Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 25. April 2013 (720 12 284 / 85) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Erhebung und Würdigung des medizinischen Sachverhaltes in Rentenrevisionsfällen Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Marco Albrecht, Advo- kat, Hauptstrasse 54, 4132 Muttenz gegen IV-Stelle Basel-Landschaft , Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1953 geborene A.____ war seit Mai 1991 im Rah men einer Teilzeittätigkeit als Mit- arbeiterin in der Reinigung bei der B.____ AG tätig . Am 15. März 2002 meldete sie sich unter Hinweis auf „Bandscheibenabnützung und Arthrosen in beid en Knien“ bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Na ch Abklärung der gesundheitli- chen, der erwerblichen und der hauswirtschaftlichen Verhä ltnisse ermittelte die IV-Stelle Basel- Landschaft bei der Versicherten in Anwendung der gemisch ten Bemessungsmethode einen Invaliditätsgrad von 60 %. Gestützt auf dieses Ergebnis sprach die IV-Stelle A.____ mit Verfü- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht gung vom 12. Juni 2003 rückwirkend ab 1. Mai 2002 eine halbe Rente zu. Mit Verfügung vom 16. Juli 2004 erhöhte sie diese Rente rückwirkend ab 1. Januar 2004 auf eine Dreiviertelsrente, wobei die Erhöhung - bei in medizinischer, erwerblicher und hauswirtschaftlicher Hinsicht un- verändertem Sacherhalt - ausschliesslich wegen der im Rahmen der 4. IVG-Revision eingeführ- ten neuen Rentenabstufung erfolgte. Im Jahr 2005 nahm die IV-Stelle von Amtes wegen eine Ü berprüfung des laufenden Rentenan- spruchs der Versicherten ein. Dieses Verfahren endete mit der Mitteilung an A.____, dass man keine rentenbeeinflussende Änderung des Invaliditätsgr ades festgestellt habe (Mitteilung vom 29. Juli 2005). Im März 2009 leitete die IV-Stelle ei ne nächste Rentenüberprüfung von Amtes wegen ein. Aufgrund ihrer Abklärungen gelangte die I V-Stelle zur Auffassung, dass sich der Gesundheitszustand von A.____ verbessert habe. Der wiederum in Anwendung der gemischten Bemessungsmethode ermittelte Invaliditätsgrad betrage lediglich noch 14 %. Nach Durchfüh- rung des Vorbescheidverfahrens hob die IV-Stelle deshal b die laufende Dreiviertelsrente von A.____ mit Verfügung vom 16. Juli 2012 auf das Ende des der Zustellung der Verfügung fol- genden Monats auf. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten du rch Advokat Marco Albrecht, am 13. September 2012 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abte ilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es sei die angef ochtene Verfügung der IV-Stelle vom 16. Juli 2012 aufzuheben; unter o/e-Kostenfolge, wob ei ihr die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit ihrem Rechtsvertreter zu bewilligen sei. C. In ihrer Vernehmlassung vom 28. September 2012 be antragte die IV-Stelle die Abwei- sung der Beschwerde. D. Mit Schreiben vom 16. November 2012 liess die Beschw erdeführerin mitteilen, dass sie ihre Anträge auf Bewilligung der unentgeltlichen Pr ozessführung und der unentgeltlichen Ver- beiständung zurückziehe. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über d ie Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 13. September 2012 ist demnach einzutreten. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.1 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes übe r den Allgemeinen Teil des So- zialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die vora ussichtlich bleibende oder länge- re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig keit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach- te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver- lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen den allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 2.2 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psych ischen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Dia gnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzuge ltenden psychischen Leiden belas- tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umstän den kein Krankheitswert zu- kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psych ische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versi cherten Person trotz des Leidens wil- lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem E rwerb nachzugehen (BGE 127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer d urch eine psychische Gesundheitsbeein- trächtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es al so nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielm ehr, ob anzunehmen ist, die Verwer- tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Vor- aussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 1 02 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 E. 4c in fine). 3.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der bis Ende 2007 gült ig gewesenen Fassung) bzw. nach Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit 1. Januar 2008 anwend baren Fassung) hat die versicherte Per- son Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindes tens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wen n sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28 Abs. 2 IVG [in der bis 31. Dezemb er 2007 gültig gewesenen Fassung] bzw. Art. 28a Abs. 1 IVG [in der seit 1. Januar 2008 anwend baren Fassung]). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, d as die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der med izinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden w äre (Valideneinkommen). Der Einkom- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol gen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invalidität sgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 3.3 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, welche in ein em Aufgabenbereich (z.B. Haushalt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigke it nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in wel- chem Masse sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgabenb ereich zu betätigen (Betätigungs- vergleich; Art. 28 Abs. 2 bis IVG [in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung] bzw. Art. 28a Abs. 2 IVG [in der seit 1. Januar 2008 anwendbaren Fassung]). 3.4 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird f ür diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbe reich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28 Abs. 2 bis IVG [in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fa s- sung] bzw. Art. 28a Abs. 2 IVG [in der seit 1. Januar 20 08 anwendbaren Fassung]) festgelegt. In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit bzw. der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderun g in beiden Bereichen zu bemessen (ge- mischte Methode der Invaliditätsbemessung; Art. 28 Abs. 2ter IVG [in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung] bzw. Art. 28a Abs. 3 IV G [in der seit 1. Januar 2008 anwend- baren Fassung]). Ist bei diesen Versicherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Inva- liditätsbemessung ausschliesslich nach den Grundsätzen für E rwerbstätige zu bemessen (Art. 27 bis der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961). 3.5 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitw eilig erwerbstätig oder als nichter- werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträcht igung bestünde. Entscheidend ist so- mit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versiche rten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 507 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteil H. des Bu ndesgerichts vom 17. Juli 2012, 9C_335/2012, E. 3.1). Bei im Haushalt tätigen Versiche rten im Besonderen sind die persönli- chen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältniss e ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbil- dung sowie die persönlichen Neigungen und Begabunge n zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hier: 16. Juli 2012) entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesund- heitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweis- grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 137 V 338 E. 3.2, 125 V 150 E. 2c, je mit Hinweisen). 4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten f ür die Zukunft zu erhöhen, herab- zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesen tliche Änderung in den tatsächlichen Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad u nd damit den Rentenanspruch zu beein- flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine we sentliche Änderung des Gesundheitszu- standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebe nen Gesundheitszustandes erheb- lich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinwei sen). Ebenso kann auch eine Änderung der Bemessungsmethode - bei gleich gebliebenem Gesundhe itszustand und bei unveränderten erwerblichen Auswirkungen - eine erhebliche Änderung de s Invaliditätsgrads mit sich bringen (UELI KIESER , ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 17 Rz. 20 mit Hin- weisen). 4.2 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer ans pruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspru chs mit rechtskonformer Sachverhalts- abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk- ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkunge n des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E . 3.2.3). Vorliegend sprach die IV-Stelle der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 12. Juni 20 03 gestützt auf einen IV-Grad von 60 % rückwirkend ab 1. Mai 2002 eine halbe Rente zu. Mit Ver fügung vom 16. Juli 2004 erhöhte sie diese Rente rückwirkend ab 1. Januar 2004 auf eine Dreiviertelsrente, wobei die Erhöhung - bei in medizinischer, erwerblicher und hauswirtschaftlicher H insicht unverändertem Sacherhalt - ausschliesslich wegen der im Rahmen der 4. IVG-Revision ei ngeführten neuen Rentenabstu- fung (vgl. Art. 28 Abs. 1 IVG [in der zwischen 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 gültig ge- wesenen Fassung]) erfolgte. Nachdem sie im März 2009 von A mtes wegen eine Überprüfung des Rentenanspruchs der Versicherten eingeleitet und die erforderlichen Abklärungen vorge- nommen hatte, hob die IV-Stelle die laufende Dreivie rtelsrente der Versicherten mit Verfügung vom 16. Juli 2012 auf das Ende des der Zustellung der V erfügung folgenden Monats auf. Somit beurteilt sich die Frage, ob eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine revisionsweise Aufhebung der bis anhin ausgerichtet en Rente rechtfertigt, durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen (auf einer materiellen Anspruchsprü- fung beruhenden) Rentenverfügung vom 12. Juni 2003 b estanden hat, mit demjenigen im Zeit- punkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 16. Juli 2012. 5.1 Vorliegend hat die IV-Stelle den Invaliditätsgra d der Versicherten sowohl anlässlich der ursprünglichen Rentenzusprache als auch im Rahmen des hi er zur Diskussion stehenden Ren- tenrevisionsverfahrens in Anwendung der gemischten Metho de der Invaliditätsbemessung er- mittelt, was von der Beschwerdeführerin - zu Recht - ni cht beanstandet wird. Anlass zur stritti- gen Rentenaufhebung gibt denn auch nicht etwa eine al lfällige Änderung der Bemessungsme- thode (wie etwa ein Wechsel von der gemischten Methode zur allgemeinen Methode des Ein- kommensvergleichs), die Revision wird von der IV-Stelle a usschliesslich mit dem Umstand be- gründet, dass es seit der ursprünglichen Rentenzusprache zu einer wesentlichen Versbesse- rung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin gekommen sei. 5.2 Im Folgenden ist demnach als erstes zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand und - damit einhergehend - der Grad der Arbeitsfähigkeit der Versicherten tatsächlich, wie von der IV- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Stelle geltend gemacht, seit der Rentenzusprache in e iner anspruchserheblichen Weise ver- bessert hat. 6.1 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die du rch eine Beeinträchtigung der körper- lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, vo lle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbei t zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Ber uf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt im Wesentlichen mit dem Begriff der Arbeitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hinweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene dies- bezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Ve rsicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilu ngen) bleibt folglich weitestgehend an- wendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 6.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frag e kommenden Arbeitsmarkt zumutbar- erweise noch verrichtet werden können (U LRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi- alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 6.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro- zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wü rdigen und die Gründe an- zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die ande re medizinische These abstellt. Hinsicht- lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entsc heidend, ob dieser für die streiti- gen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchunge n beruht, auch die geklagten Be- schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamn ese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa- tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der E xpertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu stellen (vgl. die ausführlichen Zusam- menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gut achten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erö rterung der Befunde zu schlüssigen Er- gebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Bew eiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 6.5 Im Urteil J. vom 29. August 2011 (9C_418/2010) hat das Bundesgericht ergänzend zusätzliche Besonderheiten festgehalten, die es in Revisionsfällen (im Sinne des Art. 17 ATSG) bei der Erhebung und Würdigung des medizinischen Sachverhaltes zu beachten gilt. 6.5.1 Da die Feststellung einer revisionsbegründenden V eränderung durch eine Gegenüber- stellung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes e rfolgt (vgl. E. 4.1 f. hiervor), bildet Gegenstand des Beweises das Vorhandensein einer entscheidungserheblichen Differenz in den - den medizinischen Gutachten zu entnehmenden - Tatsac hen. Die Feststellung des aktuellen gesundheitlichen Befunds und seiner funktionellen Auswir kungen ist zwar Ausgangspunkt der Beurteilung; sie erfolgt aber nicht unabhängig, sondern wird nur entscheidungserheblich, soweit sie tatsächlich einen Unterschied auf der Seinsebene zum früheren Zustand wiedergibt. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachten s hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema - erhebl iche Änderung(en) des Sachverhalts - bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssigen medi- zinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalig e Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre (vgl. dazu BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a), mangelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich d ie (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspri cht, inwiefern eine effektive Verände- rung des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbeha lten bleiben Sachlagen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben (Urteil J. des Schweizerischen Bundesgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.2). 6.5.2 Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrech tlichen Beweisthemas und des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen von bloss abweichenden Bewertungen abzugrenzen, muss deutlich werden, dass die Fakten, mit d enen die Veränderung begründet wird, neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in i hrer Beschaffenheit oder ihrem Ausmass substantiell verändert haben. Eine verlässliche Abgr enzung der tatsächlich eingetre- tenen von der nur angenommenen Veränderung ist als er forderliche Beweisgrundlage nicht erreicht, wenn bloss nominelle Differenzen diagnostischer Art bestehen. Die Feststellung über eine seit der früheren Beurteilung eingetretene tatsä chliche Änderung ist hingegen genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunk- te in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf der Arbe itsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnosti- schen Beurteilung und Einschätzung des Schweregrades der Störungen geführt haben. Ein Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht Sachverständiger kann die betreffende Entwicklung regelm ässig nicht aus eigener Wahrneh- mung beschreiben (ausser er sei schon als Vorgutachter t ätig gewesen). Daher ist es erforder- lich, dass er sich, soweit verfügbar, mit den Fakten fundie rt auseinandersetzt, wie sie sich aus den für den früheren Entscheid massgebenden medizinischen Vorakten ergeben. Dem Gutach- ten, welches die medizinischen Vorakten unzureichend berücksi chtigt, fehlt die erforderliche Überzeugungs- und Beweiskraft selbst dann, wenn die Schlu ssfolgerungen, welche auf der Grundlage der vom Sachverständigen selber erhobenen Bef undtatsachen gezogen worden sind, an sich einleuchten und vom Rechtsanwender prüfen d nachvollzogen werden können. Diesem Beweiswertkriterium kommt hinsichtlich der Entscheidu ngsgrundlagen in Revisionsfäl- len - mit Blick auf deren vergleichende Natur - eine b esondere Bedeutung zu. Diese spezifi- schen Anforderungen müssen sich denn auch im Rahmen der Fragestellung zuhanden des Gutachters niederschlagen (Urteil J. des Schweizerischen Bund esgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.3 mit weiteren Hinweisen). 7.1 In der ursprünglichen Verfügung vom 12. Juni 2003 , mit welcher sie der Versicherten ab 1. Mai 2002 eine ganze Rente zugesprochen hatte, stü tzte sich die IV-Stelle bei der Beurtei- lung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten im Wesentlichen auf einen Bericht von Dr. med. C.____, Psychiatrie und Psycho therapie FMH, vom 31. März 2003. Darin hatte dieser der Versicherten auf Grund einer rezidivierenden depressiven Erkrankung mit somatischem Syndrom, gegenwärtig mittelschwer (ICD-10 F33.11), ab Mai 2001 eine vollstän- dige Arbeitsunfähigkeit attestiert. 7.2 Im Rahmen des von ihr im März 2009 von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfah- rens gab die IV-Stelle zur Abklärung des aktuellen medizi nischen Sachverhaltes bei den Dres. med. D.____, Innere Medizin und Rheumatologie FMH, u nd E.____, Psychiatrie und Psycho- therapie FMH, ein rheumatologisches/psychiatrisches Gutac hten in Auftrag, welches am 28. Oktober 2009 erstattet wurde. Darin hielten die b eiden Fachärzte folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest: (1) ein ch ronisches lumbospondylogenes Schmerz- syndrom links (ICD10 M54.5) mit/bei (1.1) fortgeschritte ner Osteochondrose L5/S1 sowie mäs- siggradig L2-L5 sowie Th12/LWK1 und mässiggradigen Spo ndylarthrosen bilateral L4-S1, (1.2) einem Status nach M. Scheuermann betont thoracolumbal so wie (1.3) Wirbelsäulenfehlform und Fehlhaltung; (2) ein chronisches linksbetontes cervico- thracovertebrales Schmerzsyndrom mit/bei (2.1) Wirbelsäulenfehlform und Fehlhaltung u nd (2.2) muskulärer Dysbalance betont vom linksseitigen Schulter-/Nackengürteltyp; (3) eine Go narthrose beidseits mit Status nach Knietotalprothesenimplantation rechts am 12.03.2008; ( 4) eine Fingerpolyarthrose vom He- bereden-Typ und (5) eine chronifizierte depressive Störu ng, leichten Ausmasses (ICD-10 F34.1). In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit gelangten die beiden Gutachter in ihrer Konsensbeur- teilung zum Ergebnis, dass bei der Explorandin aus rei n rheumatologischer Sicht in der ange- stammten Tätigkeit als Raumpflegerin eine Restarbeitsfähigkeit von 50 % bestehe, sofern keine Lasten über 10 kg gehoben werden und keine Zwangshaltun gen bei gegebener Wechselbelas- tung eingenommen werden müssten. Für eine leidensadap tierte Tätigkeit könne eine Restar- beitsfähigkeit von 70 % ausgewiesen werden. Aus psychiatri scher Sicht sei festzuhalten, dass die Explorandin verlangsamt sei und vermehrte Pausen b enötige, sodass ihr eine Tätigkeit mit einfacher Strukturierung in einem 50 %-igen Leistungsum fang zuzumuten sei. Dies entspreche Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht einer 50 %-igen Einschränkung bezogen auf eine ganztäg ige Arbeit. Zusammenfassend sei die Explorandin unter Berücksichtigung der somatischen und de r psychiatrischen Grunddiagnosen somit für jegliche Tätigkeit zu 50 % leistungsfähig, w as einer 50 %-igen Einschränkung der Ar- beitsfähigkeit bezogen auf eine ganztägige Tätigkeit entspreche. 7.3 Da die IV-Stelle gestützt auf eine Beurteilung ih res Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) zu Auffassung gelangte, dass die vom psychiatrischen Gutachter Dr. E.____ beschrie- bene Symptomatik und die gestellte Diagnose nicht mit d er attestierten 50 %-igen Einschrän- kung der Arbeitsfähigkeit vereinbar sei, entschloss sie sich, die Versicherte zusätzlich psychiat- risch begutachten zu lassen. Der entsprechende Auftrag erging an Dr. med. Dipl. Psych. F.____, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe FMH. Dieser hielt in seinem Gutachten vom 24. März 2011 fest, dass sich zurzeit keine psychiatrische Dia gnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit finde. Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine anhaltende leichte ängstliche Depression, Dysthymia (ICD-1 0 F34.1) und einen Verdacht auf Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (ICD-10 F68.0). Die festgestellte leichte depressive Störung bilde keinen ausreichenden Gr und, eine andauernde Arbeitsunfä- higkeit zu rechtfertigen. Die Einschränkungen in der angestammten sowie in einer Verweistätig- keit würden sich aus rheumatologischer Sicht ergeben. 7.4 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des a ktuellen medizinischen Sachverhal- tes und bei ihrem Entscheid über die Frage, ob seit der ursprünglichen Rentenzusprechung eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin eingetreten ist, auf das rheumatologische (Teil-) Gutachten von Dr. D.____ vom 28. Oktober 2009 und auf das psychiatrische Gutachten von Dr. F.____ vom 24. Mär z 2011. Sie ging demzufolge davon aus, dass sich der psychische Gesundheitszustand der Beschwerdef ührerin seit der ursprüngli- chen Rentenzusprache vom 12. Juni 2003 ganz erheblich verb essert habe mit der Folge, dass heute aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr attestiert werden könne. Eine solche sei lediglich (noch) auf Grund soma tischer Gesundheitsbeeinträchtigungen gegeben, wobei der Versicherten heute aus rheumatologischer Sicht die Ausübung einer wech- selbelastenden Tätigkeit ohne Zwangshaltungen und ohn e Heben von Lasten über 10 kg im Umfang von 70 % zumutbar sei. 7.5.1 Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist zweifellos insoweit nicht zu beanstanden, als die IV-Stelle in Bezug auf die Beurteilung der im Zeitpunkt der strittigen Revisionsverfügung - neu - vorhandenen somatischen Beschwerden vollumfänglich auf die Ergebnisse des rheuma- tologischen (Teil-) Gutachtens von Dr. D.____ vom 28. Oktober 2009 abgestellt hat. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 6.4 hiervor), ist den im Rahmen de s Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht er statten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Bew eiswürdigung volle Beweiskraft zu- zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuve rlässigkeit der Expertisen spre- chen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das Gutach ten von Dr. D.____ vom 28. Oktober 2009 weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist - wie dies vom Bundesgericht ver- langt wird (vgl. E. 6.3 hiervor) - für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf allseitigen Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht Untersuchungen, es berücksichtigt die geklagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein, es setzt si ch mit den vorhandenen abweichenden ärztlichen Einschätzungen auseinander und es ist in den Sc hlussfolgerungen überzeugend. Insbesondere nimmt es aus rheumatologischer Sicht eine schlü ssige Einschätzung der Arbeits- fähigkeit der Versicherten vor. 7.5.2 Was das psychiatrische Gutachten von Dr. F.____ vom 24 . März 2011 betrifft, lässt sich sagen, dass dieses eine nachvollziehbare Beurteilung de s aktuellen psychischen Gesund- heitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten vornimmt. Wie oben aufgezeigt (vgl. E. 6.5.1 hiervor), bildet im Rahmen eines Revisionsverfa hrens die Feststellung des aktuellen gesundheitlichen Befunds und seiner funktionellen Auswi rkungen zwar Ausgangspunkt der Be- urteilung, darüber hinaus hat der Gutachter aber vor allem auch aufzuzeigen, ob und inwieweit seit der ursprünglichen Rentenzusprache Veränderungen des medizinischen Sachverhaltes eingetreten sind. In Bezug auf diese revisionsrechtliche F ragestellung vermag das Gutachten von Dr. F.____ nicht zu überzeugen. Da die Beschwerdefüh rerin im Zeitpunkt der Renten- zusprache (12. Juni 2003) ausschliesslich an psychischen Gesundhe itsbeeinträchtigungen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit litt, wäre es im Rahmen des aktuellen Revisionsverfah- rens Aufgabe des psychiatrischen Gutachters gewesen, anhand e iner Gegenüberstellung des damaligen und des aktuellen Zustandes schlüssig aufzuzeigen , inwiefern eine effektive Verän- derung des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Auf diese entscheidrelevante Thematik geht das aktuelle Gutachten von Dr. F.____ nun aber - wohl nicht zuletzt auch auf Grund der entsprechend unvollständigen Fragestellung durch die IV-Stelle - nur unzureichend ein, was seinen Beweiswert im vorliegenden Revisionsverfahren erheb lich schmälert. Von zusätzlichen Beweiserhebungen - sei es in Form einer entsprechende n Ergänzung des Gutachtens durch Dr. F.____ oder durch die Einholung eines gänzlich neu en (Gerichts-) Gutachtens - kann nun aber in casu trotzdem abgesehen werden. Aus dem Ergebni s der aktuellen Beurteilung von Dr. F.____, wonach heute keine psychischen Gesundheitsbee inträchtigungen mit Auswirkun- gen auf die Arbeitsfähigkeit mehr bestehen, darf - t rotz unzureichender Gegenüberstellung des damaligen und des aktuellen Zustandes - zweifellos gefol gert werden, dass es bei der Versi- cherten seit der Rentenzusprache zu einer erheblichen Ve rbesserung des psychischen Ge- sundheitszustandes gekommen ist. 7.5.3 Die Beschwerdeführerin beanstandet im Zusammenh ang mit dem psychiatrischen Gutachten von Dr. F.____, dass das der Expertise zu Grunde liegende Untersuchungsgespräch lediglich 45 Minuten gedauert habe. Es verstehe sich von selbst, dass eine derart kurze Begut- achtungsdauer nicht ausreiche, um eine verlässliche Beur teilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit vornehmen zu können. Ob dies e Darstellung der Beschwerdeführerin zutrifft, lässt sich gestützt auf die vorhandene Aktenlage nicht beantworten, denn das Gutachten selber enthält keine Aussagen zur Dauer der psychiatrisch en Exploration. Wird die Gesprächs- dauer einzig von der versicherten Person angegeben, so ste llen sich - wie hier - in der Praxis regelmässig Beweisprobleme. Es wäre deshalb von erheblich em Nutzen, wenn die Gutachte- rinnen und Gutachter die Untersuchungs- bzw. Gesprächsda uer in jedem Fall unaufgefordert dokumentieren würden, denn nur so wird die rechtsanw endende Behörde in die Lage versetzt, Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht den Beweiswert des Gutachtens unter diesem Aspekt zu wür digen, ohne dabei grössere Ver- fahrensweiterungen veranlassen zu müssen (vgl. Urteil L. des Bundesgerichts vom 14. Novem- ber 2007, I 1094/06, E. 3.1.2). Allerdings vertritt das Bundesgericht bis anhin die Auffassung, dass Angaben zur Dauer einer psychiatrischen Exploration zw ar wünschbar, aber nicht unver- zichtbar seien. Ihr Fehlen falle jedenfalls dann nicht entscheidend ins Gewicht, wenn - auch im Gesamtkontext des medizinischen Dossiers - keinerlei Hinweise auf materielle Mängel des Be- richts bestünden (Urteil N. des Bundesgerichts vom 3. Jun i 2008, 9C_531/2007, E. 2.2.4). Im Übrigen komme es für den Aussagegehalt eines Arztberich ts ohnehin nicht auf die Dauer der Untersuchung an. Massgeblich sei vielmehr, ob der Bericht inhaltlich vollständig und im Ergeb- nis schlüssig sei (Urteil H. des Bundesgerichts vom 6. Mai 2 009, 9C_170/2009, E. 2.2 mit Hin- weisen). Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.2 hiervor), sind diese Voraussetzungen, zumindest was die Beurteilung des aktuellen psychischen Gesundheitszustand es und dessen funktionelle Auswirkungen betrifft, vorliegend erfüllt. 7.5.4 Wie es sich mit dem Beweiswert des Gutachtens von Dr. F.____ verhält, kann letztlich aber ohnehin offen bleiben. Selbst wenn man zu Gunst en der Versicherten bei der Beurteilung des aktuellen psychischen Gesundheitszustandes auf die Ergeb nisse des psychiatrischen Fachteils des Gutachtens der Dres. D.____ und E.____ vom 28. Oktober 2009 abstellen würde, müsste eine Verbesserung der gesundheitlichen Verhältniss e seit der ursprünglichen Renten- zusprache bejaht werden. Im Vergleich zur damaligen Be urteilung durch Dr. C.____, welcher bei der Versicherten im März 2003 eine rezidivierende depressive Erkrankung mit somatischem Syndrom, gegenwärtig mittelschwer (ICD-10 F33.11), di agnostiziert und ihr deswegen eine an- dauernde vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert ha tte, hielt der psychiatrische Gutachter Dr. E.____ im Oktober 2009 noch eine chronifizierte de pressive Störung leichten Ausmasses (ICD-10 F34.1) fest, welche nicht mehr eine vollstän dige, sondern lediglich noch eine 50 %- ige Arbeitsunfähigkeit zur Folge habe. Abgesehen davon, d ass diese Einschätzung der Arbeitsfä- higkeit in Anbetracht der beschriebenen Symptomatik und der gestellten Diagnose als ausge- sprochen hoch bezeichnet werden muss, lassen sich dem Gutach ten von Dr. E.____ aber in hinreichendem Masse Aussagen entnehmen, dass und in welch er Hinsicht sich der psychische Gesundheitszustand der Versicherten und dessen funktionel le Auswirkungen seit der damali- gen Beurteilung durch Dr. C.____ und der gestützt dara uf erfolgten Rentenzusprache in erheb- licher Wiese verbessert haben. 7.6 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die IV-Ste lle in der angefochtenen Ver- fügung im Ergebnis zutreffend davon ausgegangen ist, d ass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und dessen funktionelle Auswirkungen seit der am 12. Juni 2003 erfolgten Rentenzusprache erheblich verbessert haben. Somit hat d ie IV-Stelle aber das Vorliegen der Revisionsvoraussetzungen des Art. 17 ATSG zu Recht bejaht. 8.1 Gestützt auf dieses Zwischenergebnis ist in einem nächs ten Schritt zu prüfen, wie sich die geschilderte Entwicklung auf den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin auswirkt. Zur Beantwortung dieser Frage sind die Anspruchsberechtigun g und allenfalls der Umfang des An- spruchs pro futuro zu prüfen. Es gilt mit anderen Worten , auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts den Invaliditäts grad bei Erlass der streitigen Revisions- Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht verfügung zu ermitteln, woraus sich die Anspruchsberechti gung und allenfalls der Umfang des Anspruchs ergeben. 8.2 Wie bereits weiter oben ausgeführt (vgl. E. 5.1 hi ervor), ist der Invaliditätsgrad der Be- schwerdeführerin vorliegend unbestrittenermassen in Anwe ndung der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung zu ermitteln. Bei der Festlegung der Anteile der Erwerbstätigkeit und der Haushalttätigkeit hat die IV-Stelle auf die im “Frag ebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit“ wiedergegebenen und nachvollziehbar begründeten Angab en der Versicherten abgestellt, wo- nach diese ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen in einem Pensum von 50 % erwerbstätig und zu 50 % für den Haushalt besorgt wäre. Gestützt au f diese Aussage der Versicherten hat die IV-Stelle die Anteile der Erwerbs- und der Haush alttätigkeit auf je 50 % festgesetzt, was nicht zu beanstanden ist und denn auch von der Beschwerd eführerin nicht in Frage gestellt wird. 8.3.1 Gemäss Art. 16 ATSG ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dasselbe gilt im Rahmen der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung für die Ermittlung des Invalid itätsgrades im Erwerbsbereich. Die IV- Stelle hat in der angefochtenen Verfügung vom 16. J uli 2012 den erforderlichen Einkommens- vergleich vorgenommen. Dabei hat sie anhand der Gegenüberstellung des - auf der Basis eines 50 %-Pensums (vgl. E. 8.2 hiervor) ermittelten - Valid eneinkommens von Fr. 26'286.-- und ei- nes zumutbaren Invalideneinkommens in der Höhe von Fr . 23'658.-- einen Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 10 % ermittelt. Diese Berechnung er weist sich als rechtens. Es kann dies- bezüglich vollumfänglich auf die entsprechenden Ausf ührungen der IV-Stelle in der Verfügung vom 16. Juli 2012 verwiesen werden. 8.3.2 Zu ergänzen bleibt, dass man zu keinem anderen Re sultat gelangt, wenn man nicht - wie die IV-Stelle - von der gestützt auf die Gutachten der Dres. D.____ und F.____ ermittelten Restarbeitsfähigkeit von 70 %, sondern - der Auffassung der Beschwerdeführerin folgend - ge- stützt auf die Gutachten der Dres. D.____ und E.____ lediglich von einer 50 %i-gen Restar- beitsfähigkeit ausgehen würde. Die Beschwerdeführerin w äre auch unter dieser Annahme im- mer noch in der Lage, im Rahmen einer 50 %-igen Erw erbstätigkeit ein Invalideneinkommen in der vorstehend genannten Höhe zu realisieren, weshalb der IV-Grad im Erwerbsbereich auch in diesem Fall 10 % betragen würde. 8.4.1 Die Versicherte macht in ihrer Beschwerde - zuminde st sinngemäss - geltend, dass sie ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt wirtschaf tlich nicht mehr verwerten könne. Mit diesem Einwand kann sie vorliegend jedoch nichts zu ihre n Gunsten ableiten. Gemäss der oben (vgl. E. 3.2 hiervor) zitierten Bestimmung von Art . 16 ATSG ist bei der Bestimmung des Invaliditätsgrades von einer ausgeglichenen Arbeitsmarktl age auszugehen. Ein solcher Ar- beitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewich t zwischen Angebot und Nach- frage nach Arbeitskräften; er weist einen Fächer verschied enster Tätigkeiten auf und zwar so- wohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und in tellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 276 E. 4b; Zeitschrift für die Ausgleichskas- sen [ZAK] 1991 S. 318 E. 3b). Dabei ist nicht von real itätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszu- Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht gehen. Es können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfall es zumutbar sind. Anderseits sind an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdie nstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen (Urteil M. des Bundesgerich ts vom 29.Juli 2008, 9C_830/2007, E. 5.1 mit weiteren Hinweisen). 8.4.2 Wie die IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung zutre ffend festhält, steht der Beschwerdefüh- rerin - trotz ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung en - auf diesem hypothetischen ausgegli- chenen Arbeitsmarkt ein relativ breiter Fächer verschiede nster Hilfsarbeitertätigkeiten offen. Es kann deshalb nicht gesagt werden, dass im Fall der Versich erten von realitätsfremden und in diesem Sinne unmöglichen oder unzumutbaren Einsatzmöglich keiten ausgegangen wird. Der Beschwerdeführerin sind mit anderen Worten zumutbare T ätigkeiten zweifellos nicht nur in so eingeschränkter Form möglich, dass sie der allgemeine Ar beitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen ein es durchschnittlichen Arbeitgebers ausgeübt werden könnten. 8.5 Die IV-Stelle ist in der angefochtenen Verfügung davon ausgegangen, dass das Er- werbseinkommen, das die Beschwerdeführerin auf Grund de r aktuellen gesundheitlichen Ver- hältnisse erzielen könnte, dem zur Ermittlung des Invalid itätsgrades anzustellenden Einkom- mensvergleich unverzüglich zu Grunde zu legen ist. Auf di e sich in diesem Zusammenhang stellende Problematik der Wiedereingliederung der im Zeitpunkt des Verfügungserlasses bereits mehr als 59 Jahre alten Versicherten ist sie hingegen nicht eingegangen. 8.5.1 Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt ganz a llgemein der Grundsatz, dass die invali- de Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumu tbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern. Von den Versicherten können jedoch nur Vor- kehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 28 E. 4a mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung). Die Wiedereingliederung von Ver sicherten im fortgeschrittenen Alter oder nach invaliditätsbedingt langjährigem Fernbleibe n von der Arbeitswelt ist oftmals schwie- rig. Laut ständiger Rechtsprechung ist zwar im Regelfa ll eine medizinisch attestierte Verbesse- rung der Arbeitsfähigkeit grundsätzlich auf dem Weg de r Selbsteingliederung zu verwerten. Nach langjährigem Rentenbezug und/oder auf Grund des fortgeschrittenen Alters des Versi- cherten können jedoch ausnahmsweise Erfordernisse des Arbeit smarktes der Anrechnung ei- ner medizinisch vorhandenen Leistungsfähigkeit und medizin isch möglichen Leistungsentfal- tung entgegenstehen, wenn aus den Akten einwandfrei h ervorgeht, dass die Verwertung eines bestimmten Leistungspotenzials ohne vorgängige Durchfüh rung befähigender Massnahmen allein vermittels Eigenanstrengung der versicherten Person nicht möglich ist (Urteil G. des Bun- desgerichts vom 17. November 2011, 9C_376/2011, E. 6.1 mit Hinweis auf Urteil P. vom 10. September 2010, 9C_163/2009, E. 4.1 und 4.2.2). Die Verwaltung muss sich vor der Her- absetzung oder Aufhebung einer Invalidenrente vergewi ssern, ob sich ein medizinisch- theoretisch wiedergewonnenes Leistungsvermögen ohne Weiteres in einem entsprechend tiefe- ren Invaliditätsgrad niederschlägt oder ob dafür - au snahmsweise - im Einzelfall eine erwerbs- bezogene Abklärung (der Eignung, Belastungsfähigkeit usw.) und/oder die Durchführung von Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht Eingliederungsmassnahmen im Rechtssinne vorausgesetzt ist ( Urteil G. des Bundesgerichts vom 17. November 2011, 9C_376/2011, E. 6.1 mit Hinwe is auf Urteil K. vom 10. September 2010, 9C_768/2009, E. 4.1.2). 8.5.2 Im Urteil S. vom 26. April 2011 (9C_228/2010, publiziert in: Sozialversicherungsrecht - Rechtsprechung [SVR] 2011 IV Nr. 73) hat das Bundesger icht sodann festgehalten, dass aus Gründen der Rechtssicherheit diejenigen Fälle, in wel chen der Ausnahmetatbestand der Not- wendigkeit (vorgängiger) befähigender beruflicher Massna hmen trotz wiedergewonnener Ar- beitsfähigkeit als erfüllt zu betrachten ist, vom Regelfa ll deren sofortiger erwerblicher Verwert- barkeit abzugrenzen sind. Es hat deshalb die vorstehend g eschilderte Rechtsprechung (vgl. E. 8.4.1 hiervor) dahingehend präzisiert, dass sie grundsä tzlich auf Sachverhalte zu beschrän- ken ist, in denen die revisions- oder wiedererwägungswe ise Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente eine versicherte Person betrifft, die das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Ren- te seit mehr als 15 Jahren bezogen hat (SVR 2011 IV Nr. 73 E. 3.3). 8.5.3 Die Übernahme dieser beiden Abgrenzungskriterie n bedeutet nun allerdings nicht, dass die darunter fallenden Rentner/innen in dem revi sions- (Art. 17 Abs. 1 ATSG) bzw. gege- benenfalls wiedererwägungsrechtlichen (Art. 53 Abs. 2 A TSG) Kontext einen Besitzstandsan- spruch geltend machen könnten; es wird ihnen lediglich zugestanden, dass - von Ausnahmen abgesehen - aufgrund des fortgeschrittenen Alters oder einer langen Rentendauer die Selbst- eingliederung nicht mehr zumutbar ist (SVR 2011 IV Nr. 73 E. 3.5). 8.5.4 Die Beschwerdeführerin war im Zeitpunkt der vorl iegend strittigen Rentenherabsetzung etwas mehr als 59 Jahre alt. Trotz des fortgeschrittenen Alters des Versicherten und trotz der medizinisch ausgewiesenen gesundheitlichen Einschränkungen hat die IV-Stelle vorliegend keinerlei berufliche Abklärungsmassnahmen und/oder Eingl iederungsversuche ergriffen. Dar- aus kann die Beschwerdeführerin nun allerdings nichts zu ihren Gunsten ableiten. Die IV-Stelle hält dazu in ihrer Vernehmlassung fest, man habe vorli egend keine Eingliederungsmassnah- men durchführen können, da die Beschwerdeführerin davo n überzeugt sei, zuerst vollständig gesund werden zu müssen, bevor sie wieder arbeiten könne. Diese Haltung wird von der Versi- cherten in ihrer Beschwerde nochmals explizit wiederholt (vgl. Ziff. 8 der Beschwerdebegrün- dung). Wie die IV-Stelle unter Hinweis auf die bunde sgerichtliche Rechtsprechung (vgl. etwa Urteil P. vom 3. Februar 2011, 9C_831/2010, E. 4.2) zutreffend geltend macht, steht eine sol- che subjektive Behinderunsgsüberzeugung jeglichen Eingli ederungsbemühungen bzw. einer Prüfung derselben von Vornherein entgegen. Unter dies en Umständen ist es aber nicht zu be- anstanden, dass die IV-Stelle in casu - obwohl die Versi cherte im Zeitpunkt der strittigen Ren- tenaufhebung bereits etwas mehr als 59 Jahre alt war - , von der Planung und Durchführung allfälliger beruflicher Eingliederungsmassnahmen abgesehen hat. 9.1 Zur Ermittlung der Einschränkung im Haushaltsberei ch hat die IV-Stelle eine Haushalt- abklärung in Auftrag gegeben. Gemäss der bundesgerichtl ichen Rechtsprechung stellt die in Art. 69 Abs. 2 IVV vorgesehene Abklärung an Ort und St elle eine grundsätzlich geeignete und im Regelfall genügende Basis dafür dar, unter Berücksicht igung der konkreten Verhältnisse die Unmöglichkeit der versicherten Person festzustellen, sich i m bisherigen Aufgabenbereich zu Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht betätigen. Im Rahmen der Haushaltabklärung werden di e im Haushalt anfallenden Arbeitspro- zesse von einer qualifizierten Abklärungsperson, deren fach liche Kompetenz vorausgesetzt wird (vgl. dazu BGE 128 V 93 f. E. 4 und 130 V 62 f. E. 6.1 und 6.2), an Ort und Stelle einzeln besprochen und allfällige Einschränkungen werden im jeweiligen Bereich festgehalten. Von den Ergebnissen einer solchen Abklärung ist nur ausnahmsweise abzuweichen, handelt es sich doch bei der Einschätzung der Behinderungen im Rahmen eines Betätigungsvergleichs um einen Ermessensentscheid (vgl. BGE 114 V 316, 98 V 131). 9.2 Vorliegend ergab die Haushaltabklärung vor Ort gem äss Bericht vom 12. April 2010 eine Einschränkung von 17,5 %. Dieses Ergebnis wird von der Ve rsicherten in ihrer Beschwerde nicht in Frage gestellt. Da sich aus den Akten ebenfalls keine Anhaltspunkte für eine Unrichtig- keit der durch den Abklärungsdienst ermittelten Einschrän kung im Haushaltbereich ergeben, kann an dieser Stelle ohne weitere Ausführungen vollu mfänglich auf dessen Bericht verwiesen werden. 10. In Anwendung der gemischten Methode der Invaliditä tsbemessung ergibt sich auf Grund des Gesagten in Berücksichtigung der zeitlichen Be anspruchung von je 50 % im Er- werbs- und im Haushaltbereich bei einer Einschränkung im Haushaltbereich von 8,75 % (0,5 x 17,5 %) und einer solchen im Erwerbsbereich von 5 % ( 0,5 x 10 %) insgesamt ein Invaliditäts- grad in der Höhe von 13,75 % bzw. gerundet (vgl. zur R undungspraxis: BGE 130 V 121 ff.) von 14 %. Bei einem im Rahmen des Revisionsverfahrens ermitt elten Invaliditätsgrad von 14 % hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch (mehr) auf eine IV-Rente. Die IV-Stelle hat deshalb die der Versicherten bisher ausgerichtete Dreiviertelsre nte zu Recht aufgehoben, wobei die Aufhebung gestützt auf Art. 88 bis Abs. 2 lit. a IVV korrekterweise vom ersten Tag des zwei ten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an erfo lgte. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle vom 16. Juli 2012 ist demnach nicht zu bean standen. Die dagegen erhobene Be- schwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 11.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von 200-1000 Franken festgelegt. Bei F ällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskos- ten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf 600 Franken fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschw erdeführerin unterliegende Par- tei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. 11.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausga ng entsprechend wettzuschla- gen. Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- wer den der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kos tenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht