<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">9C_902/2009 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 18. Januar 2010 </div> <div class="para">II. sozialrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter U. Meyer, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Borella, Bundesrichterin Pfiffner Rauber, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber R. Widmer. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Aargau, Kyburgerstrasse 15, 5000 Aarau, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">H.________, </div> <div class="para">handelnd durch Ihre Mutter und diese vertreten </div> <div class="para">durch Rechtsanwalt Dr. Wilhelm Boner, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Ergänzungsleistung zur AHV/IV, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 8. September 2009. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para">dass die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Aargau mit Verfügung vom 29. Oktober 2008 den Anspruch der 1989 geborenen, an einer Störung der autonomen Atmungskontrolle leidenden H.________ auf Vergütung der Kosten für Pflege und Betreuung durch Familienangehörige ablehnte, weil der Mutter, welche die Pflege und Betreuung ihrer Tochter alleine übernommen hat, kein Erwerbsausfall entstanden sei, </div> <div class="para">dass die Sozialversicherungsanstalt auf Einsprache hin mit Entscheid vom 10. Dezember 2008 an ihrem Standpunkt festhielt, </div> <div class="para">dass das Versicherungsgericht des Kantons Aargau den Einspracheentscheid in Gutheissung der von der Versicherten eingereichten Beschwerde aufhob und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt zurückwies, damit sie die Vergütung für die Kosten der Pflege und Betreuung festsetze und H.________ entrichte (Entscheid vom 8. September 2009), </div> <div class="para">dass die Sozialversicherungsanstalt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führt mit dem Antrag, der kantonale Gerichtsentscheid sei aufzuheben, </div> <div class="para">dass H.________ auf Abweisung der Beschwerde schliessen lässt, während das Bundesamt für Sozialversicherungen auf eine Vernehmlassung verzichtet, </div> <div class="para">dass die Vorinstanz die Bestimmungen über die Vergütung von Kosten für die Hilfe, Betreuung und Pflege zu Hause sowie in Tagesstrukturen (<span class="artref">Art. 14 Abs. 1 lit. b ELG</span>) und die Pflege und Betreuung durch Familienangehörige (Art. 13b Abs. 1 und 2 der Verordnung des Eidgenössischen Departements des Innern über die Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten bei den Ergänzungsleistungen (ELKV) richtig wiedergegeben hat, sodass darauf verwiesen wird, </div> <div class="para">dass nach den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>) der Aufwand für die Pflege, Betreuung und Überwachung der Beschwerdegegnerin derart gross ist, dass deren Mutter eine zusätzliche ausserhäusliche Arbeit nicht mehr zumutbar sei, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass der Mutter durch die Pflege ihrer Tochter eine länger dauernde, wesentliche Erwerbseinbusse entstehe, indem sie daran gehindert werde, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, wozu sie jedoch ohne Pflege- und Betreuungsaufgaben aufgrund der angespannten finanziellen Lage ihrer Familie gezwungen wäre, </div> <div class="para">dass die gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf die vorinstanzlich zugesprochenen Kosten erfüllt sind, woran die Ausführungen in der Beschwerde, die sich im Wesentlichen in einer mit Blick auf die geltende Überprüfungsbefugnis des Bundesgerichts (Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 95 lit. a sowie <span class="artref"><artref id="CH/173.110/105/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/105/1" type="start"></artref>Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/105/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>) unzulässigen appellatorischen Kritik an der Beweiswürdigung des Versicherungsgerichts erschöpfen, nichts zu ändern vermögen, </div> <div class="para">dass es sich bei der Frage, ob und allenfalls in welchem Ausmass der Mutter der Versicherten die Ausübung einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, um eine Tatfrage handelt, die von der Vorinstanz nicht - wie die Sozialversicherungsanstalt behauptet - allein aufgrund der Lebenserfahrung, sondern in Berücksichtigung aller wesentlichen Kriterien nach dem Regelbeweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit beurteilt wurde, weshalb keineswegs von offensichtlicher Unrichtigkeit der getroffenen Feststellungen die Rede sein kann, sodass das Bundesgericht daran gebunden bleibt, </div> <div class="para">dass entgegen den Vorbringen der Verwaltung auch sonst nicht erkennbar ist, inwiefern das kantonale Gericht den rechtserheblichen Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt haben soll, </div> <div class="para">dass der angefochtene Entscheid auch sonst Bundesrecht (<span class="artref">Art. 95 lit. a BGG</span>) nicht verletzt, </div> <div class="para">dass die Gerichtskosten dem Verfahrensausgang entsprechend der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>) und diese der obsiegenden Beschwerdegegnerin überdies eine Parteientschädigung zu entrichten hat (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/68/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/68/1" type="start"></artref>Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/68/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2800.- zu entschädigen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 18. Januar 2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Meyer Widmer </div> </div></body></html>