<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-02-24-5A_117-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_117/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 24. Februar 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Zingg. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">1. A.________, </div> <div class="para">2. B.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Betreibungsamt Bezirk Frauenfeld, </div> <div class="para">St. Gallerstrasse 4, 8510 Frauenfeld. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Lohnpfändung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Zirkularentscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau als kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs vom 30. Januar 2023 (BS.2023.2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Der Staat Thurgau betreibt A.________ in zwei Betreibungen über Fr. 4'200.39 nebst Zins und Fr. 301.60 nebst Zins. Im Oktober 2022 führte das Betreibungsamt des Bezirks Frauenfeld die Pfändung durch. </div> <div class="para">Am 28. Oktober 2022 erhob B.________ Beschwerde beim Bezirksgericht Frauenfeld. Mit Entscheid vom 5. Januar 2023 wies das Bezirksgericht die Beschwerde ab. </div> <div class="para">Dagegen erhoben A.________ und B.________ am 13. Januar 2023 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Thurgau. Mit Zirkularentscheid vom 30. Januar 2023 wies das Obergericht die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para">Dagegen haben A.________ und B.________ (fortan: Beschwerdeführer) am 9. Februar 2023 (Postaufgabe) Beschwerde an das Bundesgericht erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Nach <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Die beschwerdeführende Partei hat in gezielter Auseinandersetzung mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheides massgeblichen Erwägungen aufzuzeigen, welche Rechte bzw. Rechtsnormen die Vorinstanz verletzt haben soll (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=10.02.2023&amp;to_date=01.03.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-86%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page86">BGE 140 III 86</a> E. 2; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=10.02.2023&amp;to_date=01.03.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">140 III 115</a> E. 2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführer machen geltend, sie seien Angehörige des Indigenen Volks Germaniten. Das schweizerische Zivil- und Steuerrecht sei deshalb auf sie nicht anwendbar. Sie setzen sich jedoch nicht genügend mit den obergerichtlichen Erwägungen zum Territorialitätsprinzip und zum von ihnen angerufenen Völkerrecht auseinander. Es genügt den Begründungsanforderungen nicht, wenn sie vorbringen, entgegen den Erwägungen des Obergerichts sei es irrelevant, ob die Schweiz das Übereinkommen Nr. 169 der ILO ratifiziert habe. Ebenso wenig genügt es, der obergerichtlichen Erwägung, die von ihnen erwähnte UNDRIP stelle bloss eine deklarative Erklärung dar, entgegenzuhalten, bereits gestützt auf das Internationale Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung (SR 0.104) und den UNO-Pakt II (SR 0.103.2) seien die Rechte Indigener gemäss UNDRIP für die Schweiz bindend, ohne dass sie im Einzelnen aufzeigen, weshalb dies der Fall sein soll. Im Wesentlichen stellen die Beschwerdeführer bloss ihr Gedankengut dar, das den Reichsbürger- und ähnlichen Staatsverweigererbewegungen zuzuordnen ist. Entsprechendes gilt für ihre Behauptung, sie hätten entgegen den obergerichtlichen Erwägungen ihren Wohnsitz in der Schweiz sehr wohl bestritten. Auch dieses Vorbringen erschöpft sich darin, dass sie die übliche Wohnsitzdefinition für sich nicht akzeptieren, sondern für sich einen Aufenthalt in ihrem traditionellen, indigenen Stammterritorium (und nicht im Staat, der dieses Territorium zum Teil überlagere) behaupten. </div> <div class="para">Die Beschwerde enthält offensichtlich keine hinreichende Begründung. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Bei diesem Ausgang des Verfahrens tragen die Beschwerdeführer die Gerichtskosten unter solidarischer Haftung (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 und Abs. 5 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftung auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Obergericht des Kantons Thurgau als kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 24. Februar 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Escher </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Zingg </div> </div></body></html>