<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht über die Auswirkungen eines Fleischverzichts auf die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung zu erstellen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Eidgenössische Ernährungskommission (EKK) hat 2014 einen auf zahlreichen Studien basierenden wissenschaftlichen Bericht zu den gesundheitlichen Aspekten des Fleischkonsums erstellt (www.eek.admin.ch &gt; EEK-Berichte und Dokumentationen &gt; Gesundheitliche Aspekte des Fleischkonsums 2014). Sie kommt darin zum Schluss, dass Fleisch eine wertvolle Quelle wichtiger Nährstoffe ist (z. B. Vitamin A oder Eisen). Aus den analysierten Studien lässt sich aber auch ableiten, dass der übermässige Konsum von rotem Fleisch und vor allem von Fleischprodukten (verarbeitetes Fleisch) zu gesundheitlich negativen Folgen (z. B. kardiovaskuläre Erkrankungen, bestimmte Formen von Krebs sowie Diabetes Typ 2) führen kann. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), eine Agentur der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hat 2015 in einer Studie untersucht, ob der Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch krebsfördernd ist, und zieht ähnliche Schlussfolgerungen. Die grosse Mehrheit der seit 2015 publizierten neuen wissenschaftlichen Studien zum Thema bestätigt die Aussagen der EEK und der WHO. Es gibt aber auch Studien, die zum Schluss kommen, dass der Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Gesundheit geringer ist.</p><p>Die EEK hat zudem 2007 einen wissenschaftlichen Bericht über die vegetarische Ernährung publiziert, welchen sie 2018 aktualisiert und mit dem Thema der Vor- und Nachteile einer veganen Ernährung ergänzt hat (www.eek.admin.ch &gt; EEK-Berichte und Dokumentationen &gt; Übersichtsarbeit zu den ernährungsphysiologischen und gesundheitlichen Vor- und Nachteilen einer veganen Ernährung (2018)). Die EEK kommt zum Schluss, dass eine vegetarische Ernährung für gesunde Erwachsene unbedenklich ist, da sie mit pflanzlichen Produkten sowie mit Milch und Eiern genügend wichtige Nährstoffe wie Selen, Zink, Eisen, Omega-3-Fettsäuren und B-Vitamine aufnehmen. Die vegane Ernährung ohne jegliche tierischen Produkte kann aber gemäss EEK mittelfristig zu einem Mangel an Nährstoffen wie Eisen, Zink oder Vitamin B12 führen. Vitamin B12 muss in Form von Supplementen ergänzt werden, da es in pflanzlichen Lebensmitteln kaum vorkommt. Alle übrigen Nährstoffe (z. B. Eisen, Kalzium usw.) lassen sich durch pflanzliche Produkte kompensieren - vorausgesetzt, man verfügt über das nötige Ernährungswissen.</p><p>Basierend auf den Berichten der EEK und der IARC kann ein massvoller Fleischkonsum Teil einer gesunden Ernährung sein. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt daher gemäss Schweizer Lebensmittelpyramide, Fleisch massvoll zu konsumieren, das heisst, dass im Rahmen einer gesunden Ernährung zwei bis drei Portionen Fleisch (inkl. Geflügel und Fleischprodukten) pro Woche gegessen werden können. Das BLV rät von einer veganen Ernährung für Kinder, schwangere und stillende Frauen sowie ältere Menschen ab.</p><p>Die Berichte der EEK und der WHO sind nach wie vor aktuell, und das Anliegen des Postulates ist damit schon erfüllt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.