<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00431</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107312&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00431</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.06.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Rückerstattung (nachdem während der Dauer der Entrichtung von Sozialhilfeleistungen gleichzeitig Sozialversicherungsleistungen ausbezahlt wurden) Arten und Rechtsgrundlagen der Rückerstattung (E. 1a). Die Beschwerdeführenden mussten aufgrund der Umstände davon ausgehen, die Sozialhilfeleistungen zurückzuzahlen (E. 1b). Bei der Rückerstattung ist kein Freibetrag anzurechnen, weil die Beschwerdeführenden zusätzlich über (derzeit nicht realisierbares) Grundeigentum verfügen (E. 1c). Die vorliegend in Betracht kommenden Rückerstattungstatbestände von § 20 SHG (nachträglich realisierbare Vermögenswerte) bzw. § 26 SHG (unrechtmässiger Leistungsbezug) setzen für die Durchsetzung nicht voraus, dass die betroffene Person in günstige finanzielle Verhältnisse gelangt ist (E. 1e). A l l e im Rahmen der wirtschaftlichen Hilfe gewährten Leistungen unterliegen der Rückerstattungspflicht (E. 2b am Ende). Zu korrigieren ist die Rückerstattung bezüglich der fehlerhaften Berechnung der Internatskosten für ein Kind (E. 2b/aa). Nicht zu beanstanden ist dagegen die Berechnung der Rückerstattung, soweit sie Feriengelder für die Kinder (E. 2b/bb), Betreibungs- und Notariatskosten (E. 2b/cc) und Kosten für eine - von den Beschwerdeführenden gewünschte - sozialpädagogische Familienbegleitung (E. 2b/dd) betreffen. Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (E. 4 am Ende) und für die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands (Zwischenbeschluss) nicht erfüllt. Teilweise Gutheissung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIBETRAG">FREIBETRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKERSTATTUNG">RÃCKERSTATTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALVERSICHERUNG">SOZIALVERSICHERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 14 lit. I SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 18 lit. I SHG</span><br/><span class="gerade">§ 20 lit. I SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 26 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 27 lit. I SHG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2003 Nr. 65 S. 154</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. A und B und ihre fÃ¼nf Kinder, darunter H (geb. 1984) und E (geb. 1993), bezogen seit 1996 wirtschaftliche Hilfe von der Gemeinde X. Am 1. November 2001 wurde A rÃ¼ck­wirkend per 1. April 2000 eine Invalidenrente Ã¼ber monatlich Fr. 5'734.- zugesprochen und das Rentenbetreffnis fÃ¼r die Zeit von April 2000 bis September 2001 mit insgesamt Fr. 101'943.- auf ein Sperrkonto des Jugendsekretariates Y Ã¼berwiesen. Kurz darauf zahlte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) A fÃ¼r den Zeitraum von MÃ¤rz 1999 bis Februar 2000 eine rÃ¼ckwirkende Ãbergangs­rente Ã¼ber insgesamt Fr. 51'296.- direkt aus.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit VerfÃ¼gung vom 21. Mai 2002 legte der Gemeinrat X den von der IV-Renten­nach­zahlung zurÃ¼ckzuerstattenden Anteil fÃ¼r die zwischen April 2000 und No­vember 2001 bezogene wirtschaftliche Hilfe auf Fr. 100'168.55 fest (Disp.-Ziff. 1). ZusÃ¤tzlich beschloss er, dass das restliche Sperrkonto-Guthaben erst nach Abschluss des Verfahrens "SUVA-Ãbergangsrente" an die Familie AB ausbezahlt werde (Disp.-Ziff. 2). Am 22. Juli 2002 for­der­te der Gemeinderat X sodann von der SUVA-Renten­nach­zah­lung einen Betrag von Fr. 45'809.05 fÃ¼r die zwischen MÃ¤rz 1999 und Februar 2000 bezogene wirtschaftliche Hilfe zurÃ¼ck. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Gegen beide BeschlÃ¼sse erhoben A und B beim Bezirksrat Y Rekurs. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Sie beantragten gegenÃ¼ber dem ersten Beschluss, dessen Disp.-Ziff. 1 sei aufzuheben und die Gemeinde zur Neuberechnung der rÃ¼ckerstattungspflichtigen Sozialhilfe zu ver­­pflichten, unter Ausschluss der Kosten der Familienbegleitung, der Schulkosten und der Feriengelder, des Beitrages fÃ¼r das Winterlager etc., aber unter Einrechnung der Wohnkos­ten bzw. Gutschrift der fiktiven Wohnkosten gemÃ¤ss Vertrag mit der Familie C und entspre­chendem Beschluss des Bezirksrates. Weiter verlangten sie die ersatzlose Streichung von Disp.-Ziff. 2 als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigen und gesetzwidrigen Eingriff in die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Hinsichtlich des zweiten Beschlusses beantragten sie, dieser sei aufzuheben und die Gemeinde zur Neuberechnung der rÃ¼ckerstattungspflichtigen Sozialhilfe zu verpflichten, un­ter Ausschluss der Kosten der Jugend- und Familienberatung, der Schulkosten und der Kos­­ten des Notariats und Grundbuchamts D (Grundpfandverschreibung z.G. der Gemeinde X), SUVA-Ãbergangsrente etc.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nach einer zusÃ¤tzlichen Substanziierung der strittigen RÃ¼ckforderungspositionen durch die Rekurrierenden vereinigte der Bezirksrat Y die beiden Rekurse und hiess sie inso­fern gut, als er die BeitrÃ¤ge fÃ¼r Reisekosten von E und die Ausbildungs­kosten SIZ von B fÃ¼r nicht rÃ¼ckerstattungspflichtig erklÃ¤rte und die BerÃ¼ck­sich­tigung eines Anteils der Wohn­kosten der Familie C mit total Fr. 1'650.- verlangte. DemgemÃ¤ss berechnete der Rat den RÃ¼ckforderungsanspruch der Gemeinde X auf insgesamt Fr. 144'757.60 .</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">IV. Gegen diesen Rekursentscheid erhoben A und B zwei Beschwer­den. Betreffend die IV-Nachzahlung verlangten sie die Begrenzung der rÃ¼ckzahlungs­pflichtigen Leistung auf Fr. 77'723.- und die Ãberweisung des Restbetrages von Fr. 24'220.- inklusive Zins an A. Betreffend die SUVA-Nachzahlung beantragen sie, es sei eine rÃ¼ckzahlbare Summe von Fr. 16'585.- vorzumerken, welche zurÃ¼ckzuzahlen sei, sofern sich die BeschwerdefÃ¼hrenden in gÃ¼nstigen wirtschaftlichen VerhÃ¤ltnissen befÃ¤n­den. Weiter verlangten die Beschwer­de­fÃ¼hrenden in beiden Verfahren die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 18. Dezember 2002 wurden beide Beschwerdeverfahren vereinigt. Der Bezirksrat Y beantragte am 13. Januar 2003 die vollstÃ¤ndige Ab­weisung der Beschwerden. Die Gemeinde X liess sich am 28. Januar 2003 vernehmen und verlangte ebenfalls die Beschwerdeabweisung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Beschluss vom 20. MÃ¤rz 2003 wies die Kammer das Gesuch der BeschwerdefÃ¼h­renden um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters ab und setzte der Beschwer­­degegnerin Frist, dem Gericht die Rechnungen des Internates sowie Belege zur Kos­tenbeteiligung der Oberstufenschulgemeinde F einzureichen und zur Differenz zwi­schen den geschÃ¤tzten und den verrechneten Internatskosten Stellung zu nehmen. Mit Eingabe vom 9. April 2003 reichte der Gemeinderat X die verlangten Unterlagen nach und reduzier­te die RÃ¼ckforderung aus der SUVA-Nachzahlung auf Fr. 43'405.40. Am 9. Mai 2003 ersuch­ten die BeschwerdefÃ¼hrenden wiedererwÃ¤gungsweise erneut um die Be­stellung eines un­entgeltlichen Rechtsbeistandes, was das Gericht am 14. Mai 2003 ablehnte. Am 30. Mai 2003 schliesslich nahmen die BeschwerdefÃ¼hrenden zu den neu eingereich­ten Akten Stellung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. a) Die Pflicht zur RÃ¼ckerstattung wirtschaftlicher Hilfe kann sich nach dem Sozi­al­­hilfegesetz vom 14. Juni 1981 (SHG, in der vorliegend bis zum 31. Dezember 2002 gelten­den Fassung [aSHG]) aus drei verschiedenen RechtsgrÃ¼nden ergeben. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nach § 26 SHG ist zur RÃ¼ckerstattung verpflichtet, wer unter unwahren oder unvoll­­stÃ¤ndi­gen Angaben wirtschaftliche Hilfe erwirkt hat. Die darin liegende Verletzung der in § 18 SHG geregelten Auskunftspflicht fÃ¼hrt zu einem unrechtmÃ¤ssigen Leistungsbezug, welcher ohne weitere Voraussetzung die RÃ¼ckerstattung rechtfertigt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgegenÃ¼ber regelt § 27 aSHG die RÃ¼ckerstattung bei rechtmÃ¤ssigem Bezug, wo­bei hier zwei FÃ¤lle unterschieden werden. Einerseits ist wirtschaftliche Hilfe nach § 27 Abs. 1 erster Satzteil aSHG infolge einer nachtrÃ¤glichen Verbesserung der finanziellen Ver­­hÃ¤ltnisse zurÃ¼ckzuerstatten, wenn nÃ¤mlich der HilfeempfÃ¤nger aus Erbschaft, Lotteriegewinn oder andern nicht auf eigene Arbeitsleistung zurÃ¼ckzufÃ¼hrenden GrÃ¼nden in finanziell gÃ¼nstige VerhÃ¤ltnisse gelangt ist. Andererseits hat die RÃ¼ckerstattung nach § 27 Abs. 1 zweiter Satzteil aSHG unter den Vor­aussetzungen von § 20 SHG zu erfolgen, wenn die Realisierung von Grundeigentum oder anderen VermÃ¶genswerten in erheblichem Umfang nachtrÃ¤glich mÃ¶glich und zumutbar wird. In diesem Fall weist die wirtschaftliche Hilfe von Anfang an lediglich den Charakter einer Bevorschussung zur ÃberbrÃ¼ckung eines Li­quiditÃ¤tsengpasses auf, was regelmÃ¤ssig in der Unterzeichnung ei­ner RÃ¼ckerstattungsver­pflichtung durch den HilfeempfÃ¤nger zum Ausdruck kommt. Als nicht realisierbare VermÃ¶­­genswerte gelten etwa unverteilte Erbschaften, Gesellschaftsanteile oder Liegenschaften, Bank- und Postcheckguthaben, Aktien, Obligationen, Forderungen, WertgegenstÃ¤nde, ebenso aber auch Leistungen der Sozialversicherungen, die kumuliert als Nachzahlungssum­­me ausgerichtet werden. In diesen FÃ¤llen wird nÃ¤mlich die Realisierung des vorerst nur obligatorisch bestehende Rentenanspruchs erst mit der RentenverfÃ¼gung und der darauf ge­stÃ¼tzten Rentennachzahlung mÃ¶glich (vgl. RB 1999 Nr. 83 mit Hinweisen; VGr, 20. September 2000, VB.2000.00267, www.vgrzh.ch). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Keine formelle Voraussetzung der RÃ¼ckerstattung nach § 27 Abs. 1 zweiter Satzteil aSHG in Verbindung mit § 20 Abs. 1 SHG bildet nach Wortlaut und Sinn dieser Bestimmung das Vorliegen einer unterzeichneten RÃ¼ckerstattungsverpflichtung. Denn das Unterzeichnen einer solchen Verpflichtung ist nur "in der Regel" verlangt und erleichtert in ers­ter Linie die Durchsetzung einer in Frage stehenden RÃ¼ckerstattung. Sie bildet insoweit nicht Gegenstand der Voraussetzungen einer RÃ¼ckerstattung, sondern gehÃ¶rt zu den DurchfÃ¼hrungsmodalitÃ¤ten (RB 1999 Nr. 82). Namentlich wird damit der Einwand des Pflichtigen ausgeschlossen, er habe mit einer RÃ¼ckerstattung nicht rechnen mÃ¼ssen und sich in gu­ten Treuen darauf verlassen dÃ¼rfen, dass die wirtschaftliche Hilfe Ã fonds perdu bezahlt werde (VGr, 20. September 2000, VB.2000.00267, www.vrgzh.ch).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die dem BeschwerdefÃ¼hrer ausgerichteten Nachzahlungen fÃ¼r IV- und SUVA-Renten unterliegen gestÃ¼tzt auf § 27 Abs. 1 zweiter Satzteil aSHG in Verbindung mit § 20 Abs. 1 SHG grundsÃ¤tzlich der RÃ¼ckzahlungspflicht. Da die BeschwerdefÃ¼hrenden vorliegend von Anfang an mit dieser RÃ¼ckzahlung rechnen mussten, besteht die Verpflichtung unabhÃ¤ngig davon, ob die RentenansprÃ¼che fÃ¼r den massgeblichen Zeitraum an die Beschwerdegegnerin abgetreten wurden und ob der BeschwerdefÃ¼hrer eine entsprechende RÃ¼ckerstattungsverpflichtung unterzeichnet hat. Immerhin unterzeichnete der BeschwerdefÃ¼hrer aber bereits am 27. Dezember 1995 im Hinblick auf eine ausstehende IV-Rente eine RÃ¼ckzahlungsverpflichtung bezÃ¼glich der von der Beschwerdegegnerin bevorschussten wirt­­schaftlichen Hilfe. In einer Besprechung vom 9. November 1998 wurde die BeschwerdefÃ¼hrerin ausdrÃ¼cklich darauf hingewiesen, dass die wirtschaftliche Hilfe mit einer RÃ¼ckerstattungsverpflichtung sichergestellt werden mÃ¼sse. Am 2. Dezember 1998 erteilte A der SUVA den Auftrag, allfÃ¤llige ihm fÃ¼r das zustehende Jahr 1999 zustehende Guthaben an die Gemeinde zu Ã¼berweisen und schloss gleichentags mit dem Gemeinderat einen Abtretungsvertrag Ã¼ber die ihm fÃ¼r 1999 zustehen­den Guthaben der Sozialversicherungsanstalt, die gemÃ¤ss einer ErklÃ¤rung des BeschwerdefÃ¼hrers vom 1. Dezember 1999 an das Jugendsekretariat Ã¼berwiesen werden sollten. In zahlreichen BeschlÃ¼ssen der Beschwerdegegnerin wurde die Verpflichtung sodann immer wieder erwÃ¤hnt. DemgemÃ¤ss mussten sich die BeschwerdefÃ¼hrenden von Anfang an darÃ¼ber im Klaren sein, dass Ihnen die wirtschaftliche Hilfe nicht nur infolge ihres Grundbesitzes, sondern auch wegen der aus­stehenden Sozialversicherungsrenten nur vorschussweise ausgerichtet wurde. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Unter diesen UmstÃ¤nden ist nicht weiter zu prÃ¼fen, ob die genannten ErklÃ¤rungen â wie behauptet â nur unter Druck zustande gekommen sind. Ebenso wenig kommt es darauf an, dass sich diese ErklÃ¤rungen nur auf die Rentenleistungen fÃ¼r das Jahr 1999 und nicht auch auf spÃ¤tere, welche heute ebenfalls im Streit liegen, bezogen. Schliesslich lÃ¤sst sich auch nichts aus dem von den BeschwerdefÃ¼hrenden eingereichten Verrechnungsformular der AHV/IV vom 19. September 2001 ableiten. GemÃ¤ss diesem setzen Ãberweisungen an einen von der versicherten (bevorschussten) Person unabhÃ¤ngigen Dritten (Gesuchsteller) zwingend die Unterschrift des Versicherten in der ausdrÃ¼cklich dafÃ¼r vorgesehenen Rubrik voraus. Obwohl diese Unterschrift im vorliegenden Fall fehlte und das Jugend­sekretariat den Verrechnungsantrag nur als Gesuchsteller unterzeichnet hatte, erfolgte die Auszahlung </p> <p class="Einzug1">fÃ¼r die Rentenbetreffnisse von April 2000 bis September 2001 in der HÃ¶he von Fr. 101'943.- auf das Sperrkonto des Jugendsekretariates. Der Grund fÃ¼r diese Auszah­lung ist nach den Akten nicht nachzuvollziehen, kann aber auch offen bleiben, da der RÃ¼ckerstattungsanspruch unabhÃ¤ngig von der ZulÃ¤ssigkeit dieser Sicherungsmassnahme zu be­urteilen ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Eine RÃ¼ckerstattung unter den Voraussetzungen von § 20 Abs. 1 SHG ist nur mÃ¶g­­lich, wenn es sich um einen VermÃ¶genswert von erheblichem Umfang handelt. Wann dies der Fall ist, ergibt sich nicht aus dem Gesetz. Um aber zwei gleich vermÃ¶gende Personen, die beide unterstÃ¼tzt werden, unabhÃ¤ngig von der momentanen Realisierbarkeit ihres Ver­mÃ¶gens gleichzustellen, ist dem Pflichtigen bei der RÃ¼ckerstattung der gleiche VermÃ¶gensfreibetrag wie dem Berechtigten bei der GewÃ¤hrung von wirtschaftlicher Hilfe einzurÃ¤umen (RB 1999 Nr. 83 mit Hinweisen). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die im vorliegenden Fall strittigen Rentennachzahlungen Ã¼ber einerseits Fr. 51'296.- und anderseits Fr. 101'943.- stellen ohne Zweifel VermÃ¶genswerte von erheblichem Umfang dar. Ein Freibetrag ist von diesen Betreffnissen nicht zu gewÃ¤hren, da dieser bereits mit dem Liegenschaftenbesitz der BeschwerdefÃ¼hrenden hinreichend gedeckt ist. Das einen SchÃ¤tzungswert von Fr. 381'000.- aufweisende Wohnhaus in X ist zwar mit einer Hypothek von Fr. 230'000.- und einer Grundpfandverschreibung zu Gunsten der Gemeinde Ã¼ber Fr. 33'000.- belastet, stellt aber dennoch genÃ¼gend Netto­vermÃ¶gen dar, um den massgebenden maximalen Freibetrag der Familie von Fr. 10'000.- (vgl. Richtlinien fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe, hrsg. von der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe, Fassung Dezember 2000 [SKOS-Richtlinien], Ziff. E.2.1) zu decken.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Soweit die Beschwerdegegnerin RÃ¼ckerstattung fÃ¼r die in den Monaten Oktober und November 2001 gewÃ¤hrte wirtschaftliche Hilfe verlangt, liegt der Fall insofern anders, als die IV-Rente fÃ¼r diese beiden Monate nicht Gegenstand der IV-Nachzahlung bildete und daher direkt dem BeschwerdefÃ¼hrer ausbezahlt wurde, ohne dass aber die wirtschaftliche Hilfe in dieser Zeit bereits eingestellt worden wÃ¤re. Aus den Akten geht nicht hervor, wann diese Rentenzahlungen tatsÃ¤chlich erfolgt sind. UnabhÃ¤ngig vom genauen Auszahlungszeitpunkt besteht jedoch eine RÃ¼ckerstattungspflicht auch in diesem Umfang. Wenn die Auszahlung erst nach Empfang der wirtschaftlichen Hilfe fÃ¼r diese beiden Monate erfolgt sein sollte, so ergibt sich die RÃ¼ckerstattungspflicht auch in diesem Fall aus § 27 Abs. 1 zweiter Satzteil aSHG in Verbindung mit § 20 Abs. 1 SHG. Sollte die Auszahlung jedoch noch vor Entgegennahme der wirtschaftlichen Hilfe stattgefunden haben, so liegt eine Verletzung der Auskunfts- bzw. Meldepflicht gemÃ¤ss § 18 SHG und damit ein Anwendungsfall von § 26 SHG (RÃ¼ckerstattung unrechtmÃ¤ssig bezogener wirtschaftlicher Hilfe) vor.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) Besteht demnach grundsÃ¤tzlich eine RÃ¼ckerstattungspflicht im Sinne von § 20 SHG bzw. allenfalls teilweise von § 26 SHG, so kommt es entgegen dem DafÃ¼rhalten der BeschwerdefÃ¼hrenden nicht auch darauf an, ob sie heute noch Ã¼ber die von der SUVA direkt an sie ausbezahlten VermÃ¶genswerte verfÃ¼gen oder ob sie diese bereits fÃ¼r aufgelaufene Schulden und dringend notwendige Hausreparaturen und Anschaffungen verwendet ha­ben. Die RÃ¼ckerstattung gemÃ¤ss § 20 SHG und § 26 SHG setzt nicht voraus, dass der Pflich­­tige durch den VermÃ¶gensanfall in finanziell gÃ¼nstige VerhÃ¤ltnisse gelangt ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) Zu klÃ¤ren bleibt, in welchem Umfang die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼ckerstattungs­­pflichtige wirtschaftliche Hilfe bezogen haben. Unangefochten und zu Recht hat die Beschwerdegegnerin die ausgerichtete wirtschaftliche Hilfe monatsweise abgerechnet, um so eine GegenÃ¼berstellung mit der entsprechenden Rentennachzahlung zu ermÃ¶glichen und die BeschwerdefÃ¼hrenden von allfÃ¤lligen monatlichen ÃberschÃ¼ssen bzw. Unterdeckungen profitieren zu lassen. Ebenso anerkennen die BeschwerdefÃ¼hrenden grundsÃ¤tzlich, dass sie fÃ¼r die den Grundbedarf der Familie deckenden Leistungen rÃ¼ckerstattungspflichtig sind. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nachdem der Bezirksrat Y den Rekurs mit Bezug auf drei Positionsgruppen gutgeheis­sen hat (Reisekosten E, SIZ-Ausbildung und Wohnkostenanteil C), was sich allerdings be­tragsmÃ¤ssig infolge der monatsweisen Berechnung nur mit Fr. 1'220.- auswirkte, sind im vorliegenden Verfahren noch die folgenden Positionen offen: Internatskosten im Schloss G, Feriengelder, Betreibungs- und Notariatskosten sowie die Kosten der sozialpÃ¤dagogischen Familienbegleitung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Gegenstand der RÃ¼ckerstattung bildet nach § 27 aSHG die bezogene wirtschaftliche Hilfe (Abs. 1). Der Anspruch erstreckt sich auf Leistungen, die der HilfeempfÃ¤nger fÃ¼r sich selbst, seinen Ehegatten wÃ¤hrend der Ehe und seine Kinder wÃ¤hrend ihrer UnmÃ¼ndigkeit erhalten hat (Abs. 2). GemÃ¤ss § 15 SHG soll die wirtschaftliche Hilfe das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (Abs. 1). Sie hat die not­­wendige Ã¤rztliche oder therapeutische Behandlung und die notwendige Pflege in einem Spital, in einem Heim oder zu Hause sicherzustellen (Abs. 2). Kindern und Jugendlichen ist eine ihren BedÃ¼rfnissen angepasste Pflege und Erziehung sowie eine ihren FÃ¤higkeiten entsprechende persÃ¶nliche FÃ¶rderung und Ausbildung zu ermÃ¶glichen (Abs. 3). Die wirtschaftliche Hilfe wird gemÃ¤ss § 16 SHG in Bargeld ausgerichtet (Abs. 1) oder unter UmstÃ¤nden auf andere Weise erbracht (Abs. 2). Sind Leistungen Dritter sicherzustellen, erteilt die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde in der Regel Gutsprache. Ãber den Umfang der Gutsprache hinausgehende Leistungen mÃ¼ssen nicht Ã¼bernommen werden (Abs. 3).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aus dieser Ordnung ergibt sich, dass entgegen dem DafÃ¼rhalten der BeschwerdefÃ¼h­renden keineswegs nur der Grundbedarf, sondern grundsÃ¤tzlich alle im Rahmen der wirt­­schaftlichen Hilfe erbrachten Leistungen der Beschwerdegegnerin der RÃ¼ckerstattungs­pflicht unterliegen. Dazu gehÃ¶ren insbesondere auch die situationsbedingten Leistungen wie Schul- und Feriengelder sowie Leistungen Dritter. Bei letzteren setzt die Zuordnung zur wirtschaftlichen Hilfe sodann nicht einmal zwingend eine vorgÃ¤ngige Kostengutsprache durch die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde voraus, da solche Kosten nach dem Gesetz auch ohne diese Gutsprache Ã¼bernommen werden dÃ¼rfen. Im Einzelnen gilt fÃ¼r die strittigen Positionen Fol­gendes:</p> <p class="Einzug1"><i> </i></p> <p class="MsoNormal"><i>aa) Internatskosten</i></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der Sohn H wurde wegen verschiedener schulischer und familiÃ¤rer Probleme bereits 1998 im Internat Schloss G untergebracht. Die Beschwerdegegnerin verlangt die RÃ¼­ck­er­stattung der dafÃ¼r angefallenen Internatskosten fÃ¼r die Zeit von MÃ¤rz 1999 bis Dezember 1999. Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, diese Kosten seien nicht Bestandteil der Sozialhilfe gewesen, sie hÃ¤tten weder Antrag auf Fremdplazierung noch auf KostenÃ¼bernah­me gestellt. Ausserdem habe die Oberstufenschulgemeinde die HÃ¤lfte der Kosten Ã¼bernommen. Schliesslich sei ihnen nie Einsicht in die betreffenden Rechnungen gewÃ¤hrt worden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aus den vorliegenden Akten ergibt sich einwandfrei, dass H im EinverstÃ¤ndnis mit den BeschwerdefÃ¼hrenden ins Internat eintrat und die von der Beschwerdegegnerin Ã¼bernom­menen Internatskosten grundsÃ¤tzlich Teil der gewÃ¤hrten wirtschaftlichen Hilfe bil­de­ten. Die Internatsplatzierung und die entsprechende erstmalige Kostengutsprache erfolg­te auf Antrag des JugendsekretÃ¤rs I vom 10. Februar 1998, welcher die GrÃ¼n­de dafÃ¼r einerseits im schulischen und andererseits im familiÃ¤ren Bereich ortete. Er habe das Institut Schloss G zusammen mit H und den Eltern besucht; H wÃ¼rde gerne in diese Schule eintreten. In seiner Kostengutsprache vom 23. Februar 1998 erwog der Gemeinderat sodann, die Internatsplatzierung entspreche einer freiwilligen Massnahme ausserhalb des Vormundschafts­rechtes. MÃ¶gliche TrÃ¤ger der Inter­nats­kosten von Fr. 9'350.- pro Quartal seien je nach Platzierungsmotiv Schule und Sozialhilfe. Eine genaue Abgrenzung zwischen den schu­lischen und familiÃ¤ren PlatzierungsgrÃ¼nden sei im vorliegenden Fall nicht mÃ¶glich. Da die Fremdplazierung die familiÃ¤re Situation entlasten werde, erscheine eine vollstÃ¤ndige Kos­tenÃ¼bernahme durch die Sozialhilfe bis zu den Sommerferien gerechtfertigt. Danach be­teilige sich die Oberstufenschulpflege zu 50 % an den Kosten. Eine VerlÃ¤ngerung dieser Kostengutsprache fÃ¼r das Schuljahr 1998/1999 erfolgte am 21. Dezember 1998 unter Hinweis auf die ErwÃ¤gungen des frÃ¼heren Beschlusses. Dabei wurde erneut festgehalten, dass der Anteil der Beschwerdegegnerin 50% der Kosten, d.h. ca. Fr. 4'675.- pro Quartal, betrage, den Rest Ã¼bernehme die Oberstufenschulgemeinde. Wiederum unter Hinweis auf den ursprÃ¼nglichen Beschluss wurde der Aufenthalt von H im Internat am 14. Juni 1999 ein weiteres Mal verlÃ¤ngert, erneut unter SchÃ¤tzung des der Beschwerdegegnerin verbleibenden halben Betrages auf ca. Fr. 4'675.- pro Quartal.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Im Quantitativen fÃ¤llt auf, dass die von der Beschwerdegegnerin ursprÃ¼nglich berech­neten Internatskosten zwischen Fr. 2'181.- und Fr. 3'019.30 monatlich schwanken und damit wesentlich hÃ¶her liegen, als dies den quartalsbezogenen SchÃ¤tzungen in den massgebenden BeschlÃ¼ssen (ca. Fr. 1560.- pro Monat) entsprÃ¤che. Grund fÃ¼r diese Dif­ferenz bildet in geringem Masse der Umstand, dass das Internat neben den Schulgeld-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten von Fr. 104.- pro Kalendertag jeweils zusÃ¤tzliche per­sÃ¶nliche <br/> Kos­ten fÃ¼r Musikunterricht, Taschengeld, Reisekosten, Kurse und SachbeschÃ¤­digungen in Rechnung stellte, wovon die Oberstufenschulgemeinde F gemÃ¤ss ihren BeschlÃ¼ssen vom 11. Februar 1998 und 23. April 1999 nur den fixen Betrag von Fr. 52.- bzw. 60.- pro Kalendertag Ã¼bernahm. Im Wesentlichen je­doch beruht die Differenz auf einer fehlerhaften Ver­­teilung der Internatskosten auf die beiden KostentrÃ¤ger. Aufgrund der Internatsrechnun­gen und der beiden BeschlÃ¼sse der Oberstufenschulgemeinde musste die Beschwerdegegne­rin nÃ¤mlich feststellen, dass das Jugendsekretariat den Kostenanteil der Schulgemeinde zu Unrecht auf den Aufenthaltstag anstatt auf den Kalendertag berechnet hatte. Aufgrund </p> <p class="Einzug1">einer korrekten Kostenverteilung betrÃ¤gt der Anteil der Beschwerdegegnerin an den Internatskosten fÃ¼r die fragliche Zeit nunmehr insgesamt nur noch Fr. 22'849.- anstatt Fr. 32'040.-. FÃ¼r die Berechnung der rÃ¼ck­er­stat­tungs­pflichtigen Leistungen fÃ¤llt diese Korrektur wegen der monatsbezogenen Abrechnungs­weise allerdings weniger ins Gewicht. Der Anspruch wird um Fr. 2'403.65 von insgesamt Fr. 45'809.05 auf Fr. 43'405.40 reduziert. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><i>bb) Feriengelder</i></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Unter dieser Position waren im Rekursverfahren noch Kostenbeteiligungen fÃ¼r die Sommerferien im August 2000 Ã¼ber Fr. 2'812.- und fÃ¼r ein Winterlager von 2 Kindern im Februar 2001 Ã¼ber Fr. 600.- strittig. Der Bezirksrat erwog dazu zutreffend, bei diesen Kos­ten wÃ¼rde es sich ebenfalls um rÃ¼ckerstattungspflichtige situationsbedingte Sozialhilfeleis­tungen handeln, die im einen Fall ausdrÃ¼cklich und im anderen Fall durch Bezahlung der Ã¼berbrachten Rechnung bewilligt worden seien. Die BeschwerdefÃ¼hrenden Ã¤us­sern sich im Beschwerdeverfahren nicht mehr zu diesem Punkt. Weitere ErwÃ¤gungen erÃ¼brigen sich da­her.</p> <p class="Einzug1"> </p> <h1><span>cc) Betreibungs- und Notariatskosten</span></h1> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Betreffend die im September 1999 in der Rechnung berÃ¼cksichtigten Betreibungskosten Ã¼ber Fr. 177.10 sowie die im MÃ¤rz 1999 erscheinenden Notariatskosten Ã¼ber Fr. 157.- ergeben sich vor dem Hintergrund der einleitenden Bemerkungen unter E. 2b keine Besonderheiten. Die BeschwerdefÃ¼hrenden greifen diese beiden Positionen im Beschwer­­deverfahren auch nicht mehr auf.</p> <p class="Einzug1"> </p> <h1><span>dd) Familienbegleitung</span></h1> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Unter dieser Position werden fÃ¼r die Zeit zwischen April 2000 und September 2001 Kosten Ã¼ber insgesamt Fr. 14'588.75 geltend gemacht. Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen da­gegen im Wesentlichen vor, nicht sie, sondern die Beschwerdegegnerin habe den Auftrag fÃ¼r eine Familienbegleitung erteilt. Auf Wunsch der Beschwerdegegnerin hÃ¤tte die Familienberatungsstelle auch verschiedene Zwischenberichte erstellt im Zusammenhang mit Massnahmen ausserhalb des Sozialhilfebereichs.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">GemÃ¤ss § 11 SHG kann, wer in einer persÃ¶nlichen Notlage der Hilfe bedarf, um Be­­ratung und Betreuung nachsuchen. PersÃ¶nliche Beratung und Betreuung wird durch gemeindeeigene oder gemeinsame Beratungs- und Betreuungsstellen mehrerer Gemeinden oder durch andere Ã¶ffentliche oder private soziale Institutionen gewÃ¤hrt (§ 13 SHG). Die persÃ¶nliche Hilfe wird gemÃ¤ss § 12 SHG im Einvernehmen mit dem Hilfesuchenden gewÃ¤hrt und ist an kein bestimmtes Verfahren gebunden (Abs. 1). Die Beratungs- und Betreuungsstellen bestimmen Art und Umfang der Hilfe (Abs. 2). Soweit sie Beratung und Betreuung nicht selbst vornehmen oder wo spezialisierte Hilfe nÃ¶tig ist, vermitteln sie die Dienstleistungen anderer Stellen. BenÃ¶tigt jemand wirtschaftliche Hilfe, verstÃ¤ndigen sie die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde (Abs. 3). Nach dieser Ordnung besteht ein Anspruch auf persÃ¶nliche Hilfe unabhÃ¤ngig davon, ob sich der Berechtigte in einer wirtschaftlichen Notlage befindet oder nicht. Liegt keine solche vor, so hat der Berechtigte fÃ¼r die Kosten der ihm vermittelten Beratungs- und Betreuungsdienste Dritter selber aufzukommen. Liegt hingegen nicht nur eine persÃ¶nliche, sondern gleichzeitig auch eine wirtschaftliche Notlage vor, so kÃ¶nnen spezielle Betreuungs- und Beratungsdienste Dritter auch zum Gegenstand wirtschaftlicher Hilfe werden. Erachtet die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde eine spezielle Betreuung von Seiten Dritter als sinnvoll und notwendig, so leistet sie fÃ¼r solche Dienste im Rahmen der wirtschaftlichen Hil­fe gemÃ¤ss § 16 Abs. 3 SHG Kostengutsprache. Die wirtschaftliche Hilfe kann sogar mit Auflagen und Weisungen zur Beratung und Betreuung durch eine geeignete Person oder Stel­­le verbunden werden (§ 21 SHG in Verbindung mit § 23 lit. a der Verordnung vom 21. Ok­tober 1981 zum Sozialhilfegesetz, SHV). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Im vorliegenden Fall wurde die von K erbrachte sozialpÃ¤dagogische Familienbeglei­tung durch die Familienberatungsstelle und im EinverstÃ¤ndnis mit den BeschwerdefÃ¼h­ren­den organisiert. Zwar unterzeichneten die BeschwerdefÃ¼hrenden dafÃ¼r nie ein fÃ¶rmliches Hilfegesuch, jedoch erfolgte der Antrag auf Familienbegleitung durch JugendsekretÃ¤r I, der in seinem Schreiben vom 21. Oktober 1999 darauf hinwies, dass der BeschwerdefÃ¼hrer psychisch recht grosse Probleme gehabt hÃ¤tte, mit einer Familienbeglei­tung einverstan­den sei und sich dafÃ¼r ausdrÃ¼cklich einen Mann wÃ¼nsche. Dementsprechend bezog sich der Gemeinderat in seinem Beschluss vom 29. November 1999 auf diesen "im Namen der Familie" gestellten Antrag und leistete erstmals Kostengutsprache. Am 3. Juli 2000 be­willigte die BehÃ¶rde eine VerlÃ¤ngerung dieser Familienbegleitung mit dem Hinweis da­rauf, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin damit einverstanden sei. Unter diesen UmstÃ¤nden kann nicht davon ausgegangen werden, die Familienbegleitung sei von den BeschwerdefÃ¼hrenden nicht gewÃ¼nscht worden. Die Massnahme wurde vielmehr im Interesse und EinverstÃ¤nd­nis der BeschwerdefÃ¼hrenden vom JugendsekretÃ¤r veranlasst. Mit deren Bewilligung durch den Gemeinderat wurde die persÃ¶nliche Hil­feleistung als zur Verbesserung der Situa­tion notwendig anerkannt und durch die Kos­tengutsprache zum Bestandteil der wirtschaftlichen Hilfe gemacht.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aufgrund der Akten decken die rÃ¼ckerstattungspflichtigen Kosten der sozialpÃ¤­da­go­gischen Familienbegleitung ausschliesslich den Zeitaufwand fÃ¼r die bei oder mit der Familie zugebrachten Arbeitsstunden von K sowie dessen Fahrspesen. FÃ¼r allfÃ¤llige Kos­ten der angeforderten Zwischenberichte der Familienberatungsstelle, welche der Gemein­de teilweise im Hinblick auf allfÃ¤llige Kindesschutzmassnahmen notwendig erschienen, wur­de demnach keine RÃ¼ckerstattung verlangt. Damit erweisen sich die unter diesem Titel zurÃ¼ckgeforderten Kosten der wirtschaftlichen Hilfe als rechtens.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Soweit sich die BeschwerdefÃ¼hrenden schliesslich im Rekursverfahren auch gegen den RÃ¼ckbehalt des nach RÃ¼ckerstattung der IV-Rente verbleibenden Restbetrages auf dem Sperrkonto wehrten und dies als einen unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigen und rechtswidrigen Eingriff bezeichneten, hat der Bezirksrat den Einwand zu Recht verworfen. Soweit die Beschwer­degegnerin einen RÃ¼ckerstattungsanspruch bezogen auf die direkt ausbezahlte SUVA-Nachzahlung hat, kann sie den Anspruch der BeschwerdefÃ¼hrenden auf den Restbetrag aus der IV-Nachzahlung mit dieser Gegenforderung verrechnen. Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen nichts vor, was die ZulÃ¤ssigkeit dieser Verrechnung in Frage stellen kÃ¶nnte.</p> <p class="Einzug1">4. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die RÃ¼ckforderung der Beschwerdegegnerin im Wesentlichen gerechtfertigt ist und lediglich bezogen auf die Internatskosten entsprechend der neuen Aufstellung der Beschwerdegegnerin zu korrigieren ist. DemgemÃ¤ss sind die BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r die zwischen MÃ¤rz 1999 und Februar 2000 bezogene wirt­schaftliche Hilfe zur RÃ¼ckerstattung von Fr. 43'405.40 und fÃ¼r die zwischen April 2000 und November 2001 bezogene wirtschaftliche Hilfe zur RÃ¼ckerstattung von Fr. 98'948.55 (entsprechend dem Rekursentscheid Fr. 100'168.55 ./. 1'220.-) zu verpflichten. Gleichzeitig ist festzuhalten, dass die RÃ¼ckerstattung im vollen Umfang zu Lasten des Sperrkontos beim Jugendsekretariat erfolgen darf.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Damit obsiegen die BeschwerdefÃ¼hrenden gemessen am Streitwert von rund Fr. 67'000.- lediglich in einem geringfÃ¼gigen Umfang. Bei diesem Ausgang des Beschwerde­verfahrens haben die BeschwerdefÃ¼hrenden die gesamten Gerichtskosten zu tragen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), wobei bei der Bemessung ihren bedrÃ¤ngten finanziel­­len VerhÃ¤ltnissen Rechnung zu tragen ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Zu beurteilen bleibt das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrenden um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung. Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begeh­­ren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, ist auf entsprechendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen (§ 70 in Verbindung mit § 16 Abs. 1 VRG). Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind EigentÃ¼mer eines Wohnhauses mit einem massgeblichen NettovermÃ¶genswert (SchÃ¤tzungswert Fr. 381'000.-, Hypothek Fr. 230'000.-, Grundpfandverschreibung Fr. 33'000.-). Sie sind weiter in den Genuss der ih­nen direkt ausgerichteten SUVA-Nachzahlung Ã¼ber Fr. 51'296.- gekommen, von denen sie gemÃ¤ss dem vorliegenden Entscheid lediglich Fr. 43'405.40 zurÃ¼ckzahlen mÃ¼ssen und wo­fÃ¼r sogar noch ein Restbetrag von knapp Fr. 3'000.- auf dem Sperrkonto beim Jugendse­kre­tariat zur VerfÃ¼gung steht. Damit sind sie in der Lage, die notwendigen Mittel fÃ¼r das Beschwerdeverfahren selber aufzubringen. Ihr Gesuch ist daher abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">Das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">und entscheidet:</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. DemgemÃ¤ss werden die BeschwerdefÃ¼hrenden verpflichtet, der Beschwerdegegnerin fÃ¼r geleistete wirtschaftliche Hilfe vom MÃ¤rz 1999 bis Februar 2000 Fr. 43'405.40 und von April 2000 bis November 2001 Fr. 98'948.55 zurÃ¼ckzuerstatten. Die RÃ¼ckerstattung darf zu Lasten des Sperrkontos beim Jugendsekretariat erfolgen. </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 270.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'270.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r den ganzen Betrag.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>