Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 14. August 2013 (810 12 275 / 810 12 308 / 810 12 309) ____________________________________________________________________ Personalrecht Lohnklasseneinreihung Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsri chter Stefan Schulthess, Christian Haidlauf, Beat Walther, Niklaus Ruckstuhl , Gerichtsschreiberin Vijitha Muthuthamby Parteien A.____ , Beschwerdefü hrer B.____ , Beschwerdeführerin C.____ , Beschwerdeführerin alle vertreten durch Michelle Wahl, Advokatin, 4410 Liestal gegen Regierungsrat des Kantons Basel -Landschaft , 4410 Liestal , Beschwerdegegner Betreff Lohnklasseneinreihung (RRB Nr. 1408, 1409, 1410 vom 4. September 2012) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. A.____ hat im Jahr 1998 das eidgenössische Turn- und Sportlehrerdiplom II an der Universität Basel erworben. An der Hochschule für Pädag ogik und Soziale Arbeit beider Basel hat er im Jahr 2004 zusätzlich die Berechtigung zum Unte rrichten von Mathematik auf der Se- kundarstufe I erhalten. B.____ hat im Jahr 1992 das eidgenössische Turn- und Sp ortlehrerdiplom II an der Universität Basel erworben. Im Jahr 1995 hat sie ausserdem im Kanton Aargau das Diplom für das Lehrer- amt an Bezirksschulen im Fach Biologie erhalten. C.____ hat im Jahr 1995 das eidgenössische Turn- und Sp ortlehrerdiplom II an der Universität Basel erworben. Am Pädagogischen Institut Basel-Stadt hat sie im Jahr 2003 des Weiteren die Berechtigung zum Unterrichten von Mathematik auf der Sekundarstufe I erhalten. A.____, B.____ sowie C.____ unterrichten an Gymnasien des Kantons Basel-Landschaft Sport auf der Maturitätsabteilung (Sekundarstufe II) und ein wissenschaftliches Fach auf der Fachma- turitätsabteilung (Sekundarstufe I). B. Im Rahmen der im Schulbereich per 1. August 2001 er folgten Besoldungsrevision wur- den unter anderem Lehrkräfte im Fachbereich Sport auf der Sekundarstufe II in die Lohnklas- sen 10 bis und mit 12 eingereiht. In der Folge hatten einige Lehrpersonen, darunter A.____, B.____ und C.____, gegen die als Verfügung ausgestalte te Lohnabrechnung des Monats Au- gust 2001 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Base l-Landschaft (Regierungsrat) er- hoben. Der Regierungsrat wies die Beschwerden ab. Die dagegen erhobene Beschwerde hat das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs - und Verwaltungsrecht (Kantons- gericht), mit Urteil vom 20. Februar 2008 gutgeheissen und zur Neubeurteilung an den Regie- rungsrat zurückgewiesen. Zusammenfassend hielt das Kantonsgericht fest, dass nicht überprüft werden könne, ob die strittigen Einreihungen der als L ehrkräfte im Fachbereich Sport tätigen Beschwerdeführer auf der Sekundarstufe II in die Lohnklassen 10 bis und mit 12 mit dem Lohn- gleichheitsgebot gemäss § 29 des Gesetzes über die Arbeitsv erhältnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kantons (Personalgesetz; PG) vom 25. September 1997 übereinstimmen würden. Die Lohnklasseneinreihung sei ausschliesslich auf de r Basis der analytischen Arbeits- bewertung der in den Modellumschreibungen (MU) 408 A. 09 (wissenschaftliches Fach, inkl. Sporttheorie) sowie 408 C.10 (Sport II mit wissenschaft lichem Fach auf Sek.-Stufe I) umschrie- benen Funktionen erfolgt. Vergleichbare analytisch bewe rtete Lehrtätigkeiten, anhand welcher die strittigen Einreihungen sachlich begründet werden könnten, hätten die Einreihungsbehörden keine nennen können, insbesondere fehle eine Bewertu ng der Funktion MU 408 H.15/13/12 (Monofachlehrkraft Sport). Entsprechend entbehre die im Vergleich zur MU 408 A.09 (wissen- schaftliches Fach) unterschiedliche Besoldung der von den B eschwerdeführern ausgeübten Tätigkeiten einer ausreichenden Begründung. Deshalb se ien die strittigen Lohneinreihungen anhand einer rechtsgenüglichen analytischen oder summari schen Arbeitsbewertung zu prüfen und allenfalls zu korrigieren. In der Folge erliess der Regierungsrat am 1. März 2011 den Beschluss über die Änderung der Verordnung über die Lehrerinnen- und Lehrerfunktione n vom 21. Juni 2005 sowie den Be- schluss über die Änderung der Verordnung zum Personalgesetz vom 19. Dezember 2000. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Dabei wurde unter anderem die MU 408 B.09 (Sport II mit wissenschaftlichem Fach auf Sekun- darstufe II) neu bewertet, sodass danach eine Lehrperson neu in die Lohnklasse 9 eingereiht wird. Die MU 408 O.10 (Monofach Sport II auf Sekunda rstufe II) wurde neu geschaffen und so- mit auch neu bewertet. Die Lehrkräfte nach dieser Mo dellumschreibung werden in die Lohn- klasse 10 eingereiht. Mit jeweiliger Verfügung der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion des Kantons Basel- Landschaft (BKSD) vom 29. Februar 2012 wurden A.____ und C.____ die Nachzahlung von zwei Lohnklassen für den Unterricht im Fach Sport für de n Zeitraum zwischen dem 1. August 2001 bis 31. Juli 2004 bzw. bis 30. September 2003 zuges prochen. Mit Verfügung vom 29. Februar 2012 teilte die BKSD B.____ mit, dass ihr e Lohneinreihung in der Lohnklasse 10 unverändert bleibe, weshalb ihr keine rückwirkende Lohnnachzahlung zugesprochen werde. C. Gegen diese Verfügungen erhoben A.____, B.____ un d C.____, alle vertreten durch Michelle Wahl, Advokatin, am 13. März 2012 Beschwerde b eim Regierungsrat. Sie beantragten die Aufhebung der angefochtenen Verfügungen der BKS D sowie die Einreihung in die Lohn- klasse 9 für die erteilten Sportlektionen rückwirkend per 1. August 2001. Der Regierungsrat wies die Beschwerden mit Entscheiden vom 4. September 2012 ab. D. Gegen diese Entscheide des Regierungsrates erhoben A. ____, B.____ und C.____ (Beschwerdeführer), weiterhin vertreten durch Michelle W ahl, Advokatin, am 17. September 2012 Beschwerde beim Kantonsgericht. Sie beantragten, e s seien die Verfügungen der BKSD, die Entscheide des Regierungsrates sowie die Lohnabrechn ungen vom August 2001 aufzuhe- ben (Ziffer 1). Des Weiteren beantragten die Beschwerd eführer, sie seien rückwirkend per 1. August 2001 für den erteilten Sportunterricht in d ie Lohnklasse 9 einzureihen (Ziffer 2) und die Sache sei nach dieser Massgabe zur rückwirkenden Lohnklass eneinreihung für die jeweili- gen Zeiträume und Festsetzung der entsprechenden Lohnn achzahlungen ab August 2001 an die Vorinstanz zurückzuweisen (Ziffer 3); dies unter o/e-Kostenfolge (Ziffer 4). E. Der Regierungsrat liess sich mit Eingabe vom 25. Janu ar 2013 vernehmen und bean- tragte die Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. F. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 19. Februar 2013 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen und die Beweisanträge der Beschwerdeführer, namentlich auf amt- liche Erkundigung beim Generalsekretariat der Eidgenössischen Sportkommission (ESK), Mag- glingen, beim Generalsekretariat der Schweizerischen Ko nferenz der kantonalen Erziehungsdi- rektoren (EDK), Bern, bei der Institutsleitung des Insti tuts für Sport und Sportwissenschaften (ISSW), Basel, bei der pädagogischen Hochschule der Fa chhochschule Nordwestschweiz (FHNW), Basel, beim Rektor des Gymnasiums D.____, und auf Anordnung einer gerichtlichen Expertise wurden abgewiesen. G. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung halten di e Parteien an ihren Anträgen voll- umfänglich fest. Auf die weiteren Vorbringen und Begr ündungen der Parteien wird – soweit er- forderlich – in den Erwägungen eingegangen. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g: 1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess- ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügu ngen und Entscheide des Regie- rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim K antonsgericht zulässig. Da weder ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgese tzlicher Ausschlusstatbestand vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angele- genheit gegeben. Die weiteren formellen Voraussetzungen sind ebenfalls erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist. 2.1 Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können ge mäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststel lung des Sachverhalts gerügt wer- den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kanton sgericht dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt ( § 45 Abs. 1 lit. c VPO). Solange die Vo- rinstanz ihr Ermessen in diesem Rahmen pflichtgemäss ausü bt, ist es dem Kantonsgericht ver- wehrt, sein eigenes Ermessen anstelle desjenigen der Vo rinstanz zu setzen (vgl. U LRICH HÄFELIN /G EORG MÜLLER /F ELIX UHLMANN , Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Auflage, Zürich 2010, N 473 ff.; Urteil des Kantonsgerichts, Abteilun g Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 18. Oktober 2006, 810 06 154). 2.2 Die drei Verfahren 810 12 275, 810 12 308 sowie 810 12 309 können aufgrund der Identität der sich stellenden Fragen antragsgemäss verein igt, folglich im Rahmen eines Urteils beurteilt und entschieden werden. 3. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführer , welche nebst Sport auf Sekundar- stufe II ein wissenschaftliches Fach auf Sekundarstufe I un terrichten, zu Recht in die Lohnklas- se 10 eingereiht wurden bzw. werden. 4.1 Die Beschwerdeführer machen zunächst geltend, der R egierungsrat habe seine Ent- scheide unzureichend begründet und sei auf die Vorbri ngen der Beschwerdeführer nicht einge- gangen. Die Begründungen seien zudem standardisiert. De mentsprechend seien die Anforde- rungen an die Begründungsdichte, welche aufgrund des grossen Ermessensspielraums der Behörden bei Besoldungsfragen hoch seien, nicht erfül lt. Dadurch sei der Anspruch auf rechtli- ches Gehör verletzt worden und die Entscheide müssten bere its aus formeller Hinsicht aufge- hoben werden. 4.2 Die Begründungspflicht der Behörden ist Bestandteil des in Art. 29 Abs. 2 der Bundes- verfassung der schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 verankerten An- spruchs auf rechtliches Gehör und wird auch in § 9 Abs. 3 der Kantonsverfassung des Kantons Basel-Landschaft (KV) vom 17. Mai 1984 und auf Gesetz esstufe in § 18 Abs. 1 des Verwal- tungsverfahrensgesetzes Basel-Landschaft (VwVG BL) vom 1 3. Juni 1988 gewährleistet. Die Begründung einer Verfügung entspricht den Anforderun gen von Art. 29 Abs. 2 BV, wenn die Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht Betroffenen dadurch in die Lage versetzt werden, die T ragweite der Entscheidung zu beurteilen und sie in voller Kenntnis der Umstände an eine höhere Instanz weiterzuziehen. In diesem Sin- ne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden , von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sie sich in ihrem Entscheid stützt (BGE 134 I 83 E. 4.1). Die Be- hörde ist aber nicht verpflichtet, sich zu allen Rechtsvo rbringen der Parteien zu äussern. Viel- mehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken. An die Begründungspflicht werden höhere Anforderungen gestel lt, je weiter der den Behörden durch die anwendbaren Normen eröffnete Entscheidungsspielrau m und je komplexer die Sach- und Rechtslage ist. Im streitigen Verwaltungsverfahren muss die Begründung sorgfältiger sein als im nichtstreitigen (HÄFELIN /M ÜLLER /UHLMANN , a.a.O., N 1705 ff.). 4.3 Der Regierungsrat hält in seinen im Wesentlichen g leichlautenden Entscheiden vom 4. September 2012 fest, dass die unterschiedliche Bewert ung der vorliegend strittigen Model- lumschreibungen auf die Länge der Ausbildung zurückzuführ en sei. Obwohl die Begründung des Regierungsrates eher knapp ausfällt, ist er auf die im regierungsrätlichen Verfahren vorge- brachten Rügen eingegangen. Im Wesentlichen stützte er sich in seinem Entscheid auf die un- terschiedliche Ausbildungsdauer. Wie nachfolgend aufgeze igt wird, reicht dieses Kriterium als sachlicher Grund für eine Unterscheidung aus. Demzufolge liegt keine Verletzung des rechtli- chen Gehörs vor. 5.1 Weiter beantragen die Beschwerdeführer im Sinne einer konkreten Normenkontrolle eine vorfrageweise Überprüfung der Modellumschreibunge n auf ihre Vereinbarkeit mit dem Willkürverbot und dem Gleichbehandlungsgrundsatz. 5.2 Gemäss § 46 Abs. 2 VPO prüft das Kantonsgericht im Anwendungsfall sämtliche kan- tonalen Erlasse auf ihre Rechtmässigkeit. Gemäss § 13 Abs. 1 Dekret zum Personalgesetz (Personaldekret) vom 8. Juni 2000 basiert die Einreihung in eine Lohnklasse auf dem Einrei- hungsplan, der Modellumschreibung und dem Stelleninh alt. Gemäss § 9 Personaldekret listet der Einreihungsplan, der einen integrierenden Bestand teil des Dekrets bildet, die einzelnen Richtpositionen nach Funktionsbereichen, Funktionsketten und Lohnklassen geordnet auf. Der Einreihungsplan wurde somit vom Landrat erlassen und ist als kantonaler Erlass vom Kantons- gericht im Anwendungsfall überprüfbar. Die Modellumsch reibungen, die einen generell- abstrakten Anforderungskatalog darstellen, stehen auf Ve rordnungsstufe und unterliegen grundsätzlich einer gerichtlichen Überprüfung auf ihre Ü bereinstimmung mit höherrangigem Recht (vgl. KGE VV vom 5. Juni 2002 i.S. C.J. & Kons orten [Nr. 104] E. 4e; N ICOLE SCHULER LEBER , Das Personalrecht des Kantons Basel-Landschaft, in: Biag gini/Achermann/Mathis/Ott [Hrsg.], Staats- und Verwaltungsrecht des Kantons Basel-Landschaft III, Liestal 2007, S. 151). 5.3 Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung des Wi llkürverbots und der Rechtsgleich- heit. Zusammenfassend machen sie geltend, Sportlehrer auf Sekundarstufe II mit wissenschaft- lichem Fach auf Sekundarstufe I (MU 408 C.10) würden gleichwertige Arbeit wie Sportlehrer auf Sekundarstufe II mit wissenschaftlichem Fach auf Sekundarst ufe II (MU 408 B.09) leisten und seien daher für den erteilten Sportunterricht gleich zu entlöhnen. Weiter bestehe kein sachlicher Grund, weshalb Sportlehrer auf Sekundarstufe II mit wissenschaftlichem Fach auf Sekundarstu- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht fe I schlechter eingereiht würden als Lehrpersonen von wi ssenschaftlichen Fächern auf Sekun- darstufe II (inkl. Sporttheorie; MU 408 A.09). Ausserde m bestehe eine unzulässige Gleichbe- handlung zwischen den Sportlehrern auf Sekundarstufe I I mit wissenschaftlichem Fach auf Se- kundarstufe I und den Monofachlehrpersonen Sport auf Se kundarstufe II (MU 408 O.10). Schliesslich bestehe eine weitere Ungleichbehandlung da rin, dass Lehrpersonen nach neuem Ausbildungslehrgang, d.h. mit universitärem Masterabsch luss in Sport und einem Bachelorab- schluss in einem wissenschaftlichen Fach, besser eingereiht w ürden als diejenigen nach altem Ausbildungslehrgang. 5.4 Das Gebot der Rechtsgleichheit gemäss Art. 8 Abs. 1 BV ist verletzt, wenn im öffentli- chen Dienstverhältnis gleichwertige Arbeit ungleich ent löhnt wird. Ob verschiedene Tätigkeiten als gleichwertig zu betrachten sind, hängt von Beurteilu ngen ab, die unterschiedlich ausfallen können. Innerhalb der Grenzen des Willkürverbots und de s Rechtsgleichheitsgebots sind die Behörden befugt, aus der Vielzahl denkbarer Anknüpfun gspunkte die Kriterien auszuwählen, die für die Besoldung von Beamten massgebend sein soll en. Ungleichbehandlungen müssen sich aber vernünftig begründen lassen bzw. müssen sachlich haltbar sein. So hat das Bundes- gericht erkannt, dass Art. 8 BV (bzw. Art. 4 Abs. 1 aBV) nicht verletzt ist, wenn Besoldungsun- terschiede auf objektive Motive wie Alter, Dienstalter, Familienlasten, Erfahrung, Qualifikation, Art und Dauer der Ausbildung, Arbeitszeit, Leistung, A ufgabenbereich oder übernommene Ver- antwortlichkeiten zurückzuführen sind. Im Bereich der Leh rerbesoldungen sind auch Kriterien wie die notwendige Ausbildung, die Art der Schule, d ie Zahl der Unterrichtsstunden oder die Klassengrösse zulässig (BGE 121 I 49 E. 4c; 123 I 1 E. 6c; 131 I 105 E. 3.1). Die bundesge- richtliche Praxis räumt dem kantonalen Gesetz- und Veror dnungsgeber in Bezug auf Organisa- tion und Besoldung im öffentlichen Dienst somit einen besonders grossen Spielraum ein (BGE 121 I 49 E. 3b; 123 I 1 E. 6b). Entsprechend ist bei einer richterlichen Überprüfung desselben besondere Zurückhaltung angezeigt, geht es hier doch um das gesamte Besoldungssystem, sodass die Behörden stets Gefahr laufen, neue Ungleichh eiten zu schaffen, wenn sie im Hin- blick auf zwei oder mehr Kategorien von Bediensteten Gl eichheit erzielen wollen (BGE 123 I 1 E. 6b mit weiterem Hinweis). 5.5 Wie bereits festgehalten, basiert die Zuweisung ei ner Funktion zu einer Lohnklasse gemäss § 13 Abs. 1 Personaldekret auf dem Einreihungspla n, der Modellumschreibung und dem Stelleninhalt. Der Einreihungsplan im Anhang I zum Personaldekret sieht insgesamt sie- ben Funktionsbereiche (FB) vor: Administrative Funktion en (FB 1), Handwerklich-Technische und Hauswirtschaftliche Funktionen (FB 2), Gesundheit und Soziales (FB 3), Bildungswesen (FB 4), Justiz (FB 5), Polizei (FB 6) und Allgemeine F ührungsfunktionen (FB 7). Der Funktions- bereich Bildungswesen wird wiederum in mehrere Funkti onsketten unterteilt, wobei für die Funktionskette Gymnasium (408) die Lohnklassen 9 bis 12 vor gesehen sind. Die entsprechen- den Modellumschreibungen werden schliesslich durch die in der Verordnung über die Lehrerin- nen- und Lehrerfunktionen enthaltenen Funktionsumschreib ungen ergänzt, worin die Ausbil- dungsvoraussetzungen, die Anforderungen an die Berufserf ahrung sowie die zu leistenden Pflichtstunden festgelegt werden. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Wie der Regierungsrat in seinen vorliegend angefochten en Entscheiden darlegt, basiert die Zuweisung der solcherart beschriebenen und umschriebenen Funktionen zu einer Lohnklasse auf einer analytischen und summarischen Arbeitsbewertun g. Diese erfolgt wiederum in Anwen- dung eines Kataloges mit insgesamt 16 Merkmalen (A1 - F2 ) sowie von Punktwerten, die bei der Bewertung einer Funktion pro Merkmal vergeben werd en. Aufgrund der auf diese Weise errechneten Arbeitswertpunkte kann jede Funktion anhand einer Punkteliste einer bestimmten Lohnklasse zugewiesen werden. 5.6 Nachfolgend ist die umstrittene MU 408 C.10, wonach die Beschwerdeführer in die Lohnklasse 10 eingereiht werden, jeweils den anderen be anstandeten Modellumschreibungen einzeln gegenüberzustellen und zu prüfen, ob das Recht sgleichheitsgebot gewahrt ist bzw. ob die Ungleichbehandlung auf einem sachlichen Grund beruht. 5.6.1 Zunächst ist die MU 408 C.10 (Sport II mit wissen schaftlichem Fach auf Sekundarstufe I) der MU 408 B.09 (Sport II mit wissenschaftlichem Fach auf Sekundarstufe II) gegenüberzu- stellen. Die Lehrkräfte der MU 408 C.10 werden in die Lohnklasse 10 eingereiht und diejenigen der MU 408 B.09 in die Lohnklasse 9. Die Beschwerdeführer machen geltend, dass das Gebot der Lohngleichheit gemäss § 29 PG sowie das verfassungsrechtliche Gleichheitsgebot verletzt seien. Durch die erfolgte Teilrevision sei für die MU 408 C.10 (Sport II mit wissenschaftlichem Fach auf Sekundarstufe I) keine neue Arbeitsbewertung durchgeführt worden. Hingegen sei die Einreihung der Sportlehrpersonen mit einem wissenschaftlichen Fach auf Sekundarstufe II (MU 4 08 B.09) in die Lohnklasse 9 ange- passt worden. Demnach würden die Berufskollegen am Gymnasi um für den erteilten Sportun- terricht eine Lohnklasse höher eingereiht als die Beschwerdeführer. Die Lohneinstufung für den erteilten Sportunterricht werde abhängig gemacht von d er Ausbildung in einem weiteren Fach. Jedoch sei dies in den übrigen Fächern auf der Sekundar stufe II eben kein Kriterium für die Lohneinstufung. Weiter rechtfertige es sich nicht, sich l ediglich auf die Ausbildungsdauer zu stützen, ohne die Ausbildung auch qualitativ zu betrach ten. Die bundesgerichtliche Rechtspre- chung erachte die Rechtsgleichheit dann als gewahrt, w enn die Besoldungsunterschiede auf objektive Anknüpfungspunkte wie unter anderem Art und Dauer der Ausbildung zurückzuführen seien. Dabei werde dieses vorgenannte Kriterium in ein em Zuge genannt, sodass eine isolierte Betrachtung des zeitlichen Aspekts eine ungleiche Entlöh nung nicht zu rechtfertigen vermöge. Die Beschwerdeführer seien im Besitz eines Sportdiploms I I, welches sowohl quantitativ als auch qualitativ mit einem Lizentiat bzw. Masterabschluss gleichzusetzen sei. Auch die Schwei- zerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (ED K) bestätige, dass das altrechtli- che eidgenössische Turn- und Sportlehrerdiplom II ohne weiteres als gleichwertig zu den Lehr- erdiplomen für Maturitäts-schulen anerkannt werde. Di e Beschwerdeführer würden über die gesamtschweizerische Anerkennung der EDK verfügen. Gemäss Art. 8 der Interkantonalen Vereinbarung über die Anerkennung von Ausbildungsabschl üssen vom 18. Februar 1993 solle die Anerkennung bewirken, dass den Inhabern eines anerka nnten Ausbildungsabschlusses der gleiche Berufszugang in den Kantonen gewährt werde. Da rin müsse der Anspruch auf gleiche Entlöhnung ebenfalls enthalten sein. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht Für die Unterscheidung dieser beiden Modellumschreibun gen stützt sich der Regierungsrat auf sachliche Kriterien ab. Das Sportstudium dauert 8 Semeste r. Sportlehrkräfte, die ein weiteres Fach auf Sekundarstufe II unterrichten, haben jedoch zu sätzlich noch eine pädagogische Aus- bildung von zwei Semestern zu absolvieren. Dementspreche nd besteht eine unterschiedliche Ausbildungsdauer. Des Weiteren werden – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer – bei der Bewertung auch Kombinationen von Lehrberecht igungen von mehreren Fächern be- rücksichtigt. Erteilt eine Lehrperson auf Gymnasialstufe (S ekundarstufe II) nebst dem Sportun- terricht ein weiteres Fach, so führt dies dazu, dass für den Arbeitgeber diese Lehrperson flexib- ler einsetzbar ist und ihm dadurch einen Mehrwert versch afft. Die Beschwerdeführer hingegen dürfen aufgrund ihrer Ausbildungen nur Sport auf Sekundarstufe II unterrichten und das weitere Fach lediglich auf Sekundarstufe I. Somit sind die Besch werdeführer für den Arbeitgeber nicht im vorerwähnten Sinne flexibel einsetzbar. Der Einwan d der Beschwerdeführer, dass die ge- samtschweizerische Anerkennung des Eidgenössischen Turn- und S portlehrerdiploms II durch die EDK zugleich einen Anspruch auf gleiche Entlöhnung beinhalten müsse, erweist sich zudem als unbehelflich, da – wie bereits festgehalten – den zuständigen Behörden bei der Ausgestal- tung des Besoldungssystems im öffentlichen Dienst ein erheb licher Gestaltungsspielraum zu- steht. 5.6.2 Des Weiteren ist die MU 408 C.10 (Sport II mit wissenschaftlichem Fach auf Sekun- darstufe I) der MU 408 A.09 (wissenschaftliches Fach auf S ekundarstufe II [inkl. Sporttheorie] ) gegenüberzustellen. Wie bereits festgehalten, werden Sp ortlehrpersonen mit wissenschaftli- chem Fach auf Sekundarstufe I (MU 408 C.10) in die Lohn klasse 10 eingereiht. Hingegen wer- den Lehrpersonen wissenschaftlicher Fächer (inkl. Sportt heorie) auf Sekundarstufe II (MU 408 A.09) in die Lohnklasse 9 eingereiht. Die Beschwerdeführer machen – wie bereits unter E. 5.6. 1 ausgeführt – zusammenfassend geltend, dass die Ausbildungsdauer nicht isoliert betrachtet werden dürfe. Sie würden mit ihrem Sportdiplom II über eine universitäre Masterausbildung verfügen, welche gleichwertig mit einer universitären Ausbildung in anderen Fächern sei. Die Sp ortausbildung entspreche sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht einem L izentiat und sei damit einem Masterab- schluss nach Bologna-System gleichzusetzen. Das Sportstudium sei keine geringere oder gar schlechtere Ausbildung als eine Universitätsausbildung in einem anderen Fach. In den altrecht- lichen Sportausbildungen sei die pädagogische Ausbildun g integriert gewesen und dies habe faktisch zu einer längeren Studiendauer geführt. Die a ltrechtliche Ausbildung zum Turn- und Sportlehrer sei als Monofachausbildung konzipiert gewes en. Ein paralleles Studium eines Zweitfachs sei aufgrund der zeitlichen Belastung nicht o der nur unter sehr grossen Schwierig- keiten möglich gewesen. Entsprechend sind Sportlehrer mit einem wissenschaftlichen Fach auf Sekundarstufe I mit Lehrpersonen eines wissenschaftlichen Fachs gleichzusetzen. Demzufolge müssten auch die Monofachlehrpersonen für Sport auf Sek undarstufe II in die Lohnklasse 9 eingereiht werden. Es ist unbestritten, dass die Ausbildung als Lehrkraft in einem wissenschaftlichen Fach (inkl. Sporttheorie) länger als diejenige der Sportlehrkräft e dauert. Das Studium für den Erwerb des Turn- und Sportdiploms II, welches die pädagogische Ausbi ldung bereits beinhaltet, dauert 8 Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Semester. Das Studium in einem wissenschaftlichen Fach (inkl. Sporttheorie) dauert ebenfalls 8 Semester, jedoch ist anschliessend die pädagogische Ausbil dung von 2 Semestern zusätzlich zu absolvieren. Wie bereits festgehalten, stellt die Ausb ildungsdauer ein zulässiges Unterschei- dungskriterium dar, sodass die vorliegend unterschiedlich e Einreihung sachlich begründet ist. Der weitere Einwand der Beschwerdeführer, dass die Ausb ildungen qualitativ gleich seien und somit eine Gleichbehandlung bei der Lohneinreihung b estehen müsse, ist nicht stichhaltig. Ei- nerseits hält der Regierungsrat in seiner Vernehmlassung fest, dass die Ausbildungsdauer nicht das einzige Kriterium für die unterschiedliche Einreihun g bilde. Zusätzlich seien auch Niveau und Intensität der Ausbildung in der Bewertung berücksich tigt worden. Demnach habe die ge- samthafte Betrachtung beim Bewertungsmerkmal A1 bei den sogenannten wissenschaftlichen Fächern zu einer Punktzahl von 10,5 und bei der Funktion Sport II zu einer Punktzahl von 9,5 geführt. Es liegt im Ermessen der zuständigen kantona len Behörde, ob sie die Dauer der Aus- bildung als massgeblich betrachten will. Dass dadurch ei ne unterschiedliche Lohneinreihung – trotz Berücksichtigung der Ausbildung in qualitativer Hinsi cht – resultiert, ist somit nicht zu be- anstanden. 5.6.3 Als Nächstes ist die MU 408 C.10 (Sport II mit w issenschaftlichem Fach auf Sekundar- stufe I) der MU 408 O.10 (Monofach Sport II auf Sekun darstufe II) gegenüberzustellen. Die Lehrpersonen beider Modellumschreibungen werden in die Lohnklasse 10 eingereiht. Die Beschwerdeführer erachten die vorliegende Gleichbeh andlung als unzulässig, da Lehrper- sonen des Monofachs Sport lediglich eine Ausbildung im Fa ch Sport absolviert haben. Im Ge- gensatz dazu hätten sie zusätzlich einen wissenschaftlichen A bschluss in einem weiteren Fach auf Sekundarstufe I erworben. Bei beiden Modellumschreibungen wird dieselbe Ausbild ung verlangt. Wie bereits festgehalten, dauert das Sportstudium 8 Semester. Darin ist die pädag ogische Ausbildung enthalten. Dem- entsprechend besteht in der Ausbildungsdauer kein Un terschied. Weiter führt die Kombination der von den Beschwerdeführern unterrichteten Fächer ni cht wie in E. 5.6.1 ausgeführt dazu, dass die Beschwerdeführer auf einer Stufe für den Arbe itgeber flexibel einsetzbar sind. Demzu- folge rechtfertigt sich vorliegend eine Gleichbehandlung dieser beiden Modellumschreibungen. 5.6.4 Schliesslich ist die MU 408 C.10 (Sport II mit ei nem wissenschaftlichen Fach auf Se- kundarstufe I) mit Lehrpersonen zu vergleichen, die ei nen Masterabschluss in Sport sowie ei- nen Bachelorabschluss in einem wissenschaftlichen Fach haben. Die Beschwerdeführer machen geltend, dass an den Gymnasien des Kantons Basel-Landschaft eine Lehrperson, welche über ein Lehrerdiplom für Mat uritätsschulen mit einer universitären Masterausbildung in Sport und einen Bachelorabschluss i n einem wissenschaftlichen Fach ver- füge, in die Lohnklasse 9 eingereiht werde. Offenbar werde für das zweite Fach nicht mehr ein Abschluss auf Sekundarstufe II verlangt und trotzdem werde die entsprechende Lehrkraft in die Lohnklasse 9 eingereiht. Ein Bachelorabschluss entsprech e jedoch nicht einem Lizentiat, so- dass hieraus eine weitere Ungleichbehandlung resultiere. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Der Regierungsrat hält hierzu fest, dass ein Masterabschl uss nach dem heutigen Bologna Sys- tem dem altrechtlichen Lizentiat gleichgestellt werde. Beim aufgeführten Beispiel der Be- schwerdeführer müsse es sich dementsprechend um eine Leh rperson handeln, welche Sport- theorie unterrichte oder falsch eingereiht worden sei. Letzteres rechtfertige jedoch keinen An- spruch auf eine ebenfalls falsche Einreihung. Es ist unbestritten, dass ein Masterabschluss nach dem heutige n Bologna-System dem alt- rechtlichen Lizentiat entspricht. Die Beschwerdeführer st ützen sich bei ihrem aufgeführten Bei- spiel auf eine Bestätigung des Rektors des Gymnasiums D.____ vom 15. November 2012, wo- nach eine Lehrperson mit einem Lehrerdiplom für Matu ritätsschulen von 2011, basierend auf einem universitären Masterabschluss in Sport und einem Bac helorabschluss in Biologie, in die Lohnklasse 9 eingereiht sei. Unterrichtet diese Lehrperson Sporttheorie, so ist sie nach der MU 408 A.09 korrekt eingereiht. Unterrichtet sie jedoch, wie die Beschwerdeführer, Sport und nicht Sporttheorie, so würde dies eine unzulässige Ungleichb ehandlung bedeuten. Fraglich ist je- doch, ob sich daraus ein Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht ableiten lässt. Grundsätz- lich geht die Gesetzmässigkeit der Rechtsgleichheit vor. S elbst wenn in einem anderen Einzel- fall das Recht abweichend angewandt worden ist, gibt dies keinen Anspruch auf entsprechende Behandlung. Nur ausnahmsweise kann sich ein Recht auf g esetzwidrige Gleichbehandlung ergeben, wenn die Behörde in ständiger Praxis vom Gesetz abweicht und zu erkennen gibt, auch in Zukunft nicht gesetzeskonform entscheiden zu woll en (vgl. U LRICH HÄFELIN /W ALTER HALLER /H ELEN KELLER , Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 8. Aufl., Zürich/Gen f/Basel 2012, N 770 ff.). Jedoch werden keine weiteren Fälle durch die Beschwerdeführer genannt, sodass es sich allenfalls um einen Einzelfall einer fehlerhaften Einreihung handelt. Nach dem Gesagten besteht kein Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht. Hierzu ist anzumerken, dass die Be- schwerdeführer mit ihren Beweisanträgen lediglich eine amtliche Erkundigung beim Rektor des Gymnasiums D.____ sowie eine Anordnung einer Expertise verlangen. Diese Beweisanträge sind jedoch nicht geeignet, eine allenfalls vorhandene entsprechende Einreihungspraxis der Anstellungsbehörde darzulegen. 5.7 Zusammenfassend ist unter Beachtung der gemäss bundesg erichtlicher Rechtspre- chung gebotenen richterlichen Zurückhaltung festzuhalten, dass die vorliegend umstrittenen Modellumschreibungen weder gegen das Rechtsgleichheitsgebot noch gegen das Willkürverbot verstossen und damit verfassungskonform sind. Die Ungleich behandlungen bzw. die Gleichbe- handlung zu den betroffenen Modellumschreibungen beruhen allesamt auf sachlichen Gründen, sodass die Ungleichbehandlungen bzw. die Gleichbehandlun g gerechtfertigt sind und die Be- schwerdeführer zu Recht in die Lohnklasse 10 eingereiht w urden bzw. werden. Somit sind die Rügen betreffend Rechtsgleichheit und Willkür unbegründ et, sodass die Beschwerde abzuwei- sen ist. 6. Abschliessend ist noch über die Kosten zu entscheiden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Di e Verfahrenskosten umfassen die Ge- richtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der R egel der unterliegenden Partei in angemessenem Aufwand auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der Höhe von Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Fr. 1'800.-- werden den Beschwerdeführern in solidari scher Verpflichtung auferlegt. Die Partei- kosten werden wettgeschlagen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'800.-- werden in solidari- scher Verbindung den Beschwerdeführern auferlegt und mi t dem geleis- teten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'100.-- verrec hnet. Der zu viel geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 300.-- wird den Be- schwerdeführern zurückerstattet. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Präsidentin Gerichtsschreiberin