<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2004.00024</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204428&amp;W10_KEY=13013568&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2004.00024</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 18.08.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 18.11.2004 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kündigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Feststellungsinteresse bei Kündigung In einer gegen eine Kündigung gerichteten Beschwerde muss ein Feststellungsbegehren nicht zwingend mit einem Leistungsbegehren verbunden werden. Wenn jedoch ausschliesslich die gerichtliche Feststellung begehrt wird, dass die Kündigung nicht gerechtfertigt gewesen sei (vgl. § 80 Abs. 2 VRG), muss das Feststellungsinteresse (als Bestandteil der Legitimation) substantiiert werden (2.2). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FESTSTELLUNGSINTERESSE">FESTSTELLUNGSINTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNDIGUNG">KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEISTUNGSBEGEHREN">LEISTUNGSBEGEHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Personalrechtliche Streitigkeiten ST: PERSONALRECHTLICHE BESCHWERDE">PERSONALRECHTLICHE BESCHWERDE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 80 Abs. 2 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2004 Nr. 22 S. 74</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>A unterrichtete als StadtzÃ¼rcher Oberstufenlehrer im Schulhaus B.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Nachdem er Widerstand gegen eine Mitarbeiterbeurteilung (MAB) in Form der "Lohn­wirksamen QualitÃ¤tssicherung LQS" gemÃ¤ss § 20 des Lehrerpersonalgesetzes vom 10. Mai 1999 (LPG, LS 412.31) und §§ 23 ff. der Lehrerpersonalverordnung vom 19. Juli 2000 (LPV, LS 412.311) angemeldet hatte, teilte ihm die kommunale Kreisschulpflege C unterm 27. November 2002 mit, ihr BÃ¼ro habe am 15. gleichen Monats beschlossen, ihm kraft (§ 2 LPG in Verbindung mit) § 19 des Personalgesetzes vom 27. September 1998 (LS 177.10) eine BewÃ¤hrungszeit von einem Vierteljahr einzurÃ¤umen, um sich einer MAB im Sinn der LQS doch noch zu unterziehen.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Kreisschulpflege kÃ¼ndigte ihm mit Schreiben vom Sonntag, 16. MÃ¤rz 2003 gestÃ¼tzt auf § 8 LPG per 15. August 2003, weil er trotz wiederholter Aufforderung auch nach Ablauf der BewÃ¤hrungsfrist der Pflicht nicht nachgekommen sei, sich einer LQS-Beurteilung zu stellen und dabei mitzuwirken; als Rechtsmittel war (laut § 10 Abs. 1 LPG) der Rekurs an die Bildungsdirektion genannt.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>A erhob hiergegen unterm 16. April 2003 Rekurs beim ZÃ¼rcher Verwaltungsgericht mit den Ansinnen, einerseits festzustellen, dass §§ 23 f. LPV Ã¼bergeordnetem Recht widersprÃ¤chen â dies bloss vorfrageweise â und dass die KÃ¼ndigung zu Unrecht erfolgt sei, sowie anderseits auf eine EntschÃ¤digung bzw. Abfindung in der HÃ¶he von zehn MonatsgehÃ¤ltern zu erkennen. Am 30. April 2003 beschloss die 4. Gerichtskammer, das Rechtsmittel zustÃ¤ndigkeitshalber an die kantonale Bildungsdirektion weiterzu­leiten.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>A fand nach dem Schuljahr 2002/2003 eine neue Stelle im Kanton X.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 22. Juni 2004 wies die Bildungsdirektion den Rekurs vom 16. April 2003 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>A gelangte dagegen am 10./14. Juli 2004 mit "Rekurs" und den Rechtsbegehren an das Verwaltungsgericht, es sei festzustellen, (1) dass §§ 23 f. LPV Ã¼bergeordnetem Recht widersprÃ¤chen sowie (2) dass seine Entlassung durch die Kreisschulpflege direkt mit der lohnwirksamen Mitarbeiterbeurteilung zusammenhÃ¤nge und somit zu Unrecht erfolgt sei; auf einen EntschÃ¤digungsantrag verzichtete er ausdrÃ¼cklich.</span></p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><span>Der "Rekurs" kann wie schon beim ersten Rechtsgang vor Verwaltungsgericht nur eine (Personal-)Beschwerde im Sinn von § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) sein. Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer weiterhin fÃ¼glich das ArbeitsverhÃ¤ltnis mit der Beschwerdegegnerin nicht wiederherstellen lassen will und anders als damals keine Geldleistung mehr verlangt, fehlt dem jetzigen Rechtsmittel ein Streitwert; weil ebenso wenig eine Sondermaterie gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 VRG vorliegt, gilt es das GeschÃ¤ft schon gestÃ¼tzt auf Abs. 1 derselben Bestimmung in Dreierbesetzung zu erledigen, was erneut ohne irgendwelche Weiterungen geschehen darf (§ 80c in Verbindung mit § 56 Abs. 2 f. VRG; VGr, 12. Mai 2004, PB.2004.00001, E. 2.1, mit Hinweisen, www.vgrzh.ch; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 54 N. 4).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Vorab lÃ¤sst sich auf Beschwerdebegehren 1 nicht eintreten. Im Unterschied zum Rekurs zielt es nicht mehr nur auf Beantwortung einer Vorfrage, sondern auf dispositivmÃ¤ssige Feststellung und erscheint deshalb als unstatthaft neu (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 54 N. 4). Zudem lÃ¤uft es auf eine abstrakte Normenkontrolle hinaus, die dem Verwaltungsgericht verwehrt ist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, §§ 41 N. 8, 50 N. 115 f.).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Laut Praxis muss ein Feststellungsansinnen nach Art von Rechtsbegehren 2 in der Regel mit einem EntschÃ¤digungsantrag einhergehen. HÃ¤lt nÃ¤mlich das Verwaltungsgericht eine KÃ¼ndigung fÃ¼r ungerechtfertigt, stellt es das kraft § 80 Abs. 2 VRG fest und bestimmt die EntschÃ¤digung, welche das Gemeinwesen zu leisten hat. Die erwÃ¤hnte Vorschrift zwingt jedoch nicht dazu, Feststellungs- und Leistungsbegehren zu verbinden. Vielmehr lÃ¤sst sich Ersteres auch dann an die Hand nehmen, wenn anderweitige schutzwÃ¼rdige Inter­essen vorgebracht werden, wobei tatsÃ¤chlich solche wie zum Beispiel wirtschaftliche oder ideelle genÃ¼gen. Es ist am BeschwerdefÃ¼hrer, diese darzulegen (zum Ganzen VGr, 12. Mai 2004, PB.2004.00001, E. 2.2 Abs. 1, mit Hinweisen, www.vgrzh.ch; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, §§ 19 N. 60, 21 N. 29 f., 80 N. 4).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weder macht die Beschwerde derartige schutzwÃ¼rdige Interessen geltend noch lassen sich solche ersehen. Auf dem letzten Blatt der RechtsmittelbegrÃ¼ndung heisst es einzig: "Das Verwaltungsgericht entscheidet in diesem Fall Ã¼ber die Art und Ã¼ber das Mass an persÃ¶nlichem Engagement des Mensch und Vorbild seins von Lehrerinnen und Lehrer in zukÃ¼nftigen Klassenzimmern im Kanton â¦ ZÃ¼rich. Ebenso wird dieses Urteil von interkantonaler Bedeutung sein, weil auch viele LehrkrÃ¤fte aus dem Kanton X mit Argusaugen die resultierende Botschaft fÃ¼r sich entgegennehmen, analysieren und Konsequenzen fÃ¼r die zu setzenden pÃ¤dagogischen Ziele in ihrem Kanton, in ihren Schulzimmern ziehen werden."</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Das als schutzwÃ¼rdiges Interesse anzuerkennen bedeutete, die unstatthafte Popularbe­schwerde zuzulassen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 1, 5, 37; ferner RB 2002 Nr. 89 am Ende = BEZ 2002 Nr. 51 E. 1a in fine). Daher kann auch auf Rechtsbegehren 2 nicht eingetreten werden.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Obwohl hier ein Streitwert mangelt, gilt es in sinngemÃ¤sser Anwendung von § 80b VRG den BeschwerdefÃ¼hrer ausgangsgemÃ¤ss kostenpflichtig zu erklÃ¤ren (§ 80c in Verbindung mit §§ 70, 13 Abs. 2 Satz 1 VRG); denn der von diesem erwÃ¼nschte Entscheid des Verwaltungsgerichts wÃ¤re nach der BegrÃ¼ndung des Rechtsmittels von grosser Tragweite (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 80b N. 3).</span></p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>4. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>