B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-2493/2013 U r t e i l v o m 1 4 . M a i 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Fulvio Haefeli, mit Zustimmung von Richter Daniel Willisegger; Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig. Parteien A._______, geboren (…), Sri Lanka, vertreten durch Hans Peter Roth, (…), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 28. März 2013 / N _______. D-2493/2013 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der Beschwerdeführer – ein sri-lankischer Staatsangehöriger tamili- scher Ethnie – am 1. Juni 2006 auf der Schweizerischen Botschaft in C o- lombo ein Asylgesuch einreichte, dass die Schweizerische Vertretung dem BFM mit Schreiben vom 2. Juli 2007 mitteilte, der Beschwerdeführer habe es unterlassen, seine Vorbri n- gen zu substantiieren, woraufhin das Bundesamt das Asylgesuch am 26. September 2007 intern als gegenstandslos abschrieb, dass die Mutter des Beschwerdeführers (N _______ ) am 21. Juni 2007 auf der Schweizerischen Botschaft in Colombo ein Asylgesuch einreichte, in welchem der Beschwerdeführer nebst seinen Geschwistern einge- schlossen war, dass das BFM dieses Auslandgesuch mit Verfügung vom 14 . März 2008 ablehnte und die Einreise in die Schweiz verweigerte, dass der Beschwerdeführer sein Heimatland eigenen Anga ben zufolge am 14. Mai 2012 auf dem Luf tweg von Colombo aus verliess und gle i- chentags illegal in die Schweiz einreiste, wo er am 4. Juni 2012 im Emp- fangs- und Verfahrenszentrum (…) um Asyl nachsuchte, dass am 21. Juni 2012 die Befragung zur Person stattfand und der B e- schwerdeführer am 16. Januar 201 3 gestützt auf Art. 29 Abs. 1 des Asyl- gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) zu seinen Asylgründen angehört wurde, dass für die Begründung des Asylgesuchs vollumfänglich auf die protokol- lierten Aussagen zu verweisen ist (vg l. Befragungsprotokoll vom 21. Juni 2012, A4; Anhörungsprotokoll vom 16. Januar 2013, A9), dass der Beschwerdeführer dem BFM als Beweismittel seine Identitäts- karte im Original, eine Kopie seines Passes, Kopien eines Pfandscheins und eine Kopie einer Quittung der B._______ zu den Akten reichte, dass das BFM mit Verfügung vom 28. März 2013 – eröffnet am 3. April 2013 – feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseige n- schaft nicht, dessen Asylgesuch vom 4. Juni 2012 ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Weg weisungsvollzug anordne- te, D-2493/2013 Seite 3 dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte , die polizeiliche Suche nach dem Beschwerdeführer im Jahr 2009 habe der behördlichen Ermittlung im Zusammenhang mit der Entführung eines Mädchens, we l- che eine gemeinrechtliche Straftat darstelle, gedient, dass es vor dem Hintergrund, wonach der Beschwerdeführer mit einer Person befreundet gewesen sei, die man verdächtigt habe, an der En t- führung beteiligt gewesen zu sein, naheliegend und legitim sei, wenn sich die ermittelnden Behörden nach dem Beschwerdeführer erkundigt hätten, dass ein solches Vorgehen rechtsstaatlich legitimen Zwecken gedient ha- be und daher nicht asylrelevant sei, dass sich zudem aus den Akten keine Hinweise ergäben, dass die sri- lankischen Behörden gegenwärtig ein ernsthaftes Verfolgungsinteresse am Beschwerdeführer hätten, dass diese Schlussfolgerung unter anderem dadurch erhärtet werde, dass es der Familie des Beschwerdeführers angeblich möglich gewesen sei, im Jahr 2012 den Pass des Beschwerdeführers problem los erneuern zu lassen, dass der Beschwerdeführer ausserdem legal mit seinem Pass über den Flughafen von Colombo ausgereist sei, dass die heimatlichen Behörden ihn bereits am Flughafen von Colombo festgenommen hätten, bestünde von ihrer Seite ein ernsthaft es Verfol- gungsinteresse, dass sie bestimmt auch nicht seinen Pass erneuert hätten, falls sie im Jahr 2012 immer noch nach ihm gefahndet hätten, dass er im Übrigen nie persönlich Kontakt mit den Behörden gehabt h a- be, dass sie ihn gewiss in C._______ oder D._______ aufgegriffen hätten, wenn sie ab 2009 noch aktiv nach ihm auf der Suche gewesen wären, dass es f ür sie ein Leichtes gewesen wäre, den Beschwerdeführer an den ebenerwähnten Orten ausfindig zu machen, zumal er sich gemäss eigenen Angaben dort bei Verwandten aufgehalten habe, D-2493/2013 Seite 4 dass der sri -lankische Polizei- und Justizapparat den Erkenntnissen des BFM zufolge grundsätzlich funktioniere und darauf bedacht sei, seine Unabhängigkeit zu wahren, dass polizeiliche Aufgaben wahrgenommen würden und eine effe ktive Strafverfolgung ermöglicht werde, womit vorliegend keine Gründe dafür sprechen würden, in Sri Lanka stehe keine wirksame und funkt ionierende Infrastruktur zur Schutzgewährung zur Verfügung, dass sich zudem aus den Akten keine Hinweise darauf ergäben, die staatliche Schutzinfrastruktur wäre dem Beschwerdeführer nicht zugän g- lich gewesen oder die sri -lankischen Behörden wären offensichtlich aus einem Grund nach Art. 3 AsylG nicht willens gewesen, ihm Schutz vor all- fälligen Übergriffen seitens der von ihm erwähnten Dritten zu gewähren, dass er somit über kein Gefährdungsprofil verfüge und im Falle von Prob- lemen mit Drittpersonen die Möglichkeit habe, sich an die lokal zuständ i- gen Instanzen zu wenden, um den nötigen Schutz zu erlangen, dass in Anbetracht di eser Erwägungen die von ihm geltend gemachten, seitens Dritter erlittenen Behelligungen als asylunbeachtlich einzustufen seien, dass er nicht auf den Schutz der Schweiz angewiesen sei und es ihm z u- zumuten wäre, sich unter den Schutz der heimatlichen Behör den zu stel- len, dass die geltend gemachten Behelligungen als lokal begrenzte Verfo l- gungsmassnahmen anzusehen seien, dass der Beschwerdeführer, nachdem die Verwandten des entfü hrten Mädchens ihn in E._______ gesucht hätten, nach D._______ gezogen sei, wo er bis zur Ausreise am 14. Mai 2012 gelebt habe, dass aus der Aktenlage hervorgehe , der Beschwerdeführer habe in D._______ keine ernsthaften Nachteile oder Übergriffe auf seine Person erlitten, dass er diesbezüglich angegeben habe, lediglich einmal von junge n Männern aus dem Distrikt E._______ angesprochen worden zu sein, D-2493/2013 Seite 5 dass es ihm offensichtlich möglich gewesen sei, sich seiner seitens Dritter ausgehender Probleme durch einen Wegzug in einen anderen Landesteil effektiv zu entziehen, weshalb er nicht auf de n Schutz der Schweiz a n- gewiesen sei, dass sich die Sicherheits- und Menschenrechtslage in Sri Lanka seit dem Kriegsende im Mai 2009 markant verbessert habe, dass sich das gesamte Land seit jenem Zeitpunkt wieder unter Regi e- rungskontrolle befinde und es zu keinen terroristischen Aktivitäten der Li- beration Tigers of Tamil Eelam (LTTE) mehr gekommen sei, dass die Organisation als geschlagen gelte und auch für den Beschwe r- deführer keine Gefahr mehr darstelle, dass zwischen den geltend gemachten Schwierigkeiten mit der LTTE aus dem Jahr 2007 und der Ausreise am 14. Mai 2012 kein genügend enger zeitlicher und inhaltlicher Kausalzusammenhang bestehe, weshalb diese Probleme die Flüchtlingseigenschaft nicht zu begründen vermöchten, dass zusammenfassend aus den Akten keine genügend konkreten Hi n- weise dafür zu erkennen seien, der Beschwerdeführer habe im Falle e i- ner Rückkehr nach Sri Lanka mit erheblicher Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, in absehbarer Zukunft seitens der heimatlichen Behörden oder anderer Gruppierun gen Verfolgungsmassnahmen im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt zu werden, dass an dieser Einschätzung auch die eingereichten Beweismittel nichts ändern könnten, zumal sie sich auf Umstände beziehen würden, deren Glaubhaftigkeit nicht in Zweifel gezogen werde, dass bei offensichtlich fehlender Schutzbedürftigkeit darauf zu verzichten sei, auf allfällig vorhandene Unglaubhaftigkeitselemente einzugehen, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 Asyl G nicht standhielten, weshalb das Asylgesuch abzulehnen sei, dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, D-2493/2013 Seite 6 dass der Beschwerdeführer mit Telefaxeingabe vom 3. Ma i 2013 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und dabei beantragen liess, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, dass ihm Asyl zu gewähren sei, dass eventualiter die Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit der Wegwe i- sung festzustellen und die vorläufige Aufnahme zu beantragen sei, dass auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten sei, dass in casu die per Telefax übermittelte Rechtsschrift als rechtsgültig eingereicht gilt, da sie innert Frist beim Gericht eintraf un d mittels Nac h- reichung des unterschriebenen Originals (Eingangsstempel vom 6. Mai 2013) verbessert wurde (vgl. Art. 108 Abs. 5 AsylG), dass auf die Beschwerdebegründung – soweit entscheidrelevant – in den Erwägungen eingegangen wird, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfa h- rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesg e- richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme in casu nicht vorliegt, weshalb das Bunde s- verwaltungsgericht endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG ric h- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), D-2493/2013 Seite 7 dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 1 und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG i.V.m. Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111 a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asy l gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nati o- nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen A nschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), dass als ernsthafte Nachteile namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahme n, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken, gelten (Art. 3 Abs. 2 AsylG), dass in der Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen geltend gemacht wird, die Gefahr, welche dem Beschwerdeführer durch die Milizen der Tamil Makkal Viduthalai Pulikal (TMVP) drohe, sei als mindestens ebenso b e- drohlich wie eine polizeiliche Verfolgung zu bewerten, dass sich die entscheidende Behörde mit der speziellen Situation im He r- kunftsstaat beziehungsweise den dort üblichen Verfolgungsmustern in Verbindung mit den persönl ichen Erlebnissen des Asylsuchenden und den Personen aus dessen Umfeld auseinanderzusetzen habe, um das Vorliegen des Risikos einer künftigen Verfolgung abschätzen zu können, dass das BFM diese Leitlinie vorliegend nicht eingehalten habe, D-2493/2013 Seite 8 dass der Beschwer deführer bei einer Rückkehr befürchten müsse, we i- terhin von den Milizen der TMVP bedrängt und allenfalls auch erpresst zu werden, dass die Milizen in Erfahrung gebracht haben dürften, der Beschwerd e- führer habe in der Schweiz einen (verstorbenen) Vater und mehrere On- kel und Tanten, was ihn als mutmassliche Quelle für Erpressungsvers u- che attraktiv machen könnte, dass hinsichtlich des Wegweisungspunkts insbesondere ausgeführt wird, das BFM habe es unterlassen, genaue Abklärungen zum Vorhandensein einer zumutbaren Aufenthaltsalternative zu tätigen, dass zu erwarten sei, Schwierigkeiten mit der Polizei und den administr a- tiven Behörden würden den Aufentha lt des Beschwerdeführers in D._______ zu einer Tortur machen, dass in einem Land, wo unlängst ein Genozid stattgefunden habe, alle Angehörigen der verfolgten Minderheit als Risikogruppe betrachtet we r- den müssten, dass das Bundesverwaltungsgericht nach Abwägung sämtlicher Auss a- gen und unter Berücksichtigung des Länderurteils zu Sri Lanka vom 27. Oktober 2011 (BVGE 2011/24), welches sich einlässlich mit den Ris i- kogruppen der auch nach Beendigung des Bürgerkriegs noch gefährd e- ten Personen auseinandersetzt, zum Schluss kommt, dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers zu Recht abgelehnt hat, dass er – nach Beendigung der Kriegshandlungen – mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kein solches Risikoprofil aufweist, welches ihn einer Verfolgung aussetzen würde, dass sich gemäss Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts Pe r- sonen, die gewissen Risikogruppen angeh ören, einer erhöhten Verfol - gungsgefahr ausgesetzt sehen, wobei zu diesen Risikogruppen namen t- lich Personen gehören, die auch nach Beendigung des Bürgerkriegs ve r- dächtigt werden, mit den LTTE in Verbindung zu stehen beziehungsweise gestanden zu haben, krit isch auftretende Journalisten und Medienscha f- fende, Menschenrechtsaktivisten und regimekritische Nichtregierungso r- ganisationen-Vertreter, ferner Personen, die Opfer oder Zeuge schwerer Menschenrechtsverstösse wurden oder diesbe züglich juristische Schritte einleiten, sowie Rückkehrer aus der Schweiz, denen nahe Kon takte zu D-2493/2013 Seite 9 den LTTE unterstellt werden beziehungs weise die über beträchtliche f i- nanzielle Mittel verfügen (vgl. BVGE 2011/24 E. 8), dass nach Auffassung des Gerichts namentlich der Umstand allein, da ss ein Angehöriger der tamilischen Ethnie im Zeitraum vor dem Ende des Bürgerkriegs mit den LTTE in Kontakt kam, (auch) zum heutigen Zei t- punkt kein ausreichendes Kriterium für eine asylrechtlich relevante G e- fährdung bildet, ist doch aufgrund der in den ehe mals von den LTTE kon- trollierten Gebieten von dieser Organisation aufgebauten Strukturen d a- von auszugehen, dass praktisch die gesamte dortige Bevölkerung in b e- stimmter Weise entsprechende Kontakte aufwies, dass die Wahrscheinlichkeit eines konkreten Verfol gungsrisikos vielmehr ein entsprechendes besonderes Profil der betreffenden Person vorau s- setzt (vgl. Urteil des Bundesverw altungsgerichts D -3747/2011 vom 13. Juli 2012 E. 5.5), dass hinsichtlich des vom Beschwerdeführer geschilderten Problems mit den LTTE, wonach er zum Beitritt aufgefordert worden sei (vgl. A4 S. 8), festzuhalten ist, dass eine Verfolgung von dieser Seite aus heutiger Sicht ausgeschlossen werden kann, nachdem die Tigers im gesamten Staat s- gebiet von Sri Lanka als zerschlagen gelten (vgl. BVGE 2011/24 E. 9.1.1), dass aufgrund der Aktenlage nicht davon auszugehen ist, der Beschwe r- deführer verfüge über ein Profil, aufgrund dessen den oben genannten Kriterien zufolge auf eine begründete Furcht vor asylrelevanter Gefäh r- dung geschlossen werden müsste, dass er im erstinstanzlichen Verfahren angab, er habe nie gearbeitet (vgl. A4 S. 4), weshalb die Ausführung in der Rechtsmitteleingabe, er gehöre zum Kreis reicher tamilischer Geschäftsleute, welche Hauptbetroffene krimineller Aktivitäten wie Entführu ngen und Erpressungen seien (vgl. Beschwerde, S. 5), nicht den Gegebenheiten entsprechen dürfte, dass somit nicht davon auszugehen ist, er würde in Sri Lanka als über beträchtliche finanzielle Mittel verfügender Rückkehrer wahrgenommen und als solcher einem erhöhten Risiko unterstehen, potenzielles Opfer von Erpres sungs- oder Entführungs aktionen zu werden, umso weniger, als er gemäss der auf Beschwerdeebene eingereichten Fürsorgeabhä n- gigkeitsbestätigung vom 15. April 2013 vielmehr auf die Unterstützung durch die öffentliche Hand angewiesen ist, D-2493/2013 Seite 10 dass den Akten auch keine Hinweise zu entnehmen sind , inwiefern sich das geltend gemachte Risiko für Erpressungsversuche wegen der in der Schweiz ansässigen Verwandten verwirklichen sollte, dass der Beschwerdeführ er mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in a b- sehbarer Zukunft auch sonst keine ernsthaften Nachteile durch Verfo l- gungsmassnahmen der sri -lankischen Sicherheitskräfte zu befürchten hat, dass sich seit dem Ende des Bürgerkriegs die Lage in Sri Lanka erheblich verbessert hat, dass zwar Personen, die einer Verbindung zu den LTTE verdächtigt we r- den, gemäss der oben erwähnten Praxis des Bundesverwaltungsgerichts auch heute noch potenziell zu einer Risikogruppe gehören, der B e- schwerdeführer jedoch kein Profil aufw eist, das darauf schliessen liesse, er würde seitens der sri -lankischen Behörden als dissident oder politisch oppositionell wahrgenommen oder einer anderweitigen Risikogruppe a n- gehören, dass es sodann in Übereinstimmung mit dem BFM zu berücksichtigen gilt, dass der Beschwerdeführer problemlos in den Besitz eines neuen Passes gelangte und über den gut bewachten internationalen Flughafen von Colombo unbehelligt ausreiste (vgl. A4 S. 5/6), was ihm nicht gelu n- gen wäre, hätte er unter besonderer Beobachtung der sri-lankischen Be- hörden gestanden, dass nach dem Gesagten entgegen anderslautender Auffassung nicht da- von auszugehen ist, der B eschwerdeführer werde in D._______ mit Schwierigkeiten seitens der Polizei oder der administrativen Behörden konfrontiert sein, dass es ihm vielmehr offenstehen dürfte, bei allfälligen in der Heimatreg i- on zu gewärtigenden Problemen mit Drittpersonen nach D._______ zu ziehen, wo er ab Mai 2009 bis kurz vor der Ausreise gelebt haben will (vgl. A4 S. 4), dass er gegebenenfalls auch die Möglichkeit haben wird, bei den zustä n- digen Behörden um Schutz zu ersuchen, wobei er sich diesbezüglich durch einen Anwalt vertreten lassen kann, D-2493/2013 Seite 11 dass vor diesem Hintergrund seine Aussage, sie hätten nicht gew usst, dass man sich mit der Unterstützung eines Anwalts an die Polizei wenden könne (vgl. A4 S. 7), als unbehelfliche Schutzbehauptung zu qualifizieren ist, dass sich in Anbetracht der Umstände der Vorwurf in der Beschwerde, das BFM habe hinsichtlich einer zumutbaren Aufenthaltsalternative be- ziehungsweise bei der Prüfung des Risikos einer künftigen Verfolgung seine Abklärungspflicht verletzt, als unbegründet erweist, dass vorliegend auf die Kritik am Bericht des BFM über Erkenntnisse der Dienstreise nach Sri Lanka vom 5. bis 17. September 2010 nicht näher einzugehen ist, zumal dieser Bericht nicht Gegenstand der angefocht e- nen Verfügung bildet, dass im Übrigen zur Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich auf die als zutreffend erachteten Erwägungen in der angefochtenen Verf ü- gung zu verweisen ist, dass darauf verzichtet werden kann, auf die weiteren Ausführungen in der Beschwerde näher einzugehen, da dies zu keiner anderen Betrac h- tungsweise führen würde, dass es dem Beschwerdeführer nach dem Gesagten nicht gelingt, die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu m a- chen, weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf e in Asylgesuch in der Regel die Wegw eisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. Entscheidungen und Mittei- lungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzl i- chen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht ang e- ordnet wurde, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegw eisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes D-2493/2013 Seite 12 vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungs vollzugshinder- nissen gemäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der glei- che Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigens chaft gilt, das heisst, sie sind zu bew eisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und ander n- falls wenigstens glaubhaft zu machen, dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der A usländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus ein em Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdefüh rer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non - Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, dass darüber hinaus keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folte r und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die dem Beschwe rdeführer im He i- matland droht, dass auch von einer seit Ende des be waffneten Konflikts zwischen der sri-lankischen Armee und den LTTE im Mai 2009 erheblich verbesserten Menschenrechts- und Sicherheitsl age in Sri Lanka auszugehen ist D-2493/2013 Seite 13 (vgl. BVGE 2011/24 E. 12.), weshalb der Wegweisungsvollzug zum heuti- gen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheint, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im H eimat- oder Herkunftsstaat aufg rund von Situati o- nen wie Krieg, Bürgerkrie g, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass weder die allgemeine Lag e im Heimatland des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, dass der Beschwerdeführer den Akten zufolge aus der Ostprovinz stammt und sich dort auch mehrheitlich aufhielt (vgl. A4 S. 4), dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss seiner aktuellen Rechtspr e- chung den Wegweisungsvollzug in das gesamte Gebiet der Ostprovinz aufgrund der dort herrschenden allgemeinen Lage als grundsätzlich z u- mutbar erachtet (vgl. BVGE 2011/24 E. 13.1), dass es s ich beim B eschwerdeführer laut Aktenlage um einen gesunden jungen Mann handelt, der über eine zehnjährige Schulbildung verfügt und einen Kurs im Bereich Buchhaltung besuchte (vgl. A4 S. 3/7), Vorausse t- zungen, welche ihm beim Aufbau einer neuen Existenz von Nutzen se in werden, dass er eigenen Angaben zufolge eine Zeitlang bei Verwandten in der Ost- und Westprovinz lebte (vgl. A9 S. 3 f.), dass sein Bruder (N _______ ) ebenfalls nach Sri Lanka zurückkeh ren muss, nachdem auch dessen Asylgesuch abgelehnt wurde, dass damit auch von einem tragfähigen Beziehungsnetz auszugehen ist, welches dem Beschwerdeführer bei der Wiedereingliederung behilflich sein kann, dass im Übrigen keine weiteren persönlichen Gründe ersichtlich sind, aufgrund derer geschlossen werden könnte, der Bes chwerdeführer gerie- te im Falle der Rückkehr in eine existenzbedrohende Situation, dass sich der Wegweisungsvollzug somit auch als zumutbar erweist, D-2493/2013 Seite 14 dass der Vollzug der Wegw eisung des Beschwerdeführers in den He i- matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirke n (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG, dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), dass nach dem Gesagten der v om Bundesamt verfügte Wegweisung s- vollzug insgesamt zu bestätigen ist und eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AuG), dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den recht s- erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder una n- gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschu s- ses mit vorliegendem Urteil gegenstandslos wird, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21 . Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-2493/2013 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Fulvio Haefeli Karin Schnidrig Versand: