<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2023-02-22-9C_600-2022.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>9C_600/2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 22. Februar 2023</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>III. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Parrino, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterinnen Moser-Szeless, Scherrer Reber, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Fleischanderl. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, 9016 St. Gallen, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Alters- und Hinterlassenenversicherung (Altersleistungen; Erziehungsgutschriften), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. November 2022 (AHV 2022/7). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Die am 23. Januar 1960 geborene A.________, Mutter eines am 22. April 2000 geborenen Sohnes, seit 14. Juli 2005 gerichtlich getrennt und seit 15. Januar 2019 geschieden, meldete sich am 26. Januar 2021 zum Vorbezug der AHV-Altersrente ab 1. Februar 2022 an. Mit Verfügung vom 29. Dezember 2021 sprach die Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen ihr in Anwendung der Rentenskala 44 (Vollrente) und gestützt auf ein ermitteltes durchschnittliches Jahreseinkommen von Fr. 64'530.- eine monatliche Altersrente von Fr. 1817.- ab 1. Februar 2022 zu; angerechnet wurden ihr dabei insbesondere acht ganze Erziehungsgutschriften. Die dagegen von A.________ erhobene Einsprache, mit welcher sie die Berücksichtigung von 16 ungesplitteten Erziehungsgutschriften geltend machte, beschied die Ausgleichskasse abschlägig (Entscheid vom 8. Juni 2022). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 21. November 2022 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">A.________ führt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem (sinngemässen) Antrag, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie des Einspracheentscheids der Ausgleichskasse vom 8. Juni 2022 sei die ihr zustehende AHV-Altersrente u.a. gestützt auf 16 - und nicht nur acht - ganze Erziehungsgutschriften zu berechnen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Mit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 f. BGG gerügt werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (<span class="artref">Art. 106 Abs. 1 BGG</span>). Dennoch prüft es - offensichtliche Fehler vorbehalten - nur die in seinem Verfahren gerügten Rechtsmängel (Art. 42 Abs. 1 f. BGG; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=10.02.2023&amp;to_date=01.03.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-V-57%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page57">BGE 145 V 57</a> E. 4.2 mit Hinweis). Es legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>). Es kann ihre Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen berichigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Verfahrensausgang entscheidend sein kann (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1, <artref id="CH/173.110/105/2" type="start"></artref>Art. 105 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/97/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Zu prüfen ist, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, indem sie den Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 8. Juni 2022 und damit die darin festgelegte AHV-Altersrente der Beschwerdeführerin bestätigt hat. Der Streit dreht sich dabei einzig um die Frage, ob die zur Anrechnung gelangenden Erziehungsgutschriften korrekt berechnet worden sind. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Im angefochtenen Entscheid wurden die massgeblichen rechtlichen Grundlagen zutreffend wiedergegeben. Es betrifft dies insbesondere die Bestimmungen (<span class="artref">Art. 29sexies AHVG</span>, <span class="artref">Art. 52f AHVV</span>) und die Rechtsprechung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=10.02.2023&amp;to_date=01.03.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-V-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page1">BGE 126 V 1</a> E. 3b; Urteil 9C_325/2018 vom 29. Juni 2018 E. 3.3.1 mit Hinweisen) zur Berechnung des der AHV-Altersrente zugrunde zu legenden, aufgewerteten durchschnittlichen Jahreseinkommens, das sich neben den Erwerbseinkommen u.a. aus den Erziehungsgutschriften zusammensetzt. Darauf wird verwiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Das kantonale Gericht hat zunächst erkannt, dass der einzelrichterlichen Verfügung vom 14. Juli 2005 betreffend Eheschutzmassnahmen (gerichtliche Trennung) keine Regelung zu entnehmen sei, wonach die elterliche Sorge des im April 2000 geborenen gemeinsamen Sohnes nicht, wie grundsätzlich damals und weiterhin vorgesehen (vgl. aArt. 297 Abs. 1 und 2 ZGB, in der vom 1. Januar 2000 bis 30. Juni 2014 geltenden Fassung, <span class="artref">Art. 296 Abs. 2 und <artref id="CH/210/298/1" type="start"></artref>Art. 298 Abs. 1 ZGB</span><artref id="CH/210/296/2" type="end"></artref>, in der seit 1. Juli 2014 geltenden Fassung), von der Beschwerdeführerin und ihrem - seit Mitte Januar 2019 geschiedenen - Ehemann gemeinsam, sondern von ihr allein ausgeübt worden wäre. Da die elterliche Sorge daher, so die Vorinstanz im Weiteren, während 16 Jahren sowohl ihr als auch ihrem Ehemann zugestanden habe, seien die Erziehungsgutschriften nach Massgabe der einschlägigen Normen hälftig aufzuteilen, woraus für die Beschwerdeführerin im Rahmen der Ermittlung ihrer AHV-Altersrente 16 halbe respektive acht ganze anrechenbare Erziehungsgutschriften resultierten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Die Beschwerdeführerin bringt letztinstanzlich keine Einwendungen vor, die geeignet wären, die Sachverhaltsfeststellung des angefochtenen Entscheids als offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 (unhaltbar, willkürlich: <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=10.02.2023&amp;to_date=01.03.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-V-22%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page22">BGE 140 V 22</a> E. 7.3.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=10.02.2023&amp;to_date=01.03.2023&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-II-145%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page145">135 II 145</a> E. 8.1) oder die darauf beruhenden Erwägungen als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Diese erschöpfen sich im Übrigen weitgehend in einer Wiederholung der bereits im kantonalen Beschwerdeverfahren erhobenen und entkräfteten Rügen. So hat das kantonale Gericht einlässlich auf den Unterschied zwischen der - für die Bemessung der Erziehungsgutschriften nicht relevanten - elterlichen Obhut, die der Beschwerdeführerin zustand, und der von den Eheleuten gemeinsam ausgeübten elterlichen Sorge hingewiesen, welchen Ausführungen nichts hinzuzufügen ist. Ebenso wurde bereits dargelegt, dass der Beschwerdeführerin anlässlich der Rentenberechnung im Gegenzug zur hälftigen Aufteilung der Erziehungsgutschriften für die Ehejahre 2000 bis 2018 (d.h. ohne die Jahre der Eheschliessung [1999] und der Scheidung [2019]; <span class="artref">Art. 29quinquies Abs. 3 ff. AHVG</span>, <span class="artref"><artref id="CH/831.101/50^b/3" type="start"></artref><artref id="CH/831.101/50^b/1" type="start"></artref>Art. 50b Abs. 1 und 3 AHVV</span><artref id="CH/831.101/50^b/3" type="end"></artref><artref id="CH/831.101/3" type="end"></artref>) - und damit auch nach der Trennung im Jahr 2005 - namhafte, die weggesplitteten Beträge deutlich übertreffende Einkommensbestandteile des ehemaligen Ehegatten angerechnet wurden. Entgegen ihren wiederholt vorgetragenen gegenteiligen Behauptungen partizipiert sie folglich durchaus an den Lohnsteigerungen ihres Ex-Mannes, wohingegen unter diesen Vorzeichen nicht sicher ist, dass dieser die maximale AHV-Altersrente erhalten wird, wie von ihr moniert. Letzteres erweist sich für die Berechnung ihrer Altersrente jedoch ohnehin nicht als entscheidrelevant. Worin angesichts dieser Sachlage die in der Beschwerde auch vor Bundesgericht erwähnte Diskriminierung respektive Ungleichbehandlung von alleinerziehenden Müttern bestehen soll, erschliesst sich nicht. </div> <div class="para">Da die Altersrente hinsichtlich der übrigen Bemessungsfaktoren - zu Recht - nicht beanstandet wurde, hat es beim vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 22. Februar 2023 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der III. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Parrino </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Fleischanderl </div> </div></body></html>