<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2024.00713</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224599&amp;W10_KEY=13045530&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2024.00713</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.12.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 17.04.2025 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Trennungsstalking] (Beziehungs- bzw. Trennungs-)Stalking im Sinn des § 2 Abs. 1 lit. b GSG umfasst vielfältige Verhaltensweisen, worunter zwanghaftes Verfolgen oder Belästigen, ein Herumtreiben in der Nähe der gefährdeten Person oder unerwünschte Kontaktaufnahmen. Die Schwelle, ab welcher solche Verhaltensweisen als Stalking bzw. häusliche Gewalt einzustufen sind, liegt verhältnismässig tief und ist namentlich bereits bei "weichem Stalking" überschritten, etwa wenn die stalkende Person immer wieder die physische Nähe des Opfers sucht, ohne dieses erkennbar zu bedrängen. Es genügt, wenn mit dem Nachstellen die Gefahr einer Beeinträchtigung der Handlungsfreiheit der gefährdeten Person bzw. deren psychischer Integrität einhergeht; die Schutzmassnahmen sollen greifen, bevor es zu einer Schädigung des Opfers kommt (E. 2.1 Abs. 2). Vorliegend hat die gefährdete Person glaubhaft gemacht, dass der Gefährder ihren wiederholt geäusserten Wunsch nach einer Trennung bzw. einem Kontaktabbruch nicht respektierte, sie telefonisch und mittels Textnachrichten kontaktierte, Nachforschungen über ihren Wohn- bzw. Aufenthaltsort anstellte, ihren Arbeitsort aufsuchte und dort zumindest vehement nach ihr verlangte, mittelbar über ihre Familie (unerwünschten) Kontakt zu ihr herstellte und sich schliesslich zu ihrer Wohnliegenschaft begab, wo er sich Zutritt zu einem privaten Parkgeschoss verschaffte, von welchem aus er hätte zu den Wohnetagen gelangen können. Dass die gefährdete Person durch diese Verhaltensweisen verängstigt und belastet wurde, ist nachvollziehbar. Dass der Gefährder gegenüber der Vorinstanz (erstmals) angab, er wolle nun auch nichts mehr mit der gefährdeten Person zu tun haben und respektiere deren Trennungswunsch, lässt den Fortbestand einer Gefährdungssituation nicht als unglaubhaft erscheinen (zum Ganzen E. 3 f.). Gutheissung und Verlängerung der Schutzmassnahmen.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETRETVERBOT">BETRETVERBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWALTSCHUTZMASSNAHMEN">GEWALTSCHUTZMASSNAHMEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONTAKTVERBOT">KONTAKTVERBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RAYONVERBOT">RAYONVERBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STALKING">STALKING</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 2 Abs. I lit. b GSG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=68915" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2024.00713</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">23. Dezember 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Eva Heierle. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="RU_AUTOTEXT_DRITT_N"><span>A, vertreten durch RA B, </span></a></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>C, vertreten durch RA D, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="Zwischentitel">und</p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Bedrohungsmanagement der Stadtpolizei ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Mitbeteiligte,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Stadtpolizei ZÃ¼rich verfÃ¼gte am 23. Oktober 2024 in Anwendung des Gewaltschutzgesetzes vom 19. Juni 2006 (GSG, LS 351) gegenÃ¼ber C fÃ¼r die Dauer von 14 Tagen bzw. bis zum 6. November 2024 ein Kontaktverbot zu A sowie Betretverbote betreffend deren Wohn- und Arbeitsort.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">A ersuchte das Zwangsmassnahmengericht am Bezirksgericht ZÃ¼rich mit Eingabe vom 30. Oktober 2023, die angeordneten Schutzmassnahmen unter EntschÃ¤digungsfolge um drei Monate zu verlÃ¤ngern. Mit Urteil vom 1. November 2024 verlÃ¤ngerte das Zwangsmassnahmengericht die gegenÃ¼ber C angeordneten Massnahmen zum Schutz von A im Rahmen eines vorlÃ¤ufigen Entscheids sowie unter Strafandrohung nach Art. 292 des Strafgesetzbuchs vom 21. Dezember 1937 (StGB, SR 311.0) bis zum 6. Februar 2025 (Dispositivziffer 1 f.) und verpflichtete ihn, A eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'600.- zu bezahlen (Dispositivziffer 4).</p> <p class="Urteilstext">C erhob am 11. November 2024 Einsprache beim Zwangsmassnahmengericht am Bezirksgericht ZÃ¼rich und beantragte, unter EntschÃ¤digungsfolge sowie in Aufhebung von Dispositivziffer 1 des Urteils vom 1. November 2024 seien das Kontakt- sowie die Rayonverbote per sofort aufzuheben. Weiter sei Dispositivziffer 4 des Urteils vom 1. November 2024 aufzuheben und A eine ParteientschÃ¤digung zu verweigern. Das Zwangsmassnahmengericht hÃ¶rte A und C am 19. November 2024 getrennt voneinander an. Mit Urteil vom 19. November 2024 wies es das Gesuch von A um VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen in Aufhebung des Urteils vom 1. November 2024 ab (Dispositivziffer 1 f.). Auf die Erhebung von Verfahrenskosten wurde verzichtet (Dispositivziffer 3), und ParteientschÃ¤digungen wurden nicht zugesprochen (Dispositivziffer 4). </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A fÃ¼hrte am 25. November 2024 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte, die gegenÃ¼ber C angeordneten Gewaltschutzmassnahmen seien in Aufhebung des Urteils vom 19. November 2024 sowie unter EntschÃ¤digungsfolge bis zum 6. Februar 2025 zu verlÃ¤ngern. Das Bezirksgericht ZÃ¼rich verzichtete am 27. November 2024 auf Vernehmlassung. C beantragte mit Beschwerdeantwort vom 29. November 2024 die Abweisung des Rechtsmittels unter EntschÃ¤digungsfolge. A nahm dazu am 12. Dezember 2024 Stellung. C Ã¤usserte sich am 19. Dezember 2024 erneut.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss § 11a GSG ist das Verwaltungsgericht fÃ¼r Beschwerden gegen Entscheide eines Zwangsmassnahmengerichts in Angelegenheiten des Gewaltschutzgesetzes zustÃ¤ndig. Beschwerden im Bereich dieses Erlasses werden von der Einzelrichterin oder dem Einzelrichter behandelt, sofern sie nicht wegen grundsÃ¤tzlicher Bedeutung der Kammer Ã¼berwiesen werden (§ 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 4 in Verbindung mit § 43 Abs. 1 lit. a sowie § 38b Abs. 2 e contrario des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2]). Da dem vorliegenden Fall keine solche Bedeutung zukommt, ist der Einzelrichter zum Entscheid berufen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weil auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Das Gewaltschutzgesetz bezweckt den Schutz, die Sicherheit und die UnterstÃ¼tzung von Personen, die von hÃ¤uslicher Gewalt oder Stalking betroffen sind (§ 1 Abs. 1 GSG). HÃ¤usliche Gewalt liegt nach § 2 Abs. 1 GSG vor, wenn eine Person in einer bestehenden oder einer aufgelÃ¶sten familiÃ¤ren oder partnerschaftlichen Beziehung in ihrer kÃ¶rperlichen, sexuellen oder psychischen IntegritÃ¤t verletzt oder gefÃ¤hrdet wird durch AusÃ¼bung oder Androhung von Gewalt (lit. a) oder durch mehrmaliges BelÃ¤stigen, Auflauern oder Nachstellen (lit. b). Stalking liegt gemÃ¤ss § 2 Abs. 2 GSG vor, wenn jemand durch mehrmaliges BelÃ¤stigen, Auflauern, Nachstellen oder Drohen in seiner HandlungsfÃ¤higkeit beeintrÃ¤chtigt oder gefÃ¤hrdet wird.</p> <p class="Urteilstext">(Beziehungs- bzw. Trennungs-)Stalking im Sinn des § 2 Abs. 1 lit. b GSG umfasst vielfÃ¤ltige Verhaltensweisen, worunter zwanghaftes Verfolgen oder BelÃ¤stigen, ein Herumtreiben in der NÃ¤he der gefÃ¤hrdeten Person oder unerwÃ¼nschte Kontaktaufnahmen. Die Schwelle, ab welcher solche Verhaltensweisen als Stalking bzw. hÃ¤usliche Gewalt im Sinn des § 2 Abs. 1 lit. b GSG einzustufen sind, liegt verhÃ¤ltnismÃ¤ssig tief und ist namentlich bereits bei "weichem Stalking" Ã¼berschritten, etwa wenn die stalkende Person immer wieder die physische NÃ¤he des Opfers sucht, ohne dieses erkennbar zu bedrÃ¤ngen. Es genÃ¼gt, wenn mit dem Nachstellen die Gefahr einer BeeintrÃ¤chtigung der Handlungsfreiheit der gefÃ¤hrdeten Person bzw. deren psychischer IntegritÃ¤t einhergeht; die Gewaltschutzmassnahmen sollen greifen, bevor es zu einer SchÃ¤digung des Opfers kommt (zum Ganzen VGr, 28. September 2023, VB.2023.00486, E. 4.2 mit Hinweisen). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Liegt ein Fall von hÃ¤uslicher Gewalt oder Stalking vor, stellt die Polizei den Sachverhalt fest und ordnet umgehend die zum Schutz der gefÃ¤hrdeten Person notwendigen Massnahmen an (§ 3 Abs. 1 GSG). So kann die Polizei die gefÃ¤hrdende Person aus der Wohnung oder dem Haus weisen, ihr untersagen, von der Polizei bezeichnete, eng umgrenzte Gebiete zu betreten, und ihr auch verbieten, mit den gefÃ¤hrdeten oder diesen nahestehenden Personen in irgendeiner Form Kontakt aufzunehmen (§ 3 Abs. 2 lit. aâc GSG). Die Schutzmassnahmen gelten wÃ¤hrend 14 Tagen ab Mitteilung an die gefÃ¤hrdende Person (§ 3 Abs. 3 Satz 1 GSG).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die gefÃ¤hrdete Person kann innert acht Tagen nach Geltungsbeginn der Schutzmassnahmen beim Gericht um deren VerlÃ¤ngerung ersuchen (§ 6 Abs. 1 GSG). Dieses entscheidet innert vier Arbeitstagen Ã¼ber das VerlÃ¤ngerungsgesuch (§ 9 Abs. 1 GSG). Es stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest und fordert unverzÃ¼glich die polizeilichen Akten und, sofern ein Strafverfahren eingeleitet wurde, jene der Strafuntersuchung an. Auf Verlangen des Gerichts nehmen die Polizei und die Staatsanwaltschaft zum Gesuch Stellung (§ 9 Abs. 2 GSG). Das Gericht hÃ¶rt die Gesuchgegnerin oder den Gesuchgegner nach MÃ¶glichkeit an. Es kann auch eine AnhÃ¶rung der Gesuchstellerin oder des Gesuchstellers anordnen (§ 9 Abs. 3 SÃ¤tze 1 und 2 GSG). Es heisst das Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Massnahmen gut, wenn der Fortbestand der GefÃ¤hrdung glaubhaft ist (§ 10 Abs. 1 Satz 1 GSG). Dabei entscheidet es vorlÃ¤ufig, wenn die Gesuchgegnerin oder der Gesuchgegner nicht angehÃ¶rt worden ist, und setzt dieser bzw. diesem eine Frist von fÃ¼nf Tagen, um gegen den Entscheid Einsprache zu erheben (§ 10 Abs. 2 GSG; § 11 Abs. 1 Satz 1 GSG). Die gerichtlich angeordneten Schutzmassnahmen dÃ¼rfen insgesamt drei Monate nicht Ã¼bersteigen (§ 6 Abs. 3 GSG). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Der Zweck von Gewaltschutzmassnahmen besteht in der Deeskalation einer Gewaltsituation und â im Unterschied etwa zu gewissen Ehe- und Kindesschutzmassnahmen â nicht in der (mittel- oder lÃ¤ngerfristigen) Gestaltung der Rechtsbeziehung zwischen den betroffenen Personen. Vielmehr haben gestÃ¼tzt auf das Gewaltschutzgesetz angeordnete Massnahmen einen sofort notwendigen, durch andere Verfahren nicht leistbaren Schutz fÃ¼r gefÃ¤hrdete Personen sicherzustellen. FÃ¼r den Entscheid Ã¼ber die VerlÃ¤ngerung von Schutzmassnahmen ist daher in erster Linie massgeblich, ob eine konkrete GefÃ¤hrdungssituation Anlass fÃ¼r die Anordnung einer oder mehrerer Schutzmassnahmen gegeben hat und ob diese Situation weiterhin der Deeskalation bedarf bzw. ein in diesem Sinn verstandener Fortbestand der GefÃ¤hrdung glaubhaft ist (VGr, 6. Oktober 2023, VB.2023.00525, E. 3.2; 21. Dezember 2022, VB.2022.00758, E. 4.2; 2. Juni 2022, VB.2022.00238, E. 4.2). </p> <p class="Urteilstext">Im Zusammenhang mit der VerlÃ¤ngerung von Schutzmassnahmen steht dem Zwangsmassnahmengericht ein relativ grosser Beurteilungsspielraum zu. Zum einen kann es sich im Rahmen der persÃ¶nlichen AnhÃ¶rung der Parteien einen umfassenden Eindruck von der Situation machen. Zum anderen genÃ¼gt wie erwÃ¤hnt bereits die Glaubhaftmachung des Fortbestands einer GefÃ¤hrdung. Demnach ist es ausreichend, wenn gewisse Elemente fÃ¼r eine anhaltende GefÃ¤hrdung sprechen, wobei mit der MÃ¶glichkeit gerechnet werden darf, dass sie doch nicht besteht (Andreas Conne/Kaspar PlÃ¼ss, Gewaltschutzmassnahmen im Kanton ZÃ¼rich, in: Sicherheit &amp; Recht 3/2011, S. 127 ff., S. 134). Es rechtfertigt sich deshalb seitens des Verwaltungsgerichts eine gewisse ZurÃ¼ckhaltung bei der Beurteilung der vorinstanzlichen WÃ¼rdigung (statt vieler VGr, 25. November 2020, VB.2020.00721, E. 2.3). Auch ist es nicht notwendig, den Ablauf der Geschehnisse im Detail zu rekonstruieren (VGr, 3. August 2016, VB.2016.00403, E. 5.2 mit Hinweis auf VGr, 15. Dezember 2015, VB.2015.00672, E. 2.3; VGr, 26. Februar 2015, VB.2015.00043, E. 4.3).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>GemÃ¤ss einem Polizeirapport vom 28. Oktober 2024 meldete sich die BeschwerdefÃ¼hrerin am 23. Oktober 2024 nachmittags telefonisch von ihrer Wohnung aus bei der Mitbeteiligten, da sie sich vom Beschwerdegegner bedroht fÃ¼hlte. Beim Eintreffen der Polizisten traute sie sich nicht, ihre Wohnung zu verlassen, und bat jene, direkt zu ihr bzw. in die Wohnung zu kommen. Dort schilderte sie gegenÃ¼ber den EinsatzkrÃ¤ften, dass der Beschwerdegegner ihr gegenÃ¼ber seit LÃ¤ngerem ein "Stalking-Verhalten" entwickelt habe. Anlass fÃ¼r ihren Anruf bei der Polizei sei gewesen, dass der Beschwerdegegner sich nunmehr Zugang zum 3. Untergeschoss ihrer Wohnliegenschaft verschafft habe, welches nicht Ã¶ffentlich zugÃ¤nglich sei und von wo aus er auch ohne einen WohnungsschlÃ¼ssel zu ihrer WohnungstÃ¼re gelangen kÃ¶nne. Dies habe in ihr grosse Ãngste ausgelÃ¶st, was ihr gemÃ¤ss dem Polizeirapport auch anzumerken gewesen sei. Auch aus ihren weiteren Schilderungen erkannten die ausgerÃ¼ckten Polizisten gemÃ¤ss dem Rapport vom 28. Oktober 2024, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin sich nicht sicher fÃ¼hlte und Angst vor dem Beschwerdegegner hatte.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Im Rahmen einer polizeilichen Befragung vom 23. Oktober 2024 gab die BeschwerdefÃ¼hrerin an, sie habe den Beschwerdegegner im Januar 2023 kennengelernt. Etwa ab Juni 2023 habe sich zwischen ihnen eine Beziehung entwickelt, "offiziell" sei dies erst ab Dezember 2023 der Fall gewesen. Zwischen ihr und dem Beschwerdegegner bestehe ein grosser Altersunterschied, und sie hÃ¤tten einen unterschiedlichen Lebensstil. Es sei in dem Sinn keine fixe Beziehung gewesen, und sie hÃ¤tten sich auch nicht tÃ¤glich gesehen. Eine Wohnung hÃ¤tten sie nicht geteilt. Sie habe Ende 2023 selbst eine Wohnung in ZÃ¼rich gesucht und an der E-Strasse 01 auch gefunden. Allerdings sei die Wohnung Ã¼ber einen Kontakt des Beschwerdegegners bei der Wohnungsverwaltung vermittelt worden. Sie habe die Wohnung eigentlich selbst mieten wollen. Der Beschwerdegegner habe jedoch gesagt, dass das sein Kontakt sei und er (der Beschwerdegegner) deshalb den Mietvertrag schliessen wolle. Er habe die Wohnung ab Februar 2024 gemietet, aber die Miete nicht bezahlt, weshalb auch eine Mahnung gekommen sei. Weil der Beschwerdegegner in ZÃ¼rich keinen Wohnsitz habe begrÃ¼nden wollen, sei ihr Name an der WohnungstÃ¼re und "Ã¼berall sonst" angeschrieben worden. Sie habe sich immer gefÃ¼hlt, als sei die Wohnung an der E-Strasse 01 nicht ihre Wohnung, und sei deshalb dort auch nicht eingezogen. Sie habe stets an der F-Strasse in ZÃ¼rich gewohnt. In der Wohnung an der E-Strasse habe sie nur ein paar Sachen wie ein Pyjama gehabt. Das sei keine gemeinsame Wohnung gewesen, obwohl der Beschwerdegegner stets gesagt habe, es sei ihre (gemeinsame) Wohnung und sie kÃ¶nne auch dort leben. Sie habe die Wohnung fÃ¼r sich allein und nicht fÃ¼r sie beide gemeinsam haben wollen. Sie habe dort noch ein paar Sachen, welche sie aber nicht abhole, weil sie nicht riskieren wolle, dem Beschwerdegegner dort Ã¼ber den Weg zu laufen. </p> <p class="Urteilstext">Die Beziehung zum Beschwerdegegner habe im Dezember 2023 geendet, weil der Beschwerdegegner physisch und verbal aggressiv geworden sei. Sie habe dann H â den ausserhalb des Kantons ZÃ¼rich liegenden Wohnort des Beschwerdegegners â verlassen und sich krankschreiben lassen, damit der Beschwerdegegner sie in Ruhe lasse. Im Januar 2024 sei der Beschwerdegegner auf sie zugekommen und habe eine zweite Chance gewollt. Sie habe dem Mitte Januar 2024 zugestimmt, ab dann hÃ¤tten sie aber nur noch Probleme gehabt. Das sei keine echte Beziehung mehr gewesen. Sie hÃ¤tten sich zwar gesehen und es immer wieder versucht. Der Beschwerdegegner sei jeweils zwei Tage nett gewesen und dann wieder "verrÃ¼ckt" geworden. Das sei so weitergegangen bis im Mai 2024. Er habe ihr mehrmals gesagt, sie solle ihre Sachen bei ihm abholen. Als sie das dann getan habe, sei er verÃ¤rgert gewesen, weil er das anscheinend doch nicht gewollt habe. Auch danach sei der Beschwerdegegner immer wieder verbal und physisch aggressiv gegen sie geworden. Er habe Geldprobleme gehabt und deshalb gewollt, dass sie ihm helfe, ein Fahrzeug zu verkaufen. So hÃ¤tten sie immer wieder Kontakt gehabt. Der Beschwerdegegner habe auch immer wieder versucht, sie zu kontaktieren, auch wenn sie ihm gesagt habe, dass sie ihn nicht treffen wolle. Er frage auch immer, wo sie sich gerade aufhalte und dies sehr aggressiv. Teilweise habe sie bis zu 18 verpasste Anrufe von ihm auf ihrem Mobiltelefon gehabt. Zuletzt habe sie aber sicher drei Wochen nichts mehr von ihm gehÃ¶rt, bis er am Vortag der Einvernahme bzw. am 22. Oktober 2024 Kontakt zu ihren Eltern aufgenommen und ein Treffen mit diesen und ihr organisiert habe. Allerdings habe der Beschwerdegegner anscheinend im September 2024 "bei [ihrer] Arbeit geklingelt", in ihr BÃ¼ro gewollt und Kollegen nach ihr gefragt. Die GeschÃ¤ftsfÃ¼hrerin habe ihr erzÃ¤hlt, dass er im GeschÃ¤ft, fÃ¼r welches sie tÃ¤tig sei, fÃ¼r eine grosse Summe habe einkaufen wollen, dies jedoch nur unter der Bedingung, dass sie in den Laden komme und mit ihm essen gehe. Das sei ihr unangenehm gewesen, da sie auf der Arbeit nichts von ihrer Situation erzÃ¤hlt habe. Sie habe sich erpresst gefÃ¼hlt. Sie habe auch das GefÃ¼hl, dass der Beschwerdegegner ihr folge. Er habe am Vortag zu ihr gesagt, er wisse, wo sie lebe, welches Auto sie fahre und dass dieses auf ihren Vater eingelÃ¶st sei. Das seien alles "Sachen", die er eigentlich nicht wissen sollte. Der Beschwerdegegner verhalte sich immer, als sei er ein erwachsener Mann und sie ein kleines MÃ¤dchen, welches seine Hilfe benÃ¶tige, dabei habe sie immer ihr eigenes Leben gefÃ¼hrt.</p> <p class="Urteilstext">Auf die Frage nach Handgreiflichkeiten gab die BeschwerdefÃ¼hrerin an, sie erinnere sich daran, dass sie und der Beschwerdegegner am 18. Mai 2024 mit Kollegen in Frankreich zum Essen gegangen seien. Der Beschwerdegegner sei bereits zuvor aggressiv gewesen, und im Restaurant sei es dann weiter gegangen. Der Beschwerdegegner habe sie angeschrien, ihre Hand genommen und ihr Mobiltelefon genommen. Sie habe nicht fertig gegessen und sei zu Fuss zum Hotel zurÃ¼ck gegangen. Dort habe sie nach einem eigenen Zimmer gefragt. Als sie ihre Sachen aus dem gemeinsamen Zimmer habe holen wollen, sei der Beschwerdegegner dazugekommen und habe die TÃ¼r abgeschlossen. Sie hÃ¤tten sich drei Stunden gestritten. Der Beschwerdegegner habe ihren Arm gepackt und ihr das Handgelenk verdreht, worauf ihr Armband gerissen sei. Er habe ihr auch das Mobiltelefon weggenommen. Sie habe ihm dann gesagt, sie werde ihn anzeigen, worauf er ruhiger geworden und sie in das andere Zimmer gegangen sei. Mutmasslich am 4. Juli 2024, sie sei sich bezÃ¼glich des Datums nicht sicher, seien die Parteien in der Wohnung des Beschwerdegegners in H gewesen. Der Beschwerdegegner habe sie gegen die Brust gestossen, weshalb sie gegen den Schrank gestossen sei. Der Beschwerdegegner habe sie dann am Arm gepackt und gegen den Schrank gedrÃ¼ckt. Er habe sie geschÃ¼ttelt, und sie habe grosse Angst gehabt. Der Beschwerdegegner sei wegen finanzieller Probleme aggressiv gewesen. Er habe ihr auch gesagt, dass er Probleme mit dem Steueramt usw. und dadurch viel Druck habe. Deswegen habe er auch seine Autos verkaufen wollen. Manchmal habe er sein Verhalten auch darauf geschoben, dass er vielleicht Alzheimer habe. Als sie ihm gesagt habe, dass es (zwischen ihnen) nicht funktionieren wÃ¼rde, wenn er Alzheimer hÃ¤tte, habe er seine aggressiven AusfÃ¤lle erneut auf die finanzielle Situation geschoben. Der Beschwerdegegner habe auch ihren Hund bedroht bzw. zu ihr gesagt, sie solle gut auf das Tier schauen, da sie es nicht lange haben werde. Sie habe Angst, dass er ihrem Hund etwas antue.</p> <p class="Urteilstext">Am Tag der Befragung sei sie in ihrer Wohnung gewesen, als es plÃ¶tzlich an der WohnungstÃ¼r geklingelt habe. Als sie den Beschwerdegegner vor der TÃ¼r gesehen habe, sei sie schockiert gewesen. Er habe ihr bereits am Morgen geschrieben, dass er ihr bei einem Problem â welches sie gar nicht habe â helfen wolle. Er mache sich Sorgen um sie. Sie habe darauf nicht geantwortet. Sein Auto sei immer im 2. Untergeschoss ihrer Wohnliegenschaft abgestellt gewesen, das sei eine Ã¶ffentliche Parkgarage. Nun habe er es unter einem Vorwand ins 3. Untergeschoss gestellt, wo die private Parkgarage sei. Von dort aus habe man Zutritt zu den oberen Stockwerken, ohne dass man einen SchlÃ¼ssel benÃ¼tzen mÃ¼sse. Der Beschwerdegegner kÃ¶nne dort auch sehen, ob ihr Auto in der Garage stehe oder nicht. FrÃ¼her habe er zwar einen ihrer ParkplÃ¤tze benutzen dÃ¼rfen, aber als es zwischen ihnen komisch geworden sei, habe sie ihm gesagt, er solle seine Autos dort nicht mehr hinstellen. Er habe aber versucht, immer ein Auto irgendwo in ihrem WohngebÃ¤ude abzustellen, um sie zu Ã¼berwachen. Sie wolle nichts mehr mit dem Beschwerdegegner zu tun haben und habe dies auch mehrfach kommuniziert. Da er dies nicht berÃ¼cksichtige, fÃ¼hle sie sich von ihm belÃ¤stigt.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der Beschwerdegegner Ã¤usserte sich gegenÃ¼ber der Polizei am 23. Oktober 2024 dahingehend, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin sein Fahrzeug von ihrem Elternhaus in die Ã¶ffentliche Parkebene ihrer Wohnliegenschaft verbracht habe. Da er befÃ¼rchtet habe, es kÃ¶nne in das Auto eingebrochen werden, habe er es mithilfe des Hauswarts in das 3. Untergeschoss, welches nicht Ã¶ffentlich zugÃ¤nglich sei, verbracht. Er habe danach vom Erdgeschoss aus bei der BeschwerdefÃ¼hrerin gelÃ¤utet. Aus seiner Sicht stehe er noch in einer Beziehung mit der BeschwerdefÃ¼hrerin. Sie habe ihm auch stÃ¤ndig zurÃ¼ckgeschrieben und ihn zwischenzeitlich auch regelmÃ¤ssig getroffen. Es sei korrekt, dass er an ihrem Arbeitsort gewesen sei, die Ã¼brigen Schilderungen der BeschwerdefÃ¼hrerin seien aber so nicht korrekt. Allgemein seien ihre Schilderungen nicht korrekt und Ã¼bertrieben. Er Ã¼berlege sich noch eine "Gegenanzeige".</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>In ihrem Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen vom 30. Oktober 2024 brachte die BeschwerdefÃ¼hrerin zusammengefasst vor, sie habe den Beschwerdegegner in H im Rahmen ihrer geschÃ¤ftlichen TÃ¤tigkeit bzw. als Kunden kennengelernt. AllmÃ¤hlich habe sich eine nÃ¤here Beziehung entwickelt, wobei es fÃ¼r sie aufgrund der geschÃ¤ftlichen Beziehung zum Beschwerdegegner bzw. dessen Kundeneigenschaft stets schwierig gewesen sei, den Kontakt gÃ¤nzlich abzubrechen. Dies sei jedoch aufgrund des verstÃ¶renden Verhaltens des Beschwerdegegners im Mai 2024 nÃ¶tig geworden. Die Beziehung sei indes bereits vorher durch die VerhaltensauffÃ¤lligkeiten des Beschwerdegegners belastet gewesen. Der Beschwerdegegner habe sich mit der Trennung nicht abfinden kÃ¶nnen und kÃ¶nne dies weiterhin nicht. Am 4. Juli 2024 habe er sie (die BeschwerdefÃ¼hrerin) in seiner Wohnung in H im begehbaren Kleiderschrank gewaltsam an die Wand gedrÃ¼ckt und ihr das Mobiltelefon entrissen. Er habe ihr die Arme verdreht. Als sie ihm gesagt habe, dass sie die Polizei avisieren werde, habe er sie zunÃ¤chst nicht aus der Wohnung gelassen. Erst als sie mehrmals laut um Hilfe geschrien habe, habe er sie gehen lassen. Im Nachgang an dieses Ereignis habe er ihr ein Schreiben geschickt, worin er ihr die Zahlung von EUR 1'000'000.- als eine Art "Wiedergutmachung" in Aussicht gestellt habe, fÃ¼r den Fall, dass "so etwas doch wieder" passiere.</p> <p class="Urteilstext">Im September 2024 habe sie erfahren, dass der Beschwerdegegner an ihrem Arbeitsort in ZÃ¼rich nach ihr gefragt habe. Er habe auch wissen wollen, wo sie sich aufhalte. Am 3. Oktober 2024 sei er erneut an ihrem Arbeitsort, dem GeschÃ¤ftslokal der Firma I an der J-Strasse 02 in ZÃ¼rich, aufgetaucht und habe danach verlangt, sie zu sehen bzw. zu treffen. Dabei habe er Waren im Wert von Fr. 230'000.- beiseitegelegt und dem Verkaufspersonal mitgeteilt, dass er die Waren nur kaufen werde, wenn sie persÃ¶nlich vor Ort erscheine. Er habe von der GeschÃ¤ftsfÃ¼hrerin auch verlangt, dass diese sie (die BeschwerdefÃ¼hrerin) anrufe und in das GeschÃ¤ftslokal hole. Die GeschÃ¤ftsfÃ¼hrerin habe sie denn auch angerufen.</p> <p class="Urteilstext">Am 22. Oktober 2024 sei sie von ihrer Familie ins Hotel K eingeladen worden. Dort angekommen, habe ihre Familie sie mit zahlreichen unberechtigten Anschuldigungen des Beschwerdegegners konfrontiert. Der Beschwerdegegner habe mutmasslich Ã¼ber ihre Schwester, welche in H ein GeschÃ¤ft betreibe, die Kontaktangaben ihrer weiteren Familienmitglieder erhÃ¤ltlich gemacht. Der Beschwerdegegner habe sie an diesem Tag in der Parkgarage des Hotels K auch damit bedroht, dass er ihr den Hund wegnehme und sie ins GefÃ¤ngnis schicke. Er habe sie dabei am Gesicht gepackt und zu ihr gesagt, sie solle gut auf ihren Hund aufpassen, sie werde ihn nicht mehr lange haben. </p> <p class="Urteilstext">Anlass fÃ¼r die polizeilichen Schutzmassnahmen habe schliesslich gegeben, dass sich der Beschwerdegegner durch TÃ¤uschung des Hauswarts ihrer Wohnliegenschaft Zugang zum dortigen 3. Untergeschoss verschafft habe, von wo es mÃ¶glich sei, direkt mit dem Lift zum Wohnbereich und somit zu ihrer Wohnung zu fahren. Von ihren Nachbarn habe sie erfahren, dass der Beschwerdegegner auch bis zu ihrer WohnungstÃ¼re vorgedrungen sei. Zudem hÃ¤tten Ãberwachungskameras im Eingangsbereich des GebÃ¤udes den Beschwerdegegner beim Verlassen der Liegenschaft aufgezeichnet. Im Anschluss an dieses Ereignis habe sie einen privaten Personenschutz engagiert, welcher sie rund um die Uhr bewache.</p> <p class="Urteilstext">Das verstÃ¶rende, Ã¼bergriffige Verhalten des Beschwerdegegners schlage sich auch in ausufernden Textnachrichten nieder und werde jedes Mal extensiver, wenn sie versuche, den Kontakt abzubrechen. Der Beschwerdegegner suche stets den Kontakt, selbst wenn sie ihn um Kontaktabbruch ersuche oder nicht antworte. Er "bombardier[e]" sie ununterbrochen und in bedrohlichem Ton. Auch indizierten seine Nachrichten, dass er versuche, ihren Aufenthaltsort ausfindig zu machen, und dass er ihr nachstelle.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Im Urteil vom 1. November 2024 wird "in BerÃ¼cksichtigung der nachvollziehbaren und ausfÃ¼hrlichen Schilderung der GefÃ¤hrdungssituation seitens der [BeschwerdefÃ¼hrerin] anlÃ¤sslich ihrer Einvernahme vom 23. Oktober 2024 [â¦] sowie ihrer Eingabe vom 30. Oktober 2024 [â¦], des Polizeirapports vom 28. Oktober 2024 [â¦], der vorliegenden Fotodokumentation betreffend Nachrichten, welche der [Beschwerdegegner] an die [BeschwerdefÃ¼hrerin] verschickt hat, eines Briefes des [Beschwerdegegners] an die [BeschwerdefÃ¼hrerin], in welchem er sich fÃ¼r sein Verhalten entschuldigt [â¦], sowie des Umstands, dass der [Beschwerdegegner] sich gegenÃ¼ber der Polizei auf den Standpunkt stellte, dass er und die [BeschwerdefÃ¼hrerin] nach wie vor ein Liebespaar seien", das Vorliegen von Stalking und ein Fortbestand einer GefÃ¤hrdungssituation als glaubhaft erachtet.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Der Beschwerdegegner machte in seiner Einsprache vom 11. November 2024 zusammengefasst geltend, die Parteien seien seit etwa FrÃ¼hling 2023 ein Liebespaar gewesen, wobei es die BeschwerdefÃ¼hrerin genossen habe, von seinem VermÃ¶gen zu profitieren und sich bis vor Kurzem von ihm einen Ã¤usserst luxuriÃ¶sen Lebensstil habe finanzieren lassen. 2024 habe die Beziehung zu brÃ¶ckeln begonnen, was dadurch verstÃ¤rkt worden sei, dass er vermehrt misstrauisch gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin geworden sei, da sie ihm diverse Unwahrheiten Ã¼ber ihr Leben erzÃ¤hlt habe. Auch habe er feststellen mÃ¼ssen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin ohne RÃ¼cksprache mit ihm und auf seine Rechnung Sachen erworben oder Dienstleistungen bezogen habe. Sodann seien immer wieder WertgegenstÃ¤nde aus seiner Wohnung abtransportiert worden. Angesprochen auf diese UmstÃ¤nde, habe sich die BeschwerdefÃ¼hrerin mit Ausreden aus der AffÃ¤re zu ziehen versucht und sich immer mehr von ihm zurÃ¼ckgezogen. Er vermute, dass "diese Anzeige" (die Beanspruchung von Gewaltschutzmassnahmen) aus taktischen GrÃ¼nden erfolgt sei bzw. um einer Anzeige von ihm gegen die BeschwerdefÃ¼hrerin vorzugreifen.</p> <p class="Urteilstext">Entgegen den Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin seien die Parteien weder seit Mai 2024 getrennt gewesen noch habe seitens der BeschwerdefÃ¼hrerin "ein anhaltender Wunsch, nichts mehr mit [ihm] zu tun haben zu wollen" bestanden. Die Parteien seien vielmehr "bis kÃ¼rzlich ein Paar" gewesen, was sich aus WhatsApp-ChatverlÃ¤ufen ergebe. SelbstverstÃ¤ndlich hÃ¤tten sie sich auch gestritten, sich aber immer wieder zusammengerauft. Bis vor Kurzem hÃ¤tten sie auch noch zusammen Ferien verbracht und noch Anfang Oktober 2024 geplant, in absehbarer Zeit gemeinsam in die Ferien zu fliegen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe sich "auch nach Mai 2024 immer noch so [verhalten], als stÃ¼nde man in einer Beziehung". </p> <p class="Urteilstext">Es treffe zu, dass sich die Parteien am 18. Mai 2024 und am 4. Juli 2024 gestritten hÃ¤tten. Dabei â und auch sonst â sei er aber gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht tÃ¤tlich geworden. Im Anschluss an den Streit vom 4. Juli 2024 habe er der BeschwerdefÃ¼hrerin "[i]m Sinne eines Liebesbeweises [â¦] bei der VersÃ¶hnung eine sehr grosse Zahlung [versprochen], sollte es erneut zu einem Streit kommen". Hintergrund dieses grossen Versprechens sei gewesen, dass er die BeschwerdefÃ¼hrerin mit seinen Worten offenbar derart in ihrer Ehre verletzt habe, dass sie sich veranlasst gesehen habe, ihm "in erzieherischer Art und Weise ein solches Schreiben aufzuzwingen, ohne welches die Beziehung [â¦] nicht fortgesetzt worden wÃ¤re". Es sei sodann zutreffend, dass es am 22. Oktober 2024 zu einem Treffen mit der Familie der BeschwerdefÃ¼hrerin im Hotel K gekommen sei. Er habe die Eltern der BeschwerdefÃ¼hrerin vorgÃ¤ngig gebeten, dass sie ihm einige seiner Sachen aus ihrem Haus in L mitbrÃ¤chten, welche er anlÃ¤sslich eines frÃ¼heren Besuchs mit der BeschwerdefÃ¼hrerin dort zurÃ¼ckgelassen habe. Er habe die Eltern der BeschwerdefÃ¼hrerin dabei auch darÃ¼ber informiert, dass er diverse Sachen aus seinem Haushalt vermisse und die BeschwerdefÃ¼hrerin ein merkwÃ¼rdiges Verhalten zeige. Die Mutter der BeschwerdefÃ¼hrerin habe geÃ¤ussert, dass sie von ihrer Tochter vor einiger Zeit einige Sachen zur Aufbewahrung erhalten habe. Darunter sei auch eine Uhr gewesen, welche ihm gehÃ¶re. Er habe am 22. Oktober 2024 versucht, die BeschwerdefÃ¼hrerin mit UnterstÃ¼tzung ihrer Familie dazu zu bewegen, ihm alle entwendeten Sachen zurÃ¼ckzugeben, ohne dass die Polizei eingeschaltet werden mÃ¼sse. Er habe somit nicht die Beziehung mit der BeschwerdefÃ¼hrerin zu retten versucht, sondern die Angelegenheit ohne Einschaltung der Polizei zu einem gÃ¼tlichen Abschluss bringen wollen.</p> <p class="Urteilstext">Am 2. Oktober 2024 habe er die BeschwerdefÃ¼hrerin mit deren EinverstÃ¤ndnis an ihrem Arbeitsort bzw. bei der Firma I abgeholt. Am Folgetag habe er sich dort schon lange bestellte Waren ansehen und darÃ¼ber entscheiden wollen, ob er diese erwerbe. Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe sodann Rechtsanwalt M gebeten, ihm (dem Beschwerdegegner) mitzuteilen, dass sein Auto noch "im privaten Parkhaus N, d.<span> </span>h. in der Tiefgarage im GebÃ¤ude ihrer Wohnung, parkiert sei und er dieses bitte abholen solle". Nur deshalb habe er sich am 23. Oktober 2024 dorthin begeben. Er sei aber weder dann noch jemals sonst in der Wohnung der BeschwerdefÃ¼hrerin gewesen und habe auch nicht Ã¼ber einen SchlÃ¼ssel fÃ¼r den Wohnblock verfÃ¼gt. Er habe sich Ã¼ber den Hausmeister Zutritt zur Tiefgarage verschafft, wo er habe realisieren mÃ¼ssen, dass am Auto kein Nummernschild angebracht gewesen sei. Der Hausmeister habe ihm daraufhin angeboten, das Auto ins 3. Untergeschoss zu stellen. Ein Zutritt von der Parkgarage zu den Wohnungen sei ohne SchlÃ¼ssel nicht mÃ¶glich. Er sei folglich nicht vor der WohnungstÃ¼re der BeschwerdefÃ¼hrerin gewesen. Er habe die BeschwerdefÃ¼hrerin nie gestalkt. Soweit sie geltend mache, Angst vor ihm zu haben, stelle das "eine reine Schutzbehauptung dar und [sei] im Kontext ihres eigenen LÃ¼gengebildes zu lesen".</p> <p class="Erwgung2"><b>3.7 </b>Im Rahmen der vorinstanzlichen Befragung gab die BeschwerdefÃ¼hrerin zu Protokoll, sie habe mit dem Beschwerdegegner "eine Art Beziehung vor Monaten" gehabt. Das sei aber keine klassische Beziehung gewesen; der Beschwerdegegner habe nicht einmal gewusst, dass sie an der F-Strasse wohne. Sie habe den Beschwerdegegner im Januar 2023 in H kennengelernt, wo sie damals bei Firma O gearbeitet und sich um die "VIP-Kunden" gekÃ¼mmert habe. Der Beschwerdegegner sei ein grosser Kunde gewesen und habe mehr als Fr. 400'000.- pro Jahr ausgegeben. Wann immer sie den Beschwerdegegner nicht habe sehen wollen, sei ihre Arbeit ein Kontaktpunkt fÃ¼r ihn gewesen. Sie habe dann den Job gewechselt und Ã¼be nun von ZÃ¼rich aus fÃ¼r "Firma I" dieselbe TÃ¤tigkeit innerhalb der DACH-Region aus. Bei der Firma I habe der Beschwerdegegner viel weniger eingekauft, weshalb er sich auch nicht fÃ¼r die AnlÃ¤sse qualifiziert habe, welche sie organisiere. Ausnahme sei ein kleinerer Event in Spanien im Mai 2024 gewesen. Der Beschwerdegegner habe dort fÃ¼r etwa Fr. 30'000.- eingekauft und noch viel mehr bestellt bzw. reserviert. Am 2. oder 3. Oktober 2024 sei er dann in den Laden in ZÃ¼rich gegangen. Er habe sich die Waren im Wert von etwa Fr. 230'000.- angeschaut. Er habe gewollt, dass sie auch komme. Als sie ihm nicht geantwortet habe, habe er von der Store Managerin verlangt, dass sie sie anrufe. Er habe wohl auch gesagt, wenn sie (die BeschwerdefÃ¼hrerin) nicht in den Laden komme, kaufe er nichts bzw. nicht bei der Store Managerin. Er habe aber auch noch ein Mittag- oder Abendessen mit ihr (der BeschwerdefÃ¼hrerin) verlangt. Es sei sehr schwierig fÃ¼r sie gewesen, weil es so ausgesehen habe, als wÃ¼rde der Verkauf nicht stattfinden, wenn sie nicht hingehe, und der verlorene Umsatz dann ihre Schuld wÃ¤re, so wie er das verdreht habe. </p> <p class="Erwgung2">FÃ¼r sie sei die Beziehung einige Male beendet gewesen: im Dezember 2023, dann sei "es etwas zurÃ¼ck[gekommen]", dann im Mai 2024, und danach sei es keine richtige Beziehung mehr gewesen, sondern es habe einfach Kontakt gegeben. Sie habe wirklich versucht, einen Ausweg aus dieser Sache zu finden. Manchmal habe sie den Kontakt auch beibehalten, aber ab etwa September oder Oktober habe sie es geschafft. Es sei aber immer ein Problem bzw. schwierig gewesen, den Beschwerdegegner nicht zu sehen. Der Beschwerdegegner sei entweder in den Laden oder nach H gegangen, wo sie an einem Projekt gearbeitet habe. Der Beschwerdegegner akzeptiere nicht, dass sie diese Beziehung nicht mehr wolle und auch nicht mehr von ihm kontaktiert werden wolle, obwohl sie das sehr deutlich gemacht habe. Auf Vorhalt von Kreditkartenabrechnungen des Beschwerdegegners, wonach sie von diesem noch im August und September 2024 Geschenke im Wert von rund EUR 150'000.- angenommen habe, obwohl sie zu dieser Zeit beinahe vollstÃ¤ndig Abstand zum Beschwerdegegner gehabt haben wolle, antwortete die BeschwerdefÃ¼hrerin, der Beschwerdegegner kaufe viel bei den entsprechenden LÃ¤den bzw. Marken ein. Er zahle viele von diesen Sachen spÃ¤t bzw. kaufe "auf Rechnung". Beim GeschÃ¤ft P sei er der beste Kunde und habe Spezialkonditionen. Er kaufe dort alles auf Rechnung. Die abgerechneten GolfschlÃ¤ger habe er fÃ¼r sie gekauft, weil er unbedingt gewollt habe, dass sie an ein Golfturnier in H gehe. Sie habe eigentlich nicht gehen wollen, dies aber schlussendlich doch getan. Die GolfschlÃ¤ger habe der Beschwerdegegner. Der fÃ¼r die Firma I abgebuchte Betrag gehe auf den Anlass in Spanien im Mai 2024 zurÃ¼ck; der Beschwerdegegner habe einfach erst spÃ¤ter bezahlt. Auch bei der Abrechnung der Boutique Q sei es so gewesen. Die Abrechnung des GeschÃ¤fts R sei am Saisonende erstellt worden. Es werde auch nicht spezifiziert, ob es um Damen- oder Herrenartikel gehe. Der Beschwerdegegner kaufe dort auch viel fÃ¼r sich selbst ein. Sie glaube, bei mehr als der HÃ¤lfte der BetrÃ¤ge gehe es um EinkÃ¤ufe aus dem Jahr 2023. Es seien die Belege der Transaktionen und nicht die Daten der Rechnungen massgeblich. Der Beschwerdegegner habe nie Kleidung oder SchmuckstÃ¼cke von ihr zurÃ¼ckverlangt.</p> <p class="Erwgung2">Der Beschwerdegegner habe ihren Vater nie und ihre Mutter einmal im Dezember 2023 und dann noch einmal im FrÃ¼hjahr 2024 gesehen. Sie habe ihm weder deren Adresse noch deren Telefonnummern je bekannt gegeben. Er habe ihre Eltern im Oktober 2024 dennoch erreicht und sie verÃ¤ngstigt, indem er zu ihnen gesagt haben, er mÃ¼sse sie (die BeschwerdefÃ¼hrerin) sehen, sonst wÃ¼rde sie ins GefÃ¤ngnis gehen. Er habe ihnen auch gesagt, er mache sich Sorgen um sie (die BeschwerdefÃ¼hrerin) und sie habe grosse Probleme, von denen die Eltern nichts wÃ¼ssten. Sie habe ihm Sachen gestohlen. Ihre Eltern hÃ¤tten Angst gehabt. Der Beschwerdegegner sei gut darin, Leute zu verÃ¤ngstigen und Dinge aus dem Kontext zu reissen. Er habe dann ein Treffen gewollt. Sie sei zu diesem Treffen (im Hotel K) gegangen, habe aber nicht gewusst, dass der Beschwerdegegner auch dort sein werde. Der Beschwerdegegner habe dann "das Thema S" diskutieren wollen. Er habe im Kanton S eine GeschwindigkeitsÃ¼bertretung begangen. Sie habe das Foto nicht gesehen, aber anscheinend sei sie auf dem Beifahrersitz gewesen. Sie habe weggewollt und ihm gesagt, dass alles sehr merkwÃ¼rdig sei, und er ihre Eltern angelogen habe. Sie habe ihm auch gesagt, er solle sie in Ruhe lassen, sie mÃ¼sse gehen und verstehe diese ganze Situation nicht. Es sei sehr schwierig gewesen zu gehen. Als sie endlich in der Parkgarage des Hotels K gewesen sei, sei "es eben da" passiert. Der Beschwerdegegner habe ihren Hund bedroht. Er habe sie nicht weggehen lassen. Sie habe ihn stÃ¤ndig gefragt, was er wolle, aber nicht verstanden, was er von ihr gewollt habe. Er wolle wohl eine Beziehung mit ihr, er wolle sie nicht in Ruhe lassen und dann sei da noch diese Sache mit S gewesen. Schliesslich habe sie gehen kÃ¶nnen, weil sie gesagt habe, sie werde darÃ¼ber nachdenken, ob es ihr mÃ¶glich sei, eine Beziehung mit ihm zu haben. Am Folgetag habe sie eine Nachricht vom Beschwerdegegner erhalten. Er habe ihr geschrieben, er wisse, dass sie unter Druck sei, und wenn sie sich dazu bereit erklÃ¤ren wÃ¼rde, ihn zu treffen, wÃ¼rden sie eine Vereinbarung treffen, die nicht zu ihrem Nachteil wÃ¤re. Danach habe sie ihn blockiert. Am Morgen des 23. Oktober 2024 habe sie Rechtsanwalt M kontaktiert, weil sie "das Thema mit S vom Abend zuvor nicht verstanden" habe. Dieser habe ihr gesagt, dass sie auf dem Beifahrersitz gesessen sei. Jemand habe dem Kanton S in einem Brief mitgeteilt, dass der Beschwerdegegner gefahren sei. Diese Person mÃ¼sse erneut einen Brief aufsetzen. Sie habe dann zu Rechtsanwalt M gesagt, dass der Beschwerdegegner gefahren sei, und sie das Problem auch nicht sehe. Wenn der Beschwerdegegner gefahren sei, solle er die Busse bezahlen, den FÃ¼hrerschein abgegeben oder was auch immer. Rechtsanwalt M habe "nein" gesagt und dass sie eine andere LÃ¶sung finden mÃ¼ssten. Er wÃ¼rde sich wieder melden. </p> <p class="Erwgung2">Der Beschwerdegegner sei dann am 23. Oktober 2024 zu ihrem WohngebÃ¤ude gefahren und habe den Hauswart davon Ã¼berzeugt, ihm Zutritt zum 3. Untergeschoss zu gewÃ¤hren, welches nicht Ã¶ffentlich zugÃ¤nglich sei. Vom 3. Untergeschoss aus habe man Zugang zum ganzen GebÃ¤ude. Der Beschwerdegegner habe wohl dort parkiert und dann an ihrer TÃ¼r geklingelt. Das sei ihr zu viel gewesen, und sie habe die Polizei gerufen. Sie habe die letzten Monate versucht, dem Beschwerdegegner klarzumachen, dass er sie in Ruhe lassen solle. Dies auf eine nette und freundliche Art. Der Beschwerdegegner habe hingegen mittels LÃ¼gen einen Kontakt erzwungen und sei zu ihrem Wohnort gekommen, obwohl sie ihm nie gesagt habe, dass sie dort wohne. Auch sei er in der Vergangenheit ihr gegenÃ¼ber gewalttÃ¤tig gewesen. Sie wisse nicht, weshalb er sie nicht in Ruhe lassen. Sie habe Angst vor ihm. Sie habe deshalb auch einen privaten Sicherheitsdienst beauftragt.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.8 </b>Der Beschwerdegegner gab im Rahmen der vorinstanzlichen Befragung an, er habe die BeschwerdefÃ¼hrerin im Januar 2023 in H kennengelernt. Seit Mai 2023 seien sie ein Paar gewesen. Im November 2023 habe die BeschwerdefÃ¼hrerin den Wunsch nach einer gemeinsamen Wohnung in ZÃ¼rich geÃ¤ussert. Sie hÃ¤tten dann eine Wohnung genommen und immer versucht, diese einzurichten. Irgendwie sei es dazu aber nie gekommen. Es stÃ¼nden nur ein Bett und ein Tisch mit StÃ¼hlen darin. Es sei nichts mehr von der BeschwerdefÃ¼hrerin gekommen. Er habe ihr auch gesagt, dass er die Wohnung kÃ¼ndigen werde, wenn sie diese nicht zusammen mit ihm wolle. Sie habe ihm dann gesagt, er solle die Wohnung kÃ¼ndigen. Als er ihr gesagt habe, dass sie die Wohnung dann nicht mehr zusammen hÃ¤tten, habe sie dies auch nicht gewollt. Das letzte Mal hÃ¤tten sie vor etwa vier Wochen dort gemeinsam Ã¼bernachtet. Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe ihm immer gesagt, sie wohne bei ihrer Mutter in T, wo diese ein Haus habe. Das entspreche aber nicht der Wahrheit. Er habe erst "vor etwa fÃ¼nf oder sechs Wochen Ã¼ber eigene Recherchen erfahren", dass die BeschwerdefÃ¼hrerin an der F-Strasse in ZÃ¼rich (im Wohnhaus N) wohne. Er sei enttÃ¤uscht gewesen, als er dies erfahren habe.</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe ihm im FrÃ¼hjahr 2024 gesagt, dass sie im Wohnhaus N drei ParkplÃ¤tze habe, welche er benutzen kÃ¶nne, und ihm auch eine Parkkarte gegeben. Er habe dann dort Autos abgestellt. Irgendwann habe er die Autos wieder herausgeholt und die BeschwerdefÃ¼hrerin gefragt, ob er im Sommer nochmals ein oder zwei Autos parkieren dÃ¼rfe. Das habe er dann auch gemacht und irgendwann die Autos erneut geholt. Er habe bei seiner Wohnung selber zwei ParkplÃ¤tze. Auf die Frage, was die BeschwerdefÃ¼hrerin im Rahmen ihrer TÃ¤tigkeit fÃ¼r O und die Firma I mache, gab der Beschwerdegegner zur Antwort, er kÃ¶nne dies nicht genau sagen. Nach allem, "was [er] an Recherchen und Feedbacks bekommen" habe, wisse er nicht genau, was sie da mache. Sie habe ihn schon auf einen Event der Firma I im Mai oder Juni in Spanien eingeladen.</p> <p class="Urteilstext">Das Treffen im Hotel K habe er mit den Eltern der BeschwerdefÃ¼hrerin arrangiert, weil ihm viele Dinge komisch vorgekommen seien und sie alle, also er selbst, die Eltern und die Schwestern der BeschwerdefÃ¼hrerin, diese hÃ¤tten zur Rede stellen wollen. Sie hÃ¤tten ihr gesagt, sie solle aufhÃ¶ren zu lÃ¼gen und ihm seine Sachen zurÃ¼ckgeben. Es seien ihm in seinen Wohnungen in ZÃ¼rich und H sehr viele GegenstÃ¤nde entwendet worden. Aus dem Tresor der Wohnung in ZÃ¼rich sei ihm eine wertvolle Uhr entwendet worden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe den Tresorcode gekannt. Dann sei ihm ein Nummernschild entwendet worden, fÃ¼r welches er Fr. 100'000.- bezahlt habe. Auch habe er der BeschwerdefÃ¼hrerin Fr. 150'000.- fÃ¼r MÃ¶bel, welche fÃ¼r die gemeinsame Wohnung vorgesehen gewesen seien, Ã¼berwiesen. Die MÃ¶bel seien aber nie geliefert worden. Auch in H seien viele "extrem hÃ¶herwertige" GegenstÃ¤nde aus seinem Keller entwendet worden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe fÃ¼r beide Wohnungen einen SchlÃ¼ssel. Beim Treffen im Hotel K habe die Mutter der BeschwerdefÃ¼hrerin ihm eine Uhr gegeben, welche aus seinem Keller in H stamme. Da habe er eins und eins zusammengezÃ¤hlt und gemerkt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin auch alle Sachen aus seinem Keller in H entwendet habe. Das habe sie aber schon im April 2024 gemacht. Er habe der BeschwerdefÃ¼hrerin beim Treffen im Hotel K gesagt, dass er seine Sachen zurÃ¼ckhaben wolle, und dann wÃ¼rden sie die Sache vergessen. Ansonsten wÃ¼rde er Strafanzeige einreichen oder sich "andere Sachen einfallen lassen". Das Treffen im Hotel K habe etwa anderthalb Stunden gedauert. Danach seien die Eltern der BeschwerdefÃ¼hrerin essen gegangen. Er habe die BeschwerdefÃ¼hrerin gefragt, ob sie auch noch etwas essen sollten. Dann sei er mit ihr und ihrem Hund auch noch ins Hotel K. Dann sei er noch schnell mit dem Vater der BeschwerdefÃ¼hrerin in die Parkgarage gegangen, wo dieser ihm eine TÃ¼te mit Anziehsachen aus dem Haus der Eltern in L gegeben habe. Bei dieser Ãbergabe hÃ¤tten "sie" ihm auch noch eine Box mit der Uhr gegeben, welche aus seinem Keller stammte. Nach dem Essen sei er mit der BeschwerdefÃ¼hrerin in die Tiefgarage gegangen. Sein Auto sei auch in der Tiefgarage parkiert gewesen, und er habe die BeschwerdefÃ¼hrerin noch zu ihrem Auto begleitet. Es sei dort zu keinem Vorkommnis gekommen; er sei nicht gegen die BeschwerdefÃ¼hrerin tÃ¤tlich geworden. Auch Ã¼ber den Hund habe er nichts gesagt. Er habe nur gesagt, dass er den Hund genauso mÃ¶ge wie sie. </p> <p class="Urteilstext">Am Folgetag habe er sein Auto, Marke U, im Wohnhaus N abholen wollen, aber das sei ohne Nummernschilder schwer. Es handle sich um Wechselkennzeichen. Er habe die BeschwerdefÃ¼hrerin im Mai 2024 gebeten, ihm die Nummernschilder mitzubringen, weil er sie fÃ¼r ein Auto der Marke V gebraucht habe. Er habe die Nummernschilder in die Wohnung gebracht und irgendwann zur BeschwerdefÃ¼hrerin gesagt, sie solle die Nummernschilder bitte wieder am Auto der Marke U befestigen, weil er das Auto der Marke V erst spÃ¤ter abholen werde. Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe die Nummernschilder dann wieder mitgenommen, und seither seien sie verschwunden. Das Auto der Marke U sei im Oktober 2024 nicht im Wohnhaus N gestanden, das habe die BeschwerdefÃ¼hrerin anderswo geparkt, er wisse nicht wo. Sie habe immer gesagt, es stehe bei ihrer Mutter in W, aber dort habe der Wagen nie gestanden. Ab dem 14. Oktober 2024 habe das Auto der Marke U im Wohnhaus N gestanden. Er wisse das, weil die BeschwerdefÃ¼hrerin ihm an jenem Tag per WhatsApp ein Foto des Autos geschickt und ihm mitgeteilt habe, der Wagen stehe nun im Wohnhaus N; er (der Beschwerdegegner) solle ihn abholen. Er habe ihr dann zurÃ¼ckgeschrieben, dass er das ohne Nummernschilder nicht machen kÃ¶nne. Am 23. Oktober 2024 sei er in das Wohnhaus N gegangen, um nachzusehen, ob sich der Fahrzeugausweis im Auto befinde. Er sei auch da gewesen, aber die Kennzeichen nicht. ZufÃ¤llig habe er (der Beschwerdegegner) dann den Hausmeister getroffen. Dieser habe ihn gefragt, ob er der Besitzer des Wagens sei, was er bejaht habe. Er habe dem Hausmeister auch gesagt, dass er das Auto gerne wegfahren wÃ¼rde. Dieser habe ihm dann angeboten, unten im 3. Untergeschoss zu parkieren. Er (der Beschwerdegegner) habe eingewilligt, weil das Auto dort vielleicht etwas sicherer sei. Er sei dann mit dem Hausmeister "hoch" gegangen und habe gesagt, dass er vielleicht noch bei der BeschwerdefÃ¼hrerin klingeln kÃ¶nne, aber nicht wisse, wo diese wohne. Der Hausmeister sei dann mit ihm in die Lobby gegangen, von wo aus er bei der BeschwerdefÃ¼hrerin geklingelt habe. Er habe nur nach den Nummernschildern fragen wollen. Er sei aber nicht in die Wohnetagen gegangen, weil er auch gar nicht wisse, auf welcher Etage die BeschwerdefÃ¼hrerin wohne. Als die BeschwerdefÃ¼hrerin auf sein Klingeln nicht reagiert habe, sei er gegangen.</p> <p class="Urteilstext">Der Beschwerdegegner bestÃ¤tigte sodann die Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin, wonach die Buchungen in den Kreditkartenabrechnungen Sammelrechnungen darstellten und somit nicht das aktuelle Kaufdatum auswiesen. Manche EinkÃ¤ufe seien aktuell gewesen und manche lÃ¤gen ein paar Wochen oder Monate zurÃ¼ck. Er kÃ¶nne nicht nachvollziehen, weshalb die BeschwerdefÃ¼hrerin Angst vor ihm haben solle. Er sei ja derjenige, der alles fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin gemacht habe, der beklaut worden sei. Er wolle nun nichts mehr mit dieser Frau zu tun haben. Er wolle nur einfach seine Dinge zurÃ¼ckhaben. Er behalte sich vor, diesbezÃ¼glich Anzeige gegen die BeschwerdefÃ¼hrerin zu erstatten. Er werde sie aber persÃ¶nlich weder anrufen noch anschreiben oder besuchen und keinen Kontakt mehr zu ihr suchen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.9 </b>Die Vorinstanz erwÃ¤gt im Wesentlichen, die Aussagen der BeschwerdefÃ¼hrerin seien insgesamt als wenig glaubhaft einzuschÃ¤tzen. Sie habe sich Ã¶fters ausweichend geÃ¤ussert, in ihren ErklÃ¤rungen oft weit ausgeholt und dabei regelmÃ¤ssig keine klaren Antworten auf konkrete Fragen geben kÃ¶nnen. Gerade "die behaupteten verbalen und physisch aggressiven Ãbergriffe [des Beschwerdegegners] wÃ¤hrend der Beziehung und vor der von ihr behaupteten Trennung im Mai 2024" seien schwammig und relativ unklar geblieben. Auch habe sie die behauptete TÃ¤tlichkeit in der Garage des Hotels K nach dem Treffen mit ihrer Familie am 22. Oktober 2024 nicht genauer zu umschreiben vermocht. Hinzu komme, dass weder im polizeilichen Einvernahmeprotokoll vom 23. Oktober 2024 noch im Polizeirapport vom 28. Oktober 2024 ein tÃ¤tlicher Ãbergriff vom 22. Oktober 2024 erwÃ¤hnt werde. Der Beschwerdegegner habe sich demgegenÃ¼ber prÃ¤zise und klar zu den gegen ihn erhobenen VorwÃ¼rfen Ã¤ussern kÃ¶nnen. Seine ErklÃ¤rungen hinsichtlich des Treffens mit der Familie der BeschwerdefÃ¼hrerin sowie des am Wohnort der BeschwerdefÃ¼hrerin parkierten Autos der Marke U seien jedenfalls nachvollziehbar und logisch. Als erwiesen gelte sodann, dass die Parteien zwischen dem 21. Mai und dem 8. September 2024 diverse Male gemeinsam im Ausland geweilt hÃ¤tten, was im Widerspruch zur Aussage der BeschwerdefÃ¼hrerin stehe, wonach die Beziehung im Mai 2024 fÃ¼r sie beendet gewesen sei und sie versucht habe, Abstand vom Beschwerdegegner zu gewinnen. Schliesslich bekrÃ¤ftige auch eine Aktennotiz von Rechtsanwalt M vom 23. Oktober 2024, dass der Beschwerdegegner an jenem Tag nur sein Auto der Marke U aus der Tiefgarage am Wohnort der BeschwerdefÃ¼hrerin habe entfernen wollen. </p> <p class="Urteilstext">Es erscheine zwar durchaus mÃ¶glich, dass der Beschwerdegegner die Trennung zunÃ¤chst nicht habe einsehen wollen und weiterhin den Kontakt zur BeschwerdefÃ¼hrerin gesucht habe. Ebenso sei denkbar und bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin angesichts der Eskalation der Situation, namentlich des Treffens mit ihrer Familie und dem Aufsuchen ihres Wohnorts durch den Beschwerdegegner, in Angst versetzt worden sei. Die Kontaktversuche des Beschwerdegegners erreichten indes bis dato nicht die nÃ¶tige IntensitÃ¤t fÃ¼r die Annahme eines Stalking-Verhaltens im Sinn des Gewaltschutzgesetzes. Die Beauftragung eines privaten Sicherheitsdienstes erscheine deshalb als "klare Ãberreaktion".</p> <p class="Urteilstext">Selbst wenn das Verhalten des Beschwerdegegners im September und Oktober 2024 als Stalking zu qualifizieren wÃ¤re, wÃ¤re ein Fortbestand der GefÃ¤hrdung unglaubhaft, nachdem der Beschwerdegegner anlÃ¤sslich seiner AnhÃ¶rung dezidiert und glaubhaft angegeben habe, die Beziehung zur BeschwerdefÃ¼hrerin sei nun auch aus seiner Sicht beendet, und er wolle kÃ¼nftig keinen Kontakt mehr zur BeschwerdefÃ¼hrerin haben. Das Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen sei deshalb in Aufhebung des Urteils vom 1. November 2024 abzuweisen. Dem Beschwerdegegner sei aber "trotz Ablauf des Kontaktverbots" zu empfehlen, in der nÃ¤chsten Zeit nicht mehr persÃ¶nlich mit der BeschwerdefÃ¼hrerin in Kontakt zu treten.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die ErwÃ¤gungen der Vorinstanz sind widersprÃ¼chlich, und ihr Entscheid ist nicht nachvollziehbar. Wie die BeschwerdefÃ¼hrerin zu Recht geltend macht und sich aus dem oben E. 3.7 AusgefÃ¼hrten ergibt, hat sie (auch) im Rahmen der vorinstanzlichen AnhÃ¶rung das Verhalten des Beschwerdegegners bzw. die Geschehnisse, aufgrund welcher sie (die VerlÃ¤ngerung von) Gewaltschutzmassnahmen verlangte, konkret und hinreichend detailliert geschildert. Auch sind keine wesentlichen Ungereimtheiten oder WidersprÃ¼che zu ihren Schilderungen gegenÃ¼ber der Mitbeteiligten oder denjenigen im VerlÃ¤ngerungsgesuch vom 30. Oktober 2024 auszumachen (vgl. oben E. 3.2 und E. 3.4). Vielmehr erscheint die Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin im Lauf des Gewaltschutzverfahrens konsistent und nachvollziehbar. Dass sie etwa gegenÃ¼ber der Mitbeteiligten nicht erwÃ¤hnte, an welchem Tag der Beschwerdegegner ihr damit gedroht haben solle, ihrem Hund etwas anzutun, vermag daran entgegen der Vorinstanz nichts zu Ã¤ndern, nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerin danach gar nicht gefragt wurde. Auch wurden ihr seitens der Vorinstanz etwa zum Vorfall vom 22. Oktober 2024 in der Tiefgarage des Hotels K keine konkreten Fragen gestellt.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt sodann zu Recht, dass die Vorinstanz andere Beweismittel wie namentlich die in den Akten liegenden AuszÃ¼ge der SMS- bzw. WhatsApp-Nachrichten ab August 2024 unberÃ¼cksichtigt lÃ¤sst. Diese zeigen in der Tat auf, dass der Beschwerdegegner den von der BeschwerdefÃ¼hrerin wiederholt geÃ¤usserten Wunsch nach einem Kontaktabbruch ignorierte und persistierend sowie teilweise in bedrohlichem Ton weiteren Kontakt einforderte. Auch weist die BeschwerdefÃ¼hrerin zutreffend darauf hin, dass die Nachrichten des Beschwerdegegners nahelegen, dass er versuchte, ihren Aufenthaltsort ausfindig zu machen, sie aufdringlich aufforderte, ihm diesen mitzuteilen, und ihr nachstellte. Daran vermÃ¶gen die vom Beschwerdegegner beigebrachten (angeblichen) Chat-VerlÃ¤ufe nichts zu Ã¤ndern. Vielmehr geht aus diesen etwa hervor, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin den Beschwerdegegner am 11. Oktober 2024 aufforderte, ihr "endlich bitte [den] Kontakt bei Y" zu schicken, damit jemand sein Auto abholen kÃ¶nne. Der Beschwerdegegner schrieb der BeschwerdefÃ¼hrerin am 18. Oktober 2024: "Wie soll ich das Auto aus der Garage holen,ohne Nummernschilder ?" Und am 20. Oktober 2024: "Wo sind meine Nummernschilder?", worauf die BeschwerdefÃ¼hrerin antwortete: "Du hast im Mai nach deinen Nummernschildern gefragt und ich habe sie dir gegeben. Du sagtest, Du brÃ¤uchtest sie fÃ¼r dein Auto der Marke V (den Du mich dann gebeten hast zu kaufen) [â¦] Wie ich Dir schon geschrieben habe, haben die Jungs der Garage X dein Auto in die Tiefgarage des Wohnhauses N gebracht denn natÃ¼rlich kann niemand ein Auto ohne Nummernschilder fahren." Der Beschwerdegegner wusste mithin vor dem 23. Oktober 2024, dass das in der Tiefgarage des Wohnhauses N parkierte Auto nicht Ã¼ber Nummernschilder verfÃ¼gte. Ebenso hatte ihm die BeschwerdefÃ¼hrerin bereits mitgeteilt, dass sie die Nummernschilder nicht habe. Es erscheint daher nicht glaubhaft, dass er am 23. Oktober 2024 die Tiefgarage nur aufgesucht haben will, um sein Auto abzuholen, wie er dies im Rahmen seiner Einsprache und auch in der vorinstanzlichen Befragung (zunÃ¤chst) geltend machte. Soweit er â auf entsprechende RÃ¼ckfrage â ausfÃ¼hrte, er habe nur schauen wollen, ob sich der Fahrzeugausweis im Auto befinde, und die BeschwerdefÃ¼hrerin bloss nach den Nummern fragen wollen, erscheint dies als blosse Schutzbehauptung. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es der BeschwerdefÃ¼hrerin gelang und gelingt, glaubhaft zu machen, dass der Beschwerdegegner ihren wiederholt geÃ¤usserten Wunsch nach einer Trennung bzw. einem Kontaktabbruch nicht respektierte, sie telefonisch und mittels Textnachrichten kontaktierte bzw. zu Kontakt drÃ¤ngte, Nachforschungen Ã¼ber ihren Aufenthalts- bzw. Wohnort anstellte, was er denn im Rahmen der vorinstanzlichen Befragung auch einrÃ¤umte, Anfang Oktober 2024 ihren Arbeitsort aufsuchte und dort zumindest vehement nach ihr verlangte, am 22. Oktober 2024 mittelbar Ã¼ber ihre Familie (unerwÃ¼nschten) Kontakt zu ihr herstellte und sich schliesslich am 23. Oktober 2024 zu ihrer Wohnliegenschaft begab, wo es ihm gelang, sich Zutritt zu einem (privaten) Parkgeschoss zu verschaffen, von welchem aus es mÃ¶glich war, zu den Wohnetagen zu gelangen. Mit diesen Verhaltensweisen hat der Beschwerdegegner die Schwelle, ab welcher Trennungsstalking bzw. eine GefÃ¤hrdung im Sinn des § 2 Abs. 1 lit. b GSG zu bejahen ist, klar Ã¼berschritten (oben E. 2.1 Abs. 2). </p> <p class="Erwgung2">Wie die Vorinstanz zutreffend erwÃ¤gt, erscheint angesichts der Eskalation der Situation â namentlich der mittelbaren Kontaktaufnahme Ã¼ber die Familie der BeschwerdefÃ¼hrerin sowie des Aufsuchens ihrer Wohnliegenschaft â nachvollziehbar, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¤ngstigte. Auch sind ihre Vorbringen, wonach das Verhalten des Beschwerdegegners sie psychisch stark belaste und ihr den Schlaf raube, weshalb sie einen privaten Sicherheitsdienst zu ihrem Schutz beauftragt habe, als glaubhaft einzustufen. Noch am 23. Oktober 2024 gab der Beschwerdegegner sodann gegenÃ¼ber der Mitbeteiligten an, aus seiner Sicht unterhielten die Parteien eine Beziehung. Im Rahmen einer Gesamtbetrachtung reichen seine Beteuerungen anlÃ¤sslich der vorinstanzlichen AnhÃ¶rung, wonach er nunmehr nichts mehr mit der BeschwerdefÃ¼hrerin zu tun haben wolle, "sie persÃ¶nlich weder anrufen noch sie anschreiben oder besuchen" oder sonst wie Kontakt zu ihr suchen werde, entgegen der Vorinstanz nicht aus, um einen Fortbestand der GefÃ¤hrdungssituation als unglaubhaft erscheinen zu lassen. Eine fortbestehende GefÃ¤hrdungssituation ist vielmehr glaubhaft gemacht. Daran Ã¤ndert nichts, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin â wie sie im Ãbrigen stets einrÃ¤umte â sich auch nach Mai 2024 auf Kontakte mit dem Beschwerdegegner eingelassen oder sich von diesem einen luxuriÃ¶sen Lebensstil finanzieren lassen haben mag; aus den entsprechenden finanziellen Zuwendungen erwÃ¤chst dem Beschwerdegegner kein Kontaktanspruch gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin.</p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz, indem sie eine fortbestehende GefÃ¤hrdungssituation als unglaubhaft einstufte und das Ersuchen der BeschwerdefÃ¼hrerin um VerlÃ¤ngerung der polizeilich angeordneten Schutzmassnahmen abwies, ihr Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeÃ¼bt. Die Gewaltschutzmassnahmen sind demzufolge zu verlÃ¤ngern.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragte und beantragt die VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen um drei Monate.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Gegen das Betretverbot am Arbeitsort der BeschwerdefÃ¼hrerin, dessen grundsÃ¤tzliche Berechtigung sich ebenso wie jene des Betretverbots am Wohnort aus der fortbestehenden GefÃ¤hrdungssituation ergibt (VGr, 28. September 2023, VB.2023.00486, E. 4.5 mit Hinweis auf VGr, 15. Mai 2023, VB.2023.00132, E. 4.2.1), brachte der Beschwerdegegner im Rahmen seiner Einsprache vom 11. November 2024 vor, die BeschwerdefÃ¼hrerin sei nur als "Freelancerin" fÃ¼r die Firma I tÃ¤tig und habe keinen Grund, sich in der ZÃ¼rcher Innenstadt aufzuhalten. Wenn Ã¼berhaupt, wÃ¼rde sie sich hÃ¶chstens "wÃ¤hrend der Arbeitszeiten" dort aufhalten. Die BeschwerdefÃ¼hrerin gab gegenÃ¼ber der Vorinstanz an, sie arbeite fÃ¼r die Firma I meistens "vor Ort", kÃ¶nne aber auch von zuhause aus oder in der privaten Suite oberhalb des GeschÃ¤fts an der J-Strasse, in MÃ¼nchen, Genf oder Ã¼berall, wo die Firma I LÃ¤den habe, arbeiten. Jetzt sei sie in ZÃ¼rich und arbeite fÃ¼r die Region. Sie sei entweder im Laden oder arbeite in der Suite oder in ihrer Wohnung. Die Vorbereitungen kÃ¶nne sie von zuhause aus oder per E-Mail machen, wenn sie aber Kunden treffe, mÃ¼sse sie physisch anwesend sein. Mit anderen Worten sucht die BeschwerdefÃ¼hrerin im Zusammenhang mit ihrer ArbeitstÃ¤tigkeit regelmÃ¤ssig das GeschÃ¤ft oder die Suite der Firma I an der J-Strasse auf und muss sie dies â mutmasslich auch kurzfristig â tun kÃ¶nnen, um Termine mit Kundinnen und Kunden wahrzunehmen. Der Beschwerdegegner macht im vorliegenden Verfahren somit zu Recht nicht mehr geltend, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerin im Rayon betreffend ihren Arbeitsort gar nicht aufhalten mÃ¼sse. </p> <p class="Urteilstext">Der Beschwerdegegner liess sodann vor der Vorinstanz gegen die Betretverbote weitgehend unsubstanziiert ausfÃ¼hren, er werde davon "tangiert". Einerseits habe er immer noch eine Wohnung an der E-Strasse. Diese liege zwar ausserhalb der Rayons, aber um dorthin zu gelangen, mÃ¼sse er "komische Umwege" fahren. Damit kÃ¶nne er jedoch noch einigermassen leben. Er habe aber auch Bank- und GeschÃ¤ftstermine, insbesondere bei seinen verschiedenen Beratern bei den verschiedenen Banken. Diese hÃ¤tten ihren Hauptsitz am Paradeplatz.</p> <p class="Urteilstext">Jedenfalls die GeschÃ¤ftsrÃ¤umlichkeiten der grossen Banken am Paradeplatz (UBS und vormalige CS) befinden sich ausserhalb der streitbetroffenen Rayons. Abgesehen davon, dass der Beschwerdegegner, welcher im Ãbrigen zwar soweit ersichtlich in ZÃ¼rich an der E-Strasse 01 Ã¼ber eine Wohnung verfÃ¼gt, indes seinen Wohnsitz in H hat, nicht hinreichend konkret ausfÃ¼hrte, bei welchen (anderen) Banken er Beratungs- bzw. GeschÃ¤ftstermine habe, ist nicht ersichtlich, weshalb er seine Bankberater und/oder allfÃ¤llige GeschÃ¤ftspartner nicht ausserhalb des bzw. der Rayons treffen kÃ¶nnte. NÃ¤mliches gilt fÃ¼r seinen im Rahmen der vorinstanzlichen AnhÃ¶rung erhobenen Einwand gegen das Betretverbot am Wohnort der BeschwerdefÃ¼hrerin, wonach ein guter Freund von ihm im Wohnhaus N wohne. Diesen Freund kann der Beschwerdegegner im Ãbrigen mutmasslich schon deshalb nicht in dessen Wohnung besuchen, weil die EigentÃ¼merin der Liegenschaft am 8. November 2024 ein unbefristetes Hausverbot gegen ihn aussprach.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Schliesslich hindern die Schutzmassnahmen, namentlich auch das Kontaktverbot gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin, den Beschwerdegegner nicht daran, im Zusammenhang mit den geltend gemachten Eigentums- und VermÃ¶gensdelikten strafrechtliche Schritte gegen die BeschwerdefÃ¼hrerin einzuleiten.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>In Anbetracht aller UmstÃ¤nde, namentlich der zunehmenden Eskalation der Situation in den letzten Wochen vor Erlass der polizeilichen Schutzmassnahmen sowie der vom Beschwerdegegner jedenfalls noch im Rahmen der polizeilichen Befragung gezeigten Uneinsichtigkeit bzw. seiner zumindest bis dahin fehlenden Akzeptanz des Kontaktabbruchs durch die BeschwerdefÃ¼hrerin und dem daraus resultierenden Schutz- und ErholungsbedÃ¼rfnis der BeschwerdefÃ¼hrerin, rechtfertigt es sich, die Schutzmassnahmen wie beantragt, das heisst im unverÃ¤nderten Schutzumfang, um drei Monate bzw. bis zum 6. Februar 2025 zu verlÃ¤ngern.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen. Das Urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 19. November 2024 ist aufzuheben, und die von der Mitbeteiligten mit VerfÃ¼gung vom 23. Oktober 2024 angeordneten Massnahmen zum Schutz der BeschwerdefÃ¼hrerin sind bis zum 6. Februar 2025 zu verlÃ¤ngern.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG; § 12 Abs. 1 Satz 2 GSG). Er ist zudem zu verpflichten, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das vorinstanzliche sowie das verwaltungsgerichtliche Verfahren eine ParteientschÃ¤digung zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 VRG; § 12 Abs. 2 GSG). FÃ¼r das vorinstanzliche Verfahren ist mit Bezug auf die HÃ¶he der ParteientschÃ¤digung zu berÃ¼cksichtigen, dass das Zwangsmassnahmengericht am Bezirksgericht ZÃ¼rich bereits im Rahmen der vorlÃ¤ufigen VerlÃ¤ngerung der Schutzmassnahmen bzw. mit Urteil vom 1. November 2024 eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'600.- (inklusive Mehrwertsteuer) als angemessen erachtete. Unter BerÃ¼cksichtigung der im Rahmen des definitiven Entscheids erfolgten, gut zweistÃ¼ndigen AnhÃ¶rung der BeschwerdefÃ¼hrerin ist dieser Betrag angemessen zu erhÃ¶hen und fÃ¼r das gesamte vorinstanzliche Verfahren auf Fr. 2'500.- (inklusive Mehrwertsteuer) festzusetzen. FÃ¼r das Beschwerdeverfahren erscheint unter BerÃ¼cksichtigung der verwaltungsgerichtlichen Praxis in Gewaltschutzverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (zuzÃ¼glich Mehrwertsteuer) angemessen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>Das Urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 19. November 2024 wird aufgehoben. Die mit VerfÃ¼gung der Mitbeteiligten vom 23. Oktober 2024 angeordneten Gewaltschutzmassnahmen werden bis zum 6. Februar 2025 verlÃ¤ngert. </span></p> <p class="Einzug2"><span>Demnach bleibt es dem Beschwerdegegner bis zum 6. Februar 2025 untersagt, mit der BeschwerdefÃ¼hrerin in irgendeiner Weise Kontakt aufzunehmen oder durch Dritte aufnehmen zu lassen. Ferner bleibt ihm untersagt, die Gebiete gemÃ¤ss den Planbeilagen der Mitbeteiligten vom 23. Oktober 2024 um den Wohn- und Arbeitsort der BeschwerdefÃ¼hrerin zu betreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> FÃ¼r den Fall eines Verstosses gegen die genannten Schutzmassnahmen wird der Beschwerdegegner auf die Strafdrohung gemÃ¤ss Art. 292 StGB aufmerksam gemacht, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde oder einem zustÃ¤ndigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen VerfÃ¼gung nicht Folge leistet. </span></p> <p class="Einzug2"><span> Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das vorinstanzliche Verfahren eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 2'500.- (inklusive Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'200.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 230.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'430.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- zuzÃ¼glich Mehrwertsteuer zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) erhoben werden. Die Beschwerde ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Mitbeteiligte;<br/> c) das Bezirksgericht ZÃ¼rich.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>