<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2015.00606</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichter Bachofner</p><p>Sozialversicherungsrichterin Käch</p><p>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 30. September 2016</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Silvan Meier Rhein</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">advokatur rechtsanker</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Ankerstrasse 24, Postfach 9822, 8036 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1968, gelernte und seit 1998 selbständigerwerbende Herrenmodeverkäuferin, meldete sich am 21. Oktober 2003 bei der Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/1 Ziff. 6.2 und 6.3.1). Die Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihr mit Verfügung vom 4. August 2004 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente ab Januar 2004 zu (Urk. 6/17). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 2. Juni 2006 (Urk. 6/28) und am 7. Dezember 2009 (Urk. 6/36) teilte die IV-Stelle der Versicherte mit, ihr Rentenanspruch sei unverändert. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 10. März 2011 sprach sie der Versicherten berufliche Massnahmen in Form von Arbeitsvermittlung zu (Urk. 6/48). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ab 15. September 2011 war die Versicherte im Umfang von 7.5 Stunden pro Woche auf Abruf als Hortmithilfe tätig, worauf die IV-Stelle im März 2012 ein Revisionsverfahren einleitete (Urk. 6/57), ein bidisziplinäres Gutachten einholte, das am 3. Dezember 2012 erstattet wurde (Urk. 6/75), und mit Vorbescheid vom 23. August 2013 die Aufhebung der Rente in Aussicht stellte (Urk. 6/80). Nach Einwänden vom 23. September 2013 (Urk. 6/85) holte sie ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am 26. September 2014 erstattet wurde (Urk. 6/109) und zu welchem die Versicherte am 22. Dezember 2014 Stellung nahm (Urk. 6/115). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Verfügung vom 29. April 2015 stellte die IV-Stelle die bisher ausgerichtete Rente ein (Urk. 6/129 = Urk. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Versicherte erhob am 1. Juni 2015 Beschwerde gegen die Verfügung vom 29. April 2015 (Urk. 2) mit dem Antrag, diese sei aufzuheben und es sei die bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">herige Rente weiter auszurichten (Urk. 1 S. 2 oben Ziff. 1-2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 25. Juni 2015 (Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 11. September 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7). </span></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gust 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">onsgrund im Sinne von Art. 17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG dar. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheentscheid, welche oder welcher auf einer mate</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">riellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, die Beschwerden der Beschwerdeführerin seien nicht als invalidisierend im Rechtssinne zu werten (S. 3 oben). Vom eingeholten Gutachten ausgehend könnten die Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) nicht bestätigt werden; mithin könne nicht von einer deutlich ausgeprägten Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeitsänderung ausgegangen werden (S. 3 unten). Diagnostiziert werde eine leichte depressive Episode, die grundsätzlich als therapeutisch angehbar gelte </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(S. 4 oben). Würde auf die Diagnose einer PTBS abgestellt, ergäbe die Prüfung an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hand der massgeblichen rechtlichen Kriterien, dass sie keinen invalidi-sierenden Gesundheitsschaden darstelle (S. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), die Rentenzusprache sei nicht wegen eines sogenannten unklaren Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bildes erfolgt, weshalb eine Rentenaufhebung ohne Vorliegen von Revisions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gründen im Sinne von Art. 17 ATSG nicht zulässig sei (S. 5 f. Ziff. 8 ff.), ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG liege nicht vor (S. 6 f. Ziff. 13 f.), und das polydisziplinäre Gutachten sei mangelhaft, da darin nicht auf die von behandelnder Seite diagnostizierte PTBS eingegangen werde (S. 7 f. Ziff. 15).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist somit, ob die verfügte Rentenaufhebung zulässig ist und insbesondere, ob ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ASTG (vorste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hend E. 1.2) gegeben ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vom 10. bis 31. Juli 2003 weilte die Beschwerdeführerin stationär in der Klinik Y.___, wo gemäss Austrittsbericht vom 6. August 2003 (Urk. 6/8/12-13) fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gende Diagnosen gestellt wurden (S. 1 Mitte):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Fibromyalgie (13 von 18 Punkten) mit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Colon irritabile</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">reaktiver depressiver Erschöpfung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Polyarthralgien (besonders Hände und Füsse) mit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Morgensteifigkeit und Nachtschmerzen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lumbospondylogenes Syndrom rechts mehr als links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Differentialdiagnose (DD): lumboradikuläres Syndrom S1 rechts mehr als links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Distorsionstrauma der Halswirbelsäule (HWS) September 1998</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Attestiert wurde eine „50%ige Arbeitsfähigkeit halbtags“ ab 4. August 2003 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(S. 2 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. Z.___, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie für Rheumatologie, führte in ihrem Bericht vom 18. Dezember 2003 (Urk. 6/8/1-7) aus, dass sie die Beschwerdeführerin seit dem 5. Mai 2003 be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">handle (lit. D.1) und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beitsfähigkeit (lit. A):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Polyarthralgien (insbesondere beider Hände) unklarer Genese mit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Morgensteifigkeit und Nachtschmerzen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">DD </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">reaktive Arthralgien (postgrippal)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">seronegative rheumatoide Arthritis</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">lumbospondylogenes Syndrom rechts mehr als links, seit Januar 2003</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">DD: lumboradikuläres Syndrom (LRS) S1 rechts mehr als links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Fibromyalgie mit</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Colon irritabile</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">reaktiv depressiver Erschöpfung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach HWS-Distorsion September 1998</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sie attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, bei gescheitertem Arbeitsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">such vom 2. bis 14. April 2003 (lit. B).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Med. pract. A.___ führte in ihrem Bericht vom 24. Januar 2004 (Urk. 6/9) aus, sie behandle die Beschwerdeführerin seit dem 15. August 2003 (lit. D.1), und nannte folgende, seit Januar 2003 bestehende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (lit. A):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">F32.2 schwere depressive Episode mit ausgeprägtem somatischem Syn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">drom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Fibromyalgie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">DD: F62.0 (andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % seit dem 22. Januar 2003 in der bisherigen Tätigkeit (lit. B). Zur Prognose führte sie aus, bei Status nach le</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bensgefährlicher Kindsmisshandlung im Alter von 9-15 Jahren sei nach dem Ausbruch einer Fibromyalgie ein völliger psychischer Zusammenbruch erfolgt. Es sei eine Besserung zu erwarten, die voraussichtliche Therapiedauer (eventuell auch stationär) betrage mindestens zwei bis drei Jahre (lit. D.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 10. Juni 2004 wurde seitens des medizinischen Dienstes der Beschwer-degeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerin festgestellt, im Moment sei die Beschwerdeführerin effektiv als zu 100 % arbeitsunfähig zu taxieren; eine Revision sollte aber in 12-18 Mo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">naten erfolgen (Urk. 6/12 S. 2 Mitte). In der Folge sprach die Beschwerdegegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 4. August 2004 eine ganze Rente ab Januar 2004 zu (Urk. 6/17).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vom 7. bis 18. März 2005 weilte die Beschwerdeführerin stationär im O.___-Spital B.___, wo gemäss Austrittsbericht vom 22. März 2005 eine chronische Fibromyalgie und eine reaktive Depression diagnostiziert wurden (Urk. 6/23/10-12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Z.___ nannte in ihrem Bericht vom 27. Februar 2006 (Urk. 6/23/1-5) die glei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Diagnosen wie 2003 (vorstehend E. 3.2) sowie neu eine Struma nodosa mit Status nach Thyroidektomie am 7. Dezember 2005 und eine Antrumgastritis (lit. A), attestierte weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (lit. B) und führte zur Prognose aus, sie schlage vor, die Rente in 2 Jahren zu revidieren (lit. D.7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Med. pract. A.___ bezeichnete in ihrem Bericht vom 8. Mai 2006 den Gesund-heits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zustand als verschlechtert (Urk. 6/24 S. 1 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin teilte der Beschwerdeführerin sodann am 2. Juni 2006 mit, es bestehe weiterhin Anspruch auf die bisherige Rente (Urk. 6/28; s. auch Feststellungsblatt, Urk. 6/27). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Z.___ nannte in ihrem Bericht vom 11. November 2009 (Urk. 6/33/6-9) nebst den früher gestellten Diagnosen neu eine Sicca-Symptomatik beider Augen so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wie rezidivierend Durchfall mit Bauchschmerzen mit der Verdachtsdiagnose ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner Zöliakie, unter Diät gebessert (Ziff. 1.1), und attestierte eine volle Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit in der bisherigen (Ziff. 1.6) wie auch in angepasster Tätigkeit (Ziff. 1.9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Med. pract. A.___ nannte in ihrem Bericht vom 16. November 2009 (Urk. 6/34) folgende Diagnosen (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierend Depression (F33.1) seit 2002</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">posttraumatische Belastungsstörung (F43.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rheumatologische Erkrankung, rezidivierende Infekte seit 2002</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Thyroidektomie 2005</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf Zöliakie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % in der angestammten Tätigkeit seit 2003 (Ziff. 1.6) und führte unter anderem aus, mit der Wiederaufnahme ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner Tätigkeit könnte im Umfang von 20-30 % ab 2011 gerechnet werden (Ziff. 1.9). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin teilte der Beschwerdeführerin sodann am 7. Dezember 2009 mit, es bestehe weiterhin Anspruch auf die bisherige Rente (Urk. 6/36; </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s. auch Feststellungsblatt, Urk. 6/35).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Z.___ nannte in ihrem Bericht vom 28. April 2011 (Urk. 6/50/6-10) die glei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Diagnosen wie 2009 (vorstehend E. 3.6). Sie attestierte eine Arbeitsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit von 70 % und eine Arbeitsfähigkeit von 30 % versuchsweise ab dem </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. März 2011 für leichte, wechselbelastende Tätigkeiten mit Ruhepausen dazwi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen (Ziff. 1.6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. D.___, Facharzt für </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Physikalische Medizin und Rehabilitation</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sowie für Rheumatologie, erstatteten am 3. Dezember 2012 ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (Urk. 6/75/1-14, Urk. 6/75/18-35).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im psychiatrischen Gutachten (Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6/75/1-14</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) wurden folgende Diagnosen ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mäss ICD-10 gestellt (S. 7 Ziff. 4):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">F45.4 anhaltende somatoforme Schmerzstörung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">F33.0/1 rezidivierende depressive Störung, schwankend zwischen leicht bis mittelgradig</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Z61 negative Kindheitserlebnisse</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In ihrer interdisziplinären Beurteilung (Urk. 6/75/16-17 = Urk. 6/75/43-44) führ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten die Gutachter aus, aus rein somatischer Sicht des Rheumatologen sei die Versicherte arbeitsfähig (S. 1 unten). Aus psychiatrischer Sicht könne die vom Rheumatologen festgestellte extrasomatische Schmerzkomponente als Ausdruck einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung aufgefasst werden (S. 1 f.). Es habe sich die psychische Komorbidität ab 2011 verbessert und es sei deswegen zu einer Arbeitsfähigkeit von zirka 60 % bei der jetzt ausgeübten Tätigkeit ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen. Für die früher ausgeübte Tätigkeit als selbständige Modeverkäuferin bestehe eine 60%ige Einschränkung (S. 2 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 30. September 2013 nahm med. pract. A.___ gegenüber der Rechtsvertrete</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin der Beschwerdeführerin Stellung, dies unter dem Titel „Arztbericht über die psychiatrische Behandlung von 2003 bis 2013“ und „Stellungnahme zum Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten von Dr. C.___“ vom 3. Dezember 2012 (Urk. 6/91). Darin übte sie dezidierte Kritik am genannten Gutachten und wies unter anderem darauf hin, der Erfolg der stattgefundenen Behandlung zeige die Richtigkeit der von ihr gestellten Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), denn ein falsche Diagnose hätte zu einer falschen (und damit sinngemäss: erfolglosen) Behandlung geführt (S. 15 Mitte). Die einschlägigen 27 Befunde seien aktuell bis auf drei alle in der leichten Form vorhanden; 2003 seien die meisten davon in der schweren Form ausgeprägt gewesen (S. 19 oben). Die Patientin wäre in der Lage, die 15-20 % der alten Tätigkeit als Geschäftsführerin aufzunehmen </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(S. 13 unten). Die jetzige Arbeit als Betriebsassistentin in einem Kinderhort liege weit unter - nämlich rund 40 % - unter dem früheren beruflichen Anforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsniveau (S. 14 oben). Eine Steigerung des Pensums von heute 30 % auf 50 % als Betriebsassistentin hätte sie in ein bis zwei Jahren für möglich gehal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten (S. 14 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 26. September 2014 erstatteten die Ärzte des (E.___) ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (Urk. 6/109/1-23). Sie stützten sich auf die ihnen überlassenen Akten (S. 3 ff.) und drei Teilgutachten psychiatrischer (Urk. 6/109/24-38), internistischer (Urk. 6/109/39-44) und rheumatologischer (Urk. 6/109/45-52) Richtung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachter nannten folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit in der letzten Tätigkeit (S. 19 lit. F Ziff. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, leichte depressive Episode (F33.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (S. 19 lit. F. Ziff. 2):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Status nach Thyreoidektomie bei Struma nodosa, Substitution mit Euthy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rox</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Reizdarmsyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">panalgisch/fibromyalgisches Schmerzsyndrom, Halswirbelsäulen- und Rumpf-betont, langjährig chronifiziert</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Polyarthralgie unklarer Zuordnung, vermutlich im Rahmen des fibro-myal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gischen Syndroms</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Hypermotilität, Hand-betont</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Zustand nach Hallux valgus-Operation links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verdachtsdiagnose auf eine Zöliakie sei nicht bestätigt worden (S. 19 lit. F Ziff. 2.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit führten die Gutachter aus, die Versicherte könne die bisherige Tätigkeit als Selbständigerwerbende etwa fünf Stunden täglich, entsprechend einem Pensum von 60 %, ausüben; dabei bestehe keine weitere Minderung der Leistungsfähigkeit. Die derzeit verrichtete Tätigkeit als Kinderhort-Mitarbeiterin könne die Versicherte medizinisch-theoretisch fünf Stunden täglich, ohne Minderung der Leistungsfähigkeit, ausüben, so dass dafür eine Arbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von 60 % bestehe (S. 20 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zum Belastungs-/Ressourcenprofil führten sie aus, die Versicherte könne Tä-tigkei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten durchschnittlicher geistiger Art, mit durchschnittlichen Verantwor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsbereichen, ohne besonderen Zeitdruck, ohne hohe Anforderungen an Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fliktfähigkeit oder interaktionelle Kompetenz ausüben. Dabei sei es ihr möglich, körperlich mittelschwere Arbeiten aus wechselnder Körperposition heraus zu verrichten (S. 20 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit führten sie aus, die Versicherte könne Tätigkeiten im beschriebenen Belastungsprofil täglich ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechend einer Arbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von 60 % ausüben; eine darüber hinaus gehende Minderung der Leistungsfähigkeit liege nicht vor (S. 20). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Spätestens seit Sommer 2012 sei von einer Arbeitsfähigkeit in der Grössenord</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nung von 40 % für die bisherige Tätigkeit als Selbständigerwerbende und von 60 % in einer leidensadaptierten Tätigkeit auszugehen. Seither sei eine weitere Stabilisierung eingetreten, so dass aus heutiger Sicht auch in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 60 % vorliege (S. 20 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich einer allfälligen Veränderung sei der letzten Revision führten die Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achter ferner aus, es bestehe eine wesentliche Verbesserung des Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustandes. Die frühere mittelschwere, teilweise bis zu schwere depressive Störung habe sich deutlich gebessert, es sei eine Teilremission der depressiven Erkrankung eingetreten. Die anhaltende somatoforme Schmerzstörung erreiche keine Relevanz für die Arbeitsfähigkeit. Die geäusserte Diagnose einer Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeitsänderung könnten sie nicht bestätigen, auch nicht das Vorliegen einer PTBS (S. 21 lit. H).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im psychiatrischen Teilgutachten (Urk. 6/109/24-38) wurde unter anderem darge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">legt, in ihrer Stellungnahme zum Gutachten von Dr. C.___ habe med. pract. A.___ (im September 2013) ausgeführt, es bestehe eine schwere komplexe Form der posttraumatischen Stresserkrankung; die depressive Symptomatik sei von einer anfänglich schweren Form mittlerweile zu einer mittelschweren und teilweise leichten Form der Depression remittiert (S. 34 f.). Aktuell zeige sich bei der Versicherten das Bild einer leicht ausgeprägten, teilweise angstgetönten de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pressiven Episode. Mit Blick auf den bisherigen Verlauf müsse die Diagnose ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner leichten depressiven Episode einer rezidivierenden Depression (F.33.0) ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellt werden. Teilweise möge vor allem in der Vergangenheit die depressive Symptomatik auch einen mittelschweren Ausprägungsgrad gehabt haben; die von Dr. C.___ gestellte Diagnose einer rezidivierenden Depression von leichter, zeitweilig mittelschwerer Tiefe, sei daher zu bestätigen (S. 35 oben). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ferner leide die Versicherte an einer anhaltenden somatoformen Schmerzstö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung. Eine Relevanz für die Arbeitsfähigkeit resultiere jedoch nicht, da keine schwerwiegende Komorbidität vorliege, ein ausgewiesener sozialer Rückzug aus allen Lebensbereichen ebenfalls nicht festzustellen sei und man sich von einem primären Krankheitsgewinn nicht überzeugen könne; auch bestehe keine Thera</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pieresistenz (S. 35 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die von der behandelnden Psychiaterin geäusserte Diagnose einer andauernden Persönlichkeitsänderung könne man hingegen - aus näher dargelegten Gründen - nicht bestätigen; die Symptome einer PTBS seien ebenfalls nicht zu bestätigen (S. 35 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 11. März 2015 erstatteten die Fachpersonen der (F.___) einen Bericht (Urk. 6/126). Sie führten aus, die Beschwerdeführerin sei vom 11. Dezember 2014 bis am 4. März 2015 in der Spezialstation für Traumafolgestörungen der F.___ stationär behandelt wor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den (Ziff. 1.3), und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">komplexe posttraumatische Belastungsstörung F43.1 bestehend seit dem Jugendalter, Exazerbation 2003</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Polyarthralgie unklarer Genese</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Fibromyalgie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">lumbospondylogenes / lumboradikuläres Syndrom rechts mehr als links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">epigastrische Schmerzen (Sz)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">leichte depressive Episode F32.0</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Diarrhoe</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Differentialdiagnose (DD) Reizdarmsyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Hepatitis B Infektion Januar 2015</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">DD akut Flare einer chronischen Infektion</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Infektionszeitpunkt unklar, HDV negativ</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie einen sub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stituierten Vitamin D-Mangel, einen Status nach Hallux valgus-Operation links im Oktober 2014 mit Schraubenentfernung nach Lockerung im Januar 2015, einen Status nach Strumektomie 2005 und einen Status nach Cervixdys</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">plasie 2006 (Ziff. 1.1 am Ende). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie attestierten eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % während der Hospitalisation und von 80 % ab 9. März 2015 (Ziff. 1.6). Mittelfristig könne mit keiner Erhö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hung der Einsatzfähigkeit gerechnet werden; längerfristig sei eine Erhöhung je nach Therapieerfolg jedoch denkbar (Ziff. 1.9). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Versicherte verfüge über einige Ressourcen. Erwähnenswert seien gute sozi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ale Kompetenzen, Durchhaltevermögen, ein kleines aber tragfähiges soziales Netz sowie eine ausgeprägte Arbeitsmotivation. Diese verbesserten - sofern die vorgeschlagene expositionsorientierte Traumatherapie greife - die eher ungüns</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tige Prognose längerfristig (Ziff. 1.11). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen der 2006 und 2009 durchgeführten und mit blosser Mitteilung abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlossenen Revisionsverfahren (vorstehend E. 4.1 und 4.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erfolgte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> keine materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit - unter anderem - Beweiswürdi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung und Invaliditätsbemessung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dementsprechend ist das Vorliegen eines Revisionsgrundes anhand eines Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleichs mit dem 2004 zugrunde gelegten Sachverhalt zu prüfen (vgl. vorstehend E. 1.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In den - lediglich drei - 2003 und 2004 erstatteten Arztberichten wurden zur Hauptsache folgende Diagnosen genannt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Fibromyalgie, lumbospondylogenes Syndrom, Status nach HWS-Trauma 1998 (vorstehend E. 3.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Polyarthralgien insbesondere beider Hände, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Fibromyalgie, lumbo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">spondylo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">genes Syndrom, Status nach HW</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">S-Trauma 1998 (vorste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">hend </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">E. 3.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schwere depressive Episode, Fibromyalgie, DD andauernde Persön-lichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">änderung nach Extrembelastung (vorstehend E. 3.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Arbeitsfähigkeit wurde für August 2003 mit 50 % veranschlagt (vorstehend E. 3.1), während sodann im Dezember 2003 (vorstehend E. 3.2) und im Januar 2004 (vorstehend E. 3.3) eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert wurde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Daraus wurde seitens des medizinischen Dienstes auf eine aktuelle Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit von 100 % geschlossen, verbunden mit der Empfehlung, in 12-18 Monaten eine Revision durchzuführen (vorstehend E. 3.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die behandelnde Rheumatologin attestierte 2006 (vorstehend E. 4.1) und 2009 (vorstehend E. 4.2) weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit; 2011 attestierte sie hingegen eine Arbeitsunfähigkeit von noch 70 % und eine Arbeitsfähigkeit von 30 % versuchsweise (vorstehend E. 4.4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ende 2012 berichtenden Gutachter diagnostizierten eine anhaltende somato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">forme Schmerzstörung und eine rezidivierende depressive Störung, zwi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen leicht und mittelgradig schwankend, und führten aus, die Arbeitsfähigkeit habe sich verbessert und betrage 60 % in der aktuell ausgeübten Tätigkeit (vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehend E. 4.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im September 2013 bezeichnete die behandelnde Psychiaterin eine Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit von 50 % statt bisher 30 % als in 1-2 Jahren als möglich (vorstehend </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 4.5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die E.___-Gutachter nannten im September 2014 eine nunmehr leichtgradig ausgeprägte Depression als einzige Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit. Die ebenfalls diagnostizierte somatoforme Schmerzstörung erachteten sie als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit; eine Persönlichkeitsänderung wie auch eine PTBS liess sich ihres Erachtens nicht diagnostizieren. Sie attestierten eine Arbeitsfähigkeit von 60 % in - näher umschriebenen - leidensangepassten und auch der angestammten Tätigkeit (vorstehend E. 4.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Den bis dahin genannten Berichten lässt sich weitgehend übereinstimmend eine Verbesserung im Verlauf entnehmen. 2004 war eine schwere depressive Episode diagnostiziert worden. 2012 wurde die rezidivierende depressive Störung als zwischen leicht und mittelgradig schwankend beurteilt und 2014 als nur noch leichtgradig ausgeprägt. Auch die behandelnde Psychiaterin machte 2013 gel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tend, sie habe die von ihr als PTBS diagnostizierte psychische Beeinträchtigung richtig und erfolgreich behandelt; 2003 seien fast alle massgebenden Befunde in schwerer Form ausgeprägt gewesen und heute fast alle nur noch leicht (vorste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hend E. 4.5). Parallel dazu ist eine Verbesserung der attestierten Arbeitsfähigkeit festzustellen, dies auch, wie wohl etwas zurückhaltender, von behandelnder Seite. 2003/2004 wurde eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert, 2012 und 2014 hingegen eine Arbeitsfähigkeit von 60 % in angepasster und der ak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tuell ausgeübten Tätigkeit.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In augenfälligem Kontrast dazu steht die Beurteilung der Fachpersonen der Spezi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">alstation für Traumafolgestörungen der F.___ im März 2015: Sie nannten als Diagnose eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung bestehend seit dem Jugendalter mit Exazerbation 2003, und schlossen auf eine Arbeitsunfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit von 80 % (vorstehend E. 4.7). Es ist deshalb zu prüfen, als wie nachvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziehbar diese Beurteilung einzustufen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die behandelnde Psychiaterin nannte in ihrem Bericht vom Januar 2004 als Diagnose an erster Stelle eine schwere depressive Episode und lediglich als Dif</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ferentialdiagnose eine Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung; eine PTBS diagnostizierte sie damals nicht (vorstehend E. 3.3). Erstmals nannte sie eine PTBS als Diagnose in ihrem Bericht vom November 2009 (vorstehend </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 4.2), und 2013 machte sie geltend, sie habe diese richtig und erfolgreich behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">delt (vorstehend E. 4.5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Umgekehrt wurde im Bericht der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fachpersonen der Spezialstation für Trauma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gestörungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2015 zwar als Diagnose eine - seit dem Jugendalter be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehende - PTBS genannt, gleichzeitig aber auch deren Exazerbation 2003 fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehalten. Nicht nachvollziehbar bleibt damit, als wie ausgeprägt vorhanden die Fachpersonen 2015 die von ihnen postulierte PTBS einstuften: Einerseits da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tierten sie deren Exazerbation auf 2003, andererseits attestierten sie aktuell in deren Gefolge eine weit über alle anderen Beurteilungen hinausgehende Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beitsunfähigkeit.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Rechtsprechung ist in der Annahme einer anspruchsrelevanten PTBS regel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mässig zurückhaltend, zurückhaltender jedenfalls als die Diagnosepraxis aus behandelnder Sicht. So wird davon ausgegangen, dass der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verlauf wechselhaft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, in der Mehrzahl der Fälle jedoch eine Heilung erwartet werden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ann (zur Pub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">likation vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_676/2015 vom 7. Juli 2016 E. 5.1). Progredien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">te Entwicklungen widersprächen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dem zu erwartenden degressiven Charakter posttraumatischer Störungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Herleitung und Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gründung der Diagnose </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hat besonderes Gewicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urteile des Bundesgerichts 8C_676/2015 vom 7. Juli 2016 E. 5.2.2 und 9C_687/2013 vom 24. Juni 2014 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 4.2). Des Weiteren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bedarf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die Latenzzeit zwischen initialer Belastung und Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">treten der Störung einer eingehenden Prüfung. Diese beträgt nach ICD-10 we</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nige Wochen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bis (sechs) Monate. Eine b</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">esondere Begründung braucht es dabei in jenen Fällen, in denen ganz ausnahmsweise aus bestimmten Gründen ein späterer Beginn berücksichtigt werden soll (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_195/2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.3.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), wobei ein nur gelegentliches Auftreten von Flashbacks oder Alpträumen nicht genügt, um eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">PTBS zu begründen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urteile des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts 8C_676/2015 vom 7. Juli 2016 E. 5.2.3; 8C_375/2014 vom 10. Fe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bruar 2015 E. 3.2 und 8C_483/2012 vom 4. Dezemb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er 2012 E. 4.2-3 mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich weist das Bundesgericht regelmässig auf den Unterschied zwischen Behandlungs- und Begutachtungsauftrag hin, dem bei der Würdigung medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nischer Berichte Rechnung zu tragen ist (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">etwa </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urteile </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9C_169/2015 vom 12. Oktober 2015 E. 4.2.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8C_260/2011 vom 25. Juli 2011 E. 5.2 und 8C_567/2010 vom 19. November 2010 E. 3.2.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Ganz besonders betont wurde dies angesichts einer Beurteilung durch eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auf Folterfolgen spezialisierte Ärz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, wo der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Eindruck</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> entstand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, dass darin die Auseinandersetzung mit der be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lastenden Vorgeschichte zu sehr im Mittelpunkt der Untersuchung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">habe </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und dadurch ein verzerrtes Bild d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er Versicherten gezeichnet worden sei. Demgegenüber wurde der Beurteilung durch einen nicht mit der Versicherten vorbefassten Gutachter eine repräsentativere Wahrnehmung zugebilligt (Urteil des Bundesgerichts I 715/05 vom 27. Januar 2006 E. 6.2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts I 812/04 vom 14. Januar 2006 E. 2.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Anwendung dieser Rechtsprechung ist bezogen auf die Diagnosestellung und Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die Fachpersonen der Spezialstation für Traumafolgestörungen die gleiche Zurückhaltung angezeigt. Umso mehr fällt ins Gewicht, dass dem entsprechenden Bericht nicht zu entnehmen ist, aus wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Gründen 2015 wiederum eine PTBS habe diagnostiziert werden können, deren Exazerbation gleichzeitig auf 2003 datiert wurde und von der die behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">delnde Psychiaterin 2013 angab, sie habe sie erfolgreich behandelt. Noch weni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ger begründet erscheint der Umfang der postulierten Arbeitsunfähigkeit.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus diesen Gründen erweist sich die Beurteilung durch die Fachpersonen der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Spezialstation für Traumafolgestörungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">als zu wenig überzeugend, um den in allen anderen Beurteilungen dokumentierten positiven Verlauf (vorstehend </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 5.4) in Frage stellen zu können.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Somit ist der medizinische Sachverhalt dahingehend erstellt, dass im Vergleich zum Sachverhalt im Jahr 2004 ein deutlich gebesserter Gesundheitszustand im Sinne einer nur noch leichtgradig ausgeprägten Depression besteht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit ist ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG (vorstehend </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 1.2) ausgewiesen und eine Prüfung der 2004 zugesprochenen Rente zulässig und angezeigt. Die Frage, wie es sich mit einer Anspruchsprüfung ohne eigent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Revisionsgrund verhielte (vgl. Urk. 1 S. 5 f. Ziff. 8 ff.), stellt sich dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entsprechend gar nicht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie erwiesenermas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen therapieresistent sind (statt vieler: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 140 V 193</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.3). Nur in einer sol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut angehbar sind - gesetzlich verlangten Konstella</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion ist den normativen Anforderungen des Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.7.1 bis 3.7.3). Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlich und darf nicht lediglich nicht auszuschliessen sein. Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konsequent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und stationären) Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nachhaltig ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schöpft wurden (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 140 V 193</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 3.3; BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">137 V 64</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E. 4.1). Daran, dass gemäss der bundesgerichtli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Praxis leichte bis höchstens mittelschwere Störungen aus dem depressiven Formenkreis in der Regel als therapierbar gelten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">und invalidenver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsrecht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_836/2014 vom 23. März 2015 E. 3.1, 9C_474/2013 vom 20. Februar 2014 E. 5.4, 9C_696/2012 vom 19. Juni 2013 E. 4.3.2.1, 9C_250/2012 vom 29. November 2012 E. 5, 9C_736/2011 vom 7. Februar 2012 E. 4.2.2.1 sowie 9C_917/2012 E. 3.2 vom 14. August 2013), hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nichts geändert (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_125/2015 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">November 2015 E. 7.2.1 und 9C_168/2015 vom 13. April 2016 E. 4.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Lichte dieser Rechtsprechung ist es nicht zu beanstanden, dass die Be-schwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin die Eignung der einzig verbliebenen Diagnose einer leich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten depressiven Episode, eine anspruchsrelevante Arbeitsunfähigkeit zu begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den, verneinte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dementsprechend erweisen sich auch die angefochtene Verfügung und die da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit erfolgte Renteneinstellung als rechtens, was zur Abweisung der dagegen er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hobenen Beschwerde führt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Bundesgesetzes über die Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denversicherung (IVG) sind ermessensweise auf Fr. 800.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin auferlegt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">stellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Silvan Meier Rhein</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-weismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannTiefenbacher</p><p></p></div> </div></body></html>