<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2C_627/2008 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 4. September 2008 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Merkli, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Müller, </div> <div class="para">Bundesrichterin Aubry Girardin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Hugi Yar. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Migrationsdienst des Kantons Bern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Ausschaffungshaft, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Haftgerichts III Bern-Mittelland, Haftrichterin 7, vom 18. August 2008. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">1.1 X.________ (geb. 1974) stammt aus Angola. Sie verheiratete sich am 4. Dezember 1998 in Nairobi mit einem Schweizerbürger und erhielt am 12. Juli 2001 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei diesem. Auf den 1. November 2002 lösten die Eheleute den gemeinsamen Haushalt auf; das der Ehe am 13. Juni 1999 entsprungene Kind steht unter der Obhut des Vaters. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.2 Am 20. Februar 2007 lehnte der Migrationsdienst des Kantons Bern es ab, die Aufenthaltsbewilligung von X.________ zu verlängern. Die hiergegen gerichtete Beschwerde blieb ohne Erfolg. Am 17. August 2008 wurde X.________ in Ausschaffungshaft genommen, welche das Haftgericht III Bern-Mittelland am 18. August 2008 prüfte und bis zum 16. November 2008 bestätigte. X.________ gelangte am 28. August 2008 mit dem sinngemässen Antrag an die Haftrichterin, sie sei freizulassen. Ihre Eingabe wurde zuständigkeitshalber an das Bundesgericht weitergeleitet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und kann ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> erledigt werden. Es erübrigt sich unter diesen Umständen, die Eintretensvoraussetzungen zu prüfen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.1 Die Beschwerdeführerin ist rechtskräftig aus der Schweiz weggewiesen worden und hätte das Land bis zum 28. September 2007 verlassen müssen, was sie nicht getan hat. Zwar erklärte sie sich ursprünglich kooperationswillig, doch ist sie inzwischen hierauf zurückgekommen. Es besteht bei ihr deshalb Untertauchensgefahr im Sinne der Rechtsprechung zu Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 und Ziff. 4 AuG (SR 142.20; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=27.08.2008&amp;to_date=15.09.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-II-56%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page56">BGE 130 II 56</a> E. 3.1 S. 58 f.). Sie wird in absehbarer Zeit den angolanischen Behörden vorgeführt werden und hernach in ihre Heimat zurückreisen können. Zurzeit bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass der Vollzug ihrer Wegweisung rechtlich oder tatsächlich nicht möglich wäre (Art. 80 Abs. 6 lit. a AuG; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=27.08.2008&amp;to_date=15.09.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-II-56%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page56">BGE 130 II 56</a> E. 4.1.2 und 4.1.3 mit Hinweisen) oder sich die Behörden nicht mit dem nötigen Nachdruck hierum bemühen würden (Art. 76 Abs. 4 AuG). Die gegen sie angeordnete Ausschaffungshaft ist somit nicht bundesrechtswidrig. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.2 Was die Beschwerdeführerin hiergegen einwendet, überzeugt nicht: Soweit sie geltend macht, sich hier um ihre Tochter kümmern zu wollen, verkennt sie, dass das Sorgerecht über diese dem Vater zugeteilt wurde. Über die Verweigerung der Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung und der damit verbundenen Wegweisung ist rechtskräftig entschieden worden; die Frage kann im Haftprüfungsverfahren nicht wieder aufgeworfen werden (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=27.08.2008&amp;to_date=15.09.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-II-193%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page193">BGE 128 II 193</a> E. 2.2 S. 197 ff.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=27.08.2008&amp;to_date=15.09.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-II-217%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page217">125 II 217</a> E. 2 S. 220). Die Beschwerdeführerin verfügt in der Schweiz über kein Anwesenheitsrecht mehr und muss das Land verlassen. Sie kann ihre Haft verkürzen, indem sie hierfür mit den Behörden zusammenarbeitet. Da die Zulässigkeit ihrer Festhaltung keine komplexeren Fragen rechtlicher oder tatsächlicher Natur aufwarf, waren die kantonalen Behörden nicht gehalten, ihr für die Haftprüfung einen unentgeltlichen Rechtsvertreter beizugeben; sie wird einen Anspruch auf einen solchen bei einer allfälligen Verlängerung ihrer Festhaltung haben (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=27.08.2008&amp;to_date=15.09.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-I-92%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page92">BGE 134 I 92</a> E. 3). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Wegen der besonderen Umstände des Falles (Bedürftigkeit, Wegweisungsvollzug) sind keine Kosten zu erheben (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Der Migrationsdienst des Kantons Bern wird ersucht, dafür besorgt zu sein, dass das vorliegende Urteil der Beschwerdeführerin korrekt eröffnet und nötigenfalls verständlich gemacht wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Haftgericht III Bern-Mittelland, Haftrichterin 7, und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 4. September 2008 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Merkli Hugi Yar </div> </div></body></html>