B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-5477/2013 U r t e i l v o m 2 4 . M ä r z 2 0 1 4 Besetzung Richter Daniel Riedo (Vorsitz), Richter Pascal Mollard, Richter Michael Beusch, Gerichtsschreiber Beat König. Parteien 1. A._______, 2. B._______, 3. C._______, Beschwerdeführer, gegen Oberzolldirektion (OZD), Hauptabteilung Recht und Abgaben, Vorinstanz. Gegenstand Landwirtschaftlicher Bewirtschaftungsverkehr. A-5477/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a B._______, Landwirt, hinterlegte am 5. April 2006 , 20. April 2007, 10. April 2008, 22. April 2009 und 14. April 2010 Ertragsausweise, mit welchen er deklarierte, in den Jahren 2006 bis 2010 auf dem ihm als Ei- gentümer gehörenden Grundstück "D._______" in E._______ (Deutsch- land) Weizen, Welkheu, Dinkel und Stroh anbauen zu wollen. Die E r- tragsausweise der Jahre 2008 bis 2010 waren dabei auch vom Bruder von B._______, C._______ (ebenfalls Landwirt), unterzeichnet. Gestützt auf (Voraus -)Anmeldungen der einzelnen Einfuhren von Lan d- wirtschaftsprodukten des Grundstücks "D._______" bei der Zollstelle Tra- sadingen wurden antragsgemäss folgende abgabebefreite Einfuhren von Landwirtschaftserzeugnissen ab diesem Grundstück bewilligt: 24. Juli 2006 Weizen 9'776 kg 26. Juli 2006 Weizenstroh 6'240 kg 24. Juli 2007 Weizen 13'104 kg 24. Juli 2007 Weizenstroh 10'400 kg 15. Mai bis 10. September 2008 Welkheu 45'534 kg 20. Mai bis 20. September 2009 Welkheu 36'446 kg 22. Juli 2010 Dinkel 8'000 kg 10. August 2010 Dinkelstroh 4'500 kg A.b Nach Durchführung einer Untersuchung g egen B._______ und C._______ sowie gegen A._______, einem weiteren Landwirt, hielt die Zollkreisdirektion Schaffhausen mit Schluss protokollen vom 23. März 2011 fest, dass das Grundstück " D._______" nicht von B._______ bzw. der "Betriebsgemeinschaft B._______ und C._______", sondern von A._______ bewirtschaftet worden sei. Die Zollstelle Trasadingen habe in Unkenntnis dieses Sachverhalts und zu Unrecht die abgabefreie Einfuhr von Landwirtschaftsprodukten im land wirtschaftlichen Bewirtschaftung s- verkehr in den Jahren 2006 bis 2010 jeweils antragsgemäss bewilligt. Die Zollkreisdirektion Schaffhausen stellte weiter fest, dass B._______ bzw. die "Betriebsgemeinschaft B._______ und C._______" am 14. Oktober 2008 3'071 kg Körnermais, am 25. September 2009 5'754 kg Körnermais und am 20. Juli 2010 631 kg Raps ohne ordnungsgemässe Anmeldung zur Einfuhrveranlagung eingeführt habe. A-5477/2013 Seite 3 Ebenfalls am 23. März 201 1 erliess die Zollkreisdirektion Schaffhausen betreffend die "Betriebsgemeinschaft B._______ und C._______" eine Verfügung über die Leistungspflicht. Darin wurden nicht entrichtete Abga- ben im Umfang von Fr. 29 '027.25 nachgefordert (Zoll: Fr. 26'931.70; Mehrwertsteuer: Fr. 1'282.10; Verzugszins: Fr. 813.45). Mit einer weiteren Verfügung vom 23. März 2011 über die Leistungspflicht forderte die Zollkreisdirektion Schaffhausen von A._______ nicht entrich- tete Abgaben im Umfang von Fr. 24'239.75 ( Zoll: Fr. 22'456.80; Meh r- wertsteuer: Fr. 1'094.05; Verzugszins: Fr. 688.90) nach. A.c Mit gemeinsamer Eingabe vom 19. April 2011 erhoben A._______, B._______ und C._______ Beschwerde bei der Oberzolldirektion und verlangten sinngemäss, die genannten Verfügungen über die Leistung s- pflicht seien aufzuheben. Die Oberzolldirektion (OZD; im Folgenden auch: Vorinstanz) nahm das Schreiben als von A._______, B._______ und C._______ je separat erhobene Beschwerden entgegen. Mit Entscheid vom 30. August 2013 wies die Vorinstanz die Beschwerde von A._______ kostenpflichtig ab, bestätigte die ih n betreffende Verf ü- gung über die Leistungspflicht der Zollkreisdirektion Schaffhausen vom 23. März 2011 und erklärte ihn sowie die "Betriebsgemeinschaft B._______ und C._______" für Einfuhrabgaben von Fr. 24'239.75 für s o- lidarisch leistungspflichtig. Ebenfalls mit Entscheiden vom 30. August 2013 hiess die Vorinstanz die Beschwerden von B._______ und C._______ teilweise gut. Sie ordnete an, dass B._______, C._______ und A._______ für Einfuhrabgaben von Fr. 24'239.75 betreffend Einfuhren von landwirtscha ftlichen Produkten des Grundstücks " D._______" solidarisch leistungspflichtig s eien und für die ohne ordnungsgemässe Anmeldung zur Einfuhrveranlagung einge- führten Getreidemengen der "Betriebsgemeinschaft B._______ und C._______" noch Fr. 2'007.20 Abgaben geschuldet blieben. Ferner aufer- legte sie B._______ und C._______ reduzierte Verfahrenskosten von je Fr. 1'600.-. B. Gegen die genannten Entscheid e der OZD erhoben A._______ (nachfol- gend: Beschwerdeführer 1), B._______ (nachfolgend: Beschwerdefü h- rer 2) und C._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer 3) am 27. September 2013 gemeinsam Beschwerde beim Bundesverwaltungs-A-5477/2013 Seite 4 gericht. Sie beantragen sinngemäss, die angefochtenen Entscheide seien aufzuheben. Zur Begründung führen sie im Wesentlichen aus, das Grundstück "D._______" sei nicht vom Beschwerdeführer 1, sondern von einer Betriebszweiggemeinschaft bewirtschaftet worden, an welcher alle Beschwerdeführer beteiligt gewesen seien. Die Vorinstanz habe zudem die bei der Bemessung de s Zolls massgebenden Gewichte des ein ge- führten Getreides nicht richtig bestimmt. Mit unaufgefordert eingereichtem Schreiben vom 30. Oktober 2013 stel- len die Beschwerdeführer unter Beilage neuer Unterlagen den Antrag, un- ter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Vorinstanz sei "die Abgabenberechnung […] sowie die Berechnung betr. Einfuhr Körnermais und Raps durch die Oberzolldirekti on neu zu erstellen " (S. 2 des Schre i- bens). Sie bestr eiten dabei insbesondere auch die Mengen, welche die Vorinstanz ihren Entscheiden bezüglich der streitig en Einfuhren von Wei- zen und Dinkel in den Jahren 2006, 2007 und 2010 zugrunde gelegt hat. C. Die OZD beantragt in der Vernehmlassung vom 4. Dezember 2013 die kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde und h ält an ihrer rechtliche n Beurteilung fest. D. Auf weit ere Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der folgenden Erwägungen eingegangen. A-5477/2013 Seite 5 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht be urteilt Beschwerden gegen Verf ü- gungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021; Art. 31 des Bundesg e- setzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]). Soweit das VGG nichts anderes bestimmt, richtet sich das Verfahren nach den Vorschriften des VwVG (Art. 37 VGG). Die Beschwerdeführer fechten drei Beschwerdeentscheide der OZD betreffend Nachforderung von Zollabgaben und Einfuhrsteuern an. Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung dieser Beschwerde sachlich und funktionell zuständig (Art. 32 VGG e contrario sowie Art. 31 i n Ver- bindung mit Art. 33 Bst. d VGG). Im Übrigen sind die Beschwerdeführer zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 VwVG) ; auch haben sie die Beschwerde mit der Präzisierung gemäss E. 1.3 hiernach frist- und formgerecht eingereicht (Art. 50 und Art. 52 VwVG). Auf das Rechtsmittel ist deshalb einzutreten. 1.2 1.2.1 Grundsätzlich bildet jeder vorinstanzliche Entscheid ein selbständ i- ges Anfechtungsobjekt und ist deshalb einzeln anzufechten. Es ist ge - rechtfertigt, von diesem Grundsatz abzuweichen und die Anfechtung in einem gemeinsamen Verfahren mit einem einzigen Urteil zuzulassen, wenn die einzelnen Sachverhalte in einem engen inhal tlichen Zusa m- menhang stehen und sich in allen Fällen gleiche oder ähnliche Recht s- fragen stellen. Ein solches Vorgehen dient der Verfahrensökonomie und liegt im Interesse aller Beteiligten (vgl. BGE 131 V 222 E. 1; Urteile des Bundesgerichts 9C_831/2011 und 9C_832/2011 vom 24. Februar 2012 E. 1; anstelle vieler: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A­6143/2013 und A-6144/2013 vom 3. Februar 2014 E. 1.3.1, A ­5499/2012 und A­5505/2012 vom 22. März 2013 E. 1.2.1; A NDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Pr ozessieren vor dem Bundesverwa l- tungsgericht, 2. Aufl., Basel 2013, Rz. 3.17). 1.2.2 Die Beschwerdeführer haben gegen die drei sie betreffenden B e- schwerdeentscheide der Vorinstanz vom 30. August 2013 mit einer einz i- gen Eingabe (vom 27. September 2013) Beschwerde beim Bundesve r- waltungsgericht erhoben. A-5477/2013 Seite 6 Da – soweit im Streit liegend – die den genannten Entscheiden der Vorin- stanz zugrunde liegenden Sachverhalte in einem engen inhaltlichen Z u- sammenhang stehen und sich gleiche oder gleichartige Rechtsfragen stellen, ist es aus prozessökonomischen Gründen geboten und im Int e- resse der Beteiligten, die Verfahren zu vereinigen. Folglich wurde betre f- fend die Beschwerde vom 27. September 2013 nur ein einziges – das vorliegende – Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht eröffnet, womit die Verfahren als vereinigt gelten können und ein entsprechender ausdrückl i- cher Beschluss unterbleiben kann (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsg e- richts A-1184/2012 vom 31. Mai 2012 E. 1.2.2). 1.3 Gemäss Art. 52 Abs. 1 VwVG hat die Beschwerdeschrift die Bege h- ren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten. Der Strei t- gegenstand des Rechtsmittelverfahrens wird einerseits durch den G e- genstand der a ngefochtenen Verfügung und andererseits durch die Pa r- teibegehren bestimmt. Der Streitgegenstand darf im Lauf des Beschwe r- deverfahrens weder erweitert noch qualitativ verändert werden; er kann sich höchstens um nicht mehr streitige Punkte reduzieren, nicht aber ausweiten. Beschwerdeanträge können daher nach Ablauf der B e- schwerdefrist höchstens präzisiert, eingeengt oder fallengelassen, nicht aber erweitert werden ( BGE 133 II 30 E. 2.2 ; Urteile des Bundesverwal- tungsgerichts A­2876/2010 vom 20. Juni 2013 E. 2. 2, A-3130/2011 vom 20. März 2012 E. 1.3 ; M OSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.8, 2.208 und 2.213 [je mit Hinweisen]). Im vorliegenden Fall haben die Beschwerdeführer mit ihrer unbestritt e- nermassen erst nach Ablauf der jeweiligen Beschwerdefrist (vgl. Art. 50 Abs. 1 VwVG) eingereichten, ergänzenden Eingabe vom 30. Oktober 2013 ausdrücklich den Antrag gestellt, unter Kosten - und Entschäd i- gungsfolgen zulasten der Vorinstanz "sei die Abgabenberechnung […] sowie die Berechnung betr. Einfuhr Körnermais und R aps durch die Oberzolldirektion neu zu erstellen" (Eingabe der Beschwerdeführer vom 30. Oktober 2013, S. 2). Indessen verlangen die Beschwerdeführer be- reits in der Beschwerdeschrift ausdrücklich – und ohne weitere Ei n- schränkungen – "eine Neubeurteilung des […] Falls" (Beschwerde, S. 1) und eine Überprüfung, "welche Beanstandungen wirklich angemessen sind" (Beschwerde, S. 2). Die Neuformulierung des Rechtsbehrens in der Eingabe vom 30. Oktober 2013 stellt vor diesem Hintergrund eine blosse Präzisierung dar. Daran ändert der Umstand, dass erst mit letzterer Ei n- gabe erstmals Kosten - und Entschädigungsfolgen zulasten der Vori n-A-5477/2013 Seite 7 stanz verlangt w erden, nichts. Denn ein ausdrücklicher Antrag zu den Kosten- und Entschädigungsfolgen ist ohnehin nicht erforderlich, da d as Bundesverwaltungsgericht darüber von Amtes wegen befindet (vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.215). Als blosse Präzisierung des Beschwerdebegehrens erscheint das Rechtsbegehren in der Eingabe vom 30. Oktober 2013 nach dem hiervor Gesagten als zulässig. 1.4 1.4.1 Aus dem verfassungsrechtlichen Gehörsgrundsatz (vgl. Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgen ossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) sowie der Untersuchungsmaxime folgt, dass die Behörde Vorbringen zum Sachverhalt jed erzeit entgegenne h- men und berücksichtigen kann, falls sie sie für rechtserheblich hält. So muss die Behörde zum einen die rechtzeitigen Vorbringen der Parteien würdigen. Zum anderen kann bzw. muss die Behörde aber auch versp ä- tete Vorbringen, die für die Er stellung des Sachverhaltes ausschlagg e- bend erscheinen, berücksichtigen (vgl. BGE 136 II 165 E. 4.2). Nur so kann sie ihren Pflichten zur richtigen und vollständigen Abklärung des Sachverhalts (Untersuchungsgrundsatz) und der richtigen Anwendung des objektiven Rechts (iura novit curia) genügend nachkommen (vgl. U r- teile des Bundesverwaltungsgerichts A­770/2013 vom 8. Januar 2014 E. 2.2.3, A­7062/2009 vom 10. Februar 2010 E. 5; A LFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts- pflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz. 462, 547, 1021, 1045). Im Beschwerdeverfahren gilt diese Pflicht zur Berücksichtigung verspäteter Vorbringen nur, soweit sich diese innerhalb des Streitgegenstandes b e- finden (vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1021). Ausnahmsweise können – so wird (zum Teil) in Lehre und Rechtspr e- chung vertreten – auch rechtserhebliche verspätete Vorbringen ausser Acht gelassen werden, wenn sie auf nachlässiger Prozessführung ber u- hen oder der Verschleppung d es Prozesses dienen (vgl. BGE 136 II 165 E. 4.3; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -770/2013 vom 8. Januar 2014 E. 2.2.3; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 147, 1125). 1.4.2 Die vorliegend als verspätet zu qualifizierende Eingabe vom 30. Ok- tober 2013 enthält neue Vorbringen; auch wurden damit neue Dokumente eingereicht. Die entsprechenden Sachbehauptungen und die Beweismi t- tel sprengen den durch den Streitgegenstand gesetzten Rahmen inde s-A-5477/2013 Seite 8 sen nicht (vgl. auch E. 1.3 hiervor) . Auch bestehen keine Anhaltspunkte, dass die Beschwerdeführer den Prozess auf nachlässige Weise geführt haben oder mit ihrer Eingabe das Verfahren in die Länge ziehen wollten. Es ist folglich gerechtfertigt, die Rügen der Beschwerdeführer vom 30. Oktober 2013 samt den zugehörigen Beilagen be i der Entscheidfi n- dung zu berücksichtigen. 2. 2.1 Am 1. Mai 2007 sind das Zollgesetz vom 18. März 2005 ( ZG, SR 631.0) sowie die Zollverordnung vom 1. November 2006 (ZV, SR 631.01) in Kraft getreten. Mit ihrem Ink rafttreten wurden das alte Zoll- gesetz vom 1. Okto ber 1925 (aZG, AS 42 287 und BS 6 465) und die Verordnung vom 10. Juli 1926 zum alten Zollgesetz (aZV, AS 42 339 und BS 6 514) aufgehoben. Zur Bestimmung des anwendbaren materiellen Rechts sind gemäss einem allgemeinen intertemporalrechtlichen Grun d- satz in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze anzuwenden, die bei der Verwirklichung des zu Rechtsfolge n führenden Sachverhalts in Ge l- tung standen (statt vieler: BGE 119 Ib 103 E. 5; BVGE 2007/25 E. 3.1). Die vorliegend zur Diskussion stehenden Einfuhren er folgten zwischen dem 24. Juli 2006 und dem 10. August 2010. In der Sache sind somit auf die grenzüberschreitenden Warenbewegungen vor dem 1. Mai 2007 die Vorschriften der alten Zollgesetzgebung (aZG und aZV) anzuwenden. Für die Einfuhren ab dem 1. Mai 2007 gilt hingegen das neue Zollrecht (ZG und ZV). 2.2 Am 1. Januar 2010 ist das Bundesgesetz vom 12. Juni 2009 über die Mehrwertsteuer (MWSTG, SR 641.20) in Kraft getreten. Die bisherigen gesetzlichen Bestimmungen sowie die darauf gestützt erlassenen Vo r- schriften bleiben grundsätzlich weiterhin auf alle während ihrer Geltungs - dauer eingetretenen Tatsachen und entstandenen Rechtsverhältnisse anwendbar (Art. 112 Abs. 1 MWSTG). Das bisherige Recht (Bundesg e- setz vom 2. September 1999 über die Mehrwertsteuer [aMWSTG, AS 2000 1300]; Verordnung vom 29. März 2000 zum aMWSTG [aMWSTGV, AS 2000 1347]) gilt u.a. für Einfuhren von Gegenständen, bei denen die Einfuhrsteuerschuld vor Inkrafttreten des MWSTG entsta n- den ist (Art. 112 Abs. 2 MWSTG). Vorliegend gelangen somit mit Bez ug auf die vor dem 1. Januar 2010 erfolgten Einfuhren Art. 72 ff. aMWSTG sowie mit Bezug auf die nach diesem Zeitpunkt erfolgten Einfuhren Art. 50 ff. MWSTG zur Anwendung (vgl. zum massgebenden Zeitpunkt A-5477/2013 Seite 9 der Entstehung der Einfuhrsteuerschuld Art. 78 Abs. 1 aMWSTG in Ve r- bindung mit Art. 11 aZG). Für die Einfuhrsteuer gilt die Zollgesetzgebung, soweit das Meh r- wertsteuergesetz nichts a nderes anordnet (Art. 72 aMWSTG; Art. 50 MWSTG). 2.3 Jede Einfuhr von Waren, die über die schweizerische Zollgrenze be- fördert werden, unterliegt grundsätzlich der Zollpflicht (Art. 1 aZG; Art. 7 ZG). Es gilt somit der Grundsatz der allgemeinen Zollpflicht. Ausnahmen bedürfen einer expliziten gesetzlichen oder staatsvertraglichen Grundlage (Art. 1 Abs. 2 des Zolltarifgesetzes vom 9. Oktober 1986 [ZTG, SR 632.10]; vgl. auch Urteil e des Bundesverwaltungsgerichts A­5078/2012 vom 15. Januar 2014 E. 5.1, A­2925/2010 vom 25. Novem- ber 2010 E. 2.1). 2.4 Art. 14 aZG nennt Ausnahmen von dieser generellen Zollpflicht. Zol l- frei ist nach Ziff . 23 dieser Bestimmung die Einfuhr von rohen Bodene r- zeugnissen – mit Ausnahme der Produkte des Rebbaus – von Grundstü- cken in der ausländischen Wirtschaftszone, die von ihren Eigentümern, Nutzniessern oder durch Pächter bewirtschaftet werden, wenn der B e- wirtschafter seinen Wohnsitz in der schweizerischen Wirtschaftszone hat und die Bodenerzeugnisse selbst oder durch seine Angestellten einführt. Die detaillierte Regelung dazu findet sich in Art. 28 aZV. Im Wesentlichen wurden diese Regelungen ins neue Recht üb ernommen: Art. 8 Abs. 2 Bst. j in Verbindung mit Art. 43 ZG erteilt dem Bundesrat (u .a.) die Ko m- petenz, Waren des Grenzzonenverkehrs für zollfrei zu erklären, was di e- ser mit Erlass von Art. 23 ZV auch getan hat (vgl. dazu auch BGE 138 II 524 E. 4.3). Sowohl vom Wortlaut der zur Diskussion stehenden Besti m- mungen her als auch aus der Botschaft vom 15. Dezember 2003 über ein neues Zollgesetz (BBl 2004 596) ergibt sich, dass durch die Gesetzesr e- vision im Bereich des Grenzzonenverkehrs keine Praxisänderung bea b- sichtigt war (vgl. auch HEINZ SCHREIER, in: Martin Kocher/Diego C lava- detscher [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar Zollgesetz [nachfolgend: Zollkommentar], Bern 2009, Art. 8 N. 13). Die unter dem alten Recht zum landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsverkehr entw ickelte Rechtspr e- chung ist somit auch für das neue Recht heranzuziehen (Urteil des Bun- desverwaltungsgerichts A­2925/2010 vom 25. November 2010 E. 2.2). Während der hier interessierenden Zeitspanne unverändert blieb sodann auch das ebenfalls zu berücksichti gende schweizerisch -deutsche A b-A-5477/2013 Seite 10 kommen über den Grenz - und Durchgangsverkehr vom 5. Februar 1958 (SR 0.631.256.913.61). 2.5 Damit eine Tätigkeit sowohl nach altem als auch nach neuem Recht als landwirtschaftlicher Bewirtschaftungsverkehr zu qualifizieren ist und folglich die entsprechenden Einfuhren zollbefreit sind, müssen kumulativ grundsätzlich folgende Voraussetzungen erfüllt sein (vgl. zum Ganzen: Art. 14 Ziff. 23 und Art. 28 aZG, Art. 28 Ziff. 5 ff. aZV ; Art. 8 Abs. 2 Bst. j und Art. 43 ZG in Verbindung m it Art. 23 ZV, Art. 118 ZV; Urteil des Bun- desgerichts 2C_53/2011 vom 2. Mai 2011 E. 2.3; Urteil des Bundesve r- waltungsgerichts A­2925/2010 vom 25. November 2010 E. 2.3, mit Hi n- weis; zum neuen Recht: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A­1134/2011 vom 2. Dezember 2011 E. 2.2): • diejenige Person, die Anspruch auf Zollbefreiung erhebt, muss ihren Wohnsitz in der schweizerischen Grenzzone haben, • sie muss Eigentümerin, Nutzniesserin oder Pächterin des betreffenden Grundstücks sein, • sie muss dieses Grundstück selber bewirtschaften, • bei den einzuführenden Ernteerträgen muss es sich um rohe Bodene r- zeugnisse handeln, • das Grundstück, von welchem die einzuführenden Bodenerzeugnisse stammen, muss in der ausländischen Grenzzone liegen, • es müssen gewisse formelle Anforderungen wie das Einreichen ver- schiedener Belege und das Anmelden der Waren erfüllt sein. 2.5.1 Aus der Entstehungsgeschichte der Befreiungsvorschrift für den landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsverkehr ergibt sich, dass der G e- setzgeber damit die Benachteiligung von Landwirten vermeiden wollte, die beidseitig der oft zufällig verlaufenden Zollgrenze Land bewirtscha f- ten. Um Missbräuche zu verhindern, wurde die Privilegierung schon mit der Gesetzesrevision von 1924/25 erneut davon abhängig gemacht, dass die im Ausland gelegenen Grundstücke tatsächlich durch den schweizeri- schen Eigentümer, Nutzniesser oder Pächter bewirtschaftet werden. Die Zollfreiheit im Rahmen des landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsverkehrs ist daher nach der Rechtsprechung einschränkend zu verstehen und den- jenigen Eigentümern, Nutzniessern und Pächtern vorbehalten, die diese Grundstücke selber bewirtschaften (s. zum Ganzen Urteil des Bunde s-A-5477/2013 Seite 11 verwaltungsgerichts A­2925/2010 vom 25. November 2010 E. 2.3.1, mit Hinweisen). 2.5.2 Damit ein Bodenerzeugnis noch als "roh" im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen gilt, ist eine Bearbeitung nur soweit erlaubt, als dies zur Gewinnung oder zum Abtransport des Erzeugnisses notwendig ist (vgl. Art. 28 Abs. 2 aZV; Art. 23 Abs. 3 und 5 ZV). Mit "Abtranspor t" ist nur der Weg vom Feld zum Hof erfasst . Nicht mehr als "roh" gilt etwa getrockn e- ter Mais (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A­1134/2011 vom 2. Dezember 2011 E. 2.2.1 und 3.1.2). 2.5.3 Da Ausnahmen von der allgemeinen Zollpflicht prinzipiell restriktiv anzunehmen sind, hat der grundsätzlich Zollzahlungspflichtige den Nachweis zu erbringen, dass die Voraussetzungen für eine zollfreie Ei n- fuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse erfüllt sind (vgl. zum früheren Recht Urteil des Bundesverwaltungsg erichts A-1673/2006 vom 20. September 2007 E. 2.3, auch zum Folgenden). In Anwendung von Art. 28 Abs. 5 aZV bzw. Art. 118 Abs. 1 ZV haben daher Bewirtschafter, welche die fragliche Zollbefreiung beanspruchen wollen, der zuständigen Zollkreisdirektion jeweils bis Ende April eines jeden Jahres namentlich eine Bescheinigung über Eigentum, Nutzniessung oder Pachtverhältnis an dem betreffen den Grundstück einzureichen. Das Bundesgericht führte in seiner Rechtsprechung aus, Art. 28 Abs. 5 aZV sei bei einem nachträglichen Zugeständnis, die in Frage stehenden Waren auf anderen Grundstücken produziert zu haben, nicht eingehalten. Bei dieser Bestimmung handle es sich nicht bloss um eine Ordnungsvo r- schrift. Anspruch auf Zollbefreiung habe nur, wer hierfür innert der gesetz- ten Frist eine ordnungsgemässe Deklaration einreich e (Urteil des Bu n- desgerichts 2A.403/2001 vom 14. Januar 2002 E. 2b). 2.6 Nach Art. 13 aZG waren z ollzahlungspflichtig zum einen die Zollmel- depflichtigen und die übrigen, in Art. 9 aZG genannten (vorliegend nicht weiter interessierenden) Personen, und zum anderen diejenigen , für d e- ren Rechnung die Waren eingeführt oder ausgeführt wurden . Als Zollmel- depflichtige bezeichnete dabei Art. 9 Abs. 1 aZG die Person, die eine Wa- re über die Grenze bringt, sowie den Auftraggeber. Nebst den in Art. 9 ZG genannten Personen war nach der Rechtsprechung zum aZG auch zol l- melde- und damit zollzahlungspfli chtig, wer die Zollformalitäten tatsäc h- lich erfüllte (Urteil der Eidgenössisch en Zollrekurskommission vom A-5477/2013 Seite 12 23. Mai 1986, publiziert in: ZRK 1985 S. 19 ff. E. 3, mit weiteren Hinwe i- sen). Das neue Zollgesetz enthält eine materiell entsprechende Regelung (vgl. Art. 70 Abs. 2 Bst. a bis c ZG). Danach sind Zollschuldner insbeso n- dere die Personen, welche die Waren über die Zollgrenze bringen oder bringen lassen (Bst. a). Dies sind die eigentlichen Warenführenden, aber auch diejenigen, welche rechtlich oder tatsäc hlich den Warentransport veranlassen, so insbesondere der Auftraggeber. Der Begriff des Auftra g- gebers ist dabei in Fortführung der entsprechenden, unter dem aZG ge l- tenden Praxis über das Zivilrecht hinaus in einem weiten Sinn zu verst e- hen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_414/2013 vom 2. Februar 2014 E. 3.4, mit Hinweisen). Als Auftraggeber gilt demnach nicht nur derjenige, der im zivilrechtlichen Sinne mit dem Transporteur einen Frachtvertrag abschliesst, sondern jede Person, welche die Wareneinfuhr tatsä chlich veranlasst (BGE 107 Ib 198 E. 6b ; Urteile des Bundesgerichts 2C_747/2009 vom 8. April 2010 E. 4.2, 2A.580/2003 vom 10. Mai 2004 E. 3.3.2). Nach Art. 70 Abs. 2 ZG sind Zollschuldner ferner die Personen, die zur Zollanmeldung verpflichtet oder damit b eauftragt sind (Bst. b) s o- wie diejenigen, auf deren Rechnung die Waren ein - oder ausgeführt wer- den (Bst. c). Der Gesetzgeber hat damit – sowohl nach dem alten als auch nach dem neuen Zollgesetz – den Kreis der Zollzahlungspflichtigen bzw. Zollschuldner wei t gezogen, um die Einbringlichkeit der Zollford e- rung sicherzustellen (BGE 107 Ib 198 E. 6a; BGE 89 I 542 E. 4; Urteil e des Bundesgerichts 2C_414/2013 vom 2. Februar 2014 E. 3.4 , 2C_747/2009 vom 8. April 2010 E. 4.2). Die Zollzahlungspflicht umfasst auch die Pflicht zur Entrichtung der Abga- ben und Kosten, die gestützt auf andere als zollrechtliche Erlasse (also beispielsweise gestützt auf die Mehrwertsteuergesetzgebung) durch die Zollverwaltung zu erheben sind (Art. 10 aZG bzw. Art. 90 ZG ; zum Ga n- zen Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-2326/2012 vom 5. Februar 2013 E. 2.2.3, A-5115/2011 vom 5. Juli 2012 E. 2.1.3). Gemäss Art. 13 aZG und Art. 70 Abs. 3 ZG haften die Zollzahlungs - pflichtigen bzw. Zollschuldnerinnen und Zollschuldner für die Zollschu ld solidarisch. Dies bedeutet zum einen, dass der ganze geschuldete Zol l- betrag von jedem Solidarverpflichteten eingefordert werden kann, in dem Sinn, dass die Zollbehörde auf einen beliebigen Zollzahlungspflichtigen greifen kann (BGE 107 Ib 205 E. 2a). Zum anderen hat die durch einen der Verpflichteten erfolgte Entrichtung der Abgabe befreiende Wirkung für A-5477/2013 Seite 13 sämtliche Schuldnerinnen und Schuldner (vgl. dazu Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichts A-2326/2012 vom 5. Februar 2013 E. 2.2.4, mit wei- teren Hinweisen). 2.7 Das Zollverfahren wird vom Selbstdek larationsprinzip bestimmt (Art. 24 aZG; Art. 21, 25 und 26 ZG). Von den Zollmeldepflichtigen wird die vollständige und richtige Deklaration der Ware gefordert. Hinsichtlich ihrer Sorgfaltspflichten werden somit hohe Anforderungen gestellt (Art. 31 aZG in Verbindung mit Art. 47 Abs. 2 aZV; Art. 25 ZG; BGE 112 IV 53 E. 1a; Urteile des Bundesgerichts 2A.539/2005 vom 12. April 2006 E. 4.5, 2A.1/2004 vom 31. März 2004 E. 2.1 ; Urteile des Bundesverwaltungsge- richts A-2293/2008 vom 18. Mai 2010 E. 2.1.1, A-5612/2007 vom 1. März 2010 E. 2.1.2; BARBARA SCHMID, in: Zollkommentar, Art. 18 N . 2 ff.). Von den Zollpflichtigen wird verlangt, dass sie sich vorweg über die Zollpflicht sowie die jeweiligen Abfertigungsverfahren informieren . Unterlassen sie dies, haben sie dafür prinzipiell selber die Verantwortung zu tragen (Urteil des Bundesgerichts 2A.566/2003 vom 9. Juni 2004, veröffentlicht in Ar- chiv für Schweizerisches Abgaberecht [ASA] 74 246 ff. E. 3.3; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A­1134/2011 vom 2. Dezember 2011 E. 2.3.1, A­2925/2010 vom 25. November 2010 E. 2.4, A-2293/2008 vom 18. Mai 2010 E. 2.1.1). 2.8 2.8.1 Nach Art. 23 aZG war für die Bemessung des Zollbetrages die Art, Menge und Beschaffenheit der Ware zum Zeitpunkt, in dem s ie unter Zollkontrolle gestellt worden ist, massgebend. Gemäss Art. 19 Abs. 1 Bst. a ZG richtet sich der Zollbetrag nach der Art, Menge und Bescha f- fenheit der Ware im Zeitpunkt, in dem sie der Zollstelle angemeldet wird. Der Zoll ist dabei gemäss Art. 21 A bs. 2 aZG, soweit die Tarifvorschriften nichts anderes bestimmen, nach den Ansätzen und Bemessungsgrundl a- gen zu entrichten, die am Tage der Entstehung der Zollzahlungspflicht in Kraft stehen. In ähnlicher Weise erklärt Art. 19 Abs. 1 Bst. b ZG die Zol l- ansätze und Bemessungsgrundlagen für massgebend, die im Zeitpunkt der Entstehung der Zollschuld gelten . Ein- und Ausfuhrzölle werden nach dem Generaltarif festgesetzt (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. den Anhängen 1 und 2 des ZTG). Der Generaltarif wird in der Amtlich en Sammlung des Bundes- rechts (AS) nicht veröffentlicht. Seine Veröffentlichung erfolgt durch Ve r- weis (Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 18. Juni 2004 über die Sammlungen des Bundesrechts und das Bundesblatt [Publikationsg e- setz, PublG, SR 170.512]). A-5477/2013 Seite 14 2.8.2 Art. 18 aZG s ah eine Zollbegünstigung bei bestimmter Verwe n- dungsart vor. Danach waren zollpflichtige Waren, die je nach ihrer Ve r- wendung verschiedenen Ansätzen unterl agen, auf Ansuchen gegen Ve r- wendungsnachweis zu den für die entsprechende Verwendungsart fes t- gesetzten niedrigeren Ansätzen abzufertigen, soweit der Zolltarif nicht gänzliche Befreiung vors ah (Abs. 1). Die Abfertigung zu den niedrigeren Ansätzen wu rde grundsätzlich unter anderem vom Nachweis der Ve r- wendungsart abhängig gemacht. Sonst fand die Abfertigung zu den höhe- ren Ansätzen statt (Abs. 3). Sofern die Verhältnisse es rechtfertig ten, konnte an Stelle des Verwendungsnachweises unter Vorbehalt jederzeit i- ger Nachprüfung und unter den durch Verordnung festgesetzten Bedi n- gungen eine vom Verbraucher de r Ware auszustellende Verwendung s- verpflichtung (Revers) angenommen und die Abfertigung zum niedrigeren Ansatz bewilligt werden (Abs. 4). Gemäss Art. 14 Abs. 1 ZG werden, w enn das ZTG dies vorsieht oder wenn das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) die im ZTG festg e- setzten Zollansätze herabgesetzt hat, für bestimmte Verwendungen von Waren tiefere Zollansätze angewendet ("Zollerleichterungen für Waren j e nach Verwendungszweck"). Nach Art. 51 Abs. 1 ZV m uss, wer für eine bestimmte Verwendung von Waren einen reduzierten Zollansatz in A n- spruch nehmen will, vor der ersten Zollanmeldung bei der OZD eine en t- sprechende schriftliche Verwendungsverpflichtung hinterlegen. Überdies sieht Art. 52 Abs. 1 Bst. a ZV mit Bezug auf Zollerleichterungen für Waren je nach Verw endungszweck vor, dass der reduzierte Satz in der Zolla n- meldung zu beantragen ist. Erfolgt die Zollanmeldung der Ware zum ermässigten Zollansatz nicht rechtmässig, hat die Zollbehörde bereits nach dem Grundsatz der allg e- meinen Zollpflicht die Verzollung zum Normalansatz vorzunehmen. Eine Veranlagung zum ermässigten Zollansatz aufgrund einer Zollerleicht e- rung für Waren wegen ihres Verwendungszwecks kann diesfalls nicht in Betracht kommen (vgl. zum neuen Recht Urteil des Bundesverwaltung s- gerichts A-1134/2011 vom 2. Dezember 2011 E. 2.3.3). 2.9 Steuerobjekt der Einfuhrsteuer ist die Einfuhr von Gegenständen, ein- schliesslich der darin enthaltenen Dienstleistungen und Rechte ( Art. 73 Abs. 1 aMWSTG ; Art. 52 Abs. 1 Bst. a MWSTG). Unter den Begriff der Einfuhr fällt grundsätzlich jedes Verbringen von Gegenständen ins Zol l- gebiet (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.372/2006 vom 21. Januar 2008 E. 2; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A­1716/2013 vom 15. Januar A-5477/2013 Seite 15 2014 E. 2.2.2). Für das Auslösen der Steuer genügt es, dass der Gegens- tand über die Zollgrenze verbrac ht wird. Ein (entgeltliches) Um satzge- schäft ist nicht erforderlich (Urteil e des Bundesverwaltungsgerichts A­1716/2013 vom 15. Januar 2014 E. 2.2.2 , A-845/2011 vom 7. Februar 2012 E. 2.2.1, A -826/2011 vom 7. Februa r 2012 E. 2.2 .1, A­8136/2010 vom 1. November 2011 E. 3.1; DANIEL RIEDO, Vom Wesen der Meh r- wertsteuer als allgemeine Verbrauchsteuer und von den entsprechenden Wirkungen auf das schweizerische Recht, Bern 1999, S. 4). Vorbehalten bleiben auch hier Steuerbefreiungen, die sich aus Staatsverträgen oder besonderen Bestimmungen in Gesetzen oder Verordnungen ergeben (vgl. zum früheren Recht Art. 1 Abs. 2 ZTG in Verbindung mit Art. 72 aMWSTG, Art. 73 Abs. 1 aMWSTG und Urteile des Bundesverwaltung s- gerichts A­1134/2011 vom 2. Dezember 2011 E. 2.4.2, A-2925/2010 vom 25. November 2010 E. 2.5 ; zum neuen Recht: Art. 53 MWSTG und Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-4407/2012 vom 1. Mai 2013 E. 2.3). Zollfreie Waren des landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsverkehrs sind auch von der Einfuhrsteuer befreit (vgl. Art. 74 Abs. 1 Ziff. 4 [ resp. Ziff. 5 in der bis 30. April 2007 geltenden Fassung] aMWSTG bzw. Art. 53 Abs. 1 Bst. d MWSTG in Verbindung mit Art. 14 Ziff. 23 aZG bzw. Art. 8 Abs. 2 Bst. j und Art. 43 Abs. 1 Bst. a ZG; zur Regelung unter dem aMWSTG Ur- teile des Bundesverwaltungsgerichts A­1134/2011 vom 2. Dezember 2011 E. 2.4.2, A-2925/2010 vom 25. November 2010 E. 2.5). Steuerpflichtig sind bei der Einfuhrsteuer die zollzahlungspflichtigen Per- sonen bzw. die Zollschuldner (Art. 75 aMWSTG ; Art. 51 MWSTG ). Die Solidarhaftung gemäss Art. 13 aZG und Art. 70 Abs. 3 ZG (vgl. vorn E. 2.6) gilt grundsätzlich auch für die Einfuhrsteuerschuld (vgl. Art. 72 und Art. 75 Abs. 2 aMWSTG; Art. 50 und Art. 51 Abs. 2 MWSTG). 2.10 Eine Zollübertretung begeht nach Art. 74 aZG unter anderem, wer zollpflichtige Waren beim Grenzübertritt ganz oder teilweise zur Zollb e- handlung anzumelden unterlässt (Ziff. 3) oder für Waren eine Zollbefrei- ung oder Zollermässigung erwirkt, ohne dass die Vo raussetzungen für den zollfreien Warenverkehr oder die Zollbegünstigung zutreffen (Ziff. 9). Gemäss Art. 118 Abs. 1 ZG begeht eine Zollhinterziehung, wer die Zol l- abgaben durch Nichtanmeldung, Verheimlichen oder unrichtige Zolla n- meldung der Waren oder in irgendeiner anderen Weise ganz oder teilwei- se hinterzieht (Bst. a) oder sich oder einer anderen Person sonst wie e i- nen unrechtmässigen Zollvorteil verschafft (Bst. b). A-5477/2013 Seite 16 Laut Art. 85 aMWSTG macht sich unter anderem strafbar, wer vorsätzlich oder fahrlässig si ch oder einem andern einen unrechtmässigen Steue r- vorteil verschafft. Gemäss Art. 96 Abs. 4 Bst. a MWSTG begeht eine Steuerhinterziehung, wer vorsätzlich oder fahrlässig bei der Einfuhr W a- ren nicht oder unrichtig anmeldet. 2.11 Auf Zollwiderhandlungen und Widerhandlungen gegen die Meh r- wertsteuergesetzgebung des Bundes findet grundsätzlich das Bundesge- setz vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR, SR 313.0) Anwendung ( Art. 80 Abs. 1 aZG bzw. Art. 128 Abs. 1 ZG, Art. 88 Abs. 1 aMWSTG bzw. Art. 101 Abs. 1 MWSTG). Gemäss Art. 12 Abs. 1 VStrR sind Abgaben, die infolge einer Widerhan d- lung gegen die Verwaltungsgesetzgebung des Bundes zu Unrecht nicht erhoben worden sind, ohne Rücksicht auf die Strafbarkeit einer Person nachzuentrichten. Zur Nachleistung des Zolls und der Einfuhrsteuer ist verpflichtet, wer in den Genuss eines unrechtmässigen Vorteils gelangt ist, insbesondere der zur Zahlung der Abgabe Verpflichtete (Art. 12 Abs. 2 VStrR). Wurde eine geschuldete Abgabe zu Unrecht nicht bezahlt, so gel- ten insbesondere jene Personen, welche dem Kreis der Zollzahlung s- pflichtigen nach Art. 13 aZG bzw. dem Kreis der Zollschuldnerinnen und Zollschuldner gemäss Art. 70 ZG zuzurechnen sind ( vgl. vorn E. 2.6) – sowohl bezüglich des Zolls als auch der Einfuhrsteuer – ipso facto als be- vorteilt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_132/2009 vom 7. Januar 2010 E. 4.1 und 2A.82/2005 vom 23. August 2005 E. 2.1; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-2326/2012 vom 5. Februar 2013 E. 4.2.2, A-3637/2010 vom 6. Juli 2011 E. 5. 1, A­1726/2006 vom 28. Januar 2008 E. 3.1; A-1728/2006 vom 17. Dezember 2007 E. 2.2.1; MICHAEL BEUSCH, in: Zollkommentar, Art. 70 N. 12). Die zollzahlungspflichtigen Personen bzw. Zollschuldner sind damit ohne Weiteres nach Art. 12 Abs. 2 VStrR leistungspflichtig (statt vieler: Urteil des Bunde sgerichts 2C_132/2009 vom 7. Januar 2010 E. 4.1; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A­2326/2012 vom 5. Februar 2013 E. 4.2.2). Die Leistungspflicht hängt weder von der Einleitung eines Strafverfahrens noch von einem Ver- schulden oder gar einer strafrechtlichen Verantwortlichkeit ab (statt vieler: BGE 1 29 II 160 E. 3.2 ; Urteil des Bundesgerichts 2C_414/2013 vom 2. Februar 2014 E. 3.2) . Vielmehr genügt es, dass der durch die Nichte r- hebung der entsprechenden Abgabe entstandene unrechtmässige Vorteil in einer objektiven Widerhandlung gegen die Verwaltungsgesetzgebung des Bundes gründet (BGE 129 II 160 E. 3.2, 115 Ib 358 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 2C_32/2011 vom 7. April 2011 E. 3.2). A-5477/2013 Seite 17 Die zollzahlungspflichtigen Perso nen bzw. Zollschuldner , für welche die gesetzliche Vermutung eines unrechtmässigen Vermögensvorteils gilt , haften solidarisch für den gesamten nicht erhobenen Abgabebetrag. Sie bleiben deshalb selbst dann leistungspflichtig, wenn sie selber aus der Widerhandlung keinen persönlichen Nutzen gezogen haben (Urteile des Bundesgerichts 2A.199/2004 vom 15. November 2004 E. 2.1.1, 2A.242/2004 vom 15. November 2004 E. 3.1.1; Urteile des Bundesve r- waltungsgerichts A ­6492/2011 vom 15. Januar 2013 E. 2.3.3, A­5115/2011 vom 5. Juli 2012 E. 2.4.3). 3. 3.1 Vorliegend wurden den Zollbehörden amtliche Bescheinigungen ei n- gereicht, wonach in den Jahren 2006 bis 2010 der Beschwerdeführer 2 Eigentümer des streitbetroffenen Grundstück s "D._______" war (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 19/9/1 S. 1 ff., act. 19/9/2 S. 1 ff. , act. 19/9/4 S. 4 und act. 19/9/3 S. 1). Auf den entsprechenden Bescheini- gungen der Jahre 2008 bis 2010 , welche zugleich Ertragsausweise bi l- den, ist im Feld "Unterschrift des Bewirtschafters" nebst der Unterschrift des Beschwerdeführers 2 auch diejenige des Beschwerdeführers 3 zu finden. In den Bescheinigungen der Jahre 2008 und 2010 ist der B e- schwerdeführer 3 überdies ausdrücklich als Mit bewirtschafter aufgeführt. Ferner wird der Beschwerdeführer 3 in aktenkundigen Ert ragsausweisen für die Jahre 2008 bis 2009 als Mitarbeiter des Beschwerdeführers 2 g e- nannt. In den aktenkundigen Formularen mit der Bezeichnung "Einfuhr - Voranmeldung" ist jeweils nur der Beschwerdeführer 2 als Bewirtschafter aufgeführt, wobei die Formulare betreffend die Jahre 2008 bis 2010 teil- weise auch vom Beschwerdeführer 3 unterschrieben wurden. Der Beschwerdeführer 1 ist demgegenüber in den aktenkundigen E r- tragsausweisen nicht als Bewirtschafter aufgeführt. Auch ist in den vo r- handenen Ertragsausweisen und Einfuhrdeklarationen an keiner Stelle von einer "Betriebsgemeinschaft" die Rede. Es liegt ferner eine Bestätigung des Landwirtschaftsamtes des Ka n- tons I._______ vom 23. Januar 2012 vor, wonach die Beschwerdefü h- rer 2 und 3 bei diesem Amt keine Betriebs zweiggemeinschaft im Sinne von Art. 12 der landwirtschaftlichen Begriffsverordnung vom 7. Dezember 1998 (LBV, SR 910.91) angemeldet haben (vorinstanzliche Akten, act. 10 S. 2). A-5477/2013 Seite 18 3.2 Als Person, die im Zusammenhang mit Produkten des Grundstücks "D._______" Anspruch auf Zollbefreiung erhob, kann mit Blick auf die hiervor skizzierte Aktenlage nur der Beschwerdeführer 2 gelten. Nicht zum Kreis der Personen, welche die Zollbefreiung beanspruchten, sind die Beschwerdeführer 1 und 3 zu rechnen. Beim Beschwerdeführer 1 gilt dies schon deshalb, weil er auf den genannten Unterlagen nicht als B e- wirtschafter genannt ist. Der Beschwerdeführer 3 wird zwar – wie aufge- zeigt – teilweise als Mitbewirtschafter aufgeführt. Auch hat er als solcher zum Teil mitunterzeichnet. Inde ssen weisen die vorliegenden, nach Art. 28 Abs. 5 aZV bzw. Art. 118 Abs. 1 ZV unabdingbaren Bescheinigun- gen einzig den Beschwerdeführer 2 als Eigentümer, Nutzniesser oder Pächter des in Frage stehenden Grundstücks "D._______" aus. Infolge- dessen k am diesbezüglich eine Zollbefreiung für Waren des landwir t- schaftlichen Bewirtschaftungsverkehrs von vornherein nur in Frage, s o- weit der Beschwerdeführer 2 in der fraglichen Zeitspanne das Grundstück selbst bewirtschaftet hat (vgl. vorn E. 2.5). Letzteres ist – wie im Folgen- den aufgezeigt wird – nicht der Fall: 3.3 Anlässlich einer Einvernahme durch die Sektion Zollfahndung der Zollkreisdirektion Schaffhausen sagte der Beschwerdeführer 1 aus, er habe das Grundstück " D._______" seit 2004 und namentlich in den Ja h- ren 2006 bis 2010 selbst bewirtschaftet. Nach seiner damaligen Aussage hat er mit dem Beschwerdeführer 2 "per Handschlag" einen Landa b- tausch abgemacht. Es sei vereinbart worden, dass der Beschwerdefü h- rer 2 ab Beginn des Jahres 2004 das Grundstück des Beschwerdefü h- rers 1 " G._______" in H._______ zur Bewirtschaftung übernehme, und zwar im Abtausch mit dem Grundstück " D._______" des Beschwerdefüh- rers 2 (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 15). Diese Aussagen des Beschwerdeführers 1 hat der Beschwerdeführer 2 im Rahmen einer am 13. Januar 2011 erfolgten Einvernahme bestätigt (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 16). 3.4 Angesichts der genannten, im Wesentlichen übereinstimmenden Aus- sagen der Beschwerdeführer 1 und 2 muss davon ausgegangen werden, dass in der interessierenden Zeitspanne einzig der Beschwerdeführer 1 Bewirtschafter des Grundstücks " D._______" war und damit die Vorau s- setzung der Zollbefreiung, dass der die Zollbefreiung beanspruchende Eigentümer, Nutzniesser oder Pächter das Grundstück selber bewir t- schaftet, nicht erfüllt ist. Der Einwand der Beschwerdeführer, sie hätten A-5477/2013 Seite 19 dieses Grundstück zu dritt als Betriebsgemeinschaft oder Betriebszweig- gemeinschaft bewirtschaftet (vgl. Beschwerde, S. 1), überzeugt nicht: Als Betriebsgemeinschaft gilt gemäss Art. 10 Abs. 1 LBV – unter gegebe- nen weiteren, hier nicht interessierenden Voraussetzungen (Bst. a –h) – der Zusammenschluss von zwei oder mehreren Betrieben . Unter an di e- ser Stelle ebenfalls nicht näher aufzuführenden weiteren Voraussetzu n- gen besteht laut Art. 12 Abs. 1 LBV eine Betriebszweiggemeinschaft, wenn mehrere Betriebe Nutztiere gemeinsam halten oder einen Teil ihrer Betriebszweige gemeinsam führen. Betriebsgemeinschaften und B e- triebszweiggemeinschaften müssen nach Art. 29a Abs. 1 LBV von der zu- ständigen kantonalen Amtsstelle anerkannt sein. Im vorliegenden Fall ist eine Anerkennung im Sinne von Art. 29a Abs. 1 LBV weder aktenkundig noch substantiiert dargetan. Dies gilt umso mehr, als das Landwirtschaftsamt des Kantons I._______ mit Schreiben vom 23. Januar 2012 schriftlich bestätigt hat, dass die Beschwerdeführer 2 und 3 bei diesem Amt keine Betriebszweiggemeinschaft im Sinne von Art. 12 LBV angemeldet haben (vorinstanzliche Akten, act. 10 S. 2). Zwar behauptete der Beschwerdeführer 2 anlässlich der Einvernahme, er habe mit dem Beschwerdeführer 3 seit 2005 eine Betriebsgemeinschaft gebi l- det und sei gegenüber der Zollbehörde stets als Vertreter dieser Be- triebsgemeinschaft aufgetreten (vorinst anzliche Akten, act. 16 S. 2 und 17). Diese Behauptung genügt jedoch nicht für den Nachweis einer aus den Betrieben der Beschwerdeführer 2 und 3 gebildeten Betriebsgemei n- schaft. Die Beschwerdeführer machen auch geltend, es sei dem "im Computer der Zollver waltung beziehungsweise der Landwirtschaftsämter" greifb a- ren Flächenverzeichnis zu ihren Betrieben zu entnehmen, wo Land abg e- tauscht worden sei und welche Kulturen auf welchen Parzellen gewac h- sen seien (Beschwerde, S. 1). Selbst wenn dies zutreffen sollte, könnte daraus freilich nicht auf das Vorliegen einer Betriebs - oder Betrieb s- zweiggemeinschaft geschlossen werden. Ebenso wenig ist in diesem Kontext entscheidend, dass die Beschwerdeführer angeblich "nach wie vor" zusammenarbeiten und die Ökoflächen gemeinsam bearbeiten sol- len (Beschwerde, S. 1). Es kann hier offen bleiben, ob die Voraussetzung für die Zollbefreiung, dass der darauf Anspruch erhebende Eigentümer, Nutzniesser oder Pächter des betreffenden Grundstücks dieses selbst be wirtschaftet, als A-5477/2013 Seite 20 erfüllt zu betrachten wäre, wenn die Betriebe der drei Beschwerdeführer (insbesondere der Beschwerdeführer 1 und 2) tatsächlich eine Betriebs- oder Betriebszweiggemeinschaft gebildet hätten. Denn wie eben aufge- zeigt, ist eine solche Form der überbetrieblichen Zusammenarbeit nicht rechtsgenügend nachgewiesen. 3.5 Weil zumindest eine der erforderlichen Voraussetzungen des lan d- wirtschaftlichen Bewirtschaftungsverkehrs – die selbständige Bewirtschaf- tung der Grundstücke – vorliegend klar nicht erfüllt ist, wurde die Zoll- und die Einfuhrsteuerbefreiung zu Unrecht erwirkt ( vgl. vorn E. 2.10). Folglich sind die aufgrund der Widerhandlung nicht erhobene n Abgaben gemäss Art. 12 Abs. 1 VStrR nachzuentrichten (vgl. vorn E. 2.11). 3.5.1 Nach Aussage der Beschwerdeführer 1 und 2 anlässlich ihrer Ein- vernahme erfolgten die in Frage stehenden Einfuhre n von Produkten des Grundstücks "D._______" in den Jahre 2006 bis 2009 im Auftrag des Be- schwerdeführers 1 (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 15 S. 8 und act. 16 S. 4). Der Beschwerdeführer 1 sagte zudem aus, er habe von diesem Grundstück den Dinkel und den Dinkelstroh in die Schweiz eingeführt (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 15 S . 3). Mit Bezug auf den in Rede ste- henden Dinkel hat der Beschwerdeführer 2 den entsprechen den Trans- port durch den Beschwerdeführer 1 bestätigt (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 16 S. 6). Vor diesem Hintergrund kann als erstellt gelten, dass der Beschwerdeführer 1 als eigentlicher Warenführender oder Auftraggeber zum Kreis der Zollzahlungspflich tigen bzw. der Zollschuldner zählt (vgl. vorn E. 2.6). Dementsprechend gilt der Beschwerdeführer 1 als im Zusammenhang mit den streitigen Einfuhren vom Grundstück "D._______" als unrechtmässig bevorteilt und nachleistungspflichtig (vgl. vorn E. 2.11). 3.5.2 Der Beschwerdeführer 2 hat die Ertragsausweise, Einfuhrdeklarat i- onen oder Einfuhr-Voranmeldungen betreffend die in Frage stehenden Einfuhren vom erwähnten Grundstück unterzeichnet. Entsprechend den genannten Aussagen der Beschwerdeführer 1 und 2 ist davon auszuge- hen, dass dies im Auftrag des Beschwerdeführers 1 geschah. Es folgt daraus, dass der Beschwerdeführer 2 als Person, welche die Zollformal i- täten tatsächlich erfüllte und mit der Zollanmeldung beauftragt war, Zol l- zahlungspflichtiger bzw. Zollschuldner ist (vgl. vorn E. 2.6). Zollzahlungs- pflichtiger und Zollschuld ner ist der Beschwerdeführer 2 auch deshalb, weil er als (mittelbarer) Auftraggeber die genannten Einfuhren mitvera n- lasst hat, indem er das ihm gehörende Grundstück " D._______" dem Be-A-5477/2013 Seite 21 schwerdeführer 1 zur Bewirtschaftung überliess und bei den Einfuhren im Rahmen der Zollanmeldung mitgewirkt hat. Mit Bezug auf diese Einfuhren gilt somit auch der Beschwerdeführer 2 als unrechtmässig bevorteilt und nachleistungspflichtig (vgl. vorn E. 2.11). 3.5.3 Der Beschwerdeführer 3 hat die Ertragsausweise betreffend das Grundstück "D._______" der Jahre 2008 bis 2010 mitunterzeichnet und teilweise die in diesen Jahren eingereichten Formulare "Einfuhr - Voranmeldung" zu Produkten dieses Grundstücks mitunterschriebe n (vgl. vorn E. 3.1). Er ist deshalb insoweit ebenso wie der Beschwerdefü h- rer 2 als Zollzahlungspflichtiger und Zollschuldner zu qualifizieren und als unrechtmässig Bevorteilter nachleistungspflichtig (vgl. vorn E. 2.6, 2.11 und 3.5.2). Für eine Nachleistu ngspflicht und eine solidarische Haftung des B e- schwerdeführers 3 mit Bezug auf die in Frage stehenden, in den Jahren 2006 und 2007 erfolgten Einfuhren von Produkten des Grundstücks "D._______" besteht dagegen entgegen der Auffassung der Vorinstanz keine Grundlage, da eine diesbezügliche Mitwirkung des Beschwerdefüh- rers 3 nicht hinreichend belegt ist (vgl. vorn E. 3.1). 3.5.4 Soweit sie entsprechend den vorstehenden Ausführungen nachleis- tungspflichtig sind, haften die drei Beschwerdeführer solidarisch für die aufgrund der zu Unrecht erwirkten Zoll- und Einfuhrsteuerbefreiung nach- zuentrichtenden Abgaben (vgl. vorn E. 2.6, 2.9 und 2.11). 3.6 Die Vorinstanz hat zutreffend ausgeführt, dass die Beschwerdefüh- rer 2 und 3 am 14. Oktober 2008 und 25. September 2009 Körnermais sowie am 20. Juli 2010 Raps unangemeldet sowie dadurch zu Unrecht zoll- und einfuhrsteuerfrei eingeführt haben und sie diesbezüglich nach Art. 12 Abs. 1 und 2 VStrR nachleistungspflichtig sind. Soweit die Beschwerdeführer dem Vorwurf unterlassener Anmeld ungen und zu Unrecht erwirkter Abgabebefreiungen in pauschaler und nicht n ä- her substantiierter Weise entgegenhalten, sie hätten nie Widerhandlu n- gen gegen das Zollgesetz begehen wollen, ihre Arbeiten immer mit be s- tem Wissen und Gewissen ausgeführt und stets alles ordnungsgemäss deklariert, muss von einer blossen Schutzbehauptung ausgegangen we r- den, welche keine Schutz verdient. Bezüglich der hier genannten Einfuhren von Körnermais vom 14. Oktober 2008 und 25. September 2009 und von Raps vom 20. Juli 2010 ordnete A-5477/2013 Seite 22 die Vorinstanz an, dass für die unangemeldet eingeführten Mengen "d er Betriebsgemeinschaft" noch Zoll und Einfuhrsteuer geschuldet bleiben (vgl. je Dispositiv -Ziff. 1 Bst. b der angefochtenen Entscheide betreffend die Beschwerdeführer 2 und 3). Diese Anordnungen sind, da nicht von ei- ner Betriebsgemeinschaft mit Betrieben der Beschwerdeführer 2 und 3 ausgegangen werden kann (vgl. vorn E. 3.4), dahingehend zu präzisi e- ren, dass die Beschwerdeführer 2 und 3 für die Nachforderung von Ei n- fuhrabgaben betreffend die unangemeldet eingeführten Mengen solida- risch haften (vgl. vorn E. 2.6 , 2.9 und 2.11 ) und nicht die "Betriebsg e- meinschaft". Das Dispositiv der angefochtenen Entscheide betreffend die Beschwerdeführer 2 und 3 ist entsprechend abzuändern. 4. 4.1 Hinsichtlich der Bemessung der Nachforderungen machen die B e- schwerdeführer unter anderem sinngemäss geltend, die Vorinstanz habe zu Unrecht bei der Bestimmung des zollpflichtigen Gewichtes nicht auf das Gewicht der Ware in trockenem bzw. lagerfähi gem und gereinigtem Zustand abgestellt (vgl. Beschwerde, S. 1) . Massgebendes Nettogewicht sei namentlich bei dem eingeführten Körnermais das Gewicht des g e- trockneten Maises, welches im Jahr 2008 77.24 % und im Jahr 2009 81.49 % des Gewicht es des ungetrockn eten Maises aus gemacht habe (vgl. Stellungnahme der Beschwerdeführer vom 30. Oktober 2013, S. 3; Beilagen 4 und 5 zur Stellungnahme der Beschwerdeführer vom 30. O k- tober 2013). Nach Ansicht der Beschwerdeführer sind ferner die für die Be stimmung des zollpflichtigen Gewichtes massgebenden Mengen der streitigen Ei n- fuhren von Weizen und Dinkel des Grundstücks "D._______" in den Jah- ren 2006 und 2007 ausgehend von dem vom Beschwerdeführer 1 auf seinem Betrieb gesamthaft erzielten Ertrag zu ermitteln, und zwar g e- stützt auf den im jeweiligen Jahr von ihm erzielten durchschnittlichen Weizen- bzw. Dinkelertrag pro Are sowie gestützt auf die Anbaufläche des Grundstücks " D._______" (vgl. Stellungnahme der Beschwerdeführer vom 30. Oktober 2013, S. 2; Beilagen 1–3 zur St ellungnahme der B e- schwerdeführer vom 30. Oktober 2013). Sodann bringen die Beschwe r- deführer vor, es könne vorliegend nicht auf die "Empfangsscheine der F._______ AG" abgestellt werden, da in die darin aufgeführten Gewichte auch in der Schweiz produzierte P rodukte eingeflossen seien (Beschwer- de, S. 2). A-5477/2013 Seite 23 4.2 Entsprechend dem hiervor Ausgeführten ist für die Zollbemessung die Art und Beschaffenheit der Ware im Zeitpunkt der Unterstellung unter die Zollkontrolle bzw. im Zeitpunkt der Zollanmeldung massgebend (vgl. vorn E. 2.8.1). Vorliegend ist weder hinreichend substantiiert noch aus den Akten e r- sichtlich, dass das in Frage stehende Getreide bei der Anmeldung bzw. im Zeitpunkt, in welchem es hätte angemeldet werden sollen, bereits ge- trocknet und gereinigt war. Zu berücksichtigen ist in diesem Kontext, dass der Beschwerdeführer 2 bezüglich dieses Getreides Anspruch auf Zollb e- freiung im Rahmen des landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsverkehrs erhoben hat (vgl. vorn E. 3.2) . Sinngemäss hat er damit bei der Zolla n- meldung geltend gemacht, es handle sich um ungetrocknetes und ung e- reinigtes Getreide. Das Trocknen und Reinigen von Getreide sind nämlich Bearbeitungsformen, welche zur Folge hätten, dass die beanspruchte Steuerbefreiung (auch) mangels rohen Bodenerzeugnisses nicht greifen würde (vgl. vorn E. 2.5.2). Mit ihrer nachträglichen Behauptung, das G e- treide sei getrocknet und gereinigt gewesen, setzen sich die Beschwerde- führer somit in nicht glaubhafter Weise in Widerspruch zur früheren Sachdarstellung des Beschwerdeführers 2. Vor diesem Hintergrund war für die Zollbemessung das Bruttogewicht im ungetrockneten und ungereinigten Zustand massgebend. Dementspre- chend hat sich die Vorinstanz zu Recht auf die seitens der Beschwerd e- führer gemachten Gewichtsangaben in den Einfuhr-Voranmeldungen und Einfuhrdeklarationen gestützt. Soweit die Beschwerdeführer demgege n- über angeblich handelsübliche Trockengewichte für massgebend halten, kann ihnen nicht gefolgt werden. Ebenso wenig ist es angezeigt, bei der Zollbemessung den vom Beschwerdeführer 1 auf seinem Betrieb g e- samthaft erzielten Ertrag, seinen durchschnittlichen Weizen- bzw. Dinkel- ertrag pro Are in den Jahren 2006 und 2007 und die Anbaufläche des Grundstücks "D._______" heranzuziehen. Entgegen der Auffassung der Beschwerd eführer hat die Vorinstanz so- dann für die Bemessung nicht die Empfangsscheine der F._______ AG, sondern (zu Recht) die Angaben in den Einfuhr -Voranmeldungen heran- gezogen. Es bestehen keine Anhaltspunkte und wurde auch nicht su b- stantiiert geltend gemacht, dass die entsprechenden Angaben seitens der Vorinstanz nicht korrekt übernommen worden sind. A-5477/2013 Seite 24 Was im Übrigen die als Beilagen zur Stellungnahme der Beschwerdefü h- rer vom 30. Oktober 2013 eingereichten Empfangs - und Bewertung s- scheine sowie Abrechnungen verschiedener Abnehmer betrifft, wel- che nach Auffassung der Beschwerdeführer die Fehlerhaftigkeit der v o- rinstanzlichen Bemessung der Nachforderungen aufzeigen sollen, kann schon deshalb nicht darauf abgestellt werden, weil daraus nic ht schlüssig zu entnehmen ist, ob sie sich auf die eingeführten Waren beziehen. Nach dem Ausgeführten besteht kein Grund zur Annahme, dass die Vo r- instanz das massgebende Gewicht falsch bestimmt hat. 5. Die Beschwerdeführe r machen schliesslich geltend, mit Bezug auf die streitige Einfuhr von Weizen im J uli 2007 sei der falsche Zo llansatz zur Anwendung gekommen, da es sich um Bio -Auswuchsweizen, also um Futtergetreide gehandelt habe. Die beiden vorliegend in Frage stehenden Produkte (Weizen als Futter und Weizen für die menschliche Ernährung) unterscheiden sich unbestrit- tenermassen nicht durch ihre Art und Beschaffenheit, sondern lediglich durch ihre unterschiedliche Verwendung. Hinsichtlich des von den B e- schwerdeführern beanspruchten Zolltarifs für den Weizen zu Futterzwe- cken handelt es sich im Unterschied zum Zolltarif für Weizen für den menschlichen Konsum (Zolltarifnummer 1001.9038) von Fr. 76.- pro 100 kg demnach um eine Zollerleichterung aufgrund des Verwendung s- zwecks (vgl. vorn E. 2.8; zur Anwendbarkeit des neuen Zollrechts vgl. vorn E. 2.1 ). Da vorliegend für die in Frage stehende Einfuhr keine rechtmässige Anmeldung zum ermässigten Zollansatz – unter Einhaltung der diesbezüglichen formellen Anforderungen wie die Hinterlegung einer Verwendungsverpflichtung und das Einreichen eines Antrages auf A n- wendung des reduzierten Satzes (vgl. vorn E. 2.8.2) – erfolgte, kann der Zollansatz für Futterweizen von vornherein nicht zur Anwendung ko m- men. Der Vorinstanz steht bei der Beurteilung der Frage, w elche Rechts- folge einzutreten hat, wenn keine rechtmässige Zollanmeldung zum e r- mässigten Satz erfolgt, kein Ermessen zu ( vgl. vorn E. 2.8. 2). Sie hat demnach zu Recht die Zolltarifnummer 1001.9038 angewendet. An diesem Ergebnis vermag entgegen der Auffass ung der Beschwerd e- führer auch nichts zu ändern, dass in den von ihnen eingereichten Liefe r- scheinen zum Teil von "Bio -Auswuchs-Weizen" und "BIO -Futtergetreide" die Rede ist. Denn auch bei diesen Lieferscheinen ist nicht hinreichend A-5477/2013 Seite 25 nachgewiesen, dass sie si ch auf die streitbetroffene Einfuhr von Weizen im Juli 2007 beziehen. Selbst wenn die Behauptung, der Weizen sei nicht zu Lebensmittelzwecken eingeführt worden, zutreffen sollte, könnte dies die unabdingbare rechtmässige Anmeldung zum ermässigten Zollansat z nicht ersetzen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -1134/2011 vom 2. Dezember 2011 E. 3.2). 6. Nach dem Ausgeführten ist d ie Beschwerde teilweise gutzuheissen. Die Dispositiv-Ziff. 1 Bst. b der angefochtenen Entscheide betreffend die B e- schwerdeführer 2 und 3 sind dahingehend zu präzisieren, dass diese B e- schwerdeführer für die Nachforderung von Einfuhrabgaben betreffend die ohne ordnungsgemässe Anmeldung eingeführten Mengen solidarisch haften und nicht die "Betriebsgemeinschaft" (vgl. vorn E. 3.6). Die angefochtenen Entscheide sind ferner insoweit aufzuheben, als die Vorinstanz damit den Beschwerdeführer 3 für Einfuhrabgaben betreffend Einfuhren von Produkten des Grundstücks " D._______" in den Jahren 2006 und 2007 für nachleistungspflichtig und (mit den übrigen Beschwer- deführern) solidarisch haftend erklärt hat (vgl. vorn E. 3.5.3). Im Einzel- nen bedeutet dies Folgendes: Mit Bezug auf die in den Jahren 2006 und 2007 vom Grundstück "D._______" durchgeführten Einfuhren haften die Beschwerdeführer 1 und 2 für die nachzuentrichtenden Zölle und Mehrwertsteuern inkl. de s gesetzlich geschuldeten Verzugszinses solidarisch (vgl. zum Verzugszins Art. 74 ZG, Art. 57 MWSTG sowie Art. 186 ZV) . Gemäss der insoweit zu Recht unbestrittenen Berechnung im Anhang der Verfügungen der Zoll- kreisdirektion Schaffhausen vom 23. März 2011 geht es dabei um Zölle und Mehrwertsteuern ohne den gesetzlich geschuldeten Verzugszins in der Höhe von insgesamt Fr. 18'244.40 (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 13/31 S. 5: Fr. 7'504.10 [Zoll] + Fr. 272.65 [Mehrwertsteuer] + Fr. 16.75 [Mehrwertsteuer] + Fr. 10'058.70 [Zoll] + Fr. 365.55 [Meh r- wertsteuer] + Fr. 26.65 [Mehrwertsteuer]). Hinsichtlich der in den Jahren 2008 bis 2010 erfolgten Einfuhren von Pro- dukten des Grundstücks " D._______" haften die Beschwerdeführer 1–3 solidarisch für die nachzuentrichtenden Zölle und Mehrwertsteuern inkl. des gesetzlich geschuldeten Verzugszinses (vgl. zu Letzterem Art. 74 ZG, Art. 57 MWSTG sowie Ar t. 186 ZV) . Nach der in diesem Punkt ebenfalls richtigerweise nicht bestrittenen Berechnung im Anhang der Verfügungen A-5477/2013 Seite 26 der Zollkreisdirektion Schaffhausen vom 23. März 2011 betrifft dies Zölle und Mehrwertsteuern ohne den gesetzlich geschuldeten Verzugszins in der Höhe von Fr. 5'306.45 (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 13/31 S. 5: Fr. 1'236.15 [Zoll] + Fr. 61.80 [Mehrwertsteuer] + Fr. 2.60 [Mehrwertsteu- er] + Fr. 32.65 [Mehrwertsteuer] + Fr. 39.20 [Mehrwertsteuer] + Fr. 43.55 [Mehrwertsteuer] + Fr. 2.60 [Mehrwertsteuer]+ Fr. 13.90 [Zoll] + Fr. 1.40 [Mehrwertsteuer] + Fr. 474.20 [Zoll] + Fr. 48.40 [Mehrwertsteuer] + Fr. 18.55 [Zoll] + Fr. 1.50 [Mehrwertsteuer] + Fr. 3'151.20 [Zoll] + Fr. 166.50 [Mehrwertsteuer] + Fr. 12.25 [Mehrwertsteuer]). Nach dem Gesagten hätte der Beschwerdeführer 3 damit im vorinstanzli- chen Verfahren im Umfang von insgesamt rund 70 % obsiegen müssen. Dementsprechend ist Dispositiv -Ziff. 2 des ihn betreffenden Entscheides der Vorinstanz vom 30. August 2013, mit welchem dem Beschwerdef üh- rer 3 von Fr. 1'800.- auf Fr. 1'600.- ermässigte Verfahrenskosten auferlegt wurden, dahingehend anzupassen, dass ihm für das vorinstanzliche Ve r- fahren lediglich Kosten in der Höhe von Fr. 540.- auferlegt werden (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). 7. 7.1 Angesichts der teilweisen Gutheissung werden die Verfahrenskosten von Fr. 3'100. - den Beschwerdeführern in reduziertem Umfang von Fr. 2'350.- auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Dieser Betrag ist dem Ko s- tenvorschuss zu entnehmen. Der Restbetrag von Fr. 750.- wird den B e- schwerdeführern nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückerstattet. 7.2 Sowohl im Verfahren vor der Vorinstanz als auch vor dem Bunde s- verwaltungsgericht waren die Beschwerdeführer nicht vertreten und sind ihnen keine erheblichen Auslagen erwa chsen. Es ist ihnen deshalb trotz ihres teilweisen Obsiegens weder für das vorinstanzliche Verfahren noch für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung z u- zusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG sowie – für das Beschwerdeverfah- ren vor dem Bu ndesverwaltungsgericht – Art. 8 und Art. 13 des Regl e- ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgehe issen und die angefochtenen Ent- scheide der Vorinstanz vom 30. August 2010 werden im Sinne der Erw ä- gungen teilweise aufgehoben sowie abgeändert. A-5477/2013 Seite 27 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 3'100. - werden den Beschwerdeführern im Umfang von Fr. 2'350.- auferlegt. Der Betrag von Fr. 2'350. - wird dem Kostenvorschuss entnommen. Der Restbetrag von Fr. 750.- wird den Be- schwerdeführern nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde); – die Vorinstanz (Ref.-Nr. […]; Gerichtsurkunde). Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Daniel Riedo Beat König Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat d ie Begehren, deren B e- gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: