A bteilung II B -1848/2007 {T 0 /2 } U rteil vom 1. O ktober 2007 M itw irkung: R ichter H ans U rech (Vorsitz); R ichterin M aria Am gw erd; R ich- ter Bernard M aitre (Abteilungspräsident); G erichtsschreiber Thom as R eidy. X._______ A G , vertreten durch H err R echtsanw alt Pius H uber, Beschw erdeführerin gegen B undesam t für Landw irtschaft (B LW ), M attenhofstrasse 5, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Zuteilung der Zollkontingentsanteile R indersperm a für die K ontingents- periode 2007. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie Firm a X._______ AG w urde im Jahre 2006 gegründet. G em äss dem Auszug des H andelsregisteram tes des Kantons (...) bezw eckt die Firm a hauptsächlich die Besam ung von Säugetieren sow ie die Produktion, Lage- rung, Bearbeitung und Verkauf von Sam endosen. G em äss dem Sacheinla- ge- und übernahm evertrag vom 21. Juli 2006 hat die X._______ AG Stiere, ca. (...) Sam endosen und w eiteres Inventar aus der Konkursm asse der Y._______ AG übernom m en. D ie Y._______ AG verfügte bis 31. D ezem - ber 2004 über eine Bew illigung zum Betreiben einer Besam ungsstation und zur G ew innung, Lagerung und den Vertrieb von Sam en von Stieren. M it Schreiben vom 23. August 2006 stellte die X._______ AG beim Bun- desam t für Landw irtschaft (BLW ) das G esuch um Anerkennung als Besa- m ungsorganisation und um Erteilung einer G eneraleinfuhrbew illigung (G EB) für den Im port von Stiersam en. Am 31. August 2006 stellte das BLW der X._______ AG das G esuchsform ular zur Erlangung einer G ene- raleinfuhrbew illigung sow ie die Vernehm lassungsunterlagen zur Änderung der Tierzuchtverordnung betreffend die künftige R egelung der künstlichen Besam ung zu. M it Schreiben vom 7. Septem ber 2006 inform ierte das BLW die X._______ AG , dass gem äss geplanter Verordnungsänderung die Be- w illigungspflicht für die D urchführung der künstlichen Besam ung beim R indvieh per 1. Januar 2007 aufgehoben w erde und für die G ew innung, Lagerung, und den Betrieb alsdann ausschliesslich die veterinärrechtlichen Bestim m ungen des Tierseuchengesetzes gelten w ürden. Bis zu diesem Zeitpunkt seien jedoch die geltenden Bestim m ungen der Tierzuchtverord- nung uneingeschränkt anw endbar. M it Verfügung vom 31. O ktober 2006 erteilte das BLW der X._______ AG eine bis 31. D ezem ber 2006 befristete Bew illigung für die G ew innung, die Lagerung und den Vertrieb von Stiersam en, obw ohl diese form ell nicht alle Voraussetzungen erfülle. D as BLW rechnete das von der Y._______ AG übernom m ene Sam enlager von (...) D osen als Inlandleistung an. Zudem anerkannte es an Stelle des geforderten vertraglichen N achw eises, w ie die Prüfung von Jungstieren zusam m en m it den anerkannten Zuchtorganisati- onen vorgesehen sei, eine von der X._______ AG zugesicherte Entschädi- gung von 3 Franken (M ilch- und Zw einutzungsrassen) beziehungsw eise 1 Franken (Fleischrassen) pro verkaufte D ose an die entsprechende Zucht- organisation an. M it Verfügung vom 15. N ovem ber 2006 teilte das BLW der X._______ AG für die Periode vom 15. N ovem ber bis zum 31. D ezem ber 2006 einen Zoll- kontingentsanteil von (...) D osen zu. M it Kreisschreiben vom 27. N ovem ber 2006 inform ierte das BLW die inter- essierten Kreise, unter anderem auch die X._______ AG , über die bevor- stehende Änderung der Tierzuchtverordnung.3 Per M ail stellte die X._______ AG am 17. Januar 2007 sinngem äss ein G esuch um Zuteilung eines Zollkontingentsanteils für die Einfuhr von Stier- sam en. N achdem die X._______ AG vom BLW ein G esuchsform ular erhal- ten hat, beantragte sie m it Schreiben vom 31. Januar 2007 form ell, ihr sei dringend eine "Im portquote" von (...) D osen Stiersam en zuzuteilen. M it Schreiben an das BLW vom 1. Februar 2007 führte die X._______ AG aus, sie habe säm tliche Aktiven der Y._______ AG in Konkurs, darunter 0.5 M io. Sam endosen, übernom m en. O bw ohl der G eschäftssitz der X._______ AG in Zug liege, sei vorläufig die Station in S._______ (Sitz der Y._______ AG in Konkurs) beibehalten w orden, bis die geplante Station in W ._______ bezugsbereit sei. D as gesam te Sam enlager w erde voraus- sichtlich im Februar 2007 nach S._______ gezügelt, sofern der zuständige Kantonstierarzt die Abnahm e abgeschlossen habe. D a keine schw eizeri- schen Produktionszentren ihre Stiere habe aufnehm en w ollen, erfolge die Sam enproduktion im Ausland. Für die Aufnahm e der Sam enproduktion in der Schw eiz bedürfe sie einer längeren Vorbereitungszeit. M it Schreiben vom 1. Februar 2007 an den D irektor des BLW teilte die X._______ AG m it, sie habe ihre Stiere im Septem ber 2006 für die Sam enproduktion ins Ausland verstellt. W eiter unterbreitete sie die Fragen, ob diese Produktion als züchterische Inlandleistung gelte, zum al alle Stiere C H -N um m ern hät- ten, und ob es für den Im port der so gew onnenen Stiersam en überhaupt ein "Im portquote" brauche. D as BLW beantw ortete diese Fragen im Schreiben vom 12. Februar 2007. B. M it Verfügung vom 9. Februar 2007 w ies das BLW das G esuch der X._______ AG vom 31. Januar 2007 um Zuteilung eines Zollkontingentanteils für Sam en von Stieren (Tarif-N r. 0511.1010) ab. Zur Begründung führte es im W esentlichen aus, die von der Y._______ AG übernom m enen Lagerbestände an Stiersam en erfüllten die auf den 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Bedingungen von Artikel 25 Absatz 3 der Tierzuchtverordnung nicht. D a keine Fusion zw ischen der Firm a Y._______ AG und der X._______ AG und som it keine Ü bernahm e der R echte und Pflichten durch die X._______ AG stattgefunden habe, könne sich letztere die Inlandleistung der Y._______ AG nicht anrechnen lassen. Im Ü brigen habe die X._______ AG zur fraglichen Zeit auch nicht über eine produzierende Besam ungsstation im Inland verfügt. Sobald der N achw eis vorliege, dass die X._______ AG über eine am tlich bew illigte und produzierende Besam ungsstation im Inland verfüge, w erde das BLW das G esuch über die Zuteilung eines Zollkontingentsanteils für Stiersam en neu beurteilen und gegebenenfalls einen Anteil am Zollkontingent R indersperm a zuteilen.4 C . G egen diese Verfügung erhob die X._______ AG (Beschw erdeführerin), w eiterhin vertreten durch R echtsanw alt Pius H uber, am 12. M ärz 2007 Be- schw erde beim Bundesverw altungsgericht m it den Anträgen: 1.D er angefochtene Entscheid sei aufzuheben und das G esuch der Beschw erde führerin vom 31. Januar 2007 betr. Zuteilung eines Zollkontingents für Sam en von Stieren sei gutzuheissen; in verfahrensrechtlicher H insicht sei die ange- fochtene Verfügung w egen Verfügungsm ängeln aufzuheben. 2.Im Sinne einer vorsorglichen M assnahm e sei der Beschw erdeführerin einstw ei len zu gestatten, die beantragten Kontingente einzuführen. alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. In der Begründung m acht die Beschw erdeführerin im w esentlichen geltend, beim beantragten Zollkontingentsanteil für die Kontingentsperiode 2007 gehe es teilw eise um den Im port von Sam en eigener schw eizerischer Stie- re, w elche in Tschechien gehalten w ürden. D ie vom BLW getroffene Verfügung sei unter Verletzung von Ausstandsbe- stim m ungen zu Stande gekom m en. Einerseits hätte der verfügende Beam - te, A._______, infolge Befangenheit in den Ausstand treten m üssen, da er vorm als D irektor des schw eizerischen (...)-zuchtverbandes und davor in leitender Stellung bei der B._______ (vorm als C ._______) tätig gew esen sei. D ie Verfügung sei jedoch nicht nur aufgrund der Befangenheit dieses Beam ten aufzuheben, sondern das Bundesam t für Landw irtschaft sei im hier zur D iskussion stehenden Bereich infolge Infiltration der Interessen- vertreter der Tierzuchtverbände und des M onopolisten durch ein anderes zu ersetzen. Im w eiteren habe die Beschw erdeführerin fast säm tliche Akti- ven der Y._______ AG übernom m en so unter anderem die Stiere m it Schw eizerischem Stam m baum . D a säm tliche angefragten Stationen eine Zusam m enarbeit abgelehnt hätten, sei der Beschw erdeführerin keine an- dere W ahl geblieben, als die Stiere zur W eiterzucht nach Tschechien zu transportieren, zum al etliche Stiere bereist illegal geschlachtet w orden sei- en. D ie Stiere seien überdies zu einem Zeitpunkt in Tschechien abgesam t w orden, in w elchem die Beschw erdeführerin sow ohl eine Anerkennung als Besam ungsorganisation als auch eine Im portquote besessen habe. D ie Beschw erdeführerin habe nicht annehm en können, dass ihr die Bew illi- gung im Jahre 2007 nicht m ehr erteilt w erde und nicht einm al m ehr die be- reits produzierten D osen ohne eine Im portabgabe im portiert w erden dürf- ten. Artikel 25 Absatz 4 der Tierzuchtverordnung sehe vor, dass neuen Be- sam ungsstationen Zollkontingente in den ersten zw ei Jahren zugeteilt w er- den können, sofern sie Sam en von inländischen Stieren produzierten. Bei den nach Tschechien gebrachten Stieren handle es sich ausschliesslich um Stiere m it Schw eizer Abstam m ung. D ie Vorinstanz habe diese Bestim - m ung unrichtig ausgelegt. Indem die anderen Konkurrenten ein Im portkontingent erhalten hätten, ver- letzte die angefochtene Verfügung die R echtsgleichheit. Es könne nicht 5 vom Belieben des Bundesam tes abhängen, ob eine Bew illigung erteilt w er- de oder nicht. Im Ü brigen treffe es zu, dass zw ischen der Y._______ AG und der Beschw erdeführerin zw ar keine Fusion aber doch eine Teilbe- triebsübernahm e (Ü bernahm e säm tlicher Aktiven m it Ausnahm e der Ver- antw ortlichkeitsansprüche und dergleichen) stattgefunden habe. D ie Tier- zuchtverordnung regle solche Teilbetriebsübernahm en nicht. Im Sinne der Fortführung des U nternehm ens seien die m assgebenden Bestim m ungen so auszulegen, dass eine W eiterführung m öglich sei. Für den vom BLW verfügten Eingriff fehle eine gesetzliche G rundlage. D a die Beschw erde- führerin m it inländischen Stieren Sam en produziere und diese verkaufe, w erde die in der Tierzuchtverordnung vorgesehene zw eijährige Ü ber- gangsfrist zu U nrecht nicht gew ährt. Im W eiteren begründet die Beschw erdeführerin ihren Antrag betreffend Er- lass von vorsorglichen M assnahm en. D . M it Eingabe vom 30. M ärz 2007 beantragt das Bundesam t, das G esuch um Erlass vorsorglicher M assnahm en sei abzuw eisen. M it Vernehm lassung zur H auptsache vom 16. April 2007 beantragt das BLW die Abw eisung der Beschw erde. D ie Beschw erdeführerin bringe für die Behauptung, die S._______ sei gegen neue Besam ungsorganisationen als unerw ünschte Konkurrentinnen auf dem R inderbesam ungsm arkt vorge- gangen und H err A._______, w elcher bis H erbst 1989 bei dieser O r- ganisation gearbeitet habe, sei voreingenom m en, w eder Bew eise noch eine sachliche Begründung vor. G leiches gelte für die Behauptung, die Zuchtverbände (...-zuchtverband und ...-zuchtverband) seien an angebli- chen Behinderungen durch die S._______ beteiligt gew esen. Entgegen den Ausführungen der Beschw erdeführerin sei die Firm a Y._______ AG nicht in den "Konkurs getrieben w orden", sondern es sei ihr der Zugang zum M arkt ohne W eiteres erm öglicht w orden. Zudem sei von Seiten des BLW m it einer Ausnahm eregelung bis 31. D ezem ber 2006 alles M achbare getan w orden, um der Beschw erdeführerin den Zugang zum R indersam en- m arkt im H inblick auf den neuen Liberalisierungsschritt zu erm öglichen. Es sei in der H and der Beschw erdeführerin gelegen, die Zeit der Ausnahm e- regelung zu nutzen und die tierseuchenpolizeilichen und kontingentsrecht- lichen Bedingungen zu erfüllen, um in den G enuss einer Zuteilung von Zollkontingentsanteilen zu gelangen. Schliesslich hätten auch andere Fir- m en den Zugang zum R indersam enm arkt erhalten und w ürden sich dort seit m ehreren Jahren erfolgreich behaupten. D as gegen das BLW als ganze Verw altungseinheit gerichtete Ausstands- begehren verstosse, da im N achhinein gestellt, gegen den G rundsatz von Treu und G lauben. Zudem m üssten sich Ausstandsbegehren im m er gegen einzelne, natürliche Personen richten und nie gegen eine G esam tbehörde. O bw ohl die Beschw erdeführerin unter altem R echt die Bedingungen nicht 6 erfüllt habe, sei ihr ausnahm sw eise eine befristete Bew illigung als KB-O r- ganisation erteilt w orden, da die Bew illigungspflicht für KB-O rganisationen per 1. Januar 2007 aufgehoben w orden sei. D a die Beschw erdeführerin in der Schw eiz keine Stiere halte und nicht im Inland produziere, erfülle sie die Voraussetzungen für die Zuteilung von Zollkontingentsanteilen nicht. Eine Sam enproduktion im Ausland könne nicht als Inlandproduktion gelten, selbst w enn sie m it schw eizerischen Stieren erfolge. Sobald die Beschw er- deführerin den N achw eis erbringe, dass sie über eine tierseuchenpolizei- lich bew illigte und im Inland produzierende Besam ungsstation verfüge und regelm ässig im Inland geborene Stiere prüfe, könne ihr G esuch neu beur- teilt w erden. Eine Einfuhr zum Ausserkontingentszollansatz sei ihr als In- haberin einer G EB jedoch ohne W eiteres m öglich. Schliesslich sei die Be- schw erdeführerin bereits im August 2006 über die Änderungen der Tier- zuchtverordnung inform iert w orden. Sie habe jedenfalls nicht davon ausge- hen können, dass das BLW unter dem neuen R echt von der vollständigen Erfüllung aller rechtlichen Voraussetzungen absehen w erde. E. M it Zw ischenverfügung vom 19. April 2007 w ies das Bundesverw altungs- gericht das G esuch um Erlass vorsorglicher M assnahm en ab. F. M it Eingabe vom 20. April 2007 reichte die Vorinstanz ein an H errn A._______ adressiertes Schreiben der Beschw erdeführerin vom 12. April 2007 zu den Akten. D arin ersucht die Beschw erdeführerin um eine neue Prüfung des G esuchs um Zuteilung eines Zollkontingentsanteils. M it einem an die Beschw erdeführerin adressierten Schreiben vom 26. Juli 2007, w elches dem Bundesverw altungsgericht zur Kenntnis überm ittelt w urde, stellt die Vorinstanz klar, dass aufgrund der H ängigkeit der Angele- genheit vor dem Bundesverw altungsgericht kein Platz für persönliche Briefe an BLW -M itarbeiter verbleibe. Falls die Beschw erdeführerin im August tatsächlich über eine eigene R indersperm a-Produktionsstätte verfüge, sei bei Vorliegen der w eiteren Bew illigungsvoraussetzungen m it einem offiziellen G esuch an die Vorinstanz zu gelangen. Auf die dargelegten und w eiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten w ird, sow eit sie rechtserheblich sind, in den Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. O b die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf eine Beschw erde ein- zutreten ist, prüft das Bundesverw altungsgericht von Am tes w egen und m it freier Kognition (BVG E B-2202/2006 vom 25. Januar 2007 E. 1 m it H inw ei- sen). 1.1 D ie Verfügung des Bundesam tes für Landw irtschaft (BLW ) vom 9. Februar 7 2007 stellt eine Verfügung im Sinne des Bundesgesetzes vom 20. D ezem - ber 1968 über das Verw altungsverfahren dar (Vw VG , SR 172.021; Art. 5 Abs. 1 Bst. c). D as Bundesverw altungsgericht, w elches gem äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) als Beschw erdeinstanz Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG beurteilt, ist nach Art. 33 Bst. d VG G und Art. 166 Abs. 2 Lw G (zi- tiert in E. 3.1) für die Behandlung der vorliegenden Streitsache zuständig, zum al keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G greift. 1.2 D ie Beschw erdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom - m en und ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt. Sie hat zudem ein als schutzw ürdig anzuerkennendes Interesse an deren Aufhe- bung oder Änderung, w eshalb sie zur Beschw erdeführung legitim iert ist (Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). 1.3 D ie Eingabefrist sow ie die Anforderungen an Form und Inhalt der Be- schw erdeschrift sind gew ahrt (Art. 50 und Art. 52 Abs. 1 Vw VG ), der Ver- treter hat sich rechtsgenüglich durch schriftliche Vollm acht ausgew iesen (Art. 11 Vw VG ), der Kostenvorschuss w urde fristgem äss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 Vw VG ) und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist daher einzutreten. 2. In form eller H insicht m acht die Beschw erdeführerin die Verletzung von Ausstandsbestim m ungen geltend. 2.1 D ie Beschw erdeführerin erhebt den Vorw urf, dass der verfügende Beam te, A._______, infolge Befangenheit in den Ausstand hätte treten m üssen. Vor seiner Tätigkeit beim BLW sei er D irektor des (...)-zuchtverbandes gew esen. D avor habe er in leitender Stellung bei der S._______, vorm als (...), gearbeitet. D ie S._______ sei der ehem alige M onopolist und heutige Q uasim onopolist auf dem R inderbesam ungsm arkt. Als D irektor des (...)- zuchtverbandes sei H err A._______ ein vehem enter Verfechter gegen die Liberalisierung und dam it gegen neue Besam ungsstationen gew esen. D ie Beschw erdeführerin führt sodann zw ei Beispiele von Firm en auf, die daran gehindert w orden seien, sich auf dem M arkt zu etablieren. Schliesslich seien die Zuchtverbände an den Behinderungen durch die S._______ beteiligt. D as BLW m acht dem gegenüber geltend, es liege kein sachlicher G rund für eine Befangenheit von H errn A._______ vor. Es ergebe sich aus den Akten, dass das BLW alles M achbare getan habe, um der Beschw erdefüh- rerin den Zugang zum R indersam enm arkt im H inblick auf den neuen, ab 1. Januar 2007 geltenden, Liberalisierungsschritt zu erm öglichen. Andere Fir-8 m en hätten zudem ohne W eiteres Zugang zum R indersam enm arkt erhal- ten. Seit der Tätigkeit von H errn A._______ als Angestellter beim (...) Verband (...) seien im Ü brigen 13 Jahre und seit seinem Einsitz im Vorstand 5 Jahre vergangen. Selbst w enn eine Verletzung der Ausstandspflicht bejaht w erde, bestehe die M öglichkeit der H eilung durch das Bundesverw altungsgericht. D ies um so m ehr als das BLW nicht anders habe entscheiden können, da die Beschw erdeführerin die Voraussetzungen für die Zuteilung eines Zollkontingentsanteils nicht erfülle. H err A._______ habe im Ü brigen an der Behandlung des G esuchs und an der Ausarbeitung der angefochtenen Verfügung nicht m itgew irkt, sondern diese lediglich unterzeichnet. 2.1.1 N ach Art. 10 Abs. 1 Vw VG haben Personen, die eine Verfügung zu treffen oder diese vorzubereiten haben, in den Ausstand zu treten, w enn sie in der Sache ein persönliches Interesse haben (Bst. a), m it einer Partei durch Ehe oder eingetragene Partnerschaft verbunden sind oder m it ihr eine fak- tische Lebensgem einschaft führen (Bst. b), m it einer Partei in gerader Li- nie oder bis zum dritten G rade in der Seitenlinie verw andt oder verschw ä- gert sind (Bst. bbis), Vertreter einer Partei sind oder für eine Partei in der gleichen Sache tätig w aren (Bst. c) oder aus anderen G ründen in der Sa- che befangen sein könnten (Bst. d). D iese Bestim m ung unterscheidet nicht zw ischen Ausschlussgründen, die zw ingend zu beachten sind, und den Ablehnungsgründen, deren G eltend- m achung den Beteiligten freisteht. Vielm ehr m üssen säm tliche Ausstands- gründe von Am tes w egen berücksichtigt w erden (BG E 119 V 456 E. 3b). D iese Ausstandsvorschrift ist sow ohl anw endbar auf Personen, w elche ei- nen Entscheid alleine oder zusam m en m it anderen zu fällen haben als auch auf Personen, w elche an einem Entscheid in irgendeiner Form m it- w irken und auf den Ausgang des Verfahrens Einfluss nehm en können, sei es beratend oder instruierend (BEN JA M IN SC H IN D LER , D ie Befangenheit der Verw altung, Zürich/Basel/G enf 2002, S. 74; vgl. auch ALFR E D KÖ LZ/JÜ R G BO SS H AR D T/M AR TIN R Ö H L, Kom m entar zum Verw altungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. Aufl., Zürich 1999, R z. 9 zu § 5a). 2.1.2 Auf der angefochtenen Verfügung vom 9. Februar 2007 ist als Sachbear- beiter H err B._______ aufgeführt. U nterschrieben w urde diese jedoch von H errn A._______, als stellvertretender D irektor des Bundesam tes für Landw irtschaft. M it dieser U nterschrift ist zw eifelsfrei dargetan, dass H err A._______ am Erlass der Verfügung m itgew irkt hat. D ies selbst dann, w enn er ansonsten an der Behandlung des G esuchs und der Ausarbeitung der Verfügung nicht m itgew irkt hat. D enn es kann ohne W eiteres davon ausgegangen w erden, dass die Person, w elche die Berechtigung für die U nterzeichnung einer Verfügung hat, grundsätzlich auch auf den Inhalt derselben Einfluss nehm en kann. Som it kann als Zw ischenresultat festge- stellt w erden, dass die Ausstandsvorschriften in Bezug auf H errn 9 A._______ zur Anw endung gelangen. 2.1.3 N ach der bundesgerichtlichen R echtsprechung w ird gestützt auch auf den für die Privaten geltenden G rundsatz von Treu und G lauben und das Ver- bot des R echtsm issbrauchs (Art. 5 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) ver- langt, dass ein echter oder verm eintlicher O rganm angel so früh w ie m ög- lich, d.h. nach dessen Kenntnis bei erster G elegenheit, geltend gem acht w ird. Es verstösst gegen Treu und G lauben, Einw ände dieser Art erst im R echtsm ittelverfahren vorzubringen, w enn der M angel schon vorher hätte festgestellt und gerügt w erden können. W er den M angel nicht unverzüglich vorbringt, w enn er davon Kenntnis erhält, sondern sich stillschw eigend auf ein Verfahren einlässt, verw irkt den Anspruch auf spätere Anrufung der verm eintlich verletzten Ausstandsbestim m ungen (BG E 132 II 485 E. 4.3, 128 V 82 E. 2b, 124 I 121 E. 2). 2.1.4 D ie Beschw erdeführerin m usste ernsthaft dam it rechnen, dass H err A._______, als stellvertretender D irektor des Bundesam tes für Landw irtschaft, am Erlass der angefochtenen Verfügung m itw irken w ürde. D ies auch dann, w enn dessen N am en der Beschw erdeführerin nicht vorgängig persönlich m itgeteilt w urde. D enn nach der R echtsprechung des Bundesgerichtes ist der Anspruch auf Bekanntgabe der am Entscheid m itw irkenden Personen genügend erfüllt, w enn deren N am en in einer allgem ein zugänglichen Publikation w ie etw a einem Staatskalender entnom m en w erden können (BG E 114 Ia 278 E. 3c). Im vorliegenden Fall konnte die Beschw erdeführerin den N am en des unterzeichnenden Beam ten im Eidgenössischen Staatskalender entnehm en, w eshalb der Anspruch auf Bekanntgabe des unterzeichnenden Beam ten als erfüllt zu betrachten ist. D ie von der Beschw erdeführerin gegenüber H errn A._______ geltend ge- m achten Befangenheitsgründe m ussten ihr bereits lange Zeit vor Erlass der angefochtenen Verfügung bekannt sein, zum al H err A._______ seit 1. Januar 2002 als Vizedirektor und ab 1. April 2004 als stellvertretender D irektor des Bundesam tes für Landw irtschaft tätig ist und seine Anstellung beim (...) Verband (...) 13 Jahre und sein Einsitz im Vorstand 5 Jahre zurückliegen. Entsprechend hätte die Beschw erdeführerin den Ausstand von H errn A._______ bereits im Verfahren vor dem BLW verlangen m üssen. Indem sie es erst im Verfahren vor dem Bundes- verw altungsgericht tut, ist das Begehren als treuw idrig und verspätet zu qualifizieren. D er Zw eck eines Ablehnungsverfahrens besteht unter anderem darin, eine objektive Beurteilung des G esuchs durch einen unabhängigen (zuständi- gen) Beam ten zu gew ährleisten. D ie Beschw erdeführerin hat offenbar trotz der geltend gem achten Befangenheitsgründe im m er noch volles Vertrauen darauf, dass H err A._______ in ihrer Angelegenheit unvoreingenom m en 10 und unabhängig urteilen kann. W ie sonst lässt sich das Verhalten der Be- schw erdeführerin erklären, w enn sie sich m it Schreiben vom 12. April 2007 direkt an H errn A._______ richtet und erneut ein G esuch um Erteilung einer Im portquote für R indersperm a stellt. 2.2 D ie Beschw erdeführerin w irft zudem dem ganzen zuständigen Bereich des BLW Befangenheit vor und verlangt dessen Ausstand als G anzes. D ie Beschw erdeführerin verkennt, dass sich ein Ausstandsbegehren im - m er gegen eine einzelne, natürliche Person richten m uss und nicht gegen eine Behörde als G anzes. N icht auszuschliessen bleibt indessen, dass in seltenen Ausnahm esituationen säm tliche Einzelm itglieder einer Behörde befangen sein können (SC H IN D LER , a.a.O ., S.76 m it w eiteren H inw eisen auf Lehre und R echtsprechung). D ies w ird von der Beschw erdeführerin aber nicht explizit und begründet geltend gem acht. Sie verlangt zw ar die Edition der Lebensläufe aller M itarbeiter des Bundesam tes in diesem Bereich und Befragung derselben als Zeugen zu ihrem Verhältnis zur S._______. Auf diese Bew eism assnahm e kann jedoch verzichtet w erden. D enn der Beschw erdeführerin w aren die von ihr geltend gem achten G ründe der Befangenheit bereits im Verfahren vor dem BLW bekannt. Auch hier gilt, dass ein oder m ehrere Beam te so früh als m öglich abzulehnen sind. D as BLW führt in seiner Vernehm lassung vom 16. April 2007 zu R echt aus, dass die Beschw erdeführerin vor Erlass der Verfügung m it verschiedenen Vertretern des BLW verhandelt und nie Befangenheitsgründe geltend ge- m acht hat. Indem die Beschw erdeführerin sich auf den „Verfügungspro- zess“ einliess, hat sie den Anspruch auf Anrufung der verletzten Verfas- sungsbestim m ung verw irkt. 3. Im R ahm en des am 15. April 1994 in M arrakesch m ultilateral abgeschlos- senen Abkom m ens zur Errichtung der W elthandelsorganisation (G ATT/W TO -Ü bereinkom m en, von der Bundesversam m lung am 16. D e- zem ber 1994 genehm igt und nach H interlegung der schw eizerischen R ati- fikationsurkunde für die Schw eiz am 1. Juli 1995 in Kraft getreten, SR 0.632.20) hat sich die Schw eiz verpflichtet, im Bereich der Landw irtschaft die bis dahin getroffenen Im portm assnahm en w ie m engenm ässige Einfuhr- beschränkungen und preisliche Im portbelastungen in Zölle um zuw andeln (sog. Tarifizierung aller nicht-tarifären M assnahm en; vgl. Art. 4 des Ü ber- einkom m ens über die Landw irtschaft, Anhang 1A.3 des G ATT/W TO -Ü ber- einkom m ens; siehe auch R EN É R H IN O W /G ER H AR D SC H M ID /G IO VAN N I BIAG G IN I, Ö f- fentliches W irtschaftsrecht, Basel 1998, S. 590 f.). Zur U m setzung der G ATT-Verpflichtungen w urden Zollkontingente geschaffen, w elche die m i- nim ale M enge eines oder m ehrerer landw irtschaftlicher Erzeugnisse dar- stellen, die zu einem tiefen Zollansatz eingeführt w erden können. D ie M en- ge der eingeführten Agrarprodukte w ird dadurch nicht m ehr direkt, sondern nur noch indirekt über die Festsetzung von Zollansätzen gelenkt (vgl. Bot- schaft vom 19. Septem ber 1994 zur G enehm igung der G ATT/W TO -Ü ber-11 einkom m en [U ruguay-R unde], G ATT-Botschaft 1, BBl 1994 IV 1 ff., S. 148 ff.; Botschaft vom 19. Septem ber 1994 zu den für die R atifizierung der G ATT/W TO -Ü bereinkom m en [U ruguay-R unde] notw endigen R echtsanpas- sungen, G ATT-Botschaft 2, BBl 1994 IV 950 ff., S. 1029 ff., 1074 ff. und 1140). W ie diese Zollkontingente zu verteilen sind, sieht das oben zitierte Ü bereinkom m en indessen nicht vor. D ie U m setzung w ird dem innerstaatli- chen R echt überlassen (BG E 128 II 34 E. 2c). 3.1 N ach M assgabe des Landw irtschaftsgesetzes vom 29. April 1998 (Lw G , SR 910.1) sind bei der Festsetzung der Einfuhrzölle die Versorgungslage im Inland und die Absatzm öglichkeiten für gleichartige inländische Erzeug- nisse zu berücksichtigen (Art. 17 Lw G ). D abei sind die w elthandelsrechtli- chen R ahm enbedingungen zu respektieren (insbesondere die Verpflich- tung zu Konsolidierung und schrittw eiser Senkung der Agrarzölle). Als Inst- rum ente zur Lenkung der Im porte stehen dem Bund insbesondere der Schw ellenpreis (Art. 20 Lw G ) und die Zollkontingente (Art. 21 Lw G ) zur Verfügung. Bei Letzteren w ird die W arenm enge bestim m t, w elche zu ei- nem vorteilhaften Zollansatz in die Schw eiz eingeführt w erden kann. D abei m uss für den Im port einer zusätzlichen M enge regelm ässig ein bedeutend höherer Zoll bezahlt w erden, der gew öhnlich prohibitive W irkung hat (U rteil des Bundesgerichts 2A.53/2004 vom 2. August 2004 E. 2.2). Bei der Be- stim m ung der Zollkontingente ist der Bund nicht frei, da diese den auslän- dischen Produzenten den staatsvertraglich vereinbarten M arktzutritt er- m öglichen m üssen. Sow ohl die m inim ale M enge, w elche zum privilegierten Satz im portiert w erden kann, als auch das M axim alniveau der Zollkontin- gente sind im R ahm en der G ATT-Verhandlungen festgelegt w orden (BG E 128 II 34 E. 2b, 129 II 160 E. 2.3). 3.2 U m die Ziele der Landw irtschaftsgesetzgebung zu erreichen, kann der Bundesrat gem äss Artikel 10 Absatz 1 des Zolltarifgesetzes vom 9. O kto- ber 1986 (ZTG , SR 632.10) die Zollansätze für landw irtschaftliche Erzeug- nisse im R ahm en des G eneraltarifs festsetzen; er nim m t dabei R ücksicht auf die anderen W irtschaftszw eige. D er G eneraltarif, nach w elchem alle in die Schw eiz eingeführten W aren verzollt w erden m üssen, und die Zollkon- tingente für landw irtschaftliche Erzeugnisse sind in den Anhängen 1 und 2 zum Zolltarifgesetz festgelegt (Art. 1 Abs. 1 ZTG ; Art 21 Abs. 1 Lw G ). D er Bundesrat kann dabei die Zollkontingente und ihre allfällige zeitliche Auf- teilung im R ahm en des G eneraltarifs – der als Teil des Zolltarifgesetzes durch den G esetzgeber selber festgesetzt w ird (BBl 1996 IV 108 f.) - än- dern (Art. 21 Abs. 2 Lw G ); dabei gilt Art. 17 Lw G sinngem äss (Art. 21 Abs. 3 Lw G ). Sow ohl für die Festsetzung der Einfuhrzölle als auch für die Fest- legung und Änderung von Zollkontingenten und der allfälligen zeitlichen Aufteilung sind som it die Versorgungslage im Inland und die Absatzm ög- lichkeiten für gleichartige inländische Erzeugnisse zu berücksichtigen. N a- m entlich sollen die Absatzm öglichkeiten für inländische Produkte nicht be- einträchtigt w erden, d.h. die H öhe der Zölle soll die Inlanderzeugnisse vor 12 preisgünstigen Im porten schützen (BBl 1996 IV 109, U rteil des Bundesge- richts 2A.53/2004 vom 2. August 2004 E. 2.3, 3.4.2). Für einige landw irt- schaftliche Produkte hat der G esetzgeber eine abschliessende Festset- zung des Zollkontingents und dessen zeitliche Aufteilung durch den Bun- desrat als nicht sachgerecht erachtet, w eil diese Kontingente beispielsw ei- se kurzfristig und häufig bew irtschaftet w erden m üssen. H ier ist der Bun- desrat erm ächtigt w orden, seine Kom petenz an das Volksw irtschaftsdepar- tem ent oder an eine diesem nachgeordnete Am tsstelle, nam entlich das Bundesam t für Landw irtschaft, zu übertragen (Art. 21 Abs. 4 Lw G ; BBl 1996 IV 117). Bei der Verteilung von Zollkontingenten soll der W ettbew erb gew ahrt blei- ben (Art. 22 Abs. 1 Lw G ). D ie zuständige Behörde verteilt die Zollkontin- gente nam entlich nach folgenden Verfahren und Kriterien: (a.) durch Ver- steigerung; (b.) nach M assgabe der Inlandleistung; (c.) auf G rund der be- antragten M enge; (d.) entsprechend der R eihenfolge des Eingangs der Be- w illigungsgesuche; (e.) entsprechend der R eihenfolge der Verzollung; (f.) nach M assgabe der bisherigen Einfuhren der G esuchsteller (Art. 22 Abs. 2 Lw G ). D er Bundesrat kann die Kom petenz zur Festlegung von Kriterien zur Verteilung von Zollkontingenten dem D epartem ent übertragen (Art. 22 Abs. 5 Lw G ). 3.3 U nter anderem gestützt auf Art. 21 Abs. 2 und Art. 177 Lw G hat der Bun- desrat die Agrareinfuhrverordnung vom 7. D ezem ber 1998 (AEV, SR 916.01) erlassen. D anach bedarf die Einfuhr landw irtschaftlicher Erzeug- nisse der in einem der Anhänge zu dieser Verordnung oder in einer m arkt- ordnungsspezifischen Produkteverordnung aufgeführten Zolltarifnum m ern einer Bew illigung. D ie Bew illigung w ird als G eneraleinfuhrbew illigung (G EB) für bestim m te Erzeugnisse erteilt (Art. 1 Abs. 1 AEV). D ie Zollkontingente, die Teilzollkontingente und die R ichtm engen sind in Anhang 4 der Agrareinfuhrverordnung festgelegt (Art. 10 AEV). G em äss Ziffer 2 des erw ähnten Anhangs beträgt der U m fang des Zollkontingents N r. 12 Sam en von Stieren (Tarifnum m er 0511.1010) 800'000 D osen. D er Zollkontingentsanteil kann nur innerhalb der Kontingentsperiode oder der zeitlich beschränkten Freigabe ausgenützt w erden. Als Kontingentsperiode gilt das Kalenderjahr (Art. 11 AEV). Als Zollkontingentsberechtigte gelten die Personen, w elche die allgem einen und die besonderen Voraussetzun- gen für die Zuteilung eines Zollkontingentsanteils erfüllen (Art. 12 Abs. 1 AEV). D abei können Zollkontingentsanteile Personen, die im schw eizeri- schen Zollgebiet W ohnsitz oder Sitz haben, zugeteilt w erden. D ie Zutei- lung eines Zollkontingentsanteils setzt eine G eneraleinfuhrbew illigung (G EB) voraus (Art. 13 AEV). D ie Beschw erdeführerin erhielt m ittels Verfügung vom 11. Septem ber 2006 eine G eneraleinfuhrbew illigung (G EB-N r. ...) und gestützt auf die Verfügung des BLW vom 15. N ovem ber 2006 eine M enge von (...) D osen 13 Stiersam en als Zollkontingentsanteil zugeteilt (für die Periode vom 15. N ovem ber 2006 bis 31. D ezem ber 2006). Eine Zuteilung für die Kontin- gentsperiode vom 1. Januar 2007 bis 31. D ezem ber 2007 w urde der Be- schw erdeführerin m ittels Verfügung vom 9. Februar 2007 verw eigert, da sie die Voraussetzungen nicht erfülle. 3.4 D ie unter anderem gestützt auf Art. 144 Abs. 2, 145 Abs. 2 und 146 Lw G erlassene Verordnung vom 7. D ezem ber 1998 über die Tierzucht (SR 916.310) regelt im 4. Kapitel (Inverkehrbringen von Zuchttieren sow ie de- ren Sam en, unbefruchteten Eizellen und Em bryonen) unter dem 2. Ab- schnitt die Einfuhr von Zuchttieren und Sam en von Stieren im R ahm en der Zollkontingente. Für die Einfuhr von Sam en m it der in Frage stehenden Zolltarifnum m er 0511 bedarf es einer G eneraleinfuhrbew illigung (Art. 24 Abs. 1 der Verordnung über die Tierzucht). 3.4.1 D ie geltende O rdnung unterscheidet sich w esentlich von der früheren R e- gelung. G em äss den bis 31. D ezem ber 2006 geltenden Bestim m ungen un- terlag die G ew innung, die Lagerung und der Vertrieb von Stierensam en ei- ner Bew illigung des Bundesam tes für Landw irtschaft. D ie Bew illigung als KB-O rganisation w urde dabei erteilt, w enn der G esuchsteller: (a) die R echtspersönlichkeit besass; (b) Sitz oder W ohnsitz in der Schw eiz hatte; (c) für die H altung der Stiere und die Sam enentnahm e über geeignete G e- bäude und die Einrichtungen verfügte, das erforderliche Fachpersonal nachw ies und m it im Inland gezüchteten Stieren Sam en produzierte und im Inland vertrieb und (d) Verträge vorw ies, aus denen hervorging, w ie die Prüfung von Jungstieren zusam m en m it den anerkannten Zuchtorganisationen nach Artikel 2 vorgesehen w ar. D ie Verträge m ussten die M odalitäten der N achzuchtprüfung, insbesondere den D atentausch, die Ausw ertung und Publikation der Prüfresultate sow ie die finanzielle Abgel- tung regeln (Art. 15 der Verordnung über die Tierzucht in der Fassung von AS 1999 95). Zollkontingentsberechtigt für Sam en von Stieren w aren die bew illigten KB-O rganisationen, Züchterinnen und Züchter für die Eigenbe- standsbesam ung sow ie anerkannte Zuchtorganisationen und Züchterverei- nigungen, die den im portierten Sam en über eine bew illigte KB-O rganisati- on vertrieben (Art. 25 Abs. 2 der Verordnung über die Tierzucht in der Fas- sung vom 7. D ezem ber 1998, AS 1999 95). 3.4.2 D as Bundesgericht hat im Jahre 2005 einen Entscheid der ehem aligen R e- kurskom m ission EVD geschützt und entschieden, dass Art. 145 Lw G zw ar eine genügende gesetzliche G rundlage darstelle, um den Bundesrat zu er- m ächtigen, die Bew illigungspflicht betreffend den Vertrieb von Stierensa- m en zu regeln. Jedoch bilde w eder Art. 15 noch Art. 25 Abs. 2 der Tier- zuchtverordnung (in der Fassung vom 7. D ezem ber 1998, AS 1999 95) eine genügende G rundlage, die es erlauben w ürde, die Lagerung und den Vertrieb der Bew illigungspflicht zu unterstellen sow ie eine Vertriebsgesell-14 schaft zu zw ingen, den Stiersam en ausschliesslich bei den bew illigten KB O rganisationen zu beziehen (U rteil des Bundesgerichts 2A.453/2004 vom 23. M ärz 2005 E. 4.3). 3.4.3 O bw ohl die Beschw erdeführerin nach D afürhalten des BLW zw ei unter dem alten R echt geltende Voraussetzungen für die Bew illigung als KB-O r- ganisation nicht erfüllte, w urde ihr m it Verfügung vom 31. O ktober 2006 trotzdem eine für die G ew innung, die Lagerung und den Vertrieb von Stier- sam en bis 31. D ezem ber 2006 befristete Bew illigung erteilt. D iese Aus- nahm eregelung begründete das BLW einerseits m it der bevorstehenden neuen R egelung betreffend die D urchführung der künstlichen Besam ung per 1. Januar 2007. Andererseits anerkannte das BLW anstelle der in Art. 15 Abs. 2 Bst. c der Tierzuchtverordnung (in der Fassung vom 7. D e- zem ber 1998, AS 1999 95) aufgeführten Voraussetzung das von der Firm a Y._______ AG übernom m ene Sam enlager im U m fang von (...) D osen als Inlandleistung und anstelle des Erfordernisses von Art. 15 Abs. 2 Bst. d, eine Entschädigung an die entsprechende Zuchtorganisation von 3 Fran- ken pro verkaufte D ose für M ilch- und Zw einutzungsrassen und eine sol- che von 1 Franken für Fleischrassen. D iese Verfügung w urde von der Beschw erdeführerin nicht angefochten, w eshalb sie in R echtskraft erw achsen ist. Entsprechend kann auf die von der Beschw erdeführerin nun in der Beschw erde vom 12. M ärz 2007 vorge- brachte R üge, es seien w iderrechtlich Zusatzgebühren verlangt w orden, infolge verspäteter G eltendm achung derselben nicht eingetreten w erden. 3.5 M it Inkrafttreten der revidierten Tierzuchtverordnung am 1. Januar 2007 w urden die Artikel 15-18 bezüglich Bew illigungspflicht für KB- O rganisationen aufgehoben (AS 2006 4861). Entsprechend gelten für die G ew innung, die Lagerung und den Vertrieb inskünftig ausschliesslich die veterinärrechtlichen Bestim m ungen der Tierseuchengesetzgebung (SR 916.40). Beibehalten w urden die Zuteilung der Zollkontingentsanteile für Stiersam en auf G rund einer Inlandleistung und der geltende G renzschutz m it einem Ausserkontingentszollansatz (5 Fr. je D ose). G em äss Art. 25 Abs. 3 der ab 1. Januar 2007 geltenden Fassung der Tier- zuchtverordnung können Zollkontingentsanteile für Sam en von Stieren im Inland produzierenden Besam ungsstationen zugeteilt w erden, die regelm ässig im Inland geborene Stiere prüfen und im D urchschnitt der letzten zw ei Jahre vor dem Kontingentsjahr gesam thaft m indestens 50 Prozent des Sam ens von inländischen Stieren verkauften. D ieser Anteil ist m ittels Aufzeichnungen über die Produktion und den Zu- und den Verkauf von Sam en getrennt nach R assen und Stierenkategorien nachzuw eisen. D iese Voraussetzungen m üssen kum ulativ erfüllt sein. N euen Besam ungsstationen können in den ersten zw ei Jahren Zollkontin-15 gentsanteile zugeteilt w erden, sofern sie Sam en von inländischen Stieren produzieren und verkaufen (Art. 25 Abs. 4 Tierzuchtverordnung). 4. O hne eingehende Begründung m acht die Beschw erdeführerin unter ande- rem sinngem äss geltend, die in Art. 25 Tierzuchtverordnung genannten Voraussetzungen für eine Zuteilung von Zollkontingentsanteilen verfügten über keine genügende gesetzliche G rundlage. 4.1 Auf Beschw erde hin kann das Bundesverw altungsgericht Verordnungen des Bundesrats vorfragew eise auf ihre G esetzes- und Verfassungsm ässig- keit prüfen. H andelt es sich w ie im vorliegend zu beurteilenden Fall um eine unselbständige Verordnung, die sich auf eine gesetzliche D elegation stützt, prüft das G ericht, ob sich der Bundesrat an die G renzen der ihm im G esetz eingeräum ten Befugnisse gehalten hat. Sow eit das G esetz den Bundesrat nicht erm ächtigt, von der Verfassung abzuw eichen, befindet das G ericht auch über die Verfassungsm ässigkeit der unselbständigen Verord- nung. W ird dem Bundesrat durch die gesetzliche D elegation ein sehr w ei- ter Erm essensspielraum für die R egelung der Verordnungsebene einge- räum t, so ist dieser Spielraum für das Bundesgericht, w ie auch das Bun- desverw altungsgericht, verbindlich; sie dürfen in diesem Falle bei der Ü berprüfung der Verordnung nicht ihr eigenes Erm essen an die Stelle des- jenigen des Bundesrates setzen, sondern sie beschränken sich auf die Prüfung, ob die Verordnung den R ahm en den dem Bundesrat im G esetz delegierten Kom petenzen offensichtlich sprengt oder aus anderen G rün- den gesetz- oder verfassungsw idrig ist (BG E 128 II 34 E. 3b und 120 Ib 97 E. 3a). D em gegenüber trägt der Bundesrat die Verantw ortung für die Zw eckm ässigkeit der angeordneten M assnahm en; es kann nicht Aufgabe des Bundesverw altungsgerichts sein, zu untersuchen, ob die in der Ver- ordnung getroffenen M assnahm en w irtschaftlich und agrarpolitisch zw eck- m ässig sind (BG E 128 II 34 E. 3b und 99 Ib 159 E. 3b). 4.2 G em äss Art. 22 Abs. 1 Lw G soll bei der Verteilung von Zollkontingenten der W ettbew erb gew ahrt bleiben. In Art. 22 Abs. 2 Lw G w erden die Kriteri- en für die Verteilung der Zollkontingente angeführt. D ass es sich dabei nicht um eine abschliessende Aufzählung handelt zeigt sich im W ort „na- m entlich“ („notam m ent“ auf französisch und „segnatam ente“ auf italie- nisch). D er Bundesrat kann som it die Verteilung nach einem der im G esetz ausdrücklich genannten Kriterien vornehm en, ein anderes w ählen oder diese in Bezug auf den m assgebenden M arkt kom binieren. Es steht dem Bund grundsätzlich frei, Art und Kriterien zur Verteilung von Zollkontingenten zu bestim m en, solange dadurch der völkerrechtlich ver- einbarte M arktzutritt nicht geschm älert w ird. D ie in Art. 22 Abs. 1 Lw G sta- tuierte Pflicht zur W ahrung des W ettbew erbs bedeutet, dass a priori nie- m and, der die für die Verteilung der Zollkontingente festgelegten Kriterien erfüllt, zum vornherein von der Bezugsberechtigung ausgeschlossen w ird (Botschaft vom 26. Juni 1996 zur R eform der Agrarpolitik: Zw eite Etappe [Agrarpolitik 2002], in BBl 1996 IV 1, S. 117 ff.; nachfolgend: Botschaft 16 Agrarpolitik 2002). Im Bereich der Kontingentszuteilungen erscheint das G leichbehandlungs- gebot, sow eit es W ettbew erbsverzerrungen untersagt, relativiert: W o An- lass für die Aufstellung eines Kontingentierungssystem besteht, spielt der freie W ettbew erb naturgem äss gerade nicht. D ies entbindet aber die zu- ständigen Behörden nicht von der Pflicht, den w eiteren Aspekten des G leichbehandlungsgebotes R echnung zu tragen. Bei der Beurteilung der Frage, ob dabei für die Kontingentszuteilung, d.h. für die U m schreibung des Kreises der Begünstigten, nach sachgerechten Kriterien vorgegangen w orden ist, m uss insbesondere dem Zw eck sow ie dem Kontext der zur An- w endung kom m enden Kontingentsregelung sow ie der M issbrauchsgefahr Beachtung geschenkt w erden (U rteil des Bundesgerichts 2P.59/2003 vom 5. D ezem ber 2003 E. 4). D er Bundesrat verfügt folglich bei der R egelung des Kontingentssystem s über einen w eiten Spielraum . 4.3 M it U rteil vom 28. Septem ber 2007 (B-1964/2007 E. 5 ff.) hat das Bundes- verw altungsgericht die G esetzm ässigkeit der in Art. 25 der Tierzucht- verordnung aufgeführten Voraussetzungen für die Zuteilung von Zollkon- tingentsanteilen bejaht und festgehalten, diese seien geeignet um die vom G esetz anvisierten Ziele zu erreichen. D er Bundesrat habe zudem m it der vorgesehenen R egelung die G renzen der ihm im G esetz eingeräum ten Be- fugnisse nicht überschritten. D ies w ird nicht zuletzt m it Blick auf die gesetzlichen Bestim m ungen er- sichtlich. D iese sehen vor, dass der Bund M assnahm en zu treffen hat, um unter anderem die Pflanzen- und Tierzucht zu fördern (Art. 2 Abs. 1 Bst. e Lw G ). Im 3. Kapitel des 6. Titels des Landw irtschaftsgesetzes, w elches der Pflanzen- und Tierzucht gew idm et ist, w ird in Art. 141 Abs. 1 Lw G be- stim m t, dass der Bund die Zucht von N utztieren fördern kann, die den na- türlichen Verhältnissen des Landes angepasst sind (a), die leistungs- und w iderstandsfähig sind (b) und, eine auf den M arkt ausgerichtete und kos- tengünstige Erzeugung hochw ertiger viehw irtschaftlicher Produkte erm ögli- chen (c). D abei soll die Zuchtförderung eine hoch stehende eigenständige Zucht gew ährleisten (Art. 141 Abs. 2 Lw G ). D er Bund kann gem äss Art. 142 Abs. 1 Lw G anerkannten O rganisationen Beiträge ausrichten, insbe- sondere für: (a) die Führung von Zucht- und H erdebüchern, die Leistungs- prüfungen und die Zuchtw ertschätzung; (b) Program m e zur Leistungs- und Q ualitätsförderung sow ie zur Sanierung und G esunderhaltung von Tierbe- ständen; (c) M assnahm en zur Erhaltung der Schw eizer R assen. Betreffend die künstliche Besam ung sieht Art. 145 Lw G vor, dass der Bun- desrat die G ew innung und den Vertrieb von Sperm a und Em bryonen von N utztieren sow ie den Besam ungsdienst der Bew illigungspflicht unterstellen kann (Abs. 1). Es obliegt dem Bundesrat, die Bew illigungsvoraussetzun-17 gen festzulegen (Abs. 2). In Abs. 3 w ird präzisiert, dass der Bundesrat da- für zu sorgen hat, dass ein angem essener Anteil des eingesetzten Sper- m as von Tieren aus Zuchtprogram m en anerkannter inländischer Zuchtor- ganisationen stam m t. D as Bundesverw altungsgericht hat im erw ähnten Entscheid (B-1964/2007) insbesondere die G esetzm ässigkeit des Erfordernisses der Inlandprodukti- on („im Inland produzierende Besam ungsstation“) m it H inw eisen auf die m assgebliche Botschaft bejaht. D enn danach soll m it der staatlichen Zuchtförderung eine eigenständige Tierzucht auf den bäuerlichen Betrie- ben sicher gestellt w erden, dam it die spezifische N achfrage der inländi- schen Konsum entenschaft befriedigt w erden kann. Ziel ist eine hohe Q ua- lität der erzeugten tierischen Produkte und die W irtschaftlichkeit der Tier- haltung. D iese hängen in starkem M asse vom genetischen Potential der im Land gezüchteten und gehaltenen N utztiere ab (Botschaft Agrarpolitik 2002, a.a.O ., S. 269 f.). Voraussetzung für eine kostengünstige und quali- tativ hochstehende Erzeugung tierischer Produkte sind gesunde und w i- derstandsfähige Tiere, die über ein genetisches Leistungspotential verfü- gen, das der natürlichen U m gebung in der sie leben entspricht und das den w irtschaftlichen Bedingungen des M arktes R echnung trägt. D abei w ird gem äss Botschaft unter den natürlichen Verhältnissen die in unserem Land sehr unterschiedlichen Faktoren w ie Topographie, H öhenlage, Expo- sition, Bodenart und Klim a, aber auch die H altungsbedingungen w ie Al- pungs-, W eide- und Einstallungsm öglichkeiten verstanden (Botschaft Agrarpolitik 2002, a.a.O ., S. 272). Es liegen deshalb keine G ründe vor, um von der im Entscheid vom 28. Septem ber 2007 (B-1964/2007 E. 5 ff.) begründeten R echtsprechung abzuw eichen. 5. D ie w eiteren m ateriellen R ügen der Beschw erdeführerin zielen hauptsäch- lich darauf hin, ihr gestützt auf Art. 25 Abs. 4 der Tierzuchtverordnung w ährend zw ei Jahren Zollkontingentsanteile zuzuteilen. D as BLW habe die Besam ungsstation der Beschw erdeführerin für das Jahr 2006 als inländi- sche Besam ungsstation anerkannt. Schliesslich produziere und verkaufe sie Sam en von inländischen Stieren, w elche lediglich in Tschechien statio- niert seien. 5.1 Erste Voraussetzung für die Zuteilung eines Zollkontingentsanteils ist das Vorliegen einer im Inland produzierenden Besam ungsstation (Art. 25 Abs. 3 und 4 Tierzuchtverordnung). D er W ortlaut dieser Bestim m ung ist klar, eindeutig und unm issverständlich, w eshalb von diesem – da keine triftigen G ründe vorliegen - nicht abzuw eichen ist (U rteil des Bundesgerichts 2A.108/2003 vom 2. O ktober 2003 E. 3.3). 5.1.1 D ie Beschw erdeführerin m acht nicht geltend, sie sei im Besitz einer vom 18 Kantonstierarzt erteilten Betriebsbew illigung für eine im Inland produzie- rende Besam ungsstation (Art. 51 Abs. 3 und Art. 54 der Tierseuchenver- ordnung vom 27. Juni 1995 [TSV, SR 916.401]). Sie m acht in ihrer Be- schw erde darauf aufm erksam , dass es für den Aufbau einer eigenen Pro- duktionsstätte Zeit brauche (2 Jahre). Auch aus dem Schreiben vom 12. April 2007 an das BLW (H errn A._______) lässt sich entnehm en, dass die Beschw erdeführerin zw ar den Aufbau einer eigenen Produktionsstätte plant, diese jedoch zur Zeit noch nicht verw irklicht ist. Sie führt jedoch aus, sie sei für das Jahr 2006 vom BLW als Besam ungsstation anerkannt w or- den. D ie Verw eigerung der Anerkennung sei rückw irkender Art. Es könne nicht im Belieben des Am tes sein, ein solche Bew illigung zu erteilen oder nicht. D ie N ichterteilung laufe darauf hinaus, die Tätigkeit der Beschw erde- führerin im Kernbereich zu untersagen, ohne dass dafür triftige G ründe vorliegen w ürden. D ie m assgebenden Bestim m ungen seien so auszule- gen, dass eine W eiterführung des U nternehm ens m öglich sei. Sofern die Beschw erdeführerin m it diesen Vorbringen die G rundsätze des Vertrauensschutzes und von Treu und G lauben heranziehen w ill, kann sie nichts zu ihren G unsten ableiten. 5.1.2 D er G rundsatz von Treu und G lauben schützt den Bürger und die Bürgerin in ihrem berechtigten Vertrauen auf behördliches Verhalten und bedeutet unter anderem , dass falsche Auskünfte von Verw altungsbehörden unter bestim m ten Voraussetzungen eine vom m ateriellen R echt abw eichende Behandlung der R echtsuchenden gebieten. D iese G rundsätze gelten um so m ehr, w enn die Behörde nicht nur eine Auskunft erteilt, sondern Anordnun- gen getroffen hat; denn m it dem Erlass einer konkreten Verfügung w ird in der R egel eine noch viel eindeutigere Vertrauensbasis geschaffen als m it einer blossen Auskunft (U rteil des Bundesgerichts C 27/01 vom 7. M ai 2001 E. 3 m it H inw eisen auf Lehre und R echtsprechung). Aus den Akten lassen sich keine H inw eise entnehm en, dass das BLW der Beschw erdeführerin für das Jahr 2007 Zusicherungen hinsichtlich W eiter- führung der Bew illigung als Besam ungsstation gegeben hätte. Im G egen- teil w urde die Bew illigung in der Verfügung vom 31. O ktober 2006 bis 31. D ezem ber 2006 befristet. Auch inform ierte das BLW die Beschw erde- führerin m ehrm als über die bevorstehende Änderung der Tierzuchtverord- nung. So unter anderem im Schreiben vom 31. August 2006 (m it der Zu- stellung der Vernehm lassungsunterlagen), im Schreiben vom 7. Septem - ber 2006, sow ie im Kreisschreiben vom 20. N ovem ber 2006. Es w urde da- rauf hingew iesen, dass die Bew illigungspflicht für die D urchführung der künstlichen Besam ung R indvieh per 1. Januar 2007 aufgehoben w erde, und dass für die G ew innung, Lagerung und Betrieb alsdann ausschliess- lich die veterinärrechtlichen Bestim m ungen des Tierseuchengesetzes gel- ten w ürden. M it der W eitergabe dieser Inform ationen w urde die Beschw erdeführerin ei-19 nerseits in Kenntnis gesetzt über die Voraussetzungen, w elche ab dem 1. Januar 2007 für die Zuteilung von Zollkontingentsanteilen erfüllt sein m ussten. Andererseits durfte die Beschw erdeführerin aufgrund dieser M it- teilungen nicht dam it rechnen, dass sie für das Jahr 2007 vom BLW Zoll- kontingentsanteile für die Einfuhr von Stiersam en erhalten w ürde, ohne säm tliche rechtlichen Voraussetzungen nach neuem R echt zu erfüllen. Es w äre som it an der Beschw erdeführerin gelegen, rechtzeitig geeignete M assnahm en rechtlicher oder betriebsorganisatorischer Art zu ergreifen, um berechtigt zu sein, Stiersam en zum Zollkontingentsansatz zu im por- tieren. 5.1.3 Fehlt som it eine Voraussetzung für die Zuteilung von Zollkontingentsantei- len für Stiersam en, näm lich das Vorliegen einer im Inland produzierenden Besam ungsstation, ist die Beschw erde abzuw eisen und die Verfügung der Vorinstanz zu bestätigen. Som it könnte grundsätzlich offen gelassen w erden, ob der in Tschechien von Stieren schw eizerischer H erkunft produzierte Sam en als im Sinne von Art. 25 Abs. 4 der Tierzuchtverordnung von „inländischen Stieren produ- ziert“ qualifiziert w erden kann. Im m erhin kann diesbezüglich auch auf den Entscheid des Bundesverw altungsgerichts vom 28. Septem ber 2007 (B- 1964/2007 E. 5.1) verw iesen w erden, w orin davon ausgegangen w ird, dass als Inlandproduktion nur der in der Schw eiz produzierter Sam en an- gesehen w erden kann. Es verbleibt anzum erken, dass es der Beschw erdeführerin nicht verw ehrt ist, Stiersam en zum Ausserkontingentszollansatz einzuführen. 6. Bei diesem Verfahrensausgang unterliegt die Beschw erdeführerin, w es- halb ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D iese setzen sich zusam m en aus der G erichtsgebühr sow ie den Auslagen (Art. 63 Abs. 5 Vw VG i.V.m . Art. 1 Abs. 1 des R eglem ents vom 11. D ezem - ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw al- tungsgericht, VG KE, SR 173.320.2). Auslagen sind keine angefallen. D ie G erichtsgebühr von Total Fr. 3'000.-- (Fr. 2'500.- für den Entscheid in der H auptsache und Fr. 500.- für die Zw ischenverfügung vom 19. April 2007 be- treffend vorsorgliche M assnahm e) ist m it dem am 4. April 2007 geleisteten Kostenvorschuss in der H öhe von Fr. 2'500.-- zu verrechnen. D er unterliegenden Beschw erdeführerin ist keine Parteientschädigung aus- zurichten (Art. 64 Abs. 1 Vw VG ; Art. 7 Abs. 1 VG KE).20 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde der X._______ AG vom 12. M ärz 2007 w ird abgew iesen. 2. D ie G erichtsgebühr von Fr. 3'000.-- w ird der Beschw erdeführerin auferlegt und ist m it dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- zu verrech- nen. D er R estbetrag von Fr. 500.-- w ird nach Eintritt der R echtskraft des vorliegenden U rteils separat in R echnung gestellt. 3. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef-N r. 2007-02-05/36; m it G erichtsurkunde) - dem Eidgenössischen Volksw irtschaftsdepartem ent (m it G erichts- urkunde) D er Abteilungspräsident: D er G erichtsschreiber: Bernard M aitre Thom as R eidy R echtsm ittelbelehrung: G egen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w er- den (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am : 3. O ktober 2007