B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-3497/2014 und E-3500/2014 U r t e i l v o m 2 7 . A u g u s t 2 0 1 4 Besetzung Richterin Christa Luterbacher (Vorsitz), Richterin Nina Spälti Giannakitsas, Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner, Gerichtsschreiberin Susanne Bolz. Parteien A._______, geboren am (…), Ukraine, Gesuchsteller, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Ausstandsbegehren im Beschwerdeverfahren B._______ (Revisionsgesuch gegen das Urteil E-2419/2014); N (…) E-3497/2014 und E-3500/2014 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Gesuchsteller ist Beschwerdeführer im Verfahren B._______ gegen die Ablehnung seines Asylgesuchs durch die Verfügung des Bundesam- tes für Migration vom 11. Dezember 2013. Diesen Entscheid hat der Ge- suchsteller form- und fristgerecht angefochten. Das Beschwerdeverfahren ist bis zum Abschluss des vorliegenden Verfahrens über das Ausstands- begehren sistiert (vgl. Bst. D). B. Im Rahmen der Instruktion des Beschwerdeverfahrens beurteilte die zu- ständige Richterin nach summarischer Aktenprüfung die Rechtsbegehren des Gesuchstellers als aussichtslos und wies seine Gesuche um die G e- währung der unentgeltlichen Prozessführung und der amtlichen Ve r- beiständung sowie um Verzicht auf die Erhebung des Kostenvorschusses mit Zwischenverfügung vom 1. April 2014 ab. Der Gesuchsteller wurde aufgefordert, bis zum 16. April 2014 einen Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 600.– einzuzahlen, unter Androhung des Nicheintretens im Unterla s- sensfall. Auch alle weiteren Anträge wurden abgewiesen, bzw. es wurde nicht auf sie eingetreten. C. Aufgrund dieser Zwischenverfügung reichte der Gesuchsteller mit Eing a- be vom 11. April 2014 (Poststempel 14. April 2014) ein Ausstandsgesuch ein, in dem er um Ablehnung der Instruktion srichterin wegen Voreing e- nommenheit ersuchte und erneut seine Anträge aus der Beschwerdeei n- gabe vom 10. Januar 2014 stellte. Eventualiter begehrte er eine Frist zur Ergänzung des Ausstandsbegehrens. In prozessualer Hinsicht beantragte er die unentgeltliche Rechtspflege auch für das Ausstandsverfahren. Am 16. April 2014 sowie am 6. Mai 2014 reichte er bei Gericht zwei weitere, teils gleichlautende Eingaben mit Beilagen ein. Den im Verfahren B._______ erhobenen Kostenvorschuss zahlte der Ge- suchsteller am 14. April 2014 ein. D. Die in der Hauptsache zuständige Instruktionsrichterin überwies die Ei n- gabe vom 11. April 2014 samt den weiteren Eingaben vom 16. April 2014 respektive vom 6. Mai 2014 gestützt au f Art. 38 des Verwaltungsgerichts- gesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) i.V.m. Art. 37 Abs. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) an die E-3497/2014 und E-3500/2014 Seite 3 Abteilungspräsidentin. Gleichzeitig hielt sie fest, dass sie keinen der unter Art. 34 Abs. 1 BGG aufgeführten Ausstandsgründe als gegeben erachte. Am 8. Mai 2014 verfügte sie die Sistierung des Verfahrens B._______ bis zum Entscheid über das Ausstandsbegehren. E. Mit Urteil vom 21. Mai 2014 wies das Bundesverwaltungsgericht im Ver- fahren E-2419/2014 das Ausstandsbegehren sowie das Gesuch um G e- währung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Ausstandsverfahren ab, soweit es darauf eintrat, und überwies die Akten zur Weiterführung des Verfahrens B._______ an die bisherige Instruktionsrichterin. Zur Be- gründung führte das Gericht mit Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Vorbefasstheit von Richterinnen und Richtern im Rahmen des Instruktionsverfahrens aus, dass ein Gerichtsmitglied nicht schon deswegen als voreingenommen gelte, weil es ein entsprechendes Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wegen Au s- sichtslosigkeit abgewie sen habe. Das rechtsstaatliche Verfahren setze regelmässig voraus, dass schon vor dem eigentlichen Sachentscheid pro- zessuale Anordnungen getr offen werden müss ten, wozu auch die B e- handlung von Gesuchen um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspfl e- ge gehöre. Dass das damit befasste Gerichtsmitglied dabei die Aussic h- ten der Hauptsache abzuwägen habe, begründe für sich noch keine Vo r- eingenommenheit, sondern ergebe sich aus dem Sinn der Verfahren s- ordnung (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-2419/2014 E. 2.3). Weiter stellte das Gericht fest, dass in casu keine Anhaltspunkte vorlä- gen, aus denen auf eine auch objektiv feststellbare Befangenheit oder Voreingenommenheit der Instruktionsrichterin geschlossen werden kö n- ne. Die Richterin habe sich anhand des vorliegenden Aktenmaterials mit den formellen und materiellen Anträgen des Gesuchstellers auseinander- gesetzt und diesbezüglich eine erste objektiv e Einschätzung vorgeno m- men. Hinweise, die auf eine fehlende Distanz und Neutralität hindeuten würden, seien nicht ersichtlich (ebenda, E.3.3). Auf die formellen und materiellen Anträge hinsichtlich der Feststellung der Schutzbedürftigkeit des Gesuchstell ers trat das Bundesverwaltungsg e- richt nicht ein, mit dem Hinweis, diese seien nicht Gegenstand des Au s- standsverfahrens. Die Verfahrenskosten wurden dem Gesuchsteller au f- erlegt. F. Am 2 . Juni 2014 zeigte das Bundesgericht unter dem Aktenzeichen E-3497/2014 und E-3500/2014 Seite 4 2C_538/2014 an, dass der Gesuchsteller am 30. Mai 2014 (Poststempel) Beschwerde beim Bundesgericht gegen das Urteil E-2419/2014 vom 21. Mai 2014 erhoben hatte. In seinem daraufhin ergehenden Urteil vom 6. Juni 2014 führte das Bundesgericht aus, dass der Gesuchsteller mit mehreren Eingab en an das Bundegericht gelangt sei und geltend g e- macht habe , sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Ve r- beiständung sei zu Unrecht abgewiesen worden , auch seien alle an den verschiedenen Verfahren beteiligten Richter des Bundesverwaltungsge- richts befangen. Das Bundesgericht trat im Einzelrichterverfahren nach Art. 108 BGG nicht auf die Eingaben des Gesuchstellers ein, unter Ve r- weis auf Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG, der die Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide auf dem Gebiet des Asyls ausschliesst. Es wies das Gesuch um une ntgeltliche Prozessführung und Verbeiständung ab und erlegte dem Gesuchsteller die Gericht skosten in Höhe von Fr. 300.– auf (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_538/2014). G. Am 20. Ju ni 2014 zeigte das Bundesgericht unter dem Aktenzeichen 2F_9/2014 an, dass der Gesuchsteller am 17. Juni 2014 (Poststempel) ein Revisionsgesuch gegen das Urteil vom 6. Juni 2014, 2C_538/2014 eingereicht hatte. H. Am 21. Juni 2014 ging beim Bundesverwaltungsgericht ein als "Verzu g- setzung mitsamt Stellungnahme" bezeichnetes Schreiben ein, in welchem der Gesuchsteller beantragte, die Gerichtsgebühr in Höhe von Fr. 600. – aus dem Ausstandsverfahren E-2419/2014 sei "aufzudröseln" und sie sei uneinbringlich, eventualiter sei "die aufschiebenden Wirkung auf die G e- richtsgebühr wiederherzustellen". Ferner wurde die unentgeltliche Pr o- zessführung beantragt sowie der Erlass der Verfahrenskosten und der Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Di eses Verfahren wird u nter dem Aktenzeichen E -3500/2014 beim Bundesverwaltungsg e- richt geführt. I. Am 23. Juni 2014 reichte der Gesuchsteller beim Bundesverwaltungsg e- richt das dem vorliegenden Verfahren zu Grunde liegende Revisionsg e- such ein "betreffs der Zwischenverfügung vom 1. April 2014 (Verzicht auf Erhebung des Kostenvorschusses) und hinsichtlich des Verfahrens E-2419/2014 betreffs Ausstandsbegehren". Er beantragte die Aufhebung der Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts, gegebenenfalls E-3497/2014 und E-3500/2014 Seite 5 die Able hnung der Instruktionsrichterin für das Beschwerdeverfahren (B._______) sowie die Ablehnung der Besetzung des Verfahrens E-2419/2014; es sei ihm des weiteren die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu ve rzich- ten. E ventualiter sei die aufschiebende Wirkung hinsichtlich des Urteils vom 21. Mai 2014 wiederherzustellen, eventualiter sei eine angemessene Frist zur Einreichung einer Beschwerdeergänzung im Beschwerdeverfa h- ren B._______ anzusetzen, das Urteil E -2419/2014, dessen Besetzung befangen gewesen sei , sei aufzuheben, der Kostenvorschuss von Fr . 600. – des Verfahrens B._______ sei zurückzuerstatten und es sei eve n- tualiter eine angemessene Frist zur Einreichung einer Ergänzung des "Ausstandsgesuchs mitsamt Stellungnahme " im V erfahren E -2419/2014 anzusetzen. Eventualiter wird eine angemessene Frist zur Ergänzung der Revisionsschrift begehrt. Der Gesuchsteller beantragte die unentgeltliche Prozessführung, den Erlass der Verfahrenskosten und den Verzic ht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses für das Revisionsverfahren. J. Am 24. Juni 2014 hielt das Bundesgericht mit Zwischenverfügung fest, dass der Gesuchsteller in seinem Revisionsgesuch an das Bundesgericht sinngemäss beantragt habe, die Kosten seien ihm abzunehmen; mit einer weiteren Eingabe vom 21. Juni 2014 habe er darum ersucht, seine "B e- schwerde über die Gerichtsgebühren" formlos abzuschreiben und die Ge- richtsgebühr als "uneinbringlich" zu behandeln. Das Bundesgericht stellte fest, der Gesuchsteller habe sein Revisionsgesuch am 21. Juni 2014 z u- rückgezogen, daher werde das Verfahren antragsgemäss als gegen s- tandslos abgeschrieben (Art. 32 Abs. 2 BGG). Das Gericht verzichtete auf Kostenerhebung (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG). Hinsichtlich der "Unei n- bringlichkeit" der Gerichtsgebühr wurde festgestellt, dass ein solcher Ver- zicht auf die Vollstreckung eines rechtskräftigen Kostenentscheids (Art. 61 BGG) in die Zuständigkeit der Gerichtskasse falle und nicht in die des Instruktionsrichters. K. Mit Zwischenverfügung vom 15. Juli 2014 bestätigte die Instruktionsric h- terin des vorliegenden Revisionsverfahrens den Eingang des Revision s- gesuchs vom 23. Juni 2014 sowie der "Verzugsetzung mitsamt Stellun g- nahme" vom 21. Juni 2014 und verfügte, dass die beiden zusammenhä n- genden Eingaben vom Gericht koordiniert zu entscheiden seien, wobei das vorliegende Revisionsverfahren E-3497/2014 als Hauptverfahren gel- te. E-3497/2014 und E-3500/2014 Seite 6 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Beurteilung von Gesuchen um Revision seiner Urteile zuständig (Art. 45 des Verwaltungsgerichtsge - setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1). Dabei entscheidet es in der Besetzung von drei R ichtern oder Richterin - nen (Art. 21 Abs. 1 VGG), sofern das Revisionsgesuch nicht in die Zu - ständigkeit des Einzelrichters beziehungsweise der Einzelrichterin fällt (Art. 23 VGG). 1.2 Mit dem ausserordentlichen Rechtsmittel der Revision wird die Un - abänderlichkeit und Massgeblichkeit eines rechtskräftigen Beschwerde - entscheids angefochten, im Hinblick darauf, dass die Rechtskraft beseitigt wird und über die Sache neu entschieden werden kann (vgl. PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER, Allgemeines Verwaltungs- recht, 3. Aufl., Bern 2009, § 31 Rz 24 f., S. 289). 1.3 An die Begründung ausserordentlicher Rechtsmittel werden praxis - gemäss erhöhte Anforderungen gestellt. Reine Urteilskritik genügt den gesetzlichen Anforderungen an die Begründung eines Revisio nsgesuchs nicht, sondern es mus s zumindest einer der im Gesetz abschliessend aufgezählten Revisionsgründe dargelegt werden. Das Gesetz umschreibt die Revisionsgründe eng, die Rechtsprechung handhabt sie restriktiv (vgl. ELISABETH ESCHER, in: Niggli/Uebersa x/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl., Basel 2011, Art. 121 N 1; NICOLAS VON WERDT in: Seiler/von Werdt/Güngerich, Stämpflis Han d- kommentar SHK, Bundesgerichtsgesetz, Bern 2007, Art. 121 N 7). 2. 2.1 Gemäss Art. 45 VGG gelte n für die Revision von Urteilen des Bun - desverwaltungsgerichts die Art. 121 -128 BGG sinngemäss. Nach Art. 47 VGG findet auf Inhalt, Form und Ergänzung des Revisionsgesuches Art. 67 Abs. 3 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) Anwendung. Nicht als Revisionsgründe gelten Gründe, welche die Partei, die um Revision nachsucht, bereits im ordent - lichen Beschwerdeverfahren hätte geltend machen können (sinngemäss Art. 46 VGG). E-3497/2014 und E-3500/2014 Seite 7 2.2 Im Revisionsgesuch ist deshalb insbesondere der ang erufene Revisi- onsgrund anzugeben sowie die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens im Sinne von Art. 124 BGG darzutun. 2.3 Der Gesuchsteller behauptet in seiner Eingabe das Vorliegen von Re- visionsgründen. Zum einen bringt er sinngemäss den Revisionsgrund der Verletzung der Vorschriften über den Ausstand hinsichtlich des Spruc h- körpers im Verfahren E-2419/2014 vor (Art. 121 Bst. a BGG). Seine Au s- führungen hinsichtlich der Befangenheit der Instruktionsrichterin im Hauptsacheverfahren B._______ sind sinngemäss al s Rüge des vers e- hentlichen Übersehens erheblicher Tatsachen entgegen zu nehmen (Art. 121 Bst. d BGG). 2.4 Die Rügen des Gesuchstellers waren rechtzeitig im Sinne des Art. 124 Abs. 1 BGG und entsprachen den formellen Anforderungen des Art. 67 Abs. 3 VwVG . Auf das frist- und formgerecht eingereichte Revis i- onsgesuch ist deshalb – unter Vorbehalt des nachfolgend unter E. 4 G e- sagten – einzutreten. 3. 3.1 Der Gesuchsteller hält die Vorschriften über den Ausstand hinsichtlich des Spruchkörpers im Verfahren E -2419/2014 für verletzt. In der Revis i- onsschrift hält er fest, dass die Besetzung der V. Abteilung das aus seiner Sicht verfassungswidrige Verhalten der Instruktionsrichterin im B e- schwerdeverfahren B._______ gebilligt habe, weshalb auch bei diesen Richterinnen und Richte rn der Anschein der Befangenheit bestehe . Dies sei nach seinen Angaben ersichtlich, da sich die Argumentation im Urteil vom 21. Mai 2014 in der Sache E-2419/2014 und die Ausführungen in der Zwischenverfügung vom 1. April 2014 gleichen und eindeutig entspr e- chen würden. So seien seine Argumente verzerrt und verdreht und der Prozessstoff willkürlich verändert worden (vgl. Revisionsschrift Ziff. 1). In der Folge vergleicht der Gesuchsteller die aus seiner Sicht relevanten Passagen der beiden Rechtsschriften mit den jeweiligen Ausführungen in seiner Eingabe (vgl. Revisionsschrift Bst. A-F). 3.2 Der Revisionsgrund der Verletzung der Ausstandsgründe kann nur dann in einem Revisionsgesuch geltend gemacht werden, wenn die Aus- standsgründe nach Abschluss des Verfahrens entdeckt werden (Art. 38 Abs. 3 BGG). Das Verfahren E -2419/2014 wurde mit Urteil vom 21. Mai 2014 rechtskräftig abgeschlossen. Der Gesuchsteller erblickt E-3497/2014 und E-3500/2014 Seite 8 Hinweise auf eine mögliche Befangenheit des Spruchgremiums in diesem Verfahren in der ähnlich lautenden Argumentation im Urteil und in der Zwischenverfügung vom 1. April 2014, welche ursächlich war für das vo r- liegende Ausstandsverfahren. Tatsächlich ist ihm diese Gegenüberste l- lung erst nach Eröffnung des Urteils und damit na ch dessen Rechtskraft möglich geworden, so dass er die aus seiner Sicht bestehenden Aus- standsgründe betreffend den Spruchkörper im Ausstandsverfahren tat- sächlich erst nach Abschluss desselben im Wege der Revision hat rügen können. 3.3 Allerdings gelingt es de m Gesuchsteller vorliegend nicht, stichhaltige Gründe vorzubringen, welche den Vorwurf der Befangenheit des Spruch- gremiums im Verfahren E -2419/2014 erhärten könnten . Der Umstand, dass sich das Gericht in seinem Urteil über das Ausstandsgesuch der Einschätzung der Instruktionsrichterin im Verfahren B._______ an- schliesst und hinsichtlich der Würdigung der eingereichten Beweismittel und der Prozesschancen des Gesuchstel lers, bzw. des Entscheids über die unentgeltliche Rechtspflege ( vgl. Urteil E -2419/2014 E. 3 .1-3.3) eine andere Auffassung vertritt als der Gesuchsteller, vermag eine Befangen- heit nicht zu begründen. Es werden auch keine weiteren Gründe vorge- tragen, welche den Ausstand gemäss Art. 59 VwVG zu rechtfertigen ver- mögen. Der Revisionsgrund des Art. 121 Bst. a BGG liegt daher nicht vor. 3.4 Der Gesuchsteller macht im Revisionsgesuch Ausführungen hinsicht- lich des Verhaltens der Instruktionsrichterin im Verfahren B._______. Er rügt, dass diese ihre Aufgabe nicht unbefangen, unparteiisch und unvo r- eingenommen wa hrgenommen habe. Er vertritt ferner die Auffassung, dass seine Vorbringen auch im Rahmen des Ausstandsverfahrens nicht genügend gewürdigt worden seien . Sinngemäss kann dieser Vortrag als Rüge des versehentlichen Übersehens erheblicher Tatsachen verstanden werden (Art. 121 Bst. d BGG). 3.5 Vorliegend kommt das Gericht zum Ergebnis, dass die Richterinnen und Richter, welche das Ausstandsbegehren des Gesuchstellers zu beur- teilen hatten, bei ihrem Entscheid keine wesentlichen Tatsachen übers e- hen haben. Dies aus folgendem Grund: Bereits aus dem Wortlaut der Be- stimmung ergibt sich, dass der Revisionsgrund einzig das versehentliche Übersehen eines Sachverhaltsmoments in den Akten betreffen kann und niemals einen Rechtsstandpunkt. Die rechtliche Würdigung kann von den Prozessparteien als noch so falsch empfunden werden, zu einer Revision berechtigt sie nicht (vgl. ELISABETH ESCHER, in: Niggli/Uebersax/ Wipräch-E-3497/2014 und E-3500/2014 Seite 9 tiger [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl., B a- sel 2011, Art. 121 N 9). Die ausser Acht g elassene Tatsache muss sich nicht nur aus den Akten ergeben, sie muss zudem auch so erheblich sein, dass ihre Berücksichtigung zu einem anderen Entscheid hätte führen müssen (BGE 122 II 17 E . 3; 101 Ib 220 E . 1). Vorliegend legt der G e- suchsteller die Vorbringen, welche aus seiner Sicht die Befangenheit der Instruktionsrichterin begründen, im Revisionsverfahren erneut und wi e- derholt dar. Bereits im Urteil E-2419/2014 hatte sich das Gericht mit di e- sen Vorbringen ausführlich auseinander gesetzt . Das Gericht ha t insbe- sondere die Aufgaben der Instruktionsrichter im Verfahren vor dem Bu n- desverwaltungsgericht erläutert und dargelegt, dass der Entscheid der In- struktionsrichterin in der Zwischenverfügung vom 1. April 2014 sowohl im Rahmen ihrer Kompetenzen erging al s auch inhaltlich nicht zu beansta n- den gewesen ist. Es hat ausführlich dargelegt, dass keine objektiven Hinweise vorlagen, dass die Instruktionsmassnahmen auf eine voreinge- nommene Haltung der zuständigen Richterin zurückzuführen waren (vgl. Urteil des BVGer vom 21. Mai 2014, E -2419/2014 E. 2 und 3). Auch zu den Vorbringen hinsichtlich des Grades der Würdigung der eingereich- ten Beweismittel im Instruktionsverfahren hat sich das Gericht bereits ge- äussert (vgl. ebenda E . 3.2). Das Gericht hat ferner Stellung genommen zur Beurteilung der Prozessaussichten durch die Instruktionsrichterin im Verfahren des Gesuchstellers (vgl. ebenda E . 3.3). Der Gesuchsteller bringt in der Revisionseingabe keine neuen erheblichen Argumente, son- dern er wiederholt die Vorbringen, w elche bereits Gegenstand des Ver- fahrens E-2419/2014 waren und vom Gericht im Urteil vom 21. Mai 2014 vollumfänglich gewürdigt wurden. Es gelingt ihm nicht, darzutun, dass das Gericht eine erhebliche Tatsache versehen tlich überse hen hat. Der Revisionsgrund des Art. 121 Bst. d BGG ist nicht gegeben. 4. Das Gericht kommt zum Ergebnis, dass sich die Vorbringen des G e- suchstellers hinsichtlich des Vorliegens von Revisionsgründen als nicht stichhaltig erweisen. Die im Revisionsgesuch vom 23. Juni 2014 gestel l- ten Anträge sind daher abzuweisen. Die Akten sind zur Weiterführung des Verfahrens B._______ an die zuständige Instruktionsrichterin zu überwei- sen. Soweit sich die Anträge auf die Vornahme von Instruktionsmassnahmen im ordentlichen Beschwerdeverfahren B._______ beziehen, ist hierfür die Instruktionsrichterin jenes Verfahrens zuständig, und auf diese Anträge ist vorliegend nicht einzutreten. E-3497/2014 und E-3500/2014 Seite 10 Auch auf die Eventualanträge, es sei die aufschiebende Wirkung des U r- teils vom 21. Mai 2014 wiederherzustellen , beziehungsweise es sei in j e- nem Verfahren (E-2419/2014) eine Frist zur Ergänzung der Rechtsschrift anzusetzen, ist nicht einzutreten, nachdem das Verfahren E -2419/2014 rechtskräftig abgeschlossen ist. 5. Der Gesuchsteller hat auch im vorliegenden Revisionsverfahren um G e- währung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG ersucht. Vor dem Hintergrund der vorstehenden Erwägu n- gen müssen seine Begehren jedoch als aussichtslos bezeichnet werden, weshalb das Gesuch abzuweisen ist . Bei diesem Ausgang des Verfah- rens sind die Kosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Praxisgemäss sind die Verfahrenskosten für das vorliegende, als aussichtslos einzuschätzende Revisionsgesuch auf Fr. 1'200.- festzusetzen. 6. Hinsichtlich der als "Verzugsetzung mitsamt Stellungnahme" bezeichn e- ten Eingabe vom 21. Juni 2014 ( das Verfahren E-3500/2014) ist festz u- halten, dass der Antrag auf Feststellung der Uneinbringlichkeit der G e- richtsgebühr und die "Aufdröselung" derselben für das Verfahren E-2419/2014 vom Gericht als Antrag auf den Verzicht der Vollstreckung eines re chtskräftigen Kostenentscheids entgegengenommen wird. Ein diesbezüglicher Entscheid liegt nicht in der Zuständigkeit des Revision s- gerichts. Auf den Antrag auf "Auf dröselung" und Feststellung der Unei n- bringlichkeit ist somit nicht einzutreten. Es steht dem Gesuchsteller frei, einen entsprechenden Antrag an die Gerichtskasse des Bundesverwa l- tungsgerichts zu richten. Das Verfahren E-3500/2014 wird mit vorliege n- dem Entscheid ebenfalls abgeschlossen. (Dispositiv nächste Seite) E-3497/2014 und E-3500/2014 Seite 11 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 2. Die Akten werden zur Fortsetzung des Verfahrens B._______ an die z u- ständige Instruktionsrichterin C._______ überwiesen. 3. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung für das Revisionsverfahren wird abgewiesen. 4. Die Kosten des Revisionsverfahrens von Fr. 1'200.– werden dem G e- suchsteller auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 5. Auf den Antrag auf Feststellung der Uneinbringlichkeit der Gerichtsgebühr und die "Aufdröselung" derselben für das Verfahren E -2419/2014 wi rd nicht eingetreten. 6. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Christa Luterbacher Susanne Bolz Versand: