<h2>SubmittedText<h2><p>Welches ist die genaue Anzahl der Telefonabhörungen, die vom Bundesanwalt, von der Militärjustiz, vom Sicherheitsdienst der Armee und von den kantonalen Instanzen im Zeitraum von 1991-1997 angeordnet wurden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Telefonüberwachungen der Jahre 1988 bis 1991 sind im Bericht "Die Telefonüberwachung im Bund" der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates publiziert (BBl 1993 I 1111). Für die Jahre 1992 bis 1996 sind folgende Überwachungen angeordnet worden:</p><p></p><p>JahrBundesanwaltMilitärjustizKantonale Justiz</p><p></p><p>1992190695</p><p>1993240802</p><p>1994190800</p><p>1995325840</p><p>19962051'020</p><p></p><p>Die Zahlen über die Anzahl Strafverfahren in denen Überwachungen des Fernmeldeverkehrs angeordnet wurden und die Anzahl der überwachten Anschlüsse sind nicht statistisch ausgewiesen. Es können in einem Strafverfahren auch mehrere Anordnungen vorkommen, aber auch mit einer einzigen Anordnung eine grössere Anzahl Anschlüsse überwacht werden. Die PTT-Betriebe schätzen, dass im Jahresdurchschnitt pro Anordnung etwas weniger als zwei Anschlüsse überwacht werden.</p><p></p><p>Der Sicherheitsdienst der Armee führt keine Überwachungen des Fernmeldeverkehrs durch.</p><p></p><p>Gemeinsam mit der Telefonüberwachung oder an ihrer Stelle kann auch eine Teilnehmeridentifikation der ein- und/oder ausgehenden Anrufe angeordnet werden:</p><p></p><p>Aufgezeichnet werden Verbindungen eines bestimmten Anschlusses sowie Zeit und Datum der Verbindungen. Für die Kantone gibt es darüber keine Statistik; die Bundesanwaltschaft hat in den Jahren 1991 bis 1996 die folgende Anzahl von Identifikationen des aus- und/oder eingehenden Fernmeldeverkehrs angeordnet:</p><p></p><p>1991 20</p><p>1992 16</p><p>1993 29</p><p>1994 15</p><p>1995 34</p><p>1996 31</p><p></p><p>Für 1997 liegen noch keine Angaben vor.</p>  Antwort des Bundesrates.