Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Geschäfts-Nr.: LD190008-O/U Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin Dr. D. Scherrer und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke Beschluss vom 17. Dezember 2019 in Sachen A._____, Gesuchsgegner und Berufungskläger vertreten durch X._____ gegen B._____, Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Z._____ betreffend Anweisung an den Schuldner Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Winterthur vom 4. November 2019 (EF190004-K) Erwägungen: 1. a) Mit Urteil vom 4. November 2019 wies das Bezirksgericht Winter - thur (Vorinstanz) die Arbeitgeberin des Gesuchsgegners an, ab Rechtskraft ihres - 2 - Urteils von dessen Lohn für die ersten sechs Monate monatlich Fr. 3'722.50, für den folgenden Monat Fr. 2'415. -- und für die folgenden Monate bis September 2030 monatlich Fr. 2'250. -- direkt an die Gesuchstellerin zu überweisen; die Kos- ten wurden dem Gesuchsgegner auferlegt und dieser wurde zur Zahlung einer Parteientschädigung von Fr. 2'150.-- verpflichtet (Urk. 6 = Urk. 10). b) Hiergegen liess der Gesuchsgegner am 21. November 2019 (Datum Poststempel) Berufung erheben (Urk. 9). c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Berufung sogleich als offensichtlich unzulässig erweist, kann auf weitere Prozesshandlun- gen verzichtet werden (Art. 312 Abs. 1 ZPO). 2. a) Die Berufung wurde vom Bruder des Gesuchsgegners eingereicht (Urk. 9 und 9A). Eine unterzeichnete Vollmacht liegt nicht vor (vgl. Urk. 9A). Auf eine entsprechende Nachfristansetzung (Art. 132 Abs. 1 ZPO) kann mit Blick auf die nachfolgende Erwägung jedoch verzichtet werden. b) Das angefochtene Urteil wurde dem Gesuchsgegner am 7. November 2019 zugestellt (Urk. 7). Die Frist zur Erhebung der Berufung beträgt 10 Tage (Art. 321 Abs. 2 ZPO). Die Frist lief damit am Montag, 18. November 2019 ab (Art. 142 ZPO). Die Postaufgabe der Berufung erfolgte jedoch erst am 21. N o- vember 2019 (Briefumschlag bei Urk. 9) und die Berufung ist am Folgetag beim Obergericht eingegangen. Die Berufung ist demnach verspätet erhoben worden (Art. 143 Abs. 1 ZPO). Auf die Berufung kann demzufolge ohnehin nicht eingetre- ten werden. 3. a) Umständehalber ist für das Berufungsverfahren auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten. b) Für das Berufungsverfahren sind keine Parteientschädigungen zuz u- sprechen, dem Gesuchsgegner zufolge seines Unterliegens, der Gesuchstellerin mangels relevanter Umtriebe (Art. 106 Abs. 1, Art. 95 Abs. 3 ZPO). - 3 - Es wird beschlossen: 1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten. 2. Für das Berufungsverfahren werden keine Kosten erhoben. 3. Für das Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge- sprochen. 4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage der Doppel von Urk. 9 und 9A, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangs- schein. Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmi t- telfrist an die Vorinstanz zurück. 5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen B e- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne v on Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine verm ö- gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt mehr als Fr. 30'000.--. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. - 4 - Zürich, 17. Dezember 2019 Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Der Gerichtsschreiber: lic. iur. F. Rieke versandt am: am