<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht im Hinblick auf die Agrarpolitik nach 2013 aufzuzeigen, welche Auswirkungen des Klimawandels auf die schweizerische Landwirtschaft bis 2030 zu erwarten sind und welche Strategien und Massnahmen ergriffen werden müssen. Es ist insbesondere aufzuzeigen, wie eine klimafreundlich produzierende Landwirtschaft bei der Weiterentwicklung des Direktzahlungssystems gefördert werden kann.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Sachstandsberichte des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) haben dazu beigetragen, dass die Thematik des Klimawandels vermehrt ins öffentliche Bewusstsein und in die politische Agenda gerückt ist. Nicht nur die Erkenntnis, dass die anthropogenen Emissionen von Treibhausgasen hauptsächlich zur Erwärmung des Klimas führen, hat sich durchgesetzt. Auch dass der Klimawandel unvermeidbar Auswirkungen auf die Lebensräume hat, ist heute unbestritten.</p><p>Zurzeit wird die Schweizer Klimapolitik nach 2012 definiert. Der Bundesrat sieht vor, im revidierten CO2-Gesetz dem Bund neu auch eine Koordinationsfunktion im Bereich Anpassung an die Erderwärmung zuzuweisen.</p><p>Im Zusammenhang Klima-Landwirtschaft liegen bereits einige Grundlagen vor:</p><p>- Studie über die Kohlenstoff-Senken und das Sequestrierungspotenzial in landwirtschaftlichen Böden in der Schweiz ("Carbon stocks and carbon sequestration potentials in agricultural soils in Switzerland", Leifeld et al. 2003) inkl. ökonomischer Analyse ("Ökonomische Beurteilung und Monetarisierung der landwirtschaftlichen Leistungen im Klimaschutz", Hediger et al. 2004);</p><p>- Publikation "Klimaänderung und die Schweiz 2050" (OcCC/ProClim 2007): Untersuchung der Auswirkungen u. a. im Bereich Landwirtschaft;</p><p>- Bericht "THG2020 - Möglichkeiten und Grenzen zur Vermeidung landwirtschaftlicher Treibhausgase in der Schweiz" (Peter et al. 2009).</p><p>Weitere sind in Erarbeitung:</p><p>- Diverse Forschungsprojekte an der ETH und an den landwirtschaftlichen Forschungsanstalten, unter anderem zu Methan- und Lachgasemissionen aus der Tierhaltung, Bewässerungsbedürftigkeit und Optimierung der Bewässerung im Feld- und Futterbau, Zusammenhang zwischen Klimaerwärmung und Einsatz konkurrenzschwacher Arten zur Begrünung der Rebberge, bioklimatische Grundlagen für Schädlingsprognosen im Obstbau, Einfluss der Temperaturerhöhung auf die Produktqualität im Feldbau, Wahrnehmung und Adaptationsstrategien in der Landwirtschaft;</p><p>- Bericht des Bundesrates zum Postulat Stadler 08.3270 mit einem Beitrag über den Einfluss des Klimawandels auf Nahrungsmittelversorgung, Rohstoff- und Ressourcenverfügbarkeit und die Herausforderungen für die Landwirtschaft. </p><p>Auf der Basis dieser Grundlagen ist das Bundesamt für Landwirtschaft daran, unter Einbezug von Verwaltung, Forschung, Beratung und Verbänden eine Klimastrategie für die Landwirtschaft zu entwickeln, die sowohl zur Minderung der Treibhausgasintensität der landwirtschaftlichen Produktion als auch zur Anpassung an die sich verändernden klimatischen Rahmenbedingungen Handlungsoptionen beschreibt. </p><p>Auf das Thema Klima und Landwirtschaft wird auch in der nächsten Botschaft zur Revision des Landwirtschaftsgesetzes eingegangen.</p><p>Den Anliegen des Postulates wird mit den bestehenden Arbeiten Rechnung getragen. Die Erarbeitung eines zusätzlichen Berichts ist deshalb nicht erforderlich.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.