<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00499</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204828&amp;W10_KEY=13013566&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00499</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.02.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Submission (Unterhalts- und Pflegearbeiten an öffentlichen Park- und Grünanlagen) Indem die Rangordnung der Kriterien aus den Ausschreibungsunterlagen ersichtlich war und die bei der Auswertung angewandte Gewichtung dieser entsprach, hat das Verfahren durchaus den Anforderungen gemäss § 13 Abs. 1 lit. m SubmV genügt (E. 5). Auch wenn die Beschwerdegegnerin bei allen eingeladenen Anbietern über eigene Erfahrungen verfügte, war es zweifellos zulässig, dass sie von ihnen Referenzen über vergleichbare Objekte verlangte. (...) Der Beschwerdeführer durfte daher, nachdem die Abgabe einer Referenzliste in den Ausschreibungsunterlagen ausdrücklich vorgesehen war, nicht darauf vertrauen, dass die bisher von ihm ausgeführten Aufträge für die Gemeindeverwaltung bereits bekannt seien und für die Bewertung genügten (E. 6.2). Abweisung der Beschwerde </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEIZUG">BEIZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EXPERTE">EXPERTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEHRLINGSAUSBILDUNG">LEHRLINGSAUSBILDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZ">REFERENZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 17 Abs. II IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">Art. 18 Abs. II IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">§ 27 SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Gemeinde X fÃ¼hrte im Oktober 2004 eine Submission fÃ¼r Unterhalts- und Pflegearbeiten an Ã¶ffentlichen Park- und GrÃ¼nanlagen wÃ¤hrend der Jahre 2005 und 2006 durch. Sie unterteilte die Arbeiten in 13 TeilauftrÃ¤ge und lud fÃ¼nf in der Gemeinde ansÃ¤ssige Betriebe zur Offertstellung ein. Innert Frist machten vier der angefragten Unternehmungen ein Angebot. Mit Beschluss vom 9. November 2004 vergab der Gemeinderat die 13 TeilauftrÃ¤ge an drei Anbietende, zwei davon in der HÃ¶he von insgesamt Fr. 8'397.40.- an A. Der Beschluss wurde den Anbietenden mit Schreiben vom 16. November 2004 erÃ¶ffnet.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diesen Ent­scheid erhob A am 20. November 2004 Beschwerde an das Ver­wal­tungs­ge­richt. Er beantragte sinngemÃ¤ss, der angefochtene Ent­scheid sei aufzuheben und es seien vier zusÃ¤tzliche TeilauftrÃ¤ge von insgesamt Fr. 28'232.60 an ihn zu vergeben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Gemeinde liess in ihrer Be­schwer­de­ant­wort vom 15. Dezember 2004 Antrag auf Abweisung der Be­schwer­de stellen, unter Ko­sten- und Ent­schÃ¤­di­gungs­fol­gen zulasten des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers. Gleichzeitig teilte sie mit, dass sie die VertrÃ¤ge Ã¼ber die strittigen TeilauftrÃ¤ge inzwischen abgeschlossen habe. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Replik vom 6. Januar und Duplik vom 2. Februar 2005 hielten die Parteien an ihren Standpunkten fest.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aufgrund eines in der Replik gestellten Begehrens wurde dem Be­schwer­de­fÃ¼h­rer mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 8. Februar 2005 Einsicht in die Prozessakten (mit einzelnen EinschrÃ¤nkungen) gewÃ¤hrt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Mitbeteiligten nahmen zur Be­schwer­de keine Stellung.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = <span class="UrteilstextChar">BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie § 2 des Gesetzes vom 15. September 2003 Ã¼ber den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung zur Anwendung.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer stellte keinen Antrag betreffend GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung; das Ver­wal­tungs­ge­richt hat von der ihm nach Art. 17 Abs. 2 IVÃ¶B zustehenden MÃ¶glichkeit, der Be­schwer­de von Amtes wegen aufschiebende Wirkung zu erteilen, keinen Gebrauch gemacht. Demzufolge war die Be­schwer­de­geg­nerin befugt, die VertrÃ¤ge mit den ausgewÃ¤hlten Anbietenden abzuschliessen (</span>RB 1999 Nr. 66, E. 2 = BEZ 1999 Nr. 13, E. 2b = ZBl 100/1999, 372, E. 2b<span>), was sie gemÃ¤ss Mitteilung in der Be­schwer­de­ant­wort auch getan hat. Im Fall einer Gutheissung der Be­schwer­de kann somit nur noch festgestellt werden, dass der angefochtene Zuschlag rechtswidrig ist (Art. 9 Abs. 3 des </span>Bundesgesetzes Ã¼ber den Binnenmarkt vom 6. Oktober 1995<span>; Art. 18 Abs. 2 IVÃ¶B).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer beanstandet in der Replik sinngemÃ¤ss, dass das Gericht die aufschiebende Wirkung nicht von Amtes wegen erteilt hat. Nachdem die Be­schwer­de­geg­nerin die VertrÃ¤ge jedoch zulÃ¤ssigerweise bereits abgeschlossen hat, ist auf diesen Einwand nicht weiter einzugehen. Die Be­schwer­de­geg­nerin war auch nicht verpflichtet, in der Rechts­mit­tel­be­leh­rung des Ver­ga­be­ent­scheids auf die MÃ¶glichkeit eines Gesuchs betreffend aufschiebende Wirkung hinzuweisen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Feststellung der Rechtswidrigkeit des angefochtenen Ver­ga­be­ent­scheids ist die vom Gesetz vorgesehene Folge der Be­schwer­degutheissung, wenn der Vertrag Ã¼ber die strittige Vergabe bereits abgeschlossen ist. Eines besonderen Antrags des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers bedarf es dafÃ¼r, entgegen der Auffassung der Be­schwer­de­geg­nerin, nicht. AllfÃ¤llige SchadenersatzansprÃ¼che wÃ¤ren jedoch nicht im Be­schwer­de­ver­fah­ren geltend zu machen (</span>RB 2000 Nr. 15 = BEZ 2000 Nr. 25, E. 3<span>).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer beanstandete mit der Replik, dass ihm die Gemeinde trotz eines entsprechenden Begehrens keine Einsicht in das Protokoll der OfferterÃ¶ffnung gegeben habe. Die Be­schwer­de­geg­nerin nahm dazu in der Duplik keine Stellung.</p> <p class="Urteilstext">In der Replik sind neue Vorbringen nur noch zulÃ¤ssig, soweit sie durch die Be­schwer­de­ant­wort erforderlich wurden (VGr, 9. April 2003, VB.2002.00380, E. 4a, www.vgrzh.ch). Vorliegend hat die Be­schwer­de­geg­nerin mit der Be­schwer­de­ant­wort zwar die BegrÃ¼ndung des Ver­ga­be­ent­scheids nachgeholt, sodass die dagegen gerichteten RÃ¼gen noch mit der Replik vorgebracht werden durften. Die Frage der Einsicht in das OfferterÃ¶ffnungsprotokoll betrifft jedoch nicht die BegrÃ¼ndung des Ver­ga­be­ent­scheids, sondern wird vom Be­schwer­de­fÃ¼h­rer unabhÃ¤ngig davon aufgeworfen. Der Einwand ist daher verspÃ¤tet.</p> <p class="Urteilstext">Im Ãbrigen ist darauf hinzuweisen, dass die in § 27 der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 (SubmV) enthaltenen Vorschriften Ã¼ber die Ãffnung der Angebote heute â entgegen der frÃ¼heren Rechtslage gemÃ¤ss § 25 der alten Sub­mis­si­ons­ver­ord­nung vom 18. Juni 1997 â auch im Einladungsverfahren zu beachten sind. Der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer hat jedoch im Be­schwer­de­ver­fah­ren alle diesbezÃ¼glichen Informationen erhalten, und es ist nicht ersichtlich, inwiefern eine allfÃ¤llige Verweigerung der Einsicht wÃ¤hrend des Vergabeverfahrens fÃ¼r den Erfolg der Be­schwer­de von Bedeutung sein kÃ¶nnte.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer beanstandet in der Replik, dass die Be­schwer­de­ant­wort nicht darÃ¼ber Auskunft gebe, wie die Angebote im Detail bewertet wurden. Diese Bewertungen waren jedoch in den von der Gemeinde eingereichten Akten enthalten, Ã¼ber die der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer mit dem Aktenverzeichnis der Be­schwer­de­ant­wort orientiert wurde. Die betreffende Unterlage wurde ihm auf sein Begehren zur Einsicht Ã¼berlassen, wobei lediglich die Angaben zu einem am Be­schwer­de­ver­fah­ren nicht beteiligten Anbieter abgedeckt wurden (vgl. die PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 8. Februar 2005). Dass der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer das Gesuch um Akteneinsicht erst mit der Replik stellte und daher in der Replik nicht dazu Stellung nehmen konnte, ist nicht der Be­schwer­de­geg­nerin anzulasten. Er hat auch nachtrÃ¤glich nicht dazu Stellung genommen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Be­schwer­de­geg­nerin legte in den Offertgrundlagen die folgenden Zu­schlags­kri­te­rien fest:</p> <p class="EinzugZitat"><span>"â Wirtschaftlich gÃ¼nstigstes Angebot</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> â Referenzen, Erfahrung vergleichbarer Objekte → Liste detailliert beilegen</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> â Lehrlingsausbildung</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> â QualitÃ¤tssicherung → Zusammenstellung, wie QS bei der AusfÃ¼hrung und der Einsatz von Personal und Maschinen vorgesehen ist."</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei der Beurteilung der Angebote gewichtete sie dann die Zu­schlags­kri­te­rien wie folgt:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Preis 60 %</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Referenzen 25 %</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Lehrlingsausbildung 10 %</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>QualitÃ¤tssicherung 5 %</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer beanstandet, dass diese Gewichtung nicht bereits bei der Ausschreibung bekannt gegeben wurde. Dazu war die Be­schwer­de­geg­nerin jedoch nach geltendem Recht nicht verpflichtet. GemÃ¤ss § 13 Abs. 1 lit. m SubmV muss in der Aus­schrei­bung bzw. in den Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen lediglich die "Rangordnung oder Gewichtung" der Zu­schlags­kri­te­rien bekannt gegeben werden (vgl. zum Ganzen RB 2002 Nr. 47 = BEZ 2003 Nr. 13, E. 3). Dieser Anforderung hat das vor­lie­gend eingeschlagene Verfahren genÃ¼gt, indem die Rangordnung der Kriterien aus den Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen ersichtlich war und die bei der Auswertung angewandte Gewichtung dieser Rangordnung entsprach.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Der mit der Offerte abzugebende Fragebogen verlangte die Angabe von Referenzpersonen fÃ¼r AuskÃ¼nfte Ã¼ber ausgefÃ¼hrte Leistungen und erwÃ¤hnte unter den abzugebenden Beilagen eine Referenzliste der letzten drei Jahre mit Angaben zu Objekt, Ort, Jahr, Bausumme, Auftraggeber und Kontaktperson. Auch aus den Zu­schlags­kri­te­rien ging hervor, dass die Be­schwer­de­geg­nerin die Beilage einer detaillierten Liste mit Referenzen betreffend vergleichbare Objekte erwartete.</p> <p class="Urteilstext">Die Offerte des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers enthÃ¤lt unter dem Titel "Referenzpersonen" lediglich die Angabe "Herr E, Schul­haus­abwarte, Herr F"; eine Liste mit Referenzen lag nicht bei. DemgegenÃ¼ber reichten die andern Anbietenden, insbesondere die beiden Mitbeteiligten, Referenzlisten mit Angabe der vergleichbaren Objekte ein. Aufgrund dieses Umstandes benotete die Be­schwer­de­geg­nerin das Angebot des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers beim Zu­schlags­kri­te­rium Referenzen mit nur drei von maximal sechs Punkten, wÃ¤hrend die beiden Mitbeteiligten die volle Punktzahl von sechs Punkten erhielten. Diese unterschiedliche Bewertung fÃ¼hrte dazu, dass der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer bei mehreren TeilauftrÃ¤gen trotz eines gÃ¼nstigeren Offertpreises nicht die beste Gesamtnote erzielte.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer macht geltend, seine Unternehmung sei seit Jahrzehnten immer wieder fÃ¼r die Be­schwer­de­geg­nerin tÃ¤tig gewesen und er habe daher davon ausgehen dÃ¼rfen, dass seine Referenzen bzw. Fachkompetenzen innerhalb der Gemeindeverwaltung bekannt seien. Auch habe er annehmen dÃ¼rfen, dass die BehÃ¶rde mit den angefÃ¼hrten Kontaktpersonen vertraut sei.</p> <p class="Urteilstext">Eigene Erfahrungen der vergebenden Amtsstelle, welche diese mit frÃ¼heren AuftrÃ¤gen eines Anbieters gesammelt hat, dÃ¼rfen bei der Beurteilung des Angebots ebenso wie externe Referenzen verwendet werden (VGr, 25. Januar 2001, VB.2000.00233, E. 2c). Allerdings sind die eigenen Erfahrungen in diesem Fall konkret zu beschreiben, um eine objektive Beurteilung und die Vergleichbarkeit zu gewÃ¤hrleisten. Vorliegend scheint die Be­schwer­de­geg­nerin bei allen eingeladenen Anbietern Ã¼ber derartige Erfahrungen verfÃ¼gt zu haben. Dennoch war es zweifellos zulÃ¤ssig, dass sie von ihnen Referenzen Ã¼ber vergleichbare Objekte verlangte. Dieses Vorgehen erleichterte ihr zum einen interne Nachfragen bezÃ¼glich frÃ¼herer AuftrÃ¤ge, anderseits bot es ihr die MÃ¶glichkeit, ihre eigenen Erfahrungen mit auswÃ¤rtigen Referenzen zu vergleichen. Der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer durfte daher, nachdem die Abgabe einer Liste mit vergleichbaren Referenzobjekten in den Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen ausdrÃ¼cklich vorgesehen war, nicht einfach darauf vertrauen, dass die bisher von ihm ausgefÃ¼hrten AuftrÃ¤ge fÃ¼r die Gemeindeverwaltung bereits bekannt seien und fÃ¼r die Bewertung genÃ¼gten.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.3 </b>Die vom Be­schwer­de­fÃ¼h­rer in der Duplik gemachten Angaben zur Ausbildung seiner Mitarbeiter sind keine Referenzen der verlangten Art. Diese kÃ¶nnten im Ãbrigen auch deshalb nicht mehr berÃ¼cksichtigt werden, weil die fÃ¼r die Bewertung massgeblichen Angaben bereits im Zeitpunkt des Ver­ga­be­ent­scheids vorliegen mÃ¼ssen (VGr, 21. April 2004, VB.2003.00268, E. 3.2.2, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.4 </b>Der Einwand des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers, dass er aus GrÃ¼nden des Datenschutzes keine Referenzen von andern Auftraggebern genannt habe, ist unbehilflich. In den meisten Branchen ist es ohne weiteres mÃ¶glich, Referenzlisten einzureichen, ohne Vorschriften betreffend Datenschutz zu missachten. Dass es sich auf dem Gebiet des Gartenbaus anders verhalte, ist nicht anzunehmen und wird vom Be­schwer­de­fÃ¼h­rer auch nicht begrÃ¼ndet.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.5 </b>Der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer beanstandet sodann, dass zur Beurteilung der Offerten keine fachkundigen Drittpersonen beigezogen worden seien. Keine der Personen, welche die Vergabe vorbereiteten, habe einen beruflichen Ausweis Ã¼ber die Fachrichtung LandschaftsgÃ¤rtnerei besessen. </p> <p class="Urteilstext">Die vergebende BehÃ¶rde hat das NÃ¶tige vorzukehren, um eine seriÃ¶se Beurteilung der Angebote zu gewÃ¤hrleisten; dazu gehÃ¶rt unter UmstÃ¤nden auch der Beizug externer Fachleute (RB 1999 Nr. 4 = BEZ 1999 Nr. 25, E. 5 = ZBl 101 /2000, 265, E. 5). Die Be­schwer­de­geg­nerin teilte in der Duplik mit, dass die Vorbereitung und DurchfÃ¼hrung der Vergabe in enger Zusammenarbeit mit der Firma G Landschaftsarchitekten erfolgt sei. Zwingend erforderlich war dieser Beizug aber bei der Vergabe eines Auftrags von eher geringer KomplexitÃ¤t, wie er hier zu beurteilen war, nicht. Wie der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer selber ausfÃ¼hrt, waren an der Vergabe Ã¼berdies ein GÃ¤rtner (wenn auch nicht LandschaftsgÃ¤rtner) und ein Strassenmeister beteiligt. Im Ãbrigen waren ohnehin keine spezifischen Fachkenntnisse erforderlich, um festzustellen, dass der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer keine ausreichenden Referenzen eingereicht hatte. Fachkenntnisse spielten allenfalls eine Rolle bei der Beurteilung der vom Be­schwer­de­fÃ¼h­rer in der Gemeinde ausgefÃ¼hrten AuftrÃ¤ge; deren QualitÃ¤t wurde aber von der Be­schwer­de­geg­nerin nicht beanstandet.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.6 </b>Aus den genannten GrÃ¼nden durfte und musste die Be­schwer­de­geg­nerin das Fehlen von Referenzangaben des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers bei der Benotung des Zu­schlags­kri­te­riums "Referenzen" in Rechnung stellen. Dass sie sein Angebot bei diesem Kriterium mit der HÃ¤lfte der Maximalnote bewertete, lag im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens. Mit dieser Bewertung gab sie auch zu erkennen, dass sie die vom Be­schwer­de­fÃ¼h­rer fÃ¼r die Gemeinde geleisteten Arbeiten mit berÃ¼cksichtigt hat.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Beim Zu­schlags­kri­te­rium Lehrlingsausbildung erhielt der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer ebenso wie die Mitbeteiligte 1 die Note vier bzw. gewichtet 40 Punkte. DemgegenÃ¼ber erzielte die Mitbeteiligte 2 die Bewertung von fÃ¼nf bzw. gewichtet 50 Punkten. Der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer macht geltend, dass es ihm mit Hilfe der von ihm beanspruchten weiteren TeilauftrÃ¤ge mÃ¶glich gewesen wÃ¤re, eine zusÃ¤tzliche Lehrstelle zu schaffen.</p> <p class="Urteilstext">Lehrstellen, die nicht besetzt sind und Ã¼ber deren Besetzung keine konkreten Angaben vorliegen, werden bei der Benotung des Zu­schlags­kri­te­riums Lehrlingsausbildung nicht berÃ¼cksichtigt (RB 2003 Nr. 52, E. 4 = BEZ 2003 Nr. 38, E. 4). Die vÃ¶llig unbestimmten Angaben des Be­schwer­de­fÃ¼h­rers vermÃ¶gen keine andere Bewertung dieses Kriteriums zu rechtfertigen. Ob es Ã¼berhaupt zulÃ¤ssig wÃ¤re, Lehrstellen zu berÃ¼cksichtigen, deren Schaffung von der Erteilung des fraglichen Auftrags abhÃ¤ngt, ist im Ãbrigen unklar. Die Frage kann hier jedoch offen bleiben.</p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Nach dem Gesagten erweist sich die Bewertung der Be­schwer­de­geg­nerin als zulÃ¤ssig. Der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer hat demnach nur bei zwei TeilauftrÃ¤gen die hÃ¶chste Gesamtbewertung erzielt. FÃ¼r diese erhielt er auch den Zuschlag. Die von ihm beanspruchten zusÃ¤tzlichen AuftrÃ¤ge stehen ihm dagegen nicht zu. Die Be­schwer­de erweist sich damit als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>9. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dem Ausgang des Verfahrens gemÃ¤ss wird der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer kostenpflichtig (§ 70 in Verbindung mit 13 Abs. 2 VRG). Er ist Ã¼berdies zu verpflichten, der Be­schwer­de­geg­nerin eine angemessene Par­tei­ent­schÃ¤­di­gung auszurichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). Als angemessen erweist sich eine ParteientschÃ¤digung in der HÃ¶he von Fr. 500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Be­schwer­de wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 280.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'780.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der Be­schwer­de­fÃ¼h­rer wird verpflichtet, der Be­schwer­de­geg­nerin eine Par­tei­ent­schÃ¤­di­gung von Fr. 500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu entrichten, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechts­kraft des vor­lie­genden Ent­scheids.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>