Internationales Übereinkommen von 1989 über Bergung vom 28. April 1989 <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><akomaNtoso xmlns="http://docs.oasis-open.org/legaldocml/ns/akn/3.0" xmlns:fedlex="http://fedlex.admin.ch/"><act name="publicLaw"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1996/1635_1635_1635/20230327/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1996/1635_1635_1635/20230327"/><FRBRdate date="2023-03-27" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1996-07-14" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1989-04-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.747.363.4"/><FRBRname xml:lang="de" value="Internationales Übereinkommen von 1989 über Bergung vom 28. April 1989" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention internationale de 1989 sur l'assistance, du 28 avril  1989" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione internazionale del 1989 sull'assistenza, del 28 aprile  1989" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1996/1635_1635_1635/20230327/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1996/1635_1635_1635/20230327/de"/><FRBRdate date="2023-03-27" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1996-07-14" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1989-04-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1996/1635_1635_1635/20230327/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1996/1635_1635_1635/20230327/de/xml"/><FRBRdate date="2023-03-27" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1996-07-14" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1989-04-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml" fedlex:generator="2024-q4-rel-1.6.5"/></FRBRManifestation></identification><references source="#ch.bk"><TLCOrganization eId="ch.bk" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/legal-institution/2" showAs="Bundeskanzlei"/><TLCRole eId="publisher" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#publisher" showAs="Editeur"/><TLCRole eId="rightsHolder" href="http://data.legilux.public.lu/resource/ontology/jolux#rightsHolder" showAs="Détenteur des droits"/><TLCReference name="language" href="http://publications.europa.eu/resource/authority/language/DEU" showAs="de"/><TLCReference name="format" href="https://fedlex.data.admin.ch/vocabulary/user-format/xml" showAs="xml"/></references></meta><preface><p><docNumber>0.747.363.4</docNumber></p><p> AS <b>1996</b> 1635; BBl <b>1992</b> II 1561</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">Übersetzung</p><p><docTitle>Internationales Übereinkommen <br/>von 1989 über Bergung</docTitle></p><p>Abgeschlossen in London am 28. April 1989 <br/>Von der Bundesversammlung genehmigt am 28. September 1992<authorialNote><p> Art. 1 Abs. 1 Bst. c des BB vom 28. Sept. 1992 (<ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1993/1909_1909_1909" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1993 </b>1909</ref>)</p></authorialNote> <br/>Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 12. März 1993 <br/>Inkrafttreten für die Schweiz am 14. Juli 1996</p><p> (Stand am 27. März 2023)</p></preface><preamble><p>Die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens – </p><p>in der Erkenntnis, dass es wünschenswert ist, durch eine Übereinkunft einheitliche internationale Regeln für Bergungsmassnahmen festzulegen,</p><p>in Anbetracht dessen, dass wichtige neue Umstände, insbesondere die zunehmende Sorge um den Schutz der Umwelt, die Notwendigkeit der Überarbeitung der internationalen Regeln deutlich gemacht haben, die gegenwärtig in dem am 23. September 1910<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1954/773_790_686" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.747.363.2</b></ref></p></authorialNote> in Brüssel beschlossenen Übereinkommen zur einheitlichen Feststellung einzelner Regeln über die Hilfeleistung und Bergung in Seenot enthalten sind,</p><p>eingedenk des bedeutenden Beitrags, den wirksame und rechtzeitige Bergungsmassnahmen zur Sicherheit von in Gefahr befindlichen Schiffen und anderen Vermögensgegenständen und zum Schutz der Umwelt leisten können,</p><p>überzeugt von der Notwendigkeit sicherzustellen, dass ausreichende Anreize für diejenigen vorhanden sind, die für in Gefahr befindliche Schiffe und andere Vermögensgegenstände Bergungsmassnahmen unternehmen – </p><p>sind wie folgt übereingekommen:</p></preamble><body><chapter eId="chap_I"><num>Kapitel I</num><heading>Allgemeine Bestimmungen</heading><article eId="art_1"><num><b>Art. 1</b></num><heading>Begriffsbestimmungen</heading><paragraph eId="art_1/para"><content><p>Im Sinn dieses Übereinkommens</p><blockList><item eId="art_1/para/lbl_a"><num>a) </num><p>bedeutet <i>Bergungsmassnahme </i>jede Handlung oder Tätigkeit, die unternommen wird, um einem Schiff oder einem sonstigen Vermögensgegenstand, die sich in schiffbaren oder sonstigen Gewässern in Gefahr befinden, Hilfe zu leisten;</p></item><item eId="art_1/para/lbl_b"><num>b) </num><p>bedeutet <i>Schiff </i>jedes See- oder Binnenschiff oder schwimmende Gerät oder jedes schwimmfähige Bauwerk;</p></item><item eId="art_1/para/lbl_c"><num>c) </num><p>bedeutet <i>Vermögensgegenstand </i>jeden nicht auf Dauer und absichtlich an der Küste oder am Ufer befestigten Vermögensgegenstand und umfasst gefährdete Ansprüche auf Frachtgeld;</p></item><item eId="art_1/para/lbl_d"><num>d) </num><p>bedeutet <i>Umweltschaden </i>eine erhebliche physische Schädigung der menschlichen Gesundheit oder der Tier- und Pflanzenwelt des Meeres oder der Meeresressourcen in Küsten- oder Binnengewässern oder angrenzenden Gebieten, die durch Verschmutzung, Verseuchung, Feuer, Explosion oder ähnliche schwerwiegende Ereignisse verursacht wird;</p></item><item eId="art_1/para/lbl_e"><num>e) </num><p>bedeutet <i>Zahlung </i>jeden Bergelohn, jedes Entgelt oder jede Vergütung, die nach diesem Übereinkommen geschuldet werden;</p></item><item eId="art_1/para/lbl_f"><num>f) </num><p>bedeutet <i>Organisation </i>die Internationale Seeschifffahrts-Organisation;</p></item><item eId="art_1/para/lbl_g"><num>g) </num><p>bedeutet <i>Generalsekretär </i>den Generalsekretär der Organisation.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_2"><num><b>Art. 2</b></num><heading>Anwendung des Übereinkommens</heading><paragraph eId="art_2/para"><content><p>Dieses Übereinkommen ist anzuwenden, wenn in einem Vertragsstaat ein gerichtliches oder schiedsgerichtliches Verfahren anhängig gemacht wird, das sich auf Regelungsgegenstände des Übereinkommens bezieht.</p></content></paragraph></article><article eId="art_3"><num><b>Art. 3</b></num><heading>Plattformen und Bohreinrichtungen</heading><paragraph eId="art_3/para"><content><p>Dieses Übereinkommen ist auf feste oder schwimmende Plattformen oder der Küste vorgelagerte bewegliche Bohreinrichtungen nicht anzuwenden, wenn sich diese Plattformen oder Einrichtungen zur Erforschung, Ausbeutung oder Gewinnung mineralischer Ressourcen des Meeresbodens vor Ort im Einsatz befinden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_4"><num><b>Art. 4</b></num><heading>Staatsschiffe</heading><paragraph eId="art_4/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen ist unbeschadet des Artikels 5 auf einem Staat gehörende oder von ihm betriebene Kriegsschiffe oder sonstige nicht Handelszwecken dienende Schiffe, die im Zeitpunkt der Bergungsmassnahmen nach den allgemein anerkannten Grundsätzen des Völkerrechts Staatenimmunität geniessen, nicht anzuwenden, sofern dieser Staat nicht etwas anderes beschliesst.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_4/para_2"><num>2.</num><content><p>Beschliesst ein Vertragsstaat, dieses Übereinkommen auf seine Kriegsschiffe oder andere in Absatz 1 bezeichnete Schiffe anzuwenden, so hat er dies dem Generalsekretär unter Angabe der Bedingungen einer solchen Anwendung zu notifizieren.</p></content></paragraph></article><article eId="art_5"><num><b>Art. 5</b></num><heading>Behördlich überwachte Bergungsmassnahmen</heading><paragraph eId="art_5/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen lässt die Bestimmungen des innerstaatlichen Rechts oder internationaler Übereinkommen über behördliche oder behördlich überwachte Bergungsmassnahmen unberührt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_2"><num>2.</num><content><p>Jedoch stehen Bergern, die solche Bergungsmassnahmen durchführen, die Rechte und Rechtsbehelfe zu, die dieses Übereinkommen für Bergungsmassnahmen vorsieht.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_5/para_3"><num>3.</num><content><p>Inwieweit die in diesem Übereinkommen vorgesehenen Rechte und Rechtsbehelfe einer zur Durchführung von Bergungsmassnahmen verpflichteten Behörde zustehen, wird durch das Recht des Staates bestimmt, in dem sich diese Behörde befindet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_6"><num><b>Art. 6</b></num><heading>Bergungsverträge</heading><paragraph eId="art_6/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen ist auf alle Bergungsmassnahmen anzuwenden, soweit nicht ein Vertrag ausdrücklich oder stillschweigend etwas anderes bestimmt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Kapitän ist befugt, im Namen des Schiffseigentümers Verträge über Bergungsmassnahmen abzuschliessen. Der Kapitän oder der Eigentümer des Schiffes ist befugt, solche Verträge im Namen des Eigentümers der an Bord des Schiffes befindlichen Vermögensgegenstände abzuschliessen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_6/para_3"><num>3.</num><content><p>Dieser Artikel lässt die Anwendung des Artikels 7 sowie die Pflicht zur Verhütung oder Begrenzung von Umweltschäden unberührt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_7"><num><b>Art. 7</b></num><heading>Nichtigerklärung und Abänderung von Verträgen</heading><paragraph eId="art_7/para"><content><p>Ein Vertrag oder einzelne seiner Bestimmungen können für nichtig erklärt oder abgeändert werden,</p><blockList><item eId="art_7/para/lbl_a"><num>a) </num><p>wenn der Vertrag infolge unzulässiger Beeinflussung oder unter dem Einfluss der Gefahr eingegangen worden ist und seine Bestimmungen unbillig sind oder</p></item><item eId="art_7/para/lbl_b"><num>b) </num><p>wenn die vertraglich vereinbarte Zahlung im Verhältnis zu den tatsächlich erbrachten Leistungen übermässig hoch oder übermässig gering ist.</p></item></blockList></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_II"><num>Kapitel II</num><heading>Durchführung der Bergungsmassnahmen</heading><article eId="art_8"><num><b>Art. 8</b></num><heading>Pflichten des Bergers sowie des Eigentümers und des Kapitäns</heading><paragraph eId="art_8/para_1"><num>1.</num><content><p>Der Berger ist gegenüber dem Eigentümer des Schiffes oder der sonstigen Vermögensgegenstände, die sich in Gefahr befinden, verpflichtet,</p><blockList><item eId="art_8/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>die Bergungsmassnahmen mit der gebotenen Sorgfalt durchzuführen;</p></item><item eId="art_8/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>bei der Erfüllung der unter Buchstabe a bezeichneten Pflicht die gebotene Sorgfalt walten zu lassen, um Umweltschäden zu verhüten oder zu begrenzen;</p></item><item eId="art_8/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>andere Berger um Unterstützung zu bitten, wenn die Umstände dies bei vernünftiger Betrachtungsweise erfordern;</p></item><item eId="art_8/para_1/lbl_d"><num>d) </num><p>das Eingreifen anderer Berger hinzunehmen, wenn er von dem Kapitän oder dem Eigentümer des Schiffes oder der sonstigen Vermögensgegenstände, die sich in Gefahr befinden, vernünftigerweise darum ersucht wird, jedoch mit der Massgabe, dass die Höhe seines Bergelohns nicht beeinträchtigt wird, wenn sich ein solches Ersuchen als nicht vernünftig erweisen sollte.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_8/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Eigentümer und der Kapitän des Schiffes oder der Eigentümer der sonstigen Vermögensgegenstände, die sich in Gefahr befinden, sind gegenüber dem Berger verpflichtet,</p><blockList><item eId="art_8/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>mit diesem während der Bergungsmassnahmen in jeder Hinsicht zusammenzuarbeiten;</p></item><item eId="art_8/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>hierbei die gebotene Sorgfalt walten zu lassen, um Umweltschäden zu verhüten oder zu begrenzen;</p></item><item eId="art_8/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>das Schiff oder die sonstigen Vermögensgegenstände, nachdem sie in Sicherheit gebracht worden sind, zurückzunehmen, wenn der Berger ihn vernünftigerweise darum ersucht.</p></item></blockList></content></paragraph></article><article eId="art_9"><num><b>Art. 9</b></num><heading>Rechte der Küstenstaaten</heading><paragraph eId="art_9/para"><content><p>Dieses Übereinkommen berührt nicht das Recht des betroffenen Küstenstaats, in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Grundsätzen des Völkerrechts für seine Küste oder in Bezug auf verwandte Interessen Massnahmen zum Schutz vor Verschmutzung oder drohender Verschmutzung zu treffen, die sich aus einem Seeunfall oder aus damit zusammenhängenden Handlungen ergibt, von denen bei vernünftiger Betrachtungsweise schädliche Auswirkungen erheblichen Ausmasses zu erwarten sind, und zwar einschliesslich des Rechts eines Küstenstaats, in Bezug auf Bergungsmassnahmen Weisungen zu erteilen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_10"><num><b>Art. 10</b></num><heading>Pflicht zur Hilfeleistung</heading><paragraph eId="art_10/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Kapitän ist verpflichtet, jeder auf See in Lebensgefahr befindlichen Person Hilfe zu leisten, soweit er dazu ohne ernsthafte Gefährdung seines Schiffes und der Personen an Bord in der Lage ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Vertragsstaaten treffen die zur Durchsetzung der in Absatz 1 dargelegten Pflicht erforderlichen Massnahmen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_10/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Schiffseigentümer hat für eine Verletzung der dem Kapitän nach Absatz 1 obliegenden Pflicht nicht einzustehen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_11"><num><b>Art. 11</b></num><heading>Zusammenarbeit</heading><paragraph eId="art_11/para"><content><p>Erlässt ein Vertragsstaat Regelungen oder fasst er Beschlüsse in Angelegenheiten, die sich auf Bergungsmassnahmen beziehen, wie etwa das Gestatten des Anlaufens von Häfen durch Schiffe, die in Seenot geraten sind, oder das Bereitstellen von Einrichtungen für Berger, so hat er hierbei die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit zwischen Bergern, anderen Beteiligten und Behörden zu berücksichtigen, um eine wirksame und erfolgreiche Durchführung von Bergungsmassnahmen zur Rettung von Menschenleben oder von in Gefahr befindlichen Vermögensgegenständen sowie zur allgemeinen Verhütung von Umweltschäden sicherzustellen.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_III"><num>Kapitel III</num><heading>Rechte der Berger</heading><article eId="art_12"><num><b>Art. 12</b></num><heading>Voraussetzungen für den Anspruch auf Bergelohn</heading><paragraph eId="art_12/para_1"><num>1.</num><content><p>Erfolgreiche Bergungsmassnahmen begründen einen Anspruch auf Bergelohn.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_2"><num>2.</num><content><p>Für Bergungsmassnahmen, die ohne Erfolg geblieben sind, wird eine Zahlung nach diesem Übereinkommen nicht geschuldet, sofern nicht etwas anderes bestimmt ist.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_12/para_3"><num>3.</num><content><p>Dieses Kapitel ist auch anzuwenden, wenn das geborgene Schiff und das Schiff, das die Bergungsmassnahmen durchgeführt hat, demselben Eigentümer gehören.</p></content></paragraph></article><article eId="art_13"><num><b>Art. 13</b></num><heading>Kriterien für die Festsetzung des Bergelohns</heading><paragraph eId="art_13/para_1"><num>1.</num><content><blockList><listIntroduction eId="art_13/para_1/listintro">Der Bergelohn ist mit dem Ziel festzusetzen, einen Anreiz für Bergungsmassnahmen zu schaffen, wobei die folgenden Kriterien ohne Rücksicht auf die Reihenfolge, in der sie nachstehend aufgeführt werden, zu berücksichtigen sind:</listIntroduction><item eId="art_13/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>der Wert des geborgenen Schiffes und der sonstigen geborgenen Vermögensgegenstände;</p></item><item eId="art_13/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>die Sachkunde und die Anstrengungen der Berger in Bezug auf die Verhütung oder Begrenzung von Umweltschäden;</p></item><item eId="art_13/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>das Ausmass des von dem Berger erzielten Erfolgs;</p></item><item eId="art_13/para_1/lbl_d"><num>d) </num><p>Art und Erheblichkeit der Gefahr;</p></item><item eId="art_13/para_1/lbl_e"><num>e) </num><p>die Sachkunde und die Anstrengungen der Berger in Bezug auf die Bergung des Schiffes und der sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Rettung von Menschenleben;</p></item><item eId="art_13/para_1/lbl_f"><num>f) </num><p>die von den Bergern aufgewendete Zeit sowie die ihnen entstandenen Unkosten und Verluste;</p></item><item eId="art_13/para_1/lbl_g"><num>g) </num><p>die Haftungs- oder sonstige Gefahr, der die Berger oder ihre Ausrüstung ausgesetzt waren;</p></item><item eId="art_13/para_1/lbl_h"><num>h) </num><p>die Unverzüglichkeit, mit der die Leistungen erbracht wurden;</p></item><item eId="art_13/para_1/lbl_i"><num>i) </num><p>die Verfügbarkeit und der Einsatz von Schiffen oder anderen Ausrüstungsgegenständen, die für Bergungsmassnahmen bestimmt waren;</p></item><item eId="art_13/para_1/lbl_j"><num>j) </num><p>die Einsatzbereitschaft und Tauglichkeit der Ausrüstung des Bergers sowie deren Wert.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Zahlung eines nach Absatz 1 festgesetzten Bergelohns ist von allen Beteiligten, denen das geborgene Schiff und die geborgenen sonstigen Vermögensgegenstände gehören oder zustehen, im Verhältnis des jeweiligen Wertes zu leisten. Jedoch kann ein Vertragsstaat in seinem innerstaatlichen Recht bestimmen, dass die Zahlung eines Bergelohns von einem dieser Beteiligten zu leisten ist, wobei dieser Beteiligte gegen die anderen Beteiligten im Hinblick auf deren jeweiligen Anteil ein Rückgriffsrecht hat. Dieser Artikel lässt das Recht, Einwendungen oder Einreden zu erheben, unberührt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_13/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Bergelohn ohne die möglicherweise zu entrichtenden Zinsen und erstattungsfähigen Verfahrenskosten darf den Wert des geborgenen Schiffes und der sonstigen geborgenen Vermögensgegenstände nicht übersteigen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_14"><num><b>Art. 14</b></num><heading>Sondervergütung</heading><paragraph eId="art_14/para_1"><num>1.</num><content><p>Hat der Berger für ein Schiff, das als solches oder durch seine Ladung eine Gefahr für die Umwelt darstellte, Bergungsmassnahmen durchgeführt und hat er nicht einen Bergelohn nach Artikel 13 erlangt, der mindestens der nach dem vorliegenden Artikel zu berechnenden Sondervergütung entspricht, so kann er von dem Schiffseigentümer eine den nachstehend bezeichneten Unkosten entsprechende Sondervergütung verlangen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_2"><num>2.</num><content><p>Hat der Berger unter den in Absatz 1 dargelegten Umständen durch seine Bergungsmassnahmen einen Umweltschaden verhütet oder begrenzt, so kann die nach Absatz 1 von dem Eigentümer an den Berger zu zahlende Sondervergütung um bis zu 30 v. H. der dem Berger entstandenen Unkosten erhöht werden. Das Gericht kann eine solche Sondervergütung aber auch, wenn es dies für billig und gerecht erachtet, unter Berücksichtigung der in Artikel 13 Absatz 1 dargelegten massgeblichen Kriterien weiter erhöhen, doch darf die Erhöhung insgesamt keinesfalls mehr als 100 v. H. der dem Berger entstandenen Unkosten betragen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_3"><num>3.</num><content><p>Im Sinn der Absätze 1 und 2 bedeutet Unkosten des Bergers die von ihm im Rahmen der Bergungsmassnahmen vernünftigerweise aufgewendeten Auslagen sowie einen angemessenen Betrag für Ausrüstung und Personal, die tatsächlich und vernünftigerweise für die Bergungsmassnahme eingesetzt worden sind, wobei die in Artikel 13 Absatz 1 Buchstaben h, i und j dargelegten Kriterien zu berücksichtigen sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_4"><num>4.</num><content><p>Die gesamte Sondervergütung nach diesem Artikel ist nur zu zahlen, wenn und soweit sie den Bergelohn übersteigt, den der Berger nach Artikel 13 zu erlangen vermag.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_5"><num>5.</num><content><p>Hat der Berger nachlässig gehandelt und es dadurch versäumt, Umweltschäden zu verhüten oder zu begrenzen, so kann ihm die nach diesem Artikel geschuldete Sondervergütung ganz oder teilweise versagt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_14/para_6"><num>6.</num><content><p>Dieser Artikel lässt Rückgriffsrechte des Schiffseigentümers unberührt.</p></content></paragraph></article><article eId="art_15"><num><b>Art. 15</b></num><heading>Aufteilung zwischen Bergern</heading><paragraph eId="art_15/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Aufteilung eines Bergelohns nach Artikel 13 zwischen Bergern erfolgt auf der Grundlage der in jenem Artikel dargelegten Kriterien.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_15/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Aufteilung zwischen dem Eigentümer, dem Kapitän und anderen im Dienst eines bergenden Schiffes stehenden Personen wird durch das Recht der Flagge des Schiffes bestimmt. Ist die Bergung nicht von einem Schiff aus durchgeführt worden, so bestimmt sich die Aufteilung nach dem Recht, das auf den Vertrag zwischen dem Berger und seinen Bediensteten anzuwenden ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_16"><num><b>Art. 16</b></num><heading>Rettung von Menschen</heading><paragraph eId="art_16/para_1"><num>1.</num><content><p>Menschen, denen das Leben gerettet worden ist, schulden kein Entgelt, doch lässt dieser Artikel diesbezügliche Bestimmungen des innerstaatlichen Rechts unberührt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_16/para_2"><num>2.</num><content><p>Wer im Rahmen der Leistungen, die aus Anlass des die Bergung auslösenden Unfalls erbracht worden sind, Menschenleben gerettet hat, hat Anspruch auf einen angemessenen Anteil der dem Berger für die Bergung des Schiffes oder der sonstigen Vermögensgegenstände oder für die Verhütung oder Begrenzung von Umweltschäden zuerkannten Zahlung.</p></content></paragraph></article><article eId="art_17"><num><b>Art. 17</b></num><heading>Leistungen im Rahmen bestehender Verträge</heading><paragraph eId="art_17/para"><content><p>Eine Zahlung nach diesem Übereinkommen wird nicht geschuldet, sofern die erbrachten Leistungen nicht über das hinausgehen, was bei vernünftiger Betrachtungsweise als ordnungsgemässe Erfüllung eines vor Eintritt der Gefahr eingegangenen Vertrags angesehen werden kann.</p></content></paragraph></article><article eId="art_18"><num><b>Art. 18</b></num><heading>Folge eines Fehlverhaltens des Bergers</heading><paragraph eId="art_18/para"><content><p>Die nach diesem Übereinkommen geschuldete Zahlung kann einem Berger ganz oder teilweise versagt werden, soweit die Bergungsmassnahmen durch Verschulden des Bergers notwendig oder schwieriger geworden sind oder wenn sich der Berger des Betrugs oder eines anderen unredlichen Verhaltens schuldig gemacht hat.</p></content></paragraph></article><article eId="art_19"><num><b>Art. 19</b></num><heading>Verbot von Bergungsmassnahmen</heading><paragraph eId="art_19/para"><content><p>Leistungen, die gegen das ausdrückliche und vernünftige Verbot des Eigentümers oder Kapitäns des Schiffes oder des Eigentümers eines sonstigen in Gefahr befindlichen Vermögensgegenstands, der sich nicht an Bord des Schiffes befindet oder befunden hat, erbracht werden, begründen keinen Anspruch auf Zahlung nach diesem Übereinkommen.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_IV"><num>Kapitel IV</num><heading>Ansprüche</heading><article eId="art_20"><num><b>Art. 20</b></num><heading>Privileg</heading><paragraph eId="art_20/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen lässt ein Privileg, das dem Berger nach einem internationalen Übereinkommen oder nach innerstaatlichem Recht zusteht, unberührt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_20/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Berger kann sein Privileg nicht geltend machen, wenn ihm für seine Forderung einschliesslich Zinsen und Kosten eine ausreichende Sicherheit in gehöriger Weise angeboten oder geleistet worden ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_21"><num><b>Art. 21</b></num><heading>Pflicht zur Sicherheitsleistung</heading><paragraph eId="art_21/para_1"><num>1.</num><content><p>Wer für eine nach diesem Übereinkommen geschuldete Zahlung einzustehen hat, muss auf Verlangen des Bergers für dessen Forderung einschliesslich Zinsen und Kosten eine ausreichende Sicherheit leisten.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Eigentümer des geborgenen Schiffes hat unbeschadet des Absatzes 1 nach besten Kräften sicherzustellen, dass die Eigentümer der Ladung für die gegen sie gerichteten Forderungen einschliesslich Zinsen und Kosten eine ausreichende Sicherheit leisten, bevor die Ladung freigegeben wird.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_21/para_3"><num>3.</num><content><p>Das geborgene Schiff und die sonstigen geborgenen Vermögensgegenstände dürfen von dem Hafen oder Ort, den sie nach Abschluss der Bergungsmassnahmen zuerst erreicht haben, nicht ohne Zustimmung des Bergers entfernt werden, solange nicht für dessen Forderung hinsichtlich des betreffenden Schiffes oder Vermögensgegenstands eine ausreichende Sicherheit geleistet worden ist.</p></content></paragraph></article><article eId="art_22"><num><b>Art. 22</b></num><heading>Vorläufe Zahlung</heading><paragraph eId="art_22/para_1"><num>1.</num><content><p>Das für den Anspruch des Bergers zuständige Gericht kann durch eine vorläufige Entscheidung anordnen, dass dem Berger ein als billig und gerecht erachteter Betrag als Abschlag gezahlt wird, und zwar zu Bedingungen – gegebenenfalls einschliesslich derjenigen für eine Sicherheitsleistung –, die nach den Umständen des Falles billig und gerecht sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_22/para_2"><num>2.</num><content><p>Im Fall einer vorläufigen Zahlung nach diesem Artikel ermässigt sich die Sicherheit nach Artikel 21 entsprechend.</p></content></paragraph></article><article eId="art_23"><num><b>Art. 23</b></num><heading>Verjährung</heading><paragraph eId="art_23/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Anspruch auf Zahlung nach diesem Übereinkommen verjährt, wenn nicht innerhalb von zwei Jahren ein gerichtliches oder schiedsgerichtliches Verfahren anhängig gemacht wird. Die Verjährungsfrist beginnt mit dem Tag, an dem die Bergungsmassnahmen abgeschlossen worden sind.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_2"><num>2.</num><content><p>Während des Laufs der Verjährungsfrist kann derjenige, der in Anspruch genommen wird, diese Frist jederzeit durch eine Erklärung gegenüber dem Anspruchsteller verlängern. Die Frist kann in gleicher Weise weiter verlängert werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_23/para_3"><num>3.</num><content><p>Der Rückgriff eines Haftenden kann auch nach Ablauf der in den Absätzen 1 und 2 bestimmten Verjährungsfrist innerhalb der Frist erfolgen, die das Recht des Staates vorsieht, in dem das Verfahren anhängig gemacht wird.</p></content></paragraph></article><article eId="art_24"><num><b>Art. 24</b></num><heading>Zinsen</heading><paragraph eId="art_24/para"><content><p>Der Anspruch des Bergers auf Zinsen für jede nach diesem Übereinkommen geschuldete Zahlung bestimmt sich nach dem Recht des Staates, in dem sich das mit der Sache befasste Gericht befindet.</p></content></paragraph></article><article eId="art_25"><num><b>Art. 25</b></num><heading>Staatseigene Ladung</heading><paragraph eId="art_25/para"><content><p>Dieses Übereinkommen darf ohne Zustimmung des Eigentümerstaats nicht als Grundlage für ein Verfahren zur Beschlagnahme, Sicherungsbeschlagnahme oder Zurückbehaltung von staatseigener nichtgewerblicher Ladung, die im Zeitpunkt der Bergungsmassnahmen nach den allgemein anerkannten Grundsätzen des Völkerrechts Staatenimmunität geniesst, oder für ein dingliches Verfahren in Bezug auf solche Ladung herangezogen werden.</p></content></paragraph></article><article eId="art_26"><num><b>Art. 26</b></num><heading>Ladung für humanitäre Zwecke</heading><paragraph eId="art_26/para"><content><p>Dieses Übereinkommen darf nicht als Grundlage für eine Beschlagnahme, Sicherungsbeschlagnahme oder Zurückbehaltung von Ladung, die ein Staat für humanitäre Zwecke spendet, herangezogen werden, wenn sich ein solcher Staat bereit erklärt hat, die im Hinblick auf diese Ladung erbrachten Bergungsleistungen zu bezahlen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_27"><num><b>Art. 27</b></num><heading>Veröffentlichung von Schiedssprüchen</heading><paragraph eId="art_27/para"><content><p>Die Vertragsstaaten fördern, soweit dies möglich ist und die Parteien zustimmen, die Veröffentlichung der in Bergungssachen ergangenen Schiedssprüche.</p></content></paragraph></article></chapter><chapter eId="chap_V"><num>Kapitel V</num><heading>Schlussbestimmungen</heading><article eId="art_28"><num><b>Art. 28</b></num><heading>Unterzeichnung, Ratifikation, Annahme, Genehmigung und Beitritt</heading><paragraph eId="art_28/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen liegt vom 1. Juli 1989 bis zum 30. Juni 1990 am Sitz der Organisation zur Unterzeichnung und danach zum Beitritt auf.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_28/para_2"><num>2.</num><content><p>Staaten können ihre Zustimmung, durch dieses Übereinkommen gebunden zu sein, ausdrücken,</p><blockList><item eId="art_28/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>indem sie es ohne Vorbehalt der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung unterzeichnen;</p></item><item eId="art_28/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>indem sie es vorbehaltlich der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung unterzeichnen und danach ratifizieren, annehmen oder genehmigen oder</p></item><item eId="art_28/para_2/lbl_c"><num>c) </num><p>indem sie ihm beitreten.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_28/para_3"><num>3.</num><content><p>Ratifikation, Annahme, Genehmigung oder Beitritt erfolgt durch Hinterlegung einer entsprechenden Urkunde beim Generalsekretär.</p></content></paragraph></article><article eId="art_29"><num><b>Art. 29</b></num><heading>Inkrafttreten</heading><paragraph eId="art_29/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen tritt ein Jahr nach dem Zeitpunkt in Kraft, in dem 15 Staaten ihre Zustimmung ausgedrückt haben, durch das Übereinkommen gebunden zu sein.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_29/para_2"><num>2.</num><content><p>Für einen Staat, der seine Zustimmung, durch dieses Übereinkommen gebunden zu sein, nach Erfüllung der Voraussetzungen für dessen Inkrafttreten ausdrückt, wird eine solche Zustimmung ein Jahr nach dem Zeitpunkt wirksam, in dem er die Zustimmung ausgedrückt hat.</p></content></paragraph></article><article eId="art_30"><num><b>Art. 30</b></num><heading>Vorbehalte</heading><paragraph eId="art_30/para_1"><num>1.</num><content><p>Jeder Staat kann sich im Zeitpunkt der Unterzeichnung, der Ratifikation, der Annahme, der Genehmigung oder des Beitritts das Recht vorbehalten, dieses Übereinkommen nicht anzuwenden,</p><blockList><item eId="art_30/para_1/lbl_a"><num>a) </num><p>wenn die Bergungsmassnahmen in Binnenwässern stattfinden und alle beteiligten Schiffe zur Schifffahrt auf Binnengewässern bestimmt sind;</p></item><item eId="art_30/para_1/lbl_b"><num>b) </num><p>wenn die Bergungsmassnahmen in Binnengewässern stattfinden und kein Schiff beteiligt ist;</p></item><item eId="art_30/para_1/lbl_c"><num>c) </num><p>wenn alle Betroffenen Staatsangehörige dieses Staates sind;</p></item><item eId="art_30/para_1/lbl_d"><num>d) </num><p>wenn es sich bei den betroffenen Vermögensgegenständen um Kulturgut des Meeres von prähistorischer, archäologischer oder historischer Bedeutung handelt und sie sich auf dem Meeresboden befinden.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_30/para_2"><num>2.</num><content><p>Vorbehalte, die im Zeitpunkt der Unterzeichnung angebracht werden, bedürfen der Bestätigung bei der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_30/para_3"><num>3.</num><content><p>Jeder Staat, der einen Vorbehalt zu diesem Übereinkommen angebracht hat, kann ihn jederzeit durch eine an den Generalsekretär gerichtete Notifikation zurücknehmen. Die Rücknahme wird im Zeitpunkt des Eingangs der Notifikation wirksam. Wird in der Notifikation erklärt, dass die Rücknahme eines Vorbehalts zu einem darin genannten Zeitpunkt wirksam werden soll, und ist dies ein späterer Zeitpunkt als der Zeitpunkt des Eingangs der Notifikation beim Generalsekretär, so wird die Rücknahme zu diesem späteren Zeitpunkt wirksam.</p></content></paragraph></article><article eId="art_31"><num><b>Art. 31</b></num><heading>Kündigung</heading><paragraph eId="art_31/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen kann von jedem Vertragsstaat nach Ablauf eines Jahres seit dem Zeitpunkt, in dem es für ihn in Kraft getreten ist, jederzeit gekündigt werden.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_31/para_2"><num>2.</num><content><p>Die Kündigung erfolgt durch Hinterlegung einer Kündigungsurkunde beim Generalsekretär.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_31/para_3"><num>3.</num><content><p>Die Kündigung wird nach Ablauf eines Jahres oder eines in der Kündigungsurkunde genannten längeren Zeitabschnitts nach Eingang der Kündigungsurkunde beim Generalsekretär wirksam.</p></content></paragraph></article><article eId="art_32"><num><b>Art. 32</b></num><heading>Revision und Änderung</heading><paragraph eId="art_32/para_1"><num>1.</num><content><p>Die Organisation kann eine Konferenz zur Revision oder Änderung dieses Übereinkommens einberufen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_32/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Generalsekretär hat eine Konferenz der Vertragsstaaten dieses Übereinkommens zur Revision oder Änderung des Übereinkommens einzuberufen, wenn acht Vertragsstaaten oder ein Viertel der Vertragsstaaten, wenn diese Zahl höher ist, dies verlangen.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_32/para_3"><num>3.</num><content><p>Jede Zustimmung, durch dieses Übereinkommen gebunden zu sein, die nach dem Zeitpunkt des Inkrafttretens einer Änderung des Übereinkommens ausgedrückt wird, gilt als auf das Übereinkommen in seiner geänderten Fassung bezogen.</p></content></paragraph></article><article eId="art_33"><num><b>Art. 33</b></num><heading>Depositar</heading><paragraph eId="art_33/para_1"><num>1.</num><content><p>Dieses Übereinkommen wird beim Generalsekretär hinterlegt.</p></content></paragraph><paragraph eId="art_33/para_2"><num>2.</num><content><p>Der Generalsekretär</p><blockList><item eId="art_33/para_2/lbl_a"><num>a) </num><p>unterrichtet alle Staaten, die dieses Übereinkommen unterzeichnet haben oder ihm beigetreten sind, sowie alle Mitglieder der Organisation</p><blockList><item eId="art_33/para_2/lbl_a/lbl_i"><num>i) </num><p>von jeder weiteren Unterzeichnung oder Hinterlegung einer Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde unter Angabe des Zeitpunkts;</p></item><item eId="art_33/para_2/lbl_a/lbl_ii"><num>ii) </num><p>vom Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Übereinkommens;</p></item><item eId="art_33/para_2/lbl_a/lbl_iii"><num>iii) </num><p>von der Hinterlegung jeder Urkunde zur Kündigung dieses Übereinkommens unter Angabe des Zeitpunkts ihres Eingangs und des Zeitpunkts, zu dem die Kündigung wirksam wird;</p></item><item eId="art_33/para_2/lbl_a/lbl_iv"><num>iv) </num><p>von jeder nach Artikel 32 angenommenen Änderung;</p></item><item eId="art_33/para_2/lbl_a/lbl_v"><num>v) </num><p>vom Eingang jedes Vorbehalts, jeder Erklärung oder jeder Notifikation aufgrund dieses Übereinkommens;</p></item></blockList></item><item eId="art_33/para_2/lbl_b"><num>b) </num><p>übermittelt allen Staaten, die dieses Übereinkommen unterzeichnet haben oder ihm beigetreten sind, beglaubigte Abschriften des Übereinkommens.</p></item></blockList></content></paragraph><paragraph eId="art_33/para_3"><num>3.</num><content><p>Sobald dieses Übereinkommen in Kraft tritt, übermittelt der Depositar dem Generalsekretär der Vereinten Nationen eine beglaubigte Abschrift des Übereinkommens zur Registrierung und Veröffentlichung nach Artikel 102 der Charta der Vereinten Nationen<authorialNote><p> <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/2003/160" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">SR <b>0.120</b></ref></p></authorialNote>.</p></content></paragraph></article><article eId="art_34"><num><b>Art. 34</b></num><heading>Sprachen</heading><paragraph eId="art_34/para"><content><p>Dieses Übereinkommen ist in einer Urschrift in arabischer, chinesischer, englischer, französischer, russischer und spanischer Sprache abgefasst, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist.</p></content></paragraph></article></chapter><signature><p><i>Zu Urkund dessen </i>haben die hierzu von ihren Regierungen gehörig befugten Unterzeichneten dieses Übereinkommen unterschrieben.</p><p>Geschehen zu London am 28. April 1989.</p><p xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration">(Es folgen die Unterschriften)</p></signature></body><components><component eId="scope_u1"><doc name="scope"><meta><identification source="#ch.bk"><FRBRWork><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1996/1635_1635_1635/20230327/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1996/1635_1635_1635/20230327"/><FRBRdate date="2023-03-27" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1996-07-14" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1989-04-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRcountry value="CH"/><FRBRnumber value="0.747.363.4"/><FRBRname xml:lang="de" value="Internationales Übereinkommen von 1989 über Bergung vom 28. April 1989" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="fr" value="Convention internationale de 1989 sur l'assistance, du 28 avril  1989" shortForm=""/><FRBRname xml:lang="it" value="Convenzione internazionale del 1989 sull'assistenza, del 28 aprile  1989" shortForm=""/><FRBRauthoritative value="true"/></FRBRWork><FRBRExpression><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1996/1635_1635_1635/20230327/de/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1996/1635_1635_1635/20230327/de"/><FRBRdate date="2023-03-27" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1996-07-14" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1989-04-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRlanguage language="de"/></FRBRExpression><FRBRManifestation><FRBRthis value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1996/1635_1635_1635/20230327/de/xml/main-text"/><FRBRuri value="https://fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1996/1635_1635_1635/20230327/de/xml"/><FRBRdate date="2023-03-27" name="jolux:dateApplicability"/><FRBRdate date="1996-07-14" name="jolux:dateEntryInForce"/><FRBRdate date="1989-04-28" name="jolux:dateDocument"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#publisher"/><FRBRauthor href="#ch.bk" as="#rightsHolder"/><FRBRformat value="xml"/></FRBRManifestation></identification></meta><preface><container name="headerOfAnnex"><block name="heading">Geltungsbereich am 27. März 2023<inline name="man-font-weight-normal"><authorialNote><p>  <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/1996/1635_1635_1635" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">AS <b>1996</b> 1635</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2005/201" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2005</b> 1317</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2008/38" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2008</b> 99</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2009/111" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2009</b> 617</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2012/672" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2012</b> 5793</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2017/446" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2017</b> 3797</ref>; <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2020/433" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2020</b> 2181</ref>;  <ref href="https://fedlex.data.admin.ch/eli/oc/2023/171" xmlns:data="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:data" xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp"><b>2023</b> 171</ref>. Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereichs ist auf der Publikationsplattform des Bundesrechts «Fedlex» unter folgender Adresse veröffentlicht:  <ref href="https://www.fedlex.admin.ch/de/treaty">https://www.fedlex.admin.ch/de/treaty</ref></p></authorialNote></inline></block></container></preface><mainBody><table border="1"><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th colspan="3" xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th colspan="2" xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Vertragsstaaten</p></th><th colspan="3" xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Ratifikation </p><p>Beitritt (B)</p></th><th colspan="2" xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"><p>Inkrafttreten</p></th><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th colspan="3" xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th colspan="2" xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th colspan="3" xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th colspan="2" xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/><th xmlns:mig="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:migration"/></tr><tr><td><p>Ägypten</p></td><td colspan="3"><p>14. März</p></td><td colspan="2"><p>1991 B</p></td><td><p>14. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Albanien</p></td><td colspan="3"><p>14. Juni</p></td><td colspan="2"><p>2006 B</p></td><td><p>14. Juni</p></td><td><p>2007</p></td></tr><tr><td><p>Algerien</p></td><td colspan="3"><p>26. März</p></td><td colspan="2"><p>2012 B</p></td><td><p>26. März</p></td><td><p>2013</p></td></tr><tr><td><p>Aserbaidschan</p></td><td colspan="3"><p>12. Juni</p></td><td colspan="2"><p>2006 B</p></td><td><p>12. Juni</p></td><td><p>2007</p></td></tr><tr><td><p>Australien*</p></td><td colspan="3"><p>  8. Januar</p></td><td colspan="2"><p>1997 B</p></td><td><p>  8. Januar</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Barbados</p></td><td colspan="3"><p>  8. März</p></td><td colspan="2"><p>2023 B</p></td><td><p>  8. März</p></td><td colspan="2"><p>2024</p></td></tr><tr><td><p>Belgien</p></td><td colspan="3"><p>30. Juni</p></td><td colspan="2"><p>2004 B</p></td><td><p>30. Juni</p></td><td colspan="2"><p>2005</p></td></tr><tr><td><p>Brasilien</p></td><td colspan="3"><p>29. Juli</p></td><td colspan="2"><p>2009 B</p></td><td><p>29. Juli</p></td><td><p>2010</p></td></tr><tr><td><p>Bulgarien*</p></td><td colspan="3"><p>14. März</p></td><td colspan="2"><p>2005 B</p></td><td><p>14. März</p></td><td><p>2006</p></td></tr><tr><td><p>China*</p></td><td colspan="3"><p>30. März</p></td><td colspan="2"><p>1994 B</p></td><td><p>14. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>    Hongkong* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup></p></td><td colspan="3"><p>  5. Juni</p></td><td colspan="2"><p>1997</p></td><td><p>  1. Juli</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Dänemark</p></td><td colspan="3"><p>30. Mai</p></td><td colspan="2"><p>1995</p></td><td><p>14. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Deutschland*</p></td><td colspan="3"><p>  8. Oktober</p></td><td colspan="2"><p>2001</p></td><td><p>  8. Oktober</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Dominica</p></td><td colspan="3"><p>31. August</p></td><td colspan="2"><p>2001 B</p></td><td><p>31. August</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Dschibuti</p></td><td colspan="3"><p>12. Oktober</p></td><td colspan="2"><p>2015 B</p></td><td><p>12. Oktober</p></td><td><p>2016</p></td></tr><tr><td><p>Ecuador*</p></td><td colspan="3"><p>16. Februar</p></td><td colspan="2"><p>2005 B</p></td><td><p>16. Februar</p></td><td><p>2006</p></td></tr><tr><td><p>Estland*</p></td><td colspan="3"><p>31. Juli</p></td><td colspan="2"><p>2001 B</p></td><td><p>31. Juli</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Fidschi</p></td><td colspan="3"><p>  8. März</p></td><td colspan="2"><p>2016 B</p></td><td><p>  8. März</p></td><td><p>2017</p></td></tr><tr><td><p>Finnland</p></td><td colspan="3"><p>12. Januar</p></td><td colspan="2"><p>2007</p></td><td><p>12. Januar</p></td><td><p>2008</p></td></tr><tr><td><p>Frankreich*</p></td><td colspan="3"><p>21. Dezember</p></td><td colspan="2"><p>2001 B</p></td><td><p>21. Dezember</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Georgien</p></td><td colspan="3"><p>25. August</p></td><td colspan="2"><p>1995 B</p></td><td><p>25. August</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Griechenland</p></td><td colspan="3"><p>  3. Juni</p></td><td colspan="2"><p>1996 B</p></td><td><p>  3. Juni</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Guinea</p></td><td colspan="3"><p>  2. Oktober</p></td><td colspan="2"><p>2002 B</p></td><td><p>  2. Oktober</p></td><td><p>2003</p></td></tr><tr><td><p>Guyana</p></td><td colspan="3"><p>10. Dezember</p></td><td colspan="2"><p>1997 B</p></td><td><p>10. Dezember</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>Indien</p></td><td colspan="3"><p>18. Oktober</p></td><td colspan="2"><p>1995 B</p></td><td><p>18. Oktober</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Irak</p></td><td colspan="3"><p>  1. März</p></td><td colspan="2"><p>2023 B</p></td><td><p>  1. März</p></td><td><p>2024</p></td></tr><tr><td><p>Iran*</p></td><td colspan="3"><p>  1. August</p></td><td colspan="2"><p>1994 B</p></td><td><p>14. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Irland*</p></td><td colspan="3"><p>  6. Januar</p></td><td colspan="2"><p>1995</p></td><td><p>14. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Island</p></td><td colspan="3"><p>21. März</p></td><td colspan="2"><p>2002 B</p></td><td><p>21. März</p></td><td><p>2003</p></td></tr><tr><td><p>Italien</p></td><td colspan="3"><p>14. Juli</p></td><td colspan="2"><p>1995</p></td><td><p>14. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Jamaika</p></td><td colspan="3"><p>28. November</p></td><td colspan="2"><p>2013 B</p></td><td><p>28. November</p></td><td><p>2014</p></td></tr><tr><td><p>Jemen</p></td><td colspan="3"><p>23. September</p></td><td colspan="2"><p>2008 B</p></td><td><p>23. September</p></td><td><p>2009</p></td></tr><tr><td><p>Jordanien</p></td><td colspan="3"><p>  3. Oktober</p></td><td colspan="2"><p>1995 B</p></td><td><p>  3. Oktober</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Kanada*</p></td><td colspan="3"><p>14. November</p></td><td colspan="2"><p>1994</p></td><td><p>14. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Kenia</p></td><td colspan="3"><p>21. Juli</p></td><td colspan="2"><p>1999 B</p></td><td><p>21. Juli</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Kiribati</p></td><td colspan="3"><p>  5. Februar</p></td><td colspan="2"><p>2007 B</p></td><td><p>  5. Februar</p></td><td><p>2008</p></td></tr><tr><td><p>Kongo (Brazzaville)</p></td><td colspan="3"><p>  7. September</p></td><td colspan="2"><p>2004 B</p></td><td><p>  7. September</p></td><td><p>2005</p></td></tr><tr><td><p>Kroatien*</p></td><td colspan="3"><p>10. September</p></td><td colspan="2"><p>1998 B</p></td><td><p>10. September</p></td><td><p>1999</p></td></tr><tr><td><p>Lettland</p></td><td colspan="3"><p>17. März</p></td><td colspan="2"><p>1999 B</p></td><td><p>17. März</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Liberia</p></td><td colspan="3"><p>18. September</p></td><td colspan="2"><p>2008 B</p></td><td><p>18. September</p></td><td><p>2009</p></td></tr><tr><td><p>Litauen*</p></td><td colspan="3"><p>15. November</p></td><td colspan="2"><p>1999 B</p></td><td><p>15. November</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td colspan="2"><p>Madagaskar</p></td><td><p>26. Juli</p></td><td colspan="2"><p>2019 B</p></td><td colspan="2"><p>26. Juli</p></td><td colspan="2"><p>2020</p></td></tr><tr><td><p>Marokko</p></td><td colspan="3"><p>25. Februar</p></td><td colspan="2"><p>2016 B</p></td><td><p>25. Februar</p></td><td><p>2017</p></td></tr><tr><td><p>Marshallinseln</p></td><td colspan="3"><p>16. Oktober</p></td><td colspan="2"><p>1995 B</p></td><td><p>16. Oktober</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Mauritius</p></td><td colspan="3"><p>17. Dezember</p></td><td colspan="2"><p>2002 B</p></td><td><p>17. Dezember</p></td><td><p>2003</p></td></tr><tr><td><p>Mexiko*</p></td><td colspan="3"><p>10. Oktober</p></td><td colspan="2"><p>1991</p></td><td><p>14. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Mongolei</p></td><td colspan="3"><p>  2. September</p></td><td colspan="2"><p>2015 B</p></td><td><p>  2. September</p></td><td><p>2016</p></td></tr><tr><td><p>Montenegro</p></td><td colspan="3"><p>19. April</p></td><td colspan="2"><p>2012 B</p></td><td><p>19. April</p></td><td><p>2013</p></td></tr><tr><td><p>Neuseeland*</p></td><td colspan="3"><p>16. Oktober</p></td><td colspan="2"><p>2002 B</p></td><td><p>16. Oktober</p></td><td><p>2003</p></td></tr><tr><td><p>    Tokelau</p></td><td colspan="3"><p>16. Oktober</p></td><td colspan="2"><p>2002 B</p></td><td><p>16. Oktober</p></td><td><p>2003</p></td></tr><tr><td><p>Niederlande* <sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">b</sup></p></td><td colspan="3"><p>10. Dezember</p></td><td colspan="2"><p>1997</p></td><td><p>10. Dezember</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>    Karibische Gebiete (Bonaire,<br/>    Sint Eustatius und Saba)</p></td><td colspan="3"><p>10. Oktober</p></td><td colspan="2"><p>2010</p></td><td><p>  1. Oktober</p></td><td><p>2010</p></td></tr><tr><td><p>Nigeria</p></td><td colspan="3"><p>11. Oktober</p></td><td colspan="2"><p>1990</p></td><td><p>14. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Niue</p></td><td colspan="3"><p>27. Juni</p></td><td colspan="2"><p>2012 B</p></td><td><p>27. Juni</p></td><td><p>2013</p></td></tr><tr><td><p>Norwegen*</p></td><td colspan="3"><p>  3. Dezember</p></td><td colspan="2"><p>1996</p></td><td><p>  3. Dezember</p></td><td><p>1997</p></td></tr><tr><td><p>Oman</p></td><td colspan="3"><p>14. Oktober</p></td><td colspan="2"><p>1991 B</p></td><td><p>14. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Palau</p></td><td colspan="3"><p>29. September</p></td><td colspan="2"><p>2011 B</p></td><td><p>29. September</p></td><td><p>2012</p></td></tr><tr><td><p>Polen</p></td><td colspan="3"><p>16. Dezember</p></td><td colspan="2"><p>2005</p></td><td><p>16. Dezember</p></td><td><p>2006</p></td></tr><tr><td><p>Rumänien</p></td><td colspan="3"><p>18. Mai</p></td><td colspan="2"><p>2001 B</p></td><td><p>18. Mai</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Russland*</p></td><td colspan="3"><p>25. Mai</p></td><td colspan="2"><p>1999</p></td><td><p>25. Mai</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>San Marino</p></td><td colspan="3"><p>19. April</p></td><td colspan="2"><p>2021 B</p></td><td><p>19. April</p></td><td><p>2022</p></td></tr><tr><td><p>Saudi-Arabien*</p></td><td colspan="3"><p>16. Dezember</p></td><td colspan="2"><p>1991 B</p></td><td><p>14. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Schweden*</p></td><td colspan="3"><p>19. Dezember</p></td><td colspan="2"><p>1995</p></td><td><p>19. Dezember</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Schweiz</p></td><td colspan="3"><p>12. März</p></td><td colspan="2"><p>1993</p></td><td><p>14. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Sierra Leone</p></td><td colspan="3"><p>26. Juli</p></td><td colspan="2"><p>2001 B</p></td><td><p>26. Juli</p></td><td><p>2002</p></td></tr><tr><td><p>Singapur</p></td><td colspan="3"><p>24. Juli</p></td><td colspan="2"><p>2020 B</p></td><td><p>24. Juli</p></td><td><p>2021</p></td></tr><tr><td><p>Slowenien</p></td><td colspan="3"><p>23. Dezember</p></td><td colspan="2"><p>2005 B</p></td><td><p>23. Dezember</p></td><td><p>2006</p></td></tr><tr><td><p>Spanien</p></td><td colspan="3"><p>27. Januar</p></td><td colspan="2"><p>2005</p></td><td><p>27. Januar</p></td><td><p>2006</p></td></tr><tr><td><p>St. Kitts und Nevis</p></td><td colspan="3"><p>  7. Oktober</p></td><td colspan="2"><p>2004 B</p></td><td><p>  7. Oktober</p></td><td><p>2005</p></td></tr><tr><td><p>Syrien*</p></td><td colspan="3"><p>19. März</p></td><td colspan="2"><p>2002 B</p></td><td><p>19. März</p></td><td><p>2003</p></td></tr><tr><td colspan="2"><p>Thailand*</p></td><td><p>28. November</p></td><td colspan="2"><p>2019 B</p></td><td colspan="2"><p>28. November</p></td><td colspan="2"><p>2020</p></td></tr><tr><td><p>Tonga</p></td><td colspan="3"><p>18. September</p></td><td colspan="2"><p>2003 B</p></td><td><p>18. September</p></td><td><p>2004</p></td></tr><tr><td><p>Tunesien*</p></td><td colspan="3"><p>  5. Mai</p></td><td colspan="2"><p>1999 B</p></td><td><p>  5. Mai</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Türkei*</p></td><td colspan="3"><p>27. Juni</p></td><td colspan="2"><p>2014 B</p></td><td><p>27. Juni</p></td><td><p>2015</p></td></tr><tr><td><p>Ukraine</p></td><td colspan="3"><p>15. Juni</p></td><td colspan="2"><p>2017 B</p></td><td><p>15. Juni</p></td><td><p>2018</p></td></tr><tr><td><p>Vanuatu</p></td><td colspan="3"><p>18. Februar</p></td><td colspan="2"><p>1999 B</p></td><td><p>18. Februar</p></td><td><p>2000</p></td></tr><tr><td><p>Vereinigte Arabische Emirate</p></td><td colspan="3"><p>  4. Oktober</p></td><td colspan="2"><p>1993 B</p></td><td><p>14. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Vereinigte Staaten</p></td><td colspan="3"><p>27. März</p></td><td colspan="2"><p>1992</p></td><td><p>14. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>Vereinigtes Königreich*</p></td><td colspan="3"><p>29. September</p></td><td colspan="2"><p>1994</p></td><td><p>14. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>    Anguilla*</p></td><td colspan="3"><p>22. Juli</p></td><td colspan="2"><p>1998</p></td><td><p>22. Juli</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>    Britische Jungferninseln*</p></td><td colspan="3"><p>22. Juli</p></td><td colspan="2"><p>1998</p></td><td><p>22. Juli</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>    Britisches Antarktis-<br/>    Territorium*</p></td><td colspan="3"><p>22. Juli</p></td><td colspan="2"><p>1998</p></td><td><p>22. Juli</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>    Britisches Territorium im <br/>    Indischen Ozean*</p></td><td colspan="3"><p>22. Juli</p></td><td colspan="2"><p>1998</p></td><td><p>22. Juli</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>    Falkland-Inseln und <br/>    abhängige Gebiete <br/>    (Südgeorgien und Südliche <br/>    Sandwich-Inseln)*</p></td><td colspan="3"><p>29. September</p></td><td colspan="2"><p>1994</p></td><td><p>14. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>    Guernsey</p></td><td colspan="3"><p>14. September</p></td><td colspan="2"><p>2001</p></td><td><p>14. September</p></td><td><p>2001</p></td></tr><tr><td><p>    Insel Man*</p></td><td colspan="3"><p>29. September</p></td><td colspan="2"><p>1994</p></td><td><p>14. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>    Jersey*</p></td><td colspan="3"><p>29. September</p></td><td colspan="2"><p>1994</p></td><td><p>14. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>    Kaimaninseln*</p></td><td colspan="3"><p>22. Juli</p></td><td colspan="2"><p>1998</p></td><td><p>22. Juli</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>    Montserrat*</p></td><td colspan="3"><p>29. September</p></td><td colspan="2"><p>1994</p></td><td><p>14. Juli</p></td><td><p>1996</p></td></tr><tr><td><p>    Pitcairn-Inseln (Ducie, Oeno, <br/>    Henderson und Pitcairn)*</p></td><td colspan="3"><p>22. Juli</p></td><td colspan="2"><p>1998</p></td><td><p>22. Juli</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>    St. Helena und Nebengebiete <br/>     (Ascension und Tristan da <br/>    Cunha)*</p></td><td colspan="3"><p>22. Juli</p></td><td colspan="2"><p>1998</p></td><td><p>22. Juli</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td><p>    Turks- und Caicosinseln*</p></td><td colspan="3"><p>22. Juli</p></td><td colspan="2"><p>1998</p></td><td><p>22. Juli</p></td><td><p>1998</p></td></tr><tr><td/><td colspan="3"/><td colspan="2"/><td/><td/></tr><tr><td colspan="9"><blockList><item><num>* </num><p>Vorbehalte und Erklärungen.</p></item><item><num/><p>Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht. Die englischen Texte können auf der Internetseite der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (OMI): <ref href="http://www.imo.org">www.imo.org</ref> &gt; Publications &gt; Catalogue &amp; Code Listings oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden.</p></item></blockList></td></tr><tr><td colspan="9"><blockList><item><num><sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">a</sup> </num><p>Vom 29. Mai 1997 bis zum 30. Juni 1997 war  das Übereink. auf Grund einer <br/></p><p>Ausdehnungserklärung des Vereinigten Königreichs in Hongkong anwendbar. Seit dem <br/></p><p>1. Juli 1997 bildet Hongkong eine Besondere Verwaltungsregion (SAR) der <br/></p><p>Volksrepublik China. Auf Grund der chinesischen Erklärung vom 5. Juni 1997 ist das Übereink. seit dem 1. Juli 1997 auch in der SAR Hongkong anwendbar.</p></item></blockList></td></tr><tr><td colspan="9"><blockList><item><num><sup xmlns:tmp="urn:com:c-moria:legi4ch:xslt:temp">b</sup> </num><p>Das Übereink. gilt für das Königreich in Europa.</p></item></blockList></td></tr></table></mainBody></doc></component></components></act></akomaNtoso>