B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-3481/2012 law/bah U r t e i l v o m 1 0 . J u l i 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichter Walter Lang, mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn; Gerichtsschreiber Christoph Basler. Parteien A._______, geboren […], Eritrea, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom 15. Juni 2012 / N […]. D-3481/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer Eritrea eigenen Angaben zufolge im Septem- ber 2010 verliess, sich anschliessend im Sudan aufhielt, diesen am 28. Januar 2012 auf dem Luftweg verliess und am 6. Februar 2012 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, dass dem Beschwerdeführer am 8. März 2012 zum Umstand, dass ihm (aufgrund beschädigter Fingerkup pen [Anm. des Gerichts]) keine ve r- wertbaren Fingerabdrücke abgenommen werden konnten , vom BFM das rechtliche Gehör gewährt wurde, dass er auf entsprechenden Vorhalt hin erklärte, er habe schwere Arbe i- ten verrichtet, bevor er in die Schweiz gekommen sei, seine Finger seien jedoch am Verheilen, dass er ferner auf die Frage nach einer allfälligen Wegweisung nach It a- lien oder Malta zu Protokoll gab, er sei direkt in die Schweiz gereist, sei nie in Italien gewesen und habe dort kein Asylgesuch gestellt, er wür de aber nach Italien zurückzukehren, wenn er sich dort aufgehalten hätte, dass er dem anfügte, er würde selbstverständlich in ein anderes Land zu- rückkehren, falls dort Fingerabdrücke von ihm bestünden, dass der Beschwerdeführer am 5. April 2012 erfolgreich erkennungs- dienstlich erfasst werden konnte (Fingerabdruckabnahme), wobei sich herausstellte, dass ihm bereits in Italien (August 2010) und Grossbritan- nien (April 2011) Fingerabdrücke abgenommen worden waren, dass das BFM die britischen Behörden gestützt a uf Art. 16 Abs. 1 Bst. e der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitglie d- staats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen in e i- nem Mitgliedstaat gestell ten Asylantrags zuständig ist ( Dublin-II- Verordnung), am 30. April 2012 um die Rückübernahme des Beschwe r- deführers ersuchte, dass die britischen Behörden dem BFM am 11. Mai 2012 mitteilten, sie hätten den Beschwerdeführer am 16. Dezember 2011 nach Italien zu- rückgeführt und könnten einer Rückübernahme nicht zustimmen, D-3481/2012 Seite 3 dass das BFM die italienischen Behörden gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-Verordnung am 21. Mai 2012 um die Rückübernahme des Beschwerdeführers ersuchte, dass die italienischen Behörden diese Anfrage nicht beantworteten, dass das BFM dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 21. Mai 2012 das Ergebnis des Fingerabdruckvergleichs bekanntgab und festhielt, It a- lien sei für die Durchführung des Asyl - und Wegweisungsverfahrens z u- ständig sowie ihm die Möglichkeit zur Einreichung einer Stellungnahme gab, dass der Beschwerdeführer keine Stellungnahme einreichte, dass das BFM mit Verfügung vom 15. Juni 2012 – eröffnet am 28. Juni 2012 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat , die Wegwei- sung aus der Schweiz nach Italien anordnete und den Beschwerdefürer aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerde- frist zu verlassen, dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushänd i- gung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Be- schwerdeführer verfügte, dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der Zentraleinheit EU- RODAC habe ergeben, dass dieser am 2. August 2010 in Italien ein Asyl- gesuch gestellt habe, dass die italienischen Behörden innerhalb der festgelegten Frist zum Übernahmeersuchen des BFM keine Stellung genommen h ätten, we s- halb die Zuständigkeit für die Durchführung des Asyl - und Wegweisungs- verfahrens gemäss Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-Verordnung am 5. Juni 2012 an Italien übergegangen sei, dass der Beschwerdeführer innerhalb angesetzter Frist keine Stellung zum Schreiben des BFM vom 21. Mai 2012 bezogen habe, D-3481/2012 Seite 4 dass die Überstellung an Italien – vorbehältlich einer allfälligen U nterbre- chung oder Verlängerung – bis spätestens am 5. Dezember 2012 zu e r- folgen habe, dass der Beschwerdeführer mit fremdsprachiger Eingabe vom 29. Juni 2012 mitsamt Übersetzung in englischer Sprache gegen diesen En t- scheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei sinngemäss beantragte, auf sein Asylgesuch sei einzutreten, dass die vorinstanzlichen Akten am 3. Juli 2012 beim Bundesverwa l- tungsgericht eintrafen, dass der Beschwerdeführer in einer weiteren, in englischer Sprache ve r- fassten Eingabe vom 5. Juli 2012 seinen Standpunkt, er wolle nicht nach Italien zurückkehren, bekräftigte, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah- rensgesetzes vom 20. Dezember 1 968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass Parteieingaben in Verfahren vor den Behörden des Bundes in einer Amtssprache – Deutsch, Französisch oder Italienisch – abzufassen sind (Art. 70 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101] und Art. 33a Abs. 1 VwVG), D-3481/2012 Seite 5 dass die fremdsprachige Eingabe vom 29. Juni 2012 und deren englische Übersetzung und die englischsprachige Eingabe vom 5. Juli 2012 nicht in einer Amtssprache des Bundes abgefasst sind, jedoch aus prozessök o- nomischen Gründen auf die Ansetzung einer Frist zur Beschwerdeve r- besserung (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG, Art. 52 Abs. 2 VwVG und Art. 110 Abs. 1 AsylG) verzichtet werden kann, da sich aus der in engl i- scher Sprache verfassten Übersetzung klar ergibt, welche Rechtsbege h- ren sinngemäss gestellt werden und wie diese begründet werden, dass demnach auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufg e- zeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeen tscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyls u- chende in einen Drittsta at ausreisen können, der für die Durchführung das Asyl - und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), dass diesbezüglich das Dublin-Assoziierungsabkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäi- schen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in der Schweiz gestellten Asylantrags (Dublin -Assoziierungsabkommen [DAA, SR 0.142.392.68]) zur Anwendung gelangt, dass gestützt auf die einleitenden Bestimmungen sowie Art. 1 Abs. 1 DAA i.V.m. Art. 29a Abs. 1 der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) die Prüfung der staatsvertragl i-D-3481/2012 Seite 6 chen Zuständigkeit zur (materiellen) Behandlung eines Asylgesuches nach den Kriterien der Dublin-II-Verordnung zu erfolgen hat, dass Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG im Weiteren voraussetzt, dass der staatsvertraglich zuständige Staat einer Übernahme der asylsuchenden Person zugestimmt hat (vgl. Art. 29a Abs. 2 AsylV 1), dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-II-Verordnung die Mitgliedstaaten jeden Asylantrag prüfen, den ein Drittstaatsangehöriger an der Grenze oder im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaates stellt, wobei der Antrag von ei nem einzigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III Dublin-II-Verordnung als zuständiger Staat bestimmt wird, dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein- geleitet wird, sobald ein Asylantrag erstmals i n einem Mitgliedstaat g e- stellt wurde (Art. 4 Abs. 1 Dublin-II-Verordnung), dass dabei – im Falle eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge) – die Kriterien der in Kapitel III der Dublin -II-Verordnung ge- nannten Rangfolge anzuwenden sind (vgl. Art. 5-14 Dublin-II-Verordnung) und von der Situation zum Zeitpunkt, in dem der Asylbewerber erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat stellt, auszugehen ist (Art. 5 Abs. 1 und 2 Dublin-II-Verordnung), dass im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (e ngl.: take back) demgegenüber keine – neuerliche – Zuständigkeitsprüfung nach Kapitel III Dublin-II-Verordnung stattfindet, sondern ein solches insbesondere auf den materiellen Zuständigkeitsbestimmungen von Art. 16 Bst. c, d und e Dublin-II-Verordnung grü ndet (vgl. CHRISTIAN FILZWIESER, ANDREA SPRUNG, Dublin -II-Verordnung: Das Europäische Asylzuständigkeitssy s- tem, 3. Auflage, Wien-Graz 2012, Art. 16 K5 S. 129), dass in Abweichung der erwähnten Zuständigkeitskriterien respektive Z u- ständigkeitsbestimmungen nach Art. 3 Abs. 2 Dublin -II-Verordnung die Schweiz ein Asylgesuch materiell prüfen kann, auch wenn nach den in der Verordnung vorgesehenen Kriterien ein anderer Staat zuständig ist (sog. Selbsteintrittsrecht), wobei diese Bestimmung nicht direkt anwen d- bar ist, sondern nur in Verbindung mit einer anderen Norm des nationalen oder internationalen Rechts angerufen werden kann (vgl. BVGE 2010/45 E. 5 S. 635 f.), D-3481/2012 Seite 7 dass Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 sodann vorsieht, dass das BFM auch aus humanitären Gründen ein Gesuch behandeln kann, auch wenn nach den Kriterien der Dublin -II-Verordnung ein anderer Staat zuständig ist, wobei diese Bestimmung den Behörden einen gewissen Ermessensspielraum lässt und restriktiv auszulegen ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 4.1 S. 114 f., BVGE 2010/45 E. 8.2.2 S. 643 f.), dass hingegen bei drohendem Verstoss gegen Normen des Völkerrechts, wie insbesondere das flüchtlingsrechtliche Refoulement -Verbot nach Art. 33 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), die Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101), den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte (UNO-Pakt II, SR 0.103.2) oder das Übereinkommen vom 10. De- zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105), ein einklagbarer Anspruch auf Ausübung des Selbsteintrittsrechts besteht (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.2 S. 636 f., FILZWIESER/SPRUNG, a.a.O., Art. 3 K8 K11 S. 74), dass den Akten entnommen werden kann, dass der Beschwerdeführer gemäss Ergebnis der EURODAC-Abfrage in Italien daktyloskopisch e r- fasst wurde und dort am 2. August 2010 ein Asylgesuch stellte, dass das BFM die italienischen Behörden am 21. Mai 2012 gestützt a uf Art. 16 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-Verordnung um Übernahme des Beschwer- deführers ersuchte, dass Italien dieses Ersuchen innert Frist nicht beantwortete, weshalb die Zuständigkeit für die Behandlung des Asyl - und Wegweisungsverfahrens an Italien überging (Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-Verordnung), dass der Beschwerdeführer damit ohne weiteres in einen Drittstaat (vo r- liegend Italien) ausreisen kann, der für die Prüfung seines Asylantrages staatsvertraglich zuständig ist, dass der Beschwerdeführer vom ihm am 21. Mai 2012 vom BFM gewähr- ten rechtlichen Gehör keinen Gebrauch machte, indessen bereits bei der Gewährung des rechtlichen Gehörs vom 8. März 2012 erklärte, er würde selbstverständlich nach Italien zurückkehren, falls er sich dort aufgehalten hätte, D-3481/2012 Seite 8 dass der Beschwerdeführer sich nachgewiesenermassen in Italien au f- hielt und seine in der Beschwerde und der ergänzenden Eingabe erhobe- nen Einwände gegen eine Rückübernahme durch Italien – er kenne ni e- manden dort, habe keine Unterkunft , nichts zum Essen , kein G eld für Kleider und spreche die italienische Sprache nicht – nicht geeignet sind, die Zuständigkeit Italiens für die Behandlung des Asyl - und Wegwe i- sungsverfahrens in Frage zu stellen, dass Italien – wie die Schweiz – unter anderem Signatarstaat der FK, der EMRK und der FoK ist, dass keine Hinweise dafür bestehen, Italien halte sich systematisch nicht an seine völkerrechtlichen Verpflichtungen, dass Italien als nach Art. 3 Abs. 1 Dublin-II-Verordnung zuständiger Staat zudem gehalten ist, unter anderem die Richtlinie 2005/85/EG des Rates vom 1. Dezember 2005 über Mindestnormen für Verfahren in den Mi t- gliedstaaten zur Zuerkennung und Aberkennung der Flüchtlingseige n- schaft (sog. Verfahrensrichtlinie) und die Richtlinie 2003/9/EG des Rates vom 27. Januar 2003 zur Festlegung von Mindestnormen für die Aufna h- me von Asylbewerbern in Mitgliedstaaten (sog. Aufnahmerichtlinie) anz u- wenden respektive umzusetzen, dass keinerlei Hindernisse, insbesondere auch keine humanitären Grü n- de im Sinne von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1, eine Überstellung des Be - schwerdeführers als unzulässig erscheinen lassen, dass es demnach keinen Grund für die Anwendung der Souveränit äts- klausel (Art. 3 Abs. 2 erster Satz Dublin-II-Verordnung) gibt, dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und, da der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts - oder Niederlassungsbewilligung ist, ebenfalls zu Recht in Anwendung von Art. 44 Abs. 1 AsylG die Überstellung nach Italien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1), dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) nicht mehr zu pr ü- fen sind, da das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernisse n bereits D-3481/2012 Seite 9 Voraussetzung des Nichteintretensentscheides gemäss Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG ist (vgl. BVGE 2010/45, E. 10 S. 645), dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwe i- sen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-3481/2012 Seite 10 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Guns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Walter Lang Christoph Basler Versand: