A bteilung IV D -4860/2006 spn/w er {T 0/2} U rteil vom 11. Juli 2007 M itw irkung: R ichterin Spälti G iannakitsas, R ichter König, R ichterin H irsig-Vouilloz G erichtsschreiber W eber A ._______, geboren _______ B ._______, geboren _______ C ._______, geboren _______ D ._______, geboren _______ E._______, geboren _______ alle aus Serbien (Kosovo), vertreten durch Sascha Schürch, lic.iur. Fürsprecher, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 6. Septem ber 2006 i.S. Vollzug der W egw eisung (W iedererw ägung) / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: a) D ie Beschw erdeführer - Ashkali aus dem Kosovo - reisten erstm als am 8. M ai 1996 in die Schw eiz ein, w o sie im Fam ilienverband des Vaters des Beschw erde- führers gleichentags Asylgesuche stellten. D iese w urden von der Vorinstanz am 19. Februar 1997 abgelehnt. Eine gegen diesen Entscheid am 7. April 1997 erho- bene Beschw erde w urde von der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) m it U rteil vom 30. Juni 1997 abgew iesen. b) N ach Aufhebung der aufgrund der kriegerischen Ereignisse im Kosovo verfügten kollektiven Aufnahm e der Beschw erdeführer kehrten der Beschw erdeführer und dessen Vater am 24. M ärz 2000 in den Kosovo zurück. D ie Beschw erdeführerin und ihre beiden Töchter verblieben in der Schw eiz. c) Am 7. M ai 2001 stellte der Beschw erdeführer von M azedonien aus ein Asylgesuch in der Schw eiz, w elches vom Bundesam t am 30. M ai 2001 abgew iesen w urde. D ie von der Beschw erdeführerin und ihren Töchtern in der Schw eiz gestellten W ieder- erw ägungsgesuche w urden m it Entscheid des Bundesam tes vom 22. O ktober 2001 ebenfalls abgew iesen. Eine gegen diesen Entscheid am 6. N ovem ber 2001 eingereichte Beschw erde w urde von der AR K am 9. Januar 2002 als gegenstands- los gew orden abgeschrieben, nachdem die Beschw erdeführerin ihr R echtsm ittel am 4. Januar 2002 zurückgezogen hatte. In der Folge begaben sich die Beschw er- deführerin und ihre beiden Töchter zum Ehem ann respektive Vater in den Kosovo. B. a) Am 4. April 2005 stellten die Beschw erdeführer m it ihren beiden Töchtern und dem am 18. N ovem ber 2003 geborenen Sohn in der Schw eiz Asylgesuche. Sie begrün- deten diese im W esentlichen m it Ü bergriffen seitens der albanischen Bevölke- rungsm ehrheit im Kosovo und der dortigen generell desolaten Situation. D ie Be- schw erdeführerin sei vergew altigt w orden. Auch die Töchter seien behelligt w or- den. Ferner leide der Beschw erdeführer unter Epilepsie und er habe keine genügende Behandlung erlangen können. D ie Beschw erdeführerin sei im Jahre 2002 trotz hängigem Verfahren zurückgereist, w eil es dem Beschw erdeführer m angels Behandlung gesundheitlich sehr schlecht gegangen sei. D ies könne m it Fotos aus dieser Zeit nachgew iesen w erden. b) M it Verfügung vom 22. April 2005 stellte das Bundesam t fest, die Beschw erdefüh- rer erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte die Asylgesuche ab. G leichzeitig verfügte es die W egw eisung der Beschw erdeführer aus der Schw eiz und ordnete den Vollzug der W egw eisung an. Es begründete seinen ablehnenden Entscheid dam it, dass die von der Beschw erdeführerin geltend gem achte Verge- w altigung nicht glaubhaft sei. D ie w eiteren Vorbringen der Beschw erdeführer seien nicht asylrelevant. D en Vollzug der W egw eisung erachtete die Vorinstanz für zu- lässig, zum utbar und m öglich. So verfügten die Beschw erdeführer vor O rt über ein tragfähiges soziales Beziehungsnetz. D a die albanischsprachigen Beschw erdefüh- rer im Kosovo gem äss Aktenlage bereits um fangreiche ärztliche H ilfe erfahren hät- ten, stehe dem W egw eisungsvollzug auch in m edizinischer H insicht nichts entge-3 gen. c) M it Beschw erde vom 23. M ai 2005 beantragten die Beschw erdeführer bei der AR K durch ihre Vertretung die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die R ück- w eisung der Sache an die Vorinstanz. D en Beschw erdeführern sei Asyl zu gew äh- ren. Eventualiter sei auf den Vollzug der W egw eisung zu verzichten und die vor- läufige Aufnahm e anzuordnen. Zur Begründung w urde vorgebracht, dass die Be- schw erdeführer der ethnischen M inderheit der R om a angehörten und im Kosovo R epressalien der albanischen Bevölkerungsm ehrheit ausgesetzt seien. D ie Befra- gung der Beschw erdeführerin sei m angelhaft gew esen. D er Beschw erdeführer sei w egen seiner Krankheit in einem perm anent verw irrten Zustand. Er sei auf die U n- terstützung durch die M utter und die G eschw ister, w elche seit Jahren im Kanton Bern lebten, angew iesen. Seine Ehefrau, w elche in ärztlicher Behandlung stehe und zudem den asthm akranken Sohn betreuen m üsse, sei m it der Krankheit ihres G atten überfordert. Entsprechend w ürde ein allfälliger Vollzug der W egw eisung gegen die relevanten gesetzlichen Bestim m ungen verstossen. d) N achdem die Beschw erdeführer den m it Zw ischenverfügung vom 1. Juni 2005 er- hobenen Kostenvorschuss nicht fristgem äss geleistet hatten, trat die AR K m it U r- teil vom 12. Juli 2005 auf die Beschw erde vom 23. M ai 2005 nicht ein. Im be- sagten Prozessurteil w urde ferner festgehalten, es sei den Beschw erdeführern nicht gelungen, den N achw eis für die angeblich fristgem ässe Einreichung des G e- suchs um Kostenerlass zu erbringen. C . a) Am 19. August 2005 stellten die Beschw erdeführer durch ihre dam alige Vertretung beim Bundesam t ein W iedererw ägungsgesuch und beantragten die vorläufige Auf- nahm e. D er Vollzug der W egw eisung sei bis auf W eiteres auszusetzen. Zur Be- gründung w urde unter anderem vorgebracht, dass die M utter sow ie eine Schw e- ster des Beschw erdeführers in der Schw eiz vorläufig aufgenom m en w orden seien. In deren Asylverfahren sei festgehalten w orden, sie gehörten der Ethnie der Ash- kali an. D em zufolge sei erw iesen, dass auch der Beschw erdeführer und dessen Fam ilie dieser ethnischen M inderheit angehörten. D ie Situation der Ashkali im Ko- sovo sei äusserst problem atisch. D ie Beschw erdeführer w iesen keine besondere Verbundenheit zur albanischen Bevölkerungsm ehrheit im Kosovo auf. Ausserdem könnten sie nicht auf ein tragfähiges soziales Beziehungsnetz in der H erkunftsregi- on zurückgreifen. H inzu kom m e die schw ere Erkrankung des Beschw erdeführers. Vor diesem H intergrund erw eise sich der Vollzug der W egw eisung als unzum utbar. D er Beschw erde lagen unter anderem acht die Beschw erdeführer betreffende Arztberichte bei. b) M it Entscheid vom 25. August 2005 trat die Vorinstanz auf das W iedererw ägungs- gesuch vom 19. August 2005 nicht ein und erklärte seine Verfügung vom 22. April 2005 für rechtskräftig und vollstreckbar. Zur Begründung w urde vorgebracht, m it den Ausführungen in Bezug auf die Zugehörigkeit zu den Ashkali, das soziale Be- ziehungsnetz und den G esundheitszustand des Beschw erdeführers w ürden w eder das Bestehen einer seit der früheren Verfügung veränderten Sachlage noch das Vorliegen von w iedererw ägungsrechtlich relevanten neuen Tatsachen oder Be- w eism itteln angerufen, sondern sinngem äss lediglich die bereits im ordentlichen Verfahren geltend gem achten Vorbringen w iederholt. D ie Bew ertung und W ürdi-4 gung tatsächlichen M aterials stelle keine revisions- beziehungsw eise w iedererw ä- gungsbegründende Tatsache dar, und die eingereichten m edizinischen G utachten bestätigten im W esentlichen eine seit Kindheit des Beschw erdeführers bestehende Epilepsie, w elche - w ie auch die übrigen genannten Punkte - bereits G egenstand einer eingehenden Prüfung im R ahm en des Asyl- und W egw eisungsentscheids vom 22. April 2005 gew esen seien. c) M it Eingabe vom 5. Septem ber 2005 an die AR K beantragten die Beschw erdefüh- rer durch ihre Vertretung, es sei die Verfügung des BFM vom 25. August 2005 auf- zuheben, die U nzum utbarkeit des Vollzugs der W egw eisung festzustellen und von Am tes w egen die vorläufige Aufnahm e anzuordnen. Zur Begründung w urde unter anderem vorgebracht, die Vorinstanz sei in w illkürlicher W eise davon ausgegan- gen, im W iedererw ägungsgesuch seien lediglich sinngem äss die bereits im ordent- lichen Verfahren geltend gem achten Vorbringen w iederholt w orden. So habe sich der G esundheitszustand des Beschw erdeführers seit dem negativen Asylentscheid vom 22. April 2005 m arkant verschlechtert. Im W eiteren sei der Beschw erdeführer gem äss dem beigelegten Schreiben aus dem Kosovo im August 2005 bedroht w or- den. d) M it Zw ischenverfügung vom 14. Septem ber 2005 w ies die AR K das von den Be- schw erdeführern ferner gestellte G esuch um Erlass vorsorglicher M assnahm en ab und setzte ihnen Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses an. Zur Begründung w urde unter anderem ausgeführt, auch w enn das BFM gem äss Praxis der Asylbehörden im Ergebnis zw ar auf das G esuch hätte eintreten m üssen, sei eine Kassation in Anbetracht der vorliegenden Verfahrensum stände bereits aus pro- zessökonom ischen G ründen als unverhältnism ässig zu bezeichnen. D ie Ausei- nandersetzung der Vorinstanz m it den W iedererw ägungsgründen sei letztlich genügend und nicht zu beanstanden, da auch in der R ekurseingabe die geltend gem achten Vorbringen m it Ausnahm e des eingereichten Schreibens in albanischer Sprache bereits im rechtskräftig abgeschlossenen Asylverfahren bekannt gew esen seien. D aran verm öge das Vorbringen, der G esundheitszustand des epilepsiekranken Beschw erdeführers habe sich seit dem negativen Asylentscheid vom 22. April 2005 m arkant verschlechtert, nichts zu ändern. So sei dem Arztschreiben vom 16. August 2005 lediglich zu entnehm en, dass sich gem äss eigenen Angaben des Beschw erdeführers w iederholte kleinere Anfälle in un- regelm ässigen Abständen ereigneten. D er eingereichte D rohbrief m üsse sodann als w iederw ägungsrechtlich unerheblich qualifiziert w erden. e) N achdem die Beschw erdeführer den auferlegten Kostenvorschuss fristgem äss ge- leistet hatten, w ies die AR K die Beschw erde m it U rteil vom 19. O ktober 2005 ab. Zur Begründung w urde insbesondere auf die Zw ischenverfügung vom 14. Septem - ber 2005 verw iesen. Bezüglich eines Antrags der Beschw erdeführer auf Erstreckung der Ausreisfrist w urden die Akten gestützt auf Art. 8 Abs. 1 Vw VG der Vorinstanz überw iesen. f) M it Schreiben vom 15. M ärz 2006 erkundigte sich der Vertreter der Beschw erde- führer bei der Vorinstanz über den Stand der Prüfung bezüglich des erw ähnten G esuchs (Erstreckung der Ausreisefrist). g) Am 20. M ärz 2006 teilte das Bundesam t dem Vertreter der Beschw erdeführer m it, seine M andanten seien gem äss M eldung der zuständigen kantonalen Behörde seit 5 dem 1. O ktober 2005 unbekannten Aufenthalts. h) M it Eingabe vom 11. April 2006 w ies der Vertreter der Beschw erdeführer das Bun- desam t darauf hin, seine M andanten hielten sich an einer ihm bekannten Adresse in der Schw eiz auf. D ie aktenkundige schw ere Epilepsieerkrankung seines M andanten habe sich w eiter verschlechtert. i) Am 13. April 2006 lehnte das Bundesam t das G esuch der Beschw erdeführer um Erstreckung der Ausreisefrist ab. D . a) M it Eingabe vom 30. Juni 2006 stellten die Beschw erdeführer zusam m en m it der M utter des Beschw erdeführers ein G esuch um Fam ilienasyl gem äss Art. 51 Abs. 2 AsylG . D ie Beschw erdeführer seien in die Flüchtlingseigenschaft ihrer (Schw ieger)M utter einzubeziehen. Es sei ihnen Asyl zu gew ähren. Eine allfällig an- gesetzte Ausreisefrist sei auf unbestim m te Zeit zu verlängern. D ie zuständige kan- tonale Behörde sei anzuw eisen, von Vollzugshandlungen abzusehen. Ü ber das G esuch um Vollzugsaussetzung sei um gehend zu entscheiden. Zur Begründung w urde vorgebracht, die M utter des Beschw erdeführers sei anerkannter Flüchtling in der Schw eiz. D er Beschw erdeführer, dessen G esundheitszustand sich im H erbst 2005 w eiter verschlechtert habe, lebe seither zusam m en m it seiner Fam ilie bei ihr. Es sei ein ärztliches G utachten anzuordnen. Es lägen besondere G ründe im Sinne von Art. 51 Abs. 2 AsylG vor. D er Beschw erdeführer sei nunm ehr auf perm anente Pflege angew iesen. Im Kosovo bestehe kein tragfähiges soziales N etz. D er m ittlerw eile betagte und gesundheitlich angeschlagene Vater des Beschw erdeführers sei nicht m ehr in der Lage, seinen Sohn adäquat zu unterstützen. D ie Beschw erdeführerin, w elche unter schw eren D epressionen leide, m üsse sich um die drei gem einsam en Kinder küm m ern. In der Schw eiz w erde der Beschw erdeführer durch seine M utter rund um die U hr betreut. b) Am 6. Juli 2006 setzte die Vorinstanz den Vollzug der W egw eisung einstw eilen aus. c) In der Folge gelangte das Bundesam t an die Schw eizerische Botschaft in Pristina und ersuchte um Abklärungen vor O rt. D as Ergebnis dieser Abklärungen ging bei der Vorinstanz am 18. August 2006 ein. d) Im R ahm en des rechtlichen G ehörs nahm en die Beschw erdeführer m it Eingabe vom 30. August 2006 Stellung zu den vor O rt getätigten Abklärungen. e) M it Verfügung vom 6. Septem ber 2006 w ies die Vorinstanz das W iedererw ägungsgesuch der Beschw erdeführer vom 30. Juni 2006 ab. D ie Verfügung vom 22. April 2005 erklärte sie für rechtskräftig und vollstreckbar. Zur Begründung w urde vorgebracht, dass die M utter des Beschw erdeführers, w elche in der Schw eiz vorläufig aufgenom m en w orden sei, die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle. Art. 51 Abs. 2 AsylG sei entsprechend zum Vornherein nicht anw endbar. D er Beschw erdeführer könne sodann auch aus Art. 44 Abs. 1 AsylG nichts zu seinen G unsten ableiten. G em äss Aktenlage verfüge er in seinem H erkunftsort _______ über ein soziales N etz. D ort lebe sein Vater m it seiner zw eiten Frau und fünf Kindern. Auch seine Schw ester halte sich sam t Ehem ann und fünf Kindern dort auf. Im selben Q uartier sei zudem ein O nkel w ohnhaft. D ie 6 M utter des Beschw erdeführers, w elche sich von ihrem G atten getrennt habe, solle sich nach der Trennung vorerst dort aufgehalten haben. Im W eiteren m üsse nicht von einer finanziell prekären Lage der Fam ilie im Kosovo ausgegangen w erden. Sow eit der Beschw erdeführer aus m edizinischen G ründen auf persönliche U nterstützung angew iesen sei, könne diese durch seine Frau und die Fam ilie im Kosovo gew ährleistet w erden. E. M it Eingabe vom 5. O ktober 2006 an die AR K beantragten die Beschw erdeführer durch ihre Vertretung, es sei die Verfügung des BFM vom 6. Septem ber 2006 auf- zuheben und von Am tes w egen die vorläufige Aufnahm e anzuordnen. D ie zustän- dige kantonale Behörde sei anzuw eisen, w ährend des hängigen Verfahrens von Vollzugshandlungen abzusehen. Zur Begründung w urde vorgebracht, die Vorin- stanz verkenne in w illkürlicher W eise die vorgebrachten W iedererw ägungsgründe. So gehe aus der Botschaftsantw ort entgegen der vorinstanzlichen Argum entation hervor, dass im Kosovo kein tragfähiges soziales N etz bestehe. Bereits jetzt lebten zw ei Fam ilien m it je fünf Kindern in engen räum lichen Verhältnissen. D ie finanzi- elle Situation sei prekär. W ie die Betreuung des Beschw erdeführers unter diesen U m ständen gew ährleistet w erden könnte, sei nicht nachvollziehbar. Auch der er- w ähnte O nkel im Q uartier sei kaum in der Lage, die erforderlichen Pflegelei- stungen zu erbringen. D ie Ehefrau sei - w ie bereits erw ähnt - ebenfalls nicht in der Lage, ihren G atten adäquat zu betreuen. H inzu käm en ferner die Suizidversuche des Beschw erdeführers. Ein derartiger Versuch m it einem M esser habe durch die Aufm erksam keit der Schw ester des Beschw erdeführers vereitelt w erden können. Am 16. Septem ber 2006 habe der Beschw erdeführer versucht, sich m it heissem W asser zu verbrühen. M it schw erw iegenden Verbrennungen sei er ins Spital ein- geliefert w orden. Aufgrund der Suizidalität des Beschw erdeführers habe eine Sitz- w ache organisiert w erden m üssen. D er Eingabe lagen drei m edizinische Berichte _______ vom 24., 27. und 28. Septem ber 2006 bei. F. Am 6. O ktober 2006 setzte die AR K den Vollzug der W egw eisung einstw eilen aus. G . M it Zw ischenverfügung vom 13. O ktober 2006 w urde das G esuch um Erteilung der aufschiebenden W irkung der Beschw erde gutgeheissen. D ie Beschw erdeführer w urden aufgefordert, innert Frist einen Kostenvorschuss zu leisten. D ie Beschw er- deführer leisteten diesen am 27. O ktober 2006. H . M it Vernehm lassung vom 8. N ovem ber 2006 schloss die Vorinstanz auf Abw ei- sung der Beschw erde. Allfällige suizidale Tendenzen des Beschw erdeführers könnten m edikam entös behandelt w erden. I. N ach gew ährter Fristerstreckung hielten die Beschw erdeführer in ihrer R eplik vom 18. D ezem ber 2006 an den bisherigen Vorbringen fest. D er Beschw erdeführer lei- de seit seiner Kindheit an einer schw eren Epilepsieerkrankung und sei aktuell ein Pflegefall. D ie Verschlim m erung der Krankheit habe zudem zu schw eren psy- chischen Beeinträchtigungen geführt. Es bestehe eine akute Suizidgefährdung, w elche als solche nicht auf die drohende Ausschaffung zurückzuführen sei. G em äss dem beigelegten Bericht _______ vom 24. N ovem ber 2006 m üsse für den Beschw erdeführer ein Verbleiben bei der M utter, der Ehefrau und den Kindern gew ährleistet sein, um einer C hronifizierung der psychischen Erkrankung und der Suizidalität des Beschw erdeführers entgegenzuw irken. 7 J. a) M it Eingaben des durch die Beschw erdeführerin neu beauftragten R echtsvertreter _______ vom 27. Februar 2007, 16. M ärz 2007 und 30. M ärz 2007 w ies dieser auf eine Trennung der Beschw erdeführer hin und ersuchte um Akteneinsicht. b) D ie Beschw erdeführer w urden daraufhin eingeladen, zu einer m öglichen Trennung der Verfahren Stellung zu nehm en. c) Am 4. April 2007 legte der bisherige Vertreter der Beschw erdeführer sein M andat nieder. d) Am 13. April 2007 ersuchte der neu m andatierte R echtsvertreter des Beschw erdeführers S. Schürch um Akteneinsicht. e) M it Eingabe vom 8. Juni 2007 führte der Fürsprecher S. Schürch aus, die Beschw erdeführer hätten ihre fam iliären Problem e überw unden und w ürden w ieder zusam m en leben. Er sei inzw ischen auch von der Beschw erdeführerin m andatiert und für eine Verfahrenstrennung bestehe dem nach kein Anlass m ehr. D er Eingabe w urde ein aktueller Arztbericht den Beschw erdeführer betreffend beigelegt. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG ; SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der AR K hängig gew esenen R echtsm ittel. D as neue Verfahrensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). Es beurteilt letztinstanzlich dem nach auch - w ie vorliegend - Beschw erden gegen Verfügungen, in denen das Bundesam t es ablehnt, einen früheren Entscheid auf G esuch hin in W iedererw ägung zu ziehen, zum al die diesbezügliche R echtslage insow eit keine Änderung erfahren hat. 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführer sind legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten.8 3. 3.1 Ein Anspruch auf W iedererw ägung besteht unter anderem dann, w enn sich der rechtserhebliche Sachverhalt seit dem ursprünglichen Entscheid beziehungsw eise seit dem U rteil der m it Beschw erde angerufenen R echtsm ittelinstanz (vgl. EM AR K 1995 N r. 21, Erw . 1c, S. 204) in w esentlicher W eise verändert hat und die ur- sprüngliche (fehlerfreie) Verfügung an nachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage anzupassen ist (vgl. Entscheide und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission / EM AR K 2003 N r. 7, Erw . 1, S. 42 f.). 3.2 D ie Beschw erdeführer beantragen im W iederew ägungsverfahren insbesondere die Anordnung der vorläufigen Aufnahm e w egen U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs. D ie Krankheit des Beschw erdeführers habe sich derart verschlechtert, dass eine R ückkehr für die einer M inderheit angehörenden Beschw erdeführer unter den gegebenen schw ierigen Verhältnissen im H eim atstaat nicht m ehr zum utbar sei. D as Bundesam t ist auf das W iedererw ägungsgesuch eingetreten und hat dam it zu R echt eine nachträgliche Veränderung der Sachum stände anerkannt. Es kam jedoch zum Schluss, trotz Veränderung der Sachlage sei der Vollzug der W egw eisung w eiterhin zum utbar. Zur Begründung führte es aus, es bestehe im H eim atstaat ein fam iliäres N etz und die Beschw erdeführer könnten auch durch die in der Schw eiz lebende M utter finanziell unterstützt w erden. D ie Epilepsie könne w ie bisher im H eim atstaat behandelt w erden, auch w enn die Q ualität der Behandlung nicht derjenigen in der Schw eiz entsprechen w ürde. Schliesslich sei auch die persönliche Pflege durch die m it dem Beschw erdeführer zurückkehrende Beschw erdeführerin gew ährleistet. D ie Situation der M inderheiten sei in _______ im Vergleich zum übrigen Kosovo gut. Im R ahm en der Vernehm lassung w urde ausgeführt, dass an dieser Einschätzung auch der Suizidversuch des Beschw erdeführers nichts zu ändern verm öge, zum al auch die Behandlung psychischer Problem e im H eim atstaat m öglich sei. Einer allfälligen Suizidgefahr w ährend des W egw eisungsvollzugs könne m it flankierenden M assnahm en begegnet w erden. 3.3 Im Folgenden ist som it zu prüfen, ob die vorinstanzliche Argum entation m it der aktuellen Aktenlage zu vereinbaren ist. 4. 4.1 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung verzichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für die Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine sol- che kann angesichts der im H eim atstaat herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G e- w alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Betreuung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 4.2 4.2.1 Es ist vorliegend unbestritten, dass die Beschw erdeführer der Ethnie der Ashkali angehören und aus dem Kosovo stam m en. D ie Asylbehörden beobachten die Lage der M inderheiten im Kosovo einlässlich. Im M ärz 2004 griffen aufgebrachte 9 albanischstäm m ige Kosovaren Angehörige von M inderheiten an und plünderten und brandschatzten deren H äuser. D ie internationalen Truppen w ie auch die lokalen Polizeikräfte standen den zw eitägigen G ew alttätigkeiten m achtlos gegenüber. Es w urden 30 M enschen getötet und m ehrere hundert verletzt. O pfer der Ü bergriffe w aren in erster Linie Serben, betroffen w aren daneben aber auch R om a, Ashkali und Ägypter. Angesichts der G efahr der ethnischen G ew alt erachtete daraufhin die AR K eine R ückkehr für Angehörige der M inderheiten als nicht zum utbar (vgl. EM AR K 2005 N r. 9). D ie Lage konnte sich jedoch in der Folge dank verstärktem Einsatz der internationalen Truppen w ieder beruhigen, sodass die AR K in ihrer Lagebeurteilung im Jahre 2006 zum Schluss gelangte, dass ein Vollzug der W egw eisung für Angehörige der M inderheiten der albanischsprachigen R om a, Ashkali und Ägypter grundsätzlich w ieder zum utbar sei, sofern eine Einzelfallabklärung ergibt, dass bestim m te Kriterien - w ie berufliche Ausbildung, G esundheitszustand, Alter, eine ausreichende w irtschaftliche Lebensgrundlage sow ie ein soziales verw andtschaftliches Beziehungsnetz - als erfüllt erachtet w erden können (vgl. EM AR K 2006 N r. 10). D iese Lagebeurteilung erlangt nach w ie vor ihre G ültigkeit, obw ohl sich die Situation durch die w eiterhin ungelöste Frage der U nabhängigkeit im Kosovo w ieder leicht verschärft hat. 4.2.2 Eine Einzelfallprüfung vom August 2006 ergab, dass der Vater des Beschw erdeführers m it seiner zw eiten Frau, dem gem einsam en Sohn, dessen Ehefrau und fünf Kindern im väterlichen H aushalt leben. Ausserdem w ürden eine H albschw ester und ein O nkel in der N ähe w ohnen. Eine Schw ester des G esuchstellers sei m it deren Ehem ann und den 5 Kindern kurz zuvor aus D eutschland in den Kosovo zurückgeschoben w orden. D ie Platzverhältnisse im H aus des Vaters seien deshalb ungenügend. D ie sieben N euzuzüger m üssten m it den G rosseltern ein Zim m er teilen. Auch die finanziellen Verhältnisse, die bisher nicht schlecht gew esen seien, w ürden sich w ohl durch die neue Situation rasch verschlechtern. D er Vater könne seinen Beruf als Taxifahrer nicht m ehr ausüben. G em äss den Aussagen habe auch im Ü brigen keiner der Fam ilienangehörigen eine feste Stelle. Es sei zu verm uten, dass die Beschw erdeführer im Falle der R ückkehr vorübergehend beim O nkel des Beschw erdeführers, dessen Lebensum stände jedoch nicht hätten abgeklärt w erden können, unterkom m en und dass die Verw andten im Ausland finanzielle U nterstützung leisten könnten. D ie Fam ilie des Beschw erdeführers scheine m it der albanischen N achbarn keine Problem e zu haben. Schliesslich könne Epilepsie im Kosovo behandelt w erden, entsprechende M edikam ente w ürden gratis abgegeben, aber es sei zu beachten, dass die Q ualität der Behandlung nicht der in der Schw eiz entspreche. 4.2.3 D er Beschw erdeführer leidet seit seiner Kindheit unter Epilepsie. D ies w ar denn auch bereits im ordentlichen Verfahren bekannt und m an kam w ohl angesichts des bestehenden fam iliären Beziehungsnetzes zum Schluss, dass eine W egw eisung trotz der schw ierigen Lage der M inderheiten insgesam t zum utbar sei. D ieses vorbestandene Leiden hat sich nun aber gravierend verschlechtert. G em äss dem jüngsten Arztbericht vom 5. Juni 2007 durch _______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, sei der Beschw erdeführer sehr auffällig im G espräch, unsicher im G ang, w einerlich und zeige ein seltsam es Verhalten. D ie O rientierung sei zeitlich und situativ eingeschränkt, er habe Schlafstörungen m it Albträum en und Angstzustände. Auf den Entscheid betreffend R ückschaffung reagiere er m it 10 suizidalen G edanken, das Leben im Kosovo sei für den Patienten ein grosses R isiko. Er habe Angst, dass er als Fam ilienvater m it drei Kindern w egen seiner Behinderung nicht in der Lage sei, seine Fam ilie zu beschützen beziehungsw eise für diese aufzukom m en. D er Beschw erdeführer benötige w eiterhin psychotherapeutische Behandlung unterstützt m it Psychopharm aka. D ie psychischen Problem e w urden bereits früher im Bericht _______ vom 24. N ovem ber 2006 erw ähnt. D em nach sei der Beschw erdeführer schw er psychisch beeinträchtigt. D ie geistigen und psychischen R essourcen des Patienten m üssten als sehr gering eingestuft w erden. D as R isiko, dass bei der Ausschaffungssituation m it erneuten suizidalen H andlungen gerechnet w erden m üsse, w erde als hoch eingeschätzt. D iagnostiziert w urde die Epilepsie m it kom plex-partiellen Anfällen m it sekundärer G eneralisierung - R ezidivierende epileptische Anfälle unter antiepileptischer M edikation sow ie Anpassungsstörung (IC D -10:F43.22) bei Persönlichkeit m it histrionischen Zügen. Im Septem ber 2006 w ar eine H ospitalisation im _______ nötig gew orden, nachdem der Beschw erdeführer einen Suizidversuch unternom m en und sich am R ücken Verbrennungen 2. G rades zugezogen hatte. D am als w urde eine Anpassungsstörung, Angst und depressive R eaktion gem ischt und akute Suizidalität diagnostiziert. Es m usste eine Sitzw ache organisiert w erden, um w eitere Suizidversuche zu verhindern (vgl. Arztbericht vom 24. Septem ber 2006). 4.2.4 G rundsätzlich ist festzustellen, dass ein unausw eichlich bevorstehender Vollzug der W egw eisung bei einer Vielzahl asylsuchender Personen zu Ängsten und einem gew issen psychischen D ruck führen. D iesem kom m t für die Frage der Zum utbarkeit jedoch m eist keine R elevanz zu. Vielm ehr ist entscheidendes Kriterium bei der Prüfung der Zum utbarkeit - unabhängig von der prozessgeschichtlichen Verfahrensebene - das Vorliegen einer konkreten G efährdung. W enn eine reaktiv auf einen bevorstehenden W egw eisungsvollzug auftretende und ernsthaft gesundheitsgefährdende psychische Störung lebensbedrohlichen Ausm asses vorliegt, kann einem solchem Krankheitsbild durchaus R elevanz für die Frage der Zum utbarkeit zukom m en. Im selben Zusam m enhang ist zu beachten, dass nicht selten vordergründig als selbstschädigend einzustufende H andlungen und D rohungen als D ruckm ittel gegen behördliche Vollzugsm assnahm en eingesetzt w erden. Es drängt sich dam it in der R egel die Prüfung auf, ob die asylsuchende Person versucht, durch unlautere M ittel ein dauerhaftes Anw esenheitsrecht in der Schw eiz zu erw irken. 4.2.5 Sofern Privatgutachten schlüssig erscheinen und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen, kann ihnen nach dem G rundsatz der freien richterlichen Bew eisw ürdigung (vgl. Art. 40 BZP i.V.m . Art. 19 Vw VG ) - die fachliche Kom petenz der begutachtenden Person vorausgesetzt - durchaus gleicher Bew eisw ert w ie gerichtlichen G utachten beigem essen w erden (vgl. EM AR K 1999 N r. 5). Angesichts der eingereichten ärztlichen Berichte ist als erstellt zu erachten, dass der Beschw erdeführer unter einer kom plexen Form der Epilepsie sow ie unter ernsthaften psychischen G esundheitsbeeinträchtigungen leidet. An der Seriosität der durch Fachpersonen ausgefertigten Berichte w ird vorliegend nicht gezw eifelt. Plausibel erscheint aufgrund der Akten, dass der Beschw erdeführer w egen seiner gravierenden Epilepsie im H inblick auf die drohende W egw eisung einen psychischen Zusam m enbruch m it akuter Suizidalität erlitt. In diesem 11 Zusam m enhang ist zu berücksichtigen, dass der Beschw erdeführer in den Jahren 2000 bis 2003 im H eim atstaat nur eine sehr ungenügende ärztliche Behandlung erhalten konnte, die schliesslich dazu führte, dass seine Frau in den Kosovo reisen m usste. D ie entsprechend eingereichten Fotos des Beschw erdeführers lassen auf eine sehr schw ierige Situation schliessen. D ies lässt sich auch m it den Inform ationen der schlechten m edizinischen Versorgung für M inderheiten, der bestehenden Problem e bei der M edikam entenabgabe und der finanziellen Belastung von Patienten in Ü bereinstim m ung bringen (vgl. statt vieler R ainer M attern, Kosovo. Zur Lage der m edizinischen Versorgung - U pdate, SFH , Bern 7. Juni 2007). D ie U rsache der geltend gem achten psychischen Erkrankung des Beschw erdeführers verm ag dam it insgesam t zu überzeugen. Ebenfalls glaubhaft erscheint, dass der Beschw erdeführer in som atischer H insicht auf die U nterstützung, Pflege und Bew achung der nächsten U m gebung angew iesen ist. G laubhaft w ird dabei ausgeführt, der Beschw erdeführer habe sich in seiner Persönlichkeit derart verändert, dass eine dauernde Betreuung notw endig gew orden sei. Er nehm e nicht m ehr w ahr, w as um ihn herum geschehe; der G esundheitszustand des Beschw erdeführers belaste die ganze Fam ilie. 4.3 D er Beschw erdeführer leidet diesen Erw ägungen gem äss an ernsthaften gesundheitlichen Problem en. Angesichts der kom plexen Epilepsieerkrankung und der schw eren Beeinträchtigung der psychischen G esundheit des Beschw erdeführers m uss von einer intensiven Pflege- und Behandlungsbedürftigkeit ausgegangen w erden. In Anbetracht w eiterer Fallum stände w ie der erw ähnten schw ierigen W ohn- und Arbeitssituation der R estfam ilie im Kosovo und der fehlenden Berufsausbildung der Beschw erdeführer selber liegt insgesam t für den Beschw erdeführer, seine offenbar ebenfalls psychisch kranke Frau und die drei Kinder im Alter von vier bis neun Jahren als Angehörige einer ethnischen M inderheit eine Situation im Kosovo vor, die beim Festhalten am W egew eisungsvollzug m it erheblicher W ahrscheinlichkeit zu einer konkreten G efährdung führen w ürde und überdies dem Kindsw ohl im Sinne der KR K abträglich w äre. D ie in EM AR K 2006 N r. 10 erw ähnten Kriterien (u.a. berufliche Ausbildung, G esundheitszustand, Alter, ausreichende w irtschaftliche G rundlage und Beziehungsnetz), w elche bei ethnischen M inderheiten zur Bejahung der Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs in den Kosovo führen, können nach dem G esagten jedenfalls nicht m ehr als hinreichend erfüllt betrachtet w erden. 4.4 N ach dem G esagten ist die Beschw erde gutzuheissen und die angefochtene Verfügung vom 25. August 2006 ist aufzuheben. Es ist dem nach festzuhalten, dass sich der Vollzug der W egw eisung der Beschw erdeführer in ihr H eim atland als nicht m ehr zum utbar im Sinne von Artikel 14a Absatz 4 AN AG erw eist, da sich die Situation in w iedererw ägungsrechtlich relevanter W eise verändert hat. D araus folgt, dass die D ispositivziffern 4 und 5 (Vollzug der W egw eisung) der Verfügung vom 22. April 2005 w iedererw ägungsw eise aufzuheben sind. N achdem sich aus den Akten keine konkreten H inw eise auf Ausschlussgründe im Sinne von Art. 14a Abs. 6 AN AG ergeben, ist das BFM anzuw eisen, die Beschw erdeführer w egen U nzum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs vorläufig aufzunehm en. Auf w eitere Beschw erdevorbringen und -anträge und die eingereichten Bew eism ittel ist bei dieser Sachlage nicht m ehr näher einzugehen. 12 5. 5.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 2 Vw VG ). D er in der H öhe von Fr. 1'200.--. geleistete Kosten- vorschuss w ird rückerstattet. 5.2 O bsiegende Parteien haben Anspruch auf eine Parteientschädigung für die ihnen erw achsenen notw endigen Kosten (Art. 7 Abs. 1 des R eglem ents vom 11. D ezem - ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsge- richt [VG KE; SR 173.320.2]). Seitens der R echtsvertretung w urde keine Kostenno- te eingereicht. Auf die N achforderung einer solchen kann indes verzichtet w erden, da im vorliegenden Verfahren der Aufw and für die Beschw erdeführer zuverlässig abgeschätzt w erden kann und die Parteientschädigung von Am tes w egen und in Berücksichtigung der m assgeblichen Bem essungsfaktoren auf Fr. 1'800.-- (inkl all- fällige Spesen und M ehrw ertsteuer) festzusetzen ist. (D ispositiv nächste Seite)13 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung vom 25. August 2006 w ird aufgehoben. 2. D ie Vorinstanz w ird angew iesen, w iedererw ägungsw eise auf ihre Verfügung vom 22. April 2005 zurückzukom m en, die D ispositivziffern 4 und 5 aufzuheben und die Beschw erdeführer vorläufig aufzunehm en. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten erhoben. D er von den Beschw erdeführern in der H öhe von Fr. 1'200.-- geleistete Kostenvorschuss w ird rückerstattet. 4. D ie Vorinstanz w ird angew iesen, den Beschw erdeführern für das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht eine Parteientschädigung von Fr. 1'800.-- auszu- richten. 5. D ieses U rteil geht an: - die Beschw erdeführer durch Verm ittlung ihrer Vertretung, 2 Expl. (eingeschrie- ben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (Kopie; R ef.-N r. N _______) - _______ D ie R ichterin: D er G erichtsschreiber: N ina Spälti G iannakitsas Patrick W eber