<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2017.00434</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=217746&amp;W10_KEY=13013503&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2017.00434</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 06.12.2017</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Widerruf Niederlassungsbewilligung/Familiennachzug</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Scheinehe. Kurz nach Erteilung der Niederlassungsbewilligung liess sich der Beschwerdeführer von seiner Schweizer Ehefrau scheiden. Ein Jahr später heiratete er eine Landsfrau. Wohl spricht die kurze Zeit des Kennenlernens der Ex-Ehegatten sowie der enge Zusammenhang zwischen der Erteilung der Niederlassungsbewilligung und der Auflösung der Ehe für eine Scheinehe. Indessen würdigte die Vorinstanz zu Unrecht die vielen übereinstimmenden Aussagen zum Kennenlernen, die detailreichen Kenntnisse zum Vorleben und zur Person des ehemaligen Ehegatten nicht. Der Vorwurf, der Beschwerdeführer habe als Gegenleistung für sein Aufenthaltsrecht seiner damaligen Schweizer Ehegattin geldwerte Leistungen erbracht, indem er hierfür Bankkredite aufgenommen habe, konnte der Beschwerdeführer anhand von Überweisungsbestätigungen im Umfang von Fr. 25'000.- an seine erkrankten Eltern im Heimatland entkräften. Die von der Vorinstanz aufgeführten Indizien reichen für die Annahme einer Scheinehe nicht aus. Vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers ist abzusehen und es ist der jetzigen Ehefrau des Beschwerdeführers und dem gemeinsamen Kind die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Gutheissung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GUTHEISSUNG">GUTHEISSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INDIZIEN">INDIZIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMISSBRAUCH">RECHTSMISSBRAUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHEINEHE">SCHEINEHE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 51 Abs. I lit. a AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 62 Abs. I lit. a AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 63 Abs. I lit. a AuG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=36267" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2017.00434</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">6. Dezember 2017</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Leana Isler, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Jsabelle Mayer. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>3. C, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> Nrn. 2 und 3 vertreten durch Nr. 1,</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">dieser vertreten durch RA D,</p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Widerruf Niederlassungsbewilligung/Familiennachzug,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, geboren 1974, StaatsangehÃ¶riger von Bangladesch, reiste am 2. Januar 2006 von Italien herkommend in die Schweiz ein. Zuvor hielt er sich zu Studienzwecken in Italien auf, wo er Ã¼ber eine bis am 15. Dezember 2005 gÃ¼ltige Aufenthaltsbewilligung verfÃ¼gte. Am 5. Januar 2006 heiratete er in der Stadt ZÃ¼rich die ursprÃ¼nglich aus der Dominikanischen Republik stammende Schweizerische StaatsangehÃ¶rige E geboren 1969. Diese war zuvor von 1990â1998 mit dem Schweizer F verheiratet. Von 1998â2003 war sie mit dem Dominikaner G verheiratet; aus der Ehe stammen zwei Kinder (geboren 1997 und 1999). A, welchem zunÃ¤chst gestÃ¼tzt auf die Ehe mit E eine Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich erteilt wurde, wurde am 26. Oktober 2010 die Niederlassungsbewilligung erteilt. Im Januar 2011 verliess A den gemeinsamen ehelichen Haushalt. Mit Urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 25. Mai 2011 wurde die Ehe A/E geschieden. E heiratete daraufhin am 30. Juni 2011 den Landsmann H, welcher am 4. August 2011 ein Gesuch um Einreise in die Schweiz zum Verbleib bei der Ehefrau stellte. A ehelichte am 7. Mai 2012 in Italien die Landsfrau B (geboren 1984). Aus der Ehe entsprang am 26. September 2014 die Tochter C. Nach der Scheidung von H heiratete E am 26. April 2014 den sri-lankischen StaatsbÃ¼rger J in dessen Heimat.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>B reiste am 9. Mai 2012 von Italien herkommend in die Schweiz ein und stellte am 11. Mai 2012 ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Ehemann. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 6. Oktober 2015 widerrief das Migrationsamt die Niederlassungsbewilligung von A und wies das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung von B zum Verbleib bei ihrem Ehegatten bzw. von C zum Verbleib beim Vater ab. Ferner wies es die Genannten aus der Schweiz weg und setzte ihnen hierzu eine Frist zum Verlassen der Schweiz bis am 6. Dezember 2015. Zur BegrÃ¼ndung wurde angefÃ¼hrt, die Ehe von A und E habe ausschliesslich ehefremden Zwecken gedient bzw. es habe eine Scheinehe vorgelegen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den hiergegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 2. Juni 2017 ab. A, B und C wurde eine neue Frist zum Verlassen der Schweiz bis 31. August 2017 angesetzt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 5. Juli 2017 beantragten A, B und C (nachfolgend: die BeschwerdefÃ¼hrenden) dem Verwaltungsgericht, der Entscheid der Vorinstanz sei aufzuheben und von einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung von A sei abzusehen; eventualiter sei ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Zudem sei B und C eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</p> <p class="Urteilstext">Da der BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1 dem Obergericht noch Kosten aus frÃ¼heren Verfahren schuldete, wurden die BeschwerdefÃ¼hrenden mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 7. Juli 2017 aufgefordert, die mutmasslichen Verfahrenskosten in der HÃ¶he von Fr. 2'060.- sicherzustellen. Die Kaution ging fristgerecht auf dem Konto des Verwaltungsgerichts ein.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung verzichtete, verzichtete das Migrationsamt auf Erstattung einer Beschwerdeantwort.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 2. November 2017 wurden die BeschwerdefÃ¼hrenden aufgefordert, aktuelle Angaben zur wirtschaftlichen, beruflichen und sozialen Integration zu machen und mittels geeigneter Belege nachzuweisen. Mit Eingabe vom 20. November 2017 kamen die BeschwerdefÃ¼hrenden der Aufforderung nach.</p> <p class="MsoNormal"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, </span><span>ErmessensÃ¼berschreitung</span><span> und Ermessensunterschreitung, und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>2.1 </span></b><span>Nach Art. 42 Abs. 1 des AuslÃ¤ndergesetzes vom 16. Dezember 2005 (AuG) haben auslÃ¤ndische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Entscheidend ist nicht das formelle Eheband zwischen den Beteiligten, sondern der Bestand einer gelebten Wohn- und Ehegemeinschaft (BGE 136 II 113 E. 3.2). Nach einem ordnungsgemÃ¤ssen und ununterbrochenen Aufenthalt von fÃ¼nf Jahren haben die Ehegatten Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung (Art. 42 Abs. 3 AuG). Dieser Rechtsanspruch steht gemÃ¤ss Art. 51 Abs. 1 lit. a AuG unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs. Unter den Begriff des Rechtsmissbrauchs fÃ¤llt unter anderem die sogenannte Schein- oder AuslÃ¤nderrechtsehe, welche die Ehegatten nur zur Erlangung des Aufenthaltsrechts eingehen, ohne eine echte eheliche Gemeinschaft zu beabsichtigen (BGr, 4. April 2017, 2C_1020/2016, E. 4.1), sowie die Berufung auf eine nur noch formell und ohne Aussicht auf Aufnahme bzw. Wiederaufnahme einer ehelichen Gemeinschaft bestehende Ehe (BGE 128 II 145 E. 2.2).</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>2.2 </span></b><span>Als eigenstÃ¤ndiges Aufenthaltsrecht erlischt eine einmal erteilte Niederlassungsbewilli-gung mit AuflÃ¶sung der Ehe nicht. Sie kann aber unter anderem widerrufen werden, wenn der AuslÃ¤nder im Bewilligungsverfahren falsche Angaben gemacht oder wesentliche Tatsachen verschwiegen hat (Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. a AuG). Nach Art. 90 lit. a AuG mÃ¼ssen AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder im Rahmen des Bewilligungsverfahrens zutreffende und vollstÃ¤ndige Angaben Ã¼ber die fÃ¼r die Regelung des Aufenthalts wesentlichen Tatsachen machen. Wesentlich sind nicht nur UmstÃ¤nde, nach denen die AuslÃ¤nderbehÃ¶rde ausdrÃ¼cklich fragt, sondern auch solche, von denen der AuslÃ¤nder wissen muss, dass sie fÃ¼r den Bewilligungsentscheid massgeblich sein kÃ¶nnen. Nicht erforderlich ist, dass die Bewilligung bei richtigen und vollstÃ¤ndigen Angaben zu verweigern gewesen wÃ¤re (vgl. zum Ganzen BGr, 21. MÃ¤rz 2014, 2C_944/2013, E. 2.1; BGr, 24. Januar 2012, 2C_595/2011, E. 3.3).</span><span> </span><span>Das Eingehen einer Scheinehe und das Verschweigen einer Parallelbeziehung fÃ¤llt typischerweise unter den Widerrufsgrund des Verschweigens von wesentlichen Tatsachen im Bewilligungsverfahren (BGr, 10. Oktober 2016, 2C_894/2016, E. 2.1).</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>2.3 </span></b><span>Ob eine Scheinehe vorliegt, entzieht sich in der Regel dem direkten Beweis und kann diesfalls nur durch Indizien nachgewiesen werden (BGE 130 II 113 E. 10.2; BGE 127 II 49 E. 5a). Zu diesen Indizien zÃ¤hlen unter anderem folgende UmstÃ¤nde: Die Tatsache, dass die nachzuziehende Person von einer Wegweisung bedroht ist oder ohne Heirat keine Aufenthaltsbewilligung erlangen kann; das Vorliegen eines erheblichen Altersunterschieds zwischen den Ehegatten; die UmstÃ¤nde des Kennenlernens und der Beziehung, so etwa eine kurze Bekanntschaft vor der Heirat oder geringe Kenntnisse eines Ehegatten Ã¼ber den anderen; die Vereinbarung einer Bezahlung fÃ¼r die Heirat; die Tatsache, dass die Ehegatten nie eine Wohngemeinschaft aufgenommen haben (BGE 128 II 145 E. 3.1; BGr, </span><span>17. September 2015, </span><span>2C_770/2015, E. 2.2.1; BGr, 20. April 2015, 2C_564/2014, E. 4.1). Die vorliegenden Indizien sind im Rahmen einer Gesamtbetrachtung zu wÃ¼rdigen. Die VerwaltungsbehÃ¶rde kann sich daher veranlasst sehen, von bekannten Tatsachen auf unbekannte zu schliessen. Dabei handelt es sich um Wahrscheinlichkeitsfolgerungen, die aufgrund der Lebenserfahrung gezogen werden. Spricht die Vermutung fÃ¼r eine vorhandene TÃ¤uschungsabsicht im Zeitpunkt der Bewilligungserteilung, obliegt es dem zur Mitwirkung verpflichteten Betroffenen, die Vermutung durch den Gegenbeweis bzw. durch das Erwecken erheblicher Zweifel an deren Richtigkeit umzustÃ¼rzen (VGr, 1. Oktober 2015, VB.2014.00610, E. 4.3; BGr, 9. Juni 2008, 2C_60/2008, E. 2.2.2; BGE 130 II 482 E. 3.2 mit Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Die Vorinstanz wertete als gewichtiges Scheineheindiz, dass die LebensfÃ¼hrung von E und ihrer Halbschwester K zahlreiche Parallelen aufwies. Beide hÃ¤tten sich aufgrund der Heirat mit den Schweizer BrÃ¼dern F bzw. L in erster Ehe die Schweizer StaatsangehÃ¶rigkeit gesichert. In dritter Ehe seien beide mit bangladeschischen StaatsangehÃ¶rigen verheiratet gewesen. In zeitlicher Hinsicht erweise sich die LebensfÃ¼hrung der Halbschwestern als praktisch identisch. Noch wÃ¤hrend der ersten Ehe hÃ¤tten sie je ein Kind zur Welt gebracht, deren VÃ¤ter aus der Dominikanischen Republik stammten. In zweiter Ehe hÃ¤tten sie die KindsvÃ¤ter geheiratet und in die Schweiz nachgezogen. Schliesslich sei noch einmal ein Kind mit den dominikanischen EhemÃ¤nnern gezeugt worden. Nach fÃ¼nf- bis sechsjÃ¤hriger Ehedauer sei die Scheidung erfolgt. Noch vor Eingehung der Ehe mit den bangladeschischen Ehegatten hÃ¤tten sich die Halbschwestern Pensionskassengelder ausbezahlen lassen. Nach Eheschluss hÃ¤tten sie ihre ArbeitstÃ¤tigkeit massiv eingeschrÃ¤nkt oder gar aufgegeben; hernach sei der bangladeschische Ehemann allein fÃ¼r die Lebenshaltungskosten zustÃ¤ndig gewesen. Um angeblich Lebenshaltungskosten zu decken, hÃ¤tten beide EhemÃ¤nner Kredite in der HÃ¶he von rund Fr. 30'000.- aufgenommen. AnlÃ¤sslich der Ehescheidung hÃ¤tten beide Halbschwestern auf Unterhalt verzichtet. Die HÃ¶he der Schulden der bangladeschischen Ehegatten von K und E als auch die weiteren finanziellen Regelungen entsprÃ¤chen damit einem bekannten Vorgehensmuster im Hinblick auf die geldwerte Gegenleistung fÃ¼r die Sicherung eines Aufenthaltsrechts mittels Heirat in der Schweiz. Ferner hÃ¤tten sich beide Frauen noch vor der Ehe mit den bangladeschischen MÃ¤nnern unterbinden lassen und diese erst nach mehrjÃ¤hriger Ehedauer darÃ¼ber in Kenntnis gesetzt. Beide hÃ¤tten dann die Ehen mit den bangladeschischen EhemÃ¤nnern von sich aus beendet, primÃ¤r wegen Mitleids wegen des unerfÃ¼llten Kinderwunschs der Ehepartner. Auch hÃ¤tten beide Familien keine gemeinsamen Ferien im (Ursprungs-)Heimatstaat verbracht. In Verbindung dieser GesamtumstÃ¤nde mit dem Umstand, dass das Verwaltungsgericht mit Entscheid vom 11. Dezember 2015 (VB.2015.00616) festgehalten habe, die Familie F/L als auch die dominikanische Grossfamilie von E wÃ¼rden ein eigentliches "NachzugsgeschÃ¤ft" betreiben, sei davon auszugehen, dass Letztere mit dem BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1 eine Scheinehe eingegangen sei.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Zu Recht kritisieren die BeschwerdefÃ¼hrenden, dass die praktisch identische Biographie der Halbschwestern dem BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1 nicht angelastet werden kann. Offenbar erblickte die Vorinstanz in der Lebensgestaltung der beiden Halbschwestern ein systematisches, planmÃ¤ssiges Vorgehen, mit dem Ziel, auslÃ¤ndischen DrittstaatsangehÃ¶rigen ein Verbleiberecht in der Schweiz zu sichern. Damit verknÃ¼pfte sie die beiden Lebensgeschichten der Halbschwestern in unzulÃ¤ssiger Weise, indem es vom mutmasslich rechtsmissbrÃ¤uchlichen Verhalten der einen Halbschwester auf ein ebenso rechtsmissbrÃ¤uchliches Verhalten der anderen Halbschwester schloss. Einzig entscheidend ist jedoch, ob hinsichtlich der inzwischen geschiedenen Ehe A/E genÃ¼gend Indizien vorliegen, um eine Scheinehe anzunehmen, was nachfolgend zu prÃ¼fen sein wird.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.6 </b>Die Vorinstanz fÃ¼hrte zur weiteren BegrÃ¼ndung einer Scheinehe an, A sei als AngehÃ¶riger eines Drittstaats ab dem 15. Dezember 2005 ohne gÃ¼ltigen Aufenthaltstitel fÃ¼r den Schengen-Raum bzw. die Schweiz gewesen; als unqualifizierte Arbeitskraft hÃ¤tte er ohne Heirat mit einer hier anwesenheitsberechtigten Frau keine Aussicht auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gehabt. Ferner seien zwischen dem Kennenlernen und dem Entschluss zur Heirat lediglich zwei Monate vergangen. Die Eheleute hÃ¤tten sodann anfÃ¤nglich in Italienisch und danach teilweise auch Deutsch kommuniziert. Das Sprachniveau in der deutschen Sprache habe allerdings nicht ausgereicht, um die polizeiliche Befragung im Juni (recte: Juli) 2014 ohne Ãbersetzer durchfÃ¼hren zu kÃ¶nnen. Zudem habe A der Ex-Ehefrau eine geldwerte Gegenleistung fÃ¼r die Sicherung seines Aufenthaltsrechts mittels Heirat in der Schweiz erbracht: Er "bezahlte alles" und habe bereits im Jahre 2006 einen ersten Bankkredit in der HÃ¶he von Fr. 10'000.- aufgenommen und zwei Jahre spÃ¤ter einen solchen in der HÃ¶he von Fr. 15'000.-, um Lebenshaltungskosten zu bestreiten. Wohl habe die Ex-Ehefrau angegeben, das Geld sei u.<span> </span>a. fÃ¼r die Gesundheitskosten eines Familienmitglieds des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 1 verwendet worden. Dies erweise sich angesichts der finanziellen Lage des vierkÃ¶pfigen Haushalts kaum als glaubhaft. GemÃ¤ss Darstellung der Ex-Ehefrau soll einzig die Mutter des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 1 krank gewesen sein; er habe indessen angegeben, ein grosser Teil des Kreditbetrags sei fÃ¼r die LeukÃ¤mieerkrankung seines Vaters ausgegeben worden; weiter habe er seine an Diabetes leidende Mutter unterstÃ¼tzt. Im Scheidungsverfahren sei dann ausgefÃ¼hrt worden, die Kreditaufnahme bei den Banken sei einzig auf die nicht finanzierbaren Haushaltskosten zurÃ¼ckzufÃ¼hren gewesen. Die HÃ¶he des Gesamtkredits in Verbindung mit den LebensumstÃ¤nden der Ex-Ehefrau, welche zwischen 2003 und 2010 nicht mehr arbeitstÃ¤tig gewesen sei, entspreche einem bekannten Vorgehensmuster im Hinblick auf eine Scheinehe.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.7 </b>Wohl spricht die kurze Zeit des Kennenlernens bis zur Heirat sowie der enge zeitliche Zusammenhang zwischen der Erteilung der Niederlassungsbewilligung und der AuflÃ¶sung der Ehe fÃ¼r eine Scheinehe. In ihrer Argumentation Ã¼bersieht die Vorinstanz jedoch Folgendes: Der BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1 hielt sich legal in Italien auf, als er die rund fÃ¼nf Jahre Ã¤ltere E in der Schweiz kennenlernte. Im Heiratszeitpunkt im Januar 2006 war die italienische Aufenthaltsbewilligung gerade einmal drei Wochen abgelaufen. Angesichts der bevorstehenden Heirat ist es nachvollziehbar, dass der BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1 sich nicht um eine VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung in Italien bemÃ¼hte. Nicht gewÃ¼rdigt wurden sodann die vielen Ã¼bereinstimmenden Aussagen zum Kennenlernen, die detailreichen Kenntnisse zum Vorleben und zur Person des ehemaligen Ehegatten: So gaben der BeschwerdefÃ¼hrer und seine Ex-Ehefrau anlÃ¤sslich der polizeilichen Befragung im Juli 2014 Ã¼bereinstimmend an, sich im Juni 2005 (BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1) bzw. am 15. Juni 2005 (Ex-Ehefrau) anlÃ¤sslich eines Ferienaufenthalts des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 1 in der Schweiz im obersten Stock des Einkaufcenters M im SchuhgeschÃ¤ft N kennengelernt zu haben. E schilderte glaubhaft, wie sie ihn angesprochen habe, da er ihr gefallen habe und sie ihn fragte, weshalb er italienisch spreche. Sie selbst spreche "recht gut" italienisch. Der BeschwerdefÃ¼hrer sei anschliessend alle zwei Wochen von Italien herkommend mit dem Zug in die Schweiz gereist, um sie zu besuchen. Zwei Monate nach dem Kennenlernen sei er bei ihr geblieben; sie habe ja eine grosse Wohnung an der O-Strasse 01 beim Einkaufcenter M gehabt. Diese Adresse konnte der BeschwerdefÃ¼hrer ebenfalls nennen. Korrekt waren sÃ¤mtliche persÃ¶nlichen Daten, wie Geburtsdatum und Jahrgang des Ex-Ehepartners, Herkunftsort bzw. -stadt, Antragszeitpunkt und Ort (August 2005 am Bellevue), Hochzeitsdatum, an der Hochzeit anwesende Personen, Trauzeugen, Familie (Anzahl Geschwister und deren Wohnort), Name der Schwiegereltern, Arbeitsort des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 1 (E), ReligionsausÃ¼bung. Auch zu den beiden Kindern der Ex-Ehefrau, P und Q, konnte der BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1 nebst deren Geburtstagen (â¦ 1997 und â¦ 1999) viele Angaben machen: So gab er etwa an, die Kinder wÃ¼rden in einem Heim an der R-Strasse 02 leben. Er habe sie jeweils auch zur Schule gebracht. Die Kinder hÃ¤tten ein Schulhaus an der Buslinie Nr. 03 besucht. E bestÃ¤tigte, dass der BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1 die Kinder zur Schule gebracht habe. Das Scheitern der Ehe begrÃ¼ndete die Ex-Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 1 damit, dass sie ab Mai 2010 eine aussereheliche Beziehung mit H gefÃ¼hrt habe. Als sie dies ihrem damaligen Ehemann im Jahre 2010 mitgeteilt habe, habe er es nicht geglaubt, selbst als sie ihm Fotos von ihm gezeigt habe. Sie sei zwar dann mit ihrem Ehemann zusammengeblieben, aber sie hÃ¤tten kaum mehr intimen Kontakt mehr gehabt. Er hÃ¤tte ihr leidgetan, weil er so traurig gewesen sei. Schliesslich habe sie nicht mehr mit ihm zusammen sein wollen, was der BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1 seinerseits bestÃ¤tigte und zu seinem Auszug am 25. Januar 2011 fÃ¼hrte. Ferner gaben beide an, der Ehemann habe einen starken Kinderwunsch gehabt: Diesen habe die Ex-Ehefrau ihm nicht "kaputt" machen wollen. Erst vier Jahre nach der Eheschliessung habe sie ihm gestanden, dass sie sich nach dem zweiten Kind unterbunden habe.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.8 </b>Selbst wenn die oben aufgefÃ¼hrten zahlreichen Ãbereinstimmungen in der Befragung vom 15. Juli 2014 vom Migrationsamt in seiner VerfÃ¼gung dahingehend gewÃ¼rdigt wurden, dass zwischen den Befragungen der beiden Ex-Ehepartner genÃ¼gend Zeit gewesen sei, um sich abzusprechen, ist es kaum denkbar, dass diese in lediglich 1 ¾ Stunden derart viele Einzelheiten Ã¼ber das Leben des andern (Vor-, Ehe- und Familienleben), untermauert mit vielen Datumsangaben, austauschen konnten. Zudem konnte der BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1 anhand von ÃberweisungsbestÃ¤tigungen der Bank T AG sowie der U AG, die er dem Verwaltungsgericht im Beschwerdeverfahren einreichte, belegen, dass er seiner Mutter in den Jahren 2006â2008 insgesamt Fr. 24'503.- (inkl. ÃberweisungsgebÃ¼hr von jeweils Fr. 10.- pro Auftrag) ins Heimatland Ã¼berwiesen hat. Auch wird von Dr. W, Onkologe des X-Hospitals, beim Vater des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 1 sei im Alter von 65 Jahren Leberkrebs diagnostiziert worden, woraufhin dieser schliesslich am 13. Oktober 2014 verstorben sei. Ein weiteres Schreiben eines Spitals bestÃ¤tigt, dass die Mutter des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 1 an Diabetes leide. Im Licht dieser neu eingereichten Unterlagen erweisen sich die Aussagen der frÃ¼heren Eheleute, der BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1 habe jeweils Fr. 300.- bis Fr. 400.- an seine kranke Mutter gesandt, als richtig und lassen sich die Bankschulden des BeschwerdefÃ¼hrers Nr. 1 im Umfang von Fr. 25'000.- (total Fr. 35'000.- Schulden) erklÃ¤ren. Der Vorwurf, der BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1 habe Bankkredite in der HÃ¶he von Fr. 25'000.- aufgenommen, um seiner Ex-Ehefrau im Gegenzug fÃ¼r die Sicherung seines Aufenthaltsrechts eine geldwerte Gegenleistung zu erbringen, lÃ¤sst sich nicht halten. Bei dieser Sachlage reichen die von der Vorinstanz aufgefÃ¼hrten Indizien fÃ¼r die Annahme, bei der Ehe A/E habe es sich um eine Scheinehe gehandelt, nicht aus.</p> <p class="Urteilstext">Demzufolge ist der Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. a AuG nicht erfÃ¼llt. Dies fÃ¼hrt zur Gutheissung der Beschwerde, mit der Konsequenz, dass der BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 2 die Aufenthaltsbewilligung (Art. 43 Abs. 1 AuG) zu erteilen ist. FÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin Nr. 3, welche als Kind unter 12 Jahren grundsÃ¤tzlich Anspruch auf eine Niederlassungbewilligung hÃ¤tte (Art. 43 Abs. 3 AuG), wurde lediglich die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung verlangt, weshalb ihr eine solche zu erteilen ist (vgl. BGE 128 II 145 E. 1.1.4).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des Verfahrens dem Beschwerdegegner aufzuerlegen, welcher die BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r das vorliegende Beschwerdeverfahren sowie das Rekursverfahren angemessen zu entschÃ¤digen hat (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG; § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Urteilstext"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Das Migrationsamt wird angewiesen, den BeschwerdefÃ¼hrerinnen Nr. 2 und 3 eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Kosten des Rekursverfahrens werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten. </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. <span>Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 3'000.- (inklusive Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>