<h2>SubmittedText<h2><p>Die Kirschessigfliege ist definitiv in der Schweiz angekommen und verursacht grosse Schäden. Dies ist eine direkte negative Folge der Globalisierung analog den Neophyten usw. Die finanziellen Folgen solcher Schäden sind beachtlich. Gemäss dem Verursacherprinzip sollte für solche Folgeschäden ein Fonds geschaffen werden. Dieser Fonds könnte z. B. via Mehrwertsteuer oder direkt durch eine Abgabe auf dem Import solcher "Foodware" gespiesen werden.</p><p>- Wie beurteilt der Bundesrat einen solchen Fonds?</p><p>- Was gedenkt er zu tun?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Kirschessigfliege wurde im Jahr 2008 via Importe nach Europa (Spanien) eingeschleppt. In der Schweiz wurde der Schädling im Jahr 2011 erstmals im Tessin auf Heidelbeerkulturen festgestellt. Seither breitet er sich auf natürlichem Weg weiter aus. Bisher verursachte das Insekt wirtschaftliche Schäden vor allem auf Beerenkulturen. Im Jahr 2014 sind erstmals auch Kirschen betroffen. Die Beeinträchtigung weiterer Kulturen ist zu erwarten.</p><p>Für die Versorgung der Bevölkerung mit frischen Früchten und Gemüse ist die Schweiz auf Importe angewiesen. Phytosanitäre Kontrollen an der Grenze sind wichtig und werden bei 100 Prozent der Importe aus Drittstaaten durchgeführt. Dafür wird eine Gebühr von 60 Schweizerfranken pro Sendung erhoben. Für die Überwachung und Bekämpfung neuer Schadorganismen werden u. a. so generierte Bundesmittel eingesetzt. Das Bundesamt für Landwirtschaft und Agroscope arbeiten mit Hochdruck an der Entwicklung von angepassten Lösungen. Damit diesem neuen gefährlichen Schädling im Obstbau erfolgreich begegnet werden kann, sind alle Beteiligten stark gefordert. Der Bundesrat erachtet es jedoch als nicht zielführend, über die Mehrwertsteuer einen Fonds für die Folgeschäden solcher Schadorganismen zu schaffen.</p>