B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-6535/2012 U r t e i l v o m 21 . D e z e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichter Fulvio Haefeli, mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi; Gerichtsschreiber Gert Winter. Parteien A._______, geboren (…), alias A._______, geboren (…), Iran, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom 6. Dezember 2012 / N . D-6535/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht, in Anwendung des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31), der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311), des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsve r- fahren (VwVG, SR 172.021), des Bundesgesetzes vom 1 7. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs - gericht (VGG, SR 173.32), des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG, SR 173.110), des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20), der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen - rechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK, SR 0.101), des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht - linge (Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30), des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105), des Abkommens vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft übe r die Kri - terien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in der Schweiz gestellten Asy l- antrags (Dublin-Assoziierungsabkommen [DAA, SR 0.142.392.68]), der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mit -D-6535/2012 Seite 3 gliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen in einem Mitgliedstaat gestellten Asylantrags zuständig ist (Dublin-II-VO), der Verordnung (EG) N r. 1560/2003 der Kommission vom 2. September 2003 mit Durchführungsbestimmungen zur Dublin-II-VO (DVO Dublin), des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschäd i- gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2), stellt fest, dass das BFM mit Verfügung vom 6. Dezember 2012 – eröffnet am 13. Dezember 2012 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 27. Oktober 2012 nicht ein- trat, die Wegweisung nach Italien verfügte, den Beschwerdeführer – unter Androhung von Zwangsmitteln im Unterlassungsfall – aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verla s- sen, feststellte, der Kanton Zürich sei verpflichtet, die Wegweisungsverfü- gung zu vollziehen, und eine allfällige Beschwerde gegen die vorliegende Verfügung habe keine aufschiebende Wirkung, und de m Beschwerdefüh- rer die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte, dass für die Begründung der Verfügung auf die Akten zu verweisen ist, dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. Dezember 2012 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und die nachstehend aufgeführten Rechtsbegehren stellte: Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, ihr Recht zum Selbsteintritt gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin -II-VO auszuüben und sich für das Asylverfahren des Beschwerdeführers für zuständig zu erklären. Es sei im Sinne einer vorsorglichen Massnahme die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Vollz ugsbehörde anzuweisen, von einer Überstellung nach Italien abzusehen, bis das Bundesverwaltungsgericht über die vo r- liegende Beschwerde entschieden habe, dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Erlass des Kostenvorschu s- ses und der Verfahrenskosten ersuchte, dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Akten zu verweisen und, s o- weit entscheidwesentlich, nachfolgend darauf einzugehen ist, D-6535/2012 Seite 4 dass die vorinstanzlichen Akten am 18. Dezember 2012 beim Bunde s- verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfa h- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eine s Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung ha t und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG), dass im vorliegenden Beschwerdeverfahren einzig zu prüfen ist, ob das BFM gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch des Be- schwerdeführers zu Recht nicht eingetreten ist und infolgedessen die Wegweisung aus der Schweiz zu Recht verfügt hat, dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensen t- scheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen materiellen Pr ü- fung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu ne u- er Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.), D-6535/2012 Seite 5 dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend a ufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyls u- chende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durchfü h- rung des Asyl - und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass gestützt auf die einleitenden Bestimmungen sowie Art. 1 Abs. 1 DAA i.V.m. Art. 29a Abs. 1 AsylV 1 die Prüfung der staatsvertraglichen Zustän- digkeit zur Behandlung eines Asylgesuches nach den Kriterien der Du b- lin-II-VO vorzunehmen ist, dass der Beschwerdeführer gemäss der Datenbank Eurodac – unter an- derem – aufgrund eines Asylgesuchs am 7. Januar 2012 in M._______ (Italien) daktyloskopiert wurde, dass der vorgängige Aufenthalt des Beschwerdeführers in Italien feststeht und von Anfang an auch nicht bestritten wurde (A6/11 Ziff. 2.01 S. 4, Ziff. 5.02 S. 6), dass der Beschwerdeführer diese Angabe indessen insofern relativierte, als er behauptete, er habe sich vor seiner Einreise in die Schweiz mehr als drei Monate ausserhalb des Schengen -Raums aufgehalten, doch h a- be er in diesem Zusammenhang keine Beweismittel zu offerieren, weil ihm "der Schlepper alles abgenommen" habe (vgl.a.a.O. Ziff. 2.01 S. 4), dass in Anbetracht der Sachlage Italien trotzdem für die Prüfung seines am 13. Juni 2012 in der Schweiz eingereichten Asylantr ags zuständig ist (vgl. d as Dublin-Assoziierungsabkommen, die Dublin -II-VO sowie die DVO Dublin), dass die italienischen Behörden das Ersuchen des BFM vom 20. Novem- ber 2012 um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers unbeantwortet liessen, womit die Zuständigkeit Italiens gemäss Dubli ner Verfahrensre-D-6535/2012 Seite 6 gelung aufgrund der sogenannten Verfristung definitiv geworden ist (vgl. Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-VO), dass in der Beschwerdeschrift demgegenüber geltend gemacht wird, der Beschwerdeführer werde in den kommenden zwei Wochen Beweise f ür seinen Aufenthalt im Iran beibringen, welche im Beschwerdeverfahren noch gewürdigt werden müssten, um sicherzustellen, dass mit dem Nichteintretensentscheid die Dublin-II-VO nicht verletzt werde, dass zwar die Übernahmeverpflichtungen erlöschen, wenn de r Drit t- staatsangehörige das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten für mindestens drei Monate verlassen hat, es sei denn, der Drittstaatsangehörige ist im Besitz eines vom zuständigen Mitgliedstaat ausgestellten gültigen Au f- enthaltstitels (Art. 16 Abs. 3 Dublin-II-Verordnung), dass bei dieser Rechtslage die blosse Behauptung des Beschwerdefü h- rers, er habe sich vor der Einreise in die Schweiz mehr als drei Monate ausserhalb des Schengen-Raums aufgehalten, unerheblich ist, dass den Akten nämlich zu entnehmen ist, der Schlepper habe dem B e- schwerdeführer unter anderem den gefälschten Reisepass abgenommen, und letzterer wisse auch nicht, auf welchen Namen der gefälschte Reis e- pass gelautet habe (A6/11 Ziff. 2.01 S. 4), dass demnach eine Beweisführung mit dem für die angebliche Reise b e- nutzten gefälschten Reisepass ausgeschlossen ist, und es sich ang e- sichts des geringen Beweiswerts anderweitiger iranischer Dokumente er- übrigt, dem Beschwerdeführer zur Beschaffung irgendwelcher Papiere ei- ne Frist anzusetzen oder den Eingang derartiger Dokumente abzuwarten, dass der Sachverhalt nämlich gestützt auf die vorliegende Aktenlage aus- reichend festgestellt ist, und – im Sinne einer antizipierten Beweiswürd i- gung – ohne Willkür vorweg die Annahme getroffen werden kann, die rechtliche Überzeugung würde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert (vgl. EMARK 2003 Nr. 13 E. 4c S. 84, ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Auflage, Zürich 1 998, S. 39, Rz. 111 mit Hinweis auf BGE 122 V 162, 119 Ib 505 f.), dass nach dem Gesagten nicht davon auszugehen ist, der Beschwerd e- führer habe sich vor seiner Einreise in die Schweiz (überhaupt oder) mehr als drei Monate ausserhalb des Schengen -Raums aufgehalten, zumal er D-6535/2012 Seite 7 gemäss eigenen Angaben Italien Ende August 2012 verliess und am 27. Oktober 2012 – mithin rund zwei Monate später – in der Schweiz um Asyl nachsuchte, dass damit die noch nicht eingereichten Beweismittel erschöpfend ge- würdigt sind und eine gemäss Beschwerdeführer drohende Verletzung der Dublin-II-VO ausgeschlossen werden kann, dass das Bundesverwaltungsgericht hinsichtlich der Lebensbedingungen von Asylsuchenden in Italien festhält, dass Asylsuchende bei der Unte r- kunft, der Arbeit und dem Zugang zur medizinischen Infrastruktur zwar gewissen Schwierigkeiten ausgesetzt sein können, dass jedoch zu erwähnen ist, dass Italien unter anderem Signatarstaat der Flüchtlingskonvention wie auch der Europäischen Menschenrecht s- konvention ist, dass anders als bei Griechenland (vgl. Urteil des Europäischen Gericht s- hofs für Menschenrechte [EGMR], M.S.S. vs. Belgium and Greece, Nr. 30696/09, 21. Januar 2011, Urteil R.U. vs. Greece, Nr. 2237/08, 7. Ju- ni 2011) hinsichtlich Italien aufgrund der wiederholten und übereinstim- menden Stellungnahmen des Amtes des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR), des Kommissars für Menschenrechte des Europarates und von internationalen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) weder davon ausgegangen werden kann, die italienische G e- setzgebung zum Asylrecht werde nicht angewendet, noch sei das Asy l- verfahrensrecht in diesem Land in einer Art und Weise von strukturellen Unzulänglichkeiten geprägt, dass asylsuchende Personen kaum Chancen auf eine seriöse Prüfung ihrer Asylgesuche und ihrer Beschwerden durch die italienischen Behörden haben, oder dass sie dort mangels wirksamer Beschwerdemöglichkeit keinen Schutz vor willkürlicher Rückschiebung in ihr Heimatland geniessen, dass somit keine ernsthaften Zweifel daran beste hen, dass Italien die Richtlinie Nr. 2005/85/EG des Rates vom 1. Dezember 2005 über Mi n- destnormen für Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Zuerkennung und Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft ( Amtsblatt Nr. L 326 vom 13/12/2005 S. 0013 – 0034) respektiert, dass das Gericht auch in Berücksichtigung der Kapazitätsengpässe nicht zum Schluss gelangt, Italien verletze nachgewiesenermassen in systema- tischer Weise die Richtlinie Nr. 2003/9/EG des Rates vom 27. Januar D-6535/2012 Seite 8 2003 zur Festlegung von Mindestnormen für die Aufnahme von Asylb e- werbern in den Mitgliedstaaten (Amtsblatt Nr. L 031 vom 06/02/2003 S. 0018-0025), dass angesichts dieser Sachlage keine Veranlassung besteht, die Rege l- vermutung in Frage zu stellen, wonach sich Italien an die massgebenden völkerrechtlichen Bestimmungen, insbesondere an das Rückschiebung s- verbot oder die einschlägigen Normen der EMRK und der FoK, hält (BVGE 2010/45 E. 7.5 und 7.7), dass diese Regelvermutung zwar umgestossen werden kann, wenn im konkreten Einzelfall ernsthafte Indizien daf ür vorliegen, dass die Behö r- den des betreffenden Signatarstaates Völkerrecht verletzen (BVGE 2010/45 a.a.O.), dass solche Indizien im vorliegenden Fall nicht ersichtlich sind, dass für den Fall, dass der Beschwerdeführer aufgrund der Aufenthalt s- bedingungen nicht in der Lage sein sollte, in Italien ein menschenwürd i- ges Leben zu führen, es an ihm liegen wird, seine Rechte bei den italieni- schen Behörden respektive beim Europäischen Gerichtshof oder beim EGMR geltend zu machen (BVGE 2010/45 E. 7.6.4), dass im Ü brigen darauf hinzuweisen ist, dass Dublin -Rückkehrende betreffend Unterbringung von den italienischen Behörden bevorzugt b e- handelt werden und sich – neben den staatlichen Strukturen – auch zahl- reiche private Hilfsorganisationen der Betreuung von Asylsuche nden und Flüchtlingen annehmen, dass beispielsweise die Organisation „Arci con Fraternità“ seit dem 1. Januar 2009 die Betreuung der Flüchtlinge im Flughafen Fiumicino (Rom) organisiert und dort den Asylsuchenden kostenlose Rechtsber a- tung anbietet, dass un ter diesen Umständen keine konkreten Anhaltspunkte dafür e r- sichtlich sind, wonach der Beschwerdeführer im Falle einer Rückkehr nach Italien in eine existenzielle Notlage geraten würde, dass der mittlerweile 38-jährige Beschwerdeführer im Übrigen weder über Schul- noch Berufsausbildung verfügen und bislang auch noch nicht e r- werbstätig gewesen sein will, was insofern Fragen aufwirft, als er sich trotzdem einen aufwändigen Lebensstil mit ausgedehnten Reisen in E u-D-6535/2012 Seite 9 ropa sowie eine Rückreise in den angeblichen Ver folgerstaat leisten konnte, nach eigenem Bekunden noch dazu mit Hilfe eines Freundes, dass der vorliegende Entscheid in Übereinstimmung mit der bundesve r- waltungsgerichtlichen Praxis zum Wegweisungsvollzug nach Italien e r- geht (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-389/2010 vom 28. Juni 2010), dass zwar jedem Mitgliedstaat die Möglichkeit zur Prüfung eines Asylg e- suches eingeräumt wird (vgl. zur Souveränitätsklausel Art. 3 Abs. 2 Dub- lin-II-Verordnung und zur humanitären Klausel Art. 15 Dublin -II- Verordnung; vgl. auch Art. 29a Abs. 3 AsylV 1), es dazu vorliegend jedoch keinerlei Anlass gibt, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen, dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten und der Rückweisungsantrag daher abzuweisen ist, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenth altsbewilli- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. EMARK 2001 Nr. 21), wes- halb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Besti m- mungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wu r- de, dass im Rahmen des Dublin -Verfahrens, bei dem es sich um ein Übe r- stellungsverfahren in den für die Prüfung des Asylgesuches zuständigen Staat handelt, systembedingt kein Raum bleibt für Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 AuG), dass eine entsprechende Prüfung soweit notwendig vielmehr bereits im Rahmen des Dublin -Verfahrens stattfinden muss (vgl. vorgehende Erw ä- gungen), dass in diesem Sinne die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung nach Italien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnete, dass es sich erübrigt, auf weitere Beschwerdevorbringen einzugehen, da diese an der Würdigung des vorliegenden Sachverhalts nichts zu ändern vermögen, D-6535/2012 Seite 10 dass der Beschwerdeführer demnach nicht darzutu n vermag, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass mit dem Urteil in der Hauptsa che die Gesuche um Gewährung der aufschiebenden Wirkung und um Erlass des Kostenvorschusses gegen- standslos geworden sind, dass sich die Beschwerde aufgrund vorstehender Erwägungen als au s- sichtslos erweist, weshalb das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten (vgl. Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen und bei diesem Ausgang des Ver- fahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 1 - 3 des Reglements vom 21. Feb- ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwa l- tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerde führer aufzuerl e- gen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-6535/2012 Seite 11 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten wird abgewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Fulvio Haefeli Gert Winter Versand: