<h2>SubmittedText<h2><p>Ich fordere den Bundesrat auf, gleich beim Inkrafttreten der bilateralen Verträge neue Verhandlungen über den Beitritt der Schweiz zur EU aufzunehmen. Kulturelle, wirtschaftliche und politische Gründe sprechen eindeutig für diese Lösung. Wir fordern den Bundesrat ausserdem dazu auf, eine Kampagne zur Sensibilisierung, Information und Aufklärung der Öffentlichkeit zum Thema EU-Beitritt zu lancieren.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Am 27. Mai 1998 hat der Bundesrat beschlossen, der Initiative "Ja zu Europa!" einen Gegenvorschlag in der Form eines einfachen Bundesbeschlusses gegenüberzustellen. Der Beschluss hält fest, dass die Schweiz am Prozess der europäischen Integration teilnimmt und zu diesem Ziel den Beitritt zur Europäischen Union anstrebt. Er hebt auch hervor, dass der Bundesrat Beitrittsverhandlungen vorbereitet und der Integrationsbericht 1999 Teil dieser Vorbereitungsarbeiten ist. Die Parlamentsdebatte über den Gegenvorschlag zur Initiative, unter anderem auf der Grundlage des Integrationsberichts, wird die Gelegenheit sein, die Unterstützung der Parlaments für die Integrationspolitik des Bundesrates zu bestätigen und damit die innenpolitischen Voraussetzungen zu stärken, die notwendig sind, um das Beitrittsgesuch wieder zu aktivieren.</p><p></p><p>Nach der Ablehnung des EWR durch Volk und Stände hat der Bundesrat die Notwendigkeit erkannt, die Bevölkerung weiterhin auf transparente und sachliche Weise über die Position der Schweiz im Prozess der europäischen Integration zu informieren, um die Grundlage für die zukünftigen Debatten über die europäischen Herausforderungen zu schaffen. Im Hinblick auf die in den nächsten Jahren anstehenden Referenden in dieser Sache hat der Bundesrat kürzlich eine Verstärkung seines Informationskonzeptes bezüglich der Legislaturperiode 1999-2003 gutgeheissen. Dieses Konzept legt den Akzent in erster Linie auf die bilateralen sektoriellen Abkommen, deren Inhalt und Reichweite es bekanntzumachen gilt. Eine verstärkte Information über die Frage eines EU-Beitritts ist auch aufgrund der Volksinitiative "Ja zu Europa!" vorgesehen, die Volk und Ständen vorzulegen ist. Um diesen gesteigerten Informationsbedürfnissen entsprechen zu können, wurden den mit der Umsetzung dieses Konzeptes beauftragten Diensten zusätzliche Ressourcen zur Verfügung gestellt.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.