A bteilung IV D -2143/2007 /zue {T 0/2} U rte il v o m 1 8 . S e p te m b e r 2 0 0 7 R ichter H ans Schürch, R ichter Thom as W espi und R ichterin M adeleine H irsig-Vouilloz G erichtsschreiberin Eva Zürcher Z._______, geboren _______, Sudan, vertreten durch Jeannette Vögeli Turay, _______, Beschw erdeführerin, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz Verfügung vom 15. M ärz 2007 i. S. N ichteintreten auf Asylgesuch und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l B esetzung P arteien G egenstandD -2143/2007 Sachverhalt: A . D ie Beschw erdeführerin verliess den Sudan eigenen Angaben zufolge am 5. Januar 2007 und gelangte auf dem Landw eg nach Äthiopien und von dort auf dem Luftw eg nach R om , von w o aus sie am 30. Januar 2007 in die Schw eiz reiste, w o sie gleichentags im Em pfangszentrum _______ ein Asylgesuch stellte. B . Am 19. Februar 2007 w urde sie im Em pfangs- und Verfahrenszentrum _______ befragt und am 8. M ärz 2007 vom BFM direkt angehört. Zu ihrer Person m achte sie folgende Angaben: Sie sei sudanesische Staatsangehörige arabischer Ethnie und islam ischen G laubens, habe seit ihrer G eburt bis M itte Juli 2006 in der Stadt _______ gelebt und sei danach zu ihrem O nkel in _______ gezogen, w o sie bis am 5. Januar 2007 geblieben sei. Ihr Vater sei im Jahr 1995 und ihre M utter im Jahr 2000 gestorben. Sie sei Einzelkind und habe nur in Ö sterreich eine Tante. Im O ktober 2006 sei auch ihr O nkel verstorben. Sie habe einen R eisepass und einen N ationalitätenausw eis besessen. D ie R eiseform alitäten habe der R eisebegleiter erledigt. D ieser habe ihr bei der Ankunft in _______ die Tasche gestohlen, in w elcher sich der R eisepass und der N ationalitätenausw eis befunden hätten. C . Zu ihren Asylgründen befragt, führte die Beschw erdeführerin aus, sie sei seit etw a zw ei W ochen nach ihrem U m zug zum O nkel von Angehörigen der Volksverteidigung respektive des Volksw iderstandes verfolgt und behelligt w orden. D as erste M al seien drei M änner und zw ei Frauen an der Tür des H auses des O nkels erschienen, hätten nach ihr gefragt und sie für eine nicht bekannte Arbeit gew innen w ollen. D ie Beschw erdeführerin habe sich eine Bedenkzeit ausbedungen und drei Tage später seien die drei M änner und zw ei Frauen w ieder erschienen. N achdem sie erneut keine Zusage erteilt habe, sei ihr aufgefallen, dass sie, w o im m er sie gearbeitet und sich aufgehalten habe, beobachtet w orden sei. Ausserdem habe m an sie jew eils grundlos nach kurzer Zeit von den Arbeitsstellen entlassen. Zw ei M al – Anfang August in _______ und Ende N ovem ber in _______ – habe m an sie in einem W agen entführen w ollen und im August 2006 seien die Angehörigen der Volksverteidigung w ieder an der Tür des O nkels erschienen und hätten ihm m itgeteilt, dass sie die S eite 2D -2143/2007 Beschw erdeführerin nicht in R uhe lassen w ürden, bis sie sich m it dem Angebot einverstanden erkläre. Sie seien w eiterhin im H aus des O nkels vorbeigekom m en und hätten ihr im m er w ieder gedroht. N icht w eniger als 15 M al – zw ischen August und D ezem ber 2006 – habe m an ihr m it dem Tod gedroht. D anach habe sie keine D rohungen m ehr bekom m en. D . M it Verfügung vom 15. M ärz 2007 – eröffnet am gleichen Tag – trat das BFM gestützt auf A rt. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) auf das Asylgesuch der Beschw erdeführerin nicht ein und ordnete die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug an. Auf die Einzelheiten der Begründung w ird in den nachfolgenden Erw ägungen Bezug genom m en. E. M it Beschw erde vom 22. M ärz 2007 (D atum Poststem pel) an das Bundesverw altungsgericht liess die Beschw erdeführerin beantragen, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuw eisen, eventualiter sei die Flüchtlingseigenschaft festzustellen und der Beschw erdeführerin Asyl zu gew ähren, subeventualiter sei die U nzulässigkeit respektive die U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahm e anzuordnen. In verfahrensrechtlicher H insicht ersuchte sie um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege, um E rlass des Kostenvorschusses und darum , dass die Vollzugsbehörde vorsorglich anzuw eisen sei, die Kontaktaufnahm e m it dem H eim at- oder H erkunftsstaat sow ie jeglichen D atentransfer an dieselben zu unterlassen. Auf die nähere Begründung der Beschw erde w ird in den nachfolgenden Erw ägungen eingegangen, sow eit dies für die Beurteilung erforderlich ist. F. M it Zw ischenverfügung des Bundesverw altungsgerichtes vom 27. M ärz 2007 w urde festgehalten, die Beschw erdeführerin könne den Ausgang des Verfahrens in der Schw eiz abw arten und über das G esuch um unentgeltliche R echtspflege w erde zu einem späteren Zeitpunkt befunden. Auf die Erhebung eines Kostenvorschusses w urde antragsgem äss verzichtet. H insichtlich des Antrags auf U nterlassung jeglichen D atentransfers w urde auf A rt. 97 AsylG verw iesen. S eite 3D -2143/2007 G . D as BFM beantragte in seiner Vernehm lassung vom 3. April 2007 – w elche am 17. April 2007 m it gleichem Inhalt w iederholt w urde – die Abw eisung der Beschw erde. Zur Begründung w ies die Vorinstanz darauf hin, dass das BFM m it der nötigen Transparenz und der geforderten Begründungsdichte dargelegt habe, w eshalb die Beschw erdeführerin die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle. D ie Form ulierung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG lasse keinen Spielraum offen, die Prüfung einer allfälligen Flüchtlingseigenschaft nicht durchzuführen. Auf w eitere Einzelheiten w ird, sow eit sie entscheidrelevant sind, in den Erw ägungen eingegangen. H . M it Zw ischenverfügung des Bundesverw altungsgerichtes vom 13. April 2007 w urde der Beschw erdeführerin die Vernehm lassung zugestellt und ihr G elegenheit gegeben, innert Frist dazu Stellung zu nehm en. I. M it Eingabe vom 30. April 2007 liess die Beschw erdeführerin das Bundesverw altungsgericht w issen, dass sie an den in der Beschw erde gem achten Ausführungen vollum fänglich festhalte. Insbesondere sei sie der Ansicht, dass eine Anw endung des Bew eism assstabs bei A rt. 7 in Verbindung m it A rt. 3 AsylG auf den N ichteintretenstatbestand des A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG als völkerrechtsw idrig abgelehnt w erden m üsse. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss A rt. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach A rt. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). D as Bundesam t für M igration (BFM ) gehört zu den Behörden nach A rt. 33 VG G und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverw altungsgerichts. Eine Ausnahm e, w as das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (A rt. 32 VG G ). D as Bundesverw altungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschw erde und entscheidet in diesem Bereich endgültig S eite 4D -2143/2007 (A rt. 105 AsylG ; A rt. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (vgl. A rt. 53 Abs. 2 VG G ). 1.2 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (A rt. 106 Abs. 1 AsylG ). 1.3 D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführerin ist legitim iert (A rt. 108a AsylG sow ie A rt. 6 AsylG i.V.m . A rt. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 2. 2.1 Bei Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide, die gestützt auf den früheren A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen w urden, w ar bisher die Beurteilungszuständigkeit der zw eiten Instanz auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten w ar; bei Begründetheit der Beschw erde w urde die angefochtene Verfügung aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgew iesen (vgl. Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2004 N r. 34 E. 2.1 S. 240 f.). 2.2 Seit dem 1. Januar 2007 ist auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand. W ie in den nachfolgenden Erw ägungen aufgezeigt w ird, ist im R ahm en einer sum m arischen Prüfung auch das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigenschaft der Beschw erdeführerin und das Vorliegen von W egw eisungsvollzughindernissen zu beurteilen (vgl. das zur Publikation vorgesehene U rteil des Bundesverw altungsgerichts BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 2.1). 2.3 D ie Beurteilungszuständigkeit des Bundesverw altungsgerichts im W egw eisungspunkt ist nicht beschränkt, da sich die Vorinstanz diesbezüglich gem äss A rt. 44 AsylG in Verbindung m it A rt. 14a des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer (AN AG , SR 142.20) auch m ateriell zur Sache zu äussern hatte. S eite 5D -2143/2007 3. 3.1 D ie Vorinstanz trat in Anw endung des revidierten, am 1. Januar 2007 in Kraft gesetzten A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch der Beschw erdeführerin vom 30. Januar 2007 nicht ein. G em äss dieser Bestim m ung w ird auf ein Asylgesuch nicht eingetreten, w enn die asylsuchende Person den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des G esuches R eise- oder Identitätspapiere abgibt. G em äss A rt. 32 Abs. 3 Bstn. a-c AsylG findet diese N orm keine Anw endung, w enn Asylsuchende für die N ichteinreichung von R eise- oder Identitätspapieren entschuldbare G ründe glaubhaft m achen können, auf G rund der Anhörung sow ie gestützt auf die A rt. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt w ird oder sich auf G rund der Anhörung erw eist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungsvollzugshindernisses nötig sind. 3.2 D ie Vorinstanz stellte in ihrem Entscheid fest, es lägen keine entschuldbaren G ründe vor, die es der Beschw erdeführerin verunm öglichen w ürden, R eise- oder Identitätspapiere einzureichen. Vorliegend versäum te es die Beschw erdeführerin trotz entsprechender Aufforderung, den schw eizerischen Behörden innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs R eise- oder Identitätspapiere abzugeben. Sie gab im vorinstanzlichen Verfahren an, sie sei in der N ähe des Em pfangszentrum s in der Absicht, m it ihren beiden Begleitern noch einen Kaffee trinken zu gehen, aus dem Auto ausgestiegen und habe ihre Tasche m it den Identitätspapieren und einem G eldbetrag in der H öhe von U S$ 1'200.-- liegen lassen, w orauf einer der Begleiter m it dem Auto und ihrer Tasche w eggefahren sei. D as BFM hielt in der angefochtenen Verfügung fest, die D arstellung der Beschw erdeführerin zu den angeblich nicht vorhandenen Ausweisen verm öge nicht zu überzeugen. Einerseits sei das leichtsinnige Verhalten der Beschw erdeführerin im H inblick auf ihre Aussage, die Schlepper hätten es grundsätzlich auf das G eld ihrer Kunden abgesehen, nicht nachvollziehbar. Andererseits seien die Aussagen der Beschw erdeführerin bezüglich der fehlenden Papierbeschaffung von U ngereim theiten geprägt. Sie habe näm lich ausgesagt, keine diesbezüglichen Anstrengungen unternom m en zu haben, w orauf ihr vorgehalten w orden sei, sie hätte dazu ihren O nkel, bei dem sie zuletzt gelebt habe, kontaktieren können. D arauf habe sie S eite 6D -2143/2007 entgegnet, dieser sei im O ktober 2006 gestorben. D iese Erklärung sei indessen untauglich, da die Beschw erdeführerin bei der ersten Befragung den Tod des O nkels nicht erw ähnt habe. Es dränge sich deshalb der Schluss auf, dass sie den schw eizerischen Behörden ihre heim atlichen Ausw eispapiere vorenthalte. D as Bundesverw altungsgericht schliesst sich den zutreffenden Erw ägungen des BFM an und kom m t ebenfalls zum Schluss, dass auf G rund der vorliegenden G esam tum stände keine entschuldbaren G ründe für die N ichteinreichung von R eise- oder Identitätspapieren bestehen. In Ergänzung zur vorinstanzlichen Argum entation ist festzuhalten, dass das Vorbringen, die Tasche m it den heim atlichen Identitätspapieren im Auto des Schleppers liegen gelassen zu haben, den stereotypen Vorbringen vieler Asylsuchender entspricht und schon deshalb nicht zu überzeugen verm ag. Bezeichnenderw eise sind die Ausführungen der Beschw erdeführerin bezüglich ihrer angeblichen R eise unsubstanziiert, w idersprüchlich und realitätsfrem d ausgefallen. So w usste sie beispielsw eise nicht, w o in Äthiopien sie das Flugzeug bestiegen haben w ill, und gab einerseits an, sie sei auf ihrer R eise nie kontrolliert w orden, w as jeglicher R ealität entbehrt, und andererseits m it ihrer Aussage, sie habe an der G renze zu Äthiopien ein Business- Visum erw orben, nicht vereinbar ist. D ie letzte Aussage ist zudem m it ihrer Angabe, sie habe kein Visum beantragt oder erhalten, nicht zu vereinbaren. Zudem lässt sich ihre Aussage, der O nkel sei im O ktober 2006 gestorben, nicht m it ihrer Angabe, sie hätten dem O nkel gesagt, die zw ei Entführungsversuche seien bloss als D ruckm ittel zu verstehen, in Einklang bringen, zum al einer dieser Entführungsversuche erst im N ovem ber 2006 stattgefunden haben soll. Insgesam t sind som it die Aussagen der Beschw erdeführerin über die U m stände und G ründe der N ichtabgabe von Identitätspapieren nicht glaubhaft, w eshalb keine entschuldbaren G ründe für die N ichteinreichung von R eise- und Identitätspapieren vorliegen. 4. 4.1 W eiter hielt die Vorinstanz fest, die Beschw erdeführerin erfülle die Flüchtlingseigenschaft gem äss A rt. 3 und 7 AsylG nicht und es seien auf G rund der Aktenlage keine zusätzlichen Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungsvollzugshindernisses erforderlich. S eite 7D -2143/2007 4.2 Auch hinsichtlich der Bew eism assanforderungen und des zulässigen Prüfungsum fangs w urde m it der N euform ulierung des N ichteintretensgrundes der Papierlosigkeit eine Verschärfung beabsichtigt. D er G esetzgeber hat m it der Bestim m ung des am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen A rt. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG ein Sum m arverfahren geschaffen, in w elchem über das Bestehen beziehungsw eise das N ichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft abschliessend m ateriell befunden w ird, sow eit dies im R ahm en einer sum m arischen Prüfung m öglich ist. Einzutreten ist auf das Asylgesuch dann, w enn bereits auf G rund einer sum m arischen Prüfung festgestellt w erden kann, dass die asylsuchende Person die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von A rt. 3 AsylG offensichtlich erfüllt (A rt. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG ). D em gegenüber ist auf das Asylgesuch nicht einzutreten, w enn sich nach einer ebenso sum m arischen Prüfung ergibt, dass die asylsuchende Person die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht erfüllt. D ie O ffensichtlichkeit der fehlenden Flüchtlingseigenschaft kann sich dabei aus der U nglaubhaftigkeit der Vorbringen oder aus der fehlenden Asylrelevanz ergeben. Kann hingegen auf G rund einer sum m arischen Prüfung nicht abschliessend festgestellt w erden, ob die asylsuchende Person offensichtlich Flüchtling ist oder nicht, m uss auf das Asylgesuch zw ecks w eiterer im ordentlichen Verfahren vorzunehm ender Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft eingetreten w erden (A rt. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG ; vgl. das zur Publikation vorgesehene U rteil des Bundesverw altungsgerichts BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 E. 3-5). 4.3 D ie Beschw erdeführerin vertritt die M einung, es sei nicht zulässig, m it Verw eis auf die fehlende Asylrelevanz und die G laubhaftigkeit die Flüchtlingseigenschaft als nicht erfüllt zu betrachten und aus diesem G rund einen N ichteintretensentscheid zu fällen. Entw eder prüfe das BFM , ob sie die Flüchtlingseigenschaft erfülle, w om it bereits auf das Asylgesuch eingetreten sei, oder das BFM untersuche, ob Verfolgungshinw eise vorlägen, w elche nicht auf den ersten Blick als unglaubhaft zu erkennen seien. N ur beim Vorliegen von auf den ersten Blick als unglaubhaft erkennbaren Verfolgungshinw eisen sei es zulässig, einen N ichteintretensentscheid zu fällen, w as der bisherigen Praxis der AR K entspreche und auch nach der G esetzesrevision zu beachten sei. D ie m aterielle Prüfung der Flüchtlingseigenschaft innerhalb einer form ellen Prüfung entspreche nicht der G esetzessystem atik und gem äss dem W illen des Bundesrates m üsse S eite 8D -2143/2007 bei H inw eisen auf Verfolgung auch im Fall der N ichtabgabe von Identitätspapieren das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft in einem m ateriellen Verfahren abgeklärt w erden. D er von A rt. 7 AsylG in Verbindung m it A rt. 3 AsylG geforderte Bew eism assstab sei deshalb bei der Prüfung von N ichteintretenstatbeständen völkerrechtsw idrig. Zu einem N ichteintretensentscheid könne nur die H altlosigkeit der Vorbringen – näm lich auf den ersten Blick als unglaubhaft erkennbare Vorbringen – führen. D en konkreten Vorbringen der Beschw erdeführerin könnten eindeutig H inw eise auf Verfolgung entnom m en w erden, die zum indest dem w eiten Verfolgungsbegriff entsprächen. Aus der Tatsache, dass sich die Vorinstanz m ateriell m it den Vorbringen auseinandergesetzt habe, ergebe sich im plizit, dass diese nicht auf den ersten Blick unglaubhaft respektive haltlos seien. D abei liessen sich die kleineren von der Vorinstanz dargelegten W idersprüche m it den in den Befragungen entstandenen Ü bersetzungsfehlern erklären, da ein irakischer D olm etscher übersetzt habe und sich das sudanesische Arabisch vom irakischen stark unterscheide. Zudem w ürden sich die geltend gem achten zw angsw eisen R ekrutierungen genau so abspielen, w ie es die Beschw erdeführerin dargelegt habe. Es könne keine staatliche H ilfe erw artet w erden und auch inländische Fluchtalternativen seien ausgeschlossen. D ie Ausführungen der Beschw erdeführerin seien im Lichte des w eiten Verfolgungsbegriffs nachvollziehbar, w eshalb eine Prüfung der Asylvorbringen im R ahm en eines ordentlichen Verfahrens erfolgen m üsse. Zudem sei der Sachverhalt nicht gehörig abgeklärt w orden. 4.4 G estützt auf das zur Publikation vorgesehene U rteil des Bundesverw altungsgerichts BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007, das sich ausführlich m it der G esetzesänderung von A rt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG und Abs. 3 dieser Bestim m ung auseinandersetzt, geht das Bundesverw altungsgericht davon aus, dass für die Frage des N ichteintretens sum m arisch zu prüfen ist, ob die Beschw erdeführerin offenkundig die Flüchtlingseigenschaft erfüllt oder nicht, und dass dieser Entscheid in Anbetracht der form ellen, durch das Asylgesetz aufgestellten Bedingungen in einem fairen Verfahren getroffen w ird. D er von der Beschw erdeführerin erhobene Vorw urf, die Prüfung der Flüchtlingseigenschaft im R ahm en eines N ichteintretensentscheides sei völkerrechtsw idrig, erw eist sich deshalb dann als unzutreffend, w enn die Vorinstanz in einer sum m arischen Prüfung zur Feststellung, S eite 9D -2143/2007 sie erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, gekom m en ist, dabei keine w eiteren Abklärungen vornahm und sich solche auch nicht aufgedrängt hätten. 5. 5.1 Im vorliegenden Fall führte die Vorinstanz zur Begründung des N ichteintretensentscheides an, die Vorbringen der Beschw erdeführerin seien offensichtlich als Konstrukt zu sehen, w eshalb sie die Flüchtlingseigenschaft nach A rt. 3 und 7 AsylG nicht erfülle. So habe sie ausgesagt, dem O nkel habe m an m itgeteilt, die beiden vorgetäuschen Entführungsversuche seien bloss als D ruckm ittel zu verstehen. Auf N achfrage habe sie erklärt, die Entführungsversuche hätten anfangs August und Ende N ovem ber 2006 stattgefunden. D iese Aussagen seien indessen nicht vereinbar m it denjenigen, gem äss w elchen der O nkel bereits im O ktober 2006 gestorben sein soll. D er Erklärungsversuch der Beschw erdeführerin, näm lich die Entführer hätten nicht m it dem O nkel persönlich, sondern m it ihr gesprochen, sei jedoch nicht geeignet, die W idersprüchlichkeit der Aussagen aufzulösen, zum al sie nicht von Anfang an erw ähnt habe, dass der O nkel gestorben sei. Zudem legte die Vorinstanz dar, dass die Beschw erdeführerin den letzten Kontakt m it den Verfolgern einerseits auf anfangs D ezem ber 2006 um 9.00 U hr an ihrem W ohnort in _______ festgelegt habe, w ährend sie andererseits geltend gem acht habe, die Verfolger hätten sie M itte D ezem ber 2006 ausserhalb des _______-Q uartiers auf offener Strasse letztm als angesprochen. Zudem habe sich die Schilderung der zw eiten Begegnung m it den Verfolgern auf Allgem einplätze beschränkt und lasse R ealkennzeichen, D etailreichtum und D ifferenzierungen verm issen. Schliesslich sei nicht erkennbar, w arum die M itarbeiter der Volksverteidigung den von der Beschw erdeführerin beschriebenen Aufw and hätten betreiben sollen, zum al diese bereits seit Januar 2005 nicht m ehr in der von ihr erw ähnten Transportfirm a gearbeitet und som it keinen Zugriff m ehr auf D aten dieser Firm a gehabt habe. Sinngem äss m achte die Vorinstanz dam it geltend, dass es fragw ürdig sei, ob die Verfolger unter diesen U m ständen überhaupt ein Interesse an der Beschw erdeführerin gehabt hätten. 5.2 Eine Prüfung der Akten ergibt, dass die Beschw erdeführerin aus den von der Vorinstanz zutreffend angegebenen G ründen die Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht erfüllt. S eite 10D -2143/2007 5.2.1 Vorab ist festzuhalten, dass w eder den Protokollen noch den übrigen Akten die in der Beschw erde vorgebrachten Verständigungsschw ierigkeiten zw ischen der Beschw erdeführerin und der dolm etschenden Person entnom m en w erden können. D ie Beschw erdeführerin erklärte in beiden Befragungen, den D olm etscher gut verstanden zu haben. Zudem unterzeichnete sie beide Protokolle vorbehaltlos, w eshalb sie sich auf die in den Protokollen enthaltenen Aussagen behaften lassen m uss. Auch die übrigen, an der Anhörung anw esenden Personen – insbesondere die H ilfsw erksvertretung – hatten gegen die Einvernahm e, das Protokoll oder die dolm etschenden Personen nichts einzuw enden. Som it sind die Einw ände in der Beschw erde im H inblick auf die vorgehaltenen U ngereim theiten als Schutzbehauptung aufzufassen und verm ögen die von der Vorinstanz – zu R echt – festgestellten U nstim m igkeiten nicht zu entkräften. 5.2.2 Sodann ergibt sich einerseits aus dem U m fang und der A rt der Argum entation und andererseits aus dem erstinstanzlichen Verfahrensablauf, dass sich die Vorinstanz – entgegen der D arlegung in der Beschw erde – auf eine sum m arische Prüfung der Asylvorbringen der Beschw erdeführerin beschränkte und aus dieser eindeutig und offensichtlich die H altlosigkeit ihrer Vorbringen resultiert. Aus der Aktenlage und den vorstehenden Erw ägungen ergibt sich, dass für das BFM nach der direkten Anhörung vom 8. M ärz 2007 das N ichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft und – w ie sich aus den nachfolgenden Erw ägungen zum Vollzug der W egw eisung ergibt – das Fehlen von W egw eisungshindernissen offenkundig w aren. Es sind keine Anhaltspunkte für die Annahm e zu erkennen, das BFM habe m ehr als eine bloss sum m arische m aterielle Prüfung vorgenom m en oder zusätzliche sachliche oder rechtliche Abklärungen treffen m üssen. Zudem fand die Argum entation der Vorinstanz hinsichtlich der offensichtlich fehlenden Flüchtlingseigenschaft auf einer guten Seite Platz, w obei die Einleitungs- und Schlusstextbausteine eingeschlossen sind und sich die eigentliche argum entative Auseinandersetzung in vier kurzen Abschnitten erschöpft. D am it w ird die Begründung sow ohl in ihrem U m fang als auch inhaltlich einem N ichteintretensentscheid gerecht und ist nicht als Ausdruck einer eingehenden m ateriellen Auseinandersetzung m it den Asylvorbringen zu sehen. D er in der Beschw erde erhobene Vorw urf, die Vorinstanz habe sich in einer A rt und einem U m fang m ateriell m it den Asylvorbringen auseinandergesetzt, die nur in einem m ateriellen Verfahren zulässig S eite 11D -2143/2007 w äre, ist som it nicht gerechtfertigt. Vielm ehr ist die Beurteilung in einem R ahm en erfolgt, der m it dem zur Publikation vorgesehenen U rteil des Bundesverw altungsgerichts BVG E D -688/2007 vom 11. Juli 2007 zu vereinbaren ist. 5.2.3 Schliesslich ist die Argum entation der Vorinstanz insgesam t zu bestätigen. D ie Beschw erdeführerin hat sich in zahlreiche U nstim m igkeiten verstrickt und ihre Angaben entbehren teilw eise der nötigen Substanz, um als überzeugend zu gelten. U m unnötige W iederholungen zu verm eiden, w ird auf die zutreffenden Erw ägungen in der angefochtenen Verfügung verw iesen. In Ergänzung zu den festgestellten U ngereim theiten in den äusserst unsubstanziierten, w idersprüchlichen und realitätsfrem den Vorbringen der Beschw erdeführerin erscheint es nicht realistisch, dass die Beschw erdeführerin seit ihrem letzten Kontakt m it den Verfolgern – sei dies anfangs oder M itte D ezem ber 2006 gew esen – trotz ihrer negativen Einstellung zur gew ünschten R ekrutierung keine D rohungen m ehr erhalten haben w ill, w ährend sie vorher zw ischen August und D ezem ber 2006 etw a 15 M al aus dem gleichen G rund m it dem Tod bedroht w orden sei. Bezeichnenderw eise w ar sie nicht in der Lage, dazu eine Erklärung abzugeben. N icht nachzuvollziehen ist überdies, w arum die Beschw erdeführerin nicht schon nach der ersten oder zw eiten Todesdrohung geflohen ist. Zudem gab sie nicht an, w ie sie insgesam t m it der für sie bedrohlich aussehenden Situation um gegangen sein w ill. W eder brachte sie detaillierte Angaben über Vorsichtsm assnahm en – w as angesichts der geltend gem achten Todesdrohungen zu erw arten w äre – vor noch erklärte sie konkret und im D etail, w ie sie m it den Verfolgern verhandelt habe oder um gegangen sei. In der Beschw erde w ird überdies nichts vorgebracht, w as zur Begründung der Flüchtlingseigenschaft geeignet w äre. Bei dieser Sachlage ist der Sachverhalt als erstellt zu betrachten und es erübrigen sich zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines W egw eisungsvollzugshindernisses im Sinne von A rt. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG . D as BFM ist som it zu R echt auf das Asylgesuch nicht eingetreten. 6. 6.1 Es bleibt zu prüfen, ob es G ründe gibt, die der W egw eisung beziehungsw eise deren Vollzug entgegenstehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das S eite 12D -2143/2007 Anw esenheitsverhältnis nach den Bestim m ungen des AN AG über die vorläufige Aufnahm e zu regeln ist (A rt. 44 Abs. 2 AsylG ). 6.2 Tritt das BFM auf das Asylgesuch nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an (A rt. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (A rt. 44 Abs. 2 AsylG ; A rt. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). 6.3 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegen stehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (A rt. 14a Abs. 2 – 4 AN AG ). 6.4 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach A rt. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (A rt. 5 Abs. 1 AsylG ). 6.5 G em äss A rt. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), A rt. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu A rt. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 6.6 D ie Beschw erdeführerin verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbew illigung noch einen Anspruch auf die E rteilung einer solchen, w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist (A rt. 44 Abs. 1 AsylG , A rt. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 über S eite 13D -2143/2007 Verfahrensfragen vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EM AR K 2001 N r. 21 E. 9a S. 176). 7. 7.1 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. M ATIO G ATTIKER , D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a es der Beschw erdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in A rt. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on- refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr der Beschw erdeführerin in den Sudan ist dem nach unter dem Aspekt von A rt. 5 AsylG rechtm ässig. 7.2 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen der Beschw erdeführerin noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung in den Sudan dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach A rt. 3 EM R K oder A rt. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N - Anti-Folterausschusses m üsste sie eine konkrete G efahr ("real R isk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihr im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16 S. 122, m it w eiteren H inw eisen). D ies ist ihr unter H inw eis auf die obigen Erw ägungen, w onach ihre Vorbringen nicht glaubhaft sind und davon ausgegangen w ird, sie habe den Sudan legal m it ihrem R eisepass verlassen, gerade nicht gelungen. Auch die allgem eine M enschenrechtssituation im Sudan lässt den W egw eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 7.3 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung einer völkerrechtlichen Verpflichtung der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch K rieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund S eite 14D -2143/2007 anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen, aber nicht durchführbaren m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). D ie Beschw erdeführerin gibt an, aus _______ zu stam m en und zuletzt beim O nkel in _______ gelebt zu haben. Som it kom m t sie nicht aus einer G egend, in w elcher von einer Situation allgem einer G ew alt auszugehen und sie aufgrund der allgem einen Lage einer konkreten G efährdung im Sinne von A rt. 14a Abs. 4 AN AG ausgesetzt w äre. D en Akten sind zudem keine Anhaltspunkte zu entnehm en, w onach der Vollzug der W egw eisung für die Beschw erdeführerin in den H eim atstaat aus individuellen, in ihrer Person liegendenden G ründen, unzum utbar w äre. D ie junge und gem äss Aktenlage gesunde Beschw erdeführerin verfügt über eine gute Schulbildung und berufliche Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Erw erbstätigkeit, vorab im Transportw esen. Zudem ist aufgrund der w idersprüchlichen Angaben zu bezw eifeln, dass ihr O nkel, bei dem sie zuletzt gelebt habe, im O ktober 2006 gestorben sei, w eshalb auch von einem tragfähigen Beziehungsnetz auszugehen ist. Es ist zudem dam it zu rechnen, dass die Beschw erdeführerin in _______, w o sie aufgew achsen und w ährend Jahren gelebt hat, über ein Beziehungsnetz verfügt. Insgesam t ist deshalb der Schluss zu ziehen, dass sie nach ihrer R ückkehr in den Sudan nicht in eine Existenz vernichtende Situation, die als konkrete G efährdung im Sinne der zu beachtenden Bestim m ungen zu w erten w äre (A rt. 14a Abs. 4 AN AG ), geraten w ird. 7.4 D er Vollzug der W egw eisung ist grundsätzlich als m öglich zu erachten (A rt. 14a Abs. 2 AN AG ), da es Pflicht der Beschw erdeführerin ist, sich um die Beschaffung der für die R ückkehr notw endigen R eisepapiere zu bem ühen (A rt. 8 Abs. 4 AsylG ) 7.5 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (A rt. 14a Abs. 1 – 4 AN AG ). S eite 15D -2143/2007 8. 8.1 D ie Beschw erdeführerin beantragt in ihrer R echtsm itteleingabe, die Vollzugsbehörde sei vorsorglich anzuw eisen, die Kontaktaufnahm e m it dem H eim at- oder H erkunftsstaat sow ie jeglichen D atentransfer zu unterlassen, um im Fall einer R ückkehr keine Problem e zu bekom m en. 8.2 M it vorliegendem U rteil w ird die Beschw erde in Bezug auf die Frage des N ichteintretens, der W egw eisung und deren Vollzugs abgew iesen. D am it ist das Beschw erdeverfahren abgeschlossen, w eshalb sich der Antrag auf Anordnung vorsorglicher M assnahm en - solche sind ohnehin nur für die D auer des Beschw erdeverfahrens w irksam - als gegenstandslos erw eist. 9. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (A rt. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esagten abzuw eisen. 10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens w ären die Kosten der Beschw erdeführerin aufzuerlegen (A rt. 63 Abs. 1 Vw VG ) und auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (A rt. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . A rt. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D a die Beschw erde nicht als aussichtslos bezeichnet w erden kann und auf G rund der Akten von der Bedürftigkeit der Beschw erdeführerin auszugehen ist, kann in G utheissung des G esuchs um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von A rt. 65 Abs. 1 Vw VG auf die Auferlegung von Verfahrenskosten verzichtet w erden. Auf G rund der Abw eisung der Beschw erde sind die Voraussetzungen für eine Parteientschädigung nicht erfüllt (vgl. A rt. 64 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nachfolgende Seite) S eite 16D -2143/2007 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von A rt. 65 Abs. 1 Vw VG w ird gutgeheissen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. D ieses U rteil geht an: - die R echtsvertreterin der Beschw erdeführerin (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it deren Akten (R ef.-N r. N _______, in Kopie) - _______ (in Kopie) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: H ans Schürch Eva Zürcher Versand: S eite 17