<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2017-10-10-5A_784-2017.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para"> <b>5A_784/2017 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 10. Oktober 2017</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter von Werdt, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Zingg. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, Einzelgericht, </div> <div class="para">Beschwerdegegner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwältin Margherita Bortolani-Slongo. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Ausstand, Rechtsverzögerung (Ehescheidung, vorsorgliche Massnahmen), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 1. September 2017 (PC170012-O/U). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Bezirksgericht Zürich und das Obergericht des Kantons Zürich sind seit längerem mit eherechtlichen Verfahren zwischen A.________ und B.________ befasst. Am 13. September 2010 hatte B.________ um Eheschutzmassnahmen ersucht, worüber erstinstanzlich am 30. August 2013 und obergerichtlich am 15. April 2014 entschieden wurde. A.________ reichte am 28. Juni 2012 die Scheidungsklage ein. Am 5. April 2014 und am 20. Juni 2014 ersuchte er um vorsorgliche Abänderung des Eheschutzurteils, wobei er die Begehren in der Folge verschiedentlich änderte und ergänzte. Am 10. Februar 2016 fand eine Verhandlung über die vorsorglichen Massnahmen statt. Am 22. Februar 2016 ersuchte auch B.________ um vorsorgliche Abänderung des Eheschutzurteils. Die Parteien stellten seit der Hängigkeit des Scheidungsverfahrens zahlreiche Begehren (insbesondere auf Edition, Sistierung, Ausstand, Abtrennung der güterrechtlichen Auseinandersetzung), die Gegenstand ausgedehnter Schriftenwechsel (mit Fristerstreckungen) und teilweiser eigener Rechtsmittelverfahren wurden. </div> <div class="para">Mit Urteil vom 1. September 2017 wies das Obergericht eine Rechtsverzögerungsbeschwerde von A.________ ab, soweit es darauf eintrat. Auf ein Ausstandsbegehren gegen den erstinstanzlichen Richter trat es nicht ein. </div> <div class="para">Am 7. Oktober 2017 hat A.________ (Beschwerdeführer) gegen dieses Urteil Beschwerde an das Bundesgericht erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer hat seine Beschwerde auf Englisch und Deutsch verfasst. Zu beachten sind einzig die auf Deutsch verfassten Teile (<span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span>). Unzulässig sind dabei die neuen Anträge des Beschwerdeführers auf Feststellung von Verletzungen der EMRK und auf Festsetzung von Zeitlimiten für Fälle mit Kindern (<span class="artref">Art. 99 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para">Der Rechtsverzögerungsvorwurf scheint sich auf das Massnahmeverfahren zu beschränken, womit vor Bundesgericht einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden kann (<span class="artref">Art. 98 BGG</span>) und die Beschwerde den strengen Rügeanforderungen von <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span> zu genügen hat (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=29.09.2017&amp;to_date=18.10.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-249%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page249">BGE 133 II 249</a> E. 1.4.2 S. 254). Das Ausstandsbegehren scheint sich hingegen auch auf das Scheidungsverfahren zu beziehen, womit Rechtsverletzungen nach Art. 95 bis <span class="artref">Art. 97 BGG</span> gerügt werden können und die allgemeinen Begründungsanforderungen von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> gelten (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=29.09.2017&amp;to_date=18.10.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-86%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page86">BGE 140 III 86</a> E. 2 S. 88 f.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=20&amp;from_date=29.09.2017&amp;to_date=18.10.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">140 III 115</a> E. 2 S. 116). Die Beschwerde genügt jedoch offensichtlich weder den Anforderungen von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> noch denjenigen von <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>. </div> <div class="para">Auf die Erwägungen des Obergerichts zum Ausstandsgesuch geht der Beschwerdeführer vor Bundesgericht mit keinem Wort ein. Das Obergericht hat erwogen, entsprechende Begehren gegen erstinstanzliche Richter müssten zuerst vom erstinstanzlichen Gericht beurteilt werden. Ein solcher erstinstanzlicher Entscheid liege nicht vor, der Beschwerdeführer habe vielmehr erstmals im kantonalen Beschwerdeverfahren ein Ausstandsbegehren gestellt, womit darauf mangels Zuständigkeit nicht einzutreten sei. </div> <div class="para">Mit den Erwägungen des Obergerichts zur Rechtsverzögerung befasst sich der Beschwerdeführer ebenfalls nicht in genügender Weise. Das Obergericht hat erwogen, es seien keine grossen Lücken im prozessualen Handeln auszumachen. Es habe verschiedene Rechtsmittelverfahren gegeben und das Verfahren sei auch eine Zeit lang sistiert gewesen. Aufgrund der Editionsbegehren und der Abänderungsanträge der Parteien sowie der teilweise nur verzögert eingereichten Unterlagen habe nicht entschieden werden können, ohne einer der Parteien dadurch das Replikrecht abzuschneiden. Der Beschwerdeführer selber habe eine abschliessende Verhandlung zu Beginn des laufenden Jahres abgelehnt. Der Beschwerdeführer geht darauf vor Bundesgericht nicht konkret ein, sondern beklagt sich bloss allgemein über die Verfahrensdauer und wirft dem Obergericht übermässige Verfahrensorientiertheit vor. </div> <div class="para">Am Rande macht der Beschwerdeführer geltend, das Obergericht habe seine Beschwerde ohne Anhörung abgewiesen und ihm eine "Geldstrafe" von Fr. 800.-- auferlegt. Der Beschwerdeführer legt aber nicht dar, wieso er vor Obergericht nochmals hätte angehört werden müssen. Beim Betrag von Fr. 800.-- handelt es sich nicht um eine Strafe, sondern um die obergerichtlichen Gerichtskosten. Mit den Grundsätzen der Kostenverteilung, die vom Obergericht dargelegt worden sind, befasst sich der Beschwerdeführer nicht. </div> <div class="para">Die Beschwerde erweist sich damit als offensichtlich unzulässig und sie enthält offensichtlich keine hinreichende Begründung. Darauf ist im vereinfachten Verfahren gemäss <span class="artref"><artref id="CH/173.110/108/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/a" type="start"></artref>Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG</span><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/108/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/b" type="end"></artref> durch den Abteilungspräsidenten nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 10. Oktober 2017 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: von Werdt </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Zingg </div> </div></body></html>