<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">IV.2007.00809</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">III. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichter Faesi, Vorsitzender</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Annaheim</font> </p><p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer</font> </p><p><font size="4">Gerichtssekretär Stocker</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 19. Juli 2007</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">D.___</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführer</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Nach Einsicht in</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Eingabe von D.___ vom 29. Mai 2007 (Urk. 1), mit der er Beschwerde gegen die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 30. April 2007 (Urk. 2) erhob und unter anderem sinngemäss die Abänderung der angefochtenen Verfügung und die Ausrichtung einer weiteren befristeten Invalidenrente beantragte,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Beschwerdeantwort der IV-Stelle vom 4. Juli 2007 (Urk. 6), worin diese die Abschreibung des vorliegenden Prozesses beantragte, weil die Verfügung vom 30. April 2007 ergangen sei, ohne dass vorher ein Vorbescheid erlassen worden sei, weshalb der Anspruch des Versicherten auf rechtliches Gehör verletzt worden sei,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> sowie die weiteren Verfahrensakten;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> in Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV) sowie Art. 42 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör haben,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> dazu insbesondere das Recht der Parteien gehört, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 129 II 504 Erw. 2.2, 127 I 56 Erw. 2b, 127 III 578 Erw. 2c, 126 V 131 Erw. 2b; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 126 I 16 Erw. 2a/aa, 124 V 181 Erw. 1a, 375 Erw. 3b, je mit Hinweisen),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> das Recht, angehört zu werden, formeller Natur ist, weshalb die Verletzung des rechtlichen Gehörs ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung führt und es mit anderen Worten nicht darauf ankommt, ob die Anhörung im konkreten Fall für den Ausgang der materiellen Streitentscheidung von Bedeutung ist, das heisst die Behörde zu einer Änderung ihres Entscheides veranlasst wird oder nicht (BGE 127 V 437 Erw. 3d/aa, 126 V 132 Erw. 2b mit Hinweisen),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> in Art. 57a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) dieser verfassungs- und konventionsrechtliche Anspruch in Form des sogenannten Vorbescheidverfahrens konkretisiert wird,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> vorliegend aufgrund der Akten und der Zugabe der Beschwerdegegnerin erstellt ist, dass der Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör erheblich verletzt wurde, weil er sich nicht im Rahmen des obligatorischen Vorbescheidverfahrens äussern konnte, da ein solches Verfahren nicht durchgeführt worden war,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort keine Anstalten machte, zur Heilung dieses Mangels beizutragen, wobei anzufügen bleibt, dass eine solche Heilung angesichts des schwerwiegenden formellen Mangels der angefochtenen Verfügung wohl ohnehin nicht in Frage gekommen wäre,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> nach dem Ausgeführten die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen ist, dass die Verfügung vom 30. April 2007 aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit sie nach korrekter Durchführung des Vorbescheidverfahrens neu verfüge,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> ausgangsgemäss die Beschwerdegegnerin kostenpflichtig wird (Art. 69 Abs. 1</font><sup><font face="RotisSerif" size="4">bis</font></sup><font face="RotisSerif" size="4"> IVG);</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> in weiterer Erwägung, dass </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> nicht nachvollziehbar ist, weshalb das vorliegende Verfahren - wie die Beschwerdegegnerin beantragte - abgeschrieben werden sollte (vielmehr ist die Beschwerde - wie ausgeführt - im Sinne der Erwägungen gutzuheissen),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die angefochtene und aufzuhebende Verfügung vom 30. April 2007 (Urk. 2) entgegen den Ausführungen in der Beschwerdeantwort auch nicht zum Vorbescheid mutiert, sondern die Beschwerdegegnerin gehalten ist, einen formal korrekten Vorbescheid zu erlassen;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung vom 30. April 2007 aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- D.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- die Gerichtskasse (nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p></div></body></html>