<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2002.00038</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107076&amp;W10_KEY=13013573&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2002.00038</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.02.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>fristlose Kündigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der seit 1988 als Krankenpfleger in einem Alterswohnheim beschäftigte Beschwerdeführer unterzeichnete eine gegen die neue Heimleiterin gerichtete Petition. Da er sich weigerte, eine bedingungslose Abstandserklärung hinsichtlich dieser Petition zu unterzeichnen, wurde er fristlos entlassen. Anwendbares Recht bei einem Verweis auf das alte kantonale Personalrecht (E. 2). Aufgrund von Verweisungen richtet sich die Beurteilung der fristlosen Entlassung nach Art. 337 OR. Voraussetzungen der fristlosen Entlassung (E. 3b/aa). Vorliegend ist weder ein wichtiger Entlassungsgrund noch die Unzumutbarkeit der Zusammenarbeit zu bejahen (E. 3b/bb+cc). Anspruch auf Entschädigung wegen ungerechtfertigter fristloser Entlassung (E. 3c) und Pönale gemäss Art. 337c OR (E. 4). Kein Anspruch auf Abfindung gemäss § 26 PG, da das Personalgesetz im vorliegenden Fall nicht anwendbar ist (E. 5). Kosten und Entschädigung (E. 6).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSTANDSERKLÃRUNG">ABSTANDSERKLÃRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSCHÃDIGUNG">ENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTLOSE KÃNDIGUNG">FRISTLOSE KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNDIGUNG">KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PETITION">PETITION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PÃNALE">PÃNALE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBROGATION">SUBROGATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSVERHÃLTNIS">VERTRAUENSVERHÃLTNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWEISUNG">VERWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WICHTIGER GRUND">WICHTIGER GRUND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUMUTBARKEIT">ZUMUTBARKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSAMMENARBEIT">ZUSAMMENARBEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 8 lit. Abs. 3 AngestelltenV</span><br/><span class="ungerade">§ 52 AngestelltenV</span><br/><span class="gerade">Art. 29 AVIG</span><br/><span class="ungerade">§ 72 GemeindeG</span><br/><span class="gerade">lit. III OR</span><br/><span class="ungerade">Art. 337 OR</span><br/><span class="gerade">Art. 339 lit. Abs. I OR</span><br/><span class="ungerade">§ 26 PG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 1. Januar 1988 trat A seine Stelle als diplomierter Krankenpfleger im Alterswohn- und Pflegeheim K in X an. Im Sommer 1988 half er â durch eine Vakanz bedingt â im Alterswohnheim mit 54 zum Teil selbstÃ¤ndigen Bewohnerinnen und Bewohnern als dip­lomierter Krankenpfleger aus. Anschliessend konnte ihm die Verantwortung fÃ¼r diesen Bereich definitiv Ã¼bertragen werden und A arbeitete vom 1. August 1988 bis 27. Februar/4. MÃ¤rz 2002 als Alleinverantwortlicher auf dem pflege­rischen und medizinischen Sektor im Alterswohnheim.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Herbst 2001wurde der langjÃ¤hrige Heimleiter C pensioniert. Die neue Heimleiterin, D, trat ihre Stelle am 22. November 2001 an. WÃ¤hrend deren Ferien­abwesenheit reich­ten 47 Angestellte sowie 33 Bewohnerinnen und Bewohner des Heims am 14. Februar 2002 dem Gemeinderat X eine Petition ein, mit welcher VorwÃ¼rfe ge­gen die neue Heimlei­terin erhoben und der Gemeinderat gebeten wurde, "diesen unhaltbaren Zustand zu beenden". In der Petition war etwa die Rede davon, dass D gegenÃ¼ber Patienten und Personal un­freundlich sei, die Heiminsassen sich nicht mehr wohl fÃ¼hlten, sie Intrigen schaffe, ihre Kompetenzen Ã¼berschreite und ihre Macht miss­brauche, Mobbing betreibe und LohnkÃ¼rzun­gen androhe und undurchdachte organisa­torische Vorkehrungen treffe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 21. Februar 2002 fand auf der Gemeindeverwaltung X eine Aussprache zwi­schen einer Abordnung des Gemeinderats und den leitenden Angestellten des Heims statt. Auf den 22. Februar 2002 wurden sodann alle Angestellten des Heimes zu einer Aussprache mit dem damaligen GemeindeprÃ¤sidenten E, GemeinderÃ¤tin F und Gemeindeschreiber G eingeladen. Das GesprÃ¤ch wurde von einem externen Personalfachmann geleitet. AnlÃ¤ss­lich dieser Aussprache wurde den Angestellten ein Schreiben abgegeben, das zwei einander ausschliessende ErklÃ¤rungen enthielt: Es konn­te entweder angegeben werden, dass man sich vollumfÃ¤nglich von der UnterstÃ¼tzung der Petition distanziere und um Annulation (RÃ¼ck­zug) der geleisteten Unterschrift ersuche, oder es war die ErklÃ¤rung mÃ¶glich, dass die vollumfÃ¤ngliche UnterstÃ¼tzung der eingereich­ten Petition aufrecht erhalten und die Ver­antwortung fÃ¼r die daraus sich ergebenden Konse­quenzen und Massnahmen Ã¼bernommen werde. Dieses Schreiben war bis am 25. Februar 2002, 11.00 Uhr, dem Gemeinderat mit der entsprechenden Unterzeichnung abzugeben. A unterzeichnete keine der beiden ErklÃ¤rungen. Statt dessen forderte er mit meh­reren weiteren Angestellten am 22. Februar 2002 den Gemeinderat schriftlich zu einer nÃ¤heren ErlÃ¤uterung der angedrohten Massnahmen und Konsequenzen auf, bevor er sich nÃ¤­her Ã¤us­sern kÃ¶nne. Ohne eine solche ErlÃ¤uterung entstehe der Eindruck einer NÃ¶tigung oder versuchten EinschÃ¼chterung der Betroffenen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am Mittwoch 27. Februar 2002 wurde A erÃ¶ffnet, dass die Gemeinde mit sofortiger Wirkung auf seine Dienste verzichte und er zur fristlosen AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses bis am 4. MÃ¤rz 2002, 10.00 Uhr, Stellung nehmen kÃ¶nne. Eine von A und H unterzeich­­nete Stellungnahme vom 27. Februar 2002 hielt teilweise an den VorwÃ¼rfen gegen die neue Heimleiterin fest. Am 4. MÃ¤rz 2002 be­schloss der Gemeinderat X sodann, A mit sofor­tiger Wirkung aus dem Dienst der politischen Gemeinde X zu entlassen und ihm gleichzeitig ein Hausverbot fÃ¼r das Alterswohn- und Pflegeheim K zu erteilen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diesen Beschluss liess A innert Frist am 5. April 2002 Rekurs beim Bezirks­rat Y erheben und die folgenden AntrÃ¤ge stellen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Die Rekursgegnerin sei zu verpflichten, dem Rekurrenten eine PÃ¶nal­entschÃ¤digung fÃ¼r die ungerechtfertigte fristlose Entlassung, eventualiter fÃ¼r die missbrÃ¤uchliche KÃ¼ndigung in der HÃ¶he von 2 MonatslÃ¶hnen, d.h. Fr. --.-- zuzÃ¼glich 5% Zins seit dem 4. MÃ¤rz 2002 zu bezahlen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Die Rekursgegnerin sei zu verpflichten, dem Rekurrenten den ausstehenden Lohn ab 4. MÃ¤rz 2002 bis zum Ablauf der ordentlichen KÃ¼ndi­gungsfrist (30. September 2002) in der HÃ¶he von Fr. --.-- brut­to (abzÃ¼glich Arbeitnehmeranteil an SozialversicherungsbeitrÃ¤gen) zuzÃ¼g­lich 5% Zins seit dem 4. MÃ¤rz 2002 zu bezahlen vorbehÃ¤ltlich der nachtrÃ¤glichen Reduktion der Klage im Falle des Antritts einer Stelle vor Ablauf der ordentlichen KÃ¼ndigungsfrist.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Die Rekursgegnerin sei zu verpflichten, dem Rekurrenten den pro rata Monatslohn fÃ¼r den Zeitraum 4. MÃ¤rz 2002 bis und mit 30. September 2002 in der HÃ¶he von Fr. --.-- brutto (abzÃ¼glich Arbeitnehmer­an­teil an SozialversicherungsbeitrÃ¤gen) zuzÃ¼glich 5% Zins seit dem 4. MÃ¤rz 2002 zu bezahlen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>4. Die Rekursgegnerin sei zu verpflichten, dem Rekurrenten eine Abfindung in der HÃ¶he von 7 MonatslÃ¶hnen von insgesamt Fr. --.-- brutto (abzÃ¼glich Arbeitnehmeranteil an SozialversicherungsbeitrÃ¤gen) zuzÃ¼glich 5% Zins seit dem 4. MÃ¤rz 2002 zu bezahlen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>5. Die Rekursgegnerin sei zu verpflichten, dem Rekurrenten innert 10 Tagen seit Rechtskraft des Entscheides ein Zeugnis auszustellen mit dem folgenden Text: [Es folgt der Text der Arbeitszeugnisses]</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>6. Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Rekursgegnerin."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 25. September 2002 wies der Bezirksrat Y den Rekurs ab, soweit er auf ihn eintrat (Dispositiv-Ziffer 1), nahm Vormerk davon, dass der Anspruch auf ein Zeugnis von der Gemeinde X anerkannt sei (Dispositiv-Ziffer 2), und sprach keine Par­teientschÃ¤digung zu (Dispositiv-Ziffer 4).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Dagegen erhob A am 25. Oktober 2002 Beschwerde beim Verwal­tungsgericht, mit der er die Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 1, 2 und 4 des bezirksrÃ¤tlichen Beschlusses forderte und an den im Rekursverfahren gestellten AntrÃ¤gen festhielt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat Y verzichtete am 6. November 2002 auf Vernehmlassung und die Gemeinde X beantragte am 29. November 2002 die vollumfÃ¤ngliche Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Vorab hat das Verwaltungsgericht seine ZustÃ¤ndigkeit zu prÃ¼fen (§ 80c in Ver­bindung mit §§ 70 und 5 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Da der BeschwerdefÃ¼hrer in einem Ã¶ffentlich-rechtlichen DienstverhÃ¤ltnis mit der Beschwer­­degegnerin stand, gilt grundsÃ¤tzlich kommunales Personalrecht (Hans Rudolf Thal­mann, Kommentar zum ZÃ¼rcher Gemeindegesetz, 3. A., WÃ¤denswil 2000, § 72 N. 3.2+ 3.4). Ãber kommunale personalrechtliche Streitigkeiten entscheidet als RekursbehÃ¶rde der Be­zirksrat. Zur Behandlung der Beschwerde gegen dessen Rekursentscheid ist gemÃ¤ss § 74 Abs. 1 VRG das Verwaltungsgericht zustÃ¤ndig (Al­fred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 74 N. 6+14). Die Legitimation des BeschwerdefÃ¼hrers ergibt sich aus § 80c in Verbindung mit §§ 70 und § 21 lit. a VRG (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 21 N. 21-27). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nach den im Beschwerdeverfahren gestellten AntrÃ¤gen ist von einem Fr. 20'000.- Ã¼bersteigenden Streitwert auszugehen, weshalb die Kammer zum Entscheid berufen ist (§ 38 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Vorab stellt sich die Frage, nach welchem Personalrecht die vorliegende Ange­legenheit zu beurteilen ist. Unbestrittenermassen galt zum Zeitpunkt der fristlosen Entlassung des BeschwerdefÃ¼hrers die "Besoldungsverordnung Ã¼ber das DienstverhÃ¤ltnis des Per­sonals der Politischen Gemeinde X, der Schulgemeinde X sowie des Alterswohn- und Pflegeheims K in X" vom 18. Juni 1997. Fraglich ist, wie die in Art. 3 der genannten Verordnung enthaltene Verweisung auf den er­gÃ¤nzenden Beizug des kantonalen Rechts zu ver­stehen ist, d.h. ob diese Verweisung "starr" (d.h. auf die zum Zeitpunkt des Erlasses der Ver­ordnung geltenden kantonalen Nor­men, namentlich die Verordnung Ã¼ber das Dienstver­hÃ¤ltnis der Angestellten der Verwaltung vom 26. Juni 1991 [AngestelltenV, OS 51, 569 ff.] gerichtet) oder "dynamisch" (d.h. auf das kantonale Personalgesetz vom 27. September [PG], die Personalverordnung vom 16. Dezember 1998 und die Vollzugsverordnung zum Personalgesetz vom 19. Mai 1999 be­zogen) ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz ging sinngemÃ¤ss davon aus, dass die genannte Verweisung starr sei und die nicht mehr in Geltung stehende kantonale Angestelltenverordnung von 1991 als kom­­munales Recht zur Anwendung gelange. Der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst da­gegen anfÃ¼hren, dass es sich im vorliegenden Fall um eine dynamische Verweisung handle, weshalb das neue und fÃ¼r ihn in verschiedener Hinsicht gÃ¼nstigere kantona­le Personalrecht zur Anwendung gelange. Er begrÃ¼ndet diese Auffassung damit, dass sich in der anwendbaren Xer Besoldungsverordnung nur wenige personalrechtliche Vor­schriften fÃ¤nden, in um­fassender Weise auf das kantonale Personalrecht verwiesen werde, es in dieser Ver­ord­nung an KÃ¼ndi­gungsvorschriften fehle, allgemein eine "Einheit" von kommunalem und kantonalem Personalrecht angestrebt werde und Verweise auf nicht mehr in Kraft ste­hendes Recht die Ausnahme bilden sollten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Ob ein Verweis als starr oder dynamisch verstanden werden muss, ist nach den Um­stÃ¤nden des Einzelfalls zu prÃ¼fen (Andreas Keiser, Das neue Personalrecht â eine Heraus­forderung fÃ¼r die ZÃ¼rcher Gemeinden, ZBl 102/2001, S. 561 ff., 565; vgl. auch zur Proble­matik insbesondere bei kantonalen Verweisen auf das Bundesprivatrecht Tomas Poledna, AnnÃ¤herungen ans Obligationenrecht, in: Peter Helbling/Tomas Poledna [Hrsg.], Perso­nalrecht des Ã¶ffentlichen Dienstes, Bern 1999, S. 209 ff., 214 ff.). Es ist bei jedem auf das kantonale Personalrecht verweisenden Erlass durch Auslegung zu ermitteln, ob sich die Ver­weisung auch auf das neue Personalrecht bezieht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es trifft zwar zu, dass die Xer Besoldungsverordnung von 1997 wenige eigenstÃ¤ndi­ge Normen enthÃ¤lt und in weit gehendem Mass auf das kantonale Recht verweist, was eher fÃ¼r eine dynamische Verweisung sprÃ¤che. Aus der Systematik der Xer Besoldungsverordnung von 1997 geht jedoch hervor, dass â wie im frÃ¼heren kantonalen Recht â zwischen Mit­arbeitenden im BeamtenverhÃ¤ltnis (Art. 2 BV X 1997) und im Ã¶ffentlichrechtlichen An­gestelltenverhÃ¤ltnis (Art. 3 BV X 1997) unterschieden wird. FÃ¼r die Mitarbeitenden im BeamtenverhÃ¤ltnis wird dabei ergÃ¤nzend auf die kantonale Beamtenverordnung verwiesen, fÃ¼r Ã¶ffentlichrechtliche Angestellte dagegen auf die kantonale Angestelltenverordnung. Diese Unterteilung wurde â mit wenigen Ausnahmen â in der auf den vorliegenden Fall nicht mehr anwendbaren neuen Xer Personalverordnung nicht Ã¼ber­nommen. Der Systemwechsel auf kantonaler Ebene wurde also erst mit der neuen Xer Personalverord­nung nachvollzogen. Die Anwendung des neuen kantonalen Personalrechts als ErgÃ¤nzung zur Xer Besoldungsverordnung von 1997 wÃ¼rde damit zu systematischen Anwendungs- und Auslegungsschwierigkeiten fÃ¼hren. Weiter spricht auch der Wortlaut von Art. 3 Abs. 2 BV X 1997 gegen einen dynamischen Verweis, da explizit auf die kantonale Angestelltenverordnung und nicht einfach auf das kantonale Recht verwiesen wird. Schliesslich ergibt sich auch aus einer Mitteilung der Gemeinde X vom 5. Februar 2002 zur "Ãberarbei­tung der Besoldungsverordnung", dass der Reform­bedarf neben anderen GrÃ¼nden auch da­rauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren sei, dass die Besoldungsverordnung von 1997 "zum Teil auf das frÃ¼here kantonale Recht [verweist], das fÃ¼r die Gemeinde X nach wie vor integrale GÃ¼ltigkeit hat", was die praktische Hand­habe des Personalrechts erschwere. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Insgesamt ergibt sich damit, dass die Verweisung auf das kantonale Recht als starr aufzufassen ist und die sich hier stellenden Rechtsfragen auf der Grundlage der Besol­dungsverordnung von 1997 und der kantonalen Angestelltenverordnung von 1991 zu lÃ¶sen sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. In erster Linie stellt sich die Frage, ob die fristlose Entlassung des BeschwerdefÃ¼h­rers zu Recht erfolgte. Kann diese Frage mit der Vorinstanz bejaht werden, so erÃ¼brigt sich die Frage, ob eine EntschÃ¤digung fÃ¼r die ungerechtfertigte fristlose Entlassung und eine allfÃ¤llige PÃ¶nale geschuldet sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Dem kommunalen Recht lassen sich bezÃ¼glich der fristlosen AuflÃ¶sung eines Ar­beitsverhÃ¤ltnisses keine eigenstÃ¤ndigen Regelungen entnehmen, weshalb ergÃ¤nzend auf die kantonale Angestelltenverordnung von 1991 zurÃ¼ckzugreifen ist (Art. 3 Abs. 2 BV X 1997). Diese kennt zwar die "sofortige AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses aus wichtigen GrÃ¼n­den" (§ 8 Abs. 3 AngestelltenV), regelt diese aber nicht nÃ¤her. GemÃ¤ss § 52 Abs. 1 An­gestelltenV gelten deshalb sinngemÃ¤ss das Obligationenrecht (OR) und das Ã¶ffentliche Arbeitsrecht des Bundes. Da Art. 77 der Verordnung Ã¼ber das DienstverhÃ¤ltnis der Angestell­ten der allgemeinen Bundesverwaltung vom 10. November 1959 (AS 1959, 1181 ff.), der die Umgestaltung und AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses aus wichtigen GrÃ¼nden regelt, in den hier massgeblichen Punkten Art. 337 OR entspricht, ist hier die letztere Bestim­mung einschlÃ¤gig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) aa) FÃ¼r die fristlose AuflÃ¶sung eines DienstverhÃ¤ltnisses muss ein wichtiger Grund auf Seiten des oder der Angestellten vorliegen, dessen Vorhandensein der Arbeitgeberschaft nach Treu und Glauben die WeiterfÃ¼hrung des Dienstver­hÃ¤ltnisses nicht mehr er­laubt (Art. 337 Abs. 2 OR; vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich/Basel/Genf 2002, Rz. 1557; Tobias Jaag, Das Ã¶ffentliche DienstverhÃ¤lt­nis im Bund und im Kanton ZÃ¼rich â ausgewÃ¤hlte Fragen, ZBl 95/1994, S. 433 ff., 464; El­mar Mario Jud, Besonderheiten Ã¶ffentlichrechtlicher DienstverhÃ¤ltnisse nach schweizerischem Recht, insbesondere bei deren Beendigung aus nichtdisziplinarischen GrÃ¼nden, St. Gallen 1975, S. 176 f., 187 ff., 194 ff.; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 80 N. 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Begriff des "wichtigen Grundes", welcher die frist­lose Entlassung recht­fertigen kann, ist unbestimmter Natur und muss daher von Fall zu Fall konkretisiert werden, wobei nach der diesbezÃ¼glich sehr restriktiven bundesgerichtlichen Praxis hohe Anforderungen an das objektive und subjektive Gewicht der GrÃ¼nde zu stellen sind (vgl. Peter MÃ¼nch, Arbeits­­rechtlicher KÃ¼ndigungsschutz, Entwicklungen in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, AJP 1996, S. 1094 ff., 1099; Thomas Koller, Ordentliche, fristlose und missbrÃ¤uch­liche KÃ¼ndigung des Arbeitsvertrages, AJP 1995, S. 1251 ff., 1264). Die fristlose KÃ¼ndigung ist "ultima ratio", ein "Notventil", und untersteht dem Grundsatz der VerhÃ¤ltnis­mÃ¤s­sig­­keit. Sie ist ausge­schlossen, wenn dem KÃ¼ndigenden mildere Massnahmen zur VerfÃ¼gung stehen, um die eingetretene StÃ¶rung des Arbeits­verhÃ¤ltnisses in zumutbarer Weise zu beheben, zum Bei­spiel durch ordentliche KÃ¼ndigung oder Abmahnung (Adrian Staehelin/ Frank Vischer, ZÃ¼rcher Kommentar, 1996, Art. 337 N. 4 OR mit Hinweisen; zum Ganzen auch VGr, 5. Juli 2002, PB.2002.00008, E. 2a/aa, www.vgrzh.ch/recht­spre­chung).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Unzumutbarkeit der Fortsetzung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses wird im Ã¶ffentlichen Dienstrecht grundsÃ¤tzlich gleich definiert wie im privaten Arbeitsrecht (Peter HÃ¤nni in: Tho­mas Geiser/Peter MÃ¼nch [Hrsg.], Stellenwechsel und Entlassung, Basel/Frankfurt a.M. 1997, Rz. 6.35). Demnach ist die frist­lose Entlassung etwa zulÃ¤ssig bei Missachtung klarer Weisungen, zum Beispiel bei der Weige­rung, eine zum Pflichtenheft gehÃ¶rende Arbeit oder eine zumutbare Ersatzarbeit trotz klarer Aufforderung auszufÃ¼hren. Die Missachtung rechts- oder vertragswidriger Weisungen rechtfertigt jedoch eine fristlose Entlassung nicht (JÃ¼rg BrÃ¼hwiler, Kom­mentar zum Ein­zelarbeitsvertrag, 2. A., Bern/Stutt­gart/Wien 1996, Art. 337 N. 2a+c S. 360+363; Staehelin/Vischer, Art. 337 N. 15+20; Manfred Rehbinder, Berner Kom­mentar, 1992, Art. 337 N. 8 OR). Im Weiteren kann sich die fristlose Entlassung bei Ver­letzungen der Treuepflicht recht­fertigen, worunter ungehÃ¶riges und ungebÃ¼hrliches Ver­halten wie Frechheit, Unbeherrschtheit, abschÃ¤tzige Bemerkungen usw. zum Bei­­spiel gegenÃ¼ber den Kundinnen und Kunden fallen kann, auch wenn diese Verhal­tens­weisen noch nicht strafrechtlich relevant sind. Je nach Schwere und Umge­bung kann in sol­­­chen schwerwiegenden FÃ¤llen die fristlose Entlassung auch ohne vor­herige Verwarnung aus­gesprochen werden, was allerdings umstritten ist. Min­dere Unkor­rektheiten und Diszi­pli­­nar­widrigkeiten rechtfertigen eine fristlose Entlassung nur, wenn sie sich trotz Verwar­nung wie­derholen. Auch die Kumulation verschiedenartiger, fÃ¼r sich allein zu we­nig schwer­­wie­gen­der Unkorrektheiten trotz Verwarnung berech­tigt zur fristlosen Ent­lassung (HÃ¤nni, Rz. 6.33; BrÃ¼hwiler, Art. 337 N. 2b S. 362; Staehelin/Vi­scher, Art. 337 N. 9; vgl. auch Reh­binder, Art. 337 N. 9 S. 132 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine Rolle kann im Einzelfall auch spielen, welche Funktion einer angestellten Person innerhalb eines Betriebs zukommt: an das VertrauensverhÃ¤ltnis des Arbeitgebers zu lei­tenden Angestellten werden dabei â je nach den UmstÃ¤nden â hÃ¶here Anforderungen ge­stellt als an das VerhÃ¤ltnis zu einfachen Angestellten (vgl. BrÃ¼hwiler, Art. 337 N. 8 S. 367). PrÃ¤zisierend ist jedoch anzumerken, dass die LoyalitÃ¤t zum Arbeitgeber keine jede Kritik an der vor­gesetzten BehÃ¶rde ausschliessende Dienstfertigkeit erfordert; je anspruchs­voller die dem Angestellten Ã¼bertragene TÃ¤tigkeit ist und je hÃ¶her die Anforderungen bezÃ¼glich Selb­stÃ¤ndig­keit und Initiative sind, umso eher muss (und darf) die vorgesetz­te BehÃ¶rde von ihrem An­gestellten das nachdrÃ¼ckliche Verfechten abweichender Standpunk­te oder das kritische Hinterfragen ihrer Anordnungen erwarten (VGr, 14. MÃ¤rz 2001, PB.2000.00029/30, E. 8b; 5. Juli 2002, PB.2002.00008, E. 2a/bb am Ende, beide www.vgrzh.ch/rechtsprechung).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) In der BegrÃ¼ndung der fristlosen Entlassung fÃ¼hrte die Beschwerdegeg­nerin an, dass das Kaderpersonal und damit auch der BeschwerdefÃ¼hrer bereits am 11. De­zember 2001 dringend aufgefordert worden sei, sich gegenÃ¼ber der neuen Heimleiterin kooperativer und loyaler zu verhalten. Daran habe es in der Folge allgemein gefehlt. Die in Abwesen­heit der Heimleiterin verfasste und eingereichte Petition vom 14. Februar 2002, die auf unhaltbaren und unsubstantiierbaren Behauptungen beruht habe, sei ein weiterer Vertrauensbruch gewesen; dies umso mehr, als die Unterschriften teilweise mittels un­wahrer und unvollstÃ¤ndiger Angaben und unter dem Einsatz von Druckmitteln mit der An­drohung von Vergeltungsmassnahmen erschlichen worden seien. Besonders schwer wie­ge dabei, dass es sich um einen untolerierbaren Missbrauch der allgemeinen Treue- und Sorgfaltspflicht gegenÃ¼ber der Bewohnerschaft des Heimes sowie den unterstellten Mitarbei­terinnen und Mit­arbeitern gehandelt habe. Auch die Einberufung und DurchfÃ¼hrung einer Personalvollversammlung ohne Legitimation in den RÃ¤umlichkeiten des Altersheims sei ein gravierender Ver­stoss gegen die Treuepflicht gewesen. In der Personalinformations­versammlung vom 22. Februar 2002 soll sich der BeschwerdefÃ¼hrer sodann mÃ¼ndlich vom Petitionsinhalt dis­tan­ziert haben, ohne aber von der MÃ¶glichkeit, seine Unterschrift zurÃ¼ck zu ziehen, Gebrauch zu machen. Vielmehr habe er in einem Schreiben vom 22. Februar 2002 vom Gemeinderat Aufschluss darÃ¼ber verlangt, worin die von diesem in Aussicht ge­stellten Massnahmen und Konsequenzen bestÃ¼nden. Gleichzeitig habe er den Gemeinderat der versuchten NÃ¶tigung und EinschÃ¼chterung bezichtigt. Vor dem Hintergrund des destruk­tiven Verhaltens und der gravierenden VerstÃ¶sse gegen die Treuepflicht sei es unzumut­bar, das ArbeitsverhÃ¤ltnis zum BeschwerdefÃ¼hrer aufrecht zu erhalten, zumal auch im Rahmen der Ge­wÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs nach der AnkÃ¼ndigung der fristlosen KÃ¼ndi­gung und der Freistellung des BeschwerdefÃ¼hrers keine diese EinschÃ¤tzung verÃ¤ndernden Tatsachen vorgebracht worden seien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz schloss sich der beschwerdegegnerischen BegrÃ¼ndung weit gehend an, unter anderem auch deshalb, weil es sich bei der AuflÃ¶sung eines ArbeitsverhÃ¤ltnisses aus wichtigem Grund gemÃ¤ss Art. 337 Abs. 1 OR um einen Ermessensentscheid im Sinne von Art. 4 des Zivilgesetzbuchs handle, bei welchem Rechtsmittelinstanzen vertretbare Ent­­scheide der Vor­instanzen respektieren mÃ¼ssten und ihr Ermessen nicht an die Stelle des­­jenigen der Vorinstanzen stellen dÃ¼rften. Weiter fÃ¼hrte die Vorinstanz aus, dass es fÃ¼r die Beschwerdegegnerin nach Erhalt der Petition unumgÃ¤nglich gewesen sei, die andauern­de Machtprobe unverzÃ¼glich zu beenden. Da der BeschwerdefÃ¼hrer auch nach der Personal­versammlung vom 22. Februar 2002 nicht bereit gewesen sei, sich mit vorbehalt­loser LoyalitÃ¤t fÃ¼r eine weitere Zusammenarbeit mit der neuen Heimleiterin zu verpflichten, son­dern vielmehr â zusammen mit einigen anderen Mitarbeitenden â in einem Schreiben Auskunft Ã¼ber die allfÃ¤lligen Konsequenzen verlangt und in seiner Stellungnahme zur Petition vom 14. Februar 2002 und zur fristlosen KÃ¼ndigung vom 27. Februar 2002 neue VorwÃ¼rfe gegen die Gemeindeverwaltung und die Heimleitung erhoben ha­be, erscheine die fristlose AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses gerechtfertigt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer machte dagegen bereits in seinem Rekursschreiben eingehend geltend, dass der schwer wiegende Vorwurf des Erschleichens oder Erzwingens von Unterschriften fÃ¼r die Petition vom 14. Februar 2001 haltlos und nicht belegbar sei, schon gar nicht fÃ¼r seine Person. Das im Recht liegende Schreiben eines Mitarbei­ters, das von Druckversuchen seitens der Initianten der Petition spreche, sei vor allem aufgrund der Angst vor personellen Konsequenzen verfasst worden und kÃ¶nne nicht als Beweis fÃ¼r allfÃ¤llige Druckversuche gewertet werden. Dem Schreiben sei zudem kein einziger Hinweis auf den BeschwerdefÃ¼hrer zu entnehmen. Es kÃ¶nne weiter auch nicht von einem Vertrauens­verlust der Heimleiterin gegenÃ¼ber dem BeschwerdefÃ¼hrer gesprochen werden, habe er mit dieser und diese mit ihm doch auch nach der Einreichung der Petition korrekt zusammen­gearbeitet. Weiter habe er auch nicht zu den Ini­tianten der Petition gehÃ¶rt und seine Un­terstÃ¼tzung fÃ¼r einige der in dieser enthaltenen Punkte mÃ¼ndlich deutlich widerrufen. Insgesamt sei deshalb nicht von einer Unzumutbarkeit der weiteren Zusammenarbeit â mindestens bis zum Ablauf der KÃ¼ndigungsfrist â auszugehen. In der Beschwerdeschrift wird sodann prÃ¤zisiert, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nicht eigentlich ein Kadermitglied gewesen sei, bei dem hÃ¶here Anforderungen an das Vertrauens­verhÃ¤ltnis gestellt werden dÃ¼rf­ten, habe er ja schliesslich keine Mitarbeitenden unter sich gehabt. Ansonsten wird daran festgehalten, dass kein wichtiger Grund fÃ¼r eine fristlose KÃ¼ndigung vorgelegen habe und die Unzu­mutbarkeit der weiteren Zusammenarbeit nicht belegt werden kÃ¶nne.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) aaa) Die Auffassung der Vorinstanz, dass bei der fristlosen KÃ¼ndigung aus wich­­tigem Grund nur sehr zurÃ¼ckhaltend in das Ermessen eingegriffen werden dÃ¼rfe, geht im Hinblick auf den Wortlaut von Art. 337 Abs. 3 OR fehl. Nach dieser Norm entscheidet "der Richter nach seinem Ermessen" Ã¼ber das Vorhandensein bzw. die WÃ¼rdigung von Um­­stÃ¤nden, die eine fristlose Entlassung rechtfertigen. Das von der Vorinstanz ins Zentrum gestellte Ermessen liegt damit bei der urteilenden richterlichen BehÃ¶rde, nicht bei der Partei, welche die fristlose Entlassung ausspricht. Die richterliche Ermessenskontrolle dient mithin gerade der EinschrÃ¤nkung bzw. rechtlichen Kontrolle des faktisch recht weiten Gestaltungsspielraums der Parteien. Insofern sich die Vorinstanz an die AusfÃ¼hrungen der Beschwerdegegnerin gebunden erachtete, unterschritt sie ihr Ermessen. Das Verwaltungsgericht kann in solchen FÃ¤llen gegebenenfalls Ermessensfragen selbst entscheiden (vgl. KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 50 N. 114).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bbb) Die von der Beschwerdegegnerin und der Vorinstanz implizit erhobenen VorwÃ¼rfe, der BeschwerdefÃ¼hrer habe mitgeholfen, auf Mitarbeitende Druck auszuÃ¼ben, um mÃ¶glichst viele Unterschriften zu sammeln, lassen sich aufgrund der Akten nicht belegen. Zwar ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass bereits die Inkaufnahme eines allfÃ¤lligen Missbrauchs der Unterschriften von Heimbewohnerinnen und -bewohnern unter UmstÃ¤nden gegen die Treuepflicht verstossen kÃ¶nnte. Es ist jedoch nicht belegt, dass einzelnen Bewohnerinnen und Bewohnern des Heims unter falschen Angaben oder gegen ihren Willen Unterschriften abgerungen wurden, auch wenn dies grundsÃ¤tzlich nicht ausgeschlossen werden kann. Allein die Inkaufnahme solcher â nicht nachgewiesener â Ak­tivitÃ¤ten vermag jedoch keinen wichtigen Grund fÃ¼r die sofortige AuflÃ¶sung des Dienst­ver­hÃ¤ltnisses zu setzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ccc) Ausschlaggebend war fÃ¼r die Beschwerdegegnerin weiter, dass sich der Beschwer­­defÃ¼hrer nicht vollumfÃ¤nglich und bedingungslos vom Inhalt der Petition distanzier­te und auch nicht um den RÃ¼ckzug seiner Unterschrift bat. Er habe sich zwar mÃ¼ndlich im Wesentlichen vom Petitionsinhalt distanziert, danach aber um eine PrÃ¤zi­sierung der angedroh­ten Konsequenzen fÃ¼r den Fall gebeten, dass er die Unterschrift nicht zurÃ¼ckziehe, und spÃ¤ter auch erneut VorwÃ¼rfe gegen die neue Heimleiterin erhoben. Zwischen der mÃ¼ndlichen Ãus­serung und dem spÃ¤teren (schriftlichen) Verhalten bestehe damit ein Widerspruch.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden: Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, welche die Petition vom 14. Februar 2002 unterzeichnet hatten, standen nÃ¤mlich auf­­grund der vorgedruckten ErklÃ¤rungsbÃ¶gen der Beschwerdegegnerin nur die zwei Alterna­tiven offen, sich vollumfÃ¤nglich von der unterschriftlichen UnterstÃ¼tzung der Petition zu distanzieren und um den RÃ¼ckzug der geleisteten Unterschrift zu ersuchen, oder aber die voll­umfÃ¤ngliche UnterstÃ¼tzung der eingereichten Petition aufrecht zu erhalten und "die Ver­antwortung fÃ¼r daraus resultierende Konsequenzen und Massnahmen zu Ã¼bernehmen". FÃ¼r differenzierte Zwischenpositionen wie etwa das Festhalten an einzelnen Punkten der Petition verblieb damit kein Raum. Um nicht die bloss angedeuteten "Konsequenzen und Massnahmen" gewÃ¤rtigen zu mÃ¼ssen, hÃ¤tte man sich also â allenfalls auch gegen die per­sÃ¶nlichen Ansichten und Ãberzeugungen â vollumfÃ¤nglich vom Inhalt der Petition dis­tan­zieren mÃ¼ssen. Mag diese Massnahme der Beschwerdegegnerin angesichts der angespann­ten Stimmung in der FÃ¼hrung des Alters- und Wohnheims auch verstÃ¤ndlich erscheinen â die Vorinstanz bezeichnete sie treffend als "Machtprobe" â, so rechtfer­tigt sie es keinesfalls, an die Nichtunterzeichnung der einen oder anderen ErklÃ¤rung die Kon­sequenz der fristlosen Entlassung anschliessen zu lassen, wenn nicht noch weitere UmstÃ¤nde fÃ¼r eine solche sprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die schriftliche und fristgerechte Nachfrage, welche Konsequenzen zu befÃ¼rchten seien, erscheint gerechtfertigt. Weiter handelt es sich bei der nach der Freistellung des BeschwerdefÃ¼hrers abgegebenen Stellungnahme auch nicht etwa um neue VorwÃ¼rfe gegen die Heimleiterin, sondern um ein Festhalten an einzelnen Punkten, die bereits in der Petition aufgegriffen worden sind. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ddd) Um zu belegen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer als KaderangehÃ¶riger in besonderem Mass an die Treuepflicht gegenÃ¼ber der Heimleitung gebunden sei, fÃ¼hrte die Vorinstanz BGE 127 III 86 an. Dieser Entscheid stellte fest, dass ein zum Kader ge­hÃ¶render Mitarbeiter, der mit seinen Untergebenen Ã¼ber seine Meinungsverschiedenheiten mit der Direktion spreche und gleichzeitig dem Arbeitgeber bekannt gebe, dass er unter der neuen Direktion nicht arbeiten und seine Arbeitsstelle verlassen wolle, die fÃ¼r jedes Arbeits­verhÃ¤ltnis un­erlÃ¤ssliche Vertrauensgrundlage zerstÃ¶re und die Treuepflicht verletze. Mit der Vorinstanz kann im vorliegenden Fall davon ausgegangen werden, dass das Vertrauens­verhÃ¤ltnis zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und der Heimleiterin sowie der Beschwerde­gegnerin durch die beschriebenen VorfÃ¤lle angeschlagen war. Die Vorinstanz ver­kennt je­doch, dass sich der an­ge­fÃ¼hrte Entscheid nicht auf Art. 337 OR bezieht, sondern auf die Be­urteilung, ob die KÃ¼ndi­gung missbrÃ¤uchlich im Sinn von Art. 336 Abs. 1 lit. a OR war. Nur dies wurde verneint, was die <i>ordentliche</i> KÃ¼ndigung als nicht missbrÃ¤uchlich erscheinen liess. Die Praxis ist je­doch â wie oben angefÃ¼hrt â bei der Annahme eines wichtigen Grundes fÃ¼r die fristlose Auf­lÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses sehr zurÃ¼ckhaltend; aus dem genann­ten Ent­scheid lÃ¤sst sich demnach fÃ¼r den beschwerdegegnerischen Standpunkt direkt nichts ableiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>eee) In keiner Weise macht die Beschwerdegegnerin geltend, dass der BeschwerdefÃ¼h­rer in seiner Arbeit und seiner PflichterfÃ¼llung nach der AmtsÃ¼bernahme der neuen Heim­leiterin nachgelassen hÃ¤tte. Es wird auch nicht dargetan, dass der BeschwerdefÃ¼hrer ge­gen die Heimleitung intrigiert oder die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner aufgewiegelt hÃ¤tte. Zudem unterstanden dem BeschwerdefÃ¼hrer keine weiteren Mitarbeiter, deren VerhÃ¤ltnis zur Heimleitung durch eine WeiterbeschÃ¤ftigung des BeschwerdefÃ¼hrers al­lenfalls hÃ¤tte beeintrÃ¤chtigt werden kÃ¶nnen. Als belegt kÃ¶nnen einzig die massiven Kommuni­kationsprobleme zwischen der neuen Heimleiterin und den bisherigen leitenden Ange­­stellten gelten, deren Ursache im Rahmen dieses Verfahrens jedoch nicht zu erÃ¶rtern ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>fff) Insgesamt sind damit keine Faktoren ersichtlich, welche die WeiterbeschÃ¤ftigung des BeschwerdefÃ¼hrers bis zum Ablauf der ordentlichen KÃ¼ndigungsfrist als unzumut­bar erscheinen liessen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Zusammenfassend lÃ¤sst sich festhalten, dass die Beschwerdegegnerin keine wich­tigen GrÃ¼nde zu belegen vermochte, welche die sofortige AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤lt­nisses gerechtfertigt hÃ¤tten. Die WeiterbeschÃ¤ftigung des BeschwerdefÃ¼hrers wÃ¤re â mindestens bis zum Ablauf der ordentlichen KÃ¼ndigungsfrist â zumutbar gewesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) aa) EntlÃ¤sst der Arbeitgeber den Arbeitnehmer fristlos ohne wichtigen Grund, so hat dieser Anspruch auf Ersatz dessen, was er verdient hÃ¤tte, wenn das ArbeitsverhÃ¤ltnis un­ter Einhaltung der KÃ¼ndigungsfrist beendigt worden wÃ¤re. Er muss sich daran anrechnen lassen, was er infolge der Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses erspart hat und was er durch anderweitige Arbeit verdient oder zu verdienen absichtlich unterlassen hat (Art. 337c Abs. 1+2 OR).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers sind auf den vorliegenden Fall nicht die KÃ¼ndigungsfristen gemÃ¤ss dem kantonalen Personalgesetz anwendbar, nach welchem sich fÃ¼r den Fall des BeschwerdefÃ¼hrers eine KÃ¼ndigungsfrist von sechs Monaten ergeben wÃ¼rde (§ 17 Abs. 1 lit. d PG), sondern die kantonale Angestelltenverordnung von 1991 (vorn 2c). Aus § 8 Abs. 1 AngestelltenV ergibt sich, dass das DienstverhÃ¤ltnis vom dritten Dienstjahr an auf das Ende des dritten der KÃ¼ndigung folgenden Monats aufgelÃ¶st werden kann. Vom 4. MÃ¤rz 2002 â dem Termin der fristlosen KÃ¼ndigung â an gerechnet ergibt sich damit der 30. Juni 2002 als nÃ¤chstmÃ¶glicher ordentlicher KÃ¼ndigungstermin. FÃ¼r diese Zeitspanne hat der BeschwerdefÃ¼hrer Anspruch auf die Nachzahlung seines Gehalts, inklusi­ve des Pro-rata-Anteils an seinem 13. Monatslohn.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Der BeschwerdefÃ¼hrer bezog zuletzt einen Bruttolohn von monatlich Fr. --.--. Dieser Betrag wie auch die der Berechnung der nachfolgenden BetrÃ¤ge zu­grunde gelegten Zahlen wurden von der Beschwerdegegnerin nicht bestritten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r den MÃ¤rz 2002 wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer anteilsmÃ¤ssig der Monatslohn in der HÃ¶he von Fr. --.-- bereits vergÃ¼tet. Ebenfalls bereits vergÃ¼tet wurde der Anteil am 13. Mo­natslohn vom 1. Januar bis 4. MÃ¤rz 2002 (Fr. --.--). Der Anspruch des Beschwer­defÃ¼hrers belÃ¤uft sich demnach â unter Vorbehalt der nachfolgenden AusfÃ¼hrungen â fÃ¼r die LohnentschÃ¤digung bis Ende Juni 2002 auf Fr. --.--. Dazu kommt ein Anteil am 13. Monatslohn von Fr. --.--. Insgesamt ergibt sich daraus eine Forderung von Fr. --.-- brutto.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) FÃ¼r die Monate MÃ¤rz, April und Juni 2002 liegen Subrogationsanzeigen der Arbeitslosenkasse Q im Recht. FÃ¼r den sich aus diesen ergebenden Gesamt­betrag von Fr. --.-- kann die Beschwerdegegnerin aufgrund von Art. 29 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 Ã¼ber die obligatorische Arbeitslosenversicherung und InsolvenzentschÃ¤digung nur noch an die genannte Kasse befreiend leisten. FÃ¼r den Mo­nat Mai 2002 sind weder Arbeitslosenleistungen noch (gemÃ¤ss Art. 337c Abs. 2 OR anrechenbare) Erwerbs­ein­kÃ¼nfte des BeschwerdefÃ¼hrers belegt, weshalb sich der Gesamtbetrag, der dem Be­schwer­de­fÃ¼hrer bzw. der Arbeitslosenkasse Q ausbezahlt werden muss, in diesem Verfahren nicht abschliessend ermitteln lÃ¤sst.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die genaue Berechnung der BetrÃ¤ge sowie der Abzug und die Weiterleitung der So­zi­alversicherungsbeitrÃ¤ge hat demnach durch die Beschwerdegegnerin zu erfolgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt die Verzinsung der gesamten EntschÃ¤digung seit dem 4. MÃ¤rz 2002. Da die AnsprÃ¼che aus ungerechtfertigter fristloser KÃ¼ndigung sofort fÃ¤llig werden und eine Diskontierung der aufgrund von Art. 337c OR geschuldeten und mit der vorzeitigen Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses fÃ¤lligen Forderungen in Art. 339 Abs. 1 OR nicht vorgesehen ist (siehe Staehelin/Vischer, Art. 339 N. 2+4), ist der gesamte Betrag im Sinne des beschwerdefÃ¼hrerischen Antrags seit dem 4. MÃ¤rz 2002 zu verzinsen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt weiter die Ausrichtung einer PÃ¶nalentschÃ¤digung fÃ¼r die ungerechtfertigte fristlose Entlassung, eventualiter fÃ¼r die missbrÃ¤uchliche KÃ¼ndigung, von Fr. --.-- (zwei BruttomonatslÃ¶hnen) samt 5 % Zins seit dem 4. MÃ¤rz 2002.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Laut Art. 337c Abs. 3 OR kann der Richter den Arbeitgeber verpflichten, dem Ar­­beitnehmer bei ungerechtfertigter fristloser Entlassung eine EntschÃ¤digung zu bezahlen, die er nach freiem Ermessen unter WÃ¼rdigung aller UmstÃ¤nde festlegt, die jedoch den Lohn der Arbeitnehmers fÃ¼r sechs Monate nicht Ã¼berschreiten darf.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Waren Lehre und Rechtsprechung in den ersten Jahren nach dem Inkrafttreten der Be­­stimmung gespalten, ob bei einer ungerechtfertigten fristlosen Entlassung eine EntschÃ¤digung zugesprochen werden <i>mÃ¼sse</i> oder aber, wie sich dem Gesetzeswortlaut und der Entstehungsgeschichte entnehmen liesse, nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalles eine EntschÃ¤di­gung zugesprochen werden <i>kÃ¶nne</i> (vgl. umfassend zu den Meinungen fÃ¼r und wider den zwingenden Charakter der EntschÃ¤digungspflicht Adrian von Kaenel, Die EntschÃ¤digung aus ungerecht­fertigter fristloser Entlassung nach Art. 337c Abs. 3 OR, Bern 1996, S. 67 ff.), hat sich in der Praxis nunmehr die bereits in BGE 116 II 300 begrÃ¼ndete Ansicht durchgesetzt, dass in aller Regel eine EntschÃ¤digung geschuldet sei und nur in AusnahmefÃ¤l­len davon abgesehen wer­den kÃ¶nne. Eine EntschÃ¤digung sei nur zu verweigern, wenn aus­serordentliche UmstÃ¤nde vorlÃ¤gen, die trotz ungerechtfertigter fristloser KÃ¼ndigung keine Strafzahlung zu Las­ten des Arbeitgebers rechtfertigten, namentlich ein Fehlverhalten des Arbeitgebers ausschlÃ¶s­sen oder diesem aus anderen GrÃ¼nden nicht anzulasten seien (vgl. auch BGr, 19. MÃ¤rz 1999, E. 2a, wiedergegeben in Heinz Hausheer [Hrsg.], Berner Kom­mentar, Update Art. 336c-362 OR, 2. Er­gÃ¤nzungslieferung [Januar 2001] zu Art. 337c, Note 8). Im vorliegenden Fall liegt kein sol­cher Ausschlussgrund vor, hat doch die Beschwerdegegnerin im Rahmen der "Machtprobe" Ã¤usserst heftig reagiert und wenig RÃ¼cksicht auf den verhÃ¤ltnismÃ¤ssig differenzierten Stand­punkt eines langjÃ¤hrigen und bewÃ¤hrten Mitarbeiters genommen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Anspruch auf eine EntschÃ¤digung fÃ¼r eine ungerechtfertigte fristlose Entlassung ist demnach im Grundsatz zu bejahen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) FÃ¼r die Bemessung der EntschÃ¤digung ist auf die massgeblichen UmstÃ¤nde des Einzelfalls abzustellen, namentlich das Verschulden des Arbeitgebers, die Schwere des Ein­­griffs in die PersÃ¶nlichkeit des Arbeitnehmers, die Enge und Dauer der vertraglichen Be­ziehungen sowie das allfÃ¤llige Mitverschulden des Arbeitnehmers (vgl. BrÃ¼hwiler, Art. 337c N. 11 S. 389; von Kaenel, S. 91 ff.; beide mit zahlreichen Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer war sehr stark an seiner Arbeitsstelle verwurzelt und lebte so­­gar im Personalhaus des Wohnheims. Die fristlose KÃ¼ndigung nach 14 Jahren unbeschol­tener TÃ¤tigkeit erscheint deshalb als erheblicher Eingriff in seine PersÃ¶nlichkeit. Auch die verhÃ¤ltnismÃ¤ssig breite Berichterstattung in der Presse griff teilweise in die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse des BeschwerdefÃ¼hrers ein. Die Nichtunterzeichnung der Ã¤usserst undifferenziert abgefassten ErklÃ¤rung der Beschwerdegegnerin, sich vom Inhalt der Petition zu distanzieren und die Unterschrift zurÃ¼ckzuziehen, kann dem Beschwer­defÃ¼hrer nicht als Ver­schulden angelastet werden; einem bewÃ¤hrten langjÃ¤hrigen Angestellten hÃ¤tten auch in einer so aufgeheizten Situation noch weitere MÃ¶glichkeiten zur VerfÃ¼gung gestellt werden mÃ¼ssen, um sich inhaltlich zu Ã¤ussern. Auch bezÃ¼glich allfÃ¤lliger MissbrÃ¤uche bei der Beschaffung der Unterschriften fÃ¼r die Petition kann dem BeschwerdefÃ¼hrer kein Verschulden nachgewiesen werden. Immerhin kann dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht jedes Verschulden abgesprochen werden, zeigte er sich doch insgesamt gegenÃ¼ber der neuen Heimleiterin nur wenig kooperativ. Die vom BeschwerdefÃ¼hrer verlangte PÃ¶nalentschÃ¤digung von zwei Mo­natslÃ¶hnen erscheint aber insgesamt, im Hinblick auf das EntschÃ¤digungsmaximum von sechs MonatslÃ¶hnen, als angemessen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dem BeschwerdefÃ¼hrer steht demnach eine EntschÃ¤digung von Fr. --.-- zu. Der Betrag ist ab dem 4. MÃ¤rz 2002 mit 5 % zu verzinsen. Da es sich bei diesem Anspruch nicht um EntschÃ¤digung bzw. Lohnersatz handelt, sondern der Straf- und PrÃ¤ventionscharak­­ter im Vordergrund steht, sind von diesem Betrag keine SozialversicherungsbeitrÃ¤ge in Abzug zu bringen (vgl. BGE 123 V E. 5).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt weiter eine Abfindung in der HÃ¶he von sieben Mo­natslÃ¶hnen. Er stÃ¼tzt diesen Anspruch auf Art. 28 der neuen Personalverordnung der Ge­meinde X sowie auf § 26 PG. Da auf den vorliegenden Rechtsstreit keiner der beiden Erlasse anwendbar ist (vorne 2) und die beiden einschlÃ¤gigen Erlasse das Instrument der Abfindung nicht kennen, erweist sich dieser Anspruch als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Bereits im Rekursverfahren hat der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt, es sei ihm innert zehn Tagen nach Rechtskraft des Entscheides ein Arbeitszeugnis auszustellen, dessen genaue Formulierung ebenfalls Gegenstand des Rekursantrags bildete. Im vorliegenden Verfahren hÃ¤lt er an diesem Antrag fest.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die Vorinstanz hat darauf hingewiesen, dass die Angestellten keinen Anspruch auf Unterzeichnung eines vorgelegten Zeugnisses hÃ¤tten, sondern lediglich Anspruch auf die Ausstellung eines wahrheitsgemÃ¤s­sen Zeugnisses. Weiter sei der Zeugnisanspruch von der Beschwerdegegnerin grundsÃ¤tzlich anerkannt; es sei jedoch zulÃ¤ssig, mit der Ausstellung eines Zeugnisses zuzuwarten, bis der Rechtsstreit definitiv entschieden sei, denn Ã¼ber das inhaltlich richtige Zeugnis kÃ¶nne erst dann abschliessend eine Formulierung gefunden werden, wenn auch das Ende des AnstellungsverhÃ¤ltnisses zeitliche genau festgelegt werden kÃ¶nne.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers verkennt diese Argumentation, dass das Ar­beitsverhÃ¤ltnis in jedem Fall mit der fristlosen AuflÃ¶sung am 4. MÃ¤rz 2002 rechtlich und faktisch beendet wurde, weshalb die Beschwerdegegnerin verpflichtet sei, dem Beschwerde­­fÃ¼hrer umgehend das verlangte Zeugnis auszustellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Anspruch auf ein Arbeitszeugnis wird mit dessen Geltendmachung, spÃ¤tes­tens jedoch zusammen mit allen anderen aus dem ArbeitsverhÃ¤ltnis entstandenen Forderun­gen bei der Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses fÃ¤llig (Art. 339 Abs. 1 OR). Wird ein Arbeitszeugnis verlangt, hat der Arbeitgeber innert angemessener (kurzer) Frist ein solches aus­­zustellen (vgl. Susanne Janssen, Die Zeugnispflicht des Arbeitgebers, Bern 1996, S. 35 f.). Da das ArbeitsverhÃ¤ltnis hier â wie der BeschwerdefÃ¼hrer zu Recht ausfÃ¼hrt â be­reits am 4. MÃ¤rz 2002 geendet hat, ist nicht einzusehen, welche schÃ¼tzenswerten Interessen der Beschwerdegegnerin gegen die unverzÃ¼gliche Ausstellung eines Arbeitszeugnisses spre­chen kÃ¶nnten. Die Beurteilung der Arbeitsleistung des BeschwerdefÃ¼hrers hat unabhÃ¤n­gig vom Ausgang eines Rechtsstreits Ã¼ber die fristlose KÃ¼ndigung zu erfolgen. Keinesfalls darf mit dem Zuwarten der Zeugnisausstellung Druck ausgeÃ¼bt werden (vgl. Janssen, S. 150 f.). Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer die unverzÃ¼gliche Ausstellung des Zeugnisses ver­langt, erscheint der Anspruch begrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da dieser Entscheid den Rechtsstreit jedoch grundsÃ¤tzlich erledigt und sich die Beschwerdegegnerin bereit erklÃ¤rt hat, das Zeugnis nach dessen Abschluss auszustellen, ist das beschwerdefÃ¼hrerische Begehren gegenstandslos.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) BezÃ¼glich des Inhalts des Zeugnisses hat die Vorinstanz grundsÃ¤tzlich zu Recht festgehalten, Angestellte hÃ¤tten lediglich Anspruch auf die Ausstellung eines korrekten Zeug­nisses, nicht jedoch einen Anspruch auf die Unterzeichnung eines von ihnen formulierten Zeugnisentwurfs. Es ist zwar anerkannt, dass bei geltend gemachten Verbesserungen eines Arbeitszeugnisses ein Formulierungsvorschlag vorgelegt werden muss (vgl. Wolf­gang Portmann, Individualarbeitsrecht, ZÃ¼rich 2000, N. 764); dieser ist jedoch fÃ¼r den Arbeitgeber bzw. die Rechtsmittelinstanz nicht bindend. Namentlich verfÃ¼gt der Arbeitgeber bei der Formulierung des Zeugnisses Ã¼ber ein gewisses Ermessen, bleibt dabei aber an die anerkannten GrundsÃ¤tze der Zeugnisausstellung gebunden, namentlich die GrundsÃ¤tze der Wahrheit, des Wohlwollens, der VollstÃ¤ndigkeit, der Einheitlichkeit, der IndividualitÃ¤t sowie der Klarheit (vgl. zu diesen GrundsÃ¤tzen eingehend Janssen, S. 71 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens fielen ausser Ansatz, weshalb sie im Rahmen dieses Verfahrens nicht neu zu verlegen sind. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren entfÃ¤llt bei einem Streitwert Ã¼ber Fr. 20'000.- die Kostenlosigkeit (§ 80b VRG) und die Gerichtskosten werden nach Massga­be des Unterliegens auferlegt (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gemessen an den beschwerdefÃ¼hrerischen AntrÃ¤gen kann auch nach der Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids nicht von einem Ã¼berwiegenden Obsiegen des Beschwerde­­fÃ¼hrers ausgegangen werden, das die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung rechtfertigen wÃ¼rde (§ 17 Abs. 2 VRG; vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 32).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss <a id="Text4">entscheidet</a> die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dispositiv-Ziffer 1 des vorinstanzlichen Entscheids wird teilweise aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer im Sinn der ErwÃ¤gungen den Lohn und den Anteil am 13. Monatslohn bis Ende Juni 2002 samt </span>5 % Zinsen seit 4. MÃ¤rz 2002<span> als EntschÃ¤digung fÃ¼r die ungerechtfertigte fristlose KÃ¼ndigung auszurichten, unter Abzug der subrogierten Forde­rungen der Arbeitslosenkasse Q und allfÃ¤lliger ErwerbseinkÃ¼nfte des Beschwerde­fÃ¼hrers.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Die Beschwerdegegnerin wird weiter verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine PÃ¶nale von Fr. --.-- samt Zinsen von 5 % seit dem 4. MÃ¤rz 2002 auszurichten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>