<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2017.00788</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Gerichtsschreiberin Meierhans</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 16. Mai 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Aurelia Jenny</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">schadenanwaelte.ch AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Alderstrasse 40, Postfach, 8034 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1976, gelernte Innendekorateurin (Urk. 9/2/7), arbeitete zuletzt vom 24. August bis 17. Dezember 2004 als Aushilfe bei der Y.___ AG, wobei der letzte effektive Arbeitstag am 27. Oktober 2004 war (vgl. Urk. 9/12 S. 1 Ziff. 1, Ziff. 4-5). Am 21. April 2005 meldete sie sich unter Hinweis auf eine Multiple Sklerose bei der Invalidenversicherung zum Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezug an (vgl. Urk. 9/3 S. 6 Ziff. 7.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische sowie erwerbliche Situation ab und ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neinte daraufhin einen Anspruch auf berufliche Massnahmen (vgl. Mitteilung vom 21. Dezember 2005, Urk. 9/27). Nach weiteren Abklärungen sprach sie der Versicherten mit Verfügung vom 15. März 2007 (Urk. 9/48; Urk. 9/51) bei einem Invaliditätsgrad von 51 % eine halbe Invalidenrente mit Wirkung ab dem 1. Ok</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tober 2005 zu.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im April 2007 informierte die Versicherte die IV-Stelle über einen verschlechter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Gesundheitszustand (vgl. Urk. 9/52), woraufhin diese die medizinische Situa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion abklärte. Mit Verfügung vom 4. September 2007 (Urk. 9/64) wies sie das Rentenerhöhungsgesuch ab.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund des im Dezember 2008 gestellten Gesuchs um berufliche Massnahmen (Urk. 9/72) erteilte die IV-Stelle der Versicherten allerdings Kostengutsprache für ein Arbeitstraining (vgl. Mitteilungen vom 20. Juli und 9. November 2009; Urk. 9/78, Urk. 9/91), welches im Februar 2010 erfolgreich abgeschlossen wurde (vgl. Urk. 9/98). Ausserdem erteilte sie der Versicherten Kostengutsprache für eine Umschulung zur Fachfrau Betreuung EFZ (vgl. Mitteilungen vom 29. April 2013 und 23. Oktober 2014; Urk. 9/116, Urk. 9/131). Nach erfolgreicher Umschulung wurden die beruflichen Massnahmen abgeschlossen (vgl. Mitteilung vom 28. Juli 2015, Urk. 9/136).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Mitteilung vom 8. Dezember 2015 (Urk. 9/146) wurde der Anspruch auf die bisherige Invalidenrente bestätigt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen des im Jahr 2017 eingeleiteten Revisionsverfahrens erklärte die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte unter anderem, dass sie ihr Arbeitspensum von 40 % auf 56 % erhöht habe (vgl. Urk. 9/152/1-3 S. 3 Ziff. 4.2; Urk. 9/152/7). Die IV-Stelle tätigte daraufhin weitere Abklärungen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 9/156; Urk. 9/160) hob die IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle die bisherige halbe Invalidenrente mit Verfügung vom 12. Juni 2017 (Urk. 9/164 = Urk. 2) auf.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 14. Juli 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 12. Juni 2017 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr über den 31. Juli 2017 hinaus eine halbe Invalidenrente auszurichten. Eventuell sei ihr ab diesem Zeitpunkt eine Viertelsrente auszurichten. Subeventuell sei die Sache zur Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisen. In prozessualer Hinsicht beantragte sie die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 11. September 2017 (Urk. 8) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 19. September 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX100"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">former Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span id="XX072"></span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Invalidenversicherung, IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX077"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihr zumutbare Tätigkeit bei aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Invalideneinkommen), in Bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ielen könnte, wenn sie nicht in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eiden hypo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">thetischen Erwerbsein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX171"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).</span></p><p><span> </span><span>Ist</span><span> mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das Valideneinkommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE</span><span> </span><span>139 V 28 </span><span>E. 3.3.2; BGE 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bundesgerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2).</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span id="XX088"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der Festsetzung des Valideneinkommens ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch ein beruflicher Aufstieg im Gesundheitsfall zu berücksich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen, den eine versicherte Person normalerweise vollzogen hätte; dazu ist aller</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dings erforderlich, dass konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert worden wären. Die Absicht, beruflich weiterzukommen, muss durch konkrete Schritte wie Kursbesuche, Ablegung von Prüfungen usw. kundgetan worden sein. Die theoretisch vorhandenen beruflichen Entwicklungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten sind nur dann zu berücksichtigen, wenn sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eingetreten wären (BGE 96 V 29; AHI 1998 S. 166 E. 5a, I 287/95; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 97 E. 3b, U 110/92; Urteil des Bundesgerichts 9C_787/2010 vom 24. November 2010 E. 4.2 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="XX081"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b/aa).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span id="XX085"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">LSE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> herangezogen werden (BGE 139 V 592 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 143 V 295 E. 4.1.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">143 V 295 E. 4.2.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">142 V 178 E. 2.5.8.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 133 V 545 E. 7.1). Der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beizug der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Lohnstatistik erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenhei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten des Einzelfalles nicht möglich ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen auf die Rechtsprechung).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kann eine rentenberechtigte Person neu ein Erwerbseinkommen erzielen oder ein bestehendes Erwerbseinkommen erhöhen, so wird die Rente gemäss Art. 31 Abs. 1 IVG nur dann im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG revidiert, wenn die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kommensverbesserung jährlich mehr als Fr. 1'500.-- beträgt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die Renteneinstellung damit, dass die Beschwerdeführerin ihr Pensum per 1. Februar 2017 auf 56 % erhöht habe. Das Invalideneinkommen sei gestützt auf die Angaben des Arbeitgebers zu ermitteln. Das Valideneinkommen sei nun gestützt auf den Zentralwert für Hilfsarbeiten zu ermitteln. Die Beschwerdeführerin habe die gelernte Arbeit aufgrund verschiede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ner familiärer Probleme aufgeben und danach eine Stelle als Baumonteurin angenommen. Diese Stelle habe sie aufgegeben, um sich beruflich neu zu orien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tieren. Es sei nicht nachgewiesen, dass sie eine Matura begonnen und aufgrund ihrer Erkrankung abgebrochen habe. Die Stellenwechsel wären auch bei guter Gesundheit erfolgt. Somit ergebe sich ein nicht mehr rentenbegründender Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liditätsgrad von 32 % (vgl. Urk. 2 S. 1 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (Urk. 1), das ermittelte Invalideneinkommen sei unbestritten. Strittig sei einzig, von welchem Valideneinkommen auszugehen sei (S. 6 Ziff. 14). Sie habe die Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme eines Psychologiestudiums geplant und daher auch die Aufnahmeprüfung zur Erwachsenenmatur erfolgreich abgelegt. Eine Weiterverfolgung dieses beruf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Ziels sei aufgrund der beginnenden Krankheit nicht mehr möglich gewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen. Das Valideneinkommen sei daher gestützt auf die LSE 2014, TA1, Ziff. 86</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">88, Kompetenzniveau 3 zu bestimmen. Dies ergebe einen Invaliditätsgrad von 54 %, womit ihr weiterhin eine halbe Invalidenrente zustehe (S. 8 f. Ziff. 19-20). Falls nicht von einer solchen beruflichen Entwicklung ausgegangen werde, so sei das Valideneinkommen gestützt auf die vormalige berufliche Tätigkeit als Bau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gruppenmonteurin zu bestimmen, womit sie Anspruch auf eine Viertelsrente habe (S. 9 ff. Ziff. 21-23). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die bisherige halbe Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denrente der Beschwerdeführerin zu Recht eingestellt hat. Dabei umstritten ist einzig die Höhe des hypothetischen Valideneinkommens.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anhand der vorhandenen Akten ist ausgewiesen und unbestritten, dass sich die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin unverändert darstellt und sie aus medizinischer Sicht aufgrund der Multiplen Sklerose in einer angepassten Tätigkeit zu 50 % arbeitsunfähig ist (vgl. Urk. 9/48 S. 1; Urk. 9/64 S. 1 f.; Urk. 9/142 S. 3; Urk. 9/154 S. 1 Ziff. 1.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung zur Fachfrau Betreuung EFZ (Urk. 9/133) ist die Beschwerdeführerin nun seit dem 1. April 2016 als Fachperson Kinderbetreuung beim Verein Z.___ tätig, wobei sie zunächst in einem Pensum von 40 % angestellt war. Per 1. Februar 2017 erfolgte eine Erhöhung des Arbeitspensums auf 56 % (vgl. Urk. 9/150; Urk. 9/152/7). Das Invalideneinkommen ist daher unbestritte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">massen anhand des tatsächlich erzielten Verdienstes in der Höhe von Fr. 2'828.-- pro Monat zu bemessen, sind doch besonders stabile Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verhältnisse gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben und schöpft die Beschwerdeführerin damit die ihr ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bleibende Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit in zumutbarer Weise voll aus (vorstehend E. 1.4). Der Beschwerdeführerin stehen gemäss Arbeitsvertrag 13 Monatsgehälter zu, womit sich ein Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einkommen von Fr. 36'764.-- (Fr. 2'828.-- x 13) ergibt (vgl. Urk. 9/150 S. 2; Urk. 9/152/7). Dieser Verdienst übersteigt das der ursprünglichen Invaliditätsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">messung zu Grunde gelegte hypothetische Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einkommen von Fr. 20'779.50 pro Jahr (vgl. Urk. 9/32 S. 5) in massgeblicher Weise (vorstehend E. 1.5). Mit dieser wesentlichen Änderung der tatsächlichen Verhältnisse liegt ein erwerblicher Revisionsgrund vor, der zur umfassenden Prüfung des Rentenan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruchs in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht führt (BGE 141 V 9 E. 2.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zwischen den Parteien umstritten ist einzig die Höhe des hypothetischen Vali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deneinkommens. Hinsichtlich der Berufsanamnese der Beschwerdeführerin ist aktenkundig, dass sie im Jahr 1998 die Ausbildung zur Innendekorateurin erfolg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reich abschloss, jedoch nie in dieser Branche tätig war, da ihr der Beruf nicht gefallen habe (vgl. Urk. 9/2/5; Urk. 9/2/7; Urk. 9/23 S. 1 ff.). Nach zwei kurzen Temporäreinsätzen bei der A.___ AG war sie ab September 1999 während vier Jahren bei der B.___ ag als Baugruppenmonteurin tätig. Diese Anstellung kündigte sie per Ende Juli 2003 aufgrund des Bedürfnisses nach einer neuen Herausforderung (vgl. Urk. 9/2/1-4; Urk. 9/9 S. 1 Ziff. 1-6). Am 13. Okto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2003 meldete sich die Beschwerdeführerin als arbeitslos und bezog von Oktober 2003 bis November 2004 Taggelder (Urk. 9/10). Im Hinblick auf die geplante Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt erfolgte im Frühjahr 2004 eine Standortbestimmung. Dabei habe sich an erster Stelle eine Arbeit im sozialen Bereich herauskristallisiert. Als Berufswunsch ergab sich eine Ausbildung oder ein Studium im psychologischen/therapeutischen Bereich. Hierfür sei als Vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reitung ein einjähriges Grundstudium an der C.___ erforderlich (vgl. Urk. 3/3 S. 2). Sodann war die Beschwerdeführerin während der Zeit des Taggeldbezuges der Arbeitslosenversicherung vom 24. August bis 17. Dezember 2004 als Aushilfe bei der Y.___ AG angestellt, wobei der letzte effektive Arbeitstag am 27. Oktober 2004 war (vgl. Urk. 9/12 S. 1 Ziff. 1-5). Den Akten ist schliesslich zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin die Aufnahmeprüfung für die D.___ bestanden habe, diese gesundheitsbedingt allerdings nach einer Woche habe abbrechen müssen. Das Ziel sei gewesen, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sie danach wahrscheinlich Psychologie studiere (vgl. Urk. 9/11 S. 4; Urk. 9/14/5-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 S. 2; Urk. 9/23 S. 1; Urk. 9/28 S. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der ursprünglichen Rentenzusprache stützte sich die Beschwerdegegnerin bei der Bestimmung des hypothetischen Valideneinkommens auf den bei der Y.___ AG erzielten Verdienst (vgl. Urk. 9/22; Urk. 9/32 S. 5). Da es sich hierbei allerdings um eine befristete Aushilfstätigkeit während dem Bezug von Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">losentaggeldern gehandelt hat, kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall weiterhin einer solchen Hilfstätigkeit nachgegangen wäre. Die Aufgabe der Tätigkeit bei der B.___ ag als Bau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gruppenmonteurin erfolgte vielmehr im Hinblick auf eine neue berufliche Her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ausforderung, wobei es nicht überwiegend wahrscheinlich erscheint, dass dies</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e Neuorientierung in einer schlechter bezahlten Hilfstätigkeit gesehen wurde. Daher kann der Beschwerdegegnerin auch beim aktuellen Einkommensvergleich (vgl. Urk. 9/155) nicht gefolgt werden, wenn sie das hypothetische Validen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einkommen nun anhand des standardisierten Durchschnittslohnes für Frauen in einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Natur in sämtlichen Wirtschafts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zweigen des privaten Sektors des Kompetenzniveaus 1 bestimmte, zumal die Beschwerdeführerin insbesondere auch über eine abgeschlossene Berufslehre ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fügt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Noch bevor bei der Beschwerdeführerin Ende des Jahres 2004 eine Multiple Skle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rose diagnostiziert wurde, äusserte diese den Wunsch, eine soziale Tätigkeit aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zuüben und hierfür eine Ausbildung oder ein Studium im psycholo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen/therapeutischen Bereich zu absolvieren. Zur Verfolgung dieses Ziels bestand sie auch die Aufnahmeprüfung für die D.___, welche sie jedoch gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsbedingt abbrechen musste (vorstehend E. 3.3). Es liegen demnach konkrete Anhaltspunkte vor, dass die Beschwerdeführerin eine soziale Tätigkeit anstrebte und hierfür die notwendige Ausbildung absolvieren wollte, weshalb es sich recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fertigt, dass hypothetische Valideneinkommen anhand des standardisierten Monatslohn im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen zu bestimmen (vgl. LSE 2014, TA1_tirage_skill_level, Ziff. 86-88). Dass sie konkret einen Hochschulab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schluss in Psychologie geplant hat, ist anhand der spärlich vorhandenen Hinwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen zwar möglich, allerdings nicht überwiegend wahrscheinlich. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 1 S. 9 Ziff. 20) ist daher nicht das Kompetenzniveau 3, sondern das Kompetenzniveau 2 beizuziehen. Dies ergibt angepasst an die durchschnittliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden und der Nomi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nallohnentwicklung der Jahre 2014 (Index: 2'673) bis 2016 (Index: 2'709) ein hypothetisches Valideneinkommen von rund Fr. 65'522.-- im Jahr 2016 (Fr. 5'168.--: 40 x 41.7 x 12 : 2'673 x 2'709).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wird das Valideneinkommen von Fr. 65'522.-- dem Invalideneinkommen von Fr. 36'764.-- gegenübergestellt, resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 28'758.-- und somit ein Invaliditätsgrad von gerundet 44 %. Damit steht der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin eine Viertelsrente der Invalidenversicherung zu (vorstehend E. 1.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung dahin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehend abzuändern, dass die bisherige halbe Invalidenrente auf eine Viertelsrente herabzusetzen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Da die Beschwerdeführerin bezüglich des Rentenanspruchs an sich obsiegt (vgl. nachstehend E. 4.2), sind die Kosten vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts rechtfertigt der Umstand allein, dass einem Beschwerdeführer in einem Beschwerdeverfahren eine geringere Teilrente als beantragt zugesprochen wird, noch keine Reduktion der Parteientschädigung, jedenfalls soweit der Aufwand nicht vom beantragten Umfang der Rente beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">flusst wird (Urteil des Bundesgerichts 9C_466/2007 vom 25. Januar 2008 E. 5). Entsprechend ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin eine volle Prozessentschädigung zu bezahlen. Diese ist gemäss Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsgericht (GSVGer) – ohne Rücksicht auf den Streitwert – nach der Bedeutung der Streit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens zu bemessen. Unter Berücksichtigung dieser Bemessungskriterien und beim für Rechtsanwälte gerichtsüblichen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich MWSt) ist die Prozess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entschädigung vorliegend auf Fr. 2'300.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) festzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit erweist sich das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsvertretung (vgl. Urk. 1 S. 2) als gegenstandslos.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 12. Juni 2017 dahinge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">hend abgeändert, dass die bisherige halbe Invalidenrente auf eine Viertelsrente herab</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gesetzt wird.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 2’300</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Aurelia Jenny</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span></p><p></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannMeierhans</p><p></p></div> </div></body></html>