<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2006.00612</span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst als Einzelrichter</p><p>Gerichtssekretärin Spross</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 9. November 2006</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, geboren am 31. August 1987, leidet an Anisometropie. Er wurde von seinem Vater </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> am 26. August 2005 wegen der einge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schränkten Sehkraft des linken Auges zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 8/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte bei Prof. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> den Arztbericht vom 23. Januar 2006 ein (Urk. 8/11). Mit Verfügung vom 10. Februar 2006 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mangels Vorliegens eines Geburtsgebrechens ab (Urk. 8/12). Dagegen liess der Beschwerdeführer durch seinen Vater am 11. März 2006 Einsprache erheben (Urk. 8/16), welche die IV-Stelle mit Entscheid vom 12. Juni 2006 abwies (Urk. 2). Am 30. März 2006 zog die Swica Gesundheitsorganisation ihre vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sorgliche Einsprache zurück (Urk. 8/22). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gegen den Einspracheentscheid erhob </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> am 9. Juli 2006 Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde mit dem sinngemässen Antrag auf Übernahme der Kosten für das Au</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">genleiden (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 24. August 2006 ersuchte die Beschwerdegegnerin um Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Mit Verfügung vom 25. August 2006 schloss das Sozialversicherungsgericht den Schriften</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wechsel (Urk. 9).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derlich, in den Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Der Einzelrichter zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span id="VV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin sinngemäss Rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zöge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung sowie eine unpräzise Vorgehensweise vorwirft (Urk. 1), ist Folgendes festzuhalten: Dass die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid das Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">burtsjahr des Beschwerdeführers falsch bezeichnete, ist bedauerlich. Es handelt sich hierbei aber offensichtlich um ein Versehen, das indessen nicht weiter von Belang ist, gibt es doch in diesem Entscheid keine Hinweise darauf, dass eine Verwechslung der Person oder der Situation vorgelegen hätte. Dass die Schrei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ben der Beschwerdegegnerin einmal an den Beschwerdeführer selbst, sodann sowohl </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">an seine Mutter als auch an den Vater gerichtet waren (Urk. 1), zeugt auf den ersten Blick ebenfalls nicht von einer sauberen Aktenfüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung. Dafür gibt es indessen eine Erklärungen. Der Beschwerdeführer stand, als er von sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nem Vater zum Leistungsbezug angemeldet wurde, fünf Tage vor sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nem 18. Geburtstag. Er war somit noch minderjährig und daher durch seine El</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tern beziehungsweise einen Elternteil gesetzlich vertreten. Am 31. August 2007 wur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">de der Beschwerdeführer volljährig. Von diesem Zeitpunkt an war er hand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lungsfähig im Sinne von Art. 12 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB). Um sich rechtsgenüglich weiterhin durch seinen Vater beziehungsweise seine Mutter vertreten zu lassen, wäre an sich eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schriftlichen oder zu Protokoll er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">klärten Vollmacht im Sinne von § 34 Abs. 1 Satz der Zivilprozessordnung (ZPO) nötig gewesen.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Eine Vollmacht, wie sie der Beschwerdeführer dem Gericht am 11. Juli 2006 </span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">einreichte (Urk. 4). Während die Mutter des Beschwerdeführers am 31. August 2005 (Urk. 8/3), am 6. September 2005 (Urk. 8/5) und am 5. Januar 2006 angeschrieben wurde (Urk. 8/10), trat die Beschwerdegegnerin aufgrund seines Schreibens vom 13. September 2005 (Urk. 8/5) am 30. Dezem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ber 2005 in telefonischen Kontakt mit dem Vater des Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führers. Dieser war sodann Adressat der Eingangsbestätigung der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin bezüg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich der Einsprache (Urk. 8/20), welche sowohl vom Vater als vom Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führer selbst unterzeichnet war (Urk. 8/16 S. 2). Wichtig und von Bedeutung ist indessen, dass sowohl die Verfügung vom 10. Februar 2006 (Urk. 8/12) als auch der Einspracheentscheid vom 12. Juni 2006 (Urk. 2), man</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gels Vorliegens einer Vollmacht, an den Beschwerdeführer selbst gerichtet wa</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ren, der sodann im Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeverfahren allein auftritt (Urk. 1). Nachdem nicht ersichtlich ist, dass dem Beschwerdeführer durch den Einbezug der Eltern in das Verfahren ein Nachteil erwachsen ist, ein solcher wird vom Beschwerdeführer auch nicht gel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tend gemacht, besteht kein Grund für Weiterungen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Von einer Rechtsverzögerung im Sinne von Art. 29 Abs. 1 der Schweizerischen Bundesverfassung (BV) - sowie gegebenenfalls von Art. 6 Ziff. 1 der Europäi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Menschenrechtskonvention (EMRK, BGE 130 I 178 mit Hinweisen) - kann angesichts der Bearbeitungsdauer von rund drei Monaten für die Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprache nicht die Rede sein. Dass insoweit keine Waffengleichheit zwischen der Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">waltung und einer Beschwerde führenden Partei herrscht, als diese sich an die Rechtsmittelfristen zu halten hat, um ihres Rechts nicht verlustig zu gehen, während sich die Verwaltung länger Zeit für einen Entscheid lassen kann, ist systembedingt und als gegeben hinzunehmen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Streitig und zu prüfen ist in materieller Hinsicht, ob es sich bei der Korrektur der Visusverminderung des Beschwerdeführers um eine von der Invalidenversi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherung zu übernehmende medizinische Massnahme handelt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span id="IV118"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherte haben bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">handlung von Geburtsgebrechen (Art. 3 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) notwendigen medizi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nischen Massnahmen (Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sicherung [IVG]). Der Bundesrat bezeichnet die Gebrechen, für welche diese Massnahmen gewährt werden. Er kann die Leistung ausschliessen, wenn das Gebrechen von geringfügiger Bedeutung ist (Art. 13 Abs. 2 IVG). Als Geburts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gebrechen gelten diejenigen Krankheiten, die bei vollendeter Geburt bestehen (Art. 3 Abs. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 Satz 1 der Verordnung über Geburtsgebrechen [GgV]). Die blosse Veranlagung zu einem Leiden gilt nicht als Geburtsgebrechen. Der Zeitpunkt, in dem ein Geburtsgebrechen als solches erkannt wird, ist unerheblich (Art. 1 Abs. 1 GgV). Die Geburtsgebrechen sind in der Liste im Anhang aufgeführt. Das Eidgenössische Departement des Innern kann die Liste jährlich anpassen, sofern die Mehrausgaben einer solchen Anpassung für die Versicherung insgesamt drei Millionen Franken pro Jahr nicht übersteigen (Art. 1 Abs. 2 GgV). Als medizinische Massnahmen, die für die Behandlung eines Geburtsgebrechens notwendig sind, gelten sämtliche Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kehren, die nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zeigt sind und den therapeutischen Erfolg in einfacher und zweckmässiger Weise anstreben (Art. 2 Abs. 3 GgV).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span id="IV119"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Annahme einer Leistungspflicht der Invalidenversicherung aufgrund von Art. 13 IVG genügt nach konstanter Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in beweisrechtlicher Hinsicht, dass es ein Facharzt oder eine Fachärztin zumindest für wahrscheinlich hält, es liege ein im Anhang der GgV enthaltenes Gebrechen vor (BGE 100 V 108 Erw. 2 in fine).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span id="IV121"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach konstanter Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes </span><span id="_GoBack"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vermögen Geburtsgebrechen, welche die nach der GgV geltenden Vorausset</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zungen nicht erfüllen und damit als geringfügig im Sinne von Art. 13 Abs. 2 IVG zu qualifizieren sind, keine Leistungspflicht der Invalidenversicherung nach Art. 12 IVG zu begründen, da solche Gebrechen nicht zu einer rechtserheblichen Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit im Sinne von Art. 12 IVG führen (ZAK 1984 S. 334 f. Erw. 2, 1972 S. 678; Urteile des Eidgenössischen Versicherungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gerichtes in Sachen S. vom 6. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">August 2001, I 433/00, und in Sachen B. vom 4. November 2003, I 62/03).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Über die Abgabe von Brillen und Kontaktlinsen an den Beschwerdeführer und wer diese abgegeben hat, allenfalls die Beschwerdegegnerin unter dem Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sichtspunkt von Art. 21 IVG, ist nichts bekannt. Er moniert lediglich, diese hät</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten nichts genutzt (Urk. 1 und Urk. 8/16). Die Versorgung mit solchen Hilfsmit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teln ist indessen nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Streitig ist le</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">diglich der Anspruch auf medizinische Massnahmen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin prüfte die Anspruchsberechtigung des Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rers lediglich unter den Gesichtspunkten des Geburtsgebrechens. Sie begründet ihren ablehnenden Entscheid damit, wenn die Anerkennung als Geburtsgebre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen (bei Augenleiden) von einem bestimmten Grad der Visusverminderung ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hängig gemacht werde, sei der entsprechende Wert nach erfolgter bester opti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scher Korrektur massgebend. Die Visusverminderung auf einem Auge müsse 0,2 oder weniger, mit Korrektur oder an beiden Augen 0,4 oder weniger mit Kor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rektur betragen. Die medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass die (beim Beschwerdeführer) korrigierten Visuswerte zu hoch seien und kein Au</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">genge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">burtsgebrechen auf der Liste der Geburtsgebrechen der Invalidenver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">si</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherung ausgewiesen sei. Die korrigierten Visuswerte des Beschwerdeführers würden 1,1 am rechten und 0,5-0,6 auf dem linken Auge betragen. Eine Laserbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung der Augen werde von der Invalidenversicherung nicht über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nommen (Urk. 2 S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss dem einzigen in den Akten liegenden Arztbericht von Prof. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (die weiteren von der Beschwerdegegnerin angeschriebenen Ärzte behandelten den Beschwerdeführer seit langem nicht mehr beziehungsweise hatten ihre Praxis altershalber aufgegeben, Urk. 8/4, Urk. 8/5, Urk. 8/6, Urk. 8/7 und Urk. 8/10) leidet der Beschwerdeführer an einer Anisometropie os sowie einer papillären Hyperplasie der Bindehaut (allergisch). Die Anamnese ergab ein schlechtes Se</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hen os seit langem, welches in letzter Zeit schlechter geworden sei. Die Kon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">taktlinsen würden nicht vertragen. Anlässlich der Untersuchung vom 22. De</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zember 2005 wurden folgende Befunde erhoben: Rechts 0,95; -0,5 sph. = 1,1 und links 0,1; -3,25 cyl. -1,0/120° = 0,5-06 pp sowie die papilläre Bindehaut (wohl allergisch bedingt). Zur visuellen Rehabilitation könne höchstens eine Laserkorrektur durchgeführt werden, weil die Kontaktlinsen nicht vertragen würden und die Brille prinzipiell nicht "gehe" (Anisometropie von drei dpt, Urk. 8/11).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei der Anisometropie handelt es sich um eine ungleiche Refraktion beider Au</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen (Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 259. A., Berlin New York 2002, S. 81). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Kapitel XVII (Augen) des GgV-Anhangs hält fest, dass, wenn die Aner</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kennung als Geburtsgebrechen von einem bestimmten Grad der Visusvermin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derung abhängig gemacht wird, der entsprechende Wert nach erfolgter opti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scher Korrektur massgebend ist. Ist der Visus nicht messbar und kann das betreffende Auge nicht zentral fixieren, gilt ein Visus von 0,2 oder weniger. Unter Ziffer (Ziff.) 425 GgV-Anhang werden die angeborenen Refraktionsano</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">malien mit einer Visusverminderung auf 0,2 oder weniger an einem Auge (mit Korrektur) oder Visusverminderung an beiden Augen auf 0,4 oder weniger (mit Korrektur) aufgezählt. Gemäss Randziffer (Rz) 425.1 des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherung (BSV) über die medizinischen Eingliede</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsmassnahmen (KSME) ist unter Ziff. 425 GgV ein Augenleiden einzustufen, wenn die Refraktionsanomalie als Ursache der Sehschwäche bezeichnet wird. Die Behandlung ist prinzipiell bis zum vollendeten elften Lebensjahr zu über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nehmen. Liess sich der Visus bis zu diesem Zeitpunkt nicht oder nur unwesent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lich verbessern, muss von einer Therapieresistenz ausgegangen werden. In die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen Fällen kann die IV Brillen und ophthalmologische Kontrollen auch nach dem vollendeten elften Lebensjahr übernehmen, sofern die Visuskriterien zur Anerkennung eines Geburtgebrechens weiterhin erfüllt sind, jedoch maximal bis zur Volljährigkeit (Rz 425.2). Werden medizinische Massnahmen über das voll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">endete elfte Lebensjahr beantragt und sind die Kriterien zur Anerkennung eines Geburtsgebrechens nicht mehr erfüllt, so ist die Verlängerung zu begründen. Im Zweifelsfall kann an das BSV gelangt werden (Rz 425.3). Kontaktlinsen können abgegeben werden, wenn eine Anisometropie von mindestens vier Dioptrien vorliegt oder mit Kontaktlinsen eine um mindestens zwei Zehntel bessere Seh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schärfe erzielt wird als mit Brillengläsern. Sodann erfolgt die Aufzählung der Anzahl der zu vergütenden Kontaktlinsen pro Auge und Jahr entsprechend dem Alter (Rz 425.4). Unter Rz 661/681.18 (Refraktionsanomalien [im Kapitel "Ab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grenzungen bei Folgezuständen von Krankheiten und Unfällen, erworbene Lei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den, Art. 12 IVG]) hält das KS fest, bei Refraktionsanomalien stellten augen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ärztliche Kontrollen keine medizinischen Massnahmen dar, die die Abgabe einer Brille oder eines ähnlichen Hilfsmittels nach Art. 21 Abs. 1 IVG begründen könnten. Refraktiv chirurgische Massnahmen (Excimerlaser, Implantation von Myopie-Linsen, Iris-Claw-Linsen, clear leans extraction etc.) stellten keine ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mäss Art. 12 IVG zu übernehmende Vorkehren dar (Rz 661/681.19). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In den Akten gibt es keine Hinweise dafür, dass die Einschätzung von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht zutreffen sollte, solche werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Es drängen sich deshalb keine ergänzenden Abklärungen auf, auf den ärztlichen Befund ist daher abzustellen. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit der Beschwerdegegnerin, deren Einschätzung auf der Beurteilung des Arztes des Regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) gründet, ist - ausgehend vom Befund von Prof. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> - festzuhalten, dass aufgrund zu hoher Visuswerte kein von der IV zu übernehmendes Geburtsgebrechen vorliegt (Urk. 2 S. 2, Urk. 8/12 und Urk. 8/13) und die Kosten der Laserbehandlung daher nicht übernommen wer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den können. Daran vermögen auch die Vorbringen des Beschwerdeführers (Urk. 1) und des Ombudsmannes des Kantons Zürich (Urk. 8/26) nichts zu än</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dern. Dass ein Visus von lediglich 0,2 gemäss den Ausführungen des Vaters des Beschwerdeführers nahezu Blindheit bedeutet (Urk. 8/16) und die Korrektur dieser Sehschwäche von der Invalidenversicherung unter dem Titel "Geburts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gebrechen" nicht übernommen wird, ist hinzunehmen. Mit der Beschwerdegeg</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nerin (Urk. 8/25) ist indessen auf die Leistungspflicht der obligatorischen Kran</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kenpflegeversicherung aufgrund von Art. 27 des Bundesgesetzes über die Kran</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kenversicherung (KVG) hinzuweisen (vgl. BGE 126 V 103), welche dieser im vorliegenden Fall uneingeschränkt nachzukommen gedenkt, wie dem Schreiben der Swica Gesundheitsorganisation vom 30. März 2006 zu entnehmen ist (Urk. 8/22).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerde ist somit abzuweisen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss den Übergangsbestimmungen zur Änderung des IVG vom 16. Dezember 2006 gilt bisheriges Recht für die im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 6. Dezember 2005 von der IV-Stelle erlassenen, aber noch nicht rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kräftigen Verfügungen (lit. a), bei der IV-Stelle hängigen Einsprachen (lit. b) sowie beim kantonalen oder Eidgenössischen Versicherungsgericht oder bei der Eidgenössischen Rekurskommission für AHV- und IV-Angelegenheiten hängi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen Beschwerden. Massgebend ist der Poststempel der Eingabe.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> revIVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen abweichend von Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsrechts (ATSG) vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">7.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerde wurde am 10. Juli 2006 bei der Post aufgegeben (Urk. 1). Das Verfahren ist daher kostenpflichtig und dem Beschwerdeführer sind Gerichts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kosten von Fr. 200.-- aufzuerlegen.</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Der Einzelrichter erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherung</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> seit der Zustellung beim Eidgenössi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhof</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">quai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">mittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, so</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">weit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der EinzelrichterDie Gerichtssekretärin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstSpross</p><div><p> </p></div><p><br/></p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>