<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, die Möglichkeit der Einführung von sogenannten Countdown-Ampeln an Fussgängerübergängen bzw. Kreuzungen zu prüfen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Idee, Lichtsignalanlagen zusätzlich mit Zeitzählern für das Anzeigen der Dauer der Rotlichtphase auszurüsten, wurde bereits mehrfach geprüft. Die Prüfungen zum Einsatz von Countdown-Ampeln haben jedoch ergeben, dass die Nachteile den Nutzen überwiegen:</p><p>Immer häufiger werden Lichtsignalanlagen abhängig von der Verkehrsfrequenz gesteuert. Die Dauer der einzelnen Rot- oder Grünphasen richtet sich dabei einerseits nach dem Verkehrsaufkommen, andererseits beeinflusst aber auch der öffentliche Verkehr die Dauer dieser Phasen. Hinzu kommt, dass bei vielen Fussgängerampeln mittels Drücken eines Knopfes oder Berühren eines Sensors ein Phasenunterbruch eingeleitet wird. Die Rotphase wird durch diesen Phasenunterbruch teilweise erheblich verkürzt. Die Ampeln sind aber so eingestellt, dass die durch den Phasenunterbruch eingeleitete Verkürzung der Rotphase auch davon abhängt, wie lange die letzte Grünphase zurückliegt. Aufgrund dieser vielen Einflussfaktoren wären Zeitzähler an Fussgängerampeln nur bedingt aussagekräftig, da die angezeigte Sekundenzahl bis zur nächsten Grünphase zum Teil erhebliche Sprünge machen würde. Zudem würde die Einführung eines Zeitzählers die geschilderten komplexen technischen Abläufe der Lichtsignalsysteme weiter verkomplizieren, was mit erheblichen Kosten verbunden wäre.</p><p>Auch was den Nutzen einer Zeitanzeige der Grünphase für ältere oder gehbehinderte Menschen angeht, ist Skepsis angebracht. Die Dauer der Phasen mit Grün bzw. Gelb sollte genügend lang sein, um auch langsameren Fussgängerinnen und Fussgängern das Queren der Strasse in einem angemessenen Tempo zu ermöglichen. Für gehbehinderte oder ältere Personen könnte der Countdown-Zähler bei Grün sogar als störend empfunden werden, da sie sich dadurch unter Druck gesetzt fühlen könnten.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.