<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2016-03-11-6B_1298-2015.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_1298/2015 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 11. März 2016</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber C. Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X._________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Martin-Sigmund Rheindt, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Postfach 3439, 6002 Luzern, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Wiederherstellung der Berufungsfrist, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss des Kantonsgerichts Luzern, 2. Abteilung, vom 29. Oktober 2015. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Der Präsident zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Eine Beschwerde ans Bundesgericht ist innert 30 Tagen nach Eröffnung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen (<span class="artref">Art. 100 Abs. 1 BGG</span>). Sie hat eine eigenhändige Unterschrift zu enthalten (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). Eine per Fax erhobene Beschwerde ist nach ständiger und allgemein bekannter Rechtsprechung ungültig (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=16&amp;from_date=27.02.2016&amp;to_date=17.03.2016&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F121-II-252%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page252">BGE 121 II 252</a>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der angefochtene Entscheid wurde am 13. November 2015 eröffnet. Die Beschwerde hätte deshalb, um fristgerecht zu sein, spätestens am Montag, den 14. Dezember 2015, gültig eingereicht werden müssen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Am 14. Dezember 2015 ging eine vom Rechtsvertreter unterschriebene Beschwerde beim Bundesgericht per Fax ein. Diese Beschwerde ist ungültig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In der Folge sandte der Beschwerdeführer das von ihm persönlich unterzeichnete Exemplar der Beschwerde dem Bundesgericht. Diese Sendung gelangte indessen erst am 15. Dezember 2015 auf die Post. Sie ist verspätet. Dasselbe gilt für eine weitere nachgereichte und vom Rechtsvertreter persönlich unterzeichnete Beschwerde, die die schweizerische Post ebenfalls erst nach dem 14. Dezember 2015 erreichte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In seiner Vernehmlassung macht der Beschwerdeführer geltend, aufgrund der schlechten Erfahrungen hinsichtlich der Einhaltung von Fristen habe er sich vor Einlegung der Beschwerde ausdrücklich in Anwesenheit seines Vaters beim Bundesgericht per Telefon erkundigt, ob die Beschwerde dort auch per Telefax eingelegt werden könne. Von dem zuständigen Beamten sei ihm gesagt worden, er könne die Beschwerde fristwahrend sowohl per Einschreiben-Rückschein als auch per Telefax einreichen. Vor diesem Hintergrund treffe ihn kein Verschulden hinsichtlich einer eventuellen Fristversäumnis (act. 11). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wäre am Beschwerdeführer, diese Behauptung zu beweisen. Er vermag den Beweis indessen von vornherein nicht zu erbringen, da er den Namen des angeblich "zuständigen Beamten", mit dem er gesprochen haben will, nicht nennt oder nicht nennen kann. Angesichts seiner angeblich schlechten Erfahrungen hinsichtlich der Einhaltung von Fristen wäre es naheliegend gewesen, sich nach dem Namen des Gesprächspartners zu erkundigen. Im Übrigen erscheint es angesichts der klaren und eindeutigen Rechtslage als abwegig, dass ein zuständiger Beamter der zentralen Kanzlei oder der für den vorliegenden Fall zuständigen Kanzlei der Strafrechtlichen Abteilung eine derart falsche Rechtsauskunft erteilt hätte. Allenfalls lag ein Missverständnis vor, welches sich jedoch nicht mehr klären lässt, weil der angebliche Gesprächspartner des Beschwerdeführers nicht bekannt ist. Unter den gegebenen Umständen ist davon auszugehen, dass den Beschwerdeführer an der Fristversäumnis das alleinige Verschulden trifft. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Luzern, 2. Abteilung, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 11. März 2016 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Denys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: C. Monn </div> </div></body></html>