<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd"> <html lang="en"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Entscheid: AL.2006.00124</title> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/favicon.ico" rel="SHORTCUT ICON"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/dijit/themes/tundra/tundra.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/ibm/domino/widget/layout/css/domino-default.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xsp.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspLTR.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspFF.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger.scss" media="screen" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger_print.scss" media="print" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body class="xspView tundra"> <form action="/c050018/svg/findexweb.nsf/urteil.xsp?uid=UWEE-9AQR9M" class="xspForm" enctype="multipart/form-data" id="view:_id1" method="post"> <header><div class="container-main noprint"><div class="container-header"><img alt="" class="xspImage" id="view:_id1:_id2:image1" src="/c050018/svg/findexweb.nsf/logo.png"/><div class="container-header-slogan show-for-medium"><h6>Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</h6></div></div></div></header><div class="container"> <div class="inner-container1 wrap clearfix"> <section class="vacancy"><div class="grid-container container-main"> <div class="grid-x grid-margin-x grid-margin-y container-form"> <div class="cell small-9 noprint"> <span>Entscheid: AL.2006.00124<span class="xspTextComputedField"></span></span></div> <div class="cell small-3 noprint"> <a href="#" id="view:_id1:lnkPrint">Drucken</a><a href="#" id="view:_id1:lnkBack">Zurück</a></div> <div class="cell small-12"> <div id="view:_id1:inputRichText1"><div class="domino-par--indent"><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b>AL.2006.00124</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b> </b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">des Kantons Zürich</font><br/> <font face="serif" size="3">II. Kammer</font><br/> <font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender</font> <p><font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Meyer</font></p> <p><font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Walser</font></p> <p><font face="serif" size="3">Gerichtssekretärin Fehr</font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Urteil vom 22. Januar 2007</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"><b>I.___</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdeführerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">vertreten durch Winterthur-ARAG Rechtsschutzversicherungs-Gesellschaft</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Rechtsdienst Zürich, U8036, A.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Gartenhofstrasse 17, Postfach 9829, 8036 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"><b>Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Abteilung Arbeitslosenversicherung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Postfach, 8090 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdegegner</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Sachverhalt:</b></font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1. Am 15. September 2005 meldete sich I.___, geboren 1957, zur Arbeitsvermittlung an (Urk. 9/10/1) und im Oktober 2005 beantragte sie Arbeitslosenentschädigung ab 1. Oktober 2005 (Urk. 9/3/1 Ziff. 2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Mit Verfügung vom 8. Dezember 2005 verneinte das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) die Vermittlungsfähigkeit der Versicherten ab 15. September 2005 (Urk. 9/7). Die dagegen am 23. Dezember 2005 erhobene Einsprache (Urk. 9/8/1) hiess das AWA am 3. April 2006 teilweise gut, verneinte die Vermittlungsfähigkeit vom 15. September bis 31. Dezember 2005 und bejahte sie ab 1. Januar 2006 mit der Feststellung, das Ausmass des anrechenbaren Arbeitsausfalls entspreche dem aktuellen Validitätsgrad der Invalidenversicherung (Urk. 9/9 = Urk. 2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2. Gegen den Einspracheentscheid vom 3. April 2006 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 12. April 2006 Beschwerde und beantragte, es sei festzustellen, dass das Ausmass des anrechenbaren Arbeitsausfalls nicht dem aktuellen Validitätsgrad der Invalidenversicherung entspreche, und der Einspracheentscheid sei insofern aufzuheben, als die Vermittlungsfähigkeit auch für die Zeit vom 15. September (eventuell: 21. November) bis 31. Dezember 2005 zu bejahen sei (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1; vgl. Urk. 7 S. 2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Mit Beschwerdeantwort vom 23. Mai 2006 beantragte das AWA die Abweisung der Beschwerde (Urk. 8).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Mit Replik vom 30. Juni 2006 zog die Versicherte den Antrag betreffend Bemessung des anrechenbaren Arbeitsausfalls zurück (Urk. 14 S. 2 Ziff. 3). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Nach Eingang der Duplik vom 31. August 2006 (Urk. 18) wurde am 4. Sep-tember 2006 der Schriftenwechsel geschlossen (Urk. 19).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Das Gericht zieht in Erwägung:</b></font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1. Die massgebenden rechtlichen Grundlagen, insbesondere betreffend die Ver-mittlungsfähigkeit im Sinne von Art. 15 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG), wurden in der Verfügung vom 8. Dezember 2005 richtig wiedergegeben (Urk. 9/7 S. 2 f.). Darauf kann verwiesen werden.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2. Strittig ist, ob der Beschwerdegegner die subjektive Vermittlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin vom 15. September bis 31. Dezember 2005 zu Recht verneint hat.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3. In der im Oktober 2005 eingereichten Anmeldung beantwortete die Beschwerdeführerin die Frage, ob sie im gewünschten Mass (100 %) arbeitsfähig sei, mit „nein“, ohne eine Prozentangabe zu machen (Urk. 9/3/1 Ziff. 4).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> In den monatlichen Angaben der versicherten Person beantwortete die Beschwerdeführerin die Frage, ob sie in diesem Monat arbeitsunfähig gewesen sei, am 3. Oktober für den Monat September, am 16. November für den Monat Oktober, am 21. November für den Monat November und am 11. Dezember 2005 für den Monat Dezember mit „ja“ (Urk. 9/3/2-5, je Ziff. 4).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Dr. med. B.___, Allgemeine Medizin FMH, führte im Zeugnis vom 14. Ok-tober 2005 aus, die Beschwerdeführerin sei seit Juni 2002 voraussichtlich dauernd zu 100 % arbeitsunfähig, und verwies auf beigelegte Berichtskopien (Urk. 9/2/1): Gemäss seinen am 4. Oktober 2005 gemachten Angaben schätzte er die Arbeitsfähigkeit ab 1. September 2005 in - näher umschriebenen - behinderungsangepassten Tätigkeiten auf 2-4 Stunden pro Tag (Urk. 9/2/2); am 30. August 2005 hatte er ausgeführt, nach Abklingen der Beschwerden im rechten Ellbogen sei die Wiederaufnahme einer leichten Tätigkeit zum Beispiel im Verkauf von leichten Textilien oder Kosmetik denkbar (Urk. 9/2/4 Ziff. 4). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> In der Stellungnahme vom 21. November 2005 beantwortete die Beschwer-deführerin die Frage, ob sie sich als arbeitsfähig erachte, mit „ja“ (Urk. 9/3/7 Ziff. 10). Auf die Frage, welche Erwartungen sie an einen Arbeitsplatz stelle, antwortete sie: „Der Behinderung angepasster Arbeitsplatz“ (Urk. 9/3/7 Ziff. 11). Auf die Frage, ob sie sich um Arbeit bemüht habe und allenfalls warum nicht, antwortete sie, sie habe sich nicht beworben, da sie infolge ärztlicher Behandlung zur Zeit arbeitsunfähig sei (Urk. 9/3/7 Ziff. 12).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Ab 1. Dezember 2005 tätigte die Beschwerdeführerin Arbeitsbemühungen (Urk. 9/5/1).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4.1 Aus den Akten ergibt sich, dass sich die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Leistungsanmeldung als vollständig arbeitsunfähig betrachtete; dementsprechend unternahm sie auch keine Suchbemühungen. Dies bestätigte sie in ihrer Stellungnahme vom 21. November 2005, indem sie zwar einerseits ausführte, in behinderungsangepasster Tätigkeit wäre sie arbeitsfähig, andererseits jedoch angab, sie sei zur Zeit infolge ärztlicher Behandlung arbeitsunfähig und habe sich deshalb nicht um Arbeit bemüht. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4.2 Vor diesem Hintergrund ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass die subjektive Bereitschaft, die Arbeitskraft während der üblichen Arbeitszeit einzusetzen (BGE 125 V 58 Erw. 6a), im damaligen Zeitpunkt nicht gegeben war. Dass auch der Hausarzt eine jedenfalls weitgehende Arbeitsunfähigkeit in behinderungsangepasster Tätigkeit annahm, ändert nichts daran, dass der Beschwerdeführerin selber die subjektive Vermittlungsbereitschaft, die vorliegend zu beurteilen ist, fehlte. Inwiefern eine über das erfolgte Mass (vgl. Urk. 9/4/4-5) hinausgehende Beratung im Sinne von Art. 27 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts hätte erfolgen sollen (vgl. Urk. 1 S. 5 unten), ist nicht ersichtlich, zumal die Beschwerdeführerin schon in diesem Zeitpunkt anwaltlich beraten war (vgl. Urk. 9/2/4).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Somit hat der Beschwerdegegner die subjektive Vermittlungsbereitschaft und damit die Vermittlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin ab 15. September 2005 zu Recht verneint.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4.3 Anders verhält es sich hingegen ab 1. Dezember 2005, denn ab diesem Zeitpunkt tätigte die Beschwerdeführerin Arbeitsbemühungen. Ebenso, wie aus den bis anhin ausgebliebenen Arbeitsbemühungen auf das Fehlen der subjektiven Vermittlungsbereitschaft zu schliessen war, ist aus den nunmehr aufgenommenen Arbeitsbemühungen auf die Bereitschaft der Beschwerdeführerin zu schlies-sen, ihre Arbeitskraft einzusetzen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Dementsprechend ist die Vermittlungsfähigkeit ab 1. Dezember 2005 zu bejahen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Somit ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und der angefochtene Entscheid dahingehend abzuändern, dass die Vermittlungsfähigkeit ab 1. Dezember 2005 bejaht wird.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">5. Der teilweise obsiegenden und anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin steht eine auf die Hälfte reduzierte Prozessentschädigung zu, welche nach Massgabe der entsprechenden Kriterien auf Fr. 500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist. </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Das Gericht erkennt:</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der angefochtene Entscheid dahingehend abgeändert, dass die Vermittlungsfähigkeit ab 1. Dezember 2005 bejaht wird.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">3. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Winterthur-ARAG Rechtsschutzversicherungs-Gesellschaft</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Staatssekretariat für Wirtschaft seco</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich, Zürich-Nord</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><font face="RotisSansSerif" size="3"><b>30 Tagen</b></font><font face="RotisSansSerif" size="3"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 90 und 100 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> </div></div></div> </div> </div> </section></div> </div> <input id="view:_id1__VUID" name="$$viewid" type="hidden" value="!7oisezwl138dpi2ynb6fq0v4g!"/> <input name="$$xspsubmitid" type="hidden"/> <input name="$$xspexecid" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitvalue" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitscroll" type="hidden"/> <input name="view:_id1" type="hidden" value="view:_id1"/></form> </body> </html>