<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass aus Sicherheitsgründen alle Pisten der nationalen (inklusive Basel-Mülhausen) und regionalen Schweizer Flughäfen mit einer ILS-Anlage ausgerüstet werden - in allen Fällen, wo dies angemessen und technisch machbar ist.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Ausgangslage</p><p>Um die Allwettertauglichkeit eines Flughafens sicher stellen zu können, bedarf es entsprechender radioelektrischer Anflughilfen. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Präzisionsanflughilfen (z. B. Instrumenten-Lande-System, ILS) und Nichtpräzisions-Anflughilfen (z. B. VOR/DME). Beide Systeme eignen sich grundsätzlich zur Durchführung von Schlechtwetteranflügen und sind als sicher zu bezeichnen. In der Schweiz gelangen sowohl Präzisions- wie auch Nichtpräzisions-Anflughilfen zum Einsatz.</p><p>2. Gründe zur Installation eines ILS</p><p>Das ILS ist die heute weltweit gebräuchlichste Anflughilfe. Mit ILS sind Anflüge auch bei schlechtesten Wetterbedingungen möglich. Im Unterschied zu älteren Systemen (z. B. VOR/DME) bietet das ILS eine radioelektrische Führung sowohl in der lateralen wie auch in der vertikalen Ebene, was für den Piloten nicht zuletzt eine Komfortsteigerung beim Landeanflug bedeutet. Die Installation eines ILS wirkt sich in der Regel positiv auf die Kapazität eines Flughafens aus und trägt bei marginalen Wetterverhältnissen vor allem zur Regelmässigkeit des Flugbetriebes bei.</p><p>Damit auf einer Piste ein ILS installiert werden kann, müssen gewisse Voraussetzungen bezüglich der Hindernisfreiheit im Anflugbereich und baulichen Gegebenheiten auf dem Flughafengelände erfüllt sein. Dies bedeutet, dass die Installation eines ILS schon aus technisch-topographischen Gründen nicht überall möglich ist.</p><p>Hinzu kommt, dass die Installation eines ILS oft auch aus wirtschaftlichen Gründen oder aus Gründen der Verhältnismässigkeit (Notwendigkeit zur Schaffung einer den übrigen zivilen oder militärischen Luftverkehr zu sehr einschränkenden Luftraumstruktur) nicht oder nicht für alle Pisten infrage kommt. Die Investition in ein ILS beläuft sich auf 1,5 bis 3 Millionen Franken; deren Unterhalt mitsamt den vorgeschriebenen periodischen Flugvermessungen usw. schlägt nochmals mit bis zu 100 000 Franken pro Jahr zu Buche, was die finanziellen Möglichkeiten vor allem kleinerer Flugplätze oft übersteigt.</p><p>In diesen Fällen kommen dann die erwähnten älteren Systeme zur Anwendung, oder es wird mittels eines so genannten "Circling-Verfahrens" gelandet, d. h., es wird mittels des auf einer Piste bestehendem ILS bis auf eine gewisse Höhe abgesunken, um dann mit Hilfe visueller Referenzen auf der anderen Piste zu landen.</p><p>3. Beurteilung der heutigen Situation</p><p>Der Bundesrat sieht keine Notwendigkeit, generell die Installation von ILS-Anlagen auf den schweizerischen Flughäfen zu forcieren.</p><p>Eine klare Verbesserung der Sicherheit ergäbe sich lediglich dann, wenn ein bestehendes Circling-Verfahren, welches ausschliesslich nach Sicht geflogen werden muss, durch ein ILS ersetzt werden könnte.</p><p>Der Bundesrat ist deshalb bereit zu prüfen, welche der bestehenden Circling-Verfahren durch ILS-Verfahren ersetzt werden.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.