B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-769/2011 U r t e i l v o m 2 4 . M a i 2 0 1 3 Besetzung Richterin Marianne Ryter (Vorsitz), Richter Jérôme Candrian, Richterin Kathrin Dietrich, Gerichtsschreiber Pascal Baur. Parteien Swisscom (Schweiz) AG, 3050 Bern, vertreten durch Fürsprecherin Margareta Lauterburg und Fürsprecher Stephan Kratzer, Swisscom AG, Legal Services & Regulatory Affairs, 3050 Bern, Beschwerdeführerin, gegen TelCommunication Services AG, Binzmühlestrasse 130, 8050 Zürich, vertreten durch Dr. iur. Simon Schlauri und Claudio Haufgartner, Binzmühlestrasse 130, 8050 Zürich, Beschwerdegegnerin, und Eidgenössische Kommunikationskommission ComCom, Marktgasse 9, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Bedingungen der Interkonnektion. A-769/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. Am 14. Mai 2009 reichte die TelCommunication Services AG (nachfo l- gend: TelCommunication) bei der Eidgenössischen Kommunikation s- kommission ComCom ein Gesuch um Erlass ei ner Zugangsverfügung gegen Swisscom (Schweiz) AG (nachfolgend: Swisscom) betreffend I n- terkonnektion (IC) ein. In materieller Hinsicht beantragte sie, es seien die im Price Manual IC, Version 1 -7, markierten Interkonnektionspreise hi n- sichtlich deren Höhe un d Struktur auf die Einhaltung der Kostenorienti e- rung resp. Nichtdiskriminierung gemäss Art. 11 Abs. 1 FMG zu überprüfen und rückwirkend auf den 1. Januar 2009 festzulegen (vgl. Ziff. 1 des Rechtsbegehrens). B. Swisscom nahm zum Gesuch am 8. Juni 2009 Stellung. Sie beantragte in materieller Hinsicht, es seien für die von TelC ommunication eingeklagten IC-Dienste für das Jahr 2009 Preise gemäss der von ihr eingereichten Beilage zu verfügen (vgl. Ziff. 1 des Rechtsbegehrens). Bezüglich der "Supplementary Services for Carrier Preselection" (exkl. "Migration of Carrier Selection Codes") und "Transit to (…) Access Services", beide gemäss eingereichter Beilage, sei auf das Gesuch nicht einzutreten bzw. – eventualiter – dieses abzuweisen (vgl. Ziff. 2 des Rechtsbegehrens). C. Mit Verfügung vom 13. Dezember 2010 entschied die ComCom über das Zugangsgesuch. Sie wies dieses bezüglich der Festlegung eines koste n- orientierten Preises für den Dienst "Swisscom Directory Enquiry Access Service (1145)" ab (vgl. Dispositiv -Ziff. 1) und legte die IC-Preise für die Jahre 2009 und 2010 fest (vgl. Dispositiv-Ziff. 2). Die Verfahrenskosten von Fr. 73'410. -- auferlegte sie zu Fr. 71'410. -- Swisscom un d zu Fr. 2'000.-- TelCommunication (vgl. Dispositiv-Ziff. 3). D. Am 28. Januar 2011 erhebt Swisscom (nachfolgend: Beschwerdeführerin) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung der ComCom (nachfolgend: Vorinstanz). Sie beantragt, es sei Dispositiv - Ziff. 2 der angefochtenen Verfügung hinsichtlich der nutzungsabhängigen Preise für die Terminierungs- und Access-Services für die Jahre 2009 und 2010 aufzuheben und es seien diese Preise wie von ihr beantragt zu ver- fügen (vgl. Ziff. 1a des Rechtsbegehrens) ; eventualiter sei die Sache zur Neufestlegung dieser Preise an die Vorinstanz zurückzu weisen A-769/2011 Seite 3 (vgl. Ziff. 1b des Rechtsbegehrens). Weiter sei Dispositiv-Ziff. 3 aufzuhe- ben und die Sache entsprechend dem Ausgang des Beschwerdeverfa h- rens zur Neufestsetzung der Kosten an die Vorinstanz z urückzuweisen. Diese sei dabei wie von ihr beantragt anzuweisen (vgl. Ziff. 2 des Rechts- begehrens). Sollte sie ihre Beschwerde nach Eröffnung der Urteile in den Beschwerdeverfahren A -300/2010, A -2924/2010, A -2969/2010 und 2970/2010, die noch am Bundesverwaltungsgericht hängig seien, zurück- ziehen, sei schliesslich ganz oder teilweise davon abzusehen, ihr Verfa h- renskosten aufzuerlegen (vgl. Ziff. 3 des Rechtsbegehrens). Zur Begrün- dung bringt sie namentlich vor, die Festsetzung der beanstandeten IC - Preise sei in verschiedener Hinsicht fehlerhaft. In prozessualer Hinsicht beantragt sie, es sei das Beschwerdeverfahren bis zum Vorliegen der Urteile in den erwähnten Beschwerdeverfahren zu sistieren (vgl. Ziff. 1 der Verfahrensanträge). Nach Eröffnung der entspre- chenden Urteile sei ihr weiter unter Ansetzung einer angemessenen Frist Gelegenheit zu geben, ihre Beschwerde anzupassen und zu ergänzen bzw. einen allfälligen Beschwerderückzug zu prüfen (vgl. Ziff. 2 der Ve r- fahrensanträge). Ein allfälliger Kostenvorschuss sei schliesslich erst nach einer entsprechenden Beschwerdeanpassung zu bestimmen und einz u- fordern (vgl. Ziff. 3 der Verfahrensanträge). E. Mit Verfügung vom 3. Februar 2011 verzichtet der Instruktionsrichter vor- erst auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. M it Zwischenverfügung vom 25. Februar 2011 sistiert er das Verfahren bis zum Vorliegen der U r- teile in den erwähnten Beschwerdeverfahren. F. Mit Verfügung vom 17. April 2012 fordert der Instruktionsrichter die Vori n- stanz auf, bis zum 8. Mai 2012 schriftlich mi tzuteilen, ob und in welchem Umfang sie die angefochtene Verfügung mit Blick auf die inzwischen e r- gangenen Urteile des Bundesverwaltungsgerichts in den erwähnten Ve r- fahren in Wiedererwägung ziehen werde und falls ja, bis wann mit der neuen Verfügung gerech net werden könne. Mit Schreiben vom 8. Mai 2012 teilt die Vorinstanz mit, die angefochtene Verfügung wäre wegen der Gutheissung de r Beschwerden in den Verfahren A-2969/2010 und A-2970/2010 bezüglich der Preise für Glasfaserspleissungen zwar grun d- sätzlich in Wiedererwägung zu ziehen. Die Preisänderungen, die sich aufgrund dieser Anpassung ergäben, seien aber so gering, dass sie sich im Dispositiv der angefochtenen Verfügung nicht auswirk ten. Der B e-A-769/2011 Seite 4 schwerdeführerin mangle es daher an einem Rechtsschutzintere sse für eine Wiedererwägung, weshalb sie sich nicht zu einer solchen veranlasst sehe. G. Mit Verfügung vom 11. Mai 2012 hebt der Instruktionsrichter die Sisti e- rung auf und fordert die Beschwerdeführerin auf, dem Bundesverwa l- tungsgericht mitzuteilen, ob und i nwieweit sie an ihrer Beschwerde fes t- halte. H. Am 14. Juni 2012 hält die Beschwerdeführerin grundsätzlich an ihrer B e- schwerde und den ersten beiden Rechtsbegehren fest, lässt jedoch eine Rüge betreffend die Festsetzung der beanstandeten IC -Preise fallen und stellt hinsichtlich dieser Preise teilweise berichtigte Anträge. Ihren Antrag betreffend die Kosten des vorliegenden Verfahrens (keine Kostenauflage bei einem allfälligen Beschwerderückzug ; Ziff. 3 des Re chtsbegehrens) bezeichnet sie als obsolet, da es nicht zu einem Beschwerderückzug komme. Bezüglich der Verfahrensanträge führt sie aus, das Bundesve r- waltungsgericht habe diesen bereits stattgegeben, was bei der Verlegung der Kosten des Beschwerdeverfahrens zu berücksichtigen sein werde. I. Mit Zwischenverfügung vom 5. Juli 2012 setzt die neu zuständige Instruk- tionsrichterin der Beschwerdeführerin Frist zur Bezahlung eines Koste n- vorschusses von Fr. 7'000. -- an, die diese einhält. Weiter ersucht sie die Vorinstanz um eine Vernehmlassung, die Beschwerdegegnerin um eine Beschwerdeantwort und die Preisüberwachung um eine Stellungnahme. J. Die Preisüberwachung führt in ihrem Schreiben vom 14. August 2012 aus, sie habe in ihrer Empfehlung vom 30. Juni 2010 im vorinstan zlichen Zugangsverfahren in erster Linie grundsätzliche Vorbehalte gegenüber der Berechnungsmethodik geäussert. Die aufgeworfenen methodischen Fragen richteten sich an die Vorinstanz und seien nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Teilweise seien sie aber in anderen Beschwerdeverfahren abgehandelt worden. Sie verzichte deshalb darauf, im vorliegenden Verfahren Stellung zu nehmen. K. Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 13. September A-769/2011 Seite 5 2012, es sei die Beschwerde teilweise gutzu heissen und es seien die IC - Preise für das Jahr 2010 wie von ihr berichtigt neu festzulegen. Im Übri- gen sei die Beschwerde abzuweisen. Zur Begründung der beantragten teilweisen Gutheissung bringt sie vor, die Beschwerdeführerin rüge zu Recht, es sei ihr bei der Festlegung der IC-Preise für das Jahr 2010 in ei- nem Punkt (DeltaP Vermittlungstechnikanlagen) ein Fehler unterlaufen. Dessen Berichtigung führe zusammen mit den Vorgaben, die das Bu n- desverwaltungsgericht in seiner Rechtsprechung hinsichtlich der Prei se für Glasfaserspleissungen gemacht habe, für das Jahr 2010 zu IC - Preisen, die von den verfügten abwichen. L. Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 13. September 2012 die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führt sie namentlich aus, die vom Bundesverwaltungsgericht in den Urte i- len A -2969/2010 und A -2970/2010 angeordnete Anpassung en bei den Glasfaserspleissungen wirkten sich nicht auf das Dispositiv der angefoch- tenen Verfügung aus. Damit dürfte es der Beschwerdeführerin an einem Rechtsschutzinteresse fehlen, da sich ein Rechtsmittel üblicherweise g e- gen das Dispositiv bzw. die Entscheidformel richte. M. Die Beschwerdeführerin hält in ihrer Replik vom 7. November 2012 grundsätzlich an ihren bisherigen Ausführungen fest und macht einige er- gänzende Bemerkungen. Ausserdem weist sie darauf hin, dass sie ledi g- lich nutzungsabhängige IC-Preise angefochten habe. Dass die Vorinstanz in der Vernehmlassung auch die Festsetzung nutzungsunabhängiger IC - Preise für das Jahr 2010 beantrage, müsse daher ein Versehen sein. N. Die Beschwerdegegnerin äussert sich in ihrer Duplik vom 19. Dezember 2012 einzig in einem Punkt zur Replik der Beschwerdeführerin. O. Die Vorinstanz hält in ihrer Stellungnahme vom 20. Dezember 2012 an ih- rem Antrag (teilweise Gutheissung) fest, verweist zur Begründung auf ihre Ausführungen in der Vernehmlassung und der angefochtenen Verfügung und macht eine ergänzende Bemerkung zum Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführerin. Ausserdem räumt sie ein, dass die nutzungsuna b- hängigen IC-Preise nicht Verfahrensgegenstand bildeten und es sich bei A-769/2011 Seite 6 ihrem Antrag, diese für das Jahr 2010 ebenfalls festzusetzen, um ein Ver- sehen handle. P. Die Beschwerdeführerin hält in ihren Schlussbemerkungen vom 23. Januar 2013 an ihren bisherigen Ausführungen fe st und macht eine ergänzende Bemerkung. Q. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten b e- findlichen Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfol- genden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern sie von einer Vorinstanz nach Art. 33 VGG stammen und keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vo r- liegt. Der angefochtene Entscheid ist eine Verfügung im erwähnten Sinn und stammt von einer eidgenössischen Kommission nach Art. 33 Bst. f VGG. Eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesve r- waltungsgericht ist somit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.2 Streitgegenstand im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht ist das Rechtsverhältnis, das Gegenstand der angefochtenen Verfügung bi l- det, soweit es im Streit liegt . Er darf im Laufe des Beschwerdeverfahrens weder erweitert noch qualitativ verändert wer den und kann sich höch s- tens verengen und um nicht mehr streitige Punkte reduzie ren, nicht aber ausweiten (vgl. ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungs gericht, Basel 2008, Rz. 2.8; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-411/2012 vom 10. Oktober 2012 E. 1.4 m.w.H.). Vorliegend richtet sich die Beschwerde gegen die nutzungsabhängigen IC-Preise für die Zugangs- und Terminierungs- dienste für die Jahre 2009 und 2010 und die Verlegung der Kosten des A-769/2011 Seite 7 vorinstanzlichen Verfahrens. Der Streitgegenstand ist somit in diesem Sinn beschränkt. 1.3 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Tei l- nahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders b e- rührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ä n- derung hat. Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen und ist als Adressatin durch die angefochtene Verfügung besonders berührt. Sie hat zudem ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bzw. Änderung, da sämtliche streitige Preise tiefer festgesetzt werden, als sie sie offerierte bzw. im Zugangsverfahren beantragt e, und ihr zudem nahezu sämtliche Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens au f- erlegt werden. Sie ist somit zur Beschwerde legitimiert (vgl. zum schutz- würdigen Interesse auch E. 3.3.1). 1.4 Die Beschwerde wurde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 50 Abs. 1 und 52 VwVG), weshalb auf sie einzutreten ist. 2. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit unei n- geschränkter Kognition; gerügt werden kann nicht nur die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des E r- messens, sondern auch die Unangemessenheit des angefochtenen En t- scheids (vgl. Art. 49 VwVG). Bei der Prüfung der Angemessenheit aufe r- legt es sich allerdings eine gewisse Zurückhaltung, wenn es um die Beur- teilung technischer Spezialfragen geht, in denen die Vorinstanz über b e- sonderes Fachwissen verfügt. Es entfernt sich in solchen Fällen im Zwe i- fel nicht von deren Auffassung und setzt sein eigenes Ermessen nicht an deren Stelle (vgl. BGE 133 II 35 E. 3, BGE 130 II 449 E. 4.1; BVGE 2010/19 E. 4.2; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A -411/2012 vom 10. Oktober 2012 E. 2) . Im Weiteren ist es zwar grundsätzlich seine Au f- gabe, unbestimmte Gesetzesbegriffe im Einzelfall auszulegen und zu konkretisieren. Wenn abe r die Gesetzesauslegung ergibt, dass der G e- setzgeber der Entscheidbehörde mit der offenen Normierung eine gericht- lich zu respektierende Entscheidbefugnis einräumen wollte, darf und muss es seine Kognition entsprechend einschränken (vgl. BGE 135 II 296 E. 4 .4.3, BGE 132 II 257 E. 3.2; BVGE 201 0/19 E. 4.2, BVGE 2009/35 E. 4; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-411/2012 vom 10. Oktober 2012 E. 2). A-769/2011 Seite 8 2.2 Die Vorinstanz ist keine gewöhnliche Vollzugsbehörde, sondern eine verwaltungsunabhängige Kollegialbehörde mit besonderen Kompete n- zen. Als Fachorgan ist sie sowohl autonome Konzessionsbehörde als auch Regulierungsinstanz mit besonderer Verantwortung. Sie und das mit der Instruktion des Verfahrens betraute BAKOM verfügen über ein au s- geprägtes Fachwissen in fernmelde technischen Fragen sowie bei der Beurteilung der ökonomischen Gegebenheiten im Telekommunikation s- markt. Das Bundesverwaltungsgericht kann auf kein gleichwertiges Fachwissen zurückgreifen. Damit rechtfertigt sich eine gewisse Zurüc k- haltung des Bundesverwaltungsgerichts wenigstens insoweit, als die Vor- instanz unbestimmte Gesetzesbegriffe auszulegen und anzuwenden hat. Es befreit das Bundesverwaltungsgericht indes nicht davon, unter Beac h- tung dieser Zurückhaltung zu überprüfen, ob die Rechtsanwendung der Vorinstanz mit dem Bundesrecht vereinbar ist (vgl. BGE 132 II 257 E. 3.2, BGE 131 II 13 E. 3.4; BVGE 2010/19 E. 4.2, BVGE 2009/35 E. 4; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-411/2012 vom 10. Oktober 2012 E. 2). Die Vorinstanz amtet weiter in einem höchst tech nischen Bereich, in dem Fachfragen sowohl übermittlungstechnischer als auch ökonomischer N a- tur zu beantworten sind. Ihr steht entsprechend – wie anderen Behörden- kommissionen auch – ein eigentliches "technisches" Ermessen zu. Im Rahmen dessen darf ihr bei d er Beurteilung von ausgesprochenen Fac h- fragen ein gewisser Ermessens - und Beurteilungsspielraum belassen werden, soweit sie die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt hat (vgl. BGE 132 II 257 E. 3.2, BGE 131 II 13 E. 3.4; BVGE 2009/35 E. 4; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-2970/2010 vom 22. März 2012 E. 2.2 und A -2969/2010 vom 28. Februar 2012 E. 2.2). 3. Wie erwähnt (vgl. Bst. D), beantragt die Beschwerdeführerin, es seien die streitigen nutzungsabhängigen IC -Preise für die Jahre 2009 und 2010 vom Bundesverwaltungsgericht neu festzusetzen; eventualiter sei die S a- che zur Neufestsetzung dieser Preise an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zur Begründung bringt sie zwei Rüg en vor. Auf diese wird nachfolgend eingegangen (vgl. E. 3.1 ff. [Preise Glasfaserspleissungen 2009 und 2010] und E. 4 [DeltaP Vermittlungstechnikanlagen 2010]). 3.1 Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, die Vorinstanz habe bei der Festlegung der Preis e für Glasfaserspleissungen zu Unrecht auf A-769/2011 Seite 9 die Preise des schweizweit günstigsten Anbieters statt auf die Durc h- schnittspreise der regional günstigsten Anbieter abgestellt. Das Bunde s- verwaltungsgericht nahm zu dieser Rüge bereits in seinen nach Eingang der vorliegenden Beschwerde ergangenen Urteilen A -2969/2010 vom 28. Februar 2012 (teilweise abgedruckt in BVGE 2012/8) und A-2970/2010 vom 22. März 2012 Stellung und erachtete sie als begrü n- det (vgl. E. 29.1.4 im erst - und E. 29.1.5 im zweitgenannten Urt eil). Es hiess deshalb die Beschwerden der Beschwerdeführerin in diesem Punkt gut und wies die jeweilige Angelegenheit zur Neufestsetzung der streit i- gen Mietleitungspreise an die Vorinstanz zurück. Vorliegend ist aus diesem Grund zu Recht unstreitig, dass die Rüge der Beschwerdeführerin berechtigt ist. Unbestritten ist zudem, dass die An- passungen bei den Glasfaserspleissungen zusammen mit der Korrektur bei den Delt aP Vermittlungstechnikanlagen für das Jahr 2010 zu zahlrei- chen Änderungen bei den angefochten en IC-Preisen für dieses Jahr füh- ren und diese daher neu zu verfügen sind (vgl. E. 4). Umstritten ist hinge- gen, wie hinsichtlich der streitigen IC-Preise für das Jahr 2009 zu verfah- ren ist. 3.1.1 Die Beschwerdeführerin beantragt, das Bundesverwaltungsgericht habe diese Preise wie von ihr in der angepassten Ziff. 1a ihres Be- schwerdebegehrens angegeben neu zu verfügen (vgl. dazu E. 3.2). Eventualiter seien sie durch die Vorinstanz auf der Basis von Mittelpre i- sen für Glasfaserspleissungen neu festzusetzen (vgl. die in diesem Sinn konkretisierte Ziff. 1b ihres Beschwerdebegehrens; dazu E. 3.3). Letzte- res gelte ganz grundsätzlich und unabhängig davon, wie gross der Ei n- fluss der Anpassungen bei den Glasfaserspleissungen sei bzw. auf we l- che Stelle hinter dem Komma sic h diese auswirkten. Zusammen mit a n- deren Anpassungen von Preisbestandteilen und als Folge von Preisru n- dungen könne durchaus ein signifikanter Effekt eintreten, der sich im B e- reich der Hundertstelrappen auswirke und damit die Preisfestlegung der Vorinstanz beeinflusse. Auch wenn diese keinen Anlass zu einer Wiede r- erwägung sehe und ihr im Schreiben vom 8. Mai 2012 ein Rechtsschutz- interesse abspreche, halte sie in diesem Punkt an der Beschwerde fest. Ob sich ein Preis im Verhältnis zum verfügten ändere, zeige sich nämlich erst nach der Durchführung der korrekten Berechnung. 3.1.2 Die Beschwerdegegnerin führt a us, die Vorinstanz habe in ihrem Schreiben vom 8. Mai 2012 dargetan, dass sich die Anpassungen bei den Glasfaserspleissungen hinsichtlich der im vorliegenden Verfahren stritt i-A-769/2011 Seite 10 gen Preise nicht spürbar auswirkten. Insbesondere habe sie darauf hi n- gewiesen, dass sich bei einer Anpassung der fraglichen Kosten im Dispo- sitiv der Verfügung nichts ändern würde. Die Beschwerdeführerin be strei- te dies nicht, wolle aber dennoch – aus "grundsätzlichen" Überlegungen – an einer Berichtigung festhalten. Was genau anzupassen sei, lasse sie jedoch offen. Damit dürfte es ihr an einem Rechtsschutzinteresse fehlen, richte sich ein Rechtsmittel üblicherweise doch gegen das Dispositiv bzw. die Entscheidformel. 3.1.3 Die Vorinstanz bringt vor, sie spreche der Beschwerdeführerin nicht ein Rechtsschutzinteresse an der Beschwerdeführung gegen die verfü g- ten IC-Preise ab. In ihrem Schreiben vom 8. Mai 2012 habe sie vielmehr hinsichtlich einer Wiedererwägung ein solches Interesse verneint. Wegen der Anpassungen bei den Glasfaserspleissungen allein bestehe aller- dings noch kein Anlass die in der angefochtenen Verfügung festgelegten Preise neu festzusetzen. Dies sei nur erforderlich, wenn sich die se An- passungen auch praktisch auswirkten, mithin, wenn sich die festzulege n- den Preise tatsächlich änderten, was hier jedoch nicht der Fall sei. 3.2 Die Preise, die die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 14. Juni 2012 (Beschwerdeanpassung; vgl. Bst. H ) für das Jahr 2009 beantragt, sind – wie bereits die ursprünglich beantragten – von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen allesamt höher als die verfügten. Die Abwei- chungen liegen grundsätzlich zwischen einem und einigen Hundertstel- Rappen; bei den Set-up-Gebühren für die Dienste "Swisscom Publifon to PTS Freephone Services Access Service, Variant A", national und regi o- nal, sind sie deutlich grösser. Obwohl die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe implizit vorbringt, ihre Preisanträge basierten auf der einzigen hinsichtlich des Jahres 2009 verbliebenen Rüge betreffend die Glasfaser- spleissungen, begründet sie diese Abweichungen nicht mit den Anpa s- sungen, die als Folge dieser Rüge am Kostenmodell vorzunehmen sind . Sie lässt vielmehr, wie dargelegt (vgl. E. 3.1.1 ), offen, ob sich diese An- passungen auf die streitigen Preise auswirken. Dies, obschon die Vorin- stanz und ihr folgend die Beschwerdegegnerin derartige Auswirkungen ausdrücklich bestreiten. Aus ihren Ausführungen geht somit nicht hervor, ob überhaupt und gegebenenfalls in welchem Umfang und bei welchen Preisen ihre Rüge betreffend die Glasfaserspleissungen die Festsetzung der von ihr bean tragten Preise rechtfertigen soll . Zumindest hinsichtlich der markant höheren Set -up-Gebühren für die erwähnten Dienste dürfte dies von vornherein jedenfalls nicht in vollem Umfang der Fall sein, geht doch auch die Beschwerdeführerin davon aus, die Anpassungen bei den A-769/2011 Seite 11 Glasfaserspleissungen wirkten sich gegebenenfalls lediglich geringfügi g auf die angefochtenen Preise aus. Weitere Gründe für die Festsetzung der beantragten Preise nennt sie jedoch nicht. Ebenso wenig reicht sie Belege ein, die es ermöglichen würden, diese Preise nachzuvollzie hen und zu überprüfen. Es ist daher nicht ersicht lich, wieso diese Preise ver- fügt werden sollten. Ziff. 1a ihres Rechtsbegehrens ist folglich hinsichtlich dieser Preise abzuweisen. 3.3 Damit ist freilich noch nichts darüber gesagt, ob die streitigen IC- Preise für das Jahr 2009 – wie die Beschwerdeführerin mit ihrem Eventu- albegehren verlangt – aufzuheben und von der Vorinstanz auf der Basis von Mittelpreisen für Glasfaserspleissungen neu festzusetzen sind. 3.3.1 Zu klären ist dabei vorgängig , ob es der Beschwerdeführerin – wie die Beschwerdegegnerin vorbringt – hinsichtlich ihres Begehrens an e i- nem schutzwürdigen Interesse m angelt, weil sie nicht darlegt, dass und wie diese Preise anzupassen sind. Zwar beantragt die Beschwerdeführe- rin in der Tat lediglich deren Neufestsetzung auf der korrekten Grundlage, ohne ihr Begehren zu konkretisieren bzw. zu beziffern. Aus ihrer Begrün- dung wird jedoch deutlich, dass sie die erneute Verfügung dieser Preise nicht einzig aus "grundsätzlichen" Überlegungen (fehlerhafte Preisfes t- setzung) verlangt. Massgeblich ist vielmehr, dass zumindest einzelne die- ser Preise bei einer korrekten Berechnung geringfügig höher ausfallen könnten. Es kann somit nicht gesagt werden, sie habe hinsichtlich ihres Begehrens kein schutzwürdiges Interesse (vgl. Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG; BGE 133 V 188 E. 4.3.1 m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 2C_762/2011 vom 2. Februar 2011 E. 4.1; Urteil des Bundesverwaltungs- gerichts B -2190/2012 vom 29. Oktober 2012 E. 1.2; VERA MARANTELLI- SONANINI/SAID HUBER, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskom- mentar VwVG, Zürich 2009, Rz. 10 zu Art. 48 m.w.H.). Auf dieses ist des- halb auch hinsichtlich dieser Preise einzutreten. 3.3.2 Soweit die Vorinstanz im Rahmen des Zugangsverfahrens Anpas- sungen am Kostenmodell der marktbeherrschenden Anbieterin vornimmt, hat si e sich an die in dieser Hinsicht bestehenden Vorgaben zu halten (vgl. BVGE 2012/8 E. 27.5.1 und 29.1.4; Urteil des Bundesverwaltung s- gerichts im parallelen Beschwerdeverfahren A-773/2011 E. 3.4.1). Weicht sie davon ab, sind die verfügten Preise, soweit sie angefochten werden, grundsätzlich aufzuheben und entsprechend diesen Vorgaben neu zu verfügen (vgl. BVGE 2012/8 E. 29.1.4; Urteil des Bundesverwaltungsg e- richts A-2970/2010 vom 22. März 2012 E. 29.1.5). Davon kann allerdings A-769/2011 Seite 12 – vorbehältlich anderer Gründe – abgesehen werden, wenn bei einer kor- rekten Preisbestimmung keine anderen als die angefochtenen Preise r e- sultieren würden. Da deren Höhe in diesem Fall kostenorientiert und nicht zu beanstanden ist, obschon sie fehlerhaft bestimmt wurden, besteht kein Anlass, sie erneut zu verfügen. Vorliegend macht die Vorinstanz zwar geltend, die Korrektur ihrer zu U n- recht vorgenommenen Anpassungen bei den Glasfaserspleissungen wir- ke sich nicht auf die streitigen IC-Preise für das Jahr 2009 aus, weshalb diese nicht neu z u verfügen seien. Ob, in welchem Umfang , auf welche Weise und mit welchem Ergebnis sie eine Neuberechnung der streitigen Preise auf korrekter Grundlage vorgenommen hat, erläutert sie indes nicht. Ebenso wenig reicht sie einen entsprechenden Beleg ein. Ihr Vor- bringen erweist sich somit als blosse Behauptung. Gleiches gilt für das Vorbringen der Beschwerdegegnerin, die sich ohne weitere Ausführungen der Vorinstanz anschliesst . Weder diese noch die Beschwerdegegnerin vermögen somit darzutun, dass sich die korrekte Preisberechnung in kei- nem Fall auf die angefochtenen Preise auswirkt bzw. keiner dieser Preise dadurch auch nur geringfügig erhöht wird . Eine Klärung der Frage e r- scheint indes nicht als erforderlich. Wie noch darzulegen sein wird, ist die Angelegenheit zur Neufestsetzung der streitigen IC -Preise für das Jahr 2010 (vgl. E. 4) und zur Neuverlegung der vorinstanzlichen Verfahren s- kosten (vgl. E. 5) an die Vorinstanz zurückzuweisen. Es rechtfertigt sich deshalb, hinsichtlich der hier offenen Frage auf weitere Instruktionsmass- nahmen zu verzichten und stattdessen auch die streitigen IC-Preise für das Jahr 2009 aufzuheben und die Angelegenheit zur Neufestsetzung dieser Preise auf der korrekten Grundlage an die Vorinstanz zurückz u- weisen. Dies gilt umso mehr, als die se im vorliegenden Beschwerdeve r- fahren auf weitergehende Erläuterungen und die Einreichung sachdienl i- cher Belege verzichtet hat, obschon ihr beides möglich gewesen wäre und es sich wegen der unbestrittenen Fehlerhaftigkeit ihres Vorgehens bei den Glasfaserspleissungen auch aufgedrängt hätte. Ziff. 1b des B e- schwerdebegehrens ist entsprechend hinsichtlich der streitigen IC-Preise für das Jahr 2009 gutzuheissen. 4. 4.1 Die Beschwerdeführerin rügt weiter, die Vorinstanz habe für die B e- rechnung der Del taP Vermittlungstechnikanlagen (Hardware und Sof t- ware) für das Jahr 2010 nicht auf den in der Verfügung ermittelten korrek- ten Wert für die sog. "Equivalent Lines" (Sprachkanäle, EQL), sondern A-769/2011 Seite 13 auf einen anderen, unzutreffenden Wert abgestellt. Die Vorinstanz a ner- kennt diese Kritik. Sie räumt zudem ein, dass die Verwendung der korrek- ten DeltaP Vermittlungstechnikanlagen zusammen mit den Anpassungen bei den Glasfaserspleissungen in den meisten Fällen zu IC-Preisen für das Jahr 2010 führt, die geringfügig höher sind als die angefochtenen. In Übereinstimmung mit dem Hauptantrag der Beschwerdeführerin (vgl. Ziff. 1a des Beschwerdebegehrens) verlangt sie daher, die streitigen IC-Preise für das Jahr 2010 seien vom Bundesverwaltungsgericht neu zu verfügen. 4.2 Vorliegend i st somit zu Recht unbestritten, dass die streitigen IC- Preise für das Jahr 2010 (reformatorisch) korrekt neu festzusetzen sind. Die entsprechenden Preisanträge der Beschwerdeführerin und der Vori n- stanz stimmen allerdings nicht völlig überein . Bei einem Pre is liegt der Antrag der Beschwerdeführerin um einen Hundertstelrappen höher, bei mehreren weiteren Preisen sind deren Preisanträge im gleichen Umfang tiefer; bei weiteren zwei Preisen sind sie deutlich tiefer (vgl. die Gebühren ["peak period rate" und "off peak period rate"] für 60 Einheiten beim nat i- onalen Dienst "Swisscom Publifon to PTS Feephone Services Access Service"). Obschon das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 15. November 2012 ausdrücklich auf diese Unterschiede hinwies un d die Vorinstanz aufforderte, sich dazu zu äussern, nahmen weder diese noch die Beschwerdeführerin dazu Stellung. Aufgrund der Akten ist zwar davon auszugehen, dass es sich bei den beiden deutlich tieferen Preisanträgen der Beschwerdeführerin um ein Versehen handelt. Ob die entsprechenden Anträge der Vorinstanz korrekt sind, ist jedoch nicht ersichtlich. Eine Neufestsetzung dieser Preise durch das Bundesverwaltungsgericht im Rahmen eines reformatorischen En t- scheids (vgl. Art. 61 Abs. 1 VwVG) ist daher nicht möglich. Nicht zu beur- teilen ist weiter, welche der übrigen voneinander abweichenden Anträge korrekt sind. Soweit die Beschwerdeführerin einen minimal höheren Preis als die Vorinstanz beantragt, ist ein reformatorischer Entscheid des Bun- desverwaltungsgerichts deshalb ausgeschlossen. Bei ihren minimal tiefe- ren Preisanträgen käme es demgegenüber zwar trotz Art. 62 Abs. 1 VwVG allein schon deshalb in Betracht, die beantragten tieferen Preise festzusetzen, weil sich eine Besserstellung der Be schwerdeführerin z u- ungunsten der Beschwerdegegnerin auswirken würde (vgl. ANNETTE GU- CKELBERGER, Zur reformatio in peius vel melius in der schweizerischen Bundesverwaltungsrechtspflege nach der Justizreform, Schweizerisches Zentralblatt für Staat s- und Verw altungsrecht [ZBl] 2010/2 S. 116 i.f.; A-769/2011 Seite 14 THOMAS HÄBERLI, in: Praxiskommentar VwVG, Zürich 2009, Rz . 16 zu Art. 62; MADELEINE CAMPRUBI, in: Christoph Auer/Markus Müller/Benjamin Schindler [Hrsg.]., Kommentar VwVG, Bern 2008 Rz. 6 zu Art. 62 ). Dem steht allerdings entgegen, dass die Beschwerdeführerin letztlich, obschon sie konkrete Preisanträge stellt, die Festsetzung kostenorientierter Preise verlangt. Es ist daher – auch wenn sie sich nicht dazu äussert – kaum davon auszugehen, sie halte weiterhin an ihren Preisanträgen fest, o b- schon selbst die Vorinstanz davon ausgeht, die entsprechenden kosten- orientierten Preise lägen – wenn auch minimal – höher als die von ihr be- antragten. Es drängt sich deshalb auf, auch hier nicht reformatorisch zu entscheiden, sondern die Angelegenheit zur korrekten Neufestsetzung dieser Preise an die Vorinstanz zurückzuweisen , zumal ein e solche Rückweisung ohnehin bereits hinsichtlich der erwähnten weiteren Preise zu erfolgen hat. Gleiches gilt schon aus Praktikabilitätsgründen für die restlichen angefochtenen Preise. Soweit die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz die Festsetzung der jeweils von ihnen beantragten Preise durch das Bundesverwaltungsg e- richt verlangen, sind ihre Anträge daher abzuweisen. Stattdessen sind die angefochtenen Preise IC-Preise für das Jahr 2010 – in Gutheissung des entsprechenden Eventualantrags der Beschwerdeführerin (vgl. die in die- sem Sinn konkretisierte Ziff. 1b ihre s Beschwerdebegehrens) auch hi n- sichtlich dieser Preise – aufzuheben und ist die Angelegenheit zur Neu- festsetzung dieser Preise unter Berücksichtigung der Anpassungen bei den Glasfaserspleissungen und unter Verwendung der korrekten DeltaP Vermittlungstechnikanlagen an die Vorinstanz zurückzuweisen. 5. Streitig ist weiter, wie erwähnt (vgl. Bst. D), die Verlegung der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens. 5.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe der B e- schwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung lediglich Kosten in der Höhe von Fr. 2'000. -- auferlegt. Dies für Verfahrensaufwand i m Z u- sammenhang mit einem Preisfestsetzungsbegehren, das sie in Dispos i- tiv-Ziff. 1 der angefochtenen Verfügung abgewiesen habe. Mit den ihr auferlegen Verfahrenskosten werde auch Aufwand abgegolten, der mit nicht rechtskonformen Anpassungen am Kostennachwei s verbunden g e- wesen sei. Es erscheine jedoch selbstverständlich, dass ihr dafür keine Kosten auferlegt würden. Aus Billigkeitsgründen zu unterbleiben habe e i-A-769/2011 Seite 15 ne Kostenauflage zudem hinsichtlich derjenigen Kosten, die im Zusa m- menhang mit nicht vorhersehbaren Praxisänderungen entstanden seien. Dispositiv-Ziff. 3 der angefochtenen Verfügung sei folglich aufzuheben und die Sache entsprechend dem Ausgang des vorliegenden Beschwe r- deverfahrens zur Neufestsetzung der von ihr zu tragenden Verfahren s- kosten an die Vori nstanz zurückzuweisen. Diese sei dabei anzuweisen, den Verfahrensaufwand für Instruktionshandlungen, die zu nicht recht s- konformen Anpassungen am Kostennachweis geführt hätten, auszuso n- dern und ihr dafür keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Ausserdem sei sie anzuweisen, den verbleibenden und in Anwendung des Unterli e- gerprinzips gerechtfertigten Verfahrensaufwand bzw. die dafür auferlegen Verfahrenskosten in nachvollziehbarer Weise zu begründen. 5.2 Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung aus, die Be- schwerdeführerin unterliege grundsätzlich, da die angebotenen IC -Preise sich als nicht kostenorientiert erwiesen hätten und von ihr zugunsten der Beschwerdegegnerin zu korrigieren gewesen seien. Lediglich hinsichtlich des abgewiesenen Antrags auf Festsetzu ng des Preises für den Dienst "Swisscom Directory Enquiry Access Service (1145)" seien die Kosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Im Beschwerdeverfahren macht sie geltend, die vorinstanzlichen Kosten seien nicht neu zu verlegen. Zwar seien die streitigen IC-Preise für das Jahr 2010 als Folge der Anpassu n- gen bei den Glasfaserspleissungen und der Korrektur bei den DeltaP Vermittlungstechnikanlagen neu zu verfügen. Die Beschwerdeführerin habe jedoch trotzdem weiterhin als unterliegende Partei zu gelten, l ägen doch auch die neu festzulegenden Preise allesamt tiefer als die von ihr ursprünglich angebotenen. Die fehlerhafte Berechnung der DeltaP Ve r- mittlungstechnikanlagen habe weiter nicht mehr Aufwand verursacht, als es die richtige getan hätte. Entsprechend es gelte auch hinsichtlich der Bestimmung der Preise für Glasfaserspleissungen. Bei den "nicht vorhe r- sehbaren Praxisänderungen" handle es sich schliesslich nach der Rech t- sprechung des Bundesverwaltungsgerichts um zulässige Anpassungen am Kostennachweis. 5.3 5.3.1 Für die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens werden kostend e- ckende Verwaltungsgebühren erhoben (vgl. Art. 40 Abs. 1 Bst. b und Art. 56 Abs. 4 FMG). Diese werden nach Zeitaufwand berechnet (vgl. Art. 2 Abs. 1 der Fernmeldegebührenverordnung UVEK vom A-769/2011 Seite 16 7. Dezember 2007 [SR 784.106.12]). Der Stundenansatz beträgt seit dem 1. Januar 2010 Fr. 210.-- (vgl. Art. 2 Abs. 2 Fernmeldegebühren - verordnung UVEK); davor betrug er Fr. 260. -- (vgl. die vorstehend e r- wähnte Bestimmung in der Fassung vom 7. Dezember 2007 , AS 2 007 7101). Die Kostenverlegung erfolgt grundsätzlich nach dem Unterliegerprinzip, das als allgemeiner prozessualer Grundsatz auch im vorinstanzlichen Verfahren Anwendung findet, obschon dieses kein eigentliches B e- schwerdeverfahren ist (vgl. BGE 132 II 47 E. 3.3; Urteil des Bu ndesge- richts 2A.191/2005 vom 2. September 2005 E. 2.2; Urteile des Bunde s- verwaltungsgerichts A -6019/2010 vom 19. August 2011 E. 13.1 und A-5979/2010 vom 9. Juni 2011 E. 4.2). Danach gilt eine Partei als unter- liegend, wenn und soweit ihren Begehren aus formellen oder materiellen Gründen nicht entsprochen wird, wobei auf das materiell wirklich Gewollte abzustellen ist (vgl. BGE 123 V 156 E. 3c; Urteile des Bundesverwa l- tungsgerichts A -6019/2010 vom 19. August 2011 E. 13.2 und A-5979/2010 vom 9. Juni 2011 E. 4.3; MARCEL MAILLARD, in: Praxisko m- mentar VwVG, Zürich 2009, Rz. 14 zu Art. 63). Vom Unterliegerprinzip kann nach der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts allerdings unter gewissen Umständen (mangelnde Transparenz der marktbeherrschenden Anbieterin) zugunsten der unterliegenden Gesuchstellerin im Zugang s- verfahren abgewichen werden (vgl. dazu Urteile des Bundesverwaltungs- gerichts A -411/2012 vom 10. Oktober 2012 E. 6.2, A-6019/2010 vom 19. August 2011 E. 14.3.1 f. und A-5979/2010 vom 9. Juni 2011 E. 5, 5.1 und 5.3 ). Neben dem Unterliegerprinzip findet bei der Kostenverlegung auch das allgemein geltende Verursacherprinzip Anwendung (vgl. Art. 2 Abs. 1 der Allgemeinen Gebühren verordnung vom 8. September 2004 [AllgGebV, SR 172.041.1] ; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-6019/2010 vom 19. August 2011 E. 13.1 und A-5979/2010 vom 9. Juni 2011 E. 4.2). 5.3.2 Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin im Zugangsverfahren in allgemeiner Weise die Herabsetzung der beanstandeten offerierten Pre i- se auf ein kostenorientiertes Niveau verlangt (vgl. Ziff. 1 ihres Rechtsb e- gehrens i.V.m. der Begründung des Zugangsgesuchs) und die Vorinstanz – mit Ausnahme des Preises für den Dienst "Swisscom Directory Enquiry Access Service (1145)" – sämtliche Preise tiefer verf ügt, als sie von der Beschwerdeführerin offeriert bzw. im Zugangsverfahren beantragt wu r- den. Die von der Vorinstanz neu zu verfügenden IC-Preise dürften zudem – von einigen wenigen vernachlässigbaren Ausnahmen abgesehen – A-769/2011 Seite 17 ebenfalls tiefer ausfallen als die se Preise. Es liesse sich somit auf den ersten Blick mit der Beschwerdegegnerin und der Vorinstanz argumenti e- ren, der Beschwerdeführerin seien – mit Ausnahme der Kosten für das abgewiesene Begehren betreffend den Dienst "Swisscom Directory E n- quiry Access S ervice (1145)" – sämtliche Kosten des vorinstanzlichen Zugangsverfahrens aufzuerlegen, da sich die Beschwerdegegnerin mit ih- rem allgemeinen Begehren um tiefere Preise durchgesetzt hat bzw. durchsetzen wird. Eine derartige Betrachtungsweise würde jedoch den Eigenheiten des vo- rinstanzlichen Verfahrens nicht gerecht. Bei der Überprüfung der offerie r- ten bzw. beantragten Preise auf ihre Kostenorientierung steht die konkr e- te Ausgestaltung des Kostenmodells bzw. des Kostnachweises der B e- schwerdeführerin als marktb eherrschende Anbieterin im Zentrum. Die Vorinstanz untersucht dabei regelmässig zahlreiche Detailfragen und passt gegebenenfalls das Kostenmodell bzw. den Kostennachweis an. All dies ist mit Zeitaufwand verbunden, der grundsätzlich (vgl. E. 5.3.3) den Parteien des Zugangsverfahrens in Rechnung zu stellen ist. Würde bei der Kostenverlegung einzig darauf abgestellt, dass die streitigen Preise entsprechend einem allfälligen allgemeinen Begehren der Gesuchstellerin im Zugangsverfahren, wie es von der Beschwerde gegnerin gestellt wu r- de, herabgesetzt werden, hätte dies zur Folge, dass der marktbeher r- schenden Anbieterin sämtlicher Zeitaufwand in Rechnung gestellt würde, wenn auch nur eine preisrelevante Anpassung des Kostenmodells bzw. des Kostennachweises begründet wäre. Sie hätte somit namentlich die Kosten für den Aufwand für allfällige unbegründete Anpassungen zu tr a- gen, obschon ihr diesbezüglich nicht vorgeworfen werden könnte, sie h a- be sich nicht an die Vorgaben für die kostenorientierte Preisgestaltung gehalten, und aufgrund der Berechnung der Kosten nach Zeitaufwand un- ter Umständen erhebliche Kosten für solche Anpassungen entstehen können. Eine solche Kostenverlegung ist mit Sinn und Zweck des Zugangsverfa h- rens, die (u.a.) darin bestehen, alternativen FDA zu kostenorientierten Preisen Zugang zu bestimmten Einrichtungen und Diensten der marktb e- herrschenden Anbieterin zu ermöglichen (vgl. Art. 11 Abs. 1 und Art. 11a Abs. 1 FMG), nicht vereinbar. Diese legen vielmehr nahe, im Falle einer Herabsetzung der streitig en Preise aufgrund eines allgemeinen Hera b- setzungsbegehrens im erwähnten Sinn der marktbeherrschenden Anbi e- terin für den Aufwand der Vorinstanz gestützt auf das Unterliegerprinzip nur insoweit die Kosten aufzuerlegen, als dieser zur Gewährleistung ko s-A-769/2011 Seite 18 tenorientierter Preise erforderlich ist. Lediglich in diesem Umfang dient er der Verwirklichung des mit dem Zugangsverfahren verfolgten, genannten Ziels bzw. der Korrektur eines Zugangsangebots, das die marktbeher r- schende Anbieterin im Zugangsverfahren zu Unrec ht als kostenorientiert bestätigen lassen will. Es erscheint deshalb auch einzig hinsichtlich di e- ses Aufwands als angemessen, der markbeherrschenden Anbieterin in Anwendung des Unterliegerprinzips die Kosten aufzuerlegen. Nicht zu diesem Aufwand zählt gru ndsätzlich der Aufwand für unbegrü n- dete oder in Verletzung der Verhandlungs - oder Dispositionsmaxime e r- folgte Anpassungen am Kostenmodell bzw. Kostennachweis, ebenso w e- nig der Aufwand für an sich begründete und zulässige, jedoch nicht rechtskonforme oder fehlerhaft umgesetzte Anpassungen. Voraussetzung ist allerdings, dass die marktbeherrschende Anbieterin diese Anpassu n- gen nicht selber verursacht. Anders zu beurteilen ist demgegenüber der Aufwand für die Prüfung von Vorbringen der Gesuchstellerin, die von der Vorinstanz zurückgewiesen werden. Zwar kann der marktbeherrschenden Anbieterin auch hinsichtlich solcher Vorbringen nicht vorgeworfen we r- den, sie habe sich nicht an die Vorgaben für die kostenorientierte Prei s- gestaltung gehalten. Deren Prüfung durch di e Vorinstanz kommt bei der Gewährleistung kostenorientierter Preise aber grundsätzlich eine Funkt i- on zu, ist doch namentlich wegen des grossen Gestaltungsspielraums der marktbeherrschenden Anbieterin bei der Festsetzung solcher Preise und der Komplexität d es Kostenmodells bzw. Kostennachweises häufig nicht ohne Weiteres klar, ob die Vorgaben für die kostenorientierte Preisgestal- tung eingehalten werden. Der Aufwand für diese Prüfung ist daher grun d- sätzlich als für die Gewährleistung kostenorientierter Preise erforderlich zu qualifizieren. Dies gilt allerdings nicht für beliebige, offensichtlich u n- begründete Vorbringen, da diesen bei der Überprüfung des Kostenm o- dells bzw. Kostennachweises der marktbeherrschenden Anbieterin keine Relevanz zukommt. Soweit die Vorinstanz sich trotzdem mit solchen Vor- bringen auseinandersetzt, darf sie daher den dafür entstandenen Au f- wand der marktbeherrschenden Anbieterin nicht auferlegen. Dies gilt hier wie in den übrigen erwähnten Fällen allerdings spezifisch nur für den Aufwand, der für die nicht erforderliche(n) Handlung(en) entsteht. 5.3.3 Soweit die marktbeherrschende Anbieterin im Falle einer Herabse t- zung der streitigen Preise aufgrund eines allgemeinen Herabsetzungsb e- gehrens im erwähnten Sinn die Kosten für den Aufwand der Vorins tanz, der nicht zur Gewährleistung kostenorientierter Preise erforderlich ist, auch nach dem Verursacherprinzip nicht zu tragen hat, sind sie grun d-A-769/2011 Seite 19 sätzlich der Gesuchstellerin aufzuerlegen. Dies gilt ohne Weiteres für den Aufwand, den sie mit beliebigen, offensichtlich unbegründeten Vorbringen verursacht. Es trifft aber grundsätzlich auch für den Aufwand für unb e- gründete oder gegen die Verhandlungsmaxime verstossende sowie für an sich begründete und zulässige, jedoch nicht rechtskonforme oder fehle r- haft umg esetzte Anpassungen zu. Zwar darf das allgemeine Begehren der Gesuchstellerin nicht dahingehend verstanden werden, sie fordere rechtlich nicht haltbare Anpassungen. Sie verlangt damit jedoch grun d- sätzlich alle Anpassungen, die von der Vorinstanz mit dem Zi el vorg e- nommen werden, die Kostenorientierung der Preise zu gewährleisten. Auch wenn sich diese Anpassungen im Nachhinein als rechtlich nicht haltbar erweisen, sind ihr daher grundsätzlich die Kosten für den damit verbundenen Aufwand aufzuerlegen, da sie diesen mit ihrem allgemeinen Begehren veranlasst bzw. verursacht (vgl. Art. 2 Abs. 1 AllGebV). Dies gilt allerdings grundsätzlich nur, soweit diese Anpassungen einen Gegen s- tand betreffen, den sie mit ihrem allgemeinen Begehren zum Gegenstand des Zugangsverfahrens gemacht hat. Trifft dies nicht zu, werden die A n- passungen mithin von der Vorinstanz in Verletzung der Dispositionsm a- xime vorgenommen, werden sie von ihr nicht veranlasst, weshalb ihr die Kosten für den entstandenen Aufwand grundsätzlich nicht auferl egt wer- den können. Soweit sie die Kosten nicht zu tragen hat, entfällt eine Ko s- tentragung durch die Parteien des Zugangsverfahrens. 5.3.4 Vorliegend stellte die Vorinstanz bei der Verlegung der Verfahren s- kosten – mit Ausnahme der Kosten für das abgewiesene Begeh ren der Beschwerdegegnerin betreffend den Dienst "Swisscom Directory Enquiry Access Service (1145)" – einzig darauf ab, dass die streitigen Preise en t- sprechend dem allgemeinen Begehren der Beschwerdegegnerin hera b- gesetzt wurden und die Beschwerdeführerin i n diesem Sinn unterlag. Sie auferlegte dieser daher – mit Ausnahme der Kosten von Fr. 2'000.-- für das erwähnte abgewiesene Begehren – sämtliche Verfahrenskosten im Umfang von Fr. 71'410.--. Ihre Kostenverlegung wird somit den vorst e- henden Erwägungen nicht gerecht (vgl. 5.3.2 f.). Dispositiv-Ziff. 3 der a n- gefochtenen Verfügung ist deshalb aufzuheben und die Angelegenheit zur erneuten Verlegung der Verfahrenskosten an die Vorinstanz zurüc k- zuweisen. Diese hat – entsprechend dem Antrag der Beschwerdeführerin – zu prüfen, ob für die vorliegend als rechtlich nicht haltbar zu beurteilen- den Anpassungen (Glasfaserspleissungen und DeltaP Vermittlungstech- nikanlagen) nach den vorstehenden Erwägungen (vgl. E. 5.3.2 f.) Au f- wand bzw. Kosten auszuscheiden ist bzw. sind. Dabei kommt ihr – wie generell bei der Kostenverlegung (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsg e-A-769/2011 Seite 20 richts A -411/2012 vom 10. Oktober 2012 E. 6.2, A -6019/2010 vom 19. August 2011 E. 13.3 und A -5979/2010 vom 9. Juni 2011 E. 4.4 m.w.H.) – ein erhebliches Ermessen zu . Namentlich kann sie sich für die Bestimmung des allenfalls auszuscheidenden Aufwands auf eigene Schätzungen stützen, ist sie doch nicht gehalten, stundengenau zu d o- kumentieren, welcher Aufwand auf welche Tätigkeit entfiel (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-292/2010 vom 19. August 2010 E. 7.4). Sie hat ihren Entscheid allerdings angemessen zu begründen (vgl. dazu Ur- teile des Bundesverwaltungsgerichts A-6019/2010 vom 19. August 2011 E. 13.3, A -5979/2010 vom 9. Juni 2011 E. 4.4 und A-300/2010 vom 8. April 2011 E. 20.2, jeweils m.w.H.). Bei der Neuverlegung der Kosten hat sie namentlich zu beachten, dass es keine Rolle spielt, ob die rechtlich nicht haltbaren Anpassungen mehr Aufwand verursacht haben, als es eine korrekte Preisberechnung getan hätte, sind der Beschwerdeführerin doch für solche Anpassungen grund- sätzlich keine Kosten aufzuerle gen (vgl. E. 5.3.2). Keine Ausnahme von der Kostenpflicht im Sinne der vorstehenden Erwägungen liegt sodann hinsichtlich der Kosten für die – nach Ansicht der Beschwerdeführerin un- vorhersehbare – Anpassung bei der Mengenprognose für PSTN - und ISDN- (Public Switched Telephone Network bzw. Integrated Services Digi- tal Network ) Anschlussleitungen vor. Da die Beschwerdeführerin ihre diesbezügliche Rüge zurückzog, ist allein schon deshalb nicht ersichtlich, inwiefern diese Anpassung als rechtlich nicht haltbar qualifiziert werden könnte. Ob die Vorinstanz diesbezüglich aus Billigkeitsgründen auf eine Kostenauflage verzichten will, hat sie im Rahmen der erneuten Koste n- verlegung selber zu entscheiden. Ziff. 2 des Beschwerdebegehrens ist somit im Sinne der vorstehenden Erwägungen teilweise gutzuheissen. 6. Damit ist die Beschwerde grundsätzlich gutzuheissen. Die streitigen nut- zungsabhängigen IC-Preise für die Jahre 2009 und 201 0 (Preise für Ter- minierungs- und Zugangsdienste) sowie Dispositiv-Ziff. 3 der angefochte- nen Verfügung (Kostenverlegung) sind aufzuheben. Die Angelegenheit ist zur Neufestsetzung dieser Preise im Sinne der Erwägungen (vgl. E. 3.3.2 und 4.2) sowie zur erneuten Verlegung der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens entsprechend dem Ausgang dieses Verfahrens und den vor- stehenden Erwägungen (vgl. E. 5.3.2 ff.) an die Vorinstanz zurückzuwe i- sen. A-769/2011 Seite 21 7. 7.1 Die Spruchgebühr bemisst sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien. Sie beträgt bei einer Streitigkeit mit Vermö gensinteresse Fr. 200. -- bis Fr. 50'000.-- (vgl. Art. 63 Abs. 4 bis Bst. b VwVG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 und Art. 4 des Regleme nts vom 21. Februar 2008 über die Kosten und En t- schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Für die Qualifikation als Streitigkeit mit Vermögensint e- resse ist es dabei unerheblich, ob ein Anspruch in Geld ausgedrückt ist oder nicht und welchem Rechtsgebiet er entspringt. Massgeblich ist vie l- mehr, ob der Rechtsgrund des streitigen Anspruchs letzten Endes im Vermögensrecht ruht und ob mit dem Begehren letztlich und überwiegend ein wirtschaftlicher Zweck verfolgt wird ( vgl. Urteil des B undesverwal- tungsgericht A-411/2012 vom 10. Oktober 2012 E. 7.1 mit Hinweis). Vorliegend handelt es sich um eine Streitigkeit mit Vermögensinteresse. Die Streitsache ist teilweise komplex (vgl. Kosten d es vorinstanzlichen Verfahrens), jedoch von beschränkte m Umfang . Es erscheint daher als angemessen, die Kosten auf Fr. 7'000.-- festzusetzen. 7.2 Die Verfahrenskosten sind in der Regel von der unterliegenden Partei zu tragen. Unterliegt sie nur teilweise, werden die Verfahrenskosten e r- mässigt (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Obsiegen und Unterliegen im Prozess ist grundsätzlich nach den Rechtsbegehren der beschwerdeführenden Partei, gemessen am Ergebnis der Anfechtung des vorinstanzlichen En t- scheids, zu beurteilen, wobei auf das materiell wirklich Gewollte abzustel- len ist (vgl. BGE 123 V 156 E. 3c; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-411/2012 vom 10. Oktober 2012 E. 7.2. mit Hinweis). Die Beschwerdeführerin setzt sich grundsätzlich durch, weshalb es nicht angemessen erscheint, ihr Verfahrenskosten aufzuerlegen. Der K osten- vorschuss von Fr. 7'000. -- ist ihr deshalb zurückzuerstatten. Die B e- schwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort die Abweisung der Beschwerde (vgl. Bst. L). Davon weicht sie auch in ih rer Duplik nicht ab (vgl. Bst. N ), obschon die Vorinstanz bereits in ihrer Vernehmlassung die teilweise Gutheissung der Beschwerde beantragt (vg l. Bst. K). Sie ist daher als vollumfänglich unterliegend zu betrachten, weshalb ihr sämtl i- che Kosten von Fr. 7'000.-- aufzuerlegen sind. Der Vo rinstanz hat keine Kosten zu tragen (vgl. Art. 63 Abs. 2 VwVG). A-769/2011 Seite 22 8. Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei ist von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zuzusprechen ( vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. VGKE). Keine Entschädigung ist indes geschuldet, wenn die Vertreterin oder der Vertreter in einem Arbeitsverhältnis zur Partei steht (vgl. Art. 9 Abs. 2 VGKE). Dies ist bei der obsiegenden Beschwerde- führerin der Fall, da sie ihren internen Rechtsdienst mit der Interesse n- wahrung betraut hat und nicht durch externe Anwälte vertreten ist (vgl. etwa Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-411/2012 vom 10. Ok- tober 2012 E. 7.3 m.w.H.). 9. Dieses Urteil kann nicht beim Bundesgericht ange fochten werden (vgl. Art. 83 Bst. p Ziff. 2 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Es ist somit endgültig. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird grundsätzlich gutgeheissen. 1.1 Dispositiv-Ziff. 2 der angefochtenen Verfügung wird hinsichtlich der streitigen nutzungsabhängigen IC -Preise für die Jahre 2009 und 2010 (Preise für Terminierungs- und Zugangsdienste) aufgehoben und die A n- gelegenheit zur Neufestsetzung dieser Preise im Sin ne der Erwägungen (vgl. E. 3.3.2 und 4.2) an die Vorinstanz zurückgewiesen. 1.2 Dispositiv-Ziff. 3 der angefochtenen Verfügung wird aufgehoben und die Angelegenheit zur erneuten Verlegung der vorinstanzlichen Verfa h- renskosten entsprechend dem Ausgang des vorli egenden Beschwerd e- verfahrens und den vorstehenden Erwägungen (vgl. E. 5.3.2 ff.) an die Vorinstanz zurückgewiesen. 2. 2.1 Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 7'000. -- festgesetzt und der B e- schwerdegegnerin auferlegt. Diese hat den Betrag innert 30 Tagen nach Eröffnung des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu A-769/2011 Seite 23 überweisen. Die Zustellung des Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post. 2.2 Der Beschwerdeführerin wird der Kostenvorschuss von Fr. 7'000.-- zurückerstattet. Hierzu hat sie dem Bundesverwalt ungsgericht ihre Ko n- toangaben mitzuteilen. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Einschreiben) – die Beschwerdegegnerin (Einschreiben) – die Vorinstanz (Ref-Nr. Vf10-12-13_027 / AZ 330.41; Einschreiben) – die Preisüberwachung (z.K.) Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: Marianne Ryter Pascal Baur Versand: