Tarif des douanes. Mesures 1992/11 382 N 16 mars 1993 die Belange im Rahmen des EWR regeln wird. Wieweit unsere Teilnahme in den verschiedenen entsprechenden Efta-Kom- missionen möglich ist, wird sich erst noch erweisen. 2. Eine weitere Ebene betrifft den parlamentarischen EWR- Ausschuss. Die Efta-Delegationen haben auch die Absicht be- kundet, sich dafür einzusetzen, dass die Schweiz im gemein- samen parlamentarischen Ausschuss einen Beobachtersta- tus erhält Lieber diese Frage wird jedoch das Europäische Parlament entscheiden. Dank der Freundlichkeit der Efta-Partner und des Europäischen Parlamentes können wir also eventuell künftig auch in diesem wichtigen EWR-Gremium auf den Hin- terbänken sitzen und zuhören. 3. Der Bereich der bilateralen Beziehungen schweizerisches Parlament/Europäisches Parlament: Diese Beziehungen er- fahren grundsätzlich keine Aenderungen gegenüber dem bis- herigen Stand. Allerdings bleiben die Kontakte mit lediglich ei- nem gemeinsamen Treffen pro Jahr auf einer minimalen Kom- munikationsstufe stehen. Trotz der Enttäuschung über das EWR-Nein der Schweiz ist die Delegation des Europäischen Parlamentes gewillt, die freundschaftlichen Beziehungen mit uns weiterzuführen und wenn möglich zu vertiefen. Dieser Wille geht eindeutig aus ei- nem Brief des Präsidenten der EP-Delegation, Giacomo Por- razzini, vom 27. Dezember 1992 an unsere Delegation hervor. Darin macht Giacomo Porrazzini auch die Anregung, unseren beiden bilateralen Delegationen den Status eines parlamenta- rischen EG-Ausschusses zu geben. Dieses Vorhaben kann aber erst nach einer allfälligen Erteilung des Avis von seilen der EG-Kommission für die Aufnahme von Beitrittsverhandlun- gen realisiert werden, was noch eine Weile auf sich warten las- sen dürfte. Ich stelle fest, dass wir in bezug auf die Kontakte mit den EWR- relevanten Gremien von Efta und EG zufrieden sein müssen, wenn wir als Beobachter dabeisein können. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als - wie in der Uno - Zaungäste zu sein. Doch auch diese Randpräsenz wird wichtig sein, weil wir da- durch direkt an die Quelle von Informationen gelangen, auf die wir unbedingt angewiesen sind, um unsere Gesetzgebung au- tonom mit derjenigen des EWR kompatibel zu machen. Unser Parlament muss sich Gedanken machen, wie wir un- sere Präsenz in den einschlägigen Organen von Efta und EG ausbauen und verstärken können, und zwar auch in direkten Begegnungen zwischen den Fraktionen. Es liegt an uns, dafür zu sorgen, dass die gegenseitigen Beziehungen nicht erstar- ren, sondern dass wir nach wie vor tatkräftig Oeffnung und Be- reitschaftfür eine enge Zusammenarbeit bekunden. In diesem Sinne meine ich, dass das Parlament seine aussen- politische Verantwortung auch in der Europapolitik an den Tag legen muss, d. h., dass es nach wie vor gefordert ist. Angenommen -Adopté An den Ständerat-Au Conseil des Etats #ST# 93.007 Zolltarifarische Massnahmen 1992/11 Tarif des douanes. Mesures 1992/11 Botschaft und Beschlussentwurf vom 20. Januar 1993 (BBI1601 ) Message et projet d'arrêté du 20 janvier 1993 (FF 1576) Kategorie V, Art 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN Herr Rychen unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht: Gemäss Artikel 9 Absatz 1 des Zolltarifgesetzes und Artikel 4 Absatz 2 des Zollpräferenzenbeschlusses muss der Bundes- rat dem Parlament halbjährlich über die Zollmassnahmen be- richten, die er in Ausübung der in den vorerwähnten Erlassen enthaltenen Befugnisse getroffen hat Das Parlament ent- scheidet über das weitere Inkraftbleiben der Massnahmen. Der vorliegende Bericht bezieht sich auf Massnahmen ge- stützt auf das Zolltarifgesetz und auf den Präferenzenbe- schluss. A. Massnahmen gestützt auf das Zolltarifgesetz Im August 1992 beschloss der Bundesrat, den Zollansatz für ein nur in den USA und Japan erzeugtes Kunststoffgranulatfür die Dauer von zwei Jahren auszusetzen. Bisher unterlag die- ses Produkt bei der Einfuhr in die Schweiz einem Zollansatz von 6 Franken je 100 Kilogramm brutto, während die Einfuhr in die EG zollfrei ist. Durch diese Massnahme soll der Wett- bewerbsnachteil für die Schweizer Produzenten beseitigt werden. Im Dezember 1992 beschloss der Bundesrat die vorläufige In- kraftsetzung der Zollansätze auf den 1. Januar 1993, die sich aus dem Freihandelsabkommen zwischen den Efta-Staaten und Israel sowie dem Briefwechsel zwischen der Schweiz und Israel betreffend die bilaterale Vereinbarung über den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen ergeben. Damit wird die Diskriminierung schweizerischer Ausfuhren im Vergleich zu Lieferungen aus der EG oder den USA aufgehoben. Ebenfalls im Dezember 1992 wurden folgende Aenderungen der Freihandelsverordnung beschlossen: 1. Angleichung der Zollansätze für bestimmte portugiesische Agrarprodukte an diejenigen für Waren aus der EG (in der Folge des Austritts von Portugal aus der Efta) ; 2. Aufhebung der verbleibenden Ausfuhrzölle auf Buntmetall- abfällen (aluminium- und kupferhaltige Abfälle) gemäss dem Zusatzprotokoll zum Freihandelsabkommen; 3. Beschluss über die zollfreie Einfuhr von bis anhin einem Fis- kalzoll unterliegenden belichteten und entwickelten kinemato- graphischen Filmen. B. Massnahmen gestützt auf den Präferenzenbeschluss In Uebereinstimmung mit dem Beschluss der Uno-Vollver- sammlung wurde die Liste der am wenigsten fortgeschrittenen Länder mit Kambodscha, Madagaskar, den Salomon-lnseln, Sambia und Zaire ergänzt Nach der Anerkennung von Kroatien, Slowenien und Bos- nien-Herzegowina im Frühjahr 1992 galt es, diesem Umstand in der Länderliste zum Präferenzenbeschluss zu berücksichti- gen. Die Verordnung wurde entsprechend ergänzt und die Be- zeichnung «Jugoslawien» für den Rest des bisherigen Jugo- slawien verwendet M. Rychen présente au nom de la commission le rapport écrit suivant: Conformément à l'article 9 alinéa premier de la loi sur le tarif des douanes et à l'article 4 alinéa 2 de l'arrêté sur les préféren- ces tarifaires, le Conseil fédéral doit présenter deux fois l'an un rapport sur les mesures douanières qui ont été prises en appli- cation des dispositions contenues dans les textes légaux sus- mentionnés. Le Parlement décide si ces mesures doivent être maintenues. Le présent rapport porte sur les mesures prises en vertu de la loi sur le tarif des douanes et en vertu de l'arrêté concernant les préférences tarifaires. A. Mesures prises en vertu de la loi sur le tarif des douanes En août 1992, le Conseil fédéral a décidé de suspendre pour une durée de deux ans les taxes douanières dont était frappé un granulé de matière plastique fabriqué uniquement aux Etats-Unis et au Japon. Une taxe de 6 francs par 100 kilos brut était prélevée jusque-là lors de l'importation de ce produit en Suisse, alors qu'il est admis en franchise de douane dans la CE. Cette mesure a pour but d'éliminer le désavantage doua- nier causé à la compétitivité des producteurs suisses. En décembre 1992, le Conseil fédéral a décidé de mettre en vi- gueur provisoirement, au 1 er janvier 1993, les tarifs douaniers découlant de l'accord de libre-échange conclu entre les pays de l'AELE et Israël et de l'échange de lettres entre la Suisse et Israël concernant la convention bilatérale sur le commerce des produits agricoles. Ainsi, la discrimination dont souffraient16. März 1993 N 383 Internationale Arbeitskonferenz. 78. Tagung les exportations suisses par rapport aux marchandises prove- nant de la CE ou des Etats-Unis est supprimée. En décembre 1992 également, le Conseil fédéral a décidé de porter à l'ordonnance sur le libre-échange les modifications suivantes: 1. harmonisation des droits de douane appliqués à certains produits agricoles portugais avec ceux fixés pour les marchan- dises provenant de la CE (suite à la sortie du Portugal de l'AELE); 2. abrogation des droits de douane à l'exportation qui gre- vaient encore certains déchets de métaux non ferreux (dé- chets d'aluminium et de cuivre) conformément au protocole additionnel à l'Accord sur le libre-échange; 3. exemption de droits de douane sur l'importation de films ci- nématographiques impressionnés et développés, soumis jusqu'alors à une taxe fiscale. B. Mesures prises en vertu de l'arrêté concernant les préféren- ces tarifaires Conformément à la résolution de l'Assemblée plénière de l'ONU, la liste des pays en développement les moins avancés a été complétée par l'adjonction du Cambodge, de Madagas- car, des Iles Salomon, de la Zambie et du Zaïre. Il a dû être tenu compte également de la reconnaissance de la Croatie, de la Slovénie et de la Bosnie-Herzégovine, interve- nue au printemps 1992, dans la liste des pays ayant droit aux préférences tarifaires. L'ordonnance y relative a donc dû être modifiée dans ce sens et la désignation «Yougoslavie» ne re- couvre plus que le territoire restant de l'ex-Yougoslavie. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt einstimmig, auf die Vorlage einzu- treten und dem Bundesbeschluss über die Genehmigung von zolltarifarischen Massnahmen zuzustimmen. Proposition de la commission La commission propose à l'unanimité d'entrer en matière et d'approuver l'arrêté fédéral portant approbation de mesures touchant le tarif des douanes. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen L'entrée en matière est décidée sans opposition Detailberatung - Discussion par articles Bundesbeschluss über die Genehmigung von zolltarifa- rischen Massnahmen Arrêté fédéral portant approbation de mesures touchant le tarif des douanes Titel und Ingress, Art. 1,2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Titre et préambule, art. 1,2 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral Angenommen -Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 81 Stimmen Dagegen (Einstimmigkeit) An den Ständerat-Au Conseil des Etats #ST# 92.045 Internationale Arbeitskonferenz. 78. Tagung Conférence internationale du Travail. 78e session Botschaft und Beschlussentwurf vom 29. April 1992 (BBIIII741 ) Message et projet d'arrêté du 29 avril 1992 (FF III 737) Beschluss des Ständerates vom 2. Dezember 1992 Décision du Conseil des Etats du 2 décembre 1992 Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN Frau Segmüller unterbreitet im Namen der Kommission den folgenden schriftlichen Bericht: Die Schweiz kennt keine besondere Gesetzgebung für die Hô- tellerie und das Gastgewerbe. Die mit dem Uebereinkommen (Nr. 172) über die Arbeitsbedingungen in Hotels, Gaststätten und ähnlichen Betrieben zu vergleichenden Bestimmungen finden sich daher verteilt auf verschiedene Gesetzestexte, so etwa im Obligationenrecht und im Arbeitsgesetz Weiter be- steht ein Landesgesamtarbeitsvertrag (GAV), der durch Be- schluss des Bundesrates allgemeinverbindlich erklärt wurde und somit auf die ganze Branche anwendbar ist. Das Uebereinkommen verlangt, dass die betroffenen Arbeit- nehmer in der Hôtellerie und im Gastgewerbe nicht vom An- wendungsbereich irgendwelcher Mindestnormen ausgenom- men werden, die für die Arbeitnehmer allgemein gelten. Dies betrifft sowohl Ansprüche im Bereich der sozialen Sicherheit als auch Normen in bezug auf Arbeitszeit, Mindestruhezeiten und Ferienanspruch. Weiter wird der Begriff «Trinkgeld» defi- niert, und es wird vorgeschrieben, dass die Arbeitnehmer un- geachtet der Trinkgelder ein Grundentgelt erhalten müssen, das in regelmässigen Zeitabständen bezahlt wird. Das Uebereinkommen hat programmatischen Charakter. Es sieht keine detaillierten Bestimmungen vor und lässt den ratifi- zierenden Staaten grossen Freiraum bei der Umsetzung. Die Schweiz erfüllt mit den geltenden gesetzlichen Bestim- mungen - unter Einbezug der Praxis auf dem Gebiet der Ge- samtarbeitsverträge - bereits heute die Anforderungen des Uebereinkommens. Eine Ratifizierung erfordert somit keine zusätzlichen Regelungen in diesem Bereich. Die Schweizer Hôtellerie geniesst weltweit einen guten Ruf. Es ist sinnvoll, wenn sich die Schweiz für attraktive Arbeitsbedin- gungen im Gastgewerbe einsetzt, die dazu beitragen, das An- sehen dieser Berufsgattung zu heben und die Rekrutierung von qualifiziertem Nachwuchs zu erleichtern. Die Arbeitsbedingungen im Gastgewerbe sind in vielen Ent- wicklungsländern oft besonders schlecht. Die Ratifizierung des Uebereinkommens durch die Schweiz ist damit auch ein Zeichen der Solidarität mit den anderen Mitgliedstaaten der In- ternationalen Arbeitsorganisation. Die Empfehlung Nr. 179 enthält keine rechtlich zwingenden Vorschriften. Sie präzisiert die Bestimmungen des Ueberein- kommens betreffend Arbeitszeit und Ruhezeit und gibt Anre- gungen für die berufliche Aus- und Weiterbildung. Die Frage der Ratifizierung stellt sich hier nicht. Der Ständerat hat dem Entwurf zum Bundesbeschluss betref- fend das Uebereinkommen (Nr. 172) über die Arbeitsbedin- gungen in Hotels, Gaststätten und ähnlichen Betrieben am 2. Dezember 1992 mit einem Stimmenverhältnis von 39 zu 1 zugestimmt. M™ Segmüller présente au nom de la commission le rapport écrit suivant: II n'y a pas en Suisse de législation propre à l'hôtellerie et à la restauration. Les normes comparables à la Convention No 172 concernant les conditions de travail dans les hôtels, restaurants et établissements similaires figurent chez nousSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Zolltarifarische Massnahmen 1992/II Tarif des douanes. Mesures 1992/II In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1993 Année Anno Band I Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 11 Séance Seduta Geschäftsnummer 93.007 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 16.03.1993 - 08:00 Date Data Seite 382-383 Page Pagina Ref. No 20 022 383 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.