<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2018.00171</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna<br/>Sozialversicherungsrichter Vogel<br/>Gerichtsschreiberin Geiger</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 9. Oktober 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Oskar Gysler</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Advokatur Thöni Gysler</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Schweizergasse 8, Postfach, 8021 Zürich 1</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1958 geborene X.___ meldete sich am 7. Febru</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ar 2013 (Eingangsdatum) wegen Schwerhörigkeit bei der Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug eines Hörgerätes als Hilfsmittel an (Urk. 6/2). Gestützt auf die ärztliche Erstexpertise von Dr. med. Y.___, FMH ORL, speziell Hals- und Gesichtschirurgie, vom 13. Februar 2013 (Urk. 6/4) sprach die IV-Stelle dem Versicherten die Pauschale für eine beidseitige Hörge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">räteversorgung zu (Urk. 6/8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">(verheiratet und Vater von Zwillingssöhnen, gebo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ren 2005) arbeitete nach längerer Arbeitslosigkeit zuletzt (temporär) als Project Management Officer in der Informatik-Branche, jeweils bei einem 100%-Pensum. Vom 1. Januar 2012 bis 31. Juli 2013 war er bei der Z.___, vom 9. Dezem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ber 2013 bis 31. Januar 2014 bei der A.___ und vom 12. Januar bis 17. März 2015 bei der B.___ angestellt mit Arbeitseinsatz bei Grossbanken (Urk. 6/11 und Urk. 6/22). Nachdem sich der Versicherte am 10. Februar 2015 bei einem Schlittelunfall die Schulter verletzt hatte, trat die Schweizerische Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sicherungsanstalt (Suva) auf den Schaden ein und gewährte Heilbehandlung sowie Taggeld (Urk. 6/23). Am 2. Novem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ber 2015 (Eingangsdatum) meldete er sich bei der IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 6/12). Diese traf medizinische und erwerb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">liche Abklärungen und zog die Akten der Unfallversicherung bei. Mit Schreiben vom 3. Juni 2016 teilte sie X.___ mit, dass gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bedingt zurzeit keine beruflichen Einglie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">derungsmassnahmen mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lich seien (Urk. 6/27). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Nach Prüfung von Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gliederungsmassnahmen (vgl. Urk. 6/45 S. 6 f.) wurde der Versicherte mit Schrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ben vom 5. Dezem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ber 2016 auf seine Mitwir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">kungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">pflicht hingewiesen (Urk. 6/40) und holte die IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Stelle weitere Arztberichte ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> (Urk. 6/42-43). Mit Schreiben vom 16. Janu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ar 2017 gewährte die IV-Stelle X.___ Arbeitsvermittlung in Form von Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (Urk. 6/44). Diese Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nahme wurde am 27. März 2017 beendet (Urk. 6/53), da sich der Versicherte laut Assessmentbericht vom 6. März 2017 (Urk. 6/49) nicht in der Lage sah, eine voll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">liche Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">keit aufzunehmen und die Prüfung des Rentenanspruchs be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tragte. Mit Schreiben vom 18. Mai 2017 teilte X.___ mit, dass er aus psychischen Gründen dem Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">druck in der angestammten Tätigkeit im IT-Bereich nicht gewachsen sei. Diese Einschränkung sei nicht abgeklärt worden. Hingegen sei er bereit, in einer ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">passten Tätigkeit ohne hohen Leistungsdruck eine Anstellung anzunehmen, wes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">halb die Arbeitsver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">mittlung zu Unrecht einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">stellt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">worden sei; er strebe eine Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schulung (Erwachsenen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bildner/Sprach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lehrer/Kursleiter IT) an und schlug konkret zwei Ausbildungsgänge vor (Urk. 6/58). Mit Schreiben vom 19. Juni 2017 teilte die IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Stelle dem Versicherten mit, dass zurzeit keine beruflichen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Eingliederungsmass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nahmen möglich seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, da er sich aus persönlichen Gründen nicht dazu in der Lage sehe (Urk. 6/60</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Mit E-Mail vom 29. Juni 2017 liess der Versicherte die IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Stelle wissen, dass er bereit sei, an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen (Urk. 6/61). Nach Einholung des Arzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">berichtes von Dr. med. C.___, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">, vom 1. Oktober 2017 (Urk. 6/67), wies die IV-Stelle - nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 6/69-70) - mit Verfügung vom 8. Januar 2018 einen Anspruch auf Invalidenversicherungsleis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tungen ab (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Hiergegen erhob X.___ am 8. Februar 2018 Beschwerde und beantragte, es seien ihm unter Aufhebung der Verfügung vom 8. Januar 2018 berufliche Massnahmen zu gewähren, eventuell sei ihm eine halbe Invalidenrente zuzusprechen, eventuell sei eine psychiatrische Begutachtung vorzunehmen; un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 22. März 2018 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 6/1-80). Mit Verfügung vom 23. März 2018 ordnete das hiesige Gericht einen zweiten Schrif</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tenwechsel an und stellte dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführer die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">antwort vom 22. März 2018 zu (Urk. 7). Die Replik vom 6. April 2018 (Urk. 8) wurde der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin am 11. April 2018 zugestellt, woraufhin diese am 19. April 2018 auf Duplik verzichtete (Urk. 10). Mit Eingabe vom 17. Juli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2018 reichte der Beschwerdeführer einen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Bericht von Dr. med. O.___, FMH Fachärztin für Kar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diologie und Allgemeine Innere Medizin, vom 12. Juli 2018 ein ( Urk. 12-13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird - soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Beeinträchtigungen zu prüfen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine psychiatrische, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">141 V 281 E. 2.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Eine fachärztlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einwandfrei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Frage, ob es der versicherten Person zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mutbar ist, eine Arb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">139 V 547 E. 5.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Annahme der Invalidität nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkrankungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und sozio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunfts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vorder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zuständen klar unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">turel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständigte psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">selbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (Ur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen, er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalide o</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der von einer Invalidität (Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) bedroht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e Versicherte haben ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mäss Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Abs. 1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n Massnahmen erfüllt sind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lebens zu berücksichtigen (Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Nach Massgabe der Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">13 und 21 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abenbereich (Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2). Nach Massgabe von Art</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">16 Abs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lit. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten oder zu verbessern (Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Eingliederungsmassnahmen bestehen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss Abs. 3 in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dizinischen Mass</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahmen (lit. a), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> berufliche Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gliederung (lit. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsverm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Abgabe von Hilfsmitteln (lit.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2). Als Umschu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung gelten gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVV Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben (E. 1.6) muss die Eingliederungsmassnahme berufsbildender Art wegen der Invalidität notwendig sein. Dies setzt vorab einen Gesundheitsschaden (Art. 4 IVG) sowie eine daraus resultierende Erwerbsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit voraus (Art. 8 ATSG). Konjunkturell bedingte Schwierigkeiten bei der Stellensuche fallen grundsätzlich in den Bereich der Arbeitslosenversicherung (vgl. auch Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl., Zürich 2014, Rz. 10 ff. zu Art. 17). Ferner muss die in Anspruch genommene Massnahme verhältnismässig sein. Darunter fällt insbesondere die Notwendigkeit und Geeignetheit der Massnahme, aber auch die subjektive und objektive Eingliederungsfähigkeit. Der Anspruch setzt voraus, dass die in Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicht genommene Umschulungsmassnahme eingliederungswirksam ist, was be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet, dass sie zu einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit beiträgt bzw. vor wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">terer Beeinträchtigung eines noch vorhandenen Teils der Erwerbsfähigkeit schützt (Meyer/Reichmuth, a.a.O., Rz. 49 zu Art. 17).</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene leistungsabweisende Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. Januar 2018</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 2) damit, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dass gemäss den vorliegenden medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zinischen Unterlagen beim Beschwerdeführer kein invalidisierender Gesundheits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schaden vorliege. Die aus psychiatrischer Sicht gegebenen Schwierig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keiten in Bezug auf die Lebensumstände könnten bei der Beurteilung nicht berücksichtigt werden. Da ihm die bisherige und jede angepasste Tätigkeit zumut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar sei, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bestehe weder ein Anspruch auf berufliche Massnahmen noch auf eine Invalidenrente</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. In der Beschwerdeantwort (Urk. 5) verwies die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin insbesondere auf die Stellungnahme von Dr. med. D.___, Facharzt für Chirurgie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vom 13. Okto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2017 (Urk. 6/74 S. 4 ff.) und begründete, dass sich ein Einkommensvergleich mangels Vorliegen einer in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">validisierenden Erkrankung erübrige.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer ist demgegenüber der Ansicht, dass er mindestens zu 20 % arbeitsunfähig sei, weshalb er einen Anspruch auf berufliche Massnahmen (Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung zum Erwachsenenbildner) habe. Dabei spiele es keine Rolle, ob psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">soziale oder soziokulturelle Umstände bei der Entstehung einer eigen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständigen und somit invalidisierenden Gesundheitsschädigung mitgewirkt hätten (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin habe im Rahmen der Beschwerdeantwort einen Invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ditätsgrad von 22 % respektive 25 % anerkannt, womit ein Anspruch auf beruf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Massnahmen bestehe. Für den vorzunehmenden Einkommensvergleich sei das letzte ohne Gesundheitsschaden erzielte Einkommen als Validenein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men zu verwenden. Das Invalideneinkommen sei erst nach Durchführung der berufli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Massnahmen zu bestimmen (Urk. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. E.___, Allgemeine Medizin FMH, welcher den Beschwerdeführer seit dem 9. März 2015 hausärztlich betreut, stellte in seinem Bericht vom 25. November 2015 (Urk. 6/9 S. 1-8) zuhanden der Beschwerdegegnerin als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine komplette Supraspina</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sruptur Schulter links, Akromion Typ II, sowie einen Status nach Rotatoren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">manschetten-Rekonstruktion Schulter links am 14. Juli 2015.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verblieben folgende Diagnosen: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hypertensive Herzkrankheit bei Erstdiagnose einer arteriellen Hypertonie </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">am 17. April 2015</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">konzentrisch hypertropher linker Ventrikel mit normaler </span><span> </span><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auswurffraktion</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Repolarisationsstörungen anterolateral im EKG</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Cardiovaskuläre Risikofaktoren: Arterielle Hypertonie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ektasia der Aorta Ascendens (4.4 Zentimeter)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer sei in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Informatiker seit dem 1. April 2015 zu 100 % arbeitsunfähig. Er habe schmerzhafte Bewe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einschränkungen der linken Schulter und seine geistige, intellektuelle und psychische Belastbarkeit sei vermindert. Er schule sich momentan zum Privat- oder Taxi-Chauffeur um. Der Beschwerdeführer könne etwa ab Januar 2016 zu 50 % als Chauffeur einsteigen und hernach seine Einsatzfähigkeit ab März 2016 steigern. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. F.___, Fachärztin FMH für Kardiologie und Innere Medizin, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 9. August 2016 (Urk. 6/32 S. 1-5) zuhanden der Beschwerdegegnerin eine hypertensive Herzkrankheit (Erstdiagnose im April 2015), welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. Aus kardialer Sicht bestehe für die bisherige Tätigkeit als IT-Fachmann keine Arbeitsunfähigkeit. Bei stressi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen Situationen oder beim Heben schwerer Lasten (mehr als 12</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">15 Kilo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gramm) könne es zum Blutdruckanstieg kommen, weshalb solches nach Möglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit zu vermeiden sei. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. E.___ hielt in seinem Bericht vom 31. August 2016 (Urk. 6/34) zuhanden der Beschwerdegegnerin fest, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führers gebessert habe, so sei die Belastbarkeit und Beweglichkeit der linken Schulter besser und der Blutdruck hätte sich unter der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Medikamenteneinnahme (Amplodipin und Aprovel) normalisiert. Nach Abschluss seiner selbstgewählten Ausbildung zum Taxichauffeur habe er diese Tätigkeit ab dem 3. Februar 2016 zu 30 % aufgenommen. Diese Tätigkeit habe er am 30. Juni 2016 einstellen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> müssen, da aufgrund der eingenommenen Medikamente eine Fahruntüchtigkeit für Pub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">likums- und Warentransporte bestehe. Folglich sei das Belastungsprofil für ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passte Tätigkeiten folgendermassen anzupassen: leichte Tätigkeiten ohne Lasten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heben, ohne Taxi- oder Chauffeurfahrten, ohne repetitive Belastung des linken Armes. Eine solche Tätigkeit sei dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführer bis 4.5 Stunden täglich möglich. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In seinem Bericht vom 12. Dezember 2016 ergänzte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 6/42 S. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7) seine bisher gestellten Diagnosen (vgl. E. 3.1) insoweit, als er eine reaktive Depression bei hypertensiver Herzkrankheit nannte, welche sich ebenfalls auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. So sei es in den letzten Monaten zu einer zunehmen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den Beeinträchtigung der Stimmung mit gesundheitlicher (unfallbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dingter und herzbedingter) Ursache gekommen und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leide </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Konzent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tionsstörungen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Von einer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> weitere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Verbesserung der gesundheitlichen Situa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auszugehen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Die bisherige Tätigkeit als IT-Manager sei dem Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer ab 1. Juli 2017 4 Stunden täglich zumutbar. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> attestierte dem Beschwerdeführer in ihrem Bericht vom 9. Dezem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2016 (Urk. 6/43 S. 1-4) eine 75%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> als IT-Fachmann. So seien die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit sowie die Ausdauer vermindert und es läge eine rasche Ermüdbarkeit vor. In Stresssitu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ationen oder beim Heben schwerer Lasten komme es zum Blutdruck</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anstieg. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei ihm ab sofort während 6 Stunden am Tag zumutbar. Bei optimaler Blutdruck-Einstellung sei die Progno</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">se gut, doch handle es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sich um ein chronisches Leiden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. G.___, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Trau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">matologie des Bewegungsapparates</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, berichtete am 26. Januar 2017 (Urk. 6/48) zuhanden Dr. E.___, seitens der Schulter sei der Beschwerdeführer in Adduk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tion und bis Brusthöhe uneingeschränkt. Ab Brusthöhe und überkopf beständen bei der linken voroperierten Schulter und der bereits ebenfalls an einem leichten Impingement leidenden rechten Schulter Einschränkungen. Diese seien vor allem bezüglich Schmerzen signifikant. Die Kraftentwicklung ab Brusthöhe und über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kopf dürfe wahrscheinlich die Belastung von gelegentlich 5 Kilogramm nicht übersteigen. Repetitive Überkopfarbeiten beziehungsweise grössere Belastungen über 10 Kilogramm seien mit der operierten linken Schulter auch aus prognosti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Sicht nicht ratsam. Der Beschwerdeführer sei ansonsten im IT-Bereich tätig, könne aber aufgrund der jetzigen Situation in diesem Berufsumfeld nicht Fuss fassen. Er sei in Abklärung wegen einer allfälligen Umschulung oder Neuorien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tierung. Dabei sei daran zu denken, dass eine manuelle Tätigkeit mit Überkopf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arbeiten sehr eingeschränkt möglich sei. Zudem dürfte aus kardialer Sicht die Belastungsfähigkeit ebenfalls reduziert sein. In der Gesamtschau sei die Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit gesamthaft mit bleibend circa 50-60 % zu beurteilen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. C.___, welcher den Beschwerdeführer seit dem 23. März 2017 psychiatrisch behandelt, nannte in seinem Bericht vom 1. Oktober 2017 (Urk. 6/67) zuhanden der Beschwerdegegnerin folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht näher bezeichnete depressive Episode (ICD-10 [GM]: F32.9)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung im </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sinne eines Erschöpfungssyndroms (ICD-10: Z73.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Probleme in Verbindung mit der sozialen Umgebung im Sinne von </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anpassungsproblemen bei Veränderungen der Lebensumstände (ICD-10: </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Z60.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Probleme in Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit (ICD-10: </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Z56)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anpassungsstörung mit Beeinträchtigung der Gefühle wie Angst, </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Depression, Sorgen, Anspannung und Ärger (ICD-10: F43.23)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Im ärztlichen Befund hält Dr. C.___ folgendes fest: Bewusstseinsklar, wach, allseits orientiert; im Kontakt freundlich, auskunftsbereit, zugewandt; im Distanzver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">hal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ten korrekt und allen Normen des Anstands und der Höflichkeit folgend; äussere Erscheinung ohne Auffälligkeit. Die Grundstimmung wirke eher gedrückt, etwas nachdenklich oder unsicher, dabei bemüht und sachlich. Es erscheine daneben eine gewisse Umständlichkeit beim Umgang mit belastenden Themen, ohne Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">einträchtigung der inhaltlichen Aussagen und des inhaltlichen Verständ</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">nisses. Der Affekt sei teils leicht verstimmt, teils aber auch ängstlich und depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">siv. Die Affektlabilität sei nicht auffallend erhöht oder vermindert, der Antrieb und Gedankengang weder vermehrt oder herabgesetzt. Psychomotorisch sei der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">schwerdeführer ruhig, ausgeglichen, auf sein Gegenüber eingehend. Der Formale Gedankengang sei geordnet, logisch nachvollziehbar, inhaltlich kein Anhalt auf produktiv-psychotisches Erleben, Beeinträchtigungsgedanken, Wahn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">stellun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gen, optische oder akustische Halluzinationen, kein Depersonisations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">erleben, keine Ich-Störungen; kein Anhalt auf kognitive Beeinträchtigungen oder auf Fremd- oder Selbstgefährdung. Der Beschwerdeführer sei in seiner bisherigen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">keit als IT-Verantwortlicher seit dem 23. März 2017 bis weiterhin zu 50 % arbeitsunfähig. So lägen Einschränkungen der Belastbarkeit, der Ausdauer, der Konzentration, der Umstellungsfähigkeit, der Stresstoleranz, der Eigenständig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">keit, der Planungsfähigkeit und der Handlungseffizienz vor. Die bisherige Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">keit sei ihm bei einem 75%igen Pensum zumutbar, wobei die verbliebene Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tungsfähigkeit zu zwei Dritteln bestehe, woraus die 50%ige Arbeitsfähigkeit resultiere. In einer geeigneten angepassten Umgebung, die den Einschränkungen gerecht werde, bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Dabei seien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"> Stress, erhöhte Anforderungen an die Umstellungsfähigkeit, Konzentration zugunsten von Rou</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tinetätigkeiten, erhöhte Anforderungen an die Auffassungsgabe im Sinne von Entscheidungsproblemen oder den damit zu erwartenden Belastungen zu vermei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">den. Es sei keine zuverlässige Einschätzung der Prognose möglich, da diese Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">sage wesentlich von äusseren Faktoren abhänge, welche ungewiss seien und auch nicht ausschliesslich im Rahmen der Therapie beeinflussbar seien. Zum Schluss hält Dr. C.___ fest, die aktuelle Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt liege bei 50 %. Es sei von der gleichen Einschränkung im ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">stamm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ten Beruf wie in anderen Berufen auszugehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">RAD-Arzt Dr. D.___ fasste in seiner Stellungnahme vom 13. Oktober 2017 (Urk. 6/74 S. 4 ff.) die medizinische Aktenlage zusammen und hielt folgende Diagnosen mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Innenohrschwerhörigkeit, Gesamthörverlust 54.7 %</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zustand nach Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion Schulter links </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(14. Juli 2015) bei</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kompletter Supraspinatussehnen-Ruptur links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">residuellem Impingement Überkopf Schulter beidseits</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verblieben folgende Diagnosen: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht näher bezeichnet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e depressive Episode (ICD-10: F</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">32.9)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung im </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sinne eines </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erschöpfungssyndroms (ICD-10: Z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">73.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Probleme in Verbindung mit der sozialen Umgebung im Sinne von </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anpas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sungsproblemen bei Veränderungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Lebensumstände (ICD-10: </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">60.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Probleme in Verbindung mit Berufstätigkeit u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nd Arbeitslosigkeit (ICD-10: </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">56)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anpassungsstörung mit Beeinträchtigung der Gefühle wie Angst, </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Depression, Sorgen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspannung und Ärger (ICD-10: F</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">43.23)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">In bisheriger Tätigkeit als IT-Verantwortlicher sei der Beschwerdeführer vom 1. April 2015 bis 31. Dezember 2016 zu 100 %, und seit dem 1. Januar 2017 bis auf Weiteres zu 50 % arbeitsunfähig geschrieben. Als funktionelle Einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">kun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gen würden genannt: Tätigkeiten mit häufigen Schlägen und Vibra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">tionen auf die linke Schulter sowie Überkopfarbeiten, Arbeiten in ständiger Armvorhalte, ins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">besondere repetitive Tätigkeiten sowie das Heben, Tragen und Transportieren von Lasten über 5-8 kg ausschliessen. Für angepasste Tätigkeiten gemäss Belastungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">profil (leichte Tätigkeiten ohne Heben, Tragen und Transportieren von Lasten über 5 kg, ohne [beidseitiges] Arbeiten in Armvorhalte und Überkopf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">arbeiten; zeitliche flexible Tätigkeiten ohne permanenten Zeit- und Termindruck, bei nur geringem Publikumsverkehr, ohne besondere Anforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">run</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">gen an das Umstel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">lungs- und Anpassungsvermögen, in wohlwollender und konfliktarmer Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">atmosphäre) habe seit jeher keine Arbeitsunfähigkeit bestanden. Auf die vorlie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">genden Arztberichte könne nur bedingt abgestellt werden. Der Hausarzt habe auf Wunsch des Beschwerdeführers attestiert. Aus kardialer Sicht bestehe laut Arzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">bericht von Dr. F.___ keine begründete Arbeitsunfähigkeit. Die psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">chiatrisch angeführte Diagnose einer «nicht näher bezeichneten depressiven Episode» basie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">re auf nicht IV-relevanten, psychosozialen Faktoren. Die erlernte und bisherige Tätigkeit als IT-Fachmann sei schulterschonend und als angepasste Tätigkeit an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">zusehen. Daher habe im Grund nie eine IV-relevante Arbeitsunfähigkeit bestan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">den.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Blick auf diese schlüssige Würdigung von RAD-Arzt Dr. D.___ (E. 3.8) steht aufgrund der vorliegenden Akten fest, dass aus somatischen Gründen keine Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit im IT-Bereich bzw. als Projekt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">manager und Informatiker besteht. Weder die behandelnde Kardiologin Dr. F.___ (E. 3.2) noch der Orthopäde Dr. G.___ berichteten in ihrem Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebiet über wesentliche Einschränkungen, die dem Belastungsprofil einer solchen Tätigkeiten entgegenstünden. Nach Auskunft des Beschwerdeführers hat die Unfall</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung den Fall abgeschlossen und ist er in Bezug auf die Unfallfolgen auch wieder voll arbeitsfähig (Urk. 6/74/6). Dass Dr. E.___ und Dr. F.___ die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auch in einer angepassten Tätigkeit zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">letzt auf 50 % respektive 75 % (vgl. E. 3.4 und 3.5) festlegten, ist medizinisch nicht nachvollziehbar und lässt sich mit der Erfahrungstatsache erklären, dass behandelnde Hausärzte wie auch behandelnde Fachärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, BGE 125 V 251 E. 3b/cc), weshalb deren Aussagen mit Vorbehalt zu würdigen sind. So fällt denn insbesondere bei der Beurteilung von Dr. F.___ auf, dass sie noch im August 2016 aus kardialer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit attestierte, nach einer weiteren Konsultation am 18. Oktober 2016 in ihrem Bericht vom 9. Dezember 2016 (Urk. 6.43) ohne veränderter Befundlage aber eine 25%ige Arbeitsunfähigkeit so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wohl in der angestammten als auch in einer behinde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">angepassten Tätigkeit festschrieb (vgl. E. 3.2 und E. 3.5). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hierbei ist zu vermuten, dass Dr. F.___ bei ihrer Einschätzung fachfremde, geklagte Beschwerden mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bezog.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 4) wurde der von Dr. C.___ diagnostizierten nicht näher bezeichneten depressiven Episode (ICD-10: F 32.9) zu Recht kein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen. Aus dem Arztbericht des behandelnden Psychiaters ergibt sich klar, dass die depressive Symptomatik durch multiple psychosoziale Belastungsfaktoren, welche nach in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">validenversicherungsrechtlich relevanten Kriterien nicht in die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit miteinbezogen werden dürfen (vgl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. E. 1.3),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ausgelöst wurde. Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechend wurden diese Probleme (vgl. Diagnosen in E. 3.7) als Z-Codierungen diagnostiziert. Diesen kommt in der Regel kein Krankheitswert zu. Entsprechend hielt auch Dr. C.___ fest, dass die weitere Prognose im Wesentlichen von äusseren - nicht iv-relevanten - Faktoren abhänge. Hinweise darauf, dass sich diese </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chosoziale</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und soziokulturelle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Faktoren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu einem eigenständigen invalidisie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">renden Gesundheitsschaden entwickelt hätten, bestehen nicht. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Darauf lässt nur schon die Prognose von Dr. C.___ schliessen, wonach der Verlauf von äusseren, nicht durch die Therapie beeinflussbare Faktoren abhänge. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wohl ist nach neuster Rechtsprechung i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">m Rahmen des strukturierten Beweisver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrens </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 141 V 281) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">davon abzusehen, einzelne Beschwerden und Störungen ohne Einzelfallprüfung wegen grundsätzlich fehlender </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">invalidenversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechtlicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Relevanz auszuscheiden (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.1). Indes gilt unver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ändert, dass ein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden nur gegeben sein kann, wenn das klinische Beschwerdebild nicht einzig in psychosozialen und soziokulturellen Umständen seine Erklärung findet, sondern davon psychiatrisch unterscheidbare Befunde umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_732/2017 vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2018 E. 4.3.1 mit Hinweis).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">daher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> von einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet ist. Ein Beweisverfahren bleibt daher entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1). Insbesondere in Fällen, in welchen nach der Aktenlage überwiegend wahrscheinlich von einer bloss leichtgradigen depressiven Störung auszugehen ist, die nicht schon als chronifiz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ert gelten kann und auch nicht mit Komorbiditäten einhergeht, bedarf es in aller Regel keines strukturierten Beweisverfahrens (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Januar 2018 E. 3.1).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Im vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegenden Verfahren diagnostizierte der Facharzt Dr. C.___ in nachvollziehbarer Weise eine Anpassungsstörung. Eine solche ist definitionsgemäss leichter und vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehender Natur. Auch ergibt sich aus seiner weitgehend unauffälligen Befunderhebung, dass die nicht näher bezeichnete depressive Episode (ICD-10 F32.9) leichter Natur ist. Insoweit ist seine Einschätzung, dass der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer in sämtlichen beruflichen Tätigkeit zu 50 % eingeschränkt ist, in keiner Weise nachvollziehbar. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hierbei ist auch auf die widersprechende Einschätzung von Dr. C.___ zu verweisen, der gleichzeitig in Tätigkeiten ohne Stress, ohne er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">höhte Anforderungen an die Umstellungsfähigkeit, Konzentration und Auffas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sungsgabe für sämtliche Berufe eine volle Arbeitsfähigkeit attestierte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus diesen Gründen kann auf weitere Abklärungen, insbesondere eine psychiat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rische Begutachtung verzichtet werden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in seinem angestammten Beruf vollzeitlich arbeitsfähig ist. Selbst wenn davon ausgegangen würde, dass die von Dr. C.___ umschriebenen Anforderungen an einen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">platz auf einen invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschaden zurückzuführen wären und sich in wirtschaftlicher Hinsicht auswirken würden, ist nicht von einer rentenbegründenden Lohnminderung auszugehen. Angesichts des Umstandes, dass der Beschwerdeführer zuletzt arbeitslos war und temporäre Anstellungen hatte, müsste sowohl hinsichtlich des Validen- wie auch des Inva</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lideneinkommens auf Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) abgestellt werden und betrüge der Lohnunterschied zwischen Kompetenzniveau 4 und dem infolge ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">minderter Stressbelastung für das Invalideneinkommen zu wählendem Kompe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenzniveau 3 im Ergebnis keine mindestens 40 % (vgl. LSE 2014, Tabelle TA1, Ziffer 62-63).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">Ferner wäre – sollten das Konzentrationsvermögen, die Reaktionsfähigkeit und die Ausdauer vermindert sein und eine rasche Ermüdbarkeit vorliegen - eine Wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">terausbildung zum Erwachsenenbildner weder notwendig noch zweckmässig, denn es ist nicht einzusehen, weshalb diese Einschränkungen – wären sie andau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">ernd und in wesentlichem Masse vorhanden – sich in einer solchen Tätigkeit, insbesondere auch in erwerblicher Hinsicht, weniger auswirken würden, als im angestammten Berufsfeld. Eine gesundheitlich notwendige Umstellung zum Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungEinzug">wachsenenbildner ist damit nicht gegeben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten besteht die angefochtene Verfügung zu Recht und ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es vorliegend um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- und Fr. 1'000.-- (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) festzusetzen. Nach dem Verfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rensaufwand sind die Gerichtskosten vorliegend auf Fr. 600.—anzusetzen und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Oskar Gysler</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Beilage der Doppel von Urk. 12-13</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstGeiger</p><p></p></div> </div></body></html>