<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2021-06-04-6B_461-2021.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_461/2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 4. Juni 2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, als präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Arquint Hill. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau, </div> <div class="para">Frey-Herosé-Strasse 20, Wielandhaus, 5001 Aarau, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Nichtanhandnahmeverfügung (einfache Körperverletzung); Nichteintreten, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 30. März 2021 (SBK.2020.332 / CH / va). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Das präsidierende Mitglied zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer stellte am 24. Juli 2020 bei der Kantonspolizei mündlich zu Protokoll Strafantrag gegen einen ihm namentlich unbekannten Polizeibeamten der Regionalpolizei U.________ wegen einfacher Körperverletzung. Am 2. November 2020 nahm die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau eine Strafuntersuchung nicht an die Hand. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 30. März 2021 ab. </div> <div class="para">Das Obergericht des Kantons Aargau hat das bei ihm eingereichte, als "Berufung" bezeichnete Rechtsmittel zuständigkeitshalber an das Bundesgericht weitergeleitet. Innert Frist reicht der Beschwerdeführer eine weitere Eingabe direkt beim Bundesgericht ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es ist zweifelhaft, ob der Beschwerdeführer überhaupt legitimiert ist, den vorinstanzlichen Entscheid anzufechten, da ihm die Befugnis abgeht, zivilrechtliche Forderungen gegen die Beschwerdegegner zu stellen (Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG; vgl. § 1 Abs. 1 ff. des Haftungsgesetzes vom 24. März 2009 [Haftungsgesetz/AG; SAR 150.200]; § 75 der kantonalen Verfassung vom 25. Juni 1980 [SAR 110.000]). Die Beschwerdelegitimation könnte sich einzig auf <span class="artref">Art. 10 Abs. 3 BV</span> und <span class="artref">Art. 3 EMRK</span> stützen (vgl. Urteil 6B_364/2011 vom 24. Oktober 2011 E. 2.2). Dies kann offen bleiben, da auf die Beschwerde aus anderen Gründen nicht eingetreten werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">In einer Beschwerde an das Bundesgericht ist unter Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid darzulegen, inwieweit dieser gegen das Recht verstossen soll (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). Die Bestimmungen von <span class="artref">Art. 95 ff. BGG</span> nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten besteht eine qualifizierte Rügepflicht (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde genügt diesen Begründungsanforderungen nicht. Der Beschwerdeführer setzt sich in seinen Eingaben nicht mit den Erwägungen im angefochtenen Entscheid auseinander. Stattdessen befasst er sich mit allerlei Themen (z.B. mit dem Tod seiner Ehefrau), die nicht zum Verfahrensgegenstand gehören, und führt er zudem im Wesentlichen (nur) aus, es sei mindestens drei Mal versucht worden, ihn aus der Welt zu schaffen. Bezüglich des versuchten vorsätzlichen Totschlags vom 17. Juli 2020 sei er bereit, einen Eid abzulegen; er werde keinesfalls als Lügner aus der Welt scheiden. Aus seinen kaum sachbezogenen, nur schwer nachvollziehbaren Ausführungen ergibt sich nicht im Ansatz, dass und inwiefern die Vorinstanz mit ihrem Entscheid gegen das geltende Recht im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> verstossen haben könnte. Soweit der Beschwerdeführer weiter vorbringt, es sei ihm unerklärlich, wie man solch schändliche Entscheide fällen könne, ohne das Opfer anzuhören und einander in die Augen zu schauen, verkennt er, dass das kantonale Beschwerdeverfahren grundsätzlich schriftlich durchgeführt wird (<span class="artref">Art. 397 Abs. 1 StPO</span>). Dass und weshalb die Vorinstanz von diesem Grundsatz hätte abweichen und eine mündliche Verhandlung ansetzen müssen (<span class="artref">Art. 390 Abs. 5 StPO</span>), sagt er nicht. Mangels einer tauglichen Begründung im Sinne von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 und <artref id="CH/173.110/106/2" type="start"></artref>Art. 106 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref> kann auf die Beschwerde im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht eingetreten werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Auf eine Kostenauflage kann ausnahmsweise verzichtet werden (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 4. Juni 2021 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Denys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill </div> </div></body></html>