<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00111</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105782&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00111</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 02.11.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 05.09.2001 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Erteilung von Baubewilligungen ist je nachdem nicht nur von der Erschliessung und der Zonenkonformität abhängig, sondern kann weiteren Voraussetzungen des Bundesrechts und des bundesrechtkonformen kantonalen Rechts unterworfen sein. Die Kantone können demnach ohne Verletzung des Bundesrechts zusätzliche Bauvoraussetzungen statuieren. Der zweite Satz von § 237 Abs. 1 PBG, wonach bei grösseren Überbauungen die Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr gewährleistet sein muss, ist eine solche vom Bundesrecht vorbehaltene selbständige Bauvoraussetzung (E. 5c/bb). Zur Tragweite von § 237 Abs. 1 Satz 2 PBG (E. 5d).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERREICHBARKEIT">ERREICHBARKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHER VERKEHR">ÃFFENTLICHER VERKEHR</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 219 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 237 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 18 PVG</span><br/><span class="gerade">Art. 19 RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 22 lit. II RPG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2000 Nr. 50</span><br/><span class="ungerade">RB 2000 Nr. 93</span><br/><span class="gerade">URP 2000 S. 823</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Der Stadtrat F erteilte der Gesuchstellerin H, und der GrundeigentÃ¼merin D, mit Beschluss vom 1. Juli 1997 unter Auflagen und Bedingungen die baurechtliche Bewilli­gung fÃ¼r den Neu­bau eines Kino- und Einkaufszentrums auf den in der Gewerbezone G 2 gelegenen Grund­stÃ¼cken Kat.Nrn. 01, 02 und 03 an der Xstrasse in F. Das Projekt umfasst zehn KinosÃ¤le mit insgesamt 2458 SitzplÃ¤tzen, VerkaufsflÃ¤chen (FachmÃ¤rkte und Lebens­mittelgeschÃ¤ft) von ca. 8921 m<sup>2</sup>, Restaurant-, Dancing- und Barbetriebe mit insge­samt 753 SitzplÃ¤tzen, diverse NebenrÃ¤ume sowie hÃ¶chstens 800 PW-ParkplÃ¤tze. Diese Nut­zungs­aufteilung ist das Resultat einer ProjektÃ¼berarbeitung; aufgrund der Beurteilung des UmweltvertrÃ¤glichkeitsberichts musste insbesondere die Parkplatzzahl reduziert wer­den. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Eingabe vom 28. Juli 1997 erhob A beim Regierungsrat Rekurs gegen den baurechtlichen Entscheid. Er beantragte, die Baubewilli­gung vom 1. Juli 1997 sei aufzuhe­ben und die Sache im Sinn der AntrÃ¤ge und BegrÃ¼ndun­gen betreffend den Ã¶ffentlichen Ver­kehr und die ParkplÃ¤tze zur ergÃ¤nzenden AbklÃ¤rung und Verbesserung an den Stadtrat F zurÃ¼ckzuweisen. Insbesondere solle eine Ex­pertise abklÃ¤ren, ob das Projekt unter den zusÃ¤tzlich geforderten Bedingungen und Aufla­gen als "hinreichend erschlossen" gelten kÃ¶nne. â Nachdem die Gesuchstellerin ihre Rech­te am strittigen Projekt an die Grundei­gentÃ¼merin abgetreten hatte, wurde das Verfahren auf Begehren der Letzteren am 18. No­vember 1997 sistiert. Im An­schluss an die Eingabe der Bauherrschaft vom 27. November 1998 wurde das Verfahren wieder aufgenommen und der Schriftenwechsel abgeschlossen. Der Regierungsrat wies den Rekurs mit Entscheid vom 9. Februar 2000 ab, soweit er dar­auf eintrat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Entscheid liess A am 17. MÃ¤rz 2000 mit folgenden Rechtsbegeh­ren Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben: </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Es sei der angefochtene RRB Nr. .. vom Februar 2000 aufzu­heben.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2. Es sei der angefochtene baurechtliche Entscheid Nr. .. des Be­schwerdegegners vom 1. Juli 1997 aufzuheben.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3. Es sei die Sache im Sinne der nachfolgenden AntrÃ¤ge und BegrÃ¼n­dung zur ergÃ¤nzenden AbklÃ¤rung und Verbesserung von UVB und UVP an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckzuweisen:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3.1. Es sei das Projekt im Sinne der nachfolgenden AusfÃ¼hrungen unter folgenden Bedingungen und Auflagen neu zu prÃ¼fen:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3.1.1. Erschliessung mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>a) Bis zur Inbetriebnahme des Projekts ist als Erschliessungs­voraus­set­zung die VerlÃ¤ngerung der Tramlinie von ZÃ¼rich-I bis zum Pro­jekt­standort (mit der fÃ¼r die Tramlinien der VBZ Ã¼b­li­chen Fahr­plan­dichte) zu realisieren.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>b) Eventualiter, bei Abweisung des Antrages a), ist bis zur Inbetrieb­nah­me des Projekts wÃ¤hrend den Betriebszeiten des Kino- und Ein­kaufszentrums ein Direktbetrieb mit der zur hinreichenden Er­schlies­­­sung mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr notwendigen Fahrplan­dichte zwischen dem Bahnhof ZÃ¼rich-II und dem Projekt­stand­ort einzurichten.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>c) Subeventualiter, bei Abweisung der AntrÃ¤ge a) und b), ist ab Inbe­triebnahme des Projekts wÃ¤hrend den Betriebszeiten des Kino- und Einkaufszentrums wenigstens der Fahrplan der ZVV-Buslinie 005 in fÃ¼r die hinreichende Erschliessung mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr notwendigem Mass (mindestens ÃV-GÃ¼teklasse B, subeventualiter C) zu verdichten.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3.1.2. ParkplÃ¤tze:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>a) Die fÃ¼r das Gesamtprojekt zulÃ¤ssige Parkplatzzahl wird gemÃ¤ss der Wegleitung der Baudirektion zur Regelung des Parkplatz-Bedarfs in­ kommunalen Erlassen vom Oktober 1997 ermittelt.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>b) Die Parkplatzzahl (massgeblicher Bedarf) wird unter der Annahme eines Grenzbedarfs von einem Parkplatz pro 8 SitzplÃ¤tze fÃ¼r die Spe­zialnutzung Kino und in BerÃ¼cksichtigung der Doppelnutzun­gen reduziert auf</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>·</span><span> 176 ParkplÃ¤tze (ÃV-GÃ¼teklasse B; davon 28 BeschÃ¤ftigten­park­plÃ¤t­ze und hÃ¶chstens 98 ParkplÃ¤tze fÃ¼r Kunden des Einkaufszen­t­rums);</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>·</span><span> eventualiter 219 ParkplÃ¤tze (ÃV-GÃ¼teklasse C; davon 35 BeschÃ¤f­tigtenparkplÃ¤tze und hÃ¶chstens 130 ParkplÃ¤tze fÃ¼r Kunden des Ein­kaufszentrums);</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>·</span><span> subeventualiter 300 ParkplÃ¤tze (ÃV-GÃ¼teklasse D); davon 41 Be­schÃ¤f­tigtenparkplÃ¤tze und hÃ¶chstens 163 ParkplÃ¤tze fÃ¼r Kunden des Einkaufszentrums).</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>c) Es wird mit geeigneten baulichen und/oder betrieblichen Massnah­men dafÃ¼r gesorgt, dass insbesondere fÃ¼r die Nutzungsart Einkaufs­zentrum nur so viele KundenparkplÃ¤tze tatsÃ¤chlich benÃ¼tzt werden kÃ¶nnen und dÃ¼rfen, wie fÃ¼r diese Nutzungsart berechnet sind.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>d) Es wird mit geeigneten baulichen und/oder betrieblichen Massnah­men dafÃ¼r gesorgt, dass die fÃ¼r die Nutzungsart BeschÃ¤ftigte be­rech­neten ParkplÃ¤tze ausschliesslich fÃ¼r diese Nutzerkategorie zur VerfÃ¼gung steht und nicht von Besuchern/Kunden zweckent­frem­det werden kann.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3.1.3. Flankierende Massnahmen:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>a) Es wird Ziff. 1.7 des angefochtenen Entscheids dahingehend prÃ¤zi­siert, dass fÃ¼r alle BenÃ¼tzerkategorien nie GratisparkplÃ¤tze angebo­ten werden dÃ¼rfen und im Ãbrigen lenkungswirksame ParkgebÃ¼h­ren mit degressiver Preisgestaltung ab der ersten Minute vorge­schrie­ben werden.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>b) Die folgenden Empfehlungen der kantonalen Umweltschutzfach­stel­len werden als Auflage in der Baubewilligung verbindlich an­geordnet:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>·</span><span> Einrichtung eines kostenlosen kundenfreundlichen Hausliefer­diens­tes;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>·</span><span> Bonus fÃ¼r BenÃ¼tzerinnen und BenÃ¼tzer des Ã¶ffentlichen Verkehrs, finanziert aus GebÃ¼hren der Parkplatzbewirtschaftung, in Form der RÃ¼ckerstattung der Kosten fÃ¼r das ÃV-Billet oder Abgabe von Gut­scheinen, insbesondere fÃ¼r ÃV-AbonnementsbenÃ¼tzer.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3.2. Expertise:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3.2.1. Es sei mittels Expertise abzuklÃ¤ren, ob das Projekt unter diesen Be­din­gungen und Auflagen als hinreichend erschlossen bezeichnet wer­den kann.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3.2.2. Bei positivem Ergebnis dieser Expertise sei das Projekt mit diesen Be­dingungen und Auflagen zu bewilligen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>3.2.3. Bei negativem Ergebnis dieser Expertise sei die Bewilligung zu ver­weigern.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>4. Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen..."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>BezÃ¼glich der Parkplatzzahl und -bewirtschaftung unterscheiden sich die Rechtsbe­gehren teilweise von den im Rekursverfahren gestellten AntrÃ¤gen. Einerseits wird zur Be­grÃ¼ndung auf Ãnderungen massgeblicher rechtlicher Grundlagen verwiesen, insbesondere auf den Erlass neuer Immissionsgrenzwerte fÃ¼r Schwebestaub PM10 und auf die Weglei­tung der Baudirektion zur Regelung des Parkplatz-Bedarfs in kommunalen Erlassen vom Oktober 1997 (Wegleitung Parkplatz-Bedarf 1997). Andererseits rÃ¼gt der BeschwerdefÃ¼h­rer die im Entscheid des Regierungsrats fehlende Nutzungszuordnung fÃ¼r die ParkplÃ¤tze und formuliert deshalb die entsprechenden Rechtsbegehren unter Ziff. 3.1.2 neu.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die beiden Beschwerdeantworten stammen vom 24. Mai 2000. Die Gemeinde F beantragt Abweisung der Beschwerde und namentlich Verzicht auf die Einholung weiterer Expertisen, die private Beschwerdegegnerin Ablehnung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Beide Parteien beantragen zudem, die Kosten- und EntschÃ¤digungs­folgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers zu regeln. â Der Regierungsrat hÃ¤lt in seiner Stel­lungnah­me vom 19. April 2000 an seinen ErwÃ¤gungen fest und beantragt Abweisung der Be­schwer­­de. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die ErwÃ¤gungen gemÃ¤ss angefochtenem Entscheid, die weiteren AusfÃ¼hrungen der Parteien und der Inhalt der eingereichten Unterlagen werden, soweit erforderlich, nachfol­gend wiedergegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <h2><span>Legitimation</span></h2> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Beschwerde betrifft die Baubewilligung fÃ¼r einen der UmweltvertrÃ¤glich­keitsprÃ¼fung (UVP) unterstehenden Neubau eines Kino- und Einkaufszentrums. Der Be­schwerdefÃ¼hrer ist unbestrittenermassen eine gesamtschweizerische Umweltschutzorgani­sation, die zur Anfechtung von Entscheiden Ã¼ber UVP-pflichtige Anlagen legitimiert ist (Art. 55 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 [USG] in Verbindung mit Art. 1 sowie dem entsprechenden Anhang der Verordnung Ã¼ber die Bezeichnung der im Bereich des Umweltschutzes sowie Natur- und Heimatschutzes beschwerdeberechtigten Organisa­tionen vom 27. Juni 1990). Auf die rechtzeitig und formrichtig eingereichte Beschwerde ist insoweit einzutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <h2><span>ZulÃ¤ssige RÃ¼gen</span></h2> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Nach feststehender Rechtsprechung kÃ¶nnen die beschwerdeberechtigten Orga­nisationen nicht nur die Verletzung des Umweltschutzrechts des Bundes rÃ¼gen, sondern zudem sÃ¤mtliche im Interesse des Schutzes der Umwelt liegenden, nach Art. 104 des Bun­desrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 (OG) zulÃ¤ssigen RÃ¼gen gegen ein der UVP-Pflicht unterstehendes Projekt erheben und namentlich die Missachtung von kanto­nalem Recht, das in einem engen Sachzusammenhang mit dem anwendbaren Bundesrecht steht, geltend machen (BGE 118 Ib 301 E. 1c; BGE 123 II 337 E. 5a; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼­rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 88 mit weiteren Hinweisen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt einerseits eine unrichtige Feststellung des Sachver­halts im Sinn von § 51 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG), andererseits beruft er sich auf neue Beweismittel und Tatsachen. Solche No­ven sind nach § 52 VRG zulÃ¤ssig, da das Verwaltungsgericht hier nicht als zweite gericht­liche Instanz angerufen wird. Inwieweit der fÃ¼r den Entscheid erhebliche Sachverhalt un­richtig oder ungenÃ¼gend festgestellt ist, muss fÃ¼r die gerÃ¼gten Punkte Ã¼berprÃ¼ft werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <h2><span>PM10 und UVP</span></h2> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, die UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung und der UmweltvertrÃ¤glichkeitsbericht mÃ¼ssten infolge des neuen Immissionsgrenzwerts fÃ¼r Schwebestaub PM10 gemÃ¤ss der Ãnderung der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) vom 15. Dezember 1997 (Anhang 7 zur LRV, AS 1998 223) im Hinblick auf die Belastung der Luft mit diesen feindispersen Schwebestoffen ergÃ¤nzt und verbessert werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Zur Anwendbarkeit des PM10-Immissionsgrenzwerts im Rechtsmittelverfahren und zu den Besonderheiten des Feinstaubs hatte das Verwaltungsgericht bereits im unver­Ã¶ffentlichten Entscheid VB 98.00112/98.00116 vom 23. Juni 1999 Stellung zu nehmen und ausgefÃ¼hrt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"Mit einer Ãnderung der Luftreinhalteverordnung vom 15. Dezember 1997 hat der Bundesrat den Anhang 7 zur LRV durch einen neuen Immissionsgrenzwert fÃ¼r Schwebestaub (PM10) ergÃ¤nzt. Die Ãnde­rung wurde auf den 1. MÃ¤rz 1998 in Kraft gesetzt; nach der zugehÃ¶ri­gen Ãbergangsbestimmung (Ziff. III der Ãnderungsverordnung) mÃ¼s­sen Anlagen, fÃ¼r die eine Baubewilligung oder eine Plangenehmigung erforderlich ist und Ã¼ber die beim Inkrafttreten der Ãnderung noch nicht rechtskrÃ¤ftig entschieden ist, die Anforderungen des neuen Rechts erfÃ¼llen. Der neue Immissionsgrenzwert ist somit im vorlie­genden Verfahren anwendbar.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Bei Schwebestaub PM10 handelt es sich um feindisperse Schwe­be­stoffe mit einem aerodynamischen Durchmesser von weniger als 10 µm (Mikrometer). Diese kleinen Partikel sind gemÃ¤ss neueren Un­tersuchungen in erster Linie fÃ¼r die gesundheitlichen Auswirkungen des Schwebestaubs verantwortlich; der in der frÃ¼heren Fassung von Anhang 7 zur LRV enthaltene Grenzwert fÃ¼r Schwebestaub insgesamt wurde daher durch den neuen Grenzwert fÃ¼r Schwebestaub PM10 er­setzt (vgl. Bundesamt fÃ¼r Umwelt, Wald und Land­schaft, Schwebe­staub: Messung und gesundheitliche Bewertung, Schriftenreihe Um­welt Nr. 270, Bern 1996). Der neue Immissionsgrenzwert betrÃ¤gt 20 µg/m<sup>3</sup> fÃ¼r den Jahresmittelwert und 50 µg/m<sup>3</sup> fÃ¼r den 24-Stunden-Mittelwert, der hÃ¶chstens einmal pro Jahr Ã¼berschritten werden darf."</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese ErwÃ¤gungen treffen auch auf den vorliegenden Fall zu. Deshalb sind die Kon­­sequenzen des neuen Grenzwerts bezÃ¼glich der Anforderungen an die Umweltver­trÃ¤g­lichkeitsprÃ¼fung des strittigen Projekts zu prÃ¼fen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im Rahmen der UVP fÃ¼r das Kino- und Fachmarktzentrum wurden die zu er­wartenden Schwebestaubimmissionen nicht erhoben. Der UmweltvertrÃ¤glichkeitsbericht (UVB) konzentriert sich auf die nach der damaligen Rechtslage und dem damaligen Erfah­rungsstand im Vordergrund stehenden Belastungen mit NO<sub>x</sub> und Ozon. Auch das heute mass­gebliche Luft-Programm fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich / Massnahmenplan Lufthygiene vom 19. Juni 1996 (Luft-Programm 1996) berÃ¼cksichtigt die Belastungssituation beim PM10 noch nicht speziell (vgl. S. 31; immerhin wirken sich die auf "Partikel" bezogenen Mass­nahmen in der Regel auch positiv auf die feineren StÃ¤ube und insbesondere die PM10-Si­tuation aus). Deshalb wurde die Baudirektion vom Regierungsrat beauftragt, das Luft-Pro­gramm an die revidierte LRV anzupassen (Regierungsratsbeschluss vom 28. April 1999, Amtsblatt Nr. 21 vom 28. Mai 1999). Diese vom Regierungsrat zusammen mit Er­gÃ¤n­zun­gen betreffend den Flughafen auf Ende 1999 verlangte Anpassung liegt noch nicht vor. GemÃ¤ss Art. 42 Abs. 3 LRV in Verbindung mit Ziff. IV der Ãnderungsverordnung (AS 1998 223) muss der Massnahmenplan bezÃ¼glich PM10 innerhalb dreier Jahre seit In­kraft­treten des neuen Immissionsgrenzwerts, also (erst) bis zum 1. MÃ¤rz 2001, erstellt wer­den. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Messungen zur Schadstoffbelastung im Kanton ZÃ¼rich ergaben, dass die Immis­sionsgrenzwerte fÃ¼r Feinstaub (PM10) im Jahre 1999 "grossrÃ¤umig und nicht nur an ver­kehrsbelasteten Standorten deutlich Ã¼berschritten" sind (Pressemitteilung der Baudirektion vom 16. MÃ¤rz 2000). Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass diese Feststellung nicht auch auf die PM10-Belastung an der stadt- und strassennahen Lage des umstrittenen Pro­jekts zutrifft. Insbesondere wurden durch das BUWAL ebenfalls in "den StÃ¤dten und Ag­glo­merationen ... PM10-Jahresmittelwerte zwischen 23 und 38 μg/m<sup>3</sup> gemessen" (NA­BEL, Luftbelastung 1999, Schriftenreihe Umwelt Nr. 316, Bern 1999, S. 92); diese Werte liegen klar Ã¼ber dem Grenzwert von 20 µg/m<sup>3</sup>. Inzwischen hat zudem eine Basler Untersu­chung bestÃ¤tigt, dass die Belastung mit PM10 relativ geringe kleinrÃ¤umige Unterscheide aufweist (Martin RÃ¶Ã¶sli, Charlotte Braun-FahrlÃ¤nder, Nino KÃ¼nzli, Lucy Oglesby, Gaston Theis, Markus Camenzind, Patrick Mathys, Johannes Staehelin, Spatial variability of dif­ferent fractions of particulate matter within an urban environment and between urban and rural sites, Journal of the Air &amp; Waste Management Association 2000, S. 174â185). So­dann ist unbestritten, dass sich der Standort der umstrittenen Anlage in einem Gebiet be­findet, in dem die NO<sub>2</sub>-Belastung im Bereich des Immissionsgrenzwerts gemÃ¤ss Anhang 7 LRV von 20 µg/m<sup>3</sup> im Jahresmittel liegt und in StrassennÃ¤he (bei der Xstrasse selber sowie bei der Autobahn) Ã¼berschritten wird. Da der Strassenverkehr einer der Hauptemit­ten­ten nicht nur von NO<sub>2</sub>, sondern auch von PM10 ist (insbesondere Verbrennungsemis­sio­nen sowie Ab­riebspartikel von Strassenbelag, Pneus und BremsbelÃ¤gen; vgl. BUWAL, Schriftenreihe Umwelt Nr. 270, S. 32, sowie Medienmitteilung des UVEK vom 13. April 2000 zu den Luftschadstoff-Emissionen des Strassenverkehrs 1950 bis 2020), muss mit ei­ner Ã¼bermÃ¤s­sigen PM10-Belastung gerechnet werden, die durch eine weitere Verkehrszu­nah­me noch erhÃ¶ht wÃ¼rde. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Zur Beantwortung der Frage, ob die Bewilligung fÃ¼r die strittige Anlage von ei­ner UVP abhÃ¤ngig zu machen ist, die bezÃ¼glich PM10 nach Massgabe des zur Zeit noch ausstehenden Massnahmenplanes ergÃ¤nzt wÃ¼rde, sind weitere AusfÃ¼hrungen im bereits zi­tierten Entscheid des Verwaltungsgerichts von Bedeutung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"Zu beachten ist..., dass Ã¼ber die Herkunft der PM10-Belastung bisher nur wenige Daten verfÃ¼gbar sind. Sowohl fÃ¼r die Ausarbeitung von Pro­gnosen zu den PM10-Immissionen wie auch im Hinblick auf Mass­nah­men zur Verminderung der Bela­stung sind genauere Kenntnisse Ã¼ber die Quellen dieser Schadstoffe erforderlich (BUWAL, Schriftenreihe Umwelt Nr. 270, S. 32 und 80). Beim heutigen Stand des Wissens steht da­her keineswegs fest, dass mit einer ErgÃ¤nzung der UVP innert nÃ¼tz­li­cher Frist eine brauch­bare Prognose der kÃ¼nftigen PM10-Belastung im Gebiet der Na­tio­nal­stras­se beschafft wer­den kÃ¶nnte. Hinzu kommt, dass sich die Belastung ohnehin kaum mit Mass­nahmen an der Anlage selbst reduzieren liesse. Da Schwebestaub PM10 Ã¼ber grosse Di­stanzen ver­frach­tet wird, mÃ¼ssen die entsprechenden Massnahmen ebenfalls auf ei­ne gross­rÃ¤umige Be­trach­tung ausgerichtet werden. Als geeignete Mass­nahmen zur Reduktion der PM10-Emis­sio­nen werden von Fachleuten die Begrenzung der Partikel-Emissionen bei Dieselmotoren, indus­triel­len Anlagen und Feuerungen sowie die EinfÃ¼hrung marktwirt­schaftli­cher In­stru­men­te wie z.B. einer Abgabe auf flÃ¼chtigen organischen Ver­bindungen (VOC) und einer emissionsabhÃ¤ngigen Schwerverkehrs­ab­ga­be erÃ¶rtert (BUWAL, Schrif­tenreihe Umwelt Nr. 270, S. 82). Das sind durchwegs Massnahmen, die nicht am Strassen­projekt, sondern in Er­gÃ¤n­zung zu diesem getroffen werden mÃ¼ssen." </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auch wenn es sich im vorliegenden Fall nicht um ein Nationalstrassenprojekt han­delt, so treffen doch die zitierten AusfÃ¼hrungen zu den strassenseitig mÃ¶glichen â und teil­weise mit den Abgaben inzwischen auf Bundesebene eingefÃ¼hrten â Massnahmen zu. Eben­so ist absehbar, dass es kaum bis zum Ablauf der von der LRV gesetzten Frist mÃ¶g­lich sein wird, den Massnahmenplan bezÃ¼glich PM10 umfassend zu aktualisieren. Nur fÃ¼r einzelne Emissionsquellen wie Dieselmotoren lassen sich genÃ¼gend Grundlagen zusam­men­tragen, um spezifische Massnahmen (beispielsweise auf Baustellen) anzuordnen. Ob es fÃ¼r den beim strittigen Projekt in besonderem Mass anfallenden Personenwagenverkehr in­ner­halb nÃ¼tzlicher Frist mÃ¶glich sein wird, genÃ¼gend detaillierte Angaben Ã¼ber die Emis­sions­quellen (Abrieb Pneus, Abrieb Bremsen, Abrieb Strassen, Aufwirbelung von Staub etc.) zu beschaffen und auch Konzepte fÃ¼r Massnahmen auszuarbeiten, kann dahingestellt bleiben. Denn die Emissionen der strittigen Anlage sind weder von der Menge noch von der Art, dass sie den kÃ¼nftigen Massnahmenplan prÃ¤judizieren wÃ¼rden (BGE 124 II 272 E. 4a mit weiteren Nachweisen). Eine RÃ¼ckweisung des Falls zur ErgÃ¤nzung von UVB und UVP widersprÃ¤che deshalb dem VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip von Art. 5 Abs. 2 der Bun­des­verfassung vom 18. Dezember 1998 (BV). Es kann demnach offen bleiben, ob der Mass­­nahmenplan Ã¼berhaupt negative Vorwirkungen entfalten kann (vgl. Theo Loretan in: Kommentar USG, 1998, Art. 44a N. 48). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <h2><span>Voraussetzungen der Baubewilligung</span></h2> <p class="Einzug1"><span><span> </span></span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Da die UVP wegen des neuen Grenzwerts fÃ¼r PM10 nicht ergÃ¤nzt werden muss, ist zu prÃ¼fen, ob im Ãbrigen die Voraussetzungen zur Erteilung der Baubewilligung erfÃ¼llt sind. </span></p> <p class="Einzug1"><span><span> </span></span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt, die "Erschliessung mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr" ge­nÃ¼ge nicht, um die Baubewilligung fÃ¼r die strittige Anlage zu erteilen, und stellt unter Be­rufung auf § 237 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975/1. Sep­tem­ber 1991 (PBG) entsprechende detaillierte AntrÃ¤ge; zudem verlangt er eine Expertise Ã¼ber die Erschliessung mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr. Den Ausbau des Ã¶ffentlichen Ver­kehrs voraussetzend, beantragt er anschliessend eine Reduktion der Parkplatzzahl sowie flankierende Massnahmen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zwischen der Parkplatzzahl und dem Anschluss an das Ã¶ffentliche Verkehrsnetz be­steht ein direkter Zusammenhang (vgl. Robert Wolf, FÃ¼hrt Ã¼bermÃ¤ssige Luftverschmut­zung zu BaubeschrÃ¤nkungen und Auszonungen?, URP 1991, S. 69â95, S. 74; BGr, 17. Mai 1995, URP 1995 498, S. 507<span>; BGE 120 I</span>b 436 E. 3c<span>). </span>Der BeschwerdefÃ¼hrer ruft den zweiten Satz von § 237 Abs. 1 PBG<span> </span>Ã¼ber die Erreichbarkeit des Vorhabens mit dem Ã¶f­fentlichen Verkehr an. Ob das Vorhaben diese Bauvoraussetzung erfÃ¼llt, ist vor den all­fÃ¤lligen umweltrechtlichen Anforderungen auf der Massnahmenseite zu prÃ¼fen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <h2><span>Erreichbarkeit mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr</span></h2> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) Mit der Baubewilligung vom 1. Juli 1997 wurde die Bauherrschaft verpflich­tet, wÃ¤hrend dreier Jahre einen jÃ¤hrlichen Beitrag von Fr. 300'000.â an den Ausbau und die Verdichtung der Linie 005 des ZÃ¼rcher Verkehrsverbundes (ZVV) zu leisten. Ausgangs­punkt ist der bestehende Halbstundentakt, von Montag bis Freitag in den Stosszeiten durch 20-Minuten- oder Viertelstunden-Intervalle verstÃ¤rkt. Nach dem Entscheid der BaubehÃ¶rde sollen zusÃ¤tzlich montags bis freitags zwischen 17 und 18 Uhr ein 10-Minuten-Takt sowie am Samstag zu den Haupteinkaufszeiten ein Viertelstunden-Takt angeboten werden; zu­dem muss der Betrieb auf die Abendstunden von 20 bis 24 Uhr ausgeweitet und die Linie in dieser Zeit im 20-Minuten-Takt statt nach dem Krankenhaus Y zum Bahnhof F der SihltalâZÃ¼richâUetlibergâBahn (SZU) gefÃ¼hrt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Bei der am 1. September 1991 vorgenommenen Revision des PBG wurde § 237 Abs. 1 PBG unter dem Sachtitel "ZugÃ¤nglichkeit im besonderen" neu gefasst. Satz 1 ver­langt eine "fÃ¼r die betreffende Nutzung hinreichende Zufahrt". Nach Satz 2 muss bei "grÃ¶s­seren Ãberbauungen ... Ã¼berdies die Erreichbarkeit mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr gewÃ¤hr­leistet sein". </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) In ihrem Entscheid hat sich die Vorinstanz zur Anwendung und Tragweite die­ser Bestimmung nicht nÃ¤her geÃ¤ussert, sondern nur festgestellt, die BaugrundstÃ¼cke seien "(auch durch den Ã¶ffentlichen Verkehr) hinreichend erschlossen" und eine Expertise sei nicht durchzufÃ¼hren (vgl E. 8c des Rekursentscheids). Sie liess ausdrÃ¼cklich offen, ob die nicht angefochtene Nebenbestimmung Ã¼ber die BeitrÃ¤ge an den Ausbau der ZVV-Linie fÃ¼r die Erschliessung Ã¼berhaupt notwendig sei. Die Begehren des heutigen BeschwerdefÃ¼hrers bezÃ¼glich des Ausbaus des Ã¶ffentlichen Verkehrsangebots lehnte sie einerseits unter Beru­fung auf das Bundesgericht und die Literatur mit dem Argument ab, dem Bauherrn kÃ¶nnten keine emissionsbegrenzenden Massnahmen auferlegt werden, die nicht in seiner Rechts­sphÃ¤re lÃ¤gen, sondern â wie die Erschliessung mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln â Aufgabe der BehÃ¶rde seien. Andererseits begrÃ¼ndete sie mit BGE 123 II 337 E. 7,<span> </span>es fehle an einer gesetzlichen Grundlage, zu einer Verdichtung des Ã¶ffentlichen Verkehrs zu verpflichten, weil eine solche Massnahme keine Verkehrs- oder Betriebsvorschrift im Sinn von Art. 12 Abs. 1 lit. c USG darstelle; der Bundesgerichtsentscheid vom 17. Mai 1995 (<span>Grancia; </span>URP 1995 498, S. 506) sei nicht generalisierbar. Immerhin anerkannte sie, dass die Bei­trÃ¤ge der Bauherrschaft an den Ausbau der bestehenden Bus-Linie 005 zur Reduktion der von einer solchen Anlage verursachten Immissionen im Sinn von Art. 11 USG beitrage. Im Ãbrigen setzte sie sich intensiv mit der Zahl der ParkplÃ¤tze fÃ¼r die Anlage auseinander (E. 7 des Rekursentscheids).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Vernehmlassung zur Beschwerde argumentiert die Vorinstanz bezÃ¼glich der Erschliessung mit Ã¶ffentlichem Verkehr im Wesentlichen, es gebe aufgrund von Art. 19 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (RPG) keine bundesrecht­liche gesetzliche Pflicht zur Erschliessung mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr. Ihre AusfÃ¼hrun­gen zu § 237 PBG beschrÃ¤nken sich auf den Hinweis darauf, dass die Abstimmung der bau­lichen Entwicklung auf die Verkehrserzeugung und die Verkehrsmittel mehrstufig und hauptsÃ¤chlich in der Nutzungsplanung sowie namentlich mit den Vorschriften Ã¼ber die Zahl der erforderlichen bzw. zulÃ¤ssigen ParkplÃ¤tze erfolge. Aus der Wegleitung Parkplatz-Bedarf 1997 liesse sich entgegen den Vorbringen des BeschwerdefÃ¼hrers nicht ableiten, dass eine Anlage mit Einkaufs- und Kinozentrum einen Standort mit der GÃ¼teklasse B oder wenigstens C haben mÃ¼sse, um bewilligungsfÃ¤hig zu sein. Wenn eine kommunale Park­platz­verordnung bei der Ermittlung der zulÃ¤ssigen Zahl von FahrzeugabstellplÃ¤tzen die Er­schliessung eines Gebiets durch den Ã¶ffentlichen Verkehr berÃ¼cksichtige, halte sie sich an die kantonalrechtlichen Vorgaben. Das Amt fÃ¼r Technische Anlagen und Lufthygiene habe denn auch nur gefordert, dass die VerlÃ¤ngerung der Tramlinie ab ZÃ¼rich-I "nÃ¤­her­ geprÃ¼ft werde". Die ErfÃ¼llung einer bestimmten GÃ¼teklasse des Ã¶ffentlichen Verkehrs (Ã¶V-GÃ¼te­klasse) kÃ¶nne mangels einer gesetzlichen Grundlage im Bundesrecht oder im kantonalen Recht nicht als Bedingung einer baurechtlichen Baubewilligung formuliert werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Von der privaten Beschwerdegegnerin wird geltend gemacht, das Projekt sei zu einem wesentlichen Teil auf Automobilisten ausgerichtet. Soweit die Besucher vom oberen linken Seeufer her kÃ¤men, sei es weder zweckmÃ¤ssig noch realistisch, auf eine vermehrte Be­nÃ¼tzung des Ã¶ffentlichen Verkehrs zu drÃ¤ngen. Die Bau­herrschaft habe sich immerhin unabhÃ¤ngig vom strikten Nachweis einer entsprechen­den Rechtsgrundlage dazu verpflich­tet, im Interesse der Besucher namentlich aus der nÃ¤­heren Umgebung einen namhaften Bei­trag an den Ã¶ffentlichen Verkehr zu leisten. Im Ãb­rigen dienten Angebote des Ã¶ffent­lichen Verkehrs dem Umweltschutz nur, wenn sie von der BevÃ¶lkerung auch angenommen wÃ¼r­den. Bei der Konzession fÃ¼r die 5. Ausbauetappe des Flughafens habe denn auch das Bun­desgericht darauf verzichtet, rechtliche und finan­zielle Sicherungen zur VerÃ¤nderung des Modalsplits vorzusehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Die Gemeinde beruft sich vorerst auf die ErwÃ¤gungen der Vorinstanz im ange­fochtenen Entscheid sowie ebenfalls auf den bereits erwÃ¤hnten BGE 123 II 337<span>. </span>Ãberdies macht sie geltend, § 237 PBG gehe Ã¼ber die bundesrechtlichen Anforderungen an die Er­schliessung gemÃ¤ss Art. 19 Abs. 1 RPG hinaus, ohne dass eine kantonalrechtliche Ordnung sicherstelle, dass die fÃ¼r grÃ¶ssere Ãberbauungen geeigneten Bauzonen zeitgerecht mit hin­reichenden Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar gemacht werden. Sollte eine solche Er­schliessungsregelung als bundesrechtskonform betrachtet werden, so mÃ¼sse mindestens das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip berÃ¼cksichtigt und in Rechnung gestellt werden, dass die kanto­nale Gesetzgebung bundesrechtswidrig die zeitgerechte ErfÃ¼llung dieser Erschlies­sungs­voraussetzung (noch) nicht garantiere (Art. 19 Abs. 2 RPG). Bereits der unbestrittene Beitrag von jÃ¤hrlich Fr. 300'000.â an den Ausbau der Bus-Linie 005 verpflichte die Bau­herr­schaft im Ãbrigen bis an die Grenze der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie es sich mit diesen Vorbringen verhÃ¤lt, ist im Folgenden nÃ¤her zu prÃ¼fen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <h2><span>Erreichbarkeit mit Ã¶V und Raumplanungsrecht</span></h2> <p class="Einzug1"><span><span> </span></span></p> <p class="Einzug1"><span>c) GemÃ¤ss Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG ist die Erschliessung des Landes Vorausset­zung einer Baubewilligung. Es stellt sich die Frage, welche Bedeutung dabei dem Ã¶ffent­lichen Verkehr zukommt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Wann Land im Sinne von Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG erschlossen ist, wird in Art. 19 Abs. 1 RPG definiert. Dieser Erschliessungsbegriff ist ein bundesrechtlicher (AndrÃ© Jomini in: Kommentar RPG, Art. 19 Rz. 10; Alexander Ruch in: Kommentar RPG, Art. 22 Rz. 83) und wird in anderen Bundesgesetzen wie namentlich dem USG im gleichen Sinn verwendet (BGE 117 Ib 308 E. 4a). Das Bundesrecht formuliert allerdings nur minimale, unter polizeilichen Gesichtspunkten erforderliche Voraussetzungen (Leo SchÃ¼rmann/Peter HÃ¤nni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 3. A., Bern 1995, S. 212) und benÃ¼tzt dazu unbestimmte Rechtsbegriffe. Hinsichtlich des Verkehrs verlangt Art. 19 Abs. 1 RPG eine "fÃ¼r die betreffende Nutzung hinreichende Zufahrt" und verweist mit die­ser Wendung auf die fÃ¼r den <i>strassenmÃ¤ssigen Zugang</i> massgeblichen UmstÃ¤nde des Ein­zel­falls wie Lage (z.B. Stadtzentrum, Berggebiet) und Nutzung, insbesondere als Wohn­siedlung, Industrie- oder Gewerbegebiet (EJPD/BRP, ErlÃ¤uterungen zum Bundesgesetz Ã¼ber die Raumplanung, Bern 1981, Art. 19 Rz. 13; Jomini, Art. 19 Rz. 18). Nicht zu den bundesrechtlich notwendigen Erschliessungselementen bzw. zur Erschliessung im engeren Sinn gehÃ¶rt indessen der <i>Ã¶ffentliche Verkehr;</i> er zÃ¤hlt vielmehr zur so genannten Ausstat­tung oder genereller zur Infrastruktur (BGE 123 II 337 E. 5b; EJPD/BRP, Art. 19 Rz. 5; Jomini, Art. 19 Rz. 27; Pierre Moor in: Kommentar RPG, Introduction Rz. 94f.; SchÃ¼r­mann/­HÃ¤nni, S. 212). Der zweite Satz von § 237 Abs. 1 PBG zur Erreichbarkeit mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr erweist sich demnach nicht als kantonale Vorschrift zur Konkretisie­rung von Art. 19 Abs. 1 RPG. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Die Erteilung von Baubewilligungen ist allerdings nicht nur von der Erschlies­sung (sowie der ZonenkonformitÃ¤t, Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG) abhÃ¤ngig, sondern <i>weiteren Voraussetzungen </i>des Bundes- und des (bundesrechtskonformen) kantonalen Rechts unter­worfen (Art. 22 Abs. 3 RPG). Die Kantone kÃ¶nnen ohne Verletzung des Bundesrechts zu­sÃ¤tzliche Bauvoraussetzungen statuieren (EJPD/BRP, Art. 22 Rz. 34; vgl. die Hinweise bei Ruch, Art. 22 Rz. 86ff.). Im Rahmen ihrer raumplanungs- und verkehrsrechtlichen Kompe­tenzen sind sie namentlich befugt, Anforderungen an die Erreichbarkeit von Bauten und An­lagen mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr formulieren. Der zweite Satz von § 237 Abs. 1 PBG ist eine solche vom Bundesrecht vorbehaltene selbstÃ¤ndige kantonalrechtliche Bauvoraus­setzung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Das Gebiet des Kantons ZÃ¼rich soll gemÃ¤ss § 1 des Gesetzes Ã¼ber den Ã¶ffent­li­chen Personenverkehr vom 6. MÃ¤rz 1988 (Personenverkehrsgesetz, PVG) durch einen lei­stungsfÃ¤higen Ã¶ffentlichen Verkehr nach wirtschaftlichen GrundsÃ¤tzen erschlossen wer­den. Zur ErfÃ¼llung dieser Aufgabe wurde der ZÃ¼rcher Verkehrsverbund ZVV eingerichtet (§ 2 PVG). Die Grundsatzbestimmung Ã¼ber das Verkehrsangebot gemÃ¤ss § 18 PVG wird durch die Verordnung Ã¼ber das Angebot im Ã¶ffentlichen Personenverkehr vom 14. Dezem­ber 1988 (AngebotsV) nÃ¤her ausgefÃ¼hrt. § 237 Abs. 1 PBG, der fÃ¼r grÃ¶ssere Ãberbauungen die Erreichbarkeit mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr voraussetzt, verknÃ¼pft diese Verkehrs­recht­setzung mit dem Planungs- und Baurecht (Robert Wolf/Erich Kull, Das revidierte Pla­nungs- und Baugesetz [PBG] des Kantons ZÃ¼rich, Bern 1992, Rz. 64). Ein Widerspruch zum Bundesrecht ist darin nicht zu erkennen. Insbesondere verstÃ¶sst die Bestimmung nicht gegen das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip von Art. 5 Abs. 2 BV. Vielmehr setzt der Kanton ZÃ¼rich auf diese Weise den bundesrechtlichen Planungsgrundsatz von Art. 3 Abs. 3 lit. a RPG um, wonach Wohn- und Arbeitsgebiete einander zweckmÃ¤ssig zugeordnet und durch das Ã¶ffentliche Verkehrsnetz hinreichend erschlossen werden sollen (vgl. Pierre Tschannen in: Kommentar RPG, Art. 3 Rz. 55). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ãhnliche Vorschriften kennen im Ãbrigen auch die Kantone Aargau (§ 32 Abs. 2 des Gesetzes Ã¼ber Raumplanung, Umweltschutz und Bauwesen vom 19. Januar 1993: "Bei Bauten mit intensivem Publikums- oder GÃ¼terverkehr kann Ã¼berdies verlangt werden, dass sie mit einem Ã¶ffentlichen Verkehrsmittel erreichbar sind") und Bern (Art. 74 Abs. 1 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985: "Gebiete, die fÃ¼r eine grÃ¶ssere Zahl von Bewohnern oder ArbeitsplÃ¤tzen bestimmt sind, dÃ¼rfen nur als Bauzone ausgeschieden werden, wenn ihr An­schluss an ein Ã¶ffentliches Verkehrsmittel sichergestellt ist"). Kantone ohne solche Bestim­mungen kÃ¶nnen hingegen kaum Gegensteuer geben, wenn verkehrsintensive Projekte an Standorten "auf der grÃ¼nen Wiese" ohne adÃ¤quate Erschliessung mit Ã¶ffentlichen Verkehrs­mitteln geplant werden, die in StÃ¤dten aus lufthygienischen GrÃ¼nden kaum mehr zu ver­wirk­lichen sind (vgl. dazu Informationsdienst VLP-ASPAN 30. August 2000, S. 2f.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Wegen des engen Zusammenhangs zwischen dem zweiten Satz von § 237 Abs. 1 PBG und der Rechtsetzung Ã¼ber den Ã¶ffentlichen Personenverkehr dient die Ange­botsV bei der Auslegung der PBG-Bestimmung als Richtlinie, ohne dass eine strikte Bin­dung bestehen wÃ¼rde (vgl. sinngemÃ¤ss Wolf/Kull, Rz. 66).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <h2><span>Tragweite von § 237 Abs. 1 Satz 2 PBG</span></h2> <p class="Einzug1"><span><span> </span></span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Dass die geplante Anlage einer grÃ¶sseren Ãberbauung im Sinn des zweiten Sat­zes von § 237 Abs. 1 PBG entspricht, wird zu Recht nicht in Frage gestellt (vgl. Wolf/ Kull, Rz. 65f; Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 2. A., WÃ¤denswil 2000, S. 215). Die Bedeutung dieser Bestimmung fÃ¼r das umstrittene Vorhaben ist deshalb im Folgenden auszuleuchten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Aus der bisherigen Gerichtspraxis lassen sich zur Anwendung von § 237 Abs. 1 PBG auf den vorliegenden Fall keine Hinweise entnehmen. So musste sich das Bundesge­richt in BGE 123 II 337 nicht nÃ¤her zu dieser Bestimmung Ã¤ussern, da der Vorinstanz kei­ne willkÃ¼rliche Rechtsanwendung vorgeworfen worden war; Ã¼berdies handelte es sich um einen Standort, der bereits durch zwei S-Bahn-Linien und drei Regionalbuslinien sowie durch Ortsbuslinien bedient war und deshalb mit der hier zu beurteilenden Situation nicht vergleichbar ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Mit dem zweiten Satz von § 237 Abs. 1 PBG soll die BenÃ¼tzung des Ã¶ffent­li­chen Verkehrs <i>gefÃ¶rdert</i> werden. Diese Bestimmung hat den Zweck, das Personenver­kehrs­gesetz und die AngebotsV mit dem Planungs- und Baugesetz zu verknÃ¼pfen (Proto­koll des Kantonsrats 1987 ‑ 1991, S. 13404). Sie wurde zusammen mit weiteren Vorschrif­ten in das Gesetz eingefÃ¼gt um klarzustellen, "wie dem Anliegen des Umweltschutzes in der Raumplanung und im Ã¶ffentlichen Baurecht Ã¼ber direkt anzuwendende Bundesvor­schrif­ten hinaus nachzukommen ist" (AusfÃ¼hrungen des Regierungsrats zur Abstim­mungs­vorlage vom 1. September 1991 zu den unter dem Titel "VerstÃ¤rkte BerÃ¼cksichtigung des Umweltschutzes" zusammengefassten Ãnderungen). Die Erreichbarkeit grÃ¶sserer Ãberbau­ungen mit den Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln ist konsequenterweise bereits im Rahmen der Groberschliessungsplanung zu sichern (§ 91 PBG). Auswirkungen auf das Angebot an Park­plÃ¤tzen sind beabsichtigt: Bei den "Vorschriften Ã¼ber die FahrzeugabstellplÃ¤tze wird die BerÃ¼cksichtigung und FÃ¶rderung des Ã¶ffentlichen Verkehrs verstÃ¤rkt" (Abstimmungs­vorlage betreffend §§ 242â247 PBG). Das Anliegen, den Ã¶ffentlichen Verkehr zu stÃ¤rken, erfasst im Ãbrigen zu Recht nicht nur den Siedlungs- und Arbeitsverkehr, sondern insbe­sondere auch den Einkaufs- und den immer stÃ¤rker wachsenden Freizeitverkehr. Denn der "Freizeitverkehr ist das wichtigste Verkehrssegment", wie sich aus neuesten Untersuchun­gen ergibt (Ruedi Meier, Nachhaltiger Freizeitverkehr, Chur/ZÃ¼rich 2000, S. 9, vgl. auch S. 11ff.). Deshalb kommt einer Ã¶kologisch gÃ¼nstigen Lokalisierung von Freizeitangeboten lÃ¤ngerfristig eine besonders grosse Bedeutung zu (vgl. Meier, S. 113). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Die Anforderungen an die genÃ¼gende ZugÃ¤nglichkeit fÃ¼r die Ã¶ffentlichen Diens­te und die BenÃ¼tzer richten sich gemÃ¤ss dem ersten Satz von § 237 Abs. 1 PBG nach der kon­kreten Situation, insbesondere nach der Art, Lage und Zweckbestimmung der Bauten oder Anlagen (vgl. Jomini, Art. 19 Rz. 18ff.). FÃ¼r die Erreichbarkeit mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr gemÃ¤ss Satz 2 gelten die gleichen Kriterien. Erreichbarkeit setzt namentlich vor­aus, dass der Zugang auf die <i>entsprechende Nutzung abgestimmt</i> ist. GemÃ¤ss § 219 PBG sind fÃ¼r Bauten und Anlagen, die "besonders starken Verkehr auslÃ¶sen" strengere Bauvor­schriften aufzustellen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Kinozentrum qualifiziert sich mit seinen weiteren Freizeitangeboten als Be­gegnungsstÃ¤tte mit grossem Publikumsverkehr<i>.</i> Die zehn geplanten Kinos sollen insgesamt 2458 SitzplÃ¤tze aufweisen und werden durch Restaurant-, Dancing- und Barbetriebe mit weiteren 753 SitzplÃ¤tzen ergÃ¤nzt. Insgesamt ergibt sich somit eine mÃ¶gliche gleichzeitige Belegung mit maximal 3211 Personen. Da im Rahmen von § 237 Abs. 1 PBG die Gesamt­kapazitÃ¤t der Ãberbauung entscheidend ist (Wolf/Kull, Rz. 67ff.), mÃ¼ssen die durch das Vor­haben potenziell verursachten Verkehrsbewegungen gesamthaft betrachtet werden. Dass eine grosse BegegnungsstÃ¤tte ihr Publikum nicht durch einen einzigen Betrieb mit einer einzigen Veranstaltung anzieht, ist daher nicht massgeblich. Ebenso wenig kann den Ausschlag geben, ob das Publikum auf den gleichen Zeitpunkt hin ankommt und spÃ¤ter wieder gleichzeitig aufbricht. Ãberdies muss in Rechnung gestellt werden, dass wÃ¤hrend der Ãffnungszeiten des Fachmarkts zusÃ¤tzlich zum Freizeitverkehr (Kino, Restaurant, Dan­cing, Bar) noch Einkaufsverkehr anfÃ¤llt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Als Anlage mit besonders grossem Publikumsverkehr muss das umstrittene Vorha­ben demnach durch den Ã¶ffentlichen Verkehr erreichbar sein. Mit anderen Worten ist die Bau­voraussetzung von § 237 Abs. 1 PBG bei solchen Anlagen nur erfÃ¼llt, wenn der Stand­ort Ã¼ber ein leistungsfÃ¤higes und kundenfreundliches Verkehrsangebot verfÃ¼gt und eine at­traktive Alternative zum motorisierten Privatverkehr darstellt (EJPD/BRP, Art. 3 Rz. 44; BGE 120 Ib 436 E. 3c). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Die Erreichbarkeit mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr lÃ¤sst sich vorerst in drei Kom­ponenten unterteilen: Distanz, Verkehrsangebot und massgeblicher Zeitpunkt (Wolf/Kull, Rz. 73ff.). Die geplante Haltestelle befindet sich unbestrittenermassen direkt beim Projekt­gelÃ¤nde und erfÃ¼llt damit in dieser Hinsicht die fÃ¼r solche Zentren zu stellenden Anforde­rungen (vgl. Wolf/Kull, Rz. 74; Fritzsche/BÃ¶sch, S. 216). Dass das erforderliche Angebot im Zeitpunkt der ErÃ¶ffnung des Vorhabens zur VerfÃ¼gung stehen muss, steht ebenso wenig in Frage. Umstritten ist hingegen, ob die Versorgung mit der ZVV-Linie 005 dem § 237 Abs. 1 PBG genÃ¼ge. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Angebot des Ã¶ffentlichen Verkehrs wird einerseits durch die Betriebszeiten (bzw. die Betriebsdauer; vgl. § 8f. AngebotsV) und andererseits durch das Kursangebot (bzw. die Frequenzen der Kurse in die verschiedenen Richtungen; vgl. § 11â13 in Verbin­dung mit § 2 AngebotsV) und die KapazitÃ¤t der Verkehrsmittel bestimmt. § 18 PVG legt fest, dass Ã¼ber die Grundversorgung (Satz 1) hinaus "entsprechend der mÃ¶glichen Nachfra­ge Fahrplanverdichtungen und zusÃ¤tzliche Linien eingefÃ¼hrt" werden. § 2 AngebotsV un­terscheidet in der Folge die Angebotsbereiche 1, 2 und 3. Im Angebotsbereich 3 "wird fÃ¼r grosse, dichte Siedlungsgebiete aufgrund der starken Nachfrage und der Vielfalt der Ver­kehrsbeziehungen ein flÃ¤chendeckendes Angebot festgelegt" (§ 2 lit. c AngebotsV). Die Regel ist ein 15-Minuten-Takt (§ 13 Abs. 1 AngebotsV); das Intervall wird aber weiter verkÃ¼rzt, wenn es die Nachfrage erfordert (nÃ¤mlich auf 10, 7</span><span>½, 6 oder weniger Minuten</span><span>; § 13 Abs. 2 AngebotsV), oder bei mangelnder Nachfrage wÃ¤hrend den Nebenverkehrs­zei­ten auf 30 Minuten ausgedehnt (§ 13 Abs. 3 AngebotsV). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss den SchÃ¤tzungen im Ã¼berarbeiteten UmweltvertrÃ¤glichkeits-Teilbericht zum Verkehr (Vergleich des objektbedingten Verkehrs bei unterschiedlichen Rahmenbe­dingungen, act. 10/21.1.11, Bilder 3 und 4) werden fÃ¼r die Nutzungen Verkauf und Restau­rant 27,5% der Kunden aus der unmittelbaren Nachbarschaft sowie weitere 12,8% aus dem <i>restlichen Stadtgebiet</i> und fÃ¼r die Nutzungen Kino und Dancing 12,4% bzw. 27,3% aus den beiden Gebieten erwartet, was gegen 2300 Fahrten je Tag (DTV) entspricht (siehe act. 10/21.1.11; Grafik 1, bezÃ¼glich Doppelfrequenzen). Wenn tatsÃ¤chlich, wie den Berech­nungen zu Grun­de gelegt, 50â60% dieser Fahrten mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr erfolgen (Bilder 3 und 4), erscheint das vorgesehene, nur marginal erweiterte Angebot der ZVV-Linie 005 bereits fÃ¼r durchschnittliche Tage als ungenÃ¼gend leistungsfÃ¤hig. Noch weniger kann es als attraktive Alternative zum privaten Motorfahrzeugverkehr gelten, wenn die Wochenganglinien fÃ¼r die verschiedenen Nutzungen mit ihren Spitzen am Freitag und Samstag betrachtet werden (act. 10/21.1.11, Tabellen 2: 6000â7000 Fahrten aus allen Richtungen, rund 40% aus der Stadt ZÃ¼rich und davon wiederum gut die HÃ¤lfte mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr). Als spe­zielle Herausforderung fÃ¼r den Ã¶ffentlichen Verkehr erwei­sen sich beim Freizeitverkehr die Abend- und Nachtstunden (Meier, S. 23). Fehlende di­rekte Verbindungen, zu langsame An­reise und zu lange Wartezeiten gehÃ¶ren zu den Hauptpunkten, die von der BenÃ¼tzung des Ã¶ffentlichen Verkehrs zur Reise in die Ferien abhalten (Meier, S. 81). Auch beim Be­such von Veranstaltungen spielt der Faktor Zeit die grÃ¶sste Rolle (Meier, S. 65). Es ist of­fensichtlich, dass drei Kurse pro Stunde eines Ãber­landbusses in keiner Weise genÃ¼gen, um den Verkehr zu den geplanten zehn KinosÃ¤len, den Restaurant-, Bar- und Dancing­be­trieben am Wochenende zu bewÃ¤ltigen. Zum einen ist das BefÃ¶rderungsvolumen der Busse zu klein, zum anderen entstehen beim Umsteigen von dem bzw. auf das Liniennetz der stÃ¤dtischen Verkehrsbetriebe mit seinem abendlichen 12-Minuten-Takt lÃ¤ngere und abends besonders unbeliebte Wartezeiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auch die ZugÃ¤nglichkeit der FachmÃ¤rkte, die wÃ¤hrend der Woche ausserhalb der Stosszeiten lediglich halbstÃ¼ndlich und am Samstag nur wÃ¤hrend zwei ZeitblÃ¶cken vier­telstÃ¼ndlich vom Ã¶ffentlichen Verkehr bedient werden, ist unzureichend, jedenfalls was die Kundschaft betrifft. In ihrer KostenschÃ¤tzung fÃ¼r ein Zusatz-Angebot der ZVV-Linie 005 erach­tet denn auch die SZU weiter reichende Massnahmen als in der Baubewilligung auf­erlegt als notwendig, um ein attraktives Angebot zu gewÃ¤hrleisten, nÃ¤mlich einen durch­gehenden Viertelstundentakt wÃ¤hrend der LadenÃ¶ffnungszeiten; damit wÃ¼rden sich aller­dings die zu­sÃ¤tzlichen jÃ¤hrlich wiederkehrenden Kosten des Ausbaus gut verdoppeln. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer nimmt in seinen AntrÃ¤gen verschiedentlich auf die Ã¶V-GÃ¼te­klassen Bezug, wie sie in der Wegleitung Parkplatz-Bedarf 1997 als ReferenzgrÃ¶sse heran­ge­zogen werden. Richtig ist, dass diese Einteilungen nicht in einer Rechtsnorm festgelegt sind. FÃ¼r die Auslegung der Bestimmungen Ã¼ber die gute Erreichbarkeit grosser, speziell verkehrsintensiver Ãberbauungen kÃ¶nnen sie aber sehr wohl herangezogen werden. Es ist offensichtlich, dass die â zweitschlechteste â Ã¶V-GÃ¼teklasse D, wie sie sich aus der Baube­willigung ergibt, nicht als gute Erreichbarkeit qualifiziert werden kann. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ee) GerÃ¼gt wird die ungenÃ¼gende Anbindung des Vorhabens an das Ã¶ffentliche Ver­kehrsnetz speziell in der Richtung von der und in die Stadt ZÃ¼rich. Als Bauvoraussetzung muss aber die Erreichbarkeit mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr gemÃ¤ss § 237 Abs. 1 PBG in alle massgeblichen Richtungen gegeben sein. Diese Anforderung ist im vorliegenden Fall nicht erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Von F (Ortsbus) und einem kleinen Teil der Ge­mein­de W (ZVV-Linie 005) her lÃ¤sst sich das geplante Fachmarkt- und Kino­zentrum mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr zwar erreichen, wenn auch das Angebot Ã¤hnlich unbefriedigend ist wie fÃ¼r die Stadt ZÃ¼rich. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen ein Drittel der Kundschaft wird aus den Gemeinden des linken Seeufers, aus dem Sihltal und von ZÃ¼rich-Land im Nordwesten der Anlage erwartet. Aus diesem Ã¼brigen Einzugsgebiet<i> </i>lÃ¤sst sich das Fachmarkt- und Kinozentrum mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr nicht direkt, sondern nur Ã¼ber ZÃ¼rich oder das Zentrum F und in der Regel lediglich auf Umwegen erreichen. DemgemÃ¤ss zeigen die AbklÃ¤rungen zum projektbedingten Ver­kehr aus diesen Richtungen weit Ã¼berdurchschnittliche â verschiedentlich bis zu 100% rei­chende â Anteile an privatem Motorfahrzeugverkehr (act. 10/21.1.11, Bilder 3 und 4). Lei­stungsfÃ¤hige, attraktive Verbindungen des Ã¶ffentlichen Verkehrs sind demnach nicht aus­gewiesen; die Kundschaft wÃ¤re mit dem privaten Motorfahrzeug weit besser bedient. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ff) Im Ergebnis ist das Vorhaben nicht gemÃ¤ss § 237 Abs. 1 PBG mit dem Ã¶ffent­li­chen Verkehr erreichbar. Besonders unattraktiv ist das Angebot, wenn zusÃ¤tzliches Um­stei­­gen ab einer S-Bahn-Haltestelle er­forderlich ist (z.B. Jugendliche aus den Gemeinden am linken Seeufer, die das Kinozent­rum besuchen). Dass ein Teil der Kundschaft auch weiter­hin den Privatwagen benÃ¼tzen wird, kann dieser Feststellung nicht entgegen gehalten wer­den (Tschannen, Art. 3 Rz. 55). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>gg) Die Bauherrschaft bringt vor, das strittige Projekt sei zu einem wesentlichen Teil auf Automobilisten ausgerichtet. Zwar fÃ¼hrt § 12 Abs. 2 der Verordnung Ã¼ber die Ver­schÃ¤rfung oder die Milderung von Bauvorschriften fÃ¼r besondere Bauten und Anlagen vom 26. August 1981 (BbauV II) unter lit. b fÃ¼r Grosszentren und BegegnungsstÃ¤tten mit gros­sem Publikumsverkehr eine Alternative zur guten Erreichbarkeit mit dem Ã¶ffentlichen Ver­kehr auf, die "bei vorwiegender Erschliessung mit privaten Motorfahrzeugen" gelten soll. Indessen ist diese Vorschrift nicht anwendbar, widerspricht sie doch § 237 Abs. 1 PBG, der â als Beitrag der Raumplanung an die Verwirklichung des Umweltschutzes â gerade ver­hin­dern will, dass neue grÃ¶ssere Vorhaben auf die Automobilisten ausgerichtet werden. Die Bestimmung des PBG geht jener der Verordnung vor: nÃ¤mlich als hÃ¶herrangige und zudem spÃ¤ter (1991 gegenÃ¼ber 1981) erlassene Norm. Abgesehen davon wÃ¤re auch die Vorausset­zung von § 12 Abs. 2 lit. b BBauV II, dass "der BenÃ¼tzerverkehr direkt oder ohne fÃ¼r die Wohnnutzung vorgesehene Zonen ... zu berÃ¼hren in Strassen fÃ¼r den grossen Durchgangs­verkehr abgeleitet wird", beim strittigen Projekt insbesondere fÃ¼r den ZÃ¼rich-I und F be­rÃ¼h­renden Verkehr in keiner Weise erfÃ¼llt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <h2><span>Probleme ZonenkonformitÃ¤t/ungenÃ¼gende Erschliessung</span></h2> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Das geplante Vorhaben soll in die Gewerbezone G 2 gemÃ¤ss der Bau- und Zo­nen­ordnung der Stadt F zu liegen kommen; besondere Bestim­mungen Ã¼ber Betriebe mit unverhÃ¤ltnismÃ¤ssigem Verkehr im Sinn von § 57 PBG wurden nicht er­lassen. Dass das Projekt grundsÃ¤tzlich zonenkonform ist, wird nicht bestritten. Wie bereits erwÃ¤hnt, ist in­dessen die ZonenkonformitÃ¤t gemÃ¤ss Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG nur eine not­wendige, nicht aber eine hinreichende Voraussetzung fÃ¼r die Erteilung der Baube­willigung (E. 5.c.bb). Da die ZugÃ¤nglichkeit mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr nicht zu den Erschlies­sungselementen im Sinn von Art. 19 Abs. 1 RPG gehÃ¶rt (vgl. E. 5.c.aa), sind im vorliegen­den Fall auch die AbsÃ¤tze 2 und 3 von Art. 19 RPG Ã¼ber die Erschliessungs­pflicht bzw. den Erschliessungs­anspruch nicht anwendbar. Es ist keine Vorschrift aus­zumachen, aus der eine Pflicht abzu­leiten wÃ¤re, jedes als Gewerbezone ausgeschiedene Ge­biet auch fÃ¼r be­sonders verkehrsin­tensive Bauten und Anlagen und namentlich mit dem Ã¶f­fentlichen Ver­kehr zu erschliessen. Es ist vielmehr Aufgabe der Raumplanung, Bauzonen fÃ¼r immis­sions­­trÃ¤chtige Anlagen an geeigneten Orten so auszuscheiden, dass sie mÃ¶glichst wenig Umweltbelastungen bewir­ken, und damit Vorsorge im Sinn der Vermeidung zu be­trei­ben (Pierre Tschannen, Bau- und NutzungsbeschrÃ¤nkungen aufgrund von umwelt­recht­lichen Vorschriften: Zusammen­spiel von Umweltrecht und Raumplanung, URP 1998, S. 486â513, insbesondere S. 493f; vgl. auch Robert Wolf in: Kommentar USG, 2000, Art. 25 N. 7 bezÃ¼glich LÃ¤rm; Informa­tionsdienst VLP-ASPAN 30. August 2000, S. 2f). Indem das PBG bei der Planung die Be­rÃ¼cksichtigung des Ã¶ffentlichen Verkehrs verlangt (vgl. E. 5.d.bb) und in § 237 Abs. 1 PBG als Voraussetzung der Erteilung von Baubewil­ligungen fÃ¼r gros­se Ãberbauungen die Erreichbarkeit mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr vor­schreibt, nimmt das Gesetz seine Len­kungsaufgabe stufengerecht wahr (vgl. Tschannen, URP 1998, S. 491). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Vorinstanz hat richtig festgehalten, dass es nicht Aufgabe der privaten Bauherr­schaft ist, das notwendige Angebot des Ã¶ffentlichen Verkehrs bereit zu stellen. Indessen lÃ¤sst sich daraus kein Anspruch auf die Erteilung der Baubewilligung ableiten. Vorliegend wurde vielmehr eine Lage ausgewÃ¤hlt, die den gesetzlichen Vorgaben fÃ¼r besonders ver­kehrs­induzierende Vorhaben nicht genÃ¼gt. Da die Bauvoraussetzung von § 237 Abs. 1 PBG nicht erfÃ¼llt ist, kann keine Baubewilligung erteilt werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <h2><span>Erreichbarkeit mit Ã¶V und Umweltschutz</span></h2> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Die Anforderung von § 237 Abs. 1 PBG als Bauvoraussetzung steht im Ãbrigen im Einklang mit dem Bundesumweltschutzrecht, das allerdings erst auf der Massnahmen­seite greift (vgl. Tschannen, URP 1998, S. 491f. und 493f.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Die Frage, ob besondere Anforderungen an die Versorgung einer Anlage mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr als Massnahmen an der Quelle (Art. 11 Abs. 1 USG) und Emissions­begrenzungen im Sinn von Art. 12 Abs. 1 USG gelten, wird von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht widerspruchsfrei beantwortet (vgl. die Hinweise bei AndrÃ© Schrade/ Theo Loretan in: Kommentar USG, 1998, Art. 11 N. 17c und Art. 12 N. 29). Dass auch so genannte SekundÃ¤rimmissionen, die durch den Verkehr von und zu einer Anlage erzeugt werden, unter das Regime von Art. 11 in Verbindung mit Art. 12 USG fallen, ist anerkannt. Umstritten ist hingegen, welche mittelbaren Emissionen jeweils als Teil des Betriebs der An­­lage zu berÃ¼cksichtigen sind. BGE 125 II 129 E. 8b klÃ¤rt (bezogen auf die Parkraumbe­wirt­schaftung), dass Anordnungen als Betriebsvorschriften im Sinn von Art. 12 Abs. 1 lit. c USG gelten, die in einem "hinreichend engen Zusammenhang mit dem Betrieb der in Frage stehenden Anlage" stehen und "einen Beitrag zur Verringerung der Emissionen an der Quelle zu leisten" vermÃ¶gen. "Eine sachgerechte Systemabgrenzung verkehrserzeu­gen­der Anlagen muss daher den Verkehr durch Mitarbeiter, Besucher bzw. Kunden, An- und Auslieferung etc. grundsÃ¤tzlich <i>immer </i>miteinbeziehen. Massnahmen bei der Quelle sind hier folglich auch solche, welche die Entstehung der Emissionen dieses Verkehrs verrin­gern" (Schrade/Loretan, Art. 11 N. 17c, Hervorhebung im Original). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die rÃ¤umlich optimale Zuordnung verschiedener Bauzonen kann Substanzielles zur Reduktion des Verkehrsaufkommens beitragen (Tschannen, URP 1998, S. 493f). Sol­che raumplanerischen Entscheide sind dem Umweltschutzrecht vorgelagert (Tschannen, URP 1998, S. 499ff; vgl. auch Wolf, Art. 25 N. 7) und stellen keine Emissionsbegrenzun­gen im Sinn von Art. 12 USG dar. Indessen steht der abschliessenden AufzÃ¤hlung in Art. 12­ Abs. 1 USG nicht entgegen, vom Katalog des USG nicht erfasste emissionsmin­dernde oder gar âvermeidende Massnahmen auf andere gesetzliche Grundlagen abgestÃ¼tzt vorzuschreiben (Schrade/Loretan, Art. 12 N. 10; Wolf, URP 1991, S. 73f). Im Rahmen der kantonalen Massnahmenplanungen gemÃ¤ss Art. 44a USG werden denn auch im Hinblick auf die Reduktion von Ã¼bermÃ¤ssigen Luftschadstoffbelastungen jeweils verschiedene Mass­­nahmen vorgesehen, die nicht oder nicht allein auf Art. 12 USG beruhen (vgl. Schra­de/­Loretan, Art. 12 N. 10; Loretan, Art. 44a N. 26f). Solche Massnahmen enthÃ¤lt das ZÃ¼r­cher Luft-Programm 1996 insbesondere im Teilplan Personen- und GÃ¼terverkehr (vgl. na­mentlich PV 6, PV 7, PV 10 und GV 5). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die strittige â anerkanntermassen Ã¼berdurchschnittlich emittierende â Anlage soll in ein Gebiet zu stehen kommen, in dem die Luftbelastung im Sinn von Art. 11 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 14 USG bzw. Anhang 7 zur LRV Ã¼bermÃ¤ssig ist. Deshalb wÃ¤ren fÃ¼r die neue Anlage verschÃ¤rfte, nicht an das Kriterium der wirtschaftlichen Tragbarkeit gebundene Emissionsbegrenzungen anzuordnen, wie die Vorinstanz in Ãbereinstimmung mit Lehre und Praxis festgestellt hat. Das ZÃ¼rcher Luft-Programm 1996 sieht als Massnah­me PV 7 die "Abstimmung der Siedlungsentwicklung auf die OeV-Erschliessung" vor und verweist bezÃ¼glich der gesetzlichen Grundlagen auf die bereits bestehenden Vorschriften von § 237 PBG und des PVG. Im Massnahmenbeschrieb zur Massnahme PV 7a (von der Ãnderung des Massnahmenplanes durch den Regierungsratsbeschluss vom 28. April 1999, Amtsblatt Nr. 21 vom 28. Mai 1999, nicht tangiert) wird erlÃ¤utert, dass "an mit Ã¶ffentli­chem Verkehr schlecht erschlossenen Lagen nur wenig verkehrsintensive Nutzungen vor­gesehen" sein sollen (S. 76). Die Baudirektion ist beauftragt, diese Vorgaben bei AntrÃ¤gen zur Festsetzung bzw. Genehmigung von Richt- und NutzungsplÃ¤nen sicherzustellen. Es kÃ¶n­nen aber auch keine Baugesuche, die den Anforderungen von § 237 Abs. 1 PBG nicht genÃ¼gen, bewilligt werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <h2><span>Ergebnis</span></h2> <p class="Einzug1"><span><span> </span></span></p> <p class="Einzug1"><span>7. Da die geplante Anlage den Anforderungen an die Erreichbarkeit mit dem Ã¶ffent­lichen Verkehr nicht genÃ¼gt und deshalb nicht alle Voraussetzungen zur Erteilung einer Bau­bewilligung erfÃ¼llt werden, sind die Entscheide des Regierungsrats und des Stadtrats F aufzuheben; eine Expertise zur Frage der genÃ¼genden Erschliessung mit dem Ã¶f­fentlichen Verkehr zu erstellen erÃ¼brigt sich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf die weiteren AntrÃ¤ge und RÃ¼gen des BeschwerdefÃ¼hrers ist nicht einzutreten. Aus der AbhÃ¤ngigkeit der Parkplatzzahl von der Erschliessung durch den Ã¶ffentlichen Ver­kehr ergibt sich indessen ohne weiteres, dass bei einem mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr aus­reichend erschlossenen Projekt die Parkplatzzahl entsprechend zu reduzieren wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <h2><span>Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen</span></h2> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>8. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In Gutheissung der Beschwerde werden der Beschluss des Stadtrats F vom 1. Juli 1997 und der Beschluss des Regierungsrats vom 9. Februar 2000 aufgehoben.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>