<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00269</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205357&amp;W10_KEY=4467137&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00269</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.09.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Überweisung der Nachzahlungen der AHV-Rente durch Ausgleichskasse direkt an die Sozialhilfebehörde.<br/><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E.1). Gestützt auf § 19 Abs. 2 SHG und § 27 Abs. 1 lit. a SHG besteht im Kanton Zürich eine hinreichende geseztliche Grundlage für die Anweisung der Ausgleichskasse, die Nachzahlungen der AHV-Renten direkt der Sozialhilfebehörde zu überweisen (E.2). Abweisung der Beschwerde und Kostenfolge (E.3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKFORDERUNG">RÃCKFORDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALVERSICHERUNG">SOZIALVERSICHERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 19 Abs. 2 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 27 Abs. 1 lit. a SHG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A ist seit 2002 pflegebedÃ¼rftig und bezieht seither zusammen mit seiner ebenfalls pflegebedÃ¼rftigen Ehefrau ergÃ¤nzende wirtschaftliche Sozialhilfe; seit Juli 2004 ist er AHV-berechtigt. In einem Einspracheentscheid vom 13. Juli 2004 hielt die Einspracheinstanz und GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission (EGPK) der SozialbehÃ¶rde ZÃ¼rich fest, angesichts der PflegebedÃ¼rftigkeit und AHV-Berechtigung beider Ehegatten sei eine weitere wirtschaftliche UnterstÃ¼tzung nur noch bis zur KlÃ¤rung und Berechnung des Zusatzleistungsanspruchs des Einsprechers, lÃ¤ngstens jedoch bis Ende 2004 mÃ¶glich. Mit Beschluss vom 16. November 2004 verpflichtete daher die Einzelfallkommission der SozialbehÃ¶rde A und dessen Ehefrau, die Nachzahlung der AHV-Renten der Ausgleichskasse B "ab Rentenbeginn A, resp. ab Neuberechnung C" den Sozialen Diensten der Stadt ZÃ¼rich zurÃ¼ckzuerstatten. Zugleich wurde die Ausgleichskasse B angewiesen, die Nachzahlungen der AHV-Renten direkt den Sozialen Diensten zu Ã¼berweisen. Die EGPK wies die dagegen am 13. Dezember 2004 erhobene Einsprache am 18. Januar 2005 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hiergegen gelangte A am 1. MÃ¤rz 2005 an den Bezirksrat ZÃ¼rich mit dem Antrag, den Einspracheentscheid aufzuheben und die Ausgleichskasse B anzuweisen, die Nachzahlungen der AHV-Renten von A und dessen Ehefrau ab Juli 2004 direkt diesen zu Ã¼berweisen. Der Bezirksrat ZÃ¼rich wies den Rekurs am 12. Mai 2005 ab. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 13. Juni 2005 erneuerte A seinen Rekursantrag. Zur BegrÃ¼ndung brachte er erneut vor, fÃ¼r die angeordnete direkte Ãberweisung der Nachzahlungen der AHV an die SozialhilfebehÃ¶rde fehle eine gesetzliche Grundlage. Eine solche Grundlage enthalte weder das kantonale Sozialhilfegesetz vom 14. Juni 1981 (SHG) noch das Bundesgesetz 6. Oktober 2000 Ã¼ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom (ATSG). Die Sozialen Dienste der Stadt ZÃ¼rich hÃ¤tten zwar ihm gegenÃ¼ber eine Forderung auf RÃ¼ckerstattung, jedoch kein Recht, die Ausgleichskasse zur direkten Ãberweisung der Nachzahlung zu verpflichten. Die direkte Ãberweisung wÃ¤re nur zulÃ¤ssig, wenn er das diesbezÃ¼gliche Abtretungsformular unterzeichnet hÃ¤tte, was er nicht getan habe. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat ZÃ¼rich verzichtete auf Vernehmlassung; die SozialbehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich beantragte Abweisung der Beschwerde. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss § 19 SHG (in der Fassung vom 4. November 2002, in Kraft seit 1. Januar 2003) kann die wirtschaftliche Hilfe davon abhÃ¤ngig gemacht werden, dass der Hilfesuchende bestehende oder kÃ¼nftige vermÃ¶gensrechtliche AnsprÃ¼che gegenÃ¼ber Dritten bis zur HÃ¶he der empfangenen Leistungen an die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde abtritt, soweit eine Abtretung zulÃ¤ssig ist (Abs. 1). Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde kann von Sozial- oder Privatversicherungen sowie von haftpflichtigen oder anderen Dritten verlangen, dass rÃ¼ckwirkende Leistungen im rÃ¼ckerstattungspflichtigen Umfang direkt an die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde ausbezahlt werden (Abs. 2). GemÃ¤ss § 27 Abs. 1 lit. a SHG (ebenfalls in der Fassung vom 4. November 2002) kann rechtmÃ¤ssig bezogene wirtschaftliche Hilfe ganz oder teilweise zurÃ¼ckgefordert werden, wenn der HilfeempfÃ¤nger rÃ¼ckwirkend Leistungen von Sozial- oder Privatversicherungen oder von haftpflichtigen oder anderen Dritten erhÃ¤lt, entsprechend der HÃ¶he der in der gleichen Zeitspanne ausgerichteten wirtschaftlichen Hilfe. </p> <p class="Urteilstext">Mit der Neufassung von § 19 Abs. 2 und § 27 Abs. 1 lit. a SHG wird namentlich eine bessere Koordination mit jenen Sozialversicherungsleistungen angestrebt, die ein SozialhilfeempfÃ¤nger nachtrÃ¤glich fÃ¼r einen Zeitraum beziehen kann, fÃ¼r welchen er bereits Sozialhilfeleistungen (die stets subsidiÃ¤r zu den Sozialversicherungsleistungen sind) bezogen hat (vgl. Weisung des Regierungsrats vom 14. November 2001, Abl 2001/II, 1793 ff.; vgl. zur Auslegung dieser Bestimmungen auch VGr, 3. MÃ¤rz 2005, VB.2004.00487, www.vgrzh.ch). § 27 Abs. 1 lit. a SHG ermÃ¶glicht eine RÃ¼ckforderung der erbrachten Sozialhilfeleistungen auch dann, wenn sich die SozialhilfebehÃ¶rde die zu erwartenden Sozialversicherungsleistungen nicht abtreten liess (was allerdings bezÃ¼glich Nachzahlungen der IV auch nach frÃ¼herem Recht â gestÃ¼tzt auf § 27 Abs. 1 Halbsatz 2 SHG in der damaligen Fassung, welche der heutigen Fassung von § 27 Abs. 1 lit. c SHG entspricht â fÃ¼r zulÃ¤ssig befunden wurde; vgl. dazu VGr, 21. Januar 1999, VB.1998.00257, teilweise verÃ¶ffentlicht in RB 1999 Nrn. 82 und 83). Zudem bildet diese Bestimmung die Grundlage, um entsprechend dem ebenfalls neu gefassten § 19 Abs. 2 SHG die direkte Auszahlung der nachtrÃ¤glichen Sozialversicherungsleistungen direkt an die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde zu erlangen (vgl. auch Soziahilfe-BehÃ¶rdenhandbuch in der Fassung vom April 2005, herausgegeben vom Sozialamt des Kantons ZÃ¼rich, Ziff. 6.2.3.1). </p> <p class="Urteilstext">§ 19 Abs. 2 SHG ermÃ¶glicht die direkte Auszahlung von Sozialversicherungsleistungen auch mit Bezug auf Forderungen, die nicht abtretbar sind. Vorausgesetzt wird lediglich, dass es sich um Leistungen handelt, welche, wÃ¼rden sie nicht direkt der SozialbehÃ¶rde ausbezahlt, von dieser gestÃ¼tzt auf § 27 Abs. 1 lit. a SHG zurÃ¼ckgefordert werden kÃ¶nnten. Diese Ordnung ist mit dem Bundesrecht vereinbar (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, ZÃ¼rich 2003, Art. 22 N. 22; zur Rechtslage vor In-Kraft-Treten des ATSG vgl. BGE 118 V 88 E. 5). Hinzu kommt, dass nunmehr auch das ATSG in Art. 22 Abs. 2 fÃ¼r die Nachzahlung von Leistungen des Sozialversicherers eine Ausnahme vom Abtretungsverbot (Art. 22 Abs. 1 ATSG) vorsieht, wobei diese Bestimmung eine Direktauszahlung an die SozialbehÃ¶rde selbst dann zulÃ¤sst, wenn der Betroffene einer formellen Abtretung der Forderung nicht zugestimmt hat, sofern ein gesetzlich verankertes RÃ¼ckforderungsrecht bezÃ¼glich der fÃ¼r den gleichen Zeitraum erbrachten Sozialhilfeleistungen besteht (Kieser, Art. 22 N. 31), was hier nach dem Gesagten aufgrund von § 27 Abs. 1 lit. a SHG zutrifft. </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat ist daher, wie schon die EGPK als dessen Vorinstanz, zutreffend zum Schluss gelangt, dass die genannten Bestimmungen eine hinreichende gesetzliche Grundlage fÃ¼r die streitbetroffene Anordnung an die Ausgleichskasse B bildet, die dem BeschwerdefÃ¼hrer und dessen Ehefrau geschuldeten Nachzahlungen der AHV-Renten ab 1. Juli 2004 direkt der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde auszuzahlen. Aus dem Umstand, dass er das ihm unterbreitete Abtretungsformular nicht unterzeichnet hat, vermag der BeschwerdefÃ¼hrer, wie sich im Wesentlichen schon aus den vorinstanzlichen und im Weiteren aus den vorstehenden ErwÃ¤gungen ergibt, nichts zu seinen Gunsten ableiten. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer sind die Gerichtskosten aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Bei der Festsetzung der GerichtsgebÃ¼hr ist entsprechend der in Sozialhilfestreitigkeiten geÃ¼bten Praxis der bedrÃ¤ngten wirtschaftlichen Lage des BeschwerdefÃ¼hrers Rechnung zu tragen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 300.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 360.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Urteilstext">4. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>