<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>KA.2018.00003</span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiberin Bachmann</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 3. Oktober 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Familienausgleichskasse</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___ ist der Ausgleichskasse der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich als Selbständigerwerbender angeschlossen. Er meldete sich mit Gesuch vom 11. Februar 2013 bei deren Familienausgleichskasse zum Bezug von Fami</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lienzulagen für seine Kinder Y.___, geboren 2003, Z.___, geboren 2005 und A.___, geboren 2007, ab 1. Januar 2013 an (Urk. 9/1), worauf ihm die Familien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ausgleichskasse solche ausrichtete (vgl. etwa Urk. 9/7, Urk. 9/10, Urk. 9/12). Mit Änderungsanzeige vom 15. Juli 2016 beantragte X.___ Zulagen auch für das Kind B.___, geboren am 30. November 2015 (Urk. 9/17). Nachdem die Fami</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lienausgleichskasse in der Folge Kenntnis davon erlangt hatte, dass die Kinder Y.___, Z.___ und A.___ seit Juli 2011 Wohnsitz in Tunesien hatten (vgl. Urk. 9/17 ff.), forderte sie unter Hinweis darauf mit Verfügung vom 11. Mai 2017 von X.___ die für den Zeitraum 1. Januar 2013 bis 31. März 2017 für diese Kinder ausgerichteten Zulagen im Gesamtbetrag von Fr. 31'750.-- zurück (Urk. 9/58). Diese Verfügung blieb unangefochten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Gesuch vom 7. Dezember 2017 stellte die den Versicherten seit 1. August 2018 mit wirtschaftlicher Hilfe unterstützende Stadt Zürich, Sozialzentrum Dorf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">linde, für X.___ ein Gesuch um Erlass der Rückerstattung (Urk. 9/78). Die Familienausgleichskasse wies dieses mit Verfügung vom 5. Januar 2018 ab (Urk. 9/80). Dagegen erhob X.___ mit Eingabe vom 1. Februar 2018, ergänzt durch Eingabe vom 2. März 2018, Einsprache (Urk. 9/81 und Urk. 9/85), welche die Ausgleichskasse mit Einspracheentscheid vom 4. April 2018 ebenfalls abwies (Urk. 9/96 = Urk. 2/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob X.___ hierorts mit Eingabe vom 8. Mai 2018 (Urk. 1), ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bessert durch Eingabe vom 24. Mai 2018 (Urk. 5), Beschwerde mit dem sinnge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässen Antrag um Erlass der Rückerstattung. Die Familienausgleichskasse bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragte mit Vernehmlassung vom 14. Juni 2018 Abweisung der Beschwerde (Urk. 8), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 19. Juni 2018 zur Kennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nis gebracht wurde (Urk. 10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Streitig und zu prüfen ist im vorliegenden Verfahren, ob die Beschwerdegegnerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Rückerstattung der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ihm für die Zeit vom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. Januar 2013 bis 31. März 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ausbezahlten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und mit Verfügung vom 11. Mai 2017 wie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der zurückgeforderten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Familienzulagen zu Recht nicht erlassen beziehungsweise ob sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dessen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> guten Glauben richtigerweise verneint hat. Die Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs bzw. die Rückerstattungspflicht als solche bildet vorliegend nicht Streitgegenstand.</span></p><p></p><p class="Normal standard"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 1 des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gesetzes über die Familienzulagen [FamZG] in Verbindung mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG; vgl. auch Art. 4 Abs. 1 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherungsrechts [ATSV]). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der gute Glaube als Erlassvoraussetzung ist nicht schon mit der Unkenntnis des Rechtsmangels gegeben. Der Leistungsempfänger darf sich vielmehr nicht nur keiner böswilligen Absicht, sondern auch keiner groben Nachlässigkeit schuldig gemacht haben. Der gute Glaube entfällt somit einerseits von vornherein, wenn die zu Unrecht erfolgte Leistungsausrichtung auf eine arglistige oder grobfahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lässige Melde- oder Auskunftspflichtverletzung zurückzuführen ist. Anderseits kann sich die rückerstattungspflichtige Person auf den guten Glauben berufen, wenn ihr fehlerhaftes Verhalten nur leicht fahrlässig war. Wie in anderen Berei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen beurteilt sich das Mass der erforderlichen Sorgfalt nach einem objektiven Massstab, wobei aber das den Betroffenen in ihrer Subjektivität Mögliche und Zumutbare (Urteilsfähigkeit, Gesundheitszustand, Bildungsgrad usw.) nicht aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geblendet werden darf (BGE 138 V 218 E. 4 mit weiteren Hinweisen). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halten, das den guten Glauben ausschliesst, braucht nicht in einer Melde- oder Anzeigepflichtverletzung zu bestehen, auch ein anderes Verhalten, z.B. die Un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">terlassung, sich bei der Verwaltung zu erkundigen, fällt in Betracht (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 8C_79/2017 vom 30. Juni 2017, E. 4.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Familienausgleichskasse begründete den angefochtenen Einspracheentscheid im Wesentlichen damit, der Beschwerdeführer habe bei der Anmeldung und der Abklärung der Verhältnisse grobfahrlässig unrichtige Angaben gemacht. Er sei alsdann wiederholt auf das Merkblatt betreffend Kinder mit Wohnsitz im Ausland hingewiesen worden, woraus hervorgehe, dass mit Tunesien kein Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsabkommen und daher für Kinder mit Wohnsitz dort kein Zulagenanspruch bestehe. Ebenso sei der Grund des Aufenthalts im Ausland für die Begründung eines Anspruchs nicht relevant. Bei Anwendung des Mindestmasses an Sorgfalt und Aufmerksamkeit habe der Versicherte erkennen müssen, dass die Auszahlung der Zulagen ab dem Zeitpunkt des Wegzugs der Kinder nach Tunesien unrecht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mässig sei (Urk. 2/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen bringt der Beschwerdeführer zur Hauptsache vor, dass der vorüberge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hende Wegzug der Kinder (zusammen mit deren Mutter) nach Tunesien aus - seinen Sohn Y.___ betreffenden - gesundheitlichen Gründen notwendig gewesen sei. Er (der Beschwerdeführer) sei seitens der Ausgleichskasse nicht darauf auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">merksam gemacht worden, dass er bei Abmeldung seiner Familie aus der Schweiz keinen Zulagenanspruch mehr habe. Er habe daher angenommen, dass er die Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lagen weiterhin erhalte (Urk. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In tatsächlicher Hinsicht ist zwischen den Parteien somit nicht streitig und geht auch aus den Akten hervor (vgl. Urk. 9/17 und Urk. 9/67 ff.; vgl. auch Urk. 1), dass die Kinder Y.___, Z.___ und A.___, für welche der Beschwerdeführer Zulagen bezog, von Juli 2011 bis August 2017 und mithin im von der Rückforderung betroffenen Zeitraum Wohnsitz in Tunesien hatten. Ebenfalls bestreitet der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführer nicht, dass er der Familienausgleichskasse den Wegzug der Kin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der nach Tunesien bzw. den ausländischen Wohnsitz nicht angegeben hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es kann offenbleiben, ob der Umstand, wonach der Beschwerdeführer in seiner Anmeldung vom 11. Februar 2013 angekreuzt hatte, dass die Kinder im gemein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">samen Haushalt wohnten (Urk. 9/1 S. 2 f.) bös- oder mutwillig (um die Zulagen unrechtmässig zu beziehen) erfolgte. Wie die Familienausgleichskasse im ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fochtenen Entscheid zu Recht ausführte, muss dem Beschwerdeführer der gute Glaube jedenfalls daher abgesprochen werden, weil er die gebotene Aufmerksam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit vermissen liess und dadurch die Ausrichtung der nun zurückgeforderten Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lagen grobfahrlässig erwirkt bzw. nicht verhindert hat. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Denn dass es für die Beurteilung des Anspruchs auf Familienzulagen auf den Wohnort des Kindes ankommt (und dieser daher korrekt anzugeben ist), musste auch dem Beschwerdeführer bewusst sein, ging dies doch aus verschiedenen Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständen hervor: So war auf dem vom Beschwerdeführer ausgefüllten und unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zeichneten Antragsformular Familienzulagen für Selbständigerwerbende (Urk. 9/1 S. 1) bereits in den einleitenden Erläuterungen die Frage mit Fettdruck hervorgehoben, ob das Kind im gemeinsamen Haushalt lebt. Alsdann enthielt das Formular in dessen Ziffer 6 den Hinweis auf ein Merkblatt für Kinder mit Wohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sitz oder Ausbildung im Ausland (Urk. 9/1 S. 2), woraus ebenfalls klar zum Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">druck gelangt, dass der ausländische Wohnsitz den Zulagenanspruch beeinflus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen kann. Auch dass in der nämlichen Ziffer – bei fehlendem gemeinsamen Haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halt mit dem Kind – bei jedem Kind genau anzugeben war, wo es lebt, zeigt, dass der Ort, wo das Kind wohnt, für die Beurteilung des Zulagenanspruchs von gros</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ser Bedeutung ist. Aber auch daraus, dass die Zulagenverfügungen unter dem Titel </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">„</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Meldepflicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">“</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> jeweils den Hinweis darauf enthielten, dass – neben anderen meldepflichtigen Lebenssachverhalten – die Änderung des Wohnsitzes des Kindes zu melden war, erhellt, dass der Zulagenanspruch vom Wohnort abhängen kann (vgl. etwa Urk. 9/7 S. 2, Urk. 9/10 S. 2, Urk. 9/12 S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er sei von der Familienausgleichs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kasse nicht darauf aufmerksam gemacht worden, dass er im Falle der Abmeldung seiner Familie keinen Zulagenanspruch mehr habe, verfängt dies nicht. Vielmehr ergab sich – wie ausgeführt - sowohl aus dem vom Beschwerdeführer ausgefüll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Anmeldeformular wie auch aus der in den verschiedenen Zulagenverfügun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen angezeigten Meldepflicht, dass eine Wohnsitzverlegung des Kindes den An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch beeinflussen kann. Vor diesem Hintergrund hätte es bei der gebotenen Aufmerksamkeit am Beschwerdeführer gelegen, sich zumindest bei der Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung nach den Auswirkungen dieser Abmeldung auf den Zulagenanspruch zu erkundigen. Aber auch dass – wie der Beschwerdeführer weiter geltend macht - </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Rückkehr </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seiner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Familie nach Tunesien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">infolge von gesundheitlichen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Proble</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seines Sohnes </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> notwendig geworden sei, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ergibt nichts zu seinen Guns</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten. Zwar </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mag </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dies </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zutreffen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ändert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aber </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> daran, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dass der Beschwerdeführer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Wohnsitzverlegung bzw. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den ausländischen Wohnsitz der Kinder der Fami</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lienausgleichskasse </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflichtwidrig </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemeldet bzw. nicht korrekt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, was im vorliegenden Zusammenhang (vgl. E. 1 hievor)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">allein von Bedeutung ist.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Indem der Beschwerdeführer den auswärtigen Wohnsitz der Kinder im Ausland auf dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anmeldeformular</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht vermerkt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und der Verwaltung auch nicht in an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derer Form zur Kenntnis gebracht hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, hat er nicht das Mindestmass an Aufmerk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">samkeit aufgewendet, das von ihm erwartet werden kann.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Nach dem Gesagten liegt damit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine erhebliche Pflichtwidrigkeit vor, welche die Berufung auf den guten Glauben ausschliesst </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(vgl. dazu etwa auch Urteil des Bundesgerichts 8C_79/2017 vom 30. Juni 2017, E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 5.5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ist jedoch der gute Glaube - im vorliegend massgebenden Rechtssinne - zu ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">neinen, erübrigt sich - da die Voraussetzungen nach Art. 25 Abs. 1 ATSG kumu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lativ zu erfüllen sind - die Prüfung der grossen Härte, was die Verwaltung im angefochtenen Entscheid </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ebenfalls </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu Recht ausgeführt hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Familienausgleichskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubBachmann</p><p></p></div> </div></body></html>