<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>AL.2017.00027</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Bachofner als Einzelrichter<br/>Gerichtsschreiber Volz</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 30. Januar 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Abteilung Arbeitslosenversicherung</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Stampfenbachstrasse 32, Postfach, 8090 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegner</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1968, war vor Eintritt der Arbeitslosigkeit vom </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. Juli 2006 bis 31. Oktober 2013 bei der Gemeinde Y.___ als Bademeister tätig (Urk. 5/275-276 Ziff. 3). Am 27. Mai 2014 meldete er sich beim Regio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nalen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mittlungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zentrum Z.___ (RAV) für die Zeit ab 27. Mai 2014 zur Arbeitsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mittlung (Urk. 5/312) und am 28. Mai 2014 bei der Unia Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">losenkasse zum Bezug von Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">losen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entschä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digung (Urk. 5/313-316) an. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Unia Arbeitslosenkasse forderte mit Verfügung vom 14. August 2015 (Urk. 5/2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) zu viel ausbezahlte Leistungen im Betrag von Fr. 1‘761.60 und mit Verfügung vom 15. Juli 2016 (Urk. 5/4) zu viel ausbezahlte Leistungen im Betrag von Fr. 3‘464.20 vom Versicherten zurück. Diese Verfügungen sind unan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefochten in Rechtskraft erwachsen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 29. September 2016 ersuchte der Versicherte die Unia Arbeitslosenkasse um Erlass der Rückforderungen im Betrag von Fr. 1‘761.70 und von Fr. 3‘464.20 (Urk. 5/5), worauf die Unia Arbeitslosenkasse die Sache am 3. Oktober 2016 an das zuständige Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) zur Prüfung des Erlass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesuchs überwies (Urk. 5/1). Mit Verfügung vom 2. Dezember 2016 (Urk. 5/19) stellte das AWA fest, dass der Versicherte Arbeitslosenentschädigung im Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fang von Fr. 880.80 gutgläubig entgegengenommen habe, dass er die zur Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">teilung der grossen Härte erforderlichen Unterlagen - entgegen einer diesbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">züg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Aufforderung - indes nicht vollständig eingereicht habe, und trat an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">droh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ungsgemäss auf das Erlassgesuch in diesem Umfang nicht ein (Dispositiv Ziff. 2). Die Gesuche des Versicherten um Erlass der Rückforderungen im restlichen Umfang von Fr. 4‘345.-- wies das AWA mangels Gutgläubigkeit ab (Dispositiv Ziff. 1). Dagegen erhob der Versicherte am 15. Dezember 2016 Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprache (Urk. 5/20). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In teilweiser Gutheissung der Einsprache des Versicherten hob das AWA mit Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid vom 11. Januar 2017 (Urk. 5/45 = Urk. 2) Dispositiv Ziff. 1 der Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 2. Dezember 2016 (Urk. 5/19) auf, wies das Gesuch um Erlass der mit Verfügung vom 14. August 2015 angeordneten Rückforderung im Teilbetrag von Fr. 880.80 ab, weil die Meldung betreffend fehlender Arbeitsbemühungen im Monat Mai 2015 vor der zu Unrecht erfolgten Auszahlung der Leistungen für diesen Monat erfolgt sei, weshalb diesbezüglich ein guter Glaube des Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten zu verneinen sei, wies das Gesuch um Erlas der mit Verfügung vom 15. Juli 2016 angeordnete Rückforderung im Teilbetrag von Fr. 1‘162.10 ab und hiess das Erlassgesuch des Versicherten im Umfang von Fr. 2‘302.10 gut, weil der Versicherte erst mit Mitteilung vom 25. März 2015 Kenntnis der Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkungen der Rentenverfügung der Invalidenversicherung auf den versicherten Verdienst erhalten habe, weshalb seine Gutgläubigkeit in Bezug auf die Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zahlung der Leistungen für die Monate Januar und Februar 2015 und auf Grund einer Sozialhilfeabhängigkeit auch eine grosse Härte zu bejahen seien. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen den Einspracheentscheid vom 11. Januar 2017 (Urk. 2) erhob der Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherte am 24. Januar 2017 Beschwerde und bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tragte sinngemäss dessen Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hebung sowie den Erlass der Rückforderung im verbleibenden Betrag von ins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesamt Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">‘</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">042.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Beschwerdeantwort vom 15. Februar 2017 (Urk. 4) beantragte das AWA die Abwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sung der Beschwerde, wovon der Versicherte am 17. Februar 2017 in Kennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nis gesetzt wurde (Urk. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Einzelrichter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Art. 28 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechts (ATSG) ist die Mitwirkung der versicherten Person beim Vollzug geregelt. Gemäss dieser Bestimmung haben die versicherten Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sonen und ihre Arbeitgeber beim Vollzug der Sozialversicherungsgesetze unent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geltlich mitzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirken (Abs. 1) und es hat, wer Versicherungsleistungen bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprucht, unent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geltlich alle Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Abs. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sodann haben gemäss Art. 31 Abs. 1 ATSG die Bezüger und Bezügerinnen, ihre Angehörigen und Dritte, denen die Leistung zukommt, jede wesentliche Ände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung in den für eine Leistung massgebenden Verhältnissen dem Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">träger oder dem jeweils zuständigen Durchführungsorgan zu melden.</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unrechtmässig bezogene Leistungen sind gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG zu-rück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erstatten (Satz 1); wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Satz 2 in Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bindung mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Art. 4 Abs. 1 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des So</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsrechts, ATSV).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der gute Glaube als Erlassvoraussetzung ist nicht schon mit der Unkenntnis des Rechtsmangels gegeben. Vielmehr darf sich der Leistungsempfänger nicht nur keiner böswilligen Absicht, sondern auch keiner Nachlässigkeit schuldig ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">macht haben. Daraus erhellt, dass der gute Glaube von vornherein entfällt, wenn die zu Unrecht erfolgte Leistungsausrichtung auf eine arglistige oder grob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahrlässige Melde- oder Auskunftspflichtverletzung zurückzuführen ist. Anderseits kann sich der Rückerstattungspflichtige auf den guten Glauben be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rufen, wenn sein fehlerhaftes Verhalten nur eine leichte Fahrlässigkeit darstellt (BGE 112 V 97 E. 2c). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der Frage nach der Gutgläubigkeit beim Leistungsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zug ist zu unterscheiden zwischen dem guten Glauben als fehlendem Unrechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bewusstsein und der Frage, ob sich jemand unter den gegebenen Umständen auf den guten Glauben beru</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fen kann oder ob er bei zumutbarer Aufmerksamkeit den bestehenden Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mangel hätte erkennen sollen (BGE 122 V 221 E. 3). Wie in anderen Bereichen beurteilt sich das Mass der erforderlichen Sorgfalt nach einem objektiven Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stab, wobei aber das den Betroffenen in ihrer Subjektivität mögliche und Zumut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bare (Urteilsfähigkeit, Gesundheitszustand, Bildungsgrad und Ähnliches) nicht ausgeblendet werden darf (BGE 138 V 218 E. 4; Urteil des Bundesgerichts 9C_14/2007 vom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2007 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 4.1). Das Verhalten, das den guten Glauben aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliesst, braucht nicht in einer Melde- oder Anzeigepflichtverletzung zu bestehen. Auch ein anderes Verhalten, beispielsweise die Unterlassung, sich bei der Verwaltung zu erkundigen, fällt in Betracht (Urteile des Bundesgerichts 8C_243/2016 vom 7. Juli 2016 E. 4.1 und 9C_184/2015 vom 8. Mai 2015 E. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach der Rechtsprechung scheidet der gute Glaube einerseits regelmässig aus, wenn ein Berechnungsfehler vorliegt, welchen die versicherte Person bei Beach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihr zumutbaren Aufmerksamkeit ohne weiteres hätte erkennen müssen (Urteil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Bundesgerichts P 62/04 vom 6. Juni 2005 E. 4.3, 9C_453/2011 vom 15. September 2011 E. 4.1 f. und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8C_391/2008 vom 14. Juli 2008</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 4.4.2 ff.). Andererseits muss sich die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arbeitslose Person in der Regel auf die Richtigkeit der von den Organen der Arbeitslosenversicherung angestellten Überlegungen und durchgeführte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n Berechnungen verlassen können, weshalb es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ihre </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgabe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, nach allfälligen Fehlern im Verwaltungshandeln zu suchen. Erweist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sich, dass ein bei der Bestimmung des Taggeldanspruchs unterlaufener Fehler ohne eigene aufwändige Abklärungen der versicherten Person nicht leicht erkenn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">war</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, darf dieser gegenüber </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">daher nicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Vorwurf erhoben werden, sie habe die gebotene Aufmerksamkeit pflichtwidrig vermissen lassen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteile des Bundesgerichts 8C_670/2014 vom 30. Dezember 2014 E. 4.2.3 und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C 49/04 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">August 2004 E. 3.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdegegner ging im angefochtenen Einspracheentscheid vom </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">11. Janu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ar 2017 (Urk. 2) davon aus, dass der Beschwerdeführer am 21. Mai 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> von einer Meldung des RAV wegen fehlender Arbeitsbemühungen in Kenntnis gesetzt worden sei, weshalb er mit einer Einstellung in der Anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigung und folglich mit einer tieferen Leistungsauszahlung für den Monat Mai hätte rechnen müssen. Eine Gutgläubigkeit beim Beizug der Leistungen für den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Monat Mai 2017 sei daher zu verneinen (S. 2). Sodann hätte er erkennen müssen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, dass die Arbeitslosenkasse ihm irrtümlicherweise lediglich einen Invaliditätsgrad von 17 % anstatt einen solchen von 26 % angerechnet habe, weshalb auch diesbezüglich eine Gutgläubigkeit zu verneinen sei (S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer bringt hiegegen sinngemäss vor, dass er die Rückfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen nicht zu vertreten habe, und dass diese für ihn eine grosse Härte dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellten (Urk. 1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die versicherte Person hat gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. f des Bundesgesetzes über </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) in Verbindung mit Art. 15 Abs. 1 AVIG Anspruch auf Arbeitslosen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schädigung, wenn sie vermittlungsfähig ist, das heisst wenn sie bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an Einglie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de-rungsmassnahmen teilzunehmen. Der Begriff der Vermittlungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anspruchsvoraussetzung schliesst graduelle Abstufungen aus. Nach Art. 15 Abs. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Satz 1 AVIG gilt der körperlich oder geistig Behinderte als vermittlungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig, wenn ihm bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage, unter Berücksichtigung seiner Behinderung, auf dem Arbeitsmarkt eine zumutbare Arbeit vermittelt werden könnte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei v</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ersicherten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Personen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, die unmittelbar vor oder während der Arbeitslosig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit eine gesundheitsbedingte Beeinträchtigung ihrer Erwerbsfähigkeit erleiden, ist der Verdienst massgebend, welcher der verbleibenden Erwerbsfähigkeit ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spricht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Art. 40b der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung und die Insolvenzentschädigung, AVIV)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die ratio legis des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">40b AVIV besteht darin, über die Korrektur des versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten Verdienstes die Koordination zur Invalidenversicherung zu bewerk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stelligen, um eine Überentschädigung durch das Zusammenfallen einer Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rente mit Arbeitslosentaggeldern zu verhindern (BGE 140 V 89 E. 3). Nach Sinn und Zweck der Verordnungsbestimmung soll die Leistungspflicht der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">losenversicherung auf einen Umfang beschränkt werden, welcher sich nach der verbleibenden Erwerbsfähigkeit der versicherten Person während der Dauer der Arbeitslosigkeit auszurichten hat. Durch das Abstellen auf die ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bleibende Erwerbsfähigkeit soll verhindert werden, dass die Arbeitslosen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schädigung auf einem Verdienst ermittelt wird, den der Versich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erte nicht mehr erzielen könnte, wobei h</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">insichtlich der Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit der durch die Invalidenversicherung ermittelte Invaliditätsgrad massgeblich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist (BGE 142 V 380 E. 3.3.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Grundsätzlich bildet </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die (noch nicht rechtskräftige) Verfügung der Invalidenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung oder einer anderen Sozialversicherung hinreichende Grundlage für die Anpassung des versicherten Verdienstes an den damit erkannten Grad der Erwerbsunfähigke</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">it oder zumindest an den nicht umstrittenen Prozentsatz des errechneten Invaliditätsgrades. Vorbehalten bleiben Konstellationen, in denen bereits vor Verfügungserlass der Invalidenversicherung mit deren Vorbescheid der Grad der Erwerbsunfähigkeit absehbar feststeht. Dies betrifft Fälle, wo keine Einwände gegen den Vorbescheid zu erwarten sind </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beziehungsweise </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erfolgen; oder wenn eine ganze Invalidenrente bei verbleibender Restarbeitsfähigkeit in Aussicht gestellt wird</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (BGE 142 V 380 E. 5.5)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei den Akten befindet sich eine Verfügung der Sozialversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 17. Dezember 2014 (Urk. 5/10). Darin wurde ein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung verneint, weil bei einem Invaliditätsgrad von 26 % ein für den Rentenanspruch mindestens vorausgesetzter Invaliditätsgrad von 40 % nicht erreicht wurde (S. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Den Akten ist zu entnehmen, dass die Arbeitslosenkasse dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 25. März 2015 (Urk. 5/9) mitteilte, dass sein neuer versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherter Verdienst bei einem IV-Grad von 17 % ab 1. März 2015 Fr. 5‘217.-- betrage. Den Leistungsabrechnungen für den Monat März 2015 vom 26. März 2015 (Urk. 5/26), für den Monat April 2015 vom 27. April 2015 (Urk. 5/29), für den Monat Mai vom 27. Mai 2015 (Urk. 5/35) und für den Monat Februar 2016 vom 29. Februar 2016 (Urk. 5/39) ist zu entnehmen, dass die Leistung darin auf Grund eines versicherten Verdienstes von Fr. 5‘217.-- bemessen wurde, was einer Leistungsbemessung unter Berücksichtigung eines Invaliditätsgrades von 17 % und nicht eines solchen von 26 % entspricht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Arbeitslosenkasse führte in der Verfügung betreffend Rückforderung von Leistungen vom 15. Juli 2016 (Urk. 5/4) aus, es sei anlässlich einer Revision durch das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) vom Mai 2016 festgestellt worden, dass der Leistungsanspruch des Beschwerdeführers für die Zeit von Januar 2015 bis Februar 2016 unter Berücksichtigung eines Invaliditätsgrades </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von 26 % beziehungsweise einer verbleibenden Resterwerbsfähigkeit im Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">g von 74 % hätte bemessen werden sollen, weshalb zu viel erbrachte Leistungen für die Zeit vom Januar 2015 bis Februar 2016 im Betrag von Fr. 3‘464.20 vom Beschwerdeführer zurückzufordern seien. Streitig ist vorliegend indes lediglich noch die Frage nach dem Erlass der Rückforderung der für die Monate März 2015 bis Februar 2016 zu Unrecht ausgerichteten Leistungen im Betrag von Fr. 1‘162.10 (vgl. Urk. 2 Dispositiv Ziffer 5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es steht fest, dass die invalidenversicherungsrechtliche Rentenverfügung vom 17. Dezember 2014 (Urk. 5/10) der Arbeitslosenkasse eröffnet wurde und am 22. Dezember 2014 bei dieser eintraf (Eingangsstempel). Da </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keine Veranlassung zur Annahme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> besteht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, der Beschwerdeführer habe absichtlich die Ausrichtung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von Leistungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erwirkt, auf die er keinen Anspruch hatte, und sei si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ch dessen auch bewusst gewesen, bleibt zu prüfen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ob </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der gute Glaube abgesprochen werden muss, weil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die gebotene Aufmerksamkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beim Erhalt der zu viel ausgerichteten Leistungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vermissen liess und dadurch die Ausrichtung der unrechtmässig bezogenen Leistungen erwirkt (respektive nicht verhindert) hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zwar war es auf Grund der ursprünglichen Leistungsabrechnungen für die Monate März 2015 bis Februar 2016 für einen Laien ohne Kenntnisse des Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsrechts nicht ohne weiteres zu erkennen, wie der versicherte Verdienst berechnet wurde. Der Beschwerdeführer wurde jedoch mit Schreiben vom 25. März 2015 (Urk. 5/9), dessen Erhalt er am 26. März 2015 unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schrift</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich bestätigte (Urk. 5/43), davon in Kenntnis gesetzt, dass bei der Berechnung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des versicherten Verdienst für die Zeit ab 1. März 2015 im Betrag von Fr. 5‘217.--</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ein von der Invalidenversicherung festgestellter Invaliditätsgrades von 17 % berücksichtigt wurde. Der Beschwerdeführer, welchem die Verfügung der IV-Stelle vom 17. Dezember 2014 (Urk. 5/10), worin ein keinen Anspruch auf eine Invalidenrente einräumender Invaliditätsgrad von 26 % festgestellt wurde, be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kannt war, hätte daher erkennen müssen, dass der Arbeitslosenkasse bei der Bemessung des Leistungsanspruchs ein Fehler unterlaufen ist, und dass sie nicht von einem Invaliditätsgrad von 17 % sondern von einem solchen von 26 % hätte ausgehen müssen. Um dies zu erkennen, waren weder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gute Deutsch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nisse noch ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">höherer Bildungsgrad notwendig. Vielmehr handelt es sich hier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei um </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">das Mindestmass an Sorgfalt, das in solchen Fällen nach einem objek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiven Massstab gefordert wird</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Der Beschwerdeführer muss sich daher </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gefallen lassen, nicht das Mindestmass an Aufmerksamkeit aufgewendet zu haben, das von einem verständigen Menschen in gleicher Lage und unter den gleichen Umständen verlangt werden darf. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demnach steht fest, dass der Beschwerdeführer bereits auf Grund des Schreibens der Arbeitslosenkasse vom 25. März 2015 ohne weiteres hätte erkennen können, dass diese bei der Bemessung des versicherten Verdienstes von einem Invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätsgrades von 17 % und damit von einem unrichtigen Invaliditätsgrad ausging, und dass die Bemessung des versicherten Verdienstes insoweit fehlerhaft war. Dafür war nicht erforderlich, dass der Beschwerdeführer die Berechnung des ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten Verdienstes in allen Details verstehen musste. Zudem hätte sich der Beschwerdeführer, wenn er die Bemessung des versicherten Verdienstes nicht hätte nachzuvollziehen können, an eine Drittperson wenden können. Da er im invalidenversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtlichen Verwaltungsverfahren durch einen Rechtsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">walt vertreten wurde (vgl. Urk. 5/10) wäre es naheliegend gewesen, dass er sich auch für die Überprüfung versicherten Verdienstes wiederum an diesen hätte wenden können, wenn er selbst ausserstande gewesen wäre, dessen Berechnung zu verstehen (vgl. auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9C_184/2015 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2015 E. 3.4.3). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er muss sich daher den Vorwurf gefallen lassen, nicht das Mindestmass an Aufmerksamkeit aufgewendet zu haben, das von einem verständigen Menschen in gleicher Lage und unter den gleichen Umständen ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">langt werden darf. Seine Unterlassung kann somit nicht als leichte Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lässigkeit qualifiziert werden. Es muss ein zumindest grobfahrlässiges Verhalten angenommen werden, das den guten Glauben als Erlassvoraussetzung von vornherein ausschliesst (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 1.3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hievor). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.5 </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demnach fehlte es dem Beschwerdeführer in Bezug auf die für die Monate März 2015 bis Februar 2016 zu Unrecht ausgerichteten Leistungen im Betrag von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fr. 1‘162.10 an der Erlassvoraussetzung des guten Glaubens. Bei diesem Ergebnis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ist nicht zu prüfen, ob - als weitere Vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">raussetzung für den Erlass der Rücker</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stattung unrechtmässig bezogener Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen - eine grosse Härte vorliegt</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die versicherte Person ist gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG in der Anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berechtigung einzustellen, wenn sie sich persönlich nicht genügend um zumut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bare Arbeit bemüht, wobei die Einstellungsfrist in der Anspruchsberechtigung am ersten Tag nach der Handlung oder Unterlassung, derentwegen sie verfügt wird, beginnt (Art. 45 Abs. 1 lit. b AVIV). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei den Akten befindet sich zwei Verfügungen des Beschwerdegegners vom 26. Mai 2015, worin der Beschwerdeführer wegen ungenügender Arbeitsbemüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ungen in den Monaten März und April 2015 für je fünf Tage mit Beginn ab 1. April 2015 (Urk. 5/50) und ab 1. Mai 2015 (Urk. 5/52) in der Anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be-rechtigung eingestellt wurde. Nachdem der Beschwerdeführer dagegen Einspra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che erhoben hatte, wurden diese Verfügungen mit Einspracheentscheiden vom 27. August 2015 aufgehoben und es wurde die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung für die Zeit ab 1. April 2015 (Urk. 5/57) und ab 1. Mai 2015 (Urk. 5/58) auf je drei Tage reduziert. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Mitteilungen vom 21. Mai 2015 hatte das RAV dem Beschwerdeführer mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geteilt, dass er für die Monate März 2015 (Urk. 5/49) und April 2015 (Urk. 5/51) ungenügende Arbeitsbemühungen nachgewiesen habe, und dass deswegen Mel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung an den Beschwerdegegner zur Einstellung in der Anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berechtigung gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG erstattet werde. Auf Grund der Akten ist erstellt, dass der Beschwerdeführer diese Meldung in Empfang nahm. Denn er hat anlässlich eines Telefongespräch vom 1. Juni 2015 gegenüber dem für ihn </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuständigen Berater des RAV angegeben, dass er Kenntnis von den vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">enen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Einstellungen in der Anspruchsberechtigung wegen ungenügender Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mühungen in den Monaten März und April 2015 habe (Urk. 5/47 S. 5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Arbeitslosenkasse stellte in der in Rechtskraft erwachsenen Verfügung be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">treffend Rückforderung von Leistungen vom 14. August 2015 (Urk. 5/2) fest, das</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s die fünf Einstelltage mit Beginn am 1. April 2015 und am 1. Mai 2015 nicht mehr hätten getilgt werden können, weshalb zu viel ausbezahlte Leistung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Betrag von insgesamt Fr. 1‘761.60 vom Beschwerdeführer zurückzufordern seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 11. Januar 2017 (Urk. 2) führte der Beschwerdegegner aus, dass die Einstelldauer in den Einspracheverfahren zwar jeweils auf drei Tage reduziert worden seien, dass indes die insgesamt vier gutgeschriebenen Tage zusätzlich und damit doppelt ausbezahlt worden seien, weshalb die ungerechtfertigte Auszahlung insgesamt Fr.1‘760.80 betragen habe. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Bezug auf die Rückforderung betreffend die Einstellung in der Anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berechtigung ab 1. April 2015 führte der Beschwerdegegner aus, dass der Beschwerdeführer im Einspracheverfahren keine Unterlagen zur Prüfung der grossen Härte eingereicht habe, weshalb mit der Verfügung vom 2. Dezember 2016 (Urk. 5/19) auf das Erlassgesuch im Umfang von Fr. 880.-- zu Recht nicht eingetreten worden sei, und wies die Einsprache in diesem Umfang ab. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In Bezug auf die Rückforderung betreffend die Einstellung in der Anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berechtigung ab 1. Mai 2015 im Betrag von Fr. 880.-- verneinte der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegner eine Gutgläubigkeit des Beschwerdeführers zum Zeitpunkt der Aus-zah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung der zu Unrecht ausgerichteten Leistungen für den Monat Mai 2015, weil ihm bereits vor diesem Zeitpunkt mit Meldung des RAV vom 21. Mai 2015 mitgeteilt worden sei, dass er ab 1. Mai 2015 wegen ungenügender Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mühungen im April 2015 in der Anspruchsberechtigung eingestellt werde (Urk. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit der Frage nach einem Unrechtsbewusstsein des Beschwerdeführers (vgl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hende E. 1.5) in Bezug auf die Entgegennahme zu Unrecht ausgerichteter Leistungen für den Monat Mai 2015 hat sich der Beschwerdegegner im ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fochtenen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spracheentscheid vom 11. Januar 2017 (Urk. 2) nicht näher befasst.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Auf Grund des Umstandes, dass der Beschwerdeführer mit Schreiben des RAV vom 21. Mai 2015 darüber in Kenntnis gesetzt wurde, dass das RAV die Sache an den Beschwerdegegner zur Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen ungenügender Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bemühungen im April 2015 überwiesen hatte, musste der Beschwerdeführer damit rechnen, dass er ab 1. Mai 2015 in der Anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berechtigung eingestellt werde. Gemäss dem prozessorientierten Beratungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">to</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">koll des RAV (Urk. 5/47) hat der Beschwerdeführer am 1. Juni 2015 mit dem für ihn zuständigen Berater des RAV telefoniert und diesem dabei mitgeteilt, dass er es nicht verstehen könne, weshalb er in Bezug auf die Kontrollperioden März und April 2015 in der Anspruchsberechtigung eingestellt werde (S. 5). Dieser Umstand hat als Indiz dafür zu gelten, dass dem Beschwerdeführer die Unrechtmässigkeit des Bezugs von im Monat Mai 2015 zu viel ausgerichteten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Leistungen bewusst war. Unter diesen Umständen ist davon auszugehen, dass der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerdeführer wenigstens im Sinne eines Eventualvor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">satzes einen unrecht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässigen Bezug von Leistungen der Arbeitslosenversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung billigend in Kauf nahm. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer, welchem die Meldung des RAV vom 21. Mai 2015 betreffend Einstellung in der Anspruchsberechtigung für ungenügende Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">müh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ungen im Monat April 2015 (Urk. 5/51) bekannt war, hätte daher bei Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wendung einer nach einem objektiven Massstab in einer solchen Situation vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausgesetzten üblichen Sorgfalt erkennen müssen, dass dem Beschwerdegeg-ner bei der Auszahlung der Arbeitslosenentschädigung und der Bemessung des Leistungsanspruchs für den Monat Mai ein Fehler unterlaufen ist, und dass er nicht die ungekürzte Leistung sondern lediglich eine um die Einstellung in der Anspruchsberechtigung reduzierte Leistung hätte ausbezahlen müssen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Gesagtem steht daher fest, dass der Beschwerdeführer bei Erhalt der Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungsbrechnung vom 27. Mai 2015 betreffend Anspruch auf Arbeitslosenent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schädigung für den Monat Mai 2015 (Urk. 5/35) beziehungsweise bei Erhalt der diesbezüglichen Leistungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht das Mindestmass an Aufmerksamkeit aufge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">det </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, das von einem verständigen Menschen in gleicher Lage und unter den gleichen Umständen verlangt werden darf. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Seine Unterlassung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> stellt keine lediglich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leichte Nachlässigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dar. Vielmehr ist von einem grobfahrlässigen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Verhalten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">auszugehen, welches </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den guten Glauben als Erlassvoraussetzung von vornherein ausschliesst (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hievor). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demnach fehlte es dem Beschwerdeführer in Bezug auf die für die Monate März 2015 bis Februar 2016 zu Unrecht ausgerichteten Leistungen im Betrag von Fr. 1‘162.10 sowie in Bezug auf die für den Monat Mai 2015 zu Unrecht aus-gerichteten Leistungen im Betrag von Fr. 880.80 an der Erlassvoraussetzung des guten Glaubens. Bei diesem Ergebnis ist nicht zu prüfen, ob - als weitere Voraussetzung für den Erlass der Rückerstattung unrechtmässig bezogener Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen - eine grosse Härte vorliegt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen bleibt, ob die die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 2. Dezember 2016 (Urk. 5/19) zu Recht auf das Erlassgesuch des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führers betreffend die für den Monat April 2015 zu viel ausgerichteten Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tungen im Betrag von Fr. 880.80 nicht eintrat. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei Prüfung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erlassvoraussetzung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der grossen Härte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ist grundsätzlich der Zeitpunkt massgebend, in welchem über die Rückforderung rechtskräftig ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schieden wurde (Art. 4 Abs. 2 ATSV; vgl. BGE 116 V 290 E. 2c). Demzufolge ist auf die finanziellen Verhältnisse bei Erlass der rechtskräftigen Verfügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">14. August 2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5/2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) abzustellen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine grosse Härte liegt gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 ATSV vor, wenn die vom Bundesgesetz über Ergänzungsleis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) anerkann</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Ausgaben und die zusätzlichen Ausgaben nach Abs. 4 die nach ELG anrechen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">baren Einnahmen übersteigen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei den Akten befindet sich eine Unterstützungsbestätigung des Sozialdienstes der Gemeinde P.___ vom 20. April 2016 (Urk. 5/7), wonach der Beschwerdeführer ab 1. April 2016 wirtschaftlich unterstützt werde. Für die Zeit des Erlasses der Verfügung vom 14. August 2015 ist den Akten indes keine solche Bestätigung zu entnehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Den Akten ist sodann zu entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin mit Schrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben vom 4. November 2016 (Urk. 5/17) den Beschwerdeführer aufforderte, ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dene Unterlagen zu seinen finanziellen Verhältnissen, insbesondere die Lohnabrechnungen für den Monat September 2015 und Belege über andere Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">künfte einzureichen. Gleichzeitig wurde der Beschwerdeführer darauf hingewie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen, dass auf das Erlassgesuch nicht eingetreten werde, sollten die erforder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Unterlagen nicht innerhalb von 20 Tagen ab Erhalt des Schreibens ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">treffen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es der Beschwerdeführer in der Folge unterliess, die notwendigen Unterlagen zur Beurteilung seiner finanziellen Situation sowie der Frage nach einer grossen Härte im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 14. August 2015 (Urk. 5/2) einzureichen, ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin mit der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom 2. Dezember 2016 (Urk. 5/19), bestätigt durch den angefochtenen Einspracheentscheid vom 11. Januar 2017 (Urk. 2), androhungsgemäss auf das Erlassgesuch betreffend die für den Monat April 2015 zu viel ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">richteten Leistungen im Betrag von Fr. 880.80 nicht eintrat. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demzufolge ist die gegen den Einspracheentscheid vom 11. Januar 2017 erho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bene Beschwerde abzuweisen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Der Einzelrichter erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">seco - Direktion für Arbeit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Arbeitslosenkasse Unia, SC 722, Postfach, 8010 Zürich-Mülligen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der EinzelrichterDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>BachofnerVolz</p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>