Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer I I 2021 45 Entscheid vom 13. Dezember 2021 Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter Dr.med. Urs Gössi, Richter MLaw Simone Höfliger, a.o. Gerichtsschreiberin Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Prof.Dr.iur. B.________, gegen IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz, Vorinstanz, Gegenstand Invalidenversicherung (Aufhebung einer IV-Viertelsrente / Rückforderung)2 Sachverhalt: A.A.________ (geb. __.__.1968, Vater von vier erwachsenen Kindern) arbeitete jahrelang im Tiefbau und seit 2010 als Maschinist in einer Gartenbau- firma. Am 19. April 2011 erlitt er einen Unfall (Winkelschalungselement auf linken Unterschenkel gekippt/ OSG-Luxationsfraktur mit lateraler Malleolarfraktur). Die Suva anerkannte die UVG-Leistungspflicht und sprach ihm mit Verfügung vom 21. September 2012 aufgrund einer unfallbedingten Erwerbsunfähigkeit von 23% eine Invalidenrente (Fr. 1'040.--) sowie auf der Basis einer Integritätseinbusse von 10% eine Integritätsentschädigung zu. Die gegen den Einspracheentscheid (UV-act. 8) erhobene Beschwerde hat das Verwaltungsgericht mit Entscheid I 2012 143 vom 10. April 2013 abgewiesen (IV-act. 50-17ff./64). B.In der Zwischenzeit war bei der IV-Stelle am 3. November 2011 eine Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen eingegangen (IV-act. 2). Nach Abklärungen kündigte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 21. August 2013 an, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 42). Daran hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 6. Dezember 2013 fest (IV-act. 49). Eine dagegen erhobene Beschwerde hat das Verwaltungsgericht mit Entscheid I 2014 9 vom 5. Juni 2014 insofern gutgeheissen, als die angefochtene Verfügung aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zur ergänzenden Abklärung zurückgewiesen wurde (IV- act. 56). C.Am 20. Januar 2015 erstattete der RAD-Psychiater Dr.med. C.________ nach Massgabe der IV-Akten ein psychiatrisches Konsilium (IV-act. 59-3ff./5) sowie nach einer Untersuchung (Explorationsgespräch) vom 18. August 2015 am 25. August 2015 ein weiteres psychiatrisches Konsilium (vgl. IV-act. 75-3ff./15). In einem weiteren Vorbescheid vom 24. Februar 2016 kündigte die IV-Stelle an, dass bei einem ermittelten IV-Grad von 34.87% das Leistungsbegehren abzuweisen sei (IV-act. 81). Nach Einwänden verfügte die IV-Stelle am 20. April 2016, dass das Leistungsbegehren abgewiesen werde (IV-act. 84). Im anschliessenden Beschwerdeverfahren entschied das Verwaltungsgericht am 18. November 2016, dass in teilweiser Gutheissung der Beschwerde A.________ ab 1. Mai 2012 bis 30. Juni 2012 Anspruch auf eine ganze IV-Rente, ab 1. Juli 2012 bis 30. September 2012 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente sowie ab 1. Oktober 2012 Anspruch auf eine Viertelsrente habe (IV-act. 91 = VGE I 2016 53 vom 18.11.2016). D.Im Rahmen einer IV-Rentenrevision ging am 11. März 2020 bei der IV- Stelle ein von A.________ ausgefüllter und unterzeichneter Fragebogen ein (IV- act. 107). Am 26. Juni 2020 teilte ihm die IV-Stelle mit, dass eine medizinische 3 Abklärung (Begutachtung durch Dr. D.________) nötig sei (IV-act. 114). Das entsprechende Gutachten wurde am 30. Oktober 2020 erstattet (Eingang bei IV- Stelle am 4.11.2020 = IV-act. 121). Mit Vorbescheid vom 13. November 2020 kündigte die IV-Stelle an, die Rentenleistungen per 31. Dezember 2016 (rückwirkend) aufzuheben sowie die für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 29. Februar 2020 erbrachten Rentenleistungen zurückzufordern (IV-act. 125). Zudem verfügte die IV-Stelle am 13. November 2020, dass die Rente per sofort sistiert werde (IV-act. 126). Eine gegen diese Sistierungsverfügung erhobene Beschwerde wurde vom Verwaltungsgericht mit Entscheid I 2020 109 vom 12. März 2021 abgewiesen (soweit darauf einzutreten war, vgl. IV-act. 138). E.Am 7. Juni 2021 verfügte die IV-Stelle, dass die IV-Rente rückwirkend per 31. Dezember 2016 aufgehoben werde und ab 1. Januar 2017 kein Rentenanspruch mehr bestehe; zudem wurden die Rentenleistungen für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 29. Februar 2020 zurückgefordert (IV-act. 141). F.Gegen diese Rentenaufhebungs- und Rückforderungsverfügung liess A.________ rechtzeitig am 25. Juni 2021 beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegehren: 1. Es sei die Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 07.06.2021 aufzuheben und die IV-Stelle anzuweisen, dem Beschwerdeführer die bisherige Invalidenrente mit Zusatzrenten weiterhin zu gewähren. 2. Eventuell sei die Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 07.06.2021 aufzuheben und die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzu- weisen und die IV-Stelle Schwyz anzuweisen, dem Beschwerdeführer die bis- herige Invalidenrente mit Zusatzrenten weiterhin zu gewähren. 3. Alles unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Be- schwerdegegnerin. Mit Vernehmlassung vom 30. September 2021 beantragte die IV-Stelle, die Be- schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers. Der Beschwerdeführer äusserte sich in einer Eingabe vom 25. Oktober 2021. Die IV-Stelle verzichtete auf die Erstattung von weiteren Bemerkungen. Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.1Voraussetzung für eine Rentenrevision bildet die Änderung des Invaliditätsgrads einer rentenbeziehenden Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise (Art. 17 Abs. 1 Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Frage der wesentlichen Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung 4 bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (BGE 125 V 369 Erw. 2 mit Hinweis). Eine bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts stellt keine revisionsbegründende Tatsachenänderung dar (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_894/2015 vom 25.4.2016 Erw. 3 mit Verweis auf BGE 112 V 371 Erw. 2b S. 372). 1.2Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsäch- lichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. Für eine Rentenanpassung genügt daher nicht bereits irgendeine Veränderung im Sachverhalt. Eine hinzugetretene oder weggefallene Diagnose stellt somit nicht per se einen Revisionsgrund dar, da damit das quantitative Element der (erheblichen) Gesundheitsverbesserung oder -verschlechterung nicht zwingend ausgewiesen ist. Eine weitere Diagnosestellung bedeutet nur dann eine revisionsrechtlich relevante Gesundheitsverschlechterung oder eine weggefallene Diagnose eine verbesserte gesundheitliche Situation, wenn diese veränderten Umstände den Rentenanspruch berühren. An einem Revisionsgrund nach Art. 17 Abs. 1 ATSG mangelt es daher beispielsweise, wenn die Sachverhaltsänderung lediglich in einer Reduktion oder Erhöhung des erwerblichen Arbeitspensums liegt und dieser Umstand für sich allein nicht anspruchsrelevant ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_357/2019 vom 17.12.2019 Erw. 2 mit Verweis auf BGE 141 V 9 Erw. 2.3 S. 10 und Erw. 5.2 S. 12f mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_42/2019 vom 16.8.2019 Erw. 5.2). 1.3Zu ergänzen ist, dass der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens wesentlich davon abhängt, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema - erhebliche Änderung des Sachverhalts - bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständig nachvollziehbaren und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre, mangelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_113/2019 vom 29.8.2019 Erw. 2.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_418/2010 vom 29.8.2011 Erw. 4.2, in: SVR 2012 IV Nr. 18 S. 81). 5 2.Die ursprüngliche Rentenzusprechung, welche sich auf den rechtskräftigen Verwaltungsgerichtsentscheid I 2016 53 vom 18. November 2016 abstützt, basiert namentlich auf folgenden Elementen: -dass die Vorinstanz im damaligen Beschwerdeverfahren vernehmlassend einen befristeten Anspruch auf Rentenleistungen (bis September 2012) aner- kannte (indem die einjährige Wartefrist im April 2012 endete und zum damali- gen Zeitpunkt der Versicherte gemäss Suva-Beurteilung noch vollständig er- werbsunfähig gewesen sei); -dass der Hausarzt Dr.med. E.________ in seinem Bericht vom 18. Februar 2015 folgende Diagnosen festhielt (IV-act. 63-5/40): oOSG-Luxationsfraktur links, triangulare Rissquetschwunde Unter- schenkel dorsal am 19.04.2001 [recte wohl 2011]; ▪19.04.2011 Offene Reposition und Plattenosteosynthese dista- le Fibula links, Wundversorgung, VAC-Verband; ▪21.10.2011 Arthroskopie OSG links, Arthrolyse, Entfernung freier Gelenkkörper und Abtragung Knochensporn ventrale Ti- bia; oLäsion Nervus suralis und tibialis links, evtl. auch N. peronaeus links; ▪Chronisches Schmerzsyndrom linker Fuss; ▪Fussheber- und -senkerparese links; oReaktive Depression leichten Grades; oMigräne. -dass Dr.med. E.________ im Weiteren ausführte, dass auch fast vier Jahre nach dem Unfall mit keiner Besserung der Symptomatik mehr zu rechnen sei. Seine bisherige Tätigkeit sei ihm noch zu maximal 50% zumutbar. In einer Tätigkeit ohne schwere Belastung, welche vorwiegend sitzend sei, wäre der Patient 100% arbeitsfähig (IV-act. 63-2/40 f.); -dass Dr.med. F.________ (FMH Psychiatrie und Psychotherapie, _________) im Arztbericht vom 26. April 2015 u.a. eine mittelschwere depressive Episode (ICD 10 F 32.1) seit April 2011 attestierte. Seit der Entlassung im Mai 2012 aus der Klinik G.________ habe sich nichts Wesentliches verändert, ausser dass der Patient über eine Verschlechterung der Symptomatik klage, sowohl in Be- zug auf die somatischen Symptome (Schmerzen, Schwindel, Tinnitus, Schwächezustände) als auch in Bezug auf die psychische Symptomatik. Er sei der Überzeugung, dass der Patient auf längere Sicht zu 50% arbeitsfähig sei. Er könne lediglich 50% arbeiten und zwar an einer seinem psychischen und körperlichen Zustand angepassten, angemessenen und zumutbaren Arbeits- stelle. Die Prognose sei eher ungünstig, denn es sei bereits zu einer gewissen Chronifizierung sowie einer Konditionierung auf dem jetzigen Niveau gekom- men. Allerdings habe der Patient die Therapie aufgegeben, weil sie letztlich auf der 50%-igen Arbeitsfähigkeit stagniert habe. Evtl. hätte damals eine weitere Intensivierung der Behandlung und Steigerung der Sitzungsfrequenz der The- rapie weitere Fortschritte gezeigt. Die Tätigkeit sei im angestammten Gebiet unmöglich. In einer angepassten Tätigkeit hingegen sei eine 50%-ige Tätigkeit mit normalem Belastungsprofil (vier bis fünf Stunden/Tag) möglich. Des Weite- ren vertrat Dr.med. F.________ den Standpunkt, dass durch mögliche Einglie- derungsmassnahmen - namentlich Psychotherapie, Antidepressiva und Anal-6 getika - eine Verminderung der Symptomatik sowie eine Steigerung der Ar- beitsfähigkeit möglich sein sollte. Dabei habe sich – wie erwähnt – eine gewis- se Chronifizierung und Konditionierung auf dem 50% Arbeitsfähigkeits-Niveau bereits eingestellt. Der Patient habe Konzentrationsprobleme, Verlangsamung im Denken und der Psychomotorik, sei vermindert belastbar, das Auffassungs- vermögen sei nur bei Müdigkeit und Erschöpfung vermindert, ansonsten intakt. Er leide an Angstattacken, sei stressanfällig und depressiv verstimmt. Die Fahrtauglichkeit sei jedoch gegeben. Er benötige einen ruhigen Arbeitsplatz mit wenig Zeit-, Leistungs- und Erwartungsdruck, ausreichend Pausen sowie eine konfliktfreie Atmosphäre (IV-act. 66-1ff./8); -dass der RAD-Psychiater Dr.med. C.________ am 18. August 2015 den Versi- cherten untersuchte und in seinem psychiatrischen Konsilium vom 25. August 2015 folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte: F32.1 chronifizierte, deutlich agitierte, mittelgradige depressive Episode seit 6/12 (IV-act. 75-14/15); -dass dieser RAD-Psychiater folgende funktionelle Einschränkungen anerkann- te: Vor allem unter Belastung erhöhte Erschöpfbarkeit, jeweils einhergehend mit Verminderung von Aufmerksamkeit, Nervosität, manchmal auch Kopf- schmerzen und Schwindel; -dass dieser RAD-Psychiater in seiner Beurteilung der evaluierten Beschwer- den des Versicherten und der Befunde die ICD-10-Kriterien für einen mittel- gradigen depressiven Zustand als gegeben erachtete, und zwar in guter Über- einstimmung mit dem klinischen Gesamtbefund (siehe IV-act. 175-13/15 oben); -dass dieser RAD-Psychiater im Abschnitt "Diskussion" u.a. folgende Aspekte erörterte: odass in der Rehaklinik G.________ (4/12) eine ausgeprägte Sym- ptomausweitung beschrieben wurde, welche zumindest teilweise durch 'Anpassungsstörungen mit depressiver und psychotraumatologischer Reaktion' zu erklären sei. (IV-act. 75-13/15); odass der Versicherte die Behandlung beim Psychiater Dr.med. F.________ pausierte und aktuell Konsultationen nur in grossen Ab- ständen stattfänden; odass dennoch davon auszugehen sei, dass die aktuell durch den Ver- sicherten beschriebenen und selbst beobachteten Beeinträchtigungen echt und glaubhaft seien; odass sein Verhalten während der eigenen Untersuchung in keiner Weise verdeutlichend (was im Rahmen einer Exploration mit diesem Hintergrund die Regel ist) oder gar aggravierend wirkte; odass der Versicherte bewiesen habe, dass er arbeiten wolle; odass der Versicherte seit rund eineinhalb Jahren wieder Vollzeit arbei- te (mit einem Lohn von 50%); es sei vor allem aufgrund der selbst be- obachteten Befunde glaubhaft, dass er dabei erhöht ermüdbar sei, was jeweils zu Konzentrationsstörungen und zu Kopfschmerzen führe, und dass deshalb der Pausenbedarf deutlich erhöht und die Leistungs- fähigkeit gesamthaft erheblich vermindert sei.7 oWesentlich sei dabei ist (insbesondere im Hinblick auf das ergonomi- sche Profil), dass die aktuellen funktionellen Beeinträchtigungen auf dem (agitiert-) depressiven Zustand beruhen würden, und nicht auf den körperlichen Beschwerden (insbesondere von Seiten des linken OSG, wo auch gemäss Suva erhebliche Unfallfolgen bestehen). In diesem Sinn sei die Beurteilung durch Hausarzt Dr.med. E.________ aufgrund der selbst erhobenen Befunde klar zu korrigieren (IV-act. 75- 13/15); odass die Angaben zum Verlauf der depressiven Symptomatik durch den Versicherten und durch Psychiater Dr.med. F.________ gut über- einstimmen würden; dementsprechend habe sich in der Zeit nach der Rehaklinik G.________ (ab 6/12) ein mittelgradiger depressiver Zu- stand entwickelt, welcher seither bestehe. Dies entspreche drei Jah- ren, weshalb von einer Chronifizierung auszugehen sei. (…) oZur Arbeitsfähigkeit halte Dr.med. C.________ zusammenfassend fest, dass aus versicherungspsychiatrischer Sicht glaubhaft eine deut- liche Verminderung der Leistungsfähigkeit im geleisteten, ganztägigen Pensum als Magaziner, mit deutlich erhöhtem Pausenbedarf bestehe. Aufgrund der konkreten, präzisen Schilderung des Versicherten liege die gesamthafte Beeinträchtigung mit überwiegender Wahrscheinlich- keit bei rund 20 bis 30%. Die aktuell ausgeübte Tätigkeit sei aus psychiatrischer Sicht optimal angepasst. Auch in einer anderen, ange- passten Tätigkeit wäre die Arbeitsfähigkeit aufgrund der mittelgradigen depressiven Symptomatik um rund 20 bis 30% vermindert (IV-act. 75- 14/15); odass Dr.med. C.________ unter dem Titel 'Prognose' ausführte, die ambulante psychiatrische Behandlung durch Dr.med. F.________ von 4/12 bis rund Ende 2014 habe recht regelmässig und in angemesse- ner Weise stattgefunden (aktuell werde sie mit grösseren Abständen fortgesetzt). Trotzdem liege der mittelgradig depressive Zustand seit 6/12 und somit seit gut drei Jahren vor. Aufgrund dieser Chronifizie- rung und der bezüglich emotionaler und psychischer Aspekte geringen Differenziertheit und Introspektionsfähigkeit sei die Prognose zumin- dest mittelfristig ungünstig. Es sei unwahrscheinlich, dass sich der psychische Zustand und somit die Leistungsfähigkeit in den nächsten zwei Jahren in anhaltender, IV-relevanter Weise bessern werde; odass die konsultierte RAD-Ärztin H.________ (Allgemeinmedizin) in ih- rer handschriftlichen Stellungnahme vom 25. August 2015 ausführte, gesamthaft betrachtet sei die 70%-ige Arbeitsfähigkeit in einer behin- derungsangepassten Tätigkeit "i.O." (IV-act. 75-15/15). ound im Übrigen den ins Recht gelegten Akten ein Einzelarbeitsvertrag zwischen dem Beschwerdeführer und der I.________ GmbH mit Ver- tragsbeginn am 1. Januar 2014 zu entnehmen war, dass ein Arbeits- pensum von 50% an fünf Tagen (à neun Stunden) pro Woche mit ei- nem Bruttomonatslohn von Fr. 3'200.-- "im Bereich Magaziner" verein- bart wurde (IV-act. 79). -dass die aktuelle Arbeitgeberin des Versicherten im Schreiben vom 14. April 2016 an dessen Rechtsvertreter u.a. festhielt, ein Arbeitspensum über 50% 8 werde nicht als zumutbar gesehen; einen erhöhten Arbeitseinsatz sehe sie als Risiko. Auch wenn "seine Tätigkeit nicht die vollste körperliche Anstrengung" fordere, gebe es doch Gefahren, da sich der Beschwerdeführer trotz allem im Baugewerbe bewege. Ein Fehler aufgrund Überforderung, Schmerzen oder ähnlicher Gründe, welche der Gesundheitszustand mit sich bringe, könne ge- fährlich sein. Eine präventive Unfallverhütung habe oberste Priorität. Im Weite- ren hielt die Arbeitgeberin fest, dass der Beschwerdeführer ein jährliches Brut- tojahreseinkommen von Fr. 41'600.-- erhalte. Eine wesentliche Lohnsteigerung sei in Zukunft nicht vorgesehen (IV-act. 86). -dass hinsichtlich der somatischen, rein unfallbedingten Beeinträchtigungen die Suva in ihrer Verfügung vom 21. September 2012, welche mit Verwaltungsge- richtsentscheid vom 10. April 2013 bestätigt wurde und in Rechtskraft erwuchs, davon ausging, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer lei- densangepassten Tätigkeit nicht eingeschränkt sei und sich die IV-Stelle die- sem Ergebnis anschloss, wonach aus somatischer Sicht eine leidensange- passte Tätigkeit als voll zumutbar erachtet werde; -dass hinsichtlich der psychischen Beeinträchtigungen den medizinischen Un- terlagen zu entnehmen sei, dass der Hausarzt Dr.med. E.________ in seinem Arztbericht vom 18. Februar 2015 neben den somatischen Diagnosen eine re- aktive Depression leichten Grades diagnostizierte und in einer Tätigkeit ohne schwere Belastung (vorwiegend sitzend) eine Arbeitsfähigkeit von 100% ver- anschlagte (IV-act. 63-3/40 oben); -dass demgegenüber die Psychiater Dr.med. F.________ (im Bericht vom 26.4.2015) sowie Dr.med. C.________ (in seinem Konsilium vom 25.8.2015) die Diagnose einer mittelschweren depressiven Episode stellten. Der behan- delnde Facharzt Dr.med. F.________ gehe dabei von einer Arbeitsfähigkeit von 50% bzw. von einer Einschränkung von 50% aus. Der begutachtende Facharzt Dr.med. C.________ veranschlagte die vom Beschwerdeführer ge- schilderten und insgesamt evaluierten Beeinträchtigungen auf einen Umfang von rund 20 bis 30%. Auch in einer anderen, angepassten Tätigkeit sei nach Einschätzung von Dr.med. C.________ die Arbeitsfähigkeit aufgrund der mit- telgradigen depressiven Symptomatik um rund 20 bis 30% vermindert (IV-act. 75-14/15). Dabei habe der begutachtende Facharzt nachvollziehbar betont, dass die aktuellen funktionellen Beeinträchtigungen im Wesentlichen auf dem (agitiert-) depressiven Zustand und nicht auf den körperlichen (somatischen) Beschwerden beruhen würden. Nachdem die beiden involvierten Psychiater übereinstimmend das Vorliegen einer mittelschweren depressiven Erkrankung bejahten und daraus einen (wenn auch unterschiedlich hohen) Arbeitsunfähig- keitsgrad ableiten würden, könne der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des Haus- arztes Dr.med. E.________, wonach der Versicherte für Tätigkeiten ohne schwere Belastungen (mithin für vorwiegend sitzende Tätigkeiten) 100% ar- beitsfähig sei, bezogen auf die fachärztlich anerkannten psychischen Beein- trächtigungen nicht beigepflichtet werden; -dass sich die Frage stelle, wie damit umzugehen sei, dass bei vergleichbarer Diagnose vom behandelnden Facharzt eine Arbeitsunfähigkeit von 50% und vom begutachtenden Facharzt eine solche von 20% bis 30% veranschlagt werde (vgl. IV-act. 91-11/16 unten);9 -dass - wie auch die IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung zutreffend hervorgeho- ben habe - eine psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen könne und mithin grundsätzlich immer ein gewisser Ermessensspielraum gegeben sei, innerhalb dessen verschiedene medizi- nisch-psychiatrische Interpretationen möglich und zulässig seien; -dass der behandelnde Psychiater, welcher im Bericht vom 26. April 2015 einen Arbeitsunfähigkeitsgrad von 50% attestierte, selber zum Ausdruck gebracht habe, dass eine allmähliche Steigerung der Arbeitsfähigkeit möglich und zu- mutbar sein sollte (IV-act. 66-3/8, Ziff. 1.8) und insofern dieser Psychiater durchblicken lasse, dass längerfristig (aus psychiatrischer Sicht) auch ein Ar- beitsunfähigkeitsgrad von unter 50% angemessen bzw. vertretbar erscheine (IV-act. 91-12/16 Erw. 5.3.4); -dass der begutachtende Psychiater insofern widersprüchlich argumentierte, als er zum einen darlegte, dass der Versicherte seit rund eineinhalb Jahren "in Vollzeit als Magaziner (mit einem Lohn von 50%)" arbeite (vgl. IV-act. 75-13/15 Mitte), zum andern aber der gleiche Gutachter unmissverständlich festhielt, dass die aktuell ausgeübte Tätigkeit "aus psychiatrischer Sicht optimal ange- passt" sei (vgl. IV-act. 75-14/15 Mitte); -und dass im Lichte all dieser Erwägungen es sich aufdränge, die Divergenz zwischen der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des behandelnden Facharztes einerseits und des begutachtenden (verwaltungsinternen) Facharztes ander- seits dahingehend zu klären, dass grundsätzlich auf einen (Mittel)Wert zwi- schen den beiden auseinanderklaffenden Positionen, mithin gesamthaft auf einen massgebenden Arbeitsunfähigkeitsgrad von rund 40% abzustellen sei; -sowie für dieses Ergebnis im konkreten Fall insbesondere auch spreche, dass unbestrittenermassen bereits eine unfallbedingte (somatische) Erwerbsun- fähigkeit von 23% anerkannt worden sei, weshalb eine massgebende Arbeits- unfähigkeit von lediglich 20% bis 30% (gemäss begutachtendem verwaltungs- internen Psychiater) insgesamt als zu knapp erscheine, auch wenn es zutreffe, dass eine Addition von auf verschiedenen Krankheitsfaktoren beruhenden Be- hinderungen an sich nicht statthaft sei (vgl. auch Urteil 9C_831/2010 vom 3.2.2011 Erw. 3.3 mit Verweis auf I 584/04 vom 28.12.2004 Erw. 3.4; siehe auch VGE I 2014 123 vom 5.5.2015 Erw. 4). -und dass schliesslich im Einkommensvergleich (auf der Basis eines aus den LSE-Tabellenlöhnen abgeleiteten Invalideneinkommens) ein IV-Grad von 44% resultierte (bzw. im Rahmen einer anderen Herleitung des Invalideneinkom- mens nach Massgabe des aktuellen Verdienstes als Magaziner ein IV-Grad von 41% resultieren würde, vgl. IV-act. 91-14/16). 3.1Die Rentenaufhebungsverfügung der IV-Stelle vom 7. Juni 2021 stützt sich im Wesentlichen auf das 21 Seiten umfassende Gutachten des Facharztes für Psychiatrie und Psychotherapie D.________ (_______, zertif. med. Gutachter SIM) ab (vgl. IV-act. 121; dieses Gutachten wurde zusätzlich von Dr.med. J.________, Facharzt für Neurologie FMH, visiert). 3.2Wie der Beweiswert dieses Gutachtens zu beurteilen wäre, wenn es um eine erstmalige Rentenzusprechung ginge, kann hier offen bleiben. Im vorliegen-10 den Beschwerdeverfahren fällt entscheidend ins Gewicht, dass bei der Erhebung und Würdigung des medizinischen Sachverhalts in Revisionsfällen besondere Anforderungen an die Beweistauglichkeit von ärztlichen Einschätzungen gelten. Beweisthema ist dabei nicht bloss die Feststellung des aktuellen Gesundheitszu- stands und seiner funktionellen Auswirkungen, sondern gerade auch der Ver- gleich dieses Befunds mit den ursprünglichen (hier zu einer Berentung führen- den) Beschwerden. Spricht sich ein Gutachten nicht in hinreichender Weise darüber aus, ob und bejahendenfalls inwiefern eine effektive Veränderung der gesundheitlichen Situation im entscheidrelevanten Referenzzeitraum stattgefun- den hat, mangelt es ihm, sofern sich eine entsprechende Sachlage nicht ohnehin augenfällig präsentiert, am rechtlich erforderlichen Beweiswert (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_244/2017 vom 26.10.2017 Erw. 5.2.1). 3.3.1 Wie oben in Erwägung 2 ausführlich dargelegt wurde, waren im gerichtli- chen Rentenentscheid vom 18. November 2016 insbesondere auch die detaillier- ten Ausführungen und die fachliche Beurteilung des RAD-Psychiaters Dr.med. C.________ von massgeblicher Bedeutung (IV-act. 59 und IV-act. 75). Dieser begutachtende RAD-Facharzt hatte den Versicherten am 18. August 2015 selber untersucht und seine Befunde detailliert aufgezeichnet (siehe IV-act. 75-9f./15). In seiner Beurteilung der Beschwerden und Befunde setzte sich der begutach- tende RAD-Facharzt namentlich auch mit den ICD-Kriterien für eine Depression auseinander (IV-act. 75-12/15 unterhalb der Mitte) und gelangte u.a. zum Ergeb- nis, dass die aktuell durch den Versicherten beschriebenen und selbst beobach- teten Beeinträchtigungen echt und glaubhaft seien (IV-act. 75-13/15). Insbeson- dere attestierte dieser RAD-Facharzt, dass der Versicherte aus versicherungs- psychiatrischer Sicht glaubhaft im ganztägigen Pensum als Magaziner mit deut- lich erhöhtem Pausenbedarf massgeblich vermindert leistungsfähig sei (IV-act. 75-14/15). 3.3.2 Mit diesen von einem begutachtenden RAD-Facharzt in den IV-Akten aus- führlich präsentierten und im Rentenentscheid vom Gericht weitgehend über- nommenen Erkenntnissen hat sich der von der IV-Stelle im Rahmen des im Fe- bruar 2020 eröffneten IV-Revisionsverfahrens beauftragte psychiatrische Fach- arzt D.________ in seinem Gutachten nicht in substantiierter Weise befasst. Oh- ne je den Namen des damals begutachtenden RAD-Facharztes zu nennen, fasst der Facharzt D.________ seine Einschätzung u.a. wie folgt zusammen (vgl. IV- act. 121-15/23 unten): Zusammenfassend ergibt sich somit aktenkundig, dass beim Versicherten mögli- cherweise als Folge der unfallbedingten körperlichen Einschränkungen sich ca. im Jahre 2012 eine Anpassungsstörung entwickelt haben könnte. Eine namhafte psy-11 chische Beeinträchtigung wird weder durch den Versicherten beschrieben, noch aus den vorliegenden kurzen psychiatrischen Berichten plausibel. Dazu passend beendete der Versicherte offensichtlich im Jahre 2015 auch die fachärztliche Be- handlung. Eine psychopharmakologische, spezifisch antidepressive Medikation wird in keinem der vorliegenden Berichte erwähnt. Initial war noch im Bericht über den Aufenthalt in der Rehaklinik G.________ von einer Schmerzausweitung die Rede, welche in den Berichten des ambulant behandelnden Psychiaters dann kei- ne Erwähnung mehr findet. (…) Dass die von damals begutachtenden RAD-Facharzt selber erhobenen Befunde und die daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen/ Erkenntnisse vom aktuellen Gutachter grundsätzlich lediglich mit "nicht plausibel" gewürdigt werden, stellt keine hinreichende, im Rahmen eines IV-Rentenrevisionsverfahrens erforderliche Auseinandersetzung mit dem massgeblichen Vergleichszeitraum dar. Dies gilt erst recht, als bereits der ursprünglich behandelnde Psychiater Dr.med. F.________ am 11. März 2015 gegenüber der IV-Stelle ausdrücklich erklärte, dass er den Versicherten schon lange nicht mehr gesehen habe, mithin zu die- sem Zeitpunkt keine psychiatrische Therapie mehr erfolgte (vgl. IV-act. 64), was er nochmals am 26. April 2015 im Bericht an die IV-Stelle bestätigte, indem er er- klärte "Allerdings ist die Therapie wie gesagt versandet und der Patient kam am 23.3.15 lediglich wegen diesem Bericht zu mir" (vgl. IV-act. 66-2/8). Ungeachtet dieser bereits anfangs 2015 nicht mehr laufenden psychiatrischen Therapie wur- de nach der Aktenlage dennoch im ersten materiellen Rentenentscheid eine aus psychiatrischer Sicht zugestandene deutliche Leistungsminderung im ganztägi- gen Pensum als Magaziner (mit erhöhtem Pausenbedarf) anerkannt. Soweit nun der im Rahmen des IV-Revisionsverfahrens beauftragte Psychiater in seinem Gutachten u.a. geltend macht, eine Anpassungsstörung begründe per se keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 121-18/23 unten) und eine Ver- änderung bzw. Verbesserung des Gesundheitszustandes sei "mindestens seit der Beendigung der Therapie im Jahre 2015" anzunehmen, läuft eine solche Ar- gumentation auf eine andere Beurteilung der damals fachärztlich beurteilten Ge- sundheitssituation hinaus, wobei an dieser Stelle zu betonen ist, dass der Fach- arzt der IV-Stelle (RAD) eine relevante, psychiatrisch bedingte Leistungsein- schränkung bestätigte. Weshalb dies nicht mehr der Fall sein sollte, müsste in einer ausdrücklichen Befassung mit der damaligen Einschätzung des RAD- Psychiaters erfolgen, welche indessen fehlt. Die vom aktuellen Gutachter vorge- nommene, faktisch strengere Beurteilung reicht für eine IV-Rentenrevision nicht aus. Bei der Anpassungsprüfung ist Beweisgegenstand das Vorhandensein einer entscheidungserheblichen Differenz in den (den medizinischen Unterlagen zu entnehmenden) Tatsachen (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., N.35 zu Art. 17 ATSG). Hier fehlt es am rechtlich erforderlichen Beweiswert des neuen Gut-12 achtens, welches sich nicht ausreichend mit der früheren, im Rentenentscheid übernommenen ärztlichen Einschätzung auseinandersetzt. 3.3.3 Zusammenfassend liegt keine beweiskräftige medizinische Grundlage vor, welche im konkreten Fall eine relevante Veränderung der damals aus psychiatri- scher Sicht zugestandenen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit hinreichend be- legt. Damit fehlt es diesbezüglich an einem Revisionsgrund. Bereits erwähnt wurde, dass hier nicht darüber zu befinden ist, wie das aktuelle Gutachten zu be- urteilen wäre, wenn es um eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung ginge. 3.4Im Übrigen kann auch aus der geringen Erhöhung des vom Versicherten in den vergangenen Jahren erzielten, effektiven Verdienstes grundsätzlich kein IV-Revisionsgrund hergleitet werden, zumal im materiellen, unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Rentenentscheid beim Einkommensvergleich das Inva- lideneinkommen primär aus den LSE-Tabellenlöhnen hergeleitet wurde. Und selbst dann, wenn beim Invalideneinkommen auf die effektiv erzielten Jahreslöh- ne abzustellen wäre, wurde in der vorliegenden Beschwerde (S. 4 f.) nachvoll- ziehbar vorgerechnet, dass unter Berücksichtigung der Nominallohnerhöhungen in den Jahren 2014 bis 2018 (2.8%) und den zulässigen, nicht meldepflichtigen Reallohnerhöhungen in den Jahren 2014, 2015, 2016 und 2017 von jeweils Fr. 1'500.-- dem Versicherten grundsätzlich keine Verletzung von Meldepflichten bezüglich der insgesamt geringen Lohnerhöhungen vorgeworfen werden kann. Es kann darauf verwiesen werden. 4.Aus all diesen Gründen erweist sich die Beschwerde als begründet, wes- halb die angefochtene Verfügung ersatzlos aufgehoben wird. An diesem Ergeb- nis vermögen die weiteren Vorbringen der Vorinstanz nichts zu ändern. Unbehel- flich ist namentlich auch der Verweis in der angefochtenen Verfügung auf den Gerichtsentscheid I 2020 109 vom 12. März 2021. Denn Gegenstand jenes Ver- fahrens bildete ausschliesslich die Fragestellung, ob die IV-Stelle damals die Auszahlung der Viertelsrente sistieren durfte (was bejaht wurde). Nicht Gegen- stand des damaligen Beschwerdeverfahrens bildete die Frage, ob der Versicher- te weiterhin einen Anspruch auf eine Viertelsrente hat (oder nicht, vgl. IV-act. 138-4/8). Dem vorliegenden Ergebnis entsprechend verhält es sich so, dass der 53-jährige Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente hat. Die Nachzah- lung der entsprechenden Rentenbeträge ist Sache der Vorinstanz. 13 5.Die Verfahrenskosten werden der Vorinstanz auferlegt, derweil der vom Beschwerdeführer bezahlte Kostenvorschuss zurückzuerstatten ist. Dies wird zahlungsverkehrsmässig so umgesetzt, dass das Gericht den vom Beschwerdeführer bezahlten Kostenvorschuss einbehält und die Vorinstanz hinsichtlich der Verfahrenskosten dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers Fr. 500.-- zu bezahlen hat. Zudem wird dem Beschwerdeführer für das Obsiegen zu Lasten der IV-Stelle eine Parteientschädigung zugesprochen. In Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411), welcher für das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 15 GebTRA einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht sowie unter Beachtung der in § 2 GebTRA enthaltenen Kriterien (Wichtigkeit der Streitsache, Schwierigkeit, Umfang und der Art der Arbeitsleistung, notwendiger Zeitaufwand) und in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens ist (unter Hinweis auf Ziffer 23 der Beschwerde und die Eingabe vom 25.10.2021) das Honorar (inkl. Auslagen und MwSt) auf insgesamt Fr. 2'800.-- festzulegen. 14 Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen. Die ange- fochtene Verfügung vom 7. Juni 2021 wird ersatzlos aufgehoben. Die Nachzahlung der entsprechenden IV-Viertelsrentenansprüche ist Sache der Verwaltung. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der IV-Stelle auferlegt. Diese Kosten werden zahlungsverkehrsmässig so abgewickelt, dass das Verwal- tungsgericht den vom Beschwerdeführer bezahlten Kostenvorschuss von Fr. 500.-- einbehält und ihm (bzw. seinem Rechtsvertreter) noch Fr. 500.-- durch die Vorinstanz zu bezahlen sind. 3. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient- schädigung von Fr. 2'800.-- (inkl. MWSt und Auslagen) zugesprochen (Aus- zahlung an den Rechtsvertreter). 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer- de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei- zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes- gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). 5. Zustellung an: -den Vertreter des Beschwerdeführers (2/R) -die Vorinstanz (R) -und das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern (A). Schwyz, 13. Dezember 2021 Im Namen des Verwaltungsgerichts Der Vizepräsident: Die a.o. Gerichtsschreiberin: *Anforderungen an die Beschwerdeschrift Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru- mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Versand: 5. Januar 2022Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer I