<h2>SubmittedText<h2><p>1. Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament bis Ende Februar 1998 die Botschaft zur 6. Revision der Erwerbsersatzordnung zu unterbreiten.</p><p>2. Der Bundesrat sorgt bei dieser Revision u. a. dafür, dass die Armeeangehörigen, die einen längeren Beförderungsdienst absolvieren, mindestens finanziell den Arbeitslosen gleichgestellt sind, die nicht im Militärdienst sind.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die heutigen Entschädigungsansätze für längerdauernde Dienstleistungen und insbesondere für Beförderungsdienste sind in letzter Zeit zunehmend auf Kritik gestossen. Der Bundesrat hat bereits im Vorentwurf für eine 6. EO-Revision, welcher im Juni 1995 in die Vernehmlassung gegeben worden ist, festgestellt, dass ein sozialpolitischer Bedarf für eine Verbesserung der Stellung der Beförderungsdienstleistenden besteht. Er hat daher Massnahmen vorgeschlagen, welche insbesondere auch Verbesserungen für Personen mit langen Dienstleistungen bringen würden. Vorgeschlagen wurden insbesondere eine zivilstandsneutrale Vereinheitlichung der Entschädigungsansätze bei 60 Prozent des vordienstlichen Einkommens, die Erhöhung der Ansätze für Rekruten sowie die Einführung einer Erziehungszulage. Die Revision wurde von einer Mehrheit der Vernehmlassungsteilnehmerinnen und -teilnehmer grundsätzlich befürwortet.</p><p>Am 25. Juni 1997 befasste sich der Bundesrat gleichzeitig mit drei Vorlagen, der 4. IV-Revision, der 6. EO-Revision und der Mutterschaftsversicherung. Angesichts der angespannten Wirtschafts- und Finanzlage hat der Bundesrat - wie er es in seiner grundsätzlich positiven Stellungnahme bei der Beratung der Motion Seiler Bernhard 97.3229 im Ständerat bereits angekündigt hat - beschlossen, erst nach Vorlage des Berichtes der IDA-Fiso 2 über die 6. EO-Revision zu entscheiden. Dieser Bericht liegt nun vor. Der Bundesrat wird über das weitere Vorgehen in bezug auf die 6. EO-Revision entscheiden können. Er wird seinen Entscheid im Frühjahr 1998 treffen. Dabei möchte er den Schlussfolgerungen der Kommissionen für soziale Sicherheit und Gesundheit von Nationalrat und Ständerat Rechnung tragen, die sich demnächst mit dem Bericht der IDA-Fiso 2 befassen werden.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.