<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2023.00080</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223049&amp;W10_KEY=13045544&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2023.00080</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 27.02.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde in Strafsachen gegen diesen Entscheid am 07.06.2023 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Straf- und Massnahmenvollzug</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Strafantritt</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Strafantritt. [Nachdem der Beschwerdeführer die Bussen bezahlt hatte, schrieb die Vorinstanz das Rekursverfahren als gegenstandslos geworden ab.] Der Beschwerdeführer bringt ausschliesslich vor, er habe die Bussen nur "unter Vorbehalt und der Abwendung einer Verhaftung" bezahlt. Weiterhin sei er der Überzeugung, dass die Bussen zu Unrecht erhoben worden seien, und er erhebe dagegen "Einspruch". Die den Bussen zugrunde liegenden Strafbefehle sind jedoch in Rechtskraft erwachsen; der Beschwerdegegner war an diese gebunden und hatte sie ohne inhaltliche Überprüfung zu vollziehen. Eine solche hätte der Beschwerdeführer mit der Beschreitung des Rechtsmittelwegs gegen die Strafbefehle erreichen können, worauf er indes verzichtet zu haben scheint. Anzeichen dafür, dass die Strafbefehle nichtig wären, gibt es keine, und der Beschwerdeführer macht dies auch nicht geltend (E. 3.2). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTUELLES RECHTSSCHUTZINTERESSE">AKTUELLES RECHTSSCHUTZINTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG">ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSATZFREIHEITSSTRAFE">ERSATZFREIHEITSSTRAFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEGENSTANDSLOSIGKEIT">GEGENSTANDSLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTIGKEIT">NICHTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHAFTSBEFEHL">VERHAFTSBEFEHL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLZUGSAUFTRAG">VOLLZUGSAUFTRAG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 49 Abs. I JVV</span><br/><span class="ungerade">Art. 106 Abs. II StGB</span><br/><span class="gerade">Art. 372 Abs. I StGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 372 Abs. II StGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=60833" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2023.00080</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">27. Februar 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter AndrÃ© Moser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Cyrill Bienz.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">A,</p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrer, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Justizvollzug und Wiedereingliederung,</p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegner, </b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Strafantritt,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit Strafbefehlen vom 25. Mai 2021 und 9. Dezember 2021 bestrafte das Statthalteramt Hinwil A mit Bussen von Fr. 450.- bzw. 150.-. FÃ¼r den Fall, dass die Bussen schuldhaft nicht bezahlt wÃ¼rden, trÃ¤ten an deren Stelle nicht aufschiebbare Ersatzfreiheitsstrafen von fÃ¼nf bzw. zwei Tagen. Mit Strafbefehl vom 15. Juni 2021 bestrafte das Statthalteramt Dielsdorf A mit einer Busse von 150.-. Werde die Busse schuldhaft nicht bezahlt, trÃ¤te an deren Stelle eine nicht aufschiebbare Ersatzfreiheitsstrafe von zwei Tagen. Alle drei Strafbefehle erwuchsen in Rechtskraft. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Nachdem A die Bussen nicht bezahlt hatte und diese auf dem Betreibungsweg uneinbringlich gewesen waren, beauftragten das Statthalteramt Hinwil und das Statthalteramt Dielsdorf Justizvollzug und Wiedereingliederung des Kantons ZÃ¼rich (fortan: das JuWe) mit Schreiben vom 8., 13. und 29. April 2022, die Ersatzfreiheitsstrafen zu vollziehen. In der Folge lud das JuWe A mit VerfÃ¼gung vom 14. Juli 2022 zur VerbÃ¼ssung derselben per 7. Oktober 2022 in das Vollzugszentrum Bachtel vor, unter dem Hinweis, dass die Vorladung bei Bezahlung der Bussen hinfÃ¤llig werde. Mit als "Einsprache" bezeichneter Eingabe vom 28. Juli 2022 ersuchte A danach das JuWe sinngemÃ¤ss um Erlass der Bussen, da er finanziell nicht in der Lage sei, die BetrÃ¤ge zu bezahlen. Zudem machte er geltend, er wÃ¼rde den Strafvollzug aus psychischen GrÃ¼nden nicht durchstehen. Das JuWe forderte A daraufhin mit Schreiben vom 8. August 2022 auf, bis 15. August 2022 das von ihm in der Eingabe vom 28. Juli 2022 erwÃ¤hnte psychologische Gutachten zwecks PrÃ¼fung seiner HafterstehungsfÃ¤higkeit einzureichen oder RÃ¼ckmeldung zu geben, ob sein Schreiben als Rekurs zu behandeln sei und die Unterlagen an die Rekursinstanz weiterzuleiten seien. Nachdem A dieser Aufforderung offenbar nicht nachgekommen war, erliess das JuWe am 29. Dezember 2022 einen Verhaftsbefehl.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen wandte sich A mit als "Einsprache" bezeichneter Eingabe vom 11. Januar 2023 an das JuWe, welches diese an die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons ZÃ¼rich (nachfolgend: Justizdirektion) weiterleitete. Die Justizdirektion erÃ¶ffnete ein Rekursverfahren und forderte das JuWe zur Einreichung der Akten auf. Mit Schreiben vom 23. Januar 2023 teilte das JuWe mit, A habe den ausstehenden Bussenbetrag in der Zwischenzeit â am 19. Januar 2023 â bezahlt. Daraufhin schrieb die Justizdirektion das Rekursverfahren mit VerfÃ¼gung vom 30. Januar 2023 als gegenstandslos geworden ab, ohne Verfahrenskosten zu erheben.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">In der Folge gelangte A mit als "Einsprache gegen die Busse 01" [entsprechend der GeschÃ¤ftsnummer des Rekursverfahrens] bezeichneter Eingabe vom 8. Februar 2023 an das Verwaltungsgericht und beantragte sinngemÃ¤ss die Aufhebung der VerfÃ¼gung vom 30. Januar 2023. Das Verwaltungsgericht zog mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 9. Februar 2023 die Akten bei. Mit Schreiben vom 18. Februar 2023 reichte A unaufgefordert weitere Unterlagen ein.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Nach § 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 2 und Abs. 2 VRG ist der Einzelrichter zum Entscheid berufen, zumal kein Fall von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung gegeben ist. Auf die Einholung einer Beschwerdeantwort des Beschwerdegegners und einer Vernehmlassung der Vorinstanz (§ 58 VRG) konnte angesichts der klaren Sach- und Rechtslage verzichtet werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der HÃ¶chstbetrag der Busse liegt gemÃ¤ss Art. 106 Abs. 1 des Strafgesetzbuchs vom 21. Dezember 1937 (StGB) bei Fr. 10'000.-, sofern es das Gesetz nicht anders bestimmt. FÃ¼r den Fall, dass die Busse schuldhaft nicht bezahlt wird, spricht der Richter im Urteil eine Ersatzfreiheitsstrafe von mindestens einem Tag und hÃ¶chstens drei Monaten aus (Art. 106 Abs. 2 StGB). Die Ersatzfreiheitsstrafe entfÃ¤llt, soweit die Busse nachtrÃ¤glich bezahlt wird (Art. 106 Abs. 4 StGB).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>GemÃ¤ss Art. 372 Abs. 1 StGB vollziehen die Kantone die von ihren Strafgerichten ausgefÃ¤llten Urteile. Die von PolizeibehÃ¶rden und anderen zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden erlassenen Strafentscheide sind den durch Strafgerichte ausgefÃ¤llten Urteilen gleichgestellt (Art. 372 Abs. 2 StGB). Die VollzugsbehÃ¶rde erlÃ¤sst zum Vollzug der Strafen einen Vollzugsbefehl (Art. 439 Abs. 2 der Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 [StPO]). Im Kanton ZÃ¼rich legt der Beschwerdegegner nach § 48 Abs. 2 der Justizvollzugsverordnung vom 6. Dezember 2006 (JVV) den Strafantrittstermin so fest, dass der verurteilten Person eine angemessene Zeit fÃ¼r die erforderliche Regelung beruflicher und privater Angelegenheiten verbleibt. Er kann nach § 48 Abs. 3 JVV auf Gesuch der verurteilten Person den Strafantritt auf einen spÃ¤teren Termin verschieben, wenn dadurch erhebliche Gesundheitsrisiken oder andere erhebliche, nicht wiedergutzumachende Nachteile vermieden werden (lit. a) und weder der Vollzug der Strafe infrage gestellt wird noch erhÃ¶hte Risiken fÃ¼r Dritte entstehen (lit. b). Meldet sich die verurteilte Person innert der ihr gesetzten Frist nicht, erscheint sie nicht zum angeordneten Strafantritt oder ist sie unbekannten Aufenthalts, lÃ¤sst das Amt sie zur Aufenthaltsnachforschung oder zur Verhaftung ausschreiben (§ 49 Abs. 1 JVV).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Die VollzugsbehÃ¶rden sind an die von den Strafgerichten ausgefÃ¤llten Entscheide gebunden und haben diese zu vollziehen. Eine ÃberprÃ¼fung der Urteile ist ihnen verwehrt. Sie haben weder ein NachprÃ¼fungsrecht noch eine NachprÃ¼fungspflicht; die zu vollstreckenden rechtskrÃ¤ftigen Urteile tragen die Vermutung der Rechtswirksamkeit in sich. Die VollzugsbehÃ¶rden mÃ¼ssen daher selbst einen prozessual und materiell fehlerhaften Entscheid vollziehen. Nur in den Ã¤ussersten AusnahmefÃ¤llen, in denen ein solcher als geradezu nichtig anzusehen wÃ¤re, kÃ¶nnen (bzw. mÃ¼ssen) sie von dessen Vollstreckung absehen. Nichtigkeit kann jedoch von vornherein Ã¼berhaupt nur in Betracht gezogen werden, wenn aufgrund schwerster MÃ¤ngel oder grÃ¶bster VerstÃ¶sse gegen fundamentale prozessuale Vorschriften, die offen zutage liegen oder zumindest leicht erkennbar sind, die Aufrechterhaltung eines Strafentscheids schlechthin unertrÃ¤glich wÃ¤re (VGr, 10. Juni 2022, VB.2022.00233, E. 2.2; 14. November 2018, VB.2018.00353, E. 3.2.1, bestÃ¤tigt mit BGr, 19. Juni 2019, 6B_2019/2019, E. 1.2 und 1.4).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Vorinstanz erwog in der VerfÃ¼gung vom 30. Januar 2023, da der BeschwerdefÃ¼hrer die Bussen mittlerweile bezahlt habe, sei sein aktuelles Rechtsschutzinteresse gemÃ¤ss § 21 Abs. 1 VRG an der Aufhebung des Verhaftsbefehls vom 29. Dezember 2022 weggefallen, weshalb das Rekursverfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben sei.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Zu diesen zutreffenden ErwÃ¤gungen Ã¤ussert sich der BeschwerdefÃ¼hrer in der Beschwerde nicht. Vielmehr bringt er ausschliesslich vor, er habe "die Busse 01" nur "unter Vorbehalt und der Abwendung einer Verhaftung" bezahlt. Weiterhin sei er der Ãberzeugung, dass "die Busse" zu Unrecht erhoben worden sei, und er erhebe dagegen "Einspruch". Die den Bussen zugrunde liegenden Strafbefehle sind jedoch in Rechtskraft erwachsen (vorn I.A.), und wie dargelegt war der Beschwerdegegner an diese gebunden und hatte er sie ohne inhaltliche ÃberprÃ¼fung zu vollziehen (vorn E. 2.3). Eine solche hÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrer mit der Beschreitung des Rechtsmittelwegs gegen die Strafbefehle erreichen kÃ¶nnen, worauf er indes verzichtet zu haben scheint. Anzeichen dafÃ¼r, dass die Strafbefehle nichtig wÃ¤ren, gibt es keine, und der BeschwerdefÃ¼hrer macht dies auch nicht geltend.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der VollstÃ¤ndigkeit halber sei erwÃ¤hnt, dass die Vorinstanz die vom Beschwerdegegner mit Schreiben vom 12. Januar 2023 vermeintlich aufgeworfene Frage nach der Anfechtbarkeit des Verhaftsbefehls vom 29. Dezember 2022 angesichts des auf die Bezahlung der Bussen zurÃ¼ckzufÃ¼hrenden Wegfalls der Grundlage des Vollzugsauftrags bzw. Verhaftsbefehls und dem damit einhergehenden Wegfall des Rechtsschutzinteresses des BeschwerdefÃ¼hrers nicht beantworten musste. Auch vorliegend muss darauf nicht eingegangen werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. AusgangsgemÃ¤ss sind die Verfahrenskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 VRG in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung hat er nicht verlangt und stÃ¼nde ihm mangels Obsiegens auch nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span><br/> DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 800.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 870.--</u> Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Strafsachen nach Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Justizdirektion;<br/> c) das EidgenÃ¶ssische Justiz- und Polizeidepartement.</p> <p class="Urteilstext"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>