<h2>SubmittedText<h2><p>Zu den "faulen" Aktiven der UBS, die von der SNB übernommen werden, gehören Darlehen an Studierende in den USA. Am 30. September 2008 beliefen sich diese Darlehen auf 8,4 Milliarden Franken (14,4 Prozent der von der SNB übernommenen Aktiven).</p><p>1. Welche Lehren zieht der Bundesrat aus dieser Situation zu einem Zeitpunkt, an dem die Schweiz das System der Bildungsfinanzierung harmonisieren muss?</p><p>2. Wenn denn schon US-Studierende mit Geldern der SNB ausgebildet wurden, wird ihnen dann auch nahegelegt, nach Abschluss ihrer Ausbildung in die Schweiz zu kommen, damit die Schweiz von deren Kenntnissen profitieren und somit die Früchte ihrer Investitionen ernten kann?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Wie der Bundesrat in der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2008-2011 vom 24. Januar 2007 festgehalten hat, erachtet er ein effizientes und gutausgebautes Stipendienwesen für die Offenhaltung der verschiedenen Bildungseinrichtungen zugunsten aller Bevölkerungsschichten als unerlässlich. Durch den von der Fragestellerin angesprochenen Sachverhalt sieht er sich in dieser Haltung bestätigt. Die Verbesserungen beim schweizerischen Stipendienwesen sollen im Rahmen einer interkantonalen Vereinbarung zur Harmonisierung der Ausbildungsbeiträge, deren Entwurf in der Vernehmlassung 2008 von 22 Kantonen grundsätzlich begrüsst worden ist, angegangen werden. Das Konkordat wird voraussichtlich 2009 abgeschlossen werden können.</p><p>2. Gemäss Medienmitteilung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vom 10. Februar 2009 wird der Stabilisierungsfonds der SNB für die Verwertung von Aktiven der UBS für einen geringeren Maximalbetrag als ursprünglich vorgesehen UBS-Aktiven übernehmen. Die SNB und die UBS einigten sich, gewisse Kategorien von Aktiven nicht zu transferieren. Hierbei handelt es sich um mit Studiendarlehen unterlegte Instrumente und Monoline-versicherte Wertschriften. Somit erübrigt sich aus der Sicht des Bundesrates eine Antwort auf die gestellte Frage.</p>  Antwort des Bundesrates.