<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00342</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205450&amp;W10_KEY=4467137&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00342</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.11.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Straf- und Massnahmenvollzug</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einsicht in Personendaten</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Das kantonale Datenschutzgesetz ist in hängigen Verfahren der Zivil-, Verwaltungs- und Strafrechtspflege nicht anwendbar. Das gilt im Bereich der Verwaltungsrechtspflege auch für das nichtstreitige erstinstanzliche Verfahren. Soweit - kantonalrechtliche - Datenschutzstreitigkeiten in Zusammenhang mit dem Strafvollzug stehen, ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht gemäss § 43 Abs. 1 lit. g des Verwaltungsrechtspflegegesetzes unzulässig.<br/>Nichteintreten</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG">ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DATENSCHUTZ">DATENSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFVOLLZUG">STRAFVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSCHRIFT">UNTERSCHRIFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS">ZUSTÃNDIGKEIT DES VERWALTUNGSGERICHTS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 3 Abs. II lit. b DatenschutzG</span><br/><span class="ungerade">§ 38 Abs. II lit. b VRG</span><br/><span class="gerade">§ 43 Abs. I lit. g VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>A ersteht eine lÃ¤ngere Freiheitsstrafe in einer Strafanstalt. Unter dem 19. April 2005 verlangte er Einblick in alle seine Person betreffenden Daten, die sich im AufseherbÃ¼ro befÃ¤nden. Die Anstaltsdirektion lehnte das Gesuch mit VerfÃ¼gung vom 4. Mai 2005 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A rekurrierte hiergegen am 29. Mai 2005 unter Erweiterung seines ursprÃ¼nglichen Ansinnens. Mit VerfÃ¼gung vom 26. Juli 2005 trat die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons ZÃ¼rich auf das Rechtsmittel insofern ein, als es das anfÃ¤ngliche Begehren betraf, und hiess dieses gestÃ¼tzt auf das (kantonale) Datenschutzgesetz vom 6. Juni 1993 (DatenschutzG, LS 236.1) nur teilweise gut, indem sie von den bekannt zu gebenden Daten "Aufzeichnungen von Mitarbeitenden der Strafanstalt, die besondere Beobachtungen und persÃ¶nliche EinschÃ¤tzungen Ã¼ber den Rekurrenten enthalten", ausnahm; als WeiterzugsmÃ¶glichkeit wurde die Beschwerde beim Verwaltungsgericht genannt.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A fÃ¼hrte am 28./30. August 2005 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, die im Rekursentscheid angeordnete Ausnahme aufzuheben, eventualiter Einsicht in die vorenthaltenen Daten unter Anonymisierung von deren Urhebern zu gewÃ¤hren. Hierauf wurde die VerfÃ¼gung der Direktion der Justiz und des Innern vom 26. Juli 2005 beigezogen. A vergewisserte sich in einem Telefonanruf vom 6. Oktober 2005, dass sein Rechtsmittel eingegangen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Der Beschwerdeschrift selbst gebricht es an einer Unterzeichnung; hingegen findet sich der eigenhÃ¤ndige Namenszug des BeschwerdefÃ¼hrers im Absender des zugehÃ¶rigen Briefumschlags. GemÃ¤ss verwaltungsgerichtlicher Praxis genÃ¼gt das und bedarf es folglich keiner Fristansetzung zum Nachbringen einer Signatur (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, §§ 22 N. 13, 53 N. 8, 56 N. 8 f.; umgekehrt neuerdings BGr, 25. Januar 2005, 6P.150/2004, E. 1, www.bger.ch). Ohnehin bestehen am Rechtsmittelwillen des BeschwerdefÃ¼hrers spÃ¤testens nach dem Telefonat vom 6. Oktober 2005 keinerlei Zweifel mehr. Im Ãbrigen erweist sich alsbald, dass das Rechtsmittel sich jedenfalls aus anderem Grund und ohne Kostenfolge zu Lasten des BeschwerdefÃ¼hrers nicht an die Hand nehmen lÃ¤sst.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Wie sich zeigen wird, betrifft die Beschwerde Anordnungen auf Grund des Kantonalen Straf- und Vollzugsgesetzes vom 30. Juni 1974 (StVG, LS 331); ihre Behandlung fiele laut § 38 Abs. 2 lit. b des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) gerichtsintern eigentlich in einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit. Schon der Feststellung, es gehe hier um derartige Anordnungen, eignet jedoch im Sinn von § 38 Abs. 3 VRG prinzipielle Bedeutung; deshalb wird die Erledigung des Rechtsmittels einer Kammerbesetzung Ã¼bertragen (vgl. § 38 Abs. 1 Satz 1 VRG). Abermaliger Weiterungen bedarf es dafÃ¼r nicht (§ 56 Abs. 2 f. VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die ZustÃ¤ndigkeit gilt es kraft § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 VRG von Amts wegen zu prÃ¼fen. § 43 Abs. 1 lit. g in Verbindung mit Abs. 2 VRG verbietet die Beschwerde gegen Anordnungen in Straf- und Polizeistrafsachen, einschliesslich Vollzug von Strafen und Massnahmen, es sei denn darauf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht mÃ¶glich oder handle sich um Angelegenheiten gemÃ¤ss Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK, SR 0.101). Wie erwÃ¤hnt und noch darzutun (oben 1), dreht es sich hier um eine solch grundsÃ¤tzlich beim Verwaltungsgericht ausgeschlossene Materie (vgl. dazu, dass §§ 38 Abs. 2 lit. b und 43 Abs. 1 lit. g VRG das Gleiche meinen, KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 38 N. 7). Deswegen wird sich auf das Rechtsmittel nicht eintreten lassen.</p> <p class="Erwgung2">Daran kÃ¶nnten bloss Gegenausnahmen gemÃ¤ss § 43 Abs. 2 VRG etwas Ã¤ndern. Was indes zunÃ¤chst Art. 6 Abs. 1 EMRK anlangt, liegt im Sinn dieser Bestimmung â wie regelmÃ¤ssig auf dem Gebiet des Strafvollzugs â weder eine Streitigkeit Ã¼ber einen zivilrechtlichen Anspruch noch eine strafrechtliche Anklage vor (siehe Jochen Frowein/Wolfgang Peukert, EuropÃ¤ische Menschenrechtskonvention, 2. A., Kehl am Rhein etc. 1996, Art. 6 N. 51; Mark Villiger, Handbuch der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention, 2. A., ZÃ¼rich 1999, N. 380 ff.+401). Ebenso wenig beruhen die hier fraglichen Aufzeichnungen und die sie betreffenden VerfÃ¼gungen der beiden Vorinstanzen so auf dem Strafgesetzbuch (SR 311.0) und/oder zugehÃ¶rigen AusfÃ¼hrungsverordnungen des Bundes, dass innerstaatlich zuletzt die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zu Gebot stÃ¼nde (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 43 N. 23 ff.).</p> <p class="Erwgung2">Freilich wÃ¼rde sich am Ende dieser Weg Ã¶ffnen, wenn hier das Bundesgesetz vom 19. Juni 1992 Ã¼ber den Datenschutz (DSG, SR 235.1) Anwendung finden mÃ¼sste (siehe Art. 25 Abs. 5 sowie 33 Abs. 1 lit. d DSG; Art. 98 lit. e und 100 Abs. 2 lit. a des Bundesrechtspfle­gegesetzes vom 16. Dezember 1943 [OG, SR 173.110]; Renata Jungo in: Urs Maurer/Ne­dim Vogt [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Datenschutzgesetz, Basel/Frankfurt am Main 1995, Art. 33 N. 13; Beat Rudin, daselbst, Art. 37 N. 39). Das trifft aber nicht zu: Denn vorab ist der Beschwerdegegner kein Bundesorgan im Sinn von Art. 2 Abs. 1 lit. b sowie Art. 3 lit. h DSG (Rudin, Art. 37 N. 11; Marc Buntschu, daselbst, Art. 2 N. 30 f.; Urs Belser, daselbst, Art. 3 N. 30); im Licht von Art. 37 Abs. 1 DSG zudem verfÃ¼gt der Kanton ZÃ¼rich Ã¼ber eigene Datenschutzvorschriften bzw. vollzieht er mit den strittigen Aufzeichnungen wie gesagt nicht eigentlich Bundesrecht (vgl. Buntschu, Art. 2 N. 31; Rudin, Art. 37 N. 4 ff.).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Ãnderung des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 8. Juni 1997 ersetzte fÃ¼r das Beschwerdeverfahren den Katalog von enumerativ aufgezÃ¤hlten ZustÃ¤ndigkeitsbereichen durch eine Generalklausel mit Ausnahmen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 41-71 N. 3). Bei Schaffung des kantonalen Datenschutzgesetzes hatte der damalige § 45 VRG eine neue lit. l erhalten, welche die Beschwerde an das Verwaltungsgericht in Streitigkeiten Ã¼ber das Bearbeiten von Personendaten durch Ã¶ffentliche Organe gemÃ¤ss dem Datenschutzgesetz gestattete (OS 52, S. 452 ff., 459). Hiervon bewusst ausgeschlossen blieb laut ursprÃ¼nglichem § 46 VRG unter anderem die Beschwerde gegenÃ¼ber Anordnungen in Straf- und Polizeistrafsachen, einschliesslich des Vollzuges von Strafen und strafrechtlichen Massnahmen (GS 1, S. 342 ff., 352; Weisung des Regierungsrats in ABl 1987, S. 632 ff., 651 f.).</p> <p class="Erwgung2">Ein solches VerhÃ¤ltnis der Statthaftigkeit von Beschwerden â unter anderem in Datenschutzstreitigkeiten â und AusschlÃ¼ssen hiervon besteht in den aktuellen §§ 41-43 VRG fort (vgl. VGr, 29. April 1998, VB.98.00122, E. 2 [Regest in RB 1998 Nr. 27]; KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 43 N. 58 â beides auch zum folgenden Absatz; gerade umgekehrt liegt es nach Art. 100 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a OG vor Bundesgericht fÃ¼r das eidgenÃ¶ssische Datenschutzgesetz). Das muss jedenfalls fÃ¼r Anordnungen in Straf- und Polizeistrafsachen inklusive Vollzug von Strafen sowie Massnahmen gelten, an deren Nichtzulassung vor Verwaltungsgericht die Revision vom 8. Juni 1997 nichts Ã¤nderte.</p> <p class="Erwgung2">Bislang hatte das Verwaltungsgericht allerdings nur insoweit mit der Kombination einer Datenschutzstreitigkeit sowie eines von der Beschwerdezulassung ausgeschlossenen Gebiets zu tun und seine ZustÃ¤ndigkeit verneint, als es um Daten ging, die in einem fÃ¶rmlichen, zu einer erstinstanzlichen Anordnung fÃ¼hrenden Verfahren jenes Gebiets selbst erhoben worden waren. <span>Gerade daran fehlt es hier aber.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Das kantonale Datenschutzgesetz schliesst seine Anwendung durch § 3 Abs. 2 lit. b in hÃ¤ngigen Verfahren der Zivil-, Verwaltungs- und Strafrechtpflege aus. E contrario beschlÃ¤gt es "[n]och nicht hÃ¤ngige Verfahren und die Akten abgeschlossener Verfahren" (regierungsrÃ¤tliche Weisung in ABl 1987, 631). Es findet also auch auf die hier interessierenden Aufzeichnungen Anwendung. Daraus, dass § 3 Abs. 2 lit. b DatenschutzG von Verwaltungsrechtspflege spricht und dieser Begriff nach einer â neben andern freilich bloss â mÃ¶glichen Terminologie das nichtstreitige, erstinstanzliche Verwaltungsverfahren nicht erfasst, wird gefolgert, das kantonale Datenschutzgesetz gelte auch fÃ¼r jenes und nur fÃ¼r Rechtsmittelverfahren nicht (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 77 in Verbindung mit Vorbem. zu §§ 4-31 N. 3-5; so im Ergebnis VGr, 21. Dezember 2000, VB.2000.00327, E. 4 Abs. 2). Dergestalt verhÃ¤lt es sich gemÃ¤ss Art. 2 Abs. 2 lit. c DSG effektiv im Bund.</p> <p class="Erwgung2">Aber erst einmal normiert das kantonale <i>Verwaltungsrechtspflege</i>gesetz in seinen §§ 4a-17 auch das so genannte <i>nichtstreitige Verfahren</i>, und zwar mit GÃ¼ltigkeit ebenso fÃ¼r verwaltungsinterne wie -externe Rechtsmittel (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 4-31 N. 1; §§ 4, 70, 80c VRG). Weiter verraten die Gesetzesmaterialien, dass § 3 Abs. 2 lit. b DatenschutzG das erstinstanzliche Verwaltungsverfahren gleichfalls ausklammern will: In diesem Zusammenhang geht einfach vom Verwaltungsverfahren die Rede; obendrein heisst es, die kombinierte Anwendbarkeit von Datenschutz- und Rechtspflegegesetz wÃ¼rde schwierige Abgrenzungsfragen stellen bzw. die datenschutzrelevanten Regelungen mÃ¼ssten in den Verfahrensgesetzen erfolgen (ABl 1987, 631; Prot. KR 1991-1995, S. 5292 f.).</p> <p class="Erwgung2">Findet mithin das kantonale Datenschutzgesetz ganz allgemein schon in fÃ¶rmlichen erstinstanzlichen Verfahren keine Anwendung, kann die UnzulÃ¤ssigkeit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde in Datenschutzstreitigkeiten, welche mit Straf- und Polizeistrafsachen inklusive Vollzug von Strafen sowie Massnahmen zu tun haben, lediglich bedeuten, dass es sich wie hier um noch nicht hÃ¤ngige oder aber abgeschlossene Verfahren in diesem Ausnahmebereich drehe (anders wohl wiederum KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 80). Deshalb ist auf das Rechtsmittel nicht einzutreten; eine Ãberweisung desselben zur Behandlung an den Regierungsrat nach § 70 in Verbindung mit §§ 5 Abs. 2 Satz 1 und 19b Abs. 1 VRG fÃ¤llt ausser Betracht, weil der vorinstanzliche Rekursentscheid laut § 27 Abs. 2 StVG endgÃ¼ltig ist (VGr, 21. Januar 2002, VB.2002.00015, www.vgrzh.ch = RB 2002 Nr. 34, E. 1b, mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>An diesem Schluss wÃ¼rde Ã¼brigens nichts Ã¤ndern, falls das kantonale Datenschutzgesetz auch im fÃ¶rmlichen erstinstanzlichen Verfahren griffe:</p> <p class="Erwgung2">Es hÃ¤tte schon ursprÃ¼nglich keinen Sinn ergeben, die Anwendung des Datenschutzgesetzes einer ÃberprÃ¼fung durch das Verwaltungsgericht gerade dort vorzuenthalten, wo es allgemein und hier besonders im Strafvollzug um das Wesentliche geht, nÃ¤mlich bei VerfÃ¼gungen auf dem betreffenden Gebiet selbst, nicht aber ausserhalb auf solche VerfÃ¼gungen zielender Verfahren. Die Beschwerde ist zwar heute namentlich soweit statthaft, als die Anwendung von Strafvollzugsrecht des Bundes â demnach erneut Elementarstes â in Frage steht, und kann dann gleichermassen eine Datenschutzstreitigkeit beschlagen. Das gilt indes weiterhin nicht, wenn keine Ausnahme gemÃ¤ss § 43 Abs. 2 VRG vorliegt, also in minder bedeutenden FÃ¤llen. Es bliebe in diesem Licht ungereimt, den datenschutzrechtlichen Weg zum Verwaltungsgericht auf der sozusagen untersten Wichtigkeitsstufe doch wieder zu Ã¶ffnen, das heisst eben bei Fehlen eines Verfahrens, welches zu einer Anordnung in einer Ausschlussmaterie fÃ¼hren soll.</p> <p class="Erwgung2">Mit anderen Worten erstreckt sich die UnzulÃ¤ssigkeit der Beschwerde gegen Anordnungen in einem bestimmten Sachbereich â hier im Strafvollzug â auch auf datenschutzrechtliche Streitigkeiten, die nicht ein fÃ¶rmliches Verfahren in diesem Sachbereich selbst betreffen.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die angefochtene VerfÃ¼gung hat irrtÃ¼mlich die Beschwerde beim Verwaltungsgericht als Rechtsmittel angegeben. Deshalb lassen sich die Gerichtskosten nicht dem BeschwerdefÃ¼hrer belasten, geschweige denn dem Beschwerdegegner. Auch kein Vorwurf trifft aber wegen der sich hier so erstmals stellenden ZustÃ¤ndigkeitsfrage die Vorinstanz, sodass diese zu Lasten der Staatskasse ebenso wenig kostenpflichtig erklÃ¤rt werden darf. Mithin gilt es die Gerichtskosten auf die eigene Kasse zu nehmen (zum Ganzen VGr, 5. <span>Oktober 2005, VB.2005.00337, E. 3 Abs. 1, www.vgrzh.ch, mit Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">Sollte nicht akzeptiert werden wollen, dass hier kein Strafvollzugsrecht des Bundes zur Anwendung gelange (dazu oben 3 Abs. 2), wÃ¤re das mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht zu rÃ¼gen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 49). Im Ãbrigen kÃ¶nnte der BeschwerdefÃ¼hrer innert zehn Tagen ab Zustellung dieses Beschlusses staatsrechtliche Beschwerde gegen die vorinstanzliche VerfÃ¼gung erheben; alsdann mÃ¼sste er beim Bundesgericht zugleich um Fristwiederherstellung ersuchen (siehe Art. 89 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 35 Abs. 1 OG; Jean-FranÃ§ois Poudret, Commentaire de la loi fÃ©dÃ©rale d'orga­nisation judiciaire, Bd. I, Bern 1990, Art. 35 N. 2.7 S. 247 Ziff. 4).</p> <p class="Erwgung2">Die staatsrechtliche Beschwerde gegen den Rekursentscheid stÃ¼nde freilich insofern nicht zur VerfÃ¼gung, als â abweichend von oben 3 Abs. 3 â geltend gemacht werden wollte, die beiden Vorinstanzen hÃ¤tten Datenschutzrecht des Bundes anwenden mÃ¼ssen; stattdessen wÃ¤re ebenfalls binnen zehn Tagen und begleitet von einem Fristwiederherstellungsgesuch Beschwerde bei der EidgenÃ¶ssischen Datenschutzkommission einzureichen (vgl. Art. 84 Abs. 2 OG; Art. 33 Abs. 1 lit. d DSG; Art. 71a Abs. 2 in Verbindung mit Art. 24 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 Ã¼ber das Verwaltungsverfahren [SR 172.021]; § 42 VRG; Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 369; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 42 N. 1 ff.+8).</p> <p class="Erwgung2">Endlich gÃ¤lte das im vorigen Absatz Gesagte auch hinsichtlich der erstinstanzlichen VerfÃ¼gung vom 4. Mai 2005, wenn der BeschwerdefÃ¼hrer den Standpunkt einnehmen und durchzusetzen wÃ¼nschen sollte, der Beschwerdegegner sei als Bundesorgan zu betrachten (vgl. Art. 25 Abs. 5 Satz 1 DSG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Im Sinn der ErwÃ¤gungen kann gegen diesen Beschluss innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>