<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2000.00006</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105469&amp;W10_KEY=4467151&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2000.00006</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.04.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nebenbeschäftigung (Wiederaufnahme des Verfahrens PB.99.00012)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nebenbeschäftigung (Tätigkeit als Bezirksanwalt und Nebenbeschäftigung als Verwaltungsratspräsident einer Familien-AG - vgl. BGE 121 I 326; Wiederaufnahme des Verfahrens nach Aufhebung durch Bundesgericht bezüglich der Frage der Zuständigkeit):<br/><br/>Die Streitsache weist k e i n e n Streitwert auf, weshalb das Verwaltungsgericht in Dreierbesetzung zu entscheiden hat (E. 1).<br/>Rechtsgrundlagen; Beurteilung nach neuem Personalrecht: Wenn wie hier keine Arbeitszeit beansprucht wird, besteht keine Bewilligungspflicht (E. 3).<br/>Bei den unter altem Personalrecht an den Beschwerdeführer ergangenen Verfügungen der Aufsichtsinstanzen (Staatsanwaltschaft bzw. Justizdirektion), das Verwaltungsratsmandat niederzulegen, ist zu unterscheiden zwischen der (Vor-)Frage, ob überhaupt eine Bewilligungspflicht besteht, und den sich gegebenenfalls daraus ergebenden Folgen. Die Aufsichtsinstanzen sind befugt, die Vorfrage der Bewilligungspflicht zu prüfen und bejahendenfalls den Rücktritt vom Verwaltungsratsmandat zu fordern (E. 5 a/b). Es ist nicht rechtsverletzend, wenn die Aufsichtsinstanzen die Tätigkeit als Verwaltungsratspräsident als unvereinbar mit dem Amt eines Bezirksanwalts gewürdigt haben (E. 6).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEZIRKSANWALT">BEZIRKSANWALT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES">INHALT DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEBENBESCHÃFTIGUNG">NEBENBESCHÃFTIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 15 BeamtenV</span><br/><span class="gerade">§ 57 OGRR</span><br/><span class="ungerade">§ 53 PG</span><br/><span class="gerade">§ 13 VB BVO</span><br/><span class="ungerade">§ 24 VB BVO</span><br/><span class="gerade">§ 38 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. A. Herr X. ist ausserordentlicher Bezirksanwalt. Er arbeitet seit 1. Ok­to­ber 1992 bei der Wirtschaftsdelikte verfolgenden Bezirksanwaltschaft III fÃ¼r den Kanton ZÃ¼­rich (BAK III). Mit Eingabe vom 10. Januar 1994 ersuchte er auf dem Dienst­weg per 1. MÃ¤rz 1994 um die Bewilligung, nebenberuflich und ausserhalb der Arbeitszeit die TÃ¤­tigkeit eines Verwaltungsrats bei der E. AG in D./SG ausÃ¼ben zu dÃ¼rfen. Weder der GeschÃ¤fts­lei­ter der BAK III noch der I. Staatsanwalt erhoben Einwendungen, und auch die Direktion der Justiz (heute der Justiz und des Innern [JI]) verhielt sich zunÃ¤chst befÃ¼rwortend. Man­gels eines Bescheids teilte Herr X. dem Chef des kantonalen Personalamts zuhanden des Regierungsrats un­term 14. MÃ¤rz 1994 mit, er gedenke in der bevorstehenden Generalver­sammlung der E. AG eine Wahl in den Verwaltungsrat anzunehmen; sollte die Bewilligung zur FÃ¼hrung dieses Mandats als­dann ausbleiben, wÃ¼rde er es auf das Ende des nÃ¤chsten Ge­schÃ¤ftsjahrs wieder niederlegen. Tags darauf riet ihm der Chef des Personalamts, sich nur unter dem Vorbehalt der Ge­suchs­gutheissung wÃ¤hlen zu lassen. An der Generalver­samm­lung der E. AG im April 1994 wurde Herr X. deren Verwaltungsratsmitglied.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Beschluss vom 1. Juni 1994 wies der Regierungsrat das Gesuch von Herrn X. ab und am 14. September 1994 auch ein solches vom 11. Juli 1994 um Wiederer­wÃ¤gung, soweit er Ã¼berhaupt darauf eintrat.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Gleichzeitig mit dem WiedererwÃ¤gungsgesuch hatte Herr X. auch staats­rechtliche Beschwerde erhoben, welche das Bundesgericht am 5. Dezember 1995 abwies, soweit es darauf eintrat (teilweise verÃ¶ffentlicht in BGE 121 I 326). Schon ab 1. Oktober 1994 oder 1. Januar 1995 hatte sich Herr X. wegen Kinderbetreuung sein ursprÃ¼nglich volles Pensum auf einen BeschÃ¤ftigungsgrad von 79,76 % reduzieren lassen, was faktisch bis Ende MÃ¤rz 1997 andauerte und wieder seit 1. Oktober 1997 bis Ende September 1999 galt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">B. An der Generalversammlung der E. AG vom April 1998 Ã¼bernahm Herr X. das VerwaltungsratsprÃ¤sidium. Wegen der VerwaltungsratstÃ¤tigkeit erÃ¶ffnete die Ge­schÃ¤fts­lei­tung der Staatsanwaltschaft am 18. August 1998 ein Disziplinarverfahren gegen Herrn X.. Durch am 25. Januar 1999 ausgehÃ¤ndigtes Schrei­ben vom 21. Januar 1999 teilte die Staats­anwaltschaft Herrn X. mit, zwar habe die GeschÃ¤ftsleitung entschieden, das Disziplinar­ver­fahren wegen der im Spiele stehenden "et­was unklaren gesetzlichen Bestimmungen" ein­zu­stellen. Sie forderte ihn aber auf, bis Ende April 1999 das Verwaltungsrats-Mandat samt PrÃ¤sidium niederzulegen, fÃ¼r welche Anord­nung sie eine Rechtsmittelfrist von 20 Tagen angab. Auf Intervention von Herrn X. korrigierte sie das auf 30 Tage.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Hiergegen liessen Herr X. und die E. AG unterm 24. Februar 1999 rekur­rieren mit den AntrÃ¤gen, es sei unter EntschÃ¤digungsfolge festzustellen:</p> <p class="Einzug1"><span>·<span> </span></span>dass die angefochtene VerfÃ¼gung nichtig sei;</p> <p class="Einzug1"><span>·<span> </span></span>dass eventualiter die Weisung an Herrn X., bis Ende April 1999 das Verwaltungsratsmandat abzugeben, nichtig sei;</p> <p class="Einzug1"><span>·<span> </span></span>dass subeventualiter die Frist unangemessen kurz sei.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit VerfÃ¼gung vom 25. Mai 1999 wies die JI das Rechtsmittel von Herrn X. ab (Dis­positiv Ziffer I) und trat auf dasjenige der E. AG nicht ein (Disp. Ziff. II). Sie setz­te Herrn X. eine Frist von drei Monaten ab Rechtskraft des Entscheids, um aus dem Verwal­tungsrat der E. AG zurÃ¼ckzutreten (Disp. Ziff. III). In Disp. Ziff. IV verzichtete sie auf die Erhebung von Kosten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Herr X. empfing die VerfÃ¼gung am 7. Juni 1999.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Am 5. Juli 1999 liess Herr X. mit Beschwerde an das Verwaltungsge­richt gelan­gen und ihm beantragen:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="EinzugZitat">"1. Es sei der Rekursentscheid der Direktion der Justiz und des Innern ... aufzuheben und zur neuen Entscheidung zurÃ¼ckzuweisen.</p> <p class="EinzugZitat"> 2. Eventualiter sei festzustellen, dass der Entscheid der JI ... vom 25.5.1999 nichtig ist.</p> <p class="EinzugZitat"> 3. Eventualiter sei der Entscheid aufzuheben, und es sei durch die Vorin­stanz dem BeschwerdefÃ¼hrer Gelegenheit einzurÃ¤umen, als Alterna­tive zum RÃ¼cktritt aus dem VR bei der BewilligungsbehÃ¶rde um eine Bewilligung der NebenbeschÃ¤ftigung nachzusuchen.</p> <p class="EinzugZitat"> 4. Kosten und EntschÃ¤digung seien der Beschwerdegegnerin zu Ã¼berbin­den."</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Einzug1">Unterm 9. Juli 1999 verzichtete die Staatsanwaltschaft auf eine Beantwortung der Beschwerde. Mit Vernehmlassung vom 16. August 1999 beantragte die JI Ab­weisung des Rechtsmittels.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Am 20. Oktober 1999 entschied ein Einzelrichter, die unter der GeschÃ¤ftsnummer PB.99.00012 angelegte Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werde. Seine ZustÃ¤ndigkeit begrÃ¼ndete er damit, die Sache weise einen Streitwert auf, und dieser Ã¼ber­steige Fr. 20'000.‑ nicht (E. 1). Der GerichtssekretÃ¤r gab als abweichende Meinung zu Pro­tokoll, es fehle ein solcher.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">IV. Herr X. liess hierauf staatsrechtliche Beschwerde erheben und unter anderem geltend machen, mangels Streitwerts hÃ¤tte eine Kammer des Verwaltungsgerichts ent­scheiden mÃ¼ssen. Das hiess das Bundesgericht mit Urteil vom 15. MÃ¤rz 2000 gut und hob den Entscheid des verwaltungsgerichtlichen Einzelrichters vom 20. Oktober 1999 auf.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">Das Verwaltungsgericht (4. Kammer) zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Ermangelt die gegenwÃ¤rtige Angelegenheit eines Streitwerts, befindet das Ver­waltungsgericht darÃ¼ber laut § 38 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) in Dreierbesetzung (Andreas Keiser, Rechtsschutz im Ã¶f­fentlichen Personalrecht nach dem revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, ZBl 99/1998, S. 193 ff., 223).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Die Beschwerde richtet sich nach dem umfassenden Wortlaut ihrer AntrÃ¤ge auch gegen das Nichteintreten der Vorinstanz auf den Rekurs der E. AG sowie gegen die Kos­ten­freiheit des Rekursverfahrens. Insofern gilt es mangels BerÃ¼hrtseins bzw. Rechts­schutz­in­teresses des BeschwerdefÃ¼hrers im Sinn der §§ 80c und 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG auf das Rechtsmittel nicht einzutreten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Die 1994/5 erfolgte Verweigerung der Bewilligung fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer, Verwaltungsrat der E. AG werden zu dÃ¼rfen, sowie die letztjÃ¤hrigen Gebote von Beschwer­degegnerin und Vorinstanz, dieses Mandat abzugeben, stÃ¼tzten sich auf § 57 des Gesetzes betreffend die Organisation und GeschÃ¤ftsordnung des Regierungsrates und seiner Direk­tionen vom 26. Februar 1899 (OGRR), § 15 Abs. 1 der Beamtenverordnung vom 15. Mai 1991 (BVO) sowie § 24 der Vollziehungsbestimmungen zur Beamtenverordnung vom 17. April 1991 (VV BVO), dessen Abs. 2 am 21. Dezember 1994 eine Ãnderung erfuhr und der am 27. November 1996 zum § 13 VV BVO wurde. §§ 57 Abs. 1 und 58 lit. c des Per­sonalgesetzes vom 27. September 1998 (PG) haben alle eben zitierten Bestimmungen auf den 1. Juli 1999 aufgehoben. Laut § 57 Abs. 1 Satz 1 PG gelten ab dann dieses Gesetz und seine AusfÃ¼hrungserlasse, also insbesondere die Personalverordnung vom 16. Dezember 1998 und die Vollzugsverordnung zum Personalgesetz vom 19. Mai 1999 (VVPG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die angefochtene Anordnung bezieht sich ausschliesslich auf ein kÃ¼nftiges Verhal­ten des BeschwerdefÃ¼hrers. Daher beansprucht das neue Recht Anwendung. Das verÃ¤ndert weder den Streitgegenstand noch wirft es neue Ermessensfragen auf (RB 1978 Nr. 11; Al­fred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 52 N. 18; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Grundriss <a id="_Hlt480076101"></a>des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 261 ff.). Es ging und geht wei­terhin um das stets gleiche Problem, ob sich ein Befehl auf RÃ¼cktritt aus dem Verwal­tungsrat rechtfertige. Insbesondere hat E. 2c/cc der vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen die An­gelegenheit bereits auch nach dem Personalgesetz geprÃ¼ft. § 53 Abs. 1 PG erlaubt die Aus­Ã¼bung einer NebenbeschÃ¤ftigung nur, wenn sie die amtliche AufgabenerfÃ¼llung nicht be­ein­trÃ¤chtigt und sich mit der dienstlichen Stellung vereinbaren lÃ¤sst. § 53 Abs. 2 Satz 1 PG verlangt eine Bewilligung, sofern Arbeitszeit beansprucht wird. Letzteres trifft hier un­strei­tig nicht zu. Also entfÃ¤llt heute eine Bewilligungspflicht (vgl. regierungsrÃ¤tliche Wei­sung vom 22. Mai 1996, ABl 1996, 1182) und hat sich auch insofern die Vorinstanz so wenig als BewilligungsbehÃ¶rde in einem einschlÃ¤gigen Verfahren gebÃ¤rdet wie es jetzt die Kam­mer tut.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Demnach kann auf den ein Bewilligungsverfahren anstrebenden, wohl subeventua­liter gemeinten Beschwerdeantrag 3 von vornherein nicht eingetreten werden, sofern Haupt‑ und Eventualbegehren nicht durchdringen. Das aber trifft ebenso zu, wie sich gleich nachfolgend zeigen wird. Der BeschwerdefÃ¼hrer fasst dabei Rechtsmittelantrag 1 offenbar als den primÃ¤ren auf. Wenn freilich der angefochtene Entscheid gemÃ¤ss Beschwerdean­trag 2 nichtig wÃ¤re, erÃ¼brigte sich seine Aufhebung und die RÃ¼ckweisung der Angelegen­heit nach Antrag 1. Dennoch sei hier der vom BeschwerdefÃ¼hrer gewÃ¤hlten PrioritÃ¤t ge­folgt, weil es am Ergebnis nichts Ã¤ndert.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Der BeschwerdefÃ¼hrer begrÃ¼ndet seinen Antrag 1 mit einer Verletzung der §§ 26 Abs. 4 und 27a VRG. Laut der ersteren Vorschrift kann die Rekursinstanz (auf Rekursbe­grÃ¼ndung und ‑antwort hin) einen weiteren Schriftenwechsel anordnen oder die Beteiligten zu einer mÃ¼ndlichen Verhandlung vorladen. GemÃ¤ss § 27a VRG entscheidet sie Ã¼ber den Rekurs binnen 60 Tagen seit dem den Parteien anzuzeigenden Abschluss der Sachverhalts­ermittlungen; vermag sie diese Frist nicht einzuhalten, teilt sie den Parteien unter Angabe der GrÃ¼nde mit, wann der Entscheid vorliege. Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt, er habe ab dem Schreiben der Vorinstanz vom 3. MÃ¤rz 1999, wonach sein Rekurs vom 24. Februar 1999 eingegangen sei und von einer dort genannten Person bearbeitet werde, bis zum angefoch­tenen Entscheid vom 25. Mai 1999 nichts vernommen. Man habe ihn weder Ã¼ber den Ab­schluss allfÃ¤lliger Sachverhaltsermittlungen ins Bild gesetzt noch ihm Gele­gen­heit gege­ben, zur Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin und neuen Akten Stellung zu beziehen. Sollten Sachverhaltsermittlungen unterblieben sein, hÃ¤tte die Vorinstanz mehr als 60 Tage verstreichen lassen, ohne das zu begrÃ¼nden und den vermutlichen Zeitpunkt des Entscheids bekannt zu machen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">§ 27a VRG stellt eine blosse Ordnungsvorschrift dar, deren Verletzung keinen Be­schwerdegrund im Sinn von § 75 lit. a in Verbindung mit § 50 Abs. 2 lit. d VRG bildet (Keiser, S. 218; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, §§ 27a N. 10 und 50 N. 100 ff.). Der Verstoss gegen jene der Verfahrensbeschleunigung dienende Norm Ã¶ffnet auch nicht einmal den Weg einer Rechtsverweigerungs‑ oder RechtsverzÃ¶gerungsbeschwerde an das Verwaltungsgericht; denn es handelt sich hier um keine der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesge­richt unterliegende Sache (Bea Rotach Tomschin, Die Revision des ZÃ¼rcher Verwaltungs­rechtspflegegesetzes, ZBl 98/1997, S. 433 ff., 445 f.; VGr, 11. MÃ¤rz 1999, VB.99.00004, E. 4; zweifelnd KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 49 und § 41 N. 19). Abgese­hen davon vermÃ¶chte ein quasi aufsichtsrechtliches Einschreiten des Verwaltungsgerichts, nachdem die Vorinstanz ja lÃ¤ngst entschieden hat, dem BeschwerdefÃ¼hrer ohnehin nichts Angestrebtes mehr zu bringen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels steht prinzipiell im pflichtschuldi­gen Ermessen der RekursbehÃ¶rde. Er muss indes zwecks Wahrung des rechtlichen GehÃ¶rs erfolgen, wenn der Rechtsmittelentscheid auf erstmals in der Vernehmlassung der Rekurs­gegnerin vorgetragene Behauptungen, auf neue bzw. bisher ausser Acht gelassene Tatsa­chen oder auf einen von keiner Partei angerufenen und unvorhersehbaren Rechtsgrund ab­stellen will (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, §§ 26 N. 35 und 58 N. 9 ff.). Das trifft hier alles nicht zu, also zunÃ¤chst nicht fÃ¼r die Rekursantwort. Sodann hat zwar die Vorin­stanz offenbar die Ak­ten des Bewilligungsverfahrens von 1994/5 beigezogen; aber Ã¼ber die dort allein we­sent­lichen Entscheide des Regierungsrats und des Bundesge­richts verfÃ¼gte bereits die Be­schwerdegegnerin im Disziplinarverfahren, und schon vor ihr kritisierte der Beschwer­de­fÃ¼hrer diese denn auch. Schliesslich Ã¤usserte er sich bereits damals und dann wieder in der RekursbegrÃ¼ndung zum neuen Personalrecht, so dass insbesondere in dieser Hin­sicht keine GehÃ¶rsverweigerung vorliegt. Mithin gilt es Beschwerdeantrag 1 abzuwei­sen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Zur BegrÃ¼ndung von Rechtsmittelantrag 2 macht der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, die Vorinstanz habe sich wie schon die Beschwerdegegnerin in unzustÃ¤ndiger Weise an­gemasst, bejahend Ã¼ber die hinsichtlich seiner VerwaltungsratstÃ¤tigkeit strittige Bewilli­gungs­pflicht zu befinden. Vielmehr hÃ¤tte sie ihm vor Aussprechen des daraus abgeleiteten RÃ¼cktrittsgebots Gelegenheit gewÃ¤hren mÃ¼ssen, jene Frage bei der BewilligungsbehÃ¶rde abklÃ¤ren zu lassen und dort gegebenenfalls um eine Bewilligung zu ersuchen. Zu Recht aber bezweifelt er die Befugnis von Beschwerdegegnerin und Vorinstanz nicht, ihm fÃ¼r die EventualitÃ¤t einer Pflicht zur Bewilligung und von deren Verweigerung als Konsequenz die Mandatsniederlegung zu befehlen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Im Gegensatz zum oben in E. 3 Festgehaltenen kann sich nur nach dem zur Zeit der kontroversen VerfÃ¼gungen vom 21. Januar 1999 und 25. Mai 1999 in Kraft befindli­chen Recht entscheiden, wer Ã¼ber das Bestehen einer Bewilligungspflicht und bejahenden Falls Ã¼ber das Erteilen einer Bewilligung zu befinden hatte. Heute fehlt es im vorliegenden Zusammenhang, wie oben in E. 3 ebenso gesagt, ohnehin an einer Bewilligungspflicht und damit auch an der MÃ¶glichkeit einer Bewilligung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">§ 15 Abs. 1 BVO verbot vollamtlichen Beamten die AusÃ¼bung einer bezahlten Ne­benbeschÃ¤ftigung, mit der MÃ¶glichkeit einer Ausnahmebewilligung durch den Regierungs­rat oder durch eine von diesem bezeichnete nachgeordnete Instanz. WÃ¤hrend die Mitwir­kung in der Verwaltung einer juristischen Person mit wirtschaftlichen Interessen wie hier nach der ursprÃ¼nglichen Fassung von § 24 Abs. 2 Satz 2 VV BVO der Bewilligung des Regierungsrats bedurfte, der das dem BeschwerdefÃ¼hrer anno 1994 zweifach verweigerte, wechselte diese ZustÃ¤ndigkeit mit der Ãnderung vom 21. Dezember 1994 per 1. April 1995 zur Personalkommission. Dabei blieb es bis Ende Juni 1999. Die Frage, wer Ã¼ber das Vor­liegen einer Bewilligungspflicht zu befinden habe, stellte sich hierbei gar nicht oder wurde doch nirgends beantwortet. DemgegenÃ¼ber bestimmte nunmehr § 144 Abs. 2 VVPG, die zur Bewilligung zustÃ¤ndige Stelle ‑ im gegenwÃ¤rtigen Zusammenhang laut Abs. 1 lit. a die JI ‑ entscheide, ob eine Bewilligung einzuholen sei; allerdings erfÃ¼llt der BeschwerdefÃ¼hrer jedenfalls heute eben keinen Bewilligungstatbestand. § 144 Abs. 2 VVPG spielt also fÃ¼r ihn ebenso wenig eine nachteilige Rolle.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der BeschwerdefÃ¼hrer glaubt deshalb zu Unrecht, allein die Personalkommission hÃ¤tte die Frage einer Bewilligungspflicht beurteilen sollen. Hierbei handelt es sich um eine Vorfrage (vgl. dazu und zum Folgenden KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 1 N. 30 ff. und Vorbem. zu §§ 4-31 N. 29; RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtspre­chung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt am Main 1990, Nr. 142; Blaise Knapp, Grundla­gen des Verwaltungsrechts, Bd. I, Basel/Frankfurt am Main 1992, Nr. 39 ff.; RenÃ© Rhinow/ Heinrich Koller/Christina Kiss, Ãffentliches Prozessrecht und Justizverfassungsrecht des Bundes, Basel/Frankfurt am Main 1996, Rz. 919 f.; Thomas Merkli/Arthur Aeschlimann/ Ruth Herzog, Kommentar zum Gesetz Ã¼ber die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, Art. 5 N. 5 ff.; HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 46 ff.), und zwar einerseits dafÃ¼r, ob sich eine Bewilligung erteilen lasse, anderseits aber auch dafÃ¼r, ob es eine bereits ausgeÃ¼bte TÃ¤­tigkeit mangels eingerÃ¤umter Bewilligung kÃ¼nftig zu untersagen gelte. Im ersten Fall hÃ¤tte die ZustÃ¤ndigkeit bei der Personalkommission gelegen, die bei einer Verneinung der Be­wil­ligungspflicht auf ein Bewilligungsgesuch nicht hÃ¤tte eintreten kÃ¶nnen und es an­sonsten hÃ¤tte behandeln mÃ¼ssen. Im beim BeschwerdefÃ¼hrer gegebenen zweiten Fall ver­moch­ten Be­schwerdegegnerin und Vorinstanz die Vorfrage der Bewilligungspflicht selbst zu beant­worten, um daraus die Konsequenzen zu ziehen. Sie hatten keine Gelegenheit zum Einho­len einer Bewilligung zu bieten, die der BeschwerdefÃ¼hrer obendrein ausdrÃ¼cklich als ent­behrlich bezeichnete. Vielmehr durften sie es ihm anheimstellen, einen solchen Schritt zu unternehmen und bis zum Entscheid der Personalkommission, deren eventuelle Vernei­nung der Vorfrage sie Ã¼brigens nicht gebunden hÃ¤tte, eine Sistierung der gegenwÃ¤r­tigen Sa­che zu beantragen. Dass er das nicht tat, hat der BeschwerdefÃ¼hrer zu vertreten. Be­schwer­degegnerin und Vorinstanz haben ‑ ohne ein Bewilligungs<i>verfahren</i> zu verwei­gern oder sich als Bewilligungs<i>erteilungs</i>instanzen zu gebÃ¤rden ‑ zu Recht die Bewilli­gungs­pflicht geprÃ¼ft. Zumindest erscheint ihr Vorgehen mangels klarer UnzustÃ¤ndigkeit unter keinen UmstÃ¤nden als nichtig (vgl. zur Nichtigkeit Max Imboden, Der nichtige Staatsakt, ZÃ¼rich 1944; Fritz Gygi, Verwaltungsrecht, Bern 1986, S. 306; Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 40; Knapp, Nr. 1192 ff.; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Art. 49 N. 55 ff.; HÃ¤fe­lin/MÃ¼l­ler, Rz. 768 ff.). Auch Beschwerdeantrag 2 ist somit abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Im Ãbrigen dÃ¼nkt einen das Gebot der Vorinstanz an den BeschwerdefÃ¼hrer, aus dem Verwaltungsrat der E. AG zurÃ¼ckzutreten, auch deshalb unbedenklich, weil es zwar noch wÃ¤hrend der Geltung des alten Rechts erging, jedoch Wirkung erst in einem Zeit­punkt beansprucht, wo das neue bereits in Kraft steht. Dieses sieht fÃ¼r einen Fall wie den des BeschwerdefÃ¼hrers zwar keine Bewilligungspflicht vor, ermÃ¶glicht aber den zustÃ¤ndi­gen BehÃ¶rden dennoch, unter den von § 53 Abs. 1 PG genannten Voraussetzungen die Ne­benbeschÃ¤ftigung nachtrÃ¤glich zu verbieten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Es bleibt im hier untersuchten Zusammenhang noch anzumerken, dass ange­foch­tener Entscheid und vorinstanzliche Vernehmlassung den Befehl auf Niederlegung des be­schwerdefÃ¼hrerischen Verwaltungsratsmandats als Vollstreckungshandlung bezÃ¼glich der Bewilligungsverweigerung von 1994/5 bezeichnen. Dem kann wenigstens insoweit nicht beigepflichtet werden, als diesfalls das Ergreifen von Rechtsmitteln ausgeschlossen wÃ¤re (vgl. ‑ auch zum Folgenden ‑ KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 67, Vorbem. zu §§ 29-31 N. 2 f. sowie § 30 N. 57 ff.; RB 1981 Nr. 24 und 1983 Nr. 113 [= BEZ 1983 Nr. 37]). Davon aber kann vorab aus zwei GrÃ¼nden keine Rede gehen: Zum einen befanden Regie­rungsrat und Bundesgericht seinerzeit ‑ wenn auch in irriger Annahme ‑ Ã¼ber eine Bewilli­gung fÃ¼r eine erst zu ergreifende TÃ¤tigkeit, wÃ¤hrend es sich hier um das Abstellen einer solchen handelt, obendrein binnen einer neu gesetzten, bei der Vorinstanz strittigen Frist. Und zum andern macht der BeschwerdefÃ¼hrer nachtrÃ¤glich eingetretene UmstÃ¤nde geltend, nÃ¤mlich die Re­duktion seines hauptberuflichen Pensums auf rund 80 %, was eine Bewilli­gung erÃ¼brige bzw. seine NebenbeschÃ¤ftigung als problemlos erscheinen lasse.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">6. Damit haben alle AntrÃ¤ge des BeschwerdefÃ¼hrers ‑ ausser dem die Nebenfolgen betreffenden ‑ eine Beurteilung erfahren und lÃ¤sst sich das Rechtsmittel ohne weiteres ab­weisen, soweit darauf eingetreten wird. Freilich Ã¤ussert sich die BeschwerdebegrÃ¼ndung am Ende doch noch zum materiellen Recht. Aus freien StÃ¼cken sei hierzu ebenso Stellung bezogen, d.h. ohne das Thema in dem Sinn an die Hand zu nehmen, dass hierfÃ¼r ein An­fech­tungsweg erÃ¶ffnet wÃ¼rde. Das Verwaltungsgericht kÃ¶nnte, selbst wenn es sich Ã¤ussern mÃ¼sste, anstatt einer RÃ¼ckweisung Ã¼ber diesen Punkt auch nach neuem Recht selbst befin­den (§ 80c in Verbindung mit §§ 63 Abs. 1 und 64 Abs. 1 VRG). Denn weder gÃ¤lte es ei­nen Ermessensentscheid zu fÃ¤llen noch hÃ¤tte der Vorinstanz die Gelegenheit gefehlt, den Sachverhalt schon nach neuem Recht zu prÃ¼fen (ZBl 84/1983, S. 41 = ZR 82/1983 Nr. 18, je in RB 1982 Nr. 7 verkÃ¼rzt wiedergegebene E. 3; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 64 N. 5).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) ZunÃ¤chst verweist der BeschwerdefÃ¼hrer auf seine Rekursschrift. Das vermag die BegrÃ¼ndung nur dann zu ersetzen, wenn der angefochtene Entscheid inhaltlich mit der frÃ¼­heren Anordnung Ã¼bereinstimmt, auf welche diese Eingabe zielte. Hat aber die Vorinstanz wie hier neue ErwÃ¤gungen angestellt, kann die Beschwerde nicht einen frÃ¼heren Vortrag, der sich gegen eine abweichend motivierte VerfÃ¼gung richtete, zum Bestandteil der Rechts­mittelbegrÃ¼ndung erklÃ¤ren (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 54 N. 7). Das Vorgehen des Be­schwerdefÃ¼hrers ist daher insofern ohnehin unbeachtlich.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Was insbesondere die unter altem Recht bestrittene Bewilligungspflicht fÃ¼r ein ne­benberufliches Verwaltungsratsmandat trotz reduzierten HauptbeschÃ¤ftigungsgrads an­langt, lÃ¤sst sich im Sinn der §§ 80c und 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG beipflichtend auf die bejahenden vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen verwei­sen. HinzugefÃ¼gt sei, dass auch die teilamtlichen Mitglieder des Sozialversicherungsge­richts fÃ¼r die ZugehÃ¶rig­keit zur Verwaltung oder GeschÃ¤ftsfÃ¼hrung einer Handelsgesell­schaft oder einer Genos­sen­schaft mit wirtschaftlichen Zwecken die Bewilligung des Kan­tonsrats einholen mÃ¼ssen (Christian ZÃ¼nd, Kommentar zum Gesetz Ã¼ber das Sozialversi­cherungsgericht des Kantons ZÃ¼rich, ZÃ¼rich 1999, § 5 N. 8). Das NÃ¤mliche dÃ¼rfte laut § 3 Abs. 3 des Gerichtsverfas­sungs­gesetzes vom 13. Juni 1976 (GVG) auch fÃ¼r teilamtliche Mitglieder des Obergerichts gelten, wenn es solche dereinst je geben sollte (vgl. Gesetz Ã¼ber die Wahl von teilamtlichen Mitgliedern der Gerichte vom 4. Januar 1999, in Kraft seit 1. MÃ¤rz 2000; OS 56, 43 und 56). Dass die nebenamtlichen Bundes‑ und hÃ¶chsten Richter im Kanton ZÃ¼rich keine der­artigen BeschrÃ¤nkungen kennen, hilft dem eben gerade nicht nebenberuflich als Bezirks­an­walt tÃ¤tigen BeschwerdefÃ¼hrer nichts. Diese Personen wollen in ihrem regelmÃ¤ssig ausge­Ã¼bten Haupterwerbsleben keine BeeintrÃ¤chtigung erfahren; man zieht sie ad hoc fÃ¼r einzel­ne FÃ¤lle bei und kann dort auf sie verzichten, wo ihre private Stel­lung Bedenken erregte. DemgegenÃ¼ber trifft das fÃ¼r auch nur teilamtlich TÃ¤tige so nicht zu. Im Ãbrigen fÃ¼hlte sich der BeschwerdefÃ¼hrer offenbar auch dann nicht zu einem Bewilligungsgesuch bemÃ¼ssigt, als er ab spÃ¤testens Anfang April bis Ende September 1997 wieder zu 100 % arbeitete.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Diskussion um die Bewilligungspflicht erÃ¼brigt sich indes unter dem geltenden neuen Recht schon deshalb, weil es eine solche ‑ wie schon mehrfach betont ‑ fÃ¼r den Fall des BeschwerdefÃ¼hrers nicht kennt noch fÃ¼r die AusÃ¼bung einer NebenbeschÃ¤ftigung auf den Umfang des Hauptpensums abstellt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die aufgehobenen § 57 OGRR und § 15 Abs. 1 BVO statuierten fÃ¼r Nebenbe­schÃ¤ftigungen wie die des BeschwerdefÃ¼hrers ein generelles Verbot mit einem inhaltlich nicht umschriebenen Erlaubnisvorbehalt. Von Verbot mit Erlaubnisvorbehalt spricht die Vorinstanz auch bezÃ¼glich § 53 Abs. 1 PG, wÃ¤hrend die Beschwerde betont, diese Be­stim­mung gestatte eine NebenbeschÃ¤ftigung ohne BerÃ¼hrung der Arbeitszeit grundsÃ¤tzlich, es lasse sich denn mit der dienstlichen Stellung nicht vereinbaren. Solch verschiedene Be­trach­tungsweisen bringen einen keiner LÃ¶sung nÃ¤her. Als entscheidend erscheint vielmehr, dass das neue Recht zum Gesetz erhebt, was Regierungsrat und Bundesgericht im Bewilli­gungsverfahren des BeschwerdefÃ¼hrers von 1994/5 praktiziert bzw. als zumindest vertret­bar bezeichnet haben, und zwar letztlich gestÃ¼tzt auf § 24 Abs. 1 Satz 1 bzw. spÃ¤ter § 13 Abs. 1 Satz 1 VV BVO, wonach NebenbeschÃ¤ftigungen ohne Nachteile fÃ¼r die AmtstÃ¤tig­keit bewilligt werden kÃ¶nnen. Was damals inhaltlich fÃ¼r die ZulÃ¤ssigkeitsvoraussetzungen galt, tut es heute entgegen dem BeschwerdefÃ¼hrer und mit dem angefochtenen Entscheid ebenso. Dabei mag die Frage der Vereinbarkeit einer NebenbeschÃ¤ftigung mit der dienstli­chen Stellung oft eindeutig zu bejahen oder zu verneinen sein. Mitunter gibt es jedoch FÃ¤l­le wie den des BeschwerdefÃ¼hrers, wo man in guten Treuen beide Meinungen vertreten kann, was sich gerade in den Kehrtwendungen von Beschwerdegegnerin und Vor­instanz ausdrÃ¼ckt. Dann verfÃ¼gen die vorgesetzten BehÃ¶rden Ã¼ber einen Beurteilungs­spiel­raum, welchen der angefochtene Entscheid nun zu Ungunsten des BeschwerdefÃ¼hrers aus­genÃ¼tzt hat. Das Verwaltungsgericht dÃ¼rfte hier nicht in Anwendung von § 75 lit. a VRG eingrei­fen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, §§ 20 N. 17 sowie 50 N. 73 ff., 82 und 95 ff.; RB 1986 Nr. 116; Rhinow/KrÃ¤henmann, Nr. 66 B II; HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 369 f.).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Sodann beruft sich der BeschwerdefÃ¼hrer zu Unrecht darauf, fÃ¼r ihn als Bezirksan­walt bestÃ¼nden bezÃ¼glich UnabhÃ¤ngigkeit ganz allgemein geringere Anforderungen denn fÃ¼r Richter/innen (vgl. BGE 112 Ia 142 E. 2b; ZR 89/1990 Nr. 69). Insbesondere gelten fÃ¼r beide Funktionen im Kanton ZÃ¼rich die gleichen Ausstandsbestimmungen von §§ 95 ff. GVG (vgl. auch § 5a VRG). Umgekehrt verhelfen die ‑ beim BeschwerdefÃ¼hrer im Zu­sam­menhang mit seinem Verwaltungsratsmandat bislang angeblich nie aktuell geworde­nen ‑ AusstandsgrÃ¼nde nicht zu einer milderen Beurteilung der Unvereinbarkeit dieser TÃ¤tigkeit mit dem Hauptberuf. Denn die §§ 95 ff. GVG und § 5a VRG wollen im Einzelfall (an­scheins)befangene Personen von der GeschÃ¤ftsbehandlung fernhalten, wÃ¤hrend § 53 Abs. 1 PG ‑ nur unter anderem ‑ zu verhindern trachtet, dass sich die Ausstandsfrage Ã¼berhaupt stel­le (ABl 1996, 1182 f.). Wenn sich Ã¼brigens beispielsweise hÃ¤ufig mit Wirt­schaftsde­lik­ten befassten Oberrichtern/innen als NebenbeschÃ¤ftigung eine in der Art des Beschwer­de­fÃ¼hrers erlauben (oder eben auch im Nachhinein verbieten) liesse, so bedeutete das einen hinzunehmenden Ermessensentscheid, der in solch heute seltenerer Weise darauf beruhte, dass § 1 Abs. 3 PG etwa die Oberrichter/innen vom Anwendungsbereich des Ge­setzes aus­nimmt. DemgegenÃ¼ber unterlÃ¤gen diesem genau gleich wie der BeschwerdefÃ¼h­rer auf Wirt­schaftsdelikte spezialisierte Bezirksrichter/innen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Schliesslich bleibt unerfindlich, wieso es fÃ¼r die Vereinbarkeit des Verwaltungs­ratsmandats mit der Stellung eines ausserordentlichen Bezirksanwalts eine Rolle spielen sollte, dass der Beamtenstatus nach neuem Recht weggefallen ist. Ebenso wenig kommt es hier auf den HauptbeschÃ¤ftigungsgrad an, der abgesehen davon gerade nicht wegen der NebentÃ¤tigkeit reduziert wurde und ohnehin ‑ obendrein mehr denn ein Jahr spÃ¤ter als ge­wÃ¼nscht ‑ lÃ¤ngst wieder 100 % betragen soll, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer seinen Ab­schied bei der E. AG nehmen muss.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">7. Laut § 80b VRG zeitigen personalrechtliche Verfahren mit einem Streitwert von unter Fr. 20'000.‑ keine Kostenfolgen fÃ¼r die Parteien, es habe denn die unterliegende einen unangemessenen Aufwand verursacht (vgl. Keiser, S. 221 in Verbindung mit S. 208; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 80b N. 5). Letzteres trifft auf den BeschwerdefÃ¼hrer nicht zu.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Es fragt sich indes, was fÃ¼r solche Verfahren ohne Streitwert gelte. § 80b VRG lehnt sich an die arbeitsrechtliche Bestimmung von Art. 343 Abs. 2 f. des Obligationen­rechts (OR) an (vgl. regierungsrÃ¤tliche Weisung zur VRG-Revision vom 3. Mai 1995 in ABl 1995, 1542). Fehlt in arbeitsrechtlichen Prozessen ein Streitwert, finden die Verfah­rensgrundsÃ¤tze von Art. 343 OR ohnehin Anwendung (Manfred Rehbinder, Berner Kom­mentar, 1992, Art. 343 N. 13 sowie Christiane Brunner/Jean-Michel BÃ¼hler/Jean-Bernard Waeber, Kommentar zum Arbeitsvertragsrecht, 2. A., Basel/Frankfurt am Main 1997, Art. 343 N. 5), besteht also auch Kostenfreiheit. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind daher auf die Gerichtskasse zu nehmen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Als vollstÃ¤ndig Unterliegender kann der BeschwerdefÃ¼hrer nach § 17 Abs. 2 VRG keine ParteientschÃ¤digung beanspruchen. Und eine solche hat die Beschwerdegegnerin nicht verlangt (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 6).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht (4. Kammer):</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1.<span> </span>Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. ....</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3.<span> </span>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden auf die Gerichtskasse genommen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>