<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2016.00730</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=216938&amp;W10_KEY=13013508&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2016.00730</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 01.02.2017</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 11.01.2018 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Voraussetzungen für die Neuerteilung der Aufenthaltsbewilligung nach Bewährung im Ausland. [Der bereits zuvor wiederholt deliktisch in Erscheinung getretene und verwarnte Beschwerdeführer ist nach der Verurteilung zu einer fast 8-jährigen Freiheitsstrafe aus der Schweiz weggewiesen und 2010 in sein Heimatland Kosovo ausgeschafft worden. Seit seiner Wegweisung hält er den Kontakt zu seiner hier niedergelassenen Ehefrau und seinen inzwischen eingebürgerten Kindern über die Distanz und durch kurze Besuchsaufenthalte im Rahmen der vorübergehenden Suspendierung seines Einreiseverbots aufrecht. Ein Gesuch um Wiedererteilung der Aufenthaltsbewilligung wurde von den Vorinstanzen abgewiesen.] Eine strafrechtliche Verurteilung verunmöglicht die Erteilung einer (neuen) Aufenthaltsbewilligung nicht zwingend ein für allemal. Soweit der Ausländer, gegen den Fernhaltemassnahmen ergriffen wurden, nach wie vor einen Rechtsanspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung besitzt und es seinen hier anwesenden nahen Angehörigen nicht zumutbar ist, ihm ins Heimatland zu folgen und dort das Familienleben zu pflegen, kann eine Neubeurteilung angezeigt sein, wenn sich der Betroffene seit der Verurteilung bzw. Strafverbüssung bewährt und er sich über eine angemessene Dauer in seiner Heimat klaglos verhalten hat, sodass eine Integration in die hiesigen Verhältnisse absehbar und eine allfällige Rückfallgefahr vernachlässigbar erscheint. Eine Überprüfung ist regelmässig nach fünfjähriger Bewährung im Ausland angezeigt, wobei auf das tatsächliche Ausreisedatum abzustellen ist, wenn der Betroffene seiner Ausreiseverpflichtung aufgrund eines noch zu beendenden Straffvollzugs erst später nachkommen kann. Der Beschwerdeführer lebt seit sechs Jahren wieder im Kosovo, geht dort einer geregelten Arbeit nach und ist â soweit dies aus der eingereichten Bescheinigung ersichtlich ist â nicht mehr straffällig geworden. Die von ihm begangenen qualifizierten Betäubungsmitteldelikte begründen aber weiterhin ein hohes Fernhalteinteresse. Auch wenn gegen ihn heute kein unbefristetes Einreiseverbot mehr ausgesprochen werden könnte, wären die qualifizierten Betäubungsmitteldelikte des Beschwerdeführers auch nach derzeitiger Gesetzeslage gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB mit einer Landesverweisung von 5-15 Jahren zu ahnden, womit seine bisherige Bewährungszeit im Ausland eher kurz erscheint und nur in besonderen Konstellationen ausreichen würde. Auch wenn generalpräventive Überlegungen mit zunehmenden Zeitablauf in den Hintergrund treten und die Gefahr eines Rückfalls durch fortdauerndes Wohlverhalten weiter sinkt, lässt die bisherige Bewährungszeit im Kosovo noch keine aussagekräftigen Schlüsse über das künftige Wohlverhalten des Beschwerdeführers zu. Da die vom Beschwerdeführer begangenen (Betäubungsmittel-)Delikte von besonderer Schwere sind und die von ihm geltend gemachten persönlichen bzw. familiären Umstände seine dauerhafte Rückkehr in die Schweiz nicht erfordern, ist die Beschwerde abzuweisen und eine erneute Prüfung erst nach einer weiteren Bewährungszeit oder wesentlich veränderter Umstände angezeigt. Angesichts des überwiegenden Fernhalteinteresses ist es dem Beschwerdeführer und seiner Familie weiterhin zuzumuten, den Kontakt über die Distanz und durch Besuche aufrechtzuerhalten. Der Beschwerdeführer kann hierfür wie bis anhin um die zeitweilige Suspension seines Einreiseverbots ersuchen. Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWÃHRUNG">BEWÃHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DROGENDELIKT">DROGENDELIKT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DROGENDELINQUENZ">DROGENDELINQUENZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINREISEVERBOT">EINREISEVERBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENLEBEN">FAMILIENLEBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KINDESANHÃRUNG">KINDESANHÃRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSOVO">KOSOVO</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDESVERWEISUNG">LANDESVERWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃNGERFRISTIGE FREIHEITSSTRAFE">LÃNGERFRISTIGE FREIHEITSSTRAFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MÃNDLICHE ANHÃRUNG">MÃNDLICHE ANHÃRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MÃNDLICHE VERHANDLUNG">MÃNDLICHE VERHANDLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFREGISTER">STRAFREGISTER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUSPENDIERUNG">SUSPENDIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEGWEISUNG">WEGWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">WIDERRUF DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERTEILUNG DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">WIEDERERTEILUNG DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 30 Abs. I lit. b AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 43 Abs. I AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 51 Abs. II AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 51 Abs. II lit. b AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 62 Abs. I lit. b AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 67 Abs. III AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 90 AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 96 Abs. I AuG</span><br/><span class="gerade">§ 19 BetmG</span><br/><span class="ungerade">Art. 82 BGG</span><br/><span class="gerade">Art. 113 BGG</span><br/><span class="ungerade">Art. 119 Abs. I BGG</span><br/><span class="gerade">Art. 13 Abs. I BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 36 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 121 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. I EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 8 Abs. II EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 66a StGB</span><br/><span class="gerade">§ 13 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 59 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 65a VRG</span><br/><span class="gerade">Art. 308 ZGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=32730" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2016.00730</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">1. Februar 2017</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Leana Isler, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Felix Blocher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, wohnhaft im Kosovo, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">beide vertreten durch RA C, </p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Der 1975 geborene kosovarische StaatsangehÃ¶rige A wuchs zunÃ¤chst in seinem Heimatland auf und reiste im Rahmen eines Familiennachzugs am 10. November 1991 in die Schweiz, wo ihm am 22. November 1991 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei den Eltern im Kanton ZÃ¼rich erteilt und spÃ¤ter regelmÃ¤ssig verlÃ¤ngert wurde. Nachdem er am 25. Februar 2000 in seinem Heimatland die 1979 geborene Landsfrau B geehelicht hatte, zog er diese am 11. November 2000, zusammen mit der 1999 geborenen gemeinsamen Tochter D, in die Schweiz nach. Am 2001 ging aus der Ehe der Sohn E hervor. </p> <p class="Urteilstext"><span>WÃ¤hrend seines hiesigen Aufenthalts wurde A wiederholt straffÃ¤llig und er</span>­<span>wirkte folgende Verurteilungen:</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>GefÃ¤ngnisstrafe von fÃ¼nf Tagen und Busse von Fr. 500.- wegen mehrerer VerstÃ¶sse gegen das Strassenverkehrsgesetz vom 19. Dezember 1958 (SVG) gemÃ¤ss Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft F vom 17. Mai 1994;</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>GefÃ¤ngnisstrafe von 14 Tagen wegen Hehlerei gemÃ¤ss Strafbefehl der Bezirksanwalt</span>­<span>schaft F vom 14. August 1998;</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>Busse von Fr. 300.- wegen Verstosses gegen auslÃ¤nderrechtliche Bestimmungen gemÃ¤ss Strafbefehl des </span>Staatsanwaltschaft G, Kanton H, <span> vom 1. MÃ¤rz 1999;</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>GefÃ¤ngnisstrafe von zwei Monaten und Busse von Fr. 200.- wegen Hehlerei und mehrerer Widerhandlungen gegen das SVG</span>;</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>Busse von Fr. 600.- wegen eines waffenrechtlichen Vergehens gemÃ¤ss Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft F vom 25. Mai 2000;</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>Busse von Fr. 600</span>.-<span> wegen waffenrechtlicher Widerhandlungen und Verstosses gegen die Verordnung Ã¼ber den Erwerb und das Tragen von Schusswaffen durch jugosla</span>­<span>wische StaatsangehÃ¶rige vom 18. Dezember 1991 gemÃ¤ss Strafbefehl der Bezirksanwalt</span>­<span>schaft V des Kantons ZÃ¼rich vom 11. September 2002;</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>GefÃ¤ngnisstrafe von 21 Tagen wegen grober Verkehrsregelverletzung gemÃ¤ss Straf</span>­<span>befehl der Bezirksanwaltschaft V des Kantons ZÃ¼rich vom 19. November 2003;</span></p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span><span>Freiheitsstrafe von sieben Jahren, elf Monaten und neun Tagen wegen mehrfache</span>r<span> Widerhandlungen gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3</span>â<span>5 in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. a und b d</span>es<span> BetÃ¤ubungsmittelgesetz</span>es<span> vom 3. Oktober 1951 (BetmG</span>, in der damals in Kraft stehenden Fassung<span>) und waffenrechtlicher VerstÃ¶sse gemÃ¤ss Urteil des ZÃ¼rcher Obergerichts vom 29. Januar 2008 (im wesentlichen BestÃ¤tigung des bezirksgericht</span>­<span>lichen Urteils vom 14. MÃ¤rz 2007).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nachdem A bereits am 27. November 1998, 17. MÃ¤rz 2000 sowie am 11. Dezember 2003 wegen seiner StraffÃ¤lligkeit auslÃ¤nderrechtlich verwarnt wurde, ver</span>­<span>weigerte das Migrationsamt am 25. November 2009 aufgrund der erwirkten mehrjÃ¤hrigen Freiheitsstrafe eine weitere VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung und wies A samt Familie aus der Schweiz weg. Zudem verhÃ¤ngte das Bundesamt fÃ¼r Migra</span>­<span>tion (BFM, heute Staatssekretariat fÃ¼r Migration [SEM]) am 23. August 2010 ein unbe</span>­<span>fristetes Einreiseverbot Ã¼ber A. WÃ¤hrend die Wegweisung </span>von <span>A unangefochten in Rechtskraft erwuchs und dieser unmittelbar nach seiner Entlassung aus dem Strafvollzug am 8. September 2010 in sein Heimatland ausgeschafft wurde, </span>hiess<span> der Regierungsrat mit </span>Beschluss<span> vom </span>2. MÃ¤rz 2011<span> den Rekurs seiner Ehefrau gut und ordnete an, deren Aufenthaltsbewilligungen </span>und diejenigen der Kinder <span>zu verlÃ¤ngern. Beide Kinder sind inzwischen in der Schweiz eingebÃ¼rgert worden, B verfÃ¼gt seit dem 7. Juli 2016 Ã¼ber eine Niederlassungsbewilligung und hat im Rahmen ihres pendenten EinbÃ¼rgerungsverfahrens am 7. November 2016 das GemeindebÃ¼rgerrecht</span> von F<span> erworben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Seit seiner Wegweisung in den Kosovo hat A den Kontakt zu seiner in der Schweiz verbliebenen Familie aufrechterhalten und regelmÃ¤ssig von der MÃ¶glichkeit Gebrauch gemacht, seine Familie im Rahmen </span>einer <span>vorÃ¼bergehende</span>n<span> Suspendierung seines Einreiseverbots zu besuchen. Am 18. September 2015 ersuchte</span>n<span> er </span>und seine Ehefrau B<span> um die Bewilligung seiner Wiedereinreise in die Schweiz und die Wieder</span>­<span>erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, was das Migrationsamt aber mit VerfÃ¼gung vom 21. MÃ¤rz 2016 verweigerte.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Den hiergegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion am 21. Oktober 2016 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 22. November 2016 liess</span>en <span>A und</span> B<span> dem Ver</span>­<span>waltungsgericht beantragen, es sei der Rekursentscheid der Sicherheitsdirektion aufzu</span>­<span>heben und </span>A<span> die Einreise in die Schweiz und de</span>r<span> Aufenthalt bei seiner hier niedergelassenen Ehefrau und seinen beiden Schweizer Kindern im Rahmen des Fami</span>­<span>liennachzugs zu bewilligen.</span><span> </span><span>Weiter ersuchte</span>n sie<span> um die Zusprechung einer Parteient</span>­<span>schÃ¤digung fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren.</span></p> <p class="Urteilstext">Die den BeschwerdefÃ¼hrenden mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 23. November 2016 auferlegte Kaution wurde fristgerecht geleistet.</p> <p class="Urteilstext"><span>WÃ¤hrend die Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung verzichtete, liess sich das Migrationsamt nicht vernehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung oder Ermessensunterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden (§ 20 in Ver</span>­<span>bindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b><span>Der auslÃ¤ndische Ehegatte einer hier niedergelassenen AuslÃ¤nderin hat Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn diese mit ihm zusammen</span>­<span>wohnt (Art. 43 Abs. 1 </span><span>des AuslÃ¤ndergesetzes vom 16. Dezember 2005 [AuG])</span><span>. </span>Sodann leitet sich auch aus Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV) und Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ein Recht ab, mit hier anwesenheitsberechtigten FamilienangehÃ¶rigen zusammenleben zu kÃ¶nnen, wenn die familiÃ¤ren Beziehungen intakt sind sowie tatsÃ¤chlich gelebt werden und eine Fortsetzung des gemeinsamen Familienlebens im Ausland unzumutbar erscheint <span>(</span>vgl. <span>BGE 130 II 281 E. 3.1)</span>.</p> <p class="Erwgung2"><span>Nach Art. 51 Abs. 2 lit. b AuG erlischt dieser Anspruch</span> jedoch<span>, wenn WiderrufsgrÃ¼nde nach Art. 62 AuG vorliegen. Ein solcher Widerrufsgrund ist </span>unter anderem <span>gegeben, wenn die auslÃ¤ndische Person zu einer lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe, d.</span><span> </span><span>h. zu einer solchen von mehr als einem Jahr verurteil</span>t<span> worden ist (Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG</span> [heutige Fassung, frÃ¼her Art. 62 lit. b AuG]<span>; </span><span>BGE 135 II 377 E. 4.2).</span> Unter Wahrung des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzips darf diesfalls auch in das verfassungs- und konventionsmÃ¤ssig geschÃ¼tzte Recht auf Familienleben eingegriffen werden (vgl. Art. 36 BV und Art. 8 Abs. 2 EMRK; vgl. auch E. 4.4.1 nachstehend). </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Mit der Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von </span>sieben<span> Jahren</span>, elf<span> Monaten und </span>neun <span>Tagen wegen qualifizierte</span>r<span> BetÃ¤ubungsmitteldelikte etc. hat der BeschwerdefÃ¼hrer den Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG gesetzt. Mit VerfÃ¼gung vom 25. November 2009 verweigerte das Migrationsamt </span>ihm<span> deshalb auch eine weitere VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung. Da der BeschwerdefÃ¼hrer diese VerfÃ¼gung akzeptiert hat und diese in Rechtskraft erwachsen liess, steht rechtskrÃ¤ftig fest, dass seine Aufenthalts</span>­<span>bewilligung erloschen ist. Damit ist gemÃ¤ss Art. 51 Abs. 2 AuG grundsÃ¤tzlich auch </span>der<span> Anspruch auf Familiennachzug erloschen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Auch wenn damit Ã¼ber das Aufenthaltsrecht des BeschwerdefÃ¼hrers bereits rechtskrÃ¤ftig entschieden worden ist, kann dieser grundsÃ¤tzlich jederzeit ein neues Bewilligungsgesuch einreichen. Wird dieses bewilligt, so lebt damit nicht die frÃ¼here, rechtskrÃ¤ftig aufgehobene Bewilligung wieder auf, sondern es handelt sich um eine neue Bewilligung, die voraussetzt, dass im Zeitpunkt ihrer Erteilung die geltenden Bewilli</span>­<span>gungsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind. Das Einreichen eines neuen Gesuchs darf jedoch nicht dazu dienen, rechtskrÃ¤ftige Entscheide immer wieder infrage zu stellen. Die Ver</span>­<span>waltungsbehÃ¶rde ist von Verfassungs wegen verpflichtet, auf ein neues Gesuch einzutreten, wenn die UmstÃ¤nde sich seit dem ersten Entscheid wesentlich geÃ¤ndert haben oder wenn der Gesuchsteller erhebliche Tatsachen und Beweismittel namhaft macht, die ihm im frÃ¼heren Verfahren nicht bekannt waren oder die schon damals geltend zu machen fÃ¼r ihn rechtlich oder tatsÃ¤chlich unmÃ¶glich war oder keine Veranlassung dazu bestand (</span>BGr, 17. Februar 2016, 2C_111/2016, E. 2.1; <span>BGr, 1. Dezember 2015, 2C_424/2015, E. 2.3 mit Hinweisen; VGr, 24. August 2016, VB.2016.00231, E. 1.2).</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Eine strafrechtliche Verurteilung verunmÃ¶glicht die Erteilung einer (neuen) Aufenthalts</span>­<span>bewilligung damit nicht zwingend ein fÃ¼r allemal. Soweit der AuslÃ¤nder, gegen den Fern</span>­<span>halte</span>­<span>massnahmen ergriffen wurden, nach wie vor einen Rechtsanspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung besitzt und es seinen hier anwesenden nahen AngehÃ¶rigen nicht zumutbar ist, ihm ins Heimatland zu folgen und dort das Familienleben zu pflegen, kann eine Neubeurteilung angezeigt sein, wenn sich der Betroffene seit der Verurteilung bzw. StrafverbÃ¼ssung bewÃ¤hrt und er sich Ã¼ber eine angemessene Dauer in seiner Heimat klaglos verhalten hat, sodass eine Integration in die hiesigen VerhÃ¤ltnisse absehbar und eine allfÃ¤llige RÃ¼ckfallgefahr vernachlÃ¤ssigbar erscheint (BGr, 15. Mai 2015, 2C_714/2014, E. 3.3). </span></p> <p class="Erwgung2"><span>FÃ¼r die Bemessung dieser auslÃ¤nderrechtlichen BewÃ¤hrungsfrist wird mangels einer ausdrÃ¼cklichen gesetzlichen Regelung praxisgemÃ¤ss an die RegelhÃ¶chstdauer des Einreiseverbots von fÃ¼nf Jahren (vgl. Art. 67 Abs. 3 AuG) angeknÃ¼pft. Hat sich der Betroffene wÃ¤hrend fÃ¼nf Jahren im Ausland bewÃ¤hrt, ist es regelmÃ¤ssig angezeigt, den Anspruch auf Familiennachzug neu zu prÃ¼fen. Das schliesst eine frÃ¼here PrÃ¼fung nicht aus, soweit das Einreiseverbot von Beginn an unter fÃ¼nf Jahren angesetzt ist oder eine Ãnderung der Sachlage eintritt, die derart ins Gewicht fÃ¤llt, dass ein anderes Ergebnis ernstlich in Betracht fÃ¤llt (BGr, 1. Dezember 2015, 2C_424/2015, E. 2.3). Hingegen besteht nach fÃ¼nf Jahren BewÃ¤hrung im Ausland selbst dann ein PrÃ¼fungsanspruch, wenn das verhÃ¤ngte Einreiseverbot fÃ¼nf Jahre Ã¼berschreite</span>t<span> oder heute nach Art. 121 BV und Art. 66a </span>des Strafgesetzbuchs (<span>StGB</span>)<span> eine lÃ¤ngere Landesverweisung hÃ¤tte verhÃ¤ngt werden kÃ¶nnen (BGr, 15. Mai 2015, 2C_714/2014, E. 3.3 und 4.2 mit Hinweisen; BGr, 12. Dezember 2014, 2C_1224/2013 und die dazugehÃ¶rige Kommentierung durch Ruth Beutler, Anspruch auf WiederwÃ¤gung bzw. auf Neubeurteilung des Aufenthaltsanspruchs nach Widerruf oder NichtverlÃ¤ngerung einer Bewilligung, in: dRSK, publiziert am 19. MÃ¤rz 2015). Die gegenteilige Weisung des </span>Staatssekretariats fÃ¼r Migration (<span>SEM</span>)<span>, wonach bei auf unbefristete Dauer verfÃ¼gten Einreiseverboten zumindest ausserhalb des Anwendungsbereichs des FreizÃ¼gigkeitsabkommens eine Aufhebung in der Regel frÃ¼hes</span>­<span>tens nach zehn Jahren geprÃ¼ft werde, ist</span> insofern Ã¼berholt (vgl. Weisungen und ErlÃ¤uterungen des SEM zum AuslÃ¤nderbereich [Weisungen AuG], Bern [Oktober] 2013, aktualisiert am 25. November 2016, Ziff. 8.10.1.4)<span>. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die fÃ¼nfjÃ¤hrige Wartefrist bis zum erstmaligen Anspruch auf NeuprÃ¼fung beginnt dabei im Regelfall mit der Rechtskraft des Wegweisungsentscheids zu laufen (BGr, 12. Dezember 2014, 2C_1224/2013, E. 5.1.2; Marc Spescha in: Marc Spescha et al.</span> [Hrsg.]<span>, Migrations</span>­<span>recht, 4.</span> A.<span>, </span>ZÃ¼rich <span>2015, Art. 51 AuG N. 6a). Hingegen ist auf das tatsÃ¤chliche Ausreisedatum abzustellen, wenn der Betroffene nach rechtskrÃ¤ftig verweigertem Aufent</span>­<span>halt in Verletzung seiner Ausreiseverpflichtung zunÃ¤chst nicht ausreist oder er seiner Aus</span>­<span>reiseverpflichtung aufgrund eines noch zu beendenden Strafvollzugs erst spÃ¤ter nachkommen kann (BGr, 1. Dezember 2015, 2C_424/2015, E. 2.3</span>; <span>Beutler, Rz. 17). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde am 8. September 2010 direkt aus dem Strafvollzug in sein Heimatland ausgeschafft. Es versteht sich von selbst, dass das Legalverhalten des BeschwerdefÃ¼hrers wÃ¤hrend de</span>s<span> Strafvollzug</span>s<span> schon mangels MÃ¶glichkeiten zur Delinquenz wenig aussagekrÃ¤ftig ist und damit erst seinem Wohlverhalten nach seiner Entlassung und seiner Ausschaffung in den Kosovo massgebliches Gewicht zuzumessen ist. </span>Da seine Ausschaffung jedoch inzwischen bereits etwas mehr als fÃ¼nf Jahre zurÃ¼ckliegt, ist sein Gesuch materiell zu prÃ¼fen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b><span>WÃ¤hrend das Bundesgericht einen PrÃ¼fungsanspruch nach fÃ¼nfjÃ¤hriger BewÃ¤hrungszeit grundsÃ¤tzlich unabhÃ¤ngig von der Schwere des Delikts und der Dauer des Einreiseverbots bejaht, ist der Deliktschwere und dem (sich auch in der Dauer des Einreiseverbots niederschlagende</span>n<span>) Ã¶ffentlichen Fernhalteinteresse bei der materiellen Beurteilung des Gesuchs Rechnung zu tragen. Hierbei sind in einer umfassenden GÃ¼terabwÃ¤gung die privaten Interessen der betroffenen Personen den infolge Zeitablaufs zunehmend in den Hintergrund tretenden Ã¶ffentlichen Fernhalteinteressen gegenÃ¼berzustellen (BGr, 15. Mai 2015, 2C_714/2014, E. 3.3 und 4.2 mit Hinweisen). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Der betroffene AuslÃ¤nder hat sich dabei nicht nur Ã¼ber seine Straffreiheit auszuweisen, sondern im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht nach Art. 90 AuG auch noch weitere Fakten glaubhaft zu machen, die eine zuverlÃ¤ssige Beurteilung seiner BewÃ¤hrung im Heimatland erlauben (BGr, 24. Mai 2013, 2C_1170/2012, E. 4.2; Beutler, Rz. 18). Hingegen haben die MigrationsbehÃ¶rden und Gerichte grundsÃ¤tzlich weder ein SachverstÃ¤ndigengutachten Ã¼ber die RÃ¼ckfallgefahr des betroffenen AuslÃ¤nders einzuholen, noch sich mittels Befragung einen persÃ¶nlichen Eindruck von diesem zu verschaffen, wenn eine hinreichende BewÃ¤hrung durch diesen (noch) nicht nachgewiesen wird.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt die DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung und seine persÃ¶nliche Befragung sowie eventualiter die Einholung eines SachverstÃ¤ndigengutachtens. PrimÃ¤r massgeblich ist jedoch das bisherige Wohlverhalten des BeschwerdefÃ¼hrers in Relation mit den infrage stehenden RechtsgÃ¼tern und nicht der persÃ¶nliche Eindruck, welchen der BeschwerdefÃ¼hrer anlÃ¤sslich seiner persÃ¶nlichen Befragung hinterlassen wÃ¼rde. Das Ã¶ffentliche Fernhalteinteresse ergibt sich zudem auch nicht allein aus der konkreten RÃ¼ckfallgefahr, dÃ¼rfen doch gerade auch bei schwerer StraffÃ¤lligkeit generalprÃ¤ventive Ãberlegungen mitangestellt werden (vgl. E. 4.4.1 nachstehend). Sodann besteht vor Verwaltungsgericht in der Regel kein Anspruch auf die DurchfÃ¼hrung einer mÃ¼ndlichen Verhandlung (vgl. § 59 VRG sowie Marco Donatsch in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 59 N. 3 ff.). Damit ist sowohl von einer mÃ¼ndlichen Verhandlung als auch von einer persÃ¶nlichen Befragung des BeschwerdefÃ¼hrers oder der Einholung eines SachverstÃ¤ndigengutachtens abzusehen. </p> <p class="Erwgung3">Auch eine AnhÃ¶rung der Kinder erÃ¼brigt sich aufgrund der gleich gerichteten Interessenslage mit den BeschwerdefÃ¼hrenden und aufgrund der eingereichten Unterlagen, zumal zumindest die Tochter des BeschwerdefÃ¼hrers bereits in einem Schreiben vom 16. April 2016 ihren Standpunkt schriftlich eingebracht hat. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.3 </b>In der eingereichten Bescheinigung vom 30. MÃ¤rz 2016 bestÃ¤tigt das Auskunft erteilende Gericht ("Grundlegende Gericht in J - Zweigstelle K") der Republik Kosovo lediglich, dass gegen den BeschwerdefÃ¼hrer "keine Strafverfahren durchgefÃ¼hrt" werden. Es ist jedoch aus der eingereichten Ãbersetzung weder klar ersichtlich, fÃ¼r welchen Zeitraum diese Auskunft erteilt wurde, noch steht zweifelsfrei fest, ob die Auskunft das gesamte kosovarische Territorium und sÃ¤mtliche Straftaten oder lediglich die Jurisdiktion des auskunfterteilenden Gerichts erfasst. Indes erscheint ohnehin fraglich, ob allein aus dem Nachweis der Straffreiheit im Kosovo bereits zuverlÃ¤ssig auf eine BewÃ¤hrung in Heimatland geschlossen werden kann. Immerhin ergibt sich aus der vor Verwaltungsgericht eingereichten ArbeitsbestÃ¤tigung vom 15. November 2016, dass der BeschwerdefÃ¼hrer im Kosovo einer geregelten Arbeit nachgeht. Zudem hat er das gegen ihn verhÃ¤ngte Einreiseverbot beachtet und die Schweiz nach den ihm gewÃ¤hrten Besuchsaufenthalten in der Regel fristgerecht verlassen. Ob dies und die eingereichten Unterlagen bereits hinreichend zuverlÃ¤ssig Ã¼ber die BewÃ¤hrung des BeschwerdefÃ¼hrers im Kosovo Auskunft geben, kann im Sinn nachfolgender ErwÃ¤gungen aber ohnehin offenbleiben.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Ausgangspunkt und Massstab fÃ¼r die Schwere des Verschuldens und die fremden­polizeiliche InteressenabwÃ¤gung ist die vom Strafrichter verhÃ¤ngte Strafe (BGE 134 II 10 E. 4.3). Der strafrechtliche Resozialisierungsgedanke und die Prognose Ã¼ber das kÃ¼nftige Wohlverhalten sind hingegen von geringerer Relevanz, da aus migrationsrechtlicher Sicht das Interesse an der Ã¶ffentlichen Ordnung und Sicherheit im Vordergrund steht (VGr, 4. Juni 2014, VB.2014.00028, E. 4.1; BGr, 11. Juli 2008, 2C_282/2008, E. 3.1). Bei wiederholter Delinquenz oder schweren Straftaten, wozu auch Drogendelikte aus rein finanziellen Motiven gehÃ¶ren, muss zum Schutz der Ãffentlichkeit auslÃ¤nderrechtlich selbst ein geringes Restrisiko weiterer BeeintrÃ¤chtigungen wesentlicher RechtsgÃ¼ter nicht in Kauf genommen werden (BGE 139 I 31 E. 2.3.2; BGE 139 I 16 E. 2.2.1). Ausserhalb des Anwendungsbereichs des FreizÃ¼gigkeitsabkommens vom 21. Juni 1999 (FZA) darf hierbei auch generalprÃ¤ventiven Aspekten Rechnung getragen werden (BGr, 29. Juli 2013, 2C_259/2013, E. 3.6). Allerdings vermÃ¶gen generalprÃ¤ventive Ãberlegungen alleine eine Fernhaltung nicht auf Dauer zu rechtfertigen und stehen einer erneuten Bewilligungserteilung nicht fÃ¼r unbegrenzte Zeit entgegen (BGr, 12. Dezember 2014, 2C_1224/2013, E. 5.1.1; BGr, 19. Februar 2012, 2C_817/2012, E. 3.2.1). Wurde jedoch ein unbefristetes Einreiseverbot ausgesprochen, dÃ¼rfte ein bereits kurz nach Ablauf der fÃ¼nfjÃ¤hrigen BewÃ¤hrungszeit gestelltes Gesuch nur ausnahmsweise erfolgversprechend sein (vgl. hierzu die gemÃ¤ss den Weisungen AuG, Ziff. 8.10.1.4 fÃ¼r den Regelfall vorgesehene 10-jÃ¤hrige BewÃ¤hrungsfrist, welche jedoch zu weitgehend bereits die GesuchsprÃ¼fung ausschliessen mÃ¶chte). Auch Art. 67 Abs. 3 AuG [Satz 2] sieht diesfalls die MÃ¶glichkeit lÃ¤ngerer Einreiseverbote vor (vgl. BGr, 19. Februar 2012, 2C_817/2012, E. 3.2.6). Auch bei Katalogtaten gemÃ¤ss Art. 66a StGB und Art. 121 BV, wo die fÃ¼r die Dauer der Landesverweisung vorgesehene Untergrenze bereits der fÃ¼nfjÃ¤hrigen RegelhÃ¶chstdauer eines Einreiseverbots nach Art. 67 Abs. 3 AuG entspricht, dÃ¼rfte ein fÃ¼nfjÃ¤hriges Wohlverhalten im Ausland in aller Regel noch keine verlÃ¤sslichen SchlÃ¼sse zulassen (vgl. der Verweis auf die Ausschaffungsinitiative und Art. 121 Abs. 3 BV in BGr, 19. Februar 2012, 2C_817/2012, E. 2.2.2). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde wegen qualifizierter BetÃ¤ubungsmitteldelikte und eines waffenrechtlichen Verstosses zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren, elf Monaten und neun Tagen verurteilt. Bereits die HÃ¶he der ausgesprochenen Strafe widerspiegelt ein erhebliches Ã¶ffentliches Fernhalteinteresse (vgl. BGE 129 II 215 E. 3.1), zumal das Obergericht in seinem Entscheid vom 29. Januar 2008 nur aufgrund des Verbots der reformatio in peius von einer weiteren StrafschÃ¤rfung absah. Der bereits vorbestrafte und verwarnte BeschwerdefÃ¼hrer hat aus gewinnsÃ¼chtigen Motiven und als Mitglied einer wohlorganisierten Bande eine erhebliche Menge Drogen umgesetzt und sich zudem auch noch eines waffenrechtlichen Verstosses schuldig gemacht. Ein kooperatives Verhalten sowie Einsicht und Reue konnten ihm durch das Obergericht nicht attestiert werden. In Ãbereinstimmung mit der vorinstanzlichen und der obergerichtlichen EinschÃ¤tzung ist dem BeschwerdefÃ¼hrer ein sehr hohes Verschulden anzulasten. Das hohe Fernhalteinteresse kommt auch im unbefristet ausgesprochenen Einreiseverbot zum Ausdruck. Auch wenn ein solches heute praxisgemÃ¤ss nicht mehr ausgesprochen werden kÃ¶nnte (vgl. BVGr, 26. August 2014, C_5819/2012, E. 6 sowie die Kommentierung durch Peter Bolzli, Unbefristete Einreiseverbote nicht mehr zulÃ¤ssig in: dRSK, publiziert am 6. Oktober 2014), wÃ¤ren die qualifizierten BetÃ¤ubungsmitteldelikte des BeschwerdefÃ¼hrers auch nach derzeitiger Gesetzeslage gemÃ¤ss Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB mit einer Landesverweisung von 5â15 Jahren zu ahnden, womit eine fÃ¼nfjÃ¤hrige (bzw. vorliegend inzwischen sechsjÃ¤hrige) BewÃ¤hrungszeit im Ausland eher kurz erscheint und nur in besonderen Konstellationen ausreicht.</p> <p class="Erwgung2">Zwar hat sich der BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss den eingereichten Belegen in den letzten sechs Jahren in seiner Heimat wohlverhalten. Da bei Drogendelikten aus rein finanziellen Motiven aber auch ein geringes RÃ¼ckfallrisiko nicht in Kauf genommen werden muss, besteht angesichts der infrage stehenden RechtsgÃ¼ter weiterhin eine relevante RÃ¼ckfallgefahr. Da er bis zu seiner Verhaftung 2005 trotz mehrfacher Verwarnung und ungeachtet der Konsequenzen fÃ¼r seine Familie weiter delinquierte, ist nicht ausgeschlossen, dass er das Zusammenleben mit seiner Ehefrau und seinen Kindern durch erneute Straftaten erneut aufs Spiel setzen kÃ¶nnte, wÃ¼rde ihm in der Schweiz eine zweite Chance geben. Sodann hat der BeschwerdefÃ¼hrer sich bereits vor seiner Verhaftung nur ungenÃ¼gend auf dem hiesigen Arbeitsmarkt integriert und war zum Verhaftungszeitpunkt bereits seit Ã¼ber 1<span> </span>½ Jahren arbeitslos. Es ist deshalb fraglich, ob seine hiesige berufliche Integration dieses Mal besser verlaufen und er seine ihm der Schweiz in Aussicht gestellte Stelle als Hilfsgipser auch dauerhaft behalten oder stattdessen wieder in deliktische Verhaltensmuster zurÃ¼ckfallen wird. </p> <p class="Urteilstext">Damit besteht weiterhin ein erhebliches Ã¶ffentliches Fernhalteinteresse.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.1 </b>Sodann sind im Sinn von Art. 96 Abs. 1 AuG das Ã¶ffentliche Interesse an der Fernhaltung der auslÃ¤ndischen Person und deren Interesse sowie das ihrer Familie an einem Nachzug in der Schweiz gegeneinander abzuwÃ¤gen (BGE 135 II 377 E. 4.3 ff.; Silvia Hunziker in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 63 AuG N. 10). Bei der InteressenabwÃ¤gung ist hierbei auch der Anspruch auf Achtung des Familienlebens nach Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV zu berÃ¼ck­sichtigen. GemÃ¤ss Art. 8 Abs. 2 EMRK sowie Art. 36 BV sind aber auch Eingriffe in das Recht auf Familienleben gestÃ¼tzt auf den gesetzlichen Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG zulÃ¤ssig, sofern sie zur Wahrung der nationalen Sicherheit, der Ã¶ffentlichen Ruhe und Ordnung, des wirtschaftlichen Wohls des Landes, der Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig erscheinen. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.2 </b>Obwohl der BeschwerdefÃ¼hrer insgesamt fast zwei Jahrzehnte in der Schweiz lebte, ist er in seiner Heimat aufgewachsen und erst als 16-JÃ¤hriger in die Schweiz gereist. Sodann hat er mehr als fÃ¼nf Jahre seines hiesigen Aufenthalts in Untersuchungshaft oder im Strafvollzug verbracht und lebt nunmehr seit mehr als sechs Jahren wieder im Kosovo, wo er auch arbeitet. Es ist damit davon auszugehen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer sich wieder in seiner kosovarischen Heimat eingelebt hat, wÃ¤hrend seine Beziehungen zur Schweiz schon aufgrund der Restriktionen des gegen ihn verhÃ¤ngten Einreiseverbots nicht mehr besonders tiefgreifend erscheinen. Insofern unterscheidet sich der vorliegende Fall auch von den in der Beschwerdeschrift aufgefÃ¼hrten Konstellationen, wo der Bezug zur Schweiz noch nicht durch bereits vollzogene Wegweisungsmassnahmen unterbrochen oder zumindest gelockert wurde.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.3 </b>Allerdings hat der BeschwerdefÃ¼hrer den Kontakt zu seiner in der Schweiz verbliebenen Familie nie abgebrochen und Ã¼ber die Distanz bzw. durch regelmÃ¤ssige Besuchsaufenthalte aufrechterhalten. Es ist damit grundsÃ¤tzlich weiterhin von einem intakten, konventions- und verfassungsmÃ¤ssig geschÃ¼tzten Familienleben auszugehen. </p> <p class="Erwgung3">Sodann ist weder seiner hier niedergelassenen Ehefrau noch seinen hier bereits eingebÃ¼rgerten Kindern eine Ausreise in den Kosovo zumutbar. GemÃ¤ss mehreren fachÃ¤rztlichen Stellungnahmen leidet die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers an Depressionen und einer AngststÃ¶rung und sie ist durch ihre Situation als alleinerziehende Mutter Ã¼berfordert. Auch die Kinder leiden gemÃ¤ss eigenen Angaben, der Beurteilung ihres Kinder- und Jugendpsychiaters und den Angaben ihrer Klassenlehrer stark unter der Trennungssituation und den dadurch verstÃ¤rkten psychischen Problemen ihrer Mutter. WÃ¤hrend die Trennungssituation die Familie stark belasten soll, sollen die Familienbesuche des BeschwerdefÃ¼hrers die Ãngste seiner Ehefrau und deren Ãberforderung mindern und sich positiv auf die ganze Familie auswirken. Auch wenn den eingereichten Berichten lediglich der Beweiswert von Parteivorbringen zukommt und diese offensichtlich zielgerichtet fÃ¼r das vorliegende Bewilligungsverfahren eingeholt wurden (Kaspar PlÃ¼ss in: Kommentar VRG, § 7 N. 148 mit Hinweisen), werden die darin enthaltenen SchlÃ¼sse grÃ¶sstenteils auch durch das Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 14. Mai 2014 (betreffend IV-AnsprÃ¼che der Ehefrau) bestÃ¤tigt. Es erscheint sodann plausibel, dass die Besuche des BeschwerdefÃ¼hrers der ganzen Familie Halt geben und dessen Ehefrau physisch sowie psychisch entlasten. Eine dauerhafte RÃ¼ckkehr des BeschwerdefÃ¼hrers kÃ¶nnte sich damit durchaus positiv auf die Familiensituation auswirken und wird in den eingereichten Arztberichten aus medizinisch-psychiatrischer Sicht empfohlen. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.4 </b>Die Ã¤rztlichen EinschÃ¤tzungen vermÃ¶gen jedoch die AbwÃ¤gung der entgegenstehenden Interessen nicht zu ersetzen. Dies zumal die berichterstattenden Medizinalpersonen weder die Fachkompetenz noch die erforderlichen Informationen haben, die auslÃ¤nderrechtliche GÃ¼terabwÃ¤gung vorzunehmen, insbesondere auch keine detaillierten Kenntnisse der rechtlichen Grundlagen und der entgegenstehenden Fernhalteinteressen besitzen.</p> <p class="Erwgung3">Sodann stehen die psychischen Probleme der Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers nicht allein im Zusammenhang mit der erzwungenen Familientrennung, sondern wurden massgeblich durch einen im Februar 2009 erlittenen Autounfall ausgelÃ¶st oder zumindest verstÃ¤rkt (vgl. das bereits erwÃ¤hnte Urteil des Sozialversicherungsgerichts). Es ist damit davon auszugehen, dass die psychischen Probleme der Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers auch bei einer dauerhaften RÃ¼ckkehr ihres Ehemannes fortbestehen und hÃ¶chstens etwas gemildert werden. Auch konnte die Ehefrau bis anhin stets auf die UnterstÃ¼tzung ihrer Schwiegereltern und weiterer Verwandter zÃ¤hlen. Es ist nicht substanziiert dargelegt, weshalb diese Bezugspersonen aufgrund nicht nÃ¤her genannter Altersgebrechen nun nicht mehr in der Lage oder Willens sein sollten, die bereits seit Jahren geleistete UnterstÃ¼tzung fortzufÃ¼hren. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist damit nicht der einzige Halt der Familie. Zudem ist die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers weiterhin zu 50 % arbeitsfÃ¤hig und auch tatsÃ¤chlich erwerbstÃ¤tig, was ihre UnterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftigkeit ebenfalls etwas relativiert.</p> <p class="Erwgung2">Offenbar haben weder die geltend gemachte Ãberforderungssituation der Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers noch die angefÃ¼hrten Auswirkungen auf deren Kinder bislang weitergehende Kindesschutzmassnahmen, wie z.<span> </span>B. die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft im Sinn von Art. 308 des Zivilgesetzbuchs (ZGB), erforderlich gemacht. Die Ãberforderungssituation der Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers dÃ¼rfte sich zudem in naher Zukunft weiter entschÃ¤rfen: <span>Die Tochter der BeschwerdefÃ¼hrenden wird bereits in diesem Jahr volljÃ¤hrig. Auch der Sohn ist bereits </span>Ã¼ber <span>15</span> <span>Jahre alt. Kinder in diesem Alter sind nicht mehr auf eine engmaschige Betreuung durch ihre Eltern angewiesen. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Ãberforderungssituation der BeschwerdefÃ¼hrerin als alleinerziehende Mutter nicht mehr lange anhalten wird und die Kinder in Zukunft allenfalls sogar zur Entlastung der Mutter beitragen kÃ¶nnen. Zwar mag die </span>(vom BeschwerdefÃ¼hrer selbst provozierte) <span>erzwungene Trennung </span>von ihrem Vater<span> die Kinder geprÃ¤gt und ihre bisherige Entwicklung auch negativ beeinflusst haben. Nachdem die Kinder den Kontakt zum BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund von dessen Inhaftierung (ab Mai 2005) und spÃ¤teren Weg</span>­<span>weisung jedoch schon seit frÃ¼her Kindheit nur sehr eingeschrÃ¤nkt pflegen konnten, ist auch mit Blick auf das Kindeswohl nicht ersichtlich, weshalb dieser fÃ¼r ihre weitere Entwicklung noch von entscheidender Bedeutung sein sollte. Vielmehr gewinnt mit einsetzender Adoleszenz das Beziehungsfeld ausserhalb des Elternhau</span>s<span>es an Bedeutung (BVGr, 11. Juni 2013, D-1954/2013, E. 5.3.5.2 </span>VGr, 18. September 2013, VB.2013.00298, E. 2.4.5<span>).</span><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Damit sind die privaten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner Familie nicht derart erheblich, als dass sie das fortbestehende Ã¶ffentliche Fernhalteinteresse aufzuwiegen vermÃ¶gen. Auch wenn generalprÃ¤ventive Ãberlegungen mit zunehmenden Zeitablauf in den Hintergrund treten und die Gefahr eines RÃ¼ckfalls durch fortdauerndes Wohlverhalten weiter sinkt, lÃ¤sst die bisherige BewÃ¤hrungszeit im Kosovo noch keine aussagekrÃ¤ftigen SchlÃ¼sse Ã¼ber das kÃ¼nftige Wohlverhalten des BeschwerdefÃ¼hrers zu. Da die vom BeschwerdefÃ¼hrer begangenen (BetÃ¤ubungsmittel-)Delikte von besonderer Schwere sind und die von ihm geltend gemachten persÃ¶nlichen bzw. familiÃ¤ren UmstÃ¤nde seine dauerhafte RÃ¼ckkehr in die Schweiz nicht erfordern, ist die Beschwerde abzuweisen und eine erneute PrÃ¼fung erst nach einer weiteren BewÃ¤hrungszeit oder wesentlich verÃ¤nderter UmstÃ¤nde angezeigt. Angesichts des Ã¼berwiegenden Fernhalteinteresses ist es dem BeschwerdefÃ¼hrer und seiner Familie weiterhin zuzumuten, den Kontakt Ã¼ber die Distanz und durch Besuche aufrechtzuerhalten. Der BeschwerdefÃ¼hrer kann hierfÃ¼r wie bis anhin um die zeitweilige Suspension seines Einreiseverbots ersuchen. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Das Ã¼berwiegende Ã¶ffentliche Fernhalteinteresse steht sodann auch der Erteilung einer HÃ¤rtefallbewilligung im Sinn von Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG oder einer Bewilligungs­erteilung nach pflichtgemÃ¤ssen Ermessen im Sinn von Art. 96 AuG entgegen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten de</span>n<span> BeschwerdefÃ¼hre</span>nden<span> aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a VRG), und es steht </span>diesen<span> keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Andernfalls kann lediglich die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG wegen der Verletzung verfassungsmÃ¤ssiger Rechte ergriffen werden. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>