JAAC69.19 Entscheid der Eidgenössischen Zollrekurskommission vom 27. August 2004 in Sachen X. GmbH [ZRK 2004-003]). Redevance sur le trafic des poids lourds liée aux prestations (RPLP). Auto-déclaration. Appareil de saisie. Premiers appareils sans frais. Art. 15, art. 61 al. 1 ORPL. - Le fonctionnement et le maintien de l’appareil de saisie en temps utile et en conformité des prescriptions légales reposent, selon le principe de l’auto-déclaration, sur la seule responsabilité du détenteur du véhicule. Il supporte également les frais y relatifs (consid. 3c). - Jusqu’à fin 2004, la Direction générale des douanes remet sans frais aux détenteurs un appareil de saisie par véhicule (et non par immatriculation). Ils doivent toutefois supporter les frais relatifs aux seconds appareils également au cours de cette période transitoire (consid. 2b et 3a). Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA). Selbstveranlagung. Erfassungsgerät. Kostenlose Erstgeräte. Art. 15, Art. 61 Abs. 1 SVAV . - Die rechtzeitige und vorschriftsgemässe Betriebs- und Funktionsfähigkeit des Erfassungsgerätes liegt nach dem Selbstdeklarationsprinzip in der alleinigen Verantwortung des Fahrzeughalters. Dieser trägt auch die Kostenpflicht (E. 3c). - Bis Ende 2004 gibt die Oberzolldirektion den Haltern pro Fahrzeug (und nicht pro Immatrikulation) ein Erfassungsgerät kostenlos ab. Zweitgeräte sind jedoch auch in dieser Übergangszeit kostenpflichtig (E. 2b und 3a). 1Tassa sul traffico pesante commisurata alle prestazioni (TTPCP). Autodichiarazione. Apparecchio di rilevazione. Primi apparecchi gratuiti. Art. 15, art. 61 cpv. 1 OTTP . - La funzionalità e la messa in esercizio tempestiva e conforme alle disposizioni dell’apparecchio di rilevazione è, secondo il principio dell’autodichiarazione, di esclusiva responsabilità del detentore del veicolo. Il detentore deve anche sopportare i relativi costi (consid. 3c). - Fino alla fine del 2004 la Direzione generale delle dogane consegna gratuitamente un apparecchio di rilevazione ai detentori per ogni veicolo (e non per ogni immatricolazione). Ulteriori apparecchi devono però essere acquistati anche durante questo periodo transitorio (consid. 2b e 3a). ZusammenfassungdesSachverhalts: A. Am21.Februar2003bestelltedieX.GmbHbeiderOberzolldirektion(OZD) jeeinTripon-ErfassungsgerätfürdieFahrzeugemitdenKontrollschildern ZZ000000sowieZZ000001. Am24.Februar2003erhieltdieX.GmbHdie angefordertenGeräte. MitSchreibenvom15.Oktober2003teiltedieOZDder X.GmbHmit,diebeidengenanntenFahrzeuge,welchesievonderFirmaY.AG am23.Januar2003gekaufthabe,seienbeiderWiederinverkehrsetzungvom 11. bzw. 12.Februar2003nichtordnungsgemässmiteinemErfassungsgerät ausgerüstetgewesen. EineZweitausstattungdesFahrzeugesmiteinem ErfassungsgerätseifürdenHalterkostenpflichtig. AmdarauffolgendenTag stelltedieOZDderX.GmbHzweiTripon-Erfas­sungsgeräteàjeFr.1’500.-(total Fr.3’000.-)inRechnung. DagegensetztesichinderFolgedieX.GmbHzur Wehr. B. Am14.November2003verfügtedieOZD,dieRechnungvom16.Oktober 2003inHöhevonFr.3’000.-seizubezahlen. ZurBegründungführte dieVerwaltungan,beiderAusserverkehrsetzungderbeidenfraglichen FahrzeugeseiendiekostenlosenErstgeräteausgebautworden;nachder WiederinverkehrsetzungimInlandseiendiezweiam21.Februar2003 angefordertenneuenErfassungsgerätealsZweitausrüstungeingebautworden, wasfürdenHalterkostenpflichtigsei. C. DagegenlässtdieX.GmbHam2.Januar2004Beschwerdebeider EidgenössischenZollrekurskommission(ZRK)führenmitdemAntrag,die angefochteneVerfügungseivollumfänglichaufzuheben. 2MitVernehmlassungvom19.Februar2004beantragtdieOZD,dieBeschwerde seiabzuweisen. AusdenErwägungen: 1. (Formelles) 2.a. (…). DerBundesratkanndenEinbauspeziellerGeräteoderandere HilfsmittelzurfälschungssicherenErfassungderFahrleistungvorschreiben (Art.11Abs.1und2desBundesgesetzesvom19.Dezember1997übereine leistungsabhängigeSchwerverkehrsabgabe[SVAG],SR641.81). b. NachdenVollzugsbestimmungendesBundesrateswirddieAbgabe miteinemvonderZollverwaltungzugelassenenelektronischen Messgerätermittelt. DiesesbestehtausdemimFahrzeugeingebauten Fahrtschreiberbzw. WegimpulsaufnehmersowieeinemErfassungsgerät, dasdiemassgebendeFahrleistungermitteltundregistriert(Art.15 Abs.1derVerordnungvom6.März2000übereineleistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe,Schwerverkehrsabgabeverordnung[SVAV],SR 641.811). DieFahrzeugesindaufKostendesHaltersmitdemErfassungsgerät auszurüsten(Art.15Abs.3SVAV).DasErfassungsgerätistvorder InverkehrsetzungdesMotorfahrzeugseinzubauen. FürdenEinbau,die PrüfungunddieInbetriebnahmedesErfassungsgerätesistderHalter verantwortlich(Art.16Abs.1SVAV).DerHaltermussdafürsorgen,dassdas Erfassungsgerätdauerndfunktionstüchtigist(Art.18Abs.1SVAV). WiedieDeklarationderfürdieAbgabeberechnungerforderlichenAngaben (Selbstdeklarationsprinzip;Art.11Abs.1SVAG,Art.21ff. SVAV;Entscheide derZRKvom29.April2002[ZRK2001-048],inArchivfürSchweizerisches Abgaberecht[ASA]72497und VPB66.92,vom7.Sep­tember2001[ZRK 2001-012],inASA7177)liegtaufgrundderzitiertenundunzweideutigen Gesetzes-sowieVerordnungsbestimmungenauchdierechtzeitigeund vorschriftsgemässeBetriebs-undFunktionsfähigkeitdesErfassungsgerätes inderalleinigenVerantwortungdesFahrzeughalters;dasGesetzstelltim ZusammenhangmitdemGeräteobligatoriumhoheAnforderungenandie SorgfaltspflichtdesAbgabepflichtigenundüberbindetdiesemüberdiesdie entsprechendeKostenpflicht. VonderKostenpflichtmachtArt.61Abs.1SVAVeineAusnahmeundsieht vor,dassbisEnde2004dieOZDdenHalternfürdieErstausrüstungjedesdem GeräteobligatoriumunterliegendenMotorfahrzeugeseinErfassungsgerät kostenlosabgibt. c. DieOZDerlässtdiezumVollzugerforderlichenWeisungen(Art.45Abs.2 SVAV).DanachbleibtdaseinmaligkostenlosabgegebeneErfassungsgerätbei AusserverkehrsetzungdesLastwagensgrundsätzlichimgleichenFahrzeug installiert,soetwabeinurvorübergehenderAusserverkehrsetzungoderbeim VerkaufimInland. EinzigbeimVerkaufinsAuslandoderbeiVerschrottung desLastwagensistdasGerätauszubauenundandieOZDzuretournieren (WegleitungFahrzeughalter[77],Ziff.12). 3.a. ImvorliegendenFallstelltdieBeschwerdeführerinnichtinAbrede,dass dieKosteneinesZweitgerätesgrundsätzlichdurchdenFahrzeughalterzu tragensind. Unbestrittenistferner,dassvomZeitpunktderInverkehrsetzung derfraglichenFahrzeuge(11. bzw. 12.Februar2003)biszum26.Feb­ruar 3bzw. 4.März2003keineErfassungsgeräteeingebautwaren. NachAngaben derBeschwerdeführerinhatvielmehrdieVerkäuferinvorÜbergabeder LastwagendieErstgeräteausgebaut. WederderalteHalternochetwadieOZD,sondernalleindieneueHalterin, mithindieBeschwerdeführerin,trägtdieVerantwortungdafür,dassdie Lastwagen,welchebereitsfrüherderAbgabepflichtunterstanden,beiihrer WiederinverkehrsetzungvorschriftsgemässmiteinemErfassungsgerät ausgerüstetsind. DenndasErfassungsgeräteobligatoriumtrifftwiedie anderenAbgabepflichtenund-obliegenheitendieBeschwerdeführerinals Fahrzeughalterin(ausführlichE.2hievor). MitderInverkehrsetzungder Lastwagenvom11. bzw. 12.Februar2003wurdedieBeschwerdeführerin abgabepflichtigundunterstanddemErfassungsgeräteobligatorium. Da vordiesemZeitpunktdieErstgeräteausdenbeidenLastwagenausgebaut wordensind,handeltessichbeidendurchdieBeschwerdeführerinam 21.Februar2003bestelltenundsodanneingebautenneuenErfassungsgeräten umZweitgeräte,fürwelchesiedieKostentragungspflichttrifft. b. DieBeschwerdeführerintrachtetdanach,ihreVerantwortlichkeiten aufdieVerkäuferinderLastwagenzuübertragen,indemsiedieser vorwirft,dieGeräteeigenmächtigundimWesentlichenzurVertuschung vonDifferenzenzwischenTachoundTriponmitBezugaufdieerfassten Fahrleistungsdatenausgebautzuhaben. EskönneüberdiesnichtAbsicht desVerordnungsgebers(Art.61Abs.1SVAV)gewesensein,dassdieGeräte vomVerkäufervorschriftswidrigausgebaut,derVerwaltungretourniertund dannkostenpflichtigwiederinVerkehrgebrachtwerden. DieBeschwerdeführerinverkennt,dassvordemHintergrundderihr gesetzlichauferlegtenPflichtendiebehauptetenBeweggründederVerkäuferin fürdenAusbauderErfassungsgerätegenausounerheblichsindwieder Vorwurf,derAusbauseiunzulässiggewesen. Nichtandersverhältes sichmitderBehauptung,dieVerkäuferinhabederBeschwerdeführerin gegenübererklärt,sieerhieltewiederkostenloseGeräte. Füreinen allfälligenAnspruchderBeschwerdeführeringegenüberderVerkäuferin istsieandenZivilrichterzuverweisen. Entscheidendistimvorliegenden Abgabejustizverfahrenjedoch,dassdasBundesrechthoheAnforderungen andieSorgfaltspflichtderBeschwerdeführerinalsFahrzeughalterinstellt, auchmitBezugaufdierechtzeitigeundvorschriftsgemässeBetriebs-und FunktionsfähigkeitderErfassungsgeräte(E.2bhievor). Alssiefeststellte, dassdievordemKaufbereitsimInlandinVerkehrgewesenenFahrzeuge keinesolchenGerätemehrenthielten,hättesiesichunverzüglichund nochvorderWiederinverkehrsetzungandieOZDwendensowieihrden behauptetenSachverhalt(KaufderentsprechendenFahrzeuge;behaupteter vorgängigerAusbauderErstgerätedurchVerkäuferin;beabsichtigte Wiederinverkehrsetzung;usw.) schildernundsicherkundigenmüssen,wie siesichzuverhaltenhabe,umauchunterdiesenUmständenindenGenuss vonkostenlosenGerätenzukommen. DasssichdieBeschwerdeführerinso verhielt,machtsieaberwedergeltendnochergibtessichausdenAkten. Zwarbehauptetsie,diezuständigeSachbearbeiterinderOZDhabeihr gegenübertelefonischbestätigt,dassdiefraglichenErstgerätedorteintrafen. Siebringtabernichtvor,siehabedieOZDüberdenweitergehendenund erheblichenSachverhaltorientiertbzw. nacheinementsprechenden (kostenlosen)WiederbezugdieserErstgeräteoderandererGeräteersucht. 4VielmehrhatdieBeschwerdeführerinam21.Februar2003mitdem offiziellenBestellformularundohneentsprechendeHinweiseaufdie hierwesentlichenUmständefürdiebeidenFahrzeugevorbehaltlosjeein Erfassungsgerätbestellt. DurchihreVerhaltensweisebzw. durchdaserwähnte UnterlassensiehtsichdieBeschwerdeführerindemVorwurfausgesetzt, ihrenSorgfaltspflichtenalsHalterinvonschwerverkehrsabgabepflichtigen Fahrzeugennichtrechtsgenügendentsprochenzuhaben. Siekannihr VerhaltenausabgaberechtlicherSichtnichtmitErfolgderVerkäuferinder LastwagenzumVorwurfmachen. c. DieBeschwerdeführerinbringtfernervor,einemHalter,dereinen LastwagenimAuslandkauftunddiesenohneErfassungsgerätindieSchweiz einführe,könnediekostenloseErstausrüstungohnehinnichtmitder Begründungverweigertwerden,dasFahrzeugseibereitsfrühereinmalim InlandinBetriebgestandenundmiteinemTripon-Gerätausgerüstetgewesen; dieseNeuimmatrikulationberechtigezurkostenlosenErstausrüstung. WieessichmitdieserhypothetischenFallkonstellationverhält,kann dahingestelltbleiben,istdochkeinesderhierfraglichenFahrzeugevorder Wie­derinverkehrsetzunginsAuslandexportiertbzw. direktausdemAusland andieBeschwerdeführerinverkauftworden. DerBeschwerdeführerin istohnehinentgegenzuhaltendassArt.61Abs.1SVAVdiekostenlose ErstausrüstungmiteinemErfassungsgerätproMotorfahrzeugvorsiehtund nichtetwaproImmatrikulation. 4. AufgrunddieserErwägungenerweistsichdieBeschwerdealsunbegründet undistabzuweisen. DieBeschwerdeführerinhatalsunterliegendeParteidie Verfahrenskosten,bestehendausSpruch-undSchreibgebühren,zutragen. (…). [77]ZubeziehenbeiderOberzolldirektion,AbteilungLSVA, Gutenbergstrasse50,CH-3003BernoderimInternetunter: http://www.ezv. admin.ch/zollinfo_firmen/steuern_abgaben/00379/index.html?lang=fr 5Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali JAAC 69.19 - Entscheid der Eidgenössischen Zollrekurskommission vom 27. August 2004 in Sachen X. GmbH [ZRK 2004-003]). In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione Jahr 2005 Année Anno Band 69 Volume Volume Seite --- Page Pagina Ref. No 150 006 881 Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert. Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale. Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.