21. Juni 1989 N 1011 Kantonsverfassungen. Gewährleistung Eintreten ist obligatorisch L'entrée en matière est acquise de plein droit Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress, Art. 1 und 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Titre et préambule, art. 1 et 2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen-Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 85 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Bundesrat-Au Conseil fédéral #ST# 89.001 Kantonsverfassungen. Gewährleistung Constitutions cantonales. Garantie Botschaft und Beschlussentwurf vom 11. Januar 1989 (BBI l, 565) Message et projet d'arrêté du 11 janvier 1989 (FF 1,545) Beschluss des Ständerates vom 15. Juni 1989 Décision du Conseil des Etats du 15 juin 1989 Herr Hess Peter unterbreitet im Namen der Petitions- und Ge- währleistungskommission den folgenden schriftlichen Be- richt: 1. Die Petitions- und Gewährleistungskommission des Natio- nalrates hat die Botschaft des Bundesrates über die Gewähr- leistung der geänderten Verfassungen der Kantone Zürich, Bern, Nidwaiden, Solothurn, Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Schaffhausen am 22. Mai 1989 geprüft. 2. Die Kommission ist mit dem Bundesrat der Meinung, dass sich die Aenderungen der Kantonsverfassungen von Zürich, Bern, Nidwaiden, Solothurn, Basel-Stadt und Schaffhausen im Rahmen der kantonalen Verfassungsautonomie bewegen und weder die Bundesverfassung noch das übrige Bundes- recht verletzen. 3. Die Kommission ist entgegen dem Bundesrat der Auffas- sung, dass die Verfassungsänderung des Kantons Basel- Landschaft ohne Vorbehalt «der für eine Statusänderung des Kantons notwendigen Revision der Bundesverfassung» ge- währleistet werden kann. Sie hält insbesondere fest, dass ein Vorbehalt nach ständiger Praxis des Parlaments nur angebracht ist, wenn mit einer wi- derrechtlichen Auslegung gerechnet werden muss. Im vorlie- genden Fall ist der Vorbehalt rechtlich unnötig. M. Hess Peter présente au nom de la Commission des péti- tions et de l'examen des constitutions cantonales le rapport écrit suivant: 1. La Commission des pétitions et de l'examen des constitu- tions cantonales du Conseil national a examiné le message du Conseil fédéral concernant la garantie des constitutions révi- sées des cantons de Zurich, de Berne, d'Unterwald, de So- leure, de Baie-Ville, de Baie-Campagne et de Schaffhouse le 22 mai 1989. 2. La commission est, comme le Conseil fédéral, d'avis que les révisions des constitutions de Zurich, de Berne, d'Unterwald, de Soleure, de Baie-Ville et de Schaffhouse restent dans le ca- dre de l'autonomie cantonale en matière constitu- tionnelle et sont conformes à la constitution et à la législation fédérales. 3. A la différence du Conseil fédéral, la commission considère qu'il est possible d'accorder la garantie fédérale à la constitu- tion révisée de Baie-Campagne sans faire de réserve au sujet de «la révision de la Constitution fédérale nécessaire pour un changement de statut du canton». En effet, selon la pratique constante du Parlement, une réserve ne s'impose que si on peut s'attendre à ce qu'une interprétation illégale soit donnée à une disposition. Dans le présent cas, une réserve est inutile du point de vue juidique. Antrag der Kommission Die Kommission beantragt deshalb, die Verfassungsänderun- gen der Kantone Zürich, Bern, Nidwaiden, Solothurn, Basel- Stadt, Basel-Landschaft und Schaffhausen zu gewährleisten. Proposition de la commission Comte tenu de ces considérations, la commission recom- mande d'accorder la garantie aux constitutions révisées de Zurich, de Berne, d'Unterwald, de Soleure, de Baie-Ville, de Baie-Campagne et de Schaffhouse. Bundesrat Koller: Der Bundesrat empfiehlt Ihnen, die Verfas- sung von Basel-Landschaft nur unter einem Vorbehalt zu ge- nehmigen. Der Grund ist der, dass wir an der bisherigen Ge- währleistungspraxis festhalten wollten. Denn bisher haben wir bei Verfassungsänderungen, die nachher auch eine Aende- rung der Bundesverfassung bedingen, immer die Gewährlei- stung unter diesem Vorbehalt ausgesprochen - so etwa auch bei der Verfassungsänderung von Basel-Stadt, als in der ba- selstädtischen Verfassung festgeschrieben wurde, dass der Kanton die Wiedervereinigung mit Basel-Landschaft anstre- ben solle. Es erschien uns daher eine Sache juristischer Konsequenz zu sein, die gleichen Kriterien auch in bezug auf die Verfassung von Basel-Landschaft, nämlich auf diesen Artikel, anzuwen- den. Hier wird vorgesehen, dass die Behörden alles vorzukeh- ren haben, damit Basel-Landschaft den Status eines Vollkan- tons erhält. Der Vorbehalt hatte daher in keiner Weise die Funktion einer rechtspolitischen Mahnung, es sei da etwas beschlossen wor- den, was mit dem Recht des Bundes nicht vereinbar wäre, sondern man will mit solchen Vorbehalten einzig auf die Not- wendigkeit einer allfälligen späteren Aenderung der Bundes- verfassung hinweisen. Der Ständerat hat letzte Woche mit grossem Mehr die Gewähr- leistung ohne diesen Vorbehalt ausgesprochen. Ich möchte daher auch nicht unbedingt daran festhalten, sondern Sie ein- fach darauf auf merksam machen, dass damit eine Praxisände- rung begründet wird und dass der Bundesrat aus Gleichbe- handlungsgründen gehalten wäre, entsprechende bisherige Gewährleistungen, so auch den bernischen Verfassungszu- satzaus dem Jahre 1970, noch einmal zu überprüfen. Wir soll- ten schon versuchen, gelegentlich wieder eine etwas konse- quentere und durchgehendere Gewährleistungspraxis zu in- stradieren. Nachdem der Entscheid im Ständerat aber mit grossem Mehr gefällt worden ist und auch in Ihrer Kommission die Mehrheits- verhältnisse klar waren, habe ich daraus geschlossen, dass Sie offenbar eine entsprechende Praxisänderung wünschen. Präsident: Die Kommission beantragt Ihnen, die baselland- schaftliche Verfassung ohne Vorbehalt zu genehmigen. Der Bundesrat hält den Vorbehalt, den er in der Botschaft ange- führt hat, nicht aufrecht. Ein anderer Antrag ist nicht gestellt. Eintreten ist obligatorisch L'entrée en matière est acquise de plein droit Bundesbeschluss - Arrêté fédéral Detailberatung - Discussion par articlesLoi sur la protection des eaux. Révision 1012 N 21 juin 1989 Titel und Ingress, Art. 1 und 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Titre et préambule, art. 1 et 2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen - Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 92 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Bundesrat-Au Conseil fédéral #ST# 87.036 Rettung unserer Gewässer. Volksinitiative und Gewässerschutzgesetz. Revision Sauvegarde de nos eaux. Initiative populaire et loi sur la protection des eaux. Révision Fortsetzung - Suite Siehe Seite 946 hiervor - Voir page 946 ci-devant Art. 15 Antrag der Kommission Abs.1 .... Lagereinrichtungen und technischen Aufbereitungsanla- gen für Hofdünger sowie von Rauhfuttersilos .... von Abwas- ser- und Düngeraufbereitungsanlagen muss.... Abs. 2 .... Behörde stellt eine periodische Kontrolle der Anlagen si- cher. , Art. 15 Proposition de la commission AI.1 .... des installations d'entreposage et de traitement technique des engrais de ferme et des silos à fourrage .... des eaux usées ainsi que de celles servant au traitement des engrais de ferme doit être contrôlé périodiquement. Al. 2 L'autorité cantonale assure le contrôle périodique des installa- tions. Angenommen -Adopté Art. 16 Antrag der Kommission Titel, Einleitungssatz, Bst. a bis d Zustimmung zum Beschluss des Ständerates ßsf. e (neu) e. die Verwertung von Abwasser aus der Aufbereitung von Hofdüngern. Antrag Schmidhalter (zurückgezogen) Der Bundesrat legt nach Anhören der Kantone .... Art. 16 Proposition de la commission Titre, phrase introductive, let. aàd Adhérer à la décision du Conseil des Etats Let. e (nouveau) e. La valorisation des eaux issues du traitement des engrais de ferme. Proposition Schmidhalter (retirée) Le Conseil fédéral établit, après avoir consulté les cantons, les exigences.... Angenommen gemäss Antrag der Kommission Adopté selon la proposition de la commission Art. 17 bis 25 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Art. 17 à 25 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen -Adopté Art. 26 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Antrag Schmidhalter (zurückgezogen) Abs. J Der Bundesrat legt nach Anhören der Kantone .... Art. 26 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Proposition Schmidhalter (retirée) Al. 1 Le Conseil fédéral édicté, après avoir consulté les cantons, des prescriptions.... Angenommen gemäss Antrag der Kommission Adopté selon la proposition de la commission Art. 27 Antrag der Kommission Abs.1 Böden.... Abs. 2 Der Bundesrat kann die notwendigen Vorschriften erlassen. Art. 27 Proposition de la commission AI.1 Les sols.... Al. 2 Le Conseil fédéral peut édicter les prescriptions nécessaires. Angenommen - Adopté Art. 28 Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Minderheit (Longet, Ammann, Danuser, Maeder, Mauch Ursula, Re- beaud, Rechsteiner) .... werden. Er legt gleichzeitig einen Sanierungsplan fest. Antrag Schmid Streichen Eventualantrag Schmid (falls Streichungsantrag abgelehnt wird) (Ergänzung zum Antrag der Minderheit) dass zusätzlich zeitlich befristete Massnahmen am Gewäs- ser selbst getroffen werden. Er legt gleichzeitig einen Sanie- rungsplan fest.Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Kantonsverfassungen. Gewährleistung Constitutions cantonales. Garantie In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1989 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 13 Séance Seduta Geschäftsnummer 89.001 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 21.06.1989 - 15:00 Date Data Seite 1011-1012 Page Pagina Ref. No 20 017 452 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.