A bteilung IV D -470/2007 teb/dua {T 0/2} U rteil vom 18. A pril 2007 M itw irkung: R ichter Bendicht Tellenbach, R ichterin N ina Spälti G iannakitsas, R ichter H ans Schürch G erichtsschreiberin Anna D ürm üller X._______, geboren _______, Irak, vertreten durch Y._______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 16. Januar 2007 i. S. A ufhebung der vorläufigen A ufnahm e / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: I. A. A.a D er Beschw erdeführer, ein irakischer Staatsangehöriger kurdischer Ethnie, gelangte am 5. M ai 2006 in die Schw eiz und stellte am 8. M ai 2006 im Em pfangszentrum G enf ein Asylgesuch. Am 12. M ai 2006 w urde er dort sum m arisch befragt. D as BFM gew ährte dem Beschw erdeführer am 17. M ai 2006 das rechtliche G ehör zu seinem vorgängigen Aufenthalt in den N iederlanden und hörte ihn am 28. Juni 2006 ausführlich zu seinen Asylgründen an. In der Folge w urde er für die D auer des Verfahrens dem Kanton Bern zugew iesen. A.b Anlässlich der Anhörungen m achte der Beschw erdeführer im W esentlichen geltend, sein Vater sei für eine Ö lfirm a in A._______ tätig gew esen. N achdem der Vorgesetzte des Vaters sow ie einer seiner Kollegen getötet, Anfang Januar 2006 auf das Auto des Vaters geschossen w orden sei und überdies schriftliche D rohungen am Arbeitsplatz seines Vaters eingegangen seien, habe sein Vater beschlossen, den Irak m it der ganzen Fam ilie zu verlassen. Im Januar/Februar 2006 seien sie aus dem H eim atland ausgereist und zunächst in den Iran gelangt. Bei der W eiterreise in R ichtung Türkei sei die Fam ilie getrennt w orden. Er sei daraufhin alleine in die Schw eiz eingereist. Im R ahm en der G ew ährung des rechtlichen G ehörs vom 17. M ai 2006 räum te der Beschw erdeführer auf Vorhalt ein, er habe sich vor seiner Einreise in die Schw eiz eine W oche in den N iederlanden aufgehalten, w o er ein Asylgesuch gestellt habe. D ieses sei jedoch abgelehnt w orden, w eil er keine Identitätspapiere vorgelegt habe. A.c M it Verfügung vom 5. Juli 2006 stellte das Bundesam t fest, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte das Asylgesuch ab und verfügte die W egw eisung aus der Schw eiz. H ingegen erachtete das Bundesam t den Vollzug der W egw eisung als unzum utbar und ordnete dem zufolge die vorläufige Aufnahm e des Beschw erdeführers in der Schw eiz an. D iese Verfügung erw uchs am 7. August 2006 unangefochten in R echtskraft. II. B. B.a D as schw eizerische G renzw achtkorps liess dem BFM am 9. August 2006 diverse Identitätsdokum ente des Beschw erdeführers zukom m en, w elche aus einer Briefsendung stam m ten, die durch das Briefzollam t Zürich abgefangen w orden 3 w ar. Bei den fraglichen Identitätsdokum enten handelte es sich um den irakischen R eisepass, die irakische Identitätskarte sow ie die irakische Staatsangehörigkeitsurkunde (alles O riginale) des Beschw erdeführers. M it Schreiben vom 13. Juli 2006 setzte das BFM den Beschw erdeführer über die Sicherstellung dieser Identitätsdokum ente in Kenntnis. B.b In der Folge teilte das BFM dem Beschw erdeführer m it Schreiben vom 12. D ezem ber 2006 unter anderem m it, dass eine R ückübernahm e durch die N iederlande geprüft w erden m üsse. B.c D ie zuständigen niederländischen Behörden stim m ten dem R ückübernahm egesuch des BFM vom 13. D ezem ber 2006 am 20. D ezem ber 2006 zu. B.d Am 16. Januar 2006 gew ährte der M igrationsdienst des Kantons Bern dem Beschw erdeführer im Auftrag des BFM das rechtliche G ehör zur beabsichtigen Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e und dem dam it verbundenen W egw eisungsvollzug in die N iederlande. D abei sprach sich der Beschw erdeführer gegen eine Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e aus. C . M it Verfügung vom selben Tag - eröffnet ebenfalls am 16. Januar 2006 (18:00 U hr) - hob das BFM die vorläufige Aufnahm e des Beschw erdeführers auf, forderte ihn auf, die Schw eiz unverzüglich zu verlassen und in die N iederlande zurückzukehren und beauftragte die zuständige Behörde des Kantons Bern m it dem unverzüglichen Vollzug der W egw eisung in die N iederlande. Ausserdem entzog das BFM einer allfälligen Beschw erde gegen diese Verfügung die aufschiebende W irkung. D . M it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht vom 18. Januar 2007 (D atum Fax und Poststem pel) liess der Beschw erdeführer durch seinen R echtsvertreter beantragen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass die vorläufige Aufnahm e vorerst w eiterbestehe (Ziffer 1 der R echtsbegehren). Im W eiteren w urde beantragt, die aufschiebende W irkung der Beschw erde sei w iederherzustellen, und das BFM sei anzuw eisen, vorerst auf Vollzugsm assnahm en zu verzichten. Ausserdem sei das M igrationsam t des Kantons Bern aufzufordern, den Beschw erdeführer aus der Ausschaffungshaft zu entlassen und auf die für den 19. Januar 2007, 12:30 U hr, vorgesehene Ausschaffung zu verzichten (vgl. Ziffer 2 der R echtsbegehren). D er Beschw erdeführer liess zudem darum ersuchen, es sei ihm die vollum fängliche unentgeltliche R echtspflege zu gew ähren (vgl. Ziffer 3 der R echtsbegehren). E. N achdem die Beschw erde dem zuständigen Instruktionsrichter am 19. Januar 2007 um 14:07 U hr gerichtsintern zugeteilt w orden w ar, verfügte dieser m it Zw ischenverfügung vom selben Tag (Telefax von 14:34 U hr) um gehend die provisorische Aussetzung des W egw eisungsvollzugs. In der Folge teilte der M igrationsdienst des Kantons Bern dem Bundesverw altungsgericht telefonisch m it, der Beschw erdeführer sei bereits um 12:30 U hr nach Am sterdam abgeflogen. 4 F. M it Eingabe vom 22. Januar 2007 äusserte sich der R echtsanw alt des Beschw erdeführers zum erfolgten W egw eisungsvollzug des Beschw erdeführers in die N iederlande und ersuchte um die Ergreifung von M assnahm en gegen eine allenfalls durch die niederländischen Behörden geplante Ausschaffung des Beschw erdeführers in den Irak. G . M it Zw ischenverfügung vom 24. Januar 2007 hiess das Bundesverw altungsgericht das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) gut und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. G leichzeitig w urde dem Beschw erdeführer m itgeteilt, über die G esuche um unentgeltliche Verbeiständung und W iederherstellung der aufschiebenden W irkung beziehungsw eise Bew illigung der W iedereinreise in die Schw eiz w erde später entschieden w erden. H . In seiner Vernehm lassung vom 29. Januar 2007 hielt das BFM an der angefochtenen Verfügung fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. I. M it Eingabe vom 2. Februar 2007 teilte der R echtsvertreter des Beschw erdeführers m it, dieser befinde sich w ieder in der Schw eiz. Ausserdem ersuchte er um Einsicht in die bisherigen Verfahrensakten, w as ihm m it Zw ischenverfügung vom 9. Februar 2007 auch gew ährt w urde. J. In seiner R eplik vom 9. Februar 2007 hielt der R echtsvertreter des Beschw erdeführers an den Ziffern 1 und 3 der Beschw erdebegehren vom 18. Januar 2007 fest. G leichzeitig ersuchte er um Einräum ung einer Frist zw ecks Einreichung einer w eiteren Stellungnahm e. N achdem der Instruktionsrichter diesem G esuch m it Zw ischenverfügung vom 13. Februar 2007 entsprochen hatte, reichte der R echtsvertreter m it Eingabe vom 14. Februar 2007 eine w eitere Stellungnahm e ein. K. Auf entsprechende Aufforderung des Bundesverw altungsgerichts hin reichte der R echtsvertreter des Beschw erdeführers m it Eingabe vom 27. M ärz 2007 eine Kostennote zu den Akten. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 Vw VG ) des BFM , w elche in Anw endung des Asylgesetzes vom 26. Juni 5 1998 (AsylG , SR 142.31) ergangen sind; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 M it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist som it einzutreten. 3. 3.1 D ie vorläufige Aufnahm e ist aufzuheben, w enn der Vollzug der rechtskräftig angeordneten W egw eisung zulässig und es der ausländischen Person m öglich und zum utbar ist, sich rechtm ässig in einen D rittstaat oder in ihren H eim atstaat oder in das Land zu begeben, in dem sie zuletzt w ohnte. D ie vorläufige Aufnahm e erlischt, w enn die ausländische Person freiw illig ausreist oder eine Aufenthaltsbew illigung erhält (Art. 14b Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). D as Bundesam t kann die vorläufige Aufnahm e jederzeit aufheben. Verfügt es nicht auf Antrag der Behörde, w elche die vorläufige Aufnahm e beantragt hat, so hört es diese vorher an. Es setzt eine angem essene Ausreisefrist an, sofern nicht der sofortige Vollzug der W eg- oder Ausw eisung angeordnet w ird. D as Verfahren richtet sich nach dem Vw VG und dem BG G (Art. 26 Abs. 1 der Verordnung vom 11. August 1999 über den Vollzug der W eg- und Ausw eisung von ausländischen Personen [VVW A, SR 142.281]). 3.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn die ausländische Person w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat ausreisen oder dorthin gebracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise der ausländischen Person in ihren H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für die ausländische Person eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 4. 4.1 Zur Begründung ihres Entscheids führte die Vorinstanz im W esentlichen aus, im heutigen Zeitpunkt sei der Vollzug der W egw eisung in die N iederlande als zulässig, zum utbar und m öglich zu erachten. D ie niederländischen M igrationsbehörden hätten der R ückübernahm e des Beschw erdeführers gestützt auf das einschlägige R ückübernahm eabkom m en (Abkom m en zw ischen der Schw eizerischen Eidgenossenschaft und den Benelux Staaten [das Königreich Belgien, das G rossherzogtum Luxem burg und das Königreich der N iederlande] über die R ückübernahm e von Personen m it unbefugtem Aufenthalt vom 6 12. D ezem ber 2003, hiernach: R ückübernahm eabkom m en Benelux) zugestim m t. Aus den Akten - insbesondere auch aus der Stellungnahm e des Beschw erdeführers anlässlich der G ew ährung des rechtlichen G ehörs - sei ausserdem nichts ersichtlich, w as den Vollzug der W egw eisung in die N iederlande als unzulässig oder unzum utbar erscheinen lassen w ürde. Angesichts der Zusicherung einer sofortigen R ückübernahm e durch die niederländischen Behörden überw iege das öffentliche Interesse der Schw eiz an einem sofortigen Vollzug das persönliche Interesse des Beschw erdeführers, den Ausgang des Verfahrens in der Schw eiz abw arten zu können. Einer allfälligen Beschw erde w erde die aufschiebende W irkung entzogen. 4.2 In der Beschw erde w ird vorab festgestellt, dem BFM sei im Zeitpunkt der Anordnung der vorläufigen Aufnahm e des Beschw erdeführers bereits bekannt gew esen, dass der Beschw erdeführer von den N iederlanden her kom m end in die Schw eiz eingereist sei. Trotzdem sei dem Beschw erdeführer die vorläufige Aufnahm e gew ährt w orden. Anschliessend w ird ausgeführt, der Beschw erdeführer habe nach seiner vorläufigen Aufnahm e eine W ohnung gefunden und an Beschäftigungsprogram m en teilgenom m en. In dem halben Jahr, in dem er in der Schw eiz gelebt habe, habe er Freundschaften geschlossen und sich zunehm end integriert. Er habe zw ar gew usst, dass sein Aufenthalt in der Schw eiz zeitlich begrenzt sei, sei aber angesichts der Situation im Irak davon ausgegangen, dass er vorerst in der Schw eiz w ürde bleiben können. D ies sei ihm von den Behörden auch bestätigt w orden. Am Term in vom 16. Januar 2007 beim M igrationsdienst des Kantons Bern sei dem Beschw erdeführer dann m itgeteilt w orden, er m üsse in die N iederlande zurückkehren. D er Beschw erdeführer habe zw ar eigentlich in der Schw eiz bleiben w ollen, habe sich aber dennoch bereit erklärt, in die N iederlande auszureisen, zum al ihm grundsätzlich versichert w orden sei, dass er dort vorerst nicht in den Irak ausgeschafft w erden w ürde. Er habe sich beim M igrationsdienst nach der Ausreisefrist erkundigt, da er sich vor seiner Ausreise ordentlich verabschieden, den M ietvertrag auflösen und seine inzw ischen angeschafften G egenstände veräussern w ollte. D araufhin habe er erfahren, dass er um gehend in H aft genom m en und die Schw eiz sofort, ohne jegliche Ausreisefrist, verlassen m üsse. D ieses Vorgehen der Vorinstanz w iderspreche rechtsstaatlichen Prinzipien und verletze insbesondere das Verhältnism ässigkeitsprinzip. D er Beschw erdeführer habe sich in der Schw eiz unauffällig verhalten, an alle R egeln gehalten und hätte eine korrekte staatliche Anordnung ohne w eiteres befolgt. Som it habe kein G rund bestanden, auf eine angem essene Ausreisefrist zu verzichten und einen sofortigen W egw eisungsvollzug anzuordnen. 4.3 D ie Vorinstanz m acht in ihrer Vernehm lassung zunächst Ausführungen zur Frage der Anw endbarkeit von Art. 112 AsylG und kom m t dabei zum Schluss, dass diese Bestim m ung betreffend aufschiebende W irkung und sofortiger Vollzug auf den vorliegenden Fall nicht anw endbar sei; denn auch Personen, w elche im R ahm en eines Asylentscheids aus der Schw eiz w eggew iesen, aber vorläufig aufgenom m en w orden seien, unterstünden ab R echtskraft des Asylentscheids und dam it auch bei einer Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e dem AN AG . D ie Vorinstanz verw eist sodann auf Art. 26 Abs. 1 VVW A, w onach der sofortige Vollzug der W eg- oder Ausw eisung angeordnet w erden könne. Zur Frage der dam it verbundenen Interessenabw ägung führt das Bundesam t aus, die R ückübergabe von Ausländern 7 habe gem äss dem R ückübernahm eabkom m en Benelux innerhalb von 30 Tagen ab erteilter Zustim m ung zu erfolgen. D ie N iederlande hätten der R ückübernahm e am 20. D ezem ber 2006 zugestim m t. D ie R ückübernahm e habe am letzten Tag der 30- tägigen Frist stattgefunden. Angesichts der erw ähnten Frist sei davon auszugehen gew esen, dass die Ausreise in die N iederlande zu einem späteren Zeitpunkt nicht ohne w eiteres m ehr m öglich gew esen w äre. N achdem der Beschw erdeführer im Ü brigen m it der Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e nicht einverstanden gew esen sei, habe auch eine allfällige selbständige Ausreise in die N iederlande nicht als gesichert gelten können. Ausserdem habe die betroffene ausländische Person bei R ückübernahm en gestützt auf zw ischenstaatliche Abkom m en keine Parteistellung und könne daher im R ahm en einer R ückübernahm ezusicherung nicht nach eigenem Belieben in den anderen Vertragsstaat reisen. D em Beschw erdeführer seien durch den Vollzug der W egw eisung in die N iederlande keine asylrechtlichen N achteile erw achsen. In den N iederlanden habe der Beschw erdeführer nicht m it einer R ückführung in den Irak zu rechnen, da die niederländischen Behörden zurzeit keine Abschiebungen in den Irak vollzögen. G em äss Auskunft der niederländischen M igrationsbehörde habe der Beschw erdeführer sogar die M öglichkeit, dort ein neues Asylgesuch einzureichen. D ie Beschw erde gegen die Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e in der Schw eiz könne er som it auch vom Ausland her führen. Anlässlich der G ew ährung des rechtlichen G ehörs vom 16. Januar 2007 habe der Beschw erdeführer nichts geltend gem acht, w as gegen seine R ückführung in die N iederlande spreche. Auch in der Beschw erdeschrift fänden sich keine Einw ände gegen die Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e und den W egw eisungsvollzug in die N iederlande an sich, sondern es w ürden vielm ehr ausschliesslich die Vollzugsm odalitäten gerügt. U nter den genannten U m ständen sei der sofortige Vollzug der W egw eisung sow ie der Entzug der aufschiebenden W irkung als verhältnism ässig zu beurteilen. 4.4 In der R eplik vom 9. Februar 2007 w ird geltend gem acht, die angefochtene Verfügung sei falsch. Einerseits sei das rechtliche G ehör nicht respektive nicht korrekt gew ährt w orden, andererseits verstosse die Verfügung gegen das Verhältnism ässigkeitsprinzip, da dem Beschw erdeführer keine angem essene Frist eingeräum t w orden sei, um seine W ohnung aufzulösen und sich ordentlich zu verabschieden. D ie Vorinstanz habe bereits im Zeitpunkt der Anordnung der vorläufigen Aufnahm e gew usst, dass der Beschw erdeführer via die N iederlande in die Schw eiz gekom m en sei. Zudem sei das R ückübernahm eabkom m en Benelux schon dam als in Kraft gew esen. D as BFM hätte daher die M öglichkeit gehabt, die vorläufige Aufnahm e entw eder gar nicht zu gew ähren oder diese ausdrücklich auf den Zeitpunkt des Erhalts der R ückübernahm ezusicherung durch die N iederlande zu beschränken. D ie Vorinstanz habe den Beschw erdeführer jedoch ohne Einschränkungen w egen U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs vorläufig aufgenom m en. Es sei m it keinem W ort erw ähnt w orden, dass der Beschw erdeführer allenfalls in die N iederlande zurückgeschafft w erde. D er Beschw erdeführer habe daher darauf vertrauen können, dass er zum indest die in der Verfügung vom 5. Juli 2006 erw ähnten 12 M onate in der Schw eiz w erde bleiben können. N achdem die vorläufige Aufnahm e angeordnet w orden sei, habe sich das BFM entschieden, den Beschw erdeführer in die N iederlande zurückzuschicken. D ie angefochtene Verfügung sei jedoch verm utlich gefällt 8 w orden, ohne den Beschw erdeführer vorher anzuhören. 4.5 In der zw eiten Stellungnahm e vom 14. Februar 2007 w ird erneut gerügt, die Vorinstanz habe dem Beschw erdeführer im Vorfeld des Erlasses der angefochtenen Verfügung das rechtliche G ehör nicht korrekt gew ährt. D as rechtliche G ehör sei von einer kantonalen Stelle gew ährt w orden, w elche über keine Kom petenzen zu verfügen scheine, sondern bloss die Entscheide des Bundes um setze. D as rechtliche G ehör m üsse von jener Behörde gew ährt w erden, w elche den Entscheid fälle. D er M igrationsdienst habe lediglich die Funktion eines Boten ausgeübt, indem er dem Beschw erdeführer die Verfügung ausgehändigt und ihn in Ausschaffungshaft genom m en habe. 5. Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Vorinstanz die vorläufige Aufnahm e des Beschw erdeführers zu R echt aufgehoben hat und ob sie dabei in Ü bereinstim m ung m it den anw endbaren rechtlichen N orm en vorgegangen ist. Ebenfalls zu prüfen ist, ob der vom BFM angeordnete sofortige Vollzug der W egw eisung sow ie der Entzug der aufschiebenden W irkung der Beschw erde rechtm ässig w ar oder nicht. H ingegen sind die verfahrensrechtlichen Anträge in Ziffer 2 der R echtsbegehren der Beschw erde vom 18. Januar 2007 (W iederherstellung der aufschiebenden W irkung, Erlass von vorsorglichen M assnahm en, Anordnung der Entlassung aus der Ausschaffungshaft) inzw ischen gegenstandslos gew orden (vgl. auch die in der Folge eingeschränkten R echtsbegehren in der R eplik vom 9. Februar 2007), w eshalb darüber nicht m ehr zu befinden ist. 5.1 In der Beschw erde w ird unter anderem gerügt, dem Beschw erdeführer sei im Vorfeld der Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e das rechtliche G ehör nicht korrekt gew ährt w orden. Sinngem äss w ird ausserdem eine Verletzung des G rundsatzes von Treu und G lauben geltend gem acht. D azu ist Folgendes festzustellen: 5.1.1 G em äss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) sow ie Art. 29 Vw VG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches G ehör. D ieser G rundsatz w ird in Art. 30 Abs. 1 Vw VG dahingehend konkretisiert, dass die Behörde die Parteien anzuhören hat, bevor sie verfügt. Im vorliegenden Fall ist den Akten zu entnehm en, dass der M igrationsdienst des Kantons Bern dem Beschw erdeführer am 16. Januar 2007 das rechtliche G ehör zur geplanten Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e und der dam it verbundenen Ausschaffung in die N iederlande gew ährte. D er Beschw erdeführer hatte dabei ausreichend G elegenheit, allfällige Einw ände gegen die geplante M assnahm e anzubringen und seine allfälligen Vorbehalte zu begründen, zum al er bereits seit D ezem ber 2006 w usste, dass sich das BFM m it der M öglichkeit seiner R ückschaffung in die N iederlande befasste (vgl. das Schreiben des BFM vom 12. D ezem ber 2006). D ie Tatsache, dass nicht das BFM selber, sondern eine kantonale Behörde die Stellungnahm e des Beschw erdeführers entgegennahm (unter anschliessender W eiterleitung an das BFM ), ist entgegen der Auffassung des Beschw erdeführers nicht zu beanstanden. D as BFM gew ährt das rechtliche G ehör häufig in schriftlicher Form . D as vorliegend gew ählte Vorgehen, bei dem der M igrationsdienst dem 9 Beschw erdeführer im Auftrag des BFM (vgl. das Schreiben des BFM an den M igrationsdienst vom 28. D ezem ber 2006) in m ündlicher Form das rechtliche G ehör gew ährte und w obei dem BFM das Protokoll anschliessend schriftlich (vorab per Telefax) zugestellt w urde, unterscheidet sich im Ergebnis nicht w esentlich von der schriftlichen G ehörsgew ährung durch das BFM selbst. Im Ü brigen ist es im Asylverfahren gesetzlich vorgesehen und oft auch zw eckm ässig, dass Anhörungen nicht vom BFM , sondern von einer anderen, allenfalls auch kantonalen Behörde durchgeführt w erden (vgl. beispielsw eise Art. 29 Abs. 1 AsylG ). N achdem das BFM das Protokoll der G ehörsgew ährung erhalten hatte, erliess es noch am selben Tag die angefochtene Verfügung. D arin erw ähnte das BFM sow ohl den U m stand, dass der Beschw erdeführer vorgängig angehört w orden w ar, als auch dessen gegenüber dem M igrationsdienst gem achten Vorbringen, w oraus ersichtlich ist, dass die Stellungnahm e des Beschw erdeführers in der angefochtenen Verfügung berücksichtigt w urde. N ach dem G esagten bestehen entgegen der Auffassung des Beschw erdeführers keine Anhaltspunkte dafür, dass ihm im Vorfeld der Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e das rechtliche G ehör nicht korrekt gew ährt w urde. 5.1.2 D er Beschw erdeführer rügt sinngem äss auch eine Verletzung des in Art. 9 BV verankerten G rundsatzes von Treu und G lauben. Er m acht in diesem Zusam m enhang geltend, dem BFM sei im Zeitpunkt der Anordnung der vorläufigen Aufnahm e bereits bekannt gew esen, dass er sich vorgängig in den N iederlanden aufgehalten habe. Trotzdem sei ihm die vorläufige Aufnahm e gew ährt w orden. Som it habe er darauf vertrauen können, dass er zum indest die in der Verfügung vom 5. Juli 2006 erw ähnten 12 M onate in der Schw eiz w erde bleiben können. D er G rundsatz des Vertrauensschutzes verleiht einer Person Anspruch auf Schutz des Vertrauens in behördliche Zusicherungen oder sonstiges, bestim m te Erw artungen begründendes Verhalten der Behörden. Vorausgesetzt ist w eiter, dass die Person, die sich auf Vertrauensschutz beruft, berechtigterw eise auf diese G rundlage vertrauen durfte und gestützt darauf nachteilige D ispositionen getroffen hat, die sie nicht m ehr rückgängig m achen kann. D ie Berufung auf Treu und G lauben scheitert dann, w enn ihr überw iegende öffentliche Interessen gegenüberstehen (BG E 127 I 31 E. 3a S. 36, BG E 126 II 377 E. 3a S. 387, BG E 118 Ia 245 E. 4b S. 254; U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLER , Allgem eines Verw altungsrecht, 4. Aufl., Zürich 2002, S. 130 ff.). Für den vorliegenden Fall ergibt sich zunächst, dass das BFM den Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers in den H eim at-, H erkunfts- oder D rittstaat im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung "aufgrund der allgem einen Sicherheitslage im Irak und unter Berücksichtigung der Aktenlage" als undurchführbar erachtete. Im plizit w urde dabei der Tatsache R echnung getragen, dass im dam aligen Zeitpunkt keine Identitätspapiere des Beschw erdeführers vorhanden w aren. Ein bereits in diesem Zeitpunkt gestelltes R ückübernahm egesuch an die N iederlande w äre daher w ohl w enig erfolgversprechend gew esen. Im N achgang der Verfügung vom 5. Juli 2006 veränderte sich die Sachlage insofern, als das BFM Anfang August 2006 in den Besitz der Identitätsdokum ente des Beschw erdeführers gelangte, w orauf es ein R ückübernahm egesuch stellte, w elchem die niederländischen Behörden am 20. D ezem ber 2006 zustim m ten. D am it eröffnete sich die im Zeitpunkt der Anordnung der vorläufigen Aufnahm e noch nicht bestandene M öglichkeit eines W egw eisungsvollzugs in die N iederlande. Für das 10 seitens des Beschw erdeführers gerügte Vorgehen des BFM , trotz Kenntnis des vorgängigen Aufenthalts in den N iederlanden zunächst die vorläufige Aufnahm e anzuordnen, diese aber nur kurze Zeit später zu w iderrufen, gibt es som it nachvollziehbare G ründe. Im W eiteren ist festzustellen, dass es im vorliegenden Fall bereits an einer genügenden Vertrauensgrundlage fehlt. Schon in der Verfügung vom 5. Juli 2006 w ies das BFM in den Erw ägungen darauf hin, dass die vorläufige Aufnahm e jederzeit aufgehoben w erden kann, w enn der Vollzug der W egw eisung zulässig und es dem Ausländer m öglich und zum utbar ist, sich rechtm ässig in den H erkunfts- beziehungsw eise den H eim at- oder in einen D rittstaat zu begeben. Angesichts dieses spezialgesetzlich geregelten W iderrufsvorbehalts (vgl. Art. 14b Abs. 2 AN AG ), w elcher dem Beschw erdeführer in der Verfügung vom 5. Juli 2006 ausdrücklich zur Kenntnis gebracht w orden w ar, m usste dem Beschw erdeführer klar sein, dass die vorläufige Aufnahm e entgegen der auf Beschw erdeebene vertretenen Auffassung auch vor Auflauf von zw ölf M onaten erfolgen kann, w enn die genannten Voraussetzungen erfüllt sind. D ie Entstehung einer Vertrauensgrundlage w urde dadurch von vornherein verhindert (vgl. dazu BEATR IC E W EBER -D Ü R LER , Vertrauensschutz im öffentlichen R echt, Basel und Frankfurt am M ain 1983, S. 81 ff.). Im Ü brigen sind die von D oktrin und Praxis entw ickelten generellen G rundsätze der Abw ägung von einander gegenüberstehenden Interessen (G esetzm ässigkeit vs. R echtssicherheit und Vertrauensschutz) nur dann anw endbar, w enn die Frage des W iderrufs einer Verfügung nicht beziehungsw eise ungenügend spezialgesetzlich geregelt ist. D a im Bereich der Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e w ie erw ähnt eine spezialgesetzliche W iderrufsregelung vorhanden ist, besteht kein R aum für eine allgem eine Interessenabw ägung (vgl. dazu die w eiterhin zutreffenden Ausführungen in EM AR K 1997 N r. 17 E. 4c S. 145). Schliesslich bleibt anzum erken, dass der Beschw erdeführer bereits im D ezem ber 2006 darüber in Kenntnis gesetzt w urde, es w erde ein Vollzug der W egw eisung in die N iederlande geprüft (vgl. das Schreiben des BFM vom 12. D ezem ber 2006). Entgegen der D arstellung auf Beschw erdeebene kann som it davon ausgegangen w erden, dass die Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e - verbunden m it dem W egw eisungsvollzug in die N iederlande - für den Beschw erdeführer nicht völlig unerw artet kam . N ach dem G esagten erw eist sich die R üge der Verletzung des G rundsatzes des Vertrauensschutzes als unbegründet. 5.2 D as BFM verzichtete im Zusam m enhang m it der Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e darauf, dem Beschw erdeführer eine angem essene Ausreisefrist anzusetzen und ordnete stattdessen den sofortigen Vollzug der W egw eisung an. G leichzeitig entzog es einer allfälligen Beschw erde die aufschiebende W irkung. In der Beschw erde w ird im W esentlichen gerügt, diese M assnahm en seien unverhältnism ässig gew esen. D as BFM begründete sein Vorgehen in den Erw ägungen respektive auf Vernehm lassungsstufe w ie folgt: D as öffentliche Interesse der Schw eiz an einem sofortigen Vollzug der W egw eisung überw iege das Interesse des Beschw erdeführers, den Ausgang des Verfahrens in der Schw eiz abw arten zu können. G em äss dem R ückübernahm eabkom m en Benelux m üsse die R ückschaffung innerhalb von 30 Tagen ab erteilter Zustim m ung erfolgen. N ach Ablauf dieser Frist sei eine R ückschaffung nicht m ehr ohne w eiteres m öglich. 11 5.2.1 D ie Kom petenz des BFM , im R ahm en der Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e den sofortigen Vollzug anzuordnen, ergibt sich aus Art. 26 Abs. 1 VVW A: "Es (das Bundesam t) setzt eine angem essene Ausreisefrist an, sofern nicht der sofortige Vollzug der W eg- oder Ausw eisung angeordnet w ird." D ie Ansetzung einer Ausreisefrist ist som it die R egel, w ährend die Anordnung des sofortigen W egw eisungsvollzugs nur dann (ausnahm sw eise) erfolgen kann, w enn diese M assnahm e aufgrund der U m stände des Einzelfalles gerechtfertigt respektive verhältnism ässig erscheint. Im G egensatz zum sofortigen Vollzug der W egw eisung ist die Frage des Entzugs der aufschiebenden W irkung der Beschw erde im Bereich der Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e nicht spezialgesetzlich geregelt. D am it gilt bei Verfügungen über die Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e die allgem eine Bestim m ung von Art. 55 Vw VG , w onach die Beschw erde aufschiebende W irkung hat (Abs. 1), die Vorinstanz jedoch einer allfälligen Beschw erde die aufschiebende W irkung - ausnahm sw eise - entziehen kann (Abs. 2). O b im Einzelfall der Suspensiveffekt zu belassen oder zu entziehen ist, beurteilt sich aufgrund einer Interessenabw ägung, w obei zu prüfen ist, ob die G ründe, w elche für eine sofortige Vollstreckbarkeit der Verfügung sprechen, gew ichtiger sind als jene, die für die gegenteilige Lösung angeführt w erden können. Zusätzlich zu einem bestehenden überw iegenden öffentlichen Interesse an der sofortigen Vollstreckbarkeit m üssen "überzeugende G ründe" für den Entzug der aufschiebenden W irkung vorliegen. D ieses Erfordernis w ird von Lehre und Praxis dahingehend ausgelegt, dass ein schw erer N achteil drohen m uss, w ürde die aufschiebende W irkung nicht entzogen. Allerdings verm ögen nicht nur ganz aussergew öhnliche U m stände den Entzug der aufschiebenden W irkung zu rechtfertigen. Vielm ehr besteht auch ein schutzw ürdiges Interesse daran, dass der m it der Verfügung angestrebte Zw eck tatsächlich noch erreicht w erden kann und nicht durch ein langes Verfahren m it Suspensiveffekt hintertrieben w ird (vgl. dazu BG E 129 II 286 E. 3.1 S. 289 m .w .H .). 5.2.2 Entgegen der Auffassung des BFM sind im vorliegenden Fall keine überzeugenden G ründe ersichtlich, w elche den vom BFM verfügten sofortigen Vollzug der W egw eisung und den Entzug der aufschiebenden W irkung der Beschw erde rechtfertigen w ürden. Vorab ist in diesem Zusam m enhang festzustellen, dass die Argum entation des BFM , w onach das öffentliche Interesse an einem sofortigen Vollzug der W egw eisung das Interesse des Beschw erdeführers, den Ausgang des Verfahrens in der Schw eiz abzuw arten, überw iege, im hier interessierenden Fall bereits deshalb fehl geht, w eil das vorinstanzliche Verfahren vorliegend durch die angefochtene Verfügung abgeschlossen w urde. Anders als bei der Konstellation der vorsorglichen W egw eisung in einen D rittstaat w ar som it nach Erlass der angefochtenen Verfügung kein Verfahren beim BFM m ehr hängig. Ausserdem überzeugt das Argum ent des BFM , w onach eine spätere R ückführung des Beschw erdeführers in die N iederlande angesichts der 30-tägigen Ü bergabefrist nicht ohne w eiteres m öglich gew esen w äre, w eshalb ein sofortiger W egw eisungsvollzug - verbunden m it dem Entzug der aufschiebenden W irkung - unabdingbar gew esen sei, nicht. Zw ar trifft es zu, dass in Art. 8 Abs. 2 des R ückübernahm eabkom m ens Benelux festgelegt w ird, dass die ersuchte Vertragspartei die Person, deren R ückübernahm e sie akzeptiert hat, unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb 12 eines M onats, in ihr H oheitsgebiet zurücknim m t. D iese Frist kann indessen auf Antrag der ersuchenden Partei so lange verlängert w erden, w ie es juristische oder praktische H indernisse erfordern (vgl. Art. 8 Abs. 2 Satz 2 des R ückübernahm eabkom m ens Benelux). Es ist dem zufolge davon auszugehen, dass die D urchführung der R ückübernahm e grundsätzlich ohne grössere Schw ierigkeiten auf einen späteren Zeitpunkt hätte verschoben w erden können und sie diesfalls auch noch nach dem 19. Januar 2007 - gegebenenfalls sogar erst nach Abschluss eines Beschw erdeverfahrens - m öglich gew esen w äre. D em BFM w äre es folglich m öglich und auch zum utbar gew esen, einen allenfalls drohenden schw eren N achteil (nam entlich die Vereitelung des angeordneten W egw eisungsvollzugs in die N iederlande) durch Beantragung einer Fristverlängerung abzuw enden. D er m it der angefochtenen Verfügung angestrebte Zw eck (Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e und Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers in die N iederlande) hätte folglich auch ohne Entzug der aufschiebenden W irkung erreicht w erden können, w enn auch unter U m ständen m it einer Verzögerung, die indessen m it grösster W ahrscheinlichkeit nicht ein Ausm ass erreicht hätte, das den R ahm en einer den U m ständen angem essenen und vernünftigen Fristverlängerung gesprengt hätte. N ach dem G esagten kann die von der Vorinstanz zitierte 30-tägige Ü bergabefrist nicht als überzeugender G rund für den angeordneten sofortigen Vollzug und den erfolgten Entzug der aufschiebenden W irkung der Beschw erde qualifiziert w erden. Andere G ründe, die allenfalls geeignet w ären, den sofortigen Vollzug und den Entzug der aufschiebenden W irkung der Beschw erde zu rechtfertigen, w erden vom BFM nicht geltend gem acht. D en Akten sind ebenfalls keine H inw eise auf das Bestehen derartiger G ründe zu entnehm en. Insbesondere w eist nichts darauf hin, dass der Beschw erdeführer aktuell oder potentiell eine G efahr für Leib, Leben oder G esundheit anderer Personen darstellt oder dass er in irgendeiner W eise die öffentliche O rdnung und Sicherheit gefährdet. Es ist daher insgesam t festzustellen, dass im vorliegenden Fall w eder überzeugende G ründe noch ein überw iegendes öffentliches Interesse vorlagen, die es gerechtfertigt hätten, auf die Ansetzung einer angem essenen Ausreisefrist zu verzichten und der Beschw erde die aufschiebende W irkung zu entziehen. 5.2.3 Bei dieser Sachlage kann dahingestellt bleiben, ob Art. 112 Abs. 1 AsylG auf den vorliegenden Sachverhalt anw endbar w äre respektive ob das BFM verpflichtet gew esen w äre, den Beschw erdeführer in der R echtsm ittelbelehrung auf die ihm gegebenenfalls gem äss Art. 112 Abs. 1 AsylG zustehenden R echte, nam entlich die 24-stündige R echtsm ittelfrist zur Einreichung eines G esuchs um W iederherstellung der aufschiebenden W irkung der Beschw erde, aufm erksam zu m achen. 5.2.4 U ngeachtet der vorstehend festgestellten Verfahrensrechtsverletzungen erscheint eine Kassation der angefochtenen Verfügung im vorliegenden Fall nicht als gerechtfertigt. Zum einen ist die angefochtene Verfügung in m aterieller H insicht - das heisst in Bezug auf die Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e an sich - zu bestätigen (vgl. die nachfolgenden Ausführungen), zum anderen sind dem Beschw erdeführer infolge des zu U nrecht angeordneten sofortigen W egw eisungsvollzugs und des Entzugs der aufschiebenden W irkung der Beschw erde keine nicht w iedergutzum achenden N achteile entstanden. Folglich ist 13 die angefochtene Verfügung lediglich hinsichtlich der Anordnung des sofortigen Vollzugs und des Entzugs der aufschiebenden W irkung aufzuheben. 5.3 G em äss Art. 14b Abs. 2 AN AG ist die vorläufige Aufnahm e aufzuheben, w enn der Vollzug zulässig und es dem Ausländer m öglich und zum utbar ist, sich rechtm ässig in einen D rittstaat oder in seinen H eim atstaat oder in das Land zu begeben, in dem er zuletzt w ohnte. D ie Vorinstanz erachtete die Voraussetzungen für die Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e als erfüllt. D ieser Auffassung ist beizupflichten. D a die niederländischen Behörden dem gestützt auf das R ückübernahm eabkom m en Benelux gestellte R ückübernahm egesuch des BFM vom 13. D ezem ber 2006 am 20. D ezem ber 2006 zustim m ten, standen einem Vollzug der W egw eisung in die N iederlande keine praktischen oder rechtlichen H indernisse m ehr entgegen. D as BFM erachtete den Vollzug in die N iederlande dem zufolge zu R echt als m öglich. Konkrete Anhaltspunkte dafür, dass dem Beschw erdeführer im Falle eines W egw eisungsvollzug in die N iederlande N achteile im Sinne von Art. 3 AsylG drohen w ürden oder dass er dort einer nach Art. 3 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten (EM R K, SR 0.101) verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre, sind den Akten nicht zu entnehm en. D ie N iederlande haben sow ohl das Abkom m en vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) als auch die EM R K und das Ü bereinkom m en vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) unterzeichnet und ratifiziert, und es ist grundsätzlich davon auszugehen, dass sie den völkerrechtlichen Verpflichtungen, w elche sich aus diesen Abkom m en ergeben nachkom m en und insbesondere auch die daraus fliessenden N on-R efoulem ent- G ebote beachten. An dieser Stelle ist im Ü brigen darauf hinzuw eisen, dass die N iederlande aufgrund der Parlam entsm otion D e W it vom 20. D ezem ber 2006 zurzeit ohnehin keine Zw angsausw eisungen in den Zentralirak vornehm en. Ausserdem hätte der Beschw erdeführer den Akten zufolge die M öglichkeit, in den N iederlanden ein zw eites Asylgesuch einzureichen. U nter diesen U m ständen ist der Vollzug der W egw eisung des Beschw erdeführers in die N iederlande auch als zulässig zu erachten. H insichtlich der Frage der Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs in die N iederlande ist vorab festzuhalten, dass die Flüchtlingseigenschaft des Beschw erdeführers durch die schw eizerischen Asylbehörden rechtskräftig verneint w urde. Anders als bei einer vorsorglichen W egw eisung in einen D rittstaat w ährend laufendem Asylverfahren in der Schw eiz ist daher im vorliegenden Fall nicht zu untersuchen, ob der Beschw erdeführer zu den N iederlanden eine Verbindung von gew isser Q ualität aufw eist und sich dort für eine bestim m te D auer legal aufhalten kann ("séjour durable"). Vielm ehr sind im vorliegenden Fall lediglich die allgem einen Zum utbarkeitskriterien von Art. 14a Abs. 4 AN AG zu prüfen, nam entlich die Frage, ob der W egw eisungsvollzug in die N iederlande für den Beschw erdeführer eine konkrete G efährdung darstellt. D ies ist aufgrund der Aktenlage zu verneinen, zum al der Beschw erdeführer w eder im vorinstanzlichen Verfahren noch auf Beschw erdeebene substanzielle G ründe gegen die Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs in die N iederlande geltend m achte. Im Ü brigen verfügt der Beschw erdeführer den Akten zufolge in den N iederlanden in der Person seines Freundes A . (vgl. A9, S. 2) zum indest über ein 14 rudim entäres Beziehungsnetz und ist som it dort nicht völlig auf sich alleine gestellt. D er Vollzug der W egw eisung in die N iederlande ist daher auch als zum utbar zu qualifizieren. D ie Voraussetzungen für die Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e sind daher als erfüllt zu erachten, w eshalb die angefochtene Verfügung in diesem Punkt (vgl. D ispositivziffer 1 der angefochtenen Verfügung) zu bestätigen ist. 6. N ach dem G esagten folgt, dass die D ispositivziffern 2 und 3, sow eit darin der sofortige ("unverzügliche") W egw eisungsvollzug angeordnet w ird, sow ie die D ispositivziffer 4 (Entzug der aufschiebenden W irkung) der angefochtenen Verfügung aufzuheben sind. Im Ü brigen ist die Beschw erde abzuw eisen, sow eit sie nicht gegenstandslos gew orden ist. D a die vom BFM verfügte Aufhebung der vorläufigen Aufnahm e gestützt auf die vorstehenden Ausführungen (vgl. oben E. 5.2) zu bestätigen ist, der Beschw erdeführer sich den Akten zufolge zurzeit (w ieder) in der Schw eiz befindet und eine Anordnung des sofortigen Vollzugs sow ie der Entzug der aufschiebenden W irkung der Beschw erde im vorliegenden Fall als unbegründet und unverhältnism ässig zu qualifizieren ist (vgl. die vorstehenden Ausführungen in E. 5.3), ist das BFM gehalten, dem Beschw erdeführer im Anschluss an die Eröffnung des vorliegenden Beschw erdeentscheids eine angem essene Ausreisefrist anzusetzen. 7. 7.1 N achdem das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG m it Zw ischenverfügung vom 24. Januar 2007 gutgeheissen w urde, sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. 7.2 D ie Beschw erdeinstanz kann der ganz oder teilw eise obsiegenden Partei von Am tes w egen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erw achsene notw endige und verhältnism ässig hohe Kosten zusprechen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG ; Art. 7 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D er Beschw erdeführer hat im vorliegenden Verfahren nur teilw eise obsiegt. D ennoch erscheint es aufgrund der Aktenlage als gerechtfertigt, dass ihm die Vorinstanz die volle Parteientschädigung ausrichtet. Angesichts der festgestellten und vom Beschw erdeführer som it zu R echt gerügten Verfahrensrechtsverletzung w äre es im vorliegenden Fall grundsätzlich m öglich gew esen, die angefochtene Verfügung als G anzes zu kassieren. Auf eine Kassation w urde lediglich aus verfahrensökonom ischen G ründen verzichtet (vgl. vorstehend E. 5.2.4). D araus soll dem Beschw erdeführer jedoch kostenm ässig kein N achteil entstehen, w eshalb ihm die vollen im Zusam m enhang m it der Beschw erdeerhebung erw achsenen notw endigen Kosten zu entschädigen sind (vgl. EM AR K 2003 N r. 5 per analogiam ). D er in der eingereichten Kostennote vom 23. M ärz 2007 geltend gem achte Arbeitsaufw and von 8,5 Stunden sow ie die Auslagen von Fr. 23.-- erscheinen als angem essen. G em äss Art. 10 Abs. 2 VG KE beträgt der Stundenansatz für Anw älte und Anw ältinnen m indestens 200 und höchstens 400 15 Franken. D ie Präsidentenkonferenz des Bundesverw altungsgerichts hat entschieden, dass bis zur Klärung verschiedener noch offener Fragen im Sinne einer Ü bergangsregelung vorderhand die bisherigen Ansätze angew endet w erden. Som it hat das BFM dem Beschw erdeführer in Anw endung der vorgenannten Bestim m ungen sow ie unter Berücksichtigung der m assgeblichen Bem essungsfaktoren (vgl. Art. 8 ff. VG KE) bei einem Stundenansatz von Fr. 200.-- eine Parteientschädigung von Fr. 1'854.-- (inkl. M W St) auszurichten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ird das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen Verbeiständung (Art. 65 Abs. 2 Vw VG ) gegenstandslos. (D ispositiv nächste Seite)16 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen, sow eit dam it die Aufhebung der angefochtenen Verfügung hinsichtlich der Anordnung des sofortigen W egw eisungsvollzugs und des Entzugs der aufschiebenden W irkung der Beschw erde verlangt w urde. Im Ü brigen w ird die Beschw erde abgew iesen, sow eit sie nicht gegenstandslos gew orden ist. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 3. D as BFM hat dem Beschw erdeführer für das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht eine Parteientschädigung von Fr. 1'854.-- zu entrichten. 4. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it deren Akten (R ef.-N r. N _______; Kopie; unter H inw eis auf E. 6 zw eiter Absatz) - den _______ (Kopie) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Bendicht Tellenbach Anna D ürm üller