<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2020-09-23-5A_775-2020.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_775/2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 23. September 2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde </div> <div class="para">Basel-Stadt, </div> <div class="para">Rheinsprung 16/18, 4051 Basel. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Elterliche Sorge und Obhut, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 10. Juni 2020 (VD.2019.139 / VD.2019.245). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">C.________ (geb. 2007) ist der Sohn von A.________ und B.________. Die Eltern sind nicht miteinander verheiratet und lebten vor der Geburt des Sohnes kurz im gleichen Haushalt. Die Mutter hatte das alleinige Sorgerecht. </div> <div class="para">Nach einem Streit zwischen den Eltern während des Fussballtrainings von C.________ am 17. Juni 2019 wurde dieserentsprechend seinem ausdrücklichen Wunsch von der requirierten Polizei vorübergehend in die Obhut des Vaters gegeben. Da er nicht mehr zur Mutter zurückkehren wollte und angab, von dieser geschlagen worden zu sein, entzog ihr die KESB Basel-Stadt am 18. Juli 2019 vorsorglich das Aufenthaltsbestimmungsrecht, unter Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft und einer Kindesvertretung sowie unter Erlass einer Anzahl weiterer Massnahmen. Hiergegen erhob die Mutter Beschwerde beim Verwaltungsgericht. </div> <div class="para">Gestützt auf den Bericht des Beistandes sowie nach Anhörung von C.________ (im Beisein der Kindesvertreterin) und der Eltern übertrug die KESB mit Entscheid vom 4. November 2019 den Eltern das Sorgerecht gemeinsam und die Obhut dem Vater; sodann ordnete es eine Reihe weiterer Massnahmen an, namentlich in familientherapeutischer Hinsicht. Hiergegen erhob die Mutter ebenfalls Beschwerde beim Verwaltungsgericht. </div> <div class="para">Mit Urteil vom 10. J uni 2020 erklärte dieses die Beschwerde gegen die vorsorgliche Massnahme für gegenstandslos und wies die Beschwerde gegen den Hauptentscheid ab. </div> <div class="para">Dagegen hat die Mutter am 17. September 2020 beim Bundesgericht eine Beschwerde eingereicht. Sie verlangt, dass dem Vater die Erziehungsfähigkeit aberkannt und der Sohn so schnell als möglich wieder in ihre Obhut gegeben und unter ihre alleinige Sorge gestellt werde und dass gegenüber dem Vater ein absolutes Kontaktverbot ausgesprochen werde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt ist für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>). Diesbezüglich kann nur eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung gerügt werden, für welche das strenge Rügeprinzip gilt (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/106/2" type="start"></artref>Art. 106 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/97/1" type="end"></artref>), was bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und belegte Rügen prüft, während es auf ungenügend substanziierte Rügen und rein appellatorische Kritik am Sachverhalt nicht eintritt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=13.09.2020&amp;to_date=02.10.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-264%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page264">BGE 140 III 264</a> E. 2.3 S. 266; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=13.09.2020&amp;to_date=02.10.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-IV-249%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page249">141 IV 249</a> E. 1.3.1 S. 253). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In rechtlicher Hinsicht hat die Beschwerde eine Begründung zu enthalten, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Begründung erfordert (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=13.09.2020&amp;to_date=02.10.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2 S. 116; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=22&amp;from_date=13.09.2020&amp;to_date=02.10.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">142 III 364</a> E. 2.4 S. 368). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Ausführungen der Beschwerdeführerin betreffen ausschliesslich den Sachverhalt und die Beweiswürdigung. Sie macht geltend, der Vater sei kriminell und alkoholsüchtig und profitiere unrechtmässig vom Obhutswechsel, die KESB sei korrupt und lüge und habe selbst zugegeben, vom Vater manipuliert worden zu sein, und das Gericht sei korrupt und nehme ihre klaren Aussagen bewusst nicht zur Kenntnis. Sie habe den Sohn nie geschlagen, es mit ihm immer gut und fröhlich gehabt, was die Fotos beweisen würden, während der Sohn beim Vater die nötigen Medikamente nicht erhalten habe, dick und depressiv werde und die Schulnoten dramatisch gesunken seien. All dies wird jedoch in rein appellatorischer und damit ungenügender Form vorgetragen; eine Verfassungsrüge (namentlich die Rüge der willkürlichen Sachverhaltsfeststellung) wird nicht erhoben, auch nicht dem Inhalt nach, denn die Ausführungen nehmen keinerlei Bezug auf den über 20-seitigen angefochtenen Entscheid, dessen Feststellungen zusammengefasst dahin gehen, dass sich der Sohn beim Vater wohl fühlt und gut entwickelt, die beiden ein gutes und enges Verhältnis haben und es anfänglich auch in der Schule besser ging, wobei in jüngerer Zeit Motivationsprobleme auftraten, die Lehrpersonen aber grundsätzlich von einer Lernbereitschaft ausgehen. Auf die mit diesen Feststellungen in diametralem Kontrast stehende Schilderung der eigenen Sicht durch die Beschwerdeführerin kann nach dem Gesagten nicht eingetreten werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In rechtlicher Hinsicht erfolgen keine Ausführungen. Es wird mithin nicht dargelegt (und ist im Übrigen auch nicht ersichtlich), inwiefern das Verwaltungsgericht gegen Recht verstossen haben soll. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, der KESB Basel-Stadt und dem Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 23. September 2020 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>