<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, sechs Monate nach Verabschiedung dieser Motion dem Parlament einen Bericht über die Schliessung der voraussehbaren Stromversorgungslücke zu unterbreiten. Die Strategie zur Schliessung der Stromversorgungslücke hat folgende Vorgaben zu berücksichtigen:</p><p>1. Die Schliessung der Lücke erfolgt CO2-frei. Dies schliesst die Errichtung von Kraftwerken, deren Produktion auf der Verbrennung von fossilen Energieträgern beruht, aus.</p><p>2. Die weitgehende Unabhängigkeit der Schweiz im Bereich der Stromversorgung bleibt gewahrt.</p><p>3. Der Bericht hat auch den Beitrag der Energieeffizienz, der Wasserkraft, der Kernkraft und der neuen erneuerbaren Energien zur Schliessung der Lücke aufzuzeigen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat an der Sitzung vom 21. Februar 2007 eine Neuausrichtung der Energiepolitik beschlossen, um die drohende Energielücke zu schliessen. Die Strategie stützt sich auf vier Säulen: Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Energieaussenpolitik und Grosskraftwerke. Zur Deckung der sich abzeichnenden Stromlücke benötigt es einen ausgewogenen Mix aller Energieträger. Als Übergangslösung soll die Option Gaskombikraftwerke offengehalten werden unter der Voraussetzung, dass sie ihren CO2-Ausstoss vollständig kompensieren müssen. Falls die Projektanten von GuD Zielvereinbarungen zur Befreiung von der CO2-Abgabe eingehen, sollen sie 100 Prozent ihrer Emissionen kompensieren müssen; dabei soll die Anrechenbarkeit von Auslandzertifikaten so weit gewährt werden, dass die Wettbewerbsfähigkeit der inländischen Stromproduktion mit GuD gegenüber dem Ausland nicht eingeschränkt wird. Zudem soll der Ersatz der bestehenden Kernkraftwerke durch die Elektrizitätsbranche möglich sein. Das UVEK wird ausserdem bis Ende Jahr Aktionspläne mit denjenigen Massnahmen erarbeiten, die nötig sind, um die Energieeffizienz zu steigern und die erneuerbaren Energien inklusive Wasserkraft zu fördern. Der Bundesrat wird nach Vorliegen dieser Aktonspläne über Art und Umfang der zu treffenden Massnahmen entscheiden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.