<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SR.2000.00024</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106106&amp;W10_KEY=4467148&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SR.2000.00024</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 02.05.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 26.09.2001 formell erledigt.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nachsteuern 1997 und 1998</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ausstandspflicht; Nachsteuergrundlagen<br/><br/>Ablehnung des Ausstandsbegehrens gegen Verwaltungsrichter Q.<br/>Pflichtige deklarierten zwar Einlage in "X Portfolio Management", nicht aber daraus fliessende Erträge. <br/>Da diese Erträge zugeflossen sind und sich im Bereich der Massenverwaltung der Steuerkommissär grundsätzlich auf die vollständige, widerspruchsfreie und nachvollziehbare Deklaration der Pflichtigen verlassen darf, liegen Unterbesteuerung wie auch neue Tatsache vor und wurde die Nachsteuer zu Recht erhoben.<br/>Eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid wurde vom Bundesgericht als durch Rückzug erledigt abgeschrieben.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANLAGEBETRUG">ANLAGEBETRUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANLAGEPYRAMIDE">ANLAGEPYRAMIDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSTAND">AUSSTAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEFANGENHEIT">BEFANGENHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BGE">BGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: CLAY BENJAMIN">CLAY BENJAMIN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Nach- und Strafsteuern ST: NACHSTEUERPFLICHT">NACHSTEUERPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEUE TATSACHE">NEUE TATSACHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PAPIERGEWINN">PAPIERGEWINN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHNEEBALLSYSTEM">SCHNEEBALLSYSTEM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERBESTEUERUNG">UNTERBESTEUERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORBEFASSUNG">VORBEFASSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOREINGENOMMENHEIT">VOREINGENOMMENHEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 102 lit. I aStG</span><br/><span class="ungerade">§ 119 StG</span><br/><span class="gerade">§ 5a VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Eheleute A.1 und A.2 wurden fÃ¼r die Steuerjahre 1997 und 1998 (bis 30. Juni 1998) mit EinschÃ¤tzungsentscheid des SteuerkommissÃ¤rs vom 5. Juni 1998 bzw. 2. Okto­ber 1998 mit einem Reineinkommen von Fr. 246'500.- und einem ReinvermÃ¶gen von Fr. 345'000.- (1997) sowie einem Reineinkommen von Fr. 130'300.- und einem Reinver­mÃ¶gen von Fr. 0.- (1998) eingeschÃ¤tzt. Diese EinschÃ¤tzungen erwuch­sen in Rechts­kraft.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 6. Oktober 1999 erÃ¶ffnete der zustÃ¤ndige SteuerkommissÃ¤r der EinschÃ¤t­zungs­abteilung 13 ein Nach‑ und Steuerstrafverfahren gegen die Eheleute A fÃ¼r die Steu­er­jahre 1993 bis 1998 gestÃ¼tzt auf den Verdacht, dass diese ErtrÃ¤ge aus ihren Anlagen in "Portfolio X Management" nicht deklariert hÃ¤tten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit VerfÃ¼gung vom 28. Juni 2000 stellte das Kantonale Steueramt ZÃ¼rich das Nachsteuerverfahren betreffend die Steuerperioden 1993 bis 1996 mangels Unterbesteue­rung ein; hinsichtlich der Steuerjahre 1997 und 1998 verfÃ¼gte es dagegen eine Nachsteuer von Fr. 6'185.60. Von der Erhebung einer Busse fÃ¼r dieselbe Periode wurde angesichts des geringen Verschuldens der Eheleute A Umgang genommen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die dagegen erhobene Einsprache wies das Kantonale Steueramt, Abteilung Spezi­aldienste, mit VerfÃ¼gung vom 19. Oktober 2000 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diese VerfÃ¼gung erhoben die Eheleute A am 2. No­vember 2000 Rekurs beim Verwaltungsgericht, dem sie beantragen liessen, es "sei mangels Vorliegens der dafÃ¼r erforderlichen gesetzlichen Voraussetzungen" keine Nachsteuer ge­schuldet, da insbeson­dere keine neue Tatsache im Sinn von § 102 des Steuergesetzes vom 8. Juli 1951 (aStG) vorliege. Ausserdem verlangten sie die Zusprechung einer angemesse­nen ParteientschÃ¤di­gung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Kantonale Steueramt ZÃ¼rich, Abteilung Spezialdienste, schloss in seiner Re­kursantwort vom 5. Dezember 2000 auf Abweisung des Rekurses; eventualiter â im Falle der Gutheissung des Rekurses â sei den Rekurrenten nur eine reduzierte ParteientschÃ¤di­gung zuzusprechen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 19. Januar 2001 schliesslich liessen die Eheleute A ein "fÃ¶rmliches Ausstands­begehren" gegen Verwaltungsrichter Q stellen und er­gÃ¤nzten ihre AusfÃ¼hrungen zur ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter Ã¼berwies am 2. April 2001 den Fall der 2. Kammer zur Entschei­dung</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>[in einer Besetzung ohne Mitwirkung von Verwaltungsrichter Q]</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wer beim Vollzug des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) in einer Sache zu entscheiden oder an einer VerfÃ¼gung oder Entscheidung in massgeblicher Stellung mitzu­wirken hat, ist verpflichtet, unter Anderem dann in Ausstand zu treten, wenn er in der Sa­che befangen sein kÃ¶nnte (§ 119 Abs. 1 StG). Ãber ein Ausstandsbegehren entscheidet bei Mitgliedern einer KollegialbehÃ¶rde diese selbst (Abs. 3); im Fall des Verwal­tungsgerichts unter Ausschluss des betreffenden Mitglieds (§ 5a Abs. 2 des Verwaltungs­rechtspflege­gesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine gewisse Besorgnis hinsichtlich Befangen- oder Voreingenommenheit kann bei den Parteien immer dann entstehen, wenn ein Richter sich bereits in einem frÃ¼heren Zeit­punkt mit der Sache befasste (vgl. BGE 119 Ia 221 E. 3 S. 226). ZulÃ¤ssig ist die Vorbefas­sung jedoch, wenn die konkret zu entscheidenden Rechtsfragen gleichwohl als offen er­scheinen und nicht der Anschein der Vorbestimmtheit erweckt wird (BGE 120 Ia 187 E. 2b mit Hinweisen). Nach der Praxis sind weder die Beteiligung von Richtern an frÃ¼heren Ver­fahren (vgl. u.a. BGE 114 Ia 278 E. 1) noch gar der Umstand, dass gegen einzelne Richter Strafanzeige erhoben worden ist (vgl. BGE 111 Ia 149 E. 2), geeignet, einen Ausstands­grund zu begrÃ¼nden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Pflichtigen unterlassen es, den Vorwurf der Befangenheit gegen Verwaltungs­richter Q im Einzelnen substanziert darzulegen. Die blossen Hinweise auf die von diesem als Einzelrichter bezÃ¼glich anderer Pflichtiger gefÃ¤ll­ten Entscheide vom 26. Ja­nuar 2000 bzw. vom 22. November 2000 vermÃ¶gen eine sachbezogene BegrÃ¼ndung des Ausstandsbe­gehrens nicht zu ersetzen. Weswegen Verwaltungsrichter Q auf­grund dieser Entscheide in den weiteren mit den "erlogenen Gewinnen des X" zusammen­hÃ¤ngenden Streitfragen in derartiger IntensitÃ¤t vorbefasst sein soll, dass er gene­rell von Entscheiden im Zusammenhang mit "X" den Ausstand zu beachten hÃ¤tte, ist nicht ersicht­lich und wird von den Pflichtigen auch nicht weiter begrÃ¼ndet. Nach der dargelegten Rechtsprechung genÃ¼gt eben der Hinweis auf die blosse frÃ¼here Befassung mit der Sache nicht. Der Befangenheitsvorwurf erscheint unter diesen UmstÃ¤nden als halt­los, was zur Ab­weisung des Ausstandsbegehrens fÃ¼hrt, soweit auf dieses im Licht des un­substanziert Vor­gebrachten Ã¼berhaupt einzutreten ist (vgl. BGE 114 Ia 278 E. 1).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> Das Ausstandsbegehren der Rekurrierenden gegen Verwaltungsrichter Q wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>In gleicher Sache zieht das Verwaltungsgericht des weiteren in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>[in einer Besetzung mit Mitwirkung von Verwaltungsrichter Q]</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Ergibt sich aufgrund neuer Tatsachen oder Beweismittel, dass eine EinschÃ¤t­zung zu Unrecht unterblieben oder eine rechtskrÃ¤ftige EinschÃ¤tzung ungenÃ¼gend ist, so wird nach § 102 Abs. 1 aStG, der vorliegend gemÃ¤ss § 269 StG zur Anwendung gelangt, die ungenÃ¼gend veranlagte Steuer als Nachsteuer erhoben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vorausgesetzt ist demnach ein Steuerausfall des Gemeinwesens; ein solcher liegt vor, wenn die EinschÃ¤tzung des Steuerpflichtigen materiell gesetzwidrig ausgefallen ist. Die ungenÃ¼gende EinschÃ¤tzung muss sodann auf einer mangelhaften Sachverhaltsfeststel­lung beruhen, die darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, dass der veranlagenden BehÃ¶rde im Zeitpunkt der EinschÃ¤tzung rechtserhebliche Tatsachen nicht bekannt gewesen sind (RB 1982 Nr. 92, auch zum Folgenden; Reimann/Zuppinger/SchÃ¤rrer, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuerge­setz, 3. Band, Bern 1969, § 102 N. 24-28; Klaus Vallender in: Kommentar zum Schweize­rischen Steuerrecht I/1, Basel und Frankfurt am Main 1997, Art. 53 StHG N. 7 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Massgebend fÃ¼r die Beurteilung der Frage, ob der gesetzwidrige Steuerausfall auf­grund neuer Tatsachen oder Beweismittel entdeckt worden sei, ist der Aktenstand im Zeit­punkt der EinschÃ¤tzung. Tatsachen, die damals aus den Akten nicht ersichtlich waren, gel­ten als neu (Reimann/Zuppinger/SchÃ¤rrer, § 102 N. 30 mit Verweisungen), selbst wenn sie der SteuerkommissÃ¤r bei besserer Untersuchung hÃ¤tte erfahren kÃ¶nnen. Denn dieser braucht sich zwar nicht auf die Richtigkeit der SteuererklÃ¤rung oder anderer Angaben des Steuerpflichtigen zu verlassen, kann es aber ohne Verletzung der Untersuchungspflicht tun (RB 1978 Nr. 51; Reimann/Zuppinger/SchÃ¤rrer, § 102 N. 32 und § 71 N. 48; Zuppin­ger/ SchÃ¤rrer/Fessler/Reich, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, ErgÃ¤nzungsband, Bern 1983, § 102 N. 32). Er darf nÃ¤mlich vermuten, dass der Steuerpflichtige richtig deklariere und ihm wahrheitsgemÃ¤ss Auskunft erteile (Martin Zweifel, Die Sachverhaltsermittlung im Steuerveranlagungsverfahren, ZÃ¼rich 1989, S. 25). Auch im Ãbrigen kann und muss der SteuerkommissÃ¤r den Sachverhalt, das Gebot des rechtlichen GehÃ¶rs vorbehalten, nicht nach allen Richtungen ausleuchten (Reimann/Zuppinger/SchÃ¤rrer, § 102 N. 47-52; Zweifel, S. 24 ff.). Nur wenn er einen als erheblich erkennbaren, aber noch unklaren oder unvoll­stÃ¤n­digen Sachverhalt nicht weiter geklÃ¤rt hat, sind die betreffenden nachtrÃ¤glich festge­stellten Tatsachen nicht neu (RB 1983 Nr. 58; Reimann/Zuppinger/SchÃ¤rrer, § 102 N. 33; Richner/Frei/Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 160 N. 38).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Unklarheit oder UnvollstÃ¤ndigkeit des als erheblich erkennbaren Sachverhalts muss offensichtlich sein, d.h. in die Augen springen. Die versÃ¤umte SachverhaltsabklÃ¤rung bedingt mit anderen Worten eine grobe Missachtung der Untersuchungspflicht durch den SteuerkommissÃ¤r, die den Kausalzusammenhang zwischen der ungenÃ¼genden Deklaration und der ungenÃ¼genden Veranlagung unterbricht (RB 1994 Nr. 47 = StE 1994 B 97.41 Nr. 7). So nimmt auch das Bundesgericht in seiner Rechtsprechung zur direkten Bundes­steuer an, der Kausalzusammenhang zwischen der nicht gehÃ¶rigen Deklaration des Steuer­pflich­tigen und dem Steuerausfall werde unterbrochen, "wenn die UnzuverlÃ¤ssigkeit der Steuer­erklÃ¤rung und der ihr beigefÃ¼gten Belege der EinschÃ¤tzungsbehÃ¶rde bekannt war oder hÃ¤tte bekannt sein mÃ¼ssen, und von dieser wider besseres Wissen oder aus Nach­lÃ¤s­sig­keit nicht beachtet wurde" (Urteil vom 29. MÃ¤rz 1946, ASA 14, S. 488; KÃ¤nzig/Beh­nisch, Die di­rekte Bundessteuer, III. Teil, 2. A., Basel 1992, Art. 129 N. 64 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Der Zuwachs der Gutha­ben bei X Portfolio Management stellt VermÃ¶genser­trag im Sinn von § 19 lit. c aStG dar, und ist nicht etwa als Kapitalgewinn zu wÃ¼rdigen. Heute ist den Pflichtigen wie auch den SteuerbehÃ¶rden bekannt, dass die ent­sprechenden Guthaben zu keiner Zeit aus einzelnen Wertschriften oder Anteilen an Titeln bestanden haben, die aus den zu einem Pool zusammengefassten und von X Portfolio Management verwalteten VermÃ¶­genswerten erworben worden wÃ¤ren. Die einge­zahlten Geldsummen sind nicht in andere VermÃ¶genswerte umgesetzt worden. Sie sind damit weder rechtlich noch wirtschaftlich aus dem VermÃ¶gen der Pflichtigen ausgeschie­den. Aus dem Guthaben der Pflichtigen bei X Portfolio Management abge­leitete AnsprÃ¼che, wel­che Ã¼ber die RÃ¼ckleistung der Einlage hinausreichen, generieren mithin nicht Kapitalge­winn, sondern VermÃ¶genser­trag (vgl. VGr, 26. Januar 2000, SB.1999.00044 = ZStP 2000, 191 ff., mit Hinweisen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Besagter VermÃ¶genser­trag ist sodann als per 31. Dezember 1996 bzw. 1997 rea­lisiert zu wÃ¼rdigen. Die Pflichtigen haben Ã¼ber den Anspruch verfÃ¼gt, indem sie auf einen RÃ¼ckzug der Einlage oder eines Teils davon ver­zich­tet und das Guthaben weiterhin der Verwaltung durch X Portfolio Mana­ge­ment unterstellt haben. Die Pflichtigen behaupten sodann zu Recht nicht, die RÃ¼ckleistung der Einlagen und papiermÃ¤ssig ausge­wiesenen Gewinne durch X Portfolio Mana­ge­ment sei in der fraglichen Steu­erperiode nicht mÃ¶glich gewesen (vgl. VGr, 26. Januar 2000, SB.1999.00044 = ZStP 2000, 191 ff., mit Hinweisen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit ist die Unterbesteuerung im Ausmass, wie sie in der angefochtenen VerfÃ¼­gung festgestellt wird, ausgewiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die Pflichtigen verneinen vor allem das Vorliegen einer neuen Tatsache, indem sie ausfÃ¼hren, der SteuerkommissÃ¤r hÃ¤tte zufolge der ihn treffenden Untersuchungspflicht die von den Pflichtigen deklarierte Anlage in "X Portfolio Mana­ge­ment" vor dem Hinter­grund eines nicht deklarierten VermÃ¶gensertrags untersuchen mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Pflichtigen sind â abgesehen von einer kurzen Periode im Jahre 1996 â beide unselbstÃ¤ndig erwerbstÃ¤tig und haben weder in der SteuererklÃ¤rung 1997 noch der Steuer­erklÃ¤rung 1998 GeschÃ¤ftsvermÃ¶gen deklariert. Die streitbetroffene Anlage wurde von den Pflichtigen im Wertschriftenverzeichnis unter "B. (Werte ohne Verrechnungssteuerabzug)" neben anderen zum PrivatvermÃ¶gen gehÃ¶renden Werten deklariert. In die Rubrik "steuer­barer Ertrag" dieses VermÃ¶genswerts setzten die Pflichtigen einen Strich. Unterlagen oder BeiblÃ¤tter zur Anlage X Portfolio Mana­ge­ment reichten die Pflichtigen mit der Steuerer­klÃ¤rung â entgegen einer Bemerkung im Wertschriftenverzeichnis 1998 â nicht ein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit war die SteuererklÃ¤rung an sich klar und vollstÃ¤ndig ausgefÃ¼llt. Insbesondere ist es nicht grundsÃ¤tzlich aussergewÃ¶hnlich, dass bei Anlagen des PrivatvermÃ¶gens kein steuerbarer VermÃ¶gensertrag deklariert wird, ist es ja gerade das Ziel verschiedener Anla­geformen, den Umstand auszunÃ¼tzen, dass Kapitalgewinne im PrivatvermÃ¶gen steuerfrei sind. Zu Recht durfte der einschÃ¤tzende SteuerkommissÃ¤r sich im EinschÃ¤tzungszeitpunkt daher auf die Deklaration der Pflichtigen verlassen. Zuzugestehen ist, dass die zwar er­wÃ¤hn­ten, der SteuererklÃ¤rung jedoch nicht beigelegten Belege zur streitbetroffenen Anlage den SteuerkommissÃ¤r zu einer RÃ¼ckfrage hÃ¤tten veranlassen kÃ¶nnen. Im Licht der Massen­verwaltung lÃ¤sst aber auch dieser Umstand und allgemein das Unterlassen der Einreichung einer Abrechnung des X Portfolio Mana­ge­ment als Beilage zur SteuererklÃ¤­rung die Dekla­ration noch nicht als in die Augen springend unvollstÃ¤ndig oder unklar er­scheinen. Dem Steueramt war zum damaligen Zeitpunkt die Anlageform des "X Portfolio Mana­ge­ment" nicht weiter bekannt, und aufgrund der Deklaration der Pflichtigen ergab sich keine Ver­anlassung, von Amtes wegen und in Nachachtung der Un­tersuchungspflicht weitere Unter­suchungshandlungen vorzunehmen und abzuklÃ¤ren, ob ein allfÃ¤lliger â im </span>Ãbrigen <span>allein aus der SteuererklÃ¤rung nicht ersichtlicher â Zuwachs dieser Anlage steuerbaren VermÃ¶­gensertrag darstellte. In diesem Punkt durfte sich der Steuer­kommissÃ¤r auf die vollstÃ¤n­dige, widerspruchsfreie und nachvollziehbare Deklaration der Pflichtigen verlassen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit ist gleichzeitig auch dargelegt, dass die im Rahmen der Strafuntersuchung gegen X erhellten UmstÃ¤nde neue Tatsachen im Sinn von § 102 Abs. 1 aStG darstellen und die Erhebung der Nachsteuer gerechtfertigt ist, und erweisen sich die Aus­fÃ¼hrungen des Rekursgegners als zutreffend. Keine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs ist im Ãbrigen diesbezÃ¼glich darin zu erblicken, dass dieser in seinem Einspracheentscheid auf die ErwÃ¤­gungen der NachsteuerverfÃ¼gung verwiesen hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dies fÃ¼hrt zur Abweisung des Rekurses.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Der Rekurs wird abgewiesen.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>