B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i ch t T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T ri b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung VI F-355/2025 U r t e i l v o m 2 4 . J a n u a r 2 025 Besetzung Einzelrichter Yannick Antoniazza-Hafner, mit Zustimmung von Richterin Claudia Cotting-Schalch; Gerichtsschreiberin Sandra Hutter. Parteien A._______, Guinea, vertreten durch MLaw Bahman Ghafouri, Beschwerdeführer, gegen Staatssekretariat für Migration SEM, Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG); Verfügung des SEM vom 9. Januar 2025. F-355/2025 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Beschwerdeführer ersuchte am 26. August 2024 in der Schweiz um Asyl. Ein Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der «Eurodac» -Datenbank ergab, dass er am 10. August 2024 in Italien daktyloskopisch erfasst wor- den war. Am 9. Januar 2025 änderte die Vorinstanz sein Geburtsdatum nach Gewährung des rechtlichen Gehörs im ZEMIS vom (…) 2008 auf den (…) 2005 und brachte einen Bestreitungsvermerk an. Mit Verfügung vom 9. Januar 2025 (eröffnet 10. Januar 2025) trat die Vorinstanz in Anwendung des Dublin-Abkommens auf das Asylgesuch nicht ein, ordnete die Wegwei- sung des Beschwerdeführers nach Italien an und forderte ihn auf, die Schweiz am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen (Dispositiv- ziffern 1 –3). Gleichzeitig stellte sie fest, sein Geburtsdatum im ZEMIS laute: (…) 2005 (Dispositivziffer 6). B. Mit Rechtsmittel vom 17. Januar 2025 (Eingang 20. Januar 2025) gelangte der Beschwerdeführer ans Bundesverwaltungsgericht und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten. Das SEM sei anzuweisen, das Geburts- datum des Beschwerdeführers im ZEMIS auf den (…) 2008 abzuändern. Es sei, in Annahme, es liege noch kein Anfechtungsobjekt betreffend Da- tenänderung vor, eine Rechtsverweigerung festzustellen und das SEM an- zuweisen, die Änderung des Geburtsdatums im ZEMIS mittels einer an- fechtbaren Verfügung zu verfügen. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Vollzugsbehörden seien unverzüglich anzuwei- sen, von einer Überstellung nach Italien abzusehen, bis das Bundesver- waltungsgericht über die Erteilung der aufschiebenden Wirkung entschie- den habe. Im Sinne einer superprovisorischen vorsorglichen Massnahme sei die Vorinstanz anzuweisen, sein Geburtsdatum im ZEMIS bis zum rechtskräftigen Urteil auf den (…) 2008 abzuändern. Es sei ihm die unent- geltliche Prozessführung zu gewähren und auf die Erhebung eines Kosten- vorschusses zu verzichten. Am 20. Januar 2025 ordnete der Instruktionsrichter einen superprovisori- schen Vollzugsstopp an. F-355/2025 Seite 3 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG [SR 142.31]). 1.2 Die Beschwerde richtet sich sowohl gegen den Nichteintretens - und Wegweisungsentscheid als auch gegen die ZEMIS -Eintragung betreffend das Geburtsdatum des Beschwerdeführers. Das Beschwerdeverfahren be- treffend ZEMIS-Datenbereinigung wird separat vom vorliegenden Asylver- fahren unter der Nummer F -431/2025 geführt und es werden zwei ge- trennte Urteile gefällt. Die Beschwerdebegehren betreffend Ziffer 6 der an- gefochtenen Verfügung sind somit nicht im Rahmen des vorliegenden Ver- fahrens zu behandeln. 1.3 Die Beschwerde gegen den Nichteintretens - und Wegweisungsent- scheid ist zulässig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. VGG). Die übrigen Sachur- teilsvoraussetzungen (Legitimation [Art. 48 Abs. 1 VwVG], Frist [Art. 108 Abs. 3 AsylG bzw. Art. 50 Abs. 1 VwVG] und Form [Art. 52 Abs. 1 VwVG]) sind erfüllt. Auf die Beschwerde ist einzutreten. 1.4 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb sie im Verfahren einzelrichterlicher Zus tändigkeit mit Zustimmung einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Durchführung eines Schrif- tenwechsels und mit summarischer Begründung (Art. 111a AsylG) zu be- handeln ist. 2. Vorliegend ist zu Recht unbestritten, dass die Dublin-III-VO anwendbar ist (vollständige Referenz: Verordnung [EU] Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei- nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit- gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist). 3. Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei im Zeitpunkt der Antragstel- lung in der Schweiz minderjährig gewesen. 3.1 Als Minderjähriger gilt ein Drittstaatsangehöriger unter achtzehn Jah- ren (Art. 2 Bst. i Dublin -III-VO; Art. 1 a Bst. d der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]). Unbegleitete Minderjährige sind F-355/2025 Seite 4 vom Aufnahmeverfahren ausgenommen (vgl. FILZWIESER/SPRUNG, Dublin- III-VO, Wien 2014, Kap. 15 f. zu Art. 8). Vorliegend bestünde deshalb bei Minderjährigkeit des Beschwerdeführers eine der grundsätzlichen Zustän- digkeit Italiens vorrangige Zuständigkeit der Schwe iz. Die Beweislast für die Minderjährigkeit liegt im Asylverfahren bei der gesuchstellenden Per- son und diese ist zumindest glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.3). Im Rahmen einer Gesamtwürdigung ist eine Abwägung sämtlicher Anhaltspunkte, die für oder gegen die Richtigkeit der betreffenden Alters- angaben sprechen, vorzunehmen. Wesentlich sind dabei als für echt be- fundene Identitätspapiere oder eigene Angaben der betroffenen Person (vgl. BVGE 2023 VI/4 E. 6.5). Das Resultat des Altersgutachtens stellt nur ein Element bei der Beurteilung der Frage der Glaubhaftigkeit einer geltend gemachten Minderjährigkeit dar (vgl. BVGE 2019 I/6 E. 6.1 ff.). 3.2 3.2.1. Die Vorinstanz hat am Institut (…) ein Altersgutachten durchführen lassen, welches am 8. Oktober 2024 erst attet wurde (Vorakten [SEM - act. 21]). Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts stel- len medizinische Altersabklärungen je nach Ergebnis unterschiedlich zu gewichtende Indizien für das Alter einer Person dar. Die Schlüsselbein - respektive Skelettaltersanalyse und die zahnärztliche Untersuchung sind dabei grundsätzlich, anders als die Handknochenanalyse und die ärztliche Untersuchung, zum Beweis geeignet. Das Bundesverwaltungsgericht hat in dieser Hinsicht Grundsätze zur Gewichtung der Resultate d er Untersu- chungen definiert (eingehend hierzu: BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.1 f.; vgl. Urteil des BVGer A-1455/2020 vom 13. Oktober 2020 E. 6.1.1). Zum Beweiswert des konkreten Gutachtens ist festzuhalten, dass gemäss BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.2 ein starkes Indiz für die Volljährigkeit vorliegt, wenn das Mindest- alter bei der Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse oder der zahn- ärztlichen Untersuchung über 18 Jahren liegt und sich die anhand der bei- den Analysen ergebenden Altersspannen überlappen. Das Gutachten zur Altersschätzung vom 8. Oktober 2024 stützt sich auf eine körperliche Untersuchung, eine zahnärztliche Untersuchung, eine Röntgenuntersuchung der Hand und eine Computertomographie des lin- ken Schlüsselbein-Brustbeingelenks. Das erstellte Altersgutachten kommt zum Ergebnis, dass beim Beschwerdeführer ein Mindestalter von 19 Jah- ren vorliegt. Das durchschnittliche Alter betrage 18 – 23 Jahre. Das vom Beschwerdeführer angegebene Geburtsdatum (chronologisches Lebens- alter 16 Jahren und 8 Monate ) könne gemäss de r referenzierten Stan- dardliteratur nicht zutreffen. Ausschlaggebend hierfür sei unter anderem die radiologische Untersuchung der Wachstumsfugen der inneren F-355/2025 Seite 5 Schlüsselbeinanteile gewesen, die rechtsseitig eine Normvariante mit mehreren Knochenkernen, linksseitig ein Stadium 3c nach Kellinghaus und Schmellig aufweisen. Das links vorliegende Stadium 3c entspreche nach Wittschieber einem Durchschnittsalter von 23 Jahren ( 23.6 ± 2.6 Jahren) und einem Mindestalter von 19 Jahre . Bei der zahnärztlichen Untersu- chung konnten die Weisheitszähne in der Regio 18 und 28 aufgrund von Überlagerung im Wurzelspitzenbereich nicht konklusiv beurteilt werden. In Regio 38 und 48 fand sich jeweils ein Mineralisationsstadium von G, wo- raus sich Entwicklungsstadien ergeben, die auf ein Durchschnittsalter von 21 Jahren (21.3 ± 2.0, 21.3 ± 2.1) schliessen lassen können. Für das Mi- neralisationsstadium G der Weisheitszähne ist nach Knell et al. kein Min- destalter angegeben. Die genannten Zeitspannen überschneiden sich und das schlüssige sowie nachvollziehbare Altersgutachten kann demnach als starkes Indiz für die Volljährigkeit des Beschwerdeführers gewertet wer- den. Vorliegend bestehen sodann – entgegen den Beschwerdevorbringen – keine begründeten Anhaltspunkte, welche geeignet sind, die Erkenntnisse des Altersgutachtens vom 8. Oktober 2024 entscheidrelevant in Zweifel zu ziehen. Das Gutachten ist von zertifizierten ärztlichen Fachpersonen ver- fasst worden und basiert auf den Empfehlungen der Arbeitsgemeins chaft für Forensische Altersdiagnostik der Deutschen Gesellschaft für Rechts- medizin (AGFAD). Es wurde nach wissenschaftlichen Kriterien erstellt und basiert nicht auf einer einzelnen, sondern auf mehreren verschiedenen Un- tersuchungen. Zudem wurde der Einfluss der ethnischen Zugehörigkeit im Gutachten anhand verschiedener Literaturquellen ausführlich erörtert und in die abschliessende Beurteilung einbezogen. Der Umstand, dass die Rechtsvertretung mit dem Ergebnis der Altersschätzung nicht einverstan- den ist (vgl. BVGer-act. 1 S. 7), kann daher nicht berücksichtigt werden. 3.2.2. Der Beschwerdeführer konnte weiter keine rechtsgenügenden Iden- titätspapiere im Sinne von Art. 1 a Bst. b und c AsylV 1 vorlegen, welche seine Minderjährigkeit belegen. Die während des vorinstanzlichen Verfah- rens vorgelegte Kopie seiner Geburtsurkunde (SEM-act. 30), ist per se nicht geeignet, sein Geburtsdatum rechtsgenügend zu beweisen. Denn derartige Dokumente sind leicht fälsch- und käuflich erwerbbar. Es ist somit von einem geringen Beweiswert auszugehen, zumal der Beschwerdefüh- rer nur eine Kopie vorgelegt hat. Es kann nicht überprüft werden, ob die in der Geburtsurkunde enthaltenen Angaben korrekt sind. Daran ändert auch nichts, dass der Beschwerdeführer grundsätzlich nachvollziehbar darge- legt hat, wie er mit seiner Grossmutter über sein Alter gesprochen habe, diese ihm sein Alter unter Bezugnahme auf die Geburtsurkunde genannt F-355/2025 Seite 6 habe, die Urkunde schließlich bei seiner Einschulung der Schule vorgelegt worden sei und nun ein Freund, der sich no ch in seinem Heimatort auf- halte, auf Nachfrage in die Schule gegangen sei, ein Foto von der Urkunde gemacht und ihm dieses zugeschickt habe (SEM-act. 18 S. 3). Weitere Do- kumente wurden nicht eingereicht. 3.2.3. Schliesslich kann er aus seinen Aussagen nichts zu seinen Gunsten leiten. Er sagte zwar konstant aus, am (…) 2008 geboren worden zu sein, hat dies im Personalienblatt so vermerkt und wurde auch in Italien mit den- selben Daten erfasst , jedoch konnte er sein Alter nicht ins Verhältnis zu seiner Biografie setzen. So konnte er anlässlich der Erstbefragung für un- begleitete Minderjährige vom 27. September 2024, nicht sagen, wie alt er gewesen ist, als er mit der Schule begonnen oder damit aufgehört hat. Seine Aussagen sind zwar als grundsätzlich widerspruchsfrei, jedoch als überaus detailarm und mangels objektiver Bezüge kaum überprüfbar an- zusehen. Die Angaben des Beschwerdeführers zu seinem Alter lassen sich deshalb nur schwer verwerten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass er ausser seinem mutmassli chen Geburtsdatum kein einziges weiteres Da- tum nennen konnte. Er konnte lediglich angeben, dass er Guinea im Au- gust 2023 verlassen hat (SEM-act. 18). 3.3 Zusammenfassend erscheinen die Aussagen des Beschwerdeführers zu seinem Alter nicht glaubhaft. Das einzige objektive Beweismittel, die Ko- pie der Geburtsurkunde, ist von geringem Beweiswert. Umso mehr hätte es dem Beschwerdeführer oblegen, ausführliche Angaben zu seiner Bio- graphie und seinen Personalien zu machen. Er bringt jedoch keine stich- haltigen Argumente vor, die für seine Minderjährigkeit sprechen. Aufgrund der Ausführungen des Beschwerdeführers in der Erstbefragung und der Ergebnisse des Altersgutachtens als starkes Indiz ist nicht zu beanstan- den, dass die Vorinstanz den (…) 2005 in das ZEMIS eingetragen hat. Dem Beschwerdeführer ist demnach nicht gelungen, seine Minderjährigkeit glaubhaft zu machen. Da er somit als Volljähriger gilt, ist er vom Dublinver- fahren nicht ausgenommen. 4. 4.1 Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass, nachdem die italienischen Behörden das Übernahmeersuchen der Vorinstanz vom 11. Oktober 2024 innert der Frist von Art. 22 Abs. 1 Dublin -III-VO unbeantwortet gelassen und damit ihre Zuständigkeit gestützt auf Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO impli- zit anerkannt haben (Art. 22 Abs. 7 Dublin-III-VO), grundsätzlich Italien für die Behandlung des Asylgesuchs des Beschwerdeführers zuständig ist . Die Vorinstanz hat auch zurecht festgestellt , dass das italienische F-355/2025 Seite 7 Asylsystem – trotz punktueller Schwachstellen– keine systemischen Män- gel im Sinn von Art. 3 Abs. 2 zweiter Satz Dublin-III-VO aufweist (vgl. Urteile des BVGer F-7114/2024 vom 19. Dezember 2024 E.4, F -4539/2024 vom 20. Januar 2024 E. 3, Urteil des EuGH vom 19. Dezember 2024, Tudmur, C-185/24 und C -189/24, ECLI:EU:C:2024:1036), aufgrund derer die Zu- ständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO auf die Schweiz überginge, und dass vorliegend keine völkerrechtlichen Vollzugshindernisse ersicht- lich sind, welche die Schweiz zu einem Selbsteintritt nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO verpflichten würden. Dabei hat sie namentlich die Vorbringen des Beschwerdeführers in Hinblick auf die unzureichende allgemeine und medizinische Versorgung sowie seine gesundheitlichen Beeinträchtigun- gen (Bauchschmerzen, Zahnschmerzen, Schlafprobleme) berücksichtigt und rechtsprechungskonform gewürdigt. Darüber hinaus hat die Vorinstanz in rechtsfehlerfreier Ausübung des ihr nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) zukommenden Ermessens von ei nem freiwilligen Selbsteintritt der Schweiz abgesehen. Sie ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten und hat in Anwendung von Art. 44 AsylG seine Wegwei- sung nach Italien a ngeordnet. Zur näheren Begründung wird auf die kor- rekten vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen. 4.2 Was der Beschwerdeführer auf Rechtsmittelebene vorbringt, vermag daran nichts zu ändern. Namentlich ist sein pauschaler Hinweis auf die Gesamtumstände in Italie n nicht geeignet, die angefochtene Verfügung rechtlich in Zweifel zu ziehen. Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen. Mit dem vorliegenden Urteil wird das Gesuch um Erteilung der aufschie- benden Wirkung gegenstandslos 5. Das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltli- chen Prozessführung ist abzuweisen, da die Begehren ‒ wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt ‒ als aussichtslos zu bezeichnen waren (Art. 65 Abs. 1 VwVG). Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kos- ten dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1-3 des Reg- lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR173.320.2]). 6. Dieses Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). F-355/2025 Seite 8 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 750.‒ werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer , die Vorinstanz und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Yannick Antoniazza-Hafner Sandra Hutter Versand: 28. Januar 2025