<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00095</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107288&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00095</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.06.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 01.03.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verkehrsanordnung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verkehrsanordung: Stoppsignal anstelle Rechtsvortritts im Ortsteil Gerlikon, Kloten; Beschwerde eines Anwohners Nach der SVG-Revision per 1.1.2003 ist das Verwaltungsgericht zuständig, im Rechtsmittelverfahren funktionelle Verkehrsanordnungen zu überprüfen (E. 1a). Die Einholung eines Gutachtens ist nicht notwendig (E. 1b). Rechtsgrundlagen für die Anordnung von Verkehrsbeschränkungen; Kognitionsfragen (E. 2c/aa-bb). Soweit die Vorbringen des Beschwerdeführers überhaupt genügend substanziiert sind, erweisen sie sich als unbegründet: In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass sich angesichts der unübersichtlichen Verhältnisse ein Stopp-Signal als notwendig erweist und der Verkehrssicherheit dient (E. 2c/cc-ee). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITION">KOGNITION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVORTRITT">RECHTSVORTRITT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STOPPSIGNAL">STOPPSIGNAL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENVERKEHR">STRASSENVERKEHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: STRASSENVERKEHRSRECHT">STRASSENVERKEHRSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSANORDNUNG">VERKEHRSANORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: VERWALTUNGSZWANG, VOLLSTRECKUNG">VERWALTUNGSZWANG, VOLLSTRECKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORTRITT">VORTRITT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 36 lit. VII SSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 107 lit. V SSV</span><br/><span class="gerade">Art. 109 lit. IV SSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 lit. IV SVG</span><br/><span class="gerade">Art. 36 lit. II SVG</span><br/><span class="ungerade">§ 41 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 42 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Sicherheitsabteilung der Stadt Kloten beantragte der verkehrstechnischen Ab­teilung der Kantonspolizei nach einer Ortsbesichtigung am 16. MÃ¤rz 2000, bei der EinmÃ¼n­dung des HÃ¶cklerwegs in die Obere Bassersdorferstrasse in Gerlisberg seien die FahrzeugfÃ¼h­rer mittels Stoppsignal (Signal Nr. 3.01 des Anhangs 2 der Signalisationsverordnung vom 5. September 1979, SSV; SR 741.21) zur GewÃ¤hrung des Vortritts zu verpflichten. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit erliess am 27. MÃ¤rz 2000 im Auftrag der Kantons­polizei eine entsprechende VerfÃ¼gung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Dagegen erhob A am 24. April 2002 Rekurs an den Regierungsrat mit dem Antrag, auf den Entzug des Rechtsvortritts fÃ¼r den HÃ¶cklerweg bei EinmÃ¼ndung in die Obere Bassersdorferstrasse sei zu verzichten. Der Regierungsrat wies das Rechtsmittel am 29. Ja­nu­ar 2003 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. A wandte sich gegen den Regierungsratsbeschluss am 5. MÃ¤rz 2003 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht und verlangte die Aufhebung der erstinstanzlichen Ver­fÃ¼gung. In verfahrensmÃ¤ssiger Hinsicht beantragte er die Einholung einer Expertise zur Frage, ob die angefochtene Verkehrsanordnung fÃ¼r das Wohnquartier zwecktauglich sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Staatskanzlei beantragte im Auftrag des Regierungsrats am 21. MÃ¤rz 2003 Abweisung der Beschwerde; Beschwerdeantworten gingen keine ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Beim streitbetroffenen Stoppsignal handelt es sich um eine funktionelle Verkehrsanordnung im Sinn von Art. 3 Abs. 4 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. De­zember 1958 (SVG; SR 741.01). WÃ¤hrend nach der frÃ¼heren Fassung von Art. 3 Abs. 4 Satz 3 SVG gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide Ã¼ber solche Massnahmen Beschwerde an den Bundesrat gefÃ¼hrt werden konnte und sie daher nach § 42 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) der verwaltungsgerichtlichen Beurteilung entzogen blieben, ist gemÃ¤ss der neuen Fassung vom 14. Dezember 2001 (AS 2002, 2767, in Kraft seit 1. Januar 2003) die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht mÃ¶glich, womit nach der Grundordnung von § 41 VRG auch gegen solche Massnahmen zuvor Beschwerde an das Verwaltungsgericht erhoben werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, insbesondere die Legiti­mation des BeschwerdefÃ¼hrers gemÃ¤ss § 21 lit. a VRG anzunehmen (vgl. E. 1 des Rekursentscheids) und die Beschwerdefrist von § 53 VRG gewahrt ist, ist auf die Beschwerde ein­zutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die vorliegend zu beurteilenden Fragen sind nicht derart komplex, dass sich die vom BeschwerdefÃ¼hrer beantragte Einholung eines Gutachtens aufdrÃ¤ngte (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 22, 24). Die AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeschrift sind zudem zu wenig substanziiert (vgl. E. 2c/cc), als dass ersichtlich wÃ¼rde, welche tatsÃ¤chlichen Annahmen und Feststellungen der Vorinstanz bestritten werden. Zur sachverstÃ¤ndigen Person ist anzufÃ¼gen, dass dafÃ¼r nur natÃ¼rliche Personen in Frage kommen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 28). Beim vorgeschlagenen Marie Meierhofer-Institut bzw. dessen Mitarbeitenden wÃ¤re zudem fraglich, inwieweit sie aufgrund des eigenen SelbstverstÃ¤ndnisses als genÃ¼gend unbefangen und damit als Gutachtende geeignet erschienen (vgl. das Leitbild des Instituts, <span class="MsoHyperlink"><span>www.mmizuerich.ch/mmi/leitbild.pdf</span></span>).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer beruft sich zusÃ¤tzlich auf zwei Studien, die mit UnterstÃ¼tzung dieses Instituts und des Nationalfonds erstellt wurden (bei der zweiten handelt es sich offenbar um das Heft Nr. 70 der Zeitschrift des MMI, "<i>und</i>Kinder", vgl. <span class="MsoHyperlink"><span>www.mmizuerich.ch/index_main.htm</span></span>, linkes Menu "Infoprodukte", Link "und Kinder"; darin enthalten sind die zwei BeitrÃ¤ge "Bewegungsraum â Spielraum â Strassenraum" und "Tempo 30... und Kinder" von Daniel Sauter und Marco HÃ¼ttenmoser), fasst aber weder deren Inhalt zusammen noch erlÃ¤utert er, was er daraus fÃ¼r das vorliegende Verfahren ableiten will. Es ist nicht davon auszugehen, dass daraus wesentliche Erkenntnisse zu gewinnen wÃ¤ren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Der Regierungsrat erwog im Rekursentscheid zusammengefasst, den zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden komme im Rahmen der durch den Bundesgesetzgeber aufgestellten Kriterien ein weiter Ermessensspielraum zu. Nach Art. 107 Abs. 5 SSV sei bei Ã¶rtlichen Anordnungen auf bestimmten Strassenstrecken die Massnahme zu wÃ¤hlen, die den Zweck mit den ge­­ringsten EinschrÃ¤nkungen erreiche. Ãnderten sich die VerhÃ¤ltnisse, mÃ¼sse die BehÃ¶rde die Anordnung Ã¼berprÃ¼fen und gegebenenfalls aufheben. Auf Strassenverzweigungen habe nach Art. 36 Abs. 2 SVG grundsÃ¤tzlich das von rechts kommende Fahrzeug den Vortritt. Beim Zusammentreffen von Nebenstrassen kÃ¶nne die BehÃ¶rde gemÃ¤ss Art. 109 Abs. 4 SSV mit den Signalen "Stopp" oder "kein Vortritt" eine abweichende Regelung ver­fÃ¼gen, namentlich wo Nebenstrassen von unterschiedlichem Ausbau und unterschiedlicher Bedeu­tung zusammentrÃ¤fen. Das Stoppsignal dÃ¼rfe nur an Stellen angebracht werden, wo in­folge fehlender Sicht ein Halt unerlÃ¤sslich sei (Art. 36 Abs. 7 SSV). Vorliegend werde zu Recht nicht in Frage gestellt, dass es sich beim Zusammentreffen von HÃ¶cklerweg und Oberer Bassersdorferstrasse um eine Verzweigung im Sinn der Bundesstrassengesetzgebung hand­le. Die SichtverhÃ¤ltnisse an dieser Stelle seien stark beeintrÃ¤chtigt. Weil das GebÃ¤ude Vers.-Nr. 01 mit seiner westlichen Fassade direkt an die trottoirlose Fahrbahn der Oberen Bassersdorferstrasse anstosse und diese unmittelbar sÃ¼dlich des Hauses eine leichte Bie­gung beschreibe, sei fÃ¼r einen in nÃ¶rdlicher Richtung durch den Weiler fahrenden Lenker erst dann zu erkennen, dass er sich einer Verzweigung nÃ¤here, wenn er sich unmittelbar vor der Querfahrbahn befinde. Umgekehrt sei fÃ¼r einen Fahrzeug­lenker, der vom HÃ¶cklerweg in die Obere Bassersdorferstrasse einbiegen wolle, die Sicht nach links und auf von dort nahende Verkehrsteilnehmer erst dann frei, wenn er sich bereits auf deren Fahrbahn befinde. Unter den heutigen baulichen Gegebenheiten kÃ¶nne eine Verbesserung dieser prekÃ¤ren SichtverhÃ¤ltnisse kaum anders als durch das Anbringen eines Verkehrsspiegels auf der West­seite der Oberen Bassersdorferstrasse erzielt werden. Der Einsatz eines solchen Hilfs­mittels erscheine offenkundig zweckmÃ¤ssig und liege im Interesse der Verkehrssicherheit. Verkehrsspiegel bei Verzweigungen wÃ¼rden aber durch die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit nur in Verbindung mit Stoppsignalen befÃ¼rwortet. Der Grund dafÃ¼r liege in der Tat­sache, dass Spiegel einen optisch verzerrten Eindruck vermittelten. Eine zuverlÃ¤ssige EinschÃ¤tzung der Verkehrssituation durch einen Fahrzeuglenker erfordere daher eine gewisse Beobachtungszeit und kÃ¶nne nur im Stillstand erfolgen. Der HÃ¶cklerweg habe als </span></p> <p class="Einzug1"><span>VerkehrstrÃ¤ger bloss untergeordnete Bedeutung und diene namentlich nicht dem Durchgangs­verkehr. Die Obere Bassersdorferstrasse sei demge­genÃ¼ber eine Ortsverbindung zwischen Gerlisberg und Bassersdorf, sÃ¼dlich des Weilers zweige auch die nach Birchwil fÃ¼hrende Strasse ab. Mit der unterschiedlichen Bedeutung der zwei zusammentreffenden Stras­sen sei das massgebliche bundesrechtliche Erfordernis fÃ¼r ein Abweichen vom gesetz­lichen Rechtsvortritt gegeben, die angefochtene VerfÃ¼gung erweise sich damit als gesetzmÃ¤s­sig. Unter dem Gesichtspunkt der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit sei sie ebenfalls nicht zu beanstanden. Wenn Fahrzeuglenker, die vom HÃ¶cklerweg einmÃ¼n­deten, kÃ¼nftig nicht nur den von rechts, sondern auch den von links nahenden Verkehrs­teilnehmern den Vortritt zu gewÃ¤hren hÃ¤tten, bedeute dies einen ausgesprochen geringen Eingriff. In Anbetracht der herrschenden SichtverhÃ¤ltnisse erscheine ein Halt beim Ein­biegen unerlÃ¤sslich, weshalb eine Re­gelung mit dem Signal "kein Vortritt" nicht in Betracht komme. Im Ãbrigen bestehe kein Anlass, vorliegend von der Praxis der Direktion be­treffend den Einsatz von Verkehrsspiegeln abzuweichen. â Das Vorbringen, die angefochtene Anordnung wÃ¼rde einer schnel­len Fahrweise Vorschub leisten, erscheine aufgrund der Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse unbegrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt im Wesentlichen vor, Gerlisberg habe eine dichte, geschlossene Bebauung; dieses Wohnquartier sei Lebensraum fÃ¼r die Bewohner, werde aber durch die Ortsdurchfahrt Gerlisberg-/Obere Bassersdorfer-/BÃ¤nikonerstrasse in Spitzen­­zeiten vom Umgehungsverkehr zerschnitten und sehr stark belastet. Die durchfahrenden Fahrzeuglenker seien ortskundig und fÃ¼hren die zulÃ¤ssigen 50 km/h oder schneller. Bei einer Verkehrskontrolle seien innert 106 Minuten 422 Fahrzeuge in einer Richtung gezÃ¤hlt worden. Bei der Ausfahrt vom HÃ¶cklerweg in die Durchgangsstrasse mÃ¼sse der Verkehr von rechts und von links gleichzeitig beurteilt werden, was nicht einfach sei. Allein am HÃ¶ck­­lerweg lebten zudem zur Zeit elf Kinder im Alter zwischen ein und 13 Jahren, die eben­­falls Anspruch auf Sicherheit und Schutz hÃ¤tten. Im Interesse der Sicherheit aller Ver­kehrsteilnehmer, auch der Kinder, sei auf die Verkehrsanordnung "Stopp mit Verkehrsspie­gel" zu verzichten, damit geeignetere Massnahmen mÃ¶glich wÃ¼rden.</span></p> <p class="Einzug1"><span>c) aa) GemÃ¤ss Art. 3 Abs. 3 SVG kÃ¶nnen die Kantone auf Strassen, die nicht dem allgemeinen Durchgangsverkehr geÃ¶ffnet sind, den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr voll­­stÃ¤ndig untersagen oder zeitlich beschrÃ¤nken. Eine solche Massnahme ist vorliegend nicht zu beurteilen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach Art. 3 Abs. 4 SVG kÃ¶nnen "andere" BeschrÃ¤nkungen oder Anordnungen erlas­­­sen werden, soweit der Schutz der Bewohner oder gleichermassen Betroffener vor LÃ¤rm und Luftverschmutzung, die Sicherheit, die Erleichterung oder Regelung des Verkehrs, der Schutz der Strasse oder andere in den Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen liegende GrÃ¼nde dies erfordern (Satz 1). Aus solchen GrÃ¼nden kann insbesondere in Wohnquartieren der Verkehr be­schrÃ¤nkt und das Parkieren besonders geregelt werden (Satz 2). Art. 3 Abs. 4 SVG belÃ¤sst damit den Kantonen fÃ¼r sogenannte funktionelle ("andere") VerkehrsbeschrÃ¤nkungen einen weiten Rahmen; neben solchen aus GrÃ¼nden des Umweltschutzes kommen alle Massnahmen in Betracht, die der Verkehrssicherheit und -regelung im weitesten Sinne dienen (vgl. BGE 106 IV 201).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Der Regierungsrat hat die massgeblichen Rechtsgrundlagen bezÃ¼glich der Aufhebung des gesetzlichen Rechtsvortritts zutreffend wiedergegeben (E. 3 f.); darauf ist zu ver­­­weisen (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Diese Bestimmungen enthalten einer­­seits unbestimmte Rechtsbegriffe ("... die den Zweck mit den geringsten EinschrÃ¤nkungen erreicht", Art. 107 Abs. 5 SSV), deren Anwendung durch das Verwaltungsgericht grund­­sÃ¤tzlich zu Ã¼berprÃ¼fen ist, wobei es sich â namentlich wenn es um die WÃ¼rdigung Ã¶rt­licher VerhÃ¤ltnisse geht, welche die Vorinstanzen besser kennen â jedoch eine gewisse ZurÃ¼ckhaltung auferlegt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 73) und verweisen anderseits auf das Ermessen der BehÃ¶rden ("... kann die BehÃ¶rde ... eine vom gesetzlichen Rechtsvortritt abweichende Regelung verfÃ¼gen...", Art. 109 Abs. 4 SSV), dessen AusÃ¼bung der gerichtlichen Kontrolle entzogen ist (§ 50 VRG), soweit nicht Missbrauch oder Ãberschreitung zu prÃ¼fen sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bereits der Regierungsrat, dessen Kognition im Rekursverfahren grundsÃ¤tzlich gemÃ¤ss § 20 VRG nicht beschrÃ¤nkt ist, mass der Auffassung des Gemeinwesens, dem die Hoheit Ã¼ber die fragliche VerkehrsflÃ¤che zusteht und das die Regelung beantragte (§ 4 Abs. 2 der kantonalen Signalisationsverordnung vom 21. November 2001), praxisgemÃ¤ss wesentliches Gewicht zu (E. 3b; vgl. auch VGr, 27. Mai 2003, VB.2003.00039, E. 2a, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Es ist nicht ganz klar, inwiefern der BeschwerdefÃ¼hrer sich gegen die entsprechenden AusfÃ¼hrungen im angefochtenen Entscheid wendet. Jedenfalls bestreitet er zu Recht nicht, dass die spezifische Voraussetzung zur Aufhebung des Rechtsvortritts von Art. 109 Abs. 4 SSV gegeben ist. Ob er mit dem Vorbringen, die gleichzeitige Beobachtung des von rechts und von links kommenden Verkehrs sei fÃ¼r einen vom HÃ¶cklerweg her kommenden Fahrzeuglenker schwierig, geltend machen will, die angefochtene Regelung stel­le nicht die den beabsichtigten Zweck mit den geringsten EinschrÃ¤nkungen verfolgende Massnahme dar (Art. 107 Abs. 5 SSV), ist ungewiss. Auch in dieser Hinsicht tritt er der Er­wÃ¤gung der Vorinstanz (E. 6b), in Anbetracht der herrschenden SichtverhÃ¤ltnisse sei ein Halt beim Einbiegen vom HÃ¶cklerweg in die Obere Bassersdorfer-/BÃ¤nikonerstrasse ohnehin unerlÃ¤sslich, nicht entgegen; dieser regierungsrÃ¤tlichen Beurteilung ist im Ãbrigen voll­­­umfÃ¤nglich zuzustimmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt sinngemÃ¤ss vor, die strittige Verkehrsanordnung gefÃ¤hrde die Sicherheit der Bewohner von Gerlisberg, insbesondere der Kinder. Er bestreitet damit sinngemÃ¤ss das Vorliegen eines der in Art. 3 Abs. 4 SVG genannten Ã¶ffentlichen Inte­ressen, das die Massnahme rechtfertigen kann. Allerdings begrÃ¼ndet er nicht nÃ¤her, inwie­fern durch die angefochtene Massnahme die Sicherheit gefÃ¤hrdet werde. In der Rekurs­­schrift hatten sie noch geltend gemacht, bereits jetzt wÃ¼rden in Gerlisberg zu hohe Geschwin­digkeiten gefahren; mit dem Entzug des Rechtsvortritts wÃ¼rde dieser Situation Vorschub geleistet, d.h. in der Oberen Bassersdorferstrasse wÃ¼rde noch schneller gefahren als heute. Der Regierungsrat hat dieses Argument verworfen. Es kÃ¶nne zwar nicht ausgeschlos­­sen werden, dass einzelne MotorfahrzeugfÃ¼hrer die dort geltende generelle HÃ¶chstge­schwindigkeit innerorts von 50 km/h Ã¼berschritten. Die Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse und die Tatsache, dass unmittelbar nÃ¶rdlich der EinmÃ¼ndung des HÃ¶cklerwegs die Gerlisbergstras­se von Westen her in die Obere Bassersdorfer-/BÃ¤nikonerstrasse einmÃ¼nde, lasse die BefÃ¼rch­tungen als unbegrÃ¼ndet erscheinen (E. 6c). Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt diese ErwÃ¤gungen jedenfalls nicht ausdrÃ¼cklich in Frage. Zwar macht er geltend, die durchfahrenden Fahrzeuglenker seien ortskundig â was fÃ¼r deren Mehrheit aufgrund der Ã¶rtlichen Situation, insbesondere Verlauf und Bedeutung der von Gerlisberg nach Augwil, Oberembrach, Birchwil, Bassersdorf und Kloten fÃ¼hrenden Strassen wahrscheinlich ist â und fÃ¼hren daher die zulÃ¤ssigen 50 km/h oder schneller. Damit scheint er aber nicht mehr am Vorbringen im Rekursverfahren vor Regierungsrat festzuhalten, die angefochtene Verkehrsregelung hÃ¤tte einen massgebenden Einfluss auf das Verhalten der Gerlisberg passierenden Fahrzeuglenker. Ein solcher kann zwar nicht vollstÃ¤ndig ausgeschlossen werden; dem Regierungsrat ist jedoch darin beizupflichten, dass die BefÃ¼rchtungen des BeschwerdefÃ¼hrers aufgrund der Ã¶rt­lichen Situation unbegrÃ¼ndet oder jedenfalls Ã¼bertrieben erscheinen (vgl. die Fotodokumen­tation).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Dem Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers, wonach spielenden Kindern die Umset­zung des Stopp-Signals nicht mÃ¶glich sei, kommt keine entscheidende Bedeutung zu. Spie­­len auf der Strasse ist nÃ¤mlich ohnehin nur unter restriktiven Bedingungen zulÃ¤ssig (ver­­­kehrsarme Nebenstrasse; keine Behinderung und GefÃ¤hrdung der Ã¼brigen Verkehrsteilnehmer; Art. 46 Abs. 2<sup>bis</sup> , 50 Abs. 2 der Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962, VRV; SR 741.11). Sind Kinder nicht in der Lage, die Bedeutung des Stopp-Signals zu erkennen, gefÃ¤hrden sie dadurch die im Kreuzungsbereich zirkulierenden Verkehrsteilnehmer; ihr Spielen ist damit im Sinn der Verkehrsregelnverordnung untersagt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ee) Weitere Argumente, die fÃ¼r die geltende Verkehrsregelung und gegen die angefochtene Anordnung sprÃ¤chen, werden nicht vorgebracht und sind auch aus den Akten nicht ersichtlich. Aus den allgemeinen Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers, Gerlisberg stel­le auch Lebensraum fÃ¼r seine Bewohner dar, lÃ¤sst sich fÃ¼r sich weder zu Gunsten noch zu Lasten der strittigen Anordnung etwas ableiten. Ausserdem ist nicht nachvollziehbar, weshalb das Stopp-Signal nach Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers geeignetere Massnahmen verhindern soll. Die Vorinstanz hat in diesem Zusammenhang zu Recht auf Art. 107 Abs. 5 SSV verwiesen, nach dessen Satz 2 eine Ã¶rtliche Verkehrsanordnung zu Ã¼berprÃ¼fen ist, wenn sich die Voraussetzungen Ã¤ndern. Dadurch ist hinreichend gewÃ¤hrleistet, dass das Stopp-Signal keine prÃ¤judizierende Wirkung hat. Unklar bleibt auch, welche Bedeutung der BeschwerdefÃ¼hrer dem Umstand, dass er und weitere Bewohner von Gerlisberg und Kloten dem Stadtrat seit lÃ¤ngerer Zeit AntrÃ¤ge zum Thema Verkehrssicherheit gestellt haben, beimisst. Auch die der Beschwerde beigelegte Korrespondenz ist nicht geeignet, die jetzt strittige Anordnung als rechtswidrig erscheinen zu lassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ff) Insgesamt ist es nicht zu beanstanden und stellt es insbesondere keine durch das Verwaltungsgericht zu korrigierende Rechtswidrigkeit dar, dass die BehÃ¶rde den aufgrund der unÃ¼bersichtlichen Situation notwendigen Halt bei der EinmÃ¼ndung des HÃ¶cklerwegs in die Obere Bassersdorfer-/BÃ¤nikonerstrasse auch formell angeordnet hat, was nach der Sig­na­­lisationsverordnung notwendigerweise mit dem Entzug des Vortritts verbunden ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Der BeschwerdefÃ¼hrer unterliegt und hat daher die Gerichtskosten zu Ã¼bernehmen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG). ParteientschÃ¤digungen wurden nicht verlangt und wÃ¤ren auch keine zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'590.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>