<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-03-18-9C_659-2023.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>9C_659/2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 18. März 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>III. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Parrino, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Beusch, Bundesrichterin Scherrer Reber, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Businger. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">Gebäudeversicherung des Kantons Zug, Grafenaustrasse 1, 6300 Zug, vertreten durch Michael Stalder und/oder Tobias Brändli, Rechtsanwälte, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Grundstückgewinnsteuerkommission der Stadt Zug, Finanzdepartement, Gubelstrasse 22, 6301 Zug, vertreten durch Rechtsanwalt Stephan Huber, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Amtshilfe, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 15. September 2023 (A 2021 22). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Die Grundstückgewinnsteuerkommission der Stadt Zug (nachfolgend Kommission) ersuchte am 11. Mai 2021 die Gebäudeversicherung des Kantons Zug im Zusammenhang mit der Veranlagung zweier Grundstückgewinnsteuerfälle um Herausgabe der Gebäudeversicherungswerte dreier Nachbarliegenschaften, welche von der Kommission als Vergleichshandänderungen zur Bestimmung der Landwerte herangezogen wurden. Die Gebäudeversicherung wies das Gesuch mit Verfügung vom 21. Juni 2021 unter Verweis auf das Amtsgeheimnis ab und hielt daran mit Einspracheentscheid vom 9. September 2021 fest. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Das von der Kommission angerufene Verwaltungsgericht des Kantons Zug hiess die Beschwerde mit Urteil vom 15. September 2023 gut und wies die Gebäudeversicherung an, die einverlangten Gebäudeschätzwerte gestützt auf die steuerrechtlichen Amtshilfevorschriften bekanntzugeben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 17. Oktober 2023 beantragt die Gebäudeversicherung dem Bundesgericht, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und ihr Einspracheentscheid zu bestätigen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung zurückzuweisen. Weiter ersucht sie um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und um Zusprechung einer Parteientschädigung. </div> <div class="para">Das Bundesgericht ordnete mit Verfügung vom 24. Oktober 2023 an, dass bis zum Entscheid über das Gesuch um aufschiebende Wirkung alle Vollziehungsvorkehrungen zu unterbleiben haben. </div> <div class="para">Das Verwaltungsgericht schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Die Kommission stimmt dem Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung zu und schliesst ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde. Zudem verlangt sie eine Parteientschädigung. Die Gebäudeversicherung repliziert. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde richtet sich gegen einen Endentscheid (<span class="artref">Art. 90 BGG</span>) einer letzten kantonalen Instanz (<span class="artref">Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG</span>) in einer Angelegenheit des öffentlichen Rechts (<span class="artref">Art. 82 lit. a BGG</span>). Ein Ausschlussgrund liegt nicht vor (<span class="artref">Art. 83 BGG</span> e contrario) und die Beschwerde wurde form- und fristgerecht eingereicht (<span class="artref">Art. 42 und <artref id="CH/173.110/100/1" type="start"></artref>Art. 100 Abs. 1 BGG</span><artref id="CH/173.110/42" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Die Beschwerdelegitimation ist vom Bundesgericht von Amtes wegen zu prüfen (<span class="artref">Art. 29 Abs. 1 BGG</span>); ist diese aber nicht ohne Weiteres ersichtlich, obliegt es der beschwerdeführenden Partei im Rahmen der ihr obliegenden Begründungspflicht (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), ihre Legitimation substanziiert darzulegen. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, anhand der Akten oder weiterer Unterlagen nachzuforschen, ob die beschwerdeführende Partei allenfalls zur Beschwerde legitimiert ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-249%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page249">BGE 133 II 249</a> E. 1.1; Urteil 9C_492/2023 vom 4. März 2024 E. 2.1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Vorliegend ist die Amtshilfe nach Art. 39 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG; SR 642.14) streitig. Das Bundesgericht hat sich mehrfach zum Verfahren nach <span class="artref">Art. 39 Abs. 3 StHG</span> und zur analogen Regelung in <span class="artref">Art. 112 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11)</span> geäussert. Dabei hat es namentlich die Legitimation der Steuerbehörden (vgl. Urteil 2C_443/2007 vom 28. Juli 2008 E. 1.2, nicht in <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-318%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page318">BGE 134 II 318</a> publiziert; implizit <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-II-58%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page58">BGE 124 II 58</a>) sowie der von der Amtshilfe betroffenen Steuerpflichtigen bzw. Drittpersonen (vgl. Urteile 2C_806/2011 vom 20. März 2012 E. 1.3; 2C_909/2008 vom 2. November 2009 E. 1.4, nicht publiziert in <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-II-23%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page23">BGE 136 II 23</a>; implizit <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-II-311%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page311">BGE 128 II 311</a>) - sofern sie ins Verfahren involviert worden waren - bejaht. Daraus kann indessen nicht abgeleitet werden, dass in Bezug auf die steuerrechtliche Amtshilfe ein allgemeines Beschwerderecht sämtlicher involvierter Parteien besteht. Wer das kantonal letztinstanzliche Urteil beim Bundesgericht anfechten kann, ergibt sich aus <span class="artref">Art. 89 BGG</span>, wobei der Steuerpflichtige und betroffene Drittpersonen regelmässig nach <span class="artref">Art. 89 Abs. 1 BGG</span> und die Steuerbehörden nach <span class="artref">Art. 89 Abs. 2 lit. a BGG</span> (Eidgenössische Steuerverwaltung) bzw. <span class="artref">Art. 89 Abs. 2 lit. d BGG</span> i.V.m. <span class="artref">Art. 146 DBG</span> oder <span class="artref">Art. 73 StHG</span> (kantonale Steuerbehörden) zur Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten legitimiert sein dürften. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Weder behauptet die Beschwerdeführerin noch ist ersichtlich, dass sie gemäss <span class="artref">Art. 89 Abs. 2 BGG</span> ein spezielles Beschwerderecht besitzt. Sie bringt hinsichtlich ihrer Legitimation lediglich vor, dass sie vom angefochtenen Urteil besonders berührt sei. Damit beruft sie sich auf die allgemeine Legitimationsklausel nach <span class="artref">Art. 89 Abs. 1 BGG</span>. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.1.</b> Die Beschwerdelegitimation nach <span class="artref">Art. 89 Abs. 1 BGG</span> ist auf Privatpersonen zugeschnitten. Gemeinwesen sind gestützt auf die allgemeine Legitimationsklausel nur restriktiv zur Beschwerdeführung zuzulassen. Namentlich ist die im Rechtsmittelverfahren unterlegene Vorinstanz nicht grundsätzlich berechtigt, gegen den sie desavouierenden Entscheid ans Bundesgericht zu gelangen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-II-161%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page161">BGE 141 II 161</a> E. 2.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-V-321%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page321">140 V 321</a> E. 2.1.1). Ein Gemeinwesen ist lediglich dann zur Beschwerde legitimiert, wenn es in hoheitlichen Befugnissen berührt ist und zentrale öffentliche Interessen auf dem Spiel stehen (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-I-90%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page90">BGE 140 I 90</a> E. 1.2.2<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-I-143%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page143">138 I 143</a></span> E. 1.3.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-II-156%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page156">135 II 156</a> E. 3.1), etwa wenn Entscheide erhebliche vermögensrechtliche bzw. finanzielle Auswirkungen oder präjudizielle Bedeutung für die öffentliche Aufgabenerfüllung haben (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-II-161%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page161">BGE 141 II 161</a> E. 2.1 und 2.3; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-II-506%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page506">138 II 506</a> E. 2.1.1 und 2.1.2). Das allgemeine Interesse an der richtigen Rechtsanwendung genügt dagegen nicht (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-II-161%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page161">BGE 141 II 161</a> E. 2.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-II-274%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page274">136 II 274</a> E. 4.2 [zum Bereich der harmonisierten direkten Steuern]). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.2.</b> Die Beschwerdeführerin ist eine selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt des kantonalen Rechts (§ 1 Abs. 1 des Gesetzes des Kantons Zug vom 25. August 2016 über die Gebäudeversicherung [Gebäudeversicherungsgesetz; GebVG/ZG; BGS 722.11]). Sie bringt vor Bundesgericht zu Recht nicht (mehr) vor, dass sie keine Aufgaben der öffentlichen Verwaltung wahrnehme und deshalb von der steuerrechtlichen Amtshilfe gar nicht tangiert werde (vgl. E. 3 des angefochtenen Urteils). Damit ist sie durch die verlangte Amtshilfe in ihren hoheitlichen Befugnissen berührt. Inwieweit aber zentrale öffentliche Interessen auf dem Spiel stehen sollen, ist nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Begründungspflicht (vgl. vorne E. 2.1) auch nicht dargelegt. Die Beschwerdeführerin ist durch die Leistung von Amtshilfe offensichtlich nicht in ihren finanziellen Interessen betroffen. Ebenso kann keine Rede davon sein, dass das angefochtene Urteil präjudizielle Bedeutung für ihre öffentliche Aufgabenerfüllung hat, wird sie doch durch die Leistung von Amtshilfe in keiner Weise in ihrer Kernaufgabe - die Versicherung von Gebäuden gegen Feuer- und Elementarschäden sowie gegen weitere Gefahren (§ 2 Abs. 1 GebVG/ZG) sowie die Förderung von Massnahmen zur Verhütung, Verminderung und Bekämpfung von Feuer- und Elementarschäden (§ 2 Abs. 3 GebVG/ZG) - tangiert. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass sich die Amtshilfe im vorliegenden Fall lediglich auf die Herausgabe dreier Gebäudeversicherungswerte beschränkt. Aus der Beschwerde geht auch nicht hervor, dass die Beschwerdeführerin Rechtsnachteile befürchtet, wenn sie Amtshilfe leisten und damit ihrer Meinung nach gegen § 20 Abs. 3 GebVG/ZG und das kantonale Datenschutzrecht verstossen müsste. Folglich ist im vorliegenden Fall lediglich das allgemeine Interesse an der richtigen Rechtsanwendung ersichtlich, das für die Legitimation vor Bundesgericht nicht genügt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.4.</b> Es kommt hinzu, dass sich vorliegend eine kantonale Behörde sowie eine kommunale Behörde desselben Kantons gegenüberstehen und nach Auffassung der Beschwerdeführerin "der vorliegende Normenkonflikt einzig kantonales Recht betrifft". In solchen Fällen kommt die Rechtsanwendung in erster Linie dem oberen kantonalen Gericht zu und kann das Bundesgericht - wenn es denn wirklich nur um kantonales Recht geht - das angefochtene Urteil von vornherein nur auf die Verletzung des Willkürverbots und anderer verfassungsmässiger Rechte überprüfen (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=01.03.2024&amp;to_date=20.03.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F146-I-11%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page11">BGE 146 I 11</a> E. 3.1.3), weshalb es sich auch vor diesem Hintergrund nicht rechtfertigt, an die Beschwerdelegitimation weniger strenge Anforderungen zu stellen. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde ist folglich nicht einzutreten. Damit wird auch der Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Da die Beschwerdeführerin ohne Vermögensinteresse gehandelt hat, sind keine Kosten zu erheben (<span class="artref">Art. 66 Abs. 4 BGG</span>). Parteientschädigungen sind nicht zuzusprechen (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/68/3" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/68/1" type="start"></artref>Art. 68 Abs. 1-3 BGG</span><artref id="CH/173.110/68/3" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/3" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 18. März 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der III. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Parrino </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Businger </div> </div></body></html>