<h2>SubmittedText<h2><p>Im Jahre 1995 sollte der Bundesrat die Entwürfe für eine Totalrevision der Bundesverfassung vorlegen und damit u. a. meine Interpellation vom 16. Dezember 1992 beantworten. Mit dem vorliegenden Postulat ersuche ich den Bundesrat:</p><p>a. aufzuzeigen, welche antizyklische Finanz- und Wirtschaftspolitik er vorschlagen will, um unser Land wieder zu einem starken, unabhängigen Gesprächspartner von Europa zu machen;</p><p>b. dem Parlament eine Vorlage zur Überprüfung des Leistungsauftrags der SBB zu unterbreiten; er soll dabei dem Dienst an der Öffentlichkeit, auch wenn er mit hohen Kosten verbunden ist, Vorrang einräumen gegenüber Tendenzen, die gewisse Dienstzweige von PTT und SBB an die Privatwirtschaft delegieren wollen (Privatisierung der öffentlichen Betriebe);</p><p>c. klar Stellung zu beziehen zum vielzitierten Verfassungsartikel über die drei schweizerischen Amtssprachen (Deutsch, Französisch und Italienisch), und zwar nicht nur im Hinblick auf den Voranschlag 1994, sondern auch angesichts der Tatsache, dass die italienischen Übersetzungen der amtlichen Erlasse des Bundes auf allen Ebenen praktisch nicht rechtzeitig vorliegen;</p><p>d. vor dem Hintergrund der mehr als jahrzehntelangen Absichten einer Verfassungsrevision die Gelegenheit beim Schopf zu packen und die geltende Verfassung, die - auch unter demokratischen Rücksichten - dem bald anbrechenden 21. Jahrhundert nicht mehr gewachsen scheint, grundsätzlich zu hinterfragen;</p><p>e. darzulegen, welche "praktische und praktikable Garantie" für einen schweizerischen Föderalismus (statt eines schweizerischen Zentralismus) er vorzuschlagen gedenkt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2>Der Bundesrat beantragt, die Punkte a und c als erfüllt abzuschreiben, Punkt b abzulehnen und die Punkte d und e entgegenzunehmen.