<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2003.000</span><span id="_GoBack"></span><span>78</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p></p></td></tr></table><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig als Einzelrichterin</p><p>Gerichtssekretär Tischhauser</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 21. November 2003</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span><span class="Standard StandardFett RubrumFett">, geb. 1995</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gesetzlich vertreten durch die Mutter </span><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Y.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, geboren am 10. Dezember 1995, leidet seit seiner Geburt an einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Symbrachydactylie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom Spalthandtyp mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Arthrogrypose</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 5/14-15). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihm mit Verfügung vom 30. Mai 1996 (Urk. 5/12) medizinische Massnahmen in Form von Ergotherapie zur Behandlung des Geburtsgebrechens Nr. 176 des An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hangs zur Verordnung über Geburtsgebrechen zu. Mit Eingabe vom 28. Juli 2002 (Urk. 5/18) beantragte die Firma </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Kosten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">übernahme für eine behindertengerechte Fahrradzurichtung im Betrag von Fr. 793.75. Die IV-Stelle gab dem Vater des Versicherten mit Vorbescheid vom 16. September 2002 (Urk. 5/7) bekannt, Fahrradumbauten seien nicht in der Liste der Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln (HVI) aufgeführt und könnten auch keiner Hilfsmittelkategorie zugeordnet werden. Sie könnten auch nicht als Behandlungsgeräte übernommen werden, da sie nicht unmittelbar ei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ner von der Invalidenversicherung zu übernehmenden ärztlichen Behandlung dienten. Die Mutter des Versicherten liess dagegen einwenden, in anderen Kan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tonen würden Fahrradumbauten der gleichen Art von der Invalidenversicherung anstandslos bezahlt, weshalb im Kanton Zürich diese auch zu übernehmen seien (Urk. 5/6 = Urk. 3). Mit Verfügung vom 4. November 2002 (Urk. 5/3 = Urk. 2) hielt die IV-Stelle fest, auch aus dem Umstand, dass IV-Stellen anderer Kantone Fahrradumbauten übernähmen, könne kein Anspruch auf ein Präjudiz für eine Kostenübernahme abgeleitet werden. Das Leistungsbegehren wies sie ab.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dagegen erhob die Mutter von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Eingabe vom 21. November 2002 (Urk. 1) bei der IV-Stelle Beschwerde und beantragte sinn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss die Übernahme der Fahrradumbaukosten als Hilfsmittel durch die Inva</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lidenversicherung. Die IV-Stelle überwies die Eingabe zusammen mit der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeantwort vom 17. Februar 2003 (Urk. 4) ans Sozialversicherungsgericht und beantragte die Abweisung der Beschwerde. In der Replik vom 7. März 2003 (Urk. 8) hielt die Mutter des Versicherten an ihrem Antrag fest. Nachdem die Beschwerdegegnerin auf eine weitere Stellungnahme verzichtet hatte (Urk. 11), wurde der Schriftenwechsel mit Verfügung vom 28. März 2003 (Urk. 12) als geschlossen erklärt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Auf die Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Akten ist - soweit für die Urteilsfindung erforderlich - nachfolgend einzugehen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span id="VV153"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span id="VV156"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. Januar 2003 sind das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG) und die Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 11. September 2002 (ATSV) in Kraft getreten und haben in einzelnen Sozialversicherungsge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">setzen und -verordnungen zu Revisionen geführt. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 1, 126 V 136 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 4b, je mit Hinweisen). Da sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der hier zu beurteilende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Sachverhalt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vor dem 1. Januar 2003 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">verwirklicht hat, ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">langen die materiellen Vorschriften des ATSG </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und der ATSV </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sowie die gestützt darauf erlassenen Gesetzes- und Verordnungsrevisionen im vorliegenden Fall noch nicht zur Anwendung. Bei den im Folgenden zitierten Gesetzes- und Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ordnungsbestimmungen handelt es sich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deshalb </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">- soweit nichts anderes ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">merkt wird - um die Fassungen, wie sie bis Ende 2002 in Kraft gewesen sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span id="IV156"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 21 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) hat die versicherte Person im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste Anspruch auf jene Hilfsmittel, deren sie für die Ausübung der Erwerbstä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigkeit oder der Tätigkeit in ihrem Aufgabenbereich, für die Schulung, die Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bildung oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedarf. Ferner bestimmt Art. 21 Abs. 2 IVG, dass Versicherte, die infolge ihrer Invalidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedürfen, im Rahmen einer vom Bundesrat auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel haben.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass ergänzender Vorschriften im Sinne von Art. 21 Abs. 4 IVG hat der Bundesrat in Art. 14 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) an das Eidgenössische De</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">partement des Innern übertragen, welches die Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) mit anhangsweise aufge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führter </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hilfsmittelliste erlassen hat. Laut Art. 2 HVI besteht im Rahmen der im Anhang aufgeführten Liste Anspruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fort</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bewegung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sorge notwendig sind (Abs. 1). Anspruch auf die in dieser Liste mit * bezeichneten Hilfsmittel besteht nur, soweit diese für die Ausübung einer Er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">werbstätigkeit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, die funktionelle Angewöhnung oder für die in der zutreffenden Ziffer des Anhangs ausdrücklich genannte Tätigkeit notwendig sind (Abs. 2; BGE 122 V 214 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2a).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span id="IV159"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In ständiger Rechtsprechung hat das Eidgenössische Versicherungsgericht fest</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gehalten, dass die im Anhang zur HVI enthaltene Liste der von der Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung abzugebenden Hilfsmittel insofern abschliessend ist, als sie die in Frage kommenden Hilfsmittelkategorien aufzählt, wogegen bei jeder Hilfsmit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">telkategorie zu prüfen ist, ob die Aufzählung der einzelnen Hilfsmittel (inner</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">halb der Kategorie) ebenfalls abschliessend oder bloss exemplifikatorisch ist (BGE 121 V 260 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2b, 117 V 181 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3b mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span id="IV157"></span><span id="IV036"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Das Hilfsmittel muss im Einzelfall dazu bestimmt und geeignet sein, der gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitlich beeinträchtigten versicherten Person in wesentlichem Umfange zur Erreichung eines der gesetzlich anerkannten Ziele zu verhelfen. Praxisge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mäss ist unter einem Hilfsmittel des IVG ein Gegenstand zu verstehen, dessen Gebrauch den Ausfall gewisser Teile oder Funktionen des menschlichen Körpers zu ersetzen vermag (BGE 115 V 194 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2c und 112 V 15 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 1b).</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Umfasst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> das von der versicherten Person selber angeschaffte Hilfsmittel auch die Funktion eines ihr an sich zustehenden Hilfsmittels, so steht einer Gewäh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung von Amortisations- oder Kostenbeiträgen nichts entgegen; diese sind als</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dann auf der Basis der Anschaffungskosten des Hilfsmittels zu berechnen, auf das die versicherte Person an sich Anspruch hat (Austauschbefugnis; BGE 120 V 292 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3c, 111 V 213 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2b und 215; ZAK 1988 S. 182 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2b, 1986 S. 527 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3a; Meyer-Blaser, Zum Verhältnismässigkeitsgrundsatz im staatlichen Leistungsrecht, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Diss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Bern 1985, S. 87 ff.). Die Austauschbefugnis kommt jedoch nur zum Tragen, wenn zwei unterschiedliche, aber von der Funktion her aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tauschbare Leistungen in Frage stehen. Vorausgesetzt wird mithin neben ei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nem substitutionsfähigen aktuellen gesetzlichen Leistungsanspruch auch die funkti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">onelle Gleichartigkeit der Hilfsmittel (vgl. BGE 127 V 123 f. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2b, 120 V 286 f. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 4; AHI 2000 S. 73 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2a und 1999 S. 176 f. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 5). Schliesslich ist noch zu beachten, dass für die Bejahung der Austauschbefugnis massgeblich ist, dass das von der versicherten Person angeschaffte Hilfsmittel nicht nur un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ter den Voraussetzungen der unmittelbaren Gegenwart, sondern auch unter den Voraussetzungen, mit denen auf weitere Sicht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gerechnet werden muss, die Funktion des ihr rechtens zustehenden Hilfsmittels erfüllt (BGE 111 V 214 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2c).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin wies das Gesuch um Kostengutsprache für die Anpassung des Fahrrades mit der Begründung ab, dass Fahrradumbauten in der Hilfsmittelliste nicht aufgeführt seien und auch keiner Hilfsmittelkategorie zu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">geordnet werden könnten (Urk. 5/3 = Urk. 2 und Urk. 4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zutreffend ist, dass der Versicherte aufgrund seiner Behinderung in der Geh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit nicht eingeschränkt ist und daher weder Gehilfen (Ziffer 12 der Hilfs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mittelliste) noch einen Rollstuhl (Ziffer 9) benötigt. Das Fahrrad kann daher nicht im Rahmen der Austauschbefugnis anstelle einer Gehhilfe oder eines Rollstuhles zugesprochen werden. Bei einem Fahrrad handelt es sich auch nicht um ein Motorfahrzeug (Ziffer 10). Ebenfalls zutreffend ist, dass Fahrräder nicht in der Hilfsmittelliste (HVI-Anhang) aufgeführt sind (Urteile des Eidgenössi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schen Versicherungsgerichts [EVG] vom 18. Februar 2003 i.S. P; I 485/02 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2.1 und vom 26. Januar 2000 i.S. B; I 268/99 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3). Zwar kann die Inva</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">liden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung die Kosten für ein Fahrrad als Behandlungsgerät übernehmen, wenn es einen notwendigen Bestandteil einer medizinischen Eingliederungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">massnahme nach Art. 12 oder 13 IVG bildet, wofür entscheidend ist, dass es in engem, unmittelbarem Zusammenhang mit einer von der Invalidenversicherung übernommenen medizinischen Vorkehr steht (SVR 1996 IV Nr. 90 S. 269 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 5 mit Hinweis; Urteil des EVG vom 26. Januar 2000 i.S. B; I 268/99). Vorliegend besteht aber zwischen der Notwendigkeit, mit dem Fahrrad zu fahren, und der angeordneten Ergotherapie (Urk. 5/10) kein Zusammenhang. Die Mutter des Versicherten führte denn auch aus, dass sie versuche, ihren Sohn möglichst normal und sozial integriert aufwachsen zu lassen, wobei in der heutigen Zeit Fahrradfahren zum normalen Alltag eines Kindes gehöre (Urk. 8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Mutter des Versicherten macht auch nicht geltend, die Kosten für den Fahr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">radumbau seien gestützt auf die Hilfsmittelliste (HVI-Anhang) zu erstatten, son</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dern beantragt, die Hilfsmittelliste sei anzupassen, da Fahrradfahren zum nor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">malen Alltag eines Kindes gehöre (Urk. 1 und Urk. 8).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die Liste der von der Invalidenversiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung abzugebenden Hilfsmittel insofern abschliessend ist, als sie die in Frage kommenden Hilfsmittelkategorien aufzählt (vgl. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3.2). Die Rechtsprechung hat sodann festgestellt, dass der Bundesrat oder das Departement durch das Gesetz nicht verpflichtet sind, sämtliche Hilfsmittel, deren eine invalide Person zur Eingliederung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bedarf, in die Hilfsmittelliste aufzunehmen. Vielmehr können sie eine Auswahl treffen und die Zahl der Hilfsmittel beschränken, wobei ihnen ein weiter Spielraum der Gestaltungsfreiheit zusteht, da das Gesetz nicht aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">drücklich sagt, nach welchen Gesichtspunkten die Auswahl vorzunehmen ist. Eine Schranke bildet das Willkürverbot, worauf sich das richterliche Eingreifen zu beschränken hat (BGE 117 V 181 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 3b mit Hinweisen). Es kann aber keine Willkür darin erblickt werden, dass das Departement im HVI-Anhang Fahrrad</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anpassungen als Hilfsmittel nicht erwähnt, da sich eine Beschränkung der Hilfsmittel mit haltbaren Gründen vertreten lässt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es ist durchaus verständlich, dass die Eltern des Versicherten sich dafür einse</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tzen, ihren Sohn möglichst normal und sozial integriert aufwachsen zu lassen, und ihm das Fahrradfahren gleich wie Kindern ohne Behinderung ermöglichen wollen. Jedoch hat für eine der Behinderung gerechte Anpassung des Fahrrades nicht die Invalidenversicherung aufzukommen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Weiter macht die Mutter des Versicherten geltend, in anderen Kantonen würden Fahrradumbauten von der Invalidenversicherung bezahlt, weshalb die IV-Stelle des Kantons Zürich diese auch zu übernehmen habe, da sonst eine rechtsunglei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">che Behandlung vorliege (Urk. 5/6 = Urk. 3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dazu ist festzuhalten, dass ein Anspruch auf die Übernahme der Fahrradanpas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sungskosten durch die Invalidenversicherung wie vorher erläutert nicht besteht. Nach der Rechtsprechung geht der Grundsatz der Gesetzmässigkeit der Verwal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung in der Regel der Rücksicht auf die gleichmässige Rechtsanwendung vor. Der Umstand, dass das Gesetz in anderen Fällen nicht oder nicht richtig ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wendet worden ist, gibt dem Bürger und der Bürgerin grundsätzlich keinen Anspruch darauf, ebenfalls abweichend vom Gesetz behandelt zu werden (BGE 126 V 392 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 6a). Daher kann aus dem Umstand, dass IV-Stellen anderer Kantone in anderen Fällen entgegen den gesetzlichen Bestimmungen die Fahr</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">radanpassungskosten übernommen haben, kein Anspruch auf eine ebenfalls gesetzesabweichende Behandlung abgeleitet werden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Die Einzelrichterin erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Beschwerde"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Y.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherung</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> seit der Zustellung beim Eidgenössi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhof</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">quai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">mittel und die Unterschrift der </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, so</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">weit die </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführende</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die EinzelrichterinDer Gerichtssekretär</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigTischhauser </p></div> </div></body></html>