<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2023.00238</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223777&amp;W10_KEY=13045535&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2023.00238</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.01.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Festsetzung Strassenprojekt</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Festsetzung Strassenprojekt. [Nichteintreten auf die Einsprache des Beschwerdeführers mangels Legitimation.] Bei der Anordnung funktioneller Verkehrsbeschränkungen steht die Rechtsmittelbefugnis allen Verkehrsteilnehmenden zu, welche die mit einer Beschränkung belegte Strasse mehr oder weniger regelmässig benützen, wie das bei Anwohnenden oder Pendlerinnen und Pendlern der Fall ist, während bloss gelegentliches Befahren der Strasse nicht genügt. Doch sind auch regelmässige Benützerinnen und Benützer des von der Verkehrsberuhigungsmassnahme betroffenen Strassenabschnitts nur zu deren Anfechtung legitimiert, wenn diese für sie Beeinträchtigungen von einer gewissen Intensität zur Folge hat (E. 2.2). Die Einsprachelegitimation des Beschwerdeführers ist weder offensichtlich gegeben, noch vermögen seine Vorbringen eine solche zu begründen. Die in § 13 StrG statuierte Mitwirkung der Bevölkerung und die Teilnahme des Beschwerdeführers an jenem Verfahren sind von vorneherein nicht geeignet, diesem eine legitimationsbegründende Betroffenheit zu verschaffen. Im Gegensatz zum Einspracheverfahren setzt das Mitwirkungsverfahren nämlich gerade keine besondere Betroffenheit im Sinn einer Rechtsmittellegitimation voraus. Daran ändert auch nichts, dass sich der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben mit dem Projekt intensiv auseinandergesetzt hat. Ebenso wenig spielt für sich betrachtet eine Rolle, dass der Beschwerdeführer Bürger der einen Projekt-Standortgemeinde ist. Sodann ergibt sich auch aufgrund der räumlichen Distanzen seines Wohnorts und seines Eigentums an einer Stockwerkeinheit allein keine legitimationsbegründende Betroffenheit. Dass er mehr als die Allgemeinheit berührt wäre, ist nicht ersichtlich, zumal das Strassenprojekt in dem den Beschwerdeführer interessierenden Bereich keinen wahrnehmbaren Mehrlärm erzeugt. Ferner macht der Beschwerdeführer zwar geltend, als Fussgänger die betroffene Strasse zu nutzen bzw. genutzt zu haben. Dass ihn die im Projekt vorgesehenen Massnahmen in dieser Eigenschaft mit der erforderlichen Regelmässigkeit und Intensität beeinträchtigen würden, ist damit jedoch nicht dargetan (E. 3.3). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINSPRACHEVERFAHREN">EINSPRACHEVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSVERFAHREN">MITWIRKUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELLEGITIMATION">RECHTSMITTELLEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZWÃRDIGES INTERESSE">SCHUTZWÃRDIGES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRASSENPROJEKT">STRASSENPROJEKT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 13 StrassG</span><br/><span class="gerade">§ 17 Abs. I StrassG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 Abs. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=64562" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2023.00238</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">11. Januar 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident AndrÃ© Moser<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, Ersatzrichter Christian MÃ¤der, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Cyrill Bienz.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><a id="RU_AUTOTEXT_DRITT_N">A, </a></p> <p class="MsoNormal"><b>BeschwerdefÃ¼hrer,</b> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Regierungsrat des Kantons ZÃ¼rich, </p> <p class="MsoNormal"><b>Beschwerdegegner,</b> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="Zwischentitel">und</p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">1. Stadtrat Dietikon, </p> <p class="MsoNormal">2. Gemeinderat Weiningen, </p> <p class="MsoNormal">3. Gemeinderat Unterengstringen, </p> <p class="MsoNormal"><b>Mitbeteiligte,</b> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Festsetzung Strassenprojekt,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschluss vom 22. MÃ¤rz 2023 setzte der Regierungsrat das Projekt fÃ¼r den Ausbau von Ãberlandstrasse und LimmatbrÃ¼cke, den Neubau Niederholzstrasse, die Veloschnellroute, die hindernisfreie Bushaltestelle und die Strasseninstandsetzung sowie die weiteren damit verbundenen Massnahmen an der 3 Ãberlandstrasse und der 616 Niederholzstrasse in der Stadt Dietikon sowie in den Gemeinden Weiningen und Unterengstringen gemÃ¤ss den bei den Akten liegenden PlÃ¤nen fest (Dispositivziffer I).</p> <p class="Urteilstext">Zugleich wurden verschiedene Einsprachen erledigt (Dispositivziffern IIIâXI). Auf jene von A trat der Regierungsrat mangels Legitimation nicht ein (Dispositivziffer IV).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschwerde vom 30. April 2023 beantragte A dem Verwaltungsgericht:</p> <p class="Urteilstext">" 1. Das Trottoir auf der Nordseite, welches fÃ¼r Fahrradverkehr und FussgÃ¤nger ist, soll getrennt werden, das heisst FussgÃ¤ngerverkehr und Fahrradverkehr sollen auf verschiede Bahnen gefÃ¼hrt werden. Sollte das nicht mÃ¶glich sein, soll eine ErklÃ¤rung geliefert werden, weshalb das nicht mÃ¶glich ist. Eine ErklÃ¤rung ist das mindeste, was man erwarten kann, da ich die Problematik schon beim Mitwirkungsverfahren und danach nochmals beim Einsprach verfahren mitgeteilt hatte;</p> <p class="Urteilstext">2. es sei eine schriftliche ErklÃ¤rung zu geben, weshalb der hier aufgefÃ¼hrte Antrag 1, welche im Schreiben vom 17. Februar 2020 beim Mitwirkungsverfahren mitgeteilt worden ist in keinster Weise im '02_Technischer Bericht.pdf' erwÃ¤hnt wurde."</p> <p class="Urteilstext">Im Namen des Regierungsrats beantragte das Tiefbauamt der Baudirektion am 23. Juni 2023 Abweisung der Beschwerde. Mit Stellungnahme vom 17. August 2023 hielt der BeschwerdefÃ¼hrer an seinen AntrÃ¤gen fest, desgleichen das Tiefbauamt in seiner Eingabe vom 4. September 2023. Hierzu Ã¤usserten sich die Parteien nochmals am 30. September 2023 bzw. am 10. Oktober 2023. Die Mitbeteiligten liessen sich nicht vernehmen.</p> <p class="Urteilstext">Auf die ErwÃ¤gungen im Festsetzungsbeschluss und die Parteivorbringen wird, soweit wesentlich, in den nachfolgenden UrteilsgrÃ¼nden zurÃ¼ckgekommen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Beschluss des Beschwerdegegners vom 22. MÃ¤rz 2023 bildet einen Akt im Sinn von § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG; LS 175.2), der gemÃ¤ss § 19 Abs. 2 lit. a VRG zwar nicht mit Rekurs, jedoch gestÃ¼tzt auf § 41 Abs. 1 VRG und § 41 des Strassengesetzes vom 27. September 1981 (StrG; LS 722.1) direkt mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht anfechtbar ist. Das Verwaltungsgericht ist zustÃ¤ndig fÃ¼r die Behandlung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b>Der Streitgegenstand wird im Rechtsmittelverfahren durch zwei Elemente bestimmt: einerseits durch den Gegenstand der angefochtenen Anordnung und andererseits durch die Parteibegehren. Zum einen kann nur Gegenstand des Rechtsmittelverfahrens sein, was auch Gegenstand der vorinstanzlichen VerfÃ¼gung war bzw. nach richtiger Gesetzesauslegung hÃ¤tte sein sollen. GegenstÃ¤nde, Ã¼ber welche die Vorinstanz zu Recht nicht entschieden hat, fallen nicht in den Kompetenzbereich der Rechtsmittelinstanzen. Zum anderen bestimmt sich der Streitgegenstand nach der im Rechtsmittelantrag verlangten Rechtsfolge (BGE 136 II 457 E. 4.2; Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], Vorbemerkungen zu §§ 19â28a N. 44 f.). Da sich der Streitgegenstand im Lauf des Rechtsmittelverfahrens verengen, grundsÃ¤tzlich aber nicht erweitern oder inhaltlich verÃ¤ndern kann, sind fÃ¼r die Bestimmung des Streitgegenstands des Beschwerdeverfahrens auch die im vorinstanzlichen Verfahren gestellten AntrÃ¤ge relevant (Marco Donatsch, Kommentar VRG, § 20a N. 9 ff.; Bertschi, Vorbemerkungen zu §§ 19â28a N. 44 ff.). Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet damit allein die Frage, ob die Vorinstanz auf die Einsprache des BeschwerdefÃ¼hrers zu Recht nicht eingetreten ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Legitimation zur Erhebung einer Einsprache gegen ein Strassenprojekt richtet sich nach § 17 Abs. 1 StrG in Verbindung mit § 21 Abs. 1 VRG. Danach ist zum Rekurs berechtigt, wer durch die Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ãnderung hat. In Bezug auf die Legitimation zur Anfechtung von Strassenbauprojekten gelten zum einen die im Zusammenhang mit der Anfechtung von Bauvorhaben durch Nachbarn entwickelten GrundsÃ¤tze. Zum anderen ist auch an die Praxis zur Anfechtung funktioneller Verkehrsanordnungen anzuknÃ¼pfen (vgl. Bertschi, Kommentar VRG, § 21 N. 52; VGr, 28. April 2022, VB.2021.00601, E. 2.3.2; 22. September 2011, VB.2010.00656, E. 2.1). Bei der Anordnung funktioneller VerkehrsbeschrÃ¤nkungen steht die Beschwerdebefugnis allen Verkehrsteilnehmenden zu, welche die mit einer BeschrÃ¤nkung belegte Strasse mehr oder weniger regelmÃ¤ssig benÃ¼tzen, wie das bei Anwohnenden oder Pendlerinnen und Pendlern der Fall ist, wÃ¤hrend bloss gelegentliches Befahren der Strasse nicht genÃ¼gt (vgl. dazu auch BGE 139 II 145 E. 1.2 [nicht publiziert], und BGE 136 II 539 E. 1.1). Doch sind auch regelmÃ¤ssige BenÃ¼tzerinnen und BenÃ¼tzer des von der Verkehrsberuhigungsmassnahme betroffenen Strassenabschnitts nur zu deren Anfechtung legitimiert, wenn diese fÃ¼r sie BeeintrÃ¤chtigungen von einer gewissen IntensitÃ¤t zur Folge hat (BGr, 19. August 2021, 1C_478/2020, E. 3.3; 8. April 2011, 1C_43/2011, E. 7; VGr, 28. April 2022, VB.2021.00601, E. 2.3.2; 23. MÃ¤rz 2020, VB.2019.00786, E. 2.2.1; 20. Februar 2020, VB.2018.00776, E. 1.3.1, je mit weiteren Hinweisen; Bertschi, § 21 N. 48 f.). Eine klar wahrnehmbare BeeintrÃ¤chtigung, die zu einer besonderen Betroffenheit fÃ¼hrt, kann etwa eine VerzÃ¶gerung bei der Zu- oder Wegfahrt zu bzw. von der eigenen Liegenschaft darstellen (vgl. BGr, 15. Dezember 2010, 1C_317/2010, E. 5.4 und 5.7).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Das Bestehen der Prozessvoraussetzungen und damit der Legitimation ist grundsÃ¤tzlich von Amtes wegen festzustellen, was die Rechtsuchenden jedoch nicht davon entbindet, ihre Legitimation zu substanziieren (Bertschi, § 21 N. 38, auch zum Folgenden). Dies gilt jedenfalls, wenn sie nicht offensichtlich ist. Auch eine nicht anwaltlich vertretene oder rechtskundige Partei hat sinngemÃ¤ss darzulegen, welchen persÃ¶nlichen, konkreten Nachteil sie mit dem Rechtsmittel abwenden will. Die Anforderungen an die BegrÃ¼ndung hÃ¤ngen von den UmstÃ¤nden ab. Wenn die legitimationsbegrÃ¼ndenden SachverhaltsumstÃ¤nde nicht offensichtlich sind, mÃ¼ssen sie so weit dargetan werden, dass die Rechtsmittelinstanzen nicht danach zu forschen haben. Die Substanziierung hat bereits im Verfahren vor der ersten Rechtsmittelinstanz bzw. â wie hier â im Einspracheverfahren zu erfolgen (VGr, 28. April 2022, VB.2021.00601, E. 2.1; 10. Mai 2012, VB.2012.00157, E. 2.4; 25. Februar 2010, VB.2009.00654 + 00655, E. 4.1). Die genannte prozessuale Obliegenheit wirkt sich vorliegend jedoch deswegen nicht aus und es kann dahingestellt bleiben, was vom BeschwerdefÃ¼hrer â einem soweit ersichtlich juristischen Laien â erwartet werden darf, weil der BeschwerdefÃ¼hrer auch vor Verwaltungsgericht, als er sich den Anforderungen an die Legitimation bewusst sein musste, keine weiteren Tatsachen auffÃ¼hrt, die seine Anfechtungsbefugnis zu begrÃ¼nden vermÃ¶gen (hinten E. 3.2).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Der Regierungsrat erwog im angefochtenen Festsetzungsbeschluss, dass der BeschwerdefÃ¼hrer mit Einsprache dartue, als BÃ¼rger der Stadt Dietikon, StockwerkeigentÃ¼mer des Mehrfamilienhauses B-Strasse 01 und Bewohner der Liegenschaft B-Strasse 02 werde er durch das Strassenprojekt direkt betroffen. Indessen Ã¤ussere er sich nicht dazu, weshalb er in persÃ¶nlichen Interessen und mehr als die Allgemeinheit berÃ¼hrt sei. Die Tatsachen, dass er rund 400 m von der LimmatbrÃ¼cke entfernt wohne bzw. in 300 m Distanz Stockwerkeigentum besitze, begrÃ¼ndeten noch keine hinreichende Betroffenheit.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Zur BegrÃ¼ndung seines Rechtsmittels erneuert der BeschwerdefÃ¼hrer seinen Standpunkt, dass er als BÃ¼rger von Dietikon, StockwerkeigentÃ¼mer des Mehrfamilienhauses B-Strasse 01 und Bewohner der Liegenschaft B-Strasse 02 vom streitbetroffenen Festsetzungsbeschluss direkt betroffen sei. Dies ergebe sich auch daraus, dass er sich mit der Thematik nÃ¤her befasst, die PlÃ¤ne sowie den Technischen Bericht studiert und diese Informationen mit bestehenden AusfÃ¼hrungen bzw. mit dem aktuellen Stand der Bautechnik verglichen habe. Diese Erkenntnisse habe er dann im Mitwirkungsverfahren eingebracht, was der Regierungsrat hÃ¤tte prÃ¼fen mÃ¼ssen. Ob dies geschehen sei, bleibe unklar. Mit Replik ergÃ¤nzte der BeschwerdefÃ¼hrer in Bezug auf seine Legitimation, er habe die "betroffene Strasse" als FussgÃ¤nger benutzt. Da ihm das Limmattal und die Limmat gefielen, nutze er "auch diesen Strassenabschnitt".</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b>Die Einsprachelegitimation des BeschwerdefÃ¼hrers ist weder offensichtlich gegeben, noch vermÃ¶gen seine Vorbringen eine solche zu begrÃ¼nden. Die in § 13 StrG statuierte Mitwirkung der BevÃ¶lkerung und die Teilnahme des BeschwerdefÃ¼hrers an jenem Verfahren sind von vorneherein nicht geeignet, diesem eine legitimationsbegrÃ¼ndende Betroffenheit zu verschaffen. Im Gegensatz zum Einspracheverfahren (vgl. dort § 17 Abs. 1 Satz 2 StrG) setzt das Mitwirkungsverfahren nÃ¤mlich gerade keine besondere Betroffenheit im Sinn einer Rechtsmittellegitimation voraus (vgl. Ruedi Muggli, in: Heinz Aemisegger et al., Praxiskommentar RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, ZÃ¼rich etc. 2020, Art. 4 N. 14). Daran Ã¤ndert auch nichts, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer nach eigenen Angaben mit dem Projekt intensiv auseinandergesetzt hat. Ebenso wenig spielt fÃ¼r sich betrachtet eine Rolle, dass der BeschwerdefÃ¼hrer BÃ¼rger der einen Projekt-Standortgemeinde (Dietikon) ist. Sodann wohnt der BeschwerdefÃ¼hrer zwar an der B-Strasse 02 und ist er EigentÃ¼mer einer Stockwerkeinheit des GrundstÃ¼cks an der B-Strasse 01 in Dietikon. Aufgrund der rÃ¤umlichen Distanzen allein â der Wohnort des BeschwerdefÃ¼hrers befindet sich rund 400 m vom westlichen Abschluss des Projektperimeters am Westufer der Limmat entfernt, das Stockwerkeigentum etwa 300 m â ergibt sich aber ebenfalls keine legitimationsbegrÃ¼ndende Betroffenheit. Dass er mehr als die Allgemeinheit berÃ¼hrt wÃ¤re, ist nicht ersichtlich, zumal das Strassenprojekt gemÃ¤ss dem verkehrstechnischen Bericht in dem den BeschwerdefÃ¼hrer interessierenden Bereich keinen wahrnehmbaren MehrlÃ¤rm erzeugt. Ferner macht der BeschwerdefÃ¼hrer â mit Beschwerde â zwar geltend, als FussgÃ¤nger die betroffene Strasse zu nutzen bzw. genutzt zu haben. Dass ihn die im Projekt vorgesehenen Massnahmen in dieser Eigenschaft mit der erforderlichen RegelmÃ¤ssigkeit und IntensitÃ¤t (vgl. vorn E. 2.2) beeintrÃ¤chtigen wÃ¼rden, ist damit jedoch nicht dargetan. Namentlich ist kein schutzwÃ¼rdiges persÃ¶nliches Interesse des BeschwerdefÃ¼hrers an der von ihm beantragten Trennung des FussgÃ¤nger- und Fahrradverkehrs auf dem nordseitigen Trottoir erkennbar. Vielmehr beruft sich der BeschwerdefÃ¼hrer vorab auf ein Rechtsgutachten und zieht daraus den Schluss "ein Trottoir ist kein Veloweg". Im Weiteren zitiert er verschiedene Bestimmungen aus dem Strassenverkehrsrecht, welche seinen Antrag unterstÃ¼tzen sollen. Damit verficht er jedoch nur Allgemeininteressen, die ihm keinen Zugang zum Rechtsmittelverfahren verschaffen kÃ¶nnen.</p> <p class="Urteilstext"><span>Diese ErwÃ¤gungen fÃ¼hren zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der BeschwerdefÃ¼hrer kostenpflichtig (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'200.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 600.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 1'800.--</u> Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</p> <p class="Einzug2">5. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien und die Mitbeteiligten;<br/> b) das Bundesamt fÃ¼r Umwelt (BAFU);<br/> c) das Bundesamt fÃ¼r Strassen (ASTRA).</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>