Abteilung IV D-4143/2008 {T 0/2} U r t e i l v o m 4 . A u g u s t 2 0 0 8 Einzelrichter Robert Galliker, mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn, Gerichtsschreiber Martin Maeder. A._______, geboren (...), Togo, vertreten durch lic. iur. Kathrin Stutz, Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende, (...), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 19. Mai 2008 / N (...). B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandD-4143/2008 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer am 25. April 2006 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, ohne ein Dokument zu seiner Identifizierung abzugeben, dass er die rubrizierten Angaben in das ihm vorgelegte Personalien- blatt eintrug und auf Befragen hin erklärte, er gehöre der Volksgruppe der (...) an, sei (Glaubenszugehörigkeit), stamme ursprünglich aus der Region B._______ und habe seit dem Jahre 1992 an der gleichen Adresse in der Hauptstadt Lomé (Region Maritime) gelebt, ehe er sein Zuhause am 20. März 2006 verlassen habe und sechs Tage später seinem Heimatland entflohen sei, dass das BFM den Beschwerdeführer am 4. Mai 2006 im Transitzent- rum summarisch und gleichenorts am 12. Mai 2006 einlässlich zu den Gründen seines Asylgesuchs anhörte, dass es am 25. August 2006 eine ergänzende Befragung mit dem Be- schwerdeführer durchführte, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der drei Befragungen zur Be- gründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er werde von den Sicherheitskräften in seinem Heimatstaat gesucht, weil er von seinem Kollegen L., mit dem er im Unwissen um dessen Spit- zeltätigkeit am 19. März 2006 eine CD mit Beweismaterial über Unre- gelmässigkeiten bei den Präsidentschaftswahlen vom 24. April 2005 angeschaut habe, bei der Regierungspartei RPT (Rassemblement du Peuple Togolais) verraten worden sei, dass er zur Verdeutlichung dieser Situation vorbrachte, er sei am 20. März 2006 bei seinem Kollegen D. zu Besuch gewesen, als dort der Sohn seines Vermieters erschienen sei und ihm berichtet habe, dass soeben Soldaten seine Wohnung durchsucht und Sachen mitge- nommen hätten, dass er deshalb von einem Verrat durch seinen Kollegen L. ausgehe, weil ein anderer Kollege, bei dem er sich nach der Benachrichtigung durch den Sohn des Vermieters in Sicherheit begeben habe, beim Hö- ren des Namens von L. sofort erklärt habe, dieser sei seit den Wahlen ein Spitzel der Regierungspartei geworden, Seite 2D-4143/2008 dass er die CD anlässlich eines Kirchenbesuchs am 1. Februar 2006 von einem Priester überreicht bekommen habe, dem er zuvor geschil- dert habe, wie er am 26. April 2005 im Zuge der Ausschreitungen nach Bekanntgabe des Wahlsieges von Faure Gnassingbé zu Hause von Soldaten abgeführt, zunächst ungefähr während dreier Wochen in ei- nem Haus in Einzelhaft gehalten und anschliessend bis am 20. De- zember 2005 unter pitoyablen Bedingungen in einer kleinen Gefäng- niszelle zusammen mit zwei anderen Insassen gefangen gehalten wor- den sei, dass die achtmonatige Inhaftierung nicht auf seine Teilnahme an den Strassenprotesten in Lomé vom 26. April 2005, sondern auf den - un- begründeten - Verdacht zurückzuführen sei, dass er an einem Zwi- schenfall während den Wahlen beteiligt gewesen sei, bei dem Jugend- liche in einem Wahlbüro den anwesenden Soldaten die Gewehre abge- nommen hätten, dass das BFM mit Verfügung vom 20. März 2008 in Anwen dung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete, dass das BFM zur Begründung des Nichteintretens auf das Asylge- such zusammenfas send festhielt, der Beschwerdeführer habe innert 48 Stunden nach Gesuchseinreichung ohne entschuldbare Gründe keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle angesichts der Unglaubhaftigkeit der wesentlichen Teile seiner Gesuchsbegrün- dung die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, und zudem seien zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlings- eigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses in seinem Fall aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich, dass der Beschwerdeführer am 2. April 2008 (Poststempel) beim Bun- desverwaltungsgericht eine Beschwerde einreichen und darin zur Hauptsache beantragen liess, es sei die Verfügung des BFM vom 20. März 2008 aufzuheben und die Sache zwecks neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen, mit der verbindlichen Anweisung, auf sein Asylgesuch einzutreten, dass das Bundesverwaltungsgericht diese Beschwerde mit Abschrei- bungsentscheid des zuständigen Einzelrichters vom 20. Juni 2008 als gegenstandslos geworden abschrieb, nachdem das BFM im Rahmen Seite 3D-4143/2008 der Vernehmlassung den angefochtenen Entscheid aufgehoben und durch eine neue Verfügung, datierend vom 19. Mai 2008, ersetzt hatte, dass das BFM in jener Verfügung vom 19. Mai 2008 - eröffnet am 21. Mai 2008 - in Bezug auf den Beschwerdeführer das Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft feststellte, das Asylgesuch ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug unter Ansetzung ei- ner bis zum 14. Juli 2008 laufenden Ausreisefrist anordnete, dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Beschwerde vom 20. Juni 2008 (Poststempel) beim Bundesverwaltungsgericht anfech- ten und deren Aufhebung, die Gewährung von Asyl oder jedenfalls die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft sowie - im Eventualpunkt - die Feststellung der Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs und die An- ordnung der vorläufigen Aufnahme beantragen liess, dass der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsge- richts mit Zwischenverfügung vom 1. Juli 2008 die Berechtigung des Be schwerdeführers zur Anwesenheit in der Schweiz bis zum Ab- schluss des Verfahrens bestätigte und diesen gleichzeitig unter Andro- hung des Nichteintretens auf die Beschwerde zur Leistung eines Kos- tenvorschusses im Betrag von Fr. 600.-- bis zum 16. Juli 2008 auffor- derte, dass der Beschwerdeführer am 4. Juli 2008 einen Betrag von Fr. 600.-- in die Gerichtskasse einzahlte, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge- gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM auf dem Gebiet des Asyls entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31, 32 e contrario und 33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass vorliegend der Entscheid vom 19. Mai 2008, mit welchem das Asylgesuch des Beschwerdeführers zufolge Nichterfüllens der Flücht- lingseigenschaft abgelehnt und die Wegweisung aus der Schweiz so- wie deren Vollzug angeordnet wurde, eine Verfügung des BFM auf Seite 4D-4143/2008 dem Sachgebiet des Asyls darstellt, die mit Beschwerde an das letztin- stanzlich zuständige Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden kann, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor dem BFM teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände- rung hat (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), womit er zur Einrei- chung einer dagegen gerichteten Beschwerde legitimiert ist, dass die Beschwerde von ihm innert der gesetzlichen Frist von 30 Ta- gen in gültiger Form eingereicht wurde (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG), dass er auch den Verfahrenskostenvorschuss innert richterlicher Frist in vollem Umfang geleistet hat, weshalb auf seine Beschwerde einzu- treten ist, dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli- cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters bezie- hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif- tenwechsel verzichtet wurde, dass die Schweiz Flüchtlingen unter Vorbehalt von Ausschlussgründen auf Gesuch hin Asyl gewährt (vgl. Art. 2 Abs. 1 und Art. 49 AsylG), dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub- haft gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG) und jenen Personen zukommt, welche in ihrem Heimatstaat oder im Land, wo sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen An- schauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Seite 5D-4143/2008 Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). dass vorliegend in den Aussagen des Beschwerdeführers in den bei- den Befragungen im Transitzentrum zahlreiche Anhaltspunkte zu er- kennen sind, die es als kaum denkbar erscheinen lassen, das Behaup- tete habe sich tatsächlich so zugetragen, dass es dem Beschwerdeführer auch mit seinen Ergänzungen und Er- klärungsversuchen in der Anhörung vom 25. August 2006 nicht gelingt, seinen Vorbringen klarere Konturen zu verleihen, dass es bei der Prüfung der Glaubhaftigkeit um eine Gesamtbeurtei- lung aller für und gegen den Asylsuchenden sprechenden Elemente geht und glaubhaft eine Sachverhaltsdarstellung nur dann ist, wenn bei einer objektivierten Sichtweise die positiven Elemente überwiegen und die Behörde somit das Vorhandensein der Flüchtlingseigenschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält (vgl. Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizeri- schen Asylrekurskommission [EMARK] 2005 Nr. 7 E. 6 S. 64 ff., Nr. 21 E. 6.1. S. 190 f., 1996 Nr. 27 E. 3c.aa S. 263 f., Nr. 28 E. 3a S. 270), dass bei der Prüfung der Frage, ob das BFM die Vorbringen des Be- schwerdeführers zu Recht als nicht glaubhaft im Sinne von Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG beurteilt hat, vorab zu klären ist, welche Bestandteile seines gesamten Sachvortrags der Beschwerdeführer überhaupt sel- ber in eine kausale Verbindung mit der seinerzeitigen Ausreise und dem Schutzersuchen in der Schweiz beziehungsweise mit seiner per- sönlichen Einschätzung bringt, (auch) unter den heute in seiner togoi- schen Heimat herrschenden Verhältnissen der Gefahr von Verfolgung ausgesetzt zu sein, dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe (vgl. daselbst, S. 2) selber klarstellt, nicht wegen einer angeblichen dreitätigen Haft im Jahre 2003, sondern wegen seiner Inhaftierung im Jahre 2005 und den nachfolgenden Geschehnissen ausgereist zu sein, dass die Einschätzung des BFM, wonach der Beschwerdeführer mit seinen Aussagen zur achtmonatigen Gefangenschaft im Anschluss an die Präsidentschaftswahlen vom 24. April 2005 und zur im März 2006 wegen Verrats durch einen Kollegen entstandenen Verfolgungssituati- on den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG Seite 6D-4143/2008 nicht zu genügen vermöge, nach Prüfung der Akten vollauf zu bestäti- gen ist, dass sich die in der Entscheidbegründung der Vorinstanz erwähnten Widersprüche und anderen Unglaubhaftigkeitsmerkmale durchwegs als solche bestätigen, dass zur Begründung vorab auf die Argumente und Schlussfolgerun- gen des BFM in der angefochtenen Verfügung und die dort zitierten Aktenstellen zu verweisen ist, dass insbesondere das Verschweigen des Hungerstreiks und der in Gefangenschaft erlittenen Misshandlungen in der Erstbefragung als starkes Indiz für einen vorgespielgelten Sachverhalt zu werten ist, dass es sich angesichts der (vermeintlichen) Schwere der angeblichen Eingriffe in die körperliche Integrität (vgl. A9/17, S. 8) um ein ein- schneidendes Erlebnis handelt, welches in den Vordergrund zu stellen der Beschwerdeführer von Beginn weg allen Anlass gehabt hätte, um seine Angst vor den Konsequenzen einer Wiederinhaftierung zu veran- schaulichen, dass das komplette Ausblenden dieses Erlebnisses in der Erstbefra- gung und dessen Thematisierung in der einlässlichen Anhörung erst auf Rückfrage hin (vgl. A9/17, S. 7 f.) sich nicht schlüssig auf den bloss summarischen Charakter der Befragung zu den Gesuchsgründen in der Empfangsstelle (Art. 26 Abs. 2 AsylG, vgl. hierzu die weiterhin gül- tige Praxis in EMARK 2005 Nr. 7 E. 6.2.1. S. 66, 2004 Nr. 34 E. 4.4. S. 243) zurückführen lässt, dass auch der Erklärungsversuch in der Beschwerde, wonach die Fol- terungen sehr schlimm gewesen seien und der Beschwerdeführer nur mit Mühe darüber sprechen könne, nicht verfängt, zumal etwa dessen Antwort auf die Frage, womit er geschlagen worden sei, umfangreich und detailliert ausfiel und nicht von Andeutungen begleitet war, die auf Hem mungen hinweisen würden, welche ihrerseits gerade mit der Art der erlittenen Torturen in Zusammenhang stünden (vgl. A9/17, S. 8), dass die Gesuchsbegründung des Beschwerdeführers auch in Bezug auf die angebliche Hausdurchsuchung infolge einer Denunzierung durch einen Kollegen bei der Regierungspartei unmittelbar vor der Ausreise die Kennzeichen einer einstudierten Verfolgungsgeschichte Seite 7D-4143/2008 aufweist und zu keinem Zeitpunkt den Eindruck vermittelt, eine im Zentrum des Geschehens stehende Person berichte von jenen ein- schneidenden Erlebnissen, die ihr keine andere Wahl gelassen haben, als fernab von der Heimat Schutz zu suchen, dass in den Aussagen des Beschwerdeführers neben Abweichungen in bestimmten Punkten in genereller Form eine fehlende Anschaulich- keit und Lebendigkeit bei der Beschreibung einzelner Handlungsabläu- fe erkennbar ist, dass der Beschwerdeführer sich in auffallender Weise schwer tat, mit verbindlichen Angaben eine klar umrissene Vorstellung davon zu ver- mitteln, auf welchen Gedanken und Empfindungen seine Überzeugung gründete, nach der Benachrichtigung durch den Sohn seines Vermie- ters am 20. März 2006 sich in akuter Gefahr zu befinden und seinem Heimatland innert Kürze entfliehen zu müssen, dass er beispielsweise in der Erstbefragung und in der freien Schilde- rung der Asylgründe in der einlässlichen Anhörung von sich aus mit keinem Wort durchblicken liess, er habe vor der Umsetzung seines Ausreiseentschlusses noch eine glaubhafte Nachricht eines Augen- zeugen erhalten, wonach seine Wohnung tatsächlich Gegenstand ei- ner Durchsuchung durch die Regierungssoldaten gewesen ist, dass er eher beiläufig und in anderem Zusammenhang (Frage nach dem Verbleib seiner Identitätskarte) einen angeblichen Besuch dessel- ben Kollegen erwähnte, der ihn temporär bei sich aufgenommen und insbesondere über die Spitzeltätigkeit von L. aufgeklärt haben soll (vgl. A9/17, S. 9), dass er erst in dieser Situation geltend machte, jener Kollege habe beim Augenschein in seiner Wohnung vieles zerstört vorgefunden (vgl. a.a.O.), dass er diesem Punkt mit annähernder Gewissheit in seinen Aussagen mehr Gewicht verliehen hätte, wenn er auf wahren Begebenheiten be- ruhen würde, dass nach dem Gesagten in Bezug auf eine Gefährdung des Be- schwerdeführers im Zeitraum vor der Ausreise die auf Unglaubhaftig- keit hindeutenden Anzeichen gegenüber den für die Richtigkeit spre- chenden Gründen klar überwiegen, Seite 8D-4143/2008 dass die Einwendungen und Erklärungsversuche in der Beschwerde insgesamt nicht geeignet sind, die unmittelbaren Aussagen des Be- schwerdeführers in den durchgeführten Befragungen in einem glaub- hafteren Licht erscheinen zu lassen, dass der Beschwerdeführer somit mit seinen hauptsächlichen Asylvor- bringen den reduzierten Beweisanforderungen von Art. 7 AsylG nicht zu genügen vermag, dass demnach das BFM sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, dass gemäss Art. 44 Abs. 1 AsylG die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei- sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Kanton keine Auf- enthaltsbewilligung erteilt hat (Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]) und sich der Beschwerdefüh- rer auch nicht auf einen grundsätzlichen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung berufen kann (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), wes- halb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Be- stimmungen steht, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli- chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re- gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun- desgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ins Heimat- land unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz (Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schut ze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [Europäische Menschen- rechtskonvention, EMRK, SR 0.101], Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [Flüchtlings- konvention, FK, SR 0.142.30]) und der Bestimmungen von Art. 5 Abs. 1 AsylG sowie Art. 25 Abs. 2 und 3 der Bundesverfassung der Schwei- zerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) zuläs- sig ist, da angesichts der nicht plausiblen Angaben zur behaupteten Verfolgungssituation keine Menschenrechtsverletzungen drohen und die Flüchtlingseigenschaft nicht besteht, Seite 9D-4143/2008 dass in Berücksichtigung der in dieser Hinsicht unglaubhaften Ge- suchsbegründung insbesondere das Bestehen einer tatsächlichen Ge- fahr, auf den Beschwerdeführer könnte durch Repräsentanten des to- goischen Staates oder durch Zivilpersonen in Art. 3 EMRK zuwider - laufender Weise psychischer oder physischer Zwang ausgeübt wer- den, zu verneinen ist, dass sich alleine aus der generellen Menschenrechtssituation in Togo kein reales Risiko von Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung herleiten lässt, dass selbst das Vorliegen einer allgemein schlechten Menschenrechts- lage nämlich noch nicht für die Annahme einer drohenden Verletzung von Art. 3 EMRK genügt (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 E. 6a S. 122, mit zahlreichen Hinweisen), dass in den Akten auch keine Anhaltspunkte für die Annahme beste- hen, der Beschwerdeführer würde im Falle einer Rückführung als Fol- ge der in Togo herrschenden allgemeinen Sicherheitslage einer kon- kreten Gefährdung ausgesetzt, dass mit Bezug auf Togo von einer Situation unkontrollierter Gewalt, die sich über das ganze Staatsgebiet oder weite Teile desselben er- strecken würde, klarerweise nicht gesprochen werden kann, dass eine gänzlich unsichere, von bewaffneten Konflikten oder ande- ren unberechenbaren Gewaltakten dominierte Lage, aufgrund derer der Beschwerdeführer sich bei einer Rückkehr unweigerlich einer kon- kreten Gefährdung ausgesetzt sehen würde, gerade auch in den südli- chen Regionen des Landes und im Gebiet der Hauptstadt Lomé nicht besteht, dass ebenso wenig darauf hindeutet, der Beschwerdeführer geriete im Falle der Rückkehr in die Heimat aus individuellen Gründen wirtschaft- licher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenzbedrohen- de Situation, dass er den Akten zufolge keine gesundheitlichen Beschwerden be- klagt, gemäss eigenen Angaben in den Jahren vor der Ausreise nach einer Anlehre als (...) im (...) einer regelmässigen Tätigkeit nachgegan- gen ist und auch Erfahrungen als (...) und (...) gesammelt hat, Seite 10D-4143/2008 dass er mit seinem in C._______ (Region B._______) wohnhaft gebliebenen Vater, zwei Halbschwestern und einem Halbbruder oder auch den von ihm erwähnten Kollegen in Lomé über Bezugspersonen verfügt, an die er sich in der ersten Phase nach der Rückkehr im Be- darfsfall wenden könnte, dass deshalb davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer bringe alle Voraussetzungen mit, um in seiner Heimat wieder Fuss zu fassen und aus eigenen Kräften ein Auskommen zu finden, dass vor diesem Hintergrund der Vollzug der Wegweisung des Be- schwerdeführers nicht als unzumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG zu bezeichnen ist, dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Togo auch möglich ist, da keine praktischen Hindernisse erkennbar sind, die einer Rückkehr entgegenstehen könnten, dass somit die Voraussetzungen für die vorläufige Aufnahme des Be- schwerdeführers in der Schweiz nicht erfüllt sind und der vom BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass die angefochtene Verfügung, da diese weder Bundesrecht ver- letzt noch unangemessen ist und der rechtserhebliche Sachverhalt von der Vorinstanz richtig und vollständig festgestellt wurde (vgl. Art. 106 AsylG), zu bestätigen und die Beschwerde daher abzuweisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die gesamten Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1, 2 und 3 Bst. a des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun- gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Be schwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), dass die Kosten mit dem am 4. Juli 2008 in dieser Höhe geleisteten Vorschuss zu verrechnen sind. (Dispositiv nächste Seite) Seite 11D-4143/2008 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- verrechnet. 3. Dieses Urteil geht an: - die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben) - das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak- ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie) - das (...) des Kantons D._______ ad (...) (in Kopie) Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Robert Galliker Martin Maeder Versand: Seite 12