<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2015-10-28-4A_442-2015.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4A_442/2015 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 28. Oktober 2015</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Kiss, Präsidentin, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Luczak. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.A.________ und B.A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kreisgericht St. Gallen, 2. Abteilung, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Unentgeltliche Rechtspflege, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts </div> <div class="para">St. Gallen, Einzelrichter im Obligationenrecht, </div> <div class="para">vom 17. August 2015. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>In Erwägung,</b> </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführer am 4. April 2015 gestützt auf eine Klagebewilligung des Vermittleramtes St. Gallen beim Kreisgericht St. Gallen "Verantwortlichkeitsklage/Schadenersatzklage" gegen das Kantonsspital St. Gallen erhoben und verlangten, dieses solle ihnen Fr. 2 Mio. in einen Rentenfonds bezahlen; </div> <div class="para">dass die gleichzeitig gestellten Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege am 20. April 2015 wegen Aussichtslosigkeit der Klage abgewiesen wurden und das Kantonsgericht St. Gallen auf eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde am 18. Mai 2015 nicht eintrat; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführer mit Schreiben vom 30. Mai 2015 erneut an das Kreisgericht gelangten, auf ihre Bedürftigkeit hinwiesen und geltend machten, an der Schlichtungsverhandlung hätten sie keine Gelegenheit gehabt, mit dem Vertreter des Kantons eine Verhandlung zu führen, weshalb sie gezwungen gewesen seien, eine beliebige Schadenssumme zu nennen; </div> <div class="para">dass sie "alle Krankenakten" anforderten und weiterhin um unentgeltliche Rechtspflege und einen Rechtsbeistand nachsuchten, um eine verbesserte Klage einreichen zu können; </div> <div class="para">dass die verfahrensleitende Richterin die Beschwerdeführer darauf hinwies, die Gesuche um unentgeltliche Prozessführung seien rechtskräftig abgewiesen; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführer beim Kantonsgericht eine Rechtsverweigerungsbeschwerde erhoben, weil ihnen die Einreichung einer verbesserten Klage verweigert werde; </div> <div class="para">dass das Kantonsgericht diese Beschwerde am 17. August 2015 mit der Begründung abwies, es sei zwar nicht ausgeschlossen, einer Partei im Hinblick auf die Verbesserung ihrer Klage im Rahmen der Replik trotz vorangehender Abweisung eines Begehrens um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege diese wiedererwägungsweise zu gewähren, dies setze aber voraus, dass die ersuchende Partei hinreichend substanziiert darlege, in welche Richtung die Verbesserung gehen solle, was die Beschwerdeführer mit dem Hinweis, es gehe um die Einsicht der Akten des Kantonsspitals, nicht getan hätten; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführer mit Beschwerde und subsidiärer Verfassungsbeschwerde dem Bundesgericht im Wesentlichen beantragen, alle Entscheide des Kreisgerichts sowie diejenigen des Kantonsgerichts seien " als befangen abzulehnen ", in die Krankenkassenprämie sei eine Rechtsschutzversicherung für Patienten zu implementieren, die Gegenpartei habe zumindest eine schriftliche Stellungnahme/Entschuldigung für ihr Fernbleiben von der Vermittlung abzugeben und die Aussichtslosigkeit dürfe nicht als Argument zur Abweisung einer Verantwortlichkeits-/Schadenersatzklage verwendet werden; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführer auch vor Bundesgericht um unentgeltliche Rechtspflege nachsuchen; </div> <div class="para">dass einer bedürftigen Partei die unentgeltliche Rechtspflege nur gewährt wird, wenn ihr Rechtsbegehren nicht als aussichtslos erscheint (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>); </div> <div class="para">dass der für eine Beschwerde in Zivilsachen erforderliche Streitwert erreicht wird (<span class="artref">Art. 74 BGG</span>), weshalb die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nicht offensteht (<span class="artref">Art. 113 BGG</span>); </div> <div class="para">dass die Beschwerde in Zivilsachen nur zulässig ist gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen, des Bundesverwaltungsgerichts und des Bundespatentgerichts (<span class="artref">Art. 75 Abs. 1 BGG</span>), weshalb die Beschwerde unzulässig ist, soweit sie sich gegen Entscheide des Kreisgerichts richtet; </div> <div class="para">dass die Beschwerde binnen der Frist von <span class="artref">Art. 100 BGG</span> beim Bundesgericht einzureichen ist, weshalb die Beschwerde verspätet ist, soweit darin der Entscheid des Kantonsgerichts vom 18. Mai 2015 beanstandet wird; </div> <div class="para">dass neue Begehren (wie dasjenige betreffend die Rechtsschutzversicherung) unzulässig sind (<span class="artref">Art. 99 Abs. 2 BGG</span>); </div> <div class="para">dass in der Beschwerdeschrift in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), was bedingt, dass auf die Begründung des angefochtenen Urteils eingegangen und im Einzelnen dargetan wird, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegen soll (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=10.10.2015&amp;to_date=29.10.2015&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-86%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page86">BGE 140 III 86</a> E. 2 S. 89, 115 E. 2 S. 116); </div> <div class="para">dass hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten eine qualifizierte Rügepflicht gilt (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=10.10.2015&amp;to_date=29.10.2015&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-I-171%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page171">BGE 138 I 171</a> E. 1.4 S. 176); </div> <div class="para">dass die blosse Darlegung, die Beschwerdeführer hätten gegen den urteilenden Richter des Kantonsgerichts bereits ein Strafverfahren eingeleitet und dieser setze sich immer wieder über ihre Ausstandsbegehren hinweg, den Anforderungen an die Begründung einer Rüge der Verletzung der Garantie eines unbefangenen Richters (<span class="artref">Art. 30 Abs. 1 BV</span>) nicht genügt; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführer zwar gewisse Punkte des angefochtenen Entscheides diskutieren und darlegen, weshalb die Klage nach ihrer Auffassung nicht als aussichtslos hätte angesehen werden dürfen; </div> <div class="para">dass das Kantonsgericht aber die Voraussetzungen nicht als erfüllt betrachtete, unter denen auf den die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege abweisenden Entscheid zurückgekommen werden könne; </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführer sich mit dieser Begründung nicht rechtsgenüglich auseinandersetzen; </div> <div class="para">dass die Beschwerde damit den Begründungsanforderungen (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>) offensichtlich nicht genügt; </div> <div class="para">dass die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nicht offensteht, während die Beschwerde in Zivilsachen, soweit sie zulässig ist, nicht hinreichend begründet ist, weshalb auf die Beschwerden im Verfahren nach <span class="artref"><artref id="CH/173.110/108/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/108/1/a" type="start"></artref>Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG</span><artref id="CH/173.110/108/1/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/108/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/b" type="end"></artref> nicht einzutreten ist; </div> <div class="para">dass die unentgeltliche Rechtspflege mit Blick auf die Aussichtslosigkeit der Beschwerde (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>) nicht gewährt werden kann, das Gesuch aber insoweit gegenstandslos wird, als ausnahmsweise von der Erhebung von Gerichtskosten abzusehen ist; </div> <div class="para">dass keine Parteientschädigung geschuldet ist; </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>erkennt die Präsidentin:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die subsidiäre Verfassungsbeschwerde und auf die Beschwerde in Zivilsachen wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, dem Kreisgericht St. Gallen, 2. Abteilung, und dem Kantonsgericht St. Gallen, Einzelrichter im Obligationenrecht, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 28. Oktober 2015 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Kiss </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Luczak </div> </div></body></html>