A bteilung IV D -1923/2007 spn/w er {T 0/2} U rteil vom 5. Juli 2007 M itw irkung: R ichterin Spälti G iannakitsas, R ichter W espi, R ichter Scherrer G erichtsschreiber W eber A ._______, geboren _______ B ._______, geboren _______ Eritrea beziehungsw eise Äthiopien, vertreten durch lic. iur. D om inik H einzer, _______, Beschw erdeführerinnen gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 15. Februar 2007 i.S. A syl und W egw eisung (W iedererw ägung) / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. a) D ie Beschw erdeführerin - eine Eritreerin - verliess ihren H eim atstaat nach eigenen Angaben im Frühjahr 1994 R ichtung Äthiopien, w o sie sich w ährend fünf M onaten in _______ aufhielt. Anschliessend lebte sie zusam m en m it ihrem äthiopischen Partner, m it w elchem sie seit 1998 nach Brauch verheiratet ist, legal in _______ (Jem en). Am 14. O ktober 2004 gelangte sie zusam m en m it ihrem Partner und der gem einsam en Tochter in die Schw eiz, w o sie vorerst bei ihrer Schw ägerin _______ w ohnte. Am 25. O ktober 2004 stellte sie in der Em pfangsstelle Kreuzlingen ein Asylgesuch, zu w elchem sie am 28. O ktober 2004 sum m arisch befragt w urde. Am 2. N ovem ber 2004 w urde sie gleichenorts durch das Bundesam t direkt angehört. b) Anlässlich der Befragungen m achte die Beschw erdeführerin im W esentlichen gel- tend, der koptischen beziehungsw eise der orthodoxen christlichen G laubensge- m einschaft angehört und sich im Jahre 1992 beziehungsw eise 2000 den Zeugen Jehovas angeschlossen zu haben. Bereits in Eritrea habe sie Problem e w egen des christlichen G laubens gehabt. D urch ihre Brüder sei sie ernsthaft bedroht w orden, und der Staat habe ihre R eligion nicht akzeptiert. Auch in Jem en seien sie und ihr Partner - ebenfalls ein Zeuge Jehovas - aus religiösen G ründen unter D ruck ge- standen. D ie Verw andtschaft ihres Partners habe sie nach der H eirat aufgefordert, zum islam ischen G lauben zu w echseln. Ihre Tochter habe unter der angespannten Situation sehr gelitten. W egen ihres G laubens und der Partnerschaft m it einem äthiopischen Staatsangehörigen sei der Kontakt zu ihren Angehörigen in Eritrea Ende der 90er Jahre abgebrochen. Ihr Partner w erde in Jem en behördlich ge- sucht. In Anbetracht der geschilderten Situation seien sie schliesslich ausgereist. c) M it Verfügung vom 9. N ovem ber 2004 gleichentags eröffnet - stellte das Bundes- am t fest, die Beschw erdeführerin und ihr Partner erfüllten die Flüchtlingseigen- schaft nicht, und lehnte die Asylgesuche ab. G leichzeitig verfügte es die W egw ei- sung der Beschw erdeführer aus der Schw eiz. Zur Begründung führte die Vorins- tanz aus, die Vorbringen der Beschw erdeführerin und ihres Partners in Bezug auf die geltend gem achten N achteile in Jem en m üssten aufgrund realitätsfrem der, w idersprüchlicher und unlogischer Aussagen für unglaubhaft erachtet w erden. Es sei ernsthaft zu bezw eifeln, dass sie der R eligionsgem einschaft der Zeugen Jehovas überhaupt angehörten. D en Vollzug der W egw eisung der Beschw erdeführerin und ihres Partners nach Jem en erachtete das Bundesam t für zulässig, zum utbar und m öglich. D er Partner der Beschw erdeführerin habe Anspruch auf die jem enitische Staatsbürgerschaft. D ie Beschw erdeführerin könne als dessen Ehefrau dorthin zurückkehren. d) D ie gegen den vorinstanzlichen Entscheid am 9. D ezem ber 2004 eingereichte Be- schw erde bezeichnete die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) im R ah- m en des Instruktionsverfahrens als aussichtslos. Ferner w urde festgehalten, dass der Vollzug der W egw eisung der Beschw erdeführerin und ihres Partners nach Äthiopien als zulässig, zum utbar und m öglich erscheine. D ie Situation der Eritreer 3 in Äthiopien habe sich verbessert. Zudem lebten gem äss Aktenlage zw ei Schw es- tern der Beschw erdeführerin in Äthiopien. e) M it U rteil vom 25. Januar 2005 trat die AR K auf die Beschw erde vom 9. D ezem ber 2004 nicht ein. Zur Begründung w urde vorgebracht, die Zw ischenverfügung vom 6. Januar 2005, in w elcher die AR K eine N otfrist zw ecks Leistung des erhobenen Kostenvorschusses angesetzt habe, sei rechtsgültig zugestellt w orden. D er Kos- tenvorschuss sei in der Folge innert der angesetzten Frist nicht eingegangen. B. a) M it einer als W iedererw ägung bezeichneten Eingabe ihrer Vertretung vom 31. Ja- nuar 2006 beantragten die Beschw erdeführerin und ihre Tochter beim BFM die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids vom 9. N ovem ber 2004. Auf das W ie- dererw ägungsgesuch sei einzutreten, da sich die Sachlage seit Erlass der ur- sprünglichen Verfügung m assgeblich geändert habe und neue Bew eism ittel vorlä- gen. Es sei die Flüchtlingseigenschaft der Beschw erdeführerinnen festzustellen. Eventualiter sei die U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahm e anzuordnen. Es seien vorsorgliche M assnahm en anzu- ordnen beziehungsw eise der Vollzug sei für die D auer der Behandlung des vorlie- genden G esuchs auszusetzen. Es sei eine Parteientschädigung zu entrichten. Zur Begründung w urde vorgebracht, dass die Beschw erdeführerin w egen ihres G lau- bens in Eritrea m it behördlicher Verfolgung zu rechnen hätte. Als Anhängerin der Zeugen Jehovas könne sie dort ihren G lauben nicht frei ausüben. Vielm ehr hätte sie eine drastische Bestrafung zu gew ärtigen. D ie faktische Verunm öglichung der R eligionsausübung in Eritrea m ache einen unerträglichen psychischen D ruck aus. Eine R ückkehr der Beschw erdeführerin nach Jem en oder Äthiopien kom m e nicht in Betracht, da sie dort keine Aufenthaltsberechtigung habe. Schliesslich w ürde sich ein allfälliger Vollzug der W egw eisung nach Eritrea angesichts der desaströ- sen hum anitären Lage und des nicht beigelegten G renzkonflikts zu Äthiopien als unzum utbar erw eisen, zum al ihrem äthiopischer Partner, m it w elchem sie nicht of- fiziell verheiratet sei, die Einreise kaum gestattet w ürde, w eshalb sie im Ergebnis als alleinerziehende M utter dorthin zurückkehren m üsste. Ausserdem sei der W eg- w eisungsvollzug angesichts der sehr restriktiven Praxis der eritreischen Behörden hinsichtlich Ausstellung der erforderlichen D okum ente für die W iedereinreise auch als unm öglich zu bezeichnen. D er Eingabe lag eine Bestätigung der Zeugen Jeho- vas vom 2. N ovem ber 2005 und eine Kostennote bei. b) M it Verfügung vom 14. Februar 2006 setzte die Vorinstanz den W egw eisungsvoll- zug vorsorglich aus. c) M it Eingabe vom 4. O ktober 2006 gab die Beschw erdeführerin ein Bestätigungs- schreiben vom 26. Septem ber 2006 (Zeugen Jehovas), zw ei M arschbefehle vom 16. respektive 18. Juli 1996 sam t Ü bersetzungen und ein Schreiben der eritrei- schen Behörden vom 30. August 1996 (an die M utter der Beschw erdeführerin ge- richtet) m it Ü bersetzung zu den Akten. Aus den am tlichen D okum enten gehe klar hervor, dass die Beschw erdeführerin w egen M ilitärdienstverw eigerung durch die eritreischen Behörden gesucht w erde und im Falle der R ückkehr m it asylrelevanter Verfolgung zu rechnen habe. D as Schreiben vom 26. Septem ber 2006 bestätige das anhaltende religiöse Engagem ent der Beschw erdeführerin. D arin w ird sodann ausgeführt, dass sich die Beschw erdeführerin eigentlich von ihrem Partner und 4 Vater des Kindes trennen w olle, sich aber vor den entsprechenden Konsequenzen fürchte, zum al der Partner gew altbereit sei und dam it drohe, ihr das Kind w egzunehm en. d) M it Verfügung vom 15. Februar 2007 w ies die Vorinstanz das W iedererw ägungs- gesuch vom 1. Januar 2006 ab und erklärte ihren Entscheid vom 9. N ovem ber 2004 für rechtskräftig und vollstreckbar. Zur Begründung führte das Bundesam t an, die Behauptung der Beschw erdeführerin, sich im Jahre 2004 von ihrem Ehe- m ann getrennt zu haben, w erde durch die vorliegenden Akten nicht gestützt. Ent- sprechend sei ihr - w ie im angefochtenen Entscheid festgehalten - nach w ie vor zuzum uten, sich zusam m en m it ihrem Ehem ann nach Jem en zu begeben, w o sie sich vor der Einreise in die Schw eiz w ährend Jahren aufgehalten hätten. D er Ehe- m ann der Beschw erdeführerin habe als Sohn einer jem enitischen Staatsbürgerin Anspruch auf diese Staatsbürgerschaft. C . a) M it Beschw erde vom 14. M ärz 2007 beantragten die Beschw erdeführerinnen beim Bundesverw altungsgericht die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids vom 15. Februar 2007. Es sei festzustellen, dass die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt nicht hinreichend abgeklärt habe. Es sei festzustellen, dass sich die Vorinstanz in ihrem Entscheid zu U nrecht auf den Asylausschlussgrund gem äss Art. 52 Abs. 1 des Asylgesetze vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) berufen habe. D ie Sache sei zur m ateriellen N eubeurteilung - nam entlich zur Prüfung der Flüchtlingseigenschaft - an die Vorinstanz zurückzuw eisen. Eventualiter sei festzu- stellen, dass die Beschw erdeführerin die Flüchtlingseigenschaft erfülle, und ihr Asyl zu erteilen. Subeventualiter sei die U nzulässigkeit und allenfalls die U nzum ut- barkeit des W egw eisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahm e zu gew ähren. Es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und die unentgeltliche Prozessführung zu gew ähren. D ie aufschiebende W irkung der Beschw erde sei w iederherzustellen. D er Vollzug der W egw eisung sei auszusetzen und die kantonale Behörde im Sinne einer vorsorglichen M assnahm e anzuw eisen, von Vollzugshandlungen bis zum Entscheid über die W iederherstellung der auf- schiebenden W irkung der Beschw erde abzusehen. Zur Begründung w urde vorab geltend gem acht, dass die Beschw erdeführerin und ihr Lebenspartner seit einiger Zeit grosse Beziehungsproblem e hätten. D iese seien auf den Alkoholkonsum des Lebenspartners und dessen aus Sicht der Beschw erdeführerin ungenügende H in- gabe zum G lauben zurückzuführen. D ie zuständige kantonale Behörde suche ak- tuell nach Lösungen, um die Beschw erdeführerin und ihre Tochter getrennt von deren Partner respektive Vater unterzubringen. D as BFM verw eise in seinem Ent- scheid sodann w eder auf Art. 52 AsylG noch auf die diesbezügliche R echtspre- chung der AR K. Es halte indes fest, dass die Beschw erdeführerin jederzeit in der Lage sei, m it ihrem M ann nach Jem en zurückzukehren. D em sei entgegenzuhal- ten, dass die Beschw erdeführerin und ihr Lebenspartner w ährend der Anhörungen übereinstim m end ausgesagt hätten, nicht nach jem enitischem beziehungsw eise is- lam ischem , sondern lediglich nach Brauch geheiratet zu haben. D em nach sei kei- ne nach islam ischem oder schw eizerischem R echt gültige Ehe zustande gekom - m en. Angesichts des im W iedererw ägungsverfahren geschilderten Sachverhalts respektive der Anhaltspunkte für die Zerrüttung der Beziehung hätte das Bundes- am t jedenfalls vertieft prüfen m üssen, ob die R ückkehr der Beschw erdeführerin 5 nach Jem en auch tatsächlich m öglich sei. D en effektiven N achw eis für die M ög- lichkeit der R ückkehr der Beschw erdeführerinnen nach Jem en habe die Vorinstanz entsprechend nicht erbracht. Ü berdies w äre es für die Beschw erdeführerin als en- gagierter Anhängerin der Zeugen Jehovas angesichts der Situation vor O rt nicht zuzum uten, nach Jem en zurückzukehren. Im Ergebnis hätte das BFM dem nach auch die Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs nach Jem en verneinen und die Prüfung der Flüchtlingseigenschaft der Beschw erdeführerin in Bezug auf ihren H eim atstaat Eritrea m ateriell vornehm en m üssen. D er Sachverhalt sei entspre- chend nicht hinreichend erstellt w orden, und der Beschw erdeführerin hätte im R ahm en des rechtlichen G ehörs auf W iedererw ägungsebene G elegenheit einge- räum t w erden m üssen, zu allfälligen neuen rechtlichen oder tatsächlichen H inder- nissen im H inblick auf eine R ückkehr beziehungsw eise einen dauerhaften Aufent- halt in Jem en Stellung zu nehm en. H insichtlich der Eventualanträge (Feststellung der Flüchtlingseigenschaft respektive vorläufige Aufnahm e) w urde festgehalten, dass die entsprechenden Voraussetzungen in Anbetracht der Aktenlage ebenfalls als gegeben zu erachten w ären. D er Eingabe lag ein Schreiben der sozialen D ienste _______ vom 26. Februar 2007 sow ie ein von zw ei Privatpersonen unterzeichnetes Schreiben vom 10. M ärz 2007 bei. b) Am 15. M ärz 2007 setzte das Bundesverw altungsgericht den Vollzug der W egw ei- sung provisorisch aus. c) M it Zw ischenverfügung vom 2. April 2007 hiess das Bundesverw altungsgericht das G esuch um Erteilung der aufschiebenden W irkung der Beschw erde gut. Auf die Erhebung eines Kostenvorschusses w urde verzichtet und dem G esuch um Erlass allfälliger Verfahrenskosten entsprochen. d) M it Vernehm lassung vom 10. April 2007 hielt das Bundesam t an seinen Ausfüh- rungen vollum fänglich fest und beantragte m it sum m arischen Erw ägungen die Ab- w eisung der Beschw erde. e) Am 13. April 2007 w urde die vorinstanzliche Stellungnahm e den Beschw erdeführe- rinnen zur Kenntnis gebracht. f) M it Eingabe vom 10. M ai 2007 gaben die Beschw erdeführerinnen ein Schreiben der sozialen D ienste _______ vom 8. M ai 2007 zu den Akten. G em äss diesem Schreiben w ohnten die Beschw erdeführerinnen und ihr Partner respektive Vater nicht m ehr unter dem selben D ach. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw al- tungsverfahren [Vw VG , SR 172.021]), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz; das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 6 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht beurteilt gem äss bisheriger Praxis letztinstanzlich auch Beschw erden gegen Verfügungen, in denen das Bundesam t es ablehnt, ei- nen früheren Entscheid auf G esuch hin in W iedererw ägung zu ziehen, zum al die diesbezügliche R echtslage in der vorliegenden und m assgeblichen Konstellation keine Änderung erfahren hat. 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführerinnen sind legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 Ein Anspruch auf W iedererw ägung besteht unter anderem dann, w enn sich der rechtserhebliche Sachverhalt seit dem ursprünglichen Entscheid beziehungsw eise seit dem U rteil der m it Beschw erde angerufenen R echtsm ittelinstanz (vgl. Ent- scheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 1995 N r. 21 E. 1c S. 204) in w esentlicher W eise verändert hat und die ursprüngliche (fehlerfreie) Verfügung an nachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage anzupassen ist (vgl. EM AR K 2003 N r. 7 E. 1 S. 42 f.). 3.2 D as Bundesam t ist auf das W iedererw ägungsgesuch der Beschw erdeführerinnen eingetreten und hat es abgelehnt m it der Begründung, diesen sei nach w ie vor zu- zum uten, zusam m en m it dem Ehem ann respektive Vater nach Jem en zurückzu- kehren. Entsprechend liege keine w esentlich veränderte Sachlage vor. Im Folgen- den ist som it zu prüfen, ob die vorinstanzliche Argum entation m it der aktuellen Ak- tenlage zu vereinbaren ist. 3.3 Im R ahm en des ordentlichen Verfahrens kam das Bundesam t zum Schluss, die Vorbringen der Beschw erdeführerin und ihres Partners in Bezug auf die geltend gem achte Verfolgung in Jem en - w o sich die Beschw erdeführerin ungefähr w ährend zehn Jahren vor der Ausreise aufgehalten hatte und w oher die M utter ihres Partners und Vater des Kindes stam m t - seien unglaubhaft, und lehnte deren Asylgesuch sow ie dasjenige ihres (dam aligen) Partners m it Verfügung vom 9. N ovem ber 2004 ab. D ie Voraussetzungen des W egw eisungsvollzugs prüfte es ebenfalls ausschliesslich bezüglich Jem en. D am it hat sich die Vorinstanz bereits in der Verfügung vom 9. N ovem ber 2004 im plizit auf die M öglichkeit der D rittstaatenw egw eisung gem äss Art. 52 Abs. 1 AsylG gestützt. D iese Verfügung erw uchs in R echtskraft, w eshalb entsprechende Einw ände nur noch im beschränkten R ahm en der W iedererw ägung oder R evision zugelassen w erden können. D as BFM hielt im W iedererw ägungsverfahren dem entsprechend fest, es sei den Beschw erdeführerinnen nach w ie vor zuzum uten, sich nach Jem en zu begeben. D ie eingereichten Bew eism ittel in Bezug auf eine Verfolgung in Eritrea blieben dabei, w eil für die Frage der R ückkehr nach Jem en unerheblich, zu R echt unberücksichtigt. Fraglich ist hingegegen, ob die Vorinstanz die Einreise- und Aufenthaltsm öglichkeiten der Beschw erdeführerinnen für Jem en angesichts der 7 geltend gem achten Trennung vom Partner hinreichend geprüft hat. D er pauschale H inw eis, es bestünden gem äss Aktenlage keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beschw erdeführerin nicht m ehr m it ihrem M ann zusam m enlebe, w eshalb es ihr zuzum uten sei, nach Jem en zurückzukehren, verm ag in dieser Form m it Blick auf die strengen Voraussetzungen gem äss Art. 52 Abs. 1 AsylG nicht zu überzeugen (vgl. EM AR K 2001 N r. 4). Aufgrund der zw ar teilw eise nur behaupteten, aber im m erhin durch ein vom BFM offenbar nicht gew ürdigtes Schreiben vom 26. Septem ber 2006 bestätigten Veränderung der Sachlage respektive der Beziehung zu ihrem vorm aligen Partner w äre das Bundesam t grundsätzlich gehalten gew esen, w eitere Abklärungen vorzunehm en beziehungsw eise der Beschw erdeführerin - w enn auch nicht zw ingend im R ahm en einer Anhörung - G elegenheit für eine differenzierte Stellungnahm e einzuräum en. Zu erw ähnen ist, dass die Vorbringen der Beschw erdeführerin, w as die Zerrüttung der Beziehung anbelangt, in der Folge auch durch das auf Beschw erdeebene eingereichte am tliche D okum ent vom 26. Februar 2007 bestätigt w ird, w as die Vorinstanz auf Vernehm lassungsebene indes nicht zu detaillierten Erw ägungen oder zur W iederaufnahm e des erstinstanzlichen W iedererw ägungsverfahrens m otivierte. D ass es sich im Ü brigen nicht um bloss vorübergehende Beziehungsschw ierigkeiten handelte, geht aus dem ferner eingereichten Schreiben der zuständigen kantonalen Behörde vom 8. M ai 2007 hervor, gem äss w elchem der vorm alige Partner der Beschw erdeführerin die gem einsam e W ohnung verlassen hat. D iese Zerrüttung der Beziehung stellt in w iedererw ägungsrechtlicher H insicht eine w esentlich veränderte Sachlage dar. So ist aktuell zum indest unklar, ob die Beschw erdeführerin ohne ihren vorm aligen Partner nach Jem en zurückkehren könnte und dort w iederum in den G enuss einer verlängerbaren Aufenthaltsbew illigung käm e. Anzufügen ist, dass die fam ilienrechtliche Situation der Tochter der Beschw erdeführerin und ihres vorm aligen Partners aufgrund der jüngsten Entw icklung in keiner W eise geklärt erscheint, w eshalb sich auch in diesem Bereich w eitere Abklärungen aufdrängen. D ies ist ebenfalls Sache der Vorinstanz, w elche den rechtserheblichen Sachverhalt vorliegend nicht genügend erstellt hat. 3.4 Zusam m enfassend ergibt sich, dass die Zerrüttung der Beschw erdeführerin und ihres ehem aligen Partners den im ordentlichen Verfahren noch gegebenen Fam ilienverband getrennt und zu einer neuen Sachlage geführt haben dürfte. In Anbetracht w eiterer erw ähnter Fallum stände erscheint diese Sachlage als in w ie- dererw ägungsrechtlicher H insicht w esentlich verändert. 3.5 N ach dem G esagten ist die Beschw erde gutzuheissen, die angefochtene Verfügung vom 15. Februar 2007 (inkl. Kostenauflage gem äss Ziffer 4) aufzuheben und die Sache zur N eubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuw eisen. D as Bundesam t ist gehalten, die Vorbringen der Beschw erdeführerinnen im Lichte ihrer m assgeblich veränderten persönlichen Situation detailliert zu prüfen. 4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 2 Vw VG ). 4.1 O bsiegende Parteien haben Anspruch auf eine Parteientschädigung für die ihnen erw achsenen notw endigen Kosten (Art. 7 Abs. 1 des R eglem ents vom 11. D ezem - ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsge-8 richt [VG KE, SR 173.320.2]). Seitens der R echtsvertretung w urde keine Kostenno- te eingereicht. Auf die N achforderung einer solchen kann indes verzichtet w erden, da im vorliegenden Verfahren der Aufw and für die Beschw erdeführerin zuverlässig abgeschätzt w erden kann und die von der Vorinstanz zu entrichtende Parteient- schädigung von Am tes w egen und in Berücksichtigung der m assgeblichen Bem es- sungsfaktoren auf Fr. 600.-- (inkl. allfällige Spesen und M ehrw ertsteuer) festzu- setzen ist. (D ispositiv nächste Seite)9 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen. 2. D ie vorinstanzliche Verfügung vom 15. Februar 2007 (inkl. Kostenauflage gem äss Ziff. 4) w ird aufgehoben und die Sache zur N eubeurteilung an das Bundesam t zurückgew iesen. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. D ie Vorinstanz w ird angew iesen, den Beschw erdeführerinnen für das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht eine Parteientschädigung von Fr. 600.-- aus- zurichten. 5. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführerinnen durch Verm ittlung ihrer Vertretung, 2 Expl. (einge- schrieben) - das Bundesam t, D irektionsbereich Asylverfahren, m it den vorinstanzlichen Ak- ten (Kopie; R ef.-N r. N _______) und dem Beschw erdedossier zw ecks N eubeurteilung - _______ D ie R ichterin: D er G erichtsschreiber: N ina Spälti G iannakitsas Patrick W eber Versand am :