<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2000.00029</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105982&amp;W10_KEY=4467149&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2000.00029</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.03.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kündigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bei formell und materiell korrekter Kündigung kann - unter Einhaltung weiterer Voraussetzungen - eine Abfindung nach § 26 PG geschuldet sein, auch wenn der Arbeitnehmer bereits eine neue Stelle hat, falls ihn kein Verschulden an der Kündigung trifft.<br/>Zuständigkeit und Legitimation (E. 2). Parteistellung der Schulgemeinde (E. 3a). Obwohl nur eine Replik und keine Duplik eingeholt worden ist, wurden die Grundsätze des Rechtliches Gehörs und der Gleichbehandlung der Parteien ('Waffengleichheit') gewahrt (E. 3b). Anwendbares Recht (E. 6). Anforderungen an die Gewährung des rechtlichen Gehörs bei ordentlicher Kündigung (E. 7a). Anforderungen an die Begründung (E. 7b). Wahrung der Kündigungsfrist und verfassungsrechtlicher Schranken (E. 8a+b). Entschädigung bei ungerechtfertiger Kündigung nach § 80 Abs. 2 VRG (E. 8c). Abfindung gemäss § 26 PG (E. 9). Höhe der Parteientschädigung für das vorinstanzliche Verfahren (E. 10).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABFINDUNG">ABFINDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNG">BEGRÃNDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNDIGUNG">KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEISTELLUNG">PARTEISTELLUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Allgemeines Verwaltungsrecht ST: PRINZIPIEN DER VERWALTUNGSTÃTIGKEIT">PRINZIPIEN DER VERWALTUNGSTÃTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 BV</span><br/><span class="ungerade">§ 29 LPG</span><br/><span class="gerade">§ 18 PG</span><br/><span class="ungerade">§ 26 PG</span><br/><span class="gerade">§ 21 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 74 lit. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 80 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. A unterrichtete seit dem 1. Mai 1977 als gewÃ¤hlter Sekundar- bzw. Reallehrer an der Oberstufe X. Auf Antrag der Schul­pflege X kÃ¼ndigte das Volksschulamt am 14. Fe­b­ruar 2000 das DienstverhÃ¤ltnis auf Ende der Amtsdauer 1996/2000, das heisst auf den 15. August 2000. Nachdem A innert der zehntÃ¤gigen Frist eine BegrÃ¼ndung verlangt hatte, wurde an der KÃ¼ndi­gung mit begrÃ¼ndeter VerfÃ¼gung vom 22. MÃ¤rz 2000 festgehal­ten. GemÃ¤ss dem mit Be­schluss des Regierungsrats vom 19. Januar 2000 (OS 56, 53) auf den 1. Februar 2000 in Kraft gesetzten § 29 des Gesetzes Ã¼ber das ArbeitsverhÃ¤ltnis der Lehr­personen an der Volksschule (Lehrerpersonalgesetz) vom 10. Mai 1999 (LPG; LS 412.31) wandle sich das DienstverhÃ¤ltnis der gewÃ¤hlten Lehrpersonen in ein Anstel­lungsverhÃ¤ltnis um, sofern das DienstverhÃ¤ltnis nicht bis zum 15. Februar 2000 gekÃ¼ndigt werde. Eine sol­che KÃ¼ndigung sei hier gerechtfertigt, nachdem das Vertrauen fÃ¼r eine po­sitive Zusammen­arbeit zwischen A und der Schulpflege X massiv gestÃ¶rt sei und es kei­nerlei Anzei­chen dafÃ¼r gebe, dass der Konflikt in einer fÃ¼r beide Seiten ertrÃ¤glichen Form gelÃ¶st wer­den kÃ¶nnte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den gegen diese KÃ¼ndigung von A erhobenen Rekurs hiess die Bildungsdirek­tion am 3. Oktober 2000 gut, und sie sprach A eine Abfin­dung von 10 MonatslÃ¶hnen sowie eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- zu. Was den KÃ¼ndigungsschutz betreffe, so ver­weise zwar § 2 LPG subsidiÃ¤r auf das Gesetz Ã¼ber das ArbeitsverhÃ¤ltnis des Staatsperso­nals (Personalgesetz) vom 27. September 1998 (PG, LS 177.10), doch sei diese Bestim­mung wegen der erst teilweisen Inkraftsetzung des Leh­rerpersonalgesetzes noch nicht an­wendbar. Indessen wÃ¤re es rechtsungleich, die Volks­schullehrkrÃ¤fte als einzige Berufs­gruppe nach Abschaffung der Amtsdauer nicht in den Genuss des erweiterten KÃ¼ndigungs­schutzes des Personalgesetzes kommen zu lassen. Die verfassungskonforme Auslegung des Personalgesetzes erfordere deshalb die Anwendung seiner KÃ¼ndigungsschutzbestimmun­gen auch auf die VolksschullehrkrÃ¤fte. Hier habe das KÃ¼ndigungsverfahren nicht den An­forderungen von § 19 PG entsprochen und die gegen den im Ãbrigen sehr gut qualifizierten und engagierten Lehrer erhobenen VorwÃ¼rfe ver­mÃ¶chten eine KÃ¼ndigung nicht zu recht­fertigen. Eine formell einwandfreie AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses wÃ¤re erst auf Ablauf des Schuljahres 2000/2001 mÃ¶glich gewesen, so dass dem Entlassenen grundsÃ¤tzlich eine EntschÃ¤digung von einem Jahreslohn zustehen wÃ¼rde, doch habe er sich darauf das an der Oberstufe Z erzielte Einkommen an­rechnen zu lassen, wo er bereits seit dem 21. August 2000 wieder beschÃ¤ftigt sei. Aufgrund dieses Umstands kÃ¶nne er auch keine EntschÃ¤di­gung nach § 18 Abs. 3 PG wegen unrecht­mÃ¤ssiger KÃ¼ndigung geltend machen. Hingegen stehe dem Ã¼ber 35-JÃ¤hrigen nach 23 Jah­ren LehrtÃ¤tigkeit in X wegen der unverschuldeten AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnis­ses eine Abfindung gemÃ¤ss § 26 PG von 10 MonatslÃ¶hnen zu.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Rekursentscheid liessen am 3. November 2000 sowohl A als auch die Schulgemeinde X Beschwerde erheben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>A. FÃ¼r A (PB.2000.00029) wurde beantragt:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Es sei festzustellen, dass die KÃ¼ndigung sowohl missbrÃ¤uchlich als auch sachlich nicht gerechtfertigt ist.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 2. Es sei dem Rekurrenten eine angemessene EntschÃ¤digung fÃ¼r miss­brÃ¤uchliche (sc. auch sachlich nicht gerechtfertigte) KÃ¼ndigung sowie eine Abfindung auszurichten.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 3. Die von der Vorinstanz zugesprochene ProzessentschÃ¤digung sei an­gemessen zu erhÃ¶hen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 4. Die vorliegende Beschwerde sei mit der Verwaltungsgerichtsbe­schwerde der Beschwerdegegnerin 2 (der Schulgemeinde X) <br/> zu vereinigen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 5. Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Rekurs­gegners."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der BegrÃ¼ndung wurde unter anderem ausgefÃ¼hrt, die Beschwerde erfolge rein vorsorglich und ziele nicht auf eine hÃ¶here EntschÃ¤digung als die von der Vorinstanz zuge­sprochene ab. Der BeschwerdefÃ¼hrer sei mit einer EntschÃ¤digung von 10 MonatslÃ¶hnen unter allen Titeln einverstanden, bezwecke aber mit der Beschwerde, seinen Anspruch auch auf § 18 Abs. 3 PG abzustÃ¼tzen fÃ¼r den Fall, dass diejenige gemÃ¤ss § 26 Abs. 3 PG redu­ziert oder aberkannt werden sollte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz liess am 27. November 2000 Abweisung der Beschwerde beantra­gen. Die Schulgemeinde X beantragte am 29. Januar 2001 neben der Vereinigung der Ver­fahren RÃ¼ckweisung, eventuell Abweisung unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfol­gen zu Lasten des BeschwerdefÃ¼hrers.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> B. Die Schulgemeinde X liess in erster Linie Aufhebung der angefoch­tenen VerfÃ¼gung und RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz zur rechtsgenÃ¼genden Ermittlung des Sachverhalts und zur Neuentscheidung beantragen. Eventuell sei die RechtmÃ¤ssigkeit der KÃ¼ndigung festzustellen, subeventuell keine Abfindung, allenfalls nur eine reduzierte zu­zusprechen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des Beschwerdegeg­ners. In prozessualer Hinsicht wurde fÃ¼r den Fall der Ablehnung des RÃ¼ckweisungsantrags die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels oder einer mÃ¼ndlichen Verhandlung und eines fÃ¶rmlichen Beweisverfahrens beantragt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur BegrÃ¼ndung des RÃ¼ckweisungsantrags wurde in erster Linie ausgefÃ¼hrt, die Vorinstanz habe von der Gegenpartei eine Replik eingeholt, ohne der BeschwerdefÃ¼hrerin Gelegenheit zur Duplik einzurÃ¤umen. Sodann habe die Vorinstanz den Sachverhalt bezÃ¼g­lich der von der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r die ZerrÃ¼ttung des VertrauensverhÃ¤ltnisses zum Entlassenen geltend gemachten GrÃ¼nde unzureichend untersucht. Die Vorinstanz habe rechtsirrtÃ¼mlich die KÃ¼ndigungsschutzbestimmungen des Personalgesetzes angewandt. Die KÃ¼ndigung sei â wie detailliert dargelegt wird â sachlich gerechtfertigt. Auch eine Abfin­dung stehe dem Entlassenen nicht zu, nachdem er dank der Anstellung in Z kei­nerlei mate­rielle Einbussen erlitten habe; jedenfalls sei die HÃ¶he der Abfindung aufgrund der Um­stÃ¤nde auf hÃ¶chstens einen Monatslohn anzusetzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz liess sich, ohne einen ausdrÃ¼cklichen Antrag zu stellen, am 27. November 2000 vernehmen. Der Beschwerdegegner beantragte am 18. Dezember 2000 Vereinigung der Verfahren sowie Abweisung der Beschwerde, eventuell BestÃ¤tigung der zugesprochenen EntschÃ¤digung im Quantitativ, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerin.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die beiden Beschwerden betreffend die nÃ¤mliche Streitsache und sind zweck­-<br/> mÃ¤s­sigerweise zu vereinigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die Beschwerden richten sich gegen einen erstinstanzlichen Rekursentscheid der Bildungsdirektion Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung. GemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (in der Fassung vom 8. Juni 1997; VRG) ist das Verwaltungsgericht fÃ¼r die Behandlung zustÃ¤ndig. Angesichts des 20'000.- Franken klar Ã¼bersteigenden Streitwerts ist der Entscheid gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 VRG von der Kammer zu fÃ¤llen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Legitimation des beschwerdefÃ¼hrenden Arbeitnehmers gemÃ¤ss § 21 lit. a VRG ist offenkundig. Was die Legitimation der Gemeinde betrifft, so ist diese gemÃ¤ss § 21 lit. b VRG befugt zur Anfechtung von Rekursentscheiden, welche ihre PersonalfÃ¼hrung und damit eine von ihr wahrzunehmende Aufgabe betreffen (vgl. RB 1998 Nr. 13). Dies gilt auch in Bezug auf VolksschullehrkrÃ¤fte, die in einem komplexen RechtsverhÃ¤ltnis mit dem Kanton und der Gemeinde stehen (VGr, 17. Dezember 1996, VK.96.0031 und 0032; Tobias Jaag, Rechtsfragen der Volksschule, insbesondere im Kanton ZÃ¼rich, ZBl 98/1997, S. 548); die Gemeinde ist durch den Rekursentscheid sowohl in ihren Aufgaben als Ver­walterin der lokalen Schulangelegenheiten als auch durch den von ihr zu Ã¼bernehmenden Anteil an der von der Vorinstanz zugesprochenen EntschÃ¤digung betroffen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die beschwerdefÃ¼hrende Gemeinde rÃ¼gt in erster Linie, es sei ihr dadurch, dass sie im Rekursverfahren zur Replik der Gegenpartei nicht habe Stellung nehmen kÃ¶nnen, das rechtliche GehÃ¶r verweigert worden. Die Vorinstanz erklÃ¤rt diesen unbestrittenen Sachverhalt damit, dass die Gemeinde im KÃ¼ndigungsverfahren nicht Parteistellung habe. Zudem sei im Rekursentscheid auf die Replik nur bezÃ¼glich der Frage abgestellt worden, ob ein umstrittener Leserbrief des privaten BeschwerdefÃ¼hrers mit der Oberstufenschul­pflege abgesprochen worden sei; der Entscheid darÃ¼ber, ob dem Entlassenen in diesem Zusammenhang ein Vorwurf gemacht werden kÃ¶nne, sei aber letztlich offen geblieben. Alle Ã¼brigen Argumente hÃ¤tten sich in anderer Form bereits in der Rekursschrift gefunden, sodass darauf nicht weiter einzutreten gewesen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GemÃ¤ss den vom Regierungsrat am 19. Januar 2000 fÃ¼r das Inkrafttreten des Lehrerpersonalgesetzes erlassenen Ãbergangsbestimmungen (OS 56, 53) ist bis zum voll­stÃ¤ndigen Inkrafttreten dieses Gesetzes das Volksschulamt fÃ¼r Anordnungen betreffend die nach § 5 LPG unbefristet anzustellenden Lehrpersonen zustÃ¤ndig. Ohne dass dies in den Ãbergangsbestimmungen ausdrÃ¼cklich vorgesehen ist, rÃ¤umt das Volksschulamt fÃ¼r KÃ¼n­digungen gemÃ¤ss § 29 Abs. 2 LPG den Ã¶rtlich zustÃ¤ndigen SchulbehÃ¶rden ein Antragsrecht ein, was schon dadurch gerechtfertigt ist, dass die VolksschullehrkrÃ¤fte auch in einem RechtsverhÃ¤ltnis mit der Gemeinde stehen (vgl. vorn Erw. 2. b). Entsprechend kommt ihr im erstinstanzlichen Verfahren Parteistellung zu und ist ihr gemÃ¤ss § 10 VRG der KÃ¼ndi­gungsentscheid mitzuteilen. Auch als Obsiegende des erstinstanzlichen Verfahrens bleibt die Gemeinde Partei, selbst wenn sie sich im nachfolgenden Rekursverfahren nicht mehr mit eigenen AntrÃ¤gen beteiligt (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. Aufl. 1999, § 21 N. 104). Ob sie dabei als Rekursgegnerin oder Mitbeteiligte ins Verfahren einbezogen wird, ist nicht ent­scheidend; so oder anders kommen ihr sÃ¤mtliche mit der Parteistellung verbundenen Rechte und Pflichten zu (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 101).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Laut Art. 29 BV hat in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen jede Person Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung (Abs. 1) und haben die Parteien Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r (Abs. 2).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Aus Art. 29 Abs. 1 BV ergibt sich der bisher aus Art. 4 Abs. 1 aBV abgeleitete Grundsatz der Gleichbehandlung der Parteien, welcher bedeutet, dass der Richter den Par­teien gleiche prozessuale Rechte und Pflichten gewÃ¤hren bzw. auferlegen und fÃ¼r "Waf­fengleichheit" zwischen den Parteien in dem Sinn sorgen muss, dass die Parteien die glei­chen prozessualen Chancen haben, mit ihrem Standpunkt durchzudringen (Alfred KÃ¶lz/­Isa­belle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼­rich 1998, Rz. 128; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28, N. 80). Dazu gehÃ¶rt insbe­sondere das Recht auf gleichen Aktenzugang sowie auf Zulassung zum Beweis mit Be­weismitteln und BeweisantrÃ¤gen (BGE 122 V 157 E. 2b und c). Ein formaler Anspruch auf eine gleiche Zahl von VortrÃ¤gen im Hauptverfahren lÃ¤sst sich aus dem Grundsatz der Gleichbehandlung jedoch nicht herleiten. Die von der beschwerdefÃ¼hrenden Gemeinde angerufene Lehrmeinung (Frank/StrÃ¤uli/Messmer, Kommentar zur zÃ¼rcherischen Zivilpro­zessordnung, 3. A., ZÃ¼rich 1997, § 56 N. 10) bezieht sich auf den Zivilprozess, fÃ¼r welchen § 121 der Zivilprozessordnung vom 13. Juni 1976 je zwei ParteivortrÃ¤ge ausdrÃ¼cklich vor­schreibt. DemgegenÃ¼ber ist es im Verwaltungsprozess gemÃ¤ss § 26 Abs. 1 bzw. § 56 Abs. 2 VRG zulÃ¤ssig, Ã¼ber ein Rechtsmittel ohne Weiterungen zu entscheiden, wenn dar­auf nicht eingetreten werden kann oder es sich als offensichtlich unzulÃ¤ssig erweist. In § 26 Abs. 4 VRG (und entsprechend in § 58 VRG) ist zwar von einem zweiten Schriften<i>wechsel </i>die Rede, doch kann sich die Rechtsmittelinstanz mit der Einholung der Replik begnÃ¼gen, wenn sich die Sache als spruchreif erweist und die Anordnung der Duplik nicht zur Wah­rung des rechtlichen GehÃ¶rs geboten ist. UnerlÃ¤sslich ist die Anordnung der Duplik des­halb dann, wenn die RechtsmittelbehÃ¶rde bei ihrem Entscheid auf erstmals in der Replik vorgetragene Tatsachenbehauptungen oder RechtsgrÃ¼nde abstellen will. Auch in anderen FÃ¤llen sollte aber auf die Anordnung der Duplik nur ausnahmsweise verzichtet werden, weil ein zusÃ¤tzlicher Vortrag dieser Partei, ohne dass sie neue Tatsachenbehauptungen oder RechtsgrÃ¼nde vortrÃ¤gt, jedenfalls eine bessere Darstellung ihres Standpunkts ermÃ¶glicht. Ein Verstoss gegen den Grundsatz der "Waffengleichheit" mÃ¼sste vor allem dann in Be­tracht gezogen werden, wenn ein zweiter Vortrag nur derjenigen Partei zugestanden wÃ¼rde, welche von vornherein als stÃ¤rkere Partei erscheint, das heisst im Verwaltungsverfahren und in der Verwaltungsrechtspflege in der Regel dem einem Privaten gegenÃ¼berstehenden Gemeinwesen (KÃ¶lz/HÃ¤ner, Rz. 128).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Mit Schreiben vom 28. Juni 2000 hat der Rechtsdienst der Bildungsdirektion dem privaten BeschwerdefÃ¼hrer Frist angesetzt, um zu den Rekursvernehmlassungen des Volksschulamtes und der Gemeinde X Stellung zu nehmen, wovon dieser nach mehrfach erstreckter Frist am 11. September 2000 Gebrauch gemacht hat. Zu dieser Stel­lungnahme konnte sich die beschwerdefÃ¼hrende Gemeinde als Rekursgegnerin unbestritte­nermassen nicht mehr Ã¤ussern. Gleichwohl liegt keine GehÃ¶rsverweigerung vor. Die be­schwerdefÃ¼h­rende Gemeinde hat eine solche nur insofern substanziiert, als die Vorinstanz in Bezug auf den umstrittenen Leserbrief des privaten BeschwerdefÃ¼hrers auf Vorbringen in der Eingabe vom 11. September 2000 abgestellt habe. Indessen hat die Vorinstanz die diesbezÃ¼glichen Darlegungen des BeschwerdefÃ¼hrers zwar als glaubwÃ¼rdig bezeichnet (am Ende von Erw. 5. b/bb des angefochtenen Entscheids), jedoch in der Folge klar festgehal­ten, der private BeschwerdefÃ¼hrer habe insofern gegen eine Weisung der Schulpflege ver­stossen; nur weil sie diese Weisung, nÃ¤mlich sich in der Ãffentlichkeit nicht zur Oberstu­fenreform zu Ã¤us­sern, als verfassungsrechtlich problematisch gewÃ¼rdigt hat, wurde in die­ser Weigerung kein (zusÃ¤tzlicher) Grund fÃ¼r eine KÃ¼ndigung gesehen. Damit erweist sich die gerÃ¼gte Be­zugnahme auf erst in der Stellungnahme vom 11. September 2000 Vorge­brachtes als fÃ¼r den angefochtenen Entscheid bedeutungslos und liegt insofern keine Ge­hÃ¶rsverweigerung vor. Von einer Verletzung des Grundsatzes der Waffengleichheit kann von vornherein keine Rede sein, nachdem der private BeschwerdefÃ¼hrer sowohl der antrag­stellenden Schulgemeinde als auch dem erstinstanzlich verfÃ¼genden Volksschulamt gegen­Ã¼berstand. </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Als weitere GehÃ¶rsverletzung rÃ¼gt die beschwerdefÃ¼hrende Gemeinde zur Be­grÃ¼ndung ihres RÃ¼ckweisungsantrags eine unzureichende AbklÃ¤rung des massgeblichen Sachverhalts sowie die ungenÃ¼gende BegrÃ¼ndung des angefochtenen Entscheids. Die Vor­instanz habe zu wenig berÃ¼cksichtigt, dass Grund der KÃ¼ndigung nicht die einzelnen dem privaten BeschwerdefÃ¼hrer vorgeworfenen Vorkommnisse gewesen seien, sondern das Ã¼ber die Jahre hinweg zerrÃ¼ttete VertrauensverhÃ¤ltnis, wofÃ¼r die beschwerdefÃ¼hrende Ge­meinde Beweise angeboten habe, welche die Vorinstanz unzulÃ¤ssigerweise nicht abge­nommen habe. Und auch in der BegrÃ¼ndung sei sie auf die Hauptfrage, ob eine zerstÃ¶rtes VertrauensverhÃ¤ltnis vorliege und dies die KÃ¼ndigung habe rechtfertigen kÃ¶nnen, mit kei­nem Wort eingegangen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Vorinstanz hat zunÃ¤chst die von der beschwerdefÃ¼hrenden Gemeinde zur BegrÃ¼ndung der geltend gemachten ZerrÃ¼ttung ihres Vertrauens beispielhaft angefÃ¼hrten Vorkommnisse untersucht und sie insgesamt als nicht ausreichend gewÃ¼rdigt, um eine KÃ¼ndigung zu rechtfertigen. Auch wenn sie nicht ausdrÃ¼cklich erwogen hat, diese Vor­kommnisse liessen nicht auf einen Vertrauensbruch schliessen, so hat sie einen solchen, indem sie ihre WÃ¼rdigung den in Erw. 5. a zusammengefassten diesbezÃ¼glichen Darstel­lungen der Gemeinde gegenÃ¼bergestellt hat (Erw. 5. b), jedenfalls implizit verneint. Ob dieser Schluss auf einer hinreichenden AbklÃ¤rung und zutreffenden WÃ¼rdigung des mass­geblichen Sachverhalts beruht, wird im Folgenden zu prÃ¼fen sein, und erfordert nicht von vornherein eine RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz (§ 63 Abs. 1 und § 64 Abs. 1 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Im Beschwerdeverfahren bildet ein einmaliger Schriftenwechsel die Regel (§ 58 VRG). Ein weiterer Schriftenwechsel muss angeordnet werden, wenn das Verwaltungsge­richt zum Nachteil des BeschwerdefÃ¼hrers auf erstmals in der Beschwerdeantwort vorge­brachte tatsÃ¤chliche Behauptungen abstellen oder von sich aus neu eingetretene oder bisher ausser Acht gelassene Tatsachen berÃ¼cksichtigen will (RB 1983 Nr. 21, 1982 Nr. 6), sowie wenn das Gericht den Entscheid auf einen von der Vorinstanz und den Parteien bisher nicht beachteten Rechtsgrund stÃ¼tzen will (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 58 N. 2). Mangels solcher GrÃ¼nde ist auf den von der Gemeinde beantragten zweiten Schriftenwechsel zu verzichten. Ob neben dem Beizug der vorinstanzlichen Akten weitere Beweisabnahmen erforderlich sind, wird im Zusammenhang mit den fÃ¼r den Vertrauensverlust der Schulpflege genannten GrÃ¼nden zu prÃ¼fen sein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Die beschwerdefÃ¼hrende Gemeinde wirft der Vorinstanz in erster Linie vor, sie sei zu Unrecht von der Anwendbarkeit der KÃ¼ndigungsschutzbestimmungen des Personal­gesetzes ausgegangen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GemÃ¤ss § 1 Abs. 1 PG unterstehen diesem Gesetz das Personal des Staates und seiner unselbstÃ¤ndigen Anstalten; laut Absatz 2 gilt das Gesetz fÃ¼r die LehrkrÃ¤fte an Semi­naren, Mittelschulen und Berufsschulen, soweit nicht besondere Bestimmungen bestehen. Nicht unterstellt sind dem Personalgesetz somit die VolksschullehrkrÃ¤fte. Auf diese findet es gemÃ¤ss § 2 LPG nur Anwendung, sofern das Lehrerpersonalgesetz keine ausdrÃ¼ckliche Regelung enthÃ¤lt. Von diesem standen im Zeitpunkt der KÃ¼ndigung am 14. Februar 2000 und auch bei AuflÃ¶sung des DienstverhÃ¤ltnisses am 15. August 2000 lediglich §§ 5, 29 und 30 lit. a und b in Kraft, nicht jedoch § 2 LPG betreffend die subsidiÃ¤re Anwendung des (allgemeinen) Personalgesetzes (Regierungsratsbeschluss vom 19. Januar 2000, OS 56, 53); die vollstÃ¤ndige Inkraftsetzung erfolgte erst auf 1. Oktober 2000 (Regierungsratsbe­schluss vom 19. Juli 2000, OS 56, 216).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Dass aufgrund dieser beschrÃ¤nkten Anwendbarkeit des (allgemeinen) Personal­gesetzes dessen in § 18 PG geregelter KÃ¼ndigungsschutz hier noch nicht gilt, hÃ¤lt die Vor­instanz aus GrÃ¼nden der Rechtsgleichheit fÃ¼r stossend, und sie will ihn deshalb "in verfas­sungskonformer Auslegung des Personalgesetzes" gleichwohl anwenden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>FÃ¼r eine solche "verfassungskonforme Auslegung" besteht indessen kein Spiel­raum. Anzuwenden (und nÃ¶tigenfalls auszulegen) ist nicht das (allgemeine) Personalgesetz, sondern in erster Linie der auf 1. Februar 2000 in Kraft gesetzte § 29 LPG Ã¼ber die Ãber­fÃ¼hrung (der auf Amtsdauer gewÃ¤hlten Lehrpersonen) ins AnstellungsverhÃ¤ltnis. Nach die­ser Ãbergangsbestimmung behalten die bei Inkrafttreten des Gesetzes gewÃ¤hlten Lehrper­sonen den Wahlstatus bis zum Ablauf der Amtsperiode (Abs. 1); ihr DienstverhÃ¤ltnis wan­delt sich in diesem Zeitpunkt in ein AnstellungsverhÃ¤ltnis im Sinn des Lehrerpersonalge­setzes um, sofern das DienstverhÃ¤ltnis nicht bis zum 15. Februar 2000 gekÃ¼ndigt wird (Abs. 2); die Bestimmungen des (allgemeinen) Personalgesetzes Ã¼ber die Abfindung sind auf diese KÃ¼ndigungen anwendbar (Abs. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Ãbergangsregelung ist eindeutig und lÃ¼ckenlos. Gerade weil sie bezÃ¼glich der Abfindungen auf das (allgemeine) Personalgesetz verweist, verbietet sich die An­nahme, der Gesetzgeber habe einen Verweis auf die Bestimmungen Ã¼ber den formellen KÃ¼ndigungsschutz von § 18 PG versehentlich unterlassen. Daran Ã¤ndert nichts, dass sich laut den ErwÃ¤gungen der Vorinstanz die (vollstÃ¤ndige) Inkraftsetzung des Lehrerpersonal­gesetzes verzÃ¶gert hat. Denn nach § 29 Abs. 2 LPG wandelt sich das DienstverhÃ¤ltnis der gewÃ¤hlten LehrkrÃ¤fte erst auf Ablauf ihrer letzten Amtsdauer in ein AnstellungsverhÃ¤ltnis nach dem Lehrerpersonalgesetz um und richtet sich deshalb eine allfÃ¤llige KÃ¼ndigung, wie sie gemÃ¤ss § 29 Abs. 2 LPG bis zum 15. Februar 2000 vorgenommen werden muss, jeden­falls nicht nach den fÃ¼r das erst spÃ¤ter beginnende neue AnstellungsverhÃ¤ltnis geltenden Bestimmungen. Auch eine Schlechterstellung des beschwerdefÃ¼hrenden Lehrers im Ver­gleich mit dem Ã¼brigen Staatspersonal liegt nicht vor, denn § 57 Abs. 4 PG bestimmte Ã¼bergangsrechtlich, dass fÃ¼r ArbeitsverhÃ¤ltnisse, die beim Inkrafttreten des Personalgeset­zes bereits gekÃ¼ndigt, aber noch nicht aufgelÃ¶st waren, das bisherige Recht gelte. Schliess­lich hat die Nichtanwendbarkeit von § 18 PG nicht zur Folge, dass bisher gewÃ¤hlte Lehr­krÃ¤fte, deren DienstverhÃ¤ltnisse gemÃ¤ss § 29 Abs. 2 LPG bis 15. Februar 2000 gekÃ¼ndigt wurden, Ã¼berhaupt keinen KÃ¼ndigungsschutz beanspruchen konnten. Ein solcher ergibt sich bereits daraus, dass der Staat als Ã¶ffentlichrechtlicher Arbeitgeber an verfassungs­rechtliche Grundprinzipien wie das WillkÃ¼rverbot, die GrundsÃ¤tze der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssig­keit, von Treu und Glauben sowie in verfahrensmÃ¤ssiger Hinsicht des rechtlichen GehÃ¶rs gebunden ist. Der nÃ¤mliche Schutz des Arbeitnehmers hÃ¤tte auch bei einer (Nicht-)Wie­der­wahl bestanden, und es bestehen keine Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass der Gesetzgeber im Rahmen der ÃberfÃ¼hrung von Beamten- in AnstellungsverhÃ¤ltnisse weitergehende Garan­tien hat einrÃ¤umen wollen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Anwendung der KÃ¼ndigungsschutzbestimmungen von § 18 PG durch die Vor­instanz erweist sich damit als rechtsirrtÃ¼mlich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. a) Das Verwaltungsgericht hat in RB 1995 Nr. 21 den GehÃ¶rsanspruch bei einer ordentlichen KÃ¼ndigung konkretisiert (E. 2). Es hielt unter anderem fest, dass an die Ge­wÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs bei der ordentlichen KÃ¼ndigung nicht allzu strenge Anfor­derun­gen gestellt werden dÃ¼rften. Anders als beim Disziplinarverfahren wÃ¼rden der betrof­fenen Person bei der ordentlichen KÃ¼ndigung keine schuldhaften Pflichtverletzungen vor­geworfen, sondern es gÃ¤ben andere objektive und triftige GrÃ¼nde wie etwa mangelhafte FÃ¤hig­keiten und Leistungen den Ausschlag. Es sei in aller Regel weder angezeigt noch Ã¼blich, vor dem Aussprechen einer ordentlichen KÃ¼ndigung ein eigentliches Untersu­chungsverfahren Ã¼ber die QualitÃ¤t der Arbeitsleistung durchzufÃ¼hren. Vielmehr mÃ¼sse es grundsÃ¤tzlich genÃ¼gen, wenn eine negative Leistungsbeurteilung durch den Vorgesetzten vorliege, diese dem Betroffenen erÃ¶ffnet und ihm Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hier wurden diese Anforderungen ohne weiteres erfÃ¼llt. Nachdem der private Be­schwerdefÃ¼hrer am 28. Januar 2000 Gelegenheit erhalten hatte, in die im Zusammenhang mit der beabsichtigten KÃ¼ndigung zusammengetragenen Akten Einsicht zu nehmen, erhielt er am 1. Februar 2000 vor einer Delegation der Schulpflege Gelegenheit, zu den ihm vor­geworfenen KÃ¼ndigungsgrÃ¼nden Stellung zu nehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Soweit wie hier keine besonderen Bestimmungen gelten, richten sich die Anfor­derungen zur BegrÃ¼ndung einer KÃ¼ndigung nach § 10 Abs. 2 VRG. BezÃ¼glich der Aus­fÃ¼hr­lichkeit einer BegrÃ¼ndung lassen sich keine allgemeinen Regeln aufstellen, sondern die Anforderungen richten sich nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalls und den Interessen des Betroffenen. Die BegrÃ¼ndung einer Anordnung erscheint als angemessen, wenn sie so ab­gefasst ist, dass sich der Betroffene Ã¼ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft zu geben und allenfalls in voller Kenntnis der GrÃ¼nde ein Rechtsmittel zu ergreifen vermag; in diesem Sinn mÃ¼ssen wenigstens kurz die Ãberlegungen genannt sein, von denen sich die BehÃ¶rde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stÃ¼tzt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 39 mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die dem privaten BeschwerdefÃ¼hrer mit VerfÃ¼gung vom 22. MÃ¤rz 2000 zugestellte BegrÃ¼ndung ist unter den gegebenen UmstÃ¤nden als ausreichend zu wÃ¼rdigen. Unter Hin­weis auf die Vorgeschichte und die Akten wird in den ErwÃ¤gungen ausgefÃ¼hrt, dass das Vertrauen fÃ¼r eine weitere Zusammenarbeit massiv gestÃ¶rt sei und keinerlei Anhaltspunkte fÃ¼r eine Besserung erkennbar seien. Sodann wird auf die massgeblichen Rechtsgrundlagen Bezug genommen, die WeiterfÃ¼hrung des DienstverhÃ¤ltnisses als unzumutbar und die KÃ¼ndigung als gerechtfertigt gewÃ¼rdigt. Nachdem dem privaten BeschwerdefÃ¼hrer die fÃ¼r den Vertrauensverlust der BehÃ¶rde geltend gemachten GrÃ¼nde am 1. Februar 2000 ausfÃ¼hr­lich vorgehalten worden waren, erscheint eine solche zusammen­fassende BegrÃ¼ndung als zulÃ¤ssig (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 42).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>8. a) Neben der Einhaltung der KÃ¼ndigungsfrist macht § 29 Abs. 2 LPG die KÃ¼ndi­gung von keinen weiteren Voraussetzungen abhÃ¤ngig, doch hat der Staat wie erwÃ¤hnt ver­fassungsrechtliche Schranken zu beachten, in materieller Hinsicht insbesondere das Will­kÃ¼rverbot, die GrundsÃ¤tze der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit sowie von Treu und Glauben. Unter diesem Gesichtswinkel mÃ¼ssen die GrÃ¼nde, die zur KÃ¼ndigung Anlass geben, von einem gewissen Gewicht sein. Allerdings ist nicht erforderlich, dass sie die Fortsetzung des Ar­beitsverhÃ¤ltnisses als unzumutbar erscheinen lassen; es reicht aus, wenn die WeiterbeschÃ¤f­tigung des betreffen­den Angestellten dem Ã¶ffentlichen Interesse, insbesondere demjenigen an einer gut funktio­nierenden Verwaltung, widerspricht (Matthias Michel, Beamtenstatus im Wandel, ZÃ¼rich 1998, S. 299). Es mÃ¼ssen sachliche, vertretbare GrÃ¼nde sein (Tobias Jaag, Das Ã¶ffentlichrechtliche DienstverhÃ¤ltnis im Bund und im Kanton ZÃ¼rich â aus­ge­wÃ¤hlte Fragen, ZBl 95/1994, S. 463; RB 1995 Nr. 29 E. 1), so dass die Beendigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses nicht als WillkÃ¼rakt erscheint (Hermann Schroff/ David Gerber, Die Beendigung der DienstverhÃ¤ltnisse in Bund und Kantonen, St. Gallen 1985, S. 80). Nach dem Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit muss die KÃ¼ndi­gung erstens ein geeignetes Mittel zur ProblemlÃ¶sung sein, muss sie zweitens in dem Sinn erforderlich sein, dass nicht weni­ger einschneidende Massnahmen wie beispielsweise eine Verwarnung ebenfalls zum Ziel fÃ¼hren wÃ¼rden, und muss drittens eine AbwÃ¤gung der gegenseitigen In­teressen die KÃ¼ndi­gung als gerechtfertigt erscheinen lassen (Michel, S. 301 f.). Angesichts der inhaltlichen Offenheit und Unbestimmtheit dieser Umschrei­bungen steht den VerwaltungsbehÃ¶rden beim Entscheid Ã¼ber die KÃ¼ndigung ein grosser Er­messens‑ und Beurteilungs­spielraum zu, in den auch die Rekursinstanz trotz der ihr zustehenden ZweckmÃ¤ssigkeitskontrolle nur mit ZurÃ¼ckhaltung eingreift (vgl. Michel, S. 342 f.; Schroff/Gerber S. 84).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Wie die beschwerdefÃ¼hrende Gemeinde grundsÃ¤tzlich zu Recht geltend macht, ist die tiefgreifende StÃ¶rung des Vertrauens in den Arbeitnehmer ein hinreichender Grund fÃ¼r eine KÃ¼ndigung. Allerdings kann es dabei nicht bloss auf das subjektive Empfinden der die KÃ¼ndigung beantragenden BehÃ¶rdemitglieder ankommen, sondern muss der Vertrau­ensverlust durch Verhaltensweisen des Entlassenen begrÃ¼ndet sein, die ihn auch fÃ¼r Dritte als nachvollziehbar erscheinen lassen. Der Vorinstanz hat deshalb zutreffend die von der be­schwerdefÃ¼hrenden Gemeinde fÃ¼r ihren Vertrauensverlust angefÃ¼hrten Vorkommnisse un­tersucht und gewichtet. Sodann muss die StÃ¶rung des VertrauensverhÃ¤ltnisses die Ar­beits­tÃ¤tigkeit des Entlassenen betreffen, etwa in der Weise, dass begrÃ¼ndete Zweifel an der VertrauenswÃ¼rdigkeit oder bezÃ¼glich der LoyalitÃ¤t zum Arbeitgeber bestehen. Letztere er­fordert allerdings keine jede Kritik an der vorgesetzten BehÃ¶rde ausschliessende Dienstfer­tigkeit; je anspruchsvoller die dem Angestellten Ã¼bertragene TÃ¤tigkeit ist und je hÃ¶her die Anforderungen bezÃ¼glich SelbstÃ¤ndigkeit und Initiative sind, um so eher muss (und darf) die vorgesetzte BehÃ¶rde von ihrem Angestellten das nachdrÃ¼ckliche Verfechten abwei­chender Standpunkte oder das kritische Hinterfragen ihrer Anordnungen erwarten. In be­sonderem Mass gilt dies im Schulwesen, wo der Lehrperson als pÃ¤dagogischer Fachkraft eine in der Regel aus Laien zusammengesetzte BehÃ¶rde vorgesetzt ist. Schliesslich muss auch eine objektiv begrÃ¼ndete StÃ¶rung des VertrauensverhÃ¤ltnisses von einem Gewicht sein, welches die KÃ¼ndigung als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheinen lÃ¤sst.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) AnlÃ¤sslich der AnhÃ¶rung vom 1. Februar 2000 wurden dem privaten Beschwer­defÃ¼hrer zur BegrÃ¼ndung des KÃ¼ndigungsantrags verschiedene Vorkommnisse aus der Vergangenheit vorgehalten. ZunÃ¤chst ist von einem Konflikt mit E die Rede, an welchem der private BeschwerdefÃ¼hrer massgeblich beteiligt gewesen sei und in dessen Folge ihm die Auflage gemacht worden sei, dass weitere Vor­kommnisse, welche die Zusammenarbeit beeintrÃ¤chtigen wÃ¼rden, nicht mehr toleriert wÃ¼r­den. Ab August 1998 habe die neue Schulpflege bezÃ¼glich der Situation an der Oberstufe eine schwierige Situation angetroffen und die Realschule habe praktisch allein auf den Schultern von F gelastet. Die Schulpflege habe in der Folge die Oberstu­fenreform an die Hand nehmen mÃ¼ssen; entgegen einer Ab­machung habe sich der private BeschwerdefÃ¼hrer an einer Informationsversanstaltung mit einem eigenen polemischen Votum zu Wort gemeldet. In der selben Sache habe er sodann entgegen einer entsprechen­den Weisung einen Leserbrief erscheinen lassen, obwohl er im Zusammenhang mit der (zunÃ¤chst verweigerten) Altersentlastung wiederholt zu einer bes­seren Zusammenarbeit aufgefordert worden sei. Nach den Sommerferien (1999) habe er, nachdem er fÃ¼r das Leh­rerzimmer Zeitungen abonniert habe, eine Neuregelung, welche einen Beitrag der Schul­pflege an die Kaffeekasse und die Abonnements vorgesehen habe, namens des Lehrerkol­legiums schroff zurÃ¼ckgewiesen, obwohl ein solcher Kollegiumsbe­schluss nicht gefÃ¤llt worden sei. Schliesslich habe er von Anfang an gegen das Lehrerquali­fikationssystem (LQS) heftig opponiert und sein Misstrauen gegenÃ¼ber der Schulpflege zum Ausdruck ge­bracht. Er habe fÃ¼r seine Beurteilung ein Dossier eingereicht, das nach Umfang und Inhalt dem Beurteilungsteam nicht zugemutet werden kÃ¶nne und berechtigte Geheimhaltungsin­teressen der SchÃ¼ler/innen verletze. Trotz mehrmaliger Ermahnung sei eine konstruktive Zusammenarbeit nicht mÃ¶glich und das Vertrauen deshalb erschÃ¼ttert. Die Schulpflege befÃ¼rchte zudem, dass der private BeschwerdefÃ¼hrer den Teamgeist und den Zusammen­halt des Oberstufenteams nicht fÃ¶rdere, sondern vor allem auf seine alters­bedingten Privi­legien poche.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Antrag der Schulpflege an das Volksschulamt sind diese VorwÃ¼rfe nicht ver­mehrt oder konkretisiert worden, sondern wurde hauptsÃ¤chlich darauf hingewiesen, dass wiederholte Ermahnungen zu besserer Zusammenarbeit nichts gefruchtet hÃ¤tten. Auch in der Rekursvernehmlassung vom 26. Juni 2000 sind keine zu­sÃ¤tzlichen VorwÃ¼rfe erhoben, sondern lediglich die frÃ¼heren verdeutlicht worden. In der Beschwerdeschrift vom 3. No­vember 2000 wird erstmals geltend gemacht, auch die SchulfÃ¼hrung des privaten Be­schwer­defÃ¼hrers sei nicht uneingeschrÃ¤nkt positiv zu bewerten, doch wird dies gleichzeitig als fÃ¼r das vorliegende Verfahren unmass­geblich bezeichnet. Sodann werden ihm zusÃ¤tz­lich einzelne, teils lÃ¤nger zurÃ¼ckliegende GehÃ¤ssigkeiten vorgeworfen. Entgegen der Dar­stellung des privaten BeschwerdefÃ¼hrers habe sich auch nach den Auseinandersetzungen um die Oberstufenreform die Situation an der Oberstufe nicht wieder normalisiert, was mit einem Schreiben des Lehrerkollegen F vom 25. Oktober 2000 untermauert wird, der aus­fÃ¼hrt, ein Grund fÃ¼r seine KÃ¼ndigung sei die "unertrÃ¤gliche Situation mit A" gewesen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Selbst wenn sich alle diese Vorkommnisse so zugetragen haben, wie sie die be­schwerdefÃ¼hrende Gemeinde schildert, kann der Vorinstanz in Bezug auf ihre WÃ¼rdigung, die KÃ¼ndigung sei sachlich nicht gerechtfertigt, keine Rechtsverletzung vorgeworfen wer­den. So ist bezÃ¼glich des Konflikts Ã¼ber die Oberstufenreform bis heute nicht substanziiert worden, inwiefern der private BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r diesen Konflikt verantwortlich ge­macht werden kann. Dass er sich entgegen einer Abmachung im Kollegium an einer In­formationsveranstaltung geÃ¤ussert hat und entgegen einer Weisung der Schulpflege einen <br/> â eher harmlosen â Leserbrief verfasst hat, vermag daran nichts zu Ã¤ndern. Ebenfalls ist nicht ersichtlich, inwiefern ihm das Gesuch um Altersentlastung zum Vorwurf gemacht werden kann. Mit seiner kritischen Einstellung gegenÃ¼ber dem LQS steht er in der Lehrer­schaft keineswegs allein und auch in der Literatur werden vor allem bei geistigen TÃ¤tig­keiten Zweifel an der Wirksamkeit lohnwirksamer Beurteilungssysteme geÃ¤ussert (Norbert Thom/Adrian Ritz, Public Management, Wiesbaden 2000, S. 308). Inwiefern die von ihm eingereichten Beurteilungsunterlagen, die, wie die Vorinstanz unwidersprochen festgehal­ten hat, den Richtlinien der Bildungsdirektion entsprachen, als Obstruktion gegen das LQS verstanden werden kÃ¶nnen, ist unerfindlich. Jedoch lÃ¤sst sich aufgrund der Akten schlies­sen, dass der Umgang mit dem privaten BeschwerdefÃ¼hrer nicht einfach war und er den sich in letzter Zeit jagenden Neuerungen im Schulwesen nicht unbedingt offen gegenÃ¼ber­stand. Auch scheint er im Lehrerkollegium nicht nur Freunde gehabt zu haben. Dies â und die ihm vorgeworfenen GehÃ¤ssigkeiten â lassen den privaten Beschwerdegegner als schwierigen Mitarbeiter erscheinen, doch wird seine VertrauenswÃ¼rdigkeit als Lehrer und seine LoyalitÃ¤t der Schule gegenÃ¼ber dadurch nicht in Frage gestellt. Zwar kann allein schon der Wunsch, sich von einem schwierigen Mitarbeiter zu trennen, ein sachlicher Grund fÃ¼r eine KÃ¼ndigung sein. Im Fall des 60-jÃ¤hrigen privaten BeschwerdefÃ¼hrers, der seit 23 Jahren im Dienst der beschwerdefÃ¼hrenden Gemeinde stand und dem hinsichtlich seiner SchulfÃ¼hrung keinerlei VorwÃ¼rfe gemacht wurden, vermÃ¶gen solche GrÃ¼nde nicht auszureichen und erweist sich die KÃ¼ndigung zumindest als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Hingegen kann von einer missbrÃ¤uchlichen KÃ¼ndigung im Sinne der TatbestÃ¤nde des Obligationen­rechts keine Rede sein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Erweist sich eine KÃ¼ndigung als nicht gerechtfertigt, so stellt das Verwaltungsge­richt dies fest und bestimmt es die EntschÃ¤digung, welche das Gemeinwesen zu entrichten hat (§ 80 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nachdem der private BeschwerdefÃ¼hrer nach seiner Entlassung in X unmit­telbar anschliessend in Z angestellt worden ist und der sich unrechtmÃ¤ssig Entlas­sene anrechnen lassen muss, was er anderweitig verdient hat (RB 1962 Nr. 58), wird zu Recht kein Ersatz von durch die KÃ¼ndigung entgangener Besoldung geltend gemacht. Eine weitergehende EntschÃ¤digung nach den Bestimmungen des Obligationenrechts Ã¼ber die missbrÃ¤uchliche KÃ¼ndigung, wie sie § 18 Abs. 3 PG vorsieht, fÃ¤llt mangels Anwendbarkeit dieser Bestim­mung ausser Betracht (vgl. vorn Erw. 6). Sodann lassen sich die obligatio­nenrechtlichen Vorschriften Ã¼ber die missbrÃ¤uchliche KÃ¼ndigung (Art. 336/336a OR) auch nicht auf dem Weg der LÃ¼ckenfÃ¼llung anwenden (vgl. Verwaltungsgericht, 2. MÃ¤rz 1995 [VK.94.0031], ZBl 96/1995, 382 ff.; eine gegen diesen Entscheid erhobene staatsrechtliche Beschwerde hat das Bundesgericht am 23. Oktober 1996 abgewiesen); eine solche LÃ¼cken­fÃ¼llung kommt insbesondere hier nicht in Betracht, wo der vorweg in Kraft gesetzte § 29 Abs. 3 LPG ausdrÃ¼cklich nur auf die Bestimmungen des (allgemeinen) Personalgesetzes Ã¼ber die Abfindung verweist und nicht auch auf die KÃ¼ndigungsschutzbestimmungen von § 18 PG, welcher in Absatz 3 bei missbrÃ¤uchlicher oder sachlich nicht gerechtfertigter KÃ¼ndigung eine EntschÃ¤digung nach den Bestimmungen des Obligationenrechts vorsieht. Anzumerken ist immerhin, dass die Auffassung der Vorinstanz, wonach diese Bestimmung zu keiner EntschÃ¤digung fÃ¼hren kÃ¶nne, weil der private BeschwerdefÃ¼hrer in einer anderen Gemein­de wiedereingestellt worden sei, den pÃ¶nalen Charakter dieser EntschÃ¤digung wohl ver­kennt (vgl. Einzelrichter der 4. Abt., 6. Dezember 2000, PB.2000.00021).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Rechtsmittel des privaten BeschwerdefÃ¼hrers ist deshalb insoweit unbegrÃ¼ndet, als eine EntschÃ¤digung wegen missbrÃ¤uchlicher oder sachlich ungerechtfertigter KÃ¼ndi­gung verlangt wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>9. Die Vorinstanz hat dem privaten BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf § 29 Abs. 3 LPG in Verbindung mit § 26 PG eine Abfindung in der HÃ¶he von 10 MonatslÃ¶hnen zugespro­chen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GemÃ¤ss § 26 Abs. 1 PG haben Angestellte mit wenigstens fÃ¼nf Dienstjahren, de­ren ArbeitsverhÃ¤ltnis auf Veranlassung des Staates und ohne ihr Verschulden aufgelÃ¶st wird, Anspruch auf eine Abfindung, sofern sie mindestens 35jÃ¤hrig sind. Kein Anspruch besteht gemÃ¤ss § 26 Abs. 3 PG unter anderem bei AuflÃ¶sung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses aus wichtigen GrÃ¼nden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat regelt die Festsetzung der Abfindung und bestimmt einen nach dem Alter abgestuften Rahmen als Richtlinie; die Abfindung betrÃ¤gt hÃ¶chstens fÃ¼nfzehn MonatslÃ¶hne (§ 26 Abs. 4 PG). Die Abfindung wird nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalls festgelegt; angemessen berÃ¼cksichtigt werden insbesondere die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse, die Dienstzeit, der KÃ¼ndigungsgrund sowie der neue Lohn, falls der oder die Angestellte weiterbeschÃ¤ftigt wird (§ 26 Abs. 5 PG). GemÃ¤ss § 7 Abs. 1 lit. c der Personalverordnung vom 16. Dezember 1998 betrÃ¤gt die Abfindung je nach den im Einzelfall massgeblichen UmstÃ¤nden ab dem 51. Altersjahr drei bis 15 MonatslÃ¶hne. FÃ¼r das Personal der Verwal­tung wird die Abfindung vom Regierungsrat festgelegt; er kann diese Befugnis fÃ¼r Ange­stellte bis Lohnklasse 23 seinen Direktionen Ã¼bertragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Abfindung im Sinn von § 26 PG will Staatsangestellten ab einer bestimmten Zahl von Dienstjahren, die zwar aus objektiven GrÃ¼nden, aber ohne persÃ¶nliches Verschul­den entlassen werden, eine gewisse ÃberbrÃ¼ckungshilfe und Anerkennung fÃ¼r ihre Dienst­treue gewÃ¤hren und zugleich die sozialen HÃ¤rten einer KÃ¼ndigung mildern helfen; die Ab­findung soll auch prÃ¤ventiv gegen leichtfertige KÃ¼ndigungen wirken (Fritz Lang; Das ZÃ¼r­cher Personalgesetz vom 27. September 1998, in: Peter Helbling/Tomas Poledna [Hrsg.], Personalrecht des Ã¶ffentlichen Dienstes, Bern 1999, S. 69). Entgegen der Auffassung der beschwerdefÃ¼hrenden Gemeinde schliesst somit der Umstand, dass der private Beschwer­defÃ¼hrer in einer anderen Gemeinde eine neue Stelle gefunden hat, eine Abfindung nicht von vornherein aus, ist jedoch bei der Bemessung als die Abfindung mindernd zu berÃ¼ck­sichtigen. Hingegen durfte die Vorinstanz die lange Dienstzeit, das langjÃ¤hrige schulpoliti­sche Engagement des privaten BeschwerdefÃ¼hrers und die KrÃ¤nkung durch die angesichts des Gewichts der erhobenen VorwÃ¼rfe unverhÃ¤ltnismÃ¤ssige KÃ¼ndigung als die Abfindung erhÃ¶hende UmstÃ¤nde berÃ¼cksichtigen. Dabei liegt die Abfindung mit 10 MonatslÃ¶hnen angesichts der sofortigen Wiedereinstellung in einer anderen Gemeinde eher im oberen Bereich des Vertretbaren, jedoch angesichts aller Ã¼brigen UmstÃ¤nde noch innerhalb des weiten Ermessensspielraums, welcher der VerwaltungsbehÃ¶rde bei der Bemessung der Ab­findung zusteht. Da die Verordnung die Festsetzung durch den Regierungsrat nur fÃ¼r das Personal der (kantonalen) Verwaltung vorsieht, ist die Festsetzung durch die Bildungsdi­rektion jedenfalls nicht rechtsverletzend; daran vermÃ¶gen verwaltungsinterne Richtlinien nichts zu Ã¤ndern und brauchen daher auch nicht beigezogen zu werden, ebenso wenig ein Amtsberichts des kantonalen Personalamts.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>10. Der private BeschwerdefÃ¼hrer beantragt eine ErhÃ¶hung der ihm fÃ¼r das Rekurs­verfahren zugesprochenen ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.-.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der private BeschwerdefÃ¼hrer hat im Rekursverfahren keinen bezifferten Antrag auf ParteientschÃ¤digung gestellt und auch keine Zusammenstellung des entstandenen Auf­wands eingereicht. Unter diesen UmstÃ¤nden durfte die Vorinstanz ohne Rechtsverletzung den Vertretungsaufwand des BeschwerdefÃ¼hrers schÃ¤tzen und gestÃ¼tzt auf eine solche SchÃ¤tzung eine angemessene, das heisst jedenfalls keine volle, EntschÃ¤digung festsetzen. Der Vertreter des privaten BeschwerdefÃ¼hrers hat eine 14-seitige Rekursschrift und eine 11-seitige Replik eingereicht. Das Verfassen dieser Schriften zusammen mit Instruktion und Aktenstudium ergibt einen Stundenaufwand, der, auch wenn der fÃ¼r unentgeltliche RechtsbeistÃ¤nde geltende Ansatz eingesetzt wird, weit Ã¼ber demjenigen liegt, der sich <br/> â ohne BerÃ¼cksichtigung der Barauslagen â mit Fr. 1'000.- decken lÃ¤sst. Die von der Vor­instanz zugesprochene UmtriebsentschÃ¤digung ist damit ermessensÃ¼berschreitend tief aus­gefallen. Andererseits hat der private BeschwerdefÃ¼hrer auch im Beschwerdeverfahren keine Aufzeichnungen Ã¼ber die aufgewendete Arbeitszeit eingereicht, sondern diese ohne weiteres Substanziieren mit 35 Stunden angegeben, weshalb auch das Verwaltungsgericht von einer SchÃ¤tzung des notwendigen Aufwands ausgehen kann. Wird dieser mit maximal drei Arbeitstagen angenommen, so ergibt dies ein angemessene EntschÃ¤digung von Fr. 3000.- (MwSt inkl.) fÃ¼r das Rekursverfahren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>11. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> Die Verfahren PB.2000.00029 und PB.2000.00030 werden vereinigt; </span></p> <p class="Einzug1Tab"><span> </span></p> <p class="Einzug1Tab"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1Tab"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. a) In teilweiser Gutheissung der Beschwerde PB.2000.00029 wird festgestellt, dass die KÃ¼ndigung nicht gerechtfertigt war und wird die ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Re­kursverfahren gemÃ¤ss Dispositiv Ziffer III des angefochtenen Rekursentscheids auf Fr. 3'000.- (inkl. MwSt) erhÃ¶ht. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen bzw. als gegenstandslos geworden abgeschrieben. </span></p> <p class="Einzug2"><span> b) Die Beschwerde PB.2000.00030 wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>