<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2016.00079</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=217069&amp;W10_KEY=13013507&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2016.00079</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.03.2017</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Staats- und Gemeindesteuern 2012</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Berichtigungsfähigkeit eines Fehlers. Begriff und Voraussetzungen der Berichtigung (E. 1.1). Berichtigungsfähig sind lediglich Kanzleifehler, nicht aber inhaltliche Fehler, die auf einem Sachverhalts- oder Rechtsirrtum der Behörden beruhen (E. 2.1). Im vorliegenden Fall ist das kantonale Steueramt bewusst von der korrekten Deklaration des Pflichtigen abgewichen und hat diese Abweichung auf einem separaten Blatt ausgewiesen und begründet. Damit liegt kein Kanzleifehler vor, der einer Berichtigung zugänglich wäre (E. 2.3.2), wobei es keine Rolle spielt, ob der Pflichtige den Fehler bemerkt hat (E. 2.3.3). Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERICHTIGUNG">BERICHTIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KANZLEIFEHLER">KANZLEIFEHLER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SACHVERHALTSIRRTUM">SACHVERHALTSIRRTUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMÃGENSSTEUERWERT">VERMÃGENSSTEUERWERT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 159 Abs. I StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=33132" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">SB.2016.00079</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">22. MÃ¤rz 2017</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Martin Businger.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">A, vertreten durch die B AG, </p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrer,</b> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Staat ZÃ¼rich, vertreten durch das kantonale Steueramt, </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegner,</b> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2012,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A (der Pflichtige) deklarierte in der SteuererklÃ¤rung 2012 fÃ¼r die von ihm selbst bewohnte Eigentumswohnung einen Eigenmietwert von Fr. â¦ und einen VermÃ¶genssteuerwert von Fr. â¦. Weiter deklarierte er fÃ¼r eine zweite ihm gehÃ¶rende Eigentumswohnung an derselben Adresse einen VermÃ¶genssteuerwert von Fr. â¦. Im EinschÃ¤tzungsvorschlag des kantonalen Steueramts vom 18. November 2014, der ein steuerbares Einkommen von Fr. â¦ und ein steuerbares VermÃ¶gen von Fr. â¦ vorsah, fehlte der VermÃ¶genssteuerwert der selbst bewohnten Eigentumswohnung. Am 20. November 2014 stimmte der Pflichtige dem Vorschlag zu. In der Folge erging am 9. Januar 2015 die Schlussrechnung gemÃ¤ss dem EinschÃ¤tzungsvorschlag. Mit Entscheid vom 25. Januar 2016 berichtigte das kantonale Steueramt die EinschÃ¤tzung und schÃ¤tzte den Pflichtigen mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ ein, wobei es den VermÃ¶genssteuerwert der selbst bewohnten Eigentumswohnung nachtrÃ¤glich erfasste.</p> <p class="Urteilstext">Die dagegen erhobene Einsprache wies das kantonale Steueramt am 24. MÃ¤rz 2016 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Steuerrekursgericht wies den Rekurs des Pflichtigen am 29. Juni 2016 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 15. August 2016 liess der Pflichtige dem Verwaltungsgericht beantragen, die vorgenommene Berichtigung sei aufzuheben. Zudem verlangte er eine ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend das kantonale Steueramt auf Abweisung der Beschwerde schloss, verzichtete das Steuerrekursgericht auf Vernehmlassung.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Rechnungsfehler und Schreibversehen in rechtskrÃ¤ftigen Entscheiden kÃ¶nnen innert fÃ¼nf Jahren nach Mitteilung auf Antrag oder von Amtes wegen von der BehÃ¶rde, der sie unterlaufen sind, berichtigt werden (§ 159 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 [StG]). Die Berichtigung soll sicherstellen, dass rechtskrÃ¤ftige VerfÃ¼gungen und Entscheide, die aufgrund eines Kanzleifehlers den wirklichen Willen der betreffenden Steuer- oder SteuergerichtsbehÃ¶rde unzutreffend zum Ausdruck bringen, mÃ¶glichst formlos korrigiert werden kÃ¶nnen. Der Tatbestand rÃ¤umt der Verwaltungs- oder GerichtsbehÃ¶rde das Recht ein, auf eine rechtskrÃ¤ftige VerfÃ¼gung oder einen rechtskrÃ¤ftigen Entscheid zurÃ¼ckzukommen, begrenzt diese Befugnis indessen in zeitlicher (absolute Verwirkungsfrist von fÃ¼nf Jahren) wie sachlicher (Kanzleifehler) Hinsicht (vgl. BGr, 19. MÃ¤rz 2013, 2C_596/2012, E. 2.4).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass das steuerbare VermÃ¶gen des Pflichtigen in der streitigen Steuerperiode unrichtig erfasst worden ist. Ebenso hat das kantonale Steueramt die fÃ¼nfjÃ¤hrige Verwirkungsfrist, innert der eine Berichtigung erfolgen kann, offenkundig eingehalten. Streitig ist zwischen den Parteien, ob die Nichterfassung des VermÃ¶genssteuerwerts der selbstbewohnten Eigentumswohnung ein berichtigungsfÃ¤higer Kanzleifehler darstellt.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>BerichtigungsfÃ¤hige Kanzleifehler haben den Ausdruck des VerfÃ¼gungsinhalts und des behÃ¶rdlichen Willens, also die WillensÃ¤usserung zum Gegenstand. Bei der Berichtigung geht es damit um die Klarstellung eines ErklÃ¤rungsirrtums, in welchem sich die SteuerbehÃ¶rde befand. Kennzeichnend fÃ¼r Kanzleifehler ist, dass sie bei der behÃ¶rdlichen "Handarbeit" auftreten. Die von den Kanzleifehlern abzugrenzenden VerfÃ¼gungsfehler entspringen dagegen der "Kopfarbeit". Ein inhaltlicher Fehler der VerfÃ¼gung und damit der Willensbildung der BehÃ¶rde liegt vor, wenn die VerfÃ¼gung auf einer unzutreffenden tatbestÃ¤ndlichen oder rechtlichen WÃ¼rdigung beruht, ungeachtet dessen, ob fÃ¼r die steuerpflichtige Person erkennbar ist, dass sich die BehÃ¶rde in einem Sachverhalts- oder Rechtsirrtum und damit einem eigentlichen Grundlagenirrtum befand. Veranlagungsfehler sind nicht berichtigungsweise, sondern im Rechtsmittelverfahren geltend zu machen (BGr, 19. MÃ¤rz 2013, 2C_596/2012, E. 2.4 f.).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Unterscheidung zwischen berichtigungsfÃ¤higer "Handarbeit" und nicht berichtigungsfÃ¤higer "Kopfarbeit" verwischt mit der weitgehend EDV-basierten Verarbeitung der SteuererklÃ¤rungen, sodass ein Fehler oft nicht mehr eindeutig zugeordnet werden kann. Gerade fÃ¼r Aussenstehende ist es nur beschrÃ¤nkt nachvollziehbar, bei welchem Arbeitsschritt der Fehler aufgetreten ist (vgl. BGr, 24. Februar 2012, 2C_519/2011, E. 3.5.1). Es obliegt deshalb dem kantonalen Steueramt, die interne Ursache des Fehlers aufzuzeigen, damit dessen BerichtigungsfÃ¤higkeit beurteilt werden kann. Dies gilt erst recht, wenn sich das kantonale Steueramt selber auf die Berichtigung beruft, um die Steuerfaktoren zulasten des Steuerpflichtigen abzuÃ¤ndern. Denn gemÃ¤ss der allgemeinen Beweislastverteilung im Steuerrecht sind die SteuerbehÃ¶rden fÃ¼r steuerbegrÃ¼ndende und -erhÃ¶hende Tatsachen beweisbelastet (vgl. etwa BGE 140 II 248 E. 3.5).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.1 </b>Im berichtigten EinschÃ¤tzungsentscheid vom 25. Januar 2016 nimmt das kantonale Steueramt mit keinem Wort auf die Fehlerquelle Bezug. In der Berechnungsmitteilung vom gleichen Tag wird auf einen Ãbertragungsfehler verwiesen. Im Beiblatt "Details zu den Liegenschaften" findet sich sodann der Zusatz "Berichtigung aufgrund Ãbertragungsfehler. Die 5.5-Zi.-Wohnung wurde nicht im System Ã¼bertragen". Im Einspracheentscheid vom 24. MÃ¤rz 2016 hat das kantonale Steueramt die Berichtigung summarisch begrÃ¼ndet (vgl. E. 2.2): Ein Fehler in der Willensbildung liege nicht vor, weil beide Eigentumswohnungen des Pflichtigen erfasst worden seien und deshalb "elementaren Gegenstand der EinschÃ¤tzung" gebildet hÃ¤tten. Da die Wohnungen indessen nicht vollstÃ¤ndig mit ihrem Wert erfasst worden seien, liege ein Fehler in der WillensÃ¤usserung und damit ein Berichtigungsgrund vor. Das Steuerrekursgericht hat sich dieser Darstellung angeschlossen und zusÃ¤tzlich erwogen, dass fÃ¼r die Behauptung des Pflichtigen, das Steueramt hÃ¤tte den VermÃ¶genssteuerwert einer der beiden Wohnungen herabsetzen wollen, jegliche Anhaltspunkte fehlten (vgl. E. 3a des Rekursentscheids).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.2 </b>Aus der ursprÃ¼nglichen Berechnungsmitteilung vom 18. November 2014 ist ersichtlich, dass der Pflichtige als VermÃ¶genssteuerwert seiner Liegenschaften unter Ziff. 31.1 (Einfamilienhaus oder Stockwerkeigentum) Fr. â¦ sowie unter Ziff. 31.2 (Liegenschaften zum Verkehrswert) Fr. â¦, total somit Fr. â¦, deklariert hat. Das kantonale Steueramt hat bei der EinschÃ¤tzung lediglich den Betrag von Ziff. 31.2 Ã¼bernommen. Die Abweichung zwischen Deklaration und EinschÃ¤tzung hat es mit einem (*) gekennzeichnet und auf einem separaten Blatt (Details zu den Liegenschaften) begrÃ¼ndet.</p> <p class="Urteilstext">Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, worin der von den Vorinstanzen behauptete "Ãbertragungsfehler" liegen soll. Die korrekte Deklaration des Pflichtigen ist fehlerfrei ins EDV-System des kantonalen Steueramts Ã¼bernommen und in der Berechnungsmitteilung vom 18. November 2014 ausgewiesen worden. Weshalb in der Folge von dieser Deklaration abgewichen worden ist, ist nicht nachvollziehbar und wird vom fÃ¼r den Kanzleifehler beweisbelasteten kantonalen Steueramt auch nicht nÃ¤her erlÃ¤utert. Nachdem das kantonale Steueramt die Abweichung von der Deklaration des Pflichtigen mit einem separaten Blatt ausdrÃ¼cklich ausgewiesen und begrÃ¼ndet hat, kann nicht von einer bloss fehlerhaften WillensÃ¤usserung gesprochen werden, die der behÃ¶rdlichen "Handarbeit" zuzurechnen und damit berichtigungsfÃ¤hig wÃ¤re. Vielmehr ist aufgrund der Aktenlage davon auszugehen, dass sich das kantonale Steueramt in einem Sachverhaltsirrtum in Bezug auf die beiden Eigentumswohnungen an derselben Adresse befunden hat, nachdem der Pflichtige die zweite Wohnung am 19. Dezember 2012 erworben und erstmals in der SteuererklÃ¤rung 2012 deklariert hatte. Damit liegt zwar â mit den Worten des Steuerrekursgerichts â ein "schlichtes Versehen" des kantonalen Steueramts vor, doch weist der Pflichtige zu Recht darauf hin, dass die Berichtigung nicht bei jedem Versehen der SteuerbehÃ¶rden zur VerfÃ¼gung steht, sondern wie erwÃ¤hnt bloss bei Kanzleifehlern (vgl. vorne E. 1.1).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.3 </b>Unbeachtlich ist, ob sich der Pflichtige treuwidrig verhalten hat, weil er vom Fehler Kenntnis hatte oder hÃ¤tte haben mÃ¼ssen und die BehÃ¶rden in der Folge nicht darauf hingewiesen hat. Denn da kein berichtigungsfÃ¤higer Kanzleifehler vorliegt und eine Nachbesteuerung aufgrund der korrekten Deklaration des Pflichtigen ausgeschlossen ist, kann die rechtskrÃ¤ftige EinschÃ¤tzung nicht mehr infrage gestellt werden, selbst wenn der Steuerpflichtige nicht gutglÃ¤ubig gewesen sein sollte (vgl. vorne E. 2.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b> Zusammenfassend liegen die Voraussetzungen fÃ¼r eine Berichtigung mangels eines Kanzleifehlers nicht vor, was zur Gutheissung der Beschwerde fÃ¼hrt. Die berichtigte EinschÃ¤tzung ist aufzuheben und die rechtskrÃ¤ftige EinschÃ¤tzung gemÃ¤ss Schlussrechnung vom 9. Januar 2015 ausdrÃ¼cklich zu bestÃ¤tigen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens dem kantonalen Steueramt aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und hat dieses dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 2'300.- (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die berichtigte EinschÃ¤tzung wird aufgehoben und die EinschÃ¤tzung gemÃ¤ss Schlussrechnung vom 9. Januar 2015 bestÃ¤tigt.</p> <p class="Einzug2">2. Die Kosten des Rekursverfahrens werden dem kantonalen Steueramt auferlegt.</p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">4. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem kantonalen Steueramt auferlegt.</p> <p class="Einzug2">5. Das kantonale Steueramt wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 2'300.- (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</p> <p class="Einzug2">6. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">7. Mitteilung an â¦ </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>