<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2019.00803</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=220204&amp;W10_KEY=4480705&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2019.00803</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.05.2020</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 21.10.2020 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Waffenbeschlagnahmung/Waffeneinziehung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Waffenbeschlagnahmung/Waffeneinziehung<br/><br/>Als Voraussetzung der Waffenbeschlagnahme genügt die erhebliche Wahrscheinlichkeit für eine Selbst- oder Drittgefährdung (E. 2). In der Folge eines für den Beschwerdeführer traumatischen Vorfalls beschwerte er sich mehrfach und in aggressiver Weise bei den am Vorfall beteiligten Personen. Er war teilweise von Hass auf die Beteiligten erfüllt, zeigte eine erhebliche Verzweiflung und belästigte die Beteiligten über längere Zeit auf gröbste Weise und teilweise unter Androhung von Gewalt. Insgesamt lässt sich aus den Äusserungen des Beschwerdeführers auf ein erhebliches Mass an Wahrscheinlichkeit einer Selbst- oder Drittgefährdung mit einer Waffe schliessen. Die Beschlagnahme der Waffen erfolgte deshalb zu Recht (E. 4). Es ist zweifelhaft, ob sich der Beschwerdeführer mit dem aus seiner Sicht erlittenen Unrecht längerfristig abfinden kann. Es besteht eine erhebliche Wahrscheinlichkeit dafür, dass es in diesem Zusammenhang längerfristig zu einem Einsatz seiner Waffen kommen könnte. Angesichts dessen kann das erhoffte Erzielen eines höheren Verkaufspreises nicht massgebend für eine Rückgabe der Waffen an den Beschwerdeführer sein (E. 5). <br/><br/>Abweisung der Beschwerde.<br/></b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AGGRESSIVES VERHALTEN">AGGRESSIVES VERHALTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHLAGNAHME">BESCHLAGNAHME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINZIEHUNG">EINZIEHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HINDERUNGSGRUND">HINDERUNGSGRUND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBST- ODER DRITTGEFÃHRDUNG">SELBST- ODER DRITTGEFÃHRDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WAFFE">WAFFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WAFFENBESCHLAGNAHME">WAFFENBESCHLAGNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WAFFENEINZIEHUNG">WAFFENEINZIEHUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 8 WG</span><br/><span class="gerade">Art. 8 Abs. II WG</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. II lit. c WG</span><br/><span class="gerade">Art. 31 WG</span><br/><span class="ungerade">Art. 31 Abs. I WG</span><br/><span class="gerade">Art. 31 Abs. I lit. b WG</span><br/><span class="ungerade">Art. 31 Abs. III WG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=47349" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2019.00803</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">5. Mai 2020</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Rudolf Bodmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, Verwaltungsrichter Matthias Hauser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Rahel Zehnder.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A,<b> </b></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Statthalteramt B,<b> </b></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Waffenbeschlagnahmung/Waffeneinziehung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A musste sich am 11. Juni 2017 in den Abendstunden in das Spital B begeben, um sich einen Gegenstand vom KÃ¶rper entfernen zu lassen. Nachdem sich die AusrÃ¼stung des Spitals dafÃ¼r als unzureichend erwiesen hatte und die StÃ¼tzpunktfeuerwehr B, die mit drei Mann ausgerÃ¼ckt war, nicht Ã¼ber das nÃ¶tige Spezialwerkzeug verfÃ¼gte, gelang es der herbeigerufenen Schutz und Rettung (SRZ; Berufsfeuerwehr) der Stadt ZÃ¼rich, die mit zwei Mann und einem Studenten der HÃ¶heren Fachschule fÃ¼r Rettungsberufe eintraf, den Gegenstand in kurzer Zeit zu entfernen. Zu Ausbildungszwecken wurden von diesem Eingriff Fotos gemacht. A bestritt spÃ¤ter, die Zustimmung zu Fotos erteilt zu haben und fÃ¼hlte sich vor den ihn umringenden FeuerwehrangehÃ¶rigen blossgestellt und erniedrigt. Ausserdem sei er von mehreren Anwesenden nicht nur zu Ausbildungszwecken, sondern aus Sensationslust fotografiert und erniedrigt worden.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>In einer E-Mail vom 17. Juni 2017 (auch zum Folgenden) an C, Stabsoffizier der StÃ¼tzpunktsfeuerwehr B, beschwerte sich A â als D unter der E-Mail-Anschrift â¦ und als "der Patient des Spitals B" â darÃ¼ber, dass von AngehÃ¶rigen der StÃ¼tzpunktfeuerwehr B wie auch von AngehÃ¶rigen von SRZ Fotos von ihm gemacht worden seien. Er bat um unwiderrufliche LÃ¶schung dieser Fotos, da er schwer unter diesem Vorgang leide. In der E-Mail von E, stellvertretende Abteilungsleiterin Recht bei SRZ, vom 19. Juni 2017 wurde diese Darstellung bestritten; danach habe einzig der Student Fotos gemacht. Sie werde aber unverzÃ¼glich die LÃ¶schung der Bilder veranlassen, sollte er (A) dies wÃ¼nschen. C bestÃ¤tigte in seiner E-Mail vom 20. Juni 2017, dass die Feuerwehr B keine Fotos gemacht habe, was A bestritt. Mit E-Mail vom 17. Juli 2017 stellte A verschiedene Fragen zu Details des Feuerwehreinsatzes vom 11. Juni 2017, worÃ¼ber sich eine umfangreiche Korrespondenz mit SRZ ergab. Am 27. Juli 2017 sandte mutmasslich A unter der E-Mail-Anschrift â¦ und dem Pseudonym "H" eine beleidigende Nachricht an den Einsatzleiter der Feuerwehrgruppe von SRZ. In der Folge wurde ihm von SRZ ein klÃ¤rendes GesprÃ¤ch angeboten, was A ablehnte. Am 3. Oktober 2017 ging bei SRZ eine diffamierende Darstellung (Fake-Profil), publiziert auf der Seite â¦, ein, worin der Einsatzleiter der StÃ¼tzpunktfeuerwehr B mit Bezug auf den Einsatz vom 11. Juni 2017 diffamiert und diskreditiert wurde. Schon am 1. September 2017 war ein Ã¤hnlich lautendes Fake-Profil Ã¼ber den am Vorfall vom 11. Juni 2017 anwesenden Studenten erstellt worden. Am 23. Oktober 2017 soll ein klÃ¤rendes GesprÃ¤ch mit A stattgefunden haben; in der Folge erachtete SRZ jedenfalls alle Fragen als geklÃ¤rt und wÃ¼rden keine weiteren mehr beantwortet. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Nicht zuletzt aufgrund dieser VorfÃ¤lle machte die Gruppe Gewaltschutz der Kantonspolizei ZÃ¼rich am 3. Oktober 2017 bei A eine GefÃ¤hrderansprache, in deren Verlauf er verschiedene Waffen freiwillig herausgab. Das Statthalteramt des Bezirks B hob auf Hinweis der Kantonspolizei ZÃ¼rich (Gewaltschutz) ein Administrativverfahren betreffend Beschlagnahmung von Waffen an. Die vier Schusswaffen Pistole Beretta 92-FS, Handfeuerwaffe Colt M16 Halbautomat, Handfeuerwaffe Kalaschnikov M3 sowie eine Pistole Smith&amp;Wesson 645 wurden am 6. Oktober 2017 sichergestellt und dem Statthalteramt B Ã¼bergeben. Das Statthalteramt holte zudem einen Informationsbericht bei der Kantonspolizei ZÃ¼rich Ã¼ber A ein. Auf Anfrage des Statthalteramtes bestand dieser auf der RÃ¼ckgabe der Waffen. Weil er aufgrund des Vorfalls vom 11. Juni 2017 krankgeschrieben war, musste die AnhÃ¶rung wegen der Waffenbeschlagnahme mehrfach verschoben werden. Am 29. Juni 2018 nahm A Akteneinsicht auf dem Statthalteramt. Seine AnhÃ¶rung fand schliesslich am 18. September 2018 statt. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Am 29. Dezember 2017 soll A den Einsatzleiter von SRZ per E-Mail beschimpft und ihm damit gedroht haben, ihm "ein paar Hundert Hooligans" vorbeizuschicken, weshalb man sich schon bald von ihm [dem Einsatzleiter] werde trennen mÃ¼ssen. Deswegen und wegen weiterer ihm vorgeworfener Delikte gegen AngehÃ¶rige von SRZ und der StÃ¼tzpunktfeuerwehr B in der Zeit von September bis Dezember 2017 und Januar 2018 kam A am 17. Januar bis 19. April 2018 in Untersuchungshaft. AnlÃ¤sslich der am 17. Januar 2018 erfolgten Hausdurchsuchung wurde eine SoftAir-Gun "Scorpion Vz61" sichergestellt und beschlagnahmt, zusÃ¤tzlich diverse Munition. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft F vom 24. Juni 2019 wurde A wegen je mehrfacher Verleumdung, Beschimpfung und Drohung, mehrfacher versuchter NÃ¶tigung, des mehrfachen Missbrauchs einer Fernmeldeanlage und der mehrfachen Ãbertretung des BetÃ¤ubungsmittelgesetzes (wegen des Betriebs einer Indoor-Hanfanlage und Eigenkonsums) schuldig gesprochen und mit einer Geldstrafe von Fr. 12'600.- (180 TagessÃ¤tze zu je Fr. 70.-, wovon 56 TagessÃ¤tze durch Haft erstanden waren), aufgeschoben mit einer Probezeit von drei Jahren, und einer Busse von Fr. 1'500.- bestraft. FÃ¼r die Dauer der Probezeit wurde ihm die Weisung erteilt, sich einer psychotherapeutischen Behandlung bei der ihn schon seit 26. MÃ¤rz 2018 betreuenden Therapeutin fÃ¼r solange zu unterziehen, als diese es als notwendig erachtete. Ausserdem wurde er verpflichtet, vier (von sechs) Betroffenen Schadenersatzzahlungen zu leisten. Am 27. Juli 2018 verlangte A erneut die beschlagnahmten Waffen heraus. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>E. </b>AnlÃ¤sslich seiner AnhÃ¶rung am 18. September 2018 zur Frage der Waffeneinziehung bekundete A die Absicht, die Waffen selber (und nicht Ã¼ber das Statthalteramt) zu verkaufen, um bessere Preise zu erzielen. Im Anschluss an die AnhÃ¶rung stellte das Statthalteramt in Aussicht, ein psychiatrisches Gutachten erstellen zu lassen, was A aus gesundheitlichen GrÃ¼nden verweigerte. Ohne Weiterungen des Verfahrens beschlagnahmte das Statthalteramt B mit VerfÃ¼gung vom 24. Oktober 2018 die erwÃ¤hnten Waffen (inkl. die SoftAir-Gun Scorpion; vorn D.) und zog sie definitiv ein. Die Waffen sollten nach Eintritt der Rechtskraft dieser VerfÃ¼gung einem WaffenhÃ¤ndler zum Kauf angeboten und der ErlÃ¶s daraus A gutgeschrieben werden. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Gegen die VerfÃ¼gung vom 24. Oktober 2018 erhob A am 17. November 2018 Rekurs beim Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich und beanstandete die "verleumderische VerfÃ¼gung" des Statthalters. Der Regierungsrat bzw. die fÃ¼r diesen handelnde Sicherheitsdirektion erachtete die Rekursschrift als ungenÃ¼gend und setzte Frist zur Verbesserung an. In der verbesserten Rekursschrift vom 28. November 2018 verlangte A, es sei ihm die Beschlagnahme- und AufbewahrungsgebÃ¼hr von Fr. 600.- zu erlassen (Dispositiv-Ziffer 3). Ferner seien ihm die SoftGun "Scorpion" wie auch die Ã¼brigen Waffen sofort herauszugeben. Allenfalls sei die Herausgabe der Waffen vom Urteil eines unentgeltlichen Gutachters abhÃ¤ngig zu machen, sobald sein Gesundheitszustand eine Begutachtung zulasse. Der Statthalter habe in den Ausstand zu treten. Ferner sei die Akteneinsicht auf Dokumente zu beschrÃ¤nken, die nicht den Geheimbereich tangierten. Das Statthalteramt des Bezirks B verzichtete auf Vernehmlassung und verlangte die Abweisung des Rekurses unter BestÃ¤tigung seiner VerfÃ¼gung. Am 29. Juli 2019 ging der Strafbefehl vom 24. Juni 2019 bei der Sicherheitsdirektion ein (vorn I.D.). A Ã¤usserte sich dazu mit Eingabe vom 18. September 2019. Gleichentags verlangte er im Sinn des Gesetzes Ã¼ber die Information und den Datenschutz vom 12. Februar 2007 (IDG) Auskunft Ã¼ber sÃ¤mtliche Akten, die in den Datensammlungen vorhanden seien. Mit Beschluss vom 23. Oktober 2019 wies der Regierungsrat den Rekurs ab, soweit er darauf eintrat, und auferlegte die Kosten von insgesamt Fr. 1'814.- A. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Gegen den Beschluss des Regierungsrats vom 23. Oktober 2019 erhob A am 1. Dezember 2019 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und verlangte sinngemÃ¤ss, ihm seien sÃ¤mtliche beschlagnahmten Waffen auszuhÃ¤ndigen. Sollte dies nicht mÃ¶glich sein, verlange er wie schon vor Vorinstanz einen Gutachter, der Ã¼ber die Sache entscheide. SÃ¤mtliche seinen Geheimbereich betreffenden Textpassagen sowie die unter die Ã¤rztliche Schweigepflicht fallenden Schilderungen des Gewaltschutz ZÃ¼rich seien zu schwÃ¤rzen und dem Verwaltungsgericht fÃ¼r immer unzugÃ¤nglich zu machen. Die durch die Kantonspolizei beschlagnahmte Munition sei ihm herauszugeben, die Kosten des Verfahrens der Staatskasse bzw. dem Gewaltschutz ZÃ¼rich zu auferlegen. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 6. Dezember 2019 wurde die Rechtzeitigkeit der Beschwerde festgestellt und das Gesuch um SchwÃ¤rzung etc. gewisser Textpassagen abgewiesen. Dieser Zwischenentscheid blieb unangefochten. Die Sicherheitsdirektion beantragte am 17. Dezember 2019 im Auftrag des Regierungsrats die Abweisung der Beschwerde, dasselbe verlangte das Statthalteramt B. Weitere Ãusserungen gab es nicht.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. GemÃ¤ss § 38 Abs. 1 VRG ist die Kammer zum Entscheid berufen. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Das vorliegende Verfahren dreht sich einzig um die Frage, ob das Vorgehen des Statthalteramtes, die Waffen des BeschwerdefÃ¼hrers zu beschlagnahmen und definitiv einzuziehen, gerechtfertigt war oder ob ihm die Waffen wieder herauszugeben sind. Ãber das vor Vorinstanz geltend gemachte Auskunftsgesuch Ã¼ber sÃ¤mtliche Ã¼ber den BeschwerdefÃ¼hrer vorhandenen Akten wurde im angefochtenen Beschluss nicht entschieden, weshalb es nicht Teil des Rekursverfahrens und damit auch nicht des Beschwerdeverfahrens bildet (dazu Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2016 [Kommentar VRG], Vorbemerkungen zu §§ 19â28a N. 45). </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach Art. 31 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Juni 1997 Ã¼ber Waffen, WaffenzubehÃ¶r und Munition (WG) <i>beschlagnahmt</i> die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde unter anderem Waffen und Munition aus dem Besitz von Personen, bei denen ein Hinderungsgrund nach Art. 8 Abs. 2 WG besteht oder die zum Erwerb oder Besitz nicht berechtigt sind (lit. b). Ein Hinderungsgrund nach Art. 8 Abs. 2 WG, wie er auch der Ausstellung eines Waffenerwerbsscheins entgegensteht, liegt vor, wenn eine Person das 18. Altersjahr noch nicht vollendet hat (lit. a), unter umfassender Beistandschaft steht oder durch eine vorsorgebeauftragte Person vertreten wird (lit. b), zur Annahme Anlass gibt, dass sie sich selbst oder Dritte mit der Waffe gefÃ¤hrdet (lit. c) oder wegen einer Handlung, die eine gewalttÃ¤tige oder gemeingefÃ¤hrliche Gesinnung bekundet, oder wegen wiederholt begangener Verbrechen oder Vergehen im Strafregister eingetragen ist, solange der Eintrag nicht gelÃ¶scht ist (lit. d).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b><i><span>Definitiv einzuziehen</span></i><span> sind die beschlagnahmten GegenstÃ¤nde, wenn die Gefahr missbrÃ¤uchlicher Verwendung besteht, insbesondere weil mit solchen GegenstÃ¤nden Personen bedroht oder verletzt wurden (Art. 31 Abs. 3 lit. a WG). Die Gefahr missbrÃ¤uchlicher Verwendung wird ferner zu bejahen sein, wenn in einem gegebenen Fall ein Hinderungsgrund gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 2 lit. c WG vorliegt (Selbst- oder DrittgefÃ¤hrdung; Nicolas Facincani/Juliane Jendis, in: Nicolas Facincani/Reto Sutter [Hrsg.], Waffengesetz, Handkommentar, Bern 2017 [Kommentar WG], Art. 31 N. 21). Dabei ist die Gefahr missbrÃ¤uchlicher Verwendung weit zu fassen. Stellt sich die Frage nach einer definitiven Einziehung, hat die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde im Rahmen einer Einzelfallbeurteilung eine Prognose hinsichtlich des Risikos der missbrÃ¤uchlichen Verwendung einer Waffe in der Zukunft zu erstellen (Facincani/Jendis, Art. 31 N. 21-23, 27; VGr, 26. September 2019, VB.2019.00096, E. 2.1). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b><span>Art. 31 Abs. 3 WG, der die definitive Einziehung regelt, bezieht sich auf "beschlagnahmte GegenstÃ¤nde". Es stellt sich daher die Frage, ob die Voraussetzungen fÃ¼r eine Beschlagnahme gemÃ¤ss Art. 31 Abs. 1 WG fÃ¼r eine definitive Einziehung gemÃ¤ss Art. 31 Abs. 3 WG erfÃ¼llt sein mÃ¼ssen. Dazu hat das Bundesgericht festgehalten, es widersprÃ¤che Sinn und Zweck von Art. 31 WG in der Fassung von 1997, eine Einziehung zuzulassen, ohne dass gleichzeitig auch die Voraussetzungen fÃ¼r die Beschlagnahme gegeben wÃ¤ren (vgl. BGE 135 I 209 E. 3.2.1; BGr, 4. Februar 2004, 2A.546/2004, E. 3.2.2; VGr, 15. Januar 2015, VB.2014.00550, E. 2.2). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b><span>Die Beschlagnahme von Waffen unterscheidet sich von der definitiven Einziehung vor allem dadurch, dass im zweiten Fall eine Prognose zum Risiko einer missbrÃ¤uchlichen Verwendung der Waffe zu treffen ist, sofern die Ã¼brigen Voraussetzungen zur Beschlagnahme erfÃ¼llt sind. Vorliegend scheiden verschiedene HinderungsgrÃ¼nde von Art. 8 Abs. 2 WG bereits aus: So ist der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¤lter als 18 Jahre (lit. a) und weist keinen oder â in Form des Strafbefehls vom 24. Juni 2019 â hÃ¶chstens einen Eintrag im Strafregister aus (Art. 3 Abs. 1 lit. a der Verordnung vom 29. September 2006 Ã¼ber das Strafregister). Da Art. 8 Abs. 2 lit. d WG eine wiederholte Delinquenz voraussetzt, lÃ¤ge eine solche bei nur einem Strafregistereintrag nicht vor (BGr, 19. Februar 2018, 2C_444/2017, E. 3.1). Die Handlungen, fÃ¼r die der BeschwerdefÃ¼hrer mittels Strafbefehls bestraft wurde, bekunden sodann keine gewalttÃ¤tige oder gemeingefÃ¤hrliche Gesinnung im Sinn des Waffengesetzes. Es bleibt daher das Risiko einer Selbst- oder DrittgefÃ¤hrdung unter Verwendung einer Waffe zu prÃ¼fen. Ob ein solches besteht, ist entscheidend nach dem Verhalten der betroffenen Person insgesamt und unter WÃ¼rdigung aller relevanter UmstÃ¤nde zu beurteilen (BGr, 19. Februar 2018, 2C_444/2017, E. 3.2.1; BGr, 29. Januar 2020, 2C_955/2019, E. 3.1, je mit weiteren Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b><span>Es ist somit zunÃ¤chst zu klÃ¤ren, ob die Voraussetzungen fÃ¼r eine Beschlagnahme gemÃ¤ss Art. 31 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 8 Abs. 2 WG erfÃ¼llt sind. GemÃ¤ss Rechtsprechung und Lehre ist ein Hindernisgrund im Sinn von Art. 8 Abs. 2 lit. c WG dann zu bejahen, wenn eine erhebliche bzw. Ã¼berwiegende Wahrscheinlichkeit einer Selbst- oder DrittgefÃ¤hrdung besteht (BGr, 19. Februar 2018, 2C_444/2017, E. 3.2.1; BGr, 3. September 2007, 2C_93/2007, E. 5.2, mit weiteren Hinweisen; VGr, 8. November 2012, VB.2012.00506, E. 3.2 und 6.3; Michael Bopp in: Nicolas Facincani/Reto Sutter [Hrsg.], Waffengesetz, Handkommentar, Bern 2017 [Waffengesetz], Art. 8 Rz. 16; vgl. demgegenÃ¼ber Hans WÃ¼st, Schweizer Waffenrecht, ZÃ¼rich 1999, der von einer <i>hohen</i> Wahrscheinlichkeit fÃ¼r eine Selbst- oder DrittgefÃ¤hrdung spricht; vgl. auch Philippe Weissenberger, Die Strafbestimmungen des Waffengesetzes, in AJP 2000, S. 153 ff., insbesondere 163, der <i>ein ausreichendes Mass an Wahrscheinlichkeit </i>fÃ¼r eine Selbst- oder DrittgefÃ¤hrdung statuiert). Damit verfÃ¼gen die BehÃ¶rden bei der Beurteilung der Selbst- oder DrittgefÃ¤hrdung im konkreten Einzelfall Ã¼ber einen grossen Ermessensspielraum. In diesem Zusammenhang ist jedoch zu berÃ¼cksichtigen, dass der Gesetzgeber zwecks prÃ¤ventiver BekÃ¤mpfung des Waffenmissbrauchs eine strenge Handhabe der gesetzlichen Voraussetzungen im Auge hatte. Demnach wird kein strikter Beweis einer Selbst- oder DrittgefÃ¤hrdung verlangt; gleichzeitig wird aber immerhin mehr als ein blosser vager Verdacht vorausgesetzt (BGr, 4. Februar 2005, 2A.546/2004, E. 3.2.2; VGr, 15. Januar 2015, VB.2014.00550, E. 3.2). GestÃ¼tzt auf konkrete Gegebenheiten muss eine sachlich begrÃ¼ndbare, Ã¼berwiegende Wahrscheinlichkeit fÃ¼r eine Selbst- oder DrittgefÃ¤hrdung <i>unter Verwendung einer Waffe</i> vorliegen (Michael Bopp, Kommentar WG, Art. 8 N. 16; BGr, 19. Februar 2018, 2C_444/2017, E. 3.2.1; BGr, 29. Januar 2020, 2C_955/2019, E. 3.1).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b><span>Eine <i>Ã¼berwiegende</i> Wahrscheinlichkeit liegt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung unter anderem vor bei Personen, die in ihrer psychischen oder geistigen Gesundheit beeintrÃ¤chtigt sind, bei AlkoholabhÃ¤ngigkeit oder anderen Suchtkrankheiten oder einer erhÃ¶hten Suizidneigung (Weissenberger, S. 163; BGr, 19. Februar 2018, 2C_444/2017, E. 3.2.1). Dasselbe gilt, wenn eine Person mehrmals jemanden mit einer Waffe bedroht oder unkontrolliert in die Luft geschossen hat. Massgebend ist das gesamte Verhalten bzw. die InstabilitÃ¤t des psychischen Zustands der betroffenen Person (BGr, 11. Oktober 2010, 2C_469/2010, E. 3.6; 3. September 2007, 2C_93/2007, E. 5.2, mit weiteren Hinweisen; VGr, 28. Januar 2016, VB.2015.00673 E. 3.2; VGr, 15. Januar 2015, VB.2014.00550, E. 3.2).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.7 </b><span>Das Bundesgericht geht (auch in einem neusten Entscheid vom 29. Januar 2020; 2C_955/2019, E. 3.1) von einer <i>Ã¼berwiegenden</i> Wahrscheinlichkeit fÃ¼r eine Selbst- oder DrittgefÃ¤hrdung unter Verwendung einer Waffe aus. Es legte jedoch bislang die Unterscheidung zwischen einer Ã¼berwiegenden und einer erheblichen Wahrscheinlichkeit einer GefÃ¤hrdung nicht dar (vgl. vorn E. 2.5). Es ist denn auch nicht erkennbar, inwiefern sich im Hinblick auf den Hindernisgrund von Art. 8 Abs. 2 lit. c WG eine Ã¼berwiegende von einer erheblichen gleich gelagerten GefÃ¤hrdung unterscheiden soll. Selbst wenn in der Ã¼berwiegenden Wahrscheinlichkeit eine graduelle ErhÃ¶hung gegenÃ¼ber einer erheblichen gesehen werden sollte, ist doch nicht anzunehmen, dass das Bundesgericht eine "bloss" erhebliche Wahrscheinlichkeit fÃ¼r eine Selbst- oder DrittgefÃ¤hrdung unter Verwendung einer Waffe anders beurteilen wÃ¼rde als eine Ã¼berwiegende. Denn realistischerweise ist schon bei einer erheblichen Wahrscheinlichkeit â die alles andere als gering zu betrachten ist â mit der erwÃ¤hnten GefÃ¤hrdung zu rechnen. Dem trÃ¤gt das Bundesgericht mit dem Hinweis darauf Rechnung, dass angesichts des prÃ¤ventiven Charakters von Art. 8 Abs. 2 WG an die von der ersuchenden Person ausgehenden Gefahren keine allzu hohen Anforderungen zu stellen sind (BGr, 29. Januar 2020, 2C_955/2019, E. 3.1 mit weiteren Hinweisen). Mit der "Ã¼berwiegenden" Wahrscheinlichkeit ist demnach schon eine erhebliche gemeint, weshalb eine solche zu genÃ¼gen hat. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Vorinstanz erachtete sowohl die Voraussetzungen fÃ¼r die Beschlagnahme der Waffen als auch fÃ¼r deren definitive Einziehung als erfÃ¼llt. Vorab sei dem BeschwerdefÃ¼hrer bereits der Besitz einer Armeewaffe aus medizinischen GrÃ¼nden verwehrt geblieben. Dieser leide gemÃ¤ss eigenem Bekunden stark unter dem seinerzeitigen medizinischen Vorfall sowie dem damit verbundenen Einsatz der RettungskrÃ¤fte. Er befinde sich gedanklich wie in einem Karrussell, sei deswegen krankgeschrieben und leide an einer posttraumatischen BelastungsstÃ¶rung. Auch seine ihn behandelnde Therapeutin spreche von einem Trauma. Zudem weise er sich Ã¼ber ein sehr aggressives Verhalten im Zusammenhang mit dem Spitalaufenthalt namentlich gegenÃ¼ber den AngehÃ¶rigen von Schutz &amp; Rettung aus. Die mit Strafbefehl vom 24. Juni 2019 geahndeten Handlungen zeigten ein sehr zielgerichtetes, beharrliches Vorgehen. Damit habe der BeschwerdefÃ¼hrer mit Bezug auf die Waffen Anlass zur Annahme gegeben, sich selbst oder Dritte zu gefÃ¤hrden, womit die Voraussetzungen fÃ¼r die Beschlagnahme der Waffen erfÃ¼llt seien. </p> <p class="Urteilstext">Auch die Voraussetzungen fÃ¼r die definitive Einziehung der Waffen seien erfÃ¼llt, kÃ¶nne dem BeschwerdefÃ¼hrer doch keine gÃ¼nstige Prognose fÃ¼r die Verwendung der Waffen in der Zukunft gestellt werden. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe eine Begutachtung verweigert. Aus seinem Verhalten lasse sich der Schluss auf eine ungÃ¼nstige Prognose als Waffenbesitzer mit genÃ¼gender Bestimmtheit herleiten. Dazu gehÃ¶re auch das ambivalente Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers mit Bezug auf den Besitz der sichergestellten Waffen, auf deren Herausgabe er verschiedentlich verzichtet, diese anderseits zum Teil kurz darauf wieder gefordert habe. Dem BeschwerdefÃ¼hrer mangle es an VerlÃ¤sslichkeit und ZuverlÃ¤ssigkeit, welche ihm den Besitz von Waffen erlaubten. Von einer ergÃ¤nzenden Ã¤rztlichen Begutachtung kÃ¶nne daher abgesehen werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>In der Beschwerde macht der BeschwerdefÃ¼hrer dagegen geltend, aus Sicht der Gutachterin (gemeint wohl Therapeutin) weise er kein aggressives Verhalten auf und wÃ¤ren ihm die Waffen zurÃ¼ckzugeben. Er habe sich nicht erneut blossstellen lassen wollen und deshalb auf die Begutachtung durch einen weiteren Gutachter verzichtet. Ausserdem habe er deswegen die Waffen selber verkaufen wollen, auch, weil damit ein hÃ¶herer Preis erzielt werden kÃ¶nne. Es treffe nicht zu, dass er auf seine Waffen verzichtet habe und dann wieder nicht. Das sei eine LÃ¼ge. Man habe ihm vielmehr damit gedroht, dass er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werde, sollte er nicht auf seine Waffen verzichten. Es habe im Oktober 2017 kein Anlass dazu bestanden, die Waffen zu beschlagnahmen, da keine Straftat vorgelegen habe. Die im Dezember 2017 gemachte Drohung sei eine nicht ernstzunehmende Verzweiflungstat gewesen, die auch der damals zustÃ¤ndige Staatsanwalt nicht ernst genommen habe. Er habe keine psychische Krankheit, sondern reines SchamgefÃ¼hl, weshalb er vom Statthalter nicht habe einvernommen werden wollen. Dass er im MilitÃ¤r keine Waffe erhalten habe, sei deswegen, weil er bei der Aushebung den Konsum von Drogen angegeben habe, um nicht MilitÃ¤rdienst leisten zu mÃ¼ssen. Auch hier handle es sich nicht um eine psychische Krankheit. Aus Sicht der Armee lÃ¤ge kein Grund mehr zum Verweigern einer Waffe vor. In psychiatrischer Behandlung sei er nur, weil ihm das von der Justiz so auferlegt worden sei. Die Gutachterin (gemeint wohl die Therapeutin) habe schon im Oktober 2018 die Aufhebung dieser Massnahme beantragt. Er sei kein aggressiver oder gewalttÃ¤tiger Mensch, er habe nur aufgrund des traumatischen Vorfalls, verursacht durch SRZ, eine posttraumatische BelastungsstÃ¶rung, er sei kein Selbst- oder DrittgefÃ¤hrder. Er leide lediglich unter Schlaflosigkeit aufgrund des Traumas und der AlbtrÃ¤ume, verursacht durch eine Meute Schaulustiger und einen Fotografen der SRZ. Sollten ihm die Waffen nicht ausgehÃ¤ndigt werden, bestehe er auf einer fairen und neutralen Begutachtung. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer leidet noch heute unter dem fÃ¼r ihn traumatischen Vorfall vom 11. Juni 2017<i>. </i>Seinen Angaben zufolge ist er noch immer arbeitsunfÃ¤hig. GemÃ¤ss dem Bericht seiner Therapeutin vom 26. April 2018 habe der BeschwerdefÃ¼hrer den Vorfall vom 11. Juni 2017 traumatisierend empfunden, sei deswegen in seiner LebensqualitÃ¤t sehr eingeschrÃ¤nkt und im Alltag stark belastet. Dies lÃ¤sst sich mindestens teilweise nachvollziehen. So ist etwa nicht recht einsichtig, weshalb die AngehÃ¶rigen der Feuerwehr B wÃ¤hrend des Eingriffs durch SRZ am Bett des BeschwerdefÃ¼hrers standen. Der BeschwerdefÃ¼hrer scheint ferner den Angaben zu misstrauen, wonach weder von den AngehÃ¶rigen der Feuerwehr B noch von SRZ private Fotos auf deren Handies gemacht bzw. diese inzwischen gelÃ¶scht worden seien. Zudem sollen die Fotos vom Studenten ohne Einwilligung des BeschwerdefÃ¼hrers gemacht worden sein. Dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer in einer ohnehin eher peinlichen Situation dadurch hilflos ausgestellt und erniedrigt vorkam, liegt auf der Hand.</p> <p class="Urteilstext">Mit Fug lÃ¤sst sich Ã¼berhaupt die Frage aufwerfen, inwieweit es opportun war, ausgerechnet in einer fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer delikaten Situation Fotos zu Weiterbildungszwecken zu machen, und ob der BeschwerdefÃ¼hrer unter derartigen UmstÃ¤nden Ã¼berhaupt selbstbestimmt und frei von WillensmÃ¤ngeln darin hÃ¤tte einwilligen kÃ¶nnen. Der Wunsch des BeschwerdefÃ¼hrers nach AufklÃ¤rung, Feststellung einer allfÃ¤lligen Widerrechtlichkeit des Vorgehens und Beseitigung der Folgen sowie nach einer Entschuldigung erscheint (nach wie vor) verstÃ¤ndlich. Anders liegen die Dinge hingegen bei den Mitteln, welche der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r diese Zwecke einsetzte, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen und welche vorliegend im Zentrum stehen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beschwerte sich mehrfach sowohl bei der Feuerwehr B als auch bei SRZ (vorn I.B.). Aufhorchen lÃ¤sst die Formulierung im E-Mail des BeschwerdefÃ¼hrers an C "Mit nicht mehr freundlichem Gruss und leider inzwischen sehr viel aufgestautem Hass Ihnen und Ihren Kollegen gegenÃ¼ber". Daneben betonte der BeschwerdefÃ¼hrer auch mehrmals, dass ihm eine ehrlich gemeinte Entschuldigung der Beteiligten Ã¼ber begangene Fehler helfen kÃ¶nnte.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Nachdem dem BeschwerdefÃ¼hrer verschiedene Unterlagen auf sein Gesuch hin zugestellt worden waren, ergab sich eine weitere Korrespondenz ab 7. Juli 2017. In der E-Mail vom 21. Juli 2017 stellte er die rhetorische Frage, ob es Frau E immer noch kalt lassen wÃ¼rde, wenn er in einem Abschiedsbrief auf die MissstÃ¤nde bei SRZ aufmerksam machen und sich anschliessend eine Kugel in den Kopf jagen wÃ¼rde. Das daraufhin von SRZ vorgeschlagene moderierte GesprÃ¤ch an einem neutralen Ort wollte er sich noch Ã¼berlegen (das GesprÃ¤ch soll am 23. Oktober 2017 stattgefunden haben). Eine weitere Nachricht vom 23. August 2017 an den Abteilungsleiter Recht bei SRZ liess der BeschwerdefÃ¼hrer mit den Worten enden, das ihm gegenÃ¼ber gewalttÃ¤tige Verhalten seines damaligen Nachbarn, als er fÃ¼nf Jahre alt gewesen sei, habe "deutlich weniger Hass ausgelÃ¶st" als er (der Abteilungsleiter Recht) zurzeit in ihm verursache. In der E-Mail-Nachricht vom 10. September 2017 bot der BeschwerdefÃ¼hrer E eine Einladung zum gemeinsamen Nachtessen an, um ihr seine Sicht der Dinge zu schildern, worauf der Abteilungsleiter Recht von SRZ mit Schreiben gleichen Datums an den BeschwerdefÃ¼hrer jede weitere Korrespondenz mit ihm ausschloss und bei weiterer Kontaktnahme die Polizei informiert wÃ¼rde. Wenn sich der BeschwerdefÃ¼hrer dadurch nicht angemessen angehÃ¶rt fÃ¼hlte, ist das nicht vÃ¶llig unberechtigt. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet ein aggressives Verhalten. Wie sich aus dem Strafbefehl vom 24. Juni 2019 und aus dem Sachverhalt ergibt, ging er allerdings zielgerichtet vor, als er die am Eingriff vom 11. Juni 2017 anwesenden AngehÃ¶rigen der Feuerwehr Ã¼ber lÃ¤ngere Zeit (vorn I.D.) im Internet u.<span> </span>a. mit Fake-Profilen und persÃ¶nlich diffamierte, diskreditierte und bedrohte, auch wenn aus seiner Sicht solche Drohungen nicht ernst zu nehmen seien. Dabei war er auch in seiner Wortwahl teilweise nicht zimperlich, was durchaus den Anschein von AggressivitÃ¤t erwecken konnte. Eine solche lÃ¤sst sich etwas abgeschwÃ¤cht auch in der harschen Formulierung gewisser Passagen der Rechtsschriften erkennen, was zeigt, dass die Erinnerung des BeschwerdefÃ¼hrers Ã¼ber das am 11. Juni 2017 Erlebte auch mehr als zwei Jahre spÃ¤ter nach wie vor aktuell und sein Empfinden darÃ¼ber noch immer sehr negativ und fÃ¼r ihn sehr einschneidend ist. Indessen vermag der Vorfall vom 11. Juni 2017 sein Verhalten gegenÃ¼ber den Beteiligten in seiner heftigen AusprÃ¤gung jedenfalls nicht zu rechtfertigen, selbst wenn dabei die missliche Situation des BeschwerdefÃ¼hrers berÃ¼cksichtigt wird.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Aus den aufgezeigten Ãusserungen des BeschwerdefÃ¼hrers lÃ¤sst sich somit auf ein erhebliches Mass an Wahrscheinlichkeit einer Selbst- oder DrittgefÃ¤hrdung mit einer Waffe schliessen (vorn E. 2.1, 2.5). Wie sich aus den ErwÃ¤gungen ergibt, war der BeschwerdefÃ¼hrer teilweise von Hass auf die Beteiligten erfÃ¼llt (vorn E. 4.2). Sein Beispiel, ob Frau E ebenso unbeteiligt reagieren wÃ¼rde, wenn er sich eine Kugel in den Kopf jagen wÃ¼rde (vorn E. 4.3), zeigt doch eine erhebliche Verzweiflung des BeschwerdefÃ¼hrers, die â auch wenn er dem erwÃ¤hnten Beispiel nicht folgen wollte â dennoch seine BeschÃ¤ftigung mit derartigen Gedanken beweist. Auch sein dem Strafbefehl zugrunde liegendes Vorgehen, wonach er die am Einsatz vom 11. Juni 2017 beteiligten AngehÃ¶rigen der Feuerwehr Ã¼ber lÃ¤ngere Zeit auf grÃ¶bste Weise und teilweise unter Androhung von Gewalt belÃ¤stigte und in seiner Wortwahl alles andere als zurÃ¼ckhaltend war, lassen mindestens nicht ausschliessen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seine AggressivitÃ¤t nicht nur in verbaler Weise ausgelebt hÃ¤tte. In der AnhÃ¶rung beim Statthalteramt vom 18. September 2018 darauf angesprochen, erklÃ¤rte der BeschwerdefÃ¼hrer, ihm sei auch schon der Gedanke gekommen, dass er Ã¼ber Waffen verfÃ¼ge und diese einsetzen kÃ¶nnte; es sei ihm aber klar gewesen, dass das keine LÃ¶sung sei. Zwar bestritt der BeschwerdefÃ¼hrer, das so gesagt zu haben, doch gestand er zu, dass ihm der Gedanke [nach einem Waffeneinsatz] sehr wohl gekommen sei, er habe Solches aber nie vorgehabt. Wenn er Waffen hÃ¤tte einsetzen wollen, so hÃ¤tte er das schon lange machen kÃ¶nnen. Soweit die Beschlagnahme der Waffen im Oktober 2017 infrage steht, erweist sich diese somit, wie die Vor­instanz bereits festhielt, als durchaus zu Recht erfolgt. Unter diesen UmstÃ¤nden kann letztlich dahingestellt bleiben, ob der BeschwerdefÃ¼hrer seine Waffen freiwillig aushÃ¤ndigte oder nicht.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Die spÃ¤tere Beschlagnahme der SoftAir-Gun "Scorpion Vz61" war entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers ebenfalls gerechtfertigt. Als Waffen gelten nach Art. 4 Abs. 1 lit. f und g WG Druckluft- und CO<sub>2</sub>-Waffen, die eine MÃ¼ndungsenergie von mindestens 7,5 Joule entwickeln oder aufgrund ihres Aussehens mit echten Feuerwaffen verwechselt werden kÃ¶nnen, oder Imitations-, Schreckschuss- und SoftAir-Waffen, die aufgrund ihres Aussehens mit echten Feuerwaffen verwechselt werden kÃ¶nnen. Das ist der Fall, wenn sie auf den ersten Blick echten Feuerwaffen gleichen, und zwar unabhÃ¤ngig davon, ob eine Fachperson oder sonst jemand nach kurzer PrÃ¼fung die Verwechselbarkeit erkennt (Art. 6 der Verordnung Ã¼ber Waffen, WaffenzubehÃ¶r und Munition vom 2. Juli 2008 [Waffenverordnung WV]). Die SoftAir-Waffe "Scorpion Vz61" ist der tschechoslowakischen "Skorpion VZ61" Maschinenpistole mit der ausklappbaren SchulterstÃ¼tze tÃ¤uschend Ã¤hnlich nachgebildet. Selbst wenn der Erwerb dieser Waffe keines Waffenscheins bedurfte (Art. 10 Abs. 1 lit. d und e WG), handelt es sich dabei um eine Waffe, die als solche ohne Weiteres eingezogen werden durfte (Art. 31 Abs. 1 lit. b WG).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Bezug auf eine mÃ¶gliche RÃ¼ckgabe der Waffen und die damit verbundene Prognose zum Risiko einer missbrÃ¤uchlichen Verwendung der Waffen durch den BeschwerdefÃ¼hrer ergibt sich Folgendes.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Dem BeschwerdefÃ¼hrer war im MilitÃ¤r die AusrÃ¼stung mit einer Waffe offenkundig verweigert worden (vorn E. 3.1), und zwar gestÃ¼tzt auf Art. 7 Abs. 1 der damals geltenden Verordnung vom 5. Dezember 2003 Ã¼ber die persÃ¶nliche AusrÃ¼stung der ArmeeangehÃ¶rigen (VPAA; AS 2003, 5137; aufgehoben per 1. Januar 2019, AS 2018 4639). Danach konnte die Waffe einem AngehÃ¶rigen der Armee vorsorglich abgenommen oder durch diesen hinterlegt werden, wenn konkrete Anzeichen oder Hinweise darauf bestanden, dass ein AngehÃ¶riger der Armee sich selbst oder Dritte mit der Waffe gefÃ¤hrden kÃ¶nnte oder andere Anzeichen oder Hinweise eines drohenden Missbrauchs der Waffe bestÃ¼nden. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, er habe [wohl anlÃ¤sslich seiner Aushebung] auf dem Gesundheitsfragebogen alle Drogen angekreuzt, damit er nicht ins MilitÃ¤r komme. Allerdings ist in diesem Zusammenhang festzuhalten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer im Strafbefehl vom 24. Juni 2019 auch wegen des Betriebs einer Indoor-Hanfanlage und wegen Konsums â von Marihuana â verurteilt worden war. Sollte ihm im MilitÃ¤r tatsÃ¤chlich keine Waffe zugeteilt worden sein, weil er einen Drogenkonsum angegeben hatte, so bestÃ¼nde heute seinen Angaben zufolge gerade eine Ã¤hnliche Situation.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Wie der BeschwerdefÃ¼hrer grundsÃ¤tzlich richtig ausfÃ¼hrt, ist er nicht psychisch krank im Sinn eines angeborenen oder etwa in seiner Jugend eingetretenen psychischen Krankheitszustandes. Damit bestreitet er, in einem Mass psychisch beeintrÃ¤chtigt zu sein, das im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung eine erhebliche (vorn E. 2.7) Wahrscheinlichkeit einer Selbst- oder DrittgefÃ¤hrdung bewirkt (vorn E. 2.6). Allerdings ist er aktuell angeschlagen und psychiatrisch behandlungsbedÃ¼rftig aufgrund des beschriebenen Vorfalls vom 11. Juni 2017. Zwar besteht damit auch die MÃ¶glichkeit, dass er einmal nicht mehr behandlungsbedÃ¼rftig sein kÃ¶nnte, ein Ende der seit MÃ¤rz 2018 andauernden Therapie ist jedoch noch nicht absehbar. Entsprechende Verlautbarungen der Therapeutin liegen jedenfalls nicht vor, und ein Ende der im Strafbefehl angeordneten Therapie ist ebenfalls nicht dargetan.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Es fÃ¤llt demnach erheblich ins Gewicht, dass der BeschwerdefÃ¼hrer stets in der negativen Erinnerung an die ihm peinliche Situation des Spitalaufenthalts vom 11. Juni 2017 gefangen ist. Noch immer fÃ¼hrt er aktuell Korrespondenz zu diesem Vorfall und kreisen seine Gedanken unablÃ¤ssig darum. AnlÃ¤sslich der Befragung vom 18. September 2018, die er als Belastung empfand, indem sie seiner Genesung nicht gerade fÃ¶rderlich sei, fÃ¼hrte er aus, sein Tagesablauf bestehe darin, zu essen, soweit mÃ¶glich zu schlafen und an dem Vorfall herumzustudieren; er gehe seither auch nicht mehr aus dem Haus. Dies wird in ihm tÃ¤glich die Erinnerung an diesen Vorfall aufrecht erhalten, Ã¼ber den er sich noch immer aufregt und womit umzugehen schwierig sei, weil er nie Gerechtigkeit erhalte. Ausserdem scheint der BeschwerdefÃ¼hrer weiterhin arbeitsunfÃ¤hig zu sein. Seine praktizierte Abschirmung vom Leben stellt einen fÃ¼r einen 35 Jahre alten Mann keineswegs typischen Alltag dar, der eine Hoffnung auf rasche Besserung nicht erkennen lÃ¤sst. Zwar bestÃ¤tigte der BeschwerdefÃ¼hrer, dass er mit seinen Waffen weder sich selbst noch Dritte gefÃ¤hrden wolle. Inwieweit er sich aber tatsÃ¤chlich mit dem aus seiner Sicht erlittenen Unrecht lÃ¤ngerfristig abfinden kann, ist in der beschriebenen Situation zweifelhaft. Nach dem von ihm gezeigten aggressiven Verhalten gegenÃ¼ber den am Vorfall vom 11. Juni 2017 Beteiligten (vorn E. 4.4, 4.5) besteht durchaus eine erhebliche Wahrscheinlichkeit dafÃ¼r, dass es in diesem Zusammenhang lÃ¤ngerfristig zu einem Einsatz seiner Waffen kommen kÃ¶nnte, selbst wenn er keine Erfahrung im Umgang mit Waffen hat.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b>Immerhin kann der Umstand, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Waffen wieder herausverlangt, nicht zwingend als Zeichen dafÃ¼r verstanden werden, dass er sich die MÃ¶glichkeit, seine Waffen doch noch einmal gegen seine vermeintlichen Widersacher einzusetzen, offenhalten wollte. Im Vordergrund scheint vielmehr zu stehen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bei einem Verkauf der Waffen einen hÃ¶heren Preis glaubte erzielen zu kÃ¶nnen, wenn er die Waffen selber verkaufe. Ob es sich so verhÃ¤lt, ist allerdings fraglich, sind doch die formellen Anforderungen fÃ¼r einen Verkauf von Waffen unter Privaten sehr hoch und kÃ¶nnten diese von einem professionellen WaffenhÃ¤ndler wohl leichter erledigt werden. Davon abgesehen stellte sich ohnehin die Frage, wie hoch das Interesse Privater an den Waffen des BeschwerdefÃ¼hrers wÃ¤re und innert welchen Zeitraums er seine Waffen Ã¼berhaupt verkaufen kÃ¶nnte. Angesichts dessen, dass auch lÃ¤ngerfristig eine Selbst- oder DrittgefÃ¤hrdung nicht ausgeschlossen werden kann (vorn E. 5.3), kann das erhoffte Erzielen eines hÃ¶heren Verkaufspreises nicht massgebend fÃ¼r eine RÃ¼ckgabe der Waffen an den BeschwerdefÃ¼hrer sein. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.5 </b>Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r die ihm angeblich gestohlene Munition eine EntschÃ¤digung von Fr. 1'000.- verlangt, ist ihm ebenfalls nicht zu folgen. Nachdem ihm die Waffen aus den erwÃ¤hnten GrÃ¼nden nicht herausgegeben werden kÃ¶nnen, gilt dasselbe fÃ¼r die beschlagnahmte Munition. Diese wird vielmehr zusammen mit den Waffen verÃ¤ussert, und der daraus resultierende (Gesamt-)ErlÃ¶s dem BeschwerdefÃ¼hrer nach Abzug von GebÃ¼hren und Auslagen gutgeschrieben.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.6 </b>Zusammenfassend ist beim BeschwerdefÃ¼hrer von einer erheblichen Wahrscheinlichkeit fÃ¼r eine Selbst- oder DrittgefÃ¤hrdung unter Verwendung einer Waffe auszugehen (vorn E. 2.4, 2.5) und seine Beschwerde entsprechend abzuweisen. Sein Eventualantrag auf psychiatrische Begutachtung braucht somit nicht mehr geprÃ¼ft zu werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">Bei diesem Ausgang ist der BeschwerdefÃ¼hrer als unterliegend zu betrachten, wird doch seine Beschwerde abgewiesen. Demnach sind ihm die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu auferlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine EntschÃ¤digung steht ihm bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 120.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 3'120.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>