<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00393</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105897&amp;W10_KEY=4467149&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00393</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 31.01.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 26.06.2001 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Aufenthaltsanspruch einer Witwe<br/><br/>Nach Ableben des Schweizer Ehemanns besteht gestützt auf das ANAG kein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung mehr (E. 3). Ein solcher Anspruch ergibt sich vorliegendenfalls auch nicht aus Staatsverträgen zwischen der Schweiz und Italien (E. 4), ebensowenig gestützt auf EMRK 8, nämlich weder aus dem Schutz des Familienlebens noch aus dem (subsidiären) Schutz des Privatlebens und erst recht nicht aus dem (behaupteterweise) unter letzteres fallenden "Recht" auf Besuch der Grabstätten verstorbener Angehöriger bzw. auf Grabpflege (E. 5).<br/>Nichteintreten.<br/>BGE-Nr. 2A.105/2001</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BGE">BGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENLEBEN">FAMILIENLEBEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRABPFLEGE">GRABPFLEGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRABSTÃTTENBESUCH">GRABSTÃTTENBESUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HÃRTEFALL">HÃRTEFALL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NIEDERLASSUNGSVEREINBARUNG">NIEDERLASSUNGSVEREINBARUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATLEBEN">PRIVATLEBEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKRUTIERUNGSABKOMMEN">REKRUTIERUNGSABKOMMEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 7 ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Die am im Jahre 1941 geborene italienische StaatsangehÃ¶rige A heiratete am 17. August 1995 den Schweizer BÃ¼rger D. Auf Grund der Hei­rat erhielt sie eine Aufent­haltsbewilligung zum Verbleib beim Ehemann und spÃ¤ter auch zur AusÃ¼bung einer Er­werbstÃ¤tigkeit. In der Schweiz leben zahlreiche AngehÃ¶rige von A: der Sohn M, geboren 1970, und der mit einer Niedergelassenen verheiratete Sohn N, geboren 1966, sind im Be­sitz von Aufent­halts­bewilligungen fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich, und eine Schwester ist Schwei­zer BÃ¼rgerin. Die am 25. Januar 2000 verstorbene Mutter schliesslich besass die Niederlas­sungsbewilligung </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 30. Juni 1998 verstarb der Ehemann von A. Ge­stÃ¼tzt auf diesen Sachverhalt wies die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit deren Gesuch um VerlÃ¤ngerung der Aufent­haltsbewilligung mit VerfÃ¼­gung vom 28. Mai 1999 ab und setzte ihr Frist zur Aufgabe der ErwerbstÃ¤tigkeit und zum Verlassen des zÃ¼rcherischen Kan­tons­gebiets bis 31. August 1999. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Einen hiergegen gerichteten Rekurs wies der Regierungsrat mit Beschluss vom 18. Oktober 2000 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 22. November 2000 liess A dem Verwaltungs­ge­richt be­antragen, es sei ihr die Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung zu verlÃ¤ngern, wobei die Voll­streckung hem­men­de vorsorgliche Massnahmen anzuordnen seien. Ausserdem ver­langte sie die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit VerfÃ¼gung des PrÃ¤sidenten vom 24. November 2000 wurden alle Vollstre­ckungs­handlungen bis zu einem vorsorglichen oder Endentscheid des Gerichts untersagt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein Schriftenwechsel wurde nicht durchgefÃ¼hrt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ist auf dem Gebiet der Fremdenpoli­zei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offensteht (§ 43 Abs. 1 lit. h und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Dies ist der Fall bei Entscheiden betreffend Aufenthalts- und Niederlassungsbe­willigungen, auf deren Erteilung der AuslÃ¤nder einen bundesrechtlichen Anspruch hat (vgl. Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden entscheiden Ã¼ber die Bewilligung des Aufenthalts im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der VertrÃ¤ge mit dem Ausland nach freiem Er­messen (Art. 4 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder [ANAG]). AuslÃ¤ndern steht somit kein Anspruch auf Erteilung einer frem­denpolizeilichen Bewilligung zu, wenn ihnen ein solcher nicht gestÃ¼tzt auf eine Sonder­norm des Bun­des­rechts (Landes- und Staatsvertragsrecht) eingerÃ¤umt wird (BGE 124 II 361 E. 1a S. 364, mit Hinweisen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Der auslÃ¤ndische Ehegatte eines Schweizer BÃ¼rgers hat Anspruch auf Ertei­lung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 7 Abs. 1 ANAG. Dem aus­lÃ¤ndi­schen Ehegatten soll damit der Verbleib beim schweizerischen Ehepartner ermÃ¶glicht wer­den. Die AuslÃ¤nderin erlangt jedoch erst nach fÃ¼nf Jahren eines ordnungsgemÃ¤ssen und un­un­terbrochenen Aufenthalts in der Schweiz einen eigenstÃ¤ndigen Anspruch auf eine Nie­der­lassungsbewilligung. GemÃ¤ss der Rechtsprechung des Bundesgerichts zÃ¤hlen fÃ¼r die Be­­rechnung des ordnungsgemÃ¤ssen fÃ¼nfjÃ¤hrigen Aufenthalts nur die Ehejahre. Ein allfÃ¤lli­ger Auf­enthalt in der Schweiz vor der Eheschliessung wird ebensowenig miteinberechnet wie ein solcher als Witwe (BGE 122 II 145 E. 3b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Ehe der BeschwerdefÃ¼hrerin ist durch den Tod ihres Ehemanns im Juni 1998 aufgelÃ¶st worden. Dies hat zur Folge, dass ab diesem Moment gestÃ¼tzt auf Art. 7 Abs. 1 ANAG kein Anspruch auf VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung mehr besteht (BGE 122 II 145 E. 3, auch zum Folgenden). Da sie zu diesem Zeitpunkt erst knapp drei Jahre verheiratet gewesen war, sind auch die Voraussetzungen fÃ¼r das Entstehen eines An­spruchs auf Erteilung einer Niederlassungsbewilligung nicht erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Die Schweiz hat mit Italien verschiedene StaatsvertrÃ¤ge abgeschlossen, welche sich mit Niederlassung und Aufenthalt beschÃ¤ftigen. Ein mÃ¶glicher Anspruch auf Erteilung einer Niederlassungsbewilligung nach einer bestimmten Aufenthaltsdauer kann sich dabei einzig aus der ErklÃ¤rung vom 5. Mai 1934 Ã¼ber die Anwendung des Niederlassungs- und Konsularvertrags vom 22. Juli 1868 zwischen der Schweiz und Italien (Niederlassungsver­einbarung, SR 0.142.114.541.3) ergeben. Keine Grundlage zu bilden vermÃ¶gen dagegen der genannte Niederlassungs- und Konsularvertrag selbst (BGE 120 Ib 360 ff.) sowie das von der BeschwerdefÃ¼hrerin ausdrÃ¼cklich angerufene Abkommen zwischen der Schweiz und Italien Ã¼ber die Auswanderung italienischer ArbeitskrÃ¤fte nach der Schweiz vom 10. Au­­gust 1964 (Rekrutierungsabkommen; SR 0.142.114.548). Art. 10 Rekrutierungsab­kommen verweist bezÃ¼glich der Einreise- und Aufenthaltsbedingungen nÃ¤mlich auf die Niederlassungsvereinbarung, und Art. 11 Rekrutierungsabkommen kann von Vornherein nicht zur Anwendung gelangen, betrifft dieser doch ausschliesslich italienische Arbeits­krÃ¤fte in der Schweiz, welche Ã¼ber einen ordnungsgemÃ¤ssen â d.h. fremden­po­li­zei­lich ge­regelten (vgl. BGE 116 Ib 1 E. 2c S. 5 f.) â und ununterbrochenen Aufenthalt von wenig­stens fÃ¼nf Jahren verfÃ¼gen. Ein solcher liegt bei der BeschwerdefÃ¼hrerin seit dem Tod ihres Ehemanns am 30. Juni 1998 aber nicht mehr vor. Unbehelflich ist schliesslich der Hinweis auf das im Rahmen der sogenannten bilateralen VertrÃ¤ge<b> </b>abgeschlossene Abkommen zwi­schen der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Schwei­zerischen Eidgenossenschaft andererseits Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit, rÃ¤umt doch die Beschwer­defÃ¼hrerin zu Recht selbst ein, dieses sei zur Zeit noch nicht in Kraft. Eine grundsÃ¤tzliche positive Vorwirkung kennt das schweizerische Recht nicht (vgl. BGE 125 II 278 E. 3c S. 281 f., mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Ziff. 1 Abs. 2 Niederlassungsvereinbarung besagt, dass italienische Staatsange­hÃ¶rige, die sich 5 Jahre ununterbrochen ordnungsgemÃ¤ss in der Schweiz aufgehalten haben oder aufgehalten haben werden, die bedingungslose Niederlassungsbewilligung erhalten und das Recht haben, Stelle, Beruf und Wohnort nach Belieben zu wechseln. Ordnungs­gemÃ¤ss ist ein Aufenthalt dann, wenn er fremdenpolizeilich geregelt ist (vgl. BGE 116 Ib 1 E. 2c S. 5 f.). Dies ist bei der BeschwerdefÃ¼hrerin seit dem Tod ihres Ehemanns im Ju­ni 1998 nicht mehr der Fall, so dass Voraussetzungen fÃ¼r das Entstehen eines An­spruchs auf Erteilung einer Niederlassungsbewilligung nicht erfÃ¼llt sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Die BeschwerdefÃ¼hrerin beruft sich Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechts­kon­vention vom 4. November 1950 (EMRK), welcher â genauso wie der inhaltlich gleich­wer­tige Art. 13 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (vgl. BGE 126 II 425 E. 4 c/bb S. 433, mit Hinweisen) â den Schutz des Privat- und Familienlebens garantiert. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Auf den Schutz des Familienlebens kann sich der um eine Be­willigung ersuchen­de AuslÃ¤nder berufen, der eine familiÃ¤re Beziehung zu in der Schweiz le­ben­den na­hen Ver­wand­ten mit einem gefestigten Anwesenheitsrecht hat und diese Be­zie­hung tat­sÃ¤ch­lich ge­lebt wird und intakt ist. FamiliÃ¤re Beziehungen, die ge­mÃ¤ss Art. 8 EMRK einen Anspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung ver­schaf­fen kÃ¶nnen, sind vor allem je­ne zwi­schen den Ehegatten sowie jene zwischen den Eltern und ihren minderjÃ¤hrigen Kin­dern. Dem­gegenÃ¼ber fallen die Beziehungen Ã¼ber 18 Jahre al­ter Erwachsener zu ihren El­tern oder anderen Erwachsenen grundsÃ¤tzlich nicht mehr unter den Schutz von Art. 8 EMRK (BGE 122 II 385 E. 1c S. 389; 120 Ib 257 E. 1 S. 259 ff.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Eine (selbstÃ¤ndige) Auffangfunktion gegenÃ¼ber diesem engeren Schutzbereich des Rechts auf Achtung des Familienlebens kann Ã¼berdies dem Recht auf Achtung des Pri­vatlebens zukommen, wenn qualifizierte Familienbande nicht oder nicht mehr bestehen (BGE 126 II 377 E. 2 c/aa S. 384, mit Hinweisen, auch zum Folgenden). Das Bundesge­richt ist bei Annahme eines derartigen Anspruchs allerdings ausgesprochen zurÃ¼ckhaltend. Es hat beispielsweise festgehalten, aus dem Recht auf Achtung des Privatlebens geradezu ein Anwesenheitsrecht (im Land des verstorbenen Ehegatten) abzuleiten, fiele hÃ¶chstens dann in Betracht, wenn besonders intensive private Beziehungen in Frage stÃ¼nden (BGE 120 Ib 16 E. 3b S. 22). Zudem mÃ¼sse Voraussetzung (fÃ¼r die Ableitung eines Bewilli­gungs­anspruchs aus Recht auf Achtung des Privatlebens) sein, dass eine besonders ausge­prÃ¤gte Verwurzelung in der Schweiz vorliege, die einen Wegzug und ein Leben anderswo als praktisch unmÃ¶glich erscheinen liesse (BGr, 25. Mai 1998, 2P.67/1998, E. 1 /bb). Zu beachten sei Ã¼berdies, dass solchen VerhÃ¤ltnissen meist dadurch Rechnung getragen sei, dass nach fÃ¼nfjÃ¤hrigem ordnungsgemÃ¤ssem Aufenthalt ohnehin eine Niederlassungsbewil­ligung erteilt werde (BGE 120 Ib 16 E. 3b S. 22). Diese Rechtsprechung befindet sich im Ãbrigen in Ãbereinstimmung mit derjenigen der Strassburger Organe (vgl. Martina Caroni, Privat- und Familienleben zwischen Menschenrecht und Migration, Berlin 1999, 297 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die BeschwerdefÃ¼hrerin verfÃ¼gt nach dem Tod ihres Ehemanns im Juni 1998 Ã¼ber keine familiÃ¤ren Beziehungen im Sinn der genannten Rechtsprechung, die einen An­spruch gestÃ¼tzt auf Art. 8 EMRK zu begrÃ¼nden vermÃ¶chten (BGE 120 Ib 16 E. 3a S. 21). Solche sind insbesondere auch im VerhÃ¤ltnis der BeschwerdefÃ¼hrerin zu ihrer Enkelin nicht zu erblicken. Ebensowenig verfÃ¼gt die BeschwerdefÃ¼hrerin trotz mehrerer AngehÃ¶ri­ger mit gefestigtem Anwesenheitsrecht in der Schweiz Ã¼ber besonders intensive private Be­ziehungen im Sinn der genannten bundesgerichtlichen Rechtsprechung. DiesbezÃ¼glich kann auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen des Regierungsrats verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Ob schliesslich das Recht auf Besuch der GrabstÃ¤tten ver­storbener AngehÃ¶rigen in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK fÃ¤llt, wie dies die Be­schwer­­defÃ¼hrerin geltend macht, ist ausgesprochen fraglich, braucht indes im vorliegenden Fall nicht abschliessend entschieden zu werden. Wie generell in der Rechtsprechung zu Art. 8 EMRK gilt, genÃ¼gt nÃ¤mlich das blosse Behaupten einer von dieser Norm geschÃ¼tz­ten Konstellation nicht, um den Bewilligungsanspruch auszulÃ¶sen und das Ermessen der BehÃ¶rden im Rahmen von Art. 4 ANAG zu beschrÃ¤nken (vgl. BGE 126 II 425 E. 4 c/bb S. 433, mit Hinweisen, auch zum Folgenden). Art. 8 EMRK garantiert kein absolutes Recht auf Aufenthalt in einem Konventionsstaat in dem Sinn, dass eine Pflicht bestÃ¼nde, NichtstaatsangehÃ¶rigen eine VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung zu gewÃ¤hren bzw. die Wahl ihres Wohnsitzes zu respektieren. Von einem (gemÃ¤ss den Voraussetzungen in Art. 8 Abs. 2 EMRK zu rechtfertigenden) Eingriff in das Privatleben kann zudem nur dann die Rede sein, wenn Ã¼berhaupt eine BeeintrÃ¤chtigung von einer gewissen Schwere zur Dis­kussion steht. Dies trifft im vorliegenden Fall ohne Zweifel nicht zu, umso mehr, als es der BeschwerdefÃ¼hrerin in keiner Art und Weise verwehrt ist, die GrÃ¤ber ihrer AngehÃ¶rigen so oft zu besuchen, wie sie will. Daran Ã¤ndern auch die behaupteten praktischen Schwierig­keiten nichts. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin nach dem Gesagten keinen Anspruch aus Bundes­recht auf VerlÃ¤ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung bzw. Erteilung der Nie­der­lassungs­bewilligung hat, tritt das Verwaltungsgericht auf die Be­schwerde nicht ein und bleibt es ihm verwehrt, Fragen der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit zu prÃ¼fen. Ebensowenig zustÃ¤ndig ist es zur Be­antwortung der Frage, ob ein HÃ¤rtefall vorliege. Im Umfang, in dem sich die Be­schwerde schliesslich gegen die im Rah­men des freien Ermessens durch den Regierungsrat getÃ¤tigte PrÃ¼fung (Art. 4 ANAG) rich­tet, kann auf sie ohnehin nicht eingetreten werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>