<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2022-03-04-5A_146-2022.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_146/2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 4. März 2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Zingg. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Betreibungsamt Ebikon-Dierikon-Adligenswil, Kapellenweg 2, Postfach 1050, 6031 Ebikon, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Zwinggemeinde B.________ in Liquidation. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Rückweisung eines Betreibungsbegehrens (Zuständigkeit), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Luzern, 1. Abteilung als obere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs, vom 11. Februar 2022 (2K 22 3). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Am 13. Dezember 2021 stellte der Beschwerdeführer beim Betreibungsamt Ebikon-Dierikon-Adligenswil ein Betreibungsbegehren gegen die Zwinggemeinde B.________. Mit Schreiben vom 14. Dezember 2021 wies das Betreibungsamt das Begehren zurück, da die Zwinggemeinde ihren Sitz in Luzern habe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 21. Dezember 2021 Beschwerde beim Bezirksgericht Hochdorf. Mit Entscheid vom 1. Februar 2022 wies das Bezirksgericht die Beschwerde ab, da Betreibungen gegen Körperschaften des kantonalen öffentlichen Rechts durch das Konkursamt Luzern durchgeführt würden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 6. Februar 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht Luzern. Mit Schreiben vom 7. Februar 2022 teilte das Kantonsgericht dem Beschwerdeführer mit, dass die Beschwerdefrist nicht erstreckbar sei. Zudem legte es ihm die Anforderungen an die Begründung eines Beschwerde-Weiterzugs dar. Mit Eingabe vom 8. Februar 2022 gelangte der Beschwerdeführer nochmals an das Kantonsgericht. Mit Entscheid vom 11. Februar 2022 trat das Kantonsgericht auf den Beschwerde-Weiterzug mangels hinreichender Begründung nicht ein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Dagegen hat der Beschwerdeführer am 26. Februar 2022 (Postaufgabe) Beschwerde an das Bundesgericht erhoben. Ebenfalls am 26. Februar 2022 (Postaufgabe) hat der Beschwerdeführer Beschwerde an das Kantonsgericht gegen die "Verfügung des Kantonsgerichts LU vom 6.2.2022/R-Versand: 15.2.2022" erhoben. Das Kantonsgericht hat diese Eingabe samt den Akten dem Bundesgericht übermittelt (<span class="artref">Art. 48 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die an das Bundesgericht gerichtete Beschwerde gegen den Entscheid vom 11. Februar 2022 ist grundsätzlich zulässig (Art. 72 Abs. 2 lit. a, <span class="artref">Art. 74 Abs. 2 lit. c, <artref id="CH/173.110/75" type="start"></artref>Art. 75, <artref id="CH/173.110/76" type="start"></artref>Art. 76, <artref id="CH/173.110/90" type="start"></artref>Art. 90 BGG</span><artref id="CH/173.110/76" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/75" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/74/2/c" type="end"></artref>). Nicht restlos klar ist, gegen welchen Akt sich die an das Kantonsgericht gerichtete Beschwerde richtet: Eine Verfügung vom 6. Februar 2022 gibt es im kantonsgerichtlichen Verfahren nicht. Gemeint sein dürfte die Verfügung vom 7. Februar 2022. Mit dem Versand-Datum 15. Februar 2022 bezieht sich der Beschwerdeführer demgegenüber offenbar auf den an diesem Tag versandten Entscheid vom 11. Februar 2022. Demnach ist auch die an das Kantonsgericht gerichtete Eingabe als Beschwerde gegen den Entscheid vom 11. Februar 2022 entgegenzunehmen und zusätzlich gegen die Zwischenverfügung vom 7. Februar 2022 (<span class="artref">Art. 93 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerde an das Bundesgericht hat eine Begründung zu enthalten (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), in der in gezielter Auseinandersetzung mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheides massgeblichen Erwägungen aufzuzeigen ist, welche Rechte bzw. Rechtsnormen die Vorinstanz verletzt haben soll (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=15.02.2022&amp;to_date=06.03.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-86%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page86">BGE 140 III 86</a> E. 2 S. 88 f.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=15.02.2022&amp;to_date=06.03.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">140 III 115</a> E. 2 S. 116). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Der Entscheid vom 11. Februar 2022 ist ein Nichteintretensentscheid. Der Beschwerdeführer müsste demnach darlegen, weshalb das Kantonsgericht auf seinen Beschwerde-Weiterzug hätte eintreten müssen. Der Beschwerdeführer bringt in seiner an das Bundesgericht gerichteten Beschwerde im Zusammenhang mit der entsprechenden kantonsgerichtlichen Erwägung vor, wenn Beschwerde erhoben werde, sei er mit dem Entscheid des Bezirksgerichts logischerweise nicht einverstanden. Er legt jedoch nicht dar, dass das Kantonsgericht zu strenge Anforderungen an die Beschwerdebegründung gestellt hätte oder dass seine Eingaben an das Kantonsgericht den Begründungsanforderungen genügt hätten. Seine weiteren Ausführungen und Anträge gehen an der Sache vorbei: Weder der Handelsregistereintrag der Zwinggemeinde noch die Mitgliedschaft des Beschwerdeführers in der C.________ AG als Nachfolgerin der Zwinggemeinde noch seine Entschädigungsforderung für seine Zwingsrechte sind Thema des vorliegenden Verfahrens. Soweit er vorbringt, es sei dem Kanton unbenommen, die Betreibung durch das Konkursamt durchführen zu lassen und damit allenfalls geltend machen möchte, sein Betreibungsbegehren hätte durch das Kantonsgericht an das Konkursamt weitergeleitet werden müssen, legt er nicht dar, inwiefern das Kantonsgericht diesbezüglich gegen Recht verstossen haben soll. Die an das Kantonsgericht gerichtete Eingabe vom 26. Februar 2022 enthält sodann nicht ansatzweise eine Auseinandersetzung mit dem Entscheid vom 11. Februar 2022 oder der Verfügung vom 7. Februar 2022. Vielmehr wehrt sich der Beschwerdeführer darin im Wesentlichen gegen die Umwandlung der Zwinggemeinde in eine AG bzw. seine Mitgliedschaft in der AG. Was die Anfechtung der Verfügung vom 7. Februar 2022 betrifft, ergibt sich im Übrigen aus der an das Bundesgericht gerichteten Beschwerde, dass er nicht an seinem ursprünglichen Antrag auf Verlängerung der Beschwerdefrist an das Kantonsgericht festhält. </div> <div class="para">Die Beschwerde enthält damit offensichtlich keine hinreichende Begründung. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung als obere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 4. März 2022 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Escher </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Zingg </div> </div></body></html>