<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00190</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204511&amp;W10_KEY=4467140&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00190</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.10.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kanalisationsanschlussgebühren</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Gebührennachforderung für Kanalisationsanschlussgebühren<br/><br/>In der Gemeinde Erlenbach wurde nur die Wasser- und Elektrizitätsversorgung auf eine private AG ausgelagert, nicht jedoch die Abwasserentsorgung. Die Gemeinde bzw. die Bau- und Planungskommission ist demnach weiterhin zuständig zur Erhebung von Kanalisationsanschlussgebühren (E. 2).<br/>Laut der kommunalen Gebührenverordnung ist bei baulichen Massnahmen, die eine Erhöhung des Gebäudeversicherungswertes auslösen, eine Gebührennachforderung zu erfüllen. Es kommt demgemäss nicht darauf an, ob die zur Debatte stehenden baulichen Massnahmen als "Umbau" zu würdigen sind (E. 3.2). Diese Regelung erweist sich als sachgerecht und rechtmässig (E. 3.2). Jedoch wären die vom Beschwerdeführer an seinem Wohnhaus vorgenommenen Renovationsarbeiten ohnehin als "Umbau" im Sinne der verwaltungsrechtlichen Rechtsprechung einzustufen. Denn als Umbau sind alle nachträglichen baulichen Veränderungen eines bestehenden Gebäudes zu verstehen, die dessen Versicherungswert bei einer Neuschätzung erhöhen (E. 3.3).<br/>Kanalisationsanschlussgebühren sind mehrwertsteuerpflichtig (E. 4.2) und können von der Gemeinde auf den Abgabepflichtigen überwälzt werden (E. 4.3).<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFGABENÃBERTRAGUNG">AUFGABENÃBERTRAGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERLENBACH">ERLENBACH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃUDEVERSICHERUNGSWERT">GEBÃUDEVERSICHERUNGSWERT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Abgaberecht ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEHRWERTSTEUER">MEHRWERTSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATISIERUNG">PRIVATISIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RENOVATION">RENOVATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMBAU">UMBAU</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 1 Abs. II MWSTG</span><br/><span class="gerade">Art. 23 Abs. I MWSTG</span><br/><span class="ungerade">Art. 23 Abs. I lit. o MWSTG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2">A liess im Sommer 2001 in seinem Wohnhaus in Erlenbach Renovationsarbeiten vornehmen. Die kantonale GebÃ¤udeversicherung ermittelte am 7. MÃ¤rz 2002 eine bauliche Wertvermehrung von Fr. 28'000.-, weshalb der neue Versicherungswert der Liegenschaft Fr. 1'314'000.- betrÃ¤gt. GestÃ¼tzt auf diese RevisionsschÃ¤tzung stellte das Bauamt der Gemeinde Erlenbach A am 22. April 2002 eine Rechnung fÃ¼r die GebÃ¼hrennachzahlung der KanalisationsanschlussgebÃ¼hr im Betrag von Fr. 3'780.- zuzÃ¼glich Fr. 287.30 MwSt. Weil sich der BeschwerdefÃ¼hrer weigerte, die Abgabe zu bezahlen, erliess die Bau- und Planungskommission am 1. April 2003 eine entsprechende formelle GebÃ¼hrenauflage samt der Verpflichtung, die Mahn- und Betreibungskosten von Fr. 75.- zu Ã¼bernehmen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">A rekurrierte hiergegen an den Bezirksrat Meilen. Dieser wies das Rechtsmittel am 16. MÃ¤rz 2004 ab und hob den angefochtenen Beschluss auf. BezÃ¼glich der Mahn- und Betreibungsspesen Ã¼ber Fr. 75.- kam er jedoch zum Schluss, dass diese A nicht auferlegt werden dÃ¼rfen. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A hat gegen den Rekursentscheid des Bezirksrates am 19. April 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erhoben. Er beantragt, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben. Es sei festzustellen, dass die Bau- und Planungskommission zur Erhebung von KanalisationsgebÃ¼hren nicht legitimiert sei. Sie sei auf den Zivilweg zu verweisen. Eventualiter sei die Nachzahlungsforderung abzuweisen, unter Kosten- und <span>EntschÃ¤digungsfolgen</span> zulasten der Beschwerdegegnerin.</p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat reichte die Akten ein und erklÃ¤rte Verzicht auf Vernehmlassung. Die Gemeinde Erlenbach schliesst auf Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Streit liegt die GebÃ¼hrenauflage der Bau- und Planungskommission Erlenbach. Da das Verwaltungsgericht gemÃ¤ss § 63 Abs. 2 VRG die angefochtene Anordnung nicht zum Nachteil des BeschwerdefÃ¼hrers abÃ¤ndern darf, ist der Beschluss des Bezirksrats in Bezug auf die Aufhebung der Dispositivziffer 2 des Beschlusses der Bau- und Planungskommission rechtskrÃ¤ftig geworden. Im Streit liegt damit lediglich die GebÃ¼hrenauflage im Umfang von Fr. 4'067.30. Da der Streitwert den fÃ¼r die Bestimmung des SpruchkÃ¶rpers massgebenden Schwellenbetrag von Fr. 20'000.- nicht Ã¼bersteigt, ist der Einzelrichter zur Beurteilung der vorliegenden Sache zustÃ¤ndig (vgl. § 38 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, dass hinsichtlich der Abwasseranlagen in Erlenbach eine Privatisierung erfolgt sei, weshalb neu die "Energie und Wasser Erlenbach AG (EWE AG)" und nicht wie bis anhin die Bau- und Planungskommission zur Erhebung von KanalisationsgebÃ¼hren zustÃ¤ndig sei. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die Gemeindeversammlung Erlenbach beschloss am 25. Juni 2001 die Ausgliederung der Gemeindewerke Erlenbach, welche neben den zwei Versorgungsbetrieben ElektrizitÃ¤ts- und Wasserwerk zusammen mit der Gemeinde KÃ¼snacht ein Seewasserwerk betrieben, aus der Gemeindeverwaltung und die Ãbertragung der Aktiven und Passiven auf die Aktiengesellschaft EWE AG. Dazu wurden am 20. November 2001 zwei KonzessionsvertrÃ¤ge zwischen der Gemeinde Erlenbach und der EWE AG je fÃ¼r die Bereiche Stromversorgung und Wasserversorgung abgeschlossen. Diese VertrÃ¤ge stehen seit dem 1. Januar 2002 in Kraft. Da die Gemeinde weiterhin Einfluss auf die ErfÃ¼llung der an die EWE AG Ã¼bertragenen Aufgaben hat, handelt es sich um eine unechte Privatisierung. Das heisst, es findet keine vollstÃ¤ndige Entstaatlichung statt (vgl. Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, N. 1535). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Strittig ist zunÃ¤chst, ob auch die Abwasserbeseitigung der Gemeinde auf die EWE AG Ã¼bertragen worden ist. Wie sich dem Protokoll der Gemeindeversammlung vom 25. Juni 2001 sowie den genannten KonzessionsvertrÃ¤gen, insbesondere jenem betreffend der Wasserversorgung, entnehmen lÃ¤sst, wurde lediglich die Wasser- und Stromversorgung auf die EWE AG Ã¼bertragen. Die Abwasserversorgung ist nach wie vor in der Gemeindeverwaltung integriert. Nichts anderes ergibt sich auch aus der Gemeindeordnung vom 23. September 2001 (GO). Dort bestimmt Art. 39 Abs. 2 GO die Bau- und Planungskommission unter anderem fÃ¼r zustÃ¤ndig fÃ¼r die Massnahmen der Entsorgung und des GewÃ¤sserschutzes. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b><span>Bei der Bau- und Planungskommission handelt es sich um eine Kommission mit selbstÃ¤ndigen Verwaltungsbefugnissen im Sinne von Art. 27 GO. Die selbstÃ¤ndigen Kommissionen vertreten die Gemeinde gegenÃ¼ber Dritten in der ErfÃ¼llung der ihnen zur selbstÃ¤ndigen Erledigung Ã¼bertragenen Aufgaben, worin auch das FÃ¼hren von Prozessen mit dem Recht der Stellvertretung eingeschlossen ist (Art. 27 Abs. 2 GO). Die Bau- und Planungskommission ist somit zur Erhebung von AbwassergebÃ¼hren und zur Durchsetzung der GebÃ¼hrenauflagen vor Gericht befugt.</span><span> </span>Der Hauptantrag des BeschwerdefÃ¼hrers ist aus diesen GrÃ¼nden abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>In seinem Eventualantrag bestreitet der BeschwerdefÃ¼hrer die RechtmÃ¤ssigkeit der GebÃ¼hrennachforderung als solche, indem er vorbringt, dass vorliegend nicht von einem "Umbau" die Rede sein kÃ¶nne. Vielmehr seien lediglich "einfache Renovationsarbeiten" ausgefÃ¼hrt worden, wofÃ¼r sich eine GebÃ¼hrennachforderung nicht rechtfertige. Die ErhÃ¶hung der GebÃ¤udeversicherungssumme fÃ¼r sich alleine kÃ¶nne nicht eine Nachschusspflicht auslÃ¶sen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>GemÃ¤ss Art. 18 der kommunalen Verordnung Ã¼ber die Abwasseranlagen vom 7. Dezember 1992 (Kanalisationsverordnung) haben die GrundeigentÃ¼mer fÃ¼r die BenÃ¼tzung der Gemeindekanalisation und der zentralen Abwasserreinigungsanlage GebÃ¼hren zu entrichten. Diese Bestimmung konkretisierend bestimmt die kommunale Verordnung Ã¼ber die BeitrÃ¤ge und GebÃ¼hren an Abwasseranlagen vom 7. Dezember 1992 (GebÃ¼hrenverordnung) in Art. 7, dass eine GebÃ¼hrennachzahlung unter anderem bei Um- und Erweiterungsbauten an angeschlossenen GebÃ¤uden, die eine Steigerung des GebÃ¤udeversicherungsbasiswertes zur Folge haben, zu erfolgen hat.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend ist zu Recht unbestritten, dass diese kommunalen Vorschriften auf einer ausreichenden kantonalen Gesetzesgrundlage beruhen und selbst eine ausreichende gesetzliche Grundlage der umstrittenen GebÃ¼hr darstellen. Ebenso zu Recht unbestritten ist, dass es grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig ist, die AnschlussgebÃ¼hr auf der Grundlage des GebÃ¤udeversicherungswertes zu berechnen (vgl. Adrian HungerbÃ¼hler, GrundsÃ¤tze des Kausalabgaberechts, ZBl 104/2003, S. 505 ff., 524 mit Hinweisen; BGE 125 I 1 E. 2b/bb). Im Streit liegt allein die Auslegung des Begriffs "Umbau" im Sinne von Art. 7 der kommunalen GebÃ¼hrenverordnung. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist der Ansicht, dass die weite Auslegung durch die Vorinstanz, wonach allein entscheidend sei, ob eine ErhÃ¶hung des Versicherungswertes resultiere, nicht richtig sei.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Wie bereits erwÃ¤hnt, ist gemÃ¤ss Art. 7 GebÃ¼hrenverordnung der Gemeinde Erlenbach eine GebÃ¼hrennachzahlung bei Um- und Erweiterungsbauten an angeschlossenen GebÃ¤uden, die eine Steigerung des GebÃ¤udeversicherungsbasiswertes zur Folge haben, zu erheben. Die Frage, ob eine GebÃ¼hrennachzahlung zu leisten ist, knÃ¼pft also am Versicherungswert der betreffenden Liegenschaft an. Bei der Regelung, wie sie die Gemeinde Erlenbach getroffen hat, kommt es somit entgegen der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers nicht darauf an, ob die betreffenden baulichen Massnahmen als "Umbau" zu wÃ¼rdigen sind; erheblich ist einzig, ob nachtrÃ¤gliche bauliche Ãnderungen zu einem hÃ¶heren Versicherungswert fÃ¼hren, was vorliegend unbestrittenermassen der Fall ist. Es ist deshalb allein darauf abzustellen, ob bauliche Massnahmen getÃ¤tigt worden sind, die zu einer ErhÃ¶hung des GebÃ¤udeversicherungswertes gefÃ¼hrt haben. Diese Regelung ist gemÃ¤ss dem Bundesgericht sachgerecht (vgl. BGr, 25. Juni 1997, 2P.171/1996 E. 4c), denn die GebÃ¼hrennachzahlung bemisst sich in Prozenten der Versicherungssumme. Deren ErhÃ¶hung ist deshalb gerade Voraussetzung einer ErgÃ¤nzungsgebÃ¼hr, und zwar unabhÃ¤ngig davon, ob die Leitungsnetze durch die wertvermehrende Massnahme zusÃ¤tzlich beansprucht werden. Denn AnschlussgebÃ¼hren dienen der Finanzierung der Grob‑ oder Basiserschliessungsanlagen der Versorgung (Peter Engeler, Die Erschliessung von BaugrundstÃ¼cken nach zÃ¼rcherischem Recht, ZÃ¼rich 1976, S. 71 f.). Ein Nachbezug der GebÃ¼hren ist dementsprechend nicht nur bei einer hÃ¶heren Beanspruchung der Abwasseranlagen abzugelten, denn die AnschlussgebÃ¼hren, und damit auch die Nachforderung von solchen, sind nicht fÃ¼r die Abwassermenge geschuldet; die fraglichen GebÃ¼hren sind vielmehr Entgelt fÃ¼r die Bereitstellung einer genÃ¼genden LeistungsfÃ¤higkeit der Abwasseranlagen. Der Eventualantrag des BeschwerdefÃ¼hrers ist somit abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Zum gleichen Schluss gelangt man, wenn in casu - wie es der BeschwerdefÃ¼hrer geltend macht - fÃ¼r eine GebÃ¼hrennachforderung neben dem Kritierium der ErhÃ¶hung des GebÃ¤udeversicherungswert kumulativ auf den Begriff "Umbau" abgestellt wÃ¼rde. GemÃ¤ss stÃ¤ndiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts sind unter den Begriffen "Umbauten" und "Erweiterungsbauten" nÃ¤mlich alle nachtrÃ¤glichen baulichen VerÃ¤nderungen eines bestehenden GebÃ¤udes zu verstehen, die dessen Versicherungswert bei einer NeuschÃ¤tzung erhÃ¶hen (VGr, 30. Januar 1996, VB 95.00008 bestÃ¤tigt durch BGr, 25. Juni 1997, 2P.171/1996; RB 1977 Nr. 110 = ZBl 78/1979, 536 ff.;). Im zitierten Fall RB 1977 Nr. 110 wurde bei einem Einfamilienhaus die GebÃ¼hrennachforderung durch die Erstellung einer Parkplatz-Ãberdachung sowie durch Neuinstallationen und bauliche Ãnderungen wie den Einbau eines grÃ¶sseren KÃ¼hlschranks, eines Geschirrwaschautomaten, eines WÃ¤schetrockners und von WandschrÃ¤nken ausgelÃ¶st. Der Begriff "Umbau" wird im vorliegenden Zusammenhang mithin weit ausgelegt, weshalb die vorliegend zu beurteilenden Erneuerungsarbeiten der KÃ¼che, des Bads, der BÃ¶den sowie der Fenster unter den Begriff des Umbaus zu subsumieren sind. Die vom BeschwerdefÃ¼hrer vorgenommenen Renovationsarbeiten gehen weit Ã¼ber den Ã¼blichen GebÃ¤udeunterhalt hinaus (vgl. fÃ¼r die Abgrenzung Erich Zimmerlin, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, 2. A., Aarau 1985, § 150 N 2b und 2c mit Hinweisen). Entsprechend haben sie den Liegenschaftswert erhÃ¶ht und eine NeueinschÃ¤tzung der GebÃ¤udeversicherungsanstalt zur Folge gehabt. Nur eine solche Auslegung fÃ¼hrt zu sachgerechten LÃ¶sungen und vermag die Gleichbehandlung der EigentÃ¼mer werterhÃ¶hend verÃ¤nderter Altbauten und der EigentÃ¼mer neu erstellter GebÃ¤ude, die von Anfang an aufwÃ¤ndiger errichtet worden sind, zu gewÃ¤hrleisten (VGr, 30. Januar 1996, VB 95.00008 E. 3d, bestÃ¤tigt durch BGr, 25. Juni 1997, 2P.171/1996 E. 4c).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Schliesslich verlangt der BeschwerdefÃ¼hrer die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses hinsichtlich der Bezahlung von Mehrwertsteuer. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Ob die Gemeinde Erlenbach die Mehrwertsteuer zu Recht Ã¼berwÃ¤lzt hat, hÃ¤ngt zum einen davon ab, ob die GebÃ¼hrenerhebungen einen mehrwertsteuerpflichtigen Vorgang darstellen, und zum anderen davon, ob die Beschwerdegegnerin die Steuer auf den BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼berwÃ¤lzen kann. Zur Beurteilung der ersten Frage wÃ¤re hauptfrageweise nicht das Verwaltungsgericht, sondern erstinstanzlich die EidgenÃ¶ssische Steuerverwaltung zustÃ¤ndig (Art. 63 des Bundesgesetzes Ã¼ber die Mehrwertsteuer vom 2. September 1999, MWSTG). Das Verwaltungsgericht ist jedoch befugt, Ã¼ber das Bestehen einer Steuerpflicht als Vorfrage einer Hauptfrage kommunalrechtlicher Natur zu befinden, soweit die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde noch nicht entschieden hat (VGr, 27. November 1997, VB.97.00494; VGr, 10. November 2000, VB.2000.00339; HÃ¤felin/MÃ¼ller, N. 58 ff.). Diese Voraussetzungen sind vorliegend erfÃ¼llt, weshalb auf den Antrag des BeschwerdefÃ¼hrers einzutreten ist.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Nach Art. 23 Abs. 1 MWSTG sind die Gemeinden fÃ¼r Leistungen, die sie nicht in AusÃ¼bung hoheitlicher Gewalt erbringen, steuerpflichtig. GemÃ¤ss Abs. 2 lit. o der genannten Bestimmung sind Personen des Ã¶ffentlichen Rechts fÃ¼r TÃ¤tigkeiten auf dem Gebiet der Entsorgung in jedem Fall steuerpflichtig (vgl. BGE 125 II 480 E. 8). Demnach kommt es im Ressort Abwasserentsorgung nicht darauf an, ob die TÃ¤tigkeit als "hoheitlich" zu qualifizieren ist. Sachlich unterliegt somit die streitbetroffene GebÃ¼hrenerhebung in jedem Fall der Mehrwertsteuerpflicht.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Ist demzufolge davon auszugehen, dass die von der Beschwerdegegnerin erhobenen KanalisationsanschlussgebÃ¼hren der Mehrwertsteuer unterstehen, bleibt zu prÃ¼fen, ob diese auf den Abgabepflichtigen Ã¼berwÃ¤lzt werden kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Mehrwertsteuer ist eine allgemeine Verbrauchssteuer. Steuerpflichtig sind die Unternehmen; SteuertrÃ¤ger sollen aber die Endverbraucher sein (BGE 123 II 385 E. 8). Aus diesen GrÃ¼nden statuiert Art. 1 Abs. 2 MWSTG den Grundsatz der ÃberwÃ¤lzbarkeit der Steuer vom Steuerpflichtigen auf den Konsumenten (vgl. Alois Camenzind, Niklaus Honauer/ Klaus A. Vallender, Handbuch zum Mehrwertsteuergesetz, 2. A., Bern etc., 2003, S. 36 f.). Der Grund fÃ¼r die Steuerpflicht des Gemeinwesens liegt darin, dass den nicht hoheitlichen Einrichtungen des Ã¶ffentlichen Gemeinwesens kein Wettbewerbsvorteil entstehen soll, wenn sie wie Private als Unternehmungen am Markt auftreten (Camenzind/ Honauer/ Vallender, S. 367; Dieter Metzger, Kurzkommentar zum Mehrwertsteuergesetz, Muri/Bern 2000, Art. 23 N 2; BGE 125 II 480 E. 8d). Da die Gemeinwesen also den Unternehmungen in gewissen Bereichen bezÃ¼glich der Steuerpflicht gleich gestellt werden, muss diese Gleichstellung im Sinne der WettbewerbsneutralitÃ¤t konsequenterweise auch bei der ÃberwÃ¤lzbarkeit der Steuer auf den Endverbraucher erfolgen, um nicht neue Ungleichbehandlungen zwischen privatwirtschaftlichen Unternehmungen und dem Gemeinwesen zu schaffen. Eine ausdrÃ¼ckliche kommunalgesetzliche Grundlage neben Art. 1 Abs. 2 MWSTG, welche die MÃ¶glichkeit der ÃberwÃ¤lzung vorsehen wÃ¼rde, ist deshalb nicht notwendig, solange die GebÃ¼hr selbst â wie vorliegend - auf einer genÃ¼genden gesetzlichen Grundlage beruht und dem Mehrwertsteuergesetz unterstellt ist. Die Gemeinde Erlenbach war mithin berechtigt die Mehrwertsteuer dem BeschwerdefÃ¼hrer zu Ã¼berbinden. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b><span>Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Der Beschluss des Bezirksrates Meilen vom </span>16. MÃ¤rz 2004 ist vollumfÃ¤nglich sowie der Bau- und Planungskommission der Gemeinde Erlenbach vom 1. April 2003 im Umfang der <span>Dispositivziffer 1 </span>zu bestÃ¤tigen.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), dem eine ParteientschÃ¤digung nicht zusteht. Auch die Beschwerdegegnerin, zu deren Ã¼blicher VerwaltungstÃ¤tigkeit auch die FÃ¼hrung von Verfahren der vorliegenden Art gehÃ¶rt, hat keinen Anspruch auf ParteientschÃ¤digung (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>der Einzelrichter</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Der angefochtene Beschluss des Bezirksrates Meilen wird vollumfÃ¤nglich und die VerfÃ¼gung der Bau- und Planungskommission der Gemeinde Erlenbach vom 1. April 2003 wird im Umfang der Dispositivziffer 1 bestÃ¤tigt.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1â000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1â060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden keine zugesprochen.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung â¦â¦<br/> <br/> </p> <p class="Einzug2"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>