A bteilung I A -411/2007 {T 0/2} U rteil vom 25. Juni 2007 M itw irkung: R ichter C hristoph Bandli (Vorsitz); R ichter Beat Forster; R ich- terin Florence Aubry G irardin; G erichtsschreiberin M ichelle Eichenberger. A._______, Beschw erdeführerin, vertreten durch R echtsanw ältin D r. N icole Vögeli G alli, gegen B undesam t für K ultur (B A K ), Eidgenössisches D epartem ent des Innern ED I, Vorinstanz, betreffend A uflösung des A rbeitsverhältnisses; Verfügung des ED I vom 22. D ezem ber 2006. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Im R ahm en eines Einsatzprogram m s w ar A._______ vom 1. Juni 2001 bis am 30. N ovem ber 2001 zu 100% beim Schw eizerischen Landesm useum angestellt. Auf den 1. Januar 2002 w urde sie vom Bundesam t für Kultur (BAK) m ittels unbefristetem öffentlich-rechtlichem Arbeitsvertrag vom 6. D ezem ber 2001 m it einem Beschäftigungsgrad von 50% als M itarbeiterin Logistik engagiert. D ieser Vertrag w urde durch einen neuen Arbeitsvertrag vom 17. Januar 2003, m it Inkrafttreten rückw irkend auf den 1. Januar 2003, ersetzt. B. A._______ unterzeichnete am 7. O ktober 2005 ein Protokoll, dem zu entnehm en ist, der Bereich Logistik w erde am 29. Juli 2005 von Zürich nach Affoltern am Albis verlegt. Alle M itarbeitenden hätten ihren Arbeitsort ab dem 1. D ezem ber 2005 folglich nicht m ehr in Zürich, sondern in Affol- tern am Albis. G em äss Protokoll hat A._______ am 7. O ktober 2005 zw ei Exem plare des entsprechend angepassten Arbeitsvertrages erhalten, verbunden m it der M itteilung, es trete die ordentliche Kündigungsfrist in Kraft, w enn sie bis am 30. O ktober 2005 kein unterzeichnetes Ver- tragsexem plar an die Arbeitgeberin zurücksende. C . D a A._______ keine unterzeichnete Vertragskopie retourniert hat, stellte ihr das BAK am 23. D ezem ber 2005 einen Verfügungsentw urf betreffend Änderung des Arbeitsortes zu. In ihrer schriftlichen Stellungnahm e vom 30. D ezem ber 2005 hielt A._______ fest, aufgrund der Kinderbetreuung könne sie den neuen, zeitlich längeren Arbeitsw eg nicht in Kauf nehm en. Sie bedaure, auf diese Art beim Schw eizerischen Landesm useum aufhören zu m üssen. Am 18. Januar 2006 stellt das BAK A._______ eine Vereinbarung zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses zu; verbunden m it der Bitte um U nterzeichnung und R ücksendung bis am 26. Januar 2006. D . D urch ein U nfallereignis ist A._______ seit dem 13. Januar 2006 zu 100% arbeitsunfähig bzw . seit dem 27. Februar 2006 zu 100% krankgeschrieben. D ie U nterzeichnung dreier Arbeitsaufhebungsvereinbarungen (9. Februar 2006, 13. M ärz 2006, 3. August 2006) scheiterte. E. M it Verfügung vom 22. Septem ber 2006 kündigte das BAK das Arbeitsver- hältnis m it A._______ per 31. Januar 2007. D ie Lohnfortzahlung höre m it dem Ende des Arbeitsverhältnisses per 31. Januar 2007 auf. D er Betrag von Feriensaldo, M ehrstunden, Treuepräm ie und w eiterer G uthaben w erde A._______ auf ihr Lohnkonto überw iesen. Zudem entzog das BAK der Beschw erde die aufschiebende W irkung. F. M it Entscheid vom 22. D ezem ber 2006 w ies das Eidgenössische D eparte- m ent des Innern (ED I) die gegen die Verfügung des BAK erhobene Be- schw erde von A._______ ab. D er neue Arbeitsort sei ihr zum utbar. W eil sie diesen jedoch nicht akzeptiere, könne das Arbeitsverhältnis durch den Arbeitgeber gekündigt w erden. D a das BAK die Sperrfrist bei Krankheit gem äss Bundesgesetz vom 30. M ärz 1911 betreffend die Ergänzung des 3 Schw eizerischen Zivilgesetzbuches (O bligationenrecht [O R ], SR 220) berücksichtigt habe, sei die Kündigung rechtm ässig erfolgt. Eine Lohnfortzahlungspflicht gem äss Art. 56 der Bundespersonalverordnung vom 3. Juli 2001 (BPV, SR 172.220.111.3), w elche über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses hinaus bestehe, existiere vorliegend nicht. A._______ habe eine ihr zum utbare Stelle nicht angenom m en und habe som it ihre Kündigung selber verschuldet. D ie Krankheit sei nach dem Vorliegen eines gesetzlichen Kündigungsgrundes eingetreten. Folglich schulde ihr das BAK per 31. Januar 2007 keinen Lohn m ehr. Schliesslich bestehe bei Barauszahlung der Treuepräm ie von 5 Arbeitstagen gem äss Art. 73 BPV kein Anspruch auf Zins. G . M it Eingabe vom 16. Januar 2007 führt A._______ (Beschw erdeführerin) gegen den Entscheid des ED I (Vorinstanz) beim Bundesverw al- tungsgericht Beschw erde. D ie Beschw erdeführerin verlangt m ittels H aupt- begehren die Aufhebung sow ohl des angefochtenen Entscheids der Vorinstanz (R echtsbegehren 1) als auch der Verfügung des BAK (R echts- begehren 2). Zudem sei ihr die Treuepräm ie von 5 Arbeitstagen nach Art. 73 Abs. 2 Bst. a i.V.m . Abs. 3 Satz 2 BPV auszubezahlen, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 1. Juni 2006, ev. seit dem 8. Septem ber 2006 (R echtsbegehren 3). Schliesslich sei der Beschw erde die aufschiebende W irkung zu erteilen (R echtsbegehren 4). Eventualiter sei der Entscheid der Vorinstanz vollum fänglich aufzuheben (Eventualantrag 1). Ebenso sei das D ispositiv Ziff. 2 der Verfügung des BAK aufzuheben und festzustellen, dass die Lohnzahlung gem äss Art. 56 BPV über das Ende des Arbeitsver- hältnisses am 31. Januar 2007 geschuldet sei, sofern die Beschw erdefüh- rerin über dieses D atum hinaus arbeitsunfähig sei; unter dem Vorbehalt der Änderung des Begehrens hin zur stufenw eisen Erhebung des Leis- tungsbegehrens nach Eintritt der Fälligkeit (Eventualantrag 2). D es W eite- ren sei der Beschw erdeführerin die Treuepräm ie von 5 Arbeitstagen nach Art. 73 Abs. 2 Bst. a i.V.m . Abs. 3 Satz 2 BPV auszubezahlen, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 1. Juni 2006, ev. seit dem 8. Septem ber 2006 (Even- tualantrag 3) und der Beschw erde die aufschiebende W irkung zu erteilen (Eventualantrag 4). Subeventualiter verlangt die Beschw erdeführerin die Aufhebung des Entscheides der Vorinstanz und die R ückw eisung der Sa- che zur N eubeurteilung an die Vorinstanz (Subeventualbegehren 1). Zu- dem sei der Beschw erde die aufschiebende W irkung zu erteilen (Subeven- tualbegehren 2). D ie Beschw erdeführerin räum t ein, die Kündigung vom 22. Septem ber 2006 sei infolge Ablaufs der Sperrfrist grundsätzlich zulässig gew esen. H ingegen bestehe bezüglich der Anw endbarkeit von Art. 56 BPV U neinig- keit zw ischen den Parteien. D ie Beschw erdeführerin sei nach w ie vor zu 100% arbeitsunfähig. D a m it dem Ende des Arbeitsverhältnisses grund- sätzlich auch die Lohnfortzahlungspflicht ende, könne sich der Arbeitgeber in Fällen, in denen die Lohnfortzahlungspflicht länger als die Kündigungs- frist daure, seiner Lohnfortzahlungspflicht durch Kündigung entziehen. Eine Koordinationsregelung hinsichtlich Sperrfristbestim m ungen und der Lohnfortzahlungspflicht nach Art. 56 BPV bestehe nicht, w eshalb 4 Art. 56 BPV gem äss den allgem einen Auslegungsm ethoden zu prüfen sei. D ie Auslegung ergebe, dass die Lohnfortzahlungspflicht auch im Falle einer Kündigung w eiter bestehe bzw . das Arbeitsverhältnis aufgrund von Art. 56 BPV nicht gekündigt w erden könne. Zum gleichen Schluss kom m e m an auch, w enn von einer echten Lücke ausgegangen w erde. Zudem sei die W eiterführung des Arbeitsverhältnisses auch zw ecks G ew ährleistung der R enten vorzunehm en. Schliesslich treffe die Beschw erdeführerin kein Verschulden. D enn die Lohnzahlung im Krankheitsfall richte sich einzig nach den Voraussetzungen von Art. 56 BPV. H insichtlich der Treuepräm ie habe sie Anspruch auf Barabgeltung. D ieser Anspruch entstehe m it Vollendung des fünften D ienstjahres, m ithin am 31. M ai 2006. Folglich trete ab dem 1. Juni 2006 oder spätestens m it G eltendm achung am 7. Septem ber 2006 Verzug ein, w om it Verzugszins von 5% geschuldet sei. H . M it N oveneingabe vom 1. M ärz 2007 beantragt die Beschw erdeführerin, der Eventualantrag 2 sei dahingehend neu zu form ulieren, als das D isposi- tiv Ziff. 2 der Verfügung des BAK vom 22. Septem ber 2006 aufzuheben sei. D as BAK sei zu verpflichten, der Beschw erdeführerin Fr. 2'369.80 brutto M onatslohn, Fr. 212.25 brutto O rtszuschlag und Fr. 557.15 netto Be- treuungszulage, alles für Februar 2007, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 1. M ärz 2007, zu bezahlen. W eiter sei festzustellen, dass die Lohnzahlung gem äss und entsprechend Art. 56 BPV über das Ende des Arbeitsverhält- nisses am 31. Januar 2007 geschuldet sei, sofern die Beschw erdeführerin über den 31. Januar 2007 hinaus arbeitsunfähig sei; unter dem Vorbehalt der Änderung des Begehrens hin zur stufenw eisen Erhebung des Leis- tungsbegehrens nach Eintritt der Fälligkeit der m onatlichen Lohnbetreffnis- se. D ie Beschw erdeführerin bringt vor, diese Änderung des R echtsbegeh- rens sei infolge N ichtleistung der Lohnzahlung für Februar 2007 erforder- lich. I. D ie Vorinstanz verlangt in ihrer Vernehm lassung vom 6. M ärz 2007 die Ab- w eisung der Beschw erde. Sie verw eist vollum fänglich auf die Ausführun- gen im angefochtenen Entscheid und auf die Stellungnahm e des BAK (Vernehm lassungsbeilage 1). D es W eiteren hält die Vorinstanz fest, eine Barabgeltung des Anspruchs auf eine Treuepräm ie von einer W oche U r- laub sei gesetzlich nicht vorgesehen. D ie Ausrichtung als Barbetrag stelle vorliegend ein Entgegenkom m en seitens des BAK dar und begründe kei- nen R echtsanspruch, w eshalb auch auf eine Verzinsung kein Anspruch bestehe. Ein gleicher Fall sei w eder ihr noch dem BAK bekannt, w eshalb hierzu auch keine Praxis existiere. Praxis sei jedoch, dass bei einer nach- träglichen U m w andlung von 2 W ochen oder 1 M onat Freizeit in einen Bar- betrag kein Verzugszins geschuldet sei. J. D ie Beschw erdeführerin stellt m it N oveneingabe vom 2. April 2007 das Be- gehren, der Eventualantrag 2 sei dahingehend neu zu form ulieren, als das D ispositiv Ziff. 2 der Verfügung des BAK vom 22. Septem ber 2006 aufzu- heben sei. D as BAK sei zu verpflichten, der Beschw erdeführerin Fr. 2'369.80 brutto M onatslohn, Fr. 212.25 brutto O rtszuschlag und Fr. 557.15 netto Betreuungszulage, alles für Februar 2007 und alles zu- züglich Zins zu 5% seit dem 1. M ärz 2007 sow ie Fr. 2'132.80 brutto M o-5 natslohn, Fr. 191.00 brutto O rtszuschlag und Fr. 557.15 netto Betreuungs- zulage, alles für M ärz 2007 und alles zuzüglich Zins zu 5% seit dem 1. April 2007, zu bezahlen. W eiter sei festzustellen, dass die Lohnzahlung gem äss und entsprechend Art. 56 BPV über das Ende des Arbeitsverhält- nisses am 31. Januar 2007 geschuldet sei, sofern die Beschw erdeführerin über den 31. Januar 2007 hinaus arbeitsunfähig sei; unter dem Vorbehalt der Änderung des Begehrens hin zur stufenw eisen Erhebung des Leis- tungsbegehrens nach Eintritt der Fälligkeit der m onatlichen Lohnbetreffnis- se. D ie Beschw erdeführerin führt aus, infolge Arbeitsunfähigkeit w egen Krankheit sei ab dem 1. M ärz 2007 der Lohn und der als Lohnbestandteil zu betrachtende, AH V-pflichtige O rtszuschlag noch zu 90% geschuldet. K. M it N oveneingabe vom 2. M ai 2007 beantragt die Beschw erdeführerin die Ergänzung ihres Eventualantrags 2 dahingehend, dass das BAK zu ver- pflichten sei, ihr Fr. 2'132.80 brutto M onatslohn, Fr. 191.- brutto O rtszu- schlag und Fr. 557.15 netto Betreuungszulage, alles für April 2007 und al- les zuzüglich Zins zu 5% seit dem 1. M ai 2007, zu bezahlen. L. D ie Beschw erdeführerin stellt m it N oveneingabe vom 7. Juni 2007 den An- trag, ihr Eventualantrag 2 sei dahingehend zu ergänzen, dass das BAK zu verpflichten sei, ihr Fr. 2'132.80 brutto M onatslohn, Fr. 191.- brutto O rtszu- schlag und Fr. 557.15 netto Betreuungszulage, alles für M ai 2007 und al- les zuzüglich Zins zu 5% seit dem 1. Juni 2007, zu bezahlen. M . Auf w eitere Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten befindli- chen Schriftstücke w ird, sow eit erforderlich, in den nachfolgenden Erw ä- gungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. Beschw erden gegen Entscheide des ED I im Bereich des Personalrechts w erden, da keine Ausnahm e nach Art. 32 des Verw altungsgerichtsgeset- zes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) vorliegt, vom Bundesverw al- tungsgericht beurteilt (vgl. Art. 31 VG G i.V.m . Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , SR 172.021] und Art. 33 Bst. d VG G ). D as Verfahren vor dem Bundesver- w altungsgericht richtet sich nach dem Vw VG , sow eit das VG G nichts an- deres bestim m t (Art. 37 VG G ). 2. Zur Beschw erde ist nach Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c Vw VG befugt, w er durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt ist und ein schutz- w ürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat. D ie Be- schw erdeführerin ist als Adressatin des angefochtenen Entscheids zur Be- schw erde legitim iert. 3. Als R egel kom m t der Verw altungsbeschw erde aufschiebende W irkung zu (Art. 55 Abs. 1 Vw VG ). Zw eck der aufschiebenden W irkung ist es, die nachteiligen Ausw irkungen der Verfügung solange nicht eintreten zu las- sen, bis über deren R echtm ässigkeit entschieden ist. Beschw erdeführen- den w ird insow eit ein um fassender vorläufiger R echtsschutz gew ährt, als 6 der rechtliche und tatsächliche Zustand, der Status quo, w ie er vor Erlass der Verfügung bestanden hat, bis zum Entscheid des Bundesverw altungs- gerichts in der Sache aufrechterhalten bleibt (ALFR ED KÖ LZ / ISABELLE H ÄN ER , Verw altungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufla- ge, Zürich 1998, R z. 647 ff.). Vorliegend hat w eder die Vorinstanz in ihrem Entscheid einer allfälligen Beschw erde die aufschiebende W irkung entzo- gen noch ist dies im Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht erfolgt. W eil der Entzug der aufschiebenden W irkung an eine Instanz gebunden ist und darüber hinaus keine w eitere W irkung entfaltet (AN D R É M O SE R / PETER U EBE R SAX, Prozessieren vor eidgenössischen R ekurskom m issionen, Basel 1998, S. 92 Fn 40), erw eist sich der Antrag der Beschw erdeführerin um W iederherstellung der aufschiebenden W irkung som it als obsolet. Ausserdem ist dieser Antrag m it dem Entscheid in der H auptsache gegenstandslos gew orden (vgl. U rteil des Bundesgerichts 6A.48/2006 E. 4 vom 4. Septem ber 2006). 4. D ie Beschw erdeführerin verlangt m ittels Eventualbegehren unter anderem , D ispositiv Ziff. 2 der Verfügung des BAK sei aufzuheben und es sei festzu- stellen, dass die Lohnzahlung über das Ende des Arbeitsverhältnisses am 31. Januar 2007 geschuldet sei, sofern die Beschw erdeführerin über die- ses D atum hinaus arbeitsunfähig sei. Voraussetzung für die Zulässigkeit eines Feststellungsbegehrens ist das Vorliegen eines Feststellungsinteres- ses. Ein solches ist gegeben, w enn die antragstellende Person ohne die verbindliche und sofortige Feststellung des Bestandes, N ichtbestandes oder U m fangs öffentlichrechtlicher R echte und Pflichten G efahr liefe, dass sie oder die Behörde ihr nachteilige M assnahm en treffen oder ihr günstige unterlassen w ürde. Ein rechtliches Interesse ist nicht erforderlich, vielm ehr genügt auch ein bloss tatsächliches Interesse (vgl. KÖ LZ/H ÄN ER , a.a.O ., R z. 200 ff.). D ie gesuchstellende Person, die ihr schutzw ürdiges Interesse m it einem Leistungs- oder G estaltungsbegehren w ahren kann, hat ein sol- ches und nicht nur ein auf Feststellung gerichtetes Begehren zu stellen, sofern ihr daraus nicht unzum utbare N achteile entstehen (G rundsatz der Subsidiarität der Feststellungsverfügung; vgl. TH O M A S M ER K LI / AR TH U R AESC H LIM AN N / R U TH H ER ZO G , Kom m entar zum G esetz über die Verw altungs- rechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, N . 20 zu Art. 49, m it H inw eisen; KÖ LZ/H ÄN E R , a.a.O ., R z. 207). Im vorliegenden Fall kom m t dem obgenann- ten Begehren um Feststellung, die Lohnfortzahlungspflicht bestehe über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus, neben dem Antrag, die Verfü- gung der Vorinstanz sei aufzuheben, selbständige Bedeutung zu. Folglich ist darauf einzutreten. 5. D a Eingabeform und -frist sow ie die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen gew ahrt sind (Art. 11, 50 und 52 Abs. 1 Vw VG ), ist auf die Beschw erde einzutreten. 6. D as Bundesverw altungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf R echtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest- stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und R echtsfehler bei der Aus- übung des Erm essens – sow ie Angem essenheit hin (Art. 49 Vw VG ).7 7. D ie Beschw erdeführerin räum t ein, die Kündigung vom 22. Septem ber 2006 sei infolge Ablaufs der Sperrfrist grundsätzlich zulässig gew esen. Sie m acht jedoch geltend, die Lohnfortzahlungspflicht im Krankheitsfall stelle einen Fall vertraglicher Leistung ohne G egenleistung dar. D a m it dem Ende des Arbeitsverhältnisses grundsätzlich auch die Lohnfortzahlungs- pflicht ende, könne sich der Arbeitgeber in Fällen, in denen die Lohnfort- zahlungspflicht länger als die Kündigungsfrist daure, seiner Lohnfortzah- lungspflicht durch Kündigung entziehen. Sehe der Arbeitsvertrag ohne Vorbehalt langfristige Versicherungsleistungen vor, sei davon auszugehen, dass diese nach dem Parteiw illen das Vertragsende überdauern sollten. Ansonsten ergäbe der langfristige Sozialschutz kaum einen Sinn. D ies m üsse auch für langfristige Leistungszusagen des Arbeitgebers selbst gel- ten, w enn kein entsprechender Vorbehalt in den Vertrag aufgenom m en w orden sei. Eine Koordinationsregelung hinsichtlich Sperrfristbestim m un- gen und der Lohnfortzahlungspflicht nach Art. 56 BPV bestehe nicht, w es- halb Art. 56 BPV gem äss den allgem einen Auslegungsm ethoden zu prüfen sei. D er W ortlaut w ie auch der Sinn der N orm w ürden klar ergeben, dass die Lohnfortzahlungspflicht auch im Falle einer Kündigung w eiter bestehe bzw . das Arbeitsverhältnis aufgrund von Art. 56 BPV nicht gekündigt w er- den könne. Zum gleichen Schluss kom m e m an auch, w enn von einer ech- ten Lücke ausgegangen w erde. Lohn als Leistungszusage sei w ährend dem laufenden Arbeitsverhältnis zu zahlen. Aufgrund der Leistungszusage von Art. 56 BPV könne folglich das Arbeitsverhältnis der Beschw erdeführe- rin nicht gekündigt w erden. Zudem sei die W eiterführung des Arbeitsver- hältnisses auch zw ecks G ew ährleistung der R enten vorzunehm en. H in- sichtlich der Frage des Verschuldens an der Auflösung des Arbeitsverhält- nisses gelte es zu differenzieren: D as Verschulden an der Kündigung be- schlage die Folgen der Kündigung, m ithin die Frage nach der Entschädi- gung für die Kündigung. Eine solche w erde vorliegend jedoch nicht ver- langt. Aus dem U m stand, dass der neue Arbeitsw eg für die Beschw erde- führerin zum utbar sei, könne indes kein Verschulden m it Verlust der An- sprüche aus Art. 56 BPV abgeleitet w erden. D enn die Lohnzahlung im Krankheitsfall richte sich einzig nach den Voraussetzungen von Art. 56 BPV. N ur w enn die Krankheit absichtlich oder grob fahrlässig her- beigeführt w orden sei, nicht jedoch w enn eine an sich zum utbare neue Ar- beit nicht angenom m en w erde, falle eine Kürzung der Leistung in Betracht. 7.1 D ie Vorinstanz hält dem entgegen, zw ischen den Bestim m ungen betref- fend Kündigung zu U nzeit und denjenigen betreffend Lohnfortzahlungs- pflicht im Falle von Krankheit oder U nfall bestehe kein direkter Zusam m en- hang, auch fehle eine Koordinationsregel. Zudem gebe es im öffentlichen R echt keine Bestim m ung oder Verpflichtung zum Abschluss einer Taggeld- versicherung für den Krankheitsfall von M itarbeitenden. Auch bestehe w e- der im Bundesrecht noch im öffentlich-rechtlichen Anstellungsvertrag eine explizite oder stillschw eigende Bestim m ung, w onach der Lohn im Falle von Krankheit auch dann noch bezahlt w erden m üsse, w enn das Arbeitsver- hältnis beendet w orden sei. Entscheidend sei, w arum ein Arbeitsverhältnis habe aufgehoben w erden m üssen. W enn ein gesetzlicher Kündigungs-8 grund ausschlaggebend gew esen sei, gelte die Aufhebung als verschuldet. Folglich w äre es stossend, über die D auer des Arbeitsverhältnisses hinaus Lohn zu bezahlen. 8. D ie Parteien sind sich vorliegend einig, dass die durch das BAK m ittels Verfügung vom 22. Septem ber 2006 ausgesprochene Kündigung m it Ein- haltung der 180-tägigen Sperrfrist gem äss Art. 336c Abs. 1 Bst. b O R auf- grund der gesetzlichen Bestim m ungen hinsichtlich Zum utbarkeit auf den 31. Januar 2007 grundsätzlich rechtm ässig w ar. D er Beschw erdeführerin w urde som it durch das BAK rechtsgültig auf den 31. Januar 2007 gekün- digt. Zudem besteht Einigkeit darüber, dass die Beschw erdeführerin seit dem 13. Januar 2006 zu 100% arbeitsunfähig ist. U m stritten ist jedoch, ob aufgrund von Art. 56 BPV der Lohn über die rechtm ässige Auflösung des Arbeitsverhältnisses hinaus zu entrichten ist bzw . die in Art. 56 BPV statu- ierte Lohnfortzahlungspflicht bei Krankheit oder U nfall die an sich rechtm ä- ssige Kündigung verunm öglicht. 9. Art. 6 Abs. 2 des Bundespersonalgesetzes vom 24. M ärz 2000 (BPG , SR 172.220.1) sieht vor, dass, sow eit dieses G esetz und andere Bundes- gesetze nichts Abw eichendes bestim m en, für das Arbeitsverhältnis sinnge- m äss die einschlägigen Bestim m ungen des O R gelten. G em äss Botschaft vom 14. D ezem ber 1998 zum BPG w ar der W ille des G esetzgebers, m it der D eklaration der sinngem ässen Anw endbarkeit der einschlägigen Be- stim m ung des O R das Arbeitsrecht des öffentlichen D ienstes an jenes der Privatw irtschaft anzunähern (Botschaft, BBl 1999 II 1609). W ird vorliegend eine sich stellende R echtsfrage w eder durch das BPG noch die dazugehörige Verordnung geregelt, sind folglich die Prinzipien des Privat- rechts ergänzend heranzuziehen. 10. N ach Ablauf der Probezeit darf der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis nicht kündigen, w ährend der Arbeitnehm er ohne eigenes Verschulden durch Krankheit oder durch U nfall ganz oder teilw eise an der Arbeitsleistung ver- hindert ist, und zw ar im ersten D ienstjahr w ährend 30 Tagen, ab zw eitem bis und m it fünftem D ienstjahr w ährend 90 Tagen und ab sechstem D ienst- jahr w ährend 180 Tagen (Art. 336c Abs. 1 Bst. b O R ). 10.1 G em äss Art. 56 BPV bezahlt der Arbeitgeber bei Arbeitsverhinderung w e- gen Krankheit oder U nfall den vollen Lohn nach Art. 15 und 16 BPG w äh- rend 12 M onaten (Abs. 1). N ach Ablauf dieser Frist bezahlt der Arbeitge- ber w ährend 12 M onaten 90 Prozent des Lohnes. D ie Sum m e des gekürz- ten Lohnes darf nicht geringer sein als die Leistungen der obligatorischen U nfallversicherung oder als die Leistungen der PU BLIC A, auf die der An- gestellte bei Invalidität Anspruch hätte (Abs. 2). D ie Lohnfortzahlung nach Abs. 2 kann in begründeten Ausnahm efällen bis zum Abschluss der m edi- zinischen Abklärungen oder bis zur Ausrichtung einer R ente, längstens aber um w eitere 12 M onate, w eitergeführt w erden (Abs. 3). Voraussetzung für die Leistungen nach Abs. 1-3 ist, dass ein Arztzeugnis vorliegt und die ärztlichen Anordnungen befolgt w erden. D ie zuständige Stelle nach Art. 2 kann eine U ntersuchung durch einen Vertrauensarzt oder eine Vertrauens- ärztin oder durch den ärztlichen D ienst veranlassen (Abs. 4).9 10.2 D er Lohnfortzahlungsanspruch gem äss Art. 324a O R fällt dem gegenüber deutlich geringer aus als jener gem äss Art. 56 BPV: W ird der Arbeitneh- m er aus G ründen, die in seiner Person liegen, w ie Krankheit, U nfall, Erfül- lung gesetzlicher Pflichten oder Ausübung eines öffentlichen Am tes, ohne sein Verschulden an der Arbeitsleistung verhindert, so hat ihm der Arbeit- geber für eine beschränkte Zeit den darauf entfallenden Lohn zu entrich- ten, sam t einer angem essenen Vergütung für ausfallenden N aturallohn, sofern das Arbeitsverhältnis m ehr als drei M onate gedauert hat oder für m ehr als drei M onate eingegangen w orden ist (Abs. 1). Sind durch Abrede, N orm alarbeitsvertrag oder G esam tarbeitsvertrag nicht längere Zeitab- schnitte bestim m t, so hat der Arbeitgeber im ersten D ienstjahr den Lohn für drei W ochen und nachher für eine angem essene längere Zeit zu ent- richten, je nach der D auer des Arbeitsverhältnisses und den besonderen U m ständen (Abs. 2). D ie Kantone haben aufgrund dessen Skalen entw i- ckelt, w elche aufzeigen, w ie lange in w elchem D ienstjahr die Lohnfortzah- lungspflicht andauert. D ie Sum m e der Sperrfristen und der gesetzlichen Kündigungsfristen überschreitet die D auer der Lohnfortzahlungspflicht nach allen Skalen und für alle D ienstaltersstufen nicht (vgl. U LLIN STR E IFF / AD R IAN VO N KAEN EL, Arbeitsvertrag – Praxiskom m entar zu Art. 319 – 362 O R , 6. Auflage, Zürich 2006, N 7 und 34 zu Art. 324a/b O R ). 11. D a Art. 336c Abs. 1 Bst. b O R und Art. 56 BPV unabhängig von einander stehen und auch eine Koordinationsregelung fehlt, ist durch Auslegung zu erm itteln, ob Art. 56 BPV in dem Sinne über Art. 336c Abs. 1 Bst. b O R hinausgeht, als die an sich rechtm ässige Kündigung verunm öglicht w ird bzw . der Lohn über die rechtm ässige Auflösung des Arbeitsverhältnisses hinaus zu entrichten ist. Eine Auslegung ist notw endig, w o der G esetzesw ortlaut entw eder unklar ist oder w o Zw eifel bestehen, ob der scheinbar klare W ortlaut den w ahren Sinn der N orm w iedergibt. Ziel der Auslegung einer N orm ist es, deren Sinngehalt zu ergründen. Auszugehen ist dabei vom W ortlaut der auszule- genden Bestim m ung, doch kann dieser nicht allein m assgebend sein, na- m entlich w enn der Text unklar ist oder verschiedene Bedeutungen zulässt. Vielm ehr m uss nach der w ahren Tragw eite des W ortlauts gesucht w erden unter Berücksichtigung der w eiteren Auslegungselem ente, w ie nam entlich Entstehungsgeschichte und Zw eck der N orm . W ichtig ist auch die Bedeu- tung, w elche der N orm im Kontext m it anderen Bestim m ungen zukom m t. D ie R echtsprechung lässt sich bei der Auslegung von Erlassen stets von einem M ethodenpluralism us leiten und stellt nur dann allein auf das gram - m atikalische Elem ent ab, w enn sich daraus zw eifellos eine sachlich richti- ge Lösung ergibt (Entscheid der Eidgenössischen Personalrekurskom m is- sion vom 9. August 2006 PR K 2005-033 E. 2b m it H inw eisen; U LR IC H H ÄFELIN / G EO R G M Ü LLE R / FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Auflage, Zürich 2006, R z. 214; U LR IC H H ÄFELIN / W ALTE R H ALLER , Schw eize- risches Bundesstaatsrecht, 6. Auflage, Zürich 2002, R z. 80 und 92). 11.1 Ausgangspunkt der Auslegung bildet der W ortlaut von Art. 56 BPV, w el- cher den Lohnanspruch bei Krankheit und U nfall sow ohl in zeitlicher als auch in betragsm ässiger H insicht regelt. W ie sich Art. 56 BPV zu 10 Art. 336c Abs. 1 Bst. b O R bzw . zur Frage, ob dieser Lohnanspruch trotz grundsätzlich rechtm ässiger Auflösung des Arbeitsverhältnisses w eiter be- steht, verhält, ist dem W ortlaut jedoch – in allen drei Am tssprachen – nicht klar zu entnehm en. Im Zusam m enhang m it dem W ortlaut sei jedoch Fol- gendes festgehalten: G em äss Art. 56 Abs. 1-3 BPV besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Krankheit und U nfall w ährend höchs- tens 3 Jahren. Art. 57 Abs. 3 BPV statuiert, dass der Lohnanspruch zu kür- zen oder zu entziehen ist, w enn die antragstellende Person eine Krankheit oder einen U nfall absichtlich oder grobfahrlässig herbeigeführt oder sich bew usst einer aussergew öhnlichen G efahr oder einem W agnis ausgesetzt hat. W eiteres allfälliges "Verschulden", w ie vorliegend das N ichtakzeptie- ren des neuen Arbeitsortes, obw ohl dieser gem äss der m assgeblichen ge- setzlichen Bestim m ung zum utbar w äre, ist hierbei nicht von Bedeutung. O b allenfalls ein Verschulden an der Kündigung, w elches in der (ungenü- genden) Arbeitsleistung der Arbeitnehm erin selber begründet ist, Einfluss auf die Lohnfortzahlungspflicht gem äss Art. 56 BPV haben kann, ist vorlie- gend nicht von Bedeutung und kann som it offen gelassen w erden (vgl. zu einem derartigen Verschulden Entscheid der Eidgenössischen Personalre- kurskom m ission vom 8. D ezem ber 2005 C R P 2005-024). Fraglich ist vor- liegend som it einzig, ob eine Lohnfortzahlungspflicht – unabhängig vom "Verschulden" der Beschw erdeführerin – über eine rechtm ässige Auflö- sung des Arbeitsverhältnisses hinaus besteht bzw . die Lohnfortzahlungs- pflicht die an sich rechtm ässige Kündigung verunm öglicht. D ie BPV er- w ähnt w eder ausdrücklich, dass der Lohnfortzahlungsanspruch m it Been- digung des Arbeitsverhältnisses endet noch dass er über eine Kündigung hinaus G eltung beanspruchen kann bzw . eine Kündigung unm öglich m acht. D ies könnte prim a vista den Schluss zulassen, dass die Lohnfort- zahlungspflicht w ährend der in Art. 56 BPV vorgesehenen Zeit, m ithin längstens w ährend drei Jahren, besteht, egal ob das Arbeitsverhältnis noch existiert oder nicht. Auch aus Art. 56 Abs. 3 BPV könnte hergeleitet w erden, dass die Lohnfortzahlungspflicht bis zur Entrichtung einer R ente andauert. D iese einzig auf dem W ortlaut beruhende Interpretation verm ag jedoch, w ie im Folgenden aufgezeigt w ird, einer eingehenden Prüfung nicht Stand zu halten. 11.2 Aus der teleologischen Auslegung ergibt sich eine Schranke der Lohnfort- zahlungspflicht gem äss Art. 56 BPV, w elche das Bundesgericht (vgl. BG E 113 II 259 E. 3 und BG E 124 III 126 E. 2) in Ü bereinstim m ung m it der Lehre bereits m ehrfach dargelegt hat: D em Arbeitgeber und dem Arbeit- nehm er als Parteien steht es aufgrund der Vertragsfreiheit grundsätzlich offen, eine über Art. 324a O R hinausgehende Lohnfortzahlungspflicht vor- zusehen. Insofern ergibt sich hierbei aber die Auslegungsfrage, ob m it die- ser verlängerten Lohnfortzahlungspflicht auch das Erfordernis des Bestan- des eines Arbeitsverhältnisses aufgegeben w orden ist bzw . eine Kündig- ung verunm öglicht w ird. D iese Frage stellt sich nicht nur bei einer entsprechenden vertraglichen R egelung, sondern auch bei einer gleichlau- tenden gesetzlichen R egelung w ie Art. 56 BPV. H ierbei ist zu bedenken, dass die Lohnfortzahlungspflicht einen Fall vertraglicher Leistung ohne G e-11 genleistung darstellt. M it dem Ende des Arbeitsverhältnisses endet des- halb grundsätzlich auch die Lohnfortzahlungspflicht. D er Arbeitgeber könn- te sich jedoch in Fällen, in denen die Lohnfortzahlungspflicht länger als die Kündigungsfrist dauert, seiner Pflicht m it einer Kündigung entledigen. D ie Fälle, in denen die Lohnfortzahlungspflicht länger als die Kündigungsfrist andauert, sind zw ar dank der Verlängerung der Sperrfristen gem äss Art. 336c Abs. 1 Bst. b O R seltener gew orden. D och in Konstellationen w ie der vorliegenden, w o die Lohnfortzahlungspflicht gem äss Art. 56 BPV die Sperrfrist nach Art 336c Abs. 1 Bst. b O R überdauert, könnte eine Kündi- gung unter U m ständen m issbräuchlich sein. D ies ist jedoch nur dann zu bejahen, w enn ein Fall von Art. 336 Abs. 1 Bst. c O R vorliegt, d.h. w enn die Kündigung ausgesprochen w ird, um ausschliesslich die Entstehung von Ansprüchen der anderen Partei aus dem Arbeitsverhältnis zu verei- teln. Eine solche m issbräuchliche Kündigung ist jedoch schw er zu bew ei- sen. Ein Arbeitgeber kann durchaus einleuchtende G ründe haben, einem erkrankten Arbeitnehm er zu kündigen und dessen Stelle neu zu besetzen (vgl. zum G anzen: STR E IFF/VO N KAEN EL, a.a.O ., N 34 zu Art. 324a/b O R ; TH O M A S G EIS ER , Lohfortzahlungspflicht bei Krankheit, AJP 3/2003, S. 326 f.; JÜ R G BR Ü H W ILE R , Kom m entar zum Einzelarbeitsvertrag, 2. Auflage, Bern 1996, N . 10a zu Art. 324a O R und N . 9 zu Art. 336c O R ). Auch das Bun- desgericht hielt in BG E 113 II 259 fest, die Lohnfortzahlungspflicht des Ar- beitgebers erlösche grundsätzlich bei Beendigung des Arbeitsverhältnis- ses, w enn nichts anderes vereinbart w orden sei. Ein Vorbehalt sei nur da- hingehend anzubringen, w enn der Arbeitgeber das Vertragsverhältnis in der Absicht kündige, seiner Lohnzahlungspflicht zu entgehen (E. 3 m it H in- w eisen). D iese Auffassung w urde jedoch durch BG E 124 III 126 dahinge- hend abgeschw ächt, als ein Arbeitnehm er, dem im Falle einer Arbeitsunfä- higkeit ohne irgendw elche Einschränkungen für eine lange D auer Versi- cherungsleistungen zuerkannt w orden seien, guten G laubens darauf ver- trauen dürfe, dass er diesem Schutz auch noch unterstehe, w enn das Ar- beitsverhältnis vor dem Erlöschen des Anspruchs auf Taggelder ende. W enn der Arbeitnehm er Anspruch auf eine Lohnausfallversicherung habe, der Arbeitgeber es aber unterlasse, zugunsten des Arbeitnehm ers eine Versicherung abzuschliessen, obw ohl er sich dazu verpflichtet habe, m üs- se er den vom Arbeitnehm er erlittenen Schaden w iedergutm achen (E. 2). D ie Eidgenössischen Personalrekurskom m ission stützte sich in ihrem Ent- scheid vom 14. M ai 2004 C R P 2003-025, w o sie eine öffentlich-rechtliche Bestim m ung bezüglich der Lohnfortzahlungspflicht auszulegen hatte, die identisch m it Art. 56 BPV ist, auf diese R echtssprechung des Bundesge- richts (zur Frage des Verschuldens vgl. E. 11.1 hiervor). D iese privatrecht- lichen Prinzipien sind denn aufgrund von Art. 6 Abs. 2 BPG auch auf den vorliegenden Sachverhalt sinngem äss anw endbar (E. 9 hiervor). D ie vor- liegende Sachlage w eicht aber insofern von den eben zitierten Bundesge- richtsurteilen ab, als w eder zw ischen der Beschw erdeführerin und dem BAK eine entsprechende Vereinbarung hinsichtlich Lohnfortzahlung im Krankheitsfall über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus abgeschlos- sen w urde noch der Beschw erdeführerin vom BAK eine Taggeldversicher- ung zugesagt w urde. D er Ansicht der Beschw erdeführerin, dass im Ar-12 beitsvertrag ein entsprechender Vorbehalt anzubringen sei, w enn die Lohnfortzahlungspflicht nicht über das Vertragsende hinaus dauern solle, ist nicht beizupflichten. Aufgrund der hiervor w iedergegebenen Lehre und R echtsprechung ist vielm ehr eine entsprechende Vereinbarung nötig, dass die Lohnfortzahlungspflicht eben gerade den (W eiter)-bestand des Arbeits- verhältnisses nicht voraussetzt (vgl. hierzu auch E. 11.3.1 hiernach). Auch tritt, w ie nachfolgend ausgeführt w ird (vgl. E 11.3.2 hiernach), Art. 56 BPV nicht anstelle einer Krankentaggeldversicherung. Som it stellt sich lediglich die Frage, ob das BAK die Kündigung nach Einhaltung der gesetzlichen Sperrfristen einzig ausgesprochen hat, um seiner Lohnzahlungspflicht zu entgehen, w as m issbräuchlich w äre. 11.2.1 Spätestens am 7. O ktober 2005 w ar der Beschw erdeführerin klar, dass der Bereich Logistik ab dem 29. Juli 2005 neu in Affoltern am Albis und nicht m ehr in Zürich untergebracht sein w ird. Bereits vor dem U nfallereig- nis bzw . der 100% Arbeitunfähigkeit der Beschw erdeführerin seit dem 13. Januar 2006 teilte diese dem BAK m it, dass sie aufgrund der Kinderbe- treuung den neuen, zeitlich längeren Arbeitsw eg nicht in Kauf nehm en könne. Sie bedaure, auf diese Art beim Schw eizerischen Landesm useum aufhören zu m üssen. D ie Verordnung vom 10. Juni 2004 über die Stellen- und Personalbew irtschaftung im R ahm en von Entlastungsprogram m en und R eorganisationen (SR 172.220.111.5) sieht vor, dass bei R eorganisatio- nen w ie der vorliegenden die Verw altungseinheit m it der angestellten Per- son eine Vereinbarung abschliesst, w orin sich die angestellte Person ver- pflichtet, aktiv an der Suche nach einer Stelle m itzuw irken und eine zum ut- bare andere Arbeit anzunehm en. D er Arbeitgeber verpflichtet sich, das M öglichste zu tun, um der angestellten Person innerhalb oder gegebenen- falls ausserhalb der Bundesverw altung eine zum utbare andere Arbeit zu verm itteln und w enn m öglich eine Kündigung zu verm eiden (Art. 1, Art. 4 Abs. 2 und 4). Eine zum utbare Arbeit innerhalb der Bundesverw al- tung liegt vor, w enn der Arbeitsw eg zw ischen W ohn- und Arbeitsort m it den öffentlichen Verkehrsm itteln von Tür zu Tür höchstens zw ei Stunden für den H inw eg und zw ei Stunden für den R ückw eg pro Tag beträgt (Art. 5). D ie Beschw erdeführerin bestreitet nicht, dass ihr der neue Arbeits- ort gem äss den gesetzlichen Bestim m ungen grundsätzlich zum utbar gew e- sen w äre und die Kündigung nach Einhaltung der Sperrfrist som it recht- m ässig erfolgt ist. D ass es ihr die Kinderbetreuung verunm öglicht, die Stelle am neuen Arbeitsort anzutreten, ändert daran m angels diesbezüglicher gesetzlicher Ausnahm ebestim m ung nichts. Folglich w ar bereits vor dem U nfallereignis und der 100% -igen Arbeitsunfähigkeit der Beschw erdeführerin klar, dass diese die an sich zum utbare neue Arbeitsstelle nicht antreten w ird und som it eine Kündigung erfolgen kann. D ie R echtm ässigkeit der Kündigung unter diesem Aspekt w ird von der Beschw erdeführerin denn auch nicht bestritten. Entscheidend ist, dass der Kündigungsgrund – Kündigung infolge N ichtannahm e einer zum utbaren Arbeitsstelle – bereits vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit der Beschw erdeführerin bestanden hat. Auch w enn das U nfallereignis nicht eingetreten w äre, hätte das BAK der Beschw erdeführerin gekündigt. Es 13 w ar nicht dazu verpflichtet, der Beschw erdeführerin m ehr als eine zu- m utbare Stelle anzubieten. D ass diese das Angebot nicht angenom m en hat, ist dem BAK nicht zuzurechnen. Es ist seiner Verpflichtung, der Be- schw erdeführerin eine zum utbare andere Stelle anzubieten, vollum fänglich nachgekom m en. Infolge dessen kann keinesw egs behauptet w erden, dass BAK habe die Kündigung einzig Zw ecks U m gehung seiner Lohnzahlungspflicht ausgesprochen. Eine m issbräuchliche Kündigung, w elche eine Lohnfortzahlungspflicht rechtfertigen w ürde, liegt som it vorliegend nicht vor. 11.3 Eine w eitere und ergänzende, sich aus der teleologischen und system ati- schen Auslegung ergebende Schranke der Lohnfortzahlungspflicht gem äss Art. 56 BPV ergibt sich aus folgender, im U rteil des Bundesgerichts 4C 315/2006 E. 3.1 vom 10. Januar 2007 festgehaltenen Ü berlegung: D er Arbeitgeber hat den Lohn w ährend einer beschränkten Zeit w eiterzubezah- len, w enn die Arbeitnehm erin aufgrund einer krankheits- oder unfallbeding- ten Arbeitsunfähigkeit ihre Arbeitsleistung nicht erbringen kann. D iese Ver- pflichtung zur Lohnfortzahlung setzt voraus, dass der Arbeitgeber zur Lohnzahlung verpflichtet w äre, w enn die Arbeitnehm erin ihre Arbeitsleis- tung erbracht hätte. D ie Lohnfortzahlungspflicht gilt som it grundsätzlich nur, sow eit und solange ein Arbeitsverhältnis besteht. Soll der Schutz der Arbeitnehm erin dahingehend verbessert w erden, als ihr das Einkom m en auch für den Fall, dass sie die Stelle verliert, gesichert w erden soll, be- steht die M öglichkeit des Abschlusses einer entsprechenden Taggeldversi- cherung. D enn es ist durchaus denkbar, dass das Arbeitverhältnis endet, bevor die beschränkte Zeit für die Lohnfortzahlung abgelaufen ist – sei es durch Ablauf des befristeten Arbeitsvertrages oder dass der Arbeitgeber eine Kündigung ausgesprochen hat (U rteil des Bundesgerichts 4C 315/2006 E. 3.1 vom 10. Januar 2007). Im Falle eines befristeten Ar- beitsverhältnisses hält Art. 23 der Verordnung des EFD vom 6. D ezem ber 2001 zur Bundespersonalverordnung (VBPV, SR 172.220.111.31) denn auch ausdrücklich fest, die Lohnfortzahlung nach Art. 56 Abs. 1 und 2 BPV ende spätestens m it dem Ende des befristeten Arbeitsverhältnisses (vgl. hierzu auch Entscheid der Eidgenössischen Personalrekurskom m ission vom 23. M ärz 2004 C R P 2003-001 E. 3b). W eshalb dies bei einem unbe- fristeten Arbeitsverhältnis anders sein sollte, ist nicht ersichtlich. D enn bei einem unbefristeten Anstellungsverhältnis schützen das Verbot der m iss- bräuchlichen Kündigung gem äss Art. 336 O R und die Sperrfristen von Art. 336c O R die Arbeitnehm erin in genügender W eise vor einer zu früh ausgesprochenen Kündigung seitens des Arbeitgebers. 11.3.1 Som it sind bei einer an sich nicht m issbräuchlichen Kündigung (vgl. E. 11.2 f. hiervor) einzig die Sperrfristen gem äss Art. 336c O R zu beach- ten. D a der Kündigungsschutz und die Lohnfortzahlung nicht koordiniert sind, ist es durchaus m öglich, dass eine Kündigung zulässig ist, obw ohl die Lohnfortzahlungspflicht noch andauert (vgl. U rteil des Bundesgerichts 4C 315/2006 E. 3.1 vom 10. Januar 2007 m it H inw eisen). Vorliegend er- folgte die Kündigung per 31. Januar 2007 unter Einhaltung der Sperrfrist von 180 Tagen, w ie bereits erw ähnt, rechtm ässig und der Arbeitsvertrag 14 sieht keine Lohnfortzahlungspflicht bei Krankheit oder U nfall über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus vor. W eil es sich bei der Lohnfort- zahlungspflicht nach Art. 56 BPV um Lohn und nicht um eine Versiche- rungsleistung handelt, "m uss im Zw eifel angenom m en w erden, dass die Verpflichtung den Fortbestand des Arbeitsverhältnisses voraussetzt und ohne entsprechende abw eichende Vereinbarung der zeitliche Kündigungs- schutz nicht entsprechend ausgedehnt w orden ist" (U rteil des Bundesge- richts 4C .315/2006 E 3.1 vom 10. Januar 2007). Folglich entfällt die Lohn- fortzahlungspflicht nach dem 31. Januar 2007. 11.3.2 D ass der G esetzgeber beabsichtigte, Art. 56 BPV an die Stelle einer übli- chen Krankentaggeldversicherung m it einer den Kündigungsschutz über- dauernden Leistungspflicht zu stellen, ist den M aterialien (historische Aus- legung) nicht zu entnehm en. Auch die G esetzessystem atik (system atische Auslegung) lässt keinen solchen Schluss zu: Einerseits hält Art. 4 Abs. 1 BPG fest, die Ausführungsbestim m ungen seien so auszuge- stalten, dass sie zur Konkurrenzfähigkeit des Bundes auf dem Arbeits- m arkt und zur Erreichung der in Abs. 2 und 3 genannten Ziele beitragen w ürden. Abs. 2 Bst. g verpflichtet die Arbeitgeber, geeignete M assnahm en zum Schutz der Persönlichkeit und der G esundheit sow ie zur Arbeitssi- cherheit ihres Personals zu treffen. Auch gem äss Botschaft soll der Bund als attraktiver und konkurrenzfähiger Arbeitgeber auftreten und zeitge- m ässe Arbeitsbedingungen bieten (Botschaft, a.a.O ., S. 1607). Andererseits sieht Art. 6 Abs. 2 BPG vor, dass, sow eit dieses G esetz und andere Bundesgesetze nichts Abw eichendes bestim m en, für das Arbeitsverhältnis sinngem äss die einschlägigen Bestim m ungen des O bligationenrechts gelten (vgl. E. 9 hiervor). D er G esetzgebers beabsichtigte, m it der D eklaration der sinngem ässen Anw endbarkeit der einschlägigen Bestim m ung des O R das Arbeitsrecht des öffentlichen D ienstes an jenes der Privatw irtschaft anzunähern. D as O R eigne sich dank seiner Flexibilität als rechtlicher R ahm en auch für die Ausgestaltung der arbeitsrechtlichen Beziehungen beim Bund. D ie Annäherung der arbeitsrechtlichen R egelungen schaffe für den öffentlichen D ienst und die Privatw irtschaft auf dem Arbeitsm arkt vergleichbare Voraussetzungen; sie harm onisiere die rechtlichen Bedingungen zw ischen öffentlichem D ienst und Privatw irtschaft (Botschaft, a.a.O , S. 1609). All dem ist zu entnehm en, dass der G esetzgeber bezw eckte, die arbeitsrechtlichen Bedingungen beim Bund zw ecks Konkurrenzfähigkeit in gleicher Art und W eise auszuge- stalten w ie jene in der Privatw irtschaft. D ass beabsichtigt w urde, Art. 56 BPV w eit über die analoge R egelung im O R (Art. 324a O R ) auszu- gestalten, ist den obgenannten Ausführungen nicht zu entnehm en. Es w ar nicht Ziel des G esetzgebers, Art. 56 BPV so verstanden zu w issen, dass trotz einer an sich rechtm ässiger Kündigung eine Lohnfortzahlungspflicht entsprechend einer Taggeldversicherung w eiter besteht. D iese G leichsetzung von Art. 56 BPV m it einer Taggeldversicherung w äre einzig dann gegeben, w enn der Arbeitsvertrag eine solche ausdrücklich statuieren w ürde, w as jedoch vorliegend nicht der Fall ist. 11.4 D ie Auslegung von Art. 56 BPV ergibt som it, dass keine Lohnfortzahlungs-15 pflicht über eine an sich rechtm ässige Auflösung des Arbeitsverhältnisses hinaus besteht. Auch verunm öglicht die in Art. 56 BPV statuierte Lohnfort- zahlungspflicht nicht, eine rechtm ässige Kündigung auszusprechen. 12. Zu prüfen bleibt som it w eiter, ob allenfalls eine zu schliessende Lücke vor- liegt. Von einer Lücke im G esetz ist dann auszugehen, w enn sich eine R e- gelung als unvollständig erw eist, w eil sie jede Antw ort auf eine sich stel- lende R echtsfrage schuldig bleibt oder eine Antw ort gibt, die aber als sachlich unhaltbar angesehen w erden m uss. H at der G esetzgeber eine R echtsfrage nicht übersehen, sondern stillschw eigend – im negativen Sinn – m itentschieden (qualifiziertes Schw eigen), ist kein Platz für richterliche Lückenfüllung (BG E 131 II 562 E. 3.5 und BG E 132 III 470 E. 5, je m it H in- w eisen). M assgebend dafür, ob die R egelung vollständig ist oder nicht, sind die dem G esetz (selber) zugrunde liegenden W ertungen und Zielset- zungen (H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., N . 233 ff., u.a. m it Verw eis auf BG E 102 Ib 224 E. 2). 12.1 Form ell ist zw ar gesetzlich nicht geregelt, w ie sich Art. 56 BPV und Art. 336c Abs. 1 Bst. b O R zu einander verhalten. D ie Auslegung von Art. 56 BPV (vgl. E. 11 ff. hiervor), hat jedoch ergeben, dass Art. 56 BPV w eder eine Lohnfortzahlungspflicht über die rechtm ässige Auflösung des Arbeitsverhältnisses hinaus gew ährleistet noch eine an sich zulässige Kündigung verunm öglicht. Angesichts dessen kann nicht die R ede davon sein, die hier m assgebliche R egelung (Art. 56 BPV) sei unvollständig bzw . es fehle an einer Koordinationsregel im Sinne einer Lücke. D as Vorliegen einer Lücke ist som it zu verneinen. 13. Zusam m enfassend ist som it festzuhalten, dass Art. 56 BPV w eder eine Lohnfortzahlungspflicht über eine rechtm ässige Auflösung des Arbeitsver- hältnisses hinaus gew ährleistet noch eine an sich zulässige Kündigung verunm öglicht. D ie Beschw erde ist som it in diesem Punkt abzuw eisen. 14. D es W eiteren bringt die Beschw erdeführerin vor, sie habe Anspruch auf Barabgeltung der Treuepräm ie von einer W oche U rlaub, da sie infolge un- verschuldeter Arbeitsunfähigkeit diese Treuepräm ie nicht beziehen könne und eine Besserstellung von Arbeitsfähigen gegenüber Arbeitsunfähigen nicht zulässig sei. D ieser Anspruch entstehe m it Beendigung des vollende- ten fünften D ienstjahres, m ithin am 31. M ai 2006. Folglich trete ab dem 1. Juni 2006 oder spätestens m it G eltendm achung am 7. Septem ber 2006 Verzug ein, w om it Verzugszins von 5% geschuldet sei. D a die U m w and- lung in Barabgeltung einen Anspruch darstelle, bestehe ebenfalls ein An- spruch auf Verzinsung. 14.1 Art. 73 BPV sieht vor, dass nach 5 Anstellungsjahren und jew eils nach 5 w eiteren Anstellungsjahren bis zur Vollendung des 45. Anstellungsjahres eine Treuepräm ie ausgerichtet w ird (Abs. 1). D ie Treuepräm ie besteht aus einer W oche bezahltem U rlaub nach 5 Anstellungsjahren (Abs. 2 Bst. a), 2 W ochen bezahltem U rlaub nach 10 und nach 15 Anstellungsjahren (Abs. 2 Bst. b) und einem M onat bezahltem U rlaub nach jew eils 5 w eiteren Anstellungsjahren (Abs. 2 Bst. c). D ie Treuepräm ie nach Abs. 2 Bst. b und c kann höchstens zur H älfte als Barbetrag ausgerichtet w erden. Aus w ich-16 tigen G ründen kann ausnahm sw eise m ehr als die H älfte als Barbetrag ausgerichtet w erden (Abs. 3). Ergänzend hierzu führt Art. 52 VBPV aus, dass die Treuepräm ie nach Vollendung der erforderlichen Anstellungsjahre fällig w ird (Abs. 1) und der bezahlte U rlaub ab Fälligkeit innerhalb von fünf Jahren zu beziehen ist (Abs. 2). D es W eiteren richtet sich der Barbetrag nach dem Jahreslohn, der am Tag der Fälligkeit von der angestellten Per- son unter Einschluss der versicherten Zulagen bezogen w ird (Abs. 3). 14.2 U num stritten ist, dass sich die Beschw erdeführerin im Zeitpunkt der Kündi- gung im sechsten D ienstjahr befand und som it gem äss Art. 73 Abs. 2 Bst. a BPV grundsätzlich Anspruch auf eine Treuepräm ie hat. U m stritten ist jedoch, ob die Beschw erdeführerin infolge Arbeitsunfä- higkeit Anspruch auf U m w andlung der Treupräm ie in einen Barbetrag hat, oder ob diese U m w andlung lediglich ein Entgegenkom m en des BAK dar- stellt. Ebenso besteht U neinigkeit hinsichtlich der Frage, ob die Treueprä- m ie in Form einer Barabgeltung zu verzinsen ist oder nicht. 14.3 D ie nach Art. 73 Abs. 2 Bst. a BPV auszurichtende Treuepräm ie besteht aus einer W oche bezahltem U rlaub. D ie M öglichkeit der Barabgeltung die- ser Treuepräm ie nach 5 Anstellungsjahren sieht Art. 73 BPV nicht vor. Auch der Fall, dass dieser U rlaub w egen Krankheit nicht bezogen w erden kann, w ird in der BPV nicht geregelt, w eshalb die privatrechtlichen Prinzi- pien heranzuziehen sind. H iernach m uss U rlaub grundsätzlich real bezo- gen w erden. Eine Abgeltung durch G eldleistungen ist analog zur R egelung bei Ferienguthaben nur zulässig bei nicht bezogenem U rlaub bei Beendi- gung des Arbeitsverhältnisses bzw ., w enn der Bezug von U rlaubsansprü- chen in natura bei Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht m ehr m öglich ist. D er Abgeltungsanspruch für nicht bezogenen U rlaub entsteht som it, w enn feststeht, dass dieser nicht m ehr in natura gew ährt w erden kann (vgl. BG E 131 III 451 E. 2.2 m it H inw eisen; BR Ü H W ILER , a.a.O ., N . 4a zu Art. 329d O R ; STR EIFF/VO N KAEN EL, a.a.O ., N . 8 zu Art. 329d O R ). Im vorlie- genden Fall ist der Abgeltungsanspruch folglich bei Beendigung des Ar- beitsverhältnisses entstanden. D ie Barabgeltung der Treuepräm ie stellt so- m it nicht bloss ein Entgegenkom m en des BAK dar. Vielm ehr gründet sie auf einem entsprechenden, am 31. Januar 2007 entstandenen Anspruch der Beschw erdeführerin (zur H öhe der Barabgeltung vgl. nachfolgend E. 14.4). 14.4 W eiter stellt sich die Frage, ob die Beschw erdeführerin Anspruch auf Ver- zinsung der Barabgeltung hat. Für öffentlich-rechtliche G eldforderungen gilt der allgem eine R echtsgrundsatz, dass der Schuldner Verzugszinsen zu entrichten hat (vgl. BG E 119 V 78 E. 3a). Aufgrund von Art. 6 Abs. 2 BPG ist dam it auch vorliegend Art. 104 O R m assgebend. D anach schuldet der Schuldner ab Verzug der G eldforderung Verzugszinsen. Art. 339 Abs. 1 O R sieht vor, dass m it der Beendigung des Arbeitsverhält- nisses, m ithin per 31. Januar 2007, alle aus diesem stam m enden Forde- rungen fällig w erden. D arunter fallen auch die Forderungen aus nicht bezogenen Ferien (STR E IFF/VO N KAEN EL, a.a.O ., N . 4 zu Art. 339 O R ) und alle anderen Entschädigungen aus dem Arbeitsverhältnis (R ÉM Y W YLER , D roit du travail, Berne 2002, p. 437). Folglich hat die Beschw erdeführerin 17 grundsätzlich ab dem 1. Februar 2007 Anspruch auf eine Verzinsung der Barabgeltung in der H öhe von 5% (Art. 104 Abs. 1 O R ). D as BAK hat in seiner Verfügung vom 22. Septem ber 2006 die Barabgel- tung der Treuepräm ie nicht beziffert, sieht jedoch die 5 Tage als G rundla- ge dieser Abgeltung vor. H ierbei hat es aber verkannt, dass Art. 329b O R unter U m ständen ein Kürzung der Ferien vorsieht. Abs. 1 hält fest, dass der Arbeitgeber die Ferien für jeden vollen M onat der Verhinderung um ei- nen Zw ölftel kürzen kann, w enn der Arbeitnehm er durch sein Verschulden w ährend eines D ienstjahres insgesam t um m ehr als einen M onat an der Arbeitsleistung verhindert ist. G em äss Abs. 2 dürfen die Ferien vom Arbeit- geber nicht gekürzt w erden, w enn die Verhinderung insgesam t nicht m ehr als einen M onat im D ienstjahr beträgt und sie durch G ründe, die in der Person des Arbeitnehm ers liegen, w ie Krankheit, U nfall, Erfüllung gesetzli- cher Pflichten, Ausübung eines öffentlichen Am tes oder Jugendurlaub, ohne Verschulden des Arbeitnehm ers verursacht ist. Vorliegend liegt zw ar kein Verschulden der Beschw erdeführerin vor. D er Anspruch auf die Treuepräm ie von 5 Tagen U rlaub entstand m it der Beendigung des vollen- deten fünften D ienstjahres, m ithin am 31. M ai 2006. Zu dieser Zeit w ar die Beschw erdeführerin bereits zu 100% krankgeschrieben und blieb es auch bis zu ihrer Kündigung auf den 31. Januar 2007. D eshalb hätte das BAK ihr die Treupräm ie von 5 Tagen U rlaub in Anw endung von Art. 329b Abs. 2 i.V.m . Abs.1 O R kürzen m üssen. Folglich hätte die Beschw erdeführerin Anspruch auf eine Barabgeltung basierend auf den reduzierten U rlaubsta- gen plus Zins von 5% ab dem 1. Februar 2007. D a aber der Zinsanspruch ab dem 1. Februar 2007 basierend auf der reduzierten Barabgeltung w e- sentlich geringer ausfallen w ürde als der vom BAK zu viel zugesprochene Teil der Treupräm ie und die Beschw erdeführerin som it ohnehin besserge- stellt ist, hat das BAK der Beschw erdeführerin keine w eitere (Zins-)zahlung zu entrichten. D ie Beschw erde ist in diesem Punkt ebenfalls abzuw eisen. 15. D as Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht ist in personalrechtli- chen Angelegenheiten grundsätzlich kostenlos (Art. 34 Abs. 2 BPG ). Par- teientschädigungen sind bei diesem Ausgang des Verfahrens keine ge- schuldet (vgl. Art. 7 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigun- gen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]).18 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. Verfahrenskosten w erden keine erhoben. 3. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. D ie Vorinstanz erhält je ein Exem plar der N oveneingaben der Beschw er- deführerin vom 2. April 2007, 2. M ai 2007 und 7. Juni 2007 zur Kenntnis- nahm e. 5. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (G erichtsurkunde) - dem BAK (eingeschrieben) - der Vorinstanz (R ef-N r. 7-01-02.3-1/AH H ) (eingeschrieben, m it Beilage) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: C hristoph Bandli M ichelle Eichenberger R echtsm ittelbelehrung Entscheide des Bundesverw altungsgerichts auf dem G ebiet der öffentlich-rechtlichen Ar- beitsverhältnisse können m it Beschw erde beim Bundesgericht angefochten w erden, so- fern es um eine verm ögensrechtliche Angelegenheit geht, bei w elcher der Streitw ert m in- destens 15'000 Franken beträgt oder bei der sich eine R echtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [Bundesgerichtsgesetz, BG G ]; SR 173.110). Bei einer nicht verm ögensrechtlichen Angelegenheit ist die Beschw erde nur zulässig, w enn sie die G leichstellung der G eschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BG G ). Steht die Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen, so ist sie innert 30 Tagen seit der Ausfertigung des angefochtenen U rteils zu erheben. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung überge- ben w erden (vgl. Art. 42. 48, 54 und 100 BG G ). Versand am :