B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-2171/2014 U r t e i l v o m 4 . J u n i 2 0 1 4 Besetzung Richter Markus König (Vorsitz), Richterin Christa Luterbacher, Richter Jean-Pierre Monnet, Gerichtsschreiber Nicholas Swain. Parteien A._______, Äthiopien, vertreten durch lic. iur. LL.M. Tarig Hassan, Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung (Beschwerde gegen einen Wieder- erwägungsentscheid), Verfügung des BFM vom 27. März 2014 / N (…); Revision, Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 7. Dezember 2012 (E-2331/2009). E-2171/2014 Seite 2 Sachverhalt: I. A. A.a Die Beschwerdeführerin reiste gemäss ihrer Darstellung am 1. D e- zember 2008 illegal in die Schweiz ein und stellte gleichentags im Em p- fangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Chiasso ein Asylgesuch. A.b Zur Begründung ihres Asylgesuchs brachte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, ihr Vater sei Mitglied einer regierungsfeindlichen Partei. Am (...) Oktober 2008 sei er festgenommen und ihr Haus durc h- sucht worden. Am Nachmittag desselben Tages sei sie von zwei Polizi s- ten zu Hause vergewaltigt worden und habe sich deswegen bis zum (...) November 2008 i n Spitalpflege begeben müssen. Am folgenden Tag sei sie von der Polizei festgenommen und verhört worden. Am (…) No- vember 2008 sei sie gegen Bezahlung einer Kautionssumme freigelassen worden; sie sei aber verpflichtet worden, sich täglich auf dem Polizeipos- ten zu melden. Am (…) November 2008 habe ihr Onkel ihr mitgeteilt, dass die Polizei bei einer weiteren Hausdurchsuchung Dokumente g e- funden habe, welche sie für ihren Vater aufbewahrt habe. Ihr Onkel habe deshalb ihre Flucht aus Äthiopien organisiert. B. Mit Verfügung vom 2. April 2009 trat das BFM gestützt auf aArt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht ein und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vol l- zug an. Zur Begründung führte das Bundesamt im Wesent lichen aus, die Beschwerdeführerin habe ohne entschuldbare Gründe keine Reise - oder Identitätspapiere eingereicht. Zudem könne ohne weitere Abklärungen festgestellt werden, dass sie die Anforderungen von Art. 3 und 7 AsylG für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle. Angesichts ihrer unsubstanziierten Aussagen zu den politischen Aktivitäten ihres Vaters, zu den beschlagnahmten Dokumenten, sowie zu den angeblich Übergrif- fen durch die Polizei würden sich ihre Asylvorbringen als auf den ersten Blick unglaubhaft erweisen. C. Die von der Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 9. April 2009 gegen die Verfügung des BFM erhobene Beschwerde wurde vom Bundesverwa l- tungsgericht mit Urteil E-2331/2009 vom 7. Dezember 2012 abgewiesen. E-2171/2014 Seite 3 II. D. D.a Mit einer als "Gesuch um Wiedererwägung bzw. zweites Asylgesuch" betitelten Eingabe an das BFM vom 26. Februar 201 3 liess die B e- schwerdeführerin beantragen, es sei die Verfügung des BFM vom 2. April 2009 aufzuheben und auf ihr Asylgesuch einzutreten, ihre Flüchtlingse i- genschaft festzustellen und ihr Asyl zu gewähren. Eventualiter sei die Un- zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und ihr die vorläuf i- ge Aufnahme zu gewähren. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte sie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Zur Stützung ih- rer Vorbringen reichte sie eine Geburtsurkunde, ausgestellt am (…) 2012, eine Anklageschrift betreffend ihren Vater vom (…) 2001 (äthiopischer Ka- lender; gregorianischer Kalender: (…) 2008) sowie einen Bericht von CORI Research Analysis zur Situation von Mitgliedern der Oromo Liber a- tion Front und ihren Angehörigen in Äthiopien vom 6. Juli 2009 zu den Ak- ten. D.b Zur Begründung ihrer Eingabe verwies die Beschwerdeführerin z u- nächst auf den im vorangegangenen Asylverfahren geltend gemachten Sachverhalt. Es würden nun neue Beweise vorliegen, welche den En t- scheid des BFM als ursprünglich fehlerhaft erscheinen lassen würden. Die neu v erfügbare Geburtsurkunde untermauere ihre Angaben zu ihrer Identität und Herkunft, namentlich auch den Umstand, dass sie die Toch- ter eines Regimekritikers sei ; e s sei ihr nicht möglich gewesen, dieses Dokument vorher einzureichen. Die eingereichte Anklageschrift belege die politisch motivierte Strafverfolgung ihres Vaters. Dieser sei zu einer Gefängnisstrafe von mehr als (…) Jahren verurteilt worden und befinde sich immer noch in Haft. Aufgrund dieser neuen Beweismittel würden sich die Aussagen zu ihrer Identität sowie zur Verfolgung ihres Vaters als glaubhaft erweisen. Unter diesen Umständen seien die Voraussetzungen für einen Nichteintretensentscheid nicht mehr gegeben und ihr Asylg e- such sei materiell zu behandeln. In materieller Hinsicht sei zu berücksic h- tigen, dass gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts die Verwendung von durch Botschaftsabklärungen be schafften Informati- onen im Falle von Äthiopien nicht zulässig sei. Als Tochter eines berüh m- ten Regimekritikers, welcher selber von den äthiopischen Behörden ve r- folgt worden sei, erfülle sie die Voraussetzungen für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft im Sinn von Art. 3 AsylG. Der eingereichte Lag e- bericht sowie zahlreiche weitere Berichte von Human Rights Watch wü r- den die Verfolgung der Oromo durch die äthiopischen Behörden belegen. E-2171/2014 Seite 4 Im Weiteren würde ein allfälliger Wegweisungsvollzug wegen der ihr dr o- henden Verfolgungsmassnahmen gegen Art. 3 EMRK sowie "Art. 3 CAT" verstossen und sei daher unzulässig. E. Mit Eingabe vom 19. Juni 2013 wies die Beschwerdeführerin darauf hin, sie sei seit dem 25. Januar 2013 wegen einer mittel - bis schwergradigen posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) in ambulanter Behandlung, und ersuchte um einen raschen Verfahrensabschluss. Zudem reichte sie ein Schreiben ihres Rechtsvertreters an die (…), vom 8. Mai 2013, eine Erklärung der Entbindung der behandelnden Ärzte und Ärztinnen von der Schweigepflicht vom 7. Juni 2013 sowie ein Arztzeugnis der (…) vom 24. Mai 2013 zu den Akten. F. Mit Verfügung vom 10. März 2014 gewährte das BFM der Beschwerd e- führerin das rechtliche Gehör zum Ergebnis einer amtsinternen Prüfung der Authentizität der von ihr eingereichten Geburtsurkunde. G. Mit Eingabe ihrer Rechtsvertretung vom 19. März 2014 nahm die B e- schwerdeführerin Stellung zum Ergebnis der Dokumentenanalyse und reichte einen Bericht des "Immigration and Refugee Board of Canada" betreffend äthiopische Geburtsurkunden zu den Akten. H. Mit Verfügung vom 27. März 2014 wies das BFM das Wiedererwägung s- gesuch der Beschwerdeführerin vom 26. Februar 2013 ab und stellte fest, dass die Verfügung vom 2. April 2009 rechtskräftig und vollstreckbar sei. Zudem wurde ihr eine Gebühr in der Höhe von Fr. 600. – auferlegt und festgestellt, dass einer allfälligen Beschwerde keine aufschiebende Wi r- kung zukomme. Zur Begründung führte das BFM im Wesentlichen aus, die von der B e- schwerdeführerin eingereichten Beweismittel seien nicht erheblich im Sinn von Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG. Eine amtsinterne Analyse habe e r- geben, dass es sich bei der Geburtsurkunde nicht um ein echtes Doku- ment handle. Die Ausführungen der Beschwerdeführeri n in ihrer diesb e- züglichen Stellungnahme vermöchten nicht zu überzeugen. Sie könne demnach nicht glaubhaft machen, die Tochter eines bekannten Regim e- kritikers zu sein. Bezüglich des eingereichten Arztbericht s argumentierte E-2171/2014 Seite 5 die Vorinstanz, es sei in Anbetra cht der Tatsache, dass die Beschwerde- führerin bereits anlässlich der Anhörung im ersten Verfahren vorgebracht habe, vergewaltigt worden zu sein, nicht nachvollziehbar, dass sie sich nicht schon vorher therapeutisch habe behandeln lassen und ihre Erkran- kung erst im Rahmen des Wiedererwägungsverfahrens vorgebracht h a- be. Die vorgebrachten gesundheitlichen Probleme vermöchten daher den Wegweisungsvollzug nicht als unzumutbar erscheinen zu lassen. Immer mehr Spitäler in Äthiopien würden psychiatrische Behandlung en anbi e- ten, weshalb eine angemessene Behandlungsmöglichkeit i n ihre m He i- matstaat gewährleistet sei. I. Mit Eingabe ihrer Rechtsvertretung an das Bundesverwaltungsgericht vom 23. April 2014 beantragte die Beschwerdeführerin, die Verfügung des BFM vom 27. Mä rz 2014 sei aufzuheben und es sei ihre Flüchtling s- eigenschaft festzustellen und ihr Asyl, eventualiter die vorläufige Aufna h- me zu gewähren. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte sie darum, es sei ihrer Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen . Ferner sei ihr die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung unter Be i- ordnung ihres Rechtsvertreters als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu g e- währen und es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu ve r- zichten. Zur Begründung führte die Beschwerdeführerin aus, die Vorinstanz habe nicht berücksichtigt, dass sie grosse Bemühungen zum Beleg ihrer Identi- tät unternommen habe und ihre diesbezüglichen Aussagen durchwegs widerspruchsfrei und realitätsnah seien. Die angeblich gefälschte G e- burtsurkunde habe sie von ihrem Cousin erhalten , und sie könne keine Angaben dazu machen, wie diese erstellt worden sei. In Anbetracht der von ihre eingereichten Dokumente und ihrer übereinstimmenden Auss a- gen vermöchten ihre Asylvorbringen den Anforderungen an die Glaubhaf- tigkeit gemäss Art. 7 AsylG zu genügen. Demnach habe sie glaubhaft gemacht, dass sie in ihrem Heimatstaat wegen der politischen Verfo l- gungsmassnahmen gegen ihren Vater begründete Furcht vor Reflexve r- folgung habe. Sie erfülle somit die Voraussetzungen für die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft im Sinn von Art. 3 AsylG. Im Weiteren würde der Vollzug der Wegweisung gegen Art. 3 EMRK und Art. 3 des Überein- kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) verstossen, da eine reale Gefahr von Folter und unmenschlicher Behandlung bestehe . Der Vollzug erweise sich somit als unzulässig. E-2171/2014 Seite 6 Die Haltung des BFM zu ihren gesundheitlichen Problemen sei realitäts- fremd. Es sei durc haus normal, dass ein Vergewaltigungsopfer sich nicht sofort in eine Therapie begebe, sondern eine gewisse Zeit brauche, um über das Vorgefallene sprechen zu können. Dies treffe insbesondere auf Personen aus fremden Kulturkreisen zu. In der angefochtenen V erfügung sei auch nicht dargelegt worden, weshalb der Wegweisungsvollzug w e- gen der erst im Jahre 2013 begonnen psychiatrischen Behandlung z u- mutbar sein sollte. Das Vorliegen einer posttraumatischen Belastungsstö- rung werde durch die ärztlichen Berichte deut lich bestätigt und könne nicht als unglaubhaft bewertet werden. Die Aussagen des BFM zur Ve r- fügbarkeit einer psychiatrischen Versorgung in Äthiopien widersprächen einer dies bezüglichen Länderanalyse der Schweizerischen Flüchtlings - hilfe (SFH). Sie hätte in ihrem Heimatland keinen oder nur einen sehr e r- schwerten Zugang zu einer medikamentösen Behandlung , und eine psy- chotherapeutische Behandlung sei dort nicht verfügbar. Die Möglichkeit der medizinischen Rückkehrhilfe sei nicht ausschlaggebend, da diese nur der Überbrückung einer kurzfristigen Notsituation diene, sie jedoch vo r- aussichtlich noch jahrelang behandelt werden müsse und die von ihr b e- nötigte Behandlung die persönliche Anwesenheit von ärztlichen Spezialis- ten erfordere. Sie würde sich im Falle der Rü ckkehr nach Äthiopien in e i- ner persönlichen und medizinischen Notlage befinden. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, da das Recht auf eine wirksame Beschwerde gemäss Art. 13 EMRK eine Überprüfung der neu eingereichten Beweismittel gebiete. J. Der Instruktionsrichte r setzte mit Telefax -Verfügung vom 24. April 2014 gestützt auf Art. 56 VwVG den Vollzug der Wegweisung per sofort eins t- weilen aus. K. Mit Eingabe ihrer Rechtsvertretung vom 24. April 2014 reichte die B e- schwerdeführerin einen sie betreffenden Bericht der Sozialberatung und Asylbetreuung, Standort B._______, vom 24. April 2014, einen Artikel aus der Fachzeitschrift "Verhaltenstherapie" betreffend Ps ychotherapie bei posttraumatischer Belastungsstörung sowie ein im Internet publiziert es Schreiben des Präsidenten der " (…)" an den (…) vom (…) 2013 zu den Akten, in dem ihr Vater erwähnt werde. E-2171/2014 Seite 7 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht B e- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bu n- desverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinn von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen e i- nes Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerd e- führende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche Ausnahme im Sinn von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 1.2 Die Beschwerde ist frist - und formgerecht eingereicht. Die Beschwer- deführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdi- ges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ( Art. 105 und 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die B e- schwerde ist einzutreten. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. 3.1 Seit dem 1. Februar 2014 ist eine neue Fassung des Asylgesetzes (Änderungen vom 14. Dezember 2012) in Kraft, die unter anderem auch neue Bestimmungen zur Wiedererwägung (insb. Art. 111b AsylG) enthält. 3.2 Auf das vorliegende Verfahren findet indessen – soweit es sich um ein Wiedererwägungsgesuch handelt (vgl. hierzu sogleich) – das bisheri- ge Recht Anwendung (vgl. Abs. 2 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des Asylgesetzes vom 14. Dezember 2012). E-2171/2014 Seite 8 4. Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durchfü h- rung eines Schriftenwechsels verzichtet. 5. Die Wiedererwägung war im Verwaltungs- respektive Asylverfahren bis zu der am 1. Februar 2014 in Kraft getretenen Revision des AsylG ein ge- setzlich nicht geregelter Rechtsbehelf, auf dessen Behandlu ng durch die verfügende Behörde grundsätzlich kein Anspruch best and. Gemäss herr- schender Lehre und ständiger Praxis des Bundesgerichts w urde jedoch aus Art. 29 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenosse n- schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) unter bestimmten Voraussetzun- gen ein verfassungsmässiger Anspruch auf Wiedererwägung abgeleitet (vgl. BGE 127 I 133 E. 6 S. 137 f. m.w.H.). Danach war auf ein Wieder - erwägungsgesuch einzutreten, wenn sich der rechtserhebliche Sachve r- halt seit dem ursprünglichen Entscheid beziehungsweise seit dem Urteil der mit Beschwerde angerufenen Rechtsmittelinstanz in wesentlicher Weise verändert hat te und mithin die ursprüngliche (fehlerfreie) Verf ü- gung an nachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage anz u- passen war. Sodann konnten auch Revisionsgründe einen Anspruch auf Wiedererwägung begründen, sofern sie sich auf eine in materielle Rechtskraft erwachsene Verfügung bez ogen, die entweder unangefoc h- ten geblieben oder deren Beschwerdeverfahren mit einem formellen Pr o- zessurteil abgeschlossen worden war. Ein solchermassen als qualifizie r- tes Wiedererwägungsgesuch zu bezeichnendes Rechtsmittel war und ist grundsätzlich nach den Regeln des Revisionsverfahrens zu behandeln (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizeris chen Asylrekurs- kommission [EMARK] 2003 Nr. 17 E. 2.a S. 103 f. m.w.H.). Ebenfalls im Rahmen einer Wiedererwägung geprüft werden können Beweismittel, die erst nach einem materiellen Beschwerdeentscheid des Bundesverwa l- tungsgerichts entstanden sind und daher revisionsrechtlich nicht von R e- levanz sein können (vgl. BVGE 2013/22, insb. E. 12.3). 6. 6.1 Die Beschwerdeführerin hat unbestrittenermassen in der Schweiz b e- reits erfolglos ein Asylverfahren durchlaufen, welches mit dem materiellen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 7. Dezember 2012 rechtskrä f- tig abgeschlossen wurde. Mit ihrer als "Gesuch um Wiedererwägung b e- ziehungsweise zweites Asylgesuch" betitelten Eingabe an das BFM vom 26. Februar 2013 zielte die Beschwerdeführerin im W esentlichen darauf ab, aufgrund der von ihr eingereichten neuen Beweismittel eine Neubeur-E-2171/2014 Seite 9 teilung von Sachverhaltselementen zu erreichen, die bereits Gegenstand des ersten Verfahrens waren. 6.2 Soweit es sich bei den eingereichten Beweismitteln um solche han- delt, die vor Abschluss des ordentlichen Verfahrens entstanden waren (konkret die Anklageschrift vom 11. Dezember 2008 und der Bericht von CORI Research Analysis vom 6. Juli 2009) , machte sie demnach sinn- gemäss das Vorliegen von Revisionsgründen im Sinn von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG geltend, weshalb diese Beweismittel unter revisionsrechtl i- chen Gesichtspunkten zu beurteilen sind. 6.3 Die Anklageschrift vom (…) 2008, welche die staatlichen Verfo l- gungsmassnahmen gegen den Vater der Beschwerdeführerin belegen soll, muss a ls offensichtlich verspätet eingereicht qualifiziert werden , da sie nicht dargetan hat, weshalb es ih r nicht zumutbar und möglich gew e- sen wäre, dieses Dokument bereits im Rahmen des ordentlichen Asylver- fahrens zu beschaffen. Zudem fehlt es diesem Beweismi ttel auch an der revisionsrechtlichen Erheblichkeit, da – wie im Folgenden zu zeigen sein wird – die Identität der Beschwerdeführerin auch durch die von ihr nach- träglich eingereichte Geburtsurkunde nicht rechtsgenüglich erstellt ist und somit nicht festste ht, dass es sich bei einer der in der Anklageschrift g e- nannten Personen tatsächlich um ihren Vater handelt. 6.4 Dem Bericht von CORI Research Analysis zur Situation von Mitgli e- dern der Oromo Liberation Front und ihren Angehörigen in Äthiopien vom 6. Juli 2009 fehlt es mangels eines individuell-konkreten Bezugs zu den Vorbringen der Beschwerdeführerin ebenfalls an der Erheblichkeit im r e- visionsrechtlichen Sinn. 6.5 Nach dem Gesagten ist die Eingabe vom 26. Februar 2013 abzuwei- sen, soweit diese als sinngemässes Revisionsgesuch gegen den B e- schwerdeentscheid vom 7. Dezember 2012 zu behandeln ist. 7. Die am 19. Dezember 2012 ausgestellte Geburtsurkunde sowie das im Beschwerdeverfahren eingereichte Schreiben des Präsidenten der " (…)" vom (…) 2013 entstanden erst nach Abschluss des ordentlichen Asylve r- fahrens; diese Beweismittel können deshalb gemäss Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts nicht im Rahmen eines Revisionsverfa h- rens geprüft werden (vgl. BVGE 2013/22). E-2171/2014 Seite 10 8. 8.1 Auch unter wiede rerwägungsrechtlichen Gesichtspunkten kann die Beschwerdeführerin aus den zuletzt genannten Beweismitteln nichts zu ihren Gunsten ableiten: 8.2 Das BFM hat überzeugend dargelegt, dass die von ihr zur Stützung ihres Wiedererwägungsgesuchs eingereicht e Geburtsurkunde aufgrund mehrfacher Abweichungen von Originaldokumenten als Fälschung zu qualifizieren ist. Die Erklärung der Beschwerdeführerin, dieses Dokument sei durch einen Cousin beschafft worden und sie wisse nichts über die Umstände der Erstellung desselben, sowie der mit einem Bericht der k a- nadischen Einwanderungsbehörden untermauerte Verweis in der Ste l- lungnahme vom 19. März 2014 auf die unterschiedlichen durch die äthi o- pischen Behörden verwendeten Stempel, sind nicht geeignet, die se Ein- schätzung in Frage z u stellen. Der Vollständigkeit halber sei darauf hin- zuweisen, dass dieses Dokument selbst im Falle seiner Echtheit keine Wiedererwägung des vorinstanzlichen Nichteintretensentscheids vom 2. April 2009 zu rechtfertigen vermöchte : G emäss konstanter Recht - sprechung führt das nachträgliche Vorlegen von Identitätspapieren nicht zur Aufhebung eines Nichteintretensentscheids, sofern der Gesuchsteller nicht entschuldbare Gründe dafür vorzubringen vermag, dass er diese Papiere nicht innert der in aArt. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte n Frist von 48 Stunden abgegeben hat ( vgl. EMARK 1999 Nr. 16 E. 5). Solche Gründe sind vorliegend nicht gegeben. 8.3 Das Schreiben des Präsidenten der " (…)" an den (…) vom (…) 2013 vermag ebenfalls keine neue Beurteilung der Asylvorbring en der B e- schwerdeführerin zu rechtfertigen. Da weiterhin nicht feststeht, dass der im Dokument erwähnte " C._______" ihr Vater ist, vermag dieses Be- weismittel ihre Asylvorbringen nicht zu belegen. 9. Auf die von der Beschwerdeführe rin geübte Kritik an der Ein schätzung der Glaubhaftigkeit ihrer Vorbringen im ordentlichen Verfahren , an der Würdigung der damals eingereichten Beweismittel sowie am Abstellen auf das Ergebnis der von der Vorinstanz in Auftrag gegebenen Bo t- schaftsabklärung ist nicht weiter einzugehen . Es handelt sich dabei um appellatorische Kritik an der Beweiswürdigung im ordentlichen Verfahren, die im Rahmen eines Revisions - beziehungsweise Wiedererwägungs - verfahrens nicht zulässig ist. Ein Wiedererwägungsgesuch darf nicht dazu dienen, eine neue Würdigung der beim früheren Entscheid bereits b e-E-2171/2014 Seite 11 kannten Tatsachen herbeiführen zu versuchen oder Argumente anzufüh- ren, die be reits in einem ordentlichen Beschwerdeverfahren gegen die frühere Verfügung hätten geltend gemacht werden können (vgl. Entschei- dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2003 Nr. 17 E. 2b S. 104). 10. Somit gelingt es der Beschwerdeführerin nicht, mit den neuen Beweismi t- teln darzulegen, dass ihre anlässlich des ordentlichen Asy lverfahrens vorgebrachten Gründe asylr echtlich r elevant waren. Auch wenn die B e- weismittel im ordentlichen Verfahren schon vorgelegen hätten, wären sie nicht geeignet gewesen, im Asylpunkt zu einem anderen Entscheid zu führen. Ihnen ist deshalb die Erheblic hkeit abzusprechen. Die Abweisung des Wiedererwägungsgesuchs erfolgte insoweit zu Recht. 11. Aus diesem Zwischenergebnis folgt, dass auch der Argumentation der Beschwerdeführerin, der Wegweisungsvollzug würde aufgrund der aktuel- len Sachlage gegen völkerrechtl iche Bestimmungen verstossen und sei deswegen unzulässig, nicht gefolgt werden kann. Dass neu Umstände vorliegend würden, aufgrund derer der Vollzug als unmöglich zu qualifizieren wäre, wird im Wiedererwägungsverfahren nicht behauptet. 12. Betreffend die von der Beschwerdeführerin neu vorgebrachten gesun d- heitlichen Probleme ist Folgendes festzustellen: 12.1 Der Wegweisungsvollzug gestützt auf Art. 83 Abs. 4 AuG kann sich aus medizinischen Gründen dann als unzumutbar erweisen, wenn bei e i- ner Rückkehr eine überlebensnotwendige medizinische Behandlung nicht erhältlich wäre (vgl. EMARK 2003 Nr. 24 E. 5b S. 157 f.). Ein Wegwe i- sungsvollzug erweist sich aber nicht schon deshalb als unzumutbar, weil die in einem Sta at vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten nicht dem medizinischen Standard in der Schweiz entsprechen; von einer Unz u- mutbarkeit ist erst dann auszugehen, wenn die ungenügende Möglichkeit der Weiterbehandlung eine drastische und lebensbedrohende Ve r- schlechterung des Gesundheitszustandes nach sich zieht (vgl. BVGE 2009/2 E.9.3.2, EMARK 2004 Nr. 7 E. 5d S. 50 ff. sowie EMARK 2003 Nr. 24 E. 5b S. 157 f.). E-2171/2014 Seite 12 12.2 Im Bericht des privaten Psychiatriezentrums B._______ vom 24. Mai 2013 wird im Wesentlichen dargelegt, dass die Beschwerdeführerin unter vegetativer Erregbarkeit, Hyperarousal (Übererregung) sowie Fla shbacks leide und die damit verbundene tiefe Verunsicherung zu einem sozialen Rückzug geführt ha be. Es werde eine mittel - bis schwer gradige Pos t- traumatische Belastungsstörung (PTSD) diagnostiziert. Die Beschwerd e- führerin werde deswegen psychotherapeutisch sowie medikamentös b e- handelt. Eine engmaschige Fortführung der bisherigen integriert psychiat- risch-psychotherapeutischen Behandlung in einem ambulanten Setting werde als notwendig erachtet. 12.3 Auch nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts legt der Um- stand, dass die Beschwerdeführerin sich erst gut vier Jahre nach Einre i- chung des Asylgesuchs in der Schweiz in psychiatrische Behandlung b e- geben hat, angesichts der konkreten Aktenlage Zweifel an der Tragweite der geltend gemachten psychischen Erkrankung nahe. Das Argument der Beschwerdeführerin, sie habe aus Gründen der Scham während längerer Zeit Mühe gehabt, über die erlittene Vergewaltigung zu sprechen, ist vo r- liegend kaum stichhaltig, nachdem sie diesen Vorfall bereits anlässlich der summarischen Befragung zur Person im EVZ direkt und ausführlich zur Sprache brachte (vgl. Protokoll S. 4 ff.) und auch bei der Anhörung zu den Asylgründen ohne spezifische Frage thematisierte (vgl. Protokoll S. 3 ff.). Weder zu diesem Zeitpunkt noch im Rahmen des Beschwerd e- verfahrens hat sie die nunmehr vorgebrachten gesundheitlichen Proble- me auch nur ansatzweise erwähnt. Die durch die behandelnde Ärztin ge- stellte Diagnose wird vom Bundesverwaltungsgericht nicht grundsätzlich in Frage gestellt (auch wenn der Vollständigkeit halber festzustellen ist, dass im Arztbericht von einer "Vergewaltigung […] durch 4 Polizisten" die Rede ist; vgl. Arztbericht S. 2). Es geht jedoch bei den vorliegenden Akten nicht davon aus, dass Erlebnisse im Heimatstaat für die geltend gemach- te Traumat isierung ursächlich waren. Dies umso weniger als d er Zei t- punkt des Behandlungsbeginns – kurz nach Abschluss des ordentlichen Asylverfahrens mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 7. Dezember 2012 – einen Zusammenhang mit der bevorstehenden Rückführung in den Heimatstaat nach längerer Auslandsabwesenheit nahelegt. Unter diesen Umständen erscheint auch die erfolgreiche B e- handlung der psychischen Probleme der Beschwerdeführerin im Heima t- staat nicht als grundsätzlich unmöglich. 12.4 Das äthiopische Gesun dheitssystem ist von fehlenden personellen wie auch finanziellen Ressourcen geprägt und namentlich die psychiatr i-E-2171/2014 Seite 13 sche Versorgung ist mangelhaft. Immerhin existieren in Addis Abeba, wo die Beschwerdeführerin vor ihrer Ausreise lebte, mehrere stationäre und ambulante psychiatrische Einrichtungen. Einige Antidepressiva sind in Äthiopien grundsätzlich verfügbar, wobei es sich nicht um dieselben M e- dikamente handelt wie in Europa, sondern um Generika (vgl. Schweizer i- sche Flüchtlingshilfe SFH, Äthiopien: Psychiatr ische Versorgung, Au s- kunft der SFH -Länderanalyse, 5. September 2013 ). Es kann bei dieser Ausgangslage davon ausgegangen werden, dass – wenngleich unter e r- schwerten Bedingungen – der Zugang der Beschwerdeführerin zu der e r- forderlichen medizinischen Behandlung in ihrem Herkunftsort gewährleis- tet ist. Es ist in diesem Zusammenhang auch auf die Möglichkeit hinz u- weisen, im Rahmen der medizinischen Rückkehrhilfe (vgl. Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG, Art. 75 der Asylverordnung 2 vom 11. August 1999 über Finanzierungsfragen [AsylV 2, SR 142.312] ) zur Überbrückung einen Medikamentenvorrat aus der Schweiz in ihr Heimatland mitnehmen, bis ihr dort entweder das gleiche Medikament verschrieben werden oder sie auf ein anderes Medikament eingestellt werden kann. 12.5 Im Übrigen verfügt die Beschwerdeführerin gemäss ihren Angaben im ordentlichen Verfahren in Addis Abeba über ein familiäres Netzwerk (Eltern, Geschwister, Onkel, Cousin). Auch unter Berücksichtigung ihrer mehrjährigen Landesabwesenheit kann davon ausgegang en werden, dass sie nach wie vor auf die Unterstützung durch diese Bezugspersonen in finanzieller und moralischer Hinsicht zählen kann, zumal sie im Ra h- men des vorliegenden Wiedererwägungsverfahrens nichts Gegenteiliges vorgebracht hat. Dass ein Kontakt zu den Angehörigen im Heimatstaat weiterhin besteht, wird auch dadurch dokumentiert, dass ein Cousin ihr die im vorliegenden Verfahren eingereichte Geburtsurkunde beschafft und zugestellt habe. 12.6 Insgesamt ist bei dieser Ausgangslage trotz der neu vorgebrachte n gesundheitlichen Probleme nicht davon auszugehen, dass die Beschwe r- deführerin im Falle der Rückkehr in ihren Heimatstaat in eine existenzielle Notlage geraten wird. 12.7 Demnach kommt das Gericht zum Schluss, dass weder betreffend die gesundheitliche Verfassu ng der Beschwerdeführerin noch in Bezug auf ihre soziale Situation eine wiedererwägungsrechtlich relevante verä n- derte Sachlage gegeben ist, welche es rechtfertigen würde, die recht s- kräftige vorinstanzliche Verfügung vom 2. April 2009 in Wiedererwägung E-2171/2014 Seite 14 zu ziehen. Der Wegweisungsvollzug der Beschwerdeführerin ist nach wie vor als zumutbar im Sinn von Art. 84 Abs. 2 AuG zu qualifizieren. 13. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sa chverhalt richtig sowie vollständig feststellt ( Art. 106 Abs. 1 AsylG ). Die Beschwerde ist abzuweisen. 14. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten der Beschwerde- führerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) . Nachdem ihre Vorbringen nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden können, ihre Bedürftigkeit im ordentlichen Beschwerdeverfahren belegt wurde und ke i- ne Hinweise dafür bestehen, dass sich ihre finan zielle Situation seither wesentlich verändert hätte, ist indessen das in der Beschwerdeeingabe gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG gutzuheissen. Demnach sind keine Verfahrenskosten zu erheben. 15. Das Gesuch der Beschwer deführerin um Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung ist entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffa s- sung gemäss den Kriterien von Art. 65 Abs. 2 VwVG zu beurteilen : Be- schwerden in Wiedererwägungs - und Revisionsverfahren sind gemäss Art. 110 a Abs. 2 AsylG ausdrücklich vom Anwendungsbereich von Art. 110a Abs. 1 AsylG ausgeschlossen. Ob vorliegend auch die Über- gangsbestimmungen zur Änderung des Asylgesetzes vom 14. Dezember 2012, welche vorsehen, dass für die im Zeitpunkt des I nkrafttretens der Änderung hängigen Wiedererwägungs- und Mehrfachgesuche das bishe- rige Recht zur Anwendung kommt, die Anwendung von Art. 65 Abs. 2 VwVG gebieten, kann demnach offengelassen werden. Im asylrechtlichen Beschwerdeverfahren sind strenge Massstäbe an die Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung anzusetzen (vgl. EMARK 2000 Nr. 6) und besondere Rechtskenntnisse zur wirksamen Be schwer- deführung im Regelfall nicht erforderlich. Die unentgeltliche Verbeistä n- dung im Sinn von Art. 65 Abs. 2 VwVG wird hier praxisgemäss nur in den besonderen Fällen gewährt, in welchen in rechtlicher oder tatsächlicher Hinsicht erhöhte Schwierigkeiten bestehen. Dieses Vorgehen ist im au s- serordentlichen Verfahren betreffend Anfechtung einer Wiedererw ä- gungsverfügung erst recht angezeigt. Das vorliegende Verfahren ist nicht E-2171/2014 Seite 15 von einer besonderen Komplexität im erwähnten Sinn geprägt. Der A n- trag auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung ist somit abzuweisen. (Dispositiv nächste Seite) E-2171/2014 Seite 16 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das sinngemässe Gesuch um Revision des Beschwerdeentscheids des Bundesverwaltungsgerichts vom 7. Dezember 2012 wird abgewiesen. 2. Die Beschwerde wird abgewiesen. 3. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG wird gutgeheissen. Es werden keine Verfahrens - kosten erhoben. 4. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung gemäss Art. 65 Abs. 2 VwVG wird abgewiesen. 5. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die kantona- le Migrationsbehörde. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Markus König Nicholas Swain Versand: