<h2>SubmittedText<h2><p>Ihrem gesetzlichen Auftrag gemäss hat die Schweizerische Landesbibliothek (SLB) wichtige Massnahmen zur Informatisierung ihrer Dienste getroffen, und dies innerhalb sehr kurzer Zeit. Während in der Schweiz mehrere Systeme für die EDV-gestützte Katalogabfrage entstanden, hatte die SLB in diesem Bereich bisher sehr viel Verspätung. Sie hat nun wieder eine Leitfunktion übernommen und arbeitet als vollwertige Partnerin an europäischen Entwicklungen mit, die den in der Schweiz wohnhaften Benutzerinnen und Benutzern Zugang zu sehr grossen ausländischen Bibliotheken verschaffen werden. Im Inland ist die Integration des Systems Sibil und seiner beiden Verbünde in der Westschweiz und in Basel in das System der SLB auf gutem Weg. Leider scheint dies bei dem von der ETHZ entwickelten System Ethics nicht der Fall zu sein. Wenn ich richtig informiert bin, wollen sich die Zürcher Zentralbibliothek und die Bibliotheken der ETHZ dem nationalen System nicht anschliessen; sie denken sogar an eine Zusammenarbeit im Hinblick auf den Ausbau des Systems Ethics.</p><p>Nachdem die Schweiz schon einmal die Gelegenheit verpasst hat, ein gesamtschweizerisches Informatiksystem aufzubauen, und nachdem beträchtliche Summen in Sonderunternehmungen geflossen sind, stellt sich die Frage, ob wir die sich jetzt bietende zweite Gelegenheit ebenfalls verpassen wollen, und dies zum Teil erst noch wegen einer Hochschule, die dem Bund untersteht.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, uns mitzuteilen, ob er diese Verweigerung der Zusammenarbeit tolerieren will, welche die Bibliotheken der ETH von der SLB abschneiden würde.</p><p>Der Bundesrat wird ferner gebeten, uns mitzuteilen, ob die Information zutrifft, wonach man kurz vor der Vergabe von Millionenbeträgen an dieses Sondervorhaben steht, Beträge, die ganz oder teilweise vom Bund übernommen werden könnten, entweder direkt über das ETH-Budget oder indirekt über Subventionen.</p>