<h2>SubmittedText<h2><p>Im Jahre 1998 feiert die Eidgenossenschaft nicht nur 150 Jahre Bundesstaat, sondern auch 50 Jahre AHV. Die AHV ist seit ihrer Gründung das wichtigste Werk der sozialen Sicherheit unseres Landes. Für weite Kreise der Bevölkerung ist sie nach wie vor der Garant für eine solidarische und soziale Schweiz.</p><p>In letzter Zeit hat aber das Vertrauen in die AHV gelitten. Dazu beigetragen haben u. a. die Diskussion im Vorfeld über die Abstimmung zur 10. AHV-Revision sowie die besorgniserregenden Finanzierungslücken bei der AHV und der IV. Sowohl jüngere als auch ältere Leute sind verunsichert und glauben immer weniger daran, dass sie später einmal eine genügende Rente erhalten werden. Dies schwächt nicht nur das Vertrauen, sondern auch die Solidarität in dieses Sozialwerk. Dieser Vertrauenskrise dürfen Parlament und Bundesrat nicht tatenlos zusehen. Dies um so mehr, als mit der gegenwärtigen schwierigen Wirtschaftslage auch die übrigen Sozialversicherungen auf dem Prüfstand stehen.</p><p>Vor diesem Hintergrund bietet das 50-Jahr-Jubiläum eine einmalige Gelegenheit, die Bedeutung der AHV landesweit wieder in Erinnerung zu rufen. Das Jubiläumsjahr bietet den idealen Anlass, den Grundgedanken, die Grundprinzipien und die landesweite Bedeutung der AHV darzustellen und die Idee der Solidarität zwischen den Generationen im Bewusstsein unserer Bevölkerung zu vertiefen.</p><p>In diesem Sinne fordere ich den Bundesrat auf, umgehend ein Konzept für eine nationale AHV-Kampagne bereitzustellen. Dabei sind die folgenden Vorgaben zu berücksichtigen:</p><p>1. Ernennung einer kleinen, verwaltungsnahen Planungsgruppe, bestehend aus Persönlichkeiten der Verwaltung, der Vollzugsorgane, der kantonalen Ausgleichskassen, der "Pro"-Werke (Pro Senectute, Pro Juventute) und weiterer interessierter Organisationen und Institutionen.</p><p>2. Ernennung eines nationalen Steuerungsausschusses, welcher regelmässig über die geplanten Aktivitäten der Planungsgruppe informiert wird, bei wichtigen Projektentscheiden konsultiert wird und mitentscheidet.</p><p>3. Rasche Abklärung, welche Finanzquellen für eine solche Kampagne herangezogen werden können, und Festlegen eines Rahmenbudgets für das Jubiläumsjahr und die nachfolgenden Jahre.</p><p>4. Koordination der nationalen AHV-Kampagne mit den Aktivitäten 150 Jahre Bundesstaat und mit der Landesausstellung 2001.</p><p>5. Abklärung, inwieweit Fragen aus anderen Sozialversicherungen im Rahmen einer nationalen AHV-Kampagne im Interesse einer Gesamtschau der sozialen Sicherheit unseres Landes thematisiert werden können oder müssen.</p><p>6. Die AHV-Kampagne hat sich materiell auf den Dreisäulenbericht des EDI und den Bericht IDA-Fiso 1 zu stützen, zu gegebenem Zeitpunkt auch auf die Ergebnisse des Berichtes IDA-Fiso 2.</p><p>7. Jährliche Berichterstattung zuhanden des Parlamentes in geeigneter Form über die zwischen 1998 und 2001 realisierten Projekte.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2>Der BR ist bereit, die Empfehlung entgegenzunehmen.