B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-1113/2012 U r t e i l v o m 9 . M ä r z 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn; Gerichtsschreiberin Yarimar-Eva Zeleznik. Parteien A._______, geboren B._______, Sri Lanka, C._______, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz Gegenstand Asyl und Wegweisung (Flughafenverfahren); Verfügung des BFM vom 21. Februar 2012 / N_______. D-1113/2012 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer - ein sri-lankischer Staatsangehöriger tamilischer Ethnie aus D._______ (Nordprovinz) mit letztem Wohnort in E._______ (Ostprovinz) – traf gemäss den Akten am 4. Februar 2012 beim Versuch, nach F._______ zu reisen, auf dem Flughafen G._______ ein, wo er am darauf folgenden Tag ein Asylgesuch einreichte. Am Flughafen wurde n bei ihm ein echter Reisepass sowie ein gültiges Sche ngenvisum (ausge- stellt auf der […] Botschaft in H._______) erhoben und Abklärungen der Flughafenpolizei ergaben, dass er I._______ direkt von Sri Lanka kom- mend erreicht hatte. B. Mit Verfügung des BFM vom 5. Februar 2012 wurde dem Beschwerd e- führer die Einreise in die Schweiz vorläufig verweigert und für die Dauer von maximal 60 Tagen der Transitbereich des Flughafens als Aufenthalts- ort zugewiesen. C. Am 8. Februar 2012 wurde der Beschwerdeführer vom BFM summarisch befragt und am 20. Februar 2012 einlässlich zu seinen Gesuchsgründen angehört. Dabei gab er zu seiner Person an, er sei Tamile und stamme aus der Region D._______. Infolge des Bürgerkrieges habe er sich 1998 gemeinsam mit seiner Mutter und seinen Geschwistern bei einem Onkel in E._______ niedergelassen, wo er zuletzt im (…) seines Schwiegerva- ters gearbeitet habe. Zur Begründung seines Gesuches machte er im Wesentlichen geltend, im Jahr 2004 begonnen zu haben, im Auftrag eines Freundes A. – ein Mit- glied des Geheimdienstes der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) – Kurierdienste als Fahrer auszuführen. Seine Aufgabe habe darin besta n- den, verpackte Waren, unter anderem (...), nach H._______ zu transpor- tieren. Sein Freund A. habe im Jahr 2008 plötzlich die Stadt verlassen , worauf er (der Beschwerdeführer) auf Anraten seiner Familie die Tätigkeit für die Bewegung eingestellt habe. Er habe in der Folge die Arbeit im (…) seines Schwiegervaters wieder aufgenommen. Im Jahr 2009 habe A. aus J._______ angerufen, um ihm mitzuteilen, dass ein junger Mitarbeiter , welcher mit ihm als Fahrer für die Bewegung zusammen gearbeitet habe, verhaftet worden sei, weshalb er sich in Acht neh men solle. In der darauf folgenden Woche habe das CID (Criminal Investigation Department) bei ihm zu Hause nach ihm gesucht. Er sei jedoch zu diesem Zeitpunkt in der D-1113/2012 Seite 3 Kirche gewesen, {…….}. Gleichentags in der Nacht hätten sie erneut bei seiner Ehefrau und den Schwiegereltern nach ihm gefragt , wäh rend er sich in seinem Zimmer aufgehalten habe. Er ha be das Gespräch mitge- hört und sich beim hinteren Ausgang des Hauses versteckt. Nachdem seine Gattin dem CID mitgeteilt gehabt habe, er befinde sich nicht im Haus, habe das CID eine Hausdurchsuchung durchführen wollen, worauf er die Flucht ergriffen habe. Er sei in die Kirche ge rannt und habe dem Pfarrer von den Vorkommnissen erzählt. Dieser habe ihn für drei Tage aufgenommen und ihm schliesslich geraten, das Land zu ve rlassen. An- schliessend sei A. über das Geschehene orientiert worden und habe ihm empfohlen, einen ranghohen Beamten vom Nachrichtendienst der Polizei in H._______ um Hilfe zu bitten. A. habe in der Folge seine Flucht in die Wege geleitet und ihn aus der Kirche holen lassen. In einem Kleinbus hätten sie ihn nach H._______ gefahren und er sei nach Bezah lung eines Entgelts in einer Ortschaft namens K._______ beim genannten Beamten untergebracht worden. Der Chef des Nachrich- tendienstes der Polizei habe ihm nahegelegt, das Land mit Hilfe eines Schleppers zu verlassen. Im Februar 2010 habe man ihn – nach Ausstel- lung eines neuen Passes – nach L._______ gebracht, wo er sich ung e- fähr sechs Monate aufgehalten habe. Sein Reisevisum sei während sei- nes Aufenthaltes in M._______ abgelaufen, worauf die Polizei ihn kontrol- liert und verhaftet habe. Nach Bezahlung von Bestechungsgeldern sei er freigelassen worden und die Polizei habe ihm zwei Tage zur Ausreise aus M._______ angesetzt. Er habe in der Folge gegen seinen Willen nach Sri Lanka zurückreisen müssen, wo er erneut in K._______ beim Beamten geweilt habe. Er habe sich bei diesem indes nicht mehr sicher gefühlt, und auch der Beamte habe Unbehagen bei seiner Beherbergung emp- funden, weshalb er am 4. Februar 2012 vom Schlepper zu einer weiteren Ausreise über den Flughafen H._______ abgeholt worden sei. Aus die- sem Anlass habe der Schlepper ein […] Schengenvisum erstellen lassen. Die Reise sei auf dem Luftweg über N._______ nach I._______ erfolgt. Es sei vorgesehen gewesen, d ass er sich während einiger Tage bei Ver- wandten in der Schweiz aufhalten und danach die Weiterreise nach F._______ antreten würde. In I._______ angekommen, sei er durch das Flughafenpersonal angehalten und befragt worden. Als man ihm die Fi n- gerabdrücke habe nehmen wollen, habe er mangels Englischkenntnisse und aus Angst vor einer Ausschaffung nach Sri Lanka die Hände hochge- hoben und Asyl beantragt. D-1113/2012 Seite 4 Dem Beschwerdeführer wurde anlässlich der Befragung zur Person das rechtliche Gehör zum Umstand gewährt, möglicherweise sei J._______ gestützt auf die Ausstellung eines Schengenvisums durch die […] Bot- schaft in H._______ für die Durchführung des Asyl - und Wegweisungs- vollzuges zuständig. Der Beschwerdeführer machte keine Gründe gegen eine Wegweisung nach J._______ geltend und führte weiter aus, ihm sei es gleichgültig, wohin er gehen müsse, solange er nicht nach Sri Lanka ausgewiesen werde. Der Beschwerdeführer reichte einen Reisepass, eine Identitätskarte, eine Geburtsurkunde und die Adresse seiner in J._______ sowie in der Schweiz lebenden Verwandten ein. Im Nachhinein reichte er ein Schre i- ben seiner Kirche (Faxeingang am 21. Februar 2012 bei der Kantonspoli- zei I._______) als Beweismittel zu den Akten nach. D. Das BFM stellte mit Verfügung vom 21. Februar 2012 – eröffnet durch Vermittlung der Flughafenpolizei G._______ am 23. Februar 2012 – fest, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erf ülle. Es lehnte das Asylgesuch ab, ordnete die Wegweisung aus dem Transitb e- reich des Flughafens I._______ an und beauftragte den Kanton I._______ mit dem Vollzug der Wegweisung. Dem Beschwerdeführer wurden die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis ausgehän- digt. E. Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer am 28. Februar 2012 Beschwerde (Eingang beim Bundesverwaltungsgericht per Telefax am 28 . Februar 2012) , wobei er in seiner Eingabe zur Hauptsache die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Feststellung der Flüch t- lingseigenschaft und die Gewährung von Asyl , eventualiter die Festste l- lung der Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit des Wegwe i- sungsvollzuges und die Anordnung einer vorläufigen Aufnahme in der Schweiz beantragte. Gleichzeitig ersuchte er in seiner Eingabe um amtli- che Übersetzung se ines in teilweise t amilischer Sprache verfassten B e- schwerdeschreibens, um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Befreiung von der Kostenvorschuss pflicht. Auf die Begr ündung wird – soweit für den Entscheid wesentlich – nachfolgend eingegangen. F. Die vorinstanzlichen Akten trafen in Kopie (per Telefax) am 28. Februar D-1113/2012 Seite 5 2012 beim Bundesverwaltungsgericht ein (vgl. Art. 109 Abs. 2 des Asy l- gesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]). G. Die Beschwerdebegründung wurde lediglich teilweise in einer Amtsspr a- che des Bundes abgefasst, aus prozessökonomischen Gründen wurde die Flughafenpolizei I._______ am 28. Februar 2012 telefonisch um Übersetzung des in tamilischer Sprache ver fassten Textes ersucht, wo r- auf die übersetzte Begründung am 29. Februar 2012 per Fax beim Bu n- desverwaltungsgericht einging. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zuständig und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – endgültig (vgl. Art. 105 AsylG, Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]. 1.2. Der Beschwerdeführer ist als Verfügun gsadressat zur Beschwerd e- führung legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerechte Einga- be des legitimierten Beschwerdeführers ist einzutreten (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 1.3. Auf dem Gebiet des Asyls kann mit Beschwerde die Verle tzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des recht s- erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e AsylG) ohne Weit e- rungen und mit summarischer Begründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). D-1113/2012 Seite 6 2. 2.1. Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, National i- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unert räglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG). 2.2. Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 3. 3.1. Das Bundesamt hielt zur Begründung seines Entscheides vorab fest, der Beschwerdeführer habe ab 2004 im Auftrag eines LTTE -Anhängers Waren, unter anderem (...), nach H._______ befördert, wobei die diesbe- züglichen Aussagen nicht zu überzeugen vermöchten. Er habe nur dürfti- ge Angaben über seine Funktion innerhalb der Bewegung machen kö n- nen. Es erstaune, dass die LTTE jahrelang (...) von einem politisch inakti- ven Angestellten hätten transportieren lassen. Ausser dem wolle der Be- schwerdeführer nie in eine gründliche Strassenkontrolle geraten sein , was nicht plausibel sei. Anfangs 2008 habe A. E._______ verlassen, worauf der Beschwerdefüh- rer seine Arbeit als Fahrer aufgegeben habe. Zum Abgang seines Vorge- setzten habe er indes kaum überzeugend aussagen können. So habe er nicht gewusst, was A. zur plötzlichen Ausreise bewogen habe. Dass der Beschwerdeführer nicht unverzüglich über dessen Ausreisegründe orie n- tiert worden sei, scheine noch verständlich, jedoch sei nicht nachvollzie h- bar, weshalb er nicht zu einem späteren Zeitpunkt über dessen Gründe zur Flucht benachrichtigt worden sei, zumal aus den Akten zu sch liessen sei, die beiden hätten in der Folge noch in Kontakt gestanden. Ausse r- dem sei befremdend, dass er nur spärliche Ausführungen zum neu en t-D-1113/2012 Seite 7 flammten Bürgerkrieg und zur Schliessung der LTTE -Vertretung in E._______ habe machen können. Seine Aussagen zur Suche nach ihm seinen unplausibel und standardi- siert. Insbesondere erstaune die Tatsache, dass er, der in einer nahe g e- legenen Kirche gearbeitet hab e, nicht durch seine Familie über den er s- ten Polizeibesuch be nachrichtigt worden sei. Überdies behaupte er , die Zeit nach der Arbeit zu Hause verbracht zu haben, ohne sich nach der er- folgten Razzia vor einer zweiten Suche in Sicherheit zu bringen. Seine diesbezügliche Begründung, er habe keine weitere Razzia erwartet, ver- möge ebenfalls nicht zu überzeugen. Anschliessend habe er in H._______ bei einem Polizisten geweilt respek- tive habe sich dort versteckt. Im Februar 2010 sei er nach M._______ ge- reist und sei im Juli 2010 nach Sri Lanka zurückgekehrt. Nach 18 Mon a- ten Aufenthalt in {…….}, sei er erneut ausgereist. Dieses Verhalten ent- spreche nicht dem, was von einer gesuchten Person zu erwarten sei. So verwundere beispielsweise das eingegangene Risiko, dreim al mit seinem eigenen Pass über den Flughafen in H._______ gereist zu sein. Auch die Rückkehr nach Sri Lanka und der darauf folgende 18-monatige Aufenthalt seien folglich nicht nachvollziehbar. Zwar habe er geltend gemacht, der Schlepper sei dabei gewesen, seine Ausreise zu organisieren, dennoch sei es unvorstellbar, dass eine in Sri Lanka ernsthaft verfolgte Person aus eigener Motivation nach H._______ zurückreise. Da der Beschwerdefüh- rer diese Ungereimt heiten nicht zu erklären vermö ge, hielten die G e- suchsvorbringen den Anforderungen g emäss Art. 7 AsylG nicht stand. Das eingereichte Bestätigungsschreiben seiner Kirche vermöchten an der Schlussfolgerung des BFM nichts zu ändern, zumal es sich beim genann- ten Schreiben um eine Wiedergabe der Ausführungen handl e, welche als unglaubhaft beurteilt worden seien, weshalb die Stellungnahme der Ki r- che keine entscheidende Beweiskraft habe. Der Wegweisungsvollzug sei zulässig. Die allgemeine Sicherheitslage habe sich in Sri Lanka , seit der bewaffnete Konflikt zwischen d er sri - lankischen Regierung und den separatistischen LTTE im Mai 2009 zu Ende gegangen sei, verbessert und das gesamte Land befinde sich wie- der unter Regierungskontrolle. Der Wegweisungsvollzug in das gesamte Gebiet der Ostprovinz sei grundsätzlich zumutba r. Ebenso sei der We g- weisungsvollzug in die Nordprovinz – mit Ausnahme des Vanni-Gebietes – grundsätzlich zumutbar, wobei sich eine sorgfältige Beurteilung der i n- dividuellen Zumutbarkeitsk riterien aufdränge . Der Beschwerdeführer D-1113/2012 Seite 8 stamme aus E._______, weshalb in Anbetracht dieser Ausführungen der Wegweisungsvollzug zumutbar sei, da weder die vor Ort herrschende S i- cherheitslage noch individuelle Gründe gegen den Wegweisungsvollzug sprechen würden. Zudem sei der Vollzug der Wegweisung technisch möglich und praktisch durchführbar. 3.2. In seiner Beschwerdeeingabe hält der Beschwerdeführer an seinen bisherigen Gesuchsvorbringen fest, welche er – dem wesentlichen Sin n- gehalt nach – als flüchtlingsrechtlich relevant erklärt. Dabei bekräftigt er vorab seine Schilderungen zu seinem Engagement für die LTTE und die damit verbundene Angst, bei einer Rückkehr nach Sri Lanka aufgrund e i- nes Haftbefehls verhaftet und erschossen zu werden . In diesem Zusa m- menhang führt er weiter an, er sei nicht in die Schweiz gekommen, um zu arbeiten, sondern um sein Leben zu retten. Er habe für die Ausreise aus Sri Lanka die Hochzeitskette seiner Frau verkaufen müssen. Zudem sei er bereit, die Schweiz zu verlassen, sobald das Problem in seiner Heimat vorbei sei. Das Haus in E._______ gehöre seiner Schwiegermutter und sei nicht sein Heimatort. Sein Heimatort sei noch nicht freigegeben wo r- den. 3.3. 3.3.1. Einleitend ist festzuhalten, dass sich der Beschwerdeführer in se i- ner Beschwerde nicht explizit mit den substanziierten und überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt. Vielmehr wiederholt er in verkürzter Version seine bereits im Verfahren vor dem Bundesamt g e- machten Sachverhaltsvorbringen und verweist pauschal auf seine schwierigen Lebensbedingungen in Sri Lanka. Er werde von Angehörigen des CID verfolgt und fürchte um sein Leben. Aufgrund der Akten ist vor- liegend festzustellen, dass der Beschwerdeführer nicht zu plausiblen und im Wesentlichen nachvollziehbaren Schilderungen der angeblich ausre i- serelevanten Ereignisse in der Lage war. 3.3.2. Seine Schilderungen zur geltend gemachten Bedrohungslage von Seiten des CID aufgrund seiner Fahrertätigkeit für die LTTE zeigt – wie vom BFM zu Recht erkannt – kaum nachvollziehbare Detailangaben auf. Seine diesbezüglichen Angaben und Ausführungen bleiben vielmehr voll- ständig an der Oberfläche, woraus sich nicht auf ein tatsächliches Erl e- ben der vorgebrachten Ereignisse schliessen lässt. Die Vorinstanz stellte bereits fest, dass die Angaben des Beschwerdeführers zur Person A., zur Zusammenarbeit und insbesondere zu dessen plötzlichem Abgang wenig konkret, pauschal und schwer nachvollziehbar sind, weshalb sich das D-1113/2012 Seite 9 Auftragsverhältnis zu A. als wenig glaubhaft erweist. Weiter konnte er nicht schlüssig begründen, weshalb gerade er als politisch inaktive Pe r- son als Fahrer angestellt worden ist. Zwar ist aufgrund der Aktenlage und der eingereichten Beweismittel nicht auszuschliessen, dass er in den Jah- ren 2004 bis 2009 gelegentlich für A. als Fahrer tätig war. Alleine von da- her ist die behauptete Gefährdungssituati on von Seiten des CID jedoch nicht glaubhaft gemacht. Anlass zur Annahme, der Beschwerdeführer sei ab dem Jahr 2009 bis zu seiner Ausreise im Februar 2012 von Nachstel- lungen von Mitgliedern des CID bedroht gewesen, besteht mangels nachvollziehbarer Ausführungen nicht, womit den Gesuchsvorbringen in zentralen Punkten die Grundlage entzogen ist. So führte der Beschwe r- deführer beispielsweise selber aus, nicht als Mitglied der LTTE registriert und lediglich im Auftrag von A. als Fahrer tätig gewesen zu sein. 3.3.3. Neben der Feststellung der Unglaubhaftigkeit seiner Vorbringen ist ferner festzuhalten, dass der Beschwerdeführer mit überwiegender Wahr- scheinlichkeit in absehbarer Zukunft keine ernsthaften Nachteile durch Verfolgungsmassnahmen der sri-lankischen Sicherheitskräfte zu befürch- ten hat. Insgesamt weist er trotz der geltend gemachten (angeblichen) Behelligungen und der Suche nach ihm kein besonderes Risikoprofil auf, das ihn aktuell aus objektiver Sicht als gefährdet erscheinen liesse. Seit dem Ende des Bürgerkriegs hat sich die Lage in Sri Lanka erheblich ve r- bessert. Zwar gehören Personen, die einer Verbindung zu den LTTE ve r- dächtigt werden, gemäss oben zusammengefasster Praxis des Bunde s- verwaltungsgerichts auch heute potentiell noch zu einer Risikogruppe (vgl. zur Publikation vorgesehenes Urteil des Bundesverwaltungsgerichts BVGE E-6220/2006 E. 8.1). Indes sind den Akten keine konkreten Bezie- hungen des Beschwerdeführers zu den LTTE zu entnehmen. Wie bereits festgestellt, soll er lediglich im Auftrag von A. gearbeitet und nicht de n LTTE angehört haben. Da er zudem noch nie in Haft war und auch sonst nie in eine Polizeikontrolle geraten sein will , ist davon auszugehen, dass seitens der sri -lankischen Sicherheitskräfte kaum etwas gegen ihn vo r- liegt. Er verfügt folglich über kein besonderes Profil, welches eine G e- fährdung im Sinne von Art. 3 AsylG als wahrscheinlich erscheinen lässt. Der Beschwerdeführer macht zwar geltend, im Nachgang an die Fes t- nahme durch die Polizei beziehungsw eise durch Mitarbeiter des CID g e- sucht worden zu sein. Dass er seither offenbar nie weitergehenden Massnahmen unterzogen wurde, weist jedoch auf ein mangelndes Ve r- folgungsinteresse der sri -lankischen Sicherheitskräfte hin. Läge seitens der sri -lankischen S icherheitskräfte tatsächlich ein Interesse an seiner Verfolgung vor, ist davon auszugehen, sie hätten ihn bei der bestandenen D-1113/2012 Seite 10 Gelegenheit verhaftet. Vorliegend erstaunt nämlich der Umstand, dass er das Risiko einging, nach dem Aufenthalt in M._______ erneut nach Sri Lanka zu reisen, wo er sich de nn auch mehrere Monate aufhielt. Würde er tatsächlich gesucht, wäre er kaum das Risiko eingegangen, drei Mal mit dem eigenen Pass über den Flughafen in H._______ zu reisen. Das fehlende Risikoprofil und die Tatsache , dass er keinen asylrelevanten Verfolgungsmassnahmen unterzogen wurde, lassen eine zukünftige Ve r- folgung durch die sri -lankischen Sicherheitskräfte als überwiegend u n- wahrscheinlich erscheinen. 3.3.4. An dieser Einschätzung vermögen auch die eingereichten Bewei s- mittel nichts zu ändern. So gibt das Bestätigungsschreiben seiner Kirche lediglich den vom Be schwerdeführer geltend gemachten Sachverhalt wieder. Der Beweiswert des Schreibens ist allerdings gering, zumal nicht nachvollziehbar ist, inwiefern der Priester d ie Vorkommnisse aus eigener Sicht und Wahrnehmung belegen kann. Ausserdem steht im Schreiben, er habe nach erfolgten Drohungen von Unbekannten der sri -lankischen Armee einige Monate in der Kirche geweilt. Der Beschwerdeführer gab indes zu Protokoll, für drei Tage in der Kirche Schutz gefunden zu haben. Die von der Ehefrau des Beschwerdeführers erstattete Anzeige bei der Polizei, weil er von Unbekannten eingeschüchtert werde, erweist sich als untaugliches Beweismittel, zumal es im Widerspruch zu seinen Aussagen steht. Der Beschwerdeführer machte beispielsweise nicht geltend, für die LTTE Propagandaarbeit geleistet zu haben. Ohnehin ist nicht nachvol l- ziehbar, weshalb eine Tätigkeit bei den LTTE behauptet wird. Eine solche Anzeige bei der Polizei, die den Beschwerdeführer angeblich sucht, ergibt im vorliegenden Kontext keinen Sinn. Auch der in Kopie eingereichte Haftbefehl vom 10. Oktober 2009 ist man- gels Beweiswert nicht geeignet , die Ausführungen des Beschwerdefü h- rers zu untermauern. Dieser brachte nie vor, mittels Haftbefehls gesucht zu werden. Obwohl dieses Dokument vom 10. Oktober 2009 datiert, war es ihm möglich, in den Jahren 2010 und 2012 ohne Schwierigkeiten die strengen Grenzkontrollen am Flughafen von H._______ zu passieren, was gegen eine asylrelevante Verfolgung spricht. 3.3.5. Insgesamt sind die vorgebrachten Schwierigkeiten durch Angehöri- ge des CID in ihrer Intensität und Ausprägung als nicht asylrelevant zu werten. Sodann ist festzuhalten, dass die Vorbringen des Beschwerd e- führers bezüglich der Verfolgung durch das CID sehr vage ausgefallen D-1113/2012 Seite 11 sind. Die geltend gemachten Vorbringen vermitteln insgesamt nicht den Eindruck einer zielgerichtet und intensiv verfolgten Person vor Ort. Bei ei- nem ernsthaften Verdacht der staatlichen Behör den, dass sich der B e- schwerdeführer an terroristischen Aktivitäten beteiligt hätte oder sonst e i- ne Gefahr für die Sicherheit des sri -lankischen Staates darstellen würde, hätte die Polizei ihn verhaftet . Gemäss Erkenntnissen der schweizer i- schen Asylbehörden geht der sri -lankische Staat nämlich rigoros gegen Terrorverdächtige vor. Die Furcht des Beschwerdeführers vor einer Ve r- folgung im Heimatland ist daher als objektiv nicht begründet im Sinne des Asylgesetzes einzustufen. 3.3.6. Zusammenfassend ergibt sich, dass d er Beschwerdeführer keine Gründe nach Art. 3 AsylG nachweisen oder glaubhaft machen konnte. Der Vorinstanz ist damit zu Recht zum Schluss gekommen, dass die Vo r- bringen des Beschwerdeführers insgesamt unglaubhaft ausgefallen sind, weshalb auf die entsprechenden vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen wird. Zudem erweisen sich die Vorbringen des Beschwerdeführers nach eingehender Durchsicht der Akten als nicht asylbeachtlich. Das BFM hat somit das Asylgesuch zu Recht abgewiesen. 4. Gemäss Art. 44 Abs. 1 AsylG ver fügt das Bundesamt in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an, wenn es das Asylgesuch ablehnt oder darauf nicht eintritt. Da der Beschwerdeführer weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über e i- nen Anspruch auf Erteilung einer solchen verfügt (BVGE 2009/50 E. 9), ist die Anordnung der Wegweisung nicht zu beanstanden. 5. 5.1. Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Au s- ländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). 5.2. Nach Art. 83 Abs. 3 AuG ist der Vollzug nich t zulässig, wenn völke r- rechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat ent- gegenstehen. Da dem Beschwerdeführer keine Flüchtlingseigenschaft zukommt, ist das flüch tlingsrechtliche Rückschiebungsverbot von Art. 33 D-1113/2012 Seite 12 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und Art. 5 AsylG nicht anwendbar. Die Z u- lässigkeit des Vollzuges beurteilt sich vielmehr nach den allgemeinen ver- fassungs- und völkerrechtlichen Bestimmungen (Art. 25 Abs. 3 der Bu n- desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]); Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche od er erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105]; Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreihe i- ten [EMRK, SR 0.101]. Im Lichte dieser Bestimmungen sind keine A n- haltspunkte dafür auszumachen, dass der Besc hwerdeführer im Falle e i- ner Wegweisung nach Sri Lanka dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl - als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 5.3. 5.3.1. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage ko nkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, so ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 5.3.2. Im zur Publikation bestimmten Urteil BVGE E-6220/2006 vom 27. Oktober 2011 hat das Bundesverwaltungsger icht angesichts der ve r- änderten Lage nach dem Ende des sri -lankischen Bürgerkriegs im Mai 2009 eine eingehende Beurteilung vorgenommen. Demzufolge ist seit dem Ende des bewaffneten Konflikts von einer erheblich verbesserten Menschenrechts- und Sicherheitslage auszugehen, wobei sich die Situ a- tion nicht in allen Landesteilen gleich präsentiert. In das sogenannte "Vanni-Gebiet" – die Distrikte von Kilinochchi und Mullaitivu und die nör d- lichen Teile der Distrikte von Mannar und Vavuniya sowie einen schmalen Landstreifen an der Ostküste des Jaffna-Distrikts südlich von Nagarkovil umfassend – ist eine Rückkehr aufgrund der weitgehend zerstörten Infr a- struktur und der Verminung weiterhin unzumutbar. In das übrige Staat s- gebiet ist der Wegweisungsvollzug grundsätzlich zumutbar, wobei bei aus der Nordprovinz stammenden Personen – wie dem Beschwerdeführer – wie folgt zu differenzieren ist: Für Personen, die aus der Nordprovinz stammen und dieses Gebiet erst nach Beendigung des Bürgerkrieges im Mai 2009 verlassen haben, i st die Rückkehr als grundsätzlich zumutbar D-1113/2012 Seite 13 zu beurteilen, wenn davon ausgegangen werden kann, dass die betre f- fende Person auf die gleiche oder gleichwertige Lebens - und Wohnsitua- tion zurückgreifen kann, und dem Wegweisungsvollzug auch anderweitig nichts entgegensteht. Liegt der letzte Aufenthalt der betreffenden Person in der Nordprovinz indessen längere Zeit zurück oder gehen konkrete Umstände aus den Verfahrensakten hervor, dass sich die Lebensu m- stände seit der Ausreise massgeblich verändert haben könnten , sind die aktuell vorliegenden Lebens - und Wohnverhältnisse sorgfältig abzukl ä- ren. Liegen keine begünstigenden Faktoren wie die Existenz eines tra g- fähigen Beziehungsnetzes und die konkrete Möglichkeit der Sicherung des Existenzminiums und der Wohnsituatio n in der Nordprovinz vor, ist die Zumutbarkeit einer innerstaatlichen Aufenthaltsalternative im übrigen Staatsgebiet, namentlich im Grossraum Colombo, zu prüfen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts BVGE E-6220/2006 vom 27. Oktober 2011 E. 13.2.1.2 – 13.3). 5.3.3. Der Beschwerdeführer stammt aus D._______ und liess sich nach Ausbruch des Bürgerkrieges 1998 gemeinsam mit seiner Mutter und den Geschwistern bei einem Onkel in E._______ (Ostprovinz) nieder. Seit Ende des bewaffneten Konflikts zwischen der sri -lankischen Armee und den LTTE im Mai 2009 hat sich – wie bereits erwähnt – die allgemeine Lage in Sri Lanka erheblich verbessert. Die Situation in der Ostprovinz hat sich weitgehend stabilisiert und normalisiert, so dass der Wegwe i- sungsvollzug in das gesamte Gebiet der Ostprovinz als grundsätzlich zumutbar zu erachten ist (vgl. Urteil E -6220/2006 vom 27. Oktober 2011 E. 13.1). Die Lage in der Nordprovinz von Sri Lanka ist indes differenziert zu betrach ten, da sich die Situation gebietsweise sehr unterschiedlic h präsentiert. Vorliegend wird die Zumutbarkeit in d ie Ostprovinz geprüft. Ob der Beschwerdefü hrer in D._______ über ein tragfähiges Bezi e- hungsnetz, die konkrete Möglichkeit der Sicherung des Existenzmin i- mums und eine gesicherte Wohnsituation verfügt , kann daher offen ble i- ben. 5.3.4. Beim Beschwerdeführer handelt es sich gemäss den Akten um e i- nen gesunden Mann mit solider Ausbildung und mehrjähriger Berufse r- fahrung als Fahrer, welcher eigenen Angaben zufolge vor seiner Ausreise aus Sri Lanka in E._______ wohnhaft war, wo er mit seiner Ehefrau, den gemeinsamen Kindern und den Schwiegereltern enge familiäre Anknü p- fungspunkte verfügt. Zwar machte er geltend, er habe in E._______ aus- ser der Fahrtätigkeiten keiner Arbeitsbeschäftigung nachgehen können, weshalb gelegentlich Verwandte für seinen Unterhalt hätten aufkommen D-1113/2012 Seite 14 müssen. Vor seiner Ausreise aus der Heimat habe er bei seinem Schwi e- gervater im (…) ausgeholfen. Vor dem Hintergrund seiner mannigfachen persönlichen Verbindungen vor Ort erscheint eine Rückkehr nach Sri Lanka indes zumutbar. Durch die rasche Nachreichung von Beweismitteln aus der Heimat und der Tatsache, dass der Beschwerdeführer selbst zu Protokoll gab, mit seiner Ehefrau telefonisch in Kontakt zu stehen, ist von weiterhin sehr guten Beziehungen vor Ort auszugehen. Aufgrund der Ak- ten darf daher in entscheidrelevanter Hinsicht ohne weiteres davon au s- gegangen werden, der Beschwerdeführer könne sich in E._______ eine tragfähige Existenzgrundlage erarbeiten. 5.4. Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, der im Be sitze eines Reisepasses ist, sich bei der zuständigen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr allenfalls notwendigen Reisedokumente zu b e- schaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 5.5. Nachdem sich der Vollzug der Wegweisung als zulässig, zumutbar und möglich erweist, fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme au s- ser Betracht (Art. 83 Abs. 1 – 4 AuG). Die Anordnung des Wegweisung s- vollzuges ist demnach zu bestätigen. 6. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwer- de ist nach dem Gesagten abzuweisen. 7. 7.1. Die Beschwerde erweist sich angesichts der vorstehenden Erwägu n- gen als aussichtslos, weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgel t- lichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG – unabhängig von der Frage der Bedürftigkeit des Beschwerdeführers – abzuweisen ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer - deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt auf Fr. 600.– festzusetzen (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsg e- richt [VGKE, SR 173.320.2]). Das Gesuch um Verzicht a uf die E rhebung eines Kostenvorschusses ist mit dem vorliegenden Urteil gegenstandslos geworden. D-1113/2012 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Si n- ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gun s- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Thomas Wespi Yarimar-Eva Zeleznik