<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00576</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205738&amp;W10_KEY=13013562&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00576</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.03.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Festsetzung Strassenprojekt</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Festsetzung eines Projektes für eine Gemeindestrasse: Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts. Keine Durchführung eines Augenscheins notwendig (E.1). Der Beschwerdeführer beantragt, dass auf die Verlegung des unteren Teilstücks der Ebnetstrasse und damit auf das gesamte Projekt zu verzichten sei. Der Bezirksrat ist auf dieses Begehren nicht eingetreten (E.2.1). Gemäss dem 1997 festgelegten Verkehrsplan sollen die Erschliessungslücken im Gemeindeteil Stäfa-Mitte durch den Ausbau und die Verlegung der Ebnetstrasse behoben werden; im gleichentags beschlossenen Erschliessungsplan wurde das zu verlegende Teilstück der ersten Erschliessungsetappe zugewiesen. Für die neue Linienführung bestehen zudem Baulinien, die zum Teil bereits 1952, zum Teil 1997 festgelegt wurden. Ob und inwieweit stehen die der streitigen Projektfestsetzung vorangegangenen planerischen Festlegungen (Baulinie, Verkehrsplan und Erschliessungsplan) einer Überprüfung und allfälligen Aufhebung des gesamten Strassenprojekts entgegen? Die akzessorische Überprüfung des Erschliessungsplans (und damit auch des Verkehrsplans) anlässlich der Strassenprojektfestsetzung ist nur unter besonderen Voraussetzungen zulässig, insbesondere dann, wenn der Betroffene zuvor keine Möglichkeit hatte, seine Interessen zu verteidigen, was auch dann zutreffen kann, wenn sich die Verhältnisse seit der Planfestsetzung grundlegend verändert haben. Diese Voraussetzungen sind vorliegend nicht erfüllt (E.2.3). Das Begehren, die Erschliessung der östlich der alten Ebnetstrasse gelegenen Liegenschaften mittels einer neu zu schaffenden Zufahrt zu gewährleisten, hat der Bezirksrat ebenfalls zu Recht abgelehnt. Die vom Beschwerdeführer gerügte mangelhafte Zufahrt stünde der streitigen Projektfestsetzung dann entgegegen, wenn die Verbesserung der genannten Zufahrtsverhältnisse zwingend Bestandteil des Projekts bilden müsste, was vorliegend nicht zutrifft (E.3). Abweisung der Beschwerde und Kostenfolge (E.4). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKZESSORISCHE PRÃFUNG">AKZESSORISCHE PRÃFUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAULINIE">BAULINIE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNGSPLAN, LANDUMLEGUNG, QUARTIERPLAN">ERSCHLIESSUNGSPLAN, LANDUMLEGUNG, QUARTIERPLAN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSETZUNG">FESTSETZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDESTRASSE">GEMEINDESTRASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROJEKTVERZICHT">PROJEKTVERZICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENPROJEKT">STRASSENPROJEKT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSPLAN">VERKEHRSPLAN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 31 Abs. II PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 92 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 96 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2006 Nr. 25 S. 4</span><br/><span class="gerade">BEZ 2006 Nr. 42 S. 4</span><br/><span class="ungerade">RB 2006 Nr. 60</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Gemeindeversammlung StÃ¤fa beschloss am 27. Oktober 1997 gestÃ¼tzt auf § 31 Abs. 2 und § 90 ff. des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) eine Revision des Verkehrsplans und des Erschliessungsplans. Damit wurde die Ebnetstrasse als nutzungsorientierte Sammelstrasse klassiert (§ 5 Abs. 1 lit. d der Zugangsnormalien vom 9. Dezember 1987) und deren Ausbau der 1. Erschliessungsetappe zugewiesen. Der dazu gehÃ¶rige Planungsbericht hÃ¤lt fest, dass der Gemeindeteil StÃ¤fa-Mitte, umfassend die Gebiete Ebnet, Zehntentrotte, UnterÃ¤cher, Kreuz, BÃ¤nderbÃ¼hl und Rohrhalden, nicht hinreichend grob erschlossen sei; zur Behebung dieser MÃ¤ngel fielen verschiedene Varianten in Betracht ("Null", "Direkt", Tunnel" und "Verteilt"; vgl. Anhang B, S. 52 ff.), von denen die Variante "Direkt" den Vorzug verdiene. Danach wird das untere TeilstÃ¼ck der Ebnetstrasse (ab der Seestrasse) nach Westen verlegt und mit einer 6 m breiten Fahrbahn ausgestaltet; das daran anschliessende obere TeilstÃ¼ck wird im bestehenden Trassee umgestaltet. In der Folge wurde das Projekt gestÃ¼tzt auf § 23 des Abtretungsgesetzes vom 30. November 1879 (AbtrG) sowie § 16 des Strassengesetzes vom 27. September 1981 (StrassG) Ã¶ffentlich ausgeschrieben und den betroffenen GrundeigentÃ¼mern persÃ¶nlich angezeigt. </p> <p class="Urteilstext">Von diesen erhoben neun Einsprache, darunter auch A als EigentÃ¼mer der Ã¼berbauten GrundstÃ¼cke Kat. Nrn. 01 und 02. Die Parzelle Kat. Nr. 01 grenzt nÃ¶rdlich an die Seestrasse, westlich an die heutige Ebnetstrasse und Ã¶stlich an das projektierte TeilstÃ¼ck der neuen Ebnetstrasse. Die Liegenschaft Kat. Nr. 02 liegt ab der Seestrasse gesehen in zweiter Bautiefe nÃ¶rdlich des zur Seestrasse parallel verlaufenden Flurweges Kat. Nr. 04 und Ã¶stlich der heutigen Ebnetstrasse. Er verlangte primÃ¤r den Verzicht auf das Projekt und damit auf die Verlegung der Ebnetstrasse; ferner stellte er (neben die Landabtretung und die Beitragspflicht betreffenden finanziellen Begehren) verschiedene ProjektÃ¤nderungsbegehren. Der Gemeinderat wies diese Begehren am 17. Februar 2004 grÃ¶sstenteils ab; sinngemÃ¤ss setzte er mit der Behandlung der Einsprachen zugleich das Projekt fÃ¶rmlich fest (§ 17 Abs. 4 StrassG).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Dagegen erhoben A sowie ein weiterer Einsprecher am 24. MÃ¤rz 2004 Rekurs an den Bezirksrat Meilen, worin er seine Einsprachebegehren, soweit sie abgewiesen worden waren, aufrecht erhielt. Der Bezirksrat fÃ¼hrte ohne Mitwirkung der Parteien einen Augenschein durch. Mit Beschluss vom 6. Januar 2005 hielt er fÃ¶rmlich fest, dass "auf einen Lokalaugenschein mit den Parteien â¦ verzichtet" werde (Disp. Ziff. I) und wies die vereinigten Rekurse, soweit er darauf eintrat, ab (Disp. Ziff. III). </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschwerde vom 21. MÃ¤rz 2005 (VB.2005.00138) beantragte A, den Rekursentscheid wegen Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs aufzuheben; eventualiter verlangte er den Verzicht auf den Ausbau und die Verlegung der Ebnetstrasse; subeventualiter ersuchte er um Gutheissung seines vom Bezirksrat abgewiesenen ProjektÃ¤nderungsbegehrens, wonach die Ã¶stlich der alten Ebnetstrasse gelegenen GrundstÃ¼cke mittels einer neu zu schaffenden Zufahrt Ã¼ber das GrundstÃ¼ck Kat. Nr. 03 in der VerlÃ¤ngerung des geplanten Kehrplatzes zu erschliessen seien. Das Verwaltungsgericht hiess am 2. Juni 2005 die mit dem Rechtsmittel eines anderen BeschwerdefÃ¼hrers (VB.2005.00137) vereinigte Beschwerde gut, hob den Rekursentscheid vom 6. Januar 2005 auf und wies die Sache zur ergÃ¤nzenden Untersuchung (DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins unter Mitwirkung der Parteien) an den Bezirksrat Meilen zurÃ¼ck. </p> <p class="Urteilstext">Im wieder aufgenommenen Rekursverfahren nahm der Bezirksrat am 7. und 9. September 2005 den Augenschein vor. Mit Beschluss vom 29. September 2005 wies er die beiden Rekurse, soweit er darauf eintrat, erneut ab. Die Rekurskosten von Fr. 1'642.- auferlegte er den Rekurrenten je zur HÃ¤lfte.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen gelangte A am 5. Dezember 2005 erneut an das Verwaltungsgericht, worin er seine in der frÃ¼heren Beschwerde vom 21. MÃ¤rz 2005 gestellten Eventual- und Subeventualbegehren erneuerte; in prozessualer Hinsicht verlangte er die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins sowie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung fÃ¼r beide Verfahren.</p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Meilen beantragte Abweisung der Beschwerde unter Verzicht auf weitere AusfÃ¼hrungen. Der Gemeinderat StÃ¤fa ersuchte am 25. Januar 2006 ebenfalls um Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Im Streit liegt die Festsetzung eines Projektes fÃ¼r eine Gemeindestrasse. ZustÃ¤ndig fÃ¼r die Festsetzung solcher Projekte ist gemÃ¤ss § 15 Abs. 2 StrassG der Gemeinderat. Zu Recht ist der Bezirksrat im angefochtenen Rekursentscheid (E. 2) davon ausgegangen, dass der Beschluss des Gemeinderates StÃ¤fa vom 17. Februar 2004, worin dieser die aufgrund der Planauflage erhobenen Einsprachen behandelt hat, stillschweigend die Festsetzung des Projektes beinhaltet (vgl. § 17 Abs. 4 Satz 1 StrassG). DemgemÃ¤ss war dieser Beschluss gestÃ¼tzt auf § 17 Abs. 4 Satz 2 StrassG in Verbindung mit § 19 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) an den Bezirksrat weiterziehbar, gegen dessen Entscheid vom 29. September 2005 die Beschwerde an das Verwaltungsgericht offen steht (§ 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 Abs. 1 VRG). Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die fÃ¼r die Beurteilung der Streitsache erheblichen tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse sind aus den vorliegenden Akten mit hinreichender Klarheit ersichtlich. Ein gerichtlicher Augenschein ist daher nicht erforderlich, zumal die Vorinstanz nunmehr im zweiten Rechtsgang einen Augenschein unter gehÃ¶riger Mitwirkung der Parteien vorgenommen hat (RB 1981 Nr. 2, 1995 Nr. 12).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt an seinem bereits mit der Projekteinsprache gestellten Begehren fest, dass auf die Verlegung des unteren TeilstÃ¼cks der Ebnetstrasse und damit auf das gesamte Projekt zu verzichten sei. Zur BegrÃ¼ndung hat er â schon in der Rekursschrift vom 24. MÃ¤rz 2004 (vgl. sodann Beschwerdeschrift vom 5. Dezember 2005, S. 8 ff. Ziff. 8-12) â vorgebracht, das Projekt sei nicht geeignet, im Gebiet "StÃ¤fa Mitte" eine ausreichende Strassen-Groberschliessung zu schaffen. Der neuen Ebnetstrasse komme gemÃ¤ss Technischem Bericht vom 6. August 2003 die Funktion einer nutzungsorientierten Sammelstrasse zu, was schon im Ansatz verfehlt sei, weil diese Kategorie gemÃ¤ss den Zugangsnormalien auf die Erschliessung von maximal 600 Wohneinheiten (bzw. bei guter Ã¶ffentlicher Erschliessung von 1000 Wohneinheiten) ausgerichtet sei, was den im fraglichen Gebiet vorhandenen grÃ¶sseren Erschliessungsbedarf nicht abzudecken vermÃ¶ge; erforderlich wÃ¤re daher ein Projekt, das von seiner Dimensionierung her die Anforderungen einer verkehrsorientierten Sammelstrasse erfÃ¼lle. Die projektierte Strasse genÃ¼ge aber bezÃ¼glich Fahrbahnbreite und FussgÃ¤ngerschutz nicht einmal den Anforderungen an eine nutzungsorientierte Sammelstrasse. Zudem genÃ¼ge sie, da laut Technischem Bericht bei mehreren Liegenschaften mit einer Ãberschreitung der LÃ¤rmbelastungsgrenzwerte zu rechnen sei, den Anforderungen des Umweltrechts nicht und sei auch mit weiteren Nachteilen fÃ¼r das direkt betroffene Ebnet-Quartier, namentlich fÃ¼r zahlreiche an dieser Strasse gelegenen Denkmalschutzobjekte, verbunden. Das Strassenprojekt verletze auch das aus dem VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip folgende Gebot der Erforderlichkeit, weil verschiedene AlternativlÃ¶sungen vorhanden seien, mit denen sich das angestrebte Ziel, die ErschliessungsmÃ¤ngel in den Baugebieten "StÃ¤fa Mitte" zu beseitigen, problemlos erreichen liesse, ohne dass dadurch die Eigentumsrechte des BeschwerdefÃ¼hrers und anderer GrundeigentÃ¼mer beeintrÃ¤chtigt wÃ¼rden. Neben den Varianten, welche im Rahmen der Ortsplanrevision 1997 geprÃ¼ft (und verworfen) worden seien, biete sich namentlich â als Untervariante der damals verworfenen Variante "Tunnel" â eine gestreckte Strassen- und TunnelfÃ¼hrung zwischen dem Knoten Dorf-/Kreuzstrasse und der Seestrasse an. </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat ist auf das Begehren, das gesamte Projekt (LinienfÃ¼hrung samt Verlegung des unteren TeilstÃ¼cks der Ebnetstrasse) fallen zu lassen, nicht eingetreten. Er erwog, das Projekt beruhe auf rechtskrÃ¤ftigen Baulinien, dem gÃ¼ltigen Verkehrsplan 1997 sowie dem rechtskrÃ¤ftigen Erschliessungsplan, mit dem der Ausbau der Ebnetstrasse der ersten Realisierungsetappe zugeordnet worden sei, weshalb es als Ganzes nicht mehr infrage gestellt werden kÃ¶nne (Rekursentscheid E. 1; vgl. auch Rekursentscheid vom 6. Januar 2005 E. 5a).</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, der Bezirksrat hÃ¤tte auf dieses Begehren eintreten mÃ¼ssen. Die drei genannten planerischen Grundlagen stÃ¼nden einer Anfechtung des Projekts nicht entgegen. Aus den vorhandenen Baulinien, die lediglich der Landsicherung dienten, lasse sich nicht auf die Recht- und ZweckmÃ¤ssigkeit des Projekts schliessen. Der kommunale Verkehrsplan sei lediglich behÃ¶rdenverbindlich und im Rahmen des vorliegenden Verfahrens, in dem das Strassenprojekt angefochten werde, akzessorisch Ã¼berprÃ¼fbar. Sodann kÃ¶nne auch der den Ausbau der Ebnetstrasse vorsehende Erschliessungsplan die vom konkreten Strassenprojekt betroffenen GrundeigentÃ¼mer nicht daran hindern, dieses Projekt als Ganzes zu bekÃ¤mpfen, zumal die genaue Ausgestaltung von Groberschliessungsanlagen erst im Rahmen des Projektierungsverfahrens rechtsverbindlich festgelegt werde. Jedenfalls seien die Voraussetzungen dafÃ¼r, dass ausnahmsweise auch eine nutzungsplanerische Festlegung (wie sie der Erschliessungsplan darstelle) akzessorisch Ã¼berprÃ¼ft werden kÃ¶nne, hier erfÃ¼llt (Beschwerdeschrift, S. 5 ff. Ziff. 7).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Im Strassenprojektfestsetzungsverfahren ist in erster Linie zu prÃ¼fen, ob die Projektierung den Vorgaben von § 14 StrassG entspricht, wonach Strassen "entsprechend ihrer Bedeutung und Zweckbestimmung" (das heisst also im Rahmen des Verkehrsplans und Erschliessungsplans) nach den jeweiligen Erkenntnissen der Bau- und Verkehrstechnik, mit bestmÃ¶glicher Einordnung in die bauliche und landschaftliche Umgebung sowie unter Beachtung der Sicherheit, des Umweltschutzes, der Wirtschaftlichkeit und mit sparsamer Landabtretung zu projektieren sind, wobei die BedÃ¼rfnisse des Ã¶ffentlichen Verkehrs, der FussgÃ¤nger, der Radfahrer sowie der Behinderten und Gebrechlichen zu berÃ¼cksichtigen sind (zur Bedeutung dieser Vorgaben bei der PrÃ¼fung der RechtmÃ¤ssigkeit von Strassenprojekten vgl. VGr, 18. Dezember 2003, VB.2003.00220 E. 3; 30. September 2004, VB.20004.00076, E. 4.2 und 5.1; 3. MÃ¤rz 2005, VB.2004.00489 E. 3; alle unter www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>GemÃ¤ss dem von der Gemeindeversammlung am 27. Oktober 1997 gestÃ¼tzt auf § 31 Abs. 2 PBG festgelegten Verkehrsplan sollen die ErschliessungslÃ¼cken im Gemeindeteil StÃ¤fa-Mitte durch den Ausbau und die Verlegung der Ebnetstrasse behoben werden (Verlegung im unteren TeilstÃ¼ck, Ausbau im oberen TeilstÃ¼ck); im zugehÃ¶rigen Planungsbericht wird dieser LÃ¶sung nach GegenÃ¼berstellung mit anderen, ebenfalls ausfÃ¼hrlich erlÃ¤uterten Varianten der Vorzug gegeben; der festgelegte Verkehrsplan bezeichnet dementsprechend die Ebnetstrasse als nutzungsorientierte Sammelstrasse (im unteren TeilstÃ¼ck unter Verwendung der Signatur "geplant" mit der neuen LinienfÃ¼hrung). Die neue LinienfÃ¼hrung ist auch im gleichentags beschlossenen Erschliessungsplan festgelegt worden, womit das zu verlegende TeilstÃ¼ck gestÃ¼tzt auf § 92 PBG der ersten Erschliessungsetappe zugewiesen worden ist. FÃ¼r die neue LinienfÃ¼hrung im unteren TeilstÃ¼ck bestehen zudem Baulinien, die bereits 1952 festgelegt und genehmigt worden sind; sodann sind gestÃ¼tzt auf § 96 Abs. 1 PBG mit Beschluss des Gemeinderats vom 15. Oktober 1996 (genehmigt am 20. August 1997) in direktem Zusammenhang mit der Ortsplanrevision 1997 fÃ¼r das obere TeilstÃ¼ck der Ebnetstrasse und das daran anschliessende TeilstÃ¼ck der Kreuzstrasse neue Baulinien festgesetzt worden.</p> <p class="Urteilstext">Ob und inwieweit die der streitigen Projektfestsetzung vorangegangenen planerischen Festlegungen (Baulinie, Verkehrsplan und Erschliessungsplan) einer ÃberprÃ¼fung und allfÃ¤lligen Aufhebung des <i>gesamten</i> Strassenprojektes entgegenstehen, hÃ¤ngt in erster Linie von der Funktion und Rechtsnatur dieser Festlegungen ab. Der Verkehrsplan gibt als richtplanerische Grundlage der nachfolgenden Nutzungsplanung Aufschluss Ã¼ber das grossrÃ¤umige Strassen-, Eisenbahn-, Tram- und Busliniennetz (§ 31 Abs. 2 in Verbindung mit § 18 PBG; Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, Band I, 3. A., ZÃ¼rich 1999, N. 185 ff., N. 218). Der Erschliessungsplan gibt als Sondernutzungsplan Aufschluss Ã¼ber die Ã¶ffentlichen Werke und Anlagen, die fÃ¼r die Groberschliessung der Bauzonen notwendig sind; er zeigt ferner auf, in welchen zeitlich bestimmten Etappen das Gemeinwesen die Groberschliessung durchfÃ¼hrt und wie sie auf die Angebotsplanung im Ã¶ffentlichen Personenverkehr sowie auf die GÃ¼terverkehrsplanung abgestimmt ist (§ 91 PBG; Haller/Karlen, N. 357 f.). Die Verkehrsbaulinien dienen als Sondernutzungsplan der Sicherung bestehender oder geplanter Anlagen (§ 96 Abs. 1 PBG); sie dÃ¼rfen ferner ein Ã¶ffentliches Interesse an der bestimmten Gestaltung von VerkehrsrÃ¤umen und PlÃ¤tzen wahrnehmen und nÃ¤her umschreiben (§ 97 Abs. 2 PBG; Haller/Karlen, N. 344 ff.). Strassenprojektfestsetzungen stellen wie Baulinien und ErschliessungsplÃ¤ne SondernutzungsplÃ¤ne dar; mit der Projektfestsetzung gilt die Baubewilligung als erteilt (§ 309 Abs. 2 PBG). Die Projektfestsetzung bzw. die Genehmigung, sofern eine solche erforderlich ist, beinhaltet zudem die Erteilung des Enteignungsrechts, soweit mit dem Projekt Grundeigentum Dritter beansprucht wird (§ 15 StrassG; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 19 N. 126).</p> <p class="Urteilstext">Aus rechtskrÃ¤ftigen Baulinien lÃ¤sst sich eine BeschrÃ¤nkung der RÃ¼gen bei der Anfechtung eines spÃ¤ter festgesetzten Strassenprojektes hÃ¶chstens dann ableiten, wenn die fragliche Baulinie im Hinblick auf das streitbetroffene Strassenprojekt festgesetzt wurde (VGr, 3. MÃ¤rz 2005, VB.2004.00489, E. 2.1, www.vgrzh.ch, zur Publikation im RB 2005 vorgesehen). Letzteres trifft hier auf die Baulinien entlang des oberen TeilstÃ¼cks der Ebnetstrasse zu, welche im Rahmen der Ortsplanungsrevision 1997 festgesetzt wurden, nicht aber auf das untere (zu verlegende) TeilstÃ¼ck, das durch die bereits 1952 festgelegten Baulinien gesichert ist und gegen dessen Neuerstellung sich die Beschwerde in erster Linie wendet. </p> <p class="Urteilstext">Der Verkehrsplan kann bei Anfechtung einer nachfolgenden Nutzungsplanung akzessorisch Ã¼berprÃ¼ft werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 26). Einen diesbezÃ¼glich anfechtbaren Nutzungsplan stellt aber hier nicht erst das am 17. Februar 2004 festgesetzte Strassenprojekt dar, gegen das sich die Beschwerde richtet, sondern bereits der am 27. Oktober 1997 zusammen mit dem Verkehrsplan festgesetzte Erschliessungsplan. Dieser konnte mit Rekurs direkt angefochten werden. Eine spÃ¤tere â akzessorische â ÃberprÃ¼fung des Erschliessungsplans (und damit auch des Verkehrsplans) anlÃ¤sslich der Strassenprojektfestsetzung wÃ¤re nur unter besonderen Voraussetzungen zulÃ¤ssig, insbesondere dann, wenn der Betroffene zuvor keine MÃ¶glichkeit hatte, seine Interessen zu verteidigen, was auch dann zutreffen kann, wenn sich die VerhÃ¤ltnisse seit der Planfestsetzung grundlegend verÃ¤ndert haben (Walter Haller/Peter Karlen, Rechtsschutz im Raumplanungs- und Baurecht, 2. A., ZÃ¼rich 1998, N. 1068; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 27). Diese Voraussetzungen sind hier nicht erfÃ¼llt. </p> <p class="Urteilstext">Die nunmehr erhobene RÃ¼ge, die Ebnetstrasse kÃ¶nne die ihr im Erschliessungsplan zugedachte Funktion als nutzungsorientierte Sammelstrasse nicht erfÃ¼llen, hÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrer bereits mit Rekurs gegen den am 27. Oktober 1997 festgesetzten Erschliessungsplan vorbringen kÃ¶nnen, zumal damals gleichzeitig der Verkehrsplan diesbezÃ¼glich revidiert wurde. Mit dem projektierten Ausbau der Ebnetstrasse soll zur Sicherung bzw. Verbesserung der Groberschliessung des Gebiets StÃ¤fa-Mitte durch Verlegung des unteren TeilstÃ¼cks der Engpass in der Kernzone Kehlhof eliminiert, der EinmÃ¼ndungsbereich in die Seestrasse verkehrstechnisch verbessert, die SBB-UnterfÃ¼hrung bezÃ¼glich DurchfahrtshÃ¶he normgerecht ausgestaltet und ein FussgÃ¤ngerschutz realisiert werden, dies alles unter Einbezug der gewachsenen Quartierstruktur, unter Vermeidung zusÃ¤tzlichen Landbedarfs sowie mit optimaler Reduktion der LÃ¤rmbelastung (Technischer Bericht S. 2). Diese Zielsetzung liegt bereits der 1997 beschlossenen Ortsplanungsrevision (Verkehrsplan und Erschliessungsplan) zu Grunde (Planungsbericht S. 17 ff. und Anhang B S. 49 ff.). BezÃ¼glich der zu erwartenden Verkehrsbelastung knÃ¼pfte man damals zwar an VerkehrszÃ¤hlungen aus dem Jahr 1979 an, welche indessen fÃ¼r die Ortsplanungsrevision ergÃ¤nzt wurden (Planungsbericht Anhang A S. 40 ff.). Weil dabei auch kÃ¼nftige Verkehrsbelastungen berÃ¼cksichtigt wurden (Planungsbericht Anhang A S. 43 in Verbindung mit S. 47 f.), lÃ¤sst sich entgegen der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers (Beschwerdeschrift, S. 7) nicht einwenden, seit der Ortsplanungsrevision 1997 hÃ¤tten sich die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse grundlegend in einer Weise geÃ¤ndert, welche im Zusammenhang mit der heute streitigen Projektfestsetzung eine akzessorische ÃberprÃ¼fung des Verkehrsplans und des Erschliessungsplans rechtfertige. Dass bei der Ortsplanungsrevision 1997 die fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer aus dem Strassenprojekt resultierenden Belastungen bezÃ¼glich Landabtretung und Beitragspflicht noch nicht erkennbar waren, trifft zwar zu. Dies verschafft ihm aber keinen Anspruch darauf, dass die damals im Verkehrsplan und im Erschliessungsplan getroffenen Festlegungen aufgrund von Einwendungen akzessorisch Ã¼berprÃ¼ft werden, mit welchen nicht eine blosse ProjektÃ¤nderung, sondern ein neues, die Revision des Verkehrsplans und des Erschliessungsplans bedingendes Verkehrskonzept angestrebt wird. Auf die darauf abzielenden Einwendungen (Beschwerdeschrift, S. 8 - 11) ist daher der Bezirksrat zu Recht nicht eingegangen und ist auch im jetzigen Beschwerdeverfahren nicht einzugehen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Es kann angemerkt werden, dass diese Einwendungen auch bei materieller ÃberprÃ¼fung einen vollumfÃ¤nglichen Verzicht auf das Projekt kaum zu rechtfertigen vermÃ¶chten. AnlÃ¤sslich der Ortsplanungsrevision 1997 wurden bezÃ¼glich der damit angestrebten Beseitigung der ErschliessungsmÃ¤ngel im Gebiet StÃ¤fa-Mitte wie erwÃ¤hnt verschiedene Varianten eingehend geprÃ¼ft und gegeneinander abgewogen (Planungsbericht Anhang B S. 52 ff). Im Rahmen der ihm einzig zustehenden Rechtskontrolle hat das Verwaltungsgericht nicht als "OberplanungsbehÃ¶rde" zu prÃ¼fen, welche der von den Parteien verfochtenen Planungsvarianten der Vorzug verdiene. Hat die fachkundig beratene BehÃ¶rde in Kenntnis der entscheidungswesentlichen SachumstÃ¤nde eine als vertretbar erscheinende LÃ¶sung getroffen, so hat das Verwaltungsgericht ihren Beurteilungsspielraum zu respektieren (RB 2003 Nr. 20). Das vorliegende Projekt hÃ¤lt sich im Rahmen des Planungsspielraums, welcher der Gemeinde StÃ¤fa anlÃ¤sslich der Ortsplanungsrevision 1997 bei der Revision des Verkehrsplans und des Erschliessungsplans bezÃ¼glich der Groberschliessung des Gebiets StÃ¤fa-Mitte zustand, und diesen planerischen Vorgaben entspricht nach dem Gesagten das streitbetroffene Strassenprojekt als Ganzes.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer erneuert seinen Eventualantrag, das Strassenprojekt dahingehend zu Ã¤ndern bzw. zu ergÃ¤nzen, dass die Erschliessung der Ã¶stlich der alten Ebnetstrasse gelegenen Liegenschaften mittels einer neu zu schaffenden Zufahrt Ã¼ber das GrundstÃ¼ck Kat. Nr. 03 in der VerlÃ¤ngerung des dort geplanten Kehrplatzes zu gewÃ¤hrleisten sei. Zur BegrÃ¼ndung bringt er erneut vor, wegen der vorgesehenen Schliessung der Zu- und Wegfahrt Ã¼ber die Ebnetstrasse (altes TeilstÃ¼ck) von bzw. nach der Seestrasse kÃ¶nne man zu den Liegenschaften am Flurweg Kat. Nr. 04 Ã¶stlich der alten Ebnetstrasse nur noch von Norden her Ã¼ber diese Strasse zu- bzw. wegfahren; fÃ¼r die Zu- und Wegfahrt stelle dabei die Links- bzw. Rechtskurve im EinmÃ¼ndungsbereich des Flurwegs Kat. Nr. 04 in die alte Ebnetstrasse an der SÃ¼dwestecke seines GrundstÃ¼cks Kat. Nr. 02 â namentlich fÃ¼r grÃ¶ssere Fahrzeuge â ein schwer passierbares Hindernis dar. Ein Ausbau des dortigen Kreuzungsbereichs komme nicht in Betracht, weil dafÃ¼r zu wenig Platz vorhanden sei und weil das WohngebÃ¤ude Vers. Nr. 05 auf Kat. Nr. 02 unter Schutz gestellt sei. Es brauche daher fÃ¼r die Liegenschaften Ã¶stlich der alten Ebnetstrasse zwingend eine neue Zufahrt von Norden her, ansonsten es ihnen an einer hinreichenden Erschliessung fehle. Aufgrund der Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse komme hierfÃ¼r nur eine Zufahrt Ã¼ber das GrundstÃ¼ck Kat. Nr. 03 infrage.</p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat hat dieses Begehren abgelehnt. Er erwog, die Zufahrt zu den beiden Liegenschaften Kat. Nrn. 01 und 02 des BeschwerdefÃ¼hrers werde durch die im Zusammenhang mit dem Projekt vorgesehene neue VerkehrsfÃ¼hrung (Schliessung der Einfahrt der alten Ebnetstrasse in die Seestrasse) nicht geschmÃ¤lert. FÃ¼r die Ã¶stlich der alten Ebnetstrasse am Flurweg Kat. Nr. 04 liegenden HÃ¤user werde die Zufahrt (die nach wie vor Ã¼ber die alte Ebnetstrasse, jedoch bei Schliessung von deren EinmÃ¼ndung in die Seestrasse nunmehr von Norden her erfolgen mÃ¼sse) erschwert. Von den AnstÃ¶ssern des Flurweges selber seien jedoch keine Einsprachen erhoben worden. Dem Gemeinderat sei, wie er anlÃ¤sslich des Augenscheines erklÃ¤rt habe, "die Problemstellung hinsichtlich der baurechtlichen Zufahrt Ã¼ber den Flurweg Kat. Nr. 04 bekannt" und er habe diesbezÃ¼glich "eine Studie in Auftrag gegeben". Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt dem entgegen, die Auffassung des Gemeinderats StÃ¤fa und des Bezirksrates, die damit offenbar eine strassenpolizeiliche Massnahme nach § 39 StrassG in Betracht zÃ¶gen, missachte die GrundsÃ¤tze der formellen und materiellen Koordination bei der Planung. Das genannte Zufahrtsproblem mÃ¼sse im Rahmen des streitigen Projekts gelÃ¶st werden, ansonsten keine GewÃ¤hr dafÃ¼r bestehe, dass es sach- und zeitgerecht gelÃ¶st werde. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Hinsichtlich der Liegenschaften entlang des Flurwegs Kat. Nr. 04 erfolgt die Zu- und Wegfahrt bereits heute Ã¼ber die alte Ebnetstrasse, allerdings mit der MÃ¶glichkeit Ã¼ber deren unterstes, <i>sÃ¼dliches</i> TeilstÃ¼ck von der bzw. in die Seestrasse zu- bzw. wegzufahren, was im Zusammenhang mit der streitigen Projektfestsetzung nicht mehr zulÃ¤ssig sein soll; ohne zusÃ¤tzliche Massnahme wird daher die Zu- und Wegfahrt zwar nach wie vor Ã¼ber den heutigen EinmÃ¼ndungsbereich des Flurwegs sÃ¼dlich der Liegenschaft Kat. Nr. 02 des BeschwerdefÃ¼hrers, bis dort hin bzw. von dort aus aber Ã¼ber das <i>nÃ¶rdlich</i> anschliessende TeilstÃ¼ck der alten Ebnetstrasse erfolgen. Die Vorinstanzen gehen mit dem BeschwerdefÃ¼hrer davon aus, dass diese Ãnderung die Zu- und Wegfahrt fÃ¼r die betroffenen Anwohner des Flurwegs schwieriger macht, da offenbar das Einbiegen in den Flurweg von der alten Ebnetstrasse aus nÃ¶rdlicher Richtung schwieriger als aus sÃ¼dlicher Richtung ist. Die geplante Schliessung der EinmÃ¼ndung der alten Ebnetstrasse in die Seestrasse fÃ¼hrt demnach zu einer Verschlechterung der fraglichen ZufahrtsverhÃ¤ltnisse, welche jedoch bereits heute nicht optimal sind, was in Kernzonen hÃ¤ufig vorkommt und bis zu einem gewissen Grad auch aus rechtlicher Sicht hinzunehmen ist (RB 1997 Nr. 88 unter Bezugnahme auf § 11 Zugangsnormalien). Es ist daher bereits fraglich, ob zur Verbesserung der ZufahrtsverhÃ¤ltnisse eine zusÃ¤tzliche Massnahme getroffen werden muss. Immerhin gehen davon auch die Vorinstanzen aus.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer behauptet, zur Verbesserung der genannten ZufahrtsverhÃ¤ltnisse komme aufgrund der ortsbaulichen VerhÃ¤ltnisse lediglich eine Zufahrt Ã¼ber das GrundstÃ¼ck Kat. Nr. 03 infrage; offenbar geht er dabei davon aus, dass dies durch eine Ã¶ffentlichrechtlich abzusichernde Dienstbarkeit zulasten dieses GrundstÃ¼cks zu erfolgen habe. Ob dies jedoch die einzige MÃ¶glichkeit zur Verbesserung der fraglichen ZugangsverhÃ¤ltnisse ist, steht nicht fest. Der Gemeinderat geht jedenfalls davon aus, dass noch andere VerbesserungsmÃ¶glichkeiten bestehen, die er durch eine Studie abklÃ¤ren will. Wie es sich damit verhÃ¤lt, kann dahin gestellt bleiben. Die vom BeschwerdefÃ¼hrer gerÃ¼gte mangelhafte Zufahrt fÃ¼r die Anwohner des Flurwegs stÃ¼nde der streitigen Projektfestsetzung dann entgegen, wenn die Verbesserung der genannten ZufahrtsverhÃ¤ltnisse zwingend Bestandteil dieses Projekts bilden mÃ¼sste. Das trifft indessen aus den folgenden GrÃ¼nden nicht zu. </p> <p class="Urteilstext">Das festgesetzte Projekt beinhaltet den Ausbau und die Verlegung der Ebnetstrasse. Die angestrebte Verbesserung der fraglichen ZufahrtsverhÃ¤ltnisse mÃ¼sste dann Bestandteil des Projekts bilden, wenn sie mittels einer baulichen Umgestaltung der alten Ebnetstrasse im EinmÃ¼ndungsbereich des Flurwegs Kat. Nr. 04 umgesetzt werden sollte. Dies ist jedoch nicht geplant, und gerade eine solche Massnahme schliesst der BeschwerdefÃ¼hrer selber aus. Es fragt sich einzig, ob im Rahmen der Projektfestsetzung gestÃ¼tzt auf die GrundsÃ¤tze Ã¼ber die Koordination planerischer und/oder baulicher Massnahmen eine andere Anordnung zur Verbesserung der gerÃ¼gten ZufahrtsverhÃ¤ltnisse zwingend erforderlich sei. Das trifft entgegen der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers nicht zu. GemÃ¤ss Art. 25a des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG) ist bei der Errichtung von Bauten und Anlagen, fÃ¼r welche mehrere VerfÃ¼gungen zu treffen sind, eine ausreichende Koordination geboten; insbesondere sind die verschiedenen VerfÃ¼gungen inhaltlich aufeinander abzustimmen sowie nach MÃ¶glichkeit gemeinsam oder jedenfalls gleichzeitig zu erÃ¶ffnen und dÃ¼rfen sie inhaltlich keine WidersprÃ¼che enthalten (Abs. 2 lit. d und Abs. 3), wobei diese GrundsÃ¤tze "sinngemÃ¤ss" auch auf das Nutzungsplanverfahren (mithin auch auf SondernutzungsplÃ¤ne darstellende Strassenprojekte) anwendbar sind (Abs. 4). Der Koordinationsbedarf richtet sich nicht danach, ob die einzelnen Verfahren koordinierbar sind; ausschlaggebend ist, ob auf das gleiche Projekt verschiedene materiellrechtliche Vorschriften anzuwenden sind, zwischen denen ein derart enger Sachzusammenhang besteht, dass sie nicht getrennt und unabhÃ¤ngig voneinander angewandt werden dÃ¼rfen (BGE 122 II 81 E. 6d/aa; VGr, 7. April 2005, VB.2004.0558, E. 2.4, www.vgrzh.ch, zur Publikation im RB 2005 vorgesehen; Haller/Karlen, N. 791 ff.). Diese Voraussetzungen sind hier bezÃ¼glich der vom BeschwerdefÃ¼hrer geforderten Koordination zwischen der Festsetzung des Strassenprojekts und der angestrebten Verbesserung der Zufahrt zum Flurweg Kat. Nr. 04 nicht erfÃ¼llt. Es ist nicht ersichtlich, weshalb bei Verzicht auf den Einbezug solcher Massnahmen in das Projekt die Gefahr bestehen soll, dass spÃ¤ter zu diesem Zweck getroffene Anordnungen dem Projekt inhaltlich widersprechen kÃ¶nnten.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Die Gerichtskosten sind dem unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), dem bei diesem Verfahrensausgang von vornherein keine ParteientschÃ¤digung zusteht (§ 17 Abs. 2 VRG). Eine solche EntschÃ¤digung ist indessen auch dem obsiegenden Beschwerdegegner nicht zuzusprechen. Die Beantwortung von Rechtsmitteln gehÃ¶rt zum angestammten Aufgabenbereich eines Gemeinwesens, was eine ParteientschÃ¤digung zu dessen Gunsten zwar nicht von vornherein ausschliesst, jedoch nur dann als gerechtfertigt erscheinen lÃ¤sst, wenn die Beantwortung des Rechtsmittels mit einem ausserordentlichen Aufwand verbunden war (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 19 mit Hinweisen).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>