<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00264</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105681&amp;W10_KEY=4467150&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00264</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 15.09.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 06.11.2000 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4"></td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verweigerung der Eheverkündung sowie Dispens von der Vorlage einer Wohnsitzbescheinigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Abweisung des Gesuchs um vorsorgliche Massnahme infolge fehlender Dringlichkeit, Vorwegnahme des Endentscheides und nicht mehr rückgängig zu machender Tatsachen (E. 2).<br/>Die Voraussetzungen für eine Bewilligung im Sinne von Art. 41 Abs. 1 ZGB sind nicht erfüllt, weshalb die Urkunden über den Personenstand weiterhin beigebracht werden müssen, um das Eheverkündungs- und Vorbereitungsverfahren fortsetzen zu können. Den Beschwerdeführenden ist es weder unzumutbar noch unmöglich die notwendigen Urkunden zu beschaffen, die den vom Bf behaupteten Wohnsitz in Zürich belegen würden (E. 3).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSICHTSRECHT">AUFSICHTSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DRINGLICHKEIT">DRINGLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Privatrecht UR: Zivilgesetzbuch ST: EINLEITUNG UND PERSONENRECHT">EINLEITUNG UND PERSONENRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSSCHUTZINTERESSE">RECHTSSCHUTZINTERESSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUPERPROVISORISCHE MASSNAHME">SUPERPROVISORISCHE MASSNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNZUSTÃNDIGKEIT">UNZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRETUNGSVERHÃLTNIS">VERTRETUNGSVERHÃLTNIS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 19b lit. I VRG</span><br/><span class="ungerade">Art. 41 lit. I ZGB</span><br/><span class="gerade">Art. 98 lit. II ZGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 20 lit. II ZStV</span><br/><span class="gerade">Art. 150 lit. III ZStV</span><br/><span class="ungerade">Art. 152 lit. II ZStV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A, die aus dem ursprÃ¼nglichen Jugoslawien stammt, durch frÃ¼here Ehe Schweize­rin geworden ist und in ZÃ¼rich wohnt (act. --), sowie B, mazedonischer StaatsangehÃ¶riger mit unklarem Domizil (act. --), wollen heiraten. Zwischen dem stÃ¤dtischen Zivilstandsamt und der Braut kam es dabei zu Meinungsverschiedenheiten Ã¼ber hinsichtlich des BrÃ¤uti­gams noch zu liefernde Dokumente (vgl. Dossier act.--).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unterm 18. November 1999 reichte A bei der kantonalen AufsichtsbehÃ¶rde eine Beschwerde ein und beantragte, es sei (1) festzustellen, dass sich das Zivilstandsamt einer RechtsverzÃ¶gerung schuldig gemacht habe, (2) es anzuhalten, das Eheversprechen unver­zÃ¼glich zu bearbeiten sowie das VerkÃ¼ndverfahren einzuleiten, nÃ¶tigenfalls die einge­reichten Dokumente der AufsichtsbehÃ¶rde zur PrÃ¼fung zuzustellen und (3) die zustÃ¤ndige Zivilstandsbeamtin disziplinarisch zu bestrafen (act.--). Mit VerfÃ¼gung vom 16. MÃ¤rz 2000 wies das Amt fÃ¼r Gemeinden und berufliche Vorsorge die Beschwerde ab (act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 23. November 1999 hatten A und B zudem die AufsichtsbehÃ¶rde ersucht, sie bezÃ¼glich BrÃ¤utigam im Sinn von Art. 150 Abs. 3 der Zivilstandsverordnung vom 1. Juni 1953 (ZStV, SR 211.112.1) von der Vorlage einer schweizerischen Wohnsitzbescheini­gung und einer eidesstattlichen ErklÃ¤rung bei einem Schweizer Notar Ã¼ber den Zivilstand zu befreien (act. --). Mit am 3. April 2000 zugestellter VerfÃ¼gung vom 24. MÃ¤rz 2000 trat das Amt fÃ¼r Gemeinden und berufliche Vorsorge auf das Gesuch nicht ein, weil die Dis­pensationsbestimmung von Art. 150 Abs. 3 ZStV per Ende 1999 aufgehoben worden war (vgl. AS 1999 III 3028 ff.), und verweigerte zugleich eine Bewilligung zur Entgegennahme einer ErklÃ¤rung Ã¼ber nicht streitige Angaben durch das Zivilstandsamt im Sinn von Art. 41 Abs. 1 des Zivilgesetzbuchs (ZGB, SR 210) in der am 1. Januar 2000 in Kraft getretenen Fassung vom 26. Juni 1998, da der Wohnsitz kontrovers sei (act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Am 13. April 2000 erhob A gegen die VerfÃ¼gung vom 16. MÃ¤rz 2000 Rekurs und beantragte, diese aufzuheben und die dort abgewiesenen AntrÃ¤ge gutzuheissen (act.--). Am 29. April 2000 rekurrierten A und B auch gegen die VerfÃ¼gung vom 24. MÃ¤rz 2000 und beantragten, es sei (1) diese aufzuheben, (2) festzustellen, dass der Wohnsitz des BrÃ¤utigams nicht strittig und die Bedingungen eines Dispenses im Sinn von Art. 150 Abs. 3 ZStV (in der bis Ende 1999 gÃ¼ltigen Fassung) sowie einer Bewilligung im Sinn von Art. 41 Abs. 1 ZGB erfÃ¼llt seien, und (3) die Bewilligung im Sinn von Art. 41 Abs. 1 ZGB zu erteilen (act.--). Mit VerfÃ¼gung vom 12. Juli 2000 wies die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons ZÃ¼rich die vereinigten Rechtsmittel ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Hiergegen gelangten A und B mit Beschwerde vom 26./31. Juli 2000 ans Ver­waltungsgericht; sie beantragten ihm, die VerfÃ¼gung vom 12. Juli 2000 aufzuheben, die AntrÃ¤ge beider Rekurse gutzuheissen sowie festzustellen, dass A im mit Rekurs vom 29. April 2000 eingeleiteten Verfahren B nicht vertreten habe. Die Direktion der Justiz und des Innern verzichtete unterm 7. August 2000 auf Vernehmlassung, das Amt fÃ¼r Gemein­den und berufliche Vorsorge am 17./18. August 2000 auf Beschwerdeantwort.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 12./14. August 2000 ersuchten A und B das Gericht im Sinn eines Erlasses vor­sorglicher Massnahmen, das Zivilstandsamt zur Fortsetzung des EheverkÃ¼ndungs- bzw. -vorbereitungsverfahrens sowie das Amt fÃ¼r Gemeinden und berufliche Vorsorge zur Er­teilung einer ErmÃ¤chtigung nach Art. 41 Abs. 1 ZGB zu verhalten. Die Direktion der Justiz und des Innern sowie das Amt fÃ¼r Gemeinden und berufliche Vorsorge verzichteten unterm 18. bzw. am 24./25. August 2000 auf die am 16. August 2000 prÃ¤sidialiter eingerÃ¤umte Gelegenheit, sich hierzu zu Ã¤ussern.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Eingabe vom 28. August 2000 beanstandeten A und B die AnhÃ¶rung der Ver­waltungsbehÃ¶rden zum Gesuch betreffend einstweiligen Rechtsschutz.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Beschwerde ist im Sinn der §§ 19b Abs. 1 und 41 ff. des Verwaltungsrechts­pflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG, LS 175.2) vorliegend grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig, und zwar auch weil sich gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts Ã¼ber sie die Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht ergreifen lÃ¤sst (Art. 20 Abs. 2 ZStV in der am 1. Januar 2000 in Kraft getretenen Fassung vom 18. August 1999, AS 1999 III 3028). Obwohl der BeschwerdefÃ¼hrer nicht Partei war im Verfahren, welches die Ver­fÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 16. MÃ¤rz 2000 zeitigte, und ebenso wenig im diesbe­zÃ¼glichen Rekurs, steht insofern seine prinzipielle Legitimation vor Verwaltungsgericht im Sinn von § 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG ausser Zweifel.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nicht einzutreten gilt es indes auf das Rechtsmittel, soweit es immer noch die bis­lang abgelehnte disziplinarische Bestrafung der zustÃ¤ndigen Zivilstandsbeamtin anstrebt. Denn hierbei handelt es sich um eine aufsichtsrechtliche Angelegenheit. Das Verwaltungs­gericht Ã¼bt aber keinerlei Aufsicht Ã¼ber die Vorinstanz aus (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/ Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 43). Ferner gebricht es den BeschwerdefÃ¼hrenden an einem Rechtsschutzinteresse fÃ¼r die beantragte Feststellung, das Zivilstandsamt habe sich einer RechtsverzÃ¶gerung schuldig gemacht. Es genÃ¼gt, wenn dieses in allfÃ¤lliger Gutheis­sung des einschlÃ¤gigen Begehrens verpflichtet wÃ¼rde, das Vorbereitungsverfahren fortzu­setzen, eventuell die eingereichten Dokumente dem Beschwerdegegner zur PrÃ¼fung zuzu­stellen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, §§ 19 N. 60 ff., 48 N. 19 und 83 N. 17 f.; ferner Vorbem. zu §§ 19-28 N. 51). Die BeschwerdefÃ¼hrenden mÃ¼ssen sich in solchem Zusammenhang Ã¼brigens sagen lassen, dass sie den Gang der Dinge bestimmt nicht beschleunigen, wenn sie die mit der Sache schon befassten sowie verschiedene andere BehÃ¶rden fortwÃ¤hrend mit schwer begreiflichen Eingaben behelligen und dauernd auf Ãmtern vorsprechen (vgl. act.--). Ebenso wenig bedarf es der vorfrageweisen dispositivmÃ¤ssigen Feststellung, dass der Wohnsitz des Beschwerde­fÃ¼hrers nicht streitig und die Bedingungen eines Dispenses im Sinn von Art. 150 Abs. 3 ZStV (in der bis Ende 1999 gÃ¼ltigen Fassung) sowie einer Bewilligung im Sinn von Art. 41 Abs. 1 ZGB erfÃ¼llt seien, um eine derartige Dispensation bzw. Bewilligung zu erteilen. Sollten die hier erwÃ¤hnten, ausgesprochenen Nebenpunkte trotzdem an die Hand zu nehmen sein, mÃ¼ssten sie das Schicksal der spÃ¤ter abzuhandeln­den Hauptthemen teilen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Endlich ist kein Rechtsschutzinteresse an der Feststellung ersichtlich, dass die Be­schwerdefÃ¼hrerin den BeschwerdefÃ¼hrer im mit Rekurs vom 29. April 2000 eingeleiteten Verfahren entgegen dem dortigen Rubrum nicht vertreten habe (vgl. auch act.--). Zwar ergriff der BeschwerdefÃ¼hrer jenes Rechtsmittel dem Anschein nach in der Tat persÃ¶nlich. Indes befindet sich seine bisher nicht widerrufene Vollmacht vom 10. Juli 1999 an die Be­schwerdefÃ¼hrerin bei den Akten (unnummeriert im Dossier act.--), womit er dieser erlaubt, in seinem Namen alle FormalitÃ¤ten fÃ¼r die Heirat zu erledigen und auch Rechtsmittel ein­zulegen. Selbst wenn aber die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht hÃ¤tte fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer handeln dÃ¼rfen, erlitten die beiden durch das Vorgehen der Vorinstanz keine Beschwer. Denn der Rekursentscheid wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin im Doppel zugestellt, und der BeschwerdefÃ¼hrer behauptet nicht, vom Inhalt keine Kenntnis genommen zu haben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Den BeschwerdefÃ¼hrenden schwebt zu den anbegehrten vorsorglichen Massnah­men vor, das Gericht hÃ¤tte solche superprovisorisch treffen sollen. Ein Verzicht auf vor­gÃ¤ngige AnhÃ¶rung der Ã¼brigen Beteiligten kommt jedoch bloss bei besonderer Dringlich­keit in Betracht, d.h. wenn ein Anspruch schon bei etwas lÃ¤ngerem Zuwarten als gefÃ¤hrdet erscheint (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 6 N. 23). Davon kann hier keine Rede sein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit der bereits jetzt erfolgenden Beurteilung der Hauptsache wird das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen nicht etwa gegenstandslos, weil diese grundsÃ¤tzlich erst mit dem - noch ausstehenden - Eintritt formeller Rechtskraft des gegenwÃ¤rtigen Entscheids dahin fallen wÃ¼rden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 6 N. 31).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vorsorgliche Massnahmen setzen die Gefahr eines nicht leicht zu behebenden Nachteils sowie ernsthafte Erfolgsaussichten des Rechtsmittels voraus (KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, § 6 N. 10 und 37). Weder behaupten die BeschwerdefÃ¼hrenden ersteres noch ist es aus den Akten ersichtlich, und auch am letzteren mangelt es hier, wie sich alsbald zeigt. Im vorliegenden Spezialfall kommt hinzu, dass eine Gutheissung des Gesuchs nicht nur eine provisorische Vorwegnahme der von den BeschwerdefÃ¼hrenden begehrten Entscheidung gleich kÃ¤me, sondern ihnen im Endeffekt die Eheschliessung ermÃ¶glichte, welche sich ge­gen ihren Willen selbst dann nicht mehr rÃ¼ckgÃ¤ngig machen liesse, wenn eine Trauung hÃ¤tte verweigert werden mÃ¼ssen (vgl. Art. 97 ff. ZGB). Das Gesuch gilt es deshalb abzu­weisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Was die verbleibenden HauptantrÃ¤ge anlangt, nÃ¤mlich die Fortsetzung des Ehe­verkÃ¼ndungs- bzw. -vorbereitungsverfahrens sowie das Erteilen eines Dispenses im Sinn von Art. 150 Abs. 3 ZStV (in der nunmehr aufgehobenen Fassung) bzw. einer Bewilligung im Sinn von Art. 41 Abs. 1 ZGB, lÃ¤sst sich gemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG zustimmend auf die das Wesentliche zusammenfassende Sachverhaltsdarstel­lung (soweit hier nicht schon erfolgt) und die sorgfÃ¤ltigen ErwÃ¤gungen der Vorinstanz verweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zu bemerken bleibt zum Rekursentscheid bloss zweierlei: Zum einen scheint E. 4 anzunehmen, die GewÃ¤hrung des altrechtlichen Dispenses nach der Zivilstandsverordnung komme einzig in analoger Anwendung von Art. 7 Abs. 1 des Schlusstitels zum ZGB nicht mehr in Frage. Nun erfolgte die Aufhebung der Dispensationsbestimmung wegen des In­krafttretens des diese verdrÃ¤ngenden Art. 41 Abs. 1 ZGB. Eine Bewilligung nach letzterer Norm gehÃ¶rt aber trotz deren weiteren Anwendungsbereichs zur Eheschliessung, wofÃ¼r seit 1. Januar 2000 das neue Recht gilt. Das alte kÃ¶nnte es nur tun, wenn das VerkÃ¼ndverfahren am 31. Dezember 1999 abgeschlossen gewesen wÃ¤re (vgl. einschlÃ¤giges Kreisschreiben vom 1. September 1999 des EidgenÃ¶ssischen Amts fÃ¼r das Zivilstandswesen, ZZW 67/1999, S. 265 ff.; <i>Botschaft</i> vom 15. November 1995 Ã¼ber die Ãnderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, BBl 1996 I 1 ff., 51 f. und 169; Rolf Reinhard, Die am 1. Januar 2000 in Kraft tretende Revision vom 26. Juni 1998 des Zivilgesetzbuches: <i>Ãber­sicht</i> Ã¼ber die Ãnderungen im Bereich der Beurkundung des Personenstandes sowie des Eheschliessungsverfahrens, ZZW 67/1999, S. 371 ff., 379; ders., <i>Neuerungen</i> in der Beur­kundung des Personenstandes und im Eheschliessungsverfahren, ZBJV 136/2000, S. 68 ff., 70 und 74); daran fehlt es vorliegend. Abgesehen hiervon teilte der Beschwerdegegner den BeschwerdefÃ¼hrenden am 5. Januar 2000 zu Recht mit, der frÃ¼her mÃ¶gliche Dispens habe lediglich nicht oder nur sehr schwer erhÃ¤ltliche [gegenwÃ¤rtig nicht interessierende] <i>auslÃ¤n­dische</i> Urkunden betroffen (act. --; vgl. Henri-Robert SchÃ¼pbach, Der Personenstand, Er­fassung und Beurkundung des Zivilstandes in: Schweizerisches Privatrecht, Bd. II/3, Basel und Frankfurt am Main 1996, S. 147). Zum andern mÃ¼sste es in E. 5c bei der Anru­fung von Art. 95 Abs. 2 ZGB richtig Art. 96 ZGB heissen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Ãbrigen gibt die Beschwerde dem Gericht Anlass zu folgenden ErgÃ¤nzungen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Nach Meinung der BeschwerdefÃ¼hrenden haben sich die Vorinstanzen ange­masst, Feststellungen Ã¼ber den Wohnsitz des BrÃ¤utigams zu treffen. Das falle allein in die ZustÃ¤ndigkeit der kantonalen Fremdenpolizei und des kommunalen Personenmeldeamts, QuartierbÃ¼ro Hard. Beide BehÃ¶rden hÃ¤tten sich zum Domizil aber nicht ausgesprochen. Im Ãbrigen habe der BeschwerdefÃ¼hrer kraft Art. 24 ZGB Wohnsitz in der Schweiz.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gerade wegen letzterer Behauptung braucht es fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer eine Be­stÃ¤tigung der Fremdenpolizei Ã¼ber eine aktuelle Anwesenheitsbewilligung oder zumindest ein einschlÃ¤giges Verfahren mit voraussichtlich positivem Ausgang und - daran anschlies­send - ein Wohnsitzzeugnis der Einwohnerkontrolle. Beides fehlt hier. Deshalb ist das Domizil streitig. Das schliesst eine Bewilligung im Sinn von Art. 41 Abs. 1 ZGB aus. Diese Bestimmung spricht zwar von durch Urkunden zu belegenden Angaben Ã¼ber den <i>Personenstand</i>, wozu der Wohnsitz eigentlich nicht gehÃ¶rt. Doch wollte sie den Anwen­dungsbereich von Art. 150 Abs. 3 ZStV in der bis Ende 1999 geltenden Fassung, die auch Ausweise Ã¼ber den Wohnsitz betraf, keineswegs einschrÃ¤nken, sondern wie gesagt viel­mehr ausdehnen (vgl. auch Cyril Hegnauer/Peter Breitschmid, Grundriss des Eherechts, 4. A., Bern 2000, N. 5.08).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dem BeschwerdefÃ¼hrer bleibt einzig der Weg, vor Zivilgericht auf Feststellung sei­nes Wohnsitzes zu klagen (Botschaft S. 52; Reinhard, Neuerungen, S. 70). In diesem Zu­sammenhang werfen die BeschwerdefÃ¼hrenden der Vorinstanz zu Unrecht vor, den Be­schwerdefÃ¼hrer zu einer Domizilverlegung ins Ausland zwingen zu wollen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen vor, die Fremdenpolizei habe dem Beschwer­defÃ¼hrer die Aufenthaltsbewilligung bis 2. Januar 1995 verlÃ¤ngert (act. --), aber nie zuge­stellt, weshalb er kein neues VerlÃ¤ngerungsgesuch habe einreichen kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die jÃ¼ngste VerlÃ¤ngerung entfaltete mangels Zustellung (vgl. auch act.--), weswe­gen denn die Fremdenpolizei die Rechnung dafÃ¼r auch stornierte (act.--), keine Wirkung. Jedenfalls wÃ¤re eine solche lÃ¤ngst erloschen, und zwar spÃ¤testens, als die Fremdenpolizei mit VerfÃ¼gung vom 24. Juli 1997 das entsprechende Gesuch gleichsam in WiedererwÃ¤gung abwies sowie ein Rekurs dagegen am Regierungsratsbeschluss vom 10. Dezember 1997 rechtskrÃ¤ftig scheiterte (act.--).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Freilich behaupten die BeschwerdefÃ¼hrenden, die damals mit den Entscheiden be­diente angebliche Vertreterin des BeschwerdefÃ¼hrers (vgl. auch act.--) habe gar keine hin­reichende Vollmacht besessen. Das Ã¤ndert jedoch nichts an der richtigen Feststellung der Vorinstanz, selbst bei noch hÃ¤ngigem VerlÃ¤ngerungsverfahren lasse sich nicht mit einem fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer positiven Ausgang rechnen. Sollten die BeschwerdefÃ¼hrenden immer noch denken, das durch die Vorinstanz von der Fremdenpolizei vermeintlich "ille­gal" beigezogene Dossier (act.--) sei aus den Akten zu entfernen (act.--), wÃ¼rden sie trotz Nichtbeachtung dieses Dossiers ihre Chancen fÃ¼r die Beurteilung gerade der letzteren Frage nicht verbessern, nachdem sie sich schon beim Beschwerdegegner mit nicht verfan­gender BegrÃ¼ndung geweigert haben, den ZivilstandsbehÃ¶rden Einsicht in die fremdenpo­lizeilichen Akten zu erlauben (act.--).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Alle weiteren Vorbringen der Beschwerde kÃ¶nnen dem Rekursentscheid ebenso wenig anhaben und Ã¤ndern insbesondere nichts am Problem des beschwerdefÃ¼hrerischen Wohnsitzes.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zur vorinstanzlichen E. 5e in Verbindung mit E. 4a (recte E. <i>5</i>a), welche allein schon die Rekursabweisung trÃ¤gt bzw. die UnmÃ¶glichkeit eines Abschlusses des Ehevorbe­reitungsverfahrens motiviert, schweigt die Beschwerde mit gutem Grund. Der Beschwer­degegner machte die BeschwerdefÃ¼hrenden bereits mit Schreiben vom 5. Januar 2000 zu­treffend darauf aufmerksam, sie mÃ¼ssten laut den Art. 98 Abs. 3 ZGB und 152 ZStV beim Zivilstandsamt persÃ¶nlich eine ErklÃ¤rung unterzeichnen, wonach sie die Ehevoraussetzun­gen erfÃ¼llten (act.--). In der Rekursantwort vom 10. Mai 2000 ergÃ¤nzte er, das kÃ¶nne unter UmstÃ¤nden auch bei einer schweizerischen Vertretung im Ausland geschehen (act.--; vgl. Art. 157 Abs. 1 und 3 ZStV). Weder das eine noch das andere ist erfolgt, wobei die Be­schwerdefÃ¼hrenden noch nicht einmal behauptet, geschweige denn nachgewiesen haben, dem BeschwerdefÃ¼hrer sei das persÃ¶nliche Erscheinen auf dem Zivilstandsamt im Sinn von Art. 98 Abs. 2 ZGB offensichtlich unzumutbar (vgl. dazu auch Botschaft, S. 70; Kreis­schreiben vom 10. Dezember 1999 sowie 28. April 2000 des EidgenÃ¶ssischen Amts fÃ¼r das Zivilstandswesen, ZZW 68/2000, S. 8 ff., 9 sowie 173 ff., 177 und 180; Reinhard, Ãber­sicht, S. 376; ders., Neuerungen, S. 73).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Rechtsmittel ist mithin abzuweisen, soweit sich Ã¼berhaupt darauf eintreten lÃ¤sst.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> Das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen wird abgewiesen;</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>