<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00667</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=221190&amp;W10_KEY=13013475&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00667</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.04.2021</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ersatzneubau eines MFH mit 11 Wohnungen: Wegabstand - öffentlicher oder privater Weg? Für die Abgrenzung von öffentlichen und privaten Wegen im Sinn von § 265 Abs. 1 PBG ist gemäss konstanter Rechtsprechung die Zweckbestimmung der Anlage zentral: Hat sie die Funktion einer gesetzlichen Zufahrt im Sinn von § 237 PBG, so wird sie â wenn sie mehrere Grundstücke erschliesst â notwendigerweise von einem unbestimmten Benützerkreis beansprucht und gilt als öffentlich. Sofern ein Weg nicht nur eine grundstücksinterne Erschliessung darstellt, sondern als gesetzliche Erschliessung von mindestens zwei Grundstücken einem unbestimmten Benutzerkreis offensteht, ist er somit als öffentlich zu qualifizieren. Nach der Praxis lässt aber nicht allein die Zweckbestimmung als gesetzliche Zufahrt zu mehreren Grundstücken einen Weg als öffentlich und damit als abstandspflichtig erscheinen. Massgebliches Kriterium für die Öffentlichkeit ist, dass der Weg einem nicht näher bestimmten Personenkreis zur Benützung offensteht. Steht ein Weg â wie etwa ein Flurweg â von Gesetzes wegen allen Fussgängern zur Benützung offen, ist er als öffentlicher Weg zu qualifizieren. Nicht öffentlich ist demgegenüber ein Weg, dem eine rein grundstücksinterne Funktion zukommt. Dasselbe gilt, wenn die Grundeigentümer für einen Fussweg ein Benützungsverbot für die Allgemeinheit erwirkt haben. Diese Einschränkung wurde zuletzt relativiert, wo ein Weg, welcher eine nicht bloss grundstücksinterne Erschliessungsfunktion für drei Grundstücke hatte, im Miteigentum von sieben Grundstücken stand und dem Durchgangsverkehr weiterer acht Grundstücke diente, unabhängig von einem richterlichen Verbot für die Benutzung durch die Allgemeinheit als öffentlich betrachtet wurde (E.4.2). Ein «öffentlicher Weg» ist ein unbestimmter Rechtsbegriff des kantonalen Rechts, dessen Konkretisierung im pflichtgemässen Ermessen der Behörden liegt. In Bezug auf die Anwendung unbestimmter Rechtsbegriffe des Bundesrechts geht das Bundesgericht von einer Ermessensüberschreitung aus, wenn die kantonalen Instanzen grundlos von den in Lehre und Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen abgehen. Diese Rechtsprechung kann gemäss Bundesgericht sinngemäss auch auf die Anwendung unbestimmter Rechtsbegriffe durch kommunale Behörden übertragen werden. Vorliegend steht das strittige Weggrundstück keinem unbestimmten Benutzerkreis offen und ist damit nicht als öffentlich zu qualifizieren. Folglich unterliegt die projektierte Ersatzneubaute gegenüber der Wegparzelle keinen Abstandsvorschriften (E.4.3). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLEGUNG">AUSLEGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KANTONALES RECHT">KANTONALES RECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICH">ÃFFENTLICH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHER WEG">ÃFFENTLICHER WEG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVAT">PRIVAT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATER WEG">PRIVATER WEG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEG">WEG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEGABSTAND">WEGABSTAND</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 237 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 237 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=52206" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00667</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 1. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom 8. April 2021</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Lukas Widmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter <br/> Peter Sprenger, Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Laura Diener.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.<b> </b>A,</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.<b> </b>B,<b> </b>beide vertreten durch RA C,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.<b> </b>D,<b> </b>vertreten durch RA E, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.<b> </b>Bausektion der Stadt ZÃ¼rich,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerinnen, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Baubewilligung,</b></p> <p class="Einzug1"><span>hat sich ergeben:</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><span>Die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich erteilte der D am 3. Dezember 2019 unter Bedingungen und Auflagen die </span>baurechtliche Bewilligung <span>fÃ¼r den Ersatzneubau eines Mehrfamilienhauses mit 11 Wohnungen und einer Tiefgarage fÃ¼r 10 AutoabstellplÃ¤tze auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 an der F-Strasse 02 in ZÃ¼rich.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Gegen diesen Beschluss rekurrierten B und A gemeinsam sowie G mit separater Eingabe am 8. Januar 2020 beim Baurekursgericht des Kantons ZÃ¼rich und beantragten dessen Aufhebung. Die 1. Abteilung des Baurekursgerichts fÃ¼hrte am 2. Juni 2020 einen Abteilungsaugenschein vor Ort durch. Mit Entscheid vom 21. August 2020 vereinigte das Baurekursgericht die beiden separat gefÃ¼hrten Rekursverfahren und wies die Rekurse ab, soweit es darauf eintrat<span>.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Dagegen erhoben A und B <span>am 23. September <span>2020 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich und beantragten, die angefochtenen Entscheide sowie den angefochtenen Beschluss aufzuheben. Sodann beantragten sie die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins und verlangten eine ParteientschÃ¤digung zulasten der Beschwerdegegnerschaft. </span></span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Baurekursgericht reichte am 9. Oktober 2020 Vernehmlassung ein und beantragte die Abweisung der Beschwerde. D beantragte am 24. Oktober 2020, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kÃ¶nne sowie eine ParteientschÃ¤digung zulasten der BeschwerdefÃ¼hrenden. Mit Beschwerdeantwort vom 28. Oktober 2020 beantragte die </span><span>Bausektion der Stadt ZÃ¼rich ebenfalls<span>, die Beschwerde abzuweisen. </span></span></p> <p class="Urteilstext">A und B <span>reichten am 23. November 2020 Replik ein und hielten an den gestellten AntrÃ¤gen fest. Mit Duplik vom 3. Dezember 2020 hielt D ebenfalls an den gestellten AntrÃ¤gen fest. Die <span>Bausektion der Stadt ZÃ¼rich teilte am 7. Dezember 2021 mit, auf eine freigestellte Duplik zu verzichten.</span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 18. Januar 2021 machten </span>A und B eine Eingabe mit unverÃ¤nderten AntrÃ¤gen. Dazu nahm D am 1. Februar 2021 mit ebenfalls unverÃ¤nderten AntrÃ¤gen Stellung. Die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich reichte am 10. Februar 2021 ihre Stellungnahme ein. Weitere Stellungnahmen blieben innert erstreckter Frist aus.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig.</span> <span>Die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen sind ebenfalls erfÃ¼llt; auf die Beschwerde ist einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die Anordnung eines Augenscheins steht im pflichtgemÃ¤ssen Ermessen der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde (VGr, 25. Oktober 2018, VB.2018.00262, E. 3.4, mit weiteren Hinweisen und auch zum Folgenden). Eine entsprechende Pflicht besteht nur, wenn die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse auf andere Weise nicht abgeklÃ¤rt werden kÃ¶nnen (BGr, 23. Dezember 2019, 1C_582/2018, E. 2.4). Ein Augenschein<b> </b>ist insbesondere dann geboten, wenn die tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse unklar sind und anzunehmen ist, die Parteien vermÃ¶chten aufgrund ihrer Darlegungen an Ort und Stelle Wesentliches zur Erhellung der sachlichen Grundlagen des Rechtsstreits beizutragen (Kaspar PlÃ¼ss, in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar<b> </b>zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [Kommentar VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 7 N. 79). Es ist zulÃ¤ssig, dass eine Rechtsmittelinstanz auf einen eigenen Augenschein verzichtet, wenn sich der massgebliche Sachverhalt aus dem vorinstanzlichen Augenschein beziehungsweise aus den Ã¼brigen Verfahrensakten mit ausreichender Deutlichkeit ergibt (Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 7 N. 81).</p> <p class="Erwgung2">Die Vorinstanz hat im vorliegenden Fall im Beisein der Parteien einen<a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getMarkupDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=220840&amp;W10_KEY=4591009&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/document.fiw#ctx5"></a> Augenschein vorgenommen. Das Protokoll des Augenscheins vom 2. Juni 2020 mit 12 Fotografien liegt bei den Akten. Dieses Protokoll sowie die weiteren in den Akten befindlichen PlÃ¤ne und Fotografien belegen den Sachverhalt in ausreichendem Mass. Ein weiterer Augenschein durch das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r eine Beurteilung der sich vorliegend stellenden Frage der Ãffentlichkeit des strittigen Wegs nicht erforderlich.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Das streitbetroffene BaugrundstÃ¼ck liegt gemÃ¤ss geltender Bau- und Zonenordnung der Stadt ZÃ¼rich vom 23. Oktober 1991 (BZO) in der Quartiererhaltungszone QII3 mit einem Wohnanteil von 90 % sowie LÃ¤rmempfindlichkeitsstufe II und grenzt westlich an die F-Strasse an. Es ist zurzeit mit einer als BÃ¼rogebÃ¤ude genutzten Liegenschaft Ã¼berbaut, welche durch ein Mehrfamilienhaus mit 11 Wohnungen und einer Tiefgarage mit 10 AbstellplÃ¤tzen und Autolift ersetzt werden soll. Die Zufahrt zum Autolift erfolgt Ã¼ber die Wegparzelle Kat.-Nr. 03, welche unmittelbar nÃ¶rdlich des BaugrundstÃ¼cks verlÃ¤uft und ebenfalls im Eigentum der Bauherrschaft steht. Die Wegparzelle dient gleichzeitig auch der rÃ¼ckwÃ¤rtigen Erschliessung des GrundstÃ¼cks der BeschwerdefÃ¼hrenden, wobei ein dienstbarkeitsrechtlich gesichertes Fuss- und Fahrwegrecht besteht. Es handelt sich dabei um einen nicht durchgÃ¤ngigen ''Stichweg'' ohne WendemÃ¶glichkeit.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Streitgegenstand ist im Beschwerdeverfahren einzig die Frage, ob der auf der Parzelle Kat.-Nr. 01 geplante Neubau gegenÃ¼ber der Wegparzelle Kat.-Nr. 03 den Wegabstand von 3,5 m einhalten muss. In diesem Zusammenhang ist strittig, ob es sich dabei um einen Ã¶ffentlichen oder privaten Weg handelt. Das Baurekursgericht ist zum Schluss gelangt, es handle sich um einen privaten Weg, welcher keinen Wegabstand einzuhalten habe. Nach Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrenden handelt es sich hingegen um einen Ã¶ffentlichen Weg, weshalb die Erteilung eines NÃ¤herbaurechts unzulÃ¤ssig sei. Sie rÃ¼gen § 265 Abs. 1 PBG und Art. 12 Abs. 1 BZO als verletzt.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b>Fehlen Baulinien fÃ¼r Ã¶ffentliche und private Strassen und PlÃ¤tze sowie fÃ¼r Ã¶ffentliche Wege und erscheint eine Festsetzung nicht nÃ¶tig, so haben oberirdische GebÃ¤ude einen Abstand von 6 m gegenÃ¼ber Strassen und PlÃ¤tzen und von 3,5 m gegenÃ¼ber Wegen einzuhalten, sofern die Bau- und Zonenordnung â wie vorliegend â keine anderen AbstÃ¤nde vorschreibt (§ 265 Abs. 1 PBG). <span>Art. 12 Abs. 1 BZO erweitert die genannte Abstandspflicht einzig auf unterirdische GebÃ¤ude und enthÃ¤lt keine weiteren Abweichungen von der kantonalen Bestimmung. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b>Die strittige Neubaute ist gemÃ¤ss unbestrittener Sachverhaltsfeststellung des Baurekursgerichts in einem Abstand von maximal 0,15 m zur nÃ¶rdlichen Wegparzelle geplant. <span>Die Verpflichtung zur Einhaltung eines Wegabstands gilt gemÃ¤ss den zitierten Bestimmungen nur gegenÃ¼ber </span>Ã¶ffentlichen <span>Wegen.</span> Die Baute <span>ist damit nur bewilligungsfÃ¤hig, wenn der streitbetroffene Weg nicht als "Ã¶</span>ffentlich<span>" zu qualifizieren und folglich nicht der gesetzliche </span>Wegabstand <span>von 3,5 m zu beachten ist.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Ob ein Weg als privat oder Ã¶ffentlich im Sinn von § 265 Abs. 1 PBG gilt, beurteilt sich nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung unabhÃ¤ngig von den EigentumsverhÃ¤ltnissen an der Wegparzelle oder einer allfÃ¤lligen Widmung zum Gemeingebrauch (VGr, 25. Juni 2020, VB.2020.00173, E. 3.1, <span>RB 1982 Nr. 149 = </span>BEZ 1982 Nr. 20; <span>Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch/Thomas Wipf/Daniel Kunz, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 6. A., WÃ¤denswil 2019, S. 1055</span>, je auch zum Folgenden). Unerheblich ist auch, ob das betreffende WegstÃ¼ck nur servitutarisch gesichert oder als separate Wegparzelle ausgeschieden ist. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b><span>FÃ¼r die Abgrenzung von Ã¶ffentlichen und privaten Wegen ist gemÃ¤ss konstanter Rechtsprechung die Zweckbestimmung der Anlage zentral: Hat sie die Funktion einer gesetzlichen Zufahrt im Sinn von § 237 PBG, so wird sie â wenn sie mehrere GrundstÃ¼cke erschliesst â notwendigerweise von einem unbestimmten BenÃ¼tzerkreis beansprucht und gilt als Ã¶ffentlich. Sofern ein Weg nicht nur eine grundstÃ¼cksinterne Erschliessung darstellt, sondern als gesetzliche Erschliessung von mindestens zwei GrundstÃ¼cken einem unbestimmten Benutzerkreis offensteht, ist er somit als </span>Ã¶ffentlich <span>zu qualifizieren. (RB 1982 Nr. 149 = </span>BEZ 1982 Nr. 20; <span>RB 1987 Nr. 77; BEZ 1989 Nr. 28; RB 2001 Nr. 75 = BEZ 2001 Nr. 48; VGr, 14. Juli 2004, VB.2003.00382, E. 2.4; 23. Mai 2007, VB.2007.00049, E. 3.2.3; 19. Dezember 2007, VB.2006.00510, E. 3.2; 30. Juni 2010, VB.2010.00089/90, E. 4.1; 4. MÃ¤rz 2012, VB.2011.00687, E. 3.2.1 f.; 29. November 2018, VB.2018.000275, E. 3.3; 22. Januar 2020, VB.2017.00540, E. 6.2.4). Nach der Praxis lÃ¤sst aber â entgegen den BeschwerdefÃ¼hrenden â nicht allein die Zweckbestimmung als gesetzliche Zufahrt zu mehreren GrundstÃ¼cken einen Weg als Ã¶ffentlich und damit als abstandspflichtig erscheinen (Fritzsche/BÃ¶sch/Wipf/Kunz, S. 1056).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.2.3 </span></b><span>Massgebliches Kriterium fÃ¼r die Ãffentlichkeit ist, dass der Weg einem nicht nÃ¤her bestimmten Personenkreis zur BenÃ¼tzung offensteht. Steht ein Weg â wie etwa ein Flurweg â von Gesetzes wegen allen FussgÃ¤ngern zur BenÃ¼tzung offen (§ 111 Abs. 1 des kantonalen Landwirtschaftsgesetzes vom 2. September 1979 [LG]), ist er als Ã¶ffentlicher Weg zu qualifizieren. Nicht Ã¶ffentlich ist demgegenÃ¼ber ein Weg, dem eine rein grundstÃ¼cksinterne Funktion zukommt. Dasselbe gilt, wenn die GrundeigentÃ¼mer fÃ¼r einen Fussweg ein BenÃ¼tzungsverbot fÃ¼r die Allgemeinheit erwirkt haben (zum Ganzen: VGr, 29. November 2018, VB.2018.00275, E. 3.3, bestÃ¤tigt in BGr, 11. November 2019, 1C_64/2019; VGr, 4. MÃ¤rz 2012, VB.2011.00687 = BEZ 2012 Nr. 34, E. 3.3; 30. Juni 2010, VB.2010.00089; VB.2010.00090, E. 4.1; 5. September 2001, VB.2001.00092, E. 1b; RB 2001 Nr. 75 = BEZ 2001 Nr. 48; Fritzsche/BÃ¶sch/Wipf/Kunz, S. 1056). Diese EinschrÃ¤nkung wurde in VGr, 22. Januar 2020, VB.2017.00540, E. 6.2.4 relativiert, wo ein Weg, welcher eine nicht bloss grundstÃ¼cksinterne Erschliessungsfunktion fÃ¼r drei GrundstÃ¼cke hatte, im Miteigentum von sieben GrundstÃ¼cken stand und dem Durchgangsverkehr weiterer acht GrundstÃ¼cke diente, unabhÃ¤ngig von einem richterlichen Verbot fÃ¼r die Benutzung durch die Allgemeinheit als Ã¶ffentlich betrachtet wurde.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Das Verwaltungsgericht hat in VGr, 25. Juni 2020, VB.2020.00173, E. 3.2 in Anlehnung an das Bundesgericht ausgefÃ¼hrt, ein Ã¶ffentlicher Weg sei ein unbestimmter Rechtsbegriff<span> des kantonalen Rechts</span>, dessen Konkretisierung im pflichtgemÃ¤ssen Ermessen der BehÃ¶rden liege. Bereits in VGr, 29. November 2018, VB.2018.00275, E. 3.4.1 hatte es ausgefÃ¼hrt, dass der Begriff des Ã¶ffentlichen Weges nicht vollstÃ¤ndig im Ermessen der kommunalen BehÃ¶rden stehe. Nach klarem Wortlaut von § 265 Abs. 1 PBG sei es den kommunalen BehÃ¶rden lediglich erlaubt, in ihren Bau- und Zonenordnungen andere als in § 265 Abs. 1 PBG vorgesehene WegabstÃ¤nde festzulegen. Hingegen biete der Wortlaut des Gesetzes keinen Spielraum, die Auslegung der in § 265 PBG gesetzlich festgelegten Begrifflichkeiten, wie zum Beispiel des in der Rechtsprechung und Lehre definierten Begriffs des "Ã¶ffentlichen Weges", auf kommunaler Ebene vollkommen anders zu definieren. </p> <p class="Erwgung2"><span>In Bezug auf die Anwendung unbestimmter Rechtsbegriffe des Bundesrechts geht das Bundesgericht von einer ErmessensÃ¼berschreitung aus, wenn die kantonalen Instanzen grundlos von den in Lehre und Rechtsprechung entwickelten GrundsÃ¤tzen abgehen (BGE 141 III 97 E. 11.2; 141 V 51 E. 9.2; 138 III 252 E. 2.1; 132 III 97 E. 1; 123 III 274 E. 1a/cc; je mit Hinweisen). Diese Rechtsprechung kann gemÃ¤ss Bundesgericht sinngemÃ¤ss auch auf die Anwendung unbestimmter Rechtsbegriffe durch kommunale BehÃ¶rden Ã¼bertragen werden (zum Ganzen: </span>VGr, 25. Juni 2020, VB.2020.00173, E. 3.2 mit Verweis auf <span>BGr, 11. November 2019, 1C_64/2019, E. 3.5). Daran ist festzuhalten.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b><span>Das Baurekursgericht erwog zusammengefasst, vorliegend wÃ¼rden zwei Liegenschaften Ã¼ber den strittigen Zugangsweg erschlossen; einerseits die Tiefgarage des Ersatzneubaus und andererseits das von den BeschwerdefÃ¼hrenden bewohnte Mehrfamilienhaus. Bei dieser Ausgangslage â der gesetzlichen Erschliessung von zwei Liegenschaften â wÃ¤re nach der Rechtsprechung dann von einem Weg mit einem unbestimmten Benutzerkreis auszugehen, wenn keine BeschrÃ¤nkung entsprechender Befugnisse der Allgemeinheit bestÃ¤nde, sodass mit einem unbeschrÃ¤nkten BenÃ¼tzerkreis zu rechnen wÃ¤re. Indes bestehe vorliegend ein BenÃ¼tzungsverbot fÃ¼r die Allgemeinheit in Form einer Verbotstafel wonach Unberechtigten das FÃ¼hren und Abstellen von Fahrzeugen aller Art sowie die BenÃ¼tzung des Zugangs auf den Parzellen Kat.-Nrn. 03 und 01 unter Androhung einer Busse untersagt werde. Als Berechtigte wÃ¼rden ausschliesslich die Mieter und Besucher der Liegenschaften F-Strasse 04 und 02, Dienstbarkeitsberechtigte sowie Notfalltransporte bezeichnet. </span>Mitunter existiere ein amtsrichterliches BenÃ¼tzungsverbot fÃ¼r die Allgemeinheit und sei dieses mittels Verbotstafel und Bodenmarkierung ''PRIVAT'' deutlich signalisiert. Mit dem amtlichen Verbot sei die Benutzungsbefugnis auf bestimmbare Berechtigte beschrÃ¤nkt worden. Dritten sei es damit nicht gestattet, den Weg zu benÃ¼tzen. Hinzu komme, dass im Rahmen des Bauvorhabens ein versenkbarer Poller in der Mitte des Zufahrtswegs projektiert und bewilligt worden sei, sodass die Zufahrt auf jene Berechtigten beschrÃ¤nkt werde, welche Ã¼ber die entsprechenden Bedienungselemente verfÃ¼gten. Damit werde das Verbot auch faktisch umgesetzt. Zusammen mit der Vorinstanz sei der Zufahrtsweg damit als privat aufzufassen, weshalb das Ersatzneubauvorhaben keinen Wegabstand einzuhalten habe.</p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.2 </span></b>Vorliegend steht die Wegparzelle im Eigentum der Bauherrschaft und dient der beschwerdefÃ¼hrerischen Liegenschaft F-Strasse 04, welche in der zweiten Bautiefe liegt, als gesetzliche Zufahrt. Der Weg stellt fÃ¼r die mit der Liegenschaft F-Strasse 04 Ã¼berbaute Parzelle 05 die einzige MÃ¶glichkeit dar, das GrundstÃ¼ck zu erreichen. Die Zufahrt zur geplanten Tiefgarage der Ersatzneubaute erfolgt ebenfalls Ã¼ber die Wegparzelle sowie den daran angrenzenden Autolift auf dem BaugrundstÃ¼ck. Daneben verfÃ¼gt das BaugrundstÃ¼ck jedoch bereits durch die F-Strasse, an welcher auch der Hauseingang zu liegen kommt, Ã¼ber die notwendige Erschliessung<span> im Sinn von Art. 19 Abs. 1 und Art. 22 Abs. 2 lit. b des Bundesgesetzes Ã¼ber die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (RPG) und §§ 234 ff. PBG</span>. Dem BaugrundstÃ¼ck dient der Zufahrtsweg bloss als grundstÃ¼cksinterne Erschliessung. Der strittige Weg dient damit lediglich <i>einem</i> GrundstÃ¼ck als gesetzliche <span>Erschliessung im Sinn von § 237 Abs. 1 PBG in Verbindung mit den Zugangsnormalien vom 9. Dezember 1987 (ZN). Folglich wird er nicht notwendigerweise von einem unbestimmten BenÃ¼tzerkreis beansprucht und ist bereits aus diesem Grund nicht als Ã¶ffentlich im Sinn von § 265 Abs. 1 PBG und Art. 12 BZO zu qualifizieren.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hinzu kommt, dass die </span><span>Ãffentlichkeit zur BenÃ¼tzung des entsprechenden Wegs nicht befugt ist.</span><span> Wie das Baurekursgericht zutreffend ausgefÃ¼hrt hat, wird das </span><span>richterliche Verbot fÃ¼r die Benutzung durch die Allgemeinheit </span><span>mittels amtlicher Verbotstafel und der Bodenbeschriftung fÃ¼r Dritte gut ersichtlich markiert und auch faktisch umgesetzt. </span><span>Auf die diesbezÃ¼glichen ErwÃ¤gungen kann verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). </span><span>Die strittige Wegparzelle steht dadurch </span><span>lediglich einem beschrÃ¤nkten und von vornherein bestimmten Benutzerkreis zur VerfÃ¼gung. Diese UmstÃ¤nde verdeutlichen den privaten Charakter des Wegs.<i> </i>Daran Ã¤ndert nichts, dass er auch fÃ¼r Notfalltransporte oder (Post-)Zustellungen genutzt werden darf. In all diesen FÃ¤llen erfolgt die Nutzung zu einem klar bestimmten (Sach-)Zweck und dient den Bewohnern. Dasselbe gilt hinsichtlich der Mieter und Besucher der beiden Liegenschaften; es bleibt Dritten untersagt, in eigenem Interesse auf dem Zufahrtsweg zu zirkulieren. Nach diesen AusfÃ¼hrungen unterscheidet sich der vorliegende Sachverhalt wesentlich von demjenigen in VB.2017.00540 (vgl. E. 4.2.3), weshalb die RÃ¼ge, das vorinstanzliche Urteil stehe dazu im Widerspruch, nicht verfÃ¤ngt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ferner hat das Baurekursgericht die RÃ¼ge der ungenÃ¼genden Verkehrssicherheit aufgrund der Akten und nach Massgabe der Erkenntnisse am Augenschein als klarerweise unbegrÃ¼ndet beurteilt. Auf die entsprechenden zutreffenden ErwÃ¤gungen kann vollumfÃ¤nglich verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Diese sind zu Recht im vorliegenden Verfahren nicht beanstandet worden. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrenden aufgrund der Verkehrssicherheit einen Wegabstand verlangen, erweist sich das Vorbringen damit von vornherein als unbehelflich. Wie es sich mit dem geplanten Poller verhÃ¤lt, braucht nicht weiter erÃ¶rtert zu werden; dieser ist nach dem Gesagten nicht entscheidend. Schliesslich ist irrelevant, wie die sÃ¼dlich am BaugrundstÃ¼ck angrenzende, nicht streitgegenstÃ¤ndliche Wegparzelle zu qualifizieren wÃ¤re, zumal die geplante Baute dazu ohnehin einen Abstand von 3,52 m einhÃ¤lt. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.3 </b>Zusammenfassend ergibt sich, dass das strittige WeggrundstÃ¼ck k<span>einem unbestimmten Benutzerkreis offensteht und damit nicht als </span>Ã¶ffentlich <span>zu qualifizieren</span> ist. Folglich unterliegt die projektierte Ersatzneubaute gegenÃ¼ber der Wegparzelle keinen Abstandsvorschriften. In Anwendung der von Lehre und Rechtsprechung entwickelten Kriterien zur Abgrenzung von Ã¶ffentlichen und privaten Wegen haben die Vorinstanzen den Weg in pflichtgemÃ¤ssen Ermessen und zu Recht als privat qualifiziert. Die gegenteiligen RÃ¼gen erwiesen sich als unbegrÃ¼ndet. Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung3">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten den BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und 2 je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihnen bei diesem Ergebnis nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Sie sind vielmehr zu verpflichten, der privaten Beschwerdegegnerin 1 eine ParteientschÃ¤digung zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 VRG). Als angemessen erscheint eine solche von Fr. 3'000.-. </p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss erkennt die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. <span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 6'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 255.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 6'255.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. <span>Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und 2 je zur HÃ¤lfte unter solidarischer Haftung fÃ¼r den Gesamtbetrag auferlegt.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>4. <span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und 2 werden im gleichen VerhÃ¤ltnis und unter solidarischer Haftung verpflichtet, der privaten Beschwerdegegnerin 1 eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 3'000.- zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des vorliegenden Entscheids.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>