<h2>SubmittedText<h2><p>Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 21bis des Geschäftsverkehrsgesetzes reiche ich folgende Parlamentarische Initiative in der Form der allgemeinen Anregung ein:</p><p>Die Revision des Waffengesetzes sei an die Hand zu nehmen. Dabei sollen folgende Punkte Berücksichtigung finden:</p><p>1. Bei allen Bewilligungen muss die zuständige Behörde bei der Zentralstelle Waffen des Bundesamtes für Polizei (BAP) rückfragen, ob gegen den Gesuchsteller aufgrund der Register (Zentralstrafregister, inklusive laufende Verfahren) etwas Nachteiliges vorliegt. Es entfällt dabei die Pflicht des Gesuchstellers, selber und auf eigene Kosten einen Auszug aus dem Zentralstrafregister zu verlangen.</p><p>2. Die Veräusserung von Waffen unter Privaten soll in Zukunft nur zulässig sein, wenn der Erwerber dem Veräusserer privat gut bekannt ist, wenn die beiden Haus- und Familiengenossen sind oder wenn der Erwerber über einen kürzlich erworbenen Waffenerwerbsschein verfügt. In den andern Fällen soll die Veräusserung nur statthaft sein, wenn der Veräusserer zuvor bei der zuständigen Behörde eine Bestätigung über den Erwerber einholt. Um diese zu erteilen, muss die zuständige kantonale Behörde an die Zentralstelle Waffen des BAP gelangen, welche die Register abfragt.</p><p>3. Die Einziehung von Waffen durch die Polizei ist umgehend der Zentralstelle Waffen zu melden. Diese baut eine entsprechende Datenbank auf, die vor Erteilen von Bewilligungen zu konsultieren ist.</p><p>4. Der Erwerb von Waffen durch Erbgang kann nur erfolgen, wenn der Erbende die Waffen auch kaufen dürfte, d. h., wenn eine Befragung des Zentralstrafregisters keine Einwände ergibt.</p><p>5. Doppelspurigkeiten mit anderen Gesetzen sollen bei der Revision korrigiert werden.</p>