<h2>SubmittedText<h2><p>Der Ausgleichsfonds der AHV (im folgenden "Fonds" genannt) kann seit Anfang 1997 mit dem Inkrafttreten der 10. AHV-Revision einen Teil seines Vermögens in Schweizer Aktien anlegen. Im Laufe des Jahres 1998 erreichten diese Anlagen die festgesetzte Limite von 1,5 Milliarden Franken.</p><p>Seit dem 1. Februar 2001 kann der Fonds auf Beschluss des Bundesrates und mit der Zustimmung des Parlamentes Gelder auch in ausländischen Aktien anlegen. Seither hat der Fonds 3 Milliarden Franken in Schweizer Aktien und 2 Milliarden in ausländische Aktien investiert. </p><p>Angesichts der Entwicklung auf den ausländischen und den schweizerischen Aktienmärkten von Jahresbeginn bis heute muss angenommen werden, dass die Verluste aus diesen Anlagen beträchtlich sind und bestimmt nicht weniger als 500 Millionen Franken betragen.</p><p>Angesichts dieser Sachlage wird der Bundesrat gebeten, über folgende Punkte näher zu informieren:</p><p>1. über die aktuelle Portfoliostruktur des Fonds, insbesondere über den Aktienanteil (schweizerische und ausländische Aktien);</p><p>2. über die Performance des gesamten Portefeuilles per Ende September;</p><p>3. über die Performance des Aktienanteils (schweizerische und ausländische Aktien) per Ende September;</p><p>4. über den Stand der einzelnen Aktienanlagen im Portefeuille. Verhältnis Kaufpreis/jetziger Wert (in Franken);</p><p>5. über die Kauf- und Verkaufsbewegungen von (schweizerischen und ausländischen) Aktien im Zeitraum zwischen dem 1. Februar und dem 30. September 2001: Gewinne und Verluste (in Franken);</p><p>6. über den Stand der einzelnen Obligationsanlagen im Portefeuille, unter besonderer Berücksichtigung des Wechselkurses.</p><p>Ferner soll der Bundesrat aufzeigen:</p><p>1. welches der maximale Aktienanteil (in Prozent) im Portefeuille des Fonds ist;</p><p>2. welches der maximale Fremdwährungsanteil (in Prozent) im Portefeuille des Fonds ist;</p><p>3. welche Anlagestrategie der Verwaltungsrat des Fonds verfolgt, um die Verluste, die durch Aktienanlagen bis zum 30. September wahrscheinlich entstanden sind, zu kompensieren.</p><p>4. wie viele Swissair-Aktien der Fonds noch besitzt und welche Verluste bei deren allfälligem Verkauf entstanden sind. Wir möchten doch daran erinnern, dass sich die Komödie "Swissair" für viele Kleinaktionäre zu einer handfesten Tragödie entwickelt hat.</p><p>Dieselben Fragen gelten auch für die Pensionskasse des Bundes: Nach dem letztjährigen Liquiditätszuschuss möchten wir sie heute nicht bereits in neuen Schwierigkeiten sehen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Eine Tabelle gibt auf diese Frage Antwort (Bezug bei der Dokumentationszentrale, Parlamentsgebäude, 3003 Bern). Die Anlagestrategie im Jahre 2001 sieht vor, dass 15 Prozent des Vermögens des Ausgleichsfonds in Schweizer Aktien und 25 Prozent in ausländischen Aktien angelegt werden. Ende Dezember 2001 betrugen diese Anteile 14 Prozent und 11,1 Prozent.</p><p>2. In der Periode Januar bis Dezember 2001 ist die Performance des gesamten Portefeuilles negativ. Sie beträgt -2,6 Prozent.</p><p>3. Die Schweizer Aktien weisen im Jahre 2001 eine Performance von -21,2 Prozent, die ausländischen Aktien von -13,6 Prozent auf. Die entsprechenden Referenzindizes weisen eine Performance von -20,1 Prozent und -13,9 Prozent auf.</p><p>4./5. Eine Tabelle gibt auf die Fragen 4 und 5 Antwort (Bezug bei der Dokumentationszentrale, Parlamentsgebäude, 3003 Bern). Die Differenz zwischen Buchwert und Bilanzwert widerspiegelt nur einen Teil des Resultates, nämlich die nicht realisierten Gewinne und Verluste. Die Spalte Ertrag der Anlage umfasst sämtliche realisierten Gewinne und Verluste, sowie Zins- und Dividendenerträge pro Anlagekategorie.</p><p>Im Jahre 2001 beträgt der Ertrag der Anlagen 564 Millionen Franken.</p><p>6. Eine Informationserteilung über die einzelnen Obligationen ist aus praktischen Gründen nicht sinnvoll. Die Portefeuilles enthalten mehr als 250 Positionen.</p><p>Die Fremdwährungsobligationen weisen einen nicht realisierten Verlust von 18 Millionen Franken per 31. Dezember 2001 auf. Die realisierten Gewinne und Verluste sowie die Coupons betragen insgesamt 67 Millionen Franken.</p><p>Zu den weiteren Fragen:</p><p>1. Die Strategie sieht vor, 40 Prozent des Anlagevermögens in Aktien zu investieren. Zurzeit ist der Ausgleichsfonds in dieser Kategorie deutlich untergewichtet.</p><p>2. Die Strategie 2002 sieht vor, im Durchschnitt 32 Prozent des Anlagevermögens in ausländischen Aktien und 15 Prozent in Fremdwährungsobligationen zu investieren, wobei das aus den Fremdwährungsobligationen resultierende Wechselkursrisiko abgesichert wird und, je nach Erfahrung, auch das Wechselkursrisiko aus den Aktien in absehbarer Zeit abgesichert werden soll.</p><p>Der nicht abgesicherten Fremdwährungsanteil wird 45 Prozent nicht überschreiten.</p><p>3. Die Gesamtperformance von -2.6 Prozent ist zum grössten Teil das Resultat von Buchverlusten. Eine Verkaufsstrategie, und damit die Realisierung dieser Verluste, ist nicht zu empfehlen, insbesondere da die Sozialversicherungen AHV, IV und EO keinen Liquiditätsbedarf aus den Kapitalanlagen haben.</p><p>Der Verwaltungsrat sieht aufgrund der Performance bis zum 31. Dezember keinen Anlass, die Anlagestrategie zu ändern. Er wird sich weiterhin mit der Umsetzung der Anlagestrategie befassen. Neue Investitionen sind vor allem in ausländische Aktien vorgesehen.</p><p>4. Der Ausgleichsfonds besitzt zurzeit keine Swissair-Aktien. Dieses Jahr entstand ein Verlust von 11,3 Millionen Franken auf Aktien der Swissair.</p><p>Antwort für den Bereich der Pensionskasse des Bundes:</p><p>1. Ende 2001 wies das Gesamtvermögen der PKB folgende Struktur auf.</p><p>Anlagen beim Bund, Fehlbetrag, CHF-Obligationen, Hypotheken: 66,1 Prozent;  Taktische Bandbreiten: 36,5 bis 56,5 Prozent. CHF-Geldmarkt: 0,0 Prozent; 2,0 bis 30,0 Prozent. Obligationen Fremdwährungen: 8,3 Prozent; 7,0 bis 15,0 Prozent. Aktien Schweiz: 11,6 Prozent; 13,5 bis 16,5 Prozent. Aktien Ausland: 12,6 Prozent; 15,5 bis 22,0 Prozent. Immobilien: 1,4 Prozent; 0,0 bis 7,0 Prozent.</p><p>2./3. Performance für 2001</p><p>Gesamtvermögen PKB: -1,5 Prozent; Wertschriftenvermögen: -10,9 Prozent; Aktien Schweiz: -20,1 Prozent; Aktien Ausland -14,3 Prozent.</p><p>4. Wir kennen die Differenz zwischen Markt- und Einstandswert so nicht. Grund: Per Ende Jahr werden alle Aktien zu Marktwerten bilanziert. Die Wertberichtigungen gegenüber dem Vorjahr werden der Erfolgsrechnung belastet. Alle Beträge, die weiter als das Betrachtungsjahr zurückgehen, sind bereits verbucht.</p><p>5. Im Rahmen des Asset-Allokation-Prozesses wurden den Anlagekategorien Aktien Schweiz und Aktien Ausland untenstehende Werte im Umfang von 1069 Millionen Franken neu alloziert. Das Wertschriftenportfolio befindet sich nach wie vor im Aufbau. Eine Reduktion (Verkäufe) der Aktienquote drängte sich daher bis jetzt nicht auf.</p><p>Die vorgenommen Neuallokationen wurden vor allem aufgrund der vom Bundesrat vorgegebenen strategischen Asset Allokation vorgenommen. Zeitweise hat die Aktienquote die unteren Bandbreiten verletzt, was zu einem Rebalancing führen musste. Der Abgang der Post-PK hat die Berechnung der genauen Zahlen während des vergangenen Jahres erheblich erschwert.</p><p>Aktienkäufe in Schweizerfranken</p><p>Aktien Schweiz, Januar: -; Aktien Ausland, Januar: 26 Millionen. Februar: -; 16 Millionen. März: 50 Millionen; 204 Millionen. April: -; 25 Millionen. Juli: 23 Millionen; 189 Millionen. August: 51 Millionen; 187 Millionen. September: 299 Millionen; -. Total: 423 Millionen Franken; 601 Millionen Franken.</p><p>6. Von den 8,3 Prozent Obligationen in Fremdwährungen (siehe oben) sind 6,2 Prozent in Euro und 2,1 Prozent in US Dollar angelegt.</p><p>Zu den weiteren Fragen:</p><p>1. Die Strategie des Bundesrates sieht einen Aktienanteil von 35,5 Prozent vor. Unter Berücksichtigung der taktischen Bandbreiten beträgt der maximale Aktienanteil 41,5 Prozent.</p><p>2. Der Fremdwährungsanteil darf nach BVV2 Artikel 55d maximal 30 Prozent betragen.</p><p>3. Die Risikofähigkeit der Pensionskasse des Bundes hat sich aufgrund der Reaktion der Aktienmärkte auf die Terroranschläge in den USA nicht verändert. Aus diesem Grunde ist auch eine Änderung der langfristigen Anlagestrategie nicht angezeigt. Für das Jahr 2002 sind Anlagen hauptsächlich in Schweizerfranken-Obligationen vorgesehen. Daneben sind Investitionen in Aktien geplant, um die strategische Vorgabe (Mitte der Bandbreiten) zu erreichen, wie es in dem vom Bundesrat vorgegebenen Aufbauplan vorgesehen ist. Eine Abweichung von diesen Zielen würde die Erreichung der langfristig aufgrund der Anlagestrategie zu erwartenden Rendite von 6 Prozent gefährden.</p><p>4. Der Verlust aus Swissair-Aktien, die sich ausschliesslich in den indexiert verwalteten Portefeuilles befanden, beläuft sich auf rund 10 Millionen Franken. Es befinden sich seit Anfang Oktober keine Swissair-Aktien mehr im Portfolio der PKB. Eine kleine Position Obligationen Swissair wurde im Frühling 2001 ohne Verlust verkauft.</p>  Antwort des Bundesrates.