B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i ch t T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T ri b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-2094/2025 wiv U r t e i l v o m 3 . A p r i l 2 0 2 5 Besetzung Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer; Gerichtsschreiberin Irène Urscheler Urstadt. Parteien A._______, geboren am (…), Ohne Nationalität, c/o BAZ (…), Beschwerdeführer, gegen Staatssekretariat für Migration (SEM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG); Verfügung des SEM vom 19. März 2025 / N (…). D-2094/2025 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seine Heimat, das Besetzte Palästinensische Gebiet (Gazastreifen) im Jahr 2021 verliess, in der Türkei lebte, bis er am 24. Oktober 2024 nach Griechenland reiste, dass er am 30. Januar 2025 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, dass der Beschwerdeführer gemäss einem Abgleich mit der zentralen Fin- gerabdruckdatenbank der Europäischen Union (Eurodac) am 25. Oktober 2024 in Griechenland ein Asylgesuch stellte, ihm dort am 30. Oktober 2024 ein Schutzstatus gewährt wurde, und er am 27. Dezember 2024 auch in Belgien um Asyl nachsuchte, dass der Beschwerdeführer am 4. Februar 2025 die ihm zugewiesene Rechtsvertretung mandatierte, dass mit ihm am 18. Februar 2025 ein sogenanntes Dublin-Gespräch durchgeführt wurde, dass die Vorinstanz die belgischen Behörden gleichentags um Aufnahme des Beschwerdeführers ersuchte, gestützt auf Art. 12 Abs. 2 der Verord- nung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehö- rigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf inter- nationalen Schutz zuständig ist (Dublin-III-Verordnung), dass die belgischen Behörden das Gesuch am 24. Febru ar 2025 mit Ver- weis auf den Schutzstatus in Griechenland ablehnten, dass die griechischen Behörden am 26. Februar 2025 einem Ersuchen der Vorinstanz um Rückübernahme vom 6. Februar 2025 , gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mit- gliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger (Rückführungsrichtlinie) und das Abkommen vom 28. August 2006 zwi- schen dem Schweizerischen Bundesrat u nd der Regierung der Helleni- schen Republik über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem Aufenthalt (SR 0.142.113.729) zustimmten, D-2094/2025 Seite 3 dass sie gleichzeitig mitteilten, der Beschwerdeführer habe am 30. Oktober 2024 den Flüchtlingsstatus («refugee status») erhalten und verfüge in Grie- chenland über eine bis zum 2 9. Oktober 2027 gültige Aufenthaltsbewilli- gung, dass der Beschwerdeführer am 27. Februar 2025 das rechtliche Gehör zu einem Vollzug der Wegweisung nach Griechenland erhielt, und er sich mit Schreiben vom 3. März 2025 dazu vernehmen liess, dass der Beschwerdeführer im Wesentlichen vorbrachte, er habe sich vom 22. Oktober 2024 bis zum 6. Dezember 2024 in Griechenland aufgehalten, wo sein Leben in Gefahr gewesen sei, da die Familie seiner Frau ihm dort- hin gefolgt sei mit der Absicht, ihn zu töten, weshalb er habe untertauchen müssen, er habe dort zudem keine Familienangehörigen, Bekannten oder Freunde, die griechischen Behörden hätten ihn nicht unterstützt, er habe keine kostenlosen Lebensmittel, keine Unterkunft und zu wenig Geld er- halten, um sich eine Unterkunft leisten zu können, auch Hilfsorganisatio- nen hätten ihm nicht geholfen, er habe keine Arbeit gefunden und nicht genug Geld gehabt, um sich eine AMA-Karte zu kaufen, um medizinische Versorgung zu erhalten, dass er zur Stützung seiner Vorbringen Dokumente des UNRWA, eine Ko- pie seines Reisepasses sowie Kopien von Whatsapp -Chats und Audio- nachrichten einreichte, dass die Vorinstanz de m Beschwerdeführer am 17. März 2025 den Ent- scheidentwurf zur Stellungnahme aushändigte und diese r mit Schreiben vom 18. März 2025 hauptsächlich ausführte, die Personen, die ihn in Grie- chenland verfolgten und ihm mit dem Tod drohten, bewegten sich frei im Land, er habe traumatisierende Erfahrungen machen müssen und weder Zeit gehabt, bei der Polizei eine Anzeige zu erstatten noch auf eine Reak- tion der griechischen Behörden zu warten , zudem leide er unter psychi- schen Problemen, da er sich Sorgen um seine Familie und sein Land ma- che, dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 19. März 2025 – gleichentags er- öffnet – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug nach Griechenland anordnete und dem Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten aushändigte, D-2094/2025 Seite 4 dass die bisherige Rechtsvertretung das Mandatsverhältnis gleichentags beendete, dass d er Beschwerdeführer gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 26. März 2025 Beschwerde erhob und beantragte, die vorinstanzliche Ver- fügung sei aufzuheben, die Vorinstanz sei anzuweisen, auf sein Asylge- such einzutreten, eventualiter sei ihm die vorläufige Aufnahme zu gewäh- ren, subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, sub-subeventualiter seien spezifische Garantien von den griechischen Behörden einzuholen, um eine angebrachte Unterbringung und medizinische Versorgung sicherzustellen, dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu gewähren, die Aussetzung des Wegwei- sungsvollzuges sei superprovisorisch zu erlassen, der Kanton Basel-Land- schaft sei über die Aussetzung der Weg weisung bis zum Entscheid über die vorliegende Beschwerde in Kenntnis zu setzen, ihm sei zufolge Mittel- losigkeit die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, dass die vorinstanzlichen Akte n dem Bundesverwaltungsgericht am 27. März 2025 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG), und das Bundesverwaltungsgericht erwägt, dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass das Verfahren sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass die Beschwerde frist - und formgerecht eingereicht worden und de r Beschwerdeführer zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG), wes- halb auf die Beschwerde – unter nachstehendem Vorbehalt – einzutreten ist, D-2094/2025 Seite 5 dass die Beschwerde in Verwaltungssachen gemäss Art. 55 Abs. 1 VwVG aufschiebende Wirkung hat und die Vorinstanz der Beschwerde vorliegend die aufschiebende Wirkung nicht entzog (Art. 55 Abs. 2 VwVG), we shalb auf die Anträge, der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung zu gewähren und die Vollzugsbehörden seien superprovisorisch anzuweisen, von Voll- zugshandlungen abzusehen, mangels Rechtsschutzinteresses nicht ein- zutreten ist, dass die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü- gen sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über- prüfen, die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylge- such nicht eintrat (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 2012/4 E. 2.2, je m.w.H.), dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintre- tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen materi- ellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2014/39 E. 3 m.w.H.), dass die Vorinstanz hinsichtlich der Frage der Wegweisung und des Weg- weisungsvollzugs eine materielle Prüfung vornahm, weshalb dem Bundes- verwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass die Beschwerde sich – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensichtlich unbegründet erweist, weshalb über diese in einzelrichterlicher Zuständig- keit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten Richterin, ohne Durchführung eines Schriftenwechs els und mit summarischer Be- gründung zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e sowie Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), dass der Beschwerdeführer rügte, die Vorinstanz habe es unterlassen, ein- gehende Abklärungen zu seiner Vulnerabilität und konkreten Situation in Griechenland zu tätigen und seine diesbezüglichen Aussagen zu würdigen, dass in den Akten nichts dafür spricht, die Vorinstanz hätte den relevanten Sachverhalt unvollständig oder fehlerhaft festgestellt oder gewürdigt, viel- mehr gab sie dem Beschwerdeführer i nsbesondere ausreichend D-2094/2025 Seite 6 Gelegenheit, sich zu einer Rückkehr nach Griechenland, seinem dortigen Leben nach Erhalt des Schutzstatus sowie zu seinem Gesundheitszustand zu äussern und ging auf sämtliche wesentlichen Vorbringen ausführlich ein, weshalb dem Beschwerdeführer eine sachgerechte Anfechtung mög- lich war, was die Beschwerde selbst zeigt, dass das rechtliche Gehör mithin nicht verletzt wurde, weshalb kein Grund für eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz besteht und das ent- sprechende Eventualbegehren abzuweisen ist, dass gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch in der Regel nicht eingetreten wird, wenn die asylsuchende Person in einen nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG als sicher bezeichneten Drittstaat zurückkehren kann, in welchem sie sich vorher aufgehalten hat, dass es sich bei Griechenland – einem Mitgliedstaat der EU – um einen sicheren Drittstaat im Sinne der erwähnten Bestimmung handelt (B e- schluss des Bundesrats vom 14. Dezember 2007; in Kraft seit dem 1. Ja- nuar 2008), dass d er Beschwerdeführer sich gemäss den vorliegenden Akten zuvor dort aufhielt und von Griechenland am 30. Oktober 2024 als Flüchtling an- erkannt wurde, er dort über eine gültige Aufenthaltsbewilligung verfügt und die griechischen Behörden seiner Rückübernahme explizit zustimmten, er folglich nach Griechenland zurückkehren kann, dass die Vorinstanz mithin in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG zu Recht nicht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers eingetreten ist, dass die Vorinstanz die Wegweisung aus der Schweiz verfügt und den Voll- zug anordnet, wenn sie auf ein Asylgesuch nicht eintritt (Art. 44 AsylG), der Beschwerdeführer in der Schweiz weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung ei ner sol- chen verfügt, die Wegweisung demnach zu Recht angeordnet wurde (Art. 44 AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4.; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), dass die Vorinstanz das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt (im Sinne von Art. 44 [zweiter Satz] AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2 -4 AIG [SR 142.20]), wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist, D-2094/2025 Seite 7 dass der Vollzug nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise in den Drittstaat entgegenstehen (vgl. Art. 83 Abs. 3 AIG), von der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs auszu- gehen wäre, wenn de m Beschwerdeführer im Drittstaat aufgrund von Krieg, allgemeiner Gewalt oder einer medizinischen Notl age konkret Ge- fahr drohen würde (vgl. Art. 83 Abs. 4 AIG) und schliesslich der Vollzug nicht möglich wäre, wenn der Beschwerdeführer nicht in den Drittstaat ver- bracht oder freiwillig dorthin reisen könnte (vgl. Art. 83 Abs. 2 AIG), dass die Vorinstanz in ihrer Verfügung im Wesentlichen festhielt, das Non- Refoulement-Gebot bezüglich des Heimat- oder Herkunftsstaates sei nicht zu prüfen, da de r Beschwerdeführer in einen Drittstaat reisen könne, in dem e r Schutz vor Rückschiebung gemäss Art. 5 Abs. 1 AsylG fin den würde, dass weder die in Griechenland herrschende Situation noch andere Gründe gegen die Zulässigkeit oder Zumutbarkeit der Wegweisung in die- sen Staat sprechen würden und insbesondere keine Gründe ersichtlich seien, er würde bei einer Rückkehr nach Griechenland in eine existenzielle Notlage geraten, dass weder konkrete Hinweise noch Nachweise dafür bestehen würden, ihm seien die ihm zustehenden Rechte verweigert worden, im Übrigen habe er Griechenland bereits fünf Wochen nach der Gewährung des Schutzstatus verlassen und sei für die dortigen Behörden nicht mehr er- reichbar gewesen, dass er sich im Übrigen an die zuständigen staatlichen Stellen wenden könne, sollte er Übergriffe durch Familienangehörige seiner Ehefrau fürch- ten oder solche erleiden, zumal Griechenland ein Rechtsstaat sei, der über eine schutzwillige und -fähige Polizeibehörde verfüge, und keine konkreten Hinweise darauf bestehen würden, dies wäre für ihn weder zumutbar noch möglich, dass der Wegweisungsvollzug schliesslich technisch möglich und prak- tisch durchführbar sei, da die entsprechende Zustimmung von Griechen- land vorliege, dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde dagegen – über das bereits Vorgebrachte – im Wesentlichen geltend machte, nach Erhalt des Schutz- status sei er obdachlos gewesen, zudem sei er durch die humanitäre Ka- tastrophe in Gaza und im Besetzten Palästinensischen Gebiet belastet, er D-2094/2025 Seite 8 könne seinen krebskranken Vater, der nach Ägypten vertrieben worden und auf ihn angewiesen sei, von dort aus nicht unterstützen, die griechi- schen Behörden könnten die Grundbedürfnisse der Personen mit Schutz- status nicht decken, der Zugang zum Arbeitsmarkt sei dort sehr schwierig, dass er aufgrund seiner psychischen Verfassung besonders verletzlich sei und eine Rückkehr nach Griechenland würde bedeuten, erneut in eine Si- tuation extremer materieller Not und Schutzlosigkeit zu geraten, dass das Bundesverwaltungsgericht sich i m erwähnten Referenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 einlässlich mit der Situation in Griechenland auseinandersetzte und an seiner bisherigen Rechtspre- chung festhält, dass der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland für Personen, die dort einen Schutzstatus erhalten haben, grundsätzlich zu- lässig und zumutbar ist, dass trotz existierender Schwachstellen gemäss dieser nach wie vor gülti- gen Praxis und entgegen den Beschwerdevorbringen nicht von einer Situ- ation extremer materieller Not oder eines «real risk» für alle dort Schutzbe- rechtigten gesprochen werden kann, dass auch individuell nicht davon auszugehen ist, dem Beschwerdeführer drohe in Griechenland eine unzulässige Behandlung, zumal er sich gegen allfällige Übergriffe von Seiten Dritter an die griechischen Behörden wen- den könnte, dass der Vollzug der Wegweisung demnach sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, dass das SEM sodann zu Recht von der Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung ausgegangen ist und auf die zutreffenden Erwägungen ver- wiesen werden kann, dass das Gericht es zwar als glaubhaft erachtet, dass der Beschwerdefüh- rer in Griechenland unter schwierigen Bedingungen lebte, es ihm praxis- gemäss aber zuzumuten ist, sich für eine Unterkunft und Sozialleistungen an die entsprechenden Stellen zu wenden, im Bedarfsfall seine Rechte ein- zufordern sowie nötigenfalls die unentgeltliche Hilfe der zahlreich vorhan- denen Nichtregierungsorganisationen zu beanspruchen, D-2094/2025 Seite 9 dass sodann das Fehlen von Griechischkenntnissen und eines sozialen und familiären Netzwerks ihn nicht dauerhaft davon abhalten wird, eine Ar- beitsstelle zu finden, dass er sich schliesslich gesundheitlich nicht in einer Situation befindet, die zu einer anderen Einschätzung der Sachlage führen würde, zumal er der- zeit zwar gewisse psychische Beschwerden aufweist, diese indessen auch in Griechenland behandelt werden könnten, sollte er diesbezüglich einer Behandlung bedürfen, dass der Beschwerdeführer mithin nicht als vulnerable oder gar als beson- ders verletzliche Person zu qualifizieren ist und es ihm damit nicht gelingt, die Legalvermutung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach Griechenland umzustossen, dass entsprechend kein Raum besteht für die Einholung individueller Ga- rantien bezüglich einer angebrachten Unterbringung und der medizini- schen Versorgung de s Beschwerdeführers nach seiner Rückkehr nach Griechenland, womit der diesbezügliche Antrag abzuweisen ist, dass an diesen Ausführungen auch das Vorbringen, er könne seinen auf ihn angewiesenen Vater von Griechenland aus nicht unterstützen, nichts zu ändern vermag, dass der Vollzug der Wegweisung sich schliesslich auch als möglich er- weist, nachdem die griechischen Behörden einer Rückübernahme des Be- schwerdeführers ausdrücklich zugestimmt haben, dass die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zusammenfassend zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnete, weshalb eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1 -4 AIG) und folglich das entsprechende Eventualbegehren abzuweisen ist, dass demzufolge die angefochtene Verfügung Bunde srecht nicht verletzt sowie den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, dass mit dem vorliegenden Direktentscheid in der Sache das Gesuch des Beschwerdeführers betreffend Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor- schusses gegenstandslos geworden ist, D-2094/2025 Seite 10 dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung un- geachtet der geltend gemachten prozessualen Bedürftigkeit abzuweisen ist, da die Beschwerdebegehren sich entsprechend den vorstehenden Er- wägungen als von vornherein aussichtslos erwiesen haben (Art. 65 Abs. 1 VwVG), dass die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 750. – mithin de m Be- schwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reg- lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). (Dispositiv nächste Seite) D-2094/2025 Seite 11 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan- tonale Migrationsbehörde. Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Nina Spälti Giannakitsas Irène Urscheler Urstadt Versand: