<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2022.00403</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>V. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Ersatzrichterin Curiger<br/>Gerichtsschreiberin Muraro</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">3. März 2023</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Annemarie Gurtner</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">KSPartner</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1974 geborene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> meldete sich am 19. Januar 2017 (Eingangs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">datum) unter Hinweis auf eine psychische Beeinträchtigung bei der Sozialver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/6). Diese tätigte medizinische (Urk. 6/14) und erwerbliche (Urk. 6/6, 6/34) Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klärungen, führte ein Standortgespräch mit dem Versicherten (Urk. 6/15) und zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 6/19).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Mit Schreiben vom 5. November 2019 teilte sie ihm mit, sie übernehme die Kosten für ein Belast</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">barkeitstraining vom 11. November 2019 bis 7. Februar 2020 (Urk. 6/40). Mit Mitteilung vom 30. April 2020 setzte sie den Versicherten darüber in Kenntnis, dass sie die Kosten für ein Aufbautraining vom </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Mai bis 3. November 2020 übernehme (Urk. 6/51). Nachdem die behandelnde Ärztin im Namen des Versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten um die Rentenprüfung gebeten hatte (Urk. 6/63 S. 4), zog die IV-Stelle erneut die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 6/69) und auferlegte dem Versicherten mit Schreiben vom 25. Februar 2021 die Pflicht, sich einer leit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liniengerechten, fachärztlichen, ambulanten und regelmässigen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung für die Dauer von mindestens 6 Monaten zu unterziehen. Dabei sei die Konzentration der verordneten antidepressiv wirksa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men Medikamente labordiagnostisch einmal im Monat zu überprüfen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es werde erwartet, dass diese</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Massnah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">me </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu einer Arbeitsfähigkeit von mindestens 80</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">% führe (Urk. 6/70). Nachdem der Versicherte bekannt gegeben hatte, bei wem er die ihm auferlegte Massnahme durchführen werde (Urk. 6/71), </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">holte die IV-Stelle Verlaufsberichte ein (Urk. 6/78, 6/84, 6/91). Nach durchgeführtem Vorbescheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren verneinte sie mit Verfügung vom 13. Juni 2022 einen Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 2 [= 6/118]).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 12. August 2022 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht und beantragte, die angefochtene Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung sei aufzuheben und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es seien ihm die gesetzlichen Leistungen, insbeson</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dere eine ganze Invalidenrente, zuzusprechen (Urk. 1 S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 29. September 2022 schloss die IV-Stelle auf Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisung der Beschwerde (Urk. 5), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 4. Oktober 2022 angezeigt wurde (Urk. 7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung (IVV) in Kraft getreten.</span></p><p><span> </span><span>In zeitlicher Hinsicht sind </span><span>–</span><span> vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege</span><span>lungen </span><span>–</span><span> grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit</span><span>punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1</span><span>bis</span><span> IVG) und jener des Renten</span><span>anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (</span><span>vgl. </span><span>Rz</span><span>. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangs</span><span>bestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">A</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:</span></p><p><span>a.</span><span> </span><span>ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span>gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p><span>b.</span><span> </span><span>während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span>tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p><span>c.</span><span> </span><span>nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p><span> </span><span>Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span>telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1).</span></p><p><span> </span><span>Eine leicht- bis mittelgradige depressive Störung ohne nennenswerte Inter</span><span>ferenzen durch psychiatrische Komorbiditäten lässt sich im Allgemeinen nicht als schwere psychische Krankheit definieren. Besteht dazu noch ein bedeutendes the</span><span>rapeutisches Potential, so ist insbesondere auch die Dauerhaftigkeit des Gesund</span><span>heitsschadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Erkrankung geschlossen werden kann (BGE 148 V 49 E. 6.2.2 mit Hinweis). Die Anerkennung eines rentenbegründen</span><span>den Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nach</span><span>weis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweis</span><span>losigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span id="XX075"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.7</span><span> </span><span id="XX029"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Leistungen können gemäss Art. 7b IVG nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 dieses Gesetzes oder nach Art. 43 Absatz 2 ATSG nicht nachgekommen ist (Abs.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1). Die Leistungen können in Abweichung von Art. 21 Abs. 4 ATSG ohne Mahn- und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bedenkzeitverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person:</span></p><p><span>a.</span><span> </span><span>trotz Aufforderung der IV-Stelle nach Art. 3c Abs. 6 nicht unverzüglich eine Anmeldung vorgenommen hat und sich dies nachteilig auf die Dauer oder das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit oder der Invalidität auswirkt;</span></p><p><span>b.</span><span> </span><span>der Meldepflicht nach Art. 31 Abs. 1 ATSG nicht nachgekommen ist;</span></p><p><span>c.</span><span> </span><span>Leistungen der Invalidenversicherung zu Unrecht erwirkt oder zu erwirken versucht hat;</span></p><p><span>d.</span><span> </span><span>der IV-Stelle die Auskünfte nicht erteilt, welche diese zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgabe benötigt (Abs. 2).</span></p><p><span> </span><span>Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (Abs. 3). In Abweichung von Art. 21 Abs. 1 ATSG werden Hilflosenentschädigungen weder verweigert noch gekürzt (Abs. 4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen, zur Prüfung des Gesundheitszu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standes seien bei den behandelnden Ärzten sowie bei der zuständigen Kranken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">taggeldversicherung laufend medizinische Berichte eingeholt worden. Am 25.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2021 sei dem Versicherten eine Schadenminderungspflicht auferlegt worden. Dieser Pflicht sei er nicht nachgekommen. So sei die Konzentration der verordneten antidepressiv wirksamen Medikamente nicht monatlich überprüft worden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss beweiskräftigem Gutachten des Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom November 2018, wäre mit einer leitliniengerechten Behandlung eine Arbeitsfähigkeit von 80 % erreicht worden. Es bestehe daher kein Anspruch auf eine Invalidenrente (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Prognose des Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe sich nicht bewahrheitet. Trotz leitliniengerechter Behandlung habe sich sein Gesundheitszustand nicht gebessert. Vielmehr sei er in seiner Erwerbsfähigkeit so stark eingeschränkt, dass er Anspruch auf eine ganze Rente habe. Überdies sei unklar, ob die IV-Stelle ihm eine Schadenminderungs- oder eine Mitwirkungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht auferlegt habe. So oder so habe sie jedoch zu Unrecht auf eine 80%ige Arbeitsfähigkeit geschlossen. Anhand der medizinischen Akten sei ausgewiesen, dass er alle Therapieoptionen wahrgenommen und seine Arbeitsfähigkeit trotz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem nicht wiedererlangt habe (Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im vom zuständigen Krankentaggeldversicherer in Auftrag gegebenen Gutachten des Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 27. November 2018 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wurde folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 6/19 S. 98):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F33.1), erste Episode 2014</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte klage darüber, nicht gut schlafen zu können. Er sei müde, ener</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gielos, habe das Gefühl, als würde er die Umwelt durch eine grosse Glasscheibe von aussen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">betrachten, am Leben aber nicht teilnehmen. Die Stimmung sei durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehend gedrückt. Er habe sich zurückgezogen und seine Interessen aufgegeben (Urk. 6/19 S. 86).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte sei allseits orientiert. Die Stimmung wirke gedrückt und mittel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gradig zum depressiven Pol verschoben. Er sei vermindert schwingungsfähig und verfüge über ein reduziertes Gesamtspektrum an Emotionen. Der affektive Rapport komme problemlos zustande. Die Aufmerksamkeit könne für die Dauer der Untersuchung durchgehend aufrecht erhalten werden. Die Konzentration sei ungestört. Merkfähigkeitsstörungen würden sich keine zeigen. Gestik und Mimik würden unauffällig erscheinen, Antrieb und Psychomotorik seien reduziert (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/19 S. 94-95).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur Arbeitsfähigkeit hielt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> fest, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beim Versicherten sei </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in angestammte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Tätigkeit ab Januar 2019 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen, die im Verlauf alle vier Wochen um 20% gesteigert werden könne. In einer optimal an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gepassten Tätigkeit, bei einem konfliktarmen Arbeitgeber, mit der Möglichkeit sich zurückzuziehen, ohne Tätigkeiten, die ein hohes Mass an Dauerkonzentration und Daueraufmerksamkeit abverlangen und kein hohes Mass an Kreativität voraussetzen würden, bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Es werde dringend eine Anpassung der medikamentösen Behandlung, entsprechend den gängigen Leitlinien zur Behandlung von unipolaren depressiven Episoden, empfohlen (Urk. 6/19 S. 107).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die behandelnden Fachärzte der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span id="CURSOR"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellten im Austrittsbericht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 6/14 S. 2 ff.) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über eine vom 20. November 20</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8 bis 25. Januar 2019 dauernde Hospitalisation die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(ICD-10</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">:</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> F33.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Patient</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erscheine gepflegt, höflich und im Kontakt zugewandt. Er sei allseits orientiert, Aufmerksamkeits- und Auffassungsstörungen bestünden nicht. Die Konzentration sei mittelgradig bis stark gestört. Im Affekt erscheine der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Patient</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> teilnahmslos, der Antrieb sei deutlich reduziert mit anhaltender Tagesmüdigkeit. Die Psychomotorik sei intakt (Urk. 6/14 S. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen des stationären Aufenthaltes sei die Abgabe des Antidepressivums kontrolliert erfolgt. Die Blutspiegelkontrolle zeige einen Spiegel des Anti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">depressivums im unteren Referenzbereich, weshalb von einer rascheren Metabo</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lisierung auszugehen sei (Urk. 6/14 S. 4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur Arbeitsfähigkeit hielten die behandelnden Fachärzte fest, während des statio</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nären Aufenthaltes habe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden (Urk. 6/14 S. 5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 20. April 2020 (Urk. 6/63 S. 8 ff.)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über eine vom 13. Februar bis 12. April 2020 erfolgte Hospitalisation</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> wurde als Diagnose </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> genannt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Patient </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über eine depressive Symptomatik mit Schlafstörungen, eine deprimierte Stimmungslage, Konzentrationsstörungen, Lustlosigkeit sowie Erschöpfung (Urk. 6/63 S. 8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Patient sei wach und allseits orientiert. Konzentration und Merkfähigkeit seien leicht reduziert. Das Langzeitgedächtnis erscheine intakt. Anhaltspunkte für psychotische Erleben bestünden nicht. Die emotionale Schwingungsfähigkeit erscheine deutlich reduziert, ebenso der Antrieb (Urk. 6/63 S. 9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, während des stationären </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufenthalts </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sowie bis am 30. April 2020 bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/63 S. 11).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die behandelnde Psychiaterin, Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fachärztin für Psychiat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rie und Psychotherapie, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berichtete am 26. November 2020 über den Verlauf (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/63 S. 1 ff.) und hielt fest, ihr Patient befinde sich in einer mittelgradigen bis schweren depressiven Episode mit ausgeprägter Antriebslosigkeit, Niederge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlagenheit, Erschöpfungssymptomatik, Freud- und Interesselosigkeit, Hoff</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nungslosigkeit, Zukunftsängsten, Selbstzweifeln, fehlendem Selbstvertrauen, lebensmüden Gedanken, Appetitlosigkeit und Ein- und Durchschlafstörungen (S.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zum psychopathologischen Befund führte s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aus, der Patient sei wach und all</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seits orientiert. Aufmerksamkeit und Auffassung seien mittelgradig gestört, gleiches gelte für die Konzentration. Mnestische Störungen bestünden nicht. Die emotionale Schwingungsfähigkeit sei leicht reduziert, der Antrieb ebenfalls. Die Psychomotorik sei intakt (Urk. 6/63 S. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur Arbeitsfähigkeit hielt sie fest, der Verlauf der letzten zwei Jahren habe gezeigt, dass es dem Patienten zurzeit nicht möglich sei, eine Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zu erreichen, weshalb um eine Rentenprüfung gebeten werde. Er sei in seiner Belastbarkeit eingeschränkt, leide unter raschen Überfor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derungsgefühlen, der fehlenden Fähigkeit sich abzugrenzen, die eigene Belast</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">barkeit zu spüren und diesbezüglich für sich einzustehen. Er zeige eine hohe Leistungsbereitschaft (Urk. 6/63 S. 4-5).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem die IV-Stelle dem Versicherten mit Schreiben vom 25. Februar 2021 die Pflicht auferlegt hatte, sich einer leitliniengerechten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psychotherapeutischen Behandlung zu unterziehen, wobei die Konzentration der antidepressiv wirken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Medikamente monatlich zu überprüfen sei (Urk. 6/70), gab Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">B.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der IV-Stelle am 24. März 2021 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Therapieplan bekannt. Der Versicherte befinde sich seit Januar 2019 in ihrer Behandlung, wobei die Konsultationen seit Januar 2021 in einem zweiwöchentlichen Rhythmus stattfinden würden. Ab April 2021 werde die Therapie von Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, weitergeführt, wobei ein wöchentlicher Rhythmus vorgesehen sei (Urk. 6/78 S. 1). Der Patient leide unter einer anhaltenden, mittlerweile chronisch anmutenden, depressiven Episode im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung. Es würde sich immer deutlicher das Vorliegen einer kombinierten Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sönlichkeitsstörung mit ängstlich-vermeidenden und vor allem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dependenten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Anteilen zeigen (Urk. 6/78 S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit am 28. Oktober 2021 bei der IV-Stelle eingegangenem Bericht berichtete Dr.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über den Verlauf und nannte folgende Diagnosen (Urk. 6/88 S. 1):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelgradig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> bis schwere de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">pressive Episode (ICD-10: F33.1), erste Episode 2014</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen im Sinne von psychischen und Verhaltensstörungen durch Sed</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">a</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">tiva und Hypnotika, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F13.10) </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F6), ängstlich (vermeidende) Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.6) oder abhängige (asthenische) Per</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sönlichkeitsstörung</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Patient sei vollständig orientiert, Auffassungs- und Aufmerksamkeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">störungen würden keine vorliegen. Anamnestisch seien Konzentrations- und Gedächtnisstörungen vorhanden. Im Affekt wirke er ängstlich, unsicher, wenig schwingungsfähig, niedergeschlagen, psychomotorisch leicht angespannt (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/88 S. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur Arbeitsfähigkeit hielt sie fest, diese könne durch medizinische Massnahmen verbessert werden. Zurzeit reiche die Belastbarkeit für Massnahmen der Wieder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eingliederung nicht, es könnte jedoch in ungefähr einem halben Jahr ein erneuter Wiedereingliederungsversuch gestartet werden (Urk. 6/88 S. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem die IV-Stelle mit Schreiben vom 9. November 2021 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Rückfragen zur auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erlegten Massnahme gestellt hatte (Urk. 6/89), teilte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit, es sei eine leitliniengerechte Behandlung durchgeführt worden, die jedoch zu keiner Steige</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung der Arbeitsfähigkeit geführt habe. Der Versicherte sei nach wie vor vollstän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dig arbeitsunfähig. Die monatliche Überprüfung der Konzentration der anti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">depressiv wirksamen Medikamente werde als nicht sinnvoll erachtet (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/91). Diesem Bericht legte Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ein «Standardlabor mit EKG» bei, in welchem keine Messung der antidepressiv wirkenden Medikamente ersichtlich ist (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/91 S. 4 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle stützte sich bei ihrem Entscheid vom 13. Juni 2022 auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schätzung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 27. November 2018 und stellte sich auf den Stand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkt, es sei überwiegend wahrscheinlich belegt, dass die Durchführung einer leitliniengerechten Therapie zu einer 80%igen Arbeitsfähigkeit geführt hätte (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zwar ist der IV-Stelle darin beizupflichten, dass das Gutachten des Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu überzeugen vermag. Es beruht auf sorgfältigen und allseitigen Untersuchungen und ist in Kenntnis der relevanten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorakten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> abgegeben worden. Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erhob detaillierte Befunde und stellte eine hieraus begründete Diagnose, zudem legte er die medizinischen Zustände und Zusammenhänge schlüssig dar und begründete seine Schlussfolgerungen nachvollziehbar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, weshalb</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seine Beurteilung die recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechungsgemässen Anforderungen an beweistaugliche Entscheidungsgrund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lagen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erfüllt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu berücksichtigen ist indes, dass die Einschätzung des Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im November 2018 erfolgte und der Entscheid der IV-Stelle erst im Juni 2022 fiel. Gemäss bun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">desgerichtlicher Rechtsprechung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">begründet ein Zeitraum von zwei Jahren zwi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen der Erstattung der als massgebend erachteten Berichte und dem Erlass der Verfügung für sich allein noch keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, wenn bei fehlenden Hinweisen für eine Veränderung des Gesundheitszustandes weiterhin darauf abgestellt wird (Urteil des Bundesgerichts 8C_1024/2010 vom 3.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">März 2011 E. 2.1). Vorliegend handelt es sich jedoch nicht um einen Zeitraum von zwei Jahren, sondern um einen solchen von dreieinhal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">b.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Auch wenn </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Berichte der behandelnden Ärzte eher auf einen gleich gebliebenen Gesundheits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zustand des Beschwerdeführers hindeuten, rechtfertigt es sich nicht, unbesehen auf den Bericht des Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> abzustellen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entgegen der Ansicht des Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführers</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eignen sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jedoch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auch die Berichte der behandelnden Ärzte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entscheidgrundlage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Zum einen erscheint die attestierte vollständige Arbeitsun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">angesichts des meist relativ unauffälligen Befundes nicht nachvollzieh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar. Zum anderen ist zu berücksichtigen, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leicht- bis mittelgradige depressive Störung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ohne nennens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werte Interferenzen durch psychiatrische Komorbiditäten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nur in Ausnahmefällen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> als schwere psychische Krankheit definieren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> lassen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(BGE 148 V 49 E. 6.2.2 mit Hinweis)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Weshalb vorliegend von einem solchen Ausnahmefall ausgegangen werden sollte, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lässt sich den Berichten nicht entnehmen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vor diesem Hintergrund wäre die IV-Stelle gehalten gewesen, weitere medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Abklärungen vorzunehmen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damit, dass sie dies unterliess, verletzte sie den </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Untersuchungsgrundsatz. Die angefochtene Verfügung vom 13. Juni 2022 ist daher aufzuheben und die Sache ist an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese weitere medizinische Abklärungen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätige </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und hernach über den Leistungsan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch des Versicherten neu entscheide. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantona</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verwei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Rahmens auf Fr. 600.-- festzusetzen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ausgangsgemäss hat der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung. Entsprechend der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses ist ihm eine Entschädigung von Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2’100</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.-- (inkl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">M</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">W</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">St</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) zuzusprechen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">vom </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">13. Juni 2022</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre und hernach über den Rentenanspruch de</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">s</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">s</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> neu verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> eine Prozessentschä</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">digung von Fr. </span><span id="Text3"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2’100</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">MWSt</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Annemarie Gurtner</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>VogelMuraro</p><p><br/></p><p><br/></p><div><p> </p></div></div> </div></body></html>