A bteilung III C ._______ {T 0/2} U rteil vom 4. M ai 2007 M itw irkung: M ichael Peterli, vorsitzender R ichter, Stefan M esm er, R ichter, Johannes Frölicher, R ichter G erichtsschreiberin G ross Z._______, Serbien, Beschw erdeführer, vertreten durch H errn lic. iur. G ojko R eljic, R echtsberatung für Ausländer, Q uaderstrasse 18/2, 7000 C hur, gegen Eidgenössische Invalidenversicherung (IV), IV-Stelle für Versicherte im A usland, Postfach 3100, 1211 G enf 2, Vorinstanz, betreffend Invalidenrente B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. M it Verfügung vom 5. N ovem ber 1997 hatte die IV-Stelle Bern dem im Jahr 1944 geborenen, verheirateten serbischen Staatsangehörigen Z._______ ab dem 1. April 1993 eine halbe Invalidenrente inklusive einer entspre- chenden Zusatzrente für seine Ehefrau zugesprochen. D ie Verw altung stützte sich dabei auf den durch eine m ittelgradige depressive Episode m it som atischen Sym ptom en als Ausdruck einer chronifizierten Anpassungs- störung und eines Panvertebralsyndrom s (sensom otorische Beinparese links m it M iktionsstörungen ohne fassbares objektives Korrelat im Sinne ei- ner radikulären Schädigung beziehungsw eise einer Läsion der C auda equina) bedingten Invaliditätsgrad von 51% . Eine gegen diese Verfügung gerichtete Verw altungsgerichtsbeschw erde w urde am 21. April 1998 vom Verw altungsgericht des Kantons Bern – auf der G rundlage des gerichtlich neu berechneten Invaliditätsgrades in der H öhe von 61% – abgew iesen. B. Aufgrund des W egzugs des R entenbezügers in sein H eim atland am 9. Juli 1998 überm ittelte die kantonale IV-Stelle die Akten an die IV-Stelle für Ver- sicherte im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle), w elche die Zahlung der Leis- tungen ab 1. Septem ber 1998 übernahm . Anlässlich eines von Am tes w e- gen eingeleiteten R evisionsverfahren teilte die IV-Stelle Z._______ am 24. April 2001 m it, dass hinsichtlich des Invaliditätsgrades keine Änderung eingetreten sei und som it w eiterhin Anspruch auf die bisher gew ährten Leistungen bestehe. C . Am 25. N ovem ber 2003 leitete die IV-Stelle von Am tes w egen ein zw eites R entenrevisionsverfahren ein. In diesem R ahm en holte die IV-Stelle m it- tels des serbischen Versicherungsträgers diverse ärztliche Stellungnah- m en ein. In dem angeforderten kurzen psychiatrischen Bericht vom 2. Juli 2003 erachtete D r. m ed. C ._______ zw ar das Vorliegen eines psychoorga- nischen Syndrom s als bestätigt, ohne hierm it aber eine Verschlechterung des G esundheitszustands oder eine dadurch indizierte Arbeitsunfähigkeit geltend zu m achen. In einem entsprechenden fachärztlichen Bericht vom 2. Juli 2003 stellten D r. m ed. J._______ und D r. m ed. G ._______ fest, dass der Patient nach w ie vor unter D iabetes M ellitus II leide, w elche keine w eitere Veränderung der Arbeitsfähigkeit m it sich bringe. D r. m ed. L._______, N europsychiatrie, stellte am 18. Septem ber 2003 in einem kur- zen Bericht folgende D iagnosen: Syndrom a com pressivum radicis L3-L4- L4-L5-L5-S1, Status post contusionem regio lum balis, Stenosis canalis spi- nalis, Syndrom a depressivum , D iabetes m ellitus G radus II sow ie H yperten- sio arterialis. D araus schliesst er, Z._______ sei w egen seiner Krankheit im m er noch als zu 100% arbeitsunfähig einzuschätzen. Auf der G rundlage des durch diese Berichte ergänzten D ossiers gelangte D r. m ed. M ._______ in seiner Stellungnahm e zu H anden der IV-Stelle vom 12. Februar 2004 zum Ergebnis, dass sich aus den vorgelegten U nterla- gen w eder H inw eise auf eine Verbesserung noch auf eine Verschlechte- rung des G esundheitszustands ergäben. Am 18. M ai 2004 teilte die IV- Stelle Z._______ m it, dass sich keine anspruchsbeeinflussende Änderung 3 des Invaliditätsgrades ergeben habe und som it w eiterhin Anspruch auf die bisher gew ährte halbe R ente bestehe. D . M it Schreiben vom 25. M ai 2004 ersuchte Z._______ um Akteneinsicht bei der IV-Stelle. Am 21. Juni 2004 gelangte jener erneut an die IV-Stelle und verlangte – da er bisher auf sein Schreiben keine Antw ort erhalten habe – m öglichst bald die Zusendung der Akten. Am 1. Juli 2004 stellte die IV- Stelle dem R echtsvertreter die Akten zu. E. M it Eingabe vom 16. Juli 2004 trug Z._______ der IV-Stelle vor, dass er gem äss Befund des serbischen Versicherungsträgers vom 18. Septem ber 2003 100% arbeitsunfähig und aufgrund seiner Beschw erden auf die stän- dige Anw esenheit einer Begleitperson angew iesen sei. Aus den bei der IV- Stelle bereits aktenkundigen m edizinischen D okum enten sow ie den Akten der Suva Bern, die von der IV-Stelle einzuholen seien, gehe hervor, dass es zu einer w esentlichen Verschlechterung seines G esundheitszustands gekom m en sei und m ithin die Voraussetzungen für eine ganze IV-R ente erfüllt seien. Aus den daraufhin von der IV-Stelle angeforderten Suva-Akten ergibt sich nam entlich, dass Z._______ am 3. April 1992 beim H eben einer kleinen M ulde auf die G abel des G abelstaplers grosse Schm erzen im R ücken ver- spürt hatte. PD D r. m ed. A._______, leitender Arzt der orthopädischen C hirurgie des Inselspitals Bern, und D r. m ed. E._______, Assistenzarzt, diagnostizierten daraufhin anlässlich ihrer U ntersuchung vom 14. M ai 1992 einen Verdacht auf spinale Stenose, sow ie einen Verdacht auf recessale Spinose L 3/4, L 4/5, L 5/S 1 links. D er U nfallversicherer Suva verneinte m it Verfügung vom 24. August 1992 das Vorliegen eines U nfallereignisses beziehungsw eise einer unfallähnlichen Körperschädigung und lehnte des- halb den Anspruch auf Versicherungsleistungen ab. F. In einer Stellungnahm e zu H anden der IV-Stelle – auf der G rundlage des durch die Suva-Akten ergänzten D ossiers – bestätigte D r. m ed. M ._______ am 24. Septem ber 2004 seine Einschätzung vom 12. Februar 2004, w onach die Arbeitsfähigkeit bei Z._______ w eitgehend unverändert sei. G . M it Verfügung vom 28. O ktober 2004 lehnte die IV-Stelle das R evisionsge- such von Z._______ ab. Aus den eingeholten Suva-Akten ergäbe sich, dass nach w ie vor eine dem G esundheitszustand angepasste Tätigkeit ausgeübt w erden könne. Auch der vom serbischen Versicherungsträger eingeholte m edizinische Bericht vom 18. Septem ber 2003 erlaube es nicht, auf eine Verschlechterung des G esundheitszustands seit der letzten R evi- sion im Jahr 2001 zu schliessen. D er Anspruch auf eine halbe Invaliden- rente bestehe deshalb unverändert w eiter. H . G egen diese Verfügung erhob Z._______ am 11. N ovem ber 2004 vorsorg- lich Einsprache, die er m it Eingabe vom 29. N ovem ber 2004 nachträglich begründete. Seiner Ansicht nach könne die Beurteilung des IV-Arztes D r. m ed. M ._______ nicht akzeptiert w erden, da aus der ausführlichen m e- dizinischen D okum entation hervorgehe, dass sich sein G esundheitszu-4 stand seit der letzten R evision im Jahr 2001 w esentlich verschlechtert ha- be. Als Bew eism ittel legte er – neben verschiedenen kurzen ärztlichen Be- richten aus dem Jahr 1999 sow ie einem undatierten Kurzbericht von D r. m ed. S._______ – ein handgeschriebenes Attest von D r. m ed. V._______ vom 18. N ovem ber 2004 vor, w onach er keinerlei Arbeit leisten könne. I. M it Einspracheverfügung vom 4. April 2005 hiess die IV-Stelle die Einspra- che von Z._______ in dem Sinne teilw eise gut, dass (rückw irkend) ab dem 1. Januar 2004, m it Inkrafttreten der IV. IV-R evision, ein Anspruch auf eine D reiviertelsrente, zuzüglich zu einer entsprechenden D reiviertelsrente für seine Ehefrau, anerkannt w urde. Auf der G rundlage einer von D r. m ed. U ._______ am 5. M ärz 2005 verfassten Stellungnahm e ging die IV-Stelle zw ar unverändert von einer Arbeitsfähigkeit in gesundheitsadaptierten Ver- w eisungstätigkeiten von 50% aus. D er sich aus dieser Arbeitsunfähigkeit ergebende Invaliditätsgrad w urde allerdings – entsprechend dem U rteil des Verw altungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 1998 – von ur- sprünglich 51% auf 61% angehoben. J. M it Eingabe vom 20. April 2005 erhebt Z._______ (im Folgenden: der Beschw erdeführer) Beschw erde bei der Eidgenössischen AH V/IV-R ekurs- kom m ission für die im Ausland w ohnenden Personen. Er beantragt, den Einspracheentscheid vom 4. April 2005 aufzuheben und ihm eine Vollrente zuzusprechen oder die Sache erneut abzuklären. In Anbetracht der in den Akten der Vorinstanz vorhandenen m edizinischen U nterlagen und vor al- lem der spezialärztlichen Berichte von D r. m ed. S._______ und D r. m ed. V._______ könnten die Beurteilungen der IV-Ärzte vom 12. Februar 2004, vom 24. Septem ber 2004 sow ie vom 5. M ärz 2005 nicht akzeptiert w erden. Am 25. April 2005 reicht der Beschw erdeführer ergänzend nam entlich ei- nen Bericht von D r. m ed. B._______ vom 20. April 2004 ein, w onach er w egen seiner D iabetes und deren N ebenfolgen arbeitsunfähig sei, sow ie einen Bericht von D r. m ed. D ._______ vom 20. April 2005, w onach er w e- gen der Schm erzen im Beckenknochen M ühe bei der Fortbew egung habe und deshalb arbeitsunfähig sei. K. In ihrer Vernehm lassung vom 8. Juni 2005 beantragt die IV-Stelle m it Ver- w eis auf die neu eingeholte Stellungnahm e von D r. m ed. U ._______ vom 31. M ai 2005 die Abw eisung der Beschw erde. L. R eplicando hält der Beschw erdeführer seine Beschw erde aufrecht. U nter den neu eingereichten m edizinischen U nterlagen befindet sich nam entlich ein undatierter Bericht von D r. m ed. D ._______, w onach der Beschw erde- führer nach w ie vor nicht arbeitsfähig sei, ein Bericht von D r. m ed. F._______ vom 21. Juni 2005, w onach die Szintigraphie eine reguläre Knochenstruktur des Beckens ohne Auffälligkeiten zeige, sow ie ein kurzer Bericht des N europsychiaters D r. m ed. W ._______ vom 20. Juni 2005, w o- nach der Beschw erdeführer aufgrund seiner langjährigen D epression ar- beitsunfähig sei. M . M it D uplik vom 3. August 2005 beantragt die IV-Stelle m it Verw eis auf den neu eingeholten Bericht von D r. m ed. U ._______ vom 25. Juli 2005, w o-5 nach es keine stichhaltigen Bew eise und Anhaltspunkte gäbe, dass sich der G esundheitszustand relevant verschlechtert habe, und der Versicherte nach w ie vor in der Lage sei, einfache H ilfstätigkeiten zu 50% auszufüh- ren, die Abw eisung der Beschw erde. N . Am 2. April 2007 gibt das Bundesverw altungsgericht den Parteien den Spruchkörper bekannt. Es sind keine Ausstandsbegehren eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei den Beschw erdediensten der D epartem en- te hängigen R echtsm ittel. D ie Beurteilung erfolgt gem äss Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesverw altungsgericht vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) nach neuem Verfahrensrecht. 1.2 G em äss Art. 31 VG G in Verbindung m it Art. 33 Bst. d VG G und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG , SR 831.20) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der schw eize- rischen IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahm e im Sinne von Art. 32 IVG liegt nicht vor. 1.3 Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) findet das Vw VG kei- ne Anw endung in Sozialversicherungssachen, sow eit das Bundesgesetz vom 6. O ktober 2000 über den Allgem einen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG , SR 830.1) anw endbar ist. G em äss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestim m ungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a-26bis und 28-70) anw endbar, sow eit das IVG nicht ausdrücklich eine Abw ei- chung vom ATSG vorsieht. 1.4 D er Beschw erdeführer ist durch den angefochtenen Einspracheentscheid berührt und hat ein schutzw ürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschw erdelegitim iert ist. 1.5 D a die Beschw erde im Ü brigen frist- und form gerecht (Art. 60 ATSG und Art. 52 Vw VG ) eingereicht w urde, ist auf die Beschw erde einzutreten. 2. Vorliegend verlangt der Beschw erdeführer m it seiner Beschw erde vom 20. April 2005 sinngem äss eine Erhöhung der ihm m it Einspracheverfü- gung vom 4. April 2005 zugesprochenen halben beziehungsw eise (auf- grund des Inkrafttretens der IV. IV-R evision am 1. Januar 2004) D reivier- telsrente. 6 3. 3.1 Ein Anspruch auf eine ganze R ente besteht gem äss Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. D ezem ber 2003 gültig gew esenen Fassung, w enn die ver- sicherte Person m indestens zu zw ei D ritteln, derjenige auf eine halbe R en- te, w enn sie m indestens zur H älfte und derjenige auf eine Viertelsrente, w enn sie m indestens zu 40% invalid ist. N ach dem seit 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Art. 28 Abs. 1 IVG hat ein Versicherter bei einem Invaliditätsgrad von 70% Anspruch auf eine ganze R ente, auf eine D reiviertelsrente bei einem G rad der Invalidität von 60% , auf eine halbe R ente bei einem solchen von 50% und auf eine Vier- telsrente bei einem Invaliditätsgrad von 40% . 3.2 G em äss Art. 17 Abs. 1 ATSG w ird eine R ente von Am tes w egen oder auf G esuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge- hoben, w enn sich der Invaliditätsgrad des R entenbezügers erheblich ver- ändert. N ach der R echtsprechung des EVG ist die Invalidenrente nicht nur bei einer w esentlichen Veränderung des G esundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, w enn sich die erw erblichen Ausw irkungen des an sich gleich gebliebenen G esundheitszustands erheblich verändert haben. D agegen ist die unterschiedliche Beurteilung eines im W esentlichen unver- ändert gebliebenen Sachverhalts kein R evisionsgrund; unterschiedliche Beurteilungen sind revisionsrechtlich nur dann beachtlich, w enn sie Aus- druck von Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse sind (BG E 117 V 199 E. 3b, 112 V 390 E. 1b; ZAK 1987 S. 36 ff.). 4. Zeitlicher R eferenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Ände- rung bildet gem äss der neuesten höchstrichterlichen R echtsprechung die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, w elche auf einer m ateriellen Prüfung des R entenanspruchs m it rechtskonform er Sachverhaltsabklärung, Bew eisw ürdigung und D urchführung eines Ein- kom m ensvergleichs (sofern Anhaltspunkte für eine Änderung in den er- w erblichen Ausw irkungen des G esundheitszustands bestehen) beruht (U r- teil des EVG vom 6. N ovem ber 2006, I 465/05, E. 5.4, m it H inw eisen, be- stätigt im U rteil des EVG vom 27. N ovem ber 2006, I 663/05, E. 3, sow ie im U rteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2007, I 368/06). 4.1 D ie IV-Stelle hat dem Beschw erdeführer am 18. M ai 2004 – nach einer um fassenden Prüfung des Sachverhalts – m itgeteilt, dass der Invaliditäts- grad keine anspruchsbeeinflussende Änderung erfahren habe und daher w eiterhin Anspruch auf eine halbe R ente bestehe. 4.1.1 Für die Anknüpfung an den 18. M ai 2004 als zeitlicher Ausgangspunkt ist unerheblich, dass dieser R evisionsentscheid von der IV-Stelle in casu nicht in der (äusseren) Form einer Verfügung ergangen ist, sondern fälsch- licherw eise als M itteilung bezeichnet w urde: Für die Q ualifizierung eines R echtsakts als Verfügung beziehungsw eise 7 als form lose M itteilung ist nicht dessen Bezeichnung relevant, sondern vielm ehr dessen Inhalt: N ach Art. 74ter Bst. f der Verordnung vom 17. Janu- ar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.210) können – sofern die Anspruchsvoraussetzungen offensichtlich erfüllt sind und den Begeh- ren der versicherten Person vollum fänglich entsprochen w ird – R enten nach einer von Am tes w egen durchgeführten R evision, bei der keine leis- tungsbeeinflussende Änderung der Verhältnisse festgestellt w urde, ohne Erlass einer Verfügung w eiter ausgerichtet w erden. Solche Beschlüsse sind dem Versicherten nach Art. 74quater IVV schriftlich m itzuteilen. Im vor- liegenden Fall hatte die IV-Behörde festgestellt, dass keine leistungsbeein- flussende Änderung der Verhältnisse vorliege und som it der Anspruch auf eine halbe Invalidenrente w eiterbestehe. D iese Feststellung entsprach den Begehren des Beschw erdeführers, w elcher im R ahm en des R evisionsver- fahrens am 10. D ezem ber 2003 nach w ie vor eine Vollrente verlangte, of- fensichtlich gerade nicht. Ebensow enig konnte die IV-Stelle a priori davon ausgehen, dass die Anspruchsvoraussetzungen offensichtlich erfüllt sind, hätte sie doch sonst auf die um fassenden m edizinischen Abklärungen ver- zichtet. Ausserdem w ürde – sofern die erw ähnte Änderung der R echtsprechung des Bundesgerichts nur auf explizit als Verfügungen ergangene R evisions- entscheide Anw endung fände – dem Beschw erdeführer die Entschei- dungsgew alt darüber übertragen, ob eine R entenrevision als R eferenz- punkt für die künftige Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung zu qualifizieren ist oder nicht, indem er den Erlass einer Verfügung nach Art. 74quater IVV verlangt beziehungsw eise darauf verzichtet, w as im Ergeb- nis stossend w äre. 4.1.2 D ie Anfechtbarkeit einer Verfügung ist nach der bundesgerichtlichen R echtsprechung gegeben, w enn eine behördliche Anordnung zw ar dem In- halte, nicht aber der äusseren Form nach eine Verfügung darstellt (BG E 100 Ib 432 E. 1; aus der Literatur FR ITZ G YG I, Bundesverw altungsrecht, 2. Aufl., Bern 1983, S. 131). D a es sich beim R evisionsentscheid vom 18. M ai 2004 w ie bereits erläutert um eine Verfügung (vgl. Art. 5 Vw VG ) handelt, w äre sie innerhalb der R echtsm ittelfrist anfechtbar gew esen. D er rechtskundige Parteienvertreter des Beschw erdeführers hatte die IV- Stelle am 25. M ai 2005 (lediglich) um Akteneinsicht gebeten. D ieses Schreiben ist w eder ausdrücklich als R echtsm ittel gegen den R evisions- entscheid vom 18. M ai 2004 bezeichnet w orden, noch ist es sinngem äss als solches zu qualifizieren. D er R evisionsentscheid w urde m ithin nicht an- gefochten und ist nach Ablauf der R echtsm ittelfrist in R echtskraft erw ach- sen. 4.1.3 Als Ausgangspunkt für eine allfällige rentenrelevante Verschlechterung des G esundheitszustands ist som it auf den R evisionsentscheid der IV- Stelle vom 18. M ai 2004 abzustellen, der auf einer m ateriellen Prüfung des R entenanspruchs m it rechtskonform er Sachverhaltsabklärung und Bew eis- w ürdigung beruht. 4.2 Zu R echt hat die IV-Stelle die Eingabe des Beschw erdeführers vom 8 16. Juli 2004, w onach er zu 100% arbeitsunfähig sei, als Antrag auf R evi- sion bew ertet, auf den sie m it Verfügung vom 28. O ktober 2004 eingetre- ten ist, und der schliesslich in die vorliegend angefochtene Einsprachever- fügung vom 4. April 2005 gem ündet hat. D a das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grund- sätzlich auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Verw al- tungsaktes eingetretenen Sachverhalt abstellt (BG E 129 V 4 E. 1.2 m it H inw eisen), sind eventuelle nach dem 4. April 2005 eingetretene Sachver- haltsänderungen vorliegend nicht zu berücksichtigen (BG E 121 V 366 E. 1b). 4.3 Im Ergebnis ist folglich vom Bundesverw altungsgericht zu prüfen, ob sich der gesundheitliche Zustand des Beschw erdeführers zw ischen dem Zeit- punkt des Erlasses des letzten R evisionsentscheides am 18. M ai 2004 und dem hier streitigen Einspracheentscheid vom 4. April 2005 in rentenrele- vanter W eise verändert hat. 5. M it seiner Beschw erde vom 20. April 2005, ergänzt durch die Eingabe vom 25. April 2005, bringt der Beschw erdeführer vor, dass in Anbetracht der in den Akten der Vorinstanz vorhandenen m edizinischen U nterlagen und vor allem der spezialärztlichen Berichte von D r. m ed. S._______ und D r. m ed. V._______ die Beurteilungen der IV-Ärzte vom 12. Februar 2004, vom 24. Septem ber 2004 und vom 5. M ärz 2005, w onach er keine Verschlech- terung des G esundheitszustands erlitten habe, nicht akzeptiert w erden könnten. 5.1 H insichtlich des Bew eisw ertes eines ärztlichen Berichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange um fassend ist, auf allseitigen U n- tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschw erden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anam nese) abgegeben w orden ist, in der Beurtei- lung der m edizinischen Zusam m enhänge und in der D arlegung der m edizi- nischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (siehe BG E 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AH I 2001 S. 112 f.). 5.2 D ie vom Beschw erdeführer ins R echt gelegten ärztlichen Berichte entspre- chen diesen Anforderungen nicht beziehungsw eise sind (auch) aus ande- ren G ründen nicht geeignet, um eine rentenrelevante Verschlechterung des G esundheitszustands im zu beurteilenden Zeitfenster nachzuw eisen: D er in der Beschw erde erw ähnte, ins Einspracheverfahren eingebrachte kurze Bericht von D r. m ed. S._______, der die Arbeitsfähigkeit des Be- schw erdeführers als m assiv verringert einschätzte, ist nicht datiert und ent- sprechend w enig aussagekräftig. Im Ü brigen w urde der darin geltend ge- m achten m assiven Verringerung der Arbeitsfähigkeit bereits R echnung ge- tragen, em pfängt doch der Beschw erdeführer bereits – auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 61% – eine halbe und seit dem 1. Januar 2004 eine D reiviertelsrente. Auch das nur w enige Zeilen um fassende handgeschrie- bene ärztliche Attest von D r. m ed. V._______ vom 18. N ovem ber 2004 9 entspricht den Anforderungen der R echtsprechung an den Bew eisw ert ärztlicher G utachten offensichtlich nicht, zum al für den Ü bersetzer einzig lesbar w ar, dass der Beschw erdeführer für jegliche Arbeit vollständig ar- beitsunfähig sei. D r. m ed. B._______ hielt am 20. April 2004, kurz vor Beginn des hier rele- vanten Zeitfensters, in einem kurzen Bericht fest, der Beschw erdeführer sei aufgrund seiner D iabeteserkrankung und deren N ebenfolgen voll ar- beitsunfähig und auf die H ilfe von Begleitpersonen angew iesen, ohne dies näher zu substanziieren, so dass dieser Schluss für das Bundesverw al- tungsgericht nicht nachvollziehbar ist. D r. m ed. D ._______ beschränkt sich in seinem Bericht vom 20. April 2005 auf die Behauptung, dass sich der Beschw erdeführer aufgrund der Schm erzen im Beckenknochen nur schw ierig fortbew egen könne und deshalb voll arbeitsunfähig sei. Ein w ei- terer Bericht von D r. m ed. D ._______, in dem ohne einlässliche Be- gründung von einer vollen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen w ird, ist nicht datiert und som it auch aus diesem G rund w enig aussagekräftig. D r. m ed. F._______ fand anlässlich der am 21. Juni 2005 durchgeführten G anzkörperszintigraphie eine unauffällige Knochenstruktur ohne pathologi- sche Anreicherungen vor, so dass keine Indizien für einen m etastasieren- den Prostataprozess sprechen. D ie vom N europsychiater D r. m ed. W ._______ am 20. Juni 2005, nach Ab- lauf der hier zu beurteilenden Periode, festgehaltene psychische Störung (D epression), aufgrund der der Beschw erdeführer voll arbeitsunfähig sein soll, ist nicht näher ausgew iesen. W ie D r. m ed. U ._______ in seiner Stel- lungnahm e vom 25. Juli 2005 zu H anden der IV-Stelle erörterte, ist jedoch eine m ittelgradige depressive Episode m it som atischen Sym ptom en als Ausdruck einer chronifizierten Anpassungsstörung bereits am 4. Septem - ber 1997 vom Zentrum für M edizinische Begutachtung Basel fundiert, ob- jektiv und nachvollziehbar nachgew iesen w orden. D ie dadurch indizierte teilw eise Arbeitsunfähigkeit des Beschw erdeführers w urde bereits bei der originären R entenverfügung um fassend berücksichtigt. Ü berdies sind w eder die Akten der Suva betreffend ein im Jahr 1992 auf- getauchtes R ückenproblem noch die vom Beschw erdeführer ins Einspra- cheverfahren eingebrachten älteren m edizinischen Kurzberichte geeignet, eine rentenrelevante Verschlechterung des G esundheitszustands im vor- liegend zu beurteilenden Zeitfenster aufzuzeigen. 5.3 Im Ergebnis finden sich deshalb – entsprechend den Stellungnahm en des IV-Arztes D r. m ed. M ._______ vom 24. Septem ber 2004 sow ie des IV- Arztes D r. m ed. U ._______ vom 5. M ärz 2005, vom 31. M ai 2005 und vom 25. Juli 2005 – keine stichhaltigen H inw eise, w onach sich der G esund- heitszustand des Beschw erdeführers im zu untersuchenden Zeitraum ren- tenrelevant verschlechtert hätte. Eine w eitere Abklärung des Sachverhalts erw eist sich vor diesem H intergrund als nicht notw endig. D er angefochtene Einspracheentscheid der IV-Stelle vom 4. April 2005 ist som it im Ergebnis nicht zu beanstanden, die dagegen erhobene Beschw erde ist abzuw eisen. 10 6. G em äss den bis zum 30. Juni 2006 geltenden Bestim m ungen w erden kei- ne Verfahrenskosten erhoben (Art. 69 IVG in Verbindung m it Art. 85bis Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Alters- und H interlassenenversiche- rung vom 20. D ezem ber 1946 [AH VG , SR 831.10] und Art. 63 Abs. 5 Vw VG in Verbindung m it Art. 4b der Verordnung über Kosten und Entschä- digungen im Verw altungsverfahren vom 10. Septem ber 1969 [Kostenver- ordnung; SR 172.041.0] sow ie in Verbindung m it den Schlussbestim m un- gen Bst. c zur Änderung des IVG vom 16. D ezem ber 2005 [AS 2006 2003]). D er unterliegende Beschw erdeführer hat keinen Anspruch auf Par- teientschädigung (Art. 64 Abs. 1 Vw VG ).11 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben, und es w ird keine Parteient- schädigung zugesprochen. 3. D ieses U rteil w ird den Parteien eröffnet: – dem Beschw erdeführer (Einschreiben, als G erichtsurkunde) – der Vorinstanz (Einschreiben, als G erichtsurkunde) – dem Bundesam t für Sozialversicherungen (Einschreiben, als G erichts- urkunde) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: R echtsm ittelbelehrung G egen diesen Entscheid kann innerhalb von 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesge- richt, Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, Be- schw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echts- schrift hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :