Kantonsgericht Schwyz Verfügung vom 15. November 2022 BEK 2022 141 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin lic. iur. Daniela Pérez-Steiner, Gerichtsschreiber lic. iur. Mathis Bösch. In Sachen A.________, Beschwerdeführer, gegen Betreibungsamt Oberiberg, Tonelimatt 13, 8842 Unteriberg, Beschwerdegegner, betreffend Liegenschaftsschätzung (Beschwerde gegen die Verfügung des Präsidenten des Bezirksgerichts Schwyz vom 16. September 2022, APD 2022 19);- hat die Kantonsgerichtsvizepräsidentin als Vizepräsidentin der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei- bung und Konkurs (Beschwerdekammer),Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben und in Erwägung: 1. Für die im Auftrag des Betreibungsamts Steinen zu verwertende Liegen- schaft des Schuldners A.________ GB Nr. xx in Oberiberg liegt eine Schät- zung im Betrag von Fr. 60‘000.00 vor (Vi-act. 5/2). Auf die hiergegen erhobe- ne Beschwerde des Schuldners wies die untere Aufsichtsbehörde mit Verfü- gung vom 16. September 2022 dem zweiten Eventualantrag des Beschwerde- führers entsprechend (vgl. Vi-act. 1) das Betreibungsamt Oberiberg an, eine Neuschätzung durch einen Sachverständigen anzuordnen, sofern der Be- schwerdeführer innert nicht erstreckbarer Frist von 20 Tagen ab Entschei- dungsdatum einen Kostenvorschuss von Fr. 2‘000.00 überweist. Bei Nichtleis- tung des Kostenvorschusses kann laut Verfügung eine Neuschätzung unter- bleiben. Gegen diese Verfügung beschwert sich der Schuldner rechtzeitig beim Kantonsgericht. Er wiederholt im Wesentlichen die gegen die erste Schätzung und frühere Schätzungsverfügungen gerichteten und vom Vorder- richter abgewiesenen Anträge (Haupt- und erster Eventualantrag) sowie den zweiten Eventualantrag (vgl. Vi-act. 1), wobei er eine neue Fristansetzung zur Bezahlung des Vorschusses bzw. die Abnahme der entsprechenden Frist in der angefochtenen Verfügung verlangt. 2. Ein Entscheid der unteren Aufsichtsbehörde kann an die obere Auf- sichtsbehörde weitergezogen werden (Art. 18 SchKG), wobei sich Weiterzugs- und Novenrecht nach kantonalem Recht richten (Art. 20a SchKG; Kren- Kostkiewicz, OFK, 20. A. 2020, Art. 18 SchKG N 13 f. und Art. 20a SchKG N 26 ff.). Nach § 18 EGzSchKG i.V.m. § 100 JG ist schweizerisches Zivilpro- zessrecht anwendbar. Danach kann mit der Beschwerde nur die unrichtige Rechtsanwendung und/oder die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes durch die Vorinstanz, hier also die untere Aufsichtsbehörde, geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO; zum Ganzen BEK 2017 60 vom 16. Mai 2017 E. 2). Gemäss Art. 321 Abs. 1 ZPO ist die Beschwerde bei der Rechtsmittelinstanz schriftlich und begründet einzureichen. Begründen bedeu-Kantonsgericht Schwyz 3 tet aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird bzw. sich die vorinstanzlichen Erwägungen respektive Überlegungen nicht aufrechterhalten lassen (BGE 147 III 176 E. 4.2.1). Dies setzt voraus, dass der Rechtsmittelkläger im Einzelnen die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich mit diesen argumentativ auseinandersetzt und die Aktenstücke nennt, auf denen seine Kritik beruht (BEK 2021 147 vom 19. November 2021 E. 2 m.H.). 3. Soweit der Beschwerdeführer die Anträge seiner Beschwerde bei der unteren Aufsichtsbehörde wiederholt, ist darauf nicht einzutreten, muss sich die Beschwerde an die obere Aufsichtsbehörde doch gegen die angefochtene Verfügung richten (Art. 18 Abs. 1 SchKG). Im Übrigen nahm die untere Auf- sichtsbehörde die Beschwerde als Kritik an der vorliegenden Schätzung und als Antrag auf eine Neuschätzung entgegen, welchem sie in Abweisung des Hauptantrags um Aufhebung der vorliegenden Schätzung stattgab (an- gef. Verfügung E. 4.2). Gleichermassen wie erstinstanzlich kritisiert der Be- schwerdeführer zweitinstanzlich unter Vergleichen zum Steuerwert und zur Schätzung seiner anderen Liegenschaft in Steinen das Ergebnis der Schät- zung auf Fr. 60‘000.00, ohne sich mit den Erwägungen der angefochtenen Verfügung auseinanderzusetzen, namentlich mit der Begründung, dass die Aufsichtsbehörden von sich aus die Schätzungen nicht inhaltlich überprüfen dürfen. Ebenso wenig setzt er sich mit der Begründung der angefochtenen Verfügung auseinander, dass der Schätzer nicht an Minimalwerte oder etwa allfällige Kataster- oder Brandassekuranzschätzungen gebunden werden kön- ne (angef. Verüfung E. 5.2). Somit setzt sich der Beschwerdeführer mit den Gründen der angefochtenen Verfügung argumentativ im Einzelnen nicht aus- einander und legt die zulässigen Beschwerdegründe auch nicht hinreichend und nachvollziehbar dar. Daher ist auf die Beschwerde präsidial (§§ 40 Abs. 2 und 41 Abs. 1 JG) nicht einzutreten. Soweit der Vorderrichter dem verbleiben- den zweiten Eventualantrag entsprechend eine Neuschätzung anordnete, ist mangels Beschwer auf die Beschwerde auch nicht einzutreten, jedoch dem Kantonsgericht Schwyz 4 Beschwerdeführer die Frist zur Leistung des Kostenvorschusses neu anzuset- zen. Das Verfahren ist kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG);- verfügt: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. Die nicht erstreckbare Frist von 20 Tagen zur Überweisung eines Kostenvorschusses von Fr. 2‘000.00 für die Neuschätzung wird ab Datum des vorliegenden Ent- scheids neu angesetzt. 2. Es werden keine Kosten erhoben. 3. Gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen seit Zustellung nach Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsa- chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Be- schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 4. Zufertigung an den Beschwerdeführer (1/R), das Betreibungsamt Oberi- berg (1/R) und die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten). Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Der Gerichtsschreiber Versand 15. November 2022 kau