Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 13. April 2015 (725 14 382 / 81) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Der Umstand, dass ein Zahnschaden durch den Biss auf einen “Fremdkörper“ verursacht wird, reicht nicht aus, um das Vorliegen eines Unfa lls im Rechtssinne zu bejahen. Es muss sich bei diesem “Fremdkörper“ zusätzlich um einen ungewöhnlichen äusseren Faktor handeln. Eine zuverlässige Prüfung dieser we iteren Leistungsvoraussetzung ist nur möglich, wenn rechtsgenüglich nachgewiesen ist, um was für einen Gegenstand es sich effektiv gehandelt hat, der den Zahnschaden verursacht hat. Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A.____, Beschwerdeführer gegen AXA Versicherungen AG , General Guisan -Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin Betreff Leistungen A. Der 1956 geborene A.____ ist seit 1. Februar 200 9 bei der B.____ AG angestellt und durch die Arbeitgeberin bei der AXA Versicherungen AG obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Mit “Bag atell-Unfallmeldung“ vom 3. April 2014 liess A.____ der AXA Versicherungen AG durch seine Arbeit geberin einen Unfall melden. Laut den Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Angaben im genannten Formular habe er am 23. März 20 14 an einer Grillstelle im Wald „gut gewaschenen Salat gegessen und dabei auf einen kleinen Stein gebissen, dabei sei eine Zahn- kante abgebrochen und habe sich im Zwischenraum verklemm t.“ Laut den Angaben des be- handelnden Zahnarztes Dr. med. dent. C.____ im “Frag ebogen betreffend Zahnschäden“ vom 10. Mai 2014 sei es am Zahn 47, welcher vorbestehend be reits gefüllt gewesen sei, zu einer Kronenfraktur gekommen. Nachdem die AXA Versicherungen A G bei A.____ genauere Aus- künfte zum Unfallhergang eingeholt hatte, lehnte sie m it Verfügung vom 21. Juli 2014 ihre Leis- tungspflicht im Wesentlichen mit der Begründung ab, es sei nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Zahnschaden durch einen ungewöhnlichen äusseren Faktor verursacht worden sei. Es sei daher kein re chtsgenüglicher Nachweis für das Vorliegen eines Unfalls im Rechtssinne erbracht. Daran h ielt die AXA Versicherungen AG auf Einsprache des Versicherten hin mit Einspracheentscheid vom 5. November 2014 fest. B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____ am 3. Dezember 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Ka ntonsgericht). Darin beantragte er sinngemäss, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuh eben und die AXA Versicherun- gen AG sei zur Übernahme der Behandlungskosten des Zahn schadens vom 23. März 2014 zu verpflichten. C. Mit Vernehmlassung vom 28. Januar 2015 beantragte die AXA Versicherungen AG die Abweisung der Beschwerde. Die Präsidentin zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, desse n Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetze s über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent- scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen V ersicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Ver sicherungsgericht desjenigen Kan- tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwer deerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor- liegend befindet sich dieser in D.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsge- richts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas- sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons- gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge- gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Ar t. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustä ndig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 3. Dezember 2014 ist demnach einzutreten. 1.2 Laut § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozialversi- cherungsrecht des Kantonsgerichts durch Präsidialentscheid St reitigkeiten bis zu einem Streit- wert von 10'000 Franken. Im zur Beurteilung stehenden Fall liegt die Kostenübernahme für eine Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Zahnbehandlung im Streit. Bei den Akten befindet sich ein Kostenvoranschlag des behandeln- den Zahnarztes Dr. C.____ vom 11. Mai 2014 in welchem von Behandlungskosten von Fr. 492.90 ausgegangen wird. In Anbetracht der Höhe dieses Betrags fällt die Beurteilung der Beschwerde des Versicherten in die Kompetenz der präsid ierenden Person der Abteilung Sozi- alversicherungsrecht des Kantonsgerichts. 2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die B eschwerdegegnerin als obligatorischer Unfallversicherer die Kosten der Behandlung des vom Besch werdeführer geltend gemachten Zahnschadens zu übernehmen hat. 3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche- rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl- len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. 3.2 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, n icht beabsichtigte schädigende Ein- wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den me nschlichen Körper, die eine Beein- trächtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 134 V 75 E. 2.3). Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im Einzel- fall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (BGE 134 V 76 E. 4.1, 129 V 402 E. 2.1, 122 V 233 E. 1, 121 V 38 E. 1a, j e mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat. Ausschlaggebend ist, dass sich der äussere Faktor vom Normal mass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswi rkungen allein begründen keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 80 E. 4.3.1). 3.3 Im Zusammenhang mit Zahnschädigungen, die sich beim Essen ereignen, ist das Be- griffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors zu bejahen, wenn sie durch einen Gegenstand verursacht werden, welcher üblicherweise nicht in dem betreffenden Nahrungsmit- tel vorhanden ist (Sozialversicherungsrecht - Rechtsprechu ng [SVR] 1999, UV Nr. 9, S. 28 E. 3c/cc). In der Rechtsprechung wurden als solche ungewöhn liche Faktoren beispielsweise eine Nussschale in einem Nussbrot (BGE 114 V 170 E. 2), ein Knochensplitter in einer Wurst (BGE 112 V 205 E. 3b) oder ein Olivenstein in einer Olive, wenn die versicherte Person be- wusst eine Packung entsteinter Oliven gekauft hat (Urtei l L. vom 20. April 2011, 9C_985/2010, E. 5.4), anerkannt. Demgegenüber wurde die Ungewöhn lichkeit verneint bei der Figur im Drei- königskuchen (BGE 112 V 205 E. 3b), bei einem Kirschenste in in einem bewusst mit nichtent- steinten Früchten zubereiteten Kirschenkuchen (BGE 112 V 205 E. 3b), bei einem harten Bis- kuit wie z.B. einem “Totenbeinli“ und bei einem Stück N uss-Schokolade (BGE 103 V 181 E. 4b) oder bei einem Muschelschalensplitter auf einer Meeresfrüchte-Pizza, welche mit Muschelscha- len zubereitet wurde (Urteil M. vom 2. Februar 2004, U 305/02, E. 2.3). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren un d der Sozialversicherungs- prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständ ige Feststellung des rechtserhebli- chen Sachverhaltes zu sorgen. Die Verwaltung als verfügend e Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiese n annehmen, wenn sie von ihrem Be- stehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat die rechtsanwendende Behörde ihren Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes v orsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sach- verhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Verwalt ung und Gericht haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen mög lichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 221 f. E. 6 mit H inweisen). Der Untersuchungsgrund- satz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügende n Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sach- verhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel grei ft allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsat zes aufgrund einer Beweiswürdi- gung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest di e Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6 mit Hinweisen). 4.2 Was speziell den Unfallbeweis anbelangt, sind die ei nzelnen Umstände des Unfallge- schehens vom Leistungsansprecher bzw. der Leistungsanspreche rin glaubhaft zu machen. Kommt er bzw. sie dieser Forderung nicht nach, indem un vollständige, ungenaue oder wider- sprüchliche Angaben gemacht werden, die das Bestehen ein es unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine Leistungspfl icht des Versicherers (SVR 2001, KV Nr. 50, S. 146 E. 4c). Das damalige Eidgenössische Ve rsicherungsgericht (EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen) hat in ständiger Rechtsprechung erkannt, dass die blosse Vermutung, der Zahnschaden sei durch einen Frem dkörper verursacht worden, nicht für die Annahme eines ungewöhnlichen äusseren Faktors (vgl. d azu E. 3.3 hiervor) genügt (T URTÈ BAER , Die Zahnschädigung als Unfall in der Sozialversicherung , in: Schweizerische Juristen- Zeitung [SJZ] 88 [1992], S. 324 mit Hinweisen). In diesen Fällen liegt Beweislosigkeit vor, deren Folgen die versicherte Person zu tragen hat, welche aus d em unbewiesen gebliebenen Sach- verhalt Rechte ableiten wollte, und es besteht keine Lei stungspflicht des Unfallversicherers (BGE 138 V 222 E. 6; vgl. E. 4.1 hiervor). In diesem Sinne entschied das damalige EVG, wenn die versicherte Person lediglich geltend machen konnte, auf "etwas Hartes" oder "einen Fremd- körper" gebissen zu haben, den Gegenstand jedoch nicht genauer beschreiben konnte (vgl. etwa Urteile S. vom 21. Februar 2003, U 229/01, R. vo m 26. April 2000, U 33/00, und N. vom 17. Januar 2000, U 268/99). Eine blosse Vermutung, dass der Schaden durch einen ungewöhn- lichen äusseren Faktor (vgl. dazu E. 3.3 hiervor) eingetre ten sei, lag nach der Rechtsprechung aber auch dann vor, wenn der fragliche Gegenstand zwar benannt wurde, der entsprechende Nachweis aber nicht erbracht werden konnte (Urteil R. des Bundesgerichts vom 4. Juni 2013, 8C_215/2013, E. 3 mit weiteren Hinweisen). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.1 In der Unfallmeldung vom 3. April 2014 erklärte d er Beschwerdeführer, er habe am 23. März 2014 an einer Grillstelle im Wald „gut gewasch enen Salat gegessen und dabei auf einen kleinen Stein gebissen, dabei sei eine Zahnkant e abgebrochen und habe sich im Zwi- schenraum verklemmt.“ Auf Nachfrage der AXA Versicherung en AG gab der Versicherte am 29. April 2014 an, er habe das Kaugut ausgespuckt. Bei der fraglichen Speise habe es sich um einen „Mix aus Blatt- und Tomatensalat“ gehandelt, wob ei das „Steinchen vermutlich in der To- matenhaut eingepresst“ gewesen sei. In einer weiteren S tellungnahme vom 20. Juli 2014 führte der Versicherte sodann aus, er könne den fraglichen Gegenstand nicht vorlegen; es sei „absolut nicht praktikabel, ein zermalmtes Beweisstück in einem Spei sebrei zu sichern.“ Die Abspaltung eines „Ecks des Backenzahns“, welches er dem Zahnarzt habe vorlegen können, sei jedoch nur durch eine ausserordentliche Belastung durch einen Fremdkörper möglich. 5.2 Auch wenn die Schilderungen des Schadenshergangs du rch den Versicherten an und für sich widerspruchsfrei sind, bleibt vorliegend die we sentliche Frage, wodurch sich dieser den Zahnschaden effektiv zugezogen hat, letztlich offen. Die AXA Versicherungen AG macht im angefochtenen Einspracheentscheid und in ihrer Vernehm lassung zutreffend geltend, dass ein äusserer Faktor als Schadensursache vorliegend nicht rec htsgenüglich bewiesen und somit auch eine Aussage über dessen Ungewöhnlichkeit nicht mögl ich ist. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.2 hiervor), handelt es sich nach der Rechtsprechung eben auch dann um eine blosse Ver- mutung, dass der Schaden durch einen ungewöhnlichen äusseren Faktor eingetreten sei, wenn der fragliche Gegenstand (“Steinchen“) zwar benannt wi rd, der entsprechende Nachweis aber nicht erbracht werden kann. 5.3 In Würdigung der gesamten Umstände erscheint es somi t durchaus möglich, dass die Zahnschädigung entsprechend der Darstellung des Versicherten auf einen Unfall im Rechtssin- ne zurückzuführen ist. Dies reicht jedoch nach der ständ igen, klaren Rechtsprechung zum Un- fallbeweis von Zahnschäden nicht aus, um eine Leistungspf licht der Beschwerdegegnerin zu bejahen. Hierzu müsste die Schilderung des Versicherten, wonach er beim Essen von „gut ge- waschenem Salat auf einen kleinen Stein gebissen“ habe, wodurch „eine Zahnkante abgebro- chen“ sei, mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrsch einlichkeit erstellt sein. Wie bereits die AXA Versicherungen AG im angefochtenen Einsprachee ntscheid zutreffend erkannt hat, ist diese Voraussetzung vorliegend nicht gegeben. Es liegt i nsofern eine Beweislosigkeit vor, de- ren Folgen der Versicherte, der aus dem unbewiesen gebl iebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte, tragen muss. 5.4 Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdef ührer schliesslich mit dem Einwand, ein Zahnschaden, wie er ihn erlitten habe, sei in jedem Fall nur durch den Biss auf einen harten Gegenstand - mit anderen Worten also dur ch die ausserordentliche Belastung durch einen Fremdkörper - möglich. Ob dies zutrifft, we nn es sich wie vorliegend um einen Zahn handelt, der bereits früher behandelt worden ist , kann an dieser Stelle offen bleiben. Der Umstand, dass der Zahnschaden durch eine plötzliche, nicht beabsichtigte und schädigende Einwirkung eines äusseren Faktors (den Biss auf einen “Fre mdkörper“) verursacht wird, reicht nach dem oben Gesagten nicht aus, um das Vorliegen ein es Unfalls im Rechtssinne zu beja- hen. Es muss sich bei diesem “Fremdkörper“ zusätzlich um einen ungewöhnlichen äusseren Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Faktor handeln (vgl. dazu E. 3.3 hiervor). Eine zuverlä ssige Prüfung dieser weiteren Leistungs- voraussetzung ist aber nur möglich, wenn rechtsgenüglich nachgewiesen ist, um was für einen Gegenstand es sich effektiv gehandelt hat, der den Zah nschaden verursacht hat. Diese Vo- raussetzung ist - wie oben aufgezeigt - im vorliegenden Fall aber nicht erfüllt. 6. Zusammenfassend ergibt sich, dass der angefochtene Einsp racheentscheid der AXA Versicherungen AG vom 5. November 2014 nicht zu beanstan den ist. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 7. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vo rliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozess ausgang entsprechend wettzuschla- gen. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. http://www.bl.ch/kantonsgericht