<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2012.00160</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=212034&amp;W10_KEY=13013534&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2012.00160</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.07.2012</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Tierschutz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Tierschutz: Katzenhaltung. Die Beschwerdeführerin wurde verpflichtet, die Anzahl Zuchtkatzen, die sie in ihrer Wohnung hielt, von 19 auf sechs Katzen zu reduzieren. Die Beschwerdeführerin beantragte vor Verwaltungsgericht noch, zusätzlich eine siebte Katze zu halten, die aufgrund ihres Alters und Gesundheitszustands schwer vermittelbar sei (Teilrückzug, E. 1.2). Rechtliche Grundlagen des Tierschutzes (E. 2.1) und Verhältnismässigkeitsprinzip (E. 2.2). Katzen sind von Natur aus Einzelgänger und können nur bedingt in Gruppen gehalten werden. Reduzierung auf sechs Katzen erscheint angemessen. Bei der Erlaubnis, zusätzlich drei spezifizierte Katzen bis zu ihrem Ableben zu behalten, handelte es sich lediglich um eine Übergangsregelung, die der Beschwerdeführerin aus Billigkeitsgründen gewährt wurde. Es widerspricht dem Sinn und Zweck der angeordneten Reduktion der Anzahl Katzen, wenn die Beschwerdeführerin jeweils bei Ableben einer Katze, eine andere in die Gruppe der alten Katzen nachziehen kann. Es ist der Beschwerdeführerin zumutbar, eine andere Katze zu verkaufen, wenn sie die genannte ältere Katze behalten möchte (E. 3.1-3.4). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KATZE">KATZE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TIERHALTUNG">TIERHALTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: TIERSCHUTZ">TIERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNUNG">WOHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUCHT">ZUCHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 4 TSchG</span><br/><span class="ungerade">Art. 6 TSchG</span><br/><span class="gerade">Art. 24 Abs. I TSchG</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 Abs. III TSchV</span><br/><span class="gerade">Art. 9 Abs. II TSchV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 5 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=15423" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2012.00160</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">12. Juli 2012</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Rudolf Bodmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Bea <br/> Rotach Tomschin, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin MichÃ¨le Babst.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>VeterinÃ¤ramt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Tierschutz,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Am 31. August 2009 fÃ¼hrte das VeterinÃ¤ramt des Kantons ZÃ¼rich aufgrund einer Meldung aus der Ãffentlichkeit bei A eine unangemeldete Kontrolle der Katzenhaltung durch. Dabei wurde in der 4.5-Zimmerwohnung im 1. Stock mit ungesichertem Balkon die Haltung von 20 Katzen der Rassen H und I festgestellt. Mit Schreiben vom 18. September 2009 wurde A aufgefordert, den Katzenbestand zu reduzieren, die Zuchtkater zwischen den DeckeinsÃ¤tzen nicht in Gehegen zu halten sowie den Balkon zu sichern. </p> <p class="Sachverhalt2">AnlÃ¤sslich der unangemeldeten Nachkontrolle vom 4. Juni 2010 fand das VeterinÃ¤ramt in der Wohnung von A eine unruhige Gruppe von 19 Katzen vor. Darauf verpflichtete das VeterinÃ¤ramt A mit VerfÃ¼gung vom 30. Juli 2010, den Tierbestand bis am 30. November 2010 auf sechs Katzen zu reduzieren; zusÃ¤tzlich dÃ¼rften die drei Ã¤ltesten Katzen "B" (geb. 1996), "C" (geb. 1997) und "D" (geb. 2000) gehalten werden. Zudem verfÃ¼gte das VeterinÃ¤ramt, alle Katzen seien bis am 30. Oktober 2010 chirurgisch kastrieren zu lassen, ausgenommen "E" und "F", die hormonell stillgelegt werden mÃ¼ssten. Ferner wurde A verpflichtet, vor jedem geplanten Wurf die Zustimmung des VeterinÃ¤ramts einzuholen und die KÃ¤fighaltung auf etwaige DeckeinsÃ¤tze zu beschrÃ¤nken.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen rekurrierte A am 31. August 2010 bei der Gesundheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich. Sie fÃ¼hrte aus, dass in der Zwischenzeit zwei der drei Ã¤ltesten Katzen ("C" und "D") verstorben seien, und beantragte, an deren Stelle die Katze "G" (geb. 21. August 2002) zu behalten, die aufgrund ihres Alters und Charakters nicht vermittelbar sei. Zudem ersuchte sie um FristverlÃ¤ngerung fÃ¼r die Kastration dreier Katzen. In der Replik vom 11. November 2011 beantragte sie sodann, ihr sei die Vornahme einer hormonellen Kastration anstelle einer chirurgischen Kastration der genannten drei Katzen zu gewÃ¤hren. Das VeterinÃ¤ramt stimmte einer hormonellen Behandlung in der Folge zu. Mit VerfÃ¼gung vom 30. Januar 2012 wies die Gesundheitsdirektion den Rekurs in den Ã¼brigen Punkten ab, soweit sie darauf eintrat.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 2. MÃ¤rz 2012 erhob A Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte, dass sie, zusÃ¤tzlich zu der Ã¤ltesten Katze "B", acht weitere Katzen halten dÃ¼rfe. Sie habe bereits den Bestand reduziert und es habe seit drei Jahren keinen Wurf mehr gegeben.</p> <p class="Urteilstext">Die Gesundheitsdirektion beantragte mit Eingabe vom 26. MÃ¤rz 2012, die Beschwerde sei abzuweisen, und verzichtete im Ãbrigen auf eine Stellungnahme. In der Beschwerdeantwort vom 15. Mai 2012 stellte das VeterinÃ¤ramt denselben Antrag. Mit Replik vom 4. Juni 2012 legte A dar, dass inzwischen auch "B" erlÃ¶st werden musste. Insgesamt seien damit fÃ¼nf der 19 Katzen verstorben und sieben Katzen habe sie platziert. Dementsprechend beantrage sie nunmehr, dass sie zusÃ¤tzlich zu den ihr gewÃ¤hrten sechs Katzen, noch die zehnjÃ¤hrige Katze "G" behalten dÃ¼rfe. Zudem seien die Verfahrenskosten dem VeterinÃ¤ramt aufzuerlegen. Der Beschwerdegegner verzichtete auf eine Stellungnahme.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19b Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die Vorinstanz hielt fest, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin im Rekursverfahren die grundsÃ¤tzlich verfÃ¼gte Anzahl von sechs Katzen nicht angefochten habe. Weiter habe sie auch die Anordnung betreffend KÃ¤fighaltung sowie die Verpflichtung, vor einem geplanten Wurf die Zustimmung des Beschwerdegegners einzuholen, nicht angefochten. Gegenstand des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens kann nur bilden, was schon Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens und der AusgangsverfÃ¼gung war oder hÃ¤tte sein sollen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 52 N. 3 ff.). Vorliegend ist somit nur auf die Frage einzugehen, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin die Katze "G" zusÃ¤tzlich zu den sechs bewilligten Katzen behalten kann. Den in der Beschwerdeschrift gestellten Antrag, acht Katzen zu halten, hat die BeschwerdefÃ¼hrerin ohnehin in ihrer Replik auf den Antrag zur Haltung von sieben Katzen reduziert, womit ein TeilrÃ¼ckzug vorliegt.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss Art. 4 Abs. 1 lit. a des Tierschutzgesetzes vom 16. Dezember 2005 (TSchG) sind Tiere so zu behandeln, dass ihren BedÃ¼rfnissen in bestmÃ¶glicher Weise Rechnung getragen wird. Wer mit Tieren umgeht, hat, soweit es der Verwendungszweck zulÃ¤sst, fÃ¼r deren Wohlbefinden zu sorgen (Art. 4 Abs. 1 lit. b TSchG). Wer ein Tier hÃ¤lt oder betreut, muss es angemessen nÃ¤hren, pflegen und ihm soweit nÃ¶tig Unterkunft gewÃ¤hren (Art. 6 Abs. 1 TSchG). FÃ¼tterung, Pflege und Unterkunft sind nach Art. 3 Abs. 3 Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 (TSchV) angemessen, wenn sie nach dem Stand der Erfahrung und den Erkenntnissen der Physiologie, Verhaltenskunde und Hygiene den BedÃ¼rfnissen der Tiere entsprechen. Bei Gruppenhaltung muss die Tierhalterin oder der Tierhalter dem Verhalten der einzelnen Arten und der Gruppe Rechnung tragen und soweit nÃ¶tig fÃ¼r Ausweich- und RÃ¼ckzugsmÃ¶glichkeiten sorgen (Art. 9 Abs. 2 lit. a und b TSchV). Die BehÃ¶rde schreitet unverzÃ¼glich ein, wenn feststeht, dass Tiere stark vernachlÃ¤ssigt oder vÃ¶llig unrichtig gehalten werden (Art. 24 Abs. 1 TSchG).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Verwaltungsmassnahmen mÃ¼ssen zur Verwirklichung des im Ã¶ffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet und notwendig sein. Ferner muss der angestrebte Zweck in einem vernÃ¼nftigen VerhÃ¤ltnis zu den FreiheitsbeschrÃ¤nkungen liegen, die den Privaten auferlegt werden. Der staatliche Eingriff erweist sich als gerechtfertigt, wenn ein das private Interesse Ã¼berwiegendes Ã¶ffentliches Interesse daran besteht (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. A., ZÃ¼rich etc. 2010, N. 581 ff.). Massnahmen im Interesse des Tierschutzes mÃ¼ssen somit in einem angemessenen VerhÃ¤ltnis zu dem durch sie bewirkten Eingriff in die Rechtsstellung des Tierhalters stehen (VGr, 27. Mai 2003, VB.2003.00078 E. 3b).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Das VeterinÃ¤ramt begrÃ¼ndete die angeordnete Reduzierung der Anzahl der gehaltenen Katzen damit, dass diese Tiere von Natur aus EinzelgÃ¤nger seien und nur bedingt in Gruppen gehalten werden kÃ¶nnten. Eine Reduktion auf sechs Katzen trage dem spezifischen Verhalten dieser Tierart, den rÃ¤umlichen VerhÃ¤ltnissen vor Ort sowie dem fehlenden Zugang nach draussen Rechnung. ZusÃ¤tzlich dÃ¼rfe die BeschwerdefÃ¼hrerin die drei Katzen halten, die Ã¼ber zehn Jahre alt seien und sich in einem gesundheitlich schlechten Zustand befÃ¤nden. Vor der Vorinstanz machte das VeterinÃ¤ramt geltend, die Katze "G" sei dagegen erst acht Jahre alt und leide nicht an einer Krankheit. Auch wenn in der Zwischenzeit zwei der drei zusÃ¤tzlich erlaubten Ã¤lteren Katzen gestorben seien, kÃ¶nne die BeschwerdefÃ¼hrerin "G" nur als eine der sechs bewilligten Katzen behalten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Gesundheitsdirektion prÃ¼fte bloss noch die Frage, ob die Katze "G" in die zusÃ¤tzlich neben den sechs Katzen erlaubte Gruppe Ã¤lterer Tiere eingeordnet werden kÃ¶nne, da sich die BeschwerdefÃ¼hrerin in der Rekursschrift sinngemÃ¤ss mit der Reduktion auf sechs Katzen einverstanden erklÃ¤rt habe. Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass der Zweck der VerfÃ¼gung vom 30. Juli 2010, nÃ¤mlich die dauerhafte Reduktion der Katzenhaltung auf sechs Katzen, nicht erreicht werden kÃ¶nne, wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin daneben auch stÃ¤ndig zusÃ¤tzlich bis zu drei Ã¤ltere Katzen halten dÃ¼rfe. Zudem erscheine die Ablehnung der Zuteilung der Katze "G" in die Gruppe der Ã¤lteren Katzen auch angemessen, kÃ¶nne die BeschwerdefÃ¼hrerin doch eine Weggabe des Tiers leicht dadurch vermeiden, dass sie "G" im Rahmen der ihr erlaubten sechs Katzen behalte.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, dass die Katze "G" inzwischen zehnjÃ¤hrig sei und aufgrund ihres eigenwilligen und launischen Charakters nicht vermittelbar sei. Zudem kÃ¶nne die Lebenserwartung einer Katze nicht pauschal auf 14 bis 18 Jahre festgelegt werden. "G" leide unter Nierenproblemen und sei Ã¼bergewichtig; es sei nicht vorhersehbar, welches Alter sie erreichen werde. Am 23. April 2012 habe sie notfallmÃ¤ssig operiert werden mÃ¼ssen. Aus diesen GrÃ¼nden verlange sie das "Gnadenbrot" fÃ¼r diese Katze.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>FÃ¼r den Rechtsmittelentscheid ist grundsÃ¤tzlich die Sachlage massgebend, wie sie zur Zeit des Erlasses der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung bestanden hat (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 52 N. 16). Die Katze "G" war zum Zeitpunkt der VerfÃ¼gung des VeterinÃ¤ramts knapp achtjÃ¤hrig und gesund. Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin nunmehr angebrachten GrÃ¼nde mÃ¶gen darlegen, dass "G" inzwischen wohl schwer zu vermitteln ist. Allerdings belegt die BeschwerdefÃ¼hrerin die Angaben zum Gesundheitszustand der Katze nicht weiter. Wie sie selbst darlegt, ist nicht vorauszusagen, wie lange die Katze noch leben wird. UnabhÃ¤ngig davon hat die Vorinstanz zu Recht festgestellt, dass es der BeschwerdefÃ¼hrerin freisteht, "G" als eine der sechs bewilligten Katzen zu behalten. Die vorgesehene Anzahl von sechs Katzen scheint fÃ¼r die 4.5-Zimmerwohnung ohne Zugang ins Freie als geeignet und auch erforderlich, um das im Ã¶ffentlichen Interesse stehende Ziel einer tierschutzkonformen Katzenhaltung zu erreichen und drohenden tierschutzwidrigen ZustÃ¤nden zuvorzukommen. Dass das VeterinÃ¤ramt der BeschwerdefÃ¼hrerin zusÃ¤tzlich die Haltung von drei weiteren Katzen erlaubte, lag in deren Alter und Gesundheitszustand begrÃ¼ndet. Diese drei namentlich genannten Katzen sind inzwischen gestorben. Bei der Erlaubnis, zusÃ¤tzlich drei spezifizierte Katzen bis zu ihrem Ableben zu behalten, handelte es sich lediglich um eine Ãbergangsregelung, die der BeschwerdefÃ¼hrerin aus BilligkeitsgrÃ¼nden gewÃ¤hrt wurde. Es widerspricht dem Sinn und Zweck der angeordneten Reduktion der Anzahl Katzen, wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin jeweils bei Ableben einer Katze eine andere in die Gruppe der alten Katzen nachziehen kann. Damit wÃ¼rde die MÃ¶glichkeit erÃ¶ffnet, dass sie dauernd mehr als sechs Katzen halten kÃ¶nnte. </p> <p class="Erwgung2">Die Vorinstanz hat folglich richtigerweise festgehalten, dass das Ziel der VerfÃ¼gung vom 30. Juli 2010 nicht erreicht werden kann, wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin neben den bewilligten sechs Katzen dauerhaft bis zu drei Ã¤ltere Katzen halten darf. Zudem ist es der BeschwerdefÃ¼hrerin zumutbar, eine andere Katze wegzugeben, wenn sie "G" behalten mÃ¶chte. Im Rahmen der auf Rechtskontrolle beschrÃ¤nkten Kognition des Verwaltungsgerichts (§ 50 VRG) ist das Festhalten an der Anzahl von sechs Katzen demnach als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig zu beurteilen. Dementsprechend ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten des Verfahrens der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG). Als unterliegender Partei steht ihr keine ParteientschÃ¤digung zu (vgl. § 17 Abs. 2 VRG). Der Beschwerdegegner hat keine ParteientschÃ¤digung beantragt.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nicht infolge RÃ¼ckzugs als erledigt abgeschrieben wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 1'600.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung anâ¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>