Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht vom 8. Mai 2018 (400 17 308) ____________________________________________________________________ Zivilgesetzbuch / Zivilprozessrecht Erbrecht / Sachenrecht: Partielle Erbteilung; unterschiedliche Rechtsbegehren bei Erbtei- lungen und Auflösung von Miteigentum; falsche Bezeichnung eines Nachlasses hinsicht- lich Zugehörigkeit eines Vermögenswertes Besetzung Präsidentin Christine Baltzer-Bader, Richterin Barbara Jermann Richterich (Ref.), Richter Dieter Freiburghaus; Gerichtsschreiber Rageth Clavadetscher Parteien A. ____, vertreten durch Rechtsanwalt Peter Schatz, Kellerhals Carrard Zürich, Rämistrasse 5, 8024 Zürich, Kläger und Berufungskläger gegen B. ____, Beklagter C. ____, vertreten durch Advokat und Notar Dr. Martin Lenz, Elisabethenstrasse 15, Postfach 430, 4010 Basel, Beklagter Gegenstand Erbrecht / Sachenrecht A. A. ____, B. ____ und C. ____, die Parteien im vorli egenden Rechtsstreit, sind Brüder. Ihre Eltern sind Dr. D. sel., verstorben am 19. Feb ruar 1957, und E. ____ sel., verstorben am 24. März 2006. Der Grossvater der Parteien, Dr. F. ____ sel., verstarb am 31. Juli 1965, deren Tante, G. ____ sel., am 20. August 1998. Die genann ten Brüder stehen untereinander im Streit Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht über die Erbteilung der verschiedenen Nachlässe, insbesond ere über die Zuweisung einzelner Nachlassaktiven. Mit Eingabe vom 17. Juli 2012 bzw. neu f ormuliertem Schlichtungsbegehren vom 16. August 2012 beantragte A. ____ beim Friedensri chteramt Binningen, es sei festzustel- len, dass der Nachlass des am 19. Februar 1957 verstorbene n Dr. D. ___, der am 20. August 1998 verstorbenen G. ____ und der am 24. März 2006 ver storbenen E. ____ die Baulandpar- zelle Nr. 1234, Grundbuch U. ____ (nachstehend auch al s „U.-Bauland“ oder „Baulandparzelle in U.____“ bezeichnet), und die Parzelle Nr. 5678, Gru ndbuch V. ____ (nachstehend auch als „V.-Wohnliegenschaft“ oder „Wohnhausparzelle in V. ___ _“ bezeichnet) samt der im Inventar aufgelisteten Wertgegenstände (nachstehend auch als „V.- Mobiliar“ bezeichnet) umfasse und dass die Parteien an diesen drei Nachlässen wertmässig je zu einem Drittel beteiligt seien. Fer- ner seien die beiden Immobilien zu veräussern und der Erlös nach Erbquoten unter den Partei- en aufzuteilen, über die im Inventar aufgelisteten We rtgegenstände drei gleichwertige Lose zu bilden sowie den Parteien je eines der Lose zuzuteilen; alles unter o/e-Kostenfolgen zu Lasten der Beklagten. Der Friedensrichter verneinte seine sachlic he Zuständigkeit für die Schlichtung von Erbsachen, was er dem Gesuchsteller in der Folge mitteilte. In dessen Einverständnis leite- te das besagte Friedensrichteramt die Angelegenheit sod ann an das damalige Bezirksgericht Arlesheim (und heutige Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West) weiter. Da sich die Parteien im nunmehr durchgeführten Schlichtungsverfahren an der vor dem Gerichtspräsidium durchgeführ- ten Verhandlung nicht einigen konnten, wurde der ges uchstellenden Partei am 30. Oktober 2012 die Klagebewilligung ausgestellt. B. Am 15. Februar 2013 reichte A. ____ (Kläger), nunm ehr vertreten durch Rechtsanwalt Peter Schatz, beim Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West eine begründete Klage gegen seine Miterben C. ____ (Beklagter 1) und B. ____ (Beklagter 2) ein, in welcher er folgende, gegen- über dem Schlichtungsverfahren und der Klagebewilligun g leicht abgeänderten Rechtsbegeh- ren formulierte: 1. Es sei festzustellen, dass die Nachlässe des am 19. Febru ar 1957 verstorbenen Dr. D. ____, des am 31. Juli 1965 verstorbenen Dr. F. _ ___, der am 20. August 1998 ver- storbenen Frau G. ____ und der am 24. März 2006 versto rbenen Frau E. ____ unter ande- rem die folgenden Objekte umfassen, an welchen die Parteien wertmässig zu je einem Drit- tel berechtigt sind: - die Baulandparzelle Nr. 1234, in U. ____; - die Wohnhausparzelle Nr. 5678 in V. ____ und - die im beiliegenden Inventar aufgeführten Wertgeg enstände (Möbel, Bilder, Geschirr usw.) 2. Die in vorstehender Ziffer aufgeführten Nachlässe se ien im Umfang der dort genannten drei Objekte zu teilen und zwar, falls sich im Laufe des Ver fahrens nicht eine andere Einigung ergeben sollte, indem - die zwei Immobilien öffentlich veräussert/versteiger t werden und der daraus erzielte Nettoerlös unter den drei Parteien gleichmässig verteilt wird; - über die im Inventar aufgeführten Wertgegenstände drei gleichwertige Lose gebildet werden und den Parteien je eines der Lose zugeteilt wird. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des B eklagten Nr. 1 (C. ____) Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht C. Mit Klageantwort vom 4. Juni 2013 teilte der Beklag te 2 (B. ____) mit, dass er im We- sentlichen mit den in der Klage anbegehrten Teilungsa nträgen des Klägers einverstanden sei und stellte auch seine Zustimmung im Voraus in Aussicht, s ollte sein Bruder und Beklagter 1 (C. ____) die Veräusserung eines weiteren Grundstücks mit Sommerhaus und Seeanstoss, (Parz. Nr. 9101, rechtes Ufer Grundbuch W. ____ [nachste hend auch als „W.-Grundstück mit Sommerhaus“ oder „Grundstück Hüttli“ bezeichnet]) und di e Aufteilung eines entsprechenden Erlöses unter den Erben beantragen. Die Klageantwort des Beklagten 1 (C. ____), vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Daniel Abt, datiert vom 16. August 2013. Darin beantragte der Beklagte 1 unter anderem zusammengefasst zum einen die Feststellung der Nachlässe von G. ____ und E. ____ mit den entsprechenden Vermögenswerten (Wohnh ausparzelle in V. ____ mit Mobiliar gemäss Inventar und einer sich im Bootshaus auf dem Grun dstück in W. ____ befindlichen Se- geljolle „X. ____“ samt Anteil am Mobiliar im Somme rhaus „Hüttli“) und der Veräusse- rung/Erlösaufteilung nach Erbquoten hinsichtlich des G rundstückes in V. ____ bzw. Zuweisung bestimmter Mobilien an sich und Losbildung/Aufteilung für das übrige Mobiliar in der Liegen- schaft in V. ____ sowie der Zuweisung des Segelbootes samt Mobiliaranteils „Hüttli“ ebenfalls an sich. Zum anderen wollte der Beklagte 1 festgestellt wissen, dass hinsichtlich des Nachlas- ses seines Grossvaters, Dr. F. ____, keine Teilungs- bzw. Zu weisungsanordnungen zu treffen seien. Zudem verlangte er die gerichtliche Feststellung der Zugehörigkeit bestimmter Nachlass- aktiven zum Nachlass seines Vaters, Dr. D. ____, nämlich: - Vermögenswert 1: Parzelle Nr. 9101, rechtes Ufer Grundbuch W. ____ („Hüttli“) - Vermögenswert 2: Anteil am Mobiliar im „Hüttli“ - Vermögenswert 3: Anteil am Mobiliar in der Wohnliegenschaft in V. ____ Im Weiteren verlangte er die Zuweisung des Grundstücks „ Hüttli“ an sich gegen entsprechende Ausgleichszahlungen an die Miterben, eventualiter sei dieses Grundstück unter den Parteien zu versteigern und der Erlös nach Abzug der Kosten und Steuern unter den Parteien nach Erbquo- ten aufzuteilen. Auch zu den Vermögenswerten 2 und 3 stellte er diverse Haupt- und Eventu- alanträge hinsichtlich der Teilung und Zuweisung dieser Mobilien (vgl. Rechtsbegehren gemäss Ziffer 3 der Klageantwort vom 4. Juni 2013; bei den Vorakten). D. Die Replik des Klägers, in welcher dieser an seinen Klag ebegehren vollumfänglich fest- hielt, datiert vom 24. Februar 2014. Mit einer separa ten als Widerklageantwort bezeichneten Eingabe ebenfalls vom 24. Februar 2014 stellte der Kläger im Weiteren das Hauptbegehren, auf die Widerklage bzw. das Begehren um Teilung des W.-Sommerhauses sei nicht einzutreten. Mit Duplik samt Stellungnahme zur Widerklageantwort vom 6. Ju ni hielt der Beklagte 1 an den Rechtsbegehren gemäss Klageantwort fest und ersuchte sein erseits um Nichteintreten auf das mit Widerklageantwort beantragte Nichteintreten. E. Am 16. September 2014 fand vor dem Zivilkreisgerichtsprä sidium eine Instruktionsver- handlung statt, an welcher sich die Parteien in einer Vereinbarung darüber verständigten, be- treffend das W.-Grundstück mit Sommerhaus eine Verkehrswertschätzung in Auftrag zu geben. Diese Schätzung wurde nach dem Parteiwillen während ei ner Dauer von drei Jahren seit Zu- stellung als verbindlich bezeichnet, sei es im Rahmen einer einvernehmlichen Teilung, sei es im Falle einer strittigen Prozesserledigung. Im Weiteren einigten sich die Erben auf eine Veräusse- rung der Wohnhausparzelle in V. ____ sowie auf eine E rlösaufteilung nach Erbquoten. Zudem Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht wurden bestimmte Inventargegenstände aus besagter Liegenschaft in V. ____ dem Kläger bzw. Beklagten 1 zugewiesen. Bezüglich des verbleibenden Mob iliars wurde vorgesehen, dass bei fehlender Einigung über eine Aufteilung das Erbschaft samt Basel-Landschaft mit der Wertfest- legung und Losbildung betraut werden sollte. Im Sin ne einer Absichtserklärung wurde schliess- lich festgehalten, dass bei Vorliegen der Verkehrswertschä tzung innerhalb von 6 Monaten ver- sucht werde, eine Einigung über eine Regelung, Teilung oder Zuweisung der Liegenschaft in W. ____ (Grundstück „Hüttli“) zu finden. Die Bemühungen zu einer einvernehmlichen Lösung scheiterten in der Folge jedoch, so dass die Verfahrenssist ierung vor der Erstinstanz am 14. September 2016 aufgehoben und der Schriftenwechsel w eitergeführt wurde. Der Kläger erstat- tete am 9. Februar 2017 seine Widerklageduplik und hi elt an seinen Anträgen gemäss Wider- klageantwort fest. Die Liegenschaft in V. ____ konnte am 12. Juni 2017 verkauft werden, wo- rauf die Parteien den Nettoverkaufserlös gleichmässig un tereinander aufgeteilt haben. Die Hauptverhandlung vor der Dreierkammer des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West fand am 29. Juni 2017 statt. F. Das Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West trat sodann in seinem Entscheid vom 29. Juni 2017 auf die Klage nicht ein, soweit diese ni cht bereits durch Vergleich vom 16. September 2014 erledigt worden sei. Die Widerkla ge wurde teilweise gutgeheissen und es wurde festgestellt, dass der Nachlass der am 24. März 2006 verstorbenen E. ____ die Segeljol- le „X. ____“, liegend im Bootshaus beim Hüttli umfasse. Ebenso wurde festgestellt, dass der Kläger wie auch die beiden Beklagten am Nachlass der ge nannten Erblasserin je zu 1/3 be- rechtigt seien. Zugleich wurde die interne Versteigerun g der Segeljolle angeordnet. Im Übrigen wurde auf Abweisung der Widerklage erkannt. Die Kosten des Schlichtungsverfahrens von CHF 400.00 sowie die Gerichtskosten des erstinstanzlichen Verf ahrens von CHF 40‘000.00 wurden den Parteien zu je 1/3 auferlegt. Zudem wurde festgeh alten, das jede Partei ihre Parteikosten selbst zu tragen habe. In seiner Begründung erwog das Z ivilkreisgericht im Wesentlichen, dass die Klage bezüglich der Rechtsbegehren zur Beteiligung und Veräusserung der Wohnhauspar- zelle in V. ____ und der Verteilung des Verkaufserlöses sowie zur Aufteilung des dortigen Mobi- liars unter den Parteien durch Vergleich erledigt worden sei. Für die Teilungsbegehren hinsicht- lich der Baulandparzelle in U. ____ sprach die Vorinstanz dem Kläger das Rechtsschutzinteres- se ab, zumal das fragliche Grundstück im Jahre 1960 bere its durch Abschluss eines durch die zuständige Vormundschaftsbehörde genehmigten Teilungsvertrags unter den damaligen Erben (d.h. der Mutter der Parteien und den damals noch min derjährigen Parteien selbst) geteilt wor- den sei, indem unter Ausscheiden der Mutter an der fra glichen Parzelle Miteigentum der drei Söhne zu gleichen Teilen begründet und im Grundbuch U. ____ entsprechend eingetragen worden sei. Im Weiteren prüfte die Vorinstanz, ob alle nfalls auf die Klage, wenn schon nicht unter dem Gesichtspunkt der Erbteilung, dann allenfalls unter jenem der sachenrechtlichen Auf- teilung von Miteigentum gemäss Art. 650 und 651 ZGB ei nzutreten wäre, was das Zivilkreisge- richt indessen verneinte. Zur Abweisung der Widerklage, soweit sie nicht mit Bezug auf die Tei- lungsanträge betreffend die Segeljolle „X. ____“ gu tgeheissen wurde, erwog die Vorinstanz so- dann, dass die fragliche Parzelle mit dem Sommerhaus „H üttli“ entgegen den Anträgen in der Widerklage nie im Eigentum des Vaters der Parteien, Dr. D. ____, gewesen sei, wenn auch der betreffende Grundbuchauszug auf eine entsprechende eh emalige Eigentümerschaft hinweisen könnte. In Tat und Wahrheit sei ein solcher Sachverhalt auszuschliessen. Eigentümer des frag- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht lichen Grundstücks sei unzweifelhaft Grossvater Dr. F. ____ gewesen, welcher am 31. Juli 1967 verstorben sei. Durch das Vorversterben von dessen Sohn bzw. dem Vater der Parteien, Dr. D. ____, am 19. Februar 1957 sei es unmöglich, d ass der fragliche Vermögenswert je in dessen Nachlass gelangt sei. Seinen Kostenentscheid begr ündete das Zivilkreisgericht dahin- gehend, dass eine Aufteilung der Gerichtskosten unter d en Parteien zu gleichen Teilen und eine selbständige Tragung der Parteikosten durch dies elben aufgrund des Prozessergebnisses gerechtfertigt erscheine. Es werde dabei dem Umstand R echnung getragen, dass sich die Par- teien betreffend der Wohnhausparzelle in V. ____ sowie des in dieser Liegenschaft befindlichen Mobiliars durch Vereinbarung abschliessend geeinigt hät ten. Zudem werde kostenmässig be- rücksichtigt, dass der Kläger mit seinem Begehren auf Teil ung der Baulandparzelle in U. ____ und der Beklagte 1 mit seinem Begehren auf Feststellun g der Zugehörigkeit des W.- Grundstücks mit Sommerhaus zum Nachlass Dr. D. ____ sowie dessen Teilung unterlegen sei- en. Schliesslich werde angemessen berücksichtigt, dass sich der Beklagte 2 implizit den vorge- nannten Teilungsbegehren des Klägers sowie des Beklagten 1 angeschlossen habe. G. Gegen den erwähnten zivilkreisgerichtlichen Entscheid erhe bt A. ____ (Kläger im erstin- stanzlichen Verfahren; nachstehend Berufungskläger) bei m Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, mit Eingabe vom 21. September 2017 Berufung und beantragt zusammen- gefasst, es sei auf die Klage betreffend die Baulandpa rzelle Nr. 1234 in U. ____ einzutreten, diese sei öffentlich zu veräussern und der Nettoerlös sei gleichmässig an die Parteien zu vertei- len. Eventualiter sei die Angelegenheit an das Zivilkreisgericht zurückzuweisen. Im Weiteren sei auch auf die Klage betreffend das V.-Mobiliar einzutr eten. Der Beklagte 1 sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 5'549.65 und der Beklagte 2 sei zu verp flichten, dem Kläger CHF 366.65 zu bezahlen. Eventualiter sei auch diese Sache an die Vor instanz zur Neubeurteilung zurückzu- weisen. Der Kostenentscheid sei aufzuheben und es seien die gesamten Kosten dem Beklag- ten 1 aufzuerlegen. Der Beklagte sei zudem zu verpflichte n, dem Kläger für das vorinstanzliche Verfahren eine angemessene Parteientschädigung zu bezah len, wiederum verbunden mit dem Eventualantrag auf Rückweisung zur Neubeurteilung. Alles unter o/e Kostenfolge zu Lasten des Beklagten 1. Im Wesentlichen begründet der Berufungskläg er seine Anträge folgendermassen: Zu keinem früheren Zeitpunkt, weder im Schlichtungsverfahren noch im Erbteilungsprozess, sei er seitens des zunächst als Schlichtungsbehörde fungieren den und später als Instruktionsrich- ter zuständigen Zivilkreisgerichtspräsidenten je darauf hi ngewiesen worden, dass auf seine Klage über die Teilung der Baulandparzelle in U. __ __ bzw. auf deren Veräusserung und Er- lösaufteilung mangels Zuständigkeit bzw. rechtsgültiger Klagebewilligung nicht eingetreten wer- den könne. Der Nichteintretensentscheid an der Hauptverh andlung vor der Dreierkammer des Zivilkreisgerichts sei für ihn völlig unerwartet ergangen . Entgegen den Erwägungen der vo- rinstanzlichen Entscheidbegründung habe seine Klage auf e iner gültigen Klagebewilligung be- ruht. Im weiteren seien auch rechtsgenügliche Begehr en gestellt worden, seien diese doch auf das identische Verfahrensergebnis gerichtet gewesen (Auf lösung, Veräusserung und Teilung des Erlöses), weshalb nicht nachvollziehbar sei, wenn die Vorinstanz den Standpunkt vertrete, es lägen keine auf Sachenrecht abgestützten Rechtsbegehre n vor, welche beurteilt werden könnten. Wie schon im Sühnebegehren habe auch das Klage begehren vor Zivilkreisgericht auf Teilung der V.-Wohnliegenschaft und Teilung des U.-Bau landes und zwar in beiden Fällen in der Form der öffentlichen Veräusserung der Grundstücke m it anschliessender gleichmässiger Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Nettoerlösteilung. Die beiden Teilungsklagen würden sich einzig darin unterscheiden, dass das Begehren auf Teilung der Wohnhausparzelle in V. ___ _ vom Kläger erbrechtlich begründet worden sei und dasjenige auf Teilung des U.-Baulandes sachenrechtlich. Es sei denn auch un- bestritten, dass das Zivilkreisgericht für beide Arten von Teilungsklagen sachlich und örtlich zuständig gewesen sei. Im Weiteren sei es zulässig, für d ieselben Begehren im Verlauf des Verfahrens die rechtliche Begründung zu ändern. Demna ch müsse auch erlaubt sein, die Ar- gumentation zwischen dem Sühnebegehren und der gerichtl ichen KIage anzupassen. Die in Art. 227 ZPO für Klageänderungen aufgestellten Vorau ssetzungen hätten hierfür von vornhe- rein nicht eingehalten werden müssen. Die Vorinstanz l iege falsch, wenn sie erwäge, es hätte ein Antrag auf Klageänderung benötigt. Es sei sodann zwar zutreffend, dass an der im ersten Rechtsbegehren gemäss Klage verlangten Feststellung zum U.-Bauland kein Rechtsschutzinte- resse mehr bestanden habe. Dem sei jedoch nebst dem hin reichend formulierten Teilungsbe- gehren nur marginale Bedeutung zugekommen. Zum Begehren im Zusammenhang mit der Auf- teilung des V.-Mobiliars gelte es zu berücksichtigen, dass die vorinstanzliche Feststellung einer vergleichsweisen Erledigung nicht durchwegs zutreffe. Ziffer 2 des Gerichtsvergleiches vom 16. September 2014 habe bloss die Zuordnung der dort ausdr ücklich aufgeführten Objekte, aber auch dies noch ohne Bestimmung des Anrechnungswertes, erledigt. Die auf Vorschlag des Ge- richtspräsidenten in Vergleichsziffer 2 übernommene Zutei lung und Wertbestimmung der restli- chen Mobiliargegenstände durch das Erbschaftsamt Basellan dschaft habe dagegen nicht um- gesetzt werden können, weil sich das Erbschaftsamt geweige rt habe, diese Aufgabe zu über- nehmen. Folglich fehle es für diesen Teil des Streites a n einer vergleichsweisen Erledigung. Der Kläger habe in seinem Plädoyer an der erstinstanzl ichen Hauptverhandlung auf diesen Umstand hingewiesen und seine Ansprüche aus der Mobilia raufteilung auch beziffert, ohne dass das Zivilkreisgericht hierüber befunden hätte, was im Berufungsverfahren nachzuholen sei. Der Kostenentscheid mit einer gleichmässigen Aufteilung der Gerichtskosten unter den Par- teien und der Feststellung der Tragung der eigenen A nwaltskosten durch die Parteien werde vom Berufungskläger nicht akzeptiert, zumal die Vorinstanz unberücksichtigt gelassen habe, dass der Beklagte Nr. 1 nicht nur mit seiner der Widerkl age über die Teilung des W.- Grundstücks mit Sommerhaus unterlegen sei, sondern auch be i der vergleichsweise erledigten Teilung der Wohnhausparzelle in V. ____. Aufgrund de r gutzuheissenden Berufung werde er auch bei der Teilung des U.-Baulandes unterliegen. Be i diesem Verfahrensausgang wäre der Beklagte 1 für das erstinstanzliche Verfahren vollumfängl ich kosten- und entschädigungspflich- tig zu erklären gewesen. H. Der von der Rechtsmittelinstanz als Beklagter 1 geführte ( und im zivilkreisgerichtlichen Verfahren als Beklagter 2 erfasste) B. ____ (nachstehend : Berufungsbeklagter 1) lässt sich mit Eingabe vom 22. Oktober 2017 vernehmen, wobei er sinnge mäss den Anträgen des Beru- fungsklägers folgt. Zudem führt er aus, dass er sich stets kooperativ verhalten habe, weshalb er von Kostenfolgen des Rechtsmittelverfahrens zu entlasten sei. I. Die Berufungsantwort und Anschlussberufung des im vorliegen den Verfahren als Beklag- ten 2 geführten (und im zivilkreisgerichtlichen Verfahren als Beklagten 1 erfassten) C. ____ (nachstehend Berufungsbeklagter 2), nunmehr vertreten durch Advokat Dr. Martin Lenz, datiert vom 6. November 2017. Nebst der Abweisung der Berufung beantragt er dabei zusammenge- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht fasst die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und die Gutheissung der widerklagweise gestellten Teilungsbegehren hinsichtlich Parzelle Nr. 9 101, rechtes Ufer Grundbuch W. ____ („Hüttli“; Zuweisung zu Alleineigentum an ihn gegen Leistung einer entsprechenden Aus- gleichszahlung an die übrigen Erben; eventualiter Ver steigerung unter den Parteien und Er- lösaufteilung nach Erbquoten nach Abzug von Kosten und Steuern). Subeventualiter verlangt er die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und die Rückw eisung der Sache an das Zivil- kreisgericht zur Neubeurteilung. Betreffend Kostenentsch eid der Vorinstanz lässt der Beru- fungsbeklagte 2 anbegehren, dass 57 % der ordentlichen u nd ausserordentlichen Kosten in solidarischer Verbindung dem Berufungskläger und dem B erufungsbeklagten 1 aufzuerlegen seien. Die restlichen 43 % der ordentlichen Kosten seien unter den Parteien zu gleichen Teilen aufzuteilen und die restlichen 43 % der ausserordentl ichen Kosten seien wettzuschlagen. Im Wesentlichen begründet der Berufungsbeklagte seine Ansch lussberufung damit, dass der vo- rinstanzliche Entscheid zum Grundstück „Hüttli“ überspitzt fo rmalistisch sei. Es treffe zwar zu, dass die Parzelle im Eigentum des am 31. Juli 1965 versto rbenen Grossvaters gewesen sei und dass der betreffende Grundbuchauszug, welcher auf di e Erben des Dr. D. ____ laute, demnach nicht korrekt sei. Er habe aber davon ausgehen d ürfen, dass der Grundbuchauszug zutreffe. Der Berufungsbeklagte 2 habe sich bezüglich sei ner Rechtsbegehren lediglich dahin- gehend getäuscht, dass es sich um den falschen Nachlass gehan delt habe dies aber nur des- halb, weil das Grundbuchamt einen falschen Eintrag vor genommen habe. Gestützt auf den Grundbucheintrag seien die Rechtsbegehren korrekt. Es sei offensichtlich, was verlangt werde, weshalb ein entschuldbarer Irrtum vorliege, der ihm nicht zum Nachteil gereichen könne. Würde das betreffende Rechtsbegehren als ungültig deklarier t, würde dies gegen Treu und Glauben verstossen. J. Der Berufungskläger liess dem Kantonsgericht zwei weitere Eingaben zukommen, eine in Ausübung seines freiwilligen Replikrechts verfasste Stel lungnahme vom 24. November 2017 zur Berufungsantwort sowie eine Beantwortung der Ansch lussberufung vom 27. November 2017. In der Berufungsantwort hielt er an seinen Ant rägen gemäss Berufung fest und wieder- holte im Wesentlichen seinen bereits in der ersten Re chtsschrift des Rechtsmittelverfahrens eingenommenen Standpunkt. In seiner Antwort zur Anschl ussberufung beantragt er die Abwei- sung derselben und die Auferlegung eines zusätzlichen Ko stenvorschusses zu Lasten des Be- rufungsbeklagten 2 von CHF 5‘000.00. Die Zugehörigkei t des Grundstücks „Hüttli“ zum gross- väterlichen Nachlass sei seit jeher bekannt und klar gewesen. Nachdem der Berufungsbeklagte 2 im vorinstanzlichen Verfahren noch darzulegen versucht h abe, dass die W.-Parzelle dem Nachlass des vorverstorbenen Vaters der Parteien zuzuordnen sei, anerkenne er im Rechtsmit- telverfahren nunmehr, dass der Grundbucheintrag fehlerh aft sei. Neu werde behauptet, dass der Berufungsbeklagte 2 durch diesen Eintrag irregefü hrt worden sei. Unabhängig davon, dass der Berufungsbeklagte 2 für die Begründung seiner Ant räge im Rechtsmittelverfahren in unzu- lässiger Weise neue Tatsachenbehauptungen einzubringen ve rsuche, sei der vorinstanzliche Entscheid nicht zu beanstanden. Durch das Begehren der Gegenpartei, wonach der Nachlass des Grossvaters der Parteien von der Teilung auszunehmen se i, habe für das Zivilkreisgericht aufgrund der bestehenden Dispositionsmaxime keine ander e Möglichkeit bestanden, als die Teilungsbegehren zum Grundstück „Hüttli“ abzuweisen. Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht K. Der Berufungsbeklagte 1 beantragt mit Eingabe vom 6. D ezember 2017 die Abweisung der Anschlussberufung. Zudem wiederholt er, dass er zwar denselben Standpunkt einnehme wie der Berufungskläger, beantragt aber wiederum, dass er zufolge seiner Kooperation im bis- herigen (erstinstanzlichen und zweitinstanzlichen) Verfahren von Kostenfolgen der gerichtlichen Auseinandersetzung zu befreien sei. L. Zusammen mit dem verfügtem Schriftenschluss schlug die inst ruierende Kantonsge- richtspräsidentin den Parteien am 6. Dezember 2017 vor, eine Instruktionsverhandlung zu Ver- gleichsverhandlungszwecken anzusetzen, was vom Berufungskläge r und vom Berufungsbe- klagten 1 indessen ausdrücklich abgelehnt wurde. Deshalb ver zichtete die Kantonsgerichtsprä- sidentin in der Folge auf die Durchführung einer entsp rechenden Instruktionsverhandlung, setz- te die Akten bei der Rechtsmittelinstanz in Zirkulation und stellte den Parteien den Entscheid der Dreierkammer der zivilrechtlichen Abteilung des Kant onsgerichts Basel-Landschaft gestützt auf die Akten in Aussicht (Verfügung vom 6. Januar 2018). Erwägungen 1. Die vorliegende Berufung richtet sich gegen einen Entsche id der Dreierkammer des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West vom 29. Juni 2017, mit welchem die Vorinstanz in der Erbstreitigkeit zwischen den Parteien über diverse Teilu ngsbegehren befunden hat, soweit es auf dieselben eingetreten ist. Gegen einen erstinstanzl ichen Endentscheid in einer vermögens- rechtlichen Angelegenheit kann Berufung erhoben werden , wenn der Streitwert der zuletzt auf- recht erhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 10‘000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 ZPO). Ist Prozessthema, ob eine Teilung überhaup t zulässig ist, so liegt das ganze Tei- lungsvermögen im Streit und es ist daher dessen gesamter Wert als Streitwert zu betrachten (SEILER , Die Berufung nach ZPO, Zürich/Basel/Genf 2013, S. 2 94 N 707 mit Hinweis auf BGE 86 II 451 E. 2 und BGE 127 III 396 E. 1.b.cc). D a das Zivilkreisgericht auf die Teilungskla- ge des Berufungsklägers hinsichtlich des U.-Baulandes nicht eingetreten ist, bemisst sich der Streitwert diesbezüglich nach dem Gesamtwert dieses Verm ögenswertes. Auf eine Bezifferung desselben kann indessen verzichtet werden, zumal derselbe offensichtlich über der erforderli- chen Streitwertgrenze von CHF 10‘000.00 liegt. Die Berufung ist innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids bzw. seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und begründet bei der Rechtsmittelinstanz ein zureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Die nachträgliche Entscheidbegründung wurde dem Rechtsvertre ter des Berufungsklägers gemäss Rückschein der Schweizerischen Post am 28. August 2017 zugest ellt. Mit Übergabe der Beru- fungsschrift an die Schweizerische Post am 21. September 2017 wurde die Rechtsmittelfrist gewahrt. Auch die in der Berufungsantwort des Berufun gsbeklagten 2 vom 6. November 2017 erklärte Anschlussberufung wurde fristgerecht erhoben (A rt. 313 Abs. 1 ZPO; vgl. Ziffer 1 der Verfügung der Kantonsgerichtspräsidentin vom 4. Oktober 2017; zugestellt am 6. Oktober 2017). Sowohl die Berufung als auch die Anschlussberufun g enthalten einlässliche Begründun- gen (Art. 311 ZPO). Im Berufungsverfahren können die unrichtige Sachverhaltsdarstellung und daraus abgeleitete fehlerhafte Rechtsanwendung sowie d ie unrichtige Rechtsanwendung allein Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Der Berufungskl äger beanstandet den erstinstanzli- chen Entscheid in formeller Hinsicht, indem er der Mei nung ist, die Vorinstanz hätte auf sein Teilungsbegehren im Zusammenhang mit dem U.-Bauland eintreten müssen. Zudem seit der angefochtene Entscheid unvollständig, weil die Aufteilu ng des V.-Mobiliars mangels Vollzugs- möglichkeit des ursprünglich abgeschlossenen Vergleichs n icht gegenstandslos geworden sei. Der Berufungsbeklagte 2 moniert am Entscheid vom 29. Juni 2017, dass dieser mit Bezug auf die abgewiesene Teilungsklage zum W.-Grundstück mit Sommer haus überspitzt formalistisch und wider Treu und Glauben erfolgt sei, weil es offe nsichtlich gewesen sei, um was es dem Berufungsbeklagten 2 gegangen sei und dass er betreffen d des falschen Grundbucheintrags einem entschuldbaren Irrtum verfallen sei. Diese Part eistandpunkte stellen demnach allesamt im Berufungsverfahren zulässige Rügen dar. Sowohl der B erufungskläger als auch der Beru- fungsbeklagte haben die für das Rechtsmittelverfahren er hobenen Kostenvorschüsse fristge- recht überwiesen. Auch die übrigen Formalien und Proze ssvoraussetzungen sind vorliegend unzweifelhaft erfüllt (vgl. Art. 59 ZPO). Gemäss § 6 Abs. 1 lit. d EG ZPO ist die Dreierkammer der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts Basel-Landsc haft für die Beurteilung von Berufun- gen gegen Entscheide der Dreierkammern der Zivilkreisgerichte sachlich zuständig. Sowohl auf die Berufung als auch auf die Anschlussberufung ist demzufolge einzutreten. 2.1 Die Vorinstanz hat den Rechtsbegehren gemäss Klage zum U .-Bauland, welches sich ursprünglich im Nachlass des am 19. Februar 1957 verstorbenen Dr. D. ___ befunden hat, aus- schliesslich erbrechtlichen Charakter zugesprochen und ihr N ichteintreten unter Hinweis auf den Teilungsvertrag vom 29. September 1960 mit dem f ehlenden Rechtsschutzinteresse sei- tens des Berufungsklägers für eine erneute erbrechtliche Teilung begründet. Im Weiteren er- achtete sich das Zivilkreisgericht ausser Stand, aufgrund der vorherrschenden Dispositionsma- xime über eine Auflösung des an der fraglichen Parzelle bestehenden Miteigentums der Partei- en zu befinden, weil es die von der Berufungsklägerschaft im erstinstanzlichen Verfahren ge- stellten Rechtsbegehren nach sachenrechtlichen Grundsätzen als ungenügend erachtete. 2.2 Der Berufungskläger erachtet den vorinstanzlichen Nichteint retensentscheid als fehler- haft, weil er seit Anbeginn des Verfahrens dasselbe verl angt habe, nämlich die Auflösung bzw. Teilung durch Veräusserung des in Miteigentum der Par teien stehenden Grundstücks in U. ___ und anschliessende Aufteilung des Nettoerlöses. Dass er im Schlichtungsverfahren als damals nicht anwaltlich verbeiständeter juristischer Laie von ei ner erbrechtlichen Angelegenheit ausge- gangen sei, gereiche ihm nicht zum Nachteil, zumal es zu lässig sei, unter Festhalten an den gestellten Begehren zu einem späteren Zeitpunkt im Hau ptverfahren einen anderen rechtlichen Standpunkt einzunehmen. Auch dem damals zunächst angeschr iebenen Friedensrichter von Binningen sowie dem später als Schlichter angerufenen Z ivilkreisgerichtspräsidenten sei die Rechtsnatur seiner Teilungsklage mit Bezug auf das U.-Ba uland offenbar nicht klar gewesen, obwohl der sachenrechtliche Bezug mit einem Blick in die Akten (Teilungsvertrag und Grund- buchauszug) sofort hätte erkannt werden können. Wenn auch das gesamte Schlichtungsverfah- ren vor dem für erbrechtliche Streitigkeiten zuständigen Zivilkreisgerichtspräsidenten anstatt vor dem für dingliche Klagen zuständigen Friedensrichter d urchgeführt worden sei, sei daraus eine rechtsgültige Klagebewilligung hervorgegangen, welche der Klage vom 15. Februar 2013 an das Zivilkreisgericht beigelegt worden sei. Auch bei der Instruktion des erstinstanzlichen Haupt- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht verfahrens habe der erstinstanzliche Gerichtspräsident zu k einer Zeit einen Hinweis gegeben, dass die Klagebewilligung angezweifelt werden könnte. Stattdessen habe dieser die Klagebe- gründung nach Prüfung der Prozessvoraussetzungen den Bekla gten zur Beantwortung unter- breiten lassen. Auch der Berufungsbeklagte 2 habe das Sü hneverfahren bzw. die Klagebewilli- gung in der Klageantwort nicht thematisiert, sondern vielmehr bestritten, dass der Berufungs- kläger ein schutzwürdiges Interesse an einer Teilung des U. -Baulandes vorzuweisen vermöge. In seiner Replik habe der Berufungskläger darauf hingew iesen, dass die Klage auf Teilung der fraglichen Baulandparzelle eine solche auf Teilung von Miteigentum sei, weshalb der Einwand des nicht-erbrechtlichen Charakters einer solchen Teilung irrelevant sei. Das Zivilkreisgericht hätte den Kläger im Rahmen der Prüfung der Prozessvora ussetzungen, gleich zu Beginn des Prozesses zumindest auffordern müssen, eine neue Klagebe willigung beizubringen, wenn es der Ansicht gewesen sei, diese sei wegen Unzuständigkeit der Schlichtungsbehörde ungültig. Nicht auf heilbare Mängel zu Beginn des Prozesses aufmer ksam zu machen und stattdessen vier Jahre später mit Hinweis auf diese (angeblichen) Mängel einen Nichteintretensentscheid zu fällen, verstosse jedenfalls klar gegen Art. 132 Abs. I Z PO und gegen das Gebot von Treu und Glauben. Dementsprechend sei nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz Mängel bei der Klage- bewilligung im begründeten Urteil lediglich angedeu tet habe, jedoch nicht wirklich behauptet habe. Die Vorinstanz habe im Weiteren verkannt, dass der Wechsel in der rechtlichen Argu- mentation zwischen dem Schlichtungs- und dem Hauptverfah ren nicht an die Voraussetzungen einer Klageänderung zu knüpfen seien. Eine entsprechend e Änderung der rechtlichen Begrün- dung sei jederzeit voraussetzungslos möglich. Sodann lie ge die Vorinstanz mit ihrer Einschät- zung falsch, es mangle der Klage an einem hinreichenden Rechtsbegehren. Das Rechtsbegeh- ren unter Ziffer 2 in seiner Klagebegründung mache nä mlich klar, dass der Kläger die im Rechtsbegehren Ziffer 1 aufgeführte Baulandparzelle in U. ____ in der Form einer öffentlichen Versteigerung und anschliessenden Nettoerlösteilung gete ilt haben wolle. Dass diese Bauland- parzelle im Miteigentum der Parteien stehe, habe der Berufungskläger in der Klagebegründung erläutert und mit einem entsprechenden Grundbuchauszu g belegt. Aus der Klagebegründung sei ebenfalls ersichtlich, dass es sich um eine Teilung unter Anwendung des Miteigentumsrech- tes handle. Insofern habe also sehr wohl ein genügendes Begehren auf Teilung des U.-Baulandes vorgelegen. 2.3 Der Berufungsbeklagte 2 erachtet die rechtliche Würdig ung der Vorinstanz hinsichtlich dem fehlenden Rechtsschutzinteresse und den ungenügenden s achenrechtlichen Klagebegeh- ren als zutreffend. Zudem weist er auf die Verschiedenh eit von erbrechtlichen und dinglichen Teilungsklagen hin. 2.4 Für die Beurteilung der Berufung zum angefochtenen Nichteintretensentscheid gemäss Absatz 1 der Rechtsbegehren des Berufungsklägers ist vom S achverhalt auszugehen, wie ihn die Vorinstanz in ihren Erwägungen unter Ziffer 2.3.2 der Entscheidbegründung ermittelt hat: Beim Tod von Dr. D. ____ am 19. Februar 1957 erbten die Parteien zusammen mit ihrer Mutter unter anderem die Parzelle Nr. 1234 Grundbuch U. ____ . Gemäss Teilungsvertrag vom 29. September 1960, welcher aufgrund der Unmündigkei t der Parteien durch die zuständige Vormundschaftsbehörde genehmigt werden musste und auch wurde, wurde diese Parzelle un- ter ausdrücklicher Auflösung des erbrechtlichen Gesamtha ndverhältnisses und Ausscheiden Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Mutter aus der erbrechtlichen Gesamthand den Parteien als Miteigentum zu gleichen Teilen zugeteilt. Dieser Teilungsvorgang ist unter den Partei en unbestritten. Die Rechtsbegehren des Berufungsklägers gemäss Klagebewilligung bzw. in leicht abgeänderter Form gemäss Klagebe- gründung im erstinstanzlichen Verfahren (vgl. vorstehen de Erwägungen unter Litera B) zielten augenscheinlich auf eine erbrechtliche Teilung ab. Aus S icht des Kantonsgerichts hat das Zivil- kreisgericht deshalb völlig zurecht gestützt auf Art. 60 4 in Verbindung mit Art. 634 Abs. 1 ZGB ein schutzwürdiges Interesse an einer neuerlichen Feststell ung der Zugehörigkeit dieser Bau- landparzelle zum väterlichen Nachlass sowie der daran b eteiligten Erben mit ihren Erbquoten und an Vorkehrungen zum Vollzug der Teilung des betre ffenden Nachlasswertes (Veräusse- rung und Nettoerlösaufteilung nach Erbquoten) vernein t. Mangels Vorliegen dieser Prozess- voraussetzung (Art. 59 Abs. 2 lit. 4 ZPO) konnte die Vo rinstanz bei dieser Ausgangslage nicht anders, als auf Nichteintreten erkennen. 2.5 Dem vorinstanzlichen Nichteintretensbefund hat der Beru fungskläger in seiner Berufung nichts entgegenzusetzen. Er versucht unter Anrufung des G ebots von Treu und Glauben zu- nächst einmal dem erstinstanzlichen Gericht die Verantwo rtung für dieses Prozessergebnis zu überbinden, indem er beanstandet, dass er nicht schon zu e inem früheren Zeitpunkt auf den Umstand hingewiesen worden sei, dass die Klagebewilligun g allenfalls mangels sachlicher Zu- ständigkeit des Zivilkreisgerichtspräsidiums als Schlichtungsbehörde für sachenrechtliche Strei- tigkeiten teilweise als ungültig eingestuft werden könnte. Inwiefern mit dieser Argumentation die Verneinung eines Rechtschutzinteresses durch die Vorinstanz beseitigt werden könnte, er- schliesst sich dem Kantonsgericht allerdings nicht. Zudem l iess die Vorinstanz die Frage der Gültigkeit der Klagebewilligung vom 30. Oktober 2012 in ihrem Entscheid ausdrücklich offen (vgl. E. 2.4.4 des angefochtenen Entscheids, letzter Sa tz). Zumal in der Berufung nicht gerügt wird, die Vorinstanz hätte hierüber befinden müssen und hätte aus der Beantwortung dieser Frage zu einem Eintreten auf die Klage über die Teil ung des U.-Baulandes gelangen müssen, ist auf die Frage nach einer gültigen Klagebewilligu ng im vorliegenden Rechtsmittelentscheid nicht weiter einzugehen. 2.6 Selbst wenn die Gültigkeit der Klagebewilligung Pro zessthema des Rechtsmittelverfah- rens wäre, müsste berücksichtigt werden, dass eine Schlichtun gsbehörde in einem Verfahren ohne Entscheid- oder Urteilsvorschlagskompetenz (vgl. Art. 210 und 212 ZPO) nicht dafür zu- ständig ist, über die Prozessvoraussetzungen gemäss Art. 59 ZPO zu befinden. Vielmehr ist es dem in der Sache zuständigen Gericht anheimgestellt, von Amtes wegen die Rechtsmässigkeit des Schlichtungsverfahrens zu beurteilen, mithin auch vo rfrageweise über die sachliche Zu- ständigkeit der angerufenen Schlichtungsbehörde und d ie daraus unter anderem abgeleitete Rechtsgültigkeit einer ausgestellten Klagebewilligung zu befinden (KGEBL 410 13 139 E. 5). Der instruierende Zivilkreisgerichtspräsident ist gemäss § 7 Abs. 4 des kantonalen Einfüh- rungsgesetztes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (EG ZPO; SGS BL 221) bei einer vor erster Instanz nach durchgeführtem Schlichtungsverfahren r echtshängigen Streitigkeit, welche in die Abspruchkompetenz der Dreierkammer des Zivilkreisger ichts fällt, zudem lediglich bei offensichtlichem Fehlen einer Prozessvoraussetzung zuständig, einen Nichteintretensentscheid zu fällen. Bei weniger klaren Fällen, in welchen das V orliegen von Prozessvoraussetzungen fraglich oder strittig ist, ist es dem in der Hauptsa che zuständigen Spruchkörper vorbehalten, Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht einen Prozessentscheid zu fällen. Dass im vorliegenden Fa ll die Rechtslage zum Zeitpunkt der Prozesseinleitung offensichtlich klar gewesen ist, kann au s den Rechtsbegehren und dem vor- getragenen Sachverhalt nicht geschlossen werden. Fragli ch ist zudem, ob der Instruktionsrich- ter überhaupt gestützt auf § 7 Abs. 4 EG ZPO zu verfahre n hätte, wenn die Klage, wie im vor- liegenden Fall, nur teilweise aus formellen Gründen als offensichtlich mangelhaft einzustufen war. Dass der Instruktionsrichter die Klagpartei zu Be ginn des Prozesses ganz allgemein auf die Problematik der Formalien im vorliegenden Fall hätte hinweisen müssen, ist – entgegen der Ansicht des Berufungsklägers – nicht zutreffend, zumal die richterliche Aufklärungs- und Fra- gepflicht bei Zweifel über den Bestand von Prozessvoraussetzungen bei einer anwaltlich vertre- tenen Partei in den Hintergrund zu treten hat (vgl. e twa KGEBL 400 16 43 E. 3 mit Hinweisen auf Lehre und bundesgerichtliche Rechtsprechung). Zude m wäre aufgrund des unterbliebenen Nichteintretenserkenntnisses zum Zeitpunkt der Prozesseinle itung selbst bei bestehender Zu- ständigkeit des Schlichters oder Instruktionsrichters für den Hauptentscheid nicht ohne weiteres vom Bestand der betreffenden Prozessvoraussetzung auszugehe n. Gleiches ist bei unterblie- bener Aufklärung über allfällige Zweifel an den Proze ssvoraussetzungen anzunehmen, selbst wenn eine richterliche Aufklärungspflicht bei anwaltlich vertretenen Parteien gelten sollte. Ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind oder nicht, ist vo m zuständigen Spruchkörper im Hauptentscheid unabhängig von einem guten Glauben ein er Partei über deren Vorliegen von Amtes wegen zu beurteilen. Insofern wäre der Vorwurf des Berufungsklägers an die Schlich- tungsbehörden und den erstinstanzlichen Instruktionsrichter unter zivilprozessrechtlichen Ge- sichtspunkten ohnehin als unberechtigt einzustufen gewese n. Für seinen geäusserten Unmut darüber, dass die Vorinstanz nach Durchführung eines doppe lten Schriftenwechsels auf Nicht- eintreten befunden hat, ist dem Berufungskläger zwar ei n gewisses Verständnis entgegenzu- bringen. Dies ändert allerdings nichts daran, dass sich d ie Vorinstanz mit ihrem Nichteintreten- sentscheid erst im Endentscheid, ohne dass der Berufungsklä ger auf das betreffende Pro- zessrisiko zu einem früheren Zeitpunkt aufmerksam gemacht worden wäre, rechtlich nichts vorwerfen lassen muss. Der Berufungskläger war im vorinstan zlichen Verfahren, wie sich aus der unterzeichneten Prozessvollmacht ergibt, spätestens seit dem 1. November 2013 anwaltlich vertreten. Es darf deshalb davon ausgegangen werden, da ss dessen Rechtsvertreter in Be- tracht gezogen hat, das bereits rechtshängige Verfahren auf die noch nicht entschiedenen erb- rechtlichen Fragen zu begrenzen und nach erfolgtem teil weisem Klagerückzug auf Teilung des Baulandes für den sachenrechtlichen Anspruch auf Auftei lung des Miteigentums am fraglichen Grundstück das Schlichtungsverfahren mit richtiger Zuständig keit zu wiederholen. Es bleibt nachstehend zu prüfen, ob sein Verzicht auf Neuanhebung eines Schlichtungsverfahrens ge- rechtfertigt war, weil sich der erstinstanzliche Nichtein tretensentscheid aus anderen Gründen als unzutreffend erweist. 2.7 Für die Beurteilung der vom Berufungskläger vorgetragen en Rüge, die Vorinstanz habe zu Unrecht erwogen, dass auf die Klage auch unter sache nrechtlichen Gesichtspunkten nicht einzutreten sei, zumal nach Meinung des Zivilkreisgericht s keine hinreichenden Rechtsbegeh- ren gestellt worden seien, ist Art. 221 ZPO einschlägig. Gemäss Abs. 1 lit. b dieser Bestimmung hat eine Klage zwingend Rechtsbegehren zu enthalten. D as Rechtsbegehren umschreibt zu- sammen mit dem behaupteten Lebensvorgang den Streitgegenstand. Das Rechtsbegehren soll die zu beurteilende Rechtsfolge, aber keine Elemente der Begründung enthalten. Inhaltlich sind Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht Anträge hinreichend bestimmt und beziffert zu formulie ren, damit das angerufene Gericht seine sachliche Zuständigkeit überprüfen kann (Art. 4 ZPO). I m Weiteren muss für die Gegenpartei unter dem Aspekt des rechtlichen Gehörs aus den Begehre n der Klagpartei erkennbar sein, gegen was sie sich zu verteidigen hat (Art. 53 ZPO). Di e inhaltliche Umschreibung der Rechts- begehren ist sodann bei Prozessen, wie dem vorliegenden , mit vorherrschender Dispositions- maxime zentral, weil das Gericht nicht mehr und nichts and eres zusprechen darf, als anbegehrt worden ist. Rechtsbegehren können zwar jederzeit redu ziert werden. Ansonsten sind sie unter dem Vorbehalt einer Klageänderung gemäss Art. 227 und 230 ZPO nicht mehr abänderbar (statt vieler: L EUENBERGER , in: ZPO-Komm., Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [ Hrsg.], 3. Aufl., Zürich Basel Genf 2016, Art. 221 N 25, 27 und 29). Unter Umständen ist zum Zeitpunkt der Einreichung der Klage eine Bezifferung der Rechtsb egehren für den Kläger nicht möglich oder unzumutbar. Dies wird bei sog. doppelseitigen Kla gen angenommen, worunter sowohl die Klage auf Erbteilung als auch eine solche auf Teilung von Miteigentum fallen (L EUENBERGER a.a.O. N 35). Dies befreit die Klägerschaft allerdings nur davon, im Rechtsbegehren präzise quantitative Angaben zu machen. Im Übrigen ist in inha ltlicher Hinsicht, wie bei jeder Klage, nach den allgemein gültigen Grundsätzen auch hier vom Kläger zu fordern, dass seine Begeh- ren so bestimmt sind, dass sie den oben erwähnten Anforde rungen für die Prüfung der sachli- chen Zuständigkeit durch das Gericht bzw. für eine angem essene Verteidigung gerecht werden und bei Gutheissung der Klage unverändert zum Dispositiv e rhoben werden können (LEUENBERGER a.a.O. N 28). Unklar formulierte Rechtsbegehren sind n ach Treu und Glauben auszulegen. Bleiben sie auch nach erfolgter Auslegung unklar oder widersprüchlich, kann auf die Klage, wie auch bei offensichtlich unbestimmt formu lierten Anträgen, nicht eingetreten wer- den. Von den Rechtsbegehren ist die Begründung zu un terscheiden. Die Argumentation im Zu- sammenhang mit einem eingeklagten Anspruch kann im Ver lauf des Verfahrens geändert wer- den, wobei in tatsächlicher Hinsicht in Art. 229 ZPO zum Aktenschluss eine massgebliche Ein- schränkung normiert ist. Die rechtliche Begründung allerd ings kann jederzeit abgeändert wer- den. Gemäss Art. 221 Abs. 3 ZPO muss eine Klage im Gegensatz zu einer Rechtsmitteleingabe nicht zwingend eine rechtliche Begründung enthalten. A us dieser „Kann“-Bestimmung ist abzu- leiten, dass im Verlauf eines Verfahrens andere und auch neue rechtliche Standpunkte einge- nommen werden dürfen, zumal das angerufene Gericht da s Recht ohnehin von Amtes wegen anzuwenden hat und in der rechtlichen Würdigung eines Sachverhaltes frei ist. 2.8 Der Kläger beantragt gemäss seinen Rechtsbegehren in der Eingabe im Schlichtungsver- fahren vom 16. August 2012 und in den leicht umformul ierten Rechtbegehren seiner als Erbtei- lungsklage bezeichneten begründeten Klage an das Zivilkr eisgericht vom 13. Februar 2013 die Feststellung, dass die Baulandparzelle Nr. 1237, Grund buch U. ____ zum Nachlass des am 19. Februar 1957 verstorbenen Dr. D. ____ gehöre und die Parteien als Erben des genannten Erblassers am Nachlass je zu 1/3 beteiligt seien. Sodann wird die Teilung dieses Nachlasses in Bezug auf das in Frage stehende Grundstück und Veräusseru ng desselben sowie Aufteilung des dannzumaligen Nettoerlöses nach Erbquoten unter de n Prozessparteien verlangt. Der Be- rufungsbeklagte 2 wies in seiner Klageantwort vom 16. August 2013 (S. 12) auf den Umstand der bereits erfolgten Teilung des Nachlasses des Vaters d er Parteien und der Neubegründung von Miteigentum durch den erwähnten Teilungsvertrag hi n. Gleichwohl werde nach den Rechtsbegehren des Berufungsklägers eine Erbteilung als S treitgegenstand aufgeführt, woran Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht sich auch durch die rechtlichen Ausführungen in der Beg ründung zur Auflösung und Teilung von Miteigentum nichts ändere. Trotz diesem Hinweis hielt der Berufungskläger in seiner Replik vom 24. Februar 2014 an den Rechtsbegehren gemäss Klag e uneingeschränkt fest. Wie unter Ziffer 2.7 hievor ausgeführt, sind unklare Rechtsbegehre n nach Treu und Glauben auszulegen, was auch unter Berücksichtigung der Begründung erfolgen kann. Im vorliegenden Fall sind die klägerischen Rechtsbegehren allerdings klar und präzis formuliert, so dass sie auch keiner Aus- legung bedürfen. Sie enthalten umfassende Anträge, wie sie für eine Erbteilungsklage charakte- ristisch sind. Der Behauptung des Berufungsklägers, es gehe dabei letztendlich um dasselbe, wie bei einer dinglichen Klage auf Teilung von Mitei gentum, nämlich um Anordnung der Auflö- sung des gemeinschaftlichen Eigentums, der Veräusserung u nd Aufteilung des Liquidationser- löses, kann nicht beigepflichtet werden. Dass sich dieser Schluss unter anderem daraus herlei- ten lasse, da den erbrechtlichen Feststellungsbegehren betreffend Zugehörigkeit eines Vermö- genswertes zum Nachlass und Höhe der Erbquote der Parteien keine eigenständige Bedeutung zukomme, ist ebenso wenig zutreffend. Die Feststellung s owohl des Nachlasssubstrates als auch des Erbanteils des Klägers stellt einen unabdingbar en Bestandteil einer Erbteilungsklage dar. Eine Teilung und deren Vollzug ohne Bestimmung d er zu teilenden Vermögenswerte und ohne Erkenntnis zum Erbteil ist unmöglich, selbst wenn d ie Erbteile nicht bestritten sind (BRÜCKNER /W EIBEL , Die erbrechtlichen Klagen, Zürich/Basel/Genf 2012, 3. Aufl., S. 120 f. N 216 und 218; W EIBEL , in: Praxiskommentar Erbrecht, Abt/Weibel [Hrsg.], Basel 2015, 3. Aufl., Art. 604 N 34). Daraus erhellt denn auch, dass die klagw eise Auflösung von Miteigentum mit einer Erbteilungsklage nicht vergleichbar und schon gar nicht identisch ist. Eine rechtsdogmati- sche Gemeinsamkeit besteht nur insofern, als dass beide als Gestaltungsklagen konzipiert sind. Auch das tatsächliche Ergebnis ist dasselbe, nämlich dass ei ne Veräusserung durchgeführt wird und der Erlös aufgeteilt wird. Die Aufteilung se lber wiederum erfolgt unterschiedlich. Der Umstand, dass im vorliegenden Fall die Erbteile mit den Miteigentumsanteilen der Parteien übereinstimmen, ist aufgrund der tatsächlichen Begebenh eiten rein zufällig. Bei einer rechtli- chen Betrachtung wird jedoch sofort ersichtlich, dass die Bestimmung der Anteile unterschiedli- chen Grundsätzen folgen (Art. 457 ff. bzw. 467 und 470 f. für die Ermittlung der Erbquoten im Gegensatz zu Art. 646 Abs. 2 ZGB für die Bestimmung d er Miteigentumsanteile). Im Weiteren ist eine Erbengemeinschaft im Unterschied zum Miteigentu m ein Gesamthandsverhältnis (Art 602 ZGB). Der erbrechtliche Anspruch am Liquida tionserlös nach Erbquoten an einer un- verteilten Erbschaft, in welcher sich ein Grundstück befin det, unterscheidet sich grundlegend von einem Miteigentumsanteil an einem Grundstück. Erste rer ist z.B. nicht als separates Grundstück im Grundbuch eintragbar (Art. 655 Abs. 2 Zif f. 4 ZGB) und kann auch nicht mit Grundpfändern belastet werden. Für die Verwaltung be stehen ebenso unterschiedliche Best- immungen (Art. 647 bzw. Art. 554 ZGB). Schliesslich ist auch die Teilung als solche nicht an dieselben Voraussetzungen geknüpft (Art. 607 ff. und Art. 650 Abs. 2 ZGB). Entgegen den Ausführungen des Berufungsklägers lassen sic h deshalb die streitgegenständli- chen erbrechtlichen Rechtsbegehren aufgrund der vorerw ähnten Unterschiede in der gesetzli- chen Konzeption nicht in dingliche Klagebegehren auf A uflösung von Miteigentum uminterpre- tieren. Die für ein Nichteintreten genannten Gründe der Vorinstanz, wonach nebst dem fehlen- den Rechtsschutzinteresse an einer Erbteilung bezüglich de s U.-Baulandes auch keine hinrei- chenden sachenrechtlichen Auflösungsbegehren gestellt w orden seien, ist somit auch aus der Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Sicht des Kantonsgerichts zutreffend, weshalb der zivilkrei sgerichtliche Nichteintretensent- scheid in Abweisung der Berufung in diesem Punkt zu schützen ist. 2.9 Wie zu entscheiden gewesen wäre, wenn der Berufungskläg er seine Rechtsbegehren während dem erstinstanzlichen Verfahren angepasst hätte, ist im Berufungsverfahren nicht zu beurteilen. Bereits die Vorinstanz hat die Frage nach der Zulässigkeit einer allfällig beantragten Klageänderung ausdrücklich offengelassen. Der Berufungsklä ger liess diesen Punkt in seiner Berufung unerwähnt, weshalb sich weitere Ausführungen über die Zulässigkeit und Vorausset- zungen einer Klageänderung nach Art. 227 ZPO allgemei n und bezogen auf den vorliegenden Fall erübrigen. 3.1 Im Weiteren lässt der Berufungskläger in seiner Berufu ng am zivilkreisgerichtlichen Ent- scheid monieren, dass die Vorinstanz unberücksichtigt gelas sen habe, dass der gerichtliche Vergleich nicht vollständig habe umgesetzt werden könne n. Die in Vergleichsziffer 2 übernom- mene Zuteilung und Wertbestimmung der restlichen Mobi liargegenstände durch das Erb- schaftsamt Basellandschaft habe sich mangels Kooperation desselben nicht realisieren lassen. Entgegen der vorinstanzlichen Feststellung unter Ziffer 1 der Erwägungen im angefochtenen Entscheid fehle es für diesen Teil des Streites an einer vergleichsweisen Erledigung. Der Beru- fungskläger habe in seinem Plädoyer an der erstinstanzlich en Hauptverhandlung auf diesen Umstand hingewiesen und seine Ansprüche aus der Mobiliaraufteilung auch beziffert. Das Zivil- kreisgericht wäre deshalb gehalten gewesen, hierüber in der Sache zu entscheiden und ihm die beantragte Ausgleichszahlung zuzusprechen. Der Berufungsbeklagte 2 entgegnet in seiner Be- rufungsantwort, dass der Berufungskläger erstmals in sei nem Schlussplädoyer an der Haupt- verhandlung vor erster Instanz ausgeführt habe, die Aufteilung des Mobiliars habe zwar stattge- funden, dem Kläger stünden hingegen aufgrund der ung leichen Verteilung Ausgleichsforderun- gen zu, die er gegenüber dem Beklagten 1 mit CHF 5'54 9.65 und gegenüber dem Berufungs- beklagten 1 mit CHF 366.65 beziffert habe, was der Berufungsbeklagte 2 im Übrigen seinerseits in seinem Schlussplädoyer bestritten habe und selbst Ausgl eichsforderungen gestellt habe. Dem Begehren im Berufungsverfahren könne nicht stattge geben werden, so der Berufungsbe- klagte 2 weiter, da der entsprechende erst im Schlusspl ädoyer gestellte Antrag offensichtlich verspätet erfolgt sei. 3.2 Dass sich die Hoffnungen auf eine vergleichsweise Erledig ung der Aufteilung des fragli- chen Mobiliars samt Wertbestimmung und allfälliger Ausgl eichung zerschlagen haben, weil das Erbschaftsamt offenbar seine Unterstützung verweigert hat , wurde seitens der Berufungsbe- klagten als Novum nicht in Abrede gestellt. Aus den Vora kten ist zudem ersichtlich, dass der Berufungskläger im Schriftenwechsel nie einen Antrag auf Leistung einer Ausgleichszahlung für das betreffende Mobiliar gestellt hat. Gemäss dem ebenfalls sich bei den Vorakten befindlichen Verhandlungsprotokoll wurden die Ausgleichszahlungen a us der Aufteilung des Mobiliars der Liegenschaft in V. ____ im erstinstanzlichen Verfahren an der Hauptverhandlung zwar themati- siert. Allerdings ist der Einwand des Berufungsbeklagten 2, dass der Berufungskläger seinen Ausgleichsanspruch vor erster Instanz verspätet geltend ge macht habe, auch nach Ansicht des Kantonsgerichts berechtigt. Die Vorinstanz hat zwar wede r in der Entscheidbegründung noch im Urteilsdispositiv einen Entscheid zum gestellten Ausglei chsbegehren wiedergegeben. Das Fehlen eines Sachentscheids ist im Ergebnis jedoch zu schü tzen. Als Novum hätten die Tatsa- Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht chenbehauptungen der gescheiterten Mobiliaraufteilung gestützt auf Art. 229 Abs. 1 lit. a ZPO verbunden mit den Ausgleichsanträgen im Sinne einer Kl ageänderung gemäss Art. 230 Abs. 1 lit. a ZPO ohne Verzug vorgetragen werden müssen. Die Frage, bis zu welchem Zeitpunkt spä- testens sog. echte Noven in den Prozess einzubringen sind , nachdem ein doppelter Schriften- wechsel durchgeführt worden war, ist in der Lehre umstr itten (vgl. wiederum statt vieler: LEUENBERGER , in: ZPO-Komm., Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], 3. Aufl., Zürich Basel Genf 2016, Art. 229 N 9 und 9a). Ob dem Gerich t neue Tatsachen verbunden mit neuen Anträgen umgehend nach Verwirklichung des betreffenden Sachverhaltes schriftlich mitzuteilen sind oder ob mit deren Bekanntgabe bis zur Hauptverhand lung zugewartet werden kann, ist für die Beurteilung des vorliegenden Falles allerdings nich t von Bedeutung, weshalb diese Frage offengelassen werden kann. Auch wenn es als zulässig erachtet würde, dass echte Noven samt geänderten Anträgen erst an der Hauptverhandlung in den Prozess eingebracht werden dürf- ten, müssten sie sofort zu Beginn mit den ersten Parte ivorträgen angemeldet werden, um als unverzüglich im Sinne von Art. 227 ZPO und somit noch a ls rechtzeitig erfolgt zu gelten. Die Frage des vorsitzenden Präsidenten an die Parteien zu Be ginn der erstinstanzlichen Hauptver- handlung vom 29. Juni 2017, ob sie Noven bekanntzugebe n hätten, wurde allseits ausdrücklich verneint. Dies ist dem Protokoll bei den Vorakten zweif elsfrei zu entnehmen. Aus den ebenfalls sich bei den zivilkreisgerichtlichen Akten befindenden Plädoyernotizen des Rechtsvertreters des Berufungsklägers ist ersichtlich, dass er, wie der Berufungs beklagte zutreffend angemerkt hat, erst im Rahmen seines Plädoyers auf seine Ausgleichsfor derung aus der Mobiliaraufteilung der V.-Wohnliegenschaft zu sprechen gekommen ist. Im Lichte vo n Art. 227 ZPO erfolgte deren Geltendmachung samt Vortrag der neuen Tatsachen somit verspätet, weshalb das Zivilkreisge- richt auf die Klage in diesem Punkt nicht einzutreten h atte. Die Berufung ist somit auch in die- sem Punkt abzuweisen. 4. Auf die Kostenbeschwerde des Berufungsklägers wird nachs tehend nach erfolgter Beur- teilung der Anschlussberufung des Berufungsbeklagten 2 einzugehen sein. 5.1 Das Zivilkreisgericht wies das Begehren des Berufungsbeklagt en 2 zur erbrechtlichen Teilung des W.-Grundstücks mit Sommerhaus, wie es in der Klageantwort vom 16. August 2013 gemäss Ziffer 3 lit. a i) widerklageweise gestellt wurd e, ab. Zur Begründung führte die Vor- instanz an, dass das fragliche Grundstück, entgegen dem for mulierten Antrag des Berufungs- beklagten nie im Eigentum des Vaters der Parteien, D r. D. ____, gewesen sei und demnach auch nicht dem betreffenden Nachlass zugeordnet werden k önne. Der betreffende Grundbuch- auszug weise zwar auf eine ehemalige Eigentümerschaft vo n Dr. D. ____ hin. Effektiver Eigen- tümer sei indessen unzweifelhaft der Grossvater der Parte ien, Dr. F. ____ gewesen, welcher nach dessen Sohn und Vater der Parteien, am 31. Juli 1967 verstorben sei. Es sei deshalb un- möglich, dass der fragliche Vermögenswert je in den Nachlass des vorverstorbenen Dr. D. ____ gelangt sei. 5.2 Der Berufungsbeklagte 2 gesteht in seiner Anschlussberufung die ehemalige Eigentümer- schaft seines Grossvaters am Grundstück „Hüttli“ ein und bestä tigt, dass der Grundbuchaus- zug, lautend auf „Erbengemeinschaft D. ____ Erben“, f alsch sei. Trotzdem widersetzt er sich dem erstinstanzlichen Entscheid mit dem Argument des über spitzten Formalismus. Der Beru- fungsbeklagte 2 habe sich im Zeitpunkt der Klagantwort a m 16. August 2013 auf den Grund- Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht buchauszug verlassen dürfen, zumal diesem öffentlicher Glaube zukomme (Art. 973 ZGB). Wenn er die Feststellung und Teilung des Nachlasses des am 19. Februar 1957 verstorbenen Dr. D. ____ beantrage und darunter auch die Parzelle Nr. 9101 in W. ____ subsumiert habe, könne ihm kein Vorwurf gemacht werden. Zudem habe der Berufungskläger selber den Streit- gegenstand bereits durch seine Klage vom 15. Februar 201 3 auch auf den Nachlass des Grossvaters, Dr. F. ____, erweitert, indem er in seinen Rechtsbegehren die festzustellenden Nachlässe um diesen ergänzt habe, und in dessen Nachlass d ie in Frage stehende Parzelle sich effektiv befinde. Zudem sei ersichtlich, dass sich der Be rufungsbeklagte 2 bezüglich seiner Rechtsbegehren lediglich dahingehend in einem entschuldbaren Irrtum befunden habe, dass es sich um den falschen Nachlass handle, dies aber auch nur d adurch hervorgerufen worden sei, dass das zuständige Grundbuchamt einen falschen Eintrag vorg enommen habe. lnsofern seien seine Rechtsbegehren grundsätzlich richtig. Der abweise nde zivilkreisgerichtliche Entscheid verstosse zudem auch gegen Treu und Glauben. Nach Erkennen des fehlerhaften Grundbuch- eintrages sei allen Beteiligten klar gewesen, dass die F eststellung der Zugehörigkeit des Grundstücks „Hüttli“ zu einem Nachlass beantragt worden sei . Zudem sei es dem Berufungsbe- klagten 2, wiederum für alle erkennbar, darum gegange n, die Erbengemeinschaft, die Eigentü- merin dieser Parzelle gewesen sei, aufzulösen und zw ar in der von ihm beantragten Weise, zu dem der Kläger hätte Gegenanträge stellen können. D iesen Begehren die Rechtsgültigkeit zu versagen, wie dies die Vorinstanz getan habe, sei treuwidrig. 5.3 Der Berufungskläger lässt in seiner als Berufungsantwo rt bezeichneten Eingabe vom 27. November 2017 zur Anschlussberufung im Wesentlichen ausführen, er habe den Beru- fungsbeklagten im erstinstanzlichen Verfahren mit Widerkla geantwort vom 24. Februar 2014 bereits darauf aufmerksam gemacht, dass der Grundbucheintrag zum Grundstück „Hüttli“ falsch sei. Trotzdem habe der Berufungsbeklagte 2 an seinem bisherigen Teilungsbegehren festgehal- ten. Dass er einem Irrtum über die Eigentümerschaft ve rfallen sein soll, habe der Berufungsbe- klagte 2 erstmals im Rechtsmittelverfahren behauptet. Im zivilkreisgerichtlichen Verfahren habe dieser mit einer konstruierten Erklärung über einen ang eblichen Austausch von Grundstücken noch versucht, zu vertreten, dass der Grundbucheintrag korrekt sei. Der Vorwurf eines Verstos- ses gegen Treu und Glaube gehe zudem fehl, weil sich di e Vorinstanz an den Anträgen orien- tiert habe und somit aufgrund der Dispositionsmaxime rich tigerweise auf Nichteintreten auf die Widerklage erkannt habe. 5.4 Zunächst gilt es über den prozessrechtlichen Einwand des B erufungsklägers zu befinden, wonach der Berufungsbeklagte 2 seinen Parteistandpunkt i n der Anschlussberufung zum be- haupteten Erklärungsirrtum mit neuen Tatsachen begründet habe. Gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO werden neue Tatsachen und Bew eismittel im Berufungsverfahren berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden (l it. a), und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten ( lit. b). Unter lit. b fällt demnach je- der Sachverhalt, welcher sich noch vor Abschluss des erstin stanzlichen Verfahrens verwirklicht hat (sog. unechte Noven). Ausnahmsweise sind entsprechende erstmals im Rechtsmittelverfah- ren vorgetragene Tatsachenbehauptungen für die Beur teilung einer Berufung sodann nur zu berücksichtigen, wenn glaubhaft dargelegt wird, dass aus einem entschuldbaren Grund ein früheres Einbringen in den Prozess nicht möglich war. D as Berufungsverfahren soll nicht der Seite 18 http://www.bl.ch/kantonsgericht Vervollständigung des vorinstanzlichen Verfahrens dienen, sondern der Überprüfung und Kor- rektur des erstinstanzlichen Entscheids im Lichte konkret dag egen vorgebrachter Beanstan- dungen. Aus diesem Grunde darf das Novenrecht nicht dazu führen, allfällige Versäumnisse bei der Vorinstanz im Rechtsmittelverfahren nachzuholen. Der ZPO liegt die Idee zugrunde, dass alle Tatsachen und Beweismittel in erster Instanz vorzubri ngen sind (Urteil des Schweizeri- schen Bundesgerichts [BGer] 5A_107/2013 E. 3.1) und der Prozess vor dem erstinstanzlichen Richter grundsätzlich abschliessend zu führen ist (BGE 142 III 413 mit Hinweisen). Nach Durchsicht der Rechtschriften aus dem vorinstanzlichen S chriftenwechsel gelangt das Kantonsgericht zum Schluss, dass der Berufungsbeklagte 2 i m Rechtsmittelverfahren einen neuen Standpunkt einnimmt, ohne diesen in novenrecht licher Hinsicht ausreichend zu begrün- den. Im zivilkreisgerichtlichen Verfahren hatte er durchwe gs behauptet, das Grundstück „Hüttli“ gehöre zum Nachlass seines Vaters. Zum vermeintlichen Bewe is legte er den Grundbuchaus- zug der Parzelle 9101, Grundbuch W. ____ rechtes Ufer, ins Recht, welcher auf „Erbengemein- schaft D. ____ Erben“ lautet. Das Zivilkreisgericht hat sodann im angefochtenen Entscheid aus- führlich begründet, weshalb der fragliche Grundbuchauszu g falsch sei und dass das Grund- stück „Hüttli“ dem Nachlass des Grossvaters der Parteien, Dr . F. ____, zuzuordnen sei (vgl. Erwägungen unter Ziffer 3.3.1 der vorinstanzlichen Entscheidbegründung). Im Berufungs- verfahren anerkennt der Berufungsbeklagte 2 diesen Sachv erhalt erstmals vorbehaltlos. Die Argumentation, dass er sich über die Eigentümerschaft an des W.-Grundstücks mit Sommer- haus und somit auch über die Nachlasszugehörigkeit in eine m entschuldbaren Irrtum befunden habe, wurde im erstinstanzlichen Verfahren nicht vorgetr agen, auch nicht als Eventualstand- punkt, nachdem die Zugehörigkeit des Grundstücks „Hüttli“ zum Nachlass Dr. D. ____ durch den Berufungskläger in seiner Widerklageantwort ausdrückl ich bestritten worden war. Dass es dem Berufungsbeklagten 2 aus einem nachvollziehbaren Grund nicht zumutbar gewesen sein soll, seinen diesbezüglichen Irrtum früher im Verfahre n anzumelden oder dass er diesen erst später entdeckt haben soll, wird in der Anschlussberufun g nirgends ausgeführt und ergibt sich auch nicht unmittelbar aus den Akten. Da somit die Vo raussetzungen gemäss Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO nicht erfüllt sind, ist die Begründung der Anschlussberufung, soweit mit dieser die Aufhebung des erstinstanzlichen Entscheids zufolge behauptetem Irrtum über die Zugehörigkeit des Grundstücks „Hüttli“ zum grossväterlichen Nachlass verlangt wurde, aufgrund des gelten- den Novenverbots nicht zu hören. Für den vorliegenden R echtsmittelentscheid können diese Ausführungen somit nicht berücksichtigt werden. Selbst wenn die Irrtumsfrage zu prüfen wäre, würde sich dem Kantonsgericht zudem allein aus der Chr onologie der Geschehnisse nicht er- schliessen, wie ein Irrtum über die Zugehörigkeit eines Aktivums zum Nachlass des Grossva- ters entstehen konnte, wenn dessen ursprüngliche Eigentü merschaft feststand und ein Über- gang durch Erbgang in die Erbschaft des früher verstorbe nen Sohnes der Parteien offensicht- lich unmöglich war. 5.5 Zum seitens des Berufungsbeklagten 2 behaupteten Versto ss der Vorinstanz gegen Treu und Glauben kann zunächst auf die rechtlichen Erwägung en über die Anforderungen an ein hinreichendes Rechtsbegehren gemäss Ziffer 2.7 hievor verwiesen werden. Nur unklare Begeh- ren sind auszulegen. Die Teilungsbegehren zum Grundstück „Hüttli“ sind indessen nicht unklar, sondern wurden lückenlos lege artis formuliert. Wie eb enfalls bereits dargelegt, ist die Bezeich- nung des Nachlasses für eine Erbteilungsklage in den Recht sbegehren zwingend anzugeben. Seite 19 http://www.bl.ch/kantonsgericht Zudem kann an dieser Stelle auf die rechtlichen Ausfü hrungen der Vorinstanz unter Ziffer 3.2. ihrer Erwägungen zum Aufbau und Inhalt einer Klage auf Teilung mehrerer Erbschaften gestützt auf Art. 457 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 604 Abs. 1 ZGB verwiesen werden, welchen ausnahmslos zuzustimmen ist und welche von den Parteien im Berufun gsverfahren auch nicht beanstandet wurden. Entgegen der Ansicht des Berufungsbeklagten 2 r eicht es demnach bei der (wider- )klageweise beantragten Teilung mehrerer Nachlässe, wi e im vorliegenden Fall, nicht aus, wenn aus den Teilungsbegehren lediglich die Zugehörig keit eines Vermögenswertes „an einem Nachlass“ ersichtlich ist. Nach dem Dispositionsgrundsatz hat eine Klagpartei diesen Nachlass im Rechtsbegehren präzis zu bezeichnen. Nur so ist es den je weiligen Beklagten möglich, sich angemessen zu verteidigen. Entgegen der Behauptung d es Berufungsbeklagten 2 hat unter den Parteien im erstinstanzlichen Verfahren zudem gerad e keine Klarheit darüber bestanden, zu welchem Nachlass das Grundstück „Hüttli“ zu zählen ist. Erst im Rechtsmittelverfahren war die Fehlerhaftigkeit des fraglichen Grundbuchauszugs nicht mehr umstritten. Dass die Vo- rinstanz die Widerklage mangels Zugehörigkeit des Grundst ücks „Hüttli“ zum väterlichen Nach- lass abgewiesen hat, verstösst zusammenfassend nicht gegen Treu und Glauben. 5.6 Selbst wenn die Vorinstanz eine Uminterpretation der Rechtsbegehren hätte vornehmen müssen, wie es der Berufungsbeklagte 2 in seiner Anschlussberufung fordert, hätte dies zu kei- nem anderen Ergebnis als zur Abweisung bzw. allenfalls Ni chteintreten auf die Teilungsbegeh- ren zum Grundstück „Hüttli“ geführt. Das Kantonsgericht te ilt die Ansicht der Vorinstanz, dass eine Vornahme der Teilung am Begehren des Berufungsbeklagten 2 unter Ziffer 3 lit. b in seiner Klageantwort vom 16. August 2013, wonach in Bezug auf den Nachlass Dr. F. ____ keine Tei- lungs- bzw. Zuweisungsanordnungen zu treffen seien, gesch eitert wäre. Aufgrund der festge- standenen Zugehörigkeit des Grundstücks „Hüttli“ zum grossvät erlichen Nachlass bestand zum besagten Antrag ein nicht auflösbarer Widerspruch, welcher nur dadurch hätte beseitigt werden können, indem er im erstinstanzlichen Schriftenwesel zurückgezogen oder zumindest durch den Eventualantrag ergänzt worden wäre, dass der Teilungsdi spens nicht für die Teilung des Grundstücks „Hüttli“ gelte, sollte dieses dem Nachlass Dr. F. ____ zugeordnet werden. In pro- zessrechtlicher Hinsicht hätte für den Berufungsbeklagten 2 mit der Erstattung der Widerkla- gereplik die Gelegenheit dazu bestanden. Diese wurde ni cht ergriffen; stattdessen blieb der Berufungsbeklagte 2 dabei, zu behaupten, das Grundstück gehöre zum väterlichen Nachlass. Wie mit diesem widersprüchlichen Begehren bei feststehen der Zugehörigkeit des Grundstücks „Hüttli“ zum Nachlass Dr. F. ____ mit Blick auf die Disposi tionsmaxime anders umzugehen ge- wesen wäre, als es die Vorinstanz getan hat, führt der Berufungsbeklagte nirgends aus, so dass die Anschlussberufung auch unter diesem Aspekt abzuweisen ist. 6.1 Zusammenfassend ist der angefochtene Entscheid des Zivilkrei sgerichts Basel- Landschaft West vom 29. Juni 2017 in Abweisung der Be rufung und Anschlussberufung in der Sache zu schützen. Sowohl der Berufungskläger als auch de r Berufungsbeklagte 2 haben mit ihren Rechtsmitteln zudem den vorinstanzlichen Kostenentsch eid angefochten. Das Zivilkreis- gericht begründete seinen diesbezüglichen Entscheid damit, dass sich eine gleichmässige Kos- tenaufteilung unter den drei Parteien und die Tragu ng der Parteikosten durch die jeweiligen Parteien gestützt auf das Prozessergebnis rechtfertige. H insichtlich der V.-Wohnliegenschaft und dem dazu gehörigen Mobiliar hätten sich die Partei en vergleichsweise geeinigt. Der Beru- Seite 20 http://www.bl.ch/kantonsgericht fungskläger unterliege mit seinem Begehren auf Teilung der U.-Baulandparzelle und der Beru- fungsbeklagte 2 mit demjenigen auf Feststellung der Zug ehörigkeit des Grundstücks "Hüttli" zum Nachlass Dr. D. ____ sowie dessen Teilung. Der Beru fungsbeklagte 1 habe sich implizit den vorgenannten Teilungsbegehren seiner Brüder angeschlossen. 6.2 Unabhängig vom Ausgang des Berufungsverfahrens ficht der Berufungskläger den vor- instanzlichen Kostenentscheid im Wesentlichen mit der Begr ündung an, dass das Zivilkreisge- richt unberücksichtigt belassen habe, dass die vergleichsweise ve reinbarte Teilung des V.-Wohnhauses einem vollständigen Unterliegen des Beruf ungsbeklagten 2 gleichkomme. Zu- dem seien die Kostenfolgen im gerichtlichen Vergleich of fen gelassen geblieben, weshalb die Zustimmung zum Vergleich nicht als Verzicht auf eine Par teientschädigung des Berufungsklä- gers interpretiert werden dürfe. Der Berufungsbeklagt e 1 schliesst sich den Ausführungen des Berufungsklägers an und beantragt, von Gerichtskosten bef reit zu werden, weil er sich im Ver- fahren stets kooperativ verhalten habe. Der Berufungsbekl agte begründet seinen unter Litera I der vorstehenden Erwägungen wiedergegebenen Antrag für den Fall, dass sowohl die Berufung als auch sie Anschlussberufung abgewiesen werden sollten, im Wesentlichen dahingehend, es sei notorisch, dass bei einer Prozesserledigung durch Vergleich ohne anderslautende Vereinba- rung von einer Aufteilung der ordentlichen Kosten nach Köpfen und einer Wettschlagung der ausserordentlichen Kosten ausgegangen werde. Das Eltern haus in V. ____ entspreche wert- mässig 43% der insgesamt Verfahren betroffenen Nachlasswer te. Da sich die Parteien diesbe- züglich geeinigt hätten, seien die erstinstanzlichen Geri chtskosten in diesem Umfang gleich- mässig auf die drei Parteien zu verteilen bzw. die ausse rordentlichen Kosten in diesem Umfang wettzuschlagen. Im Weiteren sei für den Kostenentscheid d ie unterschiedlichen Werte des U.-Baulandes (CHF1'370'000) und des Grundstücks „Hüttli“ (CHF 850'000) massgebend. Vom Gesamtwert würde das U.-Bauland demnach 62% ausmachen. Somit würden der Berufungs- kläger sowie der Berufungsbeklagte 1 (der sich implizit den Teilungsbegehren des Berufungs- klägers angeschlossen habe) für den Fall, dass sowohl die Berufung als auch die Anschlussbe- rufung abgewiesen werden sollten, im erstinstanzlichen V erfahren in höherem Umfang als der Berufungsbeklagte 2 unterliegen. Dementsprechend wäre vom auf das U.-Bauland und auf das Grundstück „Hüttli“ entfallenden Kostenanteil auch ein deutlich höherer Betrag auf die Gegen- parteien zu verlegen als auf den Berufungsbeklagten. 6.3 Der Berufungskläger und der Berufungsbeklagte 2 rügen m it unterschiedlicher Begrün- dung implizit, die Vorinstanz habe sich bei ihrem Koste nentscheid nicht am Prozessergebnis orientiert, mithin wird eine Verletzung von Art. 106 ZPO geltend gemacht. Nach dieser Grund- satzbestimmung sind die Prozesskosten der unterliegenden Partei aufzuerlegen (Abs. 1), wobei bei nur teilweisem Obsiegen die Kosten nach dem Ausgan g des Verfahrens zu verlegen sind. Für die Frage, welche Partei unterliegt und welche ob siegt hat, ist das Rechtsbegehren der Klage massgebend, welches dem im Urteil festgehaltene n Verdikt gegenüberzustellen ist. Bei vermögensrechtlichen Klagen ist somit auf das Verhältni s zwischen der verlangten und der im Urteil zugesprochenen Summe abzustellen (S TERCHI in: Berner Kommentar zur ZPO, Art. 106 ZPO N 3 und 7). Für die Prozesserledigung durch Vergle ich statuiert Art. 109 ZPO sodann, dass diesfalls für die Kostenverteilung primär die Part eivereinbarung massgebend ist (Abs. 1) und mangels entsprechender Parteiabsprache wiederum n ach den allgemeinen Grundsätzen Seite 21 http://www.bl.ch/kantonsgericht gestützt auf Art. 106 ff. ZPO zu verfahren ist (Art. 10 9 Abs. 2 lit. a ZPO). Aus dem Vergleich vom 16. September 2014 lässt sich keine Vereinbarung über allfällige Kostenfolgen entnehmen. Aufgrund der zitierten gesetzlichen Grundlagen nach Ar t. 109 ZPO ist zudem die vom Beru- fungsbeklagten 2 unzutreffende Behauptung widerlegt, d ass ohne Parteivereinbarung eo ipso eine Gerichtskostenaufteilung nach Köpfen und eine Wett schlagung der Parteikosten zu erfol- gen hätte (vgl. auch J ENNY , in ZPO Komm., Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Zürich/Basel/Genf 2016, 3. Aufl., Art. 109 ZPO N 6). Die Vorinstanz hat sich zum Umfang des Unterliegens der Parteien gemäss Vergleich nicht geäussert, scheint indessen implizit ebenfalls von einer gleichmässigen Kostenaufteilung ausgegangen zu sein, was jedoch einer Aufteilung nach Prozessgewinn der Parteien nicht gerecht wird. De r Berufungskläger beantragte eine Tei- lung der V.-Wohnliegenschaft (Veräusserung und Nettoerl ösaufteilung), wie sie schliesslich in den Vergleich Eingang gefunden hat. Für die Kostenver teilung relevant ist zudem, dass der Berufungsbeklagte 2 in seiner Klageantwort im erstinsta nzlichen Schriftenwechsel sein Einver- ständnis für eine Veräusserung der V.-Wohnliegenschaft g egeben hatte, was einer Klageaner- kennung gleichkommt. Der Berufungsbeklagte 1 gibt an, seit jeher, auch vorprozessual mit der Veräusserung einverstanden gewesen zu sein (Eingabe an da s Zivilkreisgericht vom 4. Juni 2013). Dass dem nicht so gewesen sein soll, wurde seitens der anderen Parteien nicht darge- tan. Zumal letzterer nicht als Verursacher des Prozesses ge sehen werden darf und der Beru- fungsbeklagte 2 das Teilungsbegehren vor Vergleichsabsc hluss, aber erst nach Rechtshängig- keit des Erbteilungsprozesses anerkannt hatte, ist der Zwei tgenannte kostenmässig hinsichtlich der Teilungsklage zur V.-Wohnliegenschaft als unterliegende Partei zu betrachten. Für den erst- instanzlichen Kostenentscheid hätte es zu würdigen gegolte n, dass der Berufungskläger mit seiner Klage über die Teilung des U.-Baulandes nicht du rchgedrungen ist, während der Beru- fungsbeklagte 2 nebst der Klage über die Teilung der V .-Wohnliegenschaft auch mit seinen Be- gehren über eine Teilung des Grundstücks „Hüttli“ unterl egen ist. Der Berufungsbeklagte 1 hat sich gemäss vorinstanzlichem Entscheid den Begehren seiner B rüder implizit angeschlossen, was im Berufungsverfahren zum Kostenentscheid nirgends an gezweifelt wird. Zudem muss für die Kostenverteilung berücksichtigt werden, dass er für eine Teilung und Veräusserung der V.-Wohnliegenschaft schon sein vorprozessuales Einverständnis abgegeben hatte. Für den Verteilungsschlüssel bei der Verlegung der Prozesskosten ist sodann auf die Streitwerte der einzelnen Nachlässe zu befinden. Gemäss den aktuellsten Angaben, wie sie vom Berufungsbe- klagten 2 in seiner Berufungsantwort und Anschlussberufun g aufgeführt und belegt sind bzw. sich mit den in den vorinstanzlichen Akten befindlichen S chätzungen decken, ist für das U.-Bauland von einem Verkehrswert (geschätzt im Jahre 200 6) von CHF 1‘370‘000.00 auszu- gehen, bei der V.-Wohnliegenschaft der erzielte Veräu sserungspreis von CHF 2‘400‘000.00 einzusetzen, und beim Grundstück „Hüttli“ auf den Schätzu ngswert per August 2015 von CHF 1‘450‘000.00 abzustellen. Gemessen am so ermittel ten Gesamtwert von CHF 5‘220‘000.00 würde der Berufungskläger durch den zu gewärtigenden Nichteintretensent- scheid zur beantragten Teilung des U.-Baulandes mit wen iger als einem Drittel (26%) unterlie- gen. Zumal die oben erwähnte Bewertung auf das Jahr 2006 zurückgeht und von einer zwi- schenzeitlichen Wertsteigerung auszugehen ist, rechtfertigt es sich, das U.-Bauland im Hinblick auf den Kostenentscheid mit einem Drittel am Gesamtwert der drei Nachlässe bzw. der zu tei- lenden Vermögenswerte zu veranschlagen. Daraus folgt, da ss der Berufungsbeklagte 2 ge- messen an seinem Unterliegen bei der Teilung der V.-W ohnliegenschaft und seinen Begehren Seite 22 http://www.bl.ch/kantonsgericht zum Grundstück „Hüttli“ 2/3 der erstinstanzlichen Prozesskoste n aufzuerlegen sind. Der ver- bleibende Drittel ist sodann vom Berufungskläger und vo m Berufungsbeklagten 1 gleichermas- sen (demnach zu je 1/6) zu tragen. Pro memoria und der Vollständigkeit halber ist anzumerken, dass die Gutheissung der Widerklage des Berufungsbeklagten 2 auf Teilung und Veräusserung samt Erlösaufteilung hinsichtlich der Segeljolle „X. __ __“ und der abgeschlossene Vergleich zum V.-Mobiliar aufgrund des geringen Wertanteils am G esamtstreitwert beim Kostenentscheid unberücksichtigt bleiben können. 6.4 Die Höhe der erstinstanzlichen Entscheidgebühr von CHF 40 ‘000.00 wird im Berufungs- verfahren von keiner der Parteien beanstandet, weshalb sich das Kantonsgericht hierzu nicht zu äussern hat. Aufgrund des veränderten Verteilungsschlüss els ist dem anwaltlich vertretenen Berufungskläger hingegen für das erstinstanzliche Verfah ren in Abänderung des zivilkreisge- richtlichen Kostenentscheids eine reduzierte Parteientschä digung zuzusprechen. Für die Fest- setzung einer solchen Parteientschädigung ist vom Streitwert auszugehen (§ 2 Abs. 2 der Tarif- ordnung für die Anwältinnen und Anwälte [TO], SGS B L 178.112). Das Honorar bei Prozessen mit einem Streitwert von über CHF 2‘000‘000.00 best eht aus einem fixen Honorar von CHF 75‘000.00 sowie einem Zuschlag von maximal 2% des Streitwerts (§ 7 Abs. 1, am Ende TO). Gemäss § 9 TO kann das Honorar angemessen herabgeset zt werden, wenn zwischen dem Streitwert einerseits und den Bemühungen der Anwä ltin oder des Anwalts und der Bedeu- tung der Sache andererseits ein offenbares Missverhältnis besteht. Wird bei einem Gesamt- streitwert von CHF 5‘220‘000.00 nebst dem pauschalen Gr undhonorar ein mittlerer Zuschlag von 1% hinzugerechnet, würde dies einem Anwaltshonorar vo n CHF 127‘200.00 entsprechen. Dass der zeitliche Aufwand für die Mandatsführung im vo rliegenden Fall mit Sicherheit über- durchschnittlich hoch war, wird vom Kantonsgericht im G rundsatz nicht angezweifelt. Bei einer Umrechnung des gestützt auf § 7 TO ermittelten Honora rs zu einem Ansatz von CHF 350.00 bis 400.00 pro Stunde, käme dies allerdings einem Zeita ufwand im vorliegenden Fall von ca. 320 bis 360 Stunden gleich, was trotz der anerkannten Komplexität der Streitsache höchst un- realistisch erscheint. Das Kantonsgericht erachtet vor diese m Hintergrund unter Anwendung von § 9 TO ein herabgesetztes Honorar von pauschal CHF 60 ‘000.00 (inkl. Auslagen und MWSt) als angemessen. Bei Gesamthonoraren von CHF 120‘00 0.00, dem Kostenanteil des Berufungsbeklagten 2 von 2/3 und der Aufrechnung der g egenseitigen reduzierten Parteient- schädigungsansprüchen zwischen dem Berufungsbeklagten 2 und dem Berufungskläger, resul- tiert eine reduzierte Parteientschädigung zu Gunsten des Zweitgenannten von CHF 20‘000.00. 7. Abschliessend ist über die Verlegung der Prozesskosten für das Berufungsverfahren zu entscheiden. Für die Regelung der Kosten- und Entschäd igungsfolgen sind auch hier die Best- immungen der Art. 95 ff. ZPO massgebend. Auch für das Berufungsverfahren ist beim Kosten- entscheid Art. 106 Abs. 1 ZPO und das dort statuierte U nterliegerprinzip zu beachten. Weder der Berufungskläger noch der Berufungsbeklagte 2 dringen mit ihren Begehren in der Berufung bzw. Anschlussberufung durch. Wie unter Ziffer 6.3 hievor dargelegt sind die Streitwerte des U.-Baulandes und des Grundstücks „Hüttli“ ähnlich hoch, so dass für den Kostenentscheid um- fangmässig von einem gleichmässigen Unterliegen auszugehen ist. Auch in diesem Zusam- menhang ist das abgewiesene Begehren auf Ausgleichszahlu ng aus der Teilung des V.-Mobiliars in der Höhe von CHF 5‘916.30 gemessen am Wert der beiden Grundstücke kos- Seite 23 http://www.bl.ch/kantonsgericht tenmässig vernachlässigbar. Im Weiteren obsiegen durch di e vorliegende Korrektur des erstin- stanzlichen Kostenentscheids weder der Berufungskläger noc h der Berufungsbeklagte 2 mit ihren Anträgen vollständig. Betragsmässig fällt das beid seitige Unterliegen auch hier im Ver- gleich zu den Streitwerten aus den Teilungsbegehren zu den streitgegenständlichen Grundstü- cken für den Kostenentscheid im Rechtsmittelverfahren nich t ins Gewicht. Für den Berufungs- beklagten 1, welcher kein eigenes Rechtsmittel ergriffen hat, ändert sich mit dem Berufungsent- scheid gegenüber dem erstinstanzlichen Entscheid sodann wenig. Obwohl sich dieser inhaltlich den Begehren des Berufungsklägers angeschlossen hat, hat er mit seinen kurz gehaltenen Ein- gaben dem Gericht und auch den Gegenparteien praktisch keinen Aufwand verursacht, wes- halb es sich aus Billigkeitsgründen rechtfertigt, den Be rufungsbeklagten 2 von der Kostentra- gung im Rechtsmittelverfahren zu befreien (Art. 107 Ab s. 1 lit. f ZPO). Daraus folgt, dass die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens dem Berufungskläger und dem Berufungsbeklagten 2 je zur Hälfte aufzuerlegen sind. Die Gebühr für den vorliegenden Rechtsmittelentscheid wird auf CHF 15‘000.00 festgesetzt (§ 9 Abs. 1 i.V.m. § 8 Abs. 1 lit. f Ziff. 2 und § 3 Abs. 1 GebT). Auf- grund des vergleichbaren Umfangs des Unterliegens des Be rufungsklägers und des Beru- fungsbeklagten 2 erscheint es naheliegend, dass jede Par tei ihre Parteikosten und somit auch diejenigen für die anwaltliche Verbeiständung im Berufungsverfahren selbst zu tragen hat. Seite 24 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demnach wird erkannt: ://: 1. Die Dispositivziffer 6 des Entscheids des Zivilkreisge richts Basel- Landschaft West vom 29. Juni 2017 im Verfahren Nr. A3 0 13 441 II wird aufgehoben und in teilweiser Gutheissung der Berufung durch folgenden Kostenentscheid ersetzt: „ Die Kosten des Schlichtungsverfahrens von CHF 400.00 sow ie die Gerichtsgebühr von CHF 40‘000.00 werden dem Beklagten 1 (C. ____) zu 2/3 und dem Kläger (A. ____) sowie dem Beklagten 2 (B. ____) zu je 1/6 auferlegt. Der Beklagte 1 hat dem Kläger eine reduzierte Parteientschädigung von CHF 20‘000.00 (inkl. Auslagen und MWSt) zu bezahle n. Im Übri- gen hat jede Partei für ihre eigenen Parteikosten aufzukommen.“ 2. Im Übrigen werden die Berufung und die Anschlussber ufung abgewie- sen. 3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens von CHF 1 5‘000.00 wer- den dem Berufungskläger und dem Berufungsbeklagten 2 je zur Hälfte auferlegt. Die Parteikosten hat jede Partei selbst zu tragen. Präsidentin Christine Baltzer-Bader Gerichtsschreiber Rageth Clavadetscher