<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2022.00379</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223311&amp;W10_KEY=13045529&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2022.00379</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 31.05.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 20.12.2024 formell erledigt.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Planungszone</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Planungszone. [Festsetzung Planungszone "Zentrum" Schlieren; vereinigte Verfahren VB.2022.00379 und VB.2022.00380.] Grundeigentümer können unter gewissen (restriktiven) Voraussetzungen von sich aus auf den Erlass einer Planungszone hinwirken. Umso mehr muss es ihnen möglich sein, im Rahmen einer behördlich angeordneten Planungszone, die ihr eigenes Grundstück umfasst, deren Ausdehnung durch Rechtsmittel zu erreichen, damit diese ihren Zweck rechtsgenüglich erfüllen kann. Somit ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz der Beschwerdegegnerschaft 1 ein schutzwürdiges Interesse auf Einbezug von benachbarten Grundstücke in die Planungszone zugebilligt hat, um Nachteile aus der angeblich zu kleinen Planungszone auf ihr Grundstück abzuwenden (E. 3.4). Die Vorinstanz war mit verschiedenen Rechtsmitteln befasst, die nicht losgelöst voneinander beurteilt werden konnten. In einer solchen Konstellation ist zwar eine Vereinigung der Verfahren nicht zwingend vorgeschrieben. Jedoch ist zumindest sicherzustellen, dass alle Verfahrensbeteiligten ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen können; dies setzt voraus, dass sie sich in einem Parallelverfahren, das sich auf ihre Rechtsposition auswirken kann, äussern können. Dieser Vorgabe ist die Vorinstanz nicht nachgekommen, worin eine Verletzung ihres rechtlichen Gehörs zu erblicken ist (E. 4.3). Die Heilung der Gehörsverletzung setzt voraus, dass das Verwaltungsgericht mit derselben Entscheidbefugnis wie die Vorinstanz entscheidet und damit auch zur Beurteilung von Ermessensfragen ermächtigt ist (E. 4.4). Die Stadt Schlieren verfolgt seit Jahren die Absicht, den Stadtpark zu vergrössern und das Gebiet infolge der Stilllegung der Badenerstrasse in diesem Abschnitt ("Pischte 52") zu einer offenen und attraktiven "Grünen Mitte" zu entwickeln. Bei Erlass der streitgegenständlichen Planungszone stand konkret zu befürchten, dass aufgrund der bestehenden Nutzungsordnung Neu- bzw. Ersatzbauten im nördlichen Randbereich der "Grünen Mitte" hätten bewilligt werden müssen, welche die angedachte Realisierung der "Grünen Mitte" infrage gestellt hätten. Dadurch wären die Behörden in ihrer Freiheit, die geltende Ordnung sachgemäss zu revidieren, in nicht vertretbarer Weise eingeschränkt worden. Die umstrittene Planungszone dient damit einer genügend konkretisierten Planungsabsicht; auch ein Planungsbedürfnis ist offenkundig ausgewiesen (E. 6.2.1). Der Stadtrat Schlieren hat das Instrument der Planungszone nicht rechtsmissbräuchlich dazu benutzt, eine gutachterlich festgestellte Nichtschutzwürdigkeit der Beschwerdeführenden 2 mittels planungsrechtlicher Schutzmassnahmen zu umgehen (E. 6.2.2). Die Beschwerdeführenden 2 vermögen aus dem behaupteten Ablauf der Verwirkungsfrist gemäss § 213 Abs. 3 PBG im vorliegenden Zusammenhang nichts für sich abzuleiten (E. 6.2.3). Angesichts der langjährigen Planungsbestrebungen bestand zum Zeitpunkt des Erlasses der Planungszone ein sehr gewichtiges öffentliches Interesse daran, die geplante Nutzungsänderung (einstweilig) zu sichern. Den Beschwerdeführenden 2 gelingt es nicht aufzuzeigen, dass ihre privaten Interessen dieses sehr gewichtige öffentliche Interesse überwiegen würden (E. 6.2.4). Die Intregration weiterer Grundstücke in die Planungszone seitens der Vorinstanz erweist sich nur teilweise als verhältnismässig (E. 6.3.5). Die mittlerweile auf Gemeindeebene beschlossene Teilrevision Nutzungsplanung "Alterszentrum" beruht somit auf einem Erschliessungskonzept, das die weitere Nutzungsplanung für die "Pischte 52" im Sinn des Masterplans "Grüne Mitte" nicht nachteilig beeinflusst. Der Umstand, dass die westliche Teilfläche der "Pischte 52" von der Vorlage für die Teilrevision der Nutzungsplanung "Alterszentrum" erfasst wird, beeinträchtigt die Wirksamkeit der Planungszone für die gebotene Gesamtschau bezüglich Erschliessungs- und Erholungsfunktion beim östlich davon gelegenen Abschnitt dieser stillgelegten Strasse nicht; die vorinstanzliche Ausdehnung der Planungszone auf das Areal für das neue Alterszentrum ist nicht verhältnismässig (E. 6.3.6). Teilweise Gutheissung der Beschwerde VB.2022.00379. Abweisung der Beschwerde VB.2022.00380.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHWERDELEGITIMATION">BESCHWERDELEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGENTUMSBESCHRÃNKUNG">EIGENTUMSBESCHRÃNKUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSÃBERPRÃFUNG">ERMESSENSÃBERPRÃFUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERWEITERUNG">ERWEITERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEHÃRSVERLETZUNG">GEHÃRSVERLETZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOORDINATIONSPRINZIP">KOORDINATIONSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANUNGSABSICHT">PLANUNGSABSICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANUNGSBEDÃRFNIS">PLANUNGSBEDÃRFNIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANUNGSZONE">PLANUNGSZONE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROVOKATION">PROVOKATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKURSLEGITIMATION">REKURSLEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZWÃRDIGKEIT">SCHUTZWÃRDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ÃBRIGES PLANUNGS- UND BAURECHT">ÃBRIGES PLANUNGS- UND BAURECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VEREINIGUNG VON VERFAHREN">VEREINIGUNG VON VERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWIRKUNGSFRIST">VERWIRKUNGSFRIST</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="ungerade">§ 2 lit. b PBG</span><br/><span class="gerade">§ 213 Abs. III PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 338a PBG</span><br/><span class="gerade">§ 346 Abs. II PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 346 Abs. III PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 21 Abs. II RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 25a Abs. I RPG</span><br/><span class="gerade">Art. 27 RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 27 Abs. I RPG</span><br/><span class="gerade">Art. 33 Abs. IV RPG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=61949" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2022.00379<br/> VB.2022.00380</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">31. Mai 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident AndrÃ© Moser<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Franz Kessler Coendet, Ersatzrichter Arthur Brunner, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Cyrill Bienz.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><a id="RU_AUTOTEXT_DRITT_N"> </a></p> <p class="MsoNormal">1. Stadt Schlieren, <br/> vertreten durch den Stadtrat, dieser vertreten durch RA A, </p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrerin<br/> VB.2022.00379, </b></p> <p class="MsoNormal">2. Erbgemeinschaft J. sel. bestehend aus: <br/> <br/> </p> <p class="MsoNormal">2.1 B, </p> <p class="MsoNormal">2.2 C, </p> <p class="MsoNormal">2.3 D, </p> <p class="MsoNormal">2.4 E, </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">alle vertreten durch RA F, </p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrende<br/> VB.2022.00380, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen<br/> <br/> </p> <p class="MsoNormal">1.1 G, </p> <p class="MsoNormal">1.2 H, </p> <p class="MsoNormal">beide vertreten durch RA I, </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegnerschaft<br/> VB.2022.00379, </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal">2. Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich, </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegnerin<br/> VB.2022.00380, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">und</p> <p class="Zwischentitel"><br/> 1. Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich, </p> <p class="MsoNormal"><b>Mitbeteiligte<br/> VB.2022.00379, </b></p> <p class="MsoNormal">2. Stadt Schlieren, <br/> vertreten durch den Stadtrat, dieser vertreten durch RA A, </p> <p class="MsoNormal"><b>Mitbeteiligte<br/> VB.2022.00380, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Planungszone,</b></p> <p class="MsoNormal"><span>hat sich ergeben: </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit VerfÃ¼gung vom 22. Juli 2021 setzte die kantonale Baudirektion im Gebiet "Zentrum" (Badenerstrasse 12 bis 22, Stadt Schlieren) auf Antrag des Stadtrats Schlieren eine Planungszone fÃ¼r drei Jahre ab Ã¶ffentlicher Bekanntmachung fest. Dem Gebiet "Zentrum" zuzurechnen sind die GrundstÃ¼cke mit den frÃ¼heren Kat.-Nrn. 488, 498, 3787, 7961, 7966, 7968, 7970, 7984 und 9106 sowie die TeilgrundstÃ¼cke mit den frÃ¼heren Kat.-Nrn. 7955, 7958 (heute: 7958), 7960, 7978, 7980, 7982, 8075, 8077, 8440 (heute: 9831) und 9105 in Schlieren gemÃ¤ss Situationsplan Massstab 1:1250 vom 11. Juni 2021.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Die VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 22. Juli 2021 wurde von verschiedener Seite an das Baurekursgericht weitergezogen:</p> <p class="Sachverhalt2">Mit Eingabe vom 27. August 2021 erhob die Erbengemeinschaft J sel. bestehend aus B, C, D und E â zusammen GesamteigentÃ¼mer des GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 9831 â Rekurs; die Erben von B sel. beantragten die vollumfÃ¤ngliche Aufhebung der Planungszone "Zentrum", eventualiter die Festsetzung einer verkleinerten Planungszone "Zentrum", der Kat.-Nr. 9831 nicht angehÃ¶re (GeschÃ¤ftsnummer R1L.2021.00032).</p> <p class="Sachverhalt2">Am 30. August 2021 erhoben auch G und H â EigentÃ¼mer des GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 9832 â Rekurs. Sie ersuchten darum, die Planungszone "Zentrum" auf den gesamten Perimeter des abgeschlossenen Testplanungsverfahrens "GrÃ¼ne Mitte" und des noch zu genehmigenden Masterplans "GrÃ¼ne Mitte" auszudehnen; zumindest sei aber die Planungszone auch fÃ¼r die GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 9841, 8020, 8022, 8121, 8463 und 5225 festzusetzen (GeschÃ¤ftsnummer R1L.2021.00033).</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit VerfÃ¼gungen vom 1. September 2021 bezog das Baurekursgericht den Stadtrat Schlieren in die angehobenen Rekursverfahren als Mitbeteiligten ein. Eine weitergehende (formelle) Koordination der Verfahren erfolgte nicht.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Am 8. MÃ¤rz 2022 fÃ¼hrte das Baurekursgericht in den jeweiligen Verfahren im Beisein der Parteien auf dem Lokal Augenscheine durch.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Mit Entscheid BRGE I Nr. 0076/2022 vom 20. Mai 2022 hiess das Baurekursgericht den Rekurs von G und H gut und Ã¤nderte die VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 22. Juli 2021 dahingehend ab, dass die Planungszone "Zentrum" zusÃ¤tzlich fÃ¼r die GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 5225, 8020, 8022, 8121, 8463 und 9841 festgesetzt wurde. Der Rekurs der Erbengemeinschaft J sel. bestehend aus B, C, D und E wurde vom Baurekursgericht mit Entscheid BRGE I Nr. 0091/2022 vom 20. Mai 2022 abgewiesen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit Eingabe vom 23. Juni 2022 erhob die Stadt Schlieren (nachfolgend: die BeschwerdefÃ¼hrerin 1) gegen den Entscheid BRGE I Nr. 0076/2022 vom 20. Mai 2022 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie ersuchte darum, den Entscheid unter Kostenfolge zulasten von G und H (nachfolgend: die Beschwerdegegnerschaft 1) aufzuheben (Verwaltungsgerichtsverfahren VB.2022.00379).</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Mit Eingabe ebenfalls vom 23. Juni 2022 gelangte die Erbengemeinschaft J sel. bestehend aus B, C, D und E (nachfolgend: die BeschwerdefÃ¼hrenden 2) gegen den Entscheid BRGE I Nr. 0091/2022 vom 20. Mai 2022 ebenfalls mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 stellten den Antrag, den Entscheid BRGE I Nr. 0091/2022 und die von der Baudirektion (nachfolgend: Beschwerdegegnerin 2) festgesetzte Planungszone "Zentrum" vollumfÃ¤nglich aufzuheben; eventualiter sei die festgesetzte Planungszone dahingehend anzupassen, dass das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 9831 aus der Planungszone zu entlassen sei; subeventualiter sei das Verfahren zur neuen Beurteilung an das Baurekursgericht zurÃ¼ckzuweisen (alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge). </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 5. Juli 2022 vereinigte das Verwaltungsgericht die Beschwerdeverfahren VB.2022.00379 und VB.2022.00380. Ferner setzte es allen Verfahrensbeteiligten Frist an, um zu den eingereichten Beschwerdeschriften (soweit nicht selbst verfasst) Stellung zu nehmen. Den Verfahrensbeteiligten wurde in der Folge â auf entsprechendes Ersuchen hin â Einsicht in die Akten der vorinstanzlichen Verfahren gegeben.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 beantragte mit Eingabe vom 6. September 2022, die Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 (VB.2022.00380) sei kostenfÃ¤llig abzuweisen. Gleichzeitig stellte sie den Verfahrensantrag, es sei der Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 die aufschiebende Wirkung zu entziehen. Die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 hielten an ihren BeschwerdeantrÃ¤gen (vgl. hierzu Ziff. III.B hiervor) fest und bemerkten bezÃ¼glich der Parallelbeschwerde der BeschwerdefÃ¼hrerin 1, dass die von dieser weiterhin beantragte Planungszone bei Gutheissung ihrer eigenen BeschwerdeantrÃ¤ge gegenstandslos werde. Die Beschwerdegegnerschaft 1 ersuchte darum, die Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 sei abzuweisen; auf AntrÃ¤ge zur Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 verzichtete sie. Die Beschwerdegegnerin 2 beantragte die Abweisung der Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 und die Gutheissung der Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 Das Baurekursgericht beantragte ohne weitere Bemerkungen die Abweisung beider Beschwerden.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>E. </b>Das Verwaltungsgericht gab den Verfahrensbeteiligten mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 13. September 2022 Gelegenheit, um zu den jeweiligen Eingaben, und insbesondere zum genannten Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 um Entzug der aufschiebenden Wirkung Stellung zu nehmen.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>F. </b>Nach Einsichtnahme in die Stellungnahmen der Beschwerdegegnerin 2 vom 16. September 2022, der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 vom 5. Oktober 2022 sowie der Beschwerdegegnerschaft 1 vom 6. Oktober 2022 entzog das Verwaltungsgericht der Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 10. Oktober 2022 die aufschiebende Wirkung. Ferner setzte es den Verfahrensbeteiligten Frist an, um zu den eingereichten Eingaben, insbesondere zu dem am 5. Oktober 2022 gestellten Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrenden 2, der Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 die aufschiebende Wirkung zu entziehen, Stellung zu nehmen.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>G. </b>Das Verwaltungsgericht entzog nach Einsichtnahme in die Stellungnahmen der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 vom 24. Oktober 2022 und der Beschwerdegegnerschaft 1 vom 3. November 2022 mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 10. November 2022 auch der Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 die aufschiebende Wirkung; ausserdem setzte es den Verfahrensbeteiligten Frist an, um zu den eingereichten Eingaben Stellung zu nehmen.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>H. </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 reichten am 25. November 2022, die Beschwerdegegnerschaft 1 am 3. Januar 2023 letzte Bemerkungen ein. Die anderen Verfahrensbeteiligten verzichteten auf weitere Stellungnahme hierzu.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Einzug1"><span>Verwaltungsgericht ist nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes des Kantons ZÃ¼rich vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) fÃ¼r die Beurteilung der vereinigten Beschwerden zustÃ¤ndig. Zum Entscheid ist die Kammer berufen (§ 38 Abs. 1 VRG). Die Eintretensvoraussetzungen geben nicht zu weiteren Bemerkungen Anlass; insbesondere ist die Stadt Schlieren aufgrund von § 49 in Verbindungen mit § 21 Abs. 2 lit. a VRG ohne Weiteres zur Beschwerde berechtigt, ist sie doch als EigentÃ¼merin der GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 9841, 8121, 8463, 8020 und 8022 direkt und wie eine Privatperson von der vorinstanzlich vorgenommenen Erweiterung der streitgegenstÃ¤ndlichen Planungszone betroffen; ob sie zusÃ¤tzlich auch zur Autonomiebeschwerde nach § 49 in Verbindung mit § 21 Abs. 2 lit. c VRG berechtigt wÃ¤re, kann offenbleiben, liegt jedoch angesichts der Tatsache, dass die Kompetenz zum Erlass der Planungszone beim Staat liegt (§ 346 Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 [PBG; LS 700.1] und § 2 lit. b PBG; vgl. E. 5.2 hiernach), zumindest nicht auf der Hand.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Einzug1"><span>Der planerische Hintergrund der vorliegend umstrittenen Planungszone prÃ¤sentiert sich gemÃ¤ss der FestsetzungsverfÃ¼gung der Beschwerdegegnerin 2 vom 22. Juli 2021 (mit Einbezug seitheriger Entwicklung) wie folgt: </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span>Die streitgegenstÃ¤ndliche Planungszone geht auf einen Antrag des Stadtrats Schlieren vom 7. April 2021 zurÃ¼ck. Darin wurde der Erlass einer Planungszone fÃ¼r die Liegenschaften Badenerstrasse 12 bis 22 beantragt. Diese bilden den nÃ¶rdlichen Abschluss der sogenannten "GrÃ¼nen Mitte" im Zentrum der Stadt Schlieren. Aufgrund der Umlegung der Kantonsstrasse nach Norden, auf der neu auch das Trassee der Limmattalbahn verlÃ¤uft, soll die "GrÃ¼ne Mitte", die als wesentliches Element die stillgelegte Badenerstrasse ("Pischte 52", Kat.-Nr. 9841) und den Stadtpark umfasst, vergrÃ¶ssert werden. Die Liegenschaften Badenerstrasse 12 bis 22 bilden aufgrund ihres Volumens einen gut lesbaren, klar umrissenen und identitÃ¤tsbildenden Abschluss der zentralen ParkflÃ¤che, die das Zentrum von Schlieren auszeichnet. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b><span>Die Stadt Schlieren hat im Jahr 2005 ein Wettbewerbsverfahren fÃ¼r die Umgestaltung des Zentrums durchgefÃ¼hrt. Im Rahmen dieses Prozesses entstand die â zwischenzeitlich realisierte â Idee der Verlegung der Badenerstrasse, welche eine VergrÃ¶sserung des Stadtparks und die Entwicklung einer offenen und attraktiven "GrÃ¼nen Mitte" mÃ¶glich macht. Seitdem wurde diese Kernidee von der Stadt konsequent weiterverfolgt. In zwei Stadtentwicklungskonzepten (STEK I und II) wurde auf die Wichtigkeit des Zentrums hingewiesen, wobei vor allem die GrÃ¼n- und ErholungsflÃ¤chen als identitÃ¤tsbildend bezeichnet wurden. Das STEK II wurde vom Stadtrat als verbindliches Instrument fÃ¼r die Stadtentwicklung verabschiedet, wodurch es fÃ¼r die Folgeplanungen zu berÃ¼cksichtigen war (bzw. ist). Darin wird den urbanen GrÃ¼nrÃ¤umen und den innerstÃ¤dtischen RaumÃ¼bergÃ¤ngen eine grosse Wichtigkeit beigemessen. Das STEK II bildete insbesondere die Grundlage fÃ¼r den kommunalen Richtplan "Siedlung und Landschaft", der in der Abstimmung vom 15. Mai 2022 mit einer Mehrheit von 70,38 % der Stimmberechtigten gutgeheissen wurde (https://www.schlieren.ch/abstimmungen/termine/4900357; besucht am 26. Mai 2023). Mit dem kommunalen Richtplan wurden die im STEK getroffenen Planungsinhalte behÃ¶rdenverbindlich umgesetzt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b><span>Der Bereich "GrÃ¼ne Mitte" wurde von der Stadt Schlieren im Rahmen eines Testplanungsverfahrens fundierter untersucht. Die Ergebnisse daraus bildeten die Grundlage fÃ¼r den Masterplan "GrÃ¼ne Mitte", der von der Gemeinde Schlieren in Zusammenarbeit mit der reformierten Kirchgemeinde erstellt und im April 2022 verÃ¶ffentlicht wurde. In dem Masterplan werden die verschiedenen Massnahmen in der "GrÃ¼nen Mitte" koordiniert. Beachtung wird dabei insbesondere auch dem Randbereich der "GrÃ¼nen Mitte" geschenkt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b><span>FÃ¼r die â im Eigentum der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 stehende â Liegenschaft Kat.-Nr. 9831 lag bei Erlass der streitgegenstÃ¤ndlichen Planungszone ein am 15. August 2019 eingereichtes Baugesuch fÃ¼r einen Ersatzneubau vor. Das Baugesuch wurde als Provokationsbegehren behandelt, weil die vom Abbruch betroffenen GebÃ¤ude im kommunalen Inventar der schutzwÃ¼rdigen Bauten aufgefÃ¼hrt waren. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Im Rahmen der SchutzabklÃ¤rung erstellte die Denkmalpflege-Kommission des Kantons ZÃ¼rich (KDK) am 20. Januar 2020 ein Gutachten, welches darlegt, dass die Aufwertung des Areals "GrÃ¼ne Mitte" Ã¼ber planerische und planungsrechtliche Massnahmen und nicht Ã¼ber eine denkmalpflegerische Festsetzung des GebÃ¤udes Badenerstrasse 20 als kommunales Schutzobjekt erfolgen sollte. Am 30. Juni 2020 verlÃ¤ngerte die Stadt Schlieren die Jahresfrist fÃ¼r das Treffen von Schutzmassnahmen gemÃ¤ss § 213 Abs. 3 PBG um maximal ein weiteres Jahr. Die Stadt Schlieren benÃ¶tigte eigenen Angaben zufolge Zeit, um die notwendigen Planungsgrundlagen zu erarbeiten und die Ergebnisse in grundeigentÃ¼merverbindliche Planungsinstrumente umzusetzen und ersuchte deshalb am 7. April 2021 um Anordnung einer Planungszone. Sie strebte mit dem Antrag auf Erlass der Planungszone an, zu verhindern, dass bauliche VerÃ¤nderungen oder sonstige Vorkehrungen innerhalb des Perimeters der im Gange befindlichen Planung zur Aufwertung des Areals "GrÃ¼ne Mitte" widersprechen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Aktuell sind die Liegenschaften 12 bis 22 der Wohnzone W4 zugewiesen. Ein Neubau der Liegenschaft Badenerstrasse 20 im Sinn eines zonenkonformen Regelbaus wÃ¼rde aufgrund der in der Regelbauweise mÃ¶glichen Bauvolumen einen qualitativen Abschluss und Ãbergang der "GrÃ¼nen Mitte" zur neuen Badenerstrasse verunmÃ¶glichen und im Widerspruch zu den Planungsabsichten und den in Ãnderung befindlichen Folgeplanungen der Stadt stehen. Die Idee des bewusst offen gehaltenen, weitlÃ¤ufigen und durchgÃ¤ngigen Areals, mit SichtbezÃ¼gen und mit vereinzelten, niedrigeren und im Volumen limitierten Bauten, kann mit der Regelbauweise nicht umgesetzt werden. Auch wÃ¼rde die fÃ¼r den Ort wichtige identitÃ¤tsstiftende Wirkung der historischen Bauten bei deren Abbruch verschwinden. Vor diesem Hintergrund folgte die Beschwerdegegnerin 2 bei der Festsetzung der Planungszone am 22. Juli 2021 dem stÃ¤dtischen Antrag. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b><span>Im Hinblick auf die vom Vorinstanz zusÃ¤tzlich in die Planungszone einbezogenen Parzellen Kat.-Nrn. </span>5225, 8020, 8022, 8121, 8463 und 9841 ist zu berÃ¼cksichtigen, dass der Stadtrat am 26. Januar 2022 fÃ¼r das Teilareal im nordwestlichen Randbereich des Stadtparks die Ã¶ffentliche Auflage zur Teilrevision der Nutzungsplanung "Alterszentrum" beschlossen hatte. Mit dieser Vorlage wurde im Wesentlichen vorgeschlagen, die Parzellen Kat.-Nrn. 8121, 8463, 7007 und den westlichen Teil von 9841 ("Pischte 52") der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten Oe â als planerische Grundlage fÃ¼r den Bau eines Alterszentrums â zuzuweisen. Die Ã¶ffentliche Auflage erfolgte am 18. Februar 2002 (Amtsblatt des Kantons ZÃ¼rich, Meldungsnummer RP-ZH02-0000001282) bzw. wÃ¤hrend des vorinstanzlichen Verfahrens. Am 24. Oktober 2022, d.<span> </span>h. wÃ¤hrend des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens, beschloss das Gemeindeparlament von Schlieren die Teilrevision der Nutzungsplanung Alterszentrum" und beauftragte den Stadtrat, diese Teilrevision vorbehÃ¤ltlich der Zustimmung der StimmbevÃ¶lkerung zum Baukredit des Alterszentrums dem kantonalen Amt fÃ¼r Raumentwicklung zur Genehmigung einzureichen (https:/www.schlieren.ch/beschlues­se/1693081; besucht am 26. Mai 2023). Die Stimmberechtigten der Stadt Schlieren haben am 12. MÃ¤rz 2023 dem beantragten Baukredit fÃ¼r das Alterszentrum mit einer Mehrheit von 76,59 % zugestimmt (https://www.schlieren.ch/abstimmungen/termine/5262481; besucht am 26. Mai 2023). </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Im Verfahren VB.2022.00379 ist strittig, ob die Vorinstanz Ã¼berhaupt auf den Rekurs der Beschwerdegegnerschaft 1 hÃ¤tte eintreten dÃ¼rfen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 rÃ¼gt â unter weitgehender Referenzierung einer dem angefochtenen Entscheid BRGE I Nr. 0076/2022 beigefÃ¼gten Minderheitsmeinung â, dass der Beschwerdegegnerschaft 1 im vorinstanzlichen Verfahren das schutzwÃ¼rdige Interesse an der von ihnen beantragten Ausweitung der Planungszone gefehlt habe; jedenfalls habe die Beschwerdegegnerschaft 1 ein solches â nicht auf der Hand liegendes â schutzwÃ¼rdiges Interesse nicht hinreichend substanziiert.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b><span>Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft von Amtes wegen, ob die Sachurteilsvoraussetzungen auch im Verfahren vor dem Baurekursgericht erfÃ¼llt waren (VGr, 11. November 2021, VB.2021.00156, E. 4.3.1; VGr, 2. Dezember 2015, VB.2015.00649, E. 3.1); massgebend ist dabei, wie sich die VerhÃ¤ltnisse im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheids dargestellt haben (vgl. BGE 136 II 101 E. 1.1).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b><span>Nach § 338a PBG ist â Ã¼bereinstimmend mit § 21 Abs. 1 VRG â zum Rekurs berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ãnderung hat. Die PrÃ¼fung der Legitimation zur Anfechtung von neu erlassenen oder revidierten NutzungsplÃ¤nen sowie Planungszonen, die verfahrensrechtlich im Allgemeinen wie NutzungsplÃ¤ne behandelt werden, folgt ebendiesen Voraussetzungen (insoweit zutreffend angefochtener Entscheid BRGE I Nr. 0076/2022, E. 1). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b><span>Die Vorinstanz erwog, das im Eigentum der Beschwerdegegnerschaft 1 befindliche GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 9832 bilde Bestandteil der Planungszone "Zentrum". Von der Ã¶ffentlich-rechtlichen EigentumsbeschrÃ¤nkung, welche die umstrittene Planungszone bewirke, sei die Beschwerdegegnerschaft 1 daher direkt betroffen. Die Beschwerdegegnerschaft 1 sei damit in schutzwÃ¼rdigen Interessen berÃ¼hrt und folglich zum Rekurs berechtigt. Daran Ã¤ndere nichts, dass sie sich gegen die Anordnung der Planungszone nicht zur Wehr setze, sondern vielmehr deren Erweiterung fordere; ihre Betroffenheit sei diesbezÃ¼glich darin zu erblicken, dass die unterbliebene weitere Ausdehnung der Planungszone allenfalls die gebotene Gesamtbetrachtung und -lÃ¶sung fÃ¼r das Gebiet der "GrÃ¼nen Mitte" infrage stelle, was sich auch auf ihre Liegenschaften auswirken kÃ¶nne (vgl. E. 1 des angefochtenen Entscheids).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b><span>Was die BeschwerdefÃ¼hrerin 1 und auch die kantonale Baudirektion gegen diese Beurteilung vortragen, Ã¼berzeugt nicht: Nach der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann ein betroffener GrundeigentÃ¼mer im Rechtsmittelverfahren beim Fehlen einer Planungszone oder beim Vorliegen einer nicht wirksamen Planungszone rÃ¼gen, dieser Umstand verletze Art. 21 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 27 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 Ã¼ber die Raumplanung (RPG; SR 700; vgl. BGr, 24. Januar 2023, 1C_753/2021, E. 6.5). Die frÃ¼here Praxis, wonach ein einklagbarer Anspruch auf Erlass einer Planungszone kategorisch ausgeschlossen war, wurde durch diese neuere Rechtsprechung relativiert (vgl. dazu BGr, 24. Januar 2023, 1C_753/2021, E. 6.4 mit Hinweisen). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Wenn GrundeigentÃ¼mer unter gewissen (restriktiven) Voraussetzungen von sich aus auf den Erlass einer Planungszone hinwirken kÃ¶nnen, muss es ihnen umso mehr mÃ¶glich sein, im Rahmen einer behÃ¶rdlich angeordneten Planungszone, die ihr eigenes GrundstÃ¼ck umfasst, deren Ausdehnung durch Rechtsmittel zu erreichen, damit diese ihren Zweck rechtsgenÃ¼glich erfÃ¼llen kann. In einer solchen Konstellation gehen auch die PlanungsbehÃ¶rden von einem Anpassungbedarf bei der Nutzungsplanung gemÃ¤ss Art. 21 Abs. 2 RPG aus. Im konkreten Fall ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz der Beschwerdegegnerschaft 1 ein schutzwÃ¼rdiges Interesse auf Einbezug von benachbarten GrundstÃ¼cken in die Planungszone zugebilligt hat, um Nachteile aus der angeblich zu kleinen Planungszone auf ihr GrundstÃ¼ck abzuwenden. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b><span>Dass weitere Sachurteilsvoraussetzungen im vorinstanzlichen Verfahren nicht gegeben gewesen sein kÃ¶nnten, wird vorliegend von keiner Seite vorgebracht und ist auch nicht ersichtlich. Die Vorinstanz ist zu Recht auf den Rekurs der Beschwerdegegnerschaft 1 eingetreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>In materieller Hinsicht ist vorab der RÃ¼ckweisungsantrag der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 zu prÃ¼fen. Dieser wird insbesondere damit begrÃ¼ndet, dass die Vorinstanz es versÃ¤umt habe, die beiden Rekursverfahren</span> zu vereinigen. Aufgrund dieser Unterlassung sei einerseits der GehÃ¶rsanspruch der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 verletzt worden, anderseits habe sich die Vorinstanz selbstverschuldet in ein "Entscheid-Dilemma" manÃ¶vriert, da ihr Entscheid Ã¼ber den Rekurs der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 aufgrund des â mutmasslich bereits zuvor ergangenen â Entscheids im anderen Rekursverfahren bereits prÃ¤judiziert gewesen sei. </p> <p class="Erwgung2">Ob dieser Standpunkt mit der in einer spÃ¤teren Eingabe enthaltenen Aussage zu vereinbaren ist, "aufgrund der Verfahrensvereinigung [im verwaltungsgerichtlichen Verfahren] und der verschiedenen beteiligten Personen und deren Stellungnahmen besteh[e] die Gefahr, dass die wesentlichen Fragen [â¦]" untergingen, erscheint fraglich, braucht an dieser Stelle jedoch nicht geklÃ¤rt zu werden. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Das Bundesgericht hatte sich bis anhin â soweit ersichtlich â nie mit der Frage zu befassen, wie verfahrensrechtlich mit Konstellationen umzugehen ist, in denen die Festsetzung einer Planungszone von mehreren Parteien mit unterschiedlichen Rechtsbegehren angefochten wird. Immerhin hat es im Urteil 1C_238/2021 vom 27. April 2022 festgehalten, dass in kantonalen Rechtsmittelverfahren Ã¼ber VerfÃ¼gungen betreffend koordinationspflichtige Bauvorhaben gestÃ¼tzt auf Art. 25a Abs. 1 in Verbindung mit Art. 33 Abs. 4 RPG das Konzentrationsprinzip gilt. In solchen FÃ¤llen ist erforderlich, dass die Parteirechte der Einsprache- und Rechtsmittelbefugten und sonstigen Verfahrensbeteiligten nicht beschrÃ¤nkt werden (a.<span> </span>a.<span> </span>O, E. 1.3.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Weiter hat das Bundesgericht kÃ¼rzlich das Gebot materieller Koordination aus dem GehÃ¶rsanspruch gemÃ¤ss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV, SR. 101] im Fall nebeneinander gefÃ¼hrter Rechtsmittelverfahren Ã¼ber denselben submissionsrechtlichen Entscheid abgeleitet. Werde eine ZuschlagsverfÃ¼gung von mehreren unterlegenen Anbieterinnen (mit unterschiedlichen Rechtsbegehren) angefochten und fÃ¼hre die Gerichtsinstanz die Verfahren getrennt, so sei gestÃ¼tzt auf Art. 29 Abs. 2 BV den anderen beschwerdefÃ¼hrenden Anbieterinnen die MÃ¶glichkeit zu gewÃ¤hren, sich zu den Rechtsstandpunkten der betreffenden Konkurrentin zu Ã¤ussern; dies gelte in gesteigertem Masse, wenn die Rechtsmittelinstanz in einem der parallel gefÃ¼hrten FÃ¤lle eine Gutheissung der Beschwerde und eine neue Zuschlagserteilung in Betracht ziehe (BGE 148 I 53 E. 4.3.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Vorliegend war die Vorinstanz mit verschiedenen Rechtsmitteln befasst, die â Ã¤hnlich wie in der oben (vgl. E. 4.2 hiervor) beschriebenen submissionsrechtlichen Konstellation â nicht losgelÃ¶st voneinander beurteilt werden konnten. Die bei der Vorinstanz beantragten Ãnderungen der streitbetroffenen Planungszone hÃ¤tten "unteilbare Wirkungen" gegenÃ¼ber den Beteiligten aller parallel angehobenen Rekursverfahren gehabt. In einer solchen Konstellation ist zwar nicht zwingend eine Vereinigung der Verfahren vorgeschrieben. Aus verfahrensgrundrechtlicher Sicht ist aber zumindest sicherzustellen, dass alle Verfahrensbeteiligten ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kÃ¶nnen; dies setzt voraus, dass sie sich in einem Parallelverfahren, das sich auf ihre Rechtsposition auswirken kann, Ã¤ussern kÃ¶nnen. </p> <p class="Erwgung2">Dieser Vorgabe ist die Vorinstanz nicht nachgekommen. Den BeschwerdefÃ¼hrenden 2 ist beizupflichten, dass darin eine Verletzung ihres rechtlichen GehÃ¶rs (Art. 29 Abs. 2 BV) zu erblicken ist. Damit braucht nicht nÃ¤her erÃ¶rtert zu werden, inwiefern â wie von den BeschwerdefÃ¼hrenden 2 vorgebracht â in diesem Kontext zusÃ¤tzlich die Koordinationspflicht gemÃ¤ss Art. 25a in Verbindung mit Art. 33 RPG eine Rolle spielt. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Die GehÃ¶rsverletzung (vgl. E. 4.3 hiervor) ist allerdings im vorliegenden, vereinigten Beschwerdeverfahren geheilt worden: Zwischenzeitlich hatten alle Verfahrensbeteiligten die Gelegenheit, sich zu den Rechtsstandpunkten der Ã¼brigen Verfahrensbeteiligten einlÃ¤sslich zu Ã¤ussern; soweit neue Tatsachen oder Beweismittel relevant geworden wÃ¤ren, hÃ¤tte ohne Weiteres die MÃ¶glichkeit bestanden, diese in das vorliegende Verfahren einzubringen, zumal sie (offensichtlich) durch die angefochtene Anordnung notwendig geworden wÃ¤ren und insoweit das Novenverbot von § 52 Abs. 2 VRG nicht gegriffen hÃ¤tte. Unter diesen UmstÃ¤nden liefe ein kassatorischer Entscheid auf einen formellen Leerlauf hinaus, auf den es â nicht zuletzt im Interesse der Verfahrensbeschleunigung (Art. 29 Abs. 1 BV) â zu verzichten gilt. Ein Nachteil entsteht den Verfahrensbeteiligten durch den Verzicht auf die Kassation nicht. Das Verwaltungsgericht Ã¼berprÃ¼ft die vorliegend strittigen Tatsachen- und Rechts-<br/> fragen frei (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a und b VRG). Die Heilung setzt ausserdem voraus, dass das Verwaltungsgericht mit derselben Entscheidbefugnis wie die Vorinstanz entscheidet und damit auch zur Beurteilung von Ermessensfragen ermÃ¤chtigt ist; dies rechtfertigt sich vorliegend in Anlehnung an die Praxis bei reformatorischen Entscheiden des Verwaltungsgerichts (vgl. dazu Marco Donatsch in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 3. A., ZÃ¼rich usw. 2014 [Kommentar VRG], § 50 N. 70; § 63 N. 18).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Im Weiteren sind die angefochtenen Entscheide durch die Vorinstanz materiell durchaus den Vorgaben des Bundesgerichts entsprechend (vgl. BGE 148 I 53 E. 4.3.1 und 4.3.3) koordiniert worden: Derselbe SpruchkÃ¶rper hat am selben Tag beide parallel eingereichten Rekurse beurteilt, und dabei Entscheide gefÃ¤llt, die ohne Weiteres miteinander zu vereinbaren sind. Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 kann dabei vorausgesetzt werden, dass sich der SpruchkÃ¶rper der KonnexitÃ¤t der gleichentags entschiedenen Verfahren bewusst war und es insofern fÃ¼r den Ausgang dieser Verfahren nicht darauf ankam, welcher der beiden FÃ¤lle zeitlich zuerst entschieden wurde. FÃ¼r die von den BeschwerdefÃ¼hrenden 2 eventualiter beantragte RÃ¼ckweisung besteht kein Anlass.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Zu befinden bleibt Ã¼ber die Frage, ob die streitgegenstÃ¤ndliche Planungszone (vgl. zu deren ursprÃ¼nglichem Umfang Ziff. I hiervor) von der Vorinstanz zu Recht um die GrundstÃ¼cke </span>Kat.-Nrn. 5225, 8020, 8022, 8121, 8463 und 9841<span> erweitert wurde bzw. ob die Planungszone â wie von den BeschwerdefÃ¼hrenden 2 behauptet â Ã¼berhaupt aufzuheben (bzw. zumindest ihr GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 9831 </span>davon auszunehmen) ist (vgl. dazu E. 6 und 7 hiernach). Zur Beantwortung dieser Frage sind vorab die rechtlichen Vorgaben an den Erlass einer Planungszone zu skizzieren (vgl. E. 5.1â5.3 hiernach).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b><span>GemÃ¤ss Art. 27 Abs. 1 RPG kann die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde fÃ¼r genau bezeichnete Gebiete Planungszonen bestimmen, wenn NutzungsplÃ¤ne angepasst werden mÃ¼ssen oder noch keine vorliegen. Durch den Erlass einer Planungszone wird kÃ¼nftigen NutzungsplÃ¤nen und -vorschriften eine sogenannte negative Vorwirkung zuerkannt, indem Baubewilligungen lediglich noch erteilt werden, wenn dadurch die vorgesehene Neuordnung nicht erschwert wird (vgl. BGE 136 I 142 E. 3.2; BGr, 4. November 2020, 1C_577/2019, E. 3.2). <span>Die </span></span>Planungszone d<span>ient mithin der (einstweiligen) Sicherung der geplanten NutzungsÃ¤nderung, insbesondere der Bewahrung der Planungs- und Entscheidungsfreiheit der BehÃ¶rden, die nicht durch Vorhaben, die den Planungsabsichten widersprechen, beeintrÃ¤chtigt werden soll. Es muss ausgeschlossen werden, was immer die Planungsabsicht behindern kÃ¶nnte (Alexander Ruch in: Heinz Aemisegger/G Kuttler/Pierre Moor/Alexander Ruch/Pierre Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, ZÃ¼rich 2016, Art. 27 N. 26, mit Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Das Bundesrecht regelt weder die ZustÃ¤ndigkeit noch das Verfahren zum Erlass einer Planungszone, sondern Ã¼berlÃ¤sst diesen Regelungsbereich den Kantonen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b><span>Auf kantonaler Ebene finden sich die Bestimmungen zur Planungszone in § 346 PBG. Nach § 346 Abs. 2 PBG ist fÃ¼r die Festsetzung von Planungszonen der Staat zustÃ¤ndig (vgl. auch § 2 lit. b PBG, der die Festsetzung von Planungszonen der zustÃ¤ndigen Direktion zuweist); er hat dabei begrÃ¼ndeten Festsetzungsbegehren untergeordneter PlanungstrÃ¤ger zu entsprechen. In zeitlicher Hinsicht limitiert § 346 Abs. 3 PBG die Festsetzung von Planungszonen auf lÃ¤ngstens drei Jahre, wobei diese Frist â soweit nÃ¶tig â um weitere zwei Jahre verlÃ¤ngert werden kann. Nach Ablauf dieser Frist darf die fehlende planungsrechtliche Baureife (siehe hierzu auch § 234 PBG) gemÃ¤ss § 346 Abs. 4 PBG nur noch geltend gemacht werden, soweit die rechtzeitig erlassene Planungsmassnahme wegen Rechtsmitteln noch nicht in Kraft gesetzt werden kann.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b><span>Die Festsetzung von Planungszonen bewirkt eine Ã¶ffentlich-rechtliche EigentumsbeschrÃ¤nkung und ist mit Art. 26 BV nur vereinbar, wenn sie im Sinn von Art. 36 BV auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, im Ã¶ffentlichen Interesse liegt und verhÃ¤ltnismÃ¤ssig ist (vgl. BGE 118 Ia 510 E. 4d; BGr, 4. August 2014, 1C_141/2014, E. 5.1, in: ZBl 116/2015, S. 194).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Voraussetzung der Anordnung der Planungszonen ist aufgrund dieser Vorgaben insbesondere die Absicht der BehÃ¶rden, eine bestehende planerische Ordnung abzuÃ¤ndern. In dieser </span>begrÃ¼ndeten Planungsabsicht <span>besteht das Ã¶ffentliche Interesse an der besagten Massnahme (vgl. BGE 113 Ia 362 E. 2a; Ruch, Art. 27 Rz. 25 ff.). Die Planungszone muss ferner in einem PlanungsbedÃ¼rfnis begrÃ¼ndet sein. Schliesslich darf die </span>Planungszone <span>nicht weitergehen, als es ihr Zweck erfordert. Insbesondere darf sie nicht die Wirkung eines strengen Bauverbots haben, sondern es mÃ¼ssen VerÃ¤nderungen mÃ¶glich sein, welche die kÃ¼nftige Nutzungsplanung nicht erschweren. Denn es gilt nur die Vereitelung der beabsichtigten Planung zu verhindern (vgl. BGE 113 Ia 362 E. 2a/cc und 2c; VGr, 24. Januar 2013, VB.2012.00588, E. 3.3; 22. MÃ¤rz 2007, VB.2006.00082, E. 5.2; Ruch, a.</span><span> </span><span>a.</span><span> </span><span>O., Art. 27 N. 27 und 36 ff.).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b><span>Die Vorinstanz begrÃ¼ndete die von ihr vorgenommene Ausweitung der streitgegenstÃ¤ndlichen Planungszone â unter Bezugnahme auf die in der AusgangsverfÃ¼gung und oben (vgl. E. 2 hiervor) beschriebene planerische Ausgangslage â im Wesentlichen wie folgt:</span></p> <p class="Erwgung3"><b>6.1.1 </b><span>Die Stadt Schlieren habe die ausgewiesene Planungsabsicht, den Stadtpark von Schlieren zu vergrÃ¶ssern und die betreffende Parkanlage zu einer offenen und attraktiven sogenannten "GrÃ¼nen Mitte" zu entwickeln. Die "GrÃ¼ne Mitte" umfasse im Wesentlichen das von der Freiestrasse im SÃ¼den, Uitikonerstrasse im Osten, Ringstrasse im Norden und Obere Bachstrasse im Westen eingegrenzte Gebiet im Zentrum und unweit des Bahnhofs von Schlieren. Der eigentliche Stadtpark von Schlieren, in dem sich unter anderem auch die Reformierte Kirche (Kirchgasse 7) und das Stadthaus (Freiestrasse 5/6) befÃ¤nden, sei zur Hauptsache der Kernzone K und im Bereich um das Stadthaus der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten Oe zugewiesen. Der Ã¶stlichste Teil der "GrÃ¼nen Mitte" gehÃ¶re der Zentrumszone Z an. An diese Zone schliesse im Nordwesten der "GrÃ¼nen Mitte" die viergeschossige Wohnzone W4 an. Zwischen der letztgenannten Zone und der Kernzone K bzw. dem Stadtpark werde die "GrÃ¼ne Mitte" von der stillgelegten Badenerstrasse (Kat.-Nr. 9841, "Pischte 52") gequert. Letztere sei in der kommunalen Zonenordnung bislang keiner Nutzungszone zugewiesen worden.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>6.1.2 </b><span>Im Rahmen der erwÃ¤hnten Planungsabsicht habe der Stadtrat Schlieren sein Augenmerk insbesondere auf das Gebiet "Zentrum" gerichtet, welches im Norden der "Pischte 52" den nÃ¶rdlichen Randbereich der "GrÃ¼nen Mitte" bilden solle. Das Gebiet "Zentrum" sei im westlichen Teil der viergeschossigen Wohnzone W4 und im Ã¶stlichen Teil der Zentrumszone Z zugewiesen. WÃ¤hrend das in der letztgenannten Zentrumszone gelegene Teilgebiet noch grÃ¶sstenteils unbebaut sei, sei das westliche Teilgebiet in der viergeschossigen Wohnzone W4 mit den WohngebÃ¤uden Badenerstrasse 12, 18, 20 und 22 samt den zugehÃ¶rigen NebengebÃ¤uden Ã¼berstellt. Wie sich am Augenschein vom 8. MÃ¤rz 2022 gezeigt habe, handle es sich bei den drei erstgenannten GebÃ¤uden um ehemalige BauernhÃ¤user, die jeweils Ã¼ber einen Wohn- und Bewirtschaftungsteil verfÃ¼gten. Diese GebÃ¤ude, welche Ende des 19. Jahrhunderts und/oder zu Beginn des letzten Jahrhunderts erstellt worden seien, wiesen unter langgestreckten SatteldÃ¤chern mit Ã¼berhÃ¤ngenden Dachtraufen jeweils zwei Vollgeschosse auf. Die GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 9106, 9832 und 9831, auf welchen die WohngebÃ¤ude Badenerstrasse 12, 18 und 20 stÃ¼nden, seien dementsprechend baulich allesamt bei Weitem nicht ausgenÃ¼tzt, d.</span><span> </span><span>h. es bestÃ¼nden vergleichsweise grosse AusnÃ¼tzungsreserven. Zudem sei zumindest das GebÃ¤ude Badenerstrasse 20 baufÃ¤llig; dort sei bereits ein Neubau geplant, welcher die in der viergeschossigen Wohnzone W4 zulÃ¤ssige GebÃ¤udehÃ¶he und AusnÃ¼tzung weitgehend realisieren wÃ¼rde.</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Die laufende Planung fÃ¼r die "GrÃ¼ne Mitte", welche eine Erweiterung des Stadtparks in Richtung Norden und lediglich vereinzelte, niedrigere und wenig voluminÃ¶se Bauten sowie diverse Sichtachsen im Planungsgebiet anstrebe, wÃ¼rde durch den geplanten Neubau an der Badenerstrasse 20 und allfÃ¤llige weitere Bauvorhaben in der viergeschossigen Wohnzone W4 und der Zentrumszone Z unbestrittenermassen erschwert, wenn nicht sogar vereitelt. Demzufolge sei Ã¼ber das Gebiet "Zentrum" zu Recht eine Planungszone verhÃ¤ngt worden.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>6.1.3 </b><span>Auf dem fÃ¼r die "GrÃ¼ne Mitte" vorgesehenen Perimeter seien allerdings nicht nur die GrundstÃ¼cke des Gebiets "Zentrum" noch nicht bebaut und/oder baulich noch nicht vollstÃ¤ndig ausgenÃ¼tzt, sondern auch die lediglich lose Ã¼berbauten Parzellen, welche im SÃ¼den auf die "Pischte 52" folgten. Das treffe in erster Linie auf die zum Stadtpark gehÃ¶renden Parzellen zu, welche grÃ¶sstenteils der Kernzone K und, um das Stadthaus herum, der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten Oe zugewiesen seien. In der Kernzone K seien zunÃ¤chst einmal Umbauten und Ersatzbauten zulÃ¤ssig (Art. 4 der Bau- und Zonenordnung [BZO]), darÃ¼ber hinaus aber auch Neubauten mit bis zu drei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss sowie einer GebÃ¤udelÃ¤nge von bis zu 25 m (Art. 5 BZO). Zwar weise der Kernzonenplan unter anderem auf den GrundstÃ¼cken Kat.-Nrn. 8020, 8022 und 8463, einesteils entlang der (ehemaligen) Badenerstrasse und andernteils in der zweiten Bautiefe, sogenannte nicht Ã¼berbaubare FlÃ¤chen auf (Art. 6 BZO), doch dÃ¼rften selbst auf diesen FlÃ¤chen besondere GebÃ¤ude gemÃ¤ss § 49 Abs. 3 PBG mit GrundflÃ¤chen von bis zu 50 m<sup>2 </sup>erstellt werden.</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Die "Pischte 52" (Kat.-Nr. 9841) wiederum sei in der kommunalen Zonenordnung noch keiner Nutzungszone zugewiesen, weshalb es zurzeit nicht zulÃ¤ssig sei, darauf dauerhaft Bauten und Anlagen zu erstellten. Dies werde sich allerdings in nicht allzu ferner Zukunft aller Aussicht nach Ã¤ndern, zumal einer Umzonung der "Pischte 52" grundsÃ¤tzlich nichts im Weg stehe, nachdem diese Teilstrecke der Kantonsstrasse entwidmet worden sei. Wie sich aus dem Beschluss des Stadtrats Schlieren vom 26. Januar 2022 ergebe, sei denn auch bereits der Neubau eines Alterszentrums auf den GrundstÃ¼cken Kat.-Nrn. 8121, 8463, 7007 und 9841 geplant. FÃ¼r dieses Bauvorhaben sei am nordwestlichen Rand des Stadtparks unter anderem vorgesehen, denjenigen Teil der "Pischte 52", der sich im Norden der GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 8121 und 8463 befinde, zusammen mit dem Ã¼brigen BaugelÃ¤nde neu der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten Oe zuzuteilen. Da ein Teil des zugehÃ¶rigen BaugelÃ¤ndes zur nicht Ã¼berbaubaren (Kernzonen-)FlÃ¤che gemÃ¤ss Art. 6 BZO gehÃ¶re, werde im Rahmen der dazu erforderlichen Teilrevision der Bau- und Zonenordnung zusÃ¤tzlich auch der Kernzonenplan entsprechend abzuÃ¤ndern sein.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>6.1.4 </b><span>Infolgedessen kÃ¶nne nicht nur der nÃ¶rdliche Randbereich der "GrÃ¼nen Mitte" bzw. das Gebiet "Zentrum", Ã¼ber welches die umstrittene Planungszone festgesetzt worden sei, sondern grundsÃ¤tzlich auch das mittlere und sÃ¼dliche Teilgebiet der "GrÃ¼nen Mitte" ohne grÃ¶ssere Schwierigkeiten â weiter â bebaut und baulich verÃ¤ndert werden. Zwei entsprechende Bauvorhaben seien bereits aktenkundig (einerseits dasjenige der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 im Norden der "Pischte 52" und anderseits dasjenige der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 im SÃ¼den der "Pischte 52", wo â nach erfolgter Teilrevision der BZO â im Nordwesten des Stadtparks der Neubau eines Alterszentrums realisiert werden solle.</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Die Realisierung von neuen Bauten und Anlagen im Gebiet der "GrÃ¼nen Mitte", welche gestÃ¼tzt auf eine vorweggenommene, isolierte Teilplanung ausgefÃ¼hrt wÃ¼rden, laufe jedoch der Planungsabsicht entgegen, den Stadtpark gesamthaft zu vergrÃ¶ssern und zu einer offenen und attraktiven GrÃ¼nanlage weiterzuentwickeln. Das treffe insbesondere auf das letztgenannte Bauvorhaben fÃ¼r das Alterszentrum zu, mit welchem bislang unbebaute GrundstÃ¼cke im Gebiet der "GrÃ¼nen Mitte" Ã¼berbaut wÃ¼rden. Durch dieses Vorhaben wÃ¼rden ein KernstÃ¼ck der "GrÃ¼nen Mitte" und zudem er westlichste Teil der "Pischte 52" vorzeitig aus der inhaltlichen Gesamtplanung zur "GrÃ¼nen Mitte" herausgelÃ¶st. Es mache dabei vorliegend keinen Unterschied, dass die GrundstÃ¼cke im Stadtpark zum grÃ¶ssten Teil im Eigentum der Stadt Schlieren und der reformierten Kirchgemeinde stÃ¼nden und die "Pischte 52" vollumfÃ¤nglich der Stadt Schlieren gehÃ¶re. Das gelte umso mehr, als allein durch Ã¶ffentlich-rechtliche EigentumsverhÃ¤ltnisse nicht gewÃ¤hrleistet sei, dass beabsichtigte Ãnderungen eines Nutzungsplans der erforderlichen inhaltlichen Gesamtschau unterzogen wÃ¼rden.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>6.1.5 </b><span>Es sei demnach damit zu rechnen, dass nicht nur im Gebiet "Zentrum", sondern auch auf der "Pischte 52" und auf den nÃ¶rdlichen Teilen des Stadtparks Bauvorhaben umgesetzt oder sonstige Vorkehren getroffen wÃ¼rden, die der im Gang befindlichen Planung zur VergrÃ¶sserung und Weiterentwicklung der "GrÃ¼nen Mitte" widersprechen kÃ¶nnten. Zwecks Sicherstellung der entsprechenden Nutzungsplanung sei deshalb auf diesen FlÃ¤chen der bestehende rÃ¤umliche Zustand ebenfalls mittels Planungszone einstweilen zu sichern. Demzufolge sei die umstrittene Planungszone auf den Perimeter des Testplanungsverfahrens "GrÃ¼ne Mitte", d.</span><span> </span><span>h. im Einzelnen auf die GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 5225, 8020, 8022, 8121, 8463 und 9841 auszuweiten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b><span>Was die die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 gegen die ausfÃ¼hrlichen ErwÃ¤gungen der Vorinstanz einwenden, Ã¼berzeugt nicht. </span></p> <p class="Erwgung2"><span> </span><span><img alt="Ein Bild, das Karte, Text, Plan enthÃ¤lt. Automatisch generierte Beschreibung" height="329" id="Grafik 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=61950" width="559"/></span></p> <p class="MsoCaption">Abbildung 1: BesitzverhÃ¤ltnisse im Perimeter "GrÃ¼ne Mitte" (Quelle: Masterplan GrÃ¼ne Mitte, MÃ¤rz 2022, S. 7)</p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.1 </b><span>Wie sich aus den einleitenden ErwÃ¤gungen (vgl. E. 2 hiervor) ergibt, verfolgt die Stadt Schlieren seit Jahren die Absicht, den Stadtpark von Schlieren zu vergrÃ¶ssern und das Gebiet infolge der Stilllegung der Badenerstrasse in diesem Abschnitt ("Pischte 52") zu einer offenen und attraktiven "GrÃ¼nen Mitte" zu entwickeln; sie hat in diesem Zusammenhang planerische (Vor-)Arbeiten, inkl. Richtplanrevision, geleistet. Bei Erlass der streitgegenstÃ¤ndlichen Planungszone stand konkret zu befÃ¼rchten, dass aufgrund der bestehenden Nutzungsordnung Neu- bzw. Ersatzbauten im nÃ¶rdlichen Randbereich der "GrÃ¼nen Mitte" hÃ¤tten bewilligt werden mÃ¼ssen, welche die angedachte Realisierung der "GrÃ¼nen Mitte" infrage gestellt hÃ¤tten. Dadurch wÃ¤ren die BehÃ¶rden in ihrer Freiheit, die geltende Ordnung sachgemÃ¤ss zu revidieren, in nicht vertretbarer Weise eingeschrÃ¤nkt worden. Die umstrittene Planungszone dient damit einer genÃ¼gend konkretisierten Planungsabsicht (vgl. zu den diesbezÃ¼glichen Anforderungen VGr, <span>24. Januar 2013, VB.2012.00588, </span>E. 4.2); auch ein PlanungsbedÃ¼rfnis ist offenkundig ausgewiesen. </span></p> <p class="Erwgung3"><span>Die gegenteiligen AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 sind ohne Grundlage. Insbesondere vermag der Umstand, dass der Stadtrat Schlieren im Sommer 2019 fÃ¼r das GrundstÃ¼ck Badenerstrasse 22 eine (spÃ¤ter ohnehin vom Baurekursgericht aufgehobene) Baubewilligung erteilt hat, nicht infrage zu stellen, dass im Zeitpunkt des Erlasses der streitgegenstÃ¤ndlichen Planungszone aufseiten des Stadtrats Schlieren die Absicht und auch das BedÃ¼rfnis bestand, die â seit Sommer 2019 im Ãbrigen weiter vorangeschrittene â Planung der "GrÃ¼nen Mitte" durch Erlass einer Planungszone abzusichern.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.2 </b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 bringen vor, der Stadtrat Schlieren habe das Gesuch um Erlass einer Planungszone nur deshalb gestellt, weil die KDK in einem Gutachten die SchutzwÃ¼rdigkeit der beiden in ihrem Eigentum stehenden GebÃ¤ude verneint habe. </span></p> <p class="Erwgung3"><span>Es mag zutreffen, dass das entsprechende Gutachten dem Stadtrat Schlieren unmittelbar Anlass dazu gab, auf den Erlass einer Planungszone hinzuwirken. Entscheidend ist jedoch, dass die Realisierung eines solchen Neubaus die ausgewiesenen Planungsabsichten des Stadtrats Schlieren, die im Ãbrigen schon lange vor Einreichung des Baugesuchs der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 eingeleitet worden waren (vgl. E. 2 hiervor), massgeblich erschwert bzw. sogar vereitelt hÃ¤tte (vgl. E. 6.2.1 hiervor), was von den BeschwerdefÃ¼hrenden 2 denn auch nicht bestritten wird. Wenn es im Ãbrigen einer Gemeinde, die erst <i>aufgrund eines konkreten Bauprojekts</i> eine (zulÃ¤ssige) PlanÃ¤nderung bzw. -Ã¼berprÃ¼fung ins Auge fasst, nicht von vornherein verwehrt ist, die dazu nÃ¶tigen Schritte (einschliesslich dem Erlass einer Planungszone) einzuleiten (vgl. BGr, 9. Juli 2021, 1C_358/2020, E. 5.6), muss dies ebenfalls in einer Konstellation wie der vorliegenden gelten, in der durch einen geplanten (privaten) Neubau vorbestehende Planungsabsichten infrage gestellt werden. Es kann unter diesen UmstÃ¤nden nicht die Rede davon sein, dass der Stadtrat Schlieren das Instrument der Planungszone vorliegend rechtsmissbrÃ¤uchlich dazu benutzt habe, "eine gutachterlich festgestellte NichtschutzwÃ¼rdigkeit mittels planungsrechtlicher Schutzmassnahmen zu umgehen" (so die BeschwerdefÃ¼hrenden 2). Die RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrenden 2, Art. 9 BV sei verletzt, verfÃ¤ngt daher nicht, ebenso wenig die RÃ¼ge, es liege treuwidriges Verhalten vor.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.3 </b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 bringen weiter vor, der Stadtrat Schlieren habe die Frist zur Anordnung von Schutzmassnahmen nach § 213 Abs. 3 PBG verwirkt; er dÃ¼rfe dieses VersÃ¤umnis nicht dadurch korrigieren, dass er beim Kanton auf den Erlass einer Planungszone hinwirke. Die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 berufen sich in diesem Zusammenhang auf einen Entscheid des Baurekursgerichts (BRGE Nr. 0072/2012 = BEZ 2012 Nr. 39). </span></p> <p class="Erwgung3"><span>Aus dem zitierten Urteil geht allerdings entgegen der Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 nicht hervor, dass mit Ablauf der Frist von § 213 Abs. 3 PBG eine Sperrwirkung eintreten wÃ¼rde, die den Erlass einer Planungszone (jedenfalls fÃ¼r das betroffene) GrundstÃ¼ck ausschliesst bzw. deren Wirkung eingrenzt. Das Baurekursgericht hat in dem Urteil lediglich darauf hingewiesen, dass der von der Gemeinde im damaligen Rekursverfahren in Aussicht gestellte Erlass einer Planungszone fÃ¼r den bauwilligen Privaten aufgrund der besonderen UmstÃ¤nde des konkreten Falls mit Blick auf das Rechtsmissbrauchsverbot keine Wirkungen entfaltet hÃ¤tte, zumal dieser von den zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden Ã¼ber mehr als vier Jahre ohne zureichende GrÃ¼nde hingehalten worden war (BRGE Nr. 0072/2012, E. 3.4). Damit nahm das Baurekursgericht im betreffenden Fall eine AbwÃ¤gung zwischen den privaten Interessen an der Realisierung des konkreten Bauprojekts und den Ã¶ffentlichen Interessen am Erlass der Planungszone vor; es folgte damit dem Vorgehen des Bundesgerichts in FÃ¤llen, in denen die Wirksamkeit einer Planungszone fÃ¼r bereits eingereichte Baugesuche zu beurteilen ist (vgl. nur BGr, 26. Oktober 2011, 1C_91/2011, E. 2.7). Nach dieser Rechtsprechung kann eine Planungszone, die nach der Einreichung des Baugesuchs erlassen wird, im Einzelfall trotz erheblichen Interessen der Bauherrschaft an der Weitergeltung der bisherigen Bauordnung verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein (vgl. BGr, 9. Juli 2021, 1C_358/2020, E. 5.6; 5. Mai 2020, 1C_267/2019, E. 6.2; 13. September 2018, 1C_149/2018, E. 2.7.2). </span></p> <p class="Erwgung3"><span>Zutreffend ist, dass das Verwaltungsgericht die Fristen nach § 213 Abs. 3 PBG als Verwirkungsfristen erachtet (VGr, 18. August 2004, VB.2003.00046, E. 3.3 = RB 2004 Nr. 63 = BEZ 2004 Nr. 65). Vorliegend wurde die Jahresfrist nach § 213 Abs. 3 PBG fÃ¼r die SchutzabklÃ¤rungen am 30. Juni 2020 verlÃ¤ngert. Der Stadtrat hat am 7. April 2021 â und damit innerhalb der FristverlÃ¤ngerung â den Antrag auf Erlass der Planungszone gestellt. Nach dem angefochtenen Entscheid (BRGE I Nr. 0091/2022) dauerte das VerÃ¤nderungsverbot wegen der SchutzabklÃ¤rungen zwei Jahre ab dem 21. August 2019. Selbst wenn dieses ab dem Zeitpunkt der VerlÃ¤ngerung vom 30. Juni 2020 nur noch ein Jahr lang hÃ¤tte dauern kÃ¶nnen, erweist sich die kantonale Festsetzung der Planungszone am 22. Juli 2021 nicht als verspÃ¤tet. Wie schon die Vorinstanz dargelegt hat, dienen das heimatschutzrechtliche VerÃ¤nderungsverbot und die Planungszone unterschiedlichen Zwecken. Im Ãbrigen ist Folge des Ablaufs der Verwirkungsfristen nach § 213 Abs. 3 PBG nicht die definitive, unanfechtbare Nichtunterschutzstellung. LÃ¤sst die BehÃ¶rde die Frist nach § 213 Abs. 3 PBG verstreichen und resultiert daraus ein Nichtunterschutzstellungsentscheid, so muss dieser den zur Anfechtung legitimierten Nachbarn und Vereinigungen mitgeteilt werden, damit diese ihn materiell anfechten kÃ¶nnen (VGr, 25. Juni 2020, VB.2020.00043, E. 3.2; BGr, 3. Juni 2019, 1C_86/2019, E. 3; je mit Hinweisen). Unter diesen UmstÃ¤nden vermÃ¶gen die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 aus dem behaupteten Ablauf der Verwirkungsfrist gemÃ¤ss § 213 Abs. 3 PBG im vorliegenden Zusammenhang nichts fÃ¼r sich abzuleiten. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>6.2.4 </b><span>Angesichts der langjÃ¤hrigen Planungsbestrebungen der Gemeinde Schlieren bestand zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Planungszone ein sehr gewichtiges Ã¶ffentliches Interesse daran, <span>die geplante NutzungsÃ¤nderung (einstweilig) zu sichern. Den BeschwerdefÃ¼hrenden 2 gelingt es nicht aufzuzeigen, dass ihre privaten Interessen dieses sehr gewichtige Ã¶ffentliche Interesse Ã¼berwiegen wÃ¼rden. Wie im Folgenden zu zeigen sein wird (unten E. 6.3), beeintrÃ¤chtigt auch der Umstand, dass der erstinstanzlich festgesetzte Perimeter der Planungszone allenfalls zu klein ausgefallen ist, nicht die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit dieser Festsetzung fÃ¼r das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 9831 der BeschwerdefÃ¼hrenden 2. Damit ergibt sich, dass die Vorinstanz die von der Baudirektion verfÃ¼gte Planungszone insoweit zu Recht bestÃ¤tigt hat.</span></span></p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b><span>Zu prÃ¼fen bleibt, ob die Vorinstanz die streitgegenstÃ¤ndliche Planungszone auch zu Recht</span> um die GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 5225, 8020, 8022, 8121, 8463 und 9841<span> erweitert hat. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>6.3.1 </b><span>Im Prinzip ist der kantonalen Baudirektion zwar beizupflichten, dass eine Planungszone unter VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsaspekten rÃ¤umlich nicht weiter gehen darf, als zur Erreichung ihres Zwecks erforderlich ist. Der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrundsatz verlangt aber auch, dass eine Planungszone immerhin so weit gezogen wird, dass sie ihren Zweck ausreichend erfÃ¼llen kann.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>6.3.2 </b><span>Wie im Masterplan "GrÃ¼ne Mitte" steht soll <i>der Stadtpark zur GrÃ¼nen Mitte erweitert</i> und <i>der historische Kern Schlierens wieder als Einheit erfahrbar gemacht</i> werden. Als eigentliches KernstÃ¼ck dieser Nutzungsplanrevision kann die "Pischte 52" (Kat.-Nr. 9841) angesehen werden. Dazu heisst es im Masterplan, dass die stillgelegte Strasse sich zu einem lebendigen Spiel- und Aktionsraum fÃ¼r unterschiedliche Alters- und Anspruchsgruppen entwickeln soll. Die Gestaltung dieses Bereichs bedÃ¼rfe besonderer Sorgfalt, da sich hier funktionale Anforderungen, insbesondere fÃ¼r die Erschliessung des (neuen) Alterszentrums und der Liegenschaften Badenerstrasse 12 bis 22 sowie die Nutzung als Veloverbindung mit dem Anspruch der Erholungsnutzung und mÃ¶glichst freier Aneignung Ã¼berlagern wÃ¼rden. Eine Etappierung in der Revision der Nutzungsplanung ist nicht prinzipiell unzulÃ¤ssig, solange die KohÃ¤renz der Gesamtplanung gewahrt wird (vgl. Thierry Tanquerel in: Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, Art. 21 N. 37). Der raumplanerisch gebotenen Gesamtsicht lÃ¤uft es jedoch zuwider, wenn bei der Etappierung die Anpassung fÃ¼r ein Teilgebiet die gemeinsame Erschliessung des restlichen Teilgebiets beeintrÃ¤chtigt (vgl. zum etappenweisen Erlass von SondernutzungsplÃ¤nen VGr, 14. November 2019, VB.2019.00017, E. 4.2; BGr, 27. April 2020, 1C_348/2019, E. 5.3). </span></p> <p class="Erwgung3"><b>6.3.3 </b><span>Die Stilllegung des Strassenabschnitts ("Pischte 52") hat die verkehrsmÃ¤ssige Erschliessung der nÃ¶rdlich anstossenden Liegenschaften rechtlich infrage gestellt. Sie sind soweit ersichtlich auf eine WeiterfÃ¼hrung der Erschliessung Ã¼ber die "Pischte 52" (Kat.-Nr. 9841) angewiesen, denn eine neue direkte Erschliessung ab der neuen Umfahrungsstrasse (Ringstrasse) ist dem Grundsatz nach ausgeschlossen. Zwar ist Kat.-Nr. 9841 derzeit keiner Zone zugewiesen und kann nicht ohne Weiteres mit Bauten oder Anlagen Ã¼berstellt werden. Es ist aber als raumplanerisch zwingend anzusehen, dass Kat.-Nr. 9841 soweit nÃ¶tig in den Perimeter der erstinstanzlich festgesetzten Planungszone einbezogen wird, damit die gebotene Gesamtschau fÃ¼r die im Masterplan beschriebene Ãberlagerung von Erschliessungs- und Erholungsfunktion bei der "Pischte 52" sichergestellt bleibt. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>6.3.4 </b><span>Dasselbe gilt fÃ¼r die Parzellen Kat.-Nrn. 8020 und 8022, die sÃ¼dlich an Kat.-Nr. 9841 grenzen. Die beiden teilweise Ã¼berbauten GrundstÃ¼cke sind ebenfalls auf eine verkehrsmÃ¤ssige Erschliessung Ã¼ber Kat.-Nr. 9841 angewiesen. Der Umstand, dass sie wie Kat.-Nr. 9841 der Stadt gehÃ¶ren und gemÃ¤ss Kernzonenplan teilweise mit nicht Ã¼berbaubaren Bereichen belegt sind, Ã¤ndert nichts daran, dass die BaubehÃ¶rde dort Bauprojekte bewilligen und dadurch die geplante Ortsplanungsrevision im ZustÃ¤ndigkeitsbereich des Gemeindeparlaments nachteilig beeinflussen kÃ¶nnte. Insoweit ist den diesbezÃ¼glichen ErwÃ¤gungen der Vorinstanz beizupflichten (vgl. oben E. 6.1.4 und 6.1.5). Zudem handelt es sich um den zentralen Bereich des bisherigen Stadtparks. Hingegen wird Kat.-Nr. 5225 mit der darauf befindlichen Reformierten Kirche verkehrsmÃ¤ssig Ã¼ber die Kirchgasse erschlossen. Zwar wurde die Reformierte Kirchgemeinde in den Masterplan einbezogen, und Kat.-Nr. 5225 umfasst Randbereiche des bisherigen Stadtparks. Es ist sachlich aber vertretbar, eine Neuzonierung bei diesem GrundstÃ¼ck unabhÃ¤ngig von Kat.-Nrn. 9841, 8020, 8022 und dem Perimeter der erstinstanzlichen Planungszone vorzunehmen. Mit anderen Worten verfÃ¼gt die umstrittene Planungszone in Ã¶rtlicher Hinsicht bereits ohne Kat.-Nr. 9225 Ã¼ber eine genÃ¼gende Wirksamkeit, sodass eine Ausdehnung der Planungszone auf dieses GrundstÃ¼ck nach Art. 21 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 27 RPG nicht geboten ist. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>6.3.5 </b><span>Insgesamt erweist es sich nicht als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig, dass die Vorinstanz Kat.-Nr. 5225 in die Planungszone integriert hat; die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit ist hingegen fÃ¼r die Ausdehnung der Planungszone um die Parzellen Kat.-Nrn. 8020, 8022 zu bejahen. Hinsichtlich Kat.-Nr. 9841 ist im Folgenden zusÃ¤tzlich auf den Querbezug zur Vorlage fÃ¼r die </span>Teilrevision Nutzungsplanung "Alterszentrum" einzugehen. </p> <p class="Erwgung3"><b>6.3.6 </b><span>Wie sich aus dem Masterplan "GrÃ¼ne Mitte" ergibt, soll die Planung des neuen Alterszentrums als Teilprojekt ohne Aufschub weitergefÃ¼hrt werden. Hingegen soll die "Pischte 52" vorerst in einer mehrjÃ¤hrigen Zwischennutzung als Experimentierraum dienen, um die BedÃ¼rfnisse der BevÃ¶lkerung zu erproben. Das Projekt fÃ¼r das Alterszentrum bildet dabei einen prÃ¤genden neuen Baustein im GefÃ¼ge der "GrÃ¼nen Mitte". Bei der Ã¶ffentlichen Auflage der Teilrevision Nutzungsplanung "Alterszentrum" wurde im raumplanerischen Bericht nach Art. 47 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) zum Planentwurf dargelegt, dass die Stadt als Bauherrschaft fÃ¼r die Erschliessung des neuen Alterszentrums bei der zustÃ¤ndigen kantonalen Stelle einen drittverbindlichen Vorentscheid nach § 324 PBG zum Erschliessungskonzept eingeholt hatte. Dabei war eine grundsÃ¤tzlich rÃ¼ckwÃ¤rtige Erschliessung Ã¼ber die Obere Bachstrasse fÃ¼r den motorisierten Individualverkehr in Verbindung mit einer Taxi-, Anlieferungs- und Arztzufahrt ab der Badenerstrasse, Ã¼ber die von dort abzweigende Zufahrt zu den Liegenschaften Badenerstrasse 12â22, zugrunde gelegt worden. Das Schema Wegnetz zum Zielbildplan im Masterplan "GrÃ¼ne Mitte" ist offensichtlich auf diese Teilplanung fÃ¼r das Alterszentrum abgestimmt. Die mittlerweile auf Gemeindeebene beschlossene Teilrevision Nutzungsplanung "Alterszentrum" beruht somit auf einem Erschliessungskonzept, das die weitere Nutzungsplanung fÃ¼r die "Pischte 52" im Sinn des Masterplans "GrÃ¼ne Mitte" nicht nachteilig beeinflusst. Der Umstand, dass die westliche TeilflÃ¤che der "Pischte 52" (Kat.-Nr. 9841) von der Vorlage fÃ¼r die Teilrevision der Nutzungsplanung "Alterszentrum" erfasst wird, beeintrÃ¤chtigt die Wirksamkeit der Planungszone fÃ¼r die gebotene Gesamtschau bezÃ¼glich Erschliessungs- und Erholungsfunktion beim Ã¶stlich davon gelegenen Abschnitt dieser stillgelegten Strasse nicht. Insoweit lÃ¤uft eine Etappierung der Nutzungsplanung nicht der notwendigen Gesamtschau zuwider. Auch der Zweck einer baulichen Verdichtung beim Teilprojekt des neuen Alterszentrums in ErfÃ¼llung einer Ã¶ffentlichen Aufgabe steht entgegen der Ansicht der Vorinstanz nicht in einem derartigen Widerspruch zur Planungsabsicht der VergrÃ¶sserung des Stadtparks, dass deswegen das Areal fÃ¼r das neue Alterszentrum in den Perimeter der Planungszone integriert werden mÃ¼sste. Die GrundstÃ¼cke der BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und der Beschwerdegegnerschaft 1 in einer allgemeinen Wohnzone befinden sich aus raumplanerischen Sicht in einer anderen Situation als das fÃ¼r das neue Alterszentrum bestimmte Areal. Das letztere muss somit auch aus GrÃ¼nden der Gleichbehandlung nicht zur Planungszone gehÃ¶ren. DarÃ¼ber hinaus hat die Stadt bei der Teilrevision der Nutzungsplanung "Alterszentrum" nicht nur durch die Ã¶ffentliche Auflage vom 18. Februar 2022, sondern noch viel mehr durch den Beschluss des Gemeindeparlaments vom 24. Oktober 2022 die neuen Nutzungsvorgaben hinreichend konkretisiert (vgl. oben E. 2.6). Insofern fehlt die Notwendigkeit der Sperrwirkung einer Planungszone. Vielmehr wÃ¼rde es genÃ¼gen, einem von den planerischen Festlegungen abweichenden Bauprojekt auf dem Areal dieser Teilrevision die fehlende planungsrechtliche Baureife nach § 234 PBG entgegenzuhalten (vgl. zur planungsrechtlichen Baureife VGr, 21. Mai 2008, VB.2008.00038, E. 3.1 = BEZ 2008 Nr. 35; 22. MÃ¤rz 2006, VB.2005.00526, E. 2.2 = BEZ 2006 Nr. 30; RB 1993 Nr. 40). Demzufolge erweist sich die vorinstanzliche Ausdehnung der Planungszone auf das Areal fÃ¼r das neue Alterszentrum (Kat.-Nrn. </span>8121, 8463 und westlicher Teil von Kat.-Nr. 9841) nicht als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der vorinstanzlichen Ausdehnung der Planungszone auf den Ã¶stlichen Teil von Kat.-Nr. 9841 (ausserhalb des Areals fÃ¼r das neue Alterszentrum) ist jedoch gegeben. Der erstinstanzlich zu eng gefasste Perimeter der Planungszone fÃ¼hrt daher als Ergebnis der ÃberprÃ¼fung vorliegend nicht zur Aufhebung der ganzen Planungszone, sondern zu einer gegenÃ¼ber der Vorinstanz reduzierten Erweiterung. </p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b><span>Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz die von der Baudirektion verfÃ¼gte Planungszone in ihrem ursprÃ¼nglichen Umfang zu Recht bestÃ¤tigt und sie ebenfalls zu Recht</span> um die GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 8020, 8022 und den Ã¶stlichen Teil von Kat.-Nr. 9841<span> (ausserhalb des Perimeters der Vorlage Teilrevision Nutzungsplanung "Alterszentrum") erweitert hat. Rechtswidrig ist hingegen die vorinstanzliche Ausdehnung der Planungszone auf die Parzelle Kat.-Nr. 5225 sowie auf das Areal der Vorlage Teilrevision Nutzungsplanung "Alterszentrum" (Kat.-Nrn. 8121, 8463 und westlicher Teil von </span>Kat.-Nr. <span>9841). Entsprechend ist die von der Vorinstanz geÃ¤nderte Festlegung des Perimeters der Planungszone nochmals anzupassen. Gleichzeitig ist die Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 unbegrÃ¼ndet und vermag nicht durchzudringen (vgl. auch oben E. 6.2.4). </span></p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b><span>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 im Sinn der vorstehenden ErwÃ¤gungen teilweise gutzuheissen (vgl. oben E. 6.4). DemgegenÃ¼ber ist die Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrenden 2 abzuweisen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b><span>Da sich die Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 als teilweise begrÃ¼ndet erweist, rechtfertigt sich eine Anpassung des angefochtenen Entscheids BRGE Nr. 0076/2022 im Hinblick auf die Verlegung der vorinstanzlichen Kosten. Die Kosten des Rekursverfahrens in der HÃ¶he von Fr. 5'205.- sind zu zwei Sechsteln von der Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich, zu einem Sechstel vom Stadtrat Schlieren und zu drei Sechsteln von den damaligen Rekurrierenden bzw. der Beschwerdegegnerschaft 1 zu tragen; dabei haften letztere fÃ¼r ihren Anteil solidarisch (vgl. § 13 Abs. 2 und § 14 VRG). Hinsichtlich des Rekursverfahrens der BeschwerdefÃ¼hrenden 1 bleibt es mit der Abweisung der Beschwerde bei der vorinstanzlichen Kostenverlegung. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens sind ausgangsgemÃ¤ss zur HÃ¤lfte den BeschwerdefÃ¼hrenden 2, unter solidarischer Haftung fÃ¼r ihren Anteil, zu einem Viertel der Beschwerdegegnerschaft 1, ebenfalls unter solidarischer Haftung fÃ¼r ihren Anteil, und zu je einem Achtel der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 und der Beschwerdegegnerin 2, aufzuerlegen (§ 65a in Verbindung mit § 13 Abs. 2 und § 14 VRG). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>7.3 </b><span>Mangels Ã¼berwiegenden Obsiegens steht weder der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 noch der Beschwerdegegnerschaft 1 oder der Beschwerdegegnerin 2 eine ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Entsprechend ist der angefochtene Entscheid BRGE Nr. 0076/2022 auch insoweit, als er der Beschwerdegegnerschaft 1 eine ParteientschÃ¤digung zugesprochen hat, anzupassen. Die vollstÃ¤ndig unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrenden 2 kÃ¶nnen ebenfalls keine ParteientschÃ¤digung beanspruchen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde der Stadt Schlieren im Verfahren VB.2022.00379 wird teilweise gutgeheissen. In AbÃ¤nderung von Dispositivziffer I des Entscheids des Baurekursgerichts Nr. 0076/2022 wird die VerfÃ¼gung der Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich vom 22. Juli 2021 abgeÃ¤ndert und die Planungszone "Zentrum" zusÃ¤tzlich fÃ¼r die GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 8020, 8022 und fÃ¼r die TeilflÃ¤che von Kat.-Nr. 9841 festgesetzt, die ausserhalb des Perimeters der Vorlage Teilrevision Nutzungsplanung "Alterszentrum" liegt. </p> <p class="Einzug2">In AbÃ¤nderung von Dispositivziffer II des Entscheids des Baurekursgerichts Nr. 0076/2022 werden die Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 5'205.- zu zwei Sechsteln der Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich, zu einem Sechstel dem Stadtrat Schlieren und zu drei Sechsteln G und H, unter solidarischer Haftung fÃ¼r ihren Anteil, auferlegt. In AbÃ¤nderung von Dispositivziffer III des Entscheids des Baurekursgerichts Nr. 0076/2022 werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">Im Ãbrigen wird die Beschwerde der Stadt Schlieren im Verfahren VB.2022.00379 abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die Beschwerde im Verfahren VB.2022.00380 wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 8'000.â; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 665.â</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 8'665.â</u> Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden zur HÃ¤lfte den BeschwerdefÃ¼hrenden 2, unter solidarischer Haftung fÃ¼r ihren Anteil, zu einem Viertel der Beschwerdegegnerschaft 1, unter solidarischer Haftung fÃ¼r ihren Anteil, und zu je einem Achtel der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 und der Beschwerdegegnerin 2 auferlegt.</p> <p class="Einzug2">5. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">6. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">7. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) das Baurekursgericht;<br/> c) das Bundesamt fÃ¼r Raumentwicklung (ARE).</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>