<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht, der Schweizer Vertretung bei der Internationalen Walfangkommission (IWC) einen richtungweisenden Auftrag zu erteilen: Unsere Vertretung soll sich entschiedener für das Überleben der Wale einsetzen; sie soll zukunftweisende Initiativen zum Schutz der gefährdeten Meeressäuger engagiert unterstützen und den Machenschaften der beiden auf weiteren Walfang drängenden Länder Japan und Norwegen klar entgegen treten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Mandat des Bundesrates für die schweizerische Delegation an den Tagungen der Internationalen Walfangkommission (IWC) orientiert sich an Sinn und Zweck des Internationalen Übereinkommens vom 2. Dezember 1946 zur Regelung des Walfangs und an den Grundsätzen der durch die Schweiz im Inland und in anderen internationalen Gremien verfolgten Umweltpolitik.</p><p>Die Delegation setzt sich deshalb dafür ein, dass die wissenschaftlichen Arbeiten zur Festlegung der Bestandesgrössen fortgesetzt werden und dass ein auf wissenschaftlichen Erkenntnissen gestütztes Management- und Kontrollinstrumentarium geschaffen wird.</p><p>Die Schweiz unterstützt die Massnahmen zum Schutz der in ihrem Bestand gefährdeten Meeressäuger, soweit die Schutzmassnahmen rechtlich und wissenschaftlich abgesichert sind, beispielsweise durch die Schaffung eines befristeten Walfangmoratoriums im Rahmen der IWC, aber auch durch die Einschränkungen des grenzüberschreitenden Handels mit Meeressäugern und den daraus gewonnenen Produkten im Rahmen des Übereinkommens vom 3. März 1973 über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen.</p><p>Die Schweiz hat sich im Rahmen der Erklärung von Rio auf die Erhaltung und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen verpflichtet. Dieser Verpflichtung wird auch in den Instruktionen des Bundesrates an die schweizerische Delegation nachgekommen.</p><p>Der Bundesrat wird auch in Zukunft ein hohes Schutzniveau für sämtliche dezimierten und gefährdeten Walarten und deren Lebensraum anstreben. Die Schweiz wird sich dafür einsetzen, dass Walfangaktivitäten - auch in Bezug auf Kleinwale - geregelt, überwacht und nötigenfalls eingeschränkt oder verboten werden.</p><p>Da der Vorstoss verlangt, dass der Bundesrat sich zu einem Engagement verpflichtet, das inhaltlich den Rahmen des Walfangübereinkommens sprengt, und das primär in anderen umweltrelevanten internationalen Gremien wahrgenommen werden muss, ist das Postulat abzulehnen. Der Bundesrat wird sich aber in diesen relevanten Gremien im Sinne des Postulates insbesondere für den Schutz des Lebensraumes der Wale engagieren.</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.