<h2>SubmittedText<h2><p>Der Erwerb und das Tragen von Waffennachbildungen und "soft air guns" sollen möglichst eingeschränkt werden. Der Bundesrat wird deshalb beauftragt, eine entsprechende Revision des Bundesgesetzes vom 20. Juni 1997 über Waffen, Waffenzubehör und Munition (SR 514.54) vorzulegen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich der Problematik um die "soft air guns" und die realistischen Imitate echter Waffen bewusst. Die Zentralstelle Waffen der Bundespolizei, der die Anwendung der Waffengesetzgebung zusammen mit den Kantonen obliegt, verfolgt die Entwicklung und steht mit den Polizeikorps in engem Kontakt. Eine kürzliche Umfrage bei ausgewählten Kantonen hat ergeben, dass die Verbreitung tatsächlich zunimmt und sich schon einige Fälle von Verwechslungen bei Waffenimitaten ereignet haben.</p><p>Geschosse, die eine Schussenergie von maximal 0,08 Joule aufweisen, gelten nach europäischen Normen als Spielzeuge und fallen unter die entsprechende Gesetzgebung. Bernische Messungen haben aber gezeigt, dass die Schussenergie bei den "soft air guns" bei 0,5 Joule liegt. Die deutsche und die österreichische Gesetzgebung sind bezüglich der "soft air guns" restriktiver. In der Schweiz fallen die Imitationswaffen weder unter das Waffengesetz noch unter die Spielzeugverordnung.</p><p>Der Bundesrat und das Parlament haben im Rahmen der Beratungen des Waffengesetzes bewusst darauf verzichtet, diese "Waffen" zu regeln. Ein entsprechender Antrag in der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrates wurde mit der Begründung, die Aufnahme von Imitationswaffen ins Waffengesetz würde zu Abgrenzungsproblemen führen, deutlich abgelehnt. Das Vorhandensein eines gewissen Risikos, welches von diesen Nachbildungswaffen ausgehen kann, wurde damals in Kauf genommen.</p><p>Nachdem das Gesetz erst seit dem 1. Januar dieses Jahres in Kraft steht, sollten vor einer allfälligen Revision andere Massnahmen getroffen werden. Gespräche zu freiwilligem Kennzeichnen von Imitationswaffen durch die Hersteller (wie etwa in den USA) sind im Gange.</p><p>Der Bundesrat verkennt das Gefährdungspotential, das durch diese im Waffengesetz nicht enthaltenen Gegenständen ausgeht, nicht. Er ist bereit, die Motion im Sinne der Erwägungen als Postulat entgegenzunehmen, den Handlungsbedarf abzuklären und gegebenenfalls gesetzliche Beschränkungen zu unterbreiten.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.