Abteilung V E-6858/2009 {T 0/2} U r t e i l v o m 6 . N o v e m b e r 2 0 0 9 Einzelrichter Kurt Gysi, mit Zustimmung von Richter Hans Schürch; Gerichtsschreiber Christoph Berger. A._______, geboren angeblich _______, Nigeria, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 26. Oktober 2009 / N (...). B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandE-6858/2009 Das Bundesverwaltungsgericht, in Anwendung der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen - rechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101), des Übereinkommens gegen Folter und andere grausame, unmensch- liche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe vom 10. De zember 1984 (FoK, SR 0.105), des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht- linge [FK, SR 0.142.30]), des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31), des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerin- nen und Ausländer (AuG, SR 142.20), des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs- verfahren (VwVG, SR 172.021), des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs- gericht (VGG, SR 173.32), des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG, SR 173.110), der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2), stellt fest, dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuches im Wesentlichen vorbrachte, vor zirka drei Jahren sei es in seinem Hei- matdorf zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Christen gekommen, wobei die Muslime ihr Dorf angegegriffen und Häuser in Brand gesteckt hätten, Seite 2E-6858/2009 dass sein Bruder getötet worden sei und er infolge der Flucht aus dem Dorf den Kontakt zu seinem Vater verloren habe, dass er Zuflucht bei einem Polizisten gefunden und bei diesem gear- beitet habe, dass im Juli 2009 Mitglieder der Gruppe "Boko Harram" das Dorf über- fallen und wahllos Leute getötet hätten, wobei er in eine katholische Kirche haben flüchten können, wo er erfahren habe, dass auch sein Arbeitgeber und dessen Frau umgekommen seien, dass, da er nun alleine auf sich gestellt gewesen sei, eine Nonne der Kirche beschlossen habe, ihn ausser Landes in Sicherheit zu bringen, dass er sein Heimatland am 6. August 2009 verlassen habe, auf dem Luftweg nach Europa gelangt und am 10. August 2009 in die Schweiz eingereist sei, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte, dass er nebst dem Ersuchen um Schutz in der Schweiz ein Augenlei- den geltend gemacht hat, dass bezüglich der Vorbringen im Einzelnen auf die Akten verwiesen wird, dass das BFM mit Verfügung vom 26. Oktober 2009 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrat und die We gweisung aus der Schweiz und den Vollzug anordnete, dass das Bundesamt zur Begründung anführte, der Beschwerdeführer habe trotz entsprechender Aufforderung innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs keine rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapiere im Sinne von Art. 1 Bst. b und c AsylV 1 abge- geben und zum Fehlen solcher Papiere keine entschuldbaren Gründe glaubhaft machen können, dass er weder die Voraussetzungen von Art. 3 oder Art. 7 AsylG erfülle noch weiterer Abklärungsbedarf zur Feststellung der Flüchtlingseigen- schaft oder zum Wegweisungsvollzug erkennbar sei, dass deshalb gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylge- such nicht einzutreten sei, Seite 3E-6858/2009 dass der Wegweisungsvollzug in das Heimatland des Beschwerdefüh- rers durchführbar (zulässig, zumutbar und möglich) erscheine, dass der Beschwerdeführer am 3. November 2009 (Poststempel) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung des BFM vom 26. Oktober 2009 einreichte und beantragt, die Streitsache sei an die Vorinstanz zurückzuweisen mit der Massgabe, auf das Asylgesuch einzutreten, dass er in prozessrechtlicher Hinsicht um die Gewährung der unent- geltlichen Rechtspflege und um den Verzicht der Erhebung eines Kos- tenvorschusses ersucht, dass die vorinstanzlichen Akten am 5. November 2009 beim Bundes- verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge- gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 33 VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilge- nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be- schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über- prüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwer- deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, Seite 4E-6858/2009 dass sich die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichteintretensent- scheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun- gen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskomission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1.), dass indessen bei der Anwendung des Tatbestandes von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG vorweg über das Bestehen beziehungsweise Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheidend ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist, wobei das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft Vor- aussetzung für einen Nichteintretensentscheid nach dieser Bestim- mung bildet (vgl. Entscheide des Schweizerischen Bundesverwal- tungsgerichts BVGE 2007/8, insbes. E. 5.6.5), dass dementsprechend in einem solchen Beschwerdeverfahren unge- achtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen Nichteintre- tensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft - allerdings nur hin- sichtlich der Überprüfung deren offensichtlichen Fehlens - Prozessge- genstand ist (vgl. a.a.O., E. 2.1), dass jedoch die Gewährung von Asyl nicht Gegenstand des vorliegen- den Verfahrens bildet, dass das BFM die Frage der Wegweisung und des Vollzugs nach dem Nichteintreten auf ein Asylgesuch materiell prüft, weshalb dem Bun- desverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli- cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschie- den wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfol- gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent- scheid nur summarisch zu begründen ist (vgl. Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel verzichtet wurde, dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn die asylsuchende Person den Behörden nicht innert 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgibt, ausser sie könne glaub- haft machen, sie sei dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage, oder auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 Seite 5E-6858/2009 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird oder sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernis- ses nötig sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 3 AsylG), dass es sich gemäss BVGE 2007/7 beim Begriff "Reise- und Identitäts- papiere" um Dokumente handelt, die "sowohl die einwandfreie Fest- stellung der Identität als auch die sichere Durchführung der Rück- schaffung ermöglichen" sollen (E. 6) und unter Vorbehalt des Vorlie- gens entschuldbarer Gründe ein Nichteintretensentscheid selbst dann zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender Ausweispapiere keine Zweifel über die Identität des oder der Asylsuchenden bestehen (E. 5.3. a.E.), dass das BFM zu Recht zum Schluss gelangt ist, der Beschwerdefüh- rer mache keine entschuldbaren Gründe für das versäumte Einreichen von Identitätspapieren geltend, und zur Vermeidung unnötiger Wieder- holungen auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Ver- fügung verwiesen werden kann, dass die blosse Entgegnung des Beschwerdeführers in der Rechtmit- teleingabe, es tue ihm Leid, dass er keine Reisedokumente habe ab- geben können und er habe die Gründe dafür dem BFM gegenüber ausführlich erwähnt, an den überzeugenden Ausführungen in der an- gefochtenen Verfügung nichts zu ändern vermag, dass er auch nicht zu belegen vermag, er habe sich ernsthaft um die Beschaffung von tauglichen Identitätspapieren bemüht, dass aufgrund dieser Situation die Identität des Beschwerdeführers nach wie vor nicht feststeht, dass weiter - unter Beachtung der in BVGE 2007/8 aufgestellten Richt- linien (E. 5.6) - zu prüfen ist, ob auf Grund der Anhörung (und der Ak- ten) weitere Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder von Wegweisungsvollzugshindernissen nötig sind oder gar die Flüchtlingseigenschaft festzustellen ist (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG), oder ob bereits aufgrund einer summa rischen Prüfung festge- stellt werden kann, dass die asylsuchende Person die Flüchtlingsei- genschaft offensichtlich nicht erfüllt, dass das Bundesverwaltungsgericht im Rahmen einer Gesamtwürdi- gung der Anhörungsprotokolle in Bestätigung der vorinstanzlichen Er- kenntnisse zum Schluss gelangt, dass die Flüchtlingseigenschaft des Seite 6E-6858/2009 Beschwerdeführers offensichtlich nicht besteht und ohne besonderen Begründungsaufwand ausgeschlossen werden kann (vgl. a.a.O., E. 5.6.6.), dass auf die überzeugende vorinstanzliche Argumentation in der ange- fochtenen Verfügung hinsichtlich der fehlenden Anforderungen an die Glaubhaftigkeit der Vorbringen des Beschwerdeführers abgestellt wer- den kann, dass die vorliegende Aktenlage und die Entgegnungen in der Rechts- mitteleingabe mangels Stichhaltigkeit keine andere Beurteilung zulas- sen, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich der Verfol- gungs- und Fluchtgründe offensichtlich die Voraussetzungen zur Aner- kennung als Flüchtling nicht erfüllen und auch keine weiteren Abklä- rungen notwendig erscheinen, dass deshalb keiner der drei in Art. 32 Abs. 3 AsylG aufgeführten, dem Regelfall des Nichteintretens bei Erfüllen des Tatbestandes von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG entgegenstehenden Gründe vorliegt, zumal, wie sich im Folgenden zeigt, auch keine zusätzlichen Abklärungen zur Fest- stellung von Wegweisungsvollzugshindernissen notwendig sind, dass das BFM mithin zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerde- führers nicht eingetreten ist, dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei- sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt und der Beschwerde- führer keinen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be- stimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Seite 7E-6858/2009 Abs. 3 AuG), und keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; Art. 33 Abs. 1 FK), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes- halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat dro- hende menschenrechtswidrige Strafe oder Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK und Art. 3 FoK ersichtlich sind, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut- bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini- scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass das BFM zu Recht zum Schluss kommt, im Falle einer Rückkehr des Beschwerdeführers in sein Heimatland würde weder aufgrund der allgemeinen dortigen Lage noch aufgrund individueller Gründe eine konkrete Gefährdung im Sinne der zu beachtenden Bestimmungen drohen, dass in der Rechtsmitteleingabe vorgebracht wird, mit dem Augenlei- den des Beschwerdeführers ergäben sich erhebliche Wegweisungshin- dernisse, dass ohne fachgerechte medizinische Behandlung ein permanenter und irreparabler Schaden an seinen Augen entstehen würde und die medizinische Versorgung in Nigeria generell schlecht und für Mittelose zudem unzugänglich sei, dass, da er weder Familie noch die nötigen finanziellen Ressourcen habe, um eine Operation zu finanzieren, er sich davor fürchte, mittel- bis langfristig zu erblinden, Seite 8E-6858/2009 dass jedoch mit dem BFM festzustellen gilt, wonach das Augenleiden gemäss Arztbericht keine bösartige Erkrankung darstellt und momen- tan keiner dringenden Behandlung bedarf, dass das BFM weiter zu Recht ausführt, das Augenleiden sei in Nigeria problemlos behandelbar und der Beschwerdeführer habe das eine Auge dort operieren lassen können, dass das BFM zudem zutreffend festgehalten hat, dass der Beschwer- deführer weder die geltend gemachte Identität noch seine Vorbringen zum Asylgesuch glaubhaft machen konnte, weshalb in Wirklichkeit von einem tragfähigen familiären Beziehungsnetz in seinem Heimatland ausgegangen werden könne, dass sich der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe hiezu auch nicht nur ansatzweise substanziell geäussert hat, dass das BFM im Weiteren zutreffend festhielt, dass der Beschwerde- führer über Arbeitserfahrung verfüge und zudem von ihm zu erwarten ist, sich um eine eigenständige wirtschaftliche Existenz zu bemühen, dass das BFM entgegen des Einwandes in der Rechtsmitteleingabe den vorliegend rechtserheblichen Sachverhalt hinreichend abgeklärt hat, dass die Erwägungen des Bundesamtes demnach auch bezüglich der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges zutreffend sind, und die Aus- führungen in der Rechtsmitteleingabe daran nichts zu ändern vermö- gen, weshalb der Vollzug der Wegweisung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG und der hiezu entwickelten Rechtsprechung zumutbar ist, dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei- matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste- hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gül- tiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG), dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist, dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechts- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder un- Seite 9E-6858/2009 angemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwei- sen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 VGKE) dem Beschwerde- führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), dass die Aussichten auf ein Durchdringen der Beschwerdebegehren insgesamt als aussichtslos erscheinen mussten und die kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG demnach nicht erfüllt sind, weshalb das entsprechende Gesuch abzuweisen ist, dass das Gesuch um Verzicht der Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos ist. (Dispositiv nächste Seite) Seite 10E-6858/2009 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zustän- dige Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Kurt Gysi Christoph Berger Versand: Seite 11