<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die psychischen Auswirkungen der Einführung biometrischer Ausweise, insbesondere auf die kindliche Psyche, zu evaluieren, wird doch mit dieser Einführung das bisher geltende Sicherheitsparadigma umgekehrt - alle gelten von vornherein als verdächtig.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Schweizervolk hat dem Bundesbeschluss zur Übernahme der EG-Ausweisverordnung am 17. Mai 2009 zugestimmt. Unter Vorbehalt der Erwahrung und Veröffentlichung des Abstimmungsergebnisses nach Artikel 15 des Bundesgesetzes über die politischen Rechte (SR 161.1) werden ab dem 1. März 2010 somit auch in der Schweiz nur noch E-Pässe (auch biometrische Pässe genannt) ausgestellt werden.</p><p>Die antragstellenden Personen müssen in Zukunft bei einem regionalen Erfassungszentrum vorsprechen. Dort wird ein Gesichtsbild erstellt, sofern keines mitgebracht wird (die Kantone entscheiden, ob dies zulässig ist). Zusätzlich werden die flachen Abdrücke der Zeigefinger erfasst (im Gegensatz zur Strafverfolgung, wo gerollte Fingerabdrücke aller Finger verwendet werden, welche deutlich mehr Merkmale aufweisen). Kinder unter 12 Jahren sind von der Erfassung von Fingerabdrücken ausgenommen.</p><p>Da bereits bis anhin alle Personen (ab Geburt) für einen Pass oder eine Identitätskarte ein Gesichtsbild beibringen mussten, die Fingerabdrücke aber nur für Personen ab 12 Jahren erfasst werden, ist der Bundesrat überzeugt, dass psychische Folgen für die antragstellenden Personen insbesondere auch für Kinder ausgeschlossen werden können und somit die vom Postulat geforderte Evaluation der Auswirkungen nicht erforderlich ist.</p><p>Die zukünftige Speicherung von zwei Fingerabdrücken führt nicht zur Umkehr des bestehenden Sicherheitsparadigmas, sondern zur Anpassung des Schweizer Passes an die internationalen Sicherheitsstandards und sichert somit die Reisefreiheit von Schweizerinnen und Schweizern. Niemand gilt als verdächtig, wenn er sich einen neuen Pass ausstellen lässt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.