<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00395</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203941&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00395</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.01.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Bewilligungen</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bewilligung für den Betrieb einer Deponie und zur Annahme von Sonderabfällen (Beschwerde der Standortgemeinde und der Deponiebetreiberin gegen einen Beschluss des Regierungsrats, die Sache an die Baudirektion zurückzuweisen)<br/><br/>Rückweisungsentscheide sind jedenfalls dann mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht anfechtbar, wenn durch die Zulassung der Beschwerde die Möglichkeit einer erheblichen Verfahrensverkürzung besteht (E. 1.1).<br/>Voraussetzungen für die Beschwerde der Gemeinde. Der Rückweisungsentscheid kann zur Folge haben, dass eine Verlegung des Betriebs an einen anderen Standort ins Auge gefasst wird, bei dem die richt- und nutzungsplanerischen Voraussetzungen bereits erfüllt sind. Die Gemeinde ist daher nicht in ihrer Planungsautonomie betroffen. Ausserdem ist nicht dargetan, dass sich die Verlegung auf einen grossen Teil der Einwohnerschaft auswirkt. Nichteintreten auf die Beschwerde der Gemeinde (E. 1.2).<br/>Der Rekurs der Anwohner ist nicht verspätet eingereicht worden, wenn berücksichtigt wird, dass unter den konkreten Umständen rekurslegitimierte Anwohner nicht als Adressaten der erstinstanzlichen Verfügung aufgeführt waren (E. 2).<br/>Die Rekurslegitimation ist grundsätzlich für jeden der Rekurrierenden einzeln zu prüfen, ausser wenn verfahrensökonomische Gründe einen Verzicht auf eine separate Legitimationsprüfung nahe legen und daraus für keine Partei ein Nachteil erwächst. Fallkonstellationen. Vorliegend ist der Verzicht auf die Prüfung der Rekurslegitimation des e i n e n Rekurrenten nicht rechtsverletzend (E. 3.2).<br/>Der auf verschiedene umweltrechtliche Bestimmungen gestützte Deponiebetrieb geniesst keinen Bestandesschutz (E. 4.4).<br/>Wertstoffsortierung und eigentlicher Deponiebetrieb sind aufgrund einer vorab quantitativen Betrachtungsweise (Materialmengen) als eigenständige Betriebsteile zu betrachten. Die Wertstoffsortierung setzt eine Änderung der planerischen Grundlagen am bisherigen Standort oder eine Verlegung voraus (E. 4.7).<br/>Die Vorinstanz wird zu prüfen haben, auf welcher Stufe ein Gestaltungsplan festzusetzen ist und ob ein solcher eine zulässige "Durchstossung" der Richtplanung darstellt (E. 4.8.1). Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist notwendig, und zwar bereits im Rahmen der Festsetzung des Gestaltungsplans (E. 4.8.3). Der Betrieb kann einstweilen weitergeführt werden (E. 5). Abweisung (und damit Bestätigung der Rückweisung).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: ABFÃLLE">ABFÃLLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESTANDESSCHUTZ">BESTANDESSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DEPONIE">DEPONIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DURCHSTOSSUNG (NUTZUNGSPLAN)">DURCHSTOSSUNG (NUTZUNGSPLAN)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTALTUNGSPLAN">GESTALTUNGSPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Umweltschutz ST: GEWÃSSERSCHUTZ">GEWÃSSERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION DER GEMEINDE">LEGITIMATION DER GEMEINDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Verwaltungsinterne Rechtspflege ST: REKURS">REKURS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKWEISUNGSENTSCHEID">RÃCKWEISUNGSENTSCHEID</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SONDERABFALL">SONDERABFALL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: SONDERNUTZUNGSPLÃNE">SONDERNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMWELTVERTRÃGLICHKEITSPRÃFUNG (UVP)">UMWELTVERTRÃGLICHKEITSPRÃFUNG (UVP)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UVP-PFLICHT">UVP-PFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSPÃTUNG">VERSPÃTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WERTSTOFFSAMMELSTELLE">WERTSTOFFSAMMELSTELLE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 16 Abs. II PBG</span><br/><span class="gerade">§ 44a PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 84 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 316 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 338a Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">Art./§ 27 TVA</span><br/><span class="ungerade">Art. 7 Abs. VII USG</span><br/><span class="gerade">Art. 9 Abs. I USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 5 Abs. III UVPV</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 lit. b VRG</span><br/><span class="gerade">§ 48 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">URP 2004 Nr. 20 S. 264</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Auf Gesuch vom 17. Mai 2000 hin erneuerte die Baudirektion der A AG fÃ¼r Wertstoffsortierung und Deponiebetrieb am 18. April 2002, gestÃ¼tzt auf Art. 27 der Technischen Verordnung Ã¼ber AbfÃ¤lle vom 10. Dezember 1990 (TVA, SR 814.600), in geÃ¤nderter Form die Betriebsbewilligung fÃ¼r die Deponie L in X; sie befristete die Bewilligung auf fÃ¼nf Jahre (Disp. Ziff. I). Gleichzeitig erneuerte die Direktion der A AG, gestÃ¼tzt auf Art. 16 der Verordnung Ã¼ber den Verkehr mit SonderabfÃ¤llen vom 12. November 1986 (VVS, SR 814.610), in geÃ¤nderter Form die Bewilligung zur Annahme von SonderabfÃ¤llen (Disp. Ziff. II). Die Deponie L wird aufgrund verschiedener umweltschutzrechtlicher Bewilligungen bzw. Bewilligungserneuerungen seit 1976 â damals noch von der F AG â betrieben (vgl. VerfÃ¼gungen der Baudirektion vom 13. Januar 1975, 24. Dezember 1975, 17. November 1980 und 26. Oktober 1995; VerfÃ¼gungen des Amts fÃ¼r GewÃ¤sserschutz und Wasserbau [AGW] vom 4. Januar 1990, 3. Oktober 1991 und 11. April 1997). Die der VerfÃ¼gung vom 18. April 2002 vorangehende Bewilligung vom 26. Oktober 1995, die auf fÃ¼nf Jahre befristet worden war, war aufgrund eines generellen Schreibens der Baudirektion vom 8. Mai 2001 an alle Deponiebetreiber des Kantons ZÃ¼rich bis 31. MÃ¤rz 2002 verlÃ¤ngert worden. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>II.</span></b></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Dagegen erhoben C und D am 6. September 2002 Rekurs und Aufsichtsbeschwerde an den Regierungsrat. Sie beantragten, die VerfÃ¼gung aufzuheben und die kommunale BaubehÃ¶rde anzuweisen, fÃ¼r die von der A AG nachgesuchte VerlÃ¤ngerung der Betriebsbewilligung ein ordentliches, koordiniertes baurechtliches Verfahren durchzufÃ¼hren bzw. fÃ¼r die Einleitung eines Gestaltungsplanverfahrens gemÃ¤ss § 44a des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975/1. September 1991 (PBG) zu sorgen; eventuell habe der Regie­rungsrat die Baudirektion aufsichtsrechtlich anzuweisen, die angefochtene VerfÃ¼gung so abzuÃ¤ndern bzw. zu ergÃ¤nzen, dass die Nutzung der Reaktordeponie L auf reine Wie­der­auffÃ¼llung reduziert und fÃ¼r die Dauer dieser Nutzung ein verbindlicher kurzfristiger Endtermin gesetzt werde. Die A AG beantragte am 7. November 2002 unter anderem, auf den Rekurs wegen VerspÃ¤tung â bezÃ¼glich des Rekurrenten D zudem auch mangels Rekurslegitimation â nicht einzutreten; eventuell sei das Rechtsmittel abzuweisen. Die nÃ¤mlichen AntrÃ¤ge stellte die Baudirektion am 13. November 2002 unter Hinweis auf die diesbezÃ¼gliche Stellungnahme des Amts fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL). Die in das Verfahren einbezogene Gemeinde X beantragte am 13. Dezember 2002 sinngemÃ¤ss Abweisung des Rekurses. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Regierungsrat beschloss am 17. September 2003, das Rechtsmittel gutzuheissen, soweit es nicht gegenstandslos geworden sei (Disp. Ziff. I); er wies die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Baudirektion zurÃ¼ck (Disp. Ziff. II); der privaten Rekursgegnerin wurde im Sinn der ErwÃ¤gungen einstweilen gestattet, die Deponie L bis zum Erlass anders lautender Anordnungen der Baudirektion weiter zu betreiben (Disp. Ziff. III). Die Rekurskosten wurden auf die Staatskasse genommen (Disp. Ziff. IV). Den Rekurrenten wurde zulasten der privaten Rekursgegnerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zugesprochen (Disp. Ziff. V).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III.</span></b></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit gemeinsamer Beschwerde vom 22. Oktober 2003 beantragten die A AG und die Gemeinde X dem Verwaltungsgericht, den Beschluss des Regierungsrats vom 17. September 2003 aufzuheben und die VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 18. April 2002 zu be­stÃ¤tigen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der privaten Beschwerdegegnerin.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Namens des Regierungsrats beantragte die Staatskanzlei Abweisung der Beschwerde. Die Baudirektion verzichtete auf Stellungnahme. C und D beantragten dem Gericht Abweisung der Beschwerde; eventuell sei der Beschluss des Regierungsrats zu bestÃ¤tigen, aber mit einer Befristung fÃ¼r die Verlegung des heutigen Recyclingbetriebs in der Deponie L zu ergÃ¤nzen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der privaten BeschwerdefÃ¼hrerin. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die 3. Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Die sich gegen einen RÃ¼ckweisungsentscheid richtende Beschwerde erweist sich auch unter dem Gesichtswinkel von § 48 VRG als zulÃ¤ssig, welche Bestimmung den Kreis der anfechtbaren Anordnungen aufgrund ihrer prozessualen Erscheinungsform (End-, Zwischen- und Vorentscheide; die beiden letztgenannten Arten nur unter nÃ¤her umschriebenen Voraussetzungen) umschreibt. In der bisherigen Praxis wurden RÃ¼ckweisungsentscheide bezÃ¼glich ihrer Anfechtbarkeit Endentscheiden gleichgestellt (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 48 N. 16 mit Hinweisen). In der jÃ¼ngsten Praxis wird diese Gleichstellung nicht mehr vorbehaltlos vorgenommen, sondern in Anlehnung an die in § 48 Abs. 3 VRG fÃ¼r die Anfechtung von Vorentscheiden formulierten Voraussetzungen verlangt, dass durch die Zulassung der Beschwerde die MÃ¶glichkeit einer erheblichen VerfahrensverkÃ¼rzung besteht (RB 2002 Nr. 20). Diese Voraussetzungen sind hier erfÃ¼llt. Erwiese sich nÃ¤mlich der Standpunkt der BeschwerdefÃ¼hrenden als zutreffend, kÃ¶nnte mit der beantragten Wiederherstellung der VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 18. April 2002 sofort ein Endentscheid herbeigefÃ¼hrt werden, wÃ¤hrend bei einer BestÃ¤tigung des angefochtenen RÃ¼ckweisungsentscheids umfangreiche Erhebungen sowie allenfalls eine Ãnderung der planerischen Grundlagen erforderlich sind. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Die A AG ist durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt und hat ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung; sie ist daher nach § 21 lit. a VRG in Verbindung mit § 70 VRG sowie nach § 338a Abs. 1 PBG unstreitig zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Die privaten Beschwerdegegner bestreiten hingegen die Beschwerdelegitimation der Gemeinde X, weil sich diese weder fÃ¼r die Durchsetzung ihres kommunalen Rechts noch gegen einen Eingriff in ihre qualifizierte Entscheidungs- und Ermessensfreiheit wehre.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>GemÃ¤ss § 21 lit. b VRG steht die Beschwerdebefugnis den Gemeinden "zur Wahrung der von ihnen vertretenen schutzwÃ¼rdigen Interessen" zu. Mit dieser anlÃ¤sslich der Revision vom 8. Juni 1997 eingefÃ¼gten Bestimmung, welche ungeachtet der eigenstÃ¤ndigen Legitimationsvorschrift in § 338a Abs. 1 PBG auch auf dem Gebiet des Raumplanungs- und Baurechts anwendbar ist (RB 1998 Nr. 12), wurde im Wesentlichen an die Praxis angeknÃ¼pft, die zur Beschwerdelegitimation der Gemeinden nach dem bisher hierfÃ¼r massgebenden § 21 aVRG entwickelt worden ist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 61 ff., insbesondere N. 70). Diese Praxis ist seither anlehnend an frÃ¼here AnsÃ¤tze im Sinn einer Ãffnung der Legitimation erweitert worden (RB 1998 Nr. 13; RB 2001 Nr. 9 = ZBl 102/2001, S. 525). Massgebend ist hier zudem auch die bundesgerichtliche Praxis zu Art. 57 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG, SR 814.01), welcher fÃ¼r die Rechtsmittel des eidgenÃ¶ssischen und des kantonalen Rechts die Beschwerdelegitimation der Gemeinden gegen in Anwendung dieses Bundesgesetzes ergangene VerfÃ¼gungen in gleicher Weise wie § 21 VRG umschreibt (VGr, 26. April 2001, VB.2000.00163, E. 2, www.vgrzh.ch).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Aufgrund des angefochtenen RÃ¼ckweisungsentscheides kann die angeordnete Neubeurteilung durch die Baudirektion allenfalls â sofern nicht gestÃ¼tzt auf eine Ãnderung der planerischen Grundlagen die Voraussetzungen fÃ¼r die Beibehaltung des Recyclingbetriebs am bisherigen Standort L geschaffen werden â dazu fÃ¼hren, dass der Recyclingbetrieb an einen anderen Standort, der sich ebenfalls auf dem Gemeindegebiet der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 befindet, verlegt wird, nÃ¤mlich an den Standort M, welcher gemÃ¤ss geltendem kantonalem und regionalem Richtplan fÃ¼r eine derartige Nutzung vorgesehen und gemÃ¤ss kommunalem Zonenplan vom 21. September 1995 in der Industriezone liegt. Durch eine derartige Verlegung wird die Gemeinde X nicht in ihrer kommunalen Planungsautonomie betroffen. Anders verhielte es sich allenfalls dann, wenn die geltende Richt- und Nutzungsplanung auf ihrem Gemeindegebiet noch Ã¼berhaupt keinen Standort fÃ¼r eine derartige Nutzung enthalten wÃ¼rde. Die Gemeinde X macht denn auch nicht geltend, der angefochtene Entscheid zwinge sie zu einer Ãnderung ihrer eigenen Richt- und Nutzungsplanung. Sie bringt einzig vor, eine solche Verlegung bringe fÃ¼r einen grÃ¶sseren Kreis von Anwohnern Immissionen, weil der Zubringerverkehr zum neuen Standort aller Wahrscheinlichkeit nach mitten durch das Wohngebiet N fÃ¼hren wÃ¼rde. Damit wird aber nicht dargetan, ob sich die angefochtene VerfÃ¼gung auf einen grossen Teil der Einwohnerschaft auswirkt, wie das etwa in dem in RB 1998 Nr. 13 publizierten Entscheid der Fall war, wo sich die beschwerdefÃ¼hrende Gemeinde dagegen wehrte, dass die geplante Deponie ihre Trinkwasserversorgung gefÃ¤hrde und eines ihrer Naherholungsgebiete beeintrÃ¤chtige. Der vorliegende Sachverhalt lÃ¤sst sich auch nicht mit den FÃ¤llen vergleichen, in denen die Beschwerdelegitimation einer Gemeinde gestÃ¼tzt auf Art. 57 USG anerkannt worden ist (vgl. Theo Loretan in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, Art. 57 N. 8). Demnach ist auf die Beschwerde, soweit sie von der Gemeinde X erhoben wird, nicht einzutreten. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Mit Bezug auf die private BeschwerdefÃ¼hrerin (im Folgenden BeschwerdefÃ¼hrerin) sind auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt, sodass auf deren Beschwerde einzutreten ist.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin erneuert ihren bereits im Rekursverfahren als Rekursgegnerin erhobenen Einwand, der Regierungsrat hÃ¤tte auf den Rekurs der heutigen privaten Beschwerdegegner wegen VerspÃ¤tung nicht eintreten sollen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Bei der Beurteilung dieses von ihm verworfenen Einwandes ist der Regierungsrat von folgendem Sachverhalt ausgegangen: Im Januar 1981 schloss die F AG mit der Mehrzahl der der Multikomponentendeponie L benachbarten GrundeigentÃ¼mer â der heutigen Interessengemeinschaft (IG) L â eine Vereinbarung (Deponievereinbarung), mit welcher eine mÃ¶glichst immissionsfreie und betrieblich und rechtlich allseits abgestimmte Deponieerweiterung und Deponiehaltung bezweckt wird. Darin wird unter Bezugnahme auf die in der Deponiebewilligung vom 17. November 1980 erwÃ¤hnte Aufsichtskommission vorgesehen, dass sich dieses fÃ¼r die Ãberwachung des Deponiebetriebs zustÃ¤ndige Gremium aus BehÃ¶rdenmitgliedern sowie je zwei Vertretern der Deponiehalterin und den Anwohnern zusammensetze. Die Deponievereinbarung soll gelten, bis die Deponie L aufgefÃ¼llt und fÃ¼r rekultiviert erklÃ¤rt worden ist, wobei sich die Deponiehalterin bemÃ¼hen soll, dieses Ziel bis spÃ¤testens im Jahr 1990 zu erreichen. Von 1981 bis 1991 tagte die Aufsichtskommission in der vorgesehenen Zusammensetzung. Ende 1991 traten die Vertreter der IG L aus der Aufsichtskommission aus; sie protestierten damit dagegen, dass sie in den Expertenbericht Ã¼ber die mit dem Deponiebetrieb verbundenen Emissionen und Risiken nur unter der Bedingung, keinen Kontakt mit der Presse zu pflegen, Einsicht erhalten sollten. Sie blieben in der Folge den Sitzungen der Aufsichtskommission fern. Mit Schreiben vom 3. Mai 2001 informierte die Baudirektion die in der IG zusammengeschlossenen Anwohner â darunter die Rekurrenten â darÃ¼ber, dass entgegen einem frÃ¼heren Schreiben vom 29. Januar 1990 aufgrund des infolge der Rezession in den 90er-Jahren erfolgten RÃ¼ckganges der Einbaumengen die Deponie wahrscheinlich Ã¼ber das Jahr 2005 hinaus betrieben werden mÃ¼sse. C erkundigte sich am 18. Juli 2001 beim Bauamt X, ob fÃ¼r gewisse neue Einrichtungen auf dem DeponiegelÃ¤nde ein baurechtliches Verfahren notwendig sei. Das Bauamt stellte sich mit Schreiben vom 8. Oktober 2001 unter Hinweis auf das Schreiben der Baudirektion vom 3. Mai 2001 auf den Standpunkt, es handle sich bei den fraglichen Einrichtungen um betriebsnotwendige Anlagen, welche Bestandteil der bewilligten Deponie bildeten. Bereits zuvor hatte der Rechtsvertreter der IG L am 25. September 2001 um Beantwortung verschiedener Fragen betreffend den Betrieb der Deponie L ersucht. Mit Schreiben vom 15. Mai 2002 beantwortete das AWEL diese Fragen und wies zudem darauf hin, dass die Baudirektion der A AG die Bewilligung fÃ¼r den Betrieb der Deponie L am 18. April 2002 um weitere fÃ¼nf Jahre verlÃ¤ngert hatte. Der Rechtsvertreter der IG schrieb dem AWEL am 4. Juni 2002, er bezweifle, dass fÃ¼r die von den Anwohnern festgestellte ZweckÃ¤nderung der ursprÃ¼nglichen "Multikomponentendeponie" die raumplanerische Grundlage vorhanden sei; gleichzeitig ersuchte er sinngemÃ¤ss um Zustellung der am 18. April 2002 erteilten Betriebsbewilligung. Am 18. Juli 2002 ersuchte er "nochmals und hiermit fÃ¶rmlich" um Zustellung dieser BewilligungsverfÃ¼gung. Diese ging am 7. August 2002 bei ihm ein.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Regierungsrat hat dazu erwogen (Rekursentscheid E. 2 und 3): Die Trennung bzw. Sortierung der AbfÃ¤lle in der Deponie L habe einen Umfang angenommen, welcher die dafÃ¼r verwendeten Maschinen und GerÃ¤te als baurechtlich bewilligungspflichtige Vorkehren erscheinen lasse. Aus dem Umstand, dass die Rekurrenten kein Zustellungsbegehren im Sinn von § 315 Abs. 1 PBG gestellt hÃ¤tten, kÃ¶nne hinsichtlich der Frage der Rechtzeitigkeit des Rekurses nichts zu ihren Ungunsten abgeleitet, d.h. keine Verwirkung des Rekursrechts nach § 316 Abs. 1 PBG abgeleitet werden, weil fÃ¼r die Sortieranlage kein Baugesuch eingereicht und daher keine Ã¶ffentliche Bekanntmachung erfolgt sei. Damit seien sie gestÃ¼tzt auf § 10 Abs. 1 lit. c VRG berechtigt gewesen, die Zustellung der angefochtenen VerfÃ¼gung auch noch in einem spÃ¤teren Zeitpunkt zu verlangen, was sie mit den Schreiben der IG vom 4. Juni 2002 und vom 18. Juli 2002 getan hÃ¤tten. UnbegrÃ¼ndet sei der Einwand des AWEL, die Rekurrenten hÃ¤tten die Zustellung der BewilligungsverfÃ¼gung vom 18. April 2002 unmissverstÃ¤ndlich erst mit Schreiben vom 18. Juli 2002 verlangt, was angesichts dessen, dass die IG von dieser VerfÃ¼gung bereits aufgrund des Schreibens des AWEL vom 15. Mai 2002 Kenntnis erhalten habe, verspÃ¤tet gewesen sei. Aufgrund der frÃ¼heren Korrespondenz mit der IG L habe dem AWEL bewusst sein mÃ¼ssen, dass der IG auch rekurslegitimierte Anwohner angehÃ¶rten. Daher wÃ¤re es geboten gewesen, die IG oder deren Mitglieder bereits in der angefochtenen BewilligungsverfÃ¼gung vom 18. April 2002 fÃ¶rmlich als Adressaten anzufÃ¼hren. Um so eher wÃ¤re das AWEL nach Erhalt des Schreibens der IG vom 4. Juni 2002 gehalten gewesen, die BewilligungsverfÃ¼gung vom 18. April 2002 dem Vertreter der IG â und damit den Rekurrenten â zuzustellen oder allfÃ¤llige Unklarheiten durch RÃ¼cksprache bei der IG L auszurÃ¤umen. Unter all diesen UmstÃ¤nden habe die Rekursfrist erst mit der Zustellung der BewilligungsverfÃ¼gung an den Vertreter der IG L am 7. August 2002 zu laufen begonnen; deshalb kÃ¶nne Letzterem nicht entgegengehalten werden, der Rekurs vom 6. September 2002 hÃ¤tte nach Treu und Glauben in einem frÃ¼heren Zeitpunkt erhoben werden sollen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Was die BeschwerdefÃ¼hrerin dagegen vorbringt (Beschwerdeschrift S. 4â7), ist unbehelflich. Sie wiederholt im Wesentlichen die in der Rekursantwort vorgebrachten Einwendungen, ohne damit die Ã¼berzeugenden ErwÃ¤gungen der Vorinstanz zu entkrÃ¤ften. Der aufrechterhaltene Vorwurf, der Rekurs vom 6. September 2002 sei verspÃ¤tet, weil die Zustellung der BewilligungsverfÃ¼gung erst mit Schreiben vom 18. Juli 2002 verlangt worden sei, scheitert schon daran, dass nach Treu und Glauben bereits das vorangehende Schreiben vom 4. Juni 2002 in diesem Sinn aufgefasst werden musste. Unter den aufgezeigten UmstÃ¤nden ist es auch unerheblich, dass laut Sachdarstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin die Rekurrenten auf eigenen Wunsch und ohne zwingenden Grund seit 1991 den Sitzungen der Aufsichtskommission ferngeblieben und ihre "InformationslÃ¼cken" daher selbst verschuldet seien. Zutreffend ist die WÃ¼rdigung der Vorinstanz auch insoweit, als den Rekurrenten unter den geschilderten UmstÃ¤nden auch nach der Regelung von § 315 f. PBG keine Verwirkung des Rekursrechts entgegengehalten werden kann. Zu Unrecht beruft sich die BeschwerdefÃ¼hrerin in diesem Zusammenhang auf den in BEZ 1998 Nr. 15 publizierten Rekursentscheid, ging es doch dort um ein Bauvorhaben, das ordnungsgemÃ¤ss publiziert worden war.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Der Regierungsrat hat erwogen (Rekursentscheid E. 1b), der Rekurrent 1 (C) sei als EigentÃ¼mer des unmittelbar an das DeponiegelÃ¤nde angrenzenden GrundstÃ¼cks nach § 338a Abs. 1 PBG zur Erhebung des Rekurses legitimiert. Der Rekurrent 2 (D) wohne dagegen rund 500 Meter vom DeponiegelÃ¤nde entfernt. AbklÃ¤rungen darÃ¼ber, ob er ebenfalls zum Rekurs befugt sei, erÃ¼brigten sich, da sich "dadurch"nichts an der Legitimation des Rekurrenten 1 Ã¤ndern wÃ¼rde. Somit hat der Regierungsrat richtig besehen die Frage der Rekurslegitimation des Rekurrenten 2 mit der BegrÃ¼ndung offen gelassen, selbst wenn dessen Rekursberechtigung zu verneinen wÃ¤re, wÃ¼rde sich dadurch nichts an der Behandlung des von beiden gemeinsam erhobenen Rekurses Ã¤ndern. Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt, die Vorinstanz hÃ¤tte diese Frage nicht offen lassen dÃ¼rfen. Ein derartiges Vorgehen rechtfertige sich nur in FÃ¤llen, in denen die Rechtsmittelinstanz den Rekurs im Ergebnis abweise, was hier nicht zutreffe. Zudem sei die BeschwerdefÃ¼hrerin zur Bezahlung einer ParteientschÃ¤digung auch an den Rekurrenten 2 verpflichtet worden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin erneuert sodann ihren in der Rekursantwort vom 7. November 2002 erhobenen Einwand, der Rekurrent 2 sei nicht zur Erhebung des Rekurses legitimiert (Beschwerdeschrift S. 3).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Bei Rechtsmitteln verschiedener RechtsmittelklÃ¤ger ist die Rekurslegitimation als Eintretensvoraussetzung grundsÃ¤tzlich fÃ¼r jeden Beteiligten einzeln zu prÃ¼fen. Allerdings ist es nicht zu beanstanden, wenn aus verfahrensÃ¶konomischen GrÃ¼nden auf eine separate PrÃ¼fung verzichtet wird, sofern keiner der Parteien ein Nachteil aus der fehlenden LegitimationsprÃ¼fung erwÃ¤chst. In Betracht fÃ¤llt dies vorab dann, wenn das gemeinsam erhobene Rechtsmittel auch bei materieller PrÃ¼fung vollstÃ¤ndig erfolglos bleiben muss, ferner auch dann, wenn einer von zwei RechtsmittelklÃ¤gern legitimiert ist und die materielle Beurteilung des Rechtsmittels unabhÃ¤ngig davon ausfÃ¤llt, ob die Legitimation des andern bejaht wird oder nicht. Bei der zweitgenannten Konstellation ist aber zu beachten, dass ein Nachteil aus der fehlenden LegitimationsprÃ¼fung bei gÃ¤nzlicher oder teilweiser Gutheissung des Rekurses (fÃ¼r den unterliegenden Rekursgegner) auch darin liegen kann, dass auch dem Rekurrenten, dessen Rekurslegitimation ungeprÃ¼ft blieb, eine ParteientschÃ¤digung zugesprochen wird. Aus dieser ErwÃ¤gung hat es das Verwaltungsgericht fÃ¼r unzulÃ¤ssig erachtet, dass die Rekursinstanz die Legitimationsfrage hinsichtlich eines von zwei Rekurrenten offen liess (VGr, 24. Oktober 2002, VB.2001.00313, E. 6, www.vgrzh.ch). Allerdings wurde in jenem Fall den beiden Rekurrenten je eine separate ParteientschÃ¤digung zugesprochen, wÃ¤hrend im vorliegenden Fall der Regierungsrat beiden Rekurrenten eine EntschÃ¤digung gesamthaft zugesprochen hat. HÃ¤tte er die Legitimation des Rekurrenten 2 nÃ¤her abgeklÃ¤rt und verneint, so wÃ¤re es gerechtfertigt und geboten gewesen, dem unstreitig legitimierten Rekurrenten 1 eine ParteientschÃ¤digung in gleicher HÃ¶he zuzusprechen. Anderseits hÃ¤tte ein solches Vorgehen (PrÃ¼fung und Verneinung der Legitimation des Rekurrenten 2) der BeschwerdefÃ¼hrerin auch keinen Anspruch auf eine eigene ParteientschÃ¤digung zulasten des Rekurrenten 2 vermittelt. Unter den vorliegenden UmstÃ¤nden ist daher nicht ersichtlich, welcher Nachteil einem Verfahrensbeteiligten dadurch erwachsen sein soll, dass der Regierungsrat die Frage der Rekurslegitimation des Rekurrenten 2 offen gelassen hat. Das Vorgehen des Regierungsrats war daher diesbezÃ¼glich nicht rechtsverletzend.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Die heutigen privaten Beschwerdegegner machten in ihrem Rekurs im Wesentlichen geltend, der fÃ¼r die AuffÃ¼llung der Deponie in der Deponievereinbarung vorgesehene Zeitrahmen â bis 1990 â sei schon heute um mehr als zehn Jahre Ã¼berschritten und werde aufgrund der angefochtenen BetriebsverlÃ¤ngerung womÃ¶glich um fÃ¼nf bis zehn weitere Jahre hinausgeschoben; ferner habe eine unzulÃ¤ssige ZweckÃ¤nderung stattgefunden, indem heute nicht nur Material abgelagert, sondern ein eigentliches Recyclingunternehmen betrieben werde. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Der Regierungsrat erachtete die zweitgenannte RÃ¼ge aus folgenden ErwÃ¤gungen fÃ¼r begrÃ¼ndet (Rekursentscheid E. 6 und 7): Die private Rekursgegnerin (heutige BeschwerdefÃ¼hrerin) betreibe auf dem GelÃ¤nde L neben der Deponie einen Sortierplatz, einen Recy­clingplatz und ein (Zwischenlager-)Depot. Die beiden Betriebsteile "Deponie" und "Wertstoffsortierung" stÃ¼nden dabei dergestalt miteinander in Verbindung, dass ein Teil des nicht wieder verwertbaren Materials, das auf dem Sortierplatz anfalle, in der Deponie abgelagert werde. Der Ã¼berwiegende Teil der in der Deponie jÃ¤hrlich eingebauten Abfallmenge (Asbest, Feinfraktion, Reaktorstoffmaterial) werde indessen direkt zwecks Ablagerung in der Deponie angeliefert. Obwohl die Menge des in die Deponie eingebauten Materials von Jahr zu Jahr schwanke, seien die Betriebsteile Deponie und Wertstoffsortierung weit gehend eigenstÃ¤ndig. Das ergebe sich namentlich aus den Jahresberichten 1999 und 2001 sowie aus den ebenfalls bei den Akten liegenden Daten betreffend das Jahr 2002. Im Jahre 2001 hÃ¤tten die bei der Wertstoffsortierung und -wiedergewinnung umgesetzten Tonnagen die in der Deponie abgelagerten Mengen klar Ã¼bertroffen. Die heute auf dem DeponiegelÃ¤nde neben dem eigentlichen Deponiebetrieb vorgenommenen TÃ¤tigkeiten â Sortierung von elektrischen GerÃ¤ten, Altmetall, Holz und Bausperrgut; Recycling und Deponierung von Baustoffen, Aushub, GrÃ¼ngut und Humus â setzten eine entsprechende bauliche Infrastruktur voraus, wie auch aus den vorliegenden Fotografien hervorgehe. Entgegen der Auffassung der Rekursgegnerin werde der Recyclingbetrieb nicht durch die frÃ¼heren Einrichtungsbewilligungen aus den Jahren 1975 und 1980 erfasst, da er sowohl von seiner GrÃ¶sse her wie auch bei einer funktionalen Betrachtungsweise eine eigenstÃ¤ndige Bedeutung habe. Aus der Besitzstandsgarantie zu Gunsten der Deponie kÃ¶nne daher kein Anspruch abgeleitet werden, auf dem DeponiegelÃ¤nde eine Sortier- und Recyclinganlage zu errichten und zu betreiben, die Ã¼ber das Ausmass einer der Deponie untergeordneten Hilfseinrichtung hinausgehe. GegenÃ¼ber der mit VerfÃ¼gung vom 13. Januar 1975 bewilligten und mit VerfÃ¼gung vom 17. November 1980 erweiterten Deponie stelle die heutige Nutzung eines bedeutenden Teils des DeponiegelÃ¤ndes eine wesentliche ZweckÃ¤nderung dar, die gesonderter Bewilligungen bedÃ¼rfe. Daran vermÃ¶ge der Umstand, dass zwischen dem Deponie- und dem Recyclingbetrieb in untergeordneter Weise funktionelle BezÃ¼ge bestÃ¼nden und dass die dem Recycling dienenden Anlagen teilweise mobilen Charakter hÃ¤tten, nichts zu Ã¤ndern. Somit kÃ¶nne der Recyclingbetrieb entgegen der Auffassung des AWEL nicht als Annex zur Deponie betrachtet werden, der mittels Genehmigung des Betriebsreglements im Rahmen der erteilten umweltrechtlichen Betriebsbewilligung vom 18. April 2002 umfassend und abschliessend bewilligt worden sei bzw. hÃ¤tte bewilligt werden kÃ¶nnen. Die angefochtene VerfÃ¼gung sei daher aufzuheben. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Mit Bezug auf das weitere Vorgehen erwog sodann der Regierungsrat (Rekursentscheid E. 8): GemÃ¤ss dem kantonalen Richtplan sowie dem regionalen Richtplan O sei im streitbetroffenen Gebiet L einzig eine Deponie â d.h. eine Abfallanlage, in welcher AbfÃ¤lle endgÃ¼ltig und kontrolliert abgelagert werden dÃ¼rften â festgesetzt, wÃ¤hrend eine Bauabfallanlage, in der BauabfÃ¤lle behandelt werden dÃ¼rften, einzig an dem ca. 800 m davon entfernten Standort zwischen P und Q geplant sei. Falls am Standort L, wie dies auf dem dortigen DeponiegelÃ¤nde heute der Fall sei, bis zur AuffÃ¼llung der Deponie eine von der VerarbeitungskapazitÃ¤t her UVP-pflichtige Abfallsortier- und Recyclinganlage betrieben werden solle, mÃ¼sse hierfÃ¼r der kantonale und der regionale Richtplan geÃ¤ndert und anschliessend vorab ein Gestaltungsplan gemÃ¤ss § 44a PBG festgesetzt werden; anschliessend wÃ¤re im Rahmen eines von der Volkswirtschaftsdirektion durchzufÃ¼hrenden Planungsgenehmigungsverfahrens eine UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung durchzufÃ¼hren, wobei diese Direk­tion alle fÃ¼r den Betrieb der Rekursgegnerin erforderlichen Bewilligungen zu koordinieren hÃ¤tte. Sollte indessen dieser Weg nicht gangbar sein, sei die Rekursgegnerin zu verpflichten, ihre Sortier- und RecyclingaktivitÃ¤ten auf dem DeponiegelÃ¤nde und die diesen dienenden baulichen Einrichtungen binnen angemessener Frist in dem Umfang zu reduzieren und an den von der Richtplanung vorgesehenen Standort zu verlegen, dass den auf dem DeponiegelÃ¤nde verbleibenden Einrichtungen fÃ¼r die Wertstoffsortierung und -gewinnung der Charakter einer ausschliesslich auf den Deponiebetrieb ausgerichteten Nebenanlage zuerkannt werden kÃ¶nne. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Abschliessend hielt der Regierungsrat fest, dass mit dem Ablauf der bisherigen Bewilligungen nicht eine sofortige Betriebseinstellung verbunden sei; gemÃ¤ss den diesbezÃ¼glichen VerfÃ¼gungen sei nÃ¤mlich die Rekursgegnerin einzig verpflichtet gewesen, rechtzeitig bzw. sechs Monate vor Ablauf der Bewilligung um deren VerlÃ¤ngerung nachzusuchen; nach dem Grundsatz von Treu und Glauben sei sie daher ungeachtet der nunmehr aufzuhebenden neuen Bewilligungen berechtigt, den Betrieb einstweilen weiterzufÃ¼hren, bis die zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden gegenteilige Anordnungen trÃ¤fen (Rekursentscheid E. 11b). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, bezÃ¼glich der Sortieranlage, der Recyclinganlage und der Waage bestehe eine Bewilligungs- und eine UVP-Pflicht nur dann, wenn deren Betrieb eine wesentliche Ãnderung des Gesamtbetriebs beinhalte. Dies sei nicht der Fall. Die Deponie L werde seit 1975 bzw. 1980 "in praktisch unverÃ¤nderter Form" betrieben. Anpassungen seien nur erfolgt, um neuen umweltrechtlichen Vorschriften, namentlich Art. 9 und 10 TVA, GenÃ¼ge zu tun, was insbesondere die Installation einer Waage und einer Handsortierungsanlage erforderlich gemacht habe, weil die Entgegennahme von Abfall, gemessen in Volumen, nicht mehr zulÃ¤ssig gewesen sei. FÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin als Betriebsinhaberin sei es unzumutbar, den anfallenden Abfall an einem anderen als dem Betriebsstandort zu wÃ¤gen. Die WÃ¼rdigung des Regierungsrats, wonach das Sortieren und Recycling einen eigenstÃ¤ndigen Betriebsteil bilde, beruhe auf einer rein quantitativen und damit verfehlten Betrachtungsweise. Das quantitative VerhÃ¤ltnis zwischen angeliefertem und deponiertem Material werde nÃ¤mlich durch die Kunden der BeschwerdefÃ¼hrerin bestimmt, auf deren Verhalten sie keinen Einfluss habe. Bei einer "qualitativen" Betrachtungsweise handle es sich bei den Sortier- und RecyclingaktivitÃ¤ten um Nebenfunktionen des Deponiebetriebs. Die dafÃ¼r verwendeten Anlagen seien zudem mobil und wÃ¼rden entsprechend dem Stand der AuffÃ¼llung auf dem DeponiegelÃ¤nde verschoben; sie dienten einzig dazu, das deponierbare vom nicht deponierfÃ¤higen Material zu trennen. Die Deponie L geniesse "Bestandesgarantie", welche sich unter den aufgezeigten UmstÃ¤nden auch auf die streitbetroffenen Sortier- und RecyclingaktivitÃ¤ten erstrecke.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span>Der Betrieb der Deponie stellt eine Anlage im Sinn von Art. 7 Abs. 7 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG, SR 814.01) dar, und zwar unabhÃ¤ngig davon, ob und inwieweit er Bauten und Anlagen im Sinn des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG, SR 700) umfasst (Peter Keller in: Kommentar USG, Art. 7 N. 36 ff.). FÃ¼r diesen Betrieb besteht entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin eine Bestandesgarantie hÃ¶chstens im Zusammenhang mit einer allfÃ¤lligen baurechtlichen Bewilligungspflicht. Ob eine solche baurechtliche Bewilligungspflicht bestehe, ist zwar mit Bezug auf die Sortier- und RecyclingaktivitÃ¤ten bzw. die dafÃ¼r verwendeten Einrichtungen ebenfalls streitig. PrimÃ¤r im Streit liegen jedoch die am 18. April 2002 erteilten umweltrechtlichen Bewilligungen fÃ¼r die FortfÃ¼hrung des â gesamten â Deponiebetriebs, die vom Regierungsrat auf Rekurs hin aufgehoben worden sind. BezÃ¼glich der durch diese Bewilligungen zugelassenen TÃ¤tigkeit kann sich die BeschwerdefÃ¼hrerin entgegen ihrer Auffassung nicht auf die Bestandesgarantie berufen. Mit Bezug auf diese Nutzung sind der BeschwerdefÃ¼hrerin umweltrechtliche Bewilligungen, die dem USG, der VVS und der TVA entsprechen, erstmals mit VerfÃ¼gung des AGW vom 3. Oktober 1991 (betreffend EmpfÃ¤ngerbewilligung nach Art. 16 VVS) und mit VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 26. Oktober 1995 (betreffend Betriebsbewilligung nach Art. 27 TVA) erteilt worden (vgl. auch Art. 52 TVA). Diese Bewilligungen wurden ausdrÃ¼cklich auf fÃ¼nf Jahre befristet, die VerfÃ¼gung vom 3. Oktober 1991 wurde Ã¼berdies wie die sie spÃ¤ter ersetzende VerfÃ¼gung vom 11. April 1997 mit dem Hinweis versehen, deren Erteilung prÃ¤judiziere "in keiner Weise deren VerlÃ¤ngerung in gegebener oder Ã¤hnlicher Form". Bei der Erneuerung dieser Bewilligungen anlÃ¤sslich des Gesuches vom 17. Mai 2000 stand es demnach den zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden frei, die rechtlichen Voraussetzungen einer Bewilligungserteilung allseitig neu zu Ã¼berprÃ¼fen (vgl. Pierre Tschannen in: Kommentar USG, Art. 30h N. 12 f.). Dies schloss auch die im Rekursverfahren vorgenommene ÃberprÃ¼fung ein, welche den Regierungsrat zur Aufhebung der Bewilligungen veranlasst hat.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.5 </span></b><span>Wie der Regierungsrat zutreffend erwogen hat und dies von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht grundsÃ¤tzlich infrage gestellt wird, unterscheidet die kantonale und die regionale Richtplanung im Bereich der Abfallentsorgung unter anderem zwischen Bauabfallanlagen und Deponien (vgl. kantonalen Richtplan, Ziff. 5.7.7 und 5.7.8). GemÃ¤ss dem kantonalen Richtplan sowie dem regionalen Richtplan O ist fÃ¼r das heutige DeponiegelÃ¤nde L, das sich ausserhalb der Bauzone im Landwirtschaftsgebiet befindet, einzig eine Deponie â d.h. eine Abfallanlage, in welcher AbfÃ¤lle endgÃ¼ltig und kontrolliert abgelagert werden dÃ¼rfen â festgesetzt, wÃ¤hrend eine Bauabfallanlage, in der BauabfÃ¤lle behandelt werden dÃ¼rfen, an dem ca. 800 m davon entfernten Standort M, welcher in der kommunalen Industriezone liegt, vorgesehen ist. Der Betrieb der BeschwerdefÃ¼hrerin setzt daher, sofern die Sortier- und RecyclingaktivitÃ¤ten als eigenstÃ¤ndiger Betriebsteil zu wÃ¼rdigen sind, entweder eine Ãnderung der planerischen Grundlagen am bisherigen Standort oder eine Verlegung dieses Betriebsteils in die Industriezone voraus.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.6 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin stellt die tatsÃ¤chlichen Feststellungen, die den Regierungsrat zum Schluss gefÃ¼hrt haben, bei der Wertstoffsortierung handle es sich um einen eigenstÃ¤ndigen Betriebsteil, nicht substanziiert in Frage. Der Regierungsrat hat sich dabei vorab auf den Jahresbericht 1999, den Jahresbericht 2001 sowie eine diesbezÃ¼gliche Zusammenstellung betreffend das Jahr 2002 gestÃ¼tzt. Danach wurden im Jahr 2001 Ã¼ber den Sortierplatz insgesamt 5'070 und im Jahr 2002 insgesamt 17'808 Tonnen AbfÃ¤lle abgelagert. Zwischen den angelieferten und der Sortierung oder dem Recycling zugefÃ¼hrten Materialien einerseits und jenen, die nach der Sortierung bzw. dem Recycling wieder abgefÃ¼hrt oder deponiert wurden, zeigt sich folgendes quantitatives VerhÃ¤ltnis: Auf dem <i>Sortierplatz</i> wurden im Jahr 2001 61 elektrische Apparate und 6'034 Tonnen Altmetall/Holz/Sperrgut, im Jahre 2002 278 Apparate und 5'581 Tonnen angeliefert, wogegen im Jahr 2001 73 elektrische Apparate und 4'272 Tonnen Alteisen/Holz/KVA brennbares Material/Mischabruch, im Jahre 2002 303 Apparate und 3'763 Tonnen abgefÃ¼hrt wurden. Von dem aus der Sortierung resultierenden Sperrgut wurden im Jahr 2001 1'642 Tonnen und im Jahr 2002 1'620 Tonnen in der Deponie abgelagert. Sodann wurden auf dem <i>Recyclingplatz</i> im Jahr 2001 14'632 und im Jahr 2002 21'323 Tonnen Findlinge/Misch-/Betonabbruch/Asphaltaufbruch angeliefert, wÃ¤hrend 20'677 bzw. 10'012 Tonnen Mischabbruch-/Beton­granu­lat/Recycling­beton abgefÃ¼hrt wurden. Ferner wurden in das <i>Depot, den Recyclingplatz und das Lager</i> im Jahr 2001 6'598 und im Jahr 2002 8'374 Tonnen Aushubmaterial/GrÃ¼ngut/Ãste/Humus angeliefert, wÃ¤hrend im Jahr 2001 6'787 und im Jahr 2002 6'886 Tonnen Aushubmaterial/Schnit­zel/Kompost/Humus abgefÃ¼hrt wurden. Schliesslich ergibt sich aus den genannten Unterlagen, dass der Ã¼berwiegende Teil der in der Deponie jÃ¤hrlich eingebauten Abfallmenge (Asbest, Feinfraktion fremd, Reaktorstoffmaterial) direkt zwecks Ablagerung in die Deponie angeliefert wird. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.7 </span></b><span> Aufgrund dieser Feststellungen ist der Schluss der Vorinstanz nicht zu beanstanden, dass die Wertstoffsortierung und der Deponiebetrieb nur in beschrÃ¤nktem Masse miteinander verbunden sind und dass beide Bereiche als eigenstÃ¤ndige Betriebsteile zu betrachten sind. Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin ist es nicht zu beanstanden, wenn dabei primÃ¤r von einer quantitativen Betrachtungsweise ausgegangen wird. Aus umweltrechtlicher Sicht kommt es in erster Linie darauf an, welchen Einfluss die streitbetroffene Nutzung auf die Umwelt hat, und nach diesem Kriterium erscheint vorliegend eine auf quantitative Merkmale des Betriebes abstellende Beurteilung als durchaus sachgerecht. Aufgrund der dargelegten MaterialflÃ¼sse auf dem heutigen DeponiegelÃ¤nde zeigt sich, dass dem Recyclingbetrieb eine erhebliche und damit eigenstÃ¤ndige Bedeutung zukommt. Im Ãbrigen hat der Regierungsrat insofern nicht nur auf quantitative, sondern auch auf funk­tionale Merkmale des Betriebs abgestellt, als er zutreffend erwogen hat, dass der Ã¼berwiegende Teil der in der Deponie jÃ¤hrlich eingebauten Abfallmenge (Asbest, Feinfraktion fremd, Reaktorstoffmaterial) direkt zwecks Ablagerung in die Deponie angeliefert wird. Fehl geht schliesslich der Einwand, das quantitative VerhÃ¤ltnis zwischen angeliefertem und deponiertem Material werde durch die Kunden der BeschwerdefÃ¼hrerin bestimmt, auf deren Verhalten sie keinen Einfluss habe. Wenn die Richtplanung zwischen Deponien und Bauabfallanlagen unterscheidet, beruht dies auf der Regelung in Art. 6 ff. TVA, wonach bezÃ¼glich der Behandlung der verschiedenen Abfallarten differenziert wird. GemÃ¤ss Art. 9 Abs. 1 TVA darf, wer Bau- oder Abbrucharbeiten durchfÃ¼hrt, SonderabfÃ¤lle nicht mit den Ã¼brigen AbfÃ¤llen vermischen und muss die Ã¼brigen AbfÃ¤lle auf der Baustelle in â nÃ¤her umschriebener Weise â trennen. Aus der am 14. Februar 1996 eingefÃ¼gten Bestimmung von Art. 9 Abs. 1<sup>bis</sup> TVA, wonach die Trennung, soweit sie auf der Baustelle betrieblich nicht mÃ¶glich ist, auch anderswo erfolgen darf, kann die BeschwerdefÃ¼hrerin als Inhaberin der Deponie nichts zu ihren Gunsten ableiten. Diese Bestimmung bildet keine Grundlage fÃ¼r den Betrieb zum Recycling von BauabfÃ¤llen an einem Standort, der hierfÃ¼r in der Richtplanung nicht vorgesehen ist. Die WeiterfÃ¼hrung der Sortier- und RecyclingaktivitÃ¤ten im bisherigen Umfang setzt daher nach zutreffender WÃ¼rdigung des Regierungsrats entweder eine Ãnderung der planerischen Grundlagen am bisherigen Standort oder eine Verlegung dieses Betriebsteiles voraus.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.8 </span></b><span>Nach Auffassung des Regierungsrats bedarf die Abfallsortier- und Recyclinganlage eines Gestaltungsplans gemÃ¤ss § 44a PBG und hernach einer UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung gemÃ¤ss Art. 9 USG in Verbindung mit Ziff. 40.7 des Anhangs zur Verordnung Ã¼ber die UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung vom 19. Oktober 1988 (UVPV, SR 814.011), so jedenfalls dann, wenn die Abfallsortier- und Recyclinganlage am bisherigen Standort im bisherigen Umfang weiterbetrieben werde; Leitverfahren wÃ¤re dabei das Planungsgenehmigungsverfahren nach Arbeitsgesetz vor der Volkswirtschaftsdirektion, welche alle fÃ¼r den Betrieb der Rekursgegnerin erforderlichen Bewilligungen zu koordinieren hÃ¤tte (Ziffer 40.7 des Anhangs zur kantonalen EinfÃ¼hrungsverordnung Ã¼ber die UVP vom 16. April 1997; LS 710.5).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.8.1 </span></b><span>Dass fÃ¼r den Recyclingbetrieb am bisherigen Standort im bisherigen Umfang grundsÃ¤tzlich ein Gestaltungsplan erforderlich ist, trifft zu (vgl. kantonalen Richtplan, Ziff. 5.7.3). Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt denn auch nichts vor, was das Erfordernis eines Gestaltungsplans entkrÃ¤ften kÃ¶nnte. Allerdings wird beim weiteren Vorgehen zu prÃ¼fen sein, ob ein diesbezÃ¼glicher kantonaler bzw. regionaler Gestaltungsplan in § 44a Abs. 1 PBG eine hinreichende gesetzliche Grundlage findet, sieht doch diese Bestimmung nach ihrem Wortlaut kantonale und regionale GestaltungsplÃ¤ne einzig "fÃ¼r Materialgewinnung und Materialablagerung" vor. Nicht von vornherein auszuschliessen ist, dass allenfalls ein kommunaler Gestaltungsplan nach § 84 PBG eine hinreichende nutzungspla­nerische Grundlage bilden wÃ¼rde. Sodann wird bei der weiteren Abwicklung auch die vom Regierungsrat nicht aufgeworfene Frage zu prÃ¼fen sein, ob ein derartiger Sondernutzungsplan (kantonaler bzw. regionaler Gestaltungsplan nach § 44a PBG oder kommunaler Gestaltungsplan nach § 84 PBG) als sachlich gerechtfertigte untergeordnete Abweichung im Sinn von § 16 Abs. 2 PBG zu wÃ¼rdigen wÃ¤re und dementsprechend die Anpassung der kantonalen und regionalen Richtplanung hinterher folgen dÃ¼rfte. In diesem Zusammenhang ist auch Ziff. 5.7.7 des kantonalen Richtplans zu beachten, wonach befristete Anlagen zur Aufbereitung von Bauschutt sowie zur Sortierung von Bausperrgut, die im Rahmen von GestaltungsplÃ¤nen fÃ¼r Kiesgruben und Deponien geregelt werden, nicht in den Richtplan aufgenommen werden mÃ¼ssen. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.8.2 </span></b><span>Ob fÃ¼r das streitbetroffene Vorhaben auch eine baurechtliche Bewilligung nach Art. 22 RPG erforderlich sei und zu erteilen wÃ¤re, hat der Regierungsrat nicht nÃ¤her geprÃ¼ft und braucht daher auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht beurteilt zu werden. Auf die EinwÃ¤nde der BeschwerdefÃ¼hrerin, die diesbezÃ¼glichen bestehenden Einrichtungen genÃ¶ssen Besitzstandsgarantie und unterstÃ¼nden wegen ihrer mobilen Be­schaffenheit keiner solchen Bewilligungspflicht, ist daher hier nicht einzugehen (zur grundsÃ¤tzlich bestehenden raumplanungsrechtlichen Bewilligungspflicht fÃ¼r eine derartige Anlage vgl. BGr, 11. September 2001, 1A.50/2001, Pra 91/2002 Nr. 67). </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.8.3 </span></b><span>Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin ebenfalls bestrittene UVP-Pflicht hÃ¤ngt nicht davon ab, ob auch eine raumplanungsrechtliche Bewilligung erforderlich sei (vgl. Heribert Rausch/Peter Keller in: Kommentar USG, Art. 9 N. 40). Eine UVP nach Art. 9 Abs. 1 USG hat sodann auch dann zu erfolgen, wenn die Anlage erst durch ihre Ãnderung zu einer UVP-pflichtigen Anlage geworden ist (Art. 2 Abs. 2 lit. a UVPV; Rausch/Keller in: Kommentar USG, Art. 9 N. 44). Die blosse Erneuerung einer bestehenden Anlage ist allerdings nicht als eine wesentliche Ãnderung aufzufassen, welche eine UVP-Pflicht auslÃ¶st. Dass es im vorliegenden Fall entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht um eine blosse Erneuerung in diesem Sinn geht, ergibt sich indessen aus den vorstehenden ErwÃ¤gungen (E. 4.4 ff.). Demnach bedarf der Recyclingbetrieb der BeschwerdefÃ¼hrerin nach zutreffender Auffassung des Regierungsrats einer UmweltvertrÃ¤glichkeits­prÃ¼fung. Diese ist jedoch â insoweit kann der vorinstanzlichen Beurteilung nicht beigetreten werden </span><span>â</span><span> bereits im Rahmen der Festsetzung des Gestaltungsplans vorzunehmen. Das ergibt sich zwingend aus Art. 5 Abs. 3 UVPV und § 8 der kantonalen EinfÃ¼hrungsverordnung, wonach bei Anlagen, die aufgrund einer Sondernutzungsplanung errichtet werden, diese Planung als das massgebliche Verfahren gilt, sofern sie â was hier zutrifft â eine umfassende PrÃ¼fung ermÃ¶glicht. Das vom Regierungsrat in Aussicht genommene Plangenehmigungsverfahren kÃ¤me hier nur zum Zug, wenn der streitbetroffene Recyclingbetrieb an den richtplanerisch bereits vorgesehenen Standort in der Industriezone verlegt wÃ¼rde, weil sich diesfalls ein Gestaltungsplan erÃ¼brigen wÃ¼rde. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Wie der Regierungsrat ausdrÃ¼cklich angeordnet hat, ist es der BeschwerdefÃ¼hrerin im Sinn der ErwÃ¤gungen einstweilen gestattet, die Deponie L bis zum Erlass anders lautender Anordnungen der Baudirektion weiter zu betreiben. Laut der diesbezÃ¼glichen ErwÃ¤gung (E. 11b) ist mit dem Ablauf der bisherigen Bewilligungen der Baudirektion vom 26. Oktober 1995 und des AGW vom 11. April 1997 nicht eine sofortige Betriebseinstellung verbunden; gemÃ¤ss jenen VerfÃ¼gungen sei nÃ¤mlich die Rekursgegnerin einzig verpflichtet gewesen, rechtzeitig bzw. sechs Monate vor Ablauf der Bewilligung um deren VerlÃ¤ngerung nachzusuchen; nach dem Grundsatz von Treu und Glauben sei sie daher ungeachtet der nunmehr aufzuhebenden neuen Bewilligungen berechtigt, den Betrieb einstweilen weiterzufÃ¼hren, bis die zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden gegenteilige Anordnungen trÃ¤fen. Die Parteien verstehen diese ErwÃ¤gung Ã¼bereinstimmend dahin, dass damit nicht nur der Rekursantrag der privaten Beschwerdegegner betreffend aufschiebende Wirkung (Reduktion des Betriebs auf Entgegennahme von Deponiegut schon wÃ¤hrend des laufenden Verfahrens) verworfen und auch nicht bloss eine aufschiebende Wirkung in dem Sinn angeordnet worden ist, als die bisherige TÃ¤tigkeit bis zum rechtskrÃ¤ftigen Abschluss des vorliegenden Verfahrens fortgesetzt werden dÃ¼rfe. Vielmehr soll die BeschwerdefÃ¼hrerin laut den in der Hauptsache getroffenen ErwÃ¤gungen zwar Vorkehren treffen, die eine WeiterfÃ¼hrung ihres Betriebs einschliesslich Abfallsortierung und Recycling im bisherigen Umfang am bisherigen Standort auf verbesserter rechtlicher Grundlage oder dann eine Verlegung des genannten Betriebsteils an einen anderen, richtplankonformen Standort ermÃ¶glichen; einstweilen soll sie aber laut der fraglichen ErwÃ¤gung den bisherigen Betrieb gleichwohl weiterfÃ¼hren dÃ¼rfen. Das Verwaltungsgericht hat keinen Anlass, der genannten ErwÃ¤gung eine andere Bedeutung beizumessen. </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Wie die privaten Beschwerdegegner zu Recht geltend machen, ist die so zu verstehende Anordnung problematisch, weil sie mit der Gefahr verbunden ist, dass der als rechtswidrig beurteilte Betrieb auf unabsehbare Zeit fortgesetzt wird. Ebenso zu Recht rÃ¤umen sie indessen selber ein, dass sie den Rekursentscheid des Regierungsrats nicht mit eigener Beschwerde angefochten haben und dass eine so genannte Anschlussbeschwerde nicht zulÃ¤ssig ist. Ihrem Antrag, den regierungsrÃ¤tlichen Rekursentscheid mit einer Frist zu verbinden, binnen welcher der Deponiebetrieb in der bisherigen, als rechtswidrig beurteilten Form weiterbetrieben werden darf, kann auch im Rahmen der richterlichen Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht entsprochen werden, weil damit eine fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin nach § 63 Abs. 2 VRG unzulÃ¤ssige Schlechterstellung verbunden wÃ¤re. Entsprechend der vorinstanzlichen Anordnung bleibt es jedoch der Baudirektion unbenommen, nÃ¶tigenfalls in einem spÃ¤teren Zeitpunkt weitere Anordnungen zu treffen, die der Durchsetzung des nach dem Gesagten vollumfÃ¤nglich zu bestÃ¤tigenden Rekursentscheids dienen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Demnach ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Die Gerichtskosten sind zu vier FÃ¼nfteln der privaten BeschwerdefÃ¼hrerin und zu einem FÃ¼nftel der Gemeinde X aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Die private BeschwerdefÃ¼hrerin ist zur Zahlung einer ParteientschÃ¤digung an die privaten Beschwerdegegner im angemessenen Gesamtbetrag von Fr. 2'000.- zu verpflichten (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die 3. Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 5'090.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden zu vier FÃ¼nfteln der privaten BeschwerdefÃ¼hrerin und zu einem FÃ¼nftel der Gemeinde X auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die private BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, den privaten Beschwerdegegnern eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 2'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>