<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <table border="0"> <tr> <td> <img height="68" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2014-06-17-6B_19-2014.1&amp;type=gif" width="95"/> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> <tr> <td> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_19/2014 </b> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> <td> <div class="para"> </div> </td> </tr> </table> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 17. Juni 2014</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Mathys, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, </div> <div class="para">Bundesrichter Oberholzer, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Briw. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Fingerhuth, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich</i>, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Mehrfache Drohung usw., </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Strafkammer, vom 4. Oktober 2013. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> X.________ war mit der Geschädigten verheiratet. Die Ehe ist seit August 2012 rechtskräftig geschieden. Es kam wiederholt zu heftigen Auseinandersetzungen, weshalb unter anderem Kontakt- und Rayonverbote angeordnet wurden. X.________ werden Verstösse gegen die Verbote und Drohungen gegenüber der Geschädigten vorgeworfen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Das Bezirksgericht Bülach verurteilte X.________ am 7. Mai 2013 wegen mehrfacher Drohung und mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen zu 120 Tagen Freiheitsstrafe (wovon 115 Tage durch Haft erstanden sind) und einer Busse von Fr. 1'000.-- (teilweise als Zusatzstrafe). Vom Vorwurf des Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen (ND 2) sprach es ihn frei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Das Obergericht des Kantons Zürich stellte am 4. Oktober 2013 auf Berufung von X.________ fest, dass das bezirksgerichtliche Urteil betreffend den Schuldspruch wegen mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen (ND 1 und ND 4) sowie Freispruchs von diesem Vorwurf (ND 2) in Rechtskraft erwachsen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Es auferlegte ihm wegen mehrfacher Drohung und mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 10.-- (wovon 115 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft erstanden sind) und eine Busse von Fr. 500.-- (teilweise als Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 25. Juni 2012). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> X.________ erhebt Beschwerde in Strafsachen mit dem Antrag, das obergerichtliche Urteil aufzuheben und die Sache im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Der Beschwerdeführer bringt zum Vorfall vom 30. Dezember 2011 in einem Ladenlokal vor, wie die Vorinstanz zutreffend feststelle, habe er den Sachverhalt lediglich bezüglich der folgenden Vorwürfe nicht anerkannt: Er sei mit dem Messer neben der Geschädigten gestanden und habe damit trefferlose Stichbewegungen gegen sie gemacht, und er habe sie als "Schlampe" beschimpft und gesagt, er werde sie töten, wodurch sie stak verängstigt worden sei, was er gewusst und gewollt habe. Unbestritten habe er das Ladenlokal in Begleitung seiner Partnerin betreten und sei es zu einer Begegnung mit der Geschädigten gekommen, in deren Verlauf er "kurzfristig auch ein kleines Küchenmesser behändigt hatte" (Beschwerde S. 3). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Soweit der Beschwerdeführer vorinstanzliche Erwägungen als mit <span class="artref">Art. 130 StPO</span> (notwendige Verteidigung) unvereinbar kritisiert, ist eine entscheidrelevante Rechtsverletzung nicht ersichtlich. Bei der zweiten Inhaftierung wurde ihm ein amtlicher Verteidiger und in der Folge der heutige Rechtsanwalt als amtlicher Verteidiger bestellt (Urteil S. 7). Eine Nichtverwertbarkeit von Aussagen wird nicht mehr geltend gemacht (vgl. Urteil S. 6 E. 3 und S. 13 f.). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Der Beschwerdeführer führt aus, die Vorinstanz habe seine Vorbringen nicht miteinbezogen und damit gegen den Grundsatz der freien Beweiswürdigung und den Anspruch auf rechtliches Gehör verstossen (Beschwerde Ziff. 23). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Der Beschwerdeführer unterlässt es, gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 und <artref id="CH/173.110/106/2" type="start"></artref>Art. 106 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref> eine Norm zu bezeichnen, die verletzt sein sollte. Das Recht, sich zur Sache und zum Verfahren zu äussern, schützen insbesondere die <span class="artref">Art. 3 Abs. 2 lit. c und <artref id="CH/312.0/107/1/d" type="start"></artref>Art. 107 Abs. 1 lit. d StPO</span><artref id="CH/312.0/3/2/c" type="end"></artref>. Ferner haben Behörden Urteile gemäss <span class="artref">Art. 29 Abs. 2 BV</span> und <span class="artref">Art. 81 Abs. 3 lit. a StPO</span> hinreichend zu begründen, ohne sich aber mit jedem Parteistandpunkt einlässlich auseinandersetzen zu müssen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=43&amp;from_date=17.06.2014&amp;to_date=06.07.2014&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-I-229%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page229">BGE 136 I 229</a> E. 5.2). Eine Verletzung dieser Bestimmungen ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz prüfte zahlreiche Einwände des Beschwerdeführers. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Der Beschwerdeführer nimmt eine abwägende Auseinandersetzung mit verschiedenen Aussagen vor und schliesst, es verblieben unüberwindbare Zweifel. Er sei in dubio pro reo freizusprechen (Beschwerde Ziff. 29). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Darstellung des Beschwerdeführers lässt keine Zweifel aufkommen. Insbesondere kann die Vorinstanz willkürfrei annehmen, wer in der geschilderten Situation zu einem Messer greife, tue es, um sein Gegenüber einzuschüchtern (Urteil S. 11). Auf das Urteil (S. 8 - 16) kann verwiesen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Der Beschwerdeführer bestreitet den Vorfall vom 11. Januar 2012 und führt aus, sollte sich ergeben, dass die angeklagten Drohungen tatsächlich ausgesprochen wurden, wäre nicht erstellt, dass die Geschädigte dadurch auch stark in Angst versetzt wurde. Er sei freizusprechen. Ferner sei das rechtliche Gehör verletzt worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Vorbringen sind unbehelflich. Betreffend Gehörsverletzung ist oben auf E. 1.2 und im Übrigen auf das Urteil S. 16 ff. zu verweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Beschwerde ist abzuweisen. Der Beschwerdeführer hat die Kosten zu tragen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Gerichtskosten von Fr. 4'000.-- sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 17. Juni 2014 </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Mathys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Briw </div> </div></body></html>