<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2015-02-27-2C_184-2015.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2C_184/2015 </b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2C_185/2015 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 27. Februar 2015</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Zünd, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Steuerverwaltung des Kantons Glarus. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Kantons- und Gemeindesteuern 2013, direkte Bundessteuer 2013; Rechtsmittelweg. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus, Präsident, vom 27. Januar 2015. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">A.________ focht die Einspracheentscheide der Steuerverwaltung des Kantons Glarus betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer 2013 beim Verwaltungsgericht des Kantons Glarus an. Dieses trat mit zwei Verfügungen seines Präsidenten vom 27. Januar 2015 darauf nicht ein und überwies die jeweilige Sache der Steuerrekurskommission des Kantons Glarus zur Behandlung als Beschwerde. Er begründete dies mit Art. 165a Abs. 1 des Glarner Steuergesetzes vom 7. Mai 2000 (StG-GL), wonach gegen Einspracheentscheide bei einer unabhängigen Steuerrekurskommission schriftlich Beschwerde erhoben werden kann. Mit als staatsrechtliche Beschwerde (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) bezeichneter Eingabe vom 25. Februar 2015 beantragt A.________ dem Bundesgericht unter anderem, es seien die Verfügungen des Verwaltungsgerichts aufzuheben. Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Gemäss <span class="artref"><artref id="CH/173.110/42/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/42/1" type="start"></artref>Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref> haben Rechtsschriften die Begehren und deren Begründung zu enthalten; in der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletze. Die Begründung muss sachbezogen sein; sie hat sich auf den Verfahrensgegenstand zu beziehen und zu beschränken. Erforderlich ist eine gezielte Auseinandersetzung mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz. Im Zusammenhang mit der Anwendung kantonalrechtlicher Normen kann weitgehend bloss die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (vgl. Rügenkatalog von <span class="artref">Art. 95 BGG</span>); entsprechende Rügen bedürfen besonderer Geltendmachung und Begründung (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=12.02.2015&amp;to_date=03.03.2015&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-I-225%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page225">BGE 138 I 225</a> E. 3.1 und 3.2 S. 227 f.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=12.02.2015&amp;to_date=03.03.2015&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-V-57%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page57">137 V 57</a> E. 1.3 S. 60 f.<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=12.02.2015&amp;to_date=03.03.2015&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-I-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">136 I 49</a></span> E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68; je mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Der Beschwerdeführer gelangte gegen die Einspracheentscheide entgegen der Rechtsmittelbelehrung direkt an das Verwaltungsgericht; er stellte die Rechtmässigkeit der Steuerrekurskommission in Frage und machte geltend, es sei nie über die Einführung einer solchen abgestimmt worden. Das Verwaltungsgericht erläutert dazu Folgendes: An der Landsgemeinde vom 7. Mai 2000, als über die Totalrevision des Steuergesetzes zu befinden war, habe ein Stimmbürger die Einführung eines Rekursverfahrens vor einer unabhängigen Instanz beantragt; dieser Antrag sei angenommen worden und habe in der Folge in <span class="artref">Art. 165a StG</span>-GL Niederschlag gefunden; dass dabei gemäss <span class="artref">Art. 165a Abs. 4 StG</span>-GL der Landrat zur Wahl der Steuerrekurskommission zuständig erklärt wurde, sei dabei nicht zu beanstanden, sondern für die Bestellung einer verwaltungsunabhängigen Rekurskommission geradezu naheliegend. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Soweit der Beschwerdeführer das seinerzeitige korrekte <i>Zustandekommen</i> der gesetzlichen Regelung in Frage stellen will, sind seine Vorbringen heute verspätet. Höchstens könnte die Recht- bzw. Verfassungskonformität ihres <i>Inhalts</i> im Sinne einer inzidenten Normenkontrolle im konkreten Anwendungsfall noch gerügt werden. Welche Rechtssätze, Grundsätze und namentlich verfassungsmässigen Rechte dadurch missachtet würden, dass der Gesetzgeber den legislativen Landrat (statt etwa den Regierungsrat) als Wahlbehörde für die Mitglieder der Steuerrekurskommission eingesetzt hatte, wird in der Beschwerdeschrift nicht konkret dargelegt. Die Beschwerde enthält keine nachvollziehbare Begründung für das Begehren des Beschwerdeführers, dass Einspracheentscheide betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern (oder betreffend die direkte Bundessteuer; vgl. dazu Art. 10 Abs. 1 der Verordnung des Regierungsrats des Kantons Glarus vom 21. November 2000 zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer) nicht bei der kantonalen Steuerrekurskommission anzufechten seien; es ist nicht dargetan, inwiefern das Verwaltungsgericht vorliegend schweizerisches Recht verletzt habe, indem es die Beschwerden zuständigkeitshalber an die Rekurskommission übermittelte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Der Beschwerdeführer macht geltend, eine Einzelrichterkompetenz des Verwaltungsgerichtspräsidenten sei insoweit nicht gegeben gewesen, als er seine Beschwerde an das Verwaltungsgericht vom 16. Januar 2015 (auch) als Aufsichtsbeschwerde eingereicht habe. Zunächst liegt nicht auf der Hand, inwiefern die von ihm erwähnten Normen des Gesetzes vom 6. Mai 1990 über die Gerichtsorganisation des Kantons Glarus (Gerichtsorganisationsgesetz; GOG-GL) die Anwendbarkeit von Art. 108 Abs. 1 lit. b des Gesetzes des Kantons Glarus vom 4. Mai 1986 über die Verwaltungsrechtspflege (Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG) in einem Aufsichtsverfahren vor dem Verwaltungsgericht (Art. 20 Abs. 3 GOG-GL) ausschlössen. Ohnehin aber vermag der Beschwerdeführer keine Norm aufzuzeigen, die ihm in einem solchen Aufsichtsverfahren (s. Art. 20 Abs. 3 GOG-GL; Art. 84 VRG-GL; [sinngemäss] <span class="artref">Art. 135 StG</span>-GL) Parteistellung einräumte und ihm in diesem Zusammenhang ein schutzwürdiges Interesse an der Beschwerdeführung an das Bundesgericht verschaffte (<span class="artref">Art. 89 Abs. 1 BGG</span>; vgl. dazu <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=12.02.2015&amp;to_date=03.03.2015&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-II-279%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page279">BGE 139 II 279</a> E. 2.3 S. 283 mit Hinweisen; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=12.02.2015&amp;to_date=03.03.2015&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-468%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page468">133 II 468</a> E. 2 S. 471 f.). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.4.</b> Da vorliegend ein Nichteintretensentscheid angefochten war, stossen die Ausführungen in der Beschwerdeschrift zu materiellen Steuerbelangen ins Leere. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.5.</b> Die gemessen am Streitgegenstand übermässig weitschweifige Beschwerdeschrift enthält offensichtlich keine taugliche Begründung (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). Es ist darauf mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.6.</b> Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege kann schon darum nicht entsprochen werden, weil die Rechtsbegehren des Beschwerdeführers aussichtslos erschienen (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>). Mithin sind ihm als unterliegende Partei die Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 65 und Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus, Präsident, und der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 27. Februar 2015 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Zünd </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Feller </div> </div></body></html>