<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00146</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204355&amp;W10_KEY=4467141&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00146</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.07.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Fehlende Legitimation zur Anfechtung eines Nichteintretensbeschlusses<br/><br/>Die für die Legitimation erforderliche Betroffenheit des Anfechtenden im Sinn von § 338a Abs. 1 PBG muss unmittelbar sein, das heisst der geltend gemachte Nachteil muss sich unmittelbar für den Anfechtenden ergeben; er darf nicht bloss eine Folge des dem Adressaten durch die Verfügung gebotenen Handelns sein. Sodann muss das geltend gemachte Interesse in der Regel aktuell sein (E. 2.1). Die Baurekurskommission hat die Beschwerdeführenden auf ihr Gesuch hin als Mitbeteiligte ins Rekursverfahren einbezogen, ohne darzulegen, inwiefern die Voraussetzungen dafür erfüllt waren. Ein Recht auf Beizug ins Verfahren besteht nur für Personen, die ein schutzwürdiges Interesse am Ausgang des Verfahrens haben und bisher keine Gelegenheit oder keinen Anlass hatten, dieses geltend zu machen (E. 2.2). Im vorliegenden Fall wären die Beschwerdeführenden zur Anfechtung befugt und müssten deshalb auch in ein Rekursverfahren einbezogen werden, das sich gegen die Verweigerung einer solchen Bewilligung richtet (E. 2.3). Das Rekursverfahren konnte hier aber ausschliesslich die Frage betreffen, ob die Bewilligungsbehörde auf das Baugesuch eintreten müsse. Vom Entscheid über diese Frage sind die Beschwerdeführenden - auch die Grundeigentümerin, die ihre Zustimmung widerrufen hat - nur mittelbar betroffen (E. 2.4). Bereits die Baurekurskommission hätte deshalb die Beschwerdeführenden nicht in das Rekursverfahren miteinbeziehen dürfen. Aus denselben Gründen ist auf ihre Beschwerden nicht einzutreten (E. 2.5). Im Übrigen erweisen sich die Beschwerden auch als unbegründet. Die behördliche Prüfung des Baugesuchs setzt nicht zwingend die Zustimmung des Grundeigentümers voraus, und entsprechend führt deren Widerruf nicht dazu, dass ein laufendes Bewilligungsverfahren einzustellen ist (E. 3). Nichteintreten.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTUELLES INTERESSE">AKTUELLES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANTENNE">ANTENNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHWERDELEGITIMATION">BESCHWERDELEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINTRETENSFRAGE">EINTRETENSFRAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MIETVERTRAG">MIETVERTRAG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MOBILFUNKANLAGE">MOBILFUNKANLAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MOBILFUNKANTENNE">MOBILFUNKANTENNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTEINTRETEN">NICHTEINTRETEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSSCHUTZINTERESSE">RECHTSSCHUTZINTERESSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZWÃRDIGES INTERESSE">SCHUTZWÃRDIGES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAGSAUFLÃSUNG">VERTRAGSAUFLÃSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Kantonale Verwaltungsgerichtsbeschwerde ST: WEITERE BESCHWERDEVORAUSSETZUNGEN">WEITERE BESCHWERDEVORAUSSETZUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF">WIDERRUF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZIVILRECHTLICHE STREITIGKEIT">ZIVILRECHTLICHE STREITIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTIMMUNG">ZUSTIMMUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 310 Abs. III PBG</span><br/><span class="gerade">§ 315 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 338a Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2004 Nr. 50 S. 16</span><br/><span class="ungerade">RB 2004 Nr. 12</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 1. April 2003 trat die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich auf ein Baugesuch der F AG fÃ¼r eine Basisstation fÃ¼r die Mobilfunknetze GSM und UMTS auf dem Kirchturm der Kirch­gemeinde D nicht ein.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Den hiergegen erhobenen Rekurs der F AG hiess die Baurekurskommission I am 27. Fe­bruar 2004 gut; sie hob den angefochtenen Beschluss auf und wies die kom­munale Bau­be­hÃ¶rde zur Anhandnahme des Baugesuchs und zur materiellen PrÃ¼fung des Bauvorhabens an.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Rekursentscheid liessen am 5. April 2004 die Kirchgemeinde D (VB.2004.00146) sowie A und B (VB.2004.00147), die sich als Anwohner bereits am Re­kurs­verfahren beteiligt hatten, Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben, und zwar je mit den AntrÃ¤gen, es sei unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen der Rekursentscheid aufzuheben und der angefochtene Beschluss der Bausektion der Stadt ZÃ¼rich vom 1. April 2003 zu bestÃ¤tigen. Die Kirchgemeinde D beantragte Ã¼berdies unter Hinweis auf ange­bahn­te Verhandlungen die Sistierung des Verfahrens.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vorinstanz beantragte am 15. April 2004 Abweisung der Beschwerden. Die F AG liess am 10. Mai 2004 beantragen, die Beschwerden seien unter Kosten- und EntschÃ¤digungs­folgen abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei; dem Sistierungsgesuch sei nicht stattzu­geben. Die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich als Mitbeteiligte schloss am 11. Mai 2004 auf Gutheissung der Beschwerde unter Kostenfolgen.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Die beiden Beschwerden betreffen das nÃ¤mliche Bauvorhaben und werfen dieselben Rechtsfragen auf; die Verfahren sind zweckmÃ¤ssigerweise zu vereinigen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Da sich die Bauherrschaft der Sistierung des Verfahrens widersetzt und eine einvernehmliche Erledigung nicht in Aussicht steht, rechtfertigt sich eine Sistierung nicht. Das Gesuch ist abzuweisen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerdegegnerin stellt die Beschwerdebefugnis der privaten BeschwerdefÃ¼hrenden in Frage. Als Prozessvoraussetzung ist die Beschwerdelegitimation von Amtes wegen zu prÃ¼fen (RB 1980 Nr. 8; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 N. 29).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>GemÃ¤ss § 338a Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) ist zu Rekurs und Beschwerde in baurechtlichen Streitigkeiten berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Ãnderung hat. Die Betroffenheit des Anfechtenden muss unmittelbar sein, das heisst, der geltend gemachte Nachteil muss sich unmittelbar fÃ¼r den Anfechtenden ergeben; er darf nicht bloss eine Folge des dem Adressaten durch die VerfÃ¼gung gebotenen Handelns sein (RB 1998 Nr. 11 = ZBl 100/1999, S. 444; RB 1984 Nr. 12). Sodann muss das geltend gemachte Interesse in der Regel aktuell sein (RB 1998 Nr. 41, 1987 Nr. 5; KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 21 N. 25); ein bloss virtuelles Interesse genÃ¼gt nicht (RB 1983 Nr. 11).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Die Baurekurskommission hat die BeschwerdefÃ¼hrenden auf ihr Gesuch hin als Mitbe­teiligte ins Rekursverfahren einbezogen, ohne darzulegen, inwiefern die Voraussetzungen dafÃ¼r erfÃ¼llt waren. Ein Recht auf Beizug ins Verfahren besteht nur fÃ¼r Personen, die ein schutzwÃ¼rdiges Interesse am Ausgang des Verfahrens haben und bisher keine Gelegenheit oder keinen Anlass hatten, dieses geltend zu machen (RB 1983 Nr. 13 = BEZ 1984 Nr. 6, RB 1997 Nr. 5; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 110, 113). In baurechtlichen Verfahren ist zu­sÃ¤tzlich vorausgesetzt, dass die betreffende Person um Zustellung des baurechtlichen Ent­scheids nach § 315 Abs. 1 PBG ersucht hat, da andernfalls ihr Rekursrecht ohnehin ver­wirkt ist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 111).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Die beschwerdefÃ¼hrenden Anwohner haben laut angefochtenem Beschluss der Mitbeteiligten vom 1. April 2003 die Zustellung der Baubewilligung fristgerecht verlangt; der EigentÃ¼merin des BaugrundstÃ¼cks ist dieser Beschluss als am Bewilligungsverfahren Beteiligte richtigerweise auch ohne entsprechendes Gesuch mitgeteilt worden. Sodann ist unbestritten, dass alle beschwerdefÃ¼hrenden Anwohner bzw. EigentÃ¼mer von Liegenschaften im nÃ¤heren Umkreis der geplanten Basisstation sind und sich damit innerhalb eines Radius befinden, innerhalb dessen die Strahlung noch 10 % des Anlagegrenzwerts betragen kann, weshalb ihre Betroffenheit durch die Auswirkungen der Basisstation im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 128 II 168) zu bejahen ist. Sie wÃ¤ren deshalb durch die Erteilung der Baubewilligung fÃ¼r eine Basisstation in schÃ¼tzenswerten Interessen berÃ¼hrt. Damit wÃ¤ren sie zur Anfechtung befugt und mÃ¼ssten deshalb auch in ein Rekursverfahren einbezogen werden, das sich gegen die Verweigerung einer solchen Bewilligung richtet (RB 1997 Nr. 5).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Die Mitbeteiligte hat im angefochtenen Beschluss vom 1. April 2003 jedoch nicht die Bewilligung fÃ¼r die Basisstation verweigert, sondern wegen des Widerrufs der Zu­stim­mung der GrundeigentÃ¼merin die materielle PrÃ¼fung des Baugesuchs abgelehnt. Das Re­kurs­verfahren konnte deshalb ausschliesslich die Frage betreffen, ob die Bewilli­gungs­behÃ¶rde auf das Baugesuch eintreten mÃ¼sse. Vom Entscheid Ã¼ber diese Frage sind die Be­schwerdefÃ¼hrenden nur mittelbar betroffen. Der im Rekursverfahren zu treffende bzw. mittlerweile getroffene Entscheid Ã¼ber die Pflicht der BehÃ¶rde zur PrÃ¼fung des Baugesuchs betrifft den Gesuchsteller und die BewilligungsbehÃ¶rde und hat keine unmittelbaren Aus­wirkungen auf die Interessen der BeschwerdefÃ¼hrenden. Erst die Erteilung der Bewilligung als mÃ¶gliche Folge des der BewilligungsbehÃ¶rde gebotenen Handelns berÃ¼hrt die Inte­ressen der BeschwerdefÃ¼hrer unmittelbar. Das gilt auch bezÃ¼glich der GrundeigentÃ¼merin, welche den Einwand, sie habe ihre Zustimmung zum Bauvorhaben widerrufen und die Ge­suchstellerin sei zum Bau der Mobilfunk-Antenne auf ihrem GrundstÃ¼ck nicht befugt, auch noch im Rekursverfahren gegen die Baubewilligung geltend machen kann. Die Frage, ob die durch den Rekursentscheid gebotene PrÃ¼fung des Bauvorhabens unnÃ¶tigen Aufwand ver­ursacht, betrifft die Interessen der GrundeigentÃ¼merin und der Anwohner nicht. Diese mÃ¶gen zwar ein Interesse daran haben, das Bauvorhaben in einem mÃ¶glichst frÃ¼hen Zeit­punkt zu Fall zu bringen, um sich damit den Aufwand zur Anfechtung einer allfÃ¤lligen Be­willigung zu ersparen. Das ist jedoch wiederum nur ein mittelbares Interesse. Zudem kÃ¶nn­ten mit dieser BegrÃ¼ndung Drittbetroffene die Aufspaltung des Bewil­ligungs­ver­fahrens in einen Streit Ã¼ber die ZulÃ¤ssigkeit der PrÃ¼fung des Baugesuchs und einen solchen Ã¼ber die BewilligungsfÃ¤higkeit erzwingen, was zu unerwÃ¼nschten VerzÃ¶gerungen des Bewilli­gungs­verfahrens fÃ¼hren wÃ¼rde.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span>Bereits die Baurekurskommission hÃ¤tte deshalb die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht in das Rekursverfahren miteinbeziehen dÃ¼rfen. Aus denselben GrÃ¼nden ist auf ihre Beschwerden nicht einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Ãbrigen erweisen sich die Beschwerden auch als unbegrÃ¼ndet. Bei der Bestimmung von § 310 Abs. 3 PBG, wonach der NichteigentÃ¼mer seine (zivilrechtliche) Berechtigung zur Einreichung des Baugesuchs nachzuweisen hat, handelt es sich nach stÃ¤ndiger Recht­sprechung des Verwaltungsgerichts um eine blosse Ordnungsvorschrift (RB 1987 Nr. 6 = BEZ 1988 Nr. 5; RB 1983 Nr. 106 = BEZ 1983 Nr. 18; Christian MÃ¤der, Das Baube­willi­gungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, N. 114; Christoph Fritzsche/Peter BÃ¶sch, ZÃ¼rcher Planungs- und Baurecht, 3. A., ZÃ¼rich 2003, S. 20-24), die vorab dem Schutz der BehÃ¶rden dient, wel­chen die PrÃ¼fung von zivilrechtlich klarerweise nicht realisierbaren Vorhaben erspart bleiben soll. Die behÃ¶rdliche PrÃ¼fung des Baugesuchs setzt deshalb nicht zwingend die Zu­stimmung des GrundeigentÃ¼mers voraus, und entsprechend fÃ¼hrt deren Widerruf nicht dazu, dass ein laufendes Bewilligungsverfahren einzustellen ist (so offenbar auch das Bau­de­partement des Kantons St. Gallen in einem Entscheid vom 7. November 2001 [act. 7/5/9 in VB.2004.00146)]). Die von den BeschwerdefÃ¼hrern und der Mitbeteiligten vertretene Auf­fassung wÃ¼rde darauf hinauslaufen, dass die Verfahrensherrschaft, die dem Gesuchsteller zukommt (MÃ¤der, N. 239), auf den GrundeigentÃ¼mer Ã¼bergeht, der unab­hÃ¤ngig von den zwischen ihm und dem Gesuchsteller bestehenden zivilrechtlichen Bezie­hungen, ein laufendes Bewilligungsverfahren jederzeit zu Fall bringen kÃ¶nnte.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vom blossen Widerruf der Zustimmung zu unterscheiden ist der Fall, wo der EigentÃ¼mer nicht nur seine Zustimmung zum Baugesuch widerruft, sondern sich einem Bauvorhaben des Gesuchstellers widersetzt, welches dieser mangels einer zivilrechtlichen Grundlage gegen den Willen des GrundeigentÃ¼mers offenkundig nicht verwirklichen kann. In diesem Fall hat der Gesuchsteller kein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der PrÃ¼fung seines Gesuchs und kann ein laufendes Rechtsmittelverfahren mangels Rechtsschutzinteresses als gegen­standslos abgeschrieben werden (Verwaltungsgericht, 24. MÃ¤rz 2004, VB.2003.00344 [eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist noch hÃ¤ngig]; Fritzsche/ BÃ¶sch, S. 20-25). So verhÃ¤lt es sich hier jedoch nicht, wo die GrundeigentÃ¼merin mit der Gesuchstellerin einen Mietvertrag abgeschlossen hat, welcher die Gesuchstellerin zur Er­stellung und zum Betrieb der umstrittenen Basisstation berechtigt. Solange dieser Mietvertrag nicht aufgelÃ¶st oder seine UngÃ¼ltigkeit nicht gerichtlich festgestellt ist, haben die VerwaltungsbehÃ¶rden davon auszugehen, dass die Gesuchstellerin die geplante Anlage verwirklichen kann und ein aktuelles Interesse an der PrÃ¼fung ihres Baugesuchs hat. Dass die Kirchgemein­de laut Beschluss der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung vom 4. Sep­tem­ber 2002 den Vertrag nicht erfÃ¼llen will und die Kirchenpflege mit seiner AuflÃ¶sung beauftragt hat (act. 7/14/1 in VB.2004.00146), Ã¤ndert daran nichts.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang sind die Verfahrenskosten zur HÃ¤lfte der beschwerdefÃ¼hrenden Kirchgemeinde und zu je einem Viertel und unter solidarischer Haftung fÃ¼r die HÃ¤lfte den privaten BeschwerdefÃ¼hrenden aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Im selben VerhÃ¤ltnis sind sie zu einer ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 2'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) an die Beschwerdegegnerin zu verpflichten (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerdeverfahren VB.2004.00146 und VB.2004.00147 werden vereinigt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 180.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 3'180.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden zur HÃ¤lfte der beschwerdefÃ¼hrenden Kirchgemeinde und zu je einem Viertel und unter solidarischer Haftung fÃ¼r die HÃ¤lfte den privaten BeschwerdefÃ¼hrenden auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Nach dem fÃ¼r die Gerichtskosten festgelegten VerteilschlÃ¼ssel werden die Be­schwerdefÃ¼hrenden zu einer ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 2'000.- (Mehrwert­steuer inbegriffen) an die Beschwerdegegnerin verpflichtet, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Entscheids.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>