<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2005.00045</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205682&amp;W10_KEY=4467136&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2005.00045</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 01.03.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Lohnnachzahlung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Behindertenbetreuer mit sozialpädagogischer Ausbildung: Anspruch auf Lohnnachzahlungen?<br/> <br/>(Der Beschwerdeführer verlangt Lohnnachzahlungen gestützt auf die Urteile des Verwaltungsgerichts vom 22. Januar 2001 [VK.1996.00011+15+17; Lohndiskriminierung]. Eine erste Beschwerde war teilweise gutgeheissen und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen worden zur Vornahme einer Vereinfachten Funktionsanalyse der Stelle als Behindertenbetreuer bzw. als Teilbereichsleiter.)<br/><br/>Auf die Beschwerde ist einzutreten, da das Gleichstellungsgesetz auf die vorliegende Streitigkeit anwendbar ist (E. 1.1). Zum Lohngleichheitsanspruch (E. 2). Der Beschwerdeführer war als Betreuer etwas unterhalb der Krankenpflegenden und Therapierenden eingestuft worden (E. 3.1). Er beanstandet insbesondere die Bewertung von Kriterium 1 (Ausbildung und Erfahrung). Für die Arbeitsplatzbewertung ist die tatsächlich ausgeübte Funktion massgeblich. Als Grundausbildung für Betreuende werden mindestens eine drei- bis sechsjährige Ausbildung im agogischen oder pflegerischen Bereich sowie zusätzliche Spezialkenntnisse und zwei Jahre Berufserfahrung gefordert. Für die Betreuenden ergibt sich in Kriterium 1 dieselbe Bewertung wie für Krankenpflegende. Relevant ist nicht die minimal erforderliche, sondern die normalerweise verlangte Ausbildung und Erfahrung (E. 3.2). Bereits die Änderung in Kriterium 1 führt zur Einreihung in eine höhere Lohnklasse (E. 3.3). Die Vorinstanz hat es versäumt, auch die Tätigkeit der Betreuenden in leitender Stellung gemäss der Vereinfachten Funktionsanalyse zu bewerten. Da die Glaubhaftmachung einer Diskriminierung bezüglich Entlöhnung genügt und die Vorinstanzen diese Vermutung in keiner Weise entkräften, kann die Diskriminierung als unwiderlegt glaubhaft bejaht werden (E. 3.4).<br/>Gutheissung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSPLATZBEWERTUNG">ARBEITSPLATZBEWERTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSBILDUNG">AUSBILDUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEHINDERTE">BEHINDERTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETREUER/-IN">BETREUER/-IN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNG">BEWERTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWERTUNGSMETHODE">BEWERTUNGSMETHODE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISKRIMINIERUNG">DISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINREIHUNG">EINREIHUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINSTUFUNG">EINSTUFUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERFAHRUNG">ERFAHRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FUNKTION">FUNKTION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHLECHTERGLEICHHEIT">GESCHLECHTERGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLAUBHAFTMACHUNG">GLAUBHAFTMACHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHSTELLUNG">GLEICHSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES">INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRANKENPFLEGENDE">KRANKENPFLEGENDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KRITERIEN">KRITERIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEITENDE STELLUNG">LEITENDE STELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNDISKRIMINIERUNG">LOHNDISKRIMINIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNKLASSE">LOHNKLASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LOHNNACHZAHLUNG">LOHNNACHZAHLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VEREINFACHTE FUNKTIONSANALYSE">VEREINFACHTE FUNKTIONSANALYSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERJÃHRUNG">VERJÃHRUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 8 Abs. 3 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 Abs. 1 GlG</span><br/><span class="gerade">Art. 5 Abs. 1 lit. d GlG</span><br/><span class="ungerade">Art. 6 GlG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit Urteilen vom 22. Januar 2001 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich die Gleichstellungsklagen mehrerer BerufsverbÃ¤nde und EinzelklÃ¤gerinnen betreffend die Einreihung von Krankenschwestern bzw. ‑pflegern, Physiotherapierenden und Ergotherapierenden teilweise gut. Dabei wurde deren Diskriminierung festgestellt, soweit sie unterhalb folgender Lohnklassen eingereiht waren:</p> <p class="EinzugZitat"><span>â Krankenschwestern/-pfleger mit Diplom (grundsÃ¤tzlich) Klasse 14</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>â Krankenschwestern/-pfleger mit Zusatzausbildung Klasse 15</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>â Stationsleitung Klasse 15</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>â Therapierende Klasse 14</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>â Therapierende mit besondern Aufgaben (mbA) Klasse 15</span></p> <p class="Einzug1"><span>â Leitende Therapierende Klasse 17</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dies bedeutete fÃ¼r die diplomierten Krankenschwestern und -pfleger sowie die Therapierenden in der Grundfunktion sowie mit Zusatzausbildung bzw. besondern Aufgaben je einen Anstieg um zwei Klassen, fÃ¼r die Stationsleitung und die Leitenden Therapierenden einen Anstieg um eine Klasse (vgl. dazu VK.96.00011, E. 10c, VK.96.00015, E. 10c, und VK.96.00017, E. 10d, alle unter www.vgrzh.ch). Entsprechend diesen Urteilen und einem weiteren Entscheid vom gleichen Tag (VK.96.00013, www.vgrzh.ch) erliess der Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich mit Beschluss (RRB) 707/2001 vom 16. Mai 2001 einen korrigierten Einreihungsplan fÃ¼r Berufe des Gesundheitswesens mit Geltung ab 1. Juli 2001 (Neueinreihung Gesundheitsberufe). Sodann genehmigte der Regierungsrat am 29. August 2001 (RRB 1283/2001) eine mit den PersonalverbÃ¤nden am 11. Juli 2001 getroffene Vereinbarung betreffend Lohnnachzahlungen im Gesundheitswesen (RRB 1283/2001 E. A). FÃ¼r die an den erwÃ¤hnten Verfahren vor Verwaltungsgericht nicht beteiligten AngehÃ¶rigen der betroffenen Berufe und Funktionen wurde demgemÃ¤ss eine pauschalierte Lohnnachzahlung fÃ¼r die Zeit vom 1. MÃ¤rz 1996 bis 30. Juni 2001 gewÃ¤hrt.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>A, StaatsangehÃ¶riger aus X, schloss seine Ausbildung an der Berufs­akademie Y am 30. September 1993 als Diplom-SozialpÃ¤dagoge ab. Mit "Dienstvertrag" vom 10. Januar 1994 stellte ihn die Klinik C im Sinn eines Ã¶ffentlich-rechtlichen AnstellungsverhÃ¤ltnisses als SozialpÃ¤dagogen (Richtposition) ab 1. April 1994 bis 30. September 1995 ein. A wurde in die Lohnklasse (LK) 12 Erfahrungsstufe (ES) 2 eingereiht. Er war und ist im Wohnheim D, einer Einrichtung fÃ¼r psychisch und geistig behinderte Menschen der Klinik C, tÃ¤tig. Mit "Dienstvertrag" vom 11. August 1995 wurde das AnstellungsverhÃ¤ltnis erneuert und A in LK 12 ES 3 eingestuft. Auf 1. Juli 1997 wurde er in LK 12 ES 4 befÃ¶rdert. Seine (bisherige und neue) Richtposition wurde in der betreffenden VerfÃ¼gung mit "Dipl. Pfleger" bezeichnet und mit "Betreuer" umschrieben. Auf 1. Oktober 1998 wurde A neu zum "Stationspfleger" (Richtposition) mit der Umschreibung "Teilbereichsleiter" befÃ¶rdert und in LK 15 ES 2 eingestuft. Auf 1. Juli 1999 befÃ¶rderte ihn die Klinik C in LK 15 ES 3, auf 1. Januar 2000 direkt in LK 15 ES 5; auf 1. Juli 2000 wurde er in ES 6 eingestuft. Auf Grund von RRB 707/2001 wurde er im Rahmen der ÃberfÃ¼hrung und Neueinreihung der Pflegenden neu gemÃ¤ss Besoldungs- bzw. Lohnreglement 01 per 1. Juli 2001 in LK 16 ES 6 Ã¼berfÃ¼hrt.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Im Januar 2002 wandte sich A an den Personaldienst der Klinik C und stellte den Antrag auf Lohnnachzahlung gemÃ¤ss Verwaltungsgerichtsurteil vom 22. Januar 2001 und RRB 707/2001 (recte: 1283/2001) fÃ¼r die Zeit vom 1. MÃ¤rz 1996 bis 30. Juni 2001. Mit VerfÃ¼gung vom 22. Januar 2002 lehnte die Klinik C das Begehren ab, was sie damit begrÃ¼ndete, dass es fÃ¼r eine Funktion bzw. eine Ausbildung eingereicht worden sei, die gemÃ¤ss Verwaltungsgerichtsentscheid nicht nachzahlungsberechtigt sei.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Gegen die Ablehnung seines Antrags auf Lohnnachzahlung durch die Klinik C erhob A am 13. Februar 2002 Rekurs bei der Gesundheitsdirektion. Mit VerfÃ¼gung vom 27. November 2002 wies diese seinen Rekurs ab, unter anderm mit der BegrÃ¼ndung, Betreuerinnen und Betreuer gehÃ¶rten weder zu den Berufsgruppen, die vor Verwaltungsgericht geklagt hÃ¤tten, noch seien sie in die Vereinbarung vom 11. Juli 2001 und in RRB 1283/2001 einbezogen worden. Sie seien damit nicht nachzahlungsberechtigt.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Gegen den Rekursentscheid vom 27. November 2002 erhob A am 25./27. Dezember 2002 Beschwerde vor Verwaltungsgericht und stellte folgenden Antrag:</p> <p class="EinzugZitat"><span>" Die angefochtene VerfÃ¼gung sei aufzuheben, und der Beschwerde</span><span>gegner sei zu verpflichten, mir Nachzahlungen fÃ¼r den Zeitraum vom 1.3.1996 bis 30.6.2001 im Umfang von 2 Klassen und 2 Stufen (Grundfunktion) bzw. 1 Klasse und 1 Stufe (Stationsleitung) zuzÃ¼glich 6% Zins zu bezahlen; unter (Kosten-) und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2">Das Verwaltungsgericht gelangte mit Entscheid vom 26. MÃ¤rz 2003 zum Schluss, dass die Position der Betreuenden nicht derjenigen von diplomierten Krankenpflegenden entspreche. Dasselbe ergebe sich fÃ¼r As Position als Stationspfleger. Ebenso verneinte das Gericht die Zuordnung der verschiedenen TÃ¤tigkeiten As zu Richtpositionen im Bereich der Physio- oder Ergotherapierenden. Ferner bejahte es grundsÃ¤tzlich einen Anspruch auf Lohnnachzahlung. Da sich die Stelle als Betreuer aufgrund der Richtpositionsumschreibungen und weiterer Unterlagen aber nicht zuordnen lasse, sei die TÃ¤tigkeit der Betreuenden sowohl in der Grundposition als auch in leitender Stellung im Verfahren gemÃ¤ss der Vereinfachten Funktionsanalyse zu bewerten. Aus dem zu ermittelnden Arbeitswert werde sich die Einreihung als Betreuer und Teilbereichsleiter ergeben. Entsprechend wies das Gericht die Sache im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Vorinstanz zurÃ¼ck. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Die Gesundheitsdirektion ersuchte in der Folge das kantonale Personalamt um die Funktionsbewertung fÃ¼r Betreuende in Wohngruppen und Wohnheimen nach der Methodik der Vereinfachten Funktionsanalyse. Zum Bericht des Personalamtes konnte A Stellung nehmen, wobei er sich mit gewissen Kriterienbewertungen nicht einverstanden erklÃ¤rte. Mit VerfÃ¼gung vom 22. Juli 2005 hiess die Gesundheitsdirektion den Rekurs As teilweise gut und sprach ihm Lohnnachzahlungen auf Basis einer Einstufung in Lohnklasse 13 zu.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Dagegen liess A am 14. September 2005 erneut Beschwerde am Verwaltungsgericht erheben und folgende AntrÃ¤ge stellen:</p> <p class="EinzugZitat"><span>" Die angefochtene VerfÃ¼gung sei aufzuheben und der Beschwerdegegner sei zu verpflichten, dem BeschwerdefÃ¼hrer Nachzahlungen wie folgt zu leisten:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>a) vom 1.7.1996 bis 30.9.1998 im Umfang von zwei Lohnklassen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>b) vom 1.10.1998 bis 30.6.2001 im Umfang von einer Lohnklasse;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>zuzÃ¼glich 5 % Zins ab 13. Juli 2001;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Die Gesundheitsdirektion und die Klinik C sinngemÃ¤ss beantragten je Abweisung der Beschwerde. Am 10. November 2005 liess A dem Verwaltungsgericht eine zusÃ¤tzliche Stellungnahme zukommen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die Beschwerde richtet sich gegen einen Rekursentscheid der Gesundheitsdirektion Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung gemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Ungeachtet § 74 Abs. 2 VRG ist das LohngefÃ¼ge vom Verwaltungsgericht jedenfalls insoweit Ã¼berprÃ¼fbar, als es darum geht, eine allfÃ¤llige <i>geschlechtsdiskriminierende</i> Lohnbenachteiligung ausfindig zu machen (vgl. VGr, 23. Oktober 2002, PB.2002.00022, E. 1b, www.vgrzh.ch; Bea Rotach Tomschin, Die Revision des ZÃ¼rcher Verwaltungsrechtspflegegesetzes, ZBl 98/1997, S. 433 ff., 451; Andreas Keiser, Rechtsschutz im Ã¶ffentlichen Personalrecht nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZBl 99/1998, S. 193 ff., 217; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 74 N. 12). Im Entscheid vom 26. MÃ¤rz 2003 hielt das Verwaltungsgericht fest, dass erst die verlangte Vereinfachte Funktionsanalyse Aufschluss Ã¼ber die allfÃ¤llige Gleichwertigkeit der TÃ¤tigkeit der Betreuenden mit derjenigen der Pflegenden bringen und sich weisen werde, ob die Betreuenden gestÃ¼tzt auf das angerufene Gleichstellungsgesetz einen Anspruch auf Nachzahlungen hÃ¤tten. Die Vorinstanz bejahte eine Diskriminierung des BeschwerdefÃ¼hrers insofern, als sie ihn in der Grundfunktion um eine Lohnklasse hÃ¶her einstufte (Lohnklasse 13) und ihm die Differenz zwischen Lohnklasse 12 ES 3 bzw. 4 zu Lohnklasse 13 ES 3 bzw. 4 zusprach. In der Funktion des Teilbereichsleiters erachtete die Vorinstanz den BeschwerdefÃ¼hrer mit der Einstufung in Lohnklasse 15 jedoch als nicht diskriminiert und sprach ihm keine weiteren BetrÃ¤ge zu. Mit der vorliegenden Beschwerde wird einzig der Umfang der Lohnnachzahlung in Grund- und Leitungsfunktion beanstandet. Es handelt sich somit um eine Streitigkeit, auf die das Gleichstellungsgesetz vom 24. MÃ¤rz 1995 (GlG, in Kraft seit 1. Juli 1996), zur Anwendung gelangt, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt Nachzahlungen im Umfang von zwei Klassen fÃ¼r den Zeitraum vom 1. Juli 1996 bis 30. September 1998, in dem er als Betreuer in der Grundfunktion tÃ¤tig war, und von einer Klasse fÃ¼r die Zeit nach Ãbernahme der Teilbereichsleitung ab 1. Oktober 1998 (bis 30. Juni 2001). Damit ist sein Antrag zwar nicht beziffert, aber wenigstens ziffernmÃ¤ssig bestimmbar, was genÃ¼gt (dazu RB 1998 Nr. 15; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 54 N. 3). Der Streitwert fÃ¼r die Zeit vom 1. MÃ¤rz 1996 bis 30. Juni 2001 ergibt sich aus der Differenz der tatsÃ¤chlichen zur gewÃ¼nschten Einstufung auf Basis der damals jeweils festgelegten Jahresbesoldungen. FÃ¼r den in Frage stehenden Zeitraum ergibt sich ein Streitwert von jedenfalls Ã¼ber Fr. 20'000.-, weshalb vorliegend die Kammer zustÃ¤ndig ist (§ 38 Abs. 1 und 2 VRG). Aus der auf 1. Juli 2001 vorgenommenen Einstufung in LK 16 ES 6 leitet der BeschwerdefÃ¼hrer keine Forderungen ab.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Im ersten Beschwerdeverfahren hatte der BeschwerdefÃ¼hrer noch Nachzahlungen im Umfang von zwei Lohnklassen und zwei Lohnstufen sowie von einer Lohnklasse und einer Lohnstufe verlangt (vorn III). Nunmehr verzichtet er auf die Nachzahlungen im Umfang von Lohnstufen (vorn IV). Diese AntrÃ¤ge sind allein massgebend.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b> Arbeitnehmende dÃ¼rfen aufgrund ihres Geschlechts weder direkt noch indirekt benachteiligt werden, namentlich nicht unter Berufung auf den Zivilstand, auf die familiÃ¤re Situation oder auf eine Schwangerschaft (Art. 3 Abs. 1 GlG). Der Lohngleichheitsanspruch ist als Individualanspruch direkt einklagbar und durchsetzbar. Die Lohngleichheitsgarantie gilt gleichermassen fÃ¼r alle unselbstÃ¤ndigen ArbeitsverhÃ¤ltnisse, ob privat- oder Ã¶ffentlichrechtlicher Natur. Art. 8 Abs. 3 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 verbietet nicht nur diskriminierende ungleiche Bezahlung von gleicher (identischer) Arbeit, sondern auch diskriminierende ungleiche EntlÃ¶hnung von verschiedener (inhaltlich anderer), aber gleichwertiger Arbeit. Rechtlich zulÃ¤ssig ist eine Lohndifferenz immer nur, soweit sie der tatsÃ¤chlichen Differenz in der Wertigkeit der Arbeit entspricht. Entsprechend kÃ¶nnen und mÃ¼ssen auch unterschiedliche TÃ¤tigkeiten bezÃ¼glich ihrer vergleichsweisen Wertigkeit miteinander verglichen und Ã¼berprÃ¼ft werden, wenn geltend gemacht wird, die ungleiche Bezahlung sei geschlechterdiskriminatorisch (Elisabeth Freivogel in: Margrith Bigler-Eggenberger/Claudia Kaufmann [Hrsg.], Kommentar zum Gleichstellungsgesetz, Basel/ Frankfurt a.M. 1997, Art. 3 Rz. 90, 100 ff.). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b> Nach Art. 5 Abs. 1 lit. d GlG kann die Zahlung des geschuldeten Lohnes verlangt werden. Eine Lohndiskriminierung wird denn auch erst beseitigt, wenn der einer Person zustehende Lohn â soweit er nicht verjÃ¤hrt ist â nachbezahlt und auch wÃ¤hrend der Dauer des ArbeitsverhÃ¤ltnisses bezahlt wird. Allerdings ist eine Nachzahlung nur im Rahmen der VerjÃ¤hrungsvorschriften mÃ¶glich; die VerjÃ¤hrung beginnt dabei mit der FÃ¤lligkeit jeder einzelnen Leistung. Demnach kÃ¶nnen gestÃ¼tzt auf Art. 5 Abs. 1 lit. d GlG nur solche rÃ¼ckstÃ¤ndigen Ã¶ffentlich- und privatrechtlichen Lohnforderungen verlangt werden, die im Zeitpunkt der Mahnung oder der Klageanhebung weniger als fÃ¼nf Jahre zurÃ¼ckliegen (Margrith Bigler-Eggenberger in: Kommentar zum Gleichstellungsgesetz, Art. 5 Rz. 19 f.). </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b> Im Rahmen der Vereinfachten Funktionsanalyse wurde der BeschwerdefÃ¼hrer als Betreuender insgesamt etwas unterhalb der Krankenpflegenden und der Therapierenden eingestuft. Konkret wurden die einzelnen Kriterien (Kriterium K1 Ausbildung und Erfahrung; K2 geistige Anforderungen; K3 Verantwortung; K4 psychische Belastung; K5 kÃ¶rperliche Belastung; K6 Beanspruchung der Sinnesorgane) wie folgt bewertet (vgl. VGr, 22. Januar 2001, VK.1996.00011, E. 9h â VK.1996.00015, E. 9h â VK.1996.00017, E. 9h [alle unter www.vgrzh.ch]):</p> <div> <p class="Urteilstext">Funktion/Richtposition K1 K2 K3 K4 K5 K6 Arbeitsw. Klasse</p> <p class="Urteilstext">Dipl. Krankenpflegende 2.50 2.00 2.50 3.50 3.00 3.00 346.0 14</p> <p class="Urteilstext">Physiotherapeut/in 2.50 2.50 2.00 3.00 3.50 2.00 344.6 14</p> <p class="Urteilstext">Ergotherapeut/in 2.50 2.50 2.00 3.00 3.00 2.00 337.5 14</p> <p class="Urteilstext"><i>Betreuer/in 2.25 2.00 2.00 3.50 3.00 3.00 311.0 13</i></p> </div> <p class="Urteilstext">Daraus ergibt sich der Arbeitswert von 311 Punkten, welcher der Einreihung in Lohnklasse 13 entspricht (296-322 Punkte). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beanstandet vor allem die Bewertung von Kriterium 1 mit bloss 2.25 Punkten. Er macht geltend, Kriterium 1 habe bei den Pflegenden und Therapeutinnen mit mindestens 2.50 bewertet werden mÃ¼ssen, um eine Diskriminierung im Vergleich zum Polizisten zu vermeiden. Ferner sei die Ausbildung zum SozialpÃ¤dagogen hÃ¶herwertig und inhaltlich anspruchsvoller, weshalb sie im Bericht des kantonalen Personalamts mit Stufe 3.00 bewertet werde. Auch nach den Minimalanforderungen in den Wertungshilfen erweise sich die vorgenommene Einstufung als unhaltbar; zudem werde die Ausbildung als SozialpÃ¤dagoge ausdrÃ¼cklich als Beispiel fÃ¼r die Grundausbildung im Sinne einer "Minimalanforderung" fÃ¼r die Betreuungsfunktion in der Klinik C genannt. DemgegenÃ¼ber ist die Vorinstanz der Ansicht, die Minimalanforderung fÃ¼r Betreuende sei nicht hÃ¶herwertig als diejenige der Pflegenden oder Therapierenden; eine Ausbildung auf Diplomniveau I genÃ¼ge. Der Beschwerdegegner weist darauf hin, dass eine sozialpÃ¤dagogische Ausbildung als "Minimum" nicht zwingend verlangt werde.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Bei der Arbeitsplatzbewertung kommt es auf die tatsÃ¤chlich ausgeÃ¼bte Funktion an (§ 10 Abs. 1, § 15 der Personalverordnung vom 16. Dezember 1998; § 40 Abs. 2 des Personalgesetzes vom 27. September 1998). In diesem Zusammenhang ist von Bedeutung, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in den "DienstvertrÃ¤gen" in der fraglichen Zeit als "Dipl. Pfleger" (Richtposition) bezeichnet wurde (vorn I.B). Weiter ist auf den bereits erwÃ¤hnten Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 26. MÃ¤rz 2003 hinzuweisen, wonach die TÃ¤tigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers weder derjenigen der Pflegenden noch derjenigen der Therapierenden entspricht. Er kann sich somit nicht ohne Weiteres darauf berufen, dass seine TÃ¤tigkeit bezÃ¼glich Kriterium 1 zwingend mit mindestens 2.50 bewertet werden mÃ¼sse, um eine Diskriminierung gegenÃ¼ber dem Polizisten zu vermeiden.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Das Wohnheim D bietet 78 Wohn- und BeschÃ¤ftigungsplÃ¤tze fÃ¼r Menschen mit geistiger und/oder psychischer Behinderung, wobei sieben Wohngruppen primÃ¤r fÃ¼r Menschen mit einer geistigen, zwei Wohngruppen fÃ¼r solche mit einer psychischen Behinderung bestehen. Die Heimleitung entwickelt die agogische Zielsetzung in Zusammenarbeit mit den Teilbereichsleitungen. Grundlage der TÃ¤tigkeit ist das Prinzip der Normalisierung und daraus abgeleitet das Prinzip der Integration. So werden die Menschen mit einer Behinderung individuell unterstÃ¼tzt und begleitet, um die elementaren lebenspraktischen Anforderungen bewÃ¤ltigen zu kÃ¶nnen. Innerhalb der Wohngruppen findet die FÃ¶rderung und BeschÃ¤ftigung vorwiegend im alltagspraktischen Bereich statt. FÃ¼r die psychiatrische Betreuung (psychiatrische Konsilien) stehen das psychiatrische Ambulatorium sowie die Klinik E zur VerfÃ¼gung. Angestellt werden ausschliesslich Personen mit einer fundierten Ausbildung in einem pflegerischen oder agogischen Umfeld.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.3 </b>Als Grundausbildung fÃ¼r Betreuende wird im Minimum eine abgeschlossene Ausbildung im agogischen oder pflegerischen Bereich gefordert (zum Beispiel DN I oder II, SozialpÃ¤dagogik, HeilpÃ¤dagogik, Heilerziehungspflege, Behindertenbetreuung), eine Ausbildung zwischen drei und sechs Jahren. ZusÃ¤tzliche Spezialkenntnisse sind erforderlich im Bereich der Kommunikation (Weiterbildung gesamthaft ca. vier Wochen), im Umgang mit herausforderndem Verhalten (ca. zwei Wochen jÃ¤hrlich) und in der Betreuung von autistischen Menschen (Weiterbildung ca. zwei Wochen jÃ¤hrlich). FÃ¼r die normale ErfÃ¼llung der Betreuungsaufgaben genÃ¼gen zwei Jahre Berufserfahrung.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.4 </b>Das Verwaltungsgericht stellte bezÃ¼glich der Krankenschwesternausbildung fest, dass die eigentliche Berufsausbildung drei Jahre und das Mindestalter bei Beginn der Diplomausbildung 18 Jahre betragen habe (VGr, 22. Januar 2001, VK.96.00011+12, E. 9b/dd, www.vgrzh.ch, auch zum Folgenden). Die seinerzeitige Einstufung des Pflegeberufs mit 2.0 in Kriterium 1 korrigierte das Gericht deshalb auf 2.5 (E. 9h). Bei einer Skalierung in 0.25-Schritten wÃ¤re zwar mÃ¶glicherweise auch eine Bewertung mit bloss 2.25 in Kriterium 1 in Frage gekommen; dies wurde jedoch aus formalen GrÃ¼nden von vornherein verworfen (E. 9b/ee). Vorliegend ist indes zu beachten, dass fÃ¼r die Ãbernahme einer BetreuungstÃ¤tigkeit im Haus D neben der Grundausbildung im pflegerischen (oder agogischen) Bereich zusÃ¤tzlich eine zweijÃ¤hrige Berufserfahrung vorausgesetzt wird. FÃ¼r Krankenschwestern war eine entsprechende Berufserfahrung nicht nÃ¶tig. Gemessen an der beispielhaft genannten Ausbildung zur Krankenschwester ergibt sich somit fÃ¼r die Betreuenden in Kriterium 1 ebenfalls die Stufe 2.5. Es bestehen sodann keine Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass die in der Arbeitsumschreibung des Personalamts weiter aufgezÃ¤hlten Ausbildungen qualitativ weniger wert wÃ¤ren. Im Gegenteil: Die Ausbildung in SozialpÃ¤dagogik etwa dauert sogar zwischen vier und sechs Jahren. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz kann aus den anwendbaren Bestimmungen Ã¼berdies nicht gefolgert werden, dass es beim Kriterium 1 auf die "minimal erforderliche" Ausbildung ankomme. Relevant ist vielmehr die <i>normalerweise</i> verlangte Ausbildung und Erfahrung. In diesem Sinne war denn auch die Frage in der Arbeitsumschreibung des Personalamts formuliert. Erst die Antwort spricht von Minimalanforderungen. Zusammenfassend ergibt sich, dass die vom BeschwerdefÃ¼hrer ausgeÃ¼bte Funktion in Kriterium 1 mit 2.5 zu bewerten gewesen wÃ¤re. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Bereits die Ãnderung in Kriterium von 2.25 auf 2.5 fÃ¼hrt zu einer Anhebung des Arbeitswertes auf 110.0 Arbeitswertpunkte. Damit allein erreicht die Funktion einen totalen Arbeitswert von 326.5 Punkten. Dies fÃ¼hrt zur Einreihung in Lohnklasse 14. Mit 326.5 Punkten bewegt sich die Funktion sodann knapp oberhalb des Streubereichs, so dass eine Abklassierung in Lohnklasse 13 im Sinne eines Streubereichsentscheids ausgeschlossen ist. Plausible GrÃ¼nde fÃ¼r einen Minusklassenentscheid schliesslich sind weder geltend gemacht noch ersichtlich. Anderseits braucht eine noch hÃ¶here Einstufung in Kriterium 1, wie sie der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt, nicht geprÃ¼ft zu werden, nachdem die Einstufung in Lohnklasse 14 wie dargestellt gerechtfertigt erscheint und er selber keine hÃ¶here Einstufung verlangt. </p> <p class="Urteilstext">Demnach ist die Forderung von Lohnnachzahlungen im Umfang von zwei Lohnklassen (Differenz zwischen Lohnklasse 12 und 14; vorn 1.3) bezÃ¼glich des Zeitraums bis 30. September 1998 ausgewiesen. Auf die Kritik des BeschwerdefÃ¼hrers an der Bewertung seiner Funktion nach den Kriterien 2-6 braucht deshalb nicht weiter eingegangen zu werden. Hinzuweisen bleibt immerhin darauf, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bezÃ¼glich Kriterium 4 (psychische Belastung) tatsÃ¤chlich mit den beantragten 3.50 Punkten bewertet worden ist (vorn 3.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Ab 1. Oktober 1998 arbeitete der BeschwerdefÃ¼hrer neu als Teilbereichsleiter, was mit einer BefÃ¶rderung von Lohnklasse 12 in Lohnklasse 15 verbunden war. Der BeschwerdefÃ¼hrer beanstandet, dass der Beschwerdegegner keine Arbeitsbewertung fÃ¼r die Leitungsfunktion habe durchfÃ¼hren lassen. Da er auf 1. Juli 2001 von Lohnklasse 15 in Lohnklasse 16 eingestuft worden sei und der Beschwerdegegner die Einreihung in Klasse 15 mittels Arbeitsbewertung nicht vorgenommen habe, mÃ¼sse seine Diskriminierung in der Funktion Teilbereichsleitung bzw. Stationsleiter als glaubhaft erachtet werden. Vorinstanz und Beschwerdegegner Ã¤ussern sich dazu nicht substantiiert.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.1 </b>TatsÃ¤chlich hatte das Verwaltungsgericht im Entscheid vom 26. MÃ¤rz 2003 vorgesehen, dass die TÃ¤tigkeit der Betreuenden "in der Grundposition bzw. in leitender Stellung" im Verfahren gemÃ¤ss der Vereinfachten Funktionsanalyse zu bewerten sei. Wie der BeschwerdefÃ¼hrer zu Recht festhÃ¤lt, unterliess der Beschwerdegegner jedoch nÃ¤here AbklÃ¤rungen zur Funktion Teilbereichsleiter. In der Regel wird im Pflegebereich die Vorgesetztenstelle um zwei Lohnklassen hÃ¶her eingestuft (so etwa die Stationsleitung oder die leitenden Therapierenden, RRB 707/2001, lit. A und B 1+5). Eine Einstufung des BeschwerdefÃ¼hrers in Lohnklasse 15 liesse sich daher trotz unterbliebener AbklÃ¤rung allenfalls noch rechtfertigen, wenn sich dessen Einstufung in Lohnklasse 13 als korrekt erwiesen hÃ¤tte, was aber wie gezeigt nicht zutrifft.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼bernahm als Teilbereichsleiter eine Leitungsfunktion. So leitet er eine Wohngruppe des Wohnheims D und ist damit unter anderem verantwortlich fÃ¼r die wohnliche Gestaltung der Wohngruppe, fÃ¼r den sparsamen Umgang mit finanziellen Mitteln, fÃ¼r die Weiterentwicklung des Wohnheimkonzeptes gegenÃ¼ber der vorgesetzten Stelle, fÃ¼r die gezielten FÃ¶rderplÃ¤ne und alle administrativen Aufgaben der Wohngruppe. Weiter plant, organisiert und kontrolliert er den Einsatz der ihm unterstellten Betreuungs- und BeschÃ¤ftigungsmitarbeitenden, erstellt den monatlichen Personalplan, fÃ¼hrt das Absenzenkontrollwesen der Wohngruppe und Ã¼bernimmt die Pflichten, wie sie einem Personalvorgesetzten zufallen. Seine Stellung ist durchaus vergleichbar mit einer Vorgesetztenstelle bei Pflegenden. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.4.3 </b>Angesichts der mit der BefÃ¶rderung von 1998 verbundenen Anhebung um drei Lohnklassen von Lohnklasse 12 in Lohnklasse 15 einerseits und angesichts der mit vorliegendem Urteil verbundenen rÃ¼ckwirkenden Anhebung der Grundfunktion in Lohnklasse 14 anderseits erscheint es glaubhaft, dass die leitende Funktion effektiv einen Arbeitswert im Bereich von Lohnklasse 16 erreichen wÃ¼rde. Dies stimmte auch mit der im Pflegebereich Ã¼blicherweise um zwei Lohnklassen hÃ¶heren Einstufung der Vorgesetztenstelle Ã¼berein (vorn 3.4.1). Der BeschwerdefÃ¼hrer akzeptiert denn auch eine Lohndifferenz von "lediglich" zwei Lohnklassen. Da die Glaubhaftmachung einer Diskriminierung bezÃ¼glich EntlÃ¶hnung genÃ¼gt und die Vorinstanzen diese Vermutung in keiner Weise entkrÃ¤ften, kann die Diskriminierung als unwiderlegt glaubhaft bejaht werden (Art. 6 GlG; Sabine Steiger-Sackmann in: Kommentar zum Gleichstellungsgesetz, Art. 6 Rz. 33, 48 ff., 59). Die Beschwerde ist deshalb auch fÃ¼r den Zeitraum vom 1. Oktober 1998 bis 30. Juni 2001 gutzuheissen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Demnach ist die Beschwerde vollumfÃ¤nglich gutzuheissen. Klarzustellen bleibt, dass die Anhebung in den Besoldungsklassen keine Ãnderung der Erfahrungsstufen zur Folge hat. Eine solche beantragt der BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht mehr. FÃ¼r das Beschwerdeverfahren sind gemÃ¤ss Art. 13 Abs. 5 GlG keine Kosten zu erheben. In der Sache obsiegt der BeschwerdefÃ¼hrer, weshalb ihm eine ParteientschÃ¤digung zusteht (§ 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In Gutheissung der Beschwerde wird die VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 22. Juli 2005 teilweise aufgehoben. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer Lohnnachzahlungen wie folgt zu leisten:</span></p> <p class="Einzug2"><span> a) vom 1. Juli 1996 bis 30. September 1998 im Umfang von zwei Lohnklassen,</span></p> <p class="Einzug2"><span> b) vom 1. Oktober 1998 bis 30. Juni 2001 im Umfang von einer Lohnklasse,</span></p> <p class="Einzug2"><span> zuzÃ¼glich 5 % Zins seit 13. Juli 2001.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen. </span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>