<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00113</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204328&amp;W10_KEY=4467141&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00113</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.06.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Gutheissung des Begehrens um eine erneute Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Familie, nachdem die Straftaten des mittlerweile in seiner Heimat resozialisierten Beschwerdeführers über elf Jahre zurückliegen.<br/>Das Bestehen einer Einreisesperre schliesst den Entscheid über die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung nicht aus (E. 1.3). Das Vorliegen eines Anspruchs auf eine Aufenthaltsbewilligung nach Art. 17 Abs. 2 ANAG ist zu prüfen, obwohl den Ehegatten wegen der Einreisesperre das Zusammenwohnen faktisch verunmöglicht wird (E. 1.4). Bejahen eines Anspruchs nach Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV (E. 1.5 f.).<br/>Ein öffentliches Interesse an der Fernhaltung des wegen Drogenhandels im Kilogramm-Bereich verurteilten Beschwerdeführers besteht nach wie vor (E. 3). Prüfung der Verhältnismässigkeit einer Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung: Weil die Straftaten lange zurückliegen, der Beschwerdeführer sich in seiner Heimat resozialisiert hat und der Familie eine Übersiedlung zu ihm nicht zumutbar wäre, überwiegen die privaten Interessen gegenüber dem Interesse an der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Die ablehnenden Entscheide der Vorinstanzen sind unverhältnismässig (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Garantien der EMRK ST: ART. 8 EMRK">ART. 8 EMRK</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETÃUBUNGSMITTELDELIKT">BETÃUBUNGSMITTELDELIKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWÃHRUNG">BEWÃHRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DROGENDELIKT">DROGENDELIKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINREISESPERRE">EINREISESPERRE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENLEBEN">FAMILIENLEBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: FAMILIENNACHZUG">FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FERNHALTEINTERESSE">FERNHALTEINTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RESOZIALISIERUNG">RESOZIALISIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFFÃLLIGKEIT">STRAFFÃLLIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZEITABLAUF">ZEITABLAUF</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 17 Abs. II ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 Abs. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 100 Abs. I lit. b OG</span><br/><span class="gerade">§ 43 Abs. I Ziff. h VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 43 Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 50 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>B, geboren 1968, reiste 1986 im Rahmen des Familiennachzugs aus dem damaligen Jugos­lawien in die Schweiz ein und erhielt hier die Niederlassungsbewilligung. Am 21. April 1987 heiratete sie A, geboren 1965, der am 23. November 1987 zum Verbleib bei seiner Ehefrau in die Schweiz einreiste und eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. Der Ehe entstammen der Sohn D, geboren 1988, und die Tochter E, geboren 1991. Beide Ehegatten waren berufstÃ¤tig.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Am 17. Dezember 1992 wurde A wegen Verdachts auf Drogenhandel verhaftet. Die Anklage warf ihm vor, einerseits 1,98 kg Heroin gekauft und verkauft zu haben, ferner Anstalten zur Ãbernahme von weiteren 1,5 kg Heroin getroffen zu haben. Das Kantonsgericht S sprach ihn in seinen Sitzungen vom 20. und 25. April 1994 schuldig der mehrfachen Zuwiderhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4, 5 und 6 des BetÃ¤ubungsmittelgesetzes vom 3. Oktober 1951 (BetmG) in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG und bestrafte ihn mit vier Jahren Zuchthaus und einer Busse von Fr. 2'000.-. Ausserdem verwies ihn das Gericht fÃ¼r die Dauer von zehn Jahren unbedingt des Landes. Das Strafverfahren gegen B wegen Hehlerei endete dagegen mit einem Freispruch. Gegen dieses Urteil legte A beim Obergericht des Kantons S Appellation ein, wobei er diese schliesslich darauf beschrÃ¤nkte, dass bloss eine bedingte Landesverweisung fÃ¼r die Dauer von drei Jahren zu verfÃ¼gen sei. An seinen Sitzungen vom 23. und 26. Oktober 1995 hiess das Obergericht des Kantons S die Appellation A's insofern gut, als es die Landesverweisung von 10 Jahren bloss bedingt, mit einer Probezeit von fÃ¼nf Jahren, aussprach. Massgebend dafÃ¼r war, dass er seit der Entlassung aus der Strafanstalt wieder bei seiner Familie (damals in T) lebte, die Eheprobleme, die noch im vorinstanzlichen Verfahren bestanden hatten, bewÃ¤ltigt werden konnten, die Ehefrau einer regelmÃ¤ssigen Arbeit nachging und die Kinder in T Kindergarten und Schule besuchten. Ehefrau und Kinder wurden als in der Schweiz integriert erachtet. Diese UmstÃ¤nde erschienen dem Gericht im Hinblick auf die Resozialisierung von A weit vorteilhafter als die VerhÃ¤ltnisse in dessen Heimatland.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>C. </span></b><span>Mit VerfÃ¼gung vom 16. Mai 1995 lehnte die Fremdenpolizei des Kantons S eine VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung von A Ã¼ber das Datum der Entlassung aus dem Straf­vollzug hinaus ab und ordnete an, dass dieser das Kantonsgebiet dannzumal zu verlassen habe. Am 16. August 1995 wurde A bedingt entlassen, bei einer Probezeit von zwei Jahren. Einen gegen die VerfÃ¼gung vom 16. Mai 1995 erhobenen Rekurs wies der Regierungsrat des Kantons S am 4. MÃ¤rz 1996 ab. Die kantonale Fremdenpolizei setzte A anschliessend eine Frist zur Ausreise bis 31. Mai 1996 an. Am 21. MÃ¤rz 1996 erliess das damalige Bundesamt fÃ¼r AuslÃ¤nderfragen (BFA; heute Bundesamt fÃ¼r Zuwanderung, Integration und Auswanderung [IMES]) Ã¼ber A eine Einreisesperre auf unbestimmte Zeit, gÃ¼ltig ab 1. Juni 1996, und es dehnte die kantonale Wegweisung auf das ganze Gebiet der Schweiz aus. Am 14. Mai 1996 bestÃ¤tigte das Verwaltungsgericht des Kantons S den Entscheid des Regierungsrates vom 4. MÃ¤rz 1996. Eine dagegen erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde wies das Bundesgericht am 30. September 1996 ab. Eine Beschwerde gegen die Einreisesperre und die AusdehnungsverfÃ¼gung wies das EidgenÃ¶ssische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) am 21. August 1997 ab. Am 29. November 1996 soll A die Schweiz verlassen haben.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>D. </span></b><span>In der Folge versuchte A mehrfach und erfolglos, eine Suspendierung der Einreisesperre zu erreichen, was angesichts seiner schweren Verfehlungen in der Schweiz abgelehnt wurde. Am 19. Juni 2001 trat das BFA auf ein weiteres solches Gesuch nicht ein. Es ging dabei von einer GefÃ¤hrdung der Ã¶ffentlichen Ordnung durch A aus, der zu schweren Klagen in der Schweiz Anlass gegeben habe. Die Trennung von seiner Familie habe er sich deswegen selber zuzuschreiben. Blosser Zeitablauf und die Beziehung zur Familie seien weder neu noch entscheidwesentlich.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>E. </span></b><span>Am 16. MÃ¤rz 2002 zog B mit den Kindern in den Kanton ZÃ¼rich, wo sie am 18. MÃ¤rz 2002 die Niederlassungsbewilligung erhielten. Mit Eingabe vom 16. Dezember 2002 liess B beim Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich beantragen, es sei ihrem Ehemann wiedererwÃ¤gungsweise eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs zu erteilen, und es solle von Amtes wegen um Aufhebung der Einreisesperre nachgesucht werden. Das Migrationsamt ordnete die AnhÃ¶rung von B im Hinblick auf die vorgesehene Abweisung ihres Gesuchs an. Die AnhÃ¶rung erfolgte durch die Kantonspolizei, Station U, am 12. Juni 2003. Mit VerfÃ¼gung vom 24. Juni 2003 wies das Migrationsamt das Gesuch von B ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 14. Juli 2003 liess A dagegen Rekurs erheben und verlangen, es sei die VerfÃ¼gung vom 24. Juni 2003 aufzuheben, ihm die Einreise in die Schweiz zu bewilligen und die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Der Regierungsrat behandelte die Eheleute A und B als Rekurrierende und wies den Rekurs mit Beschluss vom 4. Februar 2004 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen liessen die Eheleute A und B am 9./10. MÃ¤rz 2004 Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben und beantragen, es seien die Entscheide vom 4. Februar 2004 und vom 24. Juni 2003 aufzuheben und es sei A die Einreise- und Aufenthaltsbewilligung zwecks Verbleibs bei seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern zu erteilen. Eventualiter sei A im Sinn einer BewÃ¤hrungsprobe vorerst eine (verlÃ¤ngerbare) Kurzaufenthalterbewilligung zum Verbleib bei seiner Familie zu erteilen. Ausserdem verlangten die BeschwerdefÃ¼hrenden eine angemessene EntschÃ¤digung fÃ¼r die Verfahren vor "sÃ¤mtliche[n] bisherigen Rechtsmittelinstanzen" sowie fÃ¼r das Beschwerdeverfahren. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Namens des Regierungsrates beantragte die Staatskanzlei die Abweisung der Beschwerde. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit verzichtete stillschweigend auf eine Beschwerdeantwort.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremdenpolizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Dies ist der Fall bei Entscheiden betreffend Aufenthalts- und Niederlassungsbewilligungen, auf deren Erteilung die auslÃ¤ndische Person einen bundes- oder vÃ¶lkerrechtlichen Anspruch hat (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 [OG]). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Vorerst fragt sich, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 zur Beschwerde berechtigt ist. Das ursprÃ¼ngliche Gesuch um Einreisebewilligung wurde im Namen der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 gestellt. Es liegt auch nur eine von ihr unterzeichnete Vollmacht vor. Der Rekurs wurde dagegen im Namen des BeschwerdefÃ¼hrers 1 erhoben, wobei wiederum nur eine Vollmacht der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 vorlag mit dem Betreff "Einreise/Aufenthalt Ehemann". Diese Formulierung lÃ¤sst darauf schliessen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 die Vollmacht nicht fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer 1, sondern fÃ¼r sich unterzeichnete. Sodann leistete sie am 4. August 2003 den Barvorschuss von Fr. 1'500.-, der dem Rekurrenten auferlegt worden war. Der Rekursentscheid hÃ¤lt zutreffend fest, dass die Rekursschrift einzig den BeschwerdefÃ¼hrer 1 als Rekurrenten bezeichne (dessen Vollmachtserteilung fehlte), ging aber zu Recht davon aus, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 ihren Rekurswillen konkludent bekundet habe: Dies ergibt sich aus der Leistung des Kostenvorschusses und der unterzeichneten Vollmacht der BeschwerdefÃ¼hrerin 2. Im vorliegenden Verfahren liegen nun die Vollmachten beider BeschwerdefÃ¼hrenden vor. Es erscheinen daher beide BeschwerdefÃ¼hrenden zur Beschwerde berechtigt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Weiter fragt sich, ob die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht zunÃ¤chst fÃ¼r die Beseitigung der Einreisesperre hÃ¤tten sorgen mÃ¼ssen, bevor ein allfÃ¤lliger Anspruch auf Aufenthaltsbewilligung geprÃ¼ft wird. Nach Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG) kann die eidgenÃ¶ssische BehÃ¶rde Ã¼ber unerwÃ¼nschte AuslÃ¤nder die Einreisesperre verhÃ¤ngen, was das BFA gegenÃ¼ber dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 getan hat. UnerwÃ¼nscht ist ein AuslÃ¤nder dann, wenn er von einer richterlichen BehÃ¶rde wegen eines Vergehens oder Verbrechens verurteilt worden ist, wenn er sich nicht an die geltende Ordnung halten kann oder die Regeln der Gastfreundschaft verletzt. UnerwÃ¼nscht ist ferner der AuslÃ¤nder, dessen Handlungen darauf schliessen lassen, dass er sich inskÃ¼nftig nicht so verhalten wird, wie dies im Allgemeinen von Personen erwartet werden kann, die sich dauernd oder vorÃ¼bergehend in der Schweiz aufhalten (IMES, Weisungen und ErlÃ¤uterungen Ã¼ber Einreise, Aufenthalt und Arbeitsmarkt [ANAG-Weisungen], 2. A., Bern 2004, Ziff. 841 f.; EJPD, 9. Juli 1992, VPB 57/1993 Nr. 14 E. 3; Andreas ZÃ¼nd in: Peter Uebersax et al. [Hrsg.], AuslÃ¤nderrecht, Basel etc. 2002, Rz. 6.81). Die Einreisesperre ist somit eine reine Fernhaltemassnahme und kann eine Entfernungsmassnahme nicht ersetzen. Denn die Einreisesperre verpflichtet nicht zur Ausreise, sie verbietet nur die Wiedereinreise und macht Entfernungsmassnahmen daher nicht Ã¼berflÃ¼ssig (ZÃ¼nd, Rz. 6.82). Sie hat ordnungsrechtlichen Charakter und soll kÃ¼nftigen StÃ¶rungen der Ã¶ffentlichen Sicherheit vorbeugen, nicht aber ein bestimmtes Verhalten im strafrechtlichen Sinn ahnden. Es handelt sich um eine auf Gefahrenabwehr gerichtete polizeiliche PrÃ¤ventivmassnahme. Bei der Anordnung sind objektive Gesichtspunkte ausschlaggebend. Die Einreisesperre Ã¼ber den BeschwerdefÃ¼hrer 1 wurde vorliegend infolge seiner strafrechtlichen Verurteilung wegen Drogenhandels erlassen.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Es braucht nicht vorausgesetzt zu werden, dass das IMES in einem Fall wie dem vorliegenden zunÃ¤chst Ã¼ber die hÃ¤rtere Sanktion entscheidet und die Einreisesperre aufhebt. Das aargauische Rekursgericht im AuslÃ¤nderrecht erwog zu dieser Frage, dass das IMES im Verfahren um WiedererwÃ¤gung der Einreisesperre in die Kompetenz der kantonalen BehÃ¶rden eingreifen mÃ¼sste, weshalb es jenes Verfahren bis zum Entscheid des Familiennachzugsgesuchs zu sistieren hÃ¤tte (5. MÃ¤rz 1999, AGVE 1999 Nr. 101, S. 463 ff., E. II/1b/aa). Jedenfalls ist das Verwaltungsgericht zum Entscheid Ã¼ber die bei ihm eingereichte Beschwerde berufen, unabhÃ¤ngig davon, dass sich teils dieselben Fragen beim Entscheid Ã¼ber die Aufhebung der Einreisesperre stellten, zu dem eine andere BehÃ¶rde zustÃ¤ndig ist (vgl. auch BGr, 11. November 2003, 2A.330/2003, E. 1.4, www.bger.ch, und allgemein zu gegenseitiger UnabhÃ¤ngigkeit und Anerkennung von Verwaltungs- und Jus­tizentscheiden Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich etc. 2002, Rz. 50 ff.). Vom vorliegenden Verfahren bleibt das IMES Ã¼brigens nicht ausgeschlossen: Nach Art. 103 lit. b OG in Verbindung mit Art. 14 Abs. 2 und Art. 24 Abs. 2 der Organisationsverordnung vom 17. November 1999 fÃ¼r das EidgenÃ¶ssische Justiz- und Polizeidepartement ist ihm der Entscheid darÃ¼ber sofort mitzuteilen und steht ihm ein Beschwerderecht gegen diesen zu. Zudem bewirkte eine allfÃ¤llige Gutheissung des Gesuchs um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung nicht zwingend die Aufhebung der Einreisesperre, wofÃ¼r das IMES zustÃ¤ndig bleibt. Dies fÃ¼hrt vorliegend dazu, dass zwar Ã¼ber den Anspruch auf Aufenthaltsbewilligung entschieden werden kann, nicht aber Ã¼ber die Aufhebung der Einreisesperre, wofÃ¼r die kantonalen Instanzen nicht zustÃ¤ndig sind.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.4 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden stÃ¼tzen das Begehren um eine Aufenthaltsbewilligung auf Art. 17 Abs. 2 ANAG sowie auf Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK). Nach Art. 17 Abs. 2 ANAG hat der Ehegatte des AuslÃ¤nders, der Ã¼ber eine Niederlassungsbewilligung verfÃ¼gt, Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, solange die Ehegatten <i>zusammenwohnen</i>. GemÃ¤ss einem Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 22. MÃ¤rz 2000 wird es dem von einer Einreisesperre Betroffenen jedoch gerade verboten, mit seiner Ehefrau (in der Schweiz) zusammenzuleben. Deshalb soll die Anspruchsgrundlage von Art. 17 Abs. 2 ANAG entfallen (VB.1999.00361, E. 1a). Aufgrund der UnabhÃ¤ngigkeit der beiden Verfahren voneinander kann eine Einreisesperre jedoch nicht die Anspruchsgrundlage der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 17 Abs. 2 ANAG beseitigen: Damit wÃ¼rde die PrÃ¼fung, ob die GrÃ¼nde fÃ¼r die Aufrechterhaltung der einen fremdenpolizeilichen Massnahme noch gegeben sind, vom Bestehen der andern fremdenpolizeilichen Massnahme abhÃ¤ngig gemacht, die aus denselben GrÃ¼nden erlassen wurde. Dies kÃ¤me einem Zirkelschluss gleich. Vielmehr muss fÃ¼r die im Rahmen des Eintretens zu prÃ¼fende Frage, ob ein Anspruch nach Art. 17 Abs. 2 ANAG geltend gemacht werden kann (vorn 1.1), genÃ¼gen, dass getrennt lebende Ehegatten die Absicht haben, das eheliche Zusammenleben aufzunehmen (vgl. dazu auch Art. 6 Abs. 2 der Vollziehungsverordnung vom 1. MÃ¤rz 1949 zum Bundesgesetz Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder). Im Ãbrigen erscheint die Frage, ob sich die BeschwerdefÃ¼hrenden auf Art. 17 Abs. 2 ANAG berufen dÃ¼rfen, insofern von untergeordneter Bedeutung, als sie sich zusÃ¤tzlich auf Art. 8 Abs. 1 EMRK stÃ¼tzen kÃ¶nnen (dazu sogleich 1.5 f.), wobei der Anspruch nach Art. 17 Abs. 2 ANAG jedenfalls nicht weiter ginge als derjenige aus Art. 8 Abs. 1 EMRK. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.5 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden kÃ¶nnen sich auf einen Anwesenheitsanspruch aus Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. aus Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) berufen, sofern die familiÃ¤ren Beziehungen (zwischen den Ehepartnern selber und ihren Kindern) gelebt werden und intakt sind und die FamilienangehÃ¶rigen Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfÃ¼gen (BGE 120 Ib 1 E. 1d). Die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 und die beiden Kinder verfÃ¼gen Ã¼ber die Niederlassungsbewilligung (vorn I.E). Das den BeschwerdefÃ¼hrenden durch die Einreisesperre gegenÃ¼ber dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 auferlegte faktische Getrenntleben hindert nicht, von einer tatsÃ¤chlich gelebten und intakten familiÃ¤ren Beziehung auszugehen. Gegen das Vorliegen einer solchen spricht aber, wenn eine Ehe in erster Linie deswegen eingegangen wurde, um einem Ehepartner die Einreise- und Aufenthaltsbewilligung zu verschaffen. Ein Staat darf daher, wenn die Erteilung einer Einreise- oder Aufenthaltsbewilligung in Frage steht, die EffektivitÃ¤t einer Ehe Ã¼berprÃ¼fen (Luzius Wildhaber in: Internationaler Kommentar zur EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention, 1992, Art. 8 N. 349+429 f.; dazu auch Arthur Haefliger/Frank SchÃ¼rmann, Die EuropÃ¤ische Menschenrechtskonvention und die Schweiz, 2. A., Bern 1999, S. 264; Jochen Frowein/Wolfgang Peukert, EuropÃ¤ische Menschenrechtskonvention, EMRK-Kommentar, 2. A., Kehl am Rhein etc. 1996, Art. 8 N. 15).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.6 </span></b><span>Es kann vorliegend von einer gelebten und intakten ehelichen Beziehung ausgegangen werden. Wie bereits festgehalten wurde, ging das Obergericht des Kantons S im Urteil vom 23./26. Oktober 1995 davon aus, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden die im Zeitpunkt des damaligen erstinstanzlichen Verfahrens bestehenden Eheprobleme bewÃ¤ltigt hÃ¤tten (vorn I.B). Aus der Befragung der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 durch die Kantonspolizei vom 12. Juni 2003 geht sodann hervor, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden jeden Tag miteinander telefonieren, die Kinder etwa dreimal pro Woche mit ihrem Vater telefonieren und die Beziehungen zwischen den Kindern und ihrem Vater sehr gut seien. Im GefÃ¤ngnis hÃ¤tten sie ihn regelmÃ¤ssig besucht. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 will etwa dreimal jÃ¤hrlich in ihr Heimatland gereist sein und den BeschwerdefÃ¼hrer 1 fÃ¼r jeweils etwa zwei Wochen besucht haben. Eine Scheidung schloss sie aus und erwÃ¤hnte, die Ehe auch weiterfÃ¼hren zu wollen, falls der BeschwerdefÃ¼hrer 1 nicht in die Schweiz einreisen dÃ¼rfte. Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass sich die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse anders als von der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 geschildert darstellten, sind den Akten nicht zu entnehmen. Es ist daher von einer gelebten und intakten ehelichen und familiÃ¤ren Beziehung zwischen den BeschwerdefÃ¼hrenden selber und zwischen ihnen und den Kindern auszugehen, weshalb sie sich auf Art. 8 Abs. 1 EMRK berufen kÃ¶nnen. Auf die Beschwerde ist daher einzutreten, soweit nicht die Aufhebung der Einreisesperre verlangt wird.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Ein Eingriff in das Rechtsgut des Familienlebens ist nur statthaft, soweit er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft fÃ¼r die nationale Sicherheit, die Ã¶ffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung oder zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Verlangt wird somit eine umfassende AbwÃ¤gung der sich gegenÃ¼berstehenden Interessen: der privaten Interessen an der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung und der Ã¶ffentlichen Interessen an deren Verweigerung (vgl. Art. 8 Abs. 2 EMRK; dazu BGE 120 Ib 1 E. 3b+c, 120 Ib 22 E. 4a, 122 II 1 E. 2). Nach der Praxis des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs fÃ¼r Menschenrechte sind insbesondere beachtlich: die Art und Schwere der begangenen Tat(en), die Dauer des Aufenthalts im Gaststaat, die seit der Tat verstrichene Zeit und das Verhalten der straffÃ¤llig gewordenen Person in diesem Zeitraum, die NationalitÃ¤t aller betroffenen Personen, die familiÃ¤re Situation der straffÃ¤llig gewordenen Person, insbesondere die Dauer der Ehe, die IntensitÃ¤t der Beziehung, das Vorhandensein von Kindern und deren Alter. Wesentlich ist ferner, ob die Ehepartnerin oder der Ehepartner im Zeitpunkt der BegrÃ¼ndung des Familienlebens um die zu Fernhaltemassnahmen Anlass gebende Tat wusste. Zu berÃ¼cksichtigen sind schliesslich die Schwierigkeiten, welchen die Ehepartnerin bzw. der Ehepartner im Heimatland der straffÃ¤llig gewordenen Person ausgesetzt wÃ¤re, wobei solche Schwierigkeiten eine Fernhaltung nicht ausschliessen (EGMR, 2. August 2001, Boultif, 54273/00, § 48, hudoc.echr.coe.int; Entscheidbesprechung durch Phi­lip Grant, AJP 2002, S. 220 f.; vgl. zu Letzterem auch BGE 120 Ib 6 E. 4c, 129 II 193 E. 5.3.4). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Nach §§ 50 und 51 VRG kann mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde jede Rechtsverletzung und jede fÃ¼r den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts angefochten werden. Laut § 50 Abs. 3 VRG kommt dem Verwaltungsgericht in der Regel keine freie NachprÃ¼fung des Ermessens der VerwaltungsbehÃ¶rde zu. Hingegen kÃ¶nnen ErmessensÃ¼ber- und ‑unterschreitung sowie Ermessensmissbrauch vor Verwaltungsgericht geltend gemacht werden. Es ist dem Verwaltungsgericht daher verwehrt, sein eigenes Ermessen an die Stelle desjenigen der zustÃ¤ndigen kantonalen BehÃ¶rde zu setzen, sofern kein rechtsverletzender Ermessensfehler vorliegt. Auch aus dem Bundesrecht (namentlich aus Art. 98a Abs. 3 OG) ergibt sich keine umfassendere Kognition (vgl. BGE 125 II 521 E. 2a). Die ErmessensbetÃ¤tigung muss aber jedenfalls pflichtgemÃ¤ss sein. Unter pflichtgemÃ¤ssem Ermessen ist vorab die Bindung der Verwaltung an das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip zu verstehen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 50 N. 71+81+98). Im vorliegenden Zusammenhang ist zu beachten, dass die VerlÃ¤ngerung oder NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung ebenso wie die erstmalige Erteilung im freien Ermessen der BehÃ¶rde liegt (Art. 4 ANAG), soweit nicht ein gesetzlicher Bewilligungsanspruch besteht (ZÃ¼nd, Rz. 6.54). Dabei ist vorliegend davon auszugehen, dass eine erstmalige Erteilung der Aufenthaltsbewilligung in Frage steht, nachdem der Anspruch auf Aufenthalt wegen der strafrechtlichen Verurteilung des BeschwerdefÃ¼hrers 1 erloschen ist (Art. 17 Abs. 2 letzter Satz ANAG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die Vorinstanz stÃ¼tzte sich darauf, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 1 mit seinem Verhalten (schwerer Fall von Drogenhandel mit Mengen im Kilogramm-Bereich) zu schweren Klagen Anlass gegeben habe. Er habe nicht nur gegen die Ã¶ffentliche Ordnung verstossen, sondern auch einen Ausweisungsgrund gesetzt. Damit habe er den Grund fÃ¼r einen Eingriff in das Rechtsgut des Familienlebens sowohl nach Art. 10 Abs. 1 lit. a als auch nach Art. 17 Abs. 2 letzter Satz ANAG gesetzt. Ausserdem berÃ¼cksichtigte die Vorinstanz das vom Strafgericht als sehr schwer beurteilte Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers 1. Dieser Beurteilung lag zugrunde, dass im Zeitpunkt der Deliktsbegehung beide Ehegatten erwerbstÃ¤tig waren, es der Familie an finanziellen Mitteln fÃ¼r den Unterhalt nicht fehlte, der BeschwerdefÃ¼hrer 1 nicht drogenabhÃ¤ngig war und einzig aus dem besonders verwerflichen Motiv der persÃ¶nlichen Bereicherung gehandelt habe. Er habe mit einer grossen Menge an Drogen, welche eine Vielzahl von Menschen in Gefahr bringen konnte, gehandelt. Damit habe er eine skrupellose, menschenverachtende und von hoher krimineller Energie geprÃ¤gte Haltung gezeigt. Es bestehe daher nach wie vor ein gewichtiges Ã¶ffentliches Interesse an der Fernhaltung des BeschwerdefÃ¼hrers 1 von der Schweiz. Von dessen (damaliger) Integration in die hiesigen VerhÃ¤ltnisse kÃ¶nne sodann keine Rede sein. Er habe das Gastrecht in der Schweiz in schwerster Weise missbraucht. Mit dem Kanton ZÃ¼rich verbinde ihn nichts, ausser dass seine Familie seit kurzem hier lebe. Angesichts des Umstands, dass das damalige, soweit erkennbar gÃ¤nzlich intakt gewesene soziale Umfeld den BeschwerdefÃ¼hrer 1 nicht davon abgehalten habe, in der Schweiz in die KriminalitÃ¤t abzugleiten, seien grÃ¶sste Bedenken hinsichtlich eines kÃ¼nftigen Wohlverhaltens angebracht. Die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt dÃ¼rfte weiter eine Integration des nicht Ã¼ber eine qualifizierte Berufsausbildung verfÃ¼genden BeschwerdefÃ¼hrers 1 erschweren.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Was die BeschwerdefÃ¼hrenden in tatsÃ¤chlicher Hinsicht hiergegen vorbringen, gibt keinen Anlass, vom angefochtenen Entscheid abzuweichen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.2.1 </span></b><span>Neu bringt die Beschwerde vor, der BeschwerdefÃ¼hrer 1 sei im November 1997 nach Deutschland geflohen und habe am 4. Dezember 1997 um Asyl ersucht; der Vorwurf, dass die Rekursinstanz dies nicht berÃ¼cksichtigt habe, geht fehl, denn erst in der Beschwerdeschrift wurde die Flucht nach Deutschland erstmals erwÃ¤hnt. Diese habe der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 und den Kindern ermÃ¶glicht, den BeschwerdefÃ¼hrer 1 im grenznahen Ausland zu besuchen. Offenbar im ersten Halbjahr 1999 reiste der BeschwerdefÃ¼hrer 1 dann freiwillig in den Kosovo zurÃ¼ck, wo er am 1. Juli 1999 eine Arbeitsstelle im Betrieb seines Onkels angetreten habe und monatlich â¬ 1'500.- verdiene. WÃ¤hrend des Aufenthalts in Deutschland soll der BeschwerdefÃ¼hrer 1 seine deutschen Sprachkenntnisse verbessert haben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da sich das Verwaltungsgericht als erste gerichtliche Instanz mit den Begehren der BeschwerdefÃ¼hrenden befasst, ist die neue Tatsache des Aufenthalts des BeschwerdefÃ¼hrers 1 in Deutschland zu berÃ¼cksichtigen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 52 N. 11). Indessen lÃ¤sst sich daraus im Hinblick auf kÃ¼nftiges Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers 1 wenig ableiten. Nachdem er in Deutschland um Asyl ersucht hatte, liegt es auf der Hand, dass er sich an die dortige Rechtsordnung hielt, um den Erfolg des Asylgesuchs durch sein Verhalten nicht zu gefÃ¤hrden. Ein gleichwertiger Druck, sich an die Rechtsordnung zu halten, fehlte bei einem Aufenthalt in der Schweiz, ist doch mittlerweile sowohl die Probezeit nach der bedingten Entlassung (zwei Jahre) als auch diejenige fÃ¼r die bedingt aufgeschobene Landesverweisung (fÃ¼nf Jahre) abgelaufen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.2.2 </span></b><span>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrenden beanstanden, dass sich die Vorinstanz nicht auf eine gesetzliche Grundlage fÃ¼r einen Eingriff nach Art. 8 Abs. 2 EMRK stÃ¼tzen kÃ¶nne, ist ihnen ebenfalls nicht zu folgen und auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen im angefochtenen Entscheid zu verweisen (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Die Vorinstanz fÃ¼hrte unter anderem Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG als gesetzliche Grundlage fÃ¼r einen Eingriff in das Grundrecht auf Familienleben an. Nach dieser Bestimmung kann der AuslÃ¤nder, der wegen eines Verbrechens gerichtlich bestraft wurde, aus der Schweiz ausgewiesen werden. Dem hÃ¤lt die Beschwerde entgegen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 1 die Schweiz lÃ¤ngst verlassen habe, weshalb Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG nicht als gesetzliche Grundlage herhalten kÃ¶nne. Dies greift indessen zu kurz. Wenn der BeschwerdefÃ¼hrer 1 einen Ausweisungsgrund gesetzt hat, spricht dies grundsÃ¤tzlich gegen die (Wieder-)Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, selbst wenn es derzeit nicht mÃ¶glich wÃ¤re, den BeschwerdefÃ¼hrer 1 aus der Schweiz auszuweisen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.2.3 </span></b><span>Die Beschwerde bestreitet sodann ausfÃ¼hrlich ein Ã¶ffentliches Interesse an der Fernhaltung des BeschwerdefÃ¼hrers 1 wegen der begangenen Drogendelikte. Auch hier ist indessen den AusfÃ¼hrungen der Rekursinstanz zu folgen. Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 handelte mit Drogenmengen im Kilogramm-Bereich, was die Gesundheit einer Vielzahl von Personen gefÃ¤hrdete und entsprechend einen schweren Fall darstellte (Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG). AnlÃ¤sslich eines Aufenthalts in der TÃ¼rkei im Dezember 1991 wurde der BeschwerdefÃ¼hrer 1 von F und G Ã¼berredet, ihnen in der Schweiz 1,5 kg Heroin abzukaufen. Er organisierte in der Folge zuhause Ã¼ber seinen Onkel Fr. 25'000.- und Ã¼berliess diesen Betrag G als Bezahlung fÃ¼r die Drogenlieferung. Am 4. Fe­b­ru­ar 1992 wurde aber in V der Transporteur der Drogen, die dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 hÃ¤t­ten Ã¼bergeben werden sollen, verhaftet. Im November 1992 traf sich der BeschwerdefÃ¼hrer 1 mit H und I und stellte ihnen die Lieferung von 1 kg Heroin in Aussicht. Die Ware Ã¼bernahm er am 28. November 1992 von J und lieferte sie H und I aus. Da es sich um schlechte Ware handelte, musste er sie zurÃ¼cknehmen und an J zurÃ¼ckgeben. Am 6. Dezember 1992 erhielt er von J weitere 980 g Heroin, die er an H und I weitergab; vom ErlÃ¶s behielt er Fr. 2'000.- fÃ¼r sich. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die UmstÃ¤nde seines strafbaren Verhaltens sind in folgender Hinsicht von Gewicht: Vorerst ist auf die bereits geschilderten BeweggrÃ¼nde zu verweisen, die sein Verhalten als unentschuldbar erscheinen lassen (vorn 3.1). Bemerkenswert ist sodann, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 1 delinquierte, obwohl wenige Monate zuvor sein zweites Kind geboren worden war und er in einer intakten Ehe und Familie lebte. Dass der Onkel â unter welchen UmstÃ¤nden auch immer â mit dem zur VerfÃ¼gung gestellten Betrag von Fr. 25'000.- den Drogenhandel ermÃ¶glichte, ist ebenfalls wenig geeignet, im Hinblick auf kÃ¼nftiges Wohlverhalten Vertrauen in die familiÃ¤ren Beziehungen des BeschwerdefÃ¼hrers 1 zu erwecken. Nach Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 soll der BeschwerdefÃ¼hrer 1 durch seinen Bruder K ins GefÃ¤ngnis gekommen sein. Inwieweit der BeschwerdefÃ¼hrer 1 "bewiesen" habe, dass die UmstÃ¤nde der Taten sowie die Taten selber einzigartig waren, wie in der Beschwerdeschrift ausgefÃ¼hrt wird, ist nicht zu erkennen. Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 wurde im Dezember 1992 verhaftet und daraufhin in Haft gehalten, was weitere Delinquenz verunmÃ¶glichte. Im Ãbrigen trifft es entgegen der Beschwerde nicht zu, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer 1 in der Schweiz damals â nach immerhin mehr als fÃ¼nf Jahre dauerndem Aufenthalt bis zur Verhaftung â integriert hÃ¤tte. AnlÃ¤sslich der Befragung durch die Kantonspolizei vom 12. Juni 2003 fÃ¼hrte die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 vielmehr aus:</span></p> <p class="EinzugZitat">"Mein Mann hat in der Schweiz keine Freunde oder Bekannten mehr. Er hatte auch frÃ¼her keine. Er verkehrte lediglich innerhalb meiner Familie. In Jugoslawien verkehrt mein Mann ebenfalls nur noch innerhalb der Familie. Er lebt sehr zurÃ¼ckgezogen und arbeitet viel."</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Erwgung3"><span>Daran vermÃ¶gen die Bescheinigungen des frÃ¼heren Arbeitgebers und weiterer Personen nichts zu Ã¤ndern. Inwieweit der BeschwerdefÃ¼hrer 1 nach der Wiedereinreise in die Schweiz auf diese Beziehungen zurÃ¼ckgreifen kÃ¶nnte, ist angesichts der Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 nicht ersichtlich. Der Umstand, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 eine Eigentumswohnung in W fÃ¼r Fr. 220'000.- reservieren liess, ist ebenfalls nicht geeignet, eine Verbundenheit des BeschwerdefÃ¼hrers 1 mit dem Kanton ZÃ¼rich zu bewirken. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.2.4 </span></b><span>Bestritten wird in der Beschwerde sodann die Beziehung des BeschwerdefÃ¼hrers 1 mit seiner Heimat. Auch hierin ist jedoch der Vorinstanz zu folgen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 hatte anlÃ¤sslich der polizeilichen Befragung ausgesagt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 1 bei seinen Eltern lebe und bei seinem Onkel als Vertreter in dessen Plastikfabrik arbeite. Er habe zwei BrÃ¼der und zwei Schwestern; der Bruder L lebe in X, mit dem Bruder K habe er keinen Kontakt mehr, da er seinetwegen ins GefÃ¤ngnis gekommen sei. Die zwei Schwestern lebten ebenfalls in der Union Serbien und Montenegro. Mit den Familienmitgliedern (ausser K) habe der BeschwerdefÃ¼hrer 1 ein gutes VerhÃ¤ltnis. Ausserdem verfÃ¼ge er Ã¼ber zwei GrundstÃ¼cke in Y in seinem Heimatland, die er von seinem Vater erhalten habe. Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 verbringe sodann seine Freizeit innerhalb seiner Familie. Dies alles lÃ¤sst auf eine enge Verbundenheit des BeschwerdefÃ¼hrers 1 mit seiner Heimat schliessen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.2.5 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 erwÃ¤hnte sodann das Einkommen des BeschwerdefÃ¼hrers 1 von monatlich â¬ 2000.-, das in der Beschwerdeschrift noch mit â¬ 1500.- angegeben wird und gemÃ¤ss Arbeitsvertrag â¬ 1300.- betrÃ¤gt. Damit wÃ¤re aber die Finanzierung der Privatschule M in Z in der Schweiz, woran der BeschwerdefÃ¼hrer 1 Fr. 25'000.- leisten soll, und des N-Instituts, woran er Fr. 6'000.- bezahle, nicht mÃ¶glich: Diese BetrÃ¤ge entsprechen dem gesamten Jahreseinkommen des BeschwerdefÃ¼hrers 1. Er soll allerdings von seiner Familie und dem Onkel unterstÃ¼tzt werden. Von untergeordneter Bedeutung ist ferner, dass sich der ehemalige Arbeitgeber und die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 bereit erklÃ¤rt haben, dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 eine Anstellung in der Schweiz zu verschaffen, nachdem er trotz bestehenden ArbeitsverhÃ¤ltnisses und ohne finanzielle Notlage delinquiert hatte. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Insgesamt ist ein Ã¶ffentliches Interesse an der Fernhaltung des BeschwerdefÃ¼hrers 1 daher durchaus zu bestÃ¤tigen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Eingriffe in die persÃ¶nlichen Rechte mÃ¼ssen sich auf eine gesetzliche Grundlage stÃ¼tzen, im Ã¶ffentlichen Interesse liegen und verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein. Der Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit erfordert, dass die Verwaltungsmassnahmen zur Verwirklichung des im Ã¶ffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet und notwendig sind. Ausserdem muss der angestrebte Zweck in einem vernÃ¼nftigen VerhÃ¤ltnis zu den FreiheitsbeschrÃ¤nkungen stehen, die den Privaten auferlegt werden. Die Frage nach der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit einer Massnahme stellt sich nur, wenn an ihr Ã¼berhaupt â wie vorliegend â ein zulÃ¤ssiges Ã¶ffentliches Interesse besteht (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 581 f.). Wie dargelegt, muss auch die ErmessensausÃ¼bung verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein, um nicht als Rechtsverletzung zu gelten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Die Beschwerde hÃ¤lt den angefochtenen Entscheid nicht fÃ¼r verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Sie fÃ¼hrt die bereits erwÃ¤hnten UmstÃ¤nde an, wonach das strafbare Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers 1 eine einmalige Entgleisung gewesen und dieser wÃ¤hrend seines Aufenthalts in der Schweiz gut integriert gewesen sei. Ausserdem sei der BeschwerdefÃ¼hrer 1 mit seiner Heimat nicht eng verbunden. Ein eigentlicher Ermessensfehler der Vorinstanz ist jedoch deswegen nicht anzunehmen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Der Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit umfasst die drei Elemente der Eignung und der Erforderlichkeit der Massnahme sowie der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit zwischen Eingriffszweck und Eingriffswirkung. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.1 </span></b><span>Die Fernhaltung des BeschwerdefÃ¼hrers 1 ist sicherlich geeignet, das im Ã¶ffentlichen Interesse angestrebte Ziel (Verhinderung des Drogenhandels) zu erreichen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.2 </span></b><span>Doch stellt sich die Frage, ob die Nichterteilung der Aufenthaltsbewilligung an den BeschwerdefÃ¼hrer 1 auch erforderlich ist. Die Verwaltungsmassnahme muss im Hinblick auf das im Ã¶ffentlichen Interesse angestrebte Ziel erforderlich sein. Sie hat zu unterbleiben, wenn eine ebenso geeignete, aber mildere Massnahme fÃ¼r den angestrebten Erfolg ausreichen wÃ¼rde (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 591). Eine Verwaltungsmassnahme ist sodann nur gerechtfertigt, wenn sie ein vernÃ¼nftiges VerhÃ¤ltnis zwischen dem angestrebten Ziel und dem Eingriff, den sie fÃ¼r den betroffenen Privaten bewirkt, wahrt. Es ist deshalb eine wertende AbwÃ¤gung vorzunehmen, welche im konkreten Fall das Ã¶ffentliche Interesse an der Massnahme und die durch den Eingriff beeintrÃ¤chtigten privaten Interessen der Betroffenen miteinander vergleicht. In diesem Zusammenhang ist auch Art. 8 Abs. 2 EMRK beachtlich (vorn 2.1).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dabei ist zu berÃ¼cksichtigen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 1 im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides etwa siebeneinhalb Jahre von seiner Familie getrennt lebte. Geht man von einer auch heute noch intakten ehelichen und familiÃ¤ren Beziehung aus (vorn 1.6), ist anzunehmen, dass dieses aufgezwungene Getrenntleben dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 eine Lehre war und Ansporn ist, sich kÃ¼nftig an die schweizerische Rechtsordnung zu halten. Eine allfÃ¤llige GewÃ¤hrung der Aufenthaltsbewilligung erlaubte ihm, noch die letzten Entwicklungsschritte seiner Kinder vor dem Eintritt ins Erwachsenenalter mitzuerleben; insofern besteht ein gewisser, wenn auch bloss moralischer Zwang, sich rechtskonform zu verhalten, mÃ¼sste der BeschwerdefÃ¼hrer 1 bei erneuter Delinquenz doch wieder mit einer Ausweisung und mit der Trennung von seiner Familie rechnen. Nach dem Aufenthalt als Asylbewerber in Deutschland, Ã¼ber den mangels Akten wenig bekannt ist, scheint sich der BeschwerdefÃ¼hrer 1 ab Mitte 1999 wieder in den Arbeitsprozess integriert zu haben und sein Einkommen zum grossen Teil fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung des Sohnes zu verwenden (vorn 3.2.5). Zu bedenken ist weiter, dass seit den strafrechtlich relevanten Taten mittlerweile Ã¼ber elf Jahre verstrichen sind; ebenso sind die Probezeiten der bedingten Entlassung und der bedingt aufgeschobenen Landesverweisung lÃ¤ngst abgelaufen, ohne dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer 1 in der Zwischenzeit weitere Straftaten hÃ¤tte zuschulden kommen lassen. Inwieweit er dazu in seiner Heimat Gelegenheit gehabt hÃ¤tte, lÃ¤sst sich zwar nicht schlÃ¼ssig beurteilen, doch muss ihm die Tatsache straffreien Verhaltens positiv angerechnet werden. Ausserdem stellte ihm der Arbeitgeber, soweit verstÃ¤ndlich Ã¼bersetzt, ein gutes Zeugnis aus. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Auch wenn gewisse Vorbehalte dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 gegenÃ¼ber bestehen (vorn 3.2.3+4), bleibt zu prÃ¼fen, ob sich die Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung unter BerÃ¼cksichtigung dieser UmstÃ¤nde noch als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweist. Insbesondere stellt sich angesichts einer auf unbestimmte Zeit ausgesprochenen Einreisesperre letztlich die Frage, wie lange einem auslÃ¤ndischen StaatsangehÃ¶rigen sein strafbares Verhalten vorgehalten werden kann, um ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu verweigern. Diese Frage ist nur einzelfallspezifisch zu beantworten. Die beschriebenen VerhÃ¤ltnisse lassen vorliegend darauf schliessen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 1 aus der ihm aufgezwungenen Trennung von seiner Familie gelernt hat. Die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung wÃ¼rde ihn sodann nicht der Einhaltung der hier geltenden Rechtsordnung entheben. Nach Art. 9 Abs. 2 lit. b ANAG kann die Aufenthaltsbewilligung widerrufen werden, wenn das Verhalten des AuslÃ¤nders zu schweren Klagen Anlass gibt, und sie erlischt mit der Ausweisung oder Heimschaffung (Art. 9 Abs. 1 lit. d ANAG). Insofern besteht durchaus eine wirksame Kontrolle des Verhaltens des BeschwerdefÃ¼hrers 1. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.3 </span></b><span>Wesentlich ist ferner, ob die Ehepartnerin im Zeitpunkt der BegrÃ¼ndung des Familienlebens um die zu Fernhaltemassnahmen Anlass gebende Tat gewusst hat, was vorliegend zu verneinen ist. Die Eheschliessung der BeschwerdefÃ¼hrenden erfolgte weit vor den strafbaren Handlungen des BeschwerdefÃ¼hrers 1. Schliesslich ist zu berÃ¼cksichtigen, welchen Schwierigkeiten die Ehepartnerin im Heimatland der straffÃ¤llig gewordenen Person ausgesetzt wÃ¤re, wobei solche Schwierigkeiten eine Fernhaltung nicht ausschliessen (vorn 2.1). Entgegen der Ansicht der Vorinstanz erscheint die Ausreise der Kinder und der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 in die Heimat des BeschwerdefÃ¼hrers 1 nicht mehr zumutbar, wie die BeschwerdefÃ¼hrenden zu Recht erwÃ¤hnen. Die Kinder leben seit ihrer Geburt in der Schweiz und besuchen hier die Schulen. Es darf davon ausgegangen werden, dass sie hier ebenso integriert sind wie ihre Mutter, die im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides seit etwa 17½ Jahren in der Schweiz lebte, die hiesige Sprache spricht und sich durch interne Schulungen in den jeweiligen Arbeitsstellen eine Kaderposition erarbeitet hat, was ihr erlaubte, die Familie ohne finanzielle Hilfe des Staates zu unterhalten. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 erwÃ¤hnte denn auch, dass sie nicht gerne nach Serbien-Montenegro gehe und keine Beziehung mehr zu diesem Land habe, selbst wenn sie dort (in Y) Ã¼ber eine Wohnung verfÃ¼gt. Insbesondere wÃ¤re ihr eine vergleichbare TÃ¤tigkeit wie in der Schweiz kaum mÃ¶glich.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.4 </span></b><span>Unter diesen UmstÃ¤nden erscheint aber die Fernhaltung des BeschwerdefÃ¼hrers 1 zur Aufrechterhaltung der Ã¶ffentlichen Sicherheit und Ordnung nicht erforderlich. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass die Einbettung in seine hier lebende Familie, von der er wÃ¤hrend der letzten Jahre getrennt war, ihn nunmehr dazu anhÃ¤lt, sich der hiesigen Rechtsordnung zu unterwerfen. Ausserdem ist zu wÃ¼rdigen, dass er sich in seiner Heimat befleissigt hat, einer geregelten Arbeit nachzugehen, um den Verdienst seiner Familie zukommen zu lassen. Er hat sich zudem seit seiner Verurteilung, die mittlerweile auch etwa achteinhalb Jahre zurÃ¼ckliegt, straflos verhalten. Diese UmstÃ¤nde deuten darauf hin, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer 1 im Ausland stabilisiert und anstandslos verhalten hat. Damit hat er doch ein Verhalten gezeigt, das erlaubt, ihm nunmehr eine Chance einzurÃ¤umen, sich in der Schweiz erneut zu bewÃ¤hren.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span>Auch wenn ein Ã¶ffentliches Interesse an der Fernhaltung des BeschwerdefÃ¼hrers 1 besteht, scheint unter den beschriebenen UmstÃ¤nden eine weitere Aufrechterhaltung der faktischen Trennung des BeschwerdefÃ¼hrers 1 von seiner Familie nicht mehr notwendig, um weitere strafbare Handlungen zu verhindern. Es ist davon auszugehen, dass die seit der Verurteilung verstrichene Zeit mit der langjÃ¤hrigen Trennung von seiner Familie im BeschwerdefÃ¼hrer 1 ein Umdenken bewirkt hat, das ihn in Zukunft die hier herrschende Rechtsordnung einhalten lÃ¤sst. Das Interesse an der Ã¶ffentlichen Sicherheit und Ordnung kann durch die fremdenpolizeilichen Sanktionsmechanismen fÃ¼r den Fall rechtswidrigen Verhaltens genÃ¼gend gewahrt werden. DemgegenÃ¼ber ist das private Interesse der BeschwerdefÃ¼hrenden an der Pflege des ehelichen und familiÃ¤ren Zusammenlebens als gewichtiger zu betrachten. Insofern verletzt der angefochtene Entscheid das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip, was als Rechtsverletzung gilt. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>FÃ¼r diesen Fall verlangt die Beschwerde eine angemessene EntschÃ¤digung fÃ¼r die Verfahren vor allen "bisherigen Rechtsmittelinstanzen" sowie fÃ¼r das Beschwerde­verfahren. Einzige Rechtsmittelinstanz vor dem Verwaltungsgericht war der Regierungsrat. Darin wurden den BeschwerdefÃ¼hrenden (dort Rekurrierenden) Kosten von insgesamt Fr. 1'780.- auferlegt. Diese Kosten sind nunmehr der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Gleiches gilt fÃ¼r die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Die ParteientschÃ¤digung ist vom Gericht festzusetzen, wobei keine volle, sondern nur eine angemessene EntschÃ¤digung zuzusprechen ist (§ 17 Abs. 2 VRG; KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 17 N. 36). Die jetzige Rechtsvertreterin der BeschwerdefÃ¼hrenden hat in einer detaillierten Rechnung ihre Kosten auf insgesamt Fr. 7'292.15 (inklusive Mehrwertsteuer) beziffert. DemgegenÃ¼ber hat der damalige Vertreter fÃ¼r das Rekurs­verfahren nur weit bescheidenere BemÃ¼hungen auf sich genommen. Insgesamt erscheint eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'500.- (inklusive Mehrwertsteuer) fÃ¼r beide Verfahren als angemessen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. Die VerfÃ¼gung der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit vom 24. Juni 2003 und der Beschluss des Regierungsrats vom 4. Februar 2004 werden aufgehoben. Die Beschwerdegegnerin wird eingeladen, A eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. </p> <p class="Einzug2"> Die Kosten des Rekursverfahrens werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, die BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren mit Fr. 2'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu entschÃ¤digen.</p> <p class="Einzug2">5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>