<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2024.00591</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=224454&amp;W10_KEY=13045533&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2024.00591</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 04.11.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Straf- und Massnahmenvollzug</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>stationäre Massnahme (Einweisung in eine therapeutische Institution)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Stationäre Massnahme (Einweisung in eine therapeutische Institution). Die Rechtmässigkeit des Strafurteils und der damit angeordneten stationären Massnahme waren bzw. sind hier, wo es einzig um deren Vollzug geht, nicht zu beurteilen. Dass der Beschwerdegegner "erst" im Juli 2024 den Vollzug der Massnahme im ZSFT Rheinau anordnete, welches das Gutachten als einzig geeignete Institution bezeichnete, ist dem beschränkten Platzangebot geschuldet. Ohnehin führte die vom Beschwerdeführer monierte "lange Zeit" aber nicht dazu, dass der Einweisung in das ZSFT Rheinau die Rechtmässigkeit abgesprochen werden müsste. Soweit der Beschwerdeführer deswegen Schadenersatz bzw. eine Genugtuung fordert, ist das Verwaltungsgericht hierfür nicht zuständig. In Bezug auf seinen Antrag, er sei sofort freizulassen, ist der Beschwerdeführer schliesslich darauf hinzuweisen, dass darüber zunächst der Beschwerdegegner zu entscheiden hätte bzw. dies vorliegend nicht zum Streitgegenstand gehört (E. 3.2). Abweisung, soweit Eintreten.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG">ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHLOSSENE EINRICHTUNG">GESCHLOSSENE EINRICHTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STATIONÃRE MASSNAHME">STATIONÃRE MASSNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLZUG">VOLLZUG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 59 Abs. II StGB</span><br/><span class="gerade">Art. 59 Abs. III StGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 372 Abs. I StGB</span><br/><span class="gerade">§ 2 Abs. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=68694" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2024.00591</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom 4. November 2024</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident AndrÃ© Moser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Cyrill Bienz. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">A, </p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrer, </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Justizvollzug und Wiedereingliederung, </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegner,</b> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend stationÃ¤re Massnahme (Einweisung in eine therapeutische Institution),</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit Urteil vom 17. August 2023 stellte das Obergericht des Kantons ZÃ¼rich fest, dass A die TatbestÃ¤nde der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern, mehrfachen sexuellen NÃ¶tigung, mehrfachen Vergewaltigung, mehrfachen SchÃ¤ndung und FÃ¶rderung der Prostitution im Zustand der nicht selbst verschuldeten SchuldunfÃ¤higkeit erfÃ¼llt habe. Vom Vorwurf des (mehrfachen) Menschenhandels sprach es A dagegen frei. Sodann ordnete das Obergericht fÃ¼r A eine stationÃ¤re Massnahme nach Art. 59 Abs. 3 des Strafgesetzbuchs vom 21. Dezember 1937 (StGB, SR 311.0; Behandlung einer psychischen StÃ¶rung in einer geschlossenen Einrichtung) an. </p> <p class="Sachverhalt2">Gegen den vom Obergericht abgewiesenen Antrag auf Abnahme einer DNA-Probe und Erstellung eines DNA-Profils erhob die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons ZÃ¼rich Beschwerde beim Bundesgericht, die â soweit ersichtlich â derzeit noch hÃ¤ngig ist; im Ãbrigen blieb das Urteil vom 17. August 2023 unangefochten.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 8. Juli 2024 setzte Justizvollzug und Wiedereingliederung des Kantons ZÃ¼rich (fortan: das JuWe) die stationÃ¤re Massnahme in Vollzug und wies A per 10. Juli 2024 in das Zentrum fÃ¼r StationÃ¤re Forensische Therapie (ZSFT) Rheinau ein. Dem Lauf der Rekursfrist und der Einreichung des Rekurses entzog das JuWe die aufschiebende Wirkung.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Daraufhin erhob A mit Eingabe vom 14. Juli 2024 Rekurs bei der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons ZÃ¼rich (nachfolgend: Justizdirektion) und beantragte die Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 8. Juli 2024 sowie sinngemÃ¤ss die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung des Rekurses. Mit ZwischenverfÃ¼gung vom 6. August 2024 wies die Justizdirektion das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung des Rekurses ab. Mit VerfÃ¼gung vom 3. September 2024 wies die Justizdirektion sodann den Rekurs ab, soweit sie darauf eintrat. Die Verfahrenskosten auferlegte sie A. Dem Lauf der Beschwerdefrist und der Einreichung der Beschwerde entzog sie die aufschiebende Wirkung.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A gelangte in der Folge mit Beschwerde vom 24. September 2024 (Poststempel vom 26. September 2024) an das Verwaltungsgericht und beantragte sinngemÃ¤ss die Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 3. September 2024. Daneben ersuchte er um seine sofortige Freilassung sowie um Zusprechung von Schadenersatz bzw. einer Genugtuung, wahlweise wegen seiner angeblich unrechtmÃ¤ssigen Inhaftierung oder der langen Dauer bis zur Behandlung seiner psychischen StÃ¶rung. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 30. September 2024 zog das Verwaltungsgericht die vorinstanzlichen Akten bei.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) fÃ¼r die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Zum Entscheid berufen ist der Einzelrichter, zumal kein Fall von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung gegeben ist (§ 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 2 und Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Da sich die Beschwerde als offensichtlich unbegrÃ¼ndet erweist, konnte auf die DurchfÃ¼hrung eines Schriftenwechsels verzichtet werden (vgl. § 58 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>GemÃ¤ss § 2 Abs. 1 VRG entscheiden Ã¼ber SchadenersatzansprÃ¼che von Privaten gegen Staat und Gemeinde sowie deren Beamte und Angestellte die Zivilgerichte. Nach § 22 Abs. 1 des kantonalen Haftungsgesetzes vom 14. September 1969 (LS 170.1) sind Begehren auf Feststellung, Schadenersatz und Genugtuung bei AnsprÃ¼chen gegen den Kanton schriftlich beim Regierungsrat, solche gegen die Gemeinde beim Gemeindevorstand einzureichen. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer um Zusprechung von Schadenersatz und/oder einer Genugtuung ersucht, ist das Verwaltungsgericht somit nicht zustÃ¤ndig und insofern auf die Beschwerde nicht einzutreten. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Ist ein TÃ¤ter psychisch schwer gestÃ¶rt, so kann das Gericht eine stationÃ¤re Behandlung anordnen, wenn der TÃ¤ter ein Verbrechen oder Vergehen begangen hat, das mit seiner psychischen StÃ¶rung in Zusammenhang steht, und zu erwarten ist, dadurch lasse sich der Gefahr weiterer mit seiner psychischen StÃ¶rung in Zusammenhang stehender Taten begegnen (Art. 59 Abs. 1 StGB). Die stationÃ¤re Behandlung erfolgt in einer geeigneten psychiatrischen Einrichtung oder einer Massnahmenvollzugseinrichtung (Art. 59 Abs. 2 StGB). Solange die Gefahr besteht, dass der TÃ¤ter flieht oder weitere Straftaten begeht, wird er in einer geschlossenen Einrichtung behandelt. Er kann auch in einer Strafanstalt nach Art. 76 Abs. 2 StGB behandelt werden, sofern die nÃ¶tige therapeutische Behandlung durch Fachpersonal gewÃ¤hrleistet ist (Art. 59 Abs. 3 StGB).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>GemÃ¤ss Art. 372 Abs. 1 Satz 1 StGB vollziehen die Kantone die von ihren Strafgerichten ausgefÃ¤llten Urteile <span>(vgl. auch </span>Art. 439 Abs. 2 der Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 [StPO; SR 312.0]). Die VollzugsbehÃ¶rden sind an diese Entscheide gebunden und haben sie zu vollziehen; eine ÃberprÃ¼fung der Urteile ist ihnen verwehrt (<span>VGr, 19. Mai 2023, VB.2022.00221, E. 2.2; 14. November 2018, VB.2018.00353, E. 3.2.1, bestÃ¤tigt mit BGr, 19. Juni 2019, 6B_19/2019, E. 1.2 und 1.4).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.1 </b>Die Justizdirektion gab in der VerfÃ¼gung vom 3. September 2024 zunÃ¤chst die fÃ¼r die Anordnung der stationÃ¤ren Massnahme nach Art. 59 Abs. 3 StGB grundlegenden AusfÃ¼hrungen des forensisch-psychiatrischen Gutachtens von med. pract. B vom 30. Dezember 2020 und des ErgÃ¤nzungsgutachtens vom 17. August 2021 (fortan: Gutachten B) wieder. Demnach liege beim BeschwerdefÃ¼hrer â unter dem Vorbehalt, dass eine organische Genese der wahnhaften StÃ¶rung nicht auszuschliessen sei â vorlÃ¤ufig eine anhaltende wahnhafte StÃ¶rung vor. Differenzialdiagnostisch komme neben der organischen Genese des Wahns auch eine paranoide Schizophrenie infrage; diese kÃ¶nne zurzeit nicht mit ausreichender Sicherheit ausgeschlossen werden. In Anbetracht der Schwere der psychischen StÃ¶rung und der schwierigen Behandelbarkeit der anhaltenden wahnhaften StÃ¶rung sowie der RisikoeinschÃ¤tzung und der Schwere der TatvorwÃ¼rfe sei der BeschwerdefÃ¼hrer stationÃ¤r therapeutisch zu behandeln. Als dafÃ¼r geeignete Institution komme einzig die hoch gesicherte Abteilung 59 des ZSFT Rheinau infrage (E. 3.1).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.2 </b>Sodann erwog die Justizdirektion, der Beschwerdegegner habe die rechtskrÃ¤ftig angeordnete stationÃ¤re Massnahme zu vollziehen und der BeschwerdefÃ¼hrer kÃ¶nne grundsÃ¤tzlich keine Einwendungen zur Anordnung der Massnahme erheben. Soweit er geltend mache, das Gutachten B sei falsch und die Anordnung der Massnahme zu Unrecht und unter Verfahrensfehlern ergangen, sei immerhin festzuhalten, dass das Gutachten B auch auf die EinschÃ¤tzungen von Dr. med. C in dessen Gutachten vom 20. Juli 2018 Bezug nehme und seine Schlussfolgerungen einlÃ¤sslich und nachvollziehbar begrÃ¼nde. Med. pract. B habe mit dem BeschwerdefÃ¼hrer mehrere ExplorationsgesprÃ¤che gefÃ¼hrt und der BeschwerdefÃ¼hrer habe Gelegenheit gehabt, die dazu verschriftlichten Angaben gegenzulesen und ErgÃ¤nzungen/Korrekturen anzubringen. In den Gerichtsverfahren habe sich der BeschwerdefÃ¼hrer ebenfalls Ã¤ussern kÃ¶nnen und sei er rechtsanwaltlich amtlich verteidigt gewesen. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe das Urteil des Obergerichts vom 17. August 2023 erhalten, Beschwerde beim Bundesgericht sei jedoch einzig von der Oberstaatsanwaltschaft (betreffend die DNA-Thematik) erhoben worden. Damit â so die Justizdirektion â sei aber nicht ersichtlich, was gegen den Vollzug der angeordneten Massnahme sprechen kÃ¶nnte (E. 4.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.3 </b>Der Vollzug der fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer angeordneten Massnahme habe â so die Justizdirektion weiter â in einer dafÃ¼r geeigneten Einrichtung zu erfolgen. Das ZSFT Rheinau sei ein anerkanntes, modernes forensisches Behandlungs- und Kompetenzzentrum, in welchem stationÃ¤re Therapien psychisch kranker StraftÃ¤terinnen und StraftÃ¤ter vollzogen wÃ¼rden. GemÃ¤ss dem Gutachten B und den Gerichtsentscheiden komme fÃ¼r den Vollzug der stationÃ¤ren Massnahme beim BeschwerdefÃ¼hrer ausdrÃ¼cklich einzig das ZSFT Rheinau als geeignete Institution infrage. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer die Verlegung in eine Strafanstalt fordere, kÃ¶nne dem kein Vorrang zukommen (E. 4.3). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.4 </b>Zusammenfassend sei nicht zu beanstanden, dass der Beschwerdegegner die gerichtlich angeordnete stationÃ¤ren Massnahme in Vollzug gesetzt und den BeschwerdefÃ¼hrer zum Vollzug der Massnahme in das ZSFT Rheinau eingewiesen habe (E. 4.4).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.5 </b>Ãber die bedingte Entlassung des BeschwerdefÃ¼hrers aus der stationÃ¤ren Massnahme bzw. die Aufhebung derselben habe der Beschwerdegegner noch nicht entschieden. Zu der vom BeschwerdefÃ¼hrer beantragten "Haftentlassung" kÃ¶nne daher hier nicht Stellung genommen werden. Ohnehin sei die Massnahme erst gerade mit der angefochtenen VerfÃ¼gung in Vollzug gesetzt worden. Genugtuungsforderungen seien im Ãbrigen auf dem Weg der Staatshaftung geltend zu machen. Ebenso wenig kÃ¶nne hier Ã¼ber die Regelung eines Kontakts zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und seinem Kind entschieden werden (E. 5.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.6 </b>Schliesslich erwog die Justizdirektion, die psychische Erkrankung des BeschwerdefÃ¼hrers sei wÃ¤hrend mehreren Jahren unbehandelt geblieben, und seit Rechtskraft des obergerichtlichen Urteils sei bereits wieder ein Jahr vergangen. Da zudem die PlÃ¤tze im ZSFT Rheinau sehr beschrÃ¤nkt seien, Ã¼berwiege das Ã¶ffentliche Interesse an der Sicherstellung bzw. WeiterfÃ¼hrung des geordneten Vollzugs der stationÃ¤ren Massnahme im ZSFT Rheinau. Folglich sei dem Lauf der Beschwerdefrist und der Einreichung einer allfÃ¤lligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu entziehen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt nichts vor, was diese ErwÃ¤gungen, auf die in Anwendung von § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG verwiesen werden kann, infrage stellen wÃ¼rde. Die RechtmÃ¤ssigkeit des Urteils des Obergerichts vom 17. August 2023 und der damit angeordneten stationÃ¤ren Massnahme waren bzw. sind hier, wo es einzig um deren Vollzug geht, nicht zu beurteilen (vgl. vorn E. 2.2 und E. 3.1.2). Dass der Beschwerdegegner "erst" mit VerfÃ¼gung vom 8. Juli 2024 den Vollzug der Massnahme im ZSFT Rheinau anordnete, welches das Gutachten B als einzig geeignete Institution bezeichnete (E. 3.1.1), ist â wie der Beschwerdegegner in der Rekursantwort darlegte â dem Umstand geschuldet, dass das Platzangebot im ZSFT Rheinau beschrÃ¤nkt ist und erst per 10. Juli 2024 ein Platz frei wurde. Umso mehr war es aber auch gerechtfertigt, dass der Beschwerdegegner und die Justizdirektion zwecks Sicherstellung bzw. WeiterfÃ¼hrung des geordneten Vollzugs der stationÃ¤ren Massnahme dem Rekurs bzw. der Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen (vorn E. 3.1.6). Ohnehin fÃ¼hrte die vom BeschwerdefÃ¼hrer monierte "lange Zeit" nicht dazu, dass der Einweisung in das ZSFT Rheinau die RechtmÃ¤ssigkeit abgesprochen werden mÃ¼sste. Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer deswegen Schadenersatz bzw. eine Genugtuung fordert, ist zu wiederholen, dass das Verwaltungsgericht hierfÃ¼r nicht zustÃ¤ndig ist (vorn E. 1.3). In Bezug auf seinen Antrag, er sei sofort freizulassen, ist der BeschwerdefÃ¼hrer schliesslich mit der Justizdirektion darauf hinzuweisen, dass darÃ¼ber zunÃ¤chst der Beschwerdegegner zu entscheiden hÃ¤tte bzw. dies vorliegend nicht zum Streitgegenstand gehÃ¶rt (vorn E. 3.1.15).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer neben der Zusprechung von Schadenersatz und/oder einer Genugtuung auch um Zusprechung einer UmtriebsentschÃ¤digung fÃ¼r das Beschwerdeverfahren ersuchen wollte, was sich indes nicht hinreichend klar aus der Beschwerdeschrift ergibt, stÃ¼nde ihm eine solche mangels Obsiegens nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt der Einzelrichter</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'070.--</u> Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Strafsachen nach Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Beilage von â¦ und â¦;<br/> b) die Justizdirektion, unter Beilage von â¦; <br/> c) <span>das EidgenÃ¶ssische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD).</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>