<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2015.01078</span></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiber Würsch</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 22. Mai 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Procap Schweiz</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Advokatin Karin Wüthrich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1973, hat eine Ausbildung zur Verkäuferin absolviert (Urk. 7/1/13) und ist seit dem 1. Januar 2012 bei der Y.___ als Mitarbeiterin in der Administration und Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">duktion angestellt (Urk. 7/105; Urk. 7/126/10 f.). Unter Hinweis auf Darm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">probleme nach dreimaliger Operation sowie eine Angsterkrankung hatte sie sich am 11. April 2011 bei der Invalidenversicherung zum Rentenbezug angemeldet (Urk. 7/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte in der Folge nebst Auszügen aus dem individuellen Konto (IK-Auszug; Urk. 7/7; Urk. 7/125) insbesondere diverse Arztberichte (Urk. 7/11-63) sowie Arbeitgeberfragebögen ein (Urk. 7/9 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Vorbescheid vom 21. Juli 2011 stellte sie die Abweisung des Leistungs-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gehrens in Aussicht (Urk. 7/86), wogegen die Versicherte am 2. August 2011 Einwand erhob (Urk. 7/90). In der Folge zog die IV-Stelle Unterlagen der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 7/101 f.) und gab bei der MEDAS Z.___ ein interdisziplinäres Gutachten in Auftrag (MEDAS-Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten vom 21. Februar 2014; Urk. 7/126).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Vorbescheid vom 10. April 2014 kündigte die IV-Stelle erneut an, dass sie gedenke, das Leistungsbegehren abzuweisen (Urk. 7/129), wogegen die Versicherte wiederum Einwand erhob (Urk. 7/133+139). Nach Eingang einer Stellungnahme der MEDAS Z.___ (Urk. 7/147) sowie eines weiteren psychiat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rischen Gutachtens (Urk. 7/158) verfügte die IV-Stelle schliesslich am 18. September 2015 im angekündigten Sinne (Urk. 7/161 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen erhob X.___ am 19. Oktober 2015 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihr sei ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt eine Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen. Gleichzeitig ersuchte die Versicherte um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie Rechtsvertretung (S. 2). Mit Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deantwort vom 16. November 2015 ersuchte die IV-Stelle um Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Nachdem die Versicherte ergänzende Unterlagen betreffend ihre finanziellen Verhältnisse eingereicht hatte (Urk. 8-10), wurde das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung mit gerichtlicher Verfügung vom 10. Dezember 2015 abgewiesen (Urk. 11).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzes über die Invalidenversicherung [</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreivier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Leiden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Krankheitswert besteht, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf mögliche psychische Komorbiditäten verliert eine depressive Problematik nicht bereits wegen einer medizinischen Konnexität zum Schmerzleiden ihre Bedeutung als potentiell ressourcenhemmender Faktor </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3). Bei Störungen im mittelgradigen Bereich ist indes die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> invalidisierende Wirkung - weiterhin - besonders sorgfältig zu prüfen. Es darf nicht unbesehen darauf geschlossen werden, eine solche Störung vermöchte eine voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde (teilweise) Erwerbsunfähigkeit zu bewirken und wäre damit eine relevante Komorbidität </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4.3.1.3; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_125/2015 vom 18</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Novem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2.1 mit Hinweis und 9C_168/2015 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.2). Auch nach der Praxis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">änderung vom 3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2015 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 141 V 281) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gelten psychische Störungen der hier interessierenden Art nur als invalidisierend, wenn sie schwer und therapeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tisch nicht (mehr) angehbar sind, was namentlich bei noch nicht lange chro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nifizierten Krankheitsgeschehen voraussetzt, dass keine therapeutische Option mehr und somit eine Behandlungsresistenz besteht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 4.3.1.2; v</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gl. Urteile des Bund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">esgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5 und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2.1). An der bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichtlichen Praxis, wonach leichte bis höchstens mittelschwere Störun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen aus dem depressiven Formenkreis in der Regel therapierbar sind und invalidenversicherungsrechtlich zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen (vgl. Urteile des Bund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">esgerichtes 9C_836/2014 vom 23. März 2015 E. 3.1, 9C_474/2013 vom 20.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2014 E. 5.4, 9C_696/2012 vom 19. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2013 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.2.1, 9C_250/201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 vom 29. November 2012 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5, 9C_736/2011 vom 7.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2012 E. 4.2.2.1 sowie 9C_917/2012 E. 3.2 vom 14. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">August 2013) hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nichts geändert (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_125/2015 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">November 2015 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 7.2.1 und 9C_168/2015 vom 13. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E. 4.2 mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ist eine mittelgradige depressive Episode eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">„blosse“</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Begleiterscheinung (zum Beispiel Urteil des Bund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">esgerichts 8C_689/2014 vom 19. Januar 2015 E. 3.4; vgl. auch Rahel Sager, Die bundesgerichtliche Rechtsprechung betref</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fend Depression, in: SZS 2015 308 ff., 312) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu einer somatoformen Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung oder einem vergleichbaren psychosoma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Leiden (vgl. BGE 137 V 64 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), beurteilt sich die Frage der invalidisierenden Wirkung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen nach der Schme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rzrechtsprechung (BGE 141 V 281; vgl. BGE 140 V 290 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.2; vgl. Urteile des Bundesgeri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chts 8C_624/2015 vom 25. Januar 2015 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.2 und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 4.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine leichte depressive Episode stellt nach der Gerichtspraxis keine Komorbidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tät von hinreichender Erheblichkeit im Sinne der früheren Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung zu den unklaren syndromalen Beschwerdebildern dar. Sie ist auch grundsätzlich nicht geeignet, eine leistungsspezifische Invalidität zu begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den (Urteil des Bundesgerichts 9C_337/2015 vom 7. April 2016 E. 4.4.1 mit weiteren Hinweisen).</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Persönlichkeitsstörungen können aufgrund klinischer psychiatrischer Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchungen klar diagnostiziert werden (vgl. BGE 139 V 547 E. 7.1.4; vgl. </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rz 1003 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über die Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 des IVG [KSSB] in der ab 1. Januar 2016 gültigen Fassung). Sie zählen recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechungsgemäss nicht zu den pathogenetisch-ätiologisch unklaren synd</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">romalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage. Die Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 ist auf Persönlichkeitsstörungen nicht anwendbar (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_730/2015 vom 24. Februar 2016 E. 4.1 und 8C_6/2016 vom 3. Februar 2016 E. 4.2.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">det sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung vom 18. September 2015 (Urk. 2) im Wesentlichen auf den Standpunkt, dass es sich bei den im konkreten Fall ausgewiesenen Diagnosen um überwindbare Gesundheitsschäden handle, welche invalidenversicherungsrechtlich nicht relevant seien. Aus diesem Grund bestehe kein Anspruch auf eine Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rente (S. 2 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte entgegnete in ihrer Beschwerdeschrift vom 19. Oktober 2015 (Urk. 1), dass in allen Gutachten und Arztberichten durchgehend Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt worden seien. Es werde bestritten, dass ein überwindbarer Gesundheitsschaden vorliege (S. 6). Zusätzlich brachte die Beschwerdeführerin vor, dass sich die IV-Stelle nicht in rechtsgenügender Weise mit dem vorliegenden Fall auseinandergesetzt habe. Dies betreffe einerseits die depressive Erkrankung, andererseits aber auch die mit psychiatrischem Gutachten vom 12. November 2011 attestierte somatoforme Störung. Die IV-Stelle habe eine blosse Behauptung der angeb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Überwindbarkeit aufgestellt, dabei allerdings zu Unrecht die mit die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sem Aspekt zusammenhängenden Fragen nicht abgeklärt (S. 7 f.). Auf Basis der Aussagen der Gutachter sei zudem erstellt, dass der Beschwerdeführerin aus medizinischen Gründen ein höheres Arbeitspensum als 60 % nicht zumutbar sei, da es ansonsten zu einer gesundheitlichen Verschlechterung kommen würde (S. 9). Offensichtlich unrichtig und haltlos sei sodann mit Blick auf das psychiatrische Gutachten vom 30. Juni 2015 die Aussage in der angefochtenen Verfügung, wonach die geschilderte Energielosigkeit weder bei der Untersuchung noch beim geschilderten Tagesablauf hätte festgestellt werden können (S. 9 f.). Zusammenfassend seien die Voraussetzungen für die Zusprechung von Rentenleistungen erfüllt, da eine anhaltende Arbeitsun-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit von mehr als 40 % attestiert worden sei (S. 10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gesundheitszustand der Versicherten lässt sich anhand der Aktenlage im Wesentlichen wie folgt zusammenfassen:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 27. August 1999 diagnostizierte Dr. med. A.___, Facharzt für Neurologie, bei der Beschwerdeführerin einen wechselhaften Schwindel bei Verdacht auf chronisch rezidivierende Hyperventilation, eine chronifizierte Migräne mit Aura bei Analgetika-Abusus sowie einen Nikotin-Abusus (Urk. 7/62/1). Es bestünden Anzeichen für eine Belastungssituation oder eventuell eine larvierte Depression, da die Versicherte über Schlafstörungen, Energielosigkeit, Tagesmüdigkeit sowie rasche Ermüdbarkeit geklagt habe (Urk. 7/62/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vom 13. Juli bis 10. August 2000 war die Beschwerdeführerin auf der psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">somatischen Abteilung der B.___ hospitalisiert. Mit Bericht vom 1. September 2000 wurden insbesondere die folgenden Diagno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen gestellt (Urk. 7/57/1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Gemischte dissoziative Störung (Konversionsstörungen; ICD-10 F44.7) mit Nausea, Inappetenz, Gewichtsverlust, chronischer Obstipation, Laxantien-Abusus, Kopfschmerzen sowie teilweise auch anorektischer Symptomatik</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Längere depressive Reaktion mit Suizidalität (ICD-10 F43.21)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Anamnestisch chronifizierte Migräne ohne Aura bei Analgetika-Abu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sus</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Vordergrund sei für die Versicherte die Behandlung der Depression gestan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den. Von Beginn an habe sie jedoch eine grosse Ambivalenz gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">über den Therapien gezeigt. Gleichzeitig habe sie unter hohem Leidensdruck gestanden und sei rezidivierend akut suizidal gewesen. Diverse medikamen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">töse Versuche, die quälende Übelkeit anzugehen, seien fehlgeschlagen. Ins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesamt hätten die Therapieangebote und Strukturen nicht den Erwartungen der Beschwerdeführerin entsprochen, weshalb sie ein ambulantes Setting vorgezogen habe. Im Zeitraum der stationären Behandlung habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden und anschliessend eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/57/4 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Infolge eines durch Laxantien-Abusus verursachten Rectalprolapses sowie eines Dolichocolons unterzog sich die Versicherte am 10. September 2002 im C.___ einem operativen Eingriff, welcher gemäss Bericht der Klinik vom 19. September 2002 sehr gut verlaufen sei (Urk. 7/49).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt in seinem Bericht vom 23. Januar 2005 namentlich die folgenden Diagnosen fest (Urk. 7/38/1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Häufige Übelkeit im Sinne einer autonomen Funktionsstörung des obe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ren Gastrointestinaltrakts (ICD-10 F45.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig weitgehend remittiert unter Antidepressiva-Medikation (ICD-10 F33.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Panikstörung mit ausgeprägter Hyperventilation, aktuell weitgehend remittiert (ICD-10 F41.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Anamnestisch gemischte Essstörung mit Symptomen einer Anorexia nervosa und atypischen Bulimia nervosa (ICD-10 F50.1 und F50.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sämtliche Symptome seien vor dem Hintergrund einer emotional instabilen Persönlichkeit (Borderline-Typ) zu interpretieren, wobei nicht von einer eigentlichen Persönlichkeitsstörung gesprochen werden könne. Hierzu müsse die Lebensbewältigung deutlicher eingeschränkt sein. Grundsätzlich empfeh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lenswert sei die Fortführung der bisherigen hausärztlichen, medikamentösen sowie psychotherapeutischen Behandlung (Urk. 7/38/3). Eine stationäre Behandlung erachtete Dr. D.___ aus verschiedenen Gründen für kontrapro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">duktiv (Urk. 7/38/4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Zweck einer Operation eines Bridenileus des Dünndarms war die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte vom 23. November bis 23. Dezember 2008 im E.___ hospitalisiert (Urk. 7/28/1). Infolge eines Salmonellen- und Wundinfekts kam es in der Folge von Dezember 2008 bis Januar 2009 zu weiteren spitalärztlichen Behandlungen (Urk. 7/26 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. F.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nem Arztbericht vom 17. Mai 2011 aus, dass sich insbesondere rezidivie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rende depressive Episoden, eine transformierte Migräne sowie eine Ess-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten auswirken würden (Urk. 7/11/3). Vom 16. August 2010 bis 24. Januar 2011 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ab dem 11. April 2011 betrage diese zufolge besserungsfähigen Gesundheitszustandes noch 33 % (Urk. 7/11/4). Dr. F.___ attestierte indes am 16. August 2011 eine seit dem 4. Juli 2011 bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Die Wiederaufnahme der Arbeit sei in absehba</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rer Zeit nicht möglich (Urk. 7/93). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. D.___ hielt in seinem Bericht vom 26. September 2011 fest, dass seit August 2010 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe. Das aktuelle Beschwerdebild sei geprägt durch ständige Übelkeit bis zum Erbrechen, pho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bische Angst vor dem Erbrechen, sozialphobische Symptome, Panikattacken, Albträume, ein mittelgradig depressives Syndrom mit depressiver Verstim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mung, Antriebs- und massivem Energiemangel, Freudlosigkeit, Schlafstörun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, Libidomangel sowie Zukunftsängsten (Urk. 7/94/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dem psychiatrisch/psychologischen Gutachten der G.___, vom 12. Dezember 2011 lassen sich die folgenden Diagnosen entnehmen (Urk. 7/102/16):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Somatoforme autonome Funktionsstörung des oberen Gastro-intestinal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">trakts (ICD-10 F45.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Spezifische (isolierte) Phobie, Emetophobie (ICD-10 F40.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Panikstörung, episodisch paroxysmale Angst (ICD-10 F41.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Rezidivierende depressive Störungen, gegenwärtig leichte Episode unter medikamentöser Behandlung (ICD-10 F33.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kombinierte (selbstunsichere, zwanghafte, Borderline) Persönlich-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">keits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">störung (ICD-10 F61.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Versicherte sei anlässlich der Untersuchung wach, bewusstseinsklar und zu den Qualitäten Person, Situation, Zeit und Ort vollständig orientiert gewesen. Der Gedankengang sei geordnet gewesen und es hätten sich keine Anhaltspunkte für Ich- oder Wahrnehmungsstörungen finden lassen. Im Gespräch sei die Beschwerdeführerin aufgeschlossen und freundlich und ihr Verhalten situationsadäquat gewesen. Die emotionale Schwingungsfähigkeit habe sich als beeinträchtigt erwiesen, gestische Mitbewegungen seien nur spärlich eingesetzt worden. Die Stimmung sei deutlich deprimiert, die mimi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche Beweglichkeit in ihrem Spektrum eingeschränkt und der Antrieb redu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziert gewesen. Eine floride Suizidalität habe nicht bestanden. Die Auffassung für die besprochenen Themen sei intakt gewesen und es hätten sich keine sicheren Einschränkungen der Gedächtnisleistungen erkennen lassen. Eben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">falls nicht beeinträchtigt gewesen seien die Konzentration und Ausdauer. Durch interne und externe Reize sei die Versicherte nicht ablenkbar gewesen. Zudem habe keine Beeinträchtigung durch Ängste, Phobien, Zwänge oder paranoide Ideen vorgelegen. Raschen Themenwechseln habe die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin gut folgen und problemlos Bezug zu zuvor besprochenen Themen herstellen können. Die Intelligenz liege im Durchschnittsbereich. Hinweise für eine Störung der verbalen oder bildlichen Auffassung hätten sich nicht ergeben (Urk. 7/102/9 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der klinische Befund und die Ergebnisse der psychometrischen Testung wür</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den für das Vorliegen einer komorbiden psychischen Störung sprechen. Deren vorliegende Ausprägung sei geeignet, die berufliche Leistungsfähigkeit erheblich zu mindern. Die Versicherte sei aber an einem Therapieerfolg inte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ressiert und motiviert, ihren Genesungsprozess voranzutreiben. Die bisher partielle Remission der Symptomatik sei als Ausdruck einer Wirksamkeit der verordneten Psychopharmaka sowie der psychologischen Betreuung zu inter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pretieren. Angesichts des aktuellen Befundes sei die Arbeitsfähigkeit nun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mehr schrittweise steigerbar. Es werde eine Arbeitsfähigkeit von 20 % ab dem 1. Januar 2012 vorgeschlagen. Zu empfehlen sei eine langsame monat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Steigerung in 20%-Schritten, womit ab Mai 2012 eine volle Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit erreicht werden könne (Urk. 7/102/16 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. D.___ führte in seinem Bericht vom 9. August 2012 an, dass sich die Versicherte im Verlauf des letzten Jahres deutlich in ihrer Befindlichkeit habe bessern können. Die Erwerbstätigkeit im Geschäft ihres Lebenspartners erscheine optimal. Seit Juni 2012 arbeite sie zu einem 50%-Pensum und möchte dieses über die folgenden Monate bis auf etwa 90 % steigern. Unter den aktuellen Bedingungen würden beste Voraussetzungen bestehen, dass sie ihr Ziel auch erreiche. Dr. D.___ sehe die Versicherte nur etwa alle zwei Monate, ab und zu finde ein Telefonat statt. Dies scheine als therapeutische Unterstützung zu genügen und die Medikation werde weitgehend unverän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dert weitergeführt (Urk. 7/112/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.10</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das interdisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 21. Februar 2014 führt sodann die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Angst- und depressive Störung, gemischt (ICD-10 F41.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirken würden sich dagegen namentlich die atypische Anorexia nervosa (ICD-10 F50.1), die seit Jahren bestehende Obstipation mit Laxantien-Abusus sowie der chronische Dauerkopfschmerz durch Triptan-Übergebrauch (Urk. 7/126/22).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus allgemein-internistischer Sicht hätten sich aufgrund der Begutachtung mit körperlicher Untersuchung und unter Berücksichtigung der Aktenlage keine Auffälligkeiten oder Funktionsbeeinträchtigungen feststellen lassen. Die Versicherte sei zu 100 % leistungsfähig und das Zeitpensum liege bei 8.5 Stunden pro Tag. Dies gelte auch hinsichtlich der retrospektiven Bewertung der Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/126/19).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gastroenterologisch hätten sich ebenfalls keine relevanten klinischen Befunde ergeben, welche die Arbeitsfähigkeit der Versicherten einschränken würden. Die Laborbefunde seien durchwegs normal gewesen und hätten keine weiteren, die Arbeitsfähigkeit einschränkenden medizinischen Aspekte geliefert (Urk. 7/126/20).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In neurologischer Hinsicht wurde ausgeführt, dass sich keine Ursache des leistungsmindernden vorschnellen Erschöpfungssyndroms habe feststellen lassen. Anamnestisch würden sich keine Hinweise auf eine Hypersomnie, ein Schlafapnoe-Syndrom oder ein Restless-Legs-Syndrom ergeben. Zudem spreche der neurologische Befund weder für das Vorliegen einer multiplen Sklerose noch für eine Tumor- oder Autoimmunerkrankung. Anlässlich der Begutachtung habe im Weiteren kein besonderer Leidensdruck durch die Kopfschmerzsymptomatik ermittelt werden können. Insgesamt sei die Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsfähigkeit der Versicherten bei vollem Arbeitspensum nicht einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkt. Dies gelte im Zeitverlauf seit März 2011 sowohl für die ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stammte Tätigkeit als auch für Verweistätigkeiten (Urk. 7/126/20).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf die psychischen Funktionen hätten sich im Bereich der Aktivitä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten und Partizipation leichte Störungen gezeigt. Die Versicherte ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">füge zwar über gute persönliche Ressourcen und Ehrgeiz. Das Lernen und die Wissensanwendung seien ebenfalls nicht wesentlich beeinträchtigt. Aller</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dings könne es bei der Erledigung von Aufgaben zu Störungen der Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">merksamkeitsfokussierung kommen. Auch bei der Bewältigung der allgemei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Aufgaben könne die Beschwerdeführerin zeitweilig mit Stress nur unzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">reichend umgehen. In der Kommunikation mit ihr nicht vertrauten Personen könnten Defizite entstehen. Ferner sei es möglich, dass in interpersonellen Interaktionen und dem Gemeinschaftsleben in problematischen Situationen ebenfalls Störungen auftreten, welche zu Konfliktsituationen führen könnten. In Bezug auf die Durchhaltefähigkeit bestehe gegenwärtig eine leichte bis mittelgradige Beeinträchtigung. Die Mobilität, die Selbstversorgung sowie das häusliche Leben seien hingegen nicht eingeschränkt. Aktuell sei von einer deutlichen Verbesserung der früher bestehenden psychopathologischen Auffälligkeiten auszugehen. Es sei damit zu rechnen, dass die Versicherte ab Ende Oktober 2013 wieder in der Lage sein werde, ihr Arbeitspensum auf 50 % zu steigern. In weiteren 10%-Schritten könne dann bis Ende 2014 eine volle Arbeitsfähigkeit erreicht werden. Die weiter zurückliegenden Zeiträume der Arbeitsunfähigkeit seien medizinisch begründet und auch auf Basis der aktuellen psychiatrischen Untersuchung nachvollziehbar. Eine psychothera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">peutische Führung sei weiterhin unerlässlich (Urk. 7/126/21 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.11</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. D.___ bezog mit Schreiben vom 28. Juli 2014 zum MEDAS-Gutachten Stellung. Die meisten Aspekte, die er für wichtig erachte, seien im Gutachten berücksichtigt worden, wobei er allerdings mit deren Gewichtung durch den Gutachter nicht einverstanden sei (Urk. 7/138/1). Die retrospektiv gestellte Diagnose einer gemischten Angst- und depressiven Störung (ICD-10 F41.2) weiche von derjenigen gemäss Gutachten der G.___ vom 12. Dezember 2011 (E. 3.8) ab, ohne dass dies begründet werde. Zudem werde keine Stellung dazu genommen, dass bereits zum damaligen Zeitpunkt in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit ein optimistischer Verlauf prognostiziert worden sei, welcher durch die Versicherte aber nicht hätte eingehalten kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen. Die Einschätzung, dass ab Sommer 2014 wieder eine 100%ige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit erreicht werden könne, erachtete Dr. D.___ als blosse Vermutung und illusorisch. Dies lasse sich aber nur schwierig in objektivierbarer Weise psychiatrisch begründen. Als Indiz für eine sehr langsame Besserung lasse sich der bisherige langjährige Krankheitsverlauf anführen (Urk. 7/138/2). Die Versicherte bringe zur Überwindung ihrer Problematik vergleichsweise gute Bedingungen und eine gute innere Einstellung mit. In der Vergangenheit habe sich jedoch gezeigt, dass dies leider nicht genüge. Die Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin wolle es schaffen und simuliere beziehungsweise aggraviere nicht; sie schaffe es einfach nicht (Urk. 7/138/3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.12</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In ihrer Stellungnahme vom 26. November 2014 hielt die MEDAS Z.___ in der Folge fest, dass die Meinung des Gutachters nicht zwingend mit den Ansich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten des behandelnden Arztes übereinstimmen müsse, welcher bestimmte As</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pekte anders gewichte. Die Gutachter hätten sich zu den von ihnen gestellten Diagnosen ausführlich geäussert und sich auch mit differenzialdiagnos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischen Gesichtspunkten auseinandergesetzt. Der neu eingereichte Bericht von Dr. D.___ ändere an den gutachterlichen Schlussfolgerungen nichts (Urk. 7/147/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.13</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. H.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, benannte in seinem Gutachten vom 30. Juni 2015 die folgenden Diagnosen (Urk. 7/158/18):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Emotional instabile Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Rezidivierende depressive Störung, Status nach mittelgradigen Episo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">den, gegenwärtig leichtgradige Episode mit Somatisierungs-neigung (ICD-10 F33.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Anorexia nervosa (ICD-10 F50.0) und Panikstörung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anlässlich der Untersuchung habe sich gelegentlich eine sehr ausgeprägte affektive Instabilität mit Ausbrüchen intensiver Affekte, insbesondere von Verzweiflung und Traurigkeit, gezeigt. Die aggressiven Affekte seien weniger ausgeprägt und es bestünden keine aggressiven Impulsdurchbrüche. Die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte sei eher aggressionsgehemmt, wobei sie zur Wendung der Aggres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sivität gegen die eigene Person (Armschnitte in der Adoleszenz) tendiere. Im Weiteren seien im Rahmen der Begutachtung vor allem Müdigkeit, Energie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">losigkeit, Verzweiflungsanfälle sowie Somatisierungskomponenten mit Schwindel, Übelkeit, Schmerzen in beiden Schienbeinen sowie Kopfschmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zen feststellbar gewesen (Urk. 7/158/18).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter Berücksichtigung aller aktuellen Untersuchungsbefunde lasse sich aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40 % seit Sommer 2013 für die derzeit ausgeübte Tätigkeit in der Administration und Produktion begründen. Ein Arbeitspensum von 100 % wäre der Versicherten jedoch nicht zuzumuten. Sie leide schnell an Übermüdung, an Einbussen in Bezug auf die Konzentration und die Durchhaltefähigkeit sowie an von Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zweiflung begleiteter Überforderung. Infolgedessen würde die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin der Arbeit fernbleiben und es wäre eine Exazerbation der depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">siven Entwicklung und der Persönlichkeitsstörung zu befürchten (Urk. 7/158/20 ff.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zwischen den Parteien ist strittig, ob ein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht. Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, dass kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliege. Demgegenüber bringt die Beschwerdeführerin vor, dass eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit von mehr als 40 % attestiert worden sei, weshalb die Voraussetzungen für die Zuspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung von Rentenleistungen erfüllt seien (vgl. E. 2.1 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Versicherte wurde erstmals im Dezember 2011 psychiatrisch begutachtet (E. 3.8). Diese Expertise basiert auf für die strittigen Belange umfassenden und allseitigen Untersuchungen. Die Beschwerdeführerin wurde einerseits eingehend zu diversen Themenbereichen - namentlich zu ihrer Biographie, der aktuellen sozialen Situation sowie den psychischen Beschwerden - befragt (Urk. 7/102/2 ff.). Zusätzlich wurden zwecks Erhebung des </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chischen Gesundheitszustandes verschiedene Tests durchgeführt (Urk. 7/102/10 ff.) und ein Bericht des behandelnden Psychiaters beigezogen (Urk. 7/102/8 f.). Unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden wurden sodann die gestellten Diagnosen sowie deren Auswirkungen auf die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit in schlüssiger Weise aufgezeigt und erörtert (Urk. 7/102/16 f.). Zusammengefasst erfüllt das Gutachten der G.___ somit sämtliche praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert von medizinischen Expertisen (vgl. E. 1.6). Die Parteien bringen in diesem Zusammenhang soweit ersicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich denn auch keine konkreten Einwände vor. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abzustellen ist demzufolge auch auf die im Gutachten genannte und für jed</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wede Tätigkeit geltende (Urk. 7/102/19) Einschätzung in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Sie beträgt ab Januar 2012 20 % und kann hiernach monatlich in 20%-Schritten gesteigert werden, womit ab Mai 2012 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit zu erwarten ist (E. 3.8). Aus nachvollziehbaren Gründen wurde die Prognose als gut bezeichnet, da die Versicherte glaubhaft und motiviert an ihrem Genesungsprozess gearbeitet hatte. Ausserdem ist die bisher erreichte partielle Remission der Symptomatik Ausdruck der Wirksamkeit der verordneten Psychopharmaka sowie der psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung, welche fortgeführt werden soll (Urk. 7/102/17+20). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus den medizinischen Akten lässt sich entnehmen, dass die Versicherte von August 2010 bis Dezember 2011 - folglich länger als ein Jahr (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; E. 1.2) - aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 40 % arbeitsunfähig war (Urk. 7/11/4; Urk. 7/93; Urk. 7/94/2). Dem widersprechen denn auch die Gutachter der G.___ nicht, wenn sie ausführen, dass die Versicherte (erst) ab Januar 2012 wieder einer Erwerbstätigkeit nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehen könne (E. 4.2 hiervor). Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29 Abs. 1 ATSG und die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Anspruch hierauf entsteht (Art. 29 Abs. 3 IVG). Die Beschwerdeführerin hat sich im April 2011 zum Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenbezug angemeldet (Urk. 7/2) und das Wartejahr war im August 2011 abgelaufen, weshalb ihr ab Oktober 2011 infolge 100%iger Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit eine volle Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen ist. Ausgehend von der massgebenden medizinisch-theoretischen Einschätzung der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit durch die G.___ ist indes jeweils für die Monate Februar (40%ige Arbeitsfähigkeit), März (60%ige Arbeitsfähigkeit) und April 2012 (80%ige Arbeitsfähigkeit) von einer invalidenversicherungsrechtlich rele</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vanten Verbesserung des Gesundheitszustandes der Versicherten auszuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hen. In Anwendung von Art. 28 Abs. 2 IVG (E. 1.2) sowie Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) steht der Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin somit für Mai 2012 nur mehr eine Dreiviertelsrente und für Juni 2012 noch eine Viertelsrente zu. Ab Juli 2012 entfällt der Rentenanspruch zur Gänze.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese Beurteilung hält auch den Rügen der Beschwerdeführerin stand. So bringt sie in ihrer Beschwerdeschrift vor, dass alle im vorliegenden Fall involvierten Gutachter in Kenntnis der persönlichen Ressourcen und der konkreten Lebensumstände der Beschwerdeführerin eine mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert hätten (Urk. 1 S. 8 und 10). Dieser Einwand widerspricht indes insofern der medizinischen Aktenlage, als weder die G.___ (vgl. E. 4.2 hiervor) noch die MEDAS Z.___ zum Schluss kamen, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante dauerhafte Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % gegeben sei. Letztere bestätigte mit ihrer Einschätzung im Februar 2014 vielmehr, dass die Versicherte durch psychotherapeutische Behandlung wieder ihre volle Arbeitsfähigkeit erreichen könne (E. 3.10). Die weitere Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die MEDAS Z.___ erweist sich allerdings aus verschiedenen Gründen als nicht überzeugend. Einerseits finden sich Widersprüche in der Beurteilung, ab welchem Zeitpunkt die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte wieder zu 100 % arbeitsfähig sein wird (Urk. 7/126/17 [spätestens ab Mitte 2014]; Urk. 7/126/16 u. 18 u. 23 [spätestens ab Ende 2014]). Anderer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seits wurde massgeblich darauf abgestellt, zu welchem Pensum die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte faktisch im Zeitpunkt der Untersuchung tätig war, ohne dass sich der psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">atrische Gutachter mit der vorangegangenen Einstufung der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit durch die G.___ (E. 3.8) auseinandergesetzt oder dargelegt hat, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halb diese nicht überzeugt. Dies erschliesst sich umso weniger in Anbetracht des Umstandes, dass im psychiatrischen Teil des MEDAS-Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achtens ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleichbare Diagnosen - kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0) sowie eine Angststörung (gemischte Angst- und depressive Störung [ICD-10 F41.2] respektive Angst und depressive Störung gemischt [ICD-10 F41.2])- mit Relevanz auf die Arbeitsfähigkeit genannt wurden (vgl. E. 3.8 und 3.10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. H.___ führte demgegenüber in seiner Expertise zwar aus, dass die Arbeitsfähigkeit seit Sommer 2013 bezogen auf den jetzigen Arbeitsplatz 60 % betrage (E. 3.13). Aus diversen Gründen kann hierauf jedoch ebenfalls nicht abgestellt werden. Am meisten ins Gewicht fällt, dass die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit massgeblich auf den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin basiert. So berücksichtigt Dr. H.___ ohne kritische Würdigung die subjektiv geklagte Müdigkeit und Überforderung bei affek-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver Instabilität sowie die Somatisierungsneigung mit Übelkeit (Urk. 7/158/20). Ferner bezieht er sich ausdrücklich auf die Aussage der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherten, dass sie maximal 55 % während eines Monats gearbeitet habe (Urk. 7/158/22) und kommt aufgrund dessen unter Einbezug leichter Aggra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vationstendenzen zum Schluss, dass eine 60%ige Arbeitsfähigkeit am jetzi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen Arbeitsplatz vorliege. Diese Feststellungen stehen im Widerspruch zu den erhobenen Befunden und den sonstigen Angaben der Versicherten. So wird im Gutachten festgehalten, dass die Beschwerdeführerin während der Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchung - welche immerhin zwei Stunden gedauert habe - konzentriert, frisch, vital und sehr aufmerksam gewirkt habe (Urk. 7/158/1 u. 12; vgl. in diesem Zusammenhang ausserdem Urk. 7/102/10 und Urk. 7/126/14 u. 32). Auch der von ihr geschilderte übliche Tagesablauf enthält keine Hinweise auf eine ausgeprägte Müdigkeit respektive Erschöpfbarkeit (Urk. 7/158/10 f.). Zusätzlich attestierte der Gutachter der Versicherten Coping-Strategien und diverse Ressourcen, auf welche sie sich bei der Ausübung ihrer Tätigkeit stüt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zen könne (Urk. 7/158/21). Das Vorliegen einer fortwährenden 40%igen Arbeitsunfähigkeit lässt sich vor diesem Hintergrund nicht schlüssig nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vollziehen, worauf die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung entgegen den Behauptungen der Versicherten (Urk. 1 S. 9 f.) zu Recht hingewiesen hat (Urk. 2 S. 2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ergänzend ist anzumerken, dass sich aus dem Gutachten von Dr. H.___ auch nicht ableiten lässt, dass sich die Arbeitsfähigkeit nicht weiter steigern lasse. Er hält einzig ein Arbeitspensum von 100 % für unzumutbar (Urk. 7/158/21). Im Weiteren ist ausgewiesen, dass sich die gesundheitliche Situation der Versicherten seit 2011 stetig verbessert hat (Urk. 7/112/1; Urk. 7/126/21; Urk. 7/158/12), was offensichtlich auch zu einer starken Reduktion der fachärztlichen psychotherapeutischen Behandlungen bei Dr. D.___ geführt hat. Aktuell finden diese nur noch circa alle fünf Monate beziehungsweise zwei bis drei Mal pro Jahr statt (Urk. 7/158/9, 19 u. 24), weshalb von einem entsprechend geringen Leidensdruck auszugehen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Weiteren argumentiert die Beschwerdeführerin, dass die IV-Stelle zu Unrecht ausser Acht gelassen habe, dass ihre Depression nur unter medika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mentöser und psychotherapeutischer Behandlung remittiert und keineswegs nur stets leichtgradig ausgeprägt gewesen sei (Urk. 1 S. 6 f.). Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass nach der jüngeren bundesgerichtlichen Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung leichte bis mittelgradige depressive Störungen rezidivierender oder episodischer Natur einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht fallen, wenn sie erwiesenermassen therapieresistent sind. Nur in dieser - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im All</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemeinen therapeutisch gut angehbar sind - gesetzlich verlangten Konstella</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion ist den normativen Anforderungen des Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan. Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich und darf nicht ledig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich nicht auszuschliessen sein. Zudem muss die Therapie in dem Sinne kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sequent gewesen sein, als die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nachhaltig ausgeschöpft worden sind </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_434/2016 und 9C_530/2016 vom 14. Oktober 2016 mit Hinweisen unter anderem auf BGE 140 V 193 E. 3.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Anbetracht dieser bundesgerichtlichen Praxis ist nicht ausschlaggebend, ob die depressive Symptomatik (vgl. E. 3.2 ff.) nur unter entsprechender Therapie besserte oder remittiert ist. Entscheidend ist vielmehr, dass die Behandlung im konkreten Fall Erfolge zeigte (E. 4.4.1 hiervor), womit eine Therapieresistenz - namentlich auch angesichts der nunmehr geringen Behandlungsintervalle - ausgeschlossen werden kann. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden liegt in Bezug auf die Depression demnach nicht vor, was es wiederum ebenfalls rechtfertigt, auf die Einschätzung der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit durch Dr. H.___ nicht abzustellen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich beanstandet die Beschwerdeführerin eine ungenügende recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Auseinandersetzung und Abklärung hinsichtlich der mit Gutachten der G.___ vom 12. Dezember 2011 attestierten somatoformen Störung. Sowohl der klinische Befund als auch die psychometrische Testung hätten für das Vorliegen einer komorbiden psychischen Störung gesprochen, was bekanntlich als klares Indiz für eine ausnahmsweise fehlende willentliche Überwindbarkeit von gesundheitlichen Beschwerden gelte. Dies habe die Beschwerdegegnerin zu Unrecht nicht berücksichtigt (Urk. 1 S. 7 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zunächst stellt eine leichte depressive Episode - wie sie im psychiatrischen Gutachten vom 12. Dezember 2011 diagnostiziert wurde (E. 3.8) - gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung keine Komorbidität von hinreichender Erheblichkeit zu den unklaren syndromalen Beschwerdebildern dar (E. 1.4). Überdies ist nochmals hervorzuheben, dass die Gutachter der G.___ die Arbeitsfähigkeit nur vorübergehend als eingeschränkt erachteten und die Symptomatik erwiesenermassen innert weniger Monate besserte (E. 4.4.1). Eine somatoforme Störung wurde sodann in den späteren Gutachten der MEDAS Z.___ und von Dr. H.___ nicht mehr diagnostiziert (E. 3.10 und 3.13). Vor diesem Hintergrund ist nicht ersichtlich, inwiefern die IV-Stelle in diesem Zusammenhang weitere Abklärungen hätte tätigen müssen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin für die Monate Oktober 2011 bis und mit April 2012 Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat. Für Mai 2012 steht ihr noch eine Dreivier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente und für Juni 2012 eine Viertelsrente zu (E. 4.3). In diesem Sinne ist die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Beschwerde teilweise gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zuheissen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gerichtsverfahren ist kostenpflichtig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">69 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG). Die auf Fr. 8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- anzusetzenden Kosten sind ausgangsgemäss der Beschwerdegeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerin aufzuerlegen. Zudem hat diese dem Beschwerdeführer eine Parteient</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung zu bezahlen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">34 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 des Gesetzes über das Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsgericht; GSVGer). Diese ist nicht zu reduzieren, da das Begehren in der Beschwerde, soweit über die zuzusprechende befristete </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rente</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hinausgehend (sog. Überklagen), den Prozessaufwand nicht wesentlich beeinflusst hat (BGE 117 V 401 E. 2c S. 407; Urteil des Bundesgerichts 9C_846/2015 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2016 E. 3). Die Entschädigung ist gestützt auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">34 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 GSVGer auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fr. 1‘900</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.-- (Mehrwertsteuer und Auslagenersatz inbegriffen) festzusetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversiche</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 18. September 2015 insofern auf</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gehoben, als festgestellt wird, dass die Beschwerdeführerin von Oktober 2011 bis April 2012 Anspruch auf eine ganze Rente, für Mai 2012 auf eine Dreiviertelsrente und für Juni 2012 auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung hat. </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin auferlegt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rech</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozess-</span><br/><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von Fr. 1‘900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Procap Schweiz</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">richt Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigWürsch</p><p></p></div> </div></body></html>