Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 30. Mai 2013 (720 13 20 / 116) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Bemessung des Valideneinkommens, Rückweisung Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Dani el Noll, Kantonsrich- terin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch E rich Züblin, Advokat, Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel gegen IV-Stelle Basel-Landschaft , Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A.1 Der 1956 geborene A.____ war seit 1. Juni 2001 be i der Firma B.____ als Diätkoch und als Leiter der Diätküche angestellt. Am 8. Dezember 2005 (Eingang) meldete er sich unter Hinweis auf ein Rücken- und ein Herzleiden sowie ein Win iwarter-Buerger-Syndrom bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an und beantragte Berufsbe- ratung, Umschulung und Arbeitsvermittlung. Nachdem die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) berufliche Massnahmen durchgeführt hatte, verfügte sie am 8. Mai 2008 deren Abschluss. Die- se Verfügung erwuchs in Rechtskraft. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A.2 Am 21. September 2010 meldete sich A.____ unter H inweis auf einen Leistungsman- gel, Probleme mit dem Atmen, Müdigkeit und starken R ückenschmerzen bei der IV-Stelle er- neut zum Leistungsbezug an. Nachdem diese die gesundheit lichen und erwerblichen Verhält- nisse abgeklärt hatte, ermittelte sie beim Versicherten e inen IV-Grad von 68%. Gestützt auf dieses Ergebnis sprach sie A.____ nach Durchführung des Vo rbescheidverfahrens mit Verfü- gung vom 6. Dezember 2012 ab 1. März 2011 eine Dreivier telsrente zu. Die Kinderrente für seinen 1991 geborenen Stiefsohn C.____ verfügte sie am 17. Januar 2013. B. Gegen diese Verfügungen erhob A.____, vertreten d urch Advokat Erich Züblin, am 23. Januar 2013 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abtei lung Sozialversicherungsrecht (Kan- tonsgericht). Er beantragte, in Aufhebung der Verfü gungen vom 6. Dezember 2012 und 17. Ja- nuar 2013 sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm mit Wirkung ab 1. März 2011 eine ganze Rente nach Massgabe eines IV-Grades von mindestens 7 0% auszurichten. Die Be- schwerde begründete er im Wesentlichen damit, dass die Ve rfügung auf unzureichenden medi- zinischen Unterlagen beruhe und der Einkommensvergleich n icht korrekt durchgeführt worden sei. C. In ihrer Vernehmlassung vom 4. März 2013 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über d ie Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf d ie im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde vom 23. Januar 2013 ist demnach einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist die Höhe des Rentenanspr uchs des Beschwerdeführers. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass de r angefochtenen Verfügung vom 6. Dezember 2012 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person A nspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Vi ertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bun desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunf ähigkeit. Die Invalidität wird durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, der geistigen oder der psychischen Gesundheit verursacht, wobei sie im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Kran kheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG; Art. 3 und 4 ATSG). 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG an- wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invalid itätsgrad aufgrund eines Einkommensver- gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, da s die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der me dizinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden w äre (Valideneinkommen). Der Einkom- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol gen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditä tsgrad bestimmen (allgemeine Me- thode des Einkommensvergleichs; BGE 104 V 136 E. 2a und b). 4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beurtei- lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person i st die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frag e kommenden Arbeitsmarkt zumutbar- erweise noch verrichtet werden können (U LRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilu ng des streitigen Rechtsanspruchs ges- tatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechen den medizinischen Berichten den Pro- zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wü rdigen und die Gründe an- zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die ande re medizinische These abstellt. Hinsicht- lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Be- weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung des Eidgenössisch en Versicherungsgerichts (EVG, heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilung en) mit dem Grundsatz der freien Be- weiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Fo rmen medizinischer Berichte und Gut- achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustelle n (vgl. die ausführlichen Zusammenstel- lungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Ve rwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche au fgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Beri cht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Z uverlässigkeit der Expertise spre- chen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Diese im Bereich der Unfallversiche- rung entwickelten Grundsätze finden für das IV-Verwaltu ngsverfahren sinngemäss Anwendung (Urteile des EVG vom 9. August 2000, I 437/99 und I 57 5/99, E. 4b/bb). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der E rfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtlic he Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussag en. Bei der Abschätzung des Beweis- werts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswür digung dürfen allerdings auch die potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und um- fassende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft w ertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Beha ndlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizini- schen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; U rteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 2001, E. 2b) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsg utachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die beh andelnden Ärzte zu anderslauten- den Einschätzungen gelangen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 4.4 Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie au ch der kantonale Sozialversiche- rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art . 43 Abs 1, Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicher ungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserhebl ichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Feb- ruar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtsla- ge. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.5 Der Untersuchungsgrundsatz weist enge Bezüge zum G rundsatz der freien Beweiswür- digung auf, wonach auf Verwaltungs- und Gerichtsstufe alle Beweismittel frei, d.h. ohne Bin- dung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen sind. Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärun- gen den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfass ender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 393 E. 4.1 ) zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachte n und es könnten weitere Be- weismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts meh r ändern, so liegt im Verzicht auf Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung der Abklä rungspflicht bzw. des Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. SVR 2001 IV Nr. 10 E. 4, BGE 124 V 90 E. 4b). Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an Vollständ igkeit und/oder Richtigkeit der bisher ge- troffenen Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklä- rungsmassnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwa rten sind (Urteile des Bundes- gerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007 E. 3.3 und vom 19. November 2007, 8C_364/2007 E. 3.2). 5. Die IV-Stelle gab zur Abklärung des Gesundheitszustan des und zur Beurteilung der Ar- beitsfähigkeit des Versicherten beim Begutachtungsinstitut D.____ ein polydisziplinäres Gutach- ten in Auftrag, welches am 7. Mai 2012 erstattet wurde. Darin diagnostizierten die Fachärzte mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine koronare 3 -Gefässerkrankung (ICD-10 I25.13), ein chronisches Lumbovertebralsyndrom (ICD-10 M45.5 und M5 4.1), bilaterale Coxarthrosen (ICD- 10 M16.0), Rhizarthrosen beidseits (ICD-10 M18.0) und eine Thrombangiitis obliterans (Endan- giitis von-Winiwarter-Buerger; ICD-10 I73.1). Aus rheu matologischer Sicht finde sich bei der aktuellen Untersuchung ein chronisches Lumbovertebralsyndrom , das gegenüber der letzten dokumentierten Voruntersuchungen von Dr. med. E.____, FMH Physikalische Medizin und Re- habilitation sowie Rheumatologie, vom Mai 2005 und A ugust 2009 durch ein leichtes radikulä- res Reiz- und sensibles Ausfallsyndrom als progredient imp oniere. Wie schon im Magnetreso- nanztomogramm (MRT) der Lendenwirbelsäule (LWS) vom S eptember 2002 beschrieben, bes- tätige die aktuelle Bildgebung den Befund einer Spin alkanalstenose im Bereich L3 bis S1, was klinisch gut mit der geklagten radikulären Reizsymptomati k und dem sensiblen Ausfallsyndrom rechts korreliere. Motorische Ausfälle würden sich nicht finden. Insgesamt seien die geklagten Beschwerden am Bewegungsapparat anhand der klinischen un d radiomorphologischen Befun- de nachvollziehbar. Das untere Achsenskelett sowie die Hüf t- und Daumensattelgelenke seien bleibend vermindert belastbar. Aus kardiologischer Sicht bestünde eine schwer eingeschränkte kardiale Leistungsfähigkeit, die mit einer deutliche n Leistungsminderung bei allen körperliche Aktivität erforderlichen Verrichtungen einhergehe. Der Befund sei anhand der kardialen Vorge- schichte bei Zustand nach Myokardinfarkt und 4fach-Bypass-Operation mit nachfolgend schwe- rer Einschränkung der Pumpleistung des Herzens vollständi g erklärbar. Es müsse von einer dauerhaften Funktionseinschränkung der kardiovaskulären Lei stungsfähigkeit ausgegangen werden. Aus pneumologischer Sicht finde sich ein gutes Erg ebnis bezüglich der nächtlichen Blutgaswerte, so dass das bestehende Schlafapnoesyndrom die Arbeitsfähigkeit nicht zusätz- lich einschränke. In der psychosomatischen Untersuchung finde sich aktuell kein Hinweis auf eine dysfunktionale Krankheitsverarbeitung oder eine psyc hosomatische Mitmodulation der so- matisch zuzuordnenden Beschwerden. Sämtliche Beschwerden und die geklagten Einschrän- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht kungen seien durch die objektiven Befunde gut erklärbar . Aus gesamtmedizinischer Sicht sei die bisherige Tätigkeit als Koch seit dem operativen Eingriff im Juni 2010 nicht mehr zumutbar. Die Tätigkeit als Ernährungscoach sei in zeitlich reduzier tem Umfang von fünf Stunden pro Tag im Sinne eines Pensums von 60% denkbar. Für körperlich au sschliesslich leichte Verweistätig- keiten, die überwiegend im Sitzen verrichtet würden, je doch mit der Möglichkeit zu frei wählba- rem Positionswechsel bestünde eine Arbeitsfähigkeit von 60%. Tätigkeiten, die ein häufiges Bücken oder in die Hocke gehen erfordern sowie Arbeite n auf Leitern oder Gerüsten, die Per- sonenbeförderung sowie Arbeiten an Maschinen mit erhöh ter Verletzungsgefahr seien nicht mehr möglich. Gelegentliches Aufstehen oder Umhergehe n sei aus medizinischer Sicht zumut- bar. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit erkläre si ch mit dem schmerzbedingt erhöhten Pausenbedarf sowie einer durch die verminderte kardiopulmonale Leistungsfähigkeit begründe- ten erhöhten Erholungszeit. 6.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ve rfügung vom 6. Dezember 2012 bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeits fähigkeit des Versicherten vollum- fänglich auf die Ergebnisse, zu denen die Gutachter de s Begutachtungsinstituts D.____ am 7. Mai 2012 gelangt waren. Sie ging demzufolge davon aus, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit als Koch nicht mehr möglich sei. Indes seien körperlich ausschliesslich leichte Verweistätigkeiten im Umfang von 60% zumutbar. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und - ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Unt ersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zu zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das Gutachten des Begutachtungsinstituts D.____ vom 7. Ma i 2012 weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist - wie dies vom Bundesger icht verlangt wird (vgl. E. 4.2 hiervor) - für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf a llseitigen Untersuchungen, es berücksich- tigt die geklagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein, es setzt sich mit den vorhandenen abweich enden ärztlichen Einschätzungen aus- einander und es ist in den Schlussfolgerungen überzeugend, Insbesondere nimmt es auch eine schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten vor. 6.2 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, ist ni cht geeignet, die ausschlaggeben- de Beweiskraft des Gutachtens in Frage zu stellen. In sein er Beschwerde beanstandet der Ver- sicherte, es bestünden in Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit Diskrepanzen zwischen dem Gutachten und den Vorakten, insbesondere der Beu rteilung von Dr. E.____ vom 10. Mai 2005. Dieser Einwand ist nicht stichhaltig, bezieht sich doch die Beurteilung von Dr. E.____ auf die bisherige und nicht auch auf eine angepasste Verweistätigkeit. Wenn der Beschwerdeführer weiter die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im kardiol ogischen Gutachten anzweifelt, ist ihm entgegenzuhalten, dass er nicht substantiiert darlegt, w eshalb die Beurteilung des Kardiologen nicht nachvollziehbar bzw. verlässlich sein soll. Jedenfall s ergibt sich aus den medizinischen Akten nichts, was geeignet wäre, den Beweiswert des kardiologischen Teilgutachtens in Zweifel Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht zu ziehen. Dasselbe gilt auch hinsichtlich der interdiszipli nären Gesamtbeurteilung der Arbeits- fähigkeit. Schliesslich erweist sich auch die Rüge des Besch werdeführers, das Gutachten des Begutachtungsinstituts D.____ sei unvollständig, da er bl oss psychosomatisch und nicht auch psychiatrisch begutachtet worden sei, als unbegründet. Wi e die IV-Stelle in ihrer Vernehmlas- sung zutreffend festhält, verfügt die an der durchgefüh rten psychosomatischen Begutachtung beteiligte Ärztin Dr. med. F.____ über einen Facharztt itel in Psychiatrie und Psychotherapie. Zudem weist der Beschwerdeführer aus fachärztlicher Sicht weder eine psychosomatische noch eine psychiatrische Erkrankung auf. Insgesamt erweist sich das Gutachten des Begutach- tungsinstituts D.____ vom 7. Mai 2012 als in allen Te ilen nachvollziehbar und stellt eine über- zeugende Entscheidgrundlage dar. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde- gegnerin bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit darauf abge- stellt hat. 6.3 Im vorliegenden Fall lassen die vorhandenen medizin ischen Unterlagen eine zuverläs- sige Beurteilung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit de s Versicherten zu, weshalb auf die bean- tragte zusätzliche medizinische Abklärung verzichtet werden kann. Der Anspruch auf rechtli- ches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen , und - als Korrelat - die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen An- spruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsa- che erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemä sser Beweiswürdigung zur Überzeu- gung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhaltes ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, ka nn auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Eine solche antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgericht- licher Rechtsprechung zulässig (vgl. BGE 124 V 94 E. 4b, 1 22 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). 7.1 Streitig und zu prüfen ist die Bemessung der Invali dität. Für die Vornahme des Ein- kommensvergleichs ist in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich au f die Gegebenheiten im Zeitpunkt des Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V 222, 128 V 17 4), welcher unbestritten ins Jahr 2010 zu liegen kommt (vgl. Art. 29 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 IVG). 7.2.1 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entsch eidend, was die versicherte Person nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im Zeitpunkt des Renten- beginns tatsächlich verdienen würde, wenn sie nicht inva lid geworden wäre (Urteil des Bundes- gerichts vom 16. Dezember 2012, 8C_600/2012, E. 4.1.1 ). Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel von der Tätigkeit, welche die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens ausgeübt hat, auszugehen ist (Urteil des Bundes- gerichts vom 26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1). E ntscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde , und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Es geht um die Frage, was die versichert e Person aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände zu erwarten geha bt hätte. Der hypothetischen Ein- kommensermittlung sind die gleichen persönlichen, familiären und beruflichen Voraussetzungen zu Grunde zu legen, wie sie vor Eintritt der Invalidität vorhanden waren und wie sie mit über- wiegender Wahrscheinlichkeit bis zum Verfügungserlass anged auert hätten. Dabei ist unter Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht Umständen auch die berufliche Weiterentwicklung mit zu b erücksichtigen, die eine versicherte Person normalerweise vollzogen hätte, wenn konkrete Anh altspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person einen beruflichen Aufstieg und ein e ntsprechend höheres Einkommen tat- sächlich realisiert hätte, wenn sie nicht invalid geworde n wäre. Im Rahmen der erstmaligen Rentenzusprechung genügen blosse Absichtserklärungen der versicherten Person nicht, um eine nicht weiter konkretisierte berufliche Veränderun g anzunehmen und das Valideneinkom- men auf einen entsprechend angepassten Wert festzusetzen. Vielmehr muss die Absicht, beruf- lich weiterzukommen, bereits durch konkrete Schritte kun dgetan worden sein (Urteil des Bun- desgerichts vom 14. April 2008, 8C_664/2007, E. 6.1). 7.2.2 In Bezug auf die Ermittlung des Valideneinkomme ns ging die IV-Stelle gestützt auf die Angaben im Fragebogen für Arbeitgebende vom 4. Oktobe r 2010 davon aus, dass der Be- schwerdeführer im Jahr 2010 in seiner bisherigen Tätigke it als Leiter der Diätküche bei einem Pensum von 100% ein Einkommen von Fr. 90'517.-- erzie len könnte. Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass das Validen einkommen zu tief angesetzt wor- den sei. Ohne Gesundheitsschaden würde er ein Einkommen als Chefkoch erzielen, welches im Jahr mindestens rund Fr. 10'000.-- höher ausfallen würde als das Einkommen als Leiter der Diätküche. 7.2.3 Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdefüh rer bereits im Rahmen des Vorbe- scheidverfahrens geltend machte, es sei bei der Bemessung des Valideneinkommen die beruf- liche Weiterentwicklung zu berücksichtigen. Zur Begründung liess er im Wesentlichen ausfüh- ren, er habe das Angebot seiner früheren Arbeitgeberi n, die Stelle des Küchenchefs zu über- nehmen, aus gesundheitlichen Gründen ablehnen müssen. S eine Arbeitszeugnisse seien aus- gezeichnet und er weise einen breiten Erfahrungshorizon t sowie Führungsqualitäten auf. Dass ihn seine Fähigkeiten für die Stelle als Küchenchef p rädestinierten, zeige sich auch darin, dass er im Jahr 1996 in der Klinik G.____ zum Sous-Chef und im Jahr 2003 bei der ehemaligen Ar- beitgeberin zum Leiter der Diätküche befördert worde n sei. Zur Untermauerung dieser Ausfüh- rungen sei als Zeugin bzw. Auskunftsperson die Personalleiterin H.____ zu befragen. Nach den vorliegenden Unterlagen nahm die IV-Stelle zu den kon kreten Hinweisen samt Beweisantrag des Versicherten keine weiteren Abklärungen vor und hielt in der angefochtenen Verfügung fest, es sei weder belegt noch wahrscheinlich, dass er ohne die gesundheitlichen Einschrän- kungen heute als Küchenchef tätig wäre. 7.2.4 Diesem Vorgehen der IV-Stelle kann nicht beige pflichtet werden. Wie oben (vgl. E. 4.4 f. hiervor) ausgeführt, hat die Verwaltung von Amtes wegen für die richtige und voll- ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorge n. Die Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa- chen hinreichende Klarheit besteht. Aufgrund der vorli egenden Umstände, insbesondere der konkreten Aussagen des Beschwerdeführers, wonach er das A ngebot seiner früheren Arbeit- geberin, die Stelle des Küchenchefs zu übernehmen, aus gesundheitlichen Gründen habe ab- lehnen müssen, hätte die IV-Stelle weitere Abklärunge n vornehmen und die Personalleiterin H.____ befragen müssen. Da die Beschwerdegegnerin für die Beurteilung der Erwerbsfähigkeit nicht alle notwendigen Abklärungen im Sinne von Art. 4 3 Abs. 1 ATSG vorgenommen hat, be- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht ruht die angefochtene Verfügung vom 17. Januar 2013 i n Bezug auf die Bemessung des Vali- deneinkommens auf unzureichenden Abklärungsergebnissen . Nicht zu beanstanden und des- halb keiner weiterer Abklärung bedarf das von der Vori nstanz ermittelte Invalideneinkommen von Fr. 29'359.--. Wenn der Beschwerdeführer einwende t, es sei ein leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn von 25% vorzunehmen, kann ihm nicht ge folgt werden. Unter Berücksichti- gung sämtlicher hier massgebender Kriterien und im Qu ervergleich mit ähnlich gelagerten Fäl- len ist der von der Vorinstanz vorgenommene Abzug vom Tabellenlohn von 20% angemessen. 8. Da die Beschwerdegegnerin nicht alle notwendigen Abklärungen zur Bemessung des Valideneinkommens vorgenommen hat und es nicht die Auf gabe des kantonalen Gerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuhol en, ist die Angelegenheit in Aufhe- bung der angefochtenen Verfügungen vom 6. Dezember 20 12 und 17. Januar 2013 zur weite- ren Abklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen. Gestützt auf die Ergebnisse der Aktenergän- zung wird die IV-Stelle über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu zu verfügen ha- ben. Die Beschwerde ist in dem Sinne gutzuheissen. 9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis Satz 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeit en um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistung en vor dem kantonalen Versicherungs- gericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 Satz 2 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufe rlegt. Vorliegend ist die Beschwer- degegnerin unterliegende Partei, weshalb sie grundsät zlich die Verfahrenskosten zu tragen hätte. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten , dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO der Vorinstanz bzw. den kantonalen Behörden gemäss Verwa ltungsverfahrensgesetz vom 13. Juni 1988 keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Aufgrund dieser Bestimmung hat die Beschwerdegegnerin trotz Unterliegens nicht für die Ver fahrenskosten aufzukommen. Es wer- den deshalb keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschw erdeführer geleistete Kosten- vorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- wird ihm zurückerstattet. 9.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschw erde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Als Obsiegen im Sinne der genannten Bestimmung gilt auch die Rückweisung der Angelegenheit an den Versicherungsträger zur weiteren Abklärung (vgl. BGE 132 V 235 E. 6.2). Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist dem Beschwerdeführer deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der IV-Stell e zuzusprechen. Advokat Züblin hat in seiner Honorarnote vom 8. April 2013 für das vorliege nde Beschwerdeverfahren einen Zeitauf- wand von 13,25 Stunden geltend gemacht, was sich umfang mässig in Anbetracht der sich stel- lenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen er weist. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von insgesamt Fr. 58.--. Damit ist dem Beschwerdeführer für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'640.15 (13,25 Stunden à Fr. 250.-- u nd Auslagen von Fr. 58.-- zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 10.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgerich t (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenh eiten an das Bundesgericht zulässig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbst ändig eröffnete Zwischenentscheide Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zustä ndigkeit und über Ausstandsbe- gehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öf fentlich-rechtlichen Angelegenheiten an- fechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Na chteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschw erde sofort einen Endentscheid her- beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Ze it oder Kosten für ein weitläufiges Be- weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BG G). Nach der bundesgerichtlichen Recht- sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BG G. Dies gilt auch für einen Rückwei- sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 E. 4.2). 10.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es si ch somit um einen Zwischen- entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vor- aussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerden werden in dem Sinne gutgehei ssen, dass die Ange- legenheit an die IV-Stelle Basel-Landschaft zurückgewi esen wird, damit diese nach durchgeführter Abklärung im Sinne d er Erwägungen über den Rentenanspruch neu verfüge. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- zurückerstattet. 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdefü hrer eine Partei- entschädigung in der Höhe von Fr. 3'640.15 (inkl. Ausl agen und 8% Mehrwertsteuer) zu bezahlen. http://www.bl.ch/kantonsgericht