<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span id="_GoBack"></span><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2004.00475</span></p><p><br/></p><p><span> </span></p><p></p></td></tr></table><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig als Einzelrichterin</p><p>Gerichtssekretärin Maurer Reiter</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 15. Juli 2005</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">SWICA Krankenversicherung AG</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">SWICA Gesundheitsorganisation, Rechtsdienst, </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Römerstrasse 38, 8401 Winterthur</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">weitere Verfahrensbeteiligte:</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Y.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beigeladene</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> war ab 1. April 2001 als Pizzaiola im Restaurant </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> tätig. Diese Anstellung kündigte der Arbeitgeber am 27. Februar 2002 auf den 31. März 2002 (Urk. 7/13/1). Ab 25. März 2002 erbrachte die SWICA Kran</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kenversicherung (nachfolgend: SWICA), bei der der Arbeitgeber eine Kranken</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">taggeldversicherung nach dem Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG) zu Gunsten seiner Angestellten abgeschlossen hatte, Taggeldleistungen aufgrund einer gänzlichen Arbeitsunfähigkeit der Versicherten (Urk. 7/13/1, 7/14, 7/17/2). Am 24. März 2003 meldete sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> wegen multipler Beschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2). Nachdem sie dies erfahren hatte, informierte die SWICA am 16. Juli 2003 die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, über die Taggeldzah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lungen und meldete einen Anspruch auf Verrechnung ihrer Rückforderung mit voraussichtlichen IV-Rentennachzahlungen an und bat um frühzeitige Mittei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lung im Falle einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rentenzusprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 7/10). Ihrem Schreiben legte sie eine von der Versicherten am 27. Juni 2003 unterzeichnete Vollmacht bei, in der diese die SWICA zur Akteneinsicht und zur Verrechnung von Rentennachzah</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lungen ermächtigte (Urk. 7/11). Die IV-Stelle erachtete am 17. Dezember 2003 einen Anspruch auf eine ganze Rente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 100 % ab 1. April 2003 als gegeben und beauftragte die Ausgleichskasse mit der Rentenberechnung und der Prüfung der Verrechnungsanträge (Urk. 7/24). Die Ausgleichskasse berechnete für die Zeit vom 1. April 2003 bis 31. Januar 2004 Rentennachzahlungen im Betrag vom Fr. 18'130.--, zog davon Fr. 13'140.-- für bereits ausbezahlte Renten ab, weshalb eine vorgesehene Nachzahlung von Fr. 4'990.-- übrig blieb (Urk. 36/1). Am 12. Februar 2004 stellte die SWICA einen Verrechnungsantrag für eine Forderung von Fr. 18'130.-- (Urk. 7/36/1 Rückseite) und gab als Grundlage sowohl vertragliche Bestimmungen wie auch die erwähnte Vollmacht der Versicherten an (Urk. 7/36/1 Vorderseite). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Schreiben vom 25. Februar 2004 liess die Versicherte, vertreten durch Rechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anwalt Hans Schmidt, den Widerruf der an die SWICA erteilten Voll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">macht mitteilen, weil sie mit der Überentschädigungsberechnung der SWICA nicht einverstanden sei (Urk. 7/36/2, 7/37). Am 3. März 2004 erliess die Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gleichskasse eine Verfügung, in der sie die Direktauszahlung der Rentennach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zahlungen an die Versicherte in Aussicht stellte (Urk. 3/3). Dagegen erhob die SWICA am 29. März 2004 Einsprache und verlangte die Auszahlung an sie (Urk. 3/2). Am 24. Juni 2004 wies die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich die Einsprache ab (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dagegen erhob die SWICA am 26. Juli 2004 Beschwerde und verlangte die Aufhe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bung des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheids</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und die Verpflichtung der Sozialversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsanstalt des Kantons Zürich zur Auszahlung des Rentennachzahlungsbetra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ges </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">von Fr. 4'990.-- (Urk. 1). Die Sozialversicherungsanstalt beantragte in der Beschwerdeantwort vom 3. September 2004 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Die vom Gericht beigeladene Versicherte liess sich nicht vernehmen (Urk. 8). Am 30. März 2005 schloss das Gericht den Schriftenwechsel ab (Urk. 10). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span id="VV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bereich der Sozialversicherungen ist nach Art. 22 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) der Anspruch auf Leistungen weder abtretbar noch </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verpfändbar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Jede Abtretung oder Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pfändung ist nichtig. Nachzahlungen von Leistungen des Sozialversicherers können jedoch abgetreten werden: a) dem Arbeitgeber oder der öffentlichen oder privaten Fürsorge, soweit diese Vorschusszahlungen leisten; b) einer Versi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherung, die Vorleistungen erbringt (Art. 22 Abs. 2 ATSG). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Für den Bereich der Invalidenversicherung sieht Art. 85</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine Regelung der Nachzahlung an bevor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schussende Dritte vor. Arbeitgeber, Einrichtungen der beruflichen Vorsorge, Krankenversicherungen, öffentliche und private Fürsorgestellen oder Haft</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtversicherungen mit Sitz in der Schweiz, welche im Hinblick auf eine Rente der Invalidenversicherung Vorschussleistungen erbracht haben, können verlangen, dass die Nachzahlung dieser Rente bis zur Höhe ihrer Vorschussleis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung verrechnet und an sie ausbezahlt wird. Vorbehalten bleibt die Verrechnung nach Artikel 20 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherung (AHVG). Die bevorschussenden Stellen haben ihren Anspruch mit be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sonderem Formular frühestens bei der Rentenanmeldung und spätestens im Zeitpunkt der Verfügung der IV-Stelle geltend zu machen (Abs. 1). Als Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schussleistungen gelten nach dessen Absatz 2 </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a. freiwillige Leistungen, sofern die versicherte Person zu deren Rückerstat</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung verpflichtet ist und sie der Auszahlung der Rentennachzahlung an die bevorschussende Stelle schriftlich zugestimmt hat; </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b. vertraglich oder aufgrund eines Gesetzes erbrachte Leistungen, soweit aus dem Vertrag oder dem Gesetz ein eindeutiges Rückforderungsrecht infolge der Rentennachzahlung abgeleitet werden kann. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Nachzahlung darf der bevorschussenden Stelle höchstens im Betrag der Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schussleistung und für den Zeitraum, in welchem diese erbracht worden ist, ausbezahlt werden (Abs. 3). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die am 3. März 2004 erlassene Verfügung ist mit "Feststellungsverfügung: Direkt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auszahlung des Verrechnungsbetrages" betitelt (Urk. 3/3). Es wurde in Aussicht gestellt, der Verrechnungsbetrag der SWICA von Fr. 4'990.-- werde nach Ablauf der Einsprachefrist der Versicherten ausbezahlt, und einer Einspra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">che gegen die Verfügung wurde die aufschiebende Wirkung entzogen. Vom In</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">halt her hat die Beschwerdegegnerin jedoch keine Feststellungsverfügung er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lassen, die nur unter besonderen Voraussetzungen zulässig ist (Art. 49 Abs. 2 ATSG), sondern den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Anspruch auf Drittauszahlung an sie abgelehnt. Auf die Beschwerde ist daher ohne Wei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teres einzutreten.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin begründet diesen ablehnenden Entscheid zusammenge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fasst damit, dass die Beschwerdeführerin keine Zustimmung der Versicherten zur Drittauszahlung präsentiert habe, dass die Versicherte vielmehr die ur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprünglich ausgestellte Vollmacht widerrufen habe (Urk. 3/3). Im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einsprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">entscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> verwarf sie sodann auch den von der Beschwerdeführerin gemachten Einwand, unabhängig von der Frage, ob eine Zustimmung vorgelegen habe, gehe aus den vertraglichen Grundlagen ein klarer Anspruch auf Drittauszahlung an sie hervor (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dieses Argument, auf das sich die Beschwerdeführerin auch im vorliegenden Verfahren wieder beruft (Urk. 1 S. 5 N 8 f.), und mit dem sie einen Anspruch auf Drittauszahlung gestützt auf Art. 85</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 2 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. b IVV geltend macht, ist als erstes zu prüfen. Denn sollte es berechtigt sein, erübrigen sich weitere Fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stellungen zur Frage, ob eine gültige Zustimmung der Versicherten zur Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zahlung der nachzuzahlenden Rentenbetreffnisse vorhanden war. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin zahlte der Versicherten unbestrittenermassen aufgrund einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit ab 25. März 2002 Taggelder ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stützt auf einen Kollektivtaggeldversicherungsvertrag SALARIA nach VVG aus. Anwendbar sind dabei in vertraglicher Hinsicht unbestrittenermassen die All</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemeinen Versicherungsbedingungen (AVB), Ausgabe 2002 (Urk. 7/48). In Art. 24 der AVB wird der Fall geregelt, da der versicherten Person neben einem Anspruch auf Taggelder der SWICA auch ein Anspruch auf Leistungen von Dritten zusteht. Absatz 1 sieht dabei vor, dass, wenn der versicherten Person auch Leistungen von staatlichen oder betrieblichen Versicherungen zustehen oder ein haftpflichtiger Dritter solche erbracht hat, die SWICA diese Leistungen bis zur Höhe des versicherten Taggeldes ergänzt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Absatz 2 sieht wörtlich Folgendes vor: "Steht der Rentenanspruch der IV noch nicht fest, so kann die SWICA das versicherte Taggeld freiwillig bevorschussen. In diesem Fall fordert die SWICA die zu viel erbrachten Leistungen ab Beginn des Rentenanspruchs zurück. Die allfällige Bevorschussung erfolgt unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der Verrechnung mit der IV-Rentennachzahlung. Die Verrechnung erfolgt im Umfang der für die gleiche Zeit zugesprochenen IV-Rente" (Urk. 7/48 S. 20).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit dieser Regelung und zwar mit der Bestimmung, dass die Bevorschussung der Taggelder mit dem Vorbehalt der Verrechnung der Rückforderung mit den Rentennachzahlungen der IV versehen ist, wird zwar nicht ausdrücklich, aber indirekt ein Rückforderungsanspruch der SWICA gegenüber der nachleistungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtigen Invalidenversicherung im beschriebenen Umfang statuiert, der der SWICA die Verrechnung mit den Nachzahlungen der Invalidenversicherung überhaupt erst ermöglicht. Eine solche Regelung hat denn auch das Eidgenös</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sische Versicherungsgericht im Entscheid vom 10. Mai 2000 (AHI 2002 S. 164) als hinreichende vertragliche Grundlage für ein Rückforderungsrecht eines Pri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vatversicherers gegenüber dem Invalidenversicherer erklärt, die die Drittaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zahlung im Sinne von Art. 85</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVV erlaubt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem die Beschwerdegegnerin von der Versicherten am 25. Februar 2004 den Widerruf der am 27. Juni 2003 erteilten Vollmacht erhalten hatte (Urk. 7/36/2), hätte sie von der Beschwerdeführerin diese vertraglichen Unterla</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen einfordern müssen, bevor sie in ablehnendem Sinne entschied, hatte doch die Beschwerdeführerin schon mit der Antragsstellung darauf hingewiesen, dass neben der erwähnten Vollmacht zur Drittauszahlung auch die vertraglichen Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stimmungen die Basis für das Verrechnungsgesuch enthielten (Urk. 7/36/1). Im Rahmen des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheverfahrens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> war die Beschwerdegegnerin dann im Besitz dieser Unterlagen (Urk. 7/47, 7/48). Die Beschwerdeführerin hat sodann recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zeitig ihr Gesuch auf dem verlangten Formular gestellt. Der Drittauszahlung stand auch nicht die Tatsache entgegen, dass die Versicherte über ihren Anwalt der Beschwerdegegnerin ausrichten liess, sie sei mit der Überentschädigungsbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechnung der SWICA nicht einverstanden (Urk. 36/2), womit sie die Höhe der Rückforderung bestritt. Wie das Eidgenössische Versicherungsgericht im Urteil vom 21. Oktober 2004 in Sachen S. (I 296/03) die Ansicht des Sozialversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rungsgerichts des Kantons Zürich bestätigt hat (Urteil vom 26. März 2003 in Sachen S., Verfahren Nr. IV.2001.00623), hat die Versicherte diese Einwände im zivilrechtlichen Verfahren gegen die SWICA zu klären. Nachdem die Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin sodann im Formular dargelegt hat, dass sie während des Zeitraums, für den nun Rentennachzahlungen verfügt wurden, weit über Fr. 4'990.-- an Taggeldern ausgerichtet hatte, hätte sie Anspruch auf die Drittauszahlung dieser Rentennachzahlungen gehabt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 24. Juni 2004 ist daher in Gutheissung der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde aufzuheben, und die Beschwerdegegnerin ist zur Ausrichtung von Fr. 4'990.-- an die Beschwerdeführerin zu verpflichten. </span></p><p class="Standard berschrift3"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird der </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> vom 24. Juni 2004 aufge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">hoben, und es wird die Beschwerdegegnerin verpflichtet, der Beschwerdeführe</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">rin Fr. 4'990.-- auszuzahlen. </span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">SWICA Krankenversicherung AG</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherung</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> seit der Zustellung beim Eidgenössi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhof</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">quai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">mittel und die Unterschrift der </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, so</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">weit die </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführende</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die EinzelrichterinDie Gerichtssekretärin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigMaurer Reiter </p></div> </div></body></html>