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cher untersteht er in erster Linie den allgemeinen Bestimmungen des Obligatio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nenrechts. Das Reglement stellt den vorformulierten Inhalt des Vorsorgevertra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ges beziehungsweise dessen Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB) dar, denen sich der Versicherte ausdrücklich oder durch konkludentes Verhalten un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terzieht (BGE 132 V 149 E. 5, 129 V 145 E. 3.1, 127 V 301 E. 3a). Dies schliesst nicht aus, dass im Einzelfall auch vom Reglement abweichende Abre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den getrof</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fen werden können. Allerdings bedarf es hierfür einer entsprechenden Vereinba</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung zwischen der Vorsorgeeinrichtung und dem versicherten Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmer (BGE 131 V 27 E. 2.1, 122 V 142 E. 4b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="BV030"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung erfolgt die Auslegung der Vorsorgeverträge nach dem Vertrauensprinzip. Es ist darauf abzustellen, wie die zur Streitigkeit Anlass gebende Willenserklärung vom Empfänger in guten Treuen verstanden werden durfte und musste. Dabei ist nicht auf den inneren Willen des Erklären</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den abzustellen, sondern auf den objektiven Sinn seines Erklärungsverhaltens. Der Erklärende hat gegen sich gelten zu lassen, was ein vernünftiger und kor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rekter Mensch unter der Erklärung verstehen durfte. Weiter sind die besonderen Auslegungsregeln bei Allgemeinen Geschäfts- oder Versicherungsbedingungen zu beachten, insbesondere die Unklarheits- und die Ungewöhnlichkeitsregel (BGE 132 V 149 E. 5, 130 V 80 E. 3.2.2, 122 V 142 E. 4c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach diesen Auslegungsgrundsätzen gilt es ausgehend vom Wortlaut und unter Berücksichtigung des Zusammenhanges, in dem eine streitige Bestimmung in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerhalb des Reglements als Ganzem steht, den objektiven Vertragswillen zu er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mitteln, den die Parteien mutmasslich gehabt haben. Dabei hat das Gericht zu berücksichtigen, was sachgerecht ist, weil nicht angenommen werden kann, dass die Parteien eine unvernünftige Lösung gewollt haben (Kramer, Berner Kommentar, Bd. VI/1, N. 42 zu Art. 18 OR). Sodann sind nach konstanter Rechtsprechung mehrdeutige Wendungen in vorformulierten Vertragsbedingun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen im Zweifel zu Lasten ihres Verfassers auszulegen (BGE 120 V 452 E. 5a, 119 II 373 E. 4b mit Hinweisen; Jäggi/Gauch, Zürcher Kommentar, Bd. V/1b, N 451 ff. zu Art. 18 OR). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">20a </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. 1 BVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> kann die Vorsorgeeinrichtung in ihrem Reglement neben den Anspruchsberechtigten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nach den Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">19 (überlebender Ehegatte) und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">20 (Waisen) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">folgende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">begünstigte Personen für die Hinterlassenenleistun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen vorsehen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">natürliche Personen, die vom Versicherten in erheblichem Masse unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stützt worden sind, oder die Person, die mit diesem in den letzten fünf Jahren bis zu seinem Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führt hat oder die für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mer Kinder aufkommen muss;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beim Fehlen von begünstigten Person</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en nach Buchstabe a: die Kinder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Verstorbenen, welche die Voraussetzungen nach Artikel 20 nicht erfüllen, die Eltern oder die Geschwister;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beim Fehlen von begünstigten Personen nach den Buchstaben a und b: die übrigen gesetzlichen Erben, unter Ausschluss des Gemeinwesens, im Umfang: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der von der versicherten Person einbezahlten Beiträge, oder</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von 50 Prozent des Vorsorgekapitals.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beklagte hat gestützt auf Art. 20a BVG in Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">22</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ihres ab </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. Januar 2012</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gülti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen Reglements (Urk. 2/14</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) folgende Regelungen statuiert:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 22 Ehegattenrente</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(1)</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein Anspruch auf Ehegattenrente besteht nur, wenn der Verstorbene:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im Zeitpunkt des Todes oder bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zum Tode geführt hat, versichert war oder</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von der Kasse im Zeitpunkt des Todes eine Alters- oder eine In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">validenrente erhielt,</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und der überlebende Ehegatte bzw. der überlebende eingetragene Partner</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für den Unterhalt eines oder mehrerer Kinder aufkommt; oder</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mindestens zwei Jahre mit dem verstorbenen Mitglied verheiratet war bzw. in eingetragener Partnerschaft lebte; oder</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine ganze Rente der IV bezieht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(2)</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Anspruch auf die Ehegattenrente beginnt mit dem Tage, nachdem der Lohn oder der Rentenanspruch des verstorbenen Mitglieds endet.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(3)</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Heiratet die überlebende Ehegattin wieder oder geht die überlebende eingetragene Partnerin eine neue Partnerschaft ein, so hat sie An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch auf eine einmalige Abfindung in der Höhe von drei Jahresren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(4)</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ehegattenrente beträgt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beim Tod eines aktiven Mitglieds zwei Drittel der versicherten Al</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tersrente, mindestens jedoch 40 % des versicherten Lohnes;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beim Tod eines invaliden Mitglieds: zwei Drittel der laufenden Invalidenrente;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beim Tod eines pensionierten Mitglieds: zwei Drittel der laufen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Altersrente.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(5)</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Stirbt eine aktives, invalides oder ein pensioniertes Mitglied, ohne dass eine Ehegattenrente fällig wird, so wird eine Lebenspartnerrente in der Höhe der Ehegattenrente fällig, sofern die überlebende Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">partnerin, unabhängig des Geschlechts:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht verheiratet ist; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht mit dem verstorbenen Mitglied im Sinne von Artikel 95 ZGB (Ehehindernisse) verwandt ist; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beim Tod des Mitglieds mit ihm eine vor dem 65. Lebensjahr ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegangene, auf Dauer angelegte Lebensgemeinschaft geführt hat und bereits während mindestens fünf Jahren in gemeinsamem Haushalt gelebt hat, oder im Zeitpunkt des Todes im gemeinsa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men Haushalt für mindestens ein gemeinsames Kind aufkommen muss.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das aktive, invalide oder pensionierte Mitglied muss der Kasse spätes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens mit der Vollendung des 65. Altersjahres den Nachweis über eine bestehende Lebenspartnerschaft in Form einer schriftlichen Begünsti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung zukommen lassen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kasse schuldet in jedem Fall nur eine einzige Ehepartner- bzw. Lebenspartnerrente. Ansprüche müssen spätestens sechs Monate nach dem Todesdatum des Mitglieds angemeldet werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(6)</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die geschiedene Ehegattin bzw. die Partnerin, deren eingetragene Partnerschaft gerichtlich aufgelöst wurde, ist der verwitweten gleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gestellt, wenn die Ehe bzw. die eingetragene Partnerschaft mindestens zehn Jahre gedauert hat und ihr im Scheidungs- bzw. Auflösungsur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teil eine Rente oder eine Kapitalabfindung anstelle einer lebenslängli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Rente zugesprochen wurde. Die ihr zustehende Rente darf den Anspruch gemäss Scheidungs- bzw. Auflösungsurteil nicht überstei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Kläger liess zur Begründung der Klage im Wesentlichen vortragen (Urk. 1), dass ihn der verstorbene Versicherte, Y.___ sel., habe begünstigen wollen, jedoch aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage gewesen sei, eine schriftliche Begünstigungserklärung zu unterzeichnen. Die Beklagte verweigere dem Kläger die Auszahlung einer Lebenspartnerrente, obwohl die schriftliche Begünstigung nach dem Vorsorgereglement kein Gültigkeitserfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dernis darstelle und der Begünstigungswille durch Zeugen und Indizien bewie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen werden könne. Der Kläger habe während knapp elf Jahren mit dem Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten bis zu dessen Lebensende in einem gemeinsamen Haushalt und einem auf Dauer ausgelegten Konkubinat zusammengelebt. Das sei der Beklagten be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kannt gewesen (S. 3). Der Versicherte habe seit seiner Kindheit an der Erb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">krankheit Hämophilie A gelitten. Bei einer Bluttransfusion anlässlich einer Ope</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ration im Jahr 1982 habe er sich mit Hepatitis C infiziert. Die Folgebeschwerden dieser chronischen Hepatitis C hätten schliesslich zum Tode des Versicherten geführt. Dieser habe aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes noch zu Lebzeiten veranlassen wollen, dass sein langjähriger Lebenspartner nach seinem Ableben eine Lebenspartnerrente bekommen solle. Deshalb habe man Kontakt mit der Beklagten aufgenommen und diese über den Begünstigungswillen in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">formiert (S. 4). Leider habe der Versicherte wegen seines schlechten Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitszustandes die Begünstigungserklärung nicht mehr unterzeichnen können. Das ändere aber nichts daran, dass der Versicherte den Begünstigungswillen mehrfach geäussert habe, und zwar nicht nur gegenüber dem Kläger, sondern auch dem Bruder des Versicherten gegenüber. Auch in der Krankenakte finde sich ein entsprechender Vermerk (S. 5). Die Auslegung des Reglements der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klagten, die nach dem Vertrauensprinzip zu erfolgen habe, führe zum Ergebnis, dass die schriftliche Begünstigung kein Gültigkeitserfordernis sei. Sinn und Zweck der schriftlichen Begünstigung sei es einzig, Klarheit über den Begünsti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungswillen zu erlangen. Diese Klarheit könne jedoch auch anders geschaffen werden, da die Leistungsvoraussetzungen ohnehin sehr eng gefasst seien. Das sei vorliegend gegeben. Der Versicherte habe den Kläger begünstigen wollen, habe dies aber der Beklagten aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr schrift</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich mitteilen können. Art. 22 Abs. 5 Abschnitt 2 müsse nach dem Vertrauens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">prinzip so ausgelegt werden, dass die schriftliche Begünstigung kein Gültig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitserfordernis sei. Vorliegend seien die Leistungsvoraussetzungen erfüllt, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halb dem Kläger eine Lebenspartnerrente auszurichten sei (S. 8 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">An diesen Standpunkten liess der Kläger sowohl in seiner Replik vom 11. Juli 2016 (Urk. 14) als auch anlässlich der Hauptverhandlung vom 7. November 2017 (Prot. S. 5 f. und Urk. 25) festhalten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber liess die Beklagte im Wesentlichen geltend machen, dass - ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen den Ausführungen des Klägers - bereits der Begünstigungswille des Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten nicht erstellt sei. Dagegen würden folgende Umstände sprechen: Der Kläger und der Versicherte hätten nicht in einer eingetragenen Partnerschaft gelebt, obwohl dadurch eine bessere finanzielle Absicherung gewährleistet ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wesen wäre. Der Versicherte habe den Kläger erbrechtlich nicht begünstigt (auch nicht mittels Nottestaments). Es sei der Kläger und nicht der Versicherte gewesen, der einen Rechtsanwalt mandatiert habe, um die Situation mit der Pensionskasse zu klären und die eigene Begünstigung in die Wege zu leiten. Schliesslich hätte der Versicherte im Wissen um seine Erbkrankheit hinreichend Zeit gehabt, den Kläger schriftlich zu begünstigen (Urk. 9 S. 6 f.). Der Begünsti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungswille des Versicherten lasse sich - da es sich um eine innere Tatsache handle - zwar ohnehin nicht direkt nachweisen, die genannten Umstände wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den jedoch gegen den vom Kläger behaupteten Begünstigungswillen des Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten sprechen. Aber selbst wenn ein solcher Wille zu bejahen wäre, wäre die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ser allein nicht ausreichend, um den vom Kläger geltend gemachten Anspruch auf eine Lebenspartnerrente zu begründen: Dazu hätte der Versicherte der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klagten diesen Begünstigungswillen schriftlich zukommen lassen müssen. Da keine solche schriftliche Erklärung des Versicherten vorliege, sei die Klage kos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenfällig abzuweisen. Entgegen der Auffassung des Klägers gebe es vorliegend keine Interpretationsprobleme: Die entsprechende Reglementsbestimmung sei klar. Der Rückgriff auf das Vertrauensprinzip sei nicht notwendig, da tatsäch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich ein übereinstimmendes Auslegungsverständnis bezüglich Art. 22 des Reg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lements vorliege. Aber auch bei Anwendung des Vertrauensprinzips ergebe sich kein anderes Resultat (Urk. 9 S. 10 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Duplicando und anlässlich der Hauptverhandlung vom 7. November 2017 liess die Beklagte an ihren Standpunkten festhalten (vgl. Urk. 18 sowie Prot. S. 6 und Urk. 26).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorweg ist festzuhalten, dass sich der vom Kläger geltend gemachte Anspruch nicht auf Art. 22 Abs. 1 bis 4 des beklagtischen Reglements (Urk. 2/14) stützen kann. Ein Anspruch auf eine Ehegattenrente beziehungsweise auf einen ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechenden Rentenanspruch für einen eingetragenen Partner besteht - sofern auch die weiteren Anspruchsvoraussetzungen gegeben sind - ausdrücklich nur für Personen, die mit einem verstorbenen Versicherten verheiratet waren bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hungsweise mit ihm in einer eingetragenen Partnerschaft lebten. Da der Kläger und der verstorbene Versicherte, Y.___ sel., zwar während vielen Jah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren in einem auf Dauer angelegten Konkubinat lebten, aber keine eingetragene Partnerschaft im Sinne des Bundesgesetzes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare (Partnerschaftsgesetz, PartG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bestanden hat, kann von vornherein kein Anspruch auf eine Ehegattenrente beziehungsweise auf ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ne Rente für einen eingetragenen Partner bestehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist somit ausschliesslich, ob der Kläger gestützt auf Art. 22 Abs. 5 des Reglements der Beklagten (Urk. 2/14) Anspruch auf eine Le</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benspartnerrente der Beklagten hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Gesetzeswortlaut lässt zwar offen, ob zusätzliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> formelle Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aussetzungen im Rahmen von Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">20a BVG erlaubt sind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> liegen aber in der überobligato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rischen Rechtsnatur der Bestimmung und den vertraglichen Verhältnissen be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gründet, die den Vorsorgeeinrichtungen entsprec</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hende Gestaltungsrechte ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">räumen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Das Bundesgericht hat ihre Zulässigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denn auch sowohl vor als auch nach der 1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BVG-Revision mehrfach bestätigt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Formelle Zusatzvoraussetzungen sind - sofern sachgerecht, sinnvoll und zweckmässig - grundsätzlich erlaubt (Esther Amstutz, Die Begünstigtenordnung der beruflichen Vorsorge, Diss. Zü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rich 2014, S. 231 Rz. 624 mit Hinweisen). Namentlich ist auch das Erfordernis der Einreichung einer Begünstigtenerklärung an die Vorsorgeeinrichtung zu Lebzeiten gemäss höchstrichterlicher Praxis ein zulässiges konstitutives Ele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ment; eine testamentarische Begünstigung ist diesfalls nicht genügend (Hans-Ulrich Stauffer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">recht, Die berufliche Vorsorge, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2013, S. 53 mit Hinweisen auf SVR 2009 BVG Nr. 18 [9C_728/2007 richtig: 9C_710/2007], die Mitteilungen über die berufliche Vorsorge des Bundesamtes für Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen 111/2009, Rz. 690 sowie BGE 136 V 127 E. 4.5). Begründet wird diese Zulässigkeit in Praxis und Lehre insbesondere mit den erheblichen Risiken, de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen sich eine Vorsorgeeinrichtung aussetzt. Es dürfen deshalb zumutbare An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">forderungen aufgestellt werden, die verlangen, dass die tatsächlichen Gegeben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heiten für den Eintritt der gewünschten Rechtsfolge dokumentiert sein müssen (Amstutz, a.a.O., S. 233 N. 624).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Falle einer Lebenspartnerrente steht es der Vorsorgeeinrichtung - im Rahmen der Rechtsordnung - frei, die Voraussetzungen zum Nachweis des Anspruchs festzulegen. Die Beibringung eines Unterstützungsvertrages zum Nachweis stellt keine blosse Beweisvorschrift mit Ordnungscharakter dar, sondern ist eine Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aussetzung des Anspruchs mit konstitutiver Wirkung. Das Erfordernis einer schriftlichen Meldung der Lebenspartnerschaft in Form eines Unterstützungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vertrages ist sinnvoll und zweckmässig (Stauffer, a.a.O., S. 52 f. mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es ist den Vorsorgeeinrichtungen demnach erlaubt, die Erfüllung von reglemen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tarischen (Zusatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) Erfordernissen und die Geltendmachung des Anspruchs an bestimmte Formen und Fristen zu binden. Formvorschriften sind im Vertrags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">recht üblich. Bei vorgesehenen Fristen handelt es sich um Verwirkungsfristen, nach deren Ablauf die geforderte Handlung nicht mehr nachgeholt beziehungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise der Anspruch nicht mehr geltend gemacht werden kann (Amstutz, a.a.O., S. 234 f., Rz. 629 ff. mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei formellen Zusatzvoraussetzungen stellen insbesondere die unangemessene Formstrenge und der überspitzte Formalismus im Sinne von Art. 29 Abs. 1 BV die Grenzen dar. Überspitzter Formalismus ist eine besondere Form der Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verweigerung. Er äussert sich in rigorosen Formvorschriften, ohne dass deren Strenge sachlich gerechtfertigt wäre, in der Handhabung formeller Vorschriften mit übertriebener Schärfe oder in übertriebenen Anforderungen an eine Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">norm. Bei der Ansetzung von Fristen ist insbesondere der Grundsatz der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hältnismässigkeit gemäss Art. 5 Abs. 2 BV zu wahren. Fristen sind demnach so anzusetzen, dass sie von den Versicherten und Begünstigten realistischerweise eingehalten werden können (Amstutz, a.a.O., S. 241 Rz. 648 f. mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ausführungen in E. 3.2 machen deutlich, dass in der Praxis oft Zusatzvor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aussetzungen formeller Natur in die Reglemente von Vorsorgeeinrichtungen aufgenommen werden und dass diese Regelungen grundsätzlich zulässig sind. Dies gilt insbesondere für (zeitlich angemessene) Fristen und grundsätzlich auch für das Erfordernis der Schriftlichkeit von Begünstigungserklärungen oder der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleichen. Die entsprechenden Reglementsbestimmungen der Beklagten (vgl. oben E. 1.5) sind somit grundsätzlich nicht als ungewöhnlich zu qualifizieren.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Reglement der Beklagten (Urk. 2/14) wird der Anspruch auf eine Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">partnerrente in Art. 22 Abs. 5 geregelt (vgl. oben E. 1.5). Dieser fünfte Absatz des Art. 22 ist seinerseits in drei Unterabschnitte gegliedert.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im ersten Unterabschnitt werden die materiellen Voraussetzungen einer Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">partnerrente geregelt. Der überlebende Partner darf nicht verheiratet (lit. a) und nicht mit dem verstorbenen Mitglied verwandt sein (lit. b). Gemäss lit. c muss er beim Tod des Mitglieds mit ihm eine vor dem 65. Lebensjahr eingegangene, auf Dauer angelegte Lebensgemeinschaft geführt und bereits während mindestens fünf Jahren im gemeinsamen Haushalt gelebt haben oder im Zeitpunkt des To</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des im gemeinsamen Haushalt für mindestens ein gemeinsames Kind aufkom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men. Nach Lage der Akten ist es zu Recht unbestritten, dass diese materiellen Voraussetzungen im vorliegenden Fall erfüllt sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im zweiten Unterabschnitt wird in formeller Hinsicht bestimmt, dass das aktive, invalide oder pensionierte Mitglied der Kasse spätestens mit der Vollendung des 65. Altersjahres den Nachweis über eine bestehende Lebenspartnerschaft in Form einer schriftlichen Begünstigung zukommen lassen muss. Vorliegend steht fest, dass der verstorbene Versicherte der Beklagten eine solche schriftliche Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klärung nicht hat zukommen lassen. Das ist unter den Parteien angesichts der Aktenlage zu Recht unbestritten; unterschiedlicher Auffassung sind sie in Bezug auf die Folgen dieser unterlassenen schriftlichen Begünstigungserklärung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im dritten Unterabschnitt von Abs. 5 von Art. 22 des Reglements wird klarge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellt, dass die Beklagte in jedem Fall nur eine einzige Ehepartner- beziehungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise Lebenspartnerrente schuldet und dass Ansprüche binnen einer Frist von sechs Monaten nach dem Tod des Mitglieds anzumelden sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine systematische Analyse von Art. 22 Abs. 5 des beklagtischen Reglements ergibt somit eine Dreiteilung der Bestimmungen in einen materiellen Teil (Un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terabschnitt 1 lit. a bis c), einen formellen Teil (Unterabschnitt 2) sowie einen formell-materiell gemischten Teil (Unterabschnitt 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitentscheidend ist im vorliegenden Fall, ob die in Art. 22 Abs. 5 Unterab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schnitt 2 vorgesehene schriftliche Begünstigungserklärung für den Anspruch auf eine Lebenspartnerrente konstitutive Bedeutung hat oder - wie der Kläger argumentieren liess - als reine Ordnungsvorschrift zu qualifizieren ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entgegen der Auffassung des Klägers ist der Wortlaut der genannten Bestim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mung eindeutig und klar: Das Mitglied „muss“ der Kasse spätestens mit der Vollendung des 65. Altersjahres den Nachweis über eine bestehende Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">partnerschaft in Form einer schriftlichen Begünstigung zukommen lassen. Nach Treu und Glauben kann das nur so ausgelegt werden, dass eine Begünstigung nur gültig ist, wenn sie in Schriftform erfolgt. Die gewählte Formulierung („muss“) lässt es nicht zu, diese Bestimmung in eine „Kann“</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> oder „Soll“</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorschrift umzudeuten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Soweit der Kläger vortragen liess, dass eine systematische Interpretation der einschlägigen Bestimmungen auf die reine Ordnungsfunktion von Art. 22 Abs. 5 Unterabschnitt 2 hindeute (vgl. etwa Prot. S. 6), erweist sich sein Vortrag als nicht stichhaltig. Eine systematische Auslegung ergibt - wie oben in E. 3.3.2 dargelegt - nämlich, dass die Anspruchsvoraussetzungen für eine Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">partnerrente in zwei Unterabschnitten geregelt werden. Im ersten Unterabschnitt sind die materiellen Voraussetzungen aufgeführt (lit. a bis c). Im zweiten Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abschnitt die formellen, nämlich zum einen eine Frist („spätestens mit der Voll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">endung des 65. Lebensjahres“) und zum anderen das Erfordernis der Schriftform der Begünstigungserklärung. Diese Aufteilung in materielle und formelle Krite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rien dient der Übersichtlichkeit, ist nicht ungewöhnlich und ist nach Treu und Glauben auch nicht geeignet, zu Missverständnissen zu führen. Vielmehr zeigt die Behandlung der formellen Erfordernisse in einem eigenen Unterabschnitt auf, dass sie bedeutungsmässig den materiellen Bedingungen in Unterab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schnitt 1 gleichgestellt sind. Folglich führt auch eine systematische Interpretati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">on zum Ergebnis, dass das Erfordernis der Schriftlichkeit keine blosse Ord</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nungsvorschrift ist, sondern eine conditio sine qua non.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nichts Anderes geht auch aus dem Informationsschreiben der Beklagten an die Versicherten vom September 2008 beziehungsweise dem beigelegten Auszug aus dem Reglement (Urk. 2/15) hervor. Auch darin wird wiederholt darauf hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewiesen, dass die Begünstigung schriftlich zu erfolgen habe. Es wurde weiter auf eine Mustervorlage verwiesen. Nirgends kann dem Schreiben entnommen werden, dass auch eine mündliche oder gar konkludente Begünstigung aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reicht. Es wurde auch kein derartiger Anschein erweckt, sondern - wie ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führt - wiederholt auf das Erfordernis der Schriftlichkeit hingewiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Rechtsauffassung des Klägers, wo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nach es sich beim Erfordernis der Schriftlichkeit der Begünstigungserklärung um eine Ordnungsvorschrift handelt, deren Verletzung keine (relevanten) Fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen hat, abzulehnen ist. Sowohl der klare Wortlaut der massgebenden Bestim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mungen als auch die übrigen Auslegungselemente (vgl. E. 1.3, namentlich der Gesichtspunkt, wie die Parteien die Bestimmung verstanden haben durften und mussten) führen zum Ergebnis, dass eine Begünstigung nur mittels einer schrift</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Erklärung möglich ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen bleibt, ob die reglementarisch vorgesehenen Zusatzvoraussetzungen formeller Natur, nämlich das Erfordernis der Schriftlichkeit der Begünstigungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erklärung und die statuierte Frist („vor dem 65. Altersjahr"), überspitzt formalis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tisch sind oder ob sie den Rahmen des Zulässigen nicht überschreiten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dass formelle Zusatzvoraussetzungen grundsätzlich zulässig sind, steht ausser Frage; es kann insoweit auf die Ausführungen in E. 3.2 verwiesen werden. Auch die in Art. 22 Abs. 5 Unterabschnitt 2 enthaltene Befristung („vor dem 65. Altersjahr“) erscheint angesichts der in E. 3.2 wiedergegebenen Grundsätze und Präjudizien als unproblematisch. Dies hat auch für das Erfordernis der Schriftform zu gelten. Die Abgabe einer schriftlichen Erklärung ist mit keinen besonderen Umständen oder Aufwendungen verbunden und sicher nicht rigoros formalistisch. Schriftliche Erklärungen sind in vielen Bereichen des täglichen Lebens notwendig. Die Beklagte hat demgegenüber ein berechtigtes Interesse daran, mittels einer Urkunde (einer einfachen schriftlichen Erklärung) über eine Begünstigung in Kenntnis gesetzt zu werden. Dass sie daran festhält, ist nicht überspitzt formalistisch.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Kläger bereits deswegen keinen Anspruch auf eine Lebenspartnerrente hat, weil Y.___ sel. der Kläge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin keine schriftliche Begünstigungserklärung abgegeben hat. Eine solche schriftliche Erklärung ist jedoch eine unabdingbare Voraussetzung (conditio si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ne qua non) für eine Lebenspartnerrente.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Angesichts dieses Ergebnisses kann die zwischen den Parteien umstrittene Fra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge, ob Y.___ sel. tatsächlich einen Begünstigungswillen gehabt hat, offenbleiben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus dem Gesagten folgt, dass die Klage abzuweisen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 73 Abs. 2 BVG schliesst einen Anspruch der obsiegenden Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trägerin auf eine Prozessentschädigung zwar nicht aus. Indes werden den Trä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gern der beruflichen Vorsorge gemäss BVG beziehungsweise den mit öffent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichrechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen in Anlehnung an die Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechung zu Art. 159 Abs. 2 des bis Ende 2006 in Kraft gestandenen Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege (Bundesrechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setz/OG) praxisgemäss keine Parteientschädigungen zugesprochen. Es besteht kein Grund, bei der Beklagten - trotz ihres entsprechenden Antrages - anders zu verfahren (vgl. BGE 128 V 133 E. 5b, 126 V 150 E. 4a, 118 V 169 E. 7 und 117 V 349 E. 8, mit Hinweisen; vgl. auch BGE 122 V 125 E. 5b und 320 E. 1a und b sowie 112 V 356 E. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem unterliegenden Kläger steht eine Prozessentschädigung ausgangsgemäss nicht zu.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Klage</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Manuel Bader</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Dr. Urs Marti</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubStocker</p><p></p></div> </div></body></html>