<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat hat am 27. April 1994 beantragt, meinem Postulat vom 2. März 1994 für die Verlegung der Kreisdirektion II der SBB und insbesondere der Projektleitung AlpTransit Gotthard Süd nach Biasca keine Folge zu geben. Mit diesem Postulat komme ich auf die zweite Forderung, die Verlegung der Projektleitung nach Biasca, zurück.</p><p>Dies aus folgenden Gründen:</p><p>1. Die Alternativen des Tessiner Regierungsrates und des Gruppo di riflessione AlpTransit Ticino wurden - insbesondere von der technischen Arbeitsgruppe NEAT, die vom Bundesrat eingesetzt wurde - nicht berücksichtigt.</p><p>2. Aus psychologischen und politischen Gründen ist die Verlegung der Projektleitung AlpTransit nach Biasca, dem "moralischen und geographischen" Hauptort der Region der Tre Valli, heute mehr als gerechtfertigt.</p><p>3. Mit diesem Postulat ersuche ich den Bundesrat, die aufgeworfene Frage zu prüfen.</p><p>4. Aufgrund der drängenden wirtschaftlichen und konjunkturellen Probleme, ist die zuständige Bundesbehörde aufgefordert, meinem Postulat Rechnung zu tragen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Projektleitung AlpTransit der SBB, die für den südlichen Abschnitt der Gottlhardlinie zuständig ist, befindet sich bereits in Bellinzona. Heute sind acht Leute ständig beschäftigt. Für den Standort Bellinzona sprechen u.a. folgende Gründe:</p><p></p><p>Zentrale Lage zwischen Lugano (Endpunkt) und Faido (Zwischenangriff)</p><p></p><p>Sitz der Kantonsregierung; dies erleichtert die Beziehungen mit den Behörden</p><p></p><p>Gute Zugsverbindungen rnit der übrigen Schweiz (IC-Halt).</p><p></p><p>Angesichts dieser Tatsachen und der Kosten, die eine Verlegung der Projektleitung AlpTransit nach Biasca zur Folge hätten, erachtet es der Bundesrat nicht als sinnvoll, dem Begehren des Postulanten stattzugeben.</p><p></p><p>Der Bundesrat versteht die Sorge um die wirtschaftliche Lage im Raum Biasca. Der Bau des Gotthard-Basistunnels wird jedoch der Wirtschaft der betroffenen Region Vorteile bringen, indem insbesondere eine örtliche Bauleitung vorgesehen ist.</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.