Verfassung vom 28. Juni 1919 der Internationalen Arbeitsorganisation <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1948/915_891_861/20151008/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1948/915_891_861/20151008"/><FRBRdate date="1919-06-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1920-05-16" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2015-10-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.820.1"/><FRBRname xml:lang="de" value="Verfassung vom 28. Juni 1919 der Internationalen Arbeitsorganisation" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Costituzione dell'Organizzazione internazionale del Lavoro del 28 giugno 1919" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Constitution de l'Organisation internationale du travail du 28 juin 1919" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1948/915_891_861/20151008/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1948/915_891_861/20151008/de"/><FRBRdate date="1919-06-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1920-05-16" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2015-10-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1948/915_891_861/20151008/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1948/915_891_861/20151008/de/xml"/><FRBRdate date="1919-06-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1920-05-16" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2015-10-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.820.1</docNumber></p><p> AS <b>1948</b> 915; BBl <b>1947</b> I 665</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung</p><p><docTitle>Verfassung <br/>der Internationalen Arbeitsorganisation vom 28. Juni 1919<br/>(in der Fassung der Urkunde über die Abänderung der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation vom 9. Oktober 1946)</docTitle></p><p>Unterzeichnet in Montreal am 9. Oktober 1946</p><p>Von der Bundesversammlung genehmigt am 26. März 1947<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1948/913_889_859" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1948</b> 913</ref></p></authorialNote></p><p>Datum des Inkrafttretens: 20. April 1948</p><p> (Stand am 8. Oktober 2015)</p></preface><preamble><p fedlex:role="heading"><i>Präambel</i></p><p>Der Weltfriede kann auf die Dauer nur auf sozialer Gerechtigkeit aufgebaut werden.</p><p>Nun bestehen aber Arbeitsbedingungen, die für eine grosse Anzahl von Menschen mit so viel Ungerechtigkeit, Elend und Entbehrungen verbunden sind, dass eine Unzufriedenheit entsteht, die den Weltfrieden und die Welteintracht gefährdet. Eine Verbesserung dieser Bedingungen ist dringend erforderlich, zum Beispiel durch folgende Massnahmen: Regelung der Arbeitszeit, einschliesslich Festsetzung einer Höchstdauer des Arbeitstages und der Arbeitswoche, Regelung des Arbeitsmarktes, Verhütung der Arbeitslosigkeit, Gewährleistung eines zur Bestreitung des Lebensunterhaltes angemessenen Lohnes, Schutz der Arbeitnehmer gegen allgemeine und Berufskrankheiten sowie gegen Betriebsunfälle, Schutz der Kinder, Jugendlichen und Frauen, Vorsorge für Alter und Invalidität, Schutz der Interessen der im Auslande beschäftigten Arbeitnehmer, Anerkennung des Grundsatzes: «Gleiche Arbeit – gleicher Lohn», Anerkennung des Grundsatzes der Vereinigungsfreiheit, Regelung des beruflichen und technischen Unterrichtes und ähnliche Massnahmen.</p><p>Auch würde die Nichteinführung wirklich menschenwürdiger Arbeitsbedingungen durch ein Volk die Bemühungen anderer Völker um Verbesserung des Loses der Arbeitnehmer in ihren Ländern hemmen.</p><p>Aus allen diesen Gründen und zur Verwirklichung der in dieser Präambel aufgestellten Ziele stimmen die Hohen Vertragsschliessenden Teile, geleitet sowohl von den Gefühlen der Gerechtigkeit und Menschlichkeit wie auch von dem Wunsche, einen dauernden Weltfrieden zu sichern, der nachstehenden Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation zu:</p></preamble><body><chapter eId="chap_I"><num>Kapitel I</num><heading>Organisation</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><paragraph eId="art_1/para_1"><num>1.</num><content><p>Es wird eine ständige Organisation geschaffen, die berufen ist, an der Verwirklichung des in der Präambel zu dieser Verfassung sowie in der am 10. Mai 1944 in Philadelphia angenommenen und als Beilage dieser Verfassung beigegebenen Erklärung über die Ziele und Aufgaben der Internationalen Arbeitsorganisation dargelegten Planes zu arbeiten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_2"><num>2.</num><content><p>Mitglieder der Internationalen Arbeitsorganisation sind die Staaten, die am 1. November 1945 Mitglieder der Organisation waren, und alle anderen Staaten, die nach den Bestimmungen der Absätze 3 und 4 dieses Artikels Mitglieder werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_3"><num>3.</num><content><p>Alle ursprünglichen Mitglieder der Vereinigten Nationen und alle von der Generalversammlung nach den Bestimmungen der Charte als Mitglied zugelassenen Staaten können Mitglieder der Internationalen Arbeitsorganisation werden, indem sie in einer Mitteilung an den Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes in aller Form die sich aus der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation ergebenden Verpflichtungen anerkennen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Allgemeine Konferenz der Internationalen Arbeitsorganisation kann auch durch Beschluss einer Mehrheit von zwei Dritteln der an der Tagung anwesenden Delegierten, einschliesslich von zwei Dritteln der anwesenden und an der Abstimmung teilnehmenden Regierungsvertreter, Mitglieder in die Organisation aufnehmen. Diese Aufnahme wird rechtswirksam, sobald die Regierung des neuen Mitgliedes in einer Mitteilung an den Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes in aller Form die sich aus der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation ergebenden Verpflichtungen anerkennt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_5"><num>5.</num><content><p>Kein Mitglied der Internationalen Arbeitsorganisation kann aus dieser austreten, ohne zuvor seine Absicht dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes bekanntgegeben zu haben. Eine solche Erklärung wird rechtswirksam zwei Jahre nach dem Tag, an dem sie dem Generaldirektor zugegangen ist, vorausgesetzt, dass das Mitglied in diesem Zeitpunkt alle sich aus seiner Mitgliedschaft ergebenden finanziellen Verpflichtungen erfüllt hat. Wenn ein Mitglied ein internationales Arbeitsübereinkommen ratifiziert hat, so werden während der in dem Übereinkommen vorgesehenen Zeitspanne die sich aus dem Übereinkommen ergebenden oder darauf bezüglichen Verpflichtungen durch diesen Austritt nicht berührt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_1/para_6"><num>6.</num><content><p>Hat ein Staat aufgehört, Mitglied der Organisation zu sein, so gelten für seine Wiederaufnahme als Mitglied die Bestimmungen der Absätze 3 und 4 dieses Artikels.</p></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><paragraph eId="art_2/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_2/para/listintro">Die ständige Organisation umfasst:</listIntroduction><item eId="art_2/para/lbl_a"><num>a. </num><p>eine Allgemeine Konferenz von Delegierten der Mitglieder;</p></item><item eId="art_2/para/lbl_b"><num>b. </num><p>einen nach Artikel 7 zusammengesetzten Verwaltungsrat;</p></item><item eId="art_2/para/lbl_c"><num>c. </num><p>ein Internationales Arbeitsamt unter der richtunggebenden Aufsicht des Verwaltungsrates.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><paragraph eId="art_3/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Allgemeine Konferenz von Delegierten der Mitglieder hält je nach Bedarf, aber mindestens einmal jährlich, ihre Tagungen ab. Sie setzt sich aus je vier Delegierten eines jeden Mitgliedes zusammen. Von diesen sind zwei Regierungsvertreter; von den zwei anderen vertritt je einer die Arbeitgeber und die Arbeitnehmer eines jeden Mitgliedes.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_2"><num>2.</num><content><p>Jedem Delegierten können technische Berater beigegeben werden. Ihre Zahl darf höchstens zwei für jeden einzelnen Gegenstand betragen, der auf der Tagesordnung der Konferenz steht. Sind Fragen, die besonders Frauen angehen, auf der Konferenz zu erörtern, so soll wenigstens eine der als technische Berater bezeichneten Personen weiblichen Geschlechtes sein.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_3"><num>3.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_3/para_3/listintro">Jedes Mitglied, das für die internationalen Beziehungen ausserhalb des Mutterlandes gelegener Gebiete verantwortlich ist, kann als zusätzliche technische Berater jedem seiner Delegierten beigeben:</listIntroduction><item eId="art_3/para_3/lbl_a"><num>a. </num><p>Personen, die es als Wortführer eines solchen Gebietes für gewisse in den Zuständigkeitsbereich der Behörden dieses Gebietes fallende Fragen bezeichnet;</p></item><item eId="art_3/para_3/lbl_b"><num>b. </num><p>Personen, die es als Berater seiner Delegierten bezeichnet für Fragen, die Gebiete ohne Selbstregierung betreffen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_4"><num>4.</num><content><p>Handelt es sich um ein der gemeinsamen Hoheit von zwei oder mehr Mitgliedern unterstehendes Gebiet, so können den Delegierten dieser Mitglieder Berater beigegeben werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_5"><num>5.</num><content><p>Die Mitglieder verpflichten sich, diejenigen Delegierten und technischen Berater, die nicht Regierungsvertreter sind, im Einverständnis mit den massgebenden Berufsverbänden der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer des betreffenden Landes zu bezeichnen, vorausgesetzt, dass solche Verbände bestehen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_6"><num>6.</num><content><p>Die technischen Berater dürfen nur auf Antrag des Delegierten, dem sie beigeordnet sind, und mit besonderer Genehmigung des Präsidenten der Konferenz das Wort ergreifen. An den Abstimmungen nehmen sie nicht teil.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_7"><num>7.</num><content><p>Ein Delegierter kann durch eine an den Präsidenten gerichtete schriftliche Mitteilung einen seiner technischen Berater als seinen Stellvertreter bezeichnen; der Stellvertreter kann in dieser Eigenschaft an den Beratungen und Abstimmungen teilnehmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_8"><num>8.</num><content><p>Die Namen der Delegierten und ihrer technischen Berater werden dem Internationalen Arbeitsamt durch die Regierung eines jeden Mitgliedes mitgeteilt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_3/para_9"><num>9.</num><content><p>Die Vollmachten der Delegierten und ihrer technischen Berater werden von der Konferenz geprüft; diese kann mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der von den anwesenden Delegierten abgegebenen Stimmen die Zulassung eines jeden Delegierten oder technischen Beraters ablehnen, der nach ihrer Auffassung nicht gemäss den Bestimmungen dieses Artikels ernannt worden ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Delegierte hat das Recht, unabhängig für seine Person über alle der Konferenz unterbreiteten Fragen abzustimmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Sollte ein Mitglied die ihm zustehende Ernennung eines Delegierten unterlassen, der nicht Regierungsvertreter ist, so hat der andere Delegierte, der nicht Regierungsvertreter ist, zwar das Recht, an den Beratungen der Konferenz teilzunehmen, jedoch hat er kein Stimmrecht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_3"><num>3.</num><content><p>Lehnt die Konferenz kraft der ihr durch Artikel 3 übertragenen Befugnis die Zulassung eines Delegierten eines der Mitglieder ab, so sind die Bestimmungen dieses Artikels so anzuwenden, als ob der betreffende Delegierte nicht ernannt worden wäre.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><paragraph eId="art_5/para"><content><p>Die Tagungen der Konferenz finden, sofern die Konferenz nicht schon selbst auf einer früheren Tagung eine Entscheidung getroffen hat, an dem vom Verwaltungsrate bestimmten Orte statt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><paragraph eId="art_6/para"><content><p>Zu jeder Verlegung des Sitzes des Internationalen Arbeitsamtes bedarf es eines Beschlusses der Konferenz, der mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der von den anwesenden Delegierten abgegebenen Stimmen gefasst werden muss.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><paragraph eId="art_7/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Verwaltungsrat setzt sich zusammen aus sechsundfünfzig<authorialNote><p> Zahlen gemäss Art. 1 der Urkunde zur Änderung der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation vom 22. Juni 1972, in Kraft getreten für die Schweiz am 1. Nov. 1972 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1976/661_661_661" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1976</b> 661</ref>).</p></authorialNote> Personen, und zwar:</p><p>achtundzwanzig<authorialNote><p> Zahlen gemäss Art. 1 der Urkunde zur Änderung der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation vom 22. Juni 1972, in Kraft getreten für die Schweiz am 1. Nov. 1972 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1976/661_661_661" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1976</b> 661</ref>).</p></authorialNote> Personen als Vertreter der Regierungen,</p><p>vierzehn<authorialNote><p> Zahlen gemäss Art. 1 der Urkunde zur Änderung der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation vom 22. Juni 1972, in Kraft getreten für die Schweiz am 1. Nov. 1972 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1976/661_661_661" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1976</b> 661</ref>).</p></authorialNote> Personen als Vertreter der Arbeitgeber,</p><p>vierzehn<authorialNote><p> Zahlen gemäss Art. 1 der Urkunde zur Änderung der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation vom 22. Juni 1972, in Kraft getreten für die Schweiz am 1. Nov. 1972 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1976/661_661_661" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1976</b> 661</ref>).</p></authorialNote> Personen als Vertreter der Arbeitnehmer.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_2"><num>2.</num><content><p>Von den achtundzwanzig<authorialNote><p> Zahlen gemäss Art. 1 der Urkunde zur Änderung der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation vom 22. Juni 1972, in Kraft getreten für die Schweiz am 1. Nov. 1972 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1976/661_661_661" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1976</b> 661</ref>).</p></authorialNote> die Regierungen vertretenden Personen werden zehn<authorialNote><p> Zahlen gemäss Art. 1 der Urkunde über die Abänderung der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation vom 25. Juni 1953, in Kraft getreten für die Schweiz am 25. Mai 1954 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1954/569_582_465" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1954</b> 569 </ref><ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1954/567_581_463" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">567</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/1953/3_132_133_" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>1953</b> III 132</ref>).</p></authorialNote> durch die Mitglieder ernannt, denen wirtschaftlich die grösste Bedeutung zukommt, und achtzehn<authorialNote><p> Zahlen gemäss Art. 1 der Urkunde zur Änderung der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation vom 22. Juni 1972, in Kraft getreten für die Schweiz am 1. Nov. 1972 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1976/661_661_661" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1976</b> 661</ref>).</p></authorialNote> durch die Mitglieder, die zu diesem Zwecke von den zur Konferenz abgeordneten Regierungsvertretern unter Ausschluss der Vertreter der erwähnten zehn<authorialNote><p> Zahlen gemäss Art. 1 der Urkunde über die Abänderung der Verfassung der  Internationalen Arbeitsorganisation vom 25. Juni 1953, in Kraft getreten für die Schweiz am 25. Mai 1954 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1954/569_582_465" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1954</b> 569 </ref><ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1954/567_581_463" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">567</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/1953/3_132_133_" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>1953</b> III 132</ref>).</p></authorialNote> Mitglieder bezeichnet worden sind. …<authorialNote><p> Letzter Satz aufgehoben durch Art. 2 der Urkunde über die Abänderung der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation vom 25. Juni 1953, mit Wirkung für die Schweiz seit 25. Mai 1954 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1954/569_582_465" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1954</b> 569 </ref><ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1954/567_581_463" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">567</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/1953/3_132_133_" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>1953</b> III 132</ref>).</p></authorialNote></p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Verwaltungsrat stellt, sooft sich ein Bedürfnis ergibt, fest, welchen Mitgliedern wirtschaftlich die grösste Bedeutung zukommt, und stellt Regeln auf, nach denen ein unparteiischer Ausschuss alle Fragen bezüglich der Bezeichnung der Mitglieder, denen wirtschaftlich die grösste Bedeutung zukommt, zu prüfen hat, bevor der Verwaltungsrat darüber entscheidet. Über jeden Einspruch eines Mitgliedes gegen die Feststellung des Verwaltungsrates, welchen Mitgliedern wirtschaftlich die grösste Bedeutung zukommt, entscheidet die Konferenz; doch hat ein an die Konferenz gerichteter Einspruch keine aufschiebende Wirkung auf den Beschluss, solange die Konferenz keine Entscheidung getroffen hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Personen, welche die Arbeitgeber vertreten, und die Personen, welche die Arbeitnehmer vertreten, werden von den Arbeitgebervertretern, beziehungsweise von den Arbeitnehmervertretern auf der Konferenz gewählt. …<authorialNote><p> Letzter Satz aufgehoben durch Art. 1 der Urkunde zur Abänderung der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation vom 22. Juni 1962, mit Wirkung für die Schweiz seit 14. Okt. 1963 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1963/856_848_881" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1963</b> 856 </ref><ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1963/855_847_879" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">855</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/1963/1_507_516_" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>1963</b> I 507</ref>).</p></authorialNote></p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_5"><num>5.</num><content><p>Die Amtsdauer der Mitglieder des Verwaltungsrates beträgt drei Jahre. Finden aus irgendeinem Grunde nach Ablauf dieser Zeitspanne keine Neuwahlen statt, so bleibt der Verwaltungsrat im Amt, bis Neuwahlen stattfinden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_6"><num>6.</num><content><p>Das Verfahren bei der Besetzung erledigter Sitze, die Bezeichnung von Stellvertretern und andere Fragen ähnlicher Art können, vorbehältlich der Zustimmung der Konferenz, vom Verwaltungsrate geregelt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_7"><num>7.</num><content><p>Der Verwaltungsrat wählt aus seiner Mitte einen Präsidenten und zwei Vizepräsidenten. Von diesen Personen muss einer ein Regierungsvertreter sein und von den beiden andern je einer ein Vertreter der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_7/para_8"><num>8.</num><content><p>Der Verwaltungsrat stellt seine Geschäftsordnung auf. Er bestimmt den Zeitpunkt seines Zusammentritts. Eine besondere Tagung ist jedesmal abzuhalten, wenn mindestens sechzehn<authorialNote><p>  Zahl gemäss Art. 1 der Urkunde über die Abänderung der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation vom 25. Juni 1953, in Kraft getreten für die Schweiz am 25. Mai 1954 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1954/569_582_465" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1954</b> 569 </ref><ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1954/567_581_463" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">567</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/1953/3_132_133_" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>1953</b> III 132</ref>).</p></authorialNote> Mitglieder des Verwaltungsrates schriftlich einen entsprechenden Antrag stellen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1.</num><content><p>An der Spitze des Internationalen Arbeitsamtes steht ein Generaldirektor; er wird durch den Verwaltungsrat ernannt, empfängt von ihm seine Anweisungen und ist ihm gegenüber sowohl für den Geschäftsgang als auch für die Erfüllung aller anderen ihm etwa anvertrauten Aufgaben verantwortlich.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Generaldirektor oder sein Vertreter wohnen allen Sitzungen des Verwaltungsrates bei.</p></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><paragraph eId="art_9/para_1"><num>1.</num><content><p>Das Personal des Internationalen Arbeitsamtes wird nach den vom Verwaltungsrat gebilligten Regeln vom Generaldirektor angestellt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_2"><num>2.</num><content><p>Soweit es mit der gebotenen Rücksicht auf die Erzielung möglichst guter Arbeitsleistungen vereinbar ist, hat sich die vom Generaldirektor zu treffende Wahl auf Personen verschiedener Staatsangehörigkeit zu erstrecken.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_3"><num>3.</num><content><p>Eine Anzahl dieser Personen muss weiblichen Geschlechts sein.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_4"><num>4.</num><content><p>Die Amtsobliegenheiten des Generaldirektors und des Personals sind ausschliesslich internationaler Art. Bei der Erfüllung ihrer Amtspflichten darf weder der Generaldirektor noch das Personal Weisungen von einer Regierung oder einer anderen Behörde ausserhalb der Organisation einholen oder entgegennehmen. Sie haben sich jeder Handlung zu enthalten, die mit der Stellung ausschliesslich der Organisation verantwortlicher internationaler Beamten unvereinbar ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_9/para_5"><num>5.</num><content><p>Jedes Mitglied der Organisation verpflichtet sich, den ausschliesslich internationalen Charakter der Amtsobliegenheiten des Generaldirektors und des Personals zu achten und sich jedes Versuches, sie bei der Erfüllung ihrer Aufgabe zu beeinflussen, zu enthalten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Tätigkeit des Internationalen Arbeitsamtes umfasst die Sammlung und Weiterleitung aller Mitteilungen über alle Fragen, die für die internationale Regelung der Lebens‑ und Arbeitsverhältnisse der Arbeitnehmer Bedeutung haben, sowie namentlich die Bearbeitung der Fragen, die der Konferenz zum Zwecke des Abschlusses internationaler Abmachungen unterbreitet werden sollen, und die Durchführung aller von der Konferenz oder vom Verwaltungsrate etwa besonders angeordneten Untersuchungen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_10/para_2/listintro">Vorbehältlich der vom Verwaltungsrate aufgestellten Richtlinien hat das Amt:</listIntroduction><item eId="art_10/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>die Unterlagen zu den verschiedenen Gegenständen der Tagesordnung der Tagungen der Konferenz vorzubereiten;</p></item><item eId="art_10/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>den Regierungen auf Wunsch, soweit es dazu in der Lage ist, jede zweckdienliche Hilfe bei der Vorbereitung von Gesetzen und Verordnungen auf Grund der Beschlüsse der Konferenz und zur Vervollkommnung der Verwaltungspraxis und der Aufsichtsdienste zu leisten;</p></item><item eId="art_10/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>die Obliegenheiten zu erfüllen, die ihm nach den Bestimmungen dieser Verfassung bezüglich der wirksamen Einhaltung der Übereinkommen zufallen;</p></item><item eId="art_10/para_2/lbl_d"><num>d. </num><p>in den vom Verwaltungsrat zweckdienlich erachteten Sprachen Veröffentlichungen zu verfassen und herauszugeben, die Wirtschafts‑ und Arbeitsfragen von internationalem Interesse behandeln.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_3"><num>3.</num><content><p>Überhaupt hat es alle sonstigen Befugnisse und Obliegenheiten, die ihm die Konferenz oder der Verwaltungsrat nach Ermessen überträgt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><paragraph eId="art_11/para"><content><p>Die Ministerien der Mitglieder, in deren Zuständigkeit die Arbeitsfragen fallen, können mit dem Generaldirektor durch Vermittlung des Vertreters ihrer Regierung im Verwaltungsrate des internationalen Arbeitsamtes oder in Ermangelung eines solchen Vertreters durch Vermittlung eines andern dazu geeigneten, von der beteiligten Regierung damit beauftragten Beamten unmittelbaren Geschäftsverkehr unterhalten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><paragraph eId="art_12/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Internationale Arbeitsorganisation wird in den durch diese Verfassung gezogenen Grenzen mit jeder allgemeinen internationalen Organisation zusammenarbeiten, die betraut ist, die Tätigkeit internationaler Organisationen des öffentlichen Rechtes, die Sonderaufgaben zu erfüllen haben, in Einklang zu bringen, sowie mit den internationalen Organisationen des öffentlichen Rechtes, die auf verwandten Gebieten Sonderaufgaben zu erfüllen haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Internationale Arbeitsorganisation kann in geeigneter Weise den Delegierten der internationalen Organisationen des öffentlichen Rechtes Gelegenheit geben, ohne Stimmrecht an ihren Beratungen teilzunehmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Internationale Arbeitsorganisation kann alle zweckdienlichen Massnahmen treffen, um nach Ermessen anerkannte nichtstaatliche Organisationen, einschliesslich der internationalen Vereinigungen der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer, der Landwirte und der Genossenschafter, zu Rate zu ziehen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><paragraph eId="art_13/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Internationale Arbeitsorganisation kann mit den Vereinigten Nationen über Finanz‑ und Budgetfragen die zweckmässig erscheinenden Vereinbarungen treffen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>2.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_13/para_2/listintro">Bis zum Abschlusse solcher Vereinbarungen, oder falls in irgendeinem Zeitpunkte keine solchen Vereinbarungen in Kraft sind, gilt folgendes:</listIntroduction><item eId="art_13/para_2/lbl_a"><num>a. </num><p>Jedes Mitglied trägt die Reise‑ und Aufenthaltskosten seiner Delegierten und ihrer technischen Berater sowie seiner Vertreter, die an den Tagungen der Konferenz oder des Verwaltungsrates teilnehmen.</p></item><item eId="art_13/para_2/lbl_b"><num>b. </num><p>Alle andern Kosten des Internationalen Arbeitsamtes sowie der Tagungen der Konferenz und des Verwaltungsrates werden vom Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes aus dem allgemeinen Kredite der Internationalen Arbeitsorganisation bestritten.</p></item><item eId="art_13/para_2/lbl_c"><num>c. </num><p>Die Bestimmungen über die Genehmigung des Budgets der Internationalen Arbeitsorganisation sowie über die Festsetzung und die Einziehung der Beiträge werden von der Konferenz durch Beschluss einer Mehrheit von zwei Dritteln der von den anwesenden Delegierten abgegebenen Stimmen aufgestellt. Darin ist vorzusehen, dass das Budget und die Regelung für die Aufteilung der Kosten auf die Mitglieder durch einen Ausschuss von Regierungsvertretern zu genehmigen sind.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Kosten der Internationalen Arbeitsorganisation gehen zu Lasten der Mitglieder nach den auf Grund des Absatzes 1 oder des Absatzes 2, c, dieses Artikels geltenden Vereinbarungen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_4"><num>4.</num><content><p>Ein Mitglied der Organisation, das mit der Zahlung seines Beitrages zu den Kosten der Organisation im Rückstand ist, kann an den Abstimmungen der Konferenz, des Verwaltungsrates oder eines Ausschusses sowie an den Wahlen zum Verwaltungsrate nicht teilnehmen, wenn die rückständigen Zahlungen den von ihm für die letzten beiden vollen Jahre geschuldeten Beitrag erreichen oder übersteigen. Die Konferenz kann jedoch mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der von den anwesenden Delegierten abgegebenen Stimmen ein solches Mitglied ermächtigen, an der Abstimmung teilzunehmen, wenn sie feststellt, dass das Versäumnis auf Umstände zurückzuführen ist, die vom Willen des Mitgliedes unabhängig sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_5"><num>5.</num><content><p>Der Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes ist dem Verwaltungsrate für die Verwendung der Mittel der Internationalen Arbeitsorganisation verantwortlich.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_II"><num>Kapitel II</num><heading>Verfahren</heading><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><paragraph eId="art_14/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Verwaltungsrat bestimmt die Tagesordnung der Tagungen der Konferenz; dabei prüft er alle Vorschläge die von der Regierung eines Mitgliedes, von einem der in Artikel 3 bezeichneten massgebenden Verbände oder von einer internationalen Organisation des öffentlichen Rechtes hierzu gemacht werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Verwaltungsrat stellt Regeln auf, die eine gründliche technische Vorbereitung und eine angemessene Zurateziehung der hauptsächlich beteiligten Mitglieder durch eine vorbereitende technische Konferenz oder auf andere zweckdienliche Weise vor der Annahme eines Übereinkommens oder einer Empfehlung durch die Konferenz sicherstellen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><paragraph eId="art_15/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Generaldirektor versieht das Amt des Generalsekretärs der Konferenz; er hat die Tagesordnung jeder Tagung vier Monate vor deren Eröffnung allen Mitgliedern und durch ihre Vermittlung den Delegierten, die nicht Regierungsvertreter sind, nach ihrer Ernennung zugehen zu lassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Berichte über die einzelnen Gegenstände der Tagesordnung sind den Mitgliedern so zeitig zuzustellen, dass diese sie vor der Konferenz ausreichend prüfen können. Der Verwaltungsrat stellt für diesen Zweck Regeln auf.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><paragraph eId="art_16/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Regierung eines jeden Mitglieds hat das Recht, gegen die Aufnahme eines oder mehrerer der vorgesehenen Gegenstände in die Tagesordnung der Konferenz Einspruch zu erheben. Der Einspruch ist in einer Denkschrift zu begründen, die an den Generaldirektor zu richten und von ihm den Mitgliedern der Organisation mitzuteilen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_2"><num>2.</num><content><p>Die beanstandeten Gegenstände bleiben trotzdem auf der Tagesordnung, wenn die Konferenz mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der von den anwesenden Delegierten abgegebenen Stimmen so beschliesst.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Frage, deren Prüfung die Konferenz ausserhalb des im vorigen Absatz vorgesehenen Verfahrens ebenfalls mit Zweidrittelsmehrheit beschliesst, ist auf die Tagesordnung der folgenden Tagung zu setzen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><paragraph eId="art_17/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Konferenz wählt einen Präsidenten und drei Vizepräsidenten. Zu Vizepräsidenten sind je ein Regierungsvertreter, ein Vertreter der Arbeitgeber und ein Vertreter der Arbeitnehmer zu wählen. Die Konferenz stellt ihre Geschäftsordnung auf; sie kann Ausschüsse einsetzen, die über alle von ihr als prüfungsbedürftig erachteten Fragen zu berichten haben.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_2"><num>2.</num><content><p>Die einfache Mehrheit der von den anwesenden Mitgliedern der Konferenz abgegebenen Stimmen ist entscheidend, es sei denn, dass eine grössere Mehrheit ausdrücklich durch andere Artikel dieser Verfassung oder durch ein Übereinkommen oder andere Rechtsnormen, die der Konferenz Befugnisse übertragen, oder durch die auf Grund des Artikels 13 angenommenen Vereinbarungen über Finanz‑ und Budgetfragen vorgesehen ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_17/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Abstimmung ist ungültig, wenn die Zahl der abgegebenen Stimmen geringer ist als die Hälfte der an der Tagung der Konferenz teilnehmenden Delegierten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><paragraph eId="art_18/para"><content><p>Die Konferenz kann den von ihr eingesetzten Ausschüssen Sachverständige mit beratender, aber nicht beschliessender Stimme beigeben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><paragraph eId="art_19/para_1"><num>1.</num><content><p>Erklärt sich die Konferenz für die Annahme von Anträgen, die einen Gegenstand der Tagesordnung betreffen, so hat sie zu bestimmen, ob diese Anträge die Form erhalten sollen a. eines internationalen Übereinkommens oder b. einer Empfehlung, wenn sich der behandelte Gegenstand nicht, oder unter einem bestimmten Gesichtspunkte nicht, für die sofortige Annahme eines Übereinkommens eignet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_2"><num>2.</num><content><p>In beiden Fällen, zur Annahme sowohl eines Übereinkommens als auch einer Empfehlung, bedarf es in der Endabstimmung der Konferenz einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der anwesenden Delegierten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_3"><num>3.</num><content><p>Bei Aufstellung eines Übereinkommens oder einer Empfehlung von allgemeiner Geltung hat die Konferenz auf diejenigen Länder Rücksicht zu nehmen, in denen das Klima, die unvollkommene Entwicklung der wirtschaftlichen Organisation oder andere Sonderumstände die Verhältnisse der Wirtschaft wesentlich abweichend gestalten. Sie hat in solchen Fällen die Abänderungen vorzuschlagen, die sie angesichts der besonderen Verhältnisse dieser Länder für notwendig erachtet.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_4"><num>4.</num><content><p>Zwei Ausfertigungen des Übereinkommens oder der Empfehlung werden vom Präsidenten der Konferenz und vom Generaldirektor unterzeichnet. Eine Ausfertigung wird im Archiv des Internationalen Arbeitsamtes hinterlegt, die andere dem Generalsekretär der Vereinigten Nationen eingehändigt. Der Generaldirektor übermittelt jedem Mitglied eine beglaubigte Abschrift des Übereinkommens oder der Empfehlung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_5"><num>5.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_19/para_5/listintro">Für ein Übereinkommen gelten die folgenden Bestimmungen:</listIntroduction><item eId="art_19/para_5/lbl_a"><num>a. </num><p>Das Übereinkommen wird allen Mitgliedern im Hinblick auf seine Ratifikation mitgeteilt.</p></item><item eId="art_19/para_5/lbl_b"><num>b. </num><p>Jedes Mitglied verpflichtet, sich, spätestens ein Jahr nach Schluss der Tagung der Konferenz (oder, wenn dies infolge aussergewöhnlicher Umstände innerhalb eines Jahres unmöglich sein sollte, sobald es angängig ist, aber unter keinen Umständen später als achtzehn Monate nach Schluss der Tagung der Konferenz) das Übereinkommen der zur Entscheidung berufenen Stelle oder den zur Entscheidung berufenen Stellen zum Zwecke der Verwirklichung durch die Gesetzgebung oder zwecks sonstiger Massnahmen zu unterbreiten.</p></item><item eId="art_19/para_5/lbl_c"><num>c. </num><p>Die Mitglieder setzen den Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes von den Massnahmen in Kenntnis, die sie gemäss diesem Artikel getroffen haben, um das Übereinkommen der zur Entscheidung berufenen Stelle oder den zur Entscheidung berufenen Stellen zu unterbreiten; dabei erteilen sie ihm alle Auskünfte über die Stelle oder die Stellen, die als zur Entscheidung berufen erachtet sind, und über deren Entscheidungen.</p></item><item eId="art_19/para_5/lbl_d"><num>d. </num><p>Das Mitglied, das die Zustimmung der zur Entscheidung berufenen Stelle oder der zur Entscheidung berufenen Stellen erlangt hat, setzt den Generaldirektor von seiner förmlichen Ratifikation des Übereinkommens in Kenntnis und trifft die zur Durchführung der Bestimmungen des Übereinkommens erforderlichen Massnahmen.</p></item><item eId="art_19/para_5/lbl_e"><num>e. </num><p>Findet ein Übereinkommen nicht die Zustimmung der zur Entscheidung berufenen Stelle oder der zur Entscheidung berufenen Stellen, so hat das Mitglied keine weitere Verpflichtung; nur muss es in angemessenen Zeitabständen, wie der Verwaltungsrat entscheidet, dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes Bericht erstatten über den Stand seiner Gesetzgebung und seine Praxis in der Frage, die den Gegenstand des Übereinkommens bildet, wobei anzugeben ist, in welchem Umfange den einzelnen Bestimmungen des Übereinkommens durch die Gesetzgebung, durch Verwaltungsanordnungen, durch Tarifverträge oder auf andere Weise Rechnung getragen worden ist oder Rechnung getragen werden soll, und die Schwierigkeiten darzulegen sind, welche die Ratifikation des Übereinkommens verhindern oder verzögern.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_6"><num>6.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_19/para_6/listintro">Für eine Empfehlung gelten die folgenden Bestimmungen:</listIntroduction><item eId="art_19/para_6/lbl_a"><num>a. </num><p>Die Empfehlung wird allen Mitgliedern zur Prüfung im Hinblick auf ihre Verwirklichung durch die Landesgesetzgebung oder auf andere Weise mitgeteilt.</p></item><item eId="art_19/para_6/lbl_b"><num>b. </num><p>Jedes Mitglied verpflichtet sich, spätestens ein Jahr nach Schluss der Tagung der Konferenz (oder, wenn dies infolge aussergewöhnlicher Umstände innerhalb eines Jahres unmöglich sein sollte, sobald es angängig ist, aber unter keinen Umständen später als achtzehn Monate nach Schluss der Tagung der Konferenz) die Empfehlung der zur Entscheidung berufenen Stelle oder der zur Entscheidung berufenen Stellen zum Zwecke der Verwirklichung durch die Gesetzgebung oder zwecks sonstiger Massnahmen zu unterbreiten.</p></item><item eId="art_19/para_6/lbl_c"><num>c. </num><p>Die Mitglieder setzen den Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes von den Massnahmen in Kenntnis, die sie gemäss diesem Artikel getroffen haben, um die Empfehlung der zur Entscheidung berufenen Stelle oder den zur Entscheidung berufenen Stellen zu unterbreiten; dabei erteilen sie ihm alle Auskünfte über die Stelle oder die Stellen, die als zur Entscheidung berufen erachtet sind, und über deren Entscheidungen.</p></item><item eId="art_19/para_6/lbl_d"><num>d. </num><p>Ausser der Verpflichtung, die Empfehlung der zur Entscheidung berufenen Stelle oder den zur Entscheidung berufenen Stellen zu unterbreiten, haben die Mitglieder keine weitere Verpflichtung; nur müssen sie in angemessenen Zeitabständen, wie der Verwaltungsrat entscheidet, dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes Bericht erstatten über den Stand ihrer Gesetzgebung und ihre Praxis in der Frage, die den Gegenstand der Empfehlung bildet, wobei anzugeben ist, in welchem Umfange den einzelnen Bestimmungen der Empfehlung Rechnung getragen worden ist oder Rechnung getragen werden soll, und die Abänderungen dieser Bestimmungen zu bezeichnen sind, die sich als notwendig erwiesen haben oder als notwendig erweisen können, um die Annahme oder Anwendung der Empfehlung zu ermöglichen.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_7"><num>7.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_19/para_7/listintro">Handelt es sich um einen Bundesstaat, so gelten die folgenden Bestimmungen:</listIntroduction><item eId="art_19/para_7/lbl_a"><num>a. </num><p>Im Falle von Übereinkommen und Empfehlungen, für welche die Bundesregierung nach ihrem Verfassungssystem eine Bundesmassnahme für angebracht erachtet, sind die Verpflichtungen des Bundesstaates dieselben wie die Verpflichtungen der Mitglieder, die nicht Bundesstaaten sind.</p></item><item eId="art_19/para_7/lbl_b"><num>b. </num><blockList><listIntroduction eId="art_19/para_7/lbl_b/listintro">Im Falle von Übereinkommen und Empfehlungen, für welche die Bundesregierung nach dem geltenden Verfassungssystem eine Massnahme der Gliedstaaten, der Provinzen oder der Kantone für eher angebracht erachtet, hat diese Regierung:</listIntroduction><item eId="art_19/para_7/lbl_b/lbl_I"><num>I. </num><p>im Einklang mit ihrer Verfassung und den Verfassungen der von der Frage berührten Gliedstaaten, Provinzen oder Kantone wirksame Vereinbarungen zu treffen, damit diese Übereinkommen oder Empfehlungen spätestens achtzehn Monate nach Schluss der Tagung der Konferenz den berufenen Stellen des Bundes, der Gliedstaaten, der Provinzen oder der Kantone unterbreitet werden im Hinblick auf den Erlass von Massnahmen gesetzgeberischer oder anderer Art;</p></item><item eId="art_19/para_7/lbl_b/lbl_II"><num>II. </num><p>vorbehältlich der Zustimmung der Regierungen der Gliedstaaten, der Provinzen oder Kantone, Massnahmen zur Veranstaltung eines regelmässigen Meinungsaustausches zwischen den Bundesbehörden einerseits und den Behörden der Gliedstaaten, der Provinzen oder der Kantone andererseits zu treffen, um ein gemeinsames Vorgehen innerhalb des Bundesstaates herbeizuführen zur Verwirklichung der Bestimmungen dieser Übereinkommen und Empfehlungen;</p></item><item eId="art_19/para_7/lbl_b/lbl_III"><num>III. </num><p>den Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes von den Massnahmen in Kenntnis zu setzen, die sie nach diesem Artikel getroffen hat, um diese Übereinkommen und Empfehlungen den berufenen Stellen des Bundes, der Gliedstaaten, der Provinzen oder der Kantone zu unterbreiten, wobei sie ihm alle Auskünfte erteilt über die als zuständig erachteten Stellen und über deren Entscheidungen;</p></item><item eId="art_19/para_7/lbl_b/lbl_IV"><num>IV. </num><p>im Fall eines jeden dieser Übereinkommen, das sie nicht ratifiziert hat, in angemessenen Zeitabständen, wie der Verwaltungsrat entscheidet, dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes Bericht zu erstatten über den Stand der Gesetzgebung und die Praxis des Bundes und seiner Gliedstaaten, der Provinzen oder Kantone in der Frage, die den Gegenstand des Übereinkommens bildet, wobei anzugeben ist, in welchem Umfange den einzelnen Bestimmungen des Übereinkommens durch die Gesetzgebung, durch Verwaltungsanordnungen, durch Tarifverträge oder auf andere Weise Rechnung getragen worden ist oder Rechnung getragen werden soll;</p></item><item eId="art_19/para_7/lbl_b/lbl_V"><num>V. </num><p>im Falle einer jeden dieser Empfehlungen in angemessenen Zeitabständen, wie der Verwaltungsrat entscheidet, dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes Bericht zu erstatten über den Stand der Gesetzgebung und die Praxis des Bundes und seiner Gliedstaaten, der Provinzen oder Kantone in der Frage, die den Gegenstand der Empfehlung bildet, wobei anzugeben ist, in welchem Umfange den einzelnen Bestimmungen der Empfehlung Rechnung getragen worden ist oder Rechnung getragen werden soll, und die Abänderungen dieser Bestimmungen zu bezeichnen sind, die sich als notwendig erwiesen haben oder als notwendig erweisen können, um die Annahme oder Anwendung der Empfehlung zu ermöglichen.</p></item></blockList></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_8"><num>8.</num><content><p>In keinem Fall ist die Annahme eines Übereinkommens oder einer Empfehlung durch die Konferenz oder die Ratifikation eines Übereinkommens durch ein Mitglied so auszulegen, als würde dadurch ein Gesetz, ein Rechtsspruch, ein Brauch oder ein Abkommen berührt, die den beteiligten Arbeitnehmern günstigere als die in dem Übereinkommen oder in der Empfehlung vorgesehenen Bedingungen sichern.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_19/para_9"><num>9.</num><content><p>Auf Vorschlag des Verwaltungsrats kann die Konferenz mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der anwesenden Delegierten jedes gemäss den Bestimmungen dieses Artikels angenommene Übereinkommen aufheben, wenn sich herausstellt, dass es gegenstandslos geworden ist oder keinen nützlichen Beitrag zum Erreichen der Ziele der Organisation mehr leistet.<authorialNote><p> Eingefügt durch Art. 1 der Urkunde zur Änderung der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation vom 19. Juni 1997, in Kraft getreten für die Schweiz am 8. Okt. 2015 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2018/620" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>2018</b> 3899</ref>).</p></authorialNote></p></content></paragraph></article><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><paragraph eId="art_20/para"><content><p>Jedes so ratifizierte Übereinkommen wird vom Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes dem Generalsekretär der Vereinigten Nationen zu Eintragung nach den Bestimmungen des Artikels 102 der Charte der Vereinigten Nationen mitgeteilt, bindet aber nur die Mitglieder, die es ratifiziert haben.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><paragraph eId="art_21/para_1"><num>1.</num><content><p>Vereinigt ein Entwurf eines Übereinkommens in der endgültigen Gesamtabstimmung nicht die Mehrheit von zwei Dritteln der von den anwesenden Delegierten abgegebenen Stimmen auf sich, so steht es den Mitgliedern der ständigen Organisation, die dies wünschen, frei, ein Sonderübereinkommen mit dem gleichen Inhalte abzuschliessen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_2"><num>2.</num><content><p>Jedes so abgeschlossene Übereinkommen ist durch die beteiligten Regierungen dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes und dem Generalsekretär der Vereinigten Nationen zur Eintragung nach Artikel 102 der Charte der Vereinigten Nationen mitzuteilen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><paragraph eId="art_22/para"><content><p>Jedes Mitglied verpflichtet sich, dem Internationalen Arbeitsamt jährlich einen Bericht über seine Massnahmen zur Durchführung der Übereinkommen, denen es beigetreten ist, vorzulegen. Die Form dieser Berichte bestimmt der Verwaltungsrat; sie müssen die von ihm geforderten Einzelheiten enthalten.</p></content></paragraph></article><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><paragraph eId="art_23/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Generaldirektor legt der nächstfolgenden Tagung der Konferenz einen zusammenfassenden Auszug aus den ihm von den Mitgliedern auf Grund der Artikel 19 und 22 übermittelten Auskünfte und Berichte vor.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_2"><num>2.</num><content><p>Jedes Mitglied stellt den für die Zwecke des Artikels 3 als massgebend anerkannten Verbänden eine Abschrift der dem Generaldirektor auf Grund der Artikel 19 und 22 übermittelten Auskünfte und Berichte zu.</p></content></paragraph></article><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b></num><paragraph eId="art_24/para"><content><p>Richtet ein Berufsverband von Arbeitnehmern oder Arbeitgebern an das Internationale Arbeitsamt eine Beschwerde, dass ein Mitglied die Durchführung eines von ihm angenommenen Übereinkommens nicht in befriedigender Weise sichergestellt habe, so kann der Verwaltungsrat sie der betreffenden Regierung übermitteln und diese Regierung einladen, sich in einer ihr geeignet erscheinenden Weise zur Sache zu äussern.</p></content></paragraph></article><article eId="art_25"><num><b>Art. 25</b></num><paragraph eId="art_25/para"><content><p>Geht von der betreffenden Regierung innerhalb angemessener Frist keine Erklärung ein, oder hält der Verwaltungsrat die erhaltene Erklärung nicht für befriedigend, so hat er das Recht, die Beschwerde und gegebenenfalls die Antwort zu veröffentlichen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_26"><num><b>Art. 26</b></num><paragraph eId="art_26/para_1"><num>1.</num><content><p>Jedes Mitglied kann beim Internationalen Arbeitsamt Klage gegen ein anderes Mitglied einreichen, das nach seiner Ansicht die Durchführung eines von beiden Teilen gemäss den vorstehenden Artikeln ratifizierten Übereinkommens nicht in befriedigender Weise sicherstellt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Verwaltungsrat kann, wenn er es für angebracht hält, sich mit der Regierung, gegen die sich die Klage richtet, auf die in Artikel 23 bezeichnete Weise in Verbindung setzen, bevor er einen Untersuchungsausschuss nach dem weiter unten angegebenen Verfahren mit der Angelegenheit betraut.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_3"><num>3.</num><content><p>Hält es der Verwaltungsrat nicht für nötig, der betreffenden Regierung die Klage mitzuteilen, oder geht auf seine Mitteilung nicht binnen angemessener Frist eine befriedigende Antwort ein, so kann er einen Untersuchungsausschuss einsetzen, der die strittige Frage zu prüfen und darüber zu berichten hat.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_4"><num>4.</num><content><p>Das gleiche Verfahren kann vom Verwaltungsrat entweder von Amts wegen oder auf Grund der Klage eines zur Konferenz abgeordneten Delegierten eingeschlagen werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_26/para_5"><num>5.</num><content><p>Kommt eine auf Grund des Artikels 25 oder des Artikels 26 aufgeworfene Frage vor den Verwaltungsrat, so hat die betreffende Regierung, falls sie nicht schon im Verwaltungsrate vertreten ist, das Recht, einen Beauftragten zur Teilnahme an den Beratungen des Verwaltungsrates in dieser Angelegenheit zu ernennen. Der für die Verhandlungen bestimmte Zeitpunkt ist der betreffenden Regierung rechtzeitig mitzuteilen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_27"><num><b>Art. 27</b></num><paragraph eId="art_27/para"><content><p>Wird nach Artikel 26 eine Klage vor einen Untersuchungsausschuss verwiesen, so ist jedes Mitglied verpflichtet, mag es unmittelbar an der Klage beteiligt sein oder nicht, dem Ausschuss zum Klagegegenstand alle Aufschlüsse zu geben, über die es verfügt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_28"><num><b>Art. 28</b></num><paragraph eId="art_28/para"><content><p>Nach eingehender Prüfung der Klage verfasst der Untersuchungsausschuss einen Bericht, worin er seinen Befund über sämtliche Tatfragen niederlegt, die für den Streitfall von Bedeutung sind. Auch soll er darin Massnahmen vorschlagen, deren Durchführung der Klage Rechnung tragen soll, unter Angabe einer Frist für diese Durchführung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_29"><num><b>Art. 29</b></num><paragraph eId="art_29/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes teilt den Bericht des Untersuchungsausschusses dem Verwaltungsrat und jeder an dem Streitfall beteiligten Regierung mit und veranlasst seine Veröffentlichung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_29/para_2"><num>2.</num><content><p>Jede dieser Regierungen hat dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes binnen drei Monaten mitzuteilen, ob sie die im Berichte des Ausschusses enthaltenen Vorschläge annimmt oder nicht, und falls sie diese nicht annimmt, ob sie den Streitfall dem Internationalen Gerichtshof zu unterbreiten wünscht.</p></content></paragraph></article><article eId="art_30"><num><b>Art. 30</b></num><paragraph eId="art_30/para"><content><p>Ergreift ein Mitglied bezüglich eines Übereinkommens oder einer Empfehlung die in Artikel 19, Absatz 5 b, 6 b oder 7 b I, vorgesehenen Massnahmen nicht, so hat jedes andere Mitglied das Recht, den Verwaltungsrat anzurufen. Findet der Verwaltungsrat, dass das Mitglied die vorgesehenen Massnahmen nicht getroffen hat, so berichtet er darüber an die Konferenz.</p></content></paragraph></article><article eId="art_31"><num><b>Art. 31</b></num><paragraph eId="art_31/para"><content><p>Die Entscheidung des Internationalen Gerichtshofes über eine Klage oder eine ihm nach Artikel 29 unterbreitete Streitfrage ist endgültig.</p></content></paragraph></article><article eId="art_32"><num><b>Art. 32</b></num><paragraph eId="art_32/para"><content><p>Der Befund und die etwaigen Vorschläge des Untersuchungsausschusses können vom Internationalen Gerichtshof bestätigt, abgeändert oder aufgehoben werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_33"><num><b>Art. 33</b></num><paragraph eId="art_33/para"><content><p>Befolgt ein Mitglied innerhalb der vorgeschriebenen Frist die im Berichte des Untersuchungsausschusses oder in der Entscheidung des Internationalen Gerichtshofes etwa enthaltenen Vorschläge nicht, so kann der Verwaltungsrat der Konferenz die ihm zur Sicherstellung der Ausführung dieser Vorschläge zweckmässig erscheinenden Massnahmen empfehlen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_34"><num><b>Art. 34</b></num><paragraph eId="art_34/para"><content><p>Die schuldig befundene Regierung kann jederzeit den Verwaltungsrat davon in Kenntnis setzen, dass sie die nötigen Massnahmen getroffen hat, um entweder den Vorschlägen des Untersuchungsausschusses oder denen, die in der Entscheidung des Internationalen Gerichtshofes niedergelegt sind, Folge zu leisten, und sie kann den Verwaltungsrat ersuchen, einen Untersuchungsausschuss zur Nachprüfung ihrer Angaben einsetzen zu lassen. In diesem Falle finden die Bestimmungen der Artikel 26, 27, 28, 29, 30 und 31 Anwendung. Fällt der Bericht des Untersuchungsausschusses oder die Entscheidung des Internationalen Gerichtshofes zugunsten der schuldig befundenen Regierung aus, so hat der Verwaltungsrat unverzüglich die Einstellung der auf Grund des Artikels 33 getroffenen Massnahmen zu empfehlen.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_III"><num>Kapitel III</num><heading>Allgemeine Vorschriften</heading><article eId="art_35"><num><b>Art. 35</b></num><paragraph eId="art_35/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Mitglieder verpflichten sich, die von ihnen ratifizierten Übereinkommen, entsprechend den Bestimmungen dieser Verfassung, auf die ausserhalb des Mutterlandes gelegenen Gebiete, deren internationale Beziehungen sie wahrnehmen, anzuwenden, einschliesslich aller Gebiete unter Treuhänderschaft, deren Verwaltung ihnen übertragen ist, es sei denn, dass die in dem Übereinkommen behandelten Fragen in den Zuständigkeitsbereich der Behörden des Gebietes fallen oder dass das Übereinkommen auf die örtlichen Verhältnisse unanwendbar ist, sowie vorbehältlich der für die Anpassung der Übereinkommen an die örtlichen Verhältnisse etwa notwendigen Abänderungen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_2"><num>2.</num><content><p>Jedes Mitglied, das ein Übereinkommen ratifiziert, hat sobald wie möglich nach der Ratifikation dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes eine Erklärung zu übermitteln, die angibt, wie weit es sich für die anderen als die nachstehend in den Absätzen 4 und 5 behandelten Gebiete verpflichtet, die Bestimmungen des Übereinkommens anzuwenden, und die alle in dem Übereinkommen vorgeschriebenen Angaben enthält.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_3"><num>3.</num><content><p>Jedes Mitglied, das auf Grund des vorausgehenden Absatzes eine Erklärung abgegeben hat, kann in gewissen Zeitabständen, entsprechend den Bestimmungen des Übereinkommens, eine neue Erklärung abgeben, die den Inhalt jeder früheren Erklärung abändert und Aufschluss über die Lage der im vorausgehenden Absatz bezeichneten Gebiete gibt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_4"><num>4.</num><content><p>Fallen die in dem Übereinkommen behandelten Fragen in den Zuständigkeitsbereich der Behörden eines ausserhalb des Mutterlandes gelegenen Gebietes, so hat das für die internationalen Beziehungen dieses Gebietes verantwortliche Mitglied das Übereinkommen sobald wie möglich der Regierung dieses Gebietes mitzuteilen, damit sie gesetzgeberische oder andere Massnahmen treffen kann. Später kann das Mitglied im Einvernehmen mit der Regierung dieses Gebietes dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes eine Erklärung abgeben, durch die es die Verpflichtungen aus dem Übereinkommen im Namen dieses Gebietes übernimmt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_5"><num>5.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_35/para_5/listintro">Eine Erklärung, die Verpflichtungen aus einem Übereinkommen zu übernehmen, kann dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes abgegeben werden:</listIntroduction><item eId="art_35/para_5/lbl_a"><num>a. </num><p>von zwei oder mehr Mitgliedern der Organisation für ein ihrer gemeinsamen Hoheit unterstelltes Gebiet;</p></item><item eId="art_35/para_5/lbl_b"><num>b. </num><p>von jeder internationalen Behörde, die auf Grund der Bestimmungen der Charte der Vereinigten Nationen oder einer anderen für ein bestimmtes Gebiet geltenden Bestimmung für die Verwaltung dieses Gebietes verantwortlich ist.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_6"><num>6.</num><content><p>Mit der Übernahme der Verpflichtungen aus einem Übereinkommen nach den Absätzen 4 und 5 sind die sich aus den Bestimmungen des Übereinkommens ergebenden Verpflichtungen sowie die nach den Bestimmungen der Verfassung der Organisation für die ratifizierten Übereinkommen geltenden Verpflichtungen im Namen des in Betracht stehenden Gebietes zu übernehmen. Jede Erklärung, eine solche Verpflichtung einzugehen, kann die Abänderungen bezeichnen, die notwendig sind, um das Übereinkommen den örtlichen Verhältnissen anzupassen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_7"><num>7.</num><content><p>Jedes Mitglied und jede internationale Behörde, die eine Erklärung auf Grund der Absätze 4 und 5 dieses Artikels abgegeben haben, können in gewissen Zeitabständen, entsprechend den Bestimmungen des Übereinkommens, eine neue Erklärung abgeben, die den Inhalt jeder früheren Erklärung abändert oder die Übernahme der Verpflichtungen aus dem Übereinkommen im Namen des in Betracht stehenden Gebietes kündigt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_35/para_8"><num>8.</num><content><p>Werden die Verpflichtungen aus einem Übereinkommen nicht im Namen eines unter Absatz 4 oder Absatz 5 dieses Artikels fallenden Gebietes übernommen, so ist von dem Mitglied, den Mitgliedern oder der internationalen Behörde dem Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamtes Bericht zu erstatten über die Gesetzgebung und die Praxis dieses Gebietes in den im Übereinkommen behandelten Fragen, wobei anzugeben ist, in welchem Umfang durch die Gesetzgebung, durch Verwaltungsordnungen, durch Tarifverträge oder auf andere Weise den einzelnen Bestimmungen des Übereinkommens Rechnung getragen worden ist oder Rechnung getragen werden soll, und die Schwierigkeiten darzulegen sind, welche die Ratifikation des Übereinkommens verhindern oder verzögern.</p></content></paragraph></article><article eId="art_36"><num><b>Art. 36</b></num><paragraph eId="art_36/para"><content><p>Abänderungen an dieser Verfassung, die von der Konferenz mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der anwesenden Delegierten beschlossen worden sind, treten in Kraft, sobald zwei Drittel der Mitglieder der Organisation sie ratifiziert oder angenommen haben. Dabei müssen diese zwei Drittel fünf der zehn<authorialNote><p>  Zahl gemäss Art. 1 der Urkunde über die Abänderung der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation vom 25. Juni 1953, in Kraft getreten für die Schweiz am 25. Mai 1954 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1954/569_582_465" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1954</b> 569 </ref><ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1954/567_581_463" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">567</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/fga/1953/3_132_133_" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">BBl <b>1953</b> III 132</ref>).</p></authorialNote> Mitglieder einschliessen, die im Verwaltungsrat als Mitglieder vertreten sind, denen nach Artikel 7, Absatz 3, dieser Verfassung wirtschaftlich die grösste Bedeutung zukommt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_37"><num><b>Art. 37</b></num><paragraph eId="art_37/para_1"><num>1.</num><content><p>Alle Streitfragen und Schwierigkeiten in der Auslegung dieser Verfassung und der späteren von den Mitgliedern auf Grund dieser Verfassung abgeschlossenen Übereinkommen unterliegen der Entscheidung des Internationalen Gerichtshofes.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_37/para_2"><num>2.</num><content><p>Ungeachtet der Bestimmungen des Absatzes 1 dieses Artikels kann der Verwaltungsrat Regeln aufstellen und der Konferenz zur Genehmigung vorlegen für die Schaffung eines Gerichtes zur raschen Erledigung jeder sich bei der Auslegung eines Übereinkommens ergebenden Frage oder Schwierigkeit, die dem Gericht vom Verwaltungsrat oder nach den Bestimmungen dieses Übereinkommens unterbreitet werden kann. Jedes auf Grund dieses Artikels geschaffene Gericht ist an alle rechtswirksamen Urteile und Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes gebunden. Jeder von einem solchen Gericht gefällte Spruch ist den Mitgliedern der Organisation bekanntzugeben und jede Stellungnahme der Mitglieder zu dem Spruch der Konferenz vorzulegen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_38"><num><b>Art. 38</b></num><paragraph eId="art_38/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Internationale Arbeitsorganisation kann die regionalen Konferenzen einberufen und die regionalen Ämter schaffen, die ihr für die Verwirklichung ihrer Ziele und Zwecke nützlich erscheinen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_38/para_2"><num>2.</num><content><p>Über die Befugnisse, die Aufgaben und das Verfahren der regionalen Konferenzen stellt der Verwaltungsrat Regeln auf und legt sie der Allgemeinen Konferenz zur Bestätigung vor.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_IV"><num>Kapitel IV</num><heading>Verschiedene Vorschriften</heading><article eId="art_39"><num><b>Art. 39</b></num><paragraph eId="art_39/para"><content><blockList><listIntroduction eId="art_39/para/listintro">Die Internationale Arbeitsorganisation besitzt die volle Rechtspersönlichkeit; vor allem ist sie fähig:</listIntroduction><item eId="art_39/para/lbl_a"><num>a. </num><p>Verträge abzuschliessen;</p></item><item eId="art_39/para/lbl_b"><num>b. </num><p>bewegliches und unbewegliches Eigentum zu erwerben und darüber zu verfügen;</p></item><item eId="art_39/para/lbl_c"><num>c. </num><p>als Prozesspartei aufzutreten.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_40"><num><b>Art. 40</b></num><paragraph eId="art_40/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Internationale Arbeitsorganisation geniesst auf dem Gebiet eines jeden ihrer Mitglieder die Vorrechte und Immunitäten, die zur Erreichung ihrer Ziele notwendig sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_40/para_2"><num>2.</num><content><p>Die zur Konferenz abgeordneten Delegierten, die Mitglieder des Verwaltungsrates sowie der Generaldirektor und die Beamten des Internationalen Arbeitsamtes geniessen ebenfalls die Vorrechte und Immunitäten, deren sie zu einer völlig unabhängigen Ausübung ihrer Amtsobliegenheiten in Verbindung mit der Organisation bedürfen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_40/para_3"><num>3.</num><content><p>Die nähere Regelung dieser Vorrechte und dieser Immunitäten wird den Gegenstand eines Sonderabkommens bilden, das von der Organisation im Hinblick auf dessen Annahme durch die Mitgliedstaaten vorzubereiten ist.</p></content></paragraph></article></chapter></body><components><component><doc name="annex"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1948/915_891_861/20151008/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1948/915_891_861/20151008"/><FRBRdate date="1919-06-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1920-05-16" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2015-10-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.820.1"/><FRBRname xml:lang="de" value="Verfassung vom 28. Juni 1919 der Internationalen Arbeitsorganisation" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Costituzione dell'Organizzazione internazionale del Lavoro del 28 giugno 1919" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Constitution de l'Organisation internationale du travail du 28 juin 1919" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1948/915_891_861/20151008/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1948/915_891_861/20151008/de"/><FRBRdate date="1919-06-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1920-05-16" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2015-10-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1948/915_891_861/20151008/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1948/915_891_861/20151008/de/xml"/><FRBRdate date="1919-06-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRdate date="1920-05-16" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="2015-10-08" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Beilage</block></container></preface><mainBody><level eId="annex_u1/lvl_u1"><heading>Erklärung über die Ziele und Zwecke <br/>der Internationalen Arbeitsorganisation</heading><content><p>Die Allgemeine Konferenz der Internationalen Arbeitsorganisation, die in Philadelphia zu ihrer 26. Tagung zusammengetreten ist, nimmt heute, am 10. Mai 1944, die vorliegende Erklärung an über die Ziele und Zwecke der Internationalen Arbeitsorganisation und über die Grundsätze, von denen sich die Politik ihrer Mitglieder sollte leiten lassen.</p><p>I</p><blockList eId="annex_u1/lvl_u1/list_u1"><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_u1/list_u1/listintro">Die Konferenz bekennt sich aufs Neue zu den hauptsächlichen Grundsätzen, auf die sich die Organisation stützt. Sie lauten:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_u1/list_u1/lbl_a"><num>a. </num><p>Die Arbeit ist keine Ware.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/list_u1/lbl_b"><num>b. </num><p>Die freie Meinungsäusserung und die Vereinigungsfreiheit sind unumgängliche Voraussetzungen eines stetigen Fortschrittes.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/list_u1/lbl_c"><num>c. </num><p>Die Armut bildet überall, wo sie besteht, eine Gefahr für den allgemeinen Wohlstand.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/list_u1/lbl_d"><num>d. </num><p>Der Kampf gegen die Not ist unermüdlich und mit dem Einsatz aller Kräfte zu führen, sowohl innerhalb jeder einzelnen Nation als auch international durch ständige gemeinschaftliche Bemühungen, wobei die Vertreter der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber in gleichberechtigter Zusammenarbeit mit den Vertretern der Regierungen an freien Aussprachen und demokratisch gefassten Beschlüssen zur Förderung des allgemeinen Wohls teilnehmen.</p></item></blockList><p>II</p><blockList eId="annex_u1/lvl_u1/list_u2"><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_u1/list_u2/listintro">Die Konferenz ist davon überzeugt, dass die Erfahrung die Richtigkeit der in der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation enthaltenen Erklärung voll erwiesen hat, wonach ein dauerhafter Friede nur auf der Grundlage der sozialen Gerechtigkeit errichtet werden kann, und bestätigt deshalb:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_u1/list_u2/lbl_a"><num>a. </num><p>Alle Menschen, ohne Ansehen ihrer Rasse, ihres Glaubens oder ihres Geschlechtes, haben das Recht, an ihrem materiellen Fortschritt und ihrer geistigen Entwicklung in Freiheit und Würde, wirtschaftlich gesichert und unter gleichen Erfolgsmöglichkeiten zu arbeiten.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/list_u2/lbl_b"><num>b. </num><p>Die Schaffung der hierzu notwendigen Voraussetzungen muss das Hauptziel aller nationalen und internationalen Politik sein.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/list_u2/lbl_c"><num>c. </num><p>Alle nationalen und internationalen Aktionsprogramme und Massnahmen, hauptsächlich auf wirtschaftlichem und finanziellem Gebiet, sind unter diesem Gesichtspunkte zu beurteilen und nur so weit gutzuheissen, wie sie geeignet erscheinen, die Erreichung dieses hauptsächlichen Zweckes zu begünstigen, nicht aber zu hemmen.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/list_u2/lbl_d"><num>d. </num><p>Es ist Sache der Internationalen Arbeitsorganisation, alle internationalen Aktionsprogramme und Massnahmen wirtschaftlicher und finanzieller Art im Lichte dieses hauptsächlichen Zweckes zu prüfen und zu erwägen.</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/list_u2/lbl_e"><num>e. </num><p>Bei Erfüllung der ihr anvertrauten Aufgaben kann die Internationale Arbeitsorganisation, nachdem sie alle massgebenden wirtschaftlichen und finanziellen Umstände berücksichtigt hat, in ihre Beschlüsse und Empfehlungen alle ihr angemessen erscheinenden Bestimmungen aufnehmen.</p></item></blockList><p>III</p><blockList eId="annex_u1/lvl_u1/list_u3"><listIntroduction eId="annex_u1/lvl_u1/list_u3/listintro">Die Konferenz anerkennt die feierliche Verpflichtung der Internationalen Arbeitsorganisation, bei den verschiedenen Nationen der Erde die Verwirklichung von Programmen mit folgenden Zwecksetzungen zu unterstützen:</listIntroduction><item eId="annex_u1/lvl_u1/list_u3/lbl_a"><num>a. </num><p>Vollbeschäftigung und Verbesserung der Lebenshaltung;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/list_u3/lbl_b"><num>b. </num><p>Beschäftigung der Arbeitnehmer mit einer Tätigkeit, die ihnen die Genugtuung bietet, ihre Fähigkeiten und Kenntnisse in vollem Umfang anzuwenden und am besten zum allgemeinen Wohl beitragen zu können;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/list_u3/lbl_c"><num>c. </num><p>Verfolgung dieses Zieles durch Schaffung von Ausbildungsmöglichkeiten und durch Massnahmen, die geeignet sind, die Versetzung von Arbeitnehmern zu begünstigen, einschliesslich der Wanderbewegung von Arbeitern und Ansiedlern, wobei allen Beteiligten ausreichende Sicherheiten zu bieten wären;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/list_u3/lbl_d"><num>d. </num><p>eine Regelung der Löhne und des Arbeitsverdienstes, der Arbeitszeit und der übrigen Arbeitsbedingungen, die jedermann einen gerechten Anteil an den Früchten des Fortschrittes und allen Arbeitnehmern, die eines solchen Schutzes bedürfen, den lebensnotwendigen Mindestlohn sichert;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/list_u3/lbl_e"><num>e. </num><p>wirksame Anerkennung des Rechts zu Kollektivverhandlungen, Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zum Zwecke fortwährender Verbesserung der Organisation der Gütererzeugung und Zusammenwirken von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bei der Vorbereitung und Durchführung der Sozial- und Wirtschaftspolitik;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/list_u3/lbl_f"><num>f. </num><p>Ausdehnung der sozialen Sicherheitsmassnahmen, um allen ein Grundeinkommen zu gewährleisten, die einen solchen Schutz benötigen, ebenso wie vollständige ärztliche Betreuung;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/list_u3/lbl_g"><num>g. </num><p>angemessener Schutz des Lebens und der Gesundheit der Arbeitnehmer in allen Tätigkeitsgebieten;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/list_u3/lbl_h"><num>h. </num><p>Kinder- und Mütterschutz;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/list_u3/lbl_i"><num>i. </num><p>Schaffung befriedigender Ernährungs- und Wohnverhältnisse sowie ausreichender Erholungs- und Bildungsmöglichkeiten;</p></item><item eId="annex_u1/lvl_u1/list_u3/lbl_j"><num>j. </num><p>Gewährleistung gleicher Möglichkeiten in Erziehung und Beruf.</p></item></blockList><p>IV</p><p>Die Konferenz ist überzeugt, dass eine gründlichere und umfassendere Nutzung der wirtschaftlichen Hilfsquellen der Erde, die zur Verwirklichung der in dieser Erklärung aufgezählten Zwecke notwendig ist, durch eine wirksame Aktion auf internationalem und nationalem Boden und namentlich durch Massnahmen gewährleistet werden kann, die darauf abzielen, Gütererzeugung und -verbrauch zu steigern, ernstliche Wirtschaftsschwankungen zu verhüten, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der noch wenig erschlossenen Gebiete herbeizuführen, eine Festigung der Weltpreise von Rohstoffen und Waren zu gewährleisten und einen ständigen, ausgedehnten Welthandel zu fördern. Die Konferenz sichert deshalb die vollständige Mitarbeit der Internationalen Arbeitsorganisation allen internationalen Einrichtungen zu, denen ein Teil der Verantwortung bei dieser gossen Aufgabe wie auch bei der Hebung des Gesundheits- und Bildungsstandes sowie der Wohlfahrt aller Völker anvertraut wird.</p><p>V</p><p>Die Konferenz bestätigt, dass die in dieser Erklärung verkündeten Grundsätze auf alle Völker der Erde voll anwendbar sind und dass, wenn auch in der Art, wie dies geschieht, das Mass der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung jedes Volk gebührend berücksichtigt werden muss, ihre fortschreitende Anwendung auf die Völker, die noch abhängig sind, ebenso wie auf diejenigen, die den Zustand der Selbstverwaltung erreicht haben, für die gesamte Kulturwelt von Bedeutung ist.</p><p>Der vorausgehende Text bildet die authentische Fassung der Urkunde von 1946 über die Abänderung der Verfassung der Internationalen Arbeitsorganisation, welche die Allgemeine Konferenz der Internationalen Arbeitsorganisation am 9. Oktober 1946 in Montreal im Verlaufe ihrer neunundzwanzigsten Tagung ordnungsgemäss angenommen hat.</p><p>Der französische und der englische Wortlaut des Textes dieser Abänderungsurkunde sind in gleicher Weise massgebend.</p><p>Dies haben am 1. November 1946 durch ihre Unterschriften beurkundet:</p><table fedlex:function="layout"><tr><td><p>  Der Präsident der Konferenz:</p><p>  Humphrey Mitchell</p></td></tr><tr><td><p>  Der Generaldirektor <br/>  des Internationalen Arbeitsamtes:</p><p>  Edward Phelan</p></td></tr></table></content></level><level eId="annex_u1/lvl_u2"><heading>Liste der Mitglieder der Organisation am 12. Oktober 2018<b><authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1973/1623_1623_1623" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1973</b> 1623</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1976/1526_1526_1526" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>1976</b> 1526</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1981/1240_1240_1240" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>1981</b> 1240</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1985/280_280_280" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>1985</b> 280</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2002/112" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2002</b> 474</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2012/355" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2012</b> 3049</ref>, <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2018/620" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2018</b> 3899</ref>.  Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereiches findet sich auf der Internetseite des EDA (www.eda.admin.ch/vertraege).</p></authorialNote></b></heading><content><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th colspan="3" xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Mitglied seit</p></th></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th colspan="3" xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><td><p>Afghanistan</p></td><td colspan="3"><p>1934</p></td></tr><tr><td><p>Ägypten</p></td><td colspan="3"><p>1936</p></td></tr><tr><td><p>Albanien</p></td><td colspan="3"><p>1920 bis 1967 und seit 1991</p></td></tr><tr><td><p>Algerien</p></td><td colspan="3"><p>1962</p></td></tr><tr><td><p>Angola</p></td><td colspan="3"><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>Antigua und Barbuda</p></td><td colspan="3"><p>1982</p></td></tr><tr><td><p>Äquatorialguinea</p></td><td colspan="3"><p>1981</p></td></tr><tr><td><p>Argentinien</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Armenien</p></td><td colspan="3"><p>1992</p></td></tr><tr><td><p>Aserbaidschan</p></td><td colspan="3"><p>1992</p></td></tr><tr><td><p>Äthiopien</p></td><td colspan="3"><p>1923</p></td></tr><tr><td><p>Australien</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Bahamas</p></td><td colspan="3"><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>Bahrain</p></td><td colspan="3"><p>1977</p></td></tr><tr><td><p>Bangladesch</p></td><td colspan="3"><p>1972</p></td></tr><tr><td><p>Barbados</p></td><td colspan="3"><p>1967</p></td></tr><tr><td><p>Belarus</p></td><td colspan="3"><p>1954</p></td></tr><tr><td><p>Belgien</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Belize</p></td><td colspan="3"><p>1981</p></td></tr><tr><td><p>Benin</p></td><td colspan="3"><p>1960</p></td></tr><tr><td><p>Bhutan</p></td><td colspan="3"><p>1971</p></td></tr><tr><td><p>Bolivien</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Bosnien und Herzegowina</p></td><td colspan="3"><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Botswana</p></td><td colspan="3"><p>1978</p></td></tr><tr><td><p>Brasilien</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td colspan="2"><p>Brunei</p></td><td><p>2007</p></td></tr><tr><td><p>Bulgarien</p></td><td colspan="3"><p>1920</p></td></tr><tr><td><p>Burkina Faso</p></td><td colspan="3"><p>1960</p></td></tr><tr><td><p>Burundi</p></td><td colspan="3"><p>1963</p></td></tr><tr><td><p>Chile</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>China</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Cook-Inseln</p></td><td colspan="3"><p>2015</p></td></tr><tr><td><p>Costa Rica</p></td><td colspan="3"><p>1920 bis 1927 und seit 1944</p></td></tr><tr><td><p>Côte d’Ivoire</p></td><td colspan="3"><p>1960</p></td></tr><tr><td><p>Dänemark</p></td><td colspan="3"><p>1920</p></td></tr><tr><td><p>Deutschland</p></td><td colspan="3"><p>1919 bis 1935 und seit 1951</p></td></tr><tr><td><p>Dschibuti</p></td><td colspan="3"><p>1978</p></td></tr><tr><td><p>Dominica</p></td><td colspan="3"><p>1982</p></td></tr><tr><td><p>Dominikanische Republik</p></td><td colspan="3"><p>1924</p></td></tr><tr><td><p>Ecuador</p></td><td colspan="3"><p>1934</p></td></tr><tr><td><p>El Salvador</p></td><td colspan="3"><p>1920 bis 1939 und seit 1948</p></td></tr><tr><td><p>Eritrea</p></td><td colspan="3"><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Estland</p></td><td colspan="3"><p>1992</p></td></tr><tr><td><p>Fidschi</p></td><td colspan="3"><p>1974</p></td></tr><tr><td><p>Finnland</p></td><td colspan="3"><p>1920</p></td></tr><tr><td><p>Frankreich</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Gabun</p></td><td colspan="3"><p>1960</p></td></tr><tr><td><p>Gambia</p></td><td colspan="3"><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Georgien</p></td><td colspan="3"><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Ghana</p></td><td colspan="3"><p>1957</p></td></tr><tr><td><p>Grenada</p></td><td colspan="3"><p>1979</p></td></tr><tr><td><p>Griechenland</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Guatemala</p></td><td colspan="3"><p>1919 bis 1938 und seit 1945</p></td></tr><tr><td><p>Guinea</p></td><td colspan="3"><p>1959</p></td></tr><tr><td><p>Guinea-Bissau</p></td><td colspan="3"><p>1977</p></td></tr><tr><td><p>Guyana</p></td><td colspan="3"><p>1966</p></td></tr><tr><td><p>Haiti</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Honduras</p></td><td colspan="3"><p>1919 bis 1938 und seit 1955</p></td></tr><tr><td><p>Indien</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Indonesien</p></td><td colspan="3"><p>1950</p></td></tr><tr><td><p>Irak</p></td><td colspan="3"><p>1932</p></td></tr><tr><td><p>Iran</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Irland</p></td><td colspan="3"><p>1923</p></td></tr><tr><td><p>Island</p></td><td colspan="3"><p>1945</p></td></tr><tr><td><p>Israel</p></td><td colspan="3"><p>1949</p></td></tr><tr><td><p>Italien</p></td><td colspan="3"><p>1919 bis 1939 und seit 1945</p></td></tr><tr><td><p>Jamaika</p></td><td colspan="3"><p>1962</p></td></tr><tr><td><p>Japan</p></td><td colspan="3"><p>1919 bis 1940 und seit 1951</p></td></tr><tr><td><p>Jemen</p></td><td colspan="3"><p>1965</p></td></tr><tr><td><p>Jordanien</p></td><td colspan="3"><p>1956</p></td></tr><tr><td><p>Kambodscha</p></td><td colspan="3"><p>1969</p></td></tr><tr><td><p>Kamerun</p></td><td colspan="3"><p>1960</p></td></tr><tr><td><p>Kanada</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Kapverden</p></td><td colspan="3"><p>1979</p></td></tr><tr><td><p>Kasachstan</p></td><td colspan="3"><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Katar</p></td><td colspan="3"><p>1972</p></td></tr><tr><td><p>Kenia</p></td><td colspan="3"><p>1964</p></td></tr><tr><td><p>Kirgisistan</p></td><td colspan="3"><p>1992</p></td></tr><tr><td><p>Kiribati</p></td><td colspan="3"><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Kolumbien</p></td><td colspan="3"><p>1920</p></td></tr><tr><td><p>Komoren</p></td><td colspan="3"><p>1978</p></td></tr><tr><td><p>Kongo (Brazzaville)</p></td><td colspan="3"><p>1960</p></td></tr><tr><td><p>Kongo (Kinshasa)</p></td><td colspan="3"><p>1960</p></td></tr><tr><td><p>Korea (Süd)</p></td><td colspan="3"><p>1991</p></td></tr><tr><td><p>Kroatien</p></td><td colspan="3"><p>1992</p></td></tr><tr><td><p>Kuba</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Kuwait</p></td><td colspan="3"><p>1961</p></td></tr><tr><td><p>Laos</p></td><td colspan="3"><p>1964</p></td></tr><tr><td><p>Lesotho</p></td><td colspan="3"><p>1966 bis 1971 und seit 1980</p></td></tr><tr><td><p>Lettland</p></td><td colspan="3"><p>1991</p></td></tr><tr><td><p>Libanon</p></td><td colspan="3"><p>1948</p></td></tr><tr><td><p>Liberia</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Libyen</p></td><td colspan="3"><p>1952</p></td></tr><tr><td><p>Litauen</p></td><td colspan="3"><p>1991</p></td></tr><tr><td><p>Luxemburg</p></td><td colspan="3"><p>1920</p></td></tr><tr><td><p>Madagaskar</p></td><td colspan="3"><p>1960</p></td></tr><tr><td><p>Malawi</p></td><td colspan="3"><p>1965</p></td></tr><tr><td><p>Malaysia</p></td><td colspan="3"><p>1957</p></td></tr><tr><td><p>Malediven</p></td><td colspan="3"><p>15. Mai 2009</p></td></tr><tr><td><p>Mali</p></td><td colspan="3"><p>1960</p></td></tr><tr><td><p>Malta</p></td><td colspan="3"><p>1965</p></td></tr><tr><td><p>Marokko</p></td><td colspan="3"><p>1956</p></td></tr><tr><td><p>Marshallinseln</p></td><td colspan="3"><p>3. Juli 2007</p></td></tr><tr><td><p>Mauretanien</p></td><td colspan="3"><p>1961</p></td></tr><tr><td><p>Mauritius</p></td><td colspan="3"><p>1969</p></td></tr><tr><td><p>Mazedonien</p></td><td colspan="3"><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Mexiko</p></td><td colspan="3"><p>1931</p></td></tr><tr><td><p>Moldau</p></td><td colspan="3"><p>1992</p></td></tr><tr><td><p>Mongolei</p></td><td colspan="3"><p>1968</p></td></tr><tr><td><p>Montenegro</p></td><td colspan="3"><p>14. Juli 2006</p></td></tr><tr><td><p>Mosambik</p></td><td colspan="3"><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>Myanmar</p></td><td colspan="3"><p>1948</p></td></tr><tr><td><p>Namibia</p></td><td colspan="3"><p>1978</p></td></tr><tr><td><p>Nepal</p></td><td colspan="3"><p>1966</p></td></tr><tr><td><p>Neuseeland</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Nicaragua</p></td><td colspan="3"><p>1919 bis 1938 und seit 1957</p></td></tr><tr><td><p>Niederlande</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Niger</p></td><td colspan="3"><p>1961</p></td></tr><tr><td><p>Nigeria</p></td><td colspan="3"><p>1960</p></td></tr><tr><td><p>Norwegen</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Oman</p></td><td colspan="3"><p>1994</p></td></tr><tr><td><p>Österreich</p></td><td colspan="3"><p>1919 bis 1938 und seit 1947</p></td></tr><tr><td><p>Pakistan</p></td><td colspan="3"><p>1947</p></td></tr><tr><td><p>Palau</p></td><td colspan="3"><p>2012</p></td></tr><tr><td><p>Panama</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Papua-Neuguinea</p></td><td colspan="3"><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>Paraguay</p></td><td colspan="3"><p>1919 bis 1937 und seit 1956</p></td></tr><tr><td><p>Peru</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Philippinen</p></td><td colspan="3"><p>1948</p></td></tr><tr><td><p>Polen</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Portugal</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Ruanda</p></td><td colspan="3"><p>1962</p></td></tr><tr><td><p>Rumänien</p></td><td colspan="3"><p>1919 bis 1942 und seit 1956</p></td></tr><tr><td><p>Russland</p></td><td colspan="3"><p>1934 bis 1940 und seit 1954</p></td></tr><tr><td><p>Salomon-Inseln</p></td><td colspan="3"><p>1984</p></td></tr><tr><td><p>Sambia</p></td><td colspan="3"><p>1964</p></td></tr><tr><td><p>Samoa</p></td><td colspan="3"><p>11. März 2005</p></td></tr><tr><td><p>San Marino</p></td><td colspan="3"><p>1982</p></td></tr><tr><td><p>Sao Tomé und Principe</p></td><td colspan="3"><p>1982</p></td></tr><tr><td><p>Saudi-Arabien</p></td><td colspan="3"><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>Schweden</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Schweiz</p></td><td colspan="3"><p>1920</p></td></tr><tr><td><p>Senegal</p></td><td colspan="3"><p>1960</p></td></tr><tr><td><p>Serbien</p></td><td colspan="3"><p>1919 bis 1949 und seit 1951</p></td></tr><tr><td><p>Seychellen</p></td><td colspan="3"><p>1977</p></td></tr><tr><td><p>Sierra Leone</p></td><td colspan="3"><p>1961</p></td></tr><tr><td><p>Simbabwe</p></td><td colspan="3"><p>1980</p></td></tr><tr><td><p>Singapur</p></td><td colspan="3"><p>1965</p></td></tr><tr><td><p>Slowakei</p></td><td colspan="3"><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Slowenien</p></td><td colspan="3"><p>1992</p></td></tr><tr><td><p>Somalia</p></td><td colspan="3"><p>1960</p></td></tr><tr><td><p>Spanien</p></td><td colspan="3"><p>1920 bis 1941 und seit 1956</p></td></tr><tr><td><p>Sri Lanka</p></td><td colspan="3"><p>1948</p></td></tr><tr><td><p>St. Kitts und Nevis</p></td><td colspan="3"><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>St. Lucia</p></td><td colspan="3"><p>1980</p></td></tr><tr><td><p>St. Vincent und die Grenadinen</p></td><td colspan="3"><p>1995</p></td></tr><tr><td><p>Südafrika</p></td><td colspan="3"><p>1919 bis 1966 und seit 1994</p></td></tr><tr><td><p>Sudan</p></td><td colspan="3"><p>1956</p></td></tr><tr><td><p>Südsudan </p></td><td colspan="3"><p>2012</p></td></tr><tr><td><p>Suriname</p></td><td colspan="3"><p>1976</p></td></tr><tr><td><p>Swasiland</p></td><td colspan="3"><p>1975</p></td></tr><tr><td><p>Syrien</p></td><td colspan="3"><p>1947</p></td></tr><tr><td><p>Tadschikistan</p></td><td colspan="3"><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Tansania</p></td><td colspan="3"><p>1962</p></td></tr><tr><td><p>Thailand</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Timor-Leste</p></td><td colspan="3"><p>19. August 2003</p></td></tr><tr><td><p>Togo</p></td><td colspan="3"><p>1960</p></td></tr><tr><td><p>Tonga</p></td><td colspan="3"><p>2016</p></td></tr><tr><td><p>Trinidad und Tobago</p></td><td colspan="3"><p>1963</p></td></tr><tr><td><p>Tschad</p></td><td colspan="3"><p>1960</p></td></tr><tr><td><p>Tschechische Republik</p></td><td colspan="3"><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Tunesien</p></td><td colspan="3"><p>1956</p></td></tr><tr><td><p>Türkei</p></td><td colspan="3"><p>1932</p></td></tr><tr><td><p>Turkmenistan</p></td><td colspan="3"><p>1993</p></td></tr><tr><td><p>Tuvalu</p></td><td colspan="3"><p>27. Mai 2008</p></td></tr><tr><td><p>Uganda</p></td><td colspan="3"><p>1963</p></td></tr><tr><td><p>Ukraine</p></td><td colspan="3"><p>1954</p></td></tr><tr><td><p>Ungarn</p></td><td colspan="3"><p>1922</p></td></tr><tr><td><p>Uruguay</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Usbekistan</p></td><td colspan="3"><p>1992</p></td></tr><tr><td><p>Vanuatu</p></td><td colspan="3"><p>22. Mai 2003</p></td></tr><tr><td><p>Venezuela</p></td><td colspan="3"><p>1920 bis 1957 und seit 1958</p></td></tr><tr><td><p>Vereinigte Arabische Emirate</p></td><td colspan="3"><p>1972</p></td></tr><tr><td><p>Vereinigte Staaten</p></td><td colspan="3"><p>1934 bis 1977 und seit 1980</p></td></tr><tr><td><p>Vereinigtes Königreich</p></td><td colspan="3"><p>1919</p></td></tr><tr><td><p>Vietnam</p></td><td colspan="3"><p>1950 bis 1985 und seit 1992</p></td></tr><tr><td><p>Zentralafrikanische Republik</p></td><td colspan="3"><p>1960</p></td></tr><tr><td><p>Zypern</p></td><td colspan="3"><p>1960</p></td></tr></table></content></level></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>