<h2>SubmittedText<h2><p>Die Covid-19-Pandemie schlägt vielen Menschen aufs Gemüt und erhöht das Suchtverhalten. Sucht Schweiz appelliert an Betroffene, Angehörige und Arbeitgebende, frühzeitig Hilfe zu holen - bevor sich die Sucht verfestigt.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie stark haben die Wartezeiten für die psychotherapeutische Behandlung von Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen zugenommen?</p><p>2. Sieht er Möglichkeiten, temporär niederschwellige Angebote zu schaffen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Suchtbehandlungen und -beratungen erfolgen sowohl ambulant wie auch stationär. Für den stationären Bereich stehen die Belegungsstatistikdaten der Therapieeinrichtungen für das Jahr 2020 erst Mitte 2021 zur Verfügung. Gemäss Berichten aus der Praxis ist bisher kein markanter Anstieg an Anfragen für Suchttherapien aufgrund Covid-19 zu verzeichnen. Es bestehen allerdings Hinweise auf zunehmende Versorgungsengpässe in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, wo ebenfalls Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen behandelt werden. Auch im ambulanten Bereich konnte gemäss Berichten aus der Praxis der Zugang zu den Beratungsstellen ohne Wartefristen gewährleistet werden. Suchtberatung wird in der Schweiz auch online über www.SafeZone.ch angeboten. Die Anfragen konnten trotz Zunahme innerhalb der zugesicherten Fristen bearbeitet werden.</p><p>2. Der Bund hat seine Unterstützung für niederschwellige telefonische Beratungsangebote (Dargebotene Hand, Pro Juventute/147, Pro Mente Sana) seit Beginn der Krise erhöht. Darüber hinaus liegt die Sicherstellung der Suchtberatung und -behandlung in der Zuständigkeit der Kantone. </p>