<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">BV.2011.00049</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">III. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichterin Heine, Vorsitzende</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Annaheim</font> </p><p><font size="4">Ersatzrichter Peter</font> </p><p><font size="4">Gerichtsschreiber Stocker</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 25. Oktober 2011</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">Helvetia Sammelstiftung für Personalvorsorge</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">c/o Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">St. Alban-Anlage 26, Postfach 3855, 4002 Basel</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Klägerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">X.___ GmbH</font><br/> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Nach Einsicht in</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Eingabe vom 27. Juni 2011 (Urk. 1), mit der die Helvetia Sammelstiftung für Personalvorsorge Klage gegen die X.___ GmbH erhob mit folgendem Rechtsbegehren:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1. Die Beklagte habe der Klägerin eine Kapitalforderung von CHF 54'155.60, den Zins vom 01.01.2010 bis 14.12.2010 von CHF 3'117.35 plus Zins zu 5.00% seit 15.12.2010 auf der Kapitalforderung, zuzüglich die Kosten des Zahlungsbefehls und eine Umtriebsentschädigung von CHF 500.-- zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2. Im Betreibungsverfahren (Betreibungs-Nr. 24932) des Betreibungsamtes Y.___ sei im Umfang der zugesprochenen Forderung (mit Ausnahme der Kosten des Zahlungsbefehls, welche gemäss Art. 68 Abs. 2 SchKG von den Zahlungen des Schuldners vorab in Abzug gebracht werden können) der Rechtsvorschlag zu beseitigen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Beklagten.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> sowie die übrigen Verfahrensakten (insbes. Urk. 2/1-8);</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> unter dem Hinweis darauf, dass die Beklagte binnen der ihr mit Verfügung vom 29. Juni 2011 (Urk. 3) angesetzten und auf ihr entsprechendes Gesuch vom 30. August 2011 (Urk. 5) hin erstreckten Frist keine Klageantwort erstattet hat, so dass androhungsgemäss Verzicht darauf anzunehmen ist;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> in Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">gemäss Art. 66 Abs. 2 Satz 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) der Arbeitgeber der Vorsorgeeinrichtung die gesamten Beiträge schuldet,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die Vorsorgeeinrichtung für nicht rechtzeitig bezahlte Beiträge Verzugszinsen verlangen kann (Art. 66 Abs. 2 Satz 2 BVG),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Klägerin zur Begründung der Klage im Wesentlichen ausführte, die Beklagte habe sich ihr mit Anschlussvertrag vom 6./19. November 2001 (Urk. 2/2.1; vgl. auch Urk. 2/2.2) rückwirkend per 1. März 2001 zur Durchführung der beruflichen Vorsorge angeschlossen, wobei dieses Vertragsverhältnis per 31. Mai 2011 durch die Klägerin gekündigt worden sei (Urk. 2/3), und weiter darlegte, dass ihr die Beklagte für diese Zeit Beiträge (inklusive Nebenkosten) in der Höhe von Fr. 54'155.60 nebst einer Zinsforderung von Fr. 3'117.35 (für die Zeit vom 1. Januar bis 14. Dezember 2010) sowie Zins zu 5 % auf Fr. 54'155.60 seit 15. Dezember 2010, eine Umtriebsentschädigung von Fr. 500.-- sowie den Ersatz der Zahlungsbefehlskosten schulde,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die im vorliegenden Verfahren säumige Beklagte - soweit ersichtlich und abgesehen vom ohne Begründung erhobenen Rechtsvorschlag (vgl. Urk. 2/8) - auch vor- beziehungsweise ausserprozessual niemals Bestand und/oder Höhe der eingeklagten Forderung in Zweifel gezogen hat,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die eingeklagte Beitragsforderung (inklusive Nebenkosten) vielmehr durch die Akten ausgewiesen ist, wobei insbesondere auf die Beitragsrechnungen (Urk. 2/4/1-22), den Kontoauszug vom 19. Mai 2011 (Urk. 2/6) und den Zahlungsbefehl vom 16. Dezember 2010 (Urk. 2/8) hinzuweisen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> namentlich keine Anzeichen für falsche Berechnungen oder dergleichen bestehen, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> sich die Höhe der geforderten Zinsen aus Ziffer 5.4 des Anschlussvertrags (Urk. 2/2.1-2.2) und dem Kontoauszug vom 19. Mai 2011 2009 (Urk. 2/6) ergeben (vgl. dazu auch Urk. 1 S. 3 Ziffer 3),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die von der Klägerin geforderte Umtriebsentschädigung von Fr. 500.-- in Ziffer 2.1 des Kostenreglements (Anhang zum Anschlussvertrag [Urk. 2/2.1-2.2]) ihre Stütze findet,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die gemäss klägerischem Rechtsbegehren Ziffer 1 ebenfalls eingeklagten Betreibungskosten nicht im vorliegenden Verfahren zugesprochen werden dürfen (vgl. Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts B 61/00 vom 26. September 2001), weil der Gläubiger - wie in Ziffer 2 des Rechtsbegehrens korrekt dargelegt - von Gesetzes wegen berechtigt ist, diese Kosten von den Zahlungen des Schuldners vorab zu erheben (Art. 68 Abs. 2 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">demzufolge die Klage teilweise gutzuheissen und die Beklagte zu verpflichten ist, der Klägerin Fr. 54'155.60 und Fr. 3'117.35 (Zinsen vom 1. Januar bis 14. Dezember 2010) nebst Zins zu 5 % auf Fr. 54'155.60 seit dem 15. Dezember 2010 sowie eine Umtriebsentschädigung von Fr. 500.-- zu bezahlen,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> im Weiteren der in der Betreibung Nr. 24932 des Betreibungsamtes Y.___ erhobene Rechtsvorschlag (Zahlungsbefehl vom 16. Dezember 2010 [Urk. 2/8]) aufzuheben ist;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> in weiterer Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">das unbegründete Erheben eines Rechtsvorschlages gegen offensichtlich zu Recht in Betreibung gesetzte Beitragsforderungen verbunden mit der Säumigkeit im nachfolgenden Prozess nach der ständigen Praxis des hiesigen Gerichts als mutwilliges Verhalten im Sinne von § 33 Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) zu qualifizieren ist, weshalb der Beklagten die Kosten des vorliegenden Prozesses zu auferlegen sind,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">nach § 34 Abs. 2 GSVGer Versicherungsträger in der Regel keinen Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten haben, vorliegend jedoch das Verhalten der Beklagten als mutwillig zu qualifizieren ist, weshalb sie in Anwendung von § 34 Abs. 1 GSVGer zu verpflichten ist, der Klägerin eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5"> </font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. In teilweiser Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, der Klägerin Fr. 54'155.60 und Fr. 3'117.35 (Zinsen vom 1. Januar bis 14. Dezember 2010) nebst Zins zu 5 % auf Fr. 54'155.60 seit dem 15. Dezember 2010 sowie eine Umtriebsentschädigung von Fr. 500.-- zu bezahlen, und es wird der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 24932 des Betreibungsamtes Y.___ (Zahlungsbefehl vom 16. Dezember 2010) aufgehoben.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Spruchgebühr: Fr. 2000.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Schreibgebühren: Fr. 380.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Zustellungsgebühren: Fr. 100.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Total: Fr. 2'480.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">werden der Beklagten auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Prozessentschädigung von Fr. 500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Helvetia Sammelstiftung für Personalvorsorge</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- X.___ GmbH</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p></div></body></html>