Abteilung III C-5581/2007 {T 0/2} U r t e i l v o m 2 2 . S e p t e m b e r 2 0 0 9 Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz), Richter Michael Peterli, Richter Stephan Breitenmoser, Gerichtsschreiber Michael Barnikol. A._______, vertreten durch Angestellte Schweiz, lic. iur. Dana Martelli, Rigiplatz 1, Postfach, 8033 Zürich, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Invalidenrente. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandC-5581/2007 Sachverhalt: A. Der am 25. Januar 1951 geborene Beschwerdeführer ist französischer Staatsangehöriger und lebt in Frankreich. Er arbeitet seit 1966 in der Schweiz als Laborant und entrichtete dabei Beiträge an die schweize- rische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung. Der Be- schwerdeführer leidet an einem Herzklappenfehler und einer korona- ren Herzerkrankung. Am 26. Januar 2004 stellte er einen Antrag auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung. B. Die mit dem Leistungsgesuch befasste IV-Stelle für Versicherte im Ausland (Vorinstanz) zog insbesondere folgende Unterlagen bei: - Gutachten des Kantonsspitals Basel vom 29. April 2004 (ausgestellt von Prof. Dr. B._______ und Dr. C._______); - Arztbericht von Dr. D._______ vom 19. August 2004; - Gutachten des Neuropsychologiezentrums des Universitätsspitals Basel vom 16. November 2005; - Psychiatrisches Gutachten von Dr. E._______ vom 14. April 2005; - Gutachten der medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) des Universitätsspitals Basel vom 20. Dezember 2005. C. Mit Verfügung vom 24. März 2006 wies die Vorinstanz das Rentenge- such des Beschwerdeführers ab. Zur Begründung führte sie an, ihre medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass ihm die Ausübung seiner bisherigen oder einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit im Umfang von 90% zumutbar sei. Dabei könne er ein jährliches Einkom- men von Fr. 79'365.- erzielen. Nach Anpassung des Betrags an die Nominallohnentwicklung und Umrechnung auf die betriebsübliche wö- chentliche Arbeitszeit von 41,2 Stunden ergebe sich ein jährliches In- valideneinkommen von Fr. 88'183.-. Den Angaben seines bisherigen Arbeitgebers sei zu entnehmen, dass er ohne Gesundheitsschaden in seiner bisherigen Tätigkeit als Laborant ein Jahreseinkommen von Fr. 99'900.- erzielen könne. Der Invaliditätsgrad des Beschwerdefüh- rers betrage daher 21%. Ein Rentenanspruch bestehe erst bei einer Invalidität von mindestens 40%. D. Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer am 18. Ap - ril 2006 Einsprache. Er reichte einen Arztbericht des ihn behandelnden Kardiologen Dr. F._______ vom 24. April 2006 ein und machte geltend, Seite 2C-5581/2007 dass eine unterschiedliche Einschätzung seiner Arbeitsfähigkeit zwi- schen den Gutachtern der MEDAS einerseits und Dr. B._______ bzw. Dr. F._______ andererseits bestehe. Zudem habe sich sein Gesund- heitszustand weiter verschlechtert. Zu seinen bisherigen Beschwerden sei ein Schlafapnoe-Syndrom hinzugekommen. E. Im Rahmen der Abklärungen im Einspracheverfahren wurde vom Uni- versitätsspital Basel am 21. Mai 2007 ein Ergänzungsgutachten er- stellt, in dem das Schlafapnoesyndrom des Beschwerdeführers unter laufender Therapie beurteilt wurde. Das Gutachten kommt zum Ergeb- nis, dass der Beschwerdeführer unter einem leichten bis mittelschwe- ren Schlafapnoesyndrom leide. Es sei davon auszugehen, dass das aktuell richtig behandelte Syndrom nicht für die ausgeprägte Tagesmü- digkeit des Beschwerdeführers ursächlich sei und aus diesem Grund nicht zu einer Minderung der Arbeitsfähigkeit führe. F. Mit Einspracheentscheid vom 11. Juli 2007 wies die Vorinstanz die Einsprache des Beschwerdeführers ab. Aufgrund der im Einsprache- verfahren durchgeführten Abklärungen stehe fest, dass wegen des nachträglich diagnostizierten Schlafapnoesyndroms keine höhere Ar- beitsunfähigkeit angenommen werden könne. Weiterhin seien die Ein- schätzungen von Dr. B._______ und den Gutachtern der MEDAS, wo- nach dem Beschwerdeführer kardiologisch keine Arbeitsunfähigkeit at- testiert werden könne, nachvollziehbar begründet und auf eindeutige EKG- und Ergometrieresultate gestützt. Einzig Dr. med. F._______ gehe als behandelnder Arzt von einer völligen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers aus. Angesichts der medizinischen Befunde habe er dies indessen nicht plausibel darlegen können. Es könne somit nicht auf seine Einschätzung abgestellt werden. G. Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer am 21. Au- gust 2007 Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht. Er bean- tragt, die angefochtene Verfügung aufzuheben und ihm eine Invaliden- rente zuzusprechen. Er macht geltend, es sei keineswegs erwiesen, dass das Schlafapnoesyndrom, unter dem er unbestritten leide, keinen Einfluss auf seine Arbeitsfähigkeit habe. Aus dem Arztbericht des Uni- versitätsspitals Basel vom 25. Juli 2006 gehe vielmehr hervor, dass sich ca. 75-80% der Fälle befriedigend bis gut behandeln liessen. Dies Seite 3C-5581/2007 zeige, dass es auch Patienten gebe, die nicht auf eine Therapie an- sprechen würden. Ferner werde im angefochtenen Entscheid einseitig auf das Gutachten der MEDAS abgestellt. Dieses sei aber zu wenig begründet und es werde nicht genügend zu den abweichenden Gut- achten anderer, den Beschwerdeführer behandelnder Ärzte Stellung genommen. H. In ihrer Vernehmlassung vom 8. Oktober 2007 beantragt die Vorins- tanz, die Beschwerde abzuweisen. Sie nimmt Bezug auf eine Stellung- nahme der IV-Stelle des Kantons Basel-Landschaft gleichen Datums. Demnach sei es nicht zu beanstanden, dass bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vollumfänglich auf das Gut- achten der MEDAS und den Bericht des Universitätsspitals Basel ab- gestellt worden sei. Es gebe keine Hinweise, die gegen die Zuverläs- sigkeit der Experten sprächen. Überdies seien die Berichte der behan- delnden Ärzte äusserst knapp begründet, stützten sich im Wesentli- chen auf die subjektiven Angaben des Versicherten und enthielten ih- rerseits keine Stellungnahme zur abweichenden Beurteilung der übri- gen Gutachten. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf eine Beschwerde einzutreten ist, prüft das Bundesverwaltungsgericht von Amtes wegen und mit freier Kognition (vgl. BVGE 2007/6 E. 1, mit Hinweisen). 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bundesver- waltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfü- gungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 1.2 Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezem - ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet das VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Ge- Seite 4C-5581/2007 mäss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Inva- lidenversicherung (Art. 1a-26bis IVG und 28 bis 70 IVG) anwendbar, so- weit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 1.3 Gemäss Art. 19 Abs. 3 VGG sind die Richter und Richterinnen des Bundesverwaltungsgerichts zur Aushilfe in anderen Abteilungen ver- pflichtet. Nach Art. 11 Abs. 3 Bst. e des Geschäftsreglements für das Bundesverwaltungsgericht vom 17. April 2008 (VGR, SR 173.320.1) ist die Verwaltungskommission des Gerichts als Leitungsorgan zuständig für die Anordnung der Aushilfe von Richtern und Richterinnen in ande- ren Abteilungen. Die Verwaltungskommission hat an ihrer Sitzung vom 12. Februar 2009 einer Aushilfe der Abteilung III im Bereich der Sozial- versicherung durch die Abteilung II zugestimmt. 1.4 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung be- rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegiti- miert ist. Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 60 Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist auf sie einzutreten. 2. Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates der Europäischen Union (EU). Deshalb ist das am 1. Juni 2002 in Kraft ge- tretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizü- gigkeitsabkommen, FZA; SR 0.142.112.681) anzuwenden. Es setzt die verschiedenen bis dahin geltenden bilateralen Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den einzelnen Mitglied- staaten der EU insoweit aus, als darin derselbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA). Soweit dieses Abkommen - insbesondere dessen Anhang II, der die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit regelt (Art. 8 FZA) - keine abweichenden Bestimmungen vorsieht, ist mangels einer einschlägigen gemeinschafts- bzw. abkommensrechtli- chen Regelung die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer schweizerischen Invalidenrente grundsätzlich Sache der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 253 E. 2.4). Daraus folgt, dass die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers gemäss Art. 3 Abs. 1 der Koordinierungsverordnung (EWG) Nr. 1408/71 vom Seite 5C-5581/2007 14. Juni 1971 grundsätzlich nach den für schweizerische Staatsange- hörige geltenden Regeln zu beurteilen haben. 3. Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind in materi- ellrechtlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massge- bend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestan- des Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein allfälliger Leistungsan- spruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisheri- gen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445 E. 1.2.1). 3.1 Für das vorliegende Verfahren ist deshalb das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene ATSG anwendbar. Die darin enthaltenen Formulie- rungen der Arbeitsunfähigkeit, der Erwerbsunfähigkeit, der Invalidität und der Einkommensvergleichsmethode entsprechen ohnehin den bis- herigen, von der Rechtsprechung dazu entwickelten Begriffen in der IV. Demzufolge beanspruchen die diesbezüglich schon herausgebildeten Grundsätze auch unter der Herrschaft des ATSG weiterhin Geltung (vgl. BGE 130 V 343 E. 2-3.6). Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Janu- ar 1961 (IVV, SR 831.201) ist sodann auf die jeweilige Fassung ge- mäss den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen (4. IV- Revision) abzustellen. 3.2 Bestimmungen des IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006 so- wie der IVV und der ATSV vom 28. September 2007 (5. IV-Revision, AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155, in Kraft seit 1. Januar 2008), die nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung in Kraft getreten sind, sind hingegen nicht anwendbar. Nicht zu berücksichtigen sind damit insbesondere die durch die 5. IV-Revision eingeführten Änderungen, welche am 1. Januar 2008 in Kraft getreten sind (AS 2007 5129, 5155). Im Folgenden werden deshalb jeweils die ab 1. Januar 2004 bis Ende 2007 gültigen Bestimmungen des IVG und der IVV zitiert (AS 2003 3837, 3859). 4. Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, wer invalid im Sinn des Gesetzes ist (Art. 7, 8, 16 ATSG; Art. 4, 28, 29 IVG) und beim Versicherungsfall mindestens während eines vol- len Jahres Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi- cherung geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). Diese zwei Bedingungen Seite 6C-5581/2007 müssen kumulativ erfüllt sein. Fehlt auch nur eine, so entsteht kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist. Der Beschwerde- führer hat seit 1966 Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlas- senen- und Invalidenversicherung entrichtet, so dass er die gesetzli- che Mindestbeitragsdauer erfüllt. Zu prüfen bleibt, ob er im Sinne des Gesetzes in rentenbegründendem Ausmass invalid geworden ist. 4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un- fall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Sie gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi- schen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs- möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar- beitsmarkt (Art. 7 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch Beeinträchti- gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit beding- te, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufga- benbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 4.2 Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen neuen Rentenabstu- fungen gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invali- ditätsgrad von mindestens 50% Anspruch auf eine halbe Rente, bei ei- nem Invaliditätsgrad von mindestens 60% Anspruch auf eine Dreivier- telsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% An- spruch auf eine ganze Rente. Viertelsrenten werden allerdings gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren gewöhnli- chen Aufenthalt im Sinne von Art. 13 ATSG in der Schweiz haben. Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG, heute Bundesgericht) stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG nicht eine blos- se Auszahlungsvorschrift, sondern eine besondere Anspruchsvoraus- setzung dar (BGE 121 V 264 E. 6c). Seit Inkrafttreten des FZA können indes Angehörige von EU-Staaten sowie dort lebende Schweizer Bür- gerinnen und Bürger ebenfalls eine Viertelsrente beanspruchen. Seite 7C-5581/2007 4.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein- kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus- geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist, vereinfacht ausgedrückt, die durch einen Gesundheitsschaden verursachte Unfähigkeit, durch zu- mutbare Arbeit Geld zu verdienen. 4.4 Aufgrund des im gesamten Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ist ein in seinem bisheri- gen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versicherter gehalten, innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Berufs- oder Erwerbs- zweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 22 E. 4a, 111 V 235 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am beratenden Arzt einer IV-Stelle zu ent- scheiden, in welchem Ausmass ein Versicherter seine verbliebene Ar- beitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese sog. Verwei- sungstätigkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidens- angepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986, S. 204 f.). Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts ist ein theoretischer und abstrakter Be- griff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversiche- rung von jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Der Be- griff umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeich- net er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten und sie ein rentenaus- schliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991, S. 320 E. 3b). Für die Invaliditätsbemessung ist damit nicht darauf abzustellen, ob eine invalide Person unter den kon- kreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern ein- zig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998, S. 291 E. 3b). Von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 16 ATSG kann aber dort nicht mehr gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so einge- Seite 8C-5581/2007 schränkter Form möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Ent- gegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre (SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3c; ZAK 1989, S. 322 E. 4.) 5. Vorliegend ist strittig und vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen, in welchem Ausmass der Beschwerdeführer nach diesen Grundsätzen in dem für die Bemessung des Rentenanspruchs massgeblichen Zeit- raum arbeitsfähig ist. Die Vorinstanz ging in der angefochtenen Verfü- gung davon aus, dass der Grad der Restarbeitsfähigkeit des Be- schwerdeführers in der bisherigen oder einer angepassten Tätigkeit 90% betrage. Demgegenüber ist der Beschwerdeführer der Ansicht, er sei in einem Ausmass arbeitsunfähig, das geeignet sei, einen An- spruch auf Invalidenrente zu begründen. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe zu einseitig auf das Gutachten der MEDAS abge- stellt und die übrigen Beweismittel zu wenig gewürdigt. Das Gutachten der MEDAS sei nicht hinreichend begründet. Ferner habe die Vorins- tanz die gesundheitliche Beeinträchtigung des Beschwerdeführers, die mit dem Schlafapnoesyndrom einhergehe, nicht genügend berücksich- tigt. 5.1 Das Gericht darf eine Tatsache grundsätzlich dann als bewiesen annehmen, wenn es sich von deren Vorhandensein derart überzeugt hat, dass das Gegenteil als unwahrscheinlich erscheint (vgl. PATRICK L. KRAUSKOPF / KATRIN E MMENEGGER , in: Bernhard Waldmann / Philippe Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, Zürich 2009, Art. 12 N 9). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be- weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanfor- derungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstel- lung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Ab- klärungen die Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Be- weiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere Be- weismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr än- dern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (antizi- pierte Beweiswürdigung; vgl. U ELI KIESER , Das Verwaltungsverfahren in Seite 9C-5581/2007 der Sozialversicherung, Zürich 1999, S. 212, Rz 450; vgl. auch BGE 122 II 464 E. 4a, 122 III 219 E. 3c, mit Hinweisen). 5.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, 122 V 157 E. 1a, je mit Hinweisen). Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen sind. Für das ge- samte Verwaltungsverfahren und für die Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach sind die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, umfassend und pflicht- gemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, ob- jektiv zu prüfen sind und danach zu entscheiden ist, ob die verfügba- ren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsan- spruchs gestatten. 5.3 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entschei- dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all- seitigen Untersuchungen beruht, auch die vorgebrachten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der Zusammenhänge und in der Beurtei- lung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge- rungen der Expertinnen und Experten begründet sind. Bestehen Zwei- fel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellun- gen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Dabei hat das Ge- richt grundsätzlich die Wahl, ob es die Sache zur weiteren Beweiser- hebung an die verfügende Instanz zurückweisen oder die erforderli- chen Instruktionen insbesondere durch Anordnung eines Gerichtsgut- achtens selber vornehmen will (BGE 125 V 351 E. 3a, mit Hinweisen; AHI 2001, S. 113 E. 3a; RKUV 1999 Nr. U 332, S. 193 E. 2a/bb und 1998 Nr. U 313, S. 475 E. 2a). 5.4 Sämtliche in den Akten enthaltenen medizinischen Gutachten kommen, was die Diagnose der Erkrankungen des Beschwerdeführers und die damit einhergehenden Einschränkungen betrifft, im Wesentli- chen zu gleichen Ergebnissen, welche vom Beschwerdeführer zudem nicht beanstandet werden. Der Beschwerdeführer leidet demnach ins- besondere unter valvulärer und koronarer Herzerkrankung, allergi- Seite 10C-5581/2007 schem Bronchialasthma, chronischem Zervikovertebral- und Zerviko- zephalsyndrom, rezidivierenden Herpes-Simplex-Infektionen sowie ei- nem Schlafapnoesyndrom. Im April 2003 wurde ihm wegen schwerer Aorteninsuffizienz eine künstliche Aortenklappe eingesetzt. Der Be- schwerdeführer hat muskelkaterartige Schmerzen am Bewegungsap- parat, ferner leidet er unter einer auffälligen Müdigkeit, die auch nicht nach dem operativen Aortenklappenersatz verschwunden ist. Körper- lich schwere Tätigkeiten sind dem Beschwerdeführer nicht mehr zuzu- muten. Auch wurde bei ihm eine leichte neuropsychologische Störung diagnostiziert. 5.5 Unterschiedlich beurteilt werden von Seiten der Gutachter indes- sen die erwerblichen Auswirkungen der festgestellten Beeinträchtigun- gen. 5.5.1In ihrem Arztbericht vom 19. August 2004 bescheinigt die behan- delnde Ärztin Dr. D._______ dem Beschwerdeführer eine Arbeitsunfä- higkeit von 50%. Der behandelnde Arzt Dr. F._______, welcher auf Kardiologie spezialisiert ist, stellt in seinen Arztberichten vom 11. Ap - ril 2006 und 11. November 2007 fest, der Beschwerdeführer könne we- gen seines kardiovaskulären Zustands und der damit einhergehenden Beeinträchtigungen eine Tätigkeit zu mehr als 50% nicht ohne Risiko aufnehmen. 5.5.2Das psychiatrische Fachgutachten vom 14. April 2005, ausge- stellt von Dr. E._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, kommt zum Ergebnis, dass eine psychische Erkrankung des Be- schwerdeführers nicht festgestellt werden könne. Insbesondere liege keine Anpassungsstörung oder depressive Erkrankung vor. Auffällig seien lediglich Konzentrationsstörungen und eine erhöhte Ermüdbar- keit. Es sei davon auszugehen, dass diese ihre Ursachen im somati- schen Bereich hätten. 5.5.3Im Gutachten des Kantonsspitals Basel, Abteilung für Kardiolo- gie, vom 29. April 2004 wird festgehalten, dass aus kardiologischer Sicht keinerlei Einschränkungen für die bisher ausgeführte Tätigkeit als Laborant vorlägen. Die subnormale körperliche Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers sei altersentsprechend. Der Beschwerdeführer habe seit der Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit eine depressi- ve Entwicklung mit den Leitsymptomen Müdigkeit sowie Antriebs- und Konzentrationsstörungen durchlaufen. Bis zur Klärung der somati- Seite 11C-5581/2007 schen bzw. psychischen Situation des Beschwerdeführers sei von ei- ner Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 50% auszugehen. 5.5.4Im Gutachten der neuropsychologischen Abteilung des Universi- tätsspitals Basel vom 16. November 2005 wird dem Beschwerdeführer eine minimale bis leichte neuropsychologische Störung attestiert. Bei den Untersuchungen seien leichte Minderleistungen in den Aufmerk- samkeitsfunktionen festgestellt worden. Hinweise auf psychopathologi- sche Auffälligkeiten sowie Verhaltensveränderungen lägen aber nicht vor. Aufgrund des gemessenen Leistungsvermögens sei davon auszu- gehen, dass die kognitive Funktionsfähigkeit den Anforderungen im Alltag und im Beruf weitgehend entspreche. Aus neuropsychologischer Sicht bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 90%. 5.5.5Das Gutachten der MEDAS des Universitätsspitals Basel vom 20. Dezember 2005 hält fest, es sei im Rahmen der durchgeführten Untersuchungen (insbesondere eine Laufband-Ergometrie) eine leicht reduzierte körperliche Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers fest- gestellt worden, die aber keinen Einfluss auf dessen zumutbare Ar- beitsfähigkeit in seiner bisherigen Tätigkeit habe. Auch aus psychiatri- scher Sicht könne keine Diagnose gestellt werden, wonach die zumut- bare Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers eingeschränkt sei. Bei ei- ner wegen der beklagten Konzentrationsstörungen durchgeführten neuropsychologischen Abklärung seien lediglich minimale bis leichte neuropsychologische Störungen festgestellt worden. Diese hätten aber allenfalls einen geringen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Eine klare Ursache für die Müdigkeit könne nicht identifiziert werden. Die Schmerzen am Bewegungsapparat seien vom Beschwerdeführer selbst als nicht limitierend für die Arbeit als Laborant angesehen wor- den. Da sämtliche Beschwerden nach der durchgeführten Herzklap- penoperation aufgetreten seien, sei am ehesten vom Vorliegen einer Anpassungsstörung auszugehen, die jedoch keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben könne. Dem Beschwerdeführer sei die bisher ausgeübte Tätigkeit als Laborant in einem Pensum von 90% zumutbar. In anderen Berufen seien sämtliche körperlich leicht belastenden Tä- tigkeiten mit Möglichkeit zur Einnahme von Wechselpositionen ohne repetitiv auszuübende Tätigkeitsanteile ebenfalls im Ausmass von 90% zumutbar. 5.5.6Im Ergänzungsgutachten der pneumologischen Klinik des Uni- versitätsspitals Basel vom 11. Juni 2007 wird festgehalten, dass der Seite 12C-5581/2007 Beschwerdeführer unter einem leichten bis höchstens mittelschweren obstruktiven Schlafapnoesyndrom leide. Es sei aber davon auszuge- hen, dass dieses Leiden, wenn es richtig behandelt werde, nicht für die ausgeprägte Tagesmüdigkeit des Beschwerdeführers ursächlich sein könne. Dies habe eine am 27. April 2007 durchgeführte Polysom- nographie ergeben. Deshalb führe das Schlafapnoesyndrom nicht zu einer Minderung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. 5.6 Die angeführten Beweismittel sind anhand der in E. 5.1 genannten Kriterien zu würdigen. 5.6.1Das Gutachten der MEDAS des Universitätsspitals Basel vom 20. Dezember 2005 enthält detaillierte Angaben zur Anamnese und nimmt konkret Bezug auf die Gutachten und Arztberichte, die im Rah- men des IV-Verfahrens erstellt wurden und zum damaligen Zeitpunkt vorlagen. Dem Gutachten liegen umfangreiche medizinische und psy- chologische Untersuchungsergebnisse zugrunde. Auf dieser Grundla- ge wird in nachvollziehbarer Weise dargelegt, weshalb der Beschwer- deführer trotz seiner schweren Erkrankung weiterhin in seinem bisher ausgeübten Beruf als Laborant tätig sein kann. Das Gutachten der MEDAS hat daher eine hohe Beweiskraft. 5.6.2Zwar wird das im Einspracheverfahren geltend gemachte Schlafapnoesyndrom in diesem Gutachten noch nicht berücksichtigt, weil es zu diesem Zeitpunkt noch nicht diagnostiziert wurde. Insofern kann indessen das Ergänzungsgutachten der pneumologischen Klinik des Universitätsspitals Basel vom 11. Juni 2007 herangezogen wer- den, aus dem sich ergibt, dass das Schlafapnoesyndrom gut behan- delbar sei, weshalb es bei Anwendung einer entsprechenden Therapie nicht zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit kommen könne. Auch dieses Gutachten enthält detaillierte Angaben zur Anamnese und eine nachvollziehbare Begründung. Es basiert zudem auf konkre- ten Untersuchungsergebnissen. Unter Berücksichtigung dieses Gut- achtens ist davon auszugehen, dass alle vom Beschwerdeführer gel- tend gemachten Leiden von Seiten der Sachverständigen vollständig gewürdigt wurden. Der für die Frage der Arbeitsfähigkeit des Be- schwerdeführers massgebende Sachverhalt wurde somit hinreichend abgeklärt. 5.6.3Das Gutachten des Kantonsspitals Basel vom 29. April 2004 kommt übereinstimmend mit dem Gutachten der MEDAS zum Ergeb- nis, dass die kardiologischen bzw. körperlichen Beeinträchtigungen Seite 13C-5581/2007 des Beschwerdeführers nicht geeignet seien, dessen Arbeitsfähigkeit in seiner bisherigen Tätigkeit als Laborant in erheblicher Weise zu be- einträchtigen. Es wird insbesondere nachvollziehbar dargelegt, wes- halb die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers abweichend von den Gutachten des Dr. F._______ beurteilt wird. Dass die Arbeitsfähigkeit bei 50% angesetzt wird, steht nicht im Widerspruch zu den Feststel- lungen der MEDAS. Denn diese Angabe erfolgte unter dem Vorbehalt weiterer psychologischer Abklärungen. Das Gutachten enthält somit keine definitive Aussage zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Demgegenüber basiert das Gutachten der MEDAS nicht nur auf kar- diologischen, sondern auch auf psychologischen Untersuchungen. Es nimmt Bezug auf das Gutachten des Dr. E._______ und das Gutach- ten des Neuropsychologiezentrums des Universitätsspitals Basel vom 16. November 2005, in denen auf plausible Weise dargelegt wird, dass der Beschwerdeführer unter keinerlei psychischen Erkrankungen (ins- besondere keiner Depression oder Anpassungsstörung) leidet und die bei ihm diagnostizierte leichte neuropsychologische Störung seine Ar- beitsfähigkeit nur in geringem Masse zu beeinträchtigen vermag. 5.6.4Dass die Vorinstanz auf diese Beurteilungen abgestellt hat, ist nicht zu beanstanden. Die vorerwähnten medizinischen Unterlagen sind umfassend, wurden sorgfältig erstellt und beruhen auf allseitigen, gründlichen Untersuchungen. Sie wurden durch Fachärzte sowie unter Berücksichtigung und Würdigung der Vorakten verfasst. Die Darlegung der Zusammenhänge sowie der gesamtmedizinischen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sind im Ergebnis einleuchtend und nachvollziehbar. 5.6.5Demgegenüber enthalten die Arztberichte von Dr. F._______ und Dr. D._______ zwar eine Diagnose der Erkrankungen des Be- schwerdeführers, aber kaum Angaben zu dessen Krankheitsgeschich- te. Sie geben ferner weder Auskunft darüber, wie sich die Erkrankung des Beschwerdeführers auf dessen Leistungsfähigkeit in seiner bishe- rigen oder in einer angepassten Tätigkeit auswirken kann, noch, auf welche Art von Tätigkeit sich das festgestellte Ausmass an Arbeitsun- fähigkeit bezieht. Es ist nicht erkennbar, von welchen Erwägungen sich die beiden Ärzte bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Be- schwerdeführers leiten liessen. Schon aus diesen Gründen kommt den Arztberichten eine geringere Aussagekraft zu. Seite 14C-5581/2007 5.6.6Vor allem aber ist zu berücksichtigen, dass nach der höchstrich- terlichen Rechtsprechung Berichte von behandelnden Ärzten aufgrund der auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbe- halt zu würdigen sind. Gutachten externer Spezialärzte, welche auf- grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Be- funde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist dagegen bei der Be- weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkre- te Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb und cc, mit weiteren Hinweisen; Urteil des EVG vom 9. August 2000, I 437/99 E. 4b/bb; Urteil des EVG vom 20. März 2006, I 655/05 E. 5.4, mit Hinweisen). Demgemäss kann ein Gutachten eines amtlich bestellten fachmedizinischen Experten allenfalls dann vom Bericht eines behandelnden Arztes entkräftet werden, wenn sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entsprin- gende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung uner- kannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts 9C.24/2008 vom 27. Mai 2008, E. 2.3.2). Dies ist hier indessen nicht der Fall. Wie bereits dargelegt, werden sämtliche vorgebrachten Lei- den in den Gutachten der MEDAS und der pneumologischen Klinik des Universitätsspitals Basel umfassend gewürdigt (vgl. oben, E. 5.6.1 ff.). Zudem nehmen die Gutachten auf die Berichte der behandelnden Ärz- te Bezug und legen in nachvollziehbarer Weise dar, weshalb von ihnen im Ergebnis abgewichen wird (vgl. oben, E. 5.6.3). 5.6.7Die Gesamtwürdigung der Beweismittel ergibt daher, dass auf das Gutachten der MEDAS des Universitätsspitals Basel vom 20. De - zember 2005 und ergänzend auf das Gutachten der pneumologischen Klinik des Universitätsspitals Basel vom 11. Juni 2007 abzustellen ist. 5.7 Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz davon aus- gegangen ist, der Beschwerdeführer sei nicht in einem anspruchsbe- gründenden Ausmass arbeitsunfähig und habe folglich keinen Renten- anspruch. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. 6. Verfahrenskosten werden nicht erhoben, da es vorliegend um die Be- willigung bzw. Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, und gemäss den bis zum 30. Juni 2006 geltenden und nach der Praxis des Seite 15C-5581/2007 Bundesverwaltungsgerichts für hängige Beschwerden gegen IV-Ein- spracheentscheide auch weiterhin anwendbaren Bestimmungen das Verfahren kostenfrei ist (vgl. Art. 69 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 85bis Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlasse- nenversicherung [AHVG, SR 831.10]). 7. Dem unterliegenden Beschwerdeführer ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht, VGKE, SR 173.320.2), ebenso wenig der Vorinstanz (vgl. Art. 7 Abs. 3 VGKE). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: - den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde); - die Vorinstanz (Ref-Nr. [...]); - das Bundesamt für Sozialversicherungen. Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Eva Schneeberger Michael Barnikol Seite 16C-5581/2007 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: Seite 17