<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00251</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107342&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00251</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.09.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilferecht betr. überhöhte Wohnkosten: Zuständigkeit der Einzelrichterin (E. 1). Überhöhte Wohnkosten sind so lange zu übernehmen, bis eine zumutbare günstigere Lösung zur Verfügung steht (E. 2a). Gemäss dem am 1. Januar 2003 in Kraft getretene neue § 24 SHG ist es möglich, den Hinweis auf die Möglichkeit einer Leistungskürzung bereits mit der Anordnung der Fürsorgebehörde zu verbinden. Der Entscheid der Einzelfallkommission erging zwar schon am 16. Juli 2002, doch erliess die Einspracheinstanz und Geschäftsprüfungskommission am 18. März 2003 einen neuen Entscheid. Verfahrensrechtlich ist die Leistungskürzung nicht zu beanstanden (E. 2b). Eine Frist von 8 Monaten ist genug lang, um eine günstigere Wohnung zu suchen (E. 2c). Die Beschwerdeführerin hat nicht genügend dargelegt, dass sie sich ernsthaft um eine günstigere Wohnung bemüht hat. Abweisung der Beschwerde (E. 2d). Gegenstandslosigkeit des Begehrens auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung (E. 3). Keine Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung. Kostenfolge (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DREISTUFENPRINZIP">DREISTUFENPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERTEMPORALES RECHT">INTERTEMPORALES RECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SKOS-RICHTLINIEN">SKOS-RICHTLINIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNUNGSKOSTEN">WOHNUNGSKOSTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 24 SHG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A erhÃ¤lt seit August 2002 von der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich finanzielle UnterstÃ¼tzung. Unter anderem beschloss die Einzelfallkommission der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde am 16. Juli 2002, dass der Mietzins fÃ¼r die bisherige Wohnung an der N-Strasse, Stadt­kreis Z, im Betrage von Fr. 1'520.- brutto lÃ¤ngstens bis zum 31. MÃ¤rz 2003 in der Bedarfsrechnung berÃ¼cksichtigt werde und spÃ¤testens ab 1. April 2003 nur mehr ein Mietzins in der HÃ¶he von maximal Fr. 1'100.- brutto pro Monat in der Bedarfsrechnung einbezogen werde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diesen Entscheid erhob A Einsprache bei der Einsprache­instanz und GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde, welche die Einsprache am 18. MÃ¤rz 2003 abwies. Sie beschloss, den Mietzins fÃ¼r die bisherige Wohnung, der am 1. Januar 2003 auf Fr. 1'492.50 gesenkt worden war, bis lÃ¤ngstens Ende September 2003 zu be­rÃ¼ck­sichtigen und ab 1. Oktober 2003 nur noch Fr. 1'100.- in der Bedarfsrechnung einzubeziehen. Einem allfÃ¤lligen Rekurs entzog sie die aufschiebende Wirkung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Den dagegen erhobenen Rekurs wies der Bezirksrat ZÃ¼rich mit Beschluss vom 5. Juni 2003 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. A reichte am 11. Juli 2003 beim Verwaltungsgericht Beschwerde ein. Sie beantragte, den Entscheid des Bezirksrats insofern aufzuheben, als dass der Mietzins fÃ¼r die bisherige Wohnung solange in die Bedarfsrechnung einbezogen werde, bis ihr effektiv eine zumutbare gÃ¼nstigere Wohnung zur VerfÃ¼gung stehe. In prozessualer Hinsicht begehrte sie die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung. Ausserdem stellte sie ein Gesuch auf GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sowohl die Vorinstanz als auch die Stadt ZÃ¼rich beantragten in ihren Eingaben vom 23. Juli bzw. 18. August 2003 Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><a id="Text24"></a><span>Die Einzelrichterin zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemÃ¤ss § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Streitwert in Sozialhilfeangelegenheiten berechnet sich in der Regel aufgrund der Summe der periodischen Leistungen wÃ¤hrend der Dauer von zwÃ¶lf Monaten (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 5; RB 1998 Nr. 21). Umstritten ist im vorliegenden Verfahren eine wiederkehrende monatliche Sozialhilfeleistung in der HÃ¶he von Fr. 392.50, was pro Jahr Fr. 4'710.- aus­macht. Da der Streitwert Fr. 20'000.- nicht Ã¼bersteigt, fÃ¤llt die Behandlung der Beschwerde in die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit (§ 38 Abs. 2 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat nach § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. Diese soll das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (§ 15 Abs. 1 SHG). Grundlage der Bemessung bilden gemÃ¤ss § 17 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) die Richtlinien der schweizerischen Konferenz fÃ¼r So­zialhilfe in der Fassung vom Dezember 2002 (SKOS-Richtlinien), wobei Abweichungen im Einzelfall vorbehalten bleiben. Nach den genannten Richtlinien setzt sich das individuelle UnterstÃ¼tzungsbudget aus der materiellen Grundsicherung, bestehend aus dem Grundbedarf I und II fÃ¼r den Le­bensunterhalt, den Wohnungskosten und der medizi­ni­schen Grundversorgung einerseits und aus situationsbedingten Leistungen anderseits zu­sammen (SKOS-Richtlinien, Kap. A.6). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ÃberhÃ¶hte Wohnungskosten sind so lange zu Ã¼bernehmen, bis eine zumutbare gÃ¼nstigere LÃ¶sung zur VerfÃ¼gung steht (vgl. dazu den von der BeschwerdefÃ¼hrerin zitierten Entscheid des Verwaltungsgerichts: RB 2000 Nr. 84). Die Sozialhilfeorgane haben die Auf­gabe, die SozialhilfebezÃ¼gerinnen und -bezÃ¼ger bei der Suche nach gÃ¼nstigem Wohnraum aktiv zu unterstÃ¼tzen. Ãbliche KÃ¼ndigungsbedingungen sind in der Regel zu berÃ¼cksichtigen. Weigern sich unterstÃ¼tzte Personen, eine gÃ¼nstigere Wohnung zu suchen oder in eine effektiv verfÃ¼gbare und zumutbare gÃ¼nstigere Wohnung umzuziehen, dann kÃ¶nnen die anrechenbaren Wohnkosten auf jenen Betrag reduziert werde, der durch die gÃ¼nstigere Wohnung entstanden wÃ¤re. Dies bedeutet unter UmstÃ¤nden, dass die unterstÃ¼tzte Person den teueren Mietzins nicht mehr bezahlen kann und die KÃ¼ndigung erhÃ¤lt. In diesem Fall ist das Gemeinwesen verpflichtet, eine Notunterkunft zur VerfÃ¼gung zu stellen (SKOS-Richtlinien, Kap. B.3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin anerkennt, dass ihre Wohnungskosten Ã¼berhÃ¶ht sind. Strittig ist somit nur die Frage, ob die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde ihre Leistungen schon auf den 1. Oktober 2003 kÃ¼rzen darf. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht das in § 24 SHG statuierte Dreistufenprinzip nicht beachtet worden sei, wonach eine LeistungskÃ¼rzung zwingend in drei Schritten zu erfolgen habe: Weisung, Verwarnung und KÃ¼rzung. Der BeschwerdefÃ¼hrerin scheint entgangen zu sein, dass am 1. Januar 2003 ein neuer § 24 SHG in der Fassung vom 4. November 2002 in Kraft getreten ist:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>âWenn der Hilfesuchende Anordnungen der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde nicht befolgt, insbesondere Ã¼ber seine VerhÃ¤ltnisse keine oder falsche Auskunft gibt, die Einsichtnahme in seine Unterlagen verweigert, Leistungen unzweckmÃ¤ssig verwendet oder Auflagen und Weisungen missachtet und er zudem auf die MÃ¶glichkeit einer LeistungskÃ¼rzung schriftlich hingewiesen worden ist, kÃ¶nnen die Leistungen gekÃ¼rzt werden.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> Ein solcher Hinweis kann mit der Anordnung der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde verbunden werden.â</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach der neuen Gesetzesbestimmung ist es demnach mÃ¶glich, den Hinweis auf die MÃ¶glichkeit einer LeistungskÃ¼rzung bereits mit der Anordnung der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde zu ver­binden. Eine solche Anordnung â im vorliegenden Fall die Weisung, eine gÃ¼nstigere Woh­nung zu suchen â samt entsprechendem Hinweis auf die LeistungskÃ¼rzung darf natÃ¼rlich auch schon im Entscheid Ã¼ber die Ausrichtung von wirtschaftlicher Hilfe enthalten sein (Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch in der Fassung vom Januar 2003, herausgegeben vom Sozialamt des Kantons ZÃ¼rich, Ziff. 2.5.2/§ 24 SHG/S. 2). Es ist zwar zutreffend, dass zum Zeitpunkt des Entscheids der Einzelfallkommission vom 16. Juli 2002 noch der alte § 24 SHG galt, doch ist dies unbeachtlich, da die Einspracheinstanz und GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskom­mission der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde am 18. MÃ¤rz 2003, also nachdem der neue § 24 SHG in Kraft getreten war, eine neue Anordnung erlassen hat. Diese durfte ihre Weisung, eine gÃ¼nstigere Wohnung zu suchen, mit der Androhung einer LeistungskÃ¼rzung verbinden, weshalb die am 1. Oktober 2003 eintretende LeistungskÃ¼rzung in verfahrensrechtlicher Hinsicht nicht zu beanstanden ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Unbehelflich ist der Einwand der BeschwerdefÃ¼hrerin, dass die Weisung unzumutbar gewesen sei, weil ihr eine Frist von nur 8 Monaten eingerÃ¤umt worden sei, um sich eine gÃ¼nstigere Wohnung zu suchen. Diese Frist, mit der auch RÃ¼cksicht auf den ordentlichen KÃ¼ndigungstermin Ende MÃ¤rz 2003 genommen wurde, ist vielmehr grosszÃ¼gig bemessen. Diese Frist wurde mit dem Entscheid der Einspracheinstanz sogar noch bis Ende September 2003 verlÃ¤ngert, so dass die BeschwerdefÃ¼hrerin 14 Monate Zeit hatte, sich eine gÃ¼nstigere Wohnung zu suchen. Von einer unzumutbaren Weisung kann deshalb keineswegs die Rede sein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Schliesslich wendet die BeschwerdefÃ¼hrerin ein, dass gemÃ¤ss § 24 Abs. 1 SHG Leistungen nur gekÃ¼rzt werden dÃ¼rfen, wenn der Hilfesuchende Anordnungen der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde nicht befolgt habe. Das Verwaltungsgericht habe in VB.2002.00309, E. 3d festgestellt, dass von der Missachtung einer Weisung nur dann gesprochen werden kÃ¶nne, wenn der Betroffene sich nicht darum bemÃ¼ht habe, eine preisgÃ¼nstigere Wohnung zu suchen. Der Umstand alleine, dass er geraume Zeit nach erfolgter Auflage die als zu teuer erachtete Wohnung immer noch nicht gekÃ¼ndigt habe, genÃ¼ge nicht; dieser Umstand kÃ¶nne auch darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren sein, dass ernsthafte BemÃ¼hungen erfolglos geblieben seien (VGr, 5. Dezember 2002, www.vgrzh.ch). Das sei auch bei der BeschwerdefÃ¼hrerin der Fall. Trotz intensiver Suche habe sie bis zum jetzigen Zeitpunkt keine zumutbare gÃ¼nstigere Wohnung gefunden. Auch habe sie von der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde kein einziges Wohnungsangebot erhalten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin kann nicht gefolgt werden. Weder in ihrer Rekursschrift an den Bezirksrat vom 2. Mai 2003 noch in ihrer Beschwerdeschrift an das Verwaltungsgericht vom 11. Juli 2003 hat die BeschwerdefÃ¼hrerin auch nur einen Nachweis dafÃ¼r eingereicht, dass sie sich um eine gÃ¼nstigere Wohnung beworben hat. SpÃ¤tes­tens seit dem Entscheid der Einspracheinstanz vom 18. MÃ¤rz 2003 weiss die BeschwerdefÃ¼hrerin, dass sie keinen Anspruch auf ein drittes Zimmer hat. Trotzdem brachte sie in ihrer Rekursschrift vom 2. Mai 2003 vor, dass sie sich seit dem Entscheid der Einzelfallkommission vom 16. Juli 2002 vergebens um eine gÃ¼nstige 3-Zimmer-Wohnung in den Stadtkreisen Y und Z bemÃ¼ht habe. Wie der Bezirksrat zu Recht ausgefÃ¼hrt hat, ist eine 3-Zimmer-Wohnung in der Stadt ZÃ¼rich in der Regel nicht fÃ¼r Fr. 1'100.- monatlich zu haben. Der BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte aber klar sein mÃ¼ssen, dass sich ihre Suche nach dem Preis und nicht nach der Anzahl Zimmer zu richten habe und dass sie sich demzufolge auch mit einer kleineren Wohnung, allenfalls einer 1-Zimmer-Wohnung zu begnÃ¼gen habe. Obwohl der BeschwerdefÃ¼hrerin schon seit dem 16. Juli 2002 hÃ¤tte bewusst sein mÃ¼ssen, dass sie sich mit einer 1- oder 2-Zimmer-Wohnung zu begnÃ¼gen habe, und obwohl sie seit dem 18. MÃ¤rz 2003 mit Sicherheit wusste, dass sie keinen Anspruch auf eine 3-Zimmer-Wohnung hat, beschrÃ¤nkte sich ihre Suche bis zum Entscheid des Bezirksrats auf eine gÃ¼nstige 3-Zimmer-Wohnung. Auch in ihrer Beschwerde ans Verwaltungsgericht hat sie nicht dargelegt, dass sie ihre Suche in der Zwischenzeit auf eine 1- oder 2-Zimmer-Wohnung ausgeweitet hat. Von einer ernsthaften Wohnungssuche kann daher nicht die Rede sein. Insoweit die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht, dass sie von der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde kein einziges Wohnungsangebot erhalten habe, ist sie ebenfalls den Nachweis schuldig geblieben, dass sie sich dahingehend einmal mit der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde in Verbindung gesetzt habe. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Da hiermit schon ein Entscheid in der Sache gefÃ¤llt wird, ist das Begehren der BeschwerdefÃ¼hrerin auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos geworden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung. GemÃ¤ss § 16 Abs. 1 VRG ist Privaten, denen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aus­sichts­los erscheint, auf entsprechendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten zu erlassen. Als aussichtslos sind Begehren anzusehen, bei denen die Aussichten auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (KÃ¶lz/­Bosshart/ RÃ¶hl, § 16 N. 32). Vorliegend muss das Begehren der BeschwerdefÃ¼hrerin als aussichtslos be­zeich­­net wer­den. Damit ist eine Grundvoraussetzung fÃ¼r die unent­geltliche Rechtspflege nicht erfÃ¼llt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) AusgangsgemÃ¤ss hat die BeschwerdefÃ¼hrerin die Gerichtskosten zu tragen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG), wobei die GerichtsgebÃ¼hr praxisgemÃ¤ss in Sozialhilfeangelegenheiten niedrig angesetzt wird. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt die Einzelrichterin:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Das Gesuch auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span> Das Begehren um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 300.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 360.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ....</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>