B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i ch t T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T ri b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II Postfach CH-9023 St. Gallen Telefon +41 (0)58 465 25 60 Fax +41 (0)58 465 29 80 www.bundesverwaltungsgericht.ch Geschäfts-Nr. B-5341/2024 stm/bub/bni Z w i s c h e n v e r f ü g u n g v o m 1 0 . O k t o b e r 2 0 2 4 In der Beschwerdesache Parteien X._______, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Andreas Galli, Grossenbacher Rechtsanwälte AG, Zentralstrasse 44, 6003 Luzern, Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG), Direktionsbereich Grundlagen, Sektion Recht, Taubenstrasse 16, 3003 Bern, vertreten durch die Rechtsanwältinnen Julia Bhend und/oder Alexandra Williams-Winter, Probst Partner AG Rechtsanwälte, Bahnhofplatz 18, 8401 Winterthur, Vergabestelle, Z._______, vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Marco Kaeslin, Kaeslin Bänziger David & Partner, Eichwaldstrasse 7, 6005 Luzern, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Öffentliches Beschaffungswesen - Zuschlag betreffend das Projekt "Kleiderlogistik BAZG" (SIMAP-Meldungsnummer 1432649; Projekt-ID 259874), B-5341/2024 Seite 2 wird festgestellt und in Erwägung gezogen, dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 26. August 2024 beim Bundesverwaltungsgericht gegen die auf der Internetplattform simap.ch am 6. August 2024 publizierte Verfügung der Vergabestelle betreffend den Zuschlag im Beschaffungsverfahren "Kleiderlogistik BAZG" (SIMAP- Meldungsnummer 1432649; Projekt -ID 259874) Beschwerde erhob, und insbesondere beantragte, (1) es sei die Zuschlagsverfügung der Vergabe- stelle vom 6. August 2024 vollumfänglich aufzuheben und (2) es sei der Zuschlag direkt der Beschwerdeführerin zu erteilen, dass die Beschwerdeführerin ebenfalls den prozessualen Antrag stellte , der Beschwerde sei, zunächst superprovisorisch, die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, dass die Beschwerdeführerin mit ihrer Beschwerde ausserdem beantrag- te, es sei ihr umfassende Einsicht in die Akten, welche Grundlage der hier angefochtenen Verfügungen bilden bzw. in deren Zusammenhang ste- hen, zu gewähren, dass die Vergabestelle mit Stellungnahme vom 2. Oktober 2024 ihre Stel- lungnahme zu den prozessualen Anträgen der Beschwerdeführerin sowie die Verfahrensakten eingereicht und beantragt hat, der Beschwerdeführe- rin und der Zuschlagsempfängerin sei keine Einsicht in die im Aktenver- zeichnis speziell gekennzeichneten Unterlagen zu gewähren, dass sich die Beschwerdegegnerin mit Stellungnahme vom 3. Oktober 2024 konstituiert und insbesondere den Antrag gestellt hat, es sei der Be- schwerde die aufschiebende Wirkung nicht zu erteilen, dass sowohl der Beschwerdeführerin als auch der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 3. Oktober 2024 jeweils die für sie bestimmte Fassung der Stellungnahme der Vergabestelle vom 2. Oktober 2024 (inkl. Beilagen 1 bis 7) und der Vergabeakten (inkl. Aktenverzeichnis) zugestellt worden sind, dass in der Folge der Vergabestelle mit Instruktionsverfügung vom 3. Oktober 2024 ein gerichtlicher Abdeckungsvorschlag des Evaluations- berichtes zur umgehenden Stellungnahme zugestellt worden ist, dass in diesem gerichtlichen Abdeckungsvorschlag bereits die vorliegend zu beurteilenden Offenlegungen enthalten waren betreffend die angebo-B-5341/2024 Seite 3 tenen Preis der Beschwerdeführerin für Grundauftrag und Option e iner- seits und betreffend die Detailbewertung der Offerte der Beschwerdegeg- nerin mit jeweils in Prozent angegebenen Beurteilungen mitsamt den Punktezahlen andererseits, dass mit Instruktionsverfügung vom 4. Oktober 2024 ausserdem der Be- schwerdegegnerin der sie betreffende Auszug des gerichtlichen Abde- ckungsvorschlages des Evaluationsberichts zur umgehenden Stellung- nahme zugestellt worden ist nebst der an sie gerichtete instruktionsrich- terlicher Aktennotiz vom 3. Oktober 2024 , aus welcher hervorgeht, was das Gericht offenzulegen gedenkt, dass die Vergabestelle mit Eingabe vom 7. Oktober 2024 ihre Stellung- nahme zu den gerichtlichen Abdeckungsvorschlägen vom 3. und 4. Okto- ber 2024 eingereicht hat, und mitteilt, sie sei mit den Abdeckungsvor- schlägen des Gerichts gemäss Verfügung vom 3. Oktober 2024 im Wesentlichen – mit Ausnahme zweier Aspekte – einverstanden, dass die Vergabestelle entsprechend zuhanden der Beschwerdeführerin einen Evaluationsbericht mit einem im Vergleich zum gerichtlichen Abde- ckungsvorschlag vom 3. Oktober 2024 leicht angepassten Abdeckungs- vorschlag (datiert vom 4. Oktober 2024) ein gereicht und ausgeführt hat, diese Version dürfe der Beschwerdeführerin einzig dann zugestellt wer- den, wenn die Beschwerd egegnerin der Offenlegung der Preisaufteilung zwischen Grundauftrag und Option (Ziff. 3.1 auf S. 5) zugestimmt habe, dass die Vergabestelle in ihrer Stellungnahme vom 7. Oktober 2024 wei- ter dahingehend Stellung genommen hat , dass die Benotung der Be- schwerdegegnerin in Anhang 2 zum Evaluationsbericht (S. 19 ff.; gemäss dem gerichtlichen Abdeckungsvorschlag z wecks Offenlegung der Detail- bewertung der Offerte der Zuschlagsempfängerin ) gegenüber der Be- schwerdeführerin nicht offenzulegen sei, dass die Vergabestelle mit Eingabe vom 8. Oktober 2024 eine Stellung- nahme zur am selben Tag vorab in elektronischer Form zugestellten In- struktionsverfügung vom 8. Oktober 2024 eingereicht hat und darin aus- führt, sie stelle klar, dass sie in ihrer Stellungnahme vom 7. Oktober 2024 – entgegen der Darstellung des Gerichtes auf Seite 2 besagter Verfü- gung – die Offenlegung der Benotung der Beschwerdegegnerin nicht von deren Zustimmung abhängig gemacht habe, sondern unmissverständlich ausgeführt habe, dass und we shalb die Detailbenotung in Anhang 2 zum B-5341/2024 Seite 4 Evaluationsbericht nicht offenzulegen sei, und deren Offenlegung nicht von der Zustimmung der Beschwerdegegnerin abhängig zu machen sei, dass die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 9. Oktober 2024 ihre Stellungnahme zu den gerichtlichen Abdeckungsvorschlägen vom 4. und 8. Oktober 2024 eingereicht hat, und mitteilt, sie sei mit den Abdeckungs- vorschlägen des Gerichts gemäss Verfügung vom 4. Oktober 2024 grundsätzlich – mit Ausnahme zweier Aspekte – einverstanden, dass die Beschwerdegegnerin weiter ausführt, sie sei weder mit einer Offenlegung der Preise von Grundauftrag und Optionen (Ziff. 3.1 auf Sei- te 5 des Evaluationsberichtes) noch mit einer Offenlegung der Benotung ihres Angebotes in Anhang 2 zu m Evaluationsbericht (S. 19 ff.) gegen- über der Beschwerdeführerin einverstanden, dass in der Folge der Beschwerdeführerin mit Instruktionsverfügung vom 9. Oktober 2024 eine gerichtliche Version des Evaluationsberichts zuge- stellt wurde, welche die unbestrit ten gebliebenen Offenlegungen gemäss gerichtlichem Abdeckungsvorschlag enthält, in welcher folgerichtig die Seite 5 betreffend Offertpreise der Zuschlagsempfängerin für Grundauf- trag und Option ebenso fehlt wie die Detailbewertung gemäss Anhang 2, dass sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) bestimmt, soweit das Bundesgesetz vom 21. Ju- ni 2019 über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB, SR 172.056.1 ) und das VGG nichts anderes bestimmen (Art. 55 BöB und Art. 37 VGG), dass gemäss Art. 57 Abs. 2 BöB der Beschwerdeführerin auf Gesuch hin Einsicht in die Bewertung ihres Angebots und in weitere entscheid - relevante Verfahrensakten zu gewähren ist, soweit nicht ü berwiegende öffentliche oder private Interessen entgegenstehen, dass in Submissionsbeschwerdeverfahren ohne Zustimmung der Be- troffenen insbesondere kein allgemeiner Anspruch auf Einsichtnahme in Konkurrenzofferten besteht, weil das in anderen Bereichen üb liche Ak- teneinsichtsrecht gegenüber dem Interesse der Anbieter an der vertrauli- chen Behandlung ihrer Geschäftsgeheimnisse sowie des in den Offertun- terlagen zum Ausdruck kommenden unternehmerischen Know -hows zu- rückzutreten hat (vgl. Art. 51 Abs. 4 Bst. b un d Art. 11 Bst. e BöB; BGE 139 II 489 E. 3.3 "Prozesssteuerungen und Leitsystem "; Urteil des B-5341/2024 Seite 5 BVGer B -6985/2023 vom 5. März 2024 E. 4.1 "Kasernenmobiliar aus Holz"), dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung Geschäftsgeheimnis- se als (1) alle weder offen kundigen noch allgemein zugänglichen Tatsa- chen (relative Unbekanntheit), (2) die der Geheimnisherr tatsächlich ge- heimhalten will (Geheimhaltungswille) und (3) an deren Geheimhaltung der Geheimnisherr ein berechtigtes (objektives) Geheimhaltungsinteresse hat, qualifiziert werden, wobei massgebend ist, ob die geschäftlich rele- vanten Informationen objektiv gesehen als geheimhaltungswürdig gelten (BGE 142 II 268 E. 5.2.2.1 und Urteil des BGer 1C_665/2017 vom 16. Januar 2019 E. 3.3, je mit Hinweisen), dass das Ziel des Rechtsmittelverfahrens in Beschaffungssachen ist, das Vorgehen der Vergabestelle nachvollziehbar zu machen, unter anderem mit Hilfe der Akteneinsicht ( Zwischenverfügung des BVGer B -1606/2020 vom 7. Oktober 2020 E. 3.4 mit Hinweisen "Mediamonitoring ETH- Bereich"; Zwischenentscheid B-2675/2012 vom 5. Dezember 2012 E. 6.6 "Ersatzbeschaffung Billettautomaten"), dass in Bezug auf den Evaluationsbericht als Kernstück der Dokumenta- tion (vgl. Art. 40 Abs. 1 Satz 2 BöB) besonders darauf zu achten ist, dass bei Abdeckungen die Verhältnismässigkeit gewahrt wird (Zwischenverfü- gung des BVGer B-1606/2020 vom 7. Oktober 2020 E. 3.2 mit Hinweisen "Mediamonitoring ETH-Bereich"), dass die Vergabestelle in Bezug auf die Offenlegung der Preise der Be- schwerdegegnerin fes thält, dass es dieser anheimstehe, diesbezüglich ein überwiegendes Geheimhaltungsinteresse geltend zu machen (Stel- lungnahme der Vergabestelle vom 7. Oktober 2024, Rz. 7), dass die Beschwerdegegnerin hierzu in ihrer Stellungnahme beantragt, die Preisaufteilung zwischen Grundauftrag und Option (Ziff. 3.1, S. 5 des Evaluationsberichtes) sei der Beschwerdeführerin nicht offenzulegen , zumal der Beschwerdeführerin mit der Offenlegung des Gesamtpreises bereits alle Informationen vorlägen, welche sie zur Begründung ihrer Be- schwerde benötige (vgl. Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 9. Oktober 2024, Rz. 6), dass die Beschwerdegegnerin zur Begründung ihres Antrages vorbringt, der Beschwerdeführerin sei der Gesamtpreis ja bereits offengelegt wor-B-5341/2024 Seite 6 den und die Kalkulation desselben stelle ein Geschäftsgeheimnis dar (vgl. Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 9. Oktober 2024, Rz. 6), dass die Beschwerdegegnerin weiter ausführt, die Vorbringen der Be- schwerdeführerin kö nnten aufgrund der der Beschwerdeführerin bereits bekannten Informationen beurteilt werden, weshalb die Preisaufteilung zwischen Grundauftrag und Optionen keine entscheidrelevanten Akten gemäss Art. 57 Abs. 2 BöB darstellten (vgl. Stellungnahme der Be- schwerdegegnerin vom 9. Oktober 2024, Rz. 6), dass nach ständiger Rechtsprechung namentlich Detailkalkulationen Ge- schäftsgeheimnisqualität zukommt (Zwischenverfügung des BVGer B-1606/2020 vom 7. Oktober 2020 E. 4.3 mit Hinweisen "Mediamonito- ring ETH -Bereich", Zwischenverfügung des BVGer B -2675/2012 vom 5. Dezember 2012 E. 5.2 und E. 5.4 "Ersatzbeschaffung SBB -Billett- automaten"), dass im Umkehrschluss daraus Gesamtsummen im Zweifel solange kei- ne Geschäftsgeheimnisqualität zuzuerkennen ist, als daraus nicht Rück- schlüsse auf eine Detailkalkulation möglich sind, dass in diesem Sinne das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenent- scheid B-5500/2021 vom 29. Juli 2022 "Tunnelfunkanlagen II" (E. 6.5) die Frage aufgeworfen hat, ob nicht bereits im Rahmen der Begründung der Zuschlagsverfügung der "Angebotspreis" einerseits und die "SBB-Kosten" (während des Lebenszyklus) separat hätten offen gelegt werden müssen, was dann im Rahmen der Akteneinsicht im Beschwerdeverfahren unbe- stritten war, dass die nachgefragte Leistung vorliegend hinreichend verschiedenartige Teilleistungen umfasst, sodass von den offerierten Gesamtsummen für den Grundauftrag einerseits und für die Option andererseits (Ziff. 3.1 auf Seite 5 des Evaluationsberi chtes) auch unter Berücksichtigung, dass d ie Beschwerdeführerin aufgrund der Akteneinsicht bereits über gewisse In- formationen verfügt, keine Rückschlüsse auf die Detailkalkulation möglich sind, dass in Bezug auf die Offenlegung der Detailbenotung des Angebotes der Beschwerdegegnerin in Anhang 2 zum Evaluationsbericht ( vgl. S. 19 ff. des gerichtlichen Abdeckungsvorschlages vom 3. Oktober 2024 ; S. 7-16 des Auszuges für die Beschwerdegegnerin des ge richtlichen Abde- ckungsvorschlages vom 3. Oktober 2024) die Vergabestelle beantragt, B-5341/2024 Seite 7 die Detailbenotung in Anhang 2 zum Evaluationsbericht sei der Be- schwerdeführerin nicht offenzulegen , und deren Offenlegung sei auch nicht von der Zustimmung der Beschwerdegegnerin abhängig zu machen (vgl. Stellungnahme der Vergabestelle vom 7. Oktober 2024, Rz. 8 ff.; Stellungnahme der Vergabestelle vom 8. Oktober 2024, S. 2), dass die Vergabestelle zur Begründung zunächst ausführt, der Be- schwerdeführerin seien durch die V ergabestelle zum einen bereits im Rahmen des Debriefings und der nachträglichen Korrespondenz sämtli- che Angaben gemäss Art. 51 Abs. 3 BöB bekannt gegeben worden (vgl. Stellungnahme der Vergabestelle vom 7. Oktober 2024, Rz. 9 mit Ver- weis), und zum anderen seien ihr die teilweise geschwärzten Vergabeak- ten ebenfalls bereits zugestellt worden, so dass das Akteneinsichtsrecht der Beschwerdeführerin gemäss Art. 57 Abs. 2 BöB gewahrt sei (vgl. Stel- lungnahme der Vergabestelle vom 7. Oktober 2024, Rz. 10), dass die Vergabestelle weiter ausführt (vgl. Stellungnahme der Vergabe- stelle vom 7. Oktober 2024, Rz. 11), dass weder die Begründungspflicht nach Art. 51 Abs. 3 BöB noch das Akteneinsichtsrecht nach Art. 57 Abs. 2 BöB das Recht auf Bekanntgabe bzw. Einsicht in die Detailbenotung des Angebots der Zuschlagsempfängerin umfassen würden, und für die Beur- teilung der Rügen der Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 26. August 2024 die Kenntnis der Detailbenotung des Angebots der Be- schwerdegegnerin nicht relevant sei, weshalb die Offenlegung der Detail- benotung nicht entscheidrelevant im Sinne von Art. 57 Abs. 2 BöB sei (vgl. Stellungnahme der Vergabestelle vom 7. Oktober 2024, Rz. 13), dass die Beschwerdegegnerin ihrerseits beantragt, die detaillierte Beno- tung des Angebotes der Beschwerdegegnerin und dabei insbesondere die Benotung der einzelnen Aspekte der Zuschlagskriterien im Anhang 2 des Evaluationsberichts (S. 7-16 des gerichtlichen Abdeckungsvorschla- ges vom 3. Oktober 2024 [mit blauem Hintergrund ver sehenen und je- weils in Prozent angegebenen Beurteilungen und die mit gelbem Hinter- grund versehenen Punktezahlen ]) seien gegenüber der Beschwerdefüh- rerin vollumfänglich zu schwärzen (vgl. Stellungnahme der Beschwerde- gegnerin vom 9. Oktober 2024, Rz. 5), dass die Beschwerdegegnerin zur Begründung vorbringt, dass aus dieser Detailbenotung einerseits Rückschlüsse auf das Knowhow und die Infra- struktur der Beschwerdegegnerin gemacht werden könnten, was den be- rechtigten Geheimhaltungsinteressen der Beschwerdegegn erin zuwider-B-5341/2024 Seite 8 laufe, und andererseits der Beschwerdeführerin nicht nur bereits die Ge- samtpunktezahl für das Angebot der Beschwerdegegnerin vorliegen wür- den, sondern auch die jeweilige Gesamtpunktezahl der Kriterien 'Kleider- logistik', 'Onlineshop', 'Projektle istungen', Serviceleistungen' und 'Preis' bekannt gegeben worden sei (vgl. Stellungnahme der Beschwerdegegne- rin vom 9. Oktober 2024, Rz. 5), dass die Beschwerdegegnerin schliesslich ausführt, dass s ämtliche Vor- bringen in der Beschwerde vom 26. August 2024 anhand jener Informa- tionen, welche der Beschwerdeführerin bereits bekannt seien, beurteilt werden können, weshalb die detaillierte Benotung keine entscheidrele- vante Akten gemäss Art. 57 Abs. 2 BöB darstellen würden und die Be- schwerdeführerin folglich kein berechtigtes Interesse an deren Offenle- gung habe, weshalb sie ihr auch nicht offenzulegen seien ( vgl. Stellung- nahme der Beschwerdegegnerin vom 9. Oktober 2024, Rz. 5), dass unbestritten ist, dass der Detailbenotung durch di e Vergabestelle keine Offertqualität zukommt, womit die üblichen Regeln betreffend die Akteneinsicht zur Anwendung kommen, dass die Bekanntgabe der Detailbenotung (solange sie sich nicht auf De- tails des Preises bezieh t, sondern wie vorliegend die qualitativen Zu- schlagskriterien betrifft) keine Geschäftsgeheimnisse verletzt, wenn nicht bereits aufgrund derselben oder in Kombination mit weiteren, in casu von der Geheimnisherrin nicht substantiiert geltend gemachten Informationen, über welche die Beschwerdeführerin bereits verfügt, Rückschlüsse bei- spielsweise auf die technische Lösung eines Problems oder andere ge- heimhaltungsbedürftige Offertinhalte möglich sind, dass ausserdem festzustellen ist, dass d er gerichtliche Abdeckungsvor- schlag vom 3. Oktober 2024 so gehalten ist, dass – wo vorhanden – die Detailbegründung dazu abgedeckt ist, sodass es dabei bleibt, dass nur die Stärken und Schwächen des Angebotes beschrieben werden, dass ausserdem darauf hinzuweisen ist, dass bereits der W ortlaut von Art. 57 Abs. 2 BöB prima facie darauf hinweist, dass die Bewertung des Angebots im Zweifel entscheidrelevant ist und sich demnach in der Regel nur bei weiteren Verfahrens akten die Frage nach der Entscheidrelevanz stellt, dass Vergabestelle und Beschwerdegegnerin offensichtlich nicht zu hören sind, soweit sie bestreiten, dass es sich bei den Offertpreisen für Grund-B-5341/2024 Seite 9 auftrag und Option (gemäss Evaluationsbericht) einerseits und den De- tailbenotungen (gemäss Anhang zum Evaluationsbericht) andererseits um entscheidrelevante Angaben bzw. Akten handelt, da die Beschwerde- führerin eine Bevorzugung der Zuschlagsempfängerin als der bisherigen Anbieterin unter besonderer Berücksichtigung der Frage eines Informati- onsvorsprungs derselben rügt, dass der Beschwerdeführerin demnach Einsicht in die Preise von Grund- auftrag und Optionen (Ziff. 3.1, S. 5 des gerichtlichen Abdeckungsvor- schlages des Evaluationsberichtes vom 3. Oktober 2024) und in die Be- notung des Angebotes der Beschwerdegegnerin in Anhang 2 zum Eva- luationsbericht (S. 19 ff. des gerichtlichen Abdeckungsvorschlages des Evaluationsberichtes vom 3. Oktober 2024; S. 7-16 des Auszuges für die Beschwerdegegnerin des gerichtlichen Abdeckungsvorschlages vom 3. Oktober 2024) zu geben ist, dass diese Akteneinsichtsverfügung nicht unmittelbar zu vollstrecken ist, es sich mit Blick auf das Beschleunigungsgebot jedoch rechtfertigt, nicht ohne Weiteres die Beschwerdefrist abzuwarten (Zwischenentscheid des BVGer B -5500/2021 vom 18. Juli 2023 S. 1 3 "Tunnelfunkanlagen II "; B-1606/2020 vom 7. Oktober 2020 E. 8 "Mediamonitoring ETH-Bereich II"; PETER GALLI/ANDRÉ MOSER/ELISABETH LANG/MARC STEINER, Praxis des öffentlichen Beschaffungsrechts, 3. Aufl. 2013, Rz. 1370 f.), weshalb in Aussicht gestellt wird, dass die Zustellung der Akten an die Beschwer- deführerin am 15. Oktober 2024 erfolgt (vgl. auch Zwischenverfügung des BVGer B 1606/2020 vom 7. Oktober 2020 E. 8 "Mediamonitoring ETH- Bereich II"), sofern die Vergabestelle oder die Beschwerdegegne rin dem Bundesverwaltungsgericht nicht bis zum 14. Oktober 2024 (vorab in elektronischer Form) anzeigt, dass sie eine Anfechtung der vorliegenden Zwischenverfügung erwägt, wobei diesfalls mit der Zustellung der Akten bis zu allfälligen Anordnungen des Bundesgerichts abgewartet würde, dass über die Kosten der vorliegenden Zwischenverfügung mit dem Ent- schied in der Hauptsache zu befinden ist. B-5341/2024 Seite 10 Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 1. 1.1. Der Beschwerdeführerin wird im Evaluationsbericht betreffend die Preise von Grundauftrag und Optionen (Ziff. 3.1 auf Seite 5 des Evaluati- onsberichtes) und in die Benotung des Angebotes der Beschwerdegegne- rin in Anhang 2 zum Evaluationsbericht (S. 19 ff.) im Sinne der Erwägun- gen Einsicht gewährt. 1.2. Die Akten gemäss Ziff. 1.1 hiervor w erden der Beschwerdeführerin am 15. Oktober 2024 zugestellt, soweit dem Gericht bis am 14. Oktober 2024 (vorab in elektronischer Form) nicht seitens der Vergabestelle oder der Beschwerdegegnerin angezeigt wird, dass gegen die vorliegende Verfügung eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten er- wogen wird. 2. Über die Kosten der vorliegenden Zwischenverfügung wird im Endent- schied befunden. 3. Diese Verfügung geht (vorab in elektronischer Form) an die Beschwerdeführerin, die Vergabestelle und die Beschwerdegegnerin. Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der Instruktionsrichter: Marc Steiner B-5341/2024 Seite 11 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich -rechtlichen An- gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG), soweit er einen nicht wiedergutzu machenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 Bst. a BGG) und sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Be- deutung stellt (Art. 83 Bst. f Ziff. 2 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht ein- gereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überge- ben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefoch- tene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die besc hwerdefüh- rende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 10. Oktober 2024