<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00324</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205531&amp;W10_KEY=13013563&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00324</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.12.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 18.04.2006 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Open-Air-Kinoveranstaltung auf dem Uetliberg ("Kino am Berg"; vier Wochen im Sommer 2005; Landwirtschaftszone; im Perimeter eines Objekts, das im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler bezeichnet ist; im Bereich eines im kantonalen Richtplan festgesetzten Aussichtspunkts) Das aktuelle Interesse des Beschwerdeführers an einer Beurteilung der Beschwerde ist im Lauf des Beschwerdeverfahrens bereits im August 2005 dahingefallen. Weil sich jedoch grundsätzliche Fragen stellen, hat dieser gleichwohl ein schutzwürdiges Interesse an der Behandlung der Beschwerde (E. 1). Für die Beurteilung der Nebenfolgen im Rekursverfahren ist die Legitimation für alle Rekurrierenden im Einzelnen zu prüfen, was im Beschwerdeverfahren nachgeholt werden kann (E. 2.1). Legitimationsvoraussetzungen im Einzelnen (E. 2.2). Der Verband "Fussverkehr Schweiz" ist legitimiert, soweit er sich auf den Zugang zu den Wanderwegen bezieht (E. 2.2.1). Drei Verbände, die sich vorab regional für Belange des Landschafts- und Umweltschutzes einsetzen, sind nicht legitimiert, weil sie entweder den von ihnen erhobenen (egoistischen) Verbandsrekurs nicht im Interesse einer grossen Anzahl der Mitglieder führen oder die Legitimationsvoraussetzungen nicht hinreichend substanziiert haben oder weil deren Mitglieder nicht mehr betroffen sind als andere Bewohner rund um den Uetliberg (E. 2.2.2). Infolge der Distanz ihrer Liegenschaften zum Uetliberg sind zwei Privatpersonen nicht legitimiert, während fünf andere Private legitimiert sind (E. 2.2.3). Bewilligungspflicht für Bauten im Allgemeinen gemäss eidgenössischem und kantonalem Recht. Die konkreten Installationen (u.a. Bühne, fest installierte Stuhlreihen, Leinwand) sind trotz der beschränkten Installationsdauer bewilligungspflichtige Bauten angesichts der exponierten Lage auf dem Üetliberg und des erwarteten Publikumsaufmarsches (E. 3.2). Koordination: Die baurechtlichen Bewilligungen hätten mit der erforderlichen Landschaftsschutzbewilligung koordiniert werden müssen (E. 4.1). Hingegen liegt eine hinreichende lärmschutzrechtliche Beurteilung richtigerweise durch die lokale Baubehörde vor (E. 4.2). Bewilligungspflicht für Bauten ausserhalb der Bauzone, zulässige Erweiterungen (E. 5.1). Das Open-Air-Kino ist selber nicht eine standortgebundene Nutzung (E. 5.2). Offen gelassen, ob für diese zusätzliche Nutzung die Rechtsgrundlagen eines bestandesgeschützten nicht standortgebundenen Betriebs oder diejenigen für eine Erweiterung eines standortgebundenen Betriebs anzuwenden sind; die Aktenlage lässt keine abschliessende Beurteilung zu (E. 5.3 f., 6). Teilweise Gutheissung im Sinn der Erwägungen, jedoch keine Rückweisung (E. 7). Regelung der Nebenfolgen für das Rekurs- und Beschwerdeverfahren (E. 8). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTUELLES INTERESSE">AKTUELLES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSERHALB DER BAUZONEN">AUSSERHALB DER BAUZONEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESTANDESSCHUTZ">BESTANDESSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWILLIGUNGSPFLICHT">BEWILLIGUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EGOISTISCHE VERBANDSBESCHWERDE">EGOISTISCHE VERBANDSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KINO">KINO</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOORDINATION">KOORDINATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDSCHAFTSSCHUTZ">LANDSCHAFTSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRM">LÃRM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMSCHUTZ">LÃRMSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Natur- und Heimatschutz ST: NATUR- UND LANDSCHAFTSSCHUTZ">NATUR- UND LANDSCHAFTSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSSCHUTZINTERESSE">RECHTSSCHUTZINTERESSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STANDORTGEBUNDENHEIT">STANDORTGEBUNDENHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UETLIBERG">UETLIBERG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERBANDSBESCHWERDE">VERBANDSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WANDERWEGE">WANDERWEGE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 1 BauVV</span><br/><span class="gerade">§ 8 Abs. I BauVV</span><br/><span class="ungerade">Art. 4 Abs. IV LSV</span><br/><span class="gerade">§ 309 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 338a Abs. II PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 22 Abs. I RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 24 RPG</span><br/><span class="gerade">Art. 24c RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 25a RPG</span><br/><span class="gerade">Art. 37a RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 41 RPV</span><br/><span class="gerade">Art. 42 RPV</span><br/><span class="ungerade">Art. 43 RPV</span><br/><span class="gerade">Art. 7 Abs. I USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 7 Abs. VII USG</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2005 Nr. 65 S. 159</span><br/><span class="gerade">RB 2005 Nr. 80 S. 184</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 13. Dezember 2004 ersuchte A um die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r das Projekt âKino am Bergâ (2005) auf dem GelÃ¤nde des Hotel-Restaurants Uto-Kulm auf dem Uetliberg. Das Projekt sah vor, zwischen dem 13. Juli und dem 12. August 2005 fÃ¼r hÃ¶chstens 28 VorfÃ¼hrungstage insgesamt 350 Sitz- und LiegeplÃ¤tze samt zwei 40 und 80 cm hohen BÃ¼hnen, einen Container als Projektorkabine mit 25 m3 Volumen und eine Leinwand von 6 m x 12 m zu installieren. Das GrundstÃ¼ck liegt in der Landwirtschaftszone der Gemeinde Stallikon, im Perimeter des im Bundesinventar der Landschaften und NaturdenkmÃ¤ler (BLN) bezeichneten Objektes Nr. 01 âAlbiskette-Reppischtalâ und im Bereich eines im kantonalen Richtplan festgelegten Aussichtspunkts. </p> <p class="Urteilstext">Am 7. Januar 2005 bewilligte die Volkswirtschaftsdirektion (Amt fÃ¼r Landschaft und Natur, ALN, Abteilung Wald) das Projekt in forstrechtlicher Hinsicht. Die Baudirektion (Amt fÃ¼r Raumordnung und Vermessung, ARV) gewÃ¤hrte am 18. Februar 2005 die notwendige Ausnahmebewilligung nach Art. 24 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG). Die baupolizeiliche Bewilligung von Seiten des Gemeinderates Stallikon erfolgte am 1. MÃ¤rz 2005. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diese Bewilligungen wandten sich der ZÃ¼rcher Heimatschutz, der Schweizer Heimatschutz sowie vier weitere Vereinigungen und sieben private Personen bzw. Paare in einer gemeinsamen Rekurseingabe und verlangten, die Bewilligungen seien aufzuheben, gegebenenfalls seien die Akten an die Vorinstanzen zur weiteren AbklÃ¤rung zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">Der Regierungsrat hiess den Rekurs am 29. Juni 2005 gut, soweit er nicht gegenstandslos geworden sei (Disp. Ziff. I). Die Rekurskosten auferlegte er zu je einem Viertel der Gemeinde Stallikon sowie A und nahm sie im Ãbrigen auf die Staatskasse (Disp. Ziff. II). Den Rekurrierenden sprach er eine ParteientschÃ¤digung zu gleichen Teilen im Gesamtbetrag von Fr. 1'600.- zulasten der Rekursgegner (je 1/4) zu (Disp. Ziff. III).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Beschluss erhob A am 4. August 2005 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, der Rekursentscheid sei aufzuheben mit der Feststellung, dass das Projekt keine planungs- und baurechtlich bedeutsame Ã¤usserliche VerÃ¤nderung des GrundstÃ¼ckes oder dessen Nutzung darstelle und nicht geeignet sei, die Vorstellungen Ã¼ber die Nutzungsordnung zu beeinflussen. Eventualiter verlangte er, in Aufhebung des Rekursentscheides seien die Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG und die Baubewilligung der Gemeinde Stallikon zu bestÃ¤tigen; subeventualiter sollte die Sache zu koordiniertem Erlass der erforderlichen Bewilligungen und zur DurchfÃ¼hrung einer umfassenden InteressenabwÃ¤gung zurÃ¼ckgewiesen werden, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerschaft.</p> <p class="Urteilstext">Die Staatskanzlei beantragte am 17. August 2005, die Beschwerde sei abzuweisen. Am 13. September 2005 Ã¤usserte sich der Gemeinderat Stallikon zur Beschwerde, ohne einen konkreten Antrag zu stellen. Die Rekurrierenden erstatteten die Beschwerdeantwort am 13. September 2005 mit dem Antrag auf Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des BeschwerdefÃ¼hrers und ergÃ¤nzten ihre Stellungnahme am 14. September 2005.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Beschwerde berechtigt ist, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der Ãnderung oder Aufhebung hat (§ 21 lit. a in Verbindung mit § 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959; VRG). Das schutzwÃ¼rdige Interesse ist in der Regel nur bei Vorliegen eines <i>aktuellen</i> Interesses zu bejahen. Ist ein solches im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung gegeben, jedoch im Verlauf des Beschwerdeverfahrens dahin gefallen, so kann das Beschwerdeverfahren als gegenstandslos abgeschrieben werden (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 63 N. 3). Vom Erfordernis des aktuellen Interesses kann allerdings abgesehen werden, wenn die Beschwerde grundsÃ¤tzliche Fragen aufwirft, die sich unter gleichen oder Ã¤hnlichen UmstÃ¤nden jederzeit wieder stellen und sie bei einem Nichteintreten bzw. einer Verfahrensabschreibung kaum je rechtzeitig beantwortet werden kÃ¶nnten (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 25). </p> <p class="Urteilstext">So verhÃ¤lt es sich hier. Im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung am 4. August 2005 hatte der BeschwerdefÃ¼hrer noch ein aktuelles Interesse an einer Wiederherstellung der vom Regierungsrat aufgehobenen Bewilligungen, um deren Erteilung er fÃ¼r den Zeitraum vom 13. Juli bis 12. August 2005 ersucht hatte und die ihm zunÃ¤chst von der Baudirektion und der Volkswirtschaftsdirektion erteilt worden waren. Das aktuelle Interesse ist im Lauf des Beschwerdeverfahrens dahin gefallen. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat jedoch gleichwohl ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der Beurteilung der Beschwerde, da er das âKino am Bergâ auch in den kommenden Jahren erneut betreiben mÃ¶chte und er andernfalls kaum Gelegenheit hÃ¤tte, die sich fÃ¼r eine Bewilligungserteilung stellenden grundsÃ¤tzlichen Fragen je gerichtlich Ã¼berprÃ¼fen zu lassen. Das Beschwerdeverfahren ist daher nicht als gegenstandslos geworden abzuschreiben. Allerdings ist Beschwerde nur insoweit materiell zu beurteilen, als dies aufgrund des gegebenen Aktenstandes mÃ¶glich ist, was denn auch fÃ¼r die Beurteilung der grundsÃ¤tzlichen Aspekte genÃ¼gt (vgl. nachstehend E. 5.4).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der Regierungsrat bejahte die Legitimation der Rekurrenten 1 (ZÃ¼rcherische Vereinigung fÃ¼r Heimatschutz) und 2 (Schweizer Heimatschutz) gestÃ¼tzt auf § 338a Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG), liess jedoch offen, ob auch die Rekurrierenden 3 bis 13 (weitere VerbÃ¤nde und Privatpersonen) tatsÃ¤chlich rekurslegitimiert seien, da auf den gemeinsamen Rekurs ohnehin eingetreten werden mÃ¼sse (E. 3c). Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt dagegen vor, die Legitimation der Rekurrenten 3 bis 13 sei nicht gegeben und er habe ein Interesse daran, dass auf deren Rekurs unter Kostenfolge nicht eingetreten werde.</p> <p class="Urteilstext">Bei Rechtsmitteln verschiedener RechtsmittelklÃ¤ger sind die Eintretensvoraussetzungen grundsÃ¤tzlich fÃ¼r jeden Beteiligten einzeln zu prÃ¼fen. Allerdings wird im Baurekursverfahren zuweilen auf diese separate PrÃ¼fung verzichtet, wenn entweder das Rechtsmittel ohnehin abgewiesen werden muss oder aber wenn einer von zwei RechtsmittelklÃ¤gern legitimiert ist und die materielle Beurteilung des Rechtsmittels unabhÃ¤ngig davon ausfÃ¤llt, ob die Legitimation des anderen bejaht werde oder nicht. Dieses Vorgehen ist prozess-Ã¶konomisch und grundsÃ¤tzlich nicht zu beanstanden, da die Legitimation auch in zweiter Instanz einer uneingeschrÃ¤nkten ÃberprÃ¼fung unterliegt (vgl. die diesbezÃ¼glich unberechtigte Kritik von Tobias Jaag, Die Rechtsmittel des zÃ¼rcherischen Gemeinderechts in: ZBl 90/1989, S. 465 ff., 473). Dies setzt jedoch voraus, dass keiner der Parteien ein Nachteil aus der fehlenden LegitimationsprÃ¼fung erwachsen darf. Soll hingegen mit dem Rechtsmittelentscheid dem unterliegenden Rechtsmittelgegner zugunsten des obsiegenden RechtsmittelklÃ¤gers eine Par­teientschÃ¤digung auferlegt werden, so setzt dies eine Bejahung der Rechtsmittelbefugnis voraus, da ein Nichteintreten eine solche ParteientschÃ¤digung von vornherein ausschliesst (vgl. VGr, 24. Oktober 2002, VB.2001.00313 E. 6a, www.vgrzh.ch = BEZ 2002 Nr. 66). Im vorliegenden Fall hiess der Regierungsrat den gemeinsamen Rekurs der Rekurrierenden 1 bis 13 gut und sprach ihnen in Disp. Ziff. III zu gleichen Teilen eine ParteientschÃ¤digung Ã¼ber pauschal Fr. 1'600.- zu. Diese Rechtsfolge erweist sich demnach als unzulÃ¤ssig, wenn einzelne Rekurrierende nicht zur Rekurserhebung legitimiert waren. </p> <p class="Urteilstext">Da die Legitimation als reine Rechtsfrage aufgrund der Darlegungen der Rekurrierenden in ihrer Rekursschrift zu beurteilen ist, kann diese PrÃ¼fung im Beschwerdeverfahren vom Verwaltungsgericht nachgeholt werden. Eine RÃ¼ckweisung in diesem Punkt ist daher nicht erforderlich. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>§ 338a PBG definiert die Legitimation zu Rekurs und Beschwerde gegen Anordnungen und Erlasse im Anwendungsbereich des kantonalen Bau- und Planungsrechts. Nach Abs. 1 der Bestimmung ist zum Rekurs und zur Beschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Ãnderung hat. Dasselbe gilt fÃ¼r die Anfechtung von Erlassen. Nach Abs. 2 der Bestimmung sind unter gewissen EinschrÃ¤nkungen auch gesamtkantonal tÃ¤tige ideelle Vereinigungen des Natur- und Heimatschutzes zur Anfechtung legitimiert. Damit gewÃ¤hrleistet das kantonale Recht die Legitimation mindestens im gleichen Umfang wie fÃ¼r die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht, dies insbesondere auch betreffend das in verschiedenen Bundesgesetzen statuierte Verbandsbeschwerderecht (vgl. Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.1 </b>Der Rekurrent 3 (Fussverkehr Schweiz), ein Fachverband fÃ¼r FussgÃ¤ngerinnen und FussgÃ¤nger und Nachfolgeorganisation der âArbeitsgemeinschaft Recht fÃ¼r FussgÃ¤ngerâ, stÃ¼tzt seine Legitimation auf Art. 14 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1985 Ã¼ber die Fuss- und Wanderwege (FWG) in Verbindung mit Art. 1 lit. a der Verordnung vom 16. April 1993 Ã¼ber die Bezeichnung der beschwerdeberechtigten Fachorganisationen fÃ¼r Fuss- und Wanderwege (FWV). Der BeschwerdefÃ¼hrer machte im Rekursverfahren dagegen geltend, sein Projekt tangiere die Wanderwege nicht, da diese Ã¼ber einen Korridor von 1,5 m Breite jederzeit begehbar gewesen wÃ¤ren und er zugesichert habe, dass der Zugang zum KÃ¤nzeli und den Wanderwegen sichergestellt sei. Die Gemeinde Stallikon wies in ihrer Rekursvernehmlassung darauf hin, dass keine Ã¶ffentlichrechtlich gesicherten AnsprÃ¼che der Allgemeinheit fÃ¼r den freien Zugang und die BenÃ¼tzung des Kulm-Areals bestÃ¼nden, anerkannte jedoch im Grundsatz dennoch die Rekurslegitimation des Rekurrenten 3. </p> <p class="Urteilstext">Das FWG bezweckt die Planung, Anlage und Erhaltung zusammenhÃ¤ngender Fusswegnetze, welche regelmÃ¤ssig innerhalb des Siedlungsgebiets, und Wanderwegnetze, die in der Regel ausserhalb des Siedlungsgebietes liegen (Art. 1 sowie Art. 2 Abs. 1 und Art. 3 Abs. 1 FWG). Nach Art. 6 Abs. 1 lit. a bis c FWG sorgen die Kantone dafÃ¼r, dass Fuss- und Wanderwege angelegt, unterhalten und gekennzeichnet werden, diese Wege frei und mÃ¶glichst gefahrlos begangen werden kÃ¶nnen und der Ã¶ffentliche Zugang rechtlich gesichert ist. Die nach diesem Gesetz beschwerdeberechtigten ideellen VerbÃ¤nde kÃ¶nnen demnach geltend machen, die kantonalen BehÃ¶rden wÃ¼rden mit einer Baubewilligung die Zielsetzung des Gesetzes verletzen und die ihnen zugewiesenen Aufgaben vernachlÃ¤ssigen. Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass im Bereich des Kino-Projektes tatsÃ¤chlich Wanderwege bestehen, wenn auch teilweise auf privatem Grund. Damit ist die Legitimation des Rekurrenten 3 insoweit gegeben, als dieser geltend macht, bei der Bewilligungserteilung seien die entgegenstehenden Ã¶ffentlichen Interessen an der gefahrlosen BenÃ¼tzung und dem Ã¶ffentlichen Zugang von Wanderwegen nicht beachtet worden. Ob ein Korridor von 1,5 m Breite fÃ¼r die gefahrlose BenÃ¼tzung und ZugÃ¤nglichkeit genÃ¼gt, ist dabei eine Frage der materiellen Beurteilung und nicht der Legitimation. Auf den Rekurs der Rekurrenten 3 ist der Regierungsrat daher zu Recht eingetreten.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.2 </b>Die Rekurrierenden 4 bis 6 sind Vereinigungen, welche ihre Legitimation in erster Linie aus der Betroffenheit ihrer Mitglieder im Sinne von Art. 338a Abs. 1 PBG ableiten wollen. Diese so genannte egoistische Verbandsbeschwerde setzt voraus, dass die als juristische Person organisierte Vereinigung statutarisch zur Wahrung der betreffenden Interessen der Mitglieder befugt ist, die Interessen zumindest einer grossen Anzahl von Mitgliedern gemeinsam sind, und jedes dieser Mitglieder selber zur Geltendmachung des Interesses auf dem Rechtsmittelweg befugt ist (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 51 mit Hinweisen). </p> <p class="Urteilstext">Der Rekurrent 4 (Verein Pro Uetliberg) ist ein regional tÃ¤tiger Verein, der sich fÃ¼r die langfristige Erhaltung einer mÃ¶glichst ungestÃ¶rten Naturlandschaft Uetliberg einsetzt, wobei die Ziele wie etwa Pflege der Spazier- und Wanderwege, Fahrverbot fÃ¼r Motorfahrzeuge und restriktive Handhabung der Ausnahmen, Verbot von Ã¼bermÃ¤ssigen LÃ¤rm- und Lichtimmissionen etc. im Einzelnen genannt werden (Art. 2 der Statuten). Da die Vereinsstatuten sich jedoch nicht dazu Ã¤ussern, mit welchen Mitteln der Verein diese einzeln aufgelisteten Ziele tatsÃ¤chlich verfolgen soll, ist eher fraglich, ob er zu diesem Zweck auch in Wahrung persÃ¶nlicher Interessen seiner Mitglieder Baurekurse fÃ¼hren darf. Aufgrund der eigenen Angaben des Rekurrenten 4 sollen von seinen rund 200 Mitgliedern deren 32 Mitglieder in Ringlikon und 11 auf dem Uetliberg direkt vom Vorhaben betroffen sein. Damit soll gerade ein gutes FÃ¼nftel aller Mitglieder in eigenen Interessen berÃ¼hrt sein. Dieser Anteil genÃ¼gt indessen nicht, um eine Prozessstandschaft durch eine juristische Person zu begrÃ¼nden. Im Ãbrigen lassen die Akten auch bezogen auf die 32 angeblich betroffenen Mitglieder noch keineswegs den Schluss zu, dass diesen allen tatsÃ¤chlich wahrnehmbare zusÃ¤tzliche Immissionen aus dem Projekt erwachsen. Die Adressangaben der Mitglieder in Ringlikon jedenfalls zeigen, dass zwischen deren Liegenschaften und dem Uto-Kulm mindestens eine Distanz von 1,7 km, WaldflÃ¤chen und ein HÃ¶henunterschied von Ã¼ber 200 m liegen.</p> <p class="Urteilstext">Die Rekurrentin 5 (Arbeitsgemeinschaft Pro Amt) legt nicht im Einzelnen dar, wie viele Mitglieder sie hat und welcher Teil davon persÃ¶nlich vom strittigen Projekt betroffen sein soll. Damit sind die tatsÃ¤chlichen, fÃ¼r die Rekurslegitimation im Sinne von § 338 Abs. 1 PBG massgebenden UmstÃ¤nde, nicht hinreichend substanziiert. ZusÃ¤tzlich mÃ¶chte die Rekurrentin 5 aber auch als kantonal tÃ¤tige Vereinigung gemÃ¤ss Art. 338a Abs. 2 PBG anerkannt werden. GemÃ¤ss Art. 1 ihrer Statuten bezweckt die 1972 gegrÃ¼ndete âArbeitsgemeinschaft Pro Amtâ die FÃ¶rderung von Massnahmen zur Erhaltung einer wohnlichen Umwelt, vor allem auf dem Weg der Ãffentlichkeitsarbeit. Dieser Zweckartikel enthÃ¤lt, wie die Rekurrentin 5 im Rekursverfahren zwar mit Recht vorbrachte, anders als der Vereinsnamen keine geografische EinschrÃ¤nkung auf eine bestimmte Region. Aus der Homepage der Vereinigung geht jedoch hervor, dass die aktuelle VereinstÃ¤tigkeit sich eindeutig auf Gemeinden in der Region wie Bonstetten, Wettswil, Ottenbach, Obfelden, Stallikon etc. beschrÃ¤nkt (www.pro-amt.ch). Von einer gesamtkantonal tÃ¤tigen Vereinigung kann unter diesen UmstÃ¤nden nicht gesprochen werden<i>.</i></p> <p class="Urteilstext">Nach den Angaben der Rekurrentin 6 (Umweltaktion ZÃ¼rich 2) wohnen die allermeisten ihrer Mitglieder in Wollishofen und sind nicht primÃ¤r durch den LÃ¤rm oder andere direkte Immissionen des Kino-Projektes betroffen. FÃ¼r sie bildet der Uetliberg ein wichtiges Naherholungsgebiet. Ihr Interesse an der Aufhebung der angefochtenen Bewilligung geht damit nicht weiter als dasjenige der meisten Stadtbewohner, welche den Uetliberg regelmÃ¤ssig besuchen. </p> <p class="Urteilstext">Auf den Rekurs der Rekurrierenden 4 bis 6 hÃ¤tte der Regierungsrat daher nicht eintreten dÃ¼rfen.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.2.3 </b>Die Rekurrierenden Nr. 7 und 13 (zwei Privatpersonen) haben Adressen an der Uetlibergstrasse und der Husacherstrasse in Uitikon. Ihre Liegenschaften befinden sich in einer Luftdistanz von rund 1,7 km vom Uto-Kulm entfernt und sind durch grosse WaldflÃ¤chen davon getrennt. Bei diesen Ã¶rtlichen Gegebenheiten kann eine hinreichende persÃ¶nliche Betroffenheit durch die 28 KinovorfÃ¼hrungen verneint werden. Auch bezogen auf zusÃ¤tzliche Verkehrsimmissionen ist nicht anzunehmen, dass das Projekt fÃ¼r sie wahrnehmbare zusÃ¤tzliche Immissionen hervorbringen wÃ¼rde, zumal die Kinobillette mit den Billetten der Uetlibergbahn kombiniert werden mÃ¼ssen. Auf deren Rekurs hÃ¤tte der Regierungsrat daher nicht eintreten dÃ¼rfen. </p> <p class="Urteilstext">Die Rekurrierenden 8 bis 12 (weitere Privatpersonen) haben Adressen (Gratstrasse sowie SchwyzerhÃ¼sli) in einer Entfernung zwischen 240 m und 380 m Distanz zur Plattform des Uto-Kulm, welche allseitig von Wald umgeben ist. Angesichts der Verkehrsfreiheit des gesamten Gebietes kann angenommen werden, dass hier in der spÃ¤tabendlichen Stille trotz der Distanz, der WaldflÃ¤chen und moderner Richtstrahltechnik, die FilmgerÃ¤usche der KinovorfÃ¼hrungen grundsÃ¤tzlich wahrnehmbar sind. Auf den Rekurs dieser Rekurrierenden ist der Regierungsrat daher zu Recht eingetreten. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>DemgemÃ¤ss ist die Beschwerde insoweit gutzuheissen, als der Regierungsrat auf die Rekurse der Rekurrierenden 4 bis 7 sowie 13 eingetreten ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Baudirektion und Regierungsrat haben die Bewilligungspflicht fÃ¼r das zeitlich befristete Projekt grundsÃ¤tzlich bejaht. Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt dagegen vor, das Kinoprojekt beanspruche keine fixen Einrichtungen und kÃ¶nne wegen seiner beschrÃ¤nkten Dauer von 28 VorfÃ¼hrtagen nicht als Baute qualifiziert werden und die Vorstellungen Ã¼ber die Nutzungsordnung nicht beeinflussen. Die Terrasse und das Plateau des Hotel-Restaurants wÃ¼rden seit Jahrzehnten zu Freizeitzwecken verwendet, weshalb das Projekt nicht zu einer intensivieren Nutzung dieser FlÃ¤che fÃ¼hre. Es zeitige keine erheblichen Auswirkungen auf das umliegende Gebiet und die vorhandene Infrastruktur.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>GemÃ¤ss Art. 22 Abs. 1 RPG dÃ¼r­fen Bauten und Anlagen nur mit behÃ¶rdlicher Bewilligung errichtet werden. Bauten und Anlagen im Sinne dieser Bestimmung sind jene kÃ¼nstlich geschaffenen und auf Dauer angelegten Einrichtungen, die in fester Beziehung zum Erdboden stehen und geeignet sind, die Vorstellung Ã¼ber die Nutzungsordnung zu beeinflussen, sei es, dass sie den Raum Ã¤usserlich erheblich verÃ¤ndern, die Erschliessung belasten oder die Umwelt beeintrÃ¤chtigen (Alexander Ruch in: Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber die Raumplanung, ZÃ¼rich 1999, Art. 22 Rz. 24 ff. mit Hinweis auf BGE 113 Ib 314 E. 2b). Dazu gehÃ¶ren auch Fahrnisbauten, welche Ã¼ber nicht unerhebliche ZeitrÃ¤ume ortsfest verwendet werden (BGE 123 II 256 E. 3 mit Hinweisen). Selbst blosse NutzungsÃ¤nderungen, die ohne bauliche Vorkehrungen auskommen, unterstehen der Bewilligungspflicht, wenn diese erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt und Planung haben (BGE 119 Ib 222 E. 3a). Die bewilligungspflichtigen TÃ¤tigkeiten und Ob­jekte werden auf kantonaler Ebene in § 309 Abs. 1 PBG nÃ¤her umschrieben und ergÃ¤nzt; dazu gehÃ¶ren unter anderem die Erstellung neuer oder die bauliche VerÃ¤nderung bestehender GebÃ¤ude und gleichgestellter Bauwerke (lit. a), NutzungsÃ¤nderungen bei RÃ¤umlichkeiten und FlÃ¤chen, denen baurechtliche Bedeutung zukommt (lit. b) und Anlagen, Ausstattungen und AusrÃ¼stungen (lit. d). Was unter Bauten und Anlagen im Sinne des PBG zu verstehen ist, wird in § 1 der Allgemeinen Bauverordnung vom 22. Juni 1977 (ABV) nÃ¤her ausgefÃ¼hrt, wobei § 2 Abs. 2 ABV und § 1 der Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997 (BVV) verschiedene TatbestÃ¤nde von der Bewilligungspflicht ausnehmen. </p> <p class="Urteilstext">Das strittige Projekt beinhaltet unter anderem das Aufstellen eines Containers von 10 m2 GrundflÃ¤che, einer fixen BÃ¼hne von rund 240 m2 GrundflÃ¤che mit fest installierten Stuhlreihen und einer 2,5 m Ã¼ber dem Boden installierten Leinwand von 6 m x 12 m. Diese Bauteile erfÃ¼llen an sich ohne weiteres die erforderliche Qualifikation als bewilligungspflichtige Bauten und Anlagen im Sinne von § 1 ABV. Es ist fraglich, ob der Umstand, dass diese Teile mobil sind und nur fÃ¼r eine beschrÃ¤nkte Dauer aufgestellt werden, an dieser Beurteilung etwas Ã¤ndert. Anders als andere Kantone nimmt der Kanton ZÃ¼rich mit seiner Regelung von § 1 lit. c BVV Bauten und Einrichtungen bei einer bestimmten Befristung nicht generell von der Bewilligungspflicht aus, sondern nur Baubaracken, Bauinstallationen und Baureklametafeln fÃ¼r die Dauer der BauausfÃ¼hrung. Insofern findet die vom BeschwerdefÃ¼hrer aus der Lehre zitierte Auffassung, wonach Bauten mit saisonalem Charakter nur bewilligungspflichtig seien, wenn sie lÃ¤nger als zwei Monate stehen wÃ¼rden (Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, 20-8), im kantonalen Gesetzes- und Verordnungsrecht keine Grundlage. Allerdings ist nicht zu verkennen, dass in der Verwaltungspraxis nicht fÃ¼r alle befristeten festen Einrichtungen wie BÃ¼hnen, Jahrmarktbuden, TribÃ¼nen und Zelte eine Baubewilligung verlangt wird (vgl. RB 1996 Nr. 83). Zuweilen wird hierzu auch die Auffassung vertreten, die fÃ¼r die Erstellung solcher Bauten erforderliche Sondernutzungskonzession trage den Interessen der Allgemeinheit bereits hinreichend Rechnung (Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, N. 201). Jedoch ist gleichzeitig auch nicht ersichtlich, dass solche mobilen Einrichtungen ausserhalb der Ortschaften generell bewilligungslos Ã¼ber lÃ¤nger als nur vereinzelte Tage oder Wochenenden hinweg zugelassen werden. </p> <p class="Urteilstext">Im vorliegenden Fall bedarf das Projekt infolge der gegebenen EigentumsverhÃ¤ltnisse keiner Sondernutzungskonzession. Das âKino am Bergâ soll nicht wÃ¤hrend weniger Tage, sondern wÃ¤hrend der Dauer von rund einem Monat stattfinden, dies in einem Gebiet, das weit abgeschieden von den Bauzonen in der Landwirtschaftszone sowie im Perimeter einer bundesgeschÃ¼tzten Landschaft liegt. Weiter ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die befristeten Einrichtungen einer nÃ¤chtlichen Open-Air-Nutzung dienen, die mit LÃ¤rm verbunden ist und allabendlich mehrere hundert Personen anlocken soll. Angesichts dieser Auswirkungen hat sowohl die am beliebten Ausflugsziel Uetliberg interessierte Ãffentlichkeit wie auch die Nachbarschaft des Betriebs Uto-Kulm ein Interesse daran, das das fragliche Projekt in einem umfassenden Verwaltungsverfahren auf seine BewilligungsfÃ¤higkeit hin Ã¼berprÃ¼ft wird. Insofern bezeichnete der Regierungsrat das âKino am Bergâ zu Recht auch als raumrelevante NutzungsÃ¤nderung, der im Hinblick auf LÃ¤rmschutz und Erschliessung baurechtliche Bedeutung zukommt. Ob die vom Projekt zu erwartenden zusÃ¤tzlichen Belastungen angesichts der bisherigen Nutzung des fraglichen Gebiets und im Hinblick auf ihre zeitlich beschrÃ¤nkte Dauer tatsÃ¤chlich erheblich ins Gewicht fallen, ist daher erst im Rahmen der materiellen BewilligungsfÃ¤higkeit zu prÃ¼fen. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Regierungsrat beanstandete, dass die Baudirektion die erforderlichen Bewilligungen betreffend Landschaftsschutz und LÃ¤rmschutz nicht vorgÃ¤ngig zu ihrem Entscheid eingeholt und diese Bewilligungen koordiniert erÃ¶ffnet habe. Damit sei das gemÃ¤ss Art. 25a RPG in Verbindung mit § 8 Abs. 1 BVV geltende Koordinationsgebot verletzt worden. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer anerkennt offenbar, dass bei Bejahen einer baurechtlichen Bewilligungspflicht auch die Pflicht zur Einholung einer landschaftsschutzrechtlichen Bewilligung besteht. Dies ergibt sich aus § 7 Abs. 1 BVV in Verbindung mit Ziff. 1.4.1.3 Anhang BVV, da das âKino am Bergâ innerhalb des im Bundesinventar der Landschaften und NaturdenkmÃ¤ler bezeichneten Objektes Nr. 01 âAlbiskette-Reppischtalâ liegt. Die Anwendung der Art. 24 ff. RPG gilt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes bei gegebenem Bezug zum Natur und Heimatschutz als Bundesaufgabe im Sinne von Art. 2 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 Ã¼ber den Natur- und Heimatschutz (NHG; vgl. BGE 117 Ib 97 mit Hinweisen). Da das strittige Vorhaben im Bereich eines BLN-Objektes liegt, wird nach Art. 7 Abs. 1 NHG (in der Fassung vom 18. Juni 1999) die zustÃ¤ndige kantonale Fachstelle darÃ¼ber zu entscheiden haben, ob ein Gutachten der EidgenÃ¶ssischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) erforderlich ist. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Mit Bezug auf die lÃ¤rmschutzrechtliche Bewilligungspflicht bestreitet der BeschwerdefÃ¼hrer eine solche mit der BegrÃ¼ndung, es liege keine ortsfeste Anlage vor. Dieser Einwand ist unbegrÃ¼ndet. Das geplante âKino am Bergâ soll Teil des bestehenden Hotel-Restaurant-Betriebs bilden und zur besseren Auslastung des Betriebs in der Sommerzeit veranstaltet werden. Der bestehende Betrieb ist als ortsfeste Einrichtung eine Anlage im Sinn von Art. 7 Abs. 7 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG). Die von dieser Anlage ausgehenden Einwirkungen einschliesslich denjenigen aus dem Open-Air-Kino sind grundsÃ¤tzlich dem Betrieb dieser Anlage zuzurechnen und unterstehen damit dem LÃ¤rmschutzrecht des USG (Art. 7 Abs. 1 USG). Infolge dieser AnknÃ¼pfung kommt es nicht darauf an, ob auch die fÃ¼r den Kinobetrieb verwendeten VerstÃ¤rker und Lautsprecheranlagen als bewegliche Anlagen im Sinn von Art. 7 Abs. 7 USG zu gelten haben. Soweit solche GerÃ¤te und Maschinen dem Betrieb einer ortsfesten Anlage dienen, werden ihre Emissionen nach den Vorschriften Ã¼ber ortsfeste Anlagen begrenzt (Art. 4 Abs. 4 der LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986, LSV). </p> <p class="Urteilstext">Der Regierungsrat ging allerdings davon aus, die lÃ¤rmschutzrechtliche Beurteilung mÃ¼sste gemÃ¤ss Ziff. 3.1 Anhang BVV vom Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit (AWA) vorgenommen werden. Nach einer neueren Praxis der Baurekurskommissionen (BEZ 2002 Nr. 40) soll das AWA jedoch kÃ¼nftig nur noch denjenigen LÃ¤rm beurteilen, der nach Anhang 6 LSV beurteilt werden kann. Wenn hingegen wie etwa im Falle von GaststÃ¤tten, Freizeit- und VergnÃ¼gungsanlagen Belastungsgrenzwerte fehlen wÃ¼rden bzw. diese nicht anwendbar seien, so mÃ¼ssten die lokalen BehÃ¶rden darÃ¼ber entscheiden, ob eine unzumutbare StÃ¶rung im Einzelfall vorliege. BegrÃ¼ndet wird diese PraxisÃ¤nderung im Wesentlichen damit, dass bei Fehlen von Belastungsgrenzwerten jeweils im Einzelfall zu beurteilen sei, ob eine unzumutbare StÃ¶rung vorliege. Dabei stelle sich hÃ¤ufig die Frage nach EmissionsbeschrÃ¤nkungen Ã¼ber Betriebsvorschriften, bei deren WÃ¼rdigung regelmÃ¤ssig die Ã¶rtlichen Polizeiverordnungen beizuziehen seien. Die in diesen FÃ¤llen notwendige BerÃ¼cksichtigung der Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse und lokalen Gegebenheiten erfordere anders als die Anwendung von Belastungsgrenzwerten keine naturwissenschaftlichen Detailkenntnisse. Diesen Ã¼berzeugenden GrÃ¼nden kann sich auch das Verwaltungsgericht anschliessen (anders noch VGr, 2. Oktober 2003, VB.2003.00216 E. 4b, www.vgrzh.ch = RB 2003 Nr. 80 = BEZ 2004 Nr. 10). Demnach ist im vorliegenden Fall nicht das AWA, sondern die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde fÃ¼r die LÃ¤rmbeurteilung zustÃ¤ndig.</p> <p class="Urteilstext">In der angefochtenen Bewilligung der Gemeinde Stallikon hat sich der Gemeinderat mit den Aspekten des LÃ¤rmschutzes auseinandergesetzt. Er fÃ¼hrte aus, die Schallentwicklung halte sich dank der Richtstrahltechnik im Rahmen dessen, wie sie im Normalbetrieb des Hotel-Restaurants auftrÃ¤ten, wenn AnlÃ¤sse im Freien stattfÃ¤nden. Es beschrÃ¤nkte die Betriebszeiten des Kinos (Disp. Ziff. 1.4) und auferlegte dem BeschwerdefÃ¼hrer, die Beschallung auf das Kulm-Plateau zu beschrÃ¤nken und die LÃ¤rmschutzmassnahmen bei Immissionen auf die nahen Wohngebiete zu verstÃ¤rken (Disp. Ziff. 1.2/1.6). Damit lag die erforderliche lÃ¤rmschutzrechtliche Beurteilung grundsÃ¤tzlich vor und wÃ¤re der Kontrolle im Rekursverfahren zugÃ¤nglich gewesen. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Regierungsrat verzichtete auf die RÃ¼ckweisung der Sache, weil das Vorhaben gestÃ¼tzt auf Art. 24 RPG von vornherein nicht bewilligungsfÃ¤hig sei. Diese Vorwegnahme liess eine Abstimmung mit den anderen erforderlichen Entscheiden Ã¼berflÃ¼ssig werden (sog. âKillerentscheidâ; vgl. Arnold Marti in: Kommentar zum RPG, Art. 25a Rz. 23, 38 und 41).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b> Nach Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG mÃ¼ssen Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone entsprechen. Abweichend davon dÃ¼rfen zonenwidrige Bauten und Anlagen ausnahmsweise bewilligt werden, wenn sie einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordern und keine Ã¼berwiegenden Interessen entgegenstehen (Art. 24 lit. a und b RPG). Bestandesschutz kommt den bestimmungsgemÃ¤ss nutzbaren Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen zu, die seinerzeit in Ãbereinstimmung mit dem materiellen Recht erstellt oder geÃ¤ndert wurden, durch die nachtrÃ¤gliche Ãnderung von Erlassen oder PlÃ¤nen jedoch zonenwidrig geworden sind <span>(</span>Art. 24c Abs. 1 RPG in Verbindung mit Art. 41 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 [RPV]). Da in der Schweiz eine klare Trennung zwischen Bau- und Nichtbauzonen erstmals mit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 8. Oktober 1971 Ã¼ber den Schutz der GewÃ¤sser vor Verunreinigungen (GSchG) erfolgte, geniessen in erster Linie die vor dessen Inkrafttreten am 1. Juli 1972 erstellten Bauten Bestandesschutz (vgl. BGE 129 II 396 E. 4.2.1). Solche Bauten kÃ¶nnen daher unter bestimmten Voraussetzungen trotz ihrer materiellen Rechtswidrigkeit erneuert, teilweise geÃ¤ndert, massvoll erweitert oder wiederaufgebaut werden (Art. 24c Abs. 2 RPG in Verbindung mit Art. 42 RPV). Einen etwas weitergehenden Bestandesschutz gewÃ¤hrleistet das Gesetz sodann fÃ¼r zonenfremde gewerbliche Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen, welche vor dem 1. Januar 1980 erstellt wurden oder seither als Folge von Ãnderungen der NutzungsplÃ¤ne zonenwidrig geworden sind (Art. 37a RPG in Verbindung mit Art. 43 RPV). </p> <p class="Urteilstext">Von dieser gesetzlichen Konzeption her sind standortgebundene zonenwidrige GebÃ¤ude ausserhalb der Bauzonen nicht auf einen Bestandesschutz angewiesen. Diese Bauten stehen im Einklang mit dem materiellen Recht; sie sind entweder â wenn auch nur im Sinne einer Ausnahme â rechtmÃ¤ssig bewilligt worden oder als vorbestandene Bauten durch das Inkrafttreten des GSchG oder des RPG jedenfalls nicht unrechtmÃ¤ssig geworden. Ihre Erweiterung setzt daher grundsÃ¤tzlich wiederum Standortgebundenheit sowie das Fehlen entgegenstehender Interessen voraus (Art. 24 RPG). In der Praxis hat das Bundesgericht in einzelnen FÃ¤llen auch Erweiterungen standortgebundener Betriebe zugelassen, selbst wenn die Zusatzbauten selber nicht standortgebunden waren, jedoch einem standortgebundenen Betrieb dienten. Es hat dabei jeweils ein besonderes, aus dem Hauptbetrieb hergeleitetes betriebswirtschaftliches oder technisches BedÃ¼rfnis verlangt, diese Bauten am vorgesehenen Ort und in der geplanten Dimension zu erstellen. In vergleichbarer Weise wurden jeweils auch der fÃ¼r Landwirtschaftsbetriebe unentbehrliche Wohnraum sowie so genannte innere Aufstockungen fÃ¼r nicht standortgebundene Teile eines Landwirtschaftsbetriebs als standortgebunden zugelassen (vgl. zum Ganzen BGE 124 II 252 E. 4c mit Hinweisen; kritische Bemerkungen dazu von Lukas Bruhin in: AJP 1998, S. 977 ff. insbes. Ziff. 6 und 7).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Ãbereinstimmend und zu Recht gehen die Parteien und Vorinstanzen vorliegend davon aus, dass die strittige Open-Air-Kinonutzung selber nicht auf einen Standort ausserhalb der Bauzonen angewiesen ist. Die Baudirektion und der Regierungsrat nahmen jedoch an, der bisherige zonenwidrige Betrieb des Hotel-Restaurants Uto-Kulm sei selber standortgebunden gemÃ¤ss Art. 24 lit. a RPG. Der Regierungsrat prÃ¼fte daher, ob die nicht standortgebundene Nutzung betriebsnotwendig sei und demnach eine abgeleitete Standortgebundenheit bestehe, was er entgegen der Baudirektion verneinte. Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt dagegen vor, das bestehende Hotel-Restaurant sei ein zonenfremder bestandesgeschÃ¼tzter Betrieb, der unter den Voraussetzungen von Art. 24c und Art. 37a RPG um die ebenfalls zonenfremde und befristete Kinonutzung erweitert werden dÃ¼rfe. Die Beschwerdegegnerschaft ihrerseits nimmt ebenfalls einen Bestandesschutz fÃ¼r das Hotel-Restaurant an, hÃ¤lt jedoch dafÃ¼r, dass die Bewilligungen nur unter den Voraussetzungen von Art. 24c RPG oder Art. 24 RPG erteilt werden dÃ¼rfe und Art. 37a RPG von vornherein keine Anwendung finde.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Die Rechtsgrundlagen fÃ¼r die BewilligungsfÃ¤higkeit des âKinos am Bergâ differieren nach dem unter E. 5.1 vorstehend AusgefÃ¼hrten je nach dem, ob und allenfalls inwieweit die bestehenden Bauten des Hotel-Restaurants Uto-Kulm selber standortgebunden sind bzw. inwieweit sie als nicht standortgebundene Bauten in ihrem Bestand geschÃ¼tzt werden. </p> <p class="Urteilstext">Das heute bestehende Hotel-Restaurant wurde im wesentlichen Teil schon lange vor dem 1. Juli 1972 erstellt und kÃ¶nnte damit in zeitlicher Hinsicht durchaus vom Bestandesschutz gemÃ¤ss Art. 24c RPG profitieren. Nach der Rechtsprechung gelten aber Ausflugs- und Bergrestaurants unter bestimmten Voraussetzungen als standortgebunden (RB 1981 Nr. 120 = ZBl 83/1982, S. 267; BGE 117 Ib 266; BGr, 28. September 1988, ZBl 90/1989, S. 37 E. 5). Ob darunter auch ein Hotelbetrieb fÃ¤llt, ist allerdings fraglich. In der Praxis wird fÃ¼r Beherbergungsbetriebe ausserhalb der Bauzonen etwa verlangt, dass sie ein Etappenziel von mehrtÃ¤gigen Wanderungen oder einen notwendigen Ausgangspunkt fÃ¼r eintÃ¤gige Wandertouren bilden (vgl. BVR 1991, S. 343 E. 4c). Angesichts der NÃ¤he des Uetlibergs zur Stadt ZÃ¼rich und den angrenzenden Gemeinden und dank der bestehenden S-Bahn-Haltestelle Uetliberg in kurzer Fussdistanz zum Uto-Kulm scheint hier keine Notwendigkeit fÃ¼r die Schaffung von ÃbernachtungsmÃ¶glichkeiten ausserhalb der Bauzone zu bestehen. Unter UmstÃ¤nden kÃ¶nnte aber der Hotelbetrieb, auch wenn er selber nicht standortgebunden ist, als betriebsnotwendiger Annex zum standortgebundenen Bergrestaurant betrachtet werden. </p> <p class="Urteilstext">Wie es sich vorliegend damit verhÃ¤lt, kann aufgrund der Akten nicht beurteilt werden. Ob der BeschwerdefÃ¼hrer bei seiner BautÃ¤tigkeit im Jahre 2002/2003 die Hotelerweiterung nur als betriebsnotwendigen Annex zum standortgebundenen Bergrestaurant realisieren konnte oder ob und inwieweit er dafÃ¼r das nach den Art. 24c Abs. 2 oder Art. 37a RPG zulÃ¤ssige Erweiterungsmass einer bestandesgeschÃ¼tzten Hotelnutzung ausschÃ¶pfen musste, lÃ¤sst sich nur anhand der dafÃ¼r erteilten Bewilligungen ermitteln. Diese befinden sich jedoch nicht bei den Akten. Da die Baudirektion im hier angefochtenen Entscheid die Standortgebundenheit des Kinobetriebs bejahte, hatte sie selber noch keinen Anlass zu prÃ¼fen, ob sich eine Bewilligung bei Verneinung einer abgeleiteten Standortgebundenheit allenfalls nach den Art. 24c Abs. 2 oder 37a RPG rechtfertigen lasse. </p> <p class="Urteilstext">Unklar ist im Weiteren nicht nur die Rechtsgrundlage des bestehenden Betriebes, sondern auch der heute bewilligte Betriebszustand im Freien. Der vorgesehene Kinobetrieb soll auf der Ã¶stlich des Restaurants liegenden Plattform stattfinden, wo nach den Angaben der Baudirektion im Sommer auf 200 SitzplÃ¤tzen ohnehin ein Restaurant- und Picknickbetrieb an Tischen stattfinden soll. GemÃ¤ss dem Projektplan bedient das Restaurant heute eine Rondo-Terrasse und eine Terrasse-SÃ¼d; eine offene Restaurantnutzung der Aussichtsplattform geht aus dem Plan jedoch nicht hervor. FÃ¼r die raumplanungsrechtliche Beurteilung ist daher auch in dieser Hinsicht eine ErgÃ¤nzung der Akten notwendig. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Eine abschliessende rechtliche Vorausbeurteilung der raumplanungsrechtlichen BewilligungsfÃ¤higkeit des Projektes im Hinblick auf weitere Jahre ist daher bei der gegebenen Aktenlage nicht mÃ¶glich. Da der Entscheid Ã¼ber die BewilligungsfÃ¤higkeit aber auch aus anderen GrÃ¼nden nicht spruchreif ist (vgl. vorstehend E. 4.1. sowie nachstehend E. 6), erscheint es auch nicht als sinnvoll, dass das Verwaltungsgericht selber die fehlenden Akten einholt. </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Basierend auf der Verneinung der Standortgebundenheit des Projektes verzichtete der Regierungsrat auf die Beurteilung der weiteren von der Beschwerdegegnerschaft vorgebrachten RÃ¼gen zum Thema Wildschutz, Wandererschutz, Aussichtspunkt, Fahrverbot, fehlendes Nutzungskonzept und unzureichende Erschliessung. Eine erstinstanzliche Beurteilung dieser Themen durch das Verwaltungsgericht ist ebenfalls nicht angezeigt. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">DemgemÃ¤ss ist die Beschwerde im Sinne der ErwÃ¤gungen teilweise gutzuheissen. Damit findet das vorliegende Bewilligungsverfahren zwangslÃ¤ufig seinen Abschluss. Da hier einzig das Gesuch fÃ¼r den Sommer 2005 beurteilt werden kann, rechtfertigt sich jedenfalls keine RÃ¼ckweisung der Sache an den Regierungsrat bzw. die Baudirektion zur ergÃ¤nzenden Untersuchung und erneuten Entscheidung. Es wird an der BewilligungsbehÃ¶rde liegen, bei einem neuerlichen Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers sÃ¤mtliche Grundlagen und bisherigen raumplanungsrechtlichen Bewilligungen in die Beurteilung der BewilligungsfÃ¤higkeit nach den Art. 24 ff. RPG einzubeziehen, die allenfalls notwendige landschaftsschutzrechtliche Bewilligung einzuholen und eine umfassende diesbezÃ¼gliche InteressenabwÃ¤gung vorzunehmen.</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>8.1 </b>Die Kosten des Rekurs- sowie des Beschwerdeverfahrens sind gemÃ¤ss § 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG den Beteiligten entsprechend ihrem Unterliegen aufzuerlegen. Bei der vorzunehmenden teilweisen Beschwerdegutheissung unterliegen einzig die Beschwerdegegner 4 bis 7 und 13 eindeutig, im Ãbrigen bleibt aber offen, ob das strittige Projekt bewilligungsfÃ¤hig ist. </p> <p class="Erwgung2">Der Regierungsrat auferlegte die Kosten des Rekursverfahrens zu je einem Viertel der Politischen Gemeinde Stallikon und dem BeschwerdefÃ¼hrer und nahm sie im Ãbrigen auf die Staatskasse. Diese Kostenverteilung ist entsprechend der vorliegenden Beurteilung betreffend Legitimation (E. 2) zu korrigieren. Demnach haben neben dem belasteten BeschwerdefÃ¼hrer und der Gemeinde Stallikon auch die Beschwerdegegner 4 bis 7 sowie 13 zusÃ¤tzlich einen Viertel der Rekurskosten zu Ã¼bernehmen.</p> <p class="Urteilstext">Im Beschwerdeverfahren rechtfertigt sich eine etwas andere Kostenverteilung, da das Verfahren nunmehr infolge des zeitlichen Ablaufs keine Fortsetzung mehr finden kann. Die Gerichtskosten sind hier auf die Gerichtskasse zu nehmen, soweit die privaten Beschwerdegegner Ã¼berhaupt rekurslegitimiert waren. Den nicht rekurslegitimierten Beschwerdegegnern 4 bis 7 und 13 ist ein Drittel der Gerichtskosten je zu gleichen Teilen aufzuerlegen. </p> <p class="Erwgung2"><b>8.2 </b>Die Beschwerdegegner 4 bis 7 sowie 13 haben dem BeschwerdefÃ¼hrer zudem fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung zu entrichten (vgl. § 17 Abs. 2 VRG). Hingegen ist Disp. Ziff. III des angefochtenen Beschlusses insoweit aufzuheben, als der BeschwerdefÃ¼hrer (= Rekursgegner Nr. 4) zu einer ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekursverfahren von 1/4 von Fr. 1'600.- verpflichtet worden ist. </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird im Sinne der ErwÃ¤gungen teilweise gutgeheissen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Kosten des Rekursverfahrens werden zu je 1/4 dem BeschwerdefÃ¼hrer und der Politischen Gemeinde Stallikon sowie zu je 1/20 den Beschwerdegegnern 4 bis 7 und 13 unter solidarischer Haftung fÃ¼r 1/4 des Gesamtbetrags auferlegt. Im Ãbrigen werden die Rekurskosten auf die Staatskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden zu 2/3 auf die Gerichtskasse genommen und zu je 1/15 den Beschwerdegegnern 4 bis 7 und 13 unter solidarischer Haftung fÃ¼r 1/3 des Gesamtbetrags auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Beschwerdegegner 4 bis 7 und 13 werden verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren mit insgesamt Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu entschÃ¤digen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheides. Disp. Ziff. III des Regierungsratsbeschlusses Nr. 919/2005 vom 29. Juni 2005 wird insoweit aufgehoben, als der BeschwerdefÃ¼hrer (= Rekursgegner Nr. 4) zu einer ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekursverfahren von 1/4 von Fr. 1'600.- verpflichtet worden ist. </span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">7. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>