<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd"> <html lang="en"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Entscheid: UV.2006.00303</title> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/favicon.ico" rel="SHORTCUT ICON"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/dijit/themes/tundra/tundra.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/xsp/.ibmxspres/dojoroot-1.9.7/ibm/domino/widget/layout/css/domino-default.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xsp.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspLTR.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/domjava/xsp/theme/webstandard/xspFF.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger.scss" media="screen" rel="stylesheet" type="text/css"/> <link href="/c050018/svg/findexweb.nsf/svger_print.scss" media="print" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body class="xspView tundra"> <form action="/c050018/svg/findexweb.nsf/urteil.xsp?uid=UWEE-9AQQXM" class="xspForm" enctype="multipart/form-data" id="view:_id1" method="post"> <header><div class="container-main noprint"><div class="container-header"><img alt="" class="xspImage" id="view:_id1:_id2:image1" src="/c050018/svg/findexweb.nsf/logo.png"/><div class="container-header-slogan show-for-medium"><h6>Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</h6></div></div></div></header><div class="container"> <div class="inner-container1 wrap clearfix"> <section class="vacancy"><div class="grid-container container-main"> <div class="grid-x grid-margin-x grid-margin-y container-form"> <div class="cell small-9 noprint"> <span>Entscheid: UV.2006.00303<span class="xspTextComputedField"></span></span></div> <div class="cell small-3 noprint"> <a href="#" id="view:_id1:lnkPrint">Drucken</a><a href="#" id="view:_id1:lnkBack">Zurück</a></div> <div class="cell small-12"> <div id="view:_id1:inputRichText1"><div class="domino-par--indent"><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b>UV.2006.00303</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="3"><b> </b></font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="5">des Kantons Zürich</font><br/> <font face="serif" size="3">III. Kammer</font><br/> <font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichter Faesi, Vorsitzender</font> <p><font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer</font></p> <p><font face="serif" size="3">Sozialversicherungsrichterin Annaheim</font></p> <p><font face="serif" size="3">Gerichtssekretär Stocker</font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>Urteil vom 21. November 2006</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"><b>V.___</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">vertreten durch TCL Treuhand Consulting Liegenschaften AG</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Flüelastrasse 47, 8047 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"><b>Schweizerische Unfallversicherungsanstalt</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Bahnhofstrasse 24, Postfach, 6210 Sursee</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3"> </font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <br/> <font face="RotisSerif" size="3"> Nachdem die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) mit Verfügung vom 9. Februar 2006 (Urk. 8/46) V.___ eine Integritätsentschädigung von 10 % zugesprochen, die Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen per 13. Februar 2006 eingestellt und einen Rentenanspruch verneint und die dagegen gerichtete Einsprache des Versicherten vom 16. Februar 2006 (Urk. 8/49), mit der er unter anderem auch die Durchführung weiterer Behandlungen beantragen lassen hatte, mit Entscheid vom 26. Juli 2006 (Urk. 2) abgewiesen hatte;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> nach Einsicht in </font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> die Beschwerde vom 2. Oktober 2006, mit der der Versicherte folgende Anträge stellen liess:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">1. Es sei der Einsprache-Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 26.7.06 aufzuheben.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">2. Es sei die Ausrichtung zumindest einer halben Rente an den Beschwerdeführer zu prüfen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">3. Es sei eventuell der Beschwerdeführer beruflich und medizinisch zu begutachten, bevor erneut über eine Rente befunden wird.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">4. Es seien dem Beschwerdeführer ab dem 13.2.06 weiterhin die Taggelder von 100 % auszuzahlen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">5. Es seien weitere medizinische Behandlungsmassnahmen durchzuführen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">6. Es sei die Integritätsentschädigung neu zu berechnen, da sie mehr als die verfügten 10 % beträgt.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">7. Dies alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu lasten der SUVA.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> in die Beschwerdeantwort der SUVA vom 27. Oktober 2006 (Urk. 7), mit der diese beantragen liess, es sei die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> in die Gerichtsverfügung vom 1. November 2006 (Urk. 10), mit der die SUVA aufgefordert wurde, sich dazu zu äussern, ob der angefochtene Einspracheentscheid sowie die ihm zugrunde liegende Verfügung allfälligen mitbetroffenen Sozialversicherern (etwa der Krankenkasse des Versicherten) eröffnet worden seien und was sie unternommen habe, um allfällig mitbetroffene Sozialversicherer ausfindig zu machen,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> in die Eingabe der SUVA vom 6. November 2006 (Urk. 12), in der sie im Wesentlichen erklären liess, dass sie weder die Verfügung vom 9. Februar 2006 noch den Einspracheentscheid vom 26. Juli 2006 der Krankenversicherung des Versicherten zugestellt habe, weil sie weitere medizinische Behandlungen nicht als sinnvoll erachtet habe, sowie</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> die weiteren Verfahrensakten;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3"> in Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">gemäss Art. 49 Abs. 4 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), das seit 1. Januar 2003 in Kraft steht, eine Verfügung, welche die Leistungspflicht eines anderen Trägers berührt, auch ihm zu eröffnen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">dieser Versicherungsträger nach Art. 49 Abs. 4 Satz 2 ATSG die gleichen Rechtsmittel wie die versicherte Person ergreifen kann,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">auf dem Gebiete der Unfallversicherung insbesondere die Krankenkassen, die im Falle der Leistungsverweigerung der Unfallversicherung hinsichtlich der Behandlungskosten leistungspflichtig werden, im Sinne von Art. 49 Abs. 4 ATSG zu begrüssen sind,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">das kantonale Versicherungsgericht, das feststellt, dass eine koordinationsrechtlich relevante Leistungsverfügung dem mitbetroffenen Sozialversicherungsträger nicht eröffnet worden ist, diese Verletzung von Gehörs- und Parteirechten durch Beiladung des mitbetroffenen Sozialversicherungsträgers im gerichtlichen Verfahren selber heilen kann, es aber hiezu nicht verpflichtet ist, weil die Wahrung der Gehörs- und Parteirechte der mitbetroffenen Sozialversicherer vielmehr in erster Linie dem verfügungserlassenden Sozialversicherer obliegt, weshalb das Gericht berechtigt ist, die Sache an diesen zwecks ordnungsgemässer Eröffnung des Verwaltungsentscheides zurückzuweisen (vergleiche RKUV 1997 Nr. U 270 S. 143 ff.),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">diese im Zusammenhang mit Art. 129 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV, gültig gewesen bis 31. Dezember 2002) entwickelte Praxis des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes auch auf die Anwendung von Art. 49 Abs. 4 ATSG übertragbar ist, weil die beiden Bestimmungen inhaltlich übereinstimmen (vgl. BGE 129 V 75 f. Erw. 4.2 und 150),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">der Beschwerdeführer (sinngemäss) sowohl in seiner Einsprache vom 16. Februar 2006 (Urk. 8/49) als auch in der Beschwerdeschrift vom 2. Oktober 2006 (Urk. 1) beantragen liess, es sei die Beschwerdegegnerin zur Übernahme der Kosten für weitere medizinische Behandlungen zu verpflichten,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">die Beschwerdegegnerin, indem sie ihre Heilbehandlungsleistungen per 13. Februar 2006 einstellte, Entscheide fällte, die im Sinne von Art. 49 Abs. 4 ATSG die Leistungspflicht der Krankenversicherung des Beschwerdeführers berührten, weshalb ihr die entsprechenden Entscheide zu eröffnen gewesen wären,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin eine weitere medizinische Behandlung für nicht mehr sinnvoll erachtet haben soll, zum einen nichts an ihren gesetzlichen Pflichten ändert und zum anderen ja gerade diese Frage zum Themenkreis der (unter Umständen zusätzlich auch mit der Krankenversicherung zu führenden) prozessualen Auseinandersetzung gehört, weshalb die Ausführungen der Beschwerdegegnerin auch insoweit ins Leere zielen,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">im vorliegenden Fall kein Grund ersichtlich ist, weshalb das hiesige Gericht die von der Beschwerdegegnerin zu vertretenden und laut ihrer Eingabe vom 6. November 2006 (vgl. Urk. 12) bewusst begangene Verletzung des rechtlichen Gehörs des mitbetroffenen Krankenversicherers durch gerichtliche Beiladung heilen sollte,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">die Beschwerdegegnerin zudem die gerichtliche Aufforderung, sich darüber zu äussern, was sie unternommen habe, um allfällig mitbetroffene Sozialversicherer ausfindig zu machen (Urk. 10), ignoriert hat (vgl. Urk. 12), woraus zu schliessen ist, dass kein Versuch unternommen wurde, die Krankenversicherung des Beschwerdeführers zu eruieren,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">nach dem Gesagten der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zur ordnungsgemässen Eröffnung des Einspracheentscheids zurückzuweisen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">ausgangsgemäss die Beschwerdegegnerin zu verpflichten ist, dem Beschwerdeführer eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="3">vorliegend nach Berücksichtigung aller Umstände eine Prozessentschädigung in der Höhe von Fr. 1'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen erscheint;</font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"><b>erkennt das Gericht:</b></font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 26. Juli 2006 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen verfahre.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 1'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- TCL Treuhand Consulting Liegenschaften AG</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">- Bundesamt für Gesundheit</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><font face="RotisSansSerif" size="3"><b>30 Tagen</b></font><font face="RotisSansSerif" size="3"> seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="3">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</font> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> <p><font face="serif" size="3"> </font></p> </div></div></div> </div> </div> </section></div> </div> <input id="view:_id1__VUID" name="$$viewid" type="hidden" value="!e5c3k16ija7d7g2xqumzc4wa8!"/> <input name="$$xspsubmitid" type="hidden"/> <input name="$$xspexecid" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitvalue" type="hidden"/> <input name="$$xspsubmitscroll" type="hidden"/> <input name="view:_id1" type="hidden" value="view:_id1"/></form> </body> </html>