<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2012.00414</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=212689&amp;W10_KEY=4467113&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2012.00414</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.02.2013</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Gebühren Wiederaufnahme von VB.2010.00546</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Überprüfung der Rechtmässigkeit der Auferlegung von Kosten in Höhe von insgesamt Fr. 600.- für die Einsichtnahme eines Versicherers in verschiedene Unterlagen eines Strafverfahrens zur Bearbeitung eines Schadensfalls.<br/><br/>Streitgegenstand (E. 1.3). (Kanzlei-)Gebühren von geringfügiger Höhe bedürfen keiner formell-gesetzlichen Grundlage (E. 2.2). Nach der Rechtsprechung ist die Kanzleigebühr eine Unterart der Verwaltungsgebühr, die sich durch die Natur der der Gebühr zugrunde liegenden Tätigkeit sowie die (relativ) geringfügige Höhe der Abgabe auszeichnet (E. 3.1). Die von der Beschwerdegegnerin vorliegend erbrachte Dienstleistung kann als einfache (Kanzlei-)Tätigkeit qualifiziert werden, womit die erste für die Qualifikation als Kanzleigebühr notwendige Voraussetzung erfüllt ist (E. 3.2). Rechtsprechung zur Frage, was noch als geringfügiger Betrag gelten und somit als Kanzleigebühr qualifiziert werden kann (E. 3.3). Für die Beurteilung der Gebühr sind vor dem Hintergrund der aktuellen volkswirtschaftlichen Verhältnisse letztlich die Umstände des konkret zu beurteilenden Einzelfalls massgebend (E. 3.4). Stehen die Bedürfnisse der Praktikabilität einer übermässigen Begrenzung des Ausnahmetatbestands der geringen Höhe entgegen, widerspräche es andererseits Sinn und Zweck des abgaberechtlichen Legalitätsprinzips, je nach wirtschaftlicher Situation des jeweiligen Gebührenpflichtigen auch substanzielle Beträge als (subjektiv) geringfügig anzusehen (E. 3.5). Aus diesen Gründen kann die vorliegend infrage stehende Abgabe nicht mehr als geringfügig bezeichnet werden. Sie kann demzufolge nicht mehr als blosse Kanzleigebühr qualifiziert werden (E. 3.6). Weisen die von der Behörde erbrachten Leistungen - wie vorliegend - einen inneren Zusammenhang auf, ist auf die insgesamt erhobene Gebühr als Ganzes abzustellen (E. 3.7). Die im Zeitpunkt der Gebührenerhebung noch geltende Verordnung über die Gebühren- und Entschädigungsansätze scheidet demnach für sich allein als genügendegesetzliche Grundlage aus (E. 3.8). Die Beschwerdeführerin erlangte in dem bei der Beschwerdegegnerin laufenden Strafverfahren keine Parteistellung. Demgemäss war das Gerichtsverfassungsgesetz vom 13. Juni 1976 im vorliegenden Fall keine genügende Grundlage für den Erlass der Gebühren- und Entschädigungsverordnung (E. 4.2). Im Zeitpunkt des Akteneinsichtsgesuchs der Beschwerdeführerin war die von der Beschwerdegegnerin durchgeführte Strafuntersuchung noch am Laufen, weshalb das Gesetz über die Information und den Datenschutz vom 12. Februar 2007 ebenfalls keine genügende gesetzliche Grundlage für die Erhebung der fraglichen Gebühr darstellt. Für den Erlass der Gebührenverfügung bestand damit keine genügende formell-gesetzliche Grundlage (E. 4.3). Gutheissung der Beschwerde. Minderheitsbegründung. Minderheitsantrag. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTENEINSICHT">AKTENEINSICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FORMELL-GESETZLICHE GRUNDLAGE">FORMELL-GESETZLICHE GRUNDLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEBÃHREN">GEBÃHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESETZLICHE GRUNDLAGE">GESETZLICHE GRUNDLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KANZLEIGEBÃHR">KANZLEIGEBÃHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGALITÃTSPRINZIP">LEGALITÃTSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWALTUNGSGEBÃHR">VERWALTUNGSGEBÃHR</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 202 Abs. I GVG</span><br/><span class="ungerade">Art. 38 Abs. I lit. d KV</span><br/><span class="gerade">Art. 126 Abs. I KV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=17029" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2012.00414</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">28. Februar 2013</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Rudolf Bodmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Bea <br/> Rotach, Verwaltungsrichter Martin Kayser, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Anja Tschirky.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A AG<b>, </b></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>BehÃ¶rde B<b>, </b></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend GebÃ¼hren<br/> Wiederaufnahme von VB.2010.00546,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die A AG, ein Versicherungsunternehmen, ersuchte die BehÃ¶rde B am 24. Februar 2010 um Einsicht in verschiedene Unterlagen, die sie fÃ¼r die Bearbeitung eines Schadensfalls benÃ¶tigte. Diese Unterlagen wurden ihr in der Folge zugestellt. Daraufhin wurde die Versicherung mit VerfÃ¼gung vom 15. Juli 2010 zur Zahlung von Fr. 600.- verpflichtet und es wurde davon Vormerk genommen, dass die Versicherung bereits eine anteilsmÃ¤ssige Zahlung von Fr. 100.- geleistet habe.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die A AG beantragte bei der BehÃ¶rde C die Aufhebung der genannten VerfÃ¼gung. Die BehÃ¶rde C wies den Rekurs am 22. September 2010 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 6. Oktober 2010 beantragte die A AG dem Verwaltungsgericht die Aufhebung des Entscheids der BehÃ¶rde C sowie jenes der BehÃ¶rde B. Der Versicherung sei fÃ¼r die Akteneinsicht eine GebÃ¼hr von maximal Fr. 100.- aufzuerlegen und ihr eine ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Verfahren vor allen drei Instanzen zuzusprechen. Die BehÃ¶rde B und die BehÃ¶rde C beantragten am 11. bzw. 4. November 2010 die Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht trat mit Beschluss vom 9. Dezember 2010 auf die Beschwerde nicht ein, da es die GebÃ¼hrenauflage als Strafsache erachtete und im damaligen Zeitpunkt kein kantonales Rechtsmittel gegen Entscheide der BehÃ¶rde C bestand (Beschluss vom 9. Dezember 2010, VB.2010.00546, E. 1.4.3). Das Gericht beschloss deshalb, die Sache zwecks Behandlung des gegen den Entscheid der BehÃ¶rde C erhobenen Rechtsmittels als Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht zu Ã¼berweisen. Aufgrund eines Versehens unterblieb diese Ãberweisung zunÃ¤chst und erfolgte erst am 7. Mai 2012 auf entsprechende Nachfrage der A AG hin.</p> <p class="Urteilstext">Mit Urteil vom 31. Mai 2012 entschied das Bundesgericht, dass in der Sache ein Streit Ã¼ber gebÃ¼hrenrechtliche GrundsÃ¤tze vorliege, weshalb die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offenstehe. Mit der BegrÃ¼ndung, dass Ã¼ber solche Angelegenheiten anders als damals noch in Strafsachen zwingend ein oberes kantonales Gericht zu entscheiden habe, trat das Bundesgericht auf die Beschwerde nicht ein und Ã¼berwies die Sache zustÃ¤ndigkeitshalber an das Verwaltungsgericht (Verfahren 2C_437/2012). Die Parteien reichten in der Folge ihre Akten ein. Die BehÃ¶rde C wurde aufgefordert, Weisungen einzureichen, worin die Tarife bei Akteneinsicht durch Dritte aufgelistet wÃ¼rden. Diese wurden den Parteien zur freigestellten Vernehmlassung zugestellt, worauf sie schliesslich verzichteten. </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer </span><span>erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Da allein ein Streit Ã¼ber eine GebÃ¼hrenerhebung vorliegt, ist das Verwaltungsgericht gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig (BGr, 31. Mai 2012, 2C_437/2012, E. 2.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Der vorliegend erhobene Betrag liegt unter Fr. 20'000.-. Damit fiele die Auseinandersetzung in die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit (§ 38 Abs. 1 lit. c VRG). Da unter anderen jedoch grundsÃ¤tzliche Fragen zu entscheiden sind, wurde das Verfahren gestÃ¼tzt auf § 38b Abs. 2 VRG an die Kammer Ã¼bertragen.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt in ihrer Beschwerde neben der Aufhebung der KostenverfÃ¼gung, dass ihr "fÃ¼r die Akteneinsicht eine GebÃ¼hr von insgesamt maximal Fr. 100.- " aufzuerlegen sei. Die BeschwerdefÃ¼hrerin nimmt mit diesem Antrag darauf Bezug, dass sie sich gegenÃ¼ber der Beschwerdegegnerin bereit erklÃ¤rte, eine GebÃ¼hr von maximal Fr. 100.- zu akzeptieren und diesen Betrag in der Folge denn auch Ã¼berwies. Die insgesamt erhobene GebÃ¼hr von Fr. 600.- wurde demnach nur im Umfang von Fr. 500.- angefochten (vgl. § 63 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Beschwerdegegnerin stellte der BeschwerdefÃ¼hrerin einen Betrag von insgesamt Fr. 600.- in Rechnung. Nach Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrerin fehlt dafÃ¼r eine gesetzliche Grundlage im formellen Sinn. Die Beschwerdegegnerin vertritt demgegenÃ¼ber die Auffassung, dass es sich bei den von ihr auferlegten Kosten um eine KanzleigebÃ¼hr handle und eine Verordnung als Grundlage somit ausreiche. Die Vorinstanz schloss sich dem letztgenannten Standpunkt an.</p> <p class="Erwgung2">Die Beschwerdegegnerin erhob die Kosten als Entgelt fÃ¼r die Vornahme einer Verwaltungshandlung, die auf ein Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin zurÃ¼ckging. Bei der Kostenauflage handelt es sich damit um eine VerwaltungsgebÃ¼hr. Sie fÃ¤llt folglich in den Anwendungsbereich von Art. 126 Abs. 1 der ZÃ¼rcher Kantonsverfassung (KV), wonach die GrundsÃ¤tze fÃ¼r GebÃ¼hren im Gesetz geregelt sein mÃ¼ssen. Allein aufgrund ihres Wortlauts scheint die ausnahmslos formulierte Bestimmung auch KanzleigebÃ¼hren zu erfassen. Demnach wÃ¼rde auch fÃ¼r diese das Erfordernis der formell-gesetzlichen Grundlage gelten, obwohl die Rechtsprechung hierfÃ¼r eine Ausnahme macht und eine blosse Verordnung genÃ¼gen lÃ¤sst (vgl. etwa BGE 126 I 180 E. 2a/bb). Eine systematische Auslegung von Art. 126 KV fÃ¼hrt indessen zu einem anderen Schluss: Art. 38 Abs. 1 lit. d KV nimmt "GebÃ¼hren in geringer HÃ¶he" vom Erfordernis der formell-gesetzlichen Grundlage explizit aus. Der Verfassungsrat lehnte einen Antrag auf Streichung dieses Ausnahmetatbestands ab (Protokoll des ZÃ¼rcher Verfassungsrats zur Sitzung vom 13. Juni 2002, S. 528 und 536, unter www.zh.ch/internet/de/rechtliche_grundlagen/kantonsverfassung/protokolle_verfassungsrat.html). Damit wollte der Verfassungsgeber an die erwÃ¤hnte bundesgerichtliche Rechtsprechung anschliessen und fÃ¼r blosse Kanzlei- und KontrollgebÃ¼hren eine Verordnung genÃ¼gen lassen. Dass die Ausnahme fÃ¼r geringfÃ¼gige GebÃ¼hren in Art. 126 KV nicht nochmals ausdrÃ¼cklich erwÃ¤hnt wurde, geht letztlich darauf zurÃ¼ck, dass der Verfassungsgeber Redundanz vermeiden wollte (vgl. Protokoll des Verfassungsrats, S. 2768 ff. und 3150 ff. und dazu Michael Beusch in: Kommentar zur ZÃ¼rcher Kantonsverfassung, 2007, Art. 126 N. 10). Damit gilt auch unter der geltenden Kantonsverfassung der von der Rechtsprechung entwickelte Grundsatz weiter, wonach (Kanzlei-)GebÃ¼hren von geringfÃ¼giger HÃ¶he keiner formell-gesetzlichen Grundlage bedÃ¼rfen. Im Folgenden ist somit zu klÃ¤ren, ob es sich bei der hier zu beurteilenden GebÃ¼hr um eine KanzleigebÃ¼hr handelt und sich die Beschwerdegegnerin bei ihrem Erlass folglich auf die von ihr angefÃ¼hrte Verordnung stÃ¼tzen durfte.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Vorinstanz hielt dafÃ¼r, dass es sich bei den von der Beschwerdegegnerin verrichteten Arbeiten um eine einfache TÃ¤tigkeit gehandelt habe, fÃ¼r die eine vergleichsweise bescheidene GebÃ¼hr erhoben worden sei. Die BeschwerdefÃ¼hrerin vertritt demgegenÃ¼ber den Standpunkt, dass die GebÃ¼hr weder aufgrund ihrer Natur noch aufgrund ihrer HÃ¶he als blosse KanzleigebÃ¼hr gelten kÃ¶nne. Die Verordnung Ã¼ber die GebÃ¼hren- und EntschÃ¤digungsansÃ¤tze der StrafverfolgungsbehÃ¶rden vom 18. Januar 1978 (aGebV SVB; OS 46, 714) sei demzufolge keine ausreichende Grundlage fÃ¼r die Erhebung der GebÃ¼hr.</p> <p class="Urteilstext">Nach der Rechtsprechung ist die KanzleigebÃ¼hr eine Unterart der VerwaltungsgebÃ¼hr (BGE 125 I 173 E. 9b, auch zum Folgenden, je mit Hinweisen), die sich durch zwei Merkmale auszeichnet, nÃ¤mlich (1.) die Natur der der GebÃ¼hr zugrunde liegenden TÃ¤tigkeit (dazu sogleich) sowie (2.) die (relativ) geringfÃ¼gige HÃ¶he der Abgabe (dazu hinten E. 3.3 ff.).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Als Erstes muss die TÃ¤tigkeit, die der GebÃ¼hr zugrunde liegt, von vergleichsweise einfacher Natur sein. KanzleigebÃ¼hren werden mit anderen Worten fÃ¼r Routinehandlungen erhoben, die keinen besonderen PrÃ¼fungs- oder Kontrollaufwand erfordern (vgl. etwa BGr, 3. MÃ¤rz 2009, 2C_729/2008, E. 4.5).</p> <p class="Urteilstext">Im vorliegenden Fall ging die GebÃ¼hr im Wesentlichen darauf zurÃ¼ck, dass die Beschwerdegegnerin auf das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin hin verschiedene Unterlagen zusammenstellte und der BeschwerdefÃ¼hrerin in der Folge Ã¼bermittelte. Aus den vorinstanzlichen Akten geht hervor, dass aufgrund des Gesuchs der BeschwerdefÃ¼hrerin bei der Beschwerdegegnerin offenbar AbklÃ¤rungen von einem gewissen Umfang notwendig wurden. Insgesamt gingen diese jedoch Ã¼ber Handlungen, die sich im Rahmen des Ã¼blichen Verwaltungshandelns bewegen, nicht hinaus. Auch ein besonderer PrÃ¼fungs- oder Kontrollaufwand wurde hier nicht notwendig. Die von der Beschwerdegegnerin vorliegend erbrachte Dienstleistung kann demgemÃ¤ss als einfache (Kanzlei-)TÃ¤tigkeit qualifiziert werden, womit die erste fÃ¼r die Qualifikation als KanzleigebÃ¼hr notwendige Voraussetzung erfÃ¼llt ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Um als KanzleigebÃ¼hr eingestuft werden zu kÃ¶nnen, muss eine Abgabe als Zweites von geringer HÃ¶he sein (Art. 38 Abs. 1 lit. d KV). Was noch als geringfÃ¼giger Betrag anzusehen ist, lÃ¤sst sich den Materialien zur ZÃ¼rcher Kantonsverfassung nicht entnehmen. Im Laufe der Beratung des Antrags auf Streichung des Passus "von geringer HÃ¶he" (vorn E. 2.2) war lediglich davon die Rede, dass man nicht "die zu Hunderten im Kanton vorhandenen Gebührenordnungen mit Regelungen von Klein- und Kleinstgebühren" im Kantonsrat behandeln wolle (Protokoll zur Sitzung vom 13. Juni 2002, S. 531). Was jedoch unter einer "Klein-" bzw. "KleinstgebÃ¼hr" zu verstehen ist, wurde nicht weiter ausgefÃ¼hrt (vgl. auch das Protokoll, S. 533).</p> <p class="Urteilstext">In der Rechtsprechung wurden unterschiedliche BetrÃ¤ge genannt. Im Jahr 1955 hielt das Bundesgericht einen Betrag von Fr. 60.- fÃ¼r weit Ã¼ber dem ZulÃ¤ssigen (BGE 81 I 351 E. 4 S. 360). Dieser Schluss erschien bereits deshalb als naheliegend, weil das Gericht sechs Jahre zuvor eine GebÃ¼hr von Fr. 130.- als klarerweise zu hoch erachtet hatte, um noch als KanzleigebÃ¼hr qualifiziert werden zu kÃ¶nnen (BGE 75 I 114 E. 3). Im Jahr 1967 liess das Gericht offen, ob ein Betrag von Fr. 50.- noch als tief zu bezeichnen sei (BGE 93 I 632 E. 3). 1983 erachtete das Gericht eine GebÃ¼hr von Fr. 30.- als geringfÃ¼gig genug, um sie als KanzleigebÃ¼hr zu qualifizieren (BGE 109 II 478 E. 3d). Das Verwaltungsgericht befand eine GebÃ¼hr von Fr. 1'000.- bzw. Fr. 1'200.- als zu hoch, um als KanzleigebÃ¼hr angesehen werden zu kÃ¶nnen (VGr, 2. MÃ¤rz 2007, VB.2006.00472, E. 2.1; 20. Dezember 2002, VB.2002.00369, E. 3). In der Lehre wurde Ende der Achtzigerjahre eine Grenze von Fr. 50.- bis Fr. 100.- befÃ¼rwortet (Lukas Widmer, Das LegalitÃ¤tsprinzip im Abgaberecht, 1988, S. 71 und 73).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Nun hat die Kaufkraft des Frankens durch die Inflation im Lauf der Zeit abgenommen. Aufgrund des Landesindexes der Konsumentenpreise entsprechen zum Beispiel die im Jahr 1955 auferlegten Fr. 60.- heute bereits einem Betrag von rund Fr. 265.- (vgl. http://www.portal-stat.admin.ch/lik_rechner/). Es wÃ¤re kaum einzusehen, weshalb dem Kaufkraftverlust des Frankens nicht Rechnung getragen werden sollte und ein Betrag von Fr. 60.- auch heute noch als derart hoch erachtet werden kÃ¶nnte, dass dafÃ¼r ein Gesetz im formellen Sinn notwendig wÃ¤re (vgl. das Urteil des Verwaltungsgerichts Bern vom 23. Februar 2001 in BVR 2001, S. 539, E. 4a). Umgekehrt griffe es ebenso zu kurz, den Betrag fÃ¼r die Annahme einer KanzleigebÃ¼hr linear bzw. anhand der Inflation stÃ¤ndig zu erhÃ¶hen. FÃ¼r die Beurteilung der GebÃ¼hr sind vor dem Hintergrund der aktuellen volkswirtschaftlichen VerhÃ¤ltnisse letztlich die UmstÃ¤nde des konkret zu beurteilenden Einzelfalls massgebend.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Vor diesem Hintergrund fragt sich, ob die vorliegend auferlegten Fr. 600.- noch als Betrag von geringer HÃ¶he bezeichnet werden kÃ¶nnen. DafÃ¼r spricht zunÃ¤chst, dass das Bundesgericht in einem seiner Urteile auch die wirtschaftliche LeistungsfÃ¤higkeit der GebÃ¼hrenpflichtigen in die AbwÃ¤gung einfliessen liess. So erachtete es im Jahr 1999 eine GebÃ¼hr von Fr. 200.- fÃ¼r einen universitÃ¤ren Zulassungstest fÃ¼r kaum mehr als bescheiden und wies dabei ausdrÃ¼cklich darauf hin, dass die GebÃ¼hr gegenÃ¼ber Personen erhoben worden sei, die typischerweise Ã¼ber kein oder bloss ein geringes Einkommen verfÃ¼gten (BGE 125 I 173 E. 9b; vgl. auch BGr, 20. August 1999, 2P.228/1998, E. 6c). Ob sich daraus jedoch ableiten lÃ¤sst, dass die wirtschaftliche Situation des oder der GebÃ¼hrenpflichtigen <i>generell </i>in die AbwÃ¤gung miteinzubeziehen ist, erscheint fraglich. So werden gerade KanzleigebÃ¼hren gegenÃ¼ber Personen mit einerseits (sehr) hohen und andererseits (sehr) tiefen Einkommen erhoben. Es wÃ¤re schwierig, wenn nicht gar unmÃ¶glich, in solchen FÃ¤llen zu eruieren, gegenÃ¼ber welcher Personengruppe derartige GebÃ¼hren <i>typischerweise</i> erhoben werden. Auf dieselbe Schwierigkeit stÃ¶sst man auch bei juristischen Personen. Es mag GebÃ¼hren geben, die mit einer gewissen RegelmÃ¤ssigkeit gegenÃ¼ber wirtschaftsstarken Unternehmen erhoben werden. Wollte man in solchen FÃ¤llen jedoch darauf abstellen, ob die GebÃ¼hr aus subjektiver Sicht des Unternehmens noch als geringfÃ¼gig beurteilt wird, verlÃ¶re der begrenzende Rahmen der "geringen HÃ¶he" von Art. 38 Abs. 1 lit. d KV seinen Sinn. Die Vorschrift beruht auf dem Hintergrund, dass das Erfordernis der formell-gesetzlichen Grundlage die Regel, das GenÃ¼gen einer Verordnung dagegen die Ausnahme bildet. Die besagte Ausnahme fÃ¼r Abgaben von geringer HÃ¶he wiederum basiert auf der Ãberlegung, dass die MassstÃ¤be des LegalitÃ¤tsprinzips im Abgaberecht nicht in einer Weise Ã¼berspannt werden dÃ¼rfen, dass sie mit der Rechtswirklichkeit und den Erfordernissen der PraktikabilitÃ¤t nicht mehr zu vereinbaren sind (vgl. etwa BGr, 7. Juni 2012, 2C_192/2012, E. 2.1 und BGE 132 I 371 E. 2.1 je mit Hinweisen). Es hiesse somit, das LegalitÃ¤tsprinzip im Abgaberecht auf die Spitze zu treiben, wenn man selbst fÃ¼r geringfÃ¼gige GebÃ¼hren eine formell-gesetzliche Grundlage forderte. Der Verfassungsgeber trug mit der Ausnahmebestimmung der Tatsache Rechnung, dass manche geringe GebÃ¼hr gestÃ¼tzt auf eine blosse Verordnung erhoben wird (vorn E. 3.3).</p> <p class="Urteilstext">Stehen die BedÃ¼rfnisse der PraktikabilitÃ¤t einer Ã¼bermÃ¤ssigen Begrenzung des Ausnahmetatbestands der geringen HÃ¶he entgegen, widersprÃ¤che es andererseits Sinn und Zweck des abgaberechtlichen LegalitÃ¤tsprinzips, je nach wirtschaftlicher Situation des jeweiligen GebÃ¼hrenpflichtigen auch substanzielle BetrÃ¤ge als (subjektiv) geringfÃ¼gig anzusehen. Denn dadurch wÃ¼rde das LegalitÃ¤tsprinzip letztlich seines Gehalts entleert, was wiederum der soeben zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung widersprÃ¤che. Zwischen einer Ã¼berspannten Anwendung und einer Ã¼bermÃ¤ssigen Lockerung ist vielmehr ein Mittelweg zu finden, der sowohl den heutigen LebensrealitÃ¤ten als auch dem Sinngehalt des RechtmÃ¤ssigkeitsprinzips Rechnung trÃ¤gt.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>FÃ¼r ein Versicherungsunternehmen mag eine Rechnung von Fr. 600.- an sich kein grosser Betrag sein. Eine solche subjektive Betrachtungsweise kann jedoch fÃ¼r die Beurteilung der GeringfÃ¼gigkeit, wie gezeigt, nicht ausschlaggebend sein. Entscheidend ist vielmehr, wie die GebÃ¼hr vor dem Hintergrund der <i>heutigen</i> volkswirtschaftlichen Situation einzustufen ist (vgl. vorn E. 3.4). Aus diesen GrÃ¼nden kann die vorliegend erhobene Abgabe nicht mehr als geringfÃ¼gig bezeichnet werden. Ein Betrag von Fr. 600.- erscheint vielmehr als substanziell. Zu diesem Schluss gelangt man auch, wenn man die BetrÃ¤ge aus der publizierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung kaufkraftbereinigt (vorn E. 3.3 und 3.5). Wo die Obergrenze fÃ¼r die Annahme einer KanzleigebÃ¼hr generell anzusetzen wÃ¤re, braucht hier nicht entschieden zu werden. Ein Betrag von Fr. 600.- liegt jedenfalls klar Ã¼ber dem, was noch als geringfÃ¼gig bezeichnet werden kÃ¶nnte. Die im vorliegend zu beurteilenden Fall erhobene Abgabe kann demzufolge nicht mehr als blosse KanzleigebÃ¼hr qualifiziert werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.7 </b>Nun hielt die Vorinstanz im Anschluss an die Argumentation der Beschwerdegegnerin dafÃ¼r, dass die GebÃ¼hr deshalb hoch ausgefallen sei, da das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin umfangreiche Arbeiten nach sich gezogen habe. Dies trifft im Grundsatz zu. Es ist ebenso zutreffend, dass das Bundesgericht bei der Beurteilung von FotokopiergebÃ¼hren entschied, dass "durch die Multiplikation von einzelnen âbescheidenenâ BetrÃ¤gen â¦ kein Gesamtbetrag [entsteht], der nicht mehr als bescheidene GebÃ¼hr betrachtet werden kÃ¶nnte" (BGE 107 Ia 29 E. 2c S. 33). Daraus kann jedoch nicht abgeleitet werden, dass bei umfangreichen Verrichtungen bzw. sich wiederholenden AmtstÃ¤tigkeiten eine Verordnung in allen FÃ¤llen als Grundlage genÃ¼gt. Ansonsten lÃ¤gen die GebÃ¼hren fÃ¼r umfangreiche Dienstleistungen weit Ã¼ber dem, was in der Rechtsprechung bisher als KanzleigebÃ¼hr qualifiziert wurde. Weisen die von der BehÃ¶rde erbrachten Leistungen â wie vorliegend â einen inneren Zusammenhang auf, ist vielmehr auf die insgesamt erhobene GebÃ¼hr als Ganzes abzustellen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.8 </b>Die im Zeitpunkt der GebÃ¼hrenerhebung noch geltende Verordnung Ã¼ber die GebÃ¼hren- und EntschÃ¤digungsansÃ¤tze scheidet demnach fÃ¼r sich allein als genÃ¼gende gesetzliche Grundlage aus.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Vorinstanz erwog, dass sich der Regierungsrat beim Erlass der GebÃ¼hren- und EntschÃ¤digungsverordnung auf den damals noch geltenden § 202 Abs. 1 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976 (aGVG; OS 46, 209) habe stÃ¼tzen kÃ¶nnen. Nach ihrem Wortlaut ermÃ¤chtigte diese Bestimmung den Regierungsrat zum Erlass einer Verordnung Ã¼ber die GebÃ¼hren- und EntschÃ¤digungsansÃ¤tze fÃ¼r die Untersuchungs- und AnklagebehÃ¶rden. Wie aus dem zweiten Absatz des genannten Paragraphen hervorgeht, bezog sich diese ErmÃ¤chtigung auf GebÃ¼hren nach § 201 aGVG. In letzterer Bestimmung wiederum war neben hier nicht weiter interessierenden GebÃ¼hren und Auslagen fÃ¼r Vorladungen, schriftliche Ausfertigungen und ZeugenentschÃ¤digungen von einer "GerichtsgebÃ¼hr" die Rede (Ziff. 1). Eine solche GebÃ¼hr konnte, so der nunmehr ausser Kraft getretene § 201 aGVG, gegenÃ¼ber den "Parteien" erhoben werden. Wie sich aus verschiedenen anderen Bestimmungen des Gerichtsverfassungsgesetzes ergibt, verstand man darunter die Parteien eines Zivil- und Strafverfahrens. So sprach etwa § 173 aGVG davon, dass Vorladungen bei VerhandlungsunterbrÃ¼chen den "anwesenden Parteien" auch nur mÃ¼ndlich erÃ¶ffnet werden kÃ¶nnen. In § 199 Abs. 1 aGVG wurde eine "sÃ¤umigen Partei" erwÃ¤hnt; gemeint war damit, wer zu einer Gerichtsverhandlung nicht innerhalb der Respektstunde erschien (vgl. § 197 Abs. 1 aGVG). "Parteien" waren folglich die Beteiligten eines Zivil- oder eines Strafverfahrens. FÃ¼r solche Verfahren wurde denn auch der fÃ¼nfte Abschnitt des Gerichtsverfassungsgesetzes erlassen (vgl. §§ 121 ff. aGVG).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Nun reichte die BeschwerdefÃ¼hrerin im vorliegenden Fall ein Gesuch um Akteneinsicht ein, da sie einen Schadensfall eines bei ihr versicherten Fahrzeuglenkers zu bearbeiten hatte und sich aus dem bei der Beschwerdegegnerin laufenden Strafverfahren Aufschluss erhoffte. Dadurch erlangte sie jedoch keine Parteistellung (BGr, 31. Mai 2012, 2C_437/2012, E. 2.2; Nadine Zurkinden, Akteneinsicht von Versicherungen im Strafverfahren: Wer gewÃ¤hrt sie, welches sind die gesetzlichen Grundlagen und kÃ¶nnen GebÃ¼hren dafÃ¼r erhoben werden?, AJP 2012, S. 333, 334). DemgemÃ¤ss war das Gerichtsverfassungsgesetz von 1976 im vorliegenden Fall keine genÃ¼gende Grundlage fÃ¼r den Erlass der GebÃ¼hren- und EntschÃ¤digungsverordnung.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Auch das Gesetz Ã¼ber die Information und den Datenschutz vom 12. Februar 2007 (IDG) stellt im vorliegenden Fall keine genÃ¼gende gesetzliche Grundlage fÃ¼r die Erhebung der fraglichen GebÃ¼hr dar. Denn das Gesetz bezieht sich auf abgeschlossene Verfahren (vgl. § 20 Abs. 3 IDG). Im Zeitpunkt des Akteneinsichtsgesuchs der BeschwerdefÃ¼hrerin war die von der Beschwerdegegnerin durchgefÃ¼hrte Strafuntersuchung jedoch noch am Laufen. Damit fehlt es vorliegend an einer genÃ¼genden gesetzlichen Delegationsnorm. Eine solche wÃ¤re jedoch erforderlich gewesen, um eine VerwaltungsgebÃ¼hr zu erheben, deren HÃ¶he Ã¼ber jene einer blossen KanzleigebÃ¼hr hinausgeht. FÃ¼r den Erlass der GebÃ¼hrenverfÃ¼gung bestand damit keine genÃ¼gende formell-gesetzliche Grundlage.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen und sowohl der angefochtene Entscheid als auch die GebÃ¼hrenverfÃ¼gung der Beschwerdegegnerin im angefochtenen Umfang aufzuheben (vgl. vorn E. 1.3).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die Kosten des vorinstanzlichen sowie des Gerichtsverfahrens sind aufgrund von § 13 Abs. 2 (in Verbindung mit § 65a Abs. 2) VRG der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Die Kosten des Verfahrens VB.2010.00546 wurden auf die Gerichtskasse genommen. Der BeschwerdefÃ¼hrerin ist fÃ¼r das Rekurs- und Beschwerdeverfahren eine angemessene EntschÃ¤digung fÃ¼r ihre Umtriebe zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG). FÃ¼r das Ausgangsverfahren vor der Beschwerdegegnerin steht ihr dagegen keine solche EntschÃ¤digung zu.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid der BehÃ¶rde C vom 22. September 2010 sowie die VerfÃ¼gung der BehÃ¶rde B vom 15. Juli 2010 werden aufgehoben, soweit mehr als Fr. 100.- auferlegt wurden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Kosten des Verfahrens 2010/985 der BehÃ¶rde C im Betrag von Fr. 700.- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Gerichts- sowie das vorinstanzliche Verfahren eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'500.- auszurichten, zahlbar innerhalb von 30 Tagen ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung anâ¦</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">Eine Minderheit des Gerichts hat folgenden Entscheid beantragt:<br/> (vgl. § 71 VRG in Verbindung mit § 124 des Gesetzes Ã¼ber die Gerichts- und BehÃ¶rdenorganisation im Zivil- und Strafprozess [GOG])</p> <p class="Erwgung2">"Die Beschwerde ist gutzuheissen, jedoch mit folgender MinderheitsbegrÃ¼ndung:"</p> <p class="Erwgung2">ErwÃ¤gungen</p> <p class="Erwgung2"><b>1. </b>Die Frage, ob eine GebÃ¼hr von geringer HÃ¶he im Sinn von Art. 38 Abs. 1 lit. d KV bzw. eine KanzleigebÃ¼hr vorliegt, darf sich nicht allein am Gesamtbetrag einer im konkreten Fall erhobenen GebÃ¼hr messen; andernfalls kÃ¶nnte unter Umstanden die identische GebÃ¼hr (z.<span> </span>B. die Kopie eines Ã¤rztlichen Berichts fÃ¼r Fr. 50.-) im einen Fall als KanzleigebÃ¼hr und im anderen Fall, wo sich die GebÃ¼hr mit weiteren GebÃ¼hren gemÃ¤ss aGebV SVB addiert, nicht als solche qualifiziert werden. Es sollte demnach nicht einzig auf die GesamtgebÃ¼hrenhÃ¶he im Einzelfall abgestellt werden, sondern vor allem darauf, ob mit der GebÃ¼hr auch nur gerade ein Entgelt fÃ¼r die beanspruchte einfache KanzleitÃ¤tigkeit verlangt wird. Sobald das Gemeinwesen jedoch nur aus Anlass einer solchen einfachen KanzleitÃ¤tigkeit eine GebÃ¼hr erhebt, um eine vorgÃ¤ngig erbrachte komplexere VerwaltungstÃ¤tigkeit zu finanzieren oder zu amortisieren, erscheint die GebÃ¼hr ihrem Wesen nach nicht mehr als geringfÃ¼gige KanzleigebÃ¼hr und bedarf einer gesetzlichen Grundlage. </p> <p class="Erwgung2"><b>2. </b>Werden einem um Akteneinsicht bemÃ¼hten Gesuchsteller mÃ¤ssige StÃ¼ckpreise fÃ¼r Fotokopien in Rechnung gestellt, so werden damit ohne Weiteres nur einfache VerwaltungstÃ¤tigkeiten ohne besonderen PrÃ¼fungs- und Kontrollaufwand berechnet, dies unabhÃ¤ngig davon, ob sich die Endsumme der GebÃ¼hr infolge grosser StÃ¼ckzahl auf mehrere hundert Franken belÃ¤uft (vgl. BGE 107 Ia 29 E. 2c). Im vorliegenden Fall aber hat die Beschwerdegegnerin nicht allein ihren Aufwand fÃ¼r KopierbemÃ¼hungen in Rechnung gestellt, sondern gestÃ¼tzt auf § 11 Abs. 1 aGeb SVB zusÃ¤tzlich berÃ¼cksichtigt, welche Bedeutung der Sache zukam, ob es sich um eine besonders aufwendige Untersuchung, insbesondere hinsichtlich Gutachten und Expertisen, handelte und dem interessierten Dritten dadurch entsprechende eigene Auslagen grÃ¶sseren Umfangs erspart wurden. Indem sie neben der allgemeinen AkteneinsichtsgebÃ¼hr (Fr. 47.-), den Kopier- (Fr. 34.-) und Zustellkosten (Fr. 19.-) der BeschwerdefÃ¼hrerin zusÃ¤tzlich Fr. 150.- fÃ¼r den Bericht D, Fr. 150.- fÃ¼r die Berichte E.1 und E.2 und den Bericht F sowie Fr. 200.- fÃ¼r den Bericht G berechnete, beteiligte sie die BeschwerdefÃ¼hrerin faktisch an den Kosten dieser fÃ¼r die Strafuntersuchung ohnehin nÃ¶tigen Beweiserhebungen. Insoweit lÃ¤sst sich die eingeforderte GebÃ¼hr nicht mehr als geringes Entgelt fÃ¼r einfache VerwaltungstÃ¤tigkeit qualifizieren. Die Beschwerde ist daher mangels gesetzlicher Grundlage fÃ¼r eine Ã¼ber Fr. 100.- hinausgehende GebÃ¼hrenforderung gutzuheissen.</p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine Minderheit des Gerichts hat folgenden Entscheid beantragt:<br/> </span><span>(vgl. § 71 VRG in Verbindung mit § 124 GOG)</span></p> <p class="Urteilstext"><span>"</span><span>1</span><span>. Die Beschwerde ist abzuweisen.<br/> 2. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.<br/> 3. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen."</span></p> <p class="Erwgung2">ErwÃ¤gungen</p> <p class="Erwgung2"><b>1. </b><span>Das Erfordernis der formell-gesetzlichen Grundlage muss vorliegend nicht erfÃ¼llt sein, denn der eingeforderte Betrag in HÃ¶he von insgesamt Fr. 600.- ist als KanzleigebÃ¼hr zu qualifizieren. Das Anfordern der Vollmacht zur PrÃ¼fung der Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin zur Akteneinsicht, das Heraussuchen der gewÃ¼nschten AktenstÃ¼cke, das Anfertigen von Kopien sowie die anschliessende Zustellung derselben stellen einfache TÃ¤tigkeiten der Beschwerdegegnerin dar, die keinen besonderen PrÃ¼fungs- und Kontrollaufwand nÃ¶tig machten (vgl. auch Zurkinden, S. 339). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2. </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt die vorgenommene Qualifizierung aufgrund der HÃ¶he des streitbetroffenen Betrags, der nicht mehr als bescheiden gelten kÃ¶nne. Der Rechtsprechung des Bundesgerichts lÃ¤sst sich jedoch keine betragsmÃ¤ssige obere Grenze fÃ¼r KanzleigebÃ¼hren entnehmen (vgl. auch E. 3.3 und 3.5). Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin aufgelisteten Entscheide enthalten Ã¼berdies keine einschlÃ¤gigen Sachverhalte, die Aufschluss darÃ¼ber geben kÃ¶nnten, welcher Betrag fÃ¼r die GewÃ¤hrung der Akteneinsicht gegenÃ¼ber Dritten noch als "bescheiden" eingestuft werden kÃ¶nnte: BGE 125 I 173 betraf Kosten in HÃ¶he von Fr. 200.- fÃ¼r die DurchfÃ¼hrung eines Zulassungstests fÃ¼r das Studium der Human-, Zahn- und VeterinÃ¤rmedizin, die das Bundesgericht "kaum als bescheiden" beurteilte, "zumal fÃ¼r StudienanfÃ¤nger, welche typischerweise kein oder nur ein geringes Einkommen" hÃ¤tten (E. 9b). In BGE 75 I 114 ff. erklÃ¤rte das Bundesgericht die GebÃ¼hr fÃ¼r eine Berufsbewilligung in HÃ¶he von Fr. 130.- nebst Kanzleiauslagen als Ã¼bersetzt und daher unzulÃ¤ssig. Gleich verhielt es sich mit einer solchen von Fr. 60.- fÃ¼r die Kontrolle des Gutachtens Ã¼ber die Zulassung kontrollpflichtiger Heilmittel (BGE 81 I 351 E. 4). Zumindest kann es sich bei einer seitens des kantonalen VerhÃ¶ramts erhobenen GebÃ¼hr in der HÃ¶he von Fr. 4'400.- fÃ¼r die Einsicht in den Bericht des forensisch-wissenschaftlichen Dienstes nicht mehr um eine KanzleigebÃ¼hr handeln, weil weit Ã¼ber dem bescheidenen Rahmen liegend (BGr, 3. MÃ¤rz 2009, 2C_729/2008, E. 4.5). Im Ãbrigen ist darauf hinzuweisen, dass einzelne, fÃ¼r mehrere Amtshandlungen geschuldete KanzleigebÃ¼hren â wie FotokopiergebÃ¼hren oder Akteneinsicht in mehrere Akten â in ihrer Gesamtheit zur Auferlegung umfangreicherer Abgaben fÃ¼hren kÃ¶nnen (vgl. Widmer, S. 71). Dies ist auch vorliegend der Fall, forderte die BeschwerdefÃ¼hrerin immerhin Akteneinsicht in elf AktenstÃ¼cke, wovon die Beschwerdegegnerin in der Folge Kopien anfertigen musste. Der arbeitstechnische Zeitaufwand der Beschwerdegegnerin und deren Sekretariat belief sich dabei auf 30 Minuten bzw. auf eine Stunde und fÃ¼nf Minuten. </p> <p class="Erwgung2"><b>3. </b>Im Zusammenhang mit dem auch fÃ¼r KanzleigebÃ¼hren geltenden Kostendeckungsprinzip (vgl. BGE 132 II 371 E. 2.1; 132 II 47 E. 4.1) kritisiert die BeschwerdefÃ¼hrerin zu Unrecht, der von der Vorinstanz vorgenommene Verweis auf das Gesamtdefizit der gesamten StrafverfolgungsbehÃ¶rden des Kantons ZÃ¼rich sei unzulÃ¤ssig. Vielmehr stellen die genannten BehÃ¶rden einen bestimmten Verwaltungszweig dar, der sich nach sachlich zusammengehÃ¶renden Verwaltungsaufgaben, nÃ¤mlich der Strafverfolgung von Erwachsenen, definiert (vgl. BGE 126 I 180 E. 3b/cc). Unter Hinweis auf die erwirtschafteten, im GeschÃ¤ftsbericht des Regierungsrats ausgewiesenen Defizite dieses Verwaltungszweigs in den Jahren vor Beginn der die BeschwerdefÃ¼hrerin interessierenden Strafuntersuchung (vgl. GeschÃ¤ftsbericht 2009 des Regierungsrats des Kantons ZÃ¼rich, Staatskanzlei und Direktionen, S. 62 f.) durfte die Vorinstanz somit ohne Weiteres davon ausgehen, dass die Beschwerdegegnerin bei der streitbetroffenen GebÃ¼hrenerhebung das Kostendeckungsprinzip einhielt. </p> <p class="Erwgung2"><b>4. </b>Mit der Beschwerdegegnerin ist schliesslich festzustellen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin, die als Dritte in ihrem eigenen Interessen um Akteneinsicht ersuchte, mit den von ihr angeforderten Dokumenten zu den fÃ¼r die KlÃ¤rung des Versicherungsfalls benÃ¶tigten Informationen kommen konnte, ohne dabei erhebliche Kosten infolge Erteilung von GutachterauftrÃ¤gen zu Marktpreisen tragen zu mÃ¼ssen. Die Edition der besagten Dokumente, deren Erstellung teilweise mit einem erheblichen Aufwand anderer BehÃ¶rden sowie Dritter/Privater verbunden war, brachte der BeschwerdefÃ¼hrerin somit einen wirtschaftlichen, bezifferbaren Vorteil. Die einzelnen Kostenstellen entsprechen zudem den Weisungen der Vorinstanz. Aufgrund des betriebenen Aufwands der Beschwerdegegnerin und nach Massgabe der dem Verwaltungsgericht in der Angelegenheit zukommenden beschrÃ¤nkten Kognition (§ 50 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 lit. a und b VRG) ist der fÃ¼r die Akteneinsicht eingeforderte Betrag in HÃ¶he von Fr. 600.- im Ãbrigen nicht zu beanstanden, zumal nach Massgabe von § 11 Abs. 1 Satz aGebV SVB jedenfalls eine GebÃ¼hr bis zu Fr. 1'000.- eingefordert werden kÃ¶nnte. Folglich ist nicht ersichtlich, dass das Ãquivalenzprinzip im vorliegenden Fall verletzt wÃ¤re.</p> <p class="Urteilstext">Unter diesen UmstÃ¤nden erscheint es als rechtmÃ¤ssig, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin im Rahmen der ihr gewÃ¤hrten Akteneinsicht Kosten in HÃ¶he von insgesamt Fr. 600.- auferlegt wurden. Die Beschwerde ist daher abzuweisen, unter den erwÃ¤hnten Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>