Kassationsgericht des Kantons Zürich Kass.-Nr. AA080137/U/la Mitwirkende: die Kassationsrichter Moritz Kuhn, Präsident, Bernhard Gehrig, Paul Baumgartner, die Kassationsrichterin Yvona Griesser und der Kassationsrichter Matthias Brunner sowie die juristische Sekretärin Judith Lusser Treyer Zirkulationsbeschluss vom 13. November 2009 in Sachen A AG, Klägerin und Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. … gegen B SA, Beklagte und Beschwerdegegnerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. … betreffend Forderung und Vertragserfüllung Nichtigkeitsbeschwerde gegen ein Urteil des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 30. Juni 2008 (HG040370/U/ei) - 2 - Das Gericht hat in Erwägung gezogen: I. 1. Die Klägerin (nachfolgend Beschwer deführerin) mit Sitz in Zürich be- zweckt insbesondere die Entwicklung, die Herstellung, den Vertrieb sowie den Service und Handel mit Schienenfahrz eugen für den Personen- und Gütertrans- port. Die Beklagte (nachfolgend Beschwerdegegnerin) ist eine auf die Herstellung und den Verkauf von Bah napparaten, v.a. für Schienenfahrzeuge bestimmte elektrische Geräte, speziali sierte Aktiengesellschaft mit Sitz im Kanton Genf. Die Beschwerdegegnerin verkaufte und lieferte der Beschwerdeführerin gestützt auf diverse Bestellungen im Zeitraum von 1997 bis 2003 insgesamt 92 Y- Hauptschalter für das Projekt ICN der C und diese Schalter sind auf den von der Beschwerdeführerin konzipierten und produzierten ICN- Zügen der C im Einsatz. Am 23. Mai 2002 kam es im ICN-Tri ebzugwagen Nr. xxxxx (WAR) des auf dem Gleis 4 des Hauptbahnhofes Genf stehend en Zuges IR xxx zu einem Brand. Die- ser Wagen wurde als Speisewagen, best ehend aus einem Küchen- und Speise- abteil sowie aus vier jeweils sechssitzigen Fahrgastabteilen der 1. Klasse, geführt. Der weitgehend ausgebrannte Speisewagen wurde in der Folge von der Be- schwerdeführerin als C gegenüber zur Sc hadloshaltung Verpflichtete wieder voll- umfänglich instand gestellt. Mit ihrer am 6. Oktober 2004 zusammen mit der Wei- sung eingereichten Klage verlangte sie von der Beschwerdegegnerin u.a. die Rückerstattung sämtlicher ihr im Zusammenhang mit der Instandstellung des Zugwagens entstandenen Kosten, weil die Beschwerdegeg nerin nach den kauf- rechtlichen Gewährleistungsvorschriften für die Mangelhaftigkeit der von ihr gelie- ferten Hauptschalter, welche zum Ausb ruch des Brandes geführt habe, einzuste- hen habe (KG act. 2 S. 3 ff.). Das Handel sgericht wies mit Urteil vom 30. Juni 2008 die Klage ab (KG act. 2 S. 33). 2. Dagegen liess die Beschwerdeführerin am 11. September 2008 recht- zeitig Nichtigkeitsbeschwerde erheben, mi t welcher sie beantragt, das Urteil der Vorinstanz aufzuheben und di e Sache zur Durchführung eines Beweisverfahrens - 3 - und Fällung eines neuen Ent scheides an die Vorinstanz zurückzuweisen (KG act. 1). Die ihr mit Präsidialverfügung vo m 15. September 20 08 auferlegte Pro- zesskaution von Fr. 90'000.– (KG act. 7) ging innert Frist ein (KG act. 10). Wäh- rend die Vorinstanz auf eine Vernehmlassu ng verzichtet hat (KG act. 9), hat die Beschwerdegegnerin ihre Beschwerdeantwort mit Datum vom 17. Oktober 2008 eingereicht (KG act. 11). Diese wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 20. Oktober 2008 zur Kenntnisnahme zuges tellt (KG act. 12). Weitere Eingaben der Parteien in diesem Verfahren sind nicht erfolgt. II. 1. Gemäss § 288 Abs. 1 Ziff. 3 ZPO hat die Beschwerdeschrift die Be- gründung der Anträge unter Nachweis der Nichtigkeitsgründe zu enthalten. In der Beschwerdebegründung sind die angefochtenen Stellen des vorinstanzlichen Entscheides zu bezeichnen und diejenigen Aktenstellen, aus denen sich ein Nich- tigkeitsgrund ergeben soll, im Einzelnen anzugeben. Es ist nicht Sache der Kas- sationsinstanz, in den vorinstanzlichen Akten nach den Grundlagen des geltend gemachten (oder gar eines andern) Nichtig keitsgrundes zu suchen. Wer Willkür rügt, muss in der Beschwerde genau dar legen, welche tatsäc hlichen Annahmen des angefochtenen Entscheides auf Grund we lcher Aktenstellen willkürlich sein sollen. Wird Aktenwidrigkeit einer ta tsächlichen Annahme behauptet, so sind ebenfalls die Bestandteile der Akten, die nicht oder nicht in ihrer wahren Gestalt in die Beweiswürdigung einbezogen wor den sein sollen, genau anzugeben. Wer schliesslich vorbringt, es sei zu einer bestimmten Tatsache(nbehauptung) kein Beweisverfahren durchgeführt bzw. anger ufene Beweismittel seien nicht abge- nommen worden, hat zu sagen, wo (Akt enstelle) er welche erheblichen und be- strittenen Tatsachen in rechtsgenügender Weise (vgl. § 113 ZPO) behauptet hat, bzw. zu welchen prozessual form- und fristgerecht er hobenen Behauptungen er sich auf die nicht abgenommenen Bewe ismittel berufen hat. Um den Anforderun- gen zu genügen, hat sich der Nichtigkei tskläger auch konkret mit dem angefoch- tenen Entscheid und den darin enthalt enen, den Entschei d tragenden Erwägun- gen auseinander zu setzen. Erfüllt die Be schwerde oder einzelne der darin erho-- 4 - benen Rügen diese Begründungs anforderungen nicht, hat dies zur Folge, dass auf die entsprechenden Vorbringen nich t eingetreten werden kann (von Rechen- berg, Die Nichtigkeitsbeschwerde in Zi vil– und Strafsachen nach zürcherischem Recht, 2.A., Zürich 1986, S. 16 ff.; Spühler /Vock, Rechtsmittel in Zivilsachen im Kanton Zürich und im Bund, Zürich 1999, S. 56 f., 72 f.; Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zivilproze ssordnung, 3.A., Zürich 1997, N 4 zu § 288 ZPO; Guldener, Die Nichtigkeitsbeschwe rde in Zivilsachen nach Zürcheri- schem Recht, Zürich 1942, S. 80; RB 2002 Nr. 11 a.E.; ZR 81 Nr. 88 Erw. 6). Wo die Beschwerdeführerin diesen Anforderungen an die Begründung der Beschwer- de nicht genügt, wird dies nachfolgend bei der Prüfung ihrer einzelnen Rügen ausgeführt, wobei die Ausführungen, welche die Beschwerdeführerin unter „I. Formelles“ (KG act. 1 RZ 1-13) sowie „III.E. Zusammenfassung“ (KG act. 1 RZ 68-69) oder einleitend unter IV. (KG act. 1 RZ 70-72) sowie IV.B (KG act. 1 RZ 85-87) und IV.C. (KG act. 1 RZ 141-142) sowie abschliessend unter V. (KG act. 1 RZ 272-277) macht, jedenfalls keine den soeben genannten Anforderungen entsprechende Rügen enthalten. 2. Gegen Entscheide, die dem Weiterzug an das Bundesgericht unterlie- gen, ist die Nichtigkeitsbeschwerde nicht zulässig (§ 285 Abs. 1 ZPO). Ein solcher Weiterzug an das Bundesgericht gilt al s gegeben, wenn das Bundesgericht frei überprüfen kann, ob der gelt end gemachte Mangel vorli ege (§ 285 Abs. 2 ZPO). Mit der Beschwerde in Zivilsachen ans Bundesgericht im Sinne von Art. 72 ff. BGG kann die Verletzung von Bundesrecht inkl. Bundesverfassungsrecht gerügt werden (Art. 95 lit. a BGG). Ob eine solche Verletzung vorliegt, prüft das Bundes- gericht auf entsprechende Rüge frei (vgl . z.B. Seiler/von Werdt/Güngerich, BGG, Bern 2007, N 10 zu Art. 95 BGG). Der angef ochtene Entscheid der Vorinstanz vom 30. Juni 2008 unterliegt auch der Be schwerde in Zivilsachen ans Bundesge- richt im Sinne von Art. 72 ff. BGG (vgl. auch die entsprechende vorinstanzliche Rechtsmittelbelehrung, KG act. 2 S. 34, Ziff. 5). Wo gestützt auf § 285 ZPO auf Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht eingegangen werden kann, wird dies nachfolgend unter III. bei der Unte rsuchung der entsprechenden Rügen ausge- führt. - 5 - III. 1. Unter dem Titel „A. Von der Beschwerdeführerin beanstandete Mängel des Hauptschalters“ sowie „B. Nichtig keitsgründe im Zusammenhang mit dem ersten Hauptmangel (Versagen der Funktion Isolieren)“ rügt die Beschwerdefüh- rerin die Verletzung der Begründungspflic ht (und damit eines wesentlichen Ver- fahrensgrundsatzes) sowie eine willkürlic he tatsächliche Annahme (KG act. 1 RZ 15-27 sowie RZ 80 und RZ 101-105). 1.1 Zur Begründung der Rügen führt die Beschwerdeführerin aus, es sei willkürlich, wenn die Vorinstanz zum Sc hluss komme, die Hauptschalter seien mängelfrei, ohne dabei jedoc h die von der Beschwerdegegnerin (gemeint wohl: Beschwerdeführerin) gerügten Mängel überhaupt geprüft zu haben. Sie werfe den Hauptschaltern der Beschwerdegegnerin nä mlich im Wesentlichen zwei Haupt- mängel vor, nämlich einerseits die Tats ache, dass die Konstruktion der Haupt- schalter es zulasse, dass die Isolations funktion versagen könne, andererseits der Umstand, dass die nach unten offen kons truierten Hauptschalter es zuliessen, dass im Störfall Plasma ins Zuginnere austreten und einen Br and verursachen könne. In Bezug auf den ersten Hauptman gel, das Versagen der Funktion Isolie- ren, seien insbesondere relevant die Tatsache, dass die Funktion „Isolieren“ überhaupt versagen könne resp. im konkreten Fall versagt habe, die Verletzung der Schutznorm IP 57 sowie die Verletz ung der Zusicherung einer Kriechstrecke von 573 mm. Bezüglich des zweiten Hauptmangels, der nach unten offenen Kon- struktion, seien relevant insbesondere das Fehlverhalten der Schalter im Störfall, die fehlende Kompatibilität zum Vor gängermodell Z, die Verletzung der Stark- stromverordnung, die fehlende Explosionssi cherheit der Hauptschalter sowie die mangelhafte Produktedokumentat ion. Die Beschwerdeführerin fügt eine Skizze des Hauptschalters mit den Funktionen sowie den Einwirkungsorten der beiden Hauptmängel an und fährt fo rt, die Vorinstanz habe bei der Auflistung der von ihr geltend gemachten Mängel auf Seite 9 des Urteils sowie bei der anschliessenden Abhandlung derselben nicht berücksichtigt, dass sowohl das blosse Versagen der Funktion „Isolieren“ als auch das Störver halten der Hauptschalter (Austritt von Plasma nach unten im Störfall) ebenfalls einen Mangel darstelle und habe sich mit - 6 - diesen beiden von der Beschwerdeführerin behaupteten Mängeln überhaupt nicht auseinandergesetzt. Auch mit der von ihr geltend gemachten Verletzung der Schutznorm IP 57 beschäftige sich die Vorinstanz nicht wirklich, sondern mache lediglich einige allgemeine Ausführungen, obschon die Beschwerdeführerin dar- gelegt habe, dass sämtliche von der Beschwerdegegnerin an die Beschwerdefüh- rerin verkauften Hauptschalter die Schut znorm IP 57 nicht erfüllen würden, die von der Beschwerdegegnerin dagegen vorg ebrachten Argumente widerlegt habe und sich minutiös mit den Ausführungen der von der Beschwerdegegnerin einge- reichten Berichte von D auseinanderges etzt habe. Bezeichnenderweise berück- sichtige die Vorinstanz auch die Aussage im Bericht von D nicht, wonach es im Innern des Vertikalisolators zu häufi ger Feuchte komme und schnelle Tempera- turänderungen Luft und Staubpartikel aus dem Wageninneren in den Isolatorkör- per ansaugen würden. Eine weitere Ve rletzung der Begründungspflicht liege dar- in, dass die Vorinstanz sich nicht mit den Vorbringen der Beschwerdeführerin auseinandersetze, wonach aus den von der Beschwerdegegnerin selbst als HG act. 24/6 eingereichten Tests hervorgehe, dass die Hauptschalter den IP 57-Test nicht bestanden hätten (KG act. 1 RZ 16 ff. und RZ 101-105). 1.2 a) Aus Art. 4 aBV bzw. Art. 29 Ab s. 2 BV (Anspruch auf rechtliches Gehör) folgt die Pflicht der Behörden und der Gerichte, ihre Entscheide zu be- gründen (BGE 126 I 15 Erw. 2a/aa, 123 I 31 Er w. 2c, je mit Hinweisen). Der Be- troffene soll daraus ersehen, dass seine Vo rbringen tatsächlich gehört, sorgfältig und ernsthaft geprüft und in der Entschei dfindung berücksichtigt wurden. Aus der Begründung müssen sich allerdings nur die für den Entscheid wesentlichen Ge- sichtspunkte ergeben; es ist nicht nötig, dass sich der Richter ausdrücklich mit je- der tatbeständlichen Behaupt ung und mit jedem recht lichen Argument auseinan- dersetzt, sondern es genügt, wenn sich aus den Erwägungen ergibt, welche Vor- bringen als begründet und welche – allenf alls stillschweigend – als unbegründet betrachtet worden sind und von welchen Überlegungen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (BGE 133 III 235 Erw. 5.2 a.E.; 133 III 439 Erw. 3.3; 121 I 54 Erw. 2c; 119 Ia 264 Erw. 4d, 112 Ia 107 Erw. 2b, je mit Hinweisen; Steinmann in: St. Galler Ko mmentar zur BV, 2.A., Zürich/St. Gal- len 2008, Art. 29 N 27; G. Müller in: Ko mmentar [alt]BV, Überarbeitung 1995, - 7 - Art. 4 N 112–114; J.P. Mülle r, Grundrechte in der Sc hweiz, 3.A., Bern 1999, S. 535 ff., 539). Über diese Grundsätze geht auch das zürcherische Verfahrens- recht nicht hinaus (ZR 81 Nr. 88 Erw. 2) . Wird geltend gemacht, die Vorinstanz habe die Begründungspflicht mit Bezug auf die Anwendung von Bundesrecht ver- letzt, so ist die bundesrechtliche Begr ündungspflicht angesprochen und tritt das Kassationsgericht auf eine entsprechende Rüge nicht ein, wenn diesbezüglich ein bundesrechtliches Rechtsmittel zur Verfügung steht (ZR 107 Nr. 79 Erw. 4.4; ZR 107 Nr. 59 Erw. 3.1). Wird dagegen geltend gemacht, die Begründungspflicht sei insofern verletzt, als sich dem angefochtenen Entscheid nicht entnehmen las- se, wie die Vorinstanz zu bestimmten tatsächlichen Annahmen gelangt ist, so be- trifft dies die kantonalrec htliche Begründungspflicht (Hauser/Schweri, Kommentar zum zürcherischen Gerichtsverfassungs gesetz, Zürich 2002, N 48 zu § 157 GVG). Eine willkürliche tatsächliche Annahme betrifft den Fa ll, dass das Gericht ei- ne beweisbedürftige Tatsache als bewiese n annimmt, obwohl die Akten darüber keinen Aufschluss geben (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 45 zu § 281 ZPO). In diesem Fall wird im Gegensatz zur aktenwidrigen tatsächlichen Annahme zwar der Akteninhalt richtig wiedergegeben, se ine Würdigung ist jedoch unvertretbar (von Rechenberg, a.a.O., S. 27 f.; ZR 81 Nr . 88). Willkür in der Beweiswürdigung liegt nur vor, wenn der vom Sachrich ter gezogene Schluss für einen unbefangen Denkenden als unhaltbar erscheint. Eine vertretbare Beweiswürdigung ist daher noch nicht willkürlich, auch wenn die Kassationsinstanz an der Stelle des Sach- richters allenfalls anders entschieden hätte (von Rechenberg, a.a.O., S. 28). b) Was die Nichtbefassung mit Vorbri ngen der Beschwerdeführerin anbe- langt, so schränkt sie ihren Katalog von Mängeln, die sie geltend gemacht und mit denen sich die Vorinstanz nicht befasst habe, mit ihren Ausführungen in RZ 23-25 ein auf das Versagen der Funktion „Isolieren“, das Störverhalten des Hauptschal- ters sowie die Verletzung der Schutzno rm IP 57 (KG act. 1 RZ 23-25). Die Rüge geht jedoch fehl: Das Thema „Versagen der Funktion Isolieren“ resp. eine ver- minderte Isolationsfestigkeit ist im Urteil auf den Seiten 15 ff. in Erw. 4.1.4.1 sowie 4.1.4.2 abgehandelt. Die Vorinstanz führ te dazu aus, dass gemäss E-Gutachten - 8 - vom 19. November 2002 die Isolationsfähigk eit sich durch äussere Einflüsse, al- lenfalls in Verbindung mit einem vor herigen Bauteilscha den oder Bauteilver- schleiss vermindern könne. Vorliegend mü sse davon ausgegangen werden, dass eine Isolationsminderung innerhalb des Vert ikalisolators eingetreten sei, was im Ergebnis zu einem Lichtbogenüberschlag entlang der dortigen Mitnehmerstange geführt habe. Als mögliche Gründe für eine verminderte Isolationsfestigkeit wür- den im Gutachten Vorschädigung (z.B. Is olatorbruch), Feuchtigkeit und Ver- schmutzung, Wartungsdefizite sowie zu hohe Übergangswider stände in der Va- kuum-Schaltkammer genannt. Die Vorinstanz lässt die Einzelheiten des Gutach- tens zu diesen möglichen Ursachen folgen und kommt zum Schluss, dass diverse Ursachen als mögliche Gründe für das Ve rsagen des Schalters in Frage kämen, sich aber im Gutachten nirgends Aussage n dazu fänden, dass die Isolationsver- minderung auf eine fehlerhafte Konstruktion des Schalters zurückzuführen sei (KG act. 2 S. 15 ff.). Auch mit dem von der Beschwerdeführerin geltend gemachten unzulässigen Verhalten des Hauptschalters im Störfall, d.h. beim Auftritt von Störlichtbogen, nämlich Austritt von Plasma ins Zuginnere, hat sich die Vorinstanz auseinander- gesetzt. Sie hat in Erw. 4. 1 festgehalten, zunächst sei abzuklären, ob sich die Konstruktion des Y-Hauptschalters anges ichts der Öffnung nach unten als man- gelhaft erweise und auf die beschwerdeführerische Ansicht verwiesen, wonach im konkreten Schadenereignis Plasma aus dem Vertikalisolator durch die Öffnungen der Abdeckhaube in den Dachraum ausgetreten sei und letztlich den Brand verur- sacht habe, was durch eine andere Konstruktion verhindert worden wäre. Nach technischen Ausführungen zur Funktion des Y-Hauptschalters (Erw. 4.1.1) sowie der Wiedergabe des zeitlichen Ablaufs des Brandereignisses im Bahnhof Genf vom 23. Mai 2002 (Erw. 4.1.2) führt di e Vorinstanz aus, die Beschwerdegegnerin bestreite nicht, dass es im erwähnten Sc halter des Speisewagens mehrere Stör- lichtbogen gegeben habe und als Folge davon spät er ein Brand ausgebrochen sei; diese seien indessen nicht durch einen in ihren Verant wortungsbereich fal- lenden Mangel, insbesondere nicht durch den angeblichen Konstruktionsfehler verursacht worden und der Vorwurf, es sei heisses Plasma durch die Öffnungen des Schalters ausgetreten, sei mit dem entstandenen Schadensbild nicht in Ein-- 9 - klang zu bringen. Vielmehr habe die Fe hlmanipulation der Be schwerdeführerin, den defekten Schalter ohne vorgängige Prüfung unter Strom zu stellen, den drit- ten Kurzschluss und den unmit telbar darauf folgenden Brand bewirkt. Dazu kom- me eine unsachgemässe Umgestaltung u nd Montage des Schalters durch die Beschwerdeführerin (Erw. 4.1.3.1). Nach der Wiedergabe der Sachdarstellung der Beschwerdeführerin in Erw. 4.1.3.2 wendet sich die Vorinstanz dem von der F Versicherung als Versicher ungsgesellschaft der C in Absprache mit der Be- schwerdeführerin in Auftrag gegebenen „E “-Gutachten vom 19. November 2002 zu (Erw. 4.1.4), welches zum Schluss ko mme, dass eine zweifelsfreie Nachweis- führung bezüglich des tatsächlichen Brandverlaufs nich t mehr möglich sei und dass der nachträglich (von der Beschwe rdeführerin) angebrachte Klebestoff Syn- coll 444 die Brandentwicklung forciert habe. Die Vorinstanz gelangt schliesslich angesichts der am Fusse des Lichtbogens herrschenden Temperaturen von meh- reren tausend Grad und der Tatsachen, dass die Stahlblechverkleidung am unte- ren Teil des Schalters keine Deforma tionen aufweise und auch die Gummidich- tung keine Schädigung durch die Hitze erlitten hab e, während es demgegenüber im oberen Teil des Schalters Verformungen an der Revisi onsklappe im Umlenk- kopf gegeben habe, zur Einschätzung, dass es im oberen Te il des Schalters massiv heisser gewesen sei als unten in der Schaltkammer. Demnach werde dem Standpunkt der Beschwerdeführerin, wonach der Brand auf eine nach unten offe- ne Konstruktion zurückzuführen sei, der Boden massgeblich entzogen und seien nicht konstruktionsbedingte Probleme, son dern wie im E-Gutachten festgehalten, andere Gründe für die Verursachung des Brandes verantwortlich gewesen (KG act. 2 S. 10 ff., S. 19). Zur Schutznorm IP 57 hat sich die Vorinstanz im Urteil auf Seite 28 ff. in Erw. 4.2.2.2 geäussert, obwohl sie der Ansicht war, dass angesichts des nicht er- stellten Kausalzusammenhangs hinsichtlich der von der Beschwerdeführerin wei- teren geltend gemachten Mängel (u.a. Nicht einhaltung der Schutznorm IP 57) für den Brandausbruch an sich offen bleiben könne, ob und allenfalls inwiefern der Schalter im Sinne dieser klägeri schen Ausführungen mange lbehaftet sei (KG act. 2 S. 27 f.). In Erw. 4.2.2.2 führt die Vorinstanz aus, die Schutznorm IP 57 be- zeichne als Code die Schutzart nach de n IEC-, Euro (EN)- oder Electrosuisse-- 10 - Bestimmungen. Diese Schutznorm definiere den Schutzgrad betreffend äussere Einflüsse (Berührungs- und Fremdkörperverschmutzung, Wasserschutz) und be- zwecke die Verhinderung des schädlic hen Eindringens von Schmutz und Feuch- tigkeit in elektronische Geräte. Gemä ss Ziffer 13.5.2. der IEC-Norm 60529, von welcher die Schutznorm IP 57 herrühre, dürfe namentlich kein übermässiger Kriechweg entstehen. Gemäss dem bereits zitierten Beri cht der D vom 5. April 2004 existiere im Innern des Ve rtikalisolators des Y-Schalters eine Kriechstrecke von 315,5 mm. Eine solche Länge sei ge mäss Expertenbericht nicht zu bean- standen und entspreche grundsätzlich den Anforderungen der anwendbaren Normen (KG act. 2 S. 28 ff. Erw. 4.2.2.2 mi t Verweis auf HG act. 9/5 S. 6 f. sowie HG act. 9/9 S. 1 f.). Ebenso geht auch die Willkürrüge fehl, soweit diese Rüge in der vorliegen- den Konstellation nicht ohnehin in der Rü ge der Verletzung der Begründungs- pflicht aufgeht, da der Vorwurf der Beschwe rdeführerin, die Vorinstanz habe sich mit den von ihr geltend gemac hten Mängeln nicht befasst, wie gezeigt, nicht zu- treffend ist. 2. In einer Fussnote macht die Besch werdeführerin sodann geltend, die Vorinstanz nehme aktenwidrig an, es hand le sich lediglich um einen Hauptman- gel, den die Beschwerdeführerin den Haup tschaltern der Beschwerdegegnerin vorwerfe (KG act. 1 RZ 15 sowie RZ 16 mit Aktenwidrigkeitsrüge in FN 3). 2.1 Sie, die Beschwerdeführerin, werfe nämlich den Hauptschaltern der Beschwerdegegnerin im Wesentlichen zwei H auptmängel vor; einerseits die Tat- sache, dass die Konstruktion der Hauptschalter es zulasse, dass die Isolations- funktion versagen könne, andererseits der Umstand, dass die nach unten offen konstruierten Hauptschalter es zuliessen, dass im Störfall Plasma ins Zuginnere austreten und einen Brand verursachen könne (KG act. 1 RZ 15 sowie RZ 16 mit Aktenwidrigkeitsrüge in FN 3 mit Verweis auf RZ 19 f.). 2.2 a) Aktenwidrig ist eine Feststell ung, wenn sie den Inhalt der Akten oder die Parteivorbringen unrichtig wiedergibt, al so z.B. eine bestrittene Tatsache als unbestritten bezeichnet oder wenn ein Bestandt eil der Akten nicht in seiner wah-- 11 - ren Gestalt, z.B. nicht mit dem richtigen Wortlaut einbezogen worden ist und sich deshalb die angefochtene tatsächliche Festste llung als "blanker Irrtum" erweist (von Rechenberg, a.a.O., S. 27 mit Verw eis auf ZR 55 Nr. 115). Die Auslegung prozessualer Erklärungen st ellt ebenso wenig wie die Würdigung des Beweiser- gebnisses eine aktenwidrige tatsächliche Annahme dar, vielmehr liegt eine solche erst vor, wenn der Richter bei der Akt enwürdigung von falschen tatsächlichen Voraussetzungen ausgeht (Guldener, a.a.O., S. 131). b) In Anbetracht dessen, dass die Beschwerdeführerin selber von „ im We- sentlichen“ zwei Hauptmängeln spricht und sich an den von ihr angegebenen Ak- tenstellen nirgends eine Behauptung findet, wonach sie zwei Hauptmängel an den Schaltern geltend mache, und die Vorinst anz auf Seite 26 des angefochtenen Ur- teils keine Feststellung trifft, die Beschwerdeführerin mac he nur einen Hauptman- gel geltend, sondern sich lediglic h auf den von der Beschwerdeführerin im Hauptstandpunkt behaupteten Mangel der fehlerhaften Konstruktion bezieht (KG act. 2 S. 26), während sie auf Seite 9 des angefochtenen Entscheides die von der Beschwerdeführerin geltend gem achten Mängel (inkl. betre ffend Isolation) angibt (KG act. 2 S. 9), geht die Aktenwidrigkeitsrüge fehl. In RZ 19 f. ihrer Beschwerde, auf welche die Beschwerdeführerin verweist, liefert si e keine weitere Begründung für die Aktenwidrigkeitsrüge. Dort macht sie vielmehr Ausführungen zur in RZ 20 erhobenen Willkürrüge (dazu nachstehend Ziff. III.3). 3. Die Beschwerdeführerin rügt im Sinne eines Exkurses als willkürlich, dass die Vorinstanz trotz der beschwer deführerischen Klarstellung, dass sie die Funktion „Schalten“ der Hauptschalter nicht beanstande, sich gleichwohl auf Ur- kunden und Argumentationen beziehe, welche die Korrektheit der Funktion „Schalten“ belegten und daraus folgere, dass der Haupt schalter keinen Mangel aufweise, obwohl die Funktion „Schalten“ gar nicht streitgegenständlich sei (KG act. 1 RZ 20). 3.1 Als Aktenstelle für den Beleg dies er gerügten willkürlichen tatsächli- chen Annahme gibt sie S. 22 f., lit. b und lit. c, Ziffer 4.1.5.1 des angefochtenen Entscheides an (KG act. 1 RZ 20). - 12 - 3.2 An den verwiesenen Stellen find en sich Zusammenfassungen aus den Gutachten resp. Berichten der D (KG act. 2 S. 22 lit. b) und der G (KG act. 2 S. 23 lit. c), sowie die Würdigung dieser Gu tachten zusammen mit demjenigen des E, wo die Vorinstanz festhält, was letztlic h zum Versagen des Schalters (gemeint im Sinne des streitgegenständlichen Gegenstandes aus dem die Beschwerdeführe- rin Mängelrechte ableitet und nicht im Sinne der Funktion „Schalten“; Anmerkung des Kassationsgerichts) und zum Brandausbruc h geführt habe, sei unklar, es kä- men nach den im Wesentlic hen übereinstimmenden Ansich ten von E, D und G dafür diverse mögliche Ursachen in Betr acht. Aufgrund dieser diversen Fachmei- nungen sei aber jedenfalls davon auszugehen, dass die Isolationsverminderung und der Brand nicht durch die angeblich fehlerhafte (nach unten offene) Konstruk- tion des Schalters (wiederum gemeint im Sinne des streitgegenständlichen Ge- genstandes aus dem die Besch werdeführerin Mängelrechte ableitet und nicht im Sinne der Funktion „Schalten“; Anmerkung des Kassationsgerichts) verursacht worden seien (KG act. 2 S. 24 Erw. 4.1.5.1). Die Beschwerdeführerin zeigt weder auf, wo die Vorinstanz an den angege- benen Aktenstellen sich auf Urkunden und Ar gumentationen bezöge, welche die Korrektheit der Funktion „Schalten“ belegen sollen, noch wo die Vorinstanz dar- aus folgern würde, dass der Hauptschalter keinen Mangel aufweise. Damit genügt die Beschwerdeführerin den Anforderungen an den Nachweis der Willkür nicht (vgl. oben II.1), weshalb auf diese Rüge nicht einzutreten ist. 4. Weiter erblickt die Beschwerdefüh rerin unter dem Titel „B. Weigerung der Anerkennung eines Serienmangels“ Willkür und eine Verletzung der Begrün- dungspflicht sowie die Verletzung eines wesentlichen Verfahrensgrundsatzes durch unterlassenes Beweisverfahren, inde m die Vorinstanz sich auf den Stand- punkt stelle, dass die Ursachen für den in casu entstandenen Störlichtbogen nicht mehr zu eruieren seien und daraus fo lgere, dass die Hauptschalter der Be- schwerdegegnerin nicht mangelhaft seien, st att zuerst die einzelnen von der Be- schwerdeführerin geltend gemachten Mängel an den 92 Schalter n zu prüfen und erst in einem zweiten Schritt zu prüfen, ob die im ersten Sc hritt festgestellten - 13 - Mängel ursächlich für den konkreten Schadensfall gewesen seien (KG act. 1 RZ15 sowie RZ 28-31). 4.1 Willkürlich sei der Ansatz der Vo rinstanz, so die Beschwerdeführerin, deshalb, weil aus der Annahme, dass di e konkrete Ursache für den entstandenen Störlichtbogen im Nachhinein nicht mehr eruiert werden könne, nicht automatisch folge, dass die Hauptschalter mangelfrei seien. Vielmehr könnten die genannten Mängel auch dann bestehen, wenn gar kein Schadenereignis eingetreten wäre. Ob ein Serienmangel bestehe, könne nu r nach fundierter Auseinanderset- zung mit den von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Mängeln einerseits und dem Hauptschalter sowie der dazugehöri gen Dokumentation andererseits beur- teilt werden. Durch die Weigerung, dies zu tun, habe die Vorinstanz ihre Begrün- dungspflicht verletzt. Da es sich bei der Frage, ob ein Einz elfall oder ein Serienmangel vorliege, um eine streitige Tatsac henbehauptung handle und die Vo rinstanz durch Würdi- gung der Parteigutachten der Beschwerdegegnerin aber ohne Durchführung ei- nes Beweisverfahrens zum Schluss komme, es liege ein Einzelfall vor, setze sie ebenfalls einen Nichtigkeitsgrund (KG act. 1 RZ 32-36). 4.2 Angesichts der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin eine einzige Randziffer (329 in der Replik; HG act. 31) bezeichnet, in der sie von einem Man- gel an allen 92 Scha ltern spricht, im Übrigen aber selber ihre gesamten Rechts- schriften mit Tausenden von Randziffern auf den vom Brand betroffenen Haupt- schalter und dessen Mängel ausrichtete (HG act. 1, HG act. 31, HG act. 42), kann von einem willkürlichen Ansatz der Vorins tanz bei der Beurte ilung der behaupte- ten Mängel keine Rede sein. Da die Beschwerdeführerin nicht ausf ührt, mit welchen ihrer Vorbringen in Bezug auf einen Serienmangel sich die Vo rinstanz ihrer Meinung nach nicht aus- einandergesetzt habe, ist eine Prüfung der Rüge der Verletzung der Begrün- dungspflicht nicht möglich und kann darauf nicht eingetreten werden (vgl. oben II.1). - 14 - Auf die Rüge der Verletzung eines we sentlichen Verfahrensgrundsatzes zu- folge unterlassenem Beweisverfahren ist ebenfalls nicht einzutreten, da die Be- schwerdeführerin nicht aufzeigt, wo und auf welche Beweismittel sie sich hinsicht- lich der Frage des Serienmangel s berufen hätte (vgl. oben II.1). In RZ 329 ihrer Replik, welche sie als Aktenstelle angibt (v gl. KG act. 1 RZ 35), sind jedenfalls keine Beweisofferten enthalten (HG act. 31 RZ 329). 5. Unter dem Titel „C. Fehlendes Ve rständnis der Kausalkette“ macht die Beschwerdeführerin geltend, die Vorinstanz habe die Begründungspflicht verletzt, indem sie die Ausführungen der Beschwe rdeführerin, wonach die beanstandeten Mängel aufgrund ihres unterschiedlichen Ei nwirkungsortes auf die Kausalkette beurteilt werden müssten, trotz ihres ausdrücklichen Hinweises auf die Wichtigkeit dieser Unterscheidung nicht berücksichtigt und das gesamte Klagefundament aus einem falschen Blickwinkel beurteilt habe. Dadurch sei sie überdies zu einem will- kürlichen Ergebnis gelangt. Au ch habe die Vorinstanz ak tenwidrige und willkürli- che tatsächliche Annahmen getroffen (KG act. 1 RZ 15 sowie RZ 37-60). 5.1 Wenn die Vorinstanz ein Urteil fä lle, ohne sich über die technischen Zusammenhänge Rechenschaft abzulegen und o hne sich das für den Entscheid erforderliche Fachwissen anzueignen, verlet ze sie damit die Begründungspflicht, weil sie dann die Vorbringen der Besch werdegegenerin (gemeint wohl: Be- schwerdeführerin) nicht sorgfältig und ernsthaft prüfen könne, so die Beschwerde- führerin (KG act. 1 RZ 37-38 sowie RZ 56-58). Die Kausalkette stelle sich, so die Be schwerdeführerin weiter, wie folgt dar: Eine im Verantwortungsbereich der Be schwerdegegnerin liegende (von der Be- schwerdegegnerin bestritten, KG act. 11, S. 9 ad RZ 41 ff.), von der Beschwerde- führerin in HG act. 31 RZ 30 ff. genannte Ursache habe zum Störlichtbogen am Vertikalisolator geführt (1. Hauptmangel, Versagen der Funktion Isolieren). Dies habe zum Austritt von Plasma aus dem Hauptschalter geführt (2. Hauptmangel, der nach unten offene Hauptschalter). D adurch sei ein Brand im Speisewagen entstanden. Würde der erste Hauptmange l resp. die im Zusammenhang damit geltend gemachte Vertragsverletzung nicht vorliegen, könnte ke in Störlichtbogen auftreten. Würde der zwei te Hauptmangel resp. die in diesem Zusammenhang - 15 - geltend gemachte Vertragsverletzung nich t vorliegen, würden die Hauptschalter es nicht zulassen, dass das aufgrund der Störlichtbogen entstehende Plasma ins Zuginnere austreten könne und hätte kein Brand entstehen können. Wenn die Vorinstanz nun zum Schluss gelange, dass der nach unten konstruierte Schalter nicht ursächlich für das Versagen der Funktion Isolieren sei, sage sie damit nichts anderes, als dass der zweite, zeitlich nach dem Versagen der Funktion Isolieren und damit im zweiten Teil der Kausalke tte relevante Mangel, keine Ursache für den ersten, zeitlich vorgelager ten Teil der Kausalkette bilde. Diese Fehlüberle- gung – Verwechslung von Ursache und Wirk ung in der Kausalkette - ziehe sich durch das ganze vorinstanzliche Urteil und führe dazu, dass dieses willkürlich und im Ergebnis nicht haltbar sei. Die Fest stellung der Vorinstanz, wonach der nach unten offene Hauptschalter nicht als Ursa che für das Versagen der Funktion „Iso- lieren“ angesehen werden könn e, basiere auf einer wil lkürlichen tatsächlichen Annahme (KG act. 1 RZ 39-48). Angesichts der Kausalkette erstaune es nicht, dass das E-Gutachten und die andern Parteigutachten nicht denselben Überlegungsfehler wie die Vorinstanz machten. Die Wirkung eines Ereigni sses könne nun mal nicht Ursache desselben Ereignisses sein. Daher sei auch die Fe ststellung der Vorinstanz, wonach andere als die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Ursachen überwögen und deshalb der Kausalzusammenhang hinsichtli ch der von der Beschwerdegegnerin (gemeint wohl: Beschwerdeführerin) genan nten Ursachen nicht erstellt sei, will- kürlich (KG act. 1 RZ 53-54). Auch treffe die Vorinstanz aktenwidri ge und willkürliche tatsächliche Annah- men, wenn sie gestützt auf die Gu tachten und Fachmeinungen behaupte, dass die nach unten offene Konstruktion der Hauptschalter keinen Mangel darstelle, wenn sich doch diese nur mit der Frage befasst hätten, welche Ursachen zum Versagen der Funktion „Isolieren“ geführt hätten, jedoch keine Aussagen über die nach unten offen konstruierten Hauptschalter getroffen hätten (KG act. 1 RZ 55). Aufgrund der Fehlüberlegung der Vorinst anz sei auch deren Folgerung, dass die Ausführungen des Es deutlich zeigten, dass diverse Ursachen für das Versagen des Hauptschalters und den spät eren Brandausbruch in Frage kämen, - 16 - aktenwidrig, habe doch der E einzig Ursachen genannt, welche zum Versagen der Funktion „Isolieren“ resp. zum Auftreten eines Störlicht bogens geführt hätten (KG act. 1 RZ 51 und FN 9). 5.2 a) Die Beschwerdegegnerin macht geltend, soweit die Beschwerdefüh- rerin sinngemäss das Thema „adäquater Kausalzusammenhang“ rüge, sei Bun- desrecht betroffen (KG act. 11 S. 9 ad RZ 45 ff.). Nach konstanter höchstrichterli- cher Praxis stellt di e Frage nach dem Vorliegen ei nes adäquaten Kausalzusam- menhangs zwischen dem schädigenden Er eignis und dem eingetretenen Scha- den eine vom Bundesrecht beherrschte Rechtsfrage dar, die das Bundesgericht im Rahmen der eidgenössischen Beruf ung (resp. nunmehr Beschwerde in Zivil- sachen) mit freier Kognition prüfen k ann und die der kassationsgerichtlichen Prü- fung daher entzogen ist (vgl. oben II.2). Demgegenüber betrifft die Frage der na- türlichen Kausalität (zwischen der Ursa che und der Folge) eine vom Kassations- gericht nach Massgabe von § 281 Ziff. 2 ZPO überprüfbare Tatfrage (BGer. 6B_356/2007 vom 23. Ap ril 2008, Erw. 2.5; 5A_597/2007 vom 17. April 2008 Erw. 3.1; BGE 132 III 718; Kass.-Nr . AA060169, Beschluss des Kassationsge- richts vom 12.07.2007, Erw. III.2.c; Messmer/Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Zürich 1992, RZ 97). Die Beschwerdeführerin rügt nicht Feststellungen zum adäquaten Kausalverlauf (wozu die Vorinstanz gar keine Feststellungen getroffen hat, weil sie bereits den natürlichen K ausalverlauf als nicht erstellt ansah, vgl. KG act. 2 S. 27 unten), sondern vorinstanzliche Feststel- lungen zum natürlichen Kausalverlauf, welche, wie gezeigt, im Rahmen von § 285 ZPO einer Überprüfung durch das Kassationsgericht zugänglich sind. b) Die Rüge der Verletzung der Begründung spflicht geht jedoch fehl, soweit unter dem Aspekt von § 288 Abs. 1 Ziff. 3 ZPO überhaupt auf sie eingetreten wer- den kann. Entgegen der Darstellung der Besch werdeführerin (KG act. 1 RZ 45) finden sich in RZ 22 ihrer Replik ke ine Ausführungen mit einem ausdrücklichen Hinweis auf die Wichtigkeit der Unterscheidung der Mängel aufgrund ihres Einwir- kungsortes auf die Kausalkette (HG act. 31 RZ 22). Auch führt sie die Ausführun- gen nicht an, mit denen sich die Vorinstanz nicht befasst haben soll. Den Begrün- dungsanforderungen wird weder durch blossen Verweis auf diverse Randziffern in - 17 - früheren Rechtsschriften (vgl. KG act. 1 RZ 45) noch durch pauschalen Verweis auf nicht sorgfältige Prüfung der Vorb ringen mangels technischen Sachverstan- des der Vorinstanz (vgl. KG act. 1 RZ 37-38 sowie RZ 56-58) Genüge getan (oben II.1). Was die Willkürrüge hinsichtlich der Feststellung der Vorinstanz, wonach der nach unten offene Hauptschalter („Mangel 2“) nicht als Ursache für das Versagen der Funktion „Isolieren“ („Mangel 1“) an gesehen werden könne, anbelangt, so stellt sich die Frage, inwiefern sich diese Feststellung zum Nachteil der Be- schwerdeführerin ausgewirkt ha be. Wenn die Vorinstanz ei ne Feststellung trifft, die keinen Sinn ergibt (weil der Mangel 2 rein logisch gar nicht ursächlich für den Mangel 1 sein kann), die aber im Ergebnis nicht falsch ist (weil es richtig ist, dass Mangel 2 nicht ursächlich für Mangel 1 ist), hat sich diese Feststellung gar nicht zum Nachteil der Beschwerdeführerin ausge wirkt resp. sie zeigt nicht auf, inwie- fern sich diese zu ihrem Nachteil ausgewir kt hätte. Auf die Rüge ist daher nicht einzutreten (§ 281 ZPO i.V.m. § 51 ZPO). Auf die Willkürrüge bezüglich der Feststellung der Vorinstanz, wonach der Kausalzusammenhang hinsichtlich der vo n der Beschwerdeführerin genannten Ursachen nicht erstellt sei, kann nicht eingetreten werden, da es die Beschwerde- führerin unterlässt, die Aktenstellen zu bezeichnen, aus denen sich ergeben solle, dass die Feststellung schlichtweg unhaltbar sein solle (oben II.1). Die Rüge der Aktenwidrigkeit resp. W illkür der „Behauptung“ dass die nach unten offene Konstruktion keinen Mangel darst elle, geht fehl: Die Vorinstanz führt in Erwägung 4.1.5.1 (auf welche die Beschwerdeführerin in RZ 52 ihrer Be- schwerde verweist), aus, was letztlich zum Versagen des Schalters und zum Brand geführt habe, sei unklar. Nach de n im Wesentlichen übereinstimmenden Ansichten von E, D und G kämen dafür diverse mögliche Ursachen in Betracht. Welche dieser Ursachen im vorliegend zu beurteilenden Schade nsfall jedoch im Einzelnen welche Rolle gespielt hätten, lasse sich gemäss der Auffassung der Experten im Nachhinein nicht mehr mit der nötigen Sicherheit feststellen. Auf- grund der diversen Fachmei nungen sei aber j edenfalls davon auszugehen, dass die Isolationsverminderung und der Brand nicht durch di e angeblich fehlerhafte - 18 - (nach unten offene) Konstruktion des Sc halters verursacht worden seien (KG act. 2 S. 24). Damit trifft die Behauptung der Beschwerdeführerin, die Gutachten hätten sich nur mit der Ursache „Versagen der Funktion Isolieren“ befasst, nicht zu, zieht doch die Vorinstanz dieselben auch bezüglich Brandursache heran. Fehl geht denn auch die Aktenwidrigkeitsrüge bezüglich der Feststellung, dass die Ausführungen des E deutlich zeigen würden, dass diverse Ursachen für das Versagen des Hauptschalters und den späteren Brandausbruch in Frage kä- men, befasst sich doch das E-Guta chten entgegen der Darstellung der Be- schwerdeführerin nicht einzig mit Ursachen, welche zum Versagen der Funktion „Isolieren“ resp. zum Auftreten eines Störlichtbogens geführt haben, sondern ent- hält dieses nebst einem Kapitel 6 „Untersuchungen zum elektrischen Fehlerfall“ mit dem Unterkapitel 6.4.3 „Verminderte Isolationsfestigkeit“ auch ein Kapitel 7 „Untersuchungen zum Brandfall“ (vgl. HG act. 4/12 S. 5 [Inhaltsverzeichnis]). 6. Weiter wirft die Besch werdeführerin der Vorinstanz die Verletzung ei- nes wesentlichen Verfahrensgrundsatzes (§ 133 ZPO; „Nichtdurchführung eines Beweisverfahrens“) vor, indem diese ohne vorgängige Durchführung eines Be- weisverfahrens, insbesondere ohne Erlass eines Beweisauflagebeschlusses und eines Beweisabnahmebeschlusses, eine Beweiswürdigung der vorläufig einge- reichten Beweismittel vornehme. Damit ve runmögliche sie der Beschwerdeführe- rin, ihre Beweismittel zu den stritt igen Tatsachenbehauptungen abschliessend zu nennen (KG act. 1 RZ 15, RZ 59, RZ 61-67 sowie RZ 83, 99 f., 114, 124, 127, 140, 147, 166, 199, 201, 204, 207, 216, 223, 236, 244-246, 260, 280 und 288). 6.1 Diesen Nichtigkeitsg rund habe die Vorinstanz in Bezug auf folgende strittigen Sachverhalte gesetzt: a) Die Kausalität sei zwischen den Pa rteien strittig. Gleichwohl habe die Vorinstanz ohne Durchführung eines Bewei sverfahrens im Sinne der Beschwer- degegnerin entschieden und damit die von den Partei en in Form von Urkunden bereits beigebrachten Beweismittel gewürdigt (KG act. 1 RZ 59 und RZ 140). - 19 - b) Auch bei der Frage, ob die Hauptschalter der Beschwerdegegnerin Mängel aufweisen würden, handle es sich um eine rechtserhebliche und streitige Tatsache. Die Feststellungen der Vorinstanz, wonach die Hauptschalter der Be- schwerdegegnerin nicht mangelhaft seien, basiere auf der Würdigung von vorläu- fig eingereichten Beweismitteln, insbeso ndere des von der Beschwerdeführerin eingereichten E-Gutachtens sowie der v on der Beschwerdegegnerin eingereich- ten Berichte von D und der G und sei daher willkürlich. Diese würden sich aber zu den strittigen Problemkreisen, insbesondere den geltend gemachten Mängeln, der Verletzung der Schutznorm IP 57, dem Nichteinhalten der er forderlichen Kriech- strecke oder dem Störverhalten des Haupt schalters etc. gar nicht äussern (KG act. 1 RZ 61-67 und RZ 245). Die Vorinstanz gehe richtig davon aus, dass durch einen Isolator kein Strom fliessen dürfe (Urteil S. 11). Es sei unbes tritten und von der Vorinstanz auch so festgestellt (Urteil S. 13), dass im Vertik alisolator des Hauptschalters mehrere Störlichtbogen aufgetreten seie n. Würde die Vorinstanz diese beiden Aussagen („Es darf kein Strom fliessen“ und „Es ist aber Strom geflossen“) richtig kombinie- ren, müsste sie zwingend zum Schluss ko mmen, es liege ein Mangel vor (KG act. 1 RZ 88-91). Nachdem die von der Beschwerdeführ erin bei den Hauptschaltern geltend gemachten Mängel unabhängig vom konkret en Ereignis bestünden, sei es der Beschwerdegegnerin unbenommen, die Mängelfr eiheit bei einem beliebigen der 92 Hauptschalter begutachten zu lassen und daher die Feststellung der Vorin- stanz auf S. 25 des Urteils willkürlich (KG act. 1 RZ 244-249). Willkürlich und in Verletzung der Verhandlungsmaxime und der Begrün- dungspflicht ergangen sei auch die vorinst anzliche Feststellung, die von der Be- schwerdegegnerin an die Beschwerdeführer in gelieferten Hauptschalter würden sich nicht in dem Sinne als mangelha ft erweisen, dass der Wert oder die Taug- lichkeit der Hauptschalter zum voraus gesetzten Gebrauch auf gehoben oder er- heblich vermindert würden (KG act. 1 RZ 266-270). - 20 - c) Die Frage nach dem Ve rantwortungsbereich der verschiedenen Ursa- chen sei ebenfalls strittig. Während di e Beschwerdeführerin dargelegt habe, dass sämtliche Ursachen in den Verantwortung sbereich der Beschwerdegegnerin fie- len, bestreite diese dies (KG act. 1 RZ 83). d) Die Verletzung der Schutznorm IP 57 durch die Beschwerdegegnerin (KG act. 1 RZ 99-100, ferner RZ 244-246). e) Die Frage, wo die zugesicherte Kriechstrecke gemessen werden solle, sei zwischen den Parteien strittig. Diese Frage sei relevant, um beurteilen zu kön- nen, ob die Beschwerdegegnerin ihre Zusicherung eingehalten habe oder nicht. Gleichwohl habe die Vorins tanz über diese Frage kein Beweisverfahren durchge- führt, sondern sei der unzutreffenden Sa chdarstellung der Beschwerdegegnerin gefolgt, dass die Zusicherung einer Krie chstrecke von 573 mm nur im Aussenbe- reich gelte und nicht einfach pauschal auf den technisch hochsensiblen Innenbe- reich des Schalters übertragen werden könne (KG act. 1 RZ 113-114 und RZ 140, ferner RZ 244-246). f) Die Beschwerdegegnerin stelle si ch auf den Standpunkt, dass im In- nern des Vertikalisolator s der Verschmutzungsgrad PD 3 herrsche, während die Beschwerdeführerin detail liert dargelegt habe, weshalb mindestens der Ver- schmutzungsgrad PD3A vorliege. Die Vorinstanz folge stillschweigend der Sach- darstellung der Beschwerdegegnerin und komme zum nichtigen Schluss, dass der Vertikalisolator im inneren Bereich weitgehend gegen Verschmutzung und Feuchtigkeit resistent sei, weshalb eine Kriechstrecke von 315.5 mm normgerecht sei. Sie habe es zu Unrecht unterlassen, über den im Innern de s Vertikalisolators herrschenden Verschmutzungsgrad ein Be weisverfahren durchzuführen und sie genüge ihrer Begründungspflicht nicht, weil sie sich mit den Vorbringen der Be- schwerdeführerin, v.a. auch hinsichtlic h Unzulänglichkeit der von der Beschwer- degegnerin eingereichten Berichte, nicht aus einandersetze. Durch die fehlerhafte Interpretation der Parteigutachten mache die Vorinstanz eine willkürliche Beweis- würdigung resp. treffe willkürliche ta tsächliche Annahmen (KG act. 1 RZ 122-126 sowie RZ 128-131 und RZ 233). - 21 - g) Die Frage, ob das Pl asma durch die Öffnungen im Hauptschalter aus- getreten sei, sei strittig. Dabei handle es sich für die Vorinstanz um eine zur Beur- teilung der Mangelhaftigkeit relevante Tats ache. Die Vorinstanz gehe aber auch nicht auf die detaillierte Begründung der Beschwerdeführerin ein, weshalb das Plasma durch die Öffnungen im Hauptschalter ausgetreten sei und verletze damit die Begründungspflicht. Da die Vorinstanz, welche in ihrem Urteil durchwegs auf die Fachmeinungen des E, der D und der G abstelle, bei der Frage des Austritts- ortes des Plasmas ohne B egründung die Fachmeinung des E ignoriere, beruhe die Feststellung auf einer willkürlichen tatsächlichen Annahme (KG act. 1 RZ 143- 151, RZ 171-172). h) Die Beschwerdeführerin bestreite, dass die Abdeckhaube falsch mon- tiert gewesen sein solle. Die Vorinstanz stelle unter Verweis auf das erste E- Gutachten fest, dass die Abdeckhaube falsch montiert gewesen sei und eine di- rekte Verbindung zwischen der beanstand eten Montage zum Brandausbruch in Betracht gezogen werden müsse, statt ein Beweisverfahren durchzuführen. Wei- ter verletze die Vorinstanz damit die Begründungspflicht und die Feststellung ba- siere überdies auf einer aktenwidrigen tatsächlichen Annahme, weil die Ausfüh- rungen des zweiten E-Gutachtens, in dem der Gutachter feststelle, dass seine erste Aussage nicht zutreffe, gänzlich unb erücksichtigt blieben, womit die Vorin- stanz in Willkür verfalle. Überdies sei es willkürlich und verletze das Gebot der Gleichbehandlung, wenn di e Vorinstanz die von der Beschwerdegegnerin einge- reichten Parteigutachten bei der Beweis würdigung berücksichtige, das von der Beschwerdeführerin eingereichte zweite E-Gutachten aber unberücksichtigt lasse mit der aktenwidrigen und willkürlichen Begründung, es erübrige sich, darauf ein- zugehen, da dieses (...) lediglich die Au swirkungen einer allfälligen falschen Mon- tage der Abdeckhaube des Hauptschalters beschlage und diese Frage vorliegend nicht von entscheidender Bedeutung sei, wobei die Vorinstanz auf Seite 17 fest- stelle, dass die Abdeckhaube falsch montie rt gewesen sei (KG act. 1 RZ 165-170 sowie RZ 203-205, ferner RZ 250-254). i) Die Vorinstanz erwecke mit ih rem Abstützen auf das von der Be- schwerdeführerin erstellte Dokument „Abfolge der Ereignisse“ den Eindruck, dass - 22 - sämtliche in diesem Doku ment aufgelisteten Informa tionen den am 23. Mai 2002 handelnden Personen in dieser Form zu r Verfügung gestanden seien, obschon sie dies bestritten und darauf hingewiesen habe, dass dieses Dokument im Nach- hinein erstellt worden sei. Somit erfolge diese Feststellung ohne Durchführung ei- nes Beweisverfahrens und in Verletz ung der Begründungspflicht (KG act. 1 RZ 197-199). j) Auf Seite 17, Ziffer 4.1.4.2 fasse die Vorinstanz zwar lediglich Ausfüh- rungen des ersten E-Gutachtens zusamm en. Dadurch, dass sie anschliessend auf diese Aussagen Bezug neh me, mache sie sich diese zu Eigen und stelle die Ausführungen des E als fest stehend hin, obschon diese in verschiedener Form von der Beschwerdeführerin bestritten würden (KG act. 1 RZ 200-201). k) Die Beschwerdeführerin habe bestritten, dass das beim Klebstoff ver- wendete Material (Syncoll 444) leicht ent zündbar sei und dies mit einem separa- ten Prüfbericht nachgewies en. Die Vorinstanz stelle unter Bezugnahme auf das E-Gutachten fest, dass der Klebstoff Syncoll 444 als leicht entzündlich einzustu- fen sei und dieser die Brandentwicklung forciert und einen erheblichen Beitrag zum Brand geleistet habe, ohne über diese Frage ein Beweisverfahren durchzu- führen. Zudem habe sich die Vorinstanz nicht mit den Vorbringen der Beschwer- deführerin hinsichtlich des verwendeten Kl ebstoffes befasst, weshalb eine Verlet- zung der Begründungspflicht vorliege (KG act. 1 RZ 206-209). l) Die Vorinstanz stelle auf Seite 18 des Urteils fest, dass erst der dritte Kurzschluss für den Schaden verursachenden Brand ursächlich gewesen sei. Die Beschwerdeführerin habe detai lliert dargelegt, weshalb die ersten beiden Stör- lichtbogen für den Brand ursächlich gewesen seien und weshalb dem dritten Stör- lichtbogen keine eigenständi ge Bedeutung mehr zugekommen sei. Somit sei die Frage nach dem Zeitpunkt der Entstehung des Br andes strittig. Gleich verhalte es sich mit der Temperatur im Fahrgastr aum. Ohne auf die Ar gumentation der Be- schwerdeführerin einzugehen (womit auch die Begründungspflich t verletzt sei), wonach sich die Temperaturfühler im Bodenkanal des Spei sewagens befänden, weshalb ein Ansteigen der Temperatur im Fahrgastraum erst erfolgt sei, nachdem die Innendeckenverkleidung entfernt word en sei, komme die Vorinstanz zum - 23 - Schluss, dass die Temperatur ein Indiz für den Ausbruch des Brandes nach dem dritten Kurzschluss sei. Da sämtliche Ar gumente von der Vorinstanz durch das zweite E-Gutachten widerl egt würden, seien die Fest stellungen auch willkürlich und aktenwidrig (KG act. 1 RZ 214-220 und RZ 223-224, ferner RZ 250-254). m) Bei der Zusammenfassung der Auss agen der G führe die Vorinstanz aus: „Lediglich in Bezug auf die Dimensionierung der Federn, welche allerdings mit dem vorliegenden Fall in keiner Relation stehen , orteten die betreffenden Experten ein gewisses Verbesserungspotential“ (KG act. 2 S. 23; Hervorhebung durch den Parteivertrete r der Beschwerdeführerin). Die Aussage, wonach die Fehlerquelle der Dimensionierung der Fede rn mit dem vorliegenden Fall in keiner Relation stehe, finde sich im Bericht der G nicht. Die Vorinstanz übernehme hier eine Behauptung der Beschwe rdegegnerin, welche sie bestritten habe. Dabei handle es sich um eine aktenwidrige tats ächliche Annahme, we il die Vorinstanz den Bericht der G falsch wiedergebe, verletze aber auch die Begründungspflicht und sei ohne Beweisverfahren erfolgt. Über dies sei es willkürlich, eigene Aussa- gen als Aussagen von Experten darzustellen (KG act. 1 RZ 234-236). n) Die Vorinstanz stelle trotz der Bestreitung der Beschwerdeführerin fest, dass der von der Beschwerdegegnerin produzierte und weltweit eingesetzte Hauptschalter unbestrittenermassen w ährend den vergangenen rund 15 Jahren stets einwandfrei funktioniert habe. In diesem Zusammenhang rügt die Be- schwerdeführerin auch Aktenwidrigkeit re sp. Willkür der vorinstanzlichen Annah- me sowie eine Verletzung der Begrün dungspflicht (KG act. 1 RZ 185 sowie RZ 255-262 mit Wiederholung in RZ 271). o) Obschon die Beschwerdeführerin dargelegt habe, we shalb eine Vor- schädigung des Vertikalisolators ausge schlossen werden könne, komme die Vor- instanz zum Schluss, dass eine Vorschädig ung des Vertikalisolators als mögliche Ursache für das Versagen des Brandes und den späteren Brand in Frage komme (KG act. 1 RZ 279-280). p) Die Vorinstanz dürfe angesichts der Bestreitung der Beschwerdeführe- rin, dass Wartungsdefizite vorgelegen haben sollen, nicht ohne Durchführung ei-- 24 - nes Beweisverfahrens allfäl lige Wartungsdefizite als mög liche Ursache für einen Störlichtbogen in Betracht ziehen, ansonsten sie einen wesentlichen Verfahrens- grundsatz und überdies die Begründungspflicht verletze (KG act. 1 RZ 288). 6.2 a) Die Beschwerdegegenerin weist darauf hin, dass die Rüge, es sei kein Beweisverfahren durchgeführt worden, vom Kassationsgericht nicht zu hören sei (KG act. 11 ad RZ 61 ff. sowie RZ 3). Im Hinblick auf § 285 ZPO (oben II.2) ist daher vorab zu prüfen, ob auf die Rüge der Verletzung eines wesentlichen Ver- fahrensgrundsatzes durch unterlassenes Beweisverfahren eing etreten werden kann: Art. 8 ZGB gibt nach der bundesgeri chtlichen Rechtsprechung der beweis- pflichtigen Partei in allen Zivilstrei tigkeiten einen bundesrechtlichen Anspruch darauf, für rechtserhebliche Sachvorbringe n Beweis zu führen, wenn ihr Beweis- antrag nach Form und Inhalt den Vorschriften des kantonalen Rechts entspricht. Diese allgemeine Beweisvorschrift des Bundesrechts ist insbesondere dann ver- letzt, wenn der kantonale Richter Behaupt ungen einer Partei unbekümmert dar- um, dass sie von der Gegenpart ei bestritten worden sind, als richtig hinnimmt oder über rechtserhebliche Tatsachen ü berhaupt nicht Beweis führen lässt (ZR 106 Nr. 32 Erw. 2.3b; ZR 95 Nr. 73 Erw. b/aa; vgl. auch BGE 126 III 315 Erw. 4.a und 130 III 321 Erw. 3.4). Art. 8 ZGB ist gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung überdies verletzt, wenn der Richter taugliche und formgültig be- antragte Beweise zu rechtserheblichen Tatsachen nicht abnimmt, obwohl er die Sachvorbringen dazu weder als erstellt noc h als widerlegt erachtet. Entsprechen- de Rügen sind vor Bundesgericht vorzubr ingen. Demgegenüber ist in Art. 8 ZGB nicht geregelt, wie der Sachverhalt abzuklä ren bzw. Beweise zu würdigen sind. Art. 8 ZGB wird sodann nicht tangiert, wenn das kantonale Gericht ein Beweisan- gebot aufgrund antizipierter Beweiswü rdigung verwirft (BGer 4C.8/2002 vom 03.05.2002, Erw. 1.2). Let ztere Fragen können im Rahmen der Nichtigkeitsbe- schwerde geprüft werden. Da die Vorinstanz vorliegend in Würdigung vorläufig eingereichter Beweismittel geurteilt hat, st eht einem Eintreten auf die Rüge nach dem vorstehend Gesagten nichts im Wege. Gemäss § 133 ZPO ist über rechtserhebliche strittige Tatsachen ein Be- weisverfahren durchzuführen, wobei die Parteien zunächst mittels Beweisaufla-- 25 - gebeschluss aufzufordern sind, ihre Be weismittel zu nennen (§ 136 ZPO). Die Vorschrift von § 113 ZPO, wonach die Beweis mittel bereits im Hauptverfahren zu nennen sind, stellt im ordentlichen Verf ahren lediglich eine Ordnungsvorschrift dar, so dass deren allfällige Missachtung am Anspruch auf Beweisauflage nichts zu ändern vermöchte (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 18 zu § 113 ZPO und N 1 zu § 136 ZPO). Weil die Parteien im or dentlichen Verfahren also keinen Rechts- verlust zu befürchten haben, wenn sie ihre Beweismittel nicht bereits im Rahmen des Hauptverfahrens nennen, kann der Richter vor Eingang der Beweisantre- tungsschriften gar nicht abschliessend wissen, welche Beweismittel überhaupt ins Feld geführt werden. Ohne Kenntnis derselben kann aber auch deren Beweiskraft nicht gewürdigt werden, weshalb es ni cht angeht, einen umstrittenen Sachverhalt vor diesem Zeitpunkt im Sinne einer antiz ipierten Beweiswürdigung bereits auf- grund eines im Hauptverf ahren genannten Beweismittels abschliessend zu beur- teilen. Anders verhält es sich nur dann, wenn feststeht, dass eine behauptete Tat- sache objektiv gar nicht mehr bewiesen we rden kann (vgl. ZR 95 Nr. 73 Erw. c; RB 2004 Nr. 96). Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs um fasst auch den Anspruch auf Be- rücksichtigung der rechtzeitig und formri chtig gestellten Beweisanträge. Das be- deutet aber nicht, dass sämtliche angebot enen Beweise vom Richter abgenom- men werden müssen. Auf eine Beweisabnahme kann dann verzichtet werden, wenn das Beweismittel als solches untaug lich ist, wenn bereits feststehende Tat- sachen (noch einmal) bewiesen werden so llen, wenn im vornherein gewiss ist, dass der offerierte Beweis aus mate riellrechtlichen Gründen unerheblich oder prozessrechtlich unzulässig ist oder wenn er wegen Offenkundigkeit einer Tatsa- che nicht nötig ist (vgl. Guldener, Schweize risches Zivilprozessrecht, 3.A., Zürich 1979, S. 321; Frank/Sträuli/ Messmer, a.a.O., N 3 ff. zu § 140). Nach der bundes- gerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 4 aBV (v gl. jetzt Art. 9 und 29 Abs. 2 BV) ist die antizipierte (vorweggenommene) Beweis würdigung in beschränktem Umfang zulässig; der Richter darf danach das Be weisverfahren schliessen, wenn er den Sachverhalt für genügend geklärt erachtet , d.h. wenn er aufgrund bereits abge- nommener Beweise davon überzeugt ist, dass über die erheblichen Tatsachen kein zusätzlicher Beweis mehr geführt zu werden braucht. Das Bundesgericht - 26 - überprüfte dabei im Rahmen der staatsrechtlichen Beschw erde nur, ob der Rich- ter ohne Willkür annehmen durfte, die weit eren Beweise könnten am feststehen- den Beweisergebnis nichts ändern (BGE 1 22 III 223/24). Auch Art. 6 EMRK steht einer solchen antizipierten Beweiswürd igung durch den Richter grundsätzlich nicht entgegen (vgl. BGE 125 I 135; ferner G. Walter, Das Recht auf Beweis im Lichte der EMRK und der Bundesverfassung, ZBJV 1991, S. 316 ff., 319 mit Bei- spielen). Nach der Praxis des Kassationsgeric htes ist die vorweggenommene Be- weiswürdigung zulässig, wenn mit Sich erheit gesagt werden kann, dass die Ab- nahme des Beweismittels auch dann an der richterlichen Überzeugung nichts mehr ändern könnte, wenn ihr Ergebnis die vom Beschwerdeführer aufgestellte Behauptung stützen würde (ZR 87 Nr. 125, Erw. 4a; RB 1999 Nr. 87, 1985 Nr. 54; von Rechenberg, a.a.O., S. 42; Frank/S träuli/Messmer, a.a.O., N 4 zu § 140 ZPO). Dabei wird auch vom Kassationsgeric ht die antizipierte Beweiswürdigung des Sachrichters nicht frei, sondern – im Rahmen von § 281 Zi ff. 2 ZPO – allein auf ihre Vertretbarkeit hin überprüft, mit anderen Worten darauf, ob die sachrich- terliche Annahme der Gewissheit willkürlic h ist oder nicht (von Rechenberg, a.a.O., S. 42). b) aa) Die Vorinstanz hat die v on den Parteien im H auptverfahren einge- reichten Beweismittel, v.a. Gutachten des E, der D sowie der G, vorläufig gewür- digt und ist dabei zum Schluss gekomm en, dass aufgrund der diversen Fachmei- nungen davon auszugehen sei, dass die Isolationsminderung und der Brand nicht durch die angeblich fehlerhafte (nach unten offene) Konstruktion des Schalters verursacht worden seien (KG act. 2 S. 24 Erw. 4.1.5.1, S. 27 Erw. 4.1.7 sowie S. 31). Indem sie der Beschwerdeführerin keine Gelegenheit gab, ihre Beweismit- tel zur von ihr geltend gemachten, bestrittenen Kausalkette hinsichtlich des Bran- des in einem Beweisverfahren zu nennen, hat sie einen wesentlichen Verfahrens- grundsatz verletzt. Zwar begr ündet die Vorinstanz, dass von der Einholung eines erneuten Gutachtens zufolge der Entsorgun g des defekten Y-Schalters durch die Beschwerdeführerin unmittelbar nach Beendigung der seiten s des E durchgeführ- ten Untersuchungen abzusehen sei, weil - selbst nach der Überzeugung der Be-- 27 - schwerdeführerin, welche die Vernichtung damit begründet habe, dass keine wei- teren Informationen mehr aus dem Schalter hätten her ausgeholt werden können, als dies der E in seinem Gutachten bereits getan habe, - mit keinen neuen Er- kenntnissen bezüglich der fraglichen Brandursache mehr zu rechnen sei (KG act. 2 S. 25 ff., Erw. 4.1.5.2). Die Vo rinstanz kann jedoch vor Erlass eines Be- weisauflagebeschlusses zu den stritti gen, relevanten Tatsachenbehauptungen gar nicht wissen, welche Beweismittel die Parteien bezeichnen. So stellt denn ei- ne Expertise lediglich eines von mehreren Beweismitteln dar und ist nicht ausge- schlossen, dass die Beschwerdeführerin andere Beweismittel bezeichnen würde zur Untermauerung ihrer Darstellung des K ausalverlaufs (z.B. sachverständige Zeugen, insbesondere solche, welche den vernichteten Schalter untersucht ha- ben). Weshalb eine Expertise hinsichtlic h der strittigen und entscheidrelevanten Behauptungen sodann nicht an einem der weitern 92 Hauptschalter des gleichen Typs wie des vom Brand betroffenen soll du rchgeführt werden können, ist nicht ersichtlich und wird von der Vorinstanz nicht begründet. Nach dem Gesagten führt dies zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids in diesem Punkt. bb) Ebenfalls gestützt auf die vors tehend unter III.6.2.b/aa genannten vor- läufig eingereichten Beweismittel ist die Vorinstanz zum Schluss gekommen, dass es keine konkreten Anhaltspunkte dafür gebe, dass die Konstruktion als mangel- haft einzustufen sei (KG act. 2 S. 24) re sp. (KG act. 2 S. 26) dass ein Mangel (fehlerhafte Konstruktion) klar zu ver neinen sei und nicht von einer fehlerhaften Konstruktion ausgegangen werden könne (KG act. 2 S. 27 Erw. 4. 1.7) bzw. dass vor diesem Hintergrund auch für die von der Beschwerdeführerin verlangte Nach- besserung bzw. Ersatzvo rnahme die erforderliche Grundlage fehle (KG act. 2 S. 32 Erw. 5.1). Da diese Schlüsse ebenfalls ohne Durchf ührung eines Beweis- verfahrens zur nach Ansicht der Beschwe rdeführerin mangelhaften, nach unten offenen Konstruktion des Schalters gez ogen wurden, vermögen sie vor § 281 Ziff. 1 ZPO i.V.m. § 133 ZPO nicht zu best ehen. Damit erübrigt sich die Prüfung der Willkürrügen sowie der Rügen der Ve rletzung der Verhandlungsmaxime und Begründungspflicht (KG act. 1 RZ 88-91, RZ 247-249 und KG act. 1 RZ 266-270). - 28 - cc) Wenn die Vorinstanz schon zum Sc hluss kam, die Ursache des Brandes sei völlig offen (vgl. KG act. 2 S. 26 Erw. 4.1.5.2), erachtete si e es offensichtlich als irrelevant, in wessen Verantwortungsbereich die möglichen Ursachen fallen. Die diesbezügliche Rüge der Beschwerdeführ erin geht daher fehl, denn ein Be- weisverfahren ist lediglich über strittige und relevante Tatsachen durchzuführen. dd) Ob die Schutznorm IP 57 durch die Hauptschalter der Beschwerdegeg- nerin verletzt sei, ist nicht eine Ta tsachenbehauptung. Dazu wären die Tatsa- chenbehauptungen anzuführen, aus denen sich ergäbe, dass die Schutznorm IP 57 verletzt sein könnte. Dies unterlässt die Beschwerdeführerin. Ihre Rüge geht fehl, denn es kann keinen Beweissatz geben, „dass die Hauptschalter der Be- schwerdegegnerin die Schutznorm IP 57 verletzen“. ee) Entgegen der Auffassung der Besc hwerdeführerin (vgl. KG act. 1 RZ 140) hat ein Gericht über die Relevanz einer Behauptung kein Beweisverfah- ren durchzuführen. Es verstellt di ejenigen strittigen Tatsachenbehauptungen zum Beweis, welche es für seine Entscheidf indung als erheblich er achtet. Die Rüge der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz hät te über die Relevanz der Zusicherung einer Kriechstrecke von 573 mm ein Be weisverfahren durchführen müssen, geht demnach fehl. Dasselbe gilt hinsichtlich der divergierenden Auffassungen der Par- teien, wo die Kriechstrecke zu messen sei (vgl. KG act. 1 RZ 114), handelt es sich doch dabei nicht um zum Beweis verstellbare Tatsachenbehauptungen. ff) Die Vorinstanz führt auf Seite 29 des angefochtenen Entscheides aus, die normgerechte Einhaltung der Kriechstreckenlänge hänge anerkanntermassen vom im Innern des Vertikalisolators herrschenden Verschmutzungsgrad ab. Ohne ein Beweisverfahren über die strittige Tatsache des darin bestehenden Ver- schmutzungsgrades durchzuführen, kommt sie gestützt auf die Ergebnisse der D zum Schluss, dass der Vertikalisolator im inneren Bereich weitgehend gegen Ver- schmutzung und Feuchtigkeit resistent sei (K G act. 2 S. 29, zweiter Abschnitt). Damit verletzt sie den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Durchführung eines Beweisverfahrens, was ebenfalls zur Au fhebung des angefocht enen Entscheides führt. Damit erübrigt sich jedoch die Prüfung der im selben Zusammenhang erho-- 29 - benen Rügen der Verletzung der Begründungspflicht so wie der willkürlichen tat- sächlichen Annahme resp. Beweiswürdigung. gg) Da nach der Darstellung der Beschwerdeführerin zum Kausalverlauf Austritt von Plasma durch die Öffnung unten für den Brand mitursächlich war, hat die Vorinstanz einen wesentlichen Verfahrensgrundsatz verletzt, indem sie auf Seite 19 des angefochtenen Entscheides au sführt, wenn effektiv heisses Plasma durch die betreffenden Öffnungen ins Wageninnere ausgetreten sein würde, hätte es im unteren Bereich des Schalters in Anbetracht der sehr grossen Hitze aller Voraussicht nach bedeutend grössere Beschädigungen geben müssen (KG act. 2 S. 19), ohne der Beschwerdeführerin Ge legenheit zu geben, zu dieser Behaup- tung ihre Beweismittel zu nennen. Es kann auf die vo rstehend unter III.6.2b/aa gemachten Ausführungen verw iesen werden. Die Prüfung der in diesem Kontext weiter erhobenen Rügen der Verletzung der Begründungspflicht und willkürlichen tatsächlichen Annahme erübrigt sich. hh) Die Vorinstanz führt auf Seite 26 des angefochtenen Entscheides aus, diese Fragen (u.a. allfällig falsche Montage der Abdeckhaube) seien vorliegend insofern nicht von entscheidender Bedeutung, als davon auszugehen sei, dass es zahlreiche mögliche Ursachen gebe, die geeignet seien, den entstandenen Scha- den herbeizuführen (KG act. 2 S. 26 2. Abschni tt). Allerdings führt die Vorinstanz auf Seite 17 unten f. im Anschluss an di e in Erw. 4.1.4.1 wiedergegebenen, vom E genannten möglichen Ursachen (KG act. 2 S. 15 ff.) aus: „ Dazu kommt , dass das E-Gutachten ausdrücklich festhält, dass das Blechgehäuse für den Unterbau des Hauptschalters entweder falsch montie rt worden sei oder (...). Damit würden sich Defizite bezüglich des ordnungsgemä ssen Zustandes sowie der Betriebsver- hältnisse des Schalters ergeben, was wied erum eine Vielzahl von Möglichkeiten und Gründe beinhalten könne, wobei sich die einzelne n Ursachen aufgrund des Brandverlaufs nicht umfass end rekonstruieren liessen “ (KG act. 2 S. 17 f., Her- vorhebung durch das Kassationsgericht) und weist auf Seite 20 erneut darauf hin, dass im Gutachten sogar eine direkt e Verbindung der beanstandeten Montage (Schalter nicht bündig an Grundplatte m ontiert) zum Brandausbruch in Betracht gezogen werde (KG act. 2 S. 20 oben). Inso fern hat die Vori nstanz auf diesen - 30 - Umstand doch abgestellt, allerdings lediglich im Sinne einer Eventual- resp. Alter- nativbegründung (wie sich aus dem „Dazu kommt“ ergibt). Stützt sich ein Entscheid auf mehr ere selbständige Begründungen, kann nach langjähriger Praxis des Kassationsger ichts eine Nichtigkeitsbeschwerde nur dann zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führen, wenn damit sämtliche den Entscheid selbständig tragenden Begründungen zu Fall gebracht werden. Die Beschwerde kann also nicht durchdringen, wenn sich auch nur eine der verschie- denen Argumentationen als una nfechtbar erweist oder – als Folge des im Be- schwerdeverfahren geltenden Rügeprinzips – die Besch werde sich nur gegen einzelne der verschiedenen Begründungen rich tet. Diesfalls bleibt der angefoch- tene Entscheid nämlich jedenfalls gestütz t auf die erfolglos bemängelte oder un- angefochten gebliebene Begr ündung bestehen und tritt das Kassationsgericht – abgesehen von denjenigen Fällen, in denen eine der Prüfung durch das Kassati- onsgericht entzogene Alternativbegründu ng bereits beim Bundesgericht ange- fochten worden ist oder noch angefochten werden könnte – mangels Rechts- schutzinteresses auf eine Beschwerde, di e sich lediglich gegen eine von mehre- ren selbständigen Be gründungen richtet, nicht ein (vgl. von Rechenberg, a.a.O., S. 24; Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 1 zu § 291 ZPO; ZR 107 Nr. 76). Zwar beanstandet die Beschwerdeführer in auch die Hauptbegründung der Vorinstanz in Erwägung 4. 1.4.1, jedoch ohne Erfolg (vgl. nachstehend III.7.2). Damit besteht kein Interesse der Beschwerdeführerin an der Pr üfung ihrer Rügen in Zusammenhang mit der Feststellung eine r allfällig falschen Montage der Ab- deckplatte. ii) Bei der Wiedergabe der von der Beschwerdeführerin erstellten zeitlichen Abfolge der Ereignisse handelt es sich nicht um eine (von der Beschwerdegegne- rin) bestrittene, relevante Tatsachenbehauptung. Daher geht di e Rüge betreffend unterlassenem Beweisverfahren genauso fehl wie die Rüge der Verletzung der Begründungspflicht, da die Vorinstanz den von der Beschwerdeführerin erwähn- ten Eindruck nicht erweckt. - 31 - jj) Auf die Rüge betreffend Abstellen auf Aussagen des E ist gestützt auf § 288 Abs. 1 Ziff. 3 ZPO nicht einzutreten, da die Beschwerdeführerin dabei nicht ausführt, hinsichtlich welcher zwisc hen den Parteien strittigen Tatsachenbehaup- tungen die Vorinstanz auf das E-Gutachten abstelle (oben II.1). kk) Indem die Vorinstanz auf Seite 18 des Urteils im Anschluss an die Wie- dergabe der Erkenntnisse aus dem E-Gutachten, wonach der nachträglich im Zu- sammenhang mit der Schalldämmung angebrac hte Klebstoff Syncoll 444 als leichtentzündlich einzustufen sei und dieser Klebstoff somit die Brandentwicklung forciert und einen erheblichen Beitrag zum Brandschaden geleistet habe, aus- führt, es sei unbestritten, dass die Besch werdeführerin den Klebstoff Syncoll 444 verwendet habe bei der Unterlegung mit Weichschaumstoff zur Lärmeindämmung (KG act. 2 S. 18), stellt sie implizite fe st, dass die Beschwerdeführerin durch Ver- wendung des Klebstoffes Syncoll 444 ein en erheblichen Beitrag zum Brandscha- den geleistet habe und verletzt dabei den Anspruch der Beschwerdeführerin zu ihrer Bestreitung, dass es sich beim Klebstoff Syncoll 444 um leicht entzündliches Material handle, Beweismittel zu nennen. Die Rüge der Verletzung der Begrün- dungspflicht braucht unter diesen Umständen nicht geprüft zu werden. ll) Entgegen der Darstellung der Beschwe rdeführerin in RZ 214 und RZ 251 der Beschwerde macht die Vorinstanz auf Seite 18 des Urteils keine Feststellung, wonach erst der dritte Kurzschluss für den Schaden verursachenden Brand ur- sächlich gewesen sei. Sie führt an de r angegebenen Stelle aus, aufgrund der Spurenlage sei davon auszugehen, dass am Leistungsschalter zuerst ein elektri- scher Fehler aufgetreten sei, der erst in späterer, ze itlicher Folge zu einem ent- sprechend „energiereicheren“ Brand geführt habe. Die Spuren des Initialbrandes bzw. der elektrischen Fehlerleistung seien somit von den Brandspuren eines zeit- lich weitaus später einsetzenden Sekundärbrandes überl agert worden. Eine zwei- felsfreie Nachweisführung bezüglich des tatsächlichen Brandverlaufs sei aber aufgrund der Zerstörungen nicht mehr mö glich (KG act. 2 S. 18). Damit gehen sämtliche Rügen der Beschwerdeführerin hinsichtlich Zeitpunkts der Brandentste- hung resp. Temperatur im Fahrgastraum am angefochtenen Entscheid vorbei und damit fehl. - 32 - mm) Wie die Beschwerdeführerin zutreffend ausführt, findet sich im Bericht der G auf Seite 12, auf den die Vorinstanz bei ihren Ausführungen auf Seite 23 lit. c) verweist, in der Tat nirgends eine Aussage, wonach die Dimensionierung der Federn mit dem vorliegenden Fall in kei ner Relation stünde (HG act. 9/10 S. 12). Die entsprechende Passage im Urteil (KG act. 2 S. 23 unter lit. c) vermag daher vor § 281 Ziff. 2 ZPO nicht zu bestehen. Da mit erübrigt sich aber die Prüfung der von der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit dieser Feststellung weiter ge- rügten Nichtigkeitsgründe. nn) In RZ 350 ihrer Replik (HG act. 31) führt die Beschwerdeführerin folgen- des aus: „ Bei einem Produkt, welches mindest ens sieben Mängel aufweist (Rz 329) kann kaum von einem seit 15 Jahren einwandfre i funktionierendem Produkt gesprochen werden. Kommt hi nzu, dass der Y neben dieser Mängel auch schon in seiner Funktion „Schalten“ versagt hat. Ausserdem offenbaren die Hilfskontakte des Y Schwächen “. Die Feststellung der Vorinst anz auf Seite 26 Erw. 4.1.6 des angefochtenen Entscheides, wonach der von der Beklagten produzierte und weltweit eingesetzte Schalter unbestrittenermassen während den vergangenen rund 15 Jahren stets einwandrei funktionierte, ist aktenwidrig, bezeichnet sie doch eine von der Beschwerdeführerin bes trittene Behauptung der Beschwerdegegne- rin als unbestritten (vgl. oben III.2a). Dies hat die Gutheissung der Beschwerde in diesem Punkt zur Folge. Damit erübrigt sich die Prüfung der weitern von der Be- schwerdeführerin hinsichtlich dieser Annahme gerügten Nichtigkeitsgründe (will- kürliche tatsächliche Annahme, Verletzung der Begründungspflicht, unterlassenes Beweisverfahren, KG act. 1 RZ 185 und RZ 255-260). oo) Die Rüge der Verletzung eines we sentlichen Verfahrensgrundsatzes, in- dem die Vorinstanz trotz gegenteiliger beschwerdeführerischer Darlegungen zum Schluss gelange, dass eine Vo rschädigung des Vertikalisolators als mögliche Ur- sache für das Versagen des Schalter s und den späteren Brand in Frage komme, geht fehl. Die Vorinstanz hat eine solc he Annahme gar nicht getroffen, sondern lediglich wiedergegeben, was das E-Gutachten als möglic he Fehlerszenarien, die zum sich präsentierenden Schadensbild geführt haben könnten, schildert (KG act. 2 S. 17 Erw. 4.1.4.2 erster Absatz). - 33 - pp) Am angefochtenen Entscheid vorbei geht die Rüge der Verletzung eines wesentlichen Verfahrensgrundsatzes (Begr ündungspflicht sowie Unterlassung ei- nes Beweisverfahrens) indem die Vorinstanz trotz beschwerdeführerischer Bestreitung allfällige Wartungsdefizite als mögliche Ursache für einen Störlichtbo- gen in Betracht ziehe. Die Vorinstanz hat eine solche Annahme gar nicht getrof- fen, sondern lediglich wiedergegeben, was das E-Gutachten als mögliche Gründe für eine verminderte Isolationsfestigkeit aufzählt und im Einzelnen ausführt (KG act. 2 S. 15 f., v.a. S. 16 lit. d). 7. In einem zweiten Teil ihrer Nich tigkeitsbeschwerde wirft die Beschwer- deführerin der Vorinstanz unter dem Titel „A. Nichtigkeitsgründe im Zusammen- hang mit den Ursachen für das Auftreten eines Störlichtbogens“ willkürliche resp. aktenwidrige tatsächliche Annahmen und die Verletzung der Begründungspflicht vor (KG act. 1 RZ 73-84 mit Verweis auf RZ 278-289 in Anhang I). Zum wieder- holten Vorwurf des unterlassenen Beweisve rfahrens (KG act. 1 RZ 83) siehe vor- stehend III.6.2b/cc. 7.1 a) Zur Begründung führt die Beschwerdeführerin einmal aus, rein for- mell betrachtet treffe die Vorinstanz keine eigenen Feststellungen über die für das Versagen der Funktion „Isolieren“ in Frage kommenden Ursachen, mache sich aber die Ausführungen des E zu Eigen, sodass die Aussagen so zu behandeln seien, wie wenn sie die Vorinstanz selber getroffen hätte (KG act. 1 RZ 73-74 und RZ 278). Obschon die Beschwerdeführerin dargelegt habe, da ss und weshalb ei- ne Vorschädigung des Vertik alisolators ausgeschlossen werden könne, befasse sich die Vorinstanz nicht mit diesen Argumenten, sondern komme zum Schluss, dass eine Vorschädigung des Vertikalisolat ors als mögliche Ursache für das Ver- sagen des Schalters und den späteren Br and in Frage komme, womit sie die Be- gründungspflicht verletze. Die Vorinstanz sei diesbezüglich selber unschlüssig. Nur einige Seiten später ( auf Seite 24) stelle sie nämlich selber fest, dass eine Vorschädigung des Schalters extrem unw ahrscheinlich sei. Wenn nun die Vorin- stanz selbst bereits Zweifel darüber habe, ob diese Ursache in Frage komme und gleichwohl kein Beweisverfahren durchführ e, verhalte sie sich willkürlich (KG act. 1 RZ 279-282). - 34 - b) Die Beschwerdeführerin gibt sodann Ausführungen in ihrer Replik zu verschiedenen in den Ver antwortungsbereich der Besch werdegegnerin fallenden möglicher Ursachen wieder, welche die Vo rinstanz ausser Acht lasse und damit die Begründungspflicht verl etze. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach mehrere Ursachen in Frage kämen, und die Konstruk tion des Hauptschalters nicht mangelhaft sei, sei deshalb willkürli ch (KG act. 1 RZ 282-286 sowie RZ 289 mit Wiederholung in RZ 79-82). c) Die Ausführung der Vorinstanz auf Seite 16 lit. d, wonach diverse War- tungsarbeiten nicht oder nur unzureichend dur chgeführt worden seien, sei akten- widrig und werde vom E in dieser Form nicht gemacht, so die Beschwerdeführerin weiter (KG act. 1 RZ 287). d) Ferner beanstandet di e Beschwerdeführerin folgende Feststellungen der Vorinstanz: „ Was letztlich genau zum Vers agen des Schalters und zum Brandausbruch geführt hat, ist unklar. Nach den im Wesentlichen übereinstim- menden Ansichten von E, D und G kommen dafür wie gesehen [...] diverse mögli- che Ursachen in Betracht. Welche dieser Ursachen im vorli egend zu beurteilen- den Schadensfall jedoch im Einzelnen welc he Rolle gespielt haben, lässt sich gemäss der Auffassung der Experten im Na chhinein nicht mehr mit der nötigen Sicherheit feststellen“ (KG act. 2 S. 24 Erw. 4.1.5.1) sowie in KG act. 2 S. 26 „Mit Bezug auf sämtliche in Betracht fallen den Ursachen fehlen aber gesicherte Er- kenntnisse, so dass letztlich völlig off en bleibt, was genau die Verursachung des Brandes und den daraus resu ltierenden Schaden bewirkt hat “. Falls die Vorin- stanz aussagen wolle, dass neben Feuchtig keit und Verschmutzung noch andere Ursachen vorliegen könnten, beruhe eine solche Auss age auf willkürlichen tat- sächlichen Annahmen, weil sie – naturwissenschaftlich betrachtet – falsch sei, denn alle denkbaren Ursachen führten dazu, dass es letztlich zu Feuchtigkeit und Verschmutzung im Vertikalisolator gek ommen sei, da das Vorhandensein von Feuchtigkeit und Verschmutzung zwingend sei für das Auftreten eines Störlicht- bogens (KG act. 1 RZ 76-78). 7.2 a) Entgegen der Dars tellung der Beschwerdeführer in hat sich die Vor- instanz nicht die Ausführungen des E zu Eigen gemacht, sondern auf Seite 17 le-- 35 - diglich wiedergegeben, was das E-Gutacht en als mögliche Fehlerszenarien, die zum sich präsentierenden Schadensbild geführt haben könnten, schildert (KG act. 2 S. 17 Erw. 4.1.4.2 erster Absatz; vgl. schon vorstehend II.6.2.b/oo). Die Be- schwerdeführerin geht bereits von einer falschen Prämisse aus. Sodann weist die Vorinstanz auf Seite 24 des Urteils explizit auf die Ausführungen der Beschwerde- führerin dazu, dass eine Vorbeschädigung des Schalters extrem unwahrscheinlich sei, da es sich beim Vertik alisolator um einen Isolator handle, der auf eine Stütz- funktion ausgelegt sei und bis zum Vorfall im Bahnhof Genf seine Funktion ein- wandfrei erfüllt habe, hin (KG act. 2 S. 24 Erw. 4.1.5.1), sodass die Rüge der un- genügenden Begründung auch aus diesem Gr unde fehlgeht, soweit eine Prüfung derselben überhaupt möglich is t, da es die Beschwerdeführerin unterlässt, die Vorbringen anzuführen, mit denen sich die Vorinstanz angeblich nicht befasst ha- ben soll. Da es somit nicht zutrifft, dass di e Vorinstanz „selber unschlüssig“ wäre, ist auch der Willkürrüge von vorneherein der Boden entzogen. b) Die Rüge der Verletzung der Begr ündungspflicht ginge fehl, denn für die Vorinstanz war der Ver antwortungsbereich der ver schiedenen Ursachen und da- mit auch die dazugehörigen Au sführungen nicht relevant (KG act. 2 S. 26 Erw. 4.1.5.2; vgl. auch vorne Erw. II I.6.2a sowie III.6.2b/cc). Ob zu Recht oder nicht, ist eine der Überprüfung des Kassationsgerichts entzogene Frage der rich- tigen Anwendung des Bundesrechts. Die Rü ge der Verletzung der Begründungs- pflicht läuft denn vorliegend auch auf die Rüge der nicht richtigen Anwendung des Rechts hinaus, sodass darauf nicht eingetre ten werden kann (vgl. vorne III.1.2a) sowie II.2). Auf die Willkürrüge kann m angels genügender Begründung derselben (vgl. oben II.1) nicht eingetreten werden. c) Auf die Aktenwidrigkeitsrüge is t in Anwendung von § 288 Abs. 1 Ziff. 3 ZPO nicht einzutreten, da die Beschwerdef ührerin weder die Ak tenstelle angibt, wo der E andere Ausführungen als von der Vorinstanz wiedergegeben gemacht haben soll, noch den Wortlaut derselben (vgl. auch oben II.1). d) Die Willkürrüge der Beschwerdef ührerin geht am angefochtenen Ent- scheid vorbei. Die beanstandeten Urteils passagen beziehen sich auf Ursachen des Brandes und enthalten keine Aussage, wonach nebst Feuchtigkeit und Ver-- 36 - schmutzung im Vertikalisolator andere Ursa chen für das Auftreten von Störlicht- bogen in Frage kämen. Jedenfalls zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf, dass dem so wäre, weshalb auf die Will kürrüge mangels genüg ender Begründung schon nicht einzutreten ist (vgl. oben II.1). 8. Weiter wirft die Beschwerdeführerin der Vorinstanz eine Verletzung der Verhandlungsmaxime vor (KG act. 1 RZ 93-98). 8.1 Diese erblickt die Beschwerdeführerin im Umstand, dass sie präzise dargelegt habe, dass der Vert ikalisolator des Hauptschalters die Schutznorm IP 57 nicht erfülle. Die Beschwerdegegnerin verstricke sich diesbezüglich in Wi- dersprüche. Zwar halte sie auf der einen Seite fest, dass ihre Schalter alle ein- schlägigen Normen erfüllen, andererseits gestehe sie ein, dass es zu Verschmut- zung und Feuchtigkeit im Vertikalisolator kommen könne. Zweitere Aussage wer- de auch durch ein Parteigutachten der Beschwerdegegnerin be stätigt. Damit ge- stehe die Beschwerdegegnerin ein, dass ihre Hauptschalter die Schutznorm IP 57 nicht erfüllen würden. Mit ihrer Festste llung, die Hauptschalter der Beschwerde- gegnerin seien mängelfrei, verletze di e Vorinstanz die Verhandlungsmaxime. Selbst wenn die Vorinstanz die Ausf ührungen der Beschwer degegnerin nicht als Zugeständnis hätte werten wollen, so hätte sie zumindest der Frage nachgehen müssen, ob die Beschwerdegegnerin die Ve rletzung der Schutznorm IP 57 tat- sächlich rechtsgenügend und substanziiert bestritten habe (KG act. 1 RZ 93-98). 8.2 a) Die Verhandlungsma xime besagt, dass das Gericht seinem Verfah- ren nur behauptete Tatsachen zugrunde legen darf (§ 54 Abs. 1 ZPO). b) Die Beschwerdeführerin selber f ührt die Bestreitung der Beschwerdegeg- nerin hinsichtlich Verletzung Schutznorm IP 57 an. Ausserdem behauptet sie sel- ber in RZ 99-100 sowie RZ 245 ihrer Beschwerde, bei „Verletzung Schutznorm IP 57“ handle es sich um eine strittige Tatsachenbehauptung. Damit widerlegt die Beschwerdeführerin ihre Rüge gleich se lbst. Abgesehen davon handelt es sich bei „Schutznorm IP 57 verletzt“ gar nicht um eine Tatsachenbehauptung, die durch unterlassene Bestreitung anerkannt werden könnte und wodurch die Vorin-- 37 - stanz bei Nichtberücksichtigung einer solchen Anerkennung di e Verhandlungs- maxime verletzen könnte (vgl. schon vorne III.6.2b/dd). 9. Die Feststellungen hinsichtlich der Schutznorm IP 57 „ Diese Schutz- norm definiert den Schutzgrad betreffend der äusseren Einflüsse [...] und be- zweckt die Verhinderung des schädlichen Eindringens von Schmutz und Feuch- tigkeit in (sensible) elektronische Geräte (vgl. act. 9/4 S. 1-3) “ sowie „Gemäss Zif- fer 13.5.2. der IEC-Norm 60529, von welcher die Schutznorm IP 57 herrührt, darf namentlich kein übermässiger Kriechw eg entstehen (act. 4/22 S. 21 und S. 49) “ sind nach Ansicht der Beschwe rdeführerin mit dem Nicht igkeitsgrund der akten- widrigen tatsächlichen Annahme behaftet (KG act. 1 RZ 106-109). 9.1 Der Begriff „sensible elektronisc he Geräte“ finde sich nicht in HG act. 9/4. Die Schutznorm IP 57 gelte nicht nur für sensible elektronische Geräte. Auch das Wort „übermässig“ finde sich im englischen Text (HG act. 4/22 S. 49) nicht. Bei der Zusicherung der Schutzno rm IP 57 dürfe überhaupt kein Kriechweg entstehen, so die Begründung der Beschwerdeführerin (KG act. 1 RZ 106-109). 9.2 Auf die Aktenwidrigkeitsrügen ist gestützt auf § 281 ZPO i.V.m. § 51 ZPO nicht einzutreten, da die Beschwerdef ührerin nicht aufzeigt, inwiefern sich die beanstandeten Feststellungen zu ihre m Nachteil ausgewirkt hätten und dies ist angesichts der Tatsache, dass die Vorins tanz nicht feststellt, dass die Schutz- norm IP 57 bloss für sensible elektronisc he Geräte gelten würde oder dass diese Schutznorm auf die streitgegenständliche n Schalter keine Anwendung finden würde, ferner angesichts der Tatsache, dass die Vorinstanz bloss generelle Aus- führungen tätigt, auch nicht ersichtlich. 10. Willkürlich sei, so die Beschwerdef ührerin weiter, auch die Feststellung der Vorinstanz, dass die Zusicherung ei ner Kriechstrecke von 573 mm nur im Aussenbereich gelte und nicht einfach pau schal auf den technisch hochsensiblen Innenbereich des Schalters übertragen werden könne (KG act. 1 RZ 112-119). 10.1 Die Beschwerdeführer in begründet diese Rüge wie folgt: Der „tech- nisch hochsensible Innenbereich des Schalte rs“ befinde sich nicht im Vertikaliso-- 38 - lator, sondern im Horizontalisolator. Im Innern des Vertikalisolators gebe es ledig- lich eine Schaltstange. Die Annahme, dass diese Schaltstange einen technisch hochsensiblen Innenbereich darstelle, sei fa lsch. Ebenfalls nicht haltbar sei die Feststellung, dass es eine innere und eine äussere Kriechstrecke gebe. Die Kriechstrecke sei die kürzeste Entfernung zwischen zwei leitenden Teilen entlang der Oberfläche eines Isolierstoffes. Wenn die Vorinstanz nun eine Unterscheidung zwischen einer äusseren und einer inneren Kriechstrecke treffe, es aber gemäss der massgebenden Norm nur eine Kriechstrecke, nämlich die kürzeste Strecke gebe (egal ob innen oder aussen), verfalle die Vorinstanz in Willkür. Ebenso, wenn die Vorinstanz klare, in der Pr oduktedokumentation der Beschwerdegegne- rin explizit festgehaltene Zusicherungen norm enwidrig uminterpretiere, indem sie feststelle, dass die zugesicherte Kriech strecke nur für den Aussenbereich gelte (KG act. 1 RZ 115-119). 10.2 Auf die letzte der vorstehend aufgeführten Willkürrügen kann nicht ein- getreten werden, da die Be schwerdeführerin keine Ak tenstellen bezeichnet, an- hand denen eine allfällige willkürliche tats ächliche Annahme überprüft werden könnte (vgl. oben II.1). Dasselbe gilt auch fü r die weitern Willkürrügen, unterlässt es doch die Beschwerdeführerin trotz Angabe der Aktenstelle der Sachdarstellung der Beschwerdegegnerin betreffend „innere r“ und „äusserer“ Kriechstrecke (vgl. KG act. 1 RZ 113), ihrerseits anzugeben, wo sie die mit der Beschwerde vorge- tragenen Ausführungen bereits in der Vorins tanz gemacht hätte und sind neue Behauptungen im Verfahren vor Ka ssationsgericht nicht zulässig (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 7b zu § 115 ZPO; von Rechenberg, a.a.O., S. 17 f.; ZR 76 Nr. 26, 102 Nr. 3 Erw. 5.2 b/bb, RB 1996 Nr. 121). 11. Erneut eine Verletzung der Begr ündungspflicht moniert die Beschwer- deführerin in RZ 120-121 sowie in RZ 132-133 ihrer Beschwerde (KG act. 1 RZ 120-121 und RZ 132-133, mit Rüge der Verletz ung der Verhandlungsmaxi- me). 11.1 a) Diese begründet die Beschwer deführerin damit, sie habe dargelegt, dass es aufgrund der Zusicherung der Beschwerdegegnerin nicht zu einem Kriechstrom im Innern des Vertikalisolators kommen dürfe. Obschon aufgrund des - 39 - Berichts von D feststehe, dass es zu einem Kriechstrom gekommen sei, habe sich die Vorinstanz nicht mit diesem Vorbringen befasst (KG act. 1 RZ 120-121). b) Schliesslich habe si e auch dargelegt, dass das bei den Schaltstangen verwendete Material ebenfalls einen Einflu ss auf die Kriechstrecke habe, wozu sich die Vorinstanz nicht äussere, womi t sie die Begründungspflicht verletze und angesichts der Tatsache, dass die Be schwerdegegnerin diese Behauptung ledig- lich mit Nichtwissen und damit unsubst anziiert bestritten habe, was als Zuge- ständnis der Behauptung zu werten sei, auch die Verhandlungsmaxime (KG act. 1 RZ 132-133). 11.2 Die Rügen erweisen si ch als unbegründet. Die Beschwerdeführerin hat in ihrer Replik in RZ 68 ausgeführt: „Durch die Zusicherung einer Kriechstrecke von 573 mm im Vertikalisolator (...) imp liziert die Beklagte überdies, dass es im Innern des Vertikalisolators zu kein em Kriechstrom kommen kann. (...) “ (HG act. 31 RZ 68). Die Vorinstanz hat berei ts die Ansicht der Zusicherung einer Kriechstrecke von 573 mm im Vertikalis olator, wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht, verworfen (KG act. 2 S. 30 ). Damit war es für sie sowohl offen- sichtlich unerheblich, ob di e Beschwerdegegnerin mit dieser „Zusicherung“ noch Weiteres (kein Kriechstrom) impliziere, als auch, ob das bei den Schaltstangen verwendete Material ebenfalls einen Einfluss auf die Kriechstrecke habe und ob eine Bestreitung mit Nichtwissen als Anerkennung dieser für die Vorinstanz bei ih- rer Entscheidfindung unerheblichen Behauptung darstelle (vgl. oben III.1.2a). 12. Aktenwidrig seien die Feststel lungen der Vorinstanz, dass die Be- schwerdeführerin darauf verzichte, den Kausalzusammenhang in Bezug auf die Verletzung der Schutznorm IP 57 und die zugesicherte Kriechstrecke darzulegen, resp. die Beschwerdeführerin mit Bezug auf die Frage der genügenden Länge der Kriechstrecke bei einer zu kurzen Strecke lediglich die Gef ahr einer Risikoerhö- hung für das Auftreten von Störlichtbog en sehe - so weitere Rügen der Be- schwerdeführerin nebst einer erneuten Rüge der Verletzung der Begründungs- pflicht (KG act. 1 RZ 134-139). - 40 - 12.1 Denn sie habe in der Replik ausgeführt, dass dieser Kausalzusam- menhang offensichtlich bestehe, denn würden die Hauptschalter die Schutznorm IP 57 erfüllen und hätte die Beschwerdege gnerin die Kriechstrecke normgerecht bemessen, so wäre kein Störlichtbogen und damit kein Brand entstanden. Aus- serdem habe sie darauf hingewiesen, sich mit den entsprechenden Aspekten im Zusammenhang mit dem Verschulden der Beschwerdegegnerin zu befassen. Zur Begründung der Rüge der Verletzung der Begründungspflicht verweist die Be- schwerdeführerin auf eine Passage aus dem E Gutachten („ Im Zusammenhang mit dem Schaltvorgang im Hochspannungsbereich ist ein Lichtbogenüberschlag in das Innere des Wagenkastens dann ausgeschlo ssen, wenn die Isolierstrecke im Vertikalisolator bestimmungsgemäss gegeben ist “), welche belege, dass die Kriechstrecke in den Hauptschaltern der Beschwerdegegnerin nicht normgemäss bemessen sei (KG act. 1 RZ 136-139). 12.2 Die Aktenwidrigkeitsrügen gehen f ehl. Die Beschwerdeführerin hat in ihrer Replik in RZ 129 ausgeführt: „ Die Klägerin (...) verzic htet auf die detaillierte Darlegung des Kausalzusammenhanges zwi schen den unter lit. B beschriebenen Vertragsverletzungen der Bekl agten (Versagen der Funktion „Isolieren, Nichtein- halten der Zusicherungen der Schutznorm IP 57 und der Kriechstrecke von 573 mm sowie Nichteinhalten der Schut znorm EN 50124) und dem Schaden, ob- schon dieser offensichtlich besteht“ (HG act. 31 RZ 129; Hervorhebung durch das Kassationsgericht). Weder die Feststell ung der Vorinstanz, die Beschwerdeführe- rin verzichte ausdrücklich darauf, den Kausalzusammenhang zwischen der von ihr geltend gemachten Normwiderhandl ung und dem durch den Brand entstande- nen Schaden näher aufzuzeigen (es hätte seitens der Beschwerdeführerin erwar- tet werden dürfen, dass sie det ailliert aufzeige, inwief ern die Nichteinhaltung der betreffenden Normen zum Brand und damit zum Schaden geführt habe), noch die daran anschliessende, es erstaune denn in diesem Zusammenhang auch nicht, dass die Beschwerdeführerin mit Bezug auf die Frage der genügenden Länge der Kriechstrecke bei einer zu kurzen Strecke lediglich die Gef ahr einer Risikoerhö- hung für das Auftreten von Störlichtbogen sehe (KG act. 2 S. 28 f. Erw. 4.2.2.2.a), sind daher zu beanstanden. An der Sache vorbei geht die Rüge der Verletzung der Begründungspflicht, denn der E sprich t von bestimmungsgemässer, und nicht - 41 - von normgemässer Isolierstrecke. Ausser dem zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf, wo sie in ihren Rechtsschriften angeblich übergangene Behauptungen aufge- stellt haben will nebst den pauschalen Ausführungen, dass es bei einer normge- mässen Bemessung der Kriechstrecke nich t zu einem Störlichtbogen hätte kom- men können. 13. Im Zusammenhang mit der vorinstanz lichen Feststellung auf Seite 19 des Urteils, die Tatsache, dass im unter en Teil des Hauptschalters markantere Beeinträchtigungen ausgeblieben seien, deute mit einiger Wahrscheinlichkeit dar- auf hin, dass für die Verursachung des Brandes nicht konstruktionsbedingte Prob- leme, sondern vielmehr – wie bereits im E-Gutachten klar festgehalten – andere Gründe verantwortlich gewesen seien, macht die Beschwerdeführerin willkürliche und aktenwidrige tatsächliche Annahmen so wie die Verletzung der Begründungs- pflicht durch die Vorinstanz geltend (KG act. 1 Rz 152-164). 13.1 a) Zur Begründung führt die Beschwerdeführerin einmal aus, dass der E den Hauptschalter klar als Brandursache lokalisiere und aus naturwissenschaft- licher Sicht kein Brand entstanden wäre, wenn nicht Plasma aus dem Hauptschal- ter ins Wageninnere ausgetreten wäre. Mi t der gegenteiligen Aussage treffe die Vorinstanz eine willkürliche tatsächliche Annahme (KG act. 1 RZ 153). b) Die vorinstanzliche Feststellung bas iere auf der Annahme, dass es im oberen Teil des Vertikalisol ators massiv heisser gewesen sein solle als unten in der Schaltkammer. Diese Darstellung sei ak tenwidrig, da sich im von der Vorin- stanz zitierten Bericht von D keine Aussage darüber finde, dass es im oberen Teil des Vertikalisolators heisser gewesen sei als im unteren Teil (KG act. 154-156). c) Die vorstehend (III.13.1b) genannt e Annahme basiere wiederum dar- auf, dass der untere Teil des Schalters keine Deformation aufgewiesen habe, während es im Umlenkkopf Verform ungen an der Revisionsklappe gegeben habe und auf einem falschen physikalischen Vers tändnis und sei auch deshalb willkür- lich. Die Tatsache, dass es zu einer De formierung im Umlenkkopf gekommen sei, deute wegen des Prinzips von actio und reac tio nicht darauf hin, dass dort viel heissere Temperaturen herrschten, sondern dass das Plasma dort nicht habe - 42 - entweichen können und folglich in die entgegengesetzte Richtung ausgetreten sei. Die Annahme, dass es im oberen Teil des Schalters viel heisser gewesen sei, basiere folglich auf einer willkürlichen ta tsächlichen Annahme. In diesem Zusam- menhang sei auf das zweite E-Gutachten zu verweisen, welches zum Schluss komme, dass es auch im unteren Bereich, namentlich bei der Abdeckhaube, zu Deformierungen gekommen sei, die Abdec khaube jedoch aufgrund ihres verhält- nismässig dünnen Stahlblechs in gewissen Gr enzen plastisch verformbar sei. Die Vorinstanz verletze die Begründungspflicht, indem sie sich nicht mit den Vorbrin- gen der Beschwerdeführerin auseinandersetze (KG act. 1 RZ 155 und RZ 157- 159). d) Damit es zu einem Brand komm en könne, bedürfe es immer einer Zündquelle. Der E habe diese im Auftreten eines Stör lichtbogens geortet. Andere Zündquellen gebe es nicht. Trotzdem führe die Vorinstanz auf Seite 19 des Urteils aus, dass der E andere Gr ünde genannt habe. Diese Festst ellung sei daher ak- tenwidrig (KG act. 1 RZ 160-162). e) Sollte die Vorinstanz die erwä hnten Ursachen (Vorschädigung, Feuch- tigkeit, Verschmutzung, Wartungsdefizit e, zu hohe Übergangs widerstände) als Zündquelle orten, so wäre eine solche Feststellung willkürlich, weil keine dieser Ursachen aus naturwissenschaftlicher Be trachtungsweise als Zündquelle dienen könne (KG act. 1 RZ 163). 13.2 a) Auf die erste Willkürrüge is t mangels genügender Begründung (vgl. oben II.1) nicht einzutreten. Sie gi nge aber auch am angefochtenen Entscheid vorbei, da die Vorinstanz nicht fest stellt, dass die Brandursache nicht beim Hauptschalter liege. b) Die Vorinstanz stellt nicht fes t, dass der Bericht von D eine Aussage dar- über enthalte, dass es im oberen Teil des Vertikalisolators heisser gewesen sei als im unteren. Die Aktenwidrigkeitsrüge geht daher fehl (vgl. III.2.2a). c) Die Beschwerdeführerin relativiert ihre Willkürrüge bezüglich der Annah- me, im oberen Bereich hätten aufgrund der Deformierungen im oberen Bereich - 43 - höhere Temperaturen geherrscht, gleich sel ber, indem sie betont, dass das zwei- te E-Gutachten auch im unteren Bereic h Deformierungen feststelle. Ihre Begrün- dung reicht nicht aus, um die beanstandete Feststellung als willkürlich erscheinen zu lassen. Die Beschwerdeführerin macht an den als übergangen gerügten Stel- len in der Replik, auf welche sie verw eist, Ausführungen zum Ausbreitungsweg der nach dem ersten Störlichtbogen erhitzten Luft des Vertikalisolators resp. dazu, dass die Wärmebeschädigung im Bereich der Abdeckhaube deshalb praktisch über die ganze Fläche verteilt sei, weil nach der vollen Entfaltung des Brandes das Isolationsmaterial um die Abde ckhaube zu brennen be gonnen habe (HG act. 31 RZ 86 ff. und RZ 424 f.), mithin zu ihrer Darstellung des Kausalverlaufs der Brandursache. Da ihre Beschwerde diesbezüglich bereits aus einem andern Grund gutzuheissen ist (vgl. oben III.6.2b/aa), erübrigt sich die Prüfung der Rüge der Verletzung der Begründungspflicht. d) Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin stellt die Vorinstanz auf Seite 19 des angefochtenen Entscheides nicht fest, der E habe andere Ursa- chen als das Auftreten eines Störlichtboge ns als Zündquelle genannt. Die Fest- stellung lautet, der E habe andere Gründe als konstruktionsbedingte Probleme als Ursache für den Brand genannt (KG act. 2 S. 19). Dami t geht die Aktenwidrig- keitsrüge schon von einer falschen Prämisse aus und damit fehl. e) Auf die Willkürrüge ist gestützt auf § 288 Abs. 1 Ziff. 3 ZPO nicht einzutre- ten, da die Beschwerdeführerin keine Aktenstelle angibt, wo die Vorinstanz die von der Beschwerdeführerin aufgezählten Ursachen „als Zündquelle orten“ würde (vgl. oben II.1). 14. Die vorinstanz lichen Ausführungen „Nachdem die Konstruktion des Y- Hauptschalters [...] aber nicht als fehlerhaft anzusehen ist, erweisen sich auch die damit einhergehenden Vorwürfe der fehlenden Kompatibilit ät [...] als sofort unbe- helflich“ erachtet die Beschwerdeführerin mit den Nichtigkeitsgründen der Willkür, Verletzung der Begründungspf licht sowie Verletzung der Verhandlungsmaxime behaftet (KG act. 1 RZ 173-179). - 44 - 14.1 a) Beim Vorwurf der fehlenden Kompatibilität des Y-Hauptschalters zum Vorgängermodell Z handle es sich nich t um einen direkt mit der fehlerhaften Konstruktion einhergehenden, sondern um einen eigenständigen Vorwurf. Wenn die Vorinstanz zum Schluss gelange, dass die mangelhafte Konstruktion und die fehlende Kompatibilität ei nhergehende Vorwürfe darstellt en, sei diese Feststel- lung willkürlich und verletze die Begründungs pflicht, da sich die Vorinstanz mit dem unterschiedlichen Störve rhalten des Y und des Z nicht befasse (KG act. 1 RZ 174-177). b) Die Beschwerdegegnerin mache nicht geltend, dass der Z und der Y dasselbe Störverhalten aufweisen würden. Komme die Vorinstanz gleichwohl zum Schluss, dass die beiden Hauptschalter kompatibel seien, verletze sie die Ver- handlungsmaxime (KG act. 1 RZ 178). 14.2 a) Die Rüge der Verl etzung der Begründungspflicht geht fehl. Die Vor- instanz hat ausgeführt, die Beschwerdeführerin erhebe den Vorwurf der fehlenden Kompatibilität vor dem Hintergrund der von ihr bemängelten Konstruktion (KG act. 2 S. 28 Erw. 4.2.2.1). Nachdem di e Vorinstanz zum Ergebnis gelangt ist, die Konstruktion des Y-Hauptschalters sei nicht fehlerhaft, war es für sie unerheblich, ob die Kompatibilität fehle oder nicht (vgl. oben III.1.2a). Angesichts der Ausführungen der Beschwerdeführerin in RZ 99 f. ihrer Rep- lik, auf welche sie zur Begründung der Willkürrüge verweist („... Während sich das Plasma beim Y unten und damit im Zuginneren austobt, k ann es beim Z, welcher einen Austritt von Plasma nach unten angesi chts des hermetisch nach unten ab- geschlossenen Vertikalisolators nicht zulässt, nur nach oben ins Freie entweichen und somit keine Gefahr für einen Br and in einem Zugwagen darstellen. “, HG act. 31 RZ 99), ist die Feststellung der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin erhebe den Vorwurf der fehlenden Kompatibilität vor dem Hintergrund der von ihr bemän- gelten Konstruktion, nicht zu beanstanden. Die Willkürrüge geht daher ebenfalls fehl. b) Da die Vorinstanz gar keine Fe ststellung trifft, dass die beiden Haupt- schalter kompatibel seien (die Vorinstanz führt lediglich aus, es sei unbestritten, - 45 - dass der Y-Schalter in technischer Hinsi cht im Wesentlichen die gleichen Eigen- schaften und auch dieselben Einbaumasse aufweise wie das Vorgängermodell Z, KG act. 2 S. 28 Erw. 4.2.2. 1), geht die Rüge der Verhandlungsmaxime schon am angefochtenen Entscheid vorbei und damit fehl. 15. Unter dem Thema „Verletzung der Starkstromverordnung“ erhebt die Beschwerdeführerin den Vorwurf der Verletzung der Begründungspflicht gleich mehrmals. Gleichzeitig macht sie den Vorwurf aktenwidriger und willkürlicher tat- sächlicher Annahmen (KG act. 1 RZ 180-186). 15.1 a) Einmal habe die Vorinstanz di e Begründungspflicht verletzt, indem sie es offen lasse, ob die Starkstromverordnung für den Hauptschalter der Be- schwerdegegnerin überhaupt Anwendung finde und sich dadurch nicht mit den von der Beschwerdeführerin diesbezügl ich vorgebrachten Argumenten befasse (KG act. 1 RZ 180 und RZ 184). b) Der Schluss der Vorinstanz auf Seite 31 des Urteils, dass aufgrund des bereits aufgezeigten Umstandes, dass der betreffende Schalter weder hinsichtlich der Konstruktion noch im Hinblick auf die Funktionssicherheit zu beanstanden sei, die Vorschriften der Starkstro mverordnung nicht verletzt seien, sei aktenwidrig, weil sich die Vorinstanz im Urteil ni rgends über die Funktionssicherheit des Hauptschalters äussere. Ausserdem verlet ze die Vorinstanz die Begründungs- pflicht, wenn sie keine Ausführungen über die Funktionssicherheit des Haupt- schalters mache, diese aber zum Anlass nehme, die Verletzung der Starkstrom- verordnung zu verneinen. Schliesslich basiere die Folgerung auf einem Zirkel- schluss und sei damit willkürlich, handle es sich doch bei der Verletzung der Starkstromverordnung und der fehlerhaften Konstruktion um zwei getrennt von- einander zu beurteilende M ängel, und nehme die Vorinstanz ihre Folgerungen bezüglich Mängelfreiheit der Hauptschalter zum Anlass, um eine Verletzung der Starkstromverordnung zu verneinen (KG act. 1 RZ 181-183 sowie RZ 191). 15.2 a) Die erste Rüge der Verletzung der Begründungspflicht geht fehl. Die Vorinstanz erachtete es aufgrund der Formulierung der Starkstromverordnung als fraglich, ob die Vorschri ften derselben auf den Y-Schal ter Anwendung finde, liess - 46 - die Frage dann aber offen, we il der Schalter weder hins ichtlich Konstruktion noch im Hinblick auf die Funktionssicherheit zu beanstanden sei (KG act. 2 S. 30 f.). Damit war die Frage der Anwendbarkeit der Starkstromverordnung i.c. für die Vor- instanz nicht entscheidwesentlich (vgl. oben III.1.2a). b) Die Rüge der aktenw idrigen tatsächlichen Annahme geht vorliegend in der Rüge der Verletzung der Begründungspf licht auf. Letztere ist begründet. Aus dem vorinstanzlichen Entscheid lässt sich nicht entnehmen, wie die Vorinstanz zur Feststellung gelangt, dass der betreffen de Schalter im Hinblick auf die Funkti- onssicherheit nicht zu beanstanden sei resp. wo sie diesen Umstand bereits auf- gezeigt habe (vgl. KG act. 2 S. 31 Erw. 4.2.2.2c; vgl. oben III.1.2a). Damit erübrigt sich die Prüfung der Willkürrüge. 16. Verletzung der Begründungspflich t und willkürliche tatsächliche An- nahme lauten die Vorwürfe der Beschwer deführerin unter dem Titel „Fehlende Explosionssicherheit“ zur Urteils-Passage auf Seite 28 Erw. 4.2.2.1 „Nachdem die Konstruktion des Y-Hauptschalters [...] aber nicht als fehlerhaft anzusehen ist, er- weisen sich auch die damit einhergehenden Vorwürfe [...] der mangelnden Explo- sionssicherheit des Y-Schalters sofort als unbehelflich“ (KG act. 1 RZ 187-189). 16.1 Die Vorinstanz setze sich zum einen nicht mit den Argumenten der Be- schwerdeführerin bezüglich der Explosi onssicherheit auseinander und zum an- dern unterliege sie einem unzulässigen Zirkelschluss, weil sie den geltend ge- machten Mangel der Explosionssicherheit, bei dem es sich nicht um einen direkt mit der fehlerhaften Konstruktion ei nhergehenden Vorwurf handle, nicht separat prüfe, sondern unter Verwei s auf die angebliche Mängelfreiheit des Hauptschal- ters negiere (KG act. 1 RZ 188-189). 16.2 Die Rüge der Verlet zung der Begründungspflicht geht fehl. Die Vorin- stanz hat ausgeführt, die Beschwerdeführerin erhebe den Vorwurf der mangeln- den Explosionssicherheit vor dem Hintergrund der von ihr bemängelten Konstruk- tion (KG act. 2 S. 28 Erw. 4.2.2.1). Nachdem die Vorinstanz zum Ergebnis gelangt ist, die Konstruktion des Y-Hauptschalters sei nicht fehlerhaft, war es für sie uner- heblich, ob die Explosionssicherheit f ehle oder nicht (vgl. oben III.1.2a und - 47 - III.15.2a). Abgesehen davon besteht das als übergangen gerügte Vorbringen der Beschwerdeführerin in RZ 112 der Replik einzig darin, dass sie ausführt: „Die Be- klagte bestreitet nicht, dass der Y explosion ssicher sein muss. Vi elmehr stellt sie sich auf den Standpunkt, dass gar keine Explosion erfolgt und der Y explosionssi- cher sei (act. 8 S. 15)“. Auch aus diesem Grunde geht die Rüge fehl. Da die Beschwerdeführerin sodann ke ine Aktenstellen bezeichnet, aufgrund deren eine willkürliche tatsächliche Annahme geprüft werden könnte, ist auf diese Rüge nicht einzutreten (oben II.1). 17. Der Schluss der Vorinstanz in Er w. 4.2.2.3 auf Seite 31 des Urteils, dass die Produktedokument ation aufgrund des Fehlens eines Mangels beim Hauptschalter sowie der Funktionssicherhe it nicht mangelhaft sei und die Fest- stellung, die Produktdokumentat ion erteile detailliert Au fschluss über einen Stör- fall, sind nach Ansicht der Beschwerdef ührerin mit den Nic htigkeitsgründen der Verletzung der Verhandlungsmaxime und der Begründungspflicht, Aktenwidrigkeit und Willkür behaftet (KG act. 1 RZ 190-196). 17.1 a) Die Beschwerdegegnerin habe, so die Begründung der Rüge der Verletzung der Verhandlungsmaxime, den geltend gemacht en Mangel der Pro- duktedokumentation nicht substantiiert bes tritten. Lediglich ih re Ausführungen in HG act. 31 RZ 119 habe sie bestritten, nicht aber den relevanten Vorwurf, wonach die Produktdokumentation nicht über das St örverhalten des Hauptschalters infor- miere. Die Beschwerdegegnerin habe auch nie behauptet, dass die Produktedo- kumentation hinsichtlich des Verhaltens des Hauptschalters beim Auftreten eines Störlichtbogens Aufschluss gebe (KG act. 1 RZ 192-193 und RZ 195). b) Aktenwidrig und willkürlich sei di e Feststellung, wonach die Produktdo- kumentation detailliert aufzeige, wie in einem Störfall vo rzugehen sei, weil die Be- schwerdegegnerin (gemeint wo hl die Beschwerdeführerin) dargelegt habe, dass die Angaben in der Pr oduktdokumentation sich nur auf in casu nicht relevante Störfälle beziehe und sich keine Au sführungen fänden, wie beim Auftreten eines Störlichtbogens vorzugehen sei. Weil sich die Vorinstanz mit diesen Ausführun-- 48 - gen nicht befasse, sei auch die Begründ ungspflicht verletzt (KG act. 1 RZ 194- 195). 17.2 a) Bei der Frage der ungenügenden Produktedokumentation geht es um eine Rechtsfrage, weshalb die Nich tbeachtung einer diesbezüglich ungenü- genden Bestreitung nicht die Verhandlungsma xime verletzen kann (vgl. vorne III.8.2 sowie III.6.2b/dd). Die Rüge der Verletzung der Verhandlungsmaxime geht daher fehl. Die zweite Rüge der Verletzu ng der Verhandlungs maxime geht am angefochtenen Entscheid vorbei, da die Vorinstanz eine Feststellung, wie von der Beschwerdeführerin in RZ 195 ihrer Besch werde beanstandet, gar nicht trifft (vgl. KG act. 2 S. 31 Erw. 4.2.2.3). b) Die Rüge der Aktenwidrigkeit oder Willkür geht vorliegend im Vorwurf der Verletzung der Begründungspflicht auf und letztere Rüge ist unbegründet. Die Vorinstanz hat ausgeführt, auch dieser von der Beschwerdeführerin erhobene Vorwurf basiere unmittelbar auf dem von ihr vertrete nen Standpunkt, wonach die Konstruktion des Schalters fehlerhaft und als Folge dessen Plasma ins Zuginnere ausgetreten sei (KG act. 2 S. 31 Erw. 4. 2.2.3). Nachdem die Vorinstanz zum Er- gebnis gelangt ist, die Konstruktion des Y- Hauptschalters sei nicht fehlerhaft, wa- ren die von der Beschwerdeführerin ang eführten Argumente be züglich Fehlens von Anhaltspunkten für die Möglichkeit des Auftretens von Störlichtbogen in der Produktdokumentation für die Vorinstanz unerheblich (vgl. oben III.1.2a). 18. Dass die Vorinstanz auf Seite 18 festhalte, es sei anerkannt, dass die Beschwerdeführerin mittels eines erneut en Schaltversuches den defekten Schal- ter wieder unter Strom gesetzt habe, krankt nach dem Dafürhalten der Beschwer- deführerin an einer Verletzung der Begründ ungspflicht, ist aktenwidrig und beruht auf einer willkürlichen tatsächlichen Annahme (KG act. 1 RZ 210-213). 18.1 a) Die Beschwerdeführerin habe nicht anerkannt, einen neuen „Schalt- versuch“ gemacht zu haben. Vielmehr habe es sich dabei um einen „Abschlepp- versuch“ gehandelt, weshalb die andere Feststellung ak tenwidrig sei (KG act. 1 RZ 211). - 49 - b) Die Umstände des Abschleppversuch s könnten nur dann richtig verstan- den werden, wenn die technischen Hintergründe entsprechend berücksichtigt würden, weshalb die Feststellung der Vori nstanz auf einer willkürlichen tatsächli- chen Annahme und, da sie sich nicht zu diesen Hintergründen äussere, auf einer Verletzung der Begründungspflicht beruhe (KG act. 1 RZ 212-213). 18.2 a) Die Aktenwidrigkeitsrüge geht fehl. Die Beschwe rdeführerin erklärt in RZ 202 ff. der Replik unter dem Titel „Notwendigkeit, den Zug erneut mit Strom zu versorgen“, weshalb für den „Abschleppversuch“ gar keine andere Handlungs- möglichkeit bestanden habe, als den Y ein drittes Mal mit Strom zu versorgen (HG act. 31 RZ 202 ff.). Die Feststellung der Vorinstanz ist damit nicht zu bean- standen. b) Die Willkürrüge geht in der Rüge der Verletzung der Begründungspflicht auf. Diese geht fehl, denn die Erklärungen de r Beschwerdeführerin zu den techni- schen Hintergründen des „Schaltversuchs“ waren für die Entscheidfindung der Vorinstanz offensichtlich unerheblich. Ob zu recht oder nicht, ist eine vom Kassa- tionsgericht nicht zu prüfende Frage. 19. Die Feststellung, dass es im betroffenen Zugabteil einen der Ausdeh- nung eines allfälligen Feuers entgegensteh enden Druckabfall gegeben habe, sei aktenwidrig und ergehe in Verletzung der Verhandl ungsmaxime, so die Be- schwerdeführerin weiter (KG act. 1 RZ 221). 19.1 Weder die Beschwerdeführerin oder die Beschwerdegegnerin hätten Entsprechendes behauptet noch finde sich solches in den Gutachten, was nicht verwundere, nachdem die Feststellung naturwi ssenschaftlich betrachtet falsch sei (KG act. 1 RZ 221). 19.2 Auf die Rügen ist mangels Rechtssc hutzinteresses nicht einzutreten. Die Vorinstanz lässt der Hauptbegründung („ Der Umstand, dass der Brandaus- bruch erst um 18.46 Uhr, mithin elf Minuten nach dem dritten Kurzschluss, ent- deckt worden ist, spricht sodann dafür , dass der den Schaden verursachende Brand nicht bereits durch den ersten oder zweiten Kurzschluss um 17.44 Uhr ent-- 50 - standen ist, ansonsten der Brand wohl weit früher bemerkt worden wäre “) die be- anstandete Feststellung betreffend ei ner Feuerausdehnung entgegenstehendem Druckabfall als Eventual- resp. Alternat ivbegründung folgen (vgl. KG act. 2 S. 18 unten, „Zudem gab es im betroffenen Zuga bteil einen der Ausdehnung eines all- fälligen Feuers entgegenstehenden Druckabfall, ... “). Die Beschwerdeführerin be- anstandet zwar auch die Hauptbegründung als mit Nichtigkeitsgründen behaftet (vgl. KG act. 1 RZ 214-220), jedoch ohne Erfo lg (vgl. oben III.6.2b/ll). Daher hätte die vorinstanzliche (Haupt-)Begründung zu di esem Thema auch bei einer allfälli- gen Gutheissung der Beschwerde in Bezu g auf die Alternativbegründung jeden- falls Bestand, weshalb es der Beschwerdeführerin an einem Rechtsschutzinteres- se an der Beurteilung ihrer Rügen betreffend die Alternativbegründung fehlt (vgl. oben III.6.2b/hh). 20. In Bezug auf die Entdeckungsdauer des Brandes treffe die Vorinstanz eine willkürliche tatsächliche Annahme un d verletze ihre Begründungspflicht, so weitere Rügen der Beschwerdeführerin (KG act. 1 RZ 222). 20.1 Bei Bränden, die in einem abgeschlossenen Raum auftreten würden, sei die lange Dauer bis zur Entdeckung ni chts Aussergewöhnliches. Der E sei so- gar zum Schluss gekommen, dass der Br and erst nach dem Öffnen der Innende- ckenverkleidung in seinem vollen Umfang si chtbar geworden sei. Ziehe die Vorin- stanz das Argument der Entdeckungsdauer gleichwohl heran, ohne dabei auf die entsprechenden Ausführungen der Beschwer deführerin oder des Es einzugehen, setze sie die genannten Nichtigkeitsgründe (KG act. 1 RZ 222). 20.2 Die Willkürrüge geht auc h hier in der Rüge der Verletzung der Begrün- dungspflicht auf. Auf diese ist gestützt auf § 288 Abs. 1 Ziff. 3 ZPO nicht einzutre- ten, da es die Beschwerdef ührerin unterlässt, auszuführ en, wozu die Vorinstanz das Argument der Entdeckungsdauer heranziehe (oben II.1). 21. Hinsichtlich der Ausführungen der Vorinstanz zum E-Gutachten auf Seite 20, Erw. 4.1.4.3 last et die Beschwerdeführerin di eser eine Verletzung der Begründungspflicht und aktenwidrige und willkürliche tatsächliche Annahmen an (KG act. 1 RZ 225-231). - 51 - 21.1 a) Die Verletzung der Begründungspflicht erb lickt die Beschwerdefüh- rerin darin, dass die Vorinstanz die we nigen Einwände der Beschwerdeführerin gegen das E-Gutachten, die sie detailliert dargelegt habe, gleichwohl pauschal als unzutreffend qualifiziere. Die Beschwerdeführerin verweist dazu auf RZ 203 ff. und HG act. 1 S. 19 ff. (KG act. 1 RZ 226-228). b) Ausserdem sei die entsprechende Fe ststellung der Vorinstanz auch ak- tenwidrig, zumal der E selber zum Re sultat gekommen sei, dass gewisse Ein- wände der Beschwerdeführerin berechtigt seien (KG act. 1 RZ 229). c) Die Feststellung, dass es unerfind lich sei, dass die Beschwerdeführerin ihre Einwände gegen das E-Gutachten nicht bereits früher zum Ausdruck ge- bracht habe, zumal sie in die relev anten Sachverhaltsermittlungen einbezogen gewesen sei, sei insofern willkürlich und erfolge in Verletzung der Begründungs- pflicht, weil die Beschwerdeführerin dargelegt habe, dass eine genaue Rekon- struktion des Brandes auch für sie erst möglich gewesen sei, nachdem sie im Rahmen des gerichtlichen Verfahrens Ei nblick in das von der Beschwerdegegne- rin als act. 9/14 eingereichte Dokument erhalten habe (KG act. 1 RZ 230-231). 21.2 a) Welche Einwände die Beschw erdeführerin mit dem Verweis auf „RZ 203 ff.“ meint, ist nicht klar, sodass die Rüge der Verletzung der Begrün- dungspflicht diesbezüglich nicht geprüft we rden kann. Hinsichtlich der Einwände in HG act. 1 S. 19 ff. geht die Rüge f ehl, denn entgegen der Darstellung der Be- schwerdeführerin hat die Vorinstanz ih ren Einwand, wonach der E mit den Eigen- heiten der Inter-City Neigezüge nicht vertraut sei und weite Teile der im Gutach- ten enthaltenen Feststellungen auf unrealistischen Mutmassungen beruhten, nicht einfach pauschal verworfen, sondern begründet, weshalb der Einwand unbegrün- det sei. Sie hat ausgeführt, der Schiene nfahrzeugsektor des E sei eine moderne und weltweit anerkannte Fach stelle mit einem umfasse nden Leistungsportfolio in den Bereichen Bahnsysteme, Bahninfrastru ktur und Schienenfahrzeuge mit mehr als 30-jähriger Erfahrung bei der entwicklungsbegleit enden Prüfung von elektri- schen und elektronischen Komponenten, der E dementsprechend gerade im Be- reich Schienenfahrzeuge und dem dam it eng zusammenhängenden Feld des Brandschutzes über eine Reihe von Tope xperten verfüge und die Aufgabe des - 52 - Experten denn auch darin bestanden habe, im Einzelnen abzuklären, weshalb es zum Versagen des Schalters und damit zum Brandausbruch gekommen sei (vgl. KG act. 2 S. 20 Erw. 4.1.4.3). b) Auf die Aktenwidrigkeitsrüge kann nicht eingetreten werden, da die Be- schwerdeführerin es unterlässt, anzugeben, welche „entsprechende“ Annahme der Vorinstanz aktenwidrig sein soll (oben II.1). c) Auch auf die Willkürrüge sowie die Rüge der Verletzung der Begrün- dungspflicht ist mangels Rechtsschutzinter esses nicht einzutreten (§ 281 ZPO). Die Beschwerdeführerin zeigt nicht auf, inwiefern sich die beanstandete „Feststel- lung“ zu ihrem Nachteil ausgewirkt hätte und dies ist angesichts der Tatsache, dass sie selber betont, sie habe die Kompetenz des E nie angezweifelt (KG act. 1 RZ 226), auch nicht ersichtlich. 22. Hinsichtlich der Erwägung 4.1.4.4 auf Seiten 21 ff. des Urteils erhebt die Beschwerdeführerin nebst bereits unter III.6f) sowie III.6n) abgehandelten Rü- gen ein weiteres Mal die Rügen willkürlicher tatsächlicher Annahmen und der Ver- letzung der Begründungspflicht (KG act. 1 RZ 232-236). 22.1 Willkürliche tatsächliche Annahmen, welche die Vorinstanz zwar aus den Berichten von D und der G zusammenfa sse, woraus sie aber auf Seite 24 entsprechende Schlüsse ziehe, seien die folgenden: a) Die Feststellung, wonach eine Möglichkeit für abnormale Feuchtigkeit und Verschmutzung ein Defekt im Pneumatiksystem sei, welches indes nicht Bestand- teil des Hauptschalters sei (U rteil S. 22). Wie der E korre kt feststelle, handle es sich hier um das Pneumatiksystem des Hauptschalters, mithin um einen Bestand- teil des Hauptschalters und dieser falle in den Verantwortungsbereich der Be- schwerdegegnerin (KG act. 1 RZ 232-233). b) Die Feststellung, wonach mit Labor versuchen keine Einwirkung habe er- zielt werden können, welche eine wes entliche Verminderung der Isolationsfähig- keit bewirkt habe (Urteil S. 22). Die Be schwerdeführerin habe dargelegt, dass die entsprechenden Laborversuche nicht tauglich gewesen seien, die entsprechende - 53 - Feststellung zu belegen. Mit diesen Vorbringen habe sich die Vorinstanz nicht au- seinandergesetzt, weshalb zusätzlich auch eine Verletzung der Begründungs- pflicht vorliege (KG act. 1 RZ 232-233). c) Die Feststellung, wonach der entstandene Brandschaden am Fahrzeug grösstenteils auf das nochmalige Zusc halten auf einen bestehenden Erdschluss des bereits defekten Schalters zurückzuf ühren sei. Die Feststellung stehe in kla- rem Widerspruch zu den Feststellungen des zweiten E-Gutachtens, welches ein- deutig festhalte, dass die ersten bei den Kurzschlüsse für den Brand ausschlag- gebend gewesen seien (KG act. 1 RZ 232-233). d) Die Feststellung, wonach der dritte Kurzschluss bei einer Analyse des bis dahin Vorgefallenen hätte vermieden wer den können. Die Beschwerdeführerin habe dargelegt, weshalb der dritte Kurzschluss nicht zu vermeiden gewesen sei. Die Vorinstanz befasse sich damit ni cht und verletze auch die Begründungspflicht (KG act. 1 RZ 232-233). 22.2 Da die Vorinstanz in Erw. 4.1.5.1 auf Seit e 24 des angefochtenen Ent- scheides entgegen der Behauptung der Besch werdeführerin gar keine Feststel- lungen trifft, welche einer der vorst ehend unter III.22.1a)-d) bemängelten entsprä- che, zielt die Willkürrüge ins Leere. Demgemäss gehen auch die Rügen der Ver- letzung der Begründungspflicht ins Leere, da die Vorbringen der Beschwerdefüh- rerin für die Vorinstanz offensichtlich nicht entscheidrelevant waren. 23. Die Erwägung 4.1.4. 5 auf Seiten 23 f. des Urteils beruhe auf den Nich- tigkeitsgründen willkürlicher tatsächlicher Annahmen und der Verletzung der Ver- handlungsmaxime (KG act. 1 RZ 237-243). 23.1 Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, dass die von der Beschwerde- gegnerin eingereichten Berichte zumindest einen gewissen Indiziencharakter aufweisen würden und deshalb im Rahm en einer Gesamtwürdigung auch ent- sprechend berücksichtigt werden dür ften, beruhe auf den An nahmen, dass die Beschwerdegegnerin alles daran setze, ei nen entsprechenden Schadenfall in Zu- kunft zu vermeiden (was sich nicht mi t dem Verhalten der Beschwerdegegnerin - 54 - im vorliegenden Schadenfall vereinbaren lasse und des halb willkürlich und ak- tenwidrig sei), dass die Beschwerdegegnerin keinerlei Interesse an einer Beschö- nigung der Situation habe (was angesicht s der in Frage stehenden Schadens- summe von ca. 2.5 Mio. Fr. fernab jeder Realität liege und in höchstem Masse willkürlich sei), dass lediglich eine seriös e und verlässliche Berichterstattung die Grundlage der Beschwerdegegnerin biete (was ebenfalls willkürlich sei, habe sie doch zahlreiche Unzulänglichkeiten in diesen Berichten nachgewiesen), um gebo- tene Verbesserungen vorzunehmen und sich letztlich auch einer erneuten Inan- spruchnahme erfolgreich zu widersetzen. Diese Annahmen, so die Beschwerde- führerin, seien höchst wil lkürlich und in Verletzung der Verhandlungsmaxime er- gangen, zumal sie nicht einmal von der Beschwerdegegnerin in dieser Form be- hauptet worden seien (KG act. 1 RZ 237-243). 23.2 Abgesehen davon, dass die Wi llkürrügen die Anforderungen an die Begründung der Nichtigkeitsbeschwerde ni cht erfüllen (vgl. oben II.1), ist auf die Rügen aus einem weitern Grund nicht einzutreten: Die Beschwerdeführerin selber zieht an verschiedenen Stellen zur Un termauerung ihrer Nichtigkeitsbeschwerde die Parteigutachten der Beschwerdegegne rin herbei (z.B. KG act. 1 RZ 95, RZ 120, RZ 285). Da stellt es nicht zu schützendes (vgl. §§ 50 f. ZPO) wider- sprüchliches Verhalten dar, wenn sie das Heranziehen der von der Beschwerde- gegnerin eingereichten Berichte durch di e Vorinstanz und die Begründung, wes- halb diese im Rahmen einer Gesamtwürdigung berücksichtigt werden können, als auf Nichtigkeitsgründen beruhend taxiert haben will. 24. Abschliessend beruft sich die Be schwerdeführerin erneut auf willkürli- che tatsächliche Annahmen sowie die Verletzung der Verhandlungsmaxime hin- sichtlich der vorinstanzlichen Festste llung, dass die Beschwerdeführerin auch nach dem Brandvorfall weiter e Y-Schalter bei der Besc hwerdegegnerin bestellt habe, was mit grosser Wahrscheinlichkei t darauf hindeute, dass von einem Ein- zelfall auszugehen sei (KG act. 1 RZ 263-265). 24.1 Zur Begründung führt die Beschwer deführerin unter Verweis auf HG act. 31 RZ 135 f. aus, als sich der Brand im Mai 2002 ereig net habe, sei noch nicht klar gewesen, wie genau es zum Schadenfall gekommen sei. Dies habe sich - 55 - erst nach zahlreichen A nalysen und im Laufe des vo rliegenden Prozesses erge- ben. Ausserdem hätten sich im Zeitpunkt de s Schadenfalles die zweite und dritte Serie der ICN bereits in Produktion befunden und sei ein Wechsel des Haupt- schalters nicht mehr möglich gewesen. Fest stehe jedoch, dass die Beschwerde- führerin den Y-Hauptschalter bei Triebzügen seither nicht mehr einsetze (KG act. 1 RZ 264). 24.2 Der zweite Teil der Begründung der Beschwerdeführerin ist für das Kassationsgericht aufgrund des Novenver bots (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 7b zu § 115 ZPO; von Rechenberg, a.a.O., S. 17 f.; ZR 76 Nr. 26, 102 Nr. 3 Erw. 5.2 b/bb, RB 1996 Nr. 121) unbeachtlich, da die Beschwerdeführerin nicht aufzeigt, inwiefern sie die gemachten Au sführungen bereits vor Vorinstanz getä- tigt hätte. Die Begründung mit den Ausf ührungen der Beschwerdef ührerin in HG act. 31 RZ 135 f. (wo sie darauf hingewie sen hat, dass bis zum Vorliegen des Memos, welches die Beschwerdegegnerin mit der Klageantwort einreichte, weder die Beschwerdeführerin noch der E genau hätten rekons truieren können, wie der Brand verlaufen sei) reicht nicht aus, um den Schluss der Vorinstanz, dass wahr- scheinlich von einem Einzelfall auszuge hen sei, als schlichtweg unhaltbar er- scheinen zu lassen (vgl. oben III.1.2a). Unbegründet ist auch die Rüge der Verlet- zung der Verhandlungsmaxime, da die Beschw erdeführerin selber vor Vorinstanz ausgeführt hat, dass sie nach dem Brand we itere Schalter bei der Beschwerde- gegnerin bestellt hat (z.B. HG act. 31 RZ 326 ff.). 25. Zusammengefasst erweist sich di e Beschwerde in einigen Punkten be- gründet (oben III.6.2.b/aa; III.6.2.b/bb; II I.6.2.b/ff; III.6.2.b/ gg; III.6.2.b/kk; III.6.2.b/mm; III.6.2.b/nn; III.15.2b). Der angefochten e Entscheid ist daher aufzu- heben und im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. IV. 1. Ausgangsgemäss wird die Besc hwerdegegnerin kosten- und entschä- digungspflichtig (§ 64 Abs. 2 ZPO; § 68 Abs. 1 ZPO). Dabei ist allerdings der Um- stand zu berücksichtigen, dass die Besch werdeführerin eine umfangreiche Be-- 56 - schwerde mit zahlreichen Rügen eingereicht hat und lediglich mit einigen wenigen davon durchzudringen vermag und daher ihr "notwendiger" Aufwand für das Be- schwerdeverfahren gering ausfiel. Aus diesem Grunde ist die Entschädigung im unteren Rahmen der Gebührenver ordnung festzusetzen (§ 12 Abs. 1 i.V.m. §§ 3 Abs. 1 und 2 Abs. 2 AnwGebV). 2. Beim vorliegenden Beschlu ss handelt es sich um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Demnach ist gegen ihn die Beschwerde in Zivilsachen gemäss Art. 72 ff. BGG an das Bundesgericht nur un- ter den in Art. 93 BGG genannten Vorausse tzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. - 57 - Das Gericht beschliesst: 1. In Gutheissung der Beschwerde wir d das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 30. Juni 2008 aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 2. Die Gerichtsgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf Fr. 56'150.--. 3. Die Kosten des Kassationsverfahrens werden der Beschwerdegegnerin auf- erlegt. 4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflic htet, der Beschwerdeführerin für das Kassationsverfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 19'000.-- zu ent- richten. 5. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 90 ff. BGG innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine Art. 42 BGG entsprechende Eingabe Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden. Der Streitwert beträgt Fr. 3'539'926.96. Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG. 6. Schriftliche Mitteilung an die Partei en, sowie an das Handelsgericht (Proz.- Nr. HG040370), je gegen Empfangsschein. ______________________________________ KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Die jur. Sekretärin: