A bteilung III C -805/2006 {T 0/2} U rteil vom 23. A pril 2007 M itw irkung: R ichter Antonio Im oberdorf; R ichterin Elena Avenati-C arpani; R ichter Blaise Vuille; G erichtsschreiberin Evelyne Sturm . A ._______, Beschw erdeführerin, vertreten durch Advokat D r. Jascha Schneider-M arfels, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend Verw eigerung der Einreisebew illigung B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Am 19. M ai 2005 (recte: 2006) ersuchte die m arokkanische Staatsangehörige A._______, geb. , (nachfolgend G esuchstellerin) bei der Schw eizerischen Botschaft in R abat um eine Einreisebew illigung für einen dreim onatigen Besuchsaufenthalt bei ihrer im Kanton Basel-Landschaft w ohnhaften Schw ester, X._______ (nachfolgend G astgeberin), und deren Ehem ann, Y._______ (nachfolgend G astgeber). D ie Auslandvertretung verw eigerte das beantragte Visum vorerst form los und überm ittelte an- schliessend das G esuch der Vorinstanz zum form ellen Entscheid. B. N achdem die Vorinstanz beim Am t für M igration des Kantons Basel- Landschaft ergänzende Auskünfte eingeholt hatte, lehnte sie das Einreise- begehren m it Verfügung vom 28. Juni 2006 ab. Zur Begründung w urde im W esentlichen ausgeführt, die anstandslose und fristgerechte W iederaus- reise könne angesichts der w irtschaftlichen und soziokulturellen Lage im H erkunftsland, aber auch unter Berücksichtigung der persönlichen Verhält- nisse nicht als gesichert betrachtet w erden. Ausserdem w ürden keine G ründe vorliegen, w elche eine Einreise trotzdem zw ingend notw endig er- scheinen liessen. C . M it Beschw erde vom 26. Juli 2006 an das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) beantragt die Beschw erdeführerin die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Bew illigung der Einreise in die Schw eiz. Sie bringt im W esentlichen vor, ihrer anderen Schw ester, B._______, sei im Jahr 2004 unter identischen Vo- raussetzungen die Einreise in die Schw eiz bew illigt w orden. Ihre Schw ester habe sich dam als an die Ausreisefrist gehalten, w om it ein Fam ilienm itglied unter Bew eis gestellt habe, dass der Aufenthalt in der Schw eiz nicht m issbraucht w erde. Ausserdem w erde in ständiger Praxis bei ähnlich gelagerten Fällen der Besuch in der Schw eiz bew illigt, w eshalb der G rundsatz der R echtsgleichheit die Erteilung einer Einreisebew illigung gebiete. Ferner m acht die Beschw erdeführerin geltend, ihr w ürden im H eim atland diverse Verpflichtungen obliegen. So w erde sie im O ktober 2006 eine Stelle als kaufm ännische Angestellte antreten und habe sich um ihre betagte M utter zu küm m ern. Schliesslich führt sie die von den G ast- gebern abgegebene G arantieerklärung an. D . In ihrer Vernehm lassung vom 13. Septem ber 2006 beantragt die Vorin- stanz die Abw eisung der Beschw erde und w eist darauf hin, insbesondere jüngere Personen aus der H erkunftsregion der Beschw erdeführerin w ürden versuchen, sich im Ausland eine bessere Zukunft aufzubauen. Zudem sei die Beschw erdeführerin jung, ledig, kinderlos und noch ohne feste Anstellung. D er beabsichtigte dreim onatige Besuchsaufenthalt sei w eder m it der anstehenden Arbeitsaufnahm e noch m it der Pflege der M utter vereinbar. Zudem sei die fristgerechte W iederausreise ebenfalls von der Schw eizer Auslandvertretung, die m it den Verhältnissen vor O rt vertraut sei, bezw eifelt w orden. D er vorliegende Fall könne ausserdem 3 nicht m it dem jenigen ihrer Schw ester verglichen w erden, die dam als zw ecks Vorbereitung der H eirat in die Schw eiz eingereist sei. Schliesslich w ürde auch die G arantie der G astgeber keine ausreichende G ew ähr für eine fristgerechte W iederausreise bieten. E. D er Parteivertreter m acht dagegen in seiner R eplik vom 18. O ktober 2006 geltend, die Schw eizer Auslandvertretung habe w eder in Kenntnis der U n- terlagen und Verpflichtungen der G astgeber noch im W issen über den zu- künftigen Stellenantritt entschieden. D ie Berufung der Vorinstanz auf die Einschätzung der Auslandvertretung erscheine deshalb w illkürlich. Zudem hält die Beschw erdeführerin an der Vergleichbarkeit m it dem Fall ihrer Schw ester fest. Ferner spreche ihre neue Arbeitsstelle nicht dagegen, in die Schw eiz zu reisen, sei sie schliesslich nicht verpflichtet w ährend der gesam ten beantragten Visum sdauer zu bleiben. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. Verfügungen des Bundesam tes für M igration (BFM ) betreffend Einreise- verw eigerung unterliegen der Beschw erde an das Bundesverw altungsge- richt (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. M ärz 1931 über Aufent- halt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20], Art. 31 ff. des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). D as U rteil ist entgültig (Art. 1 Abs. 2 VG G i.V.m . Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bun- desgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 2. D as Bundesverw altungsgericht übernim m t die bei Inkrafttreten des Verw al- tungsgerichtsgesetzes bei Eidgenössischen R ekurs- oder Schieds- kom m issionen oder bei Beschw erdediensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 VG G ). D as Verfahren richtet sich nach den Bestim m ungen des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) sow eit das Verw altungsgerichtsgesetz nichts an- deres bestim m t (vgl. Art. 37 VG G ). 3. D ie Beschw erdeführerin ist als Adressatin der angefochtenen Verfügung zur Beschw erde legitim iert. Auf das frist- und form gerechte R echtsm ittel ist daher einzutreten (Art. 48 ff. Vw VG ). 4. Ausländer/-innen sind zur Anw esenheit in der Schw eiz berechtigt, w enn sie eine Aufenthalts- oder N iederlassungsbew illigung besitzen oder w enn sie keiner solchen bedürfen (vgl. Art. 1a AN AG ). D ie Behörde entscheidet, im R ahm en der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge m it dem Aus- land, nach freiem Erm essen über die Bew illigung von Aufenthalt oder N ie- derlassung (Art. 4 AN AG ). D aher räum t das schw eizerische R echt w eder einen Anspruch auf Einreise noch auf Erteilung eines Visum s ein (vgl. PETER U EBER SA X, Einreise und Anw esenheit, in: Peter U ebersax/Peter M ünch/Thom as G eiser/M artin Arnold, Ausländerrecht, Ausländerinnen und Ausländer im öffentlichen R echt, Privatrecht, Steuerrecht und Sozialrecht der Schw eiz, Basel/G enf/M ünchen 2002, S. 143). D em behördlichen Er-4 m essen steht som it im Falle der Erteilung einer Einreisebew illigung ein w eiterer Spielraum offen als beispielsw eise bei der Verlängerung einer all- m ählich den Vertrauensschutz verfestigenden Anw esenheitserlaubnis. D ies gilt auch für die Beurteilung von Einreiseersuchen zur Anw esenheit von bis zu drei M onaten, die bew illigungsfrei, aber unter U m ständen visum pflichtig sind (vgl. Art. 2 Abs. 1 AN AG i.V.m den nachstehenden Visum sbestim m ungen). 5. D as Visum w ird verw eigert, w enn die Ausländerin oder der Ausländer die Einreisevoraussetzungen nach Art. 1 der Verordnung vom 14. Januar 1998 über Einreise und Anm eldung von Ausländerinnen und Ausländer (VEA, SR 142.211) nicht erfüllt (vgl. Art. 14 Abs. 1 VEA). So m üssen Personen, die in die Schw eiz reisen m öchten, unter anderem G ew ähr bieten, dass sie fristgerecht w ieder ausreisen w erden (Art. 1 Abs. 2 Bst. c. VEA). 6. D ie Beschw erdeführerin kann sich auf keine Ausnahm eregelung berufen und unterliegt aufgrund ihrer N ationalität den Visum sbestim m ungen (vgl. Art. 1-5 VEA). Zur Prüfung des Kriterium s der gesicherten W iederausreise m uss ein zukünftiges Verhalten beurteilt w erden. D azu lassen sich in der R egel keine gesicherten Feststellungen, sondern lediglich Voraussagen m achen. D abei sind säm tliche U m stände des konkreten Einzelfalles zu w ürdigen. 6.1 Anhaltspunkte zur Beurteilung der fristgerechten W iederausreise können sich aus der allgem einen Lage im H erkunftsland der Besucherin oder des Besuchers ergeben. Einreisegesuche von Bürgerinnen und Bürgern aus Staaten bzw . R egionen m it politisch oder w irtschaftlich vergleichsw eise ungünstigen Verhältnissen können darauf hindeuten, dass die persönliche Interessenalge in solchen Fällen nicht m it dem Ziel und Zw eck einer zeitlich befristeten Einreisebew illigung im Einklang steht. 6.2 O bschon sich die nach den W ahlen im Jahr 2002 eingesetzte R egierung von D riss Jettou die Bekäm pfung der Arm ut durch dauerhaftes hohes W irt- schaftsw achstum und Schaffung neuer Arbeitsplätze zum Ziel setzte und entsprechende R eform en einleitete, ist Einschätzungen zufolge das der- zeitige W irtschaftsw achstum nicht ausreichend, um den Anteil der arm en Bevölkerung dauerhaft zu senken. D ie hohe Arbeitslosigkeit und der hohe Anteil von U nterbeschäftigten stellt ebenfalls w eiterhin ein Problem dar. Von der Arbeitslosigkeit insbesondere betroffen ist die junge urbane Be- völkerung, deren Arbeitslosigkeit auf 33% geschätzt w ird (vgl. Background N ote auf der W ebsite des U .S. D epartm ent of State > C ountries > Back- ground N otes > M orocco, <http://w w w .state.gov/, besucht am 17. April 2007; Länder- und R eiseinform ationen auf der W ebsite des Ausw ärtigen Am tes, Länder- und R eiseinform ationen > M arokko > W irtschaft, <http://w w w .ausw aertiges-am t.de>, besucht am 17. April 2007). 6.3 In Anbetracht dieser schw ierigen w irtschaftlichen Situation und unter Be- rücksichtigung, dass die Bereitschaft, das H eim atland zu verlassen, er- fahrungsgem äss dort begünstigt w ird, w o bereits Verw andte oder Be- kannte im Ausland leben, ist die Beurteilung der Vorinstanz, die das R isiko einer nicht fristgerechten W iederausreise als relativ hoch einschätzte, nicht 5 zu beanstanden. Es w äre jedoch zu schem atisch und nicht haltbar generell und ohne spezifischen Anhaltspunkte ausschliesslich aufgrund der allge- m einen Lage im H erkunftsland auf eine nicht hinreichend gesicherte W iederausreise zu schliessen. D ie eben genannten U m stände entbinden die Vorinstanz daher nicht von einer einzelfallbezogenen Beurteilung. N a- m entlich können berufliche, gesellschaftliche oder fam iliäre Ver- pflichtungen die Prognose einer anstandslosen W iederausreise be- günstigen. 7. D ie Beschw erdeführerin ist 23-jährig, ledig und nach eigenen Angaben seit O ktober 2006 als kaufm ännische Angestellte bei einem Fabrikationsbetrieb in C asablanca tätig. N eben diesen beruflichen Verpflichtungen bringt die Beschw erdeführerin vor, für ihre pflegebedürftige M utter zu sorgen. D adurch m acht sie zw ar durchaus gew isse berufliche und fam iliäre Verpflichtungen im H eim atland geltend. W ie nachfolgend dargelegt w ird, bilden diese Verpflichtungen im vorliegenden Fall indessen keine hin- reichende G arantie für eine anstandslose und fristgerechte W iederaus- reise nach erfolgtem Besuchsaufenthalt. 7.1 D ie generelle schw ierige w irtschaftliche Lage w irkt sich, w ie unter Ziffer 6.2 ausgeführt, insbesondere auf die junge urbane Bevölkerung aus. D ie Beschw erdeführerin verfügt zw ar gem äss ihren eigenen Angaben über eine Arbeitsstelle und ist som it nicht unm ittelbar von Arbeitslosigkeit be- troffen. D as Arbeitsverhältnis besteht indessen erst seit O ktober 2006. Zu- vor w ar die Beschw erdeführerin Schülerin und übte keine berufliche Tätig- keit aus. U nter Berücksichtigung der schw ierigen w irtschaftlichen Per- spektiven sow ie angesichts des erst kürzlichen Stellenantritts und des Alters der Beschw erdeführerin kann indessen nicht auf eine m assgebliche berufliche Verankerung im H eim atland geschlossen w erden, w elche gegen eine Em igration ins Ausland sprechen w ürde. 7.2 Ebenso w enig w ird die Prognose der fristgerechten W iederausreise durch die geltend gem achte - aber nicht w eiter ausgeführte - Betreuungsbe- dürftigkeit der M utter begünstigt. D ass die M utter an einer gichtähnlichen Erkrankung leidet und der Pflege bedarf, w ird durch den Besuchsaufent- halt der Beschw erdeführerin in der Schw eiz nicht in Frage gestellt. D ie ur- sprünglich beantragte Aufenthaltsdauer von drei M onaten lässt jedoch auf Betreuungsm öglichkeiten schliessen, die auch eine längere Abw esenheit der Beschw erdeführerin erm öglichen könnten. Ausserdem ist der W unsch nach einer Em igration häufig auch m it der H offnung und Erw artung ver- bunden, nahe Angehörige später nachzuziehen zu können, oder zurück- bleibende Fam ilienangehörige aus dem Ausland effizienter unterstützen zu können. D aher erscheint die vorgebrachte fam iliäre Verpflichtung die frist- gerechte W iederausreise der Beschw erdeführerin nicht ausreichend zu ge- w ährleisten, zum al eine ihre Schw estern ins Ausland em igrierte und die zw eite Schw ester ebenfalls einen solchen Schritt in Betracht zog. 7.3 Folglich erscheinen die geltend gem achten fam iliären und beruflichen Ver- pflichtungen nicht ausreichend, um die fristgerechte Ausreise nach er- folgtem Besuchsaufenthalt als gesichert zu erachten.6 7.4 An diesem Ergebnis verm ag auch die von den G astgebern geleistete G arantieerklärung vom 16. Juni 2006 nichts zu ändern. Zw ar haben sich die G astgeber dam it zur Ü bernahm e säm tlicher Kosten für den Lebens- unterhalt sow ie der R ückreise der Beschw erdeführerin, bis zu einem Betrag von Fr. 20 000.-- verpflichtet. D ie G astgeber können jedoch aufgrund der G arantieerklärung nicht dazu angehalten w erden, die fristge- rechte Ausreise der Beschw erdeführerin zu veranlassen, w eshalb die Verhältnisse der Beschw erdeführerin ausreichende G ew ähr für eine fristgerechte W iederausreise bieten m üssen (vgl. Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). 8. 8.1 Zu prüfen bleibt, ob die Verw eigerung des Visum s den Anspruch auf G leichbehandlung verletzt. D ie Beschw erdeführerin m acht in diesem Sinne geltend, ihrer Schw ester B._______ sei im Jahr 2004 die Einreise in die Schw eiz bew illigt w orden. D ie dam aligen Voraussetzungen und Bedingungen seien identisch gew esen m it dem vorliegenden Fall, w eshalb in der angefochtenen Verfügung der Sachverhalt w illkürlich bzw . unrichtig und falsch gew ürdigt w orden sei. Zu R echt verw ies die Vorinstanz in- dessen darauf, dass die Schw ester der Beschw erdeführerin (R ef-N r. 2062068) zw ecks Vorbereitung der H eirat m it anschliessender W ohnsitz- nahm e in die Schw eiz eingereist sei und daher der Fall nicht m it der Situation der Beschw erdeführerin verglichen w erden könne. Aufgrund der beabsichtigten H eirat m it einem Schw eizer Bürger w urde der Schw ester der Beschw erdeführerin gestützt auf Art. 36 der Verordnung vom 6. O k- tober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (BVO , SR 823.21) eine Aufenthaltsbew illigung des Kantons Basel-Landschaft in Aussicht ge- stellt, die ihr nach der Einreise in die Schw eiz am 22. Januar 2004 ausge- stellt w urde. Ihre Einreise unterstand som it entgegen den Ausführungen in der Beschw erdeschrift nicht den gleichen Voraussetzungen w ie der Be- suchsaufenthalt der Beschw erdeführerin. In ihrer R eplik hält die Beschw er- deführerin an der Vergleichbarkeit insofern fest, als sie vorbringt, der Fall bew eise, dass sich die Fam ilie an die rechtlichen Bestim m ungen halte, w eil die Schw ester, nachdem die Eheschliessung nicht zustande kam , die Schw eiz ordnungsgem äss verlassen habe. Eine frühere fristgerechte W iederausreise nach erfolgtem Aufenthalt in der Schw eiz kann zw ar im R ahm en der G esam tbeurteilung einen H inw eis für die Beurteilung der W iederausreise bieten. Im vorliegenden Fall beruft sich die Beschw erdeführerin jedoch auf das Verhalten ihrer Schw ester, w as für sich alleine die Prognose der fristgerechten W iederausreise nicht be- günstigt, sind doch die Verhältnisse der 15 Jahre jüngeren Beschw erde- führerin nicht m it ihrer Schw ester identisch. 8.2 Ferner beruft sich die Beschw erdeführerin auf die R echtsgleichheit, indem sie in allgem einer W eise auf die ständige Praxis verw eist, w onach in ähnlich gelagerten Fällen die Einreise bew illigt w erde. D er verfassungs- rechtliche G leichbehandlungsgrundsatz (Art. 8 Abs. 1 der Bundesver- fassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) gebietet in der R echtsanw endung, zw ei tatsächlich gleiche Si- tuationen nicht ohne sachlichen G rund unterschiedlich zu behandeln (vgl. 7 PIER R E TSC H AN N EN /U LR IC H ZIM M ER LI/R EG IN A KIEN ER , Allgem eines Verw altungs- recht, Bern 2002, S. 120 f.). D ie Beschw erdeführerin führt hingegen nicht aus, inw iefern dieser G rundsatz von der Vorinstanz nicht beachtet w orden sei. Eine Verletzung des G leichbehandlungsgebot ist daher nicht ersichtlich. 9. Schliesslich verw eist die Beschw erdeführerin auf das R echt auf Ehe und Fam ilie (Art. 14 BV) sow ie den Schutz der Privatsphäre (Art. 13 Abs. 1 BV). Sie bringt jedoch w eder vor, die Einreiseverw eigerung verletze den Anspruch auf Fam ilienleben, noch legt sie einen solchen Eingriff dar. D ass die Verw eigerung des Visum s in das Fam ilienleben zw ischen der Be- schw erdeführerin und ihrer Schw ester eingreift, ist jedoch nicht erkennbar, bringt die Beschw erdeführerin selbst vor, ihre Schw ester w ürde sie regel- m ässig in M arokko besuchen. 10. Aus diesen G ründen ist som it nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das öffentliche Interesse sow ie die Beachtung der geltenden Be- stim m ungen entsprechend gew ichtete und der Beschw erdeführerin die Einreise verw eigerte. D ie angefochtene Verfügung verletzt daher Bundesrecht nicht. Sow eit für das vorliegende U rteil m assgebend, w urde der rechtserhebliche Sachverhalt richtig und vollständig festgestellt (vgl. Art. 49 Bst. a und b Vw VG ). D er Sachverhalt ergibt sich hinreichend aus den Akten, w eshalb eine Einvernahm e der in der Schw eiz lebenden Schw ester und ihres Ehegatten als Zeugen nicht erforderlich ist (vgl. Art. 14 Abs. 1 Vw VG ). D ie Vorinstanz hat zudem das ihr zustehende Erm essen pflichtgem äss ausgeübt (vgl. Art. 49 Bst. c Vw VG ). 11. D ie Beschw erde ist som it abzuw eisen und die Verfahrenskosten sind der Beschw erdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 1 und Art. 2 sow ie Art. 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). ******* (D ispositiv S. 8)8 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden der Beschw erdeführerin auf- erlegt. Sie sind durch dem am 28. August 2006 geleisteten Kostenvor- schuss gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (eingeschrieben) - der Vorinstanz (eingeschrieben, Akten R ef-N r. 2 231 085 und 2 062 068 retour) D er Kam m erpräsident: D ie G erichtsschreiberin: A. Im oberdorf E. Sturm Versand am :