<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2C_865/2008 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 3. Dezember 2008 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Merkli, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Migrationsamt des Kantons Thurgau, Schlossmühlestrasse 7, 8510 Frauenfeld, </div> <div class="para">Departement für Justiz und Sicherheit des Kantons Thurgau, Regierungsgebäude, 8500 Frauenfeld. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Aufenthaltsbewilligung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 29. Oktober 2008. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">X.________ focht am 25. August 2008 den Rekursentscheid des Departements für Justiz und Sicherheit des Kantons Thurgau vom 31. Juli 2008 betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung beim Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau an. Mit Schreiben vom 26. August 2008 wurde ihm durch den Präsidenten des Verwaltungsgerichts eine Frist von 14 Tagen zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 500.-- angesetzt, verbunden mit dem Hinweis, dass im Falle einer nicht fristgerechten Bezahlung mit einem kostenpflichtigen Nichteintretensentscheid zu rechnen sei. Das Schreiben wurde von seinem (damaligen) Rechtsvertreter am 27. August 2008 entgegengenommen; der Kostenvorschuss wurde am 12. September 2008 einbezahlt. Nach Einholen einer Stellungnahme beim Rechtsvertreter trat das Verwaltungsgericht mit Entscheid vom 29. Oktober 2008 mangels rechtzeitiger Leistung des Kostenvorschusses auf die Beschwerde nicht ein. </div> <div class="para">Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 1. Dezember 2008 beantragt X.________ dem Bundesgericht, den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau aufzuheben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span> haben Rechtsschriften die Begehren und deren Begründung zu enthalten. Dabei ist in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). Es muss sich dabei um schweizerisches Recht im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> handeln (nebst Bundesrecht einschliesslich Bundesverfassungsrecht unter anderem auch Völkerrecht und kantonale verfassungsmässige Rechte). Nicht unmittelbar gerügt werden kann daher die Auslegung und Anwendung von kantonalem Recht. Stützt sich ein Entscheid auf kantonales Recht, muss in der Beschwerdeschrift aufgezeigt werden, inwiefern dessen Anwendung zu einer Rechtsverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> führt, wobei im Wesentlichen die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten in Betracht fällt; die Verletzung von solchen Rechten (Grundrechte) ist spezifisch zu rügen (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>); appellatorische Ausführungen genügen nicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.2 Der angefochtene Entscheid betrifft eine bundesrechtlich geregelte Aufenthaltsbewilligung; da ein - bedingter - Rechtsanspruch auf deren Erneuerung besteht, ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zulässig (<span class="artref">Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG</span>). Grundlage des Nichteintretensentscheids ist indessen - ausschliesslich - kantonales Verfahrensrecht. Den Ausführungen in der Beschwerdeschrift lässt sich nicht entnehmen, inwiefern bei dessen Anwendung im beschriebenen Sinn schweizerisches Recht, insbesondere ein verfassungsmässiges Recht verletzt worden sei. Die Beschwerdeschrift enthält mithin offensichtlich keine hinreichende, den Anforderungen von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> genügende Begründung (vgl. <span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>), weshalb auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren gemäss <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.3 Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerde im Eintretensfall offensichtlich kein Erfolg beschieden gewesen wäre: Nachdem der Beschwerdeführer, trotz Hinweises auf die Säumnisfolgen, den Kostenvorschuss unbestrittenermassen verspätet bezahlt hat, ist unerfindlich, inwiefern der angefochtene Nichteintretensentscheid im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> rechtsverletzend kantonales Recht (vorab § 79 des Thurgauer Gesetzes vom 23. Februar 1981 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG]) missachtet haben könnte. Sodann ist keine Rechtsnorm bzw. kein Rechtsgrundsatz ersichtlich, der die Rechtsmittelbehörde dazu verpflichtete, im Rahmen der Kostenvorschussverfügung eine Partei ausdrücklich auf die Möglichkeit der unentgeltlichen Rechtspflege hinzuweisen; ohnehin war der Beschwerdeführer im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht rechtskundig vertreten, und die Kostenvorschussverfügung war denn auch nicht ihm selber, sondern seinem Rechtsvertreter zugestellt worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.4 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 65 BGG</span>) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG</span>). Sollte er angesichts seiner Bemerkungen zur Frage der unentgeltlichen Rechtspflege im kantonalen Beschwerdeverfahren sinngemäss auch für das bundesgerichtliche Verfahren um Kostenbefreiung ersucht haben wollen, wäre einem solchen Gesuch nicht zu entsprechen, da die Beschwerde von vornherein aussichtslos erschien (vgl. <span class="artref">Art. 64 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Migrationsamt, dem Departement für Justiz und Sicherheit sowie dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 3. Dezember 2008 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Merkli Feller </div> </div></body></html>