A bteilung I A -1689/2006 {T 0/2} U rteil vom 13. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter Pascal M ollard (Vorsitz), D aniel R iedo, Thom as Stadelm ann (Kam m erpräsident); G erichtsschreiber Jürg Steiger. A ._______, Beschw erdeführer, gegen O berzolldirektion (O ZD ), H auptabteilung R echt und Abgaben, M onbijoustrasse 40, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend R ückerstattung der Einfuhrsteuer (M otorfahrzeug für Invalide); Ü berw älzung B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Am 6. Januar 2004 beantragte die B._______AG beim Zollam t Luzern die Verzollung eines BM W Z4 R oadstar zur definitiven Einfuhr. Im porteurin des Fahrzeuges w ar die C ._______AG . D iese verkaufte das Fahrzeug im Inland an die D ._______AG w eiter. D ie D ._______AG ihrerseits verkaufte das Fahrzeug am 11. Februar 2004 an A._______. B. M it Schreiben vom 22. M ärz 2004 reichte A._______ bei der Zollkreisdirektion Basel ein G esuch um Erstattung der Zollabgaben und der Autom obilsteuer aufgrund von Art. 14 Ziff. 11 des Zollgesetzes vom 1. O ktober 1925 (aZG ; BS 6 465) ein. N achdem die C ._______AG der Zollkreisdirektion auf deren Aufforderung hin die Zoll- und Einfuhrsteuerquittungen sow ie eine Verzichtserklärung hinsichtlich der Zollrückerstattung zu G unsten von A._______ zukom m en liess, hiess die Zollkreisdirektion Basel m it Verfügung vom 16. April 2004 das G esuch von A._______ gut und beauftragte das Zollam t Luzern m it der Erstattung. D ie Zollabgaben im Betrage von Fr. 193.90 und die Autom obilsteuer, ausm achend Fr. 2'162.85, w urden ihm in der Folge vom Zollam t Luzern am 26. April 2004 erstattet. C . Am 3. M ai 2004 ersuchte A._______ die Zollkreisdirektion Basel, ihm auch die auf den Zollabgaben und der Autom obilsteuer lastende M ehrw ertsteuer in der H öhe von Fr. 179.10 zu erstatten. D ie Zollkreisdirektion nahm dieses Schreiben als Beschw erde gegen ihre Verfügung vom 16. April 2004 entgegen und leitete es deshalb zuständigkeitshalber an die O berzolldirektion (O ZD ) w eiter. D . M it Entscheid vom 6. D ezem ber 2004 w ies die O ZD die Beschw erde von A._______ ab. D ie O ZD begründete ihren Entscheid im W esentlichen dam it, dass eine Erstattung der M ehrw ertsteuer nach Art. 80 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 2. Septem ber 1999 über die M ehrw ertsteuer (M W STG , SR 641.20) nicht m öglich sei, da die Im porteurin des Fahrzeuges, d.h. die C ._______AG , die bei der Einfuhr entrichtete Steuer als Vorsteuer abziehen konnte. E. Am 5. Januar 2005 reichte A._______ (Beschw erdeführer) bei der Eidgenössischen Zollrekurskom m ission (ZR K) Beschw erde ein m it dem folgenden Antrag: "G estützt auf die vorgängig gem achten Erläuterungen beantrage ich nach w ie vor R ückerstattung der auf den Einfuhrabgaben lastenden M W ST von Fr. 179.10 durch die Zollverw altung". Er brachte im W esentlichen vor, dass Art. 80 Abs. 2 M W STG nicht zur Begründung einer N ichterstattung geltend gem acht w erden könne, w eil die zu hohe Steuerbelastung in direktem Zusam m enhang m it der erfolgten Abgaberückerstattung an den Endverbraucher und nicht m it einer solchen an einen G eneralim porteur stehe. Im W eiteren w ürde eine N ichterstattung der auf den erstatteten Einfuhrabgaben lastenden M ehrw ertsteuer dazu führen, dass Fahrzeuge, die eine Begünstigung nach Art. 14 Ziff. 11 aZG erhielten, zw ar von der Zoll- und Autom obilsteuer befreit w ären, aber m it einem höheren M W ST-Satz als 7,6% belastet w ürden, w as klar im 3 W iderspruch zu Art. 36 und 77 M W STG stehe. F. M it Vernehm lassung vom 18. M ärz 2005 beantragte die O ZD die Abw eisung der Beschw erde unter Kostenfolge. Sie legte im W esentlichen erneut dar, dass ein Anspruch auf R ückvergütung der zuviel bezahlten Einfuhrsteuer nur bestehe, w enn der Im porteur im Inland nicht als M ehrw ertsteuerpflichtiger registriert sei oder – bei gegebener Steuerpflicht – ihm das R echt auf vollen Vorsteuerabzug nicht zustehe. D ie Autom obilsteuer und die Zollabgaben w ürden nur bei der Einfuhr des Fahrzeuges erhoben. Bei diesen Abgaben handle es sich deshalb um Einphasensteuern im G egensatz zur M ehrw ertsteuer, die als Allphasensteuer konzipiert sei. G . D er Beschw erdeführer nahm am 4. April 2005 unaufgefordert zu der Vernehm lassung der O ZD vom 18. M ärz 2005 Stellung. Er brachte insbesondere vor, dass die auf dem R ückerstattungsw eg gew ährte Zollbefreiung zur Folge habe, dass der Im porteur nicht bereits bei der Abfertigung die Zollbefreiung der Einfuhr beantragen könne, w as zu einer tieferen M W ST-Belastung bzw . allgem ein zu einem tieferen Einstandspreis führen w ürde, der dann via H ändler an den Endverbraucher w eitergegeben w erden könnte. Im W eiteren habe das Prinzip der M ehrw ertsteuer als Allphasensteuer im vorliegenden Fall keine Bedeutung. H . D ie O ZD reichte am 26. April 2005 ihre Stellungnahm e zum Schreiben des Beschw erdeführers vom 4. April 2005 ein. Sie hielt an ihrem Antrag fest und führte aus, dass der Beschw erdeführer das Fahrzeug im Inland von der D ._______AG gekauft habe. Auf dieser H andelsstufe w erde die von ihm endgültig zu bezahlende M ehrw ertsteuer festgesetzt. Eine allfällige Korrektur dieser Steuerbelastung könne folglich nur auf dieser Stufe erfolgen. Jedes andere Vorgehen w ürde dem W esen der M ehrw ertsteuer m it Vorsteuerabzug zuw iderlaufen. I. M it Schreiben vom 29. N ovem ber 2006 teilte die ZR K den Parteien m it, dass das Bundesverw altungsgericht das hängige Beschw erdeverfahren gem äss Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht (Verw altungsgerichtsgesetz [VG G ]; SR 173.32) übernim m t. Auf die Begründung der Beschw erde w ird – sow eit entscheidw esentlich – im R ahm en der nachfolgenden Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Bis zum 31. D ezem ber 2006 unterlagen erstinstanzliche Verfügungen oder Beschw erdeentscheide der O ZD der Beschw erde an die ZR K (Art. 109 Abs. 1 lit. c aZG ). D as Bundesverw altungsgericht (BVG er) übernim m t, sofern es zuständig ist, die am 1. Januar 2007 bei der ZR K hängigen R echtsm ittel. D ie Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (Art. 53 4 Abs. 2 VG G ). Sow eit das VG G nichts anderes bestim m t, richtet sich gem äss Art. 37 VG G das Verfahren nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG ; SR 172.021). Beschw erdeentscheide der O ZD unterliegen der Beschw erde an das BVG er (Art. 109 Abs. 1 lit. c aZG in Verbindung m it Art. 33 lit. d VG G ). D ieses ist som it zur Behandlung der Beschw erde sachlich w ie funktionell zuständig. D aran ändert auch das am 1. M ai 2007 in Kraft getretene neue Zollgesetz vom 18. M ärz 2005 (ZG , SR 631.0) nichts, w erden doch nach Art. 132 Abs. 1 ZG alle Zollveranlagungsverfahren, die bei Inkrafttreten dieses G esetzes hängig sind, nach dem bisherigen R echt abgeschlossen. Auf dieses Verfahren findet deshalb das alte Zollgesetz (aZG ) Anw endung 1.2 D as BVG er kann den angefochtenen Entscheid der O ZD grundsätzlich in vollem U m fange überprüfen. D er Beschw erdeführer kann neben der Verletzung von Bundesrecht (Art. 49 lit. a Vw VG ) und der unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes (Art. 49 lit. b Vw VG ) auch die R üge der U nangem essenheit erheben (Art. 49 lit. c Vw VG ; AN D R É M O SER , in AN D R É M O SE R /PETER U EBER SA X, Prozessieren vor eidgenössischen R ekurskom m issionen, Basel und Frankfurt am M ain 1998, R z. 2.59; U LR IC H H ÄFELIN / G EO R G M Ü LLER / FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Aufl., Zürich 2006, R z. 1758 ff.). 2. 2.1 2.1.1 D ie schw eizerische M ehrw ertsteuer ist nach dem M odell einer allgem einen Konsum - oder Verbrauchsteuer ausgestaltet (BG E 123 II 295 E. 5a; D AN IEL R IED O , Vom W esen der M ehrw ertsteuer als allgem eine Verbrauchsteuer und von den entsprechenden W irkungen auf das schw eizerische R echt, Bern 1999, S. 13, 23 f.; M AR K U S R EIC H , G rundzüge der M ehrw ert- steuerordnung in der Schw eiz und in der EU , in: D er Schw eizer Treuhänder [ST] 5/1995, S. 329 ff.). D as Steuergut der M ehrw ertsteuer ist der Endverbrauch. Eine solche Steuer erfasst den Konsum von W aren und D ienstleistungen grundsätzlich um fassend. Allerdings w erden die Verbraucher aus Praktikabilitätsgründen nicht direkt besteuert. D er Fiskus hält sich vielm ehr an den U nternehm er, der die steuerbaren U m sätze erzielt. D ie U nternehm er entlasten sich von der ihnen überw älzten Steuer m it dem Vorsteuerabzug und belasten die von ihnen abgelieferte Steuer ihren Abnehm ern über den Preis, bis schliesslich der Endverbraucher die gesam te Steuerlast zu tragen hat (Entscheid der Eidgenössischen Steuerrekurskom m ission [SR K] vom 19. April 2004, veröffentlicht in Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 68.127 E. 3.a/aa). 2.1.2 D ie M ehrw ertsteuer ist folglich, im G egensatz zur W arenum satzsteuer, w elche eine Einphasensteuer auf G rossistenstufe darstellte, als N etto- Allphasensteuer m it Vorsteuerabzug ausgestaltet. Auf jeder U m satzstufe soll (lediglich) der vom jew eiligen U nternehm er geschaffene «M ehrw ert» erfasst w erden. D er Vorsteuerabzug, in Art. 38 ff. M W STG geregelt, ist som it ein w esentliches Elem ent der schw eizerischen M ehrw ertsteuer. D er Steuerpflichtige hat zw ar die Steuer auf seinem gesam ten (Ausgangs-)5 U m satz (=Ausgangsum satzsteuer) zu entrichten. Sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, kann er indessen von der Ausgangsum satzsteuer diejenige Steuer abziehen, w elche ihm von andern Steuerpflichtigen, die ihm G egenstände geliefert oder D ienstleistungen erbracht haben, in R echnung gestellt w orden ist. D am it reduziert der Vorsteuerabzug die Zahllast des Steuerpflichtigen gegenüber der ESTV (Entscheid der SR K vom 19. April 2004, a.a.O ., E. 3.a/bb). D er G esetzgeber geht davon aus, dass die M ehrw ertsteuer bei den steuerpflichtigen U nternehm en ein D urchlaufposten sein soll. N icht die Steuerpflichtigen sollen vom Ziel des Steuergesetzgebers her gesehen m it M ehrw ertsteuer belastet w erden, sondern die Endverbraucher (ALO IS C AM EN ZIN D / N IKLAU S H O N AU E R / KLAU S A. VALLEN D E R , H andbuch zum M ehrw ert- steuergesetz [M W STG ], Bern 2003, 2. Aufl., R z. 75; BG E 123 II 385 E. 8). Steuerträger sollen folglich die Endverbraucher bzw . die N icht- Steuerpflichtigen sein (U rteil des BVG er A-1434/2006 vom 14. M ai 2007 E. 2.2; R IED O , a.a.O ., S. 19). N ach dem Konzept der M ehrw ertsteuer soll daher das steuerpflichtige U nternehm en die M ehrw ertsteuer auf den N icht- Steuerpflichtigen überw älzen, der keinen Vorsteuerabzug vornehm en kann. Ausser in den vom G esetz ausdrücklich vorgesehenen Fällen (vgl. Art. 90 Abs. 2 lit. a M W STG ) kann der N icht-Steuerpflichtige die ihm in R echnung gestellte M ehrw ertsteuer som it nie in Abzug bringen bzw . zurückfordern. 2.2 2.2.1 D ie in Art. 72 bis 84 M W STG (in der vorliegend relevanten Fassung vom 23. D ezem ber 1999) geregelte Einfuhrsteuer ergänzt die Inlandum - satzsteuer. Eine konsequente Erfassung aller U m sätze m it der M ehrw ertsteuer nach dem Bestim m ungslandprinzip verlangt diese Ergänzung. Andernfalls w ürden alle eingeführten G üter zunächst steuerfrei bleiben. D ies w ürde zu einer Bevorteilung von Im portgütern gegenüber den im Inland hergestellten G ütern führen, sofern die Im portgüter von der Steuer des ausländischen U rsprungslandes entlastet w erden (C AM EN ZIN D / H O N AU ER /VALLE N D ER , a.a.O ., R z. 1802; REGINALD A. DERKS, m w st.com , Kom m entar zum Bundesgesetz über die M ehrw ertsteuer, Basel 2000, N . 1 vor Art. 72). 2.2.2 D er Einfuhrsteuer unterliegt die Einfuhr von G egenständen ins Inland (Art. 73 Abs. 1 M W STG ). D am it sieht das M ehrw ertsteuerrecht für die Steuer auf der W areneinfuhr ein anderes Steuerobjekt vor als die Inlandsteuer. Es genügt grundsätzlich die räum liche Bew egung einer W are über die Zollgrenze. Ein U m satz im m ehrw ertsteuerrechtlichen Sinn, beispielsw eise eine Lieferung von G egenständen gegen Entgelt, ist nicht vorausgesetzt (C AM EN ZIN D /H O N AU ER /VALLE N D ER , a.a.O ., R z. 1839; R IED O , a.a.O ., S. 4; Entscheide der ZR K vom 13. N ovem ber 1997, in Archiv für Schw eizerisches Abgaberecht [ASA] 66 S. 590 E. 3b und vom 17. M ärz 1998, in ASA 68 S. 89 E. 3b/bb). 2.2.3 Steuerpflichtig ist bei der Einfuhrsteuer der Zollzahlungspflichtige, w ie er in Art. 13 aZG um schrieben w ird (Art. 75 Abs. 1 M W STG ). D as sind in erster 6 Linie die Zollm eldepflichtigen. D er Zollm eldepflicht unterliegt, w er eine W are über die G renze bringt, sow ie dessen Auftraggeber, unter gew issen Voraussetzungen auch der D ienstherr und das Fam ilienhaupt (Art. 9 Abs. 1 bis 3 aZG ). Zollzahlungspflichtig ist ferner, für w essen R echnung die W are eingeführt w orden ist. Beauftragt der Zollm eldepflichtige einen D ritten m it der Zollabfertigung, gehört auch dieser, unter Vorbehalt der Bestim m ungen von Art. 75 Abs. 2 M W STG , zum Kreis der Zollm eldepflichtigen und dam it zu den Zollzahlungspflichtigen. D ie Zollzahlungspflichtigen sind steuerpflichtig für alle Einfuhren von G egenständen ohne R ücksicht darauf, ob sie Lieferant oder Abnehm er eines G egenstandes, Eigentüm er, H ändler oder Konsum ent sind; entscheidend ist nur, ob sie die Voraussetzungen von Art. 13 aZG erfüllen oder nicht. N icht von Bedeutung ist überdies, ob der Zollzahlungspflichtige als M W ST-Pflichtiger im Inland registriert ist (C AM EN ZIN D /VALLEN D E R /H O N AU ER , a.a.O ., R z. 1900; D IETER M ETZG ER , Kurzkom m entar zum M ehrw ertsteuer- gesetz, Bern 2000, S. 220; R IED O , a.a.O ., S. 4, 172). 2.2.4 D ie Einfuhrsteuer w ird im R ahm en der Zollabfertigung zusam m en m it dem Zoll und den übrigen Abgaben von der EZV erhoben (Art. 82 Abs. 1 M W STG ). D er Anspruch auf R ückvergütung zu viel erhobener oder nicht geschuldeter Einfuhrsteuern verjährt gem äss Art. 80 Abs. 1 M W STG fünf Jahre nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem er entstanden ist. D er Anspruch auf R ückerstattung (R ückvergütung) entsteht m it der effektiven Zahlung der nicht geschuldeten Steuer. R ückvergütung w ird insbesondere bei zu hoher D eklaration durch den Zollm eldepflichtigen, zu hoher Einschätzung durch die Zollverw altung, m ehrfacher Besteuerung, Besteuerung zu einem falschen Satz etc. in Frage kom m en (HANS HEGETSCHWEILER, m w st.com , a.a.O ., N . 1 zu Art. 80). D er Anspruch auf R ückvergütung gem äss Art. 80 Abs. 1 M W STG setzt som it voraus, dass die – zu viel erhobene oder nicht geschuldete – Einfuhrsteuer vom Zollzahlungspflichtigen effektiv der EZV bezahlt w urde. 2.2.5 N icht erstattet w erden gem äss Art. 80 Abs. 2 M W STG zu viel erhobene Steuern, w enn die steuerpflichtige Person nach den Art. 21 und 26 M W STG die bei der Einfuhr entrichtete Steuer als Vorsteuer nach Art. 38 M W STG abziehen kann. W o der Steuerpflichtige die auf der Einfuhr erhobene M ehrw ertsteuer voll als Vorsteuer in Abzug bringen kann, besteht kein rechtliches Interesse an einem Verfahren über die Feststellung von deren G eschuldetheit (H EG E TSC H W EILER , a.a.O ., N . 2 zu Art. 80; M ETZG ER , a.a.O ., S. 232). 2.3 2.3.1 D ie Einfuhrsteuer verfolgt grundsätzlich das gleiche Ziel w ie die Inlandsteuer, das heisst nam entlich die Belastung des Endkonsum s m it der Steuer (R IED O , a.a.O ., S. 5). Erfolgt die Einfuhr durch einen im Inland steuerpflichtigen U nternehm er, steht diesem das Vorsteuerabzugsrecht in der H öhe der Einfuhrsteuer zu (Art. 38 Abs. 1 lit. c M W STG ). D ie auf seinem U m satz lastende Steuer überw älzt er w eiter, bis sie schliesslich vom Endverbraucher getragen w ird. Führt ein im Inland nicht 7 Steuerpflichtiger die W are ein, ist er entw eder gleich selbst der die Steuer tragende Endverbraucher oder er w ird andernfalls bestrebt sein, die Einfuhrsteuer auf den Abnehm er verdeckt zu überw älzen (Entscheid der ZR K vom 21. Januar 1999 [ZR K 1998-003] E. 3b). 2.3.2 D ie Frage der Steuerüberw älzung ist in Art. 37 Abs. 6 M W STG geregelt. D iese Bestim m ung geht davon aus, dass für die Beurteilung der Zivilrichter zuständig ist bzw . dass dam it eine Frage betroffen ist, deren Beurteilung ausschliesslich gestützt auf das Zivilrecht und nicht auf das öffentliche R echt zu erfolgen hat (U rteile des BVG er A-1438/2006 vom 11. Juni 2007 E. 4.4.4 und A-1365/2006 vom 19. M ärz 2007 E. 3.2). D er G rundsatz der Ü berw älzbarkeit (Art. 1 Abs. 2 M W STG ) verlangt, das M ehrw ertsteuerrecht so auszugestalten, dass die Ü berw älzung der Steuer nicht erschw ert, sondern erleichtert w ird (C AM EN ZIN D /H O N AU E R /VALLEN D E R , a.a.O ., R z. 75). D abei handelt es sich – w ie bei den übrigen R echtsgrundsätzen – lediglich um eine Leitlinie für G esetzgeber und Verw altung, aus denen w eder die Verw altung noch die Steuerpflichtigen irgendw elche R echte ableiten können (D AN IELLE YER SIN , La jurisprudence du Tribunal fédéral concernant l'O rdonnance régissant la taxe sur la valeur ajoutée [O TVA], in: ASA 68 S. 698). Ebenso w enig, w ie aus diesem G rundsatz ein Anspruch des Steuerpflichtigen gegenüber dem G em einw esen auf Ü berw älzung der Steuer entsteht (BG E 123 II 385 E. 8), kann daraus ein Anspruch des Verbrauchers abgeleitet w erden, w onach der Steuerpflichtige Steuern, die er zu U nrecht bezahlt hat, dem Leistungsem pfänger zurückzuerstatten hat. Aus Art. 37 Abs. 6 M W STG ist abzuleiten, dass die Steuerüberw älzung ausdrücklich der Privatautonom ie übertragen und som it hoheitlichem , staatlichem H andeln entzogen ist (U rteile des Bundesgerichtes 2A.320/2002 vom 2. Juni 2003 E. 5.2.1, vom 3. August 2000, veröffentlicht in ASA 69 S. 894 E. 2c/aa; BG E 123 II 385 E. 8). 2.4 N ach ständiger Praxis hat sich der Steuerpflichtige bei der von ihm vorgenom m enen form ellen G estaltung seiner R echtsbeziehungen behaften zu lassen. Es kann som it keine R olle spielen, ob er eine steuerlich günstigere G estaltung hätte vornehm en können (U rteil des BVG er A-1434/2006 vom 14. M ai 2007 E. 3.4; ASA 67 S. 757 E. 3c, ASA 65 S. 674 E. 2d/bb, ASA 55 S. 72 E. 4c; U rteil des Bundesgerichts 2A.420/2000 vom 11. N ovem ber 2001 E. 3c; Entscheid der ZR K vom 15. O ktober 2002, veröffentlicht in VPB 67.46 E. 5b/cc; Entscheide der SR K vom 27. M ärz 2002 [SR K 2000-109] E. 3d/cc, vom 13. Juli 2001 [SR K 1999-155] E. 3b in fine und 6; U rteil des BVG er A-1434/2006 vom 14. M ai 2007 E. 3.4). D as G leiche m uss für einen N icht-Steuerpflichtigen gelten, der aufgrund der vorgenom m enen G estaltung seiner R echtsbeziehungen die Voraussetzungen der Steuerpflicht nicht erfüllt, obw ohl diese für ihn vorteilhaft w äre. 3. Im vorliegenden Fall im portierte die C ._______AG das in Frage stehende Fahrzeug. Als Im porteurin bezahlte sie der EZV den Zoll, die Autom obilsteuer und die Einfuhrsteuer. D ie C ._______AG verkaufte das Fahrzeug anschliessend an die D ._______AG w eiter. D iese verkaufte es ihrerseits am 11. Februar 2004 an den Beschw erdeführer. D ieser 8 Sachverhalt ist unbestritten. U nbestritten ist ebenfalls, dass dem Beschw erdeführer aufgrund seines G esuches vom 22. M ärz 2004 sow ie eines Verzichts der Im porteurin auf Zollrückerstattung vom 8. April 2004 der Zoll und die Autom obilsteuer gestützt auf Art. 14 Ziff. 11 aZG bzw . Art. 1 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 der Autom obilsteuerverordnung vom 20. N ovem ber 1996 (AStV, SR 641.511) erstattet w urden. Im W eiteren ist unbestritten, dass die Einfuhr des vorliegenden Fahrzeuges grundsätzlich der Einfuhrsteuer untersteht (vgl. Art. 74 Ziff. 5 in fine M W STG ). Im Streit liegt einzig, ob aufgrund der nachträglichen Erstattung des Zolls und der Autom obilsteuer der Teilbetrag der Einfuhrsteuer, der bei der Einfuhr auf diesen Abgaben (Zoll, Autom obilsteuer) erhoben w urde, ausm achend Fr. 179.10, ebenfalls dem Beschw erdeführer zu erstatten ist. 3.1 D er Beschw erdeführer m acht in seiner Beschw erde geltend, dass ihm die R ückerstattung der in Frage stehenden Einfuhrsteuern zu U nrecht aufgrund von Art. 80 Abs. 2 M W STG verw eigert w urde. D er Beschw erdeführer w ar bei der Einfuhr nicht zollzahlungspflichtig und leistete deshalb der EZV auch keine Einfuhrsteuer. D a ein Anspruch auf R ückerstattung von Einfuhrsteuern die effektiv an die EZV erfolgte Zahlung von nicht geschuldeten Einfuhrsteuern voraussetzt (E. 2.2.4), hat er som it von vornherein (zum indest) keinen eigenen Anspruch auf R ückerstattung der in Frage stehenden Einfuhrsteuern. Im W eiteren kann er auch keinen von der Im porteurin, der C ._______AG , abgetretenen Anspruch auf R ückerstattung der betreffenden Einfuhrsteuern haben. D ies aus zw ei G ründen. Einerseits hatte die Im porteurin selber gem äss Art. 80 Abs. 2 M W STG gar keinen Anspruch auf R ückerstattung, da sie unbestrittenerm assen zum vollen Vorsteuerabzug berechtigt ist und deshalb nach Art. 38 Abs. 1 lit. c M W STG die zu viel erhobenen Einfuhrsteuern bereits als Vorsteuern in Abzug bringen konnte. Andererseits beinhaltet die Verzichtserklärung der Im porteurin vom 8. April 2004 bloss einen Verzicht auf Zollrückerstattung zu G unsten des Beschw erdeführers bzw . eine Abtretung des diesbezüglichen Anspruches auf ihn und som it keine Abtretung eines allfälligen (in casu jedoch ohnehin nicht gegebenen) Anspruchs auf R ückerstattung von Einfuhrsteuern. 3.1.1 D er Einw and des Beschw erdeführers, dass die R ückerstattung des Zolls und der Autom obilsteuern auf jeden Fall auf der Stufe des Endverbrauchers stattfinde, da der G eneralim porteur die Voraussetzungen von Art. 14 Ziff. 11 aZG nicht erfüllen könne und deshalb Art. 80 Abs. 2 M W STG nicht zur Begründung der N ichterstattung der Einfuhrsteuer herangezogen w erden könne, ist schon im Ansatz falsch. D er Beschw erdeführer verkennt, dass die gem äss Art. 14 Ziff. 11 aZG vorgesehene Zollbefreiung bei der Einfuhr von M otorfahrzeugen für Invalide nicht verlangt, dass der Im porteur selber w egen einer Behinderung auf das Fahrzeug angew iesen ist. Vorausgesetzt w ird vielm ehr, dass das M otorfahrzeug für einen Invaliden eingeführt w ird, der w egen seiner Behinderung darauf angew iesen ist. Ist diese Voraussetzung erfüllt, ist som it eine R ückerstattung des vom Im porteur bezahlten Zolls 9 bzw . der Autom obilsteuer an diesen m öglich und w äre vorliegend auch erfolgt, w enn die C ._______AG das G esuch um R ückerstattung gestellt und ihren Anspruch auf Zollrückerstattung nicht an den Beschw erdeführer abgetreten hätte. 3.2 D er Beschw erdeführer bringt schliesslich vor, dass die steuerliche Belastung für ihn vorliegend – aufgrund der Verw eigerung der R ückerstattung der erhobenen Einfuhrsteuern auf dem Zoll und den Autom obilsteuern – im R esultat höher sei, als w enn er das Fahrzeug selbst eingeführt hätte oder durch einen nicht zum Vorsteuerabzug berechtigten Im porteur hätte einführen lassen und so eine R ückerstattung m öglich gew esen w äre. D ie N ichterstattung der Einfuhrsteuer führe vorliegend zu einer höheren M W ST-Belastung als 7,6% . D er Zoll und die Autom obilsteuer stellen Kostenfaktoren dar und es ist som it davon auszugehen, dass sie in die Kalkulation des Verkaufspreises des Fahrzeuges Eingang fanden, der von der C ._______AG der D ._______AG in R echnung gestellt w urde und von dieser (zuzüglich ihrer M arge) schliesslich dem Beschw erdeführer w eiterfakturiert w urde. W ie die O ZD in ihrer Vernehm lassung vom 18. M ärz 2005 ausführte, sind der Zoll und die Autom obilsteuer folglich (w enn auch nicht offen ausgew iesen) Bestandteil des Verkaufspreises und som it Teil des Entgelts, das die D ._______AG zu R echt gem äss Art. 36 Abs. 3 M W STG zum N orm alsatz von 7,6% versteuerte. Zutreffend ist dem nach, dass vorliegend w ohl auch M ehrw ertsteuern auf den nachträglich dem Beschw erdeführer erstatteten Einfuhrabgaben (Zoll, Autom obilsteuer) beim Kauf des Fahrzeuges auf ihn überw älzt w urden. Zur Beurteilung von Streitigkeiten über die Steuer- überw älzung sind jedoch die Zivilgerichte und nicht das Bundesverw altungsgericht zuständig (E. 2.3.2). D a sich der Beschw erde- führer bei der von ihm vorgenom m enen form ellen G estaltung seiner R echtsbeziehungen behaften lassen m uss (E. 2.4), kann es im W eiteren keine R olle spielen, ob die steuerliche Belastung vorliegend im R esultat höher ist, als w enn er das Fahrzeug selber eingeführt hätte oder durch einen nicht zum Vorsteuerabzug berechtigten Im porteur hätte einführen lassen. Aus dem gleichen G rund kann im Ü brigen die Frage offen bleiben, ob für den Fall, dass die C ._______AG keine Abtretung vorgenom m en hätte, d.h. den Zoll und die Autom obilsteuern selber von der EZV zurückgefordert hätte, eine R ückabw icklung m ittels nachträglich gew ährtem Preisnachlass (Preisnachlass: Zoll und Autom obilsteuer zuzüglich M W ST) m öglich gew esen w äre, w odurch sich letztlich die M W ST-Belastung des Beschw erdeführers entsprechend reduziert hätte. 4. D em G esagten zufolge ist die Beschw erde abzuw eisen. D am it gelangt Art. 63 Abs. 1 Vw VG zur Anw endung, w onach die Verfahrenskosten in der R egel der unterliegenden Partei auferlegt w erden. D ie Verfahrenskosten können nur ausnahm sw eise erlassen w erden (Art. 63 Abs. 1 letzter Satz Vw VG ). Art. 6 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten 10 und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht (VG KE, SR 173.320.2) konkretisiert den letzten Satz von Art. 63 Abs. 1 Vw VG . D anach können die Verfahrenskosten einer Partei, der keine unentgeltliche R echtspflege im Sinne von Art. 65 Vw VG gew ährt w ird, ganz oder teilw eise erlassen w erden, w enn: (a) ein R echtsm ittel ohne erheblichen Aufw and für das G ericht durch R ückzug erledigt w ird oder (b) andere G ründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhältnism ässig erscheinen lassen, sie ihr aufzuerlegen. Vorliegend rechtfertigt es sich, dem Beschw erdeführer die Verfahrenskosten gem äss Art. 6 lit. b VG KE zu erlassen, da der Bescherdeführer seine Beschw erde nicht in erster Linie aus eigenem Interesse erhob, sondern ideelle Ziele verfolgt. D er geleistete Kostenvorschuss von Fr. 150.-- ist zurückzuerstatten. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. D er geleistete Kostenvorschuss in der H öhe von Fr. 150.-- w ird dem Beschw erdeführer nach Eintritt der R echtskraft des vorliegenden U rteils zurückerstattet. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (m it G erichtsurkunde) D er Kam m erpräsident D er G erichtsschreiber: Thom as Stadelm ann Jürg Steiger R echtsm ittelbelehrung D ieses U rteil des Bundesverw altungsgerichts kann innert 30 Tagen seit der Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten w erden. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (vgl. Art. 42, 48, 54, 83 lit. l und 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BG G ]; SR 173.110). Versand am :