06/07 29 Kantonale direkte Steuern. Art. 9 BV. Pri nzipiell vermögen Auskünfte der Verwaltungsbehörden keine vom Gesetz abweichend e Behandlung zu rechtfertigen. Zu beachten ist jedoch der Grundsatz von Treu und Glauben, wonach das Vertrauen des Bürgers in eine (selbst un richtige) behördliche Auskunft, auf die er sich verlassen hat, unter gewissen Umständen bindend ist. Das kann dann zutreffen, wenn er im Vertrauen auf d ie amtliche Auskunft Dis- positionen getroffen hat, die nicht mehr rückgängig zu machen sind. In concre- to konnte der Beschwerdeführer gestützt auf die gel tend gemachte Auskunft des Steuerbeamten, was den Fälligkeitstermin der Fo rderung auf Kapitalaus- zahlung betraf, nichts mehr beeinflussen. Eine verb indliche und Vertrauen be- gründende Auskunft ist zudem vorliegend nicht nachg ewiesen. Es wäre Sache des Steuerpflichtigen gewesen, seine Anfrage, wenn möglich schriftlich, so präzise zu unterbreiten, dass sich daraus keine Unk larheiten ergeben. In conc- reto bezog sich die geltend gemachte Auskunft des M itarbeiters der Steuer- verwaltung nicht auf den gleichen Sachverhalt. Bundesgericht, 24. Oktober 2006, 2A.618/2006 (Das Bundesgericht wies die gegen die Entscheide de s Obergerichtes des Kantons Uri vom 07.07.2006, OG V 05 45 und OG V 05 46 erhobenen Verwaltungsgerichtsbeschwerden ab.)