Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 8. Mai 2020 (720 19 195 / 98, 720 19 235 / 99) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Verletzung von Art. 72 bis Abs. 2 IVV, da das polydisziplinäre Verwaltungsgut achten nicht über die Plattform SuisseMED@P nach dem Zufallsprinzip vergeben wurde Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan- tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin i.V. Esther Zäch Parteien A.____ , Beschwerdeführerin, vertreten durch Dominik Zehntner, Ad- vokat, Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be- schwerdegegnerin Betreff IV-Rente A.a Die 1979 geborene A.____ meldete sich am 30. Apr il 2007 (Eingang) erstmals nach ei- nem am 18. März 2006 erlittenen Snowboardunfall unte r Hinweis auf eine Bandscheibenverlet- zung L4/5, eine Verletzung der linken Schulter sowie eine Gehör- und Sehreduktion bei der Eid- genössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Durchführung einer po- lydisziplinären Begutachtung durch die Ärztliche Begutach tungsinstitut GmbH (ABI) sprach die Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) der Versicherten mit Verfügung vom 13. Januar 2012 eine ganze Rente für den Zeitraum vom 1. Juni 2007 bis zum 30. September 2010 zu. A.b Am 4. August 2016 ging ein Schreiben des Hausarzte s Dr. med. B.____, Praktischer Arzt, ein, in welchem er eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Versicherten fest- hielt. In der Folge machte die IV-Stelle Dr. B.____ darauf aufmerksam, dass für die Prüfung des Gesuchs die Unterschrift der Versicherten notwendig sei. Am 10. Februar 2017 ging schliesslich die unterschriebene Anmeldung bei der IV-Stelle ein. Daraufhin klärte die IV-Stelle erneut die erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse ab und stellte der Versicherten mit Vorbescheid vom 10. Mai 2017 ein Nicht-Eintreten auf das Leistungsbegehren in Aussicht. Nachdem die Ver- sicherte dagegen Einwand erhoben hatte, wurde ein wei teres Gutachten bei der ABI in Auftrag gegeben. Nach erneuter Durchführung des Vorbescheidve rfahrens wurde der Versicherten mit Verfügung vom 9. Mai 2019 im Wesentlichen gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten der ABI vom 6. November 2017 eine Viertelsrente ab dem 1. Februar 2017 zugesprochen. B. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, vertr eten durch Advokat Dominik Zehnt- ner, mit Eingabe vom 4. Juni 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, die Verfügung vom 9. Mai 2019 sei dahingehend abzuändern, als ihr eine ganze IV-Rente ab März 2014 auszurichten sei. Im We- sentlichen brachte sie vor, dass auf das Gutachten der AB I vom 6. November 2017 nicht abge- stellt werden könne, da es in Missachtung von Art. 72 bis der Verordnung über die Invalidenversi- cherung (IVV) vom 17. Januar 1961 eingeholt worden se i; die Vergabe des Gutachtens hätte nach dem Zufallsprinzip erfolgen müssen. Zudem sei die Versicherte von der Beschwerdegeg- nerin in Bezug auf die Notwendigkeit einer Neuanmeldung als Voraussetzung für die neue Leis- tungserbringung falsch informiert worden. Die Beschwerdegegnerin habe überdies die ihr aufer- legte Abklärungspflicht gemäss Art. 43 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des So- zialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 nicht korrekt erfüllt. Sie habe u.a. die Ein- wände gegen den Vorbescheid nur oberflächlich geprüft. C. Mit Eingabe vom 2. Juli 2019 reichte die Versichert e, wiederum vertreten durch Advokat Dominik Zehntner, Beschwerde beim Kantonsgericht gegen d ie Verfügung vom 26. Juni 2019, mit welcher die rückwirkenden Leistungen berechnet wurde n, ein und stellte den Antrag, diese Verfügung sei dahingehend abzuändern, als ihr eine ganze IV-Rente ab März 2014 auszurichten sei. D. Auf Antrag der Beschwerdeführerin wurden mit Verf ügung des Kantonsgerichts vom 4. Juli 2019 diese beiden Beschwerdeverfahren vereinigt. E. Mit Vernehmlassung vom 16. August 2019 schloss die B eschwerdegegnerin auf Abwei- sung der Beschwerden. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, die polydisziplinäre Be- gutachtung bei der ABI sei am 4. Oktober 2017 angekündet worden und es sei der Beschwerde- führerin offen gestanden, das Vergabeverfahren zu beanstanden. Des Weiteren würde selbst ein fälschlicherweise nicht mittels Zufallsprinzip vergebenes Gutachten nicht automatisch dazu füh- ren, dass dieses nicht verwertet werden könne. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht F. Mit Replik vom 21. Oktober 2019 hielt die Beschwerd eführerin an ihren Rechtsbegehren fest. G. Mit Beschluss vom 6. Februar 2020 stellte das Kantonsger icht den Fall aus und räumte der Versicherten Gelegenheit zur Stellungnahme sowie zum Beschwerderückzug ein. In der Be- gründung wurde im Wesentlichen festgehalten, dass das Kantonsgericht – im Falle eines Urteils – beabsichtige, die angefochtenen Verfügungen aufzuhe ben und die Angelegenheit zur Durch- führung einer polydisziplinären Begutachtung nach dem S uisseMED@P-Verfahren und an- schliessender Neubeurteilung an die IV-Stelle zurückzuweis en. Dies könne möglicherweise zu einer Schlechterstellung (reformatio in peius) führen. H. Mit Eingabe vom 24. März 2020 liess die Beschwerdef ührerin mitteilen, dass sie an ihren Beschwerden festhalte. Zudem beantragte sie erneut, es sei ein gerichtliches Gutachten in Auf- trag zu geben. Zur Begründung machte sie im Wesentlichen geltend, bei einer Rückweisung der Angelegenheit zur Durchführung einer Vergabe der pol ydisziplinären Begutachtung gemäss Art. 72 bis IVV werde sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wiederu m derselben Begutachtungs- stelle zugeteilt, wodurch mit grosser Wahrscheinlichkeit e ine erhebliche Befangenheitssituation entstehen werde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und fristge- recht eingereichten Beschwerden vom 4. Juni 2019 bzw. 2. Juli 2019 ist einzutreten. 2. Zunächst ist streitig und zu prüfen, ob sich die Bes chwerdegegnerin bei der Beurteilung des Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin zu Recht auf das Gutachten der ABI vom 6. No- vember 2017 gestützt hat. Dabei macht die Beschwerdefüh rerin insbesondere in formeller Hin- sicht geltend, dass dieses Gutachten nicht als Beurteil ungsgrundlage herangezogen werden könne, da die Vergabe nicht mittels Zufallsprinzip gemäss Art. 72 bis IVV stattgefunden habe. Zwar könne ein sog. Verlaufsgutachten ohne Berücksichtigung der Vorschriften von Art. 72 bis IVV ein- geholt werden. Ein solches Verlaufsgutachten liege jed och im vorliegenden Fall nicht vor, denn kein einziger Arzt, der am Gutachten im Jahr 2010 bete iligt gewesen sei, sei dies noch im Jahr 2017 gewesen. Zudem liege zwischen den Begutachtungen eine Dauer von nahezu sieben Jah- ren. Im Folgenden ist somit vorab zu prüfen, ob die Be schwerdegegnerin bei der Einholung des Gutachtens Verfahrensrechte der Versicherten verletzt hat, welche die Beweiskraft des Gutach- tens in Frage zu stellen vermögen. 2.1 Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemei nen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen. Da- bei liegt es im Ermessen des Versicherungsträgers, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu (Ur- teil des Bundesgerichts vom 21. Oktober 2013, 8C_815/20 12, E. 3.2.1 mit Hinweisen). In BGE 137 V 210 formulierte das Bundesgericht Anforderunge n an polydisziplinäre medizinische Ent- scheidungsgrundlagen. Dabei kommt den Rahmenbedingung en der Auftragsvergabe eine grosse Bedeutung zu. 2.2 Auf der Grundlage des auf den 1. März 2012 in Kra ft getretenen Art. 72 bis IVV etablierte das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) das Zuweisungssystem "SuisseMED@P", dem alle Begutachtungsinstitute angeschlossen sind, die über ei ne entsprechende Vereinbarung mit dem BSV verfügen. Die Vergabe der MEDAS-Begutachtung saufträge erfolgt nach dem Zufalls- prinzip (Art. 72 bis Abs. 2 IVV). In Nachachtung des im Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung (KSVI; gültig ab 1. Januar 2010, Stand vom 1. Januar 2018) vorgegebenen Ablaufs für die Beauftragung und Durchführung einer medizinischen Begutachtung hat die IV- Stelle den versicherten Personen zunächst die vorgesehenen Fachdisziplinen und den Fragen- katalog mitzuteilen und ihnen die Möglichkeit einzuräumen, innert 10 Tagen Zusatzfragen zu stel- len. Anschliessend hat sie den Auftrag bei der SuisseMED@P zu deponieren. Bei der Suisse- MED@P handelt es sich um eine webbasierte Plattform z ur Vergabe von Aufträgen für polydis- ziplinäre medizinische Gutachten (vgl. dazu SuisseMED@P: H andbuch für Gutachter und IV- Stellen, Anhang V zum KSVI). 2.3 Art. 72 bis Abs. 1 IVV bestimmt, dass medizinische Gutachten, an den en drei und mehr Fachdisziplinen beteiligt sind, bei einer Gutachterstelle zu erfolgen haben, mit welcher das Bun- desamt eine Vereinbarung getroffen hat (Abs. 1). Die Vergabe der Aufträge erfolgt nach dem Zufallsprinzip (Abs. 2). In der Einleitung zum Anhang V des KSVI wird beschrieben, dass die IV- Stelle ab 1. März 2012 verpflichtet ist, alle Aufträge für polydisziplinäre Gutachten über Suisse- MED@P zu vergeben. Verlaufsgutachten können aber derselb en Gutachterstelle in Auftrag ge- geben werden, die bereits das erste polydisziplinäre Gutachten erstellt hat, vorausgesetzt dieses ist über die Plattform SuisseMED@P vergeben worden (Rz. 2077.5 KSVI). 2.4 Das Bundesgericht unterscheidet in ständiger Rechtspre chung zwischen einer erstmali- gen Begutachtung und einem Verlaufsgutachten. Dabei betrachtet es die Anordnung eines Ver- laufsgutachtens dann als sinnvoll, wenn es um die Beu rteilung von gesundheitlichen Verände- rungen geht. Die Aussagekraft einer Verlaufsbegutachtu ng könne erhöht werden, wenn die ge- sundheitliche Entwicklung von den mit dem Fall schon ver trauten medizinischen Vorgutachtern abgeklärt und beurteilt werde (vgl. Urteil des Bundesg erichts vom 15. September 2008, 8C_615/2008, E. 4.2). Es unterscheidet dabei nicht zwischen mono- bzw. bi- und polydisziplinä- ren Begutachtungen. Dass Art. 72 bis IVV nicht zwingend auf Verlaufsgutachten Anwendung f in- den muss, zeigt sich in den Entscheiden des Bundesgerichts, welche nach Erlass des wegwei- senden BGE 137 V 210 gefällt wurden (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 1. September 2011, 9C_1032/2010, E. 4.1 und vom 27. September 2012, 8C_446/2012, E. 3.2). Wie das Bundesge- richt in BGE 139 V 349 festgehalten hat, soll eine di rekte Auftragserteilung aber die Ausnahme bleiben. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.5 Nach Auffassung des Kantonsgerichts muss es daher mögli ch und zulässig sein, unter bestimmten Voraussetzungen ein interdisziplinäres Verlaufsgutachten bei der gleichen Gutach- terstelle einzuholen, die bereits das Vorgutachten verfasst hat (vgl. Urteile des Kantonsgerichts, Abteilung Sozialversicherungsrecht [KGE SV] vom 16. Mai 2013, 720 13 28 / 93, E. 3.4 ff.; vom 17. Oktober 2019, 720 19 179 / 257, E. 3.6). Zu diesen Voraussetzungen gehörte namentlich das vom BSV hierfür angewendete zeitliche Kriterium. Im K SVI (Stand 21. August 2012) wurde die Ausnahme vom Zufallsprinzip folgendermassen formuliert: Wird in einem Versicherungsfall inner- halb einer Frist von drei Jahren seit der (letzten) polydisziplinären Begutachtung ein Verlaufsgut- achten notwendig, kann die IV-Stelle damit die vorbefasste Gutachterstelle direkt, d.h. ausserhalb SuisseMED@P, beauftragen (vgl. KGE SV vom 16. Mai 2013, 720 13 28 / 93, E. 4.5 ff.; zum Ganzen auch KGE SV vom 17. Oktober 2019, 720 19 179 / 257, E. 3.6). 3.1 Vorliegend begutachteten die Experten der ABI die Versicherte erstmals im Juni 2010. Die Anordnung der aktuellen, ausserhalb von SuisseMED@P veranlassten Begutachtung er- folgte am 14. Juli 2017. Zu diesem Zeitpunkt war das e rste Gutachten der ABI, datierend vom 17. August 2010, bereits knapp sieben Jahre alt, womit die vorliegende Folgebegutachtung das zeitliche Kriterium klarerweise nicht erfüllt. In der zum Zeitpunkt der Auftragsvergabe geltenden Version des KSVI (Stand vom 1. Januar 2017) sowie auch in der aktuellsten Version desselben (Stand vom 1. Januar 2018), wird diese zeitliche Komponente zwar nicht mehr explizit genannt. Es sind aber keine Gründe ersichtlich, wonach dieses Krit erium keine Geltung mehr beanspru- chen sollte oder das BSV dieses als nicht mehr massgeben d erachten wollte (KGE SV vom 17. Oktober 2019, 720 19 179 / 257, E. 4.2). Wie unter Erwägung 2.4 hiervor dargelegt, besteht der Sinn eines Verlaufsgutachtens namentlich darin, dass d ie begutachtenden Fachpersonen prüfen, ob an ihren Feststellungen im Erstgutachten i nfolge der Veränderung des Gesundheits- zustandes der versicherten Person weiterhin festgehalten werden kann. Dabei kann die Aussa- gekraft einer solchen Begutachtung erhöht werden und sie rechtfertigt sich insbesondere dann, wenn die gesundheitliche Entwicklung von den mit dem Fall schon vertrauten Vorgutachtern ab- geklärt wird. Die zeitliche Beschränkung einer Verlaufs begutachtung hat ihren Grund insbeson- dere darin, dass die Gutachterin bzw. der Gutachter nach Ablauf einer längeren Zeitdauer mit der zu begutachtenden Person nicht mehr vertraut sind, womit es an einer erhöhten Aussagekraft und damit auch an einer wesentlichen Voraussetzung fehlt, um eine Ausnahme vom Zufallsprin- zip zu rechtfertigen (vgl. KGE SV vom 16. Mai 2013, 72 0 13 28 / 93, E. 4.5; vom 17. Oktober 2019, 720 19 179 / 257, E. 4.2). Vorliegend war kein e der am aktuellen Gutachten involvierten Fachpersonen an der ersten Begutachtung im Juni 2010 be teiligt. Zudem kamen im Gutachten vom 6. November 2017 auch noch zwei neue Disziplinen (Rheumatologie und Neuropsychologie) hinzu. Da überdies zwischen den zwei Begutachtungen rund sieben Jahre liegen, rechtfertigt sich die direkte Vergabe nicht. 3.2 Daran vermögen auch die Einwände der Beschwerdegeg nerin nichts zu ändern. Die po- lydisziplinäre Begutachtung wurde der Beschwerdeführerin zwar bereits am 21. Juni 2017 ange- kündigt. Jedoch war sie zu diesem Zeitpunkt nicht anwaltlich vertreten. Es ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdefü hrerin als juristische Laiin nicht wusste, dass die Beauftragung der ABI gegen Art. 72 bis Abs. 2 IVV verstösst. Es kann ihr deshalb nicht angelastet werden, sie habe es unterlassen, das Ver gabeverfahren zu beanstanden. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Schliesslich geht auch die Auffassung der Beschwerdegegne rin fehl, wenn sie vorbringt, selbst ein fälschlicherweise nicht mittels Zufallsprinzip verge benes Gutachten führe nicht automatisch dazu, dass dieses nicht verwendet werden könne. Falls ein Gutachten unter Missachtung des Art. 72 bis Abs. 2 IVV eingeholt wurde, leidet dieses an einem schwerwiegenden Verfahrensman- gel, sodass darauf nicht abgestellt werden kann. 3.3 Nachdem es an jeglicher Voraussetzung mangelt, um eine Ausnahme von der zufalls- basierten Auftragsvergabe zu begründen, hätte diese zwingend nach Zufallsprinzip erfolgen müs- sen. Indem die Beschwerdegegnerin aber der ABI direkt den Auftrag zur Begutachtung der Be- schwerdeführerin erteilt hat, hat sie ihr – grundsätzlich zustehendes – Ermessen offensichtlich überschritten und damit Art. 72 bis IVV verletzt. Da es sich hierbei um einen schwerwiegende n Verfahrensmangel handelt, erweist sich das Gutachten vom 6. November 2017 allein schon aus diesem Grund als nicht beweiskräftig. Damit erübrigt sich eine Auseinandersetzung mit den ma- teriellen Einwänden zum Gutachten. 4. Streitig und zu prüfen bleibt hingegen, ob die B eschwerdegegnerin für den Zeitpunkt der Anmeldung zu Recht auf das Schreiben von Dr. B.____ vom 4. August 2016 (Eingang) abgestellt und den Rentenbeginn auf den 1. Februar 2017 festgelegt hat. 4.1 Wie bereits in Erwägung 2.1 hiervor erwähnt, sind das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz be- herrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Dieser G rundsatz gilt indessen nicht uneinge- schränkt; er wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, 122 V 157 E. 1a, je mit Hinweisen). Zu beachten ist jedoch, dass der Untersuchungsgrundsatz die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnot wendig ausschliesst, da es Sache der verfügenden Verwaltungsstelle bzw. des Sozialversicherungs gerichts ist, für die Zusammentra- gung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Par- teien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ablei- ten will (L OCHER THOMAS /G ÄCHTER THOMAS , Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Auf- lage, Bern 2014, S. 548 Rz 56). Diese Beweisregeln kom men allerdings erst dann zur Anwen- dung, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwiegende Wahr- scheinlichkeit für sich hat, der Wahrheit zu entsprechen (vgl . BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinwei- sen). 4.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie habe sich seit dem Jahr 2013 immer wieder bei der Mitarbeiterin der IV-Stelle gemeldet, um ihr mitzuteilen, dass sich ihr Gesundheitszustand erheblich verschlechtert habe und sie wieder Leistungen der Invalidenversicherung beziehen müsse. Sie sei allerdings jedes Mal darauf hingewiesen worden, dass sie sich nicht neu anmelden müsse, da sie bereits angemeldet sei. Diese Telefonate seien von der Mitarbeiterin nicht aufge- zeichnet worden, weshalb sie dieselben in einem umfassende n Dokument dargestellt und den jeweiligen Kontext dazu aufgezeichnet habe. Schliesslich könne eine solche offensichtliche Fehl- information nicht dazu führen, dass sie nun auf ihr zuste hende Leistungen während der Dauer Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht von mehreren Jahren verzichten müsse. Der Beschwerdegegnerin sei überspitzter Formalismus vorzuwerfen und der Rentenbeginn auf März 2014 festzulegen. 4.3 Die Beschwerdegegnerin bringt dagegen vor, in den Akten fänden sich keine der zahl- reichen durch die Beschwerdeführerin aufgeführten Telefonate im Jahr 2013. Die Mitarbeitenden der IV-Stelle seien angehalten, alle geführten Telefonate mittels Aktennotiz im Dossier festzuhal- ten. Es gebe vorliegend keine Anhaltspunkte, weshalb davon ausgegangen werden müsse, dass dies im vorliegenden Fall versäumt worden wäre. Zwischen dem 17. Dezember 2012 und dem 17. März 2016 seien keine Anrufe eingegangen. Am 4. A ugust 2016 sei das Schreiben von Dr. B.____ eingetroffen, worin er eine Verschlechteru ng des Gesundheitszustandes der Versi- cherten bestätigt habe. Am darauf folgenden Tag sei D r. B.____ darauf aufmerksam gemacht worden, dass eine Anmeldung die Unterschrift der Beschw erdeführerin bedürfe. Dieses Schrei- ben sei auch in Kopie an die Beschwerdeführerin gegan gen. Daraufhin habe die Beschwerde- gegnerin weder von Dr. B.____ noch von der Beschwerdefüh rerin eine Rückmeldung erhalten. Erst am 14. November 2016 habe sie angerufen, um sich über den aktuellen Stand zu informie- ren, woraufhin sie erneut auf die fehlende Unterschrif t aufmerksam gemacht worden sei. Am 10. Februar 2017 sei schliesslich das unterschriebene Schreiben der Beschwerdeführerin einge- gangen, worin sie um die Wiederaufnahme ihres Falles gebeten habe. Die Beschwerdegegnerin habe in der Folge auf das Schreiben von Dr. B.____ i m August 2016 abgestellt und dieses ent- gegenkommenderweise als Anmeldung gewertet, auch wenn die Unterschrift erst ein halbes Jahr später nachgereicht worden sei. 4.4 Die dem Gericht vorliegenden Akten wiederspiegel n den von der Beschwerdegegnerin geschilderten Zeitablauf. In den Akten lassen sich – ne ben der von der Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 18. Dezember 2018 eingereichten Auflistung des Sachverhalts ab März 2006 bis April 2018 – keinerlei Nachweise über die von der Beschw erdeführerin behaupteten Telefonate finden. Die Datumangaben in dieser Auflistung beziehen sich lediglich auf den entsprechenden Monat und sind teilweise nur mit einer «ca.»-Angabe aufgelistet. Die Angaben bleiben somit sehr vage. Es erweist sich als unmöglich, einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwie- gende Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wahrheit zu entsprechen. Da die Beschwerdeführerin aus ihrer Behauptung, sie sei falsch informiert worden, Rechte ableiten will, liegt die Beweislast bei ihr (vgl. Erwägung 4.1 hiervor). Anzufügen bleibt, dass die IV-Stelle der Beschwerdeführerin insoweit entgegengekommen ist, als dass sie sich für den Zei tpunkt der Anmeldung auf das Schreiben von Dr. B.____ vom August 2016 gestützt hat, obwohl die Unterschrift der Beschwer- deführerin erst ein halbes Jahr später eingegangen ist. Da aufgrund von Art. 29 Abs. 1 des Bun- desgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 der Rentenanspruch frü- hestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs ent- steht, hat die Beschwerdegegnerin den Rentenbeginn zu Recht auf den 1. Februar 2017 festge- setzt. 5. Schliesslich ist auf die weiteren Rügen der Beschwerde führerin hinsichtlich der Verlet- zung der Abklärungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG ei nzugehen. Sie bringt vor, die Be- schwerdegegnerin habe die Vorwürfe gegen ihre Mitarbeiterin in Bezug auf die von dieser abge- gebenen Fehlinformation nicht sichtbar geprüft. Wie in Erwägung 4.4 hiervor ausgeführt, konnte Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht die Beschwerdeführerin ihre Behauptung über die mehrf achen Telefonate mit der Beschwerde- gegnerin nicht beweisen. Die Vorgesetzte der zuständigen Sachbearbeiterin hat mit dieser Rück- sprache genommen und das Dossier geprüft. Sie konnte jed och keine inkorrekten Handlungen feststellen. Damit ist sie den Vorwürfen genügend nachge gangen. Des Weiteren bringt die Be- schwerdeführerin vor, der schriftliche Einwand gegen den Vorbescheid vom 18. Dezember 2018 sei nur oberflächlich geprüft worden, indem er ledigl ich dem zuständigen Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes beider Basel (RAD) unterbreitet worden sei. Dieser habe in seiner Stellung- nahme die vorgelegte Fotodokumentation allein schon w egen der von ihm als zu schlecht be- zeichneten Bildqualität verworfen und festgehalten, d ass keine konkreten diagnostischen Krite- rien eines Komplexen Regionalen Schmerzsyndroms (CRPS) darauf ersichtlich seien. Hierzu ist festzuhalten, dass Dr. med. C.____, FMH Orthopädische C hirurgie und Traumatologie des Be- wegungsapparates, RAD, in seinen Berichten vom 12. Apri l 2018 sowie 21. Dezember 2018 nachvollziehbar dargelegt hat, weshalb er nicht von e inem CRPS ausgeht. Zwar führte er aus, dass die Bildqualität der vorgelegten Fotodokumentation eingeschränkt sei. Seine Ansicht, dass keine CRPS vorliege, stützte er jedoch nicht nur auf diese Fotodokumentation, sondern auch auf die Berichte der behandelnden Ärzte. Diese Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen somit keine Verletzung der Abklärungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG zu begründen. 6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeg egnerin Art. 72 bis IVV verletzt hat, indem sie der ABI direkt den Begutachtungsauftrag erteilt hat. Auf das Gutachten vom 6. No- vember 2017 kann somit bereits aus diesem formellen Grund nicht abgestellt werden. Die Fest- setzung des Rentenbeginns auf den 1. Februar 2017 hinge gen ist nicht zu beanstanden. Über- dies kann aufgrund der weiteren Rügen der Beschwerdefü hrerin keine Verletzung der Abklä- rungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG festgestellt werden. Da die IV-Stelle es unterlassen hat, ein per Zufallsprinzip vergebenes Gutachten einzuholen, ist die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen. Es besteht kein Grund, von einer Rückweisung abzusehen. Die Beschwerde- führerin bringt vor, bei einer Rückweisung werde sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wiederum derselben Begutachtungsstelle zugeteilt, wodurch mit grosser Wahrscheinlichkeit eine erhebliche Befangenheitssituation entstehen werde. Diesbezüglich ist anzumerken, dass zwar eine Gutach- terstelle als Ganzes nicht befangen sein kann (BGE 137 V 210 E. 1.3.3). Jedoch besteht die Möglichkeit, gegen die ernannten Gutachterinnen und Gu tachter Ablehnungs- und Ausstands- gründe vorzubringen (vgl. Art. 44 ATSG). Des Weiteren macht sie geltend, ihr Gesundheitszu- stand habe sich in der Zwischenzeit verschlechtert. Mit einer gerichtlichen Begutachtung könnten weitere langwierige Auseinandersetzungen vermieden werden. Hierzu ist festzuhalten, dass für die Beurteilung eines Falles grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse bis zum Erlass der an- gefochtenen Verfügung massgebend sind (vgl. BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis), weshalb eine allfällige Verschlechterung des Gesundheitszustandes im vo rliegenden Verfahren nicht berück- sichtigt werden könnte. Überdies berechtigt alleine die Gefahr einer langwierigen Auseinander- setzung nicht, ein Gerichtsgutachten anzuordnen. 7. Nach dem Gesagten ist die Angelegenheit in Aufhebu ng der angefochtenen Verfügun- gen vom 9. Mai 2019 bzw. 26. Juni 2019 zur Durchführung einer erneuten über SuisseMED@P zufallsgesteuerten polydisziplinären Begutachtung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Danach wird sie den Gesundheitszustand sowie die Arbeitsfähigkeit der Versicherten neu zu be- urteilen haben. Gestützt auf diese Ergebnisse wird die Beschwerdegegnerin über die Ansprüche der Beschwerdeführerin schliesslich neu zu befinden haben. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. Im Übrigen erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist deshalb abzuwei- sen. 8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be- willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Die Ver- fahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal- tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hat desh alb die IV-Stelle als überwiegend unterlie- gende Partei die Verfahrenskosten zu tragen. Die Verfa hrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- sind der IV-Stelle aufzuerlegen. Die Beschwerdeführerin erhält ihren bereits geleisteten Kosten- vorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 8.2 Gemäss § 21 Abs. 1 VPO steht der obsiegenden Beschwe rde führenden Person eine Parteientschädigung zu. Der Beschwerdeführerin ist deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat in sei- ner Honorarnote vom 10. Dezember 2019 für die vorlieg ende Beschwerdeverfahren einen Auf- wand von 13 Stunden und 15 Minuten geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellen- den Sachverhalts- und Rechtsfragen grundsätzlich als angemessen erweist. Auch die Auslagen in der Höhe von Fr. 72.-- sind nicht zu beanstanden. De r Deservitenkarte ist allerdings zu ent- nehmen, dass sich darunter kleinere Bemühungen befinden, welche auf den Kontakt des Rechts- vertreters mit der Rechtsschutzversicherung zurückzuführen sind. Dieser Aufwand würde im Falle einer nicht Rechtsschutz versicherten Person nicht anfallen und kann daher nicht berücksichtigt werden. Aus diesem Grund sind die Bemühungen im Zusammenhang mit der Rechtsschutzver- sicherung im Umfang von 30 Minuten in Abzug zu bringen. Damit ergibt sich ein zu berücksichti- gender Aufwand von 12 Stunden und 45 Minuten. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversi- cherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stun- denansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Der Beschwerdeführerin ist demnach eine Parteient- schädigung in der Höhe von Fr. 3'510.-- (12 Stunden und 45 Minuten à Fr. 250.-- zuzüglich Aus- lagen von Fr. 72.-- sowie 7.7 % Mehrwertsteuer) zu La sten der Beschwerdegegnerin zuzuspre- chen. 9. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesge richt (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge- gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbststän dig eröffnete Zwischenentscheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegeh- ren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewir ken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort e inen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er- sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid , sondern um einen Zwischenent- scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich som it um einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen- heiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesg ericht. Die nachstehende Rechtsmittel- belehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerden werden im Sinne der Erwägunge n teilweise gutge- heissen, als die angefochtenen Verfügungen der IV-Stel le Basel-Land- schaft vom 9. Mai 2019 bzw. 26. Juni 2019 aufgehoben und die Angele- genheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Er- lass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-Lan dschaft zurück- gewiesen wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- we rden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschu ss in der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 3. Die IV-Stelle hat der Beschwerdeführerin eine Par teientschädigung in der Höhe von Fr. 3'510.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Vermerk eines allfälligen Weiterzugs