<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2C_394/2011 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 17. Mai 2011 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Zünd, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">1. A.________, </div> <div class="para">2. B.________, </div> <div class="para">3. C.________, </div> <div class="para">4. D.________, </div> <div class="para">5. E.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para">alle vertreten durch Rechtsanwalt Christian Affentranger, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Amt für Migration des Kantons Luzern, </div> <div class="para">Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Aufenthaltsbewilligung, Wegweisung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, vom 8. April 2011. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">A.________, geboren 1961, aus Sri Lanka, reiste im Mai 1985 als Asylbewerber in die Schweiz ein. Sein Asylgesuch wurde im November 1986 abgewiesen, und seine Wegweisung wurde verfügt. Mit Zustimmung der zuständigen Bundesbehörde erteilte der Kanton Luzern ihm per 11. März 1991 eine Aufenthaltsbewilligung infolge eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls. Die Bewilligung wurde letztmals bis 23. März 2008 verlängert. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Am 14. Juli 2000 heiratete A.________ in seiner Heimat eine Landsfrau, B.________, welche im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. Das Ehepaar hat drei Kinder, die alle in der Schweiz geboren sind (2003, 2004 und 2009). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 1. Juni 2010 lehnte das Amt für Migration des Kantons Luzern das Gesuch um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung(en) ab; zugleich wies es die Familie aus der Schweiz weg. Zur Begründung wurde auf die langjährige fortdauernde Fürsorgeabhängigkeit der Familie verwiesen. Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern am 17. November 2010 ab. Mit Urteil vom 8. April 2011 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern die Beschwerde gegen den Rechtsmittelentscheid des Departements ab; es setzte eine Ausreisefrist auf den 31. August 2011 an. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 13. Mai 2011 beantragen A.________ und B.________ sowie ihre Kinder dem Bundesgericht, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern aufzuheben, ihr Gesuch vom 12. Februar 2008 um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gutzuheissen und ihnen die Aufenthaltsbewilligung B zu verlängern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Gesuch um aufschiebende Wirkung wird mit dem vorliegenden instanzabschliessenden Urteil gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist unzulässig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausländerrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumt, sowie betreffend die Wegweisung (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/83/4" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/83/c/4" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/83/c/2" type="start"></artref>Art. 83 lit. c Ziff. 2 und 4 BGG</span><artref id="CH/173.110/83/c/4" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/83/4" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/4" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführer haben keinen bundesgesetzlichen Anspruch auf Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligungen. Auch das Völkerrecht räumt ihnen keinen solchen ein. Wohl weilt der Beschwerdeführer 1 schon seit gut 25 Jahren in der Schweiz. Die lange Anwesenheit führt für sich allein nicht zu einem Bewilligungsanspruch etwa gestützt auf <span class="artref">Art. 8 EMRK</span>, welcher das Recht auf Achtung des Privatlebens garantiert; der Beschwerdeführer 1, dem namentlich beruflich die Integration in keiner Weise gelungen ist (nach nicht substantiiert bestrittener Darstellung des Verwaltungsgerichts hatte er schon vor Auftreten seiner Krankheit nie eine Arbeitsstelle länger halten können, wobei er schon früh Sozialhilfe beanspruchte), erfüllt die Voraussetzungen, um aus dieser Konventionsnorm einen Bewilligungsanspruch ableiten zu können (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=04.05.2011&amp;to_date=23.05.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-II-281%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page281">BGE 130 II 281</a> E. 3.2 S. 286 ff.), offensichtlich nicht. Es ist auch nicht ersichtlich, gestützt auf welche Rechtsnorm seine vor gut zehn Jahren eingereiste Ehefrau, die Beschwerdeführerin 2, eine Bewilligung beanspruchen könnte. Was die sich noch in einem anpassungsfähigen Alter befindenden drei Töchter (acht-, sieben- bzw. zweijährig) betrifft, verschafft ihnen die Kinderrechtekonvention unter den gegeben Umständen prima vista keinen Bewilligungsanspruch; ausländerrechtlich teilen sie grundsätzlich das Los ihrer Eltern. Wohl prüft das Bundesgericht seine Zuständigkeit bzw. die Zulässigkeit eines Rechtsmittels vom Amtes wegen mit freier Kognition (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=04.05.2011&amp;to_date=23.05.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-II-497%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page497">BGE 136 II 497</a> E. 3 S. 499; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=04.05.2011&amp;to_date=23.05.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-II-22%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page22">135 II 22</a> E. 1 S. 24; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=04.05.2011&amp;to_date=23.05.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-III-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page1">135 III 1</a> E. 1.1 S. 3; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=04.05.2011&amp;to_date=23.05.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-186%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page186">134 II 186</a> E. 1 S. 188). Ist jedoch die Zulässigkeit eines Rechtsmittels zweifelhaft, was hier im höchsten Grade der Fall ist, beschlägt die den Beschwerdeführern obliegende Begründungspflicht gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> auch die Eintretensvoraussetzungen (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=04.05.2011&amp;to_date=23.05.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-45%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page45">BGE 134 II 45</a> E. 2.2.3 S. 48; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=13&amp;from_date=04.05.2011&amp;to_date=23.05.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-249%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page249">133 II 249</a> E. 1.1 S. 251, 353 E. 1 S. 356, 400 E. 2 S. 404). Zu den Ausschlusstatbeständen von <span class="artref"><artref id="CH/173.110/83/4" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/83/c/4" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/83/c/2" type="start"></artref>Art. 83 lit. c Ziff. 2 und 4 BGG</span><artref id="CH/173.110/83/c/4" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/83/4" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/4" type="end"></artref> lässt sich der Beschwerdeschrift jedoch nichts entnehmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erweist sich als offensichtlich unzulässig (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG</span>). Da nicht spezifisch dargelegt wird, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch das angefochtene Urteil verletzt worden sein sollen (vgl. Art. 116 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>), kann die Beschwerde auch nicht als subsidiäre Verfassungsbeschwerde entgegengenommen werden. Es ist darauf mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren gemäss <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.2 Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung kann schon wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht entsprochen werden (<span class="artref">Art. 64 BGG</span>). Damit sind die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 65 BGG</span>) den Beschwerdeführern 1 und 2, die auch für ihre minderjährigen Kinder handeln, zu gleichen Teilen unter solidarischer Haftung aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz und Abs. 5 BGG). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden den Beschwerdeführern 1 und 2 je zur Hälfte unter solidarischer Haftung auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 17. Mai 2011 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Zünd Feller </div> </div></body></html>