<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2017.00025</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=217101&amp;W10_KEY=13013507&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2017.00025</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.04.2017</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>arbeitsmarktlichen Vorentscheid</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Der Beschwerdegegner lehnte das Gesuch der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers um Verlängerung von dessen Arbeitsbewilligung mit der Begründung ab, der Beschwerdeführer habe ohne vorgängige Meldung einen Stellenwechsel vorgenommen, welcher â da selbstverschuldet â nicht bewilligt werden könne.] Der Beschwerdeführer wurde im Januar 2015 zur unselbständigen Erwerbstätigkeit als Spezialitätenkoch im Rahmen eines auf zwölf Monate befristeten Kurzaufenthalts zugelassen. Nach dem Willen des Gesetzgebers sollen Kurzaufenthaltsbewilligungen in der Regel für ein genau bestimmtes und befristetes Arbeitsverhältnis (gewissermassen projektbezogen) vergeben werden. Entsprechend ist die geografische und berufliche Mobilität von Personen mit Kurzaufenthaltsbewilligung (insbesondere Dienstleistungserbringern, Stagiaires, Praktikanten oder Au-pair-Angestellten) eingeschränkt und ihnen etwa ein Stellenwechsel nur ausnahmsweise aus wichtigen Gründen möglich (E. 2.2). Der Aufenthalt des Beschwerdeführers war jedoch bereits im Zeitpunkt des Gesuchs um erstmalige Zulassung zur Erwerbstätigkeit offenkundig auf Dauer ausgerichtet. Statt dem Beschwerdeführer systemwidrig eine Arbeitsbewilligung im Rahmen eines Kurzaufenthalts zu erteilen, hätte der Beschwerdegegner das Gesuch seiner damaligen Arbeitgeberin daher zum Anlass für eine Überprüfung nehmen müssen, ob der Beschwerdeführer die Zulassungsvoraussetzungen erfülle und zu Lasten eines Aufenthalterkontingents zur Erwerbstätigkeit in der Schweiz zugelassen werden könne. So ist die Aufenthaltsbewilligung die ordentliche Bewilligungsart für Drittstaatsangehörige, welche nicht nur für einen vorübergehenden Aufenthalt in die Schweiz gelangen, sondern hier â wie der Beschwerdeführer â eine langfristige Erwerbstätigkeit auszuüben beabsichtigen (E. 3.3). Das Gesuch der neuen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers um Verlängerung seiner Arbeitsbewilligung hätte demzufolge unabhängig von der Frage der Bewilligungsfähigkeit des Stellenwechsels nicht gutgeheissen werden können. Vielmehr hätte dem Beschwerdeführer überhaupt nie eine solche Bewilligung erteilt werden dürfen. Es geht insofern mit einer sachfremden Ermessensausübung einher und kann nicht geschützt werden, wenn sich die Vorinstanz auf den Standpunkt stellt, das materiell abgewiesene Gesuch um Verlängerung der Arbeitsbewilligung des Beschwerdeführers könne auch nicht als ein solches um Neuerteilung behandelt werden, weil ansonsten die Voraussetzungen für den Stellenwechsel einer Person mit Kurzaufenthaltsbewilligung umgangen würden (E. 3.4). Teilweise Gutheissung und Rückweisung. Abweichende Meinung einer Kammerminderheit.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSMARKTLICHER VORENTSCHEID">ARBEITSMARKTLICHER VORENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALTSZWECK">AUFENTHALTSZWECK</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERWERBSTÃTIGKEIT">ERWERBSTÃTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KURZAUFENTHALT">KURZAUFENTHALT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KURZAUFENTHALTSBEWILLIGUNG">KURZAUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STELLENWECHSEL">STELLENWECHSEL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERLÃNGERUNG">VERLÃNGERUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 32 Abs. 3 AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 33 AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 38 Abs. 1 AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 55 VZAE</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=33421" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2017.00025</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">5. April 2017</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Sonja GÃ¼ntert. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend arbeitsmarktlichen Vorentscheid</span></b><b>,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom <span>28. Januar 2015 bewilligte das Amt fÃ¼r Wirtschaft und Arbeit des Kantons ZÃ¼rich (AWA) </span>das Gesuch der B AG, einer Tochtergesellschaft der C AG, um Zulassung des AuslÃ¤nders A zur unselbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit als Sushi-Koch in der Schweiz <span>im Rahmen eines auf zwÃ¶lf Monate befristeten Kurzaufenthalts</span><span>.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 24. Februar 2016 beantragte die E AG, eine weitere </span>Tochtergesellschaft der C AG, <span>die VerlÃ¤ngerung/Erneuerung der Arbeitsbewilligung </span>von A<span>. Das AWA wies das Gesuch mit VerfÃ¼gung vom 25. Mai 2016 gestÃ¼tzt auf Art. 22 und Art. 32 Abs. 3 des <span>AuslÃ¤ndergesetzes vom 16. Dezember 2005 (AuG, SR 142.20) sowie Art. 83 Abs. 2 </span>der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit (VZAE, SR 142.201) ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Hiergegen liessen die E AG und </span>A<span> am 27. Juni 2016 an die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons ZÃ¼rich rekurrieren, welche das Rechtsmittel mit VerfÃ¼gung vom 15. Dezember 2016 abwies (Dispositiv-Ziff. I), die Kosten des Verfahrens der E AG und </span>A<span> je zur HÃ¤lfte auferlegte (Dispositiv-Ziff. II) und ihnen in Dispositiv-Ziff. III eine ParteientschÃ¤digung verweigerte.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A<span> erhob am 11./12. Januar 2017 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, die VerfÃ¼gung der Volkswirtschaftsdirektion vom 15. De­zember 2016 sei "zu Ã¼berprÃ¼fen und zu widerrufen und [ihm] die Arbeitsbewilligung zu erteilen". Die Volkswirtschaftsdirektion verzichtete am 26. Januar 2017 â unter Verweis auf ihre VerfÃ¼gung vom 15. </span>Dezember 2016<span> â auf eine Vernehmlassung. Das AWA schloss mit Beschwerdeantwort vom 7. Februar 2017 auf Abweisung des Rechtsmittels. Hierzu nahm </span>A <span>am 13./14. Februar 2017 Stellung. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">GemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) prÃ¼ft das Verwaltungsgericht seine ZustÃ¤ndigkeit von Amts wegen. Diese ist unter anderem betreffend erstinstanzliche Rekursentscheide einer Direktion auf dem vorliegenden Gebiet des AuslÃ¤nderrechts gegeben (§§ 41â44 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 Satz 1, 19a sowie 19b Abs. 2 lit. b Ziff. 1 VRG; vgl. ferner <span>§ 38 Abs. 4 des Gesetzes Ã¼ber die Organisation des Regierungsrates und der kantonalen Verwaltung vom 6. Juni 2005 [LS 172.1] und § 58 Abs. 1 sowie § 66 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Anhang 1 lit. D Ziff. 7 und Anhang 3 Ziff. 4.1 der Verordnung Ã¼ber die Organisation des Regierungsrates und der kantonalen Verwaltung vom 18. Juli 2007 [LS 172.11]</span>).</p> <p class="Erwgung2">Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder, die in der Schweiz eine ErwerbstÃ¤tigkeit ausÃ¼ben wollen, benÃ¶tigen grundsÃ¤tzlich unabhÃ¤ngig von der Dauer ihres Aufenthalts sowohl eine Anwesenheits- als auch eine Arbeitsbewilligung (Art. 11 Abs. 1 Satz 1 AuG). Letztere stellt â mit Ausnahme der GrenzgÃ¤ngerbewilligung â keine selbstÃ¤ndige Bewilligung dar, sondern ist immer an eine Anwesenheitsbewilligung geknÃ¼pft (<span>Peter Uebersax, Einreise und Anwesenheit, in: derselbe et al. [Hrsg.], AuslÃ¤nderrecht, 2. A., Basel 2009, S. 221 ff., Rz. 7.168 f., auch zum Folgenden). Mit Erteilung der Anwesenheitsbewilligung wird demzufolge auch Ã¼ber die </span>Zulassung zu einer ErwerbstÃ¤tigkeit <span>entschieden. Dazu ergeht, ausserhalb des Anspruchsbereichs (vgl. etwa Art. 46 AuG), ein</span> arbeitsmarktlicher Vorentscheid (Art. 40 Abs. 2 AuG in Verbindung mit Art. 83 Abs. 1 lit. a VZAE).<span> </span></p> <p class="Urteilstext">Eines positiven arbeitsmarktlichen Vorentscheids bedarf darÃ¼ber hinaus, wer als Kurzaufenthalterin bzw. Kurzaufenthalter seine Bewilligung verlÃ¤ngern lassen (Art. 32 Abs. 3 Satz 1 AuG) oder seine Stelle wechseln (Art. 32 Abs. 3 Satz 2 AuG) mÃ¶chte (Art. 40 Abs. 2 AuG in Verbindung mit Art. 83 Abs. 2 VZAE; vgl. Peter Bolzli<span> in: Marc Spescha et al., Migrationsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2015, Art. 40 AuG N. 4).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Nach dem Willen des Gesetzgebers sollen Kurzaufenthaltsbewilligungen in der Regel fÃ¼r ein genau bestimmtes und befristetes ArbeitsverhÃ¤ltnis (gewissermassen projektbezogen) vergeben werden (vgl. Art. 32 Abs. 2 AuG; <span>Botschaft</span><span> des Bundesrats zum Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder vom 8. MÃ¤rz 2002, BBl 2002, 3709 ff. [AuG-Botschaft], 3788 und 3791;</span> Bolzli, Art. 32 AuG N. 4, auch zum Folgenden). Entsprechend ist die geografische (Art. 37 Abs. 1 AuG) und berufliche MobilitÃ¤t von Personen mit Kurzaufenthaltsbewilligung <span>(insbesondere Dienstleistungserbringern, Stagiaires, Praktikanten oder Au-pair-Angestellten) </span>eingeschrÃ¤nkt und ihnen etwa ein Stellenwechsel nur ausnahmsweise aus wichtigen GrÃ¼nden mÃ¶glich (Art. 32 Abs. 3 Satz 2 AuG; Art. 38 Abs. 1 Satz 2 AuG). Deren Vorliegen ist dann zu bejahen, wenn eine weitere TÃ¤tigkeit bei der bisherigen Arbeitgeberin bzw. beim bisherigen Arbeitgeber nicht mÃ¶glich oder nicht zumutbar ist und der Stellenwechsel nicht aufgrund des Verhaltens der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers erfolgt; ein Wechsel der Branche oder des Berufs ist ausgeschlossen (Art. 55 VZAE; vgl. hierzu Tamara NÃ¼ssle <span>in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 32 N. 18, auch zum Folgenden</span>). Es soll vermieden werden, dass AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder, deren Zulassung fÃ¼r einen bestimmten Zweck erfolgt ist, nach kurzer Zeit ohne wichtigen Grund ihre TÃ¤tigkeit wechseln. Als Stellenwechsel gilt dabei ein Wechsel des zivilrechtlichen oder tatsÃ¤chlichen und weisungsberechtigten Arbeitgebers (<span>Weisungen</span><span> des </span>Staatssekretariats fÃ¼r Migration [SEM] <span>zum AuslÃ¤ndergesetz vom 25. Oktober 2013 [AuG-Weisungen<span>, abrufbar unter www.sem.admin.ch/dam/data/sem/rechtsgrundlagen/weisungen/auslaender/weisungen-aug-d.pdf; aktualisierte Fassung vom 6. MÃ¤rz 2017], Ziff. 4.5.2.1; ferner Karin Gerber in: Caroni/GÃ¤chter/Thurnherr [Hrsg.], Art. 38 N. 8</span>)</span>.</p> <p class="Erwgung2">Mit Blick auf die lediglich vorÃ¼bergehende Natur der Kurzaufenthaltsbewilligung und ihre Zweckbindung hat die auslÃ¤ndische Person die Schweiz sodann im Allgemeinen nach Ablauf der GÃ¼ltigkeitsdauer von einem Jahr wieder zu verlassen. Die erneute Erteilung einer (gleichartigen) Kurzaufenthaltsbewilligung ist â zur Vermeidung einer Umgehung des Kurzaufenthalterstatuts (zum Beispiel mittels KettenarbeitsvertrÃ¤gen) â erst nach einem angemessenen Unterbruch des Aufenthalts in der Schweiz mÃ¶glich (Art. 32 Abs. 4 AuG in Verbindung mit Art. 56 VZAE; vgl. AuG-Botschaft, 3749 und 3789). FÃ¼r den Fall, dass der Aufenthaltszweck bei Ablauf der GÃ¼ltigkeitsdauer aus objektiven GrÃ¼nden noch nicht erreicht worden ist, kann die Kurzaufenthaltsbewilligung indes ausnahmsweise gemÃ¤ss Art. 32 Abs. 3 Satz 1 AuG bis zu einer Gesamtdauer von zwei Jahren verlÃ¤ngert werden, so insbesondere, wenn das Projekt, <span>fÃ¼r dessen AusfÃ¼hrung die Bewilligung erteilt wurde, nicht fristgerecht </span>zu Ende gefÃ¼hrt werden kann (NÃ¼ssle, Art. 32 N. 14; AuG-Botschaft, 3788). Im gleichen Umfang lÃ¤sst sich die mit der Kurzaufenthaltsbewilligung verknÃ¼pfte Arbeitsbewilligung verlÃ¤ngern. Die BewilligungsverlÃ¤ngerung liegt im Ermessen der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde (Bolzli, Art. 32 AuG N. 5).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ging am 25. September 2014 ein unbefristetes ArbeitsverhÃ¤ltnis mit der B AG ein. Die von ihm auszuÃ¼bende Funktion wurde vertraglich auf Wok- und Sushi-Koch, der monatliche Bruttolohn auf Fr. 5'500.- festgelegt. Als Arbeitsort wurde ein asiatisches Restaurant in F vereinbart. Im November 2014 ersuchte die B AG den Beschwerdegegner vor diesem Hintergrund um Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer mit der BegrÃ¼ndung, dieser verfÃ¼ge nicht nur Ã¼ber Spezialfachkenntnisse in der asiatischen KÃ¼che, sondern auch Ã¼ber sehr gute Deutschkenntnisse, sodass er fÃ¼r ihr Unternehmen einen grossen Gewinn bedeute. Auf Nachfrage des Beschwerdegegners fÃ¼hrte der "Leiter Human Resources" der C AG am 11. Dezember 2014 ergÃ¤nzend an, ihr Ziel sei es, den BeschwerdefÃ¼hrer, sofern seine EinfÃ¼hrung gut klappe, zum "Sushi KÃ¼chenchef" zu befÃ¶rdern, habe er doch in der Vergangenheit gezeigt, dass er die Aufgaben eines KÃ¼chenchefs sehr gut wahrnehmen kÃ¶nne. Kein halbes Jahr nach Erhalt der Arbeitsbewilligung schloss der BeschwerdefÃ¼hrer am 23. Juni 2015 einen Arbeitsvertrag auf unbestimmte Dauer mit der E AG ab. Bei (offiziell) gleichbleibender Funktion ist der BeschwerdefÃ¼hrer demzufolge seit dem 1. Juli 2015 fÃ¼r eine andere Tochtergesellschaft der C AG bei einem Monatslohn von neu (nur noch) Fr. 5'100.- und mit Arbeitsort G tÃ¤tig. Den Angaben der Konzernleitung zufolge ist der konzerninterne Wechsel darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren, dass die FÃ¼hrungsqualitÃ¤ten des BeschwerdefÃ¼hrers nicht denjenigen eines KÃ¼chenchefs entsprÃ¤chen. Der BeschwerdefÃ¼hrer verfÃ¼ge jedoch Ã¼ber eine sehr hohe Fachkompetenz und Ã¼berdurchschnittliche FÃ¤higkeiten als Sushi-Koch, weshalb sie ihn nicht hÃ¤tten verlieren wollen. Entsprechend ersuchte die E AG im Februar 2016 um VerlÃ¤ngerung der Arbeitsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers. </p> <p class="Erwgung2">Der Beschwerdegegner lehnte dieses Gesuch mit der BegrÃ¼ndung ab, der BeschwerdefÃ¼hrer habe ohne vorgÃ¤ngige Meldung einen Stellenwechsel vorgenommen, welcher â da selbstverschuldet â nicht bewilligt werden kÃ¶nne. Die Vorinstanz kommt ebenfalls zum Schluss, der BeschwerdefÃ¼hrer habe im Juni bzw. Juli 2015 seine Stelle von der B AG zur E AG gewechselt. Neben der Ãnderung des Arbeitgebers und des Arbeitsorts habe zudem auch ein Funktionswechsel stattgefunden. So sei die TÃ¤tigkeit des KÃ¼chenchefs ein wesentliches Merkmal seiner Anstellung bei der B AG gewesen. In seiner neuen Anstellung sei der BeschwerdefÃ¼hrer nun lediglich noch als Sushi-Koch bei einem um Fr. 400.- reduzierten Lohn tÃ¤tig. Dies spreche ebenfalls fÃ¼r einen Stellenwechsel. Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer sodann einzig deshalb "versetzt" worden sei, weil er mangels FÃ¼hrungsqualitÃ¤ten in der Position als KÃ¼chenchef nicht tragbar gewesen sei, sei der Stellenwechsel gerade aufgrund seines Verhaltens erforderlich gewesen; die Voraussetzungen fÃ¼r einen Stellenwechsel seien somit nicht gegeben.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Dem Beschwerdegegner und der Vorinstanz ist insofern beizupflichten, als im Wechsel der zivilrechtlichen Arbeitgeberin des BeschwerdefÃ¼hrers â ungeachtet der Konzernstruktur der C AG und ihrer Tochtergesellschaften â ein nach Art. 32 Abs. 3 Satz 2 AuG bewilligungspflichtiger Stellenwechsel zu sehen ist. </p> <p class="Erwgung2">Sie verkennen jedoch, dass die VerlÃ¤ngerung der einer Kurzaufenthalterin bzw. einem Kurzaufenthalter ursprÃ¼nglich auf Gesuch einer anderen Arbeitgeberin bzw. eines anderen Arbeitgebers erteilten Bewilligung nach einem Stellenwechsel, ob nun bewilligungsfÃ¤hig oder nicht, von vornherein ausgeschlossen erscheint, wenn damit wie vorliegend eine verpÃ¶nte <span>Aneinanderreihung einzelner ArbeitsvertrÃ¤ge gleichen Typs einhergeht, sodass â wÃ¼rde dem VerlÃ¤ngerungsgesuch stattgegeben â der Zweck </span>des Kurzaufenthalterstatuts unterlaufen wÃ¼rde<span>. Der Stellenwechsel nach Art. 32 Abs. 3 Satz 2 AuG soll Kurzaufenthalterinnen und Kurzaufenthaltern lediglich die MÃ¶glichkeit bieten, nach einem nicht von ihnen zu verantwortenden Verlust ihrer Anstellung wÃ¤hrend des Rests der bewilligten Aufenthaltsdauer in der Schweiz verbleiben und ihrer bisherigen ErwerbstÃ¤tigkeit auch weiterhin nachgehen zu kÃ¶nnen. Der mit der Bewilligungserteilung konkret verfolgte Zweck aber kann nach einem Stellenwechsel in der Regel nicht mehr erreicht, geschweige denn mittels VerlÃ¤ngerung der Bewilligung weiterverfolgt werden.</span> Eine auslÃ¤ndische Person, deren Kurzaufenthaltsbewilligung abgelaufen ist, hat daher bei einem Stellenwechsel im Sinn von Art. 55 VZAE grundsÃ¤tzlich nach einem angemessenen Unterbruch des Aufenthalts in der Schweiz um Neubewilligung nachzusuchen (Art. 32 Abs. 4 AuG).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Vorliegend ist allerdings zu berÃ¼cksichtigen, dass der Aufenthalt des Beschwerde­fÃ¼hrers bereits im Zeitpunkt des Gesuchs um erstmalige Zulassung zur ErwerbstÃ¤tigkeit offenkundig auf Dauer ausgerichtet war. Davon zeugen nicht nur der auf unbestimmte Dauer abgeschlossene Arbeitsvertrag und die Angabe seiner damaligen Arbeitgeberin im Bewilligungsverfahren, sie erhoffe sich mit der Anstellung des BeschwerdefÃ¼hrers auf lange Sicht eine Optimierung der Organisationsstruktur in der KÃ¼che ihres Restaurants, sondern insbesondere auch der Umstand, dass der BeschwerdefÃ¼hrer darum ersuchte, seiner Ehefrau und den drei minderjÃ¤hrigen Kindern sei ebenfalls die Einreise zu bewilligen. </p> <p class="Erwgung2">Statt dem BeschwerdefÃ¼hrer systemwidrig eine Arbeitsbewilligung im Rahmen eines Kurzaufenthalts zu erteilen, hÃ¤tte der Beschwerdegegner das Gesuch der B AG vom November 2014 daher zum Anlass fÃ¼r eine ÃberprÃ¼fung nehmen mÃ¼ssen, ob der BeschwerdefÃ¼hrer die Zulassungsvoraussetzungen nach Art. 18 ff. AuG erfÃ¼lle und zu Lasten eines Aufenthalterkontingents zur ErwerbstÃ¤tigkeit in der Schweiz zugelassen werden kÃ¶nne (vgl. hierzu die von der Kammer jÃ¼ngst geÃ¤usserte Kritik an der Praxis des Beschwerdegegners,<span> die Zulassung DrittstaatsangehÃ¶riger zur ErwerbstÃ¤tigkeit prinzipiell und damit auch bei von Anbeginn auf Dauer ausgerichtetem Aufenthalt mittels Kurzaufenthaltsbewilligung zu regeln</span> [<span>VGr, 13. Juli 2016, VB.2016.00141, E. 4.2]). Die Aufenthaltsbewilligung nach Art. 33 AuG ist mithin die ordentliche Bewilligungsart fÃ¼r DrittstaatsangehÃ¶rige, welche nicht nur fÃ¼r einen vorÃ¼bergehenden Aufenthalt in die Schweiz gelangen (</span>NÃ¼ssle, Art. 33 N. 4)<span>, sondern hier â wie der BeschwerdefÃ¼hrer â eine langfristige ErwerbstÃ¤tigkeit auszuÃ¼ben beabsichtigen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Nach dem Gesagten hÃ¤tte das Gesuch der E AG vom 24. Februar 2016 um VerlÃ¤ngerung der beschwerdefÃ¼hrerischen Arbeitsbewilligung unabhÃ¤ngig von der Frage der BewilligungsfÃ¤higkeit des Stellenwechsels nicht gutgeheissen werden kÃ¶nnen. Vielmehr hÃ¤tte dem BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼berhaupt nie eine solche Bewilligung erteilt werden dÃ¼rfen. Es geht insofern mit einer sachfremden ErmessensausÃ¼bung einher und kann nicht geschÃ¼tzt werden, wenn sich die Vorinstanz auf den Standpunkt stellt, das materiell abgewiesene Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Arbeitsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers kÃ¶nne auch nicht als ein solches um Neuerteilung behandelt werden, weil ansonsten die Art. 32 Abs. 3 AuG und Art. 55 VZAE umgangen wÃ¼rden, deren Voraussetzungen der BeschwerdefÃ¼hrer nicht erfÃ¼lle. Dies hÃ¤tte zur Folge, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seinen Aufenthalt in der Schweiz unterbrechen und seine Arbeitgeberin nach Ablauf eines Jahres (Art. 56 Abs. 1 VZAE) ein neues Gesuch um Zulassung zur ErwerbstÃ¤tigkeit einreichen mÃ¼sste, wÃ¤hrend er, wÃ¤re ihm auf erstes Ersuchen hin systemkonform anstelle einer Kurzaufenthalts- eine Aufenthaltsbewilligung erteilt worden, weder fÃ¼r deren VerlÃ¤ngerung noch den Stellenwechsel eine Bewilligung des Beschwerdegegners hÃ¤tte einholen mÃ¼ssen (vgl. Art. 40 Abs. 2 AuG und Art. 83 VZAE e contrario).</p> <p class="Erwgung2">Es rechtfertigt sich somit, die Sache an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckzuweisen, welcher das Gesuch der E AG vom 24. Februar 2016 als ein solches um (erstmalige) Zulassung des BeschwerdefÃ¼hrers zur ErwerbstÃ¤tigkeit zu Lasten eines Aufenthalterkontingents auf die Einhaltung der Zulassungsvoraussetzungen nach Art. 18 ff. AuG hin zu prÃ¼fen hat. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Beschwerde ist im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gutzuheissen und die Sache zu neuem Entscheid an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer steht damit als im vorinstanzlichen Verfahren obsiegend da. Die HÃ¤lfte der Rekurskosten ist deshalb an seiner Statt dem Beschwerdegegner als ihm gegenÃ¼ber unterliegend zu belasten (§ 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Zudem ist der Beschwerdegegner zu verpflichten, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekursverfahren eine angemessene ParteientschÃ¤digung zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Urteilstext">Hingegen bleibt es fÃ¼r die E bei der vorinstanzlichen Nebenfolgenregelung, weil jene den Rekursentscheid nicht angefochten hat.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Eine RÃ¼ckweisung mit offenem Ausgang gilt in der neueren Praxis des Verwaltungsgerichts, wenn die Rechtsmittelinstanz wie hier reformatorisch oder kassatorisch entscheiden kann, als vollstÃ¤ndiges Obsiegen (<span>VGr, 13. Juli 2016, VB.2016.00141, E. 6.1 mit Hinweisen</span>; Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 13 N. 67 ff.; Marco Donatsch, Kommentar VRG, § 64 N. 5). Folglich sind die Gerichtskosten dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG); der Beschwerdegegner ist sodann zu verpflichten, dem (damals noch anwaltlich vertretenen) BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekursverfahren eine angemessene ParteientschÃ¤digung auszurichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG; PlÃ¼ss, § 17 N. 40, 43). Im Beschwerdeverfahren ersucht der BeschwerdefÃ¼hrer nicht um Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern:</p> <p class="Erwgung2">Letztinstanzliche kantonale RÃ¼ckweisungsentscheide sind als Zwischenentscheide im Sinn von Art. 93 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) zu qualifizieren (BGE 138 I 143 E. 1.2, 133 V 477 E. 4.2; Felix Uhlmann, Basler Kommentar, 2011, Art. 90 BGG N. 9 Abs. 2; Nicolas von Werdt in: HansjÃ¶rg Seiler et al., Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2. A., Bern 2015, Art. 90 N. 7, Art. 93 N. 6). Sie sind daher vor Bundesgericht nur direkt anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kÃ¶nnen (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen End-entscheid herbeifÃ¼hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten fÃ¼r ein weitlÃ¤ufiges Beweisverfahren ersparen wÃ¼rde (lit. b).</p> <p class="MsoNormal"><span>Soweit hinsichtlich ErwerbstÃ¤tigkeit ein Bewilligungsanspruch geltend gemacht werden will, lÃ¤sst sich Beschwerde in Ã¶ffentlichrechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. </span><span>BGG</span><span> erheben (vgl. Art.</span><span> </span><span>83 lit.</span><span> </span><span>c Ziff.</span><span> </span><span>2 BGG; ablehnend BGr, 21.</span><span> </span><span>Mai 2013, 2C_468/2013, E.</span><span> </span><span>2, auch zum Weiteren). Ansonsten kommt bloss die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113</span><span> </span><span>ff. BGG in Betracht (einschrÃ¤nkend BGr, 18.</span><span> </span><span>September 2009, 2C_583/2009, E. 2). Werden beide Rechtsmittel ergriffen, muss dies laut Art.</span><span> </span><span>119 Abs.</span><span> </span><span>1 BGG in der gleichen Rechtsschrift geschehen.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gutgeheissen. Die VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 25. Mai 2016 und Dispositiv-Ziff. I der VerfÃ¼gung der Volkswirtschaftsdirektion vom 15. Dezember 2016 werden aufgehoben und die Sache an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckgewiesen. In AbÃ¤nderung der Dispositiv-Ziff. II des Rekursentscheids werden die Kosten je zur HÃ¤lfte der E AG und dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. Der Beschwerdegegner wird in AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziff. III des Rekursentscheids verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekursverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- zuzÃ¼glich 8 % Mehrwertsteuer zu bezahlen.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'100.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>5. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gung 5 Beschwerde erhoben werden. <br/> Sie ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>6. Mitteilung anâ¦</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">Abweichende Meinung einer Kammerminderheit</p> <p class="MsoNormal"><span>(§ 71 VRG in Verbindung mit § 124 des Gesetzes Ã¼ber die Gerichts- und BehÃ¶rdenorganisation im Zivil- und Strafprozess </span><span>vom 6. September 2006 [LS 211.1])</span></p> <p class="00Vorgabetext"><span>Die Beschwerde ist aus den folgenden GrÃ¼nden abzuweisen:</span></p> <p class="00Vorgabetext"><span>Im Gegensatz zur erstmaligen Erteilung einer Kurzaufenthalts- oder Aufenthaltsbewilligung ist die zum arbeitsmarktlichen Vorentscheid berufene BehÃ¶rde (Beschwerdegegner) in eigener Kompetenz zur VerlÃ¤ngerung einer Kurzaufenthaltsbewilligung bzw. zur Bewilligung eines Stellenwechsels von Personen mit Kurzaufenthaltsbewilligung befugt (Art. 83 Abs. 2 VZAE). Soweit demgegenÃ¼ber nicht die VerlÃ¤ngerung einer Kurzaufenthaltsbewilligung, sondern deren "Umwandlung" in eine Aufenthaltsbewilligung zur Diskussion steht, beschrÃ¤nkt sich die Kompetenz der ArbeitsmarktbehÃ¶rde hinwiederum auf die PrÃ¼fung der Voraussetzungen nach Art. 18â25 AuG (vgl. Art. 83 Abs. 1 lit. a VZAE) und steht ihr (positiver) Entscheid sowohl unter Vorbehalt der Zustimmung des Staatssekretariats fÃ¼r Migration (SEM) wie auch der Erteilung der Aufenthaltsbewilligung durch das kantonale Migrationsamt (vgl. VGr, 10. April 2013, VB.2012.00457, E. 1.3). </span></p> <p class="00Vorgabetext"><span>Unbestritten ist vorliegend, dass bereits die Erstzulassung des BeschwerdefÃ¼hrers als Kurzaufenthalter vor dem Hintergrund eines unbefristet abgeschlossenen ArbeitsverhÃ¤ltnisses erfolgte und er auch nach seinem Stellenwechsel, welcher Ausgangspunkt des vorliegenden Verfahrens bildet, erneut unbefristet angestellt worden ist. Dass ein Arbeitsvertrag auf unbestimmte Dauer abgeschlossen wird, bedeutet angesichts des im schweizerischen Arbeitsrecht (auch Ã¼ber die Probezeit hinaus) vorherrschenden Prinzips der KÃ¼ndigungsfreiheit jedoch nicht notwendigerweise, dass die Parteien eine vertragliche Bindung auf lÃ¤ngere Zeit beabsichtigen. Vielmehr sind die konkreten UmstÃ¤nde entscheidend dafÃ¼r, ob von einem auf lÃ¤ngere bzw. unbefristete Dauer angelegten beruflichen Engagement auszugehen ist, welches den Rahmen einer Kurzaufenthaltsbewilligung nach Art. 32 AuG sprengen wÃ¼rde. </span></p> <p class="00Vorgabetext"><span>Im vorliegenden Fall hat die Arbeitgeberin, von welcher die Bewilligung zu beantragen ist (Art. 11 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 18 lit. b AuG), ausdrÃ¼cklich um eine "L-Bewilligung" (Kurzaufenthaltsbewilligung) ersucht, was ein Indiz dafÃ¼r ist, dass sie vorerst keinen lÃ¤ngerfristigen Einsatz fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer plante. Die Erteilung einer ordentlichen Aufenthaltsbewilligung anstelle der auf zwÃ¶lf Monate befristeten (blossen) Kurzaufenthaltsbewilligung wurde in der Folge denn auch weder von der Arbeitgeberin noch vom BeschwerdefÃ¼hrer verlangt. Auch im vorliegenden Verfahren, welches vom Beschwerdegegner als solches um VerlÃ¤ngerung der Kurzaufenthaltsbewilligung bzw. der Bewilligung des Stellenwechsels angelegt wurde, ersuchte niemand von den Beteiligten um eine dauerhafte Aufenthaltsbewilligung, was auch deswegen wenig plausibel erschiene, weil der BeschwerdefÃ¼hrer von seiner Arbeitgeberin offenkundig nicht so eingesetzt werden konnte, wie von dieser ursprÃ¼nglich geplant ("Leider sind seine FÃ¼hrungskompetenzen nicht die geforderten eines KÃ¼chenchefs und er war deshalb in dieser Position nicht tragbar."). Damit durfte der Beschwerdegegner im vorliegenden Fall den weiteren Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers unter dem Titel der VerlÃ¤ngerung der Kurzaufenthaltsbewilligung bzw. des Stellenwechsels an die Hand nehmen. Zu einer PrÃ¼fung der arbeitsmarktlichen Voraussetzungen der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zur AusÃ¼bung einer unselbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit war er unter den gegebenen Voraussetzungen nicht gehalten. </span></p> <p class="00Vorgabetext"><span>Entgegen der strengen Haltung der Kammer im Urteil VB.2016.00141 vom 13. Juli 2016 scheint nach hier vertretener Auffassung auch nicht von vornherein verpÃ¶nt, wenn der Beschwerdegegner Kurzaufenthaltsbewilligungen fÃ¼r unbefristet geschlossene ArbeitsverhÃ¤ltnisse jedenfalls dann zulÃ¤sst, wenn in der betreffenden Branche die ArbeitsverhÃ¤ltnisse erfahrungsgemÃ¤ss kaum je lÃ¤nger als zwei Jahre aufrechterhalten werden. Gerade in Branchen mit hÃ¶heren Fluktuationsraten erscheint dieses Kriterium nicht komplett sachfremd. Hinzu kommt, dass die bloss beschrÃ¤nkt vorhandenen Kontingente fÃ¼r Daueraufenthalte DrittstaatsangehÃ¶riger ausserhalb des Segments der FÃ¼hrungs- und hochqualifizierten FachkrÃ¤fte aus gesamtwirtschaftlichen Interessen grundsÃ¤tzlich zurÃ¼ckhaltend vergeben werden sollten. Dies muss im Besonderen fÃ¼r den Bereich der SpezialitÃ¤tenkÃ¶che (zumal solche ohne FÃ¼hrungs- und Ausbildungsfunktionen) gelten, welche sich â nach entsprechender Anleitung oder Weiterbildung am Arbeitsplatz â leicht durch inlÃ¤ndische FachkrÃ¤fte aus dem Gastronomiebereich substituieren lassen dÃ¼rften. Zwar schliessen die Branchenregelungen in den Weisungen des SEM zum AuslÃ¤nderbereich eine Zulassung von KÃ¶chen fÃ¼r SpezialitÃ¤tenrestaurants im Rahmen von Daueraufenthalten nicht aus. Jedoch ist ausdrÃ¼cklich vorgesehen, diese bei der erstmaligen Aufenthaltsregelung nur als Kurzaufenthalter zuzulassen, deren Bewilligung alsdann â bei gegebenen Voraussetzungen â um zwÃ¶lf Monate verlÃ¤ngert werden kÃ¶nne (AuG-Weisungen, Ziff. 4.7.9.1.3). Insofern wÃ¤re die Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung trotz unbefristet abgeschlossenem Arbeitsvertrag im vorliegenden Segment nicht a priori ausgeschlossen.</span></p> <p class="Erwgung2">Mit der Mehrheit der Kammer ist jedoch davon auszugehen, dass dem vorliegenden Gesuch unter den konkreten UmstÃ¤nden weder unter dem Titel des Stellenwechsels noch unter jenem der VerlÃ¤ngerung der Kurzaufenthaltsbewilligung entsprochen werden konnte (oben 3.2). Dies mÃ¼sste nach dem hier Gesagten jedoch zur Abweisung der Beschwerde fÃ¼hren. FÃ¼r eine RÃ¼ckweisung zur PrÃ¼fung der arbeitsmarktlichen Voraussetzungen fÃ¼r eine Zulassung des BeschwerdefÃ¼hrers zum Daueraufenthalt besteht kein Anlass.</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>