<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein Konzept für ein riesiges Volks- und Begegnungsfest auszuarbeiten, das am Bettag des Jahres 2000 auf der für den Autoverkehr gesperrten Autobahn A1 stattfinden soll.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Wenn Erlebnistage weiterhin einen Symbolwert haben sollen, wie die Motionärin dies will, dürfen solche nicht permanent durchgeführt werden. Diese Gefahr besteht aber.</p><p>1998 wurden in der Schweiz der Westfälische Friede, die Helvetik und der moderne Bundesstaat gewürdigt, 1999 wird es der Schwabenkrieg sein, zusätzlich stehen Wahlen an; 2001 findet der eigentliche Aufbruch ins neue Jahrtausend statt und es wird die Expo.01 durchgeführt.</p><p>Damit all diese Feiern auch eine herausragende Bedeutung haben und entsprechend wahrgenommen werden können, empfiehlt es sich, im Jahre 2000 auf ein weiteres, durch die Eidgenossenschaft veranlasstes Volks- und Begegnungsfest im Sinne der Motion zu verzichten. Ein derartiges Bundesfest-Sabbatical vermag nach Auffassung des Bundesrates ebenso zum Denken über Mobilität und Nachhaltigkeit anzuregen, wie die in der Motion angeregte Hektik mit Märschen, Velotouren und Inlineskaterveranstaltungen auf Autobahnen.</p><p>2. Die vorgeschlagene Sperrung von Nationalstrassen fällt in den delegierten Rechtsetzungsbereich des Bundesrates (Art. 2 Abs. 1 Bst. a SVG, SR 741.01; in Verbindung mit der Durchgangsstrassenverordnung vom 18. Dezember 1991, SR 741.272). Motionen, die in diesem Bereich den Bundesrat zu einem Tun oder Unterlassen verpflichten wollen, sind nach allgemein anerkannter Rechtsauffassung unechte Motionen, mithin Postulate. Der Bundesrat empfiehlt jedoch aus den obengenannten Gründen, die Motion auch nicht in ein Postulat umzuwandeln.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.