Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 8. Oktober 2014 (715 13 297) ____________________________________________________________________ Arbeitslosenversicherung Einstellung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit bejaht, da versicherte Person durch ihr Verhalten der Arbeitgeberin Anlass zur Kündigung gegeben hat; Umstand, dass sich versicherte Person in grossem Dilemma betreffend Strafverfahren befand, muss bei Würdigung des Verschuldens berücksichtigt werden und führt zu Reduktion der Einstelltage Besetzung Präsident Andreas Brunner, Gerichtsschrei berin Margit Campell Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Roman Felix, Advokat, Hauptstrasse 8, Postfach 732, 4153 Reinach gegen Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland , Bahnhofstrasse 32 , 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung A. A.____ arbeitete ab 28. Oktober 2010 bei der B._ ___ AG als Buchhalter. Am 28. Sep- tember 2012 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsv erhältnis unter Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist per 30. November 2012. Am 4. Oktobe r 2012 meldete sich A.____ zur Arbeits- vermittlung beim Regionalen Arbeitsvermittlungszent rum (RAV) und am 28. November 2012 Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht zum Bezug von Taggeldern der Arbeitslosenversicherung (A LV) bei der Öffentlichen Arbeitslo- senkasse (Arbeitslosenkasse) ab 1. Dezember 2012 an. Mit Verfügung vom 10. Januar 2013 stellte die Arbeitslosenkasse A.____ wegen selbstverschuldet er Arbeitslosigkeit für die Dauer von 28 Tagen in seiner Anspruchsberechtigung ein. Eine gegen diese Verfügung gerichtete Einsprache wies die Einspracheinstanz des Amtes für Industri e, Gewerbe und Arbeit (KIGA) Baselland, Abteilung Öffentliche Arbeitslosenkasse, mit Entscheid vom 13. September 2013 ab. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass d ie Kündigung und die daraus resul- tierende Arbeitslosigkeit durch das Verhalten des Beschwer deführers (Verschweigen einer Straftat) zumindest eventualvorsätzlich verursacht worden seien. B. Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte, vertr eten durch Advokat Roman Felix, am 14. Oktober 2013 Beschwerde beim Kantonsgericht Base l-Landschaft, Abteilung Sozialver- sicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, der Ein spracheentscheid vom 13. September 2013 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu ver pflichten, die gesetzlichen Leis- tungen zu erbringen. Insbesondere sei sie anzuhalten, die Taggelder für die 28 Einstelltage zu bezahlen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wur de im Wesentlichen geäussert, dass den Beschwerdeführer kein Verschulden an der Kündigung des Arbeitsverhältnisses treffe. Entge- gen den Ausführungen der Vorinstanz sei er nicht verpf lichtet gewesen, die B.____ AG im Vor- feld seiner Anstellung über das gegen ihn laufende Str afverfahren zu informieren. Zudem sei auch die Anzahl Einstelltage nicht gerechtfertigt und deshalb zu reduzieren. C. Die Beschwerdegegnerin schloss mit Vernehmlassung vom 24. November 2013 auf Abweisung der Beschwerde und verwies zur Begründung in erster Linie auf den angefochtenen Einspracheentscheid. Zusammenfassend hielt sie fest, dass de r Beschwerdeführer zu Recht während 28 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden sei. D. In Rahmen des zweiten Schriftenwechsels (Replik vom 10. März 2014; Duplik vom 19. Mai 2014) hielten die Parteien an ihren Anträgen und Standpunkten fest. Der Präsident zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die o bligatorische Arbeitslosenversi- cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeine n Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentschei de aus dem Bereich der Arbeits- losenversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsge richt erhoben werden. Örtlich zuständig ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mi t Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 der Verordnung über die obl igatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 da s Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit des Ver fügungserlasses die Kontrollpflicht er- füllt. Vorliegend erfüllt der Beschwerdeführer sein e Kontrollpflicht im Kanton Basel-Landschaft. Nach § 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro- zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsge- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht richt Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versiche rungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Auf die beim sachlich und örtlich zuständ igen Gericht form- und fristgerecht ein- gereichte Beschwerde ist somit einzutreten. 1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierend e Person der Abteilung Sozial- versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 10'000.-- durch Präsidialentscheid. Streitig und zu prüfen ist vor liegend, ob die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbe itslosigkeit für die Dauer von 28 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt ha t. Bei einem Taggeld von Fr. 231.35 be- läuft sich der Streitwert auf Fr. 6‘477.80, weshalb d ie Angelegenheit präsidial zu entscheiden ist. 2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person al les Zumutbare unternehmen, um eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen (Schadenminderungspflicht; vgl. BGE 114 V 285 E. 3, 111 V 239 E. 2a, 108 V 165 E. 2a). Kommt sie dieser Verpflichtung nicht nach, kann die zuständige Arbeitslosenkasse eine Einst ellung in der Anspruchsberechti- gung verfügen (vgl. Art. 30 AVIG). Die Einstellung ha t die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für Schäden, die die versicherte Perso n hätte vermeiden oder vermindern können. Als Verwaltungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprinzip beherrscht (vgl. T HOMAS NUSSBAUMER , in: Koller/Müller/Rhinow/Zimmerli, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, A rbeitslosenversicherung, Ba- sel 2007, Rz. 822 ff.). 2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der Anspruchsberech- tigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden a rbeitslos geworden ist. Selbstver- schuldete Arbeitslosigkeit liegt unter anderem dann vor , wenn die versicherte Person durch ihr Verhalten, insbesondere wegen Verletzung arbeitsvertra glicher Pflichten, der Arbeitgeberin An- lass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat (vgl. Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV). Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung im Sinne von A rt. 44 Abs. 1 lit. a AVIV setzt keine fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses aus wichtigen Gründen nach Art. 337 bzw. Art. 346 Abs. 2 des Schweizerischen Obligationenrechts (OR) vom 30. März 1911 voraus. Das unkor- rekte Verhalten muss auch nicht zwingend eine eigentlich e Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten darstellen, sondern es genügt, dass die versicherte Person durch ihr sonstiges Verhal- ten innerhalb und ausserhalb des Betriebs berechtigten Anlass zur Kündigung gab (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, seit 1. Jan uar 2007: Bundesgericht, sozial- rechtliche Abteilungen] vom 8. Oktober 2002, C 392/00, E. 3.1; ARV 1987 Nr. 7; 1982 Nr. 18). Erforderlich ist demnach lediglich ein von der Verwalt ung beziehungsweise dem Gericht nach- gewiesenes vermeidbares Fehlverhalten der versicherten P erson (vgl. J ACQUELINE CHOPARD , Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Zürich 1998, S. 108). Dabei müssen nicht zwin- gend Beanstandungen in beruflicher Hinsicht vorgelegen haben. Es genügt beispielsweise, dass charakterliche Eigenschaften im weiteren Sinne, die den Arbeitnehmer für den Betrieb als untragbar erscheinen lassen, zur Entlassung geführt habe n (vgl. f. E. 1). Von selbstverschul- deter Arbeitslosigkeit im Sinne der Arbeitslosenversicheru ng ist folglich dann auszugehen, wenn und soweit der Eintritt der Arbeitslosigkeit nicht objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht sondern in einem nach den persönlichen Verhältnissen v ermeidbaren Verhalten der versicher- ten Person liegt (vgl. ARV 1998 Nr. 9 S. 44 E. 2b mit Hinweisen; G ERHARD GERHARDS , Kom- mentar zum Arbeitslosenversicherungsgesetz, Bern und Stutt gart 1987, Band I, Rz. 8 zu Art. 30). 2.3 Gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkommens der Inte rnationalen Arbeitsorganisation über Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit vom 21. Juni 1988 (Über- einkommen Nr. 168 der IAO), das für die Schweiz am 17. Oktober 1991 in Kraft trat, kann eine Leistung, auf die eine geschützte Person bei Voll- oder Teilzeitarbeitslosigkeit oder Verdienst- ausfall in Folge einer vorübergehenden Arbeitseinstel lung ohne Unterbrechung des Beschäfti- gungsverhältnisses Anspruch gehabt hätte, nur gekürzt we rden, wenn die zuständige Stelle festgestellt hat, dass die betreffende Person vorsätzlich zu ihrer Entlassung beigetragen hat. Art. 20 lit. b des Übereinkommens Nr. 168 der IAO ist hinreichend bestimmt und klar, um als Grundlage eines Entscheides im Einzelfall dienen zu könne n (vgl. BGE 122 V 54 ff.); er ist da- her direkt anwendbar. Aufgrund des grundsätzlichen Primats des Völkerrechts geht Art. 20 lit. b des Übereinkommens Nr. 168 der IAO Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV vor. Demzufolge führt nicht je- des schuldhafte Verhalten der versicherten Person, das dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat, zu einer Einstell ung in der Anspruchsberechtigung ge- mäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG. Das vorwerfbare Verhal ten muss gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkommens Nr. 168 der IAO vielmehr vorsätzlich erfolgt sein, wobei auch Eventualvorsatz genügt (vgl. Urteile des EVG vom 4. Juni 2002, C 371/ 01, E. 2b und vom 8. August 2002, C 14/01, E. 1.2). Eventualvorsatz ist anzunehmen, wenn die betroffene Person wissen konnte und musste, dass sie durch ihr Verhalten womöglich eine Kündigung bewirkt, und sie eine sol- che in Kauf nimmt (Urteil des Bundesgerichts vom 14. A ugust 2014, 8C_326/2014, E. 2 mit Hinweis auf das Urteil des EVG vom 11. Januar 2001, C 282/00, E. 2b und N USSBAUMER , a.a.O., Rz. 831 S. 2427). Somit darf im Rahmen von A rt. 44 Abs. 1 lit. a AVIG bei blosser Fahr- lässigkeit keine Einstellung in der Anspruchsberechtigung erfolgen (vgl. C HOPARD , a.a.O., S. 76 f.; implizit auch BGE 124 V 236 E. 3b). Diese R echtsprechung ist gemäss Urteil des Bun- desgerichts vom 17. Oktober 2000, C 53/00, auch im Bere ich von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV an- wendbar. 3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verw altungsgerichtsbeschwerde- verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und Gerichte von Amtes wegen für die richtige und vollständ ige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 125 V 195 E. 2; 122 V 158 E. 1a). Dies bedeutet, dass in Bezug auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen vorzunehmen sind, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hin- reichender Anlass besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juni 2009, 8C_106/2009, E. 1 mit weiteren Hinweisen). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl . BGE 125 V 193 E. 2; Urteil des Bundes- gerichts vom 17. Juni 2009, 8C_412/2009, E. 1). Die Mi twirkungspflicht kommt als allgemeiner Verfahrensgrundsatz auch im kantonalen Beschwerdeverfahre n zur Anwendung und bedeutet das aktive Mitwirken der Parteien bei der Feststellung d es Sachverhalts (vgl. T HOMAS LOCHER , Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2 003, S. 446 f., 489 f.; F RITZ GYGI , Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 284 f.). 3.2 Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwer defall das Gericht dürfen eine Tatsache erst und nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (vgl. M AX KUMMER , Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1978, S. 135). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid n ach dem Beweisgrad der überwie- genden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. B ARBARA KUPFER BUCHER , Rechtsprechung des Bun- desgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosen- versicherung und Insolvenzentschädigung, Zürich 2013, S. 161). Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt diesen Beweisanforderun gen nicht. Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, 121 V 47 E. 2a, 121 V 208 E. 6b). Eine Ausnahme hierzu bildet die Anw endung von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV (vgl. dazu Urteil des EVG vom 17. Oktober 2000, C 53/0 0, E. 3a). Praxisgemäss muss das der versicherten Person im Rahmen dieser Bestimmung zur Last g elegte Verhalten in beweismäs- siger Hinsicht klar feststehen, ansonsten eine Einstellun g ausser Betracht fällt (vgl. Urteile des EVG vom 7. November 2002, C 365/01, E. 2 und vom 8. Okt ober 2002, C 392/00, E. 3.1; siehe im Weiteren auch BGE 112 V 245 E. 1). 3.3 In seiner Beweiswürdigung ist das Gericht regelmässi g auf die Parteivorbringen und insbesondere auf die Aussagen der Arbeitgeberin angewie sen. Diese sollte eine Sachverhalts- darstellung abgeben, ohne am Ausgang des Verfahrens in teressiert zu sein und ohne ein Inte- resse daran zu haben, die versicherte Person in einem ungünstigen Licht erscheinen zu lassen. Solange kein Grund besteht, an den Aussagen der Arbeit geberin zu zweifeln, ist auf diese ab- zustellen. Es darf hingegen insbesondere dann nicht einzig auf deren Aussagen zu den Um- ständen der vorzeitigen Auflösung des Arbeitsverhältni sses abgestellt werden, wenn diese be- stritten und durch keine weiteren Indizien gestützt we rden (vgl. BGE 112 V 245 E. 1; ARV 1999 Nr. 8 S. 39 E. 7b; Urteil des EVG vom 8. März 2001, C 102/00, E. 1a). Das der versicherten Person zur Last gelegte Verhalten muss klar feststehen und von dieser vorsätzlich ausgeübt worden sein. Ein derartiges Verhalten muss demnach als solches auch bewiesen werden und nicht bloss mit dem ansonsten im Bereich des Sozialversicheru ngsrechts erforderlichen Be- weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt s ein (vgl. Urteil des EVG vom 26. April 2006, C 11/06, E. 3). Bei Differenzen zwischen der Arbe itgeberin und dem Arbeitnehmer darf somit nicht ohne Weiteres auf ein fehlerhaftes Verhalt en des Arbeitnehmers geschlossen wer- den, wenn die Arbeitgeberin nur unbestimmte Gründe geltend zu machen vermag, für die sie keine Beweise anführen kann (vgl. Urteil des EVG vom 26. April 2001, C 380/00, E. 2b; BGE 112 V 245 mit Hinweisen; NUSSBAUMER , a.a.O., Rz. 831). 4. Zu prüfen ist zunächst, ob der Beschwerdeführer zur Kü ndigung Anlass gegeben und deshalb die Folgen der selbstverschuldeten Arbeitslosigke it im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in Verbindung mit Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV mithin die Einstellung in der Anspruchsberech- tigung zu tragen hat. Der rechtserhebliche Sachverhalt stellt sich wie folgt dar: Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.1.1 In ihrem Kündigungsschreiben vom 28. September 2 012, worauf auch in der Arbeitge- berbescheinigung vom 28. November 2012 verwiesen wird, f ührte die B.____ AG in Ziffer 4 aus, der Beschwerdeführer anerkenne „die Richtigkeit de r strafrechtlichen Verurteilung wegen Betrugs und weiterer Vermögensdelikte sowie den Umstand , dass er die B.____ AG anlässlich der Bewerbung wie auch später bis zum heutigen Tag über diese Vorfälle nicht orientiert habe“. Weiter ist dem Schreiben zu entnehmen, dass der Beschwe rdeführer mit der ihm gegenüber ausgesprochenen Kündigung samt sofortiger Freistellung ausdrücklich einverstanden sei. 4.1.2 Im Fragebogen „Rechtliches Gehör“ der Vorinstanz vom 3. Dezember 2012 wurde in Ziffer 6 ausgeführt, dass der Kündigungsgrund laut Ar beitgeberin das Verschweigen der straf- rechtlichen Verurteilung wegen Betrugs und weiterer Ve rmögensdelikte gewesen sei. Der Be- schwerdeführer hielt dazu am 9. Dezember 2012 fest, da ss das strafrechtliche Verfahren seine selbständige Erwerbstätigkeit betroffen habe. Im Zeitp unkt der Anstellung bei der B.____ AG sei das Strafverfahren hängig gewesen. Er habe in eine m anderen Gebiet einen Neuanfang versucht. Ein Hinweis auf das Strafverfahren hätte seine Chancen auf eine Anstellung gemin- dert bzw. er hätte die Stelle nicht bekommen. Er sei im Rahmen des Anstellungsgespräches weder gefragt worden, ob ein Strafverfahren gegen i hn hängig sei, noch sei er aufgefordert worden, einen Strafregisterauszug einzureichen. In den beiden Jahren bei der B.____ AG habe er die Arbeit zur besten Zufriedenheit der Arbeitgebe rin erledigt und es seien keine Unregel- mässigkeit aufgetreten. Erst durch einen Hinweis habe di e Arbeitgeberin von seiner Verurtei- lung erfahren und das Anstellungsverhältnis ordentlich gekündigt. 4.1.3 Im Rahmen des Einspracheverfahrens machte der Beschwerdeführer am 13. Februar 2013 im Wesentlichen geltend, dass die (strafrechtlichen ) Handlungen, welche zur Entlassung geführt hätten, lange vor Entstehung des Arbeitsverhält nisses - während seiner selbständigen Tätigkeit - begangen worden seien, weshalb er die En tlassung bei der B.____ AG gar nicht in Kauf habe nehmen können und nicht selbstverschuldet arbeitslos geworden sei. 4.1.4 In der Beschwerde vom 14. Oktober 2013 wurde dur ch Advokat Felix ausgeführt, dass der Beschwerdeführer zwischen Februar 2001 und Juni 2011 Geschäftsführer und Inhaber der C.____ GmbH gewesen sei. Per 1. Dezember 2010 habe er die Stelle bei der B.____ AG ange- treten. Im Jahr 2011 sei er der Veruntreuung, des Bet rugs und der Urkundenfälschung schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monate n verurteilt worden. Nachdem die Ar- beitgeberin von dieser Verurteilung erfahren habe, h abe sie das Arbeitsverhältnis gekündigt. In Bezug auf die Frage, ob der Beschwerdeführer verpfli chtet gewesen wäre, die künftige Arbeit- geberin über das hängige Strafverfahren zu informieren , wurde ausgeführt, dass er bei einer Offenlegung des hängigen Strafverfahrens die Anstellung gar nicht erhalten hätte. Vor diesem Hintergrund sei eine Informationspflicht gegenüber de r Arbeitgeberin zu verneinen. Er habe durch sein Verhalten einen Schaden von der Arbeitslose nkasse abgewendet, weil er während zwei Jahren bei der B.____ AG beschäftigt gewesen sei und keine Taggelder bezogen habe. Die Einstellung sei eine versicherungsrechtliche Sanktion , welche die angemessene Mitbeteili- gung der versicherten Person am Schaden bezwecke, den die se durch das pflichtwidrige Ver- halten verursacht habe. Ein Schaden sei vorliegend aber gar nicht entstanden, vielmehr habe die Vorinstanz Taggelder einsparen können. Der Vorwurf der Beschwerdegegnerin, der Be- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht schwerdeführer hätte seine künftige Arbeitgeberin übe r das hängige Strafverfahren informieren müssen, sei deshalb paradox. Weiter wurde ausgeführt, d ass dem Beschwerdeführer kein (eventual)vorsätzliches Verhalten vorgeworfen werden könne , weshalb die Einstellung in der Anspruchsberechtigung ungerechtfertigt sei. Im Eventualstandpunkt liess der Beschwerdeführer ausführen, dass die 28 Einstelltage seinem nach wie vor bestrittenen Verschulden nicht gerecht würden. 4.2.1 Nach den Ausführungen im Kündigungsschreiben vom 28. September 2012 und in der Arbeitgeberbescheinigung vom 28. November 2012 ist ers tellt, dass der Beschwerdeführer durch sein Verhalten der Arbeitgeberin Anlass zur Auflö sung des Arbeitsverhältnisses gab. So verschwieg er unbestrittenermassen im Rahmen des Vorstellun gsgespräches, dass gegen ihn eine Strafuntersuchung wegen verschiedener Vermögensdel ikte im Gange sei, die er im Rah- men seiner selbständigen Tätigkeit als Treuhänder/Buchhalter begangen hatte. Nachdem er bei der B.____ AG die Stelle als Buchhalter angetreten hatte, unterliess er es auch, die Arbeitgebe- rin über die Verurteilung wegen Veruntreuung, Betru g und Urkundenfälschung zu informieren. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass das Vorstel lungsgespräch dazu dient, den potentiellen Vertragsparteien Aufschluss über die die ver schiedenen Aspekte des zukünftigen Arbeitsverhältnisses betreffenden tatsächlichen Gegebenh eiten zu vermitteln (BGE 122 V 267 E. 3 mit Hinweisen). Dem Arbeitnehmer oder der Arbe itnehmerin erwachsen im Rahmen der Vertragsverhandlungen gewisse vorvertragliche Auskunfts- un d Offenbarungspflichten (vgl. Ur- teil des Bundesgerichts vom 27. September 2002, 4C.189/ 2002, E. 1.3 und BGE 122 V 267 E. 3). Deren Umfang und Tragweite sind in Doktrin un d Praxis im Einzelnen zwar umstritten (vgl. ULLIN STREIFF /A DRIAN VON KAENEL /R OGER RUDOLPH , Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 7. Aufl., Zürich 2012, N. 10 zu Art . 320 OR sowie N. 9 ff. zu Art. 328b OR). Generell gilt aber, dass der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin im Rahmen seiner bzw. ihrer Auskunftspflicht Fragen, welche in einem unmittelbaren Zusammenhang z um Arbeitsplatz und der zu leistenden Arbeit stehen, wahrheitsgetreu zu beantworten hat, falls der erfragte Umstand von unmittelbarem objektivem Interesse für das spezifische Arbeitsverhältnis ist, was sich nach dessen vorgesehenen Dauer, der zu verrichtenden Arbeit, der Art des Betriebs sowie der zu- künftigen Stellung des Arbeitnehmers oder der Arbeitne hmerin in diesem beurteilt (BGE 132 II 161 E. 4.2 mit Hinweisen auf Literatur). Unabhängig von der zu besetzenden Stelle hat der Ar- beitnehmer oder die Arbeitnehmerin im Rahmen seiner bzw. ihrer Offenbarungspflicht alles von sich aus mitzuteilen, was ihn bzw. sie zu deren Übernahme als (absolut) ungeeignet erscheinen lässt, die vertragsgemässe Arbeitsleistung praktisch ausschliess t oder diese doch erheblich behindert. Ob und wieweit bezüglich eines hängigen Str afverfahrens (Ermittlungs-, Untersu- chungs- und Hauptverfahren) eine Auskunfts- bzw. Offenba rungspflicht besteht, wird in der Doktrin nicht einheitlich beantwortet (vgl. BGE 132 II 161 E. 4.2; S TREIFF / VON KAENEL /R UDOLPH , a.a.O., N. 9 zu Art. 328b OR, S. 591 ff.); eine sol che wird jedoch ten- denziell hinsichtlich arbeitsplatzbezogener Delikte bejah t (vgl. BGE 132 II 161 E. 4.2; STREIFF /VON KAENEL /R UDOLPH , a.a.O., N. 9 zu Art. 328b OR, S. 593 mit Hinweisen). 4.2.2 Gestützt auf die in Rechtsprechung und Doktrin vorherrschende Meinung ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer verpflichtet gewesen wäre - auch ohne entsprechen- de Fragestellung durch die künftige Arbeitgeberin -, während des Vorstellungsgesprächs auf Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht das gegen ihn laufende Strafverfahren hinzuweisen, si nd doch die ihm vorgeworfenen Delikte arbeitsplatzbezogen. Dass er die Vermögensdelikte im Rahm en seiner selbständigen Tätigkeit verübte, ändert daran nichts. Gerade in Hinblick auf die von ihm bei der B.____ AG angestrebte Tätigkeit als Buchhalter/Controller, welche einen ei nwandfreien Leumund verlangt, wäre er da- her aufgrund seiner Offenbarungspflicht verpflichtet ge wesen, die künftige Arbeitgeberin über das laufende Strafverfahren aufzuklären. Nur dadurch wä re die Arbeitgeberin in die Lage ver- setzt worden zu entscheiden, ob sie ihn für die vorgesehen e Arbeit anstellen will. Durch das Verschweigen dieser Informationen und auch der Verurt eilung beging er einen Vertrauens- bruch, der die Fortführung des Arbeitsverhältnisses als u nzumutbar erscheinen lässt. Dass der Beschwerdeführer sich während seiner Anstellung bei der B.____ AG keinerlei arbeitsvertragli- che Pflichtverletzungen zuschulden kommen liess, spielt keine Rolle. Aus rechtlicher Sicht kann eine Kündigung auch ausgesprochen werden, ohne dass Beanst andungen in beruflicher Hin- sicht vorgelegen haben müssen (vgl. CHOPARD , a.a.O., S. 107). 5. In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, ob dem Beschwe rdeführer ein (eventu- al)vorsätzliches Verhalten zur Last gelegt werden kann ode r ob sein Handeln als fahrlässig zu bezeichnen ist. 5.1 Eventualvorsatz ist anzunehmen, wenn die betroffene Person vorhersehen kann oder vorhersehen muss, dass ihr Verhalten zu einer Kündigung durch den Arbeitgeber führt (vgl. Urteil des EVG vom 11. Januar 2001, C 282/00, E. 2b). Somit darf im Rahmen von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIG bei blosser Fahrlässigkeit keine Ein stellung in der Anspruchsberechtigung erfolgen (vgl. CHOPARD , a.a.O., S. 76 f.; implizit auch BGE 124 V 236 E. 3b ). Diese Rechtspre- chung ist gemäss Urteil vom 17. Oktober 2000, C 53/00, au ch im Bereich von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV anwendbar. Das Bundesgericht hat weiter in sei nem Urteil vom 6. Juni 2012, 8C_872/2011, E. 4.2 (unter Hinweis auf G UIDO JENNY , Basler Kommentar Strafrecht I, Nig- gli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basel 2007, S. 295) die Frag e beantwortet, wann ein Verhalten (even- tual)vorsätzlich und wann ein solches (bewusst)fahrlässig i st. Es führte aus, dass Eventualvor- satz und bewusste Fahrlässigkeit auf der Wissensseite übereinstimmen würden; beide Male sei dem Täter die Möglichkeit, das Risiko der Tatbestandsver wirklichung bewusst. Die entschei- dende Differenz liege auf der Willensseite. Auch wer jene Möglichkeit erkenne, könne sich, selbst leichtfertig, über sie hinwegsetzen, d.h. darauf ve rtrauen bzw. mit der Einstellung han- deln, dass schon nichts passieren werde. Das sei der Fall de r bewussten Fahrlässigkeit. Dem- gegenüber erfordere der Eventualvorsatz, dass der Täter oder die Täterin sich für die Tatbe- standsverwirklichung entscheide, sie in Kauf nehme, ernstli ch in Rechnung stelle. Eventualvor- satz liegt also vor, wenn der Täter oder die Täterin de n Eintritt des tatbestandlichen Erfolgs zwar nicht mit Gewissheit voraussieht, aber doch ernsthaft f ür möglich hält und ihn für den Fall des Eintritts in Kauf nimmt. Als Faustregel formuliert gilt, dass der Täter oder die Täterin die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen hat, liegt gr undsätzlich näher, je wahrscheinli- cher es ihm oder ihr erschien, dass sie eintreten könnte, und je weniger er oder sie sie innerlich ablehnte und umgekehrt (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 16. Juni 2008, 8C_504/2007, E. 5.4 mit Hinweis). Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.2 Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass der Bes chwerdeführer durch sein Ver- halten - das Verschweigen des Strafverfahrens und der Verurteilung wegen Betrugs und weite- rer Vermögensdelikte - die Auflösung des Arbeitsverhältn isses in Kauf genommen hat. Im Rahmen des rechtlichen Gehörs hielt er am 9. Dezember 2 012 fest, dass die Arbeitgeberin „durch irgendeinen Wink“ von der Verurteilung erfahre n und das Arbeitsverhältnis aufgelöst ha- be. Durch diese Formulierung brachte der Beschwerdefüh rer selbst zum Ausdruck, dass er zwar nicht mit Sicherheit wusste, was für Konsequenzen da s Aufdecken des Verschweigens der Strafverfolgung und Verurteilung zur Folge hat. D ennoch rechnete auch er ernsthaft mit der Auflösung des Arbeitsvertrages und damit dem Verlust der Arbeitsstelle. Er nahm damit die Kündigung in Kauf und der Eintritt der Arbeitslosigkei t ist als (eventual)vorsätzlich zu bezeich- nen. 5.3 Daran ändern die Ausführungen des Beschwerdeführe rs nichts. Wenn er in diesem Zusammenhang ausführen lässt, der Arbeitslosenversicherung sei durch sein Verhalten kein Schaden entstanden, kann ihm nicht gefolgt werden. Es ma g zwar sein, dass er bei Offenle- gung der Straftat die Stelle bei der B.____ AG nicht hätte antreten können und damit allenfalls zu einem früheren Zeitpunkt eine Arbeitslosigkeit eingetreten wäre. Nachdem die Straftat seiner Arbeitgeberin nun aber doch bekannt geworden ist, wom it der Beschwerdeführer realistischer Weise rechnen musste, hat sich seine Position auf dem Arb eitsmarkt nicht nur gegenüber sei- nem bisherigen Arbeitgeber, sondern auch gegenüber an deren Arbeitgebern noch mehr ver- schlechtert. Es ist nämlich grundsätzlich davon auszugehen, dass eine versicherte Person ihre Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt erfolgreicher verwert en kann, wenn sie sich rechtskonform und gegenüber potentiellen Arbeitgebern fair verhält. 5.4 Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Beschwerdefüh rer vorliegend aufgrund seines Verhaltens der Arbeitgeberin Anlass zur Kündigung gegeben hat. In Anbetracht der Ge- samtsituation ist ihm ein (eventual)vorsätzliches Verhalte n zur Last zu legen, welches im Rah- men von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIG zur Einstellung in d er Anspruchsberechtigung führt. Der Ent- scheid der Arbeitslosenkasse ist in dieser Hinsicht somit nicht zu beanstanden. 6.1 Die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberecht igung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens und beträgt je Einstellungsgrund höchste ns 60 Tage (Art. 30 Abs. 3 AVIG). Nach Art. 45 Abs. 2 AVIV wird die Einstellung in der Anspruchsberechtigung abgestuft; sie dau- ert 1-15 Tage bei leichtem (lit. a), 16-30 Tage bei mittelschwerem (lit. b) und 31-60 Tage bei schwerem (lit. c) Verschulden. Nach § 57 lit. c VPO hat die sozialversicherungsrechtliche Abtei- lung des Kantonsgerichts bzw. bei Präsidialentscheiden der en präsidierende Person die ange- fochtene Verfügung auch auf deren Angemessenheit zu übe rprüfen. Sie greift jedoch bei der Beurteilung der von der Kasse angeordneten Einstellungs dauer praxisgemäss nur mit Zurück- haltung in deren Ermessensspielraum ein. 6.2 Die Arbeitslosenkasse stellte den Beschwerdeführer in der Verfügung vom 10. Januar 2013 wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Da uer von 28 Tagen in der Anspruchs- berechtigung ein und ging damit von einem mittelschweren Verschulden im oberen Bereich aus. Im Einspracheentscheid vom 13. September 2013 hielt die Vorinstanz an der Anzahl Einstellta- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht ge fest. Sie führte aus, dass bei selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit in der Regel 36 Einstelltage verfügt würden. Vorliegend hätten die persönlichen Ve rhältnisse des Beschwerdeführers eine Reduktion auf 28 Tage gerechtfertigt. 6.3 Das Verschulden des Beschwerdeführers ist unter Berücksich tigung aller objektiven und subjektiven Gegebenheiten zu würdigen. Aufgrund der in Erwägung 4 und 5 gemachten Ausführungen steht fest, dass er durch sein Verhalten d ie Verantwortung für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses trägt. Zu Gunsten des Beschwerdeführers ist zu bedenken, dass er die ihm übertragenen Arbeiten bei der B.____ AG offensichtlich zufriedenstellend erfüllt hat. Bei der Frage des Verschuldens ist zudem das Dilemma zu berücksichtigen , in dem sich der Be- schwerdeführer befand. Legte er die Straftat gegenübe r der künftigen Arbeitgeberin offen, be- stand das hohe Risiko, dass er die Stelle nicht erhalten w ürde. Verheimlichte er umgekehrt die Straftat, konnte das eintreten, was tatsächlich geschah, n ämlich der spätere Verlust der Ar- beitsstelle. Der Beschwerdeführer avisierte auf dem falsc hen Weg das an sich richtige Ziel, nämlich die Vermeidung von Arbeitslosigkeit. Aus arbeitslo senrechtlicher Sicht ist ihm deshalb zwar ein Vorwurf zu machen, es darf ihm aber nur ein l eichtes Verschulden angelastet werden. Unter diesen Umständen erscheint das Vorgehen der Vorin stanz, welche den Beschwerdefüh- rer im oberen Bereich des mittelschweren Verschuldens i m Sinne von Art. 45 Abs. 2 lit. b AVIV und damit während 28 Tagen in der Anspruchsberechtigu ng einstellt, als zu streng. Der Even- tualantrag des Beschwerdeführers, wonach er höchstens wäh rend 5 Tagen und damit im Rah- men des leichten Verschuldens einzustellen sei, erweist sich d emgegenüber als sachgerecht und angemessen. Die Beschwerde ist damit teilweise gutzuh eissen und der angefochtene Ein- spracheentscheid vom 13. September 2013 ist insofern zu än dern als die Zahl der Einstelltage von 28 auf 5 reduziert wird. 7.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par- teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorlie gende Verfahren keine Kosten zu er- heben. 7.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdefü hrer gemäss Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf eine Parteientschädigung. Sein Rechtsvertr eter hat in der Honorarnote vom 17. Juni 2014 für das vorliegende Beschwerdeverfahren einen Zeitaufwand von 7,8 Stunden (inkl. nachprozessuale Bemühungen, vgl. dazu: Urteil des Bundesgerichts vom 26. September 2012, 9C_387/2012) und Barauslagen in der Höhe von F r. 44.00 geltend gemacht, was ange- sichts der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen an gemessen erscheint. Damit ist dem Beschwerdeführer für das vorliegende Verfahren ei ne Parteientschädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 2‘153.50 (7,8 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen in der Höhe von Fr. 44.00 und 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Ein- spracheentscheid vom 13. September 2013 der Vorinstanz au fgeho- ben und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer w ährend 5 Tagen in der Anspruchsberechtigung einzustellen ist. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland hat de m Beschwerdefüh- rer eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 2‘153.50 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) zu bezahlen. http://www.bl.ch/kantonsgericht