<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00170</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105538&amp;W10_KEY=13013581&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00170</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.06.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung einer Ghanaische Staatsangehörigen (*1965), welche seit 1996 faktisch, seit 1999 gerichtlich vom Schweizer Ehemann getrennt lebt. Rechtsmissbräuchliche Berufung auf eine Ehe (E. 2). I.c. sind keinerlei Anzeichen ersichtlich, dass es sich um eine gelebte Ehe im Sinne einer wirklichen Gemeinschaft handelt. Unter diesen Umständen erweist sich die Annahme des Regierungsrats, die Bf'in berufe sich rechtsmissbräuchlich auf die Ehe, als zutreffend (E. 3). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLÃNDERRECHTSEHE">AUSLÃNDERRECHTSEHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHETRENNUNG">EHETRENNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMISSBRAUCH">RECHTSMISSBRAUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHEINEHE">SCHEINEHE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 7 lit. I ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 7 lit. II ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 8 lit. I EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A, geboren 1965, ghanaische StaatsangehÃ¶rige, reiste am 26. Januar 1991 in die Schweiz ein. Nachdem ihr Asylgesuch am 16. Dezember 1991 ab­gewiesen und ihr Frist zum Verlassen der Schweiz bis 15. Februar 1992 gesetzt worden war, heiratete sie am 13. Januar 1992 in ZÃ¼rich den um 28 Jahre Ã¤lteren Schweizer BÃ¼rger C, worauf sie eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Ehemann im Kanton ZÃ¼rich erhielt. Am 4. MÃ¤rz 1994 verstarb der Ehemann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 16. MÃ¤rz 1995 verweigerte die Fremdenpolizei A die Ver­lÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wogegen sie am 3. April 1995 Rekurs erhob. Nach­dem sie am 19. Juni 1995 den um 22 Jahre Ã¤lteren Schweizer BÃ¼rger D gehei­ratet und darauf erneut eine befristete Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Schwei­zer Ehemann erhalten hatte, wurde das Rekursverfahren am 17. Juli 1995 abgeschrieben. In der Folge war A vom 19. Juni 1995 bis 1. Januar 1996 an der Adresse ihre Ehemannes gemeldet. Nach ihren eigenen Angaben wohnte sie seit Januar 1996 nicht mehr mit ihrem Ehemann zusammen (act. 8/62). Dieser gab am 6. Februar 1997 gegenÃ¼ber der Fremdenpolizei an, die eheliche Gemeinschaft sei nie aufgenommen worden, weil seine Ehefrau das Zusammenleben verweigert habe (act.</span> <span>8/47). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Januar 1996 fand auf Begehren des die Scheidung anstrengenden Ehemannes eine erste und im Februar 1996 eine weitere SÃ¼hnverhandlung vor dem Friedensrichter statt. Nachdem das Bezirksgericht ZÃ¼rich beiden Parteien die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und Rechtsvertretung bewilligt und ein umfangreiches Beweisverfahren durchgefÃ¼hrt hatte, wurde die Ehe mit Urteil vom 26. Mai 1997 geschieden. Hiergegen erhob A erfolglos Berufung; mit Urteil vom 6. April 1998 sprach das Obergericht des Kantons ZÃ¼rich erneut die Scheidung aus. In Gutheissung der von A erhobenen Nichtigkeitsbeschwerde hob jedoch das Kassationsgericht am 29. Januar 1999 das Urteil des Obergerichts auf und wies die Sache im Sinne der ErwÃ¤gungen zu neuem Entscheid an dieses zurÃ¼ck. Mit Beschluss vom 15. Februar 1999 hob das Obergericht auch das bezirksgerichtliche Urteil vom 26. Mai 1997 auf und wies die Sache an das Bezirksgericht zurÃ¼ck. Mit Urteil vom 20. Mai 1999 trennte das Bezirksgericht die Ehe der Parteien fÃ¼r die Dauer eines Jahres und genehmigte die Vereinbarung der Parteien Ã¼ber die Nebenfolgen der Trennung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bereits mit VerfÃ¼gung vom 5. Oktober 1998 hatte die Direktion der Polizei des Kantons ZÃ¼rich (heute Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit) ein Gesuch As um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung abgewiesen und ihr Frist zum Verlas­sen des zÃ¼rcherischen Kantonsgebietes bis 31. Dezember 1998 gesetzt. Am 17. Oktober 1998 gebar A, deren Ã¤ltere Kinder E (geboren 1985) und F (ge­boren 1987) in Ghana leben, den Sohn G, der unbestrittenermassen nicht vom Ehemann D abstammt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen die VerfÃ¼gung der Polizeidirektion vom 5. Oktober 1998 liess A am 2. November 1998 Rekurs an den Regierungsrat erheben, der das Rechts­mittel am 15. MÃ¤rz 2000 abwies, und zwar im Wesentlichen mit der BegrÃ¼ndung, aufgrund der (nÃ¤her dargelegten) UmstÃ¤nde drÃ¤nge sich der Schluss auf, dass den Ehegatten A/D nichts mehr an ihrer Ehe liege und diese nur noch aufrechterhalten werde, damit A weiterhin in den Genuss einer Aufenthaltsbewilligung komme; ihre Beru­fung auf Art. 7 Abs. 1 des Bun­des­ge­set­zes Ã¼ber Aufent­halt und Niederlassung der AuslÃ¤nder vom 26. MÃ¤rz 1931 (ANAG) sei daher rechtsmissbrÃ¤uchlich und sie kÃ¶nne kei­nen Anspruch auf VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung bzw. Erteilung einer Nieder­lassungsbewilligung geltend machen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 2. Mai 2000 liess A dem Verwal­tungsgericht beantragen, diesen Rekursentscheid sowie die VerfÃ¼gung vom 5. Oktober 1998 aufzuheben und ihre Aufenthaltsbewilligung zu verlÃ¤ngern, unter Kosten und Ent­schÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Kantons ZÃ¼rich. Zur BegrÃ¼ndung wurde im Wesentlichen geltend gemacht, das Festhalten an der Ehe durch die BeschwerdefÃ¼hrerin kÃ¶nne nicht rechtsmissbrÃ¤uchlich sein, wenn nach dem geltenden Scheidungsrecht ein SchweizerbÃ¼rger oder eine SchweizerbÃ¼rgerin, die der Scheidung nicht zustimmten, berechtigt seien, ein vierjÃ¤hriges Getrenntleben vor der Zustimmung zu einer Scheidung abzuwarten. Sodann stelle die Bezugnahme auf ein nichtiges Urteil des Obergerichts eine willkÃ¼rliche Beweis­wÃ¼rdigung dar, ebenso diejenige auf einen Hinweis im RÃ¼ckweisungsbeschluss des Ober­gerichts vom 15. Februar 1999. Der Schluss der Vorinstanz, es liege den Ehegatten nichts mehr an ihrer Ehe und sie werde nur aufrechterhalten, damit die BeschwerdefÃ¼hrerin wei­terhin in den Genuss einer Aufenthaltsbewilligung komme, sei willkÃ¼rlich und ohne tat­sÃ¤chliche BegrÃ¼ndung, hÃ¤tten doch die Ehegatten die Wiederholung des umfangreichen Scheidungsprozesses vermeiden wollen. Zudem sei die Motivation der Ehegatten ausge­nommen im Fall von Art. 115 ZGB fÃ¼r oder gegen die Scheidung unmassgeblich, weshalb es einem Ehegatten freistehe, bei Nichtvorliegen einer vierjÃ¤hrigen Trennung der Ehe­scheidung zuzustimmen oder nicht. Liege darin kein Rechtsmissbrauch, so sei die Verwei­gerung der Aufenthaltsbewilligung wÃ¤hrend der faktischen Dauer der Ehe gesetzwidrig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat liess am 16. Mai 2000 Abweisung der Beschwerde beantragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Eingabe vom 23. Juni 2000 liess die BeschwerdefÃ¼hrerin dem Gericht mittei­len, ihr Ehemann habe am 31. MÃ¤rz 2000 beim Berzirksgericht ZÃ¼rich eine Scheidungsklage eingereicht und sei am 29. Mai 2000 verstorben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremden­polizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen­steht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959; in der Fassung vom 8. Juni 1997 [VRG]). Dies ist der Fall bei Entscheiden betref­fend Aufenthaltsbewilligungen, auf deren Erteilung die auslÃ¤ndische Person einen bundes­rechtlichen Anspruch hat (vgl. Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bun­desrechts­pflegegeset­zes vom 16. Oktober 1943).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der auslÃ¤ndische Ehegatte einer Person mit Schweizer BÃ¼rgerrecht hat laut Art. 7 Abs. 1 ANAG Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthalts­be­willi­gung (Satz 1). Diese bun­des­recht­li­chen Bestimmungen setzen einzig den formellen Be­stand der Ehe voraus, um als An­spruchs­grundlagen in Betracht zu kommen, wÃ¤hrend Art. 8 der EuropÃ¤ischen Men­schen­rechts­konvention vom 4. November 1950 (EMRK) hierfÃ¼r ver­langt, dass die Ehe auch tat­sÃ¤chlich gelebt wird. Die Fra­ge, ob im konkreten Fall die Vor­aus­setzungen der an­wend­ba­ren An­spruchs­nor­men ver­wirklicht sind, stellt sich erst bei der PrÃ¼fung der materiellen Rechts­la­ge (BGE 119 Ib 417 E. 2d S. 419; BGE 118 Ib 145 E. 3d S. 151). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GestÃ¼tzt auf den zur Zeit der Gesuchseinreichung unbestrittenen Bestand der Ehe der BeschwerdefÃ¼hrerin mit einem Schweizer hat das Verwaltungsgericht auf die Be­schwerde einzutreten. Keine An­spruchs­grundlage stellt indes Art. 8 EMRK dar, weil die Eheleute bereits damals nicht zusammen­lebten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) BerÃ¼hrt die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung hin­gegen keinen aus Art. 7 ANAG abgeleiteten Anspruch, kann sie nicht mit Verwaltungs­gerichtsbeschwerde beim Bundesgericht angefochten werden. Dementsprechend entfÃ¤llt gemÃ¤ss § 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 VRG auch die MÃ¶glichkeit, den Entscheid des Regie­rungsrats beim Ver­waltungsgericht anzufechten. Insoweit sich die Beschwerde mithin gegen den vom Regie­rungsrat im Rahmen des freien Ermessens gefÃ¤llten Entscheid richtet, ist darauf nicht ein­zutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Nach Art. 7 ANAG hat der auslÃ¤ndische Ehegatte eines Schweizer BÃ¼rgers im Allgemeinen Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung einer Aufenthaltsbewilligung. An­ders als bei Art. 8 EMRK ist nicht erforderlich, dass die Ehe intakt ist und tatsÃ¤chlich ge­lebt wird. Nach Art. 7 Abs. 2 ANAG hat der auslÃ¤ndische Ehegatte eines Schweizer BÃ¼r­gers allerdings dann keinen Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbe­willigung, wenn die Ehe eingegangen worden ist, um die Vorschriften Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung von AuslÃ¤ndern zu umgehen. Erfasst wird davon insbesondere die soge­nann­te Scheinehe, bei der die Ehegatten von vornherein keine echte eheliche Gemein­schaft beabsichtigen. Auch wenn die Ehe nicht bloss zum Schein eingegangen worden ist, heisst dies aber nicht, dass einem AuslÃ¤nder, der nicht mehr mit seinem schweizerischen Gatten zusammenlebt, der Aufenthalt auf jeden Fall weiterhin gestattet werden muss. Zu prÃ¼fen bleibt bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte nÃ¤mlich dann, ob sich die Berufung auf die Ehe nicht als rechtsmissbrÃ¤uchlich erweist (BGE 121 II 97 E. 4a S. 103 = Pra 85/1996 Nr. 117 mit Hinweisen). Rechtsmissbrauch liegt insbesondere dann vor, wenn ein Rechts­institut zweckwidrig zur Verwirklichung von Interessen verwendet wird, die dieses nicht schÃ¼tzen will (BGE 121 I 367 E. 3b S. 375; 121 II 97 E. 4 S. 103f. = Pra 85/1996 Nr. 117 auch zum Folgenden). Rechtsmissbrauch darf indessen nicht leichthin angenommen wer­den, namentlich nicht schon deshalb, weil die Ehegatten nicht mehr zusammenleben oder ein Eheschutz‑ oder Scheidungsverfahren eingeleitet worden ist. Denn gerade darum, weil der AuslÃ¤nder nicht der WillkÃ¼r des schweizerischen Ehegatten ausgeliefert sein soll, hat der Gesetzgeber darauf verzichtet, die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung vom ehelichen Zusammenleben abhÃ¤ngig zu machen. Rechtsmissbrauch ist aber dann gegeben, wenn der AuslÃ¤nder sich im fremdenpolizeilichen Verfahren auf eine Ehe beruft, die nur noch for­mell aufrechterhalten wird mit dem einzigen Ziel, die Aufenthaltsbewilligung erhÃ¤ltlich zu machen oder zu verlÃ¤ngern (BGE 121 II 97 E. 4a S. 104).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>So hat die Rechtsprechung Rechtsmissbrauch angenommen bei einem AuslÃ¤nder, der sich auf eine formell bestehende Ehe berief, gleichzeitig aber eine Beziehung zu einer anderen Frau unterhielt, mit der er ein Kind hatte (BGE 121 II 97 E. 4b S. 104 = Pra 85/1996 Nr. 117), oder bei einem AuslÃ¤nder, der eine Aufenthaltsbewilligung verlangte, obwohl der schweizerische Ehegatte nicht mehr in der Schweiz lebte (vgl. RB 1998 Nr. 57). Nach der Praxis des Bundesgerichts kann Rechtsmissbrauch zudem auch dann gegeben sein, wenn die Dinge nicht derart offensichtlich lÃ¤gen; wesentlich sei, ob die Auf­rechterhaltung der Ehe dem einzigen Ziel diene, weiterhin die Aufenthaltsbewilligung zu erhalten. Vorausgesetzt werden konkrete Hinweise darauf, dass die Ehegatten nicht (mehr) eine eigentliche Lebensgemeinschaft fÃ¼hren, sondern die Vorschriften Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder umgehen wollen (vgl. BGE 122 II 289 E. 2a und b S. 294 f.). Wie es sich damit verhÃ¤lt, entzieht sich in der Regel einem direkten Beweis und ist oft nur durch Indizien zu erstellen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Hier liegen zahlreichen UmstÃ¤nde vor, welche die Berufung der BeschwerdefÃ¼h­rerin auf ihre Ehe als rechtsmissbrÃ¤uchlich erscheinen lassen. So ist schon fraglich, ob die Ehegatten Ã¼berhaupt je eine eigentliche Lebensgemeinschaft fÃ¼hrten. Jedenfalls ist dies vom Ehemann klar in Abrede gestellt worden (act. 8/47), und selbst aufgrund der Darstel­lung der BeschwerdefÃ¼hrerin im bezirksgerichtlichen Beweisverfahren (act. 8/100/7 S. 10) lÃ¤sst sich die Beziehung der Ehegatten wÃ¤hrend der Zeit vom 19. Juni 1995 bis 1. Januar 1996, als die BeschwerdefÃ¼hrerin an der Adresse ihres Ehemannes gemeldet war, insge­samt kaum als Lebensgemeinschaft bezeichnen. Sodann hat sich seit Januar 1996 keiner der Ehegatten in irgendeiner Weise um eine (Wieder-)Aufnahme des Ehelebens bemÃ¼ht, und hat die BeschwerdefÃ¼hrerin durch nichts zu erkennen gegeben, dass ihr Widerstand gegen eine Ehescheidung andere als auslÃ¤nderrechtliche GrÃ¼nde habe. Vielmehr hat sie ihre Zustimmung zu einer im ersten Rechtsgang vor Bezirksgericht angestrebten Schei­dungskonvention ausdrÃ¼cklich davon abhÃ¤ngig machen lassen, ob sie auch nach der Schei­dung in der Schweiz bleiben kÃ¶nne (act. 8/100/7 S. 33). Sodann hat sie am 17. Oktober 1998, den Sohn G, geboren, dessen Vater unbestrittenermassen nicht ihr nun kÃ¼rzlich verstorbener Ehemann ist. Wenn die Eheleute Ã¼berhaupt je zusammenlebten, so leben sie jedenfalls heute seit mehr als vier Jahren getrennt, und es gibt keinerlei Anhalts­punkte dafÃ¼r, dass zwischen den Ehegatten noch eine Interessengemeinschaft mit den fÃ¼r eine Ehe typischen Inhalten und Wirkungen besteht. So haben die Parteien in der vom Be­zirksgericht ZÃ¼rich am 20. Mai 1999 genehmigten Vereinbarung Ã¼ber die Folgen der Tren­nung gegenseitig auf UnterhaltsbeitrÃ¤ge verzichtet und sich als gÃ¼terrechtlich auseinander­gesetzt erklÃ¤rt (act. 8/101). Und es bestehen keinerlei Anhaltspunkte fÃ¼r ein gegenÃ¼ber seiner Ehefrau missbrÃ¤uchliches oder willkÃ¼rliches Verhalten des nun verstorbenen Ehe­mannes. Alle diese UmstÃ¤nde sind schliesslich vor dem Hintergrund zu wÃ¼rdigen, dass zahlreiche UmstÃ¤nde der Eheschliessung, wie der Zeitpunkt nach der Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung der BeschwerdefÃ¼hrerin, der grosse Altersunterschied, die wirt­schaftlich schlechte Lage des Ehemannes, die kurze Zeit und geringe IntensitÃ¤t der vorehe­lichen Bekanntschaft eine AuslÃ¤nderrechtsehe zwar nicht gÃ¤nzlich zu belegen, aber immer­hin einen entsprechenden Verdacht zu erwecken vermÃ¶gen. Aus solchen UmstÃ¤nden allein darf zwar nicht bereits auf Rechtsmissbrauch geschlossen werden (vgl. BGE 123 II 49), sie kÃ¶nnen aber zusammen mit den anderen, hier ausreichend vorhandenen Anhaltspunkten BerÃ¼cksichtigung finden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin lÃ¤sst gegen den vom Regierungsrat im Rekursentscheid eingehend begrÃ¼ndeten und aufgrund der dargelegten UmstÃ¤nde Ã¼berzeugenden Schluss auf Rechtsmissbrauch einwenden, ein solcher sei unzulÃ¤ssig, weil nach geltendem Schei­dungsrecht der scheidungsunwillige Ehegatte berechtigt sei, ein vierjÃ¤hriges Getrenntleben vor der Zustimmung zu einer Scheidung abzuwarten. Abgesehen davon, dass nach einer vierjÃ¤hrigen Trennung eine solche Zustimmung gerade nicht mehr erforderlich ist, Ã¼ber­sieht die BeschwerdefÃ¼hrerin, dass es ihr unbenommen ist, am formalen Bestand ihrer Ehe so lange als mÃ¶glich festzuhalten. RechtsmissbrÃ¤uchlich ist einzig die Berufung auf eine solche bloss formal bestehende Ehe zur Erwirkung der Aufenthaltsbewilligung. Dass ihr Widerstand gegen eine Scheidung einen anderen Zweck verfolgt habe als die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, hat die BeschwerdefÃ¼hrerin auch in der Beschwerdeschrift nicht darzulegen vermocht. Die vom Bezirksgericht ausgesprochene Ehetrennung verlÃ¤n­gert offenkundig nur den formellen Bestand der Ehe; dass sie den Zweck gehabt haben soll, die Wiederholung des umfangreichen Scheidungsprozesses zu vermeiden, Ã¤ndert daran nichts.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Eine willkÃ¼rliche BeweiswÃ¼rdigung ist dem Regierungsrat nicht vorzuwerfen. Zwar verweist er als Beleg dafÃ¼r, dass der Widerruf der Scheidungskonvention im ersten Rechts­gang vor Bezirksgericht wegen des befÃ¼rchteten Verlusts der Aufenthaltsbewilligung er­folgt sei, auf die vom Kassationsgericht aufgehobenen Urteile des Ober- und des Bezirks­gerichts (act. 8/82/1 und 2); indessen ergibt sich dieser Schluss bereits aus dem Protokoll des bezirksgerichtlichen Verfahrens (act. 8/100/7 S. 33), welches sich ebenfalls bei den regierungsrÃ¤tlichen Akten befand. Nach einer zwecks Beratung mit seiner Mandantin er­wirkten Verhandlungspause erklÃ¤rte der damalige Vertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin, dass diese nun zwar seit Ã¼ber fÃ¼nf Jahren in der Schweiz sei, es aber seine Sorgfaltspflicht ge­biete, bei der Fremdenpolizei abzuklÃ¤ren, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin in der Schweiz blei­ben kÃ¶nne; wenn sie bleiben kÃ¶nne, sei er mit einer Scheidung einverstanden. Das Ver­waltungsgericht hat keinen Grund, am Beweiswert dieser Aussage zu zweifeln.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>