<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00147</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203851&amp;W10_KEY=13013571&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00147</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 05.11.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>strassenpolizeiliche Bewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Legitimation der Gemeinde zur Anfechtung von Auflagen betreffend Sicherheit von Strassen: Offen gelassen, ob die Gemeinde angesichts der besonderen Umstände des Falles über ein aktuelles Interesse verfügt (E. 2.1). Eine Gemeinde ist zu Rekurs und Beschwerde legitimiert, wenn sie ähnlich wie ein Privater oder in ihrer qualifizierten Entscheidungsfreiheit betroffen ist; Anordnungen zum Schutz der Verkehrssicherheit (§ 240 PBG) können von den Gemeinden nicht angefochten werden (E. 2.2). Keine Begründung der Legitimation, weil die verfügende Behörde in Zukunft ähnliche Anordnungen in vergleichbaren Fällen treffen könnte; strassenpolizeiliche Anordnungen sind nicht mit Fällen vergleichbar, in denen die Gemeinde über einen qualifizierten Beurteilungsspielraum verfügt (E. 2.3). Abweisung (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTUELLES INTERESSE">AKTUELLES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEURTEILUNGSSPIELRAUM">BEURTEILUNGSSPIELRAUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTSCHEIDUNGSFREIHEIT">ENTSCHEIDUNGSFREIHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEMEINDELEGITIMATION">GEMEINDELEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION DER GEMEINDE">LEGITIMATION DER GEMEINDE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STAATSSTRASSE">STAATSSTRASSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: VERKEHR (INKL. STRASSENRECHT, WANDERWEGE)">VERKEHR (INKL. STRASSENRECHT, WANDERWEGE)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKEHRSSICHERHEIT">VERKEHRSSICHERHEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 7 BauVV</span><br/><span class="ungerade">§ 240 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 6 Abs. 1 StrassG</span><br/><span class="ungerade">§ 26 Abs. 1 StrassG</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. b VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Am 23. April 2002 beschloss der Gemeinderat X, A die Baubewilligung fÃ¼r den Umbau des Erdgeschosses des GebÃ¤udes an der L-Strasse zu erteilen (Kat.-Nr. 01). Der Beschluss wurde am 26. Juli 2002 erÃ¶ffnet.</p> <p class="Urteilstext">Am 27. Mai 2002 erteilte die Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich A die strassenpolizeiliche Bewilligung fÃ¼r den Umbau unter Auflagen und Bedingungen. Die Baudirektion stellte die VerfÃ¼gung der Gemeinde X zuhanden von A zu. Die Gemeinde erachtete die verfÃ¼gten Auflagen als derart einschneidend, dass sie einstweilen darauf verzichtete, die VerfÃ¼gung an den Bauherrn weiterzuleiten. Stattdessen ersuchte sie die Baudirektion, die VerfÃ¼gung in WiederwÃ¤gung zu ziehen. Am 15. Oktober 2002 fasste die Baudirektion ihren Entscheid teilweise neu. Danach ist das BaugrundstÃ¼ck durch bauliche Massnahmen unÃ¼berfahrbar und dauerhaft auf der ganzen AnstosslÃ¤nge gegen die Staatsstrasse abzugrenzen; eine Ausnahme gilt jedoch fÃ¼r die Ein- und Ausfahrt mit einer Breite von 4 Metern. Im Ãbrigen hielt die Baudirektion an ihrer VerfÃ¼gung vom 27. Mai 2002 fest.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen gelangte die Gemeinde X an die Baurekurskommission IV. Der Entscheid vom 15. Oktober 2002 sei insoweit aufzuheben, als er die VerfÃ¼gung vom 27. Mai 2002 in WiedererwÃ¤gung ziehe. Es sei A die Bewilligung zur Nutzung des Vorplatzes in der bestehenden Form zu erteilen. Die Baurekurskommission IV beschloss am 20. MÃ¤rz 2003, auf den Rekurs nicht einzutreten.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 22. April 2003 erhob die Gemeinde X gegen den Nichteintretensentscheid Beschwerde ans Verwaltungsgericht. Der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Baurekurskommission IV anzuweisen, Ã¼ber den Rekurs in der Sache zu entscheiden. Die Baurekurskommission beantragte am 8. Mai 2003 die Abweisung der Beschwerde, ebenso die Baudirektion am 23. Mai 2003. A liess sich vernehmen.</p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Der Bauherr wurde im Rubrum ursprÃ¼nglich als Beschwerdegegner aufgefÃ¼hrt. Mit ihrer Beschwerde setzt sich die Gemeinde jedoch gegen eine den Bauherrn belastende VerfÃ¼gung der Baudirektion (der Beschwerdegegnerin) zur Wehr. Der Bauherr ist damit im Rubrum als Mitbeteiligter aufzufÃ¼hren. Von diesem Rubrumwechsel ist Vormerk zu nehmen.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist der Auffassung, die Vorinstanz sei zu Unrecht auf ihren Rekurs nicht eingetreten.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>GemÃ¤ss § 21 Bst. b des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) sind die Gemeinden zur Wahrung der von ihnen vertretenen schutzwÃ¼rdigen Interessen zum Rekurs legitimiert. Das Interesse der Gemeinde muss aktuell sein. Das Interesse des Gemeinwesens an der Beantwortung einer theoretischen Rechtsfrage stellt kein zureichendes Rechtsschutzinteresse dar. Kein aktuelles Interesse liegt vor, wenn die Gemeinde sich gegen die Verweigerung einer Baubewilligung wehrt, obwohl sich der Bauherr mit der Ablehnung abgefunden hat (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 21 Rz. 64 mit Hinweisen). â </span><span>Ob</span><span> sich der Bauherr im vorliegend zu beurteilenden Fall mit dem WiedererwÃ¤gungsentscheid der Beschwerdegegnerin vom 15. Oktober 2002 abgefunden hat, kann aufgrund der Akten nicht beantwortet werden, weil nicht feststeht, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin die VerfÃ¼gung dem Bauherrn Ã¼berhaupt zugestellt hat. </span><span>Ob</span><span> die Vorinstanz die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin mangels aktuellem Interesse verneinen durfte, kann angesichts der besonderen UmstÃ¤nde des vorliegenden Falles aber offen bleiben, da sich aus den folgenden ErwÃ¤gungen ergibt, dass es bereits an einem schutzwÃ¼rdige Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin fehlt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Wenn eine Gemeinde, wie hier, nicht wie eine Privatperson betroffen ist (also bei­spielsweise als Bauherrin), ist zu prÃ¼fen, ob sie ein schutzwÃ¼rdiges Interesse besitzt, weil sie in ihrer qualifizierten Entscheidungs- und Ermessensfreiheit berÃ¼hrt ist (vgl. KÃ¶lz/ Boss­hart/RÃ¶hl, § 21 Rz. 62; auch zum Folgenden). Ein solcher qualifizierter Beurteilungs­spielraum steht der Gemeinde zunÃ¤chst dann zu, wenn sie sich gegen die unrichtige Anwendung ihres eigenen Rechts zur Wehr setzt. Die Legitimation ist weiter dann gegeben, wenn Interessen betroffen sind, die von der Gemeinde wahrgenommen werden mÃ¼ssen oder wenn sich eine VerfÃ¼gung auf einen grossen Teil der Einwohner auswirkt (RB 1998 Nr. 13). Das Interesse an der richtigen Auslegung und Anwendung des kantonalen oder eidgenÃ¶ssischen Rechts reicht dagegen fÃ¼r die Legitimation nicht aus (RB 1998 Nr. 14; BGE 124 II 409, 418, E. 1e/bb).</span></p> <p class="Urteilstext">Die Gemeinde wandte sich in ihrem Rekurs gegen folgende Auflage der strassenpolizei­lichen Bewilligung der Baudirektion:</p> <p class="EinzugZitat">"Das GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01 ist durch bauliche Massnahmen unÃ¼berfahrbar und dauerhaft auf der ganzen AnstosslÃ¤nge gegen das Staatsstrassengebiet abzugrenzen, ausgenommen die Ein- / Ausfahrt mit einer Breite von 4 m. Mobile Abschrankungen sind nicht gestattet."</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¼ss der Rekursvernehmlassung der Baudirektion stÃ¼tzt sich diese Auflage auf § 240 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG). Danach dÃ¼rfen Bauten weder den Verkehr gefÃ¤hrden noch den Bestand und die Sicherheit des StrassenkÃ¶rpers beeintrÃ¤chtigen. Solche Anordnungen zum Schutz der Verkehrssicherheit kÃ¶nnen gemÃ¤ss Praxis des Verwaltungsgerichts von den Gemeinden nicht angefochten werden (RB 1985 Nr. 12; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 Rz. 67).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt dagegen vor, dass es ihr nicht allein um die richtige Auslegung des kantonalen Rechts gehe. Sie betont in ihrer Beschwerde, dass die Staats­strasse durch die Kernzone der Gemeinde verlÃ¤uft; mÃ¼ssten in Zukunft Ã¤hnliche Zufahrten aufgehoben werden, stehe dies in Widerspruch zur Zielsetzung der Gemeinde, in der Kernzone mÃ¶glichst viele Kleinbetriebe anzusiedeln. Nur mit einer gemischten Wohn- und Gewerbenutzung kÃ¶nne die QualitÃ¤t des Ortsbildes Ã¼berhaupt erhalten und der Zerfall vieler GebÃ¤ude verhindert werden. Mit dem Rekurs habe sich die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht gegen die unrichtige Auslegung des kantonalen Rechts gewandt, sondern gegen die Auswirkungen dieser Rechtsanwendung auf Interessen, die von der Gemeinde wahrzunehmen seien.</span></p> <p class="Urteilstext">Dass die BehÃ¶rde Ã¤hnliche Anordnungen auch in zukÃ¼nftigen FÃ¤llen treffen kÃ¶nnte, reicht fÃ¼r die Legitimation der Gemeinde nicht aus. Anderenfalls kÃ¶nnte die Legitimation stets mit dem Argument begrÃ¼ndet werden, von der Anordnung sei zwar nicht aktuell, jedoch in naher Zukunft ein grosser Teil der BevÃ¶lkerung betroffen. Ebenso wenig kann die Legitimation allein damit begrÃ¼ndet werden, die angefochtene Anordnung wirke sich auf andere Bereiche aus, in denen der Gemeinde ein qualifizierter Beurteilungsspielraum zusteht. In einem derart eng vernetzten Rechtsgebiet wie dem Raumplanungs- und Baurecht kÃ¶nnte anderenfalls die Legitimation fast immer begrÃ¼ndet werden; die mÃ¶gliche Auswirkung einer Anordnung (und sei diese auch nur eine entfernte) auf andere, durch die Autonomie geschÃ¼tzte Bereiche kÃ¶nnte wohl nur selten ausgeschlossen werden (vgl. Isabelle HÃ¤ner, Die Beteiligten im Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozess, ZÃ¼rich 2000, Rz. 897).</p> <p class="Urteilstext">Der hier zu beurteilende Sachverhalt lÃ¤sst sich auch nicht mit jenen FÃ¤llen vergleichen, in denen sich die Gemeinden bei der Anwendung des Planungs- und Baugesetzes gegen Eingriffe in den ihr zustehenden qualifizierten Beurteilungsspielraum zur Wehr setzen. So geht es beispielsweise bei der Beurteilung von Einordnungsstreitigkeiten (§ 238 PBG) um Fragen, fÃ¼r die allein die Gemeinden zustÃ¤ndig sind und dazu Ã¼ber eine erhebliche Entscheidungsfreiheit und mithin Ã¼ber Autonomie verfÃ¼gen (Art. 50 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 in Verbindung mit Art. 48 der Kantonsverfassung vom 18. April 1869). Dasselbe gilt fÃ¼r planungsrechtliche Festlegungen der Gemeinden (vgl. KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl § 21 Rz. 66 f.). Im hier zu beurteilenden Fall geht es jedoch um die Zufahrt zu einer Strasse, fÃ¼r deren Bau und Unterhalt allein der Kanton zustÃ¤ndig ist (§ 6 Abs. 1 und § 26 Abs. 1 des Strassengesetzes vom 27. September 1981, LS 722.1; StrassG). Wenn die Baudirektion bereits bei der Projektierung der kantonalen Strassen die Verkehrs­sicherheit zu berÃ¼cksichtigen hat (§ 12 Abs. 1 in Verbindung mit § 14 StrassG), ist es nur folgerichtig, wenn sie in spÃ¤teren Stadien auch die Verkehrssicherheit von angrenzenden Bauten beurteilt (§ 7 in Verbindung mit Ziffer 1.1.1 des Anhangs zur Bauverfahrensordnung vom 3. Dezember 1997, LS 700.6; vgl. § 319 Abs. 2 PBG). Die Verkehrssicherheit von Staatsstrassen wird somit vom Kanton nicht nur abschliessend geregelt, sondern auch abschliessend beurteilt. FÃ¼r eine qualifizierte Entscheidungs- und Ermessensfreiheit der Gemeinde bleibt kein Raum. Die Vorinstanz ist daher zu Recht auf den Rekurs der Gemeinde nicht eingetreten.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Die Kosten sind dem Verfahrensausgang entsprechend der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Zwischentitel"><a id="Text12"></a><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'590.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Kosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal">4. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>