<h2>SubmittedText<h2><p>Das Militärgesetz wird dahingehend geändert, dass die Ordonnanzwaffe der Wehrperson nicht mehr zur privaten Aufbewahrung überlassen wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat sich in den letzten Jahren eingehend mit der Sicherheit beim Umgang mit der Ordonnanzwaffe befasst und zahlreiche Massnahmen zur Verbesserung umgesetzt. So kann beispielsweise die persönliche Waffe freiwillig, kostenlos und ohne Angabe von Gründen im Zeughaus hinterlegt werden. Vor der Abgabe einer persönlichen Waffe wird abgeklärt, ob der Armeeangehörige Gewaltpotenzial aufweist und deshalb keine Waffe erhalten darf. Es wird keine Taschenmunition mehr abgegeben. Die Kreiskommandanten können den Armeeangehörigen die persönliche Waffe vorsorglich abnehmen, wenn Anzeichen oder Hinweise auf einen drohenden Missbrauch der persönlichen Waffe bestehen. Wer beim Ausscheiden aus der Armee die persönliche Waffe erwerben will, muss einen Waffenerwerbsschein vorweisen.</p><p>In der Botschaft vom 16. Dezember 2009 zur Volksinitiative "Für den Schutz vor Waffengewalt" hat der Bundesrat die Gründe aufgeführt, weshalb an der Heimabgabe der Ordonnanzwaffe festgehalten werden soll (BBl 2010 137, S. 157).</p><p>Das Parlament und die Öffentlichkeit haben die Thematik im Rahmen des Abstimmungskampfes heftig diskutiert. Volk und Stände haben die Volksinitiative am 13. Februar 2011 deutlich abgelehnt. Trotz der vom Motionär erwähnten Vorfälle sieht der Bundesrat momentan keine Veranlassung, die Heimabgabe der Ordonnanzwaffe erneut zu prüfen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.