A bteilung III C -2464/2006 {T 0/2} U rteil vom 27. A pril 2007 M itw irkung: R ichter: Eduard Acherm ann (Vorsitz) R ichter: Francesco Parrino R ichter: Stefan M esm er G erichtsschreiber: D aniel Stufetti M _______ D _______, Beschw erdeführer, gegen Stiftung A uffangeinrichtung B VG , Zw eigstelle D eutschschw eiz, Binzstrasse 15, Postfach 2855, 8022 Zürich, Vorinstanz, betreffend Zw angsanschluss an die Stiftung A uffangeinrichtung B VG . B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. M it Schreiben vom 22. Septem ber 2006 forderte die Vorinstanz den Be- schw erdeführer auf, ihr bis zum 10. O ktober 2006 den N achw eis für den Anschluss an eine registrierte Vorsorgeeinrichtung für die Zeit vom 1. N o- vem ber 2004 bis 30. N ovem ber 2005 zu erbringen. D abei stützte sie sich auf Lohnbescheinigungen der AH V-Ausgleichskasse des Kantons Schw yz, w oraus zu entnehm en w ar, dass der Beschw erdeführer w ährend dieser Zeit Arbeitnehm er beschäftigte, die gem äss BVG versicherungspflichtig w aren. G leichzeitig drohte sie dem Beschw erdeführer an, diesen zw angs- w eise anzuschliessen, w enn er diesen N achw eis nicht erbringen könne, w as m it w eiteren N ebenkosten verbunden sei (act. 6a). B. D er Beschw erdeführer teilte der Vorinstanz m it Schreiben vom 19. O ktober 2006 m it, dass er beschlossen habe, sich m it W irkung ab 1. N ovem ber 2004 der Sam m elstiftung P_______ anzuschliessen, und legte diesem Schreiben als N achw eis eine Kopie des Antrags vom 19. O ktober 2006 für einen Abschluss der beruflichen Vorsorge BVG bei. C . Am 20. O ktober 2006 verfügte die Vorinstanz rückw irkend per 1. N ovem - ber 2004 den Zw angsanschluss des Beschw erdeführers. D iesen begrün- dete sie dahingehend, dass der Beschw erdeführer innerhalb der angesetz- ten Frist keinen Vertragsnachw eis über die definitive Aufnahm e in die P_______ erbringen konnte. D . D iese Verfügung focht der Beschw erdeführer am 17. N ovem ber 2006 bei der Eidgenössischen Beschw erdekom m ission der beruflichen Alters-, H interlassenen- und Invalidenvorsorge (nachfolgend Eidgenössische Beschw erdekom m ission BVG ) an. Er beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und m achte geltend, der beantragte Anschluss an die P_______ sei sow eit fortgeschritten, dass die offenen Beträge berechnet w urden und er bereits eine Anzahlung von Fr. 5'000.-- geleistet habe. D em zufolge erübrige sich der Zw angsanschluss. E. M it Vernehm lassung vom 5. Januar 2007 beantragte die Vorinstanz die kostenfällige Abw eisung der Beschw erde und hielt an der Begründung des angefochtenen Entscheids fest. F. Am 24. Januar 2007 w urde dem Beschw erdeführer die Zusam m ensetzung des Spruchkörpers bekannt gegeben. Ausstandsbegehren w urden nicht gestellt. G . D er Beschw erdeführer hat den gem äss Verfügung des Bundesverw al- tungsgerichts vom 24. Januar 2007 erhobenen Kostenvorschuss von Fr. 500.- fristgerecht eingezahlt. H . In seiner R eplik vom 6. Februar 2006 hielt der Beschw erdeführer an sei- nen Begehren und deren Begründung gem äss Beschw erde fest. Zum N achw eis für seinen Anschluss berief er sich auf die nun vorgelegte An- schlussvereinbarung m it der P_______, w elche allseitig unterzeichnet und vom 31. Januar 2007 bzw . 2. Februar 2007 datiert ist. D araus geht hervor, 3 dass die P_______ die D urchführung der obligatorischen bzw . überobliga- torischen Vorsorge für Arbeitgeber und Arbeitnehm er per 1. N ovem ber 2004 übernim m t (act. 9). I. M it D uplik vom 27. Februar 2007 (act. 11) beantragte die Vorinstanz die teilw eise G utheissung der Beschw erde unter vollständiger Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschw erdeführers. D azu führte sie aus, der Beschw erdeführer habe zw ar nunm ehr die verlangte definitive Bestätigung für einen Anschluss erbracht, sie bestehe aber auf der Erstattung der Kosten gem äss D ispositivziffer 2 von Fr. 825.-. J. D em Beschw erdeführer w urde am 9. M ärz 2007 noch G elegenheit gege- ben, zu den Vernehm lassungen der Vorinstanz Stellung zu nehm en. Er hat sich nicht m ehr geäussert. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Anfechtungsgegenstand im vorliegenden Verfahren ist die Verfügung der Vorinstanz vom 20. O ktober 2006, w elche gem äss Art. 60 Abs. 2bis des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, H interlas- senen- und Invalidenvorsorge (BVG , SR 831.40) eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Bst. a des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) darstellt. 1.2 Beschw erden gegen Verfügungen der Auffangeinrichtung beurteilte bis zum 31. D ezem ber 2006 die Eidgenössische Beschw erdekom m ission BVG unter Anw endung der Verfahrensvorschriften des Vw VG (Art. 74 Abs. 2 Bst. c und Abs. 3 BVG in der zu diesem Zeitpunkt geltenden Fassung). Per 31. D ezem ber 2006 w urde die Eidgenössische Beschw erdekom m ission BVG als Beschw erdeinstanz durch das Bundesverw altungsgericht ersetzt, das seine Tätigkeit am 1. Januar 2007 aufgenom m en und gestützt auf Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw al- tungsgericht (VG G , SR 173.32) die Beurteilung der in diesem Zeitpunkt hängigen Beschw erden übernom m en hat. D ie Zuständigkeit des Bundes- verw altungsgerichts ergibt sich gem äss Art. 31 und 33 Bst. h VG G , nach- dem w ie hier keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. 1.3 D as Bundesverw altungsgericht beurteilt Verfügungen der Auffangeinrich- tung unter Anw endung der Verfahrensvorschriften des Vw VG (Art. 1 Abs. 1 und 2 Bst. e Vw VG , i. V. m . Art. 33 Bst. h VG G ). 1.4 M angels eines ausdrücklichen Verw eises im BVG finden die Bestim m un- gen des Bundesgesetzes vom 6. O ktober 2000 über den Allgem einen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG , SR 830.1), insbesondere auch des- sen 2. Abschnitt über das Sozialversicherungsverfahren, keine Anw endung (Art. 2 ATSG ). 1.5 D er Beschw erdeführer hat gegen die Verfügung der Auffangeinrichtung form - und fristgerecht Beschw erde erhoben (Art. 50 und 52 Vw VG ).4 1.6 D er Beschw erdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom m en (Art. 48 Abs. 1 Bst. a Vw VG ), er ist durch die angefochtene Verfügung be- sonders berührt, und er hat ein schutzw ürdiges Interesse an deren Anfech- tung (Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c Vw VG ). Er ist daher zur Beschw erde legi- tim iert. 2. 2.1 O bligatorisch zu versichern ist jeder Arbeitnehm er, der das 17. Altersjahr vollendet hat und bei einem Arbeitgeber m ehr als den gesetzlichen Jahres- M indestlohn gem äss Art. 2 Abs. 1 BVG in Verbindung m it Art. 5 der Ver- ordnung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters-, H interlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2, SR 831.441.1) erzielt und bei der AH V ver- sichert ist (Art. 5 Abs. 1 BVG ). Beschäftigt ein Arbeitgeber Arbeitnehm er, die obligatorisch zu versichern sind, m uss er sich gem äss Art. 11 BVG einer in das R egister für die beruf- liche Vorsorge eingetragenen Vorsorgeeinrichtung anschliessen oder eine solche errichten. D ie Ausgleichskasse der AH V überprüft, ob die von ihr erfassten Arbeitgeber einer registrierten Vorsorgeeinrichtung angeschlos- sen sind und fordert Arbeitgeber, die ihrer Anschlusspflicht nicht nachge- kom m en sind, auf, sich innerhalb von zw ei M onaten einer registrierten Vor- sorgeeinrichtung anzuschliessen (Art. 11 Abs. 4 und 5 BVG ). Bei erfolglo- ser M ahnung m eldet diese den Arbeitgeber der Auffangeinrichtung rück- w irkend zum Anschluss an (Art. 11 Abs. 6). D iese ist verpflichtet, den Ar- beitgeber zw angsw eise anzuschliessen (Art. 60 Abs. 2 BVG ). 2.2 Aus der vom Beschw erdeführer vorgelegten Anschlussvereinbarung m it der P_______ geht hervor, dass er sich gem äss Art. 11 BVG per 1. N o- vem ber 2004 an eine registrierte Vorsorgeeinrichtung angeschlossen hat. D am it ist er seiner gesetzlichen Anschlusspflicht nachgekom m en. Aus die- sem G rund entfällt nachträglich der von der Vorinstanz verfügte Zw angs- anschluss gem äss Art. 60 Abs. 2 BVG . D ies ist unter den Parteien denn auch nicht m ehr strittig. Insbesondere anerkennt die Vorinstanz, dass der Beschw erdeführer den verlangten N achw eis für einen Anschluss gem äss BVG nun rechtsgültig erbracht hat. 2.3 Zu prüfen bleibt vorliegend die Frage, ob die Vorinstanz dem Beschw erde- führer die Kosten für den Zw angsanschluss gem äss D ispositivziffer 2 der angefochtenen Verfügung auch dann in R echnung stellen kann, w enn der Zw angsanschluss aufgrund nachträglich eingereichter U nterlagen nicht vollzogen w ird. 2.4 G em äss Art. 11 Abs. 7 BVG stellen die Auffangeinrichtung und die Aus- gleichskasse der AH V dem säum igen Arbeitgeber für den von ihm verur- sachten Verw altungsaufw and in R echnung. D adurch dass der Beschw er- deführer im Verfahren für die Kontrolle der Anschlusspflicht die ihm aufer- legten Fristen unbenutzt verstreichen liess, w ar die Vorinstanz gezw ungen, diesen zw angsw eise anzuschliessen. Erst im Verlauf des vorliegenden Verfahrens erbrachte der Beschw erdeführer den N achw eis eines An- schlusses an eine registrierte Vorsorgeeinrichtung, w as zur Folge hatte, dass die Voraussetzungen für den Zw angsanschluss nachträglich w egfie-5 len. D ie Folgen des verspäteten N achw eis hat der Beschw erdeführer, der- unstrittig bereits ab dem 1. N ovem ber 2004 anschlusspflichtig w ar, zu ver- treten. Sein Versäum nis hätte er ohne W eiteres im R ahm en des Verfah- rens betreffend die Anschlusskontrolle nachholen können. 2.5 U nter diesen U m ständen hätte som it der Beschw erdeführer bei pflichtge- m ässem H andeln den verfügten Zw angsanschluss und die der Vorinstanz dadurch entstandenen Kosten verm eiden können. D eshalb ist dem Antrag der Vorinstanz zu entsprechen, ihr Kostenerkennt- nis gem äss D ispositivziffer 2 zu bestätigen. 2.6 Zusam m enfassend ist die Beschw erde insofern teilw eise gutzuheissen, als der Beschw erdeführer die Aufhebung des Zw angsanschlusses (D ispositiv- ziffern 1 und 3) beantragt. Im Kostenpunkt (D ispositivziffer 2) w ird die an- gefochtene Verfügung bestätigt und die Beschw erde abgew iesen. 3. 3.1 D ieser Ausgang des Verfahrens hat zur Folge, dass der Beschw erdeführer im U m fang seines U nterliegens kostenpflichtig w ird. D a er nur teilw eise un- terliegt, sind die Verfahrenskosten entsprechend zu erm ässigen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). 3.2 In Anw endung von Art. 63 Abs. 1 Vw VG sow ie Art. 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun- desverw altungsgericht (VG KE, SR 173.320.2) w erden die dem Beschw ere- deführer aufzuerlegenden Verfahrenskosten auf Fr. 300.-- festgesetzt. 3.3 D a dem teilw eise obsiegenden Beschw erdeführer keine notw endigen und verhältnism ässig hohe Kosten erw achsen sind, ist ihm keine Parteient- schädigung zuzusprechen (Art. 7 Abs. 1 und 2 VG KE). D ie Vorinstanz hat gem äss Art. 7 Abs. 3 VG KE keinen Anspruch auf Parteientschädigung. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird im Sinne der Erw ägungen teilw eise gutgeheissen. 2. D ie Ziffern 1 und 3 des D ispositivs der angefochtenen Verfügung, das heisst der rückw irkend per 1. N ovem ber 2004 verfügte Zw angsanschluss des Beschw erdeführers, w erden aufgehoben. 3. Im Ü brigen w ird die Beschw erde abgew iesen und die angefochtene Verfü- gung bestätigt. 4. D em Beschw erdeführer w erden erm ässigte Verfahrenskosten von Fr. 300.-- auferlegt. D iese w erden m it dem von ihm geleisteten Kostenvor- schuss von Fr. 500.-- verrechnet. D ie R estanz des Kosenvorschusses, das heisst Fr. 200.--, w erden dem Beschw erdeführer zurückerstattet. D er Be- schw erdeführer hat dem Bundesverw altungsgericht bekannt zu geben, auf w elches Konto die R ückerstattung zu erfolgen hat. 5. Es w erden keine Parteientschädigungen zugesprochen.6 6. D ieses U rteil w ird eröffnet (je m it G erichtsurkunde): - dem Beschw erdeführer - der Vorinstanz (R ef-N r. 3634) - dem Bundesam t für Sozialversicherungen D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: Eduard Acherm ann D aniel Stufetti R echtsm ittelbelehrung G egen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in öffentlichrechtlichen Angelegenheiten geführt w erden (vgl. Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :