<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2025-03-10-1C_75-2025.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1C_75/2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 10. März 2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Haag, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Baur. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para">vertreten durch B.________, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.A.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kantonspolizei Zürich, Fachstelle Häusliche Gewalt, Stauffacherstrasse 45, Postfach, 8021 Zürich 1. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 3. Abteilung, Einzelrichter, vom 24. Januar 2025 (VB.2025.00030). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 23. Dezember 2024 ordnete die Kantonspolizei Zürich gegen A.A.________ gestützt auf das Gewaltschutzgesetz vom 19. Juni 2006 des Kantons Zürich (GSG/ZH; LS 351) für die Dauer von vierzehn Tagen die Wegweisung aus der ehelichen Wohnung und ein Rayonverbot betreffend deren Umgebung an. Zugleich verbot sie ihm für die gleiche Dauer, mit seiner Ehefrau C.A.________ und den drei gemeinsamen Kindern in irgendeiner Form Kontakt aufzunehmen. In der Folge ersuchte C.A.________ das Bezirksgericht Bülach (Zwangsmassnahmengericht) um Verlängerung der Schutzmassnahmen um drei Monate. Mit Verfügung vom 31. Dezember 2024 verlängerte der Zwangsmassnahmenrichter vorläufig, d.h. ohne vorgängige Anhörung der Parteien, das Kontaktverbot zu den Kindern bis zum 31. Januar 2025 und das Rayonverbot sowie das Kontaktverbot zu C.A.________ bis zum 31. März 2025. Die Wegweisung verlängerte er nicht. Gegen diesen Entscheid erhob A.A.________ Einsprache. Mit Verfügung vom 13. Januar 2025 trat der Zwangsmassnahmenrichter auf die Einsprache nicht ein, da sie verspätet erhoben worden sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Gegen den Nichteintretensentscheid des Zwangsmassnahmenrichters gelangte A.A.________ an das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich. Mit Urteil vom 24. Januar 2025 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab und auferlegte A.A.________ die Gerichtskosten von Fr. 705.--. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 3. Februar 2025 erhebt A.A.________ beim Bundesgericht Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 24. Januar 2025. </div> <div class="para">Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.1.</b> Nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span> haben Rechtsschriften die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Begründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe ergeben sich aus den <span class="artref">Art. 95 ff. BGG</span>. Erhöhte Anforderungen an die Begründung gelten, soweit die Verletzung von Grundrechten sowie von kantonalem und interkantonalem Recht gerügt wird (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). Die Beschwerde muss sich wenigstens kurz mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzen; rein appellatorische Kritik reicht nicht aus. Genügt die Beschwerde den Begründungsanforderungen nicht, ist auf sie nicht einzutreten (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=19.02.2025&amp;to_date=10.03.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-V-136%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page136">BGE 140 V 136</a> E. 1.1<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=19.02.2025&amp;to_date=10.03.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-I-171%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page171">138 I 171</a></span> E. 1.4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.2.</b> Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil einlässlich begründet, wieso im vorliegenden Fall die Voraussetzungen gemäss <span class="artref">§ 4 Abs. 3 GSG</span>/ZH für die Hinterlegung der Verfügung des Zwangsmassnahmenrichters vom 31. Dezember 2024 betreffend Verlängerung der Schutzmassnahmen bei der Kantonspolizei Zürich erfüllt gewesen seien und deshalb die Zustellungsfiktion gemäss dieser Bestimmung greife, mithin die fragliche Verfügung mit deren Hinterlegung bei der Kantonspolizei am 31. Dezember 2024 als dem Beschwerdeführer zugestellt gelte. Somit sei die Einsprachefrist - wie im Nichteintretensentscheid des Zwangsmassnahmenrichters vom 13. Januar 2025 festgehalten - am 6. Januar 2025 abgelaufen und erweise sich die Einsprache des Beschwerdeführers vom 9. Januar 2025 (Datum des Poststempels) als verspätet. Der Zwangsmassnahmenrichter sei deshalb zu Recht auf sie nicht eingetreten. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer kritisiert vor Bundesgericht die Beweisgrundlage der Anschuldigungen, die zur Anordnung der Schutzmassnahmen geführt hätten, als zweifelhaft und die insofern erfolgte Beweiswürdigung als fehlerhaft. Auch rügt er ein unfaires Verfahren und einen Verstoss gegen <span class="artref"><artref id="CH/0.101/6" type="start"></artref><artref id="CH/0.101/3" type="start"></artref>Art. 3, 6 und 8 EMRK</span><artref id="CH/0.101/6" type="end"></artref><artref id="CH/0.101/8" type="end"></artref>. Mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids setzt er sich indessen nicht auseinander. Er legt nicht und schon gar nicht konkret und im Einzelnen dar, inwiefern die Vorinstanz Recht im Sinne von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> verletzt haben sollte, indem sie den Nichteintretensentscheid des Zwangsmassnahmenrichters vom 13. Januar 2025 mit der erwähnten Begründung bestätigt hat. Abgesehen von der im Wesentlichen bloss behaupteten fehlenden Möglichkeit, fristgerecht eine "detaillierte Beschwerde" einzureichen, gehen seine Vorbringen vielmehr an der entscheidenden Frage der Rechtzeitigkeit der Einsprache vorbei. Damit genügt seine Beschwerde den Begründungsanforderungen offensichtlich nicht, weshalb im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 BGG</span> auf sie nicht einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Bei diesem Verfahrensausgang ist der Beschwerdeführer an sich kostenpflichtig; auf eine Kostenerhebung kann jedoch verzichtet werden (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen (<span class="artref">Art. 68 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, der Kantonspolizei Zürich, Fachstelle Häusliche Gewalt, und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 3. Abteilung, Einzelrichter, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 10. März 2025 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Haag </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Baur </div> </div></body></html>