<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Massnahmen zu prüfen und zu treffen, die notwendig sind, um die Gotthardpassstrasse während der Wintersaison sicherer zu machen, sodass diese Achse, die heute nur unzureichend als Alternative zum Strassentunnel genutzt wird, möglichst lange offen gehalten werden kann. Dank dieser Massnahmen sollte die Passstrasse beispielsweise bereits an Ostern, zum Zeitpunkt also, da die grossen Staus vor der Tunneleinfahrt beginnen, geöffnet werden können. Der Bundesrat wird ebenfalls ersucht zu prüfen, welche modernsten technischen Anlagen einen möglichst reibungslosen Ablauf des Verkehrs auf der A2, namentlich auf den beiden Achsen durch den Tunnel und über den Pass, gewährleisten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Offenhaltung der Passstrasse über den Gotthard während des Winters wurde bereits 1990 eingehend geprüft. Die Ergebnisse dieser Abklärungen sind im Wesentlichen auch heute noch gültig. Die Untersuchungen ergaben, dass die Befahrbarkeit der Passstrasse während des ganzen Winters Schutzmassnahmen (insbesondere Lawinenverbauungen, Abschussanlagen, Galerien usw.) in der Höhe von rund 400 Millionen Franken und jährliche Betriebskosten von etwa 1,5 Millionen Franken erfordern würden. Eine Reduktion der Wintersperre von Ende Dezember bis Ende März würde Schutzmassnahmen von rund 300 Millionen Franken und jährliche Betriebskosten von rund 440 000 Franken auslösen. Weiter wurde aufgezeigt, dass eine Schwarzräumung in beiden Fällen nicht über die ganze Zeit möglich ist. Das würde bedeuten, dass bei den vorhandenen Steigungen von 8 Prozent die Verwendung von Schneeketten über längere Zeitabschnitte unumgänglich wäre. </p><p>Der Bundesrat ist der Auffassung, dass die Aufwendungen für eine zeitlich ganze wie auch teilweise Offenhaltung der Passstrasse während des Winters zu hoch sind und in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. Die Passstrasse stellt aufgrund der Steigungen und in Anbetracht dessen, dass oft Schneeketten verwendet werden müssten und die Zufahrt durch Dörfer und durch die enge Schöllenenschlucht führt, keine echte Alternative zum Tunnel dar. Dies trifft grundsätzlich auch für den Sommer zu; die A2 mit dem Tunnel bleibt die aus Gründen der Verkehrssicherheit und des Umweltschutzes weitaus bessere Variante. Der Bundesrat lehnt es deshalb auch ab, eine besondere Wegweisung für den Gotthardpass anbringen zu lassen.</p><p>Demgegenüber wird als Folge des Unglücks im Gotthard-Strassentunnel und der damit verbundenen Sperrung des Tunnels bis zur Sanierung alles unternommen, um in dieser Ausnahmesituation die Passstrasse diesen Winter so lange wie möglich (unter Berücksichtigung der Lawinengefahr) sicher befahren zu können.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Empfehlung abzulehnen.