Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 18. Oktober 2017 (810 17 4) ____________________________________________________________________ Soziale Sicherheit Unrechtmässig bezogene Leistungen, Herabsetzung Grundbedarf Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Ka ntonsrichter Stefan Schulthess, Markus Clausen, Christian Haidlauf, Niklaus Ruckstuhl , Gerichtsschreiberin Stephanie Schlecht Beteiligte A.A.____ und B.A.____ Beschwerdeführer , vertreten durch Dr. Daniel Riner, Advokat gegen Regierungsrat des Kantons Basel -Landschaft , Beschwerdegegner Sozialhilfebehörde C.____ , Beschwerdegegnerin, vertreten durch Caspar Baader, Rechtsanwalt Betreff Unrechtmässig bezogene Leistungen, Herabset zung Grundbedarf (RRB Nr. 1828 vom 20. Dezember 2016) A. Nachdem die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stell e) die Renten von A.A.____ und B.A.____ per 1. Mai 2015 eingestellt hatte (Verfügu ng der IV-Stelle vom 5. März 2015), wurden Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht sie gemäss Verfügung der Sozialhilfebehörde C.____ (SHB) vom 29. Juni 2015 seit dem 1. Juni 2015 mit Leistungen in der Höhe von monatlich Fr. 4'358.40 unterstützt. B. Am 26. Mai 2015 stellte die SHB ein Gesuch um Rente nauszahlung an eine Drittper- son oder Behörde an die Ausgleichskasse Basel-Landschaft ( Verrechnungsantrag/Drittauszah- lung). C. Mit Verfügung der IV-Stelle vom 14. August 2015 w urde A.A.____ rückwirkend ab 1. Mai 2015 bis längstens 30. April 2017 eine Dreivie rtelrente zugesprochen und die entspre- chenden Nachzahlungen wurden auf sein Konto überwiesen. D. In der Verfügung vom 28. September 2015 führte d ie SHB aus, A.A.____ habe von der Ausgleichskasse Basel-Landschaft für die Monate Juni bis u nd mit September 2015 Rückzah- lungen der IV-Stelle erhalten, welche er angeblich zur Schuldentilgung verwendet habe, anstatt gestützt auf den Verrechnungsantrag/Drittauszahlung die Rückzahlungen an die SHB weiterzu- leiten. Die IV-Stelle habe ihm eine Invalidenrente i n der Höhe von monatlich Fr. 1'763.-- und für seinen im gleichen Haushalt lebenden Sohn monatlich ei ne Kinderinvalidenrente in der Höhe von Fr. 705.-- ausbezahlt. A.A.____ habe die SHB erst a m 1. September 2015 darüber in Kenntnis gesetzt, nachdem er die Leistungen bereits unrechtmässig verwendet habe. Demnach schulde er der SHB Fr. 7'481.36, welche er ratenweise zurückzuzahlen habe. Gestützt auf die vorstehenden Ausführungen ordnete die SHB folglich an, dass A.A.____ ab dem 1. November 2015 neu eine Unterstützung von monatlich Fr. 1'488.-- ausgerichtet werde, wobei ein allfälliger Anspruch auf Prämienverbilligung von diesem Betrag in Abzug gebracht werde (Dispositiv- Ziffer 1). Da A.A.____ eine rückwirkende Auszahlung seiner Invalidenrente sowie der Invaliden- kinderrente erhalten habe, werde sein Grundbedarf um 20 % reduziert. Die Rückzahlung von Fr. 401.60 pro Monat werde innerhalb von 19 Monaten dem Grundbedarf abgezogen, wobei die 19. Rate Fr. 252.56 betrage (Dispositiv-Ziffer 2). A.A.____ werde aufgrund der Pflichtverletzung ab dem 1. Juni 2017 neu ein Grundbedarf in der Höhe von Fr. 1'160.40 für sechs Monate aus- gerichtet (Dispositiv-Ziffer 3). E. Dagegen erhoben A.A.____ und B.A.____, nachfolge nd vertreten durch Dr. Daniel Riner, Advokat in Basel, mit Eingabe vom 2. Oktober 2 015 Einsprache bei der SHB mit den Begehren: 1. Es sei der angefochtene Entscheid in den Dispositiv-Ziffern 1 bis 3 aufzuheben und es sei von einer Kürzung des Grundbedarfs abzusehe n; 2. Es sei A.A.____ die unentgeltli- che Rechtspflege zu bewilligen; 3. Unter o/e-Kostenfolge. F. Mit Einspracheentscheid der SHB vom 23. November 201 5 wurde die Einsprache teil- weise gutgeheissen und die Ziffer 3 der Verfügung vom 28. September 2015 wie folgt geändert: A.A.____ werde aufgrund der Pflichtverletzung ab dem 1. Juni 2017 neu ein Grundbedarf in der Höhe von Fr. 1'606.40 ausgerichtet (Dispositiv-Ziffer 1). Im Übrigen wurden die Einsprache (Dispositiv-Ziffer 2) sowie das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Dispositiv-Ziffer 3) ab- gewiesen. Die SHB stellte im Rahmen des Einspracheent scheids fest, dass der ursprünglich verfügte Grundbedarf aufgrund eines Rechnungsfehlers zu tief bemessen worden sei. In Bezug auf das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hielt sie fest, die Notwendigkeit für den Beizug Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht eines Rechtsvertreters sei nicht gegeben gewesen, da das Ve rfahrensziel aussichtslos und die sich stellenden Fragen selbst für einen juristischen Laien nicht sehr komplex gewesen seien. Mit Verfügung vom 23. November 2015 ordnete die SHB zudem Folgendes an: die Unterstüt- zung von A.A.____ werde per 30. November 2015 beende t (Dispositiv-Ziffer 1); die bezogene Unterstützung vom 1. Juni 2015 bis zum 30. November 2015 betrage Fr. 13'041.31, und A.A.____ sei verpflichtet, diesen Betrag bei Erfüllu ng der gesetzlichen Voraussetzungen zu- rückzuerstatten (Dispositiv-Ziffer 2) und die unrechtmässig bezogenen Leistungen im Umfang von Fr. 7'709.36 seien in 36 monatlichen Raten à Fr. 213.-- und einer monatlichen Rate à Fr. 41.36 zurückzuzahlen (Dispositiv-Ziffer 3). Die SHB be gründete die Beendigungsverfügung damit, dass A.A.____ aufgrund der IV-Leistungen, der B VG-Leistungen sowie der Ergänzungs- leistungen über genügend Einkommen verfüge. G. Am 4. Dezember 2015 erhoben A.A.____ und B.A.____ beim Regierungsrat des Kan- tons Basel-Landschaft (Regierungsrat) Beschwerde mit den Rechtsbegehren: 1. Es sei der Ein- spracheentscheid vom 23. November 2015 – soweit ihre Ein sprache nicht gutgeheissen worden sei – aufzuheben und es sei die Verfügung der Beschwerdeg egnerin vom 28. September 2015 in den Dispositiv-Ziffern 1 bis 3 aufzuheben. Von einer Kürzung des Grundbedarfs sei abzuse- hen; 2. Es sei die unentgeltliche Rechtspflege sowohl im Einspracheverfahren als auch im Ver- fahren vor dem Regierungsrat zu bewilligen; 3. Unter o/e-Kostenfolge. Gleichentags erhoben A.A.____ und B.A.____ bei der SH B vorsorglich Einsprache gegen die Beendigungsverfügung vom 23. November 2015 mit den Be gehren, es sei von einer Verpflich- tung zur Rückzahlung der bezogenen Leistungen abzusehen und das Gesuch um unentgeltli- che Rechtspflege sei zu bewilligen. H. In einem als Rektifikat betitelten Entscheid der SHB vom 17. März 2016 wurde der Ein- spracheentscheid vom 23. November 2015 im Dispositiv best ätigt und das Gesuch um unent- geltliche Rechtspflege für das betreffende Verfahren abgewiesen. Neu festgelegt wurde in der Begründung des Rektifikats die Höhe des zurückzuerstattend en Betrags. Die SHB begründete dies damit, dass A.A.____ und B.A.____ eine Krankenkassenrückerstattung vom 26. November 2016 erhalten hätten, welche nicht gemeldet worden se i. Die Summe der zu Unrecht bezoge- nen Leistungen würde sich demzufolge auf Fr. 14'971. 30 erhöhen und sei in 38 Raten zurück- zuzahlen. Mit einer ebenfalls als Rektifikat bezeichneten Verfügun g der SHB vom 18. März 2016 wurde bestätigt, dass die Unterstützung von A.A.____ per 30. N ovember 2015 aufgehoben worden sei. A.A.____ wurde weiter verpflichtet, die unrechtmä ssig bezogenen Leistungen in der Höhe von Fr. 14'971.30 zurückzuzahlen, und es wurde festgehalte n, dass die Rückzahlung nach Ein- tritt der Rechtskraft in 37 monatlichen Raten à Fr. 4 01.60 und einer monatlichen Rate à Fr. 112.10 fällig werde. In der Begründung erklärte die SHB, der in der ursprünglichen Verfü- gung vom 23. November 2015 ausgewiesene Rückzahlungsbetrag sei falsch gewesen. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht I. Mit Eingabe vom 24. März 2016 erhoben A.A.____ un d B.A.____ gegen den rektifizier- ten Einspracheentscheid vom 17. März 2016 Beschwerde beim Regierungsrat und beantragten: 1. Es sei der Einspracheentscheid vom 17. März 2016 – sow eit die Einsprache nicht gutgeheis- sen worden sei – in den Dispositiv-Ziffern 1, 2 und der korrigierten Ziffer 3 aufzuheben und von einer Kürzung des Grundbedarfs abzusehen; 2. Es sei das Ge such um unentgeltliche Rechts- pflege sowohl im Einspracheverfahren als auch im Verfahren vor dem Kantonalen Sozialamt zu bewilligen; 3. Unter o/e-Kostenfolge. Gleichentags erhoben sie gegen die rektifizierte Verfügu ng vom 18. März 2016 Einsprache bei der SHB und beantragten, es sei von der Verpflichtung zur Rückzahlung der angeblich un- rechtmässig bezogenen Leistungen im Betrag von Fr. 14'97 1.30 abzusehen und ihnen die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. J. Mit Einspracheentscheid der SHB vom 27. Juni 2016 wu rde die Einsprache von A.A.____ und B.A.____ teilweise gutgeheissen. Die SHB hielt fest, die Rückzahlung von A.A.____ in der Höhe von Fr. 705.-- sei darin nicht b erücksichtigt worden, was im Rahmen der Einsprache entsprechend angepasst und ergänzt worden sei. An der Rückzahlungssumme in der Höhe von Fr. 14'971.30 ändere dieser Umstand jed och nichts (Dispositiv-Ziffer 1). Die zu Unrecht bezogenen Leistungen in der Höhe von Fr. 14'971.30 seien vollständig durch A.A.____ und B.A.____ an die SHB zurückzuzahlen. Ferner lehnte die SHB den Antrag auf Erlass der Rückerstattungsforderung ab (Dispositiv-Ziffer 2). Die Rückzahlung sei nach Eintritt der Rechts- kraft dieser Verfügung in 37 monatlichen Raten à Fr. 401.60 sowie einer monatlichen Rate à Fr. 112.10 fällig (Dispositiv-Ziffer 3). Weiter wies di e SHB das Gesuch um unentgeltliche Ver- beiständung ab (Dispositiv-Ziffer 4). K. A.A.____ und B.A.____ erhoben dagegen am 1. Juli 2016 Beschwerde beim Regie- rungsrat mit den Begehren: 1. Es sei der Einspracheentsc heid vom 27. Juni 2016, soweit die Einsprache nicht gutgeheissen worden sei, aufzuheben und von einer Rückforderung abzuse- hen; 2. Eventualiter sei die Rückerstattungsforderung z u erlassen; 3. Es sei die unentgeltliche Verbeiständung im Einspracheverfahren und im Verfahr en vor dem Regierungsrat zu bewilli- gen; 4. Unter o/e-Kostenfolge. Die SHB, vertreten durch Caspar Baader, Advokat in Gel terkinden, liess sich mit Eingabe vom 12. September 2016 vernehmen und schloss auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde. L. Mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 1828 vom 20. Dez ember 2016 trat der Regie- rungsrat auf die Beschwerde vom 4. Dezember 2015 gegen den angefochtenen Einspracheent- scheid vom 23. November 2015 nicht ein (Dispositiv-Ziffer 1) und wies das Gesuch um unent- geltliche Prozessführung für das Beschwerdeverfahren geg en den Einspracheentscheid ab (Dispositiv-Ziffer 2). Die Beschwerde vom 24. März 2016 ge gen den Einspracheentscheid vom 17. März 2016 wurde abgewiesen, soweit darauf einget reten wurde (Dispositiv-Ziffer 3). Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung für das Beschwerd everfahren gegen den Ein- spracheentscheid vom 17. März 2016 wurde abgewiesen (Disp ositiv-Ziffer 4). Der SHB wurde im Beschwerdeverfahren gegen den Einspracheentscheid vom 17. März 2016 keine Parteient- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht schädigung zugesprochen (Dispositiv-Ziffer 5). Ferner hiess der Regierungsrat die Beschwerde vom 1. Juli 2016 gegen den Einspracheentscheid vom 27. Ju ni 2016 teilweise gut und die SHB wurde angewiesen, dem Beschwerdeführer für das Einspra cheverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren (Dispositiv-Ziffer 6). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren gegen den Einspracheentscheid vo m 27. Juni 2016 wurde gutge- heissen und dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführer ei n Honorar in der Höhe von Fr. 1'512.-- zu Lasten des Kantons zugesprochen (Disposi tiv-Ziffer 7). Die SHB erhielt keine Parteientschädigung für das Beschwerdeverfahren gegen d en Einspracheentscheid vom 27. Juni 2016 (Dispositiv-Ziffer 8). M. Dagegen erhoben A.A.____ und B.A.____, nach wie vor vertreten durch Dr. Daniel Riner, Advokat, mit Eingabe vom 2. Januar 2017 Beschwe rde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), mit den Rechtsbegehren: 1. Es seien die Dispositiv-Ziffern 1, 2, 3, 4 und 6 des angefochtenen R RB aufzuheben; 2. Es sei festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin keinen Anspruch auf Rückerstatt ung von Sozialhilfeleistungen habe; 3. Eventualiter sei die Rückforderung zu erlassen; 4. Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege in sämtlichen Einsprache- und Beschwerdeverfahren zu bewilligen, soweit dies nicht bereits im angefochtenen Entscheid gesc hehen sei; 5. Es sei dem Beschwer- deführer die unentgeltliche Rechtspflege mit dem unt erzeichneten Anwalt für das vorliegende Beschwerdeverfahren zu bewilligen. N. Mit Eingabe vom 11. Januar 2017 reichten die Beschwe rdeführer das Formular "Ge- such um unentgeltliche Rechtspflege" (inkl. Belege) sowie eine Kopie der Verfügung SVA Ba- sel-Landschaft (SVA) vom 2. September 2016 betreffend Ergänzungsleistungen ein. O. Am 30. Januar 2017 liess sich der Regierungsrat verne hmen und schloss auf Abwei- sung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. P. Am 1. März 2017 liess sich die Beschwerdegegnerin, nac h wie vor vertreten durch Ad- vokat Caspar Baader, vernehmen und schloss auf kostenfäll ige Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Q. Mit präsidialer Verfügung vom 28. März 2017 wurde der Fall der Kammer zur Beurtei- lung im Rahmen einer Urteilsberatung überwiesen und d as Gesuch um unentgeltliche Rechts- pflege bewilligt. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g: 1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- u nd Verwaltungsprozess- ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügu ngen und Entscheide des Regie- rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Ka ntonsgericht zulässig. Die Be- schwerdeführer als direkte Verfahrensbeteiligte sind vom angefochtenen Beschluss berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. D a auch die übrigen formellen Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Voraussetzungen gemäss den §§ 43 ff. VPO erfüllt sind, i st auf die vorliegende Beschwerde einzutreten. 2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können n ach § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststel lung des Sachverhalts gerügt wer- den. Die Überprüfung der Angemessenheit ist dem Kanto nsgericht dagegen verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 3.1 Die vorliegend angefochtenen Entscheide der Beschwe rdegegnerin datieren vom 23. November 2015, vom 17. März 2016, vom 18. März 201 6 und vom 27. Juni 2016 sowie der Entscheid des Beschwerdegegners vom 20. Dezember 2016 u nd stützen sich auf die Bestim- mungen des Sozialhilfegesetzes und der Sozialhilfeverord nung. Am 1. Januar 2016 bzw. am 1. Januar 2017 bzw. am 8. April 2017 sind die revidier ten Bestimmungen des Sozialhilfegeset- zes und der Sozialhilfeverordnung in Kraft getreten. D ie beiden am 23. November 2015 ergan- genen Entscheide der Beschwerdegegnerin ergingen dami t vor Inkrafttreten der neuen Be- stimmungen des Sozialhilfegesetzes und der Sozialhilfeveror dnung am 1. Januar 2016. Die darauffolgenden Entscheide der Beschwerdegegnerin und der Entscheid des Beschwerdegeg- ners wurden demgegenüber gefällt als die neuen Bestimm ungen vom 1. Januar 2016 bereits in Kraft waren. Die Revision brachte auch eine Neuordnung der Rückerstattungspflicht mit sich (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 29. Juni 2016 [810 15 354] E. 3.2). 3.2 Tritt ein neues Gesetz in Kraft, stellt sich die Fr age, ob auf ein hängiges Verfahren al- tes oder neues Recht Anwendung findet. Fehlt, wie im vorliegenden Fall, im Gesetz eine über- gangsrechtliche Regelung, muss aufgrund allgemeiner Grundsätze über das anwendbare Recht entschieden werden. Das Bundesgericht hat in seiner bi sherigen Praxis erklärt, dass die Rechtmässigkeit einer Verfügung grundsätzlich nach der Rec htslage zur Zeit ihres Erlasses zu beurteilen ist. Später eingetretene Rechtsänderungen müssten unberücksichtigt bleiben. Eine Ausnahme sei nur zu machen, wenn sich die Anwendung de s neuen Rechts aus zwingenden Gründen, vor allem um der öffentlichen Ordnung willen , aufdränge (vgl. BGE 139 II 470 E. 4.2; BGE 135 II 384 E. 2.3; BGE 127 II 306 E. 7c; KGE VV vom 29. Juni 2016 [810 15 354] E. 3.3; ULRICH HÄFELIN /GEORG MÜLLER /FELIX UHLMANN , Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Auflage, Zürich/St. Gallen 2016, N 293). Zwingende Gründe für die Anwendung des neuen Rechts sind vorliegend nicht ersichtlich, wes- halb der Sachverhalt nach dem bis 31. Dezember 2015 ge ltenden Recht zu beurteilen ist. Dies wird im Übrigen auch von den beteiligten Parteien nicht bestritten. 4.1 Im Rahmen des gerichtlichen Beschwerdeverfahrens be antragen die Beschwerdefüh- rer mitunter die Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 1 und 3 des angefochtenen RRB Nr. 1828 vom 20. Dezember 2016, mit welchen auf die Beschwerden vom 4. Dezember 2015 bzw. vom 24. März 2016 – abgesehen von der unentgeltlichen Proze ssführung – nicht eingetreten wurde. Eine Begründung des Antrags zur Aufhebung der Disposit iv-Ziffer 1 lässt sich der Beschwerde Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht vom 2. Januar 2017 nicht entnehmen. Die beantragte Aufhebung der Dispositiv-Ziffer 3 begrün- den die Beschwerdeführer damit, dass sie – entgegen de r Auffassung des Beschwerdegegners – ein Rechtsschutzinteresse aufweisen würden, da die im Ein spracheentscheid vom 17. März 2016 verfügte künftige Kürzung des monatlichen Grundbeda rfs zu keinem Zeitpunkt aufgeho- ben worden sei. 4.2 Wird ein Nichteintretensentscheid angefochten, prüf t das Kantonsgericht nur die Rechtsfrage, ob die Vorinstanz zu Recht nicht auf die Beschwerde eingetreten ist. Es kann folg- lich auch nur geltend gemacht werden, die Vorinstanz habe zu Unrecht das Bestehen einer Ein- tretensvoraussetzung verneint. Damit bleibt der Streit gegenstand auf die Eintretensfrage be- schränkt (vgl. BGE 132 V 74 E. 1.1; BGE 125 V 503 E. 1). Die beschwerdeführende Partei kann entsprechend nur die Anhandnahme beantragen; auf ma terielle Begehren kann nicht eingetre- ten werden (vgl. KGE VV vom 30. August 2017 [810 16 33 8] E. 2; vom 31. Mai 2017 [810 16 181] E. 3; vom 27. August 2008 [810 08 56] E. 3). Es ist somit nachfolgend lediglich zu prüfen, ob der Regierungsrat zu Recht nicht auf die Beschwerde vom 4. Dezember 2015 (gegen den Einspracheentscheid vom 23. November 2015) bzw. vom 24. M ärz 2016 (gegen den Ein- spracheentscheid vom 17. März 2016) eingetreten ist. 4.3 Damit eine Rechtsmittelinstanz eine Beschwerde mater iell beurteilt, müssen die Be- schwerdevoraussetzungen gegeben sein (auch Eintretensvoraussetzungen genannt). Die ange- rufene Behörde oder das angerufene Gericht prüft sie von Amtes wegen (vgl. dazu allgemein RENÉ RHINOW /HEINRICH KOLLER /CHRISTINA KISS /DANIELA THURNHERR /DENISE BRÜHL -MOSER , Öffentliches Prozessrecht, 3. Auflage, Basel 2014, N 1035 ff.). Die konkreten Eintretensvoraus- setzungen ergeben sich aus dem für die jeweilige Instanz a nwendbaren Verfahrensrecht, vor- liegend aus dem das regierungsrätliche Beschwerdeverfahr en regelnden Verwaltungsverfah- rensgesetz Basel-Landschaft (VwVG BL) vom 13. Juni 1988. Gemäss § 37 Abs. 1 VwVG BL tritt die Beschwerdeinstanz auf die Beschwerde ein, we nn die Beschwerdevoraussetzungen erfüllt sind. Diese werden in den §§ 27 ff. VwVG BL statuiert. Vorliegend steht einzig die Be- schwerdebefugnis der Beschwerdeführer im Raum (vgl. § 31 VwVG); die übrigen Verfahrensvo- raussetzungen sind unbestrittenermassen erfüllt. Der ang efochtene Einspracheentscheid vom 23. November 2015 wurde mit Einspracheentscheid vom 17. März 2016 "rektifiziert". 4.4 Die beiden Einspracheentscheide vom 23. November 20 15 bzw. vom 17. März 2016 sind aufgrund der ebenfalls am 23. November 2015 erlassenen Beendigungsverfügung – soweit sie nicht das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege betref fen (vgl. dazu nachstehend E. 9) – als überholt zu betrachten. Aufgrund der verfügten un d nicht streitgegenständlichen Beendi- gung der Unterstützung der Beschwerdeführer per 30. Nove mber 2015 sind die in den vorer- wähnten Einspracheentscheiden laufenden bzw. künftig an geordneten Unterstützungsleistun- gen hinfällig geworden (vgl. Verfügung der SHB vom 23 . November 2015). Hinsichtlich der da- rin verfügten Rückforderungsschuld kann festgehalten werde n, dass diese im Einspracheent- scheid vom 17. März 2016 auf Fr. 14'971.30 erhöht wurde . Mit als Rektifikat bezeichnetem Ent- scheid der SHB vom 18. März 2016 wurde die Rückforderun gsschuld ebenfalls auf Fr. 14'971.30 bemessen und demzufolge der Einspracheentsc heid vom 17. März 2016 diesbe- züglich ersetzt. Daran ändert nichts, dass die Einsprache entscheide formell nicht aufgehoben Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht wurden (vgl. zum Ganzen: A NDREA PFLEIDERER , in: Bernhard Waldmann/Philippe Weissenber- ger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz [Vw VG], 2. Auflage, Zürich/Basel/ Genf 2016, N 1 ff. zu Art. 58 VwVG). Demzufolge wei sen die Beschwerdeführer hinsichtlich der beiden Einspracheentscheide vom 23. November 2015 bzw. vom 17. März 2016 kein schüt- zenswertes Interesse mehr auf. Der Beschwerdegegner hat die Beschwerdebefugnis zu Recht verneint und demzufolge ist die Beschwerde in diesem Pun kt unbegründet und folglich abzu- weisen. 5. Streitgegenstand bildet demnach die Frage, ob der Beschwerdegegner zu Recht ent- schieden hat, dass die Beschwerdeführer die Leistungen Dr itter in der Höhe von Fr. 14'971.30 gemäss § 12 des Gesetzes über die Sozial-, die Jugend- un d die Behindertenhilfe (SHG) vom 21. Juni 2001 zurückzuerstatten haben. 6.1 Die Beschwerdeführer rügen, die IV-Stelle habe i n Missachtung des Verrechnungsan- trags/Drittauszahlung vom 26. Mai 2015, welcher eine rec htsgültige Zession des Nachzah- lungsanspruchs darstelle, verschiedene Nachzahlungen dir ekt auf ihr Konto überwiesen. Sie seien davon ausgegangen, dass die IV-Stelle – wie es ih nen bei der Unterzeichnung des Ver- rechnungsantrags/Drittauszahlung erklärt worden sei – den der Beschwerdegegnerin zustehen- den Betrag direkt an diese überwiesen habe. Die erhalt enen IV-Leistungen hätten sie deshalb zur Tilgung von privaten Schulden verwendet, was sie der Beschwerdegegnerin mitgeteilt hät- ten. Aufgrund des Verrechnungsantrags/Drittauszahlung hätte die IV-Stelle mit befreiender Wir- kung nur an die Beschwerdegegnerin leisten können. Nac h den allgemeinen staatsrechtlichen Grundregeln und in Beachtung der auch für die Beschwerdegegnerin geltenden Schadenminde- rungspflicht erweise es sich als unzulässig, die Rückforderung an sie zu richten. Hinsichtlich der Nachzahlung der Vorsorgeversicherung der D.____ AG sei darauf hinzuweisen, dass die letzte Zahlung im April 2015 erfolgt und per Mai 2015 eing estellt worden sei. Die Unterstützungsleis- tungen durch die Beschwerdegegnerin seien erst ab Juni 2015 ausgerichtet worden, weshalb diese Nachzahlungen nicht zurückgefordert werden könnten. 6.2 In seiner Vernehmlassung stellt sich der Beschwerdege gner auf den Standpunkt, dass die Beschwerdegegnerin die Rückforderung entweder dir ekt bei den Beschwerdeführern oder bei den Dritten habe einfordern können. Die Auffassun g der Beschwerdeführer, aus allgemei- nen staatsrechtlichen Grundregeln sei die für den Bürge r mildere Variante zu wählen, d.h. die Leistungen bei den Dritten zurückzufordern, sei nicht nach vollziehbar. Die Zulässigkeit der Rückforderung der Nachzahlung der D.____ AG für Mai 2 015 bilde nicht Streitgegenstand, da die Beschwerdeführer diese zuvor nicht in Frage gestellt hätten. 6.3 Die Beschwerdegegnerin führt in ihrer Vernehmlassu ng im Wesentlichen aus, bei der einschlägigen Bestimmung von § 12 SHG handle es sich um eine reine Kann-Vorschrift und das Rückforderungsrecht richte sich in erster Linie gegen die unterstützte Person und nicht ge- gen Dritte, weshalb ihr Vorgehen nicht zu beanstanden sei. Die in den Unterstützungszeitraum fallenden, direkt von Dritten erhaltenen Leistungen sei en aufgrund der zwingenden, gesetzli- chen Rückerstattungspflicht von den Beschwerdeführern zurückzubezahlen. Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 7.1 Gemäss § 2 SHG hat die Sozialhilfe zur Aufgabe, pe rsönlicher Hilfsbedürftigkeit vorzu- beugen, deren Folgen zu lindern oder zu beheben sowie die Selbständigkeit und die Selbsthilfe zu erhalten und zu fördern. Nach § 5 Abs. 1 SHG werden Unterstützungen gewährt, wenn die zumutbare Selbsthilfe oder die gesetzlichen, vertraglich en oder sonstigen Leistungen Dritter nicht ausreichen oder nicht rechtzeitig erhältlich sind (so g. Subsidiaritätsprinzip). Sozialhilfe ist zudem grundsätzlich zurückzuerstatten. Es liegt in der Ko mpetenz der Kantone zu bestimmen, unter welchen Voraussetzungen und von wem eine Rückerstatt ung öffentlich-rechtlicher Für- sorgeleistungen geschuldet ist und in welchem Verfahren sie rechtsverbindlich festgesetzt wird. Namentlich regelt das kantonale Fürsorge- bzw. Sozialhil ferecht auch die Voraussetzungen, unter welchen ein ehemaliger Unterstützter zur Rückerstatt ung bezogener öffentlich-rechtlicher Sozialhilfe verpflichtet werden kann (vgl. Urteil des Bun desgerichts 8C_254/2011 vom 7. Juli 2011 E. 6.3). Die entsprechenden Voraussetzungen und der Umfang der Rückerstattung sind je nach Kanton unterschiedlich gestaltet (vgl. PETER MÖSCH PAYOT , in: Sabine Steiger-Sackmann/ Hans-Jakob Mosimann [Hrsg.], Recht der Sozialen Sicherheit: Sozialversicherungen, Opferhilfe, Sozialhilfe, Basel 2014, N 39.31; CLAUDIA HÄNZI , Die Richtlinien der schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe, Diss., Basel 2011, S. 114 f., S. 148; FELIX WOLFFERS , Grundriss des Sozialhilfe- rechts, Bern 1993, S. 177). 7.2 Nach § 12 Abs. 1 SHG ist die unterstützte Person verp flichtet, bezogene Unterstützun- gen in dem Umfang zurückzuerstatten, als ihr nachträglich gesetzliche oder vertragliche Leis- tungen Dritter für den Unterstützungszeitraum zufliessen . Gemäss dessen Abs. 2 kann das un- terstützende Gemeinwesen die Leistungen Dritter direkt bei diesen einfordern und mit der zu- rückzuerstattenden Unterstützung verrechnen. Der Wortlaut und die Tragweite der Norm sind vorliegend klar. Absatz 1 bestimmt, unter welchen Voraussetzungen eine Rückerstattungspflicht der unterstützten Person besteht. Eine solche bedingt de n Erhalt nachträglicher Leistungen eines Dritten, welche zeitlich in den Unterstützungszeit raum fallen (Zeitidentität). Absatz 2 nor- miert ein direktes Rückforderungsrecht der SHB beim leist enden Dritten. Dabei handelt es sich klarerweise nicht um eine Zession (vgl. BGE 135 V 2 E. 4 .2). Das Gesuch um Rentenauszah- lung an eine Drittperson oder Behörde ist als Zahlungs auftrag zu qualifizieren, mit welchem ein Dritter (etwa Sozialversicherung) angewiesen wird, das G uthaben dem entsprechenden Sozial- hilfeorgan zu überweisen (vgl. Richtlinien der Schweizer ischen Konferenz für Sozialhilfe [sog. SKOS-Richtlinien], F. 2 Bevorschusste Leistungen Dr itter, S. 115 ff.). Somit liegt es im Ermessen der SHB, ob sie die Rückzahlungen bei den Beschw erdeführern oder Dritten geltend macht (vgl. HÄFELIN /MÜLLER /UHLMANN , a.a.O., N 398 ff.). Die Behauptung der Beschwerdefü h- rer, beim Gesuch um Rentenauszahlung an eine Drittper son oder Behörde handle es sich um eine rechtsgültige Zession, geht somit ins Leere. Vielm ehr geht aus den vorstehenden Ausfüh- rungen hervor, dass die IV-Stelle mit dem Gesuch um Re ntenauszahlung an eine Drittperson oder Behörde lediglich angewiesen wurde, rückwirkende IV -Leistungen im Umfang der Unter- stützungsleistungen auf das Konto der SHB zu überweisen. Unbestritten ist, dass die IV-Stelle die rückwirkenden IV-Leistungen auf das Konto des Beschwer deführers überwiesen hat. Dies ändert jedoch nichts daran, dass es im Ermessen der SHB li egt, zu entscheiden, bei wem sie die Rückforderung geltend macht. Dem Vorbringen der Beschwerdeführer, wonach die SHB ihre Rückforderung gestützt auf die allgemeinen staatsre chtlichen Grundregeln und in Beach- tung der Schadenminderungspflicht zuerst an die IV-St elle hätte richten sollen, kann nicht ge- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht folgt werden. Eine rechtsfehlerhafte Ermessensausübung durch die SHB ist vorliegend nicht ersichtlich und wird von den Beschwerdeführern auch nicht substantiiert geltend gemacht. Demzufolge kann festgehalten werden, dass die SHB über e inen Rückerstattungsanspruch ge- genüber den Beschwerdeführern verfügt, und es ist nicht zu beanstanden, dass sie diesen bei den Beschwerdeführern geltend gemacht hat. Wie sich de n Verfahrensakten entnehmen lässt, hat der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin am 1. September 2015 mitgeteilt, Leistun- gen von der IV-Stelle erhalten und zur Tilgung von pr ivaten Schulden verwendet zu haben. Die Beschwerdegegnerin hat diesbezüglich festgehalten, da ss der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Vorsprache Empfangsscheine von bezahlten Rechnun gen vorgelegt habe (vgl. Haupt- protokoll der Beschwerdegegnerin vom 26. Mai 2015, S. 4 ). Gemäss den aktenkundigen Bele- gen haben die Beschwerdeführer zwar Teilrückzahlungen an die Beschwerdegegnerin geleistet. Abgesehen von diesen Rückzahlungen an die Beschwerdegegne rin bleibt jedoch unklar, wel- che privaten Schulden die Beschwerdeführer mit den übrigen von der IV-Stelle erhaltenen Leis- tungen vorgenommen haben. Vor diesem Hintergrund ist den Beschwerdeführern daher mit der Beschwerdegegnerin vorzuhalten, dass sie das erhaltene Gel d, entgegen ihrer Mitwirkungs- pflicht, eigenmächtig verwendet und demzufolge zweckentf remdet haben. Somit vermögen die Beschwerdeführer der bestehenden Rückzahlungsforderung ni chts Substanzielles entgegenzu- halten. Folglich erweist sich die Beschwerde in diesem P unkt als unbegründet und ist abzuwei- sen. 7.3 Hinsichtlich des Umfangs der Rückerstattung stellen sich die Beschwerdeführer auf den Standpunkt, für einen Rückforderungsanspruch fehle es in Bezug auf die Leistungen der D.____ AG an der zeitlichen Kongruenz (vgl. E. 6.1 hiervor). Im Übrigen bestreiten sie die Höhe des streitgegenständlichen Rückforderungsanspruchs von Fr. 1 4'971.30 nicht, weshalb diese nicht Streitgegenstand bildet. 7.4 Gemäss den auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin e rfolgten Auskünften der D.____ AG werden Renten quartalsweise vorschüssig ausbezahlt. Die jährliche Invalidenrente des Be- schwerdeführers betrage Fr. 7'447.-- und somit pro Qua rtal Fr. 1'861.75 (vgl. Rentenbescheini- gung D.____ AG 2015 vom 24. März 2016). Die jährliche Invalidenkinderrente belaufe sich pro Kind auf Fr. 1'489.--, d.h. pro Quartal auf Fr. 372 .25. Die Rentenbescheinigung des Beschwer- deführers bzw. des Kindes E.____ enthalte demzufolge das zweite, dritte und vierte Quartal 2015 sowie das erste Quartal 2016. Die Rentenbescheinigu ng des Kindes F.____ enthalte das zweite Quartal 2015 sowie den Monat Juli, da sein Anspru ch per 31. Juli 2015 beendet worden sei (vgl. E-Mail von G.____ der D.____ AG an H.____ [S HB] vom 14. Februar 2017). Am 10. September 2015 sei auf dem Konto des Beschwerdefüh rers eine Erwerbsunfähigkeitsrente in der Höhe von Fr. 2'362.50 eingegangen. Die Beschwerdeführer wurden vom 1. Juni 2015 bis 30. November 2015 unterstützt. Nach dem Gesagten geht das Vorbringen der Beschwerdefüh- rer bezüglich der fehlenden zeitlichen Kongruenz der L eistungen der D.____ AG und der SHB somit ins Leere. Vielmehr ergibt sich aus dem Geschilde rten, dass die Beschwerdeführer die Leistungen der D.____ AG überwiegend im massgeblichen Zeitraum erhalten haben (vgl. auch Kontoauszug der I.____ vom 6. Oktober 2015; Kontoauszu g der I.____ vom 16. September 2015). Demzufolge sind diese Nachzahlungen, soweit sie d en Unterstützungszeitraum zwischen dem 1. Juni 2015 und dem 30. November 2015 be treffen, der SHB zurückzuzahlen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Sind die gesetzlichen Grundlagen – wie vorliegend – ge geben, ist die Rückerstattung von So- zialhilfeleistungen sowohl während einer laufenden Unterstützung als auch nach einer Ablösung von der Sozialhilfe statthaft (SKOS-Richtlinien, E. 3 Sozialhilferechtliche Rückerstattungspflicht, S. 109). Vor diesem Hintergrund ist der angefochtene Entscheid des Beschwerdegegners ge- stützt auf § 12 SHG nicht zu beanstanden. Die Beschwerde erweist sich somit in dieser Hinsicht als unbegründet und ist insoweit abzuweisen. 8.1 Die Beschwerdeführer beantragen eventualiter den E rlass der Rückerforderungsleis- tungen mit der Begründung, es liege eine grosse Härte sowie guter Glaube vor. 8.2 Demgegenüber stellt sich der Beschwerdegegner auf den Standpunkt, dass kein Fall von § 13a SHG (Stand vom 1. Januar 2016), sondern von § 12 SHG gegeben sei, welcher kei- nen Erlass vorsehe. Die Härtefallklausel gelange deshal b in der vorliegenden Konstellation nicht zur Anwendung. Weiter ist der Beschwerdegegner de r Auffassung, dass das beantragte Erlassgesuch, sofern sich die Beschwerdeführer auf die Här tefallklausel berufen könnten, ab- zuweisen wäre. 8.3 Zu prüfen ist zunächst, ob § 13a SHG, welcher die Rückerstattung aufgrund unrecht- mässig bezogener Leistungen regelt, in der vorliegende n Konstellation überhaupt Anwendung findet. Dieser bestimmt, dass unrechtmässig bezogene Leistungen samt 5 % Zins zurückzuzah- len sind. In Fällen grosser Härte ist die Rückerstattung sforderung auf Gesuch hin ganz oder teilweise zu erlassen. Die bis zum 31. Dezember 2015 g eltende Gesetzesfassung statuierte in § 40 Abs. 1 SHG unter "Allgemeine Bestimmungen", dass unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuzahlen sind und in Fällen grosser Härte die Rückzah lungsforderung auf Gesuch hin ganz oder teilweise zu erlassen ist. Abgesehen von der ne u eingeführten Zinsregelung, stimmt der Wortlaut der beiden Bestimmungen überein und dem zufolge sind im Rahmen eines Erlass- gesuchs dieselben Voraussetzungen zu prüfen. Wie die nachstehenden Ausführungen (E. 8.4 bis 8.6) zeigen, ist das gestellte Gesuch um Erlass der R ückforderung abzuweisen. Vor diesem Hintergrund kann offen bleiben, ob § 13a SHG zur Anwe ndung gelangt. Damit erübrigt sich auch die daraus resultierende Frage, ob diese neue Be stimmung in einem Fall von § 12 SHG zum Tragen kommt. 8.4 Der Erlass einer Rückerstattungsforderung setzt somit voraus, dass die unterstützte Person die zurückzuerstattenden Leistungen in gutem Glauben erhalten hat und die Rückerstat- tung für sie eine grosse Härte bedeuten würde. Zunächst kann vorab festgehalten werden, dass sich die Frage des gutgläubigen Empfangs durch die wirtsch aftlich unterstützte Person nur in Fällen von Rückerstattungen von unrechtmässig bezogenen Leistungen stellt. Bei einem un- rechtmässigen Bezug von Sozialhilfeleistungen genügt für d as Vorliegen des guten Glaubens nicht, dass sich die rückerstattungspflichtige Person nicht bewusst war, zu Unrecht wirtschaftli- che Hilfe bezogen zu haben. Vielmehr darf sich die betr offene Person der unrechtmässig bezo- genen Leistung nicht nur keiner bösen Absicht, sondern auch keiner groben Nachlässigkeit schuldig gemacht haben. Der Erlass einer Rückforderung i st daher auch zu verweigern, wenn die rückerstattungspflichtige Person die nach den Umständ en zumutbare Aufmerksamkeit nicht beachtet oder ihre Meldepflicht hinsichtlich Änderungen in den massgebenden Verhältnissen in Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht grober Weise verletzt hat (vgl. BGE 102 V 245; BGE 110 V 176 E. 3). Das Mass der gebotenen Aufmerksamkeit wird zwar nach einem objektiven Massstab beu rteilt, allerdings darf das der rückerstattungspflichtigen Person subjektiv Mögliche und Zum utbare nicht ausgeblendet wer- den (Urteil des Bundesgerichts 8C_759/2008 vom 26. November 2008 E. 3.2 und 3.5). 8.5 Die Beschwerdeführer erhielten für den Zeitraum v om 1. Juni 2015 bis zum 30. November 2015 Leistungen Dritter in der Höhe von rund Fr. 30'000.-- (vgl. etwa Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 14. August 2015; Ren tenbescheinigung der D.____ AG vom 24. März 2016; Kontoauszüge der I.____ vom 28. Septe mber 2015, vom 6. Oktober 2015, 27. Oktober 2015, 13. November 2015 und 27. Januar 2 016). Angesichts dieser Tatsache ist mit den Vorinstanzen festzuhalten, dass die Beschwerdeführer bei der gebotenen Aufmerksam- keit (ohne weiteres) hätten erkennen müssen, dass dem Beschwerdeführer etwa der volle Ren- tenbetrag von der IV-Stelle ausbezahlt wurde bzw. de r überwiesene Betrag nicht lediglich einem Restbetrag nach Verrechnung mit den Unterstützu ngsleistungen entsprechen konnte. Ihre massgebenden Verhältnisse haben sich derart geände rt, dass sie sich zumindest hätten erkundigen müssen, ob die Verrechnung bereits vorgenom men wurde. Demzufolge ist der gute Glaube im vorliegenden Fall zu verneinen. Schon allein aus diesem Grund fällt ein Erlass der Rückerstattungsforderung dahin. 8.6 Selbst wenn der gute Glaube bei den Beschwerdefü hrern hätte bejaht werden können, wäre das Erlassgesuch mangels Vorliegens einer grossen Hä rte abzuweisen. Gemäss den SKOS-Richtlinien ist die Rückerstattung auch nach einer Ablösung von der Sozialhilfe statthaft und sie kann ratenweise erfolgen. Bei der Festsetzung der monatlichen Raten ist darauf zu ach- ten, dass deren Höhe (inkl. einer allfälligen Sanktio n) nicht weiter geht als die maximale Kür- zungslimite des Grundbedarfs von 30 % (vgl. SKOS-Richtlinien E. 3, Sozialhilferechtliche Rück- erstattungspflicht, S. 109). Die Beschwerdegegnerin ha t die monatlichen Raten auf Fr. 401.60 festgelegt, was einer Reduktion des ursprünglich verfügten Grundbedarfs von 20 % entspricht. Mit der verfügten Ratenzahlung sind die aktuellen finanziellen Verhältnisse der Beschwerdefüh- rer ausreichend berücksichtigt worden. Zusammenfassend ist d em Beschwerdegegner beizu- pflichten, dass vorliegend unter Berücksichtigung der anwe ndbaren Bestimmungen und der persönlichen Verhältnisse der Beschwerdeführer eine Rückerstattung der von ihnen bezogenen Unterstützungsleistungen möglich und zumutbar ist. Die Beschwerde erweist sich somit auch in diesem Punkt als unbegründet. 9.1 Schliesslich rügen die Beschwerdeführer, dass ihnen n icht für sämtliche Einsprache- und Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege gewährt worden sei. In keinem der vorliegenden Verfahren könne von Aussichtslosigkeit die Re de sein und der Sachverhalt habe sich als komplex erwiesen. Es hätten sich nicht nur tatsächl iche, sondern auch rechtliche Fra- gen gestellt. Im Laufe des Verfahrens seien sodann stets weitere Verfügungen und Rektifikate ergangen, wodurch das Verfahren zudem unübersichtlich geworden sei. Letztlich habe auch die Beschwerdegegnerin selbst eine Rechtsvertretung beigezoge n. Angesichts dessen sei ihnen die unentgeltliche Rechtspflege für sämtliche Einsprache- und Beschwerdeverfahren zu gewäh- ren. Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 9.2 Demgegenüber macht die Beschwerdegegnerin geltend , es stehe einzig noch das Ge- such um unentgeltliche Rechtspflege in Bezug auf das mit E insprache vom 2. Oktober 2015 eingeleitete Verfahren im Raum und dieses sei abzuweise n, da die Frage zur Pflicht der Rück- erstattung aussichtslos sei. Bei der verfügten Rückerstattun g unrechtmässig bezogener Leis- tungen sowie der Berechnung des Gesamtbetrags hätten sich keine anspruchsvollen Rechts- und Tatfragen gestellt. 9.3 Gemäss § 23 Abs. 1 VwVG BL wird eine Partei auf ih r Begehren von der Bezahlung der Verfahrenskosten, der Kosten der Beweismassnahmen sowi e der Parteientschädigung be- freit, wenn sie ihre Bedürftigkeit glaubhaft macht u nd ihr Begehren nicht offensichtlich aus- sichtslos erscheint. Nach dessen Abs. 2 wird einer Partei un ter den gleichen Voraussetzungen der kostenlose Beizug einer Anwältin oder eines Anwalt s gewährt, sofern dies zur Wahrung ihrer Rechte notwendig erscheint. Dieser kantonalrechtl iche Anspruch geht nicht über den Ge- halt von Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schwei zerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 hinaus. Die sachliche Notwendigkeit der unentgeltlichen Verbeiständung beurteilt sich nach den konkreten Umständen des Einzel falles. Die Rechtsnatur des Verfahrens ist dabei ohne Belang. Grundsätzlich fällt die unentge ltliche Verbeiständung für jedes staatliche Verfahren in Betracht, in das der Gesuchsteller einbe zogen wird oder das zur Wahrung seiner Rechte notwendig ist. Dies ist der Fall, wenn der Betroffene seine Sache, auf sich allein gestellt, nicht sachgerecht und hinreichend wirksam vertreten kann; andernfalls wird ihm zugemutet, das Verfahren selbständig zu führen (G EROLD STEINMANN , in: Ehrenzeller et al. [Hrsg.], St. Galler Kommentar zur Schweizerischen Bundesverfassung, 3. Aufl age, Zürich 2014, N 70 zu Art. 29 BV; STEFAN MEICHSSNER , Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege [Art . 29 Abs. 3 BV], Basel 2008, S. 117 ff.). Insbesondere wird die sachl iche Notwendigkeit nicht bereits dadurch ausgeschlossen, dass das in Frage stehende Verfahren vom U ntersuchungsgrundsatz be- herrscht wird, die Behörde also gehalten ist, den recht serheblichen Sachverhalt von Amtes we- gen zu ermitteln (BGE 130 I 180 E. 3.2; BGE 125 V 3 2 E. 4b). Dies schliesst jedoch nicht aus, dass der aus der Verfassung abgeleitete Anspruch auf unen tgeltliche Rechtspflege je nach den Besonderheiten eines Verfahrens differenziert gehandha bt werden kann. Die bedürftige Partei hat Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung, wenn i hre Interessen in schwerwiegender Weise betroffen sind und der Fall wegen der Komplexit ät der Rechtsfragen oder der Unüber- sichtlichkeit des Sachverhalts Schwierigkeiten bietet, die den Beizug eines Rechtsvertreters erforderlich machen. Droht das in Frage stehende Verfahren besonders stark in die Rechtsposi- tion der betroffenen Person einzugreifen, ist die Best ellung eines unentgeltlichen Rechtsvertre- ters grundsätzlich geboten, im Übrigen nur dann, wenn zur relativen Schwere des Falles be- sondere tatsächliche oder rechtliche Schwierigkeiten hinzu kommen, denen der Gesuchsteller auf sich alleine gestellt nicht gewachsen wäre (BGE 130 I 180 E. 2.2; BGE 128 I 225 E. 2.5; Urteile des Bundesgerichts 2C_880/2016 vom 10. Oktober 2 016 E. 2.2 und 5A_49/2015 vom 4. Mai 2015 E. 3.3). Im Bereich der Sozialhilfe, in d em es regelmässig um die Darlegung der persönlichen Umstände geht, ist die Notwendigkeit der an waltlichen Verbeiständung nur mit Zurückhaltung anzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_292/2012 vom 19. Juli 2012 E. 8.2). Zu beachten ist ferner, dass gemäss dem kantonal en Verwaltungsverfahrensgesetz im erstinstanzlichen Verfahren in der Regel keine Parteie ntschädigungen zugesprochen werden (§ 22 Abs. 1 VwVG BL). Nach dessen Abs. 2 hat die ganz o der teilweise obsiegende Be- Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht schwerde führende bzw. Einsprache erhebende Partei, im Beschwerde- und Einspracheverfah- ren Anspruch auf eine angemessene Parteientschädigung , sofern der Vorinstanz Rechtsverlet- zungen oder grobe Verfahrensfehler unterlaufen sind (lit. a). 9.4 Vorliegend haben die Beschwerdeführer am 2. Oktobe r 2015 Einsprache gegen die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 28. September 20 15 erhoben. Mit dieser Verfügung, welche bereits einen Rechnungsfehler beinhaltete, wurd en eine Kürzung der monatlichen Un- terstützungsleistungen, die Rückzahlung der unrechtmässig bezo genen Leistungen sowie ein reduzierter Grundbedarf für die Zukunft festgelegt. Mi t Einspracheentscheid vom 23. November 2015 wurde die angefochtene Verfügung geschützt und g leichzeitig eine separate Verfügung erlassen, mit welcher namentlich die Unterstützungsleistu ngen beendet wurden. Damit wurde der Einspracheentscheid vom 23. November 2015 teilwei se überholt und es ist bereits zu die- sem Zeitpunkt zu rechtlichen und tatsächlichen Schwierigk eiten gekommen. In der Folge führte die Beschwerdegegnerin faktisch zwei parallele Verfahre n, die inhaltlich teilweise dieselben Streitgegenstände betrafen und sich widersprachen. In de r vorliegenden Angelegenheit wurden sodann fortlaufend parallel Verfügungen, Rektifikate und Entscheide erlassen. Überdies wurden die Verfügungen bzw. Entscheide teilweise gleichentags e rlassen, was deren Nachvollziehbar- keit zusätzlich erschwerte. Schliesslich bezogen sich deren Be gründungen unter anderem auf mehr als eine Verfügung. Bei dieser Sachlage erschein t es plausibel, dass die Beschwerdefüh- rer den Verfahrensüberblick frühzeitig verloren haben. Hinzu kommt, dass die Fähigkeit der Beschwerdeführer, sich selbst wirksam zu vertreten, als begrenzt einzuschätzen ist. Gerade die Rektifikate zeigen vorliegend auf, dass die Einsprache- u nd Beschwerdebegehren zumindest teilweise berechtigt gewesen sind. Von einer Aussichtslosig keit kann nicht die Rede sein. Es mag zwar zutreffen, dass der Streitgegenstand grundsätzli ch nicht als besonders komplex ein- zustufen ist. Die komplizierte Verfahrensführung in der vorliegenden Angelegenheit machte je- doch den Beizug einer Rechtsvertretung notwendig. Die s gilt umso mehr, als die Beschwerde- gegnerin im Rahmen des regierungsrätlichen Verfahrens se lbst eine Rechtsvertretung beigezo- gen hat. Vor diesem Hintergrund und in Würdigung der genannten Umstände ist die unentgeltli- che Prozessführung und Verbeiständung für die vorinstanzl ichen Verfahren (Einsprache vom 2. Oktober 2015; Beschwerde vom 4. Dezember; Beschwerde vo m 24. März 2015) zu gewäh- ren und demzufolge an die Beschwerdegegnerin bzw. an d en Beschwerdegegner zurückzuwei- sen. 10.1 Es bleibt über die Kosten im vorliegenden Beschwerd everfahren zu entscheiden. Ge- mäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsge richt kostenpflichtig. Die Verfah- renskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskost en und werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel der unterliegenden Part ei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend sind die Beschwerdeführer in der Hauptsache unterlegen und demzufolge sind ihnen die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.- - aufzuerlegen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Verfahrenskosten zulasten der Gerichtskasse. 10.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise o bsiegenden Partei für den Bei- zug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene P arteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Ausgangsgemäss sind die P arteikosten wettzuschlagen. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständu ng ist dem Rechtsvertreter der Beschwer- deführer ein Honorar aus der Gerichtskasse auszurichten. I n seiner Honorarnote vom 13. April 2017 macht der Rechtsvertreter einen Aufwand 11.6 St unden à Fr. 200.-- und Auslagen in der Höhe von Fr. 106.80 geltend, was nicht zu beanstanden is t. Dem Rechtsvertreter der Be- schwerdeführer ist zufolge Bewilligung der unentgeltlich en Verbeiständung ein Honorar in der Höhe von Fr. 2'620.95 (inkl. Auslagen und 8 % MWST) zu lasten der Gerichtskasse auszurich- ten. 10.3 Die Beschwerdeführer werden ausdrücklich darauf hing ewiesen, dass sie zur Nach- zahlung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung d er unentgeltlichen Rechtspflege der Ge- richtskasse belasteten Kosten verpflichtet sind, sobald sie dazu in der Lage sind (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte [GOG] vom 22. Februar 2001). Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden die Ziffern 2 und 4 des Regierungsratsbeschlusses Nr. 1828 vom 20. Dezember 2016 aufgeho- ben und zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtspfleg e im Sinne der Erwägungen an die Sozialhilfebehörde C.____ und den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden den Be- schwerdeführern auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g gehen die Ver- fahrenskosten zulasten der Gerichtskasse. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständu ng wird dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführer ein Honorar in de r Höhe von Fr. 2'620.95 (inkl. Auslagen und 8 % MWST) aus der Ger ichtskasse ausgerichtet. Vizepräsident Gerichtsschreiberin