27. September 1995 1941 Versandverfahren. Übereinkommen Insgesamt wäre es richtig, wenn Sie auf die Vorlage eintreten und ihr zustimmen würden. Damit wäre mindestens die Pen- sionskasse richtig verbucht. Das andere kommt dann später. Weyeneth Hermann (V, BE): Die vom Berichterstatter in den Zusammenhang gebrachten Überlegungen sind nach den Ausführungen des Finanzministers nicht stichhaltig; sie sind es auch nicht vor dem Hintergrund dieses Antrages. Wenn wir gegen die Grundsätze der Buchführung verstossen - und das tun wir, wenn wir die Korrektur in Artikel 5 Absatz 4 des Finanzhaushaltgesetzes in nicht vornehmen -, so hat das nichts mit den SBB zu tun. Und wenn die Frage der SBB eine Angelegenheit ist, die auf dem Verordnungsweg durch den Bundesrat beschlossen werden kann, hat es damit auch nichts zu tun. Ich halte fest: Wenn die Pensionskasse des Bundes verselb- ständigt wird, so ist das Finanzhaushaltgesetz in diesem Punkt falsch und verstösst gegen die Grundsätze der Buch- haltungsführung. Es ist dem Rat nicht anheimgestellt, dar- über zu befinden oder nicht. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission 90 Stimmen Für den Antrag Weyeneth 10 Stimmen An den Ständerat - Au Conseil des Etats #ST# 95.026 Versandverfahren. Übereinkommen Régime de transit. Convention Botschaft und Beschlussentwurf vom 12. April 1995 (BBIIII 337) Message et projet d'arrêté du 12 avril 1995 (FF III 325) Kategorie V, Art. 68 GRN - Categorie V, art. 68 RCN Mühlemann Ernst (R, TG) unterbreitet im Namen der Aus- senpolitischen Kommission (APK) den folgenden schriftli- chen Bericht: Mit dem Übereinkommen vom 20. Mai 1987 über ein gemein- sames Versandverfahren (im folgenden: Versandüberein- kommen) zwischen der Europäischen Gemeinschaft, der Schweiz und den Efta-Ländern ist ein einheitliches Transit- verfahren eingeführt worden, das grundsätzlich für alle Wa- renbeförderungen zwischen der Gemeinschaft und den Efta- Ländern sowie zwischen den einzelnen Efta-Ländern gilt und weitgehend die nationalen Transitverfahren ersetzt. Die Pflicht zur Bezahlung der Zölle und der anderen Abgaben, die an der Grenze zu entrichten sind, entsteht auch bei der Transitabfertigung. Diese Pflicht fällt erst wieder dahin, wenn infolge Wiederausfuhr der Ware das Transitverfahren nach Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen ordnungsge- mäss abgeschlossen worden ist. Damit die Erhebung der Zölle und der anderen Angaben sichergestellt ist, hat die hauptverpflichtete Person eine Bürgschaft oder eine Barhin- terlage zu leisten. Die Sicherheit kann für mehrere Transitver- fahren als Gesamtbürgschaft oder für jedes Verfahren einzeln geleistet werden. Die Gesamtbürgschaft wird neu nach einem bestimmten Verfahren auf mindestens 30 Prozent der zu ent- richtenden Zölle und anderen Abgaben festgesetzt. Diese Erleichterung, die zur rationelleren und kostengünsti- geren Abwicklung des Gütertransitverkehrs beiträgt, stellt eine teilweise Befreiung von der Pflicht zur Sicherheitslei- stung dar, bedingt aber gleichzeitig die gegenseitige Unter- stützung der Zollverwaltungen bei der Zustellung und der Vollstreckung von Forderungen. Gegenwärtig kann eine For- derung eines Mitgliedstaates in einem anderen Mitgliedstaat nicht vollstreckt werden. Mit der Änderung des Versandüber- einkommens wird auch eine entsprechende Rechtsgrund- lage geschaffen. Mühlemann Ernst (R, TG) présente au nom de la Commis- sion de politique extérieure (CPE) le rapport écrit suivant: La Convention entre la Communauté européenne et la Suisse ainsi que les pays AELE relative à un régime de tran- sit commun (ci-après: convention) a introduit une procédure unifiée de transit applicable en principe à tous les transports de marchandises entre la Communauté et les pays AELE ainsi qu'entre les pays AELE entre eux et qui remplace dans une large mesure les procédures de transit nationales. L'assujettissement au paiement des droits de douane et autres redevances à acquitter à la frontière naît aussi lors des dédouanements en transit. Cet assujettissement n'est annulé que lorsque, par suite de réexportation de la mar- chandise, la procédure de transit est achevée réglementaire- ment après accomplissement des exigences légales. Pour que la perception des droits de douane et autres redevances soit garantie, le principal obligé doit fournir un cautionnement ou un dépôt d'espèces. La sûreté peut être fournie pour plu- sieurs opérations de transit sous forme de cautionnement global ou pour chaque opération séparément. Le cautionne- ment global - et cela est nouveau - est fixé selon une procé- dure spéciale à 30 pour cent au moins des droits de douane et autres redevances à acquitter. A la fois rationnelle et économique, cette facilité représente une exemption partielle à l'obligation de fournir des sûretés, mais elle suppose simultanément l'entraide des administra- tions douanières dans la transmission et l'exécution des créances. La modification de la convention crée précisément la base légale nécessaire pour une telle entraide. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, auf die Vorlage einzu- treten und dem Bundesbeschluss zuzustimmen. Proposition de la commission La commission propose, à l'unanimité, d'entrer en matière et d'approuver l'arrêté fédéral. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen L'entrée en matière est décidée sans opposition Bundesbeschluss betreffend die Änderung des Über- einkommens zwischen der Europäischen Gemein- schaft und der Schweiz sowie den Efta-Ländern über ein gemeinsames Versandverfahren Arrêté fédéral relatif à la modification de la Convention entre la Communauté européenne et la Suisse ainsi que les pays AELE relative à un régime de transit com- mun Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress, Art. 1, 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Titre et préambule, art. 1, 2 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral Angenommen - Adopté Namentliche Gesamtabstimmung Vote sur l'ensemble, par appel nominal (Réf.: 1776) Für Annahme des Entwurfes stimmen - Acceptent le projet: Aguet, Allenspach, Aregger, Aubry, Bäumlin, Béguelin, Ber- ger, Blocher, Bonny, Borei François, Borer Roland, Bortoluz-Motion du Conseil des Etats (Bisig) 1942 N 27 septembre 1995 zi, Brügger Cyrill, Brunner Christiane, Bugnon, Bühlmann, Bührer Gerold, Bundi, Bürgi, Carobbio, Comby, Cornaz, Da- nuser, de Dardel, David, Deiss, Dettling, Dormann, Dünki, Eberhard, Eggenberger, Engler, Epiney, Fankhauser, Fehr, von Feiten, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Frainier, Fritschi Oscar, Früh, Gadient, Gonseth, Graber, Gros Jean- Michel, Grossenbacher, Hafner Ursula, Hari, Hess Otto, Hess Peter, Hollenstein, Iten Joseph, Keller Anton, Keller Rudolf, Kern, Kühne, Ledergerber, Leemann, Lepori Bonetti, Leuba, Leuenberger Ernst, Loeb François, Mauch Ursula, Misteli, Müller, Nabholz, Narbel, Neuenschwander, Oster- mann, Perey, Philipona, Pini, Poncet, Raggenbass, Rech- steiner, Rohr, Ruckstuhl, Sandoz, Savary, Schenk, Scherrer Jürg, Scheurer Rémy, Schmid Peter, Schmidhalter, Schwein- gruber, Spoerry, Steiger Hans, Steiner Rudolf, Strahm Ru- dolf, Suter, Theubet, Thür, Tschuppert Karl, Wanner, Weder Hansjürg, Weyeneth, Wittenwiler, Züger, Zwygart (99) Dagegen stimmen - Rejettent le projet: Bignasca, Maspoli (2) Stimmen nicht - Ne votent pas: Bär, Baumann Ruedi, Baumann Stephanie, Baumberger, Bezzola, Binder, Bircher Peter, Bischof, Bodenmann, Caccia, Camponovo, Caspar-Hutter, Cavadini Adriano, Cincera, Co- lumberg, Couchepin, Darbeilay, Diener, Dreher, Ducret, Du- voisin, Eggly, Eymann Christoph, Fasel Hugo, Fischer- Sursee, Frey Walter, Friderici Charles, Giezendanner, Giger, Gobet, Goll, Grendelmeier, Gross Andreas, Gysin, Haering Binder, Hämmerle, Heberlein, Hegetschweiler, Herczog, Hildbrand, Hubacher, Jäggi Paul, Jeanprêtre, Jenni Peter, Jori, Langenberger, Leu Josef, Leuenberger Moritz, Maeder, Maitre, Mamie, Marti Werner, Matthey, Maurer, Meier Hans, Meier Samuel, Meyer Theo, Miesch, Moser, Mühlemann, Nebiker, Oehler, Pidoux, Reimann Maximilian, Robert, Rohr- basser, Ruf, Ruffy, Rutishauser, Rychen, Scherrer Werner, Schmid Samuel, Schmied Walter, Schnider, Segmüller, Sei- ler Hanspeter, Seiler Rolf, Sieber, Singeisen, Spielmann, Stalder, Stamm Judith, Stamm Luzi, Steffen, Steinegger, Steinemann, Stucky, Tschäppät Alexander, Tschopp, vakant l, Vetterli, Vollmer, Wick, Wiederkehr, Wyss William, Zbinden, Ziegler Jean, Zisyadis (98) Präsident, stimmt nicht - Président, ne vote pas: Frey Claude (1) An den Ständerat - Au Conseil des Etats #ST# 93.3119 Motion des Ständerates (Bisig) Einführung von nationalen Kostenindizes für die wichtigsten Bauwerksarten Motion du Conseil des Etats (Bisig) Pour l'adoption d'indices nationaux des coûts des principaux types de construction Wortlaut der Motion vom 7. März 1994 Der Zürcher Wohnbaukostenindex, den das Statistische Amt der Stadt Zürich jeweils auf den 1. April und den 1. Oktober berechnet, ist eine Richtzahl für die Erstellungskosten von Mehrfamilienhäusern, die nach Bauart, Ausstattung und Lage den jeweiligen Indexhäusern entsprechen. Als reine Preisindexziffer gibt er die preislichen Veränderungen der beim Bau von Indexhäusern verwendeten Materialien und er- brachten Leistungen wieder. Bekannt sind auch die Wohn- baukostenindizes von Bern, Genf und Luzern. Für die Index- berechnung existieren keine allgemeingültigen Regeln, die Berechnungsbasis ist daher unterschiedlich. Ausgehend von der Feststellung, dass der Wohnbaukosten- index volkswirtschaftlich sehr bedeutungsvoll ist und dass für die Aktualisierung von Erfahrungswerten keine anderen Zah- len zur Verfügung stehen, ist ein Handlungsbedarf des Bun- des gegeben. Vor allem kann nicht befriedigen, dass der Wohnbaukostenindex auch für Bauwerksarten angewendet wird, die mit der Kostenentwicklung im Wohnungsbau wenig zu tun haben, wie Verwaltungsbauten, Schulbauten, Ge- werbe- und Industriebauten oder Infrastrukturanlagen. Allein die automatische Aufrechnung der Teuerung ab dem Datum des Kostenvoranschlages schafft Reserven, die nicht zwin- gend gerechtfertigt sind, die aber in den allermeisten Fällen ausgeschöpft werden. Der Bundesrat wird deshalb beauftragt, Kostenindizes für die wichtigsten Bauwerksarten zu ermitteln, die der jeweiligen Kostenentwicklung gerecht werden. Vor allem sind dabei Bauten und Anlagen der öffentlichen Hand zu berücksichti- gen. Texte de la motion du 7 mars 1994 L'indice du coût de la construction de logements que le Ser- vice de la statistique de la Ville de Zurich calcule pour le 1 er avril et pour le 1 er octobre de chaque année sert à calcu- ler le coût de la construction d'immeubles d'habitation, pour autant qu'ils aient été construits et aménagés de la même manière que les immeubles ayant servi de référence et qu'ils soient situés à des endroits comparables. Pur indice de prix, il reflète les fluctuations auxquelles sont soumis les prix des matériaux utilisés et le coût du travail fourni. A côté de l'indice de Zurich, on trouve encore l'indice de la Ville de Berne, celui de la Ville de Genève, enfin celui de la Ville de Lucerne, mais en l'absence de règles valant pour tous, aucun d'eux n'est calculé de la même façon. La Confédération doit agir, car il faut bien constater que l'in- dice du coût de la construction de logements a une impor- tance économique de premier ordre et qu'on ne dispose d'aucun autre chiffre pour actualiser ceux qu'on connaît. On regrettera notamment que cet indice soit aussi utilisé dans le cas des bâtiments dont l'évolution des coûts n'a pratique- ment rien à voir avec l'évolution des coûts des logements, cas des bâtiments administratifs, des bâtiments scolaires, des bâtiments commerciaux, des bâtiments industriels ou des autres infrastructures. Ajouter automatiquement le ren- chérissement à compter de la date d'établissement d'un devis crée des réserves qui ne sont pas toujours justifiées, mais qui sont le plus souvent épuisées. Je charge donc le Conseil fédéral de faire calculer un indice des coûts pour chacun des principaux types de construction, indice qui tiendra compte de l'évolution des prix de chacun d'eux. Il considérera aussi et surtout les constructions des collectivités publiques. Giger Titus (R, SG) unterbreitet im Namen der Kommission für öffentliche Bauten (KöB) den folgenden schriftlichen Be- richt: Der Ständerat überwies die Motion am 7. März 1994 opposi- tionslos. In seiner Begründung verwies der Motionär auf die grossen Unterschiede zwischen Bauwerksarten und legte dar, dass die Kostenentwicklung im Wohnungsbau erheblich von der- jenigen im Tiefbau oder im Bau öffentlicher Gebäude abwei- chen kann. Durch die Einführung verschiedener Kostenin- dizes könnten bei den öffentlichen Bauten erhebliche Ein- sparungen erzielt werden. Die Vertreterin des Bundesrates unterstrich ebenfalls den Nutzen solcher Indizes, deren Erar- beitung das Bundesamt für Statistik bereits vorgesehen habe. Sie erklärte sich im Namen des Bundesrates bereit, die Motion entgegenzunehmen.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Versandverfahren. Übereinkommen Régime de transit. Convention In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1995 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 07 Séance Seduta Geschäftsnummer 95.026 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 27.09.1995 - 11:00 Date Data Seite 1941-1942 Page Pagina Ref. No 20 026 090 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. 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