<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>AK.2016.00021</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Gerichtsschreiber Sonderegger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 31. Oktober 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Isler</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">epartners Rechtsanwälte AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Hardturmstrasse 11, 8005 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">weitere Verfahrensbeteiligte:</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beigeladener</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Z.___ AG mit Sitz in Zürich war der Sozialversicherungsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stalt des Kantons Zürich als beitragspflichtige Arbeitge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berin angeschlossen und rechnete mit ihr die paritätischen und FAK-Beiträge ab (Urk. 7/384). Mit Urteil vom 9. Juli 2013 eröffnete der Konkursrichter des Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zirksgerichts Uster über die Gesellschaft den Konkurs. Am 29. Januar 2015 wurde das Konkursverfahren geschlossen und die Gesellschaft von Amtes we</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen gelöscht (Urk. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 10. August 2015 (Urk. 7/377) verpflichtete die Ausgleichs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kasse X.___, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ehemaliger </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(einzelzeichnungsberechtigter [ab März 2012]) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Verwaltungsrat und Geschäftsführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bzw. Delegierter des Verwaltungsrates </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Konkursitin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 3/6, 11), zur Zahlung von Schadenersatz in der Höhe von Fr. 277‘652.05. Die dagegen erhobene Einsprache (Urk. 7/382, 7/388) hiess die Ausgleichskasse mit Entscheid vom 21. April 2016 teilweise gut und reduzierte die geforderte Schadenersatzsumme auf Fr. 259‘038.65 (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen liess X.___ mit Eingabe vom 20. Mai 2016 Beschwerde erheben und die ersatzlose Aufhebung des angefochtenen Entscheids beantragen (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 27. Juni 2016 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Mit Verfügung vom 12. September 2016 wurde Y.___ zum Verfahren beigeladen. Er verzichtete auf eine Stellungnahme (Urk. 9, 10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im angefochtenen Entscheid werden die Grundlagen der Arbeitgeberhaftung (Art. 52 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung, AHVG; Art. 14 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung, AHVV) und die hiezu ergangene Rechtsprechung, insbesondere betreffend die subsidiäre Haftung der Organe ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nes Arbeitgebers (BGE 129 V 11, 126 V 237, 123 V 12 E. 5b, je mit Hinweisen), den zu ersetzenden Schaden (BGE 126 V 443 E. 3a, 123 V 12 E. 5b S. 15, je mit Hinweisen), die erforderliche Widerrechtlichkeit (BGE 118 V 193 E. 2a mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisen), die Voraussetzung des qualifizierten Verschuldens (BGE 108 V 186 E. 1b, ZAK 1992 S. 248 E. 4b, 1985 S. 620 E. 3b, je mit Hinweisen) sowie den verlangten adäquaten Kausalzusammenhang zutreffend dargelegt (BGE 125 V 461 E. 5a, 119 V 406 E. 4a; AHI 1996 S. 292 E. 4, je mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ausgleichskasse hat im angefochtenen Einspracheentscheid die Schadener-satzforderung gegen den Beschwerdeführer auf Fr. 259‘038.65 reduziert. Diese Forderung hat sie in hinreichender Weise substantiiert und belegt (vgl. dazu Urk. 7/384). Der Beschwerdeführer trat per 27. Februar 2012 in den Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsrat ein, per 21. Mai 2013 demissionierte er (Urk. 1 S. 3). Die Schadener</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">satzforderung bezieht sich auf nicht bezahlte Beiträge vom 7. März 2012 bis 21. März 2013 (Urk. 7/384, vgl. auch Urk. 2 S. 4). In masslicher Hinsicht wurden sie vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten (Urk. 1). In Hinblick auf seine Ausführungen (Urk. 1 S. 8) ist anzufügen, dass ein Verwaltungsratsmit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">glied mit der Mandatsübernahme grundsätzlich in die Verantwortung sowohl für laufende als auch für die verfallenen, von der Gesellschaft in früheren Jah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren und Monaten schuldig gebliebenen Beiträge eintritt (BGE 119 V 407).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Weiteren ergibt sich aus den Akten und ist unbestritten, dass die konkursite Firma ihrer Beitragspflicht in erheblichem Umfang (Fr. 277‘652.05, vgl. Urk. 7/384) nicht nachgekommen ist, wovon vorliegend Fr. 259‘038.65 relevant sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen bleibt, inwieweit diese Missachtung öffentlichrechtlicher Arbeitgeber-pflichten dem Beschwerdeführer anzurechnen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span id="AK114"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die wesentliche Voraussetzung für die Schadenersatzpflicht besteht nach dem Wortlaut des Art. 52 AHVG darin, dass der Arbeitgeber absichtlich oder grob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahrlässig Vorschriften verletzt hat und dass durch diese Missachtung ein Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den verursacht worden ist (BGE 108 V 183 E. 1a). Absicht beziehungsweise Vorsatz und Fahrlässigkeit sind verschiedene Formen des Verschuldens. Art. 52 AHVG statuiert demnach eine Verschuldenshaftung, und zwar handelt es sich um eine Verschuldenshaftung aus öffentlichem Recht. Die Schadenersatzpflicht ist im konkreten Fall nur dann begründet, wenn nicht Umstände gegeben sind, welche das fehlerhafte Verhalten des Arbeitgebers als gerechtfertigt erscheinen lassen oder sein Verschulden im Sinne von Absicht oder grober Fahrlässigkeit ausschliessen. In diesem Sinne ist es denkbar, dass ein Arbeitgeber zwar in vorsätzlicher Missachtung der AHV-Vorschriften der Ausgleichskasse einen Schaden zufügt, aber trotzdem nicht schadenersatzpflichtig wird, wenn beson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dere Umstände die Nichtbefolgung der einschlägigen Vorschriften als erlaubt oder nicht schuldhaft erscheinen lassen (BGE 108 V 183 E. 1b; ZAK 1985 S. 576 E. 2 und S. 619 E. 3a).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.1</span><span> </span><span id="AK117"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Grobe Fahrlässigkeit liegt praxisgemäss vor, wenn ein Arbeitgeber das ausser Acht lässt, was jedem verständigen Menschen in gleicher Lage und unter glei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen. Das Mass der zu ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">langenden Sorgfalt ist abzustufen entsprechend der Sorgfaltspflicht, die in den kaufmännischen Belangen jener Arbeitgeberkategorie, welcher die betreffende Person angehört, üblicherweise erwartet werden kann und muss. Dabei sind an die Sorgfaltspflicht einer Aktiengesellschaft hinsichtlich der Einhaltung gesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">licher Vorschriften grundsätzlich strenge Anforderungen zu stellen. Ähnlich ist zu differenzieren, wenn es darum geht, die subsidiäre Haftung der Organe eines Arbeitgebers zu ermitteln (BGE 108 V 199 E. 3a S. 202; ZAK 1985 S. 51 E. 2a, 620 E. 3b; vgl. BGE 132 III 523 E. 4.6 S. 529).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.2</span><span> </span><span id="AK119"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nicht jedes einem Unternehmen als solchem anzulastende Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schulden muss auch ein solches seiner sämtlichen Organe sein. Vielmehr hat man abzuwägen, ob und inwieweit eine Handlung der Firma einem bestimmten Organ im Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">blick auf dessen rechtliche und faktische Stellung innerhalb des Unternehmens zuzurechnen ist. Ob ein Organ schuldhaft gehandelt hat, hängt demnach ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheidend von der Verantwortung und den Kompetenzen ab, die ihm von der juristischen Person übertragen wurden (BGE 108 V 199 E. 3a S. 202; ZAK 1985 S. 620 E. 3b; vgl. BGE 132 III 523 E. 4.5 S. 528). Gehören dem Verwaltungsrat mehrere Personen an, so ist für jede von ihnen einzeln zu prüfen, ob sie am Schaden der Ausgleichskasse ein Verschulden trifft. Obliegt die Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schäftsfüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung einem Mitglied des Verwaltungsrats, so han</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deln weitere Mitglieder schuldhaft, wenn sie die nach den Umständen gebotene Aufsicht nicht ausüben. Setzt sich der Verwaltungsrat aus nur zwei Mitgliedern zusammen, so beurteilen sich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> insbesondere, wenn sie lediglich kollektiv unterschriftsberechtigt sind, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Anforderungen an die gegenseitige Kontrolle nach einem strengen Massstab (in BGE 119 V 86 nicht publizierte E. 2c des Urteils des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts H 94/91 vom 4. März 1993, nicht veröffentliche Urteile H 171/87 vom 7. Dezember 1987 und H 25/87 vom 4. August 1987).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer brachte zu seiner Entlastung im Wesentlichen vor, er habe die Funktion eines Delegierten des Verwaltungsrats und eines Geschäfts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führers inne gehabt. Für die Geschäftsführung sei er nur zu einem Teil verant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wortlich gewesen. Er habe lediglich den operativen Teil des Geschäfts geführt. Neben ihm sei Y.___, Verwaltungsratspräsident, mit Geschäfts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führungsaufgaben betreut gewesen. Die administrativen Geschäftsbereiche, in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klusive Finanzen, seien direkt Y.___ unterstellt gewesen (Urk. 1 S. 3). Als er, der Beschwerdeführer, seine Stelle und sein Amt als Verwaltungsrat im Februar 2012 angetreten habe, habe die Gesellschaft eine gesunde Finanz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lage ausgewiesen. In Anbetracht der ihm präsentierten Geschäftszahlen sei er der berechtigten Auffassung gewesen, dass die Gesellschaft stets über gesunde Finanzen verfügt habe. Die ausstehenden Verbindlichkeiten gegenüber der Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleichskasse seien für ihn nicht erkennbar gewesen (Urk. 1 S. 6). Zumindest während des Geschäftsjahres 2012 habe er keine Veranlassung gehabt, an den Überweisungen der Sozialversicherungsbeiträge zu zweifeln. Erst als er gemerkt habe, dass die ihm präsentierten Geschäftszahlen nicht der Realität entsprochen hätten, habe er auf einen tieferen und detaillierten Einblick in die Kreditoren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bestände bestanden, welcher ihm Ende März 2013 gewährt worden sei (Urk. 1 S. 7). Spätestens ab diesem Zeitpunkt sei er seiner Oberaufsicht als Verwaltungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ratsmitglied vollumfänglich nachgekommen (Urk. 1 S. 9). Dass er dann nicht umgehend die Bezahlung der Beiträge veranlasst habe, liege daran, dass nicht genügend Liquidität vorhanden gewesen sei. Er habe sich um die Suche nach neuen Investoren bemüht. Die Rettung sei plausibel und zum Greifen nahe ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wesen (Urk. 1 S. 7 und 14). Aber auch für die Zeit vor April 2013 könne ihm keine Grobfahrlässigkeit vorgeworfen werden. Denn er habe nicht um die deso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">late Finanzlage gewusst und sei in Hinblick auf die Finanzen auch nicht ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schäftsführendes Verwaltungsmitglied gewesen, weshalb auch ein weniger strenger Sorgfaltsmassstab anzulegen sei (Urk. 1 S. 10 f.). Von November 2012 bis und mit März 2013 sei er krank gewesen. Während 105 Tagen sei er arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unfähig gewesen, davon 88 Tage zu 100 %. Sein Leiden sei derart gravierend gewesen, dass er der anspruchsvollen Tätigkeit als Geschäftsführer und Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">waltungsrat während der Krankheit nicht habe nachkommen können. Für den besagten Zeitraum könne ihm schon alleine deshalb kein Verschulden angelas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tet werden (Urk. 1 S. 12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorweg ist festzuhalten, dass im vorliegenden Prozess nicht zu untersuchen ist, ob der Konkurs der Z.___ AG allenfalls hätte vermieden wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den können oder ob am vorliegenden Verfahren nicht beteiligten Drittpersonen diesbezüglich irgendein Schuldvorwurf gemacht werden könnte. Insbesondere ist die Auseinandersetzung zwischen dem Beschwerdeführer und dem Beigela</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">denen nicht Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens (vgl. Bundesgerichtsurteil 9C_89/2009 vom 8. Februar 2010). Vielmehr ist einzig zu entscheiden, ob die Z.___ AG die ihr als Arbeitgeberin obliegenden Pflichten ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">letzt hat und ob gegebenenfalls ein qualifiziertes Verschulden des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führers zu bejahen ist. Gegebenenfalls haftet der Beschwerdeführer für den ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">getretenen Schaden im Umfang von Fr. 255‘038.65 solidarisch mit dem ins Recht gefassten Beigeladenen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer war vom 27. Februar bis 26. März 2012 kollektivzeich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nungsberechtigter, danach einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsrat der Z.___ AG, einem kleineren Unternehmen mit einfacher Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">waltungsstruktur und ca. 35 Angestellten (Urk. 7/155, 7/239). Der Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsrat bestand aus ihm und Y.___ (Urk. 11, vgl. auch Urk. 3/5). Bei derart leicht überschaubaren Verhältnissen muss von jedem Mitglied des Verwaltungsrates einer Aktiengesellschaft verlangt werden, dass es den Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">blick über alle wesentlichen Belange des Unternehmens hat. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei einfachen und überschaubaren Verhältnissen werden praxisgemäss erhöhte Anforderungen an Kenntnis und Erledigung von Abrechnungs- und Zahlungs-verkehr mit der Ausgleichskasse gestellt. Gemäss Art. 716 Abs. 2 des Obligatio-nenrechts (OR) führt der Verwaltungsrat die Geschäfte der Gesellschaft, soweit er die Geschäftsführung nicht übertragen hat. Art. 716a Abs. 1 OR enthält so-dann einen Katalog unübertragbarer und unentziehbarer Aufgaben. So obliegt dem Verwaltungsrat insbesondere die Oberleitung der Gesellschaft und die Er-teilung der nötigen Weisungen (Ziffer 1), die Ausgestaltung des Rechnungswe-sens, der Finanzkontrolle sowie der Finanzplanung (Ziffer 3) und die Oberauf-sicht über die mit der Geschäftsführung betrauten Personen, namentlich im Hinblick auf die Befolgung der Gesetze, Statuten, Reglemente und Weisungen (Ziffer 5). Der Verwaltungsrat einer Aktiengesellschaft hat die mit der Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schäftsführung beauftragten Personen zu überwachen und sich regelmässig über den Geschäftsgang unterrichten zu lassen. Das Gesetz verbietet zwar nicht die Vornahme einer bestimmten Arbeits- und Kompetenzaufteilung, doch die Überwachungs- und Kontrollpflichten verbleiben auch dann beim (Gesamt)-Verwaltungsrat. Deshalb hat sich jedes Mitglied des Verwaltungsrats bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hungsweise der einzige Verwaltungsrat periodisch über den Geschäftsgang und die wichtigsten Geschäfte, die nicht zu seinem primären Aufgabenbereich ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hören, zu orientieren, Rapporte zu verlangen, diese sorgfältig zu studieren und nötigenfalls ergänzende Auskünfte einzuholen, Irrtümer abzuklären und bei Unregelmässigkeiten einzugreifen (BGE 114 V 219 E. 4a). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss dem eingereichten Organigramm (Urk. 3/6) war der Beschwerdeführer (einziger) Geschäftsführer der Konkursitin. Dies legt nahe, dass er um die finan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ziellen Belange Bescheid wusste respektive für diese verantwortlich war (vgl. auch das Protokoll der GL-Sitzung vom 24. April 2012, Urk. 7/390). Selbst wenn dem nicht so war, mag ihn das nicht zu entlasten. Als Verwaltungsrat oblagen ihm im Rahmen der Oberaufsicht die genannten gesetzlichen Überwa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chungs- und Kontrollpflichten. Es wäre deshalb seine Pflicht gewesen, effektiv zu kontrollieren, ob die Z.___ AG die geschuldeten Sozialversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungsbeiträge bezahlt hatte. Daran ändert nichts, dass die ihm unterbreiteten Geschäftszahlen ein positives Bild zeichneten (Urk. 1 S. 6). Ein Nichtwissen um die desolate Finanzlage führt entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers rechtsprechungsgemäss nicht dazu, dass ein geringerer Sorgfaltsmassstab an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuwenden wäre. Denn dieser Umstand war auf sein eigenes Verhalten, also die Vernachlässigung der Überwachungs- und Kontrollpflichten, zurückzuführen, was als Grobfahrlässigkeit zu taxieren ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Einsprache hatte der Beschwerdeführer noch geltend gemacht, ihm sei der Zugang zu Informationen, welche ihm die Ausübung seiner Funktion er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">möglicht hätte, verwehrt worden (Urk. 7/382/2, 7/388/2). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wird dem nicht ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schäftsführenden Verwaltungsra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">t der Einblick in die Geschäfts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bücher verwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gert, hat er auf seinem Auskunftsrecht zu beharren und konkrete Massnahmen zu dessen Durchsetzung zu treffen. Kann er sich nicht durchsetzen, hat er um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehend zu demissionieren, um keine Haftungsfolgen zu gewärtigen (Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richtsurteil 9C_933/13 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">April 2014 E. 3.2, Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts H 149/02 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Oktober 2002 E. 3.4). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Letztlich wurde dem Beschwerdeführer, wie er in der Beschwerde ausführte, Ende März 2013 Einblick in die Kreditorenbestände gewährt, nachdem er darauf bestanden hatte (Urk. 1 S. 7). Indessen hätte er von Anfang an auf die Durchsetzung seiner Rechte pochen oder ansonsten demissionieren müssen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie erwähnt kam der Beschwerdeführer seinen Pflichten als Verwaltungsrat nur unzureichend nach. Er kann sich daher auch nicht mit dem Argument entlasten, nachdem er sich der effektiven finanziellen Situation gewahr worden sei, habe er im April 2013 die Bezahlung der Beiträge veranlassen wollen, was aber auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grund der fehlenden Liquidität nicht möglich gewesen sei (Urk. 1 S. 14). Die al</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lenfalls bestandene Illiquidität im April 2013 war für die Nichtbezahlung der AHV-Beiträge nicht mehr entscheidend, nachdem Beiträge seit April 2012 aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehend waren und wiederholt gemahnt werden mussten (Urk. 6/168-170, 6/174-178, 6/182, 6/187, 6/196, 6/198, 6/204-208, 6/211, 6/384). Aus den Ak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten ist sodann ersichtlich, dass den Lohnzahlungen Priorität vor den Beitrags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zahlungen eingeräumt wurden (Urk. 7/344/7). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ein Betrieb darf praxis-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und rechtsprechungsgemäss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jedoch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nur so viel Lohn auszahlen, als auch die darauf entfallenden Sozialversicherungsbeiträge noch gedeckt sind (siehe etwa Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">desgerichtsurteile 9C_311/2015 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juli 2015 E. 4.2.2 mit Hinweis, H 90/00 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2001 E. 4d mit Hinweis auf SVR 1995 AHV Nr. 70)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, was bei der Konkursitin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerade </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht der Fall war. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auch aus der geltend gemachten bevorstehenden Rettung der Z.___ AG vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten abzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leiten (Urk. 1 S. 7 und 14). N</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ach der Rechtsprechung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> kann</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Nichtbezahlung von Sozialversicherungsbeiträgen entschuldbar sein, wenn bei ungenügender Liquidität eine Arbeitgeberin zunächst für das Überleben des Unternehmens wesentliche andere Forderungen (insbesondere solche der Arbeitnehmer und Lieferanten) befriedigt, sofern sie auf Grund der objektiven Umstände und einer seriösen Beurteilung der Lage annehmen darf, sie werde die geschuldeten Bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">träge innert nützlicher Frist nachzahlen können (BGE 108 V 183 E. 2 S. 188, bestätigt in BGE 121 V 243; 132 III 523 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 4.6; ZAK 1992 S. 248 E. 4b).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Eine kurze Dauer bzw. "nützliche Frist" in diesem Sinne ist z.B. überschritten, wenn die Beitragszahlungspflicht über ein Jahr lang verletzt wird (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bundesgerichtsur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teil 9C_330/2010 vom 18. Januar 2011 E. 3.4), was vorliegend der Fall war. Ebenfalls ist - als weitere Voraussetzung - kein konkretes Sanierungskonzept dargetan.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer war vom 24. November bis 19. Dezember 2012 zu 100 %, vom 19. Dezember 2012 bis 4. Januar zu 50 % und ab 31. Januar bis 31. März 2013 zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben (Urk. 3/11). Wird ein Organ insbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sondere aus gesundheitlichen Gründen plötzlich vollständig handlungsunfähig, ist davon auszugehen, dass in diesem Zeitpunkt die Möglichkeit aufhört, den Geschäftsgang massgeblich zu beeinflussen und folglich auch die Organstellung (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts H 263/02 vom 6. Februar 2003 E. 3.3; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Marco Reichmuth, Die Haftung des Arbeitgebers und seiner Organe n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ach Art. 52 AHVG, 2008, S. 61 und 65). Vorliegend erweisen sich die attes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tierten Arbeitsunfähigkeiten nicht als kausal für die ausbleibende Bezahlung der Sozialversicherungsbeiträge respektive die Pflichtverletzungen des Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführers. Nach der ersten Arbeitsunfähigkeit von 100 % im Dezember 2012 - offenbar wegen einer Hospitalisation aufgrund starker Rückenschmerzen (Urk. 3/10) - war der Beschwerdeführer bis 4. Januar 2013 zunächst zu 50 % und danach bis 30. Januar 2013 voll arbeitsfähig. In dieser Zeit hätte er ohne Weiteres auch nachträglich die Begleichung der Sozialversicherungsbeiträge veranlassen können. Gleiches gilt in Hinblick auf die Arbeitsunfähigkeit vom 31. Januar bis 31. März 2013. Auch nach der Wiedererlangung der vollen Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsfähigkeit ab April 2013 war er nicht für die Bezahlung der Sozialversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungsbeiträge besorgt. Die ärztliche Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit vom 31. Januar bis 31. März 2013 erfolgte offenbar aus psychischen Gründen. Dazu ist den Akten zu entnehmen, der Beschwerdeführer leide an Konzentrati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">onsstörungen, erhöhtem Antrieb jedoch mit mangelnder Effizienz; zwangshafte Verhaltensweisen und sozialer Rückzug beeinträchtigten die Leistungsfähigkeit (Urk. 3/12 Ziff. 7). Ob bei diesem Beschwerdebild eine vollständige Handlungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit als Verwaltungsrat angenommen werden kann, erscheint äusserst zweifelhaft. Die Frage kann jedoch nach dem Gesagten offen bleiben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schliesslich setzt die Schadenersatzpflicht des Arbeitgebers nach Art. 52 Abs. 1 AHVG voraus, dass zwischen der absichtlichen oder – wie hier -grobfahrlässi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen Missachtung von Vorschriften und dem eingetretenen Schaden ein adä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">quater Kausalzusammenhang gegeben ist (BGE 119 V 401 E. 4a mit Hinweisen auf die Lehre, 103 V 120 E. 4). Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 119 V 401 E. 4a mit Hinweisen; vgl. auch BGE 122 V 189 sowie 119 Ib 334 E. 3c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter den gegebenen Umständen ist das Verhalten beziehungsweise die Passivi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tät des Beschwerdeführers ohne Weiteres adäquat kausal für den eingetretenen Schaden. Es ist davon auszugehen, dass ein pflichtgemässes Verhalten den Schaden verhindert hätte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Christoph Isler</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Da der Streitwert Fr. 30'000.-- übersteigt, kann gegen diesen Entscheid innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff., insbesondere Art. 85, in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSonderegger</p><p></p></div> </div></body></html>