<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00579</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205778&amp;W10_KEY=4467136&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00579</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.04.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 02.06.2006 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Administrativmassnahmen im Strassenverkehr</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>vorsorglicher Führerausweisentzug</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rechtsverzögerung.<br/><br/>Nach kantonalem Verfahrensrecht ist im Rekurs- oder Beschwerdeverfahren nicht zwingend eine mündliche Verhandlung vorgesehen. Ein Sicherungsentzug stellt keinen Entscheid über die Stichhhaltigkeit einer strafrechtlichen Anklage dar, der gemäss Art. 6 Abs. 1 EMRK einen Anspruch auf eine öffentliche mündliche Verhandlung gibt (E. 2.1). <br/>Rechtsverweigerung und -verzögerung kann auch in rein kantonalrechtlichen Verfahren im Anfechtungsverfahren gerügt werden (vgl. auch PB.2005.00002 und VB.2005.00123). Da die Feststellung einer unzulässigen Rechtsverzögerung für den Betroffenen eine Art Genugtuung darstellt, ist entgegen der bisherigen Rechtsprechung ein aktuelles Rechtsschutzinteresse auch dann gegeben, wenn das als überlang gerügte Verfahren mittlerweile abgeschlossen ist. Eintreten auf das sinngemässe Begehren, eine Verletzung des Beschleunigungsgebots festzustellen (E. 3.1).<br/>Die Angemessenheit der Verfahrensdauer ist in ihrer Gesamtheit zu beurteilen. Die Nichtanfechtung der Verfügungen, welche die einzelnen Verfahrensschritte einleiteten, rechtfertigt keine andere Betrachtung (E. 3.2.1). Den Behörden lässt sich keine Verschleppung des Verfahrens vorwerfen. Bei der lange erscheinenden Dauer von insgesamt fast einem Jahr ist zu berücksichtigen, dass den Möglichkeiten zur Verfahrensvereinfachung und -beschleunigung wegen des Gehörsanspruchs des Betroffenen enge Grenzen gesetzt sind (E. 3.2.2). Ingesamt erweist sich der Vorwurf einer Verletzung des Beschleunigungsgebots als nicht gerechtfertigt. Abweisung (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHLEUNIGUNGSGEBOT">BESCHLEUNIGUNGSGEBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONTROLLFAHRT">KONTROLLFAHRT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MÃNDLICHE VERHANDLUNG">MÃNDLICHE VERHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVERZÃGERUNG">RECHTSVERZÃGERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: STRASSENVERKEHRSRECHT">STRASSENVERKEHRSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFAHRENSDAUER">VERFAHRENSDAUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSMEDIZINISCHES GUTACHTEN">VERKEHRSMEDIZINISCHES GUTACHTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORSORGLICHER ENTZUG">VORSORGLICHER ENTZUG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 29 Abs. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 6 Abs. I EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2006 Nr. 12</span><br/><span class="gerade">RB 2006 Nr. 9</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 4. August 2004 nahmen zwei PolizeifunktionÃ¤re A, geboren 1932, dessen Verhalten sie fÃ¼r auffÃ¤llig hielten, den FÃ¼hrerausweis zu Handen des Amtes fÃ¼r Administrativmassnahmen im Strassenverkehr (AMA) vorlÃ¤ufig ab. GestÃ¼tzt auf den Polizeirapport sowie ein Aktengutachten des Instituts fÃ¼r Rechtsmedizin (IRM) verfÃ¼gte das AMA am 30. September 2004 den vorsorglichen Entzug des FÃ¼hrerausweises und ordnete eine verkehrsmedizinische AbklÃ¤rung hinsichtlich der Fahreignung As durch das IRM an. Nachdem dieser am 15. November 2004 am IRM untersucht worden war, wurde im Gutachten vom 24. Januar 2005 empfohlen, A zu einer Ã¤rztlich begleiteten Kontrollfahrt aufzubieten, welche mit VerfÃ¼gung vom 14. Februar 2005 angeordnet wurde. Nachdem er sich um einen Lernfahrausweis beworben und in der Folge in Begleitung seines Fahrlehrers 70 Fahrstunden absolviert hatte, bestand A die Kontrollfahrt am 8. Juni 2005. Aufgrund des Berichts des begleitenden Arztes vom 14. Juli 2005 verfÃ¼gte das AMA im Namen der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit am 29. Juli 2005 die Aufhebung des vorsorglichen Entzugs des FÃ¼hrerausweises unter verschiedenen Auflagen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diese VerfÃ¼gung erhob A am 26. August 2005 Rekurs an den Regierungsrat mit den AntrÃ¤gen, es sei erstens der Beschluss zu ergÃ¤nzen mit der Angabe und BegrÃ¼ndung der Ã¼berlangen Dauer des vollkommen unbegrÃ¼ndeten Verfahrens und es sei zweitens dem Rekurrenten Schadenersatz und Genugtuung in der HÃ¶he von mindestens Fr. 250'000.- zuzusprechen.</p> <p class="Urteilstext">Der Regierungsrat wies am 9. November 2005 den Rekurs gegen die VerfÃ¼gung vom 29. Juli 2005 ab, soweit er darauf eintrat, und trat auf das Schadenersatzbegehren nicht ein. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte er aus, dass keine Ãnderung des Dispositivs der angefochtenen VerfÃ¼gung verlangt und insbesondere die mit der Wiedererteilung des Ausweises verbundenen Auflagen nicht angefochten worden seien. Ob das Verfahren "vollkommen unbegrÃ¼ndet" gewesen sei, kÃ¶nne nicht mehr Ã¼berprÃ¼ft werden, nachdem der Rekurrent weder gegen den vorsorglichen Ausweisentzug vom 30. September 2004 noch gegen die Anordnung der verkehrsmedizinischen Kontrollfahrt vom 14. Februar 2005 ein Rechtsmittel ergriffen habe. Die RÃ¼ge der Ã¼berlangen Verfahrensdauer sei unbegrÃ¼ndet; zur langen Dauer zwischen der Anordnung der Kontrollfahrt am 17. Februar und deren DurchfÃ¼hrung am 8. Juni 2005 habe massgeblich der Rekurrent beigetragen, der sich mit 70 Fahrstunden auf diese Fahrt vorbereitet habe. Eine RechtsverzÃ¶gerung kÃ¶nne, nachdem der zu fÃ¤llende Entscheid ergangen sei, nicht mehr geltend gemacht werden. Auf das Schadenersatzbegehren sei mangels Substanziierung und mangels ZustÃ¤ndigkeit des Regierungsrats nicht einzutreten.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 7. Dezember 2005 beantragte A dem Verwaltungsgericht, seinen Rekurs unter Ausschluss der Schadenersatzforderung erneut zu behandeln, "jedoch unter DurchfÃ¼hrung einer Vernehmlassung/AnhÃ¶rung in einer Diskussion â im Besonderen (s)einer Person â und mit detailliertem vorgÃ¤ngigen Aktenstudium der bearbeitenden Stellen". Es sei zu berÃ¼cksichtigen, dass sich der Rekurs nicht nur auf den letzten Teil des Verfahrens, sondern auf den gesamten Ablauf beziehe. Er verlange eine BegrÃ¼ndung der langen Dauer des seines Erachtens vollkommen unnÃ¶tigen Verfahrens gegen seine Person und behalte sich die Geltendmachung seiner Schadenersatzforderung im zivilrechtlichen Verfahren vor. Weiter beanstandete er, dass die Staatskanzlei auf die Einholung einer Vernehmlassung verzichtet habe und der Regierungsrat auf seine Argumente nicht eingegangen sei, und rÃ¼gte das Verfahren erneut als Ã¼berlang und unbegrÃ¼ndet.</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 8. Dezember 2005 zog das Verwaltungsgericht die vorinstanzlichen Akten bei. Die Vorinstanz beantragte am 15. Dezember 2005 ohne nÃ¤here BegrÃ¼ndung Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdegegnerin machte von der ihr am 14. Februar 2006 angesetzten Frist zur Beschwerdebeantwortung keinen Gebrauch. </p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die grundsÃ¤tzliche ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts zur Beurteilung von Beschwerden gegen administrative Massnahmen im Strassenverkehr findet ihre Grundlage in § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 25. Mai 1959 (VRG). Die Behandlung entsprechender Beschwerden erfolgt gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 lit. a VRG durch den Einzelrichter. GemÃ¤ss § 38 Abs. 3 Satz 2 VRG ist jedoch die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit ausgeschlossen, wenn Entscheide des Regierungsrats angefochten sind. Vorliegend ist Letzteres der Fall, weshalb die GeschÃ¤ftserledigung in Dreierbesetzung zu erfolgen hat (vgl. § 38 Abs. 1 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt, sein Rekurs sei erneut zu behandeln, jedoch unter DurchfÃ¼hrung einer Vernehmlassung, AnhÃ¶rung seiner Person und nach vorgÃ¤ngigem Aktenstudium der bearbeitenden Stellen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer mit diesem Antrag auf die DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung vor Verwaltungsgericht abzielt oder die Sache zur DurchfÃ¼hrung einer solchen an den Regierungsrat zurÃ¼ckgewiesen haben will, ist er als unbegrÃ¼ndet abzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">Das kantonale Verfahrensrecht schreibt weder fÃ¼r das Rekurs- noch fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine mÃ¼ndliche Verhandlung zwingend vor. Anders als der Entzug des FÃ¼hrerausweises zu Warnzwecken stellt der Sicherungsentzug sodann keinen Entscheid Ã¼ber die Stichhaltigkeit einer strafrechtlichen Anklage dar, der dem Betroffenen gemÃ¤ss Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) einen Anspruch auf eine Ã¶ffentliche mÃ¼ndliche Verhandlung gibt. Ein Sicherungsentzug verleiht einen solchen Anspruch nur, wenn der FÃ¼hrerausweis wie bei Berufschauffeuren unbedingt zur BerufsausÃ¼bung notwendig ist und das Gericht damit Ã¼ber zivilrechtliche AnsprÃ¼che und Verpflichtungen im Sinn von Art. 6 Abs. 1 EMRK entscheidet. Wer sein Fahrzeug jedoch lediglich benutzt, um sich an seinen Arbeitsort zu begeben, kann sich nicht auf Art. 6 Abs. 1 EMRK berufen und hat deshalb keinen Anspruch auf die DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung (BGE 122 II 464 E. 3b).</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¤hrt gemÃ¤ss seinen eigenen AusfÃ¼hrungen an sieben Tagen pro Woche mit dem Auto von seinem Wohnort X zu seinem Arbeitsplatz in Y; dass der FÃ¼hrerausweis direkt zu seiner BerufsausÃ¼bung notwendig ist, macht er nicht geltend. Der vorsorgliche Entzug betrifft somit keinen zivilrechtlichen Anspruch im Sinn von Art. 6 Abs. 1 EMRK, so dass ein Anspruch auf eine mÃ¼ndliche Verhandlung von vornherein nicht besteht. Im Ãbrigen betreffen weder das Rekurs- noch das Beschwerdeverfahren direkt den Sicherungsentzug, sondern geht es lediglich noch um die Frage einer unzulÃ¤ssigen VerzÃ¶gerung des Verfahrens.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>GemÃ¤ss § 26 Abs. 2 VRG erhalten im Rekursverfahren die Vorinstanz und die am vor­instanzlichen Verfahren Beteiligten Gelegenheit zur schriftlichen Vernehmlassung. Der Verzicht auf Einholung einer Vernehmlassung durch den Regierungsrat kann deshalb von vornherein nur Verfahrensrechte der Vorinstanzen oder allfÃ¤lliger Gegenparteien, nicht aber solche des Rekurrenten betreffen.</p> <p class="Urteilstext">Allenfalls kann die Einholung einer Vernehmlassung zur KlÃ¤rung des Sachverhalts geboten sein und der Verzicht darauf gegen die Untersuchungspflicht im Sinn von § 7 Abs. 1 VRG verstossen. Hier ergibt sich der massgebliche Sachverhalt jedoch bereits aus den vom Regierungsrat beigezogenen Akten. Auch aus dieser Sicht war die Einholung einer Vernehmlassung nicht geboten.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beanstandet, dass die Vorinstanz auf ein "detailliertes Aktenstudium" verzichtet habe. Soweit er damit eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs rÃ¼gen will, ist der Einwand unbegrÃ¼ndet. Die Vorinstanz hat alle massgeblichen Akten beigezogen. Dass sie sich in ihren ErwÃ¤gungen nicht mit allen tatsÃ¤chlichen Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers im Einzelnen auseinandergesetzt hat, hat sie zutreffend damit begrÃ¼ndet, dass die VerfÃ¼gungen betreffend vorsorglicher Entzug vom 30. September 2004 und betreffend Anordnung einer verkehrsmedizinischen Kontrollfahrt vom 14. Februar 2005 unangefochten geblieben und damit einer ÃberprÃ¼fung entzogen seien. Aus dem selben Grund und weil der BeschwerdefÃ¼hrer auch die ihm bei der Aufhebung des vorsorglichen Entzugs am 29. Juli 2005 verfÃ¼gten Auflagen nicht angefochten hat, braucht den GrÃ¼nden fÃ¼r den vorsorglichen Entzug auch im Beschwerdeverfahren nicht weiter nachgegangen zu werden. Insbesondere ist nicht zu prÃ¼fen, ob das Verfahren, wie der BeschwerdefÃ¼hrer meint, "vÃ¶llig unnÃ¶tig" gewesen sei. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer auf die Anfechtung der VerfÃ¼gungen vom 30. September 2004 und 14. Februar 2005 verzichtet hat, weil er wegen des Entzugs der aufschiebenden Wirkung "in zeitlicher Hinsicht nichts hÃ¤tte gewinnen kÃ¶nnen", vermag daran nichts zu Ã¤ndern. Abgesehen davon wÃ¤re es ihm frei gestanden, im Rahmen eines Rekurses gegen den vorsorglichen FÃ¼hrerausweisentzug vom 30. September 2004 die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung zu beantragen (vgl. § 25 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Parteien haben im Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist (Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV]; § 4a VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>GemÃ¤ss Art. 97 Abs. 2 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 (OG) gilt das unrechtmÃ¤ssige VerzÃ¶gern und Verweigern einer VerfÃ¼gung als anfechtbare Anordnung und kann deshalb mit Rekurs und Beschwerde im Anfechtungsverfahren Ã¼berprÃ¼ft werden. Geht es wie hier um die Anwendung von Bundesverwaltungsrecht, so ist von dieser Umschreibung des Anfechtungsobjektes auch im kantonalen Verfahren auszugehen (vgl. auch VGr, 11. Mai 2005, PB.2005.00002, sowie VGr, 22. Juli 2005, VB.2005.00123, wonach Rechtsverweigerung und -verzÃ¶gerung nun auch in rein kantonalrechtlichen Verfahren im Anfechtungsverfahren gerÃ¼gt werden kÃ¶nnen; beide Entscheide publiziert auf www.vgrzh.ch).</p> <p class="Urteilstext">Weil die Anfechtung einer VerfÃ¼gung in der Regel ein aktuelles Rechtsschutzinteresse voraussetzt, konnten nach der bisherigen zÃ¼rcherischen Verwaltungspraxis Rechtsverweigerungs- und RechtsverzÃ¶gerungsbeschwerden nur erhoben werden, solange der Entscheid der untÃ¤tigen oder sÃ¤umigen BehÃ¶rde noch ausstand (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2.A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28, N. 51). Auch die bundesgerichtliche Praxis ist â ausser in Strafverfahren â bis vor kurzem davon ausgegangen, dass nach Abschluss des vorinstanzlichen Verfahrens kein Anspruch auf die Feststellung besteht, dass ein mittlerweile abgeschlossenes Verfahren unrechtmÃ¤ssig verzÃ¶gert wurde; selbst den Umstand, dass der Betroffene zur Geltendmachung einer Schadenersatzforderung an der Feststellung der Verletzung des Beschleunigungsgebots interessiert sein kann, hat das Bundesgericht nicht genÃ¼gen lassen, da dieser Anspruch in einem anderen Verfahren zu verfolgen sei (EidgenÃ¶ssisches Versicherungsgericht, 24. Januar 2003, I.614/2002). In einem neueren Entscheid hat das selbe Gericht nun jedoch festgehalten, dass die Feststellung einer unzulÃ¤ssigen RechtsverzÃ¶gerung fÃ¼r den Betroffenen eine Art Genugtuung darstellt, weshalb im Hinblick auf die konkrete und tatsÃ¤chliche Tragweite der durch die EuropÃ¤ische Menschenrechtskonvention garantierten Rechte eine erkannte Verletzung im Dispositiv des EidgenÃ¶ssischen Versicherungsgerichts festgehalten werden kann (BGE 129 V 411 E. 1.1). Auch in einer Streitigkeit betreffend die NichtigerklÃ¤rung einer erleichterten EinbÃ¼rgerung hat das Bundesgericht festgehalten, als Folge Ã¼berlanger Verfahrensdauer falle neben einer Geldleistung als Schadenersatz die Feststellung der Verletzung des Beschleunigungsgebots in Betracht (BGr, 15. September 2005, 5A.8/2005, www.bger.ch).</p> <p class="Urteilstext">Da das kantonale Recht hier, wo der Sache nach die Anwendung von Bundesverwaltungsrecht in Frage steht, die Anfechtungsbefugnis nicht enger fassen darf als das Bundesrecht, ist diese Rechtsprechung zu Ã¼bernehmen. Aus praktischer Sicht lÃ¤sst sich zu ihrer BegrÃ¼ndung zusÃ¤tzlich anfÃ¼gen, dass der mit dem betreffenden Rechtsgebiet regelmÃ¤ssig befasste (Verwaltungs-)richter zur Beurteilung der Angemessenheit der Verfahrensdauer besser in der Lage sein dÃ¼rfte als der (im Kanton ZÃ¼rich) fÃ¼r ein allfÃ¤lliges Schadenersatzbegehren zustÃ¤ndige Zivilrichter.</p> <p class="Urteilstext">Auf das vom BeschwerdefÃ¼hrer mit dem Antrag auf BegrÃ¼ndung der Ã¼berlangen Verfahrensdauer sinngemÃ¤ss gestellte Begehren, eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes festzustellen, ist deshalb einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Beurteilung der Verfahrensdauer entzieht sich starren Regeln. Es ist im Einzelfall zu prÃ¼fen, ob sie sich unter den konkreten UmstÃ¤nden, vorab des Umfangs und der Schwierigkeit des Falles sowie des Verhaltens des Betroffenen und der BehÃ¶rden sowie der fÃ¼r die Sache spezifischen EntscheidungsablÃ¤ufe, als angemessen erweist; dabei kann auch eine HÃ¤ufung von einzelnen Verfahrensabschnitten, deren jeweilige Dauer noch als angemessen angesehen werden kann, insgesamt als unangemessen erscheinen und ist das Verfahren in seiner Gesamtheit zu beurteilen (BGE 124 I 139 E. 2c; BGr, 20. September 2001, 1P.53/2001, E. 2d/aa, www.bger.ch, ZBl 103/2002, S. 411 ff.).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Wie der BeschwerdefÃ¼hrer im Lichte dieser Rechtsprechung zu Recht beanstandet, hÃ¤tte sich der Regierungsrat nicht damit begnÃ¼gen dÃ¼rfen, lediglich die Angemessenheit der Verfahrensdauer zwischen der VerfÃ¼gung vom 14. Februar 2005 betreffend Anordnung einer Kontrollfahrt und der Aufhebung der Massnahme mit VerfÃ¼gung vom 29. Juli 2005 zu prÃ¼fen, sondern ist die Angemessenheit der Dauer des Verfahrens in seiner Gesamtheit zu beurteilen. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer die VerfÃ¼gungen, welche die einzelnen Verfahrensabschnitte einleiteten, nicht angefochten hat, rechtfertigt keine andere Betrachtung.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Der FÃ¼hrerausweis wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer am 4. August 2004 abgenommen und am 30. Juli 2005 wieder ausgehÃ¤ndigt. Das Verfahren zur AbklÃ¤rung der Fahreignung des BeschwerdefÃ¼hrers hatte demnach einen vorlÃ¤ufigen bzw. vorsorglichen Ausweisentzug von nahezu einem Jahr zur Folge. In diesen Zeitraum fallen folgende Vorkommnisse:</p> <p class="Erwgung3">4. August 2004 VorlÃ¤ufige Ausweisabnahme</p> <p class="Urteilstext">10. August 2004 Anzeige der Einleitung eines Administrativverfahrens und GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs</p> <p class="Urteilstext">16. August 2004 Akteneinsichtsgesuch BeschwerdefÃ¼hrer (Bf)</p> <p class="Urteilstext">25. August 2004 Stellungnahme Bf unter Beilage u.a. eines Ã¤rztlichen Zeugnisses</p> <p class="Urteilstext">30. August 2004 Auftrag an Institut fÃ¼r Rechtsmedizin (IRM) zur Begutachtung des Ã¤rztlichen Zeugnisses</p> <p class="Urteilstext">15. September 2004 Aktengutachten IRM</p> <p class="Urteilstext">16. September 2004 Gutachten IRM an Bf zur Stellungnahme</p> <p class="Urteilstext">23. September 2004 Stellungnahme Bf</p> <p class="Urteilstext">30. September 2004 VerfÃ¼gung vorsorglicher Entzug</p> <p class="Urteilstext">13. Oktober 2004 Auftrag an IRM zur verkehrsmedizinischen FahreignungsabklÃ¤rung</p> <p class="Urteilstext">15. November 2004 Ãrztliche Untersuchung beim IRM</p> <p class="Urteilstext">24. Januar 2005 Gutachten IRM</p> <p class="Urteilstext">25. Januar 2005 Zustellung Gutachten an Bf und GewÃ¤hrung rechtliches GehÃ¶r</p> <p class="Urteilstext">31. Januar/7. Februar Verzicht auf Stellungnahme</p> <p class="Urteilstext">14. Februar 2005 Anordnung einer verkehrsmedizinischen Kontrollfahrt</p> <p class="Urteilstext">24. Februar 2005 Ausstellung eines bis 24. August 2005 befristeten Lernfahrausweises</p> <p class="Urteilstext">8. Juni 2005 DurchfÃ¼hrung der Kontrollfahrt</p> <p class="Urteilstext">10. Juni 2005 Auftrag an IRM zur Formulierung der erforderlichen medizinischen Auflagen</p> <p class="Urteilstext">14. Juli 2005 Bericht IRM betreffend Kontrollfahrt und Auflagen</p> <p class="Urteilstext">15. Juli 2005 Brief an Bf betreffend Stellungnahme zu Bericht IRM und Ausstellung des neuen FÃ¼hrerausweises im Kreditkartenformat</p> <p class="Urteilstext">18. Juli 2005 Fristerstreckungsgesuch Bf</p> <p class="Urteilstext">21. Juli 2005 Terminvereinbarung zwecks Akteneinsicht</p> <p class="Urteilstext">26. Juli 2005 Akteneinsicht durch Bf</p> <p class="Urteilstext">29. Juli 2005 VerfÃ¼gung betr. Aufhebung der Massnahme und Anordnung von Auflagen</p> <p class="Urteilstext">30. Juli 2005 Zustellung des Ausweises</p> <p class="Urteilstext">Wie sich aus dieser Aufstellung ergibt, lÃ¤sst sich den BehÃ¶rden keine Verschleppung des Verfahrens vorwerfen. Das Amt fÃ¼r Administrativmassnahmen hat die fÃ¼r den Fortgang des Verfahrens erforderlichen Anordnungen jeweils ohne Verzug getroffen. Ebenfalls nicht zu beanstanden ist die vom IRM fÃ¼r die Begutachtungen beanspruchte Zeit. Das Aktengutachten vom 15. September 2004 wurde innerhalb von zwei Wochen nach Auftragserteilung ausgefertigt, wÃ¤hrend das verkehrsmedizinische Gutachten vom 24. Januar 2005 gut 70 Tage nach Auftragserteilung abgeliefert wurde. Angesichts des Umstands, dass dafÃ¼r eine Ã¤rztliche Untersuchung des BeschwerdefÃ¼hrers erforderlich war und Weihnachten/Neujahr in diesen Zeitraum fielen, ist diese Dauer nicht unangemessen. Als maximaler Zeitrahmen fÃ¼r die Erstellung eines verkehrsmedizinischen Gutachtens werden in der Fachliteratur drei Monate angegeben (Isa Thiele, Das verkehrsmedizinische Gutachten, in Handbuch der verkehrsmedizinischen Begutachtung, Bern 2005, S. 97 f.). Eher an der oberen Grenze des Vertretbaren liegt dagegen die Zeit, die zwischen der Kontrollfahrt vom 8. Juni 2005 bis zur Berichterstattung des IRM am 14. Juli 2005 verstrich.</p> <p class="Urteilstext">Insgesamt erweist sich damit der Vorwurf einer Verletzung des Beschleunigungsgebots als nicht gerechtfertigt und ist die Beschwerde auch insofern abzuweisen. Zwar scheint der Zeitbedarf von einem Jahr zur AbklÃ¤rung der Fahreignung, in welchem Zeitraum dem Betroffenen der FÃ¼hrerausweis vorsorglich entzogen ist, an der oberen Grenze des Vertretbaren zu liegen. Zu berÃ¼cksichtigen ist allerdings, dass den MÃ¶glichkeiten zur Verfahrensvereinfachung und -beschleunigung wegen des GehÃ¶rsanspruchs des Betroffenen enge Grenzen gesetzt sind. Zudem sind hier zwischen der Erteilung des Lehrfahrausweises und der Anmeldung zur Kontrollfahrt rund 2 Monate verstrichen und hat der BeschwerdefÃ¼hrer bis zu deren DurchfÃ¼hrung immerhin 70 Fahrstunden absolviert.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde erweist sich damit als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. AusgangsgemÃ¤ss sind die Verfahrenskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>