<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2018.00326</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=218684&amp;W10_KEY=4480712&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2018.00326</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.10.2018</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Erteilung/Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Recht auf Privatleben bei langjährigen Aufenthalt / Verhältnismässigkeit einer Bewilligungsverweigerung bei Vollzugshindernissen.<br/><br/>[Der aus Somalia stammende Beschwerdeführer reiste als Siebenjähriger in die Schweiz. Bereits als Jugendlicher trat er wiederholt strafrechtlich in Erscheinung und wurde unter anderem wegen mehrfachen Raubs und Hausfriedensbruch zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Zudem musste er seit seiner Volljährigkeit fast durchgehend von der Sozialhilfe unterstützt werden. Nachdem er zum wiederholten Mal erst nach Ablauf seiner Aufenthaltsbewilligung um deren Verlängerung ersucht hatte, stellte das Migrationsamt fest, dass die Bewilligung erloschen sei und verweigerte aufgrund der Straffälligkeit und Sozialhilfeabhängigkeit eine Neuerteilung. Die Sicherheitsdirektion hiess den hiergegen erhobenen Rekurs nur insoweit teilweise gut, als dass sie Vollzugshindernisse nicht gänzlich ausschloss und deshalb das Migrationsamt beauftragte, beim SEM die vorläufige Aufnahme des Beschwerdeführers zu beantragen.]<br/><br/>Keine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Vorinstanzen (E. 1.3).<br/><br/>Das Verlängerungsgesuch des Beschwerdeführers ist unstreitig verspätet erfolgt und deshalb als Gesuch um (Wieder)Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zu betrachten (E. 2).<br/><br/>Gemäss jüngster bundesgerichtlicher Praxis soll bei einer rechtmässigen Aufenthaltsdauer von zehn Jahren grundsätzlich davon auszugehen sein, dass die sozialen Beziehungen in der Schweiz so eng geworden sind, dass es für eine Aufenthaltsbeendigung besonderer Gründe bedürfe und insofern ein bedingter Bewilligungsanspruch bestehe. Der Beschwerdeführer hält sich seit rund 20 Jahren in der Schweiz auf und ist hier zur Schule gegangen. Unter diesen Umständen kann er sich auf einen Bewilligungsanspruch gestützt auf den Anspruch auf Schutz seines Privatlebens berufen, sofern nicht besondere Umstände die Beendigung des Aufenthalts rechtfertigen (E. 3).<br/><br/>Vorliegend erfüllt der Beschwerdeführer dieWiderrufsgründe von Art. 62 Abs. 1 lit. b und e AuG und es besteht unabhängig von der Möglichkeit eines Wegweisungsvollzugs ein finanzielles sowie general- und spezialpräventives öffentliches Fernhalteinteresse, welches dessen Beziehungen zur Schweiz und hier lebenden Freunden und Familienangehörigen überwiegt (E. 4 und 5.1-5.4). Da ein Wegweisungsvollzug nach Somalia aufgrund der dortigen Sicherheitslage jedoch nicht in Betracht kommt und dies gemäss bundesgerichtlicher Praxis bereits im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung zu berücksichtigen ist, erscheint eine Bewilligungsverweigerung unverhältnismässig. Die Beschwerde ist damit insofern gutzuheissen, als dass das Migrationsamt anzuweisen ist, eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Zugleich ist der Beschwerdeführer aber ausländerrechtlich zu verwarnen (E. 5.5 und 5.6). Ausgangsgemässe Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des aufgrund der auszusprechenden Verwarnung nur teilweise obsiegenden Beschwerdeführers (E. 6). Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Kürzung der Honorarnote der unentgeltlichen Rechtsbeiständin (E. 7). Rechtsmittelbelehrung (E. 8). Teilweise Gutheissung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ASYLFÃRSORGE">ASYLFÃRSORGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GENERALPRÃVENTION">GENERALPRÃVENTION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWALTDELIKT">GEWALTDELIKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HONORARNOTE">HONORARNOTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃRZUNG">KÃRZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃNGERFRISTIGE FREIHEITSSTRAFE">LÃNGERFRISTIGE FREIHEITSSTRAFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOTWENDIGE AUFWENDUNG">NOTWENDIGE AUFWENDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOTWENDIGKEIT DES ZEITAUFWANDS">NOTWENDIGKEIT DES ZEITAUFWANDS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHE SICHERHEIT UND ORDNUNG">ÃFFENTLICHE SICHERHEIT UND ORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATLEBEN">PRIVATLEBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RAUB">RAUB</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULDENWIRTSCHAFT">SCHULDENWIRTSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SECONDO">SECONDO</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOMALIA">SOMALIA</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT">SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNANGEMESSENER AUFWAND">UNANGEMESSENER AUFWAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)">UNENTGELTLICHE RECHTSPFLEGE (UP/URB)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSPÃTETES VERLÃNGERUNGSGESUCH">VERSPÃTETES VERLÃNGERUNGSGESUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLZUGSHINDERNISSE">VOLLZUGSHINDERNISSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEGWEISUNGSVOLLZUG">WEGWEISUNGSVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERTEILUNG DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">WIEDERERTEILUNG DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWEITE GENERATION">ZWEITE GENERATION</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">AfV</span><br/><span class="ungerade">Art. 30 Abs. I lit. k AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 33 Abs. III AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 61 Abs. I lit. c AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 62 Abs. I lit. b AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 Abs. I lit. c AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 62 Abs. I lit. e AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 63 Abs. ii AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 83 Abs. I AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 83 Abs. VI AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 96 Abs. II AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 Abs. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 121 Abs. III BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. I EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 8 Abs. II EMRK</span><br/><span class="ungerade">§ 8 Abs. I GebV VGr neu</span><br/><span class="gerade">§ 8 Abs. II GebV VGr neu</span><br/><span class="ungerade">§ 9 Abs. I GebV VGr neu</span><br/><span class="gerade">Art. 47 Abs. I StGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 66a StGB</span><br/><span class="gerade">Art. 172ter Abs. II StGB</span><br/><span class="ungerade">§ 13 Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 16 Abs. I VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 16 Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 17 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">Art. 49 VZAE</span><br/><span class="gerade">Art. 59 Abs. I VZAE</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=40363" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2018.00326</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">24. Oktober 2018</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Felix Blocher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A,<b> </b>vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Erteilung/VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Der 1991 geborene somalische StaatsangehÃ¶rige A reiste am 20. April 1998 als Asylbewerber in die Schweiz ein. Nach der Abweisung seines Asylgesuchs wurde er infolge Unzumutbarkeit eines Wegweisungsvollzugs zunÃ¤chst vorlÃ¤ufig aufgenommen. Am 11. Mai 2007 wurde ihm erstmals eine Aufenthaltsbewilligung erteilt, welche letztmals mit GÃ¼ltigkeit bis zum 10. Januar 2017 verlÃ¤ngert wurde. Die Mutter und die Geschwister von A verfÃ¼gen inzwischen Ã¼ber das Schweizer BÃ¼rgerrecht. </p> <p class="Urteilstext">A bezog seit seiner VolljÃ¤hrigkeit rund Fr. 80'000.- Sozialhilfe (Stand Mai 2017). Der Bezug dauert fort. Zudem sind gemÃ¤ss BetreibungsregisterauszÃ¼gen vom 19. und 21. Juli 2017 mehrere Betreibungen gegen ihn eingeleitet sowie sechs Verlustscheine im Gesamtbetrag von Ã¼ber Fr. 21'000.- gegen ihn erwirkt worden. </p> <p class="Urteilstext">Weiter trat er in der Schweiz bereits als Jugendlicher wiederholt strafrechtlich in Erscheinung und erwirkte mehrere Erziehungs- bzw. StrafverfÃ¼gungen der zustÃ¤ndigen Jugendanwaltschaft wegen TÃ¤tlichkeiten, einfacher KÃ¶rperverletzung, leichteren Drogendelikten (Cannabiskonsum etc.), diverser DiebstÃ¤hle und Raubdelikten, wiederholter Drohungen, Erpressung, Hausfriedensbruch, Hehlerei, Pornografie, Gewaltdarstellungen und Hinderung einer Amtshandlung. </p> <p class="Urteilstext">Unter Erwachsenenstrafrecht erwirkte er folgende Strafen:</p> <p class="Urteilstext">- Freiheitsstrafe von 90 Tagen, teilweise als Zusatzstrafe, wegen SachbeschÃ¤digung, mehrfachen Hausfriedensbruch, Gewalt und Drohung gegen BehÃ¶rden und Beamten sowie rechtswidrigen Aufenthalts in der Schweiz (aufgrund nicht rechtzeitiger BewilligungsverlÃ¤ngerung) gemÃ¤ss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 8. September 2010;</p> <p class="Urteilstext">- Freiheitsstrafe von zwei Jahren wegen mehrfachen Raubs und Hausfriedensbruchs, teilweise als Zusatzstrafe, gemÃ¤ss Urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 18. MÃ¤rz 2013;</p> <p class="Urteilstext">- 720 Stunden gemeinnÃ¼tzige Arbeit wegen Gewalt und Drohung gegen BehÃ¶rden und Beamte gemÃ¤ss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ZÃ¼rich-Sihl vom 7. Juni 2017.</p> <p class="Urteilstext">A wurde wegen seiner StraffÃ¤lligkeit bzw. seiner SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit am 20. November 2014 und am 28. April 2016 auslÃ¤nderrechtlich verwarnt.</p> <p class="Urteilstext">Mit VerfÃ¼gung vom 17. November 2017 stellte das Migrationsamt fest, dass die Aufenthaltsbewilligung von A erloschen sei. Zugleich verweigerte es ihm aufgrund von seiner StraffÃ¤lligkeit und SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit die Neuerteilung der Aufenthaltsbewilligung und wies ihn per 16. Februar 2018 aus der Schweiz weg. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den hiergegen erhobenen Rekurs hiess die Sicherheitsdirektion am 23. April 2018 insoweit teilweise gut, als dass sie Vollzugshindernisse nicht restlos ausschloss und das Migrationsamt deshalb beauftragte, nach Rechtskrafteintritt beim Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM) die vorlÃ¤ufige Aufnahme von A zu beantragen. Ansonsten bestÃ¤tigte sie den migrationsamtlichen Entscheid und auferlegte die Verfahrenskosten vollumfÃ¤nglich A, welche zufolge GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege jedoch einstweilen auf die Staatskasse genommen wurden.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 29. Mai 2018 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben, soweit darin die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung bestÃ¤tigt und ihm Verfahrenskosten sowie eine Nachzahlungspflicht auferlegt wurden. Weiter sei seine Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern bzw. eventualiter (wieder) zu erteilen. Subeventualiter sei die Sache zur Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Zudem sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen bzw. ihm im Sinn einer vorsorglichen Massnahme der Aufenthalt bis zum rechtskrÃ¤ftigen Verfahrensabschluss zu gewÃ¤hren. Sodann ersuchte er um eine ParteientschÃ¤digung und eventualiter um die Bewilligung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung sowie die Bestellung seiner Rechtsvertreterin als unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin.</p> <p class="Erwgung2">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 30. Mai 2018 erwog das Verwaltungsgericht, dass die Suspensivwirkung der eingereichten Beschwerde dem BeschwerdefÃ¼hrer kein prozedurales Aufenthaltsrecht oder ein Recht auf ErwerbstÃ¤tigkeit zu verschaffen vermÃ¶ge, dem BeschwerdefÃ¼hrer derzeit jedoch kein Wegweisungsvollzug drohe. Sodann stellte es einen Entscheid Ã¼ber die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege nach Eingang der vorinstanzlichen Akten oder mit dem Endentscheid in Aussicht und verfÃ¼gte, dass wÃ¤hrend des Verfahrens alle Vollziehungsvorkehrungen zu unterbleiben hÃ¤tten.</p> <p class="Erwgung2">WÃ¤hrend sich das Migrationsamt nicht vernehmen liess, verzichtete die Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung.</p> <p class="Urteilstext">Die Rechtsvertreterin des BeschwerdefÃ¼hrers reichte am 2. Oktober 2018 ihre Honorarnote fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren ein.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung oder Ermessensunterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden (§ 20 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Mit vorliegendem Endentscheid entfÃ¤llt die Notwendigkeit eines Entscheids Ã¼ber den prozeduralen Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers wÃ¤hrend der Dauer des verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Dem BeschwerdefÃ¼hrer wurde anlÃ¤sslich einer am 5. Oktober 2017 durchgefÃ¼hrten Befragung durch die Stadtpolizei C das rechtliche GehÃ¶r gewÃ¤hrt. Aus den Akten ergeben sich keinerlei Hinweise darauf, dass er damals aufgrund Ã¼bermÃ¤ssigen Alkoholkonsums oder anderen GrÃ¼nden nicht in der Lage gewesen wÃ¤re, der Befragung zu folgen. Insbesondere bildet auch sein bei der Befragung gezeigtes unkooperatives Verhalten kein Indiz hierfÃ¼r. Zudem konnte der spÃ¤ter anwaltlich vertretene BeschwerdefÃ¼hrer auch danach noch seinen Rechtsstandpunkt vorbringen und fÃ¼r ihn sprechende Unterlagen nachreichen, wovon er auch Gebrauch gemacht hatte. Entgegen der Vorbringen in der Rekurs- und der Beschwerdeschrift sind damit keine GrÃ¼nde ersichtlich, weshalb die Befragung vom 5. Oktober 2017 nicht verwertbar sein sollte bzw. dem BeschwerdefÃ¼hrer erneut das rechtliche GehÃ¶r zu gewÃ¤hren wÃ¤re.</p> <p class="Erwgung2">Im Sinn nachfolgender ErwÃ¤gungen (vgl. E. 5.2.4 nachstehend) kann Ã¼berdies offengelassen werden, ob der vor­instanzliche Entscheidung unzulÃ¤ssigerweise ein noch nicht rechtskrÃ¤ftig abgeurteiltes Delikt (Ladendiebstahl) zugrundegelegt wurde.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Aufenthaltsbewilligung ist befristet und erlischt unter anderem mit Ablauf der GÃ¼ltigkeitsdauer (Art. 33 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 61 Abs. 1 lit. c des AuslÃ¤ndergesetzes vom 16. Dezember 2005 [AuG]). Das Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung muss spÃ¤testens 14 Tage vor Ablauf der GÃ¼ltigkeitsdauer eingereicht werden (Art. 59 Abs. 1 der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit vom 24. Oktober 2007 [VZAE]). VerspÃ¤tet eingereichte VerlÃ¤ngerungsgesuche sind grundsÃ¤tzlich als Gesuche um Wiedererteilung einer Aufenthaltsbewilligung zu behandeln. Jedoch ist aus GrÃ¼nden der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit und zur Vermeidung von Ã¼berspitztem Formalismus bei fahrlÃ¤ssig verspÃ¤teter Gesuchseinreichung die Wiedererteilung der Bewilligung im Regelfall geboten, wenn der Bewilligungsablauf noch nicht zulange zurÃ¼ckliegt, vertretbare GrÃ¼nde fÃ¼r die verspÃ¤tete Gesuchseinreichung vorgebracht werden und ohne Weiteres mit einer BewilligungsverlÃ¤ngerung zu rechnen war (vgl. BGr, 6. Dezember 2013, 2C_1050/2012, E. 2.3; vgl. auch Art. 30 Abs. 1 lit. k AuG und Art. 49 VZAE). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hat erst rund drei Monate nach dem Ablauf seiner Aufenthaltsbewilligung um deren VerlÃ¤ngerung ersucht. Da sein VerlÃ¤ngerungsgesuch damit unstreitig verspÃ¤tet erfolgte, ist es als Gesuch um (Wieder-)Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zu betrachten. Da der BeschwerdefÃ¼hrer sein VerlÃ¤ngerungsgesuch mehr als ein Vierteljahr zu spÃ¤t stellte, zuvor schon wiederholt die rechtzeitige VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung versÃ¤umt hatte und deshalb bereits strafrechtlich sanktioniert werden musste, erscheint eine fahrlÃ¤ssige FristversÃ¤umnis zweifelhaft, kann jedoch im nachfolgenden Sinn offengelassen werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Ein Anspruch auf Wiedererteilung besteht unter anderem, wenn ansonsten das Recht auf Privat- oder Familienleben nach Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) bzw. Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV) verletzt wÃ¤re. Vorbehaltlich besonderer AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnisse stehen die Beziehungen zwischen volljÃ¤hrigen Personen und ihren hier lebenden Geschwistern oder Eltern nicht im Schutzbereich des Rechts auf Familienleben. Jedoch kann sich auf das Recht auf Privatleben berufen, wer in der Schweiz Ã¼ber besonders intensive, Ã¼ber eine normale Integration hinausgehende private Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur beziehungsweise vertiefte soziale Beziehungen zum ausserfamiliÃ¤ren Bereich verfÃ¼gt. </p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, er kÃ¶nne sich als AuslÃ¤nder zweiter Generation, der seit seinem siebten Lebensjahr in der Schweiz lebe, auf den kombinierten Schutz des Privat- und Familienlebens berufen. Er habe hier seine prÃ¤genden Jahre seines Lebens verbracht und die Schule besucht.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Das Bundesgericht hat in seinem Urteil vom 8. Mai 2018 (2C_105/2017, E. 3.8 und E. 3.9) bezÃ¼glich des Rechts auf Schutz des Privatlebens prÃ¤zisiert und festgestellt, dass eine strikte Trennung zwischen der Frage, ob ein Eingriff in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK vorliegt, und jener, ob der Eingriff gerechtfertigt ist, wenig sinnvoll erscheint, da fÃ¼r die beiden Fragen weitgehend die gleichen Kriterien zu berÃ¼cksichtigen seien. Nach einer rechtmÃ¤ssigen Aufenthaltsdauer von zehn Jahren sei kÃ¼nftig grundsÃ¤tzlich davon auszugehen, dass die sozialen Beziehungen in der Schweiz so eng geworden seien, dass es fÃ¼r eine Aufenthaltsbeendigung besonderer GrÃ¼nde bedÃ¼rfe und insofern ein bedingter Bewilligungsanspruch bestehe (BGr, 17. September 2018, 2C_441/2018, E. 1.3.1; BGr, 20. Juli 2018, 2C_1035/2017, E. 5.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤lt sich seit rund 20 Jahren in der Schweiz auf und ist hier zur Schule gegangen. Unter diesen UmstÃ¤nden kann er sich auf einen Bewilligungsanspruch gestÃ¼tzt auf den Anspruch auf Schutz seines Privatlebens berufen. Ob die hierfÃ¼r erforderlichen Bewilligungsvoraussetzungen gegeben sind bzw. besondere UmstÃ¤nde die Beendigung des Aufenthalts rechtfertigen, ist eine Frage der folgenden materiellen Beurteilung. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Einer erneuten Bewilligungserteilung stehen generell die WiderrufsgrÃ¼nde nach Art. 62 AuG entgegen, muss doch eine Bewilligung, die widerrufen werden kÃ¶nnte, gar nicht erst erteilt (oder verlÃ¤ngert) werden (vgl. VGr, 16. MÃ¤rz 2016, VB.2016.00038, E. 4.3). Ein Widerrufsgrund liegt unter anderem vor, wenn ein AuslÃ¤nder zu einer lÃ¤ngerfristigen, das heisst Ã¼berjÃ¤hrigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde (Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG; BGE 135 II 377 E. 4.2; BGE 137 II 297 E. 2). Zudem kann auch SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit Art. 62 Abs. 1 lit. e AuG einen Widerrufsgrund begrÃ¼nden. Sodann kann eine Aufenthaltsbewilligung nach Art. 62 Abs. 1 lit. c verweigert werden, wenn erheblich oder wiederholt gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen oder dieselbe gefÃ¤hrdet wird. GemÃ¤ss Art. 80 VZAE ist dies unter anderem bei der erheblichen oder wiederholten Missachtung von gesetzlichen Vorschriften und behÃ¶rdlichen VerfÃ¼gungen sowie bei mutwilliger NichterfÃ¼llung Ã¶ffentlich-rechtlicher oder privatrechtlicher Verpflichtungen im Sinn einer mutwilligen Schuldenwirtschaft anzunehmen. </p> <p class="Erwgung2">Bei Vorliegen von WiderrufsgrÃ¼nden sind Eingriffe in das Recht auf Privat- und Familienleben statthaft, stÃ¼tzt die Beurteilung aufenthaltsbeendender Massnahmen im Rahmen von Art. 8 Abs. 2 EMRK doch auf dieselben Aspekte ab, die auch bei der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit eines Bewilligungswiderrufs nach Art. 62 AuG zu beurteilen sind (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.3; BGr, 1. Mai 2014, 2C_872/2013, E. 2.2.3).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist wiederholt straffÃ¤llig geworden und unter anderem zu einer zweijÃ¤hrigen Freiheitsstrafe verurteilt worden, womit er den Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG gesetzt hat. Zudem hat er mit seinem Sozialhilfebezug auch den Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. e AuG gesetzt. Ob er darÃ¼ber hinaus noch wegen mutwilliger Schuldenwirtschaft den Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. c AuG in Verbindung mit Art. 80 VZAE gesetzt hat, kann offenbleiben. Jedoch ist seine Verschuldung zumindest bei der nachfolgend vorzunehmenden Beurteilung der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit einer Bewilligungsverweigerung zu seinen Ungunsten mitzuberÃ¼cksichtigen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Das Vorliegen von WiderrufsgrÃ¼nden fÃ¼hrt nicht zwingend zur Bewilligungsverweigerung. Zu prÃ¼fen ist vielmehr, ob diese verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint. Die zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden haben alle Um­stÃ¤nde des Einzelfalls zu berÃ¼cksichtigen. Unter Einbezug der Ã¶ffentlichen Inte­ressen, der persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse sowie des Grads der Integration der auslÃ¤ndischen Person ist eine sorgfÃ¤ltige InteressenabwÃ¤gung vorzunehmen. Dabei gilt es namentlich der Schwere des Ver­schul­dens, der Dauer der Anwesenheit sowie den dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteilen Rechnung zu tragen (vgl. Art. 96 Abs. 1 AuG; BGE 139 I 31 E. 2.3.1; BGr, 23. Juli 2012, 2C_1026/2011, E. 3; Silvia Hunziker in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 62 AuG N. 8). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.1 </b>Beim Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG bildet die vom Strafgericht verhÃ¤ngte Strafe Ausgangspunkt und Massstab fÃ¼r die Schwere des Verschuldens und die fremdenpolizeiliche InteressenabwÃ¤gung. Der strafrechtliche Resozialisierungsgedanke und die Prognose Ã¼ber das kÃ¼nftige Wohlverhalten sind hingegen von geringerer Relevanz, da aus migrationsrechtlicher Sicht das Interesse an der Ã¶ffentlichen Ordnung und Sicherheit im Vordergrund steht (VGr, 4. Juni 2014, VB.2014.00028, E. 4.1; BGr, 11. Juli 2008, 2C_282/2008, E. 3.1). Bei schweren Straftaten muss zum Schutz der Ãffentlichkeit auslÃ¤nderrechtlich selbst ein geringes Restrisiko weiterer BeeintrÃ¤chtigungen wesentlicher RechtsgÃ¼ter nicht in Kauf genommen werden (BGE 139 I 31 E. 2.3.2; BGE 139 I 16 E. 2.2.1). Ausserhalb des Anwendungsbereichs des FreizÃ¼gigkeitsabkommens vom 21. Juni 1999 (FZA) darf hierbei auch generalprÃ¤ventiven Aspekten Rechnung getragen werden (BGE 130 II 176 E. 4.2; BGr, 1. Februar 2016, 2C_608/2015, E. 3; BGr, 13. Februar 2015, 2C_685/2014, E. 6.1.2; BGr, 29. Juli 2013, 2C_259/2013, E. 3.6). </p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist wiederholt und in schwerwiegender Weise strafrechtlich in Erscheinung getreten. So hat er wiederholt RaubÃ¼berfÃ¤lle und andere Gewaltdelikte begangen. Die von ihm begangenen Raubdelikte gehÃ¶ren nach Art. 121 Abs. 3 BV und den dazugehÃ¶rigen AusfÃ¼hrungsbestimmungen in Art. 66a des Strafgesetzbuchs (StGB) grundsÃ¤tzlich zu denjenigen Anlasstaten, die nach dem Willen des Verfassungs- und Gesetzgebers dazu fÃ¼hren sollen, dass der TÃ¤ter aus der Schweiz weggewiesen und mit einem Einreiseverbot belegt wird. Auch wenn weder Art. 121 BV noch die genannten AusfÃ¼hrungsbestimmungen auf die vorliegende Konstellation direkt anwendbar sind, ist den Wertungen des Verfassungs- und Gesetzgebers gleichwohl Rechnung zu tragen, soweit dies zu keinem Widerspruch zu Ã¼bergeordnetem Recht fÃ¼hrt (BGE 139 I 31 E. 2.3.2). Auch das Bundesgericht erachtet die vom BeschwerdefÃ¼hrer begangenen Raubdelikte ausdrÃ¼cklich als schwerwiegende Delikte (vgl. BGE 139 I 16 E. 2.2.1). </p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.3 </b>Den UrteilserwÃ¤gungen des Bezirksgerichts vom 18. MÃ¤rz 2013 lÃ¤sst sich entnehmen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bei seinen mittÃ¤terschaftlich verÃ¼bten RaubÃ¼berfÃ¤llen eine nicht unerhebliche kriminelle Energie an den Tag legte und die Ã¶ffentliche Sicherheit auf der Strasse ganz massiv beeintrÃ¤chtigte, wenngleich sein objektives Tatverschulden innerhalb des denkbaren Spektrums einfacher Raubtaten noch als leicht eingestuft wurde. Auch die relativ geringe Deliktssumme vermag seine RaubÃ¼berfÃ¤lle nicht weiter zu relativieren, hatte das Strafgericht diesem Umstand doch bei der Strafzumessung Rechnung zu tragen. Ohnehin ist bei RaubÃ¼berfÃ¤llen der erbeutete Betrag nicht von zentraler Bedeutung, hÃ¤ngt doch die konkrete Beute weitgehend vom Zufall ab und hat der Gesetzgeber eine Privilegierung im Sinn eines geringfÃ¼gigen VermÃ¶gensdelikts bei Raubdelikten ausdrÃ¼cklich ausgeschlossen (Art. 172<sup>ter</sup> Abs. 2 StGB). </p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.4 </b>Weder die bezirksgerichtliche Verurteilung zu einer zweijÃ¤hrigen Freiheitsstrafe noch die diesbezÃ¼glich (im Sinn einer letzten Chance) ausgesprochene auslÃ¤nderrechtliche Verwarnung vermochte den BeschwerdefÃ¼hrer vor weiterer Delinquenz abzuhalten, musste er doch am 7. Juni 2017 erneut wegen Gewalt und Drohung gegen BehÃ¶rden und Beamten schuldig gesprochen und mit 720 Stunden gemeinnÃ¼tziger Arbeit bestraft werden, nachdem er im Februar 2017 Kundenberater der D mit einem Klappmesser bedroht und zum Abbruch einer Personenkontrolle genÃ¶tigt hatte. GemÃ¤ss einem in den Akten liegenden Polizeirapport wird der BeschwerdefÃ¼hrer darÃ¼ber hinaus noch beschuldigt, am 22. MÃ¤rz 2018 Waren im Wert von Fr. 319.55 aus einer â¦-Filiale gestohlen zu haben. Wie es sich damit verhÃ¤lt, kann offenbleiben, besteht doch aufgrund der fortgesetzten und teils schwerwiegenden Delinquenz des BeschwerdefÃ¼hrers unabhÃ¤ngig von dieser letzten Strafanzeige ein erhebliches Ã¶ffentliches Fernhalteinteresse.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.5 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer versucht seine kriminelle Laufbahn mit seiner schwierigen Fluchtgeschichte, Wohnsituation und Jugend sowie einer Sehbehinderung zu entschuldigen. Gleichwohl fÃ¤llt auf, dass seine inzwischen in der Schweiz eingebÃ¼rgerten FamilienangehÃ¶rigen sich trotz vergleichbarer Ausgangslage offenbar weitaus besser in der Schweiz zu integrieren vermochten. Seine Kooperationsbereitschaft wurde im Strafverfahren zu seinen Gunsten gewÃ¼rdigt. Sein jugendliches Alter war dem Strafgericht bekannt und konnte entsprechend in die Strafzumessung einfliessen. Sodann hatten die StrafbehÃ¶rden gemÃ¤ss Art. 47 Abs. 1 StGB auch sein Vorleben und seine persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse bereits bei der Strafzumessung zu berÃ¼cksichtigen, weshalb seine Taten hierdurch nicht weiter relativiert werden. Dies gilt auch fÃ¼r die behauptete "Nachtblindheit" des BeschwerdefÃ¼hrers: Selbst wenn eine solche BeeintrÃ¤chtigung des BeschwerdefÃ¼hrers dem Strafgericht allenfalls nicht bekannt war, ist nicht ersichtlich, inwiefern diese dessen Rolle bei den RaubÃ¼berfÃ¤llen relativieren und seine mittÃ¤terschaftliche Beteiligung an denselben aufheben sollte. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.1 </b>Beim Widerrufsgrund der SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit gemÃ¤ss Art. 62 Abs. 1 lit. e AuG sind der Umfang und die Dauer des Bezugs, das Verschulden der auslÃ¤ndischen Person an ihrer SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit sowie die Anwesenheitsdauer zu berÃ¼cksichtigen. Anders als bei hier niedergelassenen Personen (vgl. Art. 63 Abs. 2 AuG) kann die Aufenthaltsbewilligung aber auch noch nach mehr als 15-jÃ¤hrigem ununterbrochenem und ordnungsgemÃ¤ssem Aufenthalt in der Schweiz wegen SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit verweigert werden. Eine unverschuldete SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit soll hingegen nicht zu einem Widerruf bzw. zu einer NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung fÃ¼hren (Hunziker in: Caroni/GÃ¤chter/Thurnherr, Art. 62 AuG N. 51; BGr, 20. Juni 2013, 2C_1228/2012, E. 2.2). Zudem ist eine konkrete Gefahr der kÃ¼nftigen SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit erforderlich. Dazu ist die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf lÃ¤ngere Sicht abzuwÃ¤gen (vgl. Weisungen und ErlÃ¤uterungen AuslÃ¤nderbereich [Weisungen AuG] des SEM, Bern Oktober 2013 [aktualisiert am 1. Juli 2018, www.sem.admin.ch], Ziff. 8.3.1 lit. e, BGr, 4. Juni 2015, 2C_456/2014, E. 3.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.2 </b>Umfang und Dauer des Sozialhilfebezugs durch den BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¼rden sogar fÃ¼r den Widerruf einer Niederlassungsbewilligung ausreichen und sind damit ohne Weiteres hinreichend fÃ¼r die Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung (vgl. auch BGr, 18. Februar 2013, 2C_958/2011, E. 2.3). Seine lange Aufenthaltsdauer schliesst hierbei eine Bewilligungsverweigerung aufgrund von SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit nicht grundsÃ¤tzlich aus, verfÃ¼gte er doch bereits vor Ablauf seiner Bewilligung trotz seiner langen Anwesenheitsdauer nur Ã¼ber eine Aufenthaltsbewilligung. Mit einer AblÃ¶sung von der Sozialhilfe und einer Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt ist zukÃ¼nftig nicht zu rechnen. Ebenso wenig sind Anstrengungen zur Schuldensanierung beim BeschwerdefÃ¼hrer zu erkennen. Vielmehr ist dessen Schuldenlast in den letzten Jahren weiter angestiegen, obwohl ihm die bezogene Sozialhilfe eigentlich die Existenz sichern sollte.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.3 </b>Der bisherige Sozialhilfebezug und die Schuldenwirtschaft des BeschwerdefÃ¼hrers werden durch die behauptete Sehbehinderung nicht entschuldigt: Im Gegensatz zu seiner Mutter und seinem kleinen Bruder wurden ihm bislang keine Leistungen der IV zugesprochen und ist eine massgebliche EinschrÃ¤nkung in der ErwerbsfÃ¤higkeit nicht nachgewiesen. GemÃ¤ss Auskunft des zustÃ¤ndigen Sozialzentrums vom 6. Juni 2017 leidet der BeschwerdefÃ¼hrer an keinerlei gesundheitlichen EinschrÃ¤nkungen. Auch aus den vor Vor­instanz eingereichten Berichten eines Augenarztes und der Beratung E vom 27. November 2017 und 5. Dezember 2017 geht zumindest zum gegenwÃ¤rtigen Zeitpunkt keine massgebliche Sehbehinderung hervor, wird ihm doch trotz Verdachtsdiagnose einer Retinitis pigmentosa derzeit lediglich eine progrediente GesichtsfeldeinschrÃ¤nkung mit weiterhin intakter zentraler SehschÃ¤rfe bzw. eine Nachtblindheit attestiert. Wie der BeschwerdefÃ¼hrer anlÃ¤sslich seiner Befragung durch die Stadtpolizei C vom 5. MÃ¤rz 2014 teilweise selbst einrÃ¤umte, stand hauptsÃ¤chlich sein mangelhaftes Legalverhalten, seine wiederholten Verhaftungen, sein Verhalten an frÃ¼heren Arbeitsorten und sein fehlendes Engagement bei der Arbeitssuche der dauerhaften Aufnahme eines existenzsichernden Erwerbs entgegen. Zudem haben die stÃ¤ndig wechselnden Aufenthaltsorte des BeschwerdefÃ¼hrers seine Vermittelbarkeit erschwert, wobei der BeschwerdefÃ¼hrer sich lange Zeit nicht um eine feste Bleibe bemÃ¼ht und seine prekÃ¤re Wohnsituation damit selbst zu verantworten hat. Auch der jahrelange Suchtmittel- und Alkoholabusus des BeschwerdefÃ¼hrers vermag seine mangelhafte berufliche Integration nicht zu entschuldigen, ist doch nicht ersichtlich, dass er diesbezÃ¼glich ernsthaft Hilfe gesucht oder sich um Abstinenz bemÃ¼ht hat. Der BeschwerdefÃ¼hrer vermag somit keine plausible Entschuldigung fÃ¼r seine jahrelange SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit vorzubringen. Bei seiner Befragung durch die Stadtpolizei C vom 5. Oktober 2017 weigerte sich der BeschwerdefÃ¼hrer zudem, zu seiner beruflichen Situation und den GrÃ¼nden fÃ¼r seine SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit Auskunft zu geben. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.4 </b>VorlÃ¤ufig Aufgenommene erhalten spÃ¤testens seit Juli 2018 nur noch AsylfÃ¼rsorge und keine Sozialhilfe mehr (vgl. hierzu die am 25. Oktober 2017 beschlossenen Ãnderungen der AsylfÃ¼rsorgeverordnung [AfV] vom 25. Mai 2005 [OS 73, 10 f.]). Zudem dient die Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung bei schuldhaftem Sozialhilfebezug auch general- und spezialprÃ¤ventiven Zwecken. GrundsÃ¤tzlich besteht somit selbst dann ein Ã¶ffentliches Interesse an einer Bewilligungsverweigerung, wenn die schuldhaften BezÃ¼ger von Sozialhilfe nicht sogleich weggewiesen werden kÃ¶nnen (vgl. aber auch E. 5.5 nachfolgend). </p> <p class="Erwgung3">Damit besteht unabhÃ¤ngig von der MÃ¶glichkeit eines Wegweisungsvollzugs ein finanzielles sowie general- und spezialprÃ¤ventives Ã¶ffentliches Interesse an einer Bewilligungsverweigerung gegenÃ¼ber dem schuldhaft von der Sozialhilfe abhÃ¤ngigen BeschwerdefÃ¼hrer. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Obwohl der BeschwerdefÃ¼hrer bereits in jungen Jahren in die Schweiz gekommen ist und sich damit bereits frÃ¼h mit den hiesigen Gegebenheiten vertraut machen konnte, hat er sich hier nur unvollstÃ¤ndig integriert. So spricht er zwar fliessend Schweizerdeutsch, verfÃ¼gt aber weder Ã¼ber einen Schulabschluss noch eine abgeschlossene Lehre. Einem existenzsichernden Erwerb ist er nie nachgegangen. Als Erwachsener lebte er teilweise auf der Strasse oder in NotunterkÃ¼nften fÃ¼r Obdachlose. Wenngleich der BeschwerdefÃ¼hrer heute wieder bei seiner Mutter wohnt und sich das VerhÃ¤ltnis zu dieser verbessert haben soll, waren seine familiÃ¤ren Beziehungen bislang von Konflikten geprÃ¤gt. Aus seiner bisherigen kriminellen Biografie lÃ¤sst sich schliessen, dass er sich bis vor Kurzem Ã¼berwiegend in einem deliktsgeneigten Milieu bewegt hatte. AnlÃ¤sslich seiner Befragung durch die Stadtpolizei C vom 5. Oktober 2017 weigerte er sich, nÃ¤here Angaben zu seinem hiesigen Freundeskreis zu geben. Angesichts dieser nur unvollkommenen Integration des BeschwerdefÃ¼hrers vermÃ¶gen dessen Beziehungen zur Schweiz und zu hier lebenden Freunden und FamilienangehÃ¶rigen das hohe Fernhalteinteresse nicht aufzuwiegen. Zu prÃ¼fen bleibt damit einzig, ob die Situation im Heimatland einer Bewilligungsverweigerung bzw. Wegweisung entgegensteht.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>5.5.1 </b>FÃ¼r die Anordnung der vorlÃ¤ufigen Aufnahme sind ausschliesslich das SEM und das Bundesverwaltungsgericht zustÃ¤ndig. Die kantonalen BehÃ¶rden kÃ¶nnen diese nicht selber verfÃ¼gen, sondern lediglich beim SEM beantragen (vgl. Art. 83 Abs. 1 und 6 des AuslÃ¤ndergesetzes [AuG]). Diese Kompetenzaufteilung rechtfertigt sich, da das SEM und das Bundesverwaltungsgericht im Asylbereich in zahlreichen FÃ¤llen Ã¼ber Vollzugshindernisse zu befinden haben und als eigentliche Fachinstanzen auf ein reichhaltiges Wissen sowie spezialisierte Abteilungen zurÃ¼ckgreifen kÃ¶nnen, wodurch sie die aktuelle Situation in den jeweiligen HerkunftslÃ¤ndern besser als die kantonalen MigrationsbehÃ¶rden einschÃ¤tzen kÃ¶nnen (vgl. Appellationsgericht BS, 28. Dezember 2017, VD.2017.219, E. 5.1.2; VGr, 29. Juni 2011, VB.2010.00603, E. 2.2). </p> <p class="Erwgung2">Nichtsdestotrotz sind gemÃ¤ss bundesgerichtlicher Praxis bei einer Bewilligungsverweigerung die im Heimatland anzutreffenden LebensumstÃ¤nde bereits durch die kantonalen MigrationsbehÃ¶rden im Rahmen einer VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung miteinzubeziehen und darf die diesbezÃ¼gliche InteressensabwÃ¤gung nicht einfach in das Vollzugsverfahren der Wegweisung verschoben werden (BGE 137 II 305 E. 3.2; BGr, 2. Februar 2016, 2C_120/2015, E. 3.3; BGr, 8. Januar 2018, 2C_396/2017, E. 7.6; BGr, 6. MÃ¤rz 2018, 2C_740/2017, E. 5.2.1). Sollten sich die kantonalen MigrationsbehÃ¶rden hierbei mangels eigener Fachkompetenz ausserstande sehen, die konkreten, einem Wegweisungsvollzug entgegenstehenden Gefahren im Herkunftsland selbst einschÃ¤tzten zu kÃ¶nnen, ist nÃ¶tigenfalls beim SEM ein Amtsbericht zu den VerhÃ¤ltnissen im Heimatland einzuholen (vgl. BGr, 6. MÃ¤rz 2018, 2C_740/2017, E. 5.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>5.5.2 </b>Das Bundesamt fÃ¼r Migration (BFM, heute SEM) hielt in einer in den Akten liegenden Stellungnahme vom 12. MÃ¤rz 2014 fest, dass ein Wegweisungsvollzug einzig nach Nordsomalia und nur fÃ¼r alleinstehende gesunde MÃ¤nner mit engen Verbindungen zur Region in Betracht komme. Diese Voraussetzungen seien beim BeschwerdefÃ¼hrer nicht gegeben, da dieser aus Mittelsomalia stamme und in Somalia weder Ã¼ber ein tragfÃ¤higes Beziehungsnetzt noch Ã¼ber die MÃ¶glichkeit zum Aufbau einer existenzsichernden Lebensgrundlage verfÃ¼ge. Im Rahmen einer GesamtwÃ¼rdigung schÃ¤tzte das BFM die Anordnung eines Wegweisungsvollzugs damals als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig ein, unter Vorbehalt einer NeueinschÃ¤tzung bei FortfÃ¼hrung des deliktischen Verhaltens.</p> <p class="Erwgung3">Diese EinschÃ¤tzung des BFM kann nach wie vor GÃ¼ltigkeit beanspruchen, erachtet doch das Bundesverwaltungsgericht auch in seiner jÃ¼ngsten Rechtsprechung den Wegweisungsvollzug in den zentralen und sÃ¼dlichen Teil von Somalia fÃ¼r grundsÃ¤tzlich unzumutbar und eine Wegweisung in die nÃ¶rdlichen Landesteile nur bei engen Verbindungen zur Region fÃ¼r zumutbar (vgl. BVGr, 6. September 2018, D-4321/2018, E. 7.3.2 mit Hinweisen). Gerade die Hauptstadtregion, aus welcher der BeschwerdefÃ¼hrer stammt, ist immer wieder Ziel bewaffneter Auseinandersetzungen sowie terroristisch motivierter Gewalttaten (vgl. hierzu auch die aktuellen Reisewarnungen des [deutschen] AuswÃ¤rtigen Amts und des EidgenÃ¶ssischen Departements fÃ¼r auswÃ¤rtige Angelegenheiten [EDA] auf www.auswaertiges-amt.de bzw. www.eda.admin.ch).</p> <p class="Erwgung3"><b>5.5.3 </b>Demzufolge scheint ein Wegweisungsvollzug nach Somalia bei dem aus Zentralsomalia stammenden BeschwerdefÃ¼hrer zurzeit unzulÃ¤ssig und diesem eine RÃ¼ckkehr trotz StraffÃ¤lligkeit und schuldhaften SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit nicht zumutbar. GemÃ¤ss zitierter bundesgerichtlicher Rechtsprechung erscheint daher bereits eine Bewilligungsverweigerung als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, selbst wenn zugleich die vorlÃ¤ufige Aufnahme beantragt wÃ¼rde. </p> <p class="Urteilstext">Allerdings ist nicht auszuschliessen, dass die InteressensabwÃ¤gung inskÃ¼nftig trotz der prekÃ¤ren Sicherheitslage in Somalia â oder falls sich die dortigen VerhÃ¤ltnisse verbessern wÃ¼rden â zuungunsten des BeschwerdefÃ¼hrers ausfallen kÃ¶nnte, sollte er weiterhin zu Klagen Anlass geben. <span>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist in diesem Sinn ausdrÃ¼cklich und erneut zu verwarnen (Art. 96 Abs. 2 AuG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.6 </span></b><span>Somit ist die Beschwerde im Sinn obenstehender ErwÃ¤gungen insofern gutzuheissen, als dass das Migrationsamt anzuweisen ist, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Zugleich ist der BeschwerdefÃ¼hrer aber auslÃ¤nderrechtlich zu verwarnen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Da der BeschwerdefÃ¼hrer im vorliegenden Verfahren zu verwarnen ist, ist er nur teilweise als obsiegend zu betrachten. AusgangsgemÃ¤ss sind ihm deshalb jeweils ein Drittel der Kosten des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt fÃ¼r das Rekursverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 3'092.40, entsprechend der von seiner Rechtsvertreterin vor Vorinstanz eingereichten Honorarnote. </p> <p class="Erwgung2">GemÃ¤ss § 17 Abs. 2 VRG in Verbindung mit § 8 Abs. 1 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 28. August 2010 (GebV VGr) ist nach Massgabe des Obsiegens eine angesichts der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeiten des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen angemessene ParteientschÃ¤digung zuzusprechen. Im Gegensatz zur EntschÃ¤digung fÃ¼r den unentgeltlichen Rechtsbeistand sind nicht sÃ¤mtliche erforderlichen AufwÃ¤nde zu entschÃ¤digen (vgl. auch § 8 Abs. 2 GebV VGr). Bereits aus diesem Grund kann die in der Honorarnote geltend gemachte EntschÃ¤digung nicht mit der zuzusprechenden ParteientschÃ¤digung gleichgesetzt werden. Da der BeschwerdefÃ¼hrer zudem nur teilweise obsiegt, rechtfertige es sich, ihm ausgangsgemÃ¤ss fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren lediglich eine reduzierte ParteientschÃ¤digung von jeweils Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zuzusprechen. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Wie schon vor Vorinstanz ersucht der BeschwerdefÃ¼hrer "eventualiter" um unentgeltliche Rechtspflege. </p> <p class="Erwgung2">Nach § 16 Abs. 1 VRG ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, auf entsprechendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen. Sie haben nach Abs. 2 derselben Bestimmung Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren. </p> <p class="Erwgung2"><b>7.2 </b>Die AntrÃ¤ge des offenkundig mittellosen BeschwerdefÃ¼hrers sind zumindest teilweise gutzuheissen und somit nicht offensichtlich aussichtslos. Zudem war er auf eine rechtskundige Vertretung angewiesen. Wie bereits vor Vorinstanz ist ihm deshalb auch vor Verwaltungsgericht die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren und seine Rechtsvertreterin als unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin zu bestellen.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.3 </b>Die Rechtsvertreterin des BeschwerdefÃ¼hrers machte vor Vorinstanz einen Aufwand von Fr. 3'092.40 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) geltend. Die Vorinstanz hatte die Honorarnote gekÃ¼rzt und die EntschÃ¤digung fÃ¼r die unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung im Rekursverfahren auf Fr. 2'413.- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt. </p> <p class="Erwgung2">Der Beschwerdeschrift lÃ¤sst sich nicht ausdrÃ¼cklich entnehmen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die vorinstanzliche Festsetzung der EntschÃ¤digung fÃ¼r die unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin anficht, beziehen sich doch die diesbezÃ¼glichen AusfÃ¼hrungen dem Wortlaut nach allein auf die ParteientschÃ¤digung. Der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤re sodann auch Ã¼berhaupt nicht legitimiert, die HÃ¶he der EntschÃ¤digung fÃ¼r seine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin anzufechten (vgl. Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014, § 21 N. 85). Dass seine RechtsbeistÃ¤ndin die ihr vor Vorinstanz zugesprochene EntschÃ¤digung in eigenem Namen anficht, lÃ¤sst sich aus der Beschwerde nicht entnehmen. Damit besteht weder Veranlassung noch Handhabe, die HÃ¶he der vorinstanzlich zugesprochenen EntschÃ¤digung zu korrigieren.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.4 </b>FÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren weist die Rechtsvertreterin des BeschwerdefÃ¼hrers in ihrer Kostennote einen zeitlichen Aufwand von 790 Minuten und Barauslagen von Fr. 27.30 aus, was zu einer EntschÃ¤digung von Fr. 3'148.90 (Stundenansatz von Fr. 220.- inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) fÃ¼hren wÃ¼rde. </p> <p class="Erwgung2">Der zeitliche Aufwand erscheint fÃ¼r das vorliegende Beschwerdeverfahren nicht angemessen: Dem unentgeltlichen Rechtsbeistand wird der notwendige Zeitaufwand nach den StundenansÃ¤tzen des Obergerichts fÃ¼r die amtliche Verteidigung entschÃ¤digt. Dabei werden die Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses berÃ¼cksichtigt. Barauslagen werden separat entschÃ¤digt (§ 9 Abs. 1 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 23. August 2010 [GebV VGr]). Als erforderlich ist jener Zeitaufwand zu betrachten, den auch eine nicht bedÃ¼rftige Person von ihrem Rechtsvertreter vernÃ¼nftigerweise erwartet hÃ¤tte und zu dessen Zahlung sie bereit gewesen wÃ¤re, um ihre Rechte im Verfahren zu wahren. Der vorliegend geltend gemachte zeitliche Aufwand entfÃ¤llt ganz Ã¼berwiegend auf die Redaktion bzw. Fertigstellung der Beschwerdeschrift. Diese weist zwar einen Umfang von insgesamt 23 Seiten auf. Ein Grossteil der sich stellenden Rechtsfragen wurden jedoch bereits vor den Vorinstanzen thematisiert, weshalb es sich nicht rechtfertigt, die EntschÃ¤digung im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht wesentlich hÃ¶her festzusetzen als die im Rekursverfahren zugesprochene EntschÃ¤digung. So reduziert sich der erforderliche Aufwand in der Regel, wenn die gleiche Vertretung schon im vorinstanzlichen Verfahren bestand (vgl. BGr, 21. Februar 2013, 2C_101/2013, E. 3). Die EntschÃ¤digung fÃ¼r die unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin ist damit fÃ¼r das Beschwerdeverfahren auf Fr. 2'500.- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen, womit ihr ein fÃ¼r die Streitsache angemessener zeitlicher Aufwand von nicht ganz 10,5 Stunden ersetzt wird. </p> <p class="Erwgung2"><b>7.5 </b>Die ParteientschÃ¤digung von jeweils Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) ist an die im Rekurs- und Beschwerdeverfahren an die unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin zu leistenden EntschÃ¤digungen anzurechnen, weshalb die unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin lediglich noch im Mehrbetrag von Fr. 1'413- fÃ¼r das Rekursverfahren und Fr. 1'500.- fÃ¼r das Beschwerdeverfahren durch die Staats- bzw. Gerichtskasse zu entschÃ¤digen ist. Aufgrund der vorzunehmenden Anrechnung einer ParteientschÃ¤digung ist auch Dispositiv-Ziffer IV des vor­instanzlichen Entscheids aufzuheben.</p> <p class="Erwgung2"><b>7.6 </b>In Bezug auf den von der Gerichts- bzw. Staatskasse zu bezahlenden Betrag ist der BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 16 Abs. 4 VRG darauf aufmerksam zu machen, dass er Nachzahlung leisten muss, sobald er dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens. </p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung gewÃ¤hrt und in der Person von RechtsanwÃ¤ltin B eine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin bestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde wird im Sinn der ErwÃ¤gungen teilweise gutgeheissen. Die VerfÃ¼gung des Migrationsamts vom 17. November 2017 sowie Dispositiv-Ziff. I, die Kostenverteilung gemÃ¤ss Dispositiv-Ziff. III und Dispositiv-Ziff. IV des Entscheids der Sicherheitsdirektion vom 23. April 2018 werden aufgehoben. Das Migrationsamt wird angewiesen, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird verwarnt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Kosten des Rekursverfahrens in der HÃ¶he von insgesamt Fr. 1'440.- werden zu 2/3 dem Beschwerdegegner und zu 1/3 dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt, hinsichtlich letzterem jedoch einstweilen zufolge GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Die Gerichtskosten werden zu 2/3 dem Beschwerdegegner und zu 1/3 dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt, hinsichtlich letzterem jedoch einstweilen zufolge GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren eine reduzierte ParteientschÃ¤digung von jeweils Fr. 1'000.-, insgesamt Fr. 2'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen), zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. RechtsanwÃ¤ltin B ist fÃ¼r das Rekursverfahren im Mehrbetrag von Fr. 1'413.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) durch die Vorinstanz aus der Staatskasse zu entschÃ¤digen. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers gemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>9. RechtsanwÃ¤ltin B wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren im Mehrbetrag von Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers gemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>10. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde an das Bundesgericht im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>11. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>