<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00267 damit vereinigt: IV.2016.00366</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Ersatzrichterin Bänninger Schäppi<br/>Gerichtsschreiberin Leicht</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 18. Mai 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch die Mutter Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die am 29. August 1991 geborene X.___ leidet am Geburts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gebrechen Ziffer 390 (angeborene cerebrale Lähmungen) gemäss Anhang der Verordnung über die Geburtsgebrechen (GgV). Am 9. März 1993 wurde sie von ihren Eltern bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zug angemeldet (Urk. 7/2). Die Invalidenversicherung sprach der Versicherten in der Folge wiederholt Leistungen in Form von medizinischen Massnahmen, pädagogisch-therapeutischen Massnahmen, Sonderschulmassnahmen und beruflichen Massnahmen (erstmalige berufliche Ausbildung) zu (Urk. 7/6, Urk. 7/9, Urk. 7/21, Urk. 7/32, Urk. 7/37, Urk. 7/42, Urk. 7/70, Urk. 7/85). Mit Verfügung vom 18. März 2010 sprach sie der Versicherten ausserdem eine ganze Invalidenrente ab 1. September 2009 zu (Urk. 7/119 und Urk. 7/123) und bestätigte diese mit Mitteilung vom 30. März 2015 (Urk. 7/140).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 29. Dezember 1993 bejahte die Invalidenversicherung einen Anspruch der Versicherten auf einen Pflegebeitrag für Hilflosigkeit mittleren Grades (Urk. 7/12) und am 12. September 2000 einen Pflegebeitrag für Hilflosigkeit leichten Grades (Urk. 7/50). Mit Verfügung vom 17. März 2005 sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, der Versicherten eine Hilflosenentschädigung für Minderjährige wegen Hilflosigkeit leichten Grades zu (Urk. 7/64) und bestätigte diesen Anspruch im Rahmen einer von Amtes wegen eingeleiteten Revision mit Mitteilung vom 21. August 2007 (Urk. 7/94). Zur Abklärung der Hilfsbedürftigkeit nach Erreichung des 18. Altersjahres fand am 16. Dezember 2009 bei der Versicherten zu Hause eine Abklärung vor Ort statt und am 21. Januar 2010 erfolgte eine telefoni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Abklärung mit der Mutter der Versicherten (Abklärungsbericht für Hilf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">losenentschädigung für Erwachsene vom 4. Februar 2010, Urk. 7/115). Gestützt darauf stellte die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom 4. Februar 2010 eine Hilflosenentschädigung wegen Hilflosigkeit mittleren Grades ab 1. September 2009 in Aussicht (Urk. 7/117). Mit Verfügung vom 18. März 2010 sprach sie der Versicherten schliesslich eine Hilflosenentschä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digung wegen Hilflosigkeit leichten Grades ab 1. September 2009 zu (Urk. 7/122 und Urk. 7/124). Diese Verfügung blieb unangefochten. Im Rah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men einer im Januar 2015 von Amtes wegen eingeleiteten Revision wurde eine weitere Abklärung der Hilfsbedürftigkeit vor Ort durchgeführt (Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsbericht für Hilflosenentschädigung für Erwachsene vom 15. März 2015, Urk. 7/134). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 3. Februar 2016 die Verfügung vom 18. März 2010 auf, da darin irrtümlicherweise eine leichte anstatt eine mittlere Hilflosenentschä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digung zugesprochen worden sei, und verfügte die Nachzahlung ab 1. Januar 2015 (Urk. 7/142, Urk. 7/149 und Urk. 7/151 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegen die Verfügung vom 3. Februar 2016 erhob die Versicherte mit Eingabe vom 24. Februar 2016 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung sei aufzuheben und es sei ihr die Hilflosenentschädigung mittleren Grades rückwirkend ab 1. September 2009 mit Verzugszins nachzuzahlen (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 2. März 2016 sprach die IV-Stelle der Versicherten ab 1. April 2016 eine Entschädigung wegen leichter Hilflosigkeit zu (Urk. 8/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 21. März 2016 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zustellen, dass sie weiterhin Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung mitt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leren Grades habe. Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zur Abklärung der Hilflosigkeit zurückzuweisen (Urk. 8/1). Dieses Verfahren wurde unter der Prozessnummer IV.2016.0366 angelegt. In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin um Vereinigung der beiden Beschwerdeverfahren (Urk. 8/1). Mit Beschwerdeantwort vom 21. April 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung beider Beschwerden und ersuchte in prozessualer Hinsicht ebenfalls um Vereinigung der beiden Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren (Urk. 6 = Urk. 8/5). Mit Verfügung vom 31. Mai 2016 wurde die Beschwerdeantwort der Beschwerdeführerin zugestellt und das Verfahren IV.2016.0366 mit dem vorliegenden Verfahren vereinigt und als dadurch erledigt abgeschrieben (Urk. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">13 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsrechts [</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Schweiz, die hilflos (Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9 ATSG) sind, Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung. Vorbehalten bleibt Artikel 42</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG. Als hilflos gilt eine Person, die wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Überwachung bedarf (Art.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9 ATSG). Im Bereich der Invalidenversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 Satz 1 IVG; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">38</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Verordnung über die Invalidenversicherung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">[</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Praxisgemäss (BGE 121 V 88 E. 3a mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a):</span></p><p><span>- </span><span>Ankleiden, Auskleiden; </span></p><p><span>- </span><span>Aufstehen, Absitzen, Abliegen;</span></p><p><span>- </span><span>Essen;</span></p><p><span>- </span><span>Körperpflege;</span></p><p><span>- </span><span>Verrichtung der Notdurft;</span></p><p><span>- </span><span>Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 37 IVV sieht drei Hilflosigkeitsgrade vor. Gemäss Abs. 3 dieser Bestim</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mung gilt die Hilflosigkeit als leicht, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">a. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erhebli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">cher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">b. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">c. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders aufwendi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gen Pflege bedarf; </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">d. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">chen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann; oder</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">e. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wiesen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 37 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. 2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gilt die Hilflosigkeit als mittelschwer, wenn die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">a. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erhebli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">cher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">b. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erhebli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">cher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf; oder </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">c. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erhebli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">cher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">praktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung setzt Hilflosigkeit mittelschweren Grades nach Art. 37 Abs. 2 lit. a IVV eine Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltägli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Lebensverrichtungen voraus (BGE 121 V 88 E. 3b, 107 V 145 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">38 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVV liegt ein Bedarf an lebenspraktischer Begleitung im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">42 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 IVG vor, wenn eine volljährige versicherte Person ausserhalb eines Heimes lebt und infolge Beeinträchtigung der Gesundheit:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ohne Begleitung einer Drittperson nicht selbständig wohnen kann;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung auf Begleitung einer Drittperson angewiesen ist; oder </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ernsthaft gefährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ist lediglich die psychische Gesundheit beeinträchtigt, so muss für die Annahme einer Hilflosigkeit gleichzeitig ein Anspruch auf mindestens eine Viertelsrente bestehen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">38 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVV).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu berücksichtigen ist nur diejenige lebenspraktische Begleitung, die regelmäs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sig und im Zusammenhang mit den in Absatz 1 erwähnten Situatio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen erforderlich ist. Nicht darunter fallen insbesondere Vertretungs- und Verwaltungstätigkeiten im Rahmen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von Massnahmen des Erwachsenenschut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zes nach den Artikeln 390-398 des Zivilgesetzbuches (Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">38 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 IVV).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Anspruch auf Berücksichtigung des Bedarfs an lebenspraktischer Beglei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung ist nicht auf Menschen mit Beeinträchtigung der psychischen oder geis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen Gesundheit beschränkt. Es ist durchaus möglich, dass auch andere Behinderte einen Bedarf an lebenspraktischer Begleitung geltend machen können. Zu denken ist insbesondere an hirnverletzte Menschen (BGE 133 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">V </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">450 E. 2.2.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unerheblich ist, in welcher Umgebung sich die versicherte Person – abgese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hen davon, dass sie ausserhalb des Heims wohnen muss – aufhält und ob sie auf die Hilfe des Ehegatten, der Kinder oder der Eltern zählen kann (BGE 133 V 450 E. 2.2.3 und 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als regelmässig im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">38 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 Satz 1 IVV gilt die lebensprakti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche Begleitung, wenn sie über eine Periode von drei Monaten gerechnet im Durchschnitt mindestens 2 Stunden pro Woche benötigt wird (BGE 133 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">V </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">450 E. 6.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die lebenspraktische Begleitung beinhaltet weder die (direkte oder indirekte) Dritthilfe bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen noch die Pflege noch die Überwachung. Sie stellt vielmehr ein zusätzliches und eigenständi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ges Institut der Hilfe dar (BGE 133 V 450 E. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gesetz macht den Anspruch auf Hilflosenentschädigung nicht davon abhängig, ob die lebenspraktische Begleitung kostenlos erfolgt oder nicht (BGE 133 V 472 E. 5.3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 69 Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVV kann die IV-Stelle zur Prüfung eines Leistungsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruchs unter anderem Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen. Nach der Rechtsprechung hat ein Abklärungsbericht unter dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Aspekt der Hilflosigkeit (Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9 ATSG) oder des Pflegebedarfs folgenden Anforderungen zu genügen: Als Berichterstatterin oder Berichterstatter wirkt eine qualifizierte Person, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträchti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungen und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physische oder psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern notwendig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. BGE 133 V 450 E. 11.1.1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berücksichtigen, wobei divergie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen sowie den tatbestandsmässi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen Erfordernissen der dauernden Pflege und der persönlichen Überwachung und der lebenspraktischen Begleitung sein. Schliesslich hat er in Überein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">defall zuständige Gericht (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 140 V 543</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit Hinweisen; SVR 2012 IV Nr. 54 S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">195, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteil des Bundesgerichts 8C_756/2011 vom 12. Juli 2012 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2). Diese Grundsätze gelten entsprechend auch für die Abklärung der Hilflosigkeit unter dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gesichtspunkt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der lebenspraktischen Begleitung (BGE 133 V 450 E. 11.1.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_464/2015 vom 14. September 2015 E. 4) sowie unter dem Aspekt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s Intensivpflegezu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlags (vgl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgerichts 8C_308/2016 vom 6.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> September 2016 E. 5.1 mit Hinweis auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_756/2011</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 12. Juli 2012</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob die Nachzahlung der Hilflosenentschädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gungen ex nunc, das heisst ab Entdeckung des Fehlers, oder ex tunc zu erfolgen hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der angefochtenen Verfügung vom 3. Februar 2016 erwog die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin, mit Verfügung vom 18. März 2010 sei der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführerin irrtümlicherweise eine Hilflosenentschädigung leichten Grades zugesprochen worden. Der Fehler sei mit Einleiten der Revision im Januar 2015 entdeckt worden. Gestützt auf Art. 88 Abs. 1 lit. c IVV (recte: Art. 88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 1 lit. c IVV) könne eine Korrektur der Auszahlung frühestens in dem Monat erfolgen, in dem der Fehler entdeckt worden sei. Die Korrektur der Hilflosenentschädigung erfolge somit per 1. Januar 2015 (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber im Wesentlichen geltend, es liege kein spezifisch invalidenversicherungsrechtlicher Sachverhalt vor, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halb Art. 24 Abs. 1 ATSG und nicht Art. 88 Abs. 1 lit. c IVV (recte: Art. 88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abs. 1 lit. c IVV) massgeblich sei (Urk. 1 S. 7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 IVG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erwägung im Sinne dieser Bestimmung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts (BGE 117 V 8 E. 2c mit Hinweis).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 1 lit. c IVV erfolgt die Erhöhung von Renten und Hilflo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">senentschädigungen in Fällen, bei denen festgestellt wird, dass der Beschluss der IV-Stelle zum Nachteil des Versicherten zweifellos unrichtig war, frühestens von dem Monat an, in dem der Mangel entdeckt wurde. Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegen seiner systematischen Stellung handelt es sich bei Art. 88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 1 lit. c IVV nicht um eine Revisionsbestimmung im Sinne von Art. 17 ATSG, sondern um den Fall der Wiedererwägung einer zweifellos unrichtigen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fügung (BGE 110 V 291 E. 3b; 109 V 108 E. 1b). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 24 Abs. 1 ATSG erlischt der Anspruch auf ausstehende Leistungen oder Beiträge fünf Jahre nach dem Ende des Monats, für welchen die Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung, und fünf Jahre nach dem Ende des Kalenderjahres, für welches der Beitrag geschuldet war. Bei AHV-rechtlichen Nachzahlungen, wozu auch Nachzahlungen im Bereich der Invalidenversicherung gehören, sofern sie einen AHV-spezifischen Gesichtspunkt betreffen, ist Art. 24 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 46 AHVG und Art. 77 AHVV massgeblich (BGE 129 V 211 E. 3.2.1, Urteil des Bundesgerichts 9C_409/2011 vom 21. November 2011, E. 4.1.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 3. Februar 2016 ihre unangefochten in Rechtskraft erwachsene Verfügung vom 18. März 2010 in Wiedererwägung gezogen und einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades ab 1. September 2009 bejaht. Gestützt auf Art. 88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 1 lit. c IVV hat sie die Nachzahlung per 1. Januar 2015 verfügt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die mit Verfügung vom 18. März 2010 zugesprochene Hilflosenentschädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung leichten Grades (Urk. 7/122 und Urk. 7/124) stimmt weder mit dem Abklärungsergebnis (Abklärungsbericht vom 4. Februar 2010, Urk. 7/115) noch mit dem Vorbescheid vom 4. Februar 2010 (Urk. 7/117) überein. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin versehentlich bloss eine Hilflosenentschädigung leichten Grades zugesprochen. Demzufolge hat sie die Verfügung vom 18. März 2010 zu Recht wegen zweifelloser Unrichtigkeit wiedererwägungsweise aufgehoben und die Nachzahlung einer Hilflosenent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung mittleren Grades verfügt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Beantwortung der Frage, ob die Nachzahlung ex nunc oder ex tunc zu erfolgen hat, ist zu prüfen, ob ein invalidenversicherungsspezifischer oder ein AHV-analoger Sachverhalt vorliegt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Bundesgericht hat einen invalidenversicherungsspezifischen Gesichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">punkt in einem Fall verneint, in welchem der zur Wiedererwägung führende Fehler beim Umsetzen des Beschlusses der Invalidenversicherungs-Kommis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sion in eine Rentenverfügung unterlief und nicht bei der Beurteilung der </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IV-spezifischen Frage nach der Rentenkürzung gemäss Art. 7 IVG (BGE 110 V 298 E. 2b); desgleichen im Fall des Fehlers der Verwaltung bei der verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungsmässigen Umsetzung ihrer Annahme einer bloss leichten Hilflosigkeit (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 312/01 vom 13. September 2001 E. 2a mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Daraus ist zu schliessen, dass die versehentliche Zusprechung einer leichten anstelle einer mittleren Hilflosenentschädigung keinen invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsspezifischen Sachverhalt darstellt, zumal der zur Wiedererwägung füh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rende Fehler nicht bei der Beurteilung der invalidenversicherungsspezifischen Frage der Bemessung der Hilflosigkeit unterlief. Somit ist bei der vorliegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den irrtümlichen Zusprechung einer bloss leichten Hilflosenentschädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung von einem AHV-analogen Sachverhalt auszugehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da ein AHV-analoger Gesichtspunkt vorliegt, tritt die zeitliche Wirkung der Wiedererwägung ex tunc ein. Die Beschwerdeführerin hat somit unter Berücksichtigung der fünfjährigen Verwirkungsfrist gemäss Art. 24 Abs. 1 ATSG ab dem Zeitpunkt der Einleitung der Rentenrevision, in deren Rahmen der Fehler im Januar 2015 entdeckt wurde, Anspruch auf eine Hilflosenent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schädigung mittleren Grades.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Demzufolge ist die Verfügung vom 3. Februar 2016 in teilweiser Gutheissung der Beschwerde vom 24. Februar 2016 insoweit abzuändern, als festzustellen ist, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Januar 2010 Anspruch auf Nachzah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung einer Hilflosenentschädigung wegen mittlerer Hilflosigkeit hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin verlangt die Ausrichtung eines Verzugszinses.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 26 Abs. 2 ATSG werden die Sozialversicherungen für ihre Leistun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen nach Ablauf von 24 Monaten nach der Entstehung des Anspru</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ches, frühestens aber 12 Monate nach dessen Geltendmachung, verzugszins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtig, sofern die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht vollständig nachgekommen ist. Der Zinssatz beträgt 5 % (Art. 7 Abs. 1 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSV]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin ist am 1. September 2009 entstanden. Eine Nachzahlung ist ab 1. Januar 2015 bereits erfolgt. Eine Verletzung von Mitwirkungspflichten ist nicht ersichtlich. Es besteht somit ein Verzugszinsanspruch ab 1. September 2011 (1. September 2009 + 24 Monate) bis 31. Dezember 2014 für die nachzahlungsweise noch zu erbrin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genden Leistungen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu prüfen ist weiter, ob sich der Grad der Hilflosigkeit seit der Verfügung vom 18. März 2010 in anspruchserheblicher Weise verändert hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin begründet die revisionsweise Herabsetzung der Hilflo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">senentschädigung mit den Ergebnissen der Abklärung vom 15. März 2015, wonach der Bereich der Notdurft nicht mehr angerechnet werden könne, da in diesem Bereich weder indirekte noch direkte Hilfe geleistet werde (Urk. 7/151).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, ihre gesundheitliche Situation habe sich seit der letzten Abklärung im Februar 2010 nicht verbessert. Sie sei nach wie vor nicht im Stande, sich nach der Notdurft richtig zu reinigen. Sie schaffe es auch weiterhin nicht, immer rechtzeitig auf die Toilette zu gehen. Da sie die Reinigung vernachlässige, müsse täglich mehrfach die Wäsche gewechselt werden. Sie sei auf die Hilfe der Mutter angewiesen (Urk. 8/1 S. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgeho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch jede andere formell rechtskräftig zugesprochene Dauerleistung wird von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der ihr zugrunde liegende Sachverhalt nachträglich erheblich ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ändert hat (Art. 17 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Grad der Hilflosigkeit in erheblicher Weise, so finden die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">87-88</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVV Anwendung. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 ATSG in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">35 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVV)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin leidet seit Geburt an einer cerebralen Bewegungsstö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung, einem geistig-intellektuellen Entwicklungsdefizit und Wahrnehmungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">defiziten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Abklärungsbericht für Hilflosenentschädigung für Erwachsene vom 4. Februar 2010, gestützt auf welchen die IV-Stelle eine Hilflosigkeit mittle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren Grades annahm, wurde ausgeführt, die Probleme mit der Grob- und Feinmotorik und mit der Wahrnehmung bestünden weiterhin. Auch habe die Beschwerdeführerin Schwierigkeiten mit dem Kurzzeitgedächtnis. Sie ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesse, was sie machen müsse, wenn sie es nicht direkt erledige (Urk. 7/115 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf den Bereich Körperpflege gab die Mutter der Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin anlässlich der Abklärung vom 16. Dezember 2009 an, es sei zwar nicht mehr wie früher, als die Beschwerdeführerin eine negative Einstellung zur Körperpflege gehabt habe. Sie gehe heute ohne Aufforderung duschen. Dabei benötige sie jedoch ihre Hilfe. Sie müsse entweder daneben stehen und ihr sagen, was sie noch einseifen müsse oder dies für sie übernehmen. Unter anderem habe die Beschwerdeführerin Schwierigkeiten mit der Haarwäsche. Es störe sie, wenn ihr Wasser über die Stirn laufe. Sie reinige die Haare des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halb nie gänzlich. Die Haare könne die Beschwerdeführerin zwar selbst kämmen, jedoch müsse sie ihr einmal pro Woche die groben Knöpfe raus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kämmen. Das Zähneputzen sei weiterhin gleich. Bei der Reinigung der Zahnspange müsse sie oftmals mithelfen. Die Beschwerdeführerin nehme die Essensresten nicht wahr (Urk. 7/115 S. 2 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf die Notdurftverrichtung gab die Mutter der Beschwerdeführerin an, diese habe sich gebessert. Die Beschwerdeführerin könne sich selbständig reinigen, jedoch könne sie dies nicht gründlich machen. Sie habe mit der Beschwerdeführerin abgesprochen, dass diese nach jedem WC-Gang die Unterwäsche wechsle. Sie frage sie immer, ob sie sich gründlich gereinigt habe, kontrolliere sie aber nicht mehr. Den Klosomat gebrauche die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin nicht immer, da sie dies oftmals vergesse. Es komme ein bis zwei Mal im Monat vor, dass die Beschwerdeführerin es nicht auf die Toilette schaffe und in die Hosen mache. Früher sei dies täglich passiert. Die Abklärungsperson kam zum Schluss, dass im Bereich der Notdurftverrichtung trotz der Verbesserung davon auszugehen sei, dass die Beschwerdeführerin auf Hilfe angewiesen sei. Die indirekte Hilfe der Mutter sei weiterhin nötig (Urk. 7/115 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Betreffend lebenspraktische Begleitung wurde ausgeführt, ein eigenständiges Leben ohne Kontrollen und Aufforderungen sowie direkte Hilfe bei vielen Angelegenheiten sei unmöglich. Die Kombination von Entwicklungsrück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stand, Wahrnehmungsstörung und cerebralen Bewegungsstörungen verur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sachten im Alltagsleben erhebliche Probleme (Urk. 7/115 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen des im Januar 2015 eingeleiteten Revisionsverfahrens wurde erneut eine Abklärung vor Ort durchgeführt. Im Abklärungsbericht vom 15. März 2015 wurde betreffend Körperpflege ausgeführt, analog der letzten Berichterstattung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehme die Beschwerdeführerin aufgrund der schlechten Körperwahrnehmung Verschmutzungen nicht wahr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> So müsse sie nach jedem Essen aufgefordert werden, sich den Mund zu waschen. Auch betreffend Zahnhygiene müsse die Mutter die Beschwerdeführerin am Morgen und am Abend auffordern, die Zähne zu reinigen und dies dann kontrollieren. Die Zahnspange trage die Beschwerdeführerin nicht mehr. Von sich aus würde die Beschwerdeführerin nicht duschen. Auch in diesem Teilbereich benötige sie weiterhin indirekte Hilfe. Haare waschen sei auch weiterhin ein Problem. Sie habe Mühe, das Shampoo auf dem ganzen Kopf zu verteilen und es aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zuspülen, weshalb sie bei der Haarpflege direkte Hilfe benötige. Der Bereich Körperpflege könne infolge direkter und indirekter Unterstützungsbedürftig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit weiterhin angerechnet werden (Urk. 7/134 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Bezug auf den Bereich Notdurftverrichtung wurde ausgeführt, die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin vergesse weiterhin, sich nach dem Stuhlgang zu reini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, was an den schmutzigen Unterhosen erkennbar sei. Es werde jedoch von der Mutter nicht nachgereinigt. Die Beschwerdeführerin trage keine Einlagen und sei weder stuhl- noch urininkontinent. Da nicht mehr nachkontrolliert werde, ob sich die Beschwerdeführerin gründlich gereinigt habe und keine direkte Hilfe bei der Nachreinigung nötig sei, könne der Bereich Notdurftver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtung nicht mehr angerechnet werden (Urk. 7/134 S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Voraussetzungen zur Anerkennung der lebenspraktischen Begleitung seien erfüllt. Gestützt auf die Schilderungen vor Ort sei die Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin ohne regelmässige konstante Begleitung nicht in der Lage, selbständig zu wohnen. Ohne Begleitung würde sie mit überwiegender Wahrscheinlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit den Haushalt, die Ernährung, die Gesundheit sowie die Tagesstruktur vernachlässigen. Die Gefahr der Verwahrlosung sei gross (Urk. 7/134 S. 4 f.)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin im Bereich Körperpflege weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hin auf Hilfe angewiesen ist und dass nach wie vor ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bedarf an lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">praktischer Begleitung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">besteht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">An der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufgrund </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihrer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wahrneh-mungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">defizite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Verschmutzungen nicht wahrnimmt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, hat sich nichts geändert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Der Vergleich der beiden Abklärungen zeigt, dass sich die Situation auch in Bezug auf die Notdurftverrichtung nicht wesentlich verändert hat. Aus dem Abklärungsbericht vom 15. März 2015 ergibt sich, dass die Beschwerdefüh-rerin weiterhin vergisst, sich nach dem Stuhlgang zu reinigen. Sie ist ausser-dem nach wie vor nicht in der Lage, sich selbst gründlich zu reinigen. Diesbezüglich ist seit der letzten Abklärung keine massgebliche Änderung eingetreten. Seit der Verfügung vom 18. März 2010 ist weder eine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes noch des Hilfsbedarfs der Beschwer-deführerin ersichtlich. Ein Revisionsgrund liegt somit nicht vor.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dementsprechend besteht weiterhin Anspruch auf eine Hilflosen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entschädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung mittleren Grades. Die Verfügung vom 3. Februar 2016 ist somit in Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heissung der Beschwerde vom 31. März 2016 aufzuheben und es ist festzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen, dass die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf eine Hilflo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">senentschädigung wegen mittlerer Hilflosigkeit hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzusetzen und der praktisch vollständig unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da die Beschwerdeführerin nicht anwaltlich vertreten ist, kann ihrem Begeh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren um Zusprechung einer Parteientschädigung (Urk. 8/1 S. 7) nicht entspro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen werden. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für persönlichen Arbeitsaufwand und Umtriebe einer nicht durch einen berufsmässigen Rechtsvertreter vertretenen Partei ist in der Regel keine Parteientschädigung zu gewähren. Besondere Verhältnisse, wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che ausnahmsweise die Zusprechung einer Parteientschädigung rechtfertigen würden (vgl. BGE 129 V 113 E. 4 und 110 V 132 E. 4d), liegen nicht vor und werden auch nicht geltend gemacht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In teilweiser Gutheissung der Beschwerde vom 24. Februar 2016 wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 3. Februar 2016 insoweit abgeändert, als festgestellt wird, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Januar 2010 Anspruch auf Nachzahlung einer Hilflosenentschädigung wegen mittlerer Hilflosigkeit hat. Sodann wird festgestellt, dass ein Anspruch auf Verzugs</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">zinsen im Sinne der Erwägungen besteht.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde vom 31. März 2016 wird die Verfügung der Sozialver</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2. März 2016 aufge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">hoben, und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin auch über Ende März 2016 hinaus Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung wegen mittlerer Hilflosig</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">keit hat.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rech</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführerin wird keine Parteientschädigung zugesprochen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">6.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">richt Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><br/><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstLeicht</p><p></p></div> </div></body></html>