19. März 1990 N 511 Sturmschäden. Persönliche Vorstösse Unser Land ist in der letzten Zeit von einigen Skandalen er- schüttert worden, die das Ansehen des Landes im Ausland in Mitleidenschaft gezogen haben. Das Büro fordert Sie alle auf, durch Ihr Auftreten im In- und Ausland zur Wiederherstellung des guten Rufes der Schweiz beizutragen. Eine Möglichkeit, diesen Vorstoss als Motion oder Postulat entgegenzunehmen, sieht das Büro nicht und bittet Sie daher, diesen Vorstoss abzulehnen. M. Massy, rapporteur: En 1979 le Conseil national a déjà exa- miné une motion Auer demandant qu'une enquête soit effec- tuée sur les propros d'un député. Dans sa réponse, le Bureau a notamment relevé qu'il n'existe pas de base juridique autori- sant une telle enquête et que, lui-même, ne dispose pas de la compétence de vérifier la véracité des déclarations des députés, que cela n'est pas non plus sa fonction, d'autant que la liberté d'expression est garantie. Le Bureau réaffirme que tel est son avis. Vérifier la véracité des propos tenus par les députés n'est pas dans son domaine de compétences. Il propose, par conséquent, de rejeter la mo- tion. Sans s'être livré à de longues recherches, le Bureau a néanmoins fait les constatations suivantes. Si la législation suisse sur les banques ne définit pas la notion de grandes banques, les statistiques de la Banque nationale en mention- nent cinq. Or, si l'on se réfère au registre public des liens d'intérêt dressé par les services du Parlement, sur la base des renseignements donnés par les députés des deux Chambres, onze d'entre eux sont membres du conseil d'administration d'une des grandes banques, ce qui représente-on l'a dit-4,5 pour cent des parlementaires. On est donc bien loin des 70 po'ur cent indiqués par M. Jean Ziegler. Si M. Ziegler a émis des contrevérités sur l'Assemblée fédérale, dont les membres ont été élus librement et démocra- tiquement, le Bureau ne peut que le regretter. Partant de l'idée que tout ce qui est exagéré est insignifiant, le Bureau laisse à M. Jean Ziegler le soin de rectifier -je répète - de rectifier des déclarations dont il est seul responsable. Abstimmung - Vote Für Ueberweisung der Motion 83 Stimmen Dagegen 54 Stimmen #ST# 90.376 Dringliche Interpellation Ruckstuhl Sturmschäden im Wald Interpellation urgente Ruckstuhl Forêts protectrices. Dégâts dus aux intempéries Wortlaut der Interpellation vom 5. März 1990 Die heftigen Windstürme der vergangenen Tage haben in wei- ten Teilen der Schweiz zu erheblichen Schäden im Wald ge- führt. Nach vorsichtigen Schätzungen ist mit mehr als drei Mil- lionen Kubikmeter Windwurfholz zu rechnen. Ganze Schutz- waldgebiete befinden sich in einem katastrophalen Zustand. 1. Welche materiellen und personellen Mittel gedenkt der Bun- desrat einzusetzen, um die Schäden in kürzestmöglicher Zeit zu beheben und Folgeschäden zu vermeiden? 2. Welche Massnahmen sieht der Bundesrat, um die Forst- berufe in Zukunft attraktiver werden zu lassen und um damit dem alarmierenden Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken? Texte de l'interpellation du 5 mars 1990 Les fortes tempêtes de ces derniers jours ont fortement endommagé une grande partie des forêts suisses. Des esti- mations prudentes font état de plus de trois millions de mètres cubes de bois abattu, et des zones entières de forêts protectri- ces sont dans un état catastrophique. 1. Quels moyens, sur le plan du personnel et du matériel, le Conseil fédéral compte-t-il engager afin de réparer les dégâts au plus vite et d'éviter les dommages indirects? 2. Quelles mesures le Conseil fédéral prévoit-il pour rendre à l'avenir les métiers forestiers plus attractifs et résorber ainsi le manque inquiétant de main-d'oeuvre dans ce secteur? Mitunterzeichner - Cosignataires: Blatter, Bürgi, David, Dor- mann, Feigenwinter, JHari, Hildbrand, Keller, Kühne, Nebiker, Oehler, Rüttimann, Schmidhalter (13) #ST# 90.388 Dringliche Interpellation Schnider Sturmschäden im Schweizer Wald Interpellation urgente Schnider Forêts protectrices. Dégâts dus aux intempéries Wortlaut der Interpellation vom 6. März 1990 Die Sturmwinde vom 27./2S. Februar 1990 haben den Wald in der Schweiz arg in Mitleidenschaft gezogen. Nach ersten Schätzungen sind über eine Million Kubikmeter Windwurfholz angefallen, was etwa einem Viertel der normalen jährlichen Nutzung entspricht. Grosse Schäden sind vor allem in den Kantonen Glarus, Graubünden, Wallis, Bern, Luzern und St. Gallen und besonders im Berggebiet entstanden. So ha- ben ausgerechnet die in ihrer Schutzfunktion wichtigen Bann- und Bergwälder gelitten. Wie bekannt geworden ist, hat sich der für solche Waldkata- strophen vorgesehene Krisenstab der Sektion Holz der Fra- gen und Massnahmen zur Aufrüstung und Vermarktung ange- nommen. Wir sind aber der Meinung, dass die heutige spezi- elle Situation im Wald (Personalknappheit, Borkenkäfer-Fol- geschäden, geschwächte Waldbäume, übersättigter Holz- markt usw.) weitere Sofortmassnahmen des Bundes verlangt. Wir fragen deshalb den Bundesrat an,-wie er die folgenden Fragen beurteilt und welche Massnahmen er konkret zu er- greifen gedenkt: 1. Der Abtransport und das Aufrüsten namentlich des gefalle- nen Nadelholzes muss wegen der Borkenkäfergefahr rasch und vor Sommerende erfolgt sein. Vielerorts mangelt es an ausgebildeten Fachkräften, die im schwierigen Gelände das Holz rüsten und abführen. Kann zur Milderung der Notlage - namentlich im Berggebiet - das Militär eingesetzt werden? Sind zusätzliche Mittel für die notwendigen Holzräumungsar- beiten vorgesehen? 2. Um den Abtransport des Fallholzes im schwierigen, uner- schlossenen Gelände voranzutreiben, müssten Helikopter- flüge eingesetzt werden. Stehen vom Bund zusätzliche Mittel für den Flugtransport vor allem in unerschlossenen Bergwäl- dern zur Verfügung, wo das Fallholz nur schwer zu räumen ist? 3. Die Vermarktung des Fallholzes stellt zusätzliche Probleme, die sich negativ auf die weitere Waldpflege auswirken können. Der Druck auf die Holzpreise wird um so mehr verstärkt, als durch die Schönwetterlage im Herbst und Winter viel Holz ge- schlagen und den Sägereien zugeführt werden konnte. Das Ueberangebot im Inland darf nicht noch durch Importholz er- höht werden. Ist der Bundesrat bereit, vorübergehend einen Importstopp zum Schütze des Inlandmarktes und zu Gunsten der Waldpflege zu erlassen? 4. Ist der Bundesrat bereit, in Zusammenarbeit mit den Kanto- nen koordinierende Massnahmen zur Regulierung des Absat- zes und zur Vermeidung von Preiszusammenbrüchen zu er- greifen?Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Dringliche Interpellation Ruckstuhl Sturmschäden im Wald Interpellation urgente Ruckstuhl Forêts protectrices. Dégâts dus aux intempéries In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1990 Année Anno Band II Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 10 Séance Seduta Geschäftsnummer 90.376 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 19.03.1990 - 14:30 Date Data Seite 511-511 Page Pagina Ref. No 20 018 388 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.