<h2>SubmittedText<h2><p>Die flächendeckende Einführung des Herbstschulbeginns in der Schweiz schafft zusehends Probleme für die Schulabgänger bei der Koordination zwischen Lehrabschlussprüfung, Beginn der Rekrutenschule und Antritt der ersten Arbeitsstelle.</p><p>Die Verkürzung der Rekrutenschulen auf 15 Wochen ermöglicht es, diesen Umständen Rechnung zu tragen und wehrpflichtigen Schweizerbürgern hier Entlastung zu bringen.</p><p>Aus diesen Gründen bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung der nachfolgenden Frage:</p><p>Ist der Bundesrat bereit, diesen Umständen Rechnung zu tragen und den Beginn der Rekrutenschulen entsprechend anzupassen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Beginn der Rekrutenschulen muss auf verschiedene Randbedingungen (Sperrzeiten auf zahlreichen Schiessplätzen, Land- und Alpwirtschaft, Tourismus usw.) abgestimmt werden. Weitere Faktoren, die berücksichtigt werden müssen, sind die bestmögliche Auslastung der Simulationsanlagen der Armee und die Unterbringungen von WK-Truppen auf Waffenplätzen zur Optimierung der Ausbildung.</p><p>Mit der Verkürzung der Rekrutenschulen auf 15 Wochen und dem neuen Modell der Unteroffiziersausbildung ist das EMD den Berufs- und Mittelschulen weitestmöglich entgegengekommen. Eine im Sommer 1995 von der Deutschschweizerischen Konferenz der Berufsbildungsämter durchgeführte Erhebung hat gezeigt, dass die Mehrheit der Kantone keine Probleme mit der Koordination von Berufsausbildung und Rekrutenschule kennt. Lediglich neun Kantone möchten den Beginn der Rekrutenschule um zwei bis drei Wochen verschieben.</p><p>Die Planung der Rekrutenschulen ist langfristig angelegt. Eine Verschiebung ist deshalb in den nächsten Jahren nicht möglich. Das EMD bereitet aber gegenwärtig Weisungen vor, die bei Koordinationsproblemen im Bereich von Berufslehre und Rekrutenschule eine grosszügigere Urlaubspraxis vorsehen.</p>  Antwort des Bundesrates.