<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2018.00651</span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiberin Muraro</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 31. Oktober 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Cristina Schiavi</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">goldbach law</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Gustav-Siber Weg 4, Postfach 645, 8700 Küsnacht ZH</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezog ab </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem 1.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">September 2000 eine ganze Invalidenrente </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Invalidenversicherung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i einem Invaliditätsgrad von 67 % und ab Januar 2004 von 96 %. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 14.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2008 hob die IV-Stelle die ganze Rente </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rückwirkend auf den 1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2004 auf. Mit Rückerstattungsverfügung vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m 30. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2008 forderte sie die zu Unrecht bezogenen Leistungen ab Juli 2004 zurück. Die gegen diese Verfügungen erhobenen Beschwerden hiess das Sozialversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gericht des Kanto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ns Zürich mit Entscheid vom 27. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2009 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Geschäfts-Num</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mer IV.2008.00957) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in dem Sinne gut, dass es die Sache zu weiteren Abklärungen an die Verwaltung zurückwies. Ein Gesuch um Wiederherstellung der aufschie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benden Wirkung der Beschwerde respektive um vorsorgliche Weiterausrichtung der Rentenleistungen wies das Gericht ab.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle veranlasste daraufhin eine Begutachtung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Versicherten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und zog die Untersuchungsakten der Kan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tonspolizei Zürich sowie die Buchhaltungsunterlagen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___ AG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei. Weiter führ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te sie eine Abklärung für Selb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständigerwerbende</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vor Ort durch (Bericht vom 26. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Oktober 2012). Gestützt hierauf hob die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV-Stelle mit Verfügung vom 26. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2016 die bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">herige Rente rückwirkend vom 1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2004 bis zur Sistierung auf.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Die vom Versicherten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hiergegen erhobene Beschwerde wies das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sozialversicherungsgericht des Kanto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ns Zürich mit Entscheid vom 7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August 2017 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Geschäfts-Nummer IV.2016.00428) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ab.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Das Bundesgericht wies die gegen das Urteil des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sozialversicherungsgericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Kanto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ns Zürich vom 7. August 2017 erhobene Beschwerde mit Urteil 8C_708/2017 vom 16. Mai 2018 ab. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 14. Juni 2018 verfügte die IV-Stelle des Kantons Zürich die Rückforderung von zu Unrecht ausbezahlten IV-Renten im Gesamtbetrag von Fr. 162'513.-- für die Zeitdauer vom 1. Juli 2004 bis 30. November 2007 (Urk. 2 [= Urk. 6/256]). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 10. August 2018 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben; eventuell sei die Rückerstattung zu erlassen. In prozessualer Hinsicht beantragte er die Durchfüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung eines zweiten Schriftenwechsels, wobei ihm Gelegenheit einzuräumen sei, sich zum Erlass der Rückerstattung zu äussern (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wort vom 14. September 2018 (Urk. 5) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Replicando hielt der Beschwerdeführer in der Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gabe vom 2. Oktober 2018 an seinen Anträgen fest (Urk. 10). Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin verzichtete am 19. Oktober 2018 (Urk. 13) auf das Einreichen einer Dup</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lik, was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 22. Oktober 2018 zur Kennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nis gebracht wurde (Urk. 14). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 77 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Verordnung über die Invalidenversicherung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hat der Berechtigte jede für den Leistungsanspruch wesentliche Änderung, namentlich eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit, der persönlichen und gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse, unverzüglich der IV-Stelle anzuzeigen (vgl. auch Art. 31 Abs. 1 ATSG). Wird eine Leistung der Invalidenversicherung zu Unrecht ausgerichtet und ist dies darauf zurückzufüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren, dass der Bezüger sie unrechtmässig erwirkt hat oder der ihm gemäss Art. 77 IVV zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist, erfolgt die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung rückwirkend vom Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung (Art. 88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 2 lit. b IVV).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sozialversicherungsgericht des Kanto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ns Zürich bejahte im Urteil vom 7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August 2017 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Geschäfts-Nummer IV.2016.00428) das Vorliegen einer Melde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflichtverletzung und erwog, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine rückwirkende Herabsetzung der Invalidenrente ab dem Zeitpunkt der Verbesserung, unter Berücksichtigung der dreimonatigen Frist von Art. 88a Abs. 1 in Verbindung mit Art. 88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 2 li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">b IVV,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zuläs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie Frage, ob der Besc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hwerdeführer die zu viel bezoge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Rentenbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">treffnisse zurückzuerstatten habe, bilde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht Gegenstand </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dieses Verfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hierüber erlasse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Beschwerdegegnerin eine separate Verfügung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(E. 5)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Das Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richt hielt in diesem Zusammenhang fest, g</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">egen die vorinstanzlich bejahte Mel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">depflichtverletzung wende</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu Recht nichts ein. Damit habe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> es mit der rückwirkenden Leistungseinstellung gemäss angefochtenem Entscheid sein Bewenden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil 8C_708/2017 vom 16. Mai 2018 E. 3.2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 25 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bundesgesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über den Allgemeinen Teil des Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsrechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sind unrechtmäss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ig bezogene Leistungen zurückzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">er Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung. Wird der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungsfrist vorsieht, so ist diese Frist massge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> (Art. 25 Abs. 2 ATSG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Die relative und die absolute Verwirkungsfrist kann nicht unterbrochen werden, und sie steht auch nicht still (vgl. Ueli Kieser, Kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">mentar zum ATSG, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 25 Rz. 55).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist vorliegend einzig die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rückerstattung der Rent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">enbetreff</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisse für die Zeit vom 1. Juli 2004 bis am 30. November 2007 (Urk. 2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ein Erlassgesuch wurde bei der Beschwerdegegnerin noch nicht gestellt. Diese hat dementsprechend auch noch nicht über einen Erlass entschieden. Sie hat in der Beschwerdeantwort vom 14. September 2018 lediglich in Aussicht gestellt, sie würde ein Erlassgesuch abweisen (Urk. 5). Dies stellt keine Behandlung eines Erlassgesuchs dar. Soweit mit der Beschwerde geltend gemacht wird, die Beschwerdegegnerin habe dem Beschwerdeführer die Pflicht zur Rückerstattung zu Unrecht nicht erlassen, ist darauf nicht einzutreten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer machte in seiner Beschwerdeschrift vom 10. August 2018 im Wesentlichen geltend, ein Rückerstattungsanspruch sei bereits verwirkt. Die Beschwerdegegnerin habe bereits am 7. September 2006 Strafanzeige gegen den Beschwerdeführer gestellt, nachdem sie anonyme Anrufe erhalten habe. Sie habe somit bereits dann gewusst, dass der Beschwerdeführer Arbeiten verrichte, welche er aufgrund seines Gesundheitszustandes nicht habe verrichten können. Spätes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tens am 27. Juni 2007, als das Observationsmaterial vorgelegen habe, habe sie mit Sicherheit gewusst, dass der Beschwerdeführer Tätigkeiten ausübe, welche nicht mit der vollen Rente im Einklang gestanden hätten. Die einjährige Verwirkungsfrist habe somit am 27. Juni 2007 zu laufen begonnen, allerspätes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tens aber am 3. Juli 2007, da dann die Hafteinvernahme des Beschwerdeführers stattgefunden habe und die Beschwerdegegnerin das Observationsmaterial dann auch hätte einsehen können. Die Rückforderungsverfügung vom 30. Juli 2008 sei zu spät erfolgt (Urk. 1 S. 7 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Weiter führte der Beschwerdeführer aus, das medizinische Gutachten, welches nach Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin durch das hiesige Gericht veranlasst worden sei, sei bei der Beschwerdegegnerin am 23. August 2011 eingegangen. Ab dann habe die relative Verwirkungsfrist spätestens zu lau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">fen begonnen, da nun alle Elemente für die Kenntnisnahme der unrechtmässig bezogenen Leistungen bekannt gewesen seien. Allerspätestens habe die einjährige Verwirkungsfrist aber mit der Einstellungsverfügung vom 26. Februar 2016 begonnen. Die hier angefochtene Rückforderungsverfügung sei aber erst am 14. Juni 2018 erlassen worden, womit die relative Verwirkungsfrist bereits abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">laufen sei (Urk. 1 S. 8 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Der Beschwerdeführer brachte sodann sinngemäss vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, es sei nicht zulässig, auf Vorrat Rückforderungsverfügungen zu erlassen, wenn die einjährige Verwir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">kungsfrist noch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nicht zu laufen begonnen habe. Wenn die Verwaltung also später als nach der absoluten Verwirkungsfrist Kenntnis von unrechtmässig bezogenen Leistungen erhalte, könne sie diese nicht mehr geltend machen (Urk. 1 S. 9 f.). Eine längere strafrechtliche Verwirkungsfrist sei vorliegend nicht anwendbar, da der Beschwerdeführer vom Vorwurf des Versicherungsbetrugs freigesprochen worden sei (Urk. 1 S. 9 f.). Schliesslich brachte der Beschwerdeführer vor, es bestehe keine Kausalität zwischen Meldepflichtverletzung und unrechtmässigem Leistungsbezug (Urk. 1 S. 10 ff.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit R</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ückerstattungsverfügung vom 30. Juli 2008 forderte die Beschwerdegegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die zu Unrecht bezogenen Leistungen ab Juli 2004 zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 6/90), nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die ganze Rente </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">it Verfügung vom 14.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Juli 2008 rückwirkend per 1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2004 auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehoben hatte. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Dem Erlass der Rückerstattungsverfügung am 30. Juli 2008 ging folgender Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">verhalt voraus:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Am 23. Mai</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">2006 teilte eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">angebliche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Bekannte des Versicherten der IV-Stelle </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">anonym per Telefon </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">mit, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">der Versicherte arbeite, obwohl er eine Invalidenrente beziehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">; er sei nicht nur im Büro tätig, sondern bediene beispiel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sweise auch die Spritzmaschine (Urk. 6/45</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">). Im Rahmen der gleichentags eingeleiteten Rentenre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">vision </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tätigte die IV-Stelle diverse Abklärungen (vgl. Urk. 6/46). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Am 25. Juli 2006 erhielt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> erneut einen anonymen Te</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lefonanruf mit dem Hinweis, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">der Versicherte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> verrichte auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Baustellen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> schwere Arbeiten.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Ausserdem laufe gegen die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">AG eine Untersuchung des Staats</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sekretariats für Wirtschaft (seco) wegen zu U</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nrecht bezogener Schlechtwetterentschädigungen in der Höhe von 1 Mio. Franken (Urk. 6/50). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Am 7. September</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">2006 reichte die IV-Stelle b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ei der Kantons</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">polizei wegen des Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dachts auf Versicherungsbetrug (unwahre Angaben) Straf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">anzeige geg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">en den Versicherten ein (Urk. 6/53</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">). Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">t stellte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">daraufhin eröffnete </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Strafuntersuchung gegen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> wegen Betrug</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> etc. mit Verfügung vom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> 3. Oktober 2007 ein (Urk. 6/71</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">). Dagegen erhob die IV-Stelle mit Eingabe vom 10. Januar 2008 beim Obergericht des Kan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tons Zürich Rekurs mit dem Antrag, die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">angefochtene Verfügung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> sei aufzuheben </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">und die zuständige Staatsanwaltschaft </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> anzuweisen, die Strafuntersuchung wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">terzuführen (Urk. 6/72</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Aus dieser Eingabe vom 10. Januar 2008 geht hervor, dass der Beschwerdegegnerin die Strafuntersuchungsakten erst am 5. November 2007 ausgehändigt worden sind (Urk. 6/72/5 Ziff. 14). Im Aktenverzeichnis der Beschwerdegegnerin sind die Akten der Staatsanwaltschaft sogar erst mit dem Eingangsdatum vom 15. November 2007 vermerkt (Aktenverzeichnis S. 3 zu Urk. 6/75/1-361). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anonyme Hinweise und ein darauf gestützter Strafantrag der Beschwerdegegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin genügen nicht für die Annahme einer ausreichenden Kenntnisnahme eines Rückforderungsanspruchs. Vor dem 5. oder 15. November 2007 konnte die ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jährige Verwirkungsfrist somit noch nicht ausgelöst worden sein. Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">R</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ückerstat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsverfügung vom 30. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2008 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erfolgte damit vor Ablauf der relativen ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jährigen Verwirkungsfrist. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht in ihrer Beschwerdeantwort vom 14. September 2018 (Urk. 5) geltend machte, genügt aber bereits ein entsprechender Hinweis im Vorbescheid für die Wahrung der einjährigen relativen Verwirkungsfrist (Urteil des Bundesgerichts 8C_601/2016 und 8C_602/2016 vom 29. November 2016 E. 7.2.2 mit Hinweisen). Im Vorbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid vom 18. Februar 2008 hatte die Beschwerdegegnerin bereits festgehalten, die Ausrichtung der Rente werde rückwirkend per 1. Juli 2004 aufgehoben. Für die Zeit vom 1. Juli 2004 bis am 30. November 2007 liege eine Verletzung der Meldepflicht vor. Die in dieser Zeit zu Unrecht bezogenen Leistungen seien zurückzuerstatten (Urk. 6/81). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die absolute fünfjährige Verwirkungsfrist war im Zeitpunkt des Erlasses des Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bescheids vom 18. Februar 2008 ebenfalls noch nicht abgelaufen. Die Rückfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derung betraf einen Zeitraum vom 1. Juni 2004 bis 30. November 2007, womit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nach der Entrichtung der einzelnen Leistung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en noch nicht fünf Jahre vergangen waren. Dasselbe gilt im Übrigen auch für die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">R</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ückerstattungsverfügung vom 30. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 200</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. Damit ist nicht zu prüfen, ob eine längere strafrechtliche Frist zum Tragen kommen könnte (vgl. auch die diesbezüglichen Vorbringen des Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführers in Urk. 10 S. 3 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sowohl die einjährige als auch die fünfjährige Verwirkungsfrist waren im Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt des Vorbescheids vom 18. Februar 2008 und auch im Zeitpunkt der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">R</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erstattungsverfügung vom 30. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2008</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewahrt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Wurde die Rückforderung einmal frist- und formgerecht geltend gemacht, ist die Frist zu ihrer Festsetzung ein für alle Mal gewahrt, und zwar selbst dann, wenn die entsprechende Verfügung nachträglich aufgehoben und durch eine inhaltlich berichtigte neue ersetzt werden muss. Das spätere rechtliche Schicksal der Rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">erstattungsverfügung spielt demnach keine Rolle. In solchen Fällen stellt sich die Frage der Verwirkung erst wieder bei der Vollstreckung, nachdem die Rückerstat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tungsforderung rechtskräftig geworden ist. Für die Vollstreckung rechtskräftig festgesetzter Rückforderungen gilt eine fünfjährige Verwirkungsfrist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">(Urteil des Bundesgerichts 9C_320/2014 E. 2.2; SVR 2007 IV Nr. 6 S. 21). Diese ist noch nicht abgelaufen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit dem Argument, es sei nicht zulässig, auf Vorrat Rückforderungsverfügungen zu erlassen, wenn die einjährige Verwirkungsfrist noch nicht zu laufen begonnen habe (Urk. 1 S. 9 f.), vermag der Beschwerdeführer nicht durchzudringen. Auch wenn </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grundsätzlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erst mit ärztli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cher Beurteilung des Observationsmaterials von sicherer Kenntnis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Sachver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auszugehen ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts 8C_192/2013 vom 16. August 2013 E. 3.1 mit Hinweisen),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hindert dies die Verwaltung nicht, bereits früher eine Rückerstattungsverfügung zu erlassen, um dem drohenden Ablauf der absoluten fünfjährigen Verwirkungsfrist entgegenzuwirken. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer brachte schliesslich vor, es bestehe kein Kausalzusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hang zwischen der Meldepflichtverletzung und dem unrechtmässigen Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezug (Urk. 1 S. 10 ff.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Der vom Beschwerdeführer angerufene Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Abs. 2 lit. b IVV betrifft die rückwirkende Aufhebung oder Änderung einer Rente. Gemäss Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Abs. 2 lit. b IVV in der bis 31. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Dezember 2014 in Kraft gestandenen Fassung musste die Verletzung der Meldepflicht für den unrechtmässigen Leistungsbezug kausal gewesen sein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> (BGE 142 V 259 E. 3.2.1 S. 261). Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Abs. 2 lit. b IVV in der seit 1. Januar 2015 geltenden Fassung setzt dies nicht mehr voraus. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Da bereits rechtskräftig entschieden wurde, dass die rückwirkende Renteneinstel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lung zu Recht erfolgte, ist auf das Argument, es fehle an einem Kausalzusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">menhang zwischen der Meldepflichtverletzung und dem unrechtmässigen Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tungsbezug, unter dem Titel der Rückerstattungspflicht nicht mehr einzugehen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es sich v</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">orliegend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> um eine Streitigkeit betreffend Bewilligung oder Verweige</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n Versicherungsleistungen (Art. 69 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgesetzes </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">über die Invalidenversicherung [</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) handelt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. das Urteil des ehemaligen Eidgenössi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Versicherungsgerichts I 721/05 vom 12. Mai 2006 E. 4)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, ist d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">as Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deverfahren kostenpflichtig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kosten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sind auf Fr. 600.-- festzusetzen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Dr. Cristina Schiavi</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstMuraro</p><p></p></div> </div></body></html>