<h2>SubmittedText<h2><p>Als erstes Parlament der Welt hat der Deutsche Bundestag im Juni 2002 in einem umfassenden Bericht (618 Seiten) Stellung genommen zur "Globalisierung der Weltwirtschaft". Der Bericht enthält auch 200 Handlungsempfehlungen, welche für die Schweiz genauso bedeutsam sind wie für Deutschland oder ein anderes reiches Industrieland.</p><p>Ich frage den Bundesrat an, ob er bereit wäre, in einem eigenen, kleineren Bericht Stellung zu nehmen zu diesen 200 Empfehlungen? So bekäme auch das schweizerische Parlament eine vorzügliche Diskussionsgrundlage zur Beurteilung von Massnahmen und Reformen im Interesse Europas und der Welt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bericht des Deutschen Bundestages ist auch beim Bundesrat auf Interesse gestossen. Es entspricht jedoch nicht internationaler Usanz, als Regierung Stellung zur Tätigkeit eines ausländischen Parlamentes zu nehmen. Der Bericht nimmt allerdings zahlreiche Aspekte auf, die der Bundesrat in seinem alljährlichen Bericht zur Aussenwirtschaftspolitik angeht.</p><p>Die Aussenwirtschaftsberichte (siehe insbesondere 1. Kapitel des AWB 2001, veröffentlicht im Bundesblatt Nr. 8, S. 1263 vom 26. Februar 2002) und der Wachstumsbericht setzen sich ausführlich mit dem Thema auseinander. Sodann erlaubt der Bericht des Perspektivstabes der Bundesverwaltung "Herausforderungen 2003-2007. Trendentwicklungen und mögliche Zukunftsthemen für die Bundespolitik" eine umfassende Sichtung der Globalisierungsfolgen für sämtliche Politikbereiche des Bundes.</p><p>Im Rahmen der Debatte zum Aussenwirtschaftsbericht 2002 in der Märzsession 2003 hat das Parlament eine weitere Gelegenheit, auf relevante Fragen zur Globalisierung der Weltwirtschaft einzugehen. Die Beratung der Legislaturziele des Bundesrates kann ebenfalls Basis für eine Erörterung der bundesrätlichen Globalisierungsstrategie sein.</p><p>Der Bundesrat ist davon überzeugt, dass die genannten Berichte eine vorzügliche Diskussionsgrundlage zur Beurteilung von Massnahmen und Reformen darstellen. Er ist gerne bereit, sämtliche Informationen zur Thematik dem Parlament zukommen zu lassen.</p>  Antwort des Bundesrates.