VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI S 14 158 2. Kammer als Versicherungsgericht Vorsitz Moser Richter Meisser, Racioppi Aktuar Simmen URTEIL vom 5. Juni 2015 in der versicherungsrechtlichen Streitsache A._____, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Martin Suenderhauf, Beschwerdeführer gegen Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Beschwerdegegnerin betreffend Versicherungsleistungen nach UVG- 2 - 1. Der im Jahr 1949 geborene A._____ war seit dem 1. September 2000 bei der B._____ AG als Schweisser und Hilfsschlosser angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Zuvor war er als Schlosser im Schienenwagenbau tätig, wo er jahrelang Asbeststaub ausgesetzt war. Infolge dieser Asbestexposition entwickelte sich bei A._____ ein Adenokarzinom des apikalen Lungenoberlappensegments rechts. Am 19. April 2011 wurde am Kantonsspital Graubünden eine posterolaterale Thorakotomie sowie eine Bisegmentektomie des rechten Oberlappens und eine mediastinale Lymphadenektomie durchgeführt. Die SUVA anerkannte mit Schreiben vom 26. Juli 2011 das Adenokarzinom als Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 UVG. 2. Nach der Operation vom 19. April 2011 wurde bei A._____ eine COPD Gold II als kausale Folge der erwähnten Operation diagnostiziert sowie eine schmerzhafte Einschränkung der Schulterbeweglichkeit rechts seit der Operation beschrieben. Am 8. Mai 2012 wurde A._____ hinsichtlich seiner rechten Schulter am Kantonsspital Graubünden untersucht. Dabei wurde eine Scapula alata rechts diagnostiziert. Am 18. Juni 2012 schätzten die SUVA-Arbeitsmediziner Dres. med. C._____ und D._____ den Integritätsschaden aus pulmonaler Sicht auf 10 %. Am 15. Mai 2013 erfolgte die ärztliche Abschlussuntersuchung beim SUVA-Kreisarzt Dr. med. E._____. Dieser führte aus, dass es bei der kreisärztlichen Untersuchung lediglich um die Beurteilung allfälliger Restfolgen im Bereiche der rechten Schulter gehe. Hier bestehe nur noch eine minimale Restsymptomatik bei voller Funktion und guter Kraftentfaltung. Eine weitere ärztliche Behandlung oder Therapie sei nicht notwendig. Rein bezogen auf die rechte Schulter bestehe keine bleibende Beeinträchtigung der körperlichen Integrität. Der Endzustand sei erreicht. Im Rahmen der pulmonalen Erkrankung bestehe weiterhin eine 100%ige - 3 - Arbeitsunfähigkeit. Mit Schreiben vom 21. Mai 2013 teilte die SUVA A._____ mit, dass sie die Heilkosten und Taggeldleistungen per 31. Juli 2013 einstellen werde. Am 3. Juni 2013 hielt der SUVA-Arbeitsmediziner Dr. med. C._____ hinsichtlich Integritätsschadens aus pulmonaler Sicht an seiner Beurteilung vom 18. Juni 2012 fest. 3. Mit Verfügung vom 4. Juli 2013 sprach die Suva A._____ für die verbleibenden Folgen der Berufskrankheit bei einem Invaliditätsgrad von 71 % eine Invalidenrente ab dem 1. August 2013 und in Bezug auf die Lungenproblematik eine Integritätsentschädigung von Fr. 12'600.-- auf Basis einer Integritätseinbusse von 10 % zu. 4. Dagegen erhob A._____ am 30. August 2013 Einsprache und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, eine Erhöhung der Invalidenrente auf 100 %, eventualiter auf 80 %, sowie eine Erhöhung der Integritätsentschädigung auf mindestens 50 %. Im Rahmen des Einspracheverfahrens veranlasste die SUVA eine weitere pneumologische Untersuchung von A._____ durch Dr. med. F._____. Diese wurde am 4. September 2014 durchgeführt. Gestützt auf den entsprechenden Untersuchungsbericht vom selbigen Tag nahm der SUVA-Arbeitsmediziner Dr. med. D._____ am 24. September 2014 eine neuerliche Schätzung der Integritätseinbusse vor und legte diese auf 15 % fest. Mit Einspracheentscheid vom 30. September 2014 hiess die SUVA die Einsprache teilweise gut und erhöhte den Invaliditätsgrad auf 78 % sowie die Integritätsentschädigung auf 15 %. Im Übrigen wurde die Einsprache abgewiesen. 5. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 1. November 2014 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit folgenden Anträgen:- 4 - "1. Die Verfügung vom 04. Juli 2013 und der Einspracheentscheid vom 30. September 2014 seien mit Bezug auf die festgesetzte Integritätsentschädigung von 15 % aufzuheben. 2.1 Die Sache sei zur weiteren medizinischen Abklärung (Einholung eines rheumatologischen/orthopädischen Gutachtens) und Neubeurteilung der Integritätsentschädigung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 2.2 Eventualiter seien vom Verwaltungsgericht die weiteren erforderlichen medizinischen Abklärungen zu tätigen und anschliessend die gesetzlichen Versicherungsleistungen zugunsten der Beschwerdeführerin (recte: des Beschwerdeführers), insbesondere die IE aufgrund des Beweisergebnisses der zusätzlichen Abklärungen festzusetzen. 3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge, zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer, zulasten der Beschwerdegegnerin." Zur Begründung führte der Beschwerdeführer aus, dass hinsichtlich der pulmonalen Invalidität keine weiteren medizinischen Abklärungen erforderlich seien. Die Beschwerde richte sich einzig gegen die Nichtberücksichtigung der Schulterbeschwerdesymptomatik bei der Festsetzung der Integritätsentschädigung. Die SUVA stütze sich ausschliesslich auf die wenig überzeugende Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. E._____ vom 15. Mai 2013, obwohl in den verschiedenen ärztlichen Berichten mehrfach auf die eingeschränkte Schulterbeweglichkeit rechts hingewiesen werde beziehungsweise eine Scapula alata rechts diagnostiziert worden sei. Der Beschwerdeführer leide täglich an Schulterbeschwerden, welche trotz intensiver Eigenanstrengungen mit mehrmaligem Fitnesstraining pro Woche seit der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung weiter zugenommen hätten. Die Beurteilung von Dr. med. E._____ vom 15. Mai 2013 stehe denn auch in ungeklärtem Widerspruch zu den in zeitlicher Hinsicht vorangegangenen Befunderhebungen verschiedener beteiligter Ärzte. Dr. med. G._____ habe anlässlich der Untersuchung vom 31. Oktober 2014 verschiedene beträchtliche Einschränkungen in Funktion und Beweglichkeit der Schulter festgestellt. Es liege eine kreisärztliche Beurteilung im Sinne eines "Ausreissers" vor, auf den sich die SUVA letztlich abstütze. - 5 - Dr. med. G._____ und Dr. med. F._____ würden die Notwendigkeit einer aktualisierten rheumatologischen/orthopädischen Abklärung eindeutig und unmissverständlich befürworten. Bezüglich der Schulterproblematik sei daher eine weitergehende medizinische Abklärung erforderlich. Der Bericht von Dr. med. E._____ äussere sich nicht zur längerfristigen Entwicklung der Symptomatik mit zunehmendem Alter des Beschwerdeführers, obwohl die voraussehbare Verschlimmerung des Integritätsschadens bei der Festsetzung der Entschädigung gemäss Art. 36 Abs. 4 UVV berücksichtigt werden müsse. Dr. med. G._____ habe ausdrücklich bestätigt, dass sich die Symptomatik mit fortschreitender Dauer weiter verschlechtern könnte. Um letztlich die Integritätsentschädigung beurteilen zu können, müsse zudem gestützt auf Art. 36 Abs. 3 UVV die gesamte Beeinträchtigung berücksichtigt werden, was wiederum eine medizinische Gesamtbeurteilung bedinge. Schliesslich habe die SUVA den Gehörsanspruch des Beschwerdeführers verletzt, indem sie ihm keine Möglichkeit gewährt habe, sich zu den im Einspracheverfahren eingeholten medizinischen Berichten vernehmen zu lassen. Dies müsse bei der Kosten- und Entschädigungsfolge unabhängig vom Ausgang des Beschwerdeverfahrens berücksichtigt werden. 6. Die SUVA (nachfolgend Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 20. November 2014 auf Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen Einspracheentscheids. Streitgegenstand sei ausschliesslich das Rechtsverhältnis der Integritätsentschädigung. Die vom Beschwerdeführer erwähnten ärztlichen Unterlagen aus den Jahren 2011 und 2012 seien irrelevant, weil diese während des Heilungsverlaufs erstellt worden seien. Für die Bestimmung des Integritätsschadens seien die medizinischen Verhältnisse am Ende des Heilungsprozesses massgebend, vorliegend am 1. August 2013. Bereits aus dem Bericht von Dr. med. F._____ vom 21. Januar 2013 ergebe sich, dass die Schmerzen an der rechten - 6 - Schulter praktisch verschwunden seien. Der kreisärztlichen Beurteilung vom 15. Mai 2013 von Dr. med. E._____ komme voller Beweiswert zu. Bis zum Erlass der Verfügung vom 4. Juli 2013 beziehungsweise des Einspracheentscheids vom 30. September 2014 seien der Beschwerdegegnerin keine anderweitigen ärztlichen Unterlagen zum Zustand der rechten Schulter zugegangen. Dr. med. G._____ begründe in seinem Schreiben vom 31. Oktober 2014 nicht, weshalb die verlangte externe orthopädische und rheumatologische Abklärung erforderlich sein solle. 7. Am 10. Februar 2015 hielt der Beschwerdeführer replicando an seinen Anträgen fest und vertiefte seine Argumentation. Der Verweis der Beschwerdegegnerin auf den Bericht von Dr. med. F._____ vom 21. Januar 2013 sei insoweit nicht einschlägig, als dieser als Pneumologe die Schmerzproblematik der Schulter nicht abschliessend beurteilen könne. Der Kreisarzt Dr. med. E._____ habe sich nicht zur voraussehbaren Verschlimmerung des Integritätsschadens geäussert. Im Hinblick auf Art. 36 Abs. 4 UVV sei die kreisärztliche Beurteilung nicht nachvollziehbar beziehungsweise lückenhaft. Insoweit sei der rechtserhebliche Sachverhalt in Verletzung der Untersuchungsmaxime (Art. 43 Abs. 1 ATSG) von der Beschwerdegegnerin nicht ausreichend abgeklärt worden. 8. Am 19. Februar 2015 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die Einreichung einer einlässlichen Duplik. Ergänzend zu ihrer Beschwerdeantwort vom 20. November 2014 führte sie lediglich aus, dass sich den medizinischen Akten keine konkreten Hinweise auf eine im August 2013 voraussehbare künftige dauerhafte Zustandsverschlechterung an der rechten Schulter entnehmen liessen. Voraussehbare Verschlimmerungen seien beim Fallabschluss ohnehin nur dann zu berücksichtigen, wenn in diesem Zeitpunkt bereits ein - 7 - entschädigungspflichtiger Integritätsschaden bestehe. Diese Voraussetzung sei hier nicht erfüllt, womit die Anwendung von Art. 36 Abs. 4 UVV entfalle. Sollte sich künftig im Rahmen einer Zustandsverschlechterung ein nachweisbarer entschädigungspflichtiger Integritätsschaden an der rechten Schulter einstellen, könnte der Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin immer noch einen entsprechenden Anspruch auf Integritätsentschädigung geltend machen. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften sowie auf den angefochtenen Einspracheentscheid vom 30. September 2014 wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. a) Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide Beschwerde beim Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Vorliegend hat der Beschwerdeführer Wohnsitz in X.____ (GR), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden gegeben ist. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden gegen Einspracheentscheide und Verfügung in Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht der - 8 - Beschwerde unterliegen. Der Einspracheentscheid vom 30. September 2014, mit welchem die Beschwerdegegnerin die Einsprache des heutigen Beschwerdeführers abgewiesen hat, stellt demnach ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht dar. Als formeller und materieller Adressat des angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung auf (Art. 59 ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten. b) Der angefochtene Einspracheentscheid vom 30. September 2014 ist insoweit in Rechtskraft erwachsen, als die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer für die verbleibenden Folgen der Berufskrankheit bei einem Invaliditätsgrad von 78 % eine Invalidenrente ab dem 1. August 2013 zugesprochen hat. Diese Rentenzusprache ist im vorliegenden Verfahren daher nicht mehr zu prüfen. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist demgegenüber die Höhe der Integritätsentschädigung, welche die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer im angefochtenen Einspracheentscheid zuerkannt hat. Dabei ist insbesondere die Frage zu beantworten, ob die Beschwerdegegnerin die Schulterbeschwerdesymptomatik bei der Festsetzung der Integritätsentschädigung zu Recht nicht berücksichtigt hat. Hinsichtlich der zugesprochenen Integritätsentschädigung von 15 % für die pulmonale Invalidität hält der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift vom 1. November 2014 (S. 4 Ziff. IV. 1.) fest, dass diesbezüglich keine weiteren Abklärungen erforderlich seien, da im angefochtenen Entscheid ausdrücklich darauf hingewiesen worden sei, dass eine weitere Verschlimmerung des Integritätsschadens zurzeit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit prognostiziert und damit nicht berücksichtigt werden könne, indessen eine ergänzende Entschädigung gewährt würde, wenn sich dieser in Zukunft erheblich und dauernd verschlimmern sollte. - 9 - Weitere Ausführungen bezüglich der zugesprochenen Integritätsentschädigung von 15 % für die pulmonale Invalidität erübrigen sich somit. 2. a) Der Beschwerdeführer bringt in formeller Hinsicht zunächst vor, dass das beschwerdegegnerische Vorgehen seinen Gehörsanspruch verletze. Er habe keine Möglichkeit erhalten, sich zu den von der Beschwerdegegnerin im Einspracheverfahren eingeholten medizinischen Akten zur Integritätsentschädigung vernehmen zu lassen. Dies müsse bei der Kosten- und Entschädigungsfolge unabhängig vom Ausgang des Beschwerdeverfahrens berücksichtigt werden. Die Beschwerdegegnerin setzt sich mit diesem Vorwurf in ihren Rechtsschriften vom 20. November 2014 und 19. Februar 2015 nicht auseinander. Damit ist in Bezug auf den Vorwurf einer Verletzung des rechtlichen Gehörs nachfolgend die Frage zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer vor Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 30. September 2014 nochmals Gelegenheit zur Einsicht beziehungsweise zur Stellungnahme zu den im Einspracheverfahren eingeholten ärztlichen Berichten hätte gewähren müssen. b) Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und - 10 - an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E.3 mit weiteren Hinweisen). c) Aus Inhalt und Funktion des Akteneinsichtsrechts als Teil des Anspruchs auf rechtliches Gehör folgt nach der Rechtsprechung, dass grundsätzlich sämtliche beweiserheblichen Akten den Beteiligten gezeigt werden müssen, sofern in der sie unmittelbar betreffenden Verfügung darauf abgestellt wird. Denn es gehört zum Kerngehalt des rechtlichen Gehörs, dass der Verfügungsadressat vor Erlass eines für ihn nachteiligen Verwaltungsaktes zum Beweisergebnis Stellung nehmen kann. Das Akteneinsichtsrecht ist somit eng mit dem Äusserungsrecht verbunden, gleichsam dessen Vorbedingung. Der Versicherte kann sich nur dann wirksam zur Sache äussern und geeignete Beweise führen oder bezeichnen, wenn ihm die Möglichkeit eingeräumt wird, die Unterlagen einzusehen, auf welche sich die Behörde bei ihrer Verfügung gestützt hat. Das rechtliche Gehör dient in diesem Sinne einerseits der Sachaufklärung und stellt anderseits ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht im Verfahren dar. Daraus ergibt sich, dass der Versicherer, welcher neue Akten beizieht, auf die er sich in seiner Verfügung zu stützen gedenkt, grundsätzlich verpflichtet ist, die Beteiligten über den Aktenbeizug zu informieren (BGE 132 V 387 E.3.1, 115 V 302 E.2e; KIESER, ATSG- Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 42 Rz. 14). d) Das Akteneinsichtsrecht bezieht sich auf sämtliche verfahrensbezogenen Akten, die geeignet sind, Grundlage des Entscheids zu bilden. Die Akteneinsicht ist demnach auch zu gewähren, wenn die Ausübung des Akteneinsichtsrechts den Entscheid in der Sache nicht zu beeinflussen vermag. Die Einsicht in die Akten, die für ein bestimmtes Verfahren erstellt oder beigezogen wurden, kann demnach nicht mit der Begründung - 11 - verweigert werden, die fraglichen Akten seien für den Verfahrensausgang belanglos. Es muss vielmehr dem Betroffenen selber überlassen sein, die Relevanz der Akten zu beurteilen (BGE 132 V 387 E.3.2 mit Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichtes 2A.444/1995 vom 13. August 1996). e) Nach Art. 42 ATSG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Sie müssen nicht angehört werden vor Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind. Spätestens im Einspracheverfahren hat die Verwaltung jedoch die allgemeinen Grundsätze des rechtlichen Gehörs zu wahren und folglich der versicherten Person oder ihrem Vertreter Einsicht in die Akten zu gewähren, auf deren Grundlage sie den Einspracheentscheid abstützt (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_738/2014 vom 15. Januar 2015 E.6.4; RKUV 1992 Nr. U 152 S. 200 E.3b). Wird nach Erhebung einer Einsprache festgestellt, dass die Entscheidungsgrundlagen unvollständig sind, so ist der Sachverhalt unter Wahrung der Parteirechte zu vervollständigen und das Verwaltungsverfahren mit dem Einspracheentscheid abzuschliessen (BGE 132 V 387 E.4.1, 131 V 431 E.2.1.2.2). f) Vorliegend ist erstellt und unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen des Einspracheverfahrens auf Antrag des Beschwerdeführers eine weitere pneumologische Untersuchung des Beschwerdeführers durch Dr. med. F._____, FMH für Innere Medizin und Pneumologie, leitender Arzt für Pneumologie, veranlasste, welche am 4. September 2014 durchgeführt wurde. Gestützt auf den entsprechenden Untersuchungsbericht von Dr. med. F._____ nahm Dr. med. D._____, FMH für Arbeitsmedizin und Allgemeine Innere Medizin, am 24. September 2014 eine neuerliche Schätzung der Integritätseinbusse vor und legte diese auf 15 % fest. Sowohl der Untersuchungsbericht von Dr. med. F._____ vom 4. September 2014 (beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 243) als auch der Arztbericht von Dr. med. D._____ vom - 12 - 24. September 2014 (Bg-act. 247) wurden dem heutigen Beschwerdeführer erst zusammen mit dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 30. September 2014 zugestellt, ohne dass diesem die Möglichkeit gewährt wurde, sich vor Erlass des Einspracheentscheids zu den eingeholten medizinischen Akten zur Integritätsentschädigung zu äussern. Dass die erwähnten Berichte von Dr. med. F._____ und Dr. med. D._____ Eingang in den angefochtenen Einspracheentscheid vom 30. September 2014 gefunden haben und ihnen überdies eine gewisse Entscheidrelevanz zukommt, kann − nachdem die Einsprache unter anderem gestützt auf diese Berichte teilweise sogar gutgeheissen wurde − nicht zweifelhaft sein. Durch dieses Verhalten hat die Beschwerdegegnerin den beschwerdeführerischen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, hat doch die Verwaltung − wie vorstehend erläutert − spätestens im Einspracheverfahren die allgemeinen Grundsätze des rechtlichen Gehörs zu wahren und folglich der versicherten Person oder ihrem Vertreter Einsicht in die Akten zu gewähren, auf deren Grundlage sie den Einspracheentscheid abstützt. Diese Verletzung des rechtlichen Gehörs ist indes nicht als derart gravierend und nachhaltig einzustufen, als dass sie im Verlaufe des vorliegenden Beschwerdeverfahrens vor Gericht nicht (mehr) geheilt werden könnte. "Heilung" bedeutet nach der Praxis des Bundesgerichtes nämlich, dass eine − nicht besonders schwerwiegende − Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise dann geheilt wird, sofern die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, welche sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 127 V 431 E.3d/aa). Von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung ist sodann selbst bei einer gravierenden Verletzung des rechtlichen Gehörs abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu - 13 - vereinbaren wären (BGE 137 I 195 E.2.3.2, 136 V 117 E.4.2.2.2, 133 I 201 E.2.2, 132 V 387 E.5.1; Urteil des Bundesgerichtes 4D_111/2010 vom 19. Januar 2011 E.3.1). Vorliegend sind die Voraussetzungen für eine (ausnahmsweise) Heilung offenkundig erfüllt. Es wurde vor Verwaltungsgericht ein doppelter Schriftenwechsel durchgeführt, in dem sich die Parteien zu sämtlichen Sach- und Rechtsfragen (auch zu den im Einspracheverfahren von der Beschwerdegegnerin auf Antrag des Beschwerdeführers eingeholten Arztberichten von Dr. med. F._____ und Dr. med. D._____) noch einmal frei äussern konnten. Hinzu kommt, dass das streitberufene Gericht über eine volle/uneingeschränkte Kognitions- und Überprüfungsbefugnis verfügt, sodass dem Beschwerdeführer auch aus einem allfällig verkürzten Instanzenzug keine Rechtsnachteile erwachsen können. Eine Rückweisung der ganzen Streitangelegenheit an die Beschwerdegegnerin zur Behebung allfälliger Formmängel würde im konkreten Fall daher lediglich einen formalistischen Leerlauf bedeuten und im Resultat zu einer unnötigen Verfahrensverzögerung führen. Der Beschwerdeführer verlangt vorliegend denn auch nicht die Rückweisung der Streitsache an die Beschwerdegegnerin zur formgerechten Durchführung des Beweisverfahrens, sondern einen Entscheid in der Sache. Er beantragt lediglich die Berücksichtigung der Gehörsverletzung bei der Kosten- und Entschädigungsfolge. Darauf wird im Rahmen der Festlegung der Parteientschädigung zurückzukommen sein (vgl. nachstehend E.7b). 3. a) Zu prüfen bleibt die Höhe der Integritätsentschädigung. Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn er durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung ist mit der Invalidenrente festzulegen oder, falls kein Rentenanspruch besteht, mit Beendigung der ärztlichen Behandlung zu gewähren (Art. 24 Abs. 2 UVG). Für die - 14 - Bestimmung des Integritätsschadens sind somit die medizinischen Verhältnisse am Ende des Heilungsprozesses (medizinischer Endzustand) massgebend. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt, wobei sie den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen darf. Im Übrigen ist sie entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abzustufen (Art. 25 Abs. 1 UVG). b) Mit der Integritätsentschädigung soll die immaterielle Unbill entschädigt werden, die eine Person durch eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erlitten hat, die auf einen Unfall zurückzuführen ist (Art. 24 Abs. 1 UVG; vgl. FREI, Die Integritätsentschädigung nach Art. 24 und 25 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, Diss., Freiburg 1998, S. 80). Ein Integritätsschaden gilt als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Erheblich ist er, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität einer versicherten Person, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt ist (Art. 25 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Dabei wird die Schwere des Integritätsschadens nach dem medizinischen Befund beurteilt. Sie fällt bei identischem Befund für alle Versicherten gleich hoch aus. Die Integritätsentschädigung hängt folglich nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls ab. Sie ist vielmehr abstrakt und egalitär festzulegen (BGE 124 V 29 E.3c, 124 V 209 E.4b; RUMO-JUNGO/HOLZER, in: MURER/STAUFFER [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, S. 166). c) Dabei ist die Schwere des Integritätsschadens nach den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV zu bemessen (Art. 36 Abs. 2 UVV). Darin hat der - 15 - Bundesrat den Integritätsschaden für häufig vorkommende, typische Schäden in Form von Prozenten des maximal versicherten Verdienstes bestimmt. Die fraglichen, nicht abschliessenden Richtwerte hat die Beschwerdegegnerin weiterentwickelt, indem sie für weitere Gesundheitsschäden Tabellen erarbeitet hat. Diese sogenannten SUVA- Tabellen stellen keine Rechtssätze, sondern Verwaltungsweisungen dar, die als solche für das im Streitfall angerufene Versicherungsgericht nicht verbindlich sind. Soweit sie allerdings Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar und vom angerufenen Versicherungsgericht im Einzelfall zu beachten (BGE 124 V 29 E.1c, 113 V 218 E.2b). Findet sich für einen zu beurteilenden Gesundheitsschaden weder im vom Bundesrat erlassenen Anhang 3 zur UVV noch in den SUVA-Tabellen ein Richtwert, so ist die Schwere des strittigen Integritätsschadens durch den Vergleich mit den geregelten Fällen zu bestimmen (Ziff. 1 Abs. 2 Anhang 3 UVV; BGE 113 V 218 E.3; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 167). d) Ob im Einzelfall ein Gesundheitsschaden vorliegt, der vom Typus her eine Integritätsentschädigung zu begründen vermag, hat ein medizinischer Sachverständiger zu beurteilen. Der Verwaltung und dem im Streitfall angerufenen Gericht obliegt es alsdann, gestützt auf die ärztliche Befunderhebung zu beurteilen, ob eine gesundheitliche Beeinträchtigung die Erheblichkeitsschwelle erreicht und, bejahendenfalls, welches Ausmass die als erheblich einzustufende Schädigung aufweist. Dass sie sich hierfür an die medizinischen Angaben zu halten haben, ändert nichts daran, dass die Beurteilung des Integritätsschadens als Grundlage des gesetzlichen Leistungsanspruchs letztlich Sache der zuständigen Behörden und nicht der medizinischen Fachperson ist. Gelangt eine zuständige Behörde im Rahmen der freien Beweiswürdigung indes zur Auffassung, es lägen keine schlüssigen medizinischen Angaben zum - 16 - Vorliegen eines Integritätsschadens vor, führt dies regelmässig zu weiteren medizinischen Sachverhaltsabklärungen. Nur in Ausnahmefällen kann die zuständige Behörde die Integritätsentschädigung ohne weitere Abklärungen aufgrund der existierenden Unterlagen bemessen (vgl. SVR 2009 UV Nr. 27 S. 97; Urteil des Bundesgerichtes 8C_826/2012 vom 28. Mai 2013 E.2.2; FREI, a.a.O., S. 68 ff.). 4. a) Die Beschwerdegegnerin hat die strittige Integritätsentschädigung einerseits aufgrund des Arztberichtes von Dr. med. F._____ vom 21. Januar 2013 (Bg-act. 136) sowie andererseits aufgrund des kreisärztlichen Abschlussuntersuchungsberichtes von Dr. med. E._____, Facharzt für Chirurgie FMH, vom 15. Mai 2013 (Bg-act. 161) festgelegt. Der Beweiswert dieser ärztlichen Stellungnahmen hängt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung davon ab, ob sie für die strittigen Belange umfassend sind, die geklagten Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wurden, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchten und in den Schlussfolgerungen zu überzeugen vermögen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ärztlicher Stellungnahmen ist somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch dessen Bezeichnung als Bericht oder als Gutachten (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3b, 118 V 286 E1b, 112 V 30 E.1a mit Hinweisen). Dennoch hat es das Bundesgericht mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. Danach haben Gutachten versicherungsexterner Ärzte vollen Beweiswert, wenn sie die vorgenannten Anforderungen erfüllen und nicht konkrete Indizien gegen deren Zuverlässigkeit sprechen (BGE 125 V 353 E.3b/bb). Nur wenn die Schlüssigkeit eines solchen Gutachtens in wesentlichen Punkten als zweifelhaft erscheint, sind ergänzende Beweisvorkehren in Betracht zu - 17 - ziehen und nötigenfalls anzuordnen (vgl. BGE 121 Ia 146 E.1c; MÜLLER, Das Verwaltungsverfahren in der Invalidenversicherung, Bern 2010, N. 1724). Dasselbe gilt grundsätzlich für Gutachten versicherungsinterner Ärzte, wie den von den Unfallversicherern beigezogenen Vertrauensärzten. Stützt sich die angefochtene Verfügung indessen im Wesentlichen oder ausschliesslich auf derartige Beurteilungen, sind an die Beweiswürdigung höhere Anforderungen zu stellen. Bestehen in einem solchen Fall auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, erweist sich das fragliche Gutachten nicht als voll beweiskräftig und es sind weitere Beweiserhebungen zu veranlassen (BGE 135 V 465 E.4.4; Urteil des Bundesgerichtes I 142/04 vom 20. November 2007 E.3.2.1; MÜLLER, a.a.O., N. 1730). b) Von diesen beweisrechtlichen Grundsätzen ausgehend ist nachfolgend zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin dem Arztbericht von Dr. med. F._____ vom 21. Januar 2013 sowie insbesondere dem kreisärztlichen Abschlussuntersuchungsbericht von Dr. med. E._____ vom 15. Mai 2013 zu Recht vollen Beweiswert zuerkannt hat. Dr. med. F._____ diagnostizierte in seinem Arztbericht vom 21. Januar 2013 unter anderem zwar eine Scapula alata rechts, führte aber aus, dass sich der Zustand in der Zwischenzeit (seit seinem letzten ausführlichen Bericht vom 24. Juli 2012) etwas verbessert habe. Insbesondere seien die Schmerzen in der rechten Schulter unter Physiotherapie praktisch verschwunden. Anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 15. Mai 2013 führte der Beschwerdeführer sodann aus, dass sich die Situation unter physiotherapeutischer Behandlung an der rechten Schulter unterdessen deutlich verbessert habe. Aktuell habe er nur noch eine leichte Restsymptomatik mit geringfügigen Schmerzen und Druckgefühl in der Schulter und der Scapula bei stärkerer Belastung. Dreimal pro Woche gehe er ins Fitness. Eine physiotherapeutische Behandlung werde aktuell nicht mehr durchgeführt. Auch sei er nicht auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen. In Ruhe sei er bezüglich der rechten Schulter beschwerdefrei.- 18 - Unter dem Titel "Beurteilung" führte der Kreisarzt Dr. med. E._____ im Abschlussuntersuchungsbericht vom 15. Mai 2013 sodann aus, dass es bei der heutigen kreisärztlichen Untersuchung lediglich um die Beurteilung allfälliger Restfolgen im Bereiche der rechten Schulter gehe. Hier bestehe nur noch eine minimale Restsymptomatik bei voller Funktion und guter Kraftentfaltung. Eine weitere ärztliche Behandlung oder Therapie sei nicht notwendig. Rein bezogen auf die rechte Schulter bestehe keine bleibende Beeinträchtigung der körperlichen Integrität. Der Endzustand sei erreicht. c) Die vorstehend auszugsweise wiedergegebenen Arztberichte von Dr. med. F._____ sowie insbesondere jener von Dr. med. E._____ sind für die strittigen Belange, mithin die Schulterbeschwerdesymptomatik, im Umfang ausreichend, berücksichtigen die vom Beschwerdeführer geklagten Leiden und wurden in Kenntnis der Vorakten erstellt. Zudem beruhen sowohl der Arztbericht von Dr. med. F._____ als auch derjenige des Kreisarztes Dr. med. E._____ auf einer persönlichen Untersuchung des Beschwerdeführers. Schliesslich leuchten sowohl der Arztbericht von Dr. med. F._____ als auch jener von Dr. med. E._____ in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. In den medizinischen Akten finden sich zudem keine konkreten Indizien, welche auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit der erwähnten Arztberichte wecken. Den fraglichen ärztlichen Stellungnahmen ist demnach voller Beweiswert zuzuerkennen. 5. Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, vermag − wie nachfolgend dargestellt − nicht zu überzeugen. a) Zum einen weist der Beschwerdeführer auf verschiedene ärztliche Beurteilungen hin, in welchen mehrfach auf die eingeschränkte Schulterbeweglichkeit rechts hingewiesen beziehungsweise eine Scapula alata rechts diagnostiziert worden sei. Die kreisärztliche Beurteilung von Dr. med. E._____, wonach von keiner bleibenden Beeinträchtigung der körperlichen Integrität im Bereich der oberen Extremität auszugehen sei, - 19 - sei ein "Ausreisser" und stehe im Widerspruch zu den in zeitlicher Hinsicht vorangegangenen Befunderhebungen verschiedener Ärzte. Diese Ausführungen zielen ins Leere. Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort vom 20. November 2014 zu Recht ausführt, sind für die Bestimmung des Integritätsschadens die medizinischen Verhältnisse am Ende des Heilungsprozesses (medizinischer Endzustand) massgebend. Sämtliche vom Beschwerdeführer erwähnten medizinischen Berichte (mithin die Arztberichte von Dr. med. F._____ vom 31. August 2011 [Bg-act. 52], 18. Januar 2012 [Bg-act. 83] und 22. Februar 2013 [Bg-act. 145], von Dr. med. G._____, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, vom 15. September 2011 [Bg-act. 56] und vom 13. August 2012 [Bg-act. 115], von Dr. med. H._____, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 9. Mai 2012 [Bg-act. 96] sowie auch der Bericht über die Beurteilung des Integritätsschadens von Dr. med. C._____, Facharzt FMH für Arbeitsmedizin und Dermatologie, und Dr. med. D._____ vom 18. Juni 2012 [Bg-act. 104]) sind indes noch während des Heilungsprozesses und damit vor dem Erreichen des medizinischen Endzustands erstellt worden. Der Kreisarzt Dr. med. E._____ hat denn auch in seinem Arztbericht vom 23. Mai 2012 (Bg-act. 97) zu Recht festgehalten, dass die Integritätsentschädigung aktuell nicht zu entscheiden sei, da der Verlauf noch abgewartet werden müsse. Im Bericht über die kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 15. Mai 2013 (Bg-act. 161) führte derselbe Dr. med. E._____ sodann aus, dass hinsichtlich der Situation an der rechten Schulter unterdessen der Endzustand erreicht sein dürfte und die Frage einer allfälligen Integritätsentschädigung nun zu prüfen sei. Folglich kann aber der Beschwerdeführer aus den von ihm erwähnten Arztberichten nichts zu seinen Gunsten ableiten, auch wenn darin mehrfach auf die eingeschränkte Schulterbeweglichkeit rechts hingewiesen beziehungsweise eine Scapula alata rechts diagnostiziert - 20 - wurde. Diese Beschwerde betrafen aber − wie gesehen − noch den Heilungsprozess und nicht den medizinischen Endzustand, weshalb sie für die Festlegung der Integritätsentschädigung nicht zu beachten sind. b) Weiter führt der Beschwerdeführer aus, er leide nach wie vor täglich an Schulterbeschwerden, welche trotz intensiver Eigenanstrengung mit mehrmaligem Fitnesstraining pro Woche seit der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung weiter zugenommen hätten. Diesbezüglich gilt es festzuhalten, dass seit der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 15. Mai 2013 durch Dr. med. E._____ keine anderslautenden Einschätzungen von medizinischen Fachpersonen bei den Akten liegen, welche Zweifel an dessen Beurteilung aufkommen lassen könnten. Vielmehr ergibt sich bereits aus dem Arztbericht von Dr. med. F._____ vom 21. Januar 2013 (Bg-act. 136), dass sich der Zustand des Beschwerdeführers schon im damaligen Zeitpunkt etwas verbessert hatte und die Schmerzen in der rechten Schulter unter Physiotherapie praktisch verschwunden waren. Auch anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 15. Mai 2013 (vgl. Bg- act. 161 S. 3) führte der Beschwerdeführer gegenüber Dr. med. E._____ aus, dass sich die Situation an der rechten Schulter unterdessen deutlich verbessert habe und er aktuell nur noch eine leichte Restsymptomatik mit geringfügigen Schmerzen und Druckgefühl in der Schulter und der Scapula bei stärkerer Belastung verspüre. In Ruhe sei er bezüglich der rechten Schulter beschwerdefrei. Diese Aussagen bestätigte der Beschwerdeführer am 15. Mai 2013 auch gegenüber der Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin (vgl. Besprechungsnotiz der Beschwerdegegnerin vom 15. Mai 2013 [Bg-act. 159]). Den medizinischen Akten lassen sich sodann auch keine Hinweise entnehmen, wonach seit Erlass der angefochtenen Verfügung vom 4. Juli 2013 eine Zustandsverschlechterung eingetreten ist. Schliesslich - 21 - begründete Dr. med. G._____ in seinem ärztlichen Zeugnis vom 31. Oktober 2014 (beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 2) auch mit keinem Wort, weshalb aus seiner Sicht eine zusätzliche orthopädische oder rheumatologische Abklärung erforderlich sei. Auch aus der E-Mail an Dr. med. F._____ vom 29. Oktober 2014 (Bf-act. 3) sowie dem vom Beschwerdeführer behaupteten, jedoch nicht nachgewiesenen, Telefongespräch zwischen dem beschwerdeführerischen Rechtsvertreter und Dr. med. F._____ kann nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers abgeleitet werden. Folglich liegen vorliegend aber − mit Ausnahme der unbelegten beschwerdeführerischen Parteibehauptung − keinerlei Hinweise auf eine Zunahme der Schulterbeschwerden rechts seit der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 15. Mai 2013 vor. c) Des Weiteren rügt der Beschwerdeführer, der Kreisarzt Dr. med. E._____ äussere sich nicht zur längerfristigen Entwicklung der Symptomatik mit zunehmendem Alter des Beschwerdeführers, obwohl die voraussehbare Verschlimmerung des Integritätsschadens bei der Festsetzung der Entschädigung gemäss Art. 36 Abs. 4 UVV berücksichtigt werden müsse. Auch diese Rüge zielt − wie nachfolgend dargestellt − ins Leere. Gemäss Art. 36 Abs. 4 UVV sind voraussichtliche Verschlimmerungen des Integritätsschadens bei der Bemessung der Integritätsentschädigung zwar angemessen zu berücksichtigen (Satz 1). Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Satz 2). Eine voraussehbare Verschlimmerung liegt vor, wenn im Zeitpunkt der Festsetzung der Integritätsentschädigung eine solche als wahrscheinlich prognostiziert und damit auch geschätzt werden kann. Die blosse Möglichkeit einer Verschlimmerung des Integritätsschadens genügt hingegen nicht (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_32/2010 vom 6. September 2010 E.2.6.2). Nicht voraussehbare Verschlechterungen können naturgemäss nicht im - 22 - Voraus berücksichtigt werden. Entwickelt sich daher der Gesundheitsschaden im Rahmen der ursprünglichen Prognose, ist die Revision einer einmal zugesprochenen Integritätsentschädigung ausgeschlossen. Hingegen ist die Entschädigung neu festzulegen, wenn sich der Integritätsschaden später bedeutend stärker als prognostiziert verschlimmert. Dem Erfordernis der angemessenen Entschädigung ist einzig dann Genüge getan, wenn die versicherte Person eine zusätzliche Kapitalabfindung erhält, die zusammen mit der früheren Leistung dem endgültigen Integritätsschaden entspricht (Urteil des Bundesgerichtes 8C_885/2014 vom 17. März 2015 E.2.2.1; RKUV 1991 Nr. U 132 S. 305, U 46/90 E.4b). Die Prognose (fallbezogene medizinische Beurteilung über die voraussichtliche künftige Entwicklung einer Gesundheitsbeeinträchtigung im Einzelfall) ist eine Tatfrage, die anhand medizinischer Feststellungen zu beurteilen ist (BGE 132 V 393 E.3.2). Vorliegend ist eine Berücksichtigung einer voraussehbaren Verschlimmerung des Integritätsschadens bei der Bemessung der Integritätsentschädigung aus zwei Gründen ausgeschlossen. Zum einen ergibt sich bereits aus dem Wortlaut und dem Kontext von Art. 36 Abs. 4 UVV, dass voraussehbare Verschlimmerungen beim Fallabschluss ohnehin nur dann angemessen zu berücksichtigen sind, sofern in diesem Zeitpunkt beziehungsweise im Zeitpunkt des medizinischen Endzustands bereits ein entschädigungspflichtiger Integritätsschaden besteht. Dies ist vorliegend hinsichtlich der Schulterproblematik rechts − wie gesehen − nicht der Fall, führte doch Dr. med. E._____ im kreisärztlichen Abschlussuntersuchungsbericht vom 15. Mai 2013 (Bg-act. 161 S. 4) aus, dass bezogen auf die rechte Schulter keine bleibende Beeinträchtigung der körperlichen Integrität bestehe. Folglich entfällt die Anwendung von Art. 36 Abs. 4 UVV von vornherein. Selbst wenn man aber − entgegen der Auffassung von Dr. med. E._____ sowie des streitberufenen Gerichtes − davon ausginge, dass im Zeitpunkt des medizinischen Endzustands - 23 - hinsichtlich der Schulterproblematik rechts ein entschädigungspflichtiger Integritätsschaden vorläge, wäre hier eine Berücksichtigung einer voraussehbaren Verschlimmerung des Integritätsschadens bei der Bemessung der Integritätsentschädigung ausgeschlossen. Denn den bei den Akten liegenden medizinischen Berichten sind keinerlei Indizien auf eine voraussehbare Verschlimmerung des Integritätsschadens zu entnehmen. Einzig Dr. med. G._____ führt in seinem ärztlichen Zeugnis vom 31. Oktober 2014 (Bf-act. 2) aus, dass damit gerechnet werden müsse, dass sich die Symptomatik mit fortschreitender Dauer weiter verschlechtern könnte. Wie vorstehend dargestellt genügt die blosse Möglichkeit einer Verschlimmerung des Integritätsschadens indes noch nicht, um eine solche bei der Bemessung der Integritätsentschädigung zu berücksichtigen. Vielmehr müsste die voraussehbare Verschlimmerung des Integritätsschadens der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zufolge zumindest als wahrscheinlich prognostiziert und damit auch geschätzt werden können (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_32/2010 vom 6. September 2010 E.2.6.2). Wie vorstehend dargestellt ist über die Integritätsentschädigung neu zu befinden, wenn sich der Integritätsschaden später bedeutend stärker verschlimmert als prognostiziert. Sollte sich die Schulterbeschwerdesymptomatik rechts des Beschwerdeführers somit inskünftig bedeutend verschlechtern, könnte der Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin immer noch einen entsprechenden Anspruch auf eine Integritätsentschädigung geltend machen. Die Beschwerdegegnerin hätte dann zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die Zusprache einer Integritätsentschädigung erfüllt sind oder nicht (so die Beschwerdegegnerin auch explizit in ihrer Rechtsschrift vom 19. Februar 2015, S. 2 Ziff. 2). d) Schliesslich bringt der Beschwerdeführer noch vor, es müsse zur Bemessung der Integritätsentschädigung gestützt auf Art. 36 Abs. 3 UVV - 24 - die gesamte Beeinträchtigung berücksichtigt werden, was eine medizinische Gesamtbeurteilung bedinge. Wie nachfolgen dargestellt erweist sich auch diese Rüge als unbegründet. Gemäss Art. 36 Abs. 3 UVV ist die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung festzusetzen, wenn mehrere körperliche oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammenfallen. Von verschiedenen Integritätsschäden ist auszugehen, wenn sich die Beeinträchtigungen medizinisch eindeutig feststellen und in ihren Auswirkungen klar voneinander unterscheiden lassen. Klar unterscheidbare und sich gegenseitig nicht beeinflussende Integritätsschäden sind grundsätzlich zu addieren (SVR 2008 UV Nr. 10 S. 32, U 109/06 E.6). Bei einer gegenseitigen Überlagerung verschiedener Beeinträchtigungen darf der Gesamtwert indessen nicht dazu führen, dass ein Teil der Beeinträchtigungen doppelt entschädigt wird. Umgekehrt kann sich eine Erhöhung rechtfertigen, wenn sich die verschiedenen Beeinträchtigungen in ihrer Wirkung verstärken (Urteil des Bundesgerichtes 8C_826/2012 vom 28. Mai 2013 E.3.2; FREI, a.a.O., S. 45). Vorliegend besteht jedoch einzig in Bezug auf die Lungenproblematik eine bleibende und zu entschädigende Beeinträchtigung der körperlichen Integrität. Demgegenüber führt die Schulterbeschwerdesymptomatik rechts − wie Dr. med. E._____ im kreisärztlichen Abschlussuntersuchungsbericht vom 15. Mai 2013 (Bg-act. 161 S. 4) schlüssig und nachvollziehbar ausführt − nicht zu einer bleibenden Beeinträchtigung der körperlichen Integrität. Folglich fallen vorliegend aber nicht mehrere Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, weshalb auch die Anwendung von Art. 36 Abs. 3 UVV von vornherein entfällt. Eine Festsetzung der Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung käme bloss dann in Frage, wenn - 25 - hinsichtlich der Schulterbeschwerdesymptomatik rechts ebenfalls ein Integritätsschaden vorliegen würde, was vorliegend aber − wie gesehen − nicht der Fall ist. 6. Abschliessend ist an dieser Stelle noch festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin ihrer Abklärungspflicht nach Art. 43 ATSG rechtsgenüglich nachgekommen ist. Nachdem Dr. med. E._____ in seinem kreisärztlichen Abschlussuntersuchungsbericht vom 15. Mai 2013 nachvollziehbar und schlüssig dargelegt hat, dass hinsichtlich der Beschwerdesymptomatik im Bereich der rechten Schulter nur noch eine minimale Restsymptomatik bei voller Funktion und guter Kraftentfaltung bestehe beziehungsweise bezogen auf die rechte Schulter keine bleibende Beeinträchtigung der körperlichen Integrität bestehe und sich in den medizinischen Akten überdies keine konkreten Indizien finden, welche auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit des erwähnten Arztberichtes von Dr. med. E._____ wecken, ist denn auch kein weiterer Abklärungsbedarf angebracht. Die Aktenlage ist ausreichend, um den medizinischen Sachverhalt beurteilen zu können. Dementsprechend kann auf weitergehende medizinische Abklärungen in Anwendung der antizipierten Beweiswürdigung (vgl. BGE 134 I 140 E.5.3, 124 V 90 E.4b) verzichtet werde, zumal hiervon einerseits keine weiteren entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten sind und anderseits im Verfahren um Zusprechung oder Verweigerung von Sozialversicherungsleistungen rechtsprechungsgemäss kein förmlicher Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung besteht (vgl. BGE 135 V 465 E.4; Urteil des Bundesgerichtes 8C_541/2012 E.4.1). Demnach erweist sich auch der Eventualantrag des Beschwerdeführers, wonach das streitberufene Gericht die weiteren erforderlichen medizinischen Abklärungen zu tätigen und anschliessend die Integritätsentschädigung aufgrund des Beweisergebnisses der zusätzlichen Abklärungen festzusetzen hat, als unbegründet.- 26 - 7. a) In Würdigung der vorhandenen medizinischen Unterlagen gelangt das streitberufene Gericht aufgrund der vorstehenden Überlegungen zum Schluss, dass die Beschwerdegegnerin die beschwerdeführerische Schulterbeschwerdesymptomatik rechts bei der Bemessung der Integritätsentschädigung zu Recht nicht berücksichtigt hat. Daraus ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer in Bezug auf die Lungenproblematik bei einem unstrittigen Integritätsschaden von 15 % und einem versicherten Jahresverdienst von Fr. 126'000.-- (Art. 22 Abs. 1 UVV) eine Integritätsentschädigung von Fr. 18'900.-- auf Basis einer Leistungseinbusse von 15 % zu leisten hat. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 30. September 2014 erweist sich demnach als rechtmässig, was zu seiner Bestätigung und der Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde sowohl im Haupt- als auch im Eventualantrag führt. b) Gerichtskosten werden keine erhoben, da das kantonale Beschwerdeverfahren gemäss Art. 61 lit. a ATSG − ausser hier nicht zutreffender Ausnahmen − grundsätzlich kostenlos ist. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens ist an sich keine Parteientschädigung geschuldet. Indessen ist die Gehörsverletzung und deren Heilung bei der Frage der Parteientschädigung in gewissen Konstellationen zu berücksichtigen. Das Bundesgericht hat entschieden, dass es sich bei einer Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Verwaltung mit anschliessender Heilung im gerichtlichen Verfahren unter Umständen rechtfertige, der Gehörsverletzung durch Zusprache einer reduzierten Parteientschädigung und teilweiser Auferlegung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes (8C_738/2014 vom 15. Januar 2015 E.7, 9C_234/2008 vom 4. August 2008 E.5.1). Eine Berücksichtigung der Gehörsverletzung bei der Frage der Parteientschädigung bedingt allerdings, dass der Partei durch die - 27 - Gehörsverletzung Kosten entstehen, welche ihr ohne Gehörsverletzung nicht entstanden wären (Urteil des Bundesgerichtes 8C_843/2014 vom 18. März 2015 E.11; BGE 134 I 234; SVR 2010 IV Nr. 51 S. 157 E.3.3). Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin den beschwerdeführerischen Anspruch auf rechtliche Gehör − wie gesehen (vgl. vorstehend E.2) − zwar verletzt, indem sie im Einspracheverfahren eine weitere pneumologische Untersuchung des Beschwerdeführers durch Dr. med. F._____ erstellen und eine neuerliche Schätzung der Integritätseinbusse durch Dr. med. D._____ vornehmen liess, ohne die entsprechenden medizinischen Akten vor Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 30. September 2014 dem Beschwerdeführer beziehungsweise dessen Rechtsvertreter zur Einsicht und zur Stellungnahme zu unterbreiten. Der Beschwerdeführer weist indes nicht nach und es ist auch nicht ersichtlich, dass ihm wegen der − leichten und heilbaren − Gehörsverletzung (vgl. vorstehend E.2) zusätzliche Kosten entstanden sind. Insbesondere kann ausgeschlossen werden, dass sich der Beschwerdeführer einzig aufgrund der Gehörsverletzung zur Beschwerde ans Verwaltungsgericht veranlasst sah. Vielmehr ging es ihm im vorliegenden Beschwerdeverfahren primär um eine Erhöhung der Integritätsentschädigung bzw. um die Berücksichtigung der Schulterbeschwerdesymptomatik rechts bei der Bemessung der Integritätsentschädigung. Der Beschwerdeführer widmet der Verletzung des rechtlichen Gehörs denn auch bloss wenige Zeilen seiner Beschwerdeschrift vom 1. November 2014. Auch daraus ist ersichtlich, dass es dem Beschwerdeführer vorliegend in erster Linie um eine Erhöhung der Integritätsentschädigung geht und die Verletzung des rechtlichen Gehörs lediglich einen Nebenschauplatz bildet. Demzufolge sieht das streitberufene Gericht im vorliegenden Fall von der Zusprache einer Parteientschädigung infolge der Gehörsverletzung durch die Beschwerdegegnerin mit anschliessender Heilung im gerichtlichen Verfahren ab. - 28 - Demnach erkennt das Gericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Kosten erhoben. 3. [Rechtsmittelbelehrung] 4. [Mitteilungen]