<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">5P.34/2005 /blb </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 19. Mai 2005 </div> <div class="para">II. Zivilabteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Raselli, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterinnen Escher, Hohl, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Marco Del Fabro, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Y.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegner, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Waller, </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Aargau, 4. Zivilkammer, Obere Vorstadt 38, 5000 Aarau. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 9 BV</span> (provisorische Rechtsöffnung), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, 4. Zivilkammer, vom 8. Dezember 2004. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para">A. </div> <div class="para">Y.________ betrieb X.________ auf Grundpfandverwertung (Betreibung Nr. xxxx des Betreibungsamtes B.________). Nachdem die Schuldnerin Rechtsvorschlag erhoben hatte, verlangte Y.________ beim Gerichtspräsidium Bremgarten die Rechtsöffnung mit folgendem Begehren: </div> <div class="para">1. Es sei dem Kläger in der Betreibung Nr. xxxx des Betreibungsamts B.________ vom 2. August 2004 sowohl für die Beträge von Fr. 284'000.00 nebst Zins zu 6% auf Fr. 200'000.00 seit 1. Oktober 2003, Fr. 1'000.00 nebst Zins zu 5% seit 1. August 2002, Fr. 3'065.10 nebst Zins zu 5% seit 19. Juli 2004, als auch für das Grundpfandrecht bezüglich der Grundstücke GB B.________, LB-Nr. xxxx, Kat. Plan 36, 7.03 Aren, Gebäudeplatz und Umgelände, S.________, Mehrfamilienhaus Nr. xxxx, sowie GB B.________ LB-Nr. xxxx, Kat. Plan 36 7,51 Aren, Gebäudeplatz und Umgelände, S.________, Lagergebäude Nr. xxxx die provisorische Rechtsöffnung zu erteilen. ..." </div> <div class="para">Nachdem die Schuldnerin keine Vernehmlassung eingereicht hatte, eröffnete der Präsident I des Bezirksgerichts Bremgarten am 7. September 2004 im Sinn von <span class="artref">§ 277 ZPO</span>/AG folgenden schriftlichen Urteilsspruch: </div> <div class="para">1. Dem Kläger wird in der Betreibung Nr. xxxx des Betreibungsamtes B.________ (Zahlungsbefehl vom 20. Juli 2004) für den Betrag von </div> <div class="para">- -:- </div> <div class="para">- Fr. 500.-- nebst Zins zu 5% seit 03. August 2004 </div> <div class="para">die definitive Rechtsöffnung erteilt. </div> <div class="para">2. Dem Kläger wird in der Betreibung Nr. xxxx des Betreibungsamtes B.________ (Zahlungsbefehl vom 20. Juli 2004) für die Beträge von </div> <div class="para">- Fr. 284'000.-- nebst Zins zu 6% seit 1. Oktober 2003 auf Fr. 200'000.-- </div> <div class="para">- Fr. 500.-- nebst Zins zu 5% seit 03. August 2004 </div> <div class="para">und </div> <div class="para">- Fr. 3'000.-- nebst Zins zu 5% seit 3. August 2004 </div> <div class="para">die provisorische Rechtsöffnung erteilt. ..." </div> <div class="para">Mit Schreiben vom 15. September 2004 ersuchte Y.________ um Zustellung eines motivierten Urteils und wies darauf hin, dass sein Antrag betreffend Rechtsöffnung für das Pfandrecht nicht behandelt worden sei. </div> <div class="para">Hierauf erliess der Präsident I des Bezirksgerichts Bremgarten ein motiviertes Urteil, bei dem er das Dispositiv wie folgt ergänzte: </div> <div class="para">1. Dem Kläger wird in der Betreibung Nr. xxxx des Betreibungsamtes B.________ (Zahlungsbefehl vom 20. Juli 2004) für den Betrag von </div> <div class="para">- Fr. 500.-- nebst Zins zu 5% seit 03. August 2004 </div> <div class="para">die definitive Rechtsöffnung erteilt. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">2.1 </div> <div class="para">Dem Kläger wird in der Betreibung Nr. xxxx des Betreibungsamtes B.________ (Zahlungsbefehl vom 20. Juli 2004) für die Beträge von </div> <div class="para">- Fr. 284'000.-- nebst Zins zu 6% seit 1. Oktober 2003 auf Fr. 200'000.-- </div> <div class="para">- Fr. 500.-- nebst Zins zu 5% seit 03. August 2004 </div> <div class="para">und </div> <div class="para">- Fr. 3'000.-- nebst Zins zu 5% seit 3. August 2004 </div> <div class="para">die provisorische Rechtsöffnung erteilt. </div> <div class="para">2.2 </div> <div class="para">Dem Kläger wird für das Pfandrecht an GB B.________ LB-Nr. xxxx und GB B.________ LB-Nr. xxxx die provisorische Rechtsöffnung erteilt. ..." </div> <div class="para">B. </div> <div class="para">Dagegen erhob X.________ beim Obergericht des Kantons Aargau Beschwerde mit den Begehren um Aufhebung von Ziff. 2.2. des Dispositivs und Rückweisung der Sache zur Durchführung des Vernehmlassungsverfahrens nach <span class="artref">§ 281 ZPO</span>/AG, eventualiter um Aufhebung der betreffenden Ziffer und Rückweisung der Sache zur korrekten Eröffnung des Urteils (d.h. Rechtsöffnung nur für die Grundpfandforderung). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Entscheid vom 8. Dezember 2004 wies das Obergericht des Kantons Aargau, 4. Zivilkammer, die Beschwerde ab. </div> <div class="para">C. </div> <div class="para">Gegen diesen Entscheid hat X.________ am 31. Januar 2005 eine staatsrechtliche Beschwerde erhoben mit dem Begehren um dessen Aufhebung und Anweisung des Obergerichts, die Angelegenheit an das Bezirksgericht Bremgarten zurückzuweisen zwecks Ausfertigung eines dem ursprünglichen Entscheid - d.h. Rechtsöffnung nur für die Grundpfandforderung - entsprechend motivierten Urteils. Mit Vernehmlassung vom 22. April 2005 hat Y.________ auf Abweisung der staatsrechtlichen Beschwerde geschlossen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. </div> <div class="para">1.1 Der Umfang des rechtlichen Gehörs wird zunächst durch die kantonalen Verfahrensvorschriften umschrieben, deren Auslegung und Anwendung das Bundesgericht unter dem Gesichtspunkt der Willkür prüft; erst wo sich dieser Rechtsschutz als ungenügend erweist, greifen die unmittelbar aus <span class="artref">Art. 29 Abs. 2 BV</span> folgenden bundesrechtlichen Minimalgarantien Platz, deren Verletzung das Bundesgericht frei prüft (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=15.05.2005&amp;to_date=03.06.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-I-241%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page241">BGE 124 I 241</a> E. 2 S. 242 f.; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=15.05.2005&amp;to_date=03.06.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-IA-17%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page17">118 Ia 17</a> E. 1b S. 18). </div> <div class="para">1.2 Gemäss <span class="artref">§ 281 Abs. 1 ZPO</span>/AG wird ein Urteil, das unklar oder unvollständig ist oder einen Schreib- oder Rechnungsfehler oder andere offenbare Unrichtigkeiten enthält, von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erläutert, berichtigt oder ergänzt. <span class="artref">§ 281 Abs. 2 ZPO</span>/AG bestimmt, dass ein betreffendes Gesuch einer Partei der Gegenpartei zur Vernehmlassung zuzustellen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Obergericht hielt <span class="artref">§ 281 Abs. 2 ZPO</span>/AG für verletzt, erwog aber, die Verletzung des rechtlichen Gehörs sei dadurch geheilt, dass der Beschwerdeführerin die Beschwerde gemäss <span class="artref">§ 335 ZPO</span>/AG offen stand, die gleich der Appellation nach <span class="artref">§<artref id="CH/272/317" type="start"></artref>§ 317 ff. ZPO</span><artref id="CH/272/317" type="end"></artref>/AG ein vollkommenes reformatorisches Rechtsmittel mit Devolutiveffekt sei und bei deren Beurteilung dem Obergericht die gleiche Kognition zukomme wie der ersten Instanz. </div> <div class="para">1.3 Die Beschwerdeführerin macht geltend, mit diesen Erwägungen sei ihr aus <span class="artref">§ 281 Abs. 2 ZPO</span>/AG bzw. <span class="artref">Art. 29 Abs. 2 BV</span> fliessender Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Sie stellt sich auf den Standpunkt, wegen der formellen Natur dieses Anspruches und weil es sich um eine schwere Gehörsverletzung handle, sei eine Heilung vor oberer Instanz ausgeschlossen. </div> <div class="para">1.4 Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs führt ungeachtet der Erfolgsaussichten des Rechtsmittels in der Sache selbst zur Aufhebung des angefochtenen Entscheides. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann jedoch eine Gehörsverletzung als geheilt gelten, wenn der oberen Instanz die gleiche Kognition zusteht wie der unteren und keine besonders schwerwiegende Verletzung der Parteirechte zur Diskussion steht; die Heilung eines allfälligen Mangels soll aber die Ausnahme bleiben (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=15.05.2005&amp;to_date=03.06.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-V-431%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page431">BGE 127 V 431</a> E. 3d/aa S. 437 f.<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=15.05.2005&amp;to_date=03.06.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-I-68%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page68">126 I 68</a></span> E. 2 S. 72). </div> <div class="para">Vorliegend bezog sich die gestützt auf <span class="artref">§ 281 Abs. 1 ZPO</span>/AG vorgenommene Ergänzung des Dispositivs auf die Rechtsöffnung für das Grundpfandrecht und damit auf eine im Rechtsöffnungsgesuch anbegehrte Rechtsfolge. Dieses Gesuch wurde der Beschwerdeführerin zur Vernehmlassung zugestellt und sie konnte dabei zu sämtlichen Vorbringen des Gläubigers Stellung nehmen. Insofern hätte sie bei der unterbliebenen Gehörsgewährung gemäss <span class="artref">§ 281 Abs. 2 ZPO</span>/AG in materieller Hinsicht gar nichts vorbringen können, wozu sie nicht bereits im Rahmen der Vernehmlassung zum Rechtsöffnungsgesuch Gelegenheit hatte. Sodann gilt es zu beachten, dass bei der Errichtung eines Schuldbriefes eine Grundpfandforderung und ein Grundpfandrecht untrennbar in einem Wertpapier verbrieft werden, wobei das Grundpfandrecht aufgrund seiner strikten Akzessorietät nicht losgelöst von der gesicherten Grundpfandforderung bestehen kann (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=15.05.2005&amp;to_date=03.06.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F130-III-681%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page681">BGE 130 III 681</a> E. 2.3 S. 683) und sich der Rechtsvorschlag bei der Betreibung auf Grundpfandverwertung sowohl auf die Grundpfandforderung als auch auf das Grundpfandrecht bezieht (<span class="artref">Art. 85 VZG</span>), weshalb im Rechtsöffnungsverfahren offensichtlich über beide Elemente zu entscheiden ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Aufgrund dieser besonderen Umstände ist im Zusammenhang mit <span class="artref">§ 281 Abs. 2 ZPO</span>/AG nicht von einer besonders schwerwiegenden Verletzung der Parteirechte und damit von der Heilbarkeit der Gehörsverletzung vor Obergericht auszugehen, zumal dieses nach unbestrittener Darstellung über die gleiche Kognition wie die erste Instanz verfügt. Entsprechend erweist sich die Rüge der Gehörsverletzung als unbegründet. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin rügt weiter eine willkürliche Anwendung von <span class="artref">§ 280 ZPO</span>/AG, wonach der Richter an den eröffneten Urteilsspruch gebunden ist. Dabei übersieht sie jedoch, dass <span class="artref">§ 280 ZPO</span>/AG gesetzliche Ausnahmen vorbehält und die Urteilsergänzung im Sinn von <span class="artref">§ 281 Abs. 1 ZPO</span>/AG eine solche gesetzliche Ausnahme darstellt (vgl. Bühler/Edelmann/Killer, Kommentar zur aargauischen Zivilprozessordnung, Aarau 1998, N. 2 zu § 280). Durfte jedoch die Urteilsergänzung nach dem in E. 1.4 Gesagten ohne Verletzung verfassungsmässiger Rechte der Beschwerdeführerin vorgenommen werden, ist der Rüge, <span class="artref">§ 280 ZPO</span>/AG sei willkürlich angewandt worden, der Boden entzogen. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich eine willkürliche Anwendung von <span class="artref">§ 281 Abs. 1 ZPO</span>/AG insofern, als die Urteilsergänzung im Sinn von <span class="artref">§ 281 Abs. 1 ZPO</span>/AG eine aus dem Urteil selbst hervorgehende Unvollständigkeit voraussetze (Bühler/Edelmann/Killer, a.a.O., N. 5 zu § 281) und das Obergericht selbst einräume, dass im nicht motivierten Dispositiv jeglicher Hinweis auf das Pfandrecht fehle. Damit kranke das angefochtene Urteil an einem inneren Widerspruch. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Soweit die willkürliche Anwendung des kantonalen Rechts zu prüfen ist, genügt es nicht, wenn der angefochtene Entscheid sich nur in der Begründung als unhaltbar erweist; eine Aufhebung rechtfertigt sich erst, wenn er auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=15.05.2005&amp;to_date=03.06.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-I-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">BGE 129 I 49</a> E. 4 S. 58; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=24&amp;from_date=15.05.2005&amp;to_date=03.06.2005&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-II-259%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page259">128 II 259</a> E. 5 S. 281). Dies ist vorliegend nicht der Fall: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Wie in E. 1.4 ausgeführt, sind beim Schuldbrief die Grundpfandforderung und das Grundpfandrecht aufgrund ihrer gemeinsamen Verbriefung in einem Wertpapier untrennbar verbunden und kann das Pfandrecht kein von der Forderung losgelöstes Schicksal erfahren oder betragsmässig höher oder tiefer sein als diese (vgl. Möckli, Das Eigentümergrundpfandrecht, Diss. Bern 2001, S. 45 f., m.w.H.). Aus dem nicht motivierten Urteilsspruch vom 7. September 2004 ist ersichtlich, dass die im Schuldbrief vom 31. Juli 2002 mit einem Nominal von Fr. 300'000.-- verbriefte Grundpfandforderung in Betreibung gesetzt war, was gemäss <span class="artref">Art. 41 Abs. 1 SchKG</span> nur im Verfahren auf (Grund-)Pfandverwertung möglich ist. In diesem Verfahren bezieht sich der Rechtsvorschlag sowohl auf die Grundpfandforderung als auch auf das Grundpfandrecht (<span class="artref">Art. 85 VZG</span>). Demnach war die Unvollständigkeit des Urteilsspruchs vom 7. September 2004 selbst für unbeteiligte Dritte aus dem Urteil erkennbar; umso mehr war sie es für die beiden am Betreibungs- und Rechtsöffnungsverfahren beteiligten Parteien. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Zusammenfassend ergibt sich, dass die staatsrechtliche Beschwerde abzuweisen ist. Folglich wird die Beschwerdeführerin kosten- und entschädigungspflichtig (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/159/2" type="start"></artref>Art. 159 Abs. 2 OG</span><artref id="CH/173.110/156/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die staatsrechtliche Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 5'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin hat den Beschwerdegegner für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 5'000.-- zu entschädigen. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, 4. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 19. Mai 2005 </div> <div class="para">Im Namen der II. Zivilabteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>