<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00812</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiberin Muraro</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 16. Oktober 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Sebastian Lorentz</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Lorentz Schmidt Partner, Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Weinbergstrasse 29, 8006 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die 1982 geborene X.___, welche im Jahr 2002 eine Lehre als Verkäuferin abgeschlossen hatte, meldete sich am 16. August 2012 (Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gangsdatum) unter Hinweis auf Depressionen seit der Totgeburt ihrer Tochter im Jahr 2006 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bei der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zum Leistungsbezug an (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7/8; v</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gl. auch Urk. 7/6/14, Urk. 7/17/1 und Urk. 7/78/4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die IV-Stelle tätigte beruflich-erwerbliche sowie medizinische Abklärungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zog die Akten der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Krankentaggeldversicherung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bei (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7/14</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Am 21. November 2012 teilte die IV-Stelle mit, dass eine Arbeitsvermittlung zurzeit nicht möglich sei, da die Versicherte angegeben habe, zu 100 % arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig zu sein (Urk. 7/20). Am 12. Juli 2013 heiratete die Versicherte (Urk. 7/37). Die IV-Stelle erteilte ihr mit Mitteilung vom 18. Dezember 2013 Kostengutsprache für eine Potentialabklärung (Modul A) vom 6. bis 31. Januar 2014 (Urk. 7/47 f.). Am 5. März 2014 teilte ihr die IV-Stelle mit, gemäss ihren eigenen Angaben und den Ergebnissen aus der Potentialabklärung sei eine Arbeitsvermittlung zurzeit nicht möglich. Die Arbeitsvermittlung werde daher abgeschlossen (Urk. 7/58). Am 10. Dezember 2014 wurde die Versicherte Mutter eines Sohnes (Urk. 7/105). Dr. med. Y.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, untersuchte die Versicherte auf Veranlassung der IV-Stelle (Urk. 7/75) am 26. Januar 2015 und erstattete sein Gutachten am 9. Februar 2015 (Urk. 7/78). Die IV-Stelle teilte der Versicherten am 3. August 2015 mit, es sei eine weitere psychiatrische Begutachtung notwendig (Urk. 7/85). PD Dr. Z.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete sein Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten am 9. Juni 2016 (Urk. 7/92). Am 26. Oktober 2016 wurde bei der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherten zu Hause eine Haushaltabklärung durchgeführt (Haushaltabklärungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bericht vom 31. Oktober 2016 [Urk. 7/98]). Nach durchgeführtem Vorbescheid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verfahren (Vorbescheid vom 14. Februar 2017 [Urk. 7/101]) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 14. Juni 2017 ab dem 1. März 2013 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu (Urk. 2 [= Urk. 7/107 und Urk. 7/121]). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 4. August 2017 Beschwerde und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung einer ganzen Rente der Invalidenversicherung ab dem 1. März 2013. In prozessualer Hinsicht beantragte sie die Gewährung der unentgeltlichen Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflege (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 13. September 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin die teilweise Gutheissung der Beschwerde in dem Sinne, als die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen an sie zurückzuweisen sei (Urk. 6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sachte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Leiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wert besteht, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2015 E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. Novem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die verlässliche Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und seiner Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind in der Regel psychiatrische Fachärzte beizuziehen (BGE 130 V 352 E. 2.2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.4). Wichtigste Grundlage gutachterlicher Schlussfolgerungen bildet – gegebenenfalls neben stand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ardisierten Tests – die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung (Urteil des Bundesgerichts 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2 mit Hinweis). Bezüglich der Wahl der Untersuchungsmethoden kommt der Expertin oder dem Experten ein weiter Ermessensspielraum zu, und es ist nicht zwingend notwendig, dass fremd</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nestische Angaben eingeholt oder Zusatzuntersuchungen angeordnet werden (Urteile des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 9C_275/2014 vom 21. August 2014 E. 3). Rechtsprechungsgemäss gibt es keine verbindliche Mindestdauer für eine psychiatrische Exploration, sondern es wird lediglich verlangt, dass die Exper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist, wobei der für eine psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chiatrische Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie angemessen sein muss (Urteile des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid (Urk. 2), die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin sei im Dezember 2015 (richtig: 2014) Mutter geworden. Ihrer Tätigkeit als Sekretärin würde sie ohne Gesundheitsschaden zu einem Pensum von 50 % nachgehen. Die restlichen 50 % entfielen in den Aufgabenbereich. Bei einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit resultiere ein Invaliditätsgrad von 52 %, was einen Anspruch auf eine halbe Rente begründe. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen wandte die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 4. August 2017 im Wesentlichen ein (Urk. 1), es sei unzulässig, die Geburt des Kindes als Grund für einen Statuswechsel anzuführen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin räumte in ihrer Beschwerdeantwort vom 13. September 2017 (Urk. 6) ein, dass es in Umsetzung des Urteils des Europäischen Gerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hofs für Menschenrechte (EGMR) i.S. di Trizio vom 2. Februar 2016 konven</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tionswidrig sei, allein familiäre Gründe für einen Statuswechsel von "voller</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätig" zu "teilerwerbstätig" mit Aufgabenbereich anzuführen. Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin führte weiter aus, um den medizinischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin festzustellen, habe sie zwei psychiatrische Gutachten in Auftrag gegeben. Dr. Y.___ habe sein Gutachten am 9. Februar 2015 erstattet, Dr. Z.___ seines am 9. Juni 2016. Letzterem sei ein Gutachtensauftrag erteilt worden, da auf das Gutachten von Dr. Y.___ gemäss Regionalem Ärztlichem Dienst (RAD) nicht habe abgestellt werden können. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Sodann hielt die Beschwerdegegnerin fest, aus dem Haushaltabklärungsbericht vom 31. Oktober 2016 gehe hervor, dass die Beschwerdeführerin in den Berei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">chen Haushaltsführung, Ernährung, Wohnungspflege, Einkauf und weitere Besor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gungen, Wäsche und Kleiderpflege sowie im Bereich Verschiedenes nicht ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schränkt sei. Als einziger Bereich, in welchem sie gesundheitsbedingt ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">geschränkt sei, werde die Betreuung von Kindern oder anderen Familien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gehörigen aufgeführt. Dort bestehe eine Einschränkung in Höhe von 40 %. Bei einer Gewichtung dieses Bereichs von 10 % ergebe sich damit eine zu berücksichtigende "Behinderung" in Höhe von 4 %. An dieser Einschätzung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit im Haushalt habe die Beschwerdeführerin nichts ausgesetzt. Demnach sei davon auszugehen, dass diese Einschätzung auch der effektiven Einschränkung der Beschwerdeführerin entspreche. Beim Vergleich der Einschränkungen im Beruf sowie denjenigen im Haushalt sei auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">fällig, dass eine sehr grosse Diskrepanz bestehe. Diese lasse sich aus den gestellten Diagnosen und erhobenen Befunden nicht erklären. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführerin im Beruf eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werde und weshalb gleichzeitig im Haushalt nur eine Einschränkung von 4 % vorliegen solle. Entsprechend sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit hinsichtlich der gesundheitlichen Einschränkungen weitere Abklärungen getätigt werden könnten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Y.___ stellte in seinem Gutachten vom 9. Februar 2015 die folgenden Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nosen (Urk. 7/78/15):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische schwere Panikstörung (ICD-10 F41.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische rezidivierende depressive Störung mittleren Schweregrades (ICD-10 F33.11)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">abhängige Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.7)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Zur Arbeitsfähigkeit hielt Dr. Y.___ fest, die Beschwerdeführerin sei seit März 2012 bis heute aus psychischen Gründen generell zu praktisch 100 % arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">fähig. Die Gründe dafür würden in der Komorbidität einer chronischen Angst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">störung und einer chronischen depressiven Störung auf dem Boden einer Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lichkeitsstörung liegen. Alle drei hätten relevanten Krankheitswert, unab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">hängig von psychosozialen Faktoren. Prognostisch sei mindestens für ein wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">teres Jahr keine substanzielle Besserung zu erwarten, langfristig könne aber mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">einer wesentlichen Besserung der Arbeitsfähigkeit gerechnet werden (Urk. 7/78/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">19).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der RAD, Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, hielt in seiner Stellungnahme vom 17. März 2015 fest, auf das Gutachten von Dr. Y.___ könne nicht abgestellt werden. Das Gutachten weise Unklarheiten auf (Urk. 7/99/5 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Z.___ verwies in seinem Gutachten vom 9. Juni 2016 zunächst auf das Gutachten von Dr. Y.___ und bestätigte dieses in weiten Teilen (Urk. 7/92/22). Er stellte teilweise abweichend von Dr. Y.___ die folgenden Diagnosen (Urk. 7/92/22 f.):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schwere Panikstörung mit chronischem Verlauf (ICD-10: F41.0), </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">bipolare affektive Störung Typ II (ICD-10: F31)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">andere Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.8)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ausgeprägte Agoraphobie (ICD-10: F40.0 bzw. F40.01)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Dr. Z.___ führte sodann aus, die Beschwerdeführerin schaffe es nicht zuverlässig, sich an einen Arbeitsort zu begeben und dort auszuharren, bis die Arbeitszeit vorbei sei. Daher sei die Feststellung, dass sie aus Krankheitsgründen zu 100 % beziehungsweise nahe 100 % arbeitsunfähig sei, zutreffend. Als Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">punkt des Beginns der Arbeitsunfähigkeit sei, wie im Gutachten von Dr. Y.___, der März 2012 zu nennen (Urk. 7/92/23). Die Einschränkungen der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">keit bestünden selektiv dort, wo die panikartige beziehungsweise phobi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sche Symptomatik ins Spiel komme. Es sei daher unzulässig, zur vermeintlichen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Bestätigung der Arbeitsfähigkeit die Förster Kriterien oder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">deren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Abwandlungen anzuwenden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">. Die bisherige Behandlung sei adäquat gewesen. Von der Sympto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">matik her seien die Erfolgschancen mittel- bis längerfristig gut (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">7/92/24</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">). Eine Kinderbetreuung schliesse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> auf keinen Fall ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ne Arbeitsunfähigkeit aus (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">7/92/25).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus dem Haushaltabklärungsbericht vom 31. Oktober 2016 geht hervor, dass di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e Beschwerdeführerin durch die Kinderärztin besonders gut und intensiv betreut worden sei. Diese habe sie davor bewahrt, sich in eine Mutter/Kind-Station begeben zu müssen. Sie habe mit unterstützenden Gesprächen das Dasein als Mutter gefunden und sei aktuell medikamentös gut eingestellt. Ihr Ehemann sei per Mitte August 2016 ausgezogen, seither gehe es ihr viel besser und sie verspüre nicht mehr so einen Druck. Psychisch komme sie aber immer wieder in Situationen, in welchen sie an ihre Grenzen stosse, zum Beispiel in Stress</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">situa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionen. Sie habe sich jedoch besser im Griff und wisse, wie sie zu reagieren habe, um den Kleinen damit nicht zu belasten. Ab November 2016 könne sie ihren Sohn an zwei Halbtagen (Montag- und Mittwochmorgen) in die KITA geben, die Kosten übernehme das Sozialamt. So habe sie etwas Zeit für sich alleine und sei nicht immer um den Kleinen herum (Urk. 7/98/2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Pflegefachfrau, welche die Beschwerdeführerin zu Hause unterstützt, berich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tete, sie habe kurz nach der Geburt des Sohnes mit der Begleitung begonnen. Sie sei notfallmässig eingesprungen. Es sei damals vor allem um die Alltags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bewältigung der Beschwerdeführerin mit ihrem Sohn gegangen. Zu Beginn sei die Begleitung 1-2 Mal pro Woche notwendig gewesen, jetzt finde sie noch alle 14 Tage in Form eines Gesprächs bei der Beschwerdeführerin zu Hause statt. Der zeitliche Aufwand umfasse eine Stunde bis maximal 1.5 Stunden. Sie unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">stütze die Beschwerdeführerin vor allem bei der Koordination von Terminen und mit stützenden Gesprächen in Alltagsproblemen (Urk. 7/98/3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Die Abklärungsperson stellte einzig im Bereich „Betreuung von Kindern oder anderen Familienangehörigen“ eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Haushalt fest und veranschlagte die Einschränkung mit 40 % (Urk. 7/98/8). Dies begründete sie damit, dass sich die Beschwerdeführerin bei der Kinderbetreuung zeitweise überfordert fühle. Deshalb sei von der Kinderärztin an zwei halben Tagen pro Woche eine Entlastung organisiert worden. Entsprechend sei hier eine Einschränkung berücksichtigt worden (Urk. 7/98/8 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychiatrische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Gutachten von Dr. Z.___ vom 9. Juni 2016 (Urk. 7/92) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vermag die an eine beweiskräftige ärztliche Expertise gestellten Anforderungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu erfüllen (E. 1.4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). So tätigte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Z.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">umfassende Abklärungen, berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigte die geklagten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerden und begründete seine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Einschätzung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in Ausein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">andersetzung m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">it den vorgelegten Vorakten. Er legte die medizinischen Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">menhänge und die medizinische Situation einleuchtend </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dar und begründete seine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Schl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ussfolgerungen nachvollziehbar. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Guta</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chten erweist sich somit als beweistauglich. Zu diesem Ergebnis gelangte letztlich auch der RAD in seiner Stellungnahme vom 5. Juli 2016 (Urk. 7/99/7), weshalb die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 14. Juni 2017 von einer 100%igen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit der Beschwerdeführerin im Erwerbsbereich ausging (Urk. 2). Eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ist vorliegend umso mehr ausgewiesen, als der Beschwerdeführerin nicht nur von Dr. Z.___, sondern bereits auch von Dr. Y.___ eine solche attestiert worden war. Zwischen den beiden Gutachtern herrscht somit Einigkeit.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Hinweis der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 13. Septem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2017 (Urk. 6), es bestehe eine grosse Diskrepanz zwischen der Arbeitsfähigkeit im Erwerbsbereich und derjenigen im Haushaltbereich ist zwar durchaus berechtigt. Diese Diskrepanz vermag an der Beweiskraft des Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens von Dr. Z.___ jedoch nichts zu ändern. Er wies in seinem Gutachten explizit darauf hin, dass keine substantiellen Einschränkungen im Haushalt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bereich bestünden und dass es aufgrund der vorliegenden psychischen Erkran-kung unzulässig sei, zur vermeintlichen Bestätigung der Arbeitsfähigkeit die Förster-Kriterien oder ihre Abwandlungen anzuwenden. Die Kindsbetreuung sei ein spezielles Thema, das nicht in üblichen Dimensionen von Angst und Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meidung betrachtet werden könne. Hier kämen die elementarsten Mutter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stinkte zum Zug. Eine Kindsbetreuung schliesse eine Arbeitsunfähigkeit nicht aus (Urk. 7/92/24 f.). Dies vermag zwar nicht als allgemeingültige Aussage zu überzeugen, bezogen auf die Beschwerdeführerin und ihre besondere Konstel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">la</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion hingegen schon. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Daran ändert nichts, dass der Abklärungsperson im Haushaltabklärungsbericht vom 31. Oktober 2016 ein Rechenfehler unterlaufen sein muss. Sie bemass die Entlastung der Beschwerdeführerin durch die KITA an zwei Halbtagen pro Woche mit 40 %. Die Entlastung entspricht aber bloss 20 %. Nach dem vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehend Gesagten (E. 4.2) kann es darauf vorliegend aber nicht ankommen. Es ist daher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer 100%igen Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit der Beschwerdeführerin im Erwerbsbereich ab dem 1. März 2012 auszugehen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nichtsdestotrotz ist dem Haushaltabklärungsbericht vom 31. Oktober 2016 zu entnehmen, dass sich allmählich eine Verbesserung des Gesundheitszustands abzeichnet. Die Beschwerdeführerin gab zwar an, immer noch an ihre Grenzen zu stossen, insbesondere in Stresssituationen. Doch insgesamt hat sich ihre Situation eher beruhigt, sodass die Begleitung von 1 bis 2 Mal pro Woche auf 14-täglich reduziert werden konnte. Die Beschwerdeführerin beschrieb zudem einen verbesserten Zustand seit Auszug des Ehemannes (E. 3.4). Eine positive Prognose hatten ihr sodann nicht nur die beiden Gutachter gestellt, sondern auch die behandelnden Ärzte der B.___ in einem undatierten Bericht (Urk. 7/65/4), welcher am 21. Mai 2014 bei der Beschwerdegegnerin eingegangen war (vgl. deren Aktenverzeichnis [Urk. 7]). Vor diesem Hintergrund empfiehlt sich eine zeitnahe Einleitung eines Revisionsverfahrens zur erneuten Prüfung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht einräumte, erweist sich der von ihr vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genommene Statuswechsel allein aus familiären Gründen als unzulässig (E. 2.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) entschied mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil 7186/09</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2016 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in Sachen D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">i Trizio gegen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Schweiz, dass es konventionswidrig sei, eine Versicherte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, welche unter dem Status einer Voller</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werbstätigen eine Invalidenrente beanspruchen konnte, allein aufgrund der Geburt ihrer Kinder und der damit einhergehenden Reduktion des Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pensums für die Invaliditätsbemessung neu als Teilerwerbstätige mit einem Aufgabenbereich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu qualifizieren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In seinem zur Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzung des EGMR-Urteils vom 2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2016 ergangenen, in BGE 143 I 50 publiz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ierten Urteil 9F_8/2016 vom 20. Dezember 2016 (E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1 und 4.2) entschied das Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt, dass zwecks Herstellung eines konventionskonformen Zustandes in der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">artigen Konstellationen fortan auf die Aufhebung der I</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nvalidenrente im Sinne von Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 Abs. 1 ATSG allein zufolge eines Statuswechsels von "voller</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätig" zu "teilerwerbstätig" (mit Au</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fgabenbereich) zu verzichten sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. auch IV-Rundschreiben Nr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">355 des BSV vom 31. Oktober 2016, mit Aktualisierung per 26. Mai 2017). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">BGE 143 I 60</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> entschied das Bundesgericht, dass wie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">die revisionsweise Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">hebung der Invalidenrente auch die revisionsweise Rentenherabsetzung EMRK-widrig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, wenn allein familiäre Gründe (die Geburt von Kindern und die damit einhergehende Reduktion des Erwerbspensums) für einen Statuswechsel von "vollerwerbstätig" zu "teilerwerbstätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">" (mit Aufgabenbereich) sprächen. Der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sicherten sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> die laufende Rente </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">weiterhin auszurichten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin wurde im Verlauf des Verwaltungsverfahrens Mutter eines Kindes. Aufgrund dieses Umstands wurde sie nach der Geburt ihres Kindes von der Beschwerdegegnerin als Teilerwerbstätige qualifiziert, was im ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fochtenen Entscheid zur Anwendung der gemischten Methode führte. In der Telefonnotiz vom 19. Juli 2016 hatte die Beschwerdeführerin angegeben, vor der Geburt des Sohnes und bei guter Gesundheit hätte sie vollzeitlich gearbeitet. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Neu würde sie bei guter Gesundheit, und wenn sie einen Babysitter finden wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de, zu 50 % erwerbstätig sein (Urk. 7/93). Dieser Fall unterscheidet sich daher nicht von den vorgenannten (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 143 I 50</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">BGE 143 I 60</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Übereinstimmend </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit den vorgenannten Fällen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist es die Organisation des Familienlebens, d.h. die (sich immer wieder neu stellende) Frage, ob und in welchem Umfang die versicherte Person Betreuungsaufgaben zu übernehmen hat, die bei ihr zu einem neuen sozialversicherungsrechtlichen Status führt. Dabei bewirkt einzig diese Statusänderung wegen der sich daraus neu ergebenden Anwendbarkeit der gemischten Methode, dass die versicherte Person für die Belange der Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liditätsbemessung eine Verschlechterung ihrer Position erfährt (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 9C_752/2016 vom 6. September 2017, E. 4.4).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ob dies an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lässlich einer Rentenrevision, einer Rentenherabsetzung oder bei einer rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkenden Zusprechung einer Invalidenrente bei einer Erstanmeldung erfolgt, ist dabei nicht von Belang. Die Vornahme eines Statuswechsels durch die Beschwerdegegnerin war somit unzulässig. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es ist aber zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin aus anderen Gründen im Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heitsfall nicht als Vollerwerbstätige zu qualifizieren wäre, denn ihrem Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zug über das individuelle Konto (IK-Auszug) vom 24. April 2012 (Urk. 7/1) ist zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> entnehmen, dass sie kaum je ein Einkommen erzielte, welches einer 100%igen Erwerbstätigkeit entsprochen hätte. Aufgrund der gutachterlichen Anamnese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hebung bestehen indes deutliche Hinweise darauf, dass die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin schon früher in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war, wenn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auch noch nicht zu 100 %. Eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit wurde der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführerin gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achterlich erst ab März 2012 attestiert (Urk. 7/78/19 und Urk. 7/92/23). Die Beschwerdeführerin gab gegenüber Dr. Y.___ an, bereits während der Lehre (Abschluss im Jahr 2002) unter depressiven Zuständen gelitten zu haben, was auch zu Krankheitsabsenzen geführt habe. Sie habe sich auch Selbstver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">let</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zungen zugefügt. Bei der ersten Anstellung nach dem Lehrabschluss sei es zu Panikattacken gekommen, welche sie immer wieder gehabt habe. Nach der Tot</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geburt ihrer Tochter im Jahr 2006 sei es aus psychischen Gründen bei der Arbeit zu extrem vielen Absenzen gekommen. Die Beschwerdeführerin berich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tete sodann von wiederholten Kündigungen, sowohl von ihrer Seite als auch von Seiten der Arbeitgeberinnen her (Urk. 7/78/13 f.; vgl. im Übrigen auch die Anamneseerhebung im Bericht der C.___ vom 2. August 2013 [Urk. 7/65/15]). Vor diesem Hintergrund und unter Berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sichtigung der gutachterlich festgestellten Diagnosen ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin bereits früher zumindest sporadisch in ihrer Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen Grün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den eingeschränkt war. Sie ist damit als Vollzeiterwerbstätige zu quali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fizieren.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der Qualifikation als Vollzeiterwerbstätige (E. 5 und 6) und der gutachterlich festgestellten 100%igen Arbeitsunfähigkeit ab dem 1. März 2012 (E. 4) hat die Beschwerdeführerin nach Ablauf der einjährigen Wartezeit (E. 1.2), das heisst ab dem 1. März 2013, einen Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung. Damit ist ihre Beschwerde gutzuheissen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin beantragte die Gewährung der unentgeltlichen Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflege (Urk. 1). Aufgrund ihres Obsiegens ist der entsprechende Antrag als gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standslos abzuschreiben. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Verfahrenskosten sind auf Fr. 800.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG). Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangsgemäss sind die Kosten vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ist sodann zu verpflichten, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gericht [GSVGer]) zu bezahlen. Diese ist auf Fr. 2‘400.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 14. Juni 2017 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. März 2013 Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rec</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">hnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2'400</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Sebastian Lorentz, unter Beilage des Doppels von Urk. 6</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">zustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstMuraro</p><p></p></div> </div></body></html>