<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2018.00184</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=218221&amp;W10_KEY=4480720&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2018.00184</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.05.2018</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nachweis komplexer Grundleitungsarbeiten: Referenzbewertung; Referanzauskunft.<br/><br/>Für die Beurteilung der Referenzen sind die mit der Offerte eingereichten Unterlagen massgebend (E. 4). Anhaltspunkte für eine unsorgfältige Abklärung oder Erstellung der Notizen durch die Vergabebehörde sind nicht ersichtlich (E. 4.4.1). Die Vergabebehörde durfte auf die in der Offerte genannte Referenzperson abstellen. Wenn die angegebene Referenzperson nicht für die ganze Projektdauer zuständig gewesen war und ihr entsprechend Kenntnisse fehlten, lag dieser Umstand im Risikobereich der Beschwerdeführerin (E. 4.4.2). Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vergabebehörde das Referenzobjekt mit Blick auf die Offertunterlagen sowie die Referenzauskunft als unzureichenden Beleg für Erfahrung mit komplexen Grundleitungsarbeiten qualifiziert hat (E. 3.7.3). <br/><br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=38105" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2018.00184</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 1. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">24. Mai 2018</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Lukas Widmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Peter Sprenger, Verwaltungsrichterin Maja SchÃ¼pbach Schmid, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Laura Diener. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A GmbH, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Stadt ZÃ¼rich, Amt fÃ¼r Hochbauten, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Submission,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die Stadt ZÃ¼rich, Amt fÃ¼r Hochbauten, erÃ¶ffnete mit Ausschreibung vom 17. Oktober 2017 ein offenes Submissionsverfahren fÃ¼r die Vergabe der Bauleistungen BKP 250 SanitÃ¤ranlagen im Rahmen des Projekts Schulanlage Hofacker. Innert Frist gingen dreizehn Angebote mit Preisen von Fr. 1'693'368.85 (Angebot der A GmbH) bis Fr. 1'952'977.30 ein. Mit VerfÃ¼gung vom 15. MÃ¤rz 2018 wurde das Angebot der A GmbH wegen fehlender Eignung vom weiteren Vergabeverfahren ausgeschlossen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen gelangte die A GmbH mit Beschwerde vom 26. MÃ¤rz 2018 an das Verwaltungsgericht und beantragte, die AusschlussverfÃ¼gung aufzuheben und ihr Angebot zum Vergabeverfahren zuzulassen sowie eine ParteientschÃ¤digung. In prozessualer Hinsicht verlangte sie, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 27. MÃ¤rz 2018 wurde der Beschwerdegegnerin einstweilen, bis zum Entscheid Ã¼ber das Gesuch um aufschiebende Wirkung, untersagt, den Zuschlag zu erteilen oder den Vertrag abzuschliessen. </p> <p class="Urteilstext">Die Stadt ZÃ¼rich beantragte am 17. April 2018, die Beschwerde vollumfÃ¤nglich abzuweisen, das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abzuweisen sowie eine ParteientschÃ¤digung. Das vorlÃ¤ufige Verbot betreffend Vergabe beziehungsweise Vertragsschluss wurde in der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 23. April 2018 aufrechterhalten. Gleichzeitig wurde der BeschwerdefÃ¼hrerin teilweise Einsicht in die Vergabeakten gewÃ¤hrt. Mit Replik vom 8. Mai 2018 hielt die A GmbH an den mit Beschwerde gestellten AntrÃ¤gen fest.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggebender kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372). Auf das Beschwerdeverfahren finden die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 (IVÃ¶B) sowie die §§ 2 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. September 2003 (IVÃ¶B-BeitrittsG) Anwendung.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nicht berÃ¼cksichtigte Anbietende sind zur Beschwerde gegen ihren Ausschluss aus dem Vergabeverfahren legitimiert, wenn sie bei deren Gutheissung eine realistische Chance hÃ¤tten, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen, oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem sie ein neues Angebot einreichen kÃ¶nnen; andernfalls fehlt ihnen das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11; § 21 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Ob eine solche reelle Chance besteht, ist anhand der AntrÃ¤ge und Parteivorbringen zu prÃ¼fen (BGE 141 II 14, E. 4.9).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat das betragsmÃ¤ssig tiefste Angebot eingereicht. Der Ausschluss ihres Angebots wurde damit begrÃ¼ndet, dass sie den Nachweis der Eignung fÃ¼r umfangreiche Grundleitungsarbeiten mit den eingereichten Referenzen nicht erfÃ¼llt habe. Erweisen sich ihre dagegen erhobenen RÃ¼gen als berechtigt, wÃ¤re ihr Angebot wieder in das Vergabeverfahren aufzunehmen und hÃ¤tte eine realistische Chance auf den Zuschlag, da sowohl die Referenzen als auch der Preis bei der Bewertung zentral sind. Folglich ist ihre Beschwerdelegitimation zu bejahen. Die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen sind ebenfalls erfÃ¼llt.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b>GemÃ¤ss § 4a Abs. 1 IVÃ¶B-BeitrittsG werden Anbietende aus dem Vergabeverfahren ausgeschlossen, wenn sie die Voraussetzungen fÃ¼r die Teilnahme nicht oder nicht mehr erfÃ¼llen. Dies ist insbesondere bei fehlender ErfÃ¼llung der durch die Vergabestelle festgelegten Eignungskriterien und Nachweisen der Fall (§ 4a Abs. 1 lit. a IVÃ¶B-BeitrittsG). Bei der Beurteilung solcher MÃ¤ngel ist im Interesse der Vergleichbarkeit der Angebote und des Gleichbehandlungsgrundsatzes ein strenger Massstab anzulegen. Die Rechtsfolge des Ausschlusses ist allerdings nur dann adÃ¤quat, wenn es sich um einen wesentlichen Mangel handelt; einen Ã¼berspitzten Formalismus gilt es zu vermeiden (vgl. auch VGr, 28. September 2011, VB.2011.00316, E. 5.1.1 mit weiteren Hinweisen; Peter Galli/AndrÃ© Moser/Elisabeth Lang/Marc Steiner, Praxis des Ã¶ffentlichen Vergaberechts, 3. A., ZÃ¼rich etc. 2013, Rz. 456 f.). <span>Des Weiteren muss die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit berÃ¼cksichtigt werden: Wegen unbedeutender MÃ¤ngel der Offerte darf eine Anbieterin nicht ausgeschlossen werden. Vorbehalten sind somit FÃ¤lle, in denen die Abweichungen von der Ausschreibung geringfÃ¼gig sind und schliesslich FÃ¤lle, wo die amtlichen Vorgaben ihrerseits schwere MÃ¤ngel enthalten (VGr, 16. November 2017, VB.2017.00495, E. 4.2; Galli et al., Rz. 444).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Eignungskriterien umschreiben die Anforderungen, die an die Anbietenden gestellt werden, um zu gewÃ¤hrleisten, dass sie zur AusfÃ¼hrung des geplanten Auftrags in der Lage sind (VGr, 17. Februar 2000, VB.1999.00015, E. 6a = RB 2000 Nr. 70 = BEZ 2000 Nr. 25, auch zum Folgenden; <span>Galli et al., Rz. 555</span>). <span>Die VergabebehÃ¶rde legt die fÃ¼r die jeweilige Beschaffung erforderlichen Eignungskriterien im Hinblick auf deren Besonderheiten fest, bestimmt die zu erbringenden Nachweise und gibt diese in den Ausschreibungsunterlagen bekannt (vgl. </span>§ 22 der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 [SubmV]<span>). Bei deren Festlegung und Anwendung steht ihr ein weiter Ermessensspielraum zu, in den das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht, nicht eingreift. Dies gilt insbesondere auch beim Entscheid darÃ¼ber, ob sie eine Referenzarbeit als mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar erachtet. Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 IVÃ¶B, § 50 Abs. 1 und 2 VRG; VGr, 29. Juli 2014, VB.2014.00175, E. 3.1 mit weiteren Hinweisen).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>In den Ausschreibungsunterlagen hat die Beschwerdegegnerin unter Ziff. 13 "Eignungskriterien" Folgendes festgehalten:</p> <p class="Urteilstext">"1. Kriterium: Technische/fachliche LeistungsfÃ¤higkeit:</p> <p class="Urteilstext">Der Anbieter muss drei Referenzen Ã¼ber in den letzten fÃ¼nf Jahren abgeschlossene Projekte vergleichbarer GrÃ¶sse und KomplexitÃ¤t ausweisen. In mindestens einem Projekt ist dabei die Erfahrung mit komplexen Grundleitungsarbeiten nachzuweisen.</p> <p class="Urteilstext"> Nachweis: AusgefÃ¼llte Referenzliste</p> <p class="Urteilstext"> 2. Kriterium: [â¦]"</p> <p class="Erwgung2"><span>Die einzureichende Referenzliste bestand in einer Tabelle, worin drei Projekte, Ort und Art der ausgefÃ¼hrten Arbeiten, das Jahr bzw. die AusfÃ¼hrungszeit, die Auftragssumme, die Auftraggeberin, deren Auskunftsperson sowie die Projektleitung des Unternehmens einzufÃ¼llen waren. Sodann konnte jeweils angekreuzt werden, ob es sich beim angegebenen Projekt um ein solches mit umfangreichem Grundleitungsbau handelt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>In ihrer Offerte hatte die BeschwerdefÃ¼hrerin bei keinem der drei aufgefÃ¼hrten Referenzprojekte ein Kreuz fÃ¼r umfangreichen Grundleitungsbau gesetzt. Die Beschwerdegegnerin gab ihr am 12. Februar 2018 Gelegenheit, nachtrÃ¤glich anzugeben, welche der drei Referenzen eine Ã¤hnliche GrÃ¶sse der Grundleitung aufweist. Davon machte die BeschwerdefÃ¼hrerin gleichentags Gebrauch und versah ihre zweite Referenz (Schulhaus C) mit einem Kreuz. Tags darauf holte die Beschwerdegegnerin bei der fÃ¼r dieses Projekt genannten Auskunftsperson telefonisch eine Referenzauskunft ein. In der Telefonnotiz wurde dazu festgehalten, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe beim genannten Projekt keine Grundleitungen erstellt, beziehungsweise gemÃ¤ss Auskunft hÃ¶chstens 50 m. In einer Aktennotiz vom 11. April 2018 wurde zusÃ¤tzlich ausgefÃ¼hrt, der grÃ¶sste Teil der Arbeiten sei vom Baumeister ausgefÃ¼hrt worden. In der Folge nahm die VergabebehÃ¶rde an, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin keine oder lediglich untergeordnete Grundleitungsarbeiten wahrgenommen habe und das Eignungskriterium "in keiner Art und Weise" erfÃ¼lle. Da es sich bei den ausgeschriebenen Arbeiten um einen Ã¤usserst komplexen Grundleitungsbau im Rahmen eines Grossprojekts handle, wofÃ¼r die geforderte Erfahrung unabdingbar und in den Ausschreibungsunterlagen auch ausdrÃ¼cklich verlangt worden sei, erachtete sie den Ausschluss als zwingend erforderlich.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Dem hÃ¤lt die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Beschwerde im Wesentlichen entgegen, bei der telefonischen Referenzauskunft habe es ein MissverstÃ¤ndnis gegeben. Erstens habe die Auskunftsperson nicht erwÃ¤hnt, dass sie erst nach Abschluss des Grundleitungsbaus fÃ¼r das Projekt zustÃ¤ndig gewesen sei. Sodann sei der Baumeister fÃ¼r das Graben, Betonieren und die Kanalisationsarbeiten ausserhalb der GebÃ¤ude zustÃ¤ndig. Die massgebenden SanitÃ¤rarbeiten, welche durch sie ausgefÃ¼hrt worden seien, betrÃ¤fen die komplexen Grundleitungsarbeiten, die Leitungsverlegung, GefÃ¤lle, SchÃ¤chte, etc. Die KomplexitÃ¤t des Referenzprojekts sei aus der beigelegten Fotodokumentation sowie den PlÃ¤nen, dem Leistungsbeschrieb und dem Werkvertrag ersichtlich. Die Notizen seien insofern unvollstÃ¤ndig bzw. fehlerhaft. Dies habe ihr die Referenzperson am 29. MÃ¤rz 2018 auf Nachfrage bestÃ¤tigt. Da die Notizen unsorgfÃ¤ltig erstellt worden seien, hÃ¤tte nicht darauf abgestellt werden dÃ¼rfen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>FÃ¼r die Beurteilung der Referenzen sind die mit der Offerte eingereichten Unterlagen massgebend sind (vgl. VGr, 20. Dezember 2017, VB.2017.00456, E. 4.3.4; 15. Januar 2015, VB.2014.00417, E. 5.3). Es ist auf die Angaben und Unterlagen der Anbietenden im Zeitpunkt der Offerteinreichung abzustellen (vgl. VGr, 9. Februar 2017, VB.2016.00312, E. 3.4; 7. Mai 2015, VB.2015.00081, E. 4.1). ErgÃ¤nzungen sind lediglich wÃ¤hrend des Vergabeverfahrens im Rahmen der Vorschriften von § 29 und 30 SubmV zulÃ¤ssig. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der Nachweis von Erfahrung mit komplexen Grundleitungsarbeiten wurde in der Ausschreibung unmissverstÃ¤ndlich verlangt (vgl. vorn E. 3.3). Zudem ergab sich aus Ziff. 2.2 f. der Submissionsbestimmungen, dass das geplante Bauvorhaben auch eine umfangreiche Sanierung der maroden Grundleitungen umfasste.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Zusammen mit ihrer Offerte hat die BeschwerdefÃ¼hrerin zur streitbetroffenen Referenz "Schulhaus C" eine Beilage eingereicht und zu den dort ausgefÃ¼hrten SanitÃ¤rarbeiten folgende Angaben gemacht: </p> <p class="Erwgung3"> "Neuinstallation der gesamten Schulanlage inklusiv Turnhalle.</p> <p class="Erwgung3">EnthÃ¤rtungsanlage fÃ¼r SchulkÃ¼che und WassererwÃ¤rmung. Die WassererwÃ¤rmung (2'500 und 800 Liter) erfolgt je Ã¼ber einen externen Wassertauscher.</p> <p class="Urteilstext">Diverse Pumpanlagen von der kleinen Kondenswasser-Pumpe bis zur Doppelpumpanlage.</p> <p class="Urteilstext">Ton- und Gipsabscheider mit 3-Kammer Hochleistungs-Abscheider System.</p> <p class="Urteilstext">Aussenbrunnen mit mehreren WasserdÃ¼sen, die je nach Wunsch separat einreguliert werden kÃ¶nnen."</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">Ferner erwÃ¤hnte sie darin das Bestehen von sehr hohen QualitÃ¤tsansprÃ¼chen sowie die AusfÃ¼hrung bei zum Teil laufendem Betrieb. Dem hat sie auf einer A4-Seite acht Aufnahmen des GebÃ¤udeinneren angefÃ¼gt, welche die beendeten Arbeiten zeigen.</p> <p class="Urteilstext">Die Fotografien in den Offertunterlagen zeigen beim genannten Referenzprojekt lediglich abgeschlossene Arbeiten innerhalb des Schulhauses. So sind darauf etwa im Keller befindliche Leitungen und Anlagen sichtbar, nicht jedoch im Erdreich oder ausserhalb des GebÃ¤udes befindliche. Weiter lassen sich auch dem Arbeitsbeschrieb keine spezifischen Hinweise auf Grundleitungsarbeiten wie etwa KanalisationsanschlÃ¼ssen oder Ãhnlichem. </p> <p class="Urteilstext">Mit der Offerte hat die BeschwerdefÃ¼hrerin somit offensichtlich nicht den Nachweis erbracht, dass sie Erfahrung mit komplexen Grundleitungsarbeiten vorzuweisen hÃ¤tte.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Nachdem die VergabebehÃ¶rde der BeschwerdefÃ¼hrerin nachtrÃ¤glich Gelegenheit zur Bezeichnung eines Referenzprojekts fÃ¼r Grundleistungsbau gegeben hatte, nannte sie das Objekt "Schulhaus C". In der Folge erkundigte sich die VergabebehÃ¶rde telefonisch bei der angegebenen Referenzperson; Ã¼ber das GesprÃ¤ch verfasste sie die erwÃ¤hnten Notizen (vgl. vorn E. 3.4). </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.1 </b>Anhaltspunkte fÃ¼r eine unsorgfÃ¤ltige AbklÃ¤rung oder unsorgfÃ¤ltige Erstellung der Notizen durch die VergabebehÃ¶rde sind nicht ersichtlich. Etwas anderes vermag die BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht aus dem mit der Replik eingereichten Mail der Referenzperson abzuleiten. Jedenfalls ist daraus nicht der Schluss zu ziehen, dass die VergabebehÃ¶rde die ihr seinerzeit erteilte Auskunft falsch wiedergegeben hÃ¤tte.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.2 </b>Die VergabebehÃ¶rde durfte davon ausgehen, dass sie auf die in der Offerte genannte Referenzperson abstellen kann (VGr, 27. Juli 2017, VB.2017.00367, E. 6.7). Wenn die angegebene Referenzperson nicht fÃ¼r die ganze Projektdauer zustÃ¤ndig gewesen war und ihr entsprechend Kenntnisse fehlten, so lag dieser Umstand im Risikobereich der BeschwerdefÃ¼hrerin. <span>Die Anbietenden sind f</span>Ã¼r den Inhalt ihrer Offerte â und damit auch fÃ¼r die Angabe der Referenzpersonen â selber verantwortlich (VGr, 7. Mai 2015, VB.2015.00081, E. 4.1). Dementsprechend hat die BeschwerdefÃ¼hrerin die Folgen zu tragen, wenn die die von ihr genannte Referenzperson mangels ausreichender Kenntnisse nur unvollstÃ¤ndige Angaben gemacht hat. Es nÃ¼tzt der BeschwerdefÃ¼hrerin deshalb nichts, wenn sie eine allfÃ¤llig vorhandene Erfahrung im komplexen Grundleitungsbau nachtrÃ¤glich im Beschwerdeverfahren aufzeigen kÃ¶nnte. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.5 </span></b>Im <span>Rahmen einer GesamtwÃ¼rdigung ist es nicht zu beanstanden</span>, dass die Beschwerdegegnerin das Referenzobjekt mit Blick auf die Offertunterlagen sowie die Referenzauskunft als unzureichenden Beleg fÃ¼r Erfahrung mit komplexen Grundleitungsarbeiten qualifiziert hat<span>. Sie hat sich an die submissionsrechtlichen Vorgaben gehalten und im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens entschieden. Sie hat sich fÃ¼r die Beurteilung zu Recht auf die Offertunterlagen und auf die Aussage der von der BeschwerdefÃ¼hrerin genannten Auskunftsperson gestÃ¼tzt. Darin liegt weder ein Ã¼berspitzt formalistisches noch ein rechtsmissbrÃ¤uchliches Verhalten. Der Ausschluss des Angebots der BeschwerdefÃ¼hrerin gestÃ¼tzt auf </span>§ 4a Abs. 1 lit. a IVÃ¶B-BeitrittsG<span> erweist sich vielmehr als zulÃ¤ssig. Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Gesuch um GewÃ¤hrung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde wird bei diesem Ergebnis gegenstandslos.</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des Verfahrens der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 65a Abs. 2 VRG). Damit entfÃ¤llt ihr Anspruch auf eine ParteientschÃ¤digung. Auch der Beschwerdegegnerin ist keine EntschÃ¤digung zuzusprechen, da ihr im Beschwerdeverfahren kein besonderer Aufwand im Sinn von § 17 Abs. 2 lit. a VRG entstanden ist; mit der Beschwerdeantwort hat sie im Wesentlichen die ihr obliegende BegrÃ¼ndung des Ausschlusses nachgeholt.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der geschÃ¤tzte Auftragswert Ã¼bersteigt den im Staatsvertragsbereich massgeblichen Schwellenwert fÃ¼r BauauftrÃ¤ge nicht (Art. 1 lit. c <span>der Verordnung des WBF vom 22. November 2017 Ã¼ber die Anpassung der Schwellenwerte im Ã¶ffentlichen Beschaffungswesen fÃ¼r die Jahre 2018 und 2019</span>). <span>Gegen dieses Urteil steht daher nur die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) offen (Art. 83 lit. f BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 6'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 80.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 6'080.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>