Kantonsgericht Schwyz Beschluss vom 28. August 2018 BEK 2018 59 und 61 Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Dr. Urs Tschümperlin, Kantonsrichter Clara Betschart und Josef Reichlin, a.o. Gerichtsschreiberin M.A. HSG Melanie von Rickenbach. In Sachen A.________ AG, Beschwerdeführerin, gegen Bezirksgerichtspräsident March, Postfach 48, Bahnhofplatz 3, 8853 La- chen, Beschwerdegegner in BEK 2018 59, und Betreibungskreis Altendorf Lachen, Postfach 43, Seeplatz 1, 8853 Lachen, Beschwerdegegner in BEK 2018 61, betreffend Beschwerden gegen den Entscheid des Bezirksgerichtspräsidenten March vom 19. April 2018 (Betreibung Nr. zz), Rechtsverweigerung, Rechtsverzöge- rung, Zustellungskosten Zahlungsbefehl, APD 2018 9;- hat die Beschwerdekammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibung und Konkurs,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben: A. Die Beschwerdeführerin reichte am 26. Februar 2018 beim Betreibungs- kreis Altendorf Lachen das Betreibungsbegehren mit der Forderungssumme von Fr. 4‘000.00 nebst Zins zu 5% seit dem 1. August 2017 gegen den Schuldner B.________ ein (BEK 2018 61, KG-act. 6/1). Mit Verfügung vom 1. März 2018 wurde die Beschwerdeführerin vom Betreibungskreis Altendorf Lachen zur Leistung eines Kostenvorschusses aufgefordert (BEK 2018 61, KG-act. 6/2). Nach Leistung desselben in der Höhe von Fr. 78.60 wurde der Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. zz am 9. März 2018 ausgestellt und am 13. März 2018 das Gläubigerdoppel der Beschwerdeführerin zugesandt (BEK 2018 61, KG-act. 6/7). Die Betreibungskosten für die Ausstellung des Zah- lungsbefehls beziffern sich auf Fr. 73.30 (BEK 2018 61, KG-act. 6/6). B. Die Beschwerdeführerin erhob mit Schreiben vom 20. März 2018 Be- schwerde an den Bezirksgerichtspräsidenten March als untere kantonale Auf- sichtsbehörde in Schuldbetreibung und Konkurs und stellte den Antrag, die Kosten für die Ausstellung des Zahlungsbefehls von Fr. 73.30 um Fr. 8.00 auf Fr. 65.30 zu reduzieren (BEK 2018 59, Vi-act. 1). C. Am 17. April 2018 erhob die Beschwerdeführerin beim Kantonsgericht Schwyz als obere kantonale Aufsichtsbehörde Beschwerde gegen die untere Aufsichtsbehörde wegen Rechtsverweigerung oder -verzögerung gemäss Art. 18 Abs. 2 SchKG und verlangte eine Beurteilung der am 20. März 2018 eingereichten Beschwerde (BEK 2018 59, KG-act. 1). Die Vorinstanz übermittelte am 19. April 2018 die erstinstanzlichen Akten, wies darauf hin, dass der Entscheid in der Sache gleichentags versandt wor- den war und beantragte die Ablehnung der Beschwerde wegen Rechtsver- weigerung oder Rechtsverzögerung (BEK 2018 59, KG-act. 4). Im Entscheid APD 2018 9 vom 19. April 2018 wies der Bezirksgerichtspräsident March die Kantonsgericht Schwyz 3 Beschwerde vom 20. März 2018 ab und auferlegte der Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten von Fr. 200.00 gemäss Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin am 24. April 2018 (Postaufgabe) wie- derum Beschwerde beim Kantonsgericht Schwyz als oberer kantonaler Auf- sichtsbehörde in Schuldbetreibung und Konkurs und stellte sinngemäss die folgenden Anträge: Die Entscheide APD 2018 9 vom 19. April 2018 und APD 2018 5 vom 20. April 2018 seien aufzuheben und an die Vorinstanz zurückzuweisen mit der Anweisung an das Betreibungsamt Kreis Lachen Al- tendorf, den Eingang einer Betreibung dem Betreibungsempfänger mittels Eingangsanzeige mitzuteilen. Der Beschwerdeführerin sei eine Entschädigung zuzusprechen. Die missbräuchlich kassierten Gebühren seien zu kassieren. Die Beschwerdeführerin macht in ihrer zweiten Beschwerde im Wesentlichen geltend, dass die Zustellkosten einer Betreibung gemäss Art. 16 Abs. 1 GebV SchKG bereits in der Gebühr für den Erlass eines Zah- lungsbefehls inbegriffen seien. Der Betreibungskreis Altendorf Lachen würde keine Abholungseinladung vor dem ersten Zustellversuch versenden wie alle anderen Betreibungsämter im Kanton Schwyz, weshalb keine zustellge- bührenfreie Abholung auf dem Amt möglich sei. Ausserdem rügt die Be- schwerdeführerin in der Beschwerde vom 24. April 2018 die „Missachtung von Art. 15 SchKG 4“ (BEK 2018 61, KG-act. 1, S. 1), ebenso sei die Vorinstanz nicht auf ihre Argumente sowie ihren geäusserten Verdacht eingegangen, dass der Bezirksgerichtspräsident March durch den Betreibungskreis Alten- dorf Lachen genötigt oder erpresst worden sei (BEK 2018 61, KG-act. 1, S. 2). Mit Schreiben vom 25. April 2018 wurden in der Sache BEK 2018 61 die Vor- instanz sowie der Betreibungskreis Altendorf Lachen zur Einreichung der Pro- zess- bzw. der Betreibungsakten des Entscheids APD 2018 9 vom 19. April 2018 aufgefordert. Auf die Einholung einer Beschwerdeantwort des Betreibungskreises Altendorf Lachen wurde jedoch einstweilen verzichtet (BEK 2018 61, KG-act. 2 und 3). Die Vorinstanz beantragte die Abweisung Kantonsgericht Schwyz 4 auch dieser Beschwerde (BEK 2018 61, KG-act. 4). Die Beschwerdeführerin nahm nochmals Stellung zu den Akten mit am 11. Mai 2018 der Post aufge- gebenem Schreiben (BEK 2018 61, KG-act. 10). Die Beschwerde bezüglich des vorinstanzlichen Entscheids APD 2018 5 vom 20. April 2018 wird unter der Dossiernummer BEK 2018 62 behandelt;- in Erwägung: 1. Im betreibungsrechtlichen Beschwerdeverfahren nach Art. 17 ff. SchKG ist die Schweizerische Zivilprozessordnung als kantonales Recht anwendbar (§ 18 EGzSchKG i.V.m. § 100 JG). Das Gericht kann zur Vereinfachung des Prozesses selbständig eingereichte Klagen in jedem Verfahrensstadium ver- einigen nach Art. 125 lit. c ZPO (Gschwend, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerisches Zivilprozessrecht, Basel 2017, Art. 125 ZPO, N 13). Ebenso ist eine Vereinigung für Rechtsmittelverfahren möglich (Jenny/Jenny, in: Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach, Schweizerische Zi- vilprozessordnung, Kommentar, Zürich 2015, Art. 125 ZPO, N 12). Die beiden Verfahren müssen einen engen sachlichen Zusammenhang aufweisen und die verschiedenen Ansprüche müssen auf gleichartigen tatsächlichen und rechtlichen Gründen beruhen (A. Staehelin, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/ Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich/Basel/Genf 2016, Art. 125 ZPO, N 5). Die Beschwerdeverfahren BEK 2018 59 und BEK 2018 61 haben denselben betreibungsrechtlichen Vor- gang zum Gegenstand, nämlich die Erhebung der Zahlungskosten in der Be- treibung Nr. zz und dieselben Parteien sowie denselben zugrunde liegenden Sachverhalt, weshalb diese zwei Verfahren zu vereinigen sind.Kantonsgericht Schwyz 5 2. Eine betreibungsrechtliche Beschwerde nach Art. 18 SchKG setzt die Verfolgung eines praktischen Verfahrenszwecks voraus. Es fehlt an einem solchen, wenn die als Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung gerügte Unterlassung inzwischen vorgenommen wurde (Lorandi, Betreibungsrechtli- che Beschwerde und Nichtigkeit, Basel/Genf/München 2000, Art. 17 SchKG, N 12 und Art. 18 SchKG, N 1). Da vorliegend der Entscheid der Vorinstanz am 19. April 2018 erging, fehlt es an einem praktischen Verfahrenszweck für die Beurteilung der Rechtsverweigerungs- bzw. Rechtsverzögerungsbeschwerde. Die Beschwerde wird gegenstandslos, es sei denn, die Beschwerdeführerin hat weiterhin ein rechtliches Interesse an deren Beurteilung. Eine Rechtsverzögerung liegt vor, wenn das Gericht eine ihr obliegende Amtshandlung nicht innert der vom Gesetz bzw. den Umständen gebotenen Frist vornimmt (Cometta/Möckli, in: Staehelin/Bauer/Staehelin [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, Basel 2010, Art. 17 SchKG, N 31; Kren Kostkiewicz, Kommentar SchKG, Zürich 2016, Art. 17 SchKG, N 48). Es sind die die Natur und der Umfang der Sache sowie die Gesamtheit der übrigen Umstände zu berücksichtigen (BGE 119 Ia 193, E. 1c; BGE 125 V 188, E. 2a). Vorliegend ging die erste Beschwerde am 21. März 2018 bei der Vorinstanz ein (BEK 2018 59, Vi-act. 1) und der Ent- scheid APD 2018 9 folgte am 19. April 2018. Es vergingen somit zwischen dem Eingang der Beschwerde und Fällung des Entscheids 20 Arbeitstage. Dies stellt eine angemessene Dauer zur Bearbeitung einer Beschwerde nach Art. 17 SchKG dar. Zudem ging die Beschwerde wegen Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung am 18. April 2018 beim Kantonsgericht ein, also ge- rade mal einen Tag bevor der Entscheid der Vorinstanz erging. In Anbetracht dieser Sachlage liegt keine Rechtsverzögerung vor. Die Beschwerde wegen Rechtsverzögerung oder Rechtsverweigerung vom 17. April 2018 in der Sa- che BEK 2018 59 ist abzuweisen, soweit sie nicht als gegenstandslos abzu- schreiben ist.Kantonsgericht Schwyz 6 3. Die Beschwerde wegen Gesetzesverletzung oder Unangemessenheit nach Art. 17 Abs. 1 SchKG kann innerhalb von 10 Tagen gegen jede Verfü- gung eines Betreibungs- oder Konkursamtes an die untere kantonale Auf- sichtsbehörde gerichtet werden. Deren Entscheid kann gemäss Art. 18 Abs. 1 SchKG an die obere kantonale Aufsichtsbehörde weitergezogen werden. Die Frist von 10 Tagen ist eine gesetzliche Frist und somit zwingen- der Natur. Sie kann weder von den Parteien abgeändert noch grundsätzlich von den Behörden erstreckt werden (Lorandi, a.a.O., Art. 17 SchKG, N 229). Die Frist beginnt am Tag, an dem der Beschwerdeführer Kenntnis von der Verfügung erhält nach Art. 17 Abs. 2 SchKG. Es handelt sich um eine Verwir- kungsfrist, weshalb die Fristversäumnis grundsätzlich den Verlust des Be- schwerderechts bedeutet (Lorandi, a.a.O., Art. 17 SchKG, N 230; Mai- er/Vagnato, in: Kren Kostkiewicz/Vock [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Zürich/Basel/Genf 2017, Art. 17 SchKG, N 28). Die Einhaltung der Beschwerdefrist ist von Amtes wegen zu prüfen (Lo- randi, a.a.O., Art. 17 SchKG, N 270; Maier/Vagnato, a.a.O., Art. 17 SchKG, N 27). a) Vorliegend richtete sich die Beschwerde vom 20. März 2018 gegen die im Gläubigerdoppel des Zahlungsbefehls aufgeführten Posttaxen von Fr. 8.00 (BEK 2018 59, Vi-act. KB 1). Im Zahlungsbefehl ist das Gesamttotal der Be- treibungskosten betreffend die Zustellung aufgeführt (BEK 2018 59, Vi- act. KB 1). Nach Erhalt des Zahlungsbefehls beziehungsweise des Gläubiger- doppels, kann eine detaillierte Kostenrechnung verlangt werden (Art. 3 GebV SchKG), in welcher auch die konkreten Auslagen aufgeführt sind. Der Schuld- ner hat grundsätzlich vor der Zustellung des Zahlungsbefehls weder Kenntnis über die Zustellungskosten noch deren konkrete Zusammensetzung. Er kann deshalb gegen die Zustellungskosten im Zahlungsbefehl sowie gegen die de- taillierte Kostenrechnung Beschwerde führen. Gemäss Bundesgericht kann nicht verlangt werden, dass der Schuldner den Totalbetrag im Zahlungsbefehl anfechten muss, bevor die einzelnen Kostenpunkte bekannt sind Kantonsgericht Schwyz 7 (BGE 63 III 37; bestätigt in Urteil BGer 5A_122/2015 vom 15. Juni 2015, E. 2.1). Der Gläubiger kennt die einzelnen Posten der Zustellungskosten unter Umständen früher, wenn ein Kostenvorschuss für die Ausstellung des Zah- lungsbefehls verlangt wird und in der entsprechenden Verfügung die konkre- ten Auslagen betreffend die Zustellung aufgeführt sind. b) Die Beschwerdeführerin ist Gläubigerin in der Betreibung Nr. zz und erhielt am 5. März 2018 eine Verfügung zur Leistung eines Kostenvorschus- ses (BEK 2018 61, KG-act. 6/3). Diese Verfügung ist mit Beschwerde nach Art. 17 SchKG anfechtbar (BGE 85 III 81, E. 3; Penon/Wohlgemuth, in: Kren Kostkiewicz/Vock [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetrei- bung und Konkurs, Zürich/Basel/Genf 2017, Art. 68 SchKG, N 23). Es wurden darin folgende Kosten aufgeführt (BEK 2018 61, KG-act. 6/2): Um Ihrem Betreibungsbegehren Folge leisten zu können, benötigen wir einen Kostenvorschuss von Fr. 78.60 (Fr. 60.00 Erlass Zahlungsbefehl + Fr. 8.00 Posttaxen Zahlungsbefehl an Schuldner + Fr. 5.30 Einschrei- begebühr Zahlungsbefehl an Gläubiger + Fr. 5.30 Porto vorliegende Ver- fügung). Die Verfügung verwies zudem auf die Frist von 10 Tagen zur Anfechtung des Kostenvorschusses (BEK 2018 61, KG-act. 6/2). c) Ab dem Zeitpunkt der Zustellung dieser Verfügung hatte die Beschwer- deführerin Kenntnis betreffend der Auslagen von Fr. 8.00, liess die Beschwer- defrist von 10 Tagen für diesen Kostenpunkt jedoch unbenutzt verstreichen. Im später zugestellten Gläubigerdoppel des Zahlungsbefehls sind indes nur die Totalkosten der Zustellung ersichtlich, nicht jedoch deren konkrete Zu- sammensetzung (BEK 2018 59, Vi-act. KB 1). Zudem verlangte die Be- schwerdeführerin keine detaillierte Kostenrechnung. Dies schadet ihr aber nicht, da der Beschwerdeführerin die Zusammensetzung der Zustellungskos- ten bereits in der Kostenvorschussverfügung bekannt gegeben wurde. Jede Verfügung ist mit Beschwerde nach Art. 17 SchKG anfechtbar. Die Zustellung Kantonsgericht Schwyz 8 des Gläubigerdoppels des Zahlungsbefehls ist zugleich die Verfügung des Betreibungsamtes über das rechtsgültige Erheben des Rechtsvorschlages, weshalb die Beschwerdeführerin dagegen ebenfalls Beschwerde nach Art. 17 Abs. 1 SchKG erheben kann (BGE 130 III 231, E. 1; Cometta/Möckli, a.a.O., Art. 17, N. 21; Bessenich, in: Staehlin/Bauer/Staehelin [Hrsg.], Basler Kom- mentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, Art. 76, N. 2). Die Beschwerde wurde fristgerecht eingereicht, weshalb auf sie einzutreten ist. 4. Die Beschwerdeführerin macht eine Verletzung von Art. 16 Abs. 1 GebV SchKG geltend, da die Beschwerdegegnerin keine Abholungs- einladung vor dem ersten Zustellversuch versende und daher der Schuldner nicht von dem Recht, den Zahlungsbefehl auf dem Amt zustellgebührenfrei abzuholen, Gebrauch machen könne. Zudem macht sie geltend, dass die Zu- stellkosten von Fr. 8.00 – zusätzlich zur Gebühr von Fr. 60.00 nach Art. 16 Abs. 1 GebV SchKG und der Auslage von Fr. 5.30 nach Art. 13 Abs. 1 GebV SchKG für die Rücksendung des Gläubigerdoppels – missbräuchlich erhoben würden, da sie bereits in den Zustellkosten nach Art. 16 Abs. 1 GebV SchKG enthalten seien (BEK 2018 61, KG-act. 1). a) Die Gebühr nach Art. 16 Abs. 1 GebV SchKG beinhaltet den Erlass, die doppelte Ausfertigung, die Eintragung sowie die Zustellung des Zahlungsbe- fehls. Die amtliche Tätigkeit der Zustellung des Zahlungsbefehls besteht in einer qualifizierten Mitteilung durch die offene Übergabe der Betreibungsur- kunde an den Schuldner. Die Zahlung der Gebühr umfasst deshalb die offene Übergabe des Zahlungsbefehls (BGE 136 III 155, E. 3.3.1). Soweit Posttaxen zu ersetzen sind, werden sie zur Gebühr als Auslagen, d.h. die vom Amt vor- geleisteten Geldbeträge für die Erbringung der geforderten amtlichen Hand- lung, gemäss Art. 13 GebV SchKG hinzugeschlagen (BGE 136 III 155, E. 3.3.2; BGE 130 III 387, E. 3.1). Im vorliegenden Fall sind daher die Ausla- gen für die postalische Zustellung in Rechnung zu stellen und das Betrei-Kantonsgericht Schwyz 9 bungsamt kann Fr. 8.00 bei Verwendung der postalischen Dienstleistung „Be- treibungsurkunde“ gemäss Art. 13 Abs. 1 GebV SchKG verlangen (BGE 138 III 25, E. 2.2.1). Es liegt keine Verletzung von Art. 16 Abs. 1 GebV SchKG vor. b) Der Zahlungsbefehl wird laut Art. 72 Abs. 1 SchKG durch den Betrei- bungsbeamten, einen Angestellten des Amtes oder durch die Post zugestellt. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung entscheidet das Betreibungs- amt, in welcher Weise der Zahlungsbefehl zuzustellen ist. Es hat eine Amts- handlung beförderlich vorzunehmen (BGE 138 III 25, E. 2.1; BGer Urteile 5A_49/2014 vom 18. Februar 2014, E. 2.2; 5A_909/2012 vom 19. Febru- ar 2013, E. 2.2). Es besteht entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung, trotz verbreiteter Praxis, kein Anspruch darauf, eine Abholungseinladung für den Zahlungsbefehl zu erhal- ten und somit auch kein Recht, den Zahlungsbefehl beim Betreibungsamt vor dem ersten Zustellversuch durch die Post abholen zu können, ebenso wenig wie eine Verpflichtung besteht, den Zahlungsbefehl auf dem Amt entgegenzu- nehmen (BGer Urteile 5A_61/2018 vom 19. Juni 2018, E. 2.2; 5A_909/2012 vom 19. Februar 2012, E. 2.2). c) Zudem wird in der Beschwerde vom 24. April 2018 (Postaufgabe) die „Missachtung von Art. 15 SchKG 4“ durch den Beschwerdegegner gerügt (BEK 2018 61, KG-act. 1, S. 1). Da Art. 15 Abs. 4 SchKG durch Anhang 1 Ziff. II 17 der ZPO mit Wirkung seit 1. Januar 2011 aufgehoben ist und in Art. 15 SchKG die Oberaufsicht des Bundesrates geregelt wird, ist vorliegend nicht ersichtlich, auf welche Gesetzesstelle sich die Beschwerdeführerin be- zieht, weshalb nicht näher darauf eingegangen werden kann. d) Nach dem Gesagten liegt keine Rechtsverletzung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 SchKG vor und die Beschwerde ist abzuweisen. Die weitere Auslage von Fr. 5.30 für die eingeschriebene Rücksendung des Zahlungsbe-Kantonsgericht Schwyz 10 fehlsdoppels an den Gläubiger sowie die Gebühr von Fr. 60.00 wurden in der Beschwerde vom 24. April 2018 (Postaufgabe) nicht bestritten, weshalb die Höhe dieser Kosten vorliegend nicht zu beurteilen ist. 5. Die Behauptungen im Schreiben vom 11. Mai 2018 wurden teilweise bereits in der Beschwerdeschrift vom 24. April 2018 (Postaufgabe) angespro- chen (BEK 2018 61, KG-act. 1 und 10), jedoch reichte die Beschwerdeführerin auch noch Beilagen bezüglich der Sportelsystems im Kanton Schwyz ein (BEK 2018 61, KG-act. 1/4, 10/3 und 10/4), welche nicht sachrelevant sind und deswegen nicht näher darauf einzugehen ist. In Bezug auf die Kostenvor- schussverfügung (BEK 2018 61, KG-act. 6/2), ist die Rechtsmittelfrist von 10 Tagen unbenutzt verstrichen, weshalb die Angabe von zwei verschiedenen Schuldnern nicht mehr gerügt werden kann. 6. Weiter rügte die Beschwerdeführerin, dass die untere kantonale Auf- sichtsbehörde nicht auf ihre Argumente eingetreten sei (BEK 2018 61, KG- act. 1). Sie macht somit sinngemäss eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) geltend. Die Verletzung wird jedoch nicht genügend sub- stantiiert dargelegt und in Anbetracht des begründeten Entscheids der Vor- instanz APD 2018 9 vom 19. April 2018 ist keine Verletzung eines verfas- sungsmässigen Rechts erkennbar. Sofern die Vorbringen der Beschwerdefüh- rerin, es bestehe Verdacht, dass der Bezirksgerichtspräsident March vom Be- schwerdegegner wegen einer früheren Anstellung von ihm oder seinem Vater genötigt oder erpresst worden sei (BEK 2018 61, KG-act. 1), auf einen mögli- chen Ausstand nach Art. 10 SchKG abzielen, ist darauf hinzuweisen, dass dies entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin nicht in der Be- schwerde vom 20. März 2018 erwähnt wird (BEK 2018 59, Vi-act. 1). Es wird in der Beschwerdeschrift vom 24. April 2018 (Postaufgabe) weder verständlich noch genügend substantiiert dargelegt (BEK 2018 61, KG-act. 1), inwiefern Umstände vorliegen, die den „Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit objektiv zu begründen vermögen“ (Urteil BGer Kantonsgericht Schwyz 11 5A_81/2010 vom 29. April 2010, E. 5.2), noch ab welchem Zeitpunkt die Be- schwerdeführerin Kenntnis des Mangels hatte. Auf das Ausstandsbegehren kann deshalb mangels substantiierter Behauptungen nicht eingetreten wer- den. 7. Das betreibungsrechtliche Beschwerdeverfahren ist kostenlos mit Aus- nahme von böswilliger oder mutwilliger Prozessführung, bei welchen der Par- tei Bussen bis zu Fr. 1‘500.00 sowie Gebühren und Auslagen auferlegt wer- den können gemäss Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG. Die Beschwerdeführerin ficht die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens nicht an, weshalb nicht weiter darauf einzugehen ist. In den Verfahren vor Kantonsgericht werden keine Ver- fahrenskosten erhoben. Im Beschwerdeverfahren darf keine Parteientschädi- gung zugesprochen werden (Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG);- Kantonsgericht Schwyz 12 beschlossen: 1. Die Beschwerde vom 17. April 2018 im Verfahren BEK 2018 59 wird abgewiesen, soweit sie nicht als gegenstandslos abzuschreiben ist. 2. Die Beschwerde vom 24. April 2018 im Verfahren BEK 2018 61 wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 3. Es werden keine Kosten in den Beschwerdeverfahren erhoben. 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen seit Zustellung nach Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsa- chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Be- schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 5. Zufertigung an A.________ AG (1/R), den Betreibungskreis Altendorf Lachen (1/R), die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten). Namens der Beschwerdekammer Der Kantonsgerichtspräsident Die a.o. Gerichtsschreiberin Versand 30. August 2018 kau