<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, im Rahmen der von den Kantonen gewünschten Revision der Pflegekinderverordnung die pädagogische Qualität sowie die Anstellungs- und Ausbildungsbedingungen in der familien- und schulergänzenden Tagesbetreuung so zu definieren, dass diese ihre Bildungs- und Integrationsaufgabe bestmöglich wahrnehmen kann. </p><p>Insbesondere müssen die Ausbildungsvoraussetzungen und die Betreuungsschlüssel in den Einrichtungen so definiert sein, dass Infrastrukturen der Kinderbetreuung, wie Krippen oder Horte, in der Lage sind, ergänzend zu Schule und Elternhaus, die soziale, intellektuelle und sprachliche Entwicklung der Kinder bestmöglich zu fördern.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat Anfang 2008 beschlossen, in Zusammenarbeit mit den Kantonen eine Teilrevision der Verordnung vom 19. Oktober 1977 über die Aufnahme von Kindern zur Pflege und zur Adoption (PAVO) zu prüfen. Gegenstand dieser Prüfung bilden insbesondere die Fragen der Weiterentwicklung und Professionalisierung des Pflegekinderwesens sowie die Anpassung der Verordnung an die heutigen gesellschaftlichen Verhältnisse und an die Herausforderungen der Integration. In diesem Rahmen wird auch zu klären sein, wieweit Qualitäts-, Anstellungs- und Ausbildungsvorgaben für den Bereich der familienergänzenden Betreuung in der Tagespflege und bei der Fremdplatzierung in Heimen auf Bundesebene gemacht werden sollen. Der Bundesrat hat das EJPD beauftragt, ihm eine allfällige Teilrevision der PAVO bis Ende 2008 zu unterbreiten. Es gilt nun das Ergebnis dieser Prüfung abzuwarten, bevor Aussagen oder Zusicherungen zum Anliegen der Motion gemacht werden können. Der Bundesrat lehnt die Motion deshalb ab.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.