<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, der Bundesversammlung einen Gesetzentwurf zu unterbreiten, nach dem die Taggeldberechnung bei der Arbeitslosenversicherung nicht mehr in Werktagen, sondern in Kalendertagen erfolgt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die in der Motion aufgeworfene Frage ist im Rahmen der letzten Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes, die am 1. Juli 2003 in Kraft getreten ist, bereits untersucht worden. Nach eingehender Prüfung wurde das Vorhaben jedoch verworfen, da eine Änderung bei der Taggeldberechnung in der Arbeitslosenversicherung weit über die gewünschte Vereinfachung hinausgegangen wäre. So würde sich eine Taggeldberechnung in Kalendertagen wesentlich auf die Grundstruktur der Arbeitslosenversicherung auswirken, insbesondere auf die Anzahl ausgerichteter Taggelder sowie die Berechnung des Zwischenverdienstes und der Einstellungstage in der Anspruchsberechtigung. Hohe Kosten würde auch die Totalumstellung der Informatiksysteme, mit denen die Dossiers verwaltet und die Auszahlungen der Leistungen vorgenommen werden, verursachen.</p><p>Im Übrigen verläuft die Taggeldverrechnung zwischen der Arbeitslosenversicherung und den anderen Sozialversicherungen bis heute ohne grössere Probleme.</p><p>Der Bundesrat ist deshalb der Ansicht, dass die genannten Nachteile höher zu gewichten sind als der mit einer Vereinheitlichung der Taggeldzahlungen einhergehende Vorteil.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.