<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beautragt zu prüfen, wie er zusammen mit den Kantonen dafür sorgen kann, dass die Berufsschulen (Höhere Fachschule, Fachhochschule mit Bachelor, Bachelor in B.ScN., bzw. Masterabschluss in MNSc) den Studiengang Pädiatrie KJFF in koordinierter Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Ausbildungsort sicherstellen.&nbsp;</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><div><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; text-align:justify; line-height:16pt; widows:0; orphans:0"><span style="font-family:Arial; font-size:11pt">Der Bundesrat teilt die Ansicht der Postulantin in Bezug auf die Bedeutung des pädiatrischen Bereichs der Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und Familien. Im Gesundheits- und Bildungsbereich sorgt der Bund für die Bereitstellung und Weiterentwicklung der notwendigen Rahmenbedingungen, damit die beteiligten Akteure entsprechend ihren Bedürfnissen und Kompetenzen handeln können. Dafür schafft er Rechtsgrundlagen, die Qualität und Sicherheit gewährleisten, so mit dem Gesundheitsberufegesetz, der Umsetzung des Verfassungsartikels Pflege oder den Bildungsverordnungen in der Berufsbildung. Die an der Bildung beteiligten Partner und die Hochschulen haben klar festgelegte Aufgaben: Der Bund ist für die Steuerung und die strategische Entwicklung zuständig, die Kantone für die Umsetzung und Aufsicht, die Organisationen der Arbeitswelt für die Inhalte der beruflichen Grundbildung sowie der höheren Berufsbildung und die Hochschulen für die Studieninhalte.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; text-align:justify; line-height:16pt; widows:0; orphans:0"><span style="font-family:Arial; font-size:11pt">In der Praxis definieren die Branchen- und Berufsverbände die Bildungsinhalte, die Aufteilung auf die Lernorte und die Qualifikationsverfahren einer beruflichen Grundbildung entsprechend den Bedürfnissen der jeweiligen Branche. Auch in der höheren Berufsbildung sind die Organisationen der Arbeitswelt für die Entwicklung und Aktualisierung der Bildungsangebote zuständig, während die Rahmenlehrpläne der höheren Fachschulen in Zusammenarbeit mit den Bildungsanbietern erarbeitet und erlassen werden. Die Hochschulen entscheiden autonom über die Studieninhalte und legen diese in enger Zusammenarbeit mit den betreffenden Akteuren fest, wobei sie sich an deren Bedürfnissen und jenen des Arbeitsmarktes orientieren. Der Bund schreibt den Hochschulen keine Lehrinhalte vor.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; text-align:justify; line-height:16pt; widows:0; orphans:0"><span style="font-family:Arial; font-size:11pt; background-color:#ffffff">Die in diesem Postulat angesprochenen Bereiche werden in einem diversifizierten Angebot an Aus- und Weiterbildungen behandelt. </span><span style="font-family:Arial; font-size:11pt">Auf Ebene der beruflichen Grundbildung ist die Ausbildung Fachfrau/Fachmann Gesundheit EFZ (FaGe) generalistisch ausgerichtet; sie deckt somit die verschiedenen Pflegebereiche ab, darunter auch die pädiatrische Pflege. Bei Lernenden, die ihre Lehre in einem Kinderspital absolvieren, nimmt die pädiatrische Pflege in der Ausbildung einen besonderen Platz ein. Die Studiengänge in Pflege an den höheren Fachschulen (HF) und Fachhochschulen (FH) umfassen ein breites Spektrum an Aufgaben im Bereich Gesundheit, Pflege und Begleitung von Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen. Auch in Praktika können Kompetenzen im Bereich der Pädiatrie erworben werden. </span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; text-align:justify; line-height:16pt; widows:0; orphans:0"><span style="font-family:Arial; font-size:11pt">Auf Tertiärstufe werden zudem zahlreiche Spezialisierungen angeboten: die Ausbildung zu diplomierten Expertinnen und Experten</span><span style="font-family:Arial; font-size:11pt; background-color:#ffffff"> Intensivpflege mit Schwerpunkt Pädiatrie und Neonatologie (NDS HF), die FH-Ausweise und -Diplome im Bereich der Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und Familien sowie die von Universitäts- oder Kinderspitälern bereitgestellten zertifizierenden Ausbildungen in pädiatrischer Pflege. </span><span style="font-family:Arial; font-size:11pt">Diese Spezialisierungen können flexibel, je nach Bedarf der einzelnen Akteure, umgesetzt werden.</span></p><p style="margin-top:3pt; margin-bottom:6pt; text-align:justify; line-height:16pt; widows:0; orphans:0"><span style="font-family:Arial; font-size:11pt">Die Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen sowie mit den Akteuren der Praxis stellt sicher, dass die Bildungsangebote auf deren Bedürfnisse und den Arbeitsmarkt abgestimmt sind. Angesichts der Flexibilität des Systems und seiner Anpassungsfähigkeit, insbesondere dank dem Bottom-up-Ansatz, ist der Bundesrat der Ansicht, dass es weder notwendig noch angemessen ist, den Bildungsinstitutionen top-down Studiengänge in Pädiatrie aufzuerlegen.</span></p></div><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.