<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VK.2006.00003</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205915&amp;W10_KEY=13013562&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VK.2006.00003</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.06.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Streitigkeit aus öffentlich-rechtlichem Vertrag</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Kündigung des Vertrags über die Abfuhr von Abfällen. Zulässigkeit der Feststellungsklage, es sei festzustellen, dass der Vertrag zwischen den Parteien weiterhin Gültigkeit habe. Das Verwaltungsgericht ist gemäss § 82 lit. k VRG zur Behandlung der vorliegenden Klage zuständig. Die Gerichtsstandsklausel Bülach erweist sich als nichtig (E.1.1). Keine Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels (E.1.2). Ist vorliegend die Zulässigkeit der Feststellungsklage gegeben? Standpunkte der Parteien (E.1.3). Wenn sich die Parteien nur in der grundsätzlichen Frage des Bestehens einer Verpflichtung uneinig seien und die Erfüllung der Leistung auf blosse Feststellung hin zweifelsfrei gesichert sei, ist die Feststellungsklage zulässig. Voraussetzung hierfür ist aber, dass angenommen werden darf, dass die am Streit betroffenen Parteien die aus dem Urteil sich ergebenden Verpflichtungen schon auf blosse Feststellung hin erfüllen würden. Vorliegend trifft dies nicht zu, da die Beklagte mehrmals angezeigt hat, dass sie das Vertragsverhältnis mit dem Kläger nicht mehr weiter zu führen gedenkt. Damit hat der Kläger kein rechtliches Interesse an der Feststellungsklage (E.1.4). Nichteintreten auf die Klage und Kostenfolge (E.2).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: ABFÃLLE">ABFÃLLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSTELLUNGSKLAGE">FESTSTELLUNGSKLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GERICHTSSTAND">GERICHTSSTAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICH-RECHTLICHER VERTRAG">ÃFFENTLICH-RECHTLICHER VERTRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Klageverfahren ST: VERFAHREN">VERFAHREN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 82 lit. k VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2006 Nr. 27</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>Die Stadt BÃ¼lach als Auftraggeberin und die A als Beauftragte unterzeichneten am 3./8. September 1999 einen Vertrag Ã¼ber die Abfuhr von AbfÃ¤llen. Mit diesem Vertrag Ã¼bertrug die Stadt BÃ¼lach der A die Abfallsammeldienste auf dem Gebiet der Stadt BÃ¼lach und den Transport dieser AbfÃ¤lle zu den von ihr bestimmten Abladeorten (Ziff. 1 des Vertrags). Der Vertrag regelt weiter Rechte und Pflichten der Beauftragten (Ziff. 2.1-2.13 des Vertrags) und der Auftraggeberin (Ziff. 3.1-3.2 des Vertrags). Ziff. 4.1-4.6 des Vertrags hat die EntschÃ¤digung zum Gegenstand. Ziff. 4.6 und 4.7 lauten wie folgt:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>4.6<span> </span></span><span>Bei erheblich verÃ¤nderten Rahmenbedingungen wie</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>-<span> </span></span><span>starke Zu- oder Abnahme der Mengen</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>-<span> </span></span><span>verÃ¤nderte Transportwege</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>-<span> </span></span><span>verÃ¤nderte Abfuhrintervalle</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>-<span> </span></span><span>verÃ¤nderte Aballtechnologie</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>-<span> </span></span><span>Notstandsmassnahmen</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>kann jede Partei eine ÃberprÃ¼fung der EntschÃ¤digungsregelung verlangen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>4.7<span> </span></span><span>Weist eine Partei nach, dass die geltende EntschÃ¤digungsregelung zu einer unzumutbaren finanziellen Ãbervorteilung fÃ¼hrt, kann sie eine Neuberechnung der EntschÃ¤digungsregelung verlangen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ziff. 5.1-5.3 beinhalten die Vertragsdauer. Demnach tritt der vorliegende Vertrag am 1. Januar 2000 in Kraft und ist erstmals kÃ¼ndbar auf den 31. Dezember 2009 (Ziff. 5.1 des Vertrags). Ziff. 5.2 des Vertrags lautet wie folgt:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>5.2 Ist einer Vertragspartei aus wichtigen GrÃ¼nden (wie zum Beispiel Nichtzustandekommen einer Einigung Ã¼ber die EntschÃ¤digung, oder trotzt schriftlicher Abmahnung andauernde Vertragsverletzungen) das Einhalten nachweislich nicht mehr zumutbar, kann sie ihn jederzeitig einseitig mit einer sechsmonatigen Frist kÃ¼nden.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ziff. 6.1-6.5 enthalten die Schlussbestimmungen.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Nachdem Verhandlungen zwischen den Vertragsparteien Ã¼ber eine Anpassung der EntschÃ¤digungsregelung gescheitert waren, kÃ¼ndigte der Stadtrat BÃ¼lach mit Schreiben vom 26. September 2005 den Vertrag gestÃ¼tzt auf Ziff. 5.2 des Vertrags per 30. April 2006. In demselben Schreiben fÃ¼hrte er aus, dass er nicht ein grundsÃ¤tzliches Interesse an einer VertragsauflÃ¶sung habe und eine weitere Zusammenarbeit mit der A eigentlich vorziehen wÃ¼rde. Er kÃ¶nne deshalb auf seine KÃ¼ndigung zurÃ¼ckkommen, sofern die A auf sein nun letztes Angebot bezÃ¼glich der finanziellen Abgeltung ihrer Leistungen einlenke (ab 1. Januar 2006: Gewerbekehricht: Fr. 115.- pro Tonne; GrÃ¼ngut: Fr. 100.- pro Tonne; Karton: Fr. 255.-). Die KÃ¼ndigung sei deshalb gegenstandslos, wenn die A bis zum 31. Oktober 2005 einer VertragsÃ¤nderung gemÃ¤ss der Offerte schriftlich zustimme. Am 27. September 2005 ersuchte A den Stadtrat BÃ¼lach, die Situation neu zu beurteilen und eine WiedererwÃ¤gung zu prÃ¼fen. Der Stadtrat hielt an seinem bisherigen Entscheid fest. Am 15. Oktober 2005 gelangte A, nunmehr durch Rechtsanwalt B vertreten, erneut an den Stadtrat und forderte diesen auf, die UngÃ¼ltigkeit der mit Datum vom 26. September 2005 ausgesprochenen KÃ¼ndigung anzuerkennen. Am 20. Oktober 2005 antwortete der Stadtrat, dass er seinen KÃ¼ndigungsentscheid bewusst getroffen habe und bei diesem Entscheid bleibe. Er kÃ¶nne deshalb der Aufforderung nicht nachkommen.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>C. </span></b><span>A liess in der Folge am 27. Oktober 2005 beim Bezirksrat BÃ¼lach Rekurs erheben mit den AntrÃ¤gen, es sei festzustellen, dass das angefochtene Schreiben vom 26. September 2005 die gesetzlichen Anforderungen an eine rechtsgÃ¼ltige VerfÃ¼gung nicht erfÃ¼lle und das darin genannte RechtsverhÃ¤ltnis mit dem Rekurrenten damit bereits deshalb nicht gÃ¼ltig habe gekÃ¼ndigt werden kÃ¶nnen; eventualiter sei die KÃ¼ndigung fÃ¼r ungÃ¼ltig zu erklÃ¤ren. Mit Schreiben vom 29. November 2005 wandte sich die Stadt BÃ¼lach, nunmehr vertreten durch Rechtsanwalt C, an RA B: In der Rekursschrift habe A ausfÃ¼hren lassen, die ausgesprochene KÃ¼ndigung sei aufgrund der Bedingungsfeindlichkeit und Unwiderrufbarkeit von GestaltungserklÃ¤rungen ungÃ¼ltig. Die Stadt BÃ¼lach bestreite die vorgebrachte Argumentation und halte an der ausgesprochenen KÃ¼ndigung vollumfÃ¤nglich fest. Allein fÃ¼r den Fall, dass sich die am 26. September 2005 ausgesprochene KÃ¼ndigung im Rahmen des gerichtlichen Verfahrens wider Erwarten als ungÃ¼ltig erweisen sollte, spreche RA C der guten Ordnung halber namens und im Auftrag der Stadt BÃ¼lach mit heutigem Datum die bedingungslose und unwiderrufliche KÃ¼ndigung aus, womit das entsprechende VertragsverhÃ¤ltnis spÃ¤testens per 31. Mai 2006 ende.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>In der Rekursantwort vom 14. Dezember 2005 liess die Stadt BÃ¼lach beantragen, auf den erhobenen Rekurs sei nicht einzutreten und die Eingaben des Rekurrenten seien als verwaltungsrechtliche Klage an das zustÃ¤ndige Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich zur Behandlung und Beurteilung weiterzuleiten. Aus verfahrensÃ¶konomischen GrÃ¼nden beschrÃ¤nkte sich die Stadt BÃ¼lach in der Rekursantwort auf die ZustÃ¤ndigkeitsfrage. Mit Schreiben vom 20. Dezember 2005 wandte sich RA B an RA C, worin er seinen Standpunkt zu einzelnen verfahrensrechtlichen Fragen darlegte und sich ebenfalls danach erkundigte, ob es zutreffe, dass die Stadt BÃ¼lach bereits mit Abfuhrkonkurrenten in Kontakt sei und mit einer baldigen Ausschreibung des Auftrags zu rechnen sei. In seinem Antwortschreiben vom 22. Dezember 2005 an RA B legte RA C seinen Standpunkt zu den verfahrensrechtlichen Fragen dar und fÃ¼hrte ferner aus, die Stadt BÃ¼lach habe das VertragsverhÃ¤ltnis mit der A rechtsgÃ¼ltig per Ende April 2006 aufgelÃ¶st. Es brauche keiner weiteren ErlÃ¤uterung, dass auch nach diesem Zeitpunkt die Entsorgung des Siedlungsabfalls sichergestellt werden mÃ¼sse, andernfalls die Stadt BÃ¼lach den ihr gesetzlich obliegenden Pflichten nicht nachkommen wÃ¼rde. Dementsprechend werde derzeit verwaltungsintern die DurchfÃ¼hrung eines Submissionsverfahrens vorbereitet, welches voraussichtlich Anfang 2006 ordnungsgemÃ¤ss ausgeschrieben werde.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>D. </span></b><span>Die Stadt BÃ¼lach publizierte am 9. Januar 2006 das Submissionsverfahren fÃ¼r die Abfuhr von Kehricht, GrÃ¼ngut und Karton Auftragsbeginn sei der 1. Mai 2006, wobei ein spÃ¤terer Termin vorbehalten bleibe; Auftragsende sei der 31. Dezember 2010 (Ziff. 4). Die Angebote seien bis zum 20. Februar 2006 einzureichen (Ziff. 7). Die Offert­Ã¶ffnung erfolgte am 22. Februar 2006.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A zog am 19. Januar 2006 seinen Rekurs vom 27. Oktober 2005 zurÃ¼ck. Gleichentag erhob er beim Verwaltungsgericht verwaltungsgerichtliche Klage gegen die Stadt BÃ¼lach und stellte folgende AntrÃ¤ge: </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>1.<span> </span></span><span>Es sei festzustellen, dass der Vertrag zwischen den Parteien vom 3./8. September 1999 auch Ã¼ber den 30. April 2006 hinaus und einstweilen bis zum Vertragsende vom 31. Dezember 2009 GÃ¼ltigkeit hat;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>2.<span> </span></span><span>unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beklagten.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>In prozessualer Hinsicht stellte er das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen mit den folgenden AntrÃ¤gen:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>a)<span> </span></span><span>Es sei die Beklagte anzuweisen, das am 9. Januar 2006 publizierte Submissionsverfahren abzubrechen, wobei die Beklagte zu verpflichten sei, die RÃ¼cknahme der Ausschreibung in all jenen Medien zu publizieren, in welchen auch die Ausschreibung verÃ¶ffentlicht worden ist;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>b)<span> </span></span><span>es sei der Beklagten fÃ¼r die weitere Dauer des Verfahrens und bis zu einem rechtskrÃ¤ftigen Entscheid in der Hauptsache zu untersagen, Ã¼ber den hier streitigen Auftrag erneut ein Submissionsverfahren zu lancieren;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>c)<span> </span></span><span>es sei die Beklagte zu verpflichten, ihren Obliegenheiten und Verpflichtungen aus dem Vertrag mit dem KlÃ¤ger vom 3./8. September 1999 auch Ã¼ber den 30. April 2006 hinaus und fÃ¼r die weitere Dauer des Verfahrens nachzukommen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>d)<span> </span></span><span>eventualiter seien andere oder zusÃ¤tzliche, dem Gericht geeignet und verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheinende Massnahmen zu treffen, um die beidseitige VertragserfÃ¼llung nach einem Obsiegen des KlÃ¤gers in der Hauptsache des vorliegenden Verfahrens zu gewÃ¤hrleisten;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>e)<span> </span></span><span>unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beklagten. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht setzte mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 24. Januar 2006 der Stadt BÃ¼lach eine Frist von 10 Tagen an, um zum Gesuch um vorsorgliche Massnahmen Stellung zu nehmen, und eine Frist von 30 Tagen an, um ihre Klageantwort einzureichen. Zum Gesuch um vorsorgliche Massnahmen nahm sie am 6. Februar 2006 Stellung und beantragte dessen vollumfÃ¤ngliche Abweisung, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des KlÃ¤gers. Der AbteilungsprÃ¤sident i.V. wies das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen am 16. Februar 2006 ab; die Gerichtskosten und ParteientschÃ¤digungen wÃ¼rden mit dem Endentscheid festgesetzt (Prot. S. 3 ff., S. 9).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>In der Klageantwort vom 27. MÃ¤rz 2006 beantragte die Stadt BÃ¼lach die Abweisung der Klage, soweit darauf Ã¼berhaupt einzutreten ist, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des KlÃ¤gers.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Eingabe vom 30. Mai 2006 beantragte der KlÃ¤ger sinngemÃ¤ss die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels, sofern auf die materiellen AusfÃ¼hrungen der Beklagten abgestellt wÃ¼rde.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht ist gestÃ¼tzt auf § 82 lit. k des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Klage, welche eine Streitigkeit aus einem verwaltungsrechtlichen Vertrag beschlÃ¤gt, zustÃ¤ndig. Daran Ã¤ndert auch nichts, dass der Vertrag in den Schlussbestimmungen BÃ¼lach als Gerichtsstand nennt (Ziff. 6.4 des Vertrags), was als Indiz hierfÃ¼r gewertet werden kÃ¶nnte, dass die Parteien zurzeit des Vertragsschlusses der Meinung waren, einen privatrechtlichen Vertrag abzuschliessen. Auf den subjektiven Willen der Parteien ist aber bei der Frage, ob es sich um einen verwaltungsrechtlichen oder privatrechtlichen Vertrag handelt, nicht abzustellen. Vielmehr ist das dominierende Abgrenzungselement im Vertragsgegenstand und -zweck zu erblicken (RB 1997 Nr. 8). In Anlehnung an die Funktionstheorie ist ein Vertrag demnach Ã¶ffentlichrechtlicher Natur, wenn er unmittelbar die ErfÃ¼llung einer Ã¶ffentlichen Aufgabe betrifft oder Materien enthÃ¤lt, die an sich vom Ã¶ffentlichen Recht geregelt werden (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 1 N. 18). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss Art. 31b des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG) werden SiedlungsabfÃ¤lle (nebst hier nicht interessierenden weiteren AbfÃ¤llen) durch die Kantone entsorgt (Abs. 1 Satz 1). Die Kantone legen fÃ¼r diese AbfÃ¤lle Einzugsgebiete fest und sorgen fÃ¼r einen wirtschaftlichen Betrieb der Abfallanlagen (Abs. 2). Art. 31c USG stellt den SiedlungsabfÃ¤llen (sowie den in Art. 31b Abs. 1 Satz 1 USG genannten weiteren AbfÃ¤llen) die "Ã¼brigen" AbfÃ¤lle gegenÃ¼ber, die vom Inhaber zu entsorgen sind. Mit dieser Regelung wird fÃ¼r die in Art. 31b Abs. 1 Satz 1 USG genannten AbfÃ¤lle ein kantonales Entsorgungsmonopol statuiert, was mit der Wirtschaftsfreiheit vereinbar ist (BGE 123 II 359 E. 5b S. 368; kritisch: Heribert Rausch/Arnold Marti/Alain Griffel, Umweltrecht, ZÃ¼rich 2004, Rz. 672). Die Kantone kÃ¶nnen diesen Entsorgungsauftrag an die Gemeinden delegieren, von welcher MÃ¶glichkeit der Kanton ZÃ¼rich Gebrauch gemacht hat. GemÃ¤ss § 35 Abs. 1 des Abfallgesetzes vom 25. September 1994 (AbfallG) sorgen die Gemeinden fÃ¼r Erstellung und Betrieb von Anlagen fÃ¼r die Behandlung von SiedlungsabfÃ¤llen. Sie regeln das Sammelwesen, einschliesslich der getrennten Sammlung bestimmter AbfÃ¤lle, und die Behandlung der SiedlungsabfÃ¤lle in einer Verordnung, die der Genehmigung durch die Baudirektion bedarf (vgl. VGr, 11. November 2004, VB.2004.00367, E. 3.1, www.vgrzh.ch; BGr, 6. Juli 2005, 1A.11/2005, E. 4.1, www.bger.ch). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beseitigung von AbfÃ¤llen gehÃ¶rt demnach zu den von der Beklagten wahrzunehmenden Ã¶ffentlichen Aufgaben, weshalb der hier vorliegende Vertrag Ã¶ffentlichrechtlicher Natur ist (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich etc. 2002, Rz. 1058). Durch die Zuordnung des vorliegenden Vertrags zum Ã¶ffentlichen Recht ergibt sich aber auch, dass zur Behandlung von den Vertrag betreffenden Streitigkeiten gemÃ¤ss § 82 lit. k VRG das Verwaltungsgericht zustÃ¤ndig ist, womit sich die Gerichtsstandsklausel BÃ¼lach als nichtig erweist. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Der KlÃ¤ger beantragte mit Eingabe vom 30. Mai 2006 sinngemÃ¤ss die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels, sofern auf die materiellen AusfÃ¼hrungen der Beklagten abgestellt wÃ¼rde. GemÃ¤ss § 84 Abs. 2 VRG kann ein weiterer Schriftenwechsel angeordnet werden. Die Parteien haben jedoch keinen unbedingten Anspruch auf einen zweiten Schriftenwechsel. Ein solcher ist zur Wahrung des rechtlichen GehÃ¶rs notwendig, wenn im Entscheid zum Nachteil des KlÃ¤gers auf in der Klageantwort vorgebrachte tatsÃ¤chliche Behauptungen abgestellt werden soll (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 84 N. 5). Vorliegend erÃ¼brigt sich die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels, da es an einer von Amtes wegen zu berÃ¼cksichtigenden Voraussetzung zum Eintreten auf die Klage mangelt (vgl. E. 1.3 und E. 1.4), weshalb dem KlÃ¤ger durch die Nichtanordnung eines zweiten Schriftenwechsels kein Nachteil erwÃ¤chst.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Damit auf eine verwaltungsrechtliche Klage eingetreten wird, muss der KlÃ¤ger ein (allgemeines) Rechtsschutzinteresse an der Beurteilung der Klage haben (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 83 N. 4), was vorliegend ohne weiteres erfÃ¼llt ist. Einer nÃ¤heren PrÃ¼fung hingegen bedarf die Frage, ob vorliegend die vom KlÃ¤ger gewÃ¤hlte Feststellungsklage zulÃ¤ssig ist, welche ein besonderes Rechtsschutzinteresse voraussetzt.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>1.3.1 </span></b><span>Im Normalfall ist Leistungsklage zu erheben. Das Begehren lautet dahin, den Beklagten zu einem Tun, einem Unterlassen oder einem Dulden, mithin zur Erbringung einer bestimmten Leistung (meist einer Geldleistung) zu verpflichten. ZulÃ¤ssig ist ferner die Feststellungsklage: Gegenstand der Feststellungsklage ist das Bestehen oder Nichtbestehen eines bestimmten RechtsverhÃ¤ltnisses zwischen zwei Parteien. Voraussetzung fÃ¼r die Zulassung der Feststellungsklage ist ein rechtliches Interesse des KlÃ¤gers an der Feststellung. Der Begriff des rechtlichen Interesses ist weit auszulegen. Die Feststellungsklage muss allgemein zulÃ¤ssig sein, um eine Ungewissheit zu beseitigen, durch die der KlÃ¤ger in seiner wirtschaftlichen Bewegungsfreiheit behindert ist. Ein rechtliches Feststellungsinteresse fehlt in der Regel, wenn der KlÃ¤ger in der Lage ist, ein Leistungsbegehren zu stellen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht absolut. Mit der Leistungsklage kÃ¶nnen in der Regel nur fÃ¤llige AnsprÃ¼che geltend gemacht werden. Trotz MÃ¶glichkeit einer spÃ¤teren Leistungsklage ist ein rechtliches Feststellungsinteresse zu bejahen, wenn es dem KlÃ¤ger darum geht, nicht nur die fÃ¤llige Leistung zu erhalten, sondern die GÃ¼ltigkeit des ihr zu Grunde liegenden RechtsverhÃ¤ltnisses auch fÃ¼r dessen kÃ¼nftige Abwicklung feststellen zu lassen, deren ErfÃ¼llung auf blosse Feststellung hin zweifelsfrei gesichert ist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 83 N. 16 ff., mit Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>1.3.2 </span></b><span>Der KlÃ¤ger begrÃ¼ndet sein rechtliches Interesse an der Feststellung daran, ob der Vertrag auch Ã¼ber den 30. April 2006 hinaus und einstweilen bis zum Vertragsende vom 31. Dezember 2009 GÃ¼ltigkeit habe, damit, dass es vorliegend darum gehe, eine Ungewissheit zu beseitigen, durch die der KlÃ¤ger in seiner wirtschaftlichen Bewegungsfreiheit behindert sei. Im heutigen Zeitpunkt sei ihm das Erheben einer Leistungsklage verwehrt. Er erfÃ¼lle seine vertraglichen Verpflichtungen und nichts anderes sei in monetÃ¤rer Hinsicht auch von der Beklagten zu erwarten, jedenfalls bis und mit 30. April 2006. Lasse sich hingegen die Beklagte auch weiterhin nicht von ihrer Ãberzeugung abbringen, das VertragsverhÃ¤ltnis mit dem KlÃ¤ger sei mit Ablauf des 30. April 2006 beendet, dann hiesse dies, dass dem KlÃ¤ger sofort unmittelbarer Schaden entstehe, da er seine Angestellten nicht vom einen auf den anderen Tag entlassen kÃ¶nne, und Ã¼ber einen Fuhrpark verfÃ¼ge, welcher weiterhin Geld koste, aber nicht mehr mit dem Vertragshonorar der Beklagten finanziert werden kÃ¶nne. Bislang seien alle BemÃ¼hungen gescheitert, die Beklagte vom mit deren Schreiben vom 26. September 2005 geÃ¤usserten Vorhaben bzw. von der darin geÃ¤usserten Ãberzeugung, zu einer KÃ¼ndigung berechtigt zu sein, abzubringen. Es sei demnach definitiv davon auszugehen, dass die Beklagte daran festhalte, zur KÃ¼ndigung berechtigt gewesen zu sein, und die entsprechenden Umsetzungshandlungen weiter voran treiben werde. Damit sei ein genÃ¼gendes Rechtsschutzinteresse an der vorliegend anbegehrten Feststellung erstellt.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>1.3.3 </span></b><span>Die Beklagte wendet ein, der KlÃ¤ger vermÃ¶ge kein genÃ¼gendes rechtliches Feststellungsinteresse darzutun, wÃ¤re der KlÃ¤ger doch in der Lage gewesen, anstatt der vorliegenden Feststellungsklage ein entsprechendes Leistungsbegehren zu stellen. Die Beklagte habe ihren Willen, das streitbetroffene VertragsverhÃ¤ltnis per Ende April 2006 zu beenden, nachdem sÃ¤mtliche BemÃ¼hungen um eine einvernehmliche Regelung der Angelegenheit gescheitert seien, gegenÃ¼ber dem KlÃ¤ger bzw. dessen Rechtsvertreter stets in aller Deutlichkeit manifestiert. SpÃ¤testens nach Kenntnisnahme des Schreibens des BÃ¼lacher Stadtrats vom 20. Oktober 2005 hÃ¤tte es dem KlÃ¤ger klar sein mÃ¼ssen, dass die Beklagte am eingeschlagenen Kurs festhalten und das streitbetroffene VertragsverhÃ¤ltnis per Ende April 2006 beenden werde. Diesen Standpunkt habe der Rechtsvertreter der Beklagten dem klÃ¤gerischen Rechtsvertreter mit Schreiben vom 22. Dezember 2005 im Ãbrigen noch einmal unmissverstÃ¤ndlich dargelegt. Damit habe es dem KlÃ¤ger aber offen gestanden, ein entsprechendes Leistungsbegehren â in der Form von Schadenersatz fÃ¼r die vermeintlich unzulÃ¤ssige vorzeitige VertragsauflÃ¶sung â zu stellen, habe doch die Beklagte die vorzeitige Leistungsverweigerung, das heisst die Verweigerung der VertragserfÃ¼llung nach dem 30. April 2006 stets in aller Deutlichkeit manifestiert. Die vor FÃ¤lligkeit (antizipierte) erklÃ¤rte ErfÃ¼llungsverweigerung, wie sie die Beklagte mit der im September 2005 ausgesprochenen KÃ¼ndigung zum Ausdruck gebracht und in der Folge wiederholt bekrÃ¤ftigt habe, stelle bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen eine positive Vertragsverletzung dar. Dieser Umstand hÃ¤tte es dem KlÃ¤ger erlaubt, gestÃ¼tzt auf die vermeintliche positive Vertragsverletzung eine entsprechende Schadenersatzklage (als Leistungsklage) zu erheben. Dass die Feststellungsklage nur subsidiÃ¤r zur Leistungs- bzw. Gestaltungsklage zur Anwendung gelangen solle, zeige sich vorliegendenfalls auch daran, dass der KlÃ¤ger selbst bei einer Gutheissung seiner im Januar 2006 erhobenen Feststellungsklage eine zusÃ¤tzliche Leistungsklage anstrengen mÃ¼sste, um â auf Grundlage des dannzumal vorliegenden Feststellungsurteils â Schadenersatz fÃ¼r die positive Vertragsverletzung einzufordern. Eine solche Doppelspurigkeit mache wenig Sinn und sei dementsprechend schon aus verfahrensÃ¶konomischen GrÃ¼nden abzulehnen. Aus den dargelegten GrÃ¼nden sei auf die erhobene Klage nicht einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.4 </span></b><span>Die AusfÃ¼hrungen der Beklagten treffen zu: In BGE 97 II 371 E. 2 erwog das Bundesgericht zwar, der Feststellungsklage kÃ¶nne neben der Leistungsklage dann selbststÃ¤ndige Bedeutung zukommen, wenn die Parteien nur in der grundsÃ¤tzlichen Frage des Bestehens einer Verpflichtung uneinig seien und die ErfÃ¼llung der Leistung auf blosse Feststellung hin zweifelsfrei gesichert sei. Das treffe in der Regel zu, wenn die beklagte Partei eine Ã¶ffentlichrechtliche KÃ¶rperschaft sei. In solchen FÃ¤llen wÃ¤re es sinnlos, auf die Feststellungsklage nicht einzutreten. Voraussetzung hierfÃ¼r sei aber, dass angenommen werden dÃ¼rfe, dass die am Streit betroffenen Parteien die aus dem Urteil sich ergebenden Verpflichtungen schon auf blosse Feststellung hin erfÃ¼llen wÃ¼rden. Im vorliegenden Fall jedoch trifft dies, wie die Beklagte in der Klageantwort dargelegt hat, eben gerade nicht zu.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Beklagte hatte mehrmals angezeigt, dass sie das VertragsverhÃ¤ltnis mit dem KlÃ¤ger nach dem 30. April 2006 nicht mehr weiter zu fÃ¼hren gedenkt (vgl. Schreiben vom 20. Oktober und 29. November 2005). Am 22. Dezember 2005 wurde die Beklagte noch deutlicher: Sie bereite zurzeit das Submissionsverfahren vor, welches sie selbst dann durchzufÃ¼hren gedenke, wenn der KlÃ¤ger weitere rechtliche Schritte androhen wÃ¼rde. Am 9. Januar 2006 publizierte die Beklagte das Submissionsverfahren. Damit wusste der KlÃ¤ger bereits zum Zeitpunkt seiner Klageerhebung vom 19. Januar 2006, dass die Beklagte auf keinen Fall mehr bereit war, das VertragsverhÃ¤ltnis mit dem KlÃ¤ger weiterzufÃ¼hren, selbst wenn sich in einem Rechtsverfahren herausstellen sollte, dass die KÃ¼ndigung vom 26. September 2005 zu Unrecht erfolgt sei. Wenn das Verwaltungsgericht also feststellen wÃ¼rde, dass die KÃ¼ndigung des Vertrags durch die Beklagte zu Unrecht erfolgt sei und der Vertrag somit weiterhin gÃ¼ltig sei, wÃ¤re dem KlÃ¤ger nicht weitergeholfen, hatte doch die Beklagte mit ihren Schreiben und insbesondere mit der Publikation des Submissionsverfahrens unmissverstÃ¤ndlich zum Ausdruck gebracht, dass sie den Auftrag Ã¼ber die Abfallentsorgung neu zu vergeben gedenkt, selbst wenn sich herausstellen sollte, dass die Voraussetzungen fÃ¼r die VertragskÃ¼ndigung nicht gegeben waren. Damit steht fest, dass im Gegensatz zum in BGE 97 II 371 gelagerten Sachverhalt, gerade nicht damit zu rechnen ist, dass die Beklagte auf blosse Feststellung hin, den Vertrag weiter erfÃ¼llen wÃ¼rde. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Beklagte einen Vertragsbruch in Kauf nimmt, womit der KlÃ¤ger angehalten wÃ¤re, in einem weiteren Schritt mit einer Leistungsklage, nÃ¤mlich auf Zahlung von Schadenersatz, gegen die Beklagte zu klagen. Ein solches Vorgehen ist schon aus verfahrensÃ¶konomischen GrÃ¼nden abzulehnen (vgl. Richard Frank/Hans StrÃ¤uli/Georg Messmer, Kommentar zur zÃ¼rcherischen Zivilprozessordnung, 3. A., ZÃ¼rich 1997, § 59 N. 15). Es ergibt sich somit, dass der KlÃ¤ger kein rechtliches Interesse an der vorliegenden Feststellungsklage hat. Insbesondere bestand am 19. Januar 2006 â entgegen den Vorbringen des KlÃ¤gers â auch keine Ungewissheit, durch die der KlÃ¤ger in seiner wirtschaftlichen Bewegungsfreiheit behindert war. Vielmehr wusste der KlÃ¤ger bereits zu diesem Zeitpunkt, dass die Beklagte den mit ihm geschlossenen Vertrag ab dem 1. Mai 2006 nicht mehr erfÃ¼llen wÃ¼rde.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Sodann spielt es keine Rolle, ob der KlÃ¤ger am 19. Januar 2006 schon eine Leistungsklage hÃ¤tte ergreifen kÃ¶nnen, wie die Beklagte ausfÃ¼hrt, nÃ¤mlich wegen antizipierter positiver Vertragsverletzung, oder eine solche erst nach dem 30. April 2006, wie der KlÃ¤ger geltend macht, mÃ¶glich gewesen wÃ¤re. UnabhÃ¤ngig von der Beantwortung dieser Frage steht nÃ¤mlich fest, dass der KlÃ¤ger am 19. Januar 2006 kein rechtliches Interesse mehr an der Feststellung der Frage hatte, ob der Vertrag vom 3./8. September 1999 auch noch nach dem 30. April 2006 bis zum Vertragsende vom 31. Dezember 2009 gÃ¼ltig sei, da selbst bei einem bestÃ¤tigenden Entscheid die Beklagte nicht mehr gewillt gewesen wÃ¤re, den Vertrag weiterzufÃ¼hren. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Auf die Klage ist demnach nicht einzutreten. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem KlÃ¤ger aufzuerlegen (§ 86 in Verbindung mit § 70 und § 13 Abs. 2 VRG). Diesem steht auch keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Hingegen ist er verpflichtet, der Beklagten fÃ¼r den den ordentlichen Aufwand eines Gemeinwesens<br/> Ã¼bersteigenden Aufwand eine angemessene ParteientschÃ¤digung auszurichten (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 20). </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Klage wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem KlÃ¤ger auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der KlÃ¤ger wird verpflichtet, der Beklagten eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Entscheids.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>