Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 27. September 2019 (720 19 76 / 242) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Würdigung des medizinischen Sachverhalts / Rückweisung zur weiteren Abklärung Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons- richter Markus Mattle, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A._____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Heiner Schärrer, Advokat, St. Jakobs-Strasse 30, Postfach, 4002 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Der 1964 geborene A.____ war als Inhaber und Geschä ftsführer der B.____ GmbH tätig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizersuchen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obli- gatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankh eiten versichert. Am 7. August 2014 zog er sich während der Ferien in Spanien bei einem St urz eine Fraktur des rechten Unter- schenkels zu. Nachdem die Suva nach Eingang der Unfallm eldung für die Folgen dieses Ereig- nisses die gesetzlichen Leistungen in Form von Taggeldern und Heilbehandlung erbracht hatte, teilte sie dem Versicherten mit Schreiben vom 29. Augus t 2018 mit, dass diese vorübergehen- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht den Leistungen per Ende September 2018 eingestellt wü rden und man zur Prüfung des Ren- tenanspruchs übergehe. Gestützt auf ihre Abklärungen le hnte sie in der Folge mit Verfügung vom 7. September 2018 einen Anspruch von A.____ auf ei ne Invalidenrente mit der Begrün- dung ab, es liege rein unfallbedingt keine erheblich e Erwerbseinbusse (mindestens 10%) vor. Über die vom Versicherten hiergegen erhobene Einsprache hat die Suva, soweit ersichtlich, bis anhin noch nicht entschieden. Am 3. September 2015 (Datum des Eingangs) hatte sich A. ____ unter Hinweis auf die Unfall- folgen auch bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung ( IV) zum Bezug von Leistungen angemeldet. Die IV-Stelle Basel-Landschaft klärte in d er Folge die gesundheitlichen und die erwerblichen Verhältnisse ab, wobei sie beim Versicherten folgende Invaliditätsgrade ermittelte: ab 7. August 2015 (Ablauf des Wartejahres): 9 %, ab 23. Februar 2016: 100 %, ab 18. Mai 2016: 54 % und ab 17. Mai 2017: 9 %. Gestützt auf di ese Ergebnisse sprach die IV-Stelle A.____ nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 14. Februar 2019 für den Zeitraum vom 1. März 2016 bis 31. August 2016 eine befristete ganze Rente und für den Zeitraum vom 1. September 2016 bis 31. August 2017 ein e befristete halbe Rente zu. Gleich- zeitig lehnte sie einen weiteren Rentenanspruch ab 1. September 2017 ab. In Bezug auf den Rentenbeginn wies die IV-Stelle den Versicherten dara uf hin, dass der Rentenanspruch frühes- tens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung de s Leistungsanspruchs entstehe. Seine Anmeldung sei am 3. September 2015 eingegange n, weshalb die ganze Rente erst ab 1. März 2016 ausgerichtet werden könne. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten dur ch Advokat Dr. Heiner Schärrer, am 5. März 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilu ng Sozialversicherungsrecht (Kan- tonsgericht). Darin beantragte er, es sei die angefo chtene Verfügung aufzuheben und es sei ihm vom 1. März 2016 bis 31. August 2016 eine ganze Ren te und ab 1. September 2016 eine unbefristete halbe Rente zuzusprechen; unter o/e-Koste nfolge, wobei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen sei. In verfahrensrechtlich er Hinsicht beantragte er sodann, es sei ihm eine Frist zur Einreichung einer ergänzenden Beschwerdebegründung zu gewähren. Nachdem das Kantonsgericht dem Rechtsvertreter des Versiche rten aufgrund der von ihm ge- schilderten besonderen Umstände eine entsprechende Nachf rist gewährt hatte, reichte dieser am 16. April 2019 die in Aussicht gestellte ergänzende Beschwerdebegründung nach. C. In ihrer Vernehmlassung vom 8. Mai 2019 beantragt e die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. D. Mit Verfügung vom 24. Mai 2019 bewilligte das Ka ntonsgericht dem Beschwerdeführer gestützt auf die eingereichten Unterlagen für das vorl iegende Beschwerdeverfahren die unent- geltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeist ändung mit Advokat Dr. Heiner Schär- rer als Rechtsvertreter. E. Im Hinblick auf die Beurteilung der vorliegenden Be schwerde zog das Kantonsgericht bei der Suva die Unfallakten des Versicherten bei. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht F. Anlässlich der Urteilsberatung vom 25. Juli 2019 zog das Kantonsgericht in Betracht, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Angele genheit zur weiteren Abklärung mittels eines bidisziplinären (orthopädischen/psychiatrischen) Guta chtens und anschliessender Neu- entscheidung an die IV-Stelle zurückzuweisen. Unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Recht- sprechung, wonach der Beschwerde führenden Partei auch dann Gelegenheit zum Rückzug der Beschwerde zu geben ist, wenn eine rentenzuspreche nde Verfügung aufgehoben und die Sache zu weiterer Abklärung und neuer Entscheidung an die IV-Stelle zurückgewiesen werden soll (BGE 137 V 314), beschloss es daher, den Fall auszuste llen und dem Versicherten vorab Gelegenheit zu geben, seine Beschwerde zurückzuziehen. G. Mit Eingabe vom 6. August 2019 teilte der Beschwer deführer mit, dass er auf einen Rückzug der Beschwerde verzichte. Gleichzeitig ersuchte er um Prüfung, ob anstelle einer bi- disziplinären Expertise nicht ein polydisziplinäres Gutac hten unter Einbezug eines Arztes der Inneren Medizin mit Spezialität Kardiologie in Auftra g gegeben werden könnte. Falls an einer bidisziplinären Begutachtung festgehalten werde, bat e r das Kantonsgericht, der IV-Stelle im Sinne einer Empfehlung den Hinweis zu geben, dieses Gut achten nach Möglichkeit bei einem Universitätsspital einzuholen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes üb er die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als e inzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stel le. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die Beschwerde des Versicherten vom 5. März 2019 ist demnach einzutreten. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem anderen Beruf oder Aufgabenbereich Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunf ähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geist igen oder psychischen Gesundheit verur- sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederun g verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti- ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psych ischen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Dia gnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltend en psychischen Leiden belastenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen ke in Krankheitswert zukommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat vorau s, das die Arbeits- und Erwerbsfähig- keit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob u nd inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig er- wartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nach zugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesund heitsbeeinträchtigung verur- sachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehme n ist, die Verwertung der Arbeitsfä- higkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach de m Grad der Invalidität wie folgt ab- gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das si e erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkom- mensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervar ianten des Schätzungs- oder Prozent- vergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheit lichen Beeinträchtigungen arbeitsun- fähig ist. 4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und be i der Beurteilung der Arbeitsfä- higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und i m Beschwerdefall das Gericht) auf Un- terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls a uch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur- teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind di e ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbe itsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widersprech enden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspr echung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispiel sweise Berichten und Gutachten versi- cherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersone n oder gar wie einem Gerichtsgut- achten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Ver- sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und S chlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärunge n vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil A. des Bundesgerich ts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.1 Die IV-Stelle zog zur Abklärung des medizinischen Sa chverhalts als erstes bei der Suva die Unfallakten des Versicherten bei. 5.1.1 In seinem Bericht vom 13. Juli 2017 diagnostizie rte der Suva-Kreisarzt Dr. med. C.____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traum atologie des Bewegungsapparates, beim Versicherten einen Status nach (1) distaler Untersch enkelfraktur vom 7. August 2014, (2) Tibiamarknagelung (Verriegelungsnagelung) rechts am 19 . August 2014, (3) Teilmetallentfer- nung (proximaler Verriegelungsbolzen) am 16. Februar 2 015, (4) Schraubenentfernung distal am Marknagel rechter Unterschenkel am 24. April 2015, (5) Metallentfernung Tibianagel rechts am 24. September 2015, (6) Débridement der Patellase hne, Biopsieentnahme intramedullär Tibia rechts (steril) und Implantation eines Gentamycin-Schwamms am 23. Februar 2016 sowie (7) Biopsieentnahme intramedullär Tibia rechts (steril ) und Osteophytenabtragung an der dista- len Fibula rechts am 24. Januar 2017. Aktuell bestünden belastungsinduzierte Beschwerden am rechten Unterschenkel und am rechten Knie sowie eine Se nsibilitätsstörung im Bereich der Na- geleintrittsstelle am distalen Unterschenkel medialseiti g. Der Versicherte sei noch in der Schmerzklinik in Behandlung, deren Fortsetzung habe ab er keinen namhaften Einfluss mehr auf die Zumutbarkeitsbeurteilung. Der Versicherte ben ötige aktuell keine Schmerzmedikation mehr. Zumutbar seien ihm ganztags leichte bis mittelschwere Arbeiten, wobei es sich um wech- selbelastende Tätigkeiten handeln sollte und die Strecke des Gehens und Stehens durchaus eine Stunde betragen könne. Tätigkeiten im Knien ode r in der Hocke seien nicht mehr zumut- bar, ausgenommen das gelegentliche Einnehmen der Hock e zum Aufheben von Gegenstän- den. Nicht mehr zumutbar seien ferner das Klettern a uf Leitern und Gerüsten, dauerhaft mittel- schwere Arbeiten sowie Tätigkeiten, bei denen Vibrationen auf das rechte Bein übertragen wür- den. Diese Zumutbarkeitsbeurteilung bestätigte Dr. C._ ___ in einem weiteren kreisärztlichen Bericht vom 7. März 2018. 5.1.2 In einem zuhanden der Suva erstatteten Bericht vo m 17. Mai 2017 hatte Dr. med. D.____, Innere Medizin und Psychotherapie KVT, beim Versicherten als psychiatrische Diagno- se eine leichte depressive Störung (ICDF-10 F32.0) erhoben. Im Weiteren hielt sie fest, der Pa- tient sei aus psychiatrischer Sicht nicht arbeitsunfähig. E r würde gerne arbeiten, er könne dies jedoch nicht aufgrund seiner somatischen Beschwerden. 5.1.3 Mit Austrittsbericht vom 10. Juli 2018 orientier te die Klinik E.____ über den stationären Aufenthalt, den der Versicherte vom 11. Juni 2018 bis 5 . Juli 2018 in der genannten Klinik ab- solvierte hatte. Die behandelnden Ärzte hielten dabei neben den bereits im Bericht von Dr. C.____ genannten Diagnosen eine koronare 1-Ast-E rkrankung mit Status nach inferiorem Myokardinfarkt am 4. Januar 1994 (RIVA 65 %, normale LV -Funktion, umschriebene Hypokine- sie inferior) fest. Überdies diagnostizierten sie im ergä nzenden “Psychosomatischen Konsilium“ vom 20. Juli 2018 eine rezidivierende depressive Störung ( ICD-10 F33.1), aktuell leichtgradige depressive Episode. Gleichzeitig verwiesen sie auf ein fr üheres psychosomatisches Konsilium vom 5. Oktober 2016, in welchem eine mittelgradige dep ressive Episode erhoben und eine Ar- beitsunfähigkeit von 50 % attestiert worden sei. Die W iederaufnahme einer psychiatrisch- psychologischen Betreuung sei indiziert. Aktuell bewirke die festgestellte psychische Störung zusätzlich zu den muskuloskelettal bedingten Einschränkungen eine leichte arbeitsrelevante Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Leistungsminderung. Aus somatischer Sicht sei eine mässige Symptomausweitung zu be- obachten, welche teilweise auf die psychische Störung zurückzu führen sei. Die Resultate der physischen Leistungstests seien daher nur teilweise verwertbar. Das Ausmass der demonstrier- ten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivier baren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und der bildgebenden Abklär ung sowie den Diagnosen nur zum Teil erklären. Die angestammte Tätigkeit als Schaler k önne der Versicherte nicht mehr ausü- ben. Zumutbar seien ihm aber ganztags leichte bis mittelschwere wechselbelastende Arbeiten. 5.2 In seiner Beurteilung vom 3. Dezember 2018 hielt Dr. med. F.____, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH , Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, in Würdigung der medizinischen Suva-Akten fest, beim Versicherten würde medizinisch unstrittig eine unfallkausale, residuelle Belastbarkeit der rechten unteren Extremität imponieren, weshalb die zuletzt ausgeübte Tätigkeit a ls Schaler nicht mehr zumutbar sei. In einer körperlich angepassten Tätigkeit, wie sie unfallk ausal definiert worden sei, lasse sich je- doch keine massgebliche Limitierung der Arbeitsfähigkeit nachvollziehen. Es würden zwar auch unfallfremde Diagnosen vorliegen, diese würden die A rbeitsfähigkeit aber nicht zusätzlich be- einträchtigen. Einzig aufgrund der mittelgradigen De pression habe vom 6. Oktober 2016 bis 16. Mai 2017 vorübergehend eine 50 %-ige Arbeitsunfä higkeit bestanden. Ab 17. Mai 2017 sei die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht aber nicht m ehr beeinträchtigt gewesen. Was die Herzkrankheit des Versicherten angehe, so bestehe diagnos tisch eine normale Linksventrikel- Funktion. Im Koronarangiogramm vom Januar 2016 sei le diglich eine leichte Plaque-Bildung im mittleren RIVA sichtbar. Durch die kardiale Problemati k werde daher die Arbeitsfähigkeit nicht zusätzlich beeinträchtigt. In einem weiteren Bericht vom 10. Januar 2019 bestätigte Dr. F.____ diese Einschätzungen. Gleichzeitig verwies er in Bezug auf die psychiatrische Situation auf den Bericht des RAD-Arztes Dr. med. G.____, Psychiatrie und P sychotherapie FMF, vom 9. Januar 2019. Darin nahm dieser zur Einschätzung der Klinik E._ ___ im psychosomatischen Konsilium vom 20. Juli 2018 Stellung, wonach beim Versicherten au fgrund der psychischen Störung eine leichte arbeitsrelevante Leistungsminderung bestehe. Er f ührte dazu aus, dass die Ärzte der Rehaklinik ebenso wie Dr. D.____ eine leichtgradige d epressive Episode diagnostiziert hätten. Dr. D.____ attestiere aber im Gegensatz zum Ärzteteam der Klinik E.____ keine Beeinträchti- gung der Arbeitsfähigkeit, was durchaus im Einklang m it den gutachterlichen Empfehlungen in der Fachliteratur stehe. Bei der Beurteilung der Ärzte der Rehaklinik handle es sich somit ledig- lich um eine abweichende Einschätzung der Arbeitsfähig keit bei unverändertem psychischem Befund, so dass die Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. D.____ weiterhin plausibel sei. 5.3 Die IV-Stelle stütze sich in der angefochtenen Ver fügung vom 14. Februar 2019 bei der Beurteilung des somatischen Gesundheitszustands und der daraus resultierenden Arbeitsfähig- keit des Versicherten auf die Berichte des Suva-Kreisarztes Dr. C.____ und der behandelnden Ärzte der Klinik E.____ sowie auf die Feststellungen ihr es RAD-Arztes Dr. F.____. Was die Be- urteilung des psychischen Gesundheitszustands angeht, folgte sie der Einschätzung des RAD- Arztes Dr. G.____. Sie ging demzufolge davon aus, dass b eim Versicherten vom 23. Februar 2016 bis17. Mai 2016 eine vollständige, und vom 18. M ai 2016 bis 16. Mai 2017 eine 50 %-ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Ab 17. Mai 2017 se i der Versicherte in einer leidensange- passten Verweistätigkeit wieder zu 100 % arbeitsfähig gewesen. Dieser vorinstanzlichen Wür- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht digung des medizinischen Sachverhalts kann nun aber nich t gefolgt werden. Wie oben ausge- führt (vgl. E. 4.3 hiervor), kommt den Berichten versi cherungsinterner Fachpersonen - und um solche handelt es sich beim Kreisarzt Dr. C.____ und den Ärzten der Klinik E.____ sowie bei den RAD-Ärzten Dres. F.____ und G.____ - rechtsprechung sgemäss nicht derselbe Beweis- wert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eing eholten Gutachten externer Fachper- sonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten, solche Beric hte sind lediglich - aber immerhin - soweit zu berücksichtigen, als sich keine auch nur geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen ergeben (vgl. BGE 135 V 471 E. 4. 7). Vorliegend bestehen nun allerdings solche Zweifel. Insbesondere aus psychiatrischer Sicht erweist sich der medizinische Sachver- halt - entgegen der Auffassung der IV-Stelle - als (noch) nicht ausreichend abgeklärt. 6.1 Die IV-Stelle ging gestützt auf die Einschätzung vo n Dr. G.____ davon aus, dass beim Versicherten ab 17. Mai 2017 aus psychiatrischer Sicht kein e Beeinträchtigung der Arbeitsfä- higkeit mehr vorgelegen habe. Bei dieser Einschätzung stü tzte sich der RAD-Arzt auf den oben (vgl. E. 5.1.2 hiervor) erwähnten Bericht von Dr. D._ ___ vom genannten Tag, wonach der Ver- sicherte aus psychiatrischer Sicht nicht arbeitsunfähig sei. Der Beschwerdeführer wendet dage- gen ein, dass ihm im Rahmen des psychosomatischen Konsilium s der Klinik E.____ vom 20. Juli 2018 eine zumindest leichte arbeitsrelevante Lei stungsminderung zusätzlich zu den somatisch bedingten Einschränkungen attestiert worden s ei. Dieser Einwand des Beschwerde- führers kann schon deshalb nicht einfach ignoriert werde n, weil die Beurteilung der Klinik E.____ zeitlich später erfolgt und damit aktueller ist als die Einschätzung von Dr. D.____. Dazu kommt, dass die behandelnden Ärzte des Spitals H.____ mehrfach die Diagnose einer chroni- schen Schmerzstörung stellten (vgl. etwa die Berichte vom 24. Januar 2017 und 2. März 2017), und dass in den medizinischen Unterlagen immer wieder darauf hingewiesen wurde, dass die vom Versicherten geklagten Schmerzen aus somatischer Sicht n ur teilweise nachvollziehbar seien (vgl. etwa den Austrittsbericht der Klinik E.____ vom 10. Juli 2018). Während diese psy- chiatrische Problematik im unfallversicherungsrechtlichen Ve rfahren von untergeordneter Be- deutung war, kann sie im IV-Verfahren durchaus von Rele vanz sein. Nichtsdestotrotz ging die IV-Stelle diesen Aspekten nicht weiter nach. In Anbetrac ht der beim Beschwerdeführer erhobe- nen chronischen Schmerzstörung und der Begleitdiagnose ei ner zumindest leichtgradigen De- pression wäre bei dieser Ausgangslage aber eine medizinisch e Beurteilung samt einer sorgfäl- tigen Prüfung der Standardindikatoren (vgl. dazu BG E 141 V 281 ff.) durch einen psychiatri- schen Facharzt angezeigt gewesen. Eine solche fand jedoc h im Rahmen der vorinstanzlichen medizinischen Abklärungen nicht statt. Die IV-Stelle m uss sich daher in dieser Hinsicht eine Verletzung der ihr obliegenden Untersuchungspflicht vo rwerfen lassen. Sie versuchte in der Folge zwar noch, in ihrer Vernehmlassung das Versäumte n achzuholen und eine nachträgliche Prüfung der Standardindikatoren vorzunehmen. Eine solche juristische Indikatorenprüfung kann aber nur dann zulässig sein, wenn die Grundlagen einem nach altem Standard erstellten psy- chiatrischen Gutachten oder zumindest einer ausführlichen psychiatrischen Beurteilung ent- nommen werden können. Dies ist vorliegend klarerweise nicht der Fall. 6.2 Die angefochtene Verfügung vermag darüber hinaus aus einem weiteren, formellen Aspekt nicht zu überzeugen. Der Beschwerdeführer machte m ehrfach geltend, es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die halbe Rente per 1. Septe mber 2017 aufgehoben werde, nachdem Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht die gesundheitliche Situation im Zeitraum davor keine Änderung erfahren habe, sondern seit längerer Zeit stabil gewesen sei. Diese Vorbringen de s Beschwerdeführers sind insoweit ver- ständlich, als die IV-Stelle - trotz entsprechender Rüg en des Beschwerdeführers - weder in der angefochtenen Verfügung noch in ihrer Vernehmlassung z u diesem Einwand Stellung genom- men hat. Die Befristung der Rente per Ende August 201 7 beruht offenbar auf der Einschätzung der IV-Stelle, dass der Versicherte ab 17. Mai 2017 in einer leidensangepassten Verweistätig- keit wieder zu 100 % arbeitsfähig gewesen sei. Eine D urchsicht der medizinischen Unterlagen legt den Schluss nahe, dass die IV-Stelle offensichtlich das Datum des Berichts von Dr. D.____ - den 17. Mai 2017 - als Zeitpunkt einer Besserung de s psychischen Gesundheitszustands be- trachtete und dass sie bis dahin gestützt auf die Einschätz ung der Ärzte der Klinik E.____ von einer mittelgradigen Depression und einer darauf zurückzuführenden 50 %-igen Arbeitsunfähig- keit ausging. Eine dahingehende Begründung lässt sich de r angefochtenen Verfügung jedoch - wie erwähnt - nicht entnehmen und auch in ihrer Ver nehmlassung im vorliegenden Beschwer- deverfahren erläutert die IV-Stelle mit keinem Wort , woraus sie ableitet, dass es ab 17. Mai 2017 zu einer relevanten Verbesserung des Gesundheitszustands des Versicherten gekommen sein soll. Wird aber mit der (rückwirkenden) Zusprechung einer Rente - wie im vorliegenden Fall - gleichzeitig über deren Befristung befunden, so sind die revisionsrechtlichen Grundsätze des Art. 17 ATSG zu beachten (vgl. U LRICH MEYER /M ARCO REICHMUTH , Rechtsprechung des Bun- desgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherun g [IVG], 3. Auflage, Zü- rich/Basel/Genf 2014, Art. 30-31 N 19. mit Hinweisen) . Dies bedeutet unter anderem, dass die Verwaltung aufzuzeigen hat, auf welche Tatsachenänderu ngen sich die rückwirkend festgeleg- ten unterschiedlichen Invaliditätsgrade stützten. Dies hat die IV-Stelle hier unterlassen, weshalb insofern eine Verletzung der Begründungspflicht vorlieg t. Da die Angelegenheit ohnehin zur weiteren Abklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, können jedoch an dieser Stelle weite- re Erörterungen zu dieser Thematik unterbleiben. 6.3 Aus dem Gesagten folgt, dass die vorhandene medizinisc he Aktenlage keine ab- schliessende Beurteilung des Rentenanspruchs des Versicher ten zulässt. Die Abklärungser- gebnisse aus dem Verwaltungsverfahren sind mit andern Worten nicht ausreichend beweiskräf- tig, der relevante medizinische Sachverhalt bedarf vielm ehr weiterer Abklärung. Die IV-Stelle, an welche die Angelegenheit zurückzuweisen ist, hat den Gesundheitszustand und die Arbeits- fähigkeit des Versicherten durch ein bidisziplinäres (ortho pädisches/psychiatrisches) Gutachten abklären zu lassen. Soweit der Versicherte in seiner Beschw erde und in seiner abschliessen- den Stellungnahme vom 6. August 2019 geltend macht, e s sei die Einholung eines poly diszipli- nären Gutachtens unter Einbezug eines Arztes der Inner en Medizin mit Spezialität Kardiologie erforderlich, kann ihm nicht gefolgt werden. Er begrü ndet diese Forderung mit dem Hinweis, dass seine kardiologischen gesundheitlichen Probleme bei der Zumutbarkeitsbeurteilung nicht angemessen berücksichtigt worden seien. Den medizinischen Akten lassen sich nun aber keine hinreichenden Anhaltspunkte entnehmen, wonach die Le istungsfähigkeit des Versicherten aus kardiologischen Gründen beeinträchtigt sein könnte. Der entsprechende Einwand erweist sich deshalb nicht als stichhaltig. Ebenfalls nicht stattgeg eben werden kann der Bitte des Versicher- ten, der IV-Stelle im Sinne einer Empfehlung den Hi nweis zu geben, das Gutachten nach Mög- lichkeit bei einem Universitätsspital einzuholen. Wird di e Angelegenheit zur Einholung eines bidisziplinären Gutachtens an die IV-Stelle zurückgewiese n, so ist es grundsätzlich deren Auf- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht gabe, die betreffenden Gutachterinnen und Gutachter zu bezeichnen. Selbstverständlich hat sie dabei die der versicherten Person zustehenden Partizipat ionsrechte (vgl. Art. 44 ATSG) zu be- achten. 6.4 Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen ist, als die angefochtene Verfügung vom 14 . Februar 2019 aufzuheben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Er wägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-Landschaft zurückzuweisen ist. 7.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund- sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kanto nsgericht eine bei ihm angefoch- tene Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwä- gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV -Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als un- terliegende Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 215 E. 6.2, je mit Hinweisen). 7.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um d ie Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgel egt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par- tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei, wes- halb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. 7.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschw erde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient- schädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rech tsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 4. Juni 2019 für das vor liegende Verfahren einen Zeitaufwand von 13 Stunden geltend gemacht, was sich in Anbetracht de r sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungs- prozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwen dung gelangenden Stundenan- satz von 250 Franken zu entschädigen. Nicht zu beanstande n sind sodann die in der Honorar- note ausgewiesenen Auslagen von Fr. 46.--. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteient- schädigung in der Höhe von Fr. 3‘296.-- (13 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 46.--) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 8. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgeri cht (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angel egenheiten an das Bundesgericht zuläs- sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Sel bständig eröffnete Zwischenent- scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über d ie Zuständigkeit und über Aus- standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei- ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschw erde sofort einen Endentscheid her- beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Ze it oder Kosten für ein weitläufiges Be- weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BG G). Nach der bundesgerichtlichen Recht- sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid a n den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei- sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2). Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich som it um einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerd e in öffentlich-rechtlichen Angele- genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun- gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bunde sgericht. Die nachstehende Rechts- mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen , als die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 14. Febr uar 2019 auf- gehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-Landschaft zurückgewiesen wird. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- we rden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdefü hrer eine Partei- entschädigung in der Höhe von Fr. 3‘296.-- (inkl. Ausla gen) zu bezah- len. http://www.bl.ch/kantonsgericht