A bteilung II B -2180/2006 {T 0/2} U rteil vom 12. Juli 2007 M itw irkung: R ichterin M aria Am gw erd (vorsitzende R ichterin), R ichter Bernard M aitre, R ichterin Vera M arantelli; G erichtsschreiberin Barbara Aebi. B ._______, vertreten durch R echtsanw alt D r. M arkus Frigo, Beschw erdeführer gegen B undesam t für B erufsbildung und Technologie (B B T), Vorinstanz, betreffend A nerkennung eines D iplom s B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. B._______, schw eizerischer Staatsangehöriger, stellte am 23. M ai 2006 beim Bundesam t für Berufsbildung und Technologie (Bundesam t) das G e- such, sein M eistertitel im Augenoptikerhandw erk, (ausgestellt am 3. M ai 2006 von der H andw erkskam m er Kassel) sei als m it dem eidgenössischen D iplom als Augenoptiker gleichw ertig anzuerkennen. Aus der dem G esuch beigelegten Bestätigung der Schw eizerischen H öheren Fachschule für Au- genoptik (SH FA) in O lten vom 25. August 2005 geht hervor, dass B._______ vom 20. O ktober 2003 bis Ende August 2005 den zw eijährigen Lehrgang der SH FA besucht hatte. In der Bestätigung der SH FA w ird zu- dem festgehalten, dass B._______ die H öhere Fachprüfung im Augenopti- kerberuf auf G rund fehlender Praxiszeit erst im Septem ber 2006 absolvie- ren könne. M it Verfügung vom 14. Juni 2006 entschied das Bundesam t, die M eister- prüfung w erde der H öheren Fachprüfung gleichgestellt unter der Bedin- gung, dass B._______ als Ausgleichsm assnahm e entw eder a. eine Eig- nungsprüfung in den Fächern Pathologie sow ie Allgem eine O ptik & Instru- m ente ablege oder b. einen einjährigen Anpassungslehrgang in der Schw eiz unter der Anleitung eines diplom ierten Augenoptikers absolviere und die Fächer Pathologie sow ie Allgem eine O ptik & Instrum ente an der H öheren Fachschule für Augenoptik in O lten besuche. Zur Begründung hielt das Bundesam t fest, die Schw eiz habe m it dem Freizügigkeitsab- kom m en das System der Europäischen U nion (EU ) zur gegenseitigen An- erkennung von D iplom en in ihren M itgliedstaaten angenom m en und w ende zur Beurteilung der G leichw ertigkeit bei reglem entierten Berufen die euro- päischen R ichtlinien an. D iese R ichtlinien sähen vor, dass der Aufnahm e- staat einem EU /EFTA-Bürger den Zugang zu seinem Arbeitsm arkt nicht verw eigern könne, w enn der G esuchsteller in seinem H eim atland für die Ausübung seines Berufes qualifiziert sei. Bestünden indessen U nterschie- de bezüglich der D auer und dem Inhalt der Ausbildung, könne der Aufnah- m estaat vom G esuchsteller Ausgleichsm assnahm en verlangen. D ie Tätig- keit als Augenoptiker sei in der Schw eiz reglem entiert. D ie Ausbildung zur Vorbereitung auf die H öhere Fachprüfung (H FP) zum diplom ierten Augen- optiker daure zw ei Jahre. In den w ichtigsten Fächern Augenoptik (Patholo- gie, Anatom ie, Physiologie, Pharm akologie), O ptik und Kontaktlinsenan- passung verm ittle die Schule über 1500 Lektionen. G esam thaft um fasse der Lehrplan der Schule 2750 Lektionen. Bei der H FP m it den Fallfächern Pathologie, R efraktionsbestim m ung, Kontaktlinsen und Allgem eine O ptik dienten optom etrische/physikalische G rundlagen als Q ualifikationsbasis. In den handw erklichen M eisterprüfungen in D eutschland liege das Schw erge- w icht bei der M eisterprüfungsarbeit und der Arbeitsprobe, die auch Teile der R efraktion und Kontaktlinsen-Abgabe beinhalte. D as im R ahm en der H FP geprüfte Fallfach Pathologie w erde bei der M eisterprüfung "nur" als Teilbereich im Fach Augenoptik geprüft. Im Vergleich zu den schw eizeri- schen Fallfächern Kontaktlinsen und R efraktionsbestim m ung fehlten in D eutschland w ichtige Teilbereiche w ie die äussere und innere Inspektion 3 des Auges, die ihrerseits fundierte Kenntnisse in Pathologie voraussetzten. D ie Pathologie und die Inspektion des Auges erlangten in der Schw eiz vor allem vor dem H intergrund der kantonalen Berufsausübungsvorschriften elem entare Bedeutung, sei doch der diplom ierte Augenoptiker verpflichtet, bei Erkennen oder Verdacht auf Augenkrankheiten einen Kunden dem Facharzt zuzuw eisen. D as schw eizerische Fallfach Allgem eine O ptik & In- strum ente w erde in D eutschland nur sehr rudim entär geprüft. D as schw ei- zerische R eglem ent betrachte dieses Fach als unabdingbares G rundlagen- fach zum Verständnis der Berufsausübung und zur Lehrlingsinstruktion. Aus diesen G ründen seien die H öhere Fachprüfung und die M eisterprü- fung in D eutschland inhaltlich nicht vergleichbar und som it nicht gleichw ertig. B. G egen diese Verfügung erhob B._______ (Beschw erdeführer), vertreten durch R echtsanw alt D r. M arkus Frigo, am 29. Juni 2006 Beschw erde bei der R ekurskom m ission EVD . Er beantragt, auf G rund seiner zw eijährigen Ausbildung an der SH FA in O lten und der erfolgreich absolvierten M eister- prüfung im Augenoptikerhandw erk bei der H andw erkskam m er Kassel sei ihm , unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Bundesam - tes, der Titel des eidgenössisch diplom ierten Augenoptikers zu erteilen. Zur Begründung führt er aus, aus der beigelegten Bestätigung der SH FA vom 25. August 2005 gehe hervor, dass er zw ischen 2003 und 2005 den zw eijährigen Lehrgang der SH FA absolviert habe. D er Bestätigung könne w eiter entnom m en w erden, dass er die H öhere Fachprüfung auf G rund fehlender Praxiszeit erst im Septem ber 2006 absolvieren dürfe. D iese feh- lende Praxiszeit habe er seit dem August 2005 nachgeholt und die ent- sprechenden Arbeitszeugnisse auch dem Bundesam t eingereicht. Sodann habe er bei der H andw erkskam m er in Kassel die M eisterprüfung im Au- genoptikerhandw erk absolviert. D as Bundesam t sei von falschen Vorstel- lungen ausgegangen und habe die Schlussfolgerungen nicht richtig gezo- gen. Es habe zw ar richtigerw eise festgestellt, dass die deutsche M eister- prüfung der H öheren Fachprüfung gleichgestellt sei unter der Bedingung, dass er erfolgreich eine von zw ei Ausgleichsm assnahm en (Eignungsprü- fung oder Anpassungslehrgang) absolviere, habe indessen verkannt, dass er die Eignungsprüfung m it dem Ablegen der M eisterprüfung in D eutsch- land absolviert habe. W as den Anpassungslehrgang betreffe, übersehe das Bundesam t, dass er nicht nur einen einjährigen Lehrgang, w ie in der Verfügung vorgesehen, sondern gar ein zw eijähriges Vollzeitstudium an der SH FA absolviert habe. D ie N ichtzulassung zur H öheren Fachprüfung sei alleine m it fehlender Praxiszeit begründet w orden, w elche er inzw i- schen längstens nachgeholt habe. W eil nur eine von den beiden Aus- gleichsm assnahm en absolviert w erden m üsse, und er die Anforderungen an den Anpassungslehrgang (Bst. b der Verfügung) bereits erfüllt habe, hätte sein deutscher M eistertitel m it dem eidgenössischen D iplom vom Bundesam t als gleichw ertig anerkannt w erden m üssen. D ie Beschw erdeschrift vom 29. Juni 2006 reichte der Beschw erdeführer gleichzeitig als W iedererw ägungsgesuch beim Bundesam t ein.4 Am 26. Juli 2006 teilte das Bundesam t dem Beschw erdeführer m it, dass es das W iedererw ägungsgesuch ablehne, sow eit es bei einer hängigen Beschw erde darauf einzutreten habe. C . M it Vernehm lassung vom 17. August 2006 beantragt das Bundesam t die Abw eisung der Beschw erde. Zunächst hält es fest, der Beschw erdeführer habe zw ar am 3. M ai 2006 das M eisterprüfungszeugnis erw orben, aus den Vorakten sei indessen nicht ersichtlich, ob und w ann der Beschw erdefüh- rer die entsprechende Ausbildung absolviert habe. Ziehe m an in Betracht, dass der Beschw erdeführer von Juni 2005 bis Februar 2006 bei "X._______" in Y._______ gearbeitet habe, sei dies noch w eniger ver- ständlich. W eiter führt das Bundesam t aus, am 1. D ezem ber 1937 hätten die R egierungen der Schw eiz und D eutschland ein Abkom m en zur G leich- stellung deutscher und schw eizerischer handw erklicher Prüfungen unter- zeichnet. W ahrscheinlich sei dieses Abkom m en von den deutschen und schw eizerischen Behörden gelegentlich angew andt w orden. Es sei jedoch w eder ratifiziert noch in der system atischen Sam m lung des Bundesrechts publiziert und daher in keiner W eise rechtskräftig. M it dem Inkrafttreten des Freizügigkeitsabkom m ens (FZA) am 1. Juni 2002 habe sich die Aner- kennung ausländischer D iplom e in der Schw eiz grundlegend geändert. D ie U m setzung der bilateralen Abkom m en habe eine gew isse Zeit gedauert. Bei der Anerkennung von Ausbildungen deutscher O ptiker w ürden die Schw eizer Behörden nun Anhang III des Freizügigkeitsabkom m ens an- w enden. Aufgrund der w ortgetreuen Auslegung des Abkom m ens von 1937 seien Ausbildungen anerkannt w orden, die nicht den Anforderungen der Schw eizer Ausbildungen entsprächen. D ies w iderspreche ganz offensicht- lich den in Anhang III FZA aufgenom m enen R ichtlinien. D ie Ausübung des Berufs falle in den Zuständigkeitsbereich der Kantone; das Bundesam t sei nur für die Ausbildung zuständig. D aher kom m e es vor, dass die Bedingun- gen zur Berufsausübung in den verschiedenen Kantonen variieren könn- ten. D iese Frage sei aber nicht G egenstand der vorliegenden Beschw erde. Zur geltend gem achten Praxisänderung sei festzuhalten, dass eine Ver- w altungspraxis keine rechtliche R egelung darstelle und Privatpersonen keine R echte daraus ableiten könnten. D er R echtsgleichheitsgrundsatz könne nicht zur Folge haben, dass die Verw altung im m er an ihrer Praxis festhalten m üsse. D ies gelte vor allem dann, w enn eine Änderung der Pra- xis w ie im vorliegenden Fall auf eine G esetzesänderung zurückzuführen sei. Eine Praxisänderung m üsse sofort für alle Fälle gelten und nur vorgän- gig angekündigt w erden, w enn sie die R echte der Bürgerinnen und Bürger auf unw iderrufliche W eise beeinträchtige. D as sei hier nicht der Fall, da ein D iplom nach einer nicht einm al einen halben Tag dauernden Prüfung aner- kannt w erden könne. G em äss den europäischen R ichtlinien zur Anerkennung von D iplom en sei- en die w ichtigsten Kriterien für die Prüfung eines Anerkennungsgesuchs D auer und Inhalt der Ausbildungen. D er Entscheid des Bundesam tes, der auf einem Vergleich der Ausbildungen beruhe, entspreche som it dem in den europäischen R ichtlinien vorgesehenen System . In der Schw eiz w erde 5 ein G rossteil der Berufsausbildungen in Form von Prüfungen m it fakultati- ver Ausbildung durchgeführt. D ie erlangten Titel (Fachausw eise und D iplom e) erm öglichten den Zugang zu Berufen m it grosser Verantw ortung und hohem W issensstand. Trotzdem w ürden diese in der EU nicht aner- kannt, w eil ihre Inhaber sich nicht auf eine Ausbildungsdauer im Sinne der R ichtlinien berufen könnten. In Anbetracht dessen sei die Schw eiz nicht bereit, über die Anforderungen der europäischen R ichtlinien hinauszuge- hen. Im vorliegenden Fall sei nicht die Ausbildungsdauer das m assgebli- che Kriterium , sondern es gehe hauptsächlich um den U nterrichtsinhalt. D a die europäischen R ichtlinien aber auf den Kriterien Ausbildungsdauer und -inhalt aufbauten, m üsse m an sich auf einen Ausbildungsw eg bezie- hen, um die Ausbildung des Beschw erdeführers m it derjenigen in der Schw eiz zu vergleichen. D ie Ausbildung an der Schule in O lten erlaube ei- nen gültigen Vergleich, w eil sie den Erw erb der durch die Prüfungsordnung der H öheren Fachprüfung vom 12. Juni 1991 geforderten Kenntnisse er- m ögliche. D ie Ausbildung des Beschw erdeführers sei vom Schw eizer O ptikverband geprüft w orden. Aus diesem G utachten gehe hervor, dass die beiden Fä- cher, für die Ausgleichsm assnahm en gefordert w erden, in D eutschland zu oberflächlich behandelt w ürden. Entgegen dem Standpunkt des Beschw er- deführers sei es nicht m öglich, sich bei einer derart unterschiedlichen Aus- bildungsdauer den gleichen Stoff anzueignen. Im R ahm en dieser beiden Fächer w ürden Inhalte verm ittelt, die zur Berufsausübung unerlässlich sei- en. Eine zuw andernde Person könne nach Belieben eine Eignungsprüfung oder einen Anpassungslehrgang absolvieren. D as Bundesam t habe darauf verzichtet, im Fach R echtskunde Ausgleichsm assnahm en zu fordern, denn es gehe davon aus, dass es sich dabei nicht um Kenntnisse handle, die für die Berufsausbildung unerlässlich seien. Im Ü brigen habe der Beschw erdeführer noch keine Ausgleichsm assnahm e absolviert. D ie Ausbildung an der H öheren Fachschule in O lten sei nicht relevant, da sie ohne erfolgreiches Absolvieren der H öheren Fachprüfung nicht als abgeschlossen betrachtet w erden könne. Er habe daher den N achw eis nicht erbracht, dass er die in der Schw eiz geforderten Fähigkei- ten und Kenntnisse besitze, den höheren Ansprüchen der Augenoptik und der O ptom etrie zu genügen. W eiter genüge die deutsche Ausbildung in den Fächern Pathologie und Allgem eine O ptik & Instrum ente den schw ei- zerischen Anforderungen nicht. D . Am 31. August 2006 äusserte sich das Bundesam t zur Bew ertung des Lehrgangs und reichte unter anderem W eisungen betreffend die D urchfüh- rung der Eignungsprüfung ein. Am 7. Septem ber 2006 gab die R ekurskom m ission EVD dem Beschw erde- führer G elegenheit, sich zu diesen und w eiteren Eingaben des Bundesam - tes zu äussern. D er Beschw erdeführer liess sich dazu m it Schreiben vom 21. Septem ber 2006 vernehm en. D arin führt er aus, auf G rund der Techni- schen Berufsm aturitätsschule, w elche er von 2002 bis 2003 besucht habe, 6 habe er über sechs M onate zu w enig Berufspraxis verfügt, w eshalb er nicht zur H öheren Fachprüfung vom Septem ber 2005 zugelassen w orden sei. D aher habe er sich dazu entschlossen, in D eutschland die M eisterprü- fung zu absolvieren. Er habe die beiden Fächer, für w elche das Bundes- am t Ausgleichsm assnahm en verlange, an der SH FA in O lten besucht und diese in jedem der vier Sem ester jew eils m it einer genügenden N ote abge- schlossen. Er verstehe daher nicht, w eshalb er die bereits besuchte Schu- le noch einm al besuchen sollte. Entgegen der Ansicht des Bundesam tes könne er sich auf den Besuch der SH FA in O lten berufen. W eil die SH FA von der H öheren Fachprüfung unabhängig sei, gelte erstere m it dem er- folgreichen Absolvieren von vier Sem estern als abgeschlossen. Im Ü brigen sei w eder in der Schw eiz noch in D eutschland der Besuch einer Schule für die H öhere Fachprüfung bzw . für die M eisterprüfung obligatorisch. Er habe am Institut für Berufsbildung (IfB) in Karlsruhe, einer staatlich anerkannten privaten Fachschule für Augenoptik und O ptom etrie, die M eisterschule be- sucht. D a er zuvor schon in der Schw eiz einen zw eijährigen Lehrgang an der SH FA absolviert habe, habe er über genügend fachliche Kenntnisse verfügt, um die M eisterprüfung in D eutschland zu bestehen. Im Ü brigen habe er bei "X._______" an Sam stagen und anderen schulfreien Tagen gearbeitet, um den Bezug zur Praxis zu w ahren. D iese Stellungnahm e w urde dem Bundesam t am 27. Septem ber 2006 zur Kenntnis gebracht. E. M it Verfügung vom 27. Septem ber 2006 teilte die R ekurskom m ission EVD dem Beschw erdeführer m it, er habe das R echt auf die D urchführung einer öffentlichen Verhandlung im Sinne der Europäischen M enschenrechtskon- vention. D er Beschw erdeführer verzichtete stillschw eigend auf deren D urchführung. F. Am 3. O ktober 2006 reichte der Beschw erdeführer eine Teilnahm ebeschei- nigung des Institutes für Berufsbildung (IfB) ein, in w elchem dieses bestä- tigt, dass der Beschw erdeführer vom 4. O ktober 2005 bis 2. D ezem ber 2005 am Vollzeitlehrgang teilgenom m en hatte. G . Per 1. Januar 2007 überw ies die R ekurskom m ission EVD die Verfahrens- akten an das neu geschaffene Bundesverw altungsgericht. D ieses über- nahm das Verfahren m it Verfügung vom 18. Januar 2007. H . Am 23. Februar 2007 stellte das Bundesverw altungsgericht dem Schw ei- zer O ptikverband (SO V) m ehrere Fragen im Zusam m enhang m it dem vom Bundesam t alternativ verfügten Anpassungslehrgang. D er Schw eizer O ptikverband beantw ortete am 5. M ärz 2007 die an ihn ge- richteten Fragen. I. Am 5. Juni 2007 ersuchte das Bundesverw altungsgericht den Beschw er-7 deführer um Einreichung eines Arbeitszeugnisses seines m om entanen Ar- beitgebers. M it Eingabe vom 22. Juni 2007 reichte der Beschw erdeführer das angeforderte Arbeitszeugnis ein. Auf die vorstehend genannten und w eiteren Vorbringen w ird, sow eit sie rechtserheblich sind, in den Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. O b die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und ob auf eine Beschw erde einzutreten ist, prüft das Bundesverw altungsgericht von Am tes w egen und m it freier Kognition (vgl. BG E 130 II 65 E. 1; ALFR ED KÖ LZ/ISABELLE H ÄN E R , Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, Zürich 1998, R z. 410). D er Entscheid des Bundesam tes vom 14. Juni 2006 stellt eine Verfügung im Sinne des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw al- tungsverfahren dar (Vw VG , SR 172.021; Art. 5 Abs. 1 Bst. c). D iese Verfü- gung w ar bisher bei der R ekurskom m ission EVD angefochten, w elche vor dem Inkrafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) am 1. Januar 2007 (vgl. AS 2006 1069) zur Beurteilung der Streitsache sachlich und funktionell zuständig w ar (vgl. Art. 61 Abs. 1 Bst. c Ziff. 1 BBG œ [zitiert in E. 2], AS 2003 4557; aufgehoben gem äss An- hang Ziff. 35 zum VG G , AS 2006 2248). D as Bundesverw altungsgericht, w elches gem äss Art. 31 VG G als Be- schw erdeinstanz Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG be- urteilt, ist nach Art. 53 Absatz 2 VG G (i.V.m . Art. 33 Bst. d VG G ) für die Behandlung der vorliegenden Streitsache zuständig, zum al keine Ausnah- m e nach Art. 32 VG G greift. Sow eit vorliegend das Abkom m en über die Personenfreizügigkeit (zit. in E. 3) zur Anw endung gelangt, hat dieses keine Änderungen auf die hier dargestellte (innerstaatliche) O rdnung des R echtsschutzes zur Folge (vgl. STEPH AN BR EITEN M O SE R /M IC H AE L ISLER , D er R echtsschutz im Personenfreizügig- keitsabkom m en zw ischen der Schw eiz und der EG sow ie den EU -M itglied- staaten, Aktuelle Juristische Praxis [AJP] 2002 S. 1003 ff., insbes. S. 1018). D er Beschw erdeführer hat am Verfahren vor dem Bundesam t teilgenom - m en und ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt. Er hat zudem ein als schutzw ürdig anzuerkennendes Interesse an deren Aufhe- bung oder Änderung, w eshalb er zur Beschw erdeführung legitim iert ist (Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). D ie Eingabefrist sow ie die Anforderungen an Form und Inhalt der Be- schw erdeschrift sind gew ahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 Vw VG ), der Kosten- vorschuss w urde fristgem äss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 Vw VG ), der Vertreter hat sich rechtsgenüglich ausgew iesen (Art. 11 Vw VG ) und die übrigen Sa- churteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. Vw VG ). 8 Auf die Beschw erde ist daher einzutreten. 2. N ach Art. 2 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. D ezem ber 2002 (BBG , SR 412.10) regelt dieses G esetz säm tliche Berufsbereiche ausserhalb der H ochschulen, so unter anderem die berufliche G rundbildung, einschliess- lich der Berufsm aturität; die höhere Berufsbildung; die berufsorientierte W eiterbildung und die Q ualifikationsverfahren, Ausw eise und Titel (Art. 2 Abs. 1 Bst. a - d BBG ). Art. 68 Abs. 1 BBG überträgt dem Bundesrat die R egelung der Anerken- nung ausländischer D iplom e und Ausw eise der Berufsbildung im G eltungs- bereich des Berufsbildungsgesetzes. Zur Förderung der internationalen Zusam m enarbeit und M obilität in der Berufsbildung kann der Bundesrat in eigener Zuständigkeit internationale Vereinbarungen abschliessen (Art. 68 Abs. 2 BBG ). D er Bundesrat erlässt die Ausführungsbestim m ungen, w o das G esetz die Zuständigkeit nicht anders regelt (Art. 65 Abs. 1 BBG ). M it dem Erlass der Berufsbildungsverordnung vom 19. N ovem ber 2003 (BBV, SR 412.101) hat der Bundesrat diesen Auftrag erfüllt und in Art. 69 folgen- des bestim m t: 1 D as Bundesam t anerkennt ausländische D iplom e und Ausw eise, w enn diese: a. im H erkunftsland staatlich ausgestellt oder staatlich anerkannt sind; und b. einem schw eizerischen Ausw eis oder Titel gleichw ertig sind. 2 Einem schw eizerischen D iplom oder Ausw eis gleichw ertig ist ein ausländisches D iplom oder ein ausländischer Ausw eis dann, w enn: a. die gleiche Bildungsstufe gegeben ist; b. die Bildungsdauer äquivalent ist; c. die Inhalte vergleichbar sind; und d. der Bildungsgang neben theoretischen auch praktische Q ualifikationen um fasst. 3 Antragsberechtigt ist, w er in der Schw eiz W ohnsitz hat oder als G renzgängerin oder G renzgänger tätig ist. 4 Völkerrechtliche Verträge bleiben vorbehalten. W ird die Ausübung einer Berufstätigkeit durch R echtsvorschriften an den Besitz eines bestim m ten D iplom s oder Ausw eises gebunden und verfügt die G esuchstellerin oder der G esuchsteller über ein ausländisches D iplom oder einen ausländischen Ausw eis, der in der Schw eiz nicht als gleichw er- tig anerkannt ist, so sorgt das Bundesam t in Zusam m enarbeit m it den Kan- tonen oder m it O rganisationen der Arbeitsw elt für Ausgleichsm assnahm en, m it denen die verlangten Q ualifikationen erreicht w erden können. Aus- gleichsm assnahm en bestehen in ergänzenden Eignungsprüfungen, An- passungslehrgängen oder anderen Q ualifikationsverfahren (vgl. Art. 70 Abs. 1 und 3 BBV). 3. Am 1. Juni 2002 trat das Abkom m en vom 21. Juni 1999 zw ischen der Schw eizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen G e-9 m einschaft und ihren M itgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkom m en, FZA, SR 0.142.112.681) in Kraft. N ach Art. 1 Bst. a Freizügigkeitsabkom m en hat dieses zum Ziel, den Staatsangehöri- gen der M itgliedstaaten der Europäischen G em einschaft und der Schw eiz ein R echt auf Einreise, Aufenthalt, Zugang zu einer unselbstständigen Er- w erbstätigkeit und N iederlassung als Selbstständiger sow ie das R echt auf Verbleib im H oheitsgebiet der Vertragsparteien einzuräum en. D er G rund- satz der N ichtdiskrim inierung (vgl. Art. 2 FZA) gew ährleistet den Staatsan- gehörigen der Schw eiz und der M itgliedstaaten der Europäischen G em ein- schaft das R echt, in der Anw endung des Abkom m ens nicht schlechter ge- stellt zu w erden als die Angehörigen des Staates, der das Abkom m en handhabt (YVO H AN G AR TN ER , D er G rundsatz der N ichtdiskrim inierung w egen der Staatsangehörigkeit im Freizügigkeitsabkom m en der Schw eiz m it der Europäischen G em einschaft, AJP 2003 S. 257 ff., dort S. 260). In diesem Zusam m enhang bestim m t Art. 9 Freizügigkeitsabkom m en, dass die Ver- tragsparteien gem äss Anhang III die erforderlichen M assnahm en treffen, um den Staatsangehörigen der M itgliedstaaten der Europäischen G em ein- schaft und der Schw eiz den Zugang zu unselbstständigen und selbststän- digen Erw erbstätigkeiten und deren Ausübung sow ie die Erbringung von D ienstleistungen zu erleichtern. Anhang III trägt die Bezeichnung "G egenseitige Anerkennung beruflicher Q ualifikationen (D iplom e, Prüfungszeugnisse und sonstiger Befähigungs- nachw eise)". N ach dessen Bestim m ungen w enden die Vertragsparteien im Bereich der gegenseitigen Anerkennung beruflicher Befähigungsnachw ei- se untereinander die gem einschaftlichen R echtsakte, auf die Bezug ge- nom m en w ird, in der zum Zeitpunkt der U nterzeichnung des Abkom m ens geltenden Fassung einschliesslich der in Abschnitt A dieses Anhangs ge- nannten Änderungen oder gleichw ertige Vorschriften an (vgl. hierzu und zum G anzen: Botschaft vom 23. Juni 1999 zur G enehm igung der sektoriel- len Abkom m en zw ischen der Schw eiz und der EG , Botschaft, BBl 1999 6128, insbesondere S. 6155 und S. 6347 ff.; U rteil des Bundesgerichts 2A.331/2002 vom 24. Januar 2003 E. 6.1 m it H inw eis auf: R U D O LF N ATSC H , G egenseitige Anerkennung beruflicher Q ualifikationen, in: Bilaterale Ver- träge Schw eiz - EG , Zürich 2002, S. 195 ff., insbes. S. 204; M AX W ILD , D ie Anerkennung von D iplom en im R ahm en des Abkom m ens über die Freizü- gigkeit der Personen, in: Bilaterale Abkom m en Schw eiz - EU , Basel etc. 2001, S. 383 ff., insbes. S. 403; Bundesam t für Berufsbildung und Techno- logie, Bericht über die Anerkennung ausländischer D iplom e in der Schw eiz und die Anerkennung schw eizerischer D iplom e im Ausland: R egelungen, bestehende Praktiken und H andlungsbedarf, Bern 2001, S. 4 f.; im Folgen- den: Bericht 2001). H insichtlich der Anerkennung der beruflichen Q ualifikationen erfasst das bilaterale Personenfreizügigkeitsabkom m en nur die im Aufnahm estaat reg- lem entierten beruflichen Tätigkeiten. Alle nicht reglem entierten Berufe ste- hen der freien Ausübung offen. Für sie ist die Anerkennung nach dem Per- sonenfreizügigkeitsabkom m en ohne Bedeutung. Ist ein Beruf im Aufnah- m estaat nicht reglem entiert, bedarf es som it keiner Prüfung der G leichw er-10 tigkeit des D iplom s und eine Arbeitsbew illigung genügt (vgl. N ATSC H , a.a.O ., S. 205; W ILD , a.a.O ., S. 386 f.; H ILD EG AR D SC H N EID ER , D ie Anerkennung von D iplom en in der Europäischen G em einschaft, Antw erpen-Apeldoorn 1995, S. 177). Als reglem entierte berufliche Tätigkeit gilt eine berufliche Tätigkeit, bei der die Aufnahm e oder Ausübung oder eine der Arten ihrer Ausübung in einem M itgliedstaat direkt oder indirekt durch R echts- oder Verw altungsvorschrif- ten an den Besitz eines Ausbildungs- oder Befähigungsnachw eises (bzw . D iplom s) gebunden ist. D azu gehört insbesondere die Ausübung einer be- ruflichen Tätigkeit in Verbindung m it der Führung eines Titels, der nur von Personen geführt w erden darf, die einen Ausbildungs- oder Befähigungs- nachw eis (bzw . ein D iplom ) besitzen, die in einschlägigen R echts- und Verw altungsvorschriften festgelegt sind; sow ie die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit im G esundheitsw esen, w enn die Vergütung dieser Tätigkeit und/oder eine diesbezügliche Erstattung durch das einzelstaatli- che System der sozialen Sicherheit an den Besitz eines Ausbildungs- oder Befähigungsnachw eises (bzw . D iplom s) gebunden ist (Art. 1 Bst. f der R ichtlinie 92/51/EW G bzw . Art. 1 Bst. d der R ichtlinie 89/48/EW G , beide zi- tiert in E. 3.2). D as Bundesam t hat eine Liste der reglem entierten Berufe in der Schw eiz herausgegeben (abrufbar unter w w w .bbt.adm in.ch [Them en/Internationale D iplom anerkennung/EU -D iplom anerkennung/Liste der reglem entierten Be- rufe]). D er Beruf des Augenoptikers ist in dieser Liste erfasst (N . 1.04). Som it ist das Freizügigkeitsabkom m en zur Prüfung der G leichw ertigkeit des M eistertitels im Augenoptikerhandw erk grundsätzlich anw endbar. 3.1 D er Beschw erdeführer arbeitet als Augenoptiker im Kanton Aargau. D er Kanton Aargau regelt die Tätigkeit zur selbstständigen Berufsaus- übung als Augenoptiker im G esundheitsgesetz vom 10. N ovem ber 1987 (G esG , SAR 301.100). Zur selbstständigen Berufsausübung ist eine Bew il- ligung des G esundheitsdepartem ents erforderlich; die unselbstständige Berufsausübung erfolgt unter der Verantw ortung und Aufsicht des Bew illi- gungsinhabers (vgl. § 36 Abs. 1 Bst. a und Abs. 3 G esG ). D ie Bew illigung w ird an Augenoptiker erteilt, die den eidgenössischen Fähigkeitsausw eis besitzen; zur Vornahm e von Brillenglasbestim m ungen sow ie zur Anpas- sung und Abgabe von Kontaktlinsen ist überdies die höhere Fachprüfung als Augenoptiker oder ein gleichw ertiges ausländisches D iplom erforder- lich (§ 37 Bst. a G esG ). D am it steht fest, dass die selbstständige Ausübung des Augenoptikerbe- rufs im Kanton Aargau im Sinne der R ichtlinie 92/51/EW G reglem entiert ist. 3.2 D as europäische R echt unterscheidet spezielle und allgem eine Anerken- nungsrichtlinien. Erstere beruhen auf dem Prinzip der vorgängigen H arm o- nisierung der Ausbildung, letztere auf dem Prinzip des gegenseitigen Ver- trauens in die Ausbildung der anderen M itgliedstaaten (vgl. Botschaft, a.a.O ., S. 6347 f.). Sieben sektorale R ichtlinien w urden nach dem System 11 der H arm onisierung gestaltet und erm öglichen dam it sechs m edizinischen und param edizinischen Berufen (Arzt, Zahnarzt, Tierarzt, Apotheker, Pfle- gepersonal in allgem einer Pflege, H ebam m e) sow ie Architekten die auto- m atische Anerkennung (vgl. W ILD , a.a.O ., S. 396 f.; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 167). D ie allgem eine Anerkennungsregelung, w elche nicht für bestim m te berufli- che Tätigkeiten gilt, setzt sich aus der R ichtlinie 89/48/EW G des R ates vom 21. D ezem ber 1988 über eine allgem eine R egelung zur Anerkennung der H ochschuldiplom e, die eine m indestens dreijährige Berufausbildung abschliessen (ABl. 1989 L 019 S. 16; im Folgenden: R ichtlinie 89/48/EW G ) sow ie aus der R ichtlinie 92/51/EW G des R ates vom 18. Juni 1992 über eine zw eite allgem eine R egelung zur Anerkennung beruflicher Befähi- gungsnachw eise in Ergänzung zur R ichtlinie 89/48/EW G (ABl. L 209 S. 25; im Folgenden: R ichtlinie 92/51/EW G ) zusam m en. 3.3 D ie beiden allgem einen R ichtlinien 89/48/EW G und 92/51/EW G stützen sich auf die Art. 49, Art. 57 Abs. 1 und Art. 66 des Vertrages zur G ründung der Europäischen W irtschaftsgem einschaft und bezw ecken, dass Angehö- rige der M itgliedstaaten als Selbstständige oder abhängig Beschäftigte ih- ren Beruf auch in einem anderen M itgliedstaat ausüben können als in dem jenigen, in dem sie ihre beruflichen Q ualifikationen erw orben haben (vgl. einleitende Bem erkungen der R ichtlinien 89/48/EW G und 92/51/EW G , 1. Abs.). Von der R ichtlinie 89/48/EW G erfasst w erden Studienabschlüsse nach ei- nem Studium von m indestens drei Jahren (vgl. Art. 1 Bst. a 2. G edanken- strich der R ichtlinie 89/48/EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 239; W ILD , a.a.O ., S. 399). D ie R ichtlinie 92/51/EW G bezieht sich auf die Sekundarschulbildung sow ie die kurzen postsekundären Studiengänge von m indestens einem Jahr und alle im Anhang C der R ichtlinie aufgeführten Studiengänge (vgl. Erw ägung 9 der R ichtlinie 92/51/EW G und Art. 1 der R ichtlinie 92/51/EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 239; Bundesam t für Berufsbildung und Technologie, Bericht 2001, a.a.O ., S. 28 f.). D er Beschw erdeführer hat 2001 in der Schw eiz das Fähigkeitszeugnis als Augenoptiker erw orben. Er hat in D eutschland (H erkunftsstaat) eine Aus- bildung zum M eister im Augenoptikerhandw erk absolviert. Sow ohl der M eistertitel im Augenoptikerhandw erk in D eutschland (H er- kunftsstaat) w ie auch das D iplom des Augenoptikers in der Schw eiz (Auf- nahm estaat) sind Berufsabschlüsse im postsekundären Bereich, deren Ausbildungen w eniger als drei Jahre dauern (vgl. § 49 des G esetzes der Bundesrepublik D eutschland vom 17. Septem ber 1953 zur O rdnung des H andw erks [konsolidierte Fassung; BG BI I 1953, 1411]; im Folgenden: H w O und § 2 der Verordnung der Bundesrepublik D eutschland vom 4. M ärz 1997 über die Berufsausbildung zum Augenoptiker/zur Augenopti- kerin; im Folgenden: AugO ptAusbV 1997 sow ie Art. 23 und Art. 10 des R e- glem ents vom 12. Juni 1991 über die D urchführung der H öheren Fachprü- fung im Augenoptikerberuf [Prüfungsreglem ent]). D ie berufliche Tätigkeit des Augenoptikers w ird zudem w eder von einer sektoriellen R ichtlinie noch 12 von einer in Anhang A der R ichtlinie 92/51/EW G aufgeführten R ichtlinie er- fasst (vgl. Art. 2 Abs. 2 der R ichtlinie 92/51/EW G ). D aher ist für den Beruf des Augenoptikers die R ichtlinie 92/51/EW G anw endbar. 3.4 D er Beschw erdeführer ist Schw eizer Bürger und hat in D eutschland eine postsekundäre Ausbildung absolviert, w elche er in der Schw eiz anerken- nen lassen w ill. N ach Art. 2 Abs. 1 der R ichtlinie 92/51/EW G erstreckt sich der Anw en- dungsbereich dieser R ichtlinie auf alle Angehörigen eines M itgliedstaates, die als Selbstständige oder abhängig Beschäftigte einen reglem entierten Beruf in einem Aufnahm estaat ausüben w ollen. N ach dem W ortlaut von Art. 2 Abs. 1 ist nicht klar, ob sich die R ichtlinie auch auf Inländer bezieht, w elche eine im Ausland getätigte Ausbildung anerkennen lassen w ollen. Für die Auslegung der Begriffe des G em einschaftsrechts ist die R echtspre- chung des G erichtshofes der Europäischen G em einschaften (EuG H ) bis zum Zeitpunkt vor der U nterzeichnung des Abkom m ens zu berücksichtigen (Art. 16 Abs. 2 FZA "acquis com m unautaire" auf dem Stand vom 21. Juni 1999; BR EITEN M O SER /ISLER , a.a.O ., S. 1011). D er EuG H hat in Vor- abentscheidungen erkannt, dass die Freizügigkeit der Arbeitnehm er und das N iederlassungsrecht im System der G em einschaft grundlegende Frei- heiten darstellten, "die nicht voll verw irklicht w ären, w enn die M itgliedstaa- ten die Anw endung des G em einschaftsrechts denjenigen ihrer Staatsange- hörigen versagen dürften, die von den im G em einschaftsrecht vorgesehe- nen Erleichterungen G ebrauch gem acht und dank dieser Erleichterung be- rufliche Q ualifikationen in einem anderen M itgliedstaat als dem jenigen er- w orben haben, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzen" (vgl. U rteil vom 31. M ärz 1993 in der R echtssache C -19/92, Kraus, Sam m lung der R echt- sprechung [Slg.], I-1663, R andnr. 16 sow ie U rteil vom 6. O ktober 1981 in der R echtssache 246/80, Broekm eulen, Slg., 2311, R andnrn. 18 ff.; vgl. SC H N EID ER , a.a.O ., S. 260; JAC Q U E S PER TEK, U ne dynam ique de la reconnais- sance des diplôm es à des fins professionelles et à des fins académ iques: réalisations et nouvelles réflexions, in: La reconnaissance des qualifica- tions dans un espace européen des form ations et des professions, Bruxel- les 1998, S. 189 f.; e contrario hat das Bundesgericht festgehalten, dass das Freizügigkeitsabkom m en Schw eizer Bürgern ohne grenzüberschrei- tenden Anknüpfungspunkt keine R echte einräum t und deren R echtsstel- lung sich grundsätzlich nach dem Landesrecht richtet, vgl. BG E 130 I 26 E. 1.2.3 und BG E 129 II 249 E. 4.3 und 5.1). 3.5 W ird der Zugang zu einem reglem entierten Beruf oder dessen Ausübung im Aufnahm estaat von dem Besitz eines D iplom s im Sinne der R ichtlinie 92/51/EW G oder der R ichtlinie 89/48/EW G abhängig gem acht, kann der Aufnahm estaat einem Angehörigen eines M itgliedstaates, der im Besitz ei- nes D iplom s im Sinne dieser R ichtlinien ist, grundsätzlich nicht den Zu- gang oder die Ausübung eines reglem entierten Berufes w egen m angelnder Q ualifikation verw eigern, w enn dieses D iplom Zugangs- oder Ausübungs- voraussetzung für den entsprechenden Beruf im H erkunftsstaat ist (Art. 3 Bst. a der R ichtlinie 92/51/EW G ).13 Als D iplom e im Sinne der R ichtlinie 92/51/EW G gelten Ausbildungsnach- w eise, die in einem M itgliedstaat von einer nach dessen R echts- und Ver- w altungsvorschriften bestim m ten zuständigen Stelle ausgestellt w erden, und aus denen hervorgeht, dass der D iplom inhaber erfolgreich einen nicht in Art. 1 Bst. a der R ichtlinie 89/48/EW G genannten postsekundären Aus- bildungsgang von m indestens einem Jahr oder eine Teilzeitausbildung von entsprechender D auer oder einen der in Anhang C ausgeführten Ausbil- dungsgänge absolviert hat (Art. 1 Bst. a 1. G edankenstrich und 2. G edan- kenstrich Ziff. i der R ichtlinie 92/51/EW G ). D ie Schw eizerischen H öheren Fachprüfungen für Augenoptiker fallen unter Anhang C der R ichtlinie 92/51/EW G (vgl. dazu Bundesam t für Berufsbil- dung und Technologie, Bericht 2001, a.a.O ., S. 28 f.). D er M eistertitel des Beschw erdeführers ist von der H andw erkskam m er Kassel ausgestellt w orden. H ierbei handelt es sich um eine Körperschaft des öffentlichen R echts, w elche zur Vertretung der Interessen des H and- w erks errichtet w orden ist (vgl. § 90 Abs. 1 H w O ). D er M eistertitel des Be- schw erdeführers ist daher von einer zuständigen Stelle ausgestellt w or- den. D er deutsche Augenoptikerm eister ist in Anhang C N um m er 2 (Bil- dungs- und Ausbildungsgänge zum "M eister" für die nicht unter die R ichtli- nien des Anhangs A fallenden handw erklichen Tätigkeiten) der R ichtlinie 92/51/EW G aufgeführt. Beim M eistertitel in D eutschland (H erkunftsstaat) handelt es sich som it ebenfalls um ein D iplom im Sinne der R ichtlinie 92/51/EW G . D as Augenoptikerhandw erk in D eutschland stellt ein zulassungspflichtiges H andw erk dar. D ie Ausbildungsbezeichnung M eister/M eisterin in Verbin- dung m it einem zulassungspflichtigen H andw erk darf nur führen, w er für dieses zulassungspflichtige H andw erk die M eisterprüfung bestanden hat (vgl. § 1 i.V.m . Anlage A N r. 33 H w O sow ie § 51 H w O ). Insofern ist dieser Beruf auch in D eutschland reglem entiert (vgl. auch den Leitfaden für die allgem eine R egelung zur Anerkennung der beruflichen Befähigungsnach- w eise der Europäischen Kom m ission, Anhang 1). D er M eistertitel berech- tigt zur selbstständigen Berufsausübung und zur Lehrlingsausbildung (vgl. § 45 Abs. 2 H w O ). G rundsätzlich kann die Schw eiz daher dem Beschw erdeführer den Zugang oder die Ausübung des reglem entierten Berufes nicht w egen m angelnder Q ualifikation verw eigern. 3.6 H ingegen hat der Aufnahm estaat das R echt, Ausbildung und Berufserfah- rung m it seinen Anforderungen zu vergleichen und eine Anerkennung der D iplom e als gleichw ertig abzulehnen, w enn die Ausbildung des Antragstel- lers sich in Bezug auf D auer, Inhalt oder die Tätigkeitsbereiche w esentlich unterscheidet. D ie Kom pensation unterschiedlicher Ausbildungsdauer kann durch den N achw eis von Berufserfahrung erbracht w erden (Art. 4 Abs. 1 Bst. a der R ichtlinie 92/51/EW G ). Im Falle von unterschiedlichen Ausbildungsinhalten darf der Aufnahm estaat vom Antragsteller verlangen, dass er einen Anpassungslehrgang absolviert oder eine Eignungsprüfung ablegt (Art. 4 Abs. 1 Bst. b der R ichtlinie 92/51/EW G ; N ATSC H , a.a.O ., 14 S. 206 f., W ILD , a.a.O ., S. 400). M acht der Aufnahm estaat bei unterschiedli- chem Ausbildungsinhalt von der M öglichkeit eines Anpassungsinstrum en- tes G ebrauch, so m uss er dem Antragsteller die W ahl zw ischen dem An- passungslehrgang und der Eignungsprüfung lassen (Art. 4 Bst. b U nter- abs. 3 der R ichtlinie 92/51 EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 257; JAC Q U ES PER TEK, L'Europe des diplôm es et des professions, Bruxelles 1994, S. 81). D er Auf- nahm estaat darf die Anpassungsinstrum ente des Art. 4 Abs. 1 Bst. a und b nicht kum ulativ anw enden (Art. 4 Abs. 2 der R ichtlinie 92/51/EW G ; SC H N EID ER , a.a.O ., S. 198; PER TEK, L'Europe des diplôm es et des professi- ons, a.a.O ., S. 80). 3.7 D ie Anforderungen an die Ausbildungsdauer w erden vom Beschw erdefüh- rer m ittlerw eile, w as auch das Bundesam t grundsätzlich nicht bestreitet (vgl. Vernehm lassung), erfüllt. D iese beträgt in der Schw eiz m indestens acht Jahre. N ach Art. 10 des Prüfungsreglem ents ist die Zulassung zur H öheren Fachprüfung für Au- genoptiker an die doppelte Voraussetzung geknüpft, dass der Kandidat über das Fähigkeitszeugnis der Lehrabschlussprüfung als Augenoptiker verfügt, und dass er nach Abschluss der Lehrzeit vier Jahre als Augenopti- ker tätig w ar. D er Besuch einer höheren Fachschule für Augenoptiker w ird als Praxiszeit angerechnet. D ie Ausbildungsdauer ist in D eutschland dem gegenüber w esentlich kürzer. Zur M eisterprüfung w ird zugelassen, w er eine G esellenprüfung nach drei- jähriger Ausbildung zum Augenoptiker bestanden hat (vgl. § 49 H w O sow ie § 2 AugO ptAusbV 1997). D er Beschw erdeführer hat die Lehre zum Augenoptiker in der Schw eiz ab- solviert und 2001 m it dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis abgeschlos- sen. Von N ovem ber 2001 bis Januar 2002 arbeitete er als Augenoptiker bei "E._______" in R ._______, von M itte Juli bis M itte O ktober 2003 bei der "K._______ AG " in O ._______, von O ktober 2003 bis August 2005 ab- solvierte er das Vollzeitstudium an der SH FA in O lten und von anfangs Juni 2005 bis Ende Februar 2006 w ar er als Augenoptiker bei "X._______" in Y._______ (vom 4. O ktober 2005 bis 2. D ezem ber 2005 nahm er am Vollzeitlehrgang des Institutes für Berufsbildung (IfB) in Karlsruhe teil, ar- beitete indessen an Sam stagen und schulfreien Tagen w eiterhin bei "X._______") angestellt. Von Juli 2002 bis D ezem ber 2004 arbeitete er zu- dem tage- bzw . w ochenw eise bei der "V._______ AG " in Y._______. Seit dem 1. April 2006 ist er bei "Z._______" in W ._______ als Augenoptiker tätig. 3.8 H ingegen stellte das Bundesam t in der angefochtenen Verfügung vom 14. Juni 2006 fest, dass die M eisterprüfung in D eutschland m it der H öhe- ren Fachprüfung inhaltlich nicht vergleichbar und som it nicht gleichw ertig sei. D ie M eisterprüfung w erde der H öheren Fachprüfung gleichgestellt un- ter der Bedingung, dass der Beschw erdeführer als Ausgleichsm assnahm e entw eder a. eine Eignungsprüfung in den Fächern Pathologie sow ie Allge- m eine O ptik & Instrum ente ablege oder b. einen einjährigen Anpassungs- lehrgang in der Schw eiz unter der Anleitung eines diplom ierten Augenopti-15 kers absolviere und die Fächer Pathologie sow ie Allgem eine O ptik & Inst- rum ente an der H öheren Fachschule für Augenoptik in O lten besuche. Insofern m acht das Bundesam t in der angefochtenen Verfügung von Art. 4 Abs. 1 Bst. b der R ichtlinie 92/51/EW G G ebrauch, w onach der Aufnahm e- staat im Falle von unterschiedlichem Inhalt der Ausbildung als Kom pensa- tion vom G esuchsteller einen Anpassungslehrgang oder eine Eignungsprü- fung verlangen kann. D ie Frage, ob sich die M eisterprüfung im Augenoptikerhandw erk inhaltlich w esentlich vom schw eizerischen D iplom des Augenoptikers unterscheidet und das Bundesam t in der angefochtenen Verfügung vom 14. Juni 2006 als Voraussetzung für die Anerkennung der G leichw ertigkeit zu R echt eine Ausgleichsm assnahm e verlangt, kann hier offen gelassen w erden, da die Beschw erde aus nachfolgenden G ründen gutzuheissen ist. 4. D er Beschw erdeführer bringt vor, er habe die Anforderungen an den An- passungslehrgang bereits erfüllt. Vom 20. O ktober 2003 bis Ende August 2005 habe er den zw eijährigen Lehrgang der SH FA in O lten absolviert. Er habe die beiden Fächer, für w elche das Bundesam t Ausgleichsm assnah- m en verlange, an der SH FA in O lten besucht und diese in jedem der vier Sem ester jew eils m it einer genügenden N ote abgeschlossen. Er verstehe daher nicht, w eshalb er die bereits besuchte Schule noch einm al besuchen sollte. W eil nur eine von den beiden Ausgleichsm assnahm en absolviert w erden m üsse, und er die Anforderungen an den Anpassungslehrgang (Bst. b der Verfügung) bereits erfüllt habe, hätte das Bundesam t seinen deutschen M eistertitel m it dem eidgenössischen D iplom als gleichw ertig anerkennen m üssen. D am it m acht er sinngem äss geltend, der vom Bundesam t verlangte Anpas- sungslehrgang sei nicht verhältnism ässig. 4.1 N ach der R ichtlinie 92/51/EW G erkennt der einen Beruf reglem entierende M itgliedstaat die in einem anderen M itgliedstaat erw orbenen Befähigungs- nachw eise an und gestattet deren Inhabern in seinem H oheitsgebiet die Ausübung ihrer Tätigkeit unter den für Inländer geltenden Bedingungen. Es gilt der in Art. 3 der R ichtlinie 92/51/EW G niedergelegte G rundsatz des gegenseitigen Vertrauens in die Q ualität der in einem anderen M itglied- staat absolvierten Ausbildung und der gegenseitigen Anerkennung von D i- plom en. H ierzu bilden die Anpassungsinstrum ente des Art. 4 die Ausnah- m e und sind dem entsprechend restriktiv anzuw enden (SC H N EID ER , a.a.O ., S. 200). Führt jedoch ein Vergleich m it den im innerstaatlichen R echt vor- geschriebenen Kenntnissen und Fähigkeiten zur Feststellung, dass erheb- liche U nterschiede zw ischen der vorgeschriebenen und der erw orbenen Ausbildung bestehen und deren Kenntnis eine w esentliche Voraussetzung für eine Ausübung des Berufs im Aufnahm estaat ist, so bietet der Aufnah- m em itgliedstaat dem Antragsteller die M öglichkeit nachzuw eisen, dass er die fehlenden Kenntnisse und Fähigkeiten erw orben hat. Er m uss dem An- tragsteller die W ahl zw ischen dem Anpassungslehrgang und der Eig- nungsprüfung lassen (vgl. einleitende Bem erkungen der R ichtlinie 16 92/51/EW G ). Als "Anpassungslehrgang" gilt die Ausübung eines reglem en- tierten Berufs, die in dem Aufnahm estaat unter der Verantw ortung eines qualifizierten Berufsangehörigen erfolgt und gegebenenfalls m it einer Zu- satzausbildung einhergeht. D er Lehrgang ist G egenstand einer Bew ertung. D ie Einzelheiten des Anpassungslehrgangs und seine Bew ertung w erden von den zuständigen Behörden des Aufnahm estaates festgelegt (Art. 1 Bst. i der R ichtlinie 92/51/EW G ). Als "Eignungsprüfung" gilt eine aus- schliesslich die beruflichen Kenntnisse des Antragstellers betreffende und von den zuständigen Stellen des Aufnahm estaats durchgeführte Prüfung, m it der die Fähigkeit des Antragstellers, in diesem M itgliedstaat einen reg- lem entierten Beruf auszuüben, beurteilt w erden soll. D ie M odalitäten der Eignungsprüfung w erden von den zuständigen Behörden des Aufnahm e- staates festgelegt (Art. 1 Bst. j der R ichtlinie 92/51/EW G ). N ach dem W ortlaut von Art. 4 Abs. 1 Bst. b der R ichtlinie 92/51/EW G ("Ar- tikel 3 hindert den Aufnahm estaat nicht daran, vom Antragsteller ebenfalls zu verlangen, dass er einen höchstens dreijährigen Anpassungslehrgang absolviert oder eine Eignungsprüfung ablegt....") kom m t der zuständigen Behörde, dem Bundesam t, beim Entscheid, ob eine Ausgleichsm assnah- m e verlangt w erden soll, ein Entschliessungserm essen zu. D em Bundes- am t w ird durch das Erm essen ein Spielraum für den Entscheid im Einzel- fall eingeräum t. D ies bedeutet aber nicht, dass es in seiner Entscheidung völlig frei ist. Es hat innerhalb seines Entscheidungsspielraum s unter Be- rücksichtigung der R echtsgrundsätze der Erm essensausübung, die zw eck- m ässigste Lösung zu treffen. D as Bundesam t ist dabei an die Verfassung gebunden und hat insbesondere das Verhältnism ässigkeitsprinzip zu befol- gen (U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLER /FELIX U H LM AN N, Allgem eines Verw altungs- recht, 5. Aufl., Zürich 2006, R z. 441; VPB 66.22 E. 3.5.2 m it H inw eisen). 4.2 D er G rundsatz der Verhältnism ässigkeit stellt kein verfassungsm ässiges R echt, sondern bloss einen verfassungsm ässigen G rundsatz dar. D as ver- fassungsm ässige G ebot der Verhältnism ässigkeit um fasst nach Praxis und Lehre drei Elem ente, die kum ulativ beachtet w erden m üssen. Es verlangt, dass staatliche H oheitsakte für das Erreichen eines im übergeordneten öf- fentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet, notw endig und für den Be- troffenen zum utbar sind (BG E 131 I 91 E. 3.3, BG E 128 I 92 E.2b, BG E 128 II 292 E. 5.1, BG E 126 I 112 E. 5b, je m it H inw eisen; R EN É R H IN O W , G rundzüge des Schw eizerischen Verfassungsrechts, Basel etc. 2003, R z.1135 f.; JEAN -FR AN C O IS AU BE R T/PASC AL M AH O N , Petit com m entaire de la C onstitution fédérale de la C onfédération suisse du 18 avril 1999, Zurich/Bâle/G enève 2003, Art. 5 R z. 12 f. und Art. 36 R z. 15 f.; H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 581). U ngeeignet ist eine M assnahm e dann, w enn sie am Ziel vorbeischiesst, d.h. keinerlei W irkungen im H inblick auf den angestrebten Zw eck entfaltet. Zu prüfen ist also die Zw ecktauglichkeit einer M assnahm e (H ÄFELIN / M Ü LLE R /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 587, m it H inw eisen; R EN É A. R H IN O W / BEAT KR ÄH EN M AN N , Schw eizerische Verw altungsrechtsprechung, Ergänzungs- band, Basel und Frankfurt am M ain 1990, N r. 58 IVa, S. 180; BG E 130 I 140 E. 5.3.6).17 D as staatliche H andeln m uss ferner erforderlich sein, das heisst es m uss grundsätzlich notw endig sein. Als erforderlich erw eist sich eine staatliche H andlung, w enn kein w eniger einschneidendes M ittel zur Verw irklichung des öffentlichen Interesses zur W ahl steht (zw eckkonform er m ildester Ein- griff). Verboten ist ein das unabdingbar N otw endige übertreffendes Vorge- hen. D ie M assnam e darf in sachlicher, räum licher, zeitlicher und personel- ler H insicht nicht über das N otw endige hinausgehen (R EN É R H IN O W , a.a.O ., R z. 1136; AU BER T/M AH O N , a.a.O ., Art. 36 R z. 16; YVO H AN G AR TN E R in: D ie Schw eizerische Bundesverfassung: Kom m entar/ hrsg. von BER N H AR D EH R E N ZE LLLER ... [et al.], Zürich etc. 2002, hiernach: Kom m entar, Art. 5 R z. 33 f.; H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 591). Schliesslich m uss die Verw altungsm assnahm e auch zum utbar sein. Sie ist nur gerechtfertigt, w enn sie ein vernünftiges Verhältnis zw ischen dem an- gestrebten Ziel und dem Eingriff, den sie für den betroffenen Privaten be- w irkt, w ahrt (H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 614; YVO H AN G AR TN ER , Kom - m entar, a.a.O ., Art. 36 R z. 24; AU BER T/M AH O N , a.a.O ., Art. 36 R z. 16). 4.3 Im angefochtenen Entscheid hat das Bundesam t in zw ei Fächern (Patholo- gie sow ie Allgem eine O ptik & Instrum ente) Ausgleichsm assnahm en ver- langt. M it den alternativ verfügten Ausgleichsm assnahm en (einjähriger An- passungslehrgang oder Eignungsprüfung) bezw eckt das Bundesam t, dass sich der Beschw erdeführer die ihm - nach M einung des Bundesam tes - fehlenden Kenntnisse in den Fächern Pathologie und Allgem eine O ptik & Instrum ente aneignen beziehungsw eise direkt den N achw eis genügender Kenntnisse in diesem Fach durch Ablegen einer Prüfung erbringen kann. In den Berufen des G esundheitsw esens - w ie Augenoptiker - besteht in der Tat ein erhebliches öffentliches Interesse daran, dass nur fähige Leute tä- tig sind, handelt es sich doch gerade bei der G esundheit um ein R echts- gut, das des gew erbepolizeilichen Schutzes in hohem M asse bedarf (vgl. BG E 125 I 322 E. 3d; BG E 125 I 335 E. 3b; BG E 112 Ia 322 E. 4c m it H in- w eisen). Ausser Frage steht, dass die vorliegend verfügten Ausgleichs- m assnahm en geeignet sind, nachzuw eisen, dass der Inhaber eines aus- ländischen D iplom s über die nötigen Kenntnisse verfügt, die zur Berufs- ausübung als Augenoptiker unerlässlich sind. In diesem Sinne kann die Zw ecktauglichkeit der verlangten Ausgleichsm assnahm en bejaht w erden. D er vom Bundesam t alternativ verfügte einjährige Anpassungslehrgang besteht einerseits aus einer obligatorischen Ausbildung an der H öheren Fachschule für Augenoptik (SH FA) in O lten in den Fächern Pathologie und Allgem eine O ptik & Instrum ente und andererseits aus einem Praktikum un- ter Anleitung eines diplom ierten Augenoptikers. D er Schw eizerische O ptikverband (SO V) führt die H öheren Fachprüfungen für Augenoptiker durch und bietet m it der SH FA einen zw eijährigen (fakul- tativen) Ausbildungsgang an. D as Bundesam t hat in der angefochtenen Verfügung den Schw eizer O ptikverband m it der D urchführung der ange- ordneten Ausgleichsm assnahm en beauftragt. Auf G rund der Stellungnah- m e des Schw eizer O ptikverbandes vom 5. M ärz 2007 ergibt sich bezüglich der Ausgestaltung des Anpassungslehrganges Folgendes: 18 D ie Absolventen des einjährigen Anpassungslehrgangs besuchen den or- dentlichen U nterricht an dem auch die Absolventen des (2-jährigen) Voll- zeitstudium s der SH FA teilnehm en. D er Lehrgang beinhaltet den Besuch des 3. und 4. Sem esters der H öheren Fachschule in O lten. Es gelten in- haltlich die gleichen Anforderungen w ie bei den Absolventen der schw eize- rischen Ausbildung, identisch sind auch die Lehrm ittel und die D ozenten. D ie Bew ertung des Ausbildungslehrganges erfolgt im R ahm en der ordentli- chen Sem esterprüfungen (vgl. auch "M erkblatt Ausgleichsm assnahm en im Bereich O ptik" des BBT vom Septem ber 2006). D ie Sem esterprüfungen bestehen jew eils aus zw ei schriftlichen Einzelprüfungen, und die erforderli- che Schlussbew ertung pro Ausbildungsfach bildet der D urchschnitt aller vier Einzelprüfungen. Einzig der Bew ertungsraster w eicht von dem jenigen der norm alen Prüfungen der Schule ab. Bei der Bew ertung w erden die vom BBT verfügten Bew ertungskriterien der Eignungsprüfung auch für den Anpassungslehrgang übernom m en, indem die Anforderungen für ein "ge- nügend" 50 % der m öglichen Punktzahl (gegenüber 60 % bei den regulä- ren Kursteilnehm ern) betragen. Im w eiteren w eist der Schw eizer O ptikver- band darauf hin, dass der Lehrgang vom Arbeitgeber in Form eines Ar- beitszeugnisses als erfüllt bestätigt w erden m üsse. D iese Forderung be- treffe den Schw eizer O ptikverband als Kursanbieter nicht und sei durch den Arbeitgeber vorzunehm en. 4.4 D er Beschw erdeführer nahm von O ktober 2003 bis Ende August 2005 am Vollzeitstudium der SH FA in O lten teil (vgl. Sem esterzeugnisse 2004/2005). D as Fach Allgem eine O ptik & Instrum ente, für w elches das Bundesam t in der angefochtenen Verfügung Ausgleichsm assnahm en ver- langt, w urde in allen vier Sem estern unterrichtet und geprüft. In diesem Fach erreichte der Beschw erdeführer im 1. Sem ester die N ote 4.0, im 2. Sem ester die N ote 4.0, im 3. Sem ester die N ote 5.0 und im 4. Sem ester die N ote 4.5. D as Fach Pathologie des Auges, für w elches das Bundesam t in der angefochtenen Verfügung ebenfalls Ausgleichsm assnahm en ange- ordnet hat, w urde nur im 3. und 4. Sem ester unterrichtet und geprüft. In diesem Fach erhielt der Beschw erdeführer im 3. Sem ester die N ote 4.5 und im 4. Sem ester die N ote 3.5. D am it hat der Beschw erdeführer in bei- den Fächern (nach dem strengeren Bew ertungsm asstab der regulären Kursteilnehm er) genügende N oten bzw . -D urchschnittsnoten (die N oten 5.0 und 4.5 im Fach Allgem eine O ptik & Instrum ente und die N oten 4.5 und 3.5 im Fach Pathologie des Auges) erzielt. N ach Auskunft des Schw eizer O ptikverbandes endet der letzte ordentliche Lehrgang der SH FA im Septem ber 2007. D as R eglem ent für H öhere Fach- prüfungen im Augenoptikerberuf von 1991 w erde voraussichtlich im Jahr 2011 aufgehoben. Ab 2010 w ürden durch die Fachhochschule N ordw est- schw eiz die ersten Bachelor-Ausw eise in O ptom etrie abgegeben (vgl. Stel- lungnahm e des Schw eizer O ptikverbandes vom 5. M ärz 2007, S. 2). Solange das aktuelle R eglem ent der H öheren Fachprüfung in Kraft sei, seien auch die entsprechenden Ausgleichsm assnahm en sichergestellt. D a nach Angaben des SO V beim Anpassungslehrgang inhaltlich die glei-19 chen Anforderungen w ie an die Absolventen der SH FA gestellt w erden und feststeht, dass sich die Anforderungen seit 1991 nicht geändert haben, D o- zenten und Lehrm ittel die gleichen sind w ie im ordentlichen U nterricht, ist daraus zu schliessen, dass der Beschw erdeführer einen identischen Lehr- gang an der Schule in O lten bereits 2005 m it genügenden N oten in den Fächern Pathologie und Allgem eine O ptik & Instrum ente abgeschlossen und er dam it den N achw eis der nötigen Kenntnisse in diesen Fächern er- bracht hat. D aher erw eist sich im konkreten Fall die vom Bundesam t ver- langte einjährige Ausbildung (gleichen Inhaltes) an der SH FA als nicht er- forderlich und dam it unzulässig. 4.5 Im w eiteren ordnete das Bundesam t an, dass der einjährige Anpassungs- lehrgang in der Schw eiz unter der Anleitung eines diplom ierten Augenopti- kers zu erfolgen habe und m it Bestätigung des Begleiters nachgew iesen w erden m üsse. Im M erkblatt des BBT w ird hiezu festgehalten, dass der Lehrgang vom Arbeitgeber in Form eines Arbeitszeugnisses als erfüllt be- stätigt w erden m üsse. D as BBT em pfehle, die Absolventen eines Prakti- kum s w ie ausgebildete Personen anzusehen, die ihre Ausbildung gem äss Verfügung vervollständigen. D ie Bezahlung solle sich grundsätzlich nach den Ansätzen eines Augenoptikers richten (vgl. M erkblatt, S. 3). D er Beschw erdeführer verfügt seit Abschluss der Lehre 2001 über eine langjährige Berufserfahrung als Augenoptiker, w as die Arbeitszeugnisse bestätigen (vgl. auch E. 3.7). Aus dem Arbeitszeugnis von "X._______" in Y._______ geht hervor, dass der Beschw erdeführer vom 1. Juni 2005 bis 28. Februar 2006 (vom 4. O ktober 2005 bis 2. D ezem ber 2005 nahm er am Vollzeitlehrgang des Institutes für Berufsbildung in Karlsruhe teil, arbeitete indessen an Sam stagen und schulfreien Tagen w eiterhin bei "X._______") in diesem Betrieb als Augenoptiker angestellt w ar. Seine Tätigkeit um fass- te dem nach folgende G ebiete: Verkauf, R efraktion, Kontaktlinsenanpas- sung und W erkstatt. M it dem Anpassen von Kontaktlinsen und der R efrak- tion übte er Tätigkeiten aus, die nach kantonalem R echt diplom ierten Au- genoptikern vorbehalten sind und bezüglich w elchen das Bundesam t fest- gehalten hat, dass in D eutschland w ichtige Bereiche dieser Them en in den Prüfungsanforderungen fehlen und diese Lücken zu schliessen seien. D er Vorgesetzte führte aus, sie hätten den Beschw erdeführer als fachlich qua- lifizierten M itarbeiter kennen gelernt. D er Arbeitsbestätigung/Q ualifikation der gegenw ärtigen Arbeitgeberin ("Z._______AG " in W ._______) ist zu entnehm en, dass der Beschw erdeführer seit dem 1. April 2006 in diesem U nternehm en als Augenoptiker tätig ist. D em nach gehören zu seinen H auptaufgaben ebenfalls das Anpassen von Kontaktlinsen und das D urch- führen von R efraktionen. D er Vorgesetzte, ein eidgenössisch diplom ierter Augenoptiker, führt in seiner Arbeitsbestätigung aus, dass der Beschw er- deführer bei der Kontaktlinsenanpassung anfangs von einem eidgenös- sisch diplom ierten Augenoptiker und bei der R efraktion anfangs von ihm betreut w orden sei. D urch seine Fähigkeiten und sein Fachw issen sei im jetzigen Zeitpunkt indessen keine U nterstützung m ehr nötig, da er die an ihn gestellten Aufgaben zu ihrer vollsten Zufriedenheit erfülle. Som it kann das vom Bundesam t im R ahm en des Anpassungslehrgangs 20 verlangte einjährige Praktikum unter Anleitung eines diplom ierten Augen- optikers als erfüllt betrachtet w erden. Auf G rund der Q ualifikationen durch die Arbeitgeber ist davon auszuge- hen, dass der Beschw erdeführer in seiner beruflichen Tätigkeit über die notw endigen Fähigkeiten und Kenntnisse eines Augenoptikers verfügt und sich auch über die erforderlichen Kenntnisse in den entsprechenden Fä- chern ausgew iesen hat. 5. Zusam m enfassend ergibt sich, dass der Beschw erdeführer auf G rund sei- ner (höheren) Ausbildung in der Schw eiz und der beruflichen Tätigkeit über genügende Kenntnisse in den Fächern Pathologie und Allgem eine O ptik & Instrum ente verfügt und die Anforderungen an den vom Bundes- am t angeordneten einjährigen Anpassungslehrgang (Schulbesuch und Praktikum ) erfüllt sind. D as Bundesam t hat zu U nrecht die vom Beschw er- deführer - nebst der Ausbildung in D eutschland - erw orbenen Kenntnisse in seinem Entscheid nicht berücksichtigt. D a Ausgleichsm assnahm en (An- passungslehrgang oder Eignungsprüfung) alternativ zu verfügen sind und der Beschw erdeführer die Anforderungen an den einjährigen Anpassungs- lehrgang erfüllt, erw eist sich die Anordnung von Ausgleichsm assnahm en als nicht nötig und dam it unverhältnism ässig. D ie Voraussetzungen für die Anerkennung der G leichw ertigkeit des M eistertitels sind im konkreten Fall gegeben. D ies führt dazu, dass die angefochtenen Ausgleichsm assnah- m en ersatzlos aufzuheben sind. 6. D ie Beschw erde ist gutzuheissen und die Verfügung des Bundesam tes vom 14. Juni 2006 aufzuheben. Es w ird festgestellt, dass der am 3. M ai 2006 in D eutschland verliehene M eistertitel im Augenoptikerhandw erk m it dem eidgenössischen D iplom als Augenoptiker gleichw ertig ist. D as Bun- desam t w ird angew iesen, dem Beschw erdeführer eine G leichw ertigkeits- bestätigung auszustellen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist der Beschw erdeführer obsiegende Partei. D ie Verfahrenskosten sind in der R egel von der unterliegenden Partei zu tragen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). Keine Verfahrenskosten w er- den Vorinstanzen auferlegt (vgl. Art. 63 Abs. 2 Vw VG ). D er vom Beschw er- deführer am 25. Juli 2006 geleistete Kostenvorschuss von Fr. 900.-- ist ihm zurückzuerstatten. 8. D em Beschw erdeführer, w elcher sich anw altlich vertreten liess, sind not- w endige und verhältnism ässig hohe Kosten erw achsen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG und Art. 7 Abs. 1 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). Ihm ist daher zu Lasten des Bundesam tes eine Parteient- schädigung zuzusprechen.21 9. G egen diesen Beschw erdeentscheid kann innert 30 Tagen beim Eidgenös- sischen Bundesgericht Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei- ten eingereicht w erden (Art. 82 Bst. a und Art. 86 Abs. 1 Bst. a i.V.m . Art. 100 Abs. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen und die Verfügung des Bundesam tes für Berufsbildung und Technologie vom 14. Juni 2006 aufgehoben. Es w ird festgestellt, dass der am 3. M ai 2006 in D eutschland verliehene M eistertitel im Augenoptikerhandw erk m it dem eidgenössischen D iplom als Augenoptiker gleichw ertig ist. D as Bundesam t w ird angew iesen, dem Be- schw erdeführer eine G leichw ertigkeitsbestätigung auszustellen. 2. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. D er Kostenvorschuss von Fr. 900.- w ird dem Beschw erdeführer aus der G erichtskasse zurückerstat- tet, sobald dieses U rteil in R echtskraft erw achsen ist. 3. D em Beschw erdeführer w ird zu Lasten des Bundesam tes für Berufsbil- dung und Technologie eine Parteientschädigung von Fr. 1300.-- (inkl. M w St) zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef-N r. 353/han/8515; m it G erichtsurkunde) - dem Eidgenössischen Volksw irtschaftsdepartem ent (m it G erichts- urkunde) D ie vorsitzende R ichterin: D ie G erichtsschreiberin: M aria Am gw erd Barbara Aebi R echtsm ittelbelehrung D ieses U rteil kann innert dreissig Tagen seit Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten w erden. Versand am : 16. Juli 2007