<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Erhebung zu machen und dem Parlament Bericht zu erstatten. Zu klären ist die Frage, ob und, wenn ja, welchen Einfluss die gesetzliche Beitragsskala der zweiten Säule darauf hat, dass Personen über 50, allenfalls 55 zum Teil nur schwer wieder in die Arbeit finden, wenn sie sie einmal verloren haben. </p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die im Postulat verlangte Erhebung liegt grösstenteils bereits vor und wurde kürzlich veröffentlicht (Trageser, J. et al., 2012: Altersrücktritt im Kontext der demografischen Entwicklung, Beiträge zur Sozialen Sicherheit, Forschungsbericht Nr. 11/12, Bern). Eine repräsentative Stichprobe von Unternehmen wurde dazu befragt, welche Anstrengungen sie bezüglich der Beschäftigung von älteren Arbeitskräften unternehmen.</p><p>Gesamthaft gesehen hat die Studie ergeben, dass die Mehrheit der befragten Unternehmen der Beschäftigung von älteren Arbeitskräften positiv gegenübersteht. Bei der Analyse der Hindernisse für eine längere Arbeitsmarktbeteiligung von älteren Personen nannten die Unternehmen die Staffelung der Altersgutschriften weit weniger häufig als die Beschwerlichkeit der Arbeit, den Mangel an älteren Arbeitskräften in gewissen Branchen und das Missverhältnis zwischen der Qualifikation der älteren Personen und den heutigen Arbeitsmarktanforderungen.</p><p>In den letzten Jahren wurde die Staffelung der Altersgutschriften in verschiedenen parlamentarischen Vorstössen aufgegriffen. Der Bundesrat hat im Zusammenhang mit dem Postulat Vitali 12.3731, "Benachteiligungen im BVG abschaffen", die Staffelung der Altersgutschriften im Rahmen der Reform der Altersvorsorge 2020 überprüft und vorgeschlagen, die Gutschriften so abzustufen, dass zwischen dem Alter 45 und dem Referenzalter keine Erhöhung des Satzes mehr erfolgt (Botschaft 14.088 zur Reform der Altersvorsorge 2020 vom 19. November 2014, BBl 2015 1). Ab dem 45. Altersjahr soll künftig ein einheitlicher Satz gelten. Damit sind ältere Beschäftigte den jüngeren in Bezug auf die Kosten der beruflichen Vorsorge gleichgestellt.</p><p>Die Reform der Altersvorsorge 2020 wird derzeit im Parlament beraten.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.