<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA 7] </div> <div class="para">U 384/99 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Schön, Spira und Bundesrichterin Widmer; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Scartazzini </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 30. Mai 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">K.________, 1967, Beschwerdeführer, vertreten durch den </div> <div class="para">Verband X.________, </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Fluhmattstrasse </div> <div class="para">1, 6002 Luzern, </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, St. Gallen </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- Der 1967 geborene K.________ war seit 1. Oktober </div> <div class="para">1996 als Einbaumonteur bei der S.________ AG tätig und </div> <div class="para">dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt </div> <div class="para">(SUVA) versichert. Am 26. November 1996 meldete die Arbeitgeberin </div> <div class="para">der SUVA, der Versicherte habe am 18. Oktober </div> <div class="para">1996 zusammen mit einem weiteren Mitarbeiter im Gerätelager </div> <div class="para">einen Geschirrspüler auf zwei aufeinander stehende Geräte </div> <div class="para">stellen wollen. Als seinem Arbeitskollegen das Gerät aus </div> <div class="para">den Händen gerutscht sei, habe der Versicherte sofort </div> <div class="para">nachgefasst. Dadurch sei seine Rückenmuskulatur angerissen </div> <div class="para">worden. Nachdem der Versicherte ab 5. November 1996 arbeitsunfähig </div> <div class="para">gewesen sei, habe er am 18. November 1996 die </div> <div class="para">Arbeit wieder ganz aufnehmen können. Der am 6. November </div> <div class="para">1996 erstmals aufgesuchte Arzt, Dr. med. A.________ berichtete </div> <div class="para">am 3. Dezember 1996, der Versicherte habe beim </div> <div class="para">Auffangen einer überschweren Last von 90 kg Schmerzen in </div> <div class="para">der tiefen Lendenwirbelsäule verspürt. Die SUVA ist auf den </div> <div class="para">Fall eingetreten und hat die gesetzlichen Versicherungsleistungen </div> <div class="para">erbracht. </div> <div class="para">Die W.________ GmbH, bei welcher der Versicherte seit </div> <div class="para">5. August 1997 angestellt war, meldete am 21. August 1997 </div> <div class="para">der SUVA, am 18. August 1997 habe der Arbeitnehmer an </div> <div class="para">seinem Maschinenarbeitsplatz einen «Schnittresten heruntergehoben», </div> <div class="para">wobei er plötzlich einen «Zwick im Rücken» verspürt </div> <div class="para">und sich eine Bandscheibenverletzung zugezogen habe; </div> <div class="para">möglicherweise stamme der Schaden von einem früheren bei </div> <div class="para">der SUVA gemeldeten Unfall. Die von Dr. med. P.________ in </div> <div class="para">einem Arztzeugnis vom 1. September 1997 gestellte Diagnose </div> <div class="para">lautete auf posttraumatische, rezidivierende Rückenbeschwerden </div> <div class="para">bei HWS- und LWS-Distorsion 12/96. Anlässlich </div> <div class="para">einer Befragung vom 30. September 1997 schilderte der </div> <div class="para">Versicherte, wahrscheinlich noch während der Behandlung </div> <div class="para">hätten sich die Schmerzen in der Nackengegend verstärkt, </div> <div class="para">welchen er aber keine grosse Bedeutung zugemessen habe. Vor </div> <div class="para">allem beim Heben von grösseren Lasten habe es immer wieder </div> <div class="para">verstärkte Schmerzen im Nacken gegeben, und ganz schmerzfrei </div> <div class="para">sei er nie mehr gewesen. </div> <div class="para">Im Nachgang zu ärztlichen Abklärungen und Behandlungen </div> <div class="para">lehnte die SUVA mit Verfügung vom 19. November 1997 Leistungen </div> <div class="para">ab mit der Begründung, die vorhandenen Beschwerden </div> <div class="para">seien nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den </div> <div class="para">versicherten Unfall vom 18. Oktober 1996 zurückzuführen, </div> <div class="para">und beim Ereignis vom 18. August 1997 habe es sich um einen </div> <div class="para">normalen Vorfall gehandelt, der keinen Unfall darstelle. </div> <div class="para">Mit Entscheid vom 4. März 1998 wies die SUVA die vom Versicherten </div> <div class="para">und von der CSS Versicherung erhobenen Einsprachen </div> <div class="para">ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.- Beschwerdeweise liess K.________ beantragen, in </div> <div class="para">Aufhebung des Einspracheentscheides sei die SUVA zur Ausrichtung </div> <div class="para">der gesetzlichen Leistungen zu verpflichten. Insbesondere </div> <div class="para">beantragte er die Zusprechung von Taggeldleistungen </div> <div class="para">auf der Basis einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit </div> <div class="para">und die Übernahme von Heil- und Pflegekosten sowie die </div> <div class="para">Prüfung des Integritätsschadens und des Anspruchs auf eine </div> <div class="para">Invalidenrente. Mit Entscheid vom 18. August 1999 wies das </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die Beschwerde </div> <div class="para">ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.- K.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">führen und beantragen, es seien die Nackenbeschwerden als </div> <div class="para">unfallkausal festzustellen und die Angelegenheit zur Festlegung </div> <div class="para">der gesetzlichen Leistungen an die verfügende Instanz </div> <div class="para">zurückzuweisen. Gestützt auf Arztzeugnisse von Dr. </div> <div class="para">med. A.________ (vom 22. Oktober 1999) und von Dr. med. </div> <div class="para">P.________ (vom 25. Oktober 1999) erklärt er zur Begründung </div> <div class="para">im Wesentlichen, bei seinen Gesundheitsschädigungen handle </div> <div class="para">es sich um Verletzungen im Nackenwirbelbereich mit der Folge </div> <div class="para">von Nacken- sowie Kopfschmerzen und Übelkeit. </div> <div class="para">Die SUVA beantragt Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. </div> <div class="para">Das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) </div> <div class="para">lässt sich nicht vernehmen. Die CSS Versicherung erklärt, </div> <div class="para">sich am Prozess nicht mitzubeteiligen; die Visana verzichtet </div> <div class="para">auf Vernehmlassung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Streitig und zu prüfen ist, ob dem Beschwerdeführer </div> <div class="para">gemäss vorinstanzlichem Entscheid kein Anspruch auf </div> <div class="para">Versicherungsleistungen zusteht, oder aber ob, entsprechend </div> <div class="para">seiner Rechtsbegehren, solche auszurichten sind, eventuell </div> <div class="para">unter vorhergehender Anweisung zur Vornahme weiterer Abklärungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Das kantonale Gericht hat die massgeblichen Bestimmungen </div> <div class="para">über die Gewährung von Versicherungsleistungen </div> <div class="para">bei Unfällen sowie die vom Eidgenössischen Versicherungsgericht </div> <div class="para">entwickelten Grundsätze zu dem für die Leistungspflicht </div> <div class="para">des Unfallversicherers vorausgesetzten natürlichen </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=16.05.2001&amp;to_date=04.06.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page337">BGE 119 V 337</a> Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) </div> <div class="para">und adäquaten Kausalzusammenhang (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=5&amp;from_date=16.05.2001&amp;to_date=04.06.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-456%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page461">BGE 125 V 461</a> Erw. 5a mit </div> <div class="para">Hinweisen) zwischen Unfallereignis und eingetretenem </div> <div class="para">Schaden zutreffend dargelegt. Gleiches gilt in Bezug auf </div> <div class="para">den Beweiswert medizinischer Berichte und Gutachten (BGE </div> <div class="para">122 V 160 Erw. 1c mit Hinweisen) sowie hinsichtlich des im </div> <div class="para">Sozialversicherungsrecht im Allgemeinen erforderlichen </div> <div class="para">Beweisgrades der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 125 </div> <div class="para">V 195 Erw. 2 mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- a) Die SUVA ging in ihrem Einspracheentscheid vom </div> <div class="para">4. März 1998 davon aus, dass die geklagten Rückenbeschwerden </div> <div class="para">nicht auf den Unfall vom 18. Oktober 1996 zurückzuführen </div> <div class="para">sind. Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, </div> <div class="para">er habe sich anlässlich dieses Ereignisses im Rücken und im </div> <div class="para">Nackenbereich verletzt. Infolge des Gewichtes des hinuntergleitenden </div> <div class="para">Gerätes sei auch sein Kopf nach hinten zurückgedrückt </div> <div class="para">worden. Zum damaligen Zeitpunkt habe er die Nackenprobleme </div> <div class="para">als Begleiterscheinung einer Erkältung angesehen. </div> <div class="para">Am 25. Oktober 1999 habe sein Hausarzt, Dr. med. P.________ </div> <div class="para">jedoch ausdrücklich erwähnt, dass die Beschwerden bezüglich </div> <div class="para">Nacken typisch in ihrer Art seien und häufig nach HWS-Distorsion </div> <div class="para">so geklagt würden. Beim Unfall vom Oktober 1996 </div> <div class="para">könne er sehr wohl eine HWS-Distorsion erlitten haben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Die Vorinstanz hat in einlässlicher Würdigung der </div> <div class="para">gesamten eingeholten oder beigezogenen ärztlichen Unterlagen </div> <div class="para">mit überzeugender Begründung erkannt, dass keine </div> <div class="para">nachweisbaren Beschwerden als Folgen des Unfalles vom </div> <div class="para">18. Oktober 1996 vorhanden sind. Auch was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">diesbezüglich vorgebracht wird, </div> <div class="para">vermag die dargelegte Sachverhaltsfeststellung und das </div> <div class="para">davon abgeleitete Ergebnis nicht in Zweifel zu ziehen oder </div> <div class="para">zu entkräften. Zwar klagt der Beschwerdeführer nach wie vor </div> <div class="para">über Beeinträchtigungen im Nackenbereich, ohne sich jedoch </div> <div class="para">auf einen objektivierbaren Befund stützen zu können. So </div> <div class="para">beschränkt er sich darauf, lediglich unter Vorweisung eines </div> <div class="para">hausärztlichen Zeugnisses von Dr. med. P.________ und eines </div> <div class="para">Arztzeugnisses von Dr. med. A.________, den von der Vorinstanz </div> <div class="para">bereits abschliessend und in jeder Hinsicht richtig </div> <div class="para">geklärten Unfallhergang zu beanstanden. Insbesondere behauptet </div> <div class="para">er im jetzigen Verfahren erstmals, infolge des </div> <div class="para">Gewichtes des hinuntergleitenden Gerätes sei auch sein Kopf </div> <div class="para">nach hinten gedrückt worden. Nachdem in den vorliegenden </div> <div class="para">Akten erst im September 1997 von Schmerzen in der Nackengegend </div> <div class="para">die Rede ist und auch in medizinischer Hinsicht erst </div> <div class="para">ab jenem Zeitpunkt auf das typische Beschwerdebild einer </div> <div class="para">HWS-Distorsion hingewiesen wurde (Arztzeugnis von Dr. med. </div> <div class="para">P.________ vom 1. September 1997), ist die Frage, ob zwischen </div> <div class="para">dem erlittenen Unfall und den organisch nicht nachweisbaren </div> <div class="para">Gesundheitsstörungen ein natürlicher Kausalzusammenhang </div> <div class="para">besteht, mangels überwiegender Wahrscheinlichkeit </div> <div class="para">zutreffend verneint worden. Dabei drängen sich ergänzende </div> <div class="para">Abklärungen nicht auf, da von ihnen keine weiteren Aufschlüsse </div> <div class="para">zu erwarten sind. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Aus dem vorgehend Gesagten folgt, dass das kantonale </div> <div class="para">Gericht den Einspracheentscheid vom 4. März 1998 in </div> <div class="para">zutreffender Berücksichtigung der gegebenen medizinischen </div> <div class="para">Befunde zu Recht bestätigt hat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht </div> <div class="para">des Kantons St. Gallen, dem Bundesamt für </div> <div class="para">Sozialversicherung, der CSS Versicherung und der </div> <div class="para">Visana zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 30. Mai 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der III. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>