B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-1707/2021 U r t e i l v o m 2 7 . A p r i l 2 0 2 1 Besetzung Richter Keita Mutombo (Vorsitz), Richterin Annie Rochat Pauchard, Richter Jürg Steiger, Gerichtsschreiberin Monique Schnell Luchsinger. Parteien 1. A._______, 2. B._______, 3. C._______, 4. D._______, alle vertreten durch Alexander Greter, Rechtsanwalt, und Lukas Aebi, Rechtsanwalt, Beschwerdeführende, gegen Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV, Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI, Eigerstrasse 65, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Neuverlegung der Verfahrenskosten und Parteientschädi- gung. A-1707/2021 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend: ESTV oder Vor- instanz) am 21. Mai 2019 eine Schlussverfügung gegen A._______ erliess (und separat gegen eine Gesellschaft als beschwerdeberechtigte Person), in der sie dem Ministry of Finance der Republik Indien gestützt auf dessen Ersuchen vom (…) bzw. vom (…) sowie vom (…) und vom (…) Amtshilfe leistete, dass A._______ (nachfolgend: beschwerdeführende Person 1 ), B._______ (nachfolgend: beschwerdeführende Person 2), C._______ (nachfolgend: beschwerdeführende Person 3) und D._______ (nachfol- gend: beschwerdeführende Person 4; alle zusammen: Beschwerdefüh- rende) am 20. Juni 2019 gegen diese Schlussverfügung beim Bundesver- waltungsgericht Beschwerde erhoben, dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil A -3186/2019 vom 20. Au- gust 2020 die Beschwerde insofern teilweise guthiess, als es die von der Vorinstanz angeordnete Übermittlung des Hinweises, wonach die be- schwerdeführende Person 1 «beneficial owner» und «signatory» eines na- mentlich aufgeführten Kontos einer namentlich aufgeführten Gesellschaft, welches im Jahre 2012 geschlossen worden sei, dahingehend ergänzte, dass die beschwerdeführende Person 1 möglicherweise in der indischen Steuerperiode 2011/2012 diese Funktion nicht mehr innegehabt haben könnte (daselbst Dispositiv-Ziff. 1 Abs. 3), dass das Bundesverwaltungsgericht ferne r die Beschwerde insofern teil- weise guthiess, als es die Übermittlung des «Client Profiles» untersagte (Urteil des BVGer A -3186/2019 vom 20. August 2020 Dispositiv -Ziff. 1 Abs. 4), ebenso wie die Übermittlung der Passkopien der Beschwerdefüh- renden 2 – 4 und des Geschäftsführers der namentlich genannten Gesell- schaft (Urteil des BVGer A -3186/2019 vom 20. August 2020 Dispositiv - Ziff. 1 Abs. 5), dass das Bundesverwaltungsgericht im genannten Urteil auch anordnete, im «Statement of Assets» vom 31. März 2011 diverse Angaben sowie wei- tere Datumsangaben im Sinne der Erwägungen zu schwärzen (Urteil des BVGer A-3186/2019 vom 20. August 2020 Dispositiv-Ziff. 1 Abs. 6 und 7), dass das Bundeverwaltung sgericht schliesslich die Schwärzung der Na- men der beschwerdeführenden Personen 2 – 4 sowie des Geschäftsfüh-A-1707/2021 Seite 3 rers der namentlich genannten Gesellschaft anordnete und ergänzend ei- nen Spezialitätsvorbehalt formulierte (Urteil des BVGer A -3186/2019 vom 20. August 2020 Dispositiv-Ziff. 1 Abs. 8 und 9), dass das Gericht dabei die Verfahrenskosten von total Fr. 5'000.- im Um- fang von Fr. 1'5 00.- den Beschwerdeführenden auferlegte und die Vo- rinstanz zur Bezahlung einer reduzierten Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 6'000.- an die Beschwerdeführenden verpflichtete, dass die ESTV das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-3186/2019 vom 20. August 2020 mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen- heiten am 7. September 2020 beim Bundesgericht angefochten und insbe- sondere beantragt hat, Dispositiv -Ziff. 1 des gen annten Urteils des Bun- desverwaltungsgerichts sei im Umfang der verfügten Passusänderung be- treffend Ziff. 2 Abs. 4 des Dispositivs der Schlussverfügungen vom 21. Mai 2019, der verfügten Untersagung der Übermittlung des «Client Profile» und der Passkopien der Beschwerdeführenden 2 – 4 (nunmehr: Beschwerde- gegner 2 – 4) sowie der weiteren namentlich genannten Person sowie der Schwärzungsanordnung von sämtlichen Angaben zur Person der Be- schwerdegegner 2 – 4 und der weiteren namentlich genannten Person auf- zuheben, dass das Bundesgericht diese Beschwerde mit Urteil 2C_ 703/2020 vom 15. März 2021 in dem Sinne teilweise guthiess, als es die vom Bundesver- waltungsgericht getroffenen Anordnungen im Umfang der Dispositiv-Ziff. 1 Abs. 4 betreffend das «Client Profile» sowie der Dispostiv-Ziff. 1 Abs. 5 und Abs. 8 betreffend die dort genannten Personen aufhob und die Schlussver- fügungen der ESTV vom 21. Mai 2019 im Sinne der Erwägungen bestä- tigte, dass die Beschwerdeführenden somit im Verfahren A-3186/2019 nunmehr als zu 70% unterliegend zu betrachten sind, dass den Beschwerdeführenden daher die auf Fr. 5'000.- festzusetzenden Verfahrenskosten im Verfahren A-3186/2019 im Betrag von Fr. 3'500.- auf- zuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), wobei der in der Höhe von Fr. 5'000.- einbezahlte Kostenvorschuss im Umfang von Fr. 3'500.- zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist, und infolgedessen der Mehrbetrag von Fr. 1'500.- nach Eintritt der Rechtskraft des vorliege nden Entscheids zu- rückzuerstatten ist, A-1707/2021 Seite 4 dass den Beschwerdeführenden für das Verfahren A-3186/2019 entspre- chend lediglich noch eine Parteientschädigung von Fr. 2'570.- zuzuspre- chen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes- verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] e contrario so wie Art. 7 Abs. 3 VGKE), dass für den vorliegenden Kostenentscheid weder Kosten aufzuerlegen sind noch eine Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 6 Bst. b VGKE und Art. 7 Abs. 3 VGKE; statt vieler: Urteil des BVGer A-1417/2017 vom 9. März 2017). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Kosten des Verfahrens A-3186/2019 in der Höhe von Fr. 5'000. - wer- den den Beschwerdeführenden im Umfang von Fr. 3'500.- auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 5'000.- wird in der Höhe von Fr. 3'500.- zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. Im Mehr- betrag von Fr. 1'500.- wird der Kostenvorschuss nach Eintritt der Rechts- kraft des vorliegenden Entscheides zurückerstattet. 2. Die Vorinstanz wird verpflichtet, den Beschwerdeführenden für das Verfah- ren A-3186/2019 eine reduzierte Parteientschädig ung von Fr. 2'570.- zu bezahlen. 3. Für das vorliegende Verfahren werden weder Kosten auferlegt noch Par- teientschädigungen zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) Für die Unterschriften und die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. A-1707/2021 Seite 5 Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Keita Mutombo Monique Schnell Luchsinger Rechtsmittelbelehrung: Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in Steuersachen kann innert 10 Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli- cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen besonders bedeutenden Fall im Si nne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt (Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schwei- zerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsulari- schen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). In der Rechtsschrift ist auszuführen, warum die jeweilige Voraussetzung erfüllt ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in ei ner Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit- tel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizule- gen (Art. 42 BGG). Versand: