<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00582</span></p><p><br/></p><p><span> </span></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Fonti</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 27. Oktober 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Sebastian Lorentz</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Lorentz Schmidt Partner, Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Weinbergstrasse 29, 8006 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1981</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meldete sich u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nter Hinweis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(unter ande</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rem) Schmerzbeschwerden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">23. März 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 7/5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und holte bei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ärzten der MEDAS Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6. Januar 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erstattet wurde (Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 7/47</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p><span> </span><span>Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (</span><span>Urk. 7/50</span><span>; Urk.</span><span> 7/55, Urk. 7/61, Urk. 7/64</span><span>) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom </span><span>18. April 2017 </span><span>einen Rentenanspruch (Urk.</span><span> 7/67</span><span> = </span><span>Urk. </span><span>2)</span><span>.</span></p><p><br/></p><p><span>2.</span><span> </span><span>Der </span><span>Versicherte erhob am </span><span>22. Mai 2017</span><span> Beschwerde gegen die Verfügung vom </span><span>18. April 2017</span><span> (</span><span>Urk. </span><span>2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei</span><span>en</span><span> ihm </span><span>die gesetzlichen Leistungen</span><span> zuzusprechen</span><span>. In formeller Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege</span><span> (</span><span>Urk. </span><span>1 S. 2</span><span> Ziff. I</span><span>).</span></p><p><span> </span><span>Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom </span><span>26. Juni 2017</span><span> (Urk.</span><span> 6</span><span>) die Abweisung der Beschwerde. </span><span>Dies wurde dem Beschwerdeführer</span><span> am </span><span>6. September 2017</span><span> zur Kenntnis gebracht (Urk.</span><span> 8</span><span>).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Erwerbsunfähigkeit ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">blei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt (Urk. 2), gestützt auf das Gutachten sei aus rheumatologischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 50</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> für die bisherige Tätigkeit als Velomechaniker ausgewiesen. In einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe jedoch seit 2013 eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. Aufgrund des noch bestehenden Cannabiskonsums könne die Arbeitsfähigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bezüglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der psychischen Komponente nicht beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilt werden. Aus diesem Grund sei die angegebene Arbeitsunfähigkeit auf rein rheumatologische Angaben zurückzuführen. Vor einer Neuanmeldung solle eine Cannabisabstinenz durchgeführt und eine Psychotherapie aufgegleist worden sein (S. 2 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (Urk. 1), das polydisziplinäre Gutachten erweise sich insbesondere in psychiatrischer Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicht als mangelhaft. Da der psychiatrische Gutachter keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stelle, eine solche aber auch nicht negiere, erfülle er von vornherein seinen Gutachtensauftrag nicht (S. 6 Ziff. 21). Er habe nicht ausgeführt, ob beim Beschwerdeführer eine Sekundärsucht überwiegend wahrscheinlich sei oder nicht. Diesbezüglich sei der Sachverhalt noch ungeklärt (S. 6 f. Ziff. 24 ff.). Indem der psychiatrische Gutachter aber ausgeführt habe, der Beschwerdeführer verfüge aufgrund der gezeigten Symptomatik nicht über ausreichende Ressourcen, weshalb er auf keinem Arbeitsmarkt vermittelbar sei, sei ein Rentenanspruch ausgewiesen (S. 7 Ziff. 29 f.). Sollte aus Sicht des Gerichts weiterer medizinischer Abklärungsbedarf bestehen, sei ein Gerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten einzuholen (S. 3 Ziff. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch zu Recht verneinte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem MEDAS-Gutachten vom 6. Januar 2017 (Urk. 7/47/1-12) ist als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein Residualzustand Knie rechts mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zen und diskreter Funktionseinschränkung zu entnehmen (S. 10 Ziff.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 4.1). Aufgrund der somatischen Befunde sei in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als selbständiger Velomechaniker (teilweise schwere Arbeit) mit kniebelastenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitspositionen von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 11 Ziff.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 5.1). Dagegen seien ihm aus somatischer Sicht körperlich leichte bis mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwere Tätigkeiten voll zumutbar (Ziff. 5.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus psychiatrischer Sicht (Urk. 7/47/32-44) wurde im Wesentlichen ausgeführt, aus Psychostatus, klinischem Eindruck und der Anamnese könne man zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fassend an eine agitiert-depressive Entwicklung denken mit paralleler somatoformer Störung. Bei genauerer Betrachtung würden sich dann noch Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise auf die Möglichkeit intellektueller Beeinträchtigung ergeben, welche dazu geführt haben könnten, dass er schulisch und beruflich keinen Erfolg, keine Entwicklung gehabt habe. Das hyperreaktive Verhalten des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führers wäre dann möglicherweise in einer auffälligen bis pathologischen Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sönlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitsstruktur zu finden. All diese Hypothesen könnten jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter überprüft und belegt werden, denn der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">konsumiere täglich Cannabis, was auch durch den Laborbefund bestätigt w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">orden sei (S. 11 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer meine zwar, er sei durch den Konsum nicht beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigt und dieser helfe ihm nur beim Ertragen der Schmerzen. Dies sei aber nicht schlüssig, denn trotz eines hohen Cannabisspiegels im Urin klage er verbal nahezu ständig über Schmerzen. Weiter sei er im Gespräch nur schwer führbar. Er sei aggressiv und verhaltensauffällig. Der Psychostatus weise auf Depressi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vität, Apathie und Hostilität hin. All diese Symptome und das zu beobachtende Verhalten könnten ohne weiteres substanzbedingt sein. Es lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt unter belegtem Drogeneinfluss nicht differenzieren, welche Symptome einer Persönlichkeitsstörung oder dem Substanzmissbrauch zuzuord</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen seien. Aufgrund der Anamnese erscheine es möglich, dass der Substanz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sum sekundäre Folge einer vorbestehenden psychischen Störung (Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keitsstörung?) sei, aber dies könne im aktuellen Zustand des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führers nicht seriös belegt werden (S. 11 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der psychiatrische Gutachter stufte daher die von ihm gestellten Diagnosen schädlicher Gebrauch von Cannabis (ICD-10 F12.1), Verdacht auf depressive Störung (ICD-10 F32.9) und Verdacht auf Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.9) als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein (S. 10 Ziff. 3.2). Die Arbeitsfähigkeit sei aktuell nicht beurteilbar (S. 12 Ziff. 5.1 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf das MEDAS-Gutachten (vorstehend E. 3) davon aus, der Beschwerdeführer sei in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig. Sie hielt richtigerweise fest, dass diese Arbeitsunfähigkeit auf rein rheumatologische Angaben zurückzuführen sei und die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht aufgrund des Drogenkonsums nicht beurteilt werden könne (vorstehend E. 2.1). Indem sie bei dieser Sachlage trotzdem über den Rentenanspruch verfügte und damit das aktuelle Verwaltungsverfahren mit dem Hinweis abschloss, der Beschwerdeführer solle vor einer Neuanmeldung einen Entzug durchführen, verletzte sie ihre Abklärungspflicht. Denn dem psychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trischen Teilgutachten ist zu entnehmen, dass der Gutachter wegen des Drogen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einflusses nicht differenzieren konnte, welche Symptome einer Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung oder dem Substanzmissbrauch zuzuordnen sind. Sodann wies er auf die Möglichkeit hin, dass der Substanzkonsum sekundäre Folge einer vorbesteh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den psychischen Störung sein könnte. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung führt Drogensucht (wie auch Alkoholismus und Medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ka</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mentenmissbrauch) als solche nicht zu einer Invalidität im Sinne des Gesetzes. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dagegen wird sie im Rahmen der Invalidenversicherung relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten ist, oder wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt (BGE 124 V 265 E. 3c). Aus letzterem Leitsatz folgt nicht, dass die Auswirkungen einer Drogensucht, die ihrerseits auf einen Gesundheitsschaden zurückgeht, per se invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dend sind. Die zitierte Praxis setzt vielmehr den Grundsatz um, dass funk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nelle Einschränkungen nur anspruchsbegründend sein können, wenn sie sich als Folgen selbständiger Gesundheitsschädigungen darstellen (Art. 6 ff. ATSG und Art. 4 Abs. 1 IVG). Insofern verhält es sich ähnlich wie im Verhältnis zwischen psychosozialen oder soziokulturellen Umständen und fachärztlich festgestellten psychischen Störungen von Krankheitswert (BGE 127 V 294 E. 5a): Wo die Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achter im Wesentlichen nur Befunde erheben, welche in der Drogensucht ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in dieser aufgehen, ist kein invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben. Dies trifft zu, wenn davon auszugehen ist, dass sich beispielsweise ein depressives Zustandsbild bei einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(angenommenen) positiven Veränderung der suchtbedingten psychosozialen Prob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">le</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matik wesentlich bessern (und die damit verbundene Beeinträchtigung des Leistungsvermögens sich entsprechend verringern) würde (Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.1 unter Hinweis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_580/2014 vom 11. März 2015 E. 2.2.1 und 9C_856/2012 vom 19. August 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">13 E. 2.2.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Angesichts der insoweit finalen Natur der Invalidenversicherung (BGE 120 V 95 E. 4c; Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl. 2014, Rz 51 zu Art. 4 IVG) ist nicht entscheidend, ob die Drogensucht Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist oder ob die Sucht ausserhalb eines Kausalzusammenhangs mit dem versicherten Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den steht. In beiden Konstellationen sind reine Suchtfolgen IV-rechtlich irrele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vant, soweit sie als solche allein leistungsmindernd wirken. Hingegen sind sie gleichermassen IV-rechtlich relevant, soweit sie in einem engen Zusammenhang mit einem eigenständigen Gesundheitsschaden stehen. Dies kann der Fall sein, wenn die Drogensucht – einem Symptom gleich – Teil eines Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schadens bildet (BGE 99 V 28 E. 3b); dies unter der Voraussetzung, dass nicht allein die unmittelbaren Folgen des Rauschmittelkonsums, sondern wesentlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auch der psychiatrische Befund selber zu Arbeitsunfähigkeit führt. Sodann könn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en selbst reine Suchtfolgen invalidisierend sein, wenn daneben ein psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischer Gesundheitsschaden besteht, welcher die Betäubungsmittelab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hängig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit aufrecht erhält oder deren Folgen massgeblich verstärkt. Umgekehrt können die Auswirkungen der Sucht (unabhängig von ihrer Genese) wie andere psycho-soziale Faktoren auch mittelbar zur Invalidität beitragen, wenn und soweit sie den Wirkungsgrad der Folgen eines Gesundheitsschadens beeinflussen (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.2 unter Hinweis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auf 8C_580/2014 vom 11. März 2015 E. 2.2.2 und 9C_856/2012 vom 19.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> August 2013 E. 2.2.2).</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss stän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">relevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Von der Rückweisung der Sache an den Versicherungsträger zur Gewährung des rechtlichen Gehörs ist nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie dann abzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sehen, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem gleichlaufenden und der Anhörung gleichgestellten Interesse der versicherten Person an einer möglichst beförderlichen Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (vgl. zum Ganzen BGE 137 I 195 E. 2.3.2; BGE 136 V 117 E. 4.2.2.2; BGE 133 I 201 E. 2.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">i </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ungenügenden Abklärungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">durch den Versicherungsträger holt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anschliessend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> reformatorisch entscheidenden </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">–</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ine Rückweisung an den Versicherungsträger </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Frage begründet </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ausserdem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">GE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">137 V 210</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.1.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen; Urteil des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_815/2012 vom 21. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Oktober 2013 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> publi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Gutachten blieb die Frage, ob vorliegend von einer primären oder – inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidenversicherungsrechtlich relevanten - sekundären Sucht auszugehen ist, un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">antwortet. Anderweitige psychiatrische Beurteilungen sind nicht akten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kundig. Der Austrittbericht vom 9. Februar 2015 der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (Urk. 7/2/14-16) ist für die Klärung der offenen Fragen nicht dienlich. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der bisher nicht abgeklärten offenen Fragen ist kein Gerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten einzuholen, sondern die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen (vgl. dazu vorstehend E. 4.3) zur Klärung der Frage, ob vorliegend von IV-relevanten Suchtfolgen im eben beschriebenen Sinne (vorstehend E. 4.2) aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zugehen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sofern von einer sekundären Sucht auszugehen wäre, ist aus psychiatrischer Sicht dazu Stellung zu nehmen, ob ein Suchtmittelentzug aus medizinischer Sicht zumutbar ist und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">was davon im Hinblick auf die Beurteilung der zumut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">baren Arbeitsfähigkeit zu erwarten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Sollte ein Entzug aus medizinischer Sicht als zumutbar erachtet werden, wäre der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Schadenminderungs- und Mitwirkungspflicht aufzufordern, sich dieser Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme zu unterziehen. Da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach wäre eine erneute Begutachtung durchzuführen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist die Verfügung vom 18. April 2017 aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung und zur neuen Entscheidung an die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin zurückzuweisen. Damit ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend erweist sich der Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtspflege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. Urk. 1 S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 Ziff. I.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) als gegenstandlos. </span></p><p><span>5.2</span><span> </span><span>Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts</span><span>kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span>bis</span><span> IVG) und auf Fr. </span><span>6</span><span>00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. </span></p><p><span>5.3</span><span> </span><span>Nach </span><span>§ </span><span>34 </span><span>Abs. </span><span>1 GSVGer hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (</span><span>§ </span><span>34 </span><span>Abs. </span><span>3 GSVGer).</span><span> </span></p><p><span>Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver</span><span>wal</span><span>tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 199/02 vom 1</span><span>0. </span><span>Februar 2004 E. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 54 E. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 E. 3).</span></p><p><span> </span><span>In Anwendung obiger Kriterien ist die Parteientschädigung vorliegend auf Fr. </span><span>2‘700.--</span><span> (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen und ausgangs</span><span>gemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass d</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ie</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> angefochtene </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Verfügung</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">18</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> April 2017</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rechnung</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2'700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Sebastian Lorentz</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal-ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannFonti</p></div> </div></body></html>