<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2002.00034</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106777&amp;W10_KEY=13013575&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2002.00034</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.08.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Handänderungssteuer</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Wirtschaftliche Handänderung, Kettenhandel Es liegt keine wirtschaftliche Handänderung bzw. kein Kettengeschäft vor, weil der von den Endkäufern zu bezahlende Landpreis dem vom ursprünglichen (Land-)Verkäufer festgesetzten entspricht, da sich der Zwischenerwerber daran gebunden fühlte. Damit fehlt dem Zwischenerwerber eine wesentliche Eigentümerbefugnis. Abweisung der Beschwerde.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGENTÃMERBEFUGNIS">EIGENTÃMERBEFUGNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINFACHE GESELLSCHAFT">EINFACHE GESELLSCHAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: GrundstÃ¼ckgewinn- und HandÃ¤nderungssteuern ST: HANDÃNDERUNGSSTEUER">HANDÃNDERUNGSSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KETTENGESCHÃFT">KETTENGESCHÃFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREISGESTALTUNG">PREISGESTALTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFÃGUNGSMACHT">VERFÃGUNGSMACHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSAMMENRECHNUNG">ZUSAMMENRECHNUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 95 lit. IV aStG</span><br/><span class="ungerade">§ 161 GVG</span><br/><span class="gerade">Art. 530 lit. I OR</span><br/><span class="ungerade">§ 155 StG</span><br/><span class="gerade">§ 160 StG</span><br/><span class="ungerade">§ 227 lit. IIa StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. 1. C war EigentÃ¼mer der Parzelle Kat.Nr. 01 mit 2'581 m<sup>2</sup> Land in X. In einer "Ver­einbarung" vom 15. Oktober 1998 gestattete er A, Architekt in Y, auf diesem GrundstÃ¼ck "eine Ueberbauung auf eigenes Risiko zu planen, zu verkaufen und zu realisieren." A verpflichtete sich unter anderem, "dass er dafÃ¼r besorgt sein wird, dass der Verkaufspreis von Fr. 1'548'600.00 fÃ¼r Kat. 01 entsprechend dem GrundstÃ¼ckverkauf auf das Konto von C eingehen wird." Zur VerÃ¤usserung des gesamten GrundstÃ¼cks rÃ¤umte C A "eine Frist bis 01. Mai 1999 ein". Sollte bis zu diesem Zeitpunkt die Realisierung nicht zustande­kommen, vereinbarten die Parteien, dass C "nicht mehr an die Vertragsbedingungen gebunden" sei und frei Ã¼ber das GrundstÃ¼ck verfÃ¼gen kÃ¶nne. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 22. Februar 1999 erwirkte A die Baubewilligung fÃ¼r die Erstellung von zwei Mehr­­familienhÃ¤usern mit insgesamt 16 Wohnungen. Am 19. August 1999 wurde das Grund­­stÃ¼ck in Miteigentumsanteile aufgeteilt und zu Stockwerkeigentum umgestaltet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zwischen dem 19. August 1999 und dem 30. Mai 2000 verÃ¤usserte C an 15 Erwerber diverse Stockwerkeigentumsanteile; eine Stockwerkeigentumseinheit behielt er fÃ¼r sich. Am 14. Juni 2000 verkaufte er die restlichen, nicht verÃ¤usserten Einheiten (zwei AbstellrÃ¤ume und ein Garagenplatz) an A. In zeitlicher NÃ¤he zum Land­erwerb schlossen alle KÃ¤ufer einen Generalunternehmer-Vertrag mit A zur Er­stellung der jeweiligen Eigentumswoh­nungen mit zugehÃ¶rigen NebenrÃ¤umen ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der Gemeinderat X, der sich die Veranlagung der HandÃ¤nderungssteuern vorbehalten hatte, stellte sich auf den Standpunkt, es lÃ¤gen wirtschaftliche HandÃ¤nderungen zwischen C und A einerseits sowie zwischen diesem und den GrundstÃ¼ckerwerbern andererseits vor. Mit Einspracheentscheid vom 29. Oktober 2001 auferlegte der Gemeinderat A fÃ¼r die wirtschaftliche Hand­Ã¤nderung zwischen ihm und den Enderwerbern eine (hÃ¤lftige) Hand­­Ã¤nderungssteuer von Fr. 49'548.85. Dabei rechnete der Gemeinderat als Bemessungsgrundlage Land- und Werkpreis zusammen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die vom Pflichtigen angerufene Steuerrekurskommission III hob mit Rekurs­ent­scheid vom 13. MÃ¤rz 2002 den Einspracheentscheid des Gemeinderats X vom 29. Oktober 2001 auf und sprach A eine ParteientschÃ¤digung zu. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kommission gelangte zum Schluss, es lÃ¤gen keine wirtschaftlichen, sondern einzig zivilrechtliche HandÃ¤nderungen zwischen C und den GrundstÃ¼ckerwerbern vor. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Die Gemeinde X beantragte dem Verwaltungsgericht mit Beschwerde vom 17. April 2002, es seien die HandÃ¤nderungssteuerveranlagungen gemÃ¤ss den Einspracheent­­scheiden des Gemeinderats vom 29. Oktober 2001 wiederherzustellen, eventualiter sei, ausgehend von einer wirtschaftlichen HandÃ¤nderung an der HÃ¤lfte der betreffenden GrundstÃ¼cke, die dem Beschwerdegegner auferlegte HandÃ¤nderungssteuer von Fr. 49'548.85 um 50% auf Fr. 24'774.40 herabzusetzen, alles unter Neuregelung der Kos­tenfolgen. Ausserdem verlangte sie eine ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission III auf eine Vernehmlassung verzichtete, schloss der Beschwerdegegner auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 213 in Verbin­dung mit § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder un­vollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r das Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht gilt auch unter dem neuen Recht das bisher in § 95 Abs. 4 des auf den 1. Januar 1999 aufgehobenen Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) ausdrÃ¼cklich geregelte Novenverbot. FÃ¼r das Verwaltungsgericht ist somit die gleiche Aktenlage massgebend wie fÃ¼r die Rekurskommission. Tatsachen oder Be­weismittel, die nicht (spÃ¤testens) im Rekursverfahren behauptet bzw. vorgelegt oder an­ge­rufen worden sind, dÃ¼rfen infolgedessen im Beschwerdeverfahren grundsÃ¤tzlich nicht nachgebracht werden. Vom Novenverbot ausgenommen sind dagegen echte Noven, nament­­lich neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und Beweismittel, die auf einem Revisions- oder Nachsteuergrund (§ 155 bzw. § 160 StG) beruhen oder der StÃ¼tzung von geltend gemachten Rechtsverletzungen dienen, die ihrer Natur nach neuer tatsÃ¤chlicher Vorbringen oder Beweismittel bedÃ¼rfen (August Reimann/Ferdinand Zuppinger/Erwin SchÃ¤rrer, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 3. Band, Bern 1969, § 95 ff.). Neue, erstmals vor Verwaltungsgericht gestellte Rechtsbegehren sind schliesslich allgemein zulÃ¤ssig, sofern sie sich nicht auf Tatsachen und Beweismittel stÃ¼tzen, welche unter das Novenverbot fallen (RB 1999 Nr. 149).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die HandÃ¤nderungssteuer wird laut § 227 Abs. 1 StG bei HandÃ¤nderungen an GrundstÃ¼cken oder Anteilen von solchen erhoben. Diesen "zivilrechtlichen HandÃ¤nderungen", worunter die sachenrechtliche Ãbertragung des Eigentums an GrundstÃ¼cken verstanden wird, sind nach § 227 Abs. 2 lit. a StG die "wirtschaftlichen HandÃ¤nderungen" gleichgestellt. Als solche gelten RechtsgeschÃ¤fte, die bezÃ¼glich der VerfÃ¼gungsgewalt Ã¼ber Grund­­­stÃ¼cke tatsÃ¤chlich und wirtschaftlich wie HandÃ¤nderungen wirken. Die Annahme einer wirt­schaftlichen HandÃ¤nderung setzt voraus, dass wesentliche Teile der dem Grundeigentum in­ne­wohnenden VerfÃ¼gungsgewalt rechtsgeschÃ¤ftlich Ã¼bertragen werden, so dass gesagt werden kann, das fragliche RechtsgeschÃ¤ft wirke "tatsÃ¤chlich und wirtschaftlich" wie eine (zivilrechtliche) HandÃ¤nderung an einem GrundstÃ¼ck. Dieser Tatbestand ist erfÃ¼llt, wenn mit den Ã¼bertragenen Rechten Befugnisse verbunden sind, die dem jeweiligen Inhaber eine Stellung einrÃ¤umen, welche tatsÃ¤chlich und wirtschaftlich jener eines EigentÃ¼mers gleichkommt. Als­dann ist nicht auf die formelle (Ã¤ussere) Rechtswirkung, sondern auf die erzielte tatsÃ¤chliche wirtschaftliche Wirkung abzustellen (so bereits [noch zum alten Recht] RB 1977 Nr. 92). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine rechtsgeschÃ¤ftliche Ãbertragung wesentlicher Teile der dem Grundeigentum in­­newohnenden VerfÃ¼gungsgewalt erfolgt etwa beim Vollzug von KettengeschÃ¤ften. Ein sol­cher Kettenhandel, dessen Existenz vorliegend von der BeschwerdefÃ¼hrerin verfochten wird, liegt vor, wenn der Berechtigte vom GrundeigentÃ¼mer die wirtschaftliche VerfÃ¼gungs­­­­macht nicht nur eingerÃ¤umt erhÃ¤lt, sondern diese zugunsten eines Dritten, der den Kauf hernach voll­zieht und das Grundeigentum erwirbt, tatsÃ¤chlich ausÃ¼bt. Bei diesem Vor­gang sind dem­nach zwei Schritte zu unterscheiden, von denen jeder fÃ¼r sich als wirtschaftliche HandÃ¤nderung steuerbar ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die diesbezÃ¼gliche verwaltungs- und bundesgerichtliche Rechtsprechung ist von der Rekurskommission zutreffend wiedergegeben worden, so dass auf deren ErwÃ¤gungen ver­wie­sen werden kann (vgl. § 161 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976 [GVG]). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Zu den wesentlichen Befugnissen eines BaulandeigentÃ¼mers, deren rechtsgeschÃ¤ft­­liche Ãbertragung auf einen Dritten fÃ¼r die Annahme einer wirtschaftlichen HandÃ¤nderung in Gestalt eines Kettenhandels unabdingbar ist, gehÃ¶rt nicht nur die MÃ¶glichkeit, den (spÃ¤­teren) GrundstÃ¼ckerwerber auszuwÃ¤hlen und ihm die wirtschaftliche VerfÃ¼gungsmacht Ã¼ber das GrundstÃ¼ck zu verschaffen, sondern (kumulativ) auch die MÃ¶glichkeit, den Preis da­fÃ¼r â d.h. den "Kaufpreis" â selber zu bestimmen. Auch hierzu hat die Vorinstanz die ver­waltungsgerichtliche Rechtsprechung zutreffend wiedergegeben (ErwÃ¤gung 1b und 2b des Rekursentscheids), so dass auch hierzu im Sinn von § 161 GVG darauf zu verweisen ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Verkauf der (spÃ¤teren) GrundstÃ¼cke zwischen C und den End­erwerbern ist ge­mÃ¤ss unbestrittener Darstellung der Parteien zum in der Vereinbarung C/A vom 15. Oktober 1998 festgelegten Preis von Fr. 600.-/m<sup>2</sup> erfolgt. Zu Recht hat die Vorinstanz weiter darauf hingewiesen, dass UmstÃ¤nde nicht ersichtlich seien, welche auf eine Verschie­bung von Kaufpreisanteilen des Landes in den Werklohn hindeuten wÃ¼rden. Insbeson­dere ist der­­artiges der bei den Akten liegenden Bauabrechnung nicht zu entnehmen. Zudem hat es im Rekursverfahren an entsprechenden Behauptungen der BeschwerdefÃ¼hrerin gÃ¤nz­lich ge­fehlt; was sie zur Frage der Verschiebung von Kaufpreisteilen in den Werklohn in der Beschwerdeschrift neu anfÃ¼hrt, kann wegen des im Beschwerdever­fahren geltenden No­ven­ver­­botes (vgl. ErwÃ¤gung 1 vorstehend) nicht berÃ¼cksichtigt wer­den. Insgesamt hat die Vor­instanz bei dieser Sachlage geschlossen, dass der Pflichtige nicht ernsthaft die MÃ¶g­lichkeit hatte, den Verkaufspreis nach Belieben zu bestimmen und einen allfÃ¤lligen Zwischengewinn fÃ¼r sich zu behalten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Auch die BeschwerdefÃ¼hrerin muss zugestehen, dass "sich aufgrund des reinen Vertragswortlautes nicht mit Sicherheit sagen [lÃ¤sst], ob A einen Zwischengewinn erzielen durfte" und verweist sinngemÃ¤ss auf die UmstÃ¤nde des Vertragsschlusses, die Interessenlage der Parteien und entsprechende Ãbung. Soweit es sich hier nicht wiederum um unzulÃ¤ssige Noven handelt, sind diese pauschal und allgemein gehaltenen AusfÃ¼hrungen nicht ge­eignet, die WÃ¼rdigung der Vorinstanz zu erschÃ¼ttern. Wohl ist im Vertrag C/A offen gelassen, in­wie­weit ein auf dem Landpreis allfÃ¤llig erzielter Zwischengewinn des Pflichtigen zu behandeln wÃ¤re. Entscheidend im zu beurteilenden Sachverhalt ist indessen, dass dieser Zwi­schen­gewinn gerade nicht erzielt wurde. Der Pflichtige hat sich vorliegend offensichtlich an den in der Vereinbarung vom 15. Oktober 1998 festgelegten Landpreis von Fr. 600.-/m<sup>2 </sup>vollumfÃ¤ng­lich gebunden gefÃ¼hlt und diesen gegenÃ¼ber den Enderwerbern so eingehalten. Der bei den Akten liegende Reservationsvertrag, welchen der Pflichtige als Vertreter von C mit dem Landerwerber D unterzeichnet hat, bestÃ¤tigt dies. Damit hat es tatsÃ¤chlich an weiteren konkre­ten Indizien dafÃ¼r gefehlt, dass der Pflichtige im vorliegenden Fall rechtlich und wirtschaft­lich frei gewesen ist, den Preis fÃ¼r die Ãbertragung der wirtschaftlichen VerfÃ¼gungsmacht Ã¼ber das GrundstÃ¼ck an die (spÃ¤teren) GrundstÃ¼ckerwerber zu bestimmen und gebricht es damit an einer wesentlichen EigentÃ¼merbefugnis (vgl. vorstehend ErwÃ¤gung 2a). Die allgemeine Interessenlage des Pflichtigen, einen mÃ¶glichst hohen Gewinn aus diesem Ge­schÃ¤ft zu erzielen, sowie weiter nicht substanzierte UmstÃ¤nde bei Vertragsabschluss rei­chen als Indizien fÃ¼r das Gegenteil nicht aus.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Fehlt es aber am von der BeschwerdefÃ¼hrerin zu erbringenden Nachweis des auf den Pflichtigen Ã¼bergegangenen Rechts auf freie Preisgestaltung, lÃ¤sst sich vorliegend weder aus der Risikoaufteilung zwischen LandverkÃ¤ufer und Generalunternehmer noch aus dem im Vertrag enthaltenen Stichtag 1. Mai 1999, bis zu welchem das Projekt realisationsbereit sein musste, oder gar aus der Ãbernahme von wenigen nicht verkÃ¤uflichen NebenrÃ¤u­men durch den Pflichtigen die wirtschaftliche HandÃ¤nderung zwischen C und dem Pflich­tigen herleiten. Auch hierzu sei auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz verwiesen (§ 161 GVG), denen das Verwaltungsgericht vollumfÃ¤nglich beitritt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Mit der Vorinstanz und der BegrÃ¼ndung des Eventualantrags der BeschwerdefÃ¼hrerin ist vorliegend davon auszugehen, dass sich LandverÃ¤usserer und Werkunternehmer durch Ã¼bereinstimmende gegenseitige WillensÃ¤usserungen (Art. 1 Abs. 1 des Obligationenrechts vom 30. MÃ¤rz 1911 [OR]) zu einer einfachen Gesellschaft gemÃ¤ss Art. 530 Abs. 1 OR zusammengefunden haben. Beide haben dieses Vorhaben gemeinsam angestrebt. Beide haben denn auch je â wenn auch auf qualitativ und quantitativ unterschiedliche Weise â zur Erreichung dieses Zwecks beigetragen (vgl. BGE 104 II 108 E. 2 S. 112). Der Beitrag des LandeigentÃ¼mers C hat darin bestanden, die GrundstÃ¼cke zu verkaufen und alle Massnahmen zur DurchfÃ¼hrung des Projekts soweit erforderlich zu unterstÃ¼tzen bzw. dem Pflichtigen entsprechende Vollmachten zu erteilen. DemgegenÃ¼ber hat der Beitrag des Pflichtigen darin bestanden, mit den GrundstÃ¼ckkÃ¤ufern einen Generalunternehmervertrag fÃ¼r die schlÃ¼sselfertige Erstellung der Wohnungen aufgrund des Bauprojekts abzuschlies­sen und die Ãberbauung zu realisieren. Pflichtiger und Generalunternehmer haben sich in­fol­gedessen â nicht ausdrÃ¼cklich, aber aufgrund der aktenkundigen UmstÃ¤nde stillschweigend â zu einer einfachen Gesellschaft zusammengeschlossen mit dem gemeinsamen Ziel,</span></p> <p class="Einzug1"><span>das Land mit den darauf geplanten Eigentumswohnungen zu verkaufen. Dass sie nicht gegenseitig am finanziellen Erfolg ihres jeweiligen Beitrags zur Erreichung des Gesellschafts­zwecks beteiligt waren, ist unerheblich, denn auch eine derartige Regelung ist eine statthafte Form der Gewinnaufteilung; Entsprechendes gilt fÃ¼r die Verlusttragung (vgl. Arthur Meier-Hayoz/Peter Forstmoser, Schweizerisches Gesellschaftsrecht, 8. A., Bern 1998, S. 262 f.). Dass die Gesellschafter mÃ¶glicherweise unterschiedliche wirtschaftliche Interessen im Hinblick auf die gewÃ¤hlte Form der Gewinnverteilung gehabt haben, ist schliesslich ebenso unwesentlich; entscheidend ist, dass sie einen gemeinsamen Ã¼bergeordneten Gesellschaftszweck verfolgt haben (vgl. BGE 104 II 108 E. 2 S. 112), was hier wie ausgefÃ¼hrt zutrifft. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin, welche sich hierfÃ¼r auf Felix Richner (Zusammenrechnung und Kettenhandel, ZStP 10 [2001], S. 1) stÃ¼tzt, ist mit der Bildung der einfachen Gesellschaft jedoch nicht bereits die (vorliegend hÃ¤lftige) Ãbertragung der VerfÃ¼gungsmacht Ã¼ber das BaulandgrundstÃ¼ck vom LandeigentÃ¼mer an den Mitgesellschafter, vorliegend den Pflichtigen, verbunden. Wiederum wÃ¤re seitens der Beschwer­defÃ¼hrerin nachzuweisen, dass die eigentliche wirtschaftliche VerfÃ¼gungsmacht Ã¼ber das GrundstÃ¼ck an sich rechtlich und wirtschaftlich in die einfache Gesellschaft mit eingebracht worden ist, was bei gewissen vertraglichen Konstellationen durchaus denkbar ist. Indessen ist vorliegend eben gerade nicht davon auszugehen, dass die wesentliche EigentÃ¼merbefugnis der freien Landpreisbestimmung in die einfache Gesellschaft eingegangen bzw. in diese Ã¼bertragen worden ist. Eine ganze Reihe Ã¼briger, von der BeschwerdefÃ¼hrerin erwÃ¤hnten und hier im Wesentlichen wiederholten untergeordneten EigentÃ¼merbefugnisse sind zweifellos in die Gesellschaft eingebracht worden, reichen aber fÃ¼r die Annah­me einer wirtschaftlichen HandÃ¤nderung vom LandeigentÃ¼mer in die einfache Gesellschaft fÃ¼r sich allein nicht aus. Wie zu entscheiden wÃ¤re, wenn die Vertragsparteien tatsÃ¤ch­lich auch das Recht der Landpreisgestaltung in die einfachen Gesellschaft Ã¼bertragen hÃ¤tten oder etwa eine gegenseitige Beteiligung am finanziellen Erfolg des jeweils anderen Beitrags zur Erreichung des Gesellschaftszwecks, insbesondere eben des Generalunterneh­mers am GrundstÃ¼ckgewinn des LandeigentÃ¼mers, vereinbart hÃ¤tten, kann offen gelassen werden. Dieses Ergebnis deckt sich Ã¼brigens mit der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts (RB 2001 Nr. 109). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wohl hat die Vorinstanz sich hier in der BegrÃ¼ndung ihres Entscheides kurz gehalten, jedoch die Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts in dieser Frage richtig zusammen­gefasst und zitiert, weswegen von einer Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs der Beschwerde­­fÃ¼hrerin bzw. der BegrÃ¼ndungspflicht keine Rede sein kann. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Angesichts dieser Sachlage hat die Rekurskommission rechtens erkannt, dass keine wirtschaftlichen HandÃ¤nderungen, sondern lediglich zivilrechtliche HandÃ¤nderungen zwischen dem VerÃ¤usserer und den Enderwerbern vorliegen. Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>