<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2003.00019</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107358&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2003.00019</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.07.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Arbeitszeugnis</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verzicht auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis in einem Vergleich ausserhalb des Rekursverfahrens; Anfechtung. Der Abschreibungsbeschluss infolge eines Vergleichs ausserhalb des Rekursverfahrens ist auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg anfechtbar, wenn Rügen betreffend Voraussetzungen und Modalitäten der Abschreibung erhoben werden (E. 1). Auf den im Rahmen des Vergleichs erfolgten Verzicht auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis kann nur wegen Willensmängeln zurückgekommen werden; solche liegen hier nicht vor (E. 2). Keine Kostenerhebung mangels grosser Tragweite des Entscheids (E. 3). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSCHREIBUNGSBESCHLUSS">ABSCHREIBUNGSBESCHLUSS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANFECHTUNGSOBJEKT">ANFECHTUNGSOBJEKT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSZEUGNIS">ARBEITSZEUGNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES">INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IRRTUM">IRRTUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENFREIHEIT">KOSTENFREIHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERGLEICH">VERGLEICH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WILLENSMANGEL">WILLENSMANGEL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 24 OR</span><br/><span class="ungerade">§ 41 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 48 lit. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 80b VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2003 Nr. 11 S. 56</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">A hatte seit 15. Januar 2001 als Betagtenbetreuer im Alters- und Pflegeheim B gearbeitet, als ihm am 12. Dezember 2002 per 28. Februar 2003 gekÃ¼ndigt wurde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Ãber die AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses kam es zu einem Rekursverfahren; wÃ¤hrend, aber ausserhalb desselben gingen die anwaltlich vertretenen Parteien am 5. Mai 2003 einen Vergleich ein, dessen Ziffer 3 wie folgt lautet: "Der Arbeitnehmer erhÃ¤lt eine ArbeitsbestÃ¤tigung mit dem Wortlaut gemÃ¤ss Anhang. Das Original wird dem Arbeitnehmer innerhalb von fÃ¼nf Tagen seit gegenseitiger Vergleichs­unterzeichnung zugestellt. Der Arbeitnehmer erklÃ¤rt sich mit Form und Inhalt dieser ArbeitsbestÃ¤tigung einverstanden; er verzichtet auf ein weitergehendes Arbeitszeugnis." Nachdem die Parteien mit Eingaben vom 6. bzw. 7. Mai 2003 hatten mitteilen lassen, dass sie sich geeinigt hÃ¤tten, beschloss der Bezirksrat X unter dem 25. Juni 2003, das Rechts­mittel als dadurch erledigt abzuschreiben.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Brief vom 8. Juli 2003 an die RekursbehÃ¶rde widerrief A persÃ¶nlich den vergleichsweisen Verzicht auf ein weitergehendes Arbeitszeugnis und wÃ¼nsch­te "ein anstÃ¤ndiges, korrektes Arbeitszeugnis"; zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte er aus: "Ich vertrat damals (vor zwei Monaten) die Meinung, dass ich kein Arbeitszeugnis mehr benÃ¶tige, â da ich meinen erlernten Betagtenbetreuer Beruf, â aus gesundheit­lichen GrÃ¼nden nicht mehr ausÃ¼ben kann. In den vergangenen zwei Monaten, kam aber immer wieder die Ueberzeugung, dass ich ein Anrecht auf ein anstÃ¤ndiges, korrektes Arbeits­zeugnis hÃ¤tte." Am 10./14. Juli 2003 und unter Benachrichtigung A's leitete der Bezirksrat X diese Eingabe gestÃ¼tzt auf § 5 Abs. 2 Satz 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) dem Verwaltungsgericht zu.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Das nunmehr allein kontroverse Arbeitszeugnis vermag im Sinn der §§ 74 f. VRG prinzipiell Gegenstand einer Personalbeschwerde zu bilden; da eine solche Angelegen­heit keinen Streitwert besitzt, muss das Verwaltungsgericht hierÃ¼ber nach § 38 Abs. 1 f. VRG in Dreierbesetzung befinden (Andreas Keiser, Das neue Personalrecht â eine Herausforderung fÃ¼r die ZÃ¼rcher Gemeinden, ZBl 102/2001, S. 561 ff., 567+572; VGr, 4. Juli 2001, PB.2001.00006, E. 1, www.vgrzh.ch/rechtsprechung). Das kann in diesem Fall kraft § 80c in Verbindung mit § 56 Abs. 2 f. VRG ohne Weiterungen geschehen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">BeschlÃ¼sse wie der bezirksrÃ¤tliche vom 25. Juni 2003 lassen sich auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg an das Verwaltungsgericht ziehen, wenn es sich in der Sache um RÃ¼­gen betreffend Voraussetzungen und ModalitÃ¤ten der Abschreibung, namentlich Willens­mÃ¤ngel, handelt (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, §§ 28 N. 13 und 48 N. 2). FÃ¼r Letztere wird zwar teilweise ausschliesslich auf die Revision verwiesen (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, §§ 28 N. 15, 63 N. 2 sowie 86a N. 19), doch ist eine solche laut § 86a VRG bloss hinsichtlich rechtskrÃ¤ftiger Anordnungen statthaft (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19â28 N. 7, §§ 22 N. 19 und 66 N. 1 ff., Vorbem. zu §§ 86aâd N. 5 ff. sowie § 86a N. 3). Nun hatte der Rekursentscheid noch keine Rechtskraft erlangt, als sich A am 8. Juli 2003 erneut an die Vorinstanz wandte (siehe § 80c in Verbindung mit §§ 53, 70 und 5 Abs. 2 Satz 2 sowie § 11 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Zu Recht hat deshalb die RekursbehÃ¶rde dem Verwaltungsgericht diese Eingabe von A Ã¼berwiesen, welche es als Personalbeschwerde an die Hand zu nehmen gilt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Die Parteien haben â mehr als einen Monat nach Beendigung des sie verbindenden DienstverhÃ¤ltnisses â eine ArbeitsbestÃ¤tigung vereinbart, und der BeschwerdefÃ¼hrer hat zugleich auf ein so genanntes qualifiziertes Arbeits- oder Vollzeugnis verzichtet; das erschiene privatrechtlich ganz allgemein sowie jedenfalls, das heisst schon vor Ablauf dieser Monatsfrist, im Rahmen eines Vergleichs wie hier als bindend (vgl. Susanne Janssen, Die Zeugnispflicht des Arbeitgebers, Bern 1996, S. 10 f., 18 f. und 24 f.; Matthias Rickenbach, Die Nachwirkungen des ArbeitsverhÃ¤ltnisses, Bern 2000, S. 37 sowie 43 ff.). Es fehlt ein Grund, im gegenwÃ¤rtig anwendbaren Ã¶ffentlichen Recht fÃ¼r Angestellte eine gÃ¼nstigere LÃ¶sung zu treffen. Auf den Verzicht lÃ¤sst sich alsdann nur bei Vorliegen eines Willensmangels zurÃ¼ckkommen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt indes keinen solchen vor. So behauptet er etwa nicht, bei Vergleichsabschluss irrtÃ¼mlich gemeint zu haben, seine Gesundheit hindere ihn, den er­lernten Beruf eines Betagtenbetreuers fortan auszuÃ¼ben (zur Ã¼brigens umstrittenen Beachtlichkeit des Irrtums Ã¼ber einen kÃ¼nftigen Sachverhalt Felix Dasser in: Jolanta Kren Kost­kiewicz et al. [Hrsg.], OR, Handkommentar zum Schweizerischen Obligationenrecht, ZÃ¼rich 2002, Art. 24 N. 16). Vielmehr scheint er inzwischen einfach seinen Verzicht zu bereu­en, was die vollumfÃ¤ngliche Wirksamkeit der Vereinbarung vom 5. Mai 2003 freilich un­beeintrÃ¤chtigt lÃ¤sst. Sollte er aber geltend machen wollen, er habe damals das Anrecht auf ein Vollzeugnis verkannt, so kÃ¤me es hierbei gar nicht auf ihn an, sondern auf seinen Rechtsvertreter (siehe Christian SchÃ¶bi in: Kren Kostkiewicz, Art. 32 N. 4), dessen entsprechendes Wissen ohne weiteres vorausgesetzt werden dÃ¼rfte bzw. dem BeschwerdefÃ¼hrer zuzurechnen wÃ¤re (vgl. Peter Gauch et al., Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, Bd. I, 7. A., ZÃ¼rich 1998, Nr. 1444 ff.; Alfred Koller, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, Bd. I, Bern 1996, Nr. 1497 ff.; Rolf Watter, Basler Kommentar, 1996, Art. 32 N. 5+25 OR).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mithin muss die Beschwerde abgewiesen werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. FÃ¼r personalrechtliche GeschÃ¤fte mit einem Streitwert von unter Fr. 20'000.- entfÃ¤llt kraft § 80b VRG die Kostenpflicht der Parteien. Bei fehlendem Streitwert erhebt die Kammer Kosten lediglich, wenn es um Entscheide von grosser Tragweite geht (Keiser, S. 572 f.). Das wird in Angelegenheiten betreffend Arbeitszeugnis regelmÃ¤ssig verneint (VGr, 12. Juli 2000, PB.2000.00010; 9. Mai 2001, PB.2001.00009; 4. Juli 2001, PB.2001.00006 â je E. 3 und unter www.vgrzh.ch/rechtsprechung). Der nach § 80c in Verbindung mit §§ 70 und 13 Abs. 2 Satz 1 VRG an sich unterliegende BeschwerdefÃ¼hrer hat daher keine Gerichtskosten zu tragen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>