Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 20. November 2014 (720 14 228) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Ausgangspunkt jedes Anspruchs auf berufliche Massnahmen der IV ist das Vorhanden- sein eines (drohenden) invalidisierenden Gesundheitsschadens; Voraussetzungen in casu weder für berufliche Massnahmen noch für allfällige Integrationsmassnahmen ge- geben Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsri chter Markus Mattle, Kan- tonsrichter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiber Stephan Paukner Parteien A.____ , Beschwerdeführer , vertreten durch Silvan Ulrich , Advokat , Postgasse 3, Postfach 619, 4147 Aesch gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff Berufliche Massnahmen A. Der am 2. Juni 1966 geborene A.____ meldete sich am 16. Januar 2012 unter Hinweis auf einen am 20. November 2011 erlittenen Hirnschla g bei der Eidgenössischen Invalidenversi- cherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse lehnte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Verfügung vom 20. Januar Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2014 einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers mangels E rfüllung des Wartejahres ab. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Mit einer weiteren Verfügung vom 12. Juni 2014 wies die IV-Stelle den Anspruch auf Arb eitsvermittlung des Versicherten mit der Begründung ab, dass ihm seit dem 20. April 2012 jeglich e Hilfsarbeiten ohne besonderen Zeit- druck und ohne ausgesprochene Stressbelastung vollumfängli ch zumutbar seien. Es bestehe daher kein Anspruch auf Arbeitsvermittlung. B. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Adv okat Silvan Ulrich, am 15. August 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-L andschaft, Abteilung Sozialversi- cherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte, es sei di e IV-Stelle in Aufhebung der ange- fochtenen Verfügung zu verpflichten, die ihm zustehende n Integrationsmassnahmen bzw. Massnahmen beruflicher Art zu leisten, unter o/e-K ostenfolge. Zur Begründung liess er im Wesentlichen vorbringen, dass er für mindestens sechs Monate zu mehr als 50% arbeitsunfähig gewesen sei und er somit die Voraussetzungen für den Ansp ruch auf Integrationsmassnahmen erfülle. C. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 15. Okto ber 2014 auf Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung machte sie geltend, dass ledi glich vom 20. November 2011 bis zum 19. April 2012 eine Einschränkung in der Arbeitsfä higkeit bestanden habe. Seither sei der Beschwerdeführer wieder vollarbeitsfähig. Es könne dah er nicht von einer längerdauernden, krankheitsbedingten Erwerbseinbusse gesprochen werden. Sämtliche Einzelheiten der Parteistandpunkte ergeben si ch – soweit sie für den Entscheid von Bedeutung sind – aus den nachfolgenden Erwägungen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über di e Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.2 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind allerdings grundsätzlich nur jene Rechtsverhältnisse zu beurteilen, zu denen die zu ständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung geno mmen hat. Insoweit bestimmt die Verfü- gung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgeg enstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurt eilsvoraussetzung, wenn und inso- weit keine Verfügung ergangen ist (BGE 125 V 414 E. 1a mit Hinweisen). Vorliegend hat die IV- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 12. Juni 2 014 lediglich den Anspruch des Be- schwerdeführers auf eine Arbeitsvermittlung abgelehnt. Sowohl die vom Beschwerdeführer vor- liegend beantragten Integrationsmassnahmen nach Art. 14 a IVG als auch die übrigen berufli- chen Massnahmen sind in Ermangelung eines Anfechtungsobjekts nicht verfahrensgegenständ- lich, weshalb sich die richterliche Überprüfung einzig a uf die Frage der Arbeitsvermittlung zu beschränken hat. Auf die im Übrigen form- und fristger echt eingereichte Beschwerde ist inso- weit einzutreten. 2.1 Ausgangspunkt jedes Anspruchs auf berufliche Massnahme n der IV ist das Vorhanden- sein eines (drohenden) invalidisierenden Gesundheitsschad ens. Die Gewährung von Leistun- gen der IV setzt somit grundsätzlich voraus, dass die versi cherten Person invalid oder - falls Eingliederungsmassnahmen beansprucht werden - von einer Invalidität bedroht ist. Invalid ist eine Person, die voraussichtlich bleibend oder längere Ze it ganz oder teilweise erwerbsunfähig ist (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). Die Invalidität kann Folg e von Geburtsgebrechen, Krank- heit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Sie gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begrün- dung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). 2.2 Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträcht igung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Beha ndlung und Eingliederung ver- bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög lichkeiten auf dem in Betracht kom- menden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Ab s. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Janu- ar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliessl ich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwe rbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Arbeitsunfähig ist eine Person, welche, bedingt du rch eine Beeinträchtigung der körper- lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit, ganz oder t eilweise unfähig ist, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Art. 6 Satz 1 ATSG). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Ber uf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 Satz 2 ATSG). 3.1 Nach dem Grundsatz von Art. 8 Abs. 1 IVG haben Inval ide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahm en (vgl. oben, Ziffer 2.1 hiervor), soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Auf- gabenbereich zu betätigen, wiederherzustellen, zu erh alten oder zu verbessern (lit. a), und so- weit die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). In Konkretisierung der für die Eingliederung massgebenden Voraussetzung einer drohenden Inva- lidität bestimmt Art. 1 novies der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961, dass eine solche nur dann und insoweit vorliegt, wenn der Eintritt einer Erwerbsunfähig- keit überwiegend wahrscheinlich ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Erwerbsunfähigkeit ist dabei unerheblich. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.2 Im Zusammenhang mit dem vorliegend strittigen Ansp ruch auf Arbeitsvermittlung be- stimmt Art. 18 Abs. 1 IVG, dass arbeitsunfähige Versiche rte, welche eingliederungsfähig sind, Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines ge eigneten Arbeitsplatzes sowie auf begleitete Beratung im Hinblick auf die Aufrechterhalt ung ihres Arbeitsplatzes haben. Die IV- Stelle hat diese Massnahmen unverzüglich zu veranlassen, sobald eine summarische Prüfung ergibt, dass die Voraussetzungen dafür erfüllt sind (A rt. 18 Abs. 2 IVG). Zur Arbeitsvermittlung nach Art. 18 Abs. 1 Satz 1 IVG ist somit nur berechtigt , wer aus invaliditätsbedingten Gründen spezielle Anforderungen an den Arbeitsplatz oder den Ar beitgeber stellen muss und demzufol- ge aus invaliditätsbedingten Gründen für das Finden ei ner Stelle auf das Fachwissen und die entsprechende Hilfe der Vermittlungsbehörden angewiesen ist. Der Anspruch auf eine bestimm- te Eingliederungsmassnahme der IV setzt dabei im Weite ren voraus, dass sie sich zur Errei- chung des von ihr bezweckten Eingliederungszieles eignet: Nicht nur objektiv mit Bezug auf die Massnahme, sondern auch subjektiv mit Bezug auf die Person des Versicherten (AHI-Praxis 3/2002, S. 109). Denn eingliederungswirksam kann eine Massnahme nur sein, wenn der An- sprecher selber wenigstens teilweise eingliederungsfähig ist (ULRICH MEYER -BLASER , Zum Ver- hältnismässigkeitsgrundsatz im staatlichen Leistungsrecht, Diss. Bern 1985, S. 85). 3.3 Wie der bundesrätlichen Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invali- denversicherung (5. Revision) vom 22. Juni 2005 zu entnehm en ist, sieht Art. 18 IVG vor, dass alle stellenlosen Personen, die ihre bisherige Tätigk eit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können, Anspruch auf Arbeitsvermittlung d urch die IV haben. Dies gilt somit auch für Arbeitnehmende, die in einer angepassten (Hi lfs-)Tätigkeit noch voll arbeitsfähig sind. Durch die Ausweitung des Anspruchs auf Arbeitsvermittlun g der IV, die auf die Vermittlung von gesundheitlich eingeschränkten Personen spezialisiert ist, können die Eingliederungsinstrumen- te für unqualifizierte Versicherte verbessert werden. Da bei ist eine enge Zusammenarbeit mit den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren vorgesehen ( vgl. Botschaft zur Änderung des Bun- desgesetzes über die Invalidenversicherung [5. Revision] vo m 22. Juni 2005, in: Bundesblatt [BBl] 2005 S. 4522 und 4524). Der Botschaft zufolge sei das bestehende System in Bezug auf die Arbeitsvermittlung unzureichend. Ein Anspruch auf A rbeitsvermittlung sei bisher nur gege- ben gewesen, wenn die versicherte Person bei der Suche einer geeigneten Arbeitsstelle wegen ihres Gesundheitszustands Schwierigkeiten gehabt habe oder wenn sie invaliditätsbedingt spe- zielle Anforderungen an den Arbeitsplatz oder den Arbeitgeber stellen musste. Bisher sei die IV nicht für andere Gründe der erschwerten Stellensuche – w ie Stellenmangel auf dem Arbeits- markt – eingetreten. Angesichts des angespannten Arbei tsmarktes fänden jedoch gesundheit- lich eingeschränkte Hilfskräfte nur schwer eine neue, der Behinderung angepasste Stelle, was oft zur Aussteuerung bei der Arbeitslosenversicherung un d durch die lange Arbeitslosigkeit zu einer Verstärkung der ursprünglichen gesundheitlichen P robleme bzw. zu zusätzlichen psychi- schen Schwierigkeiten führe (vgl. BBl 2005 S. 4522). In Kenntnis dieser Problematik hat der Gesetzgeber eine Gesetzesänderung vorgenommen und festge halten, dass die bisherige Pra- xis des Bundesgerichts, wonach voll arbeitsfähigen Hilfsarbe itern der Anspruch auf Arbeitsver- mittlung verwehrte wurde, unzureichend ist. Folglich ha ben seit der 5. IV-Revision auch Versi- cherte, welche gesundheitsbedingt in der bisherigen Tä tigkeit eingeschränkt, in einer adaptier- ten Tätigkeit aber vollumfänglich arbeitsfähig sind, An spruch auf Arbeitsvermittlung (vgl. zum Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht Ganzen SILVIA BUCHER , Eingliederungsrecht der Invalidenversicherung, Bern 20 11, Rz. 835 ff.; Kreisschreiben über die Eingliederungsmassnahmen berufli cher Art, gültig ab 1. Januar 2013, Rz. 5005; Urteil des Sozialversicherungsgerichts Zürich vom 24. Juni 2009, IV.2008.00617, E. 5.3; KGE SV vom 6. Januar 2010, 720 09 101, E. 9.2). 4. Im Hinblick auf die Beurteilung der Frage, ob der Beschwerdeführer die geschilderten Anspruchsvoraussetzungen für die Gewährung einer Arbeit svermittlung erfüllt, gilt es daher zu prüfen, ob er an gesundheitlichen Beeinträchtigungen leidet, welche ihn in seiner Arbeitsfähig- keit beeinträchtigen. 4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beurtei- lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person i st die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen, BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztli- chen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die B eurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zulet zt ausgeübte Berufsarbeit von der versi- cherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren persönlichen Verhältnis- sen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise no ch verrichtet werden können (ULRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhau- ser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vg l. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be- weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Dennoch erachtet es die Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen) mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi- gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen me dizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit zahl- reichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltung sverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund e ingehender Beobachtungen und Unter- suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun- de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswür digung volle Beweiskraft zuzuer- kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässi gkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Ber ichten versicherungsinterner medizini- scher Fachpersonen und (Akten-)Berichten von Sachverständigen, die nicht im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt werden, erkennt die Rechtsprec hung zwar ebenfalls Beweiswert zu. Es ist allerdings zu betonen, dass ihnen praxisgemäss nicht di eselbe Beweiskraft wie einem ge- richtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebenen Gutachten zukommt (BGE 135 V 469 ff. mit Hinweis auf BGE 125 V 353. E. 3b/ee). 4.3 Schliesslich ist in verfahrensrechtlicher Hinsicht noch darauf hinzuweisen, dass der So- zialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht ist . Danach haben der So- zialversicherer und das Gericht von Amtes wegen für die ri chtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grund satz gilt indessen nicht unbe- schränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspfli chten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen). We gen der Massgeblichkeit des Untersu- chungsgrundsatzes entfällt im Sozialversicherungsrecht eine Beweisführungslast. Immerhin tragen die Parteien im Sozialversicherungsverfahren eine dahingehende Beweislast, als im Fal- le der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewie- sen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten will (BGE 121 V 208 E. 6a, 115 V 133 E. 8a). 5.1 Im Zentrum der medizinischen Beurteilung der gesu ndheitlichen Verhältnisse des Be- schwerdeführers und dessen Arbeitsfähigkeit steht vorlieg end das polydisziplinäre Gutachten der B.____ vom 30. Oktober 2013. Demzufolge sind beim E xploranden keine Diagnosen mit Auswirkung auf dessen zumutbare Arbeitsfähigkeit erhoben worden. Gemäss der versiche- rungsmedizinischen Beurteilung seien keine neurologischen Fähigkeitsstörungen nachweisbar. Trotz Status nach rechtsseitigem Thalamusinfarkt fänden sich keine neurologischen Ausfälle. Die beklagte Sensibilitätsstörung imponiere weniger soma tisch, sondern mehr als Symptom einer psychischen Störung im Sinne einer algogenen Hypä sthesie und –algesie. Nebst einer leichten depressiven Episode sowie der anhaltenden somato formen Schmerzstörung gebe es keine Hinweise auf psychiatrische Diagnosen. In neuropsycho logischer Hinsicht könnten insge- samt leichte bis vereinzelt mittelschwere kognitive Mind erleistungen vorwiegend im Bereich der Aufmerksamkeit und des Gedächtnisses festgestellt werden. Vo rdergründig bestünden eine Schmerzsymptomatik sowie eine psychische Befindlichkeit bei a llenfalls verminderter Anstren- gungsbereitschaft. Der Explorand scheine sich selbst kaum mehr arbeitsfähig zu sehen. Inter- nistisch, rheumatologisch und neurologisch fänden sich keine Schädigungen oder Fähigkeits- störungen mit Auswirkungen auf das langfristige beruflic he Leistungsvermögen. Auch psychiat- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht risch könne keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit erka nnt werden. Theoretisch seien aus neuropsychologischer Sicht ebenfalls Hilfsarbeitertätigkeiten denkbar. Aus polydisziplinärer Ge- samtsicht resultiere, dass die Arbeitsfähigkeit in den zuletzt ausgeübten Tätigkeiten nicht einge- schränkt sei. Eine Arbeitsunfähigkeit habe ab dem 21. N ovember 2011 für höchstens wenige Monate nach dem kleinen ischämischen Insult der rechten Thalamusregion bestanden. Auch für adaptierte Tätigkeiten bestehe somatisch, psychiatrisch u nd neuropsychologisch keine langfris- tige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Als adaptiert seien einfache, angelernte Tätigkeiten wie zuvor ohne besonderen Zeitdruck oder ausgesprochene Stressb elastung zu bezeichnen. Die Arbeitsprognose werde allerdings durch viele soziale, I V-fremde Faktoren wie eine Migrations- problematik, bescheidene Schul- und Deutschkenntnisse, e ine vieljährige Erwerbsabstinenz, eine Selbstlimitierung sowie eine subjektive Krankheitsüberzeugung getrübt. Dem neuropsychologischen Teilgutachten der B.____ vom 19. September 2013 im Besonderen kann entnommen werden, dass sich in der Symptomvalidier ung zwar Auffälligkeiten gezeigt hätten, welche auf eine verminderte Anstrengungsbereit schaft hinweisen würden. Die Validität der einzelnen Testverfahren sei jedoch möglicherweise e ingeschränkt gewesen. Die erzielten Befunde würden das aktuelle Leistungsvermögen nur teilweise wiedergeben. Die anamnestisch angegebenen Veränderungen nach dem Ereignis im Jahre 2 011 liessen sich in der aktuellen Untersuchung weder objektivieren noch beobachten. 5.2 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ve rfügung bei der Beurteilung des Ge- sundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Versicherte n vollumfänglich auf die Ergebnis- se dieses polydisziplinären Gutachtens der B.____. Sie gi ng demzufolge davon aus, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in den zuletzt au sgeübten Tätigkeiten nicht einge- schränkt sei, und ihm seit 20. April 2012 jegliche Hilfsa rbeiten ohne besonderen Zeitdruck und ohne ausgesprochene Stressbelastung im Rahmen eines 100%-Pensums zumutbar seien. Die- se Beurteilung ist nicht zu beanstanden. Wie oben ausge führt (vgl. E. 4.2 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und - ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Unt ersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zu zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das Gutachten der B.____ erscheint schlüssig und ist in de r Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar. Es berücksichtigt alle geklagten Beschwerden und erging – soweit ersichtlich – in Kenntnis sämtlicher Vorakten. Die einzelnen Fachgutachter der B.____ haben den Versicher- ten eingehend untersucht. Sie gehen in ihrem Gutacht en einlässlich auf dessen Beschwerden ein, setzen sich sowohl mit seiner gesundheitlichen Entwicklung als auch mit den bei den Akten liegenden, übrigen medizinischen Unterlagen auseinande r und vermitteln so ein umfassendes Bild über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers. D ie Fachuntersuchungen der Ex- perten erfolgten zudem polydisziplinär umfassend. Die Gut achter nehmen aufgrund einer inter- disziplinären Konsensbesprechung eine nachvollziehbare Ges amtbeurteilung sowie eine schlüssige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vor und gela ngen zum nachvollziehbaren Ergeb- nis, dass die Arbeitsfähigkeit des Versichertes aus polydiszipl inärer Sicht weder in den zuletzt ausgeübten Tätigkeiten noch in einer adaptierten Ver weistätigkeit, bei welcher einfache, ange- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht lernte Tätigkeiten ohne besonderen Zeitdruck und ohne ausgesprochene Stressbelastung zu bewältigen sind, eingeschränkt ist. Als Zwischenergebnis lä sst sich deshalb festhalten, dass das polydisziplinäre Gutachten der B.____ vom 30. Oktobe r 2013 in der Beurteilung der medi- zinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und begründete Schlussfolgerungen enthält. 5.3 Der Beschwerdeführer vermag keine substantiierten E inwände zu erheben, welche ge- gen die Richtigkeit oder die Zuverlässigkeit des vorgen annten Gutachtens sprächen. Mit Ver- weis auf einen nicht näher bezeichneten Bericht des Spit als C.____ lässt er einzig vorbringen, dass er im Januar 2013 noch immer arbeitsunfähig gewe sen sei. Es habe demnach eine min- destens sechsmonatige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen, wel che einen Anspruch auf Integrati- onsmassnahmen begründe. Soweit sich der Versicherte dabei auf den neuesten Bericht von Dr. D.____, Oberarzt des Spitals C.____ vom 24. Januar bzw. vom 18. Januar 2013 zu bezie- hen scheint (vgl. IV-Dok 44), kann ihm jedoch nicht gef olgt werden. Allfällige, im Vergleich zum massgebenden Gutachten der B.____ abweichende Diagnose n gehen aus diesem Bericht ge- rade nicht hervor. In Bezug auf den rheumatologischen Fachbereich kommt auch das Spital C.____ zum Schluss, dass für die täglich auftretenden Kop fschmerzen kein zervikospondylo- genes Schmerzsyndrom verantwortlich sei. Als kongruent er weisen sich ebenfalls das in die- sem Bericht erwähnte, leicht depressive Zustandsbild und der Verdacht auf eine Somatisie- rungsstörung, wie sie in psychiatrischer Hinsicht durch das G utachten der B.____ bestätigt worden ist. Wenn das Spital C.____ im Zeitpunkt seiner Untersuchung im Januar 2013 im Übri- gen aber davon ausgeht, dass keine verwertbare Arbeits - bzw. Erwerbsfähigkeit mehr vorliege, geht diese Einschätzung klarerweise über die rheumato logische Fachrichtung hinaus und be- ruht letztlich auf ausschliesslich anamnestischen Angaben (vgl. insbesondere die Ausführungen in Ziffer 1.7 des fraglichen Berichts, a.a.O.). Sie ver mag daher bereits aus grundsätzlichen Überlegungen nicht zu überzeugen. Es tritt hinzu, dass der fragliche Bericht des Spitals C.____ zwecks ergänzender medizinischer Abklärungen eine neuropsychologische Begutachtung emp- fiehlt. Diese Abklärungs-Indikation aber beruht wiede rum auf den eigenen Angaben des Versi- cherten (vgl. Ziffer 1.8, a.a.O.). Nichts desto trotz geht das Spital C.____ bei der Beurteilung zur Arbeits- und Erwerbsfähigkeit davon aus, dass keine Mögl ichkeit für eine behinderungsange- passte Tätigkeit bestehe. Diese Schlussfolgerung nimmt die Ergebnisse der empfohlenen Be- gutachtung in neuropsychologischer Hinsicht in unzulässige r Art und Weise mithin geradezu vorweg. In seiner neuropsychologischen Teilbegutachtung ko mmt das Gutachten der B.____ demgegenüber zum nachvollziehbaren Ergebnis, dass sich d ie anamnestischen Auffälligkeiten neuropsychologischer Natur nicht objektivieren lassen und i n dieser Hinsicht gerade keine rele- vante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit resultiere. Die gesundheitlichen Einschränkungen des Versicherten sind demnach vielmehr psychischer Natur. Sie ver mögen dem überzeugenden Gutachten der B.____ vom 30. Oktober 2013 zufolge jed och keinen invalidisierenden Gesund- heitsschaden zu bewirken (vgl. a.a.O., S. 20, und 22 f.). 5.4 Es ist in diesem Zusammenhang daran zu erinnern, da ss im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden psychosozialen Belastungs-Faktoren sowie soziokulturellen Umständen, wie sie auch von der B.____ erhoben worden si nd, kein Krankheitswert zukommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbs- fähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische S törung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei ge- eigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherte n Person trotz des Leidens willens- mässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem Er werb nachzugehen (BGE 127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine p sychische Gesundheitsbeeinträchtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, d ass die versicherte Person nicht hinrei- chend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob an zunehmen ist, die Verwertung der Ar- beitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; v gl. auch BGE 127 V 298 E. 4c in fine). Diese Voraussetzungen liegen im vorliegenden Fall gerade nicht vor (vgl. Gutachten der B.____ vom 30. Oktober 2013, S. 22, ad Ziffern 5.4.3 ff.). G estützt auf das polydisziplinäre Gutachten der B.____ vom 30. Oktober 2013 ist demnach zusammenfassen d davon auszugehen, dass der Versicherte nach seinem ischiämischen Insult ab 21. No vember 2011 für höchstens wenige Monate arbeitsunfähig war, darüber hinaus hingegen se ither weder in seiner Arbeits- noch in seiner Erwerbsfähigkeit eingeschränkt war. 6.1 Dem Gesagten zufolge resultiert, dass die für ber ufliche Massnahmen nach Art. 15 ff. IVG (wie auch die für allfällige Integrationsmassnahmen nach Art. 14a IVG) grundsätzlich erfor- derlichen Voraussetzungen im vorliegenden Fall nicht gege ben sind. Eine bereits bestehende Invalidität liegt gestützt auf das massgebende Gutacht en der B.____ vom 30. Oktober 2013 nicht vor. Ebenso wenig ist der Eintritt einer Erwerbsunfähigkeit mit der im Sozialversicherungs- recht massgebenden Beweismaxime der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. Damit aber fehlt es auch an der Voraussetzung einer drohenden In validität (vgl. Art. 8 Abs. 1 Satz 1 IVG i. V. m. Art. 1 novies IVV; oben, Erwägung 3.1 hiervor). Der Beschwerdefüh rer ist gesundheitsbe- dingt in seiner angestammten Tätigkeit nicht eingeschrä nkt. Mangels einer ausgewiesenen Ar- beitsfähigkeit erfüllt er deshalb auch die spezifische V oraussetzung für die im Streit stehende Arbeitsvermittlung nicht. Der Versicherte, welcher gesu ndheitsbedingt weder in der bisherigen Tätigkeit eingeschränkt, noch in einer adaptierten Tät igkeit arbeitsunfähig ist, besitzt daher kei- nen Anspruch auf Arbeitsvermittlung (vgl. oben, Erwägu ng 3.3. a. E.). Gemäss Art. 18 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 lit. b IVG wäre hierfür zusätzlich vorausgesetzt, dass der Beschwerdeführer auch subjektiv eingliederungsfähig wäre . (vgl. oben, Erwägung 3.2 a. E. hiervor). Diese Voraussetzung aber ist ebenfalls zu ver neinen. Gemäss Situations-Bericht betreffend die Integration des regional-ärztlichen Die nstes vom 22. August 2012 kann sich der Versicherte nicht vorstellen, eine Arbeit zu bewältigen (vgl. a.a.O., IV-Dok 29, S. 1). Die Tatsa- che, dass sich der Versicherte selbst als nicht einglieder ungsfähig einschätzt, deckt sich mit den Erkenntnissen im massgebenden Gutachten der B.___ _ vom 30. Oktober 2013. Demnach ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in einer Krankenrolle lebt und dabei hofft, für die Zukunft ausgesorgt zu haben (vgl. a.a.O., S. 22, 3 1). Die ungenügende Selbsteinschätzung seiner körperlichen Fähigkeiten vermag unter diesen Umstän den keine Eingliederungsmass- nahme zu begründen (vgl. bereits Abschluss Triage vom 24. August 2013; ebenso Gutachten der B.____ vom 30. August 2013, S. 18). Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.2 Der Vollständigkeit wegen ist darauf hinzuweisen, dass ein allfälliger Anspruch auf In- tegrationsmassnahmen somit auch in materieller Hinsicht a bzulehnen wäre (vgl. oben, Erwä- gung 1.2 sowie 6.1 hiervor). Gestützt auf die medizinisch e Beurteilung im Gutachten der B.____ vom 30. Oktober 2013 scheiterte der Anspruch auf eine Integrationsmassnahme – nebst deren Mindestdauer von sechs Monaten – ausserdem am erforderlichen Umfang der hier- für erforderlichen Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50 %. Zusammenfassend folgt, dass die Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden kann, im Ergebnis deshalb abzuweisen ist. 7. Es verbleibt, über die Kosten zu befinden. Gemäss Art . 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkei- ten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versiche- rungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200-1000 Franken festgelegt. Gemäss § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei aufer- legt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand ent- standen ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Ber ücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf 600 Franken fest. Vorliege nd ist der Beschwerdeführer unterle- gen, weshalb die Verfahrenskosten ihm aufzuerlegen sind und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen sind. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- we rden dem Be- schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.