<h2>SubmittedText<h2><p>Nachhaltigkeit und damit auch der Anteil der Schadstoffemissionen spielt immer mehr auch eine Rolle für ein Unternehmen. Schweizer Unternehmen weisen eine gute Bilanz auf. </p><p>Es stellt sich die Frage, ob der Schadstoffausstoss nicht zum obligatorischen Bestandteil der Corporate Governance erklärt werden sollte. Dies würde der Transparenz dienen, kann auch für Anleger ein wichtiges Indiz sein und erhöht die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens. Der Bundesrat wird gebeten, dazu Stellung zu nehmen und Vor- und Nachteile sowie die Machbarkeit darzulegen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Corporate Governance verpflichtet die Geschäftsleitung gegenüber dem Kapitalgeber zu guter Unternehmensführung. Sie umfasst obligatorische und freiwillige Massnahmen wie das Einhalten von Gesetzen und Regelwerken, das Befolgen anerkannter Standards und Empfehlungen sowie das Entwickeln und Befolgen eigener Unternehmensleitlinien. Mit dem Swiss Code of Best Practice und der SWX-Transparenz-Richtlinie beispielsweise hat die Schweizer Wirtschaft Empfehlungen für Publikumsgesellschaften nach internationalem Massstab aufgestellt.</p><p>Vorschriften über Schadstoffemissionen sind allerdings nicht Gegenstand der Corporate Governance. Diesbezügliche Fragen gehören vielmehr in den Bereich der Corporate Responsibility (verantwortungsvolles Unternehmensverhalten). Der Bundesrat misst der Corporate Responsibility, unter der gerade nicht das gesetzlich Vorgeschriebene verstanden wird, eine grosse Bedeutung zu. Er wird deshalb prüfen, inwieweit die Corporate Responsibility als private Initiative beim Verfolgen der klimapolitischen Ziele einen Beitrag leisten kann.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.