<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00074</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106115&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00074</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 31.05.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Festsetzung des Quartierplans</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Auch bei der Landumlegung nach Flächen sind Wertunterschiede wenn immer möglich in Natura auszugleichen. Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid nur auf Rechtsverletzungen hin (E. 1) Im angefochtenen Entscheid wurden Ziele und Grundsätze des Quartierplanverfahrens richtig dargelegt. Allerdings sind sowohl bei der Landumlegung nach Flächen als auch derjenigen nach Werten Wertunterschiede nach Möglichkeit durch Flächenmehr- bzw. Minderzuteilungen auszugleichen (E. 3a). Die vorliegenden grossen Wertunterschiede sind primär durch entsprechende Zuteilungen und nicht durch Geld auszugleichen (E. 3b). Gründe für einen Ausgleich mittels Geldzahlungen liegen hier nicht vor (E. 3c). Es liegt eine Rechtsverletzung vor, die zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führen muss (E. 3d).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: ERSCHLIESSUNGSPLAN, LANDUMLEGUNG, QUARTIERPLAN">ERSCHLIESSUNGSPLAN, LANDUMLEGUNG, QUARTIERPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FLÃCHE">FLÃCHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDUMLEGUNG">LANDUMLEGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEHRZUTEILUNG">MEHRZUTEILUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: QUARTIERPLAN">QUARTIERPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WERT">WERT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 137 PBG</span><br/><span class="gerade">§ 139 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 142 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 12. Juli 2000 setzte der Stadtrat von ZÃ¼rich den Quartierplan Nr. 11/T-strasse in Z fest. Dabei wurde unter anderem das A gehÃ¶rende Ã¼ber­baute GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 von 822 m<sup>2</sup> umgelegt, indem diesem anstelle einer TeilflÃ¤che von 172 m<sup>2</sup> im Wert von Fr. 148'200.- (22 m<sup>2</sup> Ã Fr. 600.- und 150 m<sup>2</sup> Ã Fr. 900.-) eine solche von 164 m<sup>2</sup> im Wert von Fr. 106'500.- (137 m<sup>2</sup> Ã Fr. 600.- und 27 m<sup>2</sup> Ã Fr. 900.-) zugeschlagen werden sollte, unter Ausgleich der daraus entstehenden Wertdifferenz von Fr. 41'700.-.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den gegen diese Landumlegung erhobenen Rekurs hiess die Baurekurskommis­sion I am 26. Januar 2001 in Bezug auf nicht mehr strittige Anordnungen gut und wies ihn im Ãbrigen aus folgenden GrÃ¼nden ab: Nach dem von der QuartierplanbehÃ¶rde gewÃ¤hlten Konzept wÃ¼rden anstelle der bisherigen GrundstÃ¼cke Kat.-Nr. 01, 02, 03 und 04 von drei GrundeigentÃ¼mern neu drei GrundstÃ¼cke zwischen T-strasse und S-stras­se angelegt. Diese Landumlegungen wÃ¼rden sich bezÃ¼glich der Rekurrentin am einschnei­densten auswirken, da ihr GrundstÃ¼ck als Einziges Ã¼berbaut und mit einem vielfÃ¤ltigen Gar­ten versehen sei. Die Landumlegung drÃ¤nge sich indessen aus zukunftsorientierten pla­nerischen Ãberlegun­gen, insbesondere zur Verbesserung der Erschliessung, auf, und es bestÃ¼nden schlechter­dings keine anderen quartierplanrechtskonformen Alternativen. Die Rekurrentin erhalte mit der Um­legung ein annÃ¤hernd gleich grosses, optimal Ã¼berbaubares und voll ausnÃ¼tzbares GrundstÃ¼ck in derselben Bauzone. Die Umlegung sei zu Recht nach FlÃ¤chen erfolgt, eine bei sehr grossen Wertunterschieden der FlÃ¤chen mÃ¶gliche Um­legung nach Werten sei nicht geboten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Rekursentscheid wandte sich A am 2. MÃ¤rz 2001 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und es sei ihr ein gleichwertiges GrundstÃ¼ck zuzuweisen; eventuell sei die Ent­wertung ihres GrundstÃ¼cks durch hÃ¶here Geldzahlungen auszugleichen. Schliesslich seien die Akten zur neuen Beschlussfassung im Sinn der ErwÃ¤gungen an den Stadtrat von ZÃ¼rich zurÃ¼ckwei­sen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission I beantragte am 13. MÃ¤rz 2001 die Abweisung der Be­schwerde. Gleiches verlangte der Stadtrat von ZÃ¼rich in seiner Beschwerdeantwort vom 4. April 2001. Die Mitbeteiligten verzichteten auf Vernehmlassung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht Ã¼berprÃ¼ft den angefochtenen Entscheid lediglich auf Rechtsverletzungen hin. Eine ErmessensÃ¼berprÃ¼fung steht ihm â ausser bei Ermessens­missbrauch und ErmessensÃ¼berschreitung â nicht zu (§ 50 Abs. 1 und 2 des Verwaltungs­rechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997, VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Betroffen von der strittigen Landumlegung sind im Wesentlichen drei Grundei­gentÃ¼mer mit vier GrundstÃ¼cken zwischen der T- und der S-strasse. WÃ¤hrend das Grund­stÃ¼ck Kat.-Nr. 02 von G (vormals 8 GesamteigentÃ¼mer) einen rela­tiv schmalen und langen Spickel entlang der T-strasse bildet, liegen die GrundstÃ¼cke Kat.-Nrn. 01 der Beschwerde­fÃ¼hrerin und Kat.-Nr. 04 der Firma D an der S-strasse; das GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 03 der Firma D befindet sich im Innern des Gebiets und verfÃ¼gt Ã¼ber keinen Strassenanstoss. Mit dem Quartierplan soll die das Gebiet durchquerende T-strasse zur Verbesserung der Er­schliessung neu mit einem nord- und sÃ¼dseitigen Trottoir versehen werden. Die ausserhalb des Perimeters liegende, schmÃ¤lere S-strasse weist demgegenÃ¼ber im fraglichen Be­reich keinen Fussweg auf. Durch Landumlegung der vier GrundstÃ¼cke sollen insbesondere die beiden GrundstÃ¼cke der Firma D Ã¼ber die T-strasse er­schlossen und die Ãberbaubarkeit des GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 02 hergestellt werden. Zu diesem Zweck sollen neu drei durchge­hende GrundstÃ¼cke zwischen T- und S-­stras­se entstehen, deren Grenzen rechtwinklig zur T-strasse verlaufen. Die Landum­legung fÃ¼hrt fÃ¼r alle drei betroffenen EigentÃ¼mer zu etwas kleineren GrundstÃ¼cksflÃ¤chen, die Mehrabtretungen halten sich zwischen 8 m<sup>2</sup> (fÃ¼r die Be­schwerdefÃ¼hrerin) und 28 m<sup>2</sup> (fÃ¼r die Firma D). Da der Landwert von FlÃ¤chen im Baulini­enbe­reich der T-strasse sowie im Strassenabstands­gebiet der S-strasse einerseits und der Wert der Ã¼brigen FlÃ¤chen andererseits vom Quar­tier­plan unterschiedlich eingeschÃ¤tzt wur­de (Fr. 600.-/m<sup>2</sup> und Fr. 900.-/m<sup>2</sup>), resultieren fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin und die Firma D jedoch aus der Neuzuteilung Werteinbussen von Fr. 41'700.- und Fr. 50'700.-, fÃ¼r G hinge­gen ein Wertzuwachs von Fr. 61'800.-. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Die Zielsetzungen und GrundsÃ¤tze des Quartierplanverfahrens im Allgemeinen wurden im angefochtenen Entscheid zutreffend dargelegt (E. 6 S. 7 f.); darauf kann verwie­sen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG). AnzufÃ¼gen bleibt Folgendes: Die im Zug der Quartierplanung vorzunehmenden Landumlegungen kÃ¶nnen nach den Vorstel­lungen des Gesetzgebers sowohl nach FlÃ¤chen als auch nach Werten erfolgen. Bei der Um­legung nach FlÃ¤chen ist die nach den LandabzÃ¼gen gemÃ¤ss § 138 PBG verbleibende Ge­samtflÃ¤che des Quartierplangebiets so zuzuteilen, dass die GrundeigentÃ¼mer nach MÃ¶g­lich­keit geeignete Parzellen in gleichwertiger Lage und im VerhÃ¤ltnis zur FlÃ¤che ihres Alt­be­standes unter BerÃ¼cksichtigung der Wertunterschiede erhalten (§ 139 Abs. 1 PBG). Bei der Umlegung nach Werten sind die neuen Parzellen hingegen so auszuscheiden, dass das Ver­hÃ¤ltnis ihrer Verkehrswerte demjenigen des Altbestandes entspricht (§ 142 Abs. 1 PBG). In beiden FÃ¤llen sind die in der Folge der Landumlegung im Interesse einer geeig­neten Ge­stal­tung der Parzelle erforderlichen Mehr- oder Minderzuteilungen in Geld auszu­gleichen. Ein Geldausgleich ist ferner zu leisten fÃ¼r Werteinbussen, die durch Neuzutei­lung, Besei­tigung oder Anpassung von GebÃ¤uden samt Nebenanlagen ohne entsprechende Rechts­pflicht des bisherigen EigentÃ¼mers entstehen (§ 145 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a PBG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss § 137 Abs. 1 PBG erfolgt die Bewertung des Landes in der Regel nach FlÃ¤­chen unter BerÃ¼cksichtigung der Wertunterschiede. Eine ausnahmsweise gebotene Bewer­tung nach dem VerhÃ¤ltnis der Werte der eingeworfenen GrundstÃ¼cke wÃ¤re nach § 137 Abs. 2 vor Ausarbeitung des Quartierplanentwurfs zu verfÃ¼gen, wobei Streitigkeiten Ã¼ber die Bewertungsmethode von der Baurekurskommission als einziger Instanz entschieden werden (§ 330 Abs. 1 lit. a PBG). Mit § 137 PBG favorisiert der Gesetzgeber entsprechend der bereits vor GÃ¼ltigkeit des Gesetzes geÃ¼bten Praxis und Ã¤hnlich wie bei der Grenzberei­nigung nach § 178 Abs. 3 PBG die FlÃ¤chenumlegung gegenÃ¼ber der Wertumlegung (vgl. </span>Peter MÃ¼ller/Peter Rosenstock/Peter Wipfli/Werner Zuppinger, Kommentar zum ZÃ¼rcher Planungs‑ und Baugesetz vom 7. September 1975, WÃ¤denswil 1985, § 137 N. <span>1). Im Er­gebnis unterscheiden sich allerdings FlÃ¤chen- und Wertumlegung nur in Nuancen und im technischen Vorgehen voneinander. So mÃ¼ssen auch bei der FlÃ¤chenumlegung Wertunter­schiede berÃ¼cksichtigt werden (vgl. § 139 Abs. 1 PBG), grosse Wertdifferenzen sind auch hier normalerweise in Land und nicht in Geld auszugleichen (</span>MÃ¼ller/Rosenstock/Wipfli/ Zuppinger,<span> § 137 N. 2 c). Dies ergibt sich bereits aus der verfassungsmÃ¤ssig verankerten Eigentumsgarantie, welche den GrundeigentÃ¼mern bei Landumlegungen in erster Linie Anspruch auf wertgleichen und nicht auf flÃ¤chengleichen Realersatz verleiht (EJPD, Er­lÃ¤uterungen zum Bundesgesetz Ã¼ber die Raumplanung, Bern 1981, Art. 20 N. 8; vgl. fÃ¼r viele BGE 124 II 146 E. 6.d.cc und 116 Ia 106 E. 2). DemgemÃ¤ss ist der Ausgleich auch bei der FlÃ¤chenumlegung mit der FlÃ¤chenproportionalitÃ¤t allein nicht gewÃ¤hrleistet (</span>MÃ¼l­ler/Rosenstock/Wipfli/Zuppinger,<span> § 139 N. 4 d). Diese bildet zwar Ausgangspunkt der Um­legung, hingegen sind anschliessend grÃ¶ssere Wertunterschiede nach MÃ¶glichkeit mittels einer FlÃ¤chenmehrzuteilung auszugleichen, wenn die damit zwangslÃ¤ufig verbundene FlÃ¤­chenminderzuteilung bei anderen GrundstÃ¼cken das Ziel des Quartierplans nicht gefÃ¤hrdet. Diese FlÃ¤chenmehr- und -minderzuteilungen resultieren demnach aus unterschiedlichen FlÃ¤chenwerten und sind nicht zu verwechseln mit den Mehr- und Minderzuteilungen im Sinn von § 145 PBG, welche in Geld ausgeglichen werden mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nach der unbestritten gebliebenen SchÃ¤tzung sind die verschiedenen FlÃ¤chen in­nerhalb des Quartierplans T-strasse je nach Lage Fr. 900.-/m<sup>2</sup> oder Fr. 600.-/m<sup>2</sup> wert. Die­ses WertverhÃ¤ltnis von 3:2 ist derart beachtlich, dass nicht davon ausgegangen werden kann, die hÃ¶her bewerteten FlÃ¤chen kÃ¶nnten ohne Weiteres durch FlÃ¤chen tieferen Wertes ersetzt werden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat unter anderem eine FlÃ¤che 150 m<sup>2</sup> Ã Fr. 900.- abzutreten und soll dafÃ¼r nur 27 m<sup>2</sup> gleichwertigen Landes und die RestflÃ¤che in Land zu Fr. 600.-/m<sup>2</sup> erhalten. Bei diesen Wertunterschieden vermag ihr die flÃ¤chenproportionale Neuzuteilung keinen wertgleichen Realersatz fÃ¼r ihr bisheriges GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 zu bieten. Nach dem oben AusgefÃ¼hrten ist die aus der flÃ¤chenproportionalen Zuteilung ent­stehende Werteinbusse Ã¼ber Fr. 41'700.- nach MÃ¶glichkeit mittels einer FlÃ¤chenmehr­zu­teilung und nicht mittels Geld auszugleichen. Insofern geht die Stadt ZÃ¼rich sowohl in ih­rer Rekurs- als auch in ihrer Beschwerdeantwort fÃ¤lschlicherweise davon aus, die Umle­gung nach FlÃ¤chen fÃ¼hre bei Wertunterschieden zwangslÃ¤ufig zu Ausgleichszahlungen, und es kÃ¶nnten Mehr- und Minderzuteilungen gegen den Willen der Quartierplanbeteilig­ten gar nicht vorgenommen werden. Vielmehr verhÃ¤lt es sich gerade umgekehrt, dass nÃ¤m­lich spezielle GrÃ¼nde vorhanden sein mÃ¼ssen, welche anstelle des wertgleichen Realersat­zes einen Geldersatz rechtfertigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Solche GrÃ¼nde sind im vorliegenden Fall weder von der Stadt ZÃ¼rich noch von der Baurekurskommission oder den Mitbeteiligten des Verfahrens in Ã¼berzeugender Weise dargetan worden. Wenn die Vorinstanz anfÃ¼hrt, eine nur bei sehr grossen Wertunterschie­den mÃ¶gliche Umlegung nach Werten sei hier jedenfalls nicht geboten, so geht diese Er­wÃ¤gung an der Sache vorbei. In Frage steht nÃ¤mlich nicht die Frage der Bewertungsme­thode als solche, Ã¼ber welche das Verwaltungsgericht ohnehin nicht zu befinden hÃ¤tte (§ 330 lit. a PBG), sondern die Frage nach der richtigen Umsetzung der FlÃ¤chenumlegung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auch die ErwÃ¤gung, es sei nicht nachteilig, dass die NeuzuteilungsflÃ¤che praktisch vollstÃ¤ndig im Baulinienbereich liege, da die abzutretende FlÃ¤che ihrerseits mehrheitlich im Grenzabstandsbereich gelegen habe, Ã¼berzeugt nicht. Namentlich steht sie im Wider­spruch zur unbestrittenen Landbewertung des Quartierplans, wonach nur FlÃ¤chen im Stras­senabstands- bzw. im Baulinienbereich, nicht hingegen die FlÃ¤chen im Grenzabstandsbe­reich tiefer eingeschÃ¤tzt wurden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weiter trifft es keineswegs zu, dass keine quartierplanrechtskonformen Alternativen der Landumlegung bestÃ¼nden. Zwar mÃ¶gen durchaus gute GrÃ¼nde fÃ¼r einen geradlinigen Grenzverlauf rechtwinklig zur T-strasse sprechen und damit die von der Beschwerde­fÃ¼hre­rin im Rekursverfahren vorgeschlagene LÃ¶sung ausschliessen. Jedoch bleibt auch bei einer solchen Grenzziehung eine dem Wertunterschied angepasste FlÃ¤chenzuteilung zu­guns­ten der BeschwerdefÃ¼hrerin ohne Weiteres mÃ¶glich. Sie verlangt denn auch im Be­schwerde­verfahren mit gutem Grund eine parallele Verschiebung ihrer Ã¶stlichen Grund­stÃ¼cksgrenze Richtung Osten unter Zuschlagung eines dem Wertunterschied entsprechen­den Landstrei­fens zu ihren Gunsten. Ausgehend von einem durchschnittlichen Landpreis dieses Streifens von rund Fr. 800.- (entsprechend einem 1/3-FlÃ¤chenanteil Ã Fr. 600.-/m<sup>2</sup> und 2/3 FlÃ¤chen­anteil Ã Fr. 900.-/m<sup>2</sup>) ergÃ¤be die Wertdifferenz von Fr. 41'700.- einen zu­sÃ¤tzlichen Land­streifen, dessen Verlust die ihrerseits rund 30 m breite neue Parzelle von G ohne Weiteres zu verkraften vermag, ohne dass deren Ãberbaubarkeit oder gar die Zielset­zung des Quar­tierplans darunter zu leiden hÃ¤tte. Ob andere MÃ¶glich­keiten der Zuteilung â etwa durch einen Grenzverlauf parallel zur gegebenen Westgrenze des GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 01 sowie zur Ostgrenze des GrundstÃ¼cks Kat.-Nr. 04 â exis­tieren, braucht das Verwaltungsgericht hier nicht weiter zu prÃ¼fen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Wurde demgemÃ¤ss die der BeschwerdefÃ¼hrerin bei der flÃ¤chenproportionalen Landumlegung zugemutete Werteinbusse trotz zumindest einer vorhandenen MÃ¶glichkeit nicht mittels Landzuteilung, sondern mit Geld ausgeglichen, so liegt darin eine Rechtsver­letzung, welche zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids fÃ¼hren muss. Die Sache ist daher an die Stadt ZÃ¼rich zur neuen Entscheidung im Sinn der ErwÃ¤gungen zurÃ¼ckzuwei­sen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Sache zum Neuentscheid im Sinn der Er­wÃ¤gungen an den Stadtrat ZÃ¼rich zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>