<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00382</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106236&amp;W10_KEY=4467148&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00382</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.08.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Eingriff in den Ermessensspielraum der Gemeinde durch positive Anordnung der Baurekurskommission.<br/>Legitimation der Gemeinde (E. 1). Kognition des VGr (E. 2). Einordnung in die Kernzone (E. 3). Voraussetzungen eines Anbaus (E. 4).<br/>Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANBAU">ANBAU</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLEGUNG">AUSLEGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINORDNUNG">EINORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTALTUNG">GESTALTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 5 BZO KÃ¼snacht</span><br/><span class="ungerade">Art. 14 BZO KÃ¼snacht</span><br/><span class="gerade">§ 338a Abs. II PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2001 Nr. 52</span><br/><span class="gerade">RB 2001 Nr. 10</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Mit Beschluss vom 21. MÃ¤rz 2000 erteilte die Baukommission T der Firma E AG die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Neubau von zwei Mehrfami­lienhÃ¤usern, einer Unter­niveaugarage und sieben oberirdischen AutoabstellplÃ¤tzen unter Ab­bruch der GebÃ¤ude Vers.-Nr. 01 und 02 auf den GrundstÃ¼cken Kat.-Nrn. 03 und 04 am V-weg bzw. an der <br/> W-strasse in T.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Eingabe vom 26. April 2000 erhoben B und C dagegen Rekurs an die Baurekurskommission II mit dem Hauptantrag, die Baubewilligung sei aufzuheben, respektive das Projekt sei zur Neubearbeitung zurÃ¼ckzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. Im Weitern verlangten sie, dass das âHaus V-wegâ in Richtung See zu verkÃ¼rzen, der Trakt des âHauses V-wegâ Richtung See auf einen eingeschossigen Anbau zu reduzieren sei, sowie dass alle MÃ¶glichkeiten, die BesucherparkplÃ¤tze so zu verteilen, dass am V-weg keine ParkplÃ¤tze verloren gehen wÃ¼rden, zu prÃ¼fen seien und dass ein Verkehrskonzept betreffend der Ausfahrt in die X-strasse als Voraussetzung zur Erteilung der Baubewilligung zu erstellen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission II hiess den Rekurs am 26. September 2000 teilweise gut und ergÃ¤nzte den Beschluss der Baukommission T vom 21. MÃ¤rz 2000 wie folgt:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>âDer sÃ¼dwestliche, 6 m vorstehende und 10 m breite mit einem Flachdach Ã¼berdeckte Teil des âHauses V-wegâ ist derart zu Ã¼berarbeiten, dass ein kubisch vereinfachter und optisch stÃ¤rker geschlossener BaukÃ¶rper entsteht, welcher mit einem Satteldach Ã¼berdeckt ist.<br/> Der kommunalen BaubehÃ¶rde sind diesbezÃ¼glich vor Baubeginn abgeÃ¤nderte PlÃ¤ne einzureichen und bewilligen zu lassen.â</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Wesentlichen begrÃ¼ndete die Baurekurskommission II ihren Entscheid damit, dass die Gestaltung des strittigen Flachdachkubus stÃ¶rend wirke. Die vorgesehene Staffelung und die Verglasung der Fassade der westlichen GebÃ¤udeecke lasse die fÃ¼r Kernzonen typischen, klaren GebÃ¤udestrukturen vermissen. Der BaukÃ¶rper werde nicht als Anbaute wahrgenommen, sondern als Fortsetzung des HauptgebÃ¤udes und solche seien grundsÃ¤tzlich zur Erzielung einer guten Einpassung in die Kernzone mit SchrÃ¤gdÃ¤chern zu Ã¼ber­decken. Insgesamt sei somit dem strittigen zweigeschossigen, mit einem Flachdach Ã¼berdeckten BaukÃ¶rper die erforderliche gute Gestaltung abzusprechen. Der fragliche Einordnungsmangel lasse sich gemÃ¤ss § 321 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) jedoch auflageweise beheben. Die weiteren EinwÃ¤nde wies die Baurekurs­kommission als unbegrÃ¼ndet ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Eingabe vom 3. November 2000 erhob die Gemeinde T Beschwerde gegen den Entscheid der Baurekurskommission II und beantragte, dass der Entscheid der Baurekurskommission insoweit aufzuheben sei, als der Rekurs teilweise gutgeheissen worden sei; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz beantragte am 14. November 2000 die Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die mitbeteiligte Firma E AG am 20. November und die Gemeinde T am 21. November 2000 beantragten Sistierung des Verfahrens. B und C hatten dagegen nichts einzuwenden, worauf das Verwaltungsgericht mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 21. Dezember 2000 das Verfahren einstweilen bis Ende Juni 2001 sistierte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 12. Dezember 2000 erteilte die Baukommission der Gemeinde T die Bewilligung fÃ¼r die ProjektÃ¤nderung, welche in Nachachtung der Auflage der Bau­rekurskommission II vorgenommen wurde. Diese Bewilligung wurde erneut von B und C sowie von der ZÃ¼rcherischen Vereinigung fÃ¼r Heimatschutz angefochten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Daraufhin beantragte die mitbeteiligte Firma E AG mit Eingabe vom 5. MÃ¤rz 2001 die Aufhebung der Sistierung. Die Gemeinde T schloss sich mit Eingabe vom 8. MÃ¤rz 2001 diesem Gesuch an. Nachdem B und C hiergegen nichts einzuwenden hatten, hob das Verwaltungsgericht die Sistierung mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 10. April 2001 auf.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die mitbeteiligte Firma E AG beantragten am 5. MÃ¤rz sowie am 12. April 2001 die Gutheissung, B und C am 3./4. April 2001 die Abweisung der Beschwerde; beide unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 2. Mai 2001 sistierte die Baurekurskommission II das Rekursverfahren gegen den Beschluss der Baukommission der Gemeinde T vom 12. Dezember 2000 Ã¼ber das gemÃ¤ss Entscheid der Baurekurskommission abgeÃ¤nderte Projekt bis zum Entscheid der urteilenden Instanz. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Parteivorbringen im Einzelnen werden â soweit erforderlich â im Rahmen der nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. GemÃ¤ss § 338a Abs. 1 PBG ist zu Rekurs und Beschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ãnderung hat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts fehlt es Gemeinden grund­sÃ¤tzlich am aktuellen Rechtsschutzinteresse zur Anfechtung eines Rekursentscheids, wenn der Bauherr den Entscheid der Vorinstanz akzeptiert (RB 1981 Nr. 9), wie das hier zutrifft. Gleichwohl ist hier die Legitimation der Gemeinde zu Recht unbestritten geblieben. Hier hat nÃ¤mlich die Baurekurskommission die Baubewilligung nicht bloss ganz oder teilweise aufgehoben, sondern positive Anordnungen getroffen, wie ein bewilligungsfÃ¤higes Bauvorhaben zu gestalten ist. Zur Anfechtung einer solchen positiven Anordnung muss die Gemeinde befugt sein, soweit sie geltend macht, die Anordnung der RekursbehÃ¶rde <br/> be­rÃ¼hre sie in der Auslegung des eigenen Rechts oder in ihrer durch kantonales Recht begrÃ¼n­deten qualifizierten Entscheidungs- und Ermessensfreiheit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die Baurekurskommission II hat die von Lehre und Rechtsprechung ent­wickel­ten GrundsÃ¤tze zur Tragweite der Gestaltungsvorschrift von § 238 Abs. 1 PBG zu­treffend dar­gelegt; auf diese ErwÃ¤gungen kann verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 des Ver­waltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 [VRG]). Zu prÃ¼fen ist vorliegend, ob sich die streitige Gestaltung des Anbaus am geplanten GebÃ¤ude im Rah­men des gemÃ¤ss Art. 5 und Art. 14 Bau- und Zonenordnung der Gemeinde T vom 5. Dezem­ber 1994 (BZO) ZulÃ¤ssigen bewegt, und darÃ¼ber hinaus, ob es die besonderen Gestaltungsan­for­derungen von § 238 Abs. 2 PBG erfÃ¼llt. Dabei ist einerseits zu berÃ¼ck­sich­tigen, dass den Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rden in Einordnungsfragen eine von den Rechtsmit­tel­instanzen zu be­achtende besondere Entscheidungs‑ und Ermessensfreiheit zusteht. An­der­seits liegt be­zÃ¼g­lich der Kernzonenvorschriften kompetenzgemÃ¤ss erlassenes kom­mu­na­les Recht im Streit. Stellen sich dabei Auslegungsfragen, so ist deren Beantwor­tung durch die kommu­na­le BehÃ¶rde nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung nur mit ZurÃ¼ckhaltung zu Ã¼berprÃ¼fen <br/> (RB 1981 Nr. 20, 1984 Nr. 196; VGr, 2. MÃ¤rz 1988, BEZ 1988 Nr. 6; VGr, 19. Mai 1988, BEZ 1988 Nr. 14). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Hinsichtlich der Ã¶rtlichen und baulichen VerhÃ¤ltnisse kann vorab auf die Schil­derung im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Strittig ist im vorliegenden Verfahren die Einordnung und die Gestaltung des vorgelagerten sÃ¼dwestlichen GebÃ¤udeteils, welcher ca. 6 m vorsteht und 10 m breit ist. Wie die Vorinstanz zutreffend anmerkte, sind auf das in der Kernzone 2 gelegene Bauvorhaben die erhÃ¶hten Anforderungen gemÃ¤ss § 238 Abs. 2 PBG anzuwenden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Baurekurskommission II war der Ansicht, dass die Gestaltung des Flachdachkubus stÃ¶rend sei, da die vollstÃ¤ndige Verglasung der Fassade der sÃ¼dwestlichen GebÃ¤udeecke die fÃ¼r Kernzonenbauten typischen klaren GebÃ¤udekonturen vermissen lasse. Sodann werde der strittige Kubus nicht als Anbaute, sondern als Fortsetzung des HauptgebÃ¤udes wahrgenommen und mÃ¼sse deshalb zur Erzielung einer guten Einpassung in der Kernzone gemÃ¤ss Art. 14 Abs. 1 BZO mit einem SchrÃ¤gdach Ã¼berdeckt werden. Insgesamt sei dem strittigen zweigeschossigen, mit einem Flachdach Ã¼berdeckten BaukÃ¶rper in der vor­gesehenen Form die erforderliche gute Gestaltung abzusprechen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht hiergegen geltend, dass die Vorinstanz mit der teilweisen Gutheissung der Beschwerde und der positiven Anordnung betreffend der Gestaltung in ihren qualifizierten Ermessensspielraum eingegriffen habe. Die BeschwerdefÃ¼hrerin sei sehr auf eine gute Einordnung der Ãberbauung bedacht und Ã¼berzeugt, dass sich das bewilligte GebÃ¤udeteil ausgezeichnet einordne und zwar, sowohl in die Ausgestaltung der gesamten Baute als auch in die bauliche und landschaftliche Umgebung. Die Einwendungen der Vorinstanz seien ohne jeden Bezug zum Gesamtbauvorhaben, denn diese beachte nur die Befensterung der Anbaute und vernachlÃ¤ssige dabei wesentliche Gestaltungselemente der Gesamtbaute. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht im Weiteren geltend, dass der <br/> Kubus klar als Anbaute im Sinne von Art. 14 Abs. 1 BZO zu wÃ¼rdigen sei und dass in keiner Weise substanziiert sei, weshalb die Baute nicht als Anbaute wahrgenommen wÃ¼rde. Es sei nicht einsehbar, weshalb die GebÃ¤udehÃ¶he, welche in etwa der HÃ¶he des Ã¼brigen BaukÃ¶rpers entspreche, dazu fÃ¼hren solle, dass der strittige Kubus als Fortsetzung des HauptgebÃ¤udes wahrgenommen wÃ¼rde. Das Satteldach Ã¼ber dem GebÃ¤udeteil, welcher dem strittigen Flachdachanbau vorgelagert sei, sei unstrittig als Kehrfirst qualifiziert worden. Der nicht Ã¼berdachte Anbau hebe sich deutlich von diesem ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Da die Vorinstanz das Gesamtbauvorhaben als mit den Vorschriften fÃ¼r die Kernzone vereinbar beurteilt hat, ist die Einordnung des sÃ¼dwestlichen GebÃ¤udeteils in erster Linie am Gesamtprojekt zu messen. In dieser Hinsicht erscheint der strittige GebÃ¤udeteil als gut gestaltet und lÃ¤sst sich mÃ¼helos einordnen. Auch ist nicht ersichtlich, weshalb die Vorinstanz zum Schluss gekommen ist, die Staffelung und Verglasung der Fassaden bewirke beim streitigen Objekt fehlende klare GebÃ¤udekonturen, wie sie fÃ¼r Kernzonenbauten typisch seien. Die Einordnung der Verglasung am streitigen GebÃ¤udeteil in das Gesamtbauvorhaben lÃ¤sst sich aufgrund der auch bei der Hauptbaute vorgesehenen grossflÃ¤chigen Fenster und der Verglasung des Giebelbereichs nicht beanstanden; vielmehr entsprechen die vorgesehenen FensterflÃ¤chen dem Erscheinungsbild des Gesamtbauvorhabens, welches zwar einen eigenstÃ¤ndigen Charakter aufweist, sich aber mit den Kernzonenvorschriften vertrÃ¤gt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Trotz guter Gestaltung des sÃ¼dwestlichen GebÃ¤udeteils lÃ¤sst sich jedoch die Frage aufwerfen, ob dieses die Anforderungen an eine Anbaute erfÃ¼llt oder ob von einer Fortsetzung des HauptgebÃ¤udes auszugehen ist. Die bestimmenden Merkmale der Anbaute liegen in der Ã¤usseren Erscheinung und im rÃ¤umlichen VerhÃ¤ltnis zum HauptgebÃ¤ude; ein funktioneller Zusammenhang ist nicht notwendig. Von einer Anbaute kann jedoch dann nicht gesprochen werden, wenn sich ein BaukÃ¶rper nach GrundflÃ¤che und HÃ¶he von den Ã¼brigen GebÃ¤udeteilen nicht unterscheidet (RB 1968 Nr. 47; RB 1984 Nr. 111). Da es begriffs­immanent ist, dass die An- oder Nebenbaute irgendwie auf eine Hauptbaute bezogen ist, kÃ¶nnen an die SelbstÃ¤ndigkeit keine Ã¼berspitzten Anforderungen gestellt werden. Zum Begriff gehÃ¶rt mithin ein funktioneller Zusammenhang mit dem HauptgebÃ¤ude, doch dÃ¼rfen nicht Teile des HauptgebÃ¤udes willkÃ¼rlich als An- oder Nebenbaute erklÃ¤rt werden (so </span></p> <p class="Einzug1"><span>bereits ein Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 4. April 1962 [VB 38/1961], RB 1984 Nr. 111). Das Planungs- und Baugesetz definiert den Begriff der Anbaute nicht, weshalb die Auslegung des entsprechenden kommunalen Rechtsbegriffs durch die GemeindebehÃ¶rde zu erfolgen hat, der dabei ein Auslegungsermessen zukommt, das wie erwÃ¤hnt von den kantonalen Rechtsmittelinstanzen nur mit ZurÃ¼ckhaltung Ã¼berprÃ¼ft wird (RB 1981 Nr. 20; RB 1984 Nr. 111).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Baukommission der Gemeinde T ging bei der Bewilligung des Projekts davon aus, dass es sich beim sÃ¼dwestlichen GebÃ¤udeteil um einen Anbau handelt. Sie macht geltend, dass aufgrund der Gestaltung als Flachdachkubus, welcher einem GebÃ¤ude­teil mit Satteldach vorgelagert sei, die Anforderungen an eine Anbaute klar erfÃ¼llt seien. Da­ran Ã¤ndere auch die HÃ¶he nichts, welche in etwa derjenigen des Ã¼brigen BaukÃ¶rpers entspreche. DemgegenÃ¼ber lÃ¤sst sich dem Entscheid der Vorinstanz nicht klar entnehmen, wes­halb es sich beim strittigen GebÃ¤udeteil nicht um einen Anbau handeln soll. Mit ihrer Qualifikation des umstrittenen GebÃ¤udeteils als Fortsetzung der Hauptbaute, was gemÃ¤ss Art. 14 Abs. BZO zwingend die Ãberdachung mit einem Satteldach erfordert, bewirkt die Vorinstanz, dass die kubische Erscheinung des BaukÃ¶rpers vergrÃ¶ssert wird. Mit der erlassenen Auflage erreicht sie nicht, dass der GebÃ¤udeteil besser als Anbaute in Erscheinung tritt, sondern die volumenmÃ¤ssige VergrÃ¶sserung des Gesamtprojekts. Damit erreicht sie, was die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde verhindern will, dass der kÃ¼nftige BaukÃ¶rper in seiner Ausdehnung optisch noch nÃ¤her an das im Ã¼berkommunalen Inventar verzeichnete Schutzobjekt â das P-haus â heranrÃ¼ckt. Das von der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde in ausfÃ¼hrlicher PrÃ¼fung gefundene VerhÃ¤ltnis zwischen Neubau und inventarisiertem Schutzobjekt wÃ¼rde empfindlich gestÃ¶rt werden; zudem kÃ¤me es zu einer zusÃ¤tzlichen (optischen) Verengung des V-wegs, was soweit ersichtlich von keiner der am Verfahren beteiligten Parteien oder Nachbarn gewÃ¼nscht wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die von der Baurekurskommission II bevorzugte LÃ¶sung erweist sich damit als bestenfalls gleichermassen vertretbar wie diejenige der in erster Linie zustÃ¤ndigen kommu­nalen BehÃ¶rde. Somit hat die Baurekurskommission II grundlos in das Ermessen der GemeindebehÃ¶rde eingegriffen. Damit erweist sich ihr Entscheid als rechtsverletzend und die Beschwerde ist somit gutzuheissen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Der Entscheid Baurekurskommission II ist in Bezug auf die Kostenverlegung mangels eigener Beschwerde der mitbeteiligten Firma E AG in Rechtskraft erwachsen, weshalb sich daran trotz Gutheissung der Beschwerde nichts Ã¤ndert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird gutgeheissen. Ziffer 1 des Entscheides der Baurekurskommission II vom 26. September 2000 wird in Bezug auf die ErgÃ¤nzung der Baubewilligung aufgehoben und der Beschluss der Baukommission T vom 21. MÃ¤rz 2000 vollumfÃ¤nglich wiederhergestellt.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>