<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2005.00029</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205480&amp;W10_KEY=13013563&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2005.00029</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.11.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung für die Steuerperiode 2002</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kapitalsteuer Statuts als Domizilgesellschaft Mangels genügenden Auslandsbezugs ist der Pflichtigen der anbegehrte Status als Domizilgesellschaft zu versagen und gelangt der ordentliche Kapitalsteuersatz von (in der fraglichen Steuerperiode noch) 1,5 Promille zur Anwendung. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLANDSBEZUG">AUSLANDSBEZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DOMIZILGESELLSCHAFT">DOMIZILGESELLSCHAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWINNSTEUER">GEWINNSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KAPITALSTEUER">KAPITALSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOVENVERBOT">NOVENVERBOT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 74 Abs. I StG</span><br/><span class="ungerade">§ 85 Abs. I StG</span><br/><span class="gerade">Art. 28 Abs. III StHG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die A AG bezweckt die Beteiligung an und Finanzierung von Unternehmen, Projekten und Personen sowie Erwerb, Verkauf, Halten und Verwalten von VermÃ¶genswerten aller Art auf eigene und auf fremde Rechnung. Das kantonale Steueramt veranlagte die Pflichtige fÃ¼r die Steuerperiode 1.1.-31.12.2001 unter BerÃ¼cksichtigung eines Verlustvortrags deklarationsgemÃ¤ss rechtskrÃ¤ftig mit Fr. â¦ steuerbarem Reingewinn und Fr. â¦ steuerbarem Kapital. Der Kapitalsteuertarif wurde auf den Normalsatz von 1,5â° festgesetzt. In der SteuererklÃ¤rung 2002 wies die Pflichtige einen Reinverlust von Fr. â¦ und ein steuerbares Kapital von Fr. â¦ aus; zudem verlangte sie, als Domizilgesellschaft im Sinne von § 74 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) anerkannt zu werden. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte sie aus, ihre TÃ¤tigkeit beschrÃ¤nke sich auf Beteiligungen und Finanzierungen; sowohl im Ausland als auch im Inland verwalte sie eigenes VermÃ¶gen.</p> <p class="Urteilstext">Der SteuerkommissÃ¤r schÃ¤tzte sie aufgrund der deklarierten Steuerfaktoren ein, verweigerte indessen die Qualifikation als Domizilgesellschaft und setzte den Kapitalsteuersatz wie im Vorjahr auf 1,5â° fest. Im Einspracheverfahren beharrte die Pflichtige auf der Anerkennung als Domizilgesellschaft. Die Einsprache wurde am 28. Oktober 2004 vom kantonalen Steueramt abgewiesen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Steuerrekurskommission II wies den von der Pflichtigen erhobenen Rekurs am 11. Februar 2005 ab. Sie begrÃ¼ndete diesen Entscheid mit der Feststellung, die Pflichtige erfÃ¼lle die auslegungsgemÃ¤ss erforderlichen Voraussetzungen einer Domizilgesellschaft nach § 74 Abs. 1 StG nicht.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 16. MÃ¤rz 2005 liess die Pflichtige beantragen, sie sei als Domizilgesellschaft im Sinne der §§ 74 Abs. 1 und 82 Abs. 1 StG zu besteuern und es sei der Reingewinn fÃ¼r die Steuerperiode vom 1.1.-31.12.2002 mit Fr. â¦ und das steuerbare Kapital per 1.1.2003 mit Fr. â¦ einzuschÃ¤tzen. Zudem verlangte sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend die Steuerrekurskommission II auf Vernehmlassung verzichtete, beantragte das kantonale Steueramt Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Urteilstext"><span>Der Einzelrichter Ã¼berwies die Akten der 2. </span><span>Kammer zur Beurteilung.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 StG alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</p> <p class="UrteilstextCharCharCharChar"><span class="UrteilstextCharCharCharCharChar">Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Rekurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessenÃ¼berschreitung und auf Ermessensmiss</span>brauch (RB 1999 Nr. 147).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Im Beschwerdeverfahren gilt das Novenverbot. FÃ¼r das Verwaltungsgericht ist somit die gleiche Aktenlage massgebend wie fÃ¼r die Rekurskommission. Tatsachen oder Beweismittel, die nicht spÃ¤testens im Rekursverfahren behauptet bzw. vorgelegt oder angerufen worden sind, dÃ¼rfen infolgedessen im Beschwerdeverfahren grundsÃ¤tzlich nicht nachgebracht werden. Vom Novenverbot ausgenommen sind dagegen echte Noven, namentlich neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und Beweismittel, die auf einem Revisions- oder Nachsteu­ergrund (§ 155 beziehungsweise § 160 StG) beruhen oder der StÃ¼tzung von geltend gemachten Rechtsverletzungen dienen, die ihrer Natur nach neuer tatsÃ¤chlicher Vorbringen oder Beweismittel bedÃ¼rfen. Neue, erstmals vor Verwaltungsgericht gestellte Rechtsbegehren sind schliesslich allgemein zulÃ¤ssig, sofern sie sich nicht auf Tatsachen und Beweismittel stÃ¼tzen, welche unter das Novenverbot fallen (RB 1999 Nr. 149).</p> <p class="Erwgung2">Diese Rechtslage im Steuerbeschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht ist vergleichbar mit derjenigen im Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren vor Bundesgericht, wo gemÃ¤ss Art. 105 Abs. 2 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 (OG) die Sachverhaltsfeststellung das Bundesgericht bindet, wenn eine richterliche BehÃ¶rde als Vorinstanz den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollstÃ¤ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt hat, woraus sich in solchen FÃ¤llen die UnzulÃ¤ssigkeit neuer Tatsachen und Beweismittel ergibt (BGE 130 II 149 E. 1.2 mit weiteren Hinweisen). Damit befindet sich das vor dem ZÃ¼rcher Verwaltungsgericht bei Steuerbeschwerden geltende Novenverbot auch in Ãbereinstimmung mit Art. 98a Abs. 3 OG<span>.</span></p> <p class="UrteilstextCharCharCharChar">Kein anderes Ergebnis folgt schliesslich aus der Rechtsweggarantie von Art. 29a der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) und aus der harmonisierungsrechtlich gebotenen ParallelitÃ¤t des Instanzenzugs von kantonalen Steuern und direkter Bundessteuer (vgl. Michael Beusch, <span>Auswirkungen der Rechtsweggarantie von Art. 29a BV auf den Rechtsschutz im Steuerrecht</span>, ASA 73 [2004/05], 719 f.; ders., Vereinbarkeit eines Novenverbots vor der zweiten kantonalen Instanz mit den Vorgaben des Bundesgesetzes Ã¼ber die direkte Bundessteuer sowie dem Steuerharmonisierungsgesetz, Bemerkungen zum Bundesgerichtsentscheid vom 27. Oktober 2004, 2A.609/2003 = StE 2005 A 23.2 Nr. 2, in AJP 2005, 869 ff.).</p> <p class="Urteilstext">Diese Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts hat das Bundesgericht in einem aktuellen Entscheid geschÃ¼tzt (BGE 131 II 548). </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Pflichtige wurde fÃ¼r die Steuerperiode vom 1.1. - 31.12.2002 mit einem Reingewinn von Fr. â¦ und einem steuerbaren Kapital von Fr. â¦ eingeschÃ¤tzt, was sich mit dem bezifferten Beschwerdeantrag deckt. Insoweit ist die EinschÃ¤tzung demnach nicht angefochten. Da sich gemÃ¤ss § 85 Abs. 1 StG das steuerbare Kapital nach dem Stand am Ende der Steuerperiode bemisst, ist vorliegend der 31.12.2002 massgebend. Auf den (wohl versehentlich gestellten) Antrag, das steuerbare Kapital per 1.1.2003 festzusetzen, kann demzufolge nicht eingetreten werden.</p> <p class="Urteilstext">Die Pflichtige macht erstmals in der Beschwerde unter Beilage eines Depotauszugs per 31.12.2001 geltend, sie habe knapp Fr. 500'000.- in auslÃ¤ndischen Wertschriften angelegt gehabt, die sich im Depot bei der X-Bank befunden hÃ¤tten. Diese neue tatsÃ¤chliche Behauptung fÃ¤llt unter das Novenverbot und kann deshalb im Beschwerdeverfahren nicht berÃ¼cksichtigt werden (vgl. vorstehend ErwÃ¤gung Ziffer 1.2).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Streit dreht sich um die Frage, ob die Pflichtige als Domizilgesellschaft zu qualifizieren und fÃ¼r die Berechnung der einfachen Kapitalsteuer demzufolge der fÃ¼r Holding-, Domizil- und gemischte Gesellschaften geltende Tarif von 0,3â° zur Anwendung komme.</p> <p class="Urteilstext">Als Domizilgesellschaften im Sinne von § 74 Abs. 1 StG besteuert werden kÃ¶nnen Kapitalgesellschaften, Genossenschaften und Stiftungen, die in der Schweiz eine VerwaltungstÃ¤tigkeit, aber keine GeschÃ¤ftstÃ¤tigkeit ausÃ¼ben. Der Sinngehalt der mit unbestimmten Rechtsbegriffen umschriebenen Tatbestandsvoraussetzungen ergibt sich nicht unmittelbar aus dem Gesetzeswortlaut, sondern ist durch Auslegung zu ermitteln. Die ErwÃ¤hnung einer in der Schweiz zulÃ¤ssigen TÃ¤tigkeit ist vor dem Hintergrund der Abgrenzung der hier zulÃ¤ssigerweise ausgeÃ¼bten AktivitÃ¤ten gegenÃ¼ber den AuslandaktivitÃ¤ten zu sehen. Folgerichtig unterscheidet das Gesetz fÃ¼r die Spartenrechnung bei der Gewinnsteuer zwischen EinkÃ¼nften aus der Schweiz und solchen aus auslÃ¤ndischer Quelle.</p> <p class="Urteilstext">Nach den zutreffenden ErwÃ¤gungen der Rekurskommission verlangt § 74 Abs. 1 StG einen ausreichenden Auslandbezug der Gesellschaft. Aus dem Umstand, dass die â frÃ¼her in einzelnen kantonalen Gesetzen als formelles Kriterium vorgesehene â auslÃ¤ndische Beherrschung gemÃ¤ss dem auch fÃ¼r den ZÃ¼rcher Gesetzgeber massgebenden Art. 28 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 Ã¼ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden nicht Bedingung der subjektiven Berechtigung ist, kann nicht die Absicht des Harmonisierungsgesetzgebers abgeleitet werden, generell Gesellschaften ohne rechtsgenÃ¼genden Auslandbezug zu privilegieren. Eine Privilegierung lÃ¤sst sich denn auch aus verfassungsrechtlichen GrÃ¼nden nur fÃ¼r Gesellschaften rechtfertigen, die Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland unterhalten, welche grundsÃ¤tzlich eine internationale Doppelbesteuerung auslÃ¶sen kÃ¶nnten (vgl. Ferdinand Zuppinger/Peter BÃ¶ckli/Peter Locher/Markus Reich, Steuerharmonisierung, Bern 1984, S. 272; Markus Reich, Die Besteuerung der Holding-, Beteiligungs- und Verwaltungs-Gesellschaften im Kanton ZÃ¼rich, StR 37 S. 552). Nach den zutreffenden Feststellungen der Rekurskommission ging es auch dem zÃ¼rcherischen Gesetzgeber nie darum, jegliche Form von Verwaltung inlÃ¤ndischen VermÃ¶gens mittels Kapitalanlagen steuerlich zu entlasten, sondern wurde immer vom Erfordernis eines Auslandbezugs fÃ¼r die Qualifikation als Domizilgesellschaft ausgegangen.</p> <p class="Urteilstext">Die Pflichtige wendet dagegen unter anderem ein, der geforderte Auslandsbezug ergebe sich (nur) fÃ¼r Gesellschaften im Sinne von § 74 Abs. 2 StG. Wie die Rekurskommission zutreffend dargelegt hat, erweist sich der Gesetzeswortlaut als auslegungsbedÃ¼rftig, wobei in Anbetracht der vom Gesetzgeber verwendeten unbestimmten Rechtsbegriffe eine grammatikalische Auslegung nicht zum Ziel fÃ¼hrt. Weder der Wortlaut noch die Systematik des § 74 StG schliessen aus, dass auch Domizilgesellschaften im Sinne von § 74 Abs. 1 StG einen Auslandbezug aufweisen mÃ¼ssen.</p> <p class="Urteilstext">Nach den unbestrittenen Feststellungen der Rekurskommission bestanden sodann die Aktiven der Pflichtigen (nach Buchwerten) grÃ¶sstenteils aus flÃ¼ssigen Mitteln sowie Forderungen und Darlehen gegenÃ¼ber schweizerischen Tochtergesellschaften beziehungsweise dem Aktionariat. Der gesamte Buchwert der Beteiligungen betrÃ¤gt weniger als 20% der Bilanzsumme. Die im GeschÃ¤ftsjahr 2002 erzielten ErtrÃ¤ge setzen sich im Wesentlichen aus ZinsertrÃ¤gen, Kursgewinnen bzw. -verlusten und geringfÃ¼gigen DividendeneinkÃ¼nften zusammen. Aufgrund der Einzelheiten des Jahresabschlusses sowie gestÃ¼tzt auf weitere aktenkundige Informationen Ã¼ber die TÃ¤tigkeiten der Gesellschaft schloss die Rekurskommission, der Pflichtigen fehle der fÃ¼r die Qualifikation als Domizilgesellschaft erforderliche Bezug zum Ausland. Dieses Ergebnis ist gesetzmÃ¤ssig.</p> <p class="Urteilstext">Ist die Pflichtige nicht als Domizilgesellschaft, sondern ordentlich zu besteuern, findet fÃ¼r die Berechnung der einfachen Kapitalsteuer der ordentliche Tarif von 1,5â° Anwendung (§ 82 Abs. 1 StG in der Fassung vom 11. September 2000).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten der unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und steht ihr keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 152 und 153 Abs. 4 StG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'100.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>