B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-1287/2010 U r t e i l v o m 8 . J u l i 2 0 1 4 Besetzung Richter Michael Beusch (Vorsitz), Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, Richter Michael Peterli, Gerichtsschreiber Stefano Bernasconi. Parteien 1. santésuisse Bern, Waisenhausplatz 25, Postfach 605, 3000 Bern 7 Bärenplatz, vertreten durch lic. iur. Andreas Gafner, Rechtsanwalt, …, Beschwerdeführerin 1, 2.1 Verband der Privatspitäler des Kantons Bern (VPSB), Worbstrasse 52, 3074 Muri b. Bern, 2.2 Lindenhof AG, Bremgartenstrasse 117, Postfach, 3001 Bern, 2.3 Beau-Site AG, Schänzlihalde 11, 3000 Bern 25, 2.4 Salem-Spital AG, Schänzlistrasse 39, 3000 Bern 25, 2.5 Privatklinik Linde AG, Blumenrain 105, Postfach, 2501 Biel/Bienne, 2.6. Siloah Ärzte AG, Worbstrasse 324, 3073 Gümligen, 2.7. Klinik Hohmad AG, Hohmadstrasse 1, 3600 Thun, Beschwerdeführende 2, C-1287/2010 Seite 2 gegen 1.1 Verband der Privatspitäler des Kantons Bern (VPSB), Worbstrasse 52, 3074 Muri b. Bern, 1.2 Lindenhof AG, Bremgartenstrasse 117, Postfach, 3001 Bern, 1.3 Beau-Site AG, Schänzlihalde 11, 3000 Bern 25, 1.4 Salem-Spital AG, Schänzlistrasse 39, 3000 Bern 25, 1.5 Privatklinik Linde AG, Blumenrain 105, Postfach, 2501 Biel/Bienne, 1.6 Siloah Ärzte AG, Worbstrasse 324, 3073 Gümligen, 1.7 Klinik Hohmad AG, Hohmadstrasse 1, 3600 Thun, Beschwerdegegnerschaft 1, 1.8 Regierungsrat des Kantons Bern, Postgasse 68, 3000 Bern 8, handelnd durch die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern, Rathausgasse 1, 3011 Bern, Vorinstanz 2.1 santésuisse Bern, Waisenhausplatz 25, Postfach 605, 3000 Bern 7 Bärenplatz, vertreten durch lic. iur. Andreas Gafner, Rechtsanwalt, …, Beschwerdegegnerin 2, 2.2 Regierungsrat des Kantons Bern, Postgasse 68, 3000 Bern 8, handelnd durch die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern, Rathausgasse 1, 3011 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Krankenversicherung, Tariffestsetzung 2010 für stationäre Behandlung in den akutsomatischen Privatspitälern im Kt. Bern, RRB 0093/2010. C-1287/2010 Seite 3 Sachverhalt: A. Am 24. Juni 2008 kündigte der Verband der Privatspitäler des Kantons Bern (VPSB) den zwischen ihm und santésuisse am 20. November 2004 geschlossenen Vertrag betreffend die Behandlung von stationären Patien- tinnen und Patienten in der allgemeinen Abteilung der Privatspitäler des Kantons Bern per Ende 2008. Da es den erwähnten Parteien in der Folge nicht gelang, sich auf einen neuen Tarif zu einigen, verlängerte der Regie- rungsrat des Kantons Bern die Geltungsdauer des gekündigten Vertrags gestützt auf Art. 47 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) um ein Jahr bis Ende 2009. B. Nachdem daraufhin die Parteien Mitte Mai 2009 der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (im Folgenden: GEF BE) mitgeteilt hatten, sie hätten sich nicht einigen könne n, leitete die GEF BE ein Ve r- fahren für die Festsetzung der Tarife ab dem 1. Januar 2010 für die stat i- onäre Behandlung zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversich e- rung (im Folgenden: OKP) in den Privatspitälern des Kantons Bern ein. Santésuisse beantragte in dessen Rahmen am 20. Juli 2009 für die vo r- liegend einzig noch interessierenden akutsomatischen Spitäler (vgl. nac h- folgend Bst. C und L) Tagespauschalen zwischen Fr. 916.- (Klinik Linde) und Fr. 1'538.- (Klinik Beau-Site), der VPSB beantragte am 2 1. Juli 2009 für alle Spitäler eine einheitliche Baserate von Fr. 10'905.-. Zu diesen – von den Parteien ausführlich begründeten – Anträgen sowie zu den B e- rechnungen der GEF BE nahm am 12. November 2009 die dazu eingel a- dene Preisüberwachung (im Folgenden: PUE) Stellung. Diese empfahl für die akutsomatischen Privatspitäler Baserates zwischen Fr. 7'510.- (Klinik Permanence) und Fr. 8'229.- (Klinik Sonnenhof, Klinik Siloah, Klinik Linde und Klinik Hohmad). Zusätzlich seien die Abrechnungs- und Anwendungs- regeln für das (All Patients Diagnosis Related Groups) APDRG -System festzulegen. Zu dieser – begründeten – Stellungnahme der PUE nahmen die Parteien ihrerseits am 2. bzw. 7. Dezember 2009 Stellung. C. Mit Beschluss Nr. 0093 vom 27. Januar 2010 (act. 1.2 der Beschwerdeak- ten, im Folgenden: angefochtener RRB) setzte der Regierungsrat des Kantons Bern (im Folgenden: Vorinstanz) den Tarif für die stationäre B e- handlung zu Lasten der OKP in den akutsomatischen Privatspitälern des Kantons Bern für die Zeit vom 1. Januar b is zum 31. Dezember 2010 wie folgt fest: C-1287/2010 Seite 4 Lindenhofspital: Baserate Fr. 9'745.- Sonnenhof AG Bern: Baserate Fr. 9'745.- Klinik Siloah: Baserate Fr. 9'657.- Privatklinik Linde: Baserate Fr. 9'745.- Klinik Hohmad: Baserate Fr. 8'596.- Klinik Beau-Site: Baserate Fr. 9'745.- Klinik Permanence: Baserate Fr. 9'281.- Salem-Spital: Baserate Fr. 9'745.- Die Gruppierung erfolgte dabei auf der Basis der Cost Weights (CW) 6.0 mit der Basis der Abrechnungen in den Regeln von TAR ADPRG 2009, wobei als Basis der Tarife die folgenden Case Mix Indizes (CMI) herange- zogen wurden. Lindenhofspital: […] Sonnenhof AG Bern: […] Klinik Siloah: […] Privatklinik Linde: […] Klinik Hohmad: […] Klinik Beau-Site: […] Klinik Permanence: […] Salem-Spital: […] Zudem wurde festgehalten, Abweichungen der im Jahre 2010 abgerec h- neten CMI, die die Grenze von +/ - 3 Prozent überstiegen, würden fina n- ziell ausgeglichen. Im Sinne ei ner Übergangsregelung hielt der Regierungsrat schliesslich fest, dass die neuen Tarife spätestens ab dem 1. April 2010 anzuwenden seien, bis dahin gälten die Tarife gemäss dem Vertrag zwischen santé - suisse und dem VPSB weiter. Darüber hinaus setzte der Regierungsrat auch noch den Tarif für die stati- onäre Behandlung zu Lasten der OKP in den psychiatrischen Privatspit ä- lern des Kantons Bern sowie für die Station für Palliative Therapie der Stiftung Diakonissenhaus Bern für die Zeit ab dem 1. Januar 2010 in Form von sog. Nachpauschalen fest. Da diese im vorliegenden Verfahren indes letztlich – wie nachfolgend unter Bst. L zu zeigen – nicht mehr wei- ter interessieren, erfolgen hierzu keine weiteren Ausführungen. C-1287/2010 Seite 5 D. D.a Gegen diesen Regierungsratsbeschluss erhob santésuisse (im Fo l- genden auch Beschwerdeführerin 1) am 2. März 2010 Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht und beantragte – soweit vorliegend noch interessierend (vgl. Bst. C und L) – die Aufhebung des erwähnten Regi e- rungsratsbeschlusses unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Der Tarif für die stationäre Behandlung zu Lasten der OKP in den akutsomatischen Privatspitälern des Kantons Bern für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 sei wie folgt festzusetzen: eventuell Lindenhofspital: Baserate Fr. 7'497.- Fr. 7'886.- Sonnenhof AG Bern: Baserate Fr. 7'497.- Fr. 8'229.- Klinik Siloah: Baserate Fr. 7'497.- Fr. 8'229.- Privatklinik Linde: Baserate Fr. 7'497.- Fr. 8'229.- Klinik Hohmad: Baserate Fr. 7'497.- Fr. 8'229.- Klinik Beau-Site: Baserate Fr. 7'497.- Fr. 7'886.- Klinik Permanence: Baserate Fr. 7'497.- Fr. 7'510.- Salem-Spital: Baserate Fr. 7'497.- Fr. 7'886.- Die Gruppierung habe auf der Basis der Cost Weights (CW) 6.0 zu erfo l- gen; Basis der Abrechnungen seien die Regeln von TAR ADPRG 2009. Für die Dauer des Verfahrens – so der weitere Antrag der Beschwerd e- führerin 1 – seien provisorisch und rückwirkend auf den 1. Januar 2010 maximal die in ihrem Rechtsbegehren beantragten Tarife festzusetzen. Einer allfälligen Besc hwerde gegen den Entscheid bezüglich provisor i- scher Festsetzung sei die aufschiebende Wirkung zu entziehen. Im Rahmen der Begründung ihrer Beschwerde führte die Beschwerdefüh- rerin 1 neben zahlreichen im Rahmen der rechtlichen Erwägungen des vorstehenden Entscheids aufzunehmenden Argumenten aus, sie gebe die vor der Vorinstanz noch als Hauptbegehren gestellte "Anwendung von Tages- und Nachtpauschalen" auf und sei grundsätzlich mit dem bei der Vorinstanz subeventuell beantragten System ADPRG einverstanden, nicht jedoch mit der von der Vorinstanz festgesetzten Höhe der Baserates. Dieses Verfahren wurde unter d er vorliegenden Geschäfts -Nr. C-1287/2010 eröffnet. D.b Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht erhoben am 3. März 2010 auch der VPSB sowie neun bernische Privatspitäler (im Folgenden: Beschwerdeführende 2). Diese beantragten – soweit vorliegend noch inte-C-1287/2010 Seite 6 ressierend (vgl. Bst. C und L) – die Änderung des angefochtenen RRB wie folgt: Lindenhofspital: Baserate Fr. 10'905.- Sonnenhof AG Bern: Baserate Fr. 10'905.- Klinik Siloah: Baserate Fr. 10'905.- Privatklinik Linde: Baserate Fr. 10'905.- Klinik Hohmad: Baserate Fr. 10'905.- Klinik Beau-Site: Baserate Fr. 10'905.- Salem-Spital: Baserate Fr. 10'905.- Die einschlägige Passage betreffend CMI sei sodann wie folgt umzufo r- mulieren: "Basis der Tarife bilden die Case Mix Indizes (CMI) des Jahres 2009. Abweichungen der im Jahre 2010 abgerechneten CMI, die die Grenze von +5/-5 Prozent übersteigen, werden finanziell ausgeglichen." Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu entziehen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Im Rahmen der Begründung ihrer Beschwerde führte die Beschwerdefüh- renden 2.1 bis 2.7 neben zahlreichen im Rahmen der rechtlichen Erw ä- gungen des vorstehenden Entscheids aufzunehmenden Argumenten aus, die Klinik Permanence sei rechtlich kein eigenes Spital, sondern Bestand- teil der Klinik Beau-Site, mit der sie tariflich einheitlich zu betrachten sei. Dieses Verfahren wurde unter der Geschäfts-Nr. C-1310/2010 eröffnet. E. Mit V erfügung vom 10. März 2010 wurden die Verfahren mit den G e- schäfts-Nr. C-1287/2010 und C -1310/2010 vereinigt und unter der vorli e- genden Geschäfts-Nr. C-1287/2010 weitergeführt. Zugleich wurden – ne- ben den üblichen sich an beide Parteien richtenden prozessle itenden Massnahmen – die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 und die Vorinstanz eingeladen, sich bis zum 26. März 2010 zum Antrag der Beschwerdefü h- rerin 1 um Anordnung einer vorsorglichen Massnahme (rückwirkende Festsetzung eines provisorischen Tarifs) zu äuss ern. Eine Einladung mit gleicher Frist erfolgte sodann an Beschwerdeführerin 1 und die Vorinstanz betreffend den Antrag der Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 auf Entzug der aufschiebenden Wirkung. Die Parteien leisteten der Einladung innert Frist Folge. Währ end die Beschwerdeführerin 1 die Abweisung des A n- trags der Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 auf Entzug der aufschiebe n- den Wirkung beantragte und noch einmal der von ihr beschwerdeweise C-1287/2010 Seite 7 anbegehrten provisorischen Festsetzung der Tarife das Wort redete, b e- antragte die Vorinstanz den Entzug der aufschiebenden Wirkung sowie die Abweisung des Gesuchs um rückwirkende Festsetzung des provisor i- schen Tarifs. Nur so könne überflüssiger Aufwand vermieden und die L i- quidität der Spitäler sicher gestellt werden. Die Beschw erdeführenden 2.1 bis 2.7 schliesslich beantragten ebenfalls die Abweisung des Gesuchs um rückwirkende Festsetzung des provisorischen Tarifs. Schon aufgrund des Charakters des Entscheids über ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen als summarischer V orentscheid ("prima facie -Entscheid") sei dem bisherigen Zustand oder zumindest dem, was die verfügende Behörde nach Durchführung eines langwierigen Verfahrens entschieden habe, gegenüber einem Parteibegehren für eine Übergangslösung ohne vertiefte Prüfung der Vorzug zu geben. Zudem würde ein derartiger prov i- sorischer Tarif, wie von der Beschwerdeführerin 1 beantragt, nicht nur zu administrativem Leerlauf, sondern zu Massentlassungen in den Spitälern und bis hin zu deren Existenzbedrohung führen. F. Mit Verfügung vom 31. März 2010 hiess das Bundesverwaltungsgericht den Antrag der Beschwerdeführerin 1 um Erlass vorsorglicher Massna h- men (Anordnung provisorischer Tarife) gut, soweit es darauf eintrat. Die Anträge der Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 sowie der Vori nstanz auf Entzug der aufschiebenden Wirkung hiess es nur teilweise – soweit die Modalitäten der Tarifanwendung betreffend – gut. Für die Zeit vom 1. April 2010 bis zum Erlass des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts in vorli e- gender Sache wurden die Tarif e für das Lindenhofspital, die Kliniken der Sonnenhof AG, die Klinik Beau -Site, das Salemspital, die Privatklinik Li n- de, die Klinik Siloah, die Klinik Hohmad sowie die Klinik Permanence pr o- visorisch mit einer Baserate nach dem APDRG -System von Fr. 7'497. - festgesetzt. G. Am 16. April 2010 reichten die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 beim Bundesverwaltungsgericht ein Wiedererwägungsgesuch ein, in welchem sie im Wesentlichen beantragten, in Abänderung der Verfügung vom 31. März 2010 seien die provisorischen Tarife (Baserates) für die Akutspi- täler auf Fr. 8'596.- für die Klinik Hohmad, auf Fr. 9'657. - für die Klinik S i- loah und auf Fr. 9'745. - für das Lindenhofspital, die Kliniken der Sonne n- hof AG, die Privatklinik Linde, die Klinik Beau-Site (inklusive Klinik Perma- nence) sowie das Salemspital festzulegen. Die Beschwerdeführerin 1 nahm mit Eingabe vom 17. Mai 2010 zum e r- wähnten Wiedererwägungsgesuch Stellung. Sie beantragte, die provisor i- schen Tarife seien entsprechend der Empfehlung der PUE für die Akutspi-C-1287/2010 Seite 8 täler (Baserates) auf Fr. 7'510.- für die Klinik Permanence, auf Fr. 7'886.- für das Lindenhofspital, die Klinik Beau -Site sowie das Salemspital und auf Fr. 8'229. - für die Kliniken der Sonnenhof AG, die Klinik Siloah, die Privatklinik Linde und die Klinik Hohmad festzulegen. Weitergehend bean- tragte sie die Abweisung des Gesuches. Die Vorinstanz ihrerseits bea n- tragte mit Eingabe vom selben Datum, die Zwischenverfügung vom 31. März 2010 sei aufzuheben und den Beschwerden vom 2. und 3. März 2010 sei die aufschiebende Wirkung zu entziehen. Für die Dauer des Ver- fahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht seien damit die Tarife so fest- zusetzen, wie sie die Vorinstanz in einem förmlichen Verfahren sorgfältig berechnet habe. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügu ng vom 21. April 2010 festgestellt hatte, der Klinik Permanence komme im vorliegenden Beschwerdeverfahren keine Parteistellung zu, setzte es am 28. Mai 2010 für die Zeit vom 1. April 2010 bis zum Erlass seines Urteils die Tarife für die privaten Akutspitäl er im Kanton Bern mit folgenden Baserates nach dem APDRG-System fest: Lindenhofspital: Baserate Fr. 9'745.- Sonnenhof AG Bern: Baserate Fr. 9'745.- Klinik Siloah: Baserate Fr. 9'657.- Privatklinik Linde: Baserate Fr. 9'745.- Klinik Hohmad: Baserate Fr. 8'596.- Klinik Beau-Site: Baserate Fr. 9'745.- Klinik Permanence: Baserate Fr. 9'281.- Salem-Spital: Baserate Fr. 9'745.- H. Mit Verfügung vom 1. Juni 2010 eröffnete das Bundesverwaltungsgericht sodann den Schriftenwechsel in der Sache selbst und stellte den Parteien die aufforderungsgemäss am 17. Mai 2010 erstattete Vernehmlassung der Vorinstanz zu. Nachdem sich die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 schon mit Eingabe vom 17. Mai 2010 unaufgefordert materiell zur B e- schwerde der Beschwerdeführerin 1 geä ussert hatte, reichte sie am 30. Juni 2010 – wie eingeladen – eine Ergänzung zu ihrer Beschwerd e- antwort ein. Die Beschwerdeführerin 1 ihrerseits erstattete ihre B e- schwerdeantwort zur Beschwerde der Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 am 1. Juli 2010. Beide Parteien bekräftigten ihre in den Beschwerden ein- genommenen Standpunkte. C-1287/2010 Seite 9 I. Am 8. September 2010 erstattete die hierzu mit Verfügung vom 7. Juli 2010 eingeladene PUE ihre Stellungnahme zu den Beschwerden. Hierzu nahm die Beschwerdeführerin 1 am 5. Oktober 2010, die Beschwerdefüh- renden 2.1 bis 2.7 mit insgesamt acht Eingaben zwischen dem 4. und dem 18. Oktober 2010 sowie die Vorinstanz am 15. Oktober 2010 Ste l- lung. J. Am 29. November 2010 gab das hierzu mit Verfügung vom 28. Oktober 2010 eingeladene Bundesamt für Gesundheit (BAG) seine Stellungnahme zu den ins Recht gelegten Eingaben ab. Hierzu nahm die Beschwerdefüh- rerin 1 am 11. Januar 2011, die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 mit in s- gesamt sieben Eingaben zwischen dem 13. und dem 18. Januar 2011 sowie die Vorinstanz am 14. Januar 2011 Stellung. K. Mit Verfügung vom 24. Januar 2011 wurde der Schriftenwechsel für g e- schlossen erklärt. L. Am 30. Oktober 2012 gelangte die Vorinstanz an das Bundesverwa l- tungsgericht. Da sich die involvierten Beteiligten betreffend der sog. Nachtpauschalen für die Jahre 2010, 2011 und 2012 mittlerweile geeinigt hätten (vgl. Sachverhalt C), sei auf die Beschwerde der santésuisse – soweit diesen Aspekt betreffend – ebenso wenig einzutreten wie auf die Beschwerden der davon betroffenen Privatspi täler bzw. – soweit diesen Aspekt betreffend – des VPSB (Beschwerdeführer 2.1). Das Bundesve r- waltungsgericht lud daraufhin die involvierten Beteiligten mit Verfügung vom 21. November 2012 ein, zum von ihm in Aussicht genommenen Vo r- gehen – Abtrennung der Ve rfahren betreffend Nachtpauschalen vom Hauptverfahren und anschliessende Abschreibung mangels Recht s- schutzinteresses – Stellung zu nehmen. Nachdem sämtliche involvierten Beteiligten zwischen dem 3. Dezember 2012 und dem 7. Januar 2013 diesem Vorgehen zugestimmt hatten, trennte das Bundesverwaltungsg e- richt mit Verfügung vom 10. Januar 2013 – wie in Aussicht gestellt – die Verfahren betreffend Nachtpauschalen vom vorliegenden Hauptverfahren ab und führte sie unter der Geschäftsnummer C-8908/2010 weiter. Dieses Verfahren wurde alsdann gleichentags als gegenstandslos geworden a b- geschrieben. Mit der gleichen Verfügung nahm das Bundesverwaltung s- gericht sodann davon Kenntnis, dass die Spitalbetriebe der Stiftung Li n- denhof Bern und der Sonnenhof AG per 18. Dezember 2012 in die Li n- denhof AG überführt worden waren. C-1287/2010 Seite 10 M. Am 14. Februar 2014 teilte die KPT Krankenkasse AG dem Bundesve r- waltungsgericht mit, sie habe sich mit den Spitälern der Lindenhof - Sonnenhofgruppe zwischenzeitlich aussergerichtlich über den anwendba- ren Tarif vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2011 geeinigt. In die- sem Umfang werde die Beschwerde der santésuisse zurückgezogen. N. Auf die Vorbringen der Parteien sowie der weiteren in das Verfahren i n- volvierten Stellen wird – so weit entscheidwesentlich – in den nachfolgen- den Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das KVG erfuhr seit seinem Erlass mehrere Änderungen, weshalb vorab kurz darauf einzugehen ist, welches Recht in zeitlicher Hinsicht vor- liegend anwendbar ist. 1.1.1 Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind verfa h- rensrechtliche Bestimmungen sofort und in vollem Umfang anwendbar (BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt allfälliger (hier nicht einschlägiger) spezialgesetzlicher Übergangsbestimmungen. Das Besch werdeverfahren richtet sich dementsprechend nach Art. 53 KVG in der seit dem 1. Januar 2009 geltenden Fassung. 1.1.2 Demgegenüber sind in materiellrechtlicher Hinsicht in der Regel die- jenigen Bestimmungen anwendbar, die bei der Erfüllung des zu Rechts - folgen füh renden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3, 129 V 1 E. 1.2). Vorliegend ist der RRB vom 29. Januar 2010 angefochten, der die Spita l- taxen vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 festlegt. Es sind daher die materiellrechtlichen Bestimmungen (ins besondere das KVG, die Ve r- ordnung vom 27. Juni 1995 über die Krankenversicherung [KVV, SR 832.102] und die Verordnung vom 3. Juli 2002 über die Kostenermittlung und die Leistungserfassung durch Spitäler, Geburtshäuser und Pfleg e- heime in der Krankenversiche rung [VKL, SR 832.104]) anwendbar, wie sie am 1. Januar 2010 galten. Seit dem 1. Januar 2009 steht zwar eine neue Fassung von Art. 49 KVG in Kraft, die jedoch Abs. 1 der Übergangs- bestimmungen zur Änderung vom 21. Dezember 2007 (Spitalfinanzi e- rung) zufolge erst ab dem 1. Januar 2012 angewandt wird. Der angefoc h-C-1287/2010 Seite 11 tene Entscheid ist daher im Lichte des Art. 49 KVG, in der Fassung vom 18. März 1994 (AS 1995 1328), zu beurteilen (vgl. Abs. 4 der erwähnten Übergangsbestimmungen; GEBHARD EUGSTER, Rechtsprechung des Bun- desgerichts zum KVG, Zürich etc. 2010, Art. 49 N 1; Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichts C -4961/2010 vom 18. September 2013 E. 1.1.2 mit weiteren Hinweisen und auch zum Folgenden). Gleiches gilt für die VKL, die aufgrund der KVG -Revision zur Spitalfi nanzierung ebenfalls auf den 1. Januar 2009 geändert wurde. Die Anwendung der revidierten VKL wü r- de voraussetzen, dass der Tarif bereits nach den Grundsätzen des seit dem 1. Januar 2009 in Kraft stehenden Art. 49 KVG festzusetzen wäre, was vorliegend – wie g esagt – nicht der Fall ist. Dementsprechend ist auch bei der VKL auf die bis Ende Dezember 2008 gültige Fassung (AS 2002 2835) abzustellen. 1.2 Nach Art. 53 Abs. 1 KVG kann gegen Beschlüsse der Kantonsregi e- rungen nach Art. 47 KVG beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde geführt werden. Der angefochtene RRB Nr. 0093 vom 27. Januar 2010 wurde gestützt auf Art. 47 Abs. 1 KVG erlassen. Das Bundesverwaltungs- gericht ist deshalb zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (vgl. auch Art. 90a Abs. 2 KVG). 1.3 1.3.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich g e- mäss Art. 37 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) und Art. 53 Abs. 2 Satz 1 KVG grundsätzlich nach dem Bu n- desgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Vorbehalten bleiben allfällige Abweichungen des VGG und die besonderen Bestimmungen von Art. 53 Abs. 2 KVG. Da sich diesem keine entsprechende gegenteilige Aussage entnehmen lässt, gilt auch in Beschwerdeverfahren der in Art. 12 VwVG verankerte Grundsatz, wonach das Bundesverwaltungsgericht den rechtserheblichen Sachve r- halt von Amtes wegen festzustellen hat und nicht an die Beweisanträge der Parteien gebunden ist (vgl. ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwal tungsgericht, 2. Aufl., Basel 2013, Rz. 1.49). Sodann können gemäss Art. 32 Abs. 2 VwVG selbst verspätete Parteivorbringen berücksichtigt werden, wenn sie au s- schlaggebend erscheinen ( Urteil des Bundesv erwaltungsgerichts C-1698/2013 vom 7. April 2014 E. 1.5.2). 1.3.2 Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG hält fest, im Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht dürften neue Tatsachen und Beweismittel nur soweit vorgebracht werden, als erst der angefochtene Beschluss dazu Anlass gebe. Neue Begehren sind unzulässig. Di ese Novenregelung ist nicht ohne Weiteres in Einklang zu bringen mit den vorliegend anwendba-C-1287/2010 Seite 12 ren Verfahrensvorschriften des VwVG, namentlich mit dem Unters u- chungsgrundsatz (vgl. auch ULRICH MEYER/JOHANNA DORMANN, in: Marcel Alexander Niggli/Peter Uebersax/H ans Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Ko m- mentar Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl., Basel 2011, Art. 99 N 1 ff., insbes. N 6). Weil der Untersuchungsgrundsatz die Parteien nicht von ihrer Mi t- wirkungspflicht befreit, kommt dieser bei der Abgrenzung von zulässigen und unzulässigen Vorbringen entscheidende Bedeutung zu. Mitwirkung s- pflichtig sind die Parteien für umstrittene und beweisbedürftige Tatsachen, die in ihrem Einflussbereich liegen (MEYER/DORMANN, a.a.O., Art. 99 N 6). In Ausnahmefällen kann es sich indessen i m Beschwerdeverfahren auch dann als notwendig erweisen, zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, wenn die Parteien im vorinstanzlichen Verfahren ihrer Mitwirkungspflicht nicht vollumfänglich nachgekommen sind. Daher wäre es jedenfalls nicht sachgerecht, Beweismittel förmlich aus dem Recht zu weisen (zumal das Bundesverwaltungsgericht nicht an die Beweisanträge der Parteien g e- bunden ist) und sie – sollten sie sich als erheblich erweisen – zu einem späteren Zeitpunkt gestützt auf Art. 12 VwVG wieder einzuholen. E inem solchen Vorgehen würde nicht nur Art. 32 Abs. 2 VwVG, sondern auch das mit Art. 53 Abs. 2 KVG angestrebte Ziel der Verfahrensbeschleun i- gung entgegenstehen. 1.3.3 Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG entspricht im Wesentlichen Art. 99 BGG. Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts bestimmt sich die Neuheit eines Begehrens im Sinne von Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG ana- log der Praxis des Bundesgerichts zu Art. 99 BGG (Urteil des BVGer C-220/2012 vom 4. Juni 2012 E. 2.2, BVGE 2012/18 E. 3.2). Gleiches hat grundsätzlich auch für die Beurteilung neuer Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG zu gelten. Massgebend ist der Vergleich mit den Vorbringen im vorinstanzlichen Verfahren bzw. den A k- ten der Vorinstanz (vgl. Urteil des BVGer C -195/2012 vom 24. September 2012 E. 5.1.2, BVGE 2012/18 E. 3.2). Allerdings ist nicht zu verkennen, dass die Novenregelung in Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG in einem anderen Kontext steht als diejenige in Art. 99 BGG, denn das Bundesgericht ist grundsätzlich an den vorin stanzlich festgestellten Sachverhalt gebunden (Art. 105 Abs. 1 i.V.m. Art. 97 Abs. 1 BGG) bzw. kann diesen in einzelnen Rechtsgebieten zwar frei überprüfen (Art. 105 Abs. 3 i.V.m. Art. 97 Abs. 2 BGG) und von Amtes wegen berichtigen (vgl. BGE 135 V 194 E. 3.4), es stellt aber nicht den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen fest. Zu beachten ist ferner, dass das Bundesgericht in zweiter Instanz G e- richtsurteile überprüft, Art. 53 KVG hingegen Beschwerdeverfahren b e- trifft, in welchen das Bundesverwaltun gsgericht als einzige Gerichtsi n- stanz urteilt (vgl. Art. 83 Bst. r BGG). Diesen verfahrensrechtlichen Unter- schieden ist ebenso Rechnung zu tragen wie dem vom Gesetzgeber mit C-1287/2010 Seite 13 Erlass von Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG (als lex spezialis) vorgenommenen Wertungsentscheid. Das Verhältnis der Novenregelung (Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG) und des Grundsatzes der Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen (Art. 12 VwVG) ist in dem Sinne zu interpretieren, dass Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG zwar den Untersuchungsgrundsatz im Beschwe rdeverfahren nicht au f- hebt, diesen jedoch in den Hintergrund treten lässt. Das Bundesverwa l- tungsgericht wird daher nur – aber immerhin – in besonderen Fällen e r- gänzende Sachverhaltsabklärungen vornehmen. Der Untersuchung s- grundsatz führt jedoch nicht dazu, dass die Novenregelung nach Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG nicht oder nur beschränkt anwendbar wäre. Daher können sich die Parteien im Beschwerdeverfahren nur auf neue Tats a- chen und Beweismittel berufen, soweit erst der angefochtene Beschluss dazu Anlass gibt. Für diese Auslegung spricht im Bereich der Tarifstreitig- keiten auch, dass den Tarifparteien nicht erst im vorinstanzlichen Tariffest- setzungsverfahren, sondern bereits im Rahmen der Tarifverhandlungen erhebliche Mitwirkungspflichten (bspw. die Verhandlungspflicht, vgl. BVGE 2010/24 E. 5.2 und 6) zukommen. Zudem hat das Bundesverwaltungsg e- richt den der Vorinstanz zustehenden Ermessensspielraum in dieser au s- gesprochen fachtechnischen Materie zu respektieren, was einer umfa s- senden Sachverhaltsabklärung durch d as Gericht – mit dem Ziel, ein r e- formatorisches Urteil zu fällen – in vielen Fällen entgegensteht (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-1698/2013 vom 7. April 2014 E. 1.5.4). 1.4 1.4.1 Der Regierungsrat hat in zwei separaten Beschlüssen die Tarife je für die Kl inik Beau-Site und die Klinik Permanence festgesetzt. Da beide Kliniken von der Beschwerdeführerin 2.3 betrieben werden, diese für be i- de Kliniken gemeinsam Beschwerde führt und das Bundesverwaltungsge- richt mit Verfügung vom 21. April 2010 festgestellt hat, der Klinik Perm a- nence komme im vorliegenden Beschwerdeverfahren keine Parteistellung zu, wurde betreffend die beiden Kliniken nur ein Beschwerdeverfahren durchgeführt und ergeht das vorliegende Urteil mit Wirkung für beide Kl i- niken. Inwieweit der Umstand, dass die Klinik Permanence rechtlich Teil der Klinik Beau-Site ist, die Eignung der Klinik Permanence als Referen z- spital im Rahmen des Benchmarking in Frage zu stellen vermag, ist nicht an dieser Stelle zu beurteilen, sondern bildet Gegenstand der materie llen Erwägungen (vgl. E. 14). 1.4.2 In diesem Zusammenhang sei der Vollständigkeit halber daran eri n- nert, dass die Spitalbetriebe der Stiftung Lindenhof Bern und der Sonne n- hof AG per 18. Dezember 2012 in die Lindenhof AG überführt worden C-1287/2010 Seite 14 sind (vgl. Sachverhalt Bst. L in fine) und die nunmehrige Beschwerdefü h- rerin 2.2 das Verfahren für beide Kliniken führt. 1.4.3 Vor diesem Hintergrund sind sämtliche Beschwerdeführend en zu den vorliegend erhobenen Beschwerden legitimiert (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG), weshalb auf die im Übrigen frist - und formgerecht (vgl. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereichte Beschwerde einzutreten ist. 1.5 Mit Schreiben vom 14. Februar 2014 teilte die KPT Krankenkasse AG dem Bundesverwaltungsgericht mit, sie habe sich z wischenzeitlich mit den Spitälern der Lindenhof-Sonnenhofgruppe aussergerichtlich über den anwendbaren Tarif vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2011 geei- nigt (vgl. Sachverhalt Bst. M). In diesem Umfang werde die Beschwerde der santésuisse, welche u.a. auch die KPT Krankenkasse AG vertrete, zu- rückgezogen. Gerne erwarte die KPT Krankenkasse AG den entspr e- chenden Abschreibungsbeschluss. Diesem Ansinnen kann aus folgendem Grund nicht statt gegeben werden: Die santésuisse hat ihre Beschwerde als so genannte Verbandsbeschwerde eingereicht, was vorliegend ohne weiteres zulässig ist (vgl. etwa MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.82). Ist nun aber eine solche Verbandsbeschwerde erfolgt und wird nicht ausdrücklich auch im Namen der einzelnen Verbandsmitglieder Be- schwerde geführt, wie dies etwa bei den Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 geschehen ist, so hat einzig der Verband Parteistellung und den ei n- zelnen Verbandsmitgliedern wie der KPT Krankenkasse AG ist die Verfah- rensherrschaft und damit auch die Möglichkeit des Beschwerderückzugs entzogen. 2. 2.1 In ihren an verschiedenen Daten im Oktober 2010 eingereichten Ste l- lungnahmen zu den am 8. September 2010 eingereichten Ausführungen der PUE "erneuern" die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 ihr "Begehren um Durchführung ein er Instruktionsverhandlung". Sie führen aus, sie e r- achteten es als wichtig, die Unzulänglichkeiten des Preisüberwacherm o- dells und die vorgelegten Vergleiche mit den öffentlichen Spitälern auch noch mündlich darlegen zu können. 2.2 Im Zentrum des verfassungsmä ssigen Anspruchs auf rechtliches G e- hör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV steht das Recht der Parteien, sich vor dem Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern (sog. rechtliches Gehör im engeren Sinn; vgl. BERNHARD WALD- MANN/JÜRG BICKEL, in: Waldmann/Weissenberger, Praxiskommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Zürich/Basel/Genf 2009 [nachfolgend: Praxiskommentar], Art. 29 Rz. 80 ff.). Das Bundesverwa l- tungsgericht hört die Parteien zunächst und vorab dadurch an, d ass es C-1287/2010 Seite 15 deren Rechtsschriften (Beschwerde, Vernehmlassung) entgegennimmt und prüft. Eine (anschliessende) mündliche Anhörung ist dagegen grun d- sätzlich nicht erforderlich, und ein entsprechender Anspruch lässt sich auch nicht aus Art. 57 Abs. 2 VwVG ableiten , es sei denn, das persönl i- che Erscheinen sei für die Beurteilung der Streitsache von unmittelbarer Bedeutung ( MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.85 f.; FRANK SEETHALER/KASPAR PLÜSS, in: Praxiskommentar , Art. 57 Rz. 57 f.; vgl. auch BGE 130 II 425 E. 2.1). 2.3 Die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 hatten im vorliegenden Verfa h- ren mehrfach Gelegenheit, ihren Standpunkt darzulegen, und haben d a- von auch Gebrauch gemacht. Unter diesen Umständen ist nicht ersich t- lich, was eine zusätzliche mündliche Darlegung zur w eiteren Erhellung des Sachverhaltes beizutragen vermöchte. Dem Begehren um Durchfü h- rung einer Instruktionsverhandlung ist mithin nicht stattzugeben. 3. 3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdeve r- fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Ein schluss des Mis s- brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder u n- vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit des Entscheids beanstanden (Art. 49 VwVG). Tariffestsetzungsbeschlüsse nach Art. 47 KVG sind vom Bundesverwa l- tungsgericht mit voller Kognition zu überprüfen (Art. 53 Bst. e KVG e contrario; BVGE 2010/24 E. 5.1). 3.2 3.2.1 Nach der Rechtsprechung hat auch eine Rechtsmittelbehörde, der volle Kognition zusteht, in Ermessensfragen einen Entscheidun gsspiel- raum der Vorinstanz zu respektieren. Sie hat eine unangemessene En t- scheidung zu korrigieren, kann aber der Vorinstanz die Wahl unter mehre- ren angemessenen Lösungen überlassen (BGE 133 II 35 E. 3). Das Bun- desverwaltungsgericht hat daher nur den Ents cheid der unteren Instanz zu überprüfen und sich nicht an deren Stelle zu setzen (vgl. BGE 126 V 75 E. 6). Insbesondere dann, wenn die Ermessensausübung, die Anwen - dung unbestimmter Rechtsbegriffe oder die Sachverhaltswürdigung hoch- stehende, spezialisierte technische, wissenschaftliche oder wirtschaftliche Kenntnisse erfordert, ist eine Zurückhaltung des Gerichts bei der Überprü- fung vorinstanzlicher Bewertungen angezeigt (vgl. BGE 135 II 296 E. 4.4.3, 133 II 35 E. 3, 128 V 159 E. 3b/cc). Es stellt daher ke ine unzu- lässige Kognitionsbeschränkung dar, wenn das Gericht nicht ohne Not von der Auffassung der Vorinstanz abweicht, soweit es um die Beurteilung technischer, wissenschaftlicher oder wirtschaftlicher Spezialfragen geht, in C-1287/2010 Seite 16 denen die Vorinstanz über ein besonderes Fachwissen verfügt (vgl. BGE 139 II 185 E. 9.3, 135 II 296 E. 4.4.3, 133 II 35 E. 3 mit Hinweisen; BVGE 2010/25 E. 2.4.1 mit weiteren Hinweisen). Dies gilt jedenfalls, soweit die Vorinstanz die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprü ft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt hat (BGE 139 II 185 E. 9.3, 138 II 77 E. 6.4). 3.2.2 Im Bereich der Tariffestsetzungen gilt es zusätzlich zu beachten, dass die Kantonsregierung die PUE zunächst anhören (vgl. Art. 14 Abs. 1 des Preisüberwachungsgesetzes vom 20. Dezember 1985 [PüG, SR 942.20]) und zudem begründen muss, wenn sie deren Empfehlung nicht folgt (Art. 14 Abs. 2 PüG). Nach der Rechtsprechung des Bundesr a- tes kommt den Empfehlungen der PUE ein besonderes Gewicht z u, weil die auf Sachkunde gestützte Stellungnahme bundesweit einheitliche Massstäbe bei der Tariffestsetzung setzt (vgl. RKUV 1997 KV 16 S. 343 E. 4.6). Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt sich praxisgemäss dann eine Zurückhaltung, wenn der Entscheid de r Vorinstanz mit den Empfe h- lungen der PUE übereinstimmt (BVGE 2010/25 E. 2.4.2, 2012/18 E. 5.4) 3.2.3 Weicht die Kantonsregierung hingegen von den Empfehlungen der PUE ab, kommt weder der Ansicht der PUE noch derjenigen der Vori n- stanz generell ein Vorrang zu (vg l. auch DANIEL STAFFELBACH/YVES END- RASS, Der Ermessensspielraum der Behörden im Rahmen des Tariffes t- setzungsverfahrens nach Art. 47 in Verbindung mit Art. 53 KVG, Zürich etc. 2006 Rz. 231). Nach dem Willen des Gesetzgebers obliegt es – trotz Anhörungs- und Begründungspflicht gemäss Art. 14 PüG – der Kantons- regierung, bei vertragslosem Zustand den Tarif festzusetzen (vgl. auch RKUV 2004 KV 265 S. 2 E. 2.4; RUDOLF LANZ, Die wettbewerbspolitische Preisüberwachung, in: Thomas Cottier/Matthias Oesch [Hrsg.], Sch weize- risches Bundesverwaltungsrecht, Band XI, Allgemeines Aussenwir t- schafts- und Binnenmarktrecht, 2. Aufl., Basel 2007, N 113). Das Gericht hat in diesen Fällen namentlich zu prüfen, ob die Vorinstanz die Abwe i- chung in nachvollziehbarer Weise begründet ha t. Im Übrigen unterliegen die verschiedenen Stellungnahmen – auch der weiteren Verfahrensbetei- ligten – der freien Beweiswürdigung bzw. Beurteilung durch das Bunde s- verwaltungsgericht (BVGE 2012/18 E. 5.4, 2010/25 E. 2.4.3). 3.2.4 Die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2 .7 beantragen in diesem Ko n- text, das Bundesverwaltungsgericht möge diese sich selbst auferlegte Zu- rückhaltung bei der Überprüfung von kantonalen Tariffestsetzungsen t- scheiden ablegen. Angesichts der "Tatsache, dass die Kantone im G e- sundheitswesen […] eine u nsägliche Mehrfachrolle einnehmen", sei es "für nicht von der öffentlichen Hand mitfinanzierte Spitäler unabdingbar, C-1287/2010 Seite 17 dass ein Gericht die festgelegten Tarife nach objektiven Kriterien uneinge- schränkt" überprüfe. + 3.2.5 Die von Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 an gesprochene Meh r- fachrolle der Kantone und die damit potentiell verbundenen Zielkonflikte sind Rechtsprechung und Literatur nicht verborgen geblieben ( THOMAS BRUMANN, Tarif- und Tarifstrukturverträge im Krankenversicherungsrecht, Hamburg 2012, [Diss. Bern 2 011], S. 88 ff. mit weiteren Hinweisen). Wie die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 aber selber einräumen, ist diese Mehrfachrolle im Gesetz angelegt und damit letztlich – wenn vielleicht auch "faute de mieux" – so gewollt. In der Literatur wird denn auch fes t- gehalten, es handle "sich vermutlich mangels tauglicher Alternativen bei der durch das KVG vorgesehenen Zuständigkeitsordnung wohl doch um die richtige Ordnung" ( BRUMANN, a.a.O., S. 89). Die für die Rechtspr e- chung zuständigen Instanzen, darunter das Bunde sverwaltungsgericht, haben sich deshalb in ständiger Rechtsprechung der erwähnten Zurüc k- haltung befleissigt (E. 3.2.2), dies auch in Fällen, in denen – wie vorlie- gend – Privatspitäler betroffen waren (vgl. etwa BVGE 2012/18 E. 5.4). Weshalb vor diesem Hint ergrund das Bundesverwaltungsgericht gerade im vorliegenden Fall von seiner ständigen Praxis abkehren sollte, ist nicht ersichtlich. Damit muss es hier sein Bewenden haben. 4. 4.1 Die OKP übernimmt nach Art. 24 KVG die Kosten für die Leistungen gemäss Art. 25-31 KVG nach Massgabe der in den Art. 32 -34 KVG fes t- gelegten Voraussetzungen. Laut Art. 43 Abs. 4 KVG werden Tarife und Preise in Verträgen zwischen Versicherern und Leistungserbringern (Tarif- vertrag) vereinbart oder in den vom Gesetz bestimmten Fällen von de r zuständigen Behörde festgesetzt; dabei ist auf eine betriebswirtschaftliche Bemessung und eine sachgerechte Struktur der Tarife zu achten. Die Ver- tragspartner und die zuständigen Behörden achten darauf, dass eine qua- litativ hochstehende und zweckmässige gesundheitliche Versorgung zu möglichst günstigen Kosten erreicht wird (Art. 43 Abs. 6 KVG). Parteien eines Tarifvertrags sind einzelne oder mehrere Leistungserbri n- ger oder deren Verbände einerseits sowie einzelne oder mehrere Vers i- cherer oder deren Verbände andererseits (Art. 46 Abs. 1 KVG). 4.2 Der Anwendungsfall der in Art. 43 Abs. 4 KVG vorgesehenen hoheitl i- chen Festsetzung eines Tarifs ist in Art. 47 Abs. 1 KVG geregelt. De m- nach setzt die Kantonsregierung nach Anhören der Beteiligten den Tarif fest, wenn z wischen Leistungserbringern und Versicherern kein Tarifve r- trag zustande kommt. Mit anderen Worten gilt das Verhandlungsprimat. Durch die Regelung, wonach eine hoheitliche Festsetzung erfolgt, falls C-1287/2010 Seite 18 sich Leistungserbringer und Versicherer nicht vertraglich einigen können, wird verhindert, dass sich ein Tarifpartner seiner Leistungspflicht entzi e- hen kann. Unabdingbare Voraussetzung für ein behördliches Einschreiten sind jedoch gescheiterte Vertragsverhandlungen oder mindestens eine vorhanden gewesene Verhandlungsgelegenheit (BRUMANN, a.a.O., S. 97, mit weiteren Hinweisen; EVA DRUEY JOST, Das Prinzip betriebswirtschaftli- cher Tarifbemessung im KVG, in: Jusletter 19. August 2013, Rz. 1). G e- mäss Rechtsprechung gilt alsdann auch bei der Tariffestsetzung im ve r- tragslosen Zustand nach Art. 47 KVG die Bestimmung, wonach die Ka n- tonsregierung bei der Genehmigung von Tarifverträgen zu prüfen hat, ob diese mit dem Gesetz und den Geboten der Wirtschaftlichkeit und Billi g- keit im Einklang stehen (Art. 46 Abs. 4 KVG; BVGE 2010 /24 E. 4.3 mit weiterem Hinweis). 4.3 Gemäss Art. 59c KVV hat die Genehmigungsbehörde zu prüfen, ob der Tarifvertrag namentlich den folgenden Grundsätzen entspricht: Der Tarif darf höchstens die transparent ausgewiesenen Kosten der Leistung und die für eine ef fiziente Leistungserbringung erforderlichen Kosten d e- cken (Abs. 1 Bst. a und b; vgl. auch: DRUEY JOST, a.a.O., Rz. 9 ff. ). Die Vertragsparteien müssen die Tarife regelmässig überprüfen und anpa s- sen, wenn die Erfüllung der Grundsätze nach Abs. 1 Bst. a und b nicht mehr gewährleistet ist. Die zuständigen Behörden sind über die Resultate der Überprüfungen zu informieren (Abs. 2). Die zuständige Behörde wen- det die Abs. 1 und 2 auch bei Tariffestsetzungen nach den Art. 43 Abs. 5, Art. 47 oder Art. 48 KVG sinngemäss an (Abs. 3). 4.4 Die besonderen Grundsätze betreffend Tarifverträge mit Spitälern werden in Art. 49 KVG geregelt. Jene sind auch von der Kantonsregierung zu beachten, wenn sie den Tarif hoheitlich festsetzt (Urteile des Bun - desverwaltungsgerichts C -2142/2010 vom 21. September 2011 E. 3.4, C-7967/2008 vom 13. Dezember 2010 [nicht in BVGE 2010/62 publizierte] E. 4.8.5). 4.4.1 Nach Art. 49 Abs. 1 KVG (in der hier massgeblichen Fassung, vgl. E. 1.1.2) vereinbaren die Vertragsparteien für die Vergütung der station ä- ren Behandlung einschliesslich Aufenthalt in einem Spital (im Sinne von Art. 39 Abs. 1 KVG) Pauschalen. Diese decken für Kantonseinwohner und -einwohnerinnen bei öffentlichen oder öffentlich subventionierten Spitälern höchstens 50% der anrechenbaren Kosten je Patient oder Patientin oder je Versichertengruppe in der allgemeinen Abteilung. Die anrechenbaren Kosten werden bei Vertragsabschluss ermittelt. Betriebskostenanteile aus Überkapazität, Investitionskosten sowie Kosten für Lehre und Forschung werden nicht angerechnet. C-1287/2010 Seite 19 4.4.2 Die Spitäler ermitteln ihre Kosten und erfassen ihre Leistungen nach einheitlicher Methode; sie führen hierzu eine Kostenstellenrechnung und eine Leistungsstatistik. Die Kantonsregierung und die Vertragspartei en können die Unterlagen einse hen. Der Bundesrat erlässt die nötigen B e- stimmungen (Art. 49 Abs. 6 KVG). Diesem Auftrag ist der Bundesrat mit dem Erlass der VKL nachgekommen. In dieser wurden die von der Recht- sprechung entwickelten Grundsätze zur Nachvollziehbarkeit der Kosten übernommen (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -7967/2008 vom 13. Dezember 2010 [nicht in BVGE 2010/62 publizierte] E. 4.8.7.1 mit Hinweis). Die VKL regelt die einheitliche Ermittlung der Kosten und Erfa s- sung der Leistungen im Spital- und Pflegeheimbereich (Art. 1 Abs. 1 VKL) und gilt für die nach Art. 39 KVG zugelassenen Spitäler und Pflegeheime (Art. 1 Abs. 2 VKL; vgl. – auch zum nachfolgenden – BVGE 2012/18 E. 16.4 mit weiteren Hinweisen). 4.4.2.1 Die Ermittlung der Kosten und die Erfassung der Leistungen muss gemäss Art. 2 Abs. 1 VKL so erfolgen, dass damit u.a. die Grundlagen geschaffen werden für die Unterscheidung der Leistungen und der Kosten zwischen der stationären, teilstationären, ambulanten und Langzeitb e- handlung (Bst. a), für die Bestimmung der Leistungen un d der Kosten der OKP in der stationären, teilstationären, ambulanten und Langzeitbehan d- lung im Spital (Bst. b-e), für die Bestimmung der Leistungen und der Ko s- ten der Krankenpflege bei Langzeitbehandlung im Spital (Bst. f) und für die Ausscheidung der nicht anrechenbaren Kosten der OKP in der stati o- nären Behandlung im Spital (Bst. g). 4.4.2.2 Gemäss Art. 2 Abs. 2 VKL soll die Unterscheidung und Besti m- mung der in Abs. 1 genannten Kosten und Leistungen namentlich erla u- ben: die Bildung von Kennzahlen (Bst. a), Betriebsvergleiche auf regiona- ler, kantonaler und überkantonaler Ebene zur Beurteilung von Kosten und Leistungen (Bst. b), die Berechnung der Tarife (Bst. c), die Berechnung von Globalbudgets (Bst. d), die Aufstellung von kantonalen Planungen (Bst. e), die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit und Billigkeit der Leistung s- erbringung (Bst. f) sowie die Überprüfung der Kostenentwicklung und des Kostenniveaus (Bst. g). 4.4.2.3 Nach Art. 9 VKL müssen Spitäler und Pflegeheime eine Koste n- rechnung führen, in der die Kosten nach dem Leistungsort und dem Leis- tungsbezug sachgerecht ausgewiesen werden (Abs. 1). Die Kostenrec h- nung muss insbesondere die Elemente Kostenarten, Kostenstellen, Ko s- tenträger und die Leistungserfassung umfassen (Abs. 2). Sie muss den sachgerechten Ausweis der Kosten für die Leistungen erlauben. Die Ko s- ten sind den Leistungen in geeigneter Form zuzuordnen (Abs. 3). Das Eidgenössische Departement des Innern kann nähere Bestimmungen C-1287/2010 Seite 20 über die technische Ausgestaltung der Kostenrechnung erlassen. Es hört dabei die Kantone, Leistungserbringer und Versicherer an (Abs. 6). 4.4.2.4 Art. 10 VKL verpflichtet die Spitäler, eine Finanzbuchhaltung zu führen. Grundlage ist die Nomenklatur des Kontenrahmens von "H+ Die Spitäler der Schweiz" (unveränderte Ausgabe 1999) (Abs. 1). Die Spitäler müssen die Kosten der Kostenstellen nach der Nomenklatur des Lei s- tungsangebots der nach dem Anhang zur Verordnung vom 30. Juni 1993 über die Durchführung von statistischen Erhebungen des Bundes durc h- geführten Krankenhausstatistik ermitteln (Abs. 2). Zur Ermittlung der Kos- ten für Anlagenutzung ist eine Anlagebuchhaltung zu führen (Abs. 3). Es ist eine Kosten- und Leistungsrechnung zu führen (Abs. 4). 4.5 Die in der VKL enthaltenen Reglungen gelten (grundsätzlich) auch für Privatspitäler, sofern es sich – wie vorliegend – um nach Art. 39 KVG zu- gelassene Spitäler und Pflegeheime handelt (Art. 1 Abs. 2 VKL). Aller- dings beträgt das gesetzlich vorgesehene Maximum der Deckung durch die OKP 100% (statt maximal 50%) der anrechenbaren Kosten (vgl. auch E. 5.1.2). Ausserdem sind bei Privatspitälern ohne öffentliche Betriebsbei- träge Investitionskosten nur soweit nicht anrechenbar, als sie von der ö f- fentlichen Hand nach dem Recht des zuständigen kantonalen oder ko m- munalen Gemeinwesens zu tragen sind (BVGE 2012/18 E. 5.9 mit weite- ren Hinweisen). 5. Streitig und im vorliegenden Verfahren zu beurteilen ist die Rechtmässi g- keit der von der Vorinstanz festgesetzten Spitaltaxen für die stationäre Behandlung in zu Lasten der OKP in den akutsomatischen Privatspitälern des Kantons Bern vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010. 5.1 Nach der Praxis zu Art. 49 Abs. 1 KVG sind demzufolge zunächst die anrechenbaren Kosten (oder die standardisierten betriebswirtschaftlichen Kosten) zu ermitteln (vgl. zum Ganzen auch: PUE, Spitaltarife, Praxis des Preisüberwachers bei der Prüfung von stationären Spitaltarifen, Deze m- ber 2006 [im Folgenden: PUE -Praxis 2006]; das Berechnungsmodell der PUE wurde in der Regel auch von den Kantonsregierungen angewendet [vgl. bspw. BVGE 2012/18 E. 8; BVGE 2010/62 E. 4.2]). 5.1.1 Ausgangspunkt bilden grundsätzlich die ausgewiesenen Betrieb s- kosten für OKP -relevante stationäre Leistungen (nur grundversicherte sowie zusatzversicherte Patientinnen und Patienten, soweit die Behan d- lungskosten von der OKP zu übernehmen waren [BVGE 2010/62 E. 4.12.1], d.h. nur Pflichtleistungen, ohne Mehrkosten für Zusatzvers i- cherte [vgl. BVGE 2012/18 E. 13]). Investitionskosten sind nur bei Priva t-C-1287/2010 Seite 21 spitälern ohne öffentliche Betriebsbeiträge anrechenbar (vgl. dazu BVGE 2012/18 E. 10). Üblicherweise wird auf die Daten zwei Jahre vor dem T a- rifjahr (X -2) abgestellt (vgl. Art. 49 Abs. 1 Satz 3 KVG; BVGE 2012/18 E. 6, Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -4961/2010 vom 18. Sep- tember 2013 E. 8.1), ausnahmsweise auf die unmittelbar vorangegangene Rechnungsperiode (X-1; BVGE 2012/18 E. 6.2.2 [S. 355 f.]). Von den Be- triebskosten abgezogen werden (vgl. Art. 49 Abs. 1 Satz 4 KVG) insb e- sondere die Kosten für Lehre und Forschung, wobei Normabzüge zur A n- wendung kamen, wenn die Kosten nicht (hinreichend) ausgewiesen sind (BVGE 2010/25 E. 5.2). Weiter erfolgen ein Abzug für Überkapazitäten (sofern die geforderte Auslastung nicht erreicht war; vgl. BVGE 2010/25 E. 6) sowie ein Abschlag für Zusatzversicherte. Hinzugerechn et werden die Zinsen auf dem Umlaufvermögen und eine allfällige Teuerung für das Jahr X -1 (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -4961/2010 vom 18. September 2013 E. 8.1.4, mit Hinweis; vgl. zum Ganzen auch RKUV 6/1997 KV 16, E. 8). 5.1.2 Von den Abzügen für nic ht anrechenbare Kosten zu unterscheiden ist die Reduktion des Kostendeckungsgrades. Diese Praxis beruht auf der Vorgabe, dass die Pauschalen im Sinne von Art. 49 Abs. 1 KVG höch s- tens 50% (öffentliche und öffentlich subventionierte Spitäler) bzw. 100% (Privatspitäler) der anrechenbaren Kosten decken dürfen. Weil bei ung e- nügender Kostentransparenz (Intransparenz der Kostendaten) die Gefahr bestand, dass die Spitalpauschalen mehr als das gesetzlich vorgesehene Maximum decken, wird – abgestuft nach Kostentransp arenz – ein redu- zierter Kostendeckungsgrad gewährt (vgl. die Zusammenfassung der Rechtsprechung in BVGE 2012/18 E. 16.4; Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts C-4961/2010 vom 18. September 2013 E. 7.1.3). Vollstän- dige Kostentransparenz wird dann als gegeben erachtet, wenn ein Spital – wie seit 2003 von der VKL ausdrücklich verlangt – auf der Basis einer Kostenartenrechnung eine gute Kostenstellenrechnung sowie eine vol l- ständige, qualitativ gute, ausreichend detaillierte Kostenträgerrechnung (KTR; inkl. Leistungserfassung) vorlegt (BVGE 2010/25 E. 4.1, Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -2142/2010 vom 21. September 2011 E. 5.1). Die Reduktion des Kostendeckungsgrades aufgrund ungenüge n- der Kostentransparenz wird auch als Intransparenzabzug bezeichnet. 5.2 Ausgehend davon ist nunmehr dabei zu prüfen, ob das von der Vori n- stanz angewendete sog. Spitaltaxmodell den Vorgaben des KVG en t- spricht und gegebenenfalls (auch) für Privatspitäler Anwendung finden kann (E. 6). Ist dies zu bejahen, ist alsdann zu klären, ob die anrechenba- ren Kosten korrekt ermittelt wurden (E. 7 ff.). Anschliessend ist zu unte r- suchen, ob die festgesetzten Taxen dem Gebot der Wirtschaftlichkeit und Billigkeit entsprechen (E. 14). Nicht mehr umstritten ist unter den Parteien, C-1287/2010 Seite 22 dass die Spitaltaxen i n Anwendung des Systems APDRG festgelegt we r- den. 6. 6.1 Der Regierungsrat hat den Tarif auf der Basis des Spital taxmodells der PUE berechnet (von Letzterer auch als OKP -Tarifkalkulationsmodell bezeichnet, nachfolgend: Spitaltaxmodell, PUE-Modell), was er damit be- gründete, dass Bundesrat und PUE bei der Be rechnung von OKP - Spitaltarifen in konstanter Praxis auf dieses Modell abgestützt hätten. Die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 rügen, dass dieses Modell für Privatspi- täler absolut untauglich sei. 6.2 Unter Tarifmodell wird das Modell beziehungsweise die Vor gehens- weise verstanden, nach welcher im Rahmen eines bestimmten Tarifsy s- tems (z.B. Tages- oder Fallpauschale) die Höhe des gesetzeskon formen Tarifs (z.B. der Frankenbetrag pro Tag bzw. Fall) ermittelt wird. 6.3 Mit Hilfe des PUE -Modells werden die für die Bemessung des OKP - Tarifs anrechenbaren Betriebskosten bestimmt. Dieses Modell geht von den tatsächlich für die Leistungserbringung aufgebrachten, trans parent ausgewiesenen (und belegten) Betrie bskosten des stationären Spitalteils aus und bestimmt den Anteil dieser Kosten, der KVG -konform der OKP belastet werden kann. Dabei werden die anrechenbaren Kosten für die meisten Positionen unter Berücksichtigung normativer Zu - und Abschläge ermittelt. Soweit nicht b ereits transparent ausgeschieden, sind insbeso n- dere normative Abzüge für die Kosten für Lehre und Forschung vorges e- hen sowie zur Ausscheidung der Mehrkosten für zusatzversicherte Patien- ten. Ausserdem werden die Werte einzelner Kostenarten, so weit nicht transparent ausgewiesen und belegt, durch kalkulatorische bezie hungs- weise normative Werte ersetzt, beziehungsweise werden normative A b- züge vorgenommen. Insbesondere unterzieht das Modell die Anlage - nutzungskosten einer Plausibilisierung und sieht Abzüge für Überka pa- zitäten vor. Ausserdem verlangt das Modell, dass die Kosten eines Spitals einer Wirtschaftlichkeitskontrolle mittels Vergleichs mit anderen Spitälern unterzogen werden können beziehungsweise müssen. Die Anwendung dieses Modells auch auf (ber nische) Privatspitäler wurde vom Bunde s- verwaltungsgericht mit Urteil vom 6. Juli 2012 bestätigt (BVGE 2012/18 E. 8). 6.4 Auch im vorliegenden Fall gehen die Vorinstanz, die Beschwerdefü h- rerin 1, die PUE und das BAG ohne Weiteres von der Anwendbarkeit des PUE-Modells aus. Dies zu Recht. Ebenso wie im zum erwähnten Urteil vom 6. Juli 2012 führenden Verfahren bringen die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 zwar vor, das Modell sei in sich falsch, da pauschale Abzüge C-1287/2010 Seite 23 von den gesamten ausgewiesenen Kosten gemacht und n icht nur dort Korrekturen vorgenommen würden, wo allenfalls ein Fehler erfolgt sei. Die aufgrund dieses Modells erfolgenden pauschalen Kürzungen setzten vo r- aus, dass die dergestalt definierten nicht anrechenbaren Kosten von a n- derer Seite gedeckt würden. Eine solche Möglichkeit bestehe bei den Pr i- vatspitälern nicht; die Kürzungen gingen voll zu Lasten der Leistungser b- ringer. Aufgrund der deswegen vorzunehmenden Einsparungen sei "die Konkurssituation" vorprogrammiert. Abgesehen davon, dass kein Grund ersichtlich ist, von der unlängst publizierten, die Anwendbarkeit des PUE - Modells auf (bernische) Privatspitäler bestätigenden bundesverwaltung s- gerichtlichen Rechtsprechung (vgl. E. 6. 3 in fine) abzuweichen, richten sich Rügen der Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 b ei Lichte betrachtet letztlich "nur" gegen einzelne Aspekte (oder mit den Worten der B e- schwerdeführenden 2.1 bis 2.7: Anwendungen) des Modells, wird doch nicht bestritten, dass für die Berechnung des Tarifs zu Lasten der OKP von den tatsächlichen für die entsprechende Leistungserbringung ang e- fallenen Kosten auszugehen ist. Auf diese entsprechenden Rügen ist nachfolgend einzugehen. 7. 7.1 Vorab aufzunehmen sind die Vorbringen der Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 betreffend (den Umfang der) Anrechenbarkeit der Investitionen im Rahmen der vorzunehmenden Berechnungen. Unbestritten ist, dass Investitionskosten bei Privatspitälern ohne öffentliche Betriebsbeiträge an- rechenbar sind, soweit sie – wie vorliegend – nicht von der öffentlichen Hand nach dem Recht des zust ändigen kantonalen oder kommunalen Gemeinwesens zu tragen sind (vgl. E. 4.5). Als Investitionen im Sinne von Art. 49 Abs. 1 KVG gelten Mobilien, Immobilien und sonstige Anlagen, die zur Erfüllung des Leistungs auftrages nach Art. 39 Abs. 1 Bst. e KVG no t- wendig sind. Dazu gehören neben den Kaufgeschäften sämtliche Miet - und Abzahlungsgeschäfte (Art. 8 VKL). Unter Investitionskosten sind die Kosten der Anlagenutzung zu verstehen, welche sich grundsätzlich aus Darlehens- und Kreditzinsen sowie Abschreibunge n, Leasing- und Hypo- thekarzinsen zusammensetzen (BVGE 2012/18 E. 10.2). 7.2 Gemäss der vom Bundesverwaltungsgericht weiter geführten Praxis des Bundesrates dürfen dabei freilich die geltend gemachten Investition s- kosten nicht unbesehen für die Tarifberechnung herangezogen werden. Vielmehr beinhaltet eine betriebswirtschaftliche Bemes sung der Tarife in jedem Fall eine Wirtschaftlichkeitsbeurteilung der Leis tungserbringung (Art. 43 Abs. 4 und Abs. 6 KVG). Es ist daher für die geltend gemachten Kosten eine An gemessenheitsprüfung vorzunehmen, wobei gemäss der bundesrätlichen Praxis das ganze einschlägige Konto 44 (Aufwand für An- lagenutzung) einer Plausibilisierung anhand der normativen Investitions - C-1287/2010 Seite 24 und Grundstückskosten gemäss Spitaltaxmodell der Schweizerisc hen Vereinigung der Privatkliniken (SVPK) und der Medizinal -Kommission UVG (MTK) für die UVG -Patienten und Patientinnen (SVPK/MTK - Spitaltaxmodell) zu unterziehen ist, wobei praxisgemäss die Anrechnung einer Toleranzmarge von 5% auf den normativen Anlagenut zungskosten erfolgt. Dieser Vorgang stellt eine behelfsmässige Plausibilisierung und nicht einen Benchmarking-Ansatz dar (BVGE 2012/18 E. 10.3). 7.3 Der Regierungsrat hat im angefochtenen Entscheid die Anrechenba r- keit der Investitionen auf der Basis des MTK -Modells vorgenommen, und nicht aufgrund der spitalinternen Berechnungen. Das Modell gehe von Norminvestitionen pro betriebenes Bett aus. Das "Ergebnis der Anlag e- nutzungskosten" sei auf Hinweis der PUE und gemäss Rechtsprechung des Bundesrates um 5% erhöht wo rden. Dergestalt resultieren gemäss Regierungsrat folgende normative Anlagenutzungskosten (Spalte A), der - weil die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 folgende Werte verfechten (Spalte B): A (Vorinstanz) B (Bf 2.1 bis 2.7) Beschwerdeführerin 2.2.1 (Lindenhof) […] […] Beschwerdeführerin 2.2.2 (Sonnenhof) […] […] Beschwerdeführerin 2.3.1 (Beau-Site) […] […] Beschwerdeführerin 2.3.2 (Permanence) […] […] Beschwerdeführerin 2.4 (Salem) […] […] Beschwerdeführerin 2.5 (PK Linde) […] […] Beschwerdeführerin 2.6 (Siloah) […] […] Beschwerdeführerin 2.7 (Hohmad) […] […] 7.4 7.4.1 Die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 wenden sich in ihrer B e- schwerde vom 3. März 2010 nicht gegen eine Plausibilisierung. Eine so l- che sei aber vorliegend nicht erfolgt, sondern es sei – ohne auf die nach- gewiesenen Investitions- und Kapazitätsfolgekosten einzugehen – einfach ein bestimmtes Modell übernommen worden. Dies sei "absolut KVG -C-1287/2010 Seite 25 widrig, umso mehr als das MTK -Modell auf völlig veralteten Zahlen" ber u- he und für eine Plausibilisierung der nachgewiesenen Investitionskosten absolut untauglich sei. 7.4.2 Vorab ist betreffend diese Vorbringen daran zu erinnern, dass das SVPK/MTK-Spitaltaxmodell auf einem von der Schweizerischen Verein i- gung der Privatkliniken mit begründeten Spitaltaxmodell beruhen, also auf Privatkliniken anwendbar sind und in der Praxis auch auf Privatspitäler angewandt wurden (BVGE 2012/18 E. 10.5). Den Einwand der veralteten Normwerte erheben die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 denn bezeic h- nenderweise auch lediglich pauschal, ohne ihn genauer zu substantiieren. Sie verkennen sodann mit ihrer Rüge, dass die Plausibilisierung sehr wohl erfolgt ist, nämlich eben gemäss SVPK/MTK -Spitaltaxmodell. Da die von den Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 geltend gemachten Anlagenut- zungskosten höher sind als der dergestalt plausibilisierte und um die 5% - Toleranzmarge erhöhte Wert, dessen korrekte Berechnung die Beschwer- deführenden 2.1 bis 2.7 nicht bestreiten, hat der Regierungsrat in Übe r- einstimmung mit der PUE somit zu Rec ht für die anrechenbaren Anlag e- nutzungskosten auf den letztgenannten Wert abgestützt. Auf die Abnahme der gegebenenfalls sinngemäss angebotenen Beweismittel (Anlagebuc h- haltung auf Papier) kann damit in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden. 8. 8.1 Die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 bestreiten die Zulässigkeit der Ausscheidung von Kosten für Lehre und Forschung, wie sie der Regi e- rungsrat mittels eines von der Bettenzahl abhängigen normativen Abzugs von 1 - 5% vorgenommen hat. 8.2 Nach Art. 49 Abs. 1 KVG sind die Kosten für Lehre und Forschung von den auf die Pauschalen anrechenbaren Kosten abzu ziehen. Die Kosten für die Lehre umfassen laut Art. 7 Abs. 1 VKL – in der hier massgebenden Fassung gemäss AS 2002 2835 (vgl. E. 1.1.2) – die Aufwendungen für die theoretische und praktische Ausbildung der Studierenden der Medizin bis zum Erwerb des Staatsexamens (Bst. a), die Weiterbildung der Ärzte und Ärztinnen bis zum Erwerb eines Fach arzttitels (Bst. b), die Aus- und Wei- terbildung des übrigen medizi nischen ak ademischen Personals (Bst. c), die theoretische und praktische Aus - und Weiterbildung des Pflegepers o- nals (Bst. d) sowie die theore tische und praktische Aus - und Weiterbi l- dung des Personals medizinisch -technischer und medizinisch - therapeutischer Fachbereiche (Bst. e) (vgl. BVGE 2010/25 E. 5.1.1). Die Kosten für die Forschung umfassen die Aufwendungen für systematische schöpferische Arbeiten und experimen telle Entwicklung zwecks Erweit e- rung des Kenntnisstandes sowie deren Verwendung mit dem Ziel, neue C-1287/2010 Seite 26 Anwendungsmöglichkeiten zu finden. Darunter fallen Projekte, die zur Gewinnung wissenschaftlicher Erkennt nisse sowie zur Verbesserung der Prävention, der Diagnostik und Be handlung von Krankheiten ausgeführt werden (Art. 7 Abs. 2 VKL; vgl. BVGE 2010/25 E. 5. 1.2). Ebenfalls als Kosten für Lehre und Forschung gelten die indirekten Kosten sowie die Aufwendungen, die durch von Dritten finanzierte Lehr- und Forschungstä- tigkeiten verursacht wer den (Art. 7 Abs. 3 VKL; vgl. BVGE 2010/25 E. 5.1.3). Die Definition der Lehre und Forschung in Art. 7 VKL entspricht im Wesentlichen der bundesrätlichen Praxis (BRE vom 23. Juni 2004 [02 - 11-23 TG] E. II.6.3.2), wonach von einem weiten Begriff der Lehre und Forschung auszugehen ist. Ein Abzug für Lehre ist immer vorzunehmen, wenn Angestellte gemäss Pflichtenheft zumindest während eines Teils i h- rer Arbeitszeit als Ausbildnerin oder Ausbildner tätig sind; die ent spre- chenden Kosten sind auszuweisen (nach RKUV 3/2002, KV 220 [nur elek- tronische Publikation] E. 1.6.3; unveröffen tlichte BRE vom 14. April 1999 [98-94 SG] E. II.8.3.2 und Privatklinik H. E. II.16; vgl. BVGE 2010/25 E. 5.1.4; zum ganzen Abschnitt sodann BVGE 2012/18 E. 11.2). 8.3 Nach der Rechtsprechung des Bundesrates, welche vom Bundesver - waltungsgericht in BVGE 2010/25 (E. 5.1.4) fortgeführt wurde, sind die ef- fektiven Kosten für Lehre und Forschung im Rahmen der vorzunehme n- den Berechnungen abzuziehen, sofern diese bekannt sind; anderenfalls sind normative Abschlagssätze anzuwenden (nach RKUV 3/2002, KV 220 [nur elektro nische Publikation] E. 10.1, RKUV 6/1997 S. 360). Sind die Kosten für Lehre und Forschung nicht aus gewiesen, kommen praxisg e- mäss folgende, nach Spitalgrösse und -typ abgestufte Abzüge zur A n- wendung: bei Universitätsspitälern 25%, bei mit telgrossen und gr ossen Spitälern (über 125 Betten) 5%, bei Spitälern mit 75 bis 124 Betten 2% und bei kleineren Spitälern 1% (vgl. BVGE 2010/25 E. 5.2; RKUV 6/1997 S. 387, nach RKUV 3/2002, KV 220 [nu r elektronische Publikation] E. 10.1.1). Die Pauschalabzüge für Lehre und Forschung stellen nach der Rechtsprechung des Bundesrates lediglich ein Korrektiv dar, welches a n- zuwenden ist, wenn die Spitäler ihrer Pflicht, die effektiven Kosten ausz u- scheiden, nicht nachgekommen sind. Daher sind an die Berechnungen der Pauschalabzüge keine sehr differenzierten Anforderungen zu stellen (vgl. BVGE 2010/25 E. 5.5.2; unveröffentlichter BRE vom 14. April 1999 [98-94, SG] E. II.8.3.4). Ent gegen den Ausführungen der Beschwerdefüh- renden 2.1 bis 2.7 kann aus der per 1. Januar 2012 in Kraft tretenden Spi- talfinanzierungsrevision nichts hergeleitet werden, was die dargelegte Umschreibung der massgeblichen Kosten für Leh re und Forschung als unzutreffend erscheinen liesse ( Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 ( zum ganzen Abschnitt BVGE 2012/18 E. 11.2). C-1287/2010 Seite 27 8.4 Vorliegend bestreiten die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 nicht, Aus- und Weiterbildung im Sinne der bundesrätlichen Praxis und der VKL (in der hier massgebenden Fassung gemäss AS 2002 2835; vgl. E. 1.1.2) zu betreiben und die entsprechenden Kosten nicht separat ausgewiesen zu haben. Letzteres begründen sie damit, dass die (nicht universitären) Aus - und Weiter bildungskosten zu den anrechenbaren Kosten gehören, da damit produk tive Leistungen verbunden seien und daher nicht ausz u- scheiden seien. Dabei verk ennen sie, dass die auszuschliessenden Ko s- ten nicht seitens der Personen ansetzen, welche aus - oder weitergebildet werden (Lernende), sondern bei den Personen, die aus- oder weiterbilden (Lehrende) (vgl. E. 8.3; BVGE 2012/18 E. 11.3, mit Hinweis, auch zum Folgenden). Dass dem Lernaufwand der Lernenden auch eine gewisse produktive Leistung gegenübersteht, wird von diesem Modell somit nicht in Frage gestellt. Es spielt damit auch keine Rolle, ob die aus - und weiter- bildenden Personen daneben produktive Tätigke iten im Sinne der OKP ausüben oder nur als Aus - beziehungsweise Weiter bildende angestellt beziehungsweise beauftragt werden. In beiden Fällen werden die Kosten nicht von der OKP getragen. 8.5 Die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 machen weiter geltend, dass sie von Bund und Kanton dazu aufgefordert beziehungsweise verpflichtet werden, Ausbildung zu betreiben und es nicht sein könne, dass sie die entsprechenden Kosten nicht auf die OKP abwälzen könne. Dabei ve r- kennen sie bei ihren Ausführungen zu den anrechenb aren Kantonsbeiträ- gen, welche bereits neutralisiert worden seien, dass vorliegend nur und einzig zu prüfen ist, ob diese Kosten von der OKP zu tragen sind, was Gesetz und Verordnung klar verneinen. Inwiefern die Klinik aufgrund au s- serhalb der OKP liegender Bestimmungen oder Vorgaben verpflichtet ist, Ausbildung zu betreiben, wer für die entsprechenden Kosten aufzuko m- men hat und wie die den Spitälern für die mit dem Kanton abgeschloss e- nen Leistungsaufträge – auch gemäss Ausführungen der Vorinstanz – er- folgten Abgeltungen zu buchen sind, ist hier nicht zu prüfen (BVGE 2012/18 E. 11.4). 8.6 Die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 bestreiten die für die Berec h- nungen angenommene Bettenzahl nicht (bzw. zumindest nicht in einem für die vorliegende Einteilung relevanten Be reich, E. 9.4.1). Gemäss der dargelegten Praxis (E. 8.3) hat der Regierungsrat in Übereinstimmung mit der PUE somit zu Recht unter dem Titel Lehre und Forschung einen A b- zug von zwischen 1% und 5% vorgenommen. Angemerkt seien immerhin zwei Punkte: Nicht er sichtlich wird erstens die Höhe des von der Vori n- stanz vorgenommenen Abzugs beim Lindenhofspital, beliefe sich der normative Abzug angesichts der Anzahl betriebener Betten von […] doch auf 5% und damit auf Fr. […]. Mangels Relevanz für das End -Ergebnis C-1287/2010 Seite 28 (E. 15) kann auf eine weitergehende Betrachtung dieses Punktes inde s- sen verzichtet werden. Zweitens, dass bei einer Behandlung der Kliniken Beau-Site und Permanence als Einheit – was die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 zu Unrecht verfechten (E. 14.7.2) – zu ihren Ungunsten ein die letztlich massgebenden Nettobetriebskosten schmälernder normativer Abzug von 5% zu erfolgen hätte, und nicht – wie jetzt – ein solcher von 2% und 1%. 9. 9.1 Nicht zu den anrechenbaren Kosten gehören gemäss Art. 49 Abs. 1 KVG Betriebskostenanteile aus Überkapazität. 9.2 Ob in einem Spital Überkapazitäten bestehen, beurteilt sich nach der vom Bundesverwaltungsgericht übernommenen Rechtsprechung des Bundesrates aufgrund der Bettenbelegung. Dabei wurde der Ausla s- tungsschwellenwert für Akutspitäler mit Notfallstation auf 85% festgelegt. Für Akutspitäler ohne Notfallstation, für Psychiatrie -, Geriatrie- und Reha- bilitationsspitäler gilt hingegen ein Auslastungsschwellenwert von 90% (BVGE 2012/18 E. 12.2 mit weiteren Hinweisen). 9.3 Der Regierungsrat hat b ei den Beschwerdeführerinnen […] und […] einen Abzug für Überkapazitäten vorgenommen. Er ist dabei für diese beiden Beschwerdeführerinnen – als Akutspitäler ohne Notfallaufnahm e- station – von einem Auslastungsschwellenwert von 90% ausgegangen. Diesem stellt e er für die Beschwerdeführerin […] eine tatsächliche Be t- tenbelegung von 70.5% ([…]) und für die Beschwerdeführerin […] eine tatsächliche Bettenbelegung von 83.6% ([…]) gegenüber. 9.4 Die beiden Beschwerdeführerinnen bestreiten vom Grundsatz her nicht, dass Überkapazitäten nicht von der OKP zu finanzieren sind. 9.4.1 Die Beschwerdeführerin […] macht freilich geltend, sie betreibe nur […] stationäre Betten. Wohl seien es ursprünglich deren […] gewesen, doch aufgrund sehr vieler ambulanter Operationen mit Bettbenützu ng be- nötige sie eine höhere Bettenzahl. Die Bettenauslastung betrage somit 85.9%. Vorab ist dazu bemerken, dass es vorliegend einzig um die Tariffestse t- zung für stationäre Behandlung geht. Was die Beschwerdeführerin […] vor diesem einzig interessierenden H intergrund aus dem von ihr geltend gemachten Umstand sehr vieler ambulanter Operationen zu ihren Gun s- ten abzuleiten gedenkt, erschliesst sich dem Bundesverwaltungsgericht nicht. Im Übrigen ist selbst bei Annahme von […] Betten der für ein Spital zur Vermei dung eines Überkapazitätsabzugs notwendige Bettenausla s-C-1287/2010 Seite 29 tungsgrad von 90% (E. 9.2) mit 85.9% nicht erreicht ( […] = 85.87%, au f- gerundet 85.9% der maximal möglichen Bettenbelegung). 9.4.2 Die Beschwerdeführerin […] führt aus, die angegebene Bettenzahl entspreche de m Total der im für die Berechnung massgebenden Jahr 2008 betriebenen Betten und berücksichtige damit den Umstand, dass die Klinik während der Betriebsferien vollständig geschlossen war. Würden hingegen die Tagesklinikpatienten und deren Pflegetage mitberücksichtigt, könnte eine Bettenbelegung von über 100% ausgewiesen werden. Ger a- de im Hinblick auf eine optimale Ressourcenplanung seien beide Patie n- tenkategorien zu berücksichtigen. Dem ist nicht so. Massgebend sind einzig die stationären Pflegetage (E. 9.4.1). In der Beschwerdeantwort vom […] bringt die Beschwerdefüh- rerin […] sodann erstmals vor, wegen Wochenendschliessungen einzelner Abteilungen könne eigentlich nur von […] durchschnittlich betriebenen Betten ausgegangen werden. Damit ergebe sich eine Auslastung von über 90%. In der Tat ergäbe sich bei einer Bettenzahl von […] eine Aus- lastung von über 90% ( […] = 92.24%, abgerundet 92.2% der maximal möglichen Bettenbelegung). Dieses neue Vorbringen – eingeleitet mit der knappen Aussage, man habe in der "Zwischenzeit die Angaben in den un- terbreiteten Unterlagen geprüft und feststellen müssen, dass die Anzahl betriebener Betten nicht richtig berechnet worden" sei – erfolgt indes ohne jegliche ernsthafte Substantiierung oder gar Belege, so dass sie schon aus diesem Grund nicht zu hören ist. Angesichts des Umstandes, dass der Beschwerdeführerin […] die Bedeutung der Bettenzahl spätestens seit dem sie betreffenden Urteil des Bundesv erwaltungsgerichts vom 6. Juli 2012 klar sein musste, wurde doch damals schon die Frage der Überk a- pazitäten thematisiert (BVGE 2012/18 E. 12), erstaunt diese nunmehr un- substantiiert geltend gemachte Korrektur sodann noch mehr. Betrachtet man schliesslich, dass die Beschwerdeführerin […] in der Beschwerde von aufgrund der von ihr angewandten "Mischrechnung" gar bei einer Bet- tenzahl von […] noch einer Bettenauslastung von 115.9% das Wort ger e- det hat, so grenzt die Gesamtheit der von ihr im Zusammenhang mit de r Bettenauslastung geltend gemachten Vorbringen an mutwillige Prozes s- führung (Art. 60 Abs. 2 VwVG). 9.5 Die rein rechnerische Berücksichtigung des Überkapazitätsabzugs wurde von beiden Beschwerdeführerinnen nicht in Frage gestellt. Da di e- ser keinen Anlass zu w eiteren Bemerkungen gibt, hat es mit dem vom Regierungsrat zu Recht in Übereinstimmung mit der PUE vorgenomm e- nen Abzug für Überkapazitäten sein Bewenden. C-1287/2010 Seite 30 10. 10.1 Der Regierungsrat hat in Übereinstimmung mit der PUE – ausge- hend von den aktenkundigen Zusatzversich ertenanteilen – in Anwendung der bundesrätlichen und auch vom Bundesverwaltungsgericht geschüt z- ten Praxis (BVGE 2012/18 E. 13 mit weiteren Hinweisen) bei den (nicht separat ausgewiesenen) Mehrkosten für die Behandlung von zusatzvers i- cherten Patientinnen un d Patienten entsprechende Abzüge vorgeno m- men. Die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 bestreiten weder den von der Vorinstanz angenommenen Anteil an Zusatzversicherten noch die Zulä s- sigkeit des Abzugs als solchen. Einzelne Beschwerdeführerinnen rügen indessen Einzelaspekte, auf welche nachfolgend einzugehen ist. 10.2 Die Beschwerdeführerin 2.2 (Lindenhof AG) führt betreffend das Lindenhofspital aus, zur Prüfung stehe die ungleiche Berechnungssyst e- matik des Mehrkostenabzuges für Zusatzversicherte bei den Privatspit ä- lern. Der Regierungsrat sei der PUE gefolgt und habe bei der Abzugsb e- rechnung 2% vom Zwischentotal 2 angenommen, infolge offenbar fehle n- der KTR. Die KTR sei aber noch im Verfahren vor der Vorinstanz offenge- legt worden, und der Abzug sei – analog dem Vorge hen der Vorinstanz bei den übrigen Privatspitälern – auf den Kosten der halbprivat und privat Versicherten vorzunehmen (Beschwerde S. 22 f.). Betreffend den So n- nenhof wird sodann ausgeführt, hinsichtlich des Abzugs der Mehrkosten für die "ZV-Patienten" ergebe sich eine kleine Differenz von Fr. 26'649.- zu ihren Lasten (Beschwerdeantwort S. 23). 10.3 Die Beschwerdeführerin 2.3 (Beau-Site AG) rügt betreffend die Klini- ken Beau -Site und Permanence wiederholt, der Abzug sei – anders als bei den anderen Privatspitälern – zu Unrecht auf den anrechenbaren Kos- ten gemäss Zwischentotal 2 vorgenommen worden, und nicht nur auf den Gesamtkosten für Zusatzversicherte gemäss Kostenträgerrechnung (B e- schwerde S. 31 f.; Beschwerdeantwort S. 23). Eine gleiche Rüge erhebt auch die Be schwerdeführerin 2.4 (Salem -Spital AG) (Beschwerde S. 33 f.). 10.4 10.4.1 Der Regierungsrat äussert sich weder im angefochtenen B e- schluss noch in seinen Vernehmlassungen und Stellungnahmen im vo r- liegenden Verfahren explizit dazu, bei welchen Spitälern er von welcher Grundlage für den Abzug für die (nicht separat ausgewiesenen) Mehrko s- ten für die Behandlung von zusatzversicherten Patientinnen und Patie n- ten ausgegangen ist. Aus den von der GEF BE am 16. September 2009 der PUE vorgelegten Tabellenkalkulation ergibt sich freilich, dass dort, wo eine solche Spalte vorlag, der Abzug von 2% vom Zwischentotal II der Spalte der Zusatzversicherten vorgenommen wurde (Vorakten p 287). C-1287/2010 Seite 31 Unklar bleibt allerdings, weshalb derlei im eigentlichen Festsetzungsve r- fahren nicht auch für das Lindenhofspital, die Kliniken Beau -Site und Permanence sowie das Salemspital erfolgt ist, haben doch diese vier Sp i- täler im Nachgang zur Empfehlung der PUE vom 12. November 2009 noch eine entsprechende Kostenträgerrechnung nachgereicht, welche j e- denfalls die Aussagekraft hat, wie die von der GEF BE berücksichtigten und der PUE vorgelegten Unterlagen (zur Frage, bis wann Unterlagen eingereicht werden dürfen, vgl. unten E. 13.4.3). Der entsprechende A b- zug ist auch bei diesen vier Spitälern von den Gesamtkost en für Zusat z- versicherte gemäss Kostenträgerrechnung vorzunehmen. 10.4.2 Dies führt für die erwähnten vier Spitäler – ausgehend vom von der Vorinstanz ermittelten und Bestand habenden Zwischentotal II (ZWT II) – zu einem entsprechend korrigierten Abzug der "Mehrkosten für die ZV - Patienten" und damit zu einem neuen Zwischentotal III (ZWT III): Lindenhof Beau-Site Permanence Salem ZWT II […] […] […] […] Abzug neu […] […] […] […] ZWT III neu […] […] […] […] 11. Nunmehr aufzunehmen ist, dass der Regierungsrat kalkulatorische Zinsen berücksichtigt sowie unter dem Titel "gewichtete Teuerung", umfassend Lohnkostenindex-Teuerung von 1.9% und eine LIK -Teuerung von 2.4%, die anrechenbaren Kosten um 2.09% - 2.14% heraufgesetzt hat. Die diesbezüglich erhobenen Rügen der Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 richten sich nicht gegen dieses Vorgehen als solches. Sie beziehen sich lediglich darauf, dass – ausgehend von ihren eigenen Berechnungen – die entsprechende "Bemessu ngsgrundlage", das sog. Zwischentotal III (ZWT III), höher sei, womit sich folgerichtig die in Prozenten von diesem ZWT III errechneten Zuschläge ebenfalls erhöhen würden. Diese Rüge ist insofern zu hören, als der Abzug der "Mehrkosten für die ZV -Patienten" bei vier Spitälern korrigiert werden musste und bei diesen damit eine neu- es ZWT III resultiert (E. 10). Dies hat eine Neukalkulation der Nettob e- triebskosten zur Konsequenz, die sich wie folgt präsentiert: C-1287/2010 Seite 32 Lindenhof Beau-Site Permanence Salem ZWT III […] […] […] […] + kalk. Zinsen (Jahreszins von 0.33%) […] […] […] […] + gewichtete Teu e- rung […] […] […] […] Nettobetriebskosten (NBK) […] […] […] […] 12. Im Sinne eines Zwischenresultats ist somit festzuhalten, dass der Regi e- rungsrat im angefochtenen Beschluss die umstrittenen Abzüge bzw. no r- mativen Korrekturen – mit Ausnahme derjenigen betreffend Mehrkosten für die Behandlung von zusatzversicherten Patientinnen und Patienten (E. 10) – zu Recht vorgenommen hat. Dies führt zu folgenden im Rahmen der Tariffestsetzung anrechenbaren Nettobetriebskosten: Beschwerdeführerin 2.2.1 (Lindenhof) […] Beschwerdeführerin 2.2.2 (Sonnenhof) […] Beschwerdeführerin 2.3.1 (Beau-Site) […] Beschwerdeführerin 2.3.2 (Permanence) […] Beschwerdeführerin 2.4 (Salem) […] Beschwerdeführerin 2.5 (PK Linde) […] Beschwerdeführerin 2.6 (Siloah) […] Beschwerdeführerin 2.7 (Hohmad) […] C-1287/2010 Seite 33 13. 13.1 Allseits strittig ist sodann der vom Regierungsrat festgesetzte Ko s- tendeckungsgrad von 96%. Der Regierungsrat stellte im angefochtenen Beschluss die seiner Auffassung nach geltende Rechtslage dar und wies u.a. darauf hin, gemäss der PUE erweise sich bei Spitälern mit einer g u- ten Kostenstellen - sowie bei Vorliegen einer Kostenträgerrechnung ein maximaler Kostendeckungsgrad vo n 96% als angemessen. Da alle Pr i- vatspitäler in der Lage gewesen seien, der GEF BE die Daten so aufberei- tet zu liefern, dass eine Differenzierung nach den verschiedenen Vers i- cherungsklassen habe erfolgen können, könne damit hier ein Kostend e- ckungsgrad von 96% zugestanden werden. Abgesehen davon, dass bi s- her kein Spital bekannt sei, dem ein Kostendeckungsgrad von 100% z u- gestanden worden sei, fehle für die Gewährung der Abgeltung der vollen Kosten eine detaillierte Leistungserfassung bei den Ärzten. Eine Abre ch- nung der Honorare durch die Ärzteschaft ersetze eine zeit- oder taxpunkt- genaue Erfassung der Arztleistungen nicht. 13.1.1 Die Beschwerdeführerin 1 (santésuisse) weist in ihrer Beschwerde in diesem Kontext vorab darauf hin, die Arzthonorare seien nicht (gen ü- gend) ausgewiesen worden. Im Übrigen sei ihr durch die Spitäler ganz generell die nötige Transparenz nicht gewährt worden. Ihr als einziger Trägerin der Kosten von Privatspitälern sei keine Möglichkeit geboten worden, die Tarifberechnung nachzuvollziehen. Zu b emängeln seien u n- vollständige Kosten - und Leistungsrechnungen, die (erwähnte) unklare Herleitung der Arzthonorare und die unvollständigen und den Versich e- rern nicht vorliegenden Anlagebuchhaltungen. Zudem habe sie mit E r- staunen festgestellt, dass zwischen derjenigen Berechnung, welche die GEF BE am 16. September 2009 der PUE zur Stellungnahme zugestellt habe, und der Schlussberechnung für die Festsetzung zum Teil markante Unterschiede bei den Personalkosten, Arzthonoraren sowie den Sachkos- ten bestanden hätt en. Die PUE habe denn auch in ihrer Empfehlung im vorinstanzlichen Festsetzungsverfahren bei vier Spitälern einen Koste n- deckungsgrad von 92% als angezeigt bezeichnet. Selbst wenn alsdann – entgegen ihrer Auffassung – im vorinstanzlichen Festsetzungsverfahr en doch noch für genügend Transparenz gesorgt worden wäre, wäre dies im Lichte von Art. 15 VKL zu spät erfolgt und sei aufgrund des Datenstandes im massgeblichen damaligen Zeitpunkt zu entscheiden. Unter diesen Um- ständen rechtfertige sich ein Kostendeckung sgrad von 90%. Diese Au s- sagen wiederholt sie – zum Teil wortwörtlich – in ihrer Beschwerdeantwort vom 1. Juli 2010 zur Beschwerde der Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7. 13.1.2 Die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 ihrerseits rügen den vom Regierungsrat festgesetzten Kostendeckungsgrad von 96% ebenfalls im Grundsatz. Diese Kürzung betreffe alle nachgewiesenen Kosten, obwohl C-1287/2010 Seite 34 sie, die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7, mehrmals dargelegt hätten, sie seien bereit, alle Unterlagen zu liefern, welche die Entscheidinstanz noch als notwendig erachte. Eine solche Aufforderung sei indessen nie erfolgt. Eine detaillierte Leistungserfassung zu verlangen, verkenne, dass die Ärz- te selbständige Unternehmer seien. Daher sei das Spital nicht in der L a- ge, nachzuweisen, dass die verlangten Honorare die Kosten ersetzten. Im Übrigen sei, wenn denn schon, die Kürzung nur "auf den Arztkosten", und nicht pauschal auf allen Kosten vorzunehmen. Schliesslich sei ein Intransparenzabzug ohnehin nicht zulässig, nachdem bereits ein Benc h- mark durchgeführt worden sei. Diese Ausführungen wiederholen die B e- schwerdeführenden 2.1 bis 2.7 – zum Teil wortwörtlich – in ihrer B e- schwerdeantwort vom 17. Mai/30. Juni 2010 zur Beschwerde der B e- schwerdeführerin 1. 13.1.3 In ihrer Vernehmlassung vom 17. Mai 2010 hält die Vori nstanz an ihrer Auffassung fest und weist insbesondere noch einmal darauf hin, dass bei den Arzthonoraren eine Kostenträgerrechnung mit vollständiger Leistungserfassung unabdingbar sei. Es sei Aufgabe des Spitales, seine Verträge mit der Ärzteschaft entspr echend auszugestalten, um diesen Nachweis erbringen zu können. 13.2 Die PUE liess sich im Verlaufe des Verfahrens wie vorgesehen zwei Mal vernehmen: 13.2.1 Im Rahmen des Tariffestsetzungsverfahrens ersuchte die GEF BE die PUE mit Schreiben vom 16. September 2009 um e ine Stellungnahme zu den von der GEF BE u.a. für die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 b e- rechneten Tarifen. Sie legte ihrem Schreiben ihre Tarifberechnungen, ihre Erläuterungen dazu und "Grundlagen: Kostenrechnungen der Instituti o- nen sowie die Tarifberechnun gen der Parteien" bei. In ihrer Berechnung ging die GEF BE bei vier Spitälern von einem Kostendeckungsgrad von 92% aus (Beau-Site, Permanence, Salem, Lindenhof). Auf Nachfrage der PUE lieferte die GEF BE noch weitere Unterlagen und Auskünfte nach. In ihrer Empfehlung vom 12. November 2009 erachtete die PUE alsdann für die vier bereits erwähnten Spitäler ebenfalls einen Kostendeckungsgrad von 92% für angezeigt. Für deren drei (Beau -Site, Permanence und S a- lem), weil diese nur eine Kostenstellenrechnung eingereicht hätten, für ei- nes (Lindenhofspital), weil trotz Vorliegens einer Kostenträgerrechnung bei den KVG-Patienten nicht zwischen den verschiedenen Versicherungs- klassen differenziert werden könne (Vorakten p 296 ff.). 13.2.2 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens erkl ärte die PUE in ihrer Eingabe vom 8. September 2010, dass sie die Tarifkalkulationen im ange- fochtenen Beschluss, welche der gängigen Rechtspraxis entsprächen, C-1287/2010 Seite 35 nachvollziehen und diese grundsätzlich stützen könne. Sie wies allerdings ergänzend darauf hin, nach ihrer am 12. November 2009 erfolgten Em p- fehlung im Festsetzungsverfahren hätten die Kliniken noch umfangreiches Datenmaterial nachgeliefert. Sie äussere sich nicht dazu, bis zu welchem Zeitpunkt derlei noch zulässig sei. Aufgrund der grossen Anzahl na chge- lieferter Zahlen und Korrekturen, habe sich aber "die Unsicherheit bezü g- lich Datenqualität eher vergrössert denn verkleinert". Sie halte deshalb bei den vier Spitälern Beau -Site, Permanence, Salem, Lindenhof nach wie vor an den Kostendeckungsgraden gem äss Tarifempfehlung vom 12. No- vember 2009, also von 92%, fest. Deshalb spreche sie sich auch dagegen aus, dass beim Lindenhofspital noch die Kosten einer ganzen Abteilung heraus gerechnet würden, um damit einen separaten Tarif für die Psycho- somatik zu berechnen. 13.2.3 Die Beschwerdeführerin 1 bemängelt in ihrer Stellungnahme vom 5. Oktober 2010 (zur Eingabe der PUE vom 8. September 2010), "dass aufgrund der wiederholt durch die Spitäler nachgereichten, weder übe r- blick- noch nachvollziehbaren Daten die Tarife sch rittweise an die Ford e- rungen der Spitäler angenähert" worden seien. Die Daten seien zudem nicht gesichert, weshalb – selbst, wenn nachträgliche Datenlieferungen zulässig gewesen wären – der Kostendeckungsgrad maximal 90% betr a- gen dürfe. 13.2.4 Die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 halten in ihren zwischen dem 4. und dem 14. Oktober 2010 eingereichten Stellungnahmen (zur Eingabe der PUE vom 8. September 2010) dafür, das Nachreichen von präzisierenden Daten sei im Rahmen eines erstinstanzlichen Tariffes tset- zungsverfahrens aufgrund der anwendbaren Regelungen von Art. 12 VwVG verfahrensrechtlich ohne W eiteres zulässig. Die Auffassung der PUE, wonach die Datenqualität unsicher sei, erfolge "völlig pauschal" und sei nicht andeutungsweise substantiiert. 13.3 13.3.1 Das BAG ruft in seiner Stellungnahme vom 29. November 2010 in Erinnerung, dass der Kostendeckungsgrad von der Transparenz der vo r- gelegten Kostenrechnung abhänge, und legt die Rechtsprechung des Bundesrats zur Kostendatentransparenz sowie die in der VKL enthaltenen Anforderungen an die von den Spitälern bereit zu haltenden Kostendaten dar. Darüber hinaus hält es fest, die Kostendeckungsgrade der PUE zu überschreiten, sei zweifelhaft. Sodann gehe es nicht an, sich wie die B e- schwerdeführenden 2.1 bis 2.7 auf den Standpunkt zu stellen, nachträ g- lich im Rahmen des Festsetzungsverfahrens – nach Stellungnahme der PUE – noch Daten zu liefern, die ausschliesslich die Entscheidinstanz noch als notwendig erachte. Das BAG äussert sich hingegen nicht konkret C-1287/2010 Seite 36 dazu, auf welcher Höhe der Kostendeckungsgrad für die Beschwerdefü h- renden 2.1 bis 2.7 aufgrund der vorliegenden Unterlagen seiner Ansicht nach jeweils einzusetzen wären. 13.3.2 Die Beschwerdeführerin 1 erneuert in ihrer Stellungnahme vom 11. Januar 2011 (zur Eingabe des BAG vom 29. November 2010) ihre Auf- fassung, wonach die Spitäler die notwendigen Daten zu spät und unvol l- ständig geliefert hätten, und schliesst, sie halte nach wie vor einen Ko s- tendeckungsgrad von maximal 90% für gerechtfertigt. 13.3.3 Die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 halten in ihren zwischen dem 14. und dem 17. Januar 2011 eingereichten Stellungnahmen (zur Eingabe des BAG vom 29. November 2010) an ihrem Standpunkt fest, sie hätten "sehr wohl die Zahlen geliefert". Zudem bestreiten sie die sachg e- genständlichen Ausführu ngen der Beschwerdeführerin 1 und erneuern, die Daten seien "nicht zu spät, nicht unvollständig und auch nicht falsch eingereicht" worden. 13.4 Nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts überzeugen die Vorbringen der Beschwerdeführerin 1, weshalb der Kosten deckungsgrad tiefer anzusetzen sei, ebenso wenig wie die Begründungen der B e- schwerdeführenden 2.1 bis 2.7 für einen Kostendeckungsgrad von 100%. 13.4.1 Die Ermittlung der Kosten und die Erfassung der Leistungen mü s- sen – wie in E. 4.4.2 ausgeführt – gemäss den Vor gaben der VKL erfo l- gen, in welcher die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze zur Nachvollziehbarkeit der Kosten übernommen wurden (vgl. BVGE 2012/18 E. 16.5; vgl. BVGE 2010/25 E. 4.2 Ingress und in BVGE 2010/62 [C - 7967/2008] nicht veröffentlichte E. 4.8.7.1, je m.w.H.). Zur Beurteilung des für den Kostendeckungsgrad vorzunehmenden Abzuges ist somit die Qualität und Transparenz der im vorliegenden Fall aktenkundigen Unte r- lagen zu bewerten und gemäss den dargelegten Richtlinien zu kategor i- sieren. 13.4.2 Vorab ist auf das Vorbringen der Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 einzugehen, ein Intransparenzabzug sei nicht zulässig, nachdem bereits ein Benchmark inkl. der Investitions - und Kapitalkosten durchgeführt wor- den sei. Wenn schon der Tarif des besten Vergleichs spitals Ausgangs- punkt sei, auf das die anderen herabgekürzt würden, könne nicht mit e i- nem Pauschalabzug das Niveau des Vergleichsspitals noch einmal unte r- boten werden. Diese Auffassung hat im Ergebnis einiges für sich, erfolgt doch ein allfälliges Korrekti v bei einem keine hinreichend transparente und v ollständige Kostenrechnung vorl egenden Spital über die Angle i- chung an den Benchmark, und nicht (zusätzlich noch) über die vorgäng i-C-1287/2010 Seite 37 ge Vornahme eines Intransparenzabzugs zum Abschluss der Ermittlung der benchma rking-relevanten Betriebskosten. Diese bilden zwar für das Spital durchaus und nach wie vor Grundlage für Tarifverhandlungen (oder -festsetzungsbegehren); der zu vereinbarende oder festzusetzende Tarif hat aber nicht diesen Kosten zu entsprechen, sondern s ich am Tarif des Spitals, welches den Benchmark bildet, zu richten. (In Frage gestellt wäre das System einzig dann, wenn keine oder zu wenige Spitäler eine den An- forderungen entsprechende Kostenrechnung vorlegten hätten und de s- halb kein rechtskonformes Ben chmarking möglich wäre). Genau desw e- gen besteht denn im Rahmen der neuen Spitalfinanzierung auch keine Rechtfertigung mehr für einen Intransparenzabzug (Urteil des Bunde s- verwaltungsgerichts C-1698/2013 vom 7. April 2014 E. 9.2). Allerdings ist nach der vor liegend einzig und nach wie vor anwendbaren Rechtspr e- chung zu Art. 49 Abs. 1 KVG in der bis zum Inkrafttreten der neuen Spital- finanzierung anwendbaren Form (vgl. E. 1.1.2) die Frage der wirtschaftl i- chen Leistungserbringung (welche z.B. mittels Benchmarking geprüft wird) von der Frage der Kostentransparenz und eines aufgrund eines al l- fälligen Intransparenzabzuges reduzierten Kostendeckungsgrades zu trennen (vgl. oben E. 5.1.2; BVGE 2012/18 E. 16.12). Für diesen "al t- rechtlich" zu beurteilenden Fall davon abzu weichen, besteht – nicht zu- letzt vor dem Hintergrund von Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1998 (BV, SR 101) – kein Anlass. 13.4.3 Alsdann gilt es – in der gebotenen Kürze und soweit notwendig – auf die Frage des (von der Beschwerdeführerin 1 geltend gemachten Ver- passens des) richtigen Zeitpunktes der Einreichung der von Art. 9 f. VKL verlangten Daten (E. 4.4.2.3 f.) einzugehen. 13.4.3.1 Massgebende Rechtsgrundlage für die gemäss Art. 9 f. VKL zu erhebenden und auszuweisenden Daten stellt Art. 15 VKL dar, w onach Spitäler und Pflegeheime verpflichtet sind, die Unterlagen eines Jahres ab dem 1. Mai des Folgejahres zur Einsichtnahme bereit zu halten. Zur Ei n- sichtnahme berechtigt sind – wie sich dies bereits aus Art. 49 Abs. 6 KVG ergibt – die Genehmigungsbehörden, die fachlich zuständigen Stellen des Bundes sowie die Tarifpartner. Keine Aussage enthalten KVG und VKL in- dessen zur Frage, welches die Konsequenzen einer gänzlich fehlenden oder einer "scheibchenweisen" Lieferung sind. Dazu existiert auch keine einschlägige Rechtsprechung. 13.4.3.2 Das schweizerische System zur Festlegung der Spitaltarife b e- ruht – wie dargelegt – auf dem Verhandlungsprimat (E. 4.2). Ausgang s- punkt für die entsprechenden Verhandlungen mit dem Tarifpartner bilden – alt-, wie neurechtlich – die relevanten Betriebskosten (E. 14.4.2). Diese sind denn auch – wie dies Art. 15 VKL festlegt – offenzulegen, und zwar C-1287/2010 Seite 38 von Anfang und vollständig. Nur so können Verhandlungen im Sinne des Gesetzes überhaupt sinnvollerweise erfolgen. 13.4.3.3 Dies bedeutet aber nicht, da ss bei fehlenden oder noch ungen ü- genden Daten im gerade (auch) deswegen nötig gewordenen Tariffestset- zungsverfahren die den Tarif festsetzende Behörde keine Untersuchu n- gen vornehmen dürfte oder unter Umständen gar müsste, stehen doch derartige Handlungen selbst dem Bundesverwaltungsgericht unter gewi s- sen Umständen noch zur Verfügung (E. 1.3.2 f.). Es ist denn auch Aufg a- be der zuständigen Kantonsregierung, im Rahmen der Tarifgenehm i- gungs- oder -festsetzungsverfahren die entscheiderheblichen Tatsachen festzustellen, dies trotz Mitwirkungspflichten der Spitäler. Darauf weist denn auch die Vorinstanz zu Recht hin, etwa in ihren Schlussbemerku n- gen vom 14. Januar 2011. 13.4.3.4 Eine davon unabhängige Frage ist freilich diejenige, wie en t- scheidrelevant sich Zahlen erweisen (können), welche erst im Verlaufe des Verfahrens und damit nachträglich zum im Art. 15 VKL vorgesehenen Zeitpunkt produziert, sprich offengelegt, werden. Die Antwort darauf ist im Rahmen der nachfolgenden Bewertung der Qualität und Transparenz der im vorliegenden Fall aktenkundigen Unterlagen zu geben (E. 13.4.1). 13.4.4 13.4.4.1 In den dem Gericht vorliegenden Vorakten befinden sich in B e- zug auf die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 neben einer Tarifkalkulation die folgenden Unterlagen für das Jahr 2008: Ein Erhebungsform ular KTR 2008, jeweils eine "Gesamtübersicht sowie Berichtigung / Abgrenzung von Finanzbuchhaltung und Betriebsbuchhaltung 2008" (Kostenartenrech- nung), je eine Kostenstellenrechnung für die Hauptkostenstellenrechnung stationär und je Vollständigkeits - und Richtigkeitserklärungen zur Rec h- nungslegung 2008. Zudem liegen für die Klinik Beau -Site, das Salem - Spital sowie die Klinik Permane nce Unterlagen über den (Anl a- ge-)Bestand der Mobilien sowie die kalkulatorische Abschreibung von Gebäuden und Mobilien vor. K alkulatorische Abschreibungen auf b e- triebsnotwendigem Anlagevermögen finden sich auch in den Unterlagen für die Klinik Linde sowie für die Klinik Sonnenhof, nämlich solche für I m- mobilien und Mobilien und eine Anlage -Analyse. Für das Lindenhofspital wurden schliesslich zusammen mit der Beschwerde an das Bundesve r- waltungsgericht noch weitere Unterlagen eingereicht (Verdichtung Kosten / Erträge, Kalkulatorische Abschreibungen und Zinsen [Auszug aus der Anlagebuchhaltung]). 13.4.4.2 Nach der eben gemachten Darlegung ist auf das Ansinnen der Beschwerdeführerin 1 auf Reduktion des Kosten deckungsgrads auf 90% C-1287/2010 Seite 39 einzugehen. Abgesehen davon, dass die entsprechenden Vorbringen letztlich auch als wenig substantiiert bezeichnet werden müssen, spielt der von der Beschwerdeführerin 1 stark betonte Umstand der Datenlief e- rung erst auf Aufforderung hin – wie dargelegt (E. 13.4.3.3) – für die vor- liegende Beurteilung von Datentransparenz und -qualität keine generell ausschliessende Rolle. Da gerade durch für die von der PUE noch mit e i- nem Kostendeckungsgrad von 92% bedachten Spitäler (E. 13.2.1 f.) im Festsetzungsverfahren relevante Unterlagen nachgeliefert worden sind, ist die Annahme der Vorinstanz, es liege eine hinreichend gute Koste n- stellen- und eine ausreichend detaillierte Kostentr ägerrechnung für die Erhöhung des Kostendeckungsgrades auf 96% auch für diese Spitäler vor, nicht zu beanstanden. 13.4.4.3 Umgekehrt steht aber auch eine Erhöhung des Kostend e- ckungsgrades auf 100% ausser Frage. Wie dies schon die Vorinstanz z u- treffend ausgeführt hat, gebricht es an der ausreichenden Leistungserfa s- sung der Arzthonorare. Diese müssen zwingend detailliert ausgewiesen sein, ansonsten die gesetzlich vorgesehene Überprüfung des zulasten der OKP zu Verrechnenden nicht möglich ist. Abgesehen davon, dass es sich die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 angesichts der unmissverständl i- chen Vorgaben der VKL (E. 4.4.2) betreffend Dateneinreichung mit der la- pidaren Bemerkung, sie hätten stets angeboten, alle Unterlagen zu li e- fern, welche die Entscheidinstanz noch als notwendig erachte, generell zu einfach machen (vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-4961/2010 vom 18. September 2013 E. 2.4.3), sind diese zentralen Da- ten von ihr eben gerade nicht geliefert worden. Wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 17. Mai 2010 zu Recht ausführt, wäre es den Spitä- lern frei gestanden, eine vollständige Leistungserfassung verlangende Verträge mit der Ärzteschaft abzuschliessen. Da genau diese Leistungser- fassung zentral ist, zielt auch der von Beschwerdeführenden 2.1 b is 2.7 angeführte Vergleich mit dem Lohnvolumen der bei öffentlichen Spitälern angestellten Ärztinnen und Ärzten an der massgeblichen Frage vorbei. Nicht zu folgen ist den Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 sodann, wenn sie geltend machen, die Abzüge seien – wenn schon – "auf den Arztteil zu beschränken". Die Spitäler verkennen mit dieser Argumentation, dass der Intransparenzabzug aufgrund einer Gesamtbeurteilung der der Tarifb e- rechnung zugrunde liegenden Berechnungsqualität und deren Qualität (bezüglich Kostendeckungsgrad) vorgenommen wird und einen Mangel in der Datenqualität sanktioniert. Diese Sanktion erfolgt in Bezug auf eine fehlende umfassende Kostentransparenz und hat sich somit auch auf die gesamten Kosten zu beziehen. Solange keine umfassend ausreichende Datenqualität und -transparenz gegeben ist, ist auch keine (virtuelle) A b- grenzung zwischen (angeblich) vollständig und transparent ausgewies e-C-1287/2010 Seite 40 nen und anderen Daten vorzunehmen (BVGE 2012/18 E. 16.10 mit weite- ren Hinweisen). 13.4.4.4 Damit hat es beim von der Vorinstanz im Einklang mit der ständi- gen Rechtsprechung (E. 5.1.2; BVGE 2012/18 E. 16.4 mit weiteren Hi n- weisen) festgelegten Kostendeckungsgrad von 96% sein Bewenden. 14. 14.1 Wie bereits erwähnt (vgl. E. 4.2), hat die Kantonsregierung den Tarif auch im Einklang mit dem Gesetz und den Geboten der Wirtschaftlichkeit und Billigkeit festzusetzen (vgl. Art. 46 Abs. 4 KVG). 14.2 14.2.1 Bei Vergleichen zwischen Spitälern dürfen nach der Rechtspr e- chung freilich nicht einfach die blossen Tarife einander gegenüber gestellt werden, weil damit nicht gewährleistet ist, dass Gleiches mit Gleichem verglichen wird und daraus die richtigen Schlüsse gezogen werden. Eine taugliche Vergleichsbasis besteht daher nur dann, wenn Kosten einander gegenüber gestellt werden, die auf vergleic hbare Leistungen entfallen. In diesem Sinne sind zunächst die mit den strittigen Tarifen abgegoltenen Leistungen eines Spitals sowie die darauf entfallenden Kosten zu bestim - men und sodann den Leistungen sowie Kosten eines oder mehrerer a n- derer Spitäler (im Folgenden: Referenzspitäler) gegenüber zu stellen. Der anhand der Zahlen der Referenzspitäler ermittelte Wert wird als Benc h- mark (oder auch als Referenzwert oder Vergleichswert) bezeichnet, die Methode zur Bestimmung und zum Vergleich der Leistungen und Kosten als Benchmarking und das zu vergleichende Spital als das zu benchma r- kende Spital (BVGE 2010/25 E. 7.1, mit weiterem Hinweis). 14.2.2 Aus der Forderung, dass nur Gleiches mit Gleichem verglichen werden darf, folgt nach der Rechtsprechung, dass (1) das zu benchmar- kende Spital und die Referenzspitäler über dieselben rechnerischen Grundlagen in Form von Kostenstellenrechnungen verfügen müssen. Z u- dem (2) müssen die Leistungen und Kosten des zu benchmarkenden Spi- tals und der Referenzspitäler anhand bestimmter K riterien fassbar und vergleichbar sein (je nach Art des Kostenvergleichs beispielsweise hi n- sichtlich Versorgungsstufe, Leistungsangebot in Diagnostik und Therapie, Zahl und Art sowie Schweregrad der Fälle oder hinsichtlich Leistungen in Hotellerie/Service und Pflege [BVGE 2010/25 E. 7.3.1, mit Hinweis; vgl. auch BVGE 2009/24 E. 4.2.4]). 14.2.3 Wenn die Leistungen vergleichbar sind, so ist zu vermuten, dass auch deren Kosten etwa gleich hoch liegen werden. Falls dies im Einze l- fall nicht zutrifft und das zu benchmar kende Spital für die strittigen Lei s-C-1287/2010 Seite 41 tungen höhere Kosten aufweist als die Referenzspitäler, kann das Spital diese Vermutung umstossen, indem es die höheren Kosten stichhaltig be- gründet. Wenn dies nicht gelingt, so ist anzunehmen, dass die höheren Kosten mindestens teilweise auf einer unwirtschaftlichen Leistungserbri n- gung beruhen, was mit dem KVG nicht vereinbar und daher beim zu benchmarkenden Spital zu korrigieren ist (Art. 43 Abs. 6 sowie Art. 46 Abs. 4 KVG; BVGE 2010/25 E. 7.3.2; RKUV 2005 KV 325 S. 159 E. 11.1). 14.3 Zur anzuwendenden Methode des Wirtschaftlichkeitsvergleichs äu s- sern sich weder das KVG und noch die Ausführungsverordnungen. 14.3.1 Basierend auf Vorarbeiten der PUE, des Bundesamtes für Statistik und des BAG hat die PUE im Dezember 2006 die PUE-Praxis 2006 veröf- fentlicht (vgl. BVGE 2010/62 E. 6.6.4, auch zum Folgenden). Danach sind die standardisierten betriebswirtschaftlichen Kosten des Spitals zu er - mitteln und diese einer Wirtschaftlichkeitsprüfung nach dem Betriebsve r- gleichsmodell des Bundes zu unterziehen. Die Wirtschaftlichkeit ist zu be- jahen, wenn die Baserate des zu prüfenden Spitals nicht mehr als max. 5% höher ist als die tiefste Baserate einer vergleichbaren inner- oder aus- serkantonalen Spitalgruppe. Es ist eine Analyse der Vergleichbarkeit und eine Analyse der Gründe bei grösserer Ab weichung vorzunehmen (Ziff. 3.2.2, Bst. C). Die Wirtschaftlichkeitskorrektur erfolgt auf der Basis der Fallkosten einer Gruppe von Referenzspitälern zuzüglich einer Tol e- ranzmarge, welche dem Grad der in einem Ve rgleich verbleibenden Unsi- cherheit Rechnung trägt. Ist die beantragte Baserate im Vergleich zur ver- gleichbaren Gruppe ein deutig zu hoch, so wird die Baserate des zu pr ü- fenden Spitals maximal 5% über derjenigen der Referenzgruppe festg e- legt (Ziff. 3.3). 14.3.2 Die Anwendung der Benchmark -Methode der PUE durch die den Tarif festsetzenden Behörden wurde vom Bundesverwaltungsgericht als grundsätzlich zulässig bezeichnet. Allerdings hat das Gericht darauf hi n- gewiesen, dass die erwähnte PUE-Praxis 2006 nicht unbesehen über- nommen werden könne, wenn Leistungserbringer betroffen seien, we l- chen das Patientenklassifikationssystem der leistungsbezogenen Fallpau- schale APDRG mit der Kostengewichtsversion 5.1 zugrunde gelegen sei. Mit dem APDRG-System und der Kostengewichtsve rsion 5.1 sollte es grundsätzlich möglich sein, die Spitäler intra - und interkantonal direkt zu vergleichen, unabhängig vom Tätigkeitsbereich und der Krankenhaust y- pologie. Der Schweregrad der Fälle werde mit dem CMI berücksichtigt, indem Spitäler mit überd urchschnittlich komplizierten und kostenintens i- ven Fällen bei gleicher Baserate eine höhere Entschädigung erhielten (BVGE 2010/62 E. 6.9, 6.11). A fortiori muss dies gelten, wenn – wie vor- liegend – mit der jüngeren Kostengewichtsversion 6.0 gearbeitet wird. C-1287/2010 Seite 42 14.4 14.4.1 Der Regierungsrat hat im angefochtenen Entscheid ausgeführt, er wende bei den standardisierten betriebswirtschaftlichen Kosten der Aku t- spitäler ein Benchmarking an, das von der günstigsten vergleichbaren I n- stitution ausgehe. Die dergestalt resultierend e Baserate werde mit einer Toleranzmarge von fünf Prozent versehen; was über diesem Wert liege, werde korrigiert. Die Klinik Permanence verfüge "über ein ausgebautes und breites medizinisches Angebot wie auch über einen 24 -Stunden- Notfalldienst". Damit erf ülle diese Klinik "die notwendigen Voraussetzu n- gen, um im Benchmarking als Referenzspital zu dienen." 14.4.2 Die Beschwerdeführerin 1 führt aus, ein lediglich zwischen den Pri- vatspitälern innerkantonal durchgeführter Tarifvergleich erweise sich – zumindest im vo rliegenden Fall – als nicht sachgerecht. Der Vorzug g e- bühre einem interkantonalen Benchmarking auf der Basis aller nach APDRG abrechnenden Spitäler der Schweiz. Dies bekräftigt sie in ihrer Beschwerdeantwort vom 1. Juli 2010 zur Beschwerde der Beschwerd e- führenden 2.1 bis 2.7. 14.4.3 Die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 erachten die Vornahme e i- ner Wirtschaftlichkeitsprüfung im Rahmen einer Tariffestsetzung als durchaus richtig, ebenso das Mittel des Benchmarks. Zentrale Frage sei dabei freilich, welches Spital als B enchmarkspital ausgewählt werde. Das seien im vorliegenden Fall die regionalen Spitalzentren. Die von der Vo r- instanz getroffene Wahl, die Klinik Permanence, erweise "sich bei näherer Betrachtung in verschiedener Hinsicht als untauglich". So bilde die Klini k "spitaltechnisch eine Einheit mit der Klinik Beau -Site". Zudem sei ein A b- stellen allein auf den CMI ungenügend; es müssten – nach dem Leitfaden der PUE [= PUE-Praxis 2006] – auch andere Indikatoren wie die Anzahl der stationären Fälle, die Anzahl verrec hneter APDRG sowie die Weite r- bildungsintensität einbezogen werden, desgleichen die Anzahl betrieb e- ner Betten und die Tatsache, ob eine Notfallstation betrieben werde. Die fehlende Selbständigkeit bringe der Klinik Permanence in Bezug auf die administrativen Kosten klare Vorteile. Im Leistungsspektrum fehlten s o- dann wichtige Bereiche, was sich auch am tiefen CMI zeige. Schliesslich habe die Klinik Permanence auch keine Intensivstation und keine Übe r- wachungsstation (IMC). Diese Ausführungen nehmen die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 in u n- terschiedlicher Form bei ihren die einzelnen Spitäler betreffenden Rügen auf und wiederholen sie – zum Teil wortwörtlich – in ihrer Beschwerd e- antwort vom 17. Mai/30. Juni 2010 zur Beschwerde der Beschwerdeführe- rin 1. C-1287/2010 Seite 43 14.4.4 Die Vorinstanz bekräftigt ihre Auffassung in ihrer Vernehmlassung. Auch die PUE habe die Klinik Permanence als geeignetes Vergleichssp i- tal erachtet. Der Umstand an der nunmehr fehlenden rechtlichen Sel b- ständigkeit ändere an der Qualität der Zahlen dieser Klinik u nd damit an der Eignung als Vergleichsspital im Rahmen des Benchmarkings nichts. 14.5 14.5.1 Die PUE liess sich im Verlaufe des Verfahrens wie vorgesehen zwei Mal vernehmen . Im Rahmen des Tariffestsetzungsverfahrens hielt sie in ihrer Empfehlung vom 12. November 200 9 fest, sie könne sich dem Vorhaben der GEF BE, ein Benchmarking auf Basis der günstigsten 100%-Baserate zuzüglich fünf Prozent Toleranzmarge durchzuführen, an- schliessen. Da nach ihren Kalkulationen die Klinik Permanence die gün s- tigste Baserate aufweise und eine gute Datenqualität bescheinigt erhalten habe, bilde sie den Referenzwert für die übrigen akutsomatischen Priva t- spitäler. Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens bekräftigt die PUE in i h- rer Eingabe vom 8. September 2010, es sei an der Klinik Permanence al s Referenz- oder Benchmarkingspital festzuhalten. 14.5.2 Die Beschwerdeführerin 1 bemängelt in ihrer Stellungnahme vom 5. Oktober 2010 (zur Eingabe der PUE vom 8. September 2010), dass auch die PUE den Tarifvergleich lediglich zwischen den Privatspitälern i n- nerkantonal durchführe (vgl. E. 14.4.2). 14.5.3 Die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 monieren in ihren zwischen dem 4. und dem 14. Oktober 2010 eingereichten Stellungnahmen (zur Eingabe der PUE vom 8. September 2010), die PUE halte ohne irgen d- welche Begründung daran fest, dass die Klinik Permanence als Referenz- und Benchmarkspital zu gelten habe. Dass keine inhaltliche Auseinander- setzung mit der von ihnen in ihrer Beschwerde gemachten Argumentation erfolge, könne nur so gedeutet werden, dass die PUE offenbar nicht in der Lage sei, ihre Argumentation zu entkräften. Sie hielten deshalb daran fest, dass der Beizug der Klinik Permanence als Benchmarkspital nicht zulä s- sig sei. 14.6 14.6.1 Das BAG befürwortet in seiner Stellungnahme vom 29. November 2010, dass die PUE ein Benchmarki ng auf Basis der Kostendaten durc h- geführt habe. Mit der Beschwerdeführerin 1 halte sie jedoch den au s- schliesslichen innerkantonalen Vergleich unter Privatspitälern für verkürzt. 14.6.2 Die Beschwerdeführerin 1 begrüsst in ihrer Stellungnahme vom 11. Januar 2011 (zur Eingabe des BAG vom 29. November 2010) die vom BAG gemachten Ausführungen, gemäss dem die Vorinstanz verpflichtet C-1287/2010 Seite 44 gewesen wäre, die Argumente betreffend Benchmarking mit den öffentl i- chen Spitälern sowohl inter - wie auch innerkantonal zu prüfen und alle n- falls umzusetzen. 14.6.3 Die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 bemängeln in ihren zw i- schen dem 14. und dem 17. Januar 2011 eingereichten Stellungnahmen (zur Eingabe des BAG vom 29. November 2010), das BAG habe ihre Kr i- tik am Benchmark völlig ignoriert. 14.7 Vorliegend sind sich die Verfahrensparteien in keiner Weise einig, wie die gesetzlich verlangte Wirtschaftlichkeitsprüfung durchzuführen ist. Ihre Rügen setzen an unterschiedlichen Punkten an und sind – der jewei- ligen Interessenlage entsprechend – zumindest im Erge bnis gegenläufig. Einzugehen ist vorab auf die Frage, ob die von der Vorinstanz herang e- zogene Klinik Permanence überhaupt ein taugliches Benchmarkspital sein kann (E. 14.7.1 ff.). Hernach wird geprüft, ob die Klinik Permanence Benchmarkspital sein darf (E. 14.8 f.), ehe schliesslich auf die Höhe der Toleranzmarge einzugehen ist (E. 14.10). 14.7.1 Betreffend die von den Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 erhobene Rüge, die Klinik Permanence könne kein taugliches Benchmarkspital sein (E. 14.4.3), ist in einem ersten S chritt auf Ablauf und Vorbringen im Ra h- men des vorinstanzlichen Verfahrens einzugehen. 14.7.1.1 Im Rahmen des Tariffestsetzungsverfahrens ersuchte die GEF BE die PUE mit Schreiben vom 16. September 2009 um eine Stellun g- nahme zu den von der GEF BE u.a. für die Besch werdeführenden 2.2 bis 2.7 berechneten Tarifen. In diesem Schreiben führte die GEF BE aus, für die Wirtschaftlichkeitsprüfung habe sie die Methode "Best + 5%" ang e- wendet. Aus der diesem Schreiben beiliegenden Berechnung (Vorakten p 287) ergibt sich alsdann, dass die GEF BE als Benchmarkspital die Kl i- nik Hohmad herangezogen hatte. 14.7.1.2 Die PUE ihrerseits ging in ihrer Stellungnahme vom 12. Nove m- ber 2009 – wie erwähnt (E. 14.5.1) – von Klinik Permanence als Benc h- markspital aus. 14.7.1.3 Die Beschwerdeführerin 2.1 nahm zu Handen der GEF BE am 7. Dezember 2009 zu den Berechnungen der GEF BE sowie der Ste l- lungnahme der PUE Stellung. Dabei wandte sie sich vorab gegen die von der GEF BE getroffene Auswahl der Klinik Hohmad als Vergleichsspital. Danach führte sie aus, die PUE habe bei der Wahl der Klinik Permanence in keiner Art und Weise geprüft, ob diese als Vergleichsspital überhaupt geeignet sei. "Sonst hätte sie festgestellt, dass dies nicht der Fall ist". Die C-1287/2010 Seite 45 PUE habe also unter Missachtung ihrer eigenen Grundsätze ihre eig enen Anleitungen überhaupt nicht angewandt. Die Beschwerdeführerin 2.1 schloss, es erübrige sich, "die Tauglichkeit der Klinik Permanence hier näher zu untersuchen, da diese nur deshalb die geringsten Kosten au f- wies, weil die Preisüberwachung diesbezüglich klare Berechnungsfehler unterlaufen [seien], wie im Anhang bei der Behandlung der Berechnungen der einzelnen Kliniken aufgezeigt" werde (Vorakten p 479). Die Beschwerdeführerin 2.1 führte sodann aus, die Kliniken Beau -Site und Permanence seien unter der Klinik Beau-Site AG zusammengefasst. Für die Berechnungen habe dies "jedoch keinen entscheidenden Einfluss, sollte aber für einen korrekten Ausweis richtig angewendet werden". We i- ter könne die Klinik Permanence alleine, nicht, wie dies die PUE vo r- schlage, als Benchmark für die Taxfestsetzung angewendet werden. U n- ter dem Titel "Zentrale Dienstleistungen" erläuterte die Beschwerdeführ e- rin 2.1, die Hirslanden Kliniken Bern (das Salem Spital sowie die Kliniken Beau-Site und Permanence) hätten verschiedene Diens tleistungen wie Administration, Informatik, Qualitätsmanagement, Marketing und Human Resources zusammengeführt und betrieben diese an einem Standort. Die für die drei Kliniken in den genannten Feldern tätigen Mitarbeitenden se i- en juristisch in der Klinik Beau-Site angestellt. Die Kosten würden gemäss Service Level Agreement auf die drei Kliniken aufgeteilt. Entsprechend sei die Entlastung in der Klinik Beau -Site gutgeschrieben und die Belastung der Klinik Permanence und dem Salem -Spital gutgeschrieben, "was zu keinem höheren oder verzehrtem [recte: verzerrten] Ausweis der effekt i- ven Kosten für zentrale Dienstleistungen" führe (Vorakten p 471 f.). 14.7.2 In Anbetracht der eben wiedergegebenen Ausführungen der B e- schwerdeführerin 2.1 im vorinstanzlichen Verfahren ver mag das Bunde s- verwaltungsgericht das im Beschwerdeverfahren von den Beschwerd e- führenden 2.1 bis 2.7 gemachte Aussage nicht zu teilen, die Klinik Pe r- manence müsse wegen ihrer rechtlichen Einheit mit der Klinik Beau -Site für das vorliegend im Streit liegende Jahr auch tariflich einheitlich betrach- tet werden. Vorab ist daran zu erinnern, dass die Kliniken die Zahlen se l- ber einzeln eingereicht und auch spezifisch korrigiert haben (wollen). Nicht ersichtlich ist sodann insbesondere, worin die fehlende Selbständig- keit der Klinik Permanence in Bezug auf die administrativen Kosten klare Vorteile bringen soll – so die Beschwerde, nachdem derlei im vorinstanzli- chen Verfahren noch ausdrücklich ausgeschlossen worden ist. Generell ist und wird denn auch weder klar noch d argelegt, wieso aus "organisato- rischen Gründen" nicht auf die Daten Klinik Permanence sollte abgestellt werden können. (Zu den weiteren, "inhaltlichen" Rügen betreffend die gel- tend gemachte fehlende Eignung der Klinik Permanence als Vergleich s- spital alsogleich E. 14.8). Was der von den Beschwerdeführenden 2.1 bis C-1287/2010 Seite 46 2.7 geltend gemachte Umstand, dass die Vorinstanz in einem ein anderes als das vorliegend im Streit liegende Jahr betreffenden Spitallistenen t- scheid die Klinik Permanence als Einheit mit der Klinik Beau-Site behan- delt habe, daran ändern soll, ist schliesslich ebenfalls nicht ersichtlich und wird auch nicht substantiiert geltend gemacht. 14.7.3 Die Frage, ob die Klinik Permanence Vergleichsspital sein kann, ist damit zu bejahen 14.8 Damit ist auf die Rüge der B eschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 einz u- gehen, wonach auch eine Prüfung der in der PUE-Praxis 2006 aufgeführ- ten massgebenden Kriterien zeige, dass die Klinik Permanence als Ve r- gleichsspital nicht geeignet sei. 14.8.1 In diesem Kontext ist vorab in Erinnerung zu rufen , dass die Rechtsprechung der PUE-Praxis 2006 die Bedeutung zwar durchaus nicht aberkannt, deren unbesehener Anwendung aber dann eine Absage erteilt hat, wenn – wie vorliegend – Leistungserbringer betroffen sind, deren Da- ten auf dem Patientenklassifikationssystem der leistungsbezogenen Fall - pauschale APDRG mit der Kostengewichtsversion 6.0 basiert seien (E. 14.3.2). Sollten die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 mit ihrer Rüge, die PUE habe unter Missachtung ihrer eigenen Grundsätze ihre eigenen Anleitungen überhaupt nicht umgesetzt, einer "eins zu eins" -Anwendung der PUE-Praxis 2006 das Wort reden wollen, so stiessen sie folglich damit ins Leere. 14.8.2 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7. haben sodann sowohl PUE wie auch Vorinstanz – wenngleich eingestan- denermassen knapp – begründet, weshalb sie die Klinik Permanence als Vergleichsspital für geeignet halten (E. 14.4.1 und E. 14.5.1). Auch wenn zutreffend ist, dass die Klinik Permanence gewisse Bereiche des gesa m- ten Leistungsspektrums nicht abdeckt, so besteht dennoch jedenfalls die von der Rechtsprechung verlangte erforderliche "Vergleichbarkeit anhand bestimmter Kriterien " (E. 14.2.2), zumal die Klinik Permanence nach e i- genen Angaben "eine umfassende medizinische und chirurgische Grun d- versorgung im Westen von Bern " bietet (http://www.hirslanden.ch, Start- seite => Kliniken & Zentren => Klinik Permanence, Bern => Klinikportrait, letztmals aufgerufen am 28. April 2014; darin eingeschlossen ist – zumin- dest heute und damit anders als noch durch Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 geltend gemacht – auch ein gynäkologisches Angebot ). Den u n- terschiedlichen Schweregraden der be handelten Fälle wird im Übrigen – wie dies auch die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 einräumen – über den CMI Rechnung getragen (E. 14.3.2; zu den die Zusammensetzung des CMI betreffenden Rügen vgl. E. 14. 8.3); darauf basiert auch das Be-C-1287/2010 Seite 47 triebsvergleichsmodell des Bundes ( PUE-Praxis 2006 , Ziff. 3.2.1, Bst. B.1). Selbst wenn man allerdings, wie von den Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 gefordert, weitere Vergleichsindikatoren aus der PUE-Praxis 2006 heranziehen wollte, so ist etwa betreffend die "strukturbezogenen Indik a- toren zu exogenen Kostentreibern" zu bemerken, dass die Klinik Perm a- nence eben gerade eine Notfallstation betreibt und wegen ihrer mittleren Grösse sicher nicht über überdurchschnittlich viele Möglichkeiten zur Rea- lisierung sog. Skalenerträge verfügt, welche ihre Zahlen zu Ungunsten der anderen zu vergleichenden Spitälern verändern würde. Daran ändert auch die Zusammenarbeit mit der Klinik Beau-Site nichts. 14.8.3 Was den CMI betrifft, so stellen die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 – anders als die Beschwerdeführerin 1 – nicht dessen Berechnung in Frage, sondern machen geltend, massgebender CMI müsse jener des Jahres 2009, und ni cht derjenige des Jahres 2008 sein. Wie die Vori n- stanz in ihrer Vernehmlassung vom 17. Mai 2010 zu Recht festhält, sind einzig die Zahlen des – bezogen auf das Festsetzungsjahr – Jahres x-2 massgebend, also diejenigen des Jahres 2008 (vgl. Art. 49 Abs. 1 S atz 3 KVG; BVGE 2012/18 E. 6.2.2; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-4961/2010 vom 18. September 2013 E. 8.1). Dass es sich dabei um "veraltete Daten" handelt, wie dies Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 m o- nieren, ist damit vom Gesetzgeber gewollt und der gestalt systemimm a- nent. 14.8.4 Nicht zu beanstanden ist in diesem Zusammenhang sodann – ent- gegen der Auffassung der Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 – auch die von der Vorinstanz festgelegte To leranzmarge von 3% betreffend den f i- nanziellen Ausgleich der Abweichungen der im Jahr 2010 abgerechneten CMI. Die in diesem Kontext gemachten nachvollziehbaren Ausführungen der Vorinstanz, "dass der nur aufgrund der besseren Codierung ermittelte Schweregrad der behandelten Patienten zunehmen dürfte, ohne dass der tatsächliche Aufwand für die Behandlung der Patienten sich verändert", vermögen die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 nämlich nicht zu erschüt- tern. Im Gegenteil sind sie daran zu erinnern, dass sie selber – anders als die Beschwerdeführerin 1 – gegen einen Wechsel zum APDRG-System nichts einzuwenden (gehabt) haben und damit um die herausragende Bedeutung des CMI des Jahres x -2 wussten bzw. ihnen dies hätte b e- wusst sein müssen. Zu ergänzen ist, dass den Beschwerdeführenden 2.2 bis 2.7 gar noch eine Übergangsfrist bis zum 1. April 2010 eingeräumt worden ist. Diese ist im Übrigen angesichts des der Vorinstanz in diesem Bereich zustehenden Ermessensspielraums (vgl. Urteil des Bundesver- waltungsgerichts C-1698/2013 vom 7. April 2014 E. 3.2.7) – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin 1 – nicht zu beanstanden. C-1287/2010 Seite 48 14.8.5 Was schliesslich die von der Beschwerdeführerin 1 beanstandeten Unterschiede zwischen den im angefochtenen Beschluss festgelegten CMI und denjenigen in der Tarifberechnung der GEF BE betrifft, so ist diese Beobachtu ng für einzelne Spitäler zwar durchaus zutreffend. Die Abweichung bewegen sich aber – mit einer Ausnahme – im Bereich von weniger als einem Promille, wobei der im angefochtenen Beschluss fes t- gelegten CMI teilweise höher ist als der in der Tarifberechnung d er GEF BE festgelegt e, teilweise tiefer. Wie eine Korrektur erfolgen sollte, wird aus der gänzlich unsubstantiierten Rüge der Beschwerdeführerin 1 aber nicht im geringsten ersichtlich, womit es mit den im angefochtenen B e- schluss festgelegten CMI sein Bewenden haben muss. 14.8.6 Die Frage, ob die Klinik Permanence Vergleichsspital sein darf, ist damit ebenfalls zu bejahen. 14.9 Damit bleibt auf die Rüge der Beschwerdeführerin 1 einzugehen, wonach sich ein lediglich zwischen den Privatspitälern innerkantonal durchgeführter Tarifvergleich – zumindest im vorliegenden Fall – als nicht sachgerecht erweise (vgl. E. 14.4.2). 14.9.1 Der Beschwerdeführerin 1 ist zwar ebenso wie dem BAG (E. 14.6.1) darin zuzustimmen, dass der Idealzustand eines Benchmar k- verfahrens alle nach dem gleichen System abrechnenden Spitäler der Schweiz einbezieht, mit Inkrafttreten des – vorliegend nicht anwendbaren (E. 1.1.2) – Art. 49 KVG in der Version vom 21. Dezember 2007 (AS 2008 2049) also sämtliche Spitäler der Schweiz (vgl. auch Ur teil des Bunde s- verwaltungsgerichts C-1698/2013 vom 7. April 2014 E. 10.1.5). Die ange- sprochenen neurechtlichen Bestimmungen erwähnen denn auch, die r e- levanten Pauschalen seien leistungsbezogen und beruhten auf gesamt- schweizerisch einheitlichen Strukturen, und die Spitaltarife orientieren sich an der Entschädigung jener Spitäler, welche die tarifierte obligatorisch versicherte Leistung in der notwendigen Qualität effizient und günstig e r- brächten (Art. 49 Abs. 1 Satz 3 und 5 KVG). Gemäss Art. 49 Abs. 8 KVG ordnet der Bundesrat in Zusammenarbeit mit den Kantonen schweizweit Betriebsvergleiche zwischen Spitälern an, insbesondere zu Kosten und medizinischer Ergebnisqualität. Die Spitäler und die Kantone müssen d a- für die nötigen Unterlagen liefern. Der Bundesrat v eröffentlicht die B e- triebsvergleiche. 14.9.2 Der eben erwähnte Idealzustand ist indessen selbst mit heutigem Urteilsdatum noch nicht erreicht. So stehen etwa die gemäss Art. 49 Abs. 8 KVG vorgesehenen Ergebnisse von Betriebsvergleichen auf nati o- naler Ebene noch n icht zur Verfügung und lässt sich ein idealtypisches Benchmarking selbst für das Jahr 2012 und damit für das erste Tarifjahr, C-1287/2010 Seite 49 für welches das neue Gesetz volle Geltung beansprucht (E. 1.1.2) und die SwissDRG-Tarifstruktur flächendeckend anzuwenden ist, nic ht durchfü h- ren. Auch für das Jahr 2012 ist so den Vorinstanzen (noch) ein weiter Er- messensspielraum zuzugestehen ist (Urteil des Bundesverwaltungsg e- richts C-1698/2013 vom 7. April 2014 E. 10.1). Umso mehr muss dies gel- ten, wenn es – wie vorliegend – um das Tarifjahr 2010 geht, in welchem die betroffenen Spitäler noch nach dem Vorläufermodell, dem APDRG, abrechnen, auf welches sie (seinerzeit) erst seit kurzem umgestellt hatten. 14.9.3 Unbehelflich ist bei alledem der von der Beschwerdeführerin 1 er- wähnte Hinweis a uf den von ihr erstellten "santésuisse -Benchmark", mit welchem sie ihren ansonsten unsubstantiiert vorgebrachten Antrag zu un- termauern versucht. Der Umstand allein, dass die von der Beschwerd e- führerin 1 unter dem Titel "ADRG -Benchmark 2009" aufgeführten, n icht näher bezeichneten Spitäler 1 -23 (Vorakten p 20) nach APDRG abrec h- nen (sollen), gestattet auch nicht ansatzweise eine Überprüfung der rel e- vanten Aspekte. 14.9.4 Wenn die Vorinstanz damit ohne Widerspruch durch die PUE (vgl. E. 3.2.2) den Tarifvergleich inn erkantonal und auf die Privatspitäler b e- schränkt durchführ t, so ist dies angesichts des erwähnten Ermessen s- spielraumes der Vorinstanz (E. 14.9.2) für das vorliegend einzige zu en t- scheidende Tarifjahr 2010 nicht zu beanstanden. 14.10 Der Vollständigkeit halber ist noch anzufügen, dass die von der Vor- instanz mit der "Best + 5%"-Methode angewendete Toleranzmarge eben- falls nicht zu beanstanden ist. Angesichts des Umstandes, dass die PUE dieses Vorgehen – Benchmarking auf Basis der günstigsten 100% - Baserate zuzüglich fünf Prozent Toleranzmarge – in ihrer Eingabe vom 8. September 2010 ausdrücklich stützt (vgl. E. 3.2.2) und die sämtliche Beschwerdeführenden sich dazu nicht äussern, sieht sich das Bunde s- verwaltungsgericht zu keinen weiteren Ausführungen veranlasst. 15. 15.1 15.1.1 Ausgehend von den (leicht) korrigierten für die Tariffestsetzung an- rechenbaren Nettobetriebskosten der Klinik Permanence von Fr. […] (E. 12) ergibt sich bei einem (gegenüber dem Entscheid der Vorinstanz unveränderten) CMI von […] und damit einem Casemix von […] eine Ba- serate von Fr. 9'823.20. Dies führt in Anwendung der "Best + 5%" - Methode zu einem Ben chmark von (Fr. 9'823.20 * 105% =) Fr. 10'314.36. Für die Spitäler, deren aufgrund der von ihnen eingereichten Kosten e r- rechnete Baserate diesen Betrag übersteigt – also alle mit Ausnahme der Klinik Siloah und der Klinik Hohmad, deren Baserate und damit auch d e-C-1287/2010 Seite 50 ren Tarif gegenüber dem vorinstan zlichen Entscheid unverändert bleiben – ist dieser Betrag nunmehr mit dem Kostendeckungsgrad von 96% zu multiplizieren, w as einen (maximalen) Tarif von (Fr. 10'314.36 * 96% = Fr. 9'901.78, gerundet =) Fr. 9'902.-- ergibt. Für die Klinik Permanence be- trägt die Baserate (Fr. 9'823.20 * 96% = Fr. 9'430.27, gerundet =) Fr. 9'430.--. 15.1.2 Durch die im Rahmen der "Best + 5%" -Methode vorzunehmende Angleichung erübrigt sich auch ein Eingehen auf die von den Beschwer- deführenden 2.1 bis 2.7 eingeräumte n Korrekturen, etwa betreffend Aus- weis der Arzthonorare der Klinik Beau -Site oder bei den Mehrk osten ZV- Patienten beim Spital Sonnenhof. 15.2 Dies ergibt folgende Baserates: Beschwerdeführerin 2.2.1 (Lindenhof) Fr. 9'902.-- Beschwerdeführerin 2.2.2 (Sonnenhof) Fr. 9'902.-- Beschwerdeführerin 2.3.1 (Beau-Site) Fr. 9'902.-- Beschwerdeführerin 2.3.2 (Permanence) Fr. 9'430.-- Beschwerdeführerin 2.4 (Salem) Fr. 9'902.-- Beschwerdeführerin 2.5 (PK Linde) Fr. 9'902.-- Beschwerdeführerin 2.6 (Siloah) Fr. 9'657.-- Beschwerdeführerin 2.7 (Hohmad) Fr. 8'596.-- 16. Zusammengefasst ist die Beschwerde der Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 damit im Sinne der Erwägungen teilweise gutzuheissen. Der ang e- fochtene RRB vom 27. Januar 2010 ist aufzuheben und die Baserates der Beschwerdeführenden 2.2 bis 2.5 sind gemäss E. 15.2 anzupassen. Im Übrigen sind die Beschwerden abzuweisen. 17. Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und allfällige Partei entschä- digungen. C-1287/2010 Seite 51 17.1 Die Verfahrenskosten sind gemäss Art. 63 Abs. 1 und Abs. 3 VwVG in der Regel der unterliegen den Partei aufzuerlegen. Vorinstanzen we r- den keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 17.1.1 Unter Berücksichtigung des Umfangs und der Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien (vgl. Art. 63 Abs. 4bis VwVG; zur Qualifikation als vermögensrechtliche Streitigkeit vgl. BVGE 2010/14 E. 8.1.3) sind die Ve rfahrenskosten vorlie- gend auf Fr. 8'000.- festzusetzen. 17.1.2 Die Beschwerdeführerin 1, die mit ihren Anträgen vollumfänglich unterliegt, sind Kosten in der Höhe von Fr. 3'500.-- aufzuerlegen und mit dem von ihr in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. Den Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7, welche in einem Punkt obsiegen und ansonsten unterliegen, sind ebenfalls Kosten in der Höhe von Fr. 3'500.-- aufzuerlegen. Diese sind im entsprechenden Umfang mit dem von ihnen geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. Der Überschuss von Fr. 1'000.-- wird den Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 zurückersta t- tet. 17.2 17.2.1 Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG hat die obsiegende Partei Anspruch auf eine Parteientschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten (vgl. auch Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun - desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Obsiegt die Partei nur teilweise, so ist die Parteientschädigung entsprechend zu kürzen (Art. 7 Abs. 2 VGKE). Die Entschädigung wird der Körperschaft oder autonomen Anstalt auferlegt, in deren Namen die Vorinstanz verfügt hat, soweit sie nicht einer unterliegenden Gegenpartei auferlegt werden kann (Art. 64 Abs. 2 VwVG). 17.2.2 Die Beschwerdeführenden 2.1 bi s 2.7 sind anwaltlich nicht vertr e- ten. Zu entschädigende Kosten der Vertretung (Art. 8 ff. VGKE) existieren mithin nicht, weitere notwendige Auslagen (Art. 11 VGKE) sind weder gel- tend gemacht noch ersichtlich. Den Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 ist folglich ebenso wenig eine Parteientschädigung zuzusprechen wie der vollständig unterliegenden Beschwerdeführerin 1. 18. Der vorliegende Entscheid bringt eine Änderung des angefochtenen B e- schlusses mit sich, weshalb er im Amtsblatt des Kantons Bern zu verö f- fentlichen ist. C-1287/2010 Seite 52 19. Die Beschwerde in öffentlich -rechtlichen Angelegenheiten an das Bu n- desgericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenver sicherung, die das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst. i VGG in Ve r- bindung mit Art. 53 Abs. 1 KVG getroffen hat, ist gemäss Art. 83 Bst. r des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG, SR 173.110) unzulässig. Das vorliegende Urteil ist somit endgültig. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägun gen teilweise gutgeheissen. Der Tarif für die stationäre Behandlung zu Lasten der OKP in den aku t- somatischen Privatspitälern des Kantons Bern wird für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 in Abänderung von Ziffer 2.1 des angefochtenen Regierungsratsbeschlusses vom 27. Januar 2010 für die Spitäler Lindenhof, Sonnenhof und Salem sowie die Privatklinik Linde und die Klinik Beau -Site auf Fr. 9'902.-- festgelegt, für die Klinik Permanence auf Fr. 9'430.--. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 2. Der Regierungsrat des Kantons Bern wird angewiesen, Ziffer 1 des U r- teilsdispositivs im kantonalen Amtsblatt zu veröffentlichen. 3. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 8'000.-- festgesetzt. Der Beschwerdeführerin 1 werden die Verfahrenskosten im Umfang von Fr. 3'500.-- auferlegt und im entsprechenden Umfang mit dem von ihr g e- leisteten Kostenvorschuss verrechnet. Den Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 werden die Verfahrenskosten im Umfang v on Fr. 3'500.-- auferlegt und i m entsprechenden Umfang mit dem von ihnen geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Der Überschuss von Fr. 1'000.-- wird ihnen zurückerstattet. Die restlichen Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'000. -- werden auf die Gerichtskasse genommen. 4. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen. C-1287/2010 Seite 53 5. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin 1 (…) – die Beschwerdeführenden 2.1 bis 2.7 (…) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […] ; …) – das Bundesamt für Gesundheit (…) – die Preisüberwachung (…) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Michael Beusch Stefano Bernasconi Versand: