<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>KV.2018.00023</span></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichter Spitz<br/>Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter<br/>Gerichtsschreiberin Bonetti</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 31. Januar 2019</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch lic. iur. Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Stampfenbachstrasse 30, Postfach, 8090 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">X.___, geboren 1976, ist deutscher Staatsangehöriger und in Deutschland wohnhaft. Seit dem 26. März 2004 arbeitet er in der Schweiz und verfügt hierzu über eine Grenzgängerbewilligung G (Urk. 7/5). Im Mai 2010 ersuchte er die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich (nachfolgend: Gesundheitsdirektion) schriftlich, ihn und seine Tochter Z.___ von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gemäss dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz über die Krankenversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung (KVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu befreien. Seinem Gesuch legte er eine Bestätigung der Vivao Sympany AG bei, wonach er und seine Tochter ab 1. Juni 2010 bis auf weiteres nach dem Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG) «privat MONDIAL» krankenversichert und sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland für allfäl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lige Krankenpflegekosten gedeckt sein würden. Mit Verfügung vom 25. Juni 2010 nahm die Gesundheitsdirektion von seiner «Ausübung des Optionsrechts» Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">merk und befreite ihn und seine Tochter gestützt auf Art. 2 Abs. 6 der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verord</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nung über die Krankenversicherung (KVV)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> von der Versicherungspflicht in der Schweiz. Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft (Urk. 7/2; ferner Urk. 7/1 und Urk. 2 S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach einer Anfrage per E-Mail im Jahr 2012 (Urk. 7/1) ersuchte X.___ die Gesundheitsdirektion mit Schreiben vom 6. November 2017, die Verfügung vom 25. Juni 2010 in Wiedererwägung zu ziehen und ihn, nicht aber seine Kinder wieder der Versicherungspflicht nach KVG zu unterstellen. Mit Verfügung vom 22. November 2017 (Urk. 7/6) wies die Gesundheitsdirektion das Gesuch ab. Die dagegen erhobene Einsprache vom 28. Dezember 2017 (Urk. 7/7) wies sie mit Einspracheentscheid vom 24. Januar 2018 (Urk. 2) ab.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob X.___, vertreten durch lic. iur. Y.___ (Vollmacht, Urk. 4), am 23. Februar 2018 Beschwerde mit dem Antrag, es sei festzustellen, dass er in der Schweiz krankenversicherungspflichtig sei (Urk. 1). In der Beschwerdeantwort vom 5. April 2018 schloss die Gesundheitsdirektion auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Personenfreizügigkeitsabkommen (Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit, FZA) ist am 1. Juni 2002 in Kraft getreten. Insbesondere die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> im Verhältnis der Schweiz zu Deutschland anwendbare</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Verordnung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (EWG) des Rates Nr. 1408/71 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (SR 0.831.109.268.1), und Nr. 574/72 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">März 1972 über die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 über die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (SR 0.831.109.268.11), wurden zum </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">April 2012 ersetzt. Seither gelten die neuen Verordnungen (EG) des Europäischen Parlaments und des Rates Nr. 883/2004 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit und Nr. 987/2009 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Systeme de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r sozialen Sicherheit. Diese Änderung ist vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liegend indes nicht von Bedeutung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie dargelegt beantragte der Beschwerdeführer, der als deutscher Staatsangehö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">riger mit Wohnsitz in Deutschland seit März 2004 in der Schweiz arbeitet und hierfür im Besitz einer Grenzgängerbewilligung G ist, sich in der Schweiz obliga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">torisch nach KVG krankenversichern zu können. Der Sachverhalt fällt somit in den persönlichen (Art. 1 FZA, Art. 2 Abs. 1 VO 883/2004 bzw. früher Art. 2 Abs. 1 VO 1408/71) und sachlichen (Leistungen bei Krankheit: Art. 3 lit. a VO 883/2004 bzw. früher Art. 4 Abs. 1 lit. a VO 1408/71) Geltungsbereich des FZA bzw. der erwähnten Grundverordnungen (vgl. auch Informationsschreiben des Bundesamts für Gesundheit [BAG] vom 12. Juli 2007 Ziff. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 11 Abs. 3 lit. a VO 883/2004 unterliegt eine Person, die in einem Mitgliedstaat eine Beschäftigung oder selbständige Erwerbstätigkeit ausübt, unter Vorbehalt von Art. 12 bis 16, den Rechtsvorschriften dieses Mitgliedstaates. Dies gilt auch dann, wenn sie im Gebiet eines anderen Mitgliedstaates wohnt (sog. Erwerbsortsprinzip; vgl. auch BGE 135 V 339 E. 4.3.1). Gemäss Art. 83 VO 883/2004 in Verbindung mit ihrem Anhang XI, Schweiz, Ziff. 3 lit. b, können Grenzgänger auf Antrag von der Versicherungspflicht befreit werden, wenn sie in einem der aufgezählten Staaten – wozu Deutschland gehört - wohnen und nachweisen, dass sie dort für den Krankheitsfall gedeckt sind. Gleiches galt bereits gestützt auf Art. 13 Abs. 2 lit. a und b sowie Art. 89 VO 1408/71 in Verbindung mit ihrem Anhang VI, Schweiz, Ziff. 3 lit. b. Der Beschwerdeführer unterstand somit aufgrund seiner unselbständigen Erwerbtätigkeit von Anfang an dem schweizerischen Recht. Zudem wurde das hier interessierende Optionsrecht für Grenzgänger mit Wohnsitz in Deutschland durch die neue Grundverordnung nicht berührt. Es galt nach dem 1. April 2012 unverändert weiter.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das schweizerische Krankenversicherungsrecht wurde auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens des FZA per 1. Juni 2002 entsprechend angepasst.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 3 Abs. 1 KVG schreibt vor, dass sich jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz innert drei Monaten nach der Wohnsitznahme oder der Geburt in der Schweiz für Krankenpflege versichern oder von ihrem gesetzlichen Vertreter versichern lassen muss. Der Bundesrat ist gemäss Art. 3 Abs. 3 KVG befugt, die Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht auf Personen ohne Wohnsitz in der Schweiz auszudehnen, so insbesondere auf Personen die in der Schweiz tätig sind oder dort ihren gewöhnlichen Aufent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halt haben (lit. a). Von dieser Befugnis hat er in Art. 1 Abs. 2 der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) Gebrauch gemacht. Gemäss lit. d dieser Bestimmung sind unter anderem Personen versicherungspflichtig, welche in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union wohnen und nach dem in Art. 95a des Gesetzes genannten FZA sowie seinem Anhang II der schweizerischen Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung unterstellt sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Art. 2 Abs. 6 KVV sind auf Gesuch hin von der Versicherungspflicht aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genommen Personen, die in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union wohnen, sofern sie nach dem Freizügigkeitsabkommen sowie seinem Anhang II von der Versicherungspflicht befreit werden können und nachweisen, dass sie im Wohnstaat und während des Aufenthalts in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union und in der Schweiz für den Krankheitsfall gedeckt sind. Ein Gesuch nach Anhang II FZA Abschnitt A Ziff. 1 lit. i Abs. 3b/aa ist grundsätzlich innerhalb von drei Monaten nach Entstehung der Versicherungspflicht in der Schweiz zu stellen (BGE 136 V 295 E. 2.3.3). Gemäss Bundesgericht kann eine Befreiung von der Unterstellung unter die schweizerische obligatorische Kran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kenpflegeversicherung nur unter der Voraussetzung verlangt werden, dass eine (gleichwertige) Versicherung im Wohnstaat besteht, weshalb das Options-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">recht nicht stillschweigend bzw. konkludent ausgeübt werden kann </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_801/2014 vom 10. März 2014). Für den Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weis der Deckung im Krankheitsfall sieht die Verordnung indes keine besondere Form vor (BGE 136 V 295 E. 6.1; ferner Informationsschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherung [BSV] vom 28. Juni 2002 Ziff. 4.1, abrufbar unter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/versicherungen/krankenversicherung/krankenversicherung-versicherer-aufsicht/kreis-und-informationsschreiben/infor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nsschreiben-internationales.html</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demzufolge hätte sich der Beschwerdeführer ab Aufnahme seiner Erwerbstätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit in der Schweiz grundsätzlich hier obligatorisch krankenversichern müssen. Indes ist unstrittig und soweit auch belegt, dass er die Beschwerdegegnerin aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">drücklich unter Vorlage eines Versicherungsnachweises ab 1. Juni 2010 um Befreiung vom Versicherungsobligatorium ersuchte. Die Beschwerdegegnerin entsprach seinem Gesuch mit Verfügung vom 25. Juni 2010, die unangefochten blieb (Urk. 7/2). Offenbleiben kann somit, ob er sich bereits früher im Kanton Baselland rechtsgültig von der Versicherungspflicht in der Schweiz befreien liess, wie er selbst in einer an die Beschwerdegegnerin gerichteten E-Mail vom 6. November 2012 verlauten liess (Urk. 7/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Beschwerde machte der Beschwerdeführer nun geltend, die Verfügung vom 25. Juni 2010 sei in Wiedererwägung zu ziehen. Sie sei zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung. So hätte man ihn nicht aufgrund der nachgewiesenen schweizerischen Versicherungspolice «Mondial» gemäss dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Vivao Sympany AG vom Versicherungsobligatorium befreien dürfen. Dies habe er damals nicht wissen können und müssen. Relevant sei für ihn die Problematik erst geworden, als seine Krankenversicherung den sog. «Mondial-Tarif» im Jahr 2016 geschlossen habe. Auch sei erst später bekannt geworden, dass die Bundesanstalt für Finanzdienst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistungsaufsicht (BaFin) in Deutschland den «Mondial-Tarif» für nicht gesetzes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">konform erklärt habe (Urk. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dem hielt die Beschwerdegegnerin zusammengefasst entgegen, nach der damals geltenden Praxis sei dem Beschwerdeführer aufgrund der Geburt seiner Tochter am 5. April 2010 ein neues Optionsrecht zugestanden. Gestützt auf sein formelles Gesuch und den Versicherungsausweis sei die Befreiungsverfügung rechtmässig. Die Ausübung des Optionsrechts sei grundsätzlich definitiv und unwiderrufbar. Gemäss heute geltender Praxis könnten selbst bei neuen Familienangehörigen Personen, die bereits von ihrem Optionsrecht Gebrauch gemacht hätten, sich nicht mehr in der Schweiz obligatorisch krankenversichern. Weder eine falsche Infor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mation durch den Krankenversicherer noch die fehlende Möglichkeit, später in die deutsche gesetzliche Krankenversicherung zurückzukehren, würden das Optionsrecht wiederherstellen. Der Beschwerdeführer bleibe damit an die nach eigenen Angaben bereits in Basel getroffene bzw. nach der Geburt seiner Tochter bestätigte Wahl gebunden (Urk. 6).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend darlegte, kann das Optionsrecht grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sätzlich nur einmal ausgeübt werden. So sieht der klare Wortlaut von Anhang II FZA Abschnitt A Ziff. 1 lit. i Abs. 3b/aa – wie im Übrigen auch das angepasste innerstaatliche Recht – keine Widerrufsmöglichkeit vor. Die getroffene Wahl, sich in der Schweiz obligatorisch krankenversichern oder sich von diesem Obligato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rium befreien zu lassen, ist für die Dauer der Erwerbstätigkeit in der Schweiz grundsätzlich unwiderruflich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gebhard Eugster, Krankenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufl. 2016, S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">440</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Rz </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">104</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da die Kontrolle der Versicherungspflicht bzw. die Entscheidung, ob eine Person von der Versichersicherungspflicht befreit werden kann, den kantonalen Behör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den obliegt (Art. 6a KVG; Urteil des Bundesgerichts 9C_921/2008 vom 23. April 2009 E. 3), entwickelten sich bei der Handhabung des Optionsrechts allerdings unterschiedliche pragmatische Ansätze (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eugster, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">a.a.O.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">440</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Rz </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">105</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Als im Bereich der obligatorischen Krankenversicherung gegenüber den Krankenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherern weisungsbefugte Aufsichtsbehörde, die eine einheitliche Anwendung des Bundesrechts zu gewährleisten hat (Art. 34 Abs. 3 und 56 des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Krankenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsaufsichtsgesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, KVAG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), nutzte das BAG daher sein Informations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schreiben vom 16. Dezember 2016 (abrufbar unter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">www.bag.admin.ch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Rubrik «V</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ersicherungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">» - «Krankenversicherung, Versicherer und Aufsicht» – «Kreis- und Informationsschreiben») zum Urteil des Bundesgerichts 9C_164/2015 vom 20. April 2015, um nochmals auf die Regelungen im Zusammenhang mit der Ausübung des Optionsrechts hinzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Konkret hielt das BAG mit Bezug auf das erwähnte Urteil fest, dass Krankenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherer bei einem Antrag um Aufnahme zunächst beim Kanton abzuklären hätten, ob die antragstellende Person rechtsgültig optiert habe oder nicht. Sei diese auf Basis eines formellen Gesuchs rechtsgültig befreit worden, dürfe sie sich nicht mehr in der Schweiz versichern. Dabei wies das BAG ausdrücklich darauf hin, dass dieses Vorgehen auch bei Personen angezeigt sei, welche die Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung «Mondial» (Privatversicherung für in der Schweiz versicherungspflichtige Personen, die in Deutschland, Italien oder Österreich wohnen würden und von ihrem Optionsrecht Gebrauch gemacht hätten) abgeschlossen hätten. Personen, die bereits formell optiert hätten, dürften sich nicht in der Schweiz KVG-versichern.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das BAG betonte abermals, dass die Ausübung des Optionsrechts grundsätzlich definitiv und unwiderruflich sei. Die massgeblichen Tatbestände für die Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">übung desselben seien: (1) Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in der Schweiz, (2) Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit in der Schweiz nach einer Periode der Arbeitslosigkeit, (3) Wohnsitznahme im das Optionsrecht gewährenden EU-Land und (4) Übergang zum Status Rentner. Während diese Tatbestände im Abkommen mit Frankreich vom 7. Juli 2016 aufgeführt und als abschliessend zu bezeichnen seien, käme bei Wohnsitz in Deutschland, Italien oder Österreich noch folgender Tatbestand hinzu: (5) bei neuen Familienangehörigen (Heirat oder Geburt), könn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Personen, die sich in der Schweiz versichert hätten, innert drei Monaten ein Gesuch um Befreiung von der Schweizerischen Versicherungspflicht stellen. Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sonen, die bereits von ihrem Optionsrecht gebraucht gemacht hätten, könnten sich indes bei neuen Familienangehörigen nicht in der Schweiz KVG-versichern.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die vom BAG im «Informationsschreiben» postulierte enge Auslegung der vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stehend erläuterten Vorschriften steht somit im Einklang mit deren eindeutigem Wortlaut: Eine Möglichkeit, die Befreiung von der obligatorischen Krankenpfle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geversicherung in der Schweiz zurückzunehmen, ist nicht vorgesehen. Gleiches gilt im umgekehrten Fall, d.h. wenn die Optionsfrist verpasst wurde und infolge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dessen eine Unterstellung unter das Versicherungsobligatorium nach KVG erfolgte. Eine einmalige Neueröffnung der Frist wurde nur in zwei speziellen Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahmesituationen gewährt, einmal aufgrund einer speziellen Abmachung der zuständigen Verbindungsstellen der Schweiz und Frankreichs (vgl. Informations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schreiben des BAG vom 29. Januar 2003 zur Gesetzesrevision betreffend die Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nahme in die CMU, abrufbar auf der oberwähnten Internetseite des BAG) und einmal infolge Verletzung der gesetzlichen Informationspflicht über das Bestehen eines Optionsrechts im Kanton Tessin (vgl. BGE 136 V 295). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zwar handelt es sich beim «Informationsschreiben» nur um eine für das Gericht nicht verbindliche Meinungsäusserung, die jedoch vom BAG, das im Austausch mit den beteiligten Stellen im In- und Ausland steht, im Interesse der gleichmäs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sigen Gesetzesanwendung in der ganzen Schweiz abgegeben wurde. Es drängt sich daher auf, das Informationsschreiben wie ein Kreisschreiben bei der Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheidung mitzuberücksichtigen, soweit es eine im Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren Bestimmungen wie im vorliegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Fall zulässt (vgl. zu den Kreisschreiben und Verwaltungsanweisungen im All</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemeinen: BGE 123 V 70 E. 4a, 118 V 206 E. 4c, ferner 123 II 16 E. 7 und 119 V 255 E. 3a teilweise mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ob unter Umständen ein neues Optionsrecht entsteht, wenn sich abermals einer der im Informationsschreiben erwähnten Tatbestände verwirklicht, also beispiels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weise auch wenn ein Grenzgänger sich – in der Absicht ein erneutes Optionsrecht zu erwirken – für kurze Zeit arbeitslos meldet oder im Wohnsitzstaat arbeitet, braucht vorliegend nicht geklärt zu werden. Eine entsprechende Sachverhaltsän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derung wurde nicht behauptet.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kein neues Optionsrecht rechtfertigen die im Gesuch vom Beschwerdeführer dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelegten Beweggründe für den Antrag auf Rücknahme (Urk. 7/4). Das Options</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">recht bezweckt nicht, Grenzgängern einen Anspruch auf die im aktuellen Lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abschnitt (Junggeselle, Familienvater, Rentner) jeweils optimale, mitunter kos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tengünstigste Versicherungsdeckung aus zwei Ländern zu verschaffen. Es dient einzig der Koordination der Versicherungssysteme (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_5661/2016 vom 27. März 2017 E. 8.2). Dem Grenzgänger wird freigestellt, sich innert drei Monaten ab Erfüllung des Tatbestandes für eines der Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">systeme zu entscheiden, dem er künftig unterstehen will. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entsprechend erklärte das BAG im (nach der monierten Schliessung des Tarif Mondial durch die Krankenversicherer Sympany und Swica verfassten) Informa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tionsschreiben vom 16. Dezember 2016 explizit, dass auch im Tarif Mondial Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte bei formell korrekt ausgeübtem Optionsrecht an ihre Wahl gebunden bleiben sollen. Übrigens zeigt eine kurze Recherche im Internet (z.B. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">https://</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sozi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">alversicherung-kompetent.de/krankenversicherung/versicherungsrecht/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">501-rueckkehr-in-gesetzliche-krankenversicherung-ausgeschlossen.html?tmpl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">=comp</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">onent&amp;print=1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), dass die Schwierigkeiten beim Wech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sel bzw. bei der Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland kein spezifisches Problem der im Tarif Mondial privat krankenversicherten Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sonen sind. In Deutschland privat krankenversicherte Personen sehen sich ebenso seit vielen Jahren mit dieser Problematik konfrontiert. Es bleibt anzufü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen, dass die Behörden in der Schweiz nur über die hier bestehende Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungspflicht nach KVG und das Optionsrecht zu informieren haben, nicht aber über die Konsequenzen der einzelnen Alternativen im Wohnsitzstaat (vgl. erwähntes Urteil 9C_561/2016 E. 6.2). Es oblag somit dem Beschwerdeführer, sich vor Ausübung des Optionsrechts sorgfältig zu informieren, wofür ihm drei Monate zur Verfügung standen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nicht gefolgt werden kann auch der aktuellen Argumentation des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führers in der Beschwerde, die Befreiung hätte nicht erteilt werden dürfen und sei wiederzuerwägen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verwaltungsbehörden können unter bestimmten Voraussetzungen ihre Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fügungen in Wiedererwägung ziehen. Sie sind dazu aber nur gehalten, soweit sich eine entsprechende Pflicht aus einer gesetzlichen Regelung oder einer kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stanten Verwaltungspraxis ergibt. Dem Einzelnen steht überdies gestützt auf Art. 29 BV ein Anspruch auf Wiedererwägung zu, wenn sich die Verhältnisse seit dem ersten Entscheid erheblich geändert haben oder wenn der Gesuchsteller Tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sachen und Beweismittel anführt, die ihm im früheren Verfahren nicht bekannt waren oder die schon damals geltend zu machen für ihn rechtlich oder tatsächlich unmöglich war oder keine Veranlassung bestand. Die Wiedererwägung von Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">waltungsentscheiden, die in Rechtskraft erwachsen sind, ist freilich nicht beliebig zulässig. Sie darf namentlich nicht dazu dienen, rechtskräftige Verwaltungsent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheide immer wieder in Frage zu stellen oder die Fristen für die Ergreifung von Rechtsmitteln zu umgehen (vgl. dazu BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">120 Ib 42</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2b und Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 2C_811/2013 vom 18. Februar 2014 E. 3.1 je mit weiteren Hinweisen). Entsprechend kam das Bundesgericht in seinem Urteil 9C_921/2008 vom 23. April 2009 E. 5 zum Schluss, dass es sich bei der Befreiung vom Schweize</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rischen Krankenversicherungsobligatorium um einen Dauersachverhalt handelt, so dass bei Änderung der Rechtslage grundsätzlich eine Anpassung zu erfolgen habe, ausser es fänden sich besondere Übergangsbestimmungen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss § 26 des Einführungsgesetzes zum Krankenversicherungsgesetz (EG KVG) des Kantons Zürich richtet sich das verwaltungsinterne Verfahren im Bereich Befreiung von der Versicherungspflicht durch die für das Gesundheitswesen zuständige Direktion (vgl. § 1 und 5 EG KVG) nach dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">53 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Frage nach der zwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fellosen Unrichtigkeit beurteilt sich dabei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach der bei Erlass der Verfügung bestandenen Sach- und Rechtslage, einschliesslich der damaligen Rechtspraxis (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">z.B. Urteil des Bundesgerichts 8C_18/2017 vom 4. Mai 2017 E. 3.2.1 mit diversen Hinweisen). Eine spätere Änderung der Sachlage, wie sie vom Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der Nichtgenehmigung des Mondial-Tarifs durch die Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) und Schliessung dieses Tarifs durch seine Krankenkasse geltend machte, vermag daher von vornherein keine Wiedererwägung zu begründen, abgesehen davon, dass ohnehin kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung besteht (BGE 133 V 50 E. 4.2.1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wie dargelegt haben sich zudem die Rechts- und Sachlage in Bezug auf das Optionsrecht selbst seit Erlass der Verfügung vom 25. Juni 2010 nicht geändert: Die massgeblichen Bestimmungen sind nach wie vor dieselben und der im Mondial-Tarif nach VVG versicherte Beschwerdeführer mit Wohnsitz in Deutsch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">land und Erwerbsort Schweiz erfüllt noch immer die Voraussetzungen für eine Befreiung von der Pflicht, sich in der Schweiz nach KVG krankenversichern zu lassen. Die Verfügung bedarf daher auch unter dem Blickwinkel von Art. 29 BV keiner Anpassung, zumal der Beschwerdeführer zu Recht auch nicht behauptet, dass er sich nach Beendigung seiner Erwerbstätigkeit in der Schweiz in </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Deutsch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">land nicht mehr wird genügend krankenversichern können </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">https://www.pkv.de/themen/krankenversicherung/so-funktioniert-die-pkv/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">basistarif</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Wie bereits ausgeführt vermittelt das Optionsrecht keinen Anspruch auf die kostengünstigste Lösung. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend bleibt der Beschwerdeführer somit – ohne die Möglichkeit zur erneuten Ausübung des Optionsrechts – an die bereits rechtskräftige Befreiung von der schweizerischen Krankenversicherungspflicht nach KVG gebunden. Der angefochtene Entscheid erweist sich demnach als rechtens. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">lic. iur. Y.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span></p><p></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigBonetti</p><p></p></div> </div></body></html>