Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Geschäfts-Nr.: RT180224-O/U Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin Dr. D. Scherrer und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Montani Schmidt Urteil vom 27. März 2019 in Sachen A._____, Beklagter und Beschwerdeführer gegen B._____, Klägerin und Beschwerdegegnerin vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____, betreffend Rechtsöffnung Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 7. November 2018 (EB180283-F) - 2 - Erwägungen: 1.1 Mit Urteil vom 7. November 2018 erteilte die Vorinstanz der Klägerin und Beschwerdegegnerin (fortan Klägerin) in der Betreibung Nr. … des Betrei- bungsamtes Thalwil-Rüschlikon-Kilchberg (Zahlungsbefehl vom 31. August 2018) gestützt auf das Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirks- gericht Horgen vom 18. Mai 2018 für ausstehenden Lohn sowie für ausstehende Ferienentschädigung, Entschädigung für ungerechtfertigte fristlose Entlassung und Parteientschädigung definitive Rechtsöffnung für Fr. 6'558.50 nebst 5 % Zins seit 10. November 2017, für Fr. 1'200.– Prozessentschädigung nebst Zins zu 5% seit 18. Mai 2018 und für die Betreibungskosten sowie für Kosten und Entschädi- gung gemäss jenem Entscheid (Urk. 21 S. 6 = Urk. 18 S. 6). Dieses Urteil erging zunächst in unbegründeter, hernach auf Begehren des Beklagten und Beschwer- deführers (fortan Beklagter) in begründeter Form (Urk. 14; Urk. 17; Urk. 18). 1.2 Hiergegen erhob der Beklagt e mit Schreiben vom 13. Dezember 2018 (gleichentags überbracht) innert Frist Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag auf Abweisung des Rechtsöffnungsbegehrens (Urk. 20 S. 1 ff.). 2.1.1 Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offe n- sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Dabei hat sich die beschwerdeführende Partei in ihrer schriftl i- chen Beschwerdebegründung (im Sinne einer Eintretensvoraussetzung) inhaltlich mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen und mittels Verweisun- gen auf konkrete Stellen in den vorinstanzlichen Akten hinreichend genau aufz u- zeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet . Die blosse Verweisung auf die Ausfü h- rungen vor Vorinstanz oder deren blosse Wiederholung genügen nicht ( Art. 321 Abs. 1 ZPO und dazu BGer 5A_247/2013 vom 15. Oktober 2013, E. 3; BGer 5D_65/2014 vom 9. September 2014, E. 5.4.1; BGer 5A_488/2015 vom 21. A u- gust 2015, E. 3.2, je m.Hinw. auf BGE 138 III 37 4 E. 4.3.1 S. 375) . W as in der Beschwerde nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Begründungsanforderun- gen genügenden Weise beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz - 3 - nicht überprüft zu werden. Das gilt zumi ndest insoweit, als ein Mangel nicht ger a- dezu ins Auge springt. Insofern erfährt der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen (Art. 57 ZPO) im Beschwerdeverfahren eine Relativierung (BK ZPO I-Hurni, Art. 57 N 21 und N 39 ff.). 2.1.2 Neue Anträge, neu e Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel (zum Nachweis des gerügten Mangels) sind im Beschwerdeverfahren ausg e- schlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). W as im erstinstanzlichen Verfahren nicht be- hauptet oder eingereicht wurde, kann im Beschwerdeverfahren nicht mehr nach- geholt werden. Es herrscht grundsätzlich ein umfassendes Novenverbot sowohl für echte als auch unechte Noven (BGer 5A_872/2012 vom 22. Februar 2013, E. 3; BGer 5A_405/2011 vom 27. September 2011, E. 4.5.3 m.w.Hinw.; Fre i- burghaus/Afheldt in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-Komm., 3. A., Art. 326 N 4; vgl. aber immerhin auch BGE 139 III 466 E. 3.4 S. 471 und BGer 4A_51/2015 vom 20. April 2015, E. 4.5.1). 2.2 Nach dem Gesagten sind die erstmals im Beschwerdeverfahren ei n- gereichten Unterlagen (Urk. 23/1-4; Urk. 23/6 -7; Urk. 23/11; Urk. 23/13- 14) neu und dementsprechend unzulässig und unbeachtlich. Die Ausführungen des B e- klagten, welche über das bereits vor Vorinstanz Dargelegte hinausgehen, sind ebenso neu und damit unzulässig und unbeachtlich. Darauf ist nicht einzutreten. 2.3 Erschöpfen sich die Ausführungen des Beklagten lediglich in (grös- senteils wörtlichen) Wiederholungen des bereits vor Vorinstanz Dargelegten, vermag seine Beschwerdebegründung den gesetzlichen Vorgaben – wie voran- gehend ausgeführt (vgl. Erw. 2.1 .1) – nicht zu genügen (vgl. Urk. 10 S. 1-3 mit Urk. 20 S. 4 -6). Es fehlt an einer Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen. Entsprechend ist darauf nicht weiter einzugehen. 2.4 Im Übrigen bringt der Beklagte im Wesentlichen vor, mit dem Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 18. Mai 2018 (dem vorliegenden Rechtsöffnungstitel) sowie mit der Verfügung desselben Gerichts vom 13. Juni 2018, mit welcher im damaligen Verfahren sein Begehren um Wiederherstellung der Frist zur Erstattung der Klageant wort abgewiesen wor-- 4 - den ist, nicht einverstanden zu sein. Damit verkennt der Beklagte, dass im Rechtsöffnungsverfahren nicht mehr geprüft wird, ob eine Forderung zu Recht besteht oder nicht bzw. ob sie begründet ist oder nicht. Im Vollstreckungsverfa h- ren findet keine inhaltliche Überprüfung des Sachentscheides statt. Mit der dies- bezüglich zutreffenden Erwägung der Vor instanz setzt sich der Beklagte nicht auseinander. Damit hat es sein Bewenden. 2.5 Entsprechend erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unbe- gründet bzw. unzulässig, weshalb auf das Einholen einer Beschwerdeantwort der Gegenpartei verzichtet werden kann (Art. 322 Abs. 1 ZPO). D ie Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 3.1 Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG (vgl. ZR 110/2011 Nr. 28) auf Fr. 300.– festzusetzen. Die Gerichtskosten sind ausgangsgemäss dem Beklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 3.2 Der Klägerin ist mangels relevanter Umtriebe für das Beschwerdever- fahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). Es wird erkannt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt. 3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Beklagten auf- erlegt. 4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage je eines Doppels bzw. einer Kopie der Urk. 20, Urk. 22, Urk. 23/1-8 und Urk. 23/10-14, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. - 5 - Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit- telfrist an die Vorinstanz zurück. 6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 7'758.50. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. Zürich, 27. März 2019 Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Die Gerichtsschreiberin: lic. iur. K. Montani Schmidt versandt am: bz