<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2014.00302</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=214320&amp;W10_KEY=4467105&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2014.00302</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.07.2014</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Niederlassungsbewilligung (Widerruf)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Widerruf der Niederlassungsbewilligung<br/><br/>Der Beschwerdeführer hat regelmässig, während einer langen Zeitspanne und ohne echte Not strafbare Handlungen begangen. Die verübten Vermögensdelikte liegen schon eine gewisse Zeit zurück. Eine einzige Verurteilung innerhalb von fast vier Jahren vermag in Anbetracht der Art und Schwere des Delikts (noch) nicht zur Annahme der Wirkungslosigkeit der Verwarnung führen (E.3.1). <br/><br/>Der Beschwerdeführer ist seinen finanziellen, öffentlich- wie auch privatrechtlichen Verpflichtungen nicht nachgekommen. Die durch die wiederholte Begehung von gewichtigen Vermögensdelikten erfolgte Verschuldung ist ohne Weiteres als selbstverschuldet und qualifiziert einzuordnen. Im jahrelangen Festhalten an einer selbständigen Erwerbstätigkeit, welche nicht genügend Einkommen generiert, um den Verbindlichkeiten nachzukommen, kann auf eine vorsätzliche Misswirtschaft geschlossen werden (E. 3.2). <br/><br/>Sanierungsmassnahmen sind positiv zu werten und sprechen grundsätzlich gegen einen Widerruf der Niederlassungsbewilligung. Die Anstrengungen zur Sanierung müssen allerdings zur Annahme führen, dass der Schuldner gewillt ist, ernsthaft und auf Dauer von seiner Schuldenwirtschaft loszukommen (E. 3.4).<br/><br/>Aufgrund der Aktenlage lässt sich nicht abschliessend beurteilen, ob die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers zu widerrufen ist oder eine Verwarnung auszusprechen ist. Der Sachverhalt erweist sich daher (im Nachhinein) als ungenügend erstellt (E. 3.5). <br/><br/>Teilweise Gutheissung und Rückweisung<br/></b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FÃRSORGEABHÃNGIGKEIT">FÃRSORGEABHÃNGIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHE SICHERHEIT UND ORDNUNG">ÃFFENTLICHE SICHERHEIT UND ORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF DER NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG">WIDERRUF DER NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 63 Abs. I lit. b AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 63 Abs. ii AuG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=23090" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2014.00302</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">9. Juli 2014</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Tamara NÃ¼ssle, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Niederlassungsbewilligung (Widerruf),</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A, geb. 1961, StaatsangehÃ¶riger vom Libanon, reiste am 7. Juni 1981 erstmals in die Schweiz ein und hielt sich im Rahmen von Kurzaufenthaltsbewilligungen in der Schweiz auf. Am 15. Januar 1983 heiratete er die Schweizerin C und erhielt am 24. Mai 1983 im Rahmen des Familiennachzuges eine Aufenthaltsbewilligung. Aus der Ehe ging eine Tochter hervor (Jahrgang 1983). Am 15. Januar 1985 wurde die Ehe geschieden und die Aufenthaltsbewilligung von A nicht verlÃ¤ngert. Er verliess die Schweiz am 3. MÃ¤rz 1986. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 19. MÃ¤rz 1986 reiste A erneut in die Schweiz ein und heiratete am 1. April 1986 die Schweizerin D. Am 19. Juni 1986 erhielt er im Rahmen des Familiennachzugs die Aufenthaltsbewilligung und am 29. April 1991 die Niederlassungsbewilligung. Aus der Ehe gingen zwei TÃ¶chter (Jahrgang 1989 und 1991) und ein Sohn (geboren 1996) hervor. Am 28. September 2009 wurde die Ehe geschieden. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Am 2. Februar 2012 heiratete A in Kairo die syrische StaatsangehÃ¶rige E. Diese reiste am 3. September 2012 via Italien in die Schweiz und reichte tags darauf ein Asylgesuch ein. Nachdem die auslÃ¤ndische Ehe am 11. Januar 2013 im schweizerischen Zivilstandsregister eingetragen wurde, stellte die Ehefrau am 25. Februar 2013 ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs. Das Familiennachzugsgesuch ist aufgrund des vorliegenden Verfahrens betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung noch hÃ¤ngig. Wie indes anhand des Polizeirapports der Stadt F vom 23. April 2014 betreffend hÃ¤usliche Gewalt hervorgeht, leben die Ehegatten getrennt und das Ehescheidungsverfahren wurde eingeleitet. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>A ist in der Schweiz mehrmals straffÃ¤llig geworden:</p> <p class="Urteilstext">Mit Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft O vom 17. Mai 1984 wurde er wegen Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG) mit einer Busse von Fr. 400.- bestraft.</p> <p class="Urteilstext">Mit Urteil des Bezirksgerichts H vom 22. Februar 1985 wurde er wegen TÃ¤tlichkeiten zu einer Busse von Fr. 300.- verurteilt. </p> <p class="Urteilstext">Mit Urteil des Bezirksgerichts G vom 1. Dezember 1986 wurde er des Missbrauchs von Ausweisen und Kontrollschildern sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen das ANAG schuldig gesprochen und zu einer Busse von Fr. 500.- verurteilt.</p> <p class="Urteilstext">Mit Urteil des Bezirksgerichts H vom 3. April 1998 wurde er wegen Betrugs, der mehrfachen Gehilfenschaft zum Betrug sowie der Gehilfenschaft zum Betrugsversuch, der Hehlerei, der mehrfachen Gehilfenschaft zum Diebstahl, der mehrfachen UrkundenfÃ¤lschung, der VerfÃ¼gung Ã¼ber eine gepfÃ¤ndete Sache, des mehrfachen Ungehorsams im Betreibungsverfahren und der mehrfachen Widerhandlung gegen das ANAG zu einer bedingten GefÃ¤ngnisstrafe von 18 Monaten verurteilt.</p> <p class="Urteilstext">Mit Urteil des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 24. Juni 2002 wurde er wegen mehrfacher Hehlerei zu einer bedingten GefÃ¤ngnisstrafe von acht Monaten verurteilt. Gleichzeitig wurde die mit Urteil des Bezirksgerichts H vom 3. April 1998 bedingt ausgefÃ¤llte Freiheitsstrafe von 18 Monaten fÃ¼r vollziehbar erklÃ¤rt. </p> <p class="Urteilstext">Mit Strafbefehl vom 4. Oktober 2007 wurde er wegen Fahrens ohne Fahrzeugausweis mit einer Busse von Fr. 300.- bestraft. </p> <p class="Urteilstext">Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft N vom 29. Oktober 2009 wurde er wegen Veruntreuung mit einer Geldstrafe von 60 TaggessÃ¤tzen zu Fr. 60.- bestraft.</p> <p class="Urteilstext">Mit Urteil des Bezirksgerichts I vom 11. November 2009 wurde er wegen mehrfachen Betrugs sowie wegen mehrfacher UrkundenfÃ¤lschung zu einer Geldstrafe von 270 TaggessÃ¤tze zu je Fr. 50.- verurteilt, davon 120 TaggesssÃ¤tze unbedingt vollziehbar. </p> <p class="Urteilstext">Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft N vom 20. Februar 2013 wurde er wegen Fahrens ohne Haftpflichtversicherung sowie wegen missbrÃ¤uchlicher Verwendung von Ausweisen und Kontrollschildern mit einer Geldstrafe von 60 TaggessÃ¤tzen zu je Fr. 50.- bestraft. </p> <p class="Urteilstext">Am 23. MÃ¤rz 1987, am 12. September 2002 und am 26. Februar 2010 wurde der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund seiner StraffÃ¤lligkeit fremdenpolizeilich verwarnt.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>E. </b>Am 7. November 2013 widerrief das Migrationsamt die Niederlassungsbewilligung von A und wies ihn aus der Schweiz weg.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion am 11. April 2014 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 14. Mai 2014 erhob A Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Rekursentscheids, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge. </p> <p class="Urteilstext">Die Rekursabteilung verzichtete auf Vernehmlassung. Das Migrationsamt liess sich nicht vernehmen.</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung oder Ermessensunterschreitung, und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2">Die Vorinstanz stÃ¼tzt den Widerruf der Niederlassungsbewilligung auf Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe in schwerwiegender Weise gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz verstossen.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b>Die Niederlassungsbewilligung eines AuslÃ¤nders, der sich seit mehr als fÃ¼nfzehn Jahren ununterbrochen und ordnungsgemÃ¤ss in der Schweiz aufhÃ¤lt, kann nach <span>Art. 63 Abs. 2 AuG nur widerrufen werden, wenn er in schwerwiegender Weise gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefÃ¤hrdet oder die innere oder Ã¤ussere Sicherheit gefÃ¤hrdet (Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG). GemÃ¤ss Art. 80 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit (VZAE; SR 142.201) liegt ein Verstoss gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung unter anderem vor bei einer Missachtung von gesetzlichen Vorschriften und behÃ¶rdlichen VerfÃ¼gungen (Abs. 1 lit. a) sowie bei mutwilliger NichterfÃ¼llung der Ã¶ffentlich-rechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtungen (Abs. 1 lit. b). In Abgrenzung zum Widerruf der Aufenthaltsbewilligung (Art. 62 lit. c AuG) genÃ¼gt beim Widerruf der Niederlassungsbewilligung ein erheblicher oder wiederholter Verstoss gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung nicht, sondern der Widerruf einer Niederlassungsbewilligung setzt voraus, dass der Verstoss "in schwerwiegender Weise" erfolgt (Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Wurden durch die Handlungen besonders hochwertige RechtsgÃ¼ter, wie namentlich die kÃ¶rperliche, psychische und sexuelle IntegritÃ¤t eines Menschen verletzt oder gefÃ¤hrdet, sind die qualifizierten Voraussetzungen von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG zumeist erfÃ¼llt. Indes kÃ¶nnen auch vergleichsweise weniger gravierende Pflichtverletzungen als "schwerwiegend" i.</span><span> </span><span>S. von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG bezeichnet werden: Ein Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist auch dann mÃ¶glich, wenn sich eine auslÃ¤ndische Person von strafrechtlichen Massnahmen nicht beeindrucken lÃ¤sst und damit zeigt, dass sie auch zukÃ¼nftig weder gewillt noch fÃ¤hig ist, sich an die Rechtsordnung zu halten. Ob der AuslÃ¤nder willens und in der Lage ist, sich in die hier geltende Ordnung einzufÃ¼gen, kann nur anhand einer Gesamtbetrachtung seines Verhaltens beurteilt werden. Dabei kann eine Summierung von VerstÃ¶ssen, die fÃ¼r sich genommen fÃ¼r einen Widerruf nicht ausreichen wÃ¼rden, einen Bewilligungsentzug rechtfertigen; auch das Bestehen von privatrechtlichen Schulden kann gegebenenfalls einen schwerwiegenden Verstoss gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung darstellen (vgl. BGE 137 II 297 E. 3.3). Schuldenwirtschaft vermag indes fÃ¼r sich alleine den Widerruf der Niederlassungsbewilligung nicht zu rechtfertigen, sondern es bedarf erschwerenderer Merkmale. Die Verschuldung muss selbstverschuldet und qualifiziert vorwerfbar sein. Blosse Liederlichkeit rechtfertigt einen Widerruf nicht (vgl. BGr vom 6. Oktober 2010, 2C_273/2010, E. 3.3 mit Hinweisen). </span>Soweit ein Widerrufsgrund im Sinn von Art. 63 AuG gegeben ist, muss sich die Massnahme im Einzelfall als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig darstellen (Andreas ZÃ¼nd/Ladina Arquint Hill, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], AuslÃ¤nderrecht, 2. A., 2009, N. 8.31 S. 328 ff.). Bei der PrÃ¼fung der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die der betroffenen Person und ihrer Familie drohenden Nachteile zu beachten. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Ist eine Massnahme begrÃ¼ndet, aber den UmstÃ¤nden nicht angemessen, kann die betroffene Person nach Art. 96 Abs. 2 AuG unter Androhung dieser Massnahme verwarnt werden. Wurde eine solche Verwarnung bereits ausgesprochen, kann dies bei einer Fortsetzung des fraglichen Fehlverhaltens zu einer definitiven Massnahme fÃ¼hren. Erforderlich ist dafÃ¼r aber, dass keine wesentliche Besserung eintritt bzw. dass das vom Gesetz als unerwÃ¼nscht erachtete Verhalten auch nach der Verwarnung fortgesetzt wird. Dabei muss ein Vergleich zwischen der Ausgangslage im Zeitpunkt der Androhung der Massnahme mit der aktuellen Situation, in der diese endgÃ¼ltig ergriffen werden soll, gezogen werden. Das frÃ¼here Verhalten ist zwar nicht unbedeutend; es vermag aber nicht fÃ¼r sich allein â abgesehen von den rechtlichen Voraussetzungen der ZulÃ¤ssigkeit eines RÃ¼ckkommens auf eine VerfÃ¼gung â die definitive Massnahme zu begrÃ¼nden. Das Fehlverhalten muss vielmehr angedauert haben oder wiederholt worden sein. Erforderlich ist mithin eine Gesamtbetrachtung unter Einschluss des frÃ¼heren Fehlverhaltens; fÃ¼r einen Widerruf mÃ¼ssen nach einer allfÃ¤lligen Verwarnung jedoch neue Verfehlungen dazugekommen sein, welche die Wirkungslosigkeit der Androhung des Widerrufs belegen. FÃ¼r den Fall der Schuldenwirtschaft als Widerrufsgrund der Niederlassungsbewilligung bedeutet dies, dass die auslÃ¤ndische Person auch nach der Androhung auslÃ¤nderrechtlicher Folgen weiterhin mutwillig Schulden gemacht haben muss. Dabei ist zu berÃ¼cksichtigen, dass, wer einem betreibungsrechtlichen Verwertungsverfahren, insbesondere der LohnpfÃ¤ndung, unterliegt, zum vornherein keine MÃ¶glichkeit hat, ausserhalb des Betreibungsverfahrens Schulden zu tilgen. Das fÃ¼hrt in solchen FÃ¤llen dazu, dass im Vergleich zu frÃ¼her weitere Betreibungen hinzukommen kÃ¶nnen oder der betriebene Gesamtbetrag angewachsen sein kann, ohne dass allein deswegen Mutwilligkeit vorliegt. Es kommt vielmehr darauf an, welche Anstrengungen zur Sanierung unternommen worden sind. Positiv wÃ¤re etwa zu wÃ¼rdigen, wenn vorbestandene Schulden abgebaut worden sein sollten; ein Widerrufsgrund lÃ¤ge demgegenÃ¼ber vor, wenn in vorwerfbarer Weise weitere Schulden geÃ¤ufnet worden wÃ¤ren (vgl. BGr vom 6. Oktober 2010, 2C_273/2010, E. 3.4).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer hat regelmÃ¤ssig wÃ¤hrend einer langen Zeitspanne und ohne echte Not strafbare Handlungen begangen. Dabei handelte es sich vorwiegend um VermÃ¶gensdelikte sowie um VerstÃ¶sse gegen das AuslÃ¤nderrecht. Dieses Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers offenbart zweifelsohne eine bedenkliche GleichgÃ¼ltigkeit gegenÃ¼ber der schweizerischen Rechtsordnung. DemgegenÃ¼ber ist festzustellen, dass die verÃ¼bten VermÃ¶gensdelikte schon eine gewisse Zeit zurÃ¼ckliegen, die letzte einschlÃ¤gige Verurteilung ist am </span>11. November 2009 erfolgt. Am 26. Februar 2010 ist er deswegen verwarnt worden. Seit dieser letzten Verwarnung hat er sich, ausser dem Strafbefehl vom 20. Februar 2013 wegen Fahrens ohne Haftpflichtverischerung sowie der missbrÃ¤uchlichen Verwendung von Ausweisen und Kontrollschildern, nichts mehr zuschulden kommen lassen. Diese einzige Verurteilung innerhalb von fast vier Jahren vermag in Anbetracht der Art und Schwere des Delikts (noch) nicht zur Annahme der Wirkungslosigkeit der Verwarnung fÃ¼hren. Die Vorinstanz begrÃ¼ndet den Widerruf der Niederlassungsbewilligung denn auch hauptsÃ¤chlich mit seiner Schuldenwirtschaft. Die StraffÃ¤lligkeit ist in der Gesamtbetrachtung allerdings mitzuberÃ¼cksichtigen. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>GemÃ¤ss Feststellung des Migrationsamts ist der BeschwerdefÃ¼hrer seit spÃ¤testens dem Jahr 2000 seinen finanziellen, Ã¶ffentlich- wie auch privatrechtlichen Verpflichtungen nicht nachgekommen. Es bestehen 77 offene Verlustscheine im Betrag von insgesamt rund Fr. 306'000.- und 29 offene Beitreibungen im Gesamtbetrag von mehreren zehntausend Franken (Stand: 22. Juli 2013). Davon betreffen rund Fr. 100'000.- privatrechtliche Verpflichtungen. Der Grossteil der Forderungen, rund Fr. 200'000.-, betreffen Schulden gegenÃ¼ber dem Kanton ZÃ¼rich, die vorab im Zusammenhang mit den Strafurteilen des Bezirksgerichts H vom 3. April 1998 und des Obergerichts vom 24. Juni 2002 stehen (Hehlerei, Gehilfenschaft zum Diebstahl, Betrug, UrkundenfÃ¤lschung, VerfÃ¼gung Ã¼ber eine gepfÃ¤ndete Sache, Ungehorsam im Betreibungsverfahren). Die durch die wiederholte Begehung von gewichtigen VermÃ¶gensdelikten erfolgte Verschuldung, ist ohne Weiteres als selbstverschuldet und qualifiziert einzuordnen (vgl. <span>BGE 137 II 297 E. 3.3)</span>. Das Migrationsamt hat zu Recht festgestellt, dass im jahrelangen Festhalten an einer selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit, welche nicht genÃ¼gend Einkommen generiert um den Verbindlichkeiten nachzukommen, auf eine vorsÃ¤tzliche Misswirtschaft geschlossen werden kann. Allerdings wurde der BeschwerdefÃ¼hrer nie wegen seiner Schuldenwirtschaft verwarnt. Es fragt sich, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer aktuell mutwillige Schuldenwirtschaft vorgeworfen werden kann und damit der Widerrufsgrund von <span>Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG erfÃ¼llt ist</span>. Dabei sind insbesondere allfÃ¤llige <span>Anstrengungen zur Schuldensanierung zu beachten.</span><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt betreffend Schuldensanierung vor Verwaltungsgericht erstmals vor, er sei als Untermieter bei seiner Ex-Frau D eingezogen und kÃ¶nne damit seine Mietkosten senken. Weiter werde sein Einkommen gepfÃ¤ndet und er habe mit seiner Krankenkasse eine Abzahlungsvereinbarung abgeschlossen. Ab dem 1. Juni 2014 werde er als Angestellter der K GmbH (in GrÃ¼ndung durch die ehemalige Ehefrau D sowie der Tochter J) als Angestellter fÃ¼r einen Jahreslohn von Fr. 62'410.- arbeiten. Durch die administrative Hilfe seiner Ex-Frau und seiner Tochter werde die vollstÃ¤ndige und pÃ¼nktliche Zahlung der BeitrÃ¤ge an die AHV/IV gewÃ¤hrleistet und durch den festen Lohn werde sich eine Stabilisierung der EinkommensverhÃ¤ltnisse ergeben, was die LohnpfÃ¤ndung erleichtere. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Sanierungsmassnahmen sind positiv zu werten und sprechen grundsÃ¤tzlich gegen einen Widerruf der Niederlassungsbewilligung. Die Anstrengungen zur Sanierung mÃ¼ssen allerdings zur Annahme fÃ¼hren, dass der Schuldner gewillt ist, ernsthaft und auf Dauer von seiner Schuldenwirtschaft loszukommen. Es ist fraglich, wie die BemÃ¼hungen des BeschwerdefÃ¼hrers diesbezÃ¼glich einzuschÃ¤tzen sind. Seine Ehefrau lebt nach wie vor in der ehelichen Wohnung. Mit seinem Auszug aus der ehelichen Wohnung fallen nun monatlich sogar zwei Mieten an. Nachdem seine Ehefrau anlÃ¤sslich der polizeilichen Befragung wegen ehelicher Gewalt vom 22. April 2014 angegeben hatte Hausfrau zu sein, ist anzunehmen, dass er fÃ¼r beide Mieten aufkommen muss. Weiter lÃ¤sst sich dem Betreibungsregisterauszug vom 22. Juli 2013 entnehmen, dass die Schule L am 5. Juli 2013 eine Betreibung Ã¼ber den Betrag rund Fr. 7'600.- gegen den BeschwerdefÃ¼hrer eingeleitet hat. Aus dem polizeilichen Befragungsprotokoll wegen hÃ¤uslicher Gewalt geht hervor, dass sich die Ehegatten darÃ¼ber stritten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nicht mehr fÃ¼r die Kosten der Privatschule von Fr. 3'150.- pro Monat fÃ¼r den Sohn der Ehefrau aufkommen wollte. Es ist unklar, wie lange der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r die Privatschule aufgekommen ist und wie er die finanziellen Mittel dafÃ¼r aufbringen konnte. Ferner spricht die Tatsache, dass er lediglich mit einem seiner zahlreichen GlÃ¤ubiger eine Abzahlungsvereinbarung abgeschlossen hat, nicht besonders fÃ¼r die Ernsthaftigkeit seines Sanierungswillens. Weiter ist im Handelsregister weder unter dem Namen "K", noch auf den Namen des BeschwerdefÃ¼hrers, seiner Ex-Ehefrau oder seiner Tochter eine Firma eingetragen (Stand: 30. Juni 2014). Hingegen tritt der BeschwerdefÃ¼hrer unter dem Namen "Garage M" auf einer Internetplattform auf und bietet dort aktuell 15 Autos zum Verkauf an (Stand: 30. Juni 2014). Obwohl der BeschwerdefÃ¼hrer am 5. Mai 2014 mit der "K GmbH" einen Arbeitsvertrag unterzeichnet hatte, existiert diese GmbH offenbar (noch) nicht. Es ist deshalb zweifelhaft, ob sich der BeschwerdefÃ¼hrer tatsÃ¤chlich in einem unselbststÃ¤ndigen ArbeitsverhÃ¤ltnis befindet. DiesbezÃ¼glich ist ohnehin fraglich, inwiefern sich seine finanzielle Situation durch Umwandlung des GeschÃ¤fts in eine GmbH verbessern soll. Das GeschÃ¤ft hat jahrelang nicht genÃ¼gend Gewinn abgeworfen, um dem BeschwerdefÃ¼hrer zu ermÃ¶glichen, seinen Verbindlichkeiten nachzukommen. Es ist nicht ersichtlich, dass eine Umwandlung der Rechtsform daran etwas Ã¤ndern wÃ¼rde. Es erstaunt daher umso mehr, dass seine Ex-Ehefrau und seine Tochter die GrÃ¼ndungskosten der GmbH (mindestens Fr. 20'000.-) fÃ¼r das seit Jahren wirtschaftlich nicht gut laufende GeschÃ¤ft Ã¼bernehmen. Schliesslich ist der BeschwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss dem Ehescheidungsurteil vom 28. September 2009 EigentÃ¼mer von drei Wohnungen im Libanon, deren Wert auf mindestens US-Dollar 180'000.- geschÃ¤tzt wurde. Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet EigentÃ¼mer dieser Wohnungen zu sein, substanziiert dies jedoch in keiner Art und Weise. Es ist unklar, wie die Wohnungen finanziert wurden, wie die EigentumsverhÃ¤ltnisse aktuell sind und was mit einem allfÃ¤lligen VerkaufserlÃ¶s geschehen ist. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass sich aufgrund der Aktenlage nicht abschliessend beurteilen lÃ¤sst, ob die Niederlassungsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers zu widerrufen oder eine Verwarnung auszusprechen ist. Der Sachverhalt erweist sich daher (im Nachhinein) als ungenÃ¼gend erstellt. Das Verwaltungsgericht enthÃ¤lt sich bei dieser Sach- und Rechtslage, auch zur Wahrung des Instanzenzugs, einer selbstÃ¤ndigen PrÃ¼fung, weshalb die angefochtene VerfÃ¼gung aufzuheben und die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen ist. Die Vorinstanz wird abzuklÃ¤ren haben, wie die vorgebrachten Sanierungsmassnahmen zu beurteilen sind bzw. ob dem BeschwerdefÃ¼hrer nach wie vor Mutwilligkeit vorzuwerfen ist. Hierzu sind auch die Akten aus dem laufenden Ehescheidungsverfahren beizuziehen und die darin gemachten Angaben betreffend der Einkommens- und VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse des BeschwerdefÃ¼hrers zu wÃ¼rdigen. Sollte die Vorinstanz zum Schluss kommen, der Widerrufsgrund sei erfÃ¼llt, hat sie zu prÃ¼fen, ob sich die Massnahme als angemessen erweist. Sie wird dabei das Ã¶ffentliche Fernhalteinteresse dem privaten Interesse des BeschwerdefÃ¼hrers an einem weiteren Verbleib in der Schweiz gegenÃ¼berzustellen haben. Dabei werden insbesondere die AbklÃ¤rungsresultate Aufschluss Ã¼ber die Schwere des Verschuldens und die Zumutbarkeit der Wegweisung geben. Da der 54-jÃ¤hrige BeschwerdefÃ¼hrer bereits Ã¼ber 30 Jahre und seit 23 Jahren mit einer Niederlassungsbewilligung in der Schweiz lebt und hier Ã¼ber FamilienangehÃ¶rige verfÃ¼gt, wird bei ZumutbarkeitsprÃ¼fung der Wegweisung neben der Schwere des Verschuldens entscheidend sein, ob der BeschwerdefÃ¼hrer soziale und berufliche Kontakte in den Libanon aufrecht erhielt.</p> <p class="Erwgung1"><span>Dies fÃ¼hrt zur </span>teilweisen <span>Gutheissung der Beschwerde. Die Sache ist im Sinn der ErwÃ¤gungen zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4.</b></p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 VRG). Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Gerichtsverfahren eine EntschÃ¤digung zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 lit. a und b VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>5.</b></p> <p class="Urteilstext">Beim vorliegenden RÃ¼ckweisungsentscheid handelt es sich um einen Zwischenentscheid gemÃ¤ss Art. 93 des Bundesgesetzes Ã¼ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG). Die Beschwerde an das Bundesgericht kann deshalb nur erhoben werden, wenn der Zwischenentscheid einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kÃ¶nnte oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifÃ¼hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit und Kosten fÃ¼r ein weitlÃ¤ufiges Beweisverfahren ersparen wÃ¼rde. </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Ãber die Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen im Rekursverfahren hat die Rekursabteilung im Neuentscheid zu befinden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet dem BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r das Beschwerdeverfahren eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'500.- zu bezahlen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde an das Bundesgericht im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>