<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00214</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107012&amp;W10_KEY=4467145&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00214</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.01.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gestaltungsplan</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Legitimation zur Anfechtung eines privaten Gestaltungsplans<br/><br/>Die von der BRK empfohlene Vereinigung ist nicht mehr möglich, da das andere Verfahren bereits abgeschlossen ist (E. 1).<br/>Gemäss BRK hätte die Realisierung des Gestaltungsplans für den Beschwerdeführer eine Verkehrszunahme bei seiner Liegenschaft um 10-15 % zur Folge und bejahte daher dessen Legitimation. Der Beschwerdegegner bestreitet sie (E. 2a).<br/>Wird die Legitimation aus befürchteten Immissionen abgeleitet, kommt es auf deren Art und Intensität an. Der Rechtsmittelkläger hat diese zu substanziieren (E. 2b).<br/>Im Rekursverfahren wurde die Legitimation ungenügend dargetan. Die Schätzungen und Schlussfolgerungen der BRK überzeugen nicht. Es ist von einem Mehrverkehr von unter 10 % auszugehen, weshalb die Legitimation nicht gegeben war (E. 2c).<br/>Dem Beschwerdeführer sind auch Gemeindebeschwerde und -rekurs versagt (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESTALTUNGSPLAN">GESTALTUNGSPLAN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IMMISSIONEN">IMMISSIONEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEHRVERKEHR">MEHRVERKEHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: SONDERNUTZUNGSPLÃNE">SONDERNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSTANZIIERUNG">SUBSTANZIIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHR (INKL. STRASSENRECHT, WANDERWEGE)">VERKEHR (INKL. STRASSENRECHT, WANDERWEGE)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSAUFKOMMEN">VERKEHRSAUFKOMMEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSIMMISSION">VERKEHRSIMMISSION</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 151 GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">Art. 9 lit. b LSV</span><br/><span class="gerade">§ 86 PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 338a Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 25. Juni 2001 stimmte der Gemeinderat X dem privaten Gestal­tungsplan Q zu. Das Areal liegt in der zweigeschossigen Wohnzone mit Gestal­­tungsplanpflicht innerhalb des Perimeters des im Jahr 1979 festgesetzten privaten Quar­tier­plans R und gehÃ¶rt der Erbengemeinschaft D.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diesen Beschluss wurden mehrere Rekurse von GrundeigentÃ¼mern aus der Nachbarschaft erhoben, darunter auch von A als EigentÃ¼mer eines rund 500 m vom Gestaltungsplangebiet entfernt nahe der Kreuzung S-strasse/T-strasse liegenden GrundstÃ¼ckes.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission II des Kantons ZÃ¼rich vereinigte die Rekurse und wies sie mit Entscheid vom 21. Mai 2002 vollumfÃ¤nglich ab. Die Rekursinstanz bejahte vorab die Legitimation aller Rekurrenten und stellte sodann fest, dass die Erschliessung des Gestaltungsplangebiets Ã¼ber Strassen der Feinerschliessung erfolge und dem Erschliessungskonzept des privaten Quartierplans R entspreche. Trotz verschiedener zwischenzeitlich ein­getretener Ãnderungen der tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse sei eine Revision des Quartierplanes aus GrÃ¼nden des Vertrauensschutzes nicht angezeigt. Die vorhandenen Strassen wÃ¼rden im bestehenden oder geplanten Ausbau ihrer Erschliessungsfunktion entsprechen, eine Ãberschreitung der Immissionsgrenzwerte sei nicht zu erwarten, und die alternativen Erschlies­sungsvarianten seien alle schlechter als diejenige des Quartierplans. Eine BeschrÃ¤nkung ein­zelner Baubereiche des Gebietes auf ein einziges Vollgeschoss und eine GebÃ¤ude- und FirsthÃ¶he von je 4,5 m aus GrÃ¼nden des Aussichtsschutzes lasse sich nicht rechtfertigen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Rekursentscheid erhob als einziger der unterlegenen Rekurrenten A am 21. Juni 2002 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, der Entscheid der Baurekurskommission sowie der Gemeinderatsbeschluss seien aufzu­heben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 17. Oktober 2002 genehmigte die Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich den privaten Gestaltungsplan Q. Die Baurekurskommission II reichte am 5. November 2002 ihre Vernehm­lassung ein und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Die Erbenge­­meinschaft D beantragte am 25. und der Gemeinderat X am 28. November 2002, auf die Be­schwerde sei nicht einzutreten, eventuell sei sie vollumfÃ¤nglich abzuweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Baurekurskommission empfiehlt, das vorliegende Beschwerdeverfahren mit dem Beschwerdeverfahren VB.2002.00207 betreffend Strassenbaubewilligung koordiniert zu behandeln, da sich bezÃ¼glich der Verkehrserschliessung teilweise die gleichen Rechtsfra­gen stellten. Eine solche Koordination ist nicht mehr mÃ¶glich, da die 1. Kammer des Ver­­waltungsgerichts die genannte Beschwerde bereits am 28. Oktober 2002 noch vor Eingang der Vernehmlassung der Baurekurskommission gutgeheissen hat. Immerhin seien an dieser Stelle die EntscheidgrÃ¼nde des Verwaltungsgerichts kurz zusammengefasst:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im genannten Verfahren war der private Bau einer Verbindungsstrasse zwischen der V-strasse und der U-strasse durch die Baugenossenschaft K strittig, die damit abweichend vom Erschliessungskonzept der Teilbauordnung R vom 1. Juli 1976 eine EinfamilienhausÃ¼berbauung westlich der U-strasse erschlies­sen wollte. Das Verwaltungsgericht stellte fest, dass die Teilbauordnung R mit der Bau- und Zonenordnung vom 4. Juni 1984 aufgehoben worden sei. Deren Erschlies­sungskonzept bilde jedoch Bestandteil des Quartierplans R, der 1979 genehmigt worden und zwangsweise durchsetzbar sei. FÃ¼r ein Abweichen von diesem Konzept sei daher, soweit keine einvernehmliche LÃ¶sung zustande komme, ein Revisionsverfahren erfor­der­lich. Ein solches kÃ¶nne selbst bei umfassender PrÃ¼fung aller verkehrsrelevanter As­pekte nicht durch ein Baubewilligungsverfahren ersetzt werden, weshalb die Baubewilligung aufzu­heben sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) </span>Die Baurekurskommission erwog im angefochtenen Entscheid, dass die V-stras­se heute rund 100 Wohneinheiten erschliesse und neu zusÃ¤tzlich 53 % des Verkehrs zu den 65 Wohneinheiten im Gestaltungsplangebiet aufzunehmen habe. Daraus ergebe sich eine theoretische Verkehrszunahme von 30 %. Die S-strasse, an welcher der BeschwerdefÃ¼hrer wohne, fÃ¼hre den Verkehr aus der V-strasse und weiteren, kleineren Quartierstrassen zur Ã¼bergeordneten T-strasse hin. Durch den Verkehr zum Gestaltungsplangebiet entstehe auf der S-strasse grob geschÃ¤tzt eine Verkehrszunahme von 10â15 %. Damit sei die Betroffenheit des Rekurrenten gegeben.</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdegegner machen geltend, die Baurekurskommission hÃ¤tte auf den Re­kurs des BeschwerdefÃ¼hrers mangels Legitimation nicht eintreten dÃ¼rfen. Dass sie es doch getan habe, liege nur daran, dass mehrere andere Personen Rekurs eingereicht hÃ¤tten, deren Legitimation zweifellos festgestanden habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">b) Die Berechtigung zur Rekurs- und Beschwerdeerhebung setzt nach § 338a <span>des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG)</span> voraus, dass der RechtsmittelklÃ¤ger durch die angefochtene Anordnung oder den Erlass berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ãnderung hat. Wird die spezifische Betroffenheit Drit­ter in einem Rechtsmittelverfahren aus befÃ¼rchteten Immissionen abgeleitet, so ist auf Art und IntensitÃ¤t dieser Immissionen abzustellen. Die Legitimation ist zu bejahen, wenn die mutmasslichen Auswirkungen eines Bauvorhabens deutlich wahrnehmbar sind und ohne technisch aufwÃ¤ndige und kostspielige AbklÃ¤rungen festgestellt und von den allgemeinen Immissionen, wie sie z.B. der Strassenverkehr mit sich bringt, unterschieden werden kÃ¶n­nen. Dieses Erfordernis ist etwa beim LÃ¤rm eines Schiess- (BGE 110 Ib 99 E. 1c) oder eines Flugplatzes (BGE 104 Ib 307 E. 3b S. 318) erfÃ¼llt, ebenso bei zusÃ¤tzlichem Lastwagen­verkehr aus durchschnittlich 120 Fahrten pro Tag auf einer bis anhin nicht stark befahrenen Durchgangsstrasse (BGE 113 Ib 225 E. 1c) oder bei einer allgemeinen Verkehrszunah­me von 23 % (VGr, URP 1996, S. 342 16 E. 2c). Die Praxis geht davon aus, dass eine Er­hÃ¶hung des VerkehrslÃ¤rmpegels um 1 db (A), die einer Zunahme des Strassenverkehrs um 25 % entspricht, wahrnehmbar stÃ¤rkere VerkehrslÃ¤rmimmissionen im Sinn von Art. 9 lit. b der LÃ¤rmschutzverordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV) verursacht (Robert Wolf, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, Mai 2000, Vorbemerkungen zu Art. 19 bis 25 N. 9, m. H.). Als nicht vom allgemeinen Strassenverkehr unterscheidbar und daher nicht deutlich wahrnehmbar erachtete die Praxis hingegen den zusÃ¤tzlichen Verkehr auf einer Kantonsstras­se infolge Baus einer Autobahn und eines Halbanschlusses in 1 km Entfernung (BGE 111 Ib 290 E. 1b) oder den aus einer ca. 900 m entfernten Deponie resultierenden Last­wagenverkehr auf einer bereits stark befahrenen Strasse (BGE 112 Ib 154 E. 3 S. 160 mit zusÃ¤tzlichem Unterscheidungskriterium in BGE 113 Ib 225 E. 1c am Ende) bzw. eine allgemeine Verkehrszunahme von 5â10 % (RB 1985 Nr. 9 = BEZ 1985 Nr. 47).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Obwohl die RechtsmittelbehÃ¶rden die Legitimation von Amtes wegen zu prÃ¼fen ha­ben, entbindet dies einen RechtsmittelklÃ¤ger nicht davon, seine Legitimation im konkreten Fall zu substanziieren, und zwar bereits im Rekursverfahren. Dabei muss insbesondere das qualifizierte eigene bzw. schutzwÃ¼rdige Interesse ausfÃ¼hrlich dargetan werden. Dabei genÃ¼gt nach der Praxis jedoch Glaubhaftmachen der behaupteten BeeintrÃ¤chtigung, wenn der volle Beweis umfangreiche AbklÃ¤rungen erfordern und die materielle Beurteilung vorwegnehmen wÃ¼rde <span>(Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechts­­pflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, </span>§ 21 N. 29 f. und 41).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Im vorliegenden Fall hat der BeschwerdefÃ¼hrer im Rekursverfahren darauf hinge­­wiesen, dass die Erschliessung des Gestaltungsplangebietes in engem Zusammenhang mit derjenigen fÃ¼r die 21 TerrassenhÃ¤user der Baugenossenschaft K im Y stehe. Beide Erschliesssungsprojekte wÃ¼rden auf den bestehenden Zufahrtsstrassen einen un­zu­mutbaren Zuwachs an Verkehr verursachen, von dem er als Besitzer des GrundstÃ¼­ckes Kat.-Nr. 01 im EinmÃ¼ndungsbereich der S-strasse in die Dorfdurchfahrt, die T-strasse, in be­sonders hohem Masse betroffen sei. Damit hat der BeschwerdefÃ¼hrer seine Be­troffenheit in mehrfacher Hinsicht ungenÃ¼gend dargetan. Vorab enthielten die AusfÃ¼hrungen keinerlei Darlegungen zu dem im Einzelnen durch den Gestaltungsplan zu erwartenden Mehrverkehr und zu dessen VerhÃ¤ltnis zur bisherigen Verkehrsbelastung. Der BeschwerdefÃ¼hrer brachte weder vor, wie viele Wohneinheiten heute Ã¼ber die S-strasse erschlossen werden, noch inwiefern die zusÃ¤tzliche Erschliessung von rund 34 Wohneinheiten (53 % der 65 geplanten Ein­heiten) eine wahrnehmbare Mehrbelastung bedeuten kÃ¶nnten. Indem er sogar die durch den Gestaltungsplan verursachte Mehrbelastung zu derjenigen der HÃ¤user der Baugenossen­schaft K addierte, blieb unklar, ob er auch den vorliegend einzig strittigen aus dem Gestaltungsplan verursachten Mehrverkehr bereits als unzumutbar bzw. wahrnehmbar erachtete. Zudem verwies er darauf, dass seine Liegenschaft durch die T-strasse als "Dorfdurchfahrt" vorbelastet sei, ein Umstand, der dazu geeignet ist, die Wahrnehmbarkeit des Mehrverkehrs erheblich zu schmÃ¤lern. Angesichts dieser Ausgangslage wÃ¤re es nicht rechtsverletzend gewesen, wenn die Rekursinstanz die Legi­timation des BeschwerdefÃ¼hrers mangels Substanziierung verneint hÃ¤tte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Trotz dieser mangelhaften Darlegung und mÃ¶glicherweise angeregt durch die Vorbrin­gen der anderen Rekurrenten hat nun aber die Vorinstanz von sich aus den Sachverhalt er­gÃ¤nzt und einen massgebenden, fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer wahrnehmbaren Mehrverkehr von 10â15 % ermittelt. Damit hat sich dessen Ausgangslage insofern verbessert, als im Beschwerdeverfahren lediglich zu Ã¼berprÃ¼fen bleibt, ob diese vorinstanzliche Tatsachenfeststel­­lung richtig ist, bzw. als nachvollziehbare und plausible SchÃ¤tzung die Rekurslegitimation hinreichend begrÃ¼ndet.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dieser ÃberprÃ¼fung hÃ¤lt der angefochtene Entscheid indessen nicht stand. Die Baure­kurskommission hat den auf der V-strasse aufgrund der erschlossenen Wohn­ein­heiten zu erwartenden Mehrverkehr von 30 % fÃ¼r die S-strasse auf 10â15 % reduziert und damit ange­nommen, dass die S-strasse gegenÃ¼ber der V-strasse heute insgesamt ein doppeltes bis drei­faches Verkehrsaufkommen aufweise. Diese Annahme erscheint entgegen dem DafÃ¼rhal­ten der Beschwerdegegner aufgrund der aus den PlÃ¤nen ersichtlichen Erschliessungsfunktion der beiden Strassen noch durchaus als realistisch. Nicht mehr vertretbar ist es jedoch, die gesamten Belastungen der T-strasse als bestehende, den BeschwerdefÃ¼hrer treffende Verkehrsvorbelastungen vollstÃ¤ndig auszublenden. Dessen Grund­stÃ¼ck liegt direkt im Kreuzungsbereich beider Strassen. Selbst wenn die T-strasse als â wenn auch zur Umklassierung vorgesehene â Staatsstrasse nur gerade ein doppelt so grosses Verkehrsaufkom­men wie die S-strasse aufweisen wÃ¼rde, was mit Sicherheit zu tief geschÃ¤tzt ist, so kÃ¤me damit der den BeschwerdefÃ¼hrer belastende Mehrverkehr bereits auf deutlich unter 10 % zu liegen. Damit jedoch fehlt es nach der Praxis an deutlich wahrnehmbaren zusÃ¤tzlichen Verkehrsimmissionen, welche eine besondere Betroffenheit be­grÃ¼nden kÃ¶nnten. </p> <p class="Einzug1"><i> </i></p> <p class="Einzug1"><span>3. Ohne betroffen im Sinn von § 338a Abs. 1 PBG zu sein, ist dem BeschwerdefÃ¼hrer auch in seiner Eigenschaft als StimmbÃ¼rger die Anfechtung der Zustimmung zum priva­­ten Gestaltungsplan versagt. Namentlich stand ihm die Gemeindebeschwerde im Sinn von § 151 des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 nicht offen, da vorliegend in Anwendung von § 86 PBG der Gemeinderat als ExekutivbehÃ¶rde und nicht die Gemeinde bzw. die Legislative entschieden hat. Soweit dies nach dem Gemeinderecht den Weg zum Gemein­derekurs Ã¶ffnet, sind dessen Legitimationsvoraussetzungen nicht weiter als diejenigen des § 21 VRG bzw. § 338a PBG (vgl. § 152 Gemeindegesetz).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>