<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2018-03-21-5A_236-2018.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_236/2018</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 21. März 2018</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter von Werdt, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Vorsorgliche Massnahmen (Widerruf einer Generalvollmacht), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts von Graubünden, I. Zivilkammer, vom 29. Januar 2018 (ZK1 17 145). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">A.________ wurde am 17. September 2017 fürsorgerisch untergebracht. Mit Entscheid vom 2. Oktober 2017 hob das Kantonsgericht von Graubünden die Massnahme auf, wobei sich A.________ zu einem freiwilligen weiteren Klinikaufenthalt bereit erklärte, und wies - angesichts des Kurzgutachtens, welches eine akute polymorphe psychotische Störung mit Symptomen einer Schizophrenie feststellte und von einer konkreten Gefahr für die Gesundheit und einer Gefahr der Verarmung von A.________ sprach - die KESB Nordbünden an, die Notwendigkeit erwachsenenschutzrechtlicher Massnahmen zu prüfen. </div> <div class="para">Bereits am 6. August 2017 hatte A.________ eine Generalvollmacht an B.________ erteilt, welcher sich als "internationaler Finanzexperte" ausgibt. Der sie betreffend fürsorgerische Unterbringung vertretende Rechtsanwalt hielt fest, dass A.________ ihrem "Berater" B.________ hörig sei. Am 28. September 2017 erstattete sodann die Klinik C.________ bei der KESB Nordbünden eine Gefährdungsmeldung, u.a. wegen der von A.________ an B.________ erteilten Generalvollmacht. Sie habe ihm bereits Beträge von Fr. 6'000.-- und Fr. 8'000.-- übergeben bzw. B.________ habe sich diese Beträge ab ihren Konten selbst überwiesen, was dieser in der Folge auch bestätigte. </div> <div class="para">Nachdem sich B.________ mit Schreiben vom 3. Oktober 2017 an die KESB gewandt hatte, wonach er sich um alle Angelegenheiten von A.________ kümmere und deshalb eine Betreuung durch die KESB nicht nötig sei, widerrief diese mit Verfügung vom 4. Oktober 2017 superprovisorisch und sodann mit Entscheid vom 20. Oktober 2017 vorsorglich die am 6. August 2017 erteilte Generalvollmacht; ferner wurde A.________ aufgefordert, für das Verfahren betreffend Abklärung von Erwachsenenschutzmassnahmen einen Rechtsvertreter zu beauftragen. </div> <div class="para">Die gegen den Entscheid vom 20. Oktober 2017 erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht von Graubünden mit Entscheid vom 29. Januar 2018 ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para">Gegen diesen Entscheid reichte B.________ am 7. März 2018 auf Papier von A.________ eine Beschwerde ein; er machte geltend, A.________ sei gesundheitlich nicht in der Lage, die Eingabe selbst zu unterzeichnen, weshalb er dies als ihr rechtmässiger Vertreter tue. Auf entsprechende Aufforderung an A.________ hin reichte B.________ am 16. März 2018 zusammen mit einem längeren eigenen Begleitschreiben ein von A.________ unterzeichnetes Beschwerdeexemplar nach. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Kantonsgericht geht im angefochtenen Entscheid von einem offensichtlichen Schwächezustand von A.________, der Notwendigkeit eines Abklärungsverfahrens durch die KESB und einer akuten Vermögensgefährdung aufgrund der "Hilfestellungen" durch B.________ sowie einer Dringlichkeit und Verhältnismässigkeit des von der KESB verfügten Widerrufes der Generalvollmacht aus. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Angesichts der konkreten Umstände ist äusserst zweifelhaft, inwiefern die vorliegend eingereichte Beschwerde von einem authentischen Beschwerdewillen von A.________ getragen ist. Dies kann insofern offen bleiben, als die Eingabe inhaltlich auf einen Rundumschlag gegen das Kantonsgericht und die KESB, welche angeblich lausig, mangelhaft und irreführend arbeiten bzw. Unwahrheiten verbreiten, sowie auf Vorwürfe an den der Abzockerei, des Diebstahls und Betruges bezichtigten Verfahrensbeistand von A.________ beschränkt bleibt. Es fehlt an einem korrekten Begehren in der Sache ebenso wie an einer genügenden Beschwerdebegründung im Sinn von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>, welche eine sachgerichtete Auseinandersetzung mit der Begründung des angefochtenen Entscheides erfordern würde (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=18&amp;from_date=08.03.2018&amp;to_date=27.03.2018&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2 S. 116). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Auf offensichtlich nicht hinreichend begründete Beschwerden ist im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> durch Präsidialentscheid nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Unnötige Kosten hat zu bezahlen, wer sie verursacht (<span class="artref">Art. 66 Abs. 3 BGG</span>). Die Gerichtskosten sind deshalb B.________ aufzuerlegen, welcher die Beschwerde verfasst und im Namen von A.________ eingereicht hat, um damit auf dem Buckel der offensichtlich hilfebedürftigen A.________ eigene Interessen zu verfolgen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden B.________ auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, B.________, der KESB Nordbünden und dem Kantonsgericht von Graubünden, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 21. März 2018 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: von Werdt </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>