A bteilung IV D -18/2007 {T 0/2} U rteil vom 12. A pril 2007 M itw irkung: R ichter H aefeli, R ichterin Luterbacher, R ichter Bovier G erichtsschreiberin Freihofer A._______ Sri Lanka, vertreten durch B._______ Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 5. D ezem ber 2006 i.S. A syl und W egw eisung / N B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschw erdeführer seinen H eim atstaat am 27. Septem ber 2005 und gelangte am 30. Septem ber 2005 in die Schw eiz, w o er am gleichen Tag um Asyl ersuchte. Am 6. O ktober 2005 fand in Vallorbe die Em pfangszentrum sbefragung statt, und am 21. O ktober 2005 erfolgte die Anhö- rung zu den Asylgründen durch den M igrationsdienst des Kantons C ._______. Am 29. N ovem ber 2006 führte das BFM m it dem Beschw erdeführer eine ergänzende Anhörung durch. D er Beschw erdeführer m achte dabei im W esentlichen geltend, er sei singhalesischer Ethnie und stam m e aus D ._______. In Sri Lanka verlange eine M afia seit Jahren Schutzgelder von C lub- und R estaurantbesitzern. Er selbst habe vor einiger Zeit ein R estaurant eröffnet. In der Folge hätten Angehörige der M afia auch von ihm G eld verlangt. Es sei zu Todesdrohungen gekom m en und Schüsse seien gefallen. Im Septem ber 2005 habe er aus der Zeitung erfahren, dass m ehre- re Angehörige der M afia festgenom m en w orden seien. Er habe am 24. Septem ber 2005 bei der Polizei eine Anzeige eingereicht und habe seine H eim at vor diesem H intergrund legal m it einem Visum für die Schw eiz verlassen. N ach seiner Ausrei- se habe es w eitere G eldforderungen und D rohungen gegeben. Seine Ehefrau habe deshalb am 26. O ktober 2006 bei der Polizei nochm als Anzeige erstattet. Zur U nterm auerung seines Asylgesuchs reichte der Beschw erdeführer zw ei Zei- tungsartikel vom 21. Septem ber 2005, zw ei Anzeigen bei der Polizei vom 24. Sep- tem ber 2005 und vom 26. O ktober 2006, ein Anw altsschreiben vom 23. O ktober 2006 sow ie m ehrere G eschäftsunterlagen zu den Akten. B. M it Verfügung vom 5. D ezem ber 2006 stellte das BFM fest, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. G leichzeitig verfügte es die W egw eisung aus der Schw eiz und den Vollzug. C . M it Beschw erde vom 29. D ezem ber 2006 liess der Beschw erdeführer beantragen, das Protokoll der Anhörung in der Em pfangsstelle vom 6. O ktober 2005 (A2/9) und das Protokoll der Anhörung beim Kanton vom 21. O ktober 2005 (A11/23) seien aus den Asylakten zu w eisen. D ie Verfügung des BFM vom 5. D ezem ber 2005 sei aufzuheben, und die Sache sei zur Feststellung des vollständigen und richtigen rechtserheblichen Sachverhalts an das BFM zurückzuw eisen. Eventuell sei die an- gefochtene Verfügung vom 5. D ezem ber 2006 aufzuheben, es sei die Flüchtlings- eigenschaft festzustellen, und es sei ihm in der Schw eiz Asyl zu gew ähren. Even- tuell seien die Punkte vier und fünf der Verfügung des BFM vom 5. D ezem ber 2006 aufzuheben, und es sei die U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs fest- zustellen. Vor einer allfälligen G utheissung der vorliegenden Beschw erde sei dem unterzeichneten Anw alt die M öglichkeit zu geben, eine detaillierte Kostennote ein- zureichen. D . M it Zw ischenverfügung vom 12. Januar 2007 setzte der zuständige Instruktions- richter des Bundesverw altungsgerichts dem Beschw erdeführer Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses in der H öhe von Fr. 600.--. E. M it Eingabe vom 26. Januar 2007 liess der Beschw erdeführer ein G esuch um Ver-3 zicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses, um G ew ährung der unentgelt- lichen Prozessführung sow ie ein gegen den für das Verfahren zuständigen Instruk- tionsrichter sow ie die G erichtsschreiberin w egen Anschein der Befangenheit ge- richtetes Ausstandsbegehren stellen. F. D as Ausstandsbegehren w urde m it U rteil des Bundesverw altungsgerichts vom 9. Februar 2007 abgew iesen. D ie Akten w urden zur W eiterführung des Verfahrens an den zuständigen Instruktionsrichter überw iesen und die Kosten des Ausstandsver- fahrens von Fr. 300.-- dem Beschw erdeführer auferlegt und zur H auptsache ge- schlagen. G . D as G esuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses w urde m it Zw ischenverfügung des Bundesverw altungsgerichts vom 19. Februar 2007 unter Ansetzung einer dreitägigen N achfrist zur Leistung des erhobenen Kostenvor- schusses abgew iesen. H . Am 1. M ärz 2007 w urde der Kostenvorschuss geleistet. I. Am 7. M ärz 2007 liess der Beschw erdeführer eine w eitere Eingabe zu den Akten reichen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vor- liegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG ; SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsge- setzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, am 1. Januar 2007 die Beurteilung der bei der ehem aligen AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 1.4 Ü ber offensichtlich unbegründete Beschw erden w ird in einem vereinfachten Ver- fahren entschieden. W ie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ).4 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist le- gitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m it- hin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim at- staat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer poli- tischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gel- ten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum in- dest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vor- handensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeb- lich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D as BFM führte zur Begründung seines ablehnenden Entscheids aus, dass die Ausführungen des Beschw erdeführers zahlreiche U ngereim theiten aufw eisen w ür- den. So habe er unterschiedliche Angaben zu seinem R estaurant, zu den chrono- logischen Abläufen der angeblichen Ü bergriffe oder auch zu seiner Ausreise ge- m acht. Im Zusam m enhang m it den eingereichten Anzeigen sei festzuhalten, dass allgem ein bekannt sei, dass in Sri Lanka solche D okum ente ohne w eiteres un- rechtm ässig erw orben w erden könnten, w eshalb ihr Bew eisw ert als äusserst ge- ring eingestuft w erden m üsse. Eigenartig sei, dass der Beschw erdeführer bei der Polizei erst Anzeige erstattet habe, nachdem er über die Festnahm e einiger Leute in der Zeitung gelesen habe, obw ohl er bereits früher Kontakte m it der Polizei ge- habt habe. Ansonten habe er keinerlei Bew eism ittel eingereicht, w elche belegen w ürden, dass er tatsächlich irgendw elche Schw ierigkeiten seitens der in der Zei- tung erw ähnten Personen gehabt hätte. Es sei auch nicht klar, w as der Beschw er- deführer m it den verspäteten Anzeigen zu erreichen versucht habe, nachdem die Personen bereits in H aft gew esen seien und er am selben Tag das Land habe ver- lassen w ollen. D arüber hinaus habe er erstm als beim Kanton geltend gem acht, die M afia habe bereits vor zw ei Jahren Schutzgeld verlangt und habe m ehrm als ver- sucht, ihn um zubringen. G ar erstm als bei der ergänzenden Anhörung habe er vor- gebracht, die Polizei habe ihn im M ai vor zw ei Jahren respektive im Januar 2005 zu töten versucht. U nlogisch sei, dass er einen Schlepper organisiert habe, obw ohl er m it seinem eigenen Pass und einem Visum legal in die Schw eiz habe einreisen können. D ie Bedrohungslage von Frau und Kindern nach seiner Ausreise habe er auch unterschiedlich geschildert. Aber selbst w enn die geltend gem achten Vorfälle 5 tatsächlich stattgefunden haben sollten, seien diese nicht asylrelevant. W as die erstm als beim BFM erw ähnten Schw ierigkeiten seitens der Special Task Force (STF) im Jahre 2004/2005 anbelange, sei den Akten zu entnehm en, dass der Beschw erdeführer danach ferienhalber im Ausland gew eilt habe und anschliessend nach Sri Lanka zurückgekehrt sei. D anach habe er w eder Schw ierigkeiten m it den Behörden gehabt noch hätten ihm solche gedroht. Er habe sich vielm ehr Schutz suchend an die Behörden gew andt, habe im August 2005 legal einen neuen Pass erhalten und sein H eim atland im Septem ber 2005 legal verlassen. W as die angebliche Schutzgelderpressung anbelange, sei festzuhalten, dass der srilankische Staat grundsätzlich w illens sei, bedrohten Personen den erforderlichen Schutz zu gew ähren, w as im vorliegenden Fall die Entgegennahm e der Anzeigen verdeutliche. M ehrere M itglieder der M afia seien auch festgenom m en w orden. Som it sei der Staat offensichtlich bereit und in der Lage, Schutz zu gew ähren. D ie eingereichten Bew eism ittel verm öchten daran nichts zu ändern. D arüber hinaus habe der Beschw erdeführer bis dato gem äss eigenen Angaben keine Schutzgeldzahlungen vornehm en m üssen und habe offensichtlich Beziehungen, um solche Zahlungen zu verhindern. 4.2 Vorw eg m acht der Beschw erdeführer in seiner R echtsm itteleingabe die Verletzung w esentlicher Verfahrensvorschriften geltend. So sei in der Em pfangsstelle die Ver- ständigung nur m it M ühe m öglich gew esen. D er Ü bersetzer habe nur tam ilisch (und ein w enig englisch) gesprochen, w as aber der Beschw erdeführer als Singha- lese nicht sehr gut spreche. Bei der kantonalen Anhörung sei der Beschw erdefüh- rer zw ar in Singhalesisch, aber von einem tam ilischen D olm etscher befragt w or- den. Er sei deshalb davon ausgegangen, dass er die Verbindung der M afia in C o- lom bo m it der tam ilischen LTTE im R ahm en einer Anhörung, bei w elcher ein Ü ber- setzer tam ilischer Ethnie anw esend gew esen sei, aus G ründen des Selbst- schutzes nicht habe vortragen können. Beide Befragungsprotokolle seien aus die- sen G ründen aus den Akten zu w eisen. Bereits in der Zw ischenverfügung vom 19. Februar 2007 w urde nach einer sum m arischen Prüfung der Akten festgestellt, dass eine D urchsicht der Protokolle keine derartigen Verfahrensm ängel erkennen lässt. D ieser Schluss ist auch nach einer genauen Prüfung der Akten zu ziehen. Insbesondere findet die Behauptung in der Beschw erde, die tam ilischen Sprach- kenntnisse des Beschw erdeführers seien unzureichend, in den Akten keine Stütze, zum al der Beschw erdeführer anlässlich der Befragung selbst angab, gut tam ilisch zu sprechen (vgl. A2, S. 2). Zudem ergeben sich auch aus den protokollierten Aus- sagen keine sprachlichen Problem e zw ischen Beschw erdeführer und D olm etscher. D es W eiteren gab er bei der kantonalen Anhörung zu Protokoll, alle seine Asyl- gründe genannt zu haben und bekräftigte dies sow ie auch die Kenntnisnahm e der Verschw iegenheitspflicht aller bei der Anhörung anw esenden Personen, m ithin auch des D olm etschers, sow ie seiner M itw irkungspflicht m it seiner U nterschrift. D arauf m uss er sich nun behaften lassen. Es besteht som it keine Veranlassung, die Protokolle der Em pfangsstellenbefragung und der kantonalen Anhörung aus den Akten zu w eisen. D es W eiteren rügt der Beschw erdeführer, der Sachverhalt sei w eder vollständig noch richtig abgeklärt w orden. Aber auch diese R üge erw eist sich als unbegrün- det. So sind - w ie oben dargelegt - die Protokolle als Entscheidungsgrundlage für 6 den vorliegenden Fall tauglich. D arüber hinaus ist der Ansicht in der Beschw erde auch nicht zu folgen, dass das BFM eine Abklärung betreffend einer allfälligen Befragung der Frau des Beschw erdeführers in der Schw eizer Botschaft hätte veranlassen m üssen. W ie bereits in der Zw ischenverfügung vom 19. Februar 2007 festgehalten und w orauf verw iesen w ird, ist die Behörde nicht verpflichtet, alles und jedes, w as w ünschbar erscheint, von Am tes w egen abzuklären. D as BFM sah vorliegend den Sachverhalt als genügend erstellt an, um entscheiden zu können. D iese Ansicht ist vom Bundesverw altungsgericht zu bestätigen. Ebenso w enig drängte sich aufgrund der Aktenlage eine um fassende Abklärung im U m feld des Beschw erdeführers über die Schw eizer Botschaft in C olom bo auf. Eine R ückw eisung der Sache an das BFM m it verbindlichen W eisungen über die w eiteren Sachverhaltsabklärungen erübrigt sich som it. Es besteht aber nach dem G esagten ebenso w enig G rund für w eitere Sachverhaltsabklärungen durch das Bundesverw altungsgericht. Schliesslich w ird gerügt, das BFM habe dem Beschw erdeführer zu U nrecht kein Asyl gew ährt und sei dabei auch zu U nrecht von der U nglaubhaftigkeit der Vorbringen ausgegangen. Auch diese R ügen erw eisen sich nach einer Prüfung der vorliegenden Akten als unbegründet. D ie Erw ägungen der Vorinstanz sind als zutreffend zu bezeichnen. D em Beschw erdeführer gelingt es auf Beschw erdeebene nicht, jene zu entkräften. So ist m it dem BFM festzustellen, dass die aufgetretenen U ngereim theiten in den Vorbringen des Beschw erdeführers erhebliche Zw eifel an den geltenden gem achten Verfolgungsgründen aufkom m en lassen. D en auf Beschw erdeebene eingereichten Schreiben vom 10. Januar 2007 kom m t sodann höchstens G efälligkeitscharakter zu. Zudem sind solche D okum ente gem äss Erkenntnissen des Bundesverw altungsgerichts in Sri Lanka leicht käuflich erw erbbar. Aber auch bei W ahrunterstellung der Aussagen w äre deren asylrechtliche R elevanz nicht gegeben. Aufgrund der Akten ist nicht auf eine behördliche Verfolgung des Beschw erdeführers im Sinnes des AsylG zu schliessen, w as nicht zuletzt dadurch erhärtet w ird, dass es diesem m öglich w ar, m it neu erhaltenem R eisepass legal und m it Visum sein H eim atland auf dem Luftw eg zu verlassen. Von einem faktischen U nw illen der Behörden, den Beschw erdeführer vor Ü bergriffen durch D ritte zu schützen, kann entgegen gegenteiliger Behauptung in der Beschw erde nicht gesprochen w erden. So zeigt doch gerade die Festnahm e von M afiam itgliedern durch die srilankischen Sicherheitskräfte, dass die Behörden w illens und auch fähig sind (vgl. zum W echsel von der sogenannten Zurechenbarkeitstheorie zur Schutztheorie Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [AR K; EM AR K] 2006 N r. 18), ihren Bürgern den erforderlichen Schutz zu gew ähren. Zur Verm eidung von W iederholungen kann im Ü brigen an dieser Stelle auf die vom Bundesverw altungsgericht als zutreffend erachteten Erw ägungen der Vorinstanz verw iesen w erden, ohne noch näher auf die Ausführungen auf Beschw erdeebene und die eingereichten D okum ente einzugehen, w elche am Ergebnis auch nichts zu ändern verm ögen. 4.3 Zusam m enfassend ist som it festzustellen, dass der Beschw erdeführer keine Ver- folgung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft m achen oder nachw eisen und er nicht als Flüchtling anerkannt w erden kann. M angels erfüllter Flüchtlingseigenschaft ist 7 ihm zu R echt das nachgesuchte Asyl nicht gew ährt w orden. 5. 5.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; da- bei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zu- m utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetz- lichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG ; SR 142.20]). 5.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zuläs- sig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Aus- länders in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 5.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 5.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D e- zem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedri- gende Behandlung oder Strafe (FoK; SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Kon- vention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K; SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder ernied- rigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 5.5 D er Beschw erdeführer verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbe- w illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; EM AR K 2001 N r. 21). 5.6 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingsei- genschaft erfüllen (vgl. M ario G attiker, D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a es dem Beschw erdeführer nicht gelungen ist, eine asyl- rechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr des Be- schw erdeführers nach Sri Lanka ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. 5.7 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen des Beschw erdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in seinen H eim atstaat dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis 8 des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti-Fol- terausschusses m üsste der Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16, S. 122, m .w .H .). D ie allgem eine M enschenrechtssituation in Sri Lanka lässt den W egw ei- sungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerw eise nicht als unzulässig erscheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 5.8 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ück- kehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allge- m einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm o- m ente, w ie beispielsw eise des Fehlens einer notw endigen m edizinischen Behand- lung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asyl- verfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 6. 6.1 Eine R ückschaffung abgew iesener Asylsuchender in den N orden Sri Lankas (Be- zirke Jaffna, M annar, Vuvuniya, M ullaitivu und Kilinochchi) sow ie in gew isse öst- liche Landesteile w ird praxisgem äss als unzum utbar erachtet (vgl. EM AR K 2001 N r. 16, S. 123; EM AR K 1999 N r. 24, S. 157). H ingegen w ird die R ückkehr in die südlicheren Provinzen Sri Lankas gem äss gefestigter Praxis generell als zum utbar erachtet (EM AR K 2006 N r. 6, S. 53 ff., 1998 N r. 23, S. 196 ff.; 1999 N r. 24, S. 157; 2001 N r. 16, S. 123). 6.2 Es ist dem Beschw erdeführer, von dem keine gesundheitlichen Beeinträchti- gungen aktenkundig sind, zuzum uten, in den Süden seines H eim atlandes zurück- zukehren, w o er vor seiner Ausreise auch gelebt hat und seine Fam ilie noch im m er w ohnt. Es sprechen som it auch keine individuellen G ründe gegen die Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs. 6.3 N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung auch als zum utbar zu be- zeichnen. 6.4 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu be- schaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 6.5 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erach- tet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 7. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G e-9 sagten abzuw eisen. 8. D as m it Eingabe vom 26. Januar 2007 gestellte G esuch um G ew ährung der unent- geltlichen R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG ist ungeachtet der finanzi- ellen Verhältnisse des Beschw erdeführers und angesichts der Aussichtslosigkeit der Begehren abzuw eisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) und auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE]). D azu kom m en die zur H auptsache geschlagenen Ver- fahrenskosten des m it U rteil vom 9. Februar 2007 abgew iesenen Ausstandsbegeh- rens in der H öhe von Fr. 300.--. N ach Verrechnung m it dem am 1. M ärz 2007 in H öhe von Fr. 600.-- geleisteten Kostenvorschuss verbleibt ein Betrag von Fr. 300.-- zur N achzahlung. (D ispositiv nächste Seite)10 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG w ird abgew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 900.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. Sie w erden m it dem in der H öhe von Fr. 600.-- geleisteten Kostenvorschuss verrechnet, w om it ein Betrag von Fr. 300.-- zur N achzahlung verbleibt. D ieser Be- trag ist innert 30 Tagen zu G unsten der G erichtskasse zu überw eisen. 4. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers, 2 Expl. (eingeschrieben; Beila- gen: Zw ei Schreiben vom 10. Januar 2007 im O riginal; über die H erausgabe der beim BFM eingereichten D okum ente entscheidet die Vorinstanz auf Begeh- ren; R echnung folgt m it separater Post) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N ) - M igrationsdienst des Kantons C ._______ (Beilagen: Führerschein, Iden- titätskarte , Auszug aus dem G eburtenregister, G eburtsbescheinigung, Auszug aus dem H eiratsregister) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Fulvio H aefeli G abriela Freihofer Versand am :