<h2>SubmittedText<h2><p>Der Sturm Lothar und seine Folgeschäden haben grosse Fragen zur Zukunft der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft aufgeworfen - nicht nur in der längerfristigen Perspektive, sondern auch in Bezug auf das Fortbestehen in den nächsten Jahren. Ich ersuche daher den Bundesrat, die Revision des Waldgesetzes beschleunigt an die Hand zu nehmen, um:</p><p>a. Schwachstellen aus den Erfahrungen der Lothar-Bewältigung zu korrigieren;</p><p>b. dem Umstand Rechnung zu tragen, dass nur etwa die Hälfte des jährlichen Zuwachses genutzt wird, und</p><p>c. als Folge von Buchstabe b., der Verwendung von Holz als Baustoff und Energieträger mehr Beachtung zu schenken.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Buwal hat im Jahre 2001 das Projekt "Waldprogramm Schweiz" gestartet. Dabei handelt es sich um ein politisches Handlungsprogramm, das mittels konkreten Zielsetzungen, Massnahmen und Instrumenten die Entwicklung des Waldes in einem mittelfristigen Zeitraum festlegt. Der Schwerpunkt "Holznutzung" des Programmes ist der in der vorliegenden Motion angesprochenen Problematik der zu geringen Holznutzung gewidmet. Zudem wird im Rahmen des Schwerpunktes "Sozioökonomische Funktionen" abgeklärt, welche Strukturen für eine effiziente Waldbewirtschaftung notwendig sind.</p><p>Parallel dazu werden gegenwärtig die Probleme, welche bei der Bewältigung des Sturmes Lothar auftraten, in verschiedenen Forschungsprojekten eingehend untersucht.</p><p>Dass wegen der zu geringen Holznutzung bzw. Holzverwendung und auch bei der Bewältigung von Sturmschäden ein Handlungsbedarf besteht, ist unbestritten. Ob die optimalen Lösungen für die einzelnen Probleme eine Änderung der Waldgesetzgebung nötig machen werden, kann erst aufgrund des Ende 2003 vorliegenden Syntheseberichtes zum Waldprogramm Schweiz abschliessend entschieden werden.</p><p>Ein Anfang für die Förderung der Verwendung von Holz als Baustoff und Energieträger ist mit den bereits laufenden Programmen "holz21" und "Energie Schweiz" vom Bund, der Holzwirtschaft, den Hochschulen und den Umweltverbänden gemacht. Damit sollen bis im Jahre 2010 die Grundlagen für eine Steigerung des Absatzes und der Verwendung von Schweizer Holz geschaffen werden.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.