<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten: </p><p>1. einen Bericht vorzulegen, wie in Zukunft die unabhängige Lehre, Forschung und Information in den verschiedenen Bereichen der Toxikologie gewährleistet werden sollen;</p><p>2. speziell aufzuzeigen, wie die Kapazitäten und der Nachwuchs im Bereich der Human- und Säugertoxikologie (sowohl Industriechemikalien- als auch Arzneimittel-Toxikologie) gefördert werden sollen;</p><p>3. die Finanzierung dieser Aufgaben aufzuzeigen und sicherzustellen, wie dies bereits in der Motion Binder aus dem Jahre 1969 vorgesehen war, die vom Parlament überwiesen wurde.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat anerkennt die Bedeutung der toxikologischen Hochschulinstitutionen als Ausbildungsstätten sowie als unabhängiger Ansprechpartner für Behörden und Gesellschaft. Die Behörden sind zur Gewährleistung der Sicherheit von Bevölkerung und Umwelt sowie zur Beurteilung von Vorteilen und Risiken neuer Produkte auf unabhängige toxikologische Experten angewiesen.</p><p>Die Universität Zürich und die ETH Zürich haben als Träger des Schweizerischen Instituts für Toxikologie in Schwerzenbach im Sommer 2001 beschlossen, dessen Aktivitäten einzustellen, da diese den in letzter Zeit erfolgten raschen Änderungen sowohl in der biologischen und medizinischen Forschung als auch in der Technologie ungenügend angepasst waren. Eine im Januar 2000 publizierte Expertise der Schweizerischen Gesellschaft für Pharmakologie und Toxikologie (SGPT) stützt diesen Entscheid. Insbesondere bemängelte die SGPT die fehlende Koordination und Kommunikation innerhalb der verschiedenen toxikologischen Zentren in der Schweiz. Sie empfahl deshalb die Schaffung eines Schweizerischen Netzwerkes "Swiss Tox" der im Bereich der Toxikologie tätigen Zentren bzw. Laboratorien. In der Folge wurde eine Arbeitsgruppe, das so genannte "Steering Committee SwissTox", eingesetzt, welche den Auftrag hatte, eine entsprechende Umsetzungsstrategie zu entwickeln.</p><p>Das Steering Committee schlägt die Schaffung eines Netzwerkes vor, welches auf den beiden bestehenden Schwerpunktzentren "Zentrum für Fremdstoff- und Umweltrisiko-Forschung Zürich" (Center for Xenobiotic and Environmental Risk Research) sowie "Reseau Lemanique de Toxicologie" (Lemanic Network of Toxicology) aufbaut. Es hat diesbezüglich gegen Ende 2001 bei der Schweizerischen Universitätskonferenz (SUK) ein Gesuch um Unterstützung mittels projektgebundener Beiträge gemäss UFG eingereicht.</p><p>Zwischenzeitlich hat die SUK den Antrag aus finanziellen Gründen (ausgeschöpfter Verpflichtungskredit) abgelehnt. Der Bundesrat ist bereit, im Rahmen eines Berichtes die Bedürfnisse seitens des Bundes, insbesondere des Buwal, des BAG, des BWL und des Seco, hinsichtlich Lehre, Forschung und Dienstleistungen im Bereich der Toxikologie darzulegen. Im Rahmen dieses Berichtes werden auch die Möglichkeiten für die Nachwuchsförderung und die Finanzierung der unabhängigen Toxikologie-Forschung in der Schweiz aufgezeigt. Der Bundesrat wird auf der Basis des Berichtes über das weitere Vorgehen befinden.</p> Der Bundesrat ist bereit, Ziffer 1 der Motion entgegenzunehmen und beantragt, Ziffer 2 und 3 der Motion in ein Postulat umzuwandeln.