<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2006.00133</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206282&amp;W10_KEY=4467134&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2006.00133</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.11.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 02.04.2008 gutgeheissen und den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufgehoben. </td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nutzungsplanung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nutzungsplanung: Festsetzung einer kommunalen Erholungszone für die Realisierung des <br/>Golfplatzes Bonstetten/Wettswil a.A.<br/><br/>Die nachträglich eingereichte Beschwerdeergänzung zur Problematik der Wahrung der Fruchtfolgeflächen kann aus prozessualer Sicht grundsätzlich berücksichtigt werden; allerdings sind die darin aufgeworfenen Fragen betreffend die Bodenfruchtbarkeit des fraglichen Landes abschliessend erst im Gestaltungsplanverfahren zu prüfen (E. 2.1). Es ist kein Augenschein anzuordnen (E. 2.1). Kognitionsfragen (E. 2.3).<br/>Die Erholungszone ist die zutreffende planerische Grundlage für einen Golfplatz (E. 3.1). Begriff der "Durchstossung" (E. 3.2). Im Rahmen der kantonalen Richtplanung können im Landschaftsplan Flächen ausgeschieden werden, die der Erholung dienen. Dieser Zweck umfasst auch Golfplätze (E. 3.3.1). Es bedarf jedoch keiner expliziten Verankerung einzelner Golfplätze im kantonalen Richtplan (E. 3.3.2). Die während des Rechtsmittelverfahrens vorgenommene Änderung des regionalen Richtplans ist zu berücksichtigen (vgl. auch ersten Rechtsgang, VB.2002.00249; E. 3.4). Die auf einen Zeithorizont von 15 Jahren ausgerichtete Nutzungsplanung darf nur bei erheblicher Veränderung der Sachumstände revidiert werden, insbesondere wenn Planung und Wirklichkeit sich in unvorgesehener Weise auseinander entwickelt haben (E. 3.5 a.A.). Die konkreten zeitlichen Verhältnisse lassen eine Revision zu (E. 3.5.1-2). Die örtlichen Verhältnisse deuten nicht auf eine verpönte isolierte Sondernutzung durch die (Golf-)Erholungszone hin (E. 3.6.1). Die Zustimmung der Stimmberechtigten in den beiden Gemeinden zur Festsetzung der Erholungszone widerspiegelt ein entsprechendes Bedürfnis nach einem Golfplatz (E. 3.6.2). Der Golfplatz fügt sich in die agrarisch geprägte Kulturlandschaft ein. Eine detaillierte ästhetische Würdigung ist im Rahmen des anschliessenden Gestaltungsplanverfahrens vorzunehmen (E. 3.6.3). Der Verlust an Landwirtschaftsland stellt nur ein zurückhaltend zuwürdigendes subjektives Interesse dar (E. 3.6.4). Rechtsgrundlagen zu den Fruchtfolgeflächen (E. 4.1). In diesem Verfahren ist nur zu prüfen, ob die bundesrechtlich geforderte Erhaltung der Fruchtfolgeflächen die Erstellung des Golfplatzes von vornherein ausschliesst. Die genauen Verhältnisse sind erst im anschliessenden Gestaltungsplanverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung abzuklären (E. 4.2.1, 4.4). Das zu wahrende Mindestmass an Fruchtfolgeflächen ist eingehalten. (E. 4.2.2, 4.3-4). Die (spätere) Rekultivierung des Gebiets für den Golfplatz ist möglich (E. 4.5). Der Umstand, dass drei Parzellen, die ursprünglich für den Golfplatz vorgesehen war, mangels Zustimmung des Grundeigentümers weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden, führt nicht zu einer rechtsverletzenden Gebietsabgrenzung zwischen Golf- und Landwirtschaftsnutzung (E. 5). Die im Rahmen der hier streitigen Nutzungsplanung festgesetzte Kompetenzdelegation, wonach für die Festsetzung des Gestaltungsplans nicht die Gemeindeversammlung sondern der Gemeinderat zuständig ist, ist zweifelhaft, jedenfalls aber nicht nichtig (E. 6). Abweisung (E. 8).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BODENEIGNUNG">BODENEIGNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DURCHSTOSSUNG (NUTZUNGSPLAN)">DURCHSTOSSUNG (NUTZUNGSPLAN)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERHOLUNGSZONE">ERHOLUNGSZONE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRUCHTFOLGEFLÃCHEN">FRUCHTFOLGEFLÃCHEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTALTUNGSPLAN">GESTALTUNGSPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GOLFPLATZ">GOLFPLATZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDSCHAFTSPLAN">LANDSCHAFTSPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDWIRTSCHAFTSGEBIET">LANDWIRTSCHAFTSGEBIET</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NUTZUNGSPLANUNG">NUTZUNGSPLANUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: RAHMENNUTZUNGSPLÃNE">RAHMENNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RICHTPLAN">RICHTPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: RICHTPLÃNE (PLANUNGSGRUNDSÃTZE)">RICHTPLÃNE (PLANUNGSGRUNDSÃTZE)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 16 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 23 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 36 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 61 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 62 PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 6 Abs. II lit. a RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 RPG</span><br/><span class="gerade">Art. 23 RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 30 RPV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2006 Nr. 59</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit BeschlÃ¼ssen vom 10. Mai bzw. 18. Juni 2001 setzten die Gemeinden Bonstetten und Wettswil a.A. in teilweiser Revision ihrer Bau- und Zonenordnungen eine gemeindeÃ¼bergreifende Erholungszone fÃ¼r einen Golfplatz im Gebiet Stierenmas sowie Vorschriften fÃ¼r diese Zone fest. Dadurch soll die bestehende GolfÃ¼bungsanlage "Driving Range" ChrÃ¼gelmatten, Wettswil a.A., zu einem 18-Loch-Golfplatz erweitert werden. Die Erholungszone umfasst eine FlÃ¤che von gut 60 ha. Der grÃ¶ssere sÃ¼dliche Teil liegt in der Gemeinde Bonstetten. Das Zonengebiet wird im Norden durch die Moosstrasse, im Osten durch den Fischgraben/Fischbach, im SÃ¼den durch die Masstrasse und im Westen durch die Fildern-/<br/> ZÃ¼rcherstrasse begrenzt. Es liegt in einer weiten, offenen Ebene zwischen den DorfkÃ¶rpern von Wettswil a.A. und Bonstetten im Osten und teilweise bewaldetem Hanggebiet im Westen. Das Beizugsgebiet ist unterteilt in einen rund 80 m tiefen Bereich "Infrastruktur" im Norden, ein kleines Geviert "Gartenbau" von gut 100 m x 45 m im Westen und die "Erholungszone Golf" mit der gesamten Ã¼brigen FlÃ¤che. Im Weiteren erliessen die beiden Gemeinden folgende Zonenvorschriften (revBZO):</p> <p class="Urteilstext"><span>"1. <span>Nutzweise</span></span></p> <p class="Urteilstext"><span> 1.1 Zweck</span></p> <p class="Urteilstext"><span> Die Erholungszone Golf ist ausschliesslich fÃ¼r den Bau und den Betrieb eines 18-Loch-Golfplatzes samt zugehÃ¶rigen Nebenanlagen bestimmt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 1.2 Nutzung Teilbereiche</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 1.2.1 Im "Bereich fÃ¼r Infrastruktur" sind die fÃ¼r den Golfbetrieb notwendigen ParkplÃ¤tze, Bauten und Anlagen sowie maximal zwei Wohnungen zulÃ¤ssig. Der landwirtschaftliche Nebenerwerbsbetrieb mit Gartenbau und Pferdehaltung darf im bisherigen Ausmass weiterbestehen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 1.2.2 Im "Bereich fÃ¼r den Gartenbau" dÃ¼rfen das bestehende Wohnhaus in seinem bisherigen Volumen zu Wohnzwecken und die bestehenden Werk- und LagerplÃ¤tze sowie die Baumschule/Gartenanlage fÃ¼r einen Gartenbaubetrieb genutzt werden. Eine Umnutzung des bestehenden OekonomiegebÃ¤udes fÃ¼r WerkstÃ¤tten und Lager sowie die Erstellung zusÃ¤tzlicher Bauten und Anlagen fÃ¼r den Golfplatz sind zulÃ¤ssig.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 1.3 NaturschutzflÃ¤chen</span></p> <p class="Urteilstext"><span> Ein Drittel der fÃ¼r das Golfspiel genutzten FlÃ¤chen ist naturnah zu gestalten. Diese FlÃ¤che kann auch Ã¶stlich oder westlich angrenzend an die Erholungszone Golf liegen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 2. <span>Verkehrserschliessung</span></span></p> <p class="Urteilstext"><span> 2.1 Strassen</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Zufahrt ist auf Gemeindegebiet Wettswil ausschliesslich von der Moosstrasse und auf Gemeindegebiet Bonstetten ausschliesslich von der ZÃ¼rcherstrasse Ã¼ber den sÃ¼dlich an den "Bereich fÃ¼r Gartenbau" angrenzenden Genossenschaftsweg zulÃ¤ssig. Der Anschluss dieses Weges an die ZÃ¼rcherstrasse ist verkehrssicher auszubauen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 2.2 Rad-, Fuss- und Reitwege</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 2.2.1 Der Weg westlich des Fischgrabens gilt als Reitweg, derjenige Ã¶stlich des Fischgrabens als regiona- ler Radweg. Die Masstrasse muss weiterhin uneingeschrÃ¤nkt als Fuss- und Wanderweg genutzt wer- den kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 2.2.2 Der Golfplatz ist so anzulegen, dass diese Wege jederzeit ungefÃ¤hrdet ihrer Zweckbestimmung ent- sprechend genutzt werden kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span> 3. <span>Empfindlichkeitsstufen</span></span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span><span>In der ganzen Erholungszone Golf gilt die Empfindlichkeitsstufe ES III.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 4. <span>Gestaltung</span></span></p> <p class="Urteilstext"><span>4.1. Bei der Anlage des Golfplatzes ist der Charakter der offenen, weiten Landschaft mÃ¶glichst zu erhal- ten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 4.2 TerrainverÃ¤nderungen sind auf ein Minimum zu beschrÃ¤nken. Die langfristige Fruchtbarkeit des Bodens ist sicherzustellen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 4.3 Die naturnah gestalteten FlÃ¤chen sind mÃ¶glichst zusammenzufassen. Zwischen dem Wald im Westen und den Ziegeleiweihern im Osten ist ein Vernetzungskorridor zu schaffen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 4.4 Eingedolte GewÃ¤sser sind nach MÃ¶glichkeit zu Ã¶ffnen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 4.5 Die FunktionstÃ¼chtigkeit der EntwÃ¤sserungsanlage ist zu erhalten. Aus den GewÃ¤ssern darf kein Wasser fÃ¼r die Pflege und den Unterhalt des Golfplatzes entnommen werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 4.6 Gestaltungsplan</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Als planerische Grundlage fÃ¼r ein Bauprojekt ist ein privater Gestaltungsplan auszuarbeiten und festzusetzen. Im Rahmen dieses Gestaltungsplanes sind im einzelnen festzulegen:</span></p> <p class="Urteilstext"><span> - detaillierte Nutzungs-, Gestaltungs- und Massvorschriften fÃ¼r alle Bauten und Anlagen, eingeschlos- sen die fÃ¼r den Golfbetrieb notwendigen Kleinbauten;</span></p> <p class="Urteilstext"><span> - die Detailgestaltung der ganzen Erholungszone (Terraingestaltung und Bepflanzung);</span></p> <p class="Urteilstext"><span> - die Ã¶ffentlich zugÃ¤nglichen Wege und deren Gestaltung;</span></p> <p class="Urteilstext"><span> - die Zahl der zulÃ¤ssigen ParkplÃ¤tze auf der Grundlage eines Bedarfsnachweises;</span></p> <p class="Urteilstext"><span> - GrundsÃ¤tze fÃ¼r den Betrieb und Unterhalt der ganzen Anlage.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 4.7 FÃ¼r den Gestaltungsplan ist vor der Festsetzung ein Ã¶ffentliches Mitwirkungsverfahren gemÃ¤ss § 7 PBG (Planungs- und Baugesetz vom 7. September 1975) durchzufÃ¼hren. ZustÃ¤ndig zur Festsetzung des Gestaltungsplanes sind die GemeinderÃ¤te der betroffenen Gemeinden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 5. <span>Inkrafttreten</span></span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span><span>Die Erholungszone Golf wird rechtskrÃ¤ftig, wenn sie von beiden betroffenen Gemeinden beschlossen und von der Baudirektion genehmigt ist.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der private Gestaltungsplan "Driving Range" ChrÃ¼gelmatten vom 28.3.1994 bleibt einstweilen in Kraft, wird jedoch mit dem Inkrafttreten des Gestaltungsplans gemÃ¤ss Ziffer 4.6 hievor aufgehoben."</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2">GemÃ¤ss kantonalem Siedlungs- und Landschaftsplan vom 31. Januar 1995 (teilrevidiert am 2. April 2001) liegt die fragliche FlÃ¤che im Landwirtschaftsgebiet und zugleich im Bereich des Sachplans FruchtfolgeflÃ¤chen. Die gleiche Festlegung enthÃ¤lt auch der regionale Richtplan Knonaueramt (Siedlung und Landschaft) vom 3. Juni 1998.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Dagegen erhoben u.a. die heutigen BeschwerdefÃ¼hrer â Nr. 2 als GrundeigentÃ¼mer sowie <br/> Nrn. 1, 3, 4, 5 und 6 als PÃ¤chter von bislang landwirtschaftlich genutzten GrundstÃ¼cken innerhalb der neu ausgeschiedenen Erholungszone â Rekurs. Nachdem die Baurekurskommission II einen Augenschein durchgefÃ¼hrt hatte, hiess sie die vereinigten Rekurse am 25. Juni 2002 gut und hob die beiden GemeindeversammlungsbeschlÃ¼sse auf. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschluss vom 8. Januar 2003 ergÃ¤nzte der Regierungsrat den regionalen Richtplan Knonaueramt mit der Festlegung eines besonderen Erholungsgebiets C fÃ¼r den Golfplatz Stierenmas (RRB Nr. 10/2003). Das von den Gemeinden Bonstetten und Wettswil a.A. angerufene Verwaltungsgericht lud die Baudirektion mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 29. Januar 2003 ein, bezÃ¼glich der streitbetroffenen Festlegungen der Bau- und Zonenordnungen Bonstetten und Wettswil a.A. den Genehmigungsentscheid zu treffen bzw. beim Regierungsrat einzuholen. Auf eine Stimmrechtsbeschwerde gegen diese beiden Anordnungen trat das Bundesgericht am 20. MÃ¤rz 2003 nicht ein (1P.155/2003). Am 6. Januar 2004 genehmigte der Regierungsrat die Teilrevision des Zonenplans (Dispositiv Ziff. I). Von der Genehmigung ausgenommen wurden die auf Gemeindegebiet Bonstetten liegenden GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 439, 440 und 441 (Dispositiv Ziff. II), und zwar mit der BegrÃ¼ndung, der Beschwerdegegner Nr. 2 habe als EigentÃ¼mer die Zustimmung zum Golfplatzprojekt verweigert. Daraufhin hiess das Verwaltungsgericht die Beschwerden am 9. September 2004 gut, soweit das Verfahren nicht gegenstandslos geworden war, und wies die Sache wegen Ãnderung der planungsrechtlichen Grundlagen zur Neubeurteilung an die Baurekurskommission II zurÃ¼ck (VB.2002.00249, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>IV. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Auf Ersuchen der Rekurskommission erstattete die Fachstelle Bodenschutz des Amtes fÃ¼r Landschaft und Natur der Volkswirtschaftsdirektion am 24. Juni 2005 einen Amtsbericht Ã¼ber die agrarwirtschaftliche BodenqualitÃ¤t im Bereich der strittigen Erholungszone. Nachdem sich die Parteien hierzu geÃ¤ussert hatten, wies die Baurekurskommission II die vereinigten Rekurse am 7. Februar 2006 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>V. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschwerde vom 13. MÃ¤rz 2006 liessen die unterlegenen Rekurrenten dem Verwaltungsgericht beantragen:</p> <p class="Urteilstext">"1. Der angefochtene Entscheid der Baurekurskommission II sei aufzuheben.</p> <p class="Urteilstext">2.<span> </span>Die Entscheide der Gemeindeversammlungen Bonstetten und Wettswil vom 10. Mai 2001 bzw. 18. Juni 2001 seien aufzuheben.</p> <p class="Urteilstext">3.<span> </span>Der Entscheid des Regierungsrates Nr. 10/2003 vom 8. Januar 2003 Ã¼ber die Festsetzung des Erholungsgebietes C im regionalen Richtplan sei aufzuheben.</p> <p class="Urteilstext">4.<span> </span>Es sei die Nichtigkeit von Ziff. 4.7 der Vorschriften zur Erholungszone festzustellen.</p> <p class="Urteilstext">5.<span> </span>Es sei ein Augenschein durchzufÃ¼hren.</p> <p class="Urteilstext">6.<span> </span>unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der unterliegenden Gemeinden."</p> <p class="Urteilstext">Eine am 22. Mai 2006 eingereichte "ErgÃ¤nzung zur Beschwerde" enthÃ¤lt folgende weiteren AntrÃ¤ge: </p> <p class="Urteilstext">"1. Die nachfolgenden AusfÃ¼hrungen und die neu eingereichten Unterlagen seien im Rahmen der Beschwerdebehandlung zu berÃ¼cksichtigen.</p> <p class="Urteilstext">2.<span> </span>Es sei ein Augenschein unter Beizug des ZÃ¼rcher Bauernverbandes durchzufÃ¼hren.</p> <p class="Urteilstext">3.<span> </span>Es sei eine vertiefte bodenkundliche QualitÃ¤ts- und Eignungsbeurteilung â¦ durchzufÃ¼hren."</p> <p class="Urteilstext">In ihrer Vernehmlassung vom 28. MÃ¤rz 2006 schloss die Baurekurskommission II auf Abweisung der Beschwerde. SinngemÃ¤ss den gleichen Antrag stellte am 18. April 2006 namens des Kantons ZÃ¼rich die Baudirektion. Die Gemeinden Bonstetten und Wettswil a.A. liessen am 9. Mai 2006 Abweisung der Beschwerde und Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung beantragen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer </span><span>zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><i><span> </span></i></p> <p class="Urteilstext">Die Befugnis der Anfechtenden, sich gegen die Zonenplanrevision zu wehren, ist bereits im ersten Rechtsgang unbestritten geblieben. Auf die rechtzeitig und formgÃ¼ltig erhobene Beschwerde ist daher einzutreten. Streitgegenstand bildet allein die Festsetzung einer Erholungszone. Sollte sich diese als rechtsbestÃ¤ndig erweisen, ist das Projekt fÃ¼r einen Golfplatz Gegenstand eines nachfolgenden Gestaltungsplans.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><i><span> </span></i></p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden haben am 22. Mai 2006 unaufgefordert eine BeschwerdeergÃ¤nzung eingereicht. Anlass dafÃ¼r bildete die vom Bundesamt fÃ¼r Raumentwicklung im MÃ¤rz 2006 publizierte "Vollzugshilfe 2006" zum Sachplan FruchtfolgeflÃ¤chen FFF. Einer BerÃ¼cksichtigung der Eingabe in diesem Verfahren der Rahmennutzungsplanung steht grundsÃ¤tzlich nichts entgegen, wobei allerdings eine abschliessende KlÃ¤rung der Problematik der FruchtfolgeflÃ¤chen dem anschliessenden Gestaltungsplanverfahren vorbehalten bleibt (vgl. E. 4.2.1, 4.4). Aus diesem Grund ist zum jetzigen Zeitpunkt auch keine vertiefte QualitÃ¤ts- und Eignungsbeurteilung des Bodens vorzunehmen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Baurekurskommission II hat im ersten Rechtsgang am 5. MÃ¤rz 2002 einen Augenschein durchgefÃ¼hrt. Die hierbei getroffenen Feststellungen kÃ¶nnen auch vom Verwaltungsgericht im zweiten Rechtsgang berÃ¼cksichtigt werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 7 N. 45). Ausserdem geben die Akten Ã¼ber die streitbetroffene Zonenplanrevision hinreichend Auskunft. Auf einen gerichtlichen Lokaltermin kann daher verzichtet werden.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b>Den Gemeinden kommt bei ihren Planungsentscheiden Ermessen zu. Jedoch mÃ¼ssen sie das Ermessen nach sachlichen Kriterien ausÃ¼ben und insbesondere die verschiedenen Ã¶ffentlichen und privaten Interessen sachgerecht gewichten (BGE 119 Ia 362 E. 5a). Nachdem die Rekurskommission die von Art. 33 Abs. 3 lit. a des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 Ã¼ber die Raumplanung (RPG) verlangte volle ÃberprÃ¼fung vorgenommen hat, beurteilt das Verwaltungsgericht den angefochtenen Entscheid im Beschwerdeverfahren nur noch auf Rechtsverletzungen hin, einschliesslich Ermessensmissbrauch und ErmessensÃ¼berschreitung (§ 50 Abs. 1 und 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><i><span> </span></i></p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Das Verwaltungsgericht hat im ersten Rechtsgang in E. 3.1 des Urteils vom 9. September 2004 die Entstehung der streitbetroffenen Erholungszone im Rahmen der kantonalen und regionalen Richtplanung dargelegt. Sodann hat die Baurekurskommission II im angefochtenen Entscheid die allgemeinen Voraussetzungen erÃ¶rtert, unter denen die Festlegung einer im Hinblick auf ein besonderes Projekt ausgeschiedenen Erholungszone den Zielen und GrundsÃ¤tzen der Nutzungsplanung gemÃ¤ss RPG entspricht (vgl. hierzu auch RB 2003 Nr. 71 = BEZ 2004 Nr. 1). Darauf kann verwiesen werden. Wie die Baurekurskommission zutreffend erwogen hat, bedingt die Einzonung von Land fÃ¼r ein bestimmtes Bauvorhaben nicht, dass die Voraussetzungen von Art. 24 RPG erfÃ¼llt sind; vielmehr gilt es zu prÃ¼fen, ob eine solche Planungsmassnahme den im Raumplanungsgesetz verankerten Zielen und GrundsÃ¤tzen der Nutzungsplanung entspricht (vgl. dazu auch Arnold Marti, Planungspflicht fÃ¼r grÃ¶ssere Vorhaben ausserhalb der Bauzonen â wegleitende Rechtsprechung des Bundesgerichts, ZBl 106/2005, S. 353, 359; BGr, 12. April 1994, ZBl 96/1995, S. 144 E. 3). Eine Umgehung von Art. 24 RPG liegt nur dann vor, wenn mit der streitbetroffenen Festlegung eine unzulÃ¤ssige Kleinbauzone geschaffen wird oder wenn sie auf einer sachlich nicht vertretbaren InteressenabwÃ¤gung beruht. Nach Auffassung des Bundesgerichts ist die Erholungszone des zÃ¼rcherischen Rechts nicht als Bauzone im Sinne von Art. 15 RPG, sondern als Sondernutzungszone gemÃ¤ss Art. 18 RPG zu wÃ¼rdigen (BGr, 6. Mai 2002, 1A.193/2001, www.bger.ch). Damit werden gewisse Bauten und Anlagen zugelassen, die grundsÃ¤tzlich nicht auf einen Standort ausserhalb der Bauzonen angewiesen sind und deshalb dem Interesse an der Freihaltung der Landschaft ausserhalb des Siedlungsgebiets und dem Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbauzonen widersprechen kÃ¶nnten. Weil GolfplÃ¤tze auch zu den fÃ¼r die Erholung der BevÃ¶lkerung notwendigen Anlagen zÃ¤hlen, stellt eine Erholungszone gemÃ¤ss §§ 61 f. PBG die zutreffende planerische Grundlage dar (Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, Rz. 11-44 f.).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die streitbetroffene Erholungszone umfasst eine FlÃ¤che von gut 60 ha, weshalb von einer untergeordneten Abweichung vom kantonalen Richtplan offensichtlich nicht mehr gesprochen werden kann <span>(vgl. etwa VGr, 20. September 2001, VB.2001.00048 = BEZ 2001 Nr. 44, wo bezÃ¼glich 7'000 m² eine geringfÃ¼gige Abweichung bejaht wurde, im Gegensatz zu VGr, VB.2000.00199, 29. August 2000 = RB 2000 Nr. 86 = BEZ 2000 Nr. 49, wo eine FlÃ¤che von 20'000 m² nicht mehr als untergeordnete Abweichung galt; beide Entscheide unter www.vgrzh.ch)</span>. Ebenso wird der Anordnungsspielraum zwischen Siedlungs- und Landwirtschaftsgebiet bei weitem gesprengt (vgl. Erich Kull, Alte Begriffe im neuen Richtplan, PBG-aktuell 2/95, S. 24; BGr, 12. September 2003, 1P.37/2003 E. 4.1, www.bger.ch). Zu prÃ¼fen bleibt daher einzig, ob die Voraussetzungen fÃ¼r eine Durchstossung von Landwirtschaftsgebiet im Sinne von Ziff. 3.2.3 lit. c des Textes zum kantonalen Richtplan gegeben sind. Danach kann der jeweilige PlanungstrÃ¤ger in der nachgeordneten Richt- und Nutzungsplanung durch Festsetzung von Freihaltezonen, Erholungszonen, GestaltungsplÃ¤nen oder Zonen fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten und Anlagen das Landwirtschaftsgebiet durchstossen, um seine Aufgaben wahrzunehmen. Die ZulÃ¤ssigkeit einer Durchstossung hÃ¤ngt einerseits davon ab, ob die Massnahme auf einer formell ausreichenden richt- und nutzungsplanerischen Grundlage beruht, und anderseits davon, ob die Planung materiell die massgeblichen Interessen ausreichend berÃ¼cksichtigt.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Wie das Verwaltungsgericht im ersten Rechtsgang in E. 3.4 festgehalten hat, ist die Revision des regionalen Richtplans vom 8. Januar 2003 im vorliegenden Beschwerdeverfahren zu beachten. Neben den beiden angefochtenen GemeindeversammlungsbeschlÃ¼ssen ist auch der regionale Richtplan akzessorisch auf seine Vereinbarkeit mit dem kantonalen Richtplan und dem Raumplanungsgesetz zu Ã¼berprÃ¼fen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer bestreiten die gesetzliche Grundlage der â von der gefestigten Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts anerkannten (RB 2003 Nr. 71 = BEZ 2004 Nr. 1; VGr, 17. November 2005, VB.2004.00563 und VGr, 25. August 2005, VB.2005.00124, beide Entscheide unter www.vgrzh.ch) â Durchstossung. Diesem Einwand halten die Beschwerdegegnerinnen zutreffend entgegen, dass die grossformatige und deshalb notwendigerweise verallgemeinernde kartographische Darstellung im kantonalen Richtplan nicht nur solche FlÃ¤chen als Landwirtschaftsgebiet bezeichnet, die auch in dieser Weise genutzt werden. Vielmehr zÃ¤hlen ebenso Bereiche zum Landwirtschaftsgebiet, die den in § 23 PBG (in Verbindung mit § 30 PBG fÃ¼r die regionale bzw. § 31 PBG fÃ¼r die kommunale Ebene) aufgefÃ¼hrten besonderen Zwecken dienen. GemÃ¤ss lit. c von § 23 PBG sind im Landschaftsplan jene FlÃ¤chen auszuscheiden, die der Erholung der BevÃ¶lkerung dienen und bei denen dieser â auch Golfanlagen umfassende â Zweck gegenÃ¼ber anderen Nutzungen Ã¼berwiegt.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Die von den BeschwerdefÃ¼hrern aufgeworfene Frage, ob der Golfplatz nicht nur im regionalen, sondern vielmehr im kantonalen Richtplan hÃ¤tte verankert werden mÃ¼ssen, ist zu verneinen. Die Baurekurskommission II weist zu Recht darauf hin, dass zwar auch der kantonale Richtplan Erholungsgebiete ausscheidet, allerdings nur solche mit qualifizierten Eigenschaften. Weil diese bei weitem nicht alle Freizeit- und ErholungsbedÃ¼rfnisse der BevÃ¶lkerung abdeckten, stelle der Richtplan eben das Institut der Durchstossung zur VerfÃ¼gung. Zwar ist einzurÃ¤umen, dass die mit einem (18-Loch-)Golfplatz verbundene NutzungsÃ¤nderung auf einer FlÃ¤che von regelmÃ¤ssig Ã¼ber 50 ha aufgrund ihrer planerischen Bedeutung eine Verankerung auf kantonaler Stufe rechtfertigen kÃ¶nnte. Es entspricht jedoch der praktischen Erfahrung, dass solche Projekte von der lokalen BevÃ¶lkerung meist kontrovers aufgenommen werden und aus verschiedenen GrÃ¼nden oft scheitern; diese Erfahrungstatsache spricht gegen die von den BeschwerdefÃ¼hrern verlangte Positiv- oder Negativplanung von GolfplÃ¤tzen auf kantonaler Ebene. Der Kantonsrat sÃ¤he sich so nÃ¤mlich mit der Schwierigkeit konfrontiert, GolfplÃ¤tze trotz ungewisser Realisierungsaussichten gesamtkantonal zu planen und den Richtplan entsprechend dem jeweiligen Fortschritt zu revidieren. Die hÃ¤ufige Ãnderung des kantonalen Richtplans als des obersten Planungswerks ist unzweckmÃ¤ssig; daher erscheint die Anordnung auf regionaler Stufe sinnvoller (vgl. auch BUWAL, Empfehlungen Golf, Raumplanung â Landschaft â Umwelt, Bern 1995, S. 33; anders Thomas Widmer Dreifuss, Planung und Realisierung von Sportanlagen, ZÃ¼rich, 2002, S. 114, der bezÃ¼glich SportstÃ¤tten eine landesweite, umfassende BedarfsabklÃ¤rung postuliert [S. 52 ff.]). Weil die ZustÃ¤ndigkeit fÃ¼r die Festsetzung der regionalen RichtplÃ¤ne beim Regierungsrat liegt (§ 32 Abs. 2 PBG), ist die Koordination innerhalb des Kantons auf dieser Planungsstufe ebenfalls gewÃ¤hrleistet. Dies gilt auch hinsichtlich der Erhaltung der bundesrechtlich verlangten FruchtfolgeflÃ¤chen (dazu nachfolgend E. 4). Schliesslich trifft der Einwand der Beschwerdegegnerinnen zu, dass im Landwirtschaftsgebiet verschiedene Sondernutzungen bestehen, und zwar auch solche, die â wie etwa Skipisten â der Erholung dienen. Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤sst sich die im Einzelfall vorzunehmende PrÃ¼fung, ob die raumplanerischen Ziele beachtet werden, durchaus im Rahmen der Durchstossung vornehmen (RB 2003 Nr. 71 = BEZ 2004 Nr. 1). Aus diesem Grund besteht auch kein Anlass, GolfplÃ¤tze gesetzlich zu beschrÃ¤nken.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Wie das Verwaltungsgericht im ersten Rechtsgang (E. 3.4) ausgefÃ¼hrt hat, mÃ¼ssen wÃ¤hrend des Rechtsmittelverfahrens betreffend eine PlanÃ¤nderung eingetretene sachverhaltliche und rechtliche Ãnderungen berÃ¼cksichtigt werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 52 N. 18). Die Revision des regionalen Richtplans vom 8. Januar 2003 ist daher zu beachten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Nutzungsplanungen weisen gewÃ¶hnlich einen Planungshorizont von rund 15 Jahren auf, entsprechend dem Kriterium von Art. 15 lit. b RPG, wonach Bauzonen Land umfassen, das voraussichtlich innert 15 Jahren benÃ¶tigt und erschlossen wird. GemÃ¤ss Art. 21 Abs. 2 RPG werden NutzungsplÃ¤ne Ã¼berprÃ¼ft und nÃ¶tigenfalls angepasst, wenn sich die VerhÃ¤ltnisse erheblich geÃ¤ndert haben. Die Bau- und Zonenordnungen der Gemeinden Bonstetten und Wettswil a.A. datieren vom 10. Mai 1995 bzw. vom 19. Juni 1995, sind RPG-konform und auf den geltenden kantonalen Richtplan vom 31. Januar 1995 abgestimmt. Eine Revision wegen Ablaufs des Planungshorizonts steht nicht in Frage; zu prÃ¼fen bleibt jedoch, ob eine erhebliche VerÃ¤nderung der SachumstÃ¤nde vorliegt, die eine Anpassung der Nutzungsplanung rechtfertigt. Art. 21 Abs. 2 RPG garantiert der Nutzungsplanung eine gewisse BestÃ¤ndigkeit und sichert ihr die vom Gesetzgeber zugedachte Funktion (BGE 123 I 175 E. 3a, 120 Ia 227 E. 2b = Pra 1996 Nr. 7). Vorliegend geht es nicht â wie in den meisten gerichtlich zu beurteilenden FÃ¤llen â um den Schutz der GrundeigentÃ¼mer vor einer vorzeitigen PlanÃ¤nderung, als vielmehr um das Ã¶ffentliche Anliegen, dass NutzungsplÃ¤ne nicht zur Befriedigung irgendwelcher Einzelanliegen punktuell und ohne Beachtung aller massgeblichen Aspekte geÃ¤ndert werden, sondern nur als Ergebnis einer umfassenden und sorgfÃ¤ltigen, die Ziele und GrundsÃ¤tze des RPG wahrenden InteressenabwÃ¤gung. "Aufsplitterungen und Zonenanpassungen in mehrere kleine Teilrevisionen beeintrÃ¤chtigen die erforderliche planerische KohÃ¤renz und sind daher mÃ¶glichst zu vermeiden" (Peter Karlen, StabilitÃ¤t und Wandel in der Zonenplanung, PBG-aktuell 4/94, S. 5 ff., 12). <span>Eine (vorzeitige) PlanÃ¤nderung ist somit nur zulÃ¤s</span>sig, wenn sich Planung und Wirk<span>lichkeit in unvorhergesehener Weise auseinander entwickelt haben, d.h. </span>wenn sich die Ver<span>hÃ¤ltnisse seit der Planfestsetzung geÃ¤ndert haben, diese VerÃ¤n</span>derung die fÃ¼r die Planung mass<span>gebenden VerhÃ¤ltnisse betrifft, erheblich ist und deswegen</span> eine Plananpassung nÃ¶tig er<span>scheint (BGE 123 I 175 E. 3a mit Hinweisen). Je neuer ein Nutzungsplan ist, um so eher ist seine BestÃ¤ndigkeit zu vermuten und umso hÃ¶here Anfo</span>rderungen sind an die Revisions<span>voraussetzungen zu stellen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.5.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer stellen sich auf den Standpunkt, dass die beiden nur rund drei Jahre spÃ¤ter ergangenen GemeindeversammlungsbeschlÃ¼sse den Grundsatz der PlanbestÃ¤ndigkeit verletzten, nachdem der regionale Richtplan am 3. Juni 1998 im streitbetroffenen Bereich LandschaftsfÃ¶rderungsgebiet ausgeschieden habe. Dass sich das nachfolgende Rechtsmittel- und Genehmigungsverfahren in die LÃ¤nge gezogen habe, tue entgegen der Auffassung der Rekurskommission nichts zur Sache.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.5.2 </b>Mit ihrer Argumentation Ã¼bersehen die BeschwerdefÃ¼hrer, dass fÃ¼r die Beurteilung der PlanbestÃ¤ndigkeit die jeweiligen Erlasse auf Stufe der Nutzungsplanung gegenÃ¼berzustellen sind, hier also den angefochtenen GemeindeversammlungsbeschlÃ¼ssen die Festlegung der Landwirtschaftszone mit den Bau- und Zonenordnungen der Gemeinden Bonstetten und Wettswil a.A. vom 10. Mai 1995 bzw. vom 19. Juni 1995. DemgegenÃ¼ber tut die richtplanerische Festlegung vom 3. Juni 1998 als bloss behÃ¶rdenverbindliche Anordnung (Art. 9 Abs. 1 RPG) nichts zur Sache. RichtplÃ¤ne sind (bereits dann) anzupassen, wenn sich die VerhÃ¤ltnisse geÃ¤ndert haben, sich neue Aufgaben stellen oder eine insgesamt bessere LÃ¶sung mÃ¶glich ist, jedenfalls aber in der Regel alle zehn Jahre (Art. 9 Abs. 2 und 3 RPG). Weil das Rekurs- und Beschwerdeverfahren das Inkrafttreten der umstrittenen Erholungszone hemmt und die nach den streitbetroffenen Gemeindeversammlungen vom Mai bzw. Juni 2001 eingetretene Entwicklung laut dem in E. 3.4 Gesagten berÃ¼cksichtigt werden muss, sind seit der vorangehenden Nutzungsplanung mehr als elf Jahre verstrichen. Unter diesen UmstÃ¤nden steht die PlanbestÃ¤ndigkeit einer Erholungszone Stierenmas heute offensichtlich nicht mehr entgegen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>In materieller Hinsicht sind alle beteiligten privaten und Ã¶ffentlichen Interessen umfassend abzuwÃ¤gen (Widmer Dreifuss, S. 15 ff.; Gian Schmid, Projektbezogene Nutzungsplanung im Gebiet ausserhalb der Bauzonen, ZÃ¼rich 2001, S. 33 ff.). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.6.1 </b>Angesichts der rÃ¤umlichen Ausdehnung eines Golfplatzes (jedenfalls einer 18-Loch-Anlage) steht fest, dass ein solcher â wegen der Kosten fÃ¼r Bauland schon aus wirtschaftlichen GrÃ¼nden â nicht innerhalb des Siedlungsgebiets realisiert werden kann und deshalb auf einen Standort ausserhalb der Bauzonen angewiesen ist. Auch wÃ¤re es â nach zutreffender Auffassung der Rekurskommission â planerisch in aller Regel unzweckmÃ¤ssig, das Siedlungsgebiet mit einer solchen Nutzung zu unterbrechen. Obschon die Erholungszone hier von der Landwirtschaftszone umgeben ist, liegt nach zutreffender Auffassung der Baurekurskommission II keine isolierte Sondernutzung vor; vielmehr besteht ein Siedlungszusammenhang zum weiter Ã¶stlich anschliessenden Baugebiet von Bonstetten und Wettswil a.A. Kleine isolierte Bau- und Sondernutzungszonen sind â wegen der damit verbundenen Zersiedelung der Landschaft â zwar mÃ¶glichst zu vermeiden; bei einer grossflÃ¤chigen Erholungszone tritt eine derartige Zersplitterung indessen weniger ausgeprÃ¤gt ein und ist die Wahl des Standorts eingeschrÃ¤nkt. Daher kann vorliegend hingenommen werden, dass ein Streifen Landwirtschaftsland zwischen Golfanlage und Bauzone verbleibt. Die vom Raumplanungsgesetz verlangte Trennung von Siedlungs- und Nichtsiedlungsgebiet (BGE 124 II 391 E. 3a) wird also hinreichend respektiert. Die Konzentration von Bauten und Anlagen ("Bereich Infrastruktur") auf den nÃ¶rdlichsten Teil der Erholungszone erlaubt eine zweckmÃ¤ssige Erschliessung Ã¼ber die bestehende Moosstrasse.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.6.2 </b>Die Ortsplanung hat sich nicht allein nach einem abstrakten Planungskonzept zu richten, sondern die jeweiligen tatsÃ¤chlichen Gegebenheiten und die BedÃ¼rfnisse der GrundeigentÃ¼mer sowie der BevÃ¶lkerung mitberÃ¼cksichtigen (BGE 124 II 391 E. 4c). Wie die beiden streitbetroffenen GemeindeversammlungsbeschlÃ¼sse zum Ausdruck gebracht haben, will eine Mehrheit der StimmbÃ¼rger die Golfanlage. Diese BedÃ¼rfnisse der BevÃ¶lkerung fallen als geÃ¤nderte tatsÃ¤chliche VerhÃ¤ltnisse ins Gewicht (vgl. BGr, 26. Juli 2006, 1A.16/2006 E. 2.2.3, www.bger.ch); andernfalls sprÃ¤che das Ã¶ffentliche Interesse fÃ¼r die Beibehaltung der Landwirtschaftszone (BGE 120 Ia 227 E. 2c S. 232; Schmid, S. 180). Ein Ã¶ffentliches Interesse besteht laut Bundesgericht nicht nur an der Schaffung von Anlagen fÃ¼r den Breitensport, sondern auch an solchen, die von einem eingeschrÃ¤nkteren BenÃ¼tzerkreis in Anspruch genommen werden, aber grundsÃ¤tzlich jedermann offen stehen (BGr, 26. Juli 2006, 1A.16/2006, E. 2.2.6 und BGr, 6. Mai 2002, 1A.193/2001, E. 3.2, beide Entscheide unter www.bger.ch). Die Zonenvorschriften bieten GewÃ¤hr dafÃ¼r, dass das betroffene Gebiet der BevÃ¶lkerung ungefÃ¤hr im bisherigen Rahmen weiterhin als Erholungsgebiet dient.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.6.3 </b>Der Rekurskommission ist darin beizupflichten, dass sich Golfanlagen dank ihren ausgedehnten GrÃ¼nflÃ¤chen mehrheitlich unauffÃ¤llig in die Landschaft einordnen. Bei einer sorgfÃ¤ltigen, auf die Umgebung abgestimmten Detailplanung dÃ¼rfte sich der Golfplatz durchaus in die Ebene zwischen Bonstetten und Wettswil a.A. einfÃ¼gen und deren bisherigen Charakter als agrarisch geprÃ¤gte Kulturlandschaft entgegen den BefÃ¼rchtungen der BeschwerdefÃ¼hrer kaum beeintrÃ¤chtigen. Auch wenn der Standort Stierenmas gemÃ¤ss re­gionalem Richtplan vom 3. Juni 1998 zum LandschaftsfÃ¶rderungsgebiet zÃ¤hlt, handelt es sich nicht um einen landschaftlich besonders empfindlichen Bereich. Ãber die in Ziff. 4 revBZO statuierten Gestaltungsvorschriften ist heute nicht zu befinden; vielmehr bildet die detaillierte Ã¤sthetische WÃ¼rdigung Gegenstand des Gestaltungsplanverfahrens. Angesichts der Anordnung, naturnah gestaltete FlÃ¤chen â wie z.B. Hecken oder Weiher â anzulegen, bedeutet der zu schaffende Golfplatz gegenÃ¼ber der heutigen Intensivlandwirtschaft Ã¶kologisch nicht von vornherein einen Nachteil. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.6.4 </b>Das Argument, der mit dem Golfplatz verbundene Verlust an Landwirtschaftsland erhÃ¶he den Druck auf die bestehenden Betriebe, trifft mit Bezug auf die BeschwerdefÃ¼hrer zu, wiegt jedoch nicht allzu schwer. Denn der Umstand, dass heute zahlreiche Landwirtschaftsbetriebe aufgegeben werden, hÃ¤ngt nicht mit solchen "Durchstossungen" zusammen, sondern mit den sich verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Dem Ã¶ffentlichen Interesse an der Erhaltung von Landwirtschaftsgebiet (vgl. hierzu auch BGE 114 Ib 312 E. 3b S. 316) wird mit der Ausscheidung von FruchtfolgeflÃ¤chen Rechnung getragen. In jenem Zusammenhang ist auch die Kontroverse um die von den Parteien unterschiedlich gewÃ¼rdigte landwirtschaftliche Eignung des Bodens zu beurteilen. Hingegen beschlÃ¤gt der Umstand, dass die BeschwerdefÃ¼hrer Nrn. 1, 3, 4, 5 und 6 im Fall der Realisierung des Golfplatzes unter UmstÃ¤nden hochwertiges Pachtland verlieren, nur ein zurÃ¼ckhaltend zu wÃ¼rdigendes subjektives Interesse.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><i><span> </span></i></p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Laut Art. 6 Abs. 2 lit. a RPG haben die Kantone in ihren RichtplÃ¤nen festzustellen, welche Gebiete sich fÃ¼r die Landwirtschaft eignen. Die Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV) enthÃ¤lt im 4. Kapitel (FruchtfolgeflÃ¤chen) in Art. 26 ff. nÃ¤here Anordnungen. Laut Art. 29 RPV legt der Bund im Sachplan FruchtfolgeflÃ¤chen den Mindestumfang der FruchtfolgeflÃ¤chen und deren Aufteilung auf die Kantone fest. GemÃ¤ss Art. 30 RPV (Sicherung der FruchtfolgeflÃ¤chen) sorgen die Kantone dafÃ¼r, dass die FruchtfolgeflÃ¤chen den Landwirtschaftszonen zugeteilt werden; sie zeigen in ihren RichtplÃ¤nen die dazu erforderlichen Massnahmen auf (Abs. 1). Sie stellen sicher, dass ihr Anteil am Mindestumfang der FruchtfolgeflÃ¤chen dauernd erhalten bleibt. Soweit dieser Anteil nicht ausserhalb der Bauzonen gesichert werden kann, bestimmen sie Planungszonen fÃ¼r unerschlossene Gebiete in Bauzonen. Der kantonale und der regionale Richtplan bezeichnen die umstrittene Erholungszone wie erwÃ¤hnt als FruchtfolgeflÃ¤che. Der Kanton ZÃ¼rich hat gemÃ¤ss Art. 1 Abs. 2 des Bundesratsbeschlusses vom 8. April 1992 "Sachplan FruchtfolgeflÃ¤chen" mindestens 44'440 ha ackerfÃ¤higes Kulturland als FruchtfolgeflÃ¤che dauernd zu sichern. FlÃ¤chenverzehrende, den landwirtschaftlichen Boden irreversibel zerstÃ¶rende Nutzungen wie Einzonungen, Strassenbauprojekte u.Ã¤. sind hier nur sehr beschrÃ¤nkt und in der Regel nur unter Kompensation zulÃ¤ssig (vgl. Richtplantext 2001, Ziff. 3.2.2).</p> <p class="Urteilstext">Im MÃ¤rz 2006 hat das Bundesamt fÃ¼r Raumentwicklung (ARE) die Vollzugshilfe 2006 zum Sachplan FruchtfolgeflÃ¤chen FFF erlassen. Die Vollzugshilfe 2006 richtet sich in erster Linie an die Raumplanungsfachstellen der Kantone, im Weiteren aber auch an alle BehÃ¶rden mit raumwirksamen Aufgaben und soll eine einheitliche Vollzugspraxis ermÃ¶glichen (Ziff. 1). Ferner werden die Aufgaben der Kantone gemÃ¤ss Bundesratsbeschluss vom 8. April 1992 in Erinnerung gerufen. So sind Vorhaben, die Ã¼ber 3 ha FFF beanspruchen, dem ARE rechtzeitig mitzuteilen. Als rechtzeitig gilt der Zeitpunkt, in dem der Kanton von einem entsprechenden Vorhaben erfÃ¤hrt, was in der Regel anlÃ¤sslich des kantonalen VorprÃ¼fungsverfahrens der NutzungsplanÃ¤nderung der Fall ist. Die Information muss mindestens folgende Angaben enthalten:</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Stand der FruchtfolgeflÃ¤chen im Kanton;</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Bewertung des Vorhabens aus der Sicht der kantonalen Raumentwicklung;</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Nachweis Ã¼ber die PrÃ¼fung von Alternativen ohne Beanspruchung von FFF;</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Ausmass der vorgesehenen FlÃ¤chenbeanspruchung;</p> <p class="Urteilstext">-<span> </span>Darlegung der MÃ¶glichkeiten und Massnahmen des Kantons zur flÃ¤chengleichen Kompensation des Verlustes an FFF.</p> <p class="Urteilstext">Unter Ziffer 5 (SonderfÃ¤lle) fÃ¼hrt die Vollzughilfe mit Bezug auf Golfanlagen aus:</p> <p class="Urteilstext">"In der Regel kÃ¶nnen die durch GolfplÃ¤tze beanspruchten FlÃ¤chen nicht zu den FFF gezÃ¤hlt werden. Nur diejenigen Teile eines Golfplatzes, in denen die QualitÃ¤tskriterien nachgewiesenermassen und dauerhaft erfÃ¼llt werden, dÃ¼rfen zum kantonalen FlÃ¤chenanteil gerechnet werden. Durch den Bau eines Golfplatzes erheblich beanspruchte bzw. gestÃ¶rte oder neu geschaffene FlÃ¤chen sind wie RekultivierungsflÃ¤chen zu behandeln."</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer berufen sich darauf, dass das ganze Golfplatzgebiet gemÃ¤ss dem kantonalen Richtplan als "FruchtfolgeflÃ¤che" im Sinn des entsprechenden Sachplanes des Bundes ausgeschieden sei. Hochwertige FruchtfolgeflÃ¤chen mÃ¼ssten aber vor Ãberbauung verschont werden. Zudem habe der Kanton nach Art. 30 RPV sicherzustellen, dass seine FruchtfolgeflÃ¤chen im vom Bund festgelegten Mindestumfang (44'440 ha) erhalten blieben (vgl. dazu auch Ziff. 3.2.2 lit. c Richtplan-Text). Das streitige, weitgehend in der Bodeneignungsklasse 6 liegende Land werde im kantonalen Siedlungs- und Landschaftsplan als FruchtfolgeflÃ¤che bezeichnet. Unter BerÃ¼cksichtigung der seit 1992 eingetretenen Verminderungen verfÃ¼ge der Kanton ZÃ¼rich Ã¼ber folgende gesicherte FruchtfolgeflÃ¤chen: Bodeneignungsklassen 1-5: 40'069 ha, Bodeneignungsklassen 1-6: 47'532 ha. Es wÃ¤re unzweckmÃ¤ssig, ausgerechnet Landwirtschaftsland von hÃ¶chster QualitÃ¤t fÃ¼r einen Golfplatz zu beanspruchen. Dagegen wenden die Beschwerdegegnerinnen ein, die Festsetzung einer Erholungszone Golf stehe der zu wahrenden FruchtfolgeflÃ¤che im Kanton ZÃ¼rich nicht entgegen. Mit dem Golfplatzprojekt werde kein landwirtschaftlicher Boden irreversibel zerstÃ¶rt. Unter BerÃ¼cksichtigung der Bodeneignungsklasse 6 weise der Kanton ZÃ¼rich zudem weit mehr als das vorgeschriebene Mindestmass an FruchtfolgeflÃ¤chen auf.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Die Frage, ob die vorgesehene Revision der Nutzungsplanung, insbesondere die Erstellung des geplanten Golfplatzes, die bundesrechtliche Verpflichtung des Kantons ZÃ¼rich zur Einhaltung von 44'440 ha FruchtfolgeflÃ¤chen beeintrÃ¤chtigt oder nicht, ist soweit mÃ¶glich im vorliegenden Verfahren zu beantworten und kann nicht auf den kÃ¼nftigen Gestaltungsplan oder die in jenem Zusammenhang vorzunehmende UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung verschoben werden (dazu Ziff. 60.7 des Anhangs zur Verordnung Ã¼ber die UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung vom 16. April 1997). Dabei geht es vorliegend nicht darum, die konkrete Eignung des Bodens oder allfÃ¤llige, sich aus der QualitÃ¤t des Bodens ergebende AusschlussgrÃ¼nde fÃ¼r die Erstellung eines Golfplatzes abschliessend abzuklÃ¤ren, sondern um die Frage, ob sich bereits im Verfahren der Rahmennutzungsplanung Hindernisse ergeben, welche die Erstellung der geplanten Golfanlage von vornherein ausschliessen kÃ¶nnten. Zudem steht die Beantwortung der Frage, ob durch den geplanten Golfplatz das zu wahrende Mindestmass an FruchtfolgeflÃ¤chen im Kanton ZÃ¼rich beeintrÃ¤chtigt wird oder nicht, unter dem Vorbehalt, dass sich die konkreten VerhÃ¤ltnisse diesbezÃ¼glich im Zeitpunkt des Gestaltungsplans nicht erheblich anders darstellen. Entsprechend kann es vorliegend einstweilen nur um die Feststellung gehen, ob â basierend auf den bis heute im Recht liegenden Akten â mit der Ausscheidung einer Erholungszone das zu wahrende kantonale Mindestmass an FruchtfolgeflÃ¤chen eingehalten wird.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b>GemÃ¤ss dem kantonalen Richtplan (Siedlung und Landschaft) vom 2. April 2001 als auch nach dem Siedlungs- und Landschaftsplan der Region Knonaueramt (Ziff. 3.2.2) wird das ganze Gebiet des kÃ¼nftigen Golfplatzes als FruchtfolgeflÃ¤che ausgewiesen. Der Bericht des Beratungsdienstes Strickhof vom 8. Juni 2001 weist diesem Gebiet zu grossen Teilen die Nutzungseignung 6 zu (Bodeneignungsklasse 6, Futterbau bevorzugt, ausgezeichnetes Wies- und Weideland, Ackerbau stark eingeschrÃ¤nkt); die BeschwerdefÃ¼hrer halten die BodenqualitÃ¤t fÃ¼r weit besser. Zu Recht stellen die Parteien dagegen Ã¼bereinstimmend fest, dass die zÃ¼rcherischen FruchtfolgeflÃ¤chen unter BerÃ¼cksichtigung der Bodeneignungsklasse 6 rund 47'500 ha ausmachen. Damit ist aber das vom Kanton zu wahrende Mindestmass an FruchtfolgeflÃ¤chen bei Weitem gewÃ¤hrleistet. Selbst wenn die fÃ¼r die geplante Golfanlage benÃ¶tigte FlÃ¤che als FruchtfolgeflÃ¤che gÃ¤nzlich wegfallen wÃ¼rde, was unter den Parteien umstritten ist, wÃ¤re das zu wahrende kantonale Mindestmass von 44'440 ha an FruchtfolgeflÃ¤chen aus heutiger Sicht jedenfalls eingehalten.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrer machen allerdings geltend, dass die BodenqualitÃ¤t im Gebiet der geplanten Golfanlage weitaus besser sei, als die Bodeneignungsklasse 6 vermuten lasse. Nach den Vorbringen auch der BeschwerdefÃ¼hrer ist es jedoch zulÃ¤ssig und steht es in Ãbereinstimmung mit dem kantonalen Siedlungs- und Landschaftsplan, die Einhaltung des kantonalen Mindestwertes an FruchtfolgeflÃ¤chen unter Einbezug von Land in der Bodeneignungsklasse 6 zu beurteilen. Es kann deshalb dahingestellt bleiben, ob das Gebiet der kÃ¼nftigen Golfanlage in eine bessere Bodeneignungsklasse (5 und weniger) einzuteilen wÃ¤re, da selbst dann, wenn die FlÃ¤che der geplanten Anlage vollumfÃ¤nglich vom heutigen Bestand von 47'532 ha in Abzug zu bringen wÃ¤re, das Mindestmass an zu erhaltenden FruchtfolgeflÃ¤chen im Kanton nicht unterschritten wÃ¼rde (vorn E. 4.2.2 in fine; zum Vorbehalt vorn E. 4.2.1). Es erÃ¼brigt sich entsprechend, auf die in der Beschwerdeeingabe und der BeschwerdeergÃ¤nzung im Detail abgehandelten Vorbringen zur BodenqualitÃ¤t im kÃ¼nftigen Golfplatzgebiet vertieft einzugehen. Insbesondere erÃ¼brigt es sich, auf die von den BeschwerdefÃ¼hrern nachtrÃ¤glich ins Recht gelegte Stellungnahme des ZÃ¼rcher Bauernverbandes vom 7. Mai 2006 zur BodenqualitÃ¤t einlÃ¤sslich einzugehen, die lediglich eine Parteibehauptung darstellt und mindestens im Rahmen der hier vorzunehmenden PrÃ¼fung der Ãnderung der Nutzungsplanung von untergeordneter Bedeutung ist. Ebenso wenig bedarf die Frage einer spÃ¤teren vollstÃ¤ndigen RÃ¼ckfÃ¼hrung der geplanten Golfanlage (mit Wiederherstellung der ursprÃ¼nglichen Bodenfruchtbarkeit) einer abschliessenden Behandlung im hier zu prÃ¼fenden Zusammenhang.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Demnach steht die Wahrung der Mindest-FruchtfolgeflÃ¤chen im Kanton ZÃ¼rich der vorgesehenen NutzungsÃ¤nderung nicht entgegen. Dagegen ist die von den Parteien unterschiedlich gewÃ¼rdigte konkrete BodenqualitÃ¤t im Rahmen der UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung abzuklÃ¤ren (vgl. vorn 4.2.1). Die Bodeneignung ist alsdann im Rahmen der InteressenabwÃ¤gung zu berÃ¼cksichtigen, die im Gestaltungsplanverfahren abschliessend vorzunehmen sein wird. Je besser die landwirtschaftliche Eignung des Bodens qualifiziert werden sollte, desto hÃ¶her wird das Ã¶ffentliche Interesse an der Beibehaltung der landwirtschaftlichen Nutzung zu gewichten sein (dazu BGE 114 Ib 312 E. 3b/bb, 111 Ib 116 E. 3c/bb; Widmer Dreifuss, S. 28). Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass es â selbst bei Sicherstellung der Bodenfruchtbarkeit â unzweckmÃ¤ssig wÃ¤re, fÃ¼r einen Golfplatz Landwirtschaftland von hÃ¶chster QualitÃ¤t zu beanspruchen. Solches lÃ¤sst sich dem von der Vorinstanz eingeholten Amtsbericht der Fachstelle Bodenschutz des Amtes fÃ¼r Landschaft und Natur vom 24. Juni 2005 jedoch nicht entnehmen. Mehr braucht vorliegend nicht abgeklÃ¤rt zu werden (vorn E. 4.3). Hingegen werden zwischenzeitlich eingetretene VerÃ¤nderungen und Erkenntnisse zur BodenqualitÃ¤t und zum Bestand der Mindest-FruchtfolgeflÃ¤chen im Rahmen des Gestaltungsplans und der dabei vorzunehmenden UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung zu berÃ¼cksichtigen sein. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Wie in E. 4.1 a.E. dargelegt, geht das ARE in der Vollzugshilfe 2006 davon aus, dass durch einen Golfplatz "erheblich beanspruchte bzw. gestÃ¶rte oder neu geschaffene FlÃ¤chen" als FruchtfolgeflÃ¤chen nicht endgÃ¼ltig verloren gehen, sondern als RekultivierungsflÃ¤chen zu behandeln sind. Als solche gelten FlÃ¤chen, die aufgrund neuester Kenntnisse fachgerecht rekultiviert worden sind. Sofern sie den massgebenden QualitÃ¤tskriterien genÃ¼gen, dÃ¼rfen sie in der Regel frÃ¼hestens nach vier Jahren wieder den FFF zugerechnet werden. Diese Sicht des Bundesamts bestÃ¤tigt die Auffassung der Baurekurskommis­sion II, dass die Realisierung der Golfanlage die FruchtfolgeflÃ¤chen nicht endgÃ¼ltig zerstÃ¶rt.</p> <p class="Urteilstext">Die von Art. 4.2 revBZO verlangte Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit darf entgegen der Meinung der BeschwerdefÃ¼hrer auch dann nicht als "Mythos" bezeichnet werden, wenn die Rekultivierung mit technischen Schwierigkeiten verbunden und kostspielig ist. Massgebend ist heute allein, dass die Rekultivierung in Anbetracht einer geringen Anzahl von Bauten und Anlagen sowie â gemÃ¤ss Stellungnahme der Koordinationsstelle fÃ¼r Umweltschutz der Baudirektion vom 13. November 2001 zur Voruntersuchung der UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung â relativ geringer Erdbewegungen von max. 60'000 m<sup><span>3</span></sup> nicht ausgeschlossen ist. Mit welchem finanziellen Aufwand die gesetzlichen Anforderungen erfÃ¼llt werden, ist allein Sache der Bauherrschaft.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Nach der rechtskrÃ¤ftigen Teilgenehmigung der Umzonung durch den Regierungsrat ist die Erholungszone um 4,5 ha auf knapp 56 ha geschrumpft. Das Verwaltungsgericht ist im RÃ¼ckweisungsentscheid stillschweigend davon ausgegangen, dass die nur partielle Genehmigung der Erholungszone nicht zur Aufhebung der angefochtenen GemeindeversammlungsbeschlÃ¼sse fÃ¼hre. Dementsprechend hat die Baurekurskommission II die verkleinerte Erholungszone materiell beurteilt.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>ZunÃ¤chst ist den BeschwerdefÃ¼hrern eine widersprÃ¼chliche Argumentation entgegenzuhalten, wenn sie zugleich die Golfanlage als Ganzes und die â ihnen entgegenkommende â Verkleinerung bekÃ¤mpfen. Im Verfahren betreffend die Zonenplanrevision gilt es allein die raumplanungsrechtlichen Aspekte zu wÃ¼rdigen; ob die Redimensionierung der Anlage die AusÃ¼bung des Golfsports beeintrÃ¤chtige, ist hingegen unerheblich. Dass die Realisierung der Anlage an der Verminderung des Areals um weniger als 10% scheitern kÃ¶nnte, lÃ¤sst sich offensichtlich nicht sagen. Der Wegfall der Parzellen Kat.Nrn. 439, 440 und 441 aus der Erholungszone ist zwar fÃ¼r die vom BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 2 vorgesehene FortfÃ¼hrung der landwirtschaftlichen Nutzung wie auch fÃ¼r den dieses Areal umschliessenden Golfplatz nicht ideal und kann tatsÃ¤chlich zu Konflikten fÃ¼hren. Mit der Vorinstanz kann jedoch gesagt werden, dass diese Insel nicht zu einer rechtsverletzenden Gebietsabgrenzung fÃ¼hrt. Die Ã¼ber einen Flurweg erschlossene Landwirtschaftszone lÃ¤sst sich weiterhin sinnvoll bewirtschaften; umgekehrt wird die AusÃ¼bung des Golfsports bei gebÃ¼hrender nachbarlicher RÃ¼cksichtnahme kaum beeintrÃ¤chtigt. MÃ¶glichen Nutzungskonflikten zwischen diesen beiden Nutzungen ist im Gestaltungsplan vorzubeugen. Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrer erscheint die Regelungsdichte im vorliegenden Nutzungsplanungsverfahren als ausreichend.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>FÃ¼r den Fall, dass sich die Umzonung als rechtsbestÃ¤ndig erweisen sollte, sieht Ziff. 4.6 revBZO die Ausarbeitung eines privaten Gestaltungsplans vor, fÃ¼r dessen Festsetzung laut Ziff. 4.7 revBZO die GemeinderÃ¤te der beiden Standortgemeinden zustÃ¤ndig sind.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Die Baurekurskommission II hÃ¤lt es aufgrund der MÃ¶glichkeit, dass die mit dem Ge­staltungsplan eingerÃ¤umten BaumÃ¶glichkeiten Ã¼ber die Regelbauvorschriften hinausgehen, fÃ¼r wahrscheinlich, dass fÃ¼r die Festsetzung nicht die GemeinderÃ¤te, sondern die Gemeindeversammlungen zustÃ¤ndig sind. FÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrer stellt die ZustÃ¤ndigkeitsregelung von Ziff. 4.7 revBZO gar einen schweren Mangel dar, der zur Nichtigkeit der Bestimmung fÃ¼hre. DemgegenÃ¼ber erblicken die Beschwerdegegnerinnen darin eine zulÃ¤ssige Kompetenzdelegation von der Legislative an die Exekutive.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>Laut § 86 PBG bedÃ¼rfen private GestaltungsplÃ¤ne der Zustimmung des fÃ¼r den Erlass der Bau- und Zonenordnung zustÃ¤ndigen Organs. Ãberschreiten sie den fÃ¼r ArealÃ¼berbauungen im betreffenden Gebiet geltenden Rahmen nicht, genÃ¼gt die Zustimmung des Gemeinderats. Wie die BeschwerdefÃ¼hrer selbst einrÃ¤umen, fehlt ihnen die nach § 338a <br/> Abs. 1 PBG erforderliche Legitimation zur Anfechtung von Ziff. 4.7 revBZO als reiner ZustÃ¤ndigkeitsnorm. Es mag zwar zutreffen, dass sich die Gegner des Golfplatzes grÃ¶ssere Chancen ausrechnen, das Projekt im Rahmen von zwei Gemeindeversammlungen bekÃ¤mpfen zu kÃ¶nnen, als den Entscheid darÃ¼ber den GemeinderÃ¤ten Ã¼berlassen zu mÃ¼ssen. Massgebend ist jedoch, dass der Gestaltungsplan so oder anders mit den gesetzlichen Rechtsmitteln angefochten werden kann und Ã¼berdies der Genehmigung des Regierungsrats bzw. der Baudirektion unterliegt.</p> <p class="Urteilstext">Im Licht der von Lehre und Rechtsprechung entwickelten Kriterien zur Nichtigkeit von Verwaltungsakten (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 956) liegt mit Bezug auf die beanstandete Vorschrift von Ziff. 4.7 revBZO offensichtlich kein qualifizierter (ZustÃ¤ndigkeits-)Mangel vor. Da noch kein Gestaltungsplan ausgearbeitet ist, lassen sich derzeit auch keine Aussagen darÃ¼ber machen, ob er von den Gemeindeversammlungen von Bonstetten und Wettswil a.A. oder von den GemeinderÃ¤ten festzusetzen ist. Die Ordnung von § 86 PBG ist auf GestaltungsplÃ¤ne innerhalb der Bauzonen zugeschnitten. Weil die Bau- und Zonenordnungen Bonstetten vom 10. Mai 1995 bzw. Wettswil a.A. vom 19. Juni 1995 keine detaillierten Bauvorschriften fÃ¼r die Erholungszone enthalten und die fÃ¼r den Golfplatz erforderlichen Bauten, Anlagen und TerrainverÃ¤nderungen mÃ¶glicherweise ungewÃ¶hnliche Dimensionen aufweisen, besteht die MÃ¶glichkeit, dass der Rahmen der kommunalen Nutzungsplanungen gesprengt wird, weshalb die Zustimmung der Gemeindeversammlungen erforderlich ist. Ob diese ihre Kompetenz mit Ziff. 4.7 revBZO an die GemeinderÃ¤te delegieren dÃ¼rfen, erscheint nach den von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung fÃ¼r eine Gesetzesdelegation entwickelten Kriterien (BGE 118 Ia 305 E. 2b S. 310 f.; HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 407) tatsÃ¤chlich als zweifelhaft. Hinzu kommt, dass das Bundesgericht die Planungspflicht fÃ¼r grÃ¶ssere Vorhaben ausserhalb der Bauzonen namentlich auch mit dem Fehlen demokratischer Mitwirkung bei blossen (Ausnahme-)Bewilligungsverfahren begrÃ¼ndet (Marti, <br/> S. 362).</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die von den BeschwerdefÃ¼hrern gegen einzelne Zonenvorschriften erhobenen RÃ¼gen fÃ¼hren nicht zum Erfolg: Die Anfechtenden legen insbesondere nicht dar, welche Gesetzesbestimmungen die "wenig konkret umschrieben(en)" Zonenvorschriften verletzten. Schliesslich steht ihnen die MÃ¶glichkeit offen, gegen den spÃ¤teren Gestaltungsplan zu opponieren.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Aufgrund dieser ErwÃ¤gungen ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die BeschwerdefÃ¼hrer solidarisch kostenpflichtig (§ 70 VRG in Verbindung mit §§ 13 Abs. 2 und 14 VRG) und haben sie den Beschwerdegegnerinnen eine ParteientschÃ¤digung zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet<span> die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 7'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 7'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrern je zu einem Sechstel auferlegt, unter solidarischer Haftung aller fÃ¼r den Gesamtbetrag.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrer werden verpflichtet, den Gemeinden Bonstetten und Wettswil a.A. eine ParteientschÃ¤digung von je Fr. 200.- (pro Gemeinde; insgesamt Fr. 2'400.-, inkl. MWSt) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft des Entscheids.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>