<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, dafür zu sorgen, dass sämtliche eingereichten Einbürgerungsgesuche  - vor dem endgültigen Einbürgerungsentscheid - amtlich publiziert werden müssen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Gemäss Artikel 38 der Schweizerischen Bundesverfassung regelt der Bund Erwerb und Verlust der Bürgerrechte durch Abstammung, Heirat und Adoption, den Verlust des Schweizer Bürgerrechtes aus anderen Gründen sowie die Wiedereinbürgerung. Er erlässt Mindestvorschriften über die Einbürgerung von Ausländerinnen und Ausländern durch die Kantone und erteilt die Einbürgerungsbewilligung.</p><p>Die schweizerischen Einbürgerungsvorschriften widerspiegeln die föderalistische Struktur unseres Landes und sind geprägt durch die Verschiedenheit der Voraussetzungen und Verfahren auf Stufe Bund, Kanton und Gemeinde. Das Einbürgerungsverfahren setzt sich genaugenommen aus drei Verfahren (einem eidgenössischen, einem kantonalen und einem kommunalen) zusammen.</p><p>Die Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung erfolgt praxisgemäss in den meisten Fällen erst nach der Erteilung des Gemeindebürgerrechtes. Die Publikation von Einbürgerungsgesuchen vor Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung wäre daher in verfahrensökonomischer Hinsicht nicht sinnvoll und mit Blick auf die Anzahl der Einbürgerungsgesuche - im Jahr 2007 wurden 15 073 eidgenössische Einbürgerungsbewilligungen für 27 438 Personen erteilt - kaum praktikabel. </p><p>Da es sich bei der Publikation von Einbürgerungsgesuchen um eine Verfahrensfrage handelt, obliegt es den Kantonen, diese Frage zu entscheiden. Gemäss Verfassung ist der Bund nicht befugt, kantonale Verfahrensvorschriften zu erlassen. Soweit den Kantonen eine Publikation von Einbürgerungsgesuchen sinnvoll erscheint, sind diese frei, entsprechende Vorschriften zu erlassen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.