Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 27. März 2014 (720 13 194) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung IV-Rente; Rentenrevision; Behandlung eines Ausstandsbegehrens gegen RAD-Arzt (Art. 36 ATSG); Zusatzfragen an Gutachter/rechtliches Gehör; Beweiswert von Gutachten Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Dan iel Noll, Kantonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiberin Margit Campell Parteien A.____, vertreten durch Rémy Wyssmann, Rec htsanwalt und Notar, Schachenstrasse 34b, Postfach 368, 4702 Oensingen gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Beigeladene Implenia Vorsorge , Bahnhofstrasse 24 , 5001 Aarau Betreff IV-Rente A.1 A.___ arbeitete zuletzt bis 1999 als Maschinist bei der B.____. Am 27. Oktober 2000 meldete er sich unter Hinweis auf Rückenprobleme un d Depressionen zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) an. Dies e klärte die gesundheitlichen und die erwerb- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht lichen Verhältnisse ab. Mit Verfügung vom 28. Januar 20 02 sprach sie dem Versicherten mit Wirkung ab 1. November 2000 gestützt auf einen Invalidi tätsgrad von 100% eine ganze Rente zu. Dieser Anspruch wurde nach durchgeführtem Revisionsve rfahren mit Mitteilung der IV- Stelle vom 14. April 2005 bestätigt. A.2 Am 14. April 2009 leitete die IV-Stelle erneut ein Revisionsverfahren ein und klärte den gesundheitlichen und den erwerblichen Sachverhalt ab. Mit Verfügung vom 24. Mai 2013 sprach sie dem Versicherten - nach durchgeführtem Vorbesche idverfahren - aufgrund eines Invaliditätsgrades von 58% eine halbe Rente zu. Zur Beg ründung hielt die IV-Stelle im Wesent- lichen fest, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich seit der erstmaligen Rentenzu- sprache im Jahr 2002 verbessert. B. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Re chtsanwalt Rémy Wyssmann, am 28. Juni 2013 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilun g Sozialversicherungsrecht (Kantons- gericht). Er beantragte: „1. Die Verfügung der IV-Stelle vom 24. Mai 2013 se i vollumfänglich aufzuheben. 2.a) Es sei gerichtlich festzustellen, dass die IV-Stelle im Zeitpunkt der Eröffnung der Rentenherabsetzungs- verfügung vom 24. Mai 2013 - mithin also bald ein Jahr nach den im Einwand zum Vorbescheid vom 15. Oktober 2012 gestellten Zusatzfragen und rund ein halbes Jahr n ach dem Ausstandsbegehren vom 14. Dezember 2012 - unter Verletzung der Gehörs-, Mitwirkungs- und Verfah rensrechte, wie sie durch BGE 137 V 210 ff. resp. Art. 55 ATSG i.V.m. Art 19 VwVG und Art 57 ff. BZP und Art. 36 Abs. 1 ATSG verbürgt sind, verfügt hat, indem sie weder die Zusatzfragen des Versicherten zur Beantwortung zuliess no ch dessen Ausstandsbegehren gegen IV-Arzt Dr. med. C.___ behandelte, was ohne weiteres als offensichtlich fe hlerhaft zu erkennen ist, weshalb der vorliegenden Be- schwerde die aufschiebenden Wirkung ohne weiteres zu ert eilen sei und die bisherigen Rentenleistungen weiterhi n ungeschmälert nach Massgabe einer Erwerbsunfähigkeit von mindestens 70% zuzüglich einem Verzugszins von 5% ab wann rechtens auszurichten sind. Nach Erteilung der au fschiebenden Wirkung sei die Beschwerdesache an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese das Verfahren nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK und BGE 137 V 210 ff. vollzieht und erst nach Vollzug neu entscheidet. 2.b) Eventualiter: Es sei gerichtlich festzustellen, dass s ich der gesundheitliche Zustand des Versicherten seit der letzten Rentenzusprechung nicht verändert hat und es seien dem Versicherten und Beschwerdeführer weiterhin die gesetzlichen IV-Leistungen nach Massgabe einer Erwerbsunfähigkeit von mindestens 70% auszurichten. 2.c) Subeventualiter: Es sei eine gerichtliche Begutachtun g den Fall des Versicherten betreffend durchzufüh- ren (vgl. BGE 137 V 264, Erw. 4.4.1.4 und 4.4.1.5). 2.d) Subsubeventualiter: Die Beschwerdesache sei an die B eschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese unter Einhaltung der Verfahrenskorrektive nach BGE 137 V 210 ff. eine neue psychiatrische Begutachtung durch- führt. 3. Es sei eine öffentliche Gerichtsverhandlung nach Art. 6 Ziff. EMRK mit Publikums- und Presseanwesen- heit anzusetzen und durchzuführen. 4. Vor der Eröffnung des materiellen Endentscheides sei dem unterzeichneten Rechtsanwalt Gelegenheit zur Einreichung einer detaillierten Kostennote zur Gelt endmachung einer Parteientschädigung resp. einer armenrechtli- chen Entschädigung zu geben. 5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin“. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Zur Begründung wurde – neben dem Einwand der fehlen den Behandlung des Ausstandsbegeh- rens - im Wesentlichen vorgebracht, dass die an Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psy- chotherapie, gerichteten Ergänzungsfragen vom 15. Oktobe r 2012 nicht an diesen zur Beant- wortung weitergeleitet worden seien, womit der Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden sei. Der Entscheid selbst beruhe insgesamt auf unzureichenden, unvollständigen und veralteten medizinischen Unterlagen, weshalb er aufzuheben sei. Zudem seien die Ergebnisse der berufli- chen Abklärung unberücksichtigt geblieben. C. Mit Verfügung vom 29. Juli 2013 lehnte das Gericht den Verfahrensantrag des Be- schwerdeführers ab, es sei die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wieder herzustellen. Weiter wurde die Implenia Vorsorge zum Beschwerdeverfahren beigeladen. D. Die IV-Stelle liess sich am 22. August 2013 zur Beschw erde vernehmen und beantrag- te deren Abweisung. Sie führte sinngemäss aus, dass sie n icht verpflichtet gewesen sei, das Ausstandsbegehren gegen Dr. C.____ zu behandeln. Sie h abe auch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs begangen, indem sie die Ergänzungsfragen nicht an Dr. D.____ unterbreitet habe. Weiter brachte sie im Wesentlichen vor, dass die der angefochtenen Verfügung zugrunde gelegten medizinischen Berichte nicht zu beanstanden seie n und sie ihren Entscheid darauf abstellen durfte. E. Am 16. Januar 2014 bestätigte das Gericht, dass die Implenia Vorsorge nicht an der Parteiverhandlung vom 27. März 2014 teilnehmen werde. F. Anlässlich der Parteiverhandlung, an welcher der Besc hwerdeführer und Rechtsanwalt Wyssman sowie ein Vertreter der IV-Stelle teilnahmen, haben die Parteien im Wesentlichen ihre bereits schriftlich geäusserten Argumente wiederholt. D er Beschwerdeführer modifizierte seine Rechtsbegehren formell leicht, inhaltlich veränderte e r sie aber nicht. So hielt er insbesondere an seinem Hauptantrag fest, wonach die Beschwerde in Au fhebung der angefochtenen Verfü- gung gutzuheissen und dem Beschwerdeführer weiterhin e ine ganze Rente auszurichten sei. Eventualiter sei ein Gerichtsgutachten einzuholen, bei welchem auch die vollständigen IV-Akten der Ehefrau beizuziehen seien. Der Rechtsvertreter reicht e zudem die am 8. Mai 2013 erstellte „Kurzgutachterliche Beantwortung von Fragen zur Problem atik der Zusatzfragen von versicher- ten Personen im Verfahren der IV-Stelle“ von Prof. D r. iur. Gabriela Riemer-Kafka ein. Dieses Schriftstück wurde zu den Akten genommen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Auf die form- und fristgerecht beim sachlich wie ör tlich zuständigen Gericht erhobene Beschwerde ist einzutreten. 2.1 Der Beschwerdeführer macht in formeller Hinsicht g eltend, die angefochtene Verfü- gung vom 24. Mai 2013 sei aufzuheben, weil die Vorinst anz das gegen Dr. C.____ gerichtete Ausstandsbegehren vom 14. Dezember 2012 nicht behandelt habe. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.1.1 Gemäss Art. 36 des Bundesgesetzes über den Allg emeinen Teil des Sozialversiche- rungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 treten Personen in Ausstand, die Entscheidungen über Rechte und Pflichten zu treffen oder vorzubereiten haben, wenn sie in der Sache ein per- sönliches Interesse haben oder aus anderen Gründen in d er Sache befangen sein könnten. Erfasst sind somit alle Personen, die auf das Zustandekom men einer Entscheidung Einfluss nehmen; dazu zählen neben Sachbearbeiterinnen und Sa chbearbeiter insbesondere auch bei- gezogene sachverständige Personen (vgl. U ELI KIESER , ATSG-Kommentar, Zürich/Genf/Basel 2009, N 9 zu Art. 36). Damit fällt der RAD-Arzt unter den Adressatenkreis von Art. 36 ATSG und das am 14. Dezember 2012 gegenüber der zuständigen Sachbearbeiterin formell gestellte Aus- standsbegehren hätte grundsätzlich durch die ihr innerhal b der Vorinstanz hierarchisch vorge- setzte Stelle behandelt werden müssen (Art. 36 Abs. 2 A TSG; Urteil des Bundesgerichts vom 30. August 2006, U 302/05, E. 3.2; K IESER , a.a.O., N 20 zu Art. 36; U RS MÜLLER , Das Verwal- tungsverfahren in der Invalidenversicherung, Bern 2010, N 1950). Da dies offensichtlich unter- lassen wurde, ist nachfolgend zu prüfen, ob die angefoc htene Verfügung aufgrund dieses Ver- fahrensmangels ungültig ist. Dabei ist zu beachten, dass da s Kantonsgericht im vorliegenden Beschwerdeverfahren als Rechtsmittelinstanz gemäss § 57 des Gesetzes über die Verfas- sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 volle Kognition hat. 2.1.2 Der Beschwerdeführer beantragte in seinem Aussta ndsbegehren vom 14. Dezember 2012, es sei von Amtes wegen festzustellen, dass der RAD -Arzt Dr. C.____ befangen sei. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, Dr. C.____ zi ehe in seiner Stellungnahme vom 24. Oktober 2012 aus der Symptomatik und dem ganzen medi zinischen Sachverhalt falsche Schlüsse. Sinngemäss führte der Beschwerdeführer aus, dass e s dem RAD-Arzt nur darum gehe, ihn in einem schlechten Bild darzustellen. Ein Blick auf den Bericht vom 24. Oktober 2012 bestätigt die Ausführungen des Beschwerdeführers nicht. Dr. C.____ nimmt darin durchwegs sachlich, unvoreingenommen und die Persönlichkeit des Be schwerdeführers nicht herabset- zend zum medizinischen Sachverhalt und zu den durch den B eschwerdeführer im Vorbe- scheidverfahren vorgebrachten Argumenten Stellung, was im Übrigen auch auf seine späteren Ausführungen vom 18. Januar 2013 und 6. August 2013 zutrifft. Dass der Beschwerdeführer mit dem Ergebnis der Einschätzung von Dr. C.____ nicht ein verstanden ist, indiziert keine Vorein- genommenheit des RAD-Arztes. 2.1.3 Das Ausstandsbegehren des Beschwerdeführers gegen Dr . C.____ erweist sich damit als unbegründet, weshalb die angefochtene Verfügung unter diesem Aspekt rechtens ist. 2.2 In formeller Hinsicht moniert der Beschwerdeführer weiter, die Vorinstanz habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie die vo n ihm im Rahmen des Vorbescheid- verfahrens eingereichten Ergänzungsfragen vom 15. Oktobe r 2012 nicht an Dr. D.____ zur Be- antwortung weiter geleitet habe. 2.2.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Eidgenössischen Bundesverfa ssung (BV) vom 18. April 1999 haben die Parteien Anspruch auf recht liches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungs- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht recht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rech tsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass de s in ihre Rechtsstellung eingreifen- den Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizu bringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu we rden und an der Erhebung wesentli- cher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 129 II 504 E. 2.2, 127 I 56 E. 2b, 127 III 578 E. 2c, 126 V 131 E. 2b; zu Art. 4 Abs. 1 a BV ergangene, weiterhin geltende Recht- sprechung: BGE 126 I 16 E. 2a/aa, 124 V 181 E. 1a, 375 E. 3b, je mit Hinweisen). Im Zusammenhang mit Expertengutachten beinhaltet das re chtliche Gehör insbesondere das Recht, Kenntnis vom Inhalt des Gutachtens zu nehmen, und dem Experten ergänzende Fragen zu stellen (vgl. K IESER , a.a.O., N. 14 zu Art. 42 und N. 2 zu Art. 44; U LRICH MEYER -BLASER , Rechtliche Vorgaben an die medizinische Begutachtung, i n: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der medizinischen Begutachtung in der Sozial versicherung, St. Gallen 1997, S. 40 ff.; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgericht s [EVG] vom 12. September 2005, I 435/05). Verwaltung oder Gericht können jedoch von der Beantwortung der Ergänzungsfragen durch den Experten absehen, wenn davon keine neuen Erke nntnisse zu erwarten sind (antizi- pierte Beweiswürdigung; BGE 130 II 428 E. 2.1, 125 I 135 E. 6c/cc in fine, 430 E. 7b, 124 V 94 E. 4b, 122 II 469 E. 4a, 122 III 223 E. 3c; Urteil vom 12. September 2005, I 435/05; vgl. auch SVR 1996 UV Nr. 43 S. 133). 2.2.2 Im vorliegenden Verfahren stellte der Beschwerdef ührer am 15. Oktober 2012 Ergän- zungsfragen an Dr. D.____. Diese betrafen insbesondere dessen Gutachten vom 28. Dezember 2009, welches der Beschwerdeführer als widersprüchlich u nd nicht schlüssig bezeichnete. Die Vorinstanz verzichtete in der Folge auf die Einholung e iner Stellungnahme durch Dr. D.____ und unterbreitete die Ergänzungsfragen ihrem RAD-Ar zt Dr. C.____. Dieser äusserte sich am 23. Oktober 2012 ausführlich dazu und nahm zu den Frag en konkret Stellung. Aufgrund dieser Ausführungen durfte in antizipierter Beweiswürdigung von einer Beantwortung der Ergänzungs- fragen durch Dr. D.____ abgesehen werden. Das Verhalte n der Vorinstanz ist daher rechtens und eine Verletzung des rechtlichen Gehörs im Verwaltungsverfahren liegt nicht vor. 3. In materieller Hinsicht ist strittig und zu prüfen, ob die IV-Stelle den Anspruch des Be- schwerdeführers per 1. Juli 2013 zu Recht von einer ganze n Rente auf eine halbe Rente redu- zierte. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum E rlass der angefochtenen Verfü- gung vom 24. Mai 2013 entwickelte. Dieser Zeitpunkt bi ldet rechtsprechungsgemäss die zeitli- che Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 1 29 V 4 E. 1.2). Das erst anlässlich der Parteiverhandlung eingereichte Kurzgutachten von P rof. Dr. Riemer-Kafka kann daher vor- liegend nicht berücksichtigt werden. 3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invali denversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 hat die versicherte Person Anspruch auf e ine ganze Rente, wenn sie zu mindes- tens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu minde stens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar. Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund e ines Einkommensvergleichs zu bestim- men. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnah- men durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichen er Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbsei nkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen) . Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zif- fernmässig möglichst genau ermittelt und einander gege nübergestellt werden. Aus der Ein- kommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkom- mensvergleichs; BGE 104 V 136 E. 2a und b). 3.3.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab- zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesen tliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad u nd damit den Rentenanspruch zu beein- flussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer w esentlichen Änderung des Gesund- heitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes sich erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen). 3.3.2 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer a nspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bildet die letzte der versicherten Pe rson eröffnete rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspru chs mit rechtskonformer Sachverhalts- abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk- ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkunge n des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4 und 130 V 75 ff. E. 3.2.3). 3.3.3 Vorliegend wurde dem Beschwerdeführer mit Verf ügung vom 28. Januar 2002 mit Wir- kung ab 1. November 2000 eine ganze Rente zugesprochen. Im Rahmen der im Jahr 2005 ein- geleiteten Revision wurde der medizinische Sachverhalt untersucht, auf die Durchführung eines Einkommensvergleichs wurde jedoch verzichtet. Im April 2 009 leitete die IV-Stelle erneut ein Revisionsverfahren ein. Nachdem sie die erforderlichen A bklärungen durchgeführt hatte, redu- zierte sie die ganze Rente mit Verfügung vom 24. Mai 2013 per Ende Juni 2013 auf eine halbe Rente. Demgemäss beurteilt sich die Frage, ob eine Änd erung in den tatsächlichen Verhältnis- sen eingetreten ist, die eine revisionsweise Aufhebung de r bis anhin ausgerichteten ganzen Rente rechtfertigt, durch Vergleich des Sachverhalts, w ie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung am 28. Januar 2002 bestanden hat, mi t demjenigen im Zeitpunkt der vorlie- gend angefochtenen Verfügung vom 24. Mai 2013. 4.1 Als Invalidität gilt die voraussichtlich bleibende ode r längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität wird durch eine Beeinträchti- gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundhei t verursacht, wobei sie im IV- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un fall sein kann (Art. 4 Abs. 1 des Bun- desgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG] vom 19. Juni 1959, Art. 3 und 4 ATSG). 4.2 Gemäss der Legaldefinition von Art. 6 ATSG ist Arb eitsunfähigkeit die durch eine Be- einträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundh eit bedingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in ei nem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frag e kommenden Arbeitsmarkt zumutba- rerweise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi- alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be- weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 323 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI- Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 5.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung des Bundesg erichts mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu stellen (vgl. die ausführlichen Zusam- menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3 b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingehol- ten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, wel che aufgrund eingehender Beobach- tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die A kten Bericht erstatten und bei der Er- örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex- pertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weitere n Hinweisen). Diese im Bereich der Un- fallversicherung entwickelten Grundsätze finden für das I V-Verwaltungsverfahren sinngemäss Anwendung (Urteil des EVG vom 9. August 2000, I 437/99 und I 575/99, E. 4b/bb). 5.4 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten dar f und soll das Gericht der Erfah- rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ih rer Patientinnen und Patienten aussa- gen. Bei der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweis- würdigung dürfen allerdings auch die potentiellen St ärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Medi- ziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornher ein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen Seite l ässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Ar ztes einerseits und Begutachtungsauf- trag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten a nderseits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärung en zu nehmen, wenn die behan- delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43 E. 2.2.1 mit Hinweisen). Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpreta- tion entspringende - Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder un- gewürdigt geblieben sind (SVR 2008 IV Nr. 15 S 43 E. 2.2.1 mit Hinweisen). 6. Für die Beurteilung des vorliegenden Falls sind im Wesentlichen nachfolgende Berich- te zu berücksichtigen: 6.1 Im Rahmen der erstmaligen Berentung stützte sich di e IV-Stelle auf die Berichte von Dr. med. E.____, FMH Innere Medizin und Rheumatologi e, und der F.____. Dr. E.____ diag- nostizierte am 6. August 2001 ein chronisches unspezifisches l umbovertebrales Schmerzsyn- drom mit unspezifischer Schmerzausstrahlung ins linke mehr als ins rechte Bein, eine diskrete mediane Diskusprotrusion L4/L5 bei sonst radiomorpholog isch unauffälligen Aspekten, eine mittelgradige depressive Episode mit somatischen Symptomen und einer Somatisierungsstö- rung sowie eine psychosoziale Belastungssituation. Dem Besch werdeführer sei die bisher aus- geübte Tätigkeit als Bauarbeiter bleibend nicht mehr zumutbar. Für nicht rückenbelastende Tä- tigkeiten ohne repetitives Heben, Ziehen oder Stossen vo n Lasten über 10 kg bis 15 kg, ohne gebückte Tätigkeiten oder Überkopfarbeiten sei aus Sicht des Bewegungsapparates eine volle Arbeitsfähigkeit zumutbar. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine mittelgradige depressive Epi- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht sode, aufgrund welcher eine 100%ige Arbeitsunfähigkei t zu attestieren sei. Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Oberarzt der F.____, diagnostizierte am 12. Oktober 2001 eine mittelgradige depressive Episode mit somatische n Symptomen (ICD-10 F.32.11), eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0), ein chronisch es unspezifisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit unspezifischer Schmerzausstrahlung ins li nke mehr als ins rechte Bein und eine diskrete mediane Diskusprotrusion L4/L5. Aus psych iatrischer Sicht bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. 6.2.1 Der angefochtenen Verfügung vom 24. Mai 2013 la gen im Wesentlichen das bidiszipli- näre Gutachten von Dr. med. H.____, FMH Innere Medizin und Rheumatologie, und Dr. D.____ vom 28. Dezember 2009 und das Verlaufsgutachten von Dr. D.____ vom 25. Februar 2011 zu- grunde. Die Fachärzte nannten als Diagnosen mit Auswi rkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) ein unspezifisches chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom, i ntermittierend lumbospondy- logen links (ICD-10 M54.5) mit beginnender Spondylarthrose L4/L5 sowie anamnestisch diskre- te mediane Diskusprotrusion L4/L5, Wirbelsäulenfehlform und -haltung, muskuläre Dysbalance und Insuffizienz vom Beckengürteltyp sowie eine chronische S chmerzverarbeitungsstörung, und (2) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0) mit starker somatoformer Überlagerung. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden chro- nische Kopfschmerzen am ehesten vom Spannungstyp, eine diasto lisch betonte kontrollbedürf- tige arterielle Hypertonie und eine Adipositas (BMI 34,4 kg/m 2). In der Konsensbeurteilung führ- ten die Dres. H.____ und D.____ aus, dass sich aus somati scher Sicht ähnliche Befunde wie in der Vergangenheit finden lassen würden. Es hätten sich unspezifische Beschwerden im Rah- men von beginnenden degenerativen und statischen Verän derungen des lumbalen Achsenske- letts eruieren lassen, welche nicht mit einer Schmerz- und eine Behinderungsüberzeugung kor- relieren würden. Aus psychiatrischer Sicht fände sich eine leichte depressive Symptomatik mit deutlicher somatoformer Begleitreaktion. Es sei wohl im Verlauf des Geschehens eine gewisse Schwankung anzunehmen, doch lasse sich dadurch nicht mehr eine volle Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen. Sicher müsse der Zustand a ls mittlerweile chronifiziert eingestuft werden. Grundsätzlich sei es dem Exploranden aber wieder möglich, zumindest in Teilzeit einer körperlich adaptierten Tätigkeit nachzugehen. Ihm seien jedoch das Achsenskelett nur noch leicht bis mittelschwer belastende Tätigkeiten mit Heb en und Ziehen von Lasten bis 15 kg, durchgeführt in Wechselbelastung, abwechslungsweise stehend, sitzend wie auch gehend voll- schichtig möglich. Schwere wirbelsäulenbelastende Tätig keiten wären höchstens zu 50% zu- mutbar. Aufgrund der depressiven Störung sei der Beschwer deführer vermindert belastbar, be- nötige längere Erholungsphasen und dürfte verlangsamt sein. Es könne aber von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Diese Einschätzung gelte aus gesamtmedizini- scher Sicht. 6.2.2 Am 25. Februar 2011 erging das Verlaufsgutach ten von Dr. D.____. Gestützt auf die Untersuchung des Beschwerdeführers vom 18. Februar 2011 wurde eine rezidivierende de- pressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0), diagnostiziert. Der Beschwerde- führer sei deshalb und wegen den geringen Ressourcen sich er vermindert belastbar. Es sollte ihm aber möglich sein, einer 50%igen körperlich adapt ierten Tätigkeit nachzugehen. Es gelte Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht aber auch zu beachten, dass er nunmehr seit über 10 Jahr en keine Erwerbstätigkeit mehr aus- geübt habe und deshalb ein Aufbautraining benötige. 6.2.3 Weiter findet sich in den Akten der Abschlussbericht der elementaren beruflichen Ab- klärung (ELA) vom 2. Februar 2012. Diesem ist zu entneh men, dass der Beschwerdeführer in der Zeit vom 26. September 2011 bis 31. Dezember 2011 an einem Belastbarkeitstraining im I.____ teilgenommen habe. Diese Abklärung habe ergeb en, dass der Beschwerdeführer das Pensum von drei Stunden an vier Tagen nur teilweise ha be einhalten können. Obwohl er sich bemüht habe, habe das Pensum nicht gesteigert werden können. Es bestünden sowohl psychi- sche als auch physische Einschränkungen und die attestierte Leistungsfähigkeit habe sich nicht umsetzen lassen. Die Krankheitsüberzeugung stehe im Vord ergrund und eine Fortführung von Integrationsmassnahmen würde unter diesen Umständen keinen Sinn machen. 6.2.4 Der behandelnde Psychiater Dr. G.____ hielt am 5. März 2012 fest, dass der Be- schwerdeführer mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit a n einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somat ischem Syndrom, einer Somatisierungs- störung, einem chronischen unspezifischen lumbovertebralen S chmerzsyndrom mit unspezifi- scher Schmerzausstrahlung, einer diskreten medialen Diskuspro trusion L4/L5 und an einer Analfissur leide. Weiter führte Dr. G.____ aus, dass d er Beschwerdeführer seit 2000 regelmäs- sig in die ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung komme. Seit seinem letz- ten Bericht im Jahr 2009 habe sich die psychische Situatio n nicht verändert, sie habe sich je- doch chronifiziert. Aufgrund der gestellten Diagnosen könne der Beschwerdeführer nur sehr beschränkt einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Dr. G.____ erachtete den Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig. Am 5. Dezember 2012 bestätigte Dr. G.____ diese Ausfü hrungen zuhanden des Rechtsvertre- ters des Beschwerdeführers. Er führte aus, dass der Beschwer deführer trotz antidepressiver Medikation weiterhin depressiv sei und er unter latente n Suizidgedanken, Hoffnungslosigkeit, sozialem Rückzug und Schlafstörungen leide. 6.2.5 Dr. med. J.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie , wurde vom Rechtsvertreters des Beschwerdeführer ersucht, zu den vorhandenen Akten, insbesondere den Ausführungen von Dr. D.____, Stellung zu nehmen. Am 27. Juni 2013 führte er sinngemäss aus, der Be- schwerdeführer habe versucht, in der Untersuchungssituatio n bei Dr. D.____ einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen. Aus diesem Grund seien d ie psychopathologischen Befunde positiv ausgefallen und Dr. D.____ habe sich dazu verleit et lassen, von einer leichten depressi- ven Episode auszugehen. Aufgrund der Widersprüche in den Gutachten von Dr. D.___, Dr. G.___ und dem Hausarzt Dr. med. K.____, FMH Allgemeine Medizin, vom 19. Juni 2013 sei es unumgänglich, mit dem langjährig behandelnden Psychiater und dem Hausarzt Rücksprache zu nehmen. Zusammenfassend diagnostizierte Dr. J.____ ei ne rezidivierende depressive Stö- rung, gegenwärtig mittelgradige Episode. 7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ver fügung vom 24. Mai 2013 bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf die Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Ausführungen der Dres. H.____ und D.____ vom 28. Dezem ber 2009 und das Verlaufsgutach- ten von Dr. D.____ vom 25. Februar 2011. Sie ging dem nach davon aus, dass dem Beschwer- deführer aus gesamtmedizinischer Sicht die Ausübung einer adaptierten Tätigkeit zu 50% zu- mutbar sei. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsver- fahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertisen sprechen. Solche Indizien liegen hier keine v or. Die Berichte der Dres. H.____ und D.____ beruhen auf eingehenden Untersuchungen des Beschwerdeführers und berücksichtigen die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Unte rlagen. Zudem wird einlässlich sowohl auf die psychischen wie auch auf die somatischen Beschwerde n eingegangen und es wird ins- gesamt ein hinreichendes Bild über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers vermittelt. Auch die fachärztlichen Einschätzungen der Arbeitsfähigk eit sind ausreichend begründet und nachvollziehbar. Es wird deutlich, dass dem Beschwerdeführ er aufgrund der gestellten Diagno- sen eine körperlich adaptierte Arbeit zu 50% zumutbar ist. Insgesamt erweisen sich die Ausfüh- rungen der Dres. H.____ und D.____ sowohl in der Dar legung der medizinischen Zusammen- hänge als auch bezüglich der daraus gezogenen Schlussfol gerungen als einleuchtend. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass sich die IV-Stelle in Bezug auf die Beurteilung des Gesund- heitszustandes des Beschwerdeführers und dessen Arbeitsfähigkeit darauf stützte. 7.2 Der Beschwerdeführer widerspricht dieser Ansicht und moniert, dass auf das bidiszipli- näre Gutachten der Dres. H.____ und D.____ vom 28. D ezember 2009 und das Verlaufsgut- achten von Dr. D.____ vom 25. Februar 2011 nicht abgest ellt werden könne, wobei sich seine Kritik nur gegen die Feststellungen von Dr. D.____ 7.2.1 Zunächst macht er geltend, dass die Gutachten vo n Dr. D.____ veraltet seien und die zwischenzeitlich eingetretene medizinische und gesundheitliche Entwicklung nicht berücksichti- gen würden. Diesbezüglich ist festzustellen, dass auf medizi nische Berichte solange abgestellt werden kann, als sie den medizinischen Sachverhalt zuverlä ssig wiedergeben (vgl. BGE 125 V 352 E. 3b). Damit wird der Beweiswert von medizinischen Unterlagen - entgegen den Ausfüh- rungen des Beschwerdeführers - nicht aufgrund ihres Ents tehungsdatums und Alters, sondern aufgrund ihres Inhaltes bestimmt. Ein Verfalldatum von 18 Monaten, wie es der Beschwerdefüh- rer unter Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts vom 3. Januar 2006, I 633/2005, E. 4.2.3 behauptet, gibt es daher nicht. Da vorliegend - wie bereits vorstehend unter E. 6.1 ausführlich dargelegt - keine Hinweise ersichtlich sind, die gegen d ie Zuverlässigkeit der Gutachten von Dr. D.____ vom 28. Dezember 2009 und vom 25. Februar 2011 sprechen und zudem keine Anhaltspunkte für eine Verschlechterung des Gesundheitszusta ndes bestehen, kann dem Be- schwerdeführer in dieser Argumentation nicht gefolgt werden. 7.2.2 Weiter führt er aus, dass die Angaben von Dr. D. ___ inhaltlich unvollständig seien, da sie nichts über die Entwicklung der Krankheit seit Erlass der ursprünglichen Verfügung vom 25. März 2002 bis zur ersten Revision im Jahr 2005 und von diesem Zeitpunkt bis zur Begut- achtung im Jahr 2009 enthalten würden. In der Tat äusse rt sich das Gutachten von Dr. D.____ Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht vom 28. Dezember 2009 nicht zu den erwähnten Zeitabschn itten. Ein Blick in die IV-Akten ergibt jedoch, dass - mit Ausnahme des Berichtes von Dr. K.____ vom 29. März 2005 - keinerlei medizinische Unterlagen für diese Zeitspannen zu finden sind. Dies bedeutet, dass der Ge- sundheitszustand des Beschwerdeführers wohl stabil war und keine weiteren medizinischen Massnahmen indiziert waren, was von ihm im Übrigen auch n icht behauptet wird. In diesem Zusammenhang ist in Hinblick auf die diagnostizierte Depr ession mit Dr. D.____ festzustellen, dass dieses Krankheitsbild typischerweise gewissen Schwankung en unterworfen ist. In den erwähnten Abschnitten waren diese aber offensichtlich ni cht so stark, dass sie besondere me- dizinische Massnahmen, wie beispielsweise eine stationäre Th erapie, erfordert hätten. Der Vorwurf der Unvollständigkeit des Gutachtens von Dr. D .____ trifft daher nicht zu und der Be- schwerdeführer kann auch aus dieser Begründung nichts zu seinen Gunsten ableiten. 7.2.3 Der Beschwerdeführer beanstandet zudem, dass Dr. D.____ den behandelnden Arzt Dr. G.____ und den Hausarzt Dr. K.____ nicht konsultie rt habe. Diesbezüglich ist zunächst festzustellen, dass Dr. D.____ sowohl die Berichte von Dr. G.____ als auch jene von Dr. K.____ vorlagen, womit er die schriftlichen Beurteilungen der behandelnden Ärzte berücksichtigen konnte. Weiter fehlt es an einer generellen Pflicht der Gutachter, fremdanamnestische Auskünf- te einzuholen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 19. Se ptember 2013, 9C_351/2013, E. 3.2); es liegt vielmehr in ihrem Ermessen, ob sie sich solche im Rahmen ihrer Untersuchungen be- schaffen. Der Verzicht auf eine Rücksprache mit Dr. G.____ mindert daher weder die Einschät- zung des Gesundheitszustandes noch der Arbeitsfähigkeit des V ersicherten durch Dr. D.____. Weiter kann auch auf die Angaben des Hausarztes Dr. K.___ _, der den Beschwerdeführer seit 1998 behandelt, nicht abgestellt werden. Er erachtet den Beschwerdeführer seit seiner ersten Berichterstattung am 7. November 2000 aufgrund eines ch ronischen mehrsegmentalen Lum- bovertebralsyndroms und einer depressiven Entwicklung als 1 00% arbeitsunfähig in der ange- stammten Tätigkeit als Maschinist. In den Berichten vom 11 . März 2005 und 23. Mai 2009 er- wähnte er zusätzlich chronische Kopfschmerzen und Schwinde l. Am 19. Juni 2013 führte er aus, dass der Beschwerdeführer an einer mittelgradigen d epressiven Episode leide und sich sein Zustand in den letzten Jahren nicht verbessert habe. I n keinem dieser Berichte nahm Dr. K.____ daher zur Frage Stellung, in welchem Umfa ng der Beschwerdeführer in einer Ver- weistätigkeit arbeitsfähig wäre. Damit gestatten seine Ausführungen aber keine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs, weshalb auf sie nicht abgestellt werden kann. 7.2.4 Den Schlussfolgerungen von Dr. G.____ kann überd ies nicht gefolgt werden. Dr. D.____ legte einleuchtend dar, dass der Beschwerdef ührer in einer adaptierten Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig sei. Er sei vermindert belastbar, ver langsamt und brauche längere Erholungs- phasen, was mit der Diagnose einer rezidivierenden depre ssiven Störung, gegenwärtig leicht- gradige Episode, einhergeht. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind aber leicht- gradigen depressiven Episoden keine invalidisierende Wir kung zuzuerkennen (vgl. Urteil vom 24. August 2012, 8C_870/2011, E. 3.2). Selbst bei V orliegen von mittelgradigen depressiven Episoden bestehe regelmässig keine von depressiven Verstimmun gszuständen klar unter- scheidbare andauernde Depression im Sinne eines verselbst ändigten Gesundheitsschadens, weshalb der Einschätzung von Dr.G.____, der von einer 10 0%igen Arbeitsunfähigkeit ausgeht, nicht gefolgt werden kann. Zu beachten ist weiter, dass auch Berichte der behandelnden Spezi- Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht alärzte aufgrund der Verschiedenheit von Expertise und T herapie (vgl. Urteil des Bundesge- richts vom 18. August 2008, 9C_705/2007, E 4.1.1 mit zahlreichen Hinweisen) grundsätzlich mit Vorbehalt zu würdigen sind (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). D ies gilt namentlich auch für den thera- peutisch tätigen Psychiater mit seinem besonderen Vertrau ensverhältnis zum Patienten oder zur Patientin (Urteil des Bundesgerichts vom 20. März 20 06, I 655/05. E. 5.4). Da Dr. G.____ zudem keine Aspekte nennt, die im Rahmen der Begutacht ung unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären, vermögen seine Ausführungen die Ein schätzungen von Dr. D.____ nicht zu schmälern. 7.2.5 In Bezug auf die vom Beschwerdeführer geltend g emachten Widersprüchlichkeiten im Gutachten von Dr. D.____ betreffend die psychiatrische Th erapie ist festzuhalten, dass Dr. D.____ im Gutachten vom 28. Dezember 2009 unter Ziffer 4.1 festhielt, der Beschwerdefüh- rer nehme täglich Surmontil 25 mg ein. Wohl weil er diese Dosierung des Medikamentes im Zusammenhang mit den geltend gemachten mittelgradige n depressiven Beschwerden als zu niedrig erachtete, erwähnt er, der Beschwerdeführer w erde nicht medikamentös behandelt. Mit Dr. C.____ (vgl. Bericht vom 30. Juli 2013) ist jedoch davon auszugehen, dass Dr. D.____ da- mit sagen wollte, der Beschwerdeführer werde „nicht ad äquat“ medikamentös behandelt. Im Verlaufsgutachten vom 25. Februar 2011 hielt er sodann fest, der Beschwerdeführer nehme nunmehr täglich Surmontil 100 mg. Nachdem Dr. G.____ in seinem Bericht vom März 2012 bestätigte, dass der Beschwerdeführer auch mit Surmontil 100 mg behandelt werde, ist in Be- zug auf die medikamentöse Therapie kein Widerspruch erkennbar. 7.2.6 Der Beschwerdeführer wirft Dr. D.____ weiter v or, er habe nicht aufgezeigt, dass sich sein Gesundheitszustand und die Erwerbsfähigkeit seit Re ntenbeginn verbessert hätten. Als Basis für die Vornahme eines Vergleichs des Gesundheitszust andes des Beschwerdeführers muss der Zustand im Jahr 2001 mit dem von Dr. D.____ am 25. Februar 2011 beschriebenen vorgenommen werden. Gemäss Bericht der F.___ vom 12. O ktober 2001 war der Beschwerde- führer deprimiert, hoffnungs- und perspektivlos, sozial i soliert, litt unter Insuffizienzgefühlen, hatte Angst vor lebensbedrohenden Krankheiten und war gedanklich eingeengt. Dr. D.____ führte im Verlaufsgutachten vom 25. Februar 2011 au s, der Beschwerdeführer sei im Affekt ernst, allenfalls leicht verstimmt, fühle sich benachteiligt, sei mitunter gereizt, wobei er sich aber schnell beruhigen könne. Dr. D.____ konnte damit weder eine Beeinträchtigung des psychomo- torischen Antriebs noch eine wesentliche Einbusse der A ffektlage feststellen, womit mit über- wiegender Wahrscheinlichkeit eine Besserung des Gesundhei tszustandes eingetreten ist (vgl. auch nachfolgend E. 7.6). 7.2.7 Der Beschwerdeführer moniert, die Ausführungen von Dr. D.____ würden den „Quali- tätsleitlinien für psychiatrische Gutachten in der Eidge nössischen Invalidenversicherung“ der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherap ie (SGPP; nachfolgend Quali- tätsleitlinien SGPP) vom Februar 2012 bei weitem nicht entsprechen. Konkret erhebt er – wie bereits im Vorbescheidverfahren – den Vorwurf, Dr. D._ ___ habe in seinem Gutachten keinen ausführlichen psychiatrischen Befund und auch keinen Stat us gemäss Vorgabe der Arbeitsge- meinschaft für Methodik und Dokumentation in der Psychiat rie (AMDP) erhoben. Mit dem Be- schwerdeführer ist zunächst zu beachten, dass die vorgenannt en Qualitätsleitlinien der SGPP Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht von der Rechtsprechung grundsätzlich als anerkannter Standa rd für eine sachgerechte und rechtsgleiche psychiatrische Begutachtung bezeichnet werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2013, 8C_51/2012, E. 3.3.3.1). Vorlieg end erstellte Dr. D.____ das Verlaufs- gutachten jedoch bereits ein Jahr vor dem Inkrafttrete n der Qualitätsleitlinien der SGPP. Der Vorwurf, er habe sich nicht daran gehalten, kann dahe r nicht berücksichtigt werden. Im Zu- sammenhang mit den Anforderungen an ein Gutachten nac h AMDP ist auf die Ausführungen von Dr. C.____ (Bericht vom 23. Oktober 2012) hinzuweisen , wonach die Befunderhebung in den Gutachten von Dr. D.____ die wesentlichen Dimensio nen des psychopathologischen Be- fundes gemäss AMDP enthalten würden. So seien das Bewussts ein, die Motorik, die Affekte, die Sprache sowie das formale und das inhaltliche Denken berücksichtigt worden. Auch dieser Einwand ist daher nicht stichhaltig. Ebenso geht die Ein rede, Dr. D.____ habe keinen Dolmet- scher für die Exploration beigezogen, fehl. So entschei det gemäss Rechtsprechung der beauf- tragte medizinische Gutachter im Rahmen sorgfältiger Au ftragserfüllung nach pflichtgemässem Ermessen darüber, ob er den Beizug eines Dolmetschers oder einer Dolmetscherin für notwen- dig erachtet (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. Apri l 2006, I 28/06, E. 3.1). Vorliegend ist dem Gutachten von Dr. H.____ zu entnehmen, dass der B eschwerdeführer fliessend Hoch- deutsch spricht. Anlässlich der Untersuchung vom 18. Febr uar 2011 war der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers anwesend, ohne dass er Verständigun gsschwierigkeiten monierte. Zu- dem ist den Akten nirgends ein Hinweis zu entnehmen, da ss der Beschwerdeführer selbst die Notwendigkeit des Beizugs eines Dolmetschers verlangt hä tte. Folglich ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer über ausreichende Deutschkenntnisse verfügt, so dass der Verzicht auf den Beizug eines Dolmetschers oder einer Dolmetscher in die Beweistauglichkeit des Gut- achtens von Dr. D.____ nicht zu beeinträchtigen vermag. 7.2.8 Auch die Ausführungen von Dr. J.____ 27. Juni 2 013 vermögen an den Feststellungen von Dr. D.____ nichts zu ändern. Er hält insbesondere fest, der Beschwerdeführer habe sich während der Untersuchung in einem möglichst guten Bil d darstellen wollen. Diesbezüglich muss mit der Vorinstanz darauf hingewiesen werden, dass D r. D.____ eine ausführliche Be- schreibung der psychopathologischen Befunde vorgenommen h at, die belegt, dass der Be- schwerdeführer an einer leichten und nicht an einer mit telgradigen depressiven Störung leidet (vgl. Stellungnahme von Dr. C.____ vom 30. Juli 2013 u nd Vernehmlassung vom 22. August 2013, S. 7 oben). Selbst wenn der Beschwerdeführer zei tweise die Symptome einer mittelgra- digen Depression aufweisen sollte, sind deren Auswirkung en mit der vorliegenden Zumutbar- keitsbeurteilung von 50% Arbeitsunfähigkeit noch immer a bgedeckt (vgl. E. 7.2.3). Weiter war Dr. D.____ entgegen den Ausführungen von Dr. J.____ nicht verpflichtet, Rücksprache mit den behandelnden Ärzten Dr. G.____ und Dr. K.____ zu nehmen. 7.2.9 Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, di e Vorinstanz habe die Ergebnisse der ELA vom 2. Februar 2012 bei der Entscheidfindung nicht genügend berücksichtigt. Zwar ist mit ihm dahingehend einig zu geben, dass die Erkenntniss e der beruflichen Abklärung bei der Festlegung der Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen sind (vg l. Urteil des Bundesgerichts 17. September 2012, 9C_148/2012, E. 2.3.2). Indessen obliegt letztlich die abschliessende Be- urteilung der sich aus einem Gesundheitsschaden ergeben den funktionellen Leistungsfähigkeit in der Hauptsache dem Arzt oder der Ärztin und nicht d en Fachleuten der Berufsbera- Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht tung/beruflichen Eingliederung (vgl. Urteil des Bunde sgerichts vom 4. Juli 2008, 9C_833/2007, E. 3.3.2). Dem Bericht der ELA ist zu entnehmen, dass d er Beschwerdeführer das Pensum von drei Stunden an vier Tagen nur teilweise habe einhalt en können. Die Erhöhung des Pensums habe aber aufgrund seiner Krankheitsüberzeugung nicht erreicht werden können. Damit werden jedoch Gründe genannt, welche bei der Beurteilung de r medizinisch-theoretischen Arbeitsfähig- keit keine Berücksichtigung finden (vgl. Urteil des Bundesg ericht vom 19. September 2006, I 51/2006, E. 3.1.2). Der Beschwerdeführer kann demnach a uch unter diesem Aspekt nichts zu seinen Gunsten ableiten. 7.3 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die IV-Stelle für die Beurteilung des medizi- nischen Sachverhalts wie auch in Bezug auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zu Recht auf die Ausführungen der Dres. H.____ und D.____ vom 28. Dezember 2009 und das Verlaufsgut- achten von Dr. D.____ vom 25. Februar 2011 abstellte. Es ist deshalb davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in einer adaptierten leichten bis mittelschweren Tätigkeit zu 50% arbeits- fähig ist. Damit lassen aber die vorhandenen medizinischen Unterlagen eine zuverlässige Beur- teilung der verbleibenden Restarbeitsfähigkeit der Ver sicherten bis zum Verfügungserlass zu, weshalb auf eine zusätzliche medizinische Abklärung verzichtet werden kann. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu ste llen, und – als Korrelat – die Pflicht der Behörde als Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässi- gen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehm en, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pfli chtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverl ässiges Bild des relevanten Sach- verhalts ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Be- weismittel verzichtet werden. Eine solche antizipierte Be weiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (vgl. BGE 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). 7.4 Aufgrund der vorstehenden Ausführungen steht fest, dass sich der Gesundheitszu- stand des Beschwerdeführers im Vergleich zum Zeitpunkt der Rentenzusprache am 28. Januar 2002 erheblich verbessert hat. Während er im Jahr 2002 aufgrund einer mittel- bis schwergra- digen depressiven Episode im Rahmen einer depressiven En twicklung zu 100% in der Arbeits- fähigkeit eingeschränkt war, ist er im Zeitpunkt des Erlasses der vorliegend angefochtenen Ver- fügung aufgrund einer rezidivierenden depressiven Störu ng, gegenwärtig leichte Episode, noch zu 50% arbeitsunfähig. Da gemäss Rechtsprechung vom Grundsat z auszugehen ist, dass aus einer medizinisch attestierten Verbesserung der Arbeitsfä higkeit in der Regel unmittelbar auf eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit geschlossen und damit ein entsprechender Einkom- mensvergleich (mit dem Ergebnis eines tieferen Invalidi tätsgrades) vorgenommen werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juni 2012, 8C_136 /2012, E. 4.2; SZS 2011 S. 71, 9C_163/2009 E. 4.1 und 4.2.2 sowie 9C_768/2009 E. 4. 1, je mit zahlreichen Hinweisen; Ur- teil des Bundesgerichts 30. November 2010, 9C_675/2010 , E. 5.1 und 5.2), ist vorliegend ein Revisionsgrund nach Art. 17 ATSG gegeben. 8. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.2 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimme n. Die IV-Stelle hat in ihrer Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht Verfügung vom 24. Mai 2013 zur Ermittlung des Invalid itätsgrades den erforderlichen Einkom- mensvergleich vorgenommen, wobei sie - wie vorstehend ausführlich dargelegt - zurecht davon ausging, dass der Beschwerdeführer in einer leidensadap tierten Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig ist. Dabei hat sie anhand der Gegenüberstellung von Val iden- und zumutbarem Invalidenein- kommen einen Invaliditätsgrad von 58 % ermittelt, wor aus ein Anspruch auf eine halbe Rente resultiert. Die konkrete Berechnung, die vom Versicherte n in der vorliegenden Beschwerde nicht beanstandet wurde, erweist sich als rechtens, weshalb diesbezüglich auf die entspre- chenden Ausführungen der IV-Stelle in der Verfügung vom 24. Mai 2013 verwiesen werden kann. 9. Zusammenfassend steht fest, dass die angefochtene Ver fügung der IV-Stelle vom 24. Mai 2013 nicht zu beanstanden ist. Die dagegen erh obene Beschwerde vom 28. Juni 2013 erweist sich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 10. Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis Satz 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistung en vor dem kantonalen Versicherungs- gericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal- tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 werden die Verfahrenskosten in der Re- gel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass a uferlegt. Entsprechend dem Aus- gang dieses Verfahrens hat der Versicherte die Verfahr enskosten zu tragen; sie werden mit dem vom Versicherten geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. Seite 17 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- we rden dem Be- schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.