<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00458</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205780&amp;W10_KEY=13013562&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00458</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.04.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung und Befehl</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Abbruchbefehl. Nachträgliche Abänderung eines Umgebungsplans einer Arealüberbauung. Wenn der Wortlaut des Baugesuchs eine bestimmte Projektänderung ausweist, diese indessen in den Plänen nicht rot markiert ist, wird sie von der Baubewilligung nicht erfasst (vgl. § 4 BauVV; E. 2.1). Es ist Sache des Gesuchstellers, den Prüfungsgegenstand so klar und eindeutig zu definieren, dass ein Irrtum der Behörde vernünftigerweise ausgeschlossen werden kann. Deshalb ist die Markierung mit roter Farbe nicht nur dann erforderlich, wenn ein Projekt geändert wird, sondern auch bei einer Konkretisierung oder Ergänzung eines Vorhabens. Die Änderung wurde formell baurechtswidrig vorgenommen (E. 2.3). Mit dem Gewässerabstand verfolgte Interessen sind der Hochwasserschutz sowie Natur- und Heimatschutz (vgl. VB.2001.00163). Es spielt für die Frage, ob eine ortsfeste Einrichtung abstandspflichtig ist oder nicht keine Rolle, ob diese als Baute oder Anlage im Sinn von § 1 ABauV, als Ausstattung gemäss § 3 ABauV oder Ausrüstung nach § 4 ABauV zu beurteilen ist. Somit ist unwesentlich, dass die streitbetroffenen Besucherparkplätze und der Containerabstellplatz als blosse Nebeneinrichtungen zur Arealüberbauung unter § 3 ABauV fallen. Der Hochwasserschutz würde im Widerspruch zu § 21 Abs. 1 WasserwirtschaftsG erschwert, weshalb eine Bewilligung für die innerhalb eines Abstands von 5 m zum Bachgraben liegenden Besucherparkplätze und den Containerabstellplatz ausser Betracht fällt (E. 3.2). Eine Ausnahmebewilligung gemäss § 21 Abs. 2 und 3 WasserwirtschaftsG kann ebenfalls nicht erteilt werden. Die Besucherparkplätze und der Containerstandplatz sind somit auch materiell rechtswidrig (E. 3.3). Befehl zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes (E. 4). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABBRUCHBEFEHL">ABBRUCHBEFEHL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AREALÃBERBAUUNG">AREALÃBERBAUUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEFEHL">BEFEHL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESUCHERPARKPLATZ">BESUCHERPARKPLATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: CONTAINER-ABSTELLPLÃTZE">CONTAINER-ABSTELLPLÃTZE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMGEBUNGSPLAN">UMGEBUNGSPLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASSERWIRTSCHAFTSGESETZ">WASSERWIRTSCHAFTSGESETZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERHERSTELLUNG">WIEDERHERSTELLUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 3 BauVV</span><br/><span class="gerade">§ 4 BauVV</span><br/><span class="ungerade">§ 309 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 341 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 WasserwirtschaftsG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Der Stadtrat BÃ¼lach erteilte dem Baukonsortium A am 9. Oktober 2002 unter Nebenbestimmungen die Bewilligung fÃ¼r die Erstellung der gleichnamigen ArealÃ¼berbauung, bestehend aus 10 teilweise zusammengebauten MehrfamilienhÃ¤usern mit Unterniveaugaragen auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 an der P-/Q-Strasse. In ost-westlicher Richtung quer durch die Parzelle bzw. weitgehend Ã¼ber den nÃ¶rdlichen Teil der heutigen Kat.-Nr. 02 verlÃ¤uft das eingedolte Ã¶ffentliche OberflÃ¤chengewÃ¤sser Nr. 06, R. In den ErwÃ¤gungen wurde festgehalten, dass das Bauten im GewÃ¤sserabstandsbereich umfassende Projekt der Beurteilung durch das Amt fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) unterliege. Laut dessen Mitteilung vom 31. Juli 2002 seien die GewÃ¤sserabstÃ¤nde eingehalten, weshalb das Vorhaben in wasserbaupolizeilicher Hinsicht zu keinen Bemerkungen Anlass gebe. Dispositiv Ziffer 2.2 der Baubewilligung verpflichtete das Konsortium, verschiedene Genehmigungen, PlÃ¤ne und Nachweise beizubringen, so auch einen Umgebungs- und Bepflanzungsplan.</p> <p class="Sachverhalt2"><span class="UrteilstextChar">Am 21. November 2002 reichte die Bauherrschaft einen Plan betreffend Umgebung und Neuparzellierung ein. Entgegen dem der Baubewilligung vom 9. Oktober 2002 zugrunde liegenden Umgebungsplan vom 1./3. Juli 2002, der im fraglichen Bereich GrÃ¼nflÃ¤che bzw. "Spielen/GerÃ¤te" vorgesehen hatte, waren nunmehr Ã¶stlich des Kehrplatzes zwei und sÃ¼dlich davon acht BesucherparkplÃ¤tze eingetragen. Westlich des Kehrplatzes war ein Abstellplatz fÃ¼r insgesamt acht Kehrichtcontainer markiert. Im Unterschied zu der mit roter Farbe gekennzeichneten Neuparzellierung waren diese Ãnderungen nicht hervorgehoben, sondern wie der Ã¼brige Plan schwarz-weiss gehalten. Der Ausschuss Bau und Infrastruktur des Stadtrates BÃ¼lach genehmigte die Parzellierung von Kat.-Nr. 01 in die GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 03, 02 und 04 am 7. Januar 2003. Zu den Parkfeldern und dem Containerstandplatz sprach sich</span> die BehÃ¶rde nicht aus.</p> <p class="Urteilstext">Am 4. April 2003 reichte das Konsortium den Umgebungs- und Bepflanzungsplan zur PrÃ¼fung ein. Darin waren die vorgesehenen Pflanzen grÃ¼n und verschiedene Spielanlagen braun markiert. Die genannten BesucherparkplÃ¤tze sowie der Containerstandplatz befanden sich an gleicher Stelle wie im Parzellierungsplan und waren nicht farblich gekennzeichnet. Am 29. April 2003 stimmte der Ausschuss Bau und Infrastruktur auch diesem Plan zu, wiederum ohne sich zu den Ausstattungen zu Ã¤ussern.</p> <p class="Urteilstext">Im Lauf der ProjektausfÃ¼hrung realisierte die Bauherrschaft die BesucherparkplÃ¤tze und den Abstellplatz fÃ¼r Kehrichtcontainer gemÃ¤ss dem Parzellierungsplan sowie dem Umgebungs- und Bepflanzungsplan. Daraufhin verlangte das Bauamt BÃ¼lach vom Konsortium ÃnderungsplÃ¤ne, welche am 14. Oktober 2004 eingereicht wurden.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 29. November 2004 verfÃ¼gte das AWEL:</p> <p class="Urteilstext">"I. Dem Baukonsortium A wird die nachtrÃ¤gliche wasserbaupolizeiliche Ausnahmebewilligung nach § 21 des Wasserwirtschaftsgesetzes [vom 2. Juni 1991; WasserwirtschaftsG] verweigert fÃ¼r die Ã¼ber der Dole des Rs, Ã¶ffentliches GewÃ¤sser Nr. 06, und innerhalb des gesetzlichen Mindestabstands zu diesem ohne Bewilligung erstellten ParkplÃ¤tze und ContainerunterstÃ¤nde.</p> <p class="Urteilstext"> II. Das Baukonsortium A wird aufgefordert, die unrechtmÃ¤ssig erstellten Anlagen, innerhalb des gesetzlichen GewÃ¤sserabstandes zum eingedolten R bis spÃ¤testens 31. MÃ¤rz 2005 abzubrechen und den rechtmÃ¤ssigen Zustand wiederherzustellen.</p> <p class="Urteilstext"> III. â¦</p> <p class="Urteilstext"> IV. Die Stadt BÃ¼lach wird beauftragt, den Vollzug der Anordnung gemÃ¤ss Dispositiv II zu Ã¼berwachen, nÃ¶tigenfalls durchzusetzen und dem AWEL Bericht zu erstatten.</p> <p class="Urteilstext"> â¦"</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Daraufhin beschloss der Ausschuss Bau und Infrastruktur des Stadtrates BÃ¼lach am 12. Januar 2005:</p> <p class="Urteilstext">"1. Der Gesuchstellerin wird die VerfÃ¼gung des Amtes fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft â¦ vom 29. November 2004 â¦ erÃ¶ffnet.</p> <p class="Urteilstext"> 2. â¦ Der Stadtingenieur â¦ wird beauftragt, die Fristen fÃ¼r die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustandes â¦ zu Ã¼berwachen.</p> <p class="Urteilstext"> â¦"</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Einen vom Baukonsortium A hiergegen erhobenen Rekurs wies die Baurekurskommission IV am 14. Juli 2005 ab, zusammengefasst aus folgenden GrÃ¼nden:</p> <p class="Urteilstext">Der Sachverhalt gehe aus den Akten hinreichend deutlich hervor, weshalb sich ein Augenschein erÃ¼brige. Der Baubewilligung vom 9. Oktober 2002 habe auch der Umgebungsplan vom 1. Juli 2002 zugrunde gelegen. Dieser habe im Bereich der heute umstrittenen (Container-)AbstellplÃ¤tze GrÃ¼nflÃ¤che bzw. die Pflanzung von BÃ¤umen vorgesehen. In Dispositiv Ziffer 2.2 habe der Stadtrat festgehalten, dass ein Umgebungs- und Bepflanzungsplan nachtrÃ¤glich zur Genehmigung einzureichen sei. Am 21. November 2002 habe die Bauherrschaft einen neuen Umgebungsplan prÃ¤sentiert, der wegen der Ãberbauung und Neuparzellierung des Areals erforderlich gewesen sei. Auf diesem Plan seien neu die Besucherparkfelder sowie die AbstellplÃ¤tze fÃ¼r die Container am streitbetroffenen Standort schwarz eingezeichnet gewesen. Am 7. Januar 2003 habe die BehÃ¶rde die Parzellierung genehmigt, und am 29. April 2003 habe der Leiter des Ausschusses Bau und Infrastruktur auch dem Umgebungsplan vom 4. April 2003 zugestimmt. Dieser habe die nachtrÃ¤gliche ProjektÃ¤nderung bezÃ¼glich AbstellplÃ¤tze und Container zwar ausgewiesen, jedoch nicht mit roter Farbe gekennzeichnet. Sowohl die BesucherparkplÃ¤tze als auch die ContainerabstellplÃ¤tze befÃ¤nden sich im GewÃ¤sserabstandsbereich des eingedolten Rs. Wie in § 4 Abs. 1 der Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997 (BauVV) vorgesehen, seien die neuen GrundstÃ¼cksgrenzen im Parzellierungsplan vom 21. November 2002 richtigerweise rot markiert worden. DemgegenÃ¼ber seien die ContainerabstellplÃ¤tze und die BesucherparkplÃ¤tze schwarz dargestellt. Beim Umgebungsplan vom 4. April 2003 handle es sich um einen detaillierten Bepflanzungsplan, der die vorgesehenen Pflanzen nach ihrer Art in grÃ¼ner Farbe bezeichne. Die streitbetroffenen Container- und BesucherabstellplÃ¤tze seien dabei schwarz gehalten. Weil das Konsortium mit dem Stadtrat nicht im Sinne von § 4 Abs. 4 BauVV eine andere Darstellung der ProjektÃ¤nderung vereinbart habe, kÃ¶nne es weder aus der Bewilligung des einen oder des anderen Plans etwas zu seinen Gunsten ableiten. Der Zweck dieser Norm bestehe darin, durch eine klare Darstellung des bestehenden und des geplanten Zustands eine rationelle Arbeitsweise der BaubehÃ¶rde zu ermÃ¶glichen. Diese mÃ¼sse sich darauf verlassen kÃ¶nnen, dass die PlÃ¤ne korrekt dargestellt seien. Wenn das Konsortium â aus welchen GrÃ¼nden auch immer â die AbstellplÃ¤tze fÃ¼r Besucher und Container schwarz und damit als bestehend eingetragen habe, lasse sich weder aus der Genehmigung des Umgebungsplans noch der Parzellierung etwas zu seinen Gunsten ableiten. Bei der PrÃ¼fung des letztgenannten Gesuchs habe die BaubehÃ¶rde allein zu klÃ¤ren, ob im Zug der Neuparzellierung baurechtswidrige VerhÃ¤ltnisse entstÃ¼nden; hingegen gehe es nicht um GewÃ¤sserabstÃ¤nde. Die streitbetroffenen AbstellplÃ¤tze seien daher nie bewilligt worden. Laut § 21 Abs. 1 WasserwirtschaftsG mÃ¼ssten ober- wie unterirdische Bauten und Anlagen gegenÃ¼ber offenen und eingedolten Ã¶ffentlichen OberflÃ¤chengewÃ¤ssern einen Abstand von 5 m einhalten. Darunter fielen auch Ausstattungen im Sinne von § 3 der Allgemeinen Bauverordnung vom 22. Juni 1977 (ABauV) wie etwa Parkfelder. Im Entscheid VGr, 27. MÃ¤rz 2002, BEZ 2002 Nr. 23, habe das Verwaltungsgericht festgehalten, dass die Umschreibung als Ausstattung gemÃ¤ss § 3 ABauV die Bewilligungspflicht nach § 1 ABauV nicht ausschliesse; ferner spiele es aus wasserbaupolizeilicher Sicht keine Rolle, ob die Verkehrsanlage eine externe oder interne Erschliessung darstelle. Die streitbetroffenen BesucherabstellplÃ¤tze und der Containerplatz unterlÃ¤gen nach § 1 lit. a und b ABauV der gewÃ¤sserrechtlichen Abstandspflicht. Die Erteilung einer Ausnahmebewilligung im Sinne von § 21 Abs. 2 und 3 WasserwirtschaftsG setze wie ein Dispens nach § 220 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) besondere VerhÃ¤ltnisse voraus. Solche gingen hier aus den Akten nicht hervor. Ferner rÃ¤ume die Bauherrschaft selbst ein, dass die BesucherparkplÃ¤tze und der Containerabstellplatz verlegt werden kÃ¶nnten. Selbst wenn die Ã¼ber den R fÃ¼hrende Zufahrt zur Unterniveaugarage wie auch der Ã¶ffentliche Fussweg zur ZÃ¼rcherstrasse zu Unrecht bewilligt worden wÃ¤ren, liesse sich daraus nichts zugunsten des Konsortiums ableiten. Weil die umstrittenen ProjektÃ¤nderungen nie Gegenstand eines Baubewilligungsverfahrens gewesen seien, kÃ¶nne sich die Bauherrschaft nicht auf schutzwÃ¼rdiges Vertrauen berufen. Das Ã¶ffentliche Interesse an der Durchsetzung des Rechts und am Hochwasserschutz Ã¼berwiege die gegenlÃ¤ufigen finanziellen Belange des Konsortiums, weshalb sich der Befehl als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweise.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 16. September 2005 liess das Baukonsortium A dem Verwaltungsgericht beantragen, den Rekursentscheid sowie den Beschluss des Ausschusses Bau und Infrastruktur vom 12. Januar 2005 und die VerfÃ¼gung des AWEL vom 29. November 2004 aufzuheben. Ausserdem verlangte das Konsortium eine ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">In ihrer Vernehmlassung vom 29. September 2005 schloss die Baurekurskommission IV auf Abweisung der Beschwerde. Denselben Antrag stellten der Ausschuss Bau und Infrastruktur am 19./21. Oktober 2005 und das AWEL am 27. Oktober 2005. Sodann beantragten neun beigeladene Nachbarn am 28. November 2005 â unter Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung â Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Urteilstext">Auf die Parteivorbringen wird, soweit wesentlich, in den nachfolgenden UrteilsgrÃ¼nden zurÃ¼ckgekommen.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Als von einem Bauvorhaben tangierte Nachbarn und als Partei im Beschwerdeverfahren sind die privaten Beschwerdegegner als Beschwerdegegnerschaft 3 - 11 ins Rubrum aufzunehmen und dieses entsprechend zu berichtigen.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Der entscheidwesentliche Sachverhalt geht aus den Akten klar hervor. Die Baurekurskommission IV hat daher auf einen Augenschein verzichten dÃ¼rfen; ebenso wenig bedarf es eines verwaltungsgerichtlichen Lokaltermins. Der entsprechende Antrag der BeschwerdefÃ¼hrer ist somit abzulehnen. Auch anderweitige ergÃ¤nzende Untersuchungshandlungen drÃ¤ngen sich nicht auf.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>WÃ¤hrend die Rekurskommission die angefochtene Baubewilligung kraft § 20 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) mit freier Kognition Ã¼berprÃ¼ft, steht dem Verwaltungsgericht aufgrund von § 50 VRG nur Rechtskontrolle zu.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">ZunÃ¤chst gilt es zu prÃ¼fen, ob der Ausschuss Bau und Infrastruktur die BesucherparkplÃ¤tze und den Containerstandplatz mit seinem Beschluss vom 7. Januar 2003 oder mit jenem vom 29. April 2003 genehmigt hat.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Unter dem Randtitel "Baugesuch/Gesuchsunterlagen/A. PlÃ¤ne" enthÃ¤lt § 3 BauVV eine AufzÃ¤hlung von PlÃ¤nen, die mit dem Baugesuch in der Regel einzureichen sind. Sodann verlangt § 4 BauVV hinsichtlich der Gestaltung:</p> <p class="Urteilstext">"In der Kopie des Grundbuchplans sind bleibende Bauten und Anlagen schwarz, Neu- und Umbauten rot, abzubrechende Teile gelb darzustellen.</p> <p class="Urteilstext">In den Grundrissen, Schnitten und Fassadenzeichnungen sind Neubauten schwarz darzustellen. Bei Umbauten sind bleibende Bauteile schwarz, neue rot und abzubrechende gelb wiederzugeben.</p> <p class="Urteilstext">Bei ZweckÃ¤nderungen ist in den Grundrissen die neue Zweckbestimmung rot und die ursprÃ¼ngliche gelb zu unterstreichen.</p> <p class="Urteilstext">Anstelle oder neben der Schwarz-, Rot- und Gelb-Darstellung in einem Plan kÃ¶nnen allenfalls, nach Vereinbarung mit der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde, separate PlÃ¤ne mit altem und neuem Zustand eingereicht werden."</p> <p class="Urteilstext">Der Sinn dieser Regelung besteht offensichtlich darin, dass die BaubehÃ¶rde bei An- und Umbauten sowie im Fall von ProjektÃ¤nderungen ohne weiteres erkennt, was Gegenstand eines Bau- bzw. eines ProjektÃ¤nderungsgesuchs ist. Der klaren und prÃ¤zisen farblichen Darstellung kommt grÃ¶sste Bedeutung zu. Unklarheiten wirken sich gewÃ¶hnlich zum Nachteil des Gesuchstellers aus, weil er diese zu vertreten hat (RB 1987 Nr. 12, 1985 Nr. 118 = BEZ 1986 Nr. 22; FranÃ§ois Ruckstuhl, Ãffentlichrechtliche BaumÃ¤ngel, in: Peter MÃ¼nch/Peter Karlen/Thomas Geiser [Hrsg.], Beraten und Prozessieren in Bausachen, Basel/Genf/MÃ¼nchen 1998, Rz. 14.6). Wenn der Wortlaut des Baugesuchs eine bestimmte ProjektÃ¤nderung ausweist, diese indessen in den PlÃ¤nen nicht rot markiert ist, wird sie von der Baubewilligung nicht erfasst (Ruckstuhl, Rz. 14.20; Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, N. 259). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer machen geltend, dass die streitbetroffenen BesucherparkplÃ¤tze und der Containerstandplatz (noch) nicht Gegenstand der Baubewilligung vom 9. Oktober 2002 gebildet hÃ¤tten; vielmehr habe Dispositiv Ziffer 2.2 des baurechtlichen Entscheids die endgÃ¼ltige Platzierung dieser Ausstattungen ausdrÃ¼cklich vorbehalten. Demzufolge sei die Bauherrschaft nicht verpflichtet gewesen, die im Plan zum Parzellierungsgesuch sowie im Umgebungs- und Bepflanzungsplan korrekt bezeichneten Standorte farblich zu kennzeichnen. Offenbar habe die BaubehÃ¶rde die PlÃ¤ne nicht mit der nÃ¶tigen Sorgfalt geprÃ¼ft; denn im Rahmen der Parzellierungsbewilligung hÃ¤tte das MitbenÃ¼tzungsrecht fÃ¼r die GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 03 und 04 an den auf Kat.-Nr. 02 liegenden Ausstattungen geregelt werden mÃ¼ssen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Wie gesagt bezweckt § 4 BauVV, die BaubehÃ¶rde â ferner auch allfÃ¤llige betroffene Nachbarn im Sinn von § 315 PBG â darÃ¼ber zu informieren, welche bauliche Massnahmen Gegenstand der behÃ¶rdlichen PrÃ¼fung bilden. Dabei ist es Sache eines Gesuchstellers, den PrÃ¼fungsgegenstand so klar und eindeutig zu definieren, dass ein Irrtum der BehÃ¶rde vernÃ¼nftigerweise ausgeschlossen werden kann. Unter diesen UmstÃ¤nden ist die in § 4 BauVV verlangte Markierung mit roter Farbe nicht nur dann erforderlich, wenn ein Projekt geÃ¤ndert wird, sondern auch bei einer â wie hier vorgenommenen â Konkretisierung oder ErgÃ¤nzung eines Vorhabens. Die von den BeschwerdefÃ¼hrern verfochtene gegenteilige Auffassung wÃ¤re Ã¤usserst unpraktikabel und hÃ¤tte â wie der vorliegende Fall geradezu exemplarisch zeigt â bei grÃ¶sseren Projekten einen unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigen und nicht zu rechtfertigenden PrÃ¼fungsaufwand der BaubehÃ¶rde zur Folge. Umgekehrt ist auf Seiten eines Gesuchstellers kein Interesse ersichtlich, weshalb er neben der Ãnderung auch eine Konkretisierung oder ErgÃ¤nzung eines Projekts nicht farblich kennzeichnen sollte. Es besteht ein erhebliches Interesse der Ãffentlichkeit wie der Nachbarn an der umfassenden PrÃ¼fung eines Baugesuchs auf seine GesetzmÃ¤ssigkeit. Diese muss auch dann gewÃ¤hrleistet bleiben, wenn die Beurteilung â wie es bei komplexeren Vorhaben hÃ¤ufig zutrifft â aufgrund von nachtrÃ¤glichen ProjektÃ¤nderungen und der ErfÃ¼llung von Auflagen wÃ¤hrend einer oft lÃ¤ngeren Zeitspanne gestaffelt vorgenommen wird.</p> <p class="Urteilstext">Im Einzelfall kann sich die Frage stellen, ob aus GrÃ¼nden des Vertrauensschutzes der umgekehrte Schluss zu ziehen sei. Vorliegend trifft dies jedoch gerade nicht zu. Denn das Baukonsortium hat vor Einreichung des Baugesuchs das AWEL am 12. Juni 2002 angefragt, ob der Abstandsstreifen des Rs fÃ¼r eine Ã¼berdachte Zufahrtsrampe in Anspruch genommen werden dÃ¼rfe, was diese Amtsstelle am 20. Juni 2002 verneint hat. Somit wusste die Bauherrschaft um die zumindest ungewisse gewÃ¤sserbaurechtliche Lage. Es kann daher keine Rede davon sein, dass der Stadtrat BÃ¼lach, dessen Ausschuss Bau und Infrastruktur oder das AWEL sich widersprÃ¼chlich verhalten oder schutzwÃ¼rdiges Vertrauen der Bauherrschaft geweckt und enttÃ¤uscht hÃ¤tten. Vielmehr muss sich diese den Vorwurf gefallen lassen, unklare VerhÃ¤ltnisse geschaffen und sich um die baurechtliche ZulÃ¤ssigkeit des umstrittenen Vorhabens nicht gekÃ¼mmert zu haben.</p> <p class="Urteilstext">Aus diesen GrÃ¼nden hat die Baurekurskommission IV zutreffend erkannt, dass die umstrittenen BesucherparkplÃ¤tze sowie der Containerstandplatz weder mit der Parzellierungsbewilligung vom 7. Januar 2003 noch mit der Zustimmung zum Umgebungs- und Bepflanzungsplan vom 29. April 2003 genehmigt worden sind. Mithin hat das Konsortium die Ãnderung formell baurechtswidrig vorgenommen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Im Rahmen der nunmehr zu prÃ¼fenden materiellen BewilligungsfÃ¤higkeit von BesucherparkplÃ¤tzen und Containerstandplatz stellt sich die Frage, ob § 21 Abs. 1 WasserwirtschaftsG, wonach ober- und unterirdische Bauten und Anlagen gegenÃ¼ber offenen und eingedolten Ã¶ffentlichen OberflÃ¤chengewÃ¤ssern einen Abstand von 5 m einzuhalten haben, zum Zug kommt.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer erneuern den im Rekursverfahren verfochtenen Standpunkt, dass die streitbetroffenen BesucherparkplÃ¤tze und der Containerabstellplatz als Ausstattungen gemÃ¤ss § 3 ABauV nicht zu den Bauten und Anlagen im Sinn von § 21 WasserwirtschaftsG zÃ¤hlten und deshalb keinen GewÃ¤sserabstand einhalten mÃ¼ssten. Wie das Verwaltungsgericht entschieden habe, richte sich die Definition von Bauten und Anlagen im Wasserwirtschaftsgesetz nach § 1 ABauV. Diese Bestimmung enthalte eine nicht abschliessende AufzÃ¤hlung der Objekte, die als Bauten und Anlagen im Sinn von § 309 PBG zu betrachten seien. Bei den in § 3 ABauV umschriebenen Ausstattungen handle es sich um Nebeneinrichtungen zu Bauten und Anlagen, hÃ¤tten also nur dienende Funktion und seien daher von diesen zu unterscheiden. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Im Grundsatzentscheid VGr, 27. MÃ¤rz 2002, BEZ 2002 Nr. 23, hat das Verwaltungsgericht erkannt, dass der kantonale GewÃ¤sserabstand einerseits wasserbaupolizeiliche Funktion habe und andererseits Interessen des Natur- und Heimatschutzes diene. Den â vorliegend allein in Betracht fallenden â Hochwasserschutz mÃ¼ssten die Kantone von Bundesrechts wegen in erster Linie durch den Unterhalt der GewÃ¤sser und durch raumplanerische Massnahmen gewÃ¤hrleisten. Der in § 21 Abs. 1 WasserwirtschaftsG festgelegte GewÃ¤sserabstand von 5 m diene dem Hochwasserschutz sowie der Erhaltung der Ufervegetation und stelle ein kantonalrechtliches Instrument zur AusfÃ¼hrung der bundesrechtlichen Vorgaben dar. Weil das Wasserwirtschaftsgesetz den Begriff der Bauten und Anlagen nicht definiere, sei auf die Umschreibung in § 1 ABauV abzustellen. Darunter falle auch etwa eine grundstÃ¼ckinterne Verkehrserschliessung, obwohl diese nach § 3 ABauV zu den Ausstattungen zÃ¤hle. Zum einen schliesse die Umschreibung als Ausstattung gemÃ¤ss § 3 ABauV die Bewilligungspflicht nach § 1 ABauV nicht aus; zum anderen hingen die Auswirkungen einer Verkehrsanlage auf die wasserbaupolizeilich erheblichen UmstÃ¤nde nicht davon ab, ob diese Anlage eine externe oder eine interne Erschliessung darstelle.</p> <p class="Urteilstext">In Anbetracht der mit dem GewÃ¤sserabstand verfolgten Interessen von Hochwasserschutz sowie Natur- und Heimatschutz, von denen es hier nur um das erstgenannte geht, spielt es fÃ¼r die Frage, ob eine ortsfeste Einrichtung abstandspflichtig sei oder nicht, keine Rolle, ob diese als Baute oder Anlage im Sinn von § 1 ABauV, als Ausstattung gemÃ¤ss § 3 ABauV oder AusrÃ¼stung nach § 4 ABauV zu beurteilen sei. Im Unterschied zu Grenz- und GebÃ¤udeabstÃ¤nden, die kraft § 269 PBG bzw. § 271 PBG nur von GebÃ¤uden im Sinn von § 2 ABauV eingehalten werden mÃ¼ssen (Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, Rz. 12-36 ff. und 12-60 ff.) â weil blosse Anlagen in der Regel nicht geeignet sind, dem Nachbarn Licht, Luft oder Aussicht zu entziehen â, kÃ¶nnen die mit dem GewÃ¤sserabstand gewahrten RechtsgÃ¼ter auch durch Bauten und Anlagen, Ausstattungen und AusrÃ¼stungen oder sogar durch blosse Eingriffe in das natÃ¼rliche Terrain beeintrÃ¤chtigt oder gefÃ¤hrdet werden. Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrer spielt es daher keine Rolle, dass die streitbetroffenen BesucherparkplÃ¤tze und der Containerstandplatz hier als blosse Nebeneinrichtungen zur ArealÃ¼berbauung unter § 3 ABauV fallen. Massgebend ist allein, dass mit der (zusÃ¤tzlichen) Befestigung des Terrains im Bereich des eingedolten Rs der Hochwasserschutz erschwert wÃ¼rde. Dies stÃ¼nde im Widerspruch zu § 21 Abs. 1 WasserwirtschaftsG, weshalb eine Bewilligung fÃ¼r die innerhalb eines Abstands von 5 m zum Bachgraben liegenden BesucherparkplÃ¤tze und den Containerabstellplatz nach zutreffender Auffassung der Vorinstanzen ausser Betracht fÃ¤llt.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Zu prÃ¼fen bleibt, ob eine Ausnahmebewilligung in Frage kommt. Nach Abs. 2 von § 21 WasserwirtschaftsG kann die Baudirektion eine Ausnahme zur Unterschreitung des Mindestabstands gewÃ¤hren, wenn besondere VerhÃ¤ltnisse dies rechtfertigen. Laut Abs. 3 dÃ¼rfen Ausnahmebewilligungen nicht gegen Sinn und Zweck von Abs. 1 verstossen und auch sonst keine Ã¶ffentlichen Interessen verletzen, es sei denn, es wÃ¼rde die ErfÃ¼llung einer dem Gemeinwesen gesetzlich obliegenden Aufgabe verunmÃ¶glicht oder Ã¼bermÃ¤ssig erschwert.</p> <p class="Urteilstext">Besondere VerhÃ¤ltnisse ergeben sich weder aus der Lage und Form der Parzellen noch aus der Anordnung der BaukÃ¶rper. Vielmehr kÃ¶nnen die fraglichen BesucherparkplÃ¤tze und der Containerstandplatz anderswo auf dem Areal platziert werden. Auch der den R spitzwinklig durchquerende Ã¶ffentliche Fussweg stellt keinen Dispensgrund dar. Oft verlaufen Wege unmittelbar an BÃ¤chen (vgl. etwa BEZ 2001 Nr. 60), und eingedolte GewÃ¤sser werden nicht selten unter dem Trassee von Strassen gefÃ¼hrt, ohne dass der Hochwasserschutz deswegen gefÃ¤hrdet wÃ¤re. Massgebend sind die jeweiligen VerhÃ¤ltnisse, insbesondere das im Fall eines Hochwassers zu erwartende Wasservolumen und die MÃ¶glichkeit, dass der Wasserabfluss durch Geschiebe behindert wird. Vorliegend fÃ¼hrt das AWEL in der Beschwerdeantwort aus, dass die bestehende Eindolung des Rs nicht hochwassersicher sei und die Stadt BÃ¼lach die KapazitÃ¤t dieses GewÃ¤ssers mit baulichen Massnahmen bald erhÃ¶hen mÃ¼sse. Dass sich ausserhalb des GewÃ¤sserabstands andere Bauten und Anlagen befinden, tut nichts zur Sache. Allenfalls beeintrÃ¤chtigen die zu beurteilenden Ausstattungen angesichts ihrer bescheidenen rÃ¤umlichen Auswirkungen den Hochwasserschutz nicht in erheblichem Umfang und stehen einem Dispens daher keine gewichtigen Interessen entgegen. Indessen lÃ¤sst sich nicht sagen, dass die gegenteilige Auffassung des sachverstÃ¤ndigen AWEL geradezu rechtsverletzend im Sinn von § 50 VRG sei. Eine allzu grosszÃ¼gige Ausnahmepraxis bei eingedolten BÃ¤chen kÃ¶nnte einerseits den Hochwasserschutz aushÃ¶hlen und anderseits eine â zur Aufwertung des Siedlungs- und Landschaftsbildes oft erwÃ¼nschte â spÃ¤tere Ausdolung verunmÃ¶glichen. Schliesslich werfen die BeschwerdefÃ¼hrer den Vorinstanzen zu Unrecht WillkÃ¼r vor, wenn diese die Zufahrt zur Tiefgarage Ã¼ber den R erlaubt, die streitbetroffenen Ausstattungen hingegen abgelehnt haben. Denn aufgrund der Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse drÃ¤ngte sich die Zufahrt Ã¼ber die Q-Strasse zu einer im Zentrum der Ãberbauung angeordneten Tiefgarage geradezu auf. Daraus lÃ¤sst sich jedoch kein Anspruch auf zusÃ¤tzliche Unterschreitungen des GewÃ¤sserabstands ableiten.</p> <p class="Urteilstext">Weil eine Ausnahmebewilligung nach dem Gesagten ausser Betracht fÃ¤llt, erweisen sich die streitbetroffenen BesucherparkplÃ¤tze und der Containerstandplatz auch materiell als rechtswidrig.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach § 341 PBG hat die zustÃ¤ndige BaubehÃ¶rde ohne RÃ¼cksicht auf Strafverfahren und Bestrafung den rechtmÃ¤ssigen Zustand herbeizufÃ¼hren. § 341 PBG verlangt seinem Wortlaut entsprechend die vorbehaltlose Durchsetzung der Rechtsordnung. Ein Ermessen, ob die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde tÃ¤tig werden oder ob sie die Sache auf sich beruhen lassen soll, besteht damit grundsÃ¤tzlich nicht (Ruckstuhl, Rz. 14.63 ff.; MÃ¤der, N. 665, auch zum Folgenden). Ein Abbruchbefehl ist nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung dann unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, wenn die Abweichung vom gesetzmÃ¤ssigen Zustand gering ist und die berÃ¼hrten allgemeinen Interessen den Schaden, der dem EigentÃ¼mer durch den Abbruch entstÃ¼nde, nicht zu rechtfertigen vermÃ¶gen (BGE 111 Ib 213 E. 6b S. 224; VGr, 12. Juni 1987, ZBl 1988, <br/> S. 262). GeringfÃ¼gig ist eine Abweichung damit dann, wenn die materielle Vorschrift nur um weniges verletzt wird und dadurch dem Bauherrn kein oder nur ein geringfÃ¼giger Nutzen erwÃ¤chst (MÃ¤der, N. 665). Bei bedeutenderen Abweichungen von den materiellen Bauvorschriften kÃ¶nnen allein GrÃ¼nde des Vertrauensschutzes zu einem Verzicht auf die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands fÃ¼hren (RB 2000 Nr. 106 = BEZ 2000 Nr. 23). Solche GrÃ¼nde liegen vor, wenn der Bauherr gutglÃ¤ubig angenommen hat, er sei zur BauausfÃ¼hrung ermÃ¤chtigt, und wenn der Beibehaltung des ungesetzlichen Zustands nicht schwer wiegende Ã¶ffentliche Interessen entgegenstehen (RB 1985 Nr. 118 = BEZ 1986 Nr. 22, mit Hinweisen).</p> <p class="Urteilstext">Bei der Missachtung des GewÃ¤sserabstands handelt es sich zwar nicht um eine allzu gravierende Gesetzesverletzung. Indessen sprechen prÃ¤judizielle GrÃ¼nde und somit ein Ã¶ffentliches Interesse dafÃ¼r, solche VerstÃ¶sse zu ahnden. Weil die BeschwerdefÃ¼hrer nach der Korrespondenz mit dem AWEL vom 12. Juni 2002 um die fehlende BewilligungsfÃ¤higkeit gewusst und daher bÃ¶sglÃ¤ubig gehandelt haben, ferner weil die BesucherparkplÃ¤tze wie der Containerabstellplatz an verschiedenen Stellen auf dem Areal sinnvoll angeordnet werden kÃ¶nnen und mit der Verlegung kaum Ã¼bermÃ¤ssige Kosten verbunden sind, stehen der Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands keine Ã¼berwiegenden privaten Interessen entgegen. Vielmehr scheinen die gegenwÃ¤rtigen Standorte die an der P-Strasse 05 wohnhaften Nachbarn erheblich zu belÃ¤stigen. Ebenso wenig spielt eine Rolle, dass die Ãberbauung inzwischen im Stockwerkeigentum verkauft ist und die BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund der gebotenen Ãnderungen allenfalls einzelnen Rechtsnachfolgern Schadenersatz leisten mÃ¼ssen. Die von der Baurekurskommission IV auf 60 Tage ab Rechtskraft angesetzte Frist fÃ¼r die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands erscheint angemessen und beginnt kraft § 66 VRG mit Zustellung dieses Entscheids zu laufen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer werden solidarisch kostenpflichtig und kÃ¶nnen von vornherein keine ParteientschÃ¤digung beanspruchen (§ 70 VRG in Verbindung mit § 13 Abs. 2 und § 17 Abs. 2 VRG). <span>Vielmehr haben sie die privaten Beschwerdegegner gestÃ¼tzt auf § 17 Abs. 2 lit. a VRG im angemessenen Umfang von (insgesamt) Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu entschÃ¤digen.</span></p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 120.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'120.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung beider fÃ¼r den Gesamtbetrag. </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrenden werden solidarisch verpflichtet, den privaten Beschwerdegegnern eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'500.- zu bezahlen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>