<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-12-20-5D_230-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5D_230/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 20. Dezember 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">angeblich vertreten durch Treuhand B.________ GmbH, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kanton Zürich, </div> <div class="para">vertreten durch Zentrale Inkassostelle der Gerichte, Hirschengraben 15 / Postfach, 8021 Zürich, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Nachzahlungspflicht (Ehescheidung), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 14. November 2023 (WP230007-O/U). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Für sein damaliges Scheidungsverfahren vor dem Bezirksgericht Dielsdorf genoss der Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege. Die auf ihn entfallenden Gerichts- und Anwaltskosten von Fr. 11'047.30 wurden damals einstweilen auf die Gerichtskasse genommen, unter Vorbehalt des gesetzlichen Nachforderungsrechtes. </div> <div class="para">In dessen Rahmen reichte die Inkassostelle der Gerichte des Kantons Zürich am 14. Juni 2023 gestützt auf <span class="artref">Art. 123 Abs. 1 ZPO</span> ein Gesuch um Feststellung der Nachzahlungspflicht ein. Mit Urteil vom 14. August 2023 verpflichtete das Bezirksgericht Dielsdorf den Beschwerdeführer zur Nachzahlung von Fr. 11'047.30. Die hiergegen erhobene Berufung wies das Obergericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 14. November 2023 ab, soweit es darauf eintrat. </div> <div class="para">Gegen dieses Urteil wendet sich die Treuhand B.________ GmbH für den Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. Dezember 2023 an das Bundesgericht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">In Zivilsachen können Parteien vor Bundesgericht nur von Anwälten vertreten werden, die nach dem Anwaltsgesetz vom 23. Juni 2000 (BGFA, SR 935.61) hierzu berechtigt sind (<span class="artref">Art. 40 Abs. 1 BGG</span>). Die Eingabe an das Bundesgericht erfolgt durch eine Treuhandfirma, welche diese Voraussetzungen offenkundig nicht erfüllt. Ausserdem würde es auch an einer Vollmacht mangeln; dieser Mangel liesse sich nicht heilen, weil die Treuhandfirma wie gesagt nicht vertretungsbefugt ist. Der Mangel der Vertretungsbefugnis liesse sich heilen, indem die Eingabe direkt dem Beschwerdeführer zur persönlichen Unterzeichnung zugeschickt würde (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/42/5" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/42/1" type="start"></artref>Art. 42 Abs. 1 und 5 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/5" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/5" type="end"></artref>); dies erübrigt sich jedoch insofern, als auf die Beschwerde mangels tauglicher Rechtsbegehren und mangels einer hinreichenden Begründung ohnehin nicht eingetreten werden kann (dazu E. 2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Angefochten ist der kantonal letztinstanzliche Entscheid über eine auf <span class="artref">Art. 123 Abs. 1 ZPO</span> gestützte Kostennachforderung von Fr. 11'047.30 im Rahmen der für ein Zivilverfahren gewährten unentgeltlichen Rechtspflege. Der Streitwert erreicht den für die Beschwerde in Zivilsachen erforderlichen Mindestwert von Fr. 30'000.-- nicht (<span class="artref">Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG</span>), weshalb nur die subsidiäre Verfassungsbeschwerde zur Verfügung steht (<span class="artref">Art. 113 BGG</span>). Mit ihr kann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (<span class="artref">Art. 116 BGG</span>), wofür das strenge Rügeprinzip gilt (Art. 106 Abs. 2 i.V.m. <span class="artref">Art. 117 BGG</span>). Dies bedeutet, dass anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheides klar und detailliert darzulegen ist, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen, während auf appellatorische Ausführungen nicht eingetreten werden kann (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=07.12.2023&amp;to_date=26.12.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-264%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page264">BGE 140 III 264</a> E. 2.3; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=07.12.2023&amp;to_date=26.12.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">142 III 364</a> E. 2.4). Vorliegend werden keine verfassungsmässigen Rechte als verletzt angerufen und die Ausführungen enthalten auch vom Inhalt her nichts, was sinngemäss Verfassungsrügen begründen könnte. Aber selbst bei voller Kognition würde die Beschwerde daran scheitern, dass sie auf neu eingereichten Unterlagen basiert, die aufgrund des Novenverbotes nicht erst im bundesgerichtlichen Verfahren eingereicht werden können (<span class="artref">Art. 99 Abs. 1 BGG</span>). Im Übrigen fehlt es der Beschwerde auch an den notwendigen Rechtsbegehren (<span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Angesichts der konkreten Umstände ist auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>), zumal mangels einer Vollmacht nicht einmal klar ist, ob die Beschwerde wirklich von einem Anfechtungswillen des Beschwerdeführers getragen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 20. Dezember 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>