Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 2. Juli 2020 (725 19 407 / 153) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Teilursächlichkeit des Unfallereignisses: Es besteht ein Defizit bei der Ermittlung des relevanten medizinischen Sachverhalts, weshalb eine abschliessende Beurteilung der streitigen Kausalitätsfrage nicht möglich ist; Rückweisung an die Vorinstanz zur weiteren Abklärung Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan- tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin i.V. Felicia Käslin Parteien A.____ , Beschwerdeführer, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advoka- tin, Advokatur Biaggi, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach, 4002 Basel gegen AXA Versicherungen AG , General Guisan -Strasse 40, Post- fach 357, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin Betreff Leistungen A. Der 1955 geborene A.____ ist seit dem 1. Februar 2 002 bei der B.____ AG in X.____ tätig und in dieser Eigenschaft bei der AXA Versicherung en AG (AXA) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Gemäss Unfallmeldung vom 21. Februa r 2019 erlitt A.____ am 25. Januar 2019 einen Unfall, als er beim Abladen von Bäumen rückwärtsfiel und sich dabei Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht seinen rechten Fuss einklemmte. Mit Unfallmeldungen vom 12. März 2019 und vom 9. Mai 2019 gab A.____ ergänzend an, beim Unfall sei eine Sehne gerissen, was erst viel spä- ter festgestellt worden sei. Nach Abklärungen der gesundh eitlichen Verhältnisse teilte die AXA dem Versicherten mit Verfügung vom 10. Juli 2019 mit, d ass kein Kausalzusammenhang zwi- schen den Beschwerden und dem Unfallereignis erkannt wo rden sei, weshalb kein Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung best ehe. Daran hielt sie mit Einsprache- entscheid vom 26. November 2019 fest. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin R affaella Biaggi, am 22. Dezem- ber 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozi alversicherungsrecht (Kantonsge- richt). Er beantragte, der Einspracheentscheid vom 26. November 2019 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm die gesetzl ichen Versicherungsleistungen auszu- richten. Eventualiter sei der rechtserhebliche medizinische Sachverhalt durch ein Gerichtsgut- achten zu klären. Subeventualiter sei die Sache zur Neube urteilung an die Beschwerdegegne- rin zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. C. In ihrer Vernehmlassung vom 10. März 2020 beantrag te die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes ü ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, de ssen Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent- scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen V ersicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Ve rsicherungsgericht desjenigen Kan- tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwer deerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor- liegend befindet sich dieser im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 b eurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Ka ntons Beschwerden gegen Ein- spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. A uf die – im Übrigen frist- und form- gerecht erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 22. Dezember 2019 ist demnach einzu- treten. 2. Strittig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschw erdegegnerin ihre Leistungspflicht für das Unfallereignis vom 25. Januar 2019 zu Recht abgelehnt hat. 2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche- rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl- len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewä hren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand- lung). 2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt unter anderem voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetret enen Schaden (Krankheit, Arbeits- unfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein n atürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sin d alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht wer den kann. Entsprechend dieser Umschrei- bung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenh angs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingung en die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetrete ne gesundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rahme n der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein- lichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zu sammenhangs genügt für die Begrün- dung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 2.3 Nach der Rechtsprechung gehören zu den im Sinne vo n Art. 6 Abs. 1 UVG massge- benden Ursachen auch Umstände, ohne deren Vorhandensei n die gesundheitliche Beeinträch- tigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende traumatische Einwir- kung wirkt also selbst dann leistungsbegründend, wenn de r betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl eingetreten wäre, der Unfall somit nur hinsicht- lich des Zeitpunkts des Schadenseintritts conditio sine qua non war. Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne im Rah- men des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eigenständ ige Bedeutung anzunehmen (Ur- teil des Bundesgerichts vom 7. Juli 2016, 8C_337/2016, E. 4.1; A NDREAS TRAUB , Natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Gesundheitsschädigung bei konkurrierender pa- thogener Einwirkung: Abgrenzung der wesentlichen Teil ursache von einer anspruchshindern- den Gelegenheits- oder Zufallsursache, in: SZS 2009 S. 479). Wenn ein alltäglicher alternativer Belastungsfaktor zu annähernd gleicher Zeit dieselbe G esundheitsschädigung hätte bewirken können, erscheint der Unfall nicht als kausal signifikan tes Ereignis, sondern als austauschbarer Anlass; es entsteht daher keine Leistungspflicht des obl igatorischen Unfallversicherers (Urteil des Bundesgerichts vom 25. März 2020, 8C_669/2019, E. 4). 2.4 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderl ichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des U nfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundhei tsschadens darstellt, wenn also Letz- terer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursac hen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er u nmittelbar vor dem Unfall bestanden Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistun gsbegründende natürliche Kausalzusam- menhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung vo n unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Di e blosse Möglichkeit nunmehr gänz- lich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genüg t nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer. D iese Beweisgrundsätze gelten so- wohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolg en und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts vom 23. September 2014, 8C_419/2014, E. 3.2 mit Hinweisen). 2.5 Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante ent fällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden (SVR 2010 UV Nr. 31 S. 1 25, Urteil des Bundesgerichts vom 21. Mai 2010, 8C_816/2009, E. 4.3 mit Hinweisen). Solange jedoch der Status quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversichere r gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen un d Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UV G fallen. Dies gilt selbst dann, wenn sich die Gesundheitsschädigung bei einer Gewichtung der konkurrierenden Ursachen zum stark überwiegenden Teil als Krankheitsfolge darstellt. Dies bedeutet unter Umständen, dass die ver- sicherte Person Anspruch auf einen operativen Eingriff mit anschliessender zweckmässiger Behandlung selbst dann hat, wenn diese im Gesamtkont ext gesehen letztlich mit überwiegen- der Wahrscheinlichkeit der (vorzeitigen) Beseitigung der vom Unfall zumindest mitverursachten Beschwerden diente, und nicht gesagt werden kann, die Operation sei auch ohne den durch den Unfall bewirkten Beschwerdeschub überwiegend wahrsch einlich im selben Zeitpunkt not- wendig geworden (Urteil des Bundesgerichts vom 24. J uni 2008, 8C_326/2008, E. 6). Art. 36 UVG setzt voraus, dass der Unfall und der Vorzust and derart zusammenwirken, dass von einer gemeinsamen Verursachung des Gesundheitsschade ns zu sprechen ist. Keine ge- meinsame Verursachung liegt vor, wenn die beiden Einw irkungen einander nicht beeinflussen- de Schäden verursacht haben, so etwa wenn der Unfall u nd der Vorzustand verschiedene Kör- perteile betreffen und sich damit die Krankheitsbilde r nicht überschneiden (BGE 126 V 116 E. 3a; BGE 121 V 326 E. 3). Mithin wird mit Art. 36 UVG das Kausalitätsprinzip teilweise durch- brochen; der Unfallversicherer hat für Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie Taggel- der und Hilflosenentschädigungen ohne Einschränkung au fzukommen (Art. 36 Abs. 1 UVG). Liegt eine gemeinsame Schadenverursachung vor, kann des halb auch keine Aufteilung der Leistungen nach Kausalitätsanteilen erfolgen (BGE 121 V 326 E. 3c). 3.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialver sicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts z u sorgen. Die Untersuchungs- pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteil ung des streitigen Anspruchs erforderlichen Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bun desgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 3.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistu ngsansprüche bedarf es verlässli- cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 23 1 E. 5.1). Das Gericht hat diese nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grun dsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismi ttel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi- alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbare n Unterlagen eine zuverlässige Beur- teilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widerspre- chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismate- rial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es a uf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hin sichtlich des Beweiswertes eines Arzt- berichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die st reitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der D arlegung der medizinischen Zusam- menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Sit uation einleuchtet und ob die Schluss- folgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 465 E. 4.4 f.). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versiche- rungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersone n oder gar wie einem Gerichtsgut- achten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Ver- sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und S chlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen v orzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts v om 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 4. Der strittigen Angelegenheit liegen im Wesentlichen die nachfolgend aufgeführten ärzt- lichen Unterlagen zu Grunde. 4.1 Im Verlaufsbericht vom 5. Februar 2019 hielt Dr. med. C.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, fest, der Versicherte habe seit ca. zwei Wochen Schmerzen auf Höhe des Sprungge- lenks und klage über leichte Beschwerden an der Knieaussen seite rechts. Dr. C.____ hielt in seiner Beurteilung fest, es seien am oberen Sprunggele nk (OSG) rechts anamnestisch Schmerzen, teils leichte Schwellung, am ehesten eine l eichte Tendinopathie und zusätzlich ein leichter Fersensporn dorsal klinisch feststellbar. Gemäss Rö ntgenbild bestehe ein Verdacht auf Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Arthrose im oberen Sprunggelenk (OSG) und es sei ein kl eines Ossikel oberhalb des Cal- caneus sichtbar. 4.2 Nach Durchführung eines MRT des OSG rechts hielt Dr. med. D.____, FMH Radiologie, in seiner Beurteilung vom 9. Februar 2019 fest, es liege eine fortgeschrittene USG-Arthrose mit knöchernem Konflikt der gelenkbildende n Abschnitte zwischen Talus und Calcaneus mit erheblichem Erguss und diffusem begleitende m Knochenmarködem talocal- canear mit möglicherweise beginnender lnsuffizienzfraktur des Calcaneus, ein Os trigonum, ein Erguss im OSG, eine fokale Tendinopathie der Peroneal sehnen submalleolär, ein kurzer Längssplit der Sehne des Musculus peroneus brevis submalleol är sowie ein kleiner Knorpel- schaden an der distalen Tibia auf Höhe der medialen Talusschulter vor. 4.3 Dr. C.____ hielt im Verlaufsbericht vom 18. Febr uar 2019 fest, der Versicherte habe sich um den 20. Januar 2019 herum den rechten Fuss bei e inem Sprung von der Lastwagen- rampe auf den Boden (ca. 1,3 Meter) ‟vertrampt”. 4.4 Mit Bericht vom 20. Februar 2019 diagnostizierte Dr . med. E.____, Fachärztin für Or- thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine aktivierte Arthrose im unteren Sprunggelenk rechts bei Status nach Kontusion im Januar 2019 sowie eine Tendinopa- thie der Peronealsehnen mit Längssplitt der Peroneus b revis. Anamnestisch hielt sie fest, der Versicherte sei mit Beschwerden am rechten Rückfuss vorste llig geworden. In den letzten Jah- ren habe er sich immer mal wieder leicht ‟vertrampt”. lm Januar 2019 sei es dann zu einem Kontusionstrauma gekommen. lm Verlauf hätte er vermeh rte Schmerzen im Bereich des Rück- fusses sowie auch retromalleolar lateral und in den late ralen Unterschenkel ausstrahlend ge- habt. Im Röntgen und im MRI zeige sich gemäss Dr. E.___ _ eine fortgeschrittene Arthrose im unteren Sprunggelenk, fraglich bei Coalitio mit deutl ichem Knochenmarksödem talocalcanear sowie Erguss und zusätzlich Tendinopathie der Peronealse hnen mit Längssplitt der Peroneus brevis Sehne. Dr. E.____ gab zudem an, dass mittelfristig eine Arthrodese des unteren Sprung- gelenks und zusätzlich eine Revision sowie gegebenenfalls eine Tenodese der Peronealsehnen vonnöten werde. Schliesslich hielt Dr. E.____ fest, der V ersicherte wolle auf der Arbeit nicht ausfallen, weshalb sie ihm – nebst einer Schiene und S chmerzmittel – Physiotherapie verordne. 4.5 Dr. med. F.____, Facharzt für Orthopädische Chirur gie und Traumatologie des Bewe- gungsapparates, diagnostizierte mit Bericht vom 12. M ärz 2019 eine traumatisierte OSG- Arthrose, differenzialdiagnostisch eine traumatisierte talocalcaneale Coalitio sowie kurze Pe- ronealsehnen-Läsion rechts nach axialem Stauchungstrauma vom 25. Januar 2019, eine Hy- pertonie sowie eine Arteriosklerose. Anamnestisch hielt er fest, der Versicherte sei am 25. Januar 2019 beim Ausweichen eines auszuladenden Bau mes (knapp eine Tonne schwer) von der Ladenfläche eines LKW (Höhe ca. 1,5m) gesprungen , wobei er direkt auf seiner rech- ten Ferse gelandet sei. In seiner Beurteilung gab Dr. F.____ an, es bestehe eine traumabedingt aktivierte Arthrose des hinteren Sprunggelenkes sowie ein e Längsläsion der Peroneus brevis- Sehne, weshalb eine zeitnahe operative Sanierung indiziert sei. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.6 Gemäss Operationsbericht vom 25. März 2019 nahm Dr. F.____ am 22. März 2019 eine USG-Schrauben-Arthrodese sowie eine Peronealsehn enrevision und eine Tuberalisierung rechts vor. 4.7 Mit Austrittsbericht vom 27. März 2019 diagnostiziert e Dr. F.____ eine posttraumati- sche OSG-Arthrose, eine kurze Peronealsehnen-Läsion recht s nach axialem Stauchungstrau- ma vom 25. Januar 2019, eine Hypertonie und eine Arteriosklerose. Dem Versicherten attestier- te er zudem eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 22. März 2019 bis zum 21. April 2019. 4.8 In seiner Stellungnahme vom 27. Juni 2019 gab de r versicherungsinterne Arzt Dr. med. G.____, FMH Chirurgie sowie Allgemeinchirurg ie und Traumatologie, an, die beklag- ten Beschwerden stünden in keinem natürlichen Kausalzusamme nhang mit dem Ereignis vom 25. Januar 2019. Es finde sich kein morphologisch fassbares, unfallkausales Korrelat bei schwerer vorbestehender USG- und OSG-Arthrose rechts. 5. Die Beschwerdegegnerin verneinte ihre Leistungspflich t einerseits mangels Anerken- nung eines Unfallereignisses, andererseits gestützt auf d ie Stellungnahme von Dr. G.____ vom 27. Juni 2019 und übernahm lediglich die Abklärungskosten (Art. 45 Abs. 1 ATSG). Zunächst ist deshalb zu prüfen, ob vorliegend von einem Unfallereignis auszugehen ist. 5.1.1 Aus den Akten geht hervor, dass die drei Unfallme ldungen vom 21. Februar 2019, vom 12. März 2019 und vom 9. Mai 2019 hinsichtlich Unfalld atum, -ort, -zeit, -hergang und erlittene Verletzung übereinstimmen, wobei in Bezug auf die zwe i letzteren festzustellen ist, dass ergän- zend ein Sehnenriss angegeben wird. Die Unfallmeldungen legen den gleichen Sachverhalt dar und stimmen inhaltlich im Wesentlichen überein. Insgesamt bestehen keine Zweifel, dass sich der gemeldete Unfall am 25. Januar 2019 ereignet hat. 5.1.2 Soweit die Beschwerdegegnerin geltend macht, es s ei fraglich, ob das als Unfall ge- meldete Ereignis tatsächlich stattgefunden hat, ist ihr somit nicht zu folgen. Zwar ist der Be- schwerdegegnerin beizupflichten, dass der Beschwerdeführer das Unfallereignis erst anlässlich der ärztlichen Konsultation vom 18. Februar 2019 gegen über seinem Arzt erwähnte. Allerdings kann die Beschwerdegegnerin daraus nicht ableiten, das Unfallereignis habe nicht stattgefun- den, zumal auch erst anlässlich der ärztlichen Konsultatio n bei Dr. F.____ vom 11. März 2019 eine volle Arbeitsunfähigkeit bestand (vgl. Unfallmeldun g vom 9. Mai 2019). Insofern erscheint nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer den Unfall erst erwähnte, als er aufgrund der Be- schwerden am rechten Fuss nicht mehr in der Lage war zu arbeiten. Im Übrigen gab die Beschwerdegegnerin gemäss einem schriftlich dokumentier ten Telefongespräch vom 17. Mai 2019 gegenüber dem Sohn des Beschwerdeführers a n, es werde nicht der Unfall, son- dern die Kausalität verneint. 5.1.3 Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist somit festzuh alten, dass vorliegend von einem Unfallereignis auszugehen ist. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.2 Als Nächstes ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht im Zu- sammenhang mit dem Unfallereignis vom 25. Januar 2019 zu Recht verneint hat. Die Be- schwerdegegnerin macht geltend, die beklagten Beschwerde n würden nicht in einem natürli- chen Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 25. Januar 2019 stehen. Vielmehr seien die Befunde degenerativer Natur, da eine schwere USG- und OSG-Arthrose vorbestanden habe. 5.2.1 Selbst wenn die beklagten Beschwerden überwiegen d auf eine Degeneration zurück- zuführen wären, müsste berücksichtigt werden, dass es für d ie Frage der Kostenpflicht bezüg- lich Heilbehandlung und Taggeld-Leistungen genügt, wenn der Unfall eine Teilursache darstellt: Art. 36 Abs. 1 UVG bestimmt in diesem Sinn, dass die P flegeleistungen und Kostenvergütun- gen sowie die Taggelder und Hilflosenentschädigungen n icht gekürzt werden, wenn die Ge- sundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalles ist . Art. 36 UVG setzt voraus, dass der Unfall und der Vorzustand derart zusammenwirken, dass von einer gemeinsamen Verursa- chung auszugehen ist. Beide Ursachen sind somit für den gl eichen Schaden kausal. Dies ist vorliegend der Fall, da einzig eine Sprunggelenkproblematik vorliegt. 5.2.2 Mit Blick auf diese Vorgaben bezüglich Teilkausalit ät reicht es zur Begründung des Wegfalls des Kausalzusammenhangs nicht aus, wenn Dr. G. ____ äusserst knapp und ohne Begründung auf das Vorliegen von unfallfremden Faktor en (schwere vorbestehende USG- und OSG-Arthrose) verweist. Dr. G.____ setzt sich in keiner We ise mit einer allfälligen (Teil-) Ursächlichkeit auseinander, sondern führt ohne jegliche Begründung aus, es würden aus- schliesslich unfallfremde Faktoren vorliegen. Zur Kernfra ge, ob der Unfall die vorbestehende Arthrose aktiviert hat, sodass die Arthrodese erforderl ich wurde, äussert er sich ebenfalls nicht. Die in den Arztberichten vom 20. Februar 2019 (vgl. E. 4.4 hiervor) und vom 12. März 2019 (vgl. E. 4.5 hiervor) diagnostizierte posttraumatische US G-Arthrose bzw. traumatisierte OSG- Arthrose und die ärztliche Wortwahl ‟Kontusionstrauma” lassen indes darauf schliessen, dass zumindest ein teilkausales Gewicht für die Beschwerden dem Unfallereignis zukommt. 5.2.3 Die Einschätzungen von Dr. G.____ als beratender Arzt der Beschwerdegegnerin sind zweifellos als versicherungsinterne ärztliche Feststellunge n zu qualifizieren. Gestützt auf die obigen Ausführungen bestehen berechtigte Zweifel an se iner Beurteilung. Einerseits, weil er von ausschliesslich unfallfremden Faktoren ausgeht, und an dererseits nicht in Betracht gezo- gen hat, dass auch schon eine Teilkausalität für die Le istungspflicht des Unfallversicherers ge- nügt. Dass kein morphologisch fassbares Korrelat festgestell t werden konnte, sagt noch nichts darüber aus, ob die Beschwerden am Sprunggelenk in eine m Zusammenhang mit dem Unfall- ereignis stehen. Damit kann auf die Beurteilung von Dr . G.____ nicht abgestellt werden. Ge- stützt auf die Unfallmeldung und die sich in den Akten befindlichen Arztberichte ist davon aus- zugehen, dass das Sprunggelenk beim Sprung von der Lad enfläche auf den Boden in Mitlei- denschaft gezogen wurde und es ist abzuklären, ob dieser S prung zu einer Verschlimmerung des Vorzustandes geführt hat. 5.2.4 Selbst wenn davon auszugehen ist, dass tatsächlich e rhebliche degenerative Verände- rungen vorliegen, die früher oder später auch ohne U nfall einen operativen Eingriff notwendig gemacht hätten, so würde dies für die Verneinung de s Kausalzusammenhangs nicht ausrei- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht chen. Denn auch wenn mit dem Unfall lediglich eine vorb estehende Arthrose aktiviert worden wäre, so müsste für die Verneinung der Leistungspflich t überwiegend wahrscheinlich festste- hen, dass die Operation auch ohne Unfall ebenfalls ber eits im März 2019 notwendig geworden wäre. 5.2.5 Gestützt auf die obigen Ausführungen ist der Nach weis, dass die USG-Schrauben- Arthrodese und die Peronealsehnenrevision vom 22. März 2019 zur gleichen Zeit notwendig geworden wäre, wenn sich der Unfall nicht ereignet hä tte, mit der Beurteilung von Dr. G.____ nicht erbracht. Er liefert keine nachvollziehbare Erklä rung für seine Einschätzung, dass die Kausalität von vornherein nicht gegeben ist. Eine Teilu rsächlichkeit des Unfallereignisses lässt sich gestützt auf seine Ausführungen jedenfalls nicht von der Hand weisen. 5.3 Zusammenfassend besteht ein Defizit bei der Ermittlu ng des relevanten medizinischen Sachverhalts. Eine abschliessende Beurteilung der streit igen Kausalitätsfrage ist daher nicht möglich. Bei dieser Sachlage hat es die Beschwerdegegn erin unterlassen, im Rahmen der ihr obliegenden Untersuchungspflicht ergänzende Abklärungen einzuholen. Der angefochtene Ein- spracheentscheid ist somit aufzuheben, und es sind weit ere medizinische Abklärungen in Be- zug auf das gesamte Beschwerdebild vorzunehmen. Gemäss b undesgerichtlicher Rechtspre- chung kann das Sozialversicherungsgericht nicht frei entscheiden, ob es eine Streitsache an die Verwaltung zurückweist. Die Beschwerdeinstanz hat vielme hr im Regelfall selbst die nötigen Abklärungen vorzunehmen, wenn sie einen im Verwaltungsve rfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürf tig hält oder wenn eine Administrativex- pertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist (BGE 137 V 263 E. 4.4.1 ff.). Da die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt abe r unvollständig abgeklärt hat und es nicht die Aufgabe des kantonalen Gerichts ist, im Ver waltungsverfahren versäumte Abklä- rungen nachzuholen, steht einer Rückweisung an die Beschw erdegegnerin unter Berücksichti- gung der zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts ni chts entgegen. Demzufolge ist die Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die Beschwerde gegnerin zurückzuweisen. Diese wird die Unfallkausalität und insbesondere auch die Teilkaus alität der beim Versicherten bestehen- den Beschwerden am rechten Sprunggelenk und die dadur ch notwendig gewordene Operation durch ein versicherungsexternes Gutachten abklären zu lasse n haben. Gestützt auf die Ergeb- nisse dieser Aktenergänzung wird sie in der Folge über den Leistungsanspruch des Versicher- ten erneut zu befinden haben. Die vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 6. Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. 6.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund- sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht einen bei ihm angefoch- tenen Einspracheentscheid auf und weist es die Angelege nheit zum weiteren Vorgehen im Sin- ne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an den Versicherungsträger zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende P artei als (vollständig) obsiegende und der Versicherungsträger als unterliegende Partei (B GE 137 V 57 E. 2.1 f., BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen; S USANNE BOLLIGER , Basler Kommentar zum ATSG, Rz. 79 zu Art. 61 ATSG). Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.2 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vo r dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vo rliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 6.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Besc hwerde führende Person An- spruch auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfa hrens entsprechend ist dem Be- schwerdeführer deshalb eine angemessene Parteientschädigu ng zuzusprechen. Dessen Rechtsvertreterin hat in ihrer Honorarnote vom 23. Mär z 2020 einen Zeitaufwand von 7,75 Stunden sowie Auslagen in der Höhe von Fr. 84.30 gelte nd gemacht. Dieser Aufwand ist nicht zu beanstanden. Dem Beschwerdeführer ist demnach für da s vorliegenden Beschwerdeverfah- ren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'17 7.50 (7,75 Stunden à Fr. 250.-- und Aus- lagen von Fr. 84.30 zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer) zu L asten der Beschwerdegegnerin zuzu- sprechen. 7.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesger icht (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtliche n Angelegenheiten an das Bundesge- richt zulässig gegen Entscheide, die das Verfahren abschli essen. Selbständig eröffnete Zwi- schenentscheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit B eschwerde in öffentlich-rechtlichen An- gelegenheiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kön- nen (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Guthei ssung der Beschwerde sofort einen En- dentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden A ufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesge- richtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versiche- rungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuver fügung nicht um einen Endent- scheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von A rt. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine materiell e Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2). 7.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es si ch somit um einen Zwischen- entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn ein e Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo- raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet d as Bundesgericht. Die nachstehen- de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte- ne Einspracheentscheid der AXA Versicherungen AG vom 26 . Novem- ber 2019 aufgehoben und die Angelegenheit zu weitere n Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Ve rfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer e ine Parteient- schädigung in der Höhe von Fr. 2'177.50 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. http://www.bl.ch/kantonsgericht