<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00126</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107284&amp;W10_KEY=4467144&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00126</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.07.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 05.03.2004 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Niederlassungsbewilligung (Familiennachzug)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Keine Anwendbarkeit des FZA auf schweizerisch-italienische Doppelbürgerin<br/><br/>Der mit einer schweizerisch-italienischen Doppelbürgerin verheiratete Türke will seinen nunmehr volljährigen Sohn aus erster Ehe in die Schweiz nachziehen. Mangels gefestigten Anwesenheitsrechts ist aus ANAG und infolge der erreichten Volljährigkeit auch aus Art. 8 EMRK kein Anspruch gegeben (E. 1a+b). Für die Doppelbürgerin gilt das Recht wie für eine Schweizerin (E. 2c). Anknüpfungspunkt für die Anwendbarkeit des FZA ist ein grenzüberschreitender Sachverhalt, der im Sinne des Abkommens mit der Erwerbstätigkeit im Ausland im Zusammenhang steht (E. 3a-d).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANKNÃPFUNGSPUNKTE">ANKNÃPFUNGSPUNKTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DOPPELBÃRGER/-IN">DOPPELBÃRGER/-IN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: FAMILIENNACHZUG">FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEFESTIGTES ANWESENHEITSRECHT">GEFESTIGTES ANWESENHEITSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG">NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLJÃHRIGKEIT">VOLLJÃHRIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 17 lit. II ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 lit. I EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 1 lit. a FZA</span><br/><span class="ungerade">Art. 4 FZA</span><br/><span class="gerade">Art. 7 lit. b + c FZA</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 lit. I + II FZA</span><br/><span class="gerade">Art. 2 lit. I + II Anhang I FZA</span><br/><span class="ungerade">Art. 24 Anhang I FZA</span><br/><span class="gerade">Art. 4 VEP</span><br/><span class="ungerade">Art. 23 VEP</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2003 Nr. 31 S. 87</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1">I. Der x-ische StaatsangehÃ¶rige A kam im Jahr 1976 als Jugendlicher im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz. 1981 heiratete er eine Landsfrau. Aus dieser Ehe gingen zwei in der Schweiz geborene SÃ¶hne, B, geboren am 7. Mai 1984, und F, geboren am 4. Oktober 1989, hervor. Die Familie, welche Ã¼ber die Niederlassungsbewilligung im Kanton Y verfÃ¼gte, verliess die Schweiz im Februar 1992 und nahm Wohnsitz in X. Der Kanton Y sicherte den Eltern und SÃ¶hnen die Aufrechterhaltung der Niederlassungsbewilligung lÃ¤ngstens bis zum 28. Februar 1994 zu. Innert dieser Frist kehrten sie indessen nicht in die Schweiz zurÃ¼ck. Erst am 3. September 1998 ersuchte A im Kanton Y um Wiedererteilung der Niederlassungsbewilligung fÃ¼r sich und seine Familie. Die FremdenpolizeibehÃ¶rde des Kantons Y teilte am 15. September 1998 mit, die frÃ¼heren Niederlassungsbewilligungen seien auf Grund des mehr als zweijÃ¤hrigen Auslandaufenthalts erloschen und eine erneute Bewilligung werde abgelehnt. Am 23. Oktober 1998 kam in der X die eheliche Tochter D zur Welt. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Am 12. Oktober 1999 sprach das Gericht in W/X die Scheidung der Ehe von A aus, Ã¼bertrug das Sorgerecht Ã¼ber die Kinder der Mutter und verpflichtete den Ehemann zu Unterhaltszahlungen. Rund ein Jahr spÃ¤ter heiratete A in X die schweizerisch-italienische DoppelbÃ¼rgerin E, geboren 1948, welche in der Schweiz wohnte. In der Folge erhielt er die Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich zum Verbleib bei der Ehefrau. A arbeitete darauf als Q bei der Stadt ZÃ¼rich. </p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Das x-ische Bezirksgericht in W Ã¼bertrug am 11. Januar 2001 die elterliche Sorge Ã¼ber die SÃ¶hne B und F auf deren Vater A, wogegen die Tochter D weiterhin unter der elterlichen Sorge ihrer Mutter verblieb. Daraufhin stellte A bei der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit des Kantons ZÃ¼rich (Migrationsamt) ein Gesuch um Nachzug seines 1984 geborenen Sohns B, welches abgelehnt wurde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. A und B reichten gegen die ablehnende VerfÃ¼gung am 10. September 2001 Rekurs ein, den der Regierungsrat am 26. Februar 2003 abwies.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Am 7. April 2003 erhoben A und B Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie beantragten, B sei die Niederlassungsbewilligung, allenfalls eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen und es sei ihnen ferner eine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">WÃ¤hrend sich die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit nicht vernehmen liess, beantragte die Staatskanzlei namens des Regierungsrats, die Beschwerde sei abzuweisen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. a) Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremdenpolizei nur zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (§ 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Nach Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Organisation der Bundesrechtspflege vom 16. Dezember 1943 ist dieses Rechtsmittel zugelassen gegen die Erteilung oder Verweigerung von Bewilligungen, fÃ¼r die ein bundesrechtlicher Anspruch besteht. Dem Bundesrecht sind StaatsvertrÃ¤ge gleichgestellt, welche einen Rechtsanspruch vermitteln. Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 ist mit einer schweizerisch-italienischen DoppelbÃ¼rgerin verheiratet, er besitzt die Aufenthaltsbewilligung und beabsichtigt, seinen Sohn aus erster Ehe zu sich zu nehmen. Wie der Regierungsrat zutreffend ausgefÃ¼hrt hat, kann aus dem nationalen Gesetzesrecht kein Rechtsanspruch abgeleitet werden. Weil der BeschwerdefÃ¼hrer 1 nicht niederlassungsberechtigt ist, kann es nicht darum gehen, ein nicht aus der aktuellen Ehe stammendes, lediges und weniger als 18-jÃ¤hriges Kind im Sinne von Art. 17 Abs. 2 des Bundesgesetzes Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder vom 26. MÃ¤rz 1931 (ANAG) in seine Niederlassungsbewilligung einzubeziehen. Das Gericht kann auf die zutreffenden rechtlichen AusfÃ¼hrungen des Regierungsrats verweisen (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Denkbar ist hingegen, dass auf Grund von Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 (EMRK), der den Schutz des Familienlebens verfolgt, das Nachzugsrecht eines Kinds abgeleitet werden kann. Dies, wenn der nachsuchende Elternteil selber Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfÃ¼gt, wenn die familiÃ¤re Beziehung zwischen Elternteil und Kind intakt ist und ein Zusammenleben als (Teil-) Familie angestrebt wird. Der Regierungsrat hat zutreffend festgestellt, der BeschwerdefÃ¼hrer 1 verfÃ¼ge als Ehemann einer Schweizerin zwar Ã¼ber ein gefestigtes Aufenthaltsrecht. Der Rechtsanspruch aus Art. 8 Abs. 1 EMRK erlÃ¶sche indessen mit der Vollendung des 18. Altersjahrs des Kinds. Ein besonderes AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis des Sohns von seinem Vater, das einen Anspruch auch Ã¼ber die Altersgrenze hinaus zu begrÃ¼nden vermÃ¶chte, sei nicht behauptet und nicht nachgewiesen. Da der BeschwerdefÃ¼hrer 2 am 7. Mai 2002 die VolljÃ¤hrigkeit erlangte, sei der Anspruch gestÃ¼tzt auf Art. 8 Abs. 1 EMRK nicht weiter zu prÃ¼fen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Zu diesem Punkt rÃ¼gten die BeschwerdefÃ¼hrer, dass ihre Rechtsstellung durch die Ã¼berlange Verfahrensdauer beim Regierungsrat, wÃ¤hrend welcher der BeschwerdefÃ¼hrer 2 das 18. Altersjahr erreicht habe, verschlechtert worden sei. Durch den Zeitablauf sei eine ÃberprÃ¼fung einer als rechtswidrig gerÃ¼gten Anordnung der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit verunmÃ¶glicht worden. Als RekursbehÃ¶rde durfte der Regierungsrat indessen die nach Erlass der angefochtenen VerfÃ¼gung neu eingetretenen Tatsachen berÃ¼cksichtigen, zumal die zwischenzeitlich eingetretene VolljÃ¤hrigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers 2 den Streitgegenstand nicht verÃ¤nderte. Die Rekursinstanz war im Interesse der Untersuchungsmaxime und der ProzessÃ¶konomie sogar zur BerÃ¼cksichtigung verpflichtet (Alfred KÃ¶lz/ JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 20 N. 47). Wenn der Regierungsrat festgestellt hat, ein Rechtsanspruch gestÃ¼tzt auf Art. 8 Abs. 1 EMRK habe im Zeitpunkt seines Entscheids auf Grund der VolljÃ¤hrigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers 2 nicht mehr bestanden, ist einzurÃ¤umen, dass die Bearbeitungszeit als lang, hingegen nicht als Ã¼berlang zu bezeichnen und das Resultat daher nicht zu beanstanden ist.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) In der Beschwerde wird ein Aufenthaltsanspruch gestÃ¼tzt auf Art. 8 Abs. 1 EMRK erneut geltend gemacht und allein damit begrÃ¼ndet, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 1 Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfÃ¼ge, dass zu seinem Sohn eine intakte Beziehung bestehe und dass die familiÃ¤re Situation des BeschwerdefÃ¼hrers 2 in seiner Heimat sich verschlechtert habe und unbefriedigend geworden sei. Es wird nicht behauptet, der Sohn bedÃ¼rfe auch nach seiner VolljÃ¤hrigkeit auf Grund einer besonderen BetreuungsbedÃ¼rftigkeit der FÃ¼rsorge und des Zusammenlebens mit einem Elternteil. Die BeschwerdefÃ¼hrer verkennen, dass mit dem Erreichen der VolljÃ¤hrigkeit des Sohns eben der Anspruch auf ein Zusammenleben im Rahmen der (Teil-) Familie nicht mehr von Art. 8 Abs. 1 EMRK gedeckt ist (BGE 129 II 11 E. 2; BGE 120 Ib 257 E. 1e S. 262). Auf die konkreten UmstÃ¤nde mit Bezug auf die Betreuungssituation des BeschwerdefÃ¼hrers 2 sowie die vorrangige familiÃ¤re Beziehung kommt es nicht an. Wenn das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden (§ 41 VRG), hier des Regierungsrats, beurteilt, geht es in der Regel vom Sachverhalt aus, wie er fÃ¼r den Regierungsrat massgebend war. Wie die Rechtslage wÃ¤re, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer 2 noch nicht volljÃ¤hrig wÃ¤re, Ã¼berprÃ¼ft das Gericht nicht. Ist aber davon auszugehen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 2 sein 18. Altersjahr vollendet hat, besteht kein Rechtsanspruch auf Aufenthalt gestÃ¼tzt auf Art. 8 Abs. 1 EMRK und â nicht weiter gehend â Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999. Damit kann das Gericht unter diesem Titel auf die Beschwerde nicht eintreten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. a) In erster Linie berufen sich die BeschwerdefÃ¼hrer auf das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und deren Mitgliedstaaten anderseits Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit vom 21. Juni 1999 (PersonenfreizÃ¼gigkeitsabkommen, FZA, SR 0.142.112.681). Die heutige Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers 1 sei als schweizerisch-italienische DoppelbÃ¼rgerin StaatsangehÃ¶rige eines Mitglieds der EuropÃ¤ischen Union. Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 geniesse als Ehemann und der BeschwerdefÃ¼hrer 2 als FamilienangehÃ¶riger des ersteren einen Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz auf Grund des FZA. Das Abkommen gewÃ¤hre allein auf Grund der StaatsangehÃ¶rigkeit der Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers 1 den beiden BeschwerdefÃ¼hrern einen abgeleiteten Aufenthaltsanspruch, der von keinen weiteren Bedingungen abhÃ¤ngig sei. Das Recht leite sich nach Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrer aus der italienischen StaatsangehÃ¶rigkeit der Ehefrau ab, unbesehen davon, ob diese von Italien in die Schweiz eingewandert sei. Allenfalls sei ihre im Jahr 1970 erfolgte Einreise in die Schweiz als grenzÃ¼berschreitender Tatbestand zu berÃ¼cksichtigen, was die im FZA festgehaltenen AufenthaltsansprÃ¼che fÃ¼r die FamilienangehÃ¶rigen auslÃ¶se.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) DemgegenÃ¼ber ist der Regierungsrat der Ansicht, das FZA sei fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrer nicht anwendbar. Dieses gelte nur fÃ¼r "grenzÃ¼berschreitende Sachverhalte mit einem hinreichenden Auslandsbezug". Liege â wie es auf die BeschwerdefÃ¼hrer beziehungsweise den BeschwerdefÃ¼hrer 1 und seine Ehefrau zutreffe â kein Auslandsbezug vor, komme das FZA nicht in Frage. Den einzig denkbaren Bezug zum FZA stelle die Ehefrau auf Grund ihrer italienischen StaatsangehÃ¶rigkeit dar. Diese sei zwar vor Ã¼ber 33 Jahren aus ihrer Heimat in die Schweiz eingereist und halte sich seither ununterbrochen hier auf. Sollte darin ein Auslandbezug erblickt werden, wÃ¤re dieser jedenfalls ohne Belang.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Als Ehemann einer schweizerisch-italienischen DoppelbÃ¼rgerin ist er grundsÃ¤tzlich zu behandeln wie der Ehemann einer Schweizerin, ohne dass das FZA anwendbar wÃ¤re. Der BeschwerdefÃ¼hrer 1 ist DrittstaatsangehÃ¶riger und kann aus dem FZA selber keine direkten Rechte ableiten. Eventualiter ist zu prÃ¼fen, ob allenfalls aus der EG-StaatsangehÃ¶rigkeit ein aus dem FZA abgeleiteter Rechtsanspruch fÃ¼r FamilienangehÃ¶rige denkbar wÃ¤re. Der BeschwerdefÃ¼hrer 2 kÃ¶nnte eine vom BeschwerdefÃ¼hrer 1 als dessen AngehÃ¶riger abgeleitete Rechtsstellung besitzen, welche dieser wiederum von der Ehefrau ableiten wÃ¼rde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. a) Mit Inkrafttreten des FreizÃ¼gigkeitsabkommens wird die Rechtsstellung der StaatsangehÃ¶rigen der EG-Mitgliedstaaten, ihrer FamilienangehÃ¶rigen sowie der entsandten Arbeitnehmer direkt durch das Abkommen geregelt. Analoges gilt fÃ¼r StaatsangehÃ¶rige der EFTA-Mitgliedstaaten aufgrund der Ãnderungen des EFTA-Ãbereinkommens vom 21. Juni 2001. Das ANAG ist fÃ¼r diese Personen nur noch subsidiÃ¤r anwendbar, soweit das FZA in einem bestimmten Bereich keine Regelung enthÃ¤lt oder wenn das Gesetz gÃ¼nstigere Regeln als das Abkommen vorsieht (vgl. Art. 1 ANAG). Die Bestimmungen des FZA sind grundsÃ¤tzlich unmittelbar anwendbar (self-executing; vgl. Botschaft zur Genehmigung der sektoriellen Abkommen zwischen der Schweiz und der EG, Bundesblatt 1999, S. 6128). Die den Aufenthalt betreffenden Bestimmungen von Anhang I FZA vermitteln individuelle AnsprÃ¼che auf Erteilung einer der in Art. 4 der Verordnung Ã¼ber die EinfÃ¼hrung des freien Personenverkehrs vom 22. Mai 2002 (VEP, SR 142.203) erwÃ¤hnten fremdenpolizeilichen Anwesenheitsbewilligungen. Gegen die Bewilligungsverweigerung steht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen (vgl. BGr, 17. Januar 2003, 2A.246/2002, www.bger.ch), was wiederum die Beschwerde an das kantonale Verwaltungsgericht ermÃ¶glicht (vgl. ErwÃ¤gung 1a).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Ob das FZA Ã¼berhaupt auf den vorliegenden Fall Anwendung findet, ist Eintretensfrage. GemÃ¤ss dem Ingress und dem Zweckartikel (Art. 1 lit. a FZA) soll das Abkommen, die FreizÃ¼gigkeit der Personen im Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei durch EinrÃ¤umung eines Rechts auf Einreise, Aufenthalt, Zugang zu einer unselbstÃ¤ndigen oder selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit sowie eines Verbleiberechts fÃ¶rdern. In erster Linie steht das Recht auf Aufenthalt zum Zugang einer ErwerbstÃ¤tigkeit (Art. 4 FZA). Zur Erreichung der Abkommensziele streben die Vertragsparteien "gleichwertige Rechte und Pflichten wie in den Rechtsakten der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft" an (Art. 16 Abs. 1 FZA). Entsprechend gilt fÃ¼r die Vertragsparteien die Rechtsprechung des Gerichtshofs der EuropÃ¤ischen Gemeinschaften (EuGH), soweit das Abkommen auf Begriffe des Gemeinschaftsrechts verweist und diese der Auslegung bedÃ¼rfen (Art. 16 Abs. 2 FZA). Die einzelnen Voraussetzungen der FreizÃ¼gigkeit hÃ¤lt Anhang I FZA fest. In Art. 2 Abs. 1 Anhang I FZA wird neben der Ein- und Ausreise auch das Aufenthaltsrecht geregelt. Es steht im Zusammenhang mit der Suche und AusÃ¼bung einer ErwerbstÃ¤tigkeit. Ein originÃ¤res Aufenthaltsrecht ohne Aufnahme einer ErwerbstÃ¤tigkeit ist an zusÃ¤tzliche Bedingungen geknÃ¼pft (Art. 2 Abs. 2 und Art. 24 Anhang I FZA). Arbeitnehmer, die StaatsangehÃ¶rige einer Vertragspartei sind, erhalten nach einem ArbeitsverhÃ¤ltnis von mindestens einem Jahr einen Anspruch auf Aufenthalt von fÃ¼nf Jahren mit dem Anspruch auf VerlÃ¤ngerung (Art. 6 Abs. 1 Anhang I FZA). Die "mit der FreizÃ¼gigkeit zusammenhÃ¤ngenden Rechte gemÃ¤ss Anhang I" umfassen gemÃ¤ss Art. 7 FZA unter anderen das "Recht auf berufliche und geografische MobilitÃ¤t, das es den StaatsangehÃ¶rigen der Vertragsparteien gestattet, sich im Hoheitsgebiet des </p> <p class="Einzug1">Aufnahmestaates frei zu bewegen und den Beruf ihrer Wahl auszuÃ¼ben" (lit. b) beziehungsweise das "Recht auf Verbleib im Hoheitsgebiet einer Vertragspartei nach Beendigung einer ErwerbstÃ¤tigkeit" (lit. c).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Daraus wird deutlich, dass das FZA den Aufenthalt und allenfalls nachtrÃ¤glichen Verbleib in einem Vertragsstaat â abgesehen von den abgeleiteten Rechten der FamilienangehÃ¶rigen â an eine Einreise zum Zweck der Suche oder Aufnahme einer ErwerbstÃ¤tigkeit knÃ¼pft. Auf in der Schweiz lebende Personen, insbesondere Schweizer, welche weder aus einem Vertragsstaat einreisen noch eine Einreise aufgrund der Aufnahme einer ErwerbstÃ¤tigkeit erfolgt, die vom freien "Zug" daher keinen Gebrauch machen und bei denen also kein grenzÃ¼berschreitender AnknÃ¼pfungspunkt gegeben ist, kann das FZA keine Anwendung finden beziehungsweise Wirkung entfalten. FÃ¼r diesen Personenkreis gilt das nationale Recht und zwar grundsÃ¤tzlich unbesehen der StaatsangehÃ¶rigkeit. Die Unterstellung unter das FZA erfolgt somit auf Grund eines sachlichen Kriteriums und nicht bloss auf Grund einer VertragsstaatsangehÃ¶rigkeit. Entfallen die sachlichen Voraussetzungen, kann die EG-Aufenthaltsbewilligung entzogen werden (Art. 6 Abs. 6 Anhang I FZA; Art. 23 VEP; vgl. Marcel Dietrich, Die FreizÃ¼gigkeit der Arbeitnehmer in der EuropÃ¤ischen Union, ZÃ¼rich 1995, S. 234 ff; Andreas ZÃ¼nd, Beendigung der auslÃ¤nderrechtlichen Anwesenheitsberechtigung in: Bernhard Ehrenzeller [Hrsg.], Aktuelle Fragen des schweizerischen AuslÃ¤nderrechts, St. Gallen 2002, S. 144; Yvo Hangartner, Der Grundsatz der Nichtdiskriminierung wegen der StaatsangehÃ¶rigkeit im FreizÃ¼gigkeitsabkommen der Schweiz mit der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft, AJP 2002, S. 263; Kay Hailbronner, FreizÃ¼gigkeit nach EU-Recht und dem bilateralen Abkommen der Schweiz Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit von Personen, EuZ 2003, S. 55; Jean-Pierre Moser, Accords bilatÃ©raux et mesures dâÃ©loignement au titre de lâordre public et de la sÃ©curitÃ© publique, RDAF 2003, S. 85).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers 1 reiste vor rund 33 Jahren als italienische StaatsangehÃ¶rige in die Schweiz. Nach der Erlangung der schweizerischen StaatsangehÃ¶rigkeit im Jahr 1983 behielt sie die italienische StaatsbÃ¼rgerschaft und begann mit einer selbstÃ¤ndigen BerufsausÃ¼bung als R, die sie offenbar bis heute fortgesetzt hat. WÃ¤hrend Ã¼ber 30 Jahren verliess sie die Schweiz weder zur AusÃ¼bung einer beruflichen TÃ¤tigkeit im Ausland noch zur BegrÃ¼ndung eines auslÃ¤ndischen Wohnsitzes. Der Regierungsrat hat dazu ausgefÃ¼hrt, ihre 1970 erfolgte Einreise in die Schweiz sei nicht massgebend, weil diese vor dem Inkrafttreten des FZA erfolgt sei. Unter Verweis auf die Ãbergangsregeln von Art. 10 Abs. 5 FZA wÃ¤ren jedenfalls dann Zweifel an der Richtigkeit dieser Rechtsauffassung anzubringen, wenn die Ehefrau auf Grund einer frÃ¼heren Aufenthaltsbewilligung zum Zweck der ErwerbstÃ¤tigkeit in der Schweiz heute als europÃ¤ische AuslÃ¤nderin mit einem gefestigten Aufenthaltsrecht im Kanton ZÃ¼rich betrachtet wÃ¼rde. Wie weit diese VorgÃ¤nge in der Vergangenheit zurÃ¼ckliegen kÃ¶nnen, um von der genannten Ãbergangsbestimmung noch erfasst zu werden, sagt das FZA nicht; indessen kommt es darauf auch nicht an. Die gesamten UmstÃ¤nde deuten vielmehr darauf hin, dass die Ehefrau als Schweizerin mit einem jahrzehntelangen ununterbrochenen Lebensmittelpunkt in der Schweiz zu betrachten ist. Dass sie â aufgrund der damaligen Bestimmungen â die italienische StaatsangehÃ¶rigkeit beibehielt, erscheint unter den gesamten UmstÃ¤nden als nebensÃ¤chlich. Sie erfÃ¼llt in keiner Weise einen grenzÃ¼berschreitenden AnknÃ¼pfungstatbestand, der in irgendeiner Weise an die Regelungsvoraussetzungen des FreizÃ¼gigkeitsabkommens anknÃ¼pfte. Auch wenn sie ihre durch Geburt erhaltene StaatsangehÃ¶rigkeit beibehalten hat, erlangte sie auf eigenes Begehren als erwachsene Person die schweizerische StaatsangehÃ¶rigkeit. Durch ihr langjÃ¤hriges Verbleiben in der Schweiz kann kein Zweifel daran bestehen, dass sie sich als Schweizerin fÃ¼hlen dÃ¼rfte und in jeder Beziehung vollstÃ¤ndig integriert ist. Folgerichtig ist sie als solche zu behandeln. Genauso wenig, wie sie unter den Wirkungsbereich des nationalen AuslÃ¤nderrechts fÃ¤llt, besteht ein AnknÃ¼pfungspunkt zum FreizÃ¼gigkeitsabkommen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) FÃ¤llt die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers 1 somit nicht unter das Abkommen, kann dieser sich auch nicht auf abgeleitete Rechte als AngehÃ¶riger im Sinne von Art. 3 Anhang I FZA berufen, was wiederum eine von ihm abgeleitete Rechtsstellung des BeschwerdefÃ¼hrers 2 ausschliesst. Da kein Rechtsanspruch ersichtlich ist, kann das Verwaltungsgericht auf die Beschwerde nicht eintreten (vgl. ErwÃ¤gung 1a). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 aufzuerlegen und sind keine ParteientschÃ¤digungen zuzusprechen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 und § 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Indem das Verwaltungsgericht einen Rechtsanspruch verneint hat und deshalb auf die Beschwerde nicht eintritt, verneint es auch die MÃ¶glichkeit einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht. Zur Wahrung des Rechtsschutzes sind die BeschwerdefÃ¼hrer trotzdem darauf hinzuweisen, dass sie berechtigt sind, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zu ergreifen, sofern sie an einem Rechtsanspruch festhalten (BGE 127 II 161).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4.<span> </span>Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5.<span> </span>Sofern die BeschwerdefÃ¼hrer an einem Rechtsanspruch festhalten, kann gegen diesen Entscheid innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">6.<span> </span>...<br/> <br/> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>