<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2018.00559</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=218841&amp;W10_KEY=13013495&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2018.00559</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.12.2018</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Anwaltsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verletzung von Berufsregeln</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Berufsregelverletzung [Das vom Büropartner des Beschwerdeführers kurzzeitig übernommene strafrechtliche Mandat wies einen Sachzusammenhang zu Mandaten des Beschwerdeführers auf. Da der Beschwerdeführer seine Mandate im Gegensatz zu seinem Büropartner nicht niedergelegt hatte, stellte die Beschwerdegegnerin eine Verletzung von Art. 12 lit. c BGFA fest.] Rechtsgrundlagen zu Art. 12 lit. c BGFA (E. 2). Die Interessen der Mandanten des Beschwerdeführers und des Mandanten seines Büropartners stehen in direktem Widerspruch, weshalb ein konkreter Interessenkonflikt vorliegt (E. 4.2). Der Büropartner hat sein Mandat unverzüglich nach Kenntnisnahme des Interessenkonflikts niedergelegt. Das Mandatsverhältnis befand sich zum Zeitpunkt der Mandatsniederlegung noch im Anfangsstadium. Es ist deshalb nicht davon auszugehen, dass der Büropartner des Beschwerdeführers bereits umfangreiche Kenntnisse erlangt hat. Hinzu kommt, dass die Feststellung eines Interessenkonflikts durch den Rechtsanwalt stets gewisse Kenntnisse der Sache und der betroffenen Personen erfordert. Dies führt aber nicht in jedem Fall dazu, dass beide vom Interessenkonflikt betroffenen Mandate niedergelegt werden müssen. Vorliegend dauerte das konfliktbehaftete Mandatsverhältnis des Büropartners des Beschwerdeführers bloss wenige Stunden, weshalb nur eine geringe Gefahr besteht, dass der Beschwerdeführer bewusst oder unbewusst Kenntnisse verwenden könnte, die er dank der Tätigkeit seines Büropartners erlangt hat oder hätte erlangen können. Zur Auflösung des Interessenkonflikts erscheint es deshalb ausreichend, dass der Büropartner sein Mandat niedergelegt hat. Es erwiese sich als unverhältnismässig, wenn der Beschwerdeführer â der soweit ersichtlich von der Mandatierung seines Büropartners keine Kenntnis hatte â seine langjährigen und aufwändigen Mandate aufgrund des nur wenige Stunden andauernden Mandatsverhältnisses seines Büropartners niederlegen müsste (E. 4.3). Gutheissung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: BERUFS- UND GEWERBERECHT">BERUFS- UND GEWERBERECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSREGELN">BERUFSREGELN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSREGELVERLETZUNG">BERUFSREGELVERLETZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DOPPELVERTRETUNG">DOPPELVERTRETUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERESSENKOLLISION">INTERESSENKOLLISION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERESSENKONFLIKT">INTERESSENKONFLIKT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 12 BGFA</span><br/><span class="gerade">Art. 12 lit. c BGFA</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=40736" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2018.00559</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">12. Dezember 2018</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Rudolf Bodmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Rahel Zehnder.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>RA A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span> </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Aufsichtskommission Ã¼ber die AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte, <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><b><span> </span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Verletzung von Berufsregeln,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Hintergrund der vorliegenden Disziplinarsache bilden die geschÃ¤ftlichen AktivitÃ¤ten der C AG und ihres Inhabers D. Die C AG soll in den Jahren 2012 bis 2015 ihre Arbeitnehmer zwar entsprechend den jeweils geltenden GesamtarbeitsvertrÃ¤gen entlÃ¶hnt, von ihnen aber teilweise RÃ¼ckerstattungen in bar gefordert und auch erhalten haben. In diesem Zusammenhang kam es zu einer Reihe zivilrechtlicher Verfahren vor Arbeits- und Handelsgerichten, wobei Rechtsanwalt A jeweils die Gegenpartei der C AG vertritt. Er verteidigt ausserdem einen ehemaligen Mitarbeiter der C AG, dem vorgeworfen wird, sich zu deren Nachteil der versuchten Erpressung und weiterer Straftaten schuldig gemacht zu haben. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Gegen D lÃ¤uft ein Strafverfahren wegen Betrugs etc. Dieses wurde auf E ausgeweitet, dessen F AG fÃ¼r die C AG Buchhaltungsarbeiten ausfÃ¼hrt. Am 25. Oktober 2017 liess die Staatsanwaltschaft II des Kantons ZÃ¼rich bei der C AG und am Wohnort von D Hausdurchsuchungen durchfÃ¼hren. Gleichentags fanden bei der F AG und bei E Hausdurchsuchungen statt. E, der festgenommen wurde, wandte sich in der Folge an Rechtsanwalt G. Dieser erklÃ¤rte sich zur Ãbernahme des Verteidigermandats bereit und war bei der Hausdurchsuchung und der ersten polizei­lichen Einvernahme von E zugegen. Dabei wurde Rechtsanwalt G vom Verteidiger D's darauf hingewiesen, dass Rechtsanwalt A, der in derselben Kanzleigemeinschaft tÃ¤tig ist wie Rechtsanwalt G, in verschiedenen Verfahren die jeweiligen Gegenparteien der C AG vertrete. Nach RÃ¼cksprache mit Rechtsanwalt A legte Rechtsanwalt G das Mandat als Verteidiger von E nieder. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Rechtsanwalt H, der in einschlÃ¤gigen Verfahren die C AG vertritt, wandte sich daraufhin mit Schreiben vom 10. November 2017 an Rechtsanwalt A und machte geltend, dass dessen BÃ¼rokollege G bei der Verteidigung von E vertrauliche Informationen erlangt habe, welche Rechtsanwalt A nun in den Verfahren gegen die C AG verwerten kÃ¶nnte. Er forderte Rechtsanwalt A auf, ihm mitzuteilen, welche Konsequenzen er aus der eingetretenen Interessenkollision zu ziehen gedenke. Daraufhin teilte Rechtsanwalt A Rechtsanwalt H mit, dass er keine GrÃ¼nde sehe, weshalb er ihm in dieser Angelegenheit irgendwelche Mitteilungen machen mÃ¼sste. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Am 24. November 2017 reichte Rechtsanwalt H wegen Verletzung der Pflicht zur Vermeidung von Interessenkonflikten Anzeige bei der Aufsichtskommission Ã¼ber die AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte im Kanton ZÃ¼rich (fortan: Aufsichtskommission) ein. Am 7. Dezember 2017 erÃ¶ffnete die Aufsichtskommission gegen Rechtsanwalt A ein Disziplinarverfahren wegen Verletzung der Berufsregeln. Rechtsanwalt A nahm am 12. Februar 2018 zu den VorwÃ¼rfen Stellung und beantragte die Einstellung des Verfahrens unter ausgangsgemÃ¤sser Regelung der Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. Mit Beschluss vom 5. Juli 2018 stellte die Aufsichtskommission fest, dass Rechtsanwalt A gegen Art. 12 lit. c des Bundesgesetzes Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit der AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte vom 23. Juni 2000 (BGFA) verstossen habe. Von der Anordnung einer Disziplinarmassnahme wurde indessen abgesehen. Die Kosten wurden Rechtsanwalt A auferlegt. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhob Rechtsanwalt A am 13. September 2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Kosten seien auf die Staatskasse zu nehmen. Er sei fÃ¼r seine Umtriebe angemessen zu entschÃ¤digen. </p> <p class="Urteilstext">Am 20. September 2018 teilte die Aufsichtskommission mit, dass sie auf eine Beschwerdeantwort verzichte, und reichte dem Gericht die Akten ein.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit gemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) von Amtes wegen. Gegen in Anwendung des BGFA oder des kantonalen Anwaltsgesetzes (AnwG) ergangene Anordnungen kann gemÃ¤ss § 38 AnwG Beschwerde an das Verwaltungsgericht nach Mass­gabe der §§ 41 ff. VRG erhoben werden. Vorliegend wurde keine Disziplinarmassnahme ausgesprochen, sondern lediglich ein Verstoss gegen Art. 12 lit. c BGFA festgestellt. Nichtsdestotrotz erscheint der BeschwerdefÃ¼hrer beschwert, zumal die festgestellte Berufsregelverletzung in einem weiteren Verfahren betreffend Berufsregelverletzung im Rahmen seines disziplinarischen Vorlebens zu berÃ¼cksichtigen wÃ¤re (vgl. Tomas Poledna, in: Walter Fellmann/Gaudenz G. Zindel [Hrsg.], Kommentar zum Anwaltsgesetz, 2. A., ZÃ¼rich etc. 2011 [Kommentar BGFA], Art. 17 N. 27) und ihm allenfalls zum Nachteil werden kÃ¶nnte. Da auch die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach Art. 12 lit. c BGFA meiden AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte jeden Konflikt zwischen den Interessen ihrer Klientschaft und Personen, mit denen sie geschÃ¤ftlich oder privat in Beziehung stehen. Ein verbotener konkreter Interessenkonflikt liegt vor, wenn der Anwalt die Wahrung der Interessen eines Klienten Ã¼bernommen und dabei Entscheidungen zu treffen hat, mit denen er sich potenziell in Konflikt zu eigenen oder anderen ihm zur Wahrung Ã¼bertragenen Interessen begibt. Untersagt ist dabei nicht nur die Vertretung der Interessen eines Klienten, welche denjenigen eines anderen Mandanten direkt entgegenstehen, wie dies bei KlÃ¤ger und Beklagtem der Fall ist. Der Anwalt darf auch keinen Dritten vertreten, dessen Interessen diejenigen eines Klienten in irgendeiner Weise beeintrÃ¤chtigen kÃ¶nnten. In solchen FÃ¤llen genÃ¼gt es fÃ¼r die Bejahung eines Interessenkonflikts, dass sich der Anwalt in seinen Entscheidungen fÃ¼r den Klienten nicht frei fÃ¼hlt, weil diese seine eigenen oder die Interessen Dritter tangieren kÃ¶nnten, mit denen der Anwalt aus irgendwelchen GrÃ¼nden verbunden ist (Walter Fellmann, Anwaltsrecht, 2. A., Bern 2017, Rz. 345 f.; Walter Fellmann, Kommentar BGFA, Art. 12 N. 84; Alexander Brunner/Matthias-Christoph Henn/Kathrin Kriesi, Anwaltsrecht, ZÃ¼rich etc. 2015, S. 127 Rz. 157 f.; BGE 134 II 108 E. 3; vgl. auch Art. 11 ff. der Standesregeln des Schweizerischen Anwaltsverbands). </p> <p class="Urteilstext">Eine Interessenkollision kann namentlich im Fall einer Doppel- oder Mehrfachvertretung entstehen (Fellmann, Rz. 353). Eine unzulÃ¤ssige Doppel- oder Mehrfachvertretung liegt vor, wenn ein Anwalt gleichzeitig verschiedene Parteien berÃ¤t oder vor Gericht vertritt, deren Interessen sich widersprechen. In einem solchen Fall kann sich der Anwalt in der Regel weder fÃ¼r den einen noch fÃ¼r den anderen Klienten voll einsetzen. Eine unzulÃ¤ssige Doppelvertretung kann nicht nur vorliegen, wenn es bei den betroffenen Mandaten um die gleiche Streitsache geht. Eine unzulÃ¤ssige Doppelvertretung liegt auch vor, wenn der Anwalt mit der Annahme eines Mandats Gefahr lÃ¤uft, Interessen eines Dritten, den er bereits in einer anderen Angelegenheit vertritt, zu verletzen. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist bei einer Doppelvertretung ausserhalb eines Prozesses aber mindestens ein Sachzusammenhang erforderlich. WÃ¤hrend im Prozess das Verbot der Doppelvertretung grundsÃ¤tzlich uneingeschrÃ¤nkt gilt, ist im Rahmen der Rechtsberatung eine TÃ¤tigkeit fÃ¼r Klienten mit gegensÃ¤tzlichen Interessen nicht verboten, wenn beide Parteien damit einverstanden sind. Sobald zwischen ihnen aber ernsthafte Meinungsverschiedenheiten auftauchen, welche allenfalls zu einem Prozess fÃ¼hren kÃ¶nnten, hat der Anwalt sÃ¤mtliche betroffenen Mandate niederzulegen (BGE 134 II 108 E. 3; Fellmann, Rz. 373 ff.; Fellmann, Kommentar BGFA, Art. 12 N. 96 ff.). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Ein Konflikt muss sich nicht zum Nachteil des Klienten ausgewirkt haben. Mithin ist nicht erforderlich, dass eine AnwÃ¤ltin oder ein Anwalt bereits wider die Interessen des Klienten gehandelt hat. UnzulÃ¤ssig ist die Konfliktsituation selber. Es genÃ¼gt also, dass sich die AnwÃ¤ltin oder der Anwalt in ein solches VerhÃ¤ltnis eingelassen hat (Kaspar Schiller, Schweizerisches Anwaltsrecht, ZÃ¼rich etc. 2009, Rz. 804 und 845; Brunner/Henn/Kriesi, S. 127 Rz. 161). Allerdings genÃ¼gt die blosse abstrakte MÃ¶glichkeit, dass zwischen verschiedenen Klienten Differenzen auftreten kÃ¶nnten, fÃ¼r die Annahme eines Interessenkonflikts nicht. Vielmehr liegt eine unzulÃ¤ssige Interessenkollision nur bei einem konkreten Interessenkonflikt vor (Fellmann, Rz. 348; BGE 134 II 108 E. 4.2.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Wird wÃ¤hrend der FÃ¼hrung eines Mandats ein verbotener Interessenkonflikt festgestellt, muss die AnwÃ¤ltin oder der Anwalt das Mandat unverzÃ¼glich niederlegen. Bei nachtrÃ¤glich auftretenden Konflikten mit dem Mandat eines anderen Klienten sind beide Mandate niederzulegen, da bei Niederlegung nur des einen Mandats noch immer ein Vertraulichkeitskonflikt bestehen bleibt. Vorbehalten bleibt die Einwilligung des Klienten. Die Mandatsniederlegung bringt dem Klienten stets auch Nachteile, weshalb eine schonende Niederlegung des Mandats verlangt wird. Mithin ist das Vorgehen im Einzelnen mit den Interessen des Klienten abzustimmen (Schiller, Rz. 852 f.; Fellmann, Kommentar BGFA, Art. 12 N. 85). In bestimmten FÃ¤llen verbietet Art. 12 lit. c BGFA bereits die MandatsÃ¼bernahme. Das Verbot, widerstreitende Interessen zu vertreten, greift in diesen FÃ¤llen bereits im Vorfeld des Vertragsschlusses ein und geht damit in jedem Fall weiter als die auftragsrechtliche Treuepflicht. Die AnwÃ¤ltin oder der Anwalt hat bei der Ãbernahme eines Mandats unter BerÃ¼cksichtigung der speziellen VerhÃ¤ltnisse des Einzelfalls gewissenhaft und sorgfÃ¤ltig zu prÃ¼fen, ob die Gefahr einer Interessenkollision besteht (Fellmann, Rz. 351 ff.; Fellmann, Kommentar BGFA, Art. 12 N. 85; Schiller, Rz. 846). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Das Verbot von Interessenkollisionen (inkl. Doppelvertretung) gilt auch zwischen verschiedenen AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lten, wenn diese in einer Kanzlei- oder Anwaltsgemeinschaft zusammenarbeiten. In diesem Fall dÃ¼rfen sie in der gleichen Sache keine Klienten mit gegensÃ¤tzlichen Interessen vertreten. Sie haben auch sonst alles zu vermeiden, was die Gefahr eines Interessenkonflikts zwischen verschiedenen Mandanten begrÃ¼nden kÃ¶nnte. Die AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte einer Kanzlei werden hinsichtlich Interessenkonflikten wie eine einzelne Person behandelt. Damit kann namentlich verhindert werden, dass intern Informationen Ã¼ber die Gegenseite preisgegeben bzw. eingeholt wÃ¼rden (Fellmann, Rz. 356; Fellmann, Kommentar BGFA, Art. 12 N. 88; Brunner/Henn/Kriesi, S. 128 Rz. 163; Schiller, Rz. 906). </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt den Beizug der Vorakten der Beschwerdegegnerin (GeschÃ¤fts-Nr. 01), der Akten der Beschwerdegegnerin des Parallelverfahrens gegen Rechtsanwalt G sowie der Akten des beim Handelsgericht hÃ¤ngigen Verfahrens 02. Das Verwaltungsgericht verlangte von der Beschwerdegegnerin mit VerfÃ¼gung vom 17. September 2018 die Einreichung der Vorakten. Dieser Aufforderung kam die Vorinstanz nach. BezÃ¼glich der weiteren BeweisantrÃ¤ge ist festzuhalten, dass sich der entscheidrelevante Sachverhalt â wie noch zu zeigen sein wird (hinten E. 4.3) â mit der bestehenden Aktenlage als genÃ¼gend erstellt erweist (vgl. PlÃ¼ss, § 7 N. 18 und zum Ganzen VGr, 6. April 2018, VB.2017.00835, E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). Es kann deshalb auf den Beizug weiterer Akten verzichtet werden. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Der von Rechtsanwalt G kurzzeitig vertretene E ist unbestrittenermassen Mitarbeiter der F AG, welche die Buchhaltung der C AG betreut. Der Hausdurchsuchungsbefehl betreffend die F AG liegt nicht bei den Akten, indes ergibt sich aus den Akten, dass die Hausdurchsuchung bei der C AG im Zusammenhang mit allfÃ¤lligen "Kickback-Zahlungen" stattfand. Der Verzeiger machte geltend, E werde eine Beteiligung an den Delikten im Zusammenhang mit den "Kickback-Zahlungen" bei der C AG vorgeworfen. Dieser Vorwurf wird durch das Schreiben des Verzeigers vom 10. September 2017 an den BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt: Darin macht der Verzeiger geltend, Rechtsanwalt G habe ihn am 25. Oktober 2017 telefonisch darÃ¼ber informiert, dass bei E bzw. bei dessen Gesellschaft F AG eine Hausdurchsuchung im Gang sei. E werde von der Staatsanwaltschaft II Beteiligung an Betrug, UrkundenfÃ¤lschung etc. im Zusammenhang mit VorgÃ¤ngen bei der C AG vorgeworfen. Die VorwÃ¼rfe betrÃ¤fen u.<span> </span>a. die angeblichen "LohnrÃ¼ckzahlungen" sowie angeblich unterbliebene Lohnnachzahlungen. Der Schluss der Beschwerdegegnerin, wonach E eine Beteiligung an den Delikten im Zusammenhang mit den "Kickback-Zahlungen" bei der C AG vorgeworfen werde, ist unter diesen UmstÃ¤nden und vor dem Hintergrund, dass Rechtsanwalt G das Mandat nach RÃ¼cksprache mit dem BeschwerdefÃ¼hrer sofort niederlegte, nicht zu beanstanden. Daran Ã¤ndert nichts, dass der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht, die Kickback-Zahlungen seien mit grÃ¶sster Wahrscheinlichkeit nicht in der von der F AG gefÃ¼hrten Buchhaltung erfasst. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Zwar ist dem BeschwerdefÃ¼hrer dahingehend zuzustimmen, dass keine Hinweise dafÃ¼r vorliegen, dass E fÃ¼r die Kickback-Zahlungen der Mitarbeiter der C AG verantwortlich gewesen sein kÃ¶nnte. Nichtsdestotrotz lÃ¤uft in diesem Zusammenhang ein Strafverfahren gegen E. Das Interesse von E liegt deshalb darin, seine Mitbeteiligung an allfÃ¤lligen Kickback-Zahlungen zu widerlegen. Dies kann unter anderem dadurch erreicht werden, dass die Kickback-Zahlungen an sich widerlegt werden. Dies steht aber in direktem Widerspruch zum Interesse der Mandanten des BeschwerdefÃ¼hrers, die aufgrund der Kickback-Zahlungen zivilrechtliche Verfahren gegen die C AG fÃ¼hren. Bereits deshalb besteht vorliegend eine konkrete Interessenkollision.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Rechtsanwalt G nahm sowohl an der Hausdurchsuchung als auch an der ersten polizeilichen Einvernahme von E teil. AnlÃ¤sslich der Hausdurchsuchung dÃ¼rfte Rechtsanwalt G keine Kenntnis vom Inhalt der sichergestellten Akten erhalten haben. Allerdings ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass Rechtsanwalt G vor dessen Einvernahme die Gelegenheit zu einer kurzen Besprechung mit E erhalten hat (vgl. Gunhild Godenzi, in: Andreas Donatsch/Thomas Hansjakob/Viktor Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], 2. A., ZÃ¼rich etc. 2014, Art. 158 N. 26, Art. 159 N. 10). Der BeschwerdefÃ¼hrer selber nimmt an, dass Rechtsanwalt G im Rahmen der polizeilichen Befragung von E zu groben Erkenntnissen Ã¼ber die Beziehungen zwischen E, der F AG und der C AG gelangt sei. Es handle sich dabei aber um Informationen, wie sie in jedem ErstgesprÃ¤ch vom Mandanten geÃ¤ussert wÃ¼rden. Ãbernehme der Anwalt in der Folge das Mandat nicht, sei er nicht verpflichtet, andere Mandate, in welchen er mÃ¶glicherweise kollidierende Interessen vertreten mÃ¼sste, niederzulegen. </p> <p class="Erwgung2">Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Beschluss, es deute nichts darauf hin, dass Rechtsanwalt G im Zeitpunkt der Ãbernahme von E's Verteidigung vom engen Sachzusammenhang mit Mandaten, welche der BeschwerdefÃ¼hrer bereits fÃ¼hrte, Kenntnis gehabt habe. Als er davon erfahren und nach RÃ¼cksprache mit dem BeschwerdefÃ¼hrer erkannt habe, dass ein Interessenkonflikt bestehe, habe er das Mandat fÃ¼r E sogleich niedergelegt. GestÃ¼tzt darauf ist davon auszugehen, dass Rechtsanwalt G das Mandat nach Kenntnisnahme des Interessenkonflikts <i>unverzÃ¼glich</i>, mithin nach der Einvernahme von E, niederlegte. Damit befand sich das MandatsverhÃ¤ltnis zu E zum Zeitpunkt der Mandatsniederlegung noch im frÃ¼hesten Anfangsstadium, weshalb nicht davon auszugehen ist, dass Rechtsanwalt G bereits umfangreiche Kenntnisse Ã¼ber die VerhÃ¤ltnisse der C AG erlangt hat. Hinzu kommt, dass die Feststellung eines Interessenkonflikts durch den Rechtsanwalt stets gewisse Kenntnisse der Sache und der betroffenen Personen erfordert. Dies fÃ¼hrt aber nicht in jedem Fall dazu, dass beide vom Interessenkonflikt betroffenen Mandate niedergelegt werden mÃ¼ssen. Vorliegend dauerte das konfliktbehaftete MandatsverhÃ¤ltnis zwischen E und Rechtsanwalt G bloss wenige Stunden, weshalb bloss eine geringe Gefahr dafÃ¼r besteht, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bewusst oder unbewusst Kenntnisse verwenden kÃ¶nnte, die er dank der TÃ¤tigkeit von Rechtsanwalt G fÃ¼r E erlangt hat oder hÃ¤tte erlangen kÃ¶nnen. Zur AuflÃ¶sung des Interessenkonflikts erscheint es deshalb ausreichend, dass Rechtsanwalt G sein Mandat niederlegte. Es erwiese sich als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer â der soweit ersichtlich von der Mandatierung seines BÃ¼ropartners keine Kenntnis hatte â seine langjÃ¤hrigen und aufwendigen Mandate aufgrund der nur wenige Stunden andauernden Vertretung von E durch Rechtsanwalt G niederlegen mÃ¼sste. Hinzu kommt, dass auch die Beschwerdegegnerin nicht davon ausgeht, dass zwischen Rechtsanwalt G und dem BeschwerdefÃ¼hrer Informationen geflossen seien. Damit wurde der Interessenkonflikt bereits mit der Niederlegung des Mandats durch Rechtsanwalt G aufgelÃ¶st. Dementsprechend stellt die WeiterfÃ¼hrung seiner Mandate durch den BeschwerdefÃ¼hrer keine Verletzung von Art. 12 lit. c BGFA dar. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen. Dispositiv-Ziffern 1 und 2 des Beschlusses der Beschwerdegegnerin vom 5. Juli 2018 sind aufzuheben, und die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens sind vollumfÃ¤nglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. FÃ¼r das Verfahren vor der Beschwerdegegnerin werden gestÃ¼tzt auf § 37 Abs. 1 AnwG in Verbindung mit § 17 Abs. 1 VRG keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen. Dasselbe sieht § 14 der Verordnung des Obergerichts Ã¼ber die GebÃ¼hren, Kosten und EntschÃ¤digungen gemÃ¤ss Anwaltsgesetz vom 21. Juni 2006 vor (VGr, 21. Juni 2018, VB.2017.00201, E. 7.1).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Die Beschwerdegegnerin hat dem BeschwerdefÃ¼hrer zudem gestÃ¼tzt auf § 17 Abs. 2 VRG eine ParteientschÃ¤digung auszurichten, wobei eine solche von Fr. 1'500.- (inklusive 7,7 % Mehrwertsteuer) angemessen erscheint.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, und der Beschluss der Aufsichtskommission Ã¼ber die AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte vom 5. Juli 2018 wird in den Dispositiv-Ziffern 1 und 2 aufgehoben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. In AbÃ¤nderung von Dispositiv-Ziffer 4 werden die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (7,7 % MWST inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Urteils.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>