<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00045</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105413&amp;W10_KEY=13013581&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00045</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.04.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Straf- und Massnahmenvollzug</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Vollzug der Landesverweisung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Vollzug der Landesverweisung: Der Vollzug der Landesverweisung nach bedingter Entlassung ist gerechtfertigt, wenn die Resozialisierungschancen für den aus Sri Lanka stammenden Beschwerdeführer in seiner Heimat besser sind. Er hat nämlich knapp die Hälfte seiner Aufenthaltsdauer in der Schweiz nicht in Freiheit verbracht, ist hier daher nicht verwurzelt, und die berufliche Zukunft ist völlig ungewiss ist. Dagegen besteht für ihn in seiner Heimat ein familiäres und soziales Bezugsnetz (E. 2). Die Verweigerung der bedingten Entlassung bis zum Vollzug der Landesverweisung ist angesichts der ungünstigen Resozialisierungschancen in der Schweiz rechtmässig (E. 3). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG">ANORDNUNG IM STRAF- UND MASSNAHMENVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDINGTE ENTLASSUNG">BEDINGTE ENTLASSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ENTLASSUNG (STRAFRECHT)">ENTLASSUNG (STRAFRECHT)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LANDESVERWEISUNG">LANDESVERWEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PROGNOSE">PROGNOSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Ãbrige Rechtsgebiete UR: Straf- und Strafprozessrecht ST: STRAFRECHT, ALLGEMEINER TEIL">STRAFRECHT, ALLGEMEINER TEIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFVOLLZUG">STRAFVOLLZUG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 38 lit. I StGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 55 lit. II StGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. B., geboren 1962, wurde mit Urteil des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 8. Dezember 1997 wegen schwerer KÃ¶rperverlet­zung zu vier Jahren Zuchthaus abzÃ¼glich 532 Tage Untersuchungs‑, Sicherheitshaft und vorzeitigen Strafvollzug verurteilt. Als Ne­benstrafe wurde eine unbedingte Landesverwei­sung von zehn Jahren ausgesprochen. Aus­serdem widerrief das Gericht den bedingten Vollzug einer GefÃ¤ngnisstrafe von zehn Mona­ten, abzÃ¼glich 1 Tag Polizeiverhaft, welche das Bezirksgericht ZÃ¼rich wegen einfacher KÃ¶r­perverletzung mit Urteil vom 14. Juni 1996 ausgefÃ¤llt hatte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Nachdem A. B. im Juni 1999 ein Gesuch um bedingte Ent­lassung aus dem Straf­vollzug gestellt hatte, wobei er gleichzeitig beantragt hatte, er sei "in die Schweiz" zu ent­las­sen, entsprach das Amt fÃ¼r Justizvollzug, Abteilung Strafvoll­zugs­dienst (SVD) mit Ver­fÃ¼gung vom 7. Oktober 1999 diesem Antrag insoweit, als es die be­dingte Entlassung aus dem Strafvollzug gewÃ¤hrte, jedoch erst auf den Zeitpunkt, in wel­chem die gerichtliche Lan­desverweisung vollzogen werden kÃ¶nne. Der Vollzug der ge­richt­lichen Landesver­wei­sung wurde mit gleicher VerfÃ¼gung nicht aufgeschoben und die Kantonspolizei ZÃ¼rich wur­de beauftragt, die Landesverweisung zu vollstrecken.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen die VerfÃ¼gung des SVD vom 7. Oktober 1999 liess A. B. Rekurs erheben mit den AntrÃ¤gen, es sei die Landesverweisung aufzuschieben und es sei die bedingte Ent­lassung voraussetzungslos auszusprechen. Eventualiter sei die bedingte Entlassung zwecks Ausreise in ein Drittland anzuordnen. Der Rekurs wurde von der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons ZÃ¼rich mit VerfÃ¼gung vom 21. De­zem­ber 1999 abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Gegen die VerfÃ¼gung der Direktion der Justiz und des Innern erhob A. B. mit Eingabe vom 2. Februar 2000 unter BerÃ¼cksichtigung der zwischen dem 20. Dezember und dem 8. Januar laufenden Gerichtsferien fristgerecht Beschwerde an das Verwaltungs­ge­richt. Er verwies auf die vor der Vorinstanz gestellten AntrÃ¤ge. Am 11. Februar 2000 ging die Vernehmlassung der Direktion der Justiz und des Innern beim Gericht ein, mit wel­cher die Abweisung der Beschwerde beantragt wurde. Der SVD verzichtete auf die Er­stattung einer Beschwerdeantwort.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Einzelrichterin zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) § 43 Abs. 1 lit. g in Verbindung mit Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegeset­zes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) lÃ¤sst die Beschwerde gegen Anordnungen in Straf‑ und Polizeistrafsachen, einschliesslich Vollzug von Strafen und Massnahmen, unter anderem nur zu, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (vgl. auch § 27 Abs. 2 des kantonalen Straf‑ und Vollzugsgesetzes vom 30. Juni 1974 [StVG] in der am 1. Januar 1998 in Kraft getretenen Fassung vom 8. Juni 1997).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Bundesgericht bejaht seine ZustÃ¤ndigkeit sowohl betreffend bedingte Entlas­sung aus dem Strafvollzug nach Art. 38 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs vom 21. De­zember 1937 (StGB; BGE 105 IV 167) wie auch betreffend Vollzug der Landesver­weisung bei bedingter Entlassung (Art. 55 Abs. 2 StGB; BGE 118 IV 221 E. 1a sowie 122 IV 56; zum Ganzen Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwal­tungs­rechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 43 N. 23 f.; JÃ¶rg Reh­berg, Strafrecht II, 6. A., ZÃ¼rich 1994, S. 132). Somit ist auch die ZustÃ¤ndigkeit des Ver­wal­tungs­gerichts in vorliegender Sache gegeben (siehe auch VGr, 18. MÃ¤rz 1998, VB.98.00004, vom Bundesgericht mit Entscheid Nr. 6A.28/1998/has am 8. Juni 1998 bestÃ¤tigt). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) FÃ¼r die Behandlung der Beschwerde ist der oder die Einzelrichter/in zustÃ¤ndig, da es um Anordnungen aufgrund der §§ 16, 17 Satz 1 und 21 StVG in Verbindung mit den §§ 1 f. der Strafvollzugsverordnung vom 12. Januar 1994 in der Fassung vom 1. MÃ¤rz 1995 geht (§ 38 Abs. 2 lit. b VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen gemÃ¤ss den §§ 50 f. VRG Rechtsverletzungen (einschliesslich des Ermessensmissbrauchs und der Ermessens­Ã¼berschreitung) sowie die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des (entscheidungs­wesentlichen) Sachverhalts gerÃ¼gt werden. Dem Verwaltungsgericht ist demgemÃ¤ss die ErmessensprÃ¼fung versagt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 81 und N. 91 letztes Beispiel).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die Beschwerde richtet sich zunÃ¤chst gegen den angeordneten Vollzug der ge­richtlichen Landesverweisung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Wird ein Verurteilter bedingt entlassen, so entscheidet die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde, ob und unter welchen Bedingungen der Vollzug der Landesverweisung probeweise aufge­schoben werden soll (Art. 55 Abs. 2 StGB). Massgebend ist, ob fÃ¼r den Verurteilten in der Schweiz oder im Ausland die besseren Chancen fÃ¼r die Resozialisierung bestehen (BGE 122 IV 56 E. 3a mit Hinweisen). Zu berÃ¼cksichtigen sind dabei namentlich die persÃ¶nli­chen VerhÃ¤ltnisse, die Beziehung zur Schweiz, die FamilienverhÃ¤ltnisse, die ArbeitsmÃ¶g­lichkeiten und die soziale Integration (vgl. Stefan Trechsel, Schweizerisches Strafgesetz­buch, Kurzkommentar, 2. A., ZÃ¼rich 1997, Art. 55 N. 6 mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Sowohl das SVD als auch die Vorinstanz hatten unter anderem unter Hinweis auf die EinschÃ¤tzung des Fachausschusses fÃ¼r Vollzugsfragen festgehalten, dass die Resoziali­sierungschancen des BeschwerdefÃ¼hrers nur in dessen Heimatland (Sri Lanka) gut seien. Zu beachten sei, dass die SteuerfÃ¤higkeit des BeschwerdefÃ¼hrers im Zusammenhang mit der BewÃ¤ltigung von Auseinandersetzungen aufgrund seiner einschlÃ¤gigen Verurteilungen als zweifelhaft eingeschÃ¤tzt werden mÃ¼sse. Nur in einem Umfeld, wo er kulturell einge­bet­tet sei und die Sitten und GebrÃ¤uche bestens kenne, sei er in der Lage, Konflikte ge­waltlos auszutragen. FÃ¼r den Fall des Verbleibens des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz kÃ¶nne ihm ein gewalt‑ und damit deliktfreies Leben nicht zugetraut werden, weshalb ihm fÃ¼r die­sen Fall ungÃ¼nstige BewÃ¤hrungsaussichten zu attestieren wÃ¤ren. Die Vorinstanz hielt wei­ter fest, den beiden Straftaten, welche zu den Verurteilungen gefÃ¼hrt hÃ¤tten, seien Kon­fron­tationen mit Landsleuten vorausgegangen, welche der BeschwerdefÃ¼hrer mit Hilfe von ge­fÃ¤hrlichen Schneidwerkzeugen ausgetragen habe. Seinen beiden Opfern habe er zum Teil schwere Schnittverletzungen zugefÃ¼gt. Hinzu komme, dass sich der zweite Fall un­mittelbar nach erfolgter erster Verurteilung zugetragen habe, was als Indiz dafÃ¼r gewertet werden mÃ¼s­se, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer in KonfliktfÃ¤llen auch durch die bereits erfolgte emp­findliche Bestrafung nicht vom Einsatz skrupelloser Gewalt abhalten lasse. Der Um­stand, dass die beiden Auseinandersetzungen jeweils unter Landsleuten stattgefun­den hÃ¤t­ten, spreche nicht per se gegen eine gÃ¼nstigere BewÃ¤hrungsaussicht des Beschwer­defÃ¼hrers in seinem Heimatland, zumal die beiden VorfÃ¤lle politisch motiviert gewesen sein dÃ¼rften und diese politischen Auseinandersetzungen unter BÃ¼rgern von Sri Lanka aus­serhalb ihrer Heimat bekanntermassen mindestens ebenso heftig und erbittert gefÃ¼hrt wer­den, wenn sie nicht aufgrund der Ã¤usseren UmstÃ¤nde im Ausland gar als noch hÃ¤ufiger und gefÃ¤hrlicher eingeschÃ¤tzt werden mÃ¼ssen. Auch das Obergericht sei in seinem Urteil ‑ durchaus in Be­rÃ¼cksichtigung der auch in Sri Lanka selbst anzutreffenden Konflikte ‑ zur Ãberzeugung gelangt, dass die Gefahr bestehe, dass der BeschwerdefÃ¼hrer auf dem Boden der Schweiz bald wieder ‑ aus politischen GrÃ¼nden ‑ kriminiell werde. Weiter fÃ¼hrte die Vorinstanz aus, eine erfolgreiche Reintegration des BeschwerdefÃ¼hrers in die Schweizer Arbeitswelt wÃ¤re nicht sichergestellt, zumal es fÃ¼r ihn nicht nur aufgrund der hiesigen Ar­beitsmarktsituation, sondern auch aufgrund seiner Verurteilungen und seines Status als abgewiesener Asyl­be­wer­ber nahezu unmÃ¶glich sein dÃ¼rfte, erneut einen Arbeitsplatz zu finden. Im Ãbrigen sei die vorgetragene enge Beziehung zu einem in der Schweiz lebenden Schwager nicht rechts­genÃ¼gend erstellt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) DemgegenÃ¼ber hÃ¤lt der BeschwerdefÃ¼hrer daran fest, einen engen Kontakt zu sei­nem Schwager zu pflegen. Im Ãbrigen halte er, der BeschwerdefÃ¼hrer, sich seit rund zehn Jahren in der Schweiz auf und sei bis zu seiner Festnahme im Juni 1996 auch sehr gut in die hiesige Arbeitswelt integriert gewesen. Sein letzter Arbeitgeber habe ihm denn auch eine positive Beurteilung seiner Arbeitsleistung ausgestellt. Zufolge des chronischen Per­sonalmangels im Gastgewerbe dÃ¼rfte ihm diese Referenz bei der Suche nach einem neuen Ar­beitsplatz zum Vorteil gereichen. Somit seien seine Resozialisierungschancen in der Schweiz als gÃ¼nstig zu beurteilen, zumal er sich durch die lange Strafe genÃ¼gend habe be­eindrucken lassen und sich fortan an die Rechtsordnung halten werde. Auch wenn das Prin­zip des Non-Refoulement erst in einem allfÃ¤lligen spÃ¤teren, gesonderten Voll­streckungs­ver­fahren zum Tragen komme, so sei doch schon jetzt zu berÃ¼cksichtigen, dass ihm in sei­ner Heimat, wo er an Leib und Leben bedroht sei, nur eine sehr ungÃ¼nstige Reso­zialisie­rungs­chance eingerÃ¤umt werden kÃ¶nne. Eine normale Wiedereingliederung in die Ge­sell­schaft in Sri Lanka sei angesichts der akuten Bedrohungslage verunmÃ¶glicht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Vorliegend kann entgegen der Meinung des BeschwerdefÃ¼hrers nicht davon aus­gegangen werden, er habe in der Schweiz gross Wurzeln fassen kÃ¶nnen. Obwohl der Be­schwerdefÃ¼hrer geltend macht, sich seit nunmehr zehn Jahren in der Schweiz aufzuhalten, hat er nach wie vor mit der hiesigen Sprache Probleme. Aus dem Schreiben der Direktion der Kantonalen Strafanstalt C. vom 22. Juni 1999 an den SDV geht hervor, dass "massive sprachliche VerstÃ¤ndigungsprobleme" bestehen. Im Weiteren ist aufgrund der Ak­ten er­sicht­lich, dass er sich vorwiegend mit Landsleuten aus Sri Lanka getroffen hat. Auch sein Schwager, zu welchem er angeblich einen engen Kontakt unterhalten soll, stammt aus Sri Lanka. Ausserdem grÃ¼nden die beiden Verurteilungen auf Konflikten, wel­che der Be­schwer­defÃ¼hrer mit Landsleuten aus Sri Lanka ausgetragen hat. Somit kann nicht davon ausgegangen werden, der BeschwerdefÃ¼hrer habe sich an die hiesigen Gepflo­genheiten gewÃ¶hnt und sei sozial integriert bzw. habe hier ein massgebliches Beziehungs­netz. Es scheint vielmehr, dass er in seinem Heimatland verwurzelt ist. Abgesehen davon ist zu be­rÃ¼cksichtigen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer von den zehn Jahren, wÃ¤hrend welchen er sich in der Schweiz aufhielt, rund vier Jahre nicht in Freiheit verbracht hat. Unter diesen UmstÃ¤n­den und auch angesichts der Tatsache, dass der BeschwerdefÃ¼hrer den Status als ab­gewie­sener Asylbewerber hat, erscheint es als wenig wahrscheinlich, dass er eine Ar­beitsstelle finden kann. Unter diesen Bedingungen ist aber die Schlussfolgerung der Vorin­stanz, wo­nach die Voraussetzungen fÃ¼r die Resozialisierung des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz ungÃ¼nstiger seien als in seinem Heimatland, nicht zu beanstanden. Es muss nÃ¤m­lich auf­grund der bekannten Biografie des BeschwerdefÃ¼hrers davon ausgegangen werden, dass er sich in der Schweiz erneut vorwiegend mit Landsleuten aus Sri Lanka treffen wÃ¼r­de, was angesichts seines bisherigen Verhaltens sowie der mangelnden Verwurzelung in der Schweiz wieder zu Konflikten fÃ¼hren kÃ¶nnte, wie dies denn auch vom Fachaus­schuss fÃ¼r Vollzugsfragen festgehalten worden ist. Eine solche Entwicklung stÃ¼nde dem Reso­zia­li­sierungsgedanken diametral entgegen. In seinem Heimatland ist der Beschwerde­fÃ¼hrer hin­gegen nicht straffÃ¤llig geworden, und angesichts des Umstands, dass er weder gesell­schaft­lich noch sprachlich isoliert bzw. nicht nur auf ein paar wenige Bekannte an­gewiesen wÃ¤re, erscheint es als gerechtfertigt, die Resozialisierungsprognose fÃ¼r den Be­schwerde­fÃ¼h­rer gÃ¼ns­tiger zu beurteilen, wenn er nach Sri Lanka zurÃ¼ckkehrt, wie wenn er in der Schweiz bleiben wÃ¼rde. Ausserdem geht aus den Akten hervor, dass der Beschwer­defÃ¼hrer in Sri Lanka bei den Eltern zusammen mit elf Geschwistern aufgewachsen ist. Seit 1988 ist er verheiratet und seine Frau lebt mit den beiden TÃ¶chtern in Sri Lanka. Fa­miliÃ¤r ist der Be­schwerdefÃ¼hrer somit in Sri Lanka und nicht in der Schweiz verwurzelt. All dies spricht dafÃ¼r, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer gesellschaftlich in seinem Heimat­land besser reinte­grieren kann, wÃ¤hrend die MÃ¶glichkeiten in der Schweiz Ã¤usserst be­schrÃ¤nkt sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Wie die Vorinstanz zu Recht festgehalten hat (und was vom BeschwerdefÃ¼hrer auch anerkannt wird), ist im vorliegenden Verfahren das Prinzip des Non-Refoulement bzw. die Frage nach der Vollstreckbarkeit der Landesverweisung unmassgeblich (vgl. dazu BGE 116 IV 105. Es ist somit hier nicht zu prÃ¼fen, ob die Ausschaffung des Beschwerde­fÃ¼hrers in seine Heimat mÃ¶glich, zulÃ¤ssig und zumutbar ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Der angeordnete Vollzug der Landesverweisung ist demnach nicht zu beanstan­den, und die Beschwerde ist diesbezÃ¼glich abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Weiter richtet sich die Beschwerde gegen die VerknÃ¼pfung der bedingten Ent­lassung mit dem Vollzug der Landesverweisung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht hat im bereits erwÃ¤hnten Entscheid des Verwaltungsge­richts vom 18. MÃ¤rz 1998 (VB.98.00004; vom Bundesgericht bestÃ¤tigt) ausgefÃ¼hrt, eine bedingte Entlassung kÃ¶nne dann nicht vom Vollzug der Landesverweisung abhÃ¤ngig ge­macht werden, wenn die BewÃ¤hrungsaussichten eines Verurteilten sowohl in der Schweiz wie im Ausland grundsÃ¤tzlich gÃ¼nstig seien. Bestehen jedoch fÃ¼r den Fall des Verbleibens in der Schweiz ungÃ¼nstige BewÃ¤hrungsaussichten, so stehe die einstweilige Verweigerung der bedingten Entlassung bis zum Vollzug der Landesverweisung in Ãbereinstimmung mit Art. 38 StGB. Allgemein ist die bedingte Entlassung zwar die Regel, von der nur aus guten GrÃ¼nden abgewichen werden darf. Die bedingte Entlassung kann aber mit Auflagen oder einer Schutzaufsicht verbunden werden, wenn sich dies gÃ¼nstig auf die Resozialisierung des Verurteilten auswirkt (BGE 124 IV 193 E. 4 d/aa/bb). Entsprechend kann ‑ wie darge­legt ‑ die bedingte Entlassung mit dem Vollzug der Landesverweisung verbunden werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Vorliegend wurden die Resozialisierungschancen des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz aus den dargelegten GrÃ¼nden als ungÃ¼nstig bezeichnet, was nicht zu beanstanden ist. Unter den gegebenen UmstÃ¤nden ist auch nicht zu bemÃ¤ngeln, dass die Vorinstanz dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r den Fall der Freilassung ohne gleichzeitigen Vollzug der Landes­ver­weisung eine ungÃ¼nstige Prognose gestellt, d.h. die bedingte Entlassung vom Vollzug ab­hÃ¤ngig gemacht hat, zumal schon aufgrund der sprachlichen VerstÃ¤ndigungsprobleme eine konstruktive Begleitung des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz, z.B. mittels Anord­nung ei­ner Schutzaufsicht, kaum machbar sein dÃ¼rfte. Es ist nochmals festzuhalten, dass es sich da­bei um einen Ermessensentscheid handelt, der im verwaltungsgerichtlichen Be­schwer­de­verfahren nur unter beschrÃ¤nktem Gesichtswinkel Ã¼berprÃ¼ft werden kann (BGE 105 IV 167; § 50 Abs. 1 VRG). GemÃ¤ss Trechsel kommt der zustÃ¤ndigen BehÃ¶rde hier ein "weites Ermessen" zu (a.a.O., Art. 38 N. 9). Entgegen der Auffassung des BeschwerdefÃ¼h­rers hat die Vorinstanz aber weder Recht verletzt noch Ermessen missbraucht oder Ã¼ber­schritten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BefÃ¼rchtung der Vorinstanz, der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¼rde in der Schweiz er­neut straffÃ¤llig, erscheint als vertretbar. Aufgrund der Tatsache, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in der Schweiz weder familiÃ¤r noch sozial eingebettet ist, rechtfertigt sich die Annahme, dass er sich wiederum mit hier sich aufhaltenden Landsleuten aus Sri Lanka abgÃ¤be, was erneut zu Eskalationen fÃ¼hren kÃ¶nnte, wie dies denn schon zwei Mal geschehen ist. Dem­gegenÃ¼ber wÃ¤re er in seinem Heimatland sozial und familiÃ¤r integriert, was sich konsoli­dierend auf die Art und Weise der BewÃ¤ltigung von Konflikten auswirken dÃ¼rfte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die Beschwerde auch bezÃ¼glich der Re­gelung der bedingten Entlassung nicht durchzudringen vermag und somit abzuweisen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Einzelrichterin:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>