<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>UV.2014.00074</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichterin Annaheim</p><p>Sozialversicherungsrichterin Fehr</p><p>Gerichtsschreiber Stocker</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">12. Dezember 2014</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsabteilung</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach 4358, 6002 Luzern</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p><span>1.</span></p><p><span>1.1</span><span> </span><span>X.___</span><span>, geboren 1974, war als Projektleiter bei der </span><span>Y.___</span><span> angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und</span><span> Nichtberufsunfällen versichert.</span></p><p><span> </span><span> </span><span> </span><span>Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen</span><span> für ein geltend gemachtes Ereig</span><span>nis vom</span><span> 31. Oktober 2010 </span><span>(Sturz </span><span>beim Joggen Urk. 6/1)</span><span>; Anfang Januar 2011 konnte die Behandlung abgeschlossen werden (vgl. Urk. 2 S. 2 </span><span>lit</span><span>. A).</span></p><p><span>1.2</span><span> </span><span>Am 14. Januar 2013 wurde der SUVA ein Rückfall gemeldet (Urk. 6/9; wobei nun anstatt</span><span> von</span><span> eine</span><span>m Sturz</span><span> beim Joggen von einem Sturz mit einer </span><span>Vespa</span><span> die Rede war; vgl. auch das E-Mail des Versicherten vom 29. Januar 2013 [Urk. 6/7], in dem er ausführte</span><span>,</span><span> er sei im Jahr 2010 mit der </span><span>Vespa</span><span> gestürzt).</span></p><p><span> </span><span>In der Folge wurde der Versicherte in der Klinik </span><span>Z.___</span><span> und der </span><span>Klinik A.___</span><span> behandelt (vgl. etwa Urk. 6/26-27 und Urk. 6/33). Kreisarzt </span><span>Dr. </span><span>med. </span><span>B.___</span><span>, Facharzt FMH für Chirurgie, nahm am 28. Mai 2013 zur </span><span>Kausa</span><span>litätsfrage</span><span> Stellung (Urk. 6/28). Mit Schreiben vom 12. August 2013 (Urk. 6/38) vernei</span><span>nte</span><span> die SUVA ihre Leistungspflicht mit der Begründung, dass es sich gemäss kreisärztlicher Einschätzung um krankhei</span><span>t</span><span>sbedingte Beschwer</span><span>den handle. Der Versicherte war mit dieser Einschätzung nicht einverstanden (vgl. Urk. 6/39; vgl. auch Urk. 6/43).</span></p><p><span> </span><span>Die SUVA nahm deshalb weitere Arztberichte zu den Akten (vgl. Urk. 6/42) und legte die Sache zwecks Kausalitätsbeurteilung erneut dem Kreisarzt vor, der am 6. Dezember 2013 seinen Bericht erstattete (Urk. 6/45).</span><span> </span><span>Mit Verfügung vom 10. Dezember 2013 (Urk. 6/46) verneinte die SUVA ihre Leistungspflicht mit der Begründung, dass zwischen dem Unfall vom 31. Oktober 2010 und den im Sinne eines Rückfalls gemeldeten Kniebeschwerden kein sicherer oder wahr</span><span>scheinlicher Kausalzusammenhang bestehe. Es handle sich um </span><span>krankheitsbe</span><span>dingte</span><span> Beschwerden.</span></p><p><span> </span><span>Die dagegen vom Versicherten und von dessen Krankenversicherung, der </span><span>Atupri</span><span> Krankenkasse, erhobenen Einsprachen (Urk. 6/48 und 6/50) wies die SUVA mit Entscheid vom 24. Februar 2012 (Urk. 2 = Urk. 6/53) ab.</span></p><p><br/></p><p><span>2.</span><span> </span><span>Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 22. März 2014 (Urk. 1) Beschwerde mit dem Antrag, es sei der angefochtene </span><span>Einspracheentscheid</span><span> vom 2</span><span>4. Februar</span><span> 2014 aufzuheben und die SUVA zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Die SUVA schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 24. April 2014 (Urk. </span><span>5) auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerde</span><span>führer am 2</span><span>5. </span><span>April 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (</span><span>Urk. </span><span>7).</span></p><p><span> </span><span>Auf die Ausführungen der Parteien, ist soweit für die </span><span>Entscheidfindung</span><span> erfor</span><span>der</span><span>lich, in den Erwägungen einzugehen.</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><span>Das Gericht</span><span> zieht in Erwägung:</span></p><p><span>1.</span></p><p><span>1.1</span><span> </span><span>Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Un</span><span>fallfolgen. Den gesetzlich umschriebenen Anspruch auf Heilbehandlung hat die versicherte Person so lange, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Verbesserung ihres Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) noch nicht abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG e </span><span>contrario</span><span>).</span></p><p><span> </span><span>Ist sie infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemes</span><span>sene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).</span></p><p><span>1.2</span><span> </span><span>Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (</span><span>Art. </span><span>11 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV]). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krank</span><span>heit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeits</span><span>unfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).</span></p><p><span>1.3</span><span> </span><span>Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan</span><span>densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu</span><span>sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei</span><span>nige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche </span><span>oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge</span><span>dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).</span></p><p><span>Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund</span><span>heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal</span><span>tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie</span><span>genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen </span><span>Beweis</span><span>grad</span><span> der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich</span><span>keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines </span><span>Leistungs</span><span>anspruches</span><span> nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).</span></p><p><span>1.4</span><span> </span><span>Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi</span><span>schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau</span><span>salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge</span><span>wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens</span><span>erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er</span><span>folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).</span></p><p><span>1.5</span><span> </span><span>Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der </span><span>Vorak</span><span>ten</span><span> (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu</span><span>sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p><br/></p><p><span>2.</span></p><p><span>2.1</span><span> </span><span>Die Beschwerdegegnerin verneinte ihre Leistungspflicht in Bezug auf den am 14. Januar 2013 gemeldeten Rückfall im angefochtene</span><span>n </span><span>Einspracheentscheid</span><span> (Urk. 2) i</span><span>m Wesentlichen gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung von </span><span>Dr. </span><span>B.___</span><span>, wonach die geklagten Kniebeschwerden rechts nicht auf das Ereignis vom 31. Oktober 2010 zurückzuführen seien. Eventualiter bezweifelte die </span><span>Be</span><span>schwerdegegnerin</span><span> zudem, dass sich am 31. Oktober 2010 überhaupt ein Unfall oder eine unfallähnliche Körperschädigung zugetragen habe (vgl. auch Urk. 5).</span></p><p><span>2.2</span><span> </span><span>Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass der Grundfall zwar Ende 2010 abgeschlossen worden sei. Während der folgenden zwei Jahre bis zum Rückfall am 15. September 2012 habe er versucht, durch Ändern der Sportaktivitäten sein Knie nicht allzu sehr zu belasten. Leider hätten sich die Schmerze</span><span>n aber wieder verstärkt, weswegen</span><span> die Rückfallmeldung erfor</span><span>der</span><span>lich </span><span>geworden sei</span><span>. Der Kausalz</span><span>usammenhang zwischen dem am 31. </span><span>Oktober 2010 erlittenen Sturz und den sich daraus ergebenden Folgeschmerzen im rechten Knie sei gegeben. Das werde durch die Berichte der behandelnden Ärzte bestätigt (Urk. 1).</span></p><p><span>2.3</span><span> </span><span>Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht hin</span><span>sichtlich des am</span><span> </span><span>14. Januar 2013 gemeldeten Rückfalls zu Recht verneint hat.</span></p><p><br/></p><p><span>3.</span></p><p><span>3.1</span><span> </span><span>Dr. </span><span>med. </span><span>C.___</span><span>, Fachärztin für Radiologie, von der Klinik </span><span>Z.___</span><span> hielt in ihrem Bericht vom 28. April 2013 (Urk. 6/26) folgende Beurteilung fest: „Aus</span><span>gedehnte intramurale Veränderung des lateralen Meniskus bei </span><span>Scheibenmenis</span><span>kus</span><span> mit Zeichen eines mehrfach </span><span>septierten</span><span> Meniskusganglions am Vorderhorn / Corpus Übergang. Diskrete intramurale Veränderungen des medialen </span><span>Menis</span><span>kushinterhornes</span><span>. Intakte Knorpelüberzüge und Bänder.“</span></p><p><span>3.2</span><span> </span><span>Dr. </span><span>med. </span><span>D.___</span><span>, Facharzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin, berich</span><span>tete am 21. Mai 2013 darüber, dass es unter Physiotherapie sowie selbst durchgeführten Dehnübungen und Spinning für einige Wochen zu einer deutli</span><span>chen Verbesserung gekommen sei. Am 24. Februar 2013 sei ein erneutes </span><span>Be</span><span>schwerderezidiv</span><span> mit lateralen Knieschmerzen auf</span><span>getreten</span><span>, das sich im weiteren Verlauf wieder gebessert habe (Urk. 6/27).</span></p><p><span>3.3</span><span> </span><span>Kreisarzt </span><span>Dr. </span><span>B.___</span><span> äusserte</span><span> sich am 28. Mai 2013 dahingehend, dass eine laterale Meniskusläsion auf der Basis eines Scheibenmeniskus vorliege, die bekanntermassen</span><span> häufig zur Degeneration neige</span><span>. Die vorliegenden Veränderungen seien nicht überwiegend wahrscheinlich unfallkausal, sondern degenerativ (Urk. 6/28).</span></p><p><span>3.4 </span><span> </span><span>PD </span><span>Dr. </span><span>med. </span><span>E.___</span><span>, Teamleiter Kniechirurgie an </span><span>Klinik A.___</span><span>, diagnostizierte in seinem Bericht vom 9. Juli 2013 (Urk. 6</span><span>/</span><span>33) eine symptoma</span><span>tisch</span><span>e</span><span> laterale Meniskusläsion bei lateralem Scheibenmeniskus Knie rechts, Status nach Distorsionstrauma Knie rechts 201</span><span>0. </span><span>„Im [Jahr] 2010 beim Joggen </span><span>Misstritt</span><span> mit damals Auftreten von Knieschmerzen. Dies wurde als Unfall ge</span><span>meldet.“</span></p><p><span>3.5</span><span> </span><span>Dr. </span><span>F.___</span><span>, Facharzt FMH für Rheumatologie, äusserte sich in seinem Bericht vom 25. Oktober 2013 (Urk. 6/43</span><span>/2-3</span><span>) dahingehend, dass die Klinik ein</span><span>deutig </span><span>sei. Es handle sich um eine Problematik im lateralen Kompartiment. Nachdem die Schmerzsymptomatik und Belastbarkeitseinschränkung seit 2010 mit wechselnder Ausprägung anhaltend vorhanden gewesen sei</span><span>en</span><span>, sei seines Erachtens der Zusammenhang mit dem damaligen Leiden nach wie vor gege</span><span>ben. Wegen des grossen Leidensdrucks sei ein operatives Vorgehen indiziert.</span></p><p><span>3.6</span><span> </span><span>Aus dem Bericht der Klinik </span><span>G.___</span><span> vom 8. November 2013 (Urk. 6/43</span><span>/4-5</span><span>; gezeichnet: „</span><span>H.___</span><span>“; verfasst wohl von </span><span>Dr. </span><span>med. </span><span>I.___</span><span>) geht hervor, dass die kreisärztliche Beurteilung der Kniebeschwerden als degenerativ nicht geteilt wird: „Ablehnung SUVA; da wird etwas ‚salopp von bekanntermassen zu Dege</span><span>neration führt’ gesprochen“. Bekanntermassen sei dem</span><span> eben nicht mehr ganz so. Man fi</span><span>nde sehr viele Scheibenmenisken auch im Alter, die bis zum Alter von 70 oder 80 Jahren keine Beschwerden gemacht hätten. Bei</span><span>m</span><span> </span><span>vorliegenden</span><span> Patien</span><span>ten bestehe ein kontinuierlicher Verlauf seit seiner Verletzung mit kohärenten Schmerzen immer im lateralen Gelenkspalt.</span></p><p><span>3.7</span><span> </span><span>Kreisarzt </span><span>Dr. </span><span>B.___</span><span> führte in sei</span><span>nem Bericht vom 6. Dezember 2013</span><span> (Urk. 6/45) aus, dass sich im MRI vom 19. November 2010 im lateralen Meniskus eine feine lineare Signalanhebung im </span><span>Hinterhorn</span><span> und Corpus bis zum Übergang zum </span><span>Vor</span><span>derhorn</span><span> bis an die Spitze ziehend gezeigt habe. Es hätten sich intakte Kreuz- und Seitenbänder sowie Ligamenta </span><span>patellae</span><span> und ein normales Signal des Knochenmarkes gefunden. Es seien keine </span><span>ossären</span><span> Stressreaktionen und kein signifikanter Erguss zu erkennen gewesen. Im MR</span><span>I-Befund vom 26. April 2013 sei</span><span>en ausgedehnte intramurale Veränderungen des lateralen Meniskus bei Scheibenmeniskus mit Zeichen eines mehrfach </span><span>septierten</span><span> Meniskusganglions am Vorderhorn/</span><span>Corpusübergang</span><span> erhoben worden (S. 2). Wie aus der einschlägi</span><span>gen Literatur bekannt sei, prädisponierten </span><span>Scheibenmenisci</span><span> zu </span><span>mukloider</span><span> Dege</span><span>neration mit Rissbildung. Dies werde auch durch das MRI vom 19. November 2010 bestätigt. Hier finde sich eine horizontale intramurale Signalanhebung, jedoch keinerlei Begleitverletzung</span><span>en</span><span> (wie etwa ein </span><span>bone</span><span> </span><span>bruise</span><span> im lateralen Kompartiment oder Zerrungen/Läsionen der Bänder). Ausserdem habe sich auch kein </span><span>Hämarthros</span><span> gefunden. Es sei auch aus der Literatur bekannt, dass sich degenerative Veränderungen in den Menisken als Horizontalläsionen bemerkbar machten; bei traumatischen Läsionen der Menisken handle es sich demgegen</span><span>über um longitudinale oder radiäre Risse. Solche Risse seien jedoch im MRI vom 19. November 2010 eindeutig nicht nachweisbar. Der MRI-Befund vom 26. April 2013 habe auch - dem natürlichen Verlauf der degenerativen </span><span>Menis</span><span>kusläsion</span><span> entsprechend - eine Progredienz der intramuralen Veränderungen und eine </span><span>Ganglionbildung</span><span> gezeigt. Bei </span><span>„</span><span>differierenden Angaben zum Unfallereignis, mit durch anlagebedingtem Scheibenmeniskus Prädisposition zu degenerativen Veränderungen, horizontaler Läsion mit im Verlauf zunehmender intramuraler </span><span>Degeneration und fehlenden Begleitverletzungen im MRI </span><span>3</span><span> Wochen nach dem angegebenen Ereignis</span><span>“</span><span> könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer Unfall- (beziehungsweise Rückfall-) Kausalität ausgegangen werden (S. 3).</span></p><p><br/></p><p><span>4.</span></p><p><span>4.1</span><span> </span><span>Vorauszuschicken ist, dass die </span><span>verschiedenen </span><span>Schilderungen des Ereignisses vom 31. Oktober 2010 durch den Be</span><span>schwerdeführer </span><span>voneinander abweichen</span><span>. Anfänglich berichtete er von einem Sturz beim Joggen (vgl. etwa Urk. 6/1)</span><span>; anlässlich der Rückfallmeldung vom 14. Januar 2013 machte er geltend, dass er am 31. Oktober 2013 mit einer </span><span>Vespa</span><span> gestürzt sei (Urk. 6/9). Auf diesen Wider</span><span>spruch hingewiesen erklärte er Folgendes (Urk. 7/1): „Im [Jahr] 2010 bin ich mit der </span><span>Vespa</span><span> gestürzt, wusste jedoch nicht mehr, dass die Unfallmeldung wegen des Joggens war.“ </span><span>PD </span><span>Dr. </span><span>E.___</span><span> notierte in seinem Bericht vom 9. Juli 2013 (Urk. 6/33; vgl. auch E. 3.4) einen </span><span>Misstritt</span><span> beim Joggen (keinen Sturz). </span><span>In der Beschwerde vom 22. März 2014 (Urk. 1) war dann wieder vo</span><span>n einem Sturz bei</span><span>m Joggen die Rede.</span></p><p><span> </span><span>Insgesamt hinterlässt </span><span>dies</span><span> keinen </span><span>allzu</span><span> glaubhaften Eindruck. Ob sich am 31. Oktober 2010 </span><span>tatsächlich </span><span>ein Unfall zugetragen hat (vgl. dazu auch die entsprechenden Erwägungen auf S. </span><span>5 des </span><span>Einspracheentscheids</span><span> [Urk. 2])</span><span>, kann allerdings letztlich offenbleiben, weil vorliegend einzig die Frage zu beantwor</span><span>ten ist, ob die </span><span>Beschwerdegegnerin</span><span> hinsichtlich des gemeldeten Rückfalls </span><span>leis</span><span>tungspflichtig</span><span> ist. Wie zu zeigen sein wird, ist</span><span> die Leistungspflicht hinsichtlich der rückfallweise gemeldeten Beschwerden auch für den Fall zu verneinen, dass sich am 31. Oktober 2010 tatsächlich ein die ursprüngliche Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin auslösender Motorrad- und/oder Sportunfall ereignet haben sollte.</span></p><p><span>4.2</span></p><p><span>4.2.1</span><span> </span><span>Soweit die </span><span>Dres</span><span>. </span><span>F.___</span><span> und </span><span>I.___</span><span> („</span><span>H.___</span><span>“) in ihren Berichten vom 25. Oktober 2013 (Urk. 6/43/2-3; vgl. E. 3.5) und 8. November 2013 (Urk. 6/43/4-5; vgl. E</span><span>.</span><span> 3.6) die Unfallkausalität der rückfallweise gemeldeten Beschwerden im Wesentlichen allein gestützt auf die zeitliche Abfolge bejahten, ist </span><span>auf </span><span>die entsprechende Gerichtspraxis </span><span>zu verweisen, wonach</span><span> aus dem Umstand, dass sich eine Gesundheitsbeeinträchtigung nach einem Unfallereignis manifestiert hat, nicht einfach in Anwendung der Formel „</span><span>post</span><span> hoc, ergo </span><span>prop</span><span>ter</span><span> hoc“, wonach ein Gesundheitsschaden schon dann als durch einen Unfall verursacht gilt, weil er nach diesem aufgetreten ist, auf einen Zusammenhang geschlossen werden</span><span> darf</span><span> (BGE 119 V 335 E. 2b/</span><span>bb</span><span> sowie </span><span>etwa </span><span>Urteil des Bundes</span><span>ge</span><span>richts </span><span>8C_454/2012 vom 2</span><span>0. </span><span>August 2012 E. 2).</span><span> </span><span>Auf die entsprechend begrün</span><span>deten Einschätzungen der </span><span>Dres</span><span>. </span><span>F.___</span><span> und </span><span>I.___</span><span> („</span><span>H.___</span><span>“) kann deshalb nicht abgestellt werden.</span></p><p><span>4.2.2</span><span> </span><span>Demgegenüber erweist sich der Bericht von Kreisarzt </span><span>Dr. </span><span>B.___</span><span> vom 6. Dezember</span><span> 2013 (Urk. 6/45)</span><span> als nachvollziehbar begründet und einleuchtend. Er erfüllt sämtliche von der Praxis formulierten Anforderungen (vgl. dazu E. 1.5). </span><span>Dr. </span><span>B.___</span><span> erklärt nachvollziehbar, weshalb die nun geklagten </span><span>Gesund</span><span>heitsbeeinträchtigungen</span><span> nicht unfallkausal, sondern degenerativer Natur sind. Dazu vergleicht er - ausgehend vom medizinischen Erfahrungswissen - die MRI-Befunde aus den Jahren 2010 und 2013 und kommt zum Schluss, dass die Unfallkausalität der rückfallweise gemeldeten Gesundheitsbeeinträchtigungen zu verneinen sei. Dagegen</span><span> sprächen nicht nur die anlagebedingte Prädisposition zu </span><span>degenerativen Veränderungen</span><span> </span><span>(Scheibenmeniskus)</span><span> sondern auch, dass es sich um eine horizontale Läsion mit im </span><span>Verlauf zunehmender intramuraler Degene</span><span>ration </span><span>handle (was atypisch für ein Unfallgeschehen sei), </span><span>und </span><span>dass im drei Wochen nach dem Unfall erstellten MRI keine</span><span> Begleitverletzungen </span><span>dargestellt würden. All dies spreche</span><span> mit überwiege</span><span>nder Wahrscheinlichkeit </span><span>gegen das Vor</span><span>liegen eines Kausalzusammenhangs zwischen dem </span><span>geltend gemachten </span><span>Ereignis vom 31. Oktober 2010 und den rückfallweise geltend gemachten Beschwerden.</span></p><p><span> </span><span>Es ist kein Grund ersichtlich, weshalb nicht </span><span>auf diese nachvollziehbaren und einleuchtenden Ausführungen von </span><span>Dr. </span><span>B.___</span><span> </span><span>abgestellt werden könnte. </span><span>D</span><span>ie Beschwerdegegnerin</span><span> hat</span><span> ihre Leistungspflicht bezüglich der rückfallweise ge</span><span>mel</span><span>deten Gesundheitsstörungen</span><span> folglich</span><span> mangels eines Kausal</span><span>zusammenhangs zu Recht verneint, weshalb die</span><span> Beschwerde abzuweisen</span><span> ist</span><span>.</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><span>Das Gericht erkennt:</span></p><p>1.<span> </span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</p><p>2.<span> </span>Das Verfahren ist kostenlos.</p><p>3.<span> </span>Zustellung gegen Empfangsschein an:</p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span><span id="_GoBack"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p>4.<span> </span>Gegen diesen Entscheid kann innert <span>30 Tagen</span> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</p><p><span> </span>Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</p><p><span> </span>Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</p><p><br/></p><p><span>Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubStocker</p><p></p></div> </div></body></html>