<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Tiefenstudie durchzuführen über Zweckmässigkeit (Interessenlage, Vor- und Nachteile) und Konsequenzen (Funktionieren des Systems, Steuerung, Kosten, Personal, Ausbildung, Schaffung von Einrichtungen usw.) einer Umwandlung der derzeitigen Kantonsuniversitätsspitäler Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich in Bundesuniversitätsspitäler, beispielsweise nach dem Modell der ETH.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass aufgrund der föderalistischen Struktur des Gesundheitswesens das Zusammenspiel mit der vom Bund geregelten Krankenversicherung eine Reihe von Umsetzungsfragen mit sich bringt. Dennoch ist festzuhalten, dass gerade die vom Postulanten erwähnten "kantonalen Grenzen" aufgrund der Verpflichtung der Kantone, einen Teil der Kosten zur Entlastung der Versicherer zu übernehmen, vom Gesetzgeber bei der Ausarbeitung des KVG keinesfalls beabsichtigt waren. Vielmehr wollte man die Zusammenarbeit der Kantone und nicht zuletzt die interkantonale Spitalplanung fördern. Der Bundesrat ist sich der bestehenden Probleme bewusst, hält aber infolge der Verantwortlichkeit der Kantone für das Gesundheitswesen an dieser Kompetenzverteilung fest.</p><p>Dieser Ansicht folgend hat er im Projekt zum Neuen Finanzausgleich zwar eine nationale Planung der Spitzenmedizin vorgeschlagen, will deren Umsetzung aber vorab einem Konkordat der Kantone überlassen. Was die Transplantationszentren betrifft, hat er für diesen Bereich eine Steuerung und damit eine Bezeichnung der Zentren durch den Bund vorgeschlagen. Ferner steht ihm im Bereich der Krankenversicherung, gerade was spitzenmedizinische Leistungen anbelangt, mit der Bezeichnung der Voraussetzungen für die Kostenübernahme durch die Versicherer eine Einflussmöglichkeit zur Verfügung, indem im Rahmen der Krankenpflege-Leistungsverordnung einzelne, zur Leistungserbringung berechtigte Zentren bezeichnet werden können. </p><p>Im Sinne einer längerfristigen Politik hat der Bundesrat zudem in seiner Botschaft vom 18. September 2000 zur Teilrevision des KVG zum Thema Spitalfinanzierung vorgeschlagen, die Anreize für eine interkantonale Spitalplanung zu stärken, um den beschriebenen praktischen Widerständen entgegenzuwirken.</p><p>Abschliessend ist noch darauf hinzuweisen, dass die Universitätsspitäler einerseits ein wichtiges Element in der medizinischen Ausbildung darstellen, andererseits ein befruchtendes Zusammenwirken von Lehre und Forschung ermöglichen. Auch aus diesen Gründen sollte das Anliegen des Postulanten nicht weiterverfolgt werden.</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.