<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine CO2-Etikette für alle unverarbeiteten Lebensmittel einzuführen. Bei dieser Etikette muss sowohl die Produktion als auch der Transport der Lebensmittel berücksichtigt werden. Die grafische Gestaltung kann von der Energieetikette übernommen werden, damit das Resultat einfach lesbar und verständlich ist. Die Masseinheit ist Gramm CO2 pro Kilogramm Ware.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Grundsätzlich ist die Umweltkennzeichnung ein vielversprechender Ansatz. Er ermöglicht es nämlich, sowohl das Angebot an umweltfreundlicheren Produkten als auch die Nachfrage nach solchen zu beeinflussen. Aus umweltpolitischer Sicht ist der Ansatz allerdings interessanter, wenn er alle relevanten Umweltauswirkungen berücksichtigt. Er ist auch einfacher umzusetzen, wenn es sich um Produktkategorien handelt, deren Produktions- oder Verarbeitungsmethoden weniger vielfältig und variabel sind als die von Lebensmitteln. In der Praxis stösst die Einführung einer obligatorischen Umweltkennzeichnung aller in der Schweiz verkauften unverarbeiteten Lebensmittel auf wirtschaftliche und technische Hindernisse. So würde die Einführung einer obligatorischen CO2-Etikette für alle unverarbeiteten Lebensmittel nach schweizerischen Bestimmungen ein technisches Handelshemmnis darstellen und eine Umetikettierung der importierten Produkte erfordern. In seinem Entwurf zur Revision des Umweltschutzgesetzes (USG; SR 814.01) hat der Bundesrat einen Artikel über Produktumweltinformationen vorgeschlagen, sofern entsprechende internationale Bestimmungen bestehen (Botschaft 14.019). Der Bundesrat hat sich verpflichtet, die Entwicklung solcher technischen Bestimmungen auf europäischer und internationaler Ebene zu verfolgen. So nahm er an einem europäischen Pilotprojekt teil, das darauf abzielte, die Bewertung und Kommunikation der Umweltauswirkungen von Produkten nach der Methodik des Environmental Footprint zu standardisieren und zu vereinfachen. Der Bundesrat verfolgt mit Interesse die in anderen Ländern und von privaten Organisationen unternommenen Aktivitäten in diesem Bereich sowie die technischen Möglichkeiten, die sich dank der Digitalisierung eröffnen.</p><p>Bei einer Annahme der Motion im Erstrat behält sich der Bundesrat vor, im Zweitrat eine Änderung zu beantragen:</p><p>"Der Bundesrat wird beauftragt, die Schaffung von gesetzlichen Bestimmungen für die Einführung von Umweltdeklarationen zu prüfen. Er beurteilt die Varianten nach ihrer Wirksamkeit, nach ihren Kosten sowie der Vereinbarkeit mit internationalen Verpflichtungen der Schweiz."</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.