<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.1999.00272</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105290&amp;W10_KEY=13013583&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.1999.00272</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.01.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausweisung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der Beschwerdeführer [*1949] befindet sich seit Ende 1976 in der Schweiz. Er ist geschieden und hat zwei volljährige Söhne. Seit 1990 erfolgten zwei Verurteilungen zu insgesamt knapp acht Jahren Zuchthaus wegen Betäubungsmittelhandels. Die öffentlichen Interessen an einer Ausweisung überwiegen die privaten; Abweisung der Beschwerde (E. 2). Verweigerung von UP/URB wegen Aussichtslosigkeit (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUSWEISUNG">AUSWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERESSENABWÃGUNG">INTERESSENABWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)">UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 10 lit. Ia ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 11 lit. III ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 16 lit. III ANAV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Der 1949 geborene griechische StaatsangehÃ¶rige A. B. heiratete im Jahr 1973 die in der Schweiz niedergelassene griechische StaatsangehÃ¶rige E., geborene F., und reiste im Dezember 1976 in die Schweiz ein. Seither hÃ¤lt er sich im Kanton ZÃ¼rich auf, wo er die Niederlassungsbewilligung besitzt. Aus der Ehe gingen zwei 1975 und 1977 geborene (und heute erwachsene) SÃ¶hne hervor. Die Ehe wurde 1983 geschieden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>A. B. wurde wegen folgender Straftaten rechtskrÃ¤ftig verurteilt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- Mit Berufungsurteil vom Juni 1991 bestrafte ihn das Obergericht des Kantons ZÃ¼rich wegen wiederholter Widerhandlung gegen das Bun­des­gesetz Ã¼ber die BetÃ¤ubungsmittel mit drei Jahren und sechs Mo­na­ten Zuchthaus. Zudem wurde er verpflichtet, vom unrechtmÃ¤ssig er­lang­ten VermÃ¶gensvorteil Fr. ..... an die Staatskasse abzuliefern.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- Mit Urteil vom April 1997 bestrafte ihn das Bezirksgericht ZÃ¼rich wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz zu viereinviertel Jahren Zuchthaus. ZusÃ¤tzlich wurde er verpflichtet, vom unrechtmÃ¤ssig erlangten VermÃ¶gensvorteil Fr. ..... an die Staats­kasse abzuliefern.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>A. B. weilte vom Februar 1992 bis November 1993 und er­neut vom April 1997 bis August 1999 im Strafvollzug. Als Folge der ersten Zucht­hausstrafe war ihm durch die Di­rek­tion der Polizei (heute: Direktion fÃ¼r Soziales und Si­cherheit) bereits im Januar 1993 die Ausweisung aus der Schweiz angedroht worden. Nachdem er im Auftrag der Fremden­po­lizei im April 1998 im Hinblick auf Entfer­nungs­massnahmen befragt worden war, be­schloss der Regierungsrat im Juli 1999 seine Ausweisung aus der Schweiz fÃ¼r die Dauer von zehn Jahren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Eingabe vom September 1999 liess A. B. dem Verwal­tungsgericht mit Be­schwerde beantragen, der Beschluss des Regierungsrats sei aufzuheben und es sei ihm fÃ¼r das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewÃ¤hren. Durch die Di­rek­tion fÃ¼r Soziales und Sicherheit liess der Regierungsrat im Oktober 1999 beantragen, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremden­polizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen­steht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in der Fassung vom 8. Juni 1997 [VRG]). Dies ist der Fall bei einer Ausweisung, die von einer kantonalen BehÃ¶rde aufgrund von Art. 10 f. des Bundesgesetzes Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder vom 26. MÃ¤rz 1931 (ANAG) angeordnet wird (Art. 100 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes Ã¼ber die Organisation der Bundesrechtspflege vom 16. De­zember 1943/4. Oktober 1991).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die gegen den BeschwerdefÃ¼hrer ausgesprochene Ausweisung stÃ¼tzt sich auf seine strafrechtliche Verurteilung und damit auf den Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG. Nach dieser Bestimmung kann ein AuslÃ¤nder aus der Schweiz ausgewiesen werden, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde. Bei einer solchermassen begrÃ¼ndeten Ausweisung ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht und damit auch die Beschwerde an das Verwaltungsgericht gegen den entsprechenden Regierungsratsbeschluss zulÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG ist im vorliegenden Fall unstreitig erfÃ¼llt. Indessen soll die Ausweisung nur verfÃ¼gt werden, wenn sie nach den ge­sam­ten UmstÃ¤nden verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint (Art. 11 Abs. 3 Satz 1 ANAG). Dabei ist namentlich auf die Schwere des Verschuldens des AuslÃ¤nders, auf die Dauer seiner Anwe­senheit in der Schweiz sowie auf die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile abzu­stellen (Art. 16 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung zum ANAG vom 1. MÃ¤rz 1949). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Mit insgesamt knapp acht Jahren Freiheitsstrafe ist das schwere Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers durch die Strafgerichte hinlÃ¤nglich belegt. Das Verwaltungsgericht hat die WÃ¼rdigung des Verschuldens durch diese Gerichte nicht zu hinterfragen. Das Bezirks­gericht ZÃ¼rich, auf dessen Urteil vom April 1997 der Regierungsrat seinen Auswei­sungs­beschluss wesentlich abstÃ¼tzt, hat zum Verschulden zusammenfassend ausgefÃ¼hrt, der Be­schwerdefÃ¼hrer habe kaum drei Jahre, nachdem er wegen BetÃ¤ubungsmittelhandels eine mehrjÃ¤hrige Zuchthausstrafe verbÃ¼sst habe, sich erneut als DrogenhÃ¤ndler betÃ¤tigt, ohne selber sÃ¼chtig zu sein und obwohl er Ã¼ber eine gesicherte Arbeitsstelle und ein finan­zielles Auskommen verfÃ¼gt habe. WÃ¤hrend rund zehn Monaten habe er mehrmals pro Wo­che Kokain und Heroin umgesetzt in einer Menge, welche die Grenze zum schweren Fall um ein Vielfaches Ã¼berstiegen habe. Dabei sei ihm die GefÃ¤hrlichkeit der Drogen fÃ¼r die Ge­sundheit allein schon aufgrund des Gesundheitszustandes einer Kundin bekannt gewe­sen. StrafschÃ¤rfend falle die mehrfache Tatbegehung in Betracht, straferhÃ¶hend die ein­schlÃ¤gige Vorstrafe sowie die an den Tag gelegte Uneinsichtigkeit; Strafmilderungs‑ und ‑minde­rungs­grÃ¼nde seien keine ersichtlich (act. ...).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Was der BeschwerdefÃ¼hrer dagegen vorbringen lÃ¤sst, ist unbehelflich. Der Ein­wand, er habe nicht als den Drogenhandel beherrschender AuslÃ¤nder gehandelt, habe nie Drogen eingefÃ¼hrt und nie solche an eine Vielzahl von Abnehmern direkt verkauft, muss hier ungehÃ¶rt bleiben, war dies doch seinerzeit vom Strafrichter zu beurteilen. Keine Rede sein kann Ã¼berdies davon, dass auslÃ¤nderrechtliche Konsequenzen erst einsetzen, wenn der Betroffene eine beherrschende Stellung im Drogenhandel einnimmt. Unerheblich ist weiter das Argument, der BeschwerdefÃ¼hrer habe nicht aus Gewinnsucht gehandelt, da er mit den Delikten nicht Gewinne gemacht, sondern seine Schulden reduziert habe. Massgeblich ist die VermÃ¶gensvermehrung, welche bei einem Schuldenabbau ebenso gegeben ist wie bei einem Zuwachs der Aktiven. Ebenfalls vor dem Strafrichter vorzubringen gewesen wÃ¤ren schliesslich die EinwÃ¤nde, er sei von der einzigen Abnehmerin bedrÃ¤ngt worden, immer wieder Drogen zu liefern, und seit seiner Scheidung sei seine persÃ¶nliche Situation er­schÃ¼t­tert. Das Verwaltungsgericht hat keinen Anlass, darauf einzugehen. Abgesehen davon er­scheint es als weit hergeholt, einen direkten Zusammenhang zwischen der 1983 erfolgten Scheidung und den in den 90-er Jahren begangenen BetÃ¤ubungsmitteldelikten zu sehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Ãbrigen betont der BeschwerdefÃ¼hrer seine guten Resozialisierungsaussichten. Einmal ist festzuhalten, dass darÃ¼ber noch keine gefestigten Aussagen mÃ¶glich sind, nach­dem er erst Mitte August des Jahres 1999 aus dem Strafvollzug entlassen wurde. Sodann ist hervorzuheben, dass die Resozialisierung als individuelle Zielsetzung fÃ¼r die AbwÃ¤gung der polizeilichen RechtsgÃ¼ter der Ã¶ffentlichen Ordnung und Sicherheit nur eine unterge­ord­nete Rolle spielen kann (vgl. BGE 125 II 105 E. 2c S. 110). In diesem Zusammenhang ist richtig zu stellen, dass die Entlassung aus dem Strafvollzug in die probeweise Freiheit vom zustÃ¤ndigen Amt (ASMV) keinesfalls ohne Bedenken erfolgt ist, wie dies der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer glauben machen will (vgl. act. ...). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu erwÃ¤hnen bleibt schliesslich, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer nach seiner ersten StrafverbÃ¼ssung von der Fremdenpolizei anfangs 1993 mit aller Deutlichkeit die Auswei­sung aus der Schweiz angedroht worden war. Allein mit RÃ¼cksicht auf seine lange Aufent­haltsdauer und seine damals noch nicht volljÃ¤hrigen, in der Schweiz lebenden SÃ¶hne wurde von einer Ausweisung abgesehen. Die Androhung hielt klar fest, dass bei einem erneuten schweren Verstoss keine RÃ¼cksicht auf die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse mehr genommen wÃ¼r­de (act. ...). Dass der BeschwerdefÃ¼hrer in der Folge nicht nur ge­ring­fÃ¼­gig, sondern erneut schwer im Drogenhandel delinquiert hat, lÃ¤sst nicht den ge­ring­sten Zweifel offen, dass er sich Ã¼ber den Unrechtsgehalt im Klaren war, und zeugt von einer ge­radezu unver­besserlichen Unbelehrbarkeit und Verantwortungslosigkeit. Wenn der Re­gie­rungsrat dar­aus den Schluss gezogen hat, der BeschwerdefÃ¼hrer stelle nach wie vor ein Ri­siko fÃ¼r die Ã¶ffentliche Sicherheit dar, so drÃ¤ngt sich diese Folgerung geradezu als zwin­gend auf. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer kam als 27-jÃ¤hriger in der Schweiz und hÃ¤lt sich seit 23 Jahren im Kanton ZÃ¼rich auf. Bis 1989 verlief seine berufliche Laufbahn unauffÃ¤llig. Von den letzten zehn Jahren verbrachte er rund die HÃ¤lfte im Strafvollzug. Seit seiner Schei­dung im Jahr 1983 pflegte er vorwiegend Kontakte zu seinen (heute erwachsenen) SÃ¶hnen, ferner zu Landsleuten und seiner frÃ¼heren Ehefrau. Zwar ist die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz betrÃ¤chtlich; sie ist indessen nicht gekennzeichnet durch besondere Bindun­gen, AbhÃ¤ngigkeiten oder Integrationsleistungen, die Ã¼ber das Ãbliche hinausgingen und die ein Abweichen von der durch das gewichtige Verschulden angelegten Rechtslage recht­fertigten. Die hauptsÃ¤chlichen Bezugspersonen, seine 24‑ und 22-jÃ¤hrigen SÃ¶hne, haben ihre Berufsausbildung abgeschlossen und sind nicht mehr von ihrem Vater abhÃ¤ngig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) GegenÃ¼ber einem Verbleib in der Schweiz wÃ¤re eine RÃ¼ckkehr nach Griechen­land fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer ohne Zweifel mit gewissen Schwierigkeiten verbunden, verfÃ¼gt er doch in seiner Heimat nur Ã¼ber ein kleines Beziehungsnetz. In wirtschaftlicher Hinsicht mÃ¼sste er zudem, zumindest am Anfang, mit Opfern und EinschrÃ¤nkungen rech­nen. Auf der anderen Seite hÃ¤ngen seine AngehÃ¶rigen nicht von ihm ab; der Beschwerde­fÃ¼hrer muss im Wesentlichen nur fÃ¼r sich selbst sorgen. Er kennt das Land, in dem er seine gesamte Jugendzeit verbrachte, und spricht dessen Sprache. Der Kontakt mit seinen er­wach­se­nen SÃ¶hnen ist ihm nicht verwehrt. Indem er im Gastland massiv und wiederholt gegen die Gesetze verstossen hat, hat er es in Kauf genommen, nicht in der Schweiz ver­bleiben zu kÃ¶nnen. Auch wenn die Ausweisung den BeschwerdefÃ¼hrer hart treffen sollte, so ist sie weder fÃ¼r ihn noch fÃ¼r seine FamilienangehÃ¶rigen in der Schweiz unzumutbar. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat, auf dessen zutreffende BegrÃ¼ndung im Ãbrigen verwiesen wer­den kann (vgl. § 161 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976), hat mithin die erforderliche RechtsgÃ¼terabwÃ¤gung zutreffend vorgenommen und die Beschwerde ist ab­zuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ... </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Privaten kann gestÃ¼tzt auf § 16 Abs. 1 VRG die Bezahlung von Verfahrens­kosten er­las­sen werden, wenn ihnen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und ihr Begehren nicht of­fenbar aus­sichts­los erscheint. Ein Rechtsbegehren ist dann aussichtslos, wenn die Gewinn­aussichten be­trÃ¤chtlich geringer sind als die Verlustgefahren und das Begehren deshalb kaum als ernst­haft bezeichnet werden kann (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Kommentar zum Ver­waltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 16 N. 32 f.). Ausser­dem ist erforderlich, dass die verlang­ten Prozesshandlungen nicht offensichtlich unzulÃ¤ssig sind und der Entscheid fÃ¼r die ge­such­stellende Partei von erheblicher Tragweite ist (RB 1994 Nr. 2). DarÃ¼ber hinaus ge­wÃ¤hrt die Gerichtspraxis gemÃ¤ss § 16 Abs. 2 VRG unter den gleichen Voraussetzungen einen unentgeltlichen Pro­zess­vertreter, sofern die darum nachsuchende Partei zur Wahrung ihrer Rechte eines Rechts­beistands bedarf, weil die sich stellenden Rechtsfragen nicht leicht zu beantworten sind und die gesuchstellende Partei nicht selber rechtskundig ist (BGE 119 Ia 264 E. 3 S. 265 f.; RB 1994 Nr. 4; RenÃ© Rhinow/ Heinrich Koller/Christina Kiss, Ãffentliches Pro­zessrecht und Ju­stizverfassungsrecht des Bundes, Basel und Frankfurt a.M. 1996, Rz. 1181; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 39 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Angesichts der massiven Delinquenz des BeschwerdefÃ¼hrers, die er aus rein fi­nan­ziellen, egoistischen Motiven begangen hat, ist das Ã¶ffentliche Interesse an der Aus­wei­sung im Licht der bundesgerichtlichen Praxis als sehr gewichtig einzustufen. Dagegen ver­mÃ¶gen die in der Beschwerdeschrift vorgebrachten UmstÃ¤nde, welche die Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers an seinem Verbleiben in der Schweiz herausstreichen, aufgrund der pu­blizierten Gerichtspraxis klarerweise nicht aufzukommen. Mithin erwiesen sich die Er­folgs­aussichten des Beschwerde­fÃ¼hrers im vorliegenden Verfahren von allem Anfang an als gering. Infolgedessen sind die Voraussetzungen fÃ¼r die GewÃ¤hrung der unentgelt­lichen Rechtspflege nicht erfÃ¼llt. Die Aussichtslosigkeit des Begehrens steht schliesslich auch der Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands entgegen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> Das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands wird abgewiesen;</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>