<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">[AZA 0] </div> <div class="para">I 73/02 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Borella, Bundesrichter Lustenberger und Kernen; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Grunder </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 3. Juni 2002 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">S.________, 1996, Beschwerdeführer, vertreten durch seine Mutter, und diese vertreten durch das Beratungszentrum X.________, </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">IV-Stelle Luzern, Landenbergstrasse 35, 6005 Luzern, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Luzern </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 28. Juni 2001 sprach die IV-Stelle Luzern dem 1996 geborenen S.________ mit Wirkung ab 1. Februar 2000 Pflegebeiträge für Hilflosigkeit leichten Grades und ab 1. Mai 2000 für Hilflosigkeit mittleren Grades zu. </div> <div class="para">Die hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Urteil vom 18. Dezember 2001 ab. </div> <div class="para">S.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen mit dem Begehren, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und der Verfügung der IV-Stelle seien ihm die Pflegebeiträge rückwirkend ab März 1998 zuzusprechen. </div> <div class="para">Während die IV-Stelle auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt für Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Die Vorinstanz hat die massgeblichen Bestimmungen über das Erlöschen des Anspruchs auf Nachzahlung von Leistungen der Invalidenversicherung sowie die Nachzahlung im Falle verspäteter Anmeldung des Versicherten (<span class="artref"><artref id="CH/831.20/48/2" type="start"></artref><artref id="CH/831.20/48/1" type="start"></artref>Art. 48 Abs. 1 und 2 IVG</span><artref id="CH/831.20/48/2" type="end"></artref><artref id="CH/831.20/2" type="end"></artref>) zutreffend dargelegt, worauf verwiesen wird. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Aufgrund der medizinischen Unterlagen ist erstellt, dass der Beschwerdeführer seit März 1998 in leichtem Grad hilflos ist. Streitig und zu prüfen ist, ab welchem Zeitpunkt ihm die Pflegebeiträge auszurichten sind. </div> <div class="para">Das kantonale Gericht hat aufgrund des Datums der Anmeldung (8. Februar 2001) richtig erkannt, dass eine Nachzahlung der Pflegebeiträge gemäss <span class="artref">Art. 48 Abs. 1 IVG</span> nur für die Zeit ab 1. Februar 2000 in Betracht fällt. Die Voraussetzungen für eine weitergehende Nachzahlung im Sinne von <span class="artref">Art. 48 Abs. 2 IVG</span> sind nicht erfüllt, da die Mutter des Beschwerdeführers den anspruchsbegründenden Sachverhalt kannte und Gründe, sich nicht rechtzeitig zum Bezug eines Pflegebeitrags anzumelden, nicht vorliegen. </div> <div class="para">Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde macht der Beschwerdeführer, wie bereits im kantonalen Verfahren, erneut geltend, der Zeitpunkt, wann ein Kleinkind besonderer Betreuung bedarf, sei für die Eltern, insbesondere die Mutter, nicht ohne weiteres erkennbar gewesen, da die Behinderung verdrängt und nur schwer akzeptiert werde. Darüber hinaus sei bei einem Kleinkind nur schwer erkennbar, ob es sich seinem Alter entsprechend entwickle. Die Einwendungen der Mutter des Beschwerdeführers sind durchaus verständlich, indessen wurden gemäss mehreren ärztlichen Berichten der Jahre 1996 bis 1998 die angeborenen Behinderungen bereits bei Geburt diagnostiziert und manifestierten sich in ihrer Tragweite spätestens Anfang des Jahres 1998. Die Invalidenversicherung hatte dementsprechend für verschiedene medizinische Untersuchungen und Therapien die Kosten getragen. </div> <div class="para">Spätestens in jenem Zeitpunkt, als der Beschwerdeführer zwei Jahre alt war und insbesondere die psychomotorische Entwicklungsverzögerung feststand, konnten die Eltern und insbesondere die Mutter des Beschwerdeführers nicht mehr davon ausgehen, dass der von ihr betriebene Pflegeaufwand demjenigen eines Kleinkindes ohne Behinderung entsprach. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erledigt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, der Ausgleichskasse Luzern und dem </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 3. Juni 2002 </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der III. Kammer: </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>