<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">4A_464/2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 29. Oktober 2010 </div> <div class="para">I. zivilrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Klett, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichterinnen Rottenberg Liatowitsch, Kiss, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Gelzer. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________ AG, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Gianni Fröhlich-Bleuler, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwältin Corinne Burch, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Arbeitsvertrag, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 2. Kammer, vom 24. Juni 2010. </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A. </div> <div class="para">A.________ (Arbeitnehmer) war seit dem 18. Februar 2008 bei der X.________ AG (Arbeitgeberin) angestellt. Am 21. November 2008 sprach diese die Kündigung des Arbeitsverhältnisses auf den 31. Dezember 2008 aus und stellte den Arbeitnehmer frei. Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses blieben diverse Ansprüche des Arbeitnehmers umstritten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B. </div> <div class="para">Am 18. März 2009 erhob der Arbeitnehmer gegen die Arbeitgeberin beim Arbeitsgericht Aarau Klage, mit der er namentlich Fr. 16'654.50 als Lohn und Fr. 8'618.95 als Auslagenersatz, je zuzüglich Zins, verlangte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Urteil vom 23. Oktober 2009 verpflichtete das Arbeitsgericht die Arbeitgeberin, dem Arbeitnehmer Lohn von Fr. 8'614.70 netto nebst Zins zu 5 % seit dem 1. Januar 2009 zu bezahlen und wies im Übrigen die Klage ab. Am 24. Juni 2010 hob das Obergericht des Kantons Aargau in teilweiser Gutheissung einer Appellation des Arbeitnehmers das erstinstanzliche Urteil auf und verpflichtete die Arbeitgeberin, ihm Lohn von Fr. 14'619.35 (Ziff. 1.1) und Auslagenersatz von Fr. 7'118.51 (Ziff. 1.2), je nebst Zins zu 5 % seit dem 1. Januar 2009, zu bezahlen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C. </div> <div class="para">Die Arbeitgeberin (Beschwerdeführerin) erhebt Beschwerde in Zivilsachen mit den Anträgen, Ziffer 1.2 des Urteils des Obergerichts vom 24. Juni 2010 aufzuheben und ihre Verpflichtung zum Auslagenersatz auf Fr. 2'073.71 nebst Zins zu reduzieren. Eventuell sei die Sache zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Arbeitnehmer (Beschwerdegegner) schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Die Vorinstanz verzichtet auf eine Vernehmlassung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Da der Streitwert vor der letzten kantonalen Instanz in der vorliegenden arbeitsrechtlichen Streitigkeit mehr als Fr. 15'000.-- betrug, ist die Beschwerde in Zivilsachen unter diesem Aspekt zulässig (<span class="artref">Art. 74 Abs. 1 lit. a BGG</span> in Verbindung mit <span class="artref">Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG</span>). Auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen sind gegeben, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Die Vorinstanz kam zum Ergebnis, die Beschwerdeführerin habe dem Beschwerdegegner für die Monate April bis November 2008 Auslagen von insgesamt Fr. 21'292.66 zu ersetzen. Davon zog die Vorinstanz insgesamt Fr. 14'174.15 ab, wobei sie folgende Zahlungen berücksichtigte: </div> <div class="para">Fr. 2'977.45 für April 2008; </div> <div class="para">Fr. 4'553.81 für Mai und Juni 2008; </div> <div class="para">Fr. 1'642.90 für Juli 2008 sowie </div> <div class="para">Fr. 5'000.-- "Abschlag Spesen 08-10". </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.2 Die Beschwerdeführerin stellt nicht in Abrede, dass sie für die Monate April bis November 2008 Spesenersatz von insgesamt Fr. 21'292.66 schuldet. Sie macht jedoch geltend, die Vorinstanz habe gemäss <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span> den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt, indem sie versehentlich nicht zusätzlich zu den bereits abgezogenen Beträgen die unbestrittenen Zahlungen von Fr. 2'945.45 vom 17. März 2008 (Spesenabrechnung Februar 2008) und von Fr. 2'099.35 vom 23. April 2008 (Spesenabrechnung März 2008) in Abzug gebracht habe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.3 Die Beschwerdeführerin verkennt, dass nach dem insoweit unangefochtenen Urteil der Vorinstanz über geschuldete und bezahlte Spesen für die Monate Februar und März 2008 unter den Parteien keine Divergenz herrschte und hierüber nicht mehr zu befinden war. Da sich nach eigenen Angaben der Beschwerdeführerin die angeblich zu Unrecht nicht berücksichtigten Zahlungen auf diese beiden Monate bezogen, unterlief der Vorinstanz kein Versehen, wenn sie diese Zahlungen von den für den Zeitraum April bis November 2008 insgesamt geschuldeten Spesen nicht in Abzug brachte. Die Rüge der unrichtigen Sachverhaltsfeststellung erweiset sich damit als offensichtlich unbegründet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdeführerin für das bundesgerichtliche Verfahren kosten- und entschädigungspflichtig (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/68/2" type="start"></artref>Art. 68 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/66/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin hat den Beschwerdegegner für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'000.-- zu entschädigen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 2. Kammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 29. Oktober 2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Klett Gelzer </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>