B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-2628/2021 A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d v o m 18 . N o v e m b e r 2 0 2 1 Besetzung Einzelrichter Daniel Stufetti, Gerichtsschreiberin Mirjam Angehrn. Parteien A._______, (Serbien), vertreten durch Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rechtsanwalt, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenversicherung, Festsetzung der Invalidenrente, Verfügung IVSTA vom 30. April 2021. C-2628/2021 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend: Vo- rinstanz oder IVSTA) mit Verfügung vom 30. April 2021 A._______ (nach- folgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) eine ordentliche Invaliden- rente (ganze Rente) ab 1. Februar 2020 in der Höhe von Fr. 1'306.00 zu- gesprochen hat (vorinstanzliche Akten [act.] 33), dass der Versicherte hiergegen, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, beim Bundesverwaltungsgericht mit Eingabe vom 3. Juni 2021 Beschwerde erhoben hat mit dem Antrag, die Verfügung sei dahingehend zu korrigieren, dass die rückwirkend einbezahlten Nichter- werbstätigenbeiträge auch mitzuberücksichtigen seien (Akten im Be- schwerdeverfahren [BVGer-act.] 1), dass er zudem Fristerstreckung zur Einreichung einer Beschwerd eergän- zung gestellt hat, dass der Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 11. Juni 2021 un- ter Hinweis auf die Säumnisfolgen (Nichteintreten auf die Beschwerde) auf- gefordert worden ist, einen Kostenvorschuss von Fr. 800.- in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten (BVGer-act. 2), dass der Beschwerdeführer gleichentags die Gelegenheit erhielt, die Be- gründung der Beschwerde bis zum 14. Juli 2021 zu ergänzen (BVGer-act. 3), dass der Gerichtskostenvorschuss fristgerecht geleistet worden ist (BVGer-act. 5), dass der Rechtsvertreter am 14. Juli 2021 eine Beschwerdeergänzung ein- gereicht hat (BVGer-act. 6), dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 8. Oktober 2021 auf ihren Ent- scheid vom 30. April 2021 zurückgekommen ist und dem Versicherten eine ordentliche Invalidenrente (ganze Rente) ab 1. Februar 2020 in der Höhe von Fr. 1'394.- zugesprochen hat (BVGer-act. 10 Beilage), dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern keine Ausnah me nach Art. 32 VGG vorliegt, C-2628/2021 Seite 3 dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, dass Verfügungen der Vorinstanz betreffend Rentenanspruch vor Bundes- verwaltungsgericht anfechtbar sind, dass die Vorinstanz in Anwendung von Art. 53 Abs. 3 ATSG ihren ursprüng- lichen Entscheid in Wiedererwägung ziehen kann, dass die Beschwerdeinstanz die Behandlung der Beschwerde fortzusetzen hat, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegen- standslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG), dass die IVSTA in ihrer Verfügung vom 8. Oktober 2021 die rückwirkend geleisteten Beiträge des Versicherten für die Jahre 2015 bis 2018 in ihrer Verfügung vom 8. Oktober 2021 berücksichtigt hat und damit dem Be- schwerdeantrag des Beschwerdeführers vollumfänglich entsprochen hat, dass unter diesen Umständen das schutzwürdige Interesse des Beschwer- deführers an der Beschwerde nachträglich wegefallen ist, sodass die Be- schwerde gegenstandslos geworden ist (vgl. Art. 58 Abs. 3 VwVG), dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als durch Wiedererwägung gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG), dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de- ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun- desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), dass von der Erhebung von Verfahrenskosten abgesehen werden kann, wenn ein Rechtsmittel ohne erheblichen Aufwand für d as Gericht durch Rückzug oder Vergleich erledigt wird (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG letzter Satz i.V.m. Art. 6 Bst. a VGKE), dass vorliegend der Beschwerdeführer die Gegenstandslosigkeit des Ver- fahrens bewirkt hat, da er seine Beitragslücken erst rückwirkend geschlos- sen hat (BVGer-act. 6), C-2628/2021 Seite 4 dass jedoch der Aufwand für den vorliegenden Abschreibungsentscheid aufgrund der Komplexität der Sache in keinem Verhältnis steht zum Auf- wand, welcher sich aufgrund einer materiellen Beurteilung der Beschwer- desache ergeben hätte, dass folglich vorliegend umständehalber auf die Erhebung von Verfahrens- kosten zu verzichten ist und dem Beschwerdeführer der am 16. Juni 2021 einbezahlte Kostenvorschuss von Fr. 800.- zurückzuerstatten ist, dass bei gegenstandslos gewordenen Verfahren diejenige Partei eine Par- teientschädigung auszurichten hat, deren Verhalten die Gegenstandslosig- keit bewirkt hat (Art. 15 VGKE i.V.m. Art. 5 VGKE), dass die Vorinstanz indes keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat (Art. 7 Abs. 3 VGKE), dass auch dem Beschwerdeführer aufgrund des Dargelegten keine Partei- entschädigung zuzusprechen ist, dass das Doppel der Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 22. Ok- tober 2021 der Vorinstanz zur Kenntnisnahme zuzustellen ist. C-2628/2021 Seite 5 Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrie- ben. 2. Es werden keine Verfahrenskosten er hoben. Der geleistete Kostenvor- schuss im Betrag von Fr. 800.– wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids zurückerstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieser Entscheid geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular "Zahl - adresse") – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben; Beilage: Doppel der Stel- lungnahme des Beschwerdeführers vom 22. Oktober 2021) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Mirjam Angehrn C-2628/2021 Seite 6 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, sowei t sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: