<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2013-07-24-1B_246-2013.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1B_246/2013 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 24. Juli 2013</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Fonjallaz, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Bopp. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, Beschwerdeführer, vertreten durch </div> <div class="para">Advokat Christoph Dumartheray, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Y.________, Beschwerdegegner, vertreten durch Advokat Dr. Dieter Thommen, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt</i>, Binningerstrasse 21, Postfach, 4001 Basel. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Konfrontationseinvernahme; Kostenauflage, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid vom 29. Mai 2013 </div> <div class="para">des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt, Appellationsgerichtspräsident. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Zwischen Y.________ und X.________ kam es am Morgen des 28. Mai 2012 in einem Männerwohnheim in Basel zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung, anlässlich welcher X.________ multiple Stichverletzungen am rechten Oberarm, an der linken Hand sowie im Bereich des Halses resp. Schlüsselbeins links erlitt. In der Folge wurde gegen Y.________ ein Strafverfahren wegen Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand und gegen X.________ ein Verfahren wegen Tätlichkeit und Körperverletzung eröffnet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Am 9. August 2012 teilte die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt den Parteien mit, dass sie gedenke, im Rahmen des Strafverfahrens gegen Y.________ eine Konfrontationseinvernahme mit X.________ durchzuführen. Dieser liess mit Stellungnahme vom 20. August 2012 beantragen, die betreffende Einvernahme sei zu verschieben und Y.________ sei psychiatrisch zu begutachten; evtl. sei dieser im Falle einer Einvernahme von X.________ von der Teilnahme an dieser Einvernahme auszuschliessen. Mit Verfügung vom 21. August 2012 wies die Staatsanwaltschaft diese Anträge ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In der Folge gelangte X.________ mit einer Beschwerde ans Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt. Dessen Präsident ist mit Entscheid vom 29. Mai 2013 mangels aktuellen Rechtsschutzinteresses auf die Beschwerde nicht eingetreten und hat die auf Fr. 500.-- bestimmten Verfahrenskosten dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Mit Eingabe vom 19. Juli 2013 führt X.________ Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht mit dem Hauptbegehren, der Entscheid vom 29. Mai 2013 sei aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung sowie zur Neuregelung der Kosten an die Vorinstanz zurückzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht hat darauf verzichtet, Vernehmlassungen zur Beschwerde einzuholen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Beim angefochtenen appellationsgerichtlichen Entscheid handelt es sich um einen Zwischenentscheid, der das in Frage stehende Strafverfahren nicht abschliesst. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Gegen Vor- und Zwischenentscheide, die weder die Zuständigkeit noch den Ausstand betreffen (s. dazu <span class="artref">Art. 92 BGG</span>), ist die Beschwerde ans Bundesgericht gemäss der Bestimmung des <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 BGG</span> zulässig, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (lit. a) oder - was indes hier von vornherein ausser Betracht fällt - wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (lit. b). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.3.</b> Dabei ist es Sache des Beschwerdeführers, die Eintretensvoraussetzungen von <span class="artref">Art. 93 BGG</span> darzulegen. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, von Amtes wegen Nachforschungen anzustellen, inwiefern ein nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinne von <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG</span> gegeben sein sollte (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=15&amp;from_date=12.07.2013&amp;to_date=31.07.2013&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-III-426%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page426">BGE 134 III 426</a> E. 1.2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=15&amp;from_date=12.07.2013&amp;to_date=31.07.2013&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-629%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page629">133 III 629</a> E. 2.3.1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer bringt in diesem Zusammenhang im Wesentlichen bloss vor, bei der vorliegend gerügten ungerechtfertigten Verweigerung der indirekten Konfrontation handle es sich um eine Rechtsverweigerung bzw. Missachtung seiner Verfahrensrechte, die für ihn einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bedeute. Dasselbe treffe in Bezug auf die ihm auferlegten Kosten des Beschwerdeverfahrens zu; nachdem die Sache inzwischen an den Kanton Thurgau abgetreten worden sei, wäre es ihm, dem Beschwerdeführer, dort verwehrt, den Kostenpunkt noch einer gerichtlichen Überprüfung zuführen zu können. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Diese Auffassung ist indes nicht stichhaltig. Auch wenn die Sache inzwischen offenbar an den Kanton Thurgau abgetreten worden ist, wird es dem Beschwerdeführer unbenommen sein, sowohl die Frage der Konfrontationseinvernahme als auch die beanstandete Kostenauferlage gegebenenfalls im Rahmen des Hauptverfahrens vor dem Sachrichter bzw. jedenfalls in einem den Sachrichterentscheid betreffenden bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren einer Überprüfung zuführen zu lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es ist somit nicht dargetan und auch nicht ersichtlich, inwiefern der angefochtene Entscheid für den Beschwerdeführer einen Nachteil gemäss <span class="artref">Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG</span> bewirken könnte. Die blosse Verzögerung oder Verteuerung eines Verfahrens genügt generell nicht, um einen sofortigen Entscheid des Bundesgerichts zu erwirken (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=15&amp;from_date=12.07.2013&amp;to_date=31.07.2013&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-II-165%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page165">BGE 136 II 165</a> E. 1.2.1 S. 170; s. etwa auch Urteile 1B_233/2012 und 1B_381/2012 vom 21. August 2012). Dieses soll sich nach Möglichkeit nur einmal mit einer Sache befassen müssen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde ist somit nicht einzutreten. Da diese in Bezug auf die Erfordernisse gemäss <span class="artref">Art. 93 BGG</span> offensichtlich mangelhaft ist, kann über sie im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 BGG</span> entschieden werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Da die Beschwerde nach dem Gesagten offensichtlich aussichtslos ist, ist das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung abzuweisen (<span class="artref">Art. 64 BGG</span>). Bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt es sich indes, von einer Kostenauflage abzusehen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Dem Beschwerdegegner ist durch das vorliegende Verfahren kein Aufwand entstanden, so dass ihm keine Parteientschädigung zuzusprechen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach wird erkannt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege bzw. amtlichen Verbeiständung wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt, Appellationsgerichtspräsident, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 24. Juli 2013 </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Fonjallaz </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Bopp </div> </div></body></html>