B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-3503/2016 U r t e i l v o m 1 9 . M ä r z 2 0 18 Besetzung Richter Ronald Flury (Vorsitz), Richter Stephan Breitenmoser, Richter Pascal Richard; Gerichtsschreiber Thomas Ritter. Parteien X._______, vertreten durch Philippe Rosat, Rechtsanwalt, Rosat & Cie Rechtsanwälte, Beschwerdeführer, gegen Eidgenössisches Starkstrominspektorat ESTI, Vorinstanz. Gegenstand Verweigerung der Zulassung zur Prüfung für das Anschliessen elektrischer Niederspannungserzeugnisse; Gleichwertigkeit einer deutschen Ausbildung. B-3503/2016 Seite 2 Sachverhalt: A. Mit Schreiben vom 13. April 2016 meldete sich X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer), deutscher Staatsangehöriger, beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat ESTI (nachfolgend: Vorinstanz) zur Prüfung für das Anschliessen elektrischer Niederspannungserzeugnisse an. B. Mit Verfügung vom 3. Mai 2016 stellte die Vorinstanz fest, dass die deut- sche Ausbildung des Beschwerdeführers zum Gesellen und Meister im Kälteanlagenbauer-Handwerk der Ausbildung zum Elektroinstallateur EFZ in der Schweiz nicht gleichwertig sei (Dispositiv-Ziffer 1). Sie wies sein Ge- such um Zulassung zur Prüfung für das Anschliessen elektrischer Nieder- spannungserzeugnisse ab (Dispositiv-Ziffer 2). Zur Begründung führte die Vorinstanz im Wesentlichen an, die Tätigkeiten, welche der Beruf des Gesellen bzw. Meisters im Kälteanlagenbauer-Hand- werk in Deutschland und der Beruf des Elektroinstallateurs EFZ in der Schweiz umfassten, seien nicht vergleichbar. Die Anerkennung der Gleich- wertigkeit der deutschen Ausbildung des Beschwerdeführers zu derjenigen zum Elektroinstallateur EFZ in der Schweiz sei demnach nicht möglich. Folglich könne er nicht Träger einer Anschlussbewilligung nach Art. 15 der Niederspannungs-Installationsverordnung sein. Er könne auch nicht zur Prüfung für das Anschliessen elektrischer Niederspannungserzeugnisse zugelassen werden, weil das entsprechende Prüfungsreglement des ESTI – mangels einer schweizerischen Berufsausbildung des Beschwerdef üh- rers – nicht anwendbar sei. C. Gegen die Verfügung vom 3. Mai 2016 (nachfolgend: angefochtene Verfü- gung) erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2. Juni 2016 Be- schwerde beim Bundesverwaltungsgericht mit folgenden Begehren: ʺ1. Die Verfügung de s Beschwerdegegners vom 3. 5.2016 sei vollumfänglich aufzuheben und es sei der Beschwerdegegner als Vorinstanz anzuweisen ab- zuklären, ob zwischen der Ausbildung des Beschwerdeführers als zertifizierte Elektrofachkraft BGV A3 nach deutschem Recht und Meister s owie Geselle des Kälteanlagenbaus nach deutschem Recht einerseits und der Ausbildung eines schweizerischen Kältemonteurs mit Niederspannungs -Anschlussbewil- ligung wesentliche Unterschiede bestehen, welche Auswirkungen auf die öf- fentliche Gesundheit oder Sic herheit haben können. Falls diese Prüfung B-3503/2016 Seite 3 ergibt, dass keine solchen wesentlichen Unterschiede bestehen, ist der Be- schwerdegegner anzuweisen, dem Beschwerdeführer ohne Prüfung die Be- willigung für das Anschliessen elektrischer Niederspannungserzeugnisse ge- mäss Art. 15 NIV zu erteilen. 2. Für den Fal l, dass die Prüfung gemäss Ziffer 1 hiervor wesentliche Unter- schiede in der Ausbildung ergeben sollte, ist der Beschwerdegegner anzuwei- sen abzuklären, ob die vom Beschwerdeführer im Rahmen seiner Berufspra- xis in der Schweiz erlangten Kenntnisse die wesentlichen Unterschiede in der Ausbildung nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit aufwiegen können. Für den Fall, dass dies zu bejahen ist, ist der Beschwerdegegner anzuweisen, dem Beschwerdeführer ohne Prüfung di e Bewilligung für das Anschliessen elektrischer Niederspannungserzeugnisse zu erteilen. 3. Für den Fall, dass die Unterschiede in der Ausbildung nicht durch die Be- rufserfahrung kompensiert werden können, ist der Beschwerdegegner anzu- weisen, den Beschwerdeführer zur Eignungsprüfung für das Anschliessen elektrischer Niederspannungserzeugnisse zuzulassen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge.ʺ Der Beschwerdeführer begründet seine Beschwerde im Wesentlichen da- mit, die ihm verweigerte Zulassung zur Eignungsprüfung stelle eine Verlet- zung der staatsvertraglichen Verpflichtungen der Schweiz aufgrund der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABl. L 255/22 vom 30.09.2005; nachfolgend: Richtlinie 2005/36/EG) dar. Dar- über hinaus habe er ebenfalls auf der Basis der Richtlinie Anspruch darauf, dass die Vorinstanz abkläre, ob zwischen seiner deutschen Ausbildung als Elektrofachkraft nach BGV A3 sowie Meister des Kälteanlagenbaus einer- seits und der Ausbildung eines ʺschweizerischen Kältemonteurs mit Nie- derspannungs-Anschlussbewilligungʺ andererseits keine wesentlichen, die Gesundheit und Sicherheit gefährdenden Unterschiede bestünden, und ob, falls solche vorlägen, sie auf der Basis des Verhältnismässigkeitsgrund- satzes nach Art. 14 Abs. 5 der Richtlinie 2005/36/EG durch seine langjäh- rige praktische Berufstätigkeit kompensiert würden. In beiden Fällen stehe ihm – ohne Eignungsprüfung – ein Anspruch auf Erteilung der Bewilligung für den Anschluss elektrischer Niederspannungserzeugnisse zu. Sollte diese Prüfung durch die Vorinstanz ergeben, dass für die Sicherheit und Gesundheit relevante Ausbildungsunterschiede best ünden und sie nicht durch die Berufserfahrung ausgeglichen werden könnten, müsse die Vorinstanz ihn zur Eignungsprüfung zulassen und diese durchführen. B-3503/2016 Seite 4 D. Mit Vernehmlassung vom 18. August 2016 beantragt die Vorinstanz die Ab- weisung der Beschwerde. E. E.a Mit Replik vom 16. September 2016 hält der Beschwerdeführer vollum- fänglich an den Rechtsbegehren gemäss Beschwerde vom 2. Juni 2016 fest und beantragt zusätzlich, die Vernehmlassung der Vorinstanz vom 18. August 2016 sei samt Beilagen vollumfänglich aus den Gerichtsakten zu weisen. E.b In der Verfügung vom 28. September 2016 hielt das Bundesverwaltungs- gericht fest, dass über den Antrag, die Vernehmlassung aus dem Recht zu weisen, im Hauptentscheid zu befinden sei. F. Die Vorinstanz hält mit Duplik vom 28. Oktober 2016 an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Der Entscheid der Vorinstanz vom 3. Mai 2016 stellt eine Verfügung im Sinne von Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021) dar. Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Beurteilung der vorliegenden Streitsache zuständig (Art. 31 und Art. 33 Bst. d des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 [Verwaltungsgerichtsge- setz, VGG, SR 173.32]). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist als Adressat der angefochtenen Verfügung besonders berührt und ha t ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung (Art. 48 Abs. 1 VwVG). B-3503/2016 Seite 5 Die Eingabefrist sowie die Anforderungen an Form und Inhalt der Be- schwerdeschrift sind gewahrt (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Der Kostenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt (Art. 49 VwVG). Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten. 2. Hinsichtlich seines prozessualen Antrags, die Vernehmlassung der Vorinstanz vom 18. August 2016 vollumfänglich aus dem Recht zu weisen, macht der Beschwerdeführer geltend , die Vorinstanz habe die ihr auf 14. Juli 2016 angesetzte Frist zur Vernehmlassung um mehr als einen Mo- nat versäumt und auch kein fristgerechtes Erstreckungsgesuch gestellt. Das Bundesve rwaltungsgericht hätte das so bezeichnete ʺFristerstre- ckungsgesuchʺ der Vorinstanz vom 15. August 2016 nicht durch Verfügung vom 16. August 2016 bewilligen dürfen, da es sich materiell um ein Gesuch um Wiederherstellung im Sinne von Art. 24 Abs. 1 VwVG gehandelt habe. Die Vorinstanz habe die Frist jedoch zufolge eigenen Versehens verpasst, weshalb die Voraussetzungen einer Wiederherstellung nicht vorlägen. Allerdings können gemäss Art. 32 Abs. 2 VwVG Parteivorbringen, die aus- schlaggebend erscheinen, trotz Verspätung berücksichtigt werden. Zum ei- nen werden die von der Vorinstanz in der Vernehmlassung vorgetragenen Vorbringen im Kern ohnehin in ihrer fristgerecht eingereichten Duplik vom 28. Oktober 2016 wiederholt. Zum andern äussert sich die Vorinstanz in der Vernehmlassung (S. 2) zu dem für den Streitausgang bedeutsamen Zertifikat des Beschwerdeführers als ʺElektrofachkraft im Sinne der BGV A3 in seinem Tätigkeitsgebietʺ sowie zu neu eingereichten Beweismitteln des Beschwerdeführers (S. 2). Es ist daher gerechtfertigt, diese Vorbringen zu berücksichtigen. Entsprechend erweist sich der prozessuale Antrag, die Vernehmlassung der Vorinstanz vollumfänglich aus dem Recht zu weisen, als unbegründet und ist abzuweisen. 3. Zu prüfen ist vorliegend, ob die Vorinstanz dem Beschwerdeführer den Zu- gang zur angestrebten reglementierten Tätigkeit (Anschliessen elektri- scher Erzeugnisse) und zur dazu vorausgesetzten Prüfung (Art. 15 Abs. 3 NIV) zu Recht verweigert hat . Insbesondere stellt sich die Frage, ob sie ihm die dafür erforderlichen Berufsqualifikationen zu Recht trotz seiner im Ausland erworbenen Ausbildung abgesprochen hat. B-3503/2016 Seite 6 3.1 Die Verordnung über elektrische Niede rspannungsinstallationen vom 7. November 2001 (Niederspannungs-Installationsverordnung [NIV, SR 734.27]) regelt die Voraussetzungen für das Arbeiten an elektrischen Nie- derspannungsinstallationen und die Kontrolle dieser Installationen (Art. 1). Anwendbar ist vorliegend die ab dem 20. April 2016 – und somit im Zeit- punkt des angefochtenen Entscheids vom 3. Mai 2016 – geltende Fassung. Die ab 1. Januar 2018 in Kraft stehenden Neuerungen gelangen während- dessen grundsätzlich noch nicht zur Anwendung , ausser wenn sie zuvor rechtswidrige Bestimmungen aufheben oder ändern würden. Im 2. Kapitel normiert die NIV die für Installationsarbeiten geltende Bewilli- gungspflicht. Danach benötigt eine Installationsbewilligung des Inspekto- rats, wer elektrische Installationen erstellt, ändert oder in Stand stellt und wer elektrische Erzeugnisse an elektrische Installation en fest anschliesst oder solche Anschlüsse unterbricht, ändert oder in Stand stellt (Art. 6). Im Weiteren unterscheidet die Verordnung zwischen der allgemeinen Installa- tionsbewilligung (Art. 7 - 11), den eingeschränkten Installationsbewilligun- gen (Art. 12 - 15) sowie den Installationsarbeiten ohne Bewilligung (Art. 16). Das vorliegende Verfahren ist vor dem Hintergrund der in Art. 15 NIV gere- gelten Anschlussbewilligung zu beurteilen . Diese berechtigt zum An- schliessen und Auswechseln von fest angeschlossenen elektrischen Er- zeugnissen (Abs. 2). Die Bewilligung wird gemäss Art. 15 Abs. 1 NIV einem Betrieb erteilt, der zur Ausführung der Arbeiten Betriebsangehörige ein- setzt, welche die Vo raussetzungen als Betriebselektriker im Sinn e von Art. 13 Abs. 1 NIV erfüllen. Dies ist der Fall, wenn sie das eidgenössische Fähigkeitszeugnis als Elektromonteur besitzen und drei Jahre praktische Tätigkeit in elektrischen Installationen unter Aufsicht ei ner fachkundigen Person nachweisen können (Art. 13 Abs. 1 Bst. a NIV), alternativ das eid- genössische Fähigkeitszeugnis in einem dem Elektromonteur nahestehen- den Beruf oder einen gleichwertigen Abschluss besitzen und zusätzlich mindestens fünf Jahre praktis che Tätigkeit nachweisen können (Bst. b) oder die Betriebselektrikerprüfung bestanden haben (Bst. c). Nach Art. 15 Abs. 3 NIV kann das Inspektorat zudem in besonderen Fällen Anschlussbewilligungen an Betriebe erteilen, welche die Bewilligungsvor - aussetzungen nicht in allen Teilen erfüllen. Die Bewilligungserteilung wird davon abhängig gemacht, dass die für die Arbeiten eingesetzten Betriebs- angehörigen eine vom Inspektorat durchgeführte Prüfung bestehen. Ge- stützt auf Art. 15 Abs. 3 und Art. 21 NIV hat das ESTI das Reglement über B-3503/2016 Seite 7 die Prüfung für das Anschliessen elektrischer Niederspannungserzeug- nisse vom 5. November 2009 erlassen (nachfolgend: Prüfungsreglement). Das Prüfungsreglement regelt unter anderem die Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung, über deren Vorliegen das ESTI entscheidet (Art. 2) 3.2 Der Beschwerdeführer hat seine Ausbildung in Deutschland absolviert. Er hat sich zum Gesellen und später zum Meister im Kälteanlagenbauer - Handwerk ausgebildet, wie er mit entsprechenden Urkunden ausweist (Be- schwerde-Beilagen 4 u. 5). Im Rahmen der Meisterprüfungsvorbereitung zum Kälteanlagenbauer- meister hat er zudem das Zertifikat als ʺElektrofachkraft im Sinne der BGV A3 in seinem Tätigkeitsgebietʺ (Beschwerde-Beilage 3) erworben, wofür er gemäss Zertifikat an der Bundesfachschule Kälte -Klima-Technik im Fach Elektrotechnik geschult wurde und die entsprechende Abschlussprüfung bestanden hat. Berufsgenossenschaftliche Vorschriften (BGV) sind die von den deutschen Berufsgenossenschaften als Träger der geset zlichen Un- fallversicherung erlassenen Unfallverhütungsvorschriften, welche 2014 als Vorschriften der gesetzlichen Unfallversicherung ( ʺDGUV-Vorschriftenʺ) zusammengefasst wurden ( verfügbar auf der Website des Spitzenver- bands der gewerblichen Berufsgenossen schaften [ http://publikatio- nen.dguv.de]). Sie sind nach § 15 des Siebten Buchs des deutschen Sozi- algesetzbuchs vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu geneh- migen. 3.3 Der Beschwerdeführer verfügt aufgrund seiner deutschen Ausbildung über kein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als Elektromonteur oder in einem dem Elektromonteur nahestehenden Beruf (Art. 13 Abs. 1 Bst. a und b NIV). Die Verordnung sieht jedoch vor, dass das ESTI – im Rahmen der Prüfung der Bewilligungsvoraussetzungen – über die Gleichwertigkeit von Ausbildungen im Sinne von Art. 13 Abs. 1 Bst. b NIV entscheidet (Art. 13 Abs. 2, Art. 8 Abs. 3 NIV). 3.4 In diesem Zusammenhang zu beachten ist angesichts des grenzüber- schreitenden Sachverhalts das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkom- men vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft sowie ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit ( Freizügigkeitsabkommen [FZA], SR 0.142.112.681). Nach Art. 2 F ZA dürfen die Staatsangehörigen einer Vertragspartei, die sich rechtmässig im Hoheitsgebiet einer anderen Ver- tragspartei aufhalten, bei der Anwendung des Abkommens gemäss den B-3503/2016 Seite 8 Anhängen I, II und III nicht aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit diskriminiert werden. D as Diskriminierungsverbot bzw. Gleichbehandlungsgebot ge- währleistet, dass sie in der Anwendung des Abkommens nicht schlechter gestellt werden als die Angehörigen des Staates, der das Abkommen hand- habt. Um den Staatsangehörigen der Vertragsparteien den Zugang zur un- selbständigen und selbständigen Erwerbstätigkeit zu erleichtern , treffen die Vertragsstaaten nach Anhang III des Abkommens die erforderlichen Massnahmen für die gegenseitige Anerkennung von Diplomen und Zeug- nissen sowie zur Koordinierung ihrer Rechts- und Verwaltungsvorschriften über den Zugang zu unselbstständigen und selbstständigen Erwerbstätig- keiten und deren Ausübung (Art. 9 FZA). Die Schweiz hat sich i n Anhang III verpflichtet, Diplome, Zeugnisse und sonstige Befähigungsnachweise gemäss den darin für anwendbar erklärten Rechtsakten der EU zu aner- kennen. Zu diesen Rechtsakten gehört auch die Richtlinie 2005/36/EG , welche mit dem Beschluss Nr. 2/2011 des Gemischten Ausschusses für die gegenseitige Anerkennung von Berufsqualifikationen (AS 2011 4859 ff.) für anwendbar erklärt wurde (detailliert dazu Urteile des BVGer B-5372/2015 vom 4. April 2017 E. 5.3 f. und B-3706/2014 vom 28. November 2017 E. 6.3.1; Urteil des BGer 2C_472/2017 vom 7. Dezember 2017 E. 2.2.1 f.). 3.5 Die Anschlussbewilligung nach Art. 15 NIV erlaubt mit dem Anschlies- sen von elektrischen Erzeugnissen eine reglementierte Tätigkeit, welche grundsätzlich die berufliche Qualifikation der Betriebsangehörigen als Elektromonteur voraussetzt (Art. 13 Abs. 1 NIV). Dabei handelt es sich un- bestritten um einen in der Schweiz reglementierten Beruf im Sinne der Richtlinie 2005/36/EG (Art. 2 Abs. 1, Art. 3 Abs. 1 Bst. a und c), der in der entsprechenden Liste des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI unter dem Titel ʺ10. Baubereichʺ enthalten ist (verfügbar unter www.sbfi.admin.ch ˃ Bildung ˃ Anerkennung ausländischer Diplome ˃ Reglementierte Berufe, abgerufen am 19.3.2018). Die allgemeinen Regelungen zur Anerkennung von Ausbildungsnachwei- sen nach Art. 10 ff. der Richtlinie 2005/36/EG sind auf alle Berufe anwend- bar, die nicht von den Kapiteln II und III erfasst sind (Art. 10; vgl. Urteil des BVGer B-5372/2015 vom 4. April 2017 E. 5.3.2). In Kapitel II der Richtlinie (Anerkennung der Berufserfahrung) ist vorgesehen, dass für die Aufnahme der in Anhang IV Verzeichnis I aufgeführten Tätigkeiten – sofern sie ge- mäss den Voraussetzungen nach Art. 17 ausgeübt worden sind – eine An- erkennung der durch Berufserfahrung nachgewiesenen Qualifikationen er- folgt (Art. 16 Richtlinie 2005/36/EG). Im Verzeichnis I (Anhang IV) aufgelis-B-3503/2016 Seite 9 tet ist – in der Hauptgruppe 37 (elektrotechnische Industrie) – auch die Re- paratur, Montage und technische Installation von ele ktrotechnischen Er- zeugnissen (Gruppe 379) und somit auch die Tätigkeit des Elektroinstalla- teurs. Indessen macht vorliegend weder der Beschwerdeführer geltend noch ist aus den Akten ersichtlich, dass er die ʺbetreffendeʺ Tätigkeit in elektrischen Installationen (vgl. auch E. 5.5 und E. 6) nach den Erfordernissen von Art. 17 als Selbständiger oder Betriebsleiter ausgeübt hätte und ihm des- halb die Normen des II. Kapitels zur Anerkennung der Berufserfahrung den Zugang zur reglementierten Tätigkeit ermöglichen könnten (vgl. Art. 16 Richtlinie 2005/36/EG). Entsprechend blieb vorliegend unter den Parteien unstreitig, dass grundsätzlich die allgemeinen Anerkennungsregeln (sub- sidiär) zur Anwendung gelangen (vgl. Art. 10 Bst. a Richtlinie 2005/36/EG). 3.6 Wird die Aufnahme oder Ausübung eines reglementierten Berufs in ei- nem Aufnahmestaat vom Besitz bestimmter Berufsqualifikationen abhän- gig gemacht, gestattet die zuständige Behörde des Aufnahmestaates den Antragsstellern die Aufnahme oder Ausübung dieses Berufs unter densel- ben Voraussetzungen wie Inländern, sofern sie ein Diplom besitzen, das in einem anderen Vertragsstaat für die Bewilligung der Aufnahme und Aus- übung des Berufs erforderlich ist (Art. 13 Abs. 1 der Richtlinie 2005/36/EG; vgl. Urteile des BGer 2C_472/2017 vom 7. Dezember 2017 E. 2.2.2, 2C_668/2012 vom 1. Februar 2013 E. 3.1.3; zum Ausdruck ʺdieses Berufsʺ auch die Urteile des EuGH vom 19. Januar 2006 C-330/03, Slg. 2006 I-801, Rn. 20, und vom 21. September 2017 C-125/16, Rn. 40 ). Nach Art. 4 Abs. 2 der Richtlinie ist der Beruf, den der Antragsteller im Aufnahmemit- gliedstaat ausüben möchte, derselbe wie der, für den er qualifiziert ist, wenn die Tätigkeiten, die der Beruf umfasst, vergleichbar sind. Der Aufnahmestaat kann indessen nach Massgabe von Art. 14 der Richtli- nie 2005/36/EG Ausgleichsmassnahmen verlangen. Ob Ausgleichsmass- nahmen, mithin ein Anpassungslehrgang oder, wie vom Beschwerdeführer eventualiter beantragt, eine Eignungsprüfung, anzuordnen sind, bestimmt sich anhand eines Vergleichs der Ausbildungsdauer und des Ausbildungs- inhalts mit dem im Aufnahmestaat zur Ausübung des reglementierten Be- rufs vorgeschriebenen Diplom (Art. 14 Richtlinie 2005/36/EG; zum Ganzen Urteile des BVGer B-5372/2015 vom 4. April 2017 E. 6.2, B-2680/2015 vom 21. Juni 2017 E. 2.6, B-6452/2013 vom 4. Dezember 2014 E. 2.5 ff.). Nach eindeutigem Wortlaut von Art. 13 Abs. 1 und 14 Abs. 1 dient für die Aner- kennung des im Ausland erworbenen Diploms derjenige schweizerische B-3503/2016 Seite 10 Abschluss als Vergleichsobjekt, der in der Schweiz vorgeschrieben ist, um die in Frage stehende reglementierte Tätigkeit auszuüben (vgl. Urteile des BVGer a.a.O.; Urteil des EuGH vom 7. Mai 1991 C -340/89, Slg. 1991 I-2357 Rn. 16). 4. Der Beschwerdeführer verlangt in erster Linie , die Vorinstanz zur Durch- führung des Ausbildungsvergleichs nach Art. 10 ff. der Richtlinie 2005/36/EG anzuhalten, und – für den Fall, dass ihre Prüfung keine we- sentlichen Unterschiede ergibt oder solche durch seine Berufserfahrung kompensiert werden können – sie anzuweisen, ihm ohne Prüfung die An- schlussbewilligung gemäss Art. 15 NIV zu erteilen. 4.1 Der Beschwerdeführer hat im vorinstanzlichen Verfahren ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung für das Anschliessen elektrischer Niederspan- nungsleitungen gemäss Art. 15 NIV gestellt (Vernehmlassungsbeilage 1). Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung aus , das Prüfungs- reglement mit den entsprechenden Zulassungsvoraussetzungen sei vorlie- gend nicht anwendbar, weil der Beschwerdeführer keine schweizerische Berufsausbildung besitze. Daher hat sie in der Folge die Vergleichbar keit der in Deutschland abgeschlos senen Ausbildung im Kälteanlagen bauer- Handwerk mit der Ausbildung zum Elektroinstallateur EFZ in der Schweiz geprüft und abgelehnt (Verfügung, E. 3 f.). 4.2 Sie erwägt diesbezüglich, die Tätigkeiten, welche der Beruf Geselle bzw. Meister im Kälteanlagenbauer -Handwerk in Deutschland einerseits und der Beruf Elektroinstallateur EFZ in der Schweiz andererseits umfass- ten, seien nicht vergleichbar. Kälteanlagenbauer planten, montierten und warteten Kälteanlagen sowie Klima - und klimatechnische Einrichtungen, von der Kühlraum- und Milchkühlanlage bis zu Kälteeinrichtungen in pro- duktions-, medizin - und labortechnischen Bereichen. Kälteanlagenbau- meister organisierten die Arbeitsabläufe, leiteten Fachkräfte an und seien für die betriebliche Ausbildung verantwortlich. Sie nähmen kaufmännische und verwaltende Aufgaben wahr, berieten Kunden und verhandelten mit Lieferanten, kalkulierten Angebote, planten und überwachten die Auftrags- abwicklung und erledigten den betriebsbezogenen Schriftverkehr. Zudem arbeiteten sie selbst praktisch mit und stellten beispielsweise die Steuer - und Regeleinrichtungen von kältetechnischen Anlagen ein. B-3503/2016 Seite 11 Demgegenüber erstelle der Elektroinstallateur EFZ insbesondere elektri- sche Installationen und nehme Anlagen in Betrieb. Er arbeite dabei haupt- sächlich nach der technischen Niederspannungs-Installations-Norm (NIN; auch SEV 1000 genannt). Zudem instruiere er Kundinnen und Kunden über die funktionelle Handhabung und den energieeffizienten Einsatz von Ener- gieverbrauchern und Anlagen der Gebäudesystemtechnik, unterhalte elektrische Systeme und behebe Störungen (Art. 1 Bst. a – c der Verord- nung des SBFI über die berufliche Grundbildung Elektroinstallateu- rin/Elektroinstallateur mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis [EFZ] vom 27. April 2015 , SR 412.101.220.45). Dass der Beschwerdeführer in Deutschland zusätzlich die Qualifikation einer Elektrofachkraft für Tätigkei- ten gemäss Durchführungsanweisung zur BGV A3 erlangt habe, führe nicht zur Vergleichbarkeit des Berufs des deutschen Kälteanlagenbaus und demjenigen des eidgenössischen Elektroinstallateur EFZ. Vergleichbar im Sinne der Richtlinie 2005/36/EG seien nur diejenigen Tätigkeiten, die so- wohl nach ihrer Wesensart als auch ihrem Inhalt ähnlich seien, was für die beiden Berufe nicht zutreffe. Die Anerkennung der Gleichwertigkeit der deutschen Ausbildung des Beschwerdeführers mit derjenigen zum schwei- zerischen Elektroinstallateur EFZ sei daher nicht möglich. Folglich könne er nicht Träger einer Anschlussbewilligung (Art. 15 NIV) sein. Daran ver- möge auch der Besuch des Kurses ʺElektro-Anschlussbewilligung für Käl- temonteure und für Mitarbeiter in der Kältebrancheʺ nichts zu ändern (an- gefochtene Verfügung, E. 4 f.; Vernehmlassung, S. 2, Duplik, S. 2). Die Vorinstanz gelangte mit anderen Worten zum Schluss, dass es sich nicht um vergleichbare Berufstätigkeiten und nicht um ʺdenselbenʺ oder ʺdiesen Berufʺ im Sinne von Art. 4 und Art. 13 der Richtlinie 2005/36/EG handle, weshalb sie in der Folge davon absah, Ausgleichsmassnahmen nach Art. 14 der Richtlinie , namentlich e ine Eignungsprüfung (Abs. 1), in Betracht zu ziehen. 4.3 Der Beschwerdeführer brachte in seiner Beschwerde zunächst vor, er sei nicht nur Meister des Kälteanlagenbaus, sondern besitze auch die Qua- lifikation einer Elektrofachkraft für Tätigkeiten gemäss Durchführungsan- weisung zur BGV A3. Somit verfüge er über eine Ausbildung, die mit der- jenigen des schweizerischen Kältemonteurs mit Anschlussbewilligung ver- gleichbar sei. Umso mehr gelte dies, als innerhalb der Ausbildung zum Käl- teanlagenbauer der Elektrotechnik und Elektronik ein hoher Stellenwert eingeräumt werde. Entsprechend habe er einen Rechtsanspruch auf Prü- fung der Gleichwertigkeit im Sinne von Art. 10 ff. der Richtlinie 2005/36/EG. B-3503/2016 Seite 12 Abzuklären sei, ob sich aus dem Vergleich der Ausbildung als Kälteanla- genbauer sowie Elektrofachkraft im Sinne von BGV A3 und der Ausbildung eines ʺschweizerischen Kältemonteurs mit Niederspannungs -Anschluss- bewilligungʺ wesentliche Unterschiede mit Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit oder Sicherheit ergäben, ansonsten er ohne Prüfung ein An- spruch auf Erteilung der Bewilligung habe. 4.4 Damit bezieht sich d er Beschwerdeführer indessen nicht auf das kor- rekte Vergleichsobjekt. Was die Gleichwertigkeit der Berufsqualifikation als Bewilligungserfordernis nach Art. 13 Abs. 1 i.V.m. 15 Abs. 1 NIV betrifft, ist der Vorinstanz gestützt auf Vorstehendes (E. 3) darin beizupflichten, dass die Ausbildung des Beschwerdeführers, anders als gemäss Beschwerde vorgebracht, nicht mit derjenigen eines ʺschweizerischen Kältemonteurs mit Niederspannungs-Anschlussbewilligungʺ zu vergleichen ist (Vernehm- lassung, S. 2 ; Duplik, S. 2 ), sondern in erster Linie mit dem eidgenössi- schen Fähigkeitszeugnis als Elektromonteur (Art. 13 Abs. 1 Bst. a und b NIV). Massgebend ist somit grundsätzlich die Ausbildungsstufe des Elekt- roinstallateurs EFZ (vgl. Verordnung des SBFI über die berufliche Grund- bildung Elektroinstallateurin/Elektroinstallateur mit eidgenössischem Fä- higkeitszeugnis [EFZ] vom 27. April 2015, SR 412.101.220.45 ), worauf auch die veröffentlichten ESTI-Publikationen ʺEingeschränkte Bewilligun- gen für Personen mit ausländischer Ausbildungʺ (2016) und ʺAnerkennung von ausländischen elektrotechnischen Berufsqualifikationen ʺ (2015) hin- weisen (verfügbar unter www. esti.admin.ch ˃ Dokumentationen ˃ ESTI- Publikationen ˃ Vollzug NIV & Inspektionen - abgerufen am 19.3.2018). Diese halten konkretisierend fest (je S. 2), dass die Nachprüfung der Aus- bildungen sich auf die Fächer beziehe, welche für das sichere Erstellen, Ändern und in Stand Stellen von elektrischen Niederspannungsinstallatio- nen in der Schweiz relevant seien. Diese Fächer seien in der Schweiz auf Stufe Elektroinstallateur EFZ (Lehrabschluss) Regeln der Technik, Elektro- technik sowie Werkstoffe und Arbeitssicherheit, und hinsichtlich dieser Fä- cher würden die Ausbildungen hinsichtlich Dauer, Inhalt und Verhältnis von theoretischer und praktischer Ausbildung gegenübergestellt. 4.5 Daraus folgt, dass die Ausbildung des schweizerischen Kältemonteurs mit Anschlussbewilligung, mit welcher der Beschwerdeführer seine Ausbil- dung als vergleichbar erachtet (Beschwerde, Rechtsbegehren Ziff. 1 u. S. 5), gemäss Art. 13 Abs. 1 i.V.m. Art. 15 Abs. 1 NIV nicht das geeignete Vergleichsobjekt für den Vergleich mit seiner deutschen Ausbildung dar- stellt. Entsprechend kann seinem Rechtsbegehren (Ziffer 1), mit dem er B-3503/2016 Seite 13 auf dieser Vergleichsgrundlage eine Gleichwertigkeitsprüfung der Vorinstanz und eine Anschlussbewilligung ohne Eignungsprüfung anstrebt, nicht entsprochen werden. Die eidgenössische Ausbildung zum Kältemonteur wird dagegen das rele- vante Vergleichsobjekt im Rahmen der später zu klärenden Frage bilden, ob die Vorinstanz die Zulassungsvoraussetzungen zur Prüfung für das An- schliessen elektrischer Niederspannungserzeugni sse gemäss dem an- wendbaren Prüfungsreglement richtig angewandt hat (dazu E. 7.3). 5. 5.1 In der Replik hält der Beschwerdeführer nicht mehr an dem in der Be- schwerde bemühten Vergleichsobjekt fest, sondern legt seinen weite ren Ausführungen die vorstehend erläuterte Betrachtung (E. 4.4) zu Grunde (vgl. Replik, S. 4 ff.). Indessen macht er geltend, für die Anwendbarkeit der Richtlinie 2005/36/EG und für die beschrä nkte Anschlussbewilligung (Art. 15 NIV) sei keine umfassende Vergleichbarkeit der gesamten Berufs- aktivitäten eines deutschen Kühlanlagenbaumeisters mit Elektrofachzerti- fikat BGV A3 und eines schweizerischen Elektroinstallateurs EFZ notwen- dig. Da es sich vorliegend nur um eine inhaltlich stark beschränkte Bewilli- gung zum Anschliessen und Auswechseln von Kühlanlagen an das Nieder- spannungsstromnetz handle, sei für die Vergleichbarkeit der Ausbildung le- diglich der hier betroffene Überschneidungsbereich der Berufe massge- bend. Entscheidend sei einzig, ob derjenige Teil der Ausbildung des deut- schen Kühlanlagenbauers mit Elektrofachkraftzeugnis, der sich auf den Anschluss von K ühlanlagen ans Stromnetz beziehe , vergleichbar sei mit dem entsprechenden Teil der Ausbildung des schweizerischen Elektroin- stallateurs, welcher sich eb enfalls mit dem Anschluss oder der Änderung des Anschlusses solcher Geräte an das Stromnetz befasse. Denn nur für diesen eingeschränkten Bereich, in dem die Vergleichbarkeit klar zu beja- hen sei, werde eine Anschlussbewilligung gemäss Art. 15 NIV verlangt. Die übrigen Tätigkeitsbereiche und Ausbildungsinhalte der beiden Berufe seien vorliegend irrelevant (Replik, S. 3 ff.). 5.2 Dass die Vorinstanz eine teilweise Zulassung zur reglementierten Tä- tigkeit gestützt auf einen Teilvergleich der Ausbildungen direkt hätte ge- währen müssen und der Beschwerdeführer hierauf Anspruch h at, ergibt sich jedoch nicht aus dem in der NIV verankerten System der vorgesehe- nen Bewilligungsarten und ihrer Tragweite. Die Anschlussbewilligung ge- mäss Art. 15 NIV berechtigt, nach expliziter Regelung, zum Anschliessen B-3503/2016 Seite 14 und Auswechseln ʺvon fest angeschlossenen elektrischen Erzeugnissen ʺ (Art. 15 Abs. 2 NIV). Eine weitere Differenzierung der Anschlussbewilligung für bestimmte Arten elektrischer Erzeugnisse hält zumindest der Verord- nungstext (in der bis 31. Dezember 2017 geltenden Fassung) nicht bereit. Die Verordnung (Art. 15 Abs. 1) verzichtet auf eine Aufspaltung der An- schlussbewilligung in verschiedene Tätigkeit sbereiche und entsprechend reduzierte (Teil-)Anforderungen an die für die Bewillig ung erforderlichen Ausbildungsnachweise. Die Bewilligung nach Art. 15 NIV geht mithin in sachlicher Hinsicht über den Anschluss von Kühlanl agen ans Stromnetz hinaus. An dieser objektiven Tragweite sind auch die in Art. 15 Abs. 1 NIV (durch Verweis auf Art. 13 Abs. 1 NIV) – im öffentlichen Interesse der Si- cherheit und der Gesundheit – festgesetzten Voraussetzungen ausgerich- tet. Entsprechend stellen diese für die Prüfung der Vergleichbarkeit (und Gleichwertigkeit) massgebenden Normen nicht lediglich auf einen be- schränkten Teilbereich der Ausbildung zum Elektromonteur im Sinne des Beschwerdeführers, sondern ohne Einschränkung auf das Fähigkeitszeug- nis ab. Dadurch wird verhindert, dass mit der Bewilligung Arbeiten ausge- führt und Erzeugnisse angeschlossen werden, für welche die eingesetzten Personen nicht ausgebildet sind. Nach der am 1. Januar 2018 in Kraft getretenen, neu formulierten Fassung von Art. 15 Abs. 2 NIV berechtigt die Anschlussbewilligung zwar zum An- schliessen und Auswechseln von den explizit "in ihr aufgeführten" (fest an- zuschliessenden oder fest angeschlossenen ) elektrischen Erzeugnissen. Dennoch hält Art. 15 Abs. 1 NIV auch in der neuen Fassung weiterhin daran fest, dass die Betriebsangehörigen die Voraussetzungen für die Erteilung einer Bewilligu ng für Arbeiten an betriebseigenen Installationen (Art. 13 Abs. 1) erfüllen müssen (Bst. a) oder eine vom Inspektorat durchgeführte Prüfung bestanden haben (Bst. b). Ohne gleichwertige ausländische Ausbildung zu derjenigen des eidgenös- sischen Elektroinstallateurs sehen also sowohl das alte als auch das neue Verordnungsrecht das Bestehen der Prüfung für das Anschliessen elektri- scher Niederspannungserzeugnisse als Zugangsvoraussetzung zur regle- mentierten Tätigkeit vor. 5.3 Wie ausgeführt dient derjenige schweize rische Abschluss als Ver- gleichsobjekt für die Anerkennung der ausländischen Ausbildung, der vor- geschrieben ist, um die in Frage stehende reglementierte Tätigkeit auszu- üben (E. 3.6). Somit beschränkt sich d ie Prüfung, ob von vergleichbaren B-3503/2016 Seite 15 Tätigkeiten bzw. demselben Beruf im Sinne von Art. 4 und Art. 13 der Richt- linie 2005/36/EG auszugehen ist, nach Art. 13 Abs. 1 i.V.m. Art. 15 Abs. 1 NIV nicht auf denjenigen Teil der Ausbildungen, der sich auf den Anschluss von Kühlanlagen bezieht. Vielmehr vergleicht die Vorinstanz seine deut- schen Qualifikationen im Kälteanlagenbauer-Handwerk mit dem Zertifikat als ʺElektrofachkraft im Sinne der BGV A3 in seinem Tätigkeitsgebietʺ zu- treffend mit der schweizerischen Ausbildung als Elektroinstallateur EFZ in einem umfassenderen Sinn. Mangels einschlägiger Vergleichsgrundlage dringt der Beschwerdeführer somit auch mit seinem Vorbringen nicht durch , wonach seine deutsche Ausbildung und diejenige des eidgenössischen Elektromonteurs – im Teil- bereich des Elektroanschlusses von Kühlanlagen – in der Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit vergleichbar und gleichwertig seien, wes- halb ihm direkt die beschränkte Bewilligung für den Elektroanschluss von Kühlanlagen gemäss Art. 15 NIV zu erteilen sei (Replik, S. 5 ff.). Absolventen von Ausbildungen, die nur einen teilweisen, beschränkten elektrotechnischen Bezug in ihrem Berufsfeld aufweisen, können dagegen, soweit sie die Zul assungsvoraussetzungen erfüllen, im Wege der vom ESTI durchgeführten Prüfung für das Anschliessen elektrischer Nieder- spannungserzeugnisse (Art. 15 Abs. 3 NIV) den allfälligen Zugang zur reg- lementierten Tätigkeiten erlangen (vgl. E. 7). 5.4 Währenddessen führt der Beschwerdeführer selbst aus (ʺvöllig klarʺ), dass im Sinn e einer gesamthaften, sich nicht nur auf Kühlanlagen be- schränkenden Gegenüberstellung, die Berufstätigkeiten und die Ausbil- dung der beiden Berufe nicht vergleichbar seien (Replik, S. 4). Die Parteien gehen somit übereinstimmend davon aus, dass die Ausbildung des deut- schen Kühlanlagenbauers (mit Elektrofachkraftzeugnis in seinem Gebiet) nicht vergleichbar sei mit der schweizerischen Ausbildung zum Elektroin- stallateur EFZ. Dafür spricht auch, dass es sich b ei der Ausbildung des Beschwerdefüh- rers als ʺElektrofachkraft im Sinne der BGV A3 in seinem Tätigkeitsgebietʺ gemäss Urkunde (Beschwerde-Beilage 3) um ein lediglich auf das Tätig- keitsgebiet des Kälteanlagenbauers beschränktes Zertifikat als Elektro- fachkraft im Sinne der Unfallverhütungsvorschrift "Elektrische Anlage und Betriebsmittel" (BGV A3 – heute: DGUV Vorschrift 3) handelt. Es diente ausdrücklich zur Vorlage bei der Handwerkskamm er für eine Eintragung gemäss § 7a der deutschen Handwerksordnung (HWO; vgl. Beschwerde-B-3503/2016 Seite 16 Beilage 3). M it anderen Worten ermöglichte es eine beschränkte Aus- übungsberechtigung im Sinne von § 7a HWO, d.h. eine auf den Elektroan- schluss von Kühlanlagen beschränkte Bewilligung der Tätigkeit im Elektro- gewerbe, wie der Beschwerdeführer eigens ausführt (vgl. Replik, S. 6; Be- schwerdebeilage 3 mit Beiblatt). Dagegen verfügt der Beschwerdeführer über kein Diplom als Elektrogeselle oder Elektromeister nach deutschem Recht, welches allenfalls mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis als Elektromonteur vergleichbar wäre. Die deutsche Ausbildung des Beschwerdeführers weist somit, auch unter Einbezug des Zertifikats als besagte Elektrofachkraft, von Vornherein nur hinsichtlich eines eng beschränkten Teils (Kühlanlagen) eine gewisse the- matische Nähe zur schweizerischen Ausbildung des Elektroinstallateurs auf, lässt sich aber nicht als vergleichbar mit der umfassenden elektroni- schen Grundbildung des Elektroinstallateurs und den in Art. 3 ff. der Ver- ordnung des SBFI über die berufliche Grundbildung Elektroinstallateu- rin/Elektroinstallateur mit eidgenössischem Fähigkeitsze ugnis (EFZ) vom 27. April 2015 (SR 412.101.220.45) festgelegten Anforderungen erachten. 5.5 Die Ausbildung und die Berufstätigkeiten des eidgenössischen Elektro- installateurs und des deutschen Kühlanlagenbauers (mit Elektrofachkraft- zeugnis in seinem Tätigkeitsgebiet) unterscheiden sich somit in ihrer We- sensart, ihrem Inhalt und ihrem Umfang grundlegend. Daher ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz sie nicht als vergleichbar und nicht als dieselben Berufe im Sinne von Art. 4 und Art. 13 der Richtlinie 2005/36/EG erachtet hat, und in der Folge weder die Gl eichwertigkeit anerkannt (vgl. Art. 13) noch Ausgleichsmassnahmen nach Art. 1 4 der Richtlinie 2005/36/EG zur Anwendung gebracht hat. Entsprechend beruft sich der Beschwerdeführer ohne Erfolg auf die in Art. 14 vorgesehenen Ausgleichsmassnahmen und den Grundsatz der Verhältnismässigkeit nach Art. 14 Abs. 5 der Richtlinie. Ebenfalls ergibt sich daraus, dass der Beschwerdeführer über keinen zum schweizerischen Elektroinstallate ur EFZ gleichwertigen Abschluss im Sinne von Art. 13 Abs. 1 Bst. b NIV verfügt, weshalb die Voraussetzungen für eine Anschlussbewilligung gemäss Art. 15 Abs. 1 NIV i.V.m. Art. 13 Abs. 1 NIV zur Zeit nicht erfüllt sind. B-3503/2016 Seite 17 5.6 Soweit der Beschwerdeführer (sinngemäss) eine teilweise Anerken- nung der Gleichwertigkeit seiner Ausbildung im Bereich der Kühlanlagen gestützt auf einen Teilvergleich der Ausbildungen verlangt, damit er in die- sem begrenzten Bereich einen partiellen Zugang zur reglementierten Tä- tigkeit im Sinne einer eingeschränkten Anschlussbewilligung erhalte (Rep- lik, S. 3 ff.), so wurde zum einen aus der Sicht des nationalen Rechts be- reits erwähnt, dass die Regelung nach Art. 13 Abs. 1 i.V.m. Art. 15 Abs. 1 NIV eine zum eidgenössischen Elektroinstallateur gleichwertige ausländi- sche Ausbildung oder aber das Bestehen der Prüf ung für den Anschluss elektrischer Niederspannungserzeugnisse voraussetzt. Die NIV enthält so- mit keine mit § 7a HWO in Deutschland äquivalente Regelung, wonach dem Gesuchsteller ein Anspruch auf eine partielle Ausübungsberechtigung für Tätigkeiten eines an deren Gewerbes bei Nachweis der entsprechend erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten eingeräumt wird (vgl. E. 5.2). Zum andern hilft ihm das angerufene Staatsvertragsrecht gemäss den fol- genden Erwägungen ebenfalls nicht weiter. 5.6.1 Die Frage des nur partiellen Zugangs zu einer reglementierten Be- rufstätigkeit wurde bislang in der Praxis des Bundesgerichts und des Bun- desverwaltungsgerichts, soweit ersichtlich, noch nicht aufgegriffen. Doch findet sie sich in der Rechtsprechung des EuGH thematisiert. In dieser Hin- sicht ist das (zur Richtlinie 89/48/EWG ergangene) Urteil des EuGH vom 19. Januar 2006 C-330/03 Colegio de Ingenieros de Caminos, Canales y Puertos, Slg. 2006 I-801) zu erwähnen. In jenem Fall hatte der Inhaber des italienischen Diploms eines Wasserbauingenieurs Zugang zum Beruf des Ingenieurs für Wege-, Kanal- und Hafenbau in Spanien beantragt. Dieser umfasste auch Tätigkeiten, die nicht dem Diplom des Antrags tellers ent- sprachen. Zunächst wies der EuGH darauf hin, dass der Wortlaut der Richtlinie die partielle Anerkennung beruflicher Qualifikationen weder aus- drücklich zulasse noch ausdrücklich verbiete (Urteil a.a.O., Rn. 18). Dies trifft auf die hier massgebli che Richtlinie 2005/36/EG gleichermassen zu, während die neuere Richtlinie 2013/55/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. November 2013 zur Änderung der Richtlinie 2005/36 und der Verordnung Nr. 1024/2012 über die Verwaltungszusam- menarbeit mit Hilfe des Binnenmarkt-Informationssystems (ABl. L 354/132 vom 28.12.2013) die Richtlinie um den Art. 4f ergänzte, der die Behörden des Aufnahmemitgliedstaats ermächtigt, auf Einzelfallbasis einen partiellen Zugang zu einer Berufstätigkeit unter bestimmten Bedingungen zu gewäh- ren (vgl. Urteil des EuGH vom 21. September 2017 C-125/16, Rn. 7, 50 f.; Schlussanträge des Generalanwalts vom 1. Juni 2017 in dieser Sache , Rn. 15 ff.). B-3503/2016 Seite 18 Weiter befasste sich der Gerichtshof im Urteil C-330/03 mit der Frage, ob es einem Mitgliedstaat verwehrt sei, die Möglichkeit eines partiellen Zu- gangs – beschränkt auf die Ausübung einer oder mehrerer der vom regle- mentierten Beruf umfassten Tätigkeiten – auszuschliessen. Dabei ging er davon aus, dass die Mitgliedstaaten in Bereichen, in denen Bedingungen des Zugangs zu einem Beruf auf der EU-Ebene nicht harmonisiert sind, befugt bleiben, diese Bedingungen festzulegen, welche sowohl die eig e- nen Angehörigen als auch diejenigen andere r Mitgliedstaaten grundsätz- lich erfüllen müssten (Rn. 28 f.). Sie hätten ihre Befugnisse jedoch gemäss den vertraglich garantierten Grundfreiheiten auszuüben (Rn. 30 f.). Natio- nale Massnahmen, welche deren Ausübung behindern oder weniger at- traktiv machen könnten, seien praxisgemäss nur unter vier Voraussetzun- gen zulässig: Sie müssten in nichtdiskriminierender Weise angewandt wer- den, zwingenden Gründen des Allgemeinwohls entsprechen, zur Errei- chung des verfolgten Zieles geeignet sein, und dürften nicht über das dazu Erforderliche hinausgehen (Rn. 30). Hinsichtlich der letzten beiden Voraussetzungen im Sinne des Verhältnis- mässigkeitsprinzips unterschied der EuGH zwischen den Fällen, die objek- tiv mit den in der Richtlinie vorgesehenen Mitteln (insbesondere Aus- gleichsmassnahmen) gelöst werden können, da der Beruf im Heimatstaat jenem im Aufnahmestaat so ähnlich sei, dass man ihn im Wesentlichen als ʺdiesen Berufʺ im Sinne der Richtlinie bezeichnen könne – und denjenigen Fällen, in denen dies nicht möglich sei, da sie von der Richtlinie insofern nicht erfasst würden, als die Unterschiede zwischen den Tätigkeitsberei- chen (wie im beurteilten Fall) so erheblich seien, dass ein e vollständige Ausbildung absolviert werden müsste (Rn . 33 f.), die angestrebte Berufs- tätigkeit sich jedoch von anderen Tätigkeiten des reglementierten Berufs objektiv trennen lasse und somit der Schutz von Verbrauchern und Dienst- leistungsempfängern mit weniger einschneidenden Mitteln erreicht werden könne (Rn. 33 ff.). Im Ergebnis hält der EuGH fest, dass es einem Mitgliedstaat nicht verwehrt sei, den partiellen Zugang zu einem Beruf zu versagen, soweit die Lücken in der Ausbildung des Antragstellers durch die Anwendung der in der Richt- linie vorgesehenen Ausgleichsmassnahmen wirksam geschlossen werden könnten. Dagegen sei es einem Mitgliedstaat verwehrt, den partiellen Zu- gang zu verweigern, wenn der Betroffene ihn beantrage und die Unter- schiede zwischen den Tätigkeitsbereichen so erheblich seien, dass in Wirklichkeit eine vollständige Ausbildung absolviert werden müsste, es sei denn, die Verweigerung des partiellen Zugangs sei durch zwingende B-3503/2016 Seite 19 Gründe des Allgemeinwohls gerechtfertigt, die zur Erreichung des verfolg- ten Ziels geeignet seien und nicht über das dazu Erforderliche hinausgin- gen (Urteil, a.a.O. Rn. 39; bestätigt im Urteil des EuGH vom 27. Juni 2013 C-575/11, Rn. 16 ff.; vgl. auch die Schlussanträge der Generalanwältin vom 16. Juli 2009 in der Rechtssache C -200/08; zum Ganzen FRÉDÉRIC BERTHOUD, La reconnaissance des qualifications professionnelles, Union européenne et Suisse-Union européenne, 2016, S. 48 ff.). 5.6.2 Darüber, ob das Konzept des EuGH zum partiellen Zugang auf das Freizügigkeitsabkommen übertragbar bzw. von der Schweiz zu berücksich- tigen ist, bestehen in der Literatur uneinheitliche Äusserungen (vgl. NINA GAMMENTHALER, Diplomanerkennung und Freizügigkeit unter besonderer Berücksichtigung der Richtlinie über die Anerkennung von Berufsqualifika- tionen 2005/36/EG und ihrer möglichen Umsetzung in der Schweiz, 2010, S. 346 f.; EPINEY/MOSTERS/THEUERKAUF, Die Rechtsprechung des EuGH zur Personenfreizügigkeit, SJER 2005/2006, S. 98; BERTHOUD, a.a.O., S. 81). Es braucht jedoch nicht weiter vertieft zu werden, ob und unter wel- chen Bedingungen die Schweiz allenfalls einen partiellen Zugang zu einer reglementierten Berufstätigkeit zu gewähren hätte. Jedenfalls lässt sich im vorliegenden Fall von Vornherein k ein solches Gebot aus der Rechtspre- chung des EuGH ableiten. Denn wie sich nachfolgend ergibt, hat die Vorinstanz den Beschwerdeführer mit unzutreffender Begründung nicht zur Prüfung für das Anschliessen elektrischer Niederspannungserzeugnisse nach Art. 15 Abs. 3 NIV zugelassen (E. 7). Wenngleich es sich vorliegend nicht um dieselben Berufe handelt, ergibt sich somit, dass der Beschwer- deführer voraussichtlich keine vollständige Berufsausbildung absolvieren muss, um Zugang zur reglementierten Tätigkeit zu erlangen, sondern die- ser ihm mittelbar durch die Zulassung zur Prüfung und deren allfälliges Be- stehen offensteht. Dies führt in der vorliegend en Konstellation zu einem ähnlichen Ergebnis, wie wenn eine Eignungsprüfung als Ausgleichsmass- nahme gemäss Art. 14 Abs. 1 der Richtlinie 2005/36/EG angeordnet würde. Es bestehen damit aufgrund des nationalen Rechts keine Bedenken, dass dem Beschwerdeführer der Zugang zur reglementierten Tätigkeit in unver- hältnismässiger Weise verweigert würde. 5.6.3 Im Übrigen ist auch fraglich, ob der Beschwerdeführer den partiellen Zugang in der Replik (S. 4 a.E.) hinlänglich beantragt hat, hat er doch kein solches Begehren explizit an die Vorinstanz gestellt und zielt das Be- schwerde-Begehren des Beschwerdeführers (Ziff. 1), an dem er in seiner B-3503/2016 Seite 20 Replik (S. 2) vollumfänglich festhält, letztlich ohne formulierte Einschrän- kung auf die Erteilung der Anschlussbewilligung gemäss Art. 15 NIV durch die Vorinstanz ab. 5.7 Der Zugang zur reglementierten Tätigkeit ist dem Beschwerdeführer somit weder gestützt auf die verlangte Prüfung, ob seine berufliche Quali- fikation im Teilbereich der Kühlanlagen zur Ausbildung des schweizeri- schen Elektroinstallateurs gleichwertig sei, noch als partieller Zugang ge- stützt auf das Staatsvertragsrecht zu gewähren, ohne dass er die Prüfung für das Anschliessen elektrischer Niederspannungserzeugnisse nach Art. 15 Abs. 3 NIV zu absolvieren hätte. 5.8 Entsprechend erübrigt sich auch die Klärung der (vorliegend nicht um- strittenen) Frage , ob der Beschwerdeführer – als Arbeitnehmer und als ʺTrägerʺ der Anschlussbewilligung gemäss der im öffentlichen Verzeichnis der Installationsbewilligungen (Art. 20 NIV) verwendeten Terminologie [ver- fügbar unter www.esti.admin.ch ˃ Dokumentation ˃ Bewilligungsverzeich- nisse, abgerufen am 19.3.2018] – die Bewilligung wie vorliegend eigen- ständig beantragen kann, oder ob dies dem Betrieb als ʺInhaberʺ derjeni- gen Bewilligung vorbehalten ist, in welcher seine Arbeitnehmer als ʺTrägerʺ aufgenommen und aufgeführt würden (vgl. Art. 15 Abs. 1 NIV). 6. Auch soweit sich der Beschwerdeführer auf seine praktische Berufserfah- rung beruft, kann er daraus hinsichtlich des Zugangs zur reglementierten Tätigkeit keinen Nutzen ziehen. Zum einen wurde bereits aufgezeigt, dass die beantragten Ausgleichsmassnahmen gemäss Art. 14 der Richtlinie 2005/36/EG nicht greifen. Zum andern macht der Beschwerdeführer zwar geltend, seit dem 1. April 2007 in der Schweiz für mehrere Arbeitgeber als Kältemonteur in der Kältetechnik, teilweise in leitenden Funktionen, tätig gewesen zu sein und somit über Erfahrung im Bereich der Erstellung und des Anschlusses von Kälteanlagen zu verfügen. Dabei habe er als zertifi- zierte Elektrofachkraft nach BGV A3 auch auf dem Gebiet des Anschlusses elektrischer Niederspannungserzeugnisse E rfahrungen gesammelt (Be- schwerde, S. 3 f., 7; Replik, S. 7). Allerdings ist damit noch keine mehrjäh- rige praktische Tätigkeit mit elektrischen Installationen unter Aufsicht einer fachkundigen Person ausgewiesen, wie sie ein Elektroinstallateur (oder ein Angehöriger eines nahestehenden oder gleichwertigen Berufs) ausübt und sie das schweizerische Recht – zusätzlich zum Fähigkeitszeugnis als Elektromonteur oder zum gleichwertigen Abschluss – verlangt (Art. 13 Abs. 1 Bst. a und b NIV). Insbesondere enthalten die Arbeitszeugnisse des B-3503/2016 Seite 21 Beschwerdeführers (Vernehmlassungsbeilagen 1.3 - 1.5) keine Hinweise auf praktisch ausgeführte elektrische Installationen im Sinne dieser Norm. 7. Damit ist weiter zu prüfen, ob die Vorinstanz das Gesuch des Beschwer- deführers um Zulassung zur Prüfung für das Anschliessen elektrischer Nie- derspannungserzeugnisse nach Art. 15 Abs. 3 NIV zu Recht abgelehnt hat. 7.1 Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführer einzig mit der Begründung nicht zur Prüfung zugelassen, dass das Reglement über die Prüfung für das Anschliessen elektrischer Niederspannungserzeugnisse nicht an- wendbar sei, da der Beschwerdeführer keine schweizerische Berufsbil- dung abgeschlossen habe (angefochtene Verfügung, S. 2 und 3). 7.2 Der Beschwerdeführer wendet ein, die Vorinstanz müsse gemäss dem anwendbaren Staatsvertragsrecht entweder einen Anpassungslehrgang oder eine Eignungsprüfung anordnen , sofern ihre Prüfung ergebe, dass allfällige für die Sicherheit und Gesundheit relevanten Ausbildungsunter- schiede durch d ie erworbene Berufserfahrung nicht kompensiert werden könnten. Dabei stehe ihm das Wahlrecht zu , welches er durch seine An- meldung zur Prüfung bei der Vorinstanz (Beschwerde -Beilage 2) bereits ausgeübt habe. Somit müsse die Vorinstanz verpflichtet werden, ihn zur Prüfung zuzulassen und diese durchzuführen (Beschwerde, S. 8 f.). Zudem habe er, um seine auf den Anschluss von Kühlanlagen beschränkte Elektrofachkraftbewilligung zu erlangen, eine bedeutend längere Ausbil- dung in elektrospezifischen Fächern absolviert, als sie von schweizeri- schen Kühlanlagenbauern verlangt werde, um zur Prüfung für die An- schlussbewilligung nach Art. 15 NIV zugelassen zu werden. Ebenfalls ver- füge er über deutlich mehr Berufserfahrung, als sie die Anbieter von Aus- bildungskursen, die von schweizerischen Kältemonteuren für die Zulas- sung zur Prüfung absolviert würden, verlangten (Replik, S. 5 ff.; Replik-Bei- lagen 1 - 3). Deshalb sei es als willkürlich und als Verletzung der staatsver- traglichen Verpflichtungen der Schweiz einzustufen, ihm den Zugang zur Anschlussbewilligung nach Art. 15 NIV zu verweigern. 7.3 Die Auffassung der Vorinstanz, wonach ein Gesuchsteller mit einer im Ausland erworbenen Ausbildung von Vornherein nicht zur Prüfung für das Anschliessen elektrischer Niederspannungserzeugnisse (Art. 15 Abs. 3 NIV) und damit nicht zur reglementierten Tätigkeit zugelassen werden könne, findet in den relevanten Rechtsgrundlagen keine Stütze. B-3503/2016 Seite 22 Auf der Ebene des nationalen Verordnungsrechts trifft Art. 15 Abs. 3 NIV – wonach die Bewilligungserteilung davon abhängig gemacht werde, dass die Betriebsangehörigen eine vom Inspektorat durchgeführte Prüfung be- stehen – keine Unterscheidung zwischen in- und ausländischen Ausbildun- gen als Zulassungsvoraussetzung zur Prüfung. Das die Norm konkretisie- rende Prüfungsreglement des ESTI sieht – nach der im Zeitpunkt des an- gefochtenen Entscheids vom 3. Mai 2016 geltenden Fassung – vor, dass zur Prüfung zugelassen werde, wer das eidgenössische Fähigkeitszeugnis in einem Beruf gemäss Anhang 1 ʺoder eine gleichwertige Ausbildungʺ be- sitzt (Art. 2 Abs. 1 Bst. a), drei Jahre Berufspraxis im Fachgebiet nachwei- sen kann (Bst. b) sowie die empfohlene Mindestanzahl an Lektionen in den Ausbildungsinhalten gemäss Bst. c besucht hat. Gemäss Anhang 1 des Prüfungsreglements gelten als Berufe im Sinn e von Art. 2 Abs. 1 Bst. a insbesondere die Ausbildungen mit einem elektrotechnischen Bezug in den aufgelisteten Berufsfeldern. Zu den im Bereich der Gebäudetechnik aufge- führten Berufsfeldern zählt auch dasjenige des Kältemonteurs (Anhang 1 Ziffer 4). 7.3.1 Das alternative Zulassungserfordernis der ʺgleichwertigen Ausbil- dungʺ (Art. 2 Abs. 1 Bst. a) wurde mit der Änderung des Prüfungsregle- ments vom 13. Juli 2017 zwar gestrichen. Grundsätzlich ist die Rechtmäs- sigkeit eines Verwaltungsaktes jedoch nach der (materiellen) Rechtslage zur Zeit seines Erlasses zu beurteilen (vgl. Urteile des BVGer B-5644/2012 vom 4. November 2014 E. 2.2, B-1571/2015 vom 31. August 2015 E. 2.2; BGE 139 II 263 E. 6; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungs- recht, 7. Aufl. 2016, N. 293 f.). Dieser Grundsatz ist hier ebenfalls heran- zuziehen. Somit erübrigt es sich zu prüfen, ob die neue Fassung des Reg- lements vor dem übergeordneten Recht (namentlich dem Diskriminie- rungsverbot und dem Gleichbehandlungsgebot) standhält. Jedenfalls kann der Vorinstanz insofern nicht gefolgt werden, als nur Ge- suchsteller mit einer eidgenössischen Ausbildung mit elektronischem Be- zug im Berufsfeld des Kältemonteurs (Art. 2 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Anhang 1 Ziff. 4 des Reglements), soweit sie alle weiteren Erfordernisse erfüllen, zur Prüfung zugelassen seien, während solche mit einer vergleichbaren aus- ländischen Berufsqualifikation von der Prüfung kategorisch ausgeschlos- sen wären. Auch in dieser Hinsicht ist der Zugang zur reglementierten Tä- tigkeit, der an bestimmte Berufsqualifikationen gebunden ist, diskriminie- rungsfrei zu gewähren. So sind Gesuchsteller mit einer gleichwertigen im Ausland erworbenen Ausbildung sowohl gemäss dem vorliegend noch an- wendbaren Prüfungsreglement (ʺgleichwertige Ausbildungʺ) als auch nach B-3503/2016 Seite 23 Massgabe des Staatsvertragsrechts (vgl. Art. 2 FZA und Art. 10 ff. Richtli- nie 2005/36/EG), sofern dieses im konkreten Fall anwendbar ist, gleich zu behandeln wie solche mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis in den Berufen gemäss Anhang 1. Aufgrund der Ausbildung des Beschwerdeführers als Kälteanlagenbauer bietet sich vorliegend das Fähigkeitszeugnis des schweizerischen Kälte- monteurs (Anhang 1 Ziff. 4) – insbesondere in Bezug auf seine elektrotech- nischen bzw. für die Anschlussbewilligung relevanten Ausbildungsinhalte – als Vergleichsobjekt an, dürfte es sich dabei doch um ähnliche Berufe han- deln. 7.3.2 Ist folglich die deutsche Qualifikation des Beschwerdeführers als Meister im Kälteanlagenbauer-Handwerk mit Zertifikat als ʺElektrofachkraft im Sinne der BGV A3 in seinem Tätigkeitsgebiet ʺ zur erwähnten Ausbil- dung des schweizerischen Kältemonteurs nach Art. 2 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Anhang 1 Ziff. 4 des altrechtlichen Prüfungsreglements hinsichtlich der be- willigungsrelevanten Inhalte gleichwertig, ist er auch unter denselben Voraussetzungen zur Prüfung und – im Fall des Bestehens – zur reglemen- tierten Tätigkeit zuzulassen. Indem die Vorinstanz den Beschwerdeführer einzig mangels eidgenössischen Ausbildungsnachweises nicht zur Prü- fung zuliess, hat sie somit gegen Art. 15 NIV bzw. das die Norm konkreti- sierende Prüfungsreglement verstossen. 8. Demnach ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen . Die Dispositiv-Zif- fern 2 und 3 der angefochtenen Verfügung sind aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie im Sinne der Erwägungen neu beurteile, ob der Beschwerdeführer die Zulassungsvoraussetzungen zur Prüfung für das Anschliessen elektrischer N iederspannungserzeugnisse (Art. 15 Abs. 3 NIV) erfülle, und ihn auf dieser Grundlage zur Prüfung zu- lasse. 9. Die Gerichtsgebühr richtet sich nach dem Umfang und der Schwierigkeit der Streitsache, der Art der Prozessführung und der finanziellen Lage der Parteien (Art. 63 Abs. 4 bis VwVG; Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes- verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Mit Blick auf den Verfahrens- aufwand, die Komplexität der Angelegenheit und den Aktenumfang recht- fertigt es sich vorliegend, die Gerichtsgebühr auf Fr. 1'500.– festzulegen. B-3503/2016 Seite 24 9.1 Die Verfahrenskosten sind den Parteien nach Massgabe ihres Unterlie- gens aufzuerlegen (Art. 63 VwVG; Art. 1 ff. VGKE). Keine Verfahrenskos- ten werden Vorinstanzen auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Der Beschwerdeführer dringt zwar mit seiner Beschwerde insoweit nicht durch, als davon abzusehen ist, die Vorinstanz unter vollumfänglicher Auf- hebung der Verfügung zu den beantragten Gleichwertigkeitsprüfungen und zur Bewilligungserteilung ohne Eignungsprüfung anzuweisen (Rechtsbe- gehren Ziffer 1 und 2). Er obsiegt jedoch insofern, als Dispositiv-Ziffer 2 (Abweisung des Gesuchs um Prüfungszulassung) aufgehoben und die Sa- che im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zur diskriminierungsfreien Prüfung der Zulassungsvoraussetzungen und Neubeurteilung zurückge- wiesen wird. Demgemäss obsiegt der Beschwerdeführer zur Hälfte, womit er im ebenso reduzierten Umfang Verfahrenskosten von Fr. 750.– zu tra- gen hat. Diese werden, nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Ur- teils, dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'500.- entnom- men, während der Restbetr ag von Fr. 750.– dem Beschwerdeführer aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten ist. 9.2 Für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht hat der Be- schwerdeführer als teilweise obsiegende Partei Anspruch auf eine redu- zierte Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 2 VGKE). Die Entschädigung wird der Körperschaft auferlegt, in deren Na- men die Vorinstanz verfügt hat, soweit sie, wie vorliegend, nicht einer un- terliegenden Gegenpartei auferlegt werden kann (Art. 64 Abs. 2 VwVG). Gemäss den vorstehenden Ausführungen unterliegt der Beschwerdeführer zur Hälfte, weshalb die ihm zustehende Parteientschädigung im entspre- chenden Umfang zu kürzen ist. Die Parteientschädigung umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere notwendige Auslagen der Partei (Art. 8 ff. VGKE). Das Anwaltsho- norar wird nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters bemessen. Der Stundenansatz beträgt für Anwälte mindestens Fr. 200.– und höchs- tens Fr. 400.– (Art. 10 VGKE). Die Partei, die Anspruch auf Parteientschä- digung erhebt, hat dem Gericht vor dem Entscheid eine detaillierte Kosten- note einzureichen, wobei das Gericht die Parteientschädigung auf Basis der beigebrachten Kostennote festsetzt (Art. 14 VGKE). Der Beschwerdeführer hat vorliegend keine Kostennote eingereicht. Die ihm zuzuerkennende Entschädigung ist daher ermessensweise aufgrund der Akten und des gebotenen Aufwands auf Fr. 2'800.– festzusetzen B-3503/2016 Seite 25 (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE) . Demnach ist de m Beschwerdeführer, ent- sprechend seinem Obsiegen zur Hälfte, eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1ʹ400.– zu Lasten der Eidgenossenschaft (Vorinstanz) zuzu- erkennen. B-3503/2016 Seite 26 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Dispositiv-Ziffern 2 und 3 der angefochtenen Verfügung werden aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen zurückgewiesen. 2. Dem Beschwerdeführer werden Verfahrenskosten im Umfang von Fr. 750.– auferlegt und – nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Ur- teils – dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'500. – ent- nommen. Der Restbetrag von Fr. 750.– wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils aus der Gerichtskasse auf ein von ihm zu bezeichnendes Konto zurückerstattet. 3. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer für das Beschwerdeverfahren vor Bundesverwaltungsgericht eine Parteientschädigung von Fr. 1ʹ400.– auszurichten. Dieser Betrag ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungsformular), – die Vorinstanz (Gerichtsurkunde). Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Ronald Flury Thomas Ritter B-3503/2016 Seite 27 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts- schrift ist in e iner Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be- schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 26. März 2018