<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00005</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107253&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00005</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.05.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bei Flachdachhäusern dürfen zulässige Dachaufbauten grundsätzlich auf der Fassadenflucht stehen, weil sich dadurch der für die Berechnung der Gebäudehöhe massgebende obere Messpunkt, d.h. die Schnittlinie Fassade/Dachfläche, nicht verschiebt. Das gilt jedenfalls so lange, als das Dachgeschoss noch als solches erkennbar ist und das Gebäude nicht als übergeschossig in Erscheinung tritt. Streitgegenstand (E. 1). Massgebliche Gebäudehöhe, zulässige Dachaufbauten (E. 2). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ATTIKAGESCHOSS">ATTIKAGESCHOSS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DACHAUFBAUTE">DACHAUFBAUTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DACHGESCHOSS">DACHGESCHOSS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHEINUNGSBILD">ERSCHEINUNGSBILD</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FLACHDACH">FLACHDACH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃUDEHÃHE">GEBÃUDEHÃHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: GESTALTUNG UND EINORDNUNG">GESTALTUNG UND EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERGESCHOSSIGKEIT">ÃBERGESCHOSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: WEITERE BAUVORSCHRIFTEN (NUTZUNGSDICHTE, ABSTÃNDE ETC.)">WEITERE BAUVORSCHRIFTEN (NUTZUNGSDICHTE, ABSTÃNDE ETC.)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 275 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 280 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 292 lit. b PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. Die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich erteilte am 26. Oktober 1999 der C AG die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die Erstellung eines Mehrfamilienhauses mit zwÃ¶lf Woh­nungen und einer Unterniveaugarage auf den GrundstÃ¼cken Kat.Nrn. 01, 02 und 03 in <br/> ZÃ¼rich. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Die hiergegen gerichteten Rekurse von A1 und A2 sowie weiterer Nachbarn hiess die Baurekurskommission I am 23. MÃ¤rz 2001 teilweise gut. Die Kom­mission lud die Bausektion ein, die Baubewilligung mit Nebenbestimmungen zu er­gÃ¤nzen, so dass die Dachaufbauten zusammen nicht breiter als ein Drittel der betreffenden Fassa­den­lÃ¤nge von 38,04 m, also nicht mehr als 12,68 m seien. Im Ãbrigen bestÃ¤tigte die Rekurs­kommission den angefochtenen Beschluss im Ã¼berprÃ¼ften Umfang. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>C. Mit Entscheid vom 12. September 2001 (VB.2001.00143) hiess das Verwaltungs­­­gericht die Beschwerde von A1 und A2 teilweise gut. Das Gericht lud die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich ein, ihren Beschluss vom 26. Oktober 1999 mit einer Nebenbestimmung zu versehen, die sicherstelle, dass die GebÃ¤udehÃ¶he von 8,5 m bei den sÃ¼dÃ¶stlichen und sÃ¼dwestlichen GebÃ¤udeecken eingehalten werde; im Ãbrigen wurde die Beschwerde abgewiesen. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Beschluss vom 16. April 2002 erteilte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich der C AG die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r verschiedene ProjektÃ¤nderungen am geplan­ten Mehrfamilienhaus in ZÃ¼rich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hiergegen erhoben A1 und A2 Rekurs an die Baurekurskommission I und beantragten die Aufhebung des Beschlusses. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Die Baurekurskommission I wies am 15.</span> November 2002 den Rekurs von A1 und A2 ab und bestÃ¤tigte den Beschluss der Bausektion der Stadt ZÃ¼rich vom 16. April 2002 im beurteilten Umfang. Die Rekurskommission kam zum Schluss, dass die sÃ¼dÃ¶stlichen und die sÃ¼dwestlichen GebÃ¤udeecken als zulÃ¤ssige Dachaufbauten qua­lifizierbar seien, so dass an diesen Stellen auch die GebÃ¤udehÃ¶he ein­gehalten sei. <br/> <br/> </p> <p class="Einzug1"><span>IV. Mit Beschwerde vom 10. Januar 2003 liessen A1 und A2 dem Verwaltungsgericht beantragen, den Rekursentscheid sowie den Beschluss der Bausektion der Stadt ZÃ¼rich vom 16. April 2002 betreffend Baubewilligung fÃ¼r AbÃ¤nderungsplÃ¤ne hin­sichtlich der sÃ¼dwestlichen und sÃ¼dÃ¶stlichen GebÃ¤udeecken aufzuheben, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerinnen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission I sowie die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich beantragten Ab­weisung der Beschwerde. Die private Beschwerdegegnerin stellte den nÃ¤mlichen Antrag und verlangte zudem die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden â soweit rechtserheblich â in den nachfolgen­den ErwÃ¤gungen wiedergegeben. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Streitig ist wie schon im Verfahren VB.2001.00143 die GebÃ¤udehÃ¶he in den sÃ¼d­Ã¶stlichen und sÃ¼dwestlichen Eckbereichen des geplanten Mehrfamilienhauses. Zu dieser Rechtsfrage hat das Verwaltungsgericht in seinem Beschwerdeentscheid vom 12. Sep­tem­­ber 2001 (RB 2001 Nr. 74 = BEZ 2001 Nr. 50) Folgendes festgehalten: </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>"3. b) aa) ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das streitige Mehrfamilienhaus ist sÃ¼dseits als Flachdachbaute mit Attikageschoss ausgebildet. An der SÃ¼dfassade (Traufseite) liegt die fÃ¼r die GebÃ¤udehÃ¶he massgebliche Schnittlinie Fassade/DachflÃ¤che grundsÃ¤tzlich auf Kote 627,10 und hÃ¤lt damit gegenÃ¼ber dem gewachsenen Terrain die zulÃ¤ssige GebÃ¤udehÃ¶he von 8,40 m ein. Im Bereich der sÃ¼d­westlichen und sÃ¼dÃ¶stlichen GebÃ¤udeecken ist das projektierte GebÃ¤ude sowohl gegen­Ã¼ber der SÃ¼dfassade als auch gegenÃ¼ber der Ost- bzw. Westfassade mehrfach gestaffelt. Der RÃ¼ck­sprung gegenÃ¼ber der SÃ¼dfassade betrÃ¤gt 2,64 m bzw. 2,88 m, jener gegenÃ¼ber der West- und Ostfassade (Giebelfassaden) 1,08 m bzw. 1,92 m. Entscheidend ist ... allein der RÃ¼cksprung gegenÃ¼ber der fÃ¼r die GebÃ¤udehÃ¶he massgeblichen SÃ¼dfassade. Da die Tiefe dieser beiden RÃ¼cksprÃ¼nge je mehr als 1,5 m betrÃ¤gt, ist die dadurch bewirkte Mehr­hÃ¶he entsprechend § 280 Abs. 1 PBG [Planungs- und Baugesetz vom 7. September 1975] zu be­achten. </span>Die Schnittlinie Fassade/DachflÃ¤che liegt an der SÃ¼dwestecke auf Kote 629,87, an der SÃ¼dostecke des zweiten RÃ¼cksprunges auf Kote 628,87. Die GebÃ¤udehÃ¶he betrÃ¤gt im Bereich dieser beiden GebÃ¤udeecken mehr als 10 m und Ã¼berschreitet damit die zulÃ¤ssige GebÃ¤udehÃ¶he von 8,4 m deutlich. Dabei ist nach dem Gesagten unmassgeblich, dass diese GebÃ¤udeteile auch seitlich, d.h. gegenÃ¼ber den Giebelseiten (West- und Ostfassaden) ebenfalls gestaffelt sind und zwar mit 1,08 m um weniger als 1,5 m. <br/> <br/> </p> <p class="Einzug1">bb) Die Ãberschreitung der GebÃ¤udehÃ¶he im sÃ¼dwestlichen und sÃ¼dÃ¶stlichen Eckbereich des streitigen Mehrfamilienhauses fÃ¼hrt indessen nicht zur beantragten Auf­hebung der Baubewilligung. In Disp. II a Abs. 2 des angefochtenen Rekursentscheides vom 23. MÃ¤rz 2001 hat die Baurekurskommission die Bausektion eingeladen, den Beschluss mit geeigneten Nebenbestimmungen zu versehen, die u.a. sicherstellen, dass die Dachaufbauten zusammen nicht breiter als 1/3 der betreffenden Fassade sind, bei einer FassadenlÃ¤nge von 38,04 m also nicht mehr als 12,68 m ausmachen (§ 292 PBG). Die C AG weist zu Recht darauf hin, dass es allenfalls mÃ¶glich wÃ¤re, jene Fassaden­bereiche als zulÃ¤ssige, die Profillinie durchstossende Dachaufbaute im Sinn von § 292 PBG anrechnen zu lassen oder das Dachgeschoss zu verkÃ¼rzen. Es rechtfertigt sich daher, die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich einzuladen, ihren Beschluss vom 26. Oktober 1999 mit einer geeigneten Nebenbestimmung zu versehen, welche sicherstellt, dass die GebÃ¤ude­hÃ¶he von 8,5 m eingehalten wird."</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) In den von der privaten Beschwerdegegnerin vorgelegten und mit dem ange­foch­tenen Beschluss der Bausektion vom 16. April 2002 bewilligten AbÃ¤nderungsplÃ¤nen wurden die betreffenden GebÃ¤udeecken baulich unverÃ¤ndert belassen. GemÃ¤ss BauplÃ¤nen werden im Dachgeschoss die beiden 1,08 m breiten und 2,88 m tiefen RÃ¼cksprÃ¼nge "als Lukar­ne gemessen". Sodann wurde auf die als Dachaufbauten qualifizierten Terrassen­Ã¼ber­de­ckungen vor den Bereichen "Essen" verzichtet. Die Baurekurskommission erachtete diese Ãnderung als baubewilligungsfÃ¤hig, da vorliegend Dachaufbauten bei einer mass­gebenden </span></p> <p class="Einzug1"><span>FassadenlÃ¤nge von 38,04 m 12,68 m breit sein dÃ¼rften. Nach den AbÃ¤nderungs­plÃ¤nen wÃ¼rden auf die erwÃ¤hnte TerrassenÃ¼berdachung verzichtet und die den Essensbereich abschlies­senden Aussenfassaden so weit zurÃ¼ckgenommen, dass die durch Fassade und Dachkonstruk­tion gebildeten Aussenkanten unter der hypothetischen DachflÃ¤che lÃ¤gen. Neu sei vor den Bereichen "KÃ¼che, Waschen" eine SitzplatzÃ¼berdachung vorgesehen, wel­che in einer Breite von 10 m als Dachaufbaute gelte. WÃ¼rden die beiden GebÃ¤udeecken von je 1,08 m hin­zugerechnet, so liege die Summe der anrechenbaren Dachaufbauten mit einer Breite von 12,16 m deutlich unter dem zulÃ¤ssigen Mass von 12,68 m. Damit seien aber die sÃ¼dÃ¶stliche und die sÃ¼dwestliche GebÃ¤udeecke als zulÃ¤ssige Dachaufbaute qualifi­zierbar und an diesen Stel­len auch die GebÃ¤udehÃ¶he eingehalten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden vertreten demgegenÃ¼ber die Rechtsauffassung, die beiden sÃ¼dÃ¶st­lichen und sÃ¼dwestlichen GebÃ¤udeecken seien nicht als Dachaufbauten qualifizier­bar und Ã¼berschritten demgemÃ¤ss die GebÃ¤udehÃ¶he. Den AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz halten sie entgegen, nach Hans Koepf (BildwÃ¶rterbuch der Architektur, 2. A., Stuttgart 1974) nenne man Dachaufbauten "alle Ã¼ber die Grundform des Daches hinausragenden Bau­ten (Dachfenster, Dacherker und ZwerchhÃ¤user, aber auch Attiken, Balustraden Ziergiebel, Schornsteine) und die vielgestaltigen Aufbauten auf FlachdÃ¤chern, Dachterrassen oder DachgÃ¤rten (AufzugsmaschinenhÃ¤user und StiegenhausmÃ¼ndungen, Atelierbauten, Pavil­lons und GlashÃ¤user)". All diese Beispiele von GebÃ¤udeteilen, welche als Dachaufbauten gelten kÃ¶nnten, wÃ¼rden sich durch eine gewisse SelbstÃ¤ndigkeit in Funktion und/ oder Er­scheinungsbild kennzeichnen. Sie lÃ¤gen gewissermassen ausserhalb des HauptgebÃ¤u­de­kÃ¶rpers. Die GebÃ¤udeteile hinter den 1,08 m breiten FassadenbÃ¤ndern seien vom Erschei­nungsbild und ihrer Funktion her klarerweise Bestandteil des HauptgebÃ¤udekÃ¶rpers des Dachgeschosses. Ein GebÃ¤udeteil, welcher sich weder vom Erscheinungsbild her noch bezÃ¼glich Nutzung und Funktion vom HauptgebÃ¤udekÃ¶rper unterscheide, kÃ¶nne keine Dach­aufbaute sein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) GemÃ¤ss § 280 Abs. 1 PBG wird die zulÃ¤ssige GebÃ¤udehÃ¶he von der jewei­ligen Schnittlinie zwischen Fassade und DachflÃ¤che auf den darunterliegenden gewach­senen Boden gemessen; durch einzelne bis 1,5 m tiefe RÃ¼cksprÃ¼nge bewirkte MehrhÃ¶hen werden nicht beachtet. Massgebend fÃ¼r die Berechnung der GebÃ¤udehÃ¶he ist die Schnitt­linie der trauf­seitigen Fassade/DachflÃ¤che. Bei GebÃ¤uden mit SchrÃ¤gdÃ¤chern fÃ¼hrt die Bestimmung der Trauffassaden zu keinen Schwierigkeiten. Bei Bauten mit FlachdÃ¤chern hingegen ist eine hypothetische Traufseite zu bestimmen, in der Regel die GebÃ¤udelÃ¤ngs­seite (vgl. BRKE in BEZ 2001 Nr. 40 und 2002 Nr. 37). Bei derartigen Bauten ist der obere GebÃ¤ude­hÃ¶henmesspunkt die "Schnittlinie zwischen (traufseitiger) Fassade und DachflÃ¤che", wobei als "DachflÃ¤che" jene des obersten Vollgeschosses zu verstehen ist (vgl. § 275 Abs. 1 und 2 PBG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dachgeschosse (Attikageschosse) sind laut der Definition von § 275 Abs. 1 PBG Ge­bÃ¤ude­abschnitte, welche <i>Ã¼ber</i> der Schnittlinie Fassade/DachflÃ¤che liegen. Bei FlachdÃ¤chern dÃ¼r­fen sie â vorbehÃ¤ltlich § 292 lit. b PBG â grundsÃ¤tzlich die fÃ¼r ein entsprechendes SchrÃ¤g­­­dach zulÃ¤ssigen Ebenen nicht durchstossen, d.h. jene Profillinie, die unter 45° an die Schnittlinie zwischen der tatsÃ¤chlichen DachflÃ¤che (des obersten Vollgeschosses) und der da­zugehÃ¶rigen Fassade ansetzt (§ 281 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit § 292 PBG; RB 1993 Nr. 42, auch zum Folgenden). Diese Regel greift indessen nur gegenÃ¼ber der hypothetischen Traufseite des betreffenden GebÃ¤udes ein; "giebelseitig" (stirnseitig) darf das Attika­geschoss â wie ein Dachgeschoss unter SchrÃ¤gdach â mit der Fassade des Vollgeschosses bÃ¼ndig sein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bauteile (Dachaufbauten), welche traufseitig die erwÃ¤hnte Dachprofillinie durchstos­sen, sind nach Massgabe von § 292 PBG zulÃ¤ssig, d.h. sie dÃ¼rfen bei FlachdÃ¤chern ins­gesamt nicht breiter sein als ein Drittel der betreffenden FassadenlÃ¤nge (§ 292 lit. b PBG). Derartige Dachaufbauten dÃ¼rfen bis zur Fassadenflucht des darunterliegenden Vollgeschos­ses vor­stossen, d.h. mit der betreffenden Fassade bÃ¼ndig sein (vgl. Skizzen fÃ¼r die Berechnungs­weisen gemÃ¤ss Planungs- und Baugesetz [PBG] und der allgemeinen Bauverordnung [ABV] zu § 292 PBG). Der Schnittpunkt Fassade/DachflÃ¤che im Sinn von § 280 Abs. 1 PBG und damit die GebÃ¤udehÃ¶he Ã¤ndern sich dadurch nicht. Als massgebende DachflÃ¤che gilt auch im Bereich solcher Aufbauten die DachflÃ¤che des obersten Vollgeschosses und nicht etwa neu der Dachabschluss des Attikageschosses. Damit ist die GebÃ¤udehÃ¶he auch im Bereich derartiger Dachaufbauten eingehalten. Es besteht auch keine Vorschrift, dass solche Dachaufbauten nicht an die GebÃ¤udeecken der betreffenden Traufseiten, sondern nur in der Mitte der Fassaden platziert werden dÃ¼rfen. Auch wenn nicht unbedingt Ã¼blich, sind Situierungen der Dachaufbauten â wie hier â an den GebÃ¤udeecken grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig. Das darf allerdings nicht dazu fÃ¼hren, dass das Dachgeschoss nicht mehr als solches erkennbar ist und deshalb das GebÃ¤ude als Ã¼bergeschossig in Erscheinung tritt. Das trifft hier indessen dank der Ausgestaltung der Eckbereiche des GebÃ¤udes nicht zu.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im Lichte dieser GrundsÃ¤tze ergibt sich, dass beim streitigen Mehrfamilienhaus die GebÃ¤udehÃ¶he, d.h. die Distanz zwischen gewachsenem Boden und der DachflÃ¤che des obersten Vollgeschosses (Kote 627.10) eingehalten ist. Die "Dachaufbauten" bei der sÃ¼d­west­lichen und bei der sÃ¼dÃ¶stlichen GebÃ¤udeecke, d.h. jene Bauteile, welche die â gemÃ¤ss § 292 lit. b PBG definierte â Dachebene durchstossen, Ã¼berschreiten zusammen mit der Sitz­platzÃ¼berdachung vor dem Bereich "KÃ¼che/Waschen" des Attikageschosses ein Drittel der gesamten FassadenlÃ¤nge von 38,04 m, d.h. 12,68 m nicht. Die streitigen Ãnderungen sind daher bewilligungsfÃ¤hig. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die von den BeschwerdefÃ¼hrenden vertretene Rechtsauffassung, wonach sich Dach­aufbauten durch eine gewisse SelbstÃ¤ndigkeit in Funktion und/oder Erscheinungsbild kennzeichneten, trifft zumindest bei Flachdachbauten nicht zu. Zu Recht weist die Bau­sek­tion darauf hin, dass sich beim SchrÃ¤gdach das Dachgeschoss unter der â tatsÃ¤chlichen â Dach­ebene und der Dachaufbau Ã¼ber dieser Dachebene befinden, wodurch sich eine klare Unterscheidbarkeit der Bauteile ergibt und damit von einer gewissen SelbstÃ¤ndigkeit in Funk­tion und/oder Erscheinung gesprochen werden kann. Bei FlachdÃ¤chern hingegen, wo die begrenzende Dachebene (§ 292 lit. b PBG) rein hypothetisch besteht, fehlt diese Unter­scheidbarkeit von vornherein und kann weder eine funktionelle noch eine optische Selb­stÃ¤n­digkeit der die fiktive DachflÃ¤che durchstossenden Bauteile verlangt werden. <br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. â¦</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>