<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00131</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106296&amp;W10_KEY=13013577&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00131</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.09.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 15.03.2002 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausweisung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Verhältnismässigkeitsprüfung Ausführliche Interessenabwägung unter Berücksichtigung des EGMR-Urteils vom 2. August 2001 i.S. Boultif vs. Schweiz. Überwiegen der öffentlichen Interessen. BGE-Nr. 2A.495/2001</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUSWEISUNG">AUSWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEFRAGUNG">BEFRAGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BGE">BGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BOULTIF">BOULTIF</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHEFRAU">EHEFRAU</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENLEBEN">FAMILIENLEBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKFALL">RÃCKFALL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFUNEMPFINDLICHKEIT">STRAFUNEMPFINDLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWARNUNG">VERWARNUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 10 lit. Ia ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 11 lit. III ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 lit. III ANAV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 lit. II EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. F. kam 1992 im Rahmen des Familiennachzugs zu seinem Vater in die Schweiz. Am 21. April 1992 erhielt er die Niederlassungsbewilligung im Kanton ZÃ¼rich. Ur­sprÃ¼ng­lich Automechaniker, arbeitete er hier als KÃ¼chenhilfe und in vorÃ¼bergehenden Ein­sÃ¤tzen als Reinigungsmitarbeiter und Lagerist. Zeitweise war er arbeitslos. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 31. MÃ¤rz 1999 wurde er verhaftet und in Untersuchungshaft gesetzt. Die folgende Zeit verbrachte er bis zu seiner vorzeitigen Entlassung am 26. Juni 2001 in Haftanstalten in den Kantonen ZÃ¼rich und X.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> F. wurde wiederholte Male straffÃ¤llig: Mit Urteil vom 4. Februar 1998 setzte das Be­zirksgericht P. wegen Raubs und Missbrauchs von Ausweisen und Schildern eine Strafe von 15 Monaten GefÃ¤ngnis unter bedingtem Vollzug fest. Am 13. MÃ¤rz 1998 verfÃ¼gte die Bezirksanwaltschaft Q. eine Zusatzstrafe von zwei Monaten GefÃ¤ngnis wegen Diebstahls, SachbeschÃ¤digung und Hausfriedensbruchs, deren Voll­­zug ebenfalls bedingt ausgesetzt wur­de. Am 18. Juni 1998 wurde er von der Fremdenpolizei des Kantons ZÃ¼rich (heute: Mi­grationsamt) verwarnt. Wegen Delikten innerhalb der Probezeit verurteilte das Kreisgericht R. F. am 28. Januar 2000 wegen Raubs, gewerbs- und bandenmÃ¤s­sigen Diebstahls, wiederholten Hausfriedensbruchs, wiederholter SachbeschÃ¤digung sowie Zuwiderhandlung gegen das Waffengesetz zu 30 Mo­­naten Zuchthaus. Die bedingten GefÃ¤ngnisstrafen im Kanton ZÃ¼­rich wurden widerrufen und deren Vollzug angeordnet. Zudem verfÃ¼gte das Gericht R. eine Landesverweisung fÃ¼r die Dauer von zehn Jahren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 4. Dezember 2000 wurde F. im Hinblick auf die PrÃ¼fung von Entfernungs- und Fernhaltemassnahmen von der Polizei befragt und ihm das rechtliche GehÃ¶r gewÃ¤hrt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Beschluss vom 14. MÃ¤rz 2001 verfÃ¼gte der Regierungsrat die Ausweisung von F. fÃ¼r eine Dauer von zehn Jahren aus der Schweiz.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 19. April 2001 liess dieser Verwaltungsgerichtsbeschwerde einreichen mit dem Antrag, der Ausweisungsbeschluss des Regierungsrats sei aufzuheben, eventuell sei der BeschwerdefÃ¼hrer erneut zu verwarnen, subeventuell sei die Ausweisungsdauer auf zwei Jahre zu begrenzen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zu Lasten des Regierungs­rats. In der Beschwerde wird neu ausgefÃ¼hrt, dass der BeschwerdefÃ¼hrer am 21. Februar 2001 G. geheiratet habe, aus welcher Beziehung eine bereits am 6. Juli 1999 geborene Tochter hervorgegangen sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach der Beschwerdeeinleitung teilte die Kommission fÃ¼r bedingte Entlassung des Kantons X. mit, dass F. am 26. Juni 2001 aus dem Strafvollzug vorzeitig entlassen werde, wobei eine Probezeit von fÃ¼nf Jahren und eine Schutzaufsicht angeordnet werde. Der Vollzug der gerichtlichen Landesverweisung werde wÃ¤hrend der Probezeit eben­­falls aufgescho­ben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit beantragte namens des Regierungsrats am 28. Mai 2001 dem Verwaltungsgericht, die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremdenpo­lizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offensteht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Dies ist der Fall bei einer Ausweisung, die von einer kantonalen BehÃ¶rde aufgrund von Art. 10 f. des Bundesgesetzes Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder </span></p> <p class="Einzug1"><span>vom 26. MÃ¤rz 1931 (ANAG) angeordnet wird (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Organisation der Bundesrechtspflege vom 16. Dezember 1943 e contrario).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die gegen den BeschwerdefÃ¼hrer ausgesprochene Ausweisung stÃ¼tzt sich primÃ¤r auf seine strafrechtliche Verurteilung und damit auf den Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG. Danach kann eine auslÃ¤ndische Person aus der Schweiz ausgewiesen wer­den, wenn sie wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde. Bei einer solchermassen begrÃ¼ndeten Ausweisung ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht gegeben, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen gemÃ¤ss § 50 VRG die dort nÃ¤­her umschriebenen Rechtsverletzungen sowie gemÃ¤ss § 51 VRG unrichtige oder ungenÃ¼­gende Feststellung des entscheidungswesentlichen Sachverhalts gerÃ¼gt werden. Entscheidet das Gericht wie hier als erste gerichtliche Instanz, so kann sich die Beschwerde nicht nur auf neue Beweismittel berufen, sondern kÃ¶nnen auch neue Tatsachenbehauptungen vor­­gebracht werden (§ 52 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kompetenz, Ã¼ber die OpportunitÃ¤t einer Ausweisung zu entscheiden und von ihr abzusehen, wiewohl die Voraussetzungen erfÃ¼llt wÃ¤ren, steht dem kantonalen Migrations­­amt und der kantonalen Regierung als vorgesetzter politischer BehÃ¶rde zu (vgl. Art. 15 Abs. 1 und 2 sowie Art. 19 Abs. 1 ANAG). Die kantonale richterliche BehÃ¶rde hat demgegen­­Ã¼ber die Aufgabe zu Ã¼berprÃ¼fen, ob der Entscheid der VerwaltungsbehÃ¶rde Recht verletzt, insbesondere ob die VerwaltungsbehÃ¶rde im Rahmen der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitskontrolle alle nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erheblichen UmstÃ¤nde berÃ¼cksich­tigt und in vertretbarer Weise gewichtet hat. Im Hinblick auf diese institutionell-funktionel­len Schranken, an die sich das Gericht zu halten hat, ist insbesondere zu beachten, dass die Entscheidungsbefugnis primÃ¤r der politischen BehÃ¶rde zusteht und dass die Anwendung des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsgrundsatzes notwendigerweise Elemente enthÃ¤lt, welche sich ei­ner strikten NachprÃ¼fung entziehen (vgl. BGE 125 II 521 E. 2a). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die grundsÃ¤tzliche Anwendbarkeit von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG ist im vorlie­genden Fall unstreitig, ist doch der BeschwerdefÃ¼hrer zu Freiheitsstrafen von insgesamt 47 Monaten verurteilt worden. Allerdings soll eine Ausweisung nur verfÃ¼gt werden, wenn sie nach den gesamten UmstÃ¤nden angemessen erscheint (Art. 11 Abs. 3 Satz 1 ANAG). Da­­bei ist namentlich auf die Schwere des Verschuldens, auf die Dauer des Aufenthalts der auslÃ¤ndischen Person in der Schweiz sowie auf die ihr und ihrer Familie drohenden Nachtei­le abzustellen (Art. 16 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung zum ANAG vom 1. MÃ¤rz 1949). Vorzunehmen ist mithin eine sich auf die gesamten UmstÃ¤nde des Einzelfalls stÃ¼tzende VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung (BGE 125 II 521 E. 2b; BGE 122 II 433 E. 2c). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Keinen weitergehenden Anspruch zu verschaffen vermag Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 (EMRK; vgl. BGE 120 Ib 129 E. 4b S. 131 mit Hinweisen). Nach Art. 8 Abs. 2 EMRK ist ein Eingriff in das Rechtsgut des Familienlebens nur statthaft, soweit er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme dar­stellt, die in einer demokratischen Gesellschaft fÃ¼r die nationale Sicherheit, die Ã¶ffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Lands, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Die Konvention verlangt also eine um­fassende AbwÃ¤gung der sich gegenÃ¼berstehenden privaten Interessen an der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung und den Ã¶ffentlichen Interessen an deren Verweigerung (vgl. BGE 120 Ib 1 E. 3b und c S. 4 f.; 120 Ib 22 E. 4a S. 25; 122 II 1 E. 2 S. 6). MitzuberÃ¼cksich­tigen ist dabei insbesondere auch die Zumutbarkeit fÃ¼r nahe FamilienangehÃ¶ri­ge, dem AuslÃ¤nder ins Ausland zu folgen. Diese ist allerdings um so weniger zu gewichten, je uner­wÃ¼nschter der Aufenthalt der auslÃ¤ndischen Person aufgrund ihres Verhaltens in der Schweiz ist (BGE 116 Ib 353 E. 3d S. 358; 120 Ib 6 E. 4c S. 15). Die Frage der Zumutbarkeit beurteilt sich dabei nicht aufgrund der persÃ¶nlichen WÃ¼nsche der Betrof­fen­en, sondern unter objektiver Beurteilung ihrer persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse und UmstÃ¤nde (BGE 110 Ib 201 E. 2a ff. S. 205 ff.; 116 Ib 353 E. 3b und d S. 357 f.). Eine allfÃ¤llige Unzumutbarkeit der Ausreise ist mitabzuwÃ¤gen, fÃ¼hrt aber nicht fÃ¼r sich allein zur UnzulÃ¤s­­sigkeit einer Be­wil­ligungsverweigerung (BGE 116 Ib 353 E. 3f S. 359 f.; 120 Ib 129 E. 4b S. 131; 122 II 1 E. 2 S. 6). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dabei ist die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung eher zulÃ¤ssig als die Auswei­sung, weil der auslÃ¤ndischen Person nur im letzten Fall das Betreten der Schweiz vollstÃ¤n­dig untersagt wird (vgl. BGE 120 Ib 6 E. 4a S. 13).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Ausgangspunkt und Massstab fÃ¼r die Schwere des Verschuldens und die fremden­­polizeiliche InteressenabwÃ¤gung bilden die vom Strafrichter verhÃ¤ngten Strafen. Nach der Praxis des Bundesgerichts liegt die Grenze, von der an in der Regel keine Bewilligungen mehr erteilt werden, bei zwei Jahren Freiheitsstrafe, wenn der mit einer Schweizerin ver­­heiratete AuslÃ¤nder um eine erstmalige Bewilligung ersucht oder nach bloss kurzer Auf­enthaltsdauer die VerlÃ¤ngerung seiner Bewilligung beantragt (BGE 120 Ib 6 E. 4b S. 14). Die­ser Straf-Grenzwert gilt auch dann, wenn dem schweizerischen Ehegatten des AuslÃ¤nders die Ausreise aus der Schweiz nicht oder nur schwer zugemutet werden kann, so dass ein dauerndes Zusammenleben der Eheleute faktisch verhindert wird. Hat der AuslÃ¤nder in schwe­rer Weise gegen die geltende Rechtsordnung verstossen, wovon bei einer Verurteilung zu einer zweijÃ¤hrigen GefÃ¤ngnisstrafe oder hÃ¤rteren Bestrafung grundsÃ¤tzlich auszuge­­hen ist, so wiegt das Ã¶ffentliche Interesse an seiner Fernhaltung regelmÃ¤ssig schwerer als sein privates Interesse bzw. das seiner FamilienangehÃ¶rigen, dass er in der Schweiz bleiben kann; die Erteilung oder VerlÃ¤ngerung einer Bewilligung kann mithin nur noch bei Vorliegen besonders gewichtiger privater Interessen in Frage kommen.</span></p> <p class="Einzug1"><b><span> </span></b></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Der Regierungsrat ist aufgrund der WÃ¼rdigungen durch die StrafbehÃ¶rden von einem sehr schweren Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers ausgegangen. Neben den TatumstÃ¤nden - banden- und gewerbsmÃ¤ssiges Vorgehen - bei den Raub- und Diebstahlsdelikten falle erschwerend ins Gewicht, dass die ersten zwei Verurteilungen im Kanton ZÃ¼­rich keine Abschreckung bewirkt hÃ¤tten, seien doch die Delikte im Kanton X. noch in der Probezeit der ersten Urteile begangen worden. Auch habe eine Verwarnung der Fremden­po­li­zei (Migra­tionsamt) den BeschwerdefÃ¼hrer nicht gehindert, erneut und wesentlich kriminell tÃ¤­tig zu werden. Das Motiv sei dabei ausschliesslich das Geld gewesen. Die Taten zeug­ten von einer erheblichen RÃ¼cksichtslosigkeit; die ganze Deliktsreihe von einer Unemp­find­lich­keit gegenÃ¼ber staatlichen Massnahmen, welche eine GemeingefÃ¤hrlichkeit offenbare. Da­mit habe der BeschwerdefÃ¼hrer die Ã¶ffentliche Ordnung in schwerwiegender Weise gefÃ¤hr­det, was dessen Ausweisung nahelege. Aus den persÃ¶nlichen UmstÃ¤nden des Beschwer­defÃ¼hrers spreche nichts gegen diese Massnahme. Von den neun Jahren, die er in der Schweiz lebe, habe er zwei in Haft verbracht. In der Arbeitswelt habe er nicht Fuss fas­sen kÃ¶nnen, sondern habe hÃ¤ufig die Stellen gewechselt, zum Teil sei ihm wegen nachlassen­­der Arbeits­leistung und unentschuldigter Abwesenheit gekÃ¼ndigt worden. Zwischen zwei Stellen sei er arbeitslos gewesen. Zu seinem in der Schweiz lebenden Vater unterhalte er wenig Kontakt. Vor der Verhaftung habe er mit Landsleuten Umgang gepflegt. Die Dau­er des Aufenthalts und die Verwurzelung in der Schweiz seien unbedeutend und rechtfertig­­­ten keine Ausnahme von der durch das Verschulden angezeigten Massnahme. Eine RÃ¼ck­­­kehr in die Heimat sei nicht unzumutbar, lebten dort doch mehrere Verwandte des Be­schwerdefÃ¼hrers, wie seine Mutter und ein Ã¤lterer Bruder. Die einzige ins Gewicht fallende Bin­dung bestehe zu seiner Lebenspartnerin, der heutigen Ehefrau, und der 1999 geborenen Toch­ter. Auch wenn davon auszugehen sei, dass es sich um die gemeinsame Tochter hand­le - die Ehefrau war im Zeitpunkt der Geburt noch in erster Ehe verheiratet - und sich der Be­­­schwer­­defÃ¼hrer um diese kÃ¼mmere, vermÃ¶ge dies die Entfernung aus der Schweiz nicht zu verhindern, denn der BeschwerdefÃ¼hrer habe die Bindung zur heutigen Ehefrau und die GrÃ¼n­­dung einer Familie wÃ¤hrend des Strafvollzugs aufgenommen und somit in einem Zeit­punkt, als er und seine spÃ¤tere Gattin wissen mussten, dass sie das gemeinsame Familienle­ben nicht mit Sicherheit in der Schweiz wÃ¼rden leben kÃ¶nnen. Angesichts des schweren Ver­­schuldens und der offenbarten UnfÃ¤higkeit, sich den Regeln des Gastlands anzupassen, ha­­be das Ã¶ffentliche Interesse vorzugehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Mit der Beschwerde wird die Gewichtung gegenteilig vorgenommen und werden dafÃ¼r folgende UmstÃ¤nde angefÃ¼hrt: Wegen der frÃ¼heren Ehe der Ehegattin sei die Heirat erst im Februar 2001 mÃ¶glich geworden; tatsÃ¤chlich habe ein eheÃ¤hnliches Zusammenleben bereits seit 1998 bestanden. Die Entlassung des BeschwerdefÃ¼hrers aus dem Strafvollzug sei vom zustÃ¤ndigen Sozialdienst mit seiner Ã¤usserst positiven FÃ¼hrung begrÃ¼ndet wor­den. Es mÃ¼sse bestritten werden, dass die angefÃ¼hrte Verwarnung der Fremdenpolizei nach den ersten zwei Verurteilungen im Kanton ZÃ¼rich dem BeschwerdefÃ¼hrer tatsÃ¤chlich zugestellt worden sei. Das rechtliche GehÃ¶r sei mangelhaft gewÃ¤hrt worden, weil das Protokoll nicht Ã¼bersetzt worden sei. Zudem sei das rechtliche GehÃ¶r gegenÃ¼ber der Ehefrau nicht ge­­­wÃ¤hrt worden. Mit der durch die vorzeitige Entlassung zum Ausdruck gebrachten guten Pro­g­nose und im Zusammengang mit der FamiliengrÃ¼ndung, die dem BeschwerdefÃ¼hrer ei­nen neuen Halt verleihe, sei eine RÃ¼ckfallsgefahr auszuschliessen. Im Ãbrigen sei sich der BeschwerdefÃ¼hrer bewusst, dass es sich um die letzte Chance handle. Die wesentlichen Jahre seines Lebens habe er in der Schweiz verbracht; zu seiner Heimat bestÃ¼nden wenig Kon­­takte. Durch die politische Entwicklung in den letzten Jahren sei ein gemeinsames Zusam­­menleben der Familie in seiner Heimat ausgeschlossen. Die Resozialisierungs­mÃ¶g­lich­keiten seien nur in der Schweiz vorhanden; bei einer Ausweisung wÃ¼rden die­se zunichte ge­macht. Der BeschwerdefÃ¼hrer sei gewillt, nach seiner Entlassung ein arbeitsames und ge­ordnetes Leben aufzunehmen. Die mit der Ausweisung verbundene Trennung von der Fa­milie kÃ¶nne nicht mit Art. 8 EMRK in Einklang gebracht werden. Allenfalls sei eine Ver­warnung oder eine Ausweisung von kÃ¼rzerer Dauer angemessen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Am 4. Dezember 2000 ist dem BeschwerdefÃ¼hrer das rechtliche GehÃ¶r gewÃ¤hrt worden. Was seine Ehefrau betrifft, wurde die Ehe erst im Februar 2001 geschlossen. Ein Anspruch auf Einbezug in das Verfahren bestand deshalb im massgeblichen Zeitpunkt nicht. Ebenfalls ist der Einwand, das rechtliche GehÃ¶r dem BeschwerdefÃ¼hrer selbst ge­genÃ¼ber sei mangelhaft erfolgt, weil ihm die Niederschrift des GesprÃ¤chsprotokolls nicht in seine Muttersprache Ã¼bersetzt worden sei, nicht weiter zu verfolgen. Denn gemÃ¤ss Proto­­koll vom 4. Dezember 2000 wurde der BeschwerdefÃ¼hrer vor der Be­fragung gefragt, ob er den Befrager verstehe und auch deutsch lesen kÃ¶nne. Die Antwort lautete, dass er die Be­fragung auf Hochdeutsch verstehe, beim Lesen indessen nicht alles ver­stehe. In der Folge wurde die Befragung auf Hochdeutsch durchgefÃ¼hrt. Der BeschwerdefÃ¼hrer unter­zeich­ne­te am Schluss des Protokolls die Bemerkung "selbst gelesen und bestÃ¤tigt". Aufgrund ei­ner Nachfrage der Fremdenpolizei (Migrationsamt) beim einvernehmenden Polizei­bea­mten prÃ¤zisierte dieser die MÃ¶glichkeiten bei auslÃ¤ndischen Personen wie folgt: Das Protokoll kÃ¶n­ne entweder selbst gelesen (und bestÃ¤tigt) werden, bei Bedarf kÃ¤men al­ter­nativ die MÃ¶g­­lich­keiten "vorgelesen erhalten und bestÃ¤tigt" oder "Ã¼bersetzt er­halten und bestÃ¤tigt" in Frage. Da der BeschwerdefÃ¼hrer beim Durchlesen offenbar keine VerstÃ¤ndnisprobleme zum Ausdruck gebracht habe, sei die Variante "selbst gelesen und bestÃ¤tigt" zur Anwendung gelangt. Im Ãbrigen habe das Betreuungspersonal der Haftanstalt bestÃ¤tigt, dass der Be­schwerdefÃ¼hrer auch ZÃ¼rcher Dialekt verstehe und spreche. Da­raus kann ohne weiteres der Schluss gezogen werden, dass der Beschwer­­­defÃ¼hrer, hÃ¤tte er VerstÃ¤ndnisprobleme beim Durchlesen gehabt, dies hÃ¤tte erwÃ¤hnen kÃ¶nnen, um sich das Pro­tokoll vorlesen zu las­sen. Indem er dies nicht getan hat, ist seiner heutigen BemÃ¤ngelung des Vorgehens keine Folge zu geben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Mit insgesamt 47 Monaten Freiheitsstrafe ist der Grenzwert von zwei Jahren, wel­chen die erwÃ¤hnte Rechtsprechung als Richtlinie annimmt, um praktisch das Doppelte Ã¼berschritten. Zwar steht eine Ausweisung zur Beurteilung an, welche eine unbesehene An­­­wendung des fÃ¼r die Nichterteilung oder NichtverlÃ¤ngerung von Aufenthaltsbewilli­gun­gen anzuwendenden Strafmasses nicht zulÃ¤sst. Aufgrund des Strafmasses muss jedoch nicht weiter begrÃ¼ndet werden, warum von einem Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen Interesse an der Ausweisung auszugehen ist. Auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen des Regierungsrats kann ohne weiteres verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Eine Ãber­­prÃ¼fung der Urteile der Strafgerichte ist dem Verwaltungsgericht verwehrt; dies verlangt der BeschwerdefÃ¼hrer zu Recht auch nicht. Somit braucht es ausserordentliche UmstÃ¤n­­de im persÃ¶nlichen Bereich, um die durch das Verschulden angelegte Rechtsfolge zu durch­brechen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer kam im 18. Lebensjahr zu seinem Vater in die Schweiz. Hier hÃ¤lt er sich seit neun Jahren auf; die letzten zwei Jahre verbrachte er im Strafvollzug. Dass er die wesentlichen Jahre seines Lebens hier verbracht habe, ist damit nicht offensichtlich. Ob­wohl in seiner Heimat zum Automechaniker ausgebildet, vermochte er hier beruflich nicht Fuss zu fassen. Ob die KÃ¼ndigung durch einen Arbeitgeber durch sein Verschulden er­folgte oder nicht, ist dabei nicht von Bedeutung. Mit Ausnahme einer lÃ¤ngeren Anstellung lebte er mehr­­heitlich von Gelegenheitsarbeiten und war zwischendurch arbeitslos. Ei­nen intensiven Bekanntenkreis, der ihn an die Schweiz bÃ¤nde, kann er nicht nachweisen. Mit Ausnahme seiner Familie vermag der BeschwerdefÃ¼hrer aus der Dauer und Gestaltung seiner hiesigen Anwesenheit nichts anzufÃ¼hren, das dem Ã¶ffentlichen Interesse an der Entfernung entgegen­stÃ¼nde. Dass er im Strafvollzug eine gute FÃ¼hrung bewies und in den Genuss der vorzeitigen Entlassung kam, ist zurÃ¼ckhaltend zu wÃ¼rdigen, weil er im eigenen In­te­resse den Vollzug der Reststrafe vermeiden will. Mit seiner Entlassung im Juni 2001 kann auch nicht von einer zeitlich bedeutsamen BewÃ¤hrung gesprochen werden. Dass er sich bemÃ¼hen will, eine Arbeitsstelle zu finden, ist unter diesen UmstÃ¤nden nichts als selbst­­verstÃ¤ndlich. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Beschwerde ist zu entnehmen, dass die Ehefrau mit der zweijÃ¤hrigen Tochter dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht in dessen Heimat nachfolgen wÃ¼rde. Es wird angefÃ¼hrt, dass sie aus ethnischen GrÃ¼nden dort nicht leben kÃ¶nnte. Ob dies aufgrund der aktuellen VerhÃ¤ltnisse zutrifft, und wie die Zukunft aussieht, muss offen bleiben. Offenbar hat die Ehefrau noch ein zweites Kind, sei es aus der frÃ¼heren Ehe, sei es aus einer anderen Beziehung, und zieht sie auch aus diesem Grund einen Nachzug nicht in Betracht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach Art. 8 Abs. 1 EMRK begrÃ¼ndet die Garantie der Achtung des Familienlebens keinen Anspruch auf Aufenthalt im Ausland. Die Verhinderung des Familienlebens kann aber einer fremdenpolizeilichen Entfernungsmassnahme entgegenstehen. Voraussetzung ist, dass eine gefestigte Familienbeziehung besteht und dass die bisher gelebte Familienbezie­­hung nur durch einen Aufenthalt im Land der Familie aufrecht erhalten werden kann. Dies ist dann nicht der Fall, wenn der von einer Entfernungsmassnahme betroffene Elternteil die Beziehung zu seinen FamilienangehÃ¶rigen - in der Regel den Kindern - nur in der Form von Besuchen gepflegt hat oder aufgrund eines Gerichtsurteils auf das Besuchsrecht be­schrÃ¤nkt ist. Dieser Sachverhalt setzt voraus, dass dem verbleibenden Elternteil und den Kin­­dern der Nachzug ins Ausland nicht zugemutet werden kann. Ebenfalls wird vorausgesetzt, dass der von einer Ausweisungsmassnahme betroffene Elternteil den Tatbestand gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 2 EMRK nicht erfÃ¼llt. Im Vordergrund steht dabei die GefÃ¤hrdung der <br/> Ã¶f­­fentlichen Ruhe und Ordnung, Gesundheit und Moral und die Verhinderung von strafbaren Handlungen (vgl. Mark Villiger, Handbuch der EMRK, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 24 Rz. 576 ff.; auch zum Folgenden). Der EuropÃ¤ische Gerichtshof hat unter anderem folgende Kriterien berÃ¼cksichtigt, bei deren Vorliegen ein Familienleben praktisch verunmÃ¶glicht wird und eine Aus- oder Wegweisung trotzdem gerechtfertigt war: Das freiwillige Verlassen der Heimat durch die von der Ausweisung betroffene Person; der Umstand, dass die Ehe­­leute bei ihrer Heirat wussten, dass der gemeinsame Aufenthalt als Familie nicht gesichert sein werde; eine verschlechterte Beziehung des Ehemanns zur Ehefrau und dessen ver­­mindertes Interesse am Kind. Umgekehrt stellte der Gerichtshof fest, dass Art. 8 Abs. 1 EMRK verletzt sei, wenn einer Mutter mit Kleinkindern der Nachzug objektiv nicht zumut­­bar ist; wenn der auszuweisende Ehemann keinerlei Beziehung zu seiner Heimat unterhÃ¤lt und wegen einer Behinderung auf die Beziehung zu seinen FamilienangehÃ¶rigen ange­wie­sen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In einem jÃ¼ngeren Urteil vom 2. August 2001 in Sachen E gegen die Schweiz (ECHR-Nr. 54273/00) wurde eine Verletzung von Art. 8 EMRK festgestellt. Der betroffene (kinderlose) Ehemann algerischer NationalitÃ¤t war 1992 in die Schweiz eingereist, hatte 1993 eine Schweizerin geheiratet, wurde wegen eines RaubÃ¼berfalls im Jahr 1994 zu zwei Jahren GefÃ¤ngnis verurteilt und verbrachte FrÃ¼hjahr 1998 bis zur vorzeitig bedingten Entlas­­sung im August 1999 im Strafvollzug. Der EuropÃ¤ische Gerichtshof fÃ¼r Menschenrechte erwog, dass der Betroffene die Straftaten im Jahr 1994 begangen hatte und sich seither unta­­delig verhalten habe. Bis zu seinem Strafantritt und nach der Entlassung sei er erwerbstÃ¤tig gewesen und habe sich auch im Strafvollzug gut gehalten. Die Verweigerung der Aufent­­haltsbewilligung kÃ¶nne als notwendige Massnahme fÃ¼r die GewÃ¤hrleistung der Ã¶ffentlichen Ruhe und Ordnung anerkannt werden. Indessen mÃ¼sse zusÃ¤tzlich geprÃ¼ft werden, ob die Massnahme in einer demokratischen Gesellschaft notwendig sei. Dies bedinge eine Ab­wÃ¤gung aller konkreten UmstÃ¤nde: AbzuwÃ¤gen sind insbesondere die der seit dem Verbrechen vergangenen Zeit, die BewÃ¤hrung der betroffenen Person in dieser Zeit, die Nationali­tÃ¤ten der betroffenen Personen, die Dauer der Ehe, der Umstand, ob der Ehepartner von den GesetzesverstÃ¶ssen Kenntnis gehabt habe, als er eine familiÃ¤re Bindung einging sowie die Schwierigkeiten fÃ¼r die Ehegattin, in der Heimat des Gatten zu leben. Auch wenn der Gerichtshof gewisse Bedenken, der Betroffene stelle eine GefÃ¤hrdung fÃ¼r die Ã¶ffentliche Ord­nung und Sicherheit dar, nicht in Ab­rede stellte, befand er, dieses Risiko vermÃ¶ge den Umstand nicht aufzuwiegen, dass mit der Massnahme faktisch das Eheleben zerstÃ¶rt werde, weil der Ehefrau der Nachzug nach Al­gerien nicht zugemutet werden kÃ¶nne. In AbwÃ¤gung des Umstands, dass der Ehemann nur als beschrÃ¤nkte Gefahr fÃ¼r die Ã¶ffentliche Ordnung ("a comparatively limited danger to public order") bezeichnet werden kÃ¶nne, erweise sich der Eingriff der FremdenpolizeibehÃ¶rde als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In Anwendung der genannten Kriterien auf den vorliegenden Fall ergibt sich, dass der als Jugendlicher eingereiste BeschwerdefÃ¼hrer trotz einer Berufsausbildung im Erwerbs­­­­­­leben nicht Fuss zu fassen vermochte. Bereits nach vier Jahren Aufenthalt machte er sich des Raubs schuldig. In zwei Strafverfahren wurde er zu einer bedingten Freiheitsstrafe ver­urteilt. Die dem bedingten Strafvollzug innewohnende Verwarnung zeitigte keinerlei Kon­­­sequenzen, indem er in der Probezeit massiv und in gewalttÃ¤tiger Weise erneut gegen das Gesetz verstiess. Das Strafmass erreicht annÃ¤hernd das Doppelte desjenigen im angefÃ¼hr­­ten Urteil des Gerichtshofs fÃ¼r Menschenrechte. Ob er vor der Deliktsreihe im Kanton X. eigens von der Fremdenpolizei des Kantons ZÃ¼rich (Migrationsamt) verwarnt worden war, was er in Abrede stellt, spielt dabei keine Rolle. Denn eine Androhung oder Verwarnung ist nicht gesetzliche Voraussetzung fÃ¼r die Massnahme und Ã¼berdies war der Beschwer­­­defÃ¼hrer durch zwei bedingte Freiheitsstrafen mit aller Deutlichkeit gewarnt. Er hei­ra­tete erst nach der vorzeitigen Entlassung aus dem Strafvollzug. Er selbst und seine Ehefrau wussten, dass ihnen - im Zeitpunkt der Heirat wie auch der Zeugung der Tochter - ein ge­meinsames Familienleben aufgrund der Verurteilung in der Schweiz nicht werde sicher sein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es ergibt sich, dass nahezu alle UmstÃ¤nde anders liegen als im zitierten Gerichtsent­scheid und Zweifel daran, dass die privaten Interessen diejenigen der Ã¶ffentlichen Sicher­heit Ã¼berwÃ¶gen, nicht auszumachen sind. Angesichts der UmstÃ¤nde und insbesondere des mas­siven Verschuldens kann beim BeschwerdefÃ¼hrer nicht von einem Grenzfall gespro­chen werden. Daran vermag auch nichts zu Ã¤ndern, dass - im Gegensatz zum angefÃ¼hr­ten Gerichtsentscheid - das Schicksal der nun dreijÃ¤hrigen Tochter mitabzuwÃ¤gen ist. Der Regie­rungsrat hat sein Ermessen pflichtgemÃ¤ss angewendet und keinen unverhÃ¤ltnismÃ¤s­si­gen Entscheid getroffen. Ob dabei das KindesverhÃ¤ltnis tatsÃ¤chlich zum BeschwerdefÃ¼hrer </span></p> <p class="Einzug1"><span>be­­steht, was offen gelassen wurde, und wie es sich mit der UnmÃ¶glichkeit des Nachzugs der Ehefrau in die Heimat des BeschwerdefÃ¼hrers verhÃ¤lt, braucht nicht abgeklÃ¤rt zu werden. Der angefochtene Entscheid erweist sich als rechtmÃ¤ssig, was zur Abweisung der Beschwer­de fÃ¼hrt. FÃ¼r die EventualantrÃ¤ge ist bei einem rechtmÃ¤ssigen Entscheid kein Raum; </span></p> <p class="Einzug1"><span>we­der die - erneute - Verwarnung des BeschwerdefÃ¼hrers noch die Befragung der Ehefrau ver­mÃ¶gen am massgeblichen Sachverhalt etwas zu Ã¤ndern noch besteht ein Anspruch auf diese Vorkehrungen. Indem Art. 11 Abs. 1 ANAG die Dauer der Ausweisung mit zwei Jah­­ren bis unbefristet vorsieht, bewegt sich die getroffene Anordnung im Rahmen des Ermes­sens.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>