<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00233</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107341&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00233</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.08.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung als Ärztin und Zulassung als Leistungserbringerin</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Zulassung als Leistungserbringerin zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung: Die Verweigerung der Bewilligung zur selbständigen ärztlichen Tätigkeit kann beim Verwaltungsgericht angefochten werden (E. 1a). Für die gegen die Verweigerung der Zulassung der Beschwerdeführerin als Leistungserbringerin zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gerichtete Beschwerde ist das Sozialversicherungsgericht zuständig (E. 1b). Die Voraussetzungen einer Kompetenzattraktion sind nicht erfüllt (E. 1c), weshalb nur die Abweisung des Gesuchs um Erteilung einer Praxisbewilligung behandelt wird (E. 1d). Der Inhaber einer Bewilligung zur selbständigen ärztlichen Tätigkeit hat zwei Möglichkeiten: er erbringt Leistungen nach KVG und rechnet entsprechend ab oder er gibt eine Ausstandserklärung ab. Da der Bundesrat einen Zulassungsstopp für Leistungserbringer verordnet hat, ist es zulässig, für die Erteilung einer Berufsausübungsbewilligung die Abgabe einer Ausstandserklärung zu verlangen (E. 2). Eine Überweisung der übrigen Beschwerdeanträge an den Regierungsrat oder das Sozialversicherungsgericht ist vorliegend nicht notwendig (E. 3). Kosten und Entschädigung (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZT">ARZT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSTAND">AUSSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: BERUFSAUSÃBUNG">BERUFSAUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWILLIGT">BEWILLIGT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOMPETENZATTRAKTION">KOMPETENZATTRAKTION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRAXISBEWILLIGUNG">PRAXISBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZULASSUNGSSTOPP">ZULASSUNGSSTOPP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 7 aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">Art. 44 KVG</span><br/><span class="ungerade">Art. 44 lit. II KVG</span><br/><span class="gerade">Art. 55 lit. a KVG</span><br/><span class="ungerade">§ 2 lit. e SozversG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Mit Eingabe vom 16. August 2002 ersuchte Dr. med. A die Gesundheitsdirektion gestÃ¼tzt auf § 7 in Verbindung mit § 8 und 16 des Gesundheitsgesetzes vom 4. November 1962 (GesundheitsG; LS 810.1) um eine Bewilligung zur selbstÃ¤ndigen Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit; gleichzeitig ersuchte sie die Direktion gestÃ¼tzt auf das Bundesgesetz vom 18. MÃ¤rz 1994 Ã¼ber die Krankenversicherung (SR 832.10) um Zulassung zur TÃ¤tigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung; sie verband diesen zweiten Antrag mit dem Eventualbegehren, es sei in einem fÃ¶rmlichen Entscheid festzustellen, dass die HÃ¶chstzahl der Leistungserbringer gemÃ¤ss Anhang 1 der Verordnung des Bundesrats Ã¼ber die EinschrÃ¤nkung der Zulassung von Leistungserbringern zur TÃ¤tigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung vom 3. Juli 2002 (ZulassungsstoppV; SR 832.103) ausgeschÃ¶pft sei (HÃ¶chstzahl von 173 Leistungserbringern der Chirurgie), weshalb der Gesuchstellerin unmittelbar bei Freiwerden einer Bewilligung diese zu Ã¼bertragen sei. Die Gesundheitsdirektion entschied Ã¼ber diese Begehren mit VerfÃ¼gung vom 20. MÃ¤rz 2003. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Dagegen erhob Dr. med. A am 28. April 2003 einerseits Beschwerde an das Verwaltungsgericht (VB.2003.00159) und anderseits Rekurs an den Regierungsrat (Nr. 1031/2003). Am 22. Mai 2003 berichtigte die Gesundheitsdirektion ihre VerfÃ¼gung vom 20. MÃ¤rz 2003. GemÃ¤ss der berichtigten Fassung wies sie das Gesuch um Erteilung einer Praxisbewilligung ab (Disp. Ziff. I); ebenso wies sie den Antrag auf Zulassung als Leistungserbringerin zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung sowie das in diesem Zusammenhang eventualiter gestellte Feststellungsbegehren ab (Disp. Ziff. II und III). Als zulÃ¤ssige Rechtsmittel bezeichnete sie die Beschwerde an das Verwaltungsgericht gegen Disp. Ziff. I bzw. den Rekurs an den Regierungsrat gegen Disp Ziff. II und III (Disp. Ziff. V und VI).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Hierauf schrieb der Einzelrichter des Verwaltungsgerichts das Beschwerdeverfahren VB.2003.00159 am 26. Mai 2003 als gegenstandslos geworden ab.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">III. Gegen die berichtigte VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 20. MÃ¤rz/22. Mai 2003 erhob Dr. med. A am 23. Juni 2003 erneut einerseits Beschwerde an das Verwaltungsgericht (VB.2001.00233) und anderseits Rekurs an den Regierungsrat (Nr. 1635/2003). In der Beschwerde beantragte sie nicht nur die Erteilung der Bewilligung zur selbstÃ¤ndigen Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit, sondern entgegen der Rechtsmittelbelehrung im angefochtenen Entscheid wiederum auch die Zulassung zur TÃ¤tigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung sowie eventualiter den schon mit der frÃ¼heren Beschwerde angestrebten Feststellungsentscheid; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 1. Juli 2003 wurde der Beschwerdegegnerin Frist zur Einreichung einer Beschwerdeantwort, insbesondere zur Frage der verwaltungsgerichtlichen ZustÃ¤ndigkeit angesetzt. Gleichzeitig wurden â dies in Erneuerung einer gleichlautenden Aufforderung im frÃ¼heren Verfahren VB.2003.00159 â das Sozialversicherungsgericht und der Regierungsrat als mÃ¶glicherweise konkurrierende Rechtsmittelinstanzen eingeladen, zur Frage der verwaltungsgerichtlichen ZustÃ¤ndigkeit Stellung zu nehmen. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Gesundheitsdirektion beantragte dem Gericht am 11. Juli 2003, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Sie Ã¤usserte sich dabei nicht nÃ¤her zur Frage der verwaltungsgerichtlichen ZustÃ¤ndigkeit. Sie beantragte jedoch Sistierung des Beschwerdeverfahrens, falls das Verwaltungsgericht die BeschwerdeantrÃ¤ge betreffend Zulassung zur TÃ¤tigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung materiell behandle. Eine Sistierung rechtfertige sich deswegen, weil zur Zeit eine staatsrechtliche Beschwerde des Verbandes schweizerischer Assistenz- und OberÃ¤rzte sowie eines einzelnen Arztes gegen die neue bundesrechtliche und ergÃ¤nzende kantonalrechtliche Regelung des sogenannten Zulassungsstopps vor Bundesgericht pendent sei (2P.305/2002).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Staatskanzlei stellte dem Verwaltungsgericht am 4. Juli 2003 ihre gleichentags getroffene VerfÃ¼gung zu, wonach die beiden Rekursverfahren Nrn. 1031 und 1635/2003 vereinigt und bis zum Abschluss des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens sistiert wÃ¼rden. Zur Frage der verwaltungsgerichtlichen ZustÃ¤ndigkeit Ã¤usserte sie sich nicht. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das Sozialversicherungsgericht Ã¤usserte sich mit Schreiben vom 21. Juli 2003, es gehe aus nÃ¤her dargelegten GrÃ¼nden "eher davon aus", dass § 2 lit. e des Gesetzes Ã¼ber das Sozialversicherungsgericht vom 7. MÃ¤rz 1993 in der Fassung vom 13. Juni 1999 (SozversG; LS 212.81, OS 55, 436) keine ZustÃ¤ndigkeit dieses Gerichts bei Streitigkeiten gemÃ¤ss Art. 55a KVG begrÃ¼nde. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. a) GemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen letztinstanzliche Anordnungen von VerwaltungsbehÃ¶rden sowie gegen Anordnungen der Baurekurskommissionen, soweit nicht dieses oder ein anderes Gesetz eine abweichende ZustÃ¤ndigkeit vorsieht oder eine Anordnung als endgÃ¼ltig bezeichnet. FÃ¼r Bewilligungen zur AusÃ¼bung der Berufe der Gesundheitspflege im Sinn von § 7 GesundheitsG ergibt sich weder aus dem Verwaltungsrechtspflegegesetz noch aus einem anderen Erlass eine abweichende ZustÃ¤ndigkeit. FÃ¼r derartige Bewilligungsstreitigkeiten ist daher gestÃ¼tzt auf § 41 VRG unstreitig das Verwaltungsgericht zustÃ¤ndig. Dabei kÃ¶nnen diesbezÃ¼gliche Bewilligungsentscheide der Gesundheitsdirektion abweichend von der zwei Rechtsmittelinstanzen vorsehenden Grundordnung von § 19 ff. VRG gestÃ¼tzt auf die Ausnahmebestimmung in § 19a Abs. 2 Ziff. 2 VRG unmittelbar beim Verwaltungsgericht angefochten werden, das in solchen FÃ¤llen als erste und einzige kantonale Rechtsmittelinstanz wirkt. Das Verwaltungsgericht ist â unter Vorbehalt von Ãberlegungen der Kompetenzattraktion, welche allenfalls eine abweichende LÃ¶sung rechtfertigen kÃ¶nnten (dazu E. 1c) â zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde jedenfalls insoweit zustÃ¤ndig, als damit die Verweigerung der Bewilligung zur selbstÃ¤ndigen Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit nach § 7 GesundheitsG in Verbindung mit § 1 der kantonalen Ãrzteverordnung vom 6. Mai 1998 (LS 811.11) angefochten wird (Beschwerdeantrag 1).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die Beschwerde richtet sich auch dagegen, dass die Gesundheitsdirektion die Zulassung der BeschwerdefÃ¼hrerin als Leistungserbringerin zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung sowie den in diesem Zusammenhang gestellten Eventualantrag auf Erlass eines Feststellungsentscheids abgelehnt hat (BeschwerdeantrÃ¤ge 2a und 2b). Die Verweigerung dieser schon vor Gesundheitsdirektion gestellten AntrÃ¤ge stÃ¼tzt sich auf die bundesrechtliche Regelung des sogenannten Zulassungsstopps (Art. 55a KVG in der Fassung vom 24. MÃ¤rz 2000, in Kraft seit 1. Januar 2001 in Verbindung mit der ZulassungsstoppV vom 3. Juli 2002, in Kraft seit 4. Juli 2002), welche im Kanton ZÃ¼rich mit der EinfÃ¼hrungsverordnung vom 23. Oktober 2002 (LS 832.14; rÃ¼ckwirkend ebenfalls auf 4. Juli 2002 in Kraft gesetzt) umgesetzt worden ist. Streitigkeiten Ã¼ber die Anwendung des Zulassungsstopps fallen gestÃ¼tzt auf § 2 lit. e SozversG (Fassung vom 13. Juni 1999) in die ZustÃ¤ndigkeit des Sozialversicherungsgerichts. Das ergibt sich schon aus dem Wortlaut dieser Bestimmung, wonach das Sozialversicherungsgericht "Beschwerden betreffend die Anwendung des Bundesgesetzes Ã¼ber die Krankenversicherung" behandelt. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aus der Entstehungsgeschichte dieser Neufassung vom 13. Juni 1999 lÃ¤sst sich entgegen der Meinung des Sozialversicherungsgerichts keine andere Auslegung ableiten. Viel­mehr spricht die Entstehungsgeschichte gerade <i>fÃ¼r</i> eine dem Wortlaut der Bestimmung entsprechende Auslegung. GemÃ¤ss ursprÃ¼nglicher Fassung von § 2 lit. e SozversG (OS 52, 420) beurteilte das Sozialversicherungsgericht Beschwerden nach Art. 30<sup>bis</sup> des Bundesgesetzes Ã¼ber die Krankenversicherung vom 13. Juni 1911 (aKVG; BS 8, 281), wobei nach Inkrafttreten des Bundesgesetzes Ã¼ber die Krankenversicherung vom 18. MÃ¤rz 1994 in der ZÃ¼rcher Gesetzessammlung (LS) in einer Fussnote festgehalten wurde, dass anstelle von Art. 30<sup>bis</sup> aKVG Art. 86 KVG getreten sei. GemÃ¤ss Art. 86 Abs. 1 KVG (AS 1995, 1328) in der frÃ¼heren Fassung, welche bis zum Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 Ã¼ber den Allgemeinen Teil des Sozial­ver­si­che­r­ungs­rechts (ATSG; SR 830.1) am 1. Januar 2003 galt (vgl. die seither geltende entsprechende Regelung in Art. 56 ATSG), konn­­te gegen Einspracheentscheide des <i>Versicherers</i> Beschwerde bei dem vom Kanton bezeichneten Versicherungsgericht erhoben werden. Aufgrund dieser damaligen Regelung stellte sich in der Praxis die Frage, ob Streitigkeiten betreffend das Versicherungsobligatorium (Art. 6 KVG) und betreffend PrÃ¤mienverbilligung (Art. 65 KVG) durch das Verwaltungsgericht oder das Sozial­versicherungsgericht zu behandeln seien. Das Verwaltungsgericht trat auf diesbezÃ¼gliche Beschwerden nicht ein und Ã¼berwies sie dem Sozialversicherungsgericht (RB 1998 Nr. 23). In den ErwÃ¤gungen wies es dem Umstand, dass es sich nicht um Streitigkeiten mit Versicherern, sondern mit den fÃ¼r die Durchsetzung des Versicherungsobligatoriums bzw. die GewÃ¤hrung von PrÃ¤mienverbilligungen zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden handelte, kein ausschlaggebendes Gewicht zu. Zur Vermeidung eines negativen Kompetenzkonflikts wurden die betreffenden Verfahren vor dem Sozialversicherungsgericht sistiert. Der Kantonsrat bereitete gestÃ¼tzt auf § 4 SozversG einen Beschluss vor, der eine eindeutige Rechtsgrundlage fÃ¼r die ZustÃ¤ndigkeit des Sozialversicherungsgerichts in derartigen FÃ¤llen schaffen sollte. Dabei wurde zunÃ¤chst entsprechend einem gemeinsamen Vorschlag von Sozialversicherungsgericht und Verwaltungsgericht eine Fassung vorgesehen, wonach das Sozialversicherungsgericht "Beschwerden nach Art. 6, 65 und 86 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Krankenversicherung" beurteile (vgl. Schreiben des Verwaltungsgerichts und des Sozialversicherungsgerichts vom 19. Oktober 1998 an das BÃ¼ro des Kantonsrats). In der Folge wurde jedoch auf Anregung der kantonsrÃ¤tlichen Kommission zur Beratung des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum KVG dieser Vorschlag zurÃ¼ckgezogen und durch einen neuen Vorschlag ersetzt, wonach das Sozialversicherungsgericht "Ã¼ber Beschwerden betreffend die Anwendung des Bundesgesetzes Ã¼ber die Krankenversicherung" entscheidet (vgl. Schreiben des Sozialversicherungsgerichts und des Verwaltungsgerichts vom 23. November 1998). Mit dieser weiteren Fassung sollten kÃ¼nftige Kompetenzkonflikte auch in anderen die Anwendung des KVG betreffenden FÃ¤llen vermieden werden. Der Kantonsrat Ã¼bernahm den Vorschlag und fasste gestÃ¼tzt auf § 4 SozversG an der Sitzung vom 7. Dezember 1998 einen entsprechenden Beschluss (Prot. KR [1995-99], S. 14'568 ff.). In der Folge wurde diese Regelung bei Erlass des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum KVG (EG KVG; LS 832.01) in das Gesetz Ã¼ber das Sozialversicherungsgericht (Neufassung von § 2 lit. e SozversG) integriert (vgl. § 32 EG KVG; OS 55, 436). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aufgrund der Entstehungsgeschichte der heutigen Fassung von § 2 lit. e SozversG ist diese Bestimmung entsprechend ihrem Wortlaut dahin auszulegen, dass in jenen Streitigkeiten betreffend die Anwendung des KVG, Ã¼ber die ein kantonales Gericht zu entscheiden hat, das Sozialversicherungsgericht und nicht das Verwaltungsgericht zustÃ¤ndig ist. Das trifft auf den vorliegenden Fall zu. Daran vermag der Umstand, dass an dieser Streitigkeit weder ein Versicherungsnehmer noch ein Versicherer (vgl. Art. 11 ff. KVG), sondern ein Leistungserbringer (vgl. Art. 35 Abs. 2 lit. a KVG) und eine BehÃ¶rde beteiligt ist, nichts zu Ã¤ndern. Ebenso lÃ¤sst sich wider die ZustÃ¤ndigkeit des Sozialversicherungsgerichts bzw. fÃ¼r jene des Verwaltungsgerichts einwenden, dass gemÃ¤ss Art. 53 KVG gegen BeschlÃ¼sse der Kantonsregierung betreffend Spitallisten, Tarife und Preise die Beschwerde an den Bundesrat zulÃ¤ssig ist; es handelt sich dabei durchwegs um FÃ¤lle, in denen ohnehin kein kantonales Gericht zu entscheiden hat. Letzteres trifft jedoch im vorliegenden Fall zu. In Streitigkeiten betreffend die Anwendung von Art. 55a KVG ist nicht die Beschwerde an den Bundesrat zulÃ¤ssig, sondern gestÃ¼tzt auf Art. 128 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943/4. Oktober 1991 (OG; SR 173.110) die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das EidgenÃ¶ssische Versicherungsgericht (vgl. ErlÃ¤uterungen des Bundesamts fÃ¼r Sozialversicherung zur Umsetzung von Art. 55a KVG, S. 6, im Folgenden: ErlÃ¤uterungen). Es erscheint daher auch unter diesem Gesichtswinkel (Regelung des Rechtsschutzes auf Bundesebene) durchaus sachgerecht, wenn diesbezÃ¼gliche letztinstanzliche kantonale Entscheide nicht vom Verwaltungsgericht, sondern vom Sozialversicherungsgericht zu treffen sind. Nach der kantonalen zÃ¼rcherischen Regelung ist das Verwaltungsgericht nicht Vorinstanz des EidgenÃ¶ssischen Versicherungsgerichts. Wie angemerkt werden kann, soll laut Antrag des Regierungsrats an den Kantonsrat vom 30. April 2003 (ABl Nr. 21 vom 23. Mai 2003, S. 633 ff.) in der laufenden Revision des Gesetzes Ã¼ber das Sozialversicherungsgericht dessen ZustÃ¤ndigkeit allgemein auf dem Gebiete des Sozialversicherungsrechts durch Neufassung des Ingresses von § 2 SozversG noch offener formuliert werden.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Es fragt sich, ob sich die verwaltungsgerichtliche ZustÃ¤ndigkeit fÃ¼r Streitigkeiten betreffend den Zulassungsstopp mit Ãberlegungen der Kompetenzattraktion begrÃ¼nden lassen. Letztere dient dazu, eine Spaltung der ZustÃ¤ndigkeiten in Streitigkeiten Ã¼ber verschiedene Fragen oder Anfechtungsobjekte, zwischen denen ein enger Sachzusammenhang besteht, zu vermeiden (vgl. Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. A., Bern 1983, S. 95 f.; Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 772 ff.). Mit dieser Zielsetzung kann eine Kompetenz­attraktion auch verhindern, dass eine BehÃ¶rde, will sie bezÃ¼glich einer sich stellenden fremd­rechtlichen Frage den Entscheid nicht vorlÃ¤ufig aussetzen, zu deren vorfrageweisen Beurteilung gezwungen ist (zum Entscheid Ã¼ber Vorfragen vgl. Gygi, S. 96 f.; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 58 ff.; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 1 N. 30 ff.).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Zwischen der Bewilligung zur selbstÃ¤ndigen Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit und dem Entscheid darÃ¼ber, ob der betreffende Arzt trotz des Zulassungsstopps zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung tÃ¤tig werden dÃ¼rfe, besteht wohl ein sachlicher Zusammenhang. Dieser ist jedoch nicht derart eng, dass eine Kompetenzattraktion zwingend geboten wÃ¤re. Beim erstgenannten Entscheid geht es ausschliesslich um gesundheitspolizeiliche Anforderungen, deren Durchsetzung die Bewilligungspflicht nach §§ 7 ff. GesundheitsG dient (vgl. Tomas Poledna/Brigitte Berger, Ãffentliches Gesundheitsrecht, Bern 2002, Rz. 64 ff.), beim zweitgenannten um die Anwendung des bundesrechtlichen Zulassungsstopps, der nicht die Ã¤rztliche TÃ¤tigkeit an sich, sondern jene zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung betrifft und damit eine Massnahme zur EindÃ¤mmung der Kostenentwicklung im Gesundheitswesen bildet. In formeller Hinsicht sind denn auch auf Verwaltungsebene zwei verschiedene Entscheide erforderlich, einerseits die Zulassung als Leistungserbringer nach KVG (vgl. Art. 36 in Verbindung mit Art. 55a KVG), anderseits die Zulassung zur selbstÃ¤ndigen Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit nach der kantonalen gesundheitspolizeilichen Regelung (so auch ErlÃ¤uterungen, S. 5 f.). Dass nach der zÃ¼rcherischen Ordnung â wie dies auch fÃ¼r die anderen Kantone zutreffen wird â die Gesundheitsdirektion fÃ¼r beide Entscheide zustÃ¤ndig ist, fÃ¼hrt infolge der dadurch bedingten Spaltung des Rechtsmittelwegs zwar zur Frage einer Kompetenzattraktion, ist aber fÃ¼r sich genommen noch kein Grund, eine solche vorzunehmen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Im Ãbrigen wÃ¤re hier eine Spaltung des Rechtsmittelwegs eher dadurch zu vermeiden, dass eine Kompetenzattraktion beim Sozialversicherungsgericht angenommen wÃ¼rde. Denn das Schwergewicht der vorliegenden Streitigkeit liegt eindeutig bei der Frage des Zulassungsstopps und nicht der Erteilung der gesundheitspolizeilichen Bewilligung. Es ist unbestritten, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die fachlichen Voraussetzungen fÃ¼r die Bewilligung zur selbstÃ¤ndigen Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit erfÃ¼llt. Zur KlÃ¤rung der Frage, ob die persÃ¶nliche Voraussetzung der VertrauenswÃ¼rdigkeit gegeben ist, wird gemÃ¤ss den vorinstanzlichen AusfÃ¼hrungen ein persÃ¶nliches GesprÃ¤ch zwischen dem Kantonsarzt und der Beschwer­de­fÃ¼hrerin stattfinden. Im Zusammenhang mit der gesundheitspolizeilichen Bewilligung bzw. deren Verweigerung liegt daher einzig die Frage im Streit, ob die Direktion die Bewilligung mit der BegrÃ¼ndung verweigern dÃ¼rfe, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe keine AusstandserklÃ¤rung im Sinn von Art. 44 Abs. 2 KVG abgegeben. Und auch diese Frage liegt lediglich formell im Streit. Denn die BeschwerdefÃ¼hrerin kritisiert die VerknÃ¼pfung der von ihr angestrebten Bewilligung mit der seitens der BehÃ¶rde geforderten Abgabe einer AusstandserklÃ¤rung an sich nicht. Mit ihrer Argumentation macht sie aus­schliesslich geltend, die bundesrÃ¤tliche Verordnung betreffend den Zulassungsstopp verstosse gegen Ã¼bergeordnetes (anderes) Bundesrecht; sie verlangt damit eine ak­zes­so­ri­sche ÃberprÃ¼fung dieser Verordnung. Dazu berufen ist aber in erster Linie jenes kantonale Gericht, welches allgemein fÃ¼r Streitigkeiten betreffend die Anwendung des KVG zustÃ¤ndig ist. Sofern und sobald in einem Rechtsmittelentscheid rechtskrÃ¤ftig festgehalten wÃ¼rde, der BeschwerdefÃ¼hrerin dÃ¼rfe die Ã¤rztliche TÃ¤tigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nicht verweigert werden, wÃ¼rde die Gesund­heitsdirektion die Erteilung der Bewilligung zur selbstÃ¤ndigen Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit nicht (mehr) von der Abgabe einer AusstandserklÃ¤rung abhÃ¤ngig machen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Auf die Beschwerde ist demnach lediglich insoweit einzutreten, als sie sich gegen Disp. Ziff. I der angefochtenen VerfÃ¼gung (Abweisung des Gesuchs um Erteilung einer Praxisbewilligung) richtet. Daraus ergibt sich zugleich, dass dem Antrag der Beschwer­­degegnerin, das vorliegende Beschwerdeverfahren bis zum Abschluss des bundesgerichtlichen Verfahrens 2P.305/2002 zu sistieren, nicht zu entsprechen ist. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Art. 43 ff. KVG regelt die Tarife und Preise. GemÃ¤ss Art. 44 KVG mÃ¼ssen sich die Leistungserbringer an die vertraglich oder behÃ¶rdlich festgelegten Tarife und Preise halten und dÃ¼rfen fÃ¼r Leistungen nach diesem Gesetz keine weitergehenden VergÃ¼tungen berechnen (Abs. 1; "Tarifschutz"). Lehnt ein Leistungserbringer es ab, Leistungen nach diesem Gesetz zu erbringen ("Ausstand"), so muss er dies der von der Kantonsregierung bezeichneten Stelle melden. Er hat in diesem Fall keinen Anspruch auf VergÃ¼tung nach diesem Gesetz. Wenden sich Versicherte an solche Leistungserbringer, so mÃ¼ssen diese sie zuerst darauf hinweisen (Abs. 2; vgl. Alfred Maurer, Das neue Krankenversicherungsrecht, Basel/Frankfurt a.M. 1996, S. 81 f.). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Wie erwÃ¤hnt ist die Anwendung von Art. 44 Abs. 2 KVG im vorliegenden Fall lediglich insofern streitig, als die Gesundheitsdirektion die Abgabe einer solchen Ausstands­erklÃ¤rung zur Voraussetzung einer Bewilligungserteilung gemacht hat. Die Direktion hat dies damit begrÃ¼ndet, dass aufgrund der bundesrechtlichen Regelung von Art. 44 KVG dem Inhaber einer Bewilligung zur selbstÃ¤ndigen Ã¤rztlichen TÃ¤tigkeit nur zwei MÃ¶glich­keiten offen stÃ¼nden; entweder er erbringe Leistungen nach KVG und rechne entsprechend ab, oder er gebe der Gesundheitsdirektion eine ErklÃ¤rung im Sinn von Art. 44 Abs. 2 Satz 1 KVG ab. Weil im Kanton ZÃ¼rich gestÃ¼tzt auf Art. 55a KVG, die bundesrÃ¤tliche Ver­ordnung und die kantonale EinfÃ¼hrungsverordnung keine Ãrztinnen und Ãrzte mehr als Leistungserbringer zugelassen wÃ¼rden und im vorliegenden Fall ein entsprechender Zulassungsantrag der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¶rmlich abzuweisen sei, dÃ¼rfe die von ihr verlangte BerufsausÃ¼bungsbewilligung davon abhÃ¤ngig gemacht werden, dass sie eine AusstandserklÃ¤rung im Sinn von Art. 44 Abs. 2 KVG abgebe. Denn nur so kÃ¶nne hinreichend und publikumswirksam sichergestellt werden, dass Ãrzte und Ãrztinnen, die unter den Zulassungsstopp fielen, jedoch gleichwohl Ã¼ber eine BerufsausÃ¼bungsbewilligung verfÃ¼gten, keine nur grundversicherten Patienten und Patientinnen behandelten.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Diese Gesetzesauslegung ist nicht zu beanstanden. Insbesondere kann darin keine Verletzung des GesetzmÃ¤ssigkeitsprinzips erblickt werden. Zwar enthÃ¤lt die kantonale Gesundheitsgesetzgebung keine ausdrÃ¼ckliche Vorschrift, wonach die Abgabe einer solchen AusstandserklÃ¤rung zur Bedingung fÃ¼r die Erteilung einer BerufsausÃ¼bungsbewilligung gemacht werden kann. Indessen ergib sich die ZulÃ¤ssigkeit einer solchen Bedingung aus einer bundesrechtskonformen Auslegung des Gesundheitsgesetzes, welche die bundesrechtliche Regelung des Zulassungsstopps â in Verbindung mit deren Umsetzung im Kanton ZÃ¼rich durch die EinfÃ¼hrungsverordnung vom 23. Oktober 2002 â berÃ¼cksichtigt. Anzumerken ist auch in diesem Zusammenhang (vgl. so schon E. 1c betreffend die Frage der Kompetenzattraktion), dass in der Beschwerde diese VerknÃ¼pfung der (seitens der Beschwer­defÃ¼hrerin angestrebten) Bewilligung mit einer (seitens der BehÃ¶rde verlangten) AusstandserklÃ¤rung gar nicht in Frage gestellt wird. Die BeschwerdefÃ¼hrerin will vielmehr erreichen, dass sie zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung tÃ¤tig werden kann, und sie gibt in diesem Zusammenhang zu erkennen, dass sie an einer Bewilligung ohne die MÃ¶glichkeit, die Bewilligung zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung ausÃ¼ben zu kÃ¶nnen, gar nicht interessiert sei (Beschwerdeschrift, S. 12). Sofern und sobald sie dieses Ziel erreicht, stellt sich die Frage nach der ZulÃ¤ssigkeit einer solchen Bedingung (Abgabe einer AusstandserklÃ¤rung nach Art. 44 Abs. 2 KVG) nicht mehr.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat wie erwÃ¤hnt gegen die VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 22. Mai/20. MÃ¤rz 2003 zugleich Rekurs an den Regierungsrat erhoben, welcher das Rekursverfahren am 4. Juli 2003 bis zum Abschluss des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sistiert hat. Aus der SistierungsverfÃ¼gung der Staatskanzlei geht nicht hervor, ob sie hinsichtlich Disp. Ziff. II und III der angefochtenen VerfÃ¼gung den Regierungsrat, das Verwaltungsgericht oder das Sozialversicherungsgericht fÃ¼r zustÃ¤ndig hÃ¤lt. Obwohl ihm dazu mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 1. Juli 2003 Gelegenheit geboten wurde, hat der Re­gierungsrat auch sonst zu dieser Frage nicht Stellung genommen. Nach dem Gesagten (E. 1b und c) ist jedenfalls das Verwaltungsgericht zur Behandlung der BeschwerdeantrÃ¤ge 2a und 2b nicht zustÃ¤ndig. Ob hierfÃ¼r unmittelbar das Sozialversicherungsgericht oder zuvor, einem solchen gerichtlichen Verfahren vorgeschaltet, der Regierungsrat zustÃ¤ndig sei, hat das Verwaltungsgericht nicht zu entscheiden. Dies ist Aufgabe des Regierungsrats im hÃ¤ngigen Rekursverfahren und in Absprache mit dem Sozialversicherungsgericht. Unter diesen UmstÃ¤nden erÃ¼brigt es sich, die Beschwerde bezÃ¼glich der BeschwerdeantrÃ¤ge 2a und 2b gestÃ¼tzt auf § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 2 VRG dem Regierungsrat oder dem Sozialversicherungsgericht zu Ã¼berweisen. Sollte der Regierungsrat seine (funktionelle) ZustÃ¤ndigkeit verneinen, wÃ¤re es seine Sache, den diesbezÃ¼glichen Nichteintretensbeschluss mit einer Ãberweisung an das Sozialversicherungsgericht zu verbinden, damit die Beschwerdefrist gewahrt bleibt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Die Gerichtskosten sind vollumfÃ¤nglich der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Das gilt auch insoweit, als auf die Beschwerde nicht einzutreten ist; denn auch in dieser Hinsicht ist die Beschwerdeerhebung an das Verwaltungsgericht nicht durch eine falsche Rechtsmittelbelehrung verursacht worden. Eine ParteientschÃ¤digung nach § 17 Abs. 2 VRG steht der unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerin von vornherein nicht zu. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal"><span>5. ...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>