Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 11. Dezember 2019 (810 18 267) ____________________________________________________________________ Personalrecht Überprüfung Lohneinreihung Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Nikla us Ruckstuhl, Markus Clausen, Hans Furer, Stefan Schulthess , Gerichtsschreiberin Stephanie Schlecht Beteiligte A.____ , Beschwerdeführerin gegen Regierungsrat des Kantons Basel -Landschaft , Beschwerdegegner Betreff Überprüfung Lohneinreihung (RRB Nr. 1467 vom 25. September 2018) A. A.____ ist ausgebildete Primarlehrperson. Am 2. Mai 2011 wurde ihr die Unterrichtsbe- fähigung für das Niveau A der Sekundarschulen des Kan tons Basel-Landschaft erteilt. Sie er- hielt einen unbefristeten Arbeitsvertrag und wurde in die Lohnklasse 12 eingereiht. B. Am 13. Juni 2016 stellte A.____ bei der Finanz- und Kirchendirektion des Kantons Basel-Landschaft (FKD) einen Antrag auf Überprüfung ihrer Lohneinreihung, welcher zuständig- keitshalber der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion d es Kantons Basel-Landschaft (BKSD) weitergeleitet wurde. Zur Begründung machte sie unter Verweis auf die Richtlinie des Personal-Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht amtes betreffend Überführungs- und Ausführungsbestimmu ngen zu den neuen Modellum- schreibungen Unterrichtsfunktionen (Richtlinie des Person alamtes), gültig ab 1. August 2016, geltend, dass Lehrpersonen, welche eine von der BKSD e rteilte Lehrberechtigung für ein Fach auf einer bestimmten Stufe erhalten hätten, in die gleiche Lohnklasse einzustufen seien wie Lehrpersonen, die über ein entsprechendes Lehrdiplom verfügen würden. Da sie im Mai 2011 die Lehrberechtigung für die Sekundarschule Niveau A erhalten habe, sei sie in die nächsthöhe- re Lohnklasse einzureihen. C. Mit Verfügung vom 7. Februar 2017 verneinte die B KSD einen Anspruch auf Einrei- hung in die höhere Lohnklasse 11 und führte im Wesent lichen aus, dass die Richtlinie des Per- sonalamtes, gültig ab 1. August 2016, nicht wie geplan t in Kraft getreten, sondern sistiert wor- den sei. Lehrpersonen der Sekundarstufe I mit Primarle hrdiplom würden aufgrund der zusätz- lich absolvierten Certificates of Advanced Studies (CAS) eingereiht, wobei maximal zwei CAS angerechnet würden. Bei einem Primarlehrdiplom und einem CAS – wie dies bei A.____ der Fall sei – erfolge die Einstufung in die Lohnklasse 12. Eine Einreihung in die Lohnklasse 11 erfordere zwei CAS. D. Am 19. Februar 2017 erhob A.____ gegen die Verfü gung der BKSD vom 7. Februar 2017 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat). E. Mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 1467 vom 25. S eptember 2018 wies der Re- gierungsrat die Beschwerde von A.____ ab. F. Gegen den RRB Nr. 1467 vom 25. September 2018 erh ob A.____ mit Eingabe vom 2. Oktober 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilu ng Verfassungs- und Verwaltungs- recht (Kantonsgericht). Sie beantragt, es sei der Regier ungsrat anzuweisen, die in der Be- schwerde vom 19. Februar 2017 formulierten Rechtsbegehr en vollumfänglich gutzuheissen, es sei also insbesondere dem Antrag vom Juni 2016 auf Einr eihung in die Lohnklasse 11 zu ent- sprechen; unter o/e-Kostenfolge. Mit Beschwerdebegründung vom 30. November 2018 stellt sie zudem das Begehren auf die Durchführung einer Parteiverhandlung. G. Am 1. Februar 2019 lässt sich der Regierungsrat verne hmen und schliesst auf kosten- fällige Abweisung der Beschwerde. H. Mit Verfügung vom 17. April 2019 wurde das Verfah ren zwecks Ermöglichung von Ver- gleichsverhandlungen sistiert. Am 18. Juli 2019 informi erte der Beschwerdegegner das Kan- tonsgericht dahingehend, dass die Lohneinstufung der Beschwerdeführerin per 1. August 2019 von der Lohnklasse 12 in die Lohnklasse 11 mit gleichbleibe nder Erfahrungsstufe anpasst wer- de, weil die Beschwerdeführerin gemäss Ausbildungsverei nbarung vom 28. März 2019 das CAS Förderdiagnostik und Lernbegleitung absolvieren un d nach erfolgreicher Beendigung die Voraussetzung von zwei CAS erfüllen werde. Entgegenkommen derweise sei die Einreihung in die Lohnklasse 11 nicht erst auf den Zeitpunkt des Abschlusse s der Weiterbildung, sondern bereits auf den Zeitpunkt des Beginns der Ausbildung vorgenommen worden. Hinsichtlich allfäl- liger rückwirkender Ansprüche habe keine Einigung erzielt werden können. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht I. Mit Verfügung vom 7. August 2019 wurde der Fall de r Kammer zur Beurteilung im Rah- men einer Urteilsberatung überwiesen. J. Am 18. November 2019 reichte die Beschwerdeführerin eine Replik ein und macht ins- besondere geltend, dass andere Lehrpersonen gestützt auf Punkt 4 der Richtlinie des Personal- amtes, gültig ab 1. August 2016, neu eingereiht worde n seien mit der Begründung, dass alle Lehrdiplome, welche auf den entsprechenden Schulstufen des Kantons Basel-Landschaft zum Unterricht befähigen würden, als gleichwertig anerkannt würden. Darüber hinaus seien im Früh- ling 2019 zwei Dokumente des Amtes für Volksschulen (AVS) betreffend gleichwertige CAS und anerkannte Fächer im Lehrerzimmer aufgelegt worden, welche sich beide auf die Richtlinie des Personalamtes, gültig ab 1. August 2016, bezogen hätten. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- u nd Verwaltungsprozessord- nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist die verwaltungsgeri chtliche Beschwerde beim Kan- tonsgericht zulässig gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungsrates. Der angefochte- ne Entscheid des Regierungsrates vom 26. Juni 2018 stel lt somit ein taugliches Anfechtungs- objekt dar. Nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO ist zur Beschwe rde befugt, wer durch die angefochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt is t und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Da die Beschwerdef ührerin Adressatin des angefochte- nen Entscheids ist, ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung hat und die übrigen for- mellen Voraussetzungen gemäss den §§ 43 ff. VPO erfül lt sind, ist auf die vorliegende Be- schwerde einzutreten. 2. Gemäss § 45 Abs. 1 VPO können mit der verwaltungsge richtlichen Beschwerde Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Untersch reitung oder Missbrauch des Er- messens (lit. a) und die unrichtige oder unvollständige F eststellung des Sachverhalts (lit. b) gerügt werden. Demgegenüber ist die Angemessenheitsüb erprüfung gemäss § 45 Abs. 1 lit. c VPO – von hier nicht weiter interessierenden Ausnahme n abgesehen – ausgeschlossen. 3. Die Beschwerdeführerin wurde per 1. August 2019 in die Lohnklasse 11 eingereiht, d.h. der Beschwerdegegner ist ihrem Begehren ab dem v orerwähnten Zeitpunkt vollumfänglich nachgekommen. Demzufolge beschränkt sich der Streitgegen stand im vorliegenden Beschwer- deverfahren darauf, zu prüfen, ob die Beschwerdeführe rin auch rückwirkend ab Juni 2016 bis zum 1. August 2019 in die Lohnklasse 11 hätte eingereiht werden müssen oder gestützt auf die Modellumschreibung 404 A.11 zu Recht in die Lohnklasse 12 eingereiht worden ist. 4.1 Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpun kt, dass die ihr anzurechnende Berufspraxis und die drei absolvierten Module der SEA-Au sbildung 15 ECTS-Punkten und damit dem Aufwand eines CAS-Studiums entsprechen wür den. Zusammen mit dem absolvier- ten Physikdiplom und den ETCS-Punkten der LBV-Ausbildung erreiche sie eine Gesamtzahl Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht von 40 ETCS-Punkten, was mehr als den zwei verlangten CA S (je 15 ETCS-Punkte) entspre- che. Demzufolge habe sie die Voraussetzungen für den Loh nklassenanstieg erfüllt. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, die Richtlinie d es Personalamtes, gültig ab 1. August 2016, halte fest, dass die Erteilung der Lehrberecht igung durch die BKSD für ein Fach und ent- sprechende Schulstufe einer gleichwertigen Einreihung wie bei einem Lehrdiplom entspreche. Diese Richtlinie des Personalamtes sei bei einigen Lehr personen zur Anwendung gelangt, bei anderen mit derselben Funktion und gleichwertiger oder besserer Ausbildung dagegen nicht. Zudem würden E/P-Lehrpersonen in die Lohnklasse 10 ein gereiht, unabhängig davon, ob sie auch auf dem Niveau A ausgebildet seien. Ihre Lohneinr eihung verletze den Grundsatz auf Gleichbehandlung und stelle eine willkürliche Schlechterstellung dar. 4.2 In seiner Vernehmlassung vertritt der Beschwerdegegn er demgegenüber die Auffas- sung, dass die von der Beschwerdeführerin begonnene und nur teilweise absolvierte Ausbil- dung (drei von fünf vereinbarten Modulen) nicht zu ei ner Einreihung in eine höhere Lohnklasse führen könne, sondern lediglich den Erhalt eines unbefristeten Anstellungsvertrags ermöglichen sollte. Dies gehe auch klar aus dem in diesem Zusammenhang ergangenen Schreiben des AVS vom 12. Januar 2007 hervor. Da die SEA-Ausbildung ab 2008 nicht mehr angeboten worden sei, habe sie die beiden fehlenden Module nicht mehr a bsolvieren können, und es sei ihr da- durch verunmöglicht gewesen, die Ausbildung zu einem e rfolgreichen Abschluss zu bringen und das Diplom der Sekundarstufe Niveau A zu erlangen. O bwohl die Beschwerdeführerin die- se Ausbildung nicht vollständig abgeschlossen habe, sei sie zum Ausbildungslehrgang LBV, welcher grundsätzlich ein Lehrdiplom Sekundarschule I vora usgesetzt hätte, zugelassen wor- den. Diesen Lehrgang habe sie im Jahr 2010 mit einem Diplom (CAS BWK) abgeschlossen. Zudem habe sie im Jahr 2011 eine Weiterbildung im Fach Physik besucht. In der Folge sei ihr die Unterrichtsbefähigung für das Niveau A der Sekundarstufe erteilt und sie sei rückwirkend ab 1. November 2010 unbefristet angestellt worden. Betref fend die Möglichkeit auf einer Stufe zu unterrichten, für die kein Diplom vorliege, würden bei den Lehrpersonen besondere Regelungen gelten. Die BKSD könne unter gewissen Voraussetzungen Lehrerinnen und Lehrern, welche die Ausbildungsvoraussetzungen für eine unbefristete Anstellung nicht erfüllen würden, einen unbe- fristeten Anstellungsvertrag anbieten, wobei dieser kein en Einfluss auf die Lohneinreihung habe. Die Unterrichtsberechtigung liege im Ermessen der Anstellungsbehörde. Die Unterrichts- befähigung sei der Beschwerdeführerin erst mit Abschluss des LBV-Lehrgangs erteilt worden. Die Modellumschreibung 404 A.11 setze für eine Höhereinreihung unter anderem ein Diplom für die Sekundarstufe Niveau A voraus, über welches die Besch werdeführerin nicht verfüge. Hin- sichtlich der Gleichwertigkeit stellt sich der Beschwerd egegner auf den Standpunkt, dass die von der Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang anger ufene Richtlinie des Personalam- tes nicht in Kraft getreten, sondern sistiert worden sei. Da für die Funktion Lehrperson Gymna- sium keine Übergangsbestimmung beschlossen worden sei, vermöge sie daraus nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Daran ändere auch der Umstand ni chts, dass sich trotz der Sistierung der Modellumschreibungen, gültig ab 1. August 2016, eine neue Praxis zur Einreihung der Lehrper- sonen auf Sekundarstufe aufgedrängt habe. Für Primarlehrpersonen, welche auf der Sekundar- schule unterrichten würden, habe die Praxisänderung zur F olge gehabt, dass neu zusätzlich zum Primarlehrdiplom zwei CAS verlangt würden und die anrechenbaren CAS vom AVS fest- gelegt worden seien. Die Lohneinreihung der Beschwerd eführerin sei somit gestützt auf die Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht vorhandenen Rechtsgrundlagen und die bisher geltende n Modellumschreibungen vorgenom- men worden. Ferner seien mit der Praxisänderung die Le hrpersonen der Sekundarstufe I mit einem Lehrdiplom für Textiles Werken und Hauswirtschaft der Lohnklasse 11 zugewiesen wor- den. Eine Gleichwertigkeit der Unterrichtsbefähigung mit einem Lehrdiplom gemäss Punkt 4 der vorerwähnten Richtlinie, wie dies die Beschwerdeführerin geltend mache, habe es nie gegeben. 5.1 Der Regierungsrat hat die Modellumschreibungen ge mäss § 10 Abs. 1 des Dekrets zum Personalgesetz (Personaldekret) vom 8. Juni 2000 im An hang I der Verordnung zum Per- sonalgesetz (Personalverordnung) vom 19. Dezember 2000 e rlassen. Das Kantonsgericht geht in seiner Rechtsprechung davon aus, dass die Modellumschreibu ngen, die einen generell-ab- strakten Anforderungskatalog darstellen, Verordnungschar akter haben und folglich einer ge- richtlichen Überprüfung unterliegen (Urteil des Kanton sgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 9. Januar 2019 [810 18 186] E. 3.2; KGE VV vom 21. August 2013 [810 12 330] E. 4.2 mit weiteren Hin weisen). Das Bundesgericht räumt dem kantonalen Gesetz- und Verordnungsgeber in Bezug auf die Organisation und die Besoldung im öffentlichen Dienst jedoch einen besonders grossen Spiel raum ein. Innerhalb der Grenzen des Willkürverbots und des Rechtsgleichheitsgebots sind die B ehörden befugt, aus der Vielzahl denkbarer Anknüpfungspunkte die Tatbestandsmerkmale auszuw ählen, die für die Besoldung von Angestellten im öffentlichen Dienst massgebend sein sollen (BGE 141 II 411 E. 6.1.1; BGE 139 I 161 E. 5.3.1; BGE 125 I 71 E. 2c/aa; BGE 1 24 II 409 E. 9b). Das Bundesgericht übt damit eine gewisse Zurückhaltung und greift von Verfassu ng wegen nur ein, wenn der Kanton Unterscheidungen macht, die sich nicht vernünftig begründen lassen, die unhaltbar und damit in den meisten Fällen auch geradezu willkürlich sind (KGE VV vom 13. August 2003, in: Basel- landschaftliche Verwaltungsgerichtsentscheide [BLVGE] 20 02/2003 S. 71 E. 8b mit weiteren Hinweisen). Willkür in der Rechtsanwendung liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offen- sichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt od er in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft; dass eine andere L ösung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, genügt nicht. Zudem ist erfo rderlich, dass der Entscheid nicht nur in der Begründung, sondern auch im Ergebnis willkürlich ist (Urteil des Bundesgerichts 6B_487/2018 vom 30. Oktober 2018 E. 1.2; BGE 144 IV 136 E. 5.8 mit Hinweisen). 5.2 Die Gestaltung und Handhabung des Lohnsystems im Kant on Basel-Landschaft wird gemäss § 30 des Gesetzes über die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kantons (Personalgesetz) vom 25. September 1997 durch den Landrat per Dekret geregelt. Für die Einreihung der Mitarbeiterinnen und Mitarbe iter stehen nach § 11 Personaldekret 28 Lohnklassen zur Verfügung (Abs. 1). Jede Lohnklasse gli edert sich in drei Anlaufstufen und 27 Erfahrungsstufen (Abs. 2). Die Lehrpersonen des Kant ons Basel-Landschaft werden mittels Einreihung durch die BKSD (§ 12 Abs. 2 Personaldekret ) in die Lohnklassen eingeteilt. Diese Einreihung basiert gemäss § 13 Personaldekret auf dem E inreihungsplan, der Modellumschrei- bung und dem Stelleninhalt (Abs. 1). Die in der Mod ellumschreibung umschriebenen formellen Anforderungen an die Ausbildung geben an, welches Fä higkeits- und Wissensniveau erforder- lich ist (Abs. 2). Die Ausbildungsanforderungen stellen keine formelle Voraussetzung zur Über- nahme der Funktion dar, soweit nicht durch Gesetz, Verord nung oder stellenspezifische Anstel-Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht lungsbedingungen anderes vorgeschrieben ist (Abs. 3). W ird das zur Ausübung der Funktion erforderliche Fähigkeits- und Wissensniveau zum Zeitpunkt des Beginns des Arbeitsverhältnis- ses nicht erreicht, erfolgt eine tieferwertige Lohnkla sseneinreihung als es für die Funktion vor- gesehen ist (Abs. 4). Sobald das erforderliche Fähigkeit s- und Wissensniveau erreicht ist, wird die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter in die für d ie Funktion vorgesehene Lohnklasse eingereiht (Abs. 5). Gemäss § 10 Personaldekret erlässt der Regierun gsrat in einer Verordnung die Modellumschreibungen zu den einzelnen Richtpositionen (A bs. 1). Er passt die Modellum- schreibungen veränderten Verhältnissen an, insbesondere bei der Änderung von Berufsbildern und der Einführung neuer Funktionen (Abs. 2). Der Re gierungsrat legt mittels Arbeitsbewertung die zutreffende Lohnklasse einer Modellumschreibung fest (Abs. 3). Die Einreihung der Stellen erfolgt durch ihre Zuordnung auf die Richtpositionen anhand der Modellumschreibungen (Abs. 4). Die Modellumschreibungen umfassen eine zusammen fassende und abstrahierte Um- schreibung von in Strukturen und Arbeitswert ähnlichen Fu nktionen. Sie beinhalten keine Um- schreibung einer bestimmten, konkreten Tätigkeit, sondern sind bewusst abstrakt formuliert, um eine Vielzahl von in Strukturen und Arbeitswert ähnli chen Funktionen erfassen zu können. Mit der Revision vom 1. August 2016 resp. vom 1. August 2019 soll dieses Prinzip geändert wer- den, indem die Regeln für die Lohnklassenfestlegung be i von den Ausbildungserfordernissen in den Modellumschreibungen abweichenden Lehrpersonenprofi len festgelegt werden sollen, anstatt jede mögliche Ausbildungsvariante der Stellenbesetzung als Funktion zu definieren. Den Modellumschreibungen kommt bei der Anwendung des Lohnsystems, also der Einreihung einer konkreten Funktion in eine Lohnklasse, eine zentrale Bedeu tung zu. Diese erfolgt dadurch, dass der jeweilige Stelleninhalt einer Modellumschreib ung zuzuordnen ist, woraus sich die Lohnklasse ergibt (§ 22 Personalverordnung und § 10 Per sonaldekret; NICOLE SCHULER LEBER , Das Personalrecht des Kantons Basel-Landschaft, in: Biagg ini/Achermann/Mathis/Ott [Hrsg.], Staats- und Verwaltungsrecht des Kantons Basel-Landschaft, 3. Band, 2007, S. 151). 5.3 Mit der Volksabstimmung vom 21. Mai 2006 wurde im K anton Basel-Landschaft das HarmoS-Konkordat und das Konkordat Sonderpädagogik a ngenommen. In der Folge wurden im Kanton die Umsetzung der Bildungsharmonisierung an die Hand genommen und die bisheri- gen Schulstrukturen sowie die Ausbildungsgänge für die L ehrpersonen den neuen Vorgaben angepasst. Mit Beschluss vom 12. Mai 2015 hat der Regier ungsrat neue Modellumschreibun- gen für Lehrpersonen im Regelunterricht auf allen Schu lstufen verabschiedet. Diese überarbei- teten Modellumschreibungen sollten die im Jahr 2002 in Kraft gesetzten Modellumschreibungen per 1. August 2016 ablösen. Ziel dieser Überarbeitun g war unter anderem, die vorgenannten neuen Ausbildungen der Lehrpersonen zu berücksichtigen. I n den neuen Modellumschreibun- gen wird den Umständen Rechnung getragen, dass im Kindergartenbereich mit einem Bachelor abgeschlossen wird, es auf Sekundarstufe I den Abschluss a ls Realschullehrperson nicht mehr gibt und das Studium neu auf die drei Niveaus A, E und P ausgerichtet ist (vgl. RRB Nr. 0921 vom 21. Juni 2016). Im Rahmen der Umsetzungsarbeiten sei jedoch festgestellt worden, dass infolge von Änderungen bei einem Bewertungskriterium eine nicht-budgetierte finanzielle Mehr- belastung entstehen würde. Aus diesem Grund habe der R egierungsrat das Inkrafttreten der neuen Modellumschreibungen mit Beschluss Nr. 0921 vom 21. Juni 2016 sistiert und die neuen Modellumschreibungen zur Überarbeitung an die Projektleitung zurückgewiesen. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.4 Wie erwähnt, basiert die Zuweisung einer Funktion zu einer Lohnklasse gemäss § 13 Abs. 1 Personaldekret auf dem Einreihungsplan, der Mod ellumschreibung und dem Stellenin- halt. Die Beschwerdeführerin wurde gestützt auf die Modellumschreibung 404 A.11 in die Lohn- klasse 12 eingereiht. Diese Modellumschreibung definiert für Lehrpersonen Gymnasium, wel- che Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit eine Leh rperson gestützt darauf eingereiht werden kann. Vorausgesetzt werden eine dreijährige A usbildung auf Primarstufe, eine einjähri- ge Ausbildung Sekundarstufe Niveau A (1.-3. Klasse) sowie ein Diplom Berufswahlkunde (12 Wochen berufsbegleitend). Ferner wird ein Diplom Primarunter- oder Mittelstufe, ein Diplom Sekundarstufe Niveau A (1.-3. Klasse) und ein Diplom B erufswahlkunde verlangt (vgl. Modell- umschreibung 404 A.11; Anhang der Verordnung über die Lehrerinnen und Lehrer vom 21. Juni 2005). Die Einreihung in die Lohnklasse 11 setzt weite r fünf Jahre Berufserfahrung sowie eine unbefristete Anstellung voraus. 5.5 Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass die Bes chwerdeführerin über ein Diplom Pri- marstufe und ein Diplom Berufswahlkunde verfügt. Gestü tzt auf die Verfahrensakten ist ferner erstellt, dass die Beschwerdeführerin das Diplom Sekunda rstufe Niveau A aufgrund der nicht vollständig abgeschlossenen SEA-Ausbildung nicht erlangt h atte. Demzufolge ist eine gemäss der Modellumschreibung 404 A.11 verlangte Voraussetzun g nicht gegeben und damit fällt eine Einreihung der Beschwerdeführerin in die Lohnklasse 11 gestützt darauf ausser Betracht. Die Beschwerdeführerin bestreitet diese Ausgangslage nicht, s ondern stellt sich auf den Stand- punkt, dass ihre bisherige Ausbildung mit einem Diplom Sekundarstufe Niveau A gleichwertig sei und deshalb eine höhere Lohneinreihung angezeigt sei. 5.6 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die ihr anzurechnende Berufspraxis und die drei absolvierten Module der SEA-Ausbildung mit 15 ETCS dem Aufwand eines CAS- Studiums entsprechen würden und damit die Gleichwerti gkeit ihrer Ausbildung gegeben sei. Entgegen ihrem Dafürhalten kann nicht allein gestützt auf dieses Argument eine Gleichwertig- keit ihrer Ausbildung angenommen werden. Auch die ihr erteilte Unterrichtsbefähigung bedeutet nicht eine automatische Höhereinreihung. § 3 der Veror dnung über die Lehrerinnen- und Lehrerfunktion vom 21. Juni 2005 bestimmt, dass die Ausb ildungsvoraussetzungen für die An- stellung in der jeweiligen Funktion aufgeführt sind un d nach Möglichkeit jeweils Lehrpersonen mit Diplomen der entsprechenden Schulart anzustellen sind (Abs. 1). Die BKSD kann andere, gleichwertige Ausweise anerkennen (Abs. 2). Lehrerinnen und Lehrern, welche die Ausbil- dungsvoraussetzungen für eine unbefristete Anstellung nicht erfüllen, kann von der BKSD nach mindestens der zweifachen Berufserfahrungszeit und erfolgreicher Tätigkeit in der entsprechen- den Schulart ein unbefristeter Anstellungsvertrag angebo ten werden. Der unbefristete Anstel- lungsvertrag hat keinen Einfluss auf die Lohneinreihu ng (Abs. 3). Gemäss diesen Regelungen konnte der Beschwerdeführerin nach Absolvierung der gesch ilderten Ausbildungen, welche ihr teilweise trotz fehlenden Diploms Sekundarstufe I ermög licht wurden, eine unbefristete Anstel- lung angeboten werden. Wie der Beschwerdegegner zutr effend ausgeführt hat, beeinflusst ein unbefristeter Anstellungsvertrag die Lohneinreihung al lerdings nicht. Nach dem Gesagten kann sie gestützt auf die Ausbildungen, welche zu einer unbefristeten Anstellung geführt haben, nicht ohne weiteres auf eine für die Lohneinreihung massgeb ende Gleichwertigkeit schliessen. Der Einwand der Beschwerdeführerin, dass ihre Ausbildung qu alitativ gleichwertig sei und somit Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht eine Gleichbehandlung bei der Lohneinreihung bestehen müsse, ist demnach nicht stichhaltig. Auch das erworbene Physikdiplom resp. die zusätzlichen ET CS-Punkte oder die von der Be- schwerdeführerin angeführte Berufspraxis vermögen die vor stehenden Überlegungen nicht umzustossen. Es ist zwar zutreffend, dass die Beschwerdeführerin die gemäss Modellumschrei- bung 404 A.11 erforderliche Berufserfahrung aufweist, doch ändert dies nichts daran, dass sie die verlangten Ausbildungsvoraussetzungen nicht erfüllt. Zudem hatte die langjährige Berufs- praxis auf der Sekundarstufe Niveau A einerseits Einfluss auf den Erhalt eines unbefristeten Anstellungsvertrags gehabt und wurde andererseits bei d er Zuweisung der Erfahrungsstufe gewürdigt. Die Beschwerdeführerin leitet die Gleichwertigkeit ihrer Ausbildung sodann vornehm- lich aus der Richtlinie des Personalamtes, gültig ab 1. August 2016, ab. Darin war unter dem Titel Gleichwertigkeiten (Punkt 4) Folgendes vorgesehen : "Bei der Festlegung der Lohnkorrek- tur ist vorgängig die Gleichwertigkeit der erbrachten Ausbildung zu prüfen. Alle Lehrdiplome (frühere Abschlüsse, Abschlüsse fremder Hochschulen), welche an den entsprechenden Schul- stufen des Kantons Basel-Landschaft zum Unterrichten befäh igen, werden als gleichwertig anerkannt. Die Erteilung der Lehrberechtigung durch d ie BKSD für ein Fach und eine entspre- chende Schulstufe führt zu einer gleichwertigen Einrei hung wie bei einem entsprechenden Lehrdiplom. Die Festlegung der Erfahrungsstufe erfolg t nach dem gleichen Vorgehen, wie bei den Lehrpersonen mit korrektem Abschluss." Wäre die Rich tlinie in Kraft gesetzt worden, hätte eine Höhereinstufung der Beschwerdeführerin nicht ausg eschlossen werden können. Wie vor- stehend dargelegt (vgl. E. 5.3), ist diese Richtlinie jedoch zu keinem Zeitpunkt in Kraft getreten. Bei dieser Ausgangslage vermag die Beschwerdeführerin m it diesem Einwand nichts zu ihren Gunsten abzuleiten und ihr diesbezügliches Vorbringen g eht an der Sache vorbei. Daran än- dern auch die von der Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang eingereichten Entscheide des AVS vom 31. August 2016 und vom 18. September 20 18 nichts. Das AVS bezieht sich zwar auf die nicht in Kraft getretene Richtlinie des Pe rsonalamtes und legt präzisierend fest, welche Fächer für eine Höhereinstufung anerkannt werden (Entscheid des AVS vom 31. August 2016). Im Entscheid vom 18. September 2018 listet das AVS die neben der Reallehrerausbil- dung und BWK als gleichwertig anerkannten CAS auf. Da diese Entscheide gestützt auf die nicht in Kraft getretene Richtlinie des Personalamtes ge troffen wurden, entfalten sie grundsätz- lich keine Wirkung. Selbst wenn jedoch auf diese abge stellt würde, vermöchte die Beschwerde- führerin nichts zu ihren Gunsten abzuleiten, würde doch ihre Einreihung in die Lohnklasse 11 gestützt auf diese beiden Entscheide nur erfolgen, wen n zu einem Diplom Primarunter- oder Mittelstufe zusätzlich zwei CAS angerechnet werden könnt en, was bei der Beschwerdeführerin nicht der Fall ist. Vor diesem Hintergrund dringt die Beschwerdeführerin mit ihrem diesbezügli- chen Vorbringen ebenfalls nicht durch. Die Beschwerdeführerin bemängelt ferner das Vorgehen der Vorinstanz im Rahmen der Vergleichsverhandlungen, indem sie geltend macht, es sei auch nicht mit der ab 1. August 2019 geltenden Richtlinie d es Personalamtes vereinbar, dass sie bereits ab Beginn der Weiterbildung in die Lohnklasse 11 eingereiht worden sei. Formalrechtlich mag dies zwar zutreffen, doch verkennt sie offenbar den Sinn von Vergleichsverhandlungen und ihr Einwand ist angesichts des Umstands, dass diese Ver einbarung zu ihren Gunsten ausfällt, nicht nachvollziehbar und ändert an den vorst ehenden Ausführungen nichts. Damit kann zusammenfassend festgehalten werden, dass weder aus ihren bisherigen Abschlüssen bzw. dem unbefristeten Anstellungsvertrag noch aus der er sten Richtlinie des Personalamtes resp. den beiden darauf basierenden Entscheiden des AV S vom 31. August 2016 und vom Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 18. September 2018 eine Gleichwertigkeit und damit ei n Anspruch auf Einreihung in die Lohn- klasse 11 abgeleitet werden kann. 6.1 Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, a ndere Lehrpersonen mit ver- gleichbaren oder sogar schlechteren Ausbildungsvoraussetzu ngen seien gestützt auf Punkt 4 der Richtlinie des Personalamtes, gültig ab 1. August 2 016, im Gegensatz zu ihr in die Lohn- klasse 11 eingereiht worden und damit sei der Grundsatz des Rechtsgleichheitsgebots verletzt worden. 6.2 Demgegenüber stellt sich der Beschwerdegegner auf de n Standpunkt, dass keine un- zulässige Ungleichbehandlung vorliege, und führt aus, da ss drei der fünf von der Beschwerde- führerin ins Feld geführten Lehrpersonen über ein Stu fendiplom der Sekundarstufe für Textiles Werken und Hauswirtschaft und damit – im Gegensatz zur B eschwerdeführerin – über ein Dip- lom der Oberstufe verfügen würden. Die beiden weiteren Lehrpersonen würden über Ausbildun- gen verfügen, welche die BKSD als gleichwertig mit einem Sekundardiplom beurteilt habe. 6.3 Das Gebot der Rechtsgleichheit gemäss Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung der schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 i st verletzt, wenn im öffentlichen Dienstverhältnis gleichwertige Arbeit ungleich entlöhnt wird. Ob verschiedene Tätigkeiten als gleichwertig zu betrachten sind, hängt von Beurteilung en ab, die unterschiedlich ausfallen kön- nen. Innerhalb der Grenzen des Willkürverbots und des Rechtsgleichheitsgebots sind die Be- hörden befugt, aus der Vielzahl denkbarer Anknüpfungsp unkte die Kriterien auszuwählen, die für die Besoldung von Beamten massgebend sein sollen. U ngleichbehandlungen müssen sich aber vernünftig begründen lassen bzw. müssen sachlich haltbar sein. So hat das Bundesgericht erkannt, dass Art. 8 BV (bzw. Art. 4 Abs. 1 aBV) nicht ve rletzt ist, wenn Besoldungsunterschie- de auf objektive Motive wie Alter, Dienstalter, Familie nlasten, Erfahrung, Qualifikation, Art und Dauer der Ausbildung, Arbeitszeit, Leistung, Aufgabe nbereich oder übernommene Verantwort- lichkeiten zurückzuführen sind. Im Bereich der Lehrerbeso ldungen sind auch Kriterien wie die notwendige Ausbildung, die Art der Schule, die Zahl d er Unterrichtsstunden oder die Klassen- grösse zulässig (BGE 121 I 49 E. 4c; 123 I 1 E. 6c; 131 I 105 E. 3.1). Die bundesgerichtliche Praxis räumt dem kantonalen Gesetz- und Verordnungsgeber in Bezug auf Organisation und Besoldung im öffentlichen Dienst somit einen besonder s grossen Spielraum ein (BGE 121 I 49 E. 3b; 123 I 1 E. 6b; BLVGE 2002/2003 S. 56 ff., in sb. E. 8.b). Entsprechend ist bei einer rich- terlichen Überprüfung desselben besondere Zurückhaltung angezeigt, geht es hier doch um das gesamte Besoldungssystem, sodass die Behörden stets Gefahr l aufen, neue Ungleichheiten zu schaffen, wenn sie im Hinblick auf zwei oder mehr Katego rien von Bediensteten Gleichheit er- zielen wollen (BGE 123 I 1 E. 6b mit weiterem Hinweis). 6.4 Gestützt auf die Verfahrensakten ist das Vorliegen e iner unrechtmässigen Ungleichbe- handlung aus folgenden Gründen zu verneinen: Wie der Beschwerdegegner bereits ausgeführt hat, verfügen drei der von der Beschwerdeführerin zum V ergleich angeführten Lehrpersonen über ein Stufendiplom der Sekundarschule für Textiles Werken und Hauswirtschaft und damit über die der Beschwerdeführerin fehlende Voraussetzung gemäss Modellumschreibung 404 A.11. Die Ausbildung einer weiteren Lehrperson wu rde von der BKSD im Januar 2013 als Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht gleichwertig anerkannt und es erfolgte ein entsprechen der Anstieg in die Lohnklasse 11. Die fünfte von der Beschwerdeführerin erwähnte Lehrperson verfügt über ein Lehrdiplom Sekundar- stufe I Niveau A der Fachhochschule Nordwestschweiz und di eses Diplom wurde von der BKSD ebenfalls als mit einer für die Einreihung in di e Lohnklasse 11 erforderlichen Ausbildung gleichwertig anerkannt. Daraus ergibt sich, dass die vergl eichsweise beigezogenen Lehrperso- nen infolge ihrer höheren fachlichen Ausbildung als L ehrpersonen mit einem Stufendiplom Se- kundarschule Niveau A höher eingestuft wurden. Entgege n der Behauptung der Beschwerde- führerin sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass diese Lehrpersonen gestützt auf die Richt- linie des Personalamtes, gültig ab 1. August 2016, in die Lohnklasse 11 eingestuft wurden. Viel- mehr bildete vorliegend die notwendige Qualifikation bzw. Ausbildung das massgebliche und sachliche Unterscheidungskriterium für die unterschiedliche Lohneinreihung. Vor diesem Hinter- grund erweist sich ihre tiefere Einreihung im Verglei ch zu jenen Personen als rechtmässig. Demzufolge ist in ihrer tieferen Lohneinreihung keine Verletzung des Rechtsgleichheitsgrund- satzes oder gar Willkür zu erblicken. Ihrem Vorbringen, der Beschwerdegegner sei zu wenig auf die Gleichwertigkeit ihrer Ausbildung eingegangen, kann nach dem Gesagten nicht gefolgt wer- den, weil der Beschwerdegegner die Unterscheidung im an gefochtenen Entscheid hinreichend begründete. Zudem hält sie damit einzig ihre Auffassung derjenigen der Vorinstanz entgegen. Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht gel- tend gemacht, aus welchem Grund sich für die Beurteil ung der vorliegenden Angelegenheit die Durchführung einer Parteiverhandlung aufgedrängt hät te, und folglich konnte darauf verzichtet werden. 7. Zusammenfassend kann demzufolge festgehalten werden, dass die vorliegend umstrit- tene Lohneinreihung der Beschwerdeführerin weder gege n das Rechtsgleichheitsgebot noch anderweitig gegen höherrangiges Recht verstösst und damit rechtskonform ist. Die geltend ge- machte Ungleichbehandlung beruht auf sachlichen Gründen. Folglich erweist sich die Ungleich- behandlung der Beschwerdeführerin im vorliegenden Fa ll als zulässig und sie wurde zu Recht in die Lohnklasse 12 eingereiht. Damit ist die unterschiedliche Lohneinreihung unter keinem der von ihr vorgebrachten Gesichtspunkte zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen. 8.1 Es bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens z u befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpfli chtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). D em Ausgang des Verfahrens ent- sprechend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1 '400.-- der unterlegenen Beschwer- deführerin aufzuerlegen und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- zu verrechnen. 8.2 Nach § 21 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegen den Partei für den Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientsch ädigung zu Lasten der Gegenpar- tei zugesprochen werden (Abs. 1). Dem Kanton wird keine Parteientschädigung zugesprochen (Abs. 2). Demzufolge sind die Parteikosten vorliegend wettzuschlagen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden der Beschwer- deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvo rschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Vizepräsident Gerichtsschreiberin