<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00461</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204819&amp;W10_KEY=4467139&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00461</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.02.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung und Befehl</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bauverweigerung für bereits erstellte Stützmauer und Böschung sowie Wiederherstellungsbefehl. Aufhebung der Bauverweigerung durch die Vorinstanz.<br/><br/>Die Beschwerdeführenden rügen zu Unrecht, der Entscheid der Vorinstanz beruhe hinsichtlich der Erschliessungsfunktion und der Verkehrsbedeutung des betroffenen Wegs auf einer unrichtigen bzw. ungenügenden Feststellung des massgeblichen Sachverhalts. Der streitbetroffenen Strassenparzelle kommt nur eine bescheidene Erschliessungsfunktion zu, und sie weist nur eine kleine Zahl potenzieller Benutzer auf, weshalb deren Verkehrsbedeutung äusserst gering ist (E. 2).<br/><br/>Die im Anhang zur Verkehrssicherheitsverordnung umschriebenen technischen Anforderungen an Ausfahrten stellen Normalien dar, von denen gestützt auf § 360 Abs. 3 PBG aus "wichtigen Gründen" abgewichen werden kann. Im Unterschied dazu darf von Bauvorschriften mit Gesetzesrang gemäss § 220 Abs. 1 PBG nur abgewichen werden, wenn "besondere Verhältnisse" vorliegen. Der Katalog zulässiger Abweichungen in § 6 VerkehrssicherheitsV ist nicht abschliessend. <br/>Obwohl die erforderliche Sichtweite von 40 m nicht gegeben ist, durfte die Vorinstanz, der ein Beurteilungsermessen zusteht, angesichts der geringen Verkehrsbedeutung und der besonderen örtlichen Verhältnisse (tiefe Geschwindigkeit, nur Rechtsabbiegen möglich) ohne Rechtsverletzung davon ausgehen, dass die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt sei, weshalb eine Abweichung von den Anforderungen gerechtfertigt sei (E. 3).<br/><br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABWEICHUNG">ABWEICHUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSFAHRT">AUSFAHRT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NORMALIEN">NORMALIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃRTLICHE VERHÃLTNISSE">ÃRTLICHE VERHÃLTNISSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SICHTWEITE">SICHTWEITE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSAUFKOMMEN">VERKEHRSAUFKOMMEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSSICHERHEIT">VERKEHRSSICHERHEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 220 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 360 Abs. III PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 6 VerkehrssicherheitsV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 18. Februar 2003 verweigerte der Gemeinderat Mettmenstetten E und D die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r die in Abweichung von der Erschliessungsbewilligung vom 16. Februar 1999 erstellte StÃ¼tzmauer auf den GrundstÃ¼cken Kat.-Nrn. 01 und 02 und befahl er die Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustands.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Den gegen diesen Beschluss von E und D erhobenen Rekurs hiess die Baurekurskommission II nach DurchfÃ¼hrung eines Delegationsaugenscheins am 2. September 2003 gut; der angefochtene Beschluss wurde aufgehoben und der Gemeinderat zur nachtrÃ¤glichen Erteilung der Bewilligung unter den allenfalls gebotenen Nebenbestimmungen eingeladen. Gegen diesen Beschluss gelangten die Nachbarn A und B, welche die Zustellung des baurechtlichen Entscheids verlangt hatten, aber nicht ins Rekursverfahren beigeladen worden waren, an das Verwaltungsgericht. Dieses hiess ihre Beschwerde am 11. Februar 2004 teilweise gut und wies die Akten zu neuer Entscheidung im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Vorinstanz zurÃ¼ck, was bedeutete, dass das Rekursverfahren unter Einbezug der Nachbarn zu wiederholen war.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im zweiten Rechtsgang hiess die Baurekurskommission II nach DurchfÃ¼hrung eines weiteren Delegationsaugenscheins den Rekurs von E und D am 14. September 2004 erneut gut; sie hob den angefochtenen Beschluss vom 18. Februar 2003 auf und lud die BaubehÃ¶rde ein, die Baubewilligung unter den allenfalls gebotenen Nebenbestimmungen zu erteilen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diesen Rekursentscheid gelangten A und B am 20. Oktober 2004 an das Verwaltungsgericht und liessen Aufhebung des Rekursentscheids unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen sowie Wiederherstellung des Gemeinderatsbeschlusses vom 18. Februar 2003 beantragen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vorinstanz schloss am 2. November 2004 auf Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdegegnerschaft liess am 15. November 2004 Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen beantragen. Der Gemeinderat Mettmenstetten liess sich nicht vernehmen.</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Umstritten ist die BewilligungsfÃ¤higkeit der von der Beschwerdegegnerschaft auf der Liegenschaft </span><span>Kat.-Nrn. 01 und 02 </span><span>erstellten StÃ¼tzmauer und BÃ¶schung. Der Gemeinderat Mettmenstetten hat mit Beschluss vom 18. Februar 2003 angeordnet, dass die Anlage so abzuÃ¤ndern sei, dass bei der Einfahrt aus der Wegparzelle Kat.-Nr. 03 in die Privatstrasse Kat.-Nr. 04 aus einer Beobachtungsdistanz von 2,5 m zur Strassengrenze eine Sichtweite von 40 m gewÃ¤hrleistet sei. GemÃ¤ss Rekursentscheid ist dagegen die Anlage ohne eine solche Ãnderung bewilligungsfÃ¤hig. Zwar sei die gemÃ¤ss Anhang zur Verkehrssicherheitsverordnung vom 15. Juni 1983 (VerkehrssicherheitsV; LS 722.15) gebotene Sichtweite wegen der Anlage nicht eingehalten und diese verletze auch § 7 der Strassenabstandsverordnung vom 19. April 1978 (LS 700.4), wonach Mauern und geschlossene Einfriedigungen nur bis zu einer HÃ¶he von 0,8 m an die Strassengrenze gestellt werden dÃ¼rften; freie Sicht bestehe erst bei einer Beobachtungsdistanz von ca. 1 m ab Strassengrenze. Angesichts der geringen Erschliessungs- und Verkehrsbedeutung der Wegparzelle Kat.-Nr. 03 sowie der Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse, die geringe Geschwindigkeiten verlangen wÃ¼rden, und weil bei der Einfahrt in die Privatstrasse Kat.-Nr. 04 ohnehin nach rechts abgebogen werde, was die Kollisionsgefahr verringere, liege hier ein Sonderfall vor, der eine gegenÃ¼ber den Normanforderungen verringerte Sichtweite zulasse.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden rÃ¼gen, der Entscheid der Vorinstanz beruhe hinsichtlich der Erschliessungsfunktion und der Verkehrsbedeutung des betroffenen Wegs auf einer unrichtigen bzw. ungenÃ¼genden Feststellung des massgeblichen Sachverhalts. Der Entscheid sei Ã¼berdies rechtsverletzend, weil die geltend gemachten UmstÃ¤nde kein Abweichen von den in den Verordnungen festgehaltenen technischen Anforderungen rechtfertigten. Eine solche Abweichung sei auch nicht erforderlich, weil die Einfahrt ohne weiteres normgerecht gestaltet werden kÃ¶nne.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Hinsichtlich der Erschliessungsfunktion der Zufahrtsparzelle Kat.-Nr. 03 hat die Vorinstanz erwogen, sie diene lediglich der Erschliessung der GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 05 und 06. Die verkehrsmÃ¤ssige Erschliessung der GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 07, 08 und 09 erfolge Ã¼ber die Strassenparzelle 04 und auch zukÃ¼nftige Bauten auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 10 seien nicht auf die Erschliessung Ã¼ber die Privatstrasse Kat.-Nr. 03 angewiesen. Zu berÃ¼cksichtigen sei Ã¼berdies, dass auch die beiden GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 05 und 06, die durch die Zufahrtsparzelle Kat.-Nr. 03 erschlossen wÃ¼rden, nicht nur von SÃ¼den Ã¼ber die Privatstrasse Kat.-Nr. 04, sondern zusÃ¤tzlich auch von Norden Ã¼ber die Strassenparzellen Kat.-Nrn. 11 und 12 zu erreichen seien. Dass die Zufahrt von Norden gelegentlich durch "wild" parkierte Fahrzeuge auf der Strasse Kat.-Nr. 12 erschwert wÃ¼rde, sei unbeachtlich. Jedenfalls liege auf der Hand, dass die Verkehrsbedeutung der fraglichen Quartierstrasse Ã¤usserst gering sei und dass selbst dann, wenn die Strasse von vereinzelten weiteren Anwohnern und ihren Besuchern befahren werde, von einem sehr geringen Verkehrsaufkommen auszugehen sei. Das habe sich anlÃ¤sslich des Lokaltermins bestÃ¤tigt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Diese AusfÃ¼hrungen sind offenkundig so zu verstehen, dass lediglich die beiden Liegenschaften Kat.-Nr. 05 und 06 zu ihrer Erschliessung auf die Zufahrtsparzelle Kat.-Nr. 03 angewiesen sind, wÃ¤hrend alle Ã¼brigen GrundstÃ¼cke Ã¼ber andere Zufahrten verfÃ¼gen. Diese Feststellung ist, wie sich aufgrund der Akten ergibt, ohne weiteres zutreffend. Die Vorinstanz ist auch nicht davon ausgegangen, dass die Parzelle Kat.-Nr. 03 ausschliesslich von den Bewohnern der beiden Liegenschaften Kat.-Nr. 05 und 06 befahren wird, sondern hat ausdrÃ¼cklich eingerÃ¤umt, dass sie auch von weiteren Anwohnern und ihren Besuchern benÃ¼tzt werden kÃ¶nne. Jedenfalls trifft angesichts der bescheidenen Erschliessungsfunktion und der peripheren Lage des locker Ã¼berbauten Wohnquartiers die Feststellung zu, dass die Verkehrsbedeutung der streitbetroffenen Zufahrt Ã¤usserst gering ist und dass demnach von einem geringen Verkehrsaufkommen auszugehen ist. Dies lÃ¤sst sich bereits aufgrund der Akten Ã¼berprÃ¼fen; ein Augenschein des Verwaltungsgerichts ist nicht erforderlich.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baurekurskommission I hat an ihrem Augenschein vom 18. August 2004 am frÃ¼hen Nachmittag wÃ¤hrend einer halben Stunde nur ein einziges Fahrzeug festgestellt, welches die fragliche Ausfahrt passierte. Am Augenschein des ersten Rechtsgangs im Sommer 2003 wurde wÃ¤hrend 45 Minuten kein einziges Fahrzeug beobachtet. Dass an Werktagen zwischen 06.15 und 08.15 Uhr sowie zwischen 17.00 und 19.00 Uhr hÃ¤ufigere Fahrzeugbewegungen festgestellt wÃ¼rden, ist zu erwarten; gleichwohl kann angesichts der geringen Zahl potenzieller Benutzer der Strasse von einer Ã¤usserst geringen Verkehrsbedeutung ausgegangen werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>UnbegrÃ¼ndet ist auch der Vorwurf, die Sachverhaltsfeststellungen der Baurekurskommission seien widersprÃ¼chlich. Wenn diese im Zusammenhang mit der Frage der Anwendbarkeit der Verkehrssicherheitsverordnung erwogen hat, die fragliche Zufahrt sei als Ã¶ffentlich zu betrachten, weil sie mehreren GrundstÃ¼cken als Zufahrt und damit einem unbestimmten Benutzerkreis diene, so steht das in Ãbereinstimmung mit der spÃ¤teren Feststellung, die Strasse diene zwei GrundstÃ¼cken als gesetzliche Zufahrt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die Baurekurskommission ist zutreffenderweise davon ausgegangen, dass wegen der umstrittenen Mauer und BÃ¶schung im EinmÃ¼ndungsbereich die gemÃ¤ss Anhang zur Verkehrssicherheitsverordnung erforderliche Sichtweite von mindestens 40 m nicht eingehalten ist. Sie hat jedoch erwogen, dass angesichts der geringen Verkehrsbedeutung und der besonderen Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse die Verkehrssicherheit nicht beeintrÃ¤chtigt sei, weshalb gestÃ¼tzt auf § 360 Abs. 3 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) ein Abweichen von den technischen Anforderungen der Verkehrssicherheitsverordnung gerechtfertigt sei.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden bestreiten das Vorliegen besonderer GrÃ¼nde oder besonderer ortsbaulicher VerhÃ¤ltnisse fÃ¼r ein solches Abweichen. Die Durchsetzung der verordnungsgemÃ¤ssen Anforderungen sei auch nicht unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts stellen die im Anhang zur Verkehrssicherheitsverordnung umschriebenen Anforderungen Normalien dar, von denen gestÃ¼tzt auf § 360 Abs. 3 PBG abgewichen werden kann (RB 1999 Nr. 128). WÃ¤hrend von Bauvorschriften mit Gesetzesrang gemÃ¤ss § 220 Abs. 1 PBG nur beim Vorliegen besonderer VerhÃ¤ltnisse abgewichen werden darf, kÃ¶nnen bei Normalien gemÃ¤ss § 360 Abs. 3 PBG "wichtige GrÃ¼nde" ein Abweichen rechtfertigen. Diese geringeren Anforderungen fÃ¼r den Verzicht auf die Durchsetzung der Normalien erklÃ¤ren sich daraus, dass Normalien lediglich richtung­gebend sind, indem sie zeigen, was Fachleute bei durchschnittlichen Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen fÃ¼r angemessen halten (RB 1981 Nr. 130 = ZBl 82/1981, S. 463 = ZR 81 Nr. 6 = BEZ 1981 Nr. 1; RB 1982 Nr. 142 = BEZ 1982 Nr. 37; RB 1984 Nr. 100 = BEZ 1985 Nr. 5). Kommt die rechtsanwendende BehÃ¶rde im Einzelfall zum Schluss, dass unter den gegebenen UmstÃ¤nden die gesetzlichen Bewilligungsvoraussetzungen â hier insbesondere die hinreichende Verkehrssicherheit gemÃ¤ss § 240 Abs. 1 PBG â erfÃ¼llt sind, ohne dass die technischen Anforderungen der Normalien eingehalten sind, so ist deren Durchsetzung unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig. Die Baurekurskommission ist deshalb zutreffend davon ausgegangen, dass der Katalog zulÃ¤ssiger Abweichungen in § 6 VerkehrssicherheitsV nicht abschliessend ist. GrÃ¼nde fÃ¼r zulÃ¤ssige Abweichungen von den Normanforderungen sind insbesondere besonders geringes Verkehrsaufkommen, Funktion der Ã¼bergeordneten Strasse als ausschliessliche Zufahrt ohne Durchgangsverkehr, bauliche Ausgestaltung oder Zweckbestimmung der Ã¼bergeordneten Strasse, die eine langsame Fahrweise nach sich ziehen (vgl. Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, S. 10-27).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Hier ist die Baurekurskommission nach eingehender PrÃ¼fung der Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse zum Schluss gekommen, die umstrittene Anlage von Mauer und BÃ¶schung auf dem GrundstÃ¼ck der Beschwerdegegnerschaft hÃ¤tten trotz Nichteinhaltung der technischen Anforderungen gemÃ¤ss Anhang zur Strassenabstandsverordnung keine BeeintrÃ¤chtigung der Verkehrssicherheit zur Folge. Diese Beurteilung ist jedenfalls nicht rechtsverletzend. Ob eine Anlage die Verkehrssicherheit beeintrÃ¤chtigt, ist zwar eine Rechtsfrage; mit ihrer Beantwortung ist jedoch in AbhÃ¤ngigkeit von den Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnissen die Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe verbunden, weshalb der Vorinstanz, deren Kognition nicht auf Rechtsfragen beschrÃ¤nkt ist, ein vom Verwaltungsgericht zu respektierendes Beurteilungsermessen zusteht (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 50 N. 73 und 84).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wenn die BeschwerdefÃ¼hrenden vorbringen, die "fraglichen Ausnahmebestimmungen" seien nicht schon dann anzuwenden, wenn irgendwelche UmstÃ¤nde dies rechtfertigten, sondern ihr Anwendungsbereich mÃ¼sste auf "Situationen besonderer Tragweite" beschrÃ¤nkt bleiben, so verkennen sie, dass hier nicht eine Ausnahmebewilligung im Sinn von § 220 PBG, sondern lediglich das in § 360 Abs. 3 PBG vorgesehene Abweichen von technischen Normen in Frage steht. Aufgrund der von ihr umfassend und zutreffend festgestellten Ã¶rtlichen VerhÃ¤ltnisse durfte die Baurekurskommission ohne Rechtsverletzung zum Schluss kommen, dass wegen der geringen Verkehrsbedeutung der beiden in Frage stehenden Strassen, der zu erwartenden tiefen Geschwindigkeiten sowie der Besonderheit, dass bei der Einfahrt von der Wegparzelle Kat.-Nr. 03 in die Privatstrasse Kat.-Nr. 04 Motorfahrzeuge nur nach rechts abbiegen kÃ¶nnen, die Verkehrssicherheit nicht gefÃ¤hrdet und deshalb ein Abweichen von den Anforderungen des Anhangs zur Verkehrssicherheitsverordnung gerechtfertigt ist. Diese Auffassung erweist sich aufgrund der Akten und den anlÃ¤sslich des Augenscheins der Baurekurskommission aufgenommenen Fotografien ohne weiteres als vertretbar. Auch die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen nichts vor, was auf eine konkrete BeeintrÃ¤chtigung der Verkehrssicherheit hinweisen wÃ¼rde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Damit erweist sich die Beschwerde als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten den BeschwerdefÃ¼hrenden aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]), die Ã¼berdies zu einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'200.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) an die Beschwerdegegner zu verpflichten sind (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG).</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'590.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zur HÃ¤lfte und unter solidarischer Haftung auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrenden werden unter solidarischer Haftung zu einer ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'200.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) an die Beschwerdegegnerschaft verpflichtet, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids.</p> <p class="Urteilstext"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>