B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-6763/2010 U r t e i l v o m 11 . J a n u a r 2 0 1 3 Besetzung Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, Richter Vito Valenti, Gerichtsschreiber Milan Lazic. Parteien G._______, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenversicherung, Rentenrevision, Verfügung vom 1. September 2010. C-6763/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. Der am 22. Februar 1953 geborene und heute in seiner Heimat wohn - hafte spanische Staatsangehörige G._______ (im Folgenden: Beschwer- deführer) arbeitete gemäss dem Auszug aus seinem Individuellen Konto (IK) – mit Unterbrüchen – von 1971 bis 2000 in der Schweiz und ent rich- tete während insgesamt 277 Monaten Beiträge an die obligatorische schweizerische Alters -, Hinterlassenen - und Invalidenversicherung (vgl. vorinstanzliche Akten [im Folgenden: act.] 2). Zuletzt war der Beschwer- deführer als Biegereimitarbeiter bei der F._______ angestellt (vgl. act. 1 und 4). B. Am 3. August 1998 stellte der damals noch verheiratete, jedoch in Tre n- nung lebende , in der Schweiz wohnhafte Beschwerdeführer bei der IV- Stelle der Sozialversicherungsanstalt X._______ (im Folgenden: IV-Stelle X._______) ein Gesuch um Ausrichtung einer ordentlichen Invaliden - rente. Zur Begründung machte er im Wesentlichen Herzbeschwerden in- folge eines Status nach Bypass-Operation geltend (vgl. act. 1). Nach einem gescheiterten beruflichen Wiedereingliederungsversuch (vgl. act. 6, 11-19 sowie 67) wurde dem Beschwerdeführer aufgrund eines psychia- trischen Gutachtens, das ihm eine somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.30), ein Erschöpfungssyndrom (burn -out-Syndrom, ICD -10 Z73.0), einen Status nach Mangel an Entspannung (ICD -10 Z73.2) sowie nach Familienzerüttung (ICD-10 Z63.5) attestierte (vgl act. 68 f.), mit Verfügun- gen vom 30. März 2001 sowie vom 27. April 2001 bei einem Invalidität s- grad von 100% mit Wirkung ab dem 1. Juli 1998 eine ordentli che ganze Rente samt zugehörigen Ehegatten- und Kinderrenten zugesprochen (vgl. act. act. 42 und deren Begründung act. 27 sowie act. 55 f.). C. Im Rahmen des am 3. Dezember 2002 noch von der IV-Stelle X._______ von Amtes wegen eingeleiteten und nach Rückkehr des Beschwerdefü h- rers in seine Heimat zuständigkeitshalber von der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA, im Folgenden auch: Vorinstanz) durchgeführten Revi- sionsverfahrens (vgl. act. 44 und 46) wurde der Beschwerdeführer ge- stützt auf eine Stellungnahme des medizinischen Dienstes vom 28. Juni 2004, wonach keine psychischen Beschwerden mehr bestünden und die kardiologischen Beschwerden eine leichte Verweisungstätigkeit zu 50% erlaubten, mit Vorbescheid vom 8. Dezember 2004 über die vorgesehene C-6763/2010 Seite 3 Kürzung der ganzen auf eine halbe Rente informiert (vgl. act. 52-54, 58 f., 70-72, 80 sowie 83). Infolge der Scheidung des Beschwerdeführers wurden ausserhalb des Revisionsverfahrens die ganze Rente des Beschwerdef ührers neu fes t- gesetzt und die bisher ausgerichteten Zusatz renten mit Verfügung vom 17. Februar 2005 gestrichen. Eine hiergegen am 10. März 2005 eing e- reichte Einsprache wurde mit Entscheid vom 23. Juni 2005 abgewiesen. In Würdigung eines am 10. März 2005 v om Beschwerdeführer eing e- reichten ärztlichen Bericht s kam der medizinische Diens t der Vorinstanz in seiner Stellungnahme vom 26. März 2005 zum Schluss, die Arbeitsu n- fähigkeit des Beschwerdeführers bestehe unverändert weiter. In der Fo l- ge bestätigte die Vor instanz mit Mitteilun gen vom 14. April 2005 bzw. 10. Mai 2005 die bis anhin gewährte ganze Rente (vgl. act. 74, 86 f., act. 88 f., 93 sowie 95). D. Am 7. Mai 2008 leitete die Vorinstanz ein weiteres Revisionsverfahren ein. Gestützt auf die Stellungnahmen ihres medizinischen Dienstes vom 10. Dezember 2008 sowie vom 3. März 2009 , wonach keine psychischen Beschwerden mehr bestünden und die kardiologischen Beschwerden eine leichte Verweisungstätigkeit vollschichtig erlaubten, hob die Vori n- stanz mit Verfügung vom 6. April 2009 die ganze Ren te auf (vgl. act. 102 f., 104 f., 108-110, 113, 115, 119 sowie 121). Mit Urteil vom 7. September 2009 hiess das Bundesverwaltungsgericht eine dagegen erhobene B e- schwerde gut und wies die Sache zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen an die Vorinstanz zurück , nachdem diese die Rückweisung beantragt und sich der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. August 2008 diesem Antrag sinngemäss angeschlossen hatte (vgl. die Akten des Beschwerdeverfahrens C-2644/2009 sowie act. 124 f.). E. Gestützt auf die in der Folge durchgeführten kardiologischen Abklärungen (insbesondere Belastungs-EKG, vgl. act. 126-134 sowie 138-145) und die Stellungnahmen ihres medizinischen Dienstes vom 21. April 2010 sowie vom 29. Juni 2010 (act. 138 und 146) hob die Vorinstanz m it der ihren Vorbescheid vom 20. Juli 2010 (act. 147) im Wesentlichen bestätigenden Verfügung vom 1. September 2010 die Rente des Beschwerdeführers auf (vgl. act. 154). C-6763/2010 Seite 4 F. Mit Beschwerde vom 15. September 2010 (Datum der Postaufgabe) g e- langte der Beschwerdeführer erneut an das Bundesverwaltungsgericht und beantragte sinngemäss die Aufhebung der Verfügung vom 1. Se p- tember 20 10 sowie die Weitergewährung der Rente . Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, aus dem beigelegten ausführlichen Arzt- bericht E 213 vom 16. März 2010 sei klar ersichtlich, dass er aus g e- sundheitlichen Gründen keine Arbeitstätigkeit ausüben dürfe . Er sei auch bereit, sich erneut durch vom Gericht zu bezeichnende Ärzte untersuchen zu lassen. G. Mit Vernehmlassung vom 2 8. Januar 2011 beantragte die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefochtenen Ve r- fügung vom 1. September 2010 . Zur Begründung führte sie sinngemäss aus, die infolge der Rückweisung zusätzlich durchgeführten medizin i- schen Abklärungen zeigten in Ruhe eine normale ventrikuläre Funktion. Die unter Belastung im EKG ersichtlichen Ischämiezeichen seien nicht derart intensiv , dass eine leichte Verweis ungstätigkeit ausgeschlossen wäre. Der beschwerdeweise eingereichte Arztbericht E 213 sei bereits im Rahmen der zusätzlichen Abklärungen berücksichtigt worden. Demnach verbleibe es beim bereits am 13. Januar 2009 durchgeführten Einko m- mensvergleich, gemäss welchem ein rentenausschliessender Invaliditäts- grad von 20% resultiere. H. Nachdem der Beschwerdeführer den mit Zwischenverfügung vom 7. Feb- ruar 2011 einverlangten Verfahrenskostenvorschuss am 16. Februar 2011 geleistet hatte, bestätigte er mit Replik vom 16. Februar 2011 (Datum Postaufgabe) unter Beilage eines kardiologischen Berichts vom 14. Fe b- ruar 2011 sinngemäss seine Anträge. I. In ihrer Duplik vom 18. April 2011 bekräftigte die Vorinstanz ihre Anträge und hielt fest, der medizinische Dienst habe nach Einsicht in den nachge- reichten kardiologischen Bericht v om 14. Februar 2011 seine bisherige Beurteilung bestätigt. J. Mit Verfügung vom 4. Mai 2011 wurde der Schriftenwechsel geschlossen. C-6763/2010 Seite 5 K. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten U n- terlagen wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nach- folgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Zu beurteilen ist die Beschwerde vom 15. September 20 10 gegen di e Verfügung vom 1. September 2010, mit welcher die Vorinstanz die ganze Invalidenrente des Beschwerdeführers aufgehoben hat. 1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im We- sentlichen nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bundesge - setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021 [vgl. auch Art. 37 VGG]) sowie des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1 [vgl. auch Art. 3 Bst. d bis VwVG]). Dabei finden nac h den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln diejenigen Verfahrens - regeln Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeur teilung in Kraft stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2; vgl. auch Art. 53 Abs. 2 VGG). 1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsg ericht B e- schwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, sofern – wie vorliegend – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Als Vori n- stanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen gehört auch die IV -Stelle für Versicherte im Ausl and, die mit Verfügungen über Leistungen der IV befindet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenvers i- cherung [IVG, SR 831.20]). Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.3 Nach Art. 59 ATSG ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundesve r- waltungsgericht legitimiert, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). Der Beschwerdeführer hat am v orinstanzlichen Verfahren als Partei tei l- genommen. Als Verfügungsadressat ist er durch die angefochtene Verf ü- gung besonders berührt und hat an deren Aufhebung bzw. Änderung ein C-6763/2010 Seite 6 schutzwürdiges Interesse. Nachdem auch der Verfahrenskostenvo r- schuss innert Frist geleistet worden ist, kann auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde eingetreten werden (vgl. Art. 60 ATSG, Art. 21 Abs. 3, 52 Abs. 1 und 63 Abs. 4 VwVG). 2. Der Beschwerdeführer ist spanischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Spanien, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einer - seits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten a n- dererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) sowie der darin erwähnten europäischen Verordnungen anwendbar sind. Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, um insbesondere die Gleich behandlung aller Bürger der Vertragsstaaten zu gewährleisten. Soweit – wie vorliegend – weder das FZA und die gestützt darauf anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte abweichende Bestimmungen vorsehen noch allgemeine Rechtsgrundsätze dagegen sprechen, richtet sich die Ausg estaltung des Verfahrens und die Prüfung des Rentenanspruchs alleine nach der schweizerischen Rechtsordnung. Demnach beurteilt sich die vorliegend streitige Frage, ob die Vorinstanz das Leistungsgesuch der Beschwerdeführerin zu Recht abgewiesen hat, allein aufgrund der schweizerischen Rechtsvorschriften (vgl. insb. Art. 2 Abs. 1, Art. 3 Abs. 1 Bst. c und Art. 4 der Verordnung [EWG] Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 [SR 0.831.109.268.1]). Noch keine Anwe n- dung finden vorliegend die am 1. April 2012 in K raft getretenen neuen EU-Verordnungen (Verordnung [EG] Nr. 883/2004 und Verordnung [EG] Nr. 987/2009). Ferner sind die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz nicht an Feststellungen und Entscheide ausländischer Versicherungsträger, Kra n- kenkassen, Behörd en und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und A n- spruchsbeginn gebunden (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI -Praxis 1996, S.179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E.2). Vielmehr unterstehen auch aus dem Ausland stammende Beweismittel der freien Beweiswürdigun g des Gerichts (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [im Fol- genden: EVG; heute: Bundesgericht] vom 11. Dezember 1981 i.S. D; zum Grundsatz der freien Beweiswürdigung BGE 125 V 351 E. 3a). 3. 3.1 Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann gerügt werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (einschliess -C-6763/2010 Seite 7 lich der Überschreitung oder des Missbrauchs von Ermessen), beruhe auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 3.2 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheides eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Tats achen, die jenen Sachverhalt seit- her verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Ve r- waltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Weiter sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen materiellen Rechtssätze massgebend, die bei der E rfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Ge l- tung hatten (BGE 130 V 329). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445). Damit finden grundsätzlich jene materiellen Rechtsvorschriften Anwen - dung, die bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 1. September 2010 in Kraft standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung der streitigen Rentenaufhebung im vorliegend massgebenden Zeitraum von Belang sind (für das IVG: ab 1. Januar 2001 in der Fassung vom 23. Juni 2000 [AS 2000 2685]; ab 1. Juni 2002 in der Fassung vom 8. O kto- ber 1999 [AS 2002 685 sowie AS 2002 701]; ab dem 1. Januar 2003 in der Fassung vom 6. Oktober 2000 [AS 3371 und 3453]; ab dem 1. Januar 2004 in der Fassung vom 21. März 2003 [AS 2003 3837; 4. IV -Revision] und ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV-Revision]; die Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201] in den entsprechenden Fassu n- gen). Noch keine Anwendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene erste Massna hmenpaket der 6. IV-Revision (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]). Ferner sind das ATSG und die Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) anwendbar. Die im ATSG enthaltenen Formulierungen der Arbeits - unfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) sowie der Revision der Invalidenrente und anderer Dauerleistungen (Art. 17) entsprechen den von der Rechtsprechung zur Invalidenversicherung en t- wickelten Begriffen und Grundsätzen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und C-6763/2010 Seite 8 3.3). Daran hat sich auch nach Inkrafttreten der Revision des IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der IVV und ATSV vom 28. Se p- tember 2007 (5. IV -Revision) nichts geändert, weshalb im Folgen den auf die dortigen Begriffsbestimmungen verwiesen wird. Das EVG hat ferner festgestellt, dass der Gesetzgeber das Institut der Revision von Invaliden- renten gemäss Art. 41 IVG (in der bis 31. Dezember 2002 in Kraft g e- standenen Fassung) mit Art. 17 Abs. 1 ATSG in Fortführung der entspre- chenden bisherigen Gerichtspraxis (BGE 130 V 343 E. 3.5, BGE 125 V 369 E. 2, BGE 117 V 198 E. 3a, je mit Hinweisen) beibehalten hat. 3.3 Das Bundes verwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen n icht an die Begründung der B e- gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Im Rahmen seiner Kognition kann es die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212; vgl. BGE 128 II 145 E. 1.2.2, BGE 127 II 264 E. 1b). 3.4 Das Sozialversicherungsverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben die Verwaltung und das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge - schränkt. Zum einen findet er sein Korrelat in den Mit wirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit Hin - weisen); zum anderen umfasst die behördliche und richterliche Abklä - rungspflicht nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des strei - tigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sach - verhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es a b- hängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist (vgl. FRITZ GYGI, a.a.O., S. 43 und 273). In diesem Rahmen haben Ve r- waltungsbehörden und Sozialversicherungsgerichte zusätzliche Abklä - rungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten erge bender An- haltspunkte hinreichender Anlass besteht (vgl. BGE 117 V 282 E. 4a mit Hinweis; Urteil des EVG I 520/99 vom 20. Juli 2000). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (vgl. MAX KUMMER, Grundriss des Zi-C-6763/2010 Seite 9 vilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 1984, S. 136). Im Sozialversicherung s- recht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr- scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sac h- verhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sach verhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen m öglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste wü r- digen (BGE 126 V 353 E. 5b, BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). Führen die von Amtes wegen vorzu nehmenden Abklärungen die Verwal- tung oder das Gericht bei pflicht gemässer Beweiswürdigung zur Übe r- zeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und wei tere Beweismassnahmen könnten an diesem fes t- stehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu ver zichten (antizipierte Beweiswürd igung; UELI KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, Zürich 1999, S. 212, Rz. 450; ALFRED KÖLZ/ ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwa l- tungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 111 und 320; FRITZ GYGI, a.a.O., S. 2 74; vgl. auch BGE 122 II 464 E. 4a, BGE 122 III 219 E. 3c, BGE 120 1b 224 E. 2b, BGE 119 V 335 E. 3c mit Hinweisen). 3.5 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist In- validität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganz e oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit ve r- ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingli ederung verble i- bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psych i- schen Gesundheit bedingte, v olle oder teilweise Unfähigkeit, im bisher i- gen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 3.5.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung) besteht bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% A n- spruch auf eine ganze Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem solchen von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. C-6763/2010 Seite 10 3.5.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fa s- sung haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, welche ihre E r- werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er- halten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres (Wartezeit) ohne wesentlichen Unterbruch durchschn ittlich zu mindestens 40% arbeitsun fähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 Abs. 1 ATSG) sind (Bst. b und c). Der Invaliditätsgrad von Versicherten mit Wohnsitz und gewöhnlichen Aufent halt auss erhalb der Schweiz muss – abgesehen von der vorliegend zutreffenden Ausnahme – der Invaliditäts- grad nach Ablauf der Wartezeit 50% betragen (vgl. Art. 29 Abs. 4 erster Satz IVG in der seit dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung). 3.6 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird eine Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad des Rentenbezügers erheb - lich verändert hat. Anlass zu einer solchen Rentenrevision gibt jede wesentliche Än derung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. BGE 125 V 368 E. 2). Eine Invalidenrente ist daher nicht nur bei einer wesentlichen Ver - änderung des Gesundheitszustandes r evidierbar, sondern auch dann, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5 und BGE 117 V 198 E. 3b mit Hinweisen). Ob eine solche Änderung eingetreten ist , beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhalts - abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensve r- gleichs (bei Anhaltspunkte n für eine Änderung in den erwerblichen Au s- wirkungen des Gesundheitszustands) beruhenden Verfügung mit demje- nigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.4 und BGE 1 25 V 368 E. 2, je mit Hinweisen ). Hingegen ist die unte r- schiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts kein Revisionsgrund; unterschiedliche Beurteilungen sind revisionsrechtlich nur dann beachtlich, wenn sie Ausdruck von Änderu n- gen der tatsächlichen Verhältnisse sind (vgl. BGE 117 V 198 E. 3b, BGE 112 V 387 E. 1b, BGE 112 V 371 E. 2b, je mit Hinweisen sowie SVR 1996 C-6763/2010 Seite 11 IV Nr. 70 S. 104 E. 3a). Auch eine neue Verwaltungs- oder Gerichtspraxis rechtfertigt grundsätzlich keine Revision des laufenden Rentenanspruchs zum Nachteil des Versicherten (vgl. BGE 115 V 308 E. 4a/bb mit Hinwe i- sen). Die weitere Ausrichtung einer Invalidenrente nach einer von Amtes wegen durchgeführten Revision bedarf – sofern dabei keine leistungsbeeinflu s- sende Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde – gemäss Art. 74 ter Bst. f IVV keiner Verfügung. Die blosse Mitteilung eines solchen Revi - sionsergebnisses ist, wenn keine Verfügung verlangt wurde (Art. 74 quater Abs. 1 IVV; bis 31. Dezember 2011 Art. 74 quater IVV), in Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (SVR 2010 IV Nr. 4 S. 8 E. 3.1). 3.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zu r Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenverfahren ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in we l- chem Umfang und gegebenenfalls bezüglich welcher Tätigkeiten der Ver- sicherte arbeitsunfäh ig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistu n- gen dem Versicherten konkret noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 134 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 3.7.1 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs - und Beschwerde - verfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich w e- der die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eing e- reichten oder in Auftrag gegebenen Berichte (vg l. dazu das Urteil des EVG I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2, mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3.a). 3.7.2 Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un- tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- C-6763/2010 Seite 12 lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der m e- dizinischen Situation einleuchtet und ob die Sch lussfolgerungen der E x- perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grun d- sätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeic h- nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be- richt oder als Gutachten (vgl. dazu das Urteil BGer I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a). Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdigung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten au f- zustellen (vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialä rzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen s o- wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürd i- gung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange ni cht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb, mit weiteren Hinweisen). Berichte der behandelnden Ärzte schliesslich sind aufgrund deren auftragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt wie auch für den beha n- delnden Spezialarzt (Urteil des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2). 3.7.3 Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt B e- weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrü n- det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Z u- verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, da ss der befragte Arzt in e i- nem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die U n- parteilichkeit der Beurt eilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). 4. Im Folgenden ist in Würdigung der relevanten Unterlagen in erster Linie zu beurteilen, ob die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt vol l- ständig erhoben und korr ekt gewürdigt und die bisher gewährte ganze C-6763/2010 Seite 13 Rente zu Recht revisionsweise mit Wirkung ab dem 1. Juni 2009 aufg e- hoben hat. 4.1 Nachdem die Vorinstanz im Rahmen des von der IV-Stelle X._______ am 3. Dezember 2002 eingeleiteten Revisionsverfahrens einen Fragebo- gen für die IV -Rentenrevision, einen kardiologischen Bericht vom 26. März 2004, einen aktuellen medizinischen Bericht vom 26. März 2004 sowie einen psychiatrischen Bericht vom 2. April 2004 eingeholt hatte, un- terbreitete sie diese Dokumente ihrem medizinischen Dienst (Dr. med. R._______) zur Stellungnahme (vgl. act. 44-46, 52-54, 58 f. sowie 70-72). Dieser führte aus , laut dem spanischen psychiatrischen Be richt vom 2. April 2004 seien die bis anhin als deutlich invalidisierender Faktor beur- teilten psychischen Beschwerden weggefallen. In kardiologischer Hinsicht sei aufgrund der Angaben im Bericht vom 26. März 2004 , in welchem empfohlen worden sei, einen normalen Alltag ohne körper liche Anstren- gungen zu führen, von einer Leistungsfähigkeit von 50% i n leichten Ver- weisungstätigkeiten aus zugehen (vgl. act. 79 f. ). Nachdem der B e- schwerdeführer mit Schreiben vom 10. März 2005 einen weiteren ärztl i- chen Bericht vom 25. Februar 2005 vorgelegt hatte, revidierte Dr. med. R._______ mit Stellungnahme vom 26. Mär z 2005 seine zuvor abgege- bene Einschätzung dahingehend, dass die Arbeitsunfähigkeit unverändert bleibe. Zur Begründung führte er aus, das neue Zeugnis erwähne eine zuvor nicht dokumentierte Hospitalisation Ende August 2004 und es b e- stehe offenbar eine ausg esprochene Anstrengungsintoleranz, insbeso n- dere auch von psychischer Seite her, weshalb aus spezialärztlicher Sicht von jeglicher Arbeit abgeraten werde. Weil der Rentenanspruch dementsprechend unverändert blieb, orientierte die Vorinstanz den Beschwerdef ührer über das Ergebnis mit einer einf a- chen Mitteilung vom 14. April 2005 bzw. mit der diese ersetzenden Mittei- lung vom 10. Mai 2005 (vgl. act. 74, 86 -89, 93 sowie 95). Der vorliegend relevante Beurteilungszeitraum dauert demnach vom 10. Mai 2005 (einer rechtskräftigen Verfügung gleichgestellte Mitteilung, vgl. E. 3.6 hiervor) bis zum 1. September 2010 (Erlass der angefochtenen Verfügung). 4.2 Die angefochtene Verfügung wurde erlassen, nachdem die am 7. Mai 2008 von Amtes wegen eingeleitete Revision bereits einmal Gegenstand eines Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht gewesen ist (Be- schwerdeverfahren C-2644/2009). Damals gelangte der Beschwerdefü h- rer im Anschluss an die rentenaufhebende Verfügung vom 6. April 2009 mit Beschwerde vom 23. April 2009 an das Bundesverwaltungsge richt C-6763/2010 Seite 14 und legte einen kardiologischen Bericht vom 23. April 2009 vor. Die Vor- instanz legte diesen Bericht ihrem medizinischen Dienst (Dr. med. R._______) vor, der in seiner Stellungnahme vom 16. Juli 2009 (act. 124) darauf hinwies, der Bericht spreche von einer signifikanten Verschlecht e- rung, was nur überprüft werden könne, wenn die zugrunde liegenden Un- tersuchungsergebnisse (insb. Elektrokardiogramm und Echokardi o- gramm) eingeholt würden. Mit Vernehmlassung vom 4. August 2009 be- antragte daher die Vorinstanz die Gutheissung der Beschwerde, die Au f- hebung der angefochtenen Verfügung sowie die Rückweisung zur weit e- ren medizinischen Abklärung des Sachverhalts. Da sich der Beschwerde- führer mit Replik vom 24. August 2009 sinngemäss dem An trag der Vor- instanz angeschlossen hatte, sah sich das Bundesverwaltungsgericht nicht veranlasst, die vorinstanzlichen Akten umfassend zu prüfen, und hiess die Beschwerde mit Urteil vom 7. September 2009 gut, hob die an- gefochtene Verfügung vom 6. April 2009 auf und wies die Sache zur wei- teren medizinischen Abklärung im Sinne der Erwägungen an die Vori n- stanz zurück (vgl. act. 125). In der Folge führte die Vorinstanz ergänzende Abklärunge n durch. Sie holte beim spanischen Sozialversicherungsträger einen aktuel len Arztbe- richt, ein kardiologisches Gutachten, ein e Echokardiographie sowie ein Belastungs-EKG ein. Nachdem der Vorinstanz ein Arztbericht E 213 vom 26. März 2010 sowie eine kardiologischer Bericht vom 23. Februar 2010 übermittelt worden waren, führte Dr. med. R._______ mit Stellungnahme vom 21. April 2010 aus, die neuen Unterlagen bestätigten eine normale ventrikuläre Funktion, es besteh e jedoch sofort Atemnot bei minimsten Anstrengungen. Die Ursache werde allerdings nicht mitgeteilt und er kön- ne k eine abschliessende Beurteilung aufgrund dieser subjektiven Be- schwerden vornehmen. Er bitte deshalb um einen Belastungstest des Versicherten (vgl. act. 126 -128 und 131 -138). Gestützt auf das in der Folge vom Beschwerdeführer eingereichte Belastungs-EKG führte Dr. med. R._______ im Wesentlichen aus, dass im EKG unter Belastung ef- fektiv Ischämiezeichen ersichtlich seien. Die Belastung könne allerdings bis zu einer Stärke durchgeführt werden, welche noch eine leichte Ve r- weisungstätigkeit erlaube. Demnach bleibe es bei seiner ursprünglichen Beurteilung, wonach dem Beschwerdeführer leichte Verweistätigkeiten vollschichtig zumutbar seien (vgl. act. 139-146). 4.3 Allerdings zeigt die einlässliche Prüfung der vorinstanzlichen Akten, dass seit der Rentenzusprache vom 30. März 2001 hinsichtlich der g e- sundheitlichen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nicht die kardialen C-6763/2010 Seite 15 Beschwerden im Vordergrund standen, sondern stets psychische B e- schwerden die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in entschei- dender Weise minderten. So bestätigten zwar bereits im Jahre 1998 der Facharzt für Herzkrankheiten Dr. med. C._______ sowie der behandel n- de Arzt Dr. med. S ._______, dass dem Beschwerdeführer zumindest leichte Verweisungstätigkeiten zumutbar seien (vgl. act. 65 f. ). Da aber in der Folge der Versuch einer Eingliederung erfolglos geblieben ist (vgl. act. 6, 11 -19 sowie 67), schlug der medizinische Dienst der IV -Stelle X._______ eine psychiatrische Begutachtung durch den Psychiater Dr. med. H._______ vor (vgl. act. 68). Dieser attestierte dem Beschwerdefüh- rer mit Gutachten vom 30. Juli 1999 eine somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.30), ein Erschöpfungssyndrom (burn -out-Syndrom, ICD -10 Z73.0), einen Status nach Mangel an Entspannung (ICD -10 Z73.2) sowie nach Familienzerüttung (ICD -10 Z63.5) und erachtete eine Gesam t- leistungfähigkeit von allerhöchstens 20% für gegeben (vgl. act. 69). Auch anlässlich der am 3. Dezember 200 2 von Amtes wegen eingeleit e- ten Rentenrevision wurde letztlich festgestellt, dass die psychischen B e- schwerden den Beschwerdeführer in seiner Leistungsfähigkeit entsche i- dend beeinflussten, h at doch Dr. med. R._______ – nachdem er am 28. Juni 2004 zunächst aufgrund kardialer Beschwerden eine Arbeitsfähigkeit von 50% in leichten Verweisungstätigkeiten attestiert e – im Rahmen des Vorbescheidverfahrens seine ursprüngliche Beurteilung revidiert, da laut dem nachgereichten Bericht von Dr. med. O._______ vom 25. Februar 2005 auch von psychischer Seite her eine ausgesprochene Anstrengung- sintolleranz bestehe und deshalb aus spez ialärztlicher Sicht von jeglicher Arbeit abgeraten werde n müsse. Dr. med. R ._______ übernahm diese Beurteilung und hielt fest , unter diesen Umständen bleibe die Arbeitsun- fähigkeit unverändert (vgl. act. 74 und 89). 4.4 Im Rahmen der vorliegend durchgeführten Revision führte Dr. med. R._______ in seiner Stellungnahme vom 10. Dezember 2008 aus, der Beschwerdeführer weise keine Psychopathologie mehr auf. Er stützte sich dabei allein auf den Bericht des spanischen Facharztes für Psychiat- rie Dr. med. M ._______ vom 24. September 2008 (act. 109) . Dieser Be- richt genügt allerdings den an ein voll beweiswertiges Gutachten gestell- ten Anforderungen in keiner Weise (vgl. E. 3.7 ff. hiervor). Zwar stammt er von einem Facharzt für Psychiatrie (Dr. med. M ._______), doch erweist sich d ie lediglich aus einem Satz bestehende Beurteilung für das Bu n- desverwaltungsgericht weder als schlüssig noch als nachvollziehbar. So ist zum einen nicht feststellbar, ob Dr. med. M._______ Kenntnis der kon-C-6763/2010 Seite 16 kreten Anamnese und Einblick in die medizinischen Vorakten hatte. Dies- bezüglich finden sich keinerlei Angaben im Bericht. Zum andern erweist er sich angesichts der von Dr. med. H._______ im Gutachten vom 30. Juli 1999 festgestellten und für die ursprüngliche Rentenzusprache entschei- denden psychischen Erkrankungen als nicht umfassend. Dementspr e- chend kann vom Bundesverwaltungsgericht nicht nachvollzogen werden, ob die Beurteilung der medizini schen Zusammenhänge sowie Situation zutreffend und ob die Schlussfolgerungen des Experten in sich wi der- spruchsfrei sind. 5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich der Arzt des ärztlichen Dienstes der IVSTA kein umfassendes und präzises Bild der Beschwe r- den machen konnte. Mangels einer zuverlässigen, sämtliche relevanten Leiden umfassenden medizinische n Gesamtbeurteilung ist es dem Bun- desverwaltungsgericht nicht möglich, aufgrund der Akten mit dem im S o- zialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe, in welchem Umfang und ab wann der Beschwerdeführer Anspruch auf ei- ne ordentliche Invalidenrente hat. Im vorinstanzlichen Verfahren ist dem- nach infolge unvollständiger Feststellung des rechtserheblichen Sachve r- halts (vgl. Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 VwVG) ein entscheidwesentlicher medizinischer Aspekt völlig ungeklärt geblieben: Beim Zusammentreffen verschiedener Gesundheitsbeeinträchtigungen ist der Grad der Arbeitsun- fähigkeit jeweils aufgrund einer sämtliche Behinderungen umfassenden fachärztlichen Gesamtbeurteilung zu bestimmen, da sich bei verschied e- nen Einschränkungen die erwerblichen Auswirkungen in der Regel übe r- schneiden (vgl. Urteil des EVG I 850/02 vom 3. März 2003, E. 6.4.1 mit Hinweisen, vgl. auch BGE 137 V 210 E. 1.2.1) – was vorliegend unterlas- sen wurde. Unter diesen Umständen rechtfertigt sich eine Rückweisung an die Vorinstanz zur Vervollständigung der Abklärung des rechtserhebl i- chen Sachverhalts (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Die Beschwerde ist daher insofern teilweise gutzuheissen, als die ang e- fochtene Verfügung vom 1. September 2010 aufzuheben und die Sache gestützt auf Art. 61 Abs. 1 VwVG mit der Anweisung an die Vorinstanz zu- rückzuweisen ist, eine bidisziplinäre fachärztliche Gesamtbegutachtung des Beschwerdeführers (in kardiologischer und psychiatrischer Hinsicht, unter Berücksichtigung der bereits eingeholten ärztlichen Berichte) durch- führen zu lassen und anschliessend neu zu verfügen. C-6763/2010 Seite 17 6. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par- teientschädigung. 6.1 Da eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der beschwerd e- führenden Partei gilt, sind weder dem Beschwerdeführer noch der Vori n- stanz Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 e contrario und 2 VwVG; vgl. BGE 132 V 215 E. 6.1). 6.2 Dem obsiegenden, nicht vertretenen Beschwerdeführer sind nur ver - hältnismässig geringe Kosten entstanden, so dass keine Partei ent- schädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 und 3 und 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird im dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene Verfügung vom 1. September 2010 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter fachärztlicher Gesamtbegutachtung im Sinne der Erwägung 5 über den Rentena n- spruch neu verfüge. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben . Der bereits geleistete Ve r- fahrenskostenvorschuss von Fr. 400. - wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) – die Vorinstanz (Ref-Nr._______) – die Pensionskasse der D._______, _______ (Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen C-6763/2010 Seite 18 Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Stefan Mesmer Milan Lazic Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die U n- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entsche id und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: