<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00626</span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Meierhans</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 23. August 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1956, meldete sich am 10. April 2013 unter Hinweis auf unfallbedingte Beschwerden an der rechten Schulter und am rechten Arm bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (vgl. Urk. 10/6 S. 5 Ziff. 6.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation (Urk. 10/12-16) ab und veranlasste eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL), über welche am 19. März 2014 berichtet wurde (Urk. 10/20). Mit Verfügung vom 21. Juli 2014 (Urk. 10/29) verneinte sie schliesslich einen Rentenanspruch des Versicherten. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 5. Mai 2015 im Verfahren Nr. IV.2014.00894 (Urk. 10/39) abgewiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 9. August respektive 9. September 2015 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 10/43; Urk. 10/47). Die IV-Stelle tätige daher Abklärungen der medizinischen und erwerblichen Situation (Urk. 10/49; Urk. 10/52; Urk. 10/58) und teilte dem Versicherten daraufhin mit, dass derzeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 10/57). Sodann</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">veranlasste sie eine bidisziplinäre rheumatologisch-neurologische Begutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, über welche am 11. August 2016 berichtet wurde (Urk. 10/71). Nachdem die IV-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 19. September 2016 (Urk. 10/74) die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abweisung des Leistungsgesuchs in Aussicht gestellt und dieser dagegen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wände (Urk. 10/77; Urk. 10/80; Urk. 10/83) erhoben hatte, veranlasste die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">IV-Stelle ausserdem eine psychiatrische Begutachtung, über welche am 22. März</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 2017 berichtet wurde (Urk. 10/102), sowie ein internistisch-angiologisches Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten, welches am 28. Februar respektive 6. April 2017 erstattet wurde (Urk. 10/103-104).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 3. Mai 2017 (Urk. 10/106 = Urk. 2) hielt die IV-Stelle an ihrem Vorbescheid fest und verneinte einen Leistungsanspruch des Versicherten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte erhob am 31. Mai 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 3. Mai 2017 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen in Form von beruflichen Massnahmen oder einer Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lidenrente zu gewähren. In prozessualer Hinsicht beantragte er die unentgelt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Prozessführung (Urk. 1 S. 1). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">antwort vom 10. Juli 2017 (Urk. 9) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 11. Juli 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ein Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör, wie er neben der expli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziten gesetzlichen Regelung in Art. 42 des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) auch in Art. 29 Abs. 2 der Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfassung (BV) garantiert wird, ist das Recht der versicherten Person, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">licher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 57a Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> teilt die IV-Stelle der versicherten Person den vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren oder den Entzug oder die Herabsetzung einer bisher ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">währten Leistung mittels Vorbescheid mit (Satz 1). Die versicherte Person hat Anspruch auf rechtliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s Gehör im Sinne von Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ATSG (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Satz 2). Die Par</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en können innerhalb einer Frist von 30 Tagen Einwände zum Vorbescheid </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bringen (Art. 73</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Der Sinn und Zweck des Vorbescheidverfahrens besteht darin, eine un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">plizierte Diskussion des Sachverhalts zu ermöglichen und dadurch die Akzep</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tanz des Entscheids bei den Versicherten zu verbes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sern (BGE 134 V 97 E. 2.7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Das Vorbescheidverfahren geht über den verfassungsrechtlichen Mindestan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch auf rechtliches Gehör (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">29 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 BV) hinaus, indem es Gelegenheit gibt, sich nicht nur zur Sache, sondern auch zum vorgesehenen Endentscheid zu äussern (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil des Bundesgerichts 9C_617/2009 vom 15. Januar 2010 E. 2.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ob die IV-Stelle, wenn sie nach Einwänden der versicherten Person gegen den Vorbescheid hin weitere Abklärungen vornimmt, nochmals ein Vorbescheid</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren durchzuführen hat, hängt von den Umständen des Einzelfalles ab, unter anderem von der inhaltlichen Bedeutung der Sachverhaltsvervollständigung (Urteil des Bundesgerichts 9C_606/2014 vom 9. Dezember 2014 E. 2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung kann eine – nicht besonders schwerwiegende – Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">letzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 127 V 431 E. 3d/aa). Von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung ist selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 132 V 387 E. 5.1 mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Gehörs führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Es kommt mit ande</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren Worten nicht darauf an, ob die Anhörung im konkreten Fall für den Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gang der materiellen Streitentscheidung von Bedeutung ist, das heisst die Behörde zu einer Änderung ihres Entscheides veranlasst wird oder nicht (BGE 132 V 387 E. 5.1; 127 V 431 E. 3d/aa).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen fest, dass der Beschwerdeführer in der bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">herigen sowie einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei. Da aus medizinischer Sicht keine mindestens 20%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen sei, könne die Wartezeit nicht eröffnet werden. Somit bestehe kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (S. 1 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (Urk. 1), die Beschwerdegegnerin lehne eine Unterstützung bei der beruflichen Einglie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes ab, obwohl er wieder arbei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten wolle. Es sei nicht nachvollziehbar, dass von einer 100%igen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit in der bisherigen sowie einer angepassten Tätigkeit ausgegangen werd</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e. Aufgrund seiner gesundheitlichen Beschwerden sei er auf Unterstützung ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wiesen. Er leide an unklaren Schmerzen, welche nach einem neuen Verfahren abzuklären seien. Dies sei bisher nicht erfolgt (S. 2 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ungeachtet eines allfälligen materiellen Leistungsanspruchs des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">füh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rers ist aus formeller Sicht festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin das recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Gehör des Beschwerdeführers in schwerwiegender Weise verletzt hat. So stellte sie ihm zunächst mit Vorbescheid vom 19. September 2016 (Urk. 10/74) gestützt auf das bidisziplinäre rheumatologisch-neurologische Gutachten des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 11. August 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 10/71) die Abweisung des Leistungsgesuchs in Aussicht. Dagegen erhob dieser Einwände (Urk. 10/77; Urk. 10/80; Urk. 10/83), worauf die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin ein psychiatrisches Gutachten durch Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, veranlasste, welches am 22. März 2017 erstattet wurde (Urk. 10/102). Ausserdem erfolgte eine internistisch-angio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">logische Begutachtung im A.___, über welche am 28. Februar und 6. April 2017 berichtet wurde (Urk. 10/103-104). Sodann unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">breitete die Beschwerdegegnerin sowohl das internistisch-angiologische als auch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> das psychiatrische Gutachten dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) und dabei Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, zur Stellungnahme. Über einen psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chiatrischen Facharzttitel verfügt dieser nicht (vgl. Urk. 10/105 S. 3 ff.). Danach erliess die Beschwerdegegnerin, ohne dem Beschwerdeführer Gelegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit zur Stellungnahme gegeben zu haben, am 3. Mai 2017 die vorliegend angefochtene leistungsverweigernde Verfügung (Urk. 2). Erst am 10. Mai 2017 und damit nach Erlass der in die Rechtsstellung des Beschwerdeführers eingrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fenden Verfügung liess die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer die voll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständigen Akten zukommen (vgl. Urk. 10/107-108).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wohl es von den Umständen des Einzelfalles abhängt, ob nach weiteren Abklärungen nochmals ein Vorbescheidverfahren durchzuführen ist (vorstehend E. 1.2), ist der Anspruch auf rechtliches Gehör in jedem Fall bedingungslos zu wahren. Dies ist vorliegend unterblieben. So erfolgte weder ein erneutes Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bescheidverfahren noch wurde der Beschwerdeführer zur Stellungnahme zu diesen zusätzlich eingeholten entscheidrelevanten Gutachten aufgefordert. Viel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mehr waren ihm diese Gutachten vor Verfügungserlass gar nicht bekannt. So musste er die Ergebnisse der Begutachtungen selbst beantragen, was er nach Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halt der leistungsverweigernden Verfügung auch tat (vgl. E-Mail und Schreiben vom 8. Mai 2017, Urk. 10/107-108). Dieses Vorgehen geht nicht an.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit die Beschwerdegegnerin im Feststellungsblatt festhielt, dass eine Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">neh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lassung nicht notwendig sei, da der Kunde kein Akteneinsichtsgesuch (AEG) gestellt habe (vgl. Urk. 10/105 S. 5), kann dem nicht gefolgt werden. Zutreffend ist zwar, dass der Beschwerdeführer bis nach Erlass der ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">foch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenen Verfügung kein Akteneinsichtsgesuch gestellt hat. Nachdem sich die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdegegnerin für ihren Entscheid jedoch unter anderem und sogar mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geblich auch auf diese nachträglich veranlassten Gutachten gestützt hatte, wäre sie verpflichtet gewesen, den Beschwerdeführer über deren Eingang zu infor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren (vgl. BGE 132 V 387 E. 6.2). Da diese Gutachten zudem im Rahmen des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorbescheidverfahrens veranlasst wurden, nachdem der Beschwerdeführer geg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en den vorgesehenen Entscheid Einwände erhoben hatte, hätte die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerin ihm diese auch ohne expliziten Antrag zustellen müssen. Zwecks Wah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung des rechtlichen Gehörs hätte ihm jedenfalls Gelegenheit zur Stellung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e zu diesen Gutachten eingeräumt werden müssen. Dies auch vor dem Hinter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund, dass er bei gegebener Sachlage zur Wahrung seines rechtlichen Gehörs nun gezwungen war, allfällige Einwände gegen diese Gutachten im (kosten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen) gerichtlichen Beschwerdeverfahren vorzutragen, was im Wider</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">h zum Sinn des gesetzlich vorgesehenen Vorbescheidverfahrens steht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist demnach festzuhalten, dass der Beschwerdeführer vor Erlass der leistungsverweigernden Verfügung keine Kenntnis von den im Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verfahren eingeholten entscheidrelevanten Gutachten hatte und sich dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach hierzu nicht äussern konnte. Dadurch hat die Beschwerdegegnerin das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt. Angesichts der Bedeutung der Gutachten für den Entscheid stellt dies einen schwerwiegenden Mangel dar, welcher im vorliegenden Verfahren nicht geheilt werden kann.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Sache ist daher in Aufhebung der angefochtenen Verfügung zur Gewährung des rechtlichen Gehörs und zu neuer Entscheidung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. 500.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">legen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit erweist sich das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (vgl. Urk. 1 S. 1) als gegenstandslos.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 3. Mai 2017 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen verfahre.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">500</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt. Rechnung</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">zustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannMeierhans</p></div> </div></body></html>