Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 6. März 2019 (810 18 331) ____________________________________________________________________ Kindes- und Erwachsenenschutzrecht Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsricht er Markus Clausen, Claude Jeanneret , Yves Thommen, Kantonsrichterin Helena Hess, Gerichts- schreiberin i.V. Manuela Stierli Beteiligte A.____ , Beschwerdeführerin , vertreten durch Marco Albrecht , Advokat gegen Kindes - und Erwachsenenschutzbehörde B.____ , Vorinstanz Betreff Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Ver- mögensverwaltung (Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 15. November 2018) A. A.____ (geb. 1935) ist ledig und hat keine Nachk ommen. Sie wohnt alleine (bzw. mit ihrem Hund) in einer eigenen Liegenschaft mit einem grossen Garten und erhält Unterstützung von nahestehenden Personen sowie privaten und öffentlichen Diensten (z.B. Spitex). Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht B. Am 10. Dezember 2017 stürzte A.____ in ihrem Haus u nd musste in der Folge wäh- rend einer Woche hospitalisiert werden. C. Am 20. Dezember 2017 gelangte eine Sozialarbeiter in der Pro Senectute beider Basel, die A.____ auf Anfrage der Spitex seit Ende Oktober 2017 bei der Erledigung der finanziellen Angelegenheiten unterstützt hatte, an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ (KESB) mit der Bitte, die Errichtung einer Beistandscha ft für A.____, insbesondere für den Be- reich Finanzen, zu prüfen. D. Am 27. Dezember 2017 konnte A.____ nach einem weit eren Sturz in ihrem Haus nicht mehr selbständig aufstehen und wurde, nachdem die Küche ntüre aufgebrochen werden muss- te, in einem verwirrten Zustand aufgefunden. Daraufh in musste A.____ erneut hospitalisiert werden. E. Am 29. Dezember 2017 wandte sich die Spitex mit ein er Gefährdungsmeldung betref- fend A.____ an die KESB. F. Am 4. Januar 2018 wurde A.____ im Spital durch d ie KESB angehört. Als Vertrauens- personen hinsichtlich ihrer finanziellen und administrati ven Angelegenheiten nannte sie ihren Bruder, der in Deutschland lebe, sowie eine Bekannte, C.____. G. Mit E-Mail vom 7. Januar 2018 übermittelte C.____ der KESB einen Scan eines Vor- sorgeauftrags von A.____ vom 17. Dezember 2017. Darin h atte A.____ C.____ als Vorsorge- beauftragte für die Bereiche Personensorge, Vermögenssorge und Rechtsverkehr ernannt. H. Am 18. Januar 2018 wurde C.____ durch die KESB a ngehört. Am 8. März 2018 orien- tierte die KESB C.____ darüber, dass der Vorsorgeauftr ag von A.____ voraussichtlich nicht validiert werden könne und beabsichtigt werde, sie als Beiständin für A.____ einzusetzen. I. Mit Bericht der Memory Clinic D.____ (Memory Clinic) vom 28. September 2018 wurde bei A.____ ein mittelschweres dementielles Syndrom bei wahrscheinlicher Lewy-Body-Krank- heit diagnostiziert. J. Mit E-Mail vom 29. Oktober 2018 teilte C.____ der KESB mit, dass sie das Amt der Beiständin für A.____ nicht übernehmen möchte. K. Mit Entscheid vom 15. November 2018 stellte die KES B fest, dass der Vorsorgeauftrag von A.____ nicht validiert werden könne, und errichtete eine Vertretungsbeistandschaft mit Ein- kommens- und Vermögensverwaltung nach Art. 394 Abs. 1 i. V.m. Art. 395 Abs. 1 des Schwei- zerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) vom 10. Dezember 1907. Als Beistandsperson wurde E.____ ernannt. Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht L. Gegen den Entscheid der KESB erhob A.____, vertret en durch Marco Albrecht, Advo- kat, mit Eingabe vom 17. Dezember 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsger icht). Sie beantragt sinngemäss, es sei der Entscheid vom 15. November 2018 vollumfänglich a ufzuheben, eventuell sei der Ent- scheid vom 15. November 2018 in Bezug auf die Ernennun g der Beistandsperson aufzuheben und C.____ als Beiständin einzusetzen. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen; alles unter o/e-Kostenfolge, wobei ihr die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen sei. M. Mit Verfügung vom 20. Dezember 2018 wurde der Be schwerde superprovisorisch die aufschiebende Wirkung erteilt. N. Mit Vernehmlassung vom 10. Januar 2019 schloss die KESB auf Abweisung der Be- schwerde, soweit darauf einzutreten sei; unter o/e-Kostenfolge. O. Mit Präsidialverfügung vom 1. Februar 2019 wurde d er Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt, der Beschwerdeführerin die unentgel tliche Prozessführung und Verbeiständung bewilligt und der Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen. Am 26. Februar 2019 reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin seine Honorarnote ein. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Gest ützt auf Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfass ungs- und Verwaltungsprozessord- nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 und § 66 Abs. 1 des ka ntonalen Gesetzes über die Ein- führung des Zivilgesetzbuchs (EG ZGB) vom 16. November 2006 ist die Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht des Kantonsgerichts für die Beurt eilung der vorliegenden Angelegenheit zuständig. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 b is 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). 1.2 Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerd e befugt, die am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahe stehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich ge- schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des a ngefochtenen Entscheids haben (Ziff. 3). Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin de s angefochtenen Entscheids ohne weite- res zur Beschwerde legitimiert. Da auch die übrigen Pr ozessvoraussetzungen gemäss Art. 450 ff. ZGB in Verbindung mit § 66 Abs. 2 EG Z GB und § 43 ff. VPO erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 1.3 Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwer de Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un- angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsg ericht kommt bei der Beurteilung der vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden die Fragen, ob die KESB zu Recht den Vorsorgeauftrag der Beschwerdeführerin nicht validiert hat, eine Vertretungsbei- standschaft für die Beschwerdeführerin errichtet hat und E.____ als Beiständin ernannt hat. 3.1 Die KESB hielt im angefochtenen Entscheid fest, de r Vorsorgeauftrag der Beschwerde- führerin vom 17. Dezember 2017 könne nicht validiert w erden, weil mit an Sicherheit grenzen- der Wahrscheinlichkeit davon auszugehen sei, dass die Besch werdeführerin zum Zeitpunkt der Erstellung des Vorsorgeauftrags in Bezug auf dessen Inh alt nicht urteilsfähig gewesen sei. Ins- besondere sei die Memory Clinic in ihrem Bericht vom 28. September 2018 zum Schluss ge- kommen, es sei aufgrund der Resultate aus den Demenzscreen ings und aufgrund des klini- schen Verlaufs während der beiden Spitalaufenthalte im Dezember 2017 nicht vorstellbar, dass die Beschwerdeführerin den Vorsorgeauftrag inhaltlich in dieser detaillierten Form selbst ver- fasst habe. Zudem habe die Beschwerdeführerin anlässlich ihrer Anhörung am 4. Januar 2018 angegeben, sie habe einen Vorsorgeauftrag erstellen wo llen, dies jedoch dann verpasst. Somit habe sie sich gut zwei Wochen nach der Erstellung nicht mehr an ihren Vorsorgeauftrag erin- nern können. 3.2 Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, der Vor sorgeauftrag vom 17. Dezember 2017 sei zu validieren. Die KESB habe entscheiderheblich e Tatsachen nicht berücksichtigt. So sei gemäss dem Gesprächsprotokoll der KESB vom 4. Januar 2018 bei der Beschwerdeführerin lediglich eine leichte Verwirrtheit festzustellen gewes en, was bei den meisten gleichaltrigen Personen, insbesondere wenn sie in einer ungewohnten Umgebung und in einer ungewohnten Situation befragt würden, der Fall sei. Abgesehen davon, dass ein Gespräch am 4. Januar 2018 nichts über den Geisteszustand am 17. Dezember 2017 auszusa gen vermöge, sei der Zustand der Beschwerdeführerin von der KESB als altersadäquat b efunden und kein Zweifel an ihrer Urteilsfähigkeit angebracht worden. Der Bericht der Me mory Clinic leide sodann unter einem fundamentalen Mangel, weil jeglicher Hinweis auf ihr e massive Schwerhörigkeit fehle. Es sei gerichtsnotorisch, dass ältere Personen an Tests schlecht abs chneiden würden, weil sie die Fragestellung akustisch nicht verständen. Die Beschwerdefüh rerin bringt weiter vor, es bestün- den eine Reihe von Anhaltspunkten, dass sie am 17. Dezemb er 2017 gewusst habe, was sie über drei Seiten handschriftlich niedergeschrieben habe . So habe ihr damaliger Hausarzt am 18. Januar 2018 bestätigt, dass sie im September 2017 n och einen ziemlich klaren Eindruck gemacht habe, und ihr Bruder habe am 24. Juli 2018 e rklärt, dass sie bei Errichtung des Vor- sorgeauftrags urteilsfähig gewesen sei. Im Erwachsenenschu tzrecht müsse gleich wie im Erb- recht der Grundsatz gelten, dass die Urteilsfähigkeit bei der Abfassung eines Dokuments zu vermuten sei. Demgemäss sei der Vorsorgeauftrag zu validieren. 3.3 Eine handlungsfähige Person kann eine natürliche oder juristische Person beauftra- gen, im Fall ihrer Urteilsunfähigkeit die Personensorg e oder die Vermögenssorge zu über- nehmen oder sie im Rechtsverkehr zu vertreten (Art. 360 Abs. 1 ZGB). Sie muss die Aufgaben, die sie der beauftragten Person übertragen will, umschreiben und kann Weisungen für die Erfül- lung der Aufgaben erteilen (Art. 360 Abs. 2 ZGB). Di eser sogenannte Vorsorgeauftrag ist ei- genhändig zu errichten oder öffentlich zu beurkunden (vgl. Art. 361 Abs. 1 ZGB). Der eigenhän- dige Vorsorgeauftrag ist von der auftraggebenden Perso n von Anfang bis Ende von Hand nie- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht derzuschreiben, zu datieren und zu unterzeichnen (Art. 361 Abs. 2 ZGB). Liegt ein Vorsorgeauf- trag vor, so prüft die Erwachsenenschutzbehörde gemäss Art. 363 Abs. 2 ZGB, ob dieser gültig errichtet worden ist (Ziff. 1), die Voraussetzungen fü r seine Wirksamkeit eingetreten sind (Ziff. 2), die beauftragte Person für ihre Aufgaben geeignet ist (Ziff. 3) und weitere Massnahmen des Erwachsenenschutzes erforderlich sind (Ziff. 4). Die G ültigkeit des Vorsorgeauftrags im Sinne von Art. 363 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB setzt voraus, da ss dieser formgültig (vgl. Art. 361 ZGB) errichtet wurde, dass die Auftraggeberin im Zeitpunkt d er Errichtung handlungsfähig (d.h. mün- dig und urteilsfähig) war und schliesslich der Inhalt d es Vorsorgeauftrags weder widerrechtlich noch sittenwidrig oder unmöglich ist. Diese Fragen hat die Erwachsenenschutzbehörde von Amtes wegen abzuklären. Urteilsfähig ist gemäss Art. 16 ZGB jede Person, der nicht wegen ihres Kindesalters, infolge geistiger Behinderung, psych ischer Störung, Rausch oder ähnlicher Zustände die Fähigkeit mangelt, vernunftgemäss zu handel n. Der Begriff der Urteilsfähigkeit enthält zwei Elemente: einerseits eine intellektuelle Komponente, nämlich die Fähigkeit, Sinn, Zweckmässigkeit und Wirkungen einer bestimmten Handlung zu erkennen, andererseits ein Willens- bzw. Charakterelement, nämlich die Fähigkeit, gemäss der vernünftigen Erkenntnis nach seinem freien Willen zu handeln und allfälliger fremder Willensbeeinflussung in normaler Weise Widerstand zu leisten (BGE 134 II 235 E. 4.3.2 ; BGE 124 III 5 E. 1a; BGE 117 II 231 E. 2a). Die Urteilsfähigkeit ist aber auch relativ zu ver stehen; sie ist nicht abstrakt festzustellen, sondern in Bezug auf eine bestimmte Handlung je nach deren Schwierigkeit und Tragweite zu beurteilen (BGE 124 III 5 E. 1a). Mit Bezug auf die Handlungsfähigkeit darf die Erwachsenen- schutzbehörde für den Zeitraum der Errichtung des Vorso rgeauftrags grundsätzlich von der Vermutung der Urteilsfähigkeit ausgehen, ausser es sind U mstände bekannt, die gegen diese Vermutung sprechen (vgl. BGE 124 III 5 E. 1b; A LEXANDRA JUNGO in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar Zivilgesetzbuch I, Art. 1 - 456 ZGB, 6. Auflage, Basel 2018, Art. 363 N 9, mit Hinweisen). 3.4.1 Aus den Akten ergibt sich, dass sich die betreuende Spitex am 29. Dezember 2017 mit einer Gefährdungsmeldung an die KESB gewandt hat. D arin schildert die Spitex, dass sie die allein lebende Beschwerdeführerin seit Mai 2017 einma l wöchentlich oder bei Bedarf auch täg- lich bei der Körperpflege und bei der Verwaltung der Medikamente betreue. Daneben gebe es Hilfestellungen von Nachbarn und Bekannten für Garten arbeiten, Einkäufe und alltägliche Be- lange. Die Verwandten der Beschwerdeführerin würden i n Deutschland leben. Für die Be- schwerdeführerin sei rechtlich niemand zuständig. Alle würden mitreden wollen, aber keiner übernehme die Verantwortung. Weiter führte die Spit ex in der Gefährdungsmeldung aus, dass sich die kognitive Situation der Beschwerdeführerin sei t dem Sommer 2017 zusehends ver- schlechtert habe. Bereits im Juli 2017 habe die Beschwerd eführerin Angstzustände und Hallu- zinationen – sie sehe Personen, Gegenstände, Autos etc. – geäussert. In dieser Phase habe sie in der Nacht auch die Polizei angerufen, weil sie sich bedroht gefühlt habe. Nach einer me- dikamentösen Therapie habe sich die Situation zunächst be ruhigt, bis die Beschwerdeführerin Anfang Dezember 2017 wieder angefangen habe, Angstzu stände zu äussern. Sie habe "Geis- ter" mit hässlichen Gesichtern, Masken und Geweihen gesehen. Am 10. Dezember 2017 sei die Beschwerdeführerin zu Hause gestürzt und für eine Woche hospitalisiert worden. Ab dem 18. Dezember 2017 seien tägliche Einsätze für Körperpf lege und die Abgabe für Medikamente erfolgt. Seither habe sich die Beschwerdeführerin immer wieder im Haus eingeschlossen und Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht hinter Türen verbarrikadiert. Sie habe auch immer wie der die Schlüssel verlegt und nicht mehr gefunden, sodass C.____ mehrfach zu ihr habe kommen müss en. Am 27. Dezember 2017 ha- be sich die Beschwerdeführerin erneut im Haus in der Küche eingeschlossen. C.____ habe daraufhin bei der zweiten Haustüre eine Glasscheibe ei nschlagen müssen, um in die Wohnung zu gelangen. Die Beschwerdeführerin habe sich mit dem Hu nd in der Küche eingeschlossen und sei gestürzt gewesen. Der Schlüsseldienst sei avisiert geworden und habe die Küchentüre aufbrechen müssen, um zur Beschwerdeführerin zu gelangen. Die Beschwerdeführerin habe mehrere Stunden lang unter dem Küchentisch gelegen un d nicht mehr selbständig aufstehen können. Sie sei unterkühlt gewesen, habe desorientiert gewirkt und habe wirr gesprochen. Die avisierte Sanität habe die Beschwerdeführerin in der Fo lge erneut in das Spital einweisen müs- sen. 3.4.2 Bereits vor dieser zweiten Hospitalisation im De zember 2017 hatte sich die Sozialar- beiterin der Pro Senectute, die die Beschwerdeführeri n auf Anfrage der Spitex seit Oktober 2017 in deren (finanz-)administrativen Angelegenheiten unterstützt hatte, mit einem Schreiben vom 20. Dezember 2017 an die KESB gewandt und darum gebeten, die Errichtung einer Bei- standschaft zu prüfen. Sie führte aus, die Beschwerdeführerin sei nach ihrer Einschätzung nicht mehr in der Lage, Vollmachten zu erteilen, da sie de n Überblick über ihre finanzielle Situation verloren habe und einen Bevollmächtigten grundsätzlich nicht kontrollieren könne. 3.4.3 Am 4. Januar 2018 hörte die Vorinstanz die Beschw erdeführerin unter Hinweis auf die Gefährdungsmeldungen im Spital an. Im Protokoll der Anhörung vom 4. Januar 2018 hielt der Protokollführer der KESB als persönlichen Eindruck fest, dass bei der Beschwerdeführerin eine gewisse Verwirrung vorliege und sie sich nur teilweise an Details erinnern könne. Im Rahmen der Anhörung gab die Beschwerdeführerin auf entspreche nde Nachfrage an, sie habe einen Vorsorgeauftrag erstellen wollen, dies jedoch dann verp asst. Auch bestehe keine Patientenver- fügung. Die Beschwerdeführerin gab somit an, keinen V orsorgeauftrag verfasst zu haben, ob- wohl kurz darauf ein von ihr am 17. Dezember 2017 erste llter Vorsorgeauftrag aufgetaucht ist. Somit konnte sich die Beschwerdeführerin keine drei Woch en nach Errichtung ihres Vorsorge- auftrags nicht mehr daran erinnern, einen solchen erste llt zu haben, was entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht als eine altersübliche leich te Verwirrtheit betrachtet werden kann. Sodann führte die Beschwerdeführerin aus, C.____ schon s eit 33 Jahren zu kennen, aber nicht mehr zu wissen, wie sie sich kennengelernt hätten. Den Angaben von C.____ zufolge haben sie sich erst vor ca. sieben Jahren kennengelernt, als die Mu tter von C.____ mit der Beschwerde- führerin ein Spitalzimmer geteilt hatte. 3.4.4 Unter den gesamten geschilderten Umständen ist n icht zu beanstanden, dass die Vor- instanz nicht mehr von einer Vermutung der Urteilsfähigke it ausgegangen ist, sondern eine Ab- klärung der Urteilsfähigkeit der Beschwerdeführerin in Auftrag gegeben hat. Im Abklärungs- bericht der Memory Clinic vom 28. September 2018 wurde bei der Beschwerdeführerin ein mit- telschweres dementielles Syndrom bei wahrscheinlicher Lewy -Body-Krankheit diagnostiziert. Weiter ist gemäss Gutachten davon auszugehen, dass die Besch werdeführerin den Vorsorge- auftrag selbst geschrieben und unterzeichnet habe. Aus dem Gutachten ergibt sich weiter, dass die Beurteilung der Urteilsfähigkeit der Beschwerdefü hrerin in Bezug auf die Erstellung eines Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Vorsorgeauftrags am 17. Dezember 2017 zwar nicht mit absoluter Sicherheit erfolgen könne, da es sich um eine retrospektive Beurteilung handle. Die Besch werdeführerin sei allerdings unmit- telbar vor und wenige Tage nach dem Erstellen des Vorsorgeauftrags in stationärer Behandlung im Kantonsspital F.____ gewesen. In den beiden Demen zscreenings (Mini Mental Status, Uh- rentest), welche anlässlich dieser beiden Aufenthalte dur chgeführt worden seien, hätten sich mittelschwere bis schwere neuropsychologische Defizite gezeigt, die den Ergebnissen der eige- nen Untersuchung ähnlich seien. Aufgrund der Resultate aus den Demenzscreenings im De- zember 2017 sei nicht vorstellbar, dass die Beschwerdefüh rerin den Vorsorgeauftrag inhaltlich in dieser detaillierten Form selbst geschrieben habe. Diese gutachterlichen Ausführungen sind – auch wenn im Gutachten die Schwerhörigkeit der Besch werdeführerin nicht erwähnt wird – schlüssig, zumal das Gutachten nicht bloss auf Ergebnissen aus d er Befragung der Beschwer- deführerin, sondern auf einer umfassenden Untersuchung ( inkl. den Resultaten von früheren Demenzscreenings, klinischem Verlauf, neuropsychologischen U ntersuchungen etc.) basiert. Die Ergebnisse des Gutachtens stimmen zudem mit den Wah rnehmungen der betreuenden Spitex im entsprechenden Zeitraum überein. Daran verm ögen die dagegen erhobenen Vorbrin- gen der Beschwerdeführerin nichts zu ändern. Soweit sie sich für den Nachweis ihrer Urteilsfä- higkeit auf die Stellungnahme des damaligen Hausarztes d er Beschwerdeführerin vom 18. Ja- nuar 2018 stützt, ist ihr entgegenzuhalten, dass der Ha usarzt darin einzig ausführt, die Be- schwerdeführerin habe im September 2017 auf ihn "noch einen ziemlich klaren Eindruck ge- macht". Diese Aussage bezieht sich somit auf eine Zeit, d ie deutlich vor dem hier mass- gebenden Zeitpunkt liegt und in welcher es der Beschwerdeführerin gemäss den Schilderungen der Spitex in der Gefährdungsmeldung (siehe oben E. 3. 4.1) auch deutlich besser ging. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin in Bezug auf die Errichtung des Vor- sorgeauftrags vom 17. Dezember 2017 nicht urteilsfähig war. Demgemäss hat die KESB den Vorsorgeauftrag zu Recht nicht validiert. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen. 4.1 Mit dem angefochtenen Entscheid vom 15. November 2 018 hat die KESB für die Be- schwerdeführerin eine Vertretungsbeistandschaft mit Ein kommens- und Vermögensverwaltung gemäss Art. 394 Abs. 1 i.V.m. Art. 395 Abs. 1 ZGB er richtet. Zur Begründung führt die Vorin- stanz aus, die Beschwerdeführerin brauche aufgrund ihr er Demenzerkrankung und des daraus resultierenden Schwächezustands Unterstützung durch eine Vertretungsbeistandschaft mit Ein- kommens- und Vermögensverwaltung. In der Vernehmlassung vo m 10. Januar 2019 führte die Vorinstanz ergänzend aus, die Beschwerdeführerin sei auch bezüglich ihrer Wohnsituation, ihrer Betreuung und ihrer Pflege beeinträchtigt. Au s diesem Grund sei die Beistandschaft auf die Bereiche Wohnen, Soziales und Gesundheit ausgeweitet worden. 4.2 Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, es seie n keine Erwachsenenschutz- massnahmen erforderlich. Sie macht diesbezüglich im Wesent lichen eine Verletzung des Ver- hältnismässigkeitsgrundsatzes geltend. Zudem sei die Aus dehnung der Beistandschaft auf die Bereiche Wohnen, Soziales und Gesundheit durch die Vo rinstanz nicht begründet worden und widerspreche deren eigenen Angaben. So habe die Vori nstanz bei ihrem Besuch am 10. Juli 2018 festgehalten, dass die Wohnung in ordentlichem Zus tand sei und nicht verwahrlost wirke. Dies habe auch ihr Hausarzt am 28. Februar 2018 festgeh alten. Es sei aktenkundig, dass sie über ein soziales Netz verfüge, welches über ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden wache. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.3.1 Nach Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB errichtet die E rwachsenenschutzbehörde eine Bei- standschaft, wenn eine volljährige Person wegen einer g eistigen Behinderung, einer psychi- schen Störung oder eines ähnlichen in der Person liege nden Schwächezustands ihre Angele- genheiten nur teilweise oder gar nicht besorgen kann. Der Schwächezustand "psychische Stö- rung" umfasst die anerkannten Krankheitsbilder der Psychiatrie, das heisst unter anderem auch Demenz (Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, Bundesblatt [BBl] 2006 S. 7043). 4.3.2 In Art. 389 ZGB unterstellt der Gesetzgeber alle behördlichen Massnahmen des Er- wachsenenschutzes den beiden Maximen der Subsidiarität un d der Verhältnismässigkeit. Sub- sidiarität (Art. 389 Abs. 1 ZGB) heisst, dass behördliche Massnahmen nur dann anzuordnen sind, wenn die Betreuung der hilfsbedürftigen Person auf andere Weise nicht angemessen si- chergestellt ist (BBl 2006 S. 7042). Ist die gebotene U nterstützung der hilfsbedürftigen Person auf andere Art – durch die Familie, andere nahestehen de Personen oder private oder öffentli- che Dienste (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 5A_663 /2013 vom 5. November 2013 E. 3) – schon gewährleistet, so ordnet die Erwachsenenschutzbehör de keine Massnahme an (Art. 389 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Kommt die Erwachsenenschutzbehörde demgegenüber zum Schluss, die vorhandene Unterstützung der hilfsbedürftigen Person se i nicht ausreichend oder von vornhe- rein ungenügend, so muss ihre behördliche Massnahme verhä ltnismässig, das heisst erforder- lich und geeignet sein (Art. 389 Abs. 2 ZGB). Die Erw achsenenschutzbehörde hat dabei nicht gesetzlich fest umschriebene, starre Massnahmen, sondern "M assnahmen nach Mass" zu tref- fen, mithin solche, die den Bedürfnissen der betroffen en Person entsprechen (Art. 391 Abs. 1 ZGB; Urteil des Bundesgerichts 5A_4/2014 vom 10. März 20 14 E. 6.1 f.). Es gilt der Grundsatz "so viel staatliche Fürsorge wie nötig, so wenig staatl icher Eingriff wie möglich" (vgl. BBl 2006 S. 7017, Urteil des Bundesgerichts 5A_667/2013 vom 12. November 2013 E. 6.1). Dies gilt auch für die Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft nach Art. 394 Abs. 1 ZGB (vgl. BGE 140 III 49 E. 4.3.1). 4.3.3 Als mildeste Massnahme sieht das Gesetz die Begleitbe istandschaft vor (Art. 393 Abs. 1 ZGB). Diese kann nur mit Zustimmung der hilfsbed ürftigen Person angeordnet werden und zielt darauf ab, dieser für die Erledigung bestim mter Angelegenheiten begleitende Unter- stützung zu gewähren. Demgegenüber wird eine Vertret ungsbeistandschaft (Art. 394 Abs. 1 ZGB) angeordnet, wenn die hilfsbedürftige Person best immte Angelegenheiten nicht selbst er- ledigen kann und deshalb vertreten werden muss. Diese Fo rm der Beistandschaft kann auch gegen den Willen der hilfsbedürftigen Person angeord net werden. Auch diese Massnahme schränkt die Handlungsfähigkeit der verbeiständeten Perso n nicht ein, sofern die Erwachse- nenschutzbehörde nicht eine andere Anordnung trifft (A rt. 394 Abs. 2 ZGB). Die gleichen Re- geln gelten für die Vermögensverwaltung, die im Geset z als besondere Form der Vertretungs- beistandschaft ausgestaltet ist (Art. 395 ZGB). 4.4 Die Beschwerdeführerin leidet – wie zuvor dargeleg t – an einer Demenzerkrankung. Aus den Akten ergibt sich sodann, dass sie die Errichtung einer Beistandschaft ablehnt. Weiter ist aktenkundig, dass die Beschwerdeführerin bereits einm al eine bestehende Bankvollmacht Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht zugunsten von C.____ widerrufen hat. Auf den Grund für diesen Widerruf angesprochen, führte die Beschwerdeführerin gegenüber der Vorinstanz aus, es habe keinen Vorfall gegeben. Sie habe die Vollmacht lediglich auf Drängen von anderen Personen widerrufen. C.____ habe nichts Unrechtes getan. Daraus erhellt, dass die von der Vo rinstanz angeordnete Beistand- schaft mit den verfügten Aufgabenbereichen den Schwächezus tand der Beschwerdeführerin in geeigneter Weise auffangen kann. Mildere geeignete M assnahmen sind unter den geschilder- ten Umständen nicht ersichtlich, zumal die Beschwerdefüh rerin nicht in der Lage ist, die erfor- derliche Hilfe selber zu organisieren und auch im notwe ndigen Masse zu überwachen. Die ver- fügten Erwachsenenschutzmassnahmen erweisen sich somit auch als verhältnismässig. Die Beschwerde ist folglich, soweit sie sich gegen die Erricht ung der Beistandschaft richtet, abzu- weisen. 5.1 Die Beschwerdeführerin beantragt für den Fall, da ss Erwachsenenschutzmassnahmen als notwendig erachtet werden, C.____ als Beiständin e inzusetzen. Dies sei ursprünglich auch durch die Vorinstanz vorgesehen gewesen, bis C.____ mitg eteilt habe, sei wolle das Mandat nicht übernehmen. Angesichts der Entwicklung, die die Sache genommen habe, sei C.____ nun doch bereit, das Amt der Beiständin anzunehmen. Sie stehe ihr am Nächsten und übernehme seit Jahren bereits faktisch die Aufgaben einer Beiständin. 5.2 Die Vorinstanz ernannte im angefochtenen Entscheid vom 15. November 2018 E.____ als Beiständin für die Beschwerdeführerin. Sie führte aus, C.____ sei eine Vertrauensperson der Beschwerdeführerin und unterstütze diese schon seit längerer Zeit in sämtlichen Bereichen, jedoch habe C.____ die Übernahme der Beistandschaft abgelehnt. In der Vernehmlassung vom 10. Januar 2019 führte die Vorinstanz aus, C.____ hab e ihr Unverständnis bezüglich der Er- richtung einer Beistandschaft für die Beschwerdeführerin angezeigt und die Übernahme des Beistandsmandats abgelehnt. Zudem habe sie während der Untersuchung der Beschwerde- führerin durch die Memory Clinic ihre grundsätzliche Skep sis gegenüber der KESB geäussert. Unter diesen Umständen erscheine eine kooperative Zusamme narbeit zwischen C.____ als Beiständin und der KESB im Interesse der Beschwerdeführerin nicht realistisch. Die im Rahmen der Beschwerde geltend gemachte Meinungsänderung erscheine nicht als ernst gemeinte Moti- vation, das Beistandsmandat zu übernehmen. Die Eignung v on C.____ als Beiständin werde deswegen unter den gegebenen Umständen bestritten. 5.3 Die Wahl des Beistandes richtet sich nach den allgem einen Voraussetzungen von Art. 400 ZGB. Gemäss Art. 400 ZGB wird bei der Ernenn ung des Beistandes vom Beistand nebst zeitlicher Disponibilität und persönlicher Auftr agserfüllung eine persönliche und fachliche Eignung für das Amt verlangt. Damit ist eine umfassende Eignung im Sinne von Sozial-, Selbst- und Fachkompetenz gemeint (BBl 2006 S. 7049). Der Bei stand muss in jedem Fall für die ihm übertragenen Aufgaben (Art. 391 und 398 Abs. 2 ZGB) geeignet sein. Kommen mehrere Perso- nen als Beistand in Frage, müssen deren Vor- und Nachte ile gegeneinander abgewogen wer- den; die am besten geeignete Person ist zu ernennen. Ä ussert der Betroffene indessen Wün- sche, so sind diese soweit wie möglich zu respektieren (Ar t. 401 ZGB). Auch die Amtseinset- zung eines zwar geeigneten – aber im Vergleich zu einer anderen Person etwas weniger ge- eigneten – Kandidaten kann in Erwägung gezogen werde n, weil er das besondere Vertrauen Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht des Verbeiständeten geniesst (R UTH E. REUSSER , in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kom- mentar Zivilgesetzbuch I, 6. Auflage, Basel 2018, Art. 400 ZGB N 13). 5.4 Die Beschwerdeführerin hat im vorliegenden Fall kon stant ihr Vertrauen gegenüber C.____ ausgedrückt. Zudem erscheint C.____ für die Übe rnahme des Mandates nicht von vornherein ungeeignet. Nachdem mit dem vorliegenden E ntscheid zudem über die Notwendig- keit der Errichtung einer Beistandschaft befunden wurde, erscheint es angezeigt, die Angele- genheit zur Klärung der Bereitschaft sowie der Eignun g von C.____ als Beiständin und zum neuen Entscheid über die Beistandsperson an die Vorinst anz zurückzuweisen. Demzufolge ist die Beschwerde, soweit sie sich gegen die Ernennung der Beistandsperson richtet, gutzuheis- sen und die Ziffern 5 und 7 des Entscheids der Vorinstan z vom 15. November 2018 sind aufzu- heben. 6. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde somit hinsichtl ich der Nichtvalidierung des Vorsorgeauftrags und der Errichtung einer Beistandsch aft als unbegründet. In Bezug auf die Ernennung der Beistandsperson ist die Beschwerde hin gegen gutzuheissen und die Ange- legenheit zum neuen Entscheid über die Beistandsperson an die Vorinstanz zurückzuweisen. 7.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kan tonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausma ss auferlegt. Dem Verfahrensaus- gang entsprechend werden die Verfahrenskosten in der H öhe von Fr. 1‘400.-- je zur Hälfte der Beschwerdeführerin und der Vorinstanz auferlegt. Zufol ge Bewilligung der unentgeltlichen Pro- zessführung gehen die anteiligen Verfahrenskosten der B eschwerdeführerin in der Höhe von Fr. 700.-- zu Lasten der Gerichtskasse. Ausgangsgemäss hat d ie Vorinstanz der Beschwerde- führerin eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'474.90 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) zu bezahlen. Im Übrigen werden die Parteikosten w ettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem Rechtsvertr eter der Beschwerdeführerin ein Ho- norar in der Höhe von Fr. 1'474.90 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 7.2 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich darauf hin gewiesen, dass sie zur Nach- zahlung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung d er unentgeltlichen Rechtspflege der Ge- richtskasse belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Feb- ruar 2001). Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden die Dispositivziffern 5 und 7 des Entscheids der Kindes- und Erwachsenenschutzbehör de B.____ vom 15. November 2018 aufgehoben und die Angel egenheit zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die Vorin stanz zurückge- wiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden der Be- schwerdeführerin und der Vorinstanz je zur Hälfte auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die antei- ligen Verfahrenskosten der Beschwerdeführerin in der H öhe von Fr. 700.-- zu Lasten der Gerichtskasse. 3. Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin eine Pa rteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'474.90 (inkl. Auslagen und 7.7 % M ehrwertsteuer) zu bezahlen. Im Übrigen werden die Parteikosten wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständu ng wird dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar in der Höhe von Fr. 1'474.90 (inkl. Auslagen und 7.7 % Mehrwertsteuer) aus der Ge- richtskasse ausgerichtet. Vizepräsident Gerichtsschreiberin i.V. Gegen diesen Entscheid wurde am 27. Juni 2019 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah- rensnummer 5A_526/2019) erhoben.