<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0] </div> <div class="para">H 391/00 Gb </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Lustenberger, Bundesrichter Meyer und Ferrari; </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Polla </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 4. September 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">G.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Christian Scherrer, Neustadtgasse 1a, 8402 Winterthur, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">Ausgleichskasse Zürcher Arbeitgeber, Siewerdtstrasse 9, 8050 Zürich, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich G.________ in seiner Eigenschaft als einziger Verwaltungsrat der Firma X.________ AG verpflichtete, der AHV-Ausgleichskasse Zürcher Arbeitgeber Schadenersatz für ausgefallene Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von Fr. 648'643. 70 zu bezahlen (Entscheid vom 18. September 2000), </div> <div class="para">dass G.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde führt mit dem Rechtsbegehren auf Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheides und Abweisung der Schadenersatzklagen, </div> <div class="para">dass das Eidgenössische Versicherungsgericht G.________ mit Verfügung vom 24. November 2000 unter Nichteintretensandrohung zur Bezahlung eines Kostenvorschusses aufgefordert hat, </div> <div class="para">dass dieser ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege stellte, welches das Eidgenössische Versicherungsgericht zufolge Aussichtslosigkeit abwies und an der Erhebung eines Kostenvorschusses festhielt (Entscheid vom 25. Juni 2001), </div> <div class="para">dass G.________ den einverlangten Kostenvorschuss fristgerecht bezahlte, </div> <div class="para">dass auf Grund der für das Eidgenössische Versicherungsgericht verbindlichen Feststellungen im kantonalen Gerichtsentscheid (<span class="artref">Art. 105 Abs. 2 OG</span>) und der Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde die Verletzung der Beitragszahlungspflicht (<span class="artref">Art. 14 Abs. 1, <artref id="CH/831.10/51/1" type="start"></artref>Art. 51 Abs. 1 AHVG</span><artref id="CH/831.10/14/1" type="end"></artref>) durch die Firma als Arbeitgeberin offenkundig ist, </div> <div class="para">dass von einer während Jahren auf Kosten der Sozialversicherung betriebenen Unternehmenstätigkeit ausgegangen werden muss, </div> <div class="para">dass sich der Beschwerdeführer als einziger und geschäftsführender Verwaltungsrat diese massive Verletzung der Arbeitgeberpflicht zur Beitragsablieferung anzurechnen hat, </div> <div class="para">dass es ein Widerspruch in sich ist, einerseits Abhängigkeit und Weisungsgebundenheit "des Geschäftsführers und treuhänderischen Verwaltungsrates" gegenüber den - als faktische Organe (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=24.08.2001&amp;to_date=12.09.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F114-V-78%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page78">BGE 114 V 78</a>) in Betracht fallenden - "Taxi-Z. ________" (denen die Firma X.________ AG gehört) zu behaupten und sich anderseits auf Rechtfertigungsgründe im Sinne der Rechtsprechung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=24.08.2001&amp;to_date=12.09.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F108-V-183%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page183">BGE 108 V 183</a>), d.h. auf die berechtigte Hoffnung auf Zahlung der ausstehenden Beiträge innert nützlicher Frist, zu berufen, konnte der Beschwerdeführer doch darauf nach seinen eigenen Vorbringen keinen Einfluss nehmen, </div> <div class="para">dass die Rechtsprechung bei von Dritten abhängigen treuhänderischen Verwaltungsräten, Strohmännern usw. die Berufung auf Rechtfertigungsgründe nicht zulässt und das qualifizierte Verschulden im Sinne von <span class="artref">Art. 52 AHVG</span> darin sieht, dass sich die betreffende Person in formelle Organstellung unter Verhältnissen begibt, welche ihr die richtige, gesetzlich vorgeschriebene Aufgabe eines Verwaltungsrates von vornherein verunmöglichen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=24.08.2001&amp;to_date=12.09.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F112-V-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page3">BGE 112 V 3</a>; Urteil T. </div> <div class="para">vom 21. November 2000, H 37/00), was hier zutrifft, </div> <div class="para">dass der Beschwerdeführer aus der (fehlenden) Inpflichtnahme der faktischen Organe nichts zu seinen Gunsten ableiten kann, </div> <div class="para">dass sämtliche in der Eingabe vom 22. August 2001 vorgebrachten Einwendungen an dieser für die Beurteilung des hier gegebenen vorinstanzlich verbindlich festgestellten Sachverhaltes massgeblichen Rechtslage nichts zu ändern vermögen, namentlich nicht in Bezug auf die gewahrten Verwirkungsfristen nach <span class="artref">Art. 82 AHVV</span> (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=24.08.2001&amp;to_date=12.09.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F113-V-256%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page258">BGE 113 V 258</a>), </div> <div class="para">dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde daher offensichtlich unbegründet ist und im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erledigt wird, </div> <div class="para">dass der Beschwerdeführer entsprechend dem Ausgang des Verfahrens kostenpflichtig wird (<span class="artref">Art. 156 OG</span>), nachdem sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das letztinstanzliche Verfahren abgewiesen worden ist (<span class="artref">Art. 134 OG</span> e contrario), wobei sich mit Blick auf die hiermit bestätigte Erledigungsweise des vereinfachten Verfahrens (<span class="artref">Art. 36a OG</span>) eine Reduktion der Gerichtskosten rechtfertigt, </div> <div class="para">erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Die Gerichtskosten von Fr. 5'000.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Sie sind durch den geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 11'000.- gedeckt; der </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Differenzbetrag von Fr. 6'000.- wird zurückerstattet. </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 4. September 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der II. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> </div></body></html>