<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00186</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105677&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00186</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.08.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4"></td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Projektfestsetzung für Radweg</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b><br/>Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur Beurteilung von Beschwerden gegen Projektfestsetzungsbeschlüsse des Regierungsrats im Sinn von §§ 15 ff. StrassG.<br/>Zum Einspracheverfahren vor Regierungsrat; Kognition des Verwaltungsgerichts (E. 1). Zum Streitgegenstand (E. 2). Hier hinzunehmende knappe Begründung des Einspracheentscheids (E. 3). Das im öffentlichen Interesse liegende Radwegprojekt wahrt den Grundsatz der Verhältnismässigkeit (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Verwaltungsinterne Rechtspflege ST: EINSPRACHE">EINSPRACHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINSPRACHEVERFAHREN">EINSPRACHEVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Enteignung ST: PFLICHT ZUR ABTRETUNG">PFLICHT ZUR ABTRETUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROJEKTEINSPRACHE">PROJEKTEINSPRACHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RADWEGPROJEKT">RADWEGPROJEKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: VERKEHR (INKL. STRASSENRECHT, WANDERWEGE)">VERKEHR (INKL. STRASSENRECHT, WANDERWEGE)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde ST: ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS">ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 14 StrassG</span><br/><span class="ungerade">§ 15 StrassG</span><br/><span class="gerade">§ 17 StrassG</span><br/><span class="ungerade">§ 41 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Am 5. April 2000 setzte der Regierungsrat "das Projekt fÃ¼r die Erstellung des re­gionalen Radwegs S-41 an der <b>X</b>-/<b>Y</b>strasse, <b>C</b> bis <b>D</b>, Gemeinden <b>C</b> und <b>D</b> ... gemÃ¤ss den bei den Akten liegenden PlÃ¤nen" fest.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der Gemeinderat <b>C</b> habe dem Auflageprojekt am 7. April 1998 sowie dem sich aus den Einigungsverhandlungen ergebenden ergÃ¤nzten Projekt am 24. August 1999 zuge­stimmt. Im Juni 1998 habe der Gemeinderat <b>C</b> das Projekt der BevÃ¶lkerung an einer Orien­tierungsversammlung vorgestellt. Die dabei vorgebrachten Einwendungen seien im Projekt mehrheitlich berÃ¼cksichtigt. Das AusfÃ¼hrungsprojekt sei vom 4. Dezember 1998 bis 4. Januar 1999 Ã¶ffentlich aufgelegt worden, worauf vier Einsprachen eingegangen seien. Diese hÃ¤tten im Rahmen der Einigungsverhandlungen zu einer Projektanpassung im Ab­schnitt <b>C</b> bis <b>X</b> gefÃ¼hrt, womit ihnen weitgehend habe entsprochen werden kÃ¶nnen. Einer Projektfestsetzung nach § 15 des Gesetzes Ã¼ber den Bau und den Unterhalt der Ã¶ffentlichen Strassen (Strassengesetz) vom 27. September 1981 (in der Fassung vom 8. Juni 1997; StrassG) stehe nichts entgegen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Mit Beschwerde vom 18. Mai 2000 liess <b>A</b> dem Verwaltungsgericht beantragen:</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">"1. Es sei der Beschluss des Regierungsrates ZÃ¼rich vom 5. April 2000 betreffend der Genehmigung des Projektes fÃ¼r die Erstellung des re­gionalen Radweges S-41 an der <b>X</b>- und <b>Y</b>strasse, <b>D</b> und <b>C</b> aufzuheben und an die Vorinstanzen zurÃ¼ckzuweisen:</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">2. Die Vorinstanzen seien anzuweisen, das Projekt im Bereich der Lie­genschaft des BeschwerdefÃ¼hrers gemÃ¤ss Rechtsbegehren 3 und 4 zu Ã¤ndern;</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">3. Reduktion der Strassenbreite auf 5.00 Meter;</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">4. Reduktion der projektierten Radwegbreite auf 2.50 Meter, angrenzend an die Strasse, ohne GrÃ¼nstreifen;</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">5. Als flankierende Massnahme sei eine Geschwindigkeitsreduktion auf maximal 60 km/h fÃ¼r die ganze ausserorts-Strecke <b>C</b> bis <b>D</b> und im Be­reich des Weilers <b>X</b> auf maximal 50 km/h vorzusehen.</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat">6. Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Vorin­stanzen."</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Einzug1">Der BegrÃ¼ndung ist zusammengefasst zu entnehmen: Der BeschwerdefÃ¼hrer sei Ei­gentÃ¼mer der vom vorgesehenen Radwegprojekt direkt betroffenen Liegenschaft <b>Kat.Nr. 01</b> in der Gemeinde <b>C</b>. Mit persÃ¶nlicher Anzeige vom 4. Dezember 1998 habe der Gemeinderat <b>C</b> eine Landabtretung von ca. 150 m2 angeordnet, worauf der Beschwerde­fÃ¼hrer am 28. Dezember 1998 Einsprache im Sinn von § 17 StrassG erhoben habe. Am 9. April 1999 habe eine erste Besprechung mit der Gemeinde stattgefunden, und mit Schreiben der Baudirektion vom 22. April 1999 sei der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber die "Ein­sprachebehandlung" informiert worden. Dabei sei eine Reduktion der Abtretungsbreite offeriert worden; die Baudirektion habe aber nicht auf den Radweg innerorts verzichtet, sondern nur auf den ursprÃ¼nglich vorgesehenen GrÃ¼nstreifen zwischen <b>X</b>strasse und vorge­sehenem Radweg, der dafÃ¼r von 2,5 m auf 3 m verbreitert werden sollte. Der Beschwerde­fÃ¼hrer habe sich mit Schreiben vom 29. April 1999 zur "Einsprachebehandlung" geÃ¤ussert. Am 15. Juni 1999 habe ihm die Baudirektion die Weiterleitung des Projekts an den Regie­rungsrat zum Entscheid angekÃ¼ndigt. An einer "abschliessenden Besprechung" zwischen AnstÃ¶ssern, dem Gemeinderat <b>C</b> und Vertretern des kantonalen Tiefbauamts vom 24. August 1999 sei auf die erneut vorgebrachten Anlie­gen der AnstÃ¶sser materiell nicht mehr eingegangen worden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der Regierungsrat habe als einzige Instanz einen anfechtbaren Beschluss gefasst, weshalb die ErmessensÃ¼berprÃ¼fung im Sinn von § 50 Abs. 2 (gemeint wohl: Abs. 3) des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) durch das Ver­waltungsgericht zu erfolgen habe. Das ursprÃ¼ngliche Radwegprojekt der Gemeinde <b>C</b> aus den frÃ¼hen Neunzigerjahren habe einen direkt an die Strasse anschliessenden, ca. 2,1 m breiten Radweg vorgesehen, bei einer Strassenbreite von 4,5 m bis 5,5 m. Diese haushÃ¤lte­rische Nutzung habe einer Auflage des eidgenÃ¶ssischen Moorschutzes entspro­chen. Die Kantonspolizei habe am 9. April 1996 ausgefÃ¼hrt, dass sie einem Radweg mit Gegenver­kehr mit minimalen Breiten von 2,5 m (inklusive Trennstreifen und Pfosten) zu­stimmen wÃ¼rde. Im heutigen Projekt sei die bestehende Strassenbreite von 5,5 m nicht verringert worden, obwohl auch nach Ansicht der Kantonspolizei 5 m genÃ¼gen wÃ¼rden, und der Radweg sei ohne jede BegrÃ¼ndung und gegen den Willen des BeschwerdefÃ¼hrers auf 3 m verbreitert worden. Bei anderen Liegenschaften sei die Strassenbreite ebenfalls auf 5 m bis 4,8 m reduziert worden, und es bestehe kein nachvollziehbarer oder sachlicher Grund, weshalb die Strasse im Bereich der Liegenschaft des BeschwerdefÃ¼hrers nicht auch auf mindestens 5 m und der Radweg gleichzeitig auf 2,5 m redimensioniert werden kÃ¶nn­ten. Die nun projektierte Massnahme verstosse gegen den Grundsatz der Erforderlichkeit und damit gegen die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit. Der Regierungsrat habe gegenÃ¼ber dem Be­schwer­defÃ¼hrer offensichtlich nicht die schonendste der mÃ¶glichen Varianten gewÃ¤hlt. Zudem liege eine Redimensionierung des Projekts aus verschiedenen GrÃ¼nden auch im Ã¶ffentli­chen Interesse. Der Regierungsrat habe durch die Verletzung des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssig­keits­grundsatzes und die Nicht- oder nur oberflÃ¤chliche BerÃ¼cksichtigung der in § 14 StrassG festgehaltenen Projektierungsprinzipien unter Missbrauch seines Ermessens ent­schieden. WillkÃ¼rlich erscheine der Regierungsratsbeschluss auch wegen der Erstellung nur eines Teilbereichs zwischen <b>C</b> und <b>D</b> statt des ganzen Radwegs von <b>H</b> nach I sowie vor allem wegen der mangelhaften Entscheidungsgrundlage.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">FÃ¼r den Regierungsrat reichte die Baudirektion dem Verwaltungsgericht mit Be­schwerdeantwort vom 21. Juni 2000, der Post Ã¼bergeben am 22. Juni 2000 und damit um einen Tag verspÃ¤tet, die Akten ein.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Nach § 15 Abs. 1 Satz 1 StrassG werden Projekte fÃ¼r Staatsstrassen durch den Regierungsrat festgesetzt, wobei laut § 1 Satz 2 StrassG auch PlÃ¤tze und Wege, insbeson­dere Rad-, Fuss-, Reit- und Wanderwege als Strassen gelten. Die mit der Revision des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 8. Juni 1997 neu gefassten Bestimmungen von § 17 StrassG regeln das Einspracheverfahren. Ein solches hat fÃ¼r Staatsstrassen im frÃ¼heren Recht weitgehend gefehlt, indem § 15 Abs. 1 aStrassG fÃ¼r den Rechtsschutz "hinsichtlich Inhalt und Verfahren die kantonale Enteignungsgesetzgebung" als anwendbar erklÃ¤rt und § 21 des Gesetzes betreffend die Abtretung von Privatrechten vom 30. November 1879 (AbtrG) ein Einspracheverfahren nur fÃ¼r die FÃ¤lle vorgesehen hat, wo nicht der Staat fÃ¼r ein von ihm auszufÃ¼hrendes Werk die Abtretungspflicht in Anspruch nimmt (vgl. § 22 AbtrG). Die Rechtsprechung hat daher dem Betroffenen die MÃ¶glichkeit eingerÃ¤umt, noch im Planauflageverfahren gemÃ¤ss § 24 Abs. 1 AbtrG gegen das Projekt als solches Einwen­dungen vorzubringen, die dessen EinschrÃ¤nkung auf unwesentliche Ãnderungen des Pro­jekts nicht unterliegen (RB 1964 Nr. 20, 1975 Nr. 11; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/ Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 19 N. 114, 125 ff.). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Nach § 17 StrassG kann gegen das Projekt innerhalb der Auflagefrist Einsprache erhoben werden, wobei sich die Legitimation nach der Rekurs- und Beschwerdelegitima­tion gemÃ¤ss dem Verwaltungsrechtspflegegesetz bestimmt (Abs. 1 SÃ¤tze 1 und 2). Mit der Einsprache kÃ¶nnen gemÃ¤ss § 17 Abs. 2 Satz 1 StrassG alle MÃ¤ngel des Projekts geltend gemacht werden. Ãber Einsprachen wird laut § 17 Abs. 4 StrassG mit der Festsetzung ent­schieden (Satz 1). Der Entscheid ist nach den Vorschriften Ã¼ber die Verwaltungsrechts­pflege weiterziehbar (Satz 2). Wer es unterlassen hat, Einsprache zu erheben, kann den Entscheid nicht anfechten (Satz 3). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Im Enteignungsverfahren sind nach § 17 Abs. 3 lit. a StrassG Einsprachen gegen das Projekt ausgeschlossen; lediglich bei Projekten von untergeordneter Bedeutung, bei denen auf das Einspracheverfahren verzichtet wird, kÃ¶nnen Begehren um ProjektÃ¤nderung noch im Enteignungsverfahren gestellt werden (§ 17 Abs. 5 StrassG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Der BeschwerdefÃ¼hrer hat wÃ¤hrend der Ã¶ffentlichen Auflage des Radwegprojekts vom 4. Dezember 1998 bis 4. Januar 1999 am 28. Dezember 1998 Einsprache erhoben. Als direkt Betroffener ist er zur Beschwerde befugt, und der angefochtene Festsetzungsbe­schluss des Regierungsrats vom 5. April 2000 samt Rechtsmittelbelehrung ist ihm denn auch am 18. April 2000 persÃ¶nlich zugestellt worden. Nach § 17 Abs. 4 Satz 2 StrassG in Verbindung mit § 41 VRG ist das Verwaltungsgericht zur Beurteilung der Beschwerde zustÃ¤ndig.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Auf die Beschwerde ist demnach grundsÃ¤tzlich einzutreten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen gemÃ¤ss § 50 f. VRG Rechtsverletzungen (einschliesslich des Ermessensmissbrauchs und der ErmessensÃ¼ber­schreitung) sowie die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des (ent­scheidungswe­sentlichen) Sachverhalts gerÃ¼gt werden. Dem Verwaltungsgericht ist demgemÃ¤ss die Er­messensprÃ¼fung versagt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 70 ff.). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>Nach § 50 Abs. 3 VRG ist die RÃ¼ge der Unangemessenheit vor Verwaltungsge­richt nur zulÃ¤ssig, wenn das Ã¼bergeordnete Recht dies vorsieht, sowie bei Beschwerden ge­mÃ¤ss § 19a Abs. 2 VRG. Entgegen der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers kommt dem Verwaltungsgericht aus dem Umstand allein, dass es als erste Rechtsmittelinstanz wirkt, keine Ermessenskontrolle zu (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 112, § 19 N. 90), ohne dass nÃ¤her geprÃ¼ft zu werden brauchte, ob und inwieweit der Beurteilung von Einsprachen ge­mÃ¤ss § 17 Abs. 4 Satz 1 StrassG durch den Regierungsrat bereits eine Rechtsmittelfunktion zukomme.</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden allein das vom 4. Dezember 1998 bis 4. Januar 1999 Ã¶ffentlich aufgelegte Radwegprojekt, die dagegen erhobenen Einwendungen des BeschwerdefÃ¼hrers in seiner Einsprache vom 28. Dezember 1998, auf die im Einspracheverfahren hat eingetreten werden mÃ¼ssen, sowie das durch Festsetzungsbeschluss bzw. Einspracheentscheid des Regierungsrats vom 5. April 2000 schliesslich genehmigte modifizierte Radwegprojekt vom Herbst 1999 (vgl. zum Streitge­genstand allgemein KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 86 ff.).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Nicht Gegenstand des verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens bilden dem­nach die BeschwerdeantrÃ¤ge, womit eine VerschmÃ¤lerung der Steinbergstrasse von 5,5 m auf 5,0 m verlangt wird sowie die geforderten Geschwindigkeitsbegrenzungen, die das GrundstÃ¼ck des BeschwerdefÃ¼hrers ohnehin nicht direkt berÃ¼hren wÃ¼rden. Auf die Be­schwerdeantrÃ¤ge Ziffern 3 (in Verbindung mit Ziffer 2) und 5 ist daher nicht einzutreten. Aber auch der Beschwerdeantrag Ziffer 4 in Verbindung mit Ziffer 2, womit die Reduktion der Radwegbreite von 3,0 m auf 2,5 m gefordert wird, ist - wie Ã¼brigens auch die Forde­rung nach VerschmÃ¤lerung der Strasse um 50 cm - eher als BegrÃ¼ndung des eigentlichen Antrags des BeschwerdefÃ¼hrers zu verstehen, die ihn treffende Abtretungspflicht entspre­chend zu Ã¤ndern, das heisst ihn zu einer Abtretung eines Landstreifens seines GrundstÃ¼cks <b>Kat.Nr. 01</b> von nur rund 2 m statt rund 3 m Breite zu verpflichten. Damit soll der Radweg nach dem Beschwerdewillen rund 13 m statt wie im genehmigten Projekt vorgesehen 12 m vom Haus des BeschwerdefÃ¼hrers entfernt vorbeifÃ¼hren; nach dem ursprÃ¼nglichen Projekt mit GrÃ¼nstreifen zwischen Strasse und Radweg hÃ¤tte diese Entfernung noch rund 10,5 m betragen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Angemerkt werden kann, dass der Forderung des BeschwerdefÃ¼hrers nach herabge­setzter Geschwindigkeit im Bereich seiner Liegenschaft dadurch weitgehend nachgekom­men worden ist, dass im genehmigten Projekt eine "bepflanzte Mittelinsel ... als Ortsein­gangstor" vorgesehen ist (Plan "ProjektergÃ¤nzung", act. --, und Technischer Bericht, act. -), wodurch ein wirksameres Mittel zur Geschwindigkeitsanpassung geschaffen wird als mit blossen Geschwindigkeitsvorschriften.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Der Regierungsrat hat mit seinem Festsetzungsbeschluss vom 5. April 2000 ge­mÃ¤ss § 17 Abs. 4 Satz 1 StrassG zugleich die Einsprache des BeschwerdefÃ¼hrers vom 28. Dezember 1998 stillschweigend abgewiesen, soweit ihr im Einspracheverfahren nicht entgegengekommen worden ist. Ob er dies nicht besser ausdrÃ¼cklich getan hÃ¤tte, braucht hier nicht entschieden zu werden; als nicht unbedenklich erscheint indessen der Umstand, dass die Einspracheabweisung nicht nÃ¤her begrÃ¼ndet worden ist. Bei einer kurzen, Ã¼ber­zeugenden BegrÃ¼ndung im Regierungsratsbeschluss wÃ¤re das vorliegende Beschwerdever­fahren unter UmstÃ¤nden nicht eingeleitet worden. Auf eine RÃ¼ckweisung der Akten kann hier jedoch aus den nachstehenden GrÃ¼nden verzichtet werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Der BeschwerdefÃ¼hrer hat es dem Regierungsrat mit seiner umfangreichen und weitgehend an der Sache vorbeifÃ¼hrenden Einsprache vom 28. Dezember 1998 (act. --) nicht leicht gemacht, deren Abweisung nÃ¤her zu begrÃ¼nden. Immerhin haben GesprÃ¤che stattgefunden und ist den Forderungen des BeschwerdefÃ¼hrers im Einspracheverfahren <br/> - was der Regierungsrat im Festsetzungsbeschluss zu Recht festgehalten hat - weitgehend entgegengekommen worden, nÃ¤mlich durch den Verzicht auf einen GrÃ¼nstreifen zwischen Strasse und Radweg und damit auf die Inanspruchnahme eines 1,5 m breiten Landstreifens. Die nun geforderte Abtretung betrÃ¤gt nurmehr einen Meter mehr, als der BeschwerdefÃ¼hrer laut seinen BeschwerdeantrÃ¤gen nun abzutreten bereit ist. Auch ist dem BeschwerdefÃ¼hrer mit Schreiben der Baudirektion vom 15. Juni 1999 mitgeteilt worden, dass Ã¼ber die vorge­schlagene Reduktion der Abtretungsbreite gemÃ¤ss Planstudie vom 16. April 1999 nicht hinausgegangen werden kÃ¶nne, nachdem dieser am 29. April 1999 allgemeine Forderungen nach einer GesamtlÃ¶sung mit verkehrsberuhigenden Massnahmen und nach einer kosten­gÃ¼nstigen LÃ¶sung gestellt hat (act. --). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Nach § 14 StrassG sind die Strassen entsprechend ihrer Bedeutung und Zweck­bestimmung nach den jeweiligen Erkenntnissen der Bau- und Verkehrstechnik, mit best­mÃ¶glicher Einordnung in die bauliche und landschaftliche Umgebung sowie unter Beach­tung der Sicherheit, des Umweltschutzes, der Wirtschaftlichkeit und mit sparsamer Land­beanspruchung zu projektieren; die BedÃ¼rfnisse des Ã¶ffentlichen Verkehrs, der FussgÃ¤nger, der Radfahrer sowie der Behinderten und Gebrechlichen sind angemessen zu berÃ¼cksichti­gen. Der Entscheid Ã¼ber die Ausgestaltung und LinienfÃ¼hrung des Strassennetzes, die An­lage neuer Strassen sowie die Art und den Umfang des Strassenausbaus ist weitestgehend eine Sache des technisch‑planerisch‑prospektiven Ermessens (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 87 f., mit Hinweisen).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Dass der vorgesehene Radweg einem bedeutenden Ã¶ffentlichen Interesse ent­spricht, wird vom BeschwerdefÃ¼hrer - nach den Akten zu Recht - nicht grundsÃ¤tzlich be­stritten; namentlich fÃ¼r die Sicherheit der auf ein Fahrrad angewiesenen Schulkinder ist die Verwirklichung des im regionalen Verkehrsplan vorgesehenen Radwegs von erheblicher Bedeutung. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Soweit der Regierungsrat darauf verzichtet hat, die im Bereich der Liegenschaft des BeschwerdefÃ¼hrers 5,5 m breite, gemeindeeigene <b>X</b>strasse fÃ¼r das Radwegprojekt in Anspruch zu nehmen und um 50 cm zu verschmÃ¤lern, kann ihm jedenfalls keine Rechts­verletzung vorgeworfen werden. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Das angefochtene Radwegprojekt sieht im Bereich des BeschwerdefÃ¼hrers einen 3 m breiten, fahrbahnbegleitenden Radweg vor, nachdem das geÃ¤nderte Projekt noch einen bloss 2,5 m, dafÃ¼r durch einen 2 m GrÃ¼nstreifen von der Strasse getrennten Radweg ent­halten hat. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat in seiner Einsprache vom 28. Dezember 1998 aus­drÃ¼cklich darauf hingewiesen, dass "die BenÃ¼tzung des Radweges durch FussgÃ¤nger ... gestattet sein" mÃ¼sse. Ein fahrbahnbegleitender gemeinsamer Rad- und Fussweg mit Ge­genverkehr sollte indessen jedenfalls nicht weniger als 3 m breit sein (vgl. Richtlinien Radverkehrsanlagen der verkehrstechnischen Abteilung der Kantonspolizei ZÃ¼rich: Nor­malmass 3,5 m, Minimalmass 3 m, wobei im Normalfall ein GrÃ¼nstreifen vorzusehen wÃ¤re; act. --).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit der Festsetzung des geÃ¤nderten Radwegprojekts ist der Regierungsrat dem Be­schwerdefÃ¼hrer somit tatsÃ¤chlich weit entgegengekommen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer zur BegrÃ¼ndung seiner AntrÃ¤ge auf Situationen an anderen Stellen des Radwegs verweist und damit eine Verletzung der Rechtsgleichheit rÃ¼gt, versÃ¤umt er es, darzulegen, dass an diesen anderen Stellen vergleichbare VerhÃ¤ltnisse wie bei seiner Liegenschaft herrschen. Im Ãbrigen kÃ¶nnte der BeschwerdefÃ¼hrer auch nichts fÃ¼r sich herleiten, wenn an anderen Stellen die fÃ¼r die Sicherheit der Verkehrsteil­nehmer erforderlichen Minimalmasse nicht eingehalten wÃ¼rden, denn ein Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht besteht grundsÃ¤tzlich nicht <span>(vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼l­ler, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A., ZÃ¼rich 1998, S. 102 N. 412)</span>. FÃ¼r eine "Redimensionierung im Ã¶ffentlichen Interesse" schliesslich besteht entgegen der per­sÃ¶nlichen Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers kein Raum.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen, ohne dass es hierfÃ¼r der vorgeschlagenen Beweiserhebungen wie Augenschein oder per­sÃ¶nlichen Befragungen bedÃ¼rfte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. ...</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="MsoNormal">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">1.<span> </span>Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. ...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>