16. Dezember 1988 N 1973 Interpellation Brügger ser Schaden zugefügt und ein unheilvoller Wettbewerb zwi- schen Ländern mit unterschiedlich strengen Exportrestrik- tionen eröffnet. 1. Welche Schlussfolgerungen zieht der Bundesrat aus den Untersuchungen über den Waffenhandel in Schweden, Bel- gien, Oesterreich, Italien, Frankreich und anderen Ländern? 2. Was hält der Bundesrat von der Schlussfolgerung des Berichtes von MEP Glyn Ford an das Europäische Parla- ment, wonach zahlreiche Regierungen ihre eigenen Gesetz- gebungen über Kriegsmaterialexporte regelmässig brechen und in 95 Prozent der illegalen Waffenhandelstransfers involviert sind? Ist der Bundesrat bereit, den Vorschlag von Glyn Ford zu unterstützen, ein internationales Waffenhandelsregister zu führen und eine regelmässige Berichterstattung an das Stockholmer Internationale Friedensforschungsinstitut SIPRI aufzunehmen? 3. Ist der Bundesrat bereit, die im Namen der Europäischen Gemeinschaften an der dritten UN Sondersession über Abrüstung am 6. Juni 1988 von Hans Dietrich Genscher vorgetragene Anregung nach einem Waffenhandelsregister bei der Uno zu unterstützen und sich daran zu beteiligen? 4. Welche weiteren aussenpolitischen Initiativen ergreift der Bundesrat, damit die im Kriegsmaterialgesetz festgelegten Ziele der schweizerischen Waffenausfuhrpolitik nicht durch die eingangs genannten Entwicklungen unterlaufen werden und damit die Schweiz nicht weiterhin als internationale Drehscheibe gebraucht und missbraucht wird (z. B. im Rah- men des KSZE-Prozesses)? Texte de l'interpellation du 7 octobre 1988 Des enquêtes réalisées officiellement dans différents pays d'Europe montrent que le commerce de biens et de services de nature militaire s'est fortement internationalisé ces der- nières années, et qu'il échappe partiellement au contrôle de l'Etat. Les organes de contrôle doivent faire face tant à des armes à la limite de l'illégalité ou carrément illégales, par exemple sous la forme d'un commerce florissant de déclara- tions falsifiées de non-réexportation, qu'au contournement des restrictions nationales aux exportations d'armes, par le biais de la création de filiales et de la fabrication sous licence à l'étranger. Cette pratique nuit fortement aux prin- cipes que les pays d'exportation concernés se sont fixés en matière de politique étrangère, et il se crée une concurrence néfaste entre les pays, en fonction de la nature plus ou moins restrictive de leurs dispositions sur ce type d'exporta- tions. 1. Quelles conclusions le Conseil fédéral tire-t-il des enquêtes réalisées sur le commerce d'armes en Suède, en Belgique, en Autriche, en Italie, en France et dans d'autres pays? 2. Que pense le Conseil fédéral de la conclusion du rapport de Glyn Ford, député au Parlement européen, selon lequel de nombreux gouvernements violent régulièrement leurs propres législations sur l'exportation de matériel de guerre, et sont impliqués dans 95 pour cent des cas de transfert illégal de commerce d'armes? Le Conseil fédéral est-il prêt à soutenir la proposition de Glyn Ford tendant à ce que l'on crée un registre internatio- nal du commerce d'armes et que l'on présente régulière- ment un rapport sur le sujet à l'Institut de recherche sur la paix (SIPRI) de Stockholm? • 3. Le Conseil fédéral est-il disposé à soutenir l'a proposition que Dietrich Genscher a adressée, le 6 juin 1988, au nom des Communautés européennes, à la troisième session extraordinaire des Nations Unies sur le désarmement, qui tendait à la création d'un registre du commerce d'armes auprès des Nations Unies? Est-il prêt à y participer? 4. Quelles démarches le Conseil fédéral mène-t-il en outre sur le plan international afin d'éviter que les principes de la politique suisse en matière d'exportation d'armes ne soient violés en raison des pratiques décrites ci-dessus, et que la Suisse ne soit utilisée parfois abusivement, comme une plaque tournante du trafic d'armes international (par exem- ple dans le cadre du processus de la CSCE)? Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bär, Bäumlin Richard, Bäumlin Ursula, Béguelin, Bircher, Bodenmann, Brügger, Bundi, Carobbio, Danuser, Diener, Fankhauser, Fehr, Fetz, Hafner Ursula, Haller, Herczog, Hubacher, Leuen- berger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Leutenegger Ober- holzer, Longet, Maeder, Mauch Ursula, Meizoz, Neukomm, Ott, Pitteloud, Reimann Fritz, Seiler Rolf, Stappung, Stocker, Thür, Uchtenhagen, Zbinden Hans, Ziegler, Züger (38) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 28. November 1988 Rapport écrit du Conseil fédéral du 28 novembre 1988 1. Dem Bundesrat ist nicht bekannt, auf welche Untersu- chungen der Interpellant Bezug nimmt. Allgemeine Schluss- folgerungen bezüglich des Waffenhandels im Ausland sind daher schon aus diesem Grund nicht möglich. Die Schweiz verfügt mit dem Bundesgesetz über Kriegsmaterial aner- kanntermassen über eine der strengsten Regelungen der Waffenausfuhr. Verletzungen dieses Gesetzes werden kon- sequent verfolgt und geahndet. Ausserdem ist die Schweiz bereit, im Rahmen der Bundesgesetzgebung allen Ländern, die das verlangen, Rechtshilfe zu leisten. 2. Es steht dem Bundesrat nicht zu, über Angelegenheiten zu urteilen, welche die interne Rechtsordnung ausländi- scher Staaten betreffen. Da die Schweiz im Europäischen Parlament nicht vertreten ist, kann sie sich auch nicht zum Bericht Glyn Ford äussern. 3. Wenn das vom bundesdeutschen Aussenminister Hans- Dietrich Genscher vorgeschlagene Kontrollsystem von der Völkergemeinschaft unter der Aegide der Uno aufgenom- men und verwirklicht wird, könnte sich ihm auch die Schweiz anschliessen. 4. Es trifft nicht zu, dass die Schweiz eine Drehscheibe des internationalen Kriegsmaterialhandels sei. Die Schweiz ist bereit, jeden Vorstoss zu unterstützen, der eine Verminde- rung der internationalen Spannungen begünstigt. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates nicht befriedigt. Er beantragt Diskussion. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Dagegen offensichtliche Mehrheit Minderheit #ST# 88.718 Interpellation Brügger Starkstromleitung Verbois-Mühleberg Ligne à haute tension Verbois-Mühleberg Wortlaut der Interpellation vom 28. September 1988 Bei der Realisierung der Starkstromleitung Verbois-Mühle- berg stellen sich vor allem für den Abschnitt Yverdon-Gal- miz immer wieder neue Probleme. Gerade im Räume Murten sind mit der geplanten Linienführung massive Eingriffe in das Orts- und Landschaftsbild verbunden. In konstruktiver Art und Weise haben betroffene Gemeinden in Zusammenarbeit mit der EOS (Electricité Ouest Suisse) nach tragbaren Lösungen gesucht und auch vorgeschlagen. Zum Teil haben übergeordnete Instanzen und Verwaltungs- stellen positiv auf die sogenannte Variante «Murten» rea- giert. Die wenigen negativen Gutachten hiezu sollen aber dem Vernehmen nach bei der endgültigen Wahl zwischenInterpellation Brügger 1974 N 16 décembre 1988 der ursprünglichen Linienführung und der von der direkt betroffenen bevorzugten Variante «Murten» besonders gewichtet werden. Nicht nur bei der Detailplanung, aber ebenfalls auf der grundsätzlichen Ebene, stellen sich beim heutigen Stand der Dinge verschiedene Fragen. Vor allem deshalb, weil für den Bedürfnisnachweis einer solchen Stromtransportlei- tung seinerzeit scheinbar keine eigentliche Studie erstellt worden ist. Trotzdem hat aber der Bundesrat auf Vorschlag des Starkstrominspektorates mit einer Verfügung vom 22. Oktober 1985 das Bedürfnis als erwiesen erklärt. Aus den verschiedenen Beschwerdeverfahren, die im Zusammenhang mit dem Bau der umstrittenen Stromleitung geführt worden sind, gehen im Hinblick auf seriöse Prüfung des EOS-Bauvorhabens etliche Zweifel hervor. Alles deutet darauf hin, dass der für die Dimensionierung der Stark- stromleitung massgebliche 380-kV-Strang nicht der Versor- gung von Schweizer Regionen, sondern einzig dem Strom- transport dient, in dem beispielsweise französischer Nieder- tarif-Atomstrom im geplanten Werk Grimsel-West veredelt werden könnte. Letzteres soll ja ein eigentliches Pumpspei- cherwerk werden. Eine solche Tätigkeit entspräche wohl kaum dem Leistungsauftrag der Schweizer Ueberland- werke, da bereits heute etwa 25 Prozent unserer Inlandpro- dukte exportiert werden. Ein Transit- und Pumpspeicherge- schäft dürfte dann aber keinesfalls auf Kosten unserer natür- lichen und baulichen Umwelt geschehen. Ich erlaube mir, im Zusammenhang mit diesem umstrittenen EOS-Bauwerk folgende Fragen an den Bundesrat zu richten: LWäre der Bundesrat in grundsätzlicher Hinsicht bereit, den 1985 bejahten Bedürfnisnachweis aufgrund der neuen Energiesituation (Verbois wird aufgrund der neuen Genfer Verfassung nicht realisierbar) neu zu überdenken und mit einer bis auf den heutigen Tag ausstehenden eigentlichen Bedarfsstudie zu begründen? 2. In welchem Umfang gedenkt der Bundesrat - sollte der Bedarf dieses Stromtransportes erneut als erwiesen gelten - die berechtigten Einsprachen der betroffenen Gemeinden in der Region Murten zu berücksichtigen? Wäre allenfalls eine heute technisch realisierbare Verkabelung ins Auge zu fassen? 3. Wenn EOS und Starkstrominspektorat auf ihrer Position einer offenen Ueberlandleitung beharren, welche Anliegen sollen dann berücksichtigt werden: - diejenigen des Forstamtes, die eine Starkstromleitung über Waldgebiete als zu schädlich für den Wald ablehnen (Stellungnahme des BFL vom 26.4.88), oder diejenigen - des Bundesamtes für Raumplanung (Stellungnahme vom 26.4.88), welche vor allem die Interessen des Landschafts- schutzes wahrnehmen? Texte de l'interpellation du 28 septembre 1988 L'installation de la ligne à haute tension Verbois-Mühleberg pose sans cesse de nouveaux problèmes, surtout sur le tronçon Yverdon-Galmiz. Dans le cas de Morat, en particu- lier, la ligne, telle qu'elle figure dans le projet, risque de défigurer considérablement le paysage et l'aspect de la cité. Les communes concernées se sont efforcées, en collabora- tion avec l'EOS (Electricité Ouest Suisse), de trouver des solutions de rechange acceptables. La variante «Morat» a reçu un accueil favorable d'une grande partie des organes et des administrations supérieurs. Il semble, cependant, que les quelques avis négatifs seront déterminants lors du choix définitif entre le projet originel et la variante «Morat» que lui préfèrent les communes directement concernées. En l'état actuel des choses, plusieurs questions restent ouvertes non seulement en ce qui concerne le détail du projet, mais aussi sur le principe même de ce projet. Et cela, surtout en raison du fait qu'aucune étude n'avait semble-t-il été réalisée à l'époque pour démontrer la nécessité d'une telle ligne à haute tension. Reste que, sur la proposition de l'Inspection fédérale des installations à courant fort, le Conseil fédéral avait admis cette nécessité dans un arrêté du 22 octobre 1985. Au vu des divers recours qui ont été déposés au sujet de la construction controversée de la ligne à haute tens.ion, il est permis de mettre en doute le sérieux avec lequel le projet de l'EOS a été examiné. Tout porte à croire que le câble de 280 kV qui détermine la dimension de la ligne à haute tension, ne servira pas à approvisionner des régions de la Suisse, mais uniquement à transporter du courant, et par exemple du courant d'origine nucléaire acheté à bas prix à la France, qu'il s'agirait de transformer dans la centrale de Grimsel-Ouest, alors que le projet d'aménagement prévoit de faire de cette dernière une station d'accumulation par pompage. Or, le transport de courant en provenance de l'étmnger irait à rencontre du mandat de prestation assigné aux centrales électriques suisses, puisque la Suisse est obligée, à l'heure actuelle, d'exporter quelque 25 pour cent de sa p'oduction d'électricité. S'il faut construire des stations d'accumulation par pompage et des lignes de transport du courant, cela ne doit pas se faire au détriment de nos patrimoines naturel et architectural. Qu'il me soit permis, eu égard à la controverse sur le projet' EOS, de poser au Conseil fédéral les questions suivantes: 1.Le Conseil fédéral serait-il d'accord de réexaminer sa décision de 1985, au vu de la nouvelle situation en matière d'énergie (la Constitution genevoise, en l'état actuel, n'auto- rise pas la construction de Verbois), et serait-il disposé à ordonner une étude approfondie, qui fait défaut aujourd'hui encore? 2. Si la construction de cette ligne à haute tension devait à nouveau se révéler nécessaire, dans quelle mesure le Conseil fédéral entend-il tenir compte des oppositions for- mées à juste titre par les communes concernées dans la région de Morat? Y aurait-il lieu d'envisager éventuellement une mise sous câbles, techniquement réalisable aujour- d'hui? 3. Si l'EOS et l'Inspection fédérale des installations à cou- rant fort restent sur leur décision de construire des lignes aériennes, quel parti-faudra-t-il alors prendre: -celui de l'Office fédéral des forêts, pour qui une ligne à haute tension traversant des régions boisées nuirait aux forêts (prise de position de l'Office fédéral des forftts et de la protection du paysage en date du 26 avril 1988) ou, - celui de l'Office fédéral de l'aménagement du territoire (prise de position du 26 avril 1988), qui se fait le défenseur avant tout de la protection du paysage et des intérêts hu- mains? Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bäumlin Ursula, Bircher, Bodenmann, Borei, Carobbio, Danuser, Haf- ner Ursula, Haller, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Longet, Mauch Ursula, Neukomm, Pitteloud, Rech- steiner, Ruffy (17) Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 23. November 1988 Rapport écrit du Conseil fédéral du 23 novembre 1988 Der Bau der Hochspannungsleitung Verbois-Mühleberg ist notwendig, um die Elektrizitätsversorgung der betreffenden Gebiete von der Schweiz wie von Frankreich aus bereits kurzfristig zu gewährleisten (Verbundbetrieb). Ansonsten müsstera mehrere parallel geführte 220-kV-Leitungen erstellt werden, um die Versorgung der Westschweiz jederzeit sicherzustellen. Landbedarf und Beeinträchtigung der Landschaft wären in diesem Fall wesentlich höher als bei einer einzigen 38Ö-kV-Leitung. Der Bedarf für eine solche Leitung ist gegeben. Die Leitung Verbois-Mühleberg soll insbesondere: -die Unterstationen Mühleberg, Romanel und Verbois untereinander verbinden, und zwar über die Unterstation von CERN II in Frankreich; - die Hochspannungsnetze der französischen und der deut- schen Schweiz miteinander verbinden; -den 380-kV-Verbundbetrieb zwischen der Schweiz und Frankreich verstärken.16. Dezember 1988 N 1975 Interpellation Carobbio Bereits heute ist die Sicherheit der Elektrizitätsversorgung der französischen Schweiz, namentlich der Region Genf, nicht mehr gewährleistet. Dies trifft insbesondere in Spitzen- verbrauchszeiten zu. Hier kann es dann auch zu einer Ueberbeanspruchung des bestehenden Leitungsnetzes kommen. Ueberlastete Leitungen weisen einen höheren Verschleiss und grössere Transportverluste auf und sind generell weniger zuverlässig. Auch aus dieser Sicht wird deutlich, dass der Bau der neuen Hochspannungsleitung nicht nur notwendig, sondern sogar vordringlich ist. Antworten auf die Fragen des Interpellanten: 1. Mit Entscheid vom 22. Oktober 1985 hat der Bundesrat definitiv anerkannt, dass die vorgesehene 380-k.V-Leitung auf ihrer ganzen Länge gebaut werden muss. Es besteht kein Grund, auf diesen Entscheid zurückzukommen. 2. und 3. Der Bundesrat kann im heutigen Zeitpunkt weder zu den verschiedenen, in der Region Murten vorgeschlage- nen Trasseevarianten noch zur Möglichkeit der Verkabelung Stellung nehmen. Er wird diese Fragen im Rahmen des Beschwerdeverfahrens, das zurzeit hängig ist, prüfen. Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundes- rates nicht befriedigt. Er beantragt Diskussion. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Dagegen offensichtliche Mehrheit Minderheit #ST# 88.584 Interpellation Carobbio Kurdische Asylanten. Ausschaffungsmoratorium Interpellanza Carobbio Asilanti curdi in Svizzera. Moratoria per il rimpatrio Interpellation Carobbio Expulsion de réfugiés kurdes. Moratoire Wortlaut der Interpellation vom 21. September 1988 Im Iran und im Irak wird die kurdische Minderheit verfolgt, und in der Türkei leben die Kurden, die aus dem Iran und dem Irak in dieses Land flüchten, in sehr unsicheren Verhält- nissen, da die Integrität ihrer Person und die Menschen- rechte nicht gewährleistet sind. Kann der Bundesrat angesichts dieser Situation-nicht im Sinne einer Ausnahmemassnahme ein Ausschaffungsmora- torium für die kurdischen Asylbewerber anordnen, die kein Asylrecht erhalten haben? Das Moratorium sollte minde- stens so lange dauern, als ihr Leben in Gefahr steht. Testo dell'interpellanza del 21 settembre 1988 Vista la situazioni di persecuzione della minoranza curda in atto in Irak e in Iran e le condizioni poco sicure dal punto di vista del rispetto della personalità e dei diritti individuali in cui vengono a trovarsi i curdi irakeni e iraniani che si rifugiano in Turchia, i sottoscritti chiedono al Consiglio federale se, in via eccezionale, non intende decretare una moratoria per il rimpatrio degli asilanti curdi che non hanno ottenuto il diritto d'asilo, almeno fino a quando sarà cessata la minaccia di sterminio. Texte de l'interpellation du 21 septembre 1988 Etant donné les persécutions dont est victime la minorité kurde en Irak et en Iran et les conditions peu sûres quant au respect de la personnalité et des droits individuels dans laquelle se trouvent les Kurdes irakiens et iraniens qui se réfugient en Turquie, les soussignés demandent au Conseil fédéral .de dire si, exceptionnellement, il n'a pas l'intention de décréter un moratoire pour le rapatriement des deman- deurs d'asile kurdes qui n'ont pas obtenu le droit d'asile, du moins jusqu'à ce que disparaisse la menace d'une extermi- nation. Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Ammann, Bäumlin Richard, Béguelin, Bodenmann, Braunschweig, Brügger, Bundi, Danuser, Eggenberg-Thun, Euler, Fankhau- ser, Hafner Ursula, Hubacher, Jeanprêtre, Lanz, Lederger- ber, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Matthey, Neukomm, Pitteloud, Rechsteiner, Reimann Fritz, Ruffy, Stappung, Uchtenhagen, Ulrich, Zbinden Hans, Züger (29) Schriftliche Begründung - Motivazione scritta - Développement par écrit La situazione della minoranza curda si è in questi ultimi tempi notevolmente aggravata. Dopo la cessazione delle ostilità fra Iran e Irak azioni di repressione contro i curdi sono in atto nei due Paesi. I profughi si contano ormai a migliaia. D'altronde numerosi sono i curdi giunti in Svizzera che hanno in corso una domanda per ottenere l'asilo poli- tico. Si tratterebbe del 95 per cento. Un rifiuto della domanda con relativo rinvio al Paese di provenienza espor- rebbe, in questo momento, gli interessati a rischi notevoli per la loro stessa vita. In considerazione di quanto sopra, i sottoscritti interpellano il Consiglio federale per sapere se non ritiene opportuno decretare una moratoria per il rimpatrio dei profughi curdi che non hanno ottenuto l'asilo, almeno fino a quando sarà cessata la minaccia di sterminio. Il fatto che le autorità turche si siano dichiarate d'accordo di accogliere i profughi curdi provenienti dall'lrak non costitui- sce certo un elemento rassicurante. Per la Turchia e il suo governo i curdi costituiscono sempre una minoranza che in questi ultimi tempi ha subito discriminazioni e anche perse- cuzioni. Quindi anche da questo punto di vista si giustifica l'ado- zione di una moratoria per il rimpatrio degli asilanti curdi, del tipo di quella applicata per i tamil. Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 28. November 1988 Risposta scritta del Consiglio federale del 28 novembre 1988 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 28 novembre 1988 Secondo la legge federale sull'asilo e la Convenzione del 28 luglio relativa allo statuto dei rifugiati, sono riconosciuti come rifugiati in Svizzera solamente le persone perseguitate sia a causa della loro appartenenza ad una determinata comunità, sia a causa del loro impegno sul piano politico, culturale o religioso. In questo caso è evidente che il pro- blema del rimpatrio non si pone nemmeno, dato che gli interessati godono di regola dello statuto di rifugiato nel nostro Paese, principio che esclude normalmente il rimpa- trio, come il rinvio in uno Stato terzo (cfr. a questo proposito la risposta del Consiglio federale all'interrogazione ordinaria Ziegler del 2 marzo 1988 riguardante l'accettazione dei rifu- giati curdi). Conviene ricordare che lo scopo principale dell'esame degli incarti individuali dei richiedenti d'asilo è di vedere precisamente se gli interessati sono o meno perse- guitati. 1. Richiedenti d'asilo curdi provenienti dall'Iran e dall'lrak Se da un lato, durante la guerra del Golfo, si è potuto osservare una diminuzione dell'intensità della repressione condotta dalle autorità irachene ed iraniane contro la resi- stenza curda, d'altro canto occorre constatare che il cessate il fuoco instaurato recentemente fra i due belligeranti ha permesso alle suddette autorità di trasferire una parte dei loro rispettivi eserciti dal fronte verso il Kurdistan, al fine di combattere la guerriglia curda che vi si trova insediata. In tale occasione, il regime iracheno ha tentato con tutti i mezzi, compreso il ricorso ai gas ed alle armi chimiche,Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Brügger Starkstromleitung Verbois-Mühleberg Interpellation Brügger Ligne à haute tension Verbois-Mühleberg In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1988 Année Anno Band IV Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 88.718 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 16.12.1988 - 08:00 Date Data Seite 1973-1975 Page Pagina Ref. No 20 017 017 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.