JAAC68.115 Auszug aus dem Urteil der Schweizerischen Asylrekurskommission vom 24. Oktober 2003 i.S. A.D., Guinea, auch erschienen in Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 6 Art.3CEDH.Art.25al.3Cst. Art.14aal.3LSEE.Licéitédel’exécutiondu renvoid’unepersonneatteinteduSIDA. 1. L’expulsiond’unmaladeduSIDAenphaseterminalepeut,dansdes circonstancestoutàfaitextraordinaires,conduireàuneviolationde l’art.3CEDH(résumédelajurisprudencedelaCoureuropéennedes droitsdel’Homme;consid.7). 2. Enl’espèce,l’exécutiondurenvoienGuinéeaétéconsidéréecomme compatibleaveclajurisprudencerelativeàl’art.3CEDH;casd’une personneatteinteduSIDA,àunstadeoùlamaladienes’estpas encoredéclarée,etquipeutcomptersurunréseausocialdansson paysd’origineetaccéder,surplace,àdessoinsmédicauxsuffisants (consid.8). 3. Pasd’examenducaractèreexigibledel’exécutiondurenvoidansla mesureoùlerecourant,enraisondesinfractionsqu’ilacommisesetdu comportementasocialqu’ilaadopté,tombesouslecoupdelaclause d’exclusiondel’art.14aal.6LSEE(consid.9et10;surlaquestionde l’exigibilitédurenvoiencasd’infectionparlevirusduSIDA,cf. JICRA 2004n°7= JAAC68.116). Art.3EMRK.Art.25Abs.3BV.Art.14aAbs.3ANAG.Zulässigkeitdes WegweisungsvollzugseinesHIV-Infizierten. 11. DieAusweisungeinesinderterminalenPhaseanAIDSErkrankten kannunterganzaussergewöhnlichenUmständenzueinerVerletzung vonArt.3EMRKführen(ZusammenfassungderRechtsprechungdes EuropäischenGerichtshofesfürMenschenrechte;E.7). 2. ImkonkretenFallwirdderWegweisungsvollzugnachGuineain AnwendungdererwähntenPraxisalsmitArt.3EMRKvereinbar bezeichnet,insbesonderedaderBeschwerdeführersichnochnicht imStadiumderausgebrochenenAIDS-Krankheitbefindet,ersichim HeimatlandaufeinsozialesNetzabstützenkannundauchdiedortige Gesundheitsversorgungalsausreichendbetrachtetwird(E.8). 3. KeinePrüfungderZumutbarkeit,daderBeschwerdeführer wegenStraffälligkeitundwegenasozialenVerhaltensunterdie AusschlussklauselvonArt.14aAbs.6ANAGfällt(E.9und10;vgl. zur FragederZumutbarkeitbeiHIV-Infektiondasnachstehendpublizierte UrteilEMARK2004Nr.7= VPB68.116). Art.3CEDU.Art.25cpv.3Cost. Art.14acpv.3LDDS.Liceità dell’esecuzionedell’allontanamentodiunmalatod’AIDS. 1. L’esecuzionedell’allontanamentodiunmalatoallostadioterminale dell’AIDSpuò,incasieccezionali,costituireunaviolazionedell’art.3 CEDU(riassuntodellagiurisprudenzadellaCortediStrasburgo; consid.7). 2. Nelcasoconcreto,l’esecuzionedell’allontanamentoversolaGuinea diunrichiedentel’asilosieropositivo,nonancoraaffettodaAIDS,è statagiudicatacompatibileconl’art.3CEDU,ritenutochepossiede unaretesocialeinpatria,doveperaltrol’assistenzasanitariadeve considerarsisufficiente(consid.8). 3. Nonèstataesaminatal’esigibilitàdell’esecuzione dell’allontanamentoritenutocheilricorrente,inconsiderazione deisuoiprecedentipenaliedelcomportamentoasocialemanifestato, adempieicriteridellaclausolad’esclusionedicuiall’art.14acpv.6 LDDS(consid.9e10;cfr. GICRA2004n.7= GAAC68.116 sullaquestione dell’esigibilitàdell’esecuzionedell’allontanamentodipersonaaffettada AIDS). ZusammenfassungdesSachverhalts: DerBeschwerdeführerstellteam14.Oktober2001einAsylgesuch,daser imWesentlichenmiteinerangeblichenZwangsrekrutierungdurcheine Rebellengruppebegründete. Am8.November2001nahmdasKantonsspitalX.imAuftragderzuständigen kantonalenBehördeeineKnochenalteranalysevorundstelltedabeifest,das KnochenalterdesBeschwerdeführersentsprechedemmännlichenStandard von19Jahrenodermehr. 2Am19.Dezember2002diagnostiziertedasKantonsspitalX.beim BeschwerdeführersodanneineInfektionmitdemhumanen ImmunschwächevirusdesMenschen(HIV)imStadiumA3undleiteteim Oktober2001eineTripel-TherapiemitVirazeptundCombivirein. Zudem stellteeseinechronischeGastritisfest. MitVerfügungvom5.Juni2003stelltedasBundesamtfürFlüchtlinge(BFF) fest,derBeschwerdeführererfülledieFlüchtlingseigenschaftnicht,und lehnteseinAsylgesuchab. GleichzeitigordneteesdieWegweisungausder SchweizundderenVollzuganundentzogeinerallfälligenBeschwerdedie aufschiebendeWirkung. ZurBegründungführtedasBFFimWesentlichenaus, derBeschwerdeführerhabeseineMinderjährigkeitnichtglaubhaftdarzulegen vermochtundstelltefest,seinegesamtenAsylvorbringenseienunglaubhaft. EserachtetedenVollzugderWegweisungalszulässig,zumutbarundmöglich. GegendieseVerfügunglegtederBeschwerdeführerbeiderSchweizerischen Asylrekurskommission(ARK)-beschränktaufdenWegweisungspunkt -Beschwerdeein. EsseidieUnzumutbarkeitundUnzulässigkeitder Wegweisungfestzustellenunderseivorläufigaufzunehmen. Zudemersuchte erumWiederherstellungderaufschiebendenWirkungundstellteeinGesuch umGewährungderunentgeltlichenRechtspflege. DerzuständigeInstruktionsrichterderARKhiessmitZwischenverfügungen vom13.Junibzw. 14.Juli2003dieGesucheumWiederherstellungder aufschiebendenWirkungderBeschwerdesowieumGewährungder unentgeltlichenRechtspflegeimSinnevonArt.65Abs.1desBundesgesetzes vom20.Dezember1968überdasVerwaltungsverfahren(VwVG,SR172.021) gut. DieVorinstanzschlossmitVernehmlassungvom21.Juli2003aufAbweisung derBeschwerde. DabeiwiesdasBFFdaraufhin,dassdasAusmassder StraffälligkeitdesBeschwerdeführersinderSchweizdieSchwellevon Art.14aAbs.6desBundesgesetzesvom26.März1931überAufenthaltund NiederlassungderAusländer(ANAG,SR142.20)überschrittenhabe. DieRechtsvertreterindesBeschwerdeführershieltinihrerStellungnahme vom7.August2003dafür,dasVerhaltendesBeschwerdeführerswürdenicht ausreichen,umgestütztaufArt.14aAbs.6ANAGdieErteilungdervorläufigen Aufnahmezuverweigern. DieARKweistdieBeschwerdeab. AusdenErwägungen: 6.a. DerVollzugderWegweisungnachGuineaistunterdemAspekt vonArt.5Abs.1desAsylgesetzesvom26.Juni1998(AsylG,SR142.31; Rückschiebungsverbot)rechtmässig,weilderBeschwerdeführer- wieaufgrundderunangefochtengebliebenenFeststellungender Vorinstanzfeststeht-keinegemässArt.3AsylGasylrelevanteGefährdung nachzuweisenoderglaubhaftzumachenvermochte,mithinsichnicht aufdieFlüchtlingseigenschaftberufenkann(vgl. W. Kälin,Grundrissdes Asylverfahrens,Basel/Frankfurta. M.1990,S.211f. und224). DieNormen des«Non-Refoulements»(Art.5AsylG,Art.33desAbkommensvom28.Juli 31951überdieRechtsstellungderFlüchtlinge[FK],SR0.142.30)schützen nurPersonen,welchedieFlüchtlingseigenschaftgemässArt.3Abs.1AsylG erfüllen. b. DerBeschwerdeführermachtinseinerEingabeabergeltend,ersei mitdemHI-Virusinfiziert,weshalbderVollzugseinerWegweisung unzulässigoderzumindestunzumutbarsei. ErhabejedenKontaktmit seinenFamilienangehörigeninGuineaverloren. AufgrundseinerInfektion seierdaraufangewiesen,aneinemOrtzuleben,woseineKrankheit behandelbarsei. EsmüssejederzeitmiteinerVerschlechterungseines Gesundheitszustandesgerechnetwerden. DiesfallsseieraufVerwandteoder Freundeangewiesen,diefürseinenLebensunterhaltaufkommenkönnten; inseinemHeimatlandhabeeraberniemanden. EinWegweisungsvollzugin diesesLandwürdedahereinegemässArt.3derKonventionvom4.November 1950zumSchutzederMenschenrechteundGrundfreiheiten(EMRK,SR0.101) verboteneunmenschlicheunderniedrigendeBehandlungdarstellen. Weiter führtderBeschwerdeführeraus,erhabesichzwarrenitentverhalten,doch seidiesangesichtsseinesjugendlichenAlterskeinGrund,gestütztaufArt.14a Abs.6ANAGdieZumutbarkeitdesWegweisungsvollzugsnichtzuprüfen. Diesgelteumsomehr,alsesnochniezueinerstrafrechtlichenVerurteilung gekommensei. 7.a. Art.3EMRKverbietetdieFoltersowieunmenschlicheodererniedrigende StrafeoderBehandlung. DaruntersindmassiveVerstössegegendie Menschenwürdezuverstehen,d.h. Massnahmen,diedenbetroffenen Menschenseelischundmeistauchkörperlichschwertreffen( BGE121II296 E.5a/aa; A. Häfliger/F. Schürmann,DieEuropäischeMenschenrechtskonvention unddieSchweiz,2.Aufl.,Bern1999,61f.,auchzumFolgenden; EntscheidungenundMitteilungenderSchweizerischenAsylrekurskommission [EMARK]1996Nr.42,S.369f.,E.7b;). DeminArt.3EMRKstatuierten GrundsatzkommtabsoluteGeltungzu;erkenntkeineEinschränkungen, welchedieerwähntenEingriffeunterbestimmtenUmständenalszulässig erscheinenlassen. AusländerrechtlicheFernhaltemassnahmenkönnen gegenArt.3EMRKverstossen,wenndieausländischePersonGefahr läuft,imHerkunfts-oderHeimatlandgefoltertoderunmenschlichoder erniedrigendbehandeltzuwerden. DassdieseBehandlungnichtdurch denKonventionsstaatselbsterfolgt,istdabeinichtvonBedeutung,dadieser durchseineEntfernungsmassnahmediebetroffenePersonderGefahreiner durchArt.3EMRKverbotenenBehandlungaussetzt(UrteildesEuropäischen GerichtshoffürMenschenrechte[EGMR]vom7.Juli1989i.S.Soeringgegen Grossbritannien,Ziff.90und91;EMARK1996Nr.18,S.183= VPB61.4, E.14b.aa). b. DerEGMRhatinseinemUrteilvom2.Mai1997i.S.D.gegen GrossbritannieneinenderartigenVerstossgegendasVerbotder unmenschlichenBehandlungnachArt.3EMRKfestgestellt. Esginginjenem FallumdieAusweisungeinesinderterminalenPhaseamerworbenen Immunschwächesyndrom(AIDS)ErkranktenaufdieInselSaint-Kitts. Der BetroffenebedurftezujenerZeiteinerintensivenPflege,undderVollzug derAusweisunghätte-soderGerichtshof-nichtnurseineohnehinnur nochkurzeLebenserwartungzusätzlichreduziert,sondernauchdieGefahr desTodesunterextremenphysischenundpsychischenLeidenbewirkt, zumalsichderBetroffenenachseinerRückkehrnachSaint-Kittsohne 4jeglicheUnterstützungundPflegeaufderStrassewiedergefundenhätte. Unterdiesen-wiederGerichtshofherausstrich-ganzaussergewöhnlichen Umständen(«circonstancestrèsexceptionnelles»)hättedieAusweisungzu einerVerletzungvonArt.3EMRKgeführt(UrteildesEGMR vom2.Mai1997i.S. D.gegenGrossbritannien,Ziff.51-53,publiziertinASYL1/1997S.47f.). Dagegenverletzt,wiedieStrassburgerOrganeschonmehrfachfestgehalten haben,dieWegweisungvonHIV-infiziertenPersonen,die(noch)nichtan AIDSerkranktsind,dieKonventionsgarantievonArt.3EMRKnicht. Sohatdie damaligeEuropäischeKommissionfürMenschenrechteineinemdieSchweiz betreffendenZulässigkeitsentscheiderkannt,dieWegweisungeinesnochnicht erkrankten,wohlaberinmedizinischerBehandlungstehendenHIV-Infizierten nachKinshasaunterscheidesichinmassgeblicherWeisevomobenerwähnten FallD.gegenGrossbritannien(Entscheidvom14.September1998i.S.M.M. gegendieSchweiz,auszugsweisepubliziertinASYL1/1999S.21). Dies deshalb,weildieSchweizdemBeschwerdeführerRückkehrhilfeangeboten hatte,dieerforderlichenBluttests-wennauchnichtimKongo,sondern blossinSüdafrika-möglichseienundweildieBehandlungvoraussichtlich blossdreiJahredauernwerde. AuchinjüngsterZeithatderEGMRdiese Rechtsprechungbestätigtundfestgestellt,derVollzugderLandesverweisung einesKolumbianersverstossenichtgegenArt.3EMRK,auchwenndieser HIV-positivundzudemanHepatitisBerkranktseiundeineantiretrovirale Therapieabsolviere,derenUnterbrechungzueinerVerschlechterungdes Gesundheitszustandsführenwürde(Zulässigkeitsentscheidvom25.April 2003i.S.ArcilaHenaogegendieNiederlande). DerGerichtshoferwog,der BeschwerdeführerseiarbeitsfähigunddieerforderlicheBehandlungsei inKolumbien,woernochFamilienangehörigehabe,grundsätzlichauch durchführbar. Schliesslichseizubedenken,dasssichdieKrankheitdes BeschwerdeführersnichtineinemfortgeschrittenenodergarfinalenStadium befinde(Entscheidvom25.April2003i.S.ArcilaHenaogegendieNiederlande, S.8). AusdiesenGründenerweisesichdieBeschwerdealsoffensichtlich unbegründet. c. NichtsanderesergibtsichausderBestimmungvonArt.25Abs.3der BundesverfassungderSchweizerischenEidgenossenschaftvom18.April1999 (BV,SR101),welchedieAusschaffungvonPersonenineinenStaatverbietet, indemihrFolterodereineandereArtgrausamerundunmenschlicher BehandlungoderBestrafungdroht. MitderLehreistdavonauszugehen, dassdieseBestimmunginderhierinteressierendenFrageinihrerTragweite nichtüberArt.3EMRKhinausgeht( A. Auer/G. Malinverni/M. Hottelier ,Droit constitutionnelsuisse,VolumeII,Bern2000,S.557f.;sinngemässauch S. Breitenmoser in: B.Ehrenzeller/Ph.Mastronardi/R.Schweizer/K.Vallender, DieschweizerischeBundesverfassung,Zürichusw. 2002,N.20zuArt.25BV). VielmehrnimmtArt.25Abs.3BVdiedort-undinandereninternationalen Vereinbarungen-statuierteGarantieauf(Auer/Malinverni/Hottelier,a.a.O., S.557unten;indiesemSinneauchdieBotschaftdesBundesratsübereine neueBundesverfassungvom26.November1996,Sonderdruck,S.171). Es 5erübrigtsichdaherimFolgenden,nebenderVereinbarkeitdesvomBFF angeordnetenWegweisungsvollzugsmitArt.3EMRKzusätzlichdessen VerträglichkeitmitderobigenVerfassungsnormzuprüfen. 8.a. NachderKlassifikationdesamerikanischenCenterforDiseaseControl andPreventionwirdeineHIV-InfektioninverschiedeneStadienunterteilt. ImStadiumAleidetderBetroffeneunterkeinerleiBeschwerden,während imStadiumBErkrankungenauftreten,welcheaufeineStörungdes Immunsystemshinweisen,unddasStadiumCdieeigentlicheErkrankung anAIDSbedeutet. DieStadienA-CwerdennachdemjeweiligenCD4-Wert (Anzahl«Helferzellen»proMikroliterBlut)jeweilsindieStufen1-3unterteilt. GemässArztberichtdesKantonsspitalsX.vom19.Dezember2002leidet derBeschwerdeführeraneinerHIV-InfektionStadiumA3undaneiner chronischenGastritis. SeitEndeOktober2001wirdermitVirazept undCombivirbehandelt. AlledreiMonatemussersichzudemeiner Routine-Blutuntersuchungunterziehen. OhneFortsetzungderBehandlung wäre,sodasArztzeugnis,miteinerrapidenVerschlechterungseines Gesundheitszustandszurechnen. ImFallvonderenWeiterführungwird diePrognosedemgegenüberals«stabil»bezeichnet. Dadiesbezüglich keinneueresArztzeugniseingereichtwurde,istdavonauszugehen,der GesundheitszustanddesBeschwerdeführershabesichseithernichtwesentlich verändert. b. AufgrundderverfügbarenAktenistimVollzugderWegweisungdes BeschwerdeführersnachGuineakeineunmenschlicheodererniedrigende BehandlungimSinnevonArt.3EMRKzuerblicken. Diesausfolgenden Gründen: Vorabistfestzuhalten,dassderBeschwerdeführerzwarmitdemHI-Virus infiziertist,dieKrankheitAIDSbeiihmjedoch(noch)nichtausgebrochenist; seinAllgemeinzustanderscheintaufgrunddesvorliegendenArztzeugnisses vielmehralsrechtgut. Soweitaktenkundig,gehterzwarkeinereigentlichen Erwerbstätigkeitnach,dochkannangesichtsdervonihmentwickelten kriminellenAktivitätendavonausgegangenwerden,erseitrotzseines GesundheitszustandswederinseinerErwerbsfähigkeitnochinseiner übrigenLebensführungeingeschränkt. WasseinepersönlicheSituation beiderRückkehrbetrifft,istentgegendenBeschwerdevorbringenauch nichtohneweiteresdavonauszugehen,derBeschwerdeführerverfüge mitAusnahmeeinesjüngerenBrudersinseinemHeimatlandüberkeine familiärenBeziehungenmehrundwärefolglichgänzlichaufsichgestellt. ZwarhaterdiesbeidenBefragungenbehauptet;dasBFFhatseinAsylgesuch indessenwegenUnglaubhaftigkeitseinerVorbringenabgewiesenundder BeschwerdeführerhatdieseFeststellungnichtangefochten. Zudemsteht aufgrunddesvonderVorinstanzveranlasstenKnochenaltersgutachtens fest,dasserdieAsylbehördenhinsichtlichseinesAltersgetäuschthat (vgl. dazudieuntenstehendeE.9). AngesichtsdieserUmständemuss diepersönlicheGlaubwürdigkeitdesBeschwerdeführersgenerellals geringbezeichnetwerden,weshalbfürdieARKoffenbleibt,obseine AngabenzudenfamiliärenVerhältnissenzutreffen. Schliesslichistdarauf hinzuweisen,dassdieGesundheitsversorgunginGuineainkeinerWeisemit schweizerischenVerhältnissenverglichenwerdenkann,dieerforderlichen Medikamenteabergrundsätzlichauchdorterhältlichsind. Schliesslichsteht 6demBeschwerdeführerdieMöglichkeitoffen,beimBFFeinenAntragauf medizinischeRückkehrhilfezustellen;diesekanninFormvonMedikamenten geleistetwerden(vgl. Art.93Abs.1Bst.cAsylGinVerbindungmitArt.75der Asylverordnung2vom11.August1999überFinanzierungsfragen[AsylV2],SR 142.312). Zusammenfassung E. 9 + 10: DiePrüfungderFrage,obderVollzugeinerWegweisungimSinnevonArt.14a Abs.4ANAGunzumutbarist,erübrigtsichdort,woderweggewiesene AusländerdieöffentlicheSicherheitundOrdnungverletzthatoderin schwerwiegenderWeisegefährdet(Art.14aAbs.6ANAG). DerBeschwerdeführerwarseitseinerEinreiseindieSchweizwiederholt durchstrafbaresVerhaltennegativaufgefallenundunteranderem mehrereMaleinderDrogenszeneaufgegriffenundwegenKokainhandel verzeigtworden;anlässlicheinerAnhaltungdurchdiePolizeihatteer zuverstehengegeben,erwerdesichnichtaneinegegenihnergangene Eingrenzungsverfügunghalten. DieARKerachtetedurchdasasoziale undstrafrechtlichrelevanteVerhaltendesBeschwerdeführersdie VoraussetzungenvonArt.14aAbs.6ANAGalserfüllt,weshalbdie ZumutbarkeitdesVollzugsnichteingehenderzuprüfenwar. 7Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali JAAC 68.115 - Auszug aus dem Urteil der Schweizerischen Asylrekurskommission vom 24. Oktober 2003 i.S. A.D., Guinea, auch erschienen in Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 6 In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione Jahr 2004 Année Anno Band 68 Volume Volume Seite --- Page Pagina Ref. No 150 006 239 Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert. Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale. Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.