<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE - Archiv</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">ZwangsmassnahmenimAusländerrecht</span> <span class="page_no">377</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> [...]<br/> <br/> <span class="ft2"><b>82</b></span> <span class="ft2"><b>Ausschaffungshaft; Untertauchensgefahr; Dublin-Verfahren</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Kann dem Wegweisungsentscheid des BFM nicht entnommen werden,</b></span><br/> <span class="ft2"><b>wann und wo sich eine betroffene Person hätte melden müssen, wenn sie</b></span><br/> <span class="ft2"><b>die Schweiz selbständig hätte verlassen wollen, darf ihr nicht vorgewor-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>fen werden, sie habe die Schweiz auf offensichtlich unzulässige Weise zu</b></span><br/> <span class="ft2"><b>verlassen versucht, wenn ihr die Ausreise mit dem Zug nicht gelingt</b></span><br/> <span class="ft2"><b>(E. II./3.3.).</b></span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2009</span> <span class="title">RekursgerichtimAusländerrecht</span> <span class="page_no">378</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft3">Entscheid des Präsidenten des Rekursgerichts im Ausländerrecht vom</span><br/> <span class="ft3">14. Juli 2009 in Sachen Migrationsamt des Kantons Aargau gegen N.C.I. be-</span><br/> <span class="ft3">treffend Haftüberprüfung (1-HA.2009.86).</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">II. 3.3. (...) Der Gesuchsgegner wurde mit Entscheid des BFM</span><br/> <span class="ft1">vom 10. Juni 2009 nach Italien weggewiesen und aufgefordert, die</span><br/> <span class="ft1">Schweiz sofort zu verlassen. Dem Wegweisungsentscheid des BFM</span><br/> <span class="ft1">ist trotz Art. 20 Abs. 1 lit. e der Dublin II-Verordnung einmal mehr</span><br/> <span class="ft1">nicht zu entnehmen, bis wann der Gesuchsgegner nach Italien rück-</span><br/> <span class="ft1">überführt werden kann. Er enthält auch keine Angaben darüber, wann</span><br/> <span class="ft1">und wo sich der Gesuchsgegner hätte melden müssen, wenn er die</span><br/> <span class="ft1">Schweiz selbständig Richtung Italien hätte verlassen wollen. Unter</span><br/> <span class="ft1">diesen Umständen kann dem Gesuchsgegner nicht vorgeworfen wer-</span><br/> <span class="ft1">den, er habe die Schweiz auf offensichtlich unzulässige Weise zu</span><br/> <span class="ft1">verlassen versucht. Vielmehr unterstrich der Gesuchsgegner mit sei-</span><br/> <span class="ft1">nem Ausreiseversuch, dass er effektiv gewillt ist, nach Italien auszu-</span><br/> <span class="ft1">reisen. Seine sowohl anlässlich des rechtlichen Gehörs gegenüber</span><br/> <span class="ft1">dem Migrationsamt geäusserte Bereitschaft, auszureisen als auch die</span><br/> <span class="ft1">heutige Bestätigung ist damit glaubhaft und stellt keine Schutzbe-</span><br/> <span class="ft1">hauptung dar.</span><br/></div> </div> </body> </html>