<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00795</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221067&amp;W10_KEY=13013476&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00795</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.02.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung wegen Sozialhilfeabhängigkeit. Die Beschwerdeführerin ist mit einem Schweizer verheiratet. Die Ehegatten haben 18 Jahre im Heimatland der Bescherdeführerin gelebt; sie leben seit über vier Jahren in der Schweiz.] Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin den Widerrufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit erfüllt (E. 2.3). Die Sozialhilfeabhängigkeit der Beschwerdeführerin hat als teilweise selbstverschuldet zu gelten (E. 2.3.3). Das finanzielle öffentliche Interesse vermag das private Interesse am Verbleib beim gesundheitlich angeschlagenen Ehemann derzeit jedoch nicht aufzuwiegen (E. 2.3.3). Die Beschwerdeführerin wird erneut verwarnt (E. 2.4). Die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin ist dem SEM zur Zustimmung zu unterbreiten (E. 2.5). Teilweise Gutheissung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT">SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=51753" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00795</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">24. Februar 2021</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A,<b> </b>vertreten durch RA B</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die 1973 geborene A heiratete am 28. August 1998 in ZÃ¼rich den Schweizer C. Nach der Heirat wohnten die Ehegatten wÃ¤hrend rund 18 Jahren im Heimatland der Ehefrau, der Dominikanischen Republik. Im Juni 2016 kehrte der Ehemann definitiv in die Schweiz zurÃ¼ck. Die Ehefrau stellte am 8. November 2016 bei der Schweizerischen Botschaft in Santo Domingo (Dominikanische Republik) ein Gesuch um Erteilung eines Einreisevisums und reiste nach dessen Erteilung am 13. Dezember 2016 in die Schweiz ein und erhielt am 22. Dezember 2016 im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung.</p> <p class="Urteilstext">Die Ehegatten mussten seit ihrer Einreise ununterbrochen von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt werden, weshalb die Ehefrau am 7. Februar 2019 auslÃ¤nderrechtlich verwarnt und ihr den Widerruf bzw. die NichtverlÃ¤ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung angedroht wurde, falls sie weiter von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt werden mÃ¼sse. Nachdem sie sich in der Folge nicht von der Sozialhilfe lÃ¶sen konnte, lehnte das Migrationsamt das Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung am 19. MÃ¤rz 2020 ab und setzte ihr eine Ausreisefrist bis zum 30. Juni 2020 an.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den hiergegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion am 15. Oktober 2020 ab, unter Ansetzung einer Ausreisefrist bis zum 31. Januar 2021.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 16. November 2020 liess A (nachfolgend BeschwerdefÃ¼hrerin) dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen, ihr die Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern. Es wurde um eine ParteientschÃ¤digung und die Bewilligung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung sowie die Bestellung ihrer Rechtsvertreterin als unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin ersucht.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend sich das Migrationsamt nicht zur Beschwerde Ã¤usserte, verzichtete die Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung1">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Vorliegend ist unbestritten, dass die auslÃ¤ndische Ehegattin eines Schweizer BÃ¼rgers Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung hat (Art. 42 Abs. 1 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 [AIG]). Aufgrund der intakten und gelebten Ehe lÃ¤sst sich ein entsprechender Aufenthaltsanspruch zudem auch auf das in Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Men­schenrechts­konvention (EMRK) und Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV) festgehaltene Recht auf Familienleben stÃ¼tzen. </p> <p class="Urteilstext"><span>D</span>ie Aufenthaltsbewilligung ist jedoch befristet und kann verlÃ¤ngert werden, wenn keine WiderrufsgrÃ¼nde im Sinn von Art. 62 Abs. 1 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG, vormals AuslÃ¤ndergesetz bzw. AuG) vorliegen. <span>Einen derartigen Wider­rufsgrund setzt eine auslÃ¤ndische Person unter anderem dann, wenn sie oder eine Person, fÃ¼r die sie zu sorgen hat, dauerhaft und in erheblichem Mass auf Sozialhilfe angewiesen ist (Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG). Neben den bisherigen und den aktuellen VerhÃ¤ltnissen ist auch die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf lÃ¤ngere Sicht abzuwÃ¤gen. Ein Widerruf fÃ¤llt in Betracht, wenn eine Person hohe finanzielle UnterstÃ¼tzungsleistungen erhalten hat und nicht damit gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft selber fÃ¼r ihren Lebensunterhalt sorgen wird. Ausschlaggebend ist dabei eine Prognose zur voraussichtlichen Entwicklung der finanziellen Situation unter BerÃ¼cksichtigung der realisierbaren Einkommensaussichten sÃ¤mtlicher Familienmitglieder. So sind Ehegatten im Zusammenhang mit Sozialhilfeleistungen als wirtschaftliche Einheit zu betrachten: UnterstÃ¼tzungsbeitrÃ¤ge werden fÃ¼r Ehepaare gemeinsam berechnet und ausgerichtet; umgekehrt schlÃ¤gt das Erwerbsverhalten der Ehegatten â aufgrund der ehelichen Beistandspflicht (Art. 159 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 [SR 210]) â auf den jeweils anderen Partner durch (zum Ganzen BGr, 27. September 2019, 2C_458/2019, E. 3.2 mit Hinweisen</span><span>).</span></p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.1 </b><span>Eine entsprechende Bewilligungsverweigerung muss jedoch verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheinen, </span>wobei vor allem das Verschulden an der Situation und die bisherige Verweildauer im Land zu berÃ¼cksichtigen sind (BGr, 20. Juni 2013, 2C_1228/2012, E. 2.2). Eine unverschuldete SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit soll grundsÃ¤tzlich nicht zu einem Widerruf bzw. zu einer NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung fÃ¼hren (BGr, 20. Juni 2013, 2C_1228/2012, E. 2.2; BGr, 10. Juni 2010, 2C_74/2010, E. 4.1; VGr, 4. Dezember 2019, VB.2019.00264, E. 2.3; VGr, 5. Dezember 2018, VB.2018.00638, E. 4.3; VGr, 21. August 2018, VB.2018.00211, E. 3.1). Zudem ist eine konkrete Gefahr der kÃ¼nftigen SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit erforderlich. Dazu ist die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf lÃ¤ngere Sicht abzuwÃ¤gen (vgl. die aktuellen Weisungen und ErlÃ¤uterungen AuslÃ¤nderbereich [Weisungen AIG] des Staatssekretariats fÃ¼r Migration [SEM], Ziff. 8.3.1.5 und Ziff. 8.3.2.4; BGr, 27. September 2019, 2C_458/2019, E. 3.2; <span>BGr, 6. August 2015, 2C_1144/2014, E. 4.5.2</span>). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.2 </b>Bei der InteressenabwÃ¤gung ist unter anderem auch dem in Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 BV geschÃ¼tzten Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens Rechnung zu tragen. Auf das in denselben Bestimmungen geschÃ¼tzte Recht auf Familienleben kann sich berufen, wer hier nahe Verwandte mit einem gefestigten Aufenthaltsrecht (Schweizer BÃ¼rgerrecht, Niederlassungsbewilligung, Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung) oder selbst ein solches Anwesenheitsrecht in der Schweiz hat, sofern die familiÃ¤re Beziehung tatsÃ¤chlich gelebt wird und intakt ist (BGE 127 II 60 E. 1d/aa). </p> <p class="Erwgung3">Bei Vorliegen von WiderrufsgrÃ¼nden sind (verhÃ¤ltnismÃ¤ssige) Eingriffe in das Recht auf Familien- und Privatleben statthaft, stÃ¼tzt die Beurteilung aufenthaltsbeendender Massnahmen im Rahmen von Art. 8 Abs. 2 EMRK doch auf dieselben Kriterien ab, die auch bei der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit eines Bewilligungswiderrufs zu beurteilen sind (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2; BGr, 1. Mai 2014, 2C_872/2013, E. 2.2.3). Auch jahrelange schuldhafte SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit vermag hierbei Eingriffe in die konventions- und verfassungsmÃ¤ssig geschÃ¼tzten Beziehungen zu legitimieren (BGr, 16. Juni 2018, 2C_1064/2017, E. 6.3). Umgekehrt erscheint auch ein Eingriff in das Recht auf Privat- und Familienleben bei schuldlosem Sozialhilfebezug regelmÃ¤ssig nicht gerechtfertigt.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.3 </b>Ist die Anordnung einer aufenthaltsbeendenden Massnahme den UmstÃ¤nden nicht angemessen respektive unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, kann die betroffene Person stattdessen im Sinn von Art. 96 Abs. 2 AIG verwarnt werden. Die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit einer Verwarnung unterliegt dabei aufgrund der geringeren Eingriffsschwere weniger strengen Anforderungen als bei einer aufenthaltsbeendenden Massnahme. Gleichwohl ist auch eine Verwarnung nur auszusprechen, wenn diese verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint. Dabei ist ebenfalls wesentlich, ob die SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit verschuldet ist und eine LoslÃ¶sung von der FÃ¼rsorge im Einflussbereich der auslÃ¤n­dischen Person liegt (vgl. Marc Spescha in: Marc Spescha et al., Migrationsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2019, Art. 96 AIG N. 9 f.; Benjamin Schindler in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 96 N. 19 ff.).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Vorliegend ist unbestritten, dass der Widerrufsgrund gemÃ¤ss Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG aufgrund des die Schwelle der Erheblichkeit Ã¼berschrittenen Sozialhilfebezugs der Ehegatten seit ihrer RÃ¼ckkehr in die Schweiz erfÃ¼llt ist. Umstritten ist jedoch, ob das Ã¶ffentliche Interesse an einer Wegweisung der BeschwerdefÃ¼hrerin ihre privaten Interessen am Verbleib Ã¼berwiegt. Entscheidend ist hierfÃ¼r, ob und inwiefern diese ein Verschulden trifft.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin lebt seit Dezember 2016 in der Schweiz. In ihrer Heimat hat sie die obligatorische Schule besucht. In den gut vier Jahren, in denen sie in der Schweiz lebt, hat sie sich gemÃ¤ss den Akten um den Erwerb der deutschen Sprache bemÃ¼ht, hat sie doch zahlreiche Sprachkurse absolviert. Im Schreiben des Sozialamts vom 6. Dezember 2019 wurde ausgefÃ¼hrt, dass ihr das Lernen der Sprache wichtig sei und sie alles daransetze, die deutsche Sprache baldmÃ¶glichst gut zu verstehen und zu sprechen. Aus den Akten wird ersichtlich, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin im Wintersemester 2017 und 2018, sowie im Sommersemester 2018 gemÃ¤ss BestÃ¤tigung der Arbeitsintegration der Stadt D die Semi-Intensiv-Kurse der E-Schule besuchte. Ab Juni 2019 besuchte sie fortan die Kurse der F-Schule und beendete im Jahr 2020 den vierten von vier Sprachkursen auf dem Niveau A1, sodass sie nun an demselben Ort in den Kurs mit dem Niveau A2 wechseln konnte. Auch wenn kein offizielles Zertifikat Ã¼ber ihre sprachlichen FÃ¤higkeiten vorliegt, sind die sprachlichen IntegrationsbemÃ¼hungen entgegen der Vorinstanz zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin zu werten. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.2 </b>Betreffend wirtschaftlicher Integration ist festzuhalten, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin seit Januar 2017 und ihr Ehepartner seit Juni 2016 von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt werden. Der Ehegatte ist gesundheitlich angeschlagen (schwere physische Erkrankung und psychische Belastung) und erwirbt derzeit ein geringes Einkommen von ca. Fr. 1'000.- bis 1'400.- pro Monat. GemÃ¤ss Schreiben des Sozialzentrums vom 11. Dezember 2018 sei davon auszugehen, dass er kein existenzsicherndes Einkommen erzielen werde. Der BeschwerdefÃ¼hrerin wurde gemÃ¤ss Akten jedoch attestiert, sehr gewissenhaft und zuverlÃ¤ssig an Arbeitsintegrationsmassnahmen teilgenommen zu haben. Ihr motivierter Arbeitseinsatz fÃ¼hrte dazu, dass sie gute Zeugnisse erhielt. Die Sozialarbeiterin erwÃ¤hnte im Schreiben vom 6. Dezember 2019, die Eheleute gingen davon aus, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin bis Ende 2020 eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt finden wÃ¼rde. Zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin ist zu werten, dass sie ihr Pensum als Hilfsarbeiterin in einem Teillohnprojekt der Sozialen Einrichtungen und Betriebe der Stadt D nach der Verwarnung von 60 auf 80 % erhÃ¶hen konnte. Offenbar hat die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Heimat nur die obligatorische Schule besucht und keine Berufsausbildung absolviert, was ihr den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt in der Schweiz erschwert, aber nicht verunmÃ¶glicht. Obwohl sie bereits in ihrer Stellungnahme am 23. Januar 2019 an das Migrationsamt zum rechtlichen GehÃ¶r versicherte, alles zu unternehmen, um ihr Ziel, ihren Lebensunterhalt ohne die UnterstÃ¼tzung Dritter zu sichern, zu erreichen, finden sich Bewerbungen fÃ¼r Arbeitsstellen auf dem ersten Arbeitsmarkt erst ein Jahr nach der Verwarnung und damit erst ab dem Januar 2020 bis und mit MÃ¤rz 2020 und damit bis zum Entscheid des Migrationsamts Ã¼ber die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung. Der Beschwerde an das Verwaltungsgericht wurden Bewerbungen von Oktober und November 2020 beigelegt. Zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrerin ist zu wÃ¼rdigen, dass ihr Ehemann zwischenzeitlich eine (bezahlte) TeilzeiterwerbstÃ¤tigkeit als â¦ aufgenommen hat, sodass sich der Bezug der Sozialhilfe etwas reduzierte. Auch wenn dies erst auf Druck des auslÃ¤nderrechtlichen Verfahrens stattfand, hat sich dadurch die UnterstÃ¼tzungsleistung etwas verringert und ist von einer besseren Prognose auszugehen. Die bevorstehende Pensionierung des Ehegatten kann zwar die UnterstÃ¼tzungsleistung reduzieren, wobei die Vorinstanz korrekterweise auf die Anrechnung des hypothetischen Einkommens der BeschwerdefÃ¼hrerin verwies. Zudem hat der Ehegatte der BeschwerdefÃ¼hrerin die letzten 20 Jahre nicht in der Schweiz gearbeitet, weshalb von einer sehr geringen Rente auszugehen ist. Dank dem durch die Arbeitsintegrationsmassnahmen erlernten Wissen, den guten Zeugnissen und besseren Deutschkenntnissen ist nicht auszuschliessen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin eine Stelle finden kann, die ihren Lebensbedarf zu decken vermag. HierfÃ¼r sind jedoch intensivere und konstantere SuchbemÃ¼hungen vonnÃ¶ten, als die BeschwerdefÃ¼hrerin bis anhin tÃ¤tigte, weshalb sie insoweit teilweise ein Verschulden an ihrer mangelnden wirtschaftlichen Integration trifft. Damit besteht aufgrund des hohen Sozialhilfebezugs grundsÃ¤tzlich ein Ã¶ffentliches Interesse an ihrer Wegweisung. Daran Ã¤ndert nichts, dass sie der sozialhilferechtlichen Schadenminderungspflicht offenbar nachkam.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.3 </b>Das finanzielle Ã¶ffentliche Interesse vermag das private Interesse am Verbleib beim gesundheitlich angeschlagenen Ehemann derzeit jedoch nicht aufzuwiegen. Auch wenn ihr selbst eine RÃ¼ckkehr zuzumuten wÃ¤re, ist â auch gemÃ¤ss Vorinstanz â aufgrund der fehlenden finanziellen Mittel und der erforderlichen Krankheitsbehandlung nicht davon auszugehen, dass der Ehegatte, der Schweizer BÃ¼rger ist und damit Ã¼ber ein garantiertes Aufenthaltsrecht in der Schweiz verfÃ¼gt, ihr wieder in die Dominikanische Republik folgen wÃ¼rde. Eine NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung wÃ¼rde somit zur definitiven Trennung der Ehegatten nach dreiundzwanzigjÃ¤hriger Ehe fÃ¼hren und mithin zu einem erheblichen Eingriff ins geschÃ¼tzte Familienleben. Da der BeschwerdefÃ¼hrerin nur teilweise ein Verschulden an der fehlenden wirtschaftlichen Integration vorgeworfen werden kann und sich fÃ¼r sie die Prognose fÃ¼r die Aufnahme einer den Lebensunterhalt sichernden ErwerbstÃ¤tigkeit verbessert hat, <span>erweist sich die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin jedenfalls im gegenwÃ¤rtigen Zeitpunkt als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</span> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Wie dargelegt hat sich die BeschwerdefÃ¼hrerin um ihre sprachliche Integration gemÃ¤ss ihren MÃ¶glichkeiten bemÃ¼ht und es trifft sie an der mangelnden wirtschaftlichen Integration nur ein Teilverschulden. Die fehlenden konstanten SuchbemÃ¼hungen fÃ¼r eine Anstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt sind ihr jedoch anzulasten, weshalb die LoslÃ¶sung von der Sozialhilfe als in ihrem Einflussbereich liegend anzusehen ist. Aus diesen GrÃ¼nden erweist sich eine erneute Verwarnung der BeschwerdefÃ¼hrerin (Art. 96 Abs. 2 AIG) als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Seit dem 1. Januar 2021 ist gemÃ¤ss Art. 4 lit. g der Verordnung des EJPD Ã¼ber die dem Zustimmungsverfahren unterliegenden auslÃ¤nderrechtlichen Bewilligungen und Vorentscheide vom 13. August 2015 (ZV-EJPD) die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung von DrittstaatsangehÃ¶rigen bei SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit dem Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM) zur Zustimmung zu unterbreiten, wenn diese in einem Haushalt leben, der wÃ¤hrend der letzten drei Jahre vor Ablauf der Bewilligung Sozialhilfe in HÃ¶he von Fr. 50'000.- oder mehr bei einem Einpersonenhaushalt beziehungsweise Fr. 80'000.- oder mehr bei einem Mehrpersonenhaushalt bezogen hat. Die Neuregelung findet auf alle nach Inkrafttreten der Ãnderungen vor kantonalen Instanzen hÃ¤ngigen Bewilligungsverfahren Anwendung (vgl. Art. 126 Abs. 2 AIG).</p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat in den letzten drei Jahren vor dem Ablauf ihrer Aufenthaltsbewilligung rund Fr. 192'000.- von der Sozialhilfe bezogen, womit die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin dem SEM zur Zustimmung zu unterbreiten ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zur Feststellung der privaten Interessen nicht alle Faktoren ausreichend mitberÃ¼cksichtigt hat und die NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin erweist sich als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Der Entscheid der Sicherheitsdirektion vom 15. Oktober 2020 ist aufzuheben. Der Beschwerdegegner wird angewiesen, die Aufenthaltsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin unter Vorbehalt der Zustimmung des Staatssekretariats fÃ¼r Migration zu verlÃ¤ngern. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin aber gleichzeitig zu verwarnen ist, ist die Beschwerde nur teilweise gutzuheissen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung1">AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdegegner zu 2/3 und der BeschwerdefÃ¼hrerin zu 1/3 aufzulegen. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin dennoch verwarnt wird, ist ihr fÃ¼r das Rekurs- und das verwaltungsgerichtliche Verfahren nur eine reduzierte ParteientschÃ¤digung von je Fr. 1'000.- zuzusprechen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 und § 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Nach § 16 Abs. 1 VRG ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheinen, auf entsprechendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen. Sie haben nach Abs. 2 derselben Bestimmung Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren. </p> <p class="Erwgung2">Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist weiterhin sozialhilfeabhÃ¤ngig und ihre AntrÃ¤ge sind teilweise gutzuheissen, mithin sind sie nicht offensichtlich aussichtslos. Es ist ihr deshalb die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren und ihre Rechtsvertreterin als unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin zu bestellen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Unentgeltlichen RechtsbeistÃ¤nden wird der notwendige Zeitaufwand nach den StundenansÃ¤tzen des Obergerichts fÃ¼r die amtliche Verteidigung entschÃ¤digt. Dabei werden die Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses berÃ¼cksichtigt. Auslagen werden separat entschÃ¤digt (§ 9 Abs. 1 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 3. Juli 2018 [GebV VGr]). Als erforderlich ist jener Zeitaufwand zu betrachten, den auch eine nicht bedÃ¼rftige Person von ihrer Rechtsvertretung vernÃ¼nftigerweise erwartet hÃ¤tte und zu dessen Zahlung sie bereit gewesen wÃ¤re, um ihre Rechte im Verfahren zu wahren. § 3 der Verordnung Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren von 8. September 2010 (AnwGebV) sieht bei anwaltlicher Vertretung einen Stundensatz von Fr. 220.- vor, wobei bei nicht anwaltlicher Vertretung der Stundenansatz in der Regel halbiert wird (vgl. VGr, 19. Februar 2020, VB.2019.00692, E. 4.3.1).</p> <p class="Urteilstext">Die Rechtsvertreterin der BeschwerdefÃ¼hrerin macht einen Zeitaufwand von 6,20 Stunden zum Stundensatz von Fr. 220.- und Barauslagen von Fr. 23.80 geltend, was als angemessen erscheint.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Die ParteientschÃ¤digungen sind im Rekurs- und Beschwerdeverfahren an die der unentgeltlichen RechtsbeistÃ¤ndin zu leistenden EntschÃ¤digungen anzurechnen, weshalb die unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin fÃ¼r das Rekursverfahren nur noch im Mehrbetrag von Fr. 1'607.90 zu entschÃ¤digen ist. Die EntschÃ¤digung wurde bereits geleistet, weshalb die ParteientschÃ¤digung an die Staatskasse zu leisten ist. Die Nachzahlungspflicht gemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG reduziert sich entsprechend. </p> <p class="Erwgung2">FÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren ist die unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin noch im Mehrbetrag von Fr. 526.30 in Anrechnung der ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000 aus der Gerichtskasse zu entschÃ¤digen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>In Bezug auf den von der Gerichtskasse zu bezahlenden Betrag ist die BeschwerdefÃ¼hrerin gestÃ¼tzt auf § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 16 Abs. 4 VRG darauf aufmerksam zu machen, dass sie Nachzahlung leisten muss, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung wird gutgeheissen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Das Gesuch um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung wird gutgeheissen und der BeschwerdefÃ¼hrerin wird fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren in der Person von RA B eine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin bestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gutgeheissen. Die VerfÃ¼gung des Migrationsamts vom 19. MÃ¤rz 2020 und die Dispositiv-Ziffern I, II, IV, V sowie die Kostenverlegung der Dispositiv-Ziffer III des Entscheids der Sicherheitsdirektion vom 15. Oktober 2020 werden aufgehoben.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Das Migrationsamt wird angewiesen, der BeschwerdefÃ¼hrerin die Aufenthaltsbewilligung unter Vorbehalt der Zustimmung des Staatssekretariats fÃ¼r Migration zu erteilen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verwarnt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Kosten fÃ¼r das Rekursverfahren von insgesamt Fr. 1'365.- werden zu 2/3 dem Beschwerdegegner und zu 1/3 der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt. In diesem Umfang bleibt die Nachzahlungspflicht der BeschwerdefÃ¼hrerin gemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Rekursverfahren eine reduzierte ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (inklusive Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Die ParteientschÃ¤digung ist im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Staatskasse zu leisten. In diesem Umfang bleibt die Nachzahlungspflicht der BeschwerdefÃ¼hrerin gemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. RechtsanwÃ¤ltin B ist fÃ¼r das Rekursverfahren im Mehrbetrag von Fr. 1'607.90 (Mehrwertsteuer inbegriffen) aus der Staatskasse zu entschÃ¤digen. Die Nachzahlungspflicht der BeschwerdefÃ¼hrerin gemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>9. Die Gerichtskosten werden zu 2/3 dem Beschwerdegegner und zu 1/3 der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt, jedoch zufolge GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht der BeschwerdefÃ¼hrerin gemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>10. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (inklusive Mehrwertsteuer) zu bezahlen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>11. RechtsanwÃ¤ltin B ist fÃ¼r das Beschwerdeverfahren im Mehrbetrag von Fr. 526.30 (Mehrwertsteuer inbegriffen) aus der Gerichtskasse zu entschÃ¤digen. Die Nachzahlungspflicht der BeschwerdefÃ¼hrerin gemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>12. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>13. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>