{"Signatur": "CH_BVGE_001", "Spider": "CH_BVGer", "Datum": "2015-05-06", "PDF": {"Datei": "CH_BVGer/CH_BVGE_001_BVGE-2015-10_2015-05-06.pdf", "URL": "https://jurispub.admin.ch/publiws/download;jsessionid=26512901D7F54110280E54B6AAE9A0B9?decisionId=0c25c90f-0c5a-44ce-b613-a77fdc995fcc", "Checksum": "5c35d2a46822ee0876291478ae512f42"}, "Scrapedate": "2025-09-07", "Num": ["BVGE 2015/10"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bundesverwaltungsgericht 06.05.2015 BVGE 2015/10"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bundesverwaltungsgericht 06.05.2015 BVGE 2015/10"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Bundesverwaltungsgericht 06.05.2015 BVGE 2015/10"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Bundesverwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conf\u00e9deration Bundesverwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Bundesverwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Abteilung V"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Asyl und Wegweisung | \nAsyl und Wegweisung. Aus dem rechtlichen Geh\u00f6r und dem Unter\u00adsuchungsgrundsatz\nfliessende Mindestanforderungen an die Her\u00adkunftsabkl\u00e4rung im Rahmen der Anh\u00f6rung.\nArt.&#160;29 Abs.&#160;2&#160;BV. Art.&#160;6\nAsylG. Art.&#160;12 und Art.&#160;26&#160;ff. VwVG.\n1.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nDie im Rahmen der Anh\u00f6rung durchgef\u00fchrte Abkl\u00e4rung des L\u00e4nder- und Alltagswissens\nvon Asylsuchenden kann sich grund\u00ads\u00e4tzlich zur Plausibilit\u00e4tspr\u00fcfung von Herkunftsangaben\neignen (E.&#160;5.2.1).\n2.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nF\u00fcr das Bundesverwaltungsgericht muss aus den vorinstanz\u00adlichen Akten nicht nur erkennbar\nsein, welche Fragen die Vorins\u00adtanz der asylsuchenden Person gestellt hat und wie diese darauf geantwortet\nhat, sondern auch, wie diese Fragen h\u00e4tten beant\u00adwortet werden und weshalb eine in der fraglichen\nRegion soziali\u00adsierte Person die zutreffenden Antworten h\u00e4tte kennen m\u00fcssen. Die zutreffenden\nAntworten sind zudem mit Informationen zu belegen, bei deren Beschaffung, Aufbereitung und Pr\u00e4sentation\nsich die Vorinstanz an den f\u00fcr Country of Origin Information (COI) geltenden Standards zu orientieren\nhat (E.&#160;5.2.2.2).\n3.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nDer vollumf\u00e4nglichen Einsicht der asylsuchenden Person in die Herkunftsabkl\u00e4rung k\u00f6nnen\nwesentliche \u00f6ffentliche Geheimhal\u00adtungsinteressen entgegenstehen. Der asylsuchenden Person\nist der wesentliche Inhalt der Herkunftsabkl\u00e4rung aber so detailliert zur Kenntnis zu bringen, dass\nsie hierzu konkrete Einw\u00e4nde an\u00adbringen kann (E.&#160;5.2.2.3 und 5.2.2.4).\n4.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nSind die genannten Mindestanforderungen nicht erf\u00fcllt, verletzt die Vorinstanz den Anspruch\nder asylsuchenden Person auf rechtliches Geh\u00f6r und die Untersuchungspflicht. Sind diese Min\u00addestanforderungen\nerf\u00fcllt, untersteht die von der Vorinstanz im Rahmen der Anh\u00f6rung durchgef\u00fchrte Herkunftsabkl\u00e4rung\nals Beweismittel der freien Beweisw\u00fcrdigung (E.&#160;5.2.3.1 und 5.2.3.2).\n"}], "ScrapyJob": "446973/32/2119", "Zeit UTC": "07.09.2025 22:20:29", "Checksum": "b230ec198af18b01ef5a7f3c0e2f5192"}