<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA] </div> <div class="para">H 268/99 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>I. Kammer </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Lustenberger, Bundesrichter Schön, Borella, </div> <div class="para">Bundesrichterin Widmer und Bundesrichter Ferrari; Gerichts- </div> <div class="para">schreiberin Fleischanderl </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Urteil vom 31. März 2000 </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">G.________, 1943, Bangalore, Indien, Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Eidgenössische Ausgleichskasse, Holzikofenweg 36, Bern, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Eidgenössische Rekurskommission der AHV/IV für die im Aus- </div> <div class="para">land wohnenden Personen, Lausanne </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> A.- Die 1943 geborene, seit ihrem 17. Lebensjahr in </div> <div class="para">der Schweiz wohnhafte, französische Staatsangehörige </div> <div class="para">G.________ reiste nach ihrer Heirat am 21. Februar 1997 </div> <div class="para">zusammen mit ihrem aus der Schweiz stammenden Ehemann, wel- </div> <div class="para">cher im diplomatischen Dienst tätig ist, auf den 1. Mai </div> <div class="para">1997 nach Indien aus, wo sie sich seither aufhält. </div> <div class="para"> Mit Schreiben vom 11. Juli 1997 teilte die Schweizeri- </div> <div class="para">sche Ausgleichskasse (SAK) G.________ mit, ihrem Ersuchen </div> <div class="para">vom 5. Juni 1997 um Beitritt zur freiwilligen AHV/IV für </div> <div class="para">Auslandschweizer könne auf Grund ihrer französischen </div> <div class="para">Staatsbürgerschaft nicht entsprochen werden. Die Eid- </div> <div class="para">genössische Ausgleichskasse (EAK), welcher der Ehegatte an- </div> <div class="para">geschlossen ist, eröffnete ihr mit Feststellungsverfügung </div> <div class="para">vom 3. November 1997, dass sie nach Massgabe des AHVG nicht </div> <div class="para">obligatorisch versichert sei, da sie die gesetzlichen Vo- </div> <div class="para">raussetzungen nicht erfülle. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> B.- G.________ erhob sowohl gegen das Schreiben der </div> <div class="para">SAK vom 11. Juli 1997 wie auch gegen die Verfügung der EAK </div> <div class="para">vom 3. November 1997 Beschwerde. </div> <div class="para"> Die angerufene Eidgenössische Rekurskommission der </div> <div class="para">AHV/IV für die im Ausland wohnenden Personen trat infolge </div> <div class="para">Nichtleistens des Kostenvorschusses auf die gegen das </div> <div class="para">Schreiben der SAK gerichtete Rechtsvorkehr betreffend den </div> <div class="para">Beitritt zur freiwilligen AHV/IV für Auslandschweizer nicht </div> <div class="para">ein (Entscheid vom 20. Oktober 1998). Mit Eingabe vom </div> <div class="para">9. November 1998 nahm G.________ hiezu Stellung, behielt </div> <div class="para">sich eine Anfechtung jedoch ausdrücklich vor. Eine solche </div> <div class="para">ist innert Rechtsmittelfrist nicht erfolgt. </div> <div class="para"> Auf die gegen die Verfügung der EAK gerichtete Be- </div> <div class="para">schwerde trat die Eidgenössische Rekurskommission - der </div> <div class="para">Kostenvorschuss war erstattet worden - ein, wies sie indes </div> <div class="para">mit der Begründung ab, angesichts der Urteile <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F107-V-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page1">BGE 107 V 1</a> </div> <div class="para">und 104 V 121 sei eine Ausdehnung der Versicherteneigen- </div> <div class="para">schaft des (obligatorisch versicherten) Ehemannes auf </div> <div class="para">G.________ während des Aufenthaltes in Indien zu verneinen </div> <div class="para">(Entscheid vom 9. Juni 1999). </div> <div class="para"> C.- G.________ führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit </div> <div class="para">dem Antrag, es sei festzustellen, dass sie obligatorisch im </div> <div class="para">Sinne des AHVG versichert sei; eventualiter sei festzu- </div> <div class="para">stellen, dass sie der freiwilligen AHV/IV für Ausland- </div> <div class="para">schweizer beitreten könne. </div> <div class="para"> Während die EAK auf Abweisung der Verwaltungsgerichts- </div> <div class="para">beschwerde schliesst, soweit darauf einzutreten sei, hat </div> <div class="para">sich das Bundesamt für Sozialversicherung nicht vernehmen </div> <div class="para">lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 1.- Die EAK hat mit Verfügung vom 3. November 1997 auf </div> <div class="para">Gesuch der Beschwerdeführerin festgestellt, dass diese nach </div> <div class="para">den Bestimmungen des AHVG nicht obligatorisch versichert </div> <div class="para">sei. Da vorliegend offenkundig ein schützenswertes Interes- </div> <div class="para">se der Beschwerdeführerin an der Feststellung ihres AHV- </div> <div class="para">rechtlichen Status während ihres Auslandaufenthaltes be- </div> <div class="para">steht, namentlich keine entgegenstehenden erheblichen öf- </div> <div class="para">fentlichen oder privaten Interessen ersichtlich sind und im </div> <div class="para">Zeitpunkt des Verfügungserlasses die Wahrung dieses Inte- </div> <div class="para">resses durch eine rechtsgestaltende Verfügung nicht möglich </div> <div class="para">war (vgl. zum Ganzen <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-21%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page24">BGE 125 V 24</a> Erw. 1b, 121 V 317 </div> <div class="para">Erw. 4a mit Hinweisen; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und </div> <div class="para">Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, </div> <div class="para">N 200 ff.), ist die Vorinstanz zu Recht auf die hiegegen </div> <div class="para">gerichtete Beschwerde eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 2.- Die Vorinstanz hat unter Hinweis auf Art. 3 des </div> <div class="para">Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft </div> <div class="para">und der Französischen Republik über Soziale Sicherheit vom </div> <div class="para">3. Juli 1975 richtig festgehalten, dass die sich in Indien </div> <div class="para">aufhaltende Beschwerdeführerin als französische Staatsange- </div> <div class="para">hörige in Bezug auf das Versicherungsobligatorium der </div> <div class="para">schweizerischen AHV einer Schweizer Bürgerin gleichgestellt </div> <div class="para">ist, da den Art. 17 bis 20 des Abkommens, welche die Al- </div> <div class="para">ters- und Hinterlassenenversicherung regeln, keine anders- </div> <div class="para">lautenden Bestimmungen zu entnehmen sind. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 3.- Obligatorisch versichert nach dem Bundesgesetz </div> <div class="para">über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) in </div> <div class="para">der seit 1. Januar 1997 gültigen Fassung sind natürliche </div> <div class="para">Personen mit Wohnsitz in der Schweiz (<span class="artref">Art. 1 Abs. 1 lit. a </span></div> <div class="para">AHVG), natürliche Personen, die in der Schweiz eine Er- </div> <div class="para">werbstätigkeit ausüben (<span class="artref">Art. 1 Abs. 1 lit. b AHVG</span>) sowie </div> <div class="para">Schweizer Bürger, die im Ausland im Dienste der Eidgenos- </div> <div class="para">senschaft oder vom Bundesrat bezeichneter Institutionen tä- </div> <div class="para">tig sind (<span class="artref">Art. 1 Abs. 1 lit. c AHVG</span>). Vor der 10. AHV-Revi- </div> <div class="para">sion waren gemäss Art. 1 Abs. 1 lit. c aAHVG auch Schweizer </div> <div class="para">Bürger obligatorisch versichert, die im Ausland für einen </div> <div class="para">Arbeitgeber in der Schweiz tätig waren und von diesem ent- </div> <div class="para">löhnt wurden. Diese Bestimmung erfuhr inhaltlich in <span class="artref">Art. 1 </span></div> <div class="para">Abs. 3 AHVG insoweit eine Änderung, als dieser Regelung </div> <div class="para">nicht nur Schweizer Bürger, sondern auch Ausländer unter- </div> <div class="para">stehen und die Fortführung der Versicherung freiwillig ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 4.- a) Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, </div> <div class="para">die in <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F104-V-121%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page121">BGE 104 V 121</a> sowie 107 V 1 zu Art. 1 Abs. 1 lit. b </div> <div class="para">und c aAHVG publizierte Rechtsprechung, auf welche sich die </div> <div class="para">Vorinstanz abstütze, sei insbesondere mit Inkrafttreten der </div> <div class="para">10. AHV-Revision und der damit verbundenen Abschaffung der </div> <div class="para">Ehepaar-Altersrente nicht mehr aufrecht zu erhalten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Das Eidgenössische Versicherungsgericht hatte unter </div> <div class="para">dem früheren Recht in <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F104-V-121%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page121">BGE 104 V 121</a> und 107 V 1 Gelegen- </div> <div class="para">heit, grundsätzliche Überlegungen darüber anzustellen, ob </div> <div class="para">eine Frau, welche die erwähnten Voraussetzungen für das </div> <div class="para">obligatorische Versichertsein nicht erfüllt, die aber - wie </div> <div class="para">im vorliegenden Fall - mit einem Versicherten verheiratet </div> <div class="para">ist, kraft dieser Ehe - gleichsam als Ausfluss der Einheit </div> <div class="para">der Ehe -, ebenfalls als versichert zu gelten hat. Dies </div> <div class="para">wurde in den Anfangsjahren der AHV denn auch gelegentlich </div> <div class="para">als Wille des Gesetzgebers gesehen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-97%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page110">BGE 117 V 110</a> Erw. 6a </div> <div class="para">mit Hinweisen; Hanspeter Käser, Unterstellung und Beitrags- </div> <div class="para">wesen in der obligatorischen AHV, 2. Aufl., Bern 1996, </div> <div class="para">N 1.3). Das höchste Gericht hat diese Meinung indes klar </div> <div class="para">verworfen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F107-V-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page2">BGE 107 V 2</a> Erw. 1: "... le principe de l'unité </div> <div class="para">du couple ne peut entraîner une extension de la qualité </div> <div class="para">d'assuré du mari à la femme que dans les cas où cette unité </div> <div class="para">ressort d'une situation de droit particulière"). In BGE 104 </div> <div class="para">V 124 Erw. 3 führte es weiter aus, " (Le tribunal fédéral </div> <div class="para">des assurances) a toutefois constaté et précisé d'emblée </div> <div class="para">que cette unité ne découlait pas d'un principe ayant valeur </div> <div class="para">générale dans l'AVS, mais qu'elle ressortait uniquement de </div> <div class="para">dispositions légales particulières ou d'une situation de </div> <div class="para">droit particulière...". In Anwendung dieses Grundsatzes </div> <div class="para">hat es sodann befunden, dass sich die Versicherteneigen- </div> <div class="para">schaft eines Schweizers, der im Ausland für einen Arbeitge- </div> <div class="para">ber in der Schweiz tätig ist und von diesem entlöhnt wird </div> <div class="para">(Art. 1 Abs. 1 lit. c aAHVG), nicht auf die mit ihm im </div> <div class="para">Ausland weilende Ehegattin ausdehnt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F107-V-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page1">BGE 107 V 1</a> Erw. 1; </div> <div class="para">vgl. auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-97%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page107">BGE 117 V 107</a> Erw. 3c mit Hinweisen). Ferner hat </div> <div class="para">es darauf hingewiesen, dass der Schutz der Ehefrau durch </div> <div class="para">das System der Ehepaarrente erreicht werde und ihr auch der </div> <div class="para">Beitritt zur freiwilligen Versicherung offen stehe. Dies im </div> <div class="para">Wissen darum, dass sich daraus unbefriedigende Folgen ("in- </div> <div class="para">convénients") ergeben können (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F107-V-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page3">BGE 107 V 3</a> Erw. 1 und 2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> c) In der Literatur wird davon ausgegangen, dass der </div> <div class="para">in der erwähnten Rechtsprechung zum Ausdruck kommende </div> <div class="para">Grundsatz, wonach die Versicherteneigenschaft persönlich </div> <div class="para">ist und daher von jeder Person persönlich erfüllt werden </div> <div class="para">muss, soweit das Gesetz nichts Abweichendes vorschreibt, </div> <div class="para">auch nach der 10. AHV-Revision Gültigkeit besitzt (Schaff- </div> <div class="para">hauser/Kieser, Aktuelle Fragen aus dem Beitragsrecht der </div> <div class="para">AHV, S. 43; Greber/Duc/Scartazzini, Commentaire des arti- </div> <div class="para">cles 1 à 16 de la loi fédérale sur l'assurance vieillesse </div> <div class="para">et survivants [LAVS], S. 31, N 31 und 32). </div> <div class="para"> In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird vorab einge- </div> <div class="para">wendet, das Hauptargument des Eidgenössischen Versiche- </div> <div class="para">rungsgerichts, wonach der Schutz der Ehefrau durch die Ehe- </div> <div class="para">paarrente gewährleistet sei, falle durch die 10. AHV-Revi- </div> <div class="para">sion dahin. Hiebei verkennt die Beschwerdeführerin, dass </div> <div class="para">das höchste Gericht seine Rechtsprechung nicht in erster </div> <div class="para">Linie auf die Begründung gestützt hat, die Ehefrau würde an </div> <div class="para">der Ehepaarrente teilhaftig sein, sondern im Wesentlichen </div> <div class="para">darauf, dass das Gesetz die Voraussetzungen für das Versi- </div> <div class="para">chertsein in einer Weise umschreibe, die keine andere In- </div> <div class="para">terpretation zulasse, als dass jede Person diese Vorausset- </div> <div class="para">zungen persönlich erfüllen müsse. Der Hinweis auf den </div> <div class="para">Schutz der Ehefrau durch die Ehepaarrente sowie auch auf </div> <div class="para">die Möglichkeit des Beitritts zur freiwilligen Versicherung </div> <div class="para">sollten aufzeigen, dass sich die mit der getroffenen Lösung </div> <div class="para">verbundenen Konsequenzen in Grenzen halten würden (vgl. BGE </div> <div class="para">107 V 3 Erw. 1 und 2). Entgegen der Auffassung der Be- </div> <div class="para">schwerdeführerin hat diese Betrachtungsweise durch die </div> <div class="para">10. AHV-Revision nichts an Aktualität eingebüsst. Der </div> <div class="para">Schutz der Ehefrau ist durch das System des Rentensplit- </div> <div class="para">tings mit Anrechnung von Beitragsjahren nach lit. g Abs. 2 </div> <div class="para">der Übergangsbestimmungen zur 10. AHV-Revision gewährleis- </div> <div class="para">tet worden. Für eine Praxisänderung besteht demnach kein </div> <div class="para">Anlass, und zwar umso weniger, als eine Ausdehnung der Ver- </div> <div class="para">sicherteneigenschaft des Ehemannes auf die Ehefrau kraft </div> <div class="para">des Zivilstandes dem Grundanliegen der 10. AHV-Revision für </div> <div class="para">eine zivilstandsunabhängige Rente der Frau diametral zuwi- </div> <div class="para">derlaufen würde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> d) Hinsichtlich der Konsequenzen, welche für die Be- </div> <div class="para">schwerdeführerin aus diesem Ergebnis resultieren - Bei- </div> <div class="para">tragslücken auf Grund des Auslandaufenthaltes -, ist fest- </div> <div class="para">zuhalten, dass sich das Eidgenössische Versicherungsgericht </div> <div class="para">beim Erlass seiner Urteile <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F107-V-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page1">BGE 107 V 1</a> und 104 V 121 be- </div> <div class="para">wusst war und es auch heute ist, dass sich aus dieser </div> <div class="para">Rechtsprechung in einzelnen Fällen Unzulänglichkeiten erge- </div> <div class="para">ben können (vgl. Erw. 4b in fine hievor). Es ist indessen </div> <div class="para">darauf hinzuweisen, dass die im vorliegenden Einzelfall als </div> <div class="para">unbefriedigend erscheinende Lösung auf die Verknüpfung von </div> <div class="para">zwei Umständen zurückzuführen ist, die in dieser Art nicht </div> <div class="para">oft vorkommen dürften. Nämlich die Tatsache, dass sich die </div> <div class="para">Beschwerdeführerin trotz ihres über 35-jährigen Aufenthal- </div> <div class="para">tes in der Schweiz nicht hat einbürgern lassen und dass </div> <div class="para">sie, als sie im Februar 1997 ihren schweizerischen Ehemann </div> <div class="para">heiratete, die Schweiz verliess, ehe sie die dreijährige </div> <div class="para">Mindestdauer für die erleichterte Einbürgerung zurückgelegt </div> <div class="para">hatte (Art. 27 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über Erwerb </div> <div class="para">und Verlust des Schweizer Bürgerrechts vom 29. September </div> <div class="para">1952 [SR 141.0]). Gestützt auf diese wäre eine Aufnahme in </div> <div class="para">die freiwillige AHV/IV für Auslandschweizer möglich gewor- </div> <div class="para">den (<span class="artref">Art. 2 Abs. 2 AHVG</span>; <span class="artref">Art. 8 VFV</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 5.- Die Beschwerdeführerin beruft sich ferner mit der </div> <div class="para">Begründung, dass der auf die diplomatische Tätigkeit ihres </div> <div class="para">Ehemannes zurückzuführende Aufenthalt in Indien keine Auf- </div> <div class="para">gabe des schweizerischen Wohnsitzes bewirkt habe, auf </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 1 Abs. 1 lit. a AHVG</span>, wonach natürliche Personen mit </div> <div class="para">Wohnsitz in der Schweiz obligatorisch versichert sind. </div> <div class="para"> Nach langjähriger Verwaltungspraxis haben Schweizer </div> <div class="para">Diplomaten und andere Mitglieder der Karrieredienste auf </div> <div class="para">Auslandsposten ihren Wohnsitz am Ort ihrer Tätigkeit. Dies </div> <div class="para">ohne Rücksicht darauf, dass es sich zum Vornherein nur um </div> <div class="para">einen zeitlich beschränkten Aufenthalt handelt (nicht ver- </div> <div class="para">öffentlichtes Urteil A. vom 10. März 1986, H 65/85; Ver- </div> <div class="para">waltungspraxis der Bundesbehörden 1972, Nr. 26, S. 62). Im </div> <div class="para">Lichte dieser Praxis findet die genannte Bestimmung auf die </div> <div class="para">Beschwerdeführerin keine Anwendung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 6.- Im Rahmen ihres Eventualbegehrens ersucht die Be- </div> <div class="para">schwerdeführerin schliesslich um die Feststellung, dass sie </div> <div class="para">der freiwilligen AHV/IV für Auslandschweizer beitreten kön- </div> <div class="para">ne. </div> <div class="para"> Mit Entscheid vom 20. Oktober 1998 hat die Vorinstanz </div> <div class="para">im gegen die SAK eingeleiteten Verfahren betreffend Bei- </div> <div class="para">tritt in die freiwillige AHV/IV für Auslandschweizer infol- </div> <div class="para">ge Nichtleistens des Kostenvorschusses auf Nichteintreten </div> <div class="para">erkannt. In ihrem Schreiben vom 9. November 1998 rügte die </div> <div class="para">Beschwerdeführerin diese Vorgehensweise der Eidgenössischen </div> <div class="para">Rekurskommission zwar, führte indessen aus, sie werde es </div> <div class="para">sich "allenfalls vorbehalten, diesen Entscheid anzufech- </div> <div class="para">ten". Dieser Äusserung ist klar zu entnehmen, dass die Ein- </div> <div class="para">gabe vom 9. November 1998 kein Rechtsmittel gegen den </div> <div class="para">Nichteintretensentscheid darstellte. Da ein solches innert </div> <div class="para">Rechtsmittelfrist nicht eingelegt wurde, ist der Entscheid </div> <div class="para">in Rechtskraft erwachsen, weshalb das Eidgenössische Versi- </div> <div class="para">cherungsgericht insoweit nicht auf die Verwaltungsgerichts- </div> <div class="para">beschwerde eintreten kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 7.- Da es vorliegend nicht um die Bewilligung oder </div> <div class="para">Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Ver- </div> <div class="para">fahren kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 134 OG</span> e contrario). </div> <div class="para"> <u>Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, so-</i> </div> <div class="para"> weit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>II. Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwer-</i> </div> <div class="para"> deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kosten- </div> <div class="para"> vorschuss verrechnet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III.Dieses Urteil wird den Parteien, der Eidgenössischen </div> <div class="para"> Rekurskommission der AHV/IV für die im Ausland wohnen- </div> <div class="para"> den Personen und dem Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para"> zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 31. März 2000 </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der II. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> </div></body></html>