<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2022-11-03-5A_839-2022.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_839/2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 3. November 2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Oliver Bulaty, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Vollstreckung eines Scheidungsurteils, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 3. Kammer, vom 26. September 2022 (ZSU.2022.167). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Die Ehe der Parteien wurde mit Entscheid des Familiengerichts Baden vom 2. Juli 2019 geschieden, unter Genehmigung der Scheidungskonvention, in welcher u.a. der Verkauf der gemeinsamen Liegenschaft durch eine näher bezeichnete Immobilienfirma bis spätestens 31. Juli 2020 vereinbart war. </div> <div class="para">Mit Vollstreckungsgesuch vom 21. März 2022 ersuchte der Ehemann beim Bezirksgericht Baden um Vollstreckung des vereinbarten Verkaufs. </div> <div class="para">Mit Entscheid vom 12. Juli 2022 hiess das Bezirksgericht das Gesuch gut und erklärte den Ehemann als berechtigt, im Sinn eines Stellvertreters der Ehefrau den (näher bezeichneten) Kaufvertrag mit der (näher bezeichneten) Käuferin für Fr. 630'000.-- abzuschliessen, wobei der Nettoverkaufserlös nach vorgängiger Tilgung des Prozesskostenvorschusses und des Anwaltshonorars hälftig zu teilen sei. </div> <div class="para">Mit Entscheid vom 26. September 2022 wies das Obergericht des Kantons Zürich die hiergegen erhobene Beschwerde ab. </div> <div class="para">Mit Beschwerde vom 1. November 2022 wendet sich die Ehefrau (nunmehr ohne anwaltliche Vertretung) an das Bundesgericht, zusammengefasst mit den Begehren, den Liegenschaftsverkauf zu verhindern, das Grundstück für Fr. 780'000.-- zu verkaufen, ihr das alleinige Recht zum Liegenschaftsverkauf zu bewilligen und den Erlös zwischen den Parteien hälftig zu teilen. Ferner verlangt sie die aufschiebende Wirkung und die unentgeltliche Rechtspflege. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Anfechtungsobjekt bildet nicht der erstinstanzliche, sondern ausschliesslich der oberinstanzliche Entscheid (<span class="artref">Art. 75 Abs. 1 BGG</span>) und in der Beschwerdebegründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern dieser Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Erwägungen erfordert (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=02.11.2022&amp;to_date=21.11.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=02.11.2022&amp;to_date=21.11.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">142 III 364</a> E. 2.4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die im Originaltext ungelenk formulierten Rechtsbegehren, die Ausführungen zum Formellen und der polemische Schlusssatz, es gehe um Rechtsmissbrauch und gewaltsame Beschlagnahme von Privateigentum, stammt offensichtlich von der Beschwerdeführerin. Die materielle Beschwerdebegründung ist indes eine (minimal gekürzte) wortidentische Übernahme der von ihrem damaligen Anwalt an das Obergericht eingereichten kantonalen Beschwerde. Entsprechend nimmt der Text ausschliesslich auf den erstinstanzlichen Entscheid und nirgends auf die Erwägungen des oberinstanzlichen Entscheides Bezug. Dem schliesst sich ein (möglicherweise ebenfalls aus einer kantonalen Eingabe übernommener) Text an, welcher ebenfalls keinen Bezug auf den obergerichtlichen Entscheid nimmt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde ist damit offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para">Damit ist das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Mangels einer Bezugnahme auf den obergerichtlichen Entscheid konnte der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 3. Kammer, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 3. November 2022 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>