<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>UV.2017.00245</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span> </span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Bachofner, Vorsitzender i.V. <br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Fonti</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 11. März 2019</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">KSPartner</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Suva</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsabteilung</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach 4358, 6002 Luzern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1965, war seit dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 1996 bei der Firma </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert. Mit Schadenmeldung vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">September 2016 wurde ein Ereignis vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">September 2016 gemeldet: Der Ve</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rsicherte sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zum Wandern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in Island unterwegs gewesen und an diesem Tag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> tot aufgefun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den worden (Urk. 7/1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Aus dem Bericht der Polizeidirektion im Bezirk Nordost-Island vom 15. September 2016 geht hervor, dass der Todestag der 8. September 2016 gewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen sei (vgl. Urk. 7/14 S. 6 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 21. November 2016 verneinte die Suva das Vorliegen eines Unfallereignisses aufgrund der gemeldeten Vorkommnisse in Island (Urk. 7/18). Die dagegen am 19. Dezember 2016 erhobene Einsprache (Urk. 7/20/1-3; Ergän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zung vom 6. April 2017, Urk. 7/30) wies die Suva mit Entscheid vom 28. Septem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2017 ab (Urk. 7/33 = Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ehefrau des Versicherten erhob am 25. Oktober 2017 Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 28. September 2017 (Urk. 2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen zu erbringen (Urk. 1 S. 2). Die Suva beantragte mit Beschwerdeantwort vom 20. November 2017 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdeführerin reichte mit Replik vom 4. Juni 2018 (Urk. 11), mit welcher sie an ihren bisherigen Anträgen festhielt, unter anderem ein rechtsmedizinisches Gutachten (Urk. 12/1) ein. Die Beschwerdegegnerin hielt mit Duplik vom 4. Juli 2018 ebenfalls an ihrem Antrag fest (Urk. 15). Am 19. Oktober 2018 reichte die Beschwerdeführerin eine weitere Eingabe ein (Urk. 17), was der Beschwerdegegnerin am 23. Oktober 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 18).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="UV184"></span><span id="UV118"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (UVV) in Kraft getreten. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der hier zu beurteilende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hat sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im September 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die massgeblichen gesetzlichen Bestimmungen und die zu beachtenden Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sätze der Rechtsprechung betreffend den Unfallbegriff hat die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin im angefochtenen Einspracheentsc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heid zutreffend dargelegt (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 S.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">f. Ziff. 2a ff.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Darauf wird </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">- mit nachfolgenden Ergänzungen - </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verwiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="UV119"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er – nach einem objektiven Massstab – den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.1 und E. 4.3.1 mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Praxisgemäss sind die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens von der versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherten Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser Forderung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen lassen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die not</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht –, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person auswirkt. Diese Grundsätze gelten auch bezüglich des Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weises unfallähnlicher Körperschädigungen (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging im Einspracheentscheid (Urk. 2) davon aus, es handle sich beim Erfrieren mangels äusseren ungewöhnlichen Faktors nicht um einen Unfall. Die grosse Kälte in Island sei in dieser Jahreszeit nicht ungewöhn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich und die Verhältnisse seien als schlecht bezeichnet worden. Es hätte ein zusätzliches äusseres Element hinzukommen müssen, wie beispielsweise eine Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">letzung, aufgrund dessen sich der Versicherte nicht mehr hätte bewegen können und der Kälte ausgesetzt gewesen wäre, oder ein Versagen der Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rüstung, damit man von einem Unfall im Rechtssinne hätte ausgehen können. Dafür bestünden keine Anhaltspunkte. Zudem habe eine innere Erkrankung ausgeschlossen wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den können (S. 7 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zudem sei auch das Merkmal der Plötzlichkeit nicht gegeben, was jedoch nicht näher auszuführen sei, da bereits die Ungewöhnlichkeit zu verneinen sei (S. 7 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Beschwerdeantwort hielt die Beschwerdegegnerin an ihrer bisherigen Beurteilung fest (Urk. 6): Sie führte nochmals aus, es habe sich im vorliegenden Fall nichts Ausserordentliches ereignet. Die vom Parkwächter beobachteten Wetterbedingungen am Todestag des Versicherten seien im Rahmen dessen gele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen, was auf einer solchen Trekkingtour im September in Island zu erwarten sei. Permanente Wetterwechsel seien charakteristisch für Island und plötzliche Wetterumschwünge seien zu jeder Jahreszeit an der Tagesordnung. Auch seien andere ausserordentliche Vorgänge nicht gegeben. Es sei unbestritten, dass der Versicherte aufgrund seiner Unterkühlung bewusstlos geworden sei und an Unterkühlung gestorben sei. Gestützt auf die herrschende Gerichtspraxis sei das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht erfüllt (S. 3 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Betreffend das Begriffsmerkmal der Plötzlichkeit machte die Beschwerdegegnerin geltend, die Unterkühlung sei das Ergebnis eines längeren Prozesses. Die vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegende Gesundheitsschädigung sei die Folge von wiederholten und kontinuier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Einwirkungen und erfülle somit das Erfordernis der Plötzlichkeit nicht (S. 7 Ziff. 4.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin im Wesentlichen auf den Standpunkt (Urk. 1), rechtsprechungsgemäss beziehe sich die Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors auf die Ursache selbst und nicht auf deren Wirkung. Die Rechtsprechung sei in dieser Hinsicht jedoch nicht klar und konsequent. Es seien keine zu hohen Anforderungen an die Ungewöhnlichkeit der äusseren Einwir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung zu stellen. Die Grenzen zwischen Einwirkung und Auswirkung seien fliessend (S. 4 f. Ziff. 6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es müsse daher auch als ungewöhnlich angesehen werden, wenn der Versicherte bei einem Kälteeinbruch in Folge einer Erfrierung verstorben sei. Der Versicherte sei von dem schlechten Wetter überrascht worden und plötzlich erfroren. Auch bei schlechten Wetterverhältnissen und Kälte sei es nicht als im Rahmen des All</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">täglichen oder Üblichen anzusehen, dass eine versicherte Person beim Wandern plötzlich erfriere. Dies insbesondere, wie es vorliegend der Fall sei, wenn die mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführte und getragene Ausrüstung den Verhältnissen entsprechend sei (S. 5 Ziff. 7). Sodann sei auch das Kriterium der Plötzlichkeit erfüllt (S. 6 ff. Ziff. 8 ff.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Replicando ergänzte die Beschwerdeführerin unter anderem, die äusseren Umstände/Einwirkungen seien ungewöhnlich gewesen. Es habe im Todeszeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt besonders schlechtes Wetter in der Region geherrscht. Das Wetter habe plötzlich umgeschlagen und der Versicherte sei davon überrascht worden. Er sei ein erfahrener Wanderer gewesen und sei vom Wetterumschwung äusserst stark überrascht worden. Als weiterer ungewöhnlicher Umstand sei hinzugekommen, dass er just auf dem schwierigsten und gefährlichsten Teilstück der Wanderung vom Wetterumschwung überrascht worden sei und keine Möglichkeit gehabt habe, sich zu schützen. Aufgrund der paradoxen Wärmeempfindung habe er die gefährlichen äusseren Umstände gar nicht wahrgenommen (S. 3 f.). Sodann sei der Tod aufgrund des sehr plötzlichen Wetterwechsels in Kombination mit der schlanken Konstitution aussergewöhnlich plötzlich eingetreten, was daraus ersichtlich werde, dass der Versicherte kurz nach dem «sich hinlegen» verstorben sei. Allein schon deshalb sei die Plötzlichkeit unfallversicherungsrechtlich zu bejahen. Dies umso mehr als auch bei anderen üblicherweise als Unfälle aner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kannten Ereignissen die Körperverletzung/Wirkung erst verzögert eintrete (S. 4 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist, ob der Vorfall vom 8. September 2016, bei welchem der Versicherte aufgrund einer Unterkühlung verstarb, als Unfall zu qualifizieren ist und die Beschwerdeführerin Anspruch auf Hinterlassenenleistungen hat. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Polizeibericht vom 17. September 2016 (Urk. 7/14 S. 8-10) konnten auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund der Unterlagen im Geldbeutel des Versicherten, den Daten aus dessen Kamera sowie der Wanderkarte, die er bei sich getragen habe, die zeitlichen Ereignisse rekonstruiert werden. Die Fotos, insbesondere die letzten Aufnahmen aus dem Gebiet von Askja, würden ein genaues Bild im Hinblick auf Zeitpunkte und Wetter von den letzten Schritten des Versicherten liefern (S. 1 unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 6. September 2016 habe der Versicherte seine Wandertour gestartet (S. 2 unten). Zwei Tage später, am 8. September, habe er um 7.22 Uhr oben auf dem Berg Askja neben der Berghütte seine erste Aufnahme gemacht. Von dort aus sei er weiter auf dem Wanderweg zum Vulkansystem Askja hinaufgegangen. Anschliessend habe er sich an den Wanderweg in östlicher Richtung unter dem Nordkamm von Askja in Richtung des Parkplatzes bei Vikraborgir gehalten, wo er auf dem letzten Stück Weg noch etwa 1000 Meter raues Lavaterrain habe über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">queren müssen. Die Leiche des Versicherten sei etwa 100 Meter von der Stelle entfernt gefunden worden, wo er das besagte Lavaterrain betreten habe. Die letzten beiden Aufnahmen, die er gemacht habe, würden von einer Stelle einige 100 Meter westlich des Leichenfundortes stammen. Das letzte Foto der Kamera sei um 9.47 Uhr gemacht worden. Das Wetter an diesem Tag scheine gut gewesen zu sein, wenig bewölkt im Westen, jedoch deutlich stärker bewölkt in östlicher Richtung. Die Nacht über scheine eine dünne Schneeschicht gefallen zu sein, die sich dort im Sand am Rand von Askja wahrnehmen lasse. Der Versicherte sei offensichtlich in Richtung Askja unterwegs gewesen und habe vorgehabt, am Nachmittag die Berghütte in Drekagil zu erreichen (S. 3 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es bestehe kein Zweifel, dass der Versicherte einem anspruchsvollen Wanderplan gefolgt sei und über die für eine solche Wanderung erforderliche körperliche Fitness verfügt habe. Die täglichen Strecken, welche er zurückgelegt habe beziehungsweise habe zurücklegen wollen, hätten jeweils 25 km betragen (S. 3 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Polizeibericht vom 20. September 2016 (Urk. 7/14 S. 14 f.) sind unter ande</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rem die Erstergebnisse der Obduktion sowie ein Wetterbericht des Parkwächters zu entnehmen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Obduktion habe ergeben, dass es sich beim Versicherten um einen sehr schlanken Mann ohne jegliche Fettansammlung am Körper gehandelt habe. Es könne davon ausgegangen werden, dass der Tod durch eine Unterkühlung (Hypothermie) verursacht worden sei, die zu einer plötzlichen Bewusstlosigkeit und dadurch ebenso rasch zum Tod geführt habe. Es seien keine zugrunde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegende Erkrankung, keine Verletzungen oder sonstige Traumata festgestellt worden (Urk. 7/14 S. 14).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Wetterbericht des Parkwächters wurde im Polizeibericht wie folgt wiederge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geben (übersetzte Version, Urk. 7/14 S. 15):</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">«Die Parkwächter des Nationalparks beobachten das Wetter sehr genau und wir notieren die entsprechenden Informationen an jedem Tag in einem Kalender. Am Donnerstag, 8. September, herrschte im Inneren des Vulkansystems Askja ausser</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">ordentlich schlechtes Wetter, genau die gefährliche Art von Wetter, die oft zu einer Unterkühlung führt: knapp oberhalb des Gefrierpunktes aus Askja und Dyngjufell (und noch etwas niedrigere Temperaturen am Pass Jónsskarõ, wo der Mann unterwegs war, dort schneit es unter solchen Bedingungen auch sehr oft), starker Regen, Wind und Nebel. Andere Wanderer, die an diesem Tag von Drekagil aus aufbrachen, um Askja zu erreichen, kehrten bei der Ankunft am Parkplatz wieder um.» </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 30. Mai 2018 erstattete Prof. em. Dr. med. A.___, Facharzt für Rechtsmedizin, im Auftrag der Beschwerdeführerin ein rechtsmedizinisches Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten (Urk. 12/1). Es liege aus seiner Sicht in mehrfacher Hinsicht ein sehr aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sergewöhnlicher Fall einer sehr rasch fortschreitenden Unterkühlung mit Todes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">folge vor. Aufgrund der Akten, Aussagen und der Befundkonstellation sei aus rechtsmedizinischer Sicht folgender Ablauf sehr wahrscheinlich (S. 7 oben):</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">«Als der gesunde, sich in guter Kondition befindliche, erfahrene und gut ausgerüstete Berggänger Y.___ am 08.09.2016 auf seiner geplanten Wanderung zum Drekagil kurz nach seinem letzten Foto bei noch recht guter Sichtweite das auf dieser Route als schwierigste Wanderpartie bekannte, unwirtliche und gefährliche Lavaterrain ca. 100 m weit betreten hatte, dürfte es zu einem plötzlichen Wetterumschlag mit maximaler Sichtbehinderung, Regen, Wind und einem Temperatursturz gekommen sein, der sowohl ein Weitergehen als auch ein Zurückkehren wegen möglicher Verletzungs</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">gefahr verunmöglichte. Die durch den Wetterumsturz erreichte Temperatur knapp über Null Grad gilt, zusammen mit Regen und Wind, in Island, als besonders gefährlich hin</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sichtlich einer Unterkühlung. Der Gefahr, infolge Unterkühlung einzuschlafen, dürfte sich der erfahrene Berggänger durch körperliche Aktivitäten lange widersetzt haben. Schliesslich muss er kontrolliert 'zu Boden gegangen' sein. Das Fehlen von Druckmarken belegt, dass kurz danach und somit für eine Unterkühlung ungewöhnlich plötzlich, der Tod durch Herzversagen eintrat.»</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es ist unbestritten und aufgrund der Akten ausgewiesen, dass beim Versicherten keine äusseren Verletzungszeichen feststellbar waren (vgl. Bericht Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zentrum Nordisland vom 14. September 2016, Urk. 7/14 S. 11 f.). Ebenfalls ist unbestritten, dass die Ergebnisse der Obduktion eine zugrundeliegende Erkrankung ausschlossen (vorstehend E. 3.2). Die Fachpersonen wie auch die Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zessparteien gehen übereinstimmend von einem Tod durch Unterkühlung aus. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Rechtsprechung bejahte die Ungewöhnlichkeit bei Kälteeinwirkung - wie auch bei Sonnen- und Lärmeinwirkung - ausnahmsweise, wenn beispielsweise das Erfrieren der Finger auf unvorhersehbare Umstände zurückzuführen ist, die sich ausserhalb des vernünftigerweise als alltäglich oder üblich bezeichnenden Rahmens bewegen. So liege ein ungewöhnlicher Faktor vor, wenn spezielle, für diese Aktivität konzipierte, Kletterhandschuhe reissen würden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Regel liegen keine Unfälle vor bei starker Sonnen- beziehungsweise Kälteeinwirkung mit Sonnenstich, Sonnenbrand und Hitzeschlag sowie Erfrierungen als Folge. Diese schädigenden Folgen gelten jedoch dann als Unfall, wenn sie infolge ausserordentlicher Vorgänge eintreten, zum Beispiel wenn sich der Verletzte wegen Beinbruchs nicht fortbewegen kann und deswegen der Sonnenbestrahlung ausgesetzt bleibt. Die grosse Kälte bei einer Hochtour im März auf einer Höhe von über 3500 m ist nicht aussergewöhnlich und die dabei zuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zogenen Fingererfrierungen gelten nicht als Unfall. Keine Einwirkung eines ungewöhnlichen Faktors liegt ferner vor: beim Betrachten der Sonnenfinsternis sowie bei Lärmeinwirkungen, die mit Schiessübungen im Schiessstand verbunden sind, da es sich um eine weit verbreitete, teils auch obligatorische Betätigung handelt, bei der das Tragen geeigneter Gehörschutzmittel vorausgesetzt werden darf (Rumo-Jungo/Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Auflage, S. 49 Ziff. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der vorliegenden Akten und insbesondere der letzten aufgenommenen Fotos durch den Versicherten ist davon auszugehen, dass das Wetter in den frühen Morgenstunden vom 8. September 2016 am Ort, wo sich der Versicherte aufhielt, zwar noch nicht derart schlecht war, wie es vom Parkwächter für diesen Tag festgehalten wurde. Allerdings sind rasche Wetterwechsel charakteristisch in Island. Schwere Stürme, plötzlich auftauchender Nebel und Schneeschauer sind durchaus üblich (vgl. statt vieler: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">https://just-iceland.com/de/island-klima</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Der Parkwächter berichtete über ausserordentlich schlechtes Wetter am 8. September 2016. Es habe genau die gefährliche Art Wetter (knapp über dem Gefrierpunkt, starker Wind, Regen und Nebel) geherrscht, die oft zu Unterkühlungen führe (vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehend E. 3.2). Ein plötzlicher Wetterwechsel in Island gehört zur Tagesordnung und ist nicht als ungewöhnlich einzustufen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass sich im vorliegenden Fall nichts Aussergewöhnliches ereignet hat. Die vom Rechtsmediziner Prof. em. A.___ angenommenen Umstände, was sich am 8. September 2016 zugetragen haben könnte (vgl. vorstehend E. 3.3), sind aufgrund der vorhandenen Akten zwar möglich. Selbst wenn sich der Versicherte jedoch aufgrund aufgetretenem Nebel auf dem Lavaterrain mangels Sicht nicht mehr gut hätte fortbewegen können, geht aus diesen Umständen nichts Ungewöhnliches im Sinne der zuvor (vorstehend E. 4.2) zitierten Rechtsprechung hervor: Mit einem raschen Wetter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wechsel musste der Versicherte in Island stets rechnen. Die am Morgen des Todestages aufgenommenen Fotos belegen aufgrund der Darlegung im Polizei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bericht, dass sich schlechteres Wetter angekündigt hat: Es sei deutlich stärkere Bewölkung in östlicher Richtung erkennbar (vorstehend E. 3.1). Die schlechten Wetterverhältnisse veranlassten sodann andere Wanderer zum Abbruch ihrer Tour (vorstehend E. 3.2). Daran vermögen die Ausführungen der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin nichts zu ändern. Vorliegend war weder die äussere Einwirkung (Wetter) noch deren Auswirkung (Unterkühlung) ungewöhnlich. Aus den von ihr ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führten Beispielen aus der Rechtsprechung (Urk. 1 S. 4 ff. Ziff. 5 ff.) kann nichts zu ihren Gunsten abgeleitet werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sodann ist auch dem vom Versicherten zuletzt begangenen Wegstück auf Lava</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terrain nichts Ungewöhnliches zuzusprechen. Dieses bildete das letzte Teilstück seiner Wanderung. Er wurde folglich nicht von diesem unwegsamen Terrain über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rascht, sondern befand sich auf seiner planmässigen Route.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der vom Rechtsmediziner festgehaltene Umstand, der Versicherte habe über keinerlei Fettansammlung im Körper verfügt, vermag auch keinen ungewöhnli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Faktor im Zusammenhang mit einer eventuell rascher eintretenden Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kühlung darzustellen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten fehlt es den gesamten - durchaus sehr unglücklich zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mentreffenden - Umständen aufgrund der vorliegenden Aktenlage mit über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiegender Wahrscheinlichkeit am Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halb der Unfallbegriff bereits deswegen nicht erfüllt ist. Es erübrigen sich somit Ausführungen zur Plötzlichkeit. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es ist somit festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin den Unfallbegriff betref</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fend den sich am 8. September 2016 ereigneten Tod des Versicherten und damit eine Leistungspflicht hierfür zu Recht verneint hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der angefochtene Einspracheentscheid (Urk. 2) erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Kaspar Gehring</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Suva</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der Vorsitzende i.V.Die Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>BachofnerFonti</p><p></p></div> </div></body></html>