Art. 148 Abs. 1 ZPO, Zuständigkeit für die Wiederherstellung. Das Gesuch ist bei der Instanz zu stellen, vor w elcher die Handlung vorzunehmen gew esen w äre, auch w enn inzw ischen ein Endentscheid ergangen ist. Der Kläger erschien nicht zur Schlichtungsverhandlung, was die Abschrei- bung des Verfahrens zur Folge hatte (Art. 206 ZPO). Er führt dagegen Be- schwerde, erklärt seine Säumnis und ersucht um Wiederherstellung im Sin- ne einer Neu-Ansetzung der Schlichtungsverhandlung. (aus den Erwägungen des Obergerichts:) 3.1 Gemäss Art. 148 Abs. 1 ZPO kann eine Frist wiederhergestellt werden, wenn die Partei glaubhaft macht, dass sie an der Säumnis kein oder nur ein leich- tes Verschulden trifft. Das Gesuch ist innert 10 Tagen seit Wegfall des Säumnis- grundes einzureichen (Art. 148 Abs. 2 ZPO). Ist ein Entscheid eröffnet worden, so kann die Wiederherstellung nur innerhalb von sechs Monaten seit Eintritt der Rechtskraft verlangt werden (Art. 148 Abs. 3 ZPO). Ein begründetes Fristwieder- herstellungsgesuch bzw. Gesuch um erneute Vorladung zu einem Termin ist je- doch bei dem Gericht einzureichen, vor dem die Säumnis stattgefunden hat. Oh- ne über die Prozesschancen eines solchen Wiederherstellungsgesuches zu urtei- len, ist für ein Begehren um eine erneute Vorladung zur Schlichtungsverhandlung nicht die Kammer, sondern die Vorinstanz zuständig, und zwar auch dann, wenn – wie vorliegend – bereits ein Endentscheid ergangen ist (vgl. OGerZH RU120046/U1 vom 15. Oktober 2012, E. 2; KuKo ZPO-H OFFMANN-NOWOTNY, 2. Aufl. 2014, Art. 149 N 3; BK ZPO-FREI, Bern 2012, Art. 149 N 6). Obergericht, II. Zivilkammer Beschluss vom 19. April 2018 Geschäfts-Nr.: RU180013-O/U