<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00368</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206233&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00368</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.10.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 04.12.2007 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Errichtung von drei Unterflur-Abfallcontainern in der Zürcher Altstadt<br/><br/>Die Selbstbindung des Gemeinwesens gemäss § 204 Abs. 1 PBG erstreckt sich sowohl auf Schutzobjekte, die in Privateigentum stehen, als auch auf solche, die dem Gemeinwesen gehören; sie umfasst stets auch die nähere Umgebung des Schutzobjektes. Der Schutzumfang ergibt sich daher nicht nur aus § 203 PBG, sondern auch aus § 238 Abs. 2 PBG. (...) Gegen die Erhaltung eines Schutzobjektes oder die besondere Rücksichtnahme auf ein Natur- oder Heimatschutzobjekt im Sinn von § 238 Abs. 2 PBG kann eine dem betreffenden Gemeinwesen obliegende öffentliche Aufgabe oder das Gebot des haushälterischen Umgangs mit öffentlichen Mitteln sprechen (E. 5.2).<br/><br/>Das Bauvorhaben verstösst gegen § 238 Abs. 2 PBG (vgl. E. 6).<br/>Es ist deshalb zu prüfen, ob es gestützt auf § 204 Abs. 1 PBG aufgrund überwiegender öffentlicher Interessen gleichwohl bewilligt werden kann. (...) Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführenden erweisen sich die von der Bauherrin aufgezeigten Standortlösungen nicht wirklich als "valable" Alternativen. Insgesamt gewährleisten die geprüften Alternativstandorte nämlich keine befriedigende Lösung, die nötig wäre, um den im Geviert anfallenden Siedlungsabfall zu entsorgen. Zwar lässt sich der strikte Nachweis, dass nur die von den kommunalen Behörden gewählte Lösung zur Erfüllung des Entsorgungsauftrages möglich ist, nicht erbringen. Ein solcher Nachweis ist jedoch auch nicht erforderlich. Es muss genügen, dass die Behörde alle massgeblichen Gesichtspunkte in die Evaluation mit einbezogen hat und die Standortwahl nach sachlichen Kriterien getroffen hat. Die Umsetzung des neuen städtischen Abfallkonzepts setzt zudem ein gewisses Planungsermessen voraus. Dieses Ermessen haben die Rechtsmittelinstanzen zu beachten, die nicht über den Sachverstand zur umfassenden Überprüfung solcher Planungen verfügen (E. 7.3.3).<br/>Die kommunale Baubehörde war sich bewusst, dass der Container-Standort zu einer gewissenBeeinträchtigung des schützenswerten Ortsbildes führen wird. Dennoch hat sie in ihrer Interessenabwägung das öffentliche Interesse an der Durchsetzung des neuen Abfallkonzepts der Stadt Zürich höher gewichtet als das Interesse des Ortsbildschutzes. Die höhere Gewichtung ist nicht rechtsverletztend. Diese Interessenabwägung beruht auf einer vollständigen Berücksichtigung der massgeblichen Sachumstände, erfolgte nach pflichtgemässem Ermessen und erweist sich als sachlich vertretbar (E. 7.3.4). Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALTSTADT">ALTSTADT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BINDUNGSWIRKUNG">BINDUNGSWIRKUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DENKMALSCHUTZOBJEKT">DENKMALSCHUTZOBJEKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSORGUNGSINTERESSE">ENTSORGUNGSINTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESAMTWIRKUNG">GESAMTWIRKUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTALTUNG">GESTALTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GUTACHTEN">GUTACHTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERESSENABWÃGUNG">INTERESSENABWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KERNZONE">KERNZONE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NATUR- UND HEIMATSCHUTZ">NATUR- UND HEIMATSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHE INTERESSEN">ÃFFENTLICHE INTERESSEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ORTSBILD">ORTSBILD</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ORTSBILDSCHUTZ">ORTSBILDSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTBINDUNG">SELBSTBINDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERFLUR-CONTAINER">UNTERFLUR-CONTAINER</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 204 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 238 Abs. II PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 338a Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 43 BZO ZÃ¼rich</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2006 Nr. 66</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit <span class="UrteilstextChar">Beschluss vom 25. Mai 2004 erteilte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich der Abteilung Entsorgung + Recycling ZÃ¼rich, die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die Erstellung von drei Unterflur-Containern auf dem GrundstÃ¼ck, L in </span>ZÃ¼rich.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Beschluss liess die C AG am 5. Juli 2004 Rekurs erheben und die Aufhebung der Baubewilligung beantragen. Am 12. November 2004 fÃ¼hrte die Baurekurskommission I eine Augenscheinsverhandlung durch.</p> <p class="Urteilstext">In der Folge ersuchte sie die Natur- und Heimatschutzkommission des Kantons ZÃ¼rich (NHK) um Stellungnahme betreffend die Frage, inwiefern die im Nahbereich des X geplanten Unterflur-Container unter <span class="UrteilstextChar">dem Gesichtspunkt des Ortsbildschutzes vertretbar seien. Mit Eingabe vom 14. MÃ¤rz 2005 erstattete die NHK ihr Gutachten, das den Parteien zur Stellungnahme zugestellt wurde. Mit Entscheid vom 1. Juli 2005 wies die Baurekurskommission I den Rekurs unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen</span> ab.</p> <p class="Urteilstext">Auch die A liess gegen den erwÃ¤hnten Beschluss am 25. Juni 2004 Rekurs erheben und dessen Aufhebung beantragen. Mit Entscheid vom 1. Juli 2005 wies die Baurekurskommission I auch diesen Rekurs ab, soweit sie auf das Rechtsmittel eintrat.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen die beiden Entscheide der Baurekurskommission I vom 1. Juli 2005 liessen sowohl die<b> </b>A (VB.2005.00368) als auch die C AG (VB.2005.00369) am 16. bzw. 19. September 2005 Beschwerde erheben und je beantragen, der Rekursentscheid und die Baubewilligung der Bausektion der Stadt ZÃ¼rich seien aufzuheben; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerinnen. Beide Parteien liessen ausserdem die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins beantragen.</p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission I beantragte am 7. Oktober 2005 ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der beiden Beschwerden. Mit Beschwerdeantwort vom 11. November 2005 beantragte auch die Abteilung Entsorgung + Recycling ZÃ¼rich die vollstÃ¤ndige Abweisung beider Beschwerden, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. Ebenso beantragte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich am 22. November 2005 die Abweisung der Beschwerden, soweit darauf einzutreten sei.</p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 12. Januar 2006 liess die C AG ihre Stellungnahme zur Beschwerdeantwort einreichen und beantragte erneut die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>IV. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 22. MÃ¤rz 2006 vereinigte das Verwaltungsgericht die beiden Verfahren (VB.2005.00368 sowie VB.2005.00369) und setzte der Abteilung Entsorgung + Recycling ZÃ¼rich eine Frist von 30 Tagen an, um dem Verwaltungsgericht den Nachweis Ã¼ber die Notwendigkeit der ContainerstandplÃ¤tze vor der Liegenschaft L Nr. 01 zu erbringen und die zur ÃberprÃ¼fung der Standortevaluation notwendigen Unterlagen einz<span class="UrteilstextChar">ureichen.</span></p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 24. Mai 2006 reichte die Abteilung Entsorgung + Recycling ZÃ¼rich innert erstreckter Frist ihren Nachweis Ã¼ber die Notwendigkeit der ContainerstandplÃ¤tze mitsamt den angeforderten Unterlagen ein.</p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 28. Juni 2006 liess die C AG Stellungnahme zum Nachweis Ã¼ber die Notwendigkeit der ContainerstandplÃ¤tze einreichen und hielt an ihren AntrÃ¤gen gemÃ¤ss ihrer Beschwerdeschrift vom 19. September 2005 fest.</p> <p class="Urteilstext">Ebenso liess auch die A innert erstreckter Frist am 8. September 2006 Stellungnahme zum Nachweis Ã¼ber die Notwendigkeit der ContainerstandplÃ¤tze einreichen und ersuchte erneut um die Gutheissung ihrer BeschwerdeantrÃ¤ge.</p> <p class="Urteilstext">Die Parteivorbringen sowie die EntscheidgrÃ¼nde der Vorinstanz werden, soweit erforderlich, in den nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Behandlung von Beschwerden gegen Entscheide der Baurekurskommission zustÃ¤ndig.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind EigentÃ¼mer bzw. BenÃ¼tzer von <span class="UrteilstextChar">Liegenschaften in der unmittelbaren NÃ¤he des BaugrundstÃ¼cks. Damit sind sie von der angefochtenen Baubewilligung mehr</span> als irgendwelche Dritte oder die Allgemeinheit in ihren eigenen tatsÃ¤chlichen oder rechtlichen Interessen betroffen und gestÃ¼tzt <span class="UrteilstextChar">auf § 338a Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7</span>. September 1975 (PBG) zur Beschwerde legitimiert.</p> <p class="Erwgung2">Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die rechtzeitig erhobenen Beschwerden einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">In prozessualer Hinsicht beantragen die BeschwerdefÃ¼hrenden die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins. Zur BegrÃ¼ndung bringen sie vor, die Vorinstanz habe das Gutachten der Natur- und Heimatschutzkommission des Kantons ZÃ¼rich zur Frage der VertrÃ¤glichkeit der geplanten Sammelstelle mit dem Orts- und Denkmalschutz stark relativiert. Zudem habe sie das Vorliegen weiterer Denkmalschutzobjekte und insbesondere auch das geschÃ¼tzte GebÃ¤ude der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 nicht in ihre Betrachtungen einfliessen lassen.</p> <p class="Erwgung2">Vorliegend ist der beantragte Augenschein nicht erforderlich, da sich der massgebliche Sachverhalt aufgrund des von der Vorinstanz am 12. November 2004 durchgefÃ¼hrten Augenscheins sowie der bei den Akten liegenden Fotografien und PlÃ¤ne mit ausreichender Deutlichkeit ergibt (RB 1995 Nr. 12 = BEZ 1995 Nr. 32, mit Hinweisen). Auf die bei dieser Gelegenheit gewonnenen Erkenntnisse darf auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren abgestellt werden (RB 1981 Nr. 2).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die geplanten drei Unterflurcontainer sollen auf Ã¶ffentlichem Grund, an der sÃ¼dwestlichen Ecke des L erstellt werden. GemÃ¤ss Bau- und Zonenordnung 1992/1999 der Stadt ZÃ¼rich (BZO) ist das BaugrundstÃ¼ck der "Kernzone Altstadt" mit einem Wohnanteil von 90 % und der Empfindlichkeitsstufe (ES) II gemÃ¤ss Art. 43 Abs. 1 lit. b der LÃ¤rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV) zugewiesen. Der Standort der geplanten Anlage liegt zudem in einer schutzwÃ¼rdigen Zone von kantonaler Bedeutung im Sinn von § 203 lit. d PBG; die gemÃ¤ss § 7 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang 1.4.1.5 der Bauverfahrensverordnung vom 3. Dezember 1997 (BVV) erforderliche kantonale Bewilligung betreffend ArchÃ¤ologie wurde von der Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich mit VerfÃ¼gung vom 11. Mai 2004 mit verschiedenen Auflagen erteilt.</p> <p class="Urteilstext">Die projektierten Unterflur-Container bestehen aus einem oberirdischen und einem unterirdischen Teil. Der optisch wahrnehmbare Teil des Containers besteht aus zwei seitlich aneinander gefÃ¼gten, nach oben abgeschrÃ¤gten Zylindern aus Edelstahl, die im Querschnitt zusammen 73 cm breit sind. Der kleinere Zylinder, der rund 1 m hoch ist und einen Durchmesser von 56 cm aufweist, dient als EinwurfsbehÃ¤lter fÃ¼r die KehrichtsÃ¤cke. Der 20 cm grÃ¶ssere Zylinder ist im Durchmesser wesentlich schmaler und enthÃ¤lt die AufhÃ¤ngevorrichtung fÃ¼r die Entleerung des Containers. Die beiden Zylinder sind auf einer ebenerdigen, runden Deckplatte fixiert, die einen Durchmesser von ca. 1.90 m aufweist; unter dieser Bodenplatte befindet sich der eigentliche Container. Dieser rund 3 m lange AuffangbehÃ¤lter fÃ¼r die entsorgten KehrichtsÃ¤cke (17 l - 110 l ZÃ¼ri-SÃ¤cke) hat ein FassungsvermÃ¶gen von rund 5 m<sup><span>3</span></sup><span> und einen Durchmesser von ca. 1.80 m. Was die BenÃ¼tzung der Unterflur-Container-Anlage und den Entsorgungsvorgang anbelangt, so kann auf die vorinstanzlichen AusfÃ¼hrungen (vgl. Rekursentscheid, E. 2.2 und 2.3) verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Vorinstanz hat die kantonale Natur- und Heimatschutzkommission (NHK) um Stellungnahme betreffend die Frage ersucht, "ob und inwieweit sie die innerhalb eines Ortsbildes von kantonaler Bedeutung und zudem im Nahbereich des X geplante Anlage unter Gesichtspunkten des Ortsbildschutzes als vertretbar erachte". Die NHK ist in ihrem Gutachten zum Schluss gekommen, dass die "ZufÃ¼gung weiterer Requisiten" eine weit grÃ¶ssere Dimension annehme als die MassstÃ¤blichkeit der Unterflurcontainer vermuten lasse, dass aus visueller Sicht das heutige Gleichgewicht von Aussenraum und Monument gestÃ¶rt werde und aus stÃ¤dtebaulicher Sicht die Position des Eingriffs nicht vertretbar sei.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.1.1 </b>Zur VertrÃ¤glichkeit mit dem Ortsbildschutz fÃ¼hrte die Rekurskommission aus, die NHK erachte die geplante Abfallsammelstelle aus ortsbaulichen GrÃ¼nden als nicht bewilligungsfÃ¤hig. Zur BegrÃ¼ndung werde im Wesentlichen angefÃ¼hrt, die Unterflur-Container wirkten am vorgesehenen Standort ungeachtet ihrer beschrÃ¤nkten oberirdischen GrÃ¶sse als "raumbesetzend". Die drei geplanten Unterflur-Container fÃ¼hrten im Vergleich zu den zufÃ¤llig gestreuten weiteren Elementen auf dem L (u.a. Steinpoller mit Ketten, AbfallbehÃ¤lter, begrÃ¼nte Waschbetonkisten) zu einer neuen Dimension der Gestaltung, welche im fraglichen, von der Bescheidenheit des Freiraums lebenden Ortsbild nicht vertretbar sei. Aus visueller Sicht werde das heutige Gleichgewicht von Aussenraum und Monument gestÃ¶rt. â Auch die kommunale BaubehÃ¶rde rÃ¤ume eine gewisse BeeintrÃ¤chtigung des Ortsbilds durch die streitige Sammelstelle ein, halte den Eingriff jedoch als noch vertretbar.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.1.2 </b>Weiter wird im vorinstanzlichen Entscheid erwogen, es sei als ein "Faktum" hinzunehmen, dass gemÃ¤ss der Verordnung Ã¼ber die Abfallbewirtschaftung der Stadt ZÃ¼rich vom 15. September 2004 (VAZ) HaushaltabfÃ¤lle kÃ¼nftig in herkÃ¶mmlichen Containern oder Unterflur-Containern fÃ¼r die Abfuhr bereitzustellen seien. Bei der Umsetzung dieses neuen Abfallentsorgungskonzepts gehe Entsorgung + Recycling ZÃ¼rich (zweifellos zu Recht) davon aus, dass den Bewohnern in der Altstadt eine 150 m Ã¼bersteigende Gehdistanz zu den Unterflur-Containern nicht zugemutet werden kÃ¶nne; diesem Aspekt komme ein wesentliches Gewicht zu. Das geplante Abfallentsorgungskonzept kÃ¶nne nur dann zweckmÃ¤ssig umgesetzt werden, wenn diese PrÃ¤misse (maximale Gehdistanz von 150 m) berÃ¼cksichtigende Sammelstellen realisiert werden kÃ¶nnten. Deshalb bestehe ein wesentliches Ã¶ffentliches Interesse an der Errichtung jeder einzelnen innerhalb der Altstadt geplanten Sammelstelle. Mithin wÃ¼rden sich zwei gleichrangige Ã¶ffentliche Interessen gegenÃ¼berstehen, welche gegeneinander abzuwÃ¤gen seien. Demjenigen am Ortsbildschutz wÃ¤re dann "klarerweise" der Vorrang einzurÃ¤umen, wenn auf die streitige Sammelstelle ohne BeeintrÃ¤chtigung der von der Stadt ZÃ¼rich wahrzunehmenden Aufgabe, eine zweckmÃ¤ssige Abfallentsorgung zu gewÃ¤hrleisten, verzichtet werden kÃ¶nnte, was offensichtlich nicht der Fall sei. Sollte die geplante Sammelstelle nicht realisiert werden kÃ¶nnen, so wÃ¤re das Entsorgungskonzept infrage gestellt. Ein anderer geeigneter Standort am L sei nicht vorhanden, zumal die Errichtung der Unterflur-Container an verschiedene konzeptionelle Anforderungen und Rahmenbedingungen gebunden sei. Der vorgesehene Standort hinter dem X sei auch in ortsbaulicher Hinsicht am "unbedenklichsten". â Zusammenfassend sei festzuhalten, dass einer Bewilligung der geplanten Unterflur-Container unter Gesichtspunkten des Ortsbildschutzes nichts entgegenstehe. Entgegen der rekurrentischen Auffassung kÃ¶nne auch nicht davon gesprochen werden, dass die im Streit stehende Sammelstelle die nach § 238 Abs. 2 PBG erforderliche RÃ¼cksichtnahme auf das unter Schutz gestellte rekurrentische GebÃ¤ude vermissen lasse.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 bringt vor, die Vorinstanz habe das Gutachten der NHK stark relativiert. Die Kommission habe unmissverstÃ¤ndlich festgehalten, dass die geplante Anlage unter den Gesichtspunkten des Ortsbildschutzes nicht vertretbar sei. Nebst dieser selten klaren Feststellung der kantonalen Kommission halte selbst die stÃ¤dtische BaubewilligungsbehÃ¶rde in ihrer Vernehmlassung vom 19. April 2005 "unverblÃ¼mt" fest, dass sie das Projekt aus dem Sichtwinkel des Ortsbildschutzes wohl verweigert hÃ¤tte; dies bestreite auch die Bauherrschaft nicht ernsthaft. Zudem habe sie das Vorliegen weiterer Denkmalschutzobjekte â insbesondere das geschÃ¼tzte GebÃ¤ude der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 â nicht in ihre Betrachtungen einfliessen lassen. Entgegen dem DafÃ¼rhalten der Vorinstanz wÃ¼rden die geplanten Unterflur-Container auffÃ¤lliger in Erscheinung treten als die AbfallbehÃ¤lter des Typs "Hai", zumal gleich drei Container nebeneinander platziert wÃ¼rden. Die Entsorgungsanlage stelle geradezu einen Blickfang dar, die den verhÃ¤ltnismÃ¤ssig grosszÃ¼gigen L in mehr als fragwÃ¼rdiger Weise verstelle.</p> <p class="Urteilstext">Ãberdies wird vorgebracht, die AbwÃ¤gung zwischen den Ã¶ffentlichen Interessen des Ortsbildschutzes und der Durchsetzung der VAZ sei nicht durchgefÃ¼hrt worden oder zumindest vÃ¶llig einseitig ausgefallen. FÃ¼r die Vorinstanz gelte der Grundsatz, dass eine zweckmÃ¤ssige Abfallentsorgung auf jeden Fall zu gewÃ¤hrleisten sei; soweit dieses Ziel nicht erreicht werden kÃ¶nne, habe der Ortsbildschutz BeeintrÃ¤chtigungen hinzunehmen. Die Anliegen des Ortsbildschutzes seien im kantonalen Gutachten substanziiert dargestellt; die Ãberlegungen der Experten seien widerspruchsfrei und nachvollziehbar. Eine analog vertiefte Auseinandersetzung mit der Frage, inwieweit das Abfallkonzept mit einem Verzicht auf den strittigen Standort beeintrÃ¤chtigt wÃ¼rde, sei indessen nicht aktenkundig. Die Vorinstanz habe pflichtwidrig wesentliche Aspekte der vorzunehmenden AbwÃ¤gung ausser acht gelassen, weshalb die Beschwerde zufolge rechtswidriger ErmessensÃ¼berprÃ¼fung aufzuheben sei.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>GemÃ¤ss Art. 43 BZO sind in den Kernzonen Bauten, Anlagen und Umschwung im ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass der typische Gebietscharakter bewahrt bleibt und eine gute Gesamtwirkung erzielt wird. Diese Anforderungen decken sich mit jenen der kantonalrechtlichen Vorschrift von § 238 Abs. 2 PBG, welche eine besondere RÃ¼cksicht auf Objekte des Natur- und Heimatschutzes verlangt. Auch nach dieser Vorschrift mÃ¼ssen sich Bauten und Anlagen in Kernzonen nicht nur befriedigend (vgl. § 238 Abs. 1 PBG), sondern gut einordnen, das heisst, sie mÃ¼ssen erhÃ¶hten gestalterischen AnsprÃ¼chen genÃ¼gen (BGr, 19. Juli 2005, <span>1P.208/2005, www.bgr.ch; </span>VGr, 17. Dezember 2003, VB.2003.00301, E. 2).</p> <p class="Erwgung2">Bei der Anwendung von § 238 Abs. 2 PBG, der Objekte des Natur- und Heimatschutzes vor negativen gestalterischen EinflÃ¼ssen schÃ¼tzt, steht der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde eine von den Rechtsmittelinstanzen zu beachtende besondere Entscheidungs- und Ermessensfreiheit zu. Sodann handelt es sich bei den Kernzonenvorschriften um kompetenzgemÃ¤ss erlassenes kommunales Recht, dessen Auslegung durch die kommunalen BehÃ¶rden nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung zu schÃ¼tzen ist, wenn sie vertretbar und nicht rechtsverletzend ist. Auch insofern haben sich die kantonalen Rechtsmittelinstanzen bei der ÃberprÃ¼fung zurÃ¼ckzuhalten (RB 1981 Nr. 20; VGr, 19. Mai 1988, BEZ 1988 Nr. 14 E. 1h). Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen im Sinn von § 50 Abs. 2 VRG sowie gemÃ¤ss § 51 VRG eine fÃ¼r den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>GemÃ¤ss § 204 Abs. 1 PBG hat das Gemeinwesen in seiner TÃ¤tigkeit dafÃ¼r zu sorgen, dass Schutzobjekte im Sinn von § 203 PBG geschont werden, und wo das Ã¶ffentliche Interesse an diesen Ã¼berwiegt, ungeschmÃ¤lert erhalten bleiben. Diese so genannte Selbstbindung des Gemeinwesens erstreckt sich sowohl auf Schutzobjekte, die in Privateigentum stehen, als auch auf solche, die dem Gemeinwesen gehÃ¶ren, und umfasst stets auch die nÃ¤here Umgebung des Schutzobjekts (vgl. JÃ¼rg Hess, Der Denkmalschutz im zÃ¼rcherischen Planungs- und Baugesetz, 1986, S. 150). Daher kann sich der Schutzumfang nicht nur aus § 203 PBG ergeben, sondern auch aus § 238 Abs. 2 PBG (vgl. VGr, 27. September 1995, E. 4a, VB.1995.00065).</p> <p class="Erwgung2">Der Grad der Schonungspflicht und das Ausmass zulÃ¤ssiger Eingriffe lÃ¤sst sich nicht allgemein angeben, sondern nur aufgrund einer AbwÃ¤gung der konkreten infrage stehenden Ã¶ffentlichen Interessen. Wie beim Entscheid Ã¼ber eine formelle Unterschutzstellung nach § 205 lit. c PBG verlangt die Anwendung von § 204 PBG demnach eine InteressenabwÃ¤gung, welche die entscheidenden BehÃ¶rden â gestÃ¼tzt auf eine sorgfÃ¤ltige SachverhaltsabklÃ¤rung â nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen vorzunehmen haben.</p> <p class="Erwgung2">Gegen die Erhaltung eines Schutzobjekts oder die besondere RÃ¼cksichtnahme auf ein Natur- und Heimatschutzobjekt im Sinn von § 238 Abs. 2 PBG kann eine dem betreffenden Gemeinwesen obliegende Ã¶ffentliche Aufgabe oder das Gebot des haushÃ¤lterischen Umgangs mit Ã¶ffentlichen Mitteln sprechen (vgl. auch VGr, 27. September 1996, BEZ 1996 Nr. 23). Dabei ist es Sache des Gemeinwesens, konkret darzulegen, inwiefern andere Ã¶ffentliche Interessen der Erhaltung im Weg stehen (vgl. RB 1985 Nr. 94).</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Die Baurekurskommission hat das im Streit liegende Bauvorhaben einzig unter den Gesichtspunkten des Ortsbildschutzes und § 238 Abs. 2 PBG geprÃ¼ft und es in diesem gesetzlichen Rahmen aufgrund einer InteressenabwÃ¤gung als bewilligungsfÃ¤hig beurteilt. Diese Auffassung Ã¼bersieht, dass die Vorschriften betreffend den Ortsbildschutz bzw. § 238 Abs. 2 PBG Grundanforderungen an Bauten umschreiben, die fÃ¼r sich allein keine InteressenabwÃ¤gung zulassen; eine solche ist lediglich fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauprojekte im Rahmen von § 204 PGB zulÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Die ortsbildschÃ¼tzerische QualitÃ¤t des gewÃ¤hlten Anlagestandorts bzw. des streitbetroffenen Altstadt-Gevierts an sich ist unbestritten. â Zur Frage der VertrÃ¤glichkeit der geplanten Unterflur-Container-Anlage mit dem Ortsbildschutz wurde von der Vorinstanz ein Gutachten der kantonalen NHK eingeholt. Letzteres hat formell die Bedeutung eines Amtsberichts <span>(RB 1990 Nr. 73, 1972 Nr. 3). Inhaltlich kommt es jedoch aufgrund der besonderen Fachkompetenz der Kommission einem eigentlichen Gutachten gleich, dem bei der Entscheidfindung grosses Gewicht zukommt (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A. ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 30). Das gilt insbesondere fÃ¼r die solchen Gutachten zu Grunde liegenden tatsÃ¤chlichen Feststellungen, von welchen nur aus triftigen GrÃ¼nden abgewichen werden darf â etwa wenn das Gutachten IrrtÃ¼mer, LÃ¼cken oder WidersprÃ¼che enthÃ¤lt (Heinz Aemisegger/Stephan Haag, Gedanken zu Inhalt und Aufbau der Gutachten der Eidg. Natur- und Heimatschutzkommission, URP 1998 S. 569 f.). Diese Bindungswirkung beruht darauf, dass die NHK die gesetzlich bestimmte kantonale Expertin in Fragen des Natur- und Heimatschutzes ist (vgl. § 4 Abs. 1 lit. a der Verordnung Ã¼ber die SachverstÃ¤ndigenkommission gemÃ¤ss § 216 PBG vom 12. Januar 2005); es kann nicht der Sinn des Beizugs einer solchen sachkundigen SpezialbehÃ¶rde sein, dass sich die Rechtsmittelinstanz ohne triftige GrÃ¼nde Ã¼ber die Feststellungen des Gutachtens betreffend die Frage des Ortsbildschutzes hinwegsetzt (BGr, 22. Juli 1999 E. 5 b/aa, URP 1999 S. 794).</span></p> <p class="Erwgung2">Die Vorinstanz hat das Gutachten der NHK weder als unvollstÃ¤ndig noch als widersprÃ¼chlich beurteilt. Auch von den Parteien wurden keine MÃ¤ngel geltend gemacht. So rÃ¤umte insbesondere auch die Beschwerdegegnerin Nr. 1 in ihrer Stellungnahme zum Gutachten ein, dass die AusfÃ¼hrungen der NHK nachvollziehbar seien und von ihr im Grundsatz insoweit nicht bestritten wÃ¼rden, als die geplante Anlage zu einer BeeintrÃ¤chtigung des Ortsbildes fÃ¼hren werde. Dem Gutachten der NHK bzw. deren unbestrittene tatsÃ¤chliche Feststellung, die geplante Anlage sei aus ortsbildschÃ¼tzerischen GrÃ¼nden nicht bewilligungsfÃ¤hig, ist mithin hohe Bindungswirkung zuzuschreiben. Die Vorinstanz hat zwar eingerÃ¤umt, dass das Ã¶ffentliche Interesse des Ortsbildschutzes "klarerweise" den Vorrang hÃ¤tte, kÃ¶nnte man ohne den strittigen Standort eine zweckmÃ¤ssige Abfallentsorgung gewÃ¤hrleisten. Dennoch hat sie sich gegen das Gutachten der NHK gestellt und die Frage, ob die geplante Sammelstelle aus ortsbaulichen GrÃ¼nden bewilligungsfÃ¤hig sei, zu Unrecht bejaht. Trotz der fÃ¼r sich genommen sehr sorgfÃ¤ltigen Gestaltung der Entsorgungsanlage kann ihr im gegebenen hoch qualifizierten baulichen Umfeld nicht die gemÃ¤ss § 238 Abs. 2 PBG erforderliche gute Einordnung bescheinigt werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">VerstÃ¶sst das Bauvorhaben gegen § 238 Abs. 2 PBG, so ist zu prÃ¼fen, ob es gestÃ¼tzt auf § 204 Abs. 1 PBG aufgrund Ã¼berwiegender Ã¶ffentlicher Interessen gleichwohl bewilligt werden kann.</p> <p class="Erwgung2">Nachdem die Vorinstanz das Vorliegen solcher Interessen ohne nÃ¤here AbklÃ¤rungen bejahte, hat das Verwaltungsgericht die gebotene Untersuchung im Beschwerdeverfahren nachgeholt.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Betreffend den vom Verwaltungsgericht angeforderten Nachweis der Notwendigkeit der Anlage vor der Liegenschaft L Nr. 01 bringt die Beschwerdegegnerin Nr. 2 als Bauherrin der geplanten Unterflur-Container-Anlage vor, dass die umliegenden Container-Standorte nicht oder nur sehr schwer um je einen Unterflur-Container erweitert werden kÃ¶nnten.</p> <p class="Urteilstext">Dem in der Zwischenzeit offenbar bewilligten Container-Standort "S" (zwei UnterflurgefÃ¤sse) kÃ¶nnte man aus KapazitÃ¤tsgrÃ¼nden nur zwei Liegenschaften an der N-Strasse zuweisen, ansonsten die Sammelstelle stÃ¤ndig Ã¼berfÃ¼llt sein wÃ¼rde.</p> <p class="Urteilstext">Der bereits bewilligte Einzelstandort "O" kÃ¶nnte zu einem Standort mit zwei Unterflur-Containern ausgebaut werden, doch wÃ¼rde die durchschnittliche Wegstrecke von den Liegenschaften zur Sammelstelle um 40 % zunehmen: WÃ¤hrend beim vorgesehenen Standort L Nr. 01 nur 5 Liegenschaften einen Weg von Ã¼ber 100 m zurÃ¼cklegen mÃ¼ssten, seien es bei dieser AlternativlÃ¶sung deren 19; 6 Liegenschaften wÃ¼rden dabei sogar mehr als 150 m vom Alternativstandort "O" entfernt liegen. Zudem wÃ¼rden sich im Hinblick auf die Entleerung des zweiten Containers Schwierigkeiten ergeben: Da die Krone des angrenzenden Baumes Ã¼ber den zusÃ¤tzlichen Container ragen wÃ¼rde, wÃ¤re das Lichtraumprofil von 9 m unterschritten und hÃ¤tte zur Folge, dass der Unterflur-Container aufgrund des Astwerks bei der Entleerung nicht vollstÃ¤ndig aus seiner Grube gehoben werden kÃ¶nne bzw. dass Ãste des auf dem privaten GrundstÃ¼ck liegenden Baums oder die HydraulikschlÃ¤uche des Entsorgungskrans verletzt werden kÃ¶nnten. Eine weitere Verschiebung sei aufgrund der zahlreichen Werkleitungen nur im Bereich der Liegenschaft Nr. 02 mÃ¶glich; dort mÃ¼ssten die Container aufgrund der vorhandenen BÃ¤ume, der Wettermessstation sowie der Werkleitungen mitten auf dem Platz positioniert werden; eine solche Anordnung sei kaum durchsetzbar. Daneben wÃ¼rde sich auch der Entleerungsvorgang als schwierig erweisen (BeschÃ¤digung der Wettermessstation, Behinderung des Tramverkehrs). Zusammengefasst erachtete die Beschwerdegegnerin Nr. 2 die Platzierung eines zweiten Unterflurcontainers beim Standort "O" fÃ¼r nicht mÃ¶glich.</p> <p class="Urteilstext">Der Standort "M-Strasse" kÃ¶nnte zu einem Doppelstandort ausgebaut werden; bei der Umsetzung dieser Standortvariante wÃ¼rden die Liegenschaften des Gebiets P-Strasse, Q-Strasse sowie R-Strasse neu diesem Standort zugewiesen.</p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r den dritten Unterflurcontainer fehle eine adÃ¤quate Alternative. Am S sei aufgrund gestalterischer AnsprÃ¼che seitens der dafÃ¼r zustÃ¤ndigen Amtsstellen kein Ausbau mehr mÃ¶glich. Auch ein Ausbau des Standorts "N-Strasse" sei unmÃ¶glich: Einerseits sei die Distanz zu den Liegenschaften zu gross und andererseits sei ein Ausbau zu einem Doppelstandort nur bedingt mÃ¶glich. Die Entleerung der Container wÃ¼rde den Verkehr empfindlich behindern und es mÃ¼ssten verschiedene Werkleitungen verschoben werden, damit die beiden Container nah nebeneinander positioniert werden kÃ¶nnten, was massive Kosten zur Folge hÃ¤tte.</p> <p class="Urteilstext">Zusammengefasst kÃ¶nnte der Siedlungskehricht der geplanten drei Unterflur-Container des Standorts "L" allenfalls auf die beiden Alternativstandorte "M-Strasse" und "O" verteilt werden. Um diese Menge zu verarbeiten, mÃ¼ssten die GefÃ¤sse Ã¶fter geleert werden, was wiederum eine stÃ¤rkere LÃ¤rmbelastung bedeuten wÃ¼rde und mit unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig hohen Kosten verbunden wÃ¤re. Teilweise wÃ¼rde sich die fÃ¼r die Bewohner zurÃ¼ckzulegende Distanz verdoppeln bzw. um bis zu 100 m verlÃ¤ngern. â Schliesslich weist die Beschwerdegegnerin Nr. 2 darauf hin, dass die Variante "Rollcontainer" das Ortsbild und die Fassade der Liegenschaft L Nr. 01 im Vergleich zur Unterflur-Container-LÃ¶sung um ein Vielfaches beeintrÃ¤chtigen wÃ¼rde.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen hierzu im Wesentlichen vor, die Beschwerdegegnerin Nr. 2 habe nicht nachvollziehbar dargelegt, warum ein Standort fÃ¼r drei Unterflur-Container vor der Liegenschaft L Nr. 01 erforderlich sein sollte. Im Gegenteil, sie prÃ¤sentiere durchaus valable Alternativen und die EinwÃ¤nde, die sie gegen den Ausbau der Standorte "O" und "M-Strasse" vorbringe, seien nicht stichhaltig. Es sei nach wie vor nicht einsehbar, weshalb an der denkmalpflegerisch wohl sensibelsten Stelle des L, unmittelbar vor dem unter Schutz gestellten GebÃ¤ude der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 sowie Ã¼ber einem ehemaligen GrÃ¤berfeld ausgerechnet ein Dreifach-Standort geplant sei und andere, weniger schÃ¼tzenswerte PlÃ¤tze oder GebÃ¤ude verschont wÃ¼rden.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.3 </b>Die geplante Unterflur-Container-Anlage ist eine von insgesamt 37 zum grÃ¶ssten Teil schon realisierten oder bewilligten Anlagen des neuen Entsorgungsplans "Altstadt". Wie aus den Unterlagen der Beschwerdegegnerin Nr. 2 hervorgeht, hat die Bauherrin unter Einbindung zahlreicher Amtsstellen (unter anderem des Amts fÃ¼r StÃ¤dtebau bzw. deren Abteilungen Denkmalpflege und ArchÃ¤ologie) die mÃ¶glichen Standorte in der Altstadt evaluiert. â Die Standortbeurteilung erfolgte unter BerÃ¼cksichtigung nachfolgender Kriterien: Entsorgungslogistik (GewÃ¤hrleistung der Zufahrt der LKW zu den Containern sowie Sicherstellung der maschinellen Leerung), Nutzung der Container (zumutbare Wegdistanz fÃ¼r Anwohner und Nutzer), Denkmal- und Ortsbildschutz sowie Freiraumgestaltung und BegrÃ¼nung (Einpassung in die Umgebung, RÃ¼cksichtnahme auf schÃ¼tzwÃ¼rdige Bauten, PlÃ¤tze und BegrÃ¼nung), unterirdische Bauten und Hindernisse, Werk- und Kommunikationsleitungen, ArchÃ¤ologie, Verkehrs- und Gehwegraum (keine Behinderung des Verkehrs, Standortrealisierung nicht zu Lasten von ParkplÃ¤tzen), Feuerpolizei und GrundstÃ¼ckeigentÃ¼mer (Standort mÃ¶glichst auf Ã¶ffentlichen Grund). â FÃ¼r die projektierte Container-Anlage bei der Liegenschaft L Nr. 01 mussten also neben den zahlreichen bautechnischen Anforderungen auch die Zufahrt fÃ¼r die Entsorgungsfahrzeuge sichergestellt sowie ein zumutbarer Zugang fÃ¼r die Anwohnerschaft gewÃ¤hrleistet sein. DarÃ¼ber hinaus war auch das kulturhistorische und stÃ¤dtebauliche Umfeld, das sich hier durch ein sehr bedeutendes mittelalterliches Sakralmonument und verschiedene denkmalgeschÃ¼tzte Bauten auszeichnet und der archÃ¤ologischen Zone zugewiesen ist, zu berÃ¼cksichtigen.</p> <p class="Erwgung3"><b>7.3.1 </b>Den AusfÃ¼hrungen der Beschwerdegegnerin Nr. 2 zum (nachtrÃ¤glichen) Nachweis der Notwendigkeit des im Streit liegenden Standorts ist zu entnehmen, dass ursprÃ¼nglich andere Standorte auf dem L in ErwÃ¤gung gezogen worden sind (vor Y sowie vor dem Haupteingang des X). Diese Standorte sind offenbar schon vor der ersten Begehung vom 18. Februar 2003 ausgeschieden und durch den Container-Standort vor der Liegenschaft L Nr. 01 ersetzt worden. Im Unterschied zu anderen Standorten in der Altstadt, ergab sich fÃ¼r den L gemÃ¤ss dem Resultat der Standortbewertung vom Februar 2003 kein Alternativstandort. Eine andere Platzierung rund um das X fiel offenbar auch deshalb nicht in Betracht, weil der T und der westliche Teil des L mit dem Entleerungsfahrzeug unbefahrbar sind. GemÃ¤ss den Angaben der Bauherrin wurde in Absprache mit dem Amt fÃ¼r StÃ¤dtebau bzw. der Abteilung Denkmalpflege und ArchÃ¤ologie deshalb vereinbart, dass die Unterflur-Container mÃ¶glichst weit weg von der Fassade des X platziert werden sollen.</p> <p class="Erwgung3"><b>7.3.2 </b>Die Beschwerdegegnerin Nr. 2 hat dargestellt, inwiefern Alternativstandorte unter Verzicht auf den Standort "L" infrage kommen und welche Probleme sich diesbezÃ¼glich ergeben wÃ¼rden. Sie hat aufgezeigt, dass die drei geplanten Unterflur-Container lediglich auf die folgenden zwei der geprÃ¼ften vier Alternativstandorte verlegt werden kÃ¶nnten: die Standorte "M-Strasse" und "O". Dabei wÃ¼rde sich aber auch der Ausbau des zweiten Alternativstandorts ("O") als problematisch erweisen â insbesondere was die Leerung des (allfÃ¤lligen) zweiten Containers anbelangt. Abgesehen davon wÃ¼rde sich die (ohnehin lange) durchschnittliche Wegstrecke der Anwohner um fast die HÃ¤lfte erhÃ¶hen. Die Beschwerdegegnerin Nr. 2 hat auch darauf hingewiesen, dass bei einem Verzicht auf den Standort "L Nr. 01" statt nur eine zwei Leerungen pro Woche erforderlich wÃ¤ren â was wiederum mit unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigen Mehrkosten verbunden wÃ¤re und zusÃ¤tzliche LÃ¤rmimmissionen verursachen wÃ¼rde. Dass die Variante "Rollcontainer" die bauliche Umgebung in jeder Hinsicht viel stÃ¤rker beeintrÃ¤chtigt als die umstrittene Sammelstelle, ist offenkundig.</p> <p class="Erwgung3"><b>7.3.3 </b>Entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrenden erweisen sich die von ihnen aufgezeigten StandortlÃ¶sungen nicht wirklich als "valable" Alternativen. Insgesamt gewÃ¤hrleisten die geprÃ¼ften Alternativstandorte nÃ¤mlich keine befriedigende LÃ¶sung, die nÃ¶tig wÃ¤re, um den im Geviert des X anfallenden Siedlungsabfall zu entsorgen; so bleibt denn auch ungewiss, wo der geplante dritte Unterflur-Container Ã¼berhaupt platziert werden kÃ¶nnte. Zwar lÃ¤sst sich der strikte Nachweis, dass nur die von den kommunalen BehÃ¶rden gewÃ¤hlte und keine andere LÃ¶sung zur ErfÃ¼llung des Entsorgungsauftrags mÃ¶glich ist, nicht erbringen. Ein solcher Nachweis ist jedoch auch nicht erforderlich. Es muss genÃ¼gen, dass die BehÃ¶rde alle massgeblichen Gesichtspunkte in die Evaluation mit einbezogen und die Standortwahl nach sachlichen Kriterien getroffen hat. Die Umsetzung des neuen stÃ¤dtischen Abfallkonzepts gemÃ¤ss VAZ setzt zudem ein gewisses Planungsermessen voraus. Dieses Ermessen haben die Rechtsmittelinstanzen zu beachten, die nicht Ã¼ber den Sachverstand zur umfassenden ÃberprÃ¼fung solcher Planungen verfÃ¼gen. ZusÃ¤tzlich ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die Gemeinde aus RÃ¼cksicht auf das Ortsbild fÃ¼r die Entwicklung der Unterflur-Container und die Gestaltung der oberirdischen Anlageteile einen grossen Aufwand betrieben hat und die aus hochwertigen Materialien gefertigten Anlagen fÃ¼r sich betrachtet sehr gut gestaltet sind.</p> <p class="Erwgung3"><b>7.3.4 </b>Die Beschwerdegegnerin Nr. 1 war sich bewusst, dass der Container-Standort "L" zu einer gewissen BeeintrÃ¤chtigung des schÃ¼tzenswerten Ortsbildes fÃ¼hren wird. In ihrer InteressenabwÃ¤gung hat sie das Ã¶ffentliche Interesse an der Durchsetzung der VAZ bzw. des neuen Abfallkonzepts der Stadt ZÃ¼rich dennoch hÃ¶her gewichtet als das Interesse des Ortsbildschutzes. Diese hÃ¶here Gewichtung der Ã¶ffentlichen Entsorgungsaufgabe ist nicht rechtsverletzend. Die InteressenabwÃ¤gung beruht auf einer vollstÃ¤ndigen BerÃ¼cksichtigung der massgeblichen SachumstÃ¤nde, erfolgte nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen und erweist sich als sachlich vertretbar.</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><b>8.1 </b></span>WÃ¤hrend die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 diese EinwÃ¤nde im Beschwerdeverfahren nicht erneuert hat, rÃ¼gt die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 neu, dass von den geplanten Unterflur-Containern Ã¼bermÃ¤ssige Immissionen ausgehen wÃ¼rden. Nach dem umweltrechtlichen Vorsorgeprinzip seien schÃ¤dliche <span class="UrteilstextChar">oder lÃ¤stige Immissionen so weit zu vermeiden, als dies technisch und betrieblich mÃ¶glich sei. Die von der Entsorgungsanlage ausgehenden Immissionen mÃ¼ssten aufgrund des Vorsorgeprinzips mit der Wahl eines geeigneteren Standorts reduziert werden.</span></p> <p class="Urteilstext">Die RÃ¼gen betreffend die unzulÃ¤ssigen LÃ¤rm- und Geruchsimmissionen sind neu und im Beschwerdeverfahren daher nicht zu hÃ¶ren (§ 52 Abs. 2 VRG), zumal auch der vorinstanzliche Entscheid keinen Anlass dazu gibt. â Im Ãbrigen ist die Vorinstanz (Rekursverfahren R1S.2004.05150 der heutigen BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2) zutreffend davon ausgegangen, dass es sich bei der projektierten Unterflur-Container-Anlage um eine neue ortsfeste Anlage im Sinn von Art. 2 Abs. 1 LSV handelt, deren Emissionen zu keiner Ãberschreitung der Planungswerte fÃ¼hren dÃ¼rfen. Da fÃ¼r die Beantwortung der Frage, ob von einer Unterflur-Container-Anlage unzumutbare LÃ¤rmemissionen ausgehen, keine vom Bund festgelegten Belastungsgrenzwerte vorliegen und auch nicht die Belastungsgrenzwerte fÃ¼r andere LÃ¤rmarten, wie insbesondere diejenigen fÃ¼r Industrie- und GewerbelÃ¤rm hilfsweise angewendet werden (BGE 123 II 325 E. 4d/aa und E. 4d/bb; 123 II 74 E. 4b) kÃ¶nnen, hat sie die mutmasslichen Emissionen zu Recht aufgrund von Art. 15 des Bundesgesetzes Ã¼ber den Umweltschutz vom 7. Oktober 1983 und Art. 40 Abs. 3 LSV beurteilt. Sie hat die im Zusammenhang mit der geplanten Unterflur-Container-Anlage entstehenden LÃ¤rmquellen (Entsorgungs- und Entleerungsvorgang) richtig erfasst und die hiervon ausgehenden Emissionen als fÃ¼r die BevÃ¶lkerung zumutbar bewertet; es kann auf die vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>8.2 </b>Auch die von derselben BeschwerdefÃ¼hrerin vorgebrachte RÃ¼ge betreffend ideelle Immissionen ist neu und deshalb nicht zu hÃ¶ren. Zudem gewÃ¤hrt das Ã¶ffentliche Baurecht insofern keinen Schutz (Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, S. 8-5 f.).</p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerden erweisen sich damit als unbegrÃ¼ndet und sind abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang haben grundsÃ¤tzlich die BeschwerdefÃ¼hrenden gestÃ¼tzt auf § 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG die Verfahrenskosten zu tragen. Aus BilligkeitsgrÃ¼nden kann indessen vom Unterlieger- und Verursacherprinzip abgewichen werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 13 N. 23). Eine solche Abweichung ist vorliegend gerechtfertigt, waren doch die BeschwerdefÃ¼hrenden aufgrund der ungenÃ¼gend nachgewiesenen ErmessensbetÃ¤tigung der BewilligungsbehÃ¶rde, die auch im Rekursverfahren nicht rechtsgenÃ¼gend dargelegt wurde, in guten Treuen zur Rechtsmittelergreifung veranlasst. DemgemÃ¤ss werden die Kosten des Rekurs- und des Beschwerdeverfahrens unter solidarischer Haftung zur HÃ¤lfte den BeschwerdefÃ¼hrenden Nrn. 1 und 2 und zur HÃ¤lfte der Beschwerdegegnerin Nr. 1 auferlegt. Eine ParteientschÃ¤digung steht den BeschwerdefÃ¼hrenden dagegen nicht zu (§ 70 in Verbindung mit § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Urteilstext"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerden werden abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 6'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 340.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 6'340.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden unter solidarischer Haftung den BeschwerdefÃ¼hrenden Nrn. 1 und 2 je zu einem Viertel und der Beschwerdegegnerin Nr. 1 zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Rekurskosten in der HÃ¶he von Fr. 1'790.- (R1.2004.05139) werden je zur HÃ¤lfte der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 1 und der Beschwerdegegnerin Nr. 1 auferlegt. Die Rekurskosten in der HÃ¶he von Fr. 3'210.- (R1.2004.05150) werden je zur HÃ¤lfte der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 und der Beschwerdegegnerin Nr. 1 auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. ParteientschÃ¤digungen werden keine zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen diesen Entscheid kann, soweit die Verletzung von Bundesverwaltungsrecht geltend gemacht wird, innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">7. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>