B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-2422/2011 U r t e i l v o m 9 . A p r i l 2 0 1 3 Besetzung Richterin Christa Luterbacher (Vorsitz), Richter Walter Lang, Richterin Muriel Beck Kadima, Gerichtsschreiberin Gabriela Oeler. Parteien A._______, geboren am […], Sri Lanka, c/o Schweizerische Vertretung in […] Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; Ver- fügung des BFM vom 28. Februar 2011 / N […]. E-2422/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer, ein srilankischer Staatsangehöriger […] Ethnie und […] Glaubens aus B._______, suchte mit undatierter schriftlicher Eingabe (Eingang bei der Schweizerischen Vertretung in Colombo am 24. März 2010) um Asyl nach. In seiner Eingabe machte er geltend, er sei zusammen mit […] Kollegen, welche wie er [den Politiker C._______] u n- terstützt hätten […], vom "Criminal Investigation Departement" (CID) und dem "Terrorist Investigation Departement" (TID) unter dem Vorwurf, […] zu planen, festgenommen worden. Sie alle seien gestützt auf den "Terr o- rist-Act" während […] Tagen festgehalten worden. Das Internationale R o- te Kreuz (IKRK) habe sie in der Haft besucht, sie registriert und ihnen ei- ne Haftbestätigung ausgestellt. Seine Frau habe sich bei der Mensche n- rechtskommission beschwert. C._______ sei […] betrogen worden und befinde sich gegenwärtig im Gefängnis. Er erhalte häufig Todesdrohu n- gen von Unbekannten. Sein Leben sei in äusserster Gefahr, doch könne er gegenwärtig seine Unterstützung für […] und den Kampf für Demokr a- tie nicht aufgeben. Er sei im Übrigen als […] tätig. […]. Aus Angst um se i- ne und die Sicherheit der Familie lebe er im Moment an verschiedenen Orten. Die Situation habe auch zum Erliegen seiner […] Tätigkeit als […] geführt. Er hoffe, dass die Schweiz Demokratiebemühungen und Werte wie die Meinungsfreiheit unterstütze, ihm Sicherheit garantiere und ihn […] unterstütze. Der Eingabe lagen eine Art Lebenslauf ("Bio -Data"), ein Antragsformular für die Erteilung eines Schengen Visums sowie ein fremdsprachiges Dokument bei. B. Mit E-mail vom 30. März 2010 teilte der Beschwerdeführer der Schweiz e- rischen Vertretung in Colombo die Änderung seiner Telefonnummer im Hinblick auf eine Kontaktnahme für ein baldiges Interview mit. C. Mit Schreiben vom 15. April 2010 lud die Schweizerische Vertretung in Colombo den Beschwerdeführer zu einem Interview am 4. Mai 2010 ein. Anlässlich dieser Anhörung führte er einleitend Folgendes aus: Er bea b- sichtige, zusammen mit zwei seiner persönlichen Assistenten, welche ebenfalls als […] gearbeitet hätten, nach […] oder […] auszureisen und dort seine Probleme dem UNHCR zu präsentieren. Bezüglich dieser Probleme führte er auf Nachfrage hin aus, er habe in Sri Lanka zuerst während sechs Monaten für […] D._______ […] gearbeitet, dann habe er im November 2009 zur […] gewechselt, wo er fortan als […] in E-2422/2011 Seite 3 C._______s Diensten gestanden habe. Er sei nach wie vor in dieser Posi- tion tätig, doch wolle er diesen Posten nu n verlassen. […]. Er habe unter E._______ gearbeitet, welcher ihm Instruktionen erteilt habe. Seine T ä- tigkeit [...] habe er hauptsächlich mit dem Telefon und dem Internet au s- geführt. […]. Er habe in seinem eigenen Namen über eine Million elektr o- nische Nachrichten verschickt. Am 29. Januar 2010 sei er zusammen mit weiteren […] Personen im Büro […] verhaftet worden. Man habe ihnen […] vorgeworfen. Er selbst sei während […] Tagen festgehalten worden. Misshandelt worden sei er nicht. Mittlerweile seien alle Mit verhafteten wieder auf freiem Fuss. Während der Haft seien ihm viele Fragen zum Dateninhalt des Computers […] und zu dessen Verhaftung gestellt wo r- den. Auch sei nach Hinweisen gesucht worden, um die Ermordung von F._______ dem […] in die Schuhe zu schieben . Einmal seien sie vom IKRK besucht worden. Am 22. Februar 2010 habe er vor dem Magistrat erscheinen und das Einvernahmeprotokoll unterzeichnen müssen. Dann sei er freigelassen worden. Seither habe er sich bei einem Freund in G._______ aufgehalten. Gegenwärtig werde er von Unbekannten am T e- lefon bedroht. Bei den Drohenden müsse es sich um Leute der […] ha n- deln, die nicht wollten, dass er sich für Politik und C._______ einsetze. Die Leute hätten auch seine Frau bedroht und ihr vorgehalten, ihr Eh e- mann habe [ …] wollen. Sie hätten seit November 2009 wiederholt schmutzig geredet und Steine und andere Gegenstände geworfen, so letztmals vor zwei Wochen. Er habe über das Internet diverse internati o- nale Hilfsorganisationen kontaktiert, doch diese hätten seine Beschw er- den nicht akzeptiert. Man habe ihm unter anderem gesagt, dass man ihm nicht helfen könne, solange er sich innerhalb des Landes befinde. Er h a- be seine Rechte in Sri Lanka auch deshalb nicht weiter verfolgen können, da er nicht in der Lage gewesen sei, die Anwälte zu bezahlen. Nun habe er einen Flug nach H._______ gebucht. Dort wolle er zuerst […] und d a- bei über die psychologischen Folgen des […] auf die beteiligten Familien berichten, später wolle er Freunde in I._______ besuchen. Von letzteren erwarte er sich Hilfe, damit er dort seinen Fall präsentieren könne. Es spiele ihm grundsätzlich keine Rolle, wo er hingehe, Hauptsache sei, dass er später seine Familie aus dem Land bringen […] könne. Vorerst werde er zwecks Vornahme von Abklärungen das Land jedoch ohne Fa- milie verlassen. Anlässlich der Anhörung reichte der Beschwerdeführer eine mehrseitige Niederschrift seiner Probleme zu den Akten. Er wurde sodann aufgefo r- dert, allfällige Beweismittel nachzureichen. E-2422/2011 Seite 4 D. Am 4. Mai 2010 übersandte die Botschaft die bi sherigen Unterlagen zum Asylgesuch dem BFM zum Entscheid. E. Am 18. Mai 2010 (Eingang Botschaft) stellte der Beschwerdeführer der Schweizerischen Vertretung zwei von ihm verfasste, weitgehend ident i- sche Schreiben in Kopie zu, welche an den Generalsekretär der Vereinig- ten Nationen (United Nations, UN) beziehungsweise an den UN - Flüchtlingskommissar in I._______ adressiert waren, und in welchen er seine Lage sowie diejenige der übrigen […] und Getreuen C._______s beschrieb. Das Schreiben an den Generalsekretär w ar von diversen […] mitunterzeichnet worden. F. Mit Schreiben vom 2. Juni 2010 teilte der Beschwerdeführer mit, er halte sich gegenwärtig in I._______ auf. Er ersuchte darum, sein Asyl- und Ein- reiseverfahren von I._______ aus weiterführen zu dürfen, und tei lte dazu seine neue Adresse mit. Sodann machte er darauf aufmerksam, dass sich auch weitere […] aus Sri Lanka in I._______ aufhielten. Sie seien a l- le in einer schwierigen Situation und könnten nicht nach Sri Lanka z u- rückkehren, da man von ihnen erwarte, da ss sie […] aussagten. Sie könnten [C.] aber nicht betrügen, sei dieser doch ein wirklicher Held. Die gegnerischen Anwälte würden sie jedoch unter Druck setzen. Von den Angestellten C._______s würden falsche Zeugenaussagen erpresst. Man verlange von ihnen z u bezeugen, dass C._______ geplant hätte, […]. Damit werde bezweckt, […]¨seine Karriere zu beenden, ihn strafrechtlich zu verurteilen und für längere Zeit zu inhaftieren. Die […] drohten für den Fall der Verweigerung der Falschaussage mit weiteren Anklagen - ihnen würde diesfalls […] zur Last gelegt. Auch deshalb hätten sie sich für das Exil entschieden. G. Am 22. Juni 2010 reichte der Beschwerdeführer eine Kopie eines Schre i- bens an einen UN -Repräsentanten in I._______ ein, in welchem er auch diesem seine Si tuation und diejenigen der übrigen geflüchteten […] da r- stellte. Das Schreiben ist weitgehend identisch mit den unter Bst. E e r- wähnten Schreiben. Am 9. Juli 2010 stellte er der Schweizer Vertretung in I._______ ein weitgehend identisches Schreiben zu. E-2422/2011 Seite 5 H. Mit Schreiben vom 29. Juni 2010 teilte der Beschwerdeführer der Schweizerischen Vertretung in Colombo seine Adresse in I._______ mit. I. Mit Schreiben vom 2. August 2010 wies der Beschwerdeführer auf die prekäre finanzielle Situation sämtlicher geflüchteter […] in I._______ hin und ersuchte um beförderliche Behandlung ihrer Anliegen. J. Mit undatiertem Schreiben an die Schweizerische Vertretung in I._______ (dortiger Eingang am 26. November 2010) teilten der Beschwerdeführer und die weiteren Geflohenen unter anderem mit, sie seien wegen ihres il- legalen Aufenthaltes in I._______ (nach Ablauf der Visa) am […] kurzfris- tig festgenommen worden. Nach der Befragung seien sie aber ohne Au f- lagen wieder freigelassen worden. Das UNHCR habe ihnen geraten, die Adresse zu wech seln. I._______ habe nicht die Möglichkeit, sie zu b e- schützen. Zudem seien die in Sri Lanka verbliebenen Familien von einem Überläufer bedroht und zur Falschaussage gegen C._______ angehalten worden. Weiter sei eine Untersuchung wegen Mordes gegen sie ein gelei- tet worden […]. Der Regierung sei jedes Mittel recht, um sie als Kriminelle darzustellen. Aus all diesen Gründen seien sie in Gefahr und sowohl phy- sisch als auch psychisch angeschlagen, weshalb ihnen durch die Schweizerische Vertretung politisches Asyl zu gewähren sei. K. Am 7. Januar 2011 wurden dem BFM diverse Schreiben des Beschwe r- deführers und seiner Parteikollegen an die Schweizerische Vertretung in I._______ sowie an das dortige UNHCR, datierend vom 31. Dezember 2010 sowie vom 2. und 6. Januar 201 1, übermittelt. Der Beschwerdefü h- rer ersuchte darin die Schweizerische Vertretung um Gutheissung seines Asylgesuches. Damit könnten auch die Bussen wegen illegalen Aufen t- halts in I._______ reduziert werden, und das UNHCR würde sich ange b- lich für den Erhalt von Exitvisa für ihn und die übrigen […] einsetzen. In einem weiteren Schreiben wies der Beschwerdeführer auf die schwier i- gen Lebensbedingungen, die Angst vor einer Verhaftung durch die […] Behörden aufgrund des Ablaufs der Visa vor sieben Monaten sowie d ie Gefahr von Folter und Ermordung im Falle der Rückkehr nach Sri Lanka hin. Zudem machte er geltend, die Geflüchteten seien körperlich und psy- chisch krank und teilweise nahe am Selbstmord. Der Beschwerdeführer ersuchte in einem weiteren Schreiben um Ausst ellung von Flugtickets für E-2422/2011 Seite 6 die Reise in die Schweiz und zwecks Abwendung der erwähnten Bussen in I._______. In weiteren Schreiben (unter anderem an das UNHCR in I._______) machte der Beschwerdeführer geltend, […] der geflüchteten Parteikollegen seien in de r Zwischenzeit in I._______ verhaftet worden. Es sei davon auszugehen, dass die heimatlichen Behörden ihre Hände im Spiel gehabt hätten. Die Situation in I._______ habe sich verschlec h- tert. Gemäss dem […] Immigrations -Büro sei die Behörde auf der Suche nach den Geflüchteten. L. Am 20. Januar 2011 überreichte der Beschwerdeführer der Schweizer Vertretung in I._______ zwei Schreiben, datierend vom 19. und 20. Jan u- ar 2011, in welchen er erneut auf die schwierige Lage der geflüchteten […] in I._______ hinwies und die Schweizerische Vertretung um beförder- liche Behandlung der Asylgesuche ersuchte. M. Mit Entscheid vom 28. Februar 2011 wies das BFM das Gesuch des B e- schwerdeführers um Einreise in die Schweiz und Asylgewährung ab. Zur Begründung führte es einerseits aus, die Vorbringen vermöchten Art. 20 Abs. 2 und 3 AsylG in Verbindung mit Art. 3 AsylG nicht zu genügen. A n- dererseits seien aber auch die Vorausetzungen von Art. 52 Abs. 2 AsylG erfüllt, da es dem Beschwerdeführer zumutbar sei, in einem anderen as i- atischen Land (Philippinen, Korea oder Indien) um Schutz nachzusuchen. Der Entscheid wurde dem Beschwerdeführer via die Schweizerische Ve r- tretung in I._______ am 9. März 2011 eröffnet. N. Am 19. März 2011 teilte der Beschwerdeführer der Schweizerischen Ver - tretung in I._______ per E -mail mit, dass er mit dem Entscheid nicht ei n- verstanden sei und insbesondere die Erwägung des BFM unrichtig sei, wonach er ohne Auflagen freigelassen worden sei. Vielmehr gehe aus dem Freilassungsdokument hervor, dass er jederzeit wied er verhaftet werden könne, sollten sich neue Hinweise ergeben. Der Beschwerdefü h- rer stellte eine ausführliche Beschwerde in Aussicht. Diese werde er ei n- reichen, sobald er sich nicht mehr in I._______ aufhalte, wo es für ihn und die übrigen Geflüchteten […] gefährlich geworden sei. O. Per E -mail vom 28. März 2011 an die Schweizerische Vertretung in I._______ teilte der Beschwerdeführer mit, er und einer seiner Assiste n-E-2422/2011 Seite 7 ten seien auf Rat des UNHCR am 25. März 2011 illegal nach H._______ weitergereist. Er ersuchte um Information der Schweizerischen Vertretung in H._______ über seine Situation und um einen Gesprächstermin. Der Eingabe hängte der Beschwerdeführer diverse elektronische Zeitungsa r- tikel über […] und die Lage der Geflüchteten in I._______ an. Der B e- schwerdeführer ersuchte sodann um mehr Zeit für das Einreichen einer Beschwerde. P. Mit E -mail vom 13. April 2011 teilte der Beschwerdeführer mit, er habe seine Beschwerdeschrift der Schweizerischen Vertretung in H._______ zugestellt. Gleichzeitig machte er da rauf aufmerksam, dass er ohne V i- sum und versteckt in H._______ lebe. So könne er jedoch nicht weiterl e- ben, da seine Stimme in der Welt gehört werden müsse. Es sei besser, als Held zu sterben als wie ein Feigling zu leben. Q. Ebenfalls am 13. April 2011 über sandte die Schweizerische Vertretung in H._______ die Beschwerde des Beschwerdeführers vom 30. März 2011, welche dort am 1. April 2011 eingegangen sei, dem Bundesverwaltung s- gericht. Der Beschwerdeführer beantragte darin sinngemäss die Aufh e- bung der vorinst anzlichen Verfügung und die Bewilligung der Einreise sowie die Gewährung von Asyl. Der Beschwerde lagen ein Zeitungsartikel […], eine umfangreiche Beschwerdeschrift eines weiteren in der Schweiz um Asyl nachsuchenden […] (in Kopie), ein weitgehend unleserl iches fremdsprachiges Schreiben (in Kopie), das bereits aktenkundige Freila s- sungsdokument aus Sri Lanka aus dem Jahre 2010 (in Kopie) sowie zwei Presseartikel samt Kommentaren […] (aus dem Internet) bei. Auf die B e- schwerdevorbringen und die eingereichten D okumente wird – soweit für den Entscheid wesentlich - in den nachfolgenden Erwägungen eingegan- gen. R. Mit E -mail vom 20. April 2011 teilte die Schweizerische Vertretung in I.______ dem Beschwerdeführer bezugnehmend auf sein Fristverläng e- rungsgesuch vom 28. März 2011 mit, er habe ein solches Gesuch schrift- lich an das Bundesverwaltungsgericht zu richten. S. Am 4. Juni 2012 ersuchte das Bundesverwaltungsgericht das BFM um Vernehmlassung zur Beschwerde. E-2422/2011 Seite 8 T. In seiner Vernehmlassung vom 15. Juni 2012 beantragte das BFM die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte es an, der B e- schwerdeführer befinde sich mittlerweile in H._______, welches sich an die internationalen Normen betreffend Non-Refoulement von Flüchtlingen halte. Der Beschwerdeführer verfüge somit in H._______ (oder auch in anderen Staaten) über eine Aufenthaltsalternative. Zudem entbehrten die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Probleme mit […]-Mitgliedern jeglicher Substanz. Ferner sei darauf zu verweisen, dass sich die polit i- sche Situation in S ri Lanka seit der Festnahme des Beschwerdeführers geändert und sich die Lage […] weiter beruhigt habe. Es sei daher we i- terhin davon auszugehen, dass die sri lankischen Behörden kein Verfo l- gungsinteresse am Beschwerdeführer hätten. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den B e- hörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesve r- waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei- det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel, so auch vorliegend, endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2 005 [BGG, SR 173.110]). 1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das AsylG und das VGG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 1.3 Die Beschwerde ist frist - und formgerecht eingereicht. Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. E-2422/2011 Seite 9 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. Die Vernehmlassung des BFM vom 15. Juni 2012, in welcher im Wesen t- lichen bereits in der angefochtenen Verfügung einlässlich dargelegte A r- gumentationen aufgegriffen werden, wurde dem Beschwerdeführer aus prozessökonomischen Gründen bisher nicht zur Kenntnis gebracht. Sie ist ihm zusammen mit dem vorliegenden Urteil zuzustellen. 4. 4.1 Das Parlament hat am 28. September 2012 gestützt auf Art. 165 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) Teile der neuesten Revision des AsylG in der Form ei nes dringlichen Bundesgesetzes erlassen. Gemäss Parl a- mentsbeschluss sind die entsprechenden Gesetzesbestimmungen am 29. September 2012 in Kraft getreten. Betroffen von der Gesetzesänd e- rung sind auch die Bestimmungen betreffend Stellen eines Asylgesuches im Ausland. Letztere Möglichkeit ist fortan nicht mehr gegeben, die en t- sprechenden Regelungen wurden mit der Revision ausser Kraft gesetzt (vgl. AS 2012 5359). Gemäss den Übergangsbestimmungen zur Änd e- rung vom 28. September 2012 sollen jedoch für Asylgesuche, die im Aus- land vor dem Inkrafttreten dieser Gesetzesänderung gestellt wurden, die Art. 12, 19, 20, 41 Abs. 2, 52 und 68 AsylG in der bisherigen Fassung weiterhin gelten. Mit anderen Worten ist für bereits vor dem 29. September 2012 hängige Asylgesuche wi e dem vorliegenden das bisherige Recht anzuwenden. 4.2 Gemäss Art. 19 AsylG kann ein Asylgesuch im Ausland bei einer Schweizer Vertretung gestellt werden, die es mit einem Bericht ans BFM überweist (Art. 20 Abs. 1 AsylG). Das BFM kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, wenn die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft machen kann oder ihr die Aufnahme in einem Drittstaat zug e- mutet werden kann (Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG). Gemäss Art. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt das BFM einem Asylsuchenden die Einreise zur Abklärung des Sachverhalts, wenn ihm nicht zugemutet werden kann, im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land aus- zureisen. Für die Erteilung einer Einreisebewilligung gelten restriktive E-2422/2011 Seite 10 Voraussetzungen, wobei den Behörden ein weiter Ermessenspielraum zukommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, die Möglichkeit einer Schutzgewährung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu a nderen Staaten, die praktische und objektive Zumutbarkeit zur a n- derweitigen Schutzsuche sowie die voraussichtlichen Eingliederungs- und Assimilationsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen (vgl. BVGE 2012/3 E. 2.3, 2011/10 E. 3). Ausschlaggebend für die Erteilung einer Einreisebewil- ligung ist dabei die Schutzbedürftigkeit der betreffenden Person. Hält sich eine Person bereits in einem Drittstaat auf, so bedeutet dies zwar nicht zwingend, dass es ihr auch zuzumuten ist, sich dort um Au f- nahme zu bemühen. Jedoch ist in einem solchen Fall im Sinne einer R e- gelvermutung davon auszugehen, die betreffende Person habe in diesem Drittstaat bereits anderweitig Schutz gefunden, was in der Regel zur A b- lehnung des Asylgesuches und Verweigerung der Einreisebewilligung führt. In jedem Fall sind die Kriterien zu prüfen, welche die Zufluchtnahme in diesem Drittstaat als zumutbar erscheinen lassen, und sind mit einer allfälligen Beziehungsnähe zur Schweiz abzuwägen. Es gilt also zu pr ü- fen, ob es aufgrund der gesamten Umstände als geboten erscheint, dass gerade die Schweiz den erforderlichen Schutz einer Person gewähren soll (vgl. BVGE 2011/10 E. 5.1, mit Hinweis auf Entscheidungen und Mi t- teilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission, EMARK, 2004 Nr. 21 E. 4, EMARK 1997 Nr. 15 E. 2f). 5. 5.1 Das BFM wies das Einreise - und Asylgesuch des Beschwerdeführers einerseits mit der Begründung ab, die Vorbringen vermöchten Art. 20 Abs. 2 und 3 AsylG in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 AsylG nicht zu genügen. Zur einmonatigen Haft des Beschwerdeführers hielt es fest, das CID habe gemäss dem eingereichten Polizeibericht am 24. Februar 2010 dem Amtsgericht Colombo beantragt, den Beschwerdeführer mangels ausre i- chender Beweise freizulassen. Auch aus dem eingereichten Zeitungsart i- kel […] sei ersichtlich, dass er am […] durch das Amtsgericht Colombo auf Antrag des CID freigelassen worden sei. Das CID habe seinen Antrag damit begründet, dass die durchgeführten Untersuchungen keine Hinwe i- se auf illegale Aktivitäten ergeben hätten. Obwohl der Beschwerdeführer zweifelsfrei während […] festgehalten worden sei, sei diese Haft, zumal er ein rechtsstaatliches Verfahren durchlaufen habe und freigesprochen worden sei, asylrechtlich nicht beachtlich. Angesichts der politischen Lage in Sri Lanka seien die fortbestehend en Ängste des Beschwerdeführers E-2422/2011 Seite 11 vor künftigen Verfolgungsmassnahmen zwar (subjektiv) verständlich. Bei einer objektiven Betrachtungsweise erscheine der Beschwerdeführer zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht akut gefährdet. Aus der Freilassung am 25. Februar 2010 und der bloss mentalen Druckausübung auf ihn sei nämlich zu schliessen, dass die srilankischen Behörden kein weiteres Verfolgungsinteresse am Beschwerdeführer hätten und auch an dessen Aussage gegen C. _______ nicht interessiert seien. Auch die Ums tände, dass die Freilassung vom CID beantragt worden und dem Beschwerd e- führer in der Folge eine legale Ausreise möglich gewesen sei, sprächen gegen eine konkrete Verfolgungsabsicht der heimatlichen Behörden. Zu den Beschimpfungen und Belästigungen der Ehef rau des Beschwerd e- führers und den telefonischen Drohungen gegenüber dem Beschwerd e- führer führte das BFM weiter aus, diesen Bedrohungen sei, obwohl sie bereits seit November 2009 bestanden hätten, in der Folgezeit keine kon- krete Gefährdungssituation gefolgt . Es sei daher davon auszugehen, dass es sich dabei um blosse Einschüchterungsversuche ehemaliger Parteikollegen gehandelt habe, die sich durch den Seitenwechsel des Beschwerdeführers verraten gefühlt hätten. Diese Betrachtungsweise werde dadurch erhärtet, dass der Beschwerdeführer nie persönlich beläs- tigt oder angegriffen worden sei, und sich die Ehefrau trotz der Drohu n- gen weiterhin in Sri Lanka aufhalte. Zusammenfassend führte das BFM aus, der Beschwerdeführer weise kein Gefährdungsprofil auf, das auf e i- ne konkrete Verfolgungsabsicht schliessen lasse. Er erfülle daher die Flüchtlingseigenschaft nicht. 5.2 Andererseits begründete das BFM seinen negativen Entscheid auch damit, dass die Voraussetzungen von Art. 52 Abs. 2 AsylG erfüllt seien. Gemäss genannter Bestimmung könne ein Asylgesuch aus dem Ausland nämlich auch dann abgelehnt werden, wenn dem Beschwerdeführer z u- gemutet werden könne, sich in einem anderen Staat um Aufnahme zu bemühen. Gemäss Praxis der Beschwerdeinstanz seien die Vorausse t- zungen zur Erteil ung einer Einreisebewilligung restriktiv zu umschreiben. Den Behörden komme ein weiter Ermessenspielraum zu. Neben der e r- forderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG seien namentlich die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische Möglichkeit un d ob- jektive Zumutbarkeit zur anderweitigen Schutzsuche und die Einglied e- rungs- und Assimilationsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen. Bei einem Asylgesuch aus einem Drittstatt sei davon auszugehen, dass die betre f- fende Person bereits anderweitig Schutz gefu nden habe. Dies führe in der Regel zu Ablehnung des Gesuches, auch wenn die Flüchtlingseige n- schaft erfüllt sei. Bezüglich der konkreten Situation des Beschwerdefü h-E-2422/2011 Seite 12 rers erwog das BFM, dass sich dieser in der Vergangenheit bereits in mehreren asiatischen Län dern aufgehalten habe. Unter den besuchten Ländern befänden sich auch Staaten wie J._______ und K._______, wel- che beide Vertragsparteien sowohl des Abkommens über die Rechtsste l- lung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 als auch des betreffenden Zusat z- protokolls vom 31. Januar 1967 seien und über ein eigenes gesetzlich ge- regeltes Verfahren betreffend die Anerkennung von Flüchtlingen verfü g- ten. Das BFM würdigte weiter den Umstand, dass der Beschwerdeführer von H._______ ein dreimonatiges Visum erhalten und sich bereits dort aufgehalten habe. Aus den Eingaben ergäben sich keine konkreten Hi n- weise, die darauf schliessen liessen, dass es dem Beschwerdeführer praktisch unmöglich oder objektiv unzumutbar wäre, sich erneut dorthin oder in einen der genannten Staaten z u begeben. Zusammenfassend kam das BFM zum Schluss, dass einerseits die Vorbringen nicht auf eine akute, asylbeachtliche Verfolgung schliessen liessen, andererseits es dem Beschwerdeführer zumutbar sei, in einem Drittstaat um Schutz nachzusuchen. Daher sei en die Voraussetzungen für die Erteilung einer Einreisebewilligung nicht erfüllt. An dieser Betrachtungsweise vermöchten auch die eingereichten Dokumente nichts zu ändern, da diese bloss u n- zweifelhafte Vorbringen stützten. Auf Vernehmlassungsstufe ergänzte das BFM seine Begründung dahingehend, dass der Beschwerdeführer zw i- schenzeitlich in H._______, welches die internationalen Normen betre f- fend Non -Refoulement respektiere, eine Aufenthaltsalternative gefunden habe. Die vom Beschwerdeführer gegen einen Aufen thalt in H._______ sprechenden Probleme mit […] seien zudem substanzlos. Auch habe sich die Situation […] weiter entspannt und ein Verfolgungsinteresse der sri lankischen Behörden am Beschwerdeführer sei (weiterhin) nicht ersich t- lich. 5.3 In den diversen Ein gaben auf Beschwerdeebene nahm der B e- schwerdeführer in der Hauptsache zu den Vorfällen in Sri Lanka, welche zu seiner Ausreise geführt hätten, und zu den prekären Lebensumstä n- den im ersten Zufluchtsland ( I._______) Stellung. Hinsichtlich der Fluch t- gründe a us Sri Lanka verwies er sodann schwergewichtig auf eine u m- fangreiche, von seinem Fluchtkollegen L._______ verfasste Beschwerde- schrift. Auch diese Beschwerdeschrift fokussiert die Situation der […] in Sri Lanka und greift gleichzeitig die Schwierigkeiten der Schutzsuche in I._______ auf. In der eigenen, vergleichsweise knappen Beschwerd e- schrift machte der Beschwerdeführer sinngemäss geltend, das BFM habe zu Unrecht eine begründete Furcht vor Verfolg ung verneint und sei dabei von einem unrichtigen Sachverhalt ausgegangen. So treffe die Erwägung E-2422/2011 Seite 13 nicht zu, dass er ohne Auflage aus der Haft entlassen worden sei. Dem eingereichten Freilassungsdokument könne nämlich klar entnommen werden, dass er bei neuen Hinweisen jederzeit wieder festgenommen werden könne. Weiter machte er bezüglich seines Aufenthaltes in I._______ geltend, er sei dort klarerweise im Auftrag der srilankischen Regierung gejagt worden. Die Regierung Sri Lankas habe den Hoc h- kommissar in I._______ beauftragt, die […] Regierung zu überzeugen, dass er und die weiteren Geflohenen verhaftet und nach Sri Lanka z u- rückgeschickt werden sollten. Das UNHCR habe ihm schliesslich in inoffi- zieller Weise geraten, das Land zu verlassen, um einer Verhaftung zu entgehen. Ein heimatlicher Politiker habe ihm sodann eine Stelle in der Regierung angeboten, sollte er auf ein Asylgesuch verzichten und gegen C._______ aussagen. Dies könne er jedoch unmöglich tun, sei C._______ doch ein unschuldiges Politopfer. Hinsic htlich seines Aufen t- haltes in H._______ führte der Beschwerdeführer aus, er und weitere g e- flohene […] lebten derzeit ohne Visa in H._______, würden jedoch vom UNHCR inoffiziell geschützt. Dennoch sei der Aufenthalt in H._______ für sie riskant, da dort ein e Vielzahl von […] lebten und ihn schlechter A b- sichten verdächtigen könnten. Obwohl er tatsächlich in vielen Ländern geweilt habe, habe er sich für sein Asylgesuch die Schweiz ausgesucht, weil er inoffiziell von Vertretern der Europäischen Union und von de r Ver- einten Nationen dazu angehalten worden sei. Der Beschwerdeführer e r- suchte abschliessend darum, seine Sicht der Dinge in einem "Hearing" darstellen zu dürfen. 5.4 Das Bundesverwaltungsgericht kommt nach Prüfung der Akten zum Schluss, dass der Sachverhalt als erstellt zu erachten ist und eine zusätz- liche Anhörung zu keinen neuen Erkenntnissen zu führen vermöchte. Den entsprechenden Ersuchen um ein weiteres "Hearing" ist deshalb nicht stattzugeben. Der vorinstanzliche Entscheid erweist sich aber nicht nur als formell richtig, sondern ist auch in materieller Hinsicht nicht zu bea n- standen. Zu bestätigen sind sowohl die Erwägungen zur Frage der akt u- ellen Gefährdung des Beschwerdeführers, als auch diejenigen zu Art. 52 Abs. 2 AsylG und damit zur Frage der Zumutbar keit, in einem Drittstaat Schutz zu suchen. Nachdem sich der Beschwerdeführer bereits seit ei n- einhalb Jahren [in H.] aufhält, nimmt das Gericht nachfolgend schwerg e- wichtig zur Anwendung von Art. 52 Abs. 2 AsylG Stellung. Dennoch sei an dieser Stelle kurz a uf die vorinstanzliche Argumentation zu Art. 3 AsylG und die diesbezüglichen Einwände des Beschwerdeführers eingegangen. Betreffend die Verneinung einer aktuellen Verfolgungsgefahr wandte der Beschwerdeführer wiederholt ein, das BFM habe die Freilassungsu m-E-2422/2011 Seite 14 stände falsch widergegeben. Dieser Einwand vermag das Gericht nicht zu überzeugen. Allein in der Formulierung, dass der Beschwerdeführer bei neuen Hinweisen wieder festgenommen werden könne, vermag das Gericht in Übereinstimmung mit dem BFM keine Auflage i m herkömmli- chen Sinne und keine akute Bedrohungssituation erkennen. Insoweit das BFM in seiner Verfügung somit im Hinblick auf die Prüfung einer begrü n- deten Furcht vor künftiger Verfolgung festhielt, der Beschwerdeführer sei im Jahre 2010 ohne Auflage freigelassen worden, ist diese Argumentation zutreffend. Insoweit der Beschwerdeführer somit allein gestützt auf das Freilassungsdokument eine weitere Gefährdung ableitet, kann dieser Einschätzung nicht zugestimmt werden. Das Gericht teilt im Zusamme n- hang mit der Frage nach künftiger Verfolgung weiter auch die auf Ve r- nehmlassungsstufe vertretene Betrachtungsweise, wonach sich durch […] die Situation […] klar entschärft haben dürfte. 5.5 Wie vom BFM ebenfalls zutreffend erwogen, vermöchte selbst eine asylrechtlich relevante Gefährdung des Beschwerdeführers nicht zur B e- willigung der Einreise zu führen, wenn davon ausgegangen werden müsste, dieser habe bereits in einem Drittstaat Schutz gefunden oder könnte dort Schutz finden. Diese Frage des möglichen Schutzes durch einen Drittstaat hatte die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid bejaht. Damals hielt sich der Beschwerdeführer noch in I._______ auf. Konkret führte das BFM aus, dem Beschwerdeführer sei die Schutzsuche in e i- nem der früher von ihm besuchten asiatischen Lä nder sowie in H._______, wo er sich bereits aufgehalten habe und welches ihm ein V i- sum ausgestellt habe, zumutbar. Das Gericht stellt fest, dass sich diese Einschätzung hinsichtlich H._______ zwischenzeitlich bestätigt hat. Wäh- rend der Beschwerdeführer zu Beginn seines Aufenthaltes in H._______ vor eineinhalb Jahren noch geltend machte, er müsse versteckt leben, wies er später auf die inoffizielle Schutzgewährung durch das UNHCR hin. Hinsichtlich der heutigen Situation ist festzustellen, dass der B e- schwerdeführer laut öffentlich zugänglichen Quellen in [H.] ein Auskom- men gefunden hat. So ist er dort als […] tätig. Seine anfänglich geäusser- ten Bedenken, H._______ könnte ihn angesichts des abgelaufenen V i- sums nach Sri Lanka abschieben, haben sich nicht bewahr heitet. Das BFM hat somit zu Recht festgehalten, dass H._______ sich […] grund- sätzlich an das Non -Refoulement-Gebot halte. Aus der Ausübung der ö f- fentlichen Berufstätigkeit des Beschwerdeführers ist sodann zu schlie s- sen, dass H._______ dessen Aufenthalt zw ischenzeitlich legalisiert hat. Nebst dem abgelaufenen Visum machte der Beschwerdeführer als weit e- ren, gegen einen Verbleib in H._______ sprechenden Faktor geltend, er E-2422/2011 Seite 15 müsse sich dort vor […] fürchten. Auch hierzu hat das BFM zu Recht e r- wogen, dass eine so lche Gefährdung nicht evident sei. Ergänzend kann dazu bemerkt werde n, dass […]. Festzustellen ist auch, dass der B e- schwerdeführer diese Behauptung in der Folgezeit nicht mehr wiederholt hat. Abschliessend sei bemerkt, dass der Beschwerdeführer über keine in der Schweiz lebenden Angehörigen verfügt, welche bei der Abwägung im Rahmen von Art. 52 Abs. 2 AsylG Berücksichtigung zu finden hätten. Nach dem Gesagten ist es für den Beschwerdeführer ob jektiv zumutbar, den in H._______ gegenüber einer allfälligen Verfolgungsgefahr in se i- nem Heimatstaat bestehenden Schutz weiterhin in Anspruch zu nehmen. Eine Schutzgewährung durch die Schweiz ist somit unter Berücksicht i- gung aller wesentlichen Umstände nicht erforderlich. Zusammenfassend ergibt sich, dass das BFM zu Recht feststellte, eine Abwägung der Gesamtumstände im Sinne von Art. 52 Abs. 2 AsylG führe zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer ein (weiterer) Verbleib in H._______ zuzumuten sei. Unter die sen Umständen hat das Bundesamt zu Recht die Erteilung der Einreisebewilligung verweigert und das Asy l- gesuch abgelehnt. Angesichts dieser Ausführungen erübrigt es sich, auf die zahlreichen Ei n- gaben und Dokumente zur Situation […] sowie derjenigen in I._______ und den diesbezüglichen Einwänden auf Beschwerdeebene weiter einz u- gehen, vermögen diese doch zu keiner anderen Betrachtungsweise zu führen. 6. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügun g- Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserhe blichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die B e- schwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten den Beschwerde - führenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 un d 5 VwVG). Aus verwaltungs - ökonomischen Gründen und in Anwendung von Art. 6 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) ist im vorliegenden Falle allerdings auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. E-2422/2011 Seite 16 (Dispositiv nächste Seite) E-2422/2011 Seite 17 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die schweize- rische Vertretung in H._______. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Christa Luterbacher Gabriela Oeler Versand: