B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-975/2014 U r t e i l v o m 1 5 . S e p t e m b e r 2 0 1 4 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richter Martin Zoller; Gerichtsschreiber Stefan Weber. Parteien A._______, geboren (...), Iran, vertreten durch lic. iur. Monique Bremi, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 23. Januar 2014 / N_______. D-975/2014 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben am 7. September 2012 illegal in die Schweiz einreiste und gleichentags im Empfangs - und Verfahrenszentrum (EVZ) in B._______ um Asyl nachsuchte, dass das BFM am 26. September 2012 im EVZ B._______ die Persona- lien de s Beschwerdeführers erhob und ihn summarisch zum Reiseweg und zu den Gründen für das Verlassen seines Heimatlandes befragte und ihn sowohl am 10. September 2013 als auch am 15. Januar 2014 anhör- te, dass der aus C._______ in der gleichnamigen Provinz stammende B e- schwerdeführer iranischer S taatsangehörigkeit in seinem Asylgesuch im Wesentlichen geltend machte, er sei ab dem Jahre (...) als D._______ für verschiedene private Firmen und Institute tätig gewesen, habe gleichze i- tig einen Lehrauftrag für (...) an der Universität in E._______ innegehabt und habe ab dem Jahre (...) in F._______ ein eigenes (...)büro geführt, habe dort aber der Abteilung G._______ des Palais de Justice unterstan- den, welches seine Arbeit beglaubigt habe, dass er sich aufgrund seiner beruflichen Stellung nicht als Aktivist gegen die Regierung betätigt, jedoch immer wi eder – meist im privaten Ra h- men – Kritik an der Regierung geäussert habe, weshalb er im Jahre (...) von der universitären Disziplinarkommission (Herasat) gerügt und einen Monat später vom Informationsministerium vorgeladen worden sei, das ihn während vier Stunden verhört und danach freigelassen habe, dass er sowohl im (...) als auch im (...) jeweils vom Informationsministeri- um per SMS erneut vorgeladen und beschuldigt word en sei, sich regime- kritisch geäussert zu haben, und er über seine Tätigkeit für ausländische Firmen befragt und verbal unter Druck gesetzt worden sei, dass man ihn im (...) nach dem Verhör während zweier Nächte in Einzel - und Dunkelhaft versetzt habe und i hm anlässlich des dritten Verhörs im (...) klar geworden sei, dass die iranischen Behörden seine Telefong e- spräche abgehört hätten, dass er aus Angst, unter einem Vorwand umgebracht zu werden, das Land auf legalem Weg verlassen habe, D-975/2014 Seite 3 dass das BFM mit Verfüg ung vom 23. Januar 2014 – eröffnet am 24. Ja- nuar 2014 – das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 7. September 2012 abwies und die Wegweisung sowie deren Vollzug anordnete, dass die Vorinstanz zur Begründung des ablehnenden Asylentscheides anführte, es erstaune, dass der Beschwerdeführer trotz des Vorwurfs, ein "Antirevolutionär" zu sein und das Regime wiederholt kritisiert zu haben, bis zu seiner Ausreise als vereidigter D._______ im Auftragsverhältnis für das Justizministerium habe arbeiten können, dass es angesichts der gegen ihn erhobenen Vorwürfe höchst fraglich er- scheine, dass er sich weiterhin frei im Iran habe bewegen und letztlich das Land habe verlassen können, dies auch im Lichte seines Gesprächs, welches er scherzhaft mit dem Grenzbeamten am Flug hafen geführt h a- ben wolle, zumal es eine tatsächlich verfolgte Person tunlichst vermeiden würde, bei der Ausreise aufzufallen, dass im Übrigen eine Vorladung per SMS als zweifelhaft erscheine, z u- mal solche Vorladungen beliebig versendet werden könnten und diese Angaben mit der allgemeinen Erfahrung nicht zu vereinbaren seien, dass der Beschwerdeführer weiter nicht imstande gewesen sei, die Ankla- gepunkte des Informationsministeriums präzise zu schildern, etwa bezüg- lich des Inhalts der Verhörprotokolle, und er auch keine konkreten Vo r- würfe oder Beschuldigungen habe wiedergeben können, dass die Vorbringen zum Zeitpunkt des letzten Verhörs und zur Dauer bis zur effektiven Ausreise widersprüchlich ausgefallen seien, dass die eingereichten Beweismittel gemäss den Ausführungen des B e- schwerdeführers die allgemeine Lage und das Wesen des aktuellen R e- gimes skizzieren, jedoch keinen direkten Bezug zu seinen persönlichen Vorbringen herstellen würden, weshalb diese Dokumente zur Beweisfüh- rung nicht tauglich seien, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG (SR 142.31) nicht standhielten, so dass deren Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse, dass sodann zwischen den Vorbringen, die sich vor dem Jahre (...) ereig- net hätten, und seiner Ausreise im (...) 2012 weder ein sachlicher noch zeitlicher Kausalzusammenhang bestehe, D-975/2014 Seite 4 dass der Vollzug der Wegweisung durchführbar sei, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. Februar 2014 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und beantragte, die angefochtene Verfügung des BFM sei aufzuheben, es sei seine Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihm Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Unzulässigkeit, allenfalls die Unzumutbarkeit des Voll- zugs der Wegweisung festzustellen und die vorläufige Aufnahme zu g e- währen, subeventualiter sei die Sache zur Abklärung des rechtserhebl i- chen Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen, und in prozessu a- ler Hinsicht um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenv orschusses, um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG sowie um amtliche Verbeiständung im Sinne von Art. 110a Abs. 1 AsylG ersuchte, dass mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 7. März 2014 die Gesuch e um Gewährung der unentgeltlichen Recht s- pflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1, um Bestellung einer amtlichen Verbei- ständung gemäss Art. 110a Abs. 1 AsylG sowie um Verzicht auf die Erhe- bung eines Kostenvorschusses abgewiesen und dem Beschwerdeführer Frist zur Bezahlung eines Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 600.– bis zum 24. März 2014 angesetzt wurde, dass zur Begründung im Wesentlichen angeführt wurde, die Beschwerde- schrift enthalte keine Argumente, welche an den im angefochtenen En t- scheid aufgezeigten Schlussfolgerungen Zweifel aufkommen lassen dürf- ten, dass die Übersetzungstätigkeit des Beschwerdeführers unter der Aufsicht des Justizministeriums bis zur Ausreise als nicht glaubhaft zu erachten sein dürfte, falls – wie von ihm geltend gemacht – die iranischen Behör- den aufgrund der angeführten dichten Beobachtung und der Telefonüber- wachung von seiner wiederholten Regimekritik gewusst haben sollten, dass es als ebenso unwahrscheinlich zu werten sein dürfte, dass er sich angesichts des behördlichen Vorwu rfs, ein "Antirevolutionär" zu sein, bis zur Ausreise frei im Land bewegen und dieses auf legalem Weg über e i- nen streng kontrollierten Grenzübergang (Flughafen) habe verlassen kön- nen, weshalb der Einwand, der Beschwerdeführer habe bis zur Ausreise versucht, keinen Verdacht zu erregen, und den Iran so unauffällig wie möglich verlassen wollen, nicht überzeugen dürfte, D-975/2014 Seite 5 dass der Einwand, gemäss öffentlichen Quellen würden Vorladungen im Iran durchaus per SMS versendet, zwar zutreffen dürfte, jedoch die zitie r- te Quelle nur von "gerichtlichen" Vorladungen spreche und ausführe, dass ein schriftliches Dokument als Beweis für die gesendete SMS vorge- legt werden müsse, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge jedoch nicht von ei- nem Gericht, sondern vom Ettel aat im Ministerium für Information und Nachrichtendienst vorgeladen worden sei und er auch keinerlei Ausfü h- rungen mache, dass seitens der Behörden zwecks Verifikation der Zustel- lung der SMS ein Dokument vorgelegt worden sei, dass er vielmehr auf telefonischem Weg den Erhalt der Kurznachricht be- stätigt habe, weshalb der entsprechende Einwand als unbehelflich zu e r- achten sein dürfte, dass die Rüge, die Vorinstanz habe zu Unrecht angenommen, er sei nicht imstande gewesen, die ihm zur Last gelegten Anklagepunk te präzise zu schildern, zumal er in zahlreichen detaillierten Antworten anlässlich der beiden Anhörungen die drei Verhöre geschildert habe, an der vom BFM getroffenen Schlussfolgerung nichts ändern dürfte, zumal der Beschwe r- deführer in seinen Antworten zu den drei Verhören zwar einlässliche Aus- führungen gemacht habe, jedoch auch dort keine konkreteren Vorwürfe seitens der iranischen Behörden wegen seiner geltend gemachten r e- gimekritischen Äusserungen, so insbesondere hinsichtlich der beiden Verhöre in den Jahren (...), anführe, dass der Einwand, das BFM habe es bei der ersten Anhörung bezüglich der Schilderung des dritten Verhörs unterlassen, genauer nachzufragen, um was für eine Aussage es sich konkret gehandelt habe (vgl. act. A18/20 S. 7), als nicht stic hhaltig zu erachten sein dürfte, zumal sich der Beschwerdeführer nicht nur anlässlich der ersten BFM -Anhörung vom 10. September 2012, sondern insbesondere noch in der zusätzlichen A n- hörung – welche wunschgemäss ohne Dolmetscher durchgeführt w orden sei – vom 15. Januar 2014 ausführlich und detailliert zu seinen Asylgrü n- den habe äussern k önnen und am Schluss der Anhörung auf explizite Nachfrage bestätigt habe, dass er zu seinem Asylgesuch alles habe s a- gen können, und bei der Rückübersetzung, insbesondere anlä sslich der ersten Anhörung, die Möglichkeit wahr genommen habe , zahlreiche E r- gänzungen und Korrekturen am Protokoll anzubringen, D-975/2014 Seite 6 dass der Vorinstanz das Unterlassen eines vertiefteren Nachfragens nicht als ungenügende Sachverhaltsabklärung angelastet werden dürfte, da es dem Beschwerdeführer möglich gewesen wäre, in der Zeitspanne zw i- schen letzter Anhörung und Erlass des ablehnenden Asylentscheides in schriftlicher Form auf weitere Sachverhaltselemente sowie eine allenfalls bestehende aktuelle Gefährdung hinzuweisen, dass auch der Einwand hinsichtlich des Vorhalts widersprüchlicher Au s- sagen zum Zeitpunkt des letzten Verhörs unbehelflich bleiben dürfte, z u- mal es sich diesbezüglich einerseits um ein wesentliches Sachverhalt s- element handle, das letztlich den Beschwerdeführer zur Ausreise bew o- gen habe und welches erfahrungsgemäss besonders gut im Gedächtnis haften bleib e, und andererseits das Vorbringen, er halte an seiner D a- tumsangabe anlässlich der Befragung fest, mit seiner Darstellung, w o- nach er vor seiner Ausreise noch während eines Monats (mehr oder w e- niger) seine Situation analysiert habe (vgl. act. A26/15 S. 11), nicht in Übereinstimmung gebracht werden könne, dass weiter die in diesem Zusammenhang vorgebrachte Rüge, wonach die Vorinstanz ihre Einschätzung nicht vor dem Hintergrund der im Iran herrschenden Repression vorgenommen habe, was eine Verletzung von Art. 7 AsylG, der Begründungspflicht und des rechtlichen Gehörs darste l- le, nicht stichhaltig sein dürfte, zumal die Beurteilung der Gl aubhaftigkeit von Asylvorbringen und von Beweismitteln die rechtliche Würdigung b e- schlage und der vorinstanzliche Entscheid hinsichtlich der Beurteilung der Asylvorbringen auf einer laufenden Überprüfung und Einschätzung der aktuellen Situation im Iran beruhe, dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid die vom Beschwerd e- führer geltend gemachten und gegen ihn gerichteten behördlichen Sch i- kanen und Repressionsmassnahmen sowie die diesbezüglich eingereich- ten Beweismittel aufgeführt und anschliessend auf deren Asylrelevanz re- spektive Glaubhaftigkeit überprüft habe, dass es dem Beschwerdeführer zudem offensichtlich möglich gewesen sei, den Entscheid des BFM sachgerecht anzufechten, was den Schluss zulasse, dass er sich über die Tragweite der Verfügung habe ein Bild ma- chen können (vgl. BGE 112 Ia 107), womit eine Verletzung der Begrü n- dungspflicht und mithin des rechtlichen Gehörs nicht vorliegen dürfte, zumal sich die verfügende Behörde nicht ausdrücklich mit jeder tatbe - ständlichen Behauptung und jedem rechtl ichen Einwand auseinanderset-D-975/2014 Seite 7 zen müsse, sondern sich auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschrä n- ken dürfe (BGE 126 I 97 E. 2b), dass sodann der Hinweis, sein Dossier bei den iranischen Behörden sei mit Sicherheit vollständig geführt, weshalb die vorinstanz liche Einschä t- zung unzutreffend sei, wonach die Vorbringen vor dem Jahre (...) mit sei- ner Ausreise weder in einem zeitlichen noch in einem sachlichen Kausa l- zusammenhang stünden und demnach nicht asylrelevant seien, als u n- behelflich zu erachten sein dürfte, da die fraglichen Ereignisse im Zei t- punkt der Ausreise des Beschwerdeführers bereits mehrere Jahre zurück- gelegen hätten, weshalb diese Begebenheiten nicht mehr als Massna h- men angesehen werden könn ten, die den Beschwerdeführer unmittelbar zur Ausreise veranlasst haben dürften, und dieser selber an geführt habe, den Ausreiseentschluss nach einer Analyse seiner Situation im (...) 2012 getroffen zu haben (vgl. act. A26/15 S. 11), dass zudem die Befürchtung, den iranischen Behörden könnte die Einre i- chung eines Asylgesuches durch den Beschwerdeführer bekannt werden, unbegründet sein dürfte, da die mit diesem Gesuch befassten Personen einer Verschwiegenheitspflicht unterstünden, dass die vorinstanzliche Einschätzung der Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit d es Wegweisungsvollzugs in Beachtung der massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen und in Berücksichtigung obiger Einschätzung zur Glaubhaftigkeit der Asylvorbringen zu bestätigen sein dürfte, dass der Beschwerdeführer insbesondere über (Angaben zu Ausbildung, Berufserfahrungen und Sprachkenntnissen) und in seiner Heimat ein i n- taktes familiäres Beziehungsnetz besitze (vgl. act. A7/13 S. 4 ff.), dass dementsprechend die in der Beschwerde formulierten Begehren aussichtslos sein dürften, dass der Kostenvorschuss am 17. März 2014 bezahlt wurde, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei-D-975/2014 Seite 8 det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersu chens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem He imatstaat oder im Land, in dem s ie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauunge n ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind D-975/2014 Seite 9 oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in w e- sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüc hlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden, dass das BFM die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Fluchtgrün- de zufolge unlogischer, unsubstanziierter und widersprüchlicher Vorbrin- gen sowie des Umstandes, dass die Geschehnisse vor dem Jahre (...) in keinem zeitlichen Kausalzusammenhang mit der Ausreise stünden , als unglaubhaft sowie als asylirrelevant beurteilte, dass ferner den eingereichten Beweismittel n keinerlei Beweiskraft beige- messen wurde, da diese weder einen direkten noch einen indirekten B e- zug zu den persönlichen Vorbringen des Beschwerdeführers herstellten, dass sich aufgrund der Akten die Ausführungen in der angefochtenen Verfügung – soweit sie vom Bundesverwaltungsgericht beurteilt werden – als in jeder Hinsicht zutreffend erweisen, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen auf die entsprechenden Erwägungen des BFM im ang e- fochtenen Entscheid verwiesen werden kann, dass die Vorbringen in der Beschwerdeschrift nicht geeignet sind, an der vorinstanzlichen Einschätzung etwas zu ändern, dass in der Zwischenverfügung vom 7. März 2014 einlässlich dargelegt wurde, weshalb die Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe die Flüch t- lingseigenschaft nicht zu begründen vermöchten, und auch keine Hinder- nisse vorliegen würden , die einem Vollzug der Wegweisung des B e- schwerdeführers in seinen Heimatstaat entgegenstünden, weshalb seine Begehren als aussichtslos zu qualifizieren seien, D-975/2014 Seite 10 dass seit dieser Beurteilung keine Änderung der Sachlage hinsichtlich der in der Beschwerdeschrift gestellten Begehren eingetreten ist, dass, um Wiederholungen zu vermeiden, daher ebenfalls vollumfänglich auf die Ausführungen in der erwähnten Zwischenverfügung zu verweisen ist, dass kein Anlass zu weiteren Abkl ärungen besteht, weshalb der Antrag auf Rückweisung der Sache an das Bundesamt zur hinreichenden Abkl ä- rung des rechtserheblichen Sachverhalts abzuweisen ist, dass sich bei dieser Sachlage weitere Erörterungen erübrigen und das BFM demnach das Asylgesuch des Beschwerdeführers zu Recht abg e- lehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (Art. 44 AsylG; vgl. BVGE 2011/24 E. 10.1 S. 502 ; 2009/50 E. 9 S. 733 ; 2008/34 E. 9.2 S. 510), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzl i- chen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht ange- ordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner Vo r- gängerorganisation ARK der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüch t- lingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2012/31 E. 7.1 und 2011/24 E. 10.2, je m.w.H.), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), D-975/2014 Seite 11 dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in d em ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoule- ment im vorliegenden V erfahren keine Anwendung findet und keine A n- haltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedr i- gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lage im Heimat staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorlie- gend zumutbar ist, zumal er über (Angaben zu Ausbildung, Berufserfa h- rungen und Sprachkenntnissen) und in seiner Heimat ein intaktes familiä- res Beziehungsnetz besitzt, so insbesondere (...), die ihm bei der Rei n- tegration Unterstützung bieten können (vgl. act. A7/13 S. 4 ff.), dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat- staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der B e- schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Weg - weisung zu bestätigen ist, D-975/2014 Seite 12 dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600. – (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1– 5 VwVG) und der am 7. März 2014 in der gleichen Höhe geleistete Ko s- tenvorschuss zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. (Dispositiv nächste Seite) D-975/2014 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Der in gleicher Höhe einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezah- lung der Verfahrenskosten verwendet. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Thomas Wespi Stefan Weber Versand: