<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2016-03-01-6B_56-2016.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_56/2016 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil 1. März 2016</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber C. Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden, </div> <div class="para">Erster Staatsanwalt, Sennhofstrasse 17, 7000 Chur, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Misswirtschaft, Verletzung von Verkehrsregeln, Rechtzeitigkeit der Einsprache, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts von Graubünden, II. Strafkammer, vom 15. Dezember 2015. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Der Präsident zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin wurde mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden vom 21. Oktober 2013 unter anderem wegen Misswirtschaft zu 180 Tagen Freiheitsentzug verurteilt. </div> <div class="para">Nachdem sie im Januar 2014 zum Strafantritt aufgefordert worden war, wandte sie sich am 11. Februar 2014 an die Staatsanwaltschaft und machte geltend, dass ihre "Einwendung/Einspruch" nicht beantwortet worden sei. </div> <div class="para">Am 4. August 2015 beschloss das Bezirksgericht Maloja, auf die Einsprache werde infolge Verspätung nicht eingetreten. </div> <div class="para">Auf eine dagegen gerichtete Beschwerde trat das Kantonsgericht von Graubünden am 15. Dezember 2015 nicht ein, weil das Rechtsmittel keine taugliche Begründung enthielt. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin wendet sich ans Bundesgericht und beantragt, das Strafverfahren sei neu vor einem ordentlichen Gericht zu beginnen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">In einer Beschwerde ans Bundesgericht ist unter Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid darzulegen, inwieweit dieser nach Meinung der Beschwerdeführerin gegen das Recht verstossen soll (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para">Aus dem oben in E. 1 Gesagten ist ersichtlich, dass die Vorinstanz auf das kantonale Rechtsmittel mangels einer tauglichen Begründung nicht eintrat. Folglich kann sich das Bundesgericht im vorliegenden Verfahren nur mit den Begründungsanfordrungen im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren befassen. Dazu äussert sich die Beschwerdeführerin nicht. Ihre Ausführungen betreffen die materielle Seite der Angelegenheit, was offensichtlich nicht sachgerecht ist, sowie die Frage, ob die Einsprache rechtzeitig war. Insoweit mag immerhin angemerkt werden, dass es ihr auch vor Bundesgericht nicht gelingt, einen Nachweis der Rechtzeitigkeit zu führen. Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von <span class="artref">Art. 64 BGG</span> abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Überdies hat die Beschwerdeführerin ihre Bedürftigkeit nicht nachgewiesen, zumal Darlehensraten bei der Berechnung des Notbedarfs nicht berücksichtigt werden können. Folglich kommt eine Herabsetzung der Gerichtskosten nicht in Betracht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht von Graubünden, II. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 1. März 2016 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Denys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Monn </div> </div></body></html>