Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 23. Juli 2015 (720 15 130 / 179) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Anspruch auf eine IV-Rente in Anwendung der gemischten Methode der Invaliditätsbe- messung verneint Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Dan iel Noll, Kantonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Katja Wagner Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durc h Stefan Fierz, Advokat, Marktplatz 18, Postfach, 4001 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente (756.1701.7346.47) A. Die 1969 geborene A.____ meldete sich am 9. Deze mber 2010 unter Hinweis auf Rü- ckenschmerzen infolge mehrerer Diskushernien bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der erwe rblichen, gesundheitlichen und haushäl- terischen Verhältnisse wurde der Anspruch auf eine Invalidenrente mit Verfügung vom 3. März 2015 in Anwendung der gemischten Bemessungsmethode gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 26% abgelehnt. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten dur ch Advokat Stefan Fierz, am 7. April 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Land schaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, in A ufhebung der angefochtenen Verfügung vom 3. März 2015 sei ihr eine ganze Rente auszurichten; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrens- rechtlicher Hinsicht beantragte sie die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung mit Ad- vokat Fierz als unentgeltlichem Rechtsvertreter. Zur Begr ündung brachte sie im Wesentlichen vor, dass das von der IV-Stelle eingeholte bidisziplinäre Gutachten, auf das sich die Verfügung stütze, nicht über den erforderlichen Beweiswert verfüg e, da die Gutachter der psychiatrisch bedingten Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit nicht Rechnung getragen hätten. Überdies ha- be die IV-Stelle zu Unrecht die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung in Anwendung gebracht. Davon abgesehen sei im Rahmen der durchgefüh rten Haushaltsabklärung die Scha- denminderungspflicht des Ehemannes überstrapaziert und d ie Einschränkung in den einzelnen Bereichen demnach viel zu tief angesetzt worden. C. In ihrer Vernehmlassung vom 29. April 2015 schloss d ie IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. D. Mit Verfügung vom 18. Mai 2015 bewilligte die in struierende Präsidentin des Kantons- gerichts der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Proze ssführung und die unentgeltliche Ver- beiständung mit Advokat Stefan Fierz als unentgeltlichem Rechtsvertreter. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf d ie im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde ist einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochten en Verfügung vom 3. März 2015 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungs gemäss die zeitliche Grenze der richter- lichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich m indestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt i m Wesentlichen mit dem Begriff der Ar- beitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hi nweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene diesbezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsge- richts (EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abtei lungen) bleibt folglich weitestgehend anwendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie k ann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IV G). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 200 8 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über- windbar ist (Satz 2). 4.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gr ad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.3 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgab enbereich (z.B. Haushalt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht z ugemutet werden kann, wird für die Be- messung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (B etätigungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). 4.4 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird f ür diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbe reich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbs- tätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen un d der Invaliditätsgrad in beiden Berei- chen zu bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG). Ist bei diesen Versicherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt de r Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung aus- schliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu beme ssen (Art. 27 bis der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961). 5.1 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitw eilig erwerbstätig oder als nichter- werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträcht igung bestünde. Entscheidend ist so- mit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versiche rten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 507 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteil des Bund esgerichts vom 17. Juli 2012, 9C_335/2012, E. 3.1). Bei im Haushalt tätigen Versiche rten im Besonderen sind die persönli- chen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältniss e ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbil- dung sowie die persönlichen Neigungen und Begabunge n zu berücksichtigen. Für die hypothe- tische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Tei l-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozial- versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden W ahrscheinlichkeit erforderlich (BGE 137 V 338 E. 3.2, 125 V 150 E. 2c, je mit Hinweisen). 5.2 In der angefochtenen Verfügung vom 3. März 2015 e rmittelte die IV-Stelle den Invalidi- tätsgrad der Versicherten anhand der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung. Dabei ist sie gestützt auf die protokollierten Aussagen im Haushalt sabklärungsbericht vom 15. Mai 2012 sowie insbesondere den Fragebogen zur Ermittlung der E rwerbstätigkeit vom 11. Mai 2012 da- von ausgegangen, dass die Versicherte als Gesunde zu 50% ein er ausserhäuslichen Erwerbs- tätigkeit nachgehen würde und zu 50% im Haushalt beschäftigt wäre. Demgegenüber stellt sich die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdebegründung au f den Standpunkt, dass sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen zu 100% erwerbstäti g wäre, weshalb die Bemessung nach der Methode des Einkommensvergleichs zu erfolgen habe. 5.3 Der Aktenlage ist zu entnehmen, dass die Beschwerdef ührerin zuletzt bis im August 2006 als Koordinatorin im Rahmen eines Pensums von 32 S tunden pro Woche einer ausser- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht häuslichen Erwerbstätigkeit nachgegangen war. Daraufhin wanderte sie nach Ägypten aus. Zur Geburt ihres ersten Sohnes ist sie wieder in die Schweiz z urückgekehrt und kümmert sich seit- her um ihre beiden 2007 sowie 2009 geborenen Söhne. Seit der Geburt des ersten Sohnes war die Beschwerdeführerin nie mehr, auch nicht in einem Teilzeitpensum, erwerbstätig. Anlässlich der Abklärung der Statusfrage am 8. Mai 2012 hat sie erklärt, dass sie ohne gesundheitliche Einschränkungen ab August 2012 zu 50% berufstätig wäre und die restliche Zeit für die Betreu- ung der Kinder und die Führung des Haushalts aufwende n würde. Im Fragebogen zur Ermitt- lung der Erwerbstätigkeit bekräftigte sie am 11. Mai 2012 diese Aussagen mit ihrer Unterschrift. Die aktuelle Erklärung der Beschwerdeführerin, wonach i hre Aussage im Rahmen der Haus- haltsabklärung nicht so gedacht gewesen sei, da sie sich kra nkheitsbedingt nicht hätte vorstel- len können, wie sich Beruf und Kinderbetreuung vereinb aren liessen, vermag nicht zu überzeu- gen. Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung zutreffend ausführt und aus dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK) hervorgeht, wa r die Beschwerdeführerin, selbst vor der Geburt ihres ersten Kindes, nie über längere Zeit voll erwerbstätig. Alsdann erscheint ihre im Haushaltsbericht festgehaltene Aussage, namentlich in Anbetracht des noch sehr jungen Alters der Kinder und unter Berücksichtigung, dass sie seit der Geburt des ersten Kindes keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen war, einleuchtend. Ferner sind keine Anhaltspunkte er- sichtlich, dass sie sich die Situation im (hypothetischen) Validitätsfall tatsächlich nicht vorzustel- len vermochte, zumal sie ihre im Rahmen der Haushaltsa bklärung gemachten Aussagen zur Erwerbstätigkeit, die im Fragebogen zur Ermittlung d er Erwerbstätigkeit unmissverständlich in Bezug auf den Gesundheitsfall wiedergegeben wurden, am 11. Mai 2012 erneut bestätigte. Soweit sie schliesslich darauf hinweist, dass die finanziellen Verhältnisse das Abstellen auf den Lohn des Ehemanns gar nicht zulassen würden, ist festzuste llen, dass der Verdienst des Ehe- mannes mit Fr. 4‘500 inklusive Kinderzulagen zwar verhält nismässig tief, aber nicht so tief ist, dass sie voll erwerbstätig sein müsste. Auch mit einem Arbe itspensum von 50% liesse sich ein existenzsicherndes Einkommen erzielen. 5.4 Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist festzuhalten, dass die angefochtene Verfü- gung der IV-Stelle vom 3. März 2015 sowohl bezüglich de r Beurteilung der Statusfrage und der damit zusammenhängenden Methodenwahl als auch bezüglic h der Festlegung der Anteile der Erwerbstätigkeit (50%) und der Haushalttätigkeit (50%) nicht zu beanstanden ist. 6. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrade s im Erwerbsbereich bildet die Fra- ge, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihre r gesundheitlichen Beeinträchti- gungen arbeitsunfähig ist. 6.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und in sbesondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person i st die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche u nd gegebenenfalls auch andere Fach- leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheiden d, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen b eruht, auch die geklagten Beschwer den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 6.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem G rundsatz der freien Beweiswürdi- gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen me dizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltu ngsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund e ingehender Beobachtungen und Unter- suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun- de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswür digung volle Beweiskraft zuzuer- kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässi gkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 7.1 Zur Beurteilung der gesundheitlichen Verhältnisse und der Arbeitsfähigkeit der Be- schwerdeführerin ist vorliegend das bidisziplinäre Gutacht en von Dr. med. B.____, FMH Psy- chiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. C.____, Rheu matologie und Allgemeine Innere Me- dizin, vom 10. Januar 2012 sowie deren Verlaufsgutacht en vom 26. November 2013 von zent- raler Bedeutung. Im rheumatologischen Teilgutachten vom 10. Januar 201 2 diagnostizierte Dr. C.____ mit Ein- fluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit aktuell lumboradikulärem Schmerz- und sensomotorischem Ausfallsyndrom L5 rechts bei einem Status nach lumboradikulärem Schmerz- und sensomotorischem Au sfallsyndrom S1, multisegmenta- len Wirbelsäulenveränderungen mit Osteochondrosen Th11-S1, teils erosiv auf Höhe L4/L5 und L5/S1, zirkulären Diskusprotrusionen mit mediolateral lin ksliegender Diskushernie Th12/L1, mediolateral links nach kranial reichender Diskushernie L 1/L2, mediolateral nach caudal und intraforaminal reichender Diskushernie L2/L3, zirkuläre Diskusprotrusion L3/L4 und L4/L5 sowie zirkuläre Diskusprotrusion mit mediolateral linksliegender breitbasiger Diskushernie L5/S1. Wei- ter wurden auch die Diagnosen einer allgemeinen musku lären Dekonditionierung sowie einer Adipositas permagna gestellt. Bei der Explorandin beste he seit der Jugendzeit ein chronisches Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit im Verlauf zunehme nder lumbospondylogener Aus- strahlung. Im Februar 2010 sei eine akute Manifestation eines lumboradikulären Schmerz- und sensomotorischen Ausfallsyndroms S1 rechts festgestellt worden. Als morphologisches Korrelat bestünden multisegmentale degenerative Wirbelsäulenver änderungen in sämtlichen Segmen- ten im Bereich der distalen Brustwirbelsäule sowie de r gesamten Lendenwirbelsäule, multiseg- mentale Diskusprotrusionen sowie auch multisegmentale D iskushernien. Aktuell müsse zudem von einem bisher nicht dokumentierten lumboradikulären Schmerz- sowie sensomotorischen Ausfallsyndrom L5 rechts ausgegangen werden. Neben ein er Wirbelsäulenfehlform und Fehl- haltung bestehe eine ausgeprägte muskuläre Insuffizienz im Rahmen einer ebenfalls seit der Jugendzeit vorliegenden Adipositas. Diese führe zusätzlich zu einer Funktionseinschränkung für bestimmte Tätigkeiten, wie die Einnahme einer Hockeste llung, bückende Tätigkeiten oder auch Tätigkeiten verbunden mit vermehrten Zwangshaltungen. Insgesamt müsse aus rein rheumato- logischer Sicht aufgrund der chronischen Rückenschmerzproblema tik sowie auch der Adiposi- tas eine verminderte Belastbarkeit des Achsenskeletts ange nommen werden, so dass auch für geeignete leidensadaptierte Verweistätigkeiten keine v olle Leistungsfähigkeit angenommen werden könne. Mittelschwere wie auch schwere wirbelsäulen belastende Tätigkeiten seien der Versicherten langfristig nicht mehr zumutbar. Für eine leichte wirbelsäulenbelastende Tätigkeit mit Heben und Ziehen von Lasten bis maximal 7.5 kg, durchgeführt mit Vorteil in Wechselbelas- tung abwechslungsweise sitzend, stehend wie auch gehend, bestehe eine Restarbeitsfähigkeit von 50%. Im Haushalt bestehe eine Restarbeitsfähigkeit von 70%, unter Berücksichtigung der Durchführung von Pausen und Erholungsphasen. Im psychiatrischen Teilgutachten werden keine Diagnosen mi t Auswirkung auf die Arbeitsfähig- keit gestellt. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte Dr. B.____ eine rezidivieren- de depressive Störung, aktuell remittiert (ICD-10 F33 .49) sowie eine emotional labile Persön- lichkeitsstruktur (ICD-10 Z73.1). In der Untersuchung hab e sich eine psychopathologisch völlig unauffällige Explorandin gezeigt, die affektiv in kei ner Weise beeinträchtigt sei. Sie verneine auch Fragen nach relevanten depressiven Verstimmungen od er Angstzuständen. In den Unter- lagen fänden sich aber mehrere Berichte psychiatrisch bedi ngter Hospitalisationen. So könne dem Austrittsbericht der Psychiatrischen Universitätsklinik Basel, im Zeitpunkt der bevorstehen- den Scheidung vom ersten Ehemann im Juli 2003, eine mittelgradige bis schwere depressive Episode entnommen werden, wobei die depressive Symptomat ik während der Hospitalisation vollständig remittiert sei. Eine zweite Hospitalisation m it mittelschwerer Episode sei im August 2003, wiederum aufgrund von psychosozialen Schwierigkeit en im Rahmen der Trennung vom Ehemann, dokumentiert. Weitere Hospitalisationen sind im September 2007 aufgrund einer postpartalen Depression, von März bis April 2009 im Rahm en einer erneuten Dekompensation der depressiven Störung anlässlich einer weiteren Auseina ndersetzung mit dem Ehemann so- wie im Oktober 2010 beschrieben. Insgesamt würden sich offensichtlich rezidivierende depres- sive Dekompensationen meistens im Rahmen von psychosozialen Sch wierigkeiten zeigen, was auf eine hintergründige Persönlichkeitsproblematik schli essen lasse. Inwieweit tatsächlich die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung gestellt werden kön ne, sei allerdings fraglich. Diese Di- agnose werde nur vom behandelnden Psychiater gestellt, während den Hospitalisationen sei eine solche Diagnose nie angenommen worden. Es könne allenfalls das Vorliegen von akzentu- ierten Persönlichkeitszügen angenommen werden, die am ehesten im emotional instabilen Be- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht reich liegen dürften. Ausgesprochen ängstliche oder asthe nische Züge hätten sich aber wäh- rend der Untersuchung nicht finden lassen. Die depressive n Zustände hätten in der Vergan- genheit immer wieder aufgefangen werden können, teil weise gar innerhalb weniger Tage. Ein dauerhaft reduzierter affektiver Zustand sei nie vorgel egen. So wie sich die Explorandin heute präsentiere, sei von einer Remission dieser rezidivierende n depressiven Störung auszugehen. Aufgrund der vergangenen Erfahrungen sei auch nicht davo n auszugehen, dass die Exploran- din längerfristig affektiv beeinträchtigt sei. Insgesamt könne aus psychiatrischer Sicht keine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründet werden. Einschränkungen hätten ein- zig während den jeweiligen Hospitalisationen bestanden. Grundsätzlich sollten sowohl die Haushaltstätigkeit als auch eine körperlich adaptierte Tätigkeit möglich sein. 7.2 Aufgrund der mit Einwand der Versicherten vom 14. September 2012 postulierten Ver- schlechterung ihres Gesundheitszustandes und in diesem Zusa mmenhang neu eingereichten medizinischen Unterlagen, entschloss sie sich die IV-Stelle, zur weiteren Abklärung des medizi- nischen Sachverhaltes bei Dr. C.____ und Dr. B.____ ei n Verlaufsgutachten in Auftrag zu ge- ben, welches am 26. November 2013 erstattet wurde. Dar in diagnostizierten die Gutachter mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erneut ein chronische s lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit lumboradikulärem Schmerz- und sensomotorischem Ausfallsyndrom L5 rechts sowie lumbo- radikulärem Schmerzsyndrom S1 links bei multisegmentalen de generativen Wirbelsäulenver- änderungen mit Osteochondrosen, bei leicht progredien ter flacher mediolateraler linksseitiger Diskushernie L5/S1 mit möglicher Neuroirritation von S1 links, geringgradiger zentraler Spinal- kanalstenose und leichtgradiger Neuroforaminalstenose L 4/L5 beidseits bei diffuser Dis- cusprotrusion und bei Diskopathien Th10-L2 sowie einer Di scusprotrusion L2/L3 und L3/L4 oh- ne Neurokompression sowie bei hochgradiger muskulärer Insu ffizienz vom Beckengürteltyp. Überdies hätten auch die muskuläre Dekonditionierung so wie die Adipositas weiterhin Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Im Vordergrund stehe nach wi e vor die chronische Rückenschmerz- problematik im Sinne eines chronischen lumbospondyloge nen Schmerzsyndroms mit lumbora- dikulärem Schmerz- und Ausfallsyndrom rechts. Im Rahmen d er Durchführung einer erneuten MRI-Untersuchung hätten sich die bereits bekannten multisegmentalen Veränderungen gezeigt. Neu hinzugekommen sei ein leichtgradiges lumboradikulär es Schmerz- und Reizsyndrom S1 links, welches die neu angegebenen vermehrten Schmerzen im linken Bein erklären würde. Wie bereits in der Vorbegutachtung fände sich aber keine Er klärung für die subjektiv beschriebenen im Vordergrund stehenden rechtsseitigen Beinschmerzen u nd die klinisch vorliegende senso- motorische Ausfallsymptomatik. Nach wie vor würden die klin ischen und neuroradiologischen Befunde nicht mit den Symptomen der Explorandin übere instimmen. Auch bestehe weiterhin eine Diskrepanz zwischen den subjektiv geschilderten Beschwe rden, der Behindertenüberzeu- gung und den objektivierbaren Befunden bzw. den Beobac htungen während der klinischen Un- tersuchung, so dass Begleitfaktoren im Sinne einer Chron ifizierung oder einer allfälligen Schmerzfehlverarbeitung im Rahmen einer psychosozialen Be lastungssituation mit auch deut- lich aggravatorischer eventuell sogar histrionischer Kompon ente bestünden. Ausserdem würde die Adipositas mit allgemeiner muskulärer Dekonditionier ung die Rückenschmerzen begünsti- gen. Der neu diagnostizierte Diabetes mellitus, die art erielle Hypertonie und die beginnende hintere Schalentrübung der Linsen würden keine zusätzli che Leistungsbeeinträchtigung bewir- ken. Aus rheumatologischer Sicht bestehe unverändert ei ne Restarbeitsfähigkeit von 50% für Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht jegliche leidensadaptierte Tätigkeit inklusive die zulet zt ausgeübte und erlernte Tätigkeit als kaufmännische Angestellte. In Bezug auf die Haushaltstät igkeit bestehe weiterhin eine Arbeits- fähigkeit von 70%. Aus psychiatrischer Sicht könne die subjektiv bestehende Übe rzeugung der Explorandin, schwer depressiv zu sein, nicht bestätigt werden. Sie könn e sich weiterhin um ihre Kinder kümmern und den familiären Alltag weitgehend bestreiten, was gegen eine schwere Depression spreche. Auch während der psychiatrischen Untersuchung sei das Verhalten der Explorandin im Sinne einer ausgeprägten Schmerzangabe und Schmerz fixation sowie Behindertenüberzeu- gung aufgefallen. Nicht ganz nachvollziehbar sei die vom behandelnden Psychiater attestierte volle Arbeitsunfähigkeit, wobei er gleichzeitig auf di e körperlichen Beeinträchtigungen hinweise. Die Einschränkung werde somit nicht allein aufgrund des psychischen Zustandes vorgenom- men. Aufgrund der zur Verfügung stehenden Angaben und der neuen Untersuchung müsse bestätigt werden, dass vorwiegend die Persönlichkeitsstrukt ur der Explorandin ausschlagge- bend sei. Diese trage dazu bei, dass nur geringfügige Belastungen schnell zu Verstimmungszu- ständen führen könnten, welche möglicherweise zeitweis e das Ausmass einer Depression an- nehmen könnten. Eine länger anhaltende gravierende depressive Phase über mehrere Wochen oder Monate liege indessen nicht vor. Diese Verstimmung en seien abhängig von den psycho- sozialen Umständen. Insgesamt werde die Arbeitsfähigkeit a usschliesslich durch die somatisch rheumatologischen Diagnosen definiert. Aus psychiatrischer Sicht sei der Explorandin eine kör- perlich adaptierte Tätigkeit möglich, wo sie keine Veran twortung übernehmen müsse. Eine län- gerfristige dauerhafte Einschränkung lasse sich aus psychiatr ischer Sicht nicht begründen. Bei schweren affektiven Verstimmungen sei es aber durchaus mö glich, dass die Explorandin bei der Arbeit tageweise ausfallen könnte, nicht aber in dauerhaftem Ausmass. 7.3 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des G esundheitszustandes und der Ar- beitsfähigkeit der Versicherten vollumfänglich auf die Ergebnisse, zu denen die Gutachter in ihrem bidisziplinären Gutachten vom 10. Januar 2012 sow ie im Verlaufsgutachten vom 26. No- vember 2013 gelangt sind. Sie ging demzufolge davon a us, dass bezüglich einer leichten wir- belsäulenbelastenden Tätigkeit mit Heben und Ziehen von Lasten bis maximal 7.5 kg, durchge- führt mit Vorteil in Wechselbelastung abwechslungsweise sitzend, stehend wie auch gehend, eine Arbeitsfähigkeit von 50% bestehe. Sie hat über dies erwogen, dass der Versicherten damit auch ihre angestammte Tätigkeit wieder zumutbar sei. 7.3.1 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 6.2 hiervor) ist de n im Rahmen des Verwaltungsverfah- rens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indi zien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen keine vor. Das bidisziplinäre Gutachten vom 10. Januar 2012 sowie auch das Verlaufsgutachten vom 26. November 2013 sind insgesamt umfassend und die darin dargelegten medizinischen Zusam menhänge sowie die jeweils vorge- nommenen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und üb erzeugend. Die Gutachter haben die Versicherte persönlich untersucht, eine umfassende Anamnese erhoben und gehen einläss- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht lich auf ihre Angaben und Beschwerden ein. Sie setzen sich zudem fundiert mit den bei den Akten liegenden medizinischen Berichten auseinander und begründen abweichende Einschät- zungen in überzeugender Weise. Überdies wird namentlich im Gutachten vom 10. Januar 2012 hinsichtlich der zahlreichen psychiatrisch bedingten Hospi talisationen schlüssig ausgeführt, weshalb aus psychiatrischer Sicht eine längerfristige Beein trächtigung der Arbeitsfähigkeit nicht begründet werden könne. Alsdann wird unter Hinweis au f die divergierenden Aussagen des behandelnden Psychiaters Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, nachvoll- ziehbar dargelegt, weshalb der Diagnose von akzentuierte n Persönlichkeitszügen, emotional labil (ICD-10: F. 73.1) der Vorrang gegeben wird. I nsgesamt ist somit nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle dem Gutachten vom 10. Januar 2012 sowie dem Verlaufsgutachten vom 26. November 2013 vollen Beweiswert zuerkannte. 7.3.2 Was die Beschwerdeführerin vorbringt, ist nicht ge eignet, die beweisrechtliche Ver- wertbarkeit dieses Gutachtens in Frage zu stellen. So zweifelt sie den Beweiswert des psychiat- rischen Fachteils des Gutachtens dahingehend an, als nicht nachvollziehbar sei, dass die de- pressiven Episoden keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkei t haben sollen, nachdem diese re- gelmässig stationäre Behandlungen indizieren würden. Wi e sich der Darlegung der medizini- schen Situation und dem eben Gesagten entnehmen lässt, s etzt sich Dr. B.____ im Gutachten vom 10. Januar 2012 ausführlich mit diesen depressiven Ei nbrüchen sowie den dadurch erfor- derlichen und in diversen medizinischen Berichten dokumen tierten Hospitalisationen auseinan- der. Er führt diesbezüglich aber aus, dass diese Phasen n ie über längere Zeit andauern, teil- weise gar innerhalb weniger Tage wieder aufgefangen würden, so dass ein dauerhaft reduzier- ter affektiver Zustand nie vorgelegen habe. Auch weist er unter Einbezug der sich bei den Akten befindlichen medizinischen Berichte darauf hin, dass diese depressiven Dekompensationen meistens durch psychosoziale Schwierigkeiten auftreten. I m Verlaufsgutachten vom 26. November 2013 werden diese Ausführungen bestätigt. Alsdann hat die Beschwerdeführerin anlässlich dieser erneuten Begutachtung dem Gutachter selbst mitgeteilt, dass sie in der Zeit zwischen der ersten und der zweiten Begutachtung, d.h. zwi schen Anfang Januar 2012 und Ende Juni 2013 insgesamt drei depressive Phasen von je 2-3 Wochen Dauer gehabt hätte, was vier bis sechs Wochen innert eineinhalb Jahren entspricht . Gestützt auf die überzeugenden Ausführungen des Gutachters sowie die Beurteilungen d es Regionalen ärztlichen Dienstes bei- der Basel (RAD) vom 3. Januar 2013 und vom 6. Dezembe r 2013, erscheint eine dauerhafte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrische r Sicht somit insgesamt als nicht über- wiegend wahrscheinlich. Daran vermag die Beschwerdeführe rin schliesslich auch mit ihrem Vorbringen, wonach die Beurteilung der zumutbaren Ar beitsfähigkeit durch die Hausärztin Dr. med. E.____, FMH Allgemeine Innere Medizin und P sychosomatische und Psychosoziale Medizin (SAPPM), vorzuziehen sei, die ihr entgegen dem G utachten der Dres. B.____ und C.____, aufgrund einer gesamtheitlichen Betrachtung d es Gesundheitszustandes eine Arbeits- unfähigkeit von 100% attestiert habe, nichts zu ändern. Im Rahmen ihrer sehr kurz gehalten Ausführungen lässt sich der Beurteilung von Dr. E.____ weder in Bezug auf die diagnostizierte rezidivierende Depression sowie die Panikstörung noch bez üglich der attestierten Arbeitsunfä- higkeit eine nachvollziehbare Begründung entnehmen. Wi e die Beschwerdegegnerin sodann zutreffend ausführt, stützt Dr. E.____ ihre Empfehlung einer vollen Invalidenrente indes aus- schliesslich auf psychosoziale Faktoren, was den Beweiswert ihr es Berichts zusätzlich schmä- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht lert. Der Bericht von Dr. E.____ vermag deshalb die fachärztlichen Beurteilungen nicht in Zwei- fel zu ziehen. 7.4 Aufgrund des Gesagten ist demnach festzuhalten, d ass bei der Beurteilung des medi- zinischen Sachverhaltes vollumfänglich auf die Ergebnisse des Gutachtens der Dres. B.____ und C.____ vom 10. Januar 2012 sowie deren Verlaufsgu tachten vom 26. November 2013 ab- gestellt werden kann. Folglich ist davon auszugehen, dass d ie Beschwerdeführerin aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen in einer l eichten wirbelsäulenbelastenden Tätigkeit mit Heben und Ziehen von Lasten bis maximal 7.5 kg, durchgeführt mit Vorteil in Wechselbelas- tung abwechslungsweise sitzend, stehend wie auch gehend, i m Umfang von 50% arbeitsfähig ist. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdi gung zur Überzeugung, dass die vor- handenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhalts ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf weitere Abklä rungen verzichtet werden. Eine sol- che antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bunde sgerichtlicher Rechtsprechung zu- lässig (BGE 131 I 153 E. 3, 126 V 130 E. 2a, 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). 8. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.2 hiervor), ist gem äss Art. 16 ATSG der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkomme nsvergleichs zu bestimmen. Dassel- be gilt im Rahmen der gemischten Methode der Invalidi tätsbemessung für die Ermittlung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich. Die IV-Stelle ha t in der angefochtenen Verfügung vom 3. März 2015 für den Erwerbsbereich den erforderlichen Einkommensvergleich vorgenommen. Dabei hat sie anhand der Gegenüberstellung des Validen einkommens von Fr. 36‘528.-- und des zumutbaren Invalideneinkommens von Fr. 26‘692.-- ei nen Invaliditätsgrad im Erwerbsbe- reich von 26.93% errechnet. 9.1 Streitig und zu prüfen bleibt demnach die Einschr änkung im Haushaltsbereich . 9.2.1 Zur Ermittlung der Einschränkung im Haushaltsber eich bedarf es im Regelfall einer Abklärung vor Ort (vgl. Art. 69 Abs. 2 IVV). Hinsichtlich des Beweiswertes des Abklärungsbe- richts sind – analog zur Rechtsprechung zur Beweiskraft vo n Arztberichten (BGE 134 V 232 E. 5.1) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Eine Haushaltsabklärung ist beweiskräftig, wenn sie durch eine qualifizierte Person erfolgt, welch e Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der Beeinträchtigungen und Behinde rungen hat, die sich aus den medizini- schen Diagnosen ergeben. Weiter sind die Angaben der ver sicherten Person zu berücksichti- gen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten i m Bericht aufzuzeigen sind. Der Be- richtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angem essen detailliert bezüglich der ein- zelnen Einschränkungen sein sowie in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen (vgl. AHI-Praxis 2003 S. 218 E. 2.3.2; U rteil des Bundesgerichts vom 22. April 2010, 9C_90/2010, E. 4.1.1.1). Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne da rstellt, in das Ermessen der Abklä- rungsperson nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinsch ätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Abklärungsresultate vorliegen. Das gebi etet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkret en Sachverhalt steht als das im Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Beschwerdefall zuständige Gericht (Urteil des Bundesger ichts vom 18. August 2008, 8C_107/2008, E. 3.2.1 mit Hinweis; BGE 128 V 93 f. E. 4). 9.2.2 Ferner gilt es zu berücksichtigen, dass im Zusammenha ng mit den Einschränkungen im Haushalt nicht die medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit ausschlaggebend ist, sondern wie sich der Gesundheitsschaden in der nichterwerblichen B etätigung konkret auswirkt (Urteil des Bundesgerichts vom 31. März 2011, 9C_121/2011, E. 3.1.1 mit Hinweisen). Dabei ist die im Sozialversicherungsrecht jeder versicherten Person obliege nde Schadenminderungspflicht auch bei der Bemessung der Invalidität im Haushalt in d ie Bemessung miteinzubeziehen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse H aushaltsarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Ein invaliditäts- bedingter Ausfall darf bei im Haushalt tätigen Person en nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden könn en, durch Drittpersonen gegen Entlöhnung oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Er- werbseinbusse oder doch eine unverhältnismässige Belastun g entsteht. Die im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer Hausfrau oder einem H ausmann zu berücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen geht daher weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung. Geht es um die Mitarbeit von Familienangehörigen, ist danach zu fragen, wie sich eine vernünftige Familiengemeinschaft einrichten würde, wenn keine Versiche- rungsleistungen zu erwarten wären (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesge- richts vom 25. März 2010, 9C_39/2010, E. 4.3.2). 9.3.1 Die Abklärungsperson gelangte vorliegend zum S chluss, dass die Versicherte im Haushalt insgesamt zu 25.65% eingeschränkt sei. Dabei wur de im Haushaltsbericht vom 15. Mai 2012 eine Einschränkung im Bereich Haushaltsführung, im Bereich Einkauf und weitere Besorgungen sowie im Bereich Verschiedenes verneint. Eingeschränkt sei die Versicherte je- doch im Umfang von 25% bei der Ernährung, im Umfang von 30% bei der Wohnungspflege, im Umfang von 15% bei der Kategorie Wäsche und Kleiderpf lege sowie im Umfang von 45% bei der Betreuung von Kindern und anderen Angehörigen. Es wird wiederholt darauf hingewiesen, dass sie in diesen Bereichen aufgrund der Schmerzproblemat ik im Rücken eingeschränkt sei, wobei im Rahmen der Schadensminderungspflicht die zumut bare Mithilfe des Ehemanns be- rücksichtigt wurde. 9.3.2 Bezüglich des Haushaltsberichts ist festzuhalten, d ass er von einer qualifizierten Per- son in Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse verfasst wurde. Der Berichtstext ist insgesamt schlüssig und nachvollziehbar. Die Angaben der ve rsicherten Person werden hinrei- chend berücksichtigt und die einzelnen Einschränkungen we rden angemessen detailliert be- gründet. So wird in jedem Aufgabenbereich eingehend aufgeführt, welche Verrichtungen der Beschwerdeführerin noch zumutbar sind. Diese einzelnen n och zumutbaren Arbeiten stimmen auch mit dem Zumutbarkeitsprofil der medizinischen Beu rteilungen überein. Hierzu kann fest- gestellt werden, dass der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung des Rückenleidens bezo- gen auf sämtliche Haushaltsbereiche nur noch die körper lich weniger anstrengenden Verrich- tungen zugemutet werden, während ihr die mit grosser körperlicher Belastung verbundenen Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht Arbeiten nicht mehr zugemutet werden. Auch wird in Bereichen, wo die gesundheitliche Situati- on keine Einschränkungen begründen kann, wie bspw. im Ra hmen der Kategorie Haushaltfüh- rung, in Übereinstimmung mit der gutachterlichen Beurteilung schlüssig dargelegt, dass die Be- schwerdeführerin in stark depressiven Phasen in diesem Bere ich zwar eingeschränkt sei, unter Berücksichtigung der Mithilfe des Ehemannes in dieser beschränkten Zeit insgesamt aber keine Einschränkung angerechnet werden könne. Dass ihr im Ha ushaltsbericht Arbeiten zugemutet würden, die mit ihrer aktuellen gesundheitlichen Situ ation nicht zu vereinbaren seien, wird von der Beschwerdeführerin denn auch – zu Recht – nicht be anstandet. 9.3.3 Indessen macht sie geltend, dass die Mithilfe des Eh emannes im Rahmen der Scha- denminderungspflicht zu stark beansprucht werde, so dass die Einschränkung mit insgesamt 25.65% viel zu tief angesetzt worden sei. Vielmehr unte rliege sie einer Einschränkung von min- destens 70%. Wie bereits dargelegt (vgl. E. 8.2 hiervor ), ist die Mithilfe von Familienangehöri- gen von gesundheitlich beeinträchtigen Personen in ein em grösseren Umfang zu berücksichti- gen, als die üblicherweise zu erwartende Unterstützung. So trifft es zwar zu, dass die Mitarbeit des Ehemannes, welche im vorliegenden Haushaltsabklärung sbericht insgesamt mit 20-25 Stunden pro Woche beziffert wird und somit einer täg lichen Belastung von rund drei Stunden entspricht, auch unter Berücksichtigung einer erweiterten Mithilfe, eher an der oberen Grenze des noch Zumutbaren zu werten ist. Bei genauerer Betr achtung des entsprechenden Berichts fällt allerdings auf, dass die von der Abklärungsperson errechnete Stundenzahl eher grosszügig bemessen wurde. So ist das Ausmass der in den einzelnen Be reichen beschriebenen Verrich- tungen, die dem Ehemann neben seiner Erwerbstätigkeit zugemutet werden, nicht derart gross, dass eine erweiterte Pflicht zur Mithilfe vorliegend ü berstrapaziert würde und deshalb, in das Ermessen der Vorinstanz einzugreifen, wäre. 9.4 Insgesamt stellt der Abklärungsbericht demnach eine zu verlässige Entscheidungs- grundlage dar. Fehleinschätzungen oder Anhaltspunkte f ür die Unrichtigkeit der Abklärungsre- sultate sind keine ersichtlich. Auf weitere Abklärungen zur Einschränkung im Haushalt kann verzichtet werden. Demnach ist die von der Beschwerdegegne rin festgestellte Einschränkung von 25.65% nicht zu beanstanden. 10. Die Beschwerdeführerin macht schliesslich geltend, dass unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen, die sich aus gleichzeitig ausgeübter B erufstätigkeit und Haushaltsführung ergeben, ihr die Arbeitsfähigkeit im Umfang von 50% n ur zugerechnet werden könne, wenn sie sich in den restlichen 50% der eigentlichen Arbeitszeit a usruhen könne. Dies sei jedoch nicht möglich, weil ihr in der verbleibenden Zeit die Führung des Haushalts zugemutet werde. Wie die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf die massgebende R echtsprechung richtig darlegt, kön- nen Wechselwirkungen – unter anderem – nur dann zusätzl ich gewürdigt werden, wenn akten- kundig ist, dass die Arzt- und Abklärungsberichte nicht be reits in Kenntnis der im jeweils ande- ren Aufgabenbereich vorhandenen Belastungssituation erst ellt worden sind, und konkrete An- haltspunkte bestehen, dass eine wechselseitige Verminder ung der Leistungsfähigkeit vorliegt, die in den vorhandenen Berichten nicht hinreichend gew ürdigt worden ist (BGE 134 V 9 E. 7.3.2). Aufgrund der Akten steht fest, dass sowohl d as bidisziplinäre Gutachten vom 10. Ja- nuar 2012 als auch das Verlaufsgutachten vom 26. November 2013 sowie der entsprechende Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht Haushaltsbericht vom 15. Mai 2012 in Kenntnis der im j eweils anderen Aufgabenbereich vor- handenen Belastungssituation erstellt wurden. Auch sonst liegen keine Hinweise auf eine wechselseitige Verminderung der Leistungsfähigkeit vor, welche in den vorliegenden Zumutbar- keitsbeurteilungen nicht hinreichend gewürdigt worden ist. Demzufolge kann eine allfällige Wechselwirkung im Sinne der dargelegten Rechtsprechung vorliegend nicht berücksichtigt wer- den. 11. In Anwendung der gemischten Methode der Invaliditä tsbemessung ergibt sich auf Grund des Gesagten in Berücksichtigung der zeitlichen Beanspruchung in den jeweiligen Berei- chen (50% im Erwerbs- und 50% im Haushaltsbereich) bei einer Einschränkung im Haushalts- bereich von 12.83% (0.5 x 25.65%) und einer solchen i m Erwerbsbereich von 13.46% (0.5 x 26.93%) ein Invaliditätsgrad von rund 26% (vgl. zur R undungspraxis BGE 130 V 121 ff). Da der Invaliditätsgrad somit unter den für einen Rentenansp ruch mindestens erforderlichen 40% liegt, hat die Beschwerdegegnerin einen Anspruch der Beschwerd eführerin auf eine Invalidenrente zu Recht abgelehnt. Bei diesem Ergebnis ist die Beschwerde vom 7. April 2015 abzuweisen. 12.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgel egt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstan den ist, setzt das Gericht die Verfah- renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 600.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par- tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen si nd. Der Beschwerdeführerin ist nun allerdings mit Verfügung vom 15. September 2014 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem Grund werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse ge- nommen. 12.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausga ng entsprechend wettzuschla- gen. Da der Beschwerdeführerin in der Verfügung vom 18 . Mai 2015 die unentgeltliche Verbei- ständung mit ihrem Rechtsvertreter bewilligt worden ist , ist dieser für seine Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Ta rifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 (in der seit 1. Jan uar 2014 geltenden Fassung) beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200 .-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat in seiner Honorarnote vom 10. Juni 2015 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 9 Stunden und 30 Minuten gelte nd gemacht, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfr agen als angemessen erweist. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausg ewiesenen Auslagen von Fr. 55.--. Dem Rechtsvertreter ist somit ein Honorar in der Höhe v on Fr. 2‘111.40 (9 Stunden und 30 Minuten à Fr. 200.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 55.-- + 8% Mehrwertsteuer) aus der Ge- richtskasse auszurichten. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- wer den der Be- schwerdeführerin auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g wird dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar in d er Höhe von Fr. 2111.40 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) au s der Ge- richtskasse ausgerichtet. Mitteilung an Parteien Bundesamt für Sozialversicherungen Präsidentin Gerichtsschreiberin