<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2017-10-12-5A_800-2017.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para"> <b>5A_800/2017 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 12. Oktober 2017</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter von Werdt, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Zingg. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Klinik B.________. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Fürsorgerische Unterbringung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Gerichts für fürsorgerische Unterbringungen des Kantons Basel-Stadt vom 12. September 2017 (86/17). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin trat am 4. September 2017 freiwillig in die Klinik B.________ ein. Nachdem sie wieder austreten wollte, ordnete ein Pikettarzt der Medizinischen Dienste des Gesundheitsdepartementes am 5. September 2017 eine fürsorgerische Unterbringung und damit den weiteren Verbleib der Beschwerdeführerin in der Klinik B.________ an. </div> <div class="para">Dagegen erhob die Beschwerdeführerin gleichentags Beschwerde an das Gericht für fürsorgerische Unterbringungen des Kantons Basel-Stadt. Das Gericht hörte die Beschwerdeführerin und den behandelnden Arzt an. Das ärztliche Gutachten datiert vom 10. September 2017. Mit Entscheid vom 12. September 2017 wies es die Beschwerde ab und hielt fest, die Beschwerdeführerin könne aufgrund der am 5. September 2017 verfügten fürsorgerischen Unterbringung längstens bis zum 17. Oktober 2017 in der Klinik B.________ untergebracht werden. </div> <div class="para">Am 9. Oktober 2017 hat die Beschwerdeführerin gegen diesen Entscheid Beschwerde an das Bundesgericht erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Angefochten ist der kantonal letztinstanzliche Entscheid betreffend fürsorgerische Unterbringung; die Beschwerde in Zivilsachen steht offen (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6, <span class="artref">Art. 75 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/90" type="start"></artref>Art. 90 BGG</span><artref id="CH/173.110/75/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para">Die Beschwerde hat ein Begehren und eine Begründung zu enthalten (<span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span>), in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), was eine Auseinandersetzung mit der Begründung des angefochtenen Entscheides erfordert (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=29.09.2017&amp;to_date=18.10.2017&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2 S. 116). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin stellt keinen Antrag. Aus dem Kontext wird aber klar, dass sie die Klinik verlassen möchte. Zur Begründung führt sie an, sie sei nicht krank und habe nie fremde Menschen oder Lebewesen oder sich selbst gefährdet. Es habe keine Suizidgefahr bestanden und sie sei freiwillig eingetreten. </div> <div class="para">Diese Ausführungen stellen keine genügende Auseinandersetzung mit den ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz dar. Das Gericht für fürsorgerische Unterbringungen ist anhand der Unterlagen, des Gutachtens und der Anhörung zum Schluss gekommen, dass die Beschwerdeführerin an einer langjährigen bipolar-affektiven Störung mit psychotischen Symptomen leide. Ein Schwächezustand nach <span class="artref">Art. 426 ZGB</span> liege vor. An der Verhandlung sei neben dem deutlich depressiven Aspekt auch die psychotische Symptomatik in Erscheinung getreten (Stimmenhören etc.). Es fehle ihr deshalb an Realitätskontrolle und sie sei krankheitsbedingt nur begrenzt behandlungs- und krankheitseinsichtig. Aufgrund der Vorgeschichte und des Krankheitverlaufs werde deutlich, dass die Beschwerdeführerin zum einen einer medikamentösen Therapie, verbunden mit psychotherapeutischer Behandlung, bedürfe und zum andern in akuten Krankheitsphasen längere stationäre Klinikaufenthalte unerlässlich seien, um eine nachhaltige Remission zu erreichen. Die Beschwerdeführerin sei auf den stationären Rahmen angewiesen, da mangels Einsicht derzeit eine ambulante Behandlung nicht möglich sei. Aufgrund des Selbstfürsorgedefizits und der zunehmenden depressiven Symptomatik bestehe ausserhalb eines geschützten Rahmens eine Eigengefährdung. Aufgrund der Umstände müsse bei einer Rückkehr in die Wohnung zudem mit einer Fremdgefährdung (Wohnungsbrand, Gegenstände auf die Strasse werfen) gerechnet werden. Es bestehe derzeit keine mildere Massnahme als eine fürsorgerische Unterbringung und die Klinik B.________ sei eine geeignete Einrichtung. </div> <div class="para">Vor Bundesgericht beschränkt sich die Beschwerdeführerin darauf, einzelne Punkte dieser Erwägungen (Eigen- und Fremdgefährdung, sinngemäss depressive Symptomatik) herauszugreifen und zu bestreiten. Sie zeigt aber nicht auf, inwiefern die Vorinstanz den Sachverhalt offensichtlich unrichtig (<span class="artref">Art. 97 BGG</span>) festgestellt haben sollte oder inwiefern sie Rechtsnormen verletzt haben soll. Solches ist auch nicht ersichtlich. Die Beschwerde enthält somit offensichtlich keine hinreichende Begründung. Darauf ist im vereinfachten Verfahren gemäss <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span> durch den Abteilungspräsidenten nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Angesichts der Umstände ist auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Gericht für fürsorgerische Unterbringungen des Kantons Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 12. Oktober 2017 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: von Werdt </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Zingg </div> </div></body></html>