<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, auf dem Verordnungswege folgende Massnahmen zur schnellen und wirksamen Eindämmung der geländegängigen Fahrzeuge (Sport Utility Vehicles, SUV) zu treffen:</p><p>1. Einteilung der SUV in eine neue Fahrzeugklasse (beispielsweise "Geländewagen/SUV").</p><p>2. Die neue Fahrzeugklasse soll sich am Nutzfahrzeugeinsatz orientieren. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 80 Stundenkilometer zu begrenzen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die in der Motion aufgeführten Problemkreise sind nicht geländefahrzeug- oder SUV-spezifisch, sondern hängen mit dem allgemein zu beobachtenden Trend nach leistungsstärkeren, schwereren und grösseren Fahrzeugen (z. B. "Mini Van") zusammen.</p><p>Im Weiteren existiert für SUV keine allgemeingültige Definition. Sie decken nach allgemeinem Sprachgebrauch das Feld zwischen den gewöhnlichen Personenwagen mit Vierradantrieb und den eigentlichen Geländefahrzeugen ab, wobei die Übergänge fliessend sind. Dies hat zur Folge, dass eine klare, sachgerechte Abgrenzung kaum möglich ist.</p><p>So ist z. B. der Allradantrieb, u. a. ein typisches Merkmal der SUV, als Kriterium nicht geeignet. Einerseits existieren gewöhnliche Personenwagen mit Allradantrieb; andererseits werden gerade in den USA verschiedene Fahrzeugtypen, die hierzulande als klassische SUV gelten, auch mit Zweiradantrieb angeboten.</p><p>Eine mehr oder weniger willkürliche Unterteilung mag genügen, wenn es darum geht, Bestandeszahlen zu erheben. Wenn jedoch für einzelne Fahrzeugarten einschneidende Massnahmen getroffen werden sollen, sind klar definierte Kriterien erforderlich.</p><p>Im Bericht "Strategie Nachhaltige Entwicklung 2002" hat der Bundesrat seine Absichten für eine flächendeckende Integration der Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung in jedem Politikfeld dargelegt. Der Bericht umfasst 10 Handlungsfelder und sieht 22 Massnahmen vor. Diese werden gegenwärtig nach jeweils eigenem Zeitplan weiter bearbeitet, konkretisiert und zu gegebener Zeit dem Bundesrat zur Beschlussfassung unterbreitet. Die Folgeprojekte der Massnahmen, "Weiterentwicklung der Energie- und Klimapolitik", "Förderung von sauberen Fahrzeugen" und "Neue Strassenverkehrssicherheitspolitik", behandeln die in der Motion aufgeführten Problemkreise gesamtheitlich und kohärent. So trägt die seit 1. Januar 2003 obligatorische Deklaration des Treibstoffverbrauches, der CO2-Emissionen und der Energieeffizienz zur Reduktion des durchschnittlichen Verbrauches von Neuwagen bei. Die Energieetikette unterstützt den Käufer bei der Wahl eines energieeffizienten Fahrzeuges.</p><p>Spezielle Massnahmen für Geländefahrzeuge oder SUV sind daher nicht angezeigt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.