B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-4753/2013 U r t e i l v o m 1 2 . S e p t e m b e r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli; Gerichtsschreiberin Christa Grünig. Parteien A._______, geboren (…), seine Ehefrau B._______, geboren (…), und ihre Kinder C._______, geboren (…), D._______, geboren (…), Albanien, alle vertreten durch lic. iur. Philippe Häner, Rechtsanwalt, Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG, (…), Beschwerdeführende, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 14. August 2013 / N (…). D-4753/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Eigenen Angaben zufolge verliessen die Beschwerdeführenden – al- banische Staatsangehörige mit letztem Wohnsitz in E._______ – ihr Hei- matland am 22. Juli 2013 und reisten am selben Tag auf dem Luftweg von F._______ in die Schweiz ein, wo sie am darauffolgenden Tag im Em p- fangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) G._______ um Asyl nachsuchten. Dazu wurden am 2. August 2013 der Beschwerdeführer ( A._______), die Beschwerdeführerin 1 (B._______) sowie die Beschwerdeführerin 2 (C._______) im EVZ G._______ befragt (Befragung zur Person [BzP]) und am 12. August 2013 vertieft angehört (Anhörung). A.b Zur Begründung seines Asylgesuchs machte der Beschwerdefüh rer anlässlich der BzP im Wesentlichen geltend, er fühle sich bedroht in der Heimat, da sein Bruder H._______ am (…) I._______ verletzt habe. Sein Bruder sei daraufhin am (…) oder am (…) verhaftet worden und habe e i- ne Haftstrafe wegen schwerer Körperverlet zung abgesessen. Jegliche Versöhnungsversuche mit der Familie I._______ seien gescheitert. Im (…) habe "jemand" auf seinen Bruder geschossen. Ansonsten gebe es jedoch keine Hinweise, dass genannte Familie ihm oder seiner Familie etwas antun wolle, er habe aber trotzdem Angst, dass dies irgendwann passieren könne, zumal alle seine Brüder geflohen und nur noch er und sein Sohn zurückgeblieben seien. Er sei von (…) bis (…) alleine sowie vom (…) bis (…) mit seiner Familie in J._______ gewesen, und im (…) für einen Tag nach K._______ gegangen. Er habe kein Geld gehabt, um da- mals von J._______ in die Schweiz zu kommen. In J._______ habe ihm ein Priester geraten, in einem anderen Land in Europa Schutz zu suchen, er habe aber nicht gewusst, was sie machen sollten, weshalb sie sich wieder in ihr Heimatland zurückbegeben hätten. Anlässlich der Anhörung führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, sein Bruder H._______ habe grosse Probleme bereitet, weshalb seine Familie sich nun in Blutfehde mit einer anderen Familie befinde. Es sei am (…) zu einem Streit in S._______ gekommen, worauf sein Bruder H._______, welcher früher L._______ geheissen habe, auf seinen Kont- rahenten geschossen und diesen verwundet habe. Sie seien deshalb zu Hause von einer Spezialeinheit der Polizei aufgesucht worden. Die Fami- lie M._______ habe sich später mit ihnen versöhnen können , da sein Bruder den Verwundeten ins Krankenhaus geliefert habe, bevor er unter- getaucht sei. Sein Bruder sei nach diesem Vorfall für (…) bis (…) Monate D-4753/2013 Seite 3 inhaftiert worden und am (…) oder (…) entlassen bzw. frühzeitig entla s- sen worden. In Blutfehde befänden sie sich nur mit der Familie I._______, da sein Bruder am (…) I._______ nach einer (…) mit einer Schusswaffe verletzt habe. Während der Haftzeit des Bruders hätten sie mehrere Ver- söhnungskommissionen eingeschaltet, was die gegnerische Familie j e- doch abgelehnt habe, da sie die Haftstrafe von (…) als zu milde empfun- den habe. Es gebe keine konkreten Hinweise auf eine Rache dieser Fa- milie, jedoch sei diese mächtig und wü rde sich eines Tages rächen und ihn überall in Albanien aufspüren , da es sich bei Albanien um ein "Dorf" handle. Er habe sich nicht mehr sicher gefühlt und Angst um die Kinder gehabt, welche erwachsen geworden seien . Auf seinen Bruder sei vor (…) Jahren au s einem Auto geschossen worden , und sie hätten sich deswegen nach J._______ begeben, seien jedoch nach (…) Monaten wieder nach Albanien zurückgekehrt, da seine Mutter alleine gewesen sei. Sie seien erst jetzt ausgereist, da sie vorher eine solche Reise nic ht hätten finanzieren können. Für die übrigen Aussagen wird auf die Akten verwiesen. A.c Die Beschwerdeführerin 1 machte an der BzP im Wesentlichen ge l- tend, sie sei mit ihrer Familie wegen der drohenden Blutrache ausgereist . Ihr Schwager namens H._______, welc her frühe r L._______ geheissen habe, habe eine Person der (…) verletzt, nachdem es am Silvester (…) einen Streit gegeben habe, wobei keine Versöhnung habe stattfinden können. Ihr Schwager sei noch am selben Abend festgenommen worden und für ca. (…) Monate in Haft gewesen. Sie wisse nicht, wie der Verletz- te heisse, bzw. sie kenne den Namen der Familie, von der die Bedrohung ausgehe, nicht. H._______ habe einen weiteren Streit mit einer Person gehabt und habe deswegen eine Freiheitsstrafe verbüssen müs sen. Da- nach habe er Albanien verlassen. Ein Versöhnungsversuch mit der zwe i- ten Familie sei erfolgreich abgeschlossen worden. Anlässlich der Anhörung gab die Beschwerdeführerin 1 im Wesentlichen zu Protokoll, sie habe an der BzP die beiden Vorfälle verwechs elt, es ha- be ein Missverständnis gegeben. Auch hinsichtlich der Verhaftung habe sie die Daten verwechselt. Es sei so gewesen, dass beim zweiten Vorfall ihr Haus von der Polizei durchsucht worden sei. Ihr Ehemann könne mehr Auskünfte darüber geben. Auf die konkrete Bedrohung angesprochen , führte sie im Wesentlichen aus, die Tatsache, wonach die gegnerische Familie nicht zur Versöhnung bereit gewesen sei, spreche dafür, dass diese noch Rachegelüste verspüre, auch sei auf ihren Schwager g e- schossen worden, was ein Zeichen dafür sei, dass sich die Familie r ä-D-4753/2013 Seite 4 chen wolle. Es sei in Albanien üblich, dass Familien nach vielen Jahre Rache ausübten, weshalb sie zuletzt ihre Kinder aus Angst vor Rache aus den Kursen herausgenommen hätten. Sie hätten erst vor Kurzem die finanzielle Möglichkeit gehabt auszureisen, weshalb sie nicht schon vo r- her geflüchtet seien. Für die übrigen Aussagen wird auf die Akten verwie- sen. A.d Für die Aussagen der Beschwerdeführerin 2 wird auf die Akten ve r- wiesen. A.e Zur Untermauerung ihrer Vorbringen re ichten die Beschwerdeführen- den ein Urteil des Kreisgerichts E._______ vom (…) betreffend den Bru- der des Beschwerdeführers, wonach er wegen schwerer Körperverle t- zung und illegalen Waffenbesitzes zu (…) Haft verurteilt wurde, sowie ei- ne Bestätigung des Vereins für Versöhnung vom (…), wonach die B e- schwerdeführenden wegen einer Sache vom (…) mit I._______ in Blutra- che stünden und keine Einigung habe erzielt werden können. B. B.a Mit Verfügung vom 14. August 2013 – eröffnet am 16. August 2013 – stellte das BFM fest, die Beschwerdeführenden erfüllten die Flüchtling s- eigenschaft nicht, und lehnte die Asylgesuche ab. Gleichzeitig verfügte es die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug. B.b Die Vorinstanz hielt in ihrer Verfügung im Wesentlichen fes t, die Be- schwerdeführenden hätten angegeben, nie persönlichen Kontakt mit der Familie des Opfers gehabt zu haben und dass es zu keinen konkreten Vorfällen gekommen sei, welche auf mögliche Racheakte ihnen gege n- über hätten hinweisen können. Sie hätten ledig lich angegeben, da ss es mit der Familie, welche in den ersten Vorfall des Jahres (…) involviert gewesen sei, zu keiner Versöhnung gekommen sei und die anderen zwei Brüder des Beschwerdeführers im Ausland seien, weshalb sie befürcht e- ten, dass sich vor allem die Familie, mit welcher es keine Versöhnung gegeben habe, an ihnen rächen würde. Der Beschwerdeführer habe au s- drücklich angegeben, von niemandem bedroht worden zu sein. Es b e- stünden somit keine konkreten Hinweise auf eine Verfolgung und kein An- lass zur A nnahme, dass sich eine Verfolgung mit beachtlicher Wah r- scheinlichkeit und in absehbarer Zukunft verwirklichen würde. Dafür sprä- chen sowohl die Umstände, dass die Beschwerdeführe nden angegeben hätten, trotz des bestande nen Problem s nach ihrem Aufenthalt in J._______ nach Albanien zurückgekehrt zu sein und ihnen nie etwas D-4753/2013 Seite 5 passiert sei – obschon sie mit der besagten Familie seit rund (…) Jahren in Blutfehde seien, als auch die Angabe , wonach die Brüder des B e- schwerdeführers seit (…) bzw. (…) Jahren im Ausland seien und dennoch kein konkreter Angriff auf die Beschwerdeführenden stattgefunden habe. Im Übrigen biete der albanische Staat gemäss Kenntnissen des BFM Personen Schutz, die im Zusammenhang mit einer Blutrache Todesdr o- hungen erhielten. Die befürchteten Üb ergriffe würden in Albanien stra f- rechtlich verfolgt und seien daher nur dann asylrechtlich relevant, wenn sie vom Staat angeregt , gebilligt, unterstützt oder tatenlos hingenommen würden. Derartige Hinweise seien dem Sachverhalt jedoch nicht zu en t- nehmen, z umal der Beschwerdeführer zu Protokoll gegeben habe, sich trotz der Befürchtungen nicht an die Behörden gewendet zu haben. Die Vorbringen der Beschwerdeführenden hielten somit den Anforderu n- gen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht stand, aus- serdem sei der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar, technisch möglich und praktisch durchführbar. C. C.a Mit Eingabe vom 23. August 2013 an das Bundesverwaltungsgericht beantragten die Beschwerdeführenden in materieller Hinsicht, die ang e- fochtene Verfügung des BFM sei aufzuheben, es sei ihre Flüchtlingse i- genschaft festzustellen und es sei ihnen Asyl zu gewähren, es sei festz u- stellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, unzumutbar oder unmöglich sei, und es sei die vorläufige Aufnahme zu gewähren . In pr o- zessualer Hinsicht ersuchten sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesges etzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). C.b Mit der Rechtsmittelschrift wurde unter Beilage der Protokolle und der angefochtenen Verfügung des BFM eine Medienberichterstattung bezüg- lich der Blutrache in Albanien sowie ein e Bestätigung der Fürsorgea b- hängigkeit eingereicht . Auf die Begründung der Beschwerde sowie die eingereichten Beweismittel wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den Erwägungen eingegangen. C.c Mit Eingabe vom 26. August 2013 reichte der Rechtsvertreter in Er- gänzung zur Beschwerde die bereits beim BFM eingereichten Beweismit- tel ein. D-4753/2013 Seite 6 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehö rt zu den B e- hörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesve r- waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei- det auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen eines Au s- lieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwa l- tungsgericht endgültig entscheidet. 1.2 Die Beschwerde ist frist - und formgerecht eingereicht. Die Beschwer- deführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrech t, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung ein es zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste- hend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). D-4753/2013 Seite 7 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durchfüh- rung eines Schriftenwechsels verzichtet. 4. 4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefäh r- dung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezif i- schen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG). 4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nach weisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Ung laubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 5. Der Bundesrat bezeichnete mit Beschluss vom 5. Oktober 1993 Albanien als verfolgungssicheren Staat im Sinne von Art. 6 a Abs. 2 Bst. a AsylG. Es erstaunt daher, dass in der Begründung der vorinstanzlichen Verf ü- gung di eser Umstand nicht erwähnt und entsprechend ge würdigt, so n- dern lediglich beim Hinweis auf die verkürzte Beschwerdefrist (mit dem Hinweis auf den zweiten Absatz von Art. 108 AsylG) indirekt aufgenom- men wurde. Den Beschwerdeführenden ist dadurch jedoch kein Recht s- nachteil erwachsen. 6. 6.1 Die Beschwerdeführenden machen geltend, die protokollierte Aussa- ge, sie hätten sich wegen ihres Problem s nicht an die Behörden gewe n- det, sei wahrscheinlich aufgrund von Dialektunterschieden von der Do l- metscherin falsch aufgefasst worden ; tatsächlich hätten sie die Strafve r- folgungsbehörden in E._______ wegen ihres Problem s informiert. Dazu ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführenden den Wortlaut sämtlicher Protokolle mit ihrer Untersch rift bestätigten und sich deshalb ihre Auss a-D-4753/2013 Seite 8 gen grundsätzlich entgegenhalten lassen müssen, zumal sie die überse t- zenden Personen bei der Kurzbefragung beziehungsweise Anhörung gut verstanden haben wollen (vgl. Akten BFM A3/12, A4/11, A5/9, A7/10, A8/9, A7/5). Dolmetscher werden hinsichtlich ihrer sprachlichen Fähigkeit und charakterlichen Eignu ng von der Vorin stanz sorgfältig geprüft und geniessen das volle Vertrauen der Behörden . Sie haben Interpretationen der Vorbringen eines Asylbewerbers zu unterlassen. Der Beschwerdefüh- rer wurde sowohl an der BzP wie auch an der Anhörung gefragt, ob er sich an die Behörden bezüglich seiner angeblichen Gefährdung gewe n- det habe, wobei er dies jeweils verneinte und mit der zu erwartenden Un- tätigkeit beziehungsweise Schutzunwilligkeit der Behörden begründete (vgl. A3/1 S. 8 f., A7/10 S. 6 F45) und die Übersetzungen von jeweils ver- schiedenen Dolmetschern vorgenommen wurden . Dass es zweimal zu dem behaupteten Missverständnis hätte kommen sollen, ist nicht nac h- vollziehbar. Überdies führte die Beschwerdeführerin 1 gar aus, sie hätten keine Anzeige bei den Behörden erstatten können, da sich ihre Familie in dieser Angelegenheit schuldig fühle (vgl. A8/9 S. 4 F.33 f.) . Dass auch diese Aussage aufgrund einer falschen Übersetzung hätte zustande kommen sollen, ist haltlos. Weiter ist den Akten zu entnehmen, dass die bei der Anhörung anwesende Hilfswerkvertretung in den jeweiligen U n- terschriftenblättern keinerlei Einwände zum Protokoll vorbrachte, was diese getan hätte, wenn es während der Anhörung merklich zu Verständi- gungsproblemen zwischen den Beschwerdeführenden und dem D olmet- scher gekommen wäre. Spätestens anlässlich der Rückübersetzung hätte den Beschwerdeführenden Missverständnisse auffallen müssen, was j e- doch den Akten nicht zu entnehmen ist. Demzufolge geht der unsubstan- tiierte und pauschal behaup tete Beschwerdeeinwand fehl, weshalb der Beweisantrag, es seien diesbezügliche Erkundigungen bei den albani- schen Strafverfolgungsbehörden einzuholen, abzuweisen ist und folglich auf die in Aussicht gestellte Nachreichung der Adresse verzichtet werden kann. 6.2 Nach Prüfung der Akten durch das Gericht ist – in Übereinstimmung mit der Vorinstanz – festzustellen, dass es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, dass sie in Albanien aktuell begründete Furcht vor ernsthaften Nach teilen im S inne von Art. 3 AsylG haben müssen, weshalb diesbezüglich vorab auf die z u- treffenden vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen ist. Wie in E. 5 bereits erwähnt, handelt es sich bei Albanien um einen vom Bundesrat als verfolgungssicher bezeichnet en Staat. Dies stellt eine g e-D-4753/2013 Seite 9 setzliche Regelvermutung dar, dass eine asylrelevante staatliche Verfo l- gung nicht besteht und Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung gewährleis- tet ist. Diese Vermutung kann im Einzelfall aufgrund konkreter und su b- stantiierter Hinweise umgestossen werden. Die Vorbringen in der Rechtsmittelschrift sind nicht geeignet, eine Änd e- rung der vorinstanzlichen Verfügung und mithin ein Umstossen der e r- wähnten Regelvermutung zu bewirken, zumal den Ausführungen der Be- schwerdeführenden keine stichhaltigen Entgegnungen zu entnehmen sind und sie sich in widersprüchlicher Darlegung zu ihren protokollierten Aussagen an der BzP und An hörung erschöpfen. So gab der Beschwe r- deführer zu Protokoll, er habe bis Ende (…) als N._______ in E._______ und Umgebung gearbeitet (vgl. A3/12 S. 4) , was im Widerspruch zu den Ausführungen in der Beschwerde s teht, wonach er sich nicht mehr aus dem Haus getraut habe, da er nach dem Kanun in der Öffentlichkeit j e- derzeit hätte umgebracht werden können. Diese Angaben zur Arbeitstä- tigkeit sowie die mehr fache Rückkehr aus dem Ausland (K._______ und zweimal von J._______) wecken vielmehr Zweifel an den Asylvorbringen, da dieses Verhalten nicht nachvollziehbar erscheint, wenn er in seinem Heimatland tatsächlich verfolgt worden wäre. Als Grund für die Rückkehr nach dem letzten J._______-Aufenthalt gaben die Beschwerdeführenden an, sie seien wegen ihrer zurückgelassenen 80 -jährigen Mutter bzw. Schwiegermutter wieder ins Heimatland zurückgekehrt und hätten sich überdies den Aufenthalt im Ausland nicht finanzieren können . Wären die Beschwerdeführenden tatsächlich in asylrelevanter Weise bedroht gewe- sen, ist es nicht ersichtlich, weshalb sie nicht schon in J._______ um Asyl nachsuchten. Der Umstand, wonach die Beschwerdeführenden nach ei- nem Aufenthalt in J._______ wieder in ihr Heimatland zurückkehrt en, lässt – wie die Vorinstanz zu Recht bemerkte – keine Gefährdung erken- nen. Auch die Tatsache, dass sich die Beschwerdeführenden – gemäss ihren protokollierten Aussagen (vgl. oben E. 6.1) – bezüglich der drohenden Gefahr nicht an die albanischen Behörden wandten, lässt den gleichen Schluss zu. In Bezug auf die geltend gemachte Gefährdung der Kinder ist festzuhalten, dass diese gemäss Aktenlage die Schule besuchten, was wiederum darauf schliessen lässt, dass eine Bewegungsfreiheit bestand. Auch die Aussage des Beschwerdeführers, wonach sein Sohn Fussball gespielt habe, er ihn aber nicht habe begleiten können, weshalb er Angst gehabt habe, wenn er trainieren gegangen sei, führt zum gleichen Schluss. Zwar führte die Beschwerdeführerin 2 aus, sie seien von den E l-D-4753/2013 Seite 10 tern die letzten (…) Jahre in die Schule begleitet worden und sie habe die letzten (…) Jahre Ballett- und einen Fremdsprachenku rs besucht, dies e Kurse jedoch aufgrund ihrer Eltern abbrechen müssen (BzP) bzw. sie ha- be bis vor ca. (…) Jahren Ballettunterricht und einen Fremdsprachenkurs besucht (Anhörung). Abgesehen davon, dass die Angaben bezüglich des Ballettunterrichts und des Fr emdsprachenkurses wider sprüchlich sind, ändert sich nichts an der Einschätzung, da der geltend gemachte Konflikt mit der verfeindeten Familie angeblich seit (…) Jahren andauert und es keinen Sinn macht, die Kinder erst nach (…) Jahren bzw. erst (…) Jahre nach der Entstehung des Konflikts ständig zu begleiten bzw. aus den Kursen zu nehmen. Im Weiteren erscheint die angebliche Bedrohung in ihrer Vagheit schon insofern nicht als gegeben, als die Beschwerdeführenden nicht in der L a- ge waren, die Vorfälle substantiiert und detailliert zu schildern. Insbeso n- dere war die Beschwerdeführerin 1 nicht in der Lage, den Namen der Familie des Opfers zu nennen , und war ausserdem nicht imstande, ihre eigenen Widersprüche aufzuklären. Abgesehen davon soll während all der Jahre nichts im Sinne einer konkreten Bedrohung vorgefallen sein, weshalb in Würdigung der Sachlage und des Zeitablaufs eine relevante Verfolgung nicht als realistisch erscheint und es den Beschwerdeführe n- den nicht gelang, diese hinreichend zu belegen oder glaubhaft zu m a- chen. Der Vollständigkeit halber bleibt anzumerken, dass sich der in der B e- schwerdeschrift angebrachte Verweis auf die Zeitung "Blick" und den dar- in enthaltenen Artikel "Albaner dürfen hier bleiben – wegen Blutrache" auf die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts (…) bezieht. Bei diesen Urtei- len kam es zu einer Kassation, wobei die Vorinstanz angewiesen wurde, weitergehende Abklärungen in Bezug auf die Schutzfähigkeit der alban i- schen Behörden betreffend Opfer von Blutrache zu tätigen. Da sich der diesen Urteilen zugrunde liegende Sachverhalt vom vorliegenden Verfa h- ren wesentlich unterschei det, ist nicht weiter auf die in diesem Zusa m- menhang stehenden Vorbringen einzugehen. In Bezug auf die Bestät i- gung des Vereins für Versöhnung ist festzuhalten, dass es sich dabei we- der um eine offizielle noch vom albanischen Innenministerium anerkannte Organisation handelt . Zudem sind gemäss Erkenntnissen des Bunde s- verwaltungsgerichts, die sich auf öffentlich zugängliche Quellen stützen, Bestätigungen dieses Vereins aufgrund verschiedener Vorfälle zweifelhaft (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D -1343/2012 vom 28. Januar 2013) D-4753/2013 Seite 11 6.3 Den Beschwerdeführenden is t es demnach nicht gelungen, nach zu- weisen oder glaubhaft zu machen, dass sie in Albanien aktuell begründe- te Furcht vor ernsthaften Nachteilen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 AsylG ha- ben m üssen. Es er übrigt sich, auf weitere Beschwerdevorbringen oder die beigebrachten Beweismittel – unbesehen einer allfälligen Authentiz i- tät – detaillierter einzugehen, weil sie am Ergebnis nichts ändern können. Das Bundesamt hat die Asylgesuche zu Recht abgelehnt. 7. 7.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 7.2 Die Beschwerdeführenden verfügen weder über eine ausländerrech t- liche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet ( Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. BVGE 2011/24 E. 10.1 m.w.H.). 8. 8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmung en über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandar d wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu bewe i- sen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 8.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtlich e Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land g e- zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 D-4753/2013 Seite 12 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Ei d- genossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Überei n- kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere gra usame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 8.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend dar- auf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoulement nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder g laubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr der Beschwerdefüh- renden nach Albanien ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der Beschwerdeführen- den noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung nach Albanien dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit e i- ner nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Straf e oder Behan d- lung ausgesetzt wären. Gemäss der Praxis des Europäischen Gericht s- hofes für Menschenrechte (EGMR) sowie je ner des UN -Anti-Folteraus- schusses müssten die Beschwerdeführenden eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihnen im Fall einer Rück- schiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien , Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124–127, mit weiteren Hinweisen). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation in Albanien lässt den Weg- weisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerweise nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 8.4 8.4.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat D-4753/2013 Seite 13 aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind . Wird eine konkrete G e- fährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 8.4.2 Vorab ist festzuhalten, dass die allgemeine Lage in Albanien , bei welchem Staat es sich – wie erwähnt – um ein "safe country" handelt, nicht auf eine konkrete Gefährdung der Beschwerdeführenden im Falle einer Rückkehr schliessen lässt. 8.4.3 Den Akten sind zudem keine Anhalt spunkte dafür zu entnehmen, dass die gesunden Beschwerdeführenden bei einer Rückkehr aus indiv i- duellen Gründen wirtschaftlicher oder sozialer Natur in eine existenzb e- drohende Situation geraten würden, zumal sie in Albanien über Verwand- te und somit über ein tragfähiges Beziehungsnetz verfügen , welches ih- nen eine Reintegration erleichtern kann. Insbesondere ist darauf hinz u- weisen, dass bis zur Ausreise die Beschwerdeführerin 1 einen O._______ führte und der Beschwerdeführer (…) Jahre für den Staat als P ._______ und Q._______ arbeitete und der Tätigkeit des N._______ nachging, weshalb nicht davon auszugehen ist, sie würden bei einer Rückkehr in eine existenzielle Notlage geraten. Auch das Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (Kinderrechtskonvention, KRK; SR 0.107) steht einem Wegweisungsvollzug nicht entgegen, zumal die Kinder sich erst seit sehr kurzer Zeit in der Schweiz aufhalten u nd demzufolge hierzulande kaum eine Verwurzelung stattfinden konnte. 8.4.4 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung somit auch als zumutbar zu bezeichnen. 8.5 Der Vollzug der Wegweisung nach Albanien ist schliesslich möglich , da die Beschwerdeführenden über gültige Reisepässe verfügen und ke i- ne Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG). 8.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochte ne Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und D-4753/2013 Seite 14 vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Be- schwerde ist abzuweisen. 10. 10.1 Aufgrund vorstehender Erwägungen erweisen sich die Beschwerd e- begehren als aussichtlos. Das Gesuch der Beschwerdeführenden um u n- entgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG ist damit – unabhängig einer allfälli gen prozessualen Bedürftigkeit – abzu- weisen. 10.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf in s- gesamt Fr. 600.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwa l- tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). (Dispositiv nächste Seite) D-4753/2013 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird a b- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwe rdeführenden auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu- gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die kanto- nale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Thomas Wespi Christa Grünig Versand: