<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00058</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106008&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00058</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.03.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausweisung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Ausweisung eines mehrfach bestraften Ausländers mit Niederlassungsbewilligung, der mit seiner aus dem nämlichen Heimatstaat stammenden, in der Schweiz geborenen Ehefrau ein zwölfjähriges Kind hat, erscheint unter den gegebenen Umständen auch dann als nicht unverhältnismässig, wenn den Familienangehörigen die Ausreise nicht zuzumuten wäre. Eintretensvoraussetzungen erfüllt (E. 1). Voraussetzungen der Ausweisung (E. 2). Freie Überprüfung der Angemessenheit der Ausweisung (E. 3). Verhältnismässigkeit der Ausweisung hier noch gegeben (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUSWEISUNG">AUSWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERESSENABWÃGUNG">INTERESSENABWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG">NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OPPORTUNITÃT">OPPORTUNITÃT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKFALLRISIKO">RÃCKFALLRISIKO</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFFÃLLIGKEIT">STRAFFÃLLIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEITSPRÃFUNG">VERHÃLTNISMÃSSIGKEITSPRÃFUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSCHULDEN">VERSCHULDEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWARNUNG">VERWARNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUMUTBARKEIT">ZUMUTBARKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 10 lit. I a ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 11 lit. III ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 16 ANAV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Der aus Italien stammende A<span> wuchs zusammen mit fÃ¼nf Geschwistern in Kalab­rien auf. Am 15. Juni 1979 Ã¼bersiedelte er mit den Eltern in den Kanton ZÃ¼rich, wo er die Niederlassungsbewilligung erhielt. Im Jahr 1987 heiratete er die italienische StaatsangehÃ¶­rige D; der Ehe entstammt der am 1. Oktober 1989 geborene Sohn G. </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">A hat in der Schweiz folgende Strafen erwirkt:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="EinzugZitat"><span>- Urteil des Presidente delle Assise correzionali di Mendrisio-Sud vom 27. </span>Mai 1982 wegen Widerhandlung gegen das BetÃ¤ubungsmittelge­setz, zwÃ¶lf Monate Ge­fÃ¤ngnis unbedingt</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">-<span> </span>Urteil des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 10. Dezember 1984 wegen wiederholter und fortgesetzter Widerhandlung gegen das Be­tÃ¤ubungsmittelgesetz, 20 Monate GefÃ¤ngnis</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">-<span> </span>Urteil des Bezirksgerichts Q vom 15. Januar 1988 wegen pflichtwidri­gen Verhaltens bei Unfall sowie Fahren ohne FÃ¼hrerausweis, zwei Monate GefÃ¤ngnis unbedingt </p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">- Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft Q vom 28. August 1991 wegen Missbrauchs von Ausweisen und Schildern, Fr. 800.- Busse</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">- Urteil des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 9. Dezember 1999 wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz, vier Jahre Zuchthaus </p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Einzug1">Der Strafvollzugsdienst des Kantons ZÃ¼rich setzte die bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug auf den 23. November 2000 fest. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Bereits nach der Verurteilung im Kanton Tessin von 1982 war A mit VerfÃ¼gung der Frem­denpolizei des Kantons ZÃ¼rich vom 3. MÃ¤rz 1983 verwarnt worden. Die Polizeidirek­tion des Kantons ZÃ¼rich drohte ihm am 22. August 1985 sodann die Ausweisung an. Mit VerfÃ¼gung vom 20. April 1988 wurde er durch die Fremdenpolizei ein weiteres Mal ver­warnt. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit den im MÃ¤rz 2000 eingeleiteten AbklÃ¤rungen prÃ¼fte die Fremdenpolizei Ent­fer­nungs­massnahmen, woraufhin der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich A am 13. Dezember 2000 fÃ¼r die Dauer von zehn Jahren aus der Schweiz auswies. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Hiergegen gelangte A am 7. Februar 2001 mit Beschwerde rechtzeitig an das Verwaltungsgericht mit folgendem Antrag:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>"Es sei der Beschluss des Regierungsrates des Kantons ZÃ¼rich vom 13. Dezem­ber 2000 vollumfÃ¤nglich aufzuheben und der BeschwerdefÃ¼hrer sei eventualiter gemÃ¤ss Art. 16 Abs. 3 ANAV zu verwarnen,</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten des Beschwerdegegners."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur BegrÃ¼ndung wird namentlich geltend gemacht, dass die Ausweisung einen Ein­griff in das Recht auf Achtung des Familienlebens darstelle. Sowohl der Ehefrau wie auch dem gemeinsamen Sohn sei es nicht zuzumuten, die Schweiz zu verlassen. Die Auswei­sung wÃ¼rde deshalb zu einer EMRK-widrigen Familientrennung fÃ¼hren. Zudem wÃ¼rde die RÃ¼ckkehr in die Heimat auch fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer selbst eine unzumutbare HÃ¤rte be­deuten, da er keine nennenswerten Beziehungen mehr zu seinem Heimatland habe. Ange­sichts seiner langjÃ¤hrigen Anwesenheit sei die Ausweisung jedenfalls unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Als milderes aber genÃ¼gendes Mittel sei ihm allenfalls die Ausweisung anzudrohen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit des Kantons ZÃ¼rich schloss am 12. MÃ¤rz 2001 auf Abweisung der Be­schwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremden­poli­zei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. </span><span>Mai 1959/ 8. Ju­ni 1997 [VRG]). </span><span>Dies ist der Fall bei einer Ausweisung, die von einer kantona­len Be­hÃ¶r­de aufgrund von Art. 10 f. des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufent­halt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG) angeordnet wird (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 des Bundesrechtspflegegesetzes [OG] vom 16. Dezember 1943/24. MÃ¤rz 1995 e contrario).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die gegen den BeschwerdefÃ¼hrer ausgesprochene Ausweisung stÃ¼tzt sich auf seine strafrechtlichen Verurteilungen und damit auf den Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG. Nach dieser Bestimmung kann ein AuslÃ¤nder aus der Schweiz ausge­wiesen wer­den, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde. Bei ei­ner solchermassen begrÃ¼ndeten Ausweisung ist die Verwaltungsgerichtsbe­schwerde an das Bundesgericht und damit auch die Beschwerde an das Verwaltungsgericht gegen den ent­sprechenden Regierungsratsbeschluss zulÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Zudem kann Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK), der den Schutz des Familienlebens garantiert, Grundlage fÃ¼r einen Anspruch auf eine Aufent­halts­be­willigung bilden. Darauf kann sich der AuslÃ¤nder berufen, der nahe Verwandte mit gefestigtem An­wesenheitsrecht â Schweizer BÃ¼rgerrecht oder Niederlassungsbewilligung â in der Schweiz hat. Unter die familiÃ¤ren Beziehungen, die einen Be­willigungsanspruch verschaffen kÃ¶nnen, fallen in erster Linie jene zwischen Ehe­gatten so­wie zwischen Eltern und minderjÃ¤hrigen Kindern, die im gemeinsamen Haushalt leben (vgl. BGE 118 Ib 145 E. 4, 120 Ib 257 E. 1c, 126 II 335 E. 2a). Vorliegend verfÃ¼gen sowohl die Ehefrau wie auch das zwÃ¶lfjÃ¤hrige Kind des BeschwerdefÃ¼hrers Ã¼ber die Niederlassungsbewilligung im Kanton ZÃ¼rich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Ein AuslÃ¤nder kann gemÃ¤ss der bereits wiedergegebenen Bestimmung von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG aus der Schweiz ausgewiesen werden, wenn er wegen eines Ver­brechens oder Vergehens gerichtlich bestraft worden ist. Dieser Ausweisungsgrund ist im vorliegenden Fall unstreitig verwirklicht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Ausweisung soll indessen nur verfÃ¼gt wer­den, wenn sie nach den gesamten UmstÃ¤nden verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint (Art. 11 Abs. 3 Satz 1 ANAG). Dabei ist namentlich auf die Schwere des Verschuldens des Aus­lÃ¤n­ders, auf die Dauer seiner Anwesenheit in der Schweiz sowie auf die ihm und seiner Fa­milie drohenden Nachteile abzustellen (Art. 16 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung vom 1. MÃ¤rz 1949 zum Bun­desgesetz Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder; ANAV). Bei schwe­ren Straf­ta­ten und vor al­lem bei RÃ¼ck­fall besteht jedoch ein bedeutendes Ã¶ffentliches In­ter­es­se an ei­ner Aus­wei­sung, wo­bei die ge­sam­ten UmstÃ¤nde des Einzel­falls den Aus­schlag ge­ben (BGE 122 II 433 E. 2c</span><span>). </span><span>An eine Ausweisung sind sodann um so stren­gere An­for­de­run­gen zu stel­len, je lÃ¤n­ger ein AuslÃ¤nder in der Schweiz an­we­send war (BGE 125 II 521 E. 2b; G. Mal­in­verni, Kom­men­tar zur Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Basel/ZÃ¼rich/Bern 1995, Art. 69<sup>ter</sup> Rz. 84). Eine solche InteressenabwÃ¤gung gebietet auch das in Art. 8 EMRK verbÃ¼rgte Grundrecht auf Schutz des Familienlebens. Ein Ein­griff in diese Rechtsgarantie ist nur insoweit statt­haft, als er ge­setz­lich vor­ge­se­hen ist und eine Mass­nahme dar­stellt, die in einer de­mo­kra­ti­schen Ge­sell­schaft fÃ¼r die na­tio­na­le Si­cher­heit, die Ã¶f­fent­li­che Ru­he und Ord­nung, das wirt­schaft­liche Wohl des Lan­des, die Ver­teidigung der Ord­nung und zur Ver­hinderung von straf­ba­ren Hand­lun­gen, zum Schutz der Ge­sund­heit und Moral so­wie der Rechte und Frei­hei­ten an­de­rer not­wen­dig ist (Art. 8 Abs. 2 EMRK). Keinen weiterge­henden Schutz bietet der in der Beschwerde angerufene Art. 10 Abs. 2 der UNO-Kinder­rechtekonvention (vgl. BGE 124 II 361 E. 3b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) GemÃ¤ss §§ 50 und 51 VRG kann mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde jede Rechts­verletzung und jede fÃ¼r den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenÃ¼gende Fest­stellung des Sachverhalts angefochten werden. Laut § 50 Abs. 2 lit. c VRG kommt dem Verwaltungsgericht keine freie NachprÃ¼fung des Ermessens der VerwaltungsbehÃ¶rde zu, soweit kein Ermessensmissbrauch bzw. keine ErmessensÃ¼berschreitung vorliegt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Ausweisung soll wie gesehen nur verfÃ¼gt werden, wenn sie nach den ge­samten UmstÃ¤nden angemessen erscheint. Das Bundesgericht hat ausgefÃ¼hrt, dass die ver­schiedenen Gesichtspunkte, auf die bei der PrÃ¼fung der Angemessenheit der Aus­weisung abzustellen ist, die richtige Anwendung von Bundesrecht betreffen und inso­fern frei zu prÃ¼fen seien. Jedoch sei es dem Bundesgericht verwehrt, sein eigenes Ermessen an die Stelle desjenigen der zustÃ¤ndigen kantonalen BehÃ¶rde zu setzen (vgl. BGE 114 Ib 1 E. 1b, 122 II 433 E. 2a, 125 II 521 E. 2a). GemÃ¤ss Art. 98a Abs. 3 OG haben die von den Kanto­nen zu be­stel­lenden richterlichen BehÃ¶rden eine ÃberprÃ¼fung mindestens im gleichen Um­fang wie fÃ¼r die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zu gewÃ¤hrleisten. Somit ergibt sich, dass die Frage der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der Auswei­sung im Sinn von Art. 11 Abs. 3 ANAG und Art. 16 Abs. 3 ANAV vom Verwaltungsgericht frei Ã¼berprÃ¼ft werden muss, es dem kantonalen Gericht jedoch verwehrt ist, sein eigenes Ermessen, im Sinn einer Ãber­prÃ¼fung der ZweckmÃ¤ssigkeit bzw. OpportunitÃ¤t, an die Stelle des­jenigen der zustÃ¤ndigen kantonalen BehÃ¶rde zu setzen (vgl. BGE 116 Ib 353 E. 2b, 122 II 433 E. 2a, 125 II 521 E. 2a). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Der Regierungsrat hat das strafrechtliche Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers mit Bezug auf die Beteiligung des BeschwerdefÃ¼hrers am Drogenhandel in den Jahren 1997/98 aus­fÃ¼hrlich gewÃ¼rdigt und zutreffend auf die ErwÃ¤gungen der Strafgerichte abge­stellt. Sowohl das erstinstanzlich urteilende Bezirksgericht wie auch das Obergericht be­zeichneten das Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers als schwer. Er beteiligte sich in mass­geblichem Umfang und in erster Linie aus GrÃ¼nden des finanziellen Vorteils an insgesamt drei Drogentransporten mit einer Gesamtmenge von rund 1,5 kg Kokain. Es besteht kein Anlass, von dieser Beurteilung abzuweichen. Mit Recht hat die Vorinstanz sodann in Be­tracht gezogen, dass die frÃ¼heren wiederholten Verurteilungen und fremdenpolizeilichen Massnahmen offensichtlich nicht genÃ¼gten, um den BeschwerdefÃ¼hrer zu beeindrucken. Angesichts seines bisherigen Verhaltens, der persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse und der ungÃ¼nsti­gen finanziellen Situation durfte die Vorinstanz in fremdenpolizeilicher Hinsicht durchaus von einer hohen RÃ¼ckfallgefahr ausgehen. Dabei ist zu beachten, dass das Ri­siko eines RÃ¼ckfalls um so weniger hinzunehmen ist, je schwerwiegender die Taten zu gewichten sind (vgl. </span><span>BGE 120 Ib 6 E. 4c)</span><span>. Insgesamt besteht somit ein ganz erhebliches Ã¶ffentlichen Interesse an der Ausweisung des BeschwerdefÃ¼hrers. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Diesem Interesse des Staates an einer Ausweisung sind die Interessen des Be­schwerdefÃ¼hrers bzw. seiner Familie an einem Verbleib in der Schweiz gegenÃ¼berzustel­len.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼bersiedelte mit seinen Eltern im Jahr 1979 rund sech­zehnjÃ¤hrig in die Schweiz, wo er in einer italienischen Schule den Schulabschluss machte. Nach einer ersten von starker Delinquenz geprÃ¤gten Phase schien er sich hier leidlich ein­gegliedert zu haben. Nach der Heirat im Jahr 1987 betrieb er zusammen mit seiner Ehefrau ein ReinigungsgeschÃ¤ft. Dabei traten jedoch finanzielle Probleme auf, die im Jahr 1993 schliesslich den Konkurs der Firma und seinen Privatkonkurs zur Folge hatten. In der Folge bekleidete er nur noch Gelegenheitsjobs und bekam Geld vom Sozialdienst. Zeitwei­se lebte er von seiner Familie getrennt. GemÃ¤ss seinen damaligen Aussagen reiste der Be­schwerdefÃ¼hrer im Jahr 1996 mit den fÃ¼r seinen Sohn in Italien deponierten Ersparnissen von Fr. 25'000.- nach Venezuela und investierte dieses Geld in die Beteiligung an einem Strandrestaurant, wo er auch arbeitete. In der Folge habe sich diese Beteiligung jedoch als wertlos herausgestellt. Auf den Zeitraum zwischen April 1997 und Februar 1998 entfiel ferner die zur Anklage gekommene Beteiligung des BeschwerdefÃ¼hrers an der Einfuhr von Kokain von Venezuela und Kolumbien in die Schweiz. Seit der Verhaftung vom 24. MÃ¤rz 1998 befand er sich bis zur bedingten Entlassung von November 2000 in Haft bzw. im Strafvollzug. Laut seinen Aussagen vom 4. April 2000 hat sich die Ehesituation inzwi­schen wieder verbessert. Seine Frau besuche ihn im GefÃ¤ngnis regelmÃ¤ssig. Die Beziehung zu seinem Sohn sei "fantastisch". Sodann lebten mehrere seiner Geschwister in der Schweiz; eine Schwester lebe in Italien. Auch zu seinen Eltern, die teils in Italien und teils in der Schweiz wohnhaft seien, habe er Kontakt. Eigentliche Freunde habe er nicht, jedoch schweizerische und italienische Kollegen. Er spricht deutsch, italienisch und spanisch.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vor diesem Hintergrund durfte die Vorinstanz trotz intakter Beziehung des Be­schwerdefÃ¼hrers zu seinen hier lebenden FamilienangehÃ¶rigen davon ausgehen, dass er den langjÃ¤hrigen Aufenthalt in der Schweiz nicht entscheidend zur Integration genutzt hat. Tat­sÃ¤chlich bestand nur in der Zeitspanne zwischen der Entlassung aus dem GefÃ¤ngnis im Jahr 1986 und dem Konkurs von 1993 eine lÃ¤ngere, verhÃ¤ltnismÃ¤ssig stabile Phase. Nach dem Konkurs verrichtete er Gelegenheitsjobs und erhielt UnterstÃ¼tzung vom Sozialdienst. Kla­rer Beleg fÃ¼r eine wenig tiefgreifende Verwurzelung in der Schweiz ist auch das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers im Jahr 1996, als er - wie gesehen - nach Venezuela ausreiste, um dort geschÃ¤ftlich tÃ¤tig zu sein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese UmstÃ¤nde lassen eine Ausweisung des BeschwerdefÃ¼hrers in seine Heimat als zumutbar erscheinen. Dies um so mehr, als der BeschwerdefÃ¼hrer auch eine gute Be­ziehung zu seiner in Italien lebenden Schwester und zu seinen Eltern unterhÃ¤lt, die zumin­dest teilweise ebenfalls in Italien wohnen. Zudem verbrachte er seine Kindheit immerhin bis zum 16. Altersjahr in Italien und pflegte regelmÃ¤ssig Kontakte zu weiteren dortigen Verwandten. Die Vorinstanz hat daher mit Recht das Vorhandensein einer tragfÃ¤higen Grundlage fÃ¼r den Aufbau einer neue Existenz in der Heimat bejaht. Es kann auf die dorti­gen ErwÃ¤gungen (E. 4c) verwiesen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Zu beachten sind allerdings â wie dargelegt â auch die mit einer allfÃ¤lligen Ausweisung verbundenen Nachteile fÃ¼r die Familie des Betroffenen (Art. 16 Abs. 3 ANAV; Art. 8 Abs. 1 EMRK). Aus den Akten ergibt sich mit genÃ¼gender Klarheit, dass in der Ehe grosse Schwierigkeiten aufgetreten sind. Die Eheleute lebten Ã¼ber einige Jahre hinweg mehr oder weniger getrennt. Zudem hatte der BeschwerdefÃ¼hrer in Venezuela eine Freundin. Dennoch muss heute von einer gelebten Beziehung des BeschwerdefÃ¼hrers zu Frau und Kind ausgegangen werden: Seine Ehefrau besuchte ihn im GefÃ¤ngnis nach den geltenden Vorschriften. Die Ausweisung kÃ¶nnte somit zu einer Trennung von seiner hier nie­dergelassenen Frau und dem gemeinsamen noch minderjÃ¤hrigen Kind fÃ¼hren, sofern sie sich fÃ¼r den wei­te­ren Verbleib in der Schweiz entscheiden wÃ¼rden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Im Rahmen der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsfrage ist zu prÃ¼fen, ob den hier wohnen­den Familienmitgliedern zugemutet werden kann, der auszuweisenden Person in den Hei­matstaat zu folgen. Dem Ehepartner kann die Nachfolge vorab zugemutet werden, wenn er dieselbe StaatsangehÃ¶rigkeit besitzt wie der Auszuweisende und Kenntnisse von Sprache und Gesellschaft des Heimatstaates hat. Einem Kind kann zugemutet werden, dem ausge­wiesenen Elternteil namentlich dann zu folgen, wenn es noch in einem anpas­sungsfÃ¤higen Alter ist. Hat sich das Kind in der Gesellschaft des Gaststaates aber integriert und seit meh­reren Jahren dort bereits die Schule besucht, kann von ihm hingegen nicht mehr in jedem Fall erwartet werden, dem ausgewiesenen Elternteil zu folgen; die Familientrennung wÃ¤re dann EMRK-widrig (Mark E. Villiger, Hand­buch der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskon­vention, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 24 N. 580 f.). Es bleibt aber hinzuzufÃ¼gen, dass auch bei gegebener Un­zumutbarkeit fÃ¼r die Ehefrau bzw. das Kind eine Ausweisung nicht generell als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig zu betrachten ist. Die Unzumutbarkeit bedingt jedoch eine umfas­sende InteressenabwÃ¤gung zwischen den Interessen der Familie und den Rechtfertigungs­grÃ¼nden fÃ¼r eine Ausweisung gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 2 EMRK (BGE 122 II 289 E. 3b, 125 II 633 E. 2e).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers ist zwar ebenfalls italienischer Herkunft, lebt jedoch seit Geburt in der Schweiz, wo sie zweisprachig aufgewachsen ist. Immerhin hat sie Kontakt zu den Eltern des BeschwerdefÃ¼hrers, die gemÃ¤ss ihren Angaben in Italien leben; im Jahr 1999 besuchte sie letztmals die Schwiegereltern in Italien; in Kalabrien wurde im Jahr 1990 ein GrundstÃ¼ck fÃ¼r ein geplantes Ferienhaus gekauft. Das 1989 in der Schweiz geborene Kind befindet sich in einem Alter, in welchem erfahrungsgemÃ¤ss auch bereits ein Sozialnetz aufgebaut, die allgemeine und die schulische Integration im Gastland weit fortgeschritten ist und die Ver­pflanzung in die formelle Heimat eine grosse HÃ¤rte be­deuten wÃ¼rde. Mit Bezug auf Ehefrau und Kind fÃ¼hrt die Ausweisung des BeschwerdefÃ¼h­rers somit entweder zur Trennung vom Ehemann bzw. Vater oder zu einem nicht zumutba­ren Verlust der bisherigen sozialen Umgebung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Diesen den FamilienangehÃ¶rigen drohenden Nachteilen und den Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers selbst ist das Ã¶ffentliche Interesse an dessen Ausweisung gegenÃ¼berzu­stellen. Wie oben ausgefÃ¼hrt, besteht angesichts der wiederholten und schliesslich schwe­ren Delinquenz des BeschwerdefÃ¼hrers, der sich durch zahlreiche Vorstrafen und fremden­polizeiliche Massnahmen nicht beeindrucken liess, ein erhebliches Ã¶ffentliches Interesse an einer Ausweisung. Wenn zwar auch die familiÃ¤ren Interessen am Verbleib des Beschwer­defÃ¼hrers in der Schweiz gewichtig und ernst zu nehmen sind, kann in der vorinstanzlichen AbwÃ¤gung, welche von Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen Interessen ausgeht, keine Rechtsver­letzung erblickt werden. Die Ausweisung erweist sich unter BerÃ¼cksichtigung sÃ¤mtlicher UmstÃ¤nde noch als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig, weshalb es die Vorinstanz nicht bei der vom Be­schwerdefÃ¼hrer eventualiter vorgeschlagenen Ausweisungsandrohung bewenden lassen musste. Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. â¦</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>