<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2025-06-17-7B_436-2025.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7B_436/2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 17. Juni 2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Koch, als Einzelrichterin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Hahn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Fabienne Wiget, Staatsanwältin der 2. Abteilung, </div> <div class="para">Schmiedgasse 21, Postfach 1201, 6431 Schwyz, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Ausstand; Nichteintreten, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss des Kantonsgerichts Schwyz, Kantonsgerichtsvizepräsidentin, vom 8. April 2025 (BEK 2025 10). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">A.________ erstattete am 12. November 2024 bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz Strafanzeige gegen verschiedene Personen wegen Veruntreuung sowie eventualiter wegen Betrugs. Zugleich stellte er Strafantrag gegen mehrere Personen wegen Verleumdung, eventualiter wegen übler Nachrede. Am 7. Januar 2025 gab die mit der Verfahrensleitung betraute Staatsanwältin A.________ Gelegenheit, seine Strafanzeige zu konkretisieren und seine Ausführungen dabei auf das Wesentliche zu reduzieren. Dies erfolgte unter Androhung, dass bei Säumnis der Erlass einer Nichtanhandnahmeverfügung geprüft werde. Mit Schreiben vom 23. Januar 2025 überwies die verfahrensleitende Staatsanwältin zusammen mit ihrer Stellungnahme ein von A.________ verfasstes und an sie gerichtetes Schreiben vom 12. Januar 2025 an das Kantonsgericht des Kantons Schwyz zur Beurteilung des sinngemäss gestellten Ausstandsgesuchs. Mit Beschluss vom 8. April 2025 wies das Kantonsgericht des Kantons Schwyz das von A.________ gegen die verfahrensleitende Staatsanwältin erhobene Ausstandsgesuch ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 11. Mai 2025 führt A.________ Beschwerde in Strafsachen gegen den Beschluss des Kantons Schwyz vom 8. April 2025. </div> <div class="para">Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Um diesem Erfordernis zu genügen, muss die beschwerdeführende Partei mit ihrer Kritik bei den als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz ansetzen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=04.06.2025&amp;to_date=23.06.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F146-IV-297%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page297">BGE 146 IV 297</a> E. 1.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=04.06.2025&amp;to_date=23.06.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-86%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page86">140 III 86</a> E. 2). Für die Rüge der Verletzung von Grundrechten, einschliesslich der Anfechtung des Sachverhalts wegen Willkür (vgl. <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>), gelten qualifizierte Rügeanforderungen (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). Auf ungenügend begründete Rügen oder bloss allgemein gehaltene appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=04.06.2025&amp;to_date=23.06.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-IV-73%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page73">BGE 147 IV 73</a> E. 4.1.2 mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Nach den für das Bundesgericht gemäss <span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span> verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz machte der Beschwerdeführer in seiner an die verfahrensleitende Staatsanwältin gerichteten Eingabe vom 12. Januar 2025 u.a. geltend, "er halte es für sonnenklar", dass die verfahrensleitende Staatsanwältin für die von ihm angeschuldigten Personen Partei ergreife und die Strafanzeige nicht bearbeiten wolle, weil sie anhand deren Umfangs annehme, er sei ein "Querulant". Weiter geht die Vorinstanz auch auf die im Rahmen des Ausstandsverfahrens eingereichte Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 5. Februar 2025 ein, in welcher er ausgeführt habe, die Abweisung seines Ausstandsbegehrens würde eine falsches Signal setzen, da dies die verfahrensleitende Staatsanwältin dazu ermutigen würde, das Verfahren in Richtung einer Nichtanhandnahme zu lenken. In detaillierter Würdigung dieser und aller weiteren Sachumstände und in Auseinandersetzung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gelangt die Vorinstanz zum Schluss, dass in Bezug auf die verfahrensleitende Staatsanwältin keiner der in <span class="artref"><artref id="CH/312.0/56/f" type="start"></artref><artref id="CH/312.0/56/a" type="start"></artref>Art. 56 lit. a-f StPO</span><artref id="CH/312.0/56/f" type="end"></artref><artref id="CH/312.0/f" type="end"></artref> normierten Ausstandsgründe erfüllt sei. </div> <div class="para">Mit diesen vorinstanzlichen Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Stattdessen macht er pauschal geltend, er habe gar nie ein Ausstandsbegehren gestellt, weshalb der angefochtene Entscheid der Vorinstanz namentlich in Bezug auf die Kostenauflage rechtswidrig und aufzuheben sei. Angesichts der vom Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 12. Januar 2025 gegenüber der verfahrensleitenden Staatsanwältin erhobenen Ablehnungsgründe vermag er mit derartiger appellatorischer Kritik nicht ansatzweise darzutun, inwiefern die Begründung der Vorinstanz rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt den dargelegten gesetzlichen Formerfordernissen damit offensichtlich nicht, weshalb darauf im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> nicht einzutreten ist. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege des Beschwerdeführers ist wegen Aussichtslosigkeit abzuweisen (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>). Damit wird er kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Seiner finanziellen Situation ist mit reduzierten Gerichtskosten Rechnung zu tragen (<span class="artref">Art. 65 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt die Einzelrichterin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Schwyz, Kantonsgerichtsvizepräsidentin, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 17. Juni 2025 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Einzelrichterin: Koch </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Hahn </div> </div></body></html>