B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-4277/2013/mel U r t e i l v o m 4 . S e p t e m b e r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Hans Schürch, mit Zustimmung von Richter Markus König; Gerichtsschreiberin Eva Zürcher. Parteien A._______, geboren (…), Sri Lanka, vertreten durch Hans Peter Roth, (…), Beschwerdeführerin, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 25. Juni 2013 / N (…). D-4277/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Mit Verfügung vom 8. Mai 2002 lehnte das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) das erste Asylgesuch der Beschwerdeführerin , einer Staatsang e- hörigen von Sri Lanka tamilischer Ethnie, vom 21. Jul i 1999 ab und or d- nete die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug an. Die d a- gegen erhobene Beschwerde wurde von der Schweizerischen Asylr e- kurskommission (ARK) mit Urteil vom 7. November 2002 abgewiesen. Am 2. Juni 2003 kehrte die Beschwerdeführerin in ihr Heimatland zurück. Für die weiteren Einzelheiten des ersten Asylverfahrens ist auf die Akten zu verweisen. B. Am 7. Juni 2003 hat die Beschwerdeführerin B.S. in B._______ geheira- tet. C. Am 3. Juli 2003 reichte sie bei der Schweizer Botschaft in B._______ ein Visumsgesuch ein, welches abgelehnt wurde. D. Am 4. Januar 2010 ersuchte sie bei der Schweizer Botschaft in B._______ erneut um Ausstellung eines Visums. Begründet wurde dieses in einem Antwortschreiben des katholischen Sozialdienstes zu Handen des Migrationsamtes des zuständ igen Kantons vom 26. Februar 2010 damit, dass B.S. vor zwei oder drei Jahren die Besuche bei der B e- schwerdeführerin eingestellt und sich seither bei ihr nicht mehr gemeldet habe. Die Beschwerdeführerin lebe allein in B._______ und habe ex i- stenzielle Probleme. Mit einem dreimonatigen Aufenthalt in der Schweiz könne die Ehesituation geklärt werden. Das Visumsgesuch wurde am 22. März 2010 abgewiesen. E. Die Beschwerdeführerin verliess eigenen Angaben zufolge ihr Heimatland am 22. August 2012 erneut und gelangte per Flugzeug über ein ihr unb e- kanntes Land in ein weiteres Land und von dort unter Umgehung der Grenzkontrollen am 23. August 2012 im Auto in die Schweiz, wo sie am 24. August 2012 das zweite Asylgesuch stellte. Am gleichen Tag wurde sie im Empfangs - und Verfahrenszentrum C._______ befragt und am 21. Mai 2013 vom BFM direkt zu den Asylgründen angehört. D-4277/2013 Seite 3 Die Beschwerdeführerin brachte vor, sie habe anlässlich ihres ersten Auf- enthaltes in der Schweiz ihren zukünftigen Ehemann (Anmerkung des Gerichts: B.S.) kennengelernt und während dreieinhalb Jahren mit ihm in der Schweiz zusammengelebt. Nach der Rückkehr ins Heimatland habe sie ihn im Juni 2003 geheiratet und mit ihm während 13 Tagen zusa m- mengewohnt. Anschliessend sei B.S. in die Schweiz zurückgekehrt, von wo aus er mit ihr guten telefonischen Kontakt gepflegt habe. Bis zum Jahr 2005 habe er ihr regelmässig Geld geschickt; indessen habe er sich nicht bemüht, sie in die Schweiz nachkommen zu lassen. Im Jahr 2008 habe B.S. schliesslich den Kontakt zu ihr abgebrochen, worauf sie mit der Hilfe eines Anwaltes selbst versucht habe, in die Schweiz zu gelangen. Zw i- schen dem Jahr 2008 und dem 4. August 2012 habe sie in D._______ bei Batticaloa gelebt. Mit der Begründung, ihr Ehemann lebe in der Schweiz und unterstütze die Liberation Tigers of Tamil Eelam, hätten unbekannte Leute einer Gruppierung mehrmals von ihr Geld verlangt, das sie jeweils bezahlt habe. Ende 2008 oder anfangs 2009 sei sie öfters von Unbekann- ten telefonisch belästigt worden, indem diese damit gedroh t hätten, sie bei der Regierung zu verraten, wenn sie kein Geld mehr gebe. Da die Be- lästigungen und Bedrohungen gegen Ende 2009 intensiver geworden seien, habe sie sich zu Bekannten nach B._______ begeben. Im Jahr 2012 sei sie auf dem Weg zur Kirche von Un bekannten in einen weissen Van gezerrt und mit dem Tod bedroht worden für den Fall, dass sie nicht innerhalb eines Monats eine Summe Geld besorge. Ihren Einwand, der Ehemann habe sie im Stich gelassen, habe man ihr nicht geglaubt. Unter der Auflage, sie dürfe sich nicht an die Polizei wenden, habe man sie frei- gelassen. Danach sei sie noch zwei oder drei Mal telefonisch bedroht worden. Die Beschwerdeführerin reichte ein e sri -lankische Identitätskarte, einen Eheschein und Korrespondenz zwischen der sri -lankischen Rechtsvertre- tung der Beschwerdeführerin und der Schweizer Botschaft zu den Akten. F. Mit Verfügung vom 25. Juni 2013 – eröffnet am folgenden Tag – wies das BFM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin infolge fehlender Glaubhaf- tigkeit ihrer Aussagen ab. D ie Beschwerdeführerin wies es aus der Schweiz weg und ordnete den Vollzug der Wegweisung an. Zur Begrü n- dung legte das BFM dar, dass die Beschwerdeführerin widersprüchlich vorgebracht habe, wann die Entführung im weissen Van stattgefunden habe, indem sie einerseits ausgesagt habe, dies sei im März 2012 gew e- sen und sie andererseits diesen Vorfall auf den 3. August 2012 datiert D-4277/2013 Seite 4 habe. Hinsichtlich der geltend gemachten Geldübergabe habe sie auf der einen Seite dargelegt, sie habe den Männern im Jahr 2008 ein pa ar Mal Geld gegeben, während auf der andern Seite die letzte Geldübergabe Ende 2007 gewesen sei. Ferner habe sie anlässlich der Kurzbefragung zu Protokoll gegeben, dass sie Ende 2008 mehrmals von Unbekannten telefonisch bedroht worden sei und diese Bedrohungen gegen Ende 2009 intensiver geworden seien, was sich nicht vereinbaren lasse mit der fe h- lenden Erwähnung von telefonischen Bedrohungen anlässlich der Anh ö- rung und ihrer Aussage, die Männer hätten sich letztmals im Jahr 2007 gemeldet, worauf sie im Jahr 2008 nach B._______ gegangen sei, wo sie anfänglich keine Probleme gehabt habe und nicht telefonisch bedroht worden sei. Zudem seien die Ausführungen der Beschwerdeführerin su b- stanzlos ausgefallen. Insbesondere habe sie zur geltend gemachten En t- führung ke ine anschaulichen Einzelheiten erwähnen können, sondern habe sich auf Wiederholungen von ster eotypen Aussagen beschränkt, welche auch eine unbeteiligte Person wiedergeben könne. Auch habe sie die Entführer nicht näher beschreiben können. Diesbezüglich habe sie sich auch widersprochen, indem sie die Entführer anlässlich der Schild e- rung in der Kurzbefragung mit Waffen bedroht haben sollen, während sie in der Anhörung keine Waffen mehr erwähnt habe. Den Vollzug der Weg- weisung bezeichnete das BFM als zulässig, zumutbar und möglich, wobei dargelegt wurde, dass die Beschwerdeführerin nach B._______ zurück- kehren könne, wo ihre Mutter ein Haus habe. Es könne nicht geglaubt werden, dass sie nicht wisse, wo sich ihre Geschwister aufhalten würden. Damit verfüge sie über ein tragfähiges Beziehungsnetz und werde nicht in eine existenzielle Notlage geraten. Der Umstand, dass sie mit dem in der Schweiz lebenden B.S. verheiratet sei, verschaffe ihr nicht per se ein Auf- enthaltsrecht. Vielmehr könne sie bei den kantonalen Migrationsbehörden ihres Wohnkantons im Rahmen eines Familiennachzuges um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ersuchen, sofern die Eheleute sich entschi e- den, ihre Ehe aufrechtzuerhalten. Den Ausgang des Bewilligungsverfa h- rens könne die Beschwerdeführerin auch im Ausland abwarten. G. Gegen diese Verfügung reichte die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 26. Juli 2013 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein und bea n- tragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Gewährung von Asyl sowie eventualiter di e Gewährung der vorläufigen Aufnahme infolge fehlender Zulässigkeit beziehungsweise Zumutbarkeit des Wegweisungs- vollzugs. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte sie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Zur Begründung legte sie dar, D-4277/2013 Seite 5 dass sie selber zwar politisch nicht aktiv gewesen sei, indessen als Eh e- frau eines Landsmannes, der vor seiner Flucht und auch in der Schweiz Kontakte zu den LTTE gepflegt habe, ebenfalls in Verdacht gerate, mit den LTTE zusammenzuarbeiten. Anlässlich des ers ten Asylverfahrens habe sie Kontakte der Familie zu den LTTE aufgezeigt. Damit ergäben sich Verdachtsmomente, gestützt auf welche die Beschwerdeführerin e i- ner der im Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts (Anmerkung: Gemeint ist BVGE 2011/24) erwähnten Risikogruppen zuzuordnen sei. Ferner würden die staatlichen Behörden den von Milizen verfolgten Pe r- sonen keinen Schutz gewähren; im Fall der Beschwerdeführerin sei zu vermuten, dass die Erpresser einer Miliz angehören würden, womit sie nicht mit einer Schutzgewährung rechnen könne. Zudem habe sich die Sicherheitslage im Norden und Osten von Sri Lanka seit der Vernichtung der LTTE verschlechtert, auch wenn es praktisch keine Kampfhandlungen mehr gebe, da die verschiedenen Milizen zur offenen Kriminalität überge- gangen seien. Das BFM habe es zudem unterlassen, sich mit der aktue l- len Repression gegen die tamilische Minderheit und gegen andere opp o- sitionelle Kräfte auseinanderzusetzen. Zudem würden sich die der B e- schwerdeführerin vorgeworfenen Widersprüche hauptsächlich auf Ja h- reszahlen beschränken. Dabei habe das BFM übersehen, dass Asyls u- chende aus anderen Kulturen in der Regel Mühe hätten, wichtige zurüc k- liegende Ereignisse genau zu datieren. Aus der modernen Hirnforschung sei zudem bekannt, dass nur wenige Menschen in der Lage seien, b e- stimmte Ereignisse auf Anhieb genau zu datieren. Dazu aber würden Asylsuchende in den Anhörungen genötigt. Ausserdem könne der Ei n- druck des BFM, die Ausführungen der Beschwerdeführerin seien ohne Substanz, nicht geteilt werden. Ferner habe das BFM nicht angegeben, wo in den Protokollen sich die Stellen befänden, an welchen die B e- schwerdeführerin nachgefragt worden sei und keine genaue n anschauli- chen Einzelheiten habe nennen können. Schliesslich sei auch festzuha l- ten, dass im Asylverfahren ein erheblicher Grad von Wahrscheinlichkeit für die Annahme eines rechtserheblichen Sachverhaltes genüge, um von der Glaubhaftmachung auszugehen. Hinsichtlich des Wegweisungsvol l- zugs wurde dargelegt, dass die Vorinstanz keine ge nauen Abklärungen vorgenommen, sondern sich damit begnügt habe, die Zumutbarkeit au f- grund des Vorhandenseins von Eltern und Geschwistern zu bejahen. Z u- dem sei sie die Frau eines reichen Schweizers und damit prädestiniert, Opfer von Erpressungen zu werden. Ihre Eltern hätten ein hohes Brau t- geld bezahlt, während der Ehemann sie jahrelang mit leeren Verspr e- chungen hingehalten und ihr meist keine ausreichende finanzielle Unte r- stützung gewährt habe. Inzwischen habe die Beschwerdeführerin eing e-D-4277/2013 Seite 6 sehen, dass eine ge meinsame Zukunft an der Seite ihres Mannes wohl eine Illusion sei, weshalb sie die Scheidung einreichen wolle, wofür sie Zeit benötige. Im Übrigen wurde auf die allgemein verschlechterte Lage in Sri Lanka hingewiesen. Der Beschwerde lagen eine Vollmacht und die Kopie der angefochtenen Verfügung bei. H. Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 6. August 2013 wurde der Beschwerdeführerin mitgeteilt, dass sie den Ausgang des Beschwerdeverfahrens in der Schweiz abwarten könne. Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und um Erlass des Koste n- vorschusses wurden abgewiesen. Die Beschwerdeführerin wurde aufg e- fordert, innert der ihr angesetzten Frist einen Kostenvorschuss zu beza h- len, andernfalls werde auf die Beschwerde nicht eingetreten. I. Der verlangte Kostenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den B e- hörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesve r- waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entsche i- det auf dem Gebiet des Asyls endgültig , ausser bei Vorliegen eines Au s- lieferungsersuchens des Staates, vor welche m die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das Bundesverwa l- tungsgericht endgültig entscheidet. D-4277/2013 Seite 7 1.2 Die Beschwerde ist frist - und formgerecht eingereicht. Die Beschwer- deführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdi- ges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. 2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 3. Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zust immung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste- hend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durchfüh- rung eines Schriftenwechsels verzichtet. 4. 4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grun d- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die G e- fährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezif i- schen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG). 4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nach weisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für g e- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentl i- chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den D-4277/2013 Seite 8 Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ve r- fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 5. 5.1 Wie das BFM zu Recht ausführte und auch bereits in der Zwische n- verfügung vom 6. August 2013 festgehalten wurde , sind die Vorbringen der Beschwerdeführerin über die geltend gemachten Vorfälle – die B e- drohungen und Erpressungen mit Geld sowie die Entfüh rung zum Zweck der Gelderpressung – insgesamt substanzlos und oberflächlich geschi l- dert worden. Die Beschwerdeführerin war nicht in der Lage, Einzelheiten preiszugeben, so beispielsweise über das Aussehen der Männer, welche sie entführt haben sollen (vgl. Akte B16/16 S. 9). Mehrmals wurde sie aufgefordert, darzulegen, was anlässlich dieser eineinhalb Stunden wä h- rend der Entführung alles passiert sei; ihre entsprechenden Ausführungen blieben plakativ, detailarm und sie wiederholte sich, indem sie auf die Frage, was sonst noch alles passiert sei, als sie mit den Männern auf dem Friedhof gewesen sei, antwortete, es sei nur das, was sie schon g e- sagt habe, geschehen (vgl. Akte B16/16 S. 9). Abgesehen davon, dass diese Männer während der Entführung immer wieder Ge ld von ihr ve r- langt haben sollen, müssten der Beschwerdeführerin auch weitere Details in Erinnerung geblieben sein, welche über die eigentliche Geldforderung hinausgehen, was indessen of fensichtlich nicht der Fall ist und somit g e- gen ein tatsächliches pers önliches Erleben dieser Situation spricht. Auch die dargelegten telefonischen Bedrohun gen wurden bloss allgemein und ohne Ausführlichkeit wiedergegeben. Die Angaben der Beschwerdeführe- rin beschränken sich auf das pauschale Darlegen von Ereignissen, wie sie jedermann – auch eine nicht betroffene Person – vom Hörensagen her wiedergeben kann. Die offensichtliche Substanzlosigkeit spricht folg- lich dagegen, dass die Beschwerdeführerin die geltend gemachten B e- drohungen und die dargelegte Entführung tatsächlich se lber erlebt hat . Entgegen der Darstellung in der Beschwerde finden sich insbesondere im Anhörungsprotokoll zahlreiche Stellen, an welchen die Beschwerdeführ e- rin zu ihren summarischen Vorbringen nachgefragt wurde, so beispiel s- weise an der bereits zuvor erwä hnten Stelle (vgl. Akte B16/16 S. 9 Frage 81) aber auch an weiteren Stellen (vgl. Akte B/16/16 S. 9 Fragen 84, 85, 86 und 87). 5.2 Ferner ist auch aus den unterschiedlichen zeitlichen Angaben au f die fehlende Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beschwerdeführerin zu schliessen. Das BFM führte in der angefochtenen Verfügung mit zutre f- fender und ausreichender Begründung aus, warum es zu diesem Schluss D-4277/2013 Seite 9 gelangt ist. Wie bereits in der Zwischenverfügung v om 6. August 2013 erwähnt, schliesst sich das Bundesverwaltungsgericht diesen Ausführu n- gen des BFM vollumfänglich an, während die in der Beschwerde erhob e- nen Einwände die Widersprüchlichkeit der Aussagen der Beschwerdefüh- rerin nicht zu erklären vermögen. I nsbesondere handelt es sich nicht um genaue Daten, zu welchen die Beschwerdeführerin genötigt worden sein soll, sondern um zeitliche Angaben, welche sie selber – teilweise sogar von sich aus ohne entsprechende Aufforderung seitens der befragenden Personen – formuliert hat. Auch wenn sich zeitliche Angaben üblicherwei- se mit der Zeit nicht mehr exakt wiedergeben lassen, müssen sie sich ungefähr in das geltend gemachte Geschehen einordnen lassen, um als glaubhaft gelten zu können, was indessen vorliegend anges ichts der zahlreichen widersprüchlichen Angaben und der grossen zeitlichen Diff e- renzen nicht der Fall ist. Vielmehr lassen sich im Fall der Beschwerdefüh- rerin die Zeitangaben nicht mit den übrigen Vorbringen in Einklang bri n- gen, so dass kein chronologische r Ablauf der Geschehnisse erkennbar ist. Damit stellen sie trotz der allgemeinen Problematik, dass das zeitliche Gedächtnis mit der Zeit verblasst und somit die Angabe, wann ein Ereig- nis stattgefunden hat, nicht mehr genau wiedergegeben werden kann, weitere Anhaltspunkte dar, dass ihre Aussagen nicht als glaubhaft b e- trachtet werden können. Im Übrigen ist, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Ve r- fügung und diejenigen in der Zwischenverfügung vom 6. Aug ust 2013 zu verweisen. 5.3 Insgesamt können somit die Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht geglaubt werden, wie die Vorinstanz zu Recht feststellte. An dieser Ei n- schätzung vermögen weder die weiteren Argumente in der Beschwerde noch die eingereichten Beweis mittel etwas zu ändern. Es ist folglich d a- von auszugehen, dass die Beschwerdeführerin vor ihrer letzten Ausreise aus Sri Lanka und ihrer Reise in die Schweiz keine asylrelevanten Verfo l- gungsmassnahmen erdulden musste. 5.4 Angesichts der Tatsache, dass sie selber keine politischen Aktivitäten ausgeführt habe und ihre anlässlich des ersten Asylverfahrens geltend gemachten Vorbringen als unglaubhaft gelten (vgl. Urteil der ARK vom 7. November 2002, die Beschwerdeführerin betreffend), ist sie zudem – entgegen der Argumentation in der Beschwerde – keiner der vom Bu n- desverwaltungsgericht im Grundsatzurteil BVGE 2001/24 definierten Risi- kogruppe zuzuordnen. D-4277/2013 Seite 10 5.5 Insgesamt hat die Beschwerdeführerin folglich im Fall einer Rückkehr nach Sri Lanka nicht mit asylerheblicher Verfolgung wie insbesondere, ei- ne Furcht, vor künftiger Verfolgung zu rechnen. 5.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin nicht glaubhaft machen oder belegen konnte, sie sei in ihrem Heimat land aus asylrechtlich relevanten Gründen ernst haften Nachteilen ausgesetzt. Ihre Furcht vor einer Rückkehr nach Sri Lanka ist demnach als flüch t- lingsrechtlich nicht begründet zu betrachten. 6. 6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 6.2 Die Beschwerdeführerin verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer so l- chen. Die Wegw eisung wurde demnach zu Recht angeordnet ( Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. BVGE 2009/50 E. 9 m. w.H.). Aufgrund der Tatsache, dass sich ihr Ehemann in der Schweiz befindet und dieser eine Aufen t- haltsbewilligung B hat, kann nicht auf einen bestehenden Anspruch der Beschwerdeführerin auf Erteilung einer schweizerischen Aufenth altsbe- willigung geschlossen werden. Wie das BFM zu Recht ausführte, bestü n- de im Fall einer Aufrechterhaltung der Ehe – was gestützt auf die best e- hende Aktenlage fraglich erscheint – die Möglichkeit, bei den zuständigen kantonalen Behörden ein Familiennachz ugsgesuch einzureichen. Inde s- sen hätte die Beschwerdeführerin auch in diesem Fall dessen Ausgang im Ausland abzuwarten. 7. 7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmung en über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu bewe i-D-4277/2013 Seite 11 sen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflicht ungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land g e- zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (A rt. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Ei d- genossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art . 3 des Überei n- kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreih eiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedr i- gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 7.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend dar- auf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non -Refoulement nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G e- fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr der Beschwerdeführe- rin in de n Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der Beschwerdeführerin noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Aus- schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit e i- ner nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behan d- lung ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtsho- fes für Menschenrechte (EGMR) sowie je ner des UN -Anti-Folteraus- schusses müsste die Beschwerdeführerin eine konkrete Gefahr ("real D-4277/2013 Seite 12 risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihr im Fall einer Rüc k- schiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien , Urteil vom 28. Februar 2008, Beschw erde Nr. 37201/06, §§ 124–127, mit weiteren Hinweisen). Dies ist der Beschwerdeführerin nicht gelungen. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Heimatstaat lässt den We gweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerweise nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 7.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie i m Heimat - oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind . Wird eine konkrete G e- fährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. 7.4.1 Bezüglich der allgemeinen Situation in Sri Lanka hat sich das Bu n- desverwaltungsgericht in seinem Urteil BVGE 2011/24 zur Situation in Sri Lanka geäussert. Danach ist der Vollz ug der Wegweisung in die Ostpr o- vinz infolge der dort verbesserten allgemeinen Lage in Übereinstimmung mit dem BFM wieder zumutbar. Hinsichtlich des Wegweisungsvollzugs in die Nordprovinz hingegen nahm es eine differenzierte Haltung ein. In den Distrikten Jaffna und in den südlichen Teilen der Distrikte Vavuniya und Mannar – mithin in der Nordprovinz unter Ausschluss des sogenannten Vanni-Gebietes – herrsche keine Situation allgemeiner Gewalt mehr und die dortige politische Lage sei nicht mehr dermassen ange spannt, dass eine Rückkehr dorthin als generell unzumutbar eingestuft werden müsse, auch wenn angesichts der im humanitären und wirtschaftlichen Bereich nach wie vor fragilen Lage eine sorgfältige und zurückhaltende Beurte i- lung der individuellen Zumutbarke itskriterien angezeigt und dem zeitl i- chen Element gebührend Rechnung zu tragen sei. Für Personen, welche aus der Nordprovinz stammten und dieses Gebiet erst nach Beendigung des Bürgerkrieges im Mai 2009 verlassen hätten, sei der Wegweisung s- vollzug in dieses Gebiet als grundsätzlich zumutbar zu beurteilen, sofern davon ausgegangen werden könne, die betroffene Person könne auf die gleiche oder gleichwertige Lebens - und Wohnsituation zurückgreifen, die im Zeitpunkt der Ausreise geherrscht habe. Indessen müsste n die aktuell vorliegenden Lebens- und Wohnverhältnisse sorgfältig abgeklärt werden, wenn der letzte Aufenthalt der betreffenden Person in der Nordprovinz längere Zeit zurückliege oder konkrete Umstände auf eine massgebende D-4277/2013 Seite 13 Veränderung der Lebensumstände s eit der Ausreise hinweisen würden. Dabei seien insbesondere die Existenz eines tragfähigen Beziehungsne t- zes sowie die konkreten Möglichkeiten der Sicherung einer Existen z- grundlage und der Wohnsituation massgeblich. Im Fall des Fehlens di e- ser begünstigenden Faktoren in der Nordprovinz sei eine innerstaatliche Aufenthaltsalternative im übrigen Staatsgebiet, namentlich im Grossraum B._______ zu prüfen. Den Vollzug der Wegweisung ins sogenannte Va n- ni-Gebiet betrachtete das Bundesverwaltungsgericht – in Übereins tim- mung mit dem BFM – als unzumutbar, weil die Infrastruktur in dieser R e- gion in sehr starkem Ausmass vom Krieg in Mitleidenschaft gezogen wor- den sei und das Gebiet stark vermint und militarisiert sei, weshalb für aus diesem Gebiet stammende Personen ebenf alls eine innerstaatliche Au f- enthaltsalternative im übrigen Staatsgebiet zu prüfen sei. 7.4.2 Die tamilische Ethnie der Beschwerdeführerin sowie ihre ursprüngli- che Herkunft aus dem Grossraum B._______ sind unbestritten. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist indes von der Zu mutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung in den Grossraum B._______ auszugehen. Angesichts der festgestellten Unglaubhaftigkeit ihrer Vorbringen ist – entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht – im Fall einer Rückkehr nach Sri Lanka nicht mit einer Verfolgung oder Verdächtigung der Beschwerdeführerin zu rechnen. Wie die Vorinstanz zudem zutreffend feststellte, ist von einem tragfähigen Beziehungsnetz auszugehen, zumal die Mutter und Geschwister in Sri Lanka le ben. Die Beschwerdeführerin machte zwar geltend, sie kenne den Aufenthaltsort ihrer Geschwister und ihrer Mutter nicht. Dies kann ihr indessen nicht geglaubt werden, zumal sie dafür keinen plausiblen und glaubhaften Grund angeben konnte. Damit kann die Bes chwerdeführerin in das ihr vertraute Umfeld zurück - kehren. Sie brachte zudem vor, ihre Mutter habe das Haus verkaufen müssen, um ihre Ausreise finanzieren zu können, machte indessen später auch geltend, sie habe noch ein anderes kleines Haus (vgl. Akte B16/16 S. 12), womit anzunehmen ist, dass auch die Beschwerdeführerin in diesem Haus wohnhaft sein kann. S omit verfügt sie auch über eine gesicherte Wohnsituation. Ausserdem kann sie m it einer wirtschaftlichen Unterstützung durch ihren in der Schweiz lebenden Bruder rechnen. Und schliesslich ist es der gemäss Aktenlage gesunden und kinderlosen Beschwerdeführerin zuzumuten, zu ihrer Existenzsicherung auch mit Eigenleistungen beizutragen. Insgesamt ist nicht davon auszugehen , dass sie in eine existenzbedrohende Situation geraten wird. In Anbetracht dieser Umstände ist es der Beschwerde führerin zuzumuten, in den Grossraum B._______ zu ihren nahen Angehörigen zurückzukehren und D-4277/2013 Seite 14 sich dort niederzulassen. Damit erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar. 7.5 Schliesslich obliegt es der Beschwerdeführerin, sich bei der zuständi- gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), weshalb der Vollzug der Wegw eisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 7.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 8. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwer- de ist abzuweisen. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beschwerdefüh- rerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), auf insgesamt Fr. 600.– festzu- setzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltun gsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem am 21. August 2013 in gleicher Höhe b e- zahlten Kostenvorschuss zu verrechnen. (Dispositiv nächste Seite) D-4277/2013 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden der Beschwerdeführerin auf- erlegt und mit dem am 21. August 2013 in gleicher Höhe bezahlten Ko s- tenvorschuss verrechnet. 3. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die kantona- le Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Hans Schürch Eva Zürcher Versand: