<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">AB.2003.00108</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font face="Times New Roman" size="4">I. Kammer</font><br/> <font face="Times New Roman" size="4">Sozialversicherungsrichter Spitz, Vorsitzender</font> <p><font face="Times New Roman" size="4">Sozialversicherungsrichterin Grünig</font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4">Sozialversicherungsrichterin Bürker-Pagani</font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4">Gerichtssekretärin von Streng</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 19. Februar 2004</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">S.___</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Ausgleichskasse</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Sachverhalt:</font></b><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1. Mit Verfügung vom 9. September 2003 forderte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, von S.___ die Nachzahlung von Lohnbeiträgen für das Jahr 2001 (Urk. 7/2). Gleichzeitig forderte sie ihn auf, darauf Verzugszinsen für den Zeitraum vom 1. Januar 2002 bis zum 22. August 2003 in der Höhe von Fr. 24'143.95 zu entrichten (Urk. 7/2). Die Lohnbeiträge, welche die Ausgleichskasse am 22. August 2003 in Rechnung gestellt hatte, wurden am 17. September 2003 bezahlt (Urk. 11, vgl. Urk. 7/4). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Gegen die Verfügung vom 9. September 2003 erhob S.___ am 26. September 2003 Einsprache und beantragte sinngemäss, die Verfügung sei in Bezug auf die Verzugszinsen aufzuheben (Urk. 7/3). Mit Entscheid vom 29. September 2003 wies die Ausgleichskasse die Einsprache ab (Urk. 2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2. Dagegen erhob S.___ am 20. Oktober 2003 Beschwerde mit dem Antrag, den Einspracheentscheid aufzuheben (Urk. 1). In der Beschwerdeantwort vom 1. Dezember 2003 schloss die Ausgleichskasse auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Nachdem der Beschwerdeführer innert Frist keine Replik eingereicht hatte, so dass Verzicht darauf anzunehmen war, wurde der Schriftenwechsel am 2. Februar 2004 geschlossen (Urk. 10).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Auf die Vorbringen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Das Gericht zieht in Erwägung:</font></b><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1. Gemäss Art. 41</font><sup><font face="RotisSerif" size="4">bis </font></sup><font face="RotisSerif" size="4">Abs. 1 lit. b der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV) haben Beitragspflichtige auf für vergangene Kalenderjahre nachgeforderten Beiträgen ab dem 1. Januar nach Ablauf des Kalenderjahres, für welches die Beiträge geschuldet sind, Verzugszinsen zu entrichten. Der Zinsenlauf endet bei Beitragsnachforderungen mit der Rechnungsstellung, sofern die Beiträge innert Frist bezahlt werden (Art. 41</font><sup><font face="RotisSerif" size="4">bis</font></sup><font face="RotisSerif" size="4"> Abs. 2 AHVV). Der Satz für Verzugszinsen beträgt 5 % im Jahr (Art. 42 Abs. 2 AHVV).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Die Verzugszinsen sind als Ausgleichszinsen ausgestaltet, d.h. der Zinsverlust bzw. der Zinsgewinn, den die Ausgleichskasse bzw. der Schuldner bei verspäteter Zahlung erfahren, soll ausgeglichen werden. Die Pflicht zur Entrichtung von Verzugszinsen ist verschuldensunabhängig (BGE 109 V 8; ZAK 1985 S. 275). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2. Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe der Ausgleichskasse bereits im Dezember 2001 die Jahresabrechnung 2001 mit einem erklärenden Schreiben dazu sowie weiteren Unterlagen zustellen lassen. Sie hätte somit die Beiträge ohne Zinsfolgen festsetzen zu können (Urk. 1). Die Zahlung sei allein deshalb verspätet erfolgt, weil ohne sein Verschulden verspätet Rechnung gestellt worden sei. Durch die Zahlung von Verzugszinsen würde ihm ein Nachteil erwachsen, ohne dass ein Verschulden seinerseits vorliege. Das könne nicht im Sinne des Gesetzes sein. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Dem hält die Ausgleichskasse entgegen, sie habe die vom Beschwerdeführer genannten Unterlagen, insbesondere die Jahresabrechnung 2001, erst anlässlich einer Arbeitgeberkontrolle am 15. August 2003 erhalten (Urk. 6). Dass sie bereits vor diesem Zeitpunkt im Besitz der Abrechnung gewesen sei, treffe nicht zu. Abgesehen davon sei der Einwand unbehelflich, da es für die Verzugszinspflicht und ihre Dauer nicht darauf ankomme, ob den Beitragspflichtigen oder die Ausgleichskasse ein Verschulden an der Verzögerung der Beitragsfestsetzung oder Beitragszahlung treffe. Der Verzugszins habe einzig zum Zweck, der AHV den durch die verspätete Beitragszahlung erlittenen Zinsverlust auszugleichen. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3. Den Ausführungen der Ausgleichskasse ist beizupflichten. Der Beschwerdeführer hat sein Vorbringen, wonach er die Jahresabrechnung 2001 sowie weitere Unterlagen bereits im Dezember 2001 der Ausgleichskasse eingereicht habe, nicht belegt. Abgesehen davon könnte er daraus keine Vorteile ableiten, da die Verpflichtung zur Entrichtung von Verzugszinsen entsteht, sobald die in Art. 41</font><sup><font face="RotisSerif" size="4">bis</font></sup><font face="RotisSerif" size="4"> AHVV genannten Voraussetzungen erfüllt sind. Weiterer Voraussetzungen bedarf es nicht, insbesondere ist die Verzugszinspflicht unabhängig von einem Verschulden. Der Beschwerdeführer hat vom 1. Januar 2002 bis 22. August 2003 über die Summe der Beiträge verfügt, die eigentlich der AHV gehörten. Er hatte die Möglichkeit, sie zinstragend anzulegen. Es ist daher billig, wenn er diese Zinsen jetzt der AHV zukommen lassen muss. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Die Ausgleichskasse hat mit Verfügung vom 9. September 2003 die Nachzahlung der Lohnbeiträge für das Jahr 2001 angeordnet. Für den Beginn des Zinsenlaufes ist damit Art. 41</font><sup><font face="RotisSerif" size="4">bis</font></sup><font face="RotisSerif" size="4"> Abs. 1 lit. b AHVV anwendbar. Die Lohnbeiträge wurden innert Frist bezahlt, so dass der Zinsenlauf gemäss Art. 41</font><sup><font face="RotisSerif" size="4">bis</font></sup><font face="RotisSerif" size="4"> Abs. 2 AHVV mit der Rechnungsstellung am 22. August 2003 endete. Die Ausgleichskasse hat dem Beschwerdeführer auf den nachgeforderten Lohnbeiträgen für das Jahr 2001 für die Zeit vom 1. Januar 2002 bis 22. August 2003 Verzugszinsen auferlegt. Die Berechnung der Verzugszinsen als solche ist vom Beschwerdeführer nicht beanstandet worden, und es finden sich in den Akten auch keine Hinweise für offensichtliche Fehler. Damit hat die Ausgleichskasse die Verzugszinsen richtig festgesetzt. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Der angefochtene Einspracheentscheid vom 29. September 2003 erweist sich als gesetzeskonform, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5"> </font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5"> </font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Das Gericht erkennt:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- S.___ unter Beilage einer Kopie von Urk. 11</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, unter Beilage einer Kopie von Urk. 11</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherung</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Bezüglich Beiträge an die Familienausgleichskasse ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.</font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font> </p><p><font face="Times New Roman" size="4"> </font> </p></div></body></html>