B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-6060/2011 U r t e i l v o m 1 5 . M a i 2 0 1 2 Besetzung Richterin Kathrin Dietrich (Vorsitz), Richter Alain Chablais, Richter André Moser, Gerichtsschreiberin Christa Baumann. Parteien A._______, Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Kommunikation BAKOM, Zukunftstras- se 44, Postfach, 2501 Biel, Vorinstanz, Billag AG, av. de Tivoli 3, Postfach 1701, 1700 Freiburg, Erstinstanz. Gegenstand Radio- und Fernsehempfangsgebühren. A-6060/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______ hat seit Februar 2004 ein möbliertes Zimmer an (…) gemietet. Am 15. Juli 2005 meldete sie der Billag AG im Zuge einer von dieser ve r- anlassten Kontrolle den Betrieb von Radio- und Fernsehempfangsgeräten in dieser von ihr als Zweitresidenz bezeichneten Wohnung. B. Mit E-Mail vom 5. Oktober 2005 teilte A._______ der Billag AG mit, am Morgen einen auf Herrn B._______ lautenden Zahlungsbefehl erhalten zu haben, obgleich Herr B._______ seit einem Jahr tot sei. Soweit die Za h- lungsaufforderung an sie gerichtet gewesen sei, weise sie darauf hin, sich in der Schweiz als Touristin aufzuhalten. Ihr Wohnsitz befinde sich in Deutschland. Sie bitte die Billag AG, sie über die Angelegenheit aufzuklä- ren. Mit E -Mail vom 12. Oktober 2006 bedankte sich die Billag AG bei A._______ für die erhaltene Mitteilung und entschuldigte sich bei ihr für die verursachten Unannehmlichkeiten. C. Trotz Mahnung bezahlte A._______ in der Folge die Gebühren für den Zeitraum vom 1. Juli 2009 bis zum 31. März 2010 nicht. Deshalb leitete die Billag AG am 7. Oktober 2010 für den Betrag von Fr. 346.50 zuzüglich Mahn- und Betreibungsgebühren von total Fr. 35.- beim Betreibungsamt Zürich 3 ein Betreibungsverfahren gegen A._______ ein. Gegen den am 21. Oktober 2010 zugestellten Zahlungsbefehl erhob A._______ mit dem der Post am 1. November 2010 zur Zustellung übergebenen Schreiben vom 31. Oktober 2010 Rechtsvorschlag. D. Mit Verfügung vom 7. März 2011 verpflichtete die Billag A G A._______, Fr. 346.50 zuzüglich Mahn- und Betreibungsgebühren von Fr. 35.- zu be- zahlen, beseitigte den in der Betreibung Nr. 227903 des Betreibungsa m- tes Zürich 3 erhobenen Rechtsvorschlag und erteilte die definitive Rechtsöffnung. Geg en diese Verfügung e rhob A._______ am 23. März 2011 Beschwerde beim Bundesamt für Kommunikation (BAKOM). E. Mit Verfügung vom 13. Juli 2011 sistierte das BAKOM das fragliche B e- schwerdeverfahren und wies die Billag AG an, eine Feststellungsverf ü- gung zur Gebührenpflicht von A._______ zu erlassen. A-6060/2011 Seite 3 F. Mit Verfügung vom 21. Juli 2011 stellte die Billag AG fest, A._______ un- terstehe seit dem 7. Juli 2005 der Gebührenpflicht für den privaten Radio- und Fernsehempfang . A._______ reichte daraufhin Unterlagen bei der Billag AG ein, die dies e an das BAKOM weiterleitete. Mit Schreiben vom 24. August 2011 fragte das BAKOM A._______ an, ob sie mit dem Einrei- chen dieser Unterlagen beabsichtigt habe, Beschwerde gegen die Verfü- gung der Billag AG vom 21. Juli 2011 zu erheben. Am 29. August 2011 bejahte A._______ ihre Beschwerdeabsicht. G. Mit Verfügung vom 12. Oktober 2011 ordnete das BAKOM (nachfolgend: Vorinstanz) Folgendes an: "1. Die Sistierung des Beschwerdeverfahrens gegen die Verf ü- gung vom 7. März 2011 wird aufgehoben. 2. Die Beschwerdeverf ahren gegen die Verfügung vom 7. März 2011 und gegen die Verfügung vom 21. Juli 2011 werden ver- einigt. 3. Die Beschwerde vom 3. August 2011 gegen die Verfügung vom 21. Juli 2011 wird abgewiesen. Frau A._______ unter- liegt sei dem 7 . Juli 2005 ununterbrochen der Gebührenpflicht für den privaten Empfang von Radio - und Fernsehprogra m- men. 4. Die Beschwerde von A._______ vom 23. März 2011 gegen die Verfügung vom 7. März 2011 wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird: a. Frau A._______ unterliegt für das dritte und vierte Quartal 2009 und für das erste Quartal 2009 (recte 2010) den pri- vaten Radio- und Fernsehempfangsgebühren. b. Die Beschwerde wird in Bezug auf die Höhe der Mahng e- bühren teilweise gutgeheissen. Die Mahngebühren werden um den Be trag von Fr. 10.- reduziert, dieser Betrag ist s o- mit nicht geschuldet. Der Rechtsvorschlag wird in diesem Punkt nicht beseitigt. c. Der in der Betreibung Nr. 227903 des Betreibungsamtes Zürich 3 erhobene Rechtsvorschlag wird für nachfolgende Forderung beseitigt: - Empfangsgebühren für die Rechnungen vom 1. Juli 2009, 1. Oktober 2009 und 4. Januar 2010 in der Höhe von j e- weils CHF 115.50, insgesamt CHF 346.50; - Mahngebühren von CHF 5.-, A-6060/2011 Seite 4 - Betreibungsgebühren von CHF 20.-. 5. Frau A._______ trägt die Verfahrenskosten dieses Entsche i- des von CHF 350.-, zahlbar innert 30 Tagen." H. Gegen diesen Verfügung erhebt A._______ (nachfolgend: Beschwerd e- führerin) mit dem der Post am 7. November 2011 zur Zustellung über ge- benen Schreiben Beschwerde . Auf entsprechende Aufforderung hin b e- gründet die Beschwerdeführerin am 27. November 2011 die fragliche Be- schwerde schriftlich. I. Mit Verfügung vom 15. Dezember 2011 hebt das BAKOM (nachfolgend: Vorinstanz) in teilweiser Gutheissung der Beschwerde vom 23. März 2011 die Dispositivziffern 4b, 4c und 5 der Verfügung vom 12. Oktober 2011 auf und ordnet an, den in der Betreibung Nr. 227903 des Betreibungsamtes Zürich 3 erhobene n Rechtsvorschlag nicht zu beseitigen und die der B e- schwerdeführerin aufzuerlegenden Verfa hrenskosten um 150. - auf Fr. 200.- zu reduzieren. J. In der Vernehmlassung vom 29. Dezember 2011 beantragt die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde unter Kosten - und Entschädigungsfolge, soweit sie nicht aufgrund der Wiederwägungsverfügung vo m 15. Dezember 2011 als gegenstandslos geworden abzuschreiben sei. K. Die Billag AG (nachfolgend: Erstinstanz) schliesst in ihrer Vernehmla s- sung vom 9. Januar 2012 auf Abweisung der Beschwerde. L. Die Beschwerdeführerin hat darauf verzichtet, Schlussbemerkungen ei n- zureichen. M. Auf die Vorbringen der Parteien im Einzelnen und die sich in den Akten befindlichen Schriftstücke wird, sofern relevant, in den nachfolgenden E r- wägungen eingegangen. A-6060/2011 Seite 5 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt und eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 VGG en t- schieden hat. Der angefochtene Beschwerdeentscheid stellt eine Verf ü- gung im Sinne von Art. 5 VwVG dar, der von einer Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG gefällt wurde . Eine Ausnahme, was das Sach gebiet betrifft, liegt nicht vor. Demzufolge ist das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung der erhobenen Beschwerde zuständig. 1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes vorsieht (Art. 37 VGG). Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde legitimiert, wer vor der Vori n- stanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur Tei l- nahme erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung beso n- ders berührt ist (Bst. b) und ein schu tzwürdiges Interesse an der en Auf- hebung oder Abänderung hat (Bst. c). Die Beschwerdeführerin ist Adres- satin der angefochtenen Verfügung und hat ein schutzwürdiges Interesse an der Überprüfung der ihr darin im Grundsatz sowie für den Zeitraum vom 1. Juli 20 09 bis zum 31. März 2010 konkret auferlegten Zah lungs- pflicht. Dasselbe galt im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung für die in der angefochtenen Verfügung angeordnete Beseitigung des Rechtsvo r- schlages in der Betreibung Nr. 227903 des Betreibungsamtes Zürich 3 (vgl. ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, Rz. 2.70). Die B e- schwerdelegitimation der Beschwerdeführerin ist somit zu bejahen. 1.3 Auf die im Übrigen frist - und formgerecht (Art. 50 und Art. 52 VwVG) eingereichte Beschwerde ist damit einzutreten. 2. Die Vorinstanz hat die angefochtene Verfügung am 15. Dezember 2011 teilweise in Wiedererwägung gezogen. 2.1 Mit der Einreichung der Beschwerde geht die Zuständigkeit zur Übe r- prüfung und Beurteilung eines Rechtsverhältnisses grundsätzlich auf die A-6060/2011 Seite 6 Beschwerdeinstanz über (Art. 54 VwVG). Dieser sog. Devolutiveffekt wird durch Art. 58 VwVG durchbrochen. Danach kann die Vorinstanz während des Beschwerdeverfahrens auf eine angefochtene Verfügung zurüc k- kommen und sie bei besserer Er kenntnis durch eine neue Verfügung er- setzen, die für die Beschwerdeführerin günstiger ist . Insoweit in der neu- en Verfügung den Anträgen der Beschwerdeführerin entsprochen wird , entfällt das Rechtsschutzinteresse an einer gerichtlichen Überprüfung des angefochtenen Entscheides , weshalb die diesbezüglich erhobene B e- schwerde als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist. Über die nicht erfüllten Rechtsbegehren bleibt der Rechtsstreit aufrechterhalten ( Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A -4463/2011 vom 29. November 2011 E. 4.3 und A-3230/2011 vom 8. November 2011 E. 5.4; ANDREA PFLEIDE- RER, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar zum Bu n- desgesetz über das Verwaltungsverfahren [nachfolgend: Praxiskommen- tar], Zürich/Basel/Genf 2009 , Art. 58 N . 45 und 52, MOSER/BEUSCH/ KNEUBÜHLER, a.a.O., Art. 58 N. 16). Eine wiedererwägungsweise Abände- rung der angefochtenen Verfügung zu Ungunsten der Beschwerdeführ e- rin ist als Antrag der Vorinstanz auf entsprechende Modifikation des ange- fochtenen Entscheides entgegenzunehmen (BVGE 2007/29 E. 4.3; PFLEIDERER, a.a.O., Art. 58 N. 39, AUGUST MÄCHLER, in: Auer/Müller/ Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltung s- verfahren, Zürich/St. Gallen 2008, Art. 58 N. 19, MO- SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.45). 2.2 Die Vorinstanz ist auf die angefochtene Verfügung am 15. Dezember 2011 zurückgekommen und hat in Aufhebung der Dispositivziffern 4b, 4c und 5 zum einen angeordnet, den in der Betreibung Nr. 227903 des B e- treibungsamtes Zürich 3 erhobenen Rechtsvorschlag nicht zu beseitigen, zum anderen der Beschwerdeführerin Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 200.- aufzuerlegen. 2.2.1 Mit dieser Anordnung hat sie in erster Linie die von der Erstinstanz angeordnete Aufhebung des Rechtsvorschlages in Gutheissung der d a- gegen erhobenen Beschwerde rückgängig gemacht (neue Dispositivziffer 4c.). Konsequenterweise hat die Vorinstanz die Beschwerdeführerin infol- gedessen als teilweise obsiegend eingestuft und die ihr in der angefoc h- tenen Verfügung auferlegten Verfahrenskosten deshalb um Fr. 150.- auf Fr. 200.- reduziert (neue Dispositivziffer 5.). Insofern hat die Vorinstanz die angefochtene Verfü gung im neuen Entscheid zu Gunsten der B e- schwerdeführerin abgeändert. Das Beschwerdeverfahre n ist daher ins o- weit als gegenstandslos geworden abzuschreiben. A-6060/2011 Seite 7 2.2.2 Fraglich ist, welche Folgen mit der wiedererwägungsweise erfolgten Aufhebung von Dispositivziffer 4b verbunden sind. In dieser Dispositivzif- fer hat die Vorinstanz die Beschwerde der Beschwerdeführerin in Bezug auf die Mahngebühren teilweise gutgeheissen, die erhobenen Mahng e- bühren um Fr. 10.- reduziert und die Erteilung des Rechtsvorschlags in der Betreibung Nr. 227903 des Betreibungsamtes Zürich 3 diesbezüglich verweigert. Indem die Vorinstanz diese Dispositivziffer in der Verfügung vom 15. Dezember 2011 aufgehoben hat, ist die diesbezüglich von der Erstinstanz getroffene Anordnung wiederaufgelebt, die für die Beschwe r- deführerin ungünstiger ist. Ob dies tatsächlich der Absicht der Vorinstanz entsprach, erscheint angesichts der Begründung des interessierenden Wiedererwägungsentscheides fraglich (vgl. S. 3). Letztlich kann diese Frage jedoch dahingestellt bleiben, da die diesbezüglich in der Wiede r- wägungsverfügung allenfalls getroffene Anordnung ohnehin lediglich als Antrag der Vorinstanz auf entsprechende Abänderung des angefochtenen Entscheids zu Ungunsten der Beschwerdeführerin entgegenzunehmen ist. 2.3 Bei diesem Ergebnis ist anschliessend einerseits zu prüfen , ob die Beschwerdeführerin seit dem 7. Juli 2005 der Gebührenpflicht für den pri- vaten Radio- und Fernsehempfang unterliegt, andererseits ob sie für den Zeitraum vom 1. Juli 2009 bis zum 31. März 2010 Radio - und Fernseh- empfangsgebühren von Fr. 346.50 zuzüglich Mahngebühr sowie Betre i- bungskosten von total Fr. 25.- schuldet. Diese Fragen prüft das Bunde s- verwaltungsgericht mit voller Kognition, d.h. gerügt werden kann nicht nur die Verletzung von Bundesrecht oder des Missbrauchs des Ermessens, sondern ebenfalls die Angemessenheit der angefochtenen Verfügung. 3. Am 1. April 2007 sind das neue Bundesgesetz vom 24. März 2006 über Radio und Fernsehen (RTVG, SR 784.49) und die dazugehörige Radio - und Fernsehverordnung (RTVV, SR 784.401) in Kraft getreten. Sie haben das Bundesgesetz vom 21. Juni 1991 über Radio und Fernsehen (aRTVG, AS 1992 601 mit weiteren Änderungen) und die Radio - und Fernsehverordnung vom 6. Oktober 1997 (aRTVV, AS 1997 2903 mit wei- teren Änderungen) abgelöst. Da sich der hier zu beurteilende Sachverhalt teils unter neuem, t eils unter altem Rec ht verwirklicht hat, ist für dessen Beurteilung bis zum 31. März 2007 noch das alte, ab dem 1. April 2007 das neue Recht anzuwenden (Urteile des Bundesverwaltungsgericht s A-4119/2011 vom 22. Dezember 2011 E. 3 und A-3230/2011 vom A-6060/2011 Seite 8 8. November 2011 E. 3; vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.202 mit Hinweisen). 4. 4.1 Wer Radio- und Fernsehprogramme empfangen will, muss dies g e- mäss Art. 55 Abs. 1 aRTVG in der seit 1997 geltenden Fassung der zu- ständigen Behörde vorgängig melden und hat eine Empfangsgebühr zu entrichten (AS 1997 2213). Der Bundesrat setzt die Empfangsgebühr fest und regelt deren Einzelheiten (Art. 55 Abs. 2 und 3 aRTVG). Laut Art. 44 Abs. 2 aRTVV beginnt die Gebührenpflicht am ersten Tag des Monats nach der Vorbereitung oder der Inbetriebnahme des Empfangsgeräts und endet am letzten Tag des Monats, indem die Einstellung d es Betriebs mitgeteilt wird. Die Empfangsgebühr ist pro Haushalt unabhängig von der Anzahl der Empfangsgeräte und der empfangenen in - oder ausländ i- schen Sender geschuldet (BGE 121 II 184 E. 2 und 3). Gewisse Perso- nengruppen sind aus sozialpolitischen Gründen von der Gebührenpflicht, mitunter ebenfalls von der Meldepflicht befreit (Art. 43 und Art. 44 aRTVV). 4.2 Diese Rechtslage hat mit dem Inkrafttreten des neuen Rechts keine grundlegende Änderung erfahren (Botschaft des Bundesrates zur Totalre- vision des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen vom 18. Dezember 2003 [BBl 2003 1569 ff.], 1642 f.) . Neu geschaffen wurde im Wesentlichen die Möglichkeit, bei der Gebührenerhebung nicht nur zwischen dem privaten und gewerblichen Empfang zu differenzieren, sondern zusätzlich innerhalb des gewerblichen Empfangs verschiedene Nutzungsmöglichkeiten zu unterscheiden (vgl. Art. 70 RTVG). Im Übrigen wurden die bestehende n Regelungen, bisweilen unter Kodifizierung der dazu von Lehre und Rechtsp rechung entwickelten Grundsätze, ins neue Recht überführt (vgl. BBl 2003 1643, Erläuternder Bericht des Eidgenö s- sischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation [UVEK] vom 9. März 2007 zum total revidierten RTVV [nachfolgend: E r- läuternder Bericht], S. 32 ff.; ROLF H. WEBER, Rundfunkrecht, Bern 2008, Art. 68 N. 10 und Art. 70 N. 3). 4.3 In tatsächlicher Hinsi cht ist vorliegend erstellt, dass d ie Beschwerde- führerin seit Februar 2004 ein möbliertes Zimmer an (…) gemietet hat und in dieser Wohnung jedenfalls seit dem 15. Juni 2005 über zum Em p- fang von Radio - und Fernsehprogrammen geeignete Geräte verfügt . Im Zuge einer von der Erstinstanz veranlassten Kontrolle hat sich die B e-A-6060/2011 Seite 9 schwerdeführerin deshalb am 15. Juni 2005 für den privaten Betrieb von Radio- und Fernsehempfangsgeräten in dieser von ihr als Zweitresidenz bezeichneten Wohnung angemeldet. 4.4 Ungeachtet desse n, ob auf die Richtigkeit dieser Angaben vertraut werden darf (vgl. dazu Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-4192/2011 vom 22. Dezember 2011 E. 4.7 mit Hinweisen), schuldet die Beschwerdeführerin bei dieser Ausgangslage im strittigen Zeitraum Ge- bühren für den privaten Radio - und Fernsehempfang, es sei denn, sie könne sich auf einen der gesetzlichen Befreiungsgründe berufen. 4.4.1 Die Beschwerdeführerin behauptet, die Voraussetzungen von Art. 63 Bst. a RTVV zu erfüllen. Freilich treffe es zu, dass sie seit Februar 2004 ein möbliertes Zimmer in (…) gemietet habe. Bis Mai 2010 sei sie indessen zwischen ihrem Wohnsitz in Deutschland und der Schweiz hin und her ge pendelt, da ihr das zuständige Migrationsamt die für einen ständigen Aufenthalt in der Schweiz erforder liche Aufenthaltsbewilligung verweigert habe. Ohne Aufenthaltsbewilligung sei sie gezwungen gew e- sen, die Schweiz jeweils nach drei Monaten zu verlassen . Demzufolge habe sie sich, wie der von ihrem Lebenspartner unterzeichneten Bestät i- gung entnommen werden könne, nie mehr als 90 Tage in der Schweiz aufgehalten. Es wäre denn auch stossend, vom Migrationsamt als Touris- tin behandelt zu werden , zugleich jedoch verpflichtet zu sein, Gebühren für den privaten Radio- und Fernsehempfang bezahlen zu müssen. 4.4.2 Dieser Argumentation hält die Vorinstanz entgegen, der Leben s- partner der Beschwerdeführerin habe bestätigt, dass sich diese im Zeit- raum von 2004 bis 2010 pro Jahr sicher sieben Monate in Deutschland aufgehalten habe. Dies helfe der Beschwerdeführerin indes nicht, sei doch davon auszugehen, dass sie die restliche Zeit, mithin fünf Monate, in der Schweiz gewesen sei. Damit sei nicht erstellt, dass die Vorausse t- zungen von Art. 63 Bst. a RTVV erfüllt seien . In Ergänzung dieser Arg u- mentation weist die Erstinstan z darauf hin, die Empfangsgebühren wür- den laut der bundesgerichtlichen Rechtsprechung keine verbrauchsa b- hängigen Gebühren darstellen. Deshalb könne mit einem zeitweiligen Un- terbruch nicht eine Sistierung der Gebührenpflicht begründet werden, s o- fern der Hau shalt in der Schweiz weiterhin existiere und daselbst em p- fangsbereite Geräte vorhanden seien. D er Beschwerdeführerin sei es nicht gelungen, nachzuweisen, dass sie sich in der interessierenden Zeit- spanne insgesamt weniger als 90 Tage pro Kalenderjahr in der Schweiz A-6060/2011 Seite 10 aufgehalten habe. Deshalb unterliege sie für die gesamte strittige Zeitp e- riode der Gebührenpflicht. 4.4.3 Gemäss Art. 43 aRTVV i.V.m. Art. 45 Abs. 1 aRTVV sind Personen mit Wohnsitz im Ausland, die sich höchstens drei Monate in der Schweiz aufhalten, v on der Melde - und Gebührenpflicht befreit. Diese Regelung hat der Bundesrat im Zuge der Totalrevision der Radio - und Fernsehver- ordnung im Jahr 2007 dahingehend konkretisiert, als er festgehalten hat, dass dieser Befreiungsgrund nur für Personen gilt , die s ich weder 90 Ta- ge pro Kalenderjahr noch 90 Tage ohne Unterbruch in der Schweiz au f- halten (Art. 63 Bst. a RTVV). Sowohl nach altem als auch nach neuem Recht können sich demnach nur Personen auf diesen Befreiungsgrund berufen, die sich im Jahr weniger als 90 Tage in der Schweiz in einem mit Radio- und/oder Fernsehempfangsgeräten ausgestatteten Haus halt auf- halten. 4.4.4 Ob diese Voraussetzung erfüllt ist, haben die zuständigen Behörden von Amtes wegen abzuklären (sog. Untersuchungsmaxime, Art. 12 VwVG), wobei die betroffene Partei bei der Feststellung des entscheidr e- levanten Sachverhaltes mitzuwirken hat (Art. 13 VwVG, Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichts A-4192/2011 vom 22. Dezember 2011 E. 4.6). Ei- ne eigentliche Beweisführungslast trifft sie allerdings nicht ( MOSER/ BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.119 und 3.149). Der erforderliche Beweis ist erbracht, wenn das Bundesverwaltungsgericht in freier Würd i- gung der vorgelegten Beweise (Art. 40 des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273] i.V.m. Art. 19 VwVG) nach objektiven Gesichtspunkten zur Überzeugung g e- langt, dass sich eine Person weniger als 90 Tage in der Schweiz in einem mit einem Radio- und/oder Fernsehempfangsgerät ausgestatteten Haus- halt aufgehalten hat. Bleibt dieser Sachverhalt unbewiesen, so hat die be- troffene Person in analoger Anwendung von Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210) die Folgen dieser Beweislosigkeit zu tragen, da sie aus dem Vorliegen des fraglichen Befreiungsgrundes Rechte ableitet (vgl. Urteile des Bundesverwaltung s- gerichts A -5670/2011 vom 3. Mai 2012 E. 4.1, A -4192/2011 vom 22. Dezember 2011 E.4.6 ; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.141). 4.4.5 Die Beschwerdeführerin stammt aus Deutschland und behauptet, in der strittigen Zeitspanne keine Aufenthaltsbewilligung besessen zu h a- ben. Gemäss Art. 1a und 2 des bis zum 31. Dezember 2007 in Kraft g e-A-6060/2011 Seite 11 wesenen Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Ni e- derlassung der Ausländer (ANAG, SR 142.20) bedarf der Aufenthalt einer deutschen Staatsangehörigen in der Schweiz keiner Bewilligung, wenn diese in der Schweiz keiner Erwerbstätigkeit nachgeht und sich innerhalb eines Zeitrau ms von sechs Monaten höchstens für drei Monate in der Schweiz aufhält. Diese Rechtslage hat sich weder mit dem In krafttreten des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20, vgl. Art. 10 AuG i.V.m. Art. 9 der Verord- nung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst ä- tigkeit [VZAE, SR 142.01]) noch mit dem Beitritt der Schweiz zum Schen- gen-Raum geändert (Art. 20 des Übereinkommens zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen vom 14. Juni 1985 zwischen den Regie- rungen der Staaten der Benelux -Wirtschaftsunion, der Bundesr epublik Deutschland und der Französischen Republik betreffend den schrittwe i- sen Abbau der Kontrollen an den gemeinsamen Grenzen [SDÜ], PHILIPP EGLI/TOBIAS D. MEYER, in: Caroni/Gächter/Turnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, Art. 10 N. 8). Dies bedeutet, dass d ie Beschwerdeführerin selbst ohne Aufenthaltsbewill i- gung berechtigt war, sich in der Schweiz pro Jahr insgesamt bis zu sechs Monate aufzuhalten. Dass sie von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch gemacht und sich in der Schweiz in der Zeit vom 7. Juli 2005 bis Mai 2010 weniger als 90 Tage in der Schweiz aufgehalten hat, ist aufgrund der Akten nicht erstellt. Im Gegenteil hat deren Lebenspartner am 27. November 2011 bestätigt, die Beschwerdefüh rerin habe sich in de r Zeit von 2004 bis 2010 mindestens sieben Monate in Deutschland au f- gehalten. Die restliche Zeit, mithin 150 Tage (5 x 30 Tage) pro Jahr, dürfte sie also in der Schweiz verbracht haben. Anfangs Juni 2010 hat die B e- schwerdeführerin sodann nach eigenen Angab en ihren Wohnsitz in die Schweiz verlegt (Vorinstanz Beilage 10). Die Beschwerdeführerin kann sich folg lich nicht auf den Befreiungsgrund von Art. 43 aRTVV i.V.m. Art. 45 Abs. 1 aRTVV bzw. Art. 63 Bst. a RTVV berufen. 4.5 Aus den obigen Ausführungen geht hervo r, dass die Beschwerdefü h- rerin in ihrer Wohnung in (…) jedenfalls seit dem 15. Juni 2005 über zum Empfang von Radio- und Fernsehprogrammen geeignete Geräte verfügt und in der strittigen Zeitspanne die Voraussetzungen des Befreiung s- grundes von Art. 43 aRTVV i.V.m. Art. 45 Abs. 1 aRTVV bzw. Art. 63 Bst. a RTVV nicht erfüllt hat . Dass sie sich auf einen der anderen Befre i- ungsgründe berufen kann (vgl. Art. 43 sowie Art. 44 aRTVV, Art. 63 und Art. 64 RTVV), macht sie nicht geltend und kann aufgrund der Akten aus- geschlossen werden . Die Beschwerdeführerin unter liegt somit seit dem A-6060/2011 Seite 12 7. Juli 2005 der Gebührenpflicht für den privaten Radio - und Fernse h- empfang. Dies gilt insbesondere auch für den Zeitraum vom 1. Juli 2009 bis zum 31. März 2010. Die diesbezüglich erhobene Gebühr von insg e- samt Fr. 346.50 hat die Vorinstanz in Anwendung von Art. 59 Abs. 1 Bst. a und b RTVV korrekt berechnet. Die dagegen erhobene Be schwerde er- weist sich folglich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 5. Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin die ihr im angefochtenen Entscheid auferlegten Mahn- und Betreibungsgebühren schuldet. 5.1 Die Erstinstanz behauptet, die Beschwerdeführerin am 15. September 2009, am 15. Dezember 2006 sowie am 16. März 2010 schriftlich ge- mahnt zu haben, die ausstehenden privaten Radio - und Fernsehem p- fangsgebühren zu bezahlen. Belegt ist ausschliesslich die schriftliche Mahnung vom 15. September 2009 . Weitere Mahnungen sind nicht ak- tenkundig. Bei dieser Sachlage schuldet die Beschwerdeführerin der Erst- instanz als zuständiger Gebührenerhebungsstelle in Anwendung von Art. 62 Abs. 1 Bst. RTVV Mahngebühren in der Höhe von Fr. 5.-. Bei die- sem Ergebnis kann offengelassen werden, ob auf den Antrag der Vorin- stanz, die Mahngebühren zuungunsten der Beschwerdeführerin zu erhö- hen, einzutreten wäre (Art. 62 Abs. 1 VwVG), da sich dieser Antrag ohne- hin als unbegründet erweisen würde. 5.2 Hinsichtlich der erhobenen Betreibungsgebühren ist zu beachten, dass die Erstinstanz als zuständige Gebührenerhebungsstelle von der Beschwerdeführerin gemäss Art. 62 Abs. 1 Bst. c RTVV für eine zu Recht angehobene Betreibung Fr. 20.- verlangen kann. Die Vorinstanz hat die angefochtene Verfügung am 15. Dezember 2011 in Wiedererwägung g e- zogen und u.a. angeordnet, den Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 227903 des Betreibungsamtes Zürich 3 nicht zu beseitigen, da der Erstinstanz im Verfügungszeitpunkt die Zuständigkeit fehlte, um eine so l- che Anordnung zu treffen (vgl. S. 3 und 5) . An diesen Entscheid ist das Bundesverwaltungsgericht gebunden, weshalb die in Frage stehende Betreibung als zu Unrecht eingeleitet einzustufen ist. Die Erstinstanz war demzufolge nicht berechtigt, von der Beschwerdeführerin Betreibungsg e- bühren von Fr. 20.- zu verlangen. In dieser Hinsicht ist die erhobene B e- schwerde demzufolge gutzuheissen und der angefochtene Entscheid i n- sofern aufzuheben. A-6060/2011 Seite 13 6. Zusammenfassend kann damit festgehalten werden , dass die Beschwe r- de in Bezug auf die Dispositivzif fern 4c und 5 des angefochtenen Ent- scheides aufgrund des vorinstanzlichen Wiedererwägungsentscheides vom 15. Dezember 2011 als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist. Im Übrigen steht fest, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Wohnung in (…) jedenfalls seit dem 15. Juni 2005 über zum Empfang von Radio - und Fernsehprogrammen g eeignete Geräte verfügt und sich auf keinen der gesetzlichen Befreiungsgründe berufen kann. Sie schuldet somit im stri t- tigen Zeitraum die privaten Radio - und Fernsehempfangsgebühren, in s- besondere die für den Zeitraum vom 1. Juli 2009 bis zum 31. März 2011 geforderten Fr. 346.50. Ausgewiesen sind ausserdem die im Wiedere r- wägungsentscheid auf Fr. 200.- reduzierten Verfahrenskosten sowie Mahngebühren von Fr. 5.-, nicht jedoch die verlangten Betreibungskosten von Fr. 20.-. In diesem Sinne erweist sich die Besch werde teilweise als begründet, womit die angefochtene Verfügung hinsichtlich der Betre i- bungskosten aufzuheben ist. 7. 7.1 Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Verfahren wird in Anwendung von Art 63 Abs. 4 bis VwVG i.V.m. Art. 3 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) auf Fr. 500.00 festgelegt. Diese hat die Beschwerdeführ e- rin insoweit zu tragen, als sie als unterliegende Partei im Sinne von Art. 63 Abs. 1 VwVG zu qualifizieren ist. Eine Partei unte rliegt insoweit, als ihren Begehren aus formellen oder materiellen Gründen nicht en t- sprochen wird. Werden ihre Anträge teilweise gutgeheissen, so sind die Verfahrenskosten zu ermässigen. In der Praxis bedeutet dies, dass die Kosten der beschwerdeführenden Partei entsprechend ihrem Anteil am Unterliegen auferlegt werden ( MARCEL MAILLARD, Praxiskommentar, Art. 63 N. 14, MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 4.39). 7.2 Die Vorinstanz hat den Beschwerdeanträgen der Beschwerdeführerin in der Verfügung vom 15. Dezember 2011 insoweit entsprochen, als sie davon abgesehen hat, den in der Betreibung Nr. 227903 des Betre i- bungsamtes Zürich 3 erhobenen Rechtsvorschlag zu beseitigen und die in der angefochtenen Verfügung erhobenen Verfahrenskosten infolge des veränderten Verf ahrensausgangs reduziert hat (vgl. E. 2.2.1). Insoweit sowie hinsichtlich der erhobenen Betreibungskosten ist die Beschwerd e- führerin als obsiegend einzustufen. Mit ihren übrigen Anträgen ist die B e-A-6060/2011 Seite 14 schwerdeführerin dagegen gescheitert . Bei diesem Verfahrensausgang erscheint es gerechtfertigt, die Beschwerdeführerin als zu einem Drittel obsiegend anzusehen. Dementsprechend hat sie zwei Drittel der Verfa h- renskosten, d.h. Fr. 333.30, zu tragen. Dieser Betrag wird mit dem geleis- teten Koste nvorschuss verrechnet. Der Restbe trag von Fr. 166.70 wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts kraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. Die Vorinstanz trägt als Bundesbehörde ungeac h- tet des Ausgangs des Verfahrens keine Verfahrenskosten (A rt. 63 Abs. 2 VwVG). 7.3 Die Beschwerdeführerin hat für das vorliegende Beschwerdeverfah- ren keinen Anwalt beigezogen und keine anderweitigen Kosten geltend gemacht, die ihr durch das vorliegende Beschwerdeverfahren entstanden sind. Ihr steht somit gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG keine Parteientschädi- gung zu. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird in Bezug auf die Dispositivziffern 4c und 5 der Ver- fügung der Vorinstanz vom 12. Oktober 2011 infolge Wiedererwägung als gegenstandslos abgeschrieben. 2. Im Übrigen wird sie im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen. 3. Der Beschwerdeführerin wer den Verfahrenskosten von Fr. 333.30 aufer- legt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 166.70 wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet. Hierzu hat sie dem Bunde s- verwaltungsgericht ihre Post- oder Bankverbindung bekannt zu geben. A-6060/2011 Seite 15 4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 5. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr._____; Einschreiben) – Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Kathrin Dietrich Christa Baumann Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Frist steht still vom 15. Juli bis und mit dem 15. August (Art. 46 Abs. 1 Bst. b BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: