<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00334</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106451&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00334</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.12.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kostenübernahme für Privatschulung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Keine Pflicht zur Übernahme der Privatschulkosten eines hochbegabten Kindes mangels Notwendigkeit der Privatschulung.<br/>Zuständigkeit, Streitwert (E. 1). Grundsätzlich besteht kein verfassungsrechtlicher Anspruch auf Übernahme der Privatschulkosten durch die Schulgemeinde. Analoge Anwendung der Bestimmungen über die Sonderklassen und -schulung auf die Hochbegabtenförderung, die soweit möglich in der Regelklasse zu erfolgen hat (E. 2). Die Übernahme von Privatschulkosten kommt nur als ultima ratio in Frage (E. 4a/cc). Angesichts der Fördermassnahmen und -möglichkeiten in der Volksschule machten weder die Hochbegabung noch gewisse Schwierigkeiten die private Schulung unausweichlich (E. 4). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGABUNG">BEGABUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT">ERZIEHUNG, BILDUNG, WISSENSCHAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDSCHULUNTERRICHT">GRUNDSCHULUNTERRICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HOCHBEGABTENFÃRDERUNG">HOCHBEGABTENFÃRDERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENÃBERNAHME">KOSTENÃBERNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIMARSCHULUNTERRICHT">PRIMARSCHULUNTERRICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATSCHULE">PRIVATSCHULE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REGELKLASSE">REGELKLASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULE">SCHULE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SONDERKLASSE">SONDERKLASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SONDERSCHULUNG">SONDERSCHULUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STÃTZ- UND FÃRDERMASSNAHMEN">STÃTZ- UND FÃRDERMASSNAHMEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Grundrechte ST: ÃBRIGE GRUNDRECHTE">ÃBRIGE GRUNDRECHTE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 19 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 lit. II BV</span><br/><span class="gerade">Art. 62 KV</span><br/><span class="ungerade">§ 15 SchulleistungsG</span><br/><span class="gerade">Art./§ 39 SonderklassenR</span><br/><span class="ungerade">Art./§ 48 SonderklassenR</span><br/><span class="gerade">Art./§ 49 SonderklassenR</span><br/><span class="ungerade">§ 1 lit. IV VolksschulG</span><br/><span class="gerade">§ 12 VolksschulG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. D ..., Tochter von B, besuchte im Schuljahr 1999/2000 die zweite Klasse der Primarschule X. Da die Mutter D trotz schulinterner und ‑externer FÃ¶rdermassnahmen als unterfordert erachtete und gewisse psychosomatische Beschwerden Dâs (Kopfweh, Bauchschmer­zen) auf deren Unterforderung in der Schule zurÃ¼ckfÃ¼hrte, stellte sie im Oktober 1999 den Antrag, D eine Klasse Ã¼berspringen zu lassen. Die Primarschulpflege X lehnte dieses Gesuch am 1. November 1999 ab, ebenso die Bezirksschulpflege Y mit Beschluss vom 11. Januar 2000 einen dagegen gerichteten Rekurs der Mutter. Den dagegen erhobenen Rekurs von B hiess die Schulrekurs­kommission des Kantons ZÃ¼rich mit Beschluss vom 15. Mai 2000 hingegen gut und erlaubte D, in die dritte Primarklasse Ã¼berzutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Noch vor Abschluss des erwÃ¤hnten Verfahrens trat D auf Betreiben ihrer Mutter nach den FrÃ¼hlingsferien 2000 in die Privatschule P in Z ein. Dort eignete sie sich bis zu den Sommerferien 2000 den Stoff der dritten Klasse an und nahm nach den Ferien am Unterricht der vierten Klasse teil, wo sie bis zu ihrem Austritt am 19. Januar 2001 weiterhin gute Fortschritte machte und der Jahresplanung einige Wochen voraus war. Seit dem 22. Januar 2001 besucht D den Unterricht ... an der Privatschule Q, wobei es sich nach Angaben der Schule um eine FÃ¶rderklasse fÃ¼r besonders begabte Kinder im Primarschulalter handelt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 30. September 2000 stellte B das Gesuch an die Primarschulpflege X, diese habe das Schulgeld fÃ¼r die Tochter D in Z von jÃ¤hrlich etwa Fr. 12'558.- bis Fr. 12'758.- zu Ã¼bernehmen (damals Schule P). Dieses Gesuch lehnte die Primarschulpflege X mit Beschluss vom 30. Oktober 2000 ab. Sie begrÃ¼ndete ihren Entscheid auf das Wesentliche zusammengefasst damit, dass B die MÃ¶glichkeit einer Klassenaufstufung an der Primarschule X gar nicht wahrgenommen habe und die Tochter an der Privatschule P habe unterrichten lassen. Es seien von der Schulrekurskommission jedoch keine sonderpÃ¤dagogischen Massnahmen vorgesehen worden, welche die Primarschule X nicht erbringen kÃ¶nnte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Dagegen erhob B am 2. Dezember 2000 Rekurs bei der Bezirks­schulpflegeY, sinngemÃ¤ss mit dem Antrag, es sei die Primarschulgemeinde an den (Schul-)Kosten aus­serhalb der Gemeinde X zu beteiligen. Mit Beschluss vom 18. Januar 2001 wies die angerufene Bezirksschulpflege den Rekurs ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Eingabe vom 24. Februar 2001 gelangte B an die Schulrekurskommission des Kantons ZÃ¼rich und verlangte einen Beitrag an die Schulungskosten fÃ¼r D in Z in der HÃ¶he des Regelklassenschulgeldes eines Schulkindes von X. Mit Beschluss vom 12. Sep­tember 2001 wies die Schulrekurskommission den Rekurs ab. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Am 16. Oktober 2001 liess B beim Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich Beschwerde gegen den Rekursentscheid vom 12. September 2001 erheben und folgenden Antrag stellen:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"Es sei Frau B das Schulgeld fÃ¼r die Schulung ihrer Tochter D ... an einer Privatschule (Q) ab Mai 2000 bis auf Weiteres in der HÃ¶he von mindestens dem Betrag, den die Schulung an der Volksschule kosten wÃ¼rde, zu be­zahlen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegner."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Primarschulpflege X beantragte in der Beschwerdeantwort vom 13./19. No­vember 2001 die Abweisung der Beschwerde. Dasselbe verlangte die Schulrekurskommission in der Vernehmlassung vom 20. November 2001. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit von Amtes wegen (§ 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechts­pflege­gesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 5 N. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) GemÃ¤ss § 5 Abs. 2 des Unterrichtsgesetzes vom 23. Dezember 1859 (in der Fassung vom 29. November 1998) entscheidet die Schulrekurskommission abschliessend, soweit das Verwaltungsrechtspflegegesetz nicht den Weiterzug an das Verwaltungsgericht vor­sieht. Ein solcher Weiterzug ist gemÃ¤ss § 41 VRG grundsÃ¤tzlich zulÃ¤ssig, und die Strei­tig­keiten um die Ãbernahme von Schulungskosten fallen nicht unter die in § 43 Abs. 1 lit. f VRG fÃ¼r den Schulbereich vorgesehenen Ausnahmen. Auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde ist deshalb grundsÃ¤tzlich einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Ãber die HÃ¶he des Schulgeldes an der Privatschule Q macht die Beschwerde­fÃ¼hrerin keine Angaben. Aufgrund des aufwendigen Kleinklassenkonzeptes ist aber davon auszugehen, dass die Privatschule Q nicht gÃ¼nstiger ist als die Privatschule P in Z (rund Fr. 12'500.- pro Jahr). Die Schulungskosten eines Kindes in der Regelklasse der Primarschule X sind ebenfalls nicht bekannt. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin aber BeitrÃ¤ge an die Schulkosten Dâs rÃ¼ckwirkend ab Mai 2000 "bis auf Weiteres" verlangt und D noch mindestens ein Jahr die Primarschule wird besuchen mÃ¼ssen, ist ein Streitwert von Ã¼ber Fr. 20'000.- anzunehmen, weshalb die Kammer zur Beurteilung des vorliegenden Falles zustÃ¤ndig ist (§ 38 Abs. 1 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Art. 19 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) begrÃ¼ndet einen Anspruch auf ausreichenden und unentgeltlichen Grundschulunterricht, dessen GewÃ¤hrleis­tung Art. 62 Abs. 2 BV den Kantonen Ã¼bertrÃ¤gt. Art. 62 der Kantonsverfassung vom 18. April 1869 enthÃ¤lt keinen darÃ¼ber hinausgehenden Anspruch. Es kann dazu auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen im angefochtenen Entscheid verwiesen. Bereits daraus geht hervor, dass der Besuch einer Privatschule nicht unentgeltlich ist und der Staat fÃ¼r dessen Kosten grundsÃ¤tzlich nicht aufzukommen hat (vgl. Bruno Mascello, Elternrecht und Privatschulfreiheit, St. Gallen 1995, S. 161; Thomas Fleiner-Gerster, Die Rechte der Eltern gegenÃ¼ber der Schule, AJP 1993, S. 666 ff., 671; VGr, 22. November 2000, VB.2000.00310, E. 2, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Daneben regelt § 12 des Volksschulgesetzes vom 11. Juni 1899 (in der Fassung vom 2. Juni 1991; VolksschulG) die Voraussetzungen fÃ¼r die Zuweisung von Kindern, die bildungsfÃ¤hig, aber kÃ¶rperlich oder geistig gebrechlich, schwer erziehbar oder sittlich gefÃ¤hrdet sind, dem Unterricht in Normalklassen nicht zu folgen vermÃ¶gen oder ihn wesentlich behindern, in die Sonderklassen (Abs. 1) oder in die Sonderschulung (Abs. 2). FÃ¼r den Umgang mit Kindern, die besonders leistungsfÃ¤hig und/oder begabt sind, sieht das zÃ¼rcherische Volksschulrecht keine besonderen Massnahmen vor. Immerhin kÃ¶nnen solche Kinder unter UmstÃ¤nden als in einem weiten Sinn schwer erziehbar erscheinen und kann ihre Unterforderung zu einer wesentlichen Behinderung des Unterrichts in den Regelklassen fÃ¼hren. Unter solchen UmstÃ¤nden erscheint ein weitgefasstes VerstÃ¤ndnis der Bestimmungen Ã¼ber die Sonderklassen und -schulung als zulÃ¤ssig. Eine solche Praxis vertrÃ¤gt sich auch mit § 1 Abs. 4 Satz 4 VolksschulG, wonach der Unterricht die LeistungsfÃ¤higkeit und die individuellen Begabungen und Neigungen der Kinder zu berÃ¼cksichtigen hat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das bedeutet nun allerdings nicht, dass die FÃ¶rderung Hochbegabter von vornherein ausserhalb der Regelklassen zu erfolgen hat. Wenn sich eine solche FÃ¶rderung auf § 12 Volks­schulG stÃ¼tzt, mÃ¼ssen auch die zugehÃ¶rigen AusfÃ¼hrungsbestimmungen entsprechend angewandt werden, insbesondere das Sonderklassenreglement vom 3. Mai 1984 (SonderklassenR). Aus § 12 VolksschulG, wonach die Einschulung in Sonderklassen nur anzuordnen ist, wenn die Regelklasse nicht ausreicht, und die Sonderschulung nur, wenn auch der Unterricht in Sonderklassen nicht in Frage kommt, sowie aus der Begriffs- und Zweckumschreibung der StÃ¼tz- und FÃ¶rdermassnahmen, welche laut den §§ 48 f. SonderklassenR den Unterricht und die Erziehung an Normal- und Sonderklassen sowie an Sonderschulen ergÃ¤nzen und Lern- und Verhaltensschwierigkeiten beheben oder mildern sollen, soweit dies nicht im Rahmen des Klassenverbands mÃ¶glich ist, lÃ¤sst sich ohne weiteres der Grundsatz herauslesen, dass die BerÃ¼cksichtigung der individuellen LeistungsfÃ¤higkeit und Begabung der Kinder soweit als mÃ¶glich im Rahmen der Regelklasse erfolgen soll. Dieser Grundsatz gilt nicht allein fÃ¼r die in §§ 53 ff. SonderklassenR besonders erwÃ¤hnten StÃ¼tz- und FÃ¶rdermassnahmen, sondern muss auch fÃ¼r den Umgang mit Schwierigkeiten gelten, die im Rahmen der Regelklasse durch besondere LeistungsfÃ¤higkeit oder hervorragende Begabung entstehen kÃ¶nnen (VGr, 19. Juni 2001, VB.2001.00127, E. 2, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Volksschulgesetzgebung kennt die Ãbernahme fÃ¼r Privatschulkosten grundsÃ¤tzlich nur im Bereich der von der Schulgemeinde angeordneten Sonderschulung (§ 39 SonderklassenR; § 15 des Schulleistungsgesetzes vom 2. Februar 1919 in der Fassung vom 16. MÃ¤rz 1986; Ziffern 4.2.7 und 4.2.7.9 der von der heutigen Bildungsdirektion erlassenen Richtlinien zum Sonderklassenreglement vom 27. Dezember 1985 [Richtlinien]). Entschlies­sen sich die Eltern ausnahmsweise in eigener Kompetenz zu einer Sonderschulung, Ã¼berprÃ¼ft die Schulpflege auf Gesuch hin die schulische Notwendigkeit und die Richtigkeit der Schulung im Sinne von Ziffer 4.3 der Richtlinien (Ziff. 4.2.7.9 Richtlinien) und damit ihre Zahlungspflicht. Im Folgenden ist zu prÃ¼fen, ob eine solche Ausnahmesituation vorliegt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Ãber die FÃ¤higkeiten Dâs liegen verschiedene Unterlagen im Recht, so zwei Lern­berichte der Privatschule Q vom 28. Mai 2001 und vom Oktober 2001, ein Bericht der Privatschule P Ã¼ber Dâs schulische Entwicklung und ihr Sozialverhalten vom 31. Mai 2001, ein AbklÃ¤rungsbericht des Nordostschweizer Instituts fÃ¼r Lernfragen vom 18. MÃ¤rz 1999, eine AbklÃ¤rung des Schulpsychologischen Beratungsdienstes des Bezirks Y vom 13. April 1999, der Lernbericht der Primarschule X vom 5. Juli 2001 sowie die Resultate einer entwicklungsneurologischen Untersuchung vom 25. September 2001 durch das Kantonsspital Z. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ãbereinstimmend zeigen die erwÃ¤hnten Berichte eine herausragende Begabung Dâs im mathematisch-naturwissenschaftlichen und im Bereich des logischen Denkens, etwas weniger im sprachlichen Bereich (wobei die Begabung in Fremdsprachen unterschiedlich bewertet wird). Nur der Bericht des Kantonsspitals Z erkennt deutlich Ã¼berdurchschnittliche Leistungen vor allem im sprachlichen Bereich. An der sicherlich herausragenden Begabung Dâs kann nicht gezweifelt werden, selbst wenn sie sich nicht in allen Bereichen gleichermassen niederschlÃ¤gt. D besucht heute in der Privatschule Q seit August 2001 die 5. Pri­mar­klasse, womit sie ihren gleichaltrigen Kameradinnen und Kameraden um ein Jahr vo­raus ist; sie wird indessen individuell im mathematisch-geometrischen und naturwissenschaftlichen Bereich darÃ¼ber hinaus gefÃ¶rdert. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin erklÃ¤rt, sie habe sich seit MÃ¤rz 1999 unermÃ¼dlich dafÃ¼r eingesetzt, dass D in der Regelklasse einen Unterricht erhalte, der ihre Leis­tungs­fÃ¤hig­keit und Begabung berÃ¼cksichtige. Die BemÃ¼hungen seien gescheitert an der Un­ein­sich­tig­keit der Lehrerin und der SchulbehÃ¶rden. Eine individuelle FÃ¶rderung habe entgegen den Aussagen der Primarschule X nicht stattgefunden, mit Ausnahme des Arbeitens mit Wochen­plan. Das Konzept BegabtenfÃ¶rderung der Primarschule X sei nicht zum Tragen gekommen, da Dâs Leistungen nicht dessen Anforderungen entsprochen hÃ¤tten. So sei der BeschwerdefÃ¼hrerin nur Ã¼brig geblieben, das Ãberspringen einer Klasse zu beantragen, was von der lokalen und der Bezirksschulpflege wie auch von der gesamten Lehrerschaft abgelehnt worden sei. Eine Zusammenarbeit der SchulbehÃ¶rden mit der BeschwerdefÃ¼hrerin sei nicht mÃ¶glich gewesen, da die BehÃ¶rden stets gegensÃ¤tzlich zu ihren Anliegen gehandelt hÃ¤tten. Da D in den Sport- und FrÃ¼hlingsferien jegliche Motivation fÃ¼r die Schule verloren habe und der Entscheid der Schulrekurskommission (Ã¼ber den beantragten Klassenaufstieg) habe auf sich warten lassen, habe die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht mehr zuwarten kÃ¶nnen und D deshalb in der Privatschule P untergebracht. Zwar sei der â den Klassenaufstieg bewilligende â Entscheid der Schulrekurskommission etwa 10 Tage spÃ¤ter eingetroffen, doch sei ein Wechsel an die Schule in X nicht mehr zumutbar gewesen, insbesondere auch deshalb, weil ja die gesamte Schule X gegen den Klassenaufstieg eingestellt und das Vertrauen in sie erheblich gestÃ¶rt gewesen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Das Konzept BegabtenfÃ¶rderung der Primarschule X sieht eine zwingende AbklÃ¤rung auf Antrag der Schulpflege durch den Schulpsychologischen Dienst (SPD) unter Einbezug der Erfahrungen aller betroffenen LehrkrÃ¤fte vor. Als Massnahmen werden erwÃ¤hnt die schulinterne FÃ¶rderung gemÃ¤ss den Empfehlungen des SPD, die externe FÃ¶rderung ausserhalb der Schulzeit zu Lasten der Eltern und der Ãbertritt in die nÃ¤chsthÃ¶here Klasse mit einer Probezeit von 12 Wochen bei augenfÃ¤lliger Eigeninitiative <i>und</i> nachweislich Ã¼berdurchschnittlichen Leistungen in allen Lernbereichen. Aufgrund der bloss durchschnittlichen Schulleistungen Dâs waren die Voraussetzungen fÃ¼r einen Klassenaufstieg formell tatsÃ¤chlich nicht erfÃ¼llt. Insofern wÃ¤re zu Ã¼berlegen, ob das von der Primarschule X erarbeitete Konzept der BegabtenfÃ¶rderung den Eigenheiten hochbegabter Kinder, die wegen mÃ¶glicher Unterforderung in der Schule auch bloss mittelmÃ¤ssige Leistungen erbringen kÃ¶nnen (so genannte Minderleistende), wirklich genÃ¼gend Rechnung trÃ¤gt. Anderseits kann der Lehrerschaft nicht negativ angelas­tet werden, dass sie sich auf das von ihr erarbeitete Konzept zur BegabtenfÃ¶rderung berief und einen Klassenaufstieg bei D ablehnte, nachdem sie individuell gefÃ¶rdert wurde (dazu sogleich bb). Selbst die AbklÃ¤rung beim Schulpsychologischen Beratungsdienst Y vom 13. April 1999 hatte das Ãberspringen in die nÃ¤chsthÃ¶here Klasse bloss als "eventuell zu einem spÃ¤teren Zeitpunkt" prÃ¼fenswert vorgeschlagen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Es wÃ¤re daher verfehlt, den Widerstand gegen den Klassenaufstieg von Schulpflege und Lehrerschaft allein darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren, dass diese gegen die BeschwerdefÃ¼hrerin gearbeitet und die hohe Begabung Dâs nicht anerkannt hÃ¤tten. So wollten sie dem Kind fÃ¼r zusÃ¤tzliche FÃ¶rdermassnahmen offenbar mehr Zeit einrÃ¤umen und die <i>laufenden</i> schulinternen FÃ¶rdermassnahmen dem intellektuellen Stand Dâs entsprechend weiterfÃ¼hren. Aus dem GesprÃ¤ch von ReprÃ¤sentanten der Schule (Lehrerin E, SchulpflegeprÃ¤sident F, Visitator H) mit der BeschwerdefÃ¼hrerin vom 17. Februar 2000 geht hervor, dass D von ihrer Lehrerin tatsÃ¤chlich individuell ge­fÃ¶rdert wurde. Dies ergibt sich auch aus dem Lernbericht der Primarschule X Ã¼ber Dâs schulische Entwicklung und ihr Sozialverhalten vom 5. Juli 2001, worin ihre hohen Leistungen durchaus anerkannt werden. D standen Arbeits­blÃ¤tter der 3. Klasse zur VerfÃ¼gung, mit welchen sie sich indessen nicht beschÃ¤ftigt habe, solange die Lehrerin sich ihr nicht ausschliesslich habe widmen kÃ¶nnen. Mit schriftlichen Arbeiten habe sich D von Anfang an schwer getan und individuelle Program­me selten erledigt. In den privaten FÃ¶rderstunden, die D zeitweise genossen habe, habe sie zum Teil aber dieselben ArbeitsblÃ¤tter gelÃ¶st, welche ihr in der Kartei im Schulzimmer auch zur VerfÃ¼gung gestanden hÃ¤tten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Entgegen den Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin trifft es somit nicht zu, dass ihre Anliegen nicht ernst genommen wurden und D in der Primarschule X individuell nicht gefÃ¶rdert worden wÃ¤re. Unterschiedliche Auffassungen gab es vielmehr in der Beurteilung der im Schulbetrieb fÃ¼r D wegen ihrer hohen LeistungsfÃ¤higkeit zu tref­fenden Massnahmen, wobei die Lehrerin und die SchulbehÃ¶rde X der Ungeduld der BeschwerdefÃ¼hrerin ein Konzept entgegensetzten, das D die individuelle FÃ¶rderung mit Festigung des neu Erlernten durch Ãbungsphasen zuteil werden liess. Hierbei ist zu berÃ¼cksichtigen, dass die Lehrerin E sich mit BegabtenfÃ¶rderung be­reits beschÃ¤ftigt hatte und bei D zusÃ¤tzlich mit WochenplÃ¤nen arbeitete, was die BeschwerdefÃ¼hrerin zwar schÃ¤tzte, ohne dass es sie jedoch restlos zufrieden gestellt hÃ¤tte. Ausserdem fanden mehrere GesprÃ¤che zwischen der Lehrerin E und der Be­schwerdefÃ¼hrerin statt und versuchte die Lehrerin, ein VertrauensverhÃ¤ltnis zu D aufzubauen, was die Mutter jedoch nicht zugelassen habe. Die BemÃ¼hungen seitens der Lehrerin fÃ¼r eine konstruktive Zusammenarbeit mit der BeschwerdefÃ¼hrerin und fÃ¼r die individuelle FÃ¶rderung Dâs waren also durchaus vorhanden, wurden aber offensichtlich nicht oder nicht ernsthaft wahrgenommen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Es bestand fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin daher kein Anlass, ohne Absprache mit der Schulpflege X einen Schulwechsel vorzunehmen. Selbst wenn man aber auf Grund der geschilderten UmstÃ¤nde â lange dauerndes Rekursverfahren â fÃ¼r das Vorgehen der Beschwer­defÃ¼hrerin ein gewisses VerstÃ¤ndnis aufzubringen vermÃ¶chte, wÃ¤re der Wech­sel von der Privatschule P zurÃ¼ck an die Schule X nach bloss zehn Tagen Schulbetrieb ohne weiteres zumutbar gewesen. Der Umstand, dass die Zulassung des Klassenaufstiegs durch die Schul­rekurskommission fÃ¼r die Primarschule X "Ã¼berraschend" war, bedeutet keineswegs, dass diese dagegen weiterhin Widerstand geleistet hÃ¤tte, nachdem der Klassenaufstieg obrigkeitlich verfÃ¼gt worden war. Dies bestÃ¤tigte sich in der Stellungnahme der Primarschulpflege X zum Rekurs der BeschwerdefÃ¼hrerin an die Bezirksschulpflege Y vom 13. MÃ¤rz 2001, worin explizit auf die MÃ¶glichkeit der individuellen Unterrichtung entsprechend dem (Entwicklungs-)Stand Dâs an der Primarschule X hingewiesen wurde. Es kann daher nicht gesagt werden, das Vertrauen in die Primarschule X sei berechtigterweise erheblich gestÃ¶rt gewesen und diese habe Dâs Beschwerden nicht ernst genommen, geschweige denn keine Abhilfe schaffen wollen, so dass Ã¼berhaupt nur noch ein Schulwechsel Ã¼ber diese Probleme hinweggeholfen hÃ¤tte. Bis zum Austritt aus der Primarschule X wurde D vielmehr, wie dar­getan, individuell gefÃ¶rdert. Konkrete Beanstandungen daran vermochte die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht vorzubringen. Die Be­schwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte daher getreu dem Grundsatz, dass die BerÃ¼cksichtigung der individuellen LeistungsfÃ¤higkeit und Begabung der Kinder soweit als mÃ¶glich im Rahmen der Regelklasse erfolgen soll, die MÃ¶glichkeit des Klassenaufstiegs an der Primarschule X vorerst nutzen mÃ¼ssen und nicht auf Grund ihrer vorgefassten negativen Beurteilung einen Schulwechsel vornehmen dÃ¼rfen. Ihr eigenmÃ¤chtiges Vorgehen hinderte die Beschwer­degegnerin sodann daran, allfÃ¤llige FÃ¶rdermassnahmen oder anderweitige geeignete LÃ¶sungen zu treffen bzw. diese Dâs Fortschritten anzupassen, was nicht der Beschwerdegegnerin angelastet werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hierbei ist zu bedenken, dass der Anspruch auf unentgeltlichen Grundschulunterricht nicht gleichbedeutend ist mit dem Anspruch auf die optimale bzw. geeignetste Schulung des einzelnen Kindes. Zwar hat die Volksschule im Rahmen ihres Auftrages den individuellen BedÃ¼rfnissen der Kinder gebÃ¼hrend Rechnung zu tragen und gegebenenfalls Son­dermassnahmen zu treffen. Sind solche erforderlich, heisst das aber nicht, dass bei der PrÃ¼fung verschiedener mÃ¶glicher Varianten nur eine gewÃ¤hlt werden darf, sofern mehrere der in Frage stehenden MÃ¶glichkeiten tauglich und fÃ¼r das betreffende Kind zumutbar sind. Mit der eigenmÃ¤chtigen Unterbringung Dâs vorerst in der Privatschule P, hernach in der Privatschule Q nahm die BeschwerdefÃ¼hrerin der Beschwerdegegnerin jede MÃ¶glichkeit, andere Massnahmen, welche durchaus auch hÃ¤tten in Betracht gezogen werden kÃ¶nnen (z.B. StÃ¼tz- und FÃ¶rdermassnahmen, §§ 48 ff. SonderklassenR), Ã¼berhaupt vorzuschlagen. Es versteht sich aber von selbst, dass die Ãbernahme der Kosten einer Privatschule durch die Ã¶ffentliche Hand nur als ultima ratio in Frage kommen kann. Dabei ist das Bewusstsein dafÃ¼r, dass in der Schule auch hochbegabte Kinder gezielt zu fÃ¶rdern sind, in der Ãffentlichkeit wie auch bei den SchulbehÃ¶rden in jÃ¼ngster Zeit gewachsen. Seitens der SchulbehÃ¶rden wird denn auch zunehmend versucht, in diesem Zusammenhang gezielte Massnahmen zu treffen. Erst wenn diese nicht zum Ziel fÃ¼hren, stellt sich die Frage der Kostenbeteiligung an einer Privatschule (VGr, 22. November 2000, VB.2000.00310, E. 3, http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Allerdings macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, dass das Ãberspringen der Klasse nur an einer Privatschule mit starker Individualisierung und auch nur anfÃ¤nglich â bis zum Wechsel in die Privatschule Q â geglÃ¼ckt sei. Gerade der Umstand, dass die Schule P nicht auf Kinder mit hohen Begabungen spezialisiert ist, lÃ¤sst dieses Vor­bringen als blosse Vermutung erscheinen und schliesst keineswegs ein Ã¤hnliches Gelingen in einer Regelklasse aus (... wobei die Schule nach Ansicht der Bildungsdirektion immerhin fÃ¼r Hochbegabte geeignet ist). Selbst wenn aber die Privatschule P als eine auf die FÃ¶rderung begabter Kinder ausgerichtete Institution betrachtet wird, verhielte es sich nicht anders. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GemÃ¤ss dem Bericht vom 31. Mai 2001 werden in der Schule P Kinder ver­schie­dener Altersstufen und Lernniveaus gemeinsam unterrichtet. So konnte D Kontakte mit den Kindern der vierten Klasse knÃ¼pfen, gleichzeitig aber auch mit den gleichaltrigen Dritt­klÃ¤ss­lern zusammen sein. Emotional habe sie den Bezug zu den Gleich­altrigen (DrittklÃ¤ssler) gebraucht. Aufgrund der gemischten Klassen war der Unterricht Dâs mit den ViertklÃ¤sslern mÃ¶glich, ohne dass ein weiterer Klassenaufstieg dazu nÃ¶tig gewesen wÃ¤re; ein solcher hÃ¤tte D nach Meinung der Schule P emotional auch Ã¼berfordert. ... Daraus ist nun keineswegs zu schliessen, dass ein Klassenaufstieg nur in der Privatschule P â zumindest vorÃ¼bergehend â erfolgversprechend sein konnte. In X bildete die erste Klasse Dâs mit einer kleinen dritten Klasse eine Abteilung. Wie bereits dargelegt, konnte D dort bei­spielsweise auf ArbeitsblÃ¤tter der dritten Klasse greifen und erhielt individuell zusÃ¤tzliche Aufgaben (vorn bb). Weiter legte die dortige Lehrerin auch grosses Ge­wicht auf die Ãbungs­phase und definierte mit LernblÃ¤ttern aus hÃ¶heren Klassen sowie dem Wochenplan ebenfalls Lernziele. Mit dem Schulwechsel verhinderte die Be­schwerdefÃ¼hrerin zudem, dass nach dem Klassenaufstieg Dâs in X zusammen mit der Schulpflege weitere Massnahmen zur FÃ¶r­derung des Kindes hÃ¤tten geprÃ¼ft werden kÃ¶nnen, sofern sich der Klassenaufstieg allein als unzureichend erwiesen hÃ¤tte. In­sofern bestanden daher durchaus vergleichbare FÃ¶rdermÃ¶glichkeiten fÃ¼r D in X, welche die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r ihr Kind jedoch nicht nutzte. Weiter ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten, soweit sie festhÃ¤lt, im Beschluss der Schulrekurskommission vom 15. Mai 2000 seien keine sonderpÃ¤dagogischen Massnahmen angeordnet worden, welche sie nicht auch hÃ¤tte anbieten kÃ¶nnen. In dieser Situation kategorisch festzuhalten, dass der Klassenaufstieg <i>nur</i> in einer Privatschule mit altersdurchmischten Klassen und individualisiertem Unterricht habe gelingen kÃ¶nnen, entspricht wohl der Ãberzeugung der BeschwerdefÃ¼hrerin, erscheint aber in der Sache nicht begrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bestreitet, dass der Klassenaufstieg in der Privatschule P geglÃ¼ckt und bei D fÃ¼rderhin keine weitere Unterforderung festzustellen gewesen sei. Diese WÃ¼rdigung durch die Vorinstanz ist jedoch nicht zu beanstanden. Selbst wenn Frau J als Mitinhaberin und Haupt­lehrerin der Privatschule P an der andauernden Schulung Dâs ein Interesse gehabt hÃ¤tte, ist auf ihren Bericht abzustellen. Es ist ihr als verantwortungsbewusster PÃ¤dagogin zuzugestehen, dass sie die VerhÃ¤ltnisse darstellte, wie sie sich zeigten, dass sie den wahren Zustand Dâs durchaus berÃ¼cksichtigte, dass sie tatsÃ¤chlich keine Unterforderung Dâs feststellte und die Situation nicht zugunsten eines mÃ¶glichst guten Eindrucks ihrer Schule und aus finanziellen Interessen schÃ¶nfÃ¤rbte, wie ihr die BeschwerdefÃ¼hrerin â inzwischen als Lehrerin an derselben Schule tÃ¤tig â unterschwellig vorwirft. Die WÃ¼rdigung der Vorinstanz ist durchaus zutreffend, weshalb darauf verwiesen werden kann (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Insgesamt liegen daher keine VerhÃ¤ltnisse vor, die den Schulwechsel Dâs an die Privatschule P als ultima ratio erheischt hÃ¤tten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nicht anders zu entscheiden ist grundsÃ¤tzlich bezÃ¼glich des Besuchs der Privatschule Q. Nachdem sich schon der Schulwechsel von der Primarschule X in die Privatschule P nicht als einzig mÃ¶glicher und gebotener Weg zur FÃ¶rderung Dâs zeigte, muss dies fÃ¼r die Privatschule Q ebenso gelten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Wie erwÃ¤hnt, Ã¼berprÃ¼ft die Schulpflege auf Gesuch hin die schulische Notwendigkeit und Richtigkeit der Schulung im Sinne von Ziffer 4.3 Richtlinien (Ziffer 4.2.7.9 Richtlinien). Auch die Privatschule Q wird von der Bildungsdirektion als Schule fÃ¼r hochbegabte Kinder bezeichnet. ... BezÃ¼glich KlassengrÃ¶sse und Eignung fÃ¼r die Schulung Dâs erfÃ¼llt die Privatschule Q die Voraussetzungen nach Ziffer 4.3 Richtlinien. Die Frage stellt sich daher nur, ob der weitere Schulwechsel zur Privatschule Q fÃ¼r D richtig und notwendig war.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤lt den weiteren Schulwechsel zur Privatschule Q fÃ¼r not­wendig und D dort fÃ¼r optimal aufgehoben. Sie fÃ¼hrt die angeblich erneut aufgetretenen psychosomatischen Beschwerden Dâs unter anderem wiederum auf deren Unterforderung an der Privatschule P zurÃ¼ck. Weiter seien einige verhaltensauffÃ¤llige Kinder in die Privatschule P eingetreten, was die BegabtenfÃ¶rderung erschwert habe. Ausserdem sei D von ge­wissen Kindern mit geringem SelbstwertgefÃ¼hl unter Druck gesetzt worden, weil sie bessere PrÃ¼fungen als Ã¤ltere Kinder in hÃ¶heren Klassen abgelegt habe. Im November/Dezember 2000 hÃ¤tten sich die alten Beschwerden wieder gezeigt, weshalb sie D in die Privatschule Q umgeteilt habe. Ihr Zustand habe sich an der Privatschule Q gebessert, und dank der besonderen Ausbildung der LehrkrÃ¤fte fÃ¼r hochbegabte Kinder kÃ¶nne auch gleichzeitig an gewissen SchwÃ¤­chen Dâs gearbeitet werden. Wegen der Leis­tun­gen im Bereich der reinen Mathematik auf hohem Niveau, das auch mit mehrmaligem Ãberspringen in der Volksschule nicht erreicht werden kÃ¶nnte, als auch wegen gewisser SchwÃ¤chen benÃ¶tige D eine ganz spezifische Schulung, wie das Gutachten des Kantonsspitals Z explizit bestÃ¤tige.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrerin erscheint der weitere Schulwechsel an die Privatschule Q nicht als ultima ratio geboten. Dem Bericht der Privatschule P lÃ¤sst sich jedenfalls nicht entnehmen, dass D unterfordert gewesen oder nicht ange­messen betreut worden wÃ¤re, und wie dargetan hÃ¤tte mindestens eine reale MÃ¶glichkeit be­standen, den Klas­senaufstieg in der Primarschule X erfolgreich durchzufÃ¼hren. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin verhaltensauffÃ¤llige Kinder anspricht, welche die Privatschule P besuchten, sei der Hinweis erlaubt, dass nach dem Bericht der Privatschule Q vom Oktober 2001 D selber auch besondere AuffÃ¤lligkeiten zeigt und damit beileibe nicht allein ist. Insofern wird auch in der Privatschule Q der Unterricht erschwert, wie durchaus zu­gestanden wird, weshalb dem Kind neben der FÃ¶rderung von StÃ¤rken und SchwÃ¤chen auch heilpÃ¤dagogische UnterstÃ¼tzung und Hilfe bei der alltÃ¤glichen Lern- und LebensbewÃ¤l­tigung zu gewÃ¤hren sei. Auch die Primarschule X hÃ¤tte im Ãbrigen eine gute Altersdurchmischung, mindestens auf dem Pausen­platz, geboten und die RÃ¼ck­sichtnahme Dâs auf weniger begabte Kinder in der Klasse fÃ¶rdern kÃ¶nnen. Soweit D von Kindern mit weniger SelbstwertgefÃ¼hl unter Druck gesetzt worden ist, hÃ¤tte es dagegen der Schulleitung obgelegen, nÃ¶tigenfalls einzuschreiten, ohne dass sich daraus die Notwendigkeit eines Schulwechsels ergibt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die BeschwerdefÃ¼hrerin spricht sodann gewisse SchwÃ¤chen Dâs an, die nur an der Privatschule Q dank heilpÃ¤dagogischer Betreuung bearbeitet werden kÃ¶nnten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) GemÃ¤ss dem Bericht des Kantonsspitals Z zeigt D Schwierigkeiten bei der rein auditiven MerkfÃ¤higkeit (z.B. Zahlen nachsprechen), der visuomotorischen Umsetzung wegen eines Tempoverlustes in der Graphomotorik (verkrampfter, teilweise stockender Schreibfluss mit langsamem Tempo) und in komplexen BewegungsablÃ¤ufen. Rennen finde statt mit viel Ãberschussbewegung, SeitwÃ¤rtshÃ¼pfen Ã¼ber ein gespanntes Seil sei schwerfÃ¤llig mit harten Landungen. Die KonzentrationsfÃ¤higkeit sei erschwert bei unruhiger Umgebung. In der 1:1-Situation sei D ein zugÃ¤ngliches, offenes, interessiertes MÃ¤dchen. Der Bericht der Privatschule Q vom Oktober 2001 â dessen ObjektivitÃ¤t die BeschwerdefÃ¼hrerin im Unterschied zu demjenigen der Privatschule P nicht anzweifelt â erwÃ¤hnt besondere Auf­fÃ¤lligkeiten Dâs, ohne diese nÃ¤her zu spezifizieren. In Ãbereinstimmung mit anderen Berichten werden immerhin in gewissen Bereichen (Sprache, Musik) eine erhÃ¶hte Ablenkbarkeit und damit verbunden Konzentrationsschwierigkeiten festgestellt. Dies mag mit der eingeschrÃ¤nkten auditiven MerkfÃ¤higkeit zusammenhÃ¤ngen, was D beispielsweise auch das Lernen von WÃ¶rtern in einer fremden Sprache erschwert. Weiter wird im Bericht der Privatschule Q eine RechtschreibeschwÃ¤che konstatiert. Ins­gesamt, kommt die Privatschule Q zum Schluss, bewirkten die angesprochenen Probleme, dass es fÃ¼r D im sprachlichen Ausdruck schwierig sei, ihre hohe Intelligenz manifest wer­den zu lassen, und dass das Arbeiten an persÃ¶nlichen schulischen Schwierigkeiten im sprachlichen Bereich bei ihr wenig Anklang finde. Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass allfÃ¤llige Unlust am Schulalltag bei D auch wegen des Arbeitens an persÃ¶nlichen schulischen Schwierigkeiten auftrat. Damit liegen die Beurteilungen Dâs durch die Lehrerin E in der Primarschule X und durch die Privatschule Q gar nicht so weit auseinander. Bereits Frau E hatte neben gewissen Konzentrationsschwierig­keiten festgestellt, dass D insbesondere im sprachlichen Bereich der Ãbung bedÃ¼rfte und ihr die gesicherten GrundfÃ¤higkeiten in Mathematik und Deutsch fehlten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Nicht Ã¼bersehen werden darf weiter das ebenfalls Ã¤hnlich beurteilte Sozialverhalten Dâs. Im ersten Bericht der Privatschule Q vom 28. Mai 2001 wurde D gegenÃ¼ber ihren Klassenkameraden eine Schwarz-Weiss-Optik attestiert; sie verstehe sich mit einem Teil der Klasse gut, mit dem anderen gar nicht. Das Nordostschweizer Institut fÃ¼r Lernfragen konstatierte, dass D in der Schule Wettbewerbssituationen meide. Der zweite Bericht der Privatschule Q vom Oktober 2001 hielt fest, dass D oft sehr emotional auf alles reagiere, was um sie herum geschehe. Dem Bericht des Kantonsspitals Z ist zu entnehmen, dass D zum Teil in Konflikte mit Ã¤lteren Kindern gerate, weil sie sie zurechtweise, und dass sie keine feste Freundin habe. Auch hiezu hatte Lehrerin E in X bereits ihre Beobachtungen gemacht, wonach D eher geringe eigene soziale Erfahrungen mit Gleichaltrigen gemacht habe und es fÃ¼r sie schwierig sei, in Kleingruppen ihre Ideen erfolgreich einzubringen. In Gruppensituationen merke sie auch, dass sie gefordert oder Ã¼berfordert sei. Ãhnlich Ã¤usserte sich auch der Bericht von Frau J vom 31. Mai 2001: Gerade die Altersmischung der Kinder in der Privatschule P mit der einer Grossfamilie vergleichbaren Struktur sei fÃ¼r die Entwicklung der sozialen Kom­petenz Dâs sehr bedeutsam. So erfahre D, dass sie nicht immer die Bes­te sei, und ihre kommunikativen FÃ¤higkeiten dÃ¼rften sich nicht derart verengen, dass sie nur noch mit hochintelligenten Personen zum Gedankenaustausch fÃ¤hig sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin neigt dazu, sÃ¤mtliche Schwierigkeiten Dâs auf schulische Unterforderung zurÃ¼ckzufÃ¼hren. Aus den verschiedenen Berichten ergibt sich diesbezÃ¼glich kein derart einheitliches Bild. Vielmehr zeigt sich der wohl bei vielen hochbegabten Kindern zum Ausdruck kommende Graben zwischen ihrer Hochbegabung in gewissen Bereichen, in denen sie Gleichaltrigen weit Ã¼berlegen sind, und gewissen SchwÃ¤chen, die sie auf dieselbe Stufe mit normalbegabten Gleichaltrigen stellen. Von diesem Be­gabungsprofil mit ausgeprÃ¤gten Spitzenleistungen neben bloss durchschnittlichen Talenten kann die emo­tionale Entwicklung nicht getrennt werden. In diesem Bereich hat D offensichtlich noch Schwierigkeiten, sich zurechtzufinden und sich in Kleingruppen ungeachtet ihrer Begabung einzufÃ¼gen. Dass sie dadurch gefordert, teilweise auch Ã¼berfordert wird, geht aus den erwÃ¤hnten Berichten hervor. Es erscheint daher nicht richtig, auftretende Schwierigkeiten bei D, welcher Natur auch immer, allein auf schulische Unterforderung zurÃ¼ckzufÃ¼hren. Darauf deutet auch hin, dass die psychosomatischen Beschwerden bereits im Kindergarten aufgetreten sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Es mag zutreffen, dass dank der heilpÃ¤dagogischen Ausbildung einer der Lehrpersonen in der Privatschule Q auf die erwÃ¤hnten Schwierigkeiten Dâs wÃ¤hrend der Schule eingegangen werden kann, wenngleich in erster Linie die FÃ¶rderung im intellektuellen Bereich im Vordergrund steht. Zweifellos wird auch die Kleinklassenstruktur in reizreduzierter Um­gebung in der Privatschule Q der Ablenk­barkeit Dâs entgegenwirken. Dass ein pÃ¤dagogisch spezifisches Setting fÃ¼r D, um deren FÃ¤higkeiten gerecht zu werden, in der Primarschule X nicht eingerichtet werden kÃ¶nnte, ist damit indessen nicht dargetan. So liessen sich diese nicht derart gravierenden und bei besonders begabten Kindern nicht ungewÃ¶hnlichen Probleme durchaus mit einer therapeutischen Behandlung entweder in Form einer ZusatzfÃ¶rderung in externen Kleingruppen wÃ¤hrend der Schulzeit als auch nach der Schule mit zusÃ¤tzlichem StÃ¼tz- oder FÃ¶rderunterricht behandeln, was zweifellos intensiver wÃ¤re als eine besondere Behandlung Dâs wÃ¤hrend der Schulstunde. Daraus ergibt sich demnach keine absolute Notwendigkeit zum Besuch der Privatschule Q und damit fÃ¼r den weiteren Schulwechsel.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gerade fÃ¼r die Behebung der erwÃ¤hnten Schwierigkeiten sieht nÃ¤mlich das staat­liche Schulsystem durchaus geeignete Massnahmen vor. Soweit die anzugehenden Schwierig­keiten einer SchÃ¼lerin oder eines SchÃ¼lers durch den Klassenlehrer und im Rahmen des Klassenverbandes nicht behoben werden kÃ¶nnen (§ 49 SonderklassenR), stellt das Sonderklassenreglement u.a. eine breite Palette von StÃ¼tz- und FÃ¶rdermassnahmen zur VerfÃ¼gung, wie zum Beispiel Nachhilfeunterricht (gerade bei LernstÃ¶rungen oder TeilleistungsschwÃ¤chen), Aufgabenhilfe, Sprachheilunterricht, Legastheniebehandlung (bei ausgeprÃ¤gter Lese- oder RechtschreibeschwÃ¤che), psychomotorische Therapie (bei StÃ¶rungen der Feinbewegung oder Bewegungsharmonie) oder Psychotherapie (vgl. §§ 53 ff. SonderklassenR). Insofern erscheint die Privatschule Q nicht als die einzig mÃ¶gliche Schule, in der eine Schulung Dâs unter BerÃ¼cksichtigung ihrer besonderen Problematik als hochbegabtes Kind mÃ¶g­lich wÃ¤re. Hinzu kommt, dass die wesentlichen GrundzÃ¼ge ihrer besonderen Art bereits in der Primarschule X entdeckt und teilweise abgeklÃ¤rt worden waren. Es bestand fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin daher kein zwingender Grund, eigenmÃ¤chtig einen weiteren Schul­wechsel vorzunehmen, ohne zuvor die StÃ¼tz- und FÃ¶rdermassnahmen der staatlichen Schule fÃ¼r ihre Tochter je in Anspruch zu nehmen. Dass solche Massnahmen von Anfang an erfolglos gewesen wÃ¤ren, vermag die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht darzutun, umso weniger, als sie es â mit Ausnahme des verlangten und schliesslich durchgesetzten Klassenaufstiegs â nach den Berichten der Primarschule X unterliess, konkrete VorschlÃ¤ge zu unterbreiten. Da die Beschwer­defÃ¼hrerin der Primarschule X die MÃ¶glichkeit, StÃ¼tz- und FÃ¶rder­massnahmen anzuordnen, durch den Schulwechsel entzog, erÃ¼brigen sich Ãberlegungen dazu, ob solche Massnahmen ergriffen worden wÃ¤ren, wenngleich vieles dafÃ¼r spricht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Unter diesen UmstÃ¤nden ergibt sich weder aus der Hochbegabung Dâs noch aus ihren SchwÃ¤chen die zwingende Notwendigkeit, sie privat zu schulen. Entsprechend ist die Schulgemeinde X nicht verpflichtet, an die Kosten der Schulung Dâs in Z beizutragen. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. ... </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>... </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>