<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2D_137/2008 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 12. Dezember 2008 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Merkli, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Feller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">1. A.X.________, </div> <div class="para">2. B.X.________, </div> <div class="para">3. C.X.________, </div> <div class="para">4. D.X.________, </div> <div class="para">5. E.X.________, </div> <div class="para">6. F.X.________, </div> <div class="para">7. G.X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, alle vertreten durch Rechtsanwältin Claudia Zumtaugwald, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Amt für Migration des Kantons Luzern, Fruttstrasse 15, 6002 Luzern, </div> <div class="para">Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern, Postfach 4168. 6002 Luzern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Aufenthaltsbewilligung gemäss <span class="artref">Art. 14 Abs. 2 AsylG</span>, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid des Justiz- und Sicherheitsdepartements des Kantons Luzern vom 5. November 2008. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Nach Einsicht </div> <div class="para">in den Entscheid des Justiz- und Sicherheitsdepartements des Kantons Luzern vom 5. November 2008, womit dieses auf eine Beschwerde gegen eine Nichteintretensverfügung des Amtes für Migration des Kantons Luzern vom 3. Juli 2008 betreffend ein Gesuch von A. und B.X.________ und ihrer fünf Kinder (asylrechtlich rechtskräftig weggewiesene, nicht ausgereiste algerische Staatsangehörige) um Erteilung einer humanitären Aufenthaltsbewilligung im Sinne von <span class="artref">Art. 14 Abs. 2 AsylG</span> nicht eingetreten war, </div> <div class="para">in die subsidiäre Verfassungsbeschwerde der Familie X.________ vom 9. Dezember 2008 gegen den Nichteintretensentscheid des Justiz- und Sicherheitsdepartements, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Erwägung, </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Erteilung der beantragten Aufenthaltsbewilligung haben, weshalb die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzulässig ist (<span class="artref">Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG</span>), </div> <div class="para">dass die Berechtigung, den kantonalen Nichteintretensentscheid mit subsidiärer Verfassungsbeschwerde anzufechten (Beschwerdelegitimation gemäss <span class="artref">Art. 115 lit. b BGG</span>), davon abhängt, ob die Beschwerdeführer im kantonalen Verfahren überhaupt Parteistellung haben und Verfahrensrechte ausüben können (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=23&amp;from_date=05.12.2008&amp;to_date=24.12.2008&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-II-297%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page297">BGE 129 II 297</a> E. 2.3 S. 301 f.), </div> <div class="para">dass der angefochtene Nichteintretensentscheid sowie die diesem vorausgehende Verfügung des Amtes für Migration auf der in <span class="artref"><artref id="CH/142.31/14/4" type="start"></artref><artref id="CH/142.31/14/1" type="start"></artref>Art. 14 Abs. 1 - 4 AsylG</span><artref id="CH/142.31/14/4" type="end"></artref><artref id="CH/142.31/4" type="end"></artref> enthaltenen Spezialregelung für abgewiesene Asylbewerber, die keinen Rechtsanspruch auf Bewilligung haben und trotz rechtskräftiger Wegweisung nicht ausgereist sind, beruhen, </div> <div class="para">dass der Nichteintretensentscheid des Departements im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu <span class="artref">Art. 14 AsylG</span> steht (nebst den von den Beschwerdeführern erwähnten Urteilen 2D_90/2008 vom 9. September 2008 und 2C_526/2008 vom 17. Juli 2008 s. auch die Urteile 2D_81/2008 vom 5. August 2008 und 2D_79/2008 vom 6. August 2008), </div> <div class="para">dass das Bundesgericht dabei ausnahmslos erkannt hat, dass abgewiesenen Asylwerbern im Zusammenhang mit kantonalen Entscheidungen betreffend Aufenthaltsbewilligungen im Sinne von <span class="artref">Art. 14 Abs. 2 AsylG</span> von Bundesrechts wegen keine Parteistellung zukommt, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass an der präjudiziellen Wirkung dieser Urteile nichts ändert, dass sie im vereinfachten Verfahren (drei Einzelrichterurteile [<span class="artref">Art. 108 BGG</span>], ein Urteil [2C_526/2008] in Besetzung mit drei Richtern [<span class="artref">Art. 109 BGG</span>]) ergangen sind, </div> <div class="para">dass die Vorbringen in der vorliegenden Beschwerde nicht geeignet sind, ein Zurückkommen auf diese Rechtsprechung zu rechtfertigen, </div> <div class="para">dass insbesondere nicht ersichtlich ist, was sich aus dem Urteil 2C_149/2008 vom 24. Oktober 2008 für die hier zu beurteilende Problematik ableiten liesse, und dass die Ausführungen zu <span class="artref">Art. 3 EMRK</span> nicht die Frage einer dauerhaften Aufenthaltsregelung trotz abgewiesenen Asylgesuchs bzw. die Frage der Parteistellung in einem entsprechenden Verfahren, sondern den Vollzug der rechtskräftigen Wegweisungsverfügung betreffen, wobei diesbezügliche Anliegen primär dem Bundesamt für Migration in Form eines Wiedererwägungsgesuchs zu unterbreiten wären, </div> <div class="para">dass ferner die Bemerkungen der Beschwerdeführer zur Kinderrechtekonvention im vorliegenden Zusammenhang unerheblich sind, nachdem sich aus dieser Konvention - offensichtlich und unbestrittenermassen - keine festen Bewilligungsansprüche ableiten lassen, </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführer, da ihnen angesichts von <span class="artref">Art. 14 Abs. 4 BGG</span> weder vor dem Amt für Migration noch vor dem Departement für Justiz und Sicherheit Parteistellung zukam bzw. sie im Kanton keine Parteirechte beanspruchen oder ein Beschwerderecht ausüben konnten, zur subsidiären Verfassungsbeschwerde nicht legitimiert sind, </div> <div class="para">dass somit die Beschwerde offensichtlich unzulässig ist (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG</span>), weshalb darauf im vereinfachten Verfahren gemäss <span class="artref">Art. 108 BGG</span>, ohne Schriftenwechsel oder andere Instruktionsmassnahmen, nicht einzutreten ist, </div> <div class="para">dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (vgl. <span class="artref">Art. 64 BGG</span>), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Gerichtskosten (<span class="artref">Art. 65 BGG</span>) dem Verfahrensausgang entsprechend den ihre Kinder (Beschwerdeführer 3 - 7) vertretenden Beschwerdeführern 1 und 2 zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftung aufzuerlegen sind, </div> <div class="para">dass das Gesuch um aufschiebende Wirkung mit diesem Urteil gegenstandslos wird, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden den Beschwerdeführern 1 und 2 je zur Hälfte unter solidarischer Haftung auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern und dem Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 12. Dezember 2008 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Merkli Feller </div> </div></body></html>