<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 7} </div> <div class="para">I 106/95 Hm </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>II. Kammer </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsidentin Widmer, Bundesrichter Rüedi und Lustenberger; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Nussbaumer </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Urteil vom 19. Januar 1996 </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.________, 1950, Beschwerdeführer, vertreten durch </div> <div class="para">Fürsprecher W.________, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle Bern, Monbijoustrasse 120, Bern, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Bern </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Mit Verfügung vom 3. März 1994 sprach die IV-Stelle </div> <div class="para">Bern I.________ (geboren 1950) gestützt auf einen Inva- </div> <div class="para">liditätsgrad von 50 % ab 1. November 1991 eine halbe ein- </div> <div class="para">fache Invalidenrente nebst Zusatzrente für die Ehefrau und </div> <div class="para">Kinderrente zu. </div> <div class="para"> Die hiegegen erhobene Beschwerde, mit welcher die Aus- </div> <div class="para">richtung einer ganzen Invalidenrente ab 1. Februar 1989 </div> <div class="para">beantragt wurde, hiess das Verwaltungsgericht des Kantons </div> <div class="para">Bern mit Entscheid vom 16. Februar 1995 insofern teilweise </div> <div class="para">gut, als es den Beginn der halben Rente auf den 1. Februar </div> <div class="para">1989 festsetzte. Im übrigen wies es die Beschwerde ab. </div> <div class="para">Diesen Entscheid erhielt der Rechtsvertreter des Beschwer- </div> <div class="para">deführers am 1. März 1995 zugestellt. </div> <div class="para"> Mit Eingabe vom 31. März 1995 lässt I.________ durch </div> <div class="para">seinen Rechtsvertreter Verwaltungsgerichtsbeschwerde ein- </div> <div class="para">reichen mit dem Antrag, in Aufhebung des vorinstanzlichen </div> <div class="para">Entscheides sei ihm für die Zeit ab 1. Februar 1989 eine </div> <div class="para">ganze Invalidenrente auszurichten. Ferner ersucht er um </div> <div class="para">unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung. Gleich- </div> <div class="para">zeitig beantragte der Rechtsvertreter, es sei ihm eine </div> <div class="para">Nachfrist gemäss <span class="artref">Art. 108 Abs. 3 OG</span> anzusetzen und die Be- </div> <div class="para">schwerdefrist wiederherzustellen, da seine bereits einmal </div> <div class="para">operierte Achillessehne am 29. März 1995 erneut gerissen </div> <div class="para">sei und eine zweite Operation notwendig werde. Mit Schrei- </div> <div class="para">ben vom 4. April 1995 wies das Eidgenössische Versiche- </div> <div class="para">rungsgericht den Rechtsvertreter darauf hin, dass die Wie- </div> <div class="para">derherstellung gegen die Folgen der Versäumung einer Frist </div> <div class="para">nur dann erteilt werden könne, wenn neben dem Wiederher- </div> <div class="para">stellungsbegehren innert Frist auch die versäumte Rechts- </div> <div class="para">handlung nachgeholt werde. Am 3. Mai 1995 reichte der </div> <div class="para">Rechtsvertreter die Beschwerdeergänzung ein. - Die </div> <div class="para">IV-Stelle schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichts- </div> <div class="para">beschwerde, während das Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para">auf eine Vernehmlassung verzichtet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 1.- a) Gemäss Art. 106 Abs. 1 in Verbindung mit </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 132 OG</span> ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde dem Eid- </div> <div class="para">genössischen Versicherungsgericht innert 30 Tagen seit </div> <div class="para">Eröffnung des vorinstanzlichen Entscheides einzureichen. </div> <div class="para">Diese Frist kann gemäss <span class="artref">Art. 33 Abs. 1 OG</span> (anwendbar nach </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 135 OG</span>) nicht erstreckt werden. Die Beschwerdeschrift </div> <div class="para">hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis- </div> <div class="para">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder </div> <div class="para">seines Vertreters zu enthalten (<span class="artref">Art. 108 Abs. 2 OG</span>). Diese </div> <div class="para">Bestimmung soll dem Richter hinreichende Klarheit darüber </div> <div class="para">verschaffen, worum es beim Rechtsstreit geht. Nach der Pra- </div> <div class="para">xis genügt es, wenn dies der Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">insgesamt entnommen werden kann. Insbesondere muss zumin- </div> <div class="para">dest aus der Beschwerdebegründung ersichtlich sein, was der </div> <div class="para">Beschwerdeführer verlangt und auf welche Tatsachen er sich </div> <div class="para">beruft. Die Begründung braucht nicht zuzutreffen, aber sie </div> <div class="para">muss sachbezogen sein. Fehlt der Antrag oder die Begründung </div> <div class="para">überhaupt und lassen sie sich auch nicht der Beschwerde- </div> <div class="para">schrift entnehmen, so liegt keine rechtsgenügliche Be- </div> <div class="para">schwerde vor, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=01.01.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F101-V-127%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page127">BGE 101 V 127</a>; ZAK 1988 S. 519 Erw. 1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 2 OG</span> hat die Beschwerdeschrift </div> <div class="para">u.a. die Begehren und deren Begründung zu enthalten. Lassen </div> <div class="para">die Begehren oder deren Begründung die nötige Klarheit ver- </div> <div class="para">missen und stellt sich die Beschwerde nicht als offensicht- </div> <div class="para">lich unzulässig heraus, so ist dem Beschwerdeführer eine </div> <div class="para">kurze Nachfrist zur Behebung des Mangels anzusetzen </div> <div class="para">(<span class="artref">Art. 108 Abs. 3 OG</span>). Nach dieser Bestimmung ist eine </div> <div class="para">Fristansetzung durch das Eidgenössische Versicherungsge- </div> <div class="para">richt ausgeschlossen, wenn die Beschwerde überhaupt keine </div> <div class="para">Begehren oder Begründung enthält. Diese müssen - wenn auch </div> <div class="para">nur summarisch - innerhalb der Frist von <span class="artref">Art. 106 Abs. 1 OG</span> </div> <div class="para">eingereicht werden (<a class="bgeref_id" href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=01.01.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F104-V-178%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page178">BGE 104 V 178</a>, 101 V 18 Erw. 1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> c) Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat zwar </div> <div class="para">seine Eingabe vom 31. März 1995 innerhalb der 30tägigen </div> <div class="para">Beschwerdefrist eingereicht. Weiter sind darin auch Anträge </div> <div class="para">enthalten. Indessen fehlt es unbestrittenermassen an einer </div> <div class="para">sachbezogenen Begründung, denn der Rechtsvertreter setzt </div> <div class="para">sich mit dem angefochtenen Entscheid in keiner Weise aus- </div> <div class="para">einander. Der pauschale Hinweis auf die vorinstanzliche </div> <div class="para">Beschwerdeschrift vom 6. April 1994 genügt der Begründungs- </div> <div class="para">pflicht nicht (SVR 1995 ALV Nr. 53 S. 161 Erw. 1 mit Hin- </div> <div class="para">weisen). Aus diesem Grunde ist die Ansetzung einer Nach- </div> <div class="para">frist gestützt auf <span class="artref">Art. 108 Abs. 3 OG</span> ausgeschlossen. Die </div> <div class="para">Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 31. März 1995 genügt </div> <div class="para">somit den gesetzlichen Anforderungen nicht, weshalb auf sie </div> <div class="para">nicht eingetreten werden kann, es sei denn, die Frist zur </div> <div class="para">Einreichung der Begründung könne wieder hergestellt werden, </div> <div class="para">wie dies in den Eingaben vom 31. März und 3. Mai 1995 bean- </div> <div class="para">tragt wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 2.- a) Die versäumte Frist kann wiederhergestellt wer- </div> <div class="para">den, wenn der Gesuchsteller oder sein Vertreter durch ein </div> <div class="para">unverschuldetes Hindernis abgehalten worden ist, innert </div> <div class="para">Frist zu handeln, und binnen zehn Tagen nach Wegfall des </div> <div class="para">Hindernisses unter Angabe desselben die Wiederherstellung </div> <div class="para">verlangt und die versäumte Rechtshandlung nachholt (Art. 35 </div> <div class="para">Abs. 1 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 135 OG</span>). Das Gesetz lässt </div> <div class="para">somit die Wiederherstellung nur zu, wenn der Partei (und </div> <div class="para">gegebenenfalls ihrem Vertreter) kein Vorwurf gemacht werden </div> <div class="para">kann (<a class="bgeref_id" href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=01.01.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F112-V-255%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page255">BGE 112 V 255</a> Erw. 2a, 110 Ib 94Erw. 2, 107 Ia 169 </div> <div class="para">Erw. 2a). Krankheit (bzw. ein Unfall, <a class="bgeref_id" href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=01.01.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F108-V-109%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page110">BGE 108 V 110</a> </div> <div class="para">Erw. 2c) kann ein unverschuldetes, zur Wiederherstellung </div> <div class="para">führendes Hindernis sein (<a class="bgeref_id" href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=01.01.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F112-V-255%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page255">BGE 112 V 255</a> Erw. 2a, 108 V 110 </div> <div class="para">Erw. 3; <u>Gygi</u>, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., </div> <div class="para">S. 62). Doch muss die Erkrankung derart sein, dass der </div> <div class="para">Rechtsuchende durch sie davon abgehalten wird, selber </div> <div class="para">innert Frist zu handeln oder doch eine Drittperson mit </div> <div class="para">der Vornahme der Prozesshandlung zu betrauen (EVGE 1969 </div> <div class="para">S. 150). So hat das Eidgenössische Versicherungsgericht die </div> <div class="para">Wiederherstellung gewährt: einem an einer schweren Lungen- </div> <div class="para">entzündung leidenden, hospitalisierten 60jährigen Ver- </div> <div class="para">sicherten (in <a class="bgeref_id" href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=01.01.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F102-V-140%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page140">BGE 102 V 140</a> nicht veröffentlichte Erw. 1 </div> <div class="para">des Urteils P. vom 14. September 1976), ebenso einem Ver- </div> <div class="para">sicherten, der wegen schwerer nachoperativer Blutungen mas- </div> <div class="para">sive zerebrale Veränderungen aufwies, intellektuell stark </div> <div class="para">beeinträchtigt und daher während der gesamten Rechtsmittel- </div> <div class="para">frist weder fähig war, selber Beschwerde zu erheben, noch </div> <div class="para">sich bewusst werden konnte, dass er jemanden mit der In- </div> <div class="para">teressenwahrung hätte betrauen sollen (ZAK 1981 S. 523 </div> <div class="para">Erw. 2b). Nicht gewährt hat das Gericht die Wiederherstel- </div> <div class="para">lung dagegen in Fällen eines immobilisierten rechten Armes </div> <div class="para">bzw. einer schweren Grippe, wo keine objektiven Anhalts- </div> <div class="para">punkte dafür bestanden und dies auch nicht weiter belegt </div> <div class="para">wurde, dass der Rechtsuchende nicht imstande gewesen wäre, </div> <div class="para">trotz der Behinderung fristgerecht zu handeln oder nötigen- </div> <div class="para">falls einen Vertreter mit der Interessenwahrung zu beauf- </div> <div class="para">tragen (<a class="bgeref_id" href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=01.01.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F112-V-255%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page255">BGE 112 V 255</a> Erw. 2a; unveröffentlichte Urteile D. </div> <div class="para">vom 21. Februar 1984, H 25/84, und R. vom 29. Juni 1977, </div> <div class="para">H 101/77). </div> <div class="para"> Bedeutsam für die Frage, ob Krankheit im Sinne eines </div> <div class="para">unverschuldeten Hindernisses die Partei von eigenem frist- </div> <div class="para">gerechten Handeln oder der Beauftragung eines Dritten abge- </div> <div class="para">halten hat, ist vor allem die letzte Zeit der Rechtsmittel- </div> <div class="para">frist, weil die gesetzliche Regelung jedermann dazu berech- </div> <div class="para">tigt, die notwendige Rechtsschrift erst gegen das Ende der </div> <div class="para">Frist auszuarbeiten und einzureichen. Erkrankt die Partei </div> <div class="para">ernsthaft gegen das Ende der Frist, so wird sie im allge- </div> <div class="para">meinen nicht in der Lage sein, selber zu handeln oder einen </div> <div class="para">Dritten zu beauftragen, weshalb in solchen Fällen die Wie- </div> <div class="para">derherstellung zu gewähren ist (<a class="bgeref_id" href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=01.01.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F112-V-255%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page256">BGE 112 V 256</a>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers erlitt am </div> <div class="para">29. März 1995, am drittletzten Tag der laufenden Beschwer- </div> <div class="para">defrist, an der operierten Achillessehne erneut einen Riss. </div> <div class="para">Nach der Darstellung in der Eingabe vom 3. Mai 1995 dauerte </div> <div class="para">die Arbeitsunfähigkeit des Rechtsvertreters, bedingt durch </div> <div class="para">die Schmerzen und die Notwendigkeit, das Bein hochzulagern </div> <div class="para">zur Abschwellung des Fusses, vom 29. März bis zum 9. April </div> <div class="para">1995 und bestand erneut in der Zeit vom 12. bis zum </div> <div class="para">17. April 1995 während des Spitalaufenthaltes. Damit jedoch </div> <div class="para">ein Unfall (<a class="bgeref_id" href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=01.01.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F108-V-109%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page110">BGE 108 V 110</a> Erw. 2c) ein unverschuldetes, zur </div> <div class="para">Wiederherstellung führendes Hindernis ist, muss er derart </div> <div class="para">sein, dass der Rechtsuchende bzw. sein Vertreter dadurch </div> <div class="para">davon abgehalten wird, selber innert Frist zu handeln oder </div> <div class="para">doch eine Drittperson mit der Vornahme der Prozesshandlung </div> <div class="para">zu betrauen (vgl. Erw. 2a hievor). Nicht entscheidend ist </div> <div class="para">die Arbeitsunfähigkeit, sondern die Unfähigkeit, entweder </div> <div class="para">selbst die Prozesshandlung vorzunehmen oder damit einen </div> <div class="para">geeigneten Substituten zu beauftragen oder aber den Klien- </div> <div class="para">ten auf die Notwendigkeit der Fristeinhaltung aufmerksam zu </div> <div class="para">machen (<a class="bgeref_id" href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=01.01.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-II-86%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page87">BGE 119 II 87</a> Erw. 2a mit Hinweisen). Im vorliegen- </div> <div class="para">den Fall geht aus der vom Rechtsvertreter des Beschwerde- </div> <div class="para">führers verfassten Eingabe vom 31. März 1995 hervor, dass </div> <div class="para">dieser in der Lage war, innert der Beschwerdefrist dem Eid- </div> <div class="para">genössischen Versicherungsgericht eine Verwaltungsgerichts- </div> <div class="para">beschwerde mit einem Wiederherstellungsgesuch einzureichen. </div> <div class="para">Dass er in der Zeit vom 29. bis 31. März 1995 ausserstande </div> <div class="para">gewesen wäre, sei es in Übereinstimmung mit der Vollmacht </div> <div class="para">einen Substituten beizuziehen oder wenigstens seinen </div> <div class="para">- nicht verhinderten - Klienten auf die ihm obliegende </div> <div class="para">Pflicht zur Wahrung der Beschwerdefrist aufmerksam zu </div> <div class="para">machen, wird in den beiden Eingaben vom 31. März und 3. Mai </div> <div class="para">1995 nicht behauptet. Vielmehr war er in der Lage, am </div> <div class="para">31. März 1995 eine Eingabe einzureichen, so dass es am </div> <div class="para">Nachweis fehlt, sein gesundheitlicher Zustand habe in der </div> <div class="para">Zeit vom 29. bis 31. März 1995 die wenig arbeitsintensive </div> <div class="para">Bestellung eines Vertreters oder die blosse Benachrichti- </div> <div class="para">gung des Klienten ausgeschlossen. Ein unverschuldetes Hin- </div> <div class="para">dernis im Sinne von <span class="artref">Art. 35 Abs. 1 OG</span> liegt unter diesen </div> <div class="para">Umständen nicht vor (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=01.01.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-II-86%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page88">BGE 119 II 88</a> Erw. 2b mit Hinwei- </div> <div class="para">sen). Das hat zur Folge, dass auf die erst mit Eingabe vom </div> <div class="para">3. Mai 1995 rechtsgenüglich begründete Verwaltungsgerichts- </div> <div class="para">beschwerde nicht einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 3.- Selbst wenn das Wiederherstellungsbegehren gutzu- </div> <div class="para">heissen und auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde einzutre- </div> <div class="para">ten wäre, müsste diese als unbegründet abgewiesen werden. </div> <div class="para">Nach dem Gutachten des Dr. med. H.________, Psychiater FMH, </div> <div class="para">vom 29. April 1992 ist die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde- </div> <div class="para">führers für eine angepasste Erwerbstätigkeit aus psychia- </div> <div class="para">trischer Sicht nicht eingeschränkt und dem Beschwerdeführer </div> <div class="para">eine übliche tägliche Arbeitsleistung möglich und zumutbar. </div> <div class="para">Das Zentrum für Medizinische Begutachtungen (ZMB) hält im </div> <div class="para">Gutachten vom 7. Dezember 1990 fest, die Arbeits- </div> <div class="para">fähigkeit des Beschwerdeführers als Maurer liege unter </div> <div class="para">einem Drittel, als Allround-Handwerker bei 50 %. Gestützt </div> <div class="para">auf diese beiden Gutachten, auf welche das kantonale Ge- </div> <div class="para">richt zu Recht abgestellt hat, kann von einer beachtlichen </div> <div class="para">Restarbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit </div> <div class="para">ausgegangen werden. Bei zumutbarer Verwertung dieser Rest- </div> <div class="para">arbeitsfähigkeit könnte der Beschwerdeführer auf dem ihm </div> <div class="para">offenstehenden, ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein Einkommen </div> <div class="para">erzielen, das einen Drittel des hypothetischen Validen- </div> <div class="para">einkommens von rund Fr. 60 000.- übersteigt. Unter diesen </div> <div class="para">Umständen besteht kein Anspruch auf eine ganze Rente. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 4.- Da sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als </div> <div class="para">offensichtlich unzulässig erweist, ist das Gesuch um unent- </div> <div class="para">geltliche Rechtspflege, soweit es nicht wegen der Kosten- </div> <div class="para">freiheit des Verfahrens (<span class="artref">Art. 134 OG</span>) ohnehin gegenstands- </div> <div class="para">los ist, abzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Das Wiederherstellungsgesuch wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV.Das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">V.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsge- </div> <div class="para"> richt des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche </div> <div class="para"> Abteilung, der Ausgleichskasse des Kantons Bern und </div> <div class="para"> dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 19. Januar 1996 </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin der II. Kammer: </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html></html>