<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00313</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106094&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00313</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.05.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Da das Gesetz für Submissionsstreitigkeiten von Gewerbe- oder Berufsorganisationen keine spezielle Beschwerdelegitimation vorsieht, sind jene nur unter den Voraussetzungen der egoistischen Verbandsbeschwerde zur Rechtsmittelerhebung befugt.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EGOISTISCHE VERBANDSBESCHWERDE">EGOISTISCHE VERBANDSBESCHWERDE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 5 IVÃ¶B-BeitrittsG</span><br/><span class="ungerade">Art. 103 lit. a OG</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2001 Nr. 18</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Mit Ausschreibung vom 19. November 1999 erÃ¶ffnete das Hochbauamt des Kan-tons ZÃ¼rich die Submission fÃ¼r Gipserarbeiten bei Umbau und Renovation an der Uni­ver­sitÃ¤t ZÃ¼rich. Mit VerfÃ¼gung vom 25. August 2000 erteilte das Hochbauamt der Firma B, welche das preislich gÃ¼nstigste Angebot eingereicht hatte, den Zuschlag. Das Submissions­ergebnis wurde im Kantonalen Amtsblatt publiziert. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Eingabe an das Ver­wal­tungs­ge­richt vom 18. September 2000 erhoben der Unternehmerverband C, die Gewerkschaft D, die Gewerkschaft E sowie das Berufsregis­ter F gemeinsam Beschwerde. Sie beantragten, die VerfÃ¼gung des Hochbauamts vom 25. Au­gust 2000 sei aufzuheben und das Hochbauamt sei anzuweisen, den Auftrag an eine Sub­mittentin zu vergeben, welche die Voraussetzungen gemÃ¤ss Interkantonaler Vereinba­rung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen und Submissionsverordnung des Kantons ZÃ¼rich erfÃ¼lle; fÃ¼r den Fall, dass der Werkvertrag mit der Firma B bereits ab­geschlossen sei, sei festzustellen, dass diese die Voraussetzungen fÃ¼r die Zuteilung von Ã¶f­fentlichen AuftrÃ¤gen gemÃ¤ss Interkantonaler Vereinbarung und Submissionsverordnung des Kantons ZÃ¼rich nicht erfÃ¼lle und dass der angefochtene Zuschlag rechtswidrig sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Hochbauamt des Kantons ZÃ¼rich beantragte in seiner Vernehmlassung vom 25. Oktober 2000, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventuell sei sie abzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrenden. Gleichzeitig teilte das Hochbauamt mit, dass es den Werkvertrag mit der ausgewÃ¤hlten Anbieterin in­zwischen abgeschlossen habe. Die mitbeteiligte Firma B gab innert Frist keine Stellung­nahme ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 8. November 2000 wurde den BeschwerdefÃ¼hrenden Gelegenheit gegeben, zur Frage ihrer Legitimation ergÃ¤nzend Stellung zu nehmen, wovon sie mit Eingabe vom 23. November 2000 Gebrauch machten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit erforderlich, in den nachstehenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen mit Be­schwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwer­de­verfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Inter­kantonalen Vereinba­rung vom 22. September 1996 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die BeschwerdefÃ¼hrenden machen geltend, die ausgewÃ¤hlte Anbieterin mÃ¼sse vom Vergabeverfahren ausgeschlossen werden, weil sie den vom Bundesrat allgemein ver­bindlich erklÃ¤rten Rahmenvertrag fÃ¼r das Maler- und Gipsergewerbe nicht einhalte, insbe­sondere die darin vorgesehenen Berufs- und VollzugskostenbeitrÃ¤ge nicht entrichte. Ferner habe sie in der Offerte falsche Angaben zu den von ihr beschÃ¤ftigten Personen gemacht. </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da sich die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht als Anbieter am Submissionsverfahren be­teiligt haben, stellt sich vorweg die Frage, ob sie zur Erhebung der Beschwerde legitimiert sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die Interkantonale Vereinbarung regelt nicht, wer zur Anfechtung eines Ver­ga­be­entscheids befugt ist; die Frage beurteilt sich daher nach dem anwendbaren kantona­len Ver­fahrensrecht. GemÃ¤ss § 5 IVÃ¶B-BeitrittsG finden im Beschwerdeverfahren die fÃ¼r das Verwaltungsgericht als Be­schwer­deinstanz geltenden Bestimmungen des Verwaltungs­rechts­pflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) ergÃ¤nzend Anwendung. Nach § 21 lit. a in Verbindung mit § 70 VRG ist zur Beschwerde an das Verwal­tungs­gericht be­rechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutz­wÃ¼r­diges In­te­res­se an deren Ãnderung oder Aufhebung hat. Das schutzwÃ¼rdige Interesse kann recht­li­cher oder tatsÃ¤chlicher Na­tur sein, doch wird verlangt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer durch die an­ge­fochtene VerfÃ¼gung stÃ¤rker als jeder­mann betroffen ist und in einer besonderen, be­ach­tens­werten, nahen Beziehung zur Streit­sa­che steht (RB 1998 Nr. 11 = BEZ 1999 Nr. 10 E. 2a = ZBl 100/1999, S. 444; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 20 ff.; vgl. die Recht­sprechung zu der mit § 21 lit. a VRG materiell Ã¼bereinstimmenden Vorschrift von Art. 103 lit. a des Bun­desgesetzes vom 16. De­zember 1943 Ã¼ber die Organisation der Bundes­rechts­pflege: BGE 123 II 376 E. 2; Al­fred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Ver­wal­tungs­rechtspflege des Bun­des, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 538, 541). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine spezielle Beschwerdelegitimation von Gewerbe‑ oder Berufsorganisationen sieht das Gesetz fÃ¼r Sub­mis­sionsstreitigkeiten nicht vor. Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind daher nur unter den Voraussetzungen der so genannten egoistischen Verbandsbe­schwer­de zur Be­schwer­de befugt, d.h. soweit sie Interessen vertreten, die der Mehrzahl oder zumin­dest einer grossen Zahl ihrer Mitglieder gemein­sam sind und zu deren Wahrung sie nach ihren Sta­tu­ten befugt sind, und soweit Ã¼berdies jedes dieser Mit­glieder selber zur Be­schwer­de legi­ti­miert wÃ¤re (vgl. VGr, 19. Mai 1998, ZBl 100/1999, S. 398; RB 1998 Nr. 11 = BEZ 1999 Nr. 10 E. 2c = ZBl 1999, S. 444; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 50 ff.; KÃ¶lz/ HÃ¤ner, Rz. 561 f.; RenÃ© Rhi­now/Hein­rich Koller/Christina Kiss, Ãffentliches Prozessrecht und Justizverfas­sungsrecht des Bundes, Basel/Frankfurt a. M. 1996, Rz. 1279; Ulrich Zim­merli/Walter KÃ¤lin/Regina Kiener, Grundlagen des Ã¶ffentlichen Verfahrensrechts, Bern 1997, S. 122 f.). Die BeschwerdefÃ¼hrenden haben ausfÃ¼hrlich dargetan, inwiefern sie nach ihrer Auffassung Interessen einer grossen Zahl ihrer Mitglieder vertreten, zu deren Wahr­nehmung sie nach ihren Statuten befugt seien. Wie es sich damit verhÃ¤lt, ist jedoch nur von Bedeutung, wenn den Mitgliedern der BeschwerdefÃ¼hrenden je fÃ¼r sich eine Beschwerde­legitimation zukommt. Das ist im Folgenden zu prÃ¼fen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der <i>BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1</i> ist ein gesamtschweizerischer Verband von Betrie­ben des Maler- und Gipsergewerbes sowie von Personen und Organisationen, welche die­sem Gewerbe nahe stehen (vgl. Art. 2 und 4 der Verbandsstatuten; act. 15/1). Zur BegrÃ¼n­dung seiner Legitimation weist er darauf hin, dass es zu seinen statutarischen Aufgaben ge­hÃ¶re, gÃ¼nstige Rahmenbedingungen fÃ¼r einen fairen Wettbewerb im Maler- und Gipser­gewerbe sicherzustellen und dabei insbesondere dafÃ¼r zu sorgen, dass bei der Vergabe Ã¶f­fentlicher AuftrÃ¤ge die Arbeitsschutzbestimmungen und Arbeitsbedingungen der Gesamt­arbeitsvertrÃ¤ge eingehalten werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus diesen Hinweisen geht indessen nicht hervor, inwiefern die Mitglieder des Ver­bandes, insbesondere die Betriebe des Maler- und Gipsergewerbes, selbstÃ¤ndig zur Be­schwer­de gegen den angefochtenen Ent­scheid legitimiert sein sollen. Es darf zwar davon ausgegangen werden, dass auch diese Unternehmungen an einem fairen Wettbewerb und an der Einhaltung der Gesamtarbeits­vertrÃ¤ge interessiert sind. Die nach der Rechtspre­chung erforderliche nahe Beziehung zur Streit­sa­che, d.h. zur vorliegend strittigen Vergabe, kommt ihnen deswegen aber nicht zu. Die weitaus Ã¼berwiegende Mehrzahl der Mitglieder des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 1 besitzt kein unmittelbares, eigenes Interesse an <i>dieser</i> Sub­mis­sionsstreitigkeit, sondern lediglich ein Interesse allgemeiner Art an der Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen des Vergaberechts. Das genÃ¼gt nicht, um die Voraussetzungen der Beschwerdelegitimation zu erfÃ¼llen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dieses Ergebnis entspricht den GrundsÃ¤tzen zur Legitimation von Konkurrenten ei­nes VerfÃ¼gungsadressaten. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts, welcher sich das Ver­wal­tungs­ge­richt angeschlossen hat, liegt in FÃ¤llen dieser Art nur dann eine besondere BeziehungsnÃ¤he zum Streitgegenstand vor, wenn die Konkurrenten gemeinsam einer spe­ziellen wirtschaftsverwaltungsrechtlichen Ordnung unterstehen (KÃ¶lz/HÃ¤ner, Rz. 554; KÃ¶lz/Boss­­hart/RÃ¶hl, zu § 21 N. 42, 44). Das trifft vorliegend nicht zu; insbesondere stellen die fraglichen GesamtarbeitsvertrÃ¤ge keine wirtschaftsverwaltungsrechtliche Ordnung dar, und deren Anwendung ist auch nicht unmittelbar Gegenstand des angefochtenen Ent­scheids. Die dargestellte Rechtsprechung ist zwar nicht unbestritten. Nach der Praxis ande­rer BundesbehÃ¶rden sowie nach Auffassung eines Teils der Lehre sollen Konkurrenten in weiterem Umfang zur Beschwerde zugelassen werden, indem nebst dem Bestehen eines WettbewerbsverhÃ¤ltnisses lediglich noch eine spÃ¼rbare Verschlechterung der wirtschaftli­chen Situation nachzuweisen wÃ¤re (vgl. KÃ¶lz/HÃ¤­ner, Rz. 554; Rhi­now/Kol­ler/Kiss, Rz. 1275; Isabelle HÃ¤ner, Die Beteiligten im Verwaltungsverfahren und Verwal­tungs­pro­zess, ZÃ¼rich 2000, Rz. 739 ff.). Vorliegend wÃ¤re jedoch auch nach dieser Auffassung die Legi­timation des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 1 nicht begrÃ¼ndet. Er hat zwar ausfÃ¼hrlich dar­gelegt, inwiefern seine Mitglieder in einem â wenn auch entfernten â Konkurrenz­ver­hÃ¤l­tnis zur Mitbeteiligten stÃ¼nden; dass der angefochtene Ent­scheid eine spÃ¼rbare Ver­schlech­te­rung der wirtschaftlichen Situation einer grossen Zahl seiner Mitglieder mit sich bringe, wird jedoch weder dargetan noch ist dies wahrscheinlich. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu beachten ist schliesslich, dass nach der stÃ¤ndigen Rechtsprechung des Ver­wal­tungs­­ge­richts selbst Konkurrenten, die sich als Anbieter am strittigen Vergabeverfahren beteiligt haben, nur zur Beschwerde befugt sind, wenn sie bei deren Gutheis­sung eine reali­stische Chance haben, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen, oder wenn die Gut­heissung zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, bei welcher die Be­schwerdefÃ¼hrenden ein neues Angebot einreichen kÃ¶nnen (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11; vgl. im gleichen Sinn AGVE 1998 Nr. 84 S. 350, E. I/4; BVR 1998 S. 170, E. 1e). Vorliegend kÃ¶nnten die Beanstandungen, welche von den BeschwerdefÃ¼hrenden erhoben werden, hÃ¶chstens zum Ausschluss der Mitbeteiligten, nicht aber zu einer Wiederholung des Verfahrens fÃ¼hren, und die Mitglieder des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 1, die sich nicht am Submissionsverfahren beteiligt haben, wÃ¤ren daher auch nach diesen GrundsÃ¤tzen nicht zur Beschwerde legitimiert. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Sind somit die Mitglieder des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 1 â mit Ausnahme weniger Betriebe, die sich an der Submission beteiligten â nicht selbstÃ¤ndig zur Beschwerde legiti­miert, so sind auch die Voraussetzungen der so genannten egoistischen Verbandsbeschwer­de seitens des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 1 nicht erfÃ¼llt. Im gleichen Sinn hat im Ãbrigen auch das Ver­wal­tungs­ge­richt des Kantons Bern entscheiden, indem es die Legitimation einer Pari­tÃ¤tischen Berufskommission zur Beschwerde gegen einen Submissionsentscheid wegen Verletzung eines Gesamtarbeitsvertrags verneinte (BVR 2000 S. 115 E. 1). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die <i>BeschwerdefÃ¼hrerinnen Nrn. 2 und 3</i> sind Organisationen von Arbeitneh­mern, die u.a. im Maler- und Gipsergewerbe tÃ¤tig sind. Sie begrÃ¼nden ihre Legitimation damit, dass ihre Mitglieder als Arbeitnehmer von Betrieben dieser Branchen an einem fai­ren Wettbewerb und an der Einhaltung der GesamtarbeitsvertrÃ¤ge interessiert seien. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach der Rechtsprechung des Ver­wal­tungs­ge­richts sind jedoch Arbeitnehmer selbst dann nicht legitimiert, die Vergabe eines Ã¶ffentlichen Auftrags anzufechten, wenn ihr Ar­beitgeber am Vergabeverfahren teilgenommen hat und allenfalls zur Beschwerde befugt wÃ¤re (RB 1998 Nr. 11 = BEZ 1999 Nr. 10 = ZBl 1999, S. 444). Diese Rechtsprechung wur­­de vom Bundesgericht, das sie auf staatsrechtliche Beschwerde hin zu beurteilen hatte, nicht beanstandet (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Mai 1999, 2P.10.1999). Die Be­schwerdefÃ¼hrenden haben sich mit diesen GrundsÃ¤tzen weder auseinandergesetzt noch sind GrÃ¼nde ersichtlich, die zu einer ÃberprÃ¼fung derselben fÃ¼hren mÃ¼ssten. Umso weniger kann Arbeitnehmern, deren Arbeitgeber sich an der fraglichen Submission nicht beteiligt haben, eine Legitimation zugestanden werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da die Mitglieder der BeschwerdefÃ¼hrerinnen Nrn. 2 und 3 somit nicht zur Be­schwerde legitimiert sind, sind auch die Voraussetzungen zur Erhebung einer Verbandsbe­schwerde durch diese BeschwerdefÃ¼hrerinnen nicht erfÃ¼llt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Der <i>BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 4</i> ist ein Verein, dessen einzige Mitglieder die Be­schwerdefÃ¼hrenden Nrn. 1 bis 3 sind. Da diesen nach dem Gesagten keine Legitimation zur Anfechtung des Vergabeentscheids zukommt, entfÃ¤llt eine solche ebenso beim Beschwer­defÃ¼hrer Nr. 4. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Zur BegrÃ¼ndung ihrer Beschwerdebefugnis haben die BeschwerdefÃ¼hrenden fer­ner auf Art. 357b Abs. 1 des Schweizerischen Obligationenrechts vom 30. MÃ¤rz 1911 (OR) hingewiesen, wonach in einem zwischen VerbÃ¤nden abgeschlossenen Gesamtarbeitsvertrag die Vertragsparteien vereinbaren kÃ¶nnen, dass ihnen bezÃ¼glich einzelner Vertragsgegen­stÃ¤nde gemeinsam ein Anspruch auf Einhaltung des Vertrags gegenÃ¼ber den beteiligten Arbeitgebern und Arbeitnehmern zusteht. Dieser Anspruch ist jedoch privatrechtlicher Natur und mÃ¼sste vor den Zivilgerichten durchgesetzt werden; im Submissionsverfahren eines beteiligten Arbeitgebers kÃ¶nnen die Parteien des Gesamtarbeitsvertrags daraus keine Legitimation ableiten. Wieweit die privatrechtlichen Voraussetzungen der Anwendung von Art. 357b OR vorliegend Ã¼berhaupt erfÃ¼llt wÃ¤ren, kann offen bleiben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Im Ergebnis ist somit keiner der BeschwerdefÃ¼hrenden zur Anfechtung des strit­tigen Vergabeentscheids legitimiert, und auf ihre Beschwerde kann daher nicht eingetreten werden. Eine andere Rechtslage ergÃ¤be sich nur, wenn der Gesetzgeber fÃ¼r FÃ¤lle dieser Art ein spezielles Verbandsbeschwerderecht vorgesehen hÃ¤tte, was jedoch nicht der Fall ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu erwÃ¤hnen bleibt, dass den BeschwerdefÃ¼hrenden und anderen vergleichbaren Organisationen auch ohne spezielles Beschwerderecht Wege offen stehen, um auf die Ein­haltung der Arbeitsschutzbestimmungen und Arbeitsbedingungen im Bereich des Verga­bewesens hinzuwirken. So kÃ¶nnen sie von den Vergabestellen nach Massgabe von § 37 Abs. 1 der Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (SubmV) beigezogen werden, um die Einhaltung dieser Bedingungen zu kontrollieren, wie das auch im vorliegenden Fall geschehen ist. Ferner haben sie die MÃ¶glichkeit, die Vergabestellen auf mutmassliche Ver­letzungen der entsprechenden Vorgaben hinzuweisen und, sofern sie deren Massnah­men fÃ¼r unzureichend halten, mit einer Aufsichtsbeschwerde an die Ã¼bergeordnete Instanz zu gelangen (vgl. § 37 Abs. 2 SubmV). Diese Mittel verschaffen ihnen allerdings keinen An­spruch auf einen fÃ¶rmlichen Rechtsmittelentscheid und vermÃ¶gen auch den Eintritt der Rechtskraft eines strittigen Vergabeentscheids nicht zu hindern. </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. AusgangsgemÃ¤ss werden die BeschwerdefÃ¼hrenden kostenpflichtig. Die Voraus­setzungen fÃ¼r die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung an den Beschwerdegegner sind ebenfalls nicht erfÃ¼llt. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ... </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>