<h2>SubmittedText<h2><p>Die Bergier-Kommission musste auf eine genauere Untersuchung der Rolle der Schweizer Wirtschaftsführer während des Krieges verzichten.</p><p>Der Bundesrat wird eingeladen, die Kommission aufzufordern, ihre Arbeit über die Beziehungen der Verantwortlichen in der Schweizer Wirtschaft zu den Nazis und den Alliierten fortzusetzen. Genauer untersucht werden sollten namentlich die chemische Industrie, die Waffenindustrie und die Nahrungsmittelindustrie, die Strategien der Unternehmen, die Raubkunst sowie die Versicherungspolicen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Informationen, auf die sich der Verfasser des Postulates bezieht, scheinen von Presseartikeln zu stammen, die nach einem Auftritt des Präsidenten der unabhängigen Expertenkommission Schweiz/Zweiter Weltkrieg, Professor Jean-François Bergier, vor dem Schweizer Presseklub im Januar 2000 veröffentlicht wurden. Gewisse dieser Artikel liessen durchblicken, die Kommission habe infolge Arbeitsüberlastung auf eine Studie über Wirtschaftsführer zur Zeit des Zweiten Weltkriegs verzichten müssen.</p><p>Nach Rückfrage bei Professor Bergier hat sich herausgestellt, dass diese Informationen teilweise irreführend sind. Zwar trifft es zu, dass die Kommission auf eigene Initiative entschieden hat, auf das Vorhaben einer soziologischen Studie der Wirtschaftsführer unseres Landes zu verzichten, da eine solche Studie nicht unter das Mandat der Kommission fällt. Hingegen wird die vom Postulanten geforderte Studie über die Beziehungen dieser Wirtschaftsführer zu den Krieg führenden Parteien zu den Hauptgegenständen des Schlussberichtes der Kommission zählen. Dasselbe gilt für die anderen im Postulat aufgeführten Themen wie die Frage der Kunstwerke oder der Versicherungspolicen.</p><p>Infolgedessen sieht der Bundesrat keine Notwendigkeit, in dieser Sache bei der Kommission vorstellig zu werden. In grundsätzlicher Hinsicht sei daran erinnert, dass der Bundesrat der Kommission ein präzises und umfassendes Mandat erteilt hat und dass es im freien Ermessen der Kommission liegt, wie sie dieses Mandat umsetzen will.</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzuschreiben.