<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2017-10-18-5A_817-2017.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para"> <b>5A_817/2017 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 18. Oktober 2017</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter von Werdt, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Zingg. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">1. A.________, </div> <div class="para">2. B.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Christian Zuberbühler, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde KESB Thun, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">D.________, </div> <div class="para">Beiständin: E.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwältin Stefanie Wagner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">F.________, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Aufschiebende Wirkung (Untersagen der Rücknahme nach <span class="artref">Art. 310 Abs. 3 ZGB</span> etc.), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Bern, Kindes- und Erwachsenenschutzgericht, vom 18. September 2017 (KES 17 587 VLF). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf Beschwerde der Beschwerdeführer vom 14. September 2017 (Postaufgabe) hin ist das Obergericht des Kantons Bern mit einer Kindesschutzsache betreffend D.________ (geb. 2008) befasst. D.________ ist das Kind von C.________ und F.________ und lebt in einer Pflegefamilie, nämlich bei den Beschwerdeführern (ihren Grosseltern). Gegenstand des obergerichtlichen Beschwerdeverfahrens ist das Untersagen der Rücknahme gemäss <span class="artref">Art. 310 Abs. 3 ZGB</span>, die Regelung des persönlichen Verkehrs, Weisungen gemäss <span class="artref">Art. 307 Abs. 3 ZGB</span> und Fragen der Beistandschaft. </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 18. September 2017 hat die Instruktionsrichterin des Obergerichts das Gesuch der Beschwerdeführer um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen. </div> <div class="para">Am 16. Oktober 2017 haben die Beschwerdeführer gegen diese Verfügung "Einsprache" an das Bundesgericht erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Angefochten ist ein Zwischenentscheid in einem obergerichtlichen Beschwerdeverfahren betreffend Kindesschutz; die Eingabe ist als Beschwerde in Zivilsachen entgegenzunehmen (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6, <span class="artref">Art. 75 und <artref id="CH/173.110/93" type="start"></artref>Art. 93 BGG</span><artref id="CH/173.110/75" type="end"></artref>). Ob die Eintretensvoraussetzung von <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG</span> (Möglichkeit eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils) erfüllt ist, kann offenbleiben, wie die nachstehenden Erwägungen zeigen. </div> <div class="para">Mit der angefochtenen Verfügung wurde das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen. Es handelt sich demnach um einen Entscheid über vorsorgliche Massnahmen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=29.09.2017&amp;to_date=18.10.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-III-475%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page475">BGE 137 III 475</a> E. 2 S. 477), womit nur die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden kann (<span class="artref">Art. 98 BGG</span>). Diesbezüglich gelten die strengen Begründungsanforderungen von <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>, d.h. es ist anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darzulegen, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt sein sollen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=29.09.2017&amp;to_date=18.10.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-244%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page244">BGE 134 II 244</a> E. 2.2 S. 246; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=29.09.2017&amp;to_date=18.10.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-396%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page396">133 II 396</a> E. 3.1 S. 399). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Das Obergericht hat erwogen, die elterliche Sorge und damit das Aufenthaltsbestimmungsrecht stünden der Mutter zu. Würde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt, bliebe die Situation diesbezüglich unverändert. Die aufschiebende Wirkung würde somit nicht bedeuten, dass der Mutter die Rücknahme des Kindes vorsorglich verboten würde. Sie nütze den Beschwerdeführern deshalb nichts. Eine entsprechende vorsorgliche Massnahme wäre nicht ausgeschlossen. Aufgrund der Aktenlage brauche deren Notwendigkeit aber zurzeit nicht geprüft zu werden, denn die Rücknahme des Kindes in die Obhut seiner Mutter sei erst per 1. Januar 2018 geplant, so dass keine Dringlichkeit bestehe. </div> <div class="para">Vor Bundesgericht legen die Beschwerdeführer nicht dar, inwiefern die Verfügung des Obergerichts gegen verfassungsmässige Rechte verstossen soll, und sie setzen sich mit den wiedergegebenen Erwägungen nicht im Einzelnen auseinander. Dies gilt insbesondere auch insoweit, als sie vorbringen, die aufschiebende Wirkung habe Auswirkungen auf weitere Anträge, die sie gestellt hätten. Im Übrigen sind die Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass sich die Frage vorsorglicher Massnahmen, mit denen die Rücknahme vorsorglich verboten werden könnte, später im Verfahren vor Obergericht immer noch stellen kann (d.h. insbesondere wohl dann, wenn ein Verfahrensabschluss vor dem 1. Januar 2018 nicht mehr in Reichweite sein sollte). Auch das Obergericht hat auf diese Möglichkeit hingewiesen. </div> <div class="para">Die Beschwerde erweist sich somit als offensichtlich ungenügend begründet. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren gemäss <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> durch den Abteilungspräsidenten nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Aufgrund der Umstände ist auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Obergericht des Kantons Bern, Kindes- und Erwachsenenschutzgericht, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 18. Oktober 2017 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: von Werdt </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Zingg </div> </div></body></html>