B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-263/2010 U r t e i l v o m 1 9 . O k t o b e r 2 0 1 2 Besetzung Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Michael Peterli, Richterin Elena Avenati-Carpani, Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger. Parteien A._______, Z._______ (Deutschland), vertreten durch B._______, […],Y._______, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente (Revision); Verfügung der IVSTA vom 7. Dezember 2009. C-263/2010 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______, geboren am […] 1954 (nachfolgend: Versicherter oder B e- schwerdeführer), ist deutscher Staatsangehöriger und wohnt in Deutsc h- land. Er arbeitete seit April 1986 als Grenzgänger bei B.________, ab Ju- ni 2000 als Schichtleiter Gepäckdienst , und leistete Beiträge an die schweizerische Alters -, Hinterlassenen - und Invalidenversicherung (act. IV/5.4, 7). Wegen eines Bandscheibenvorfalls L5/S1 war er ab August 2000 zu 100% arbeitsunfähig. Am 10. Januar 2001 wurde er operiert (mikrochirur- gische Spinaldekompression, act. IV/5, 8) . Ab August 2001 arbeitete er bei B ._______ wiederum zu 50% in einer leichten Bürotätigkeit (act. IV/11.1). B. B.a Am 30. Juli 2001 meldete er sich – vertreten durch den Persona l- dienst […] B.________ – bei der IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (Vorinstanz) für den Bezug von Invalidenleistungen an (act. IV/3). Die IVSTA leitete die Anmeldung zur Prüfung am 21. September 2001 zu- ständigkeitshalber an die Sozialversicherungsanstalt X._______, IV-Stelle (nachfolgend: SVA), weiter (act. IV/5, 6). B.b Die SVA prüfte den Sachverhalt und übermittelte der IVSTA am 19. Februar 2003 ihren Beschluss (act. IV/7 -26). Mit Verfügung vom 3. April 2003 sprach die IVSTA dem Versicherten eine halbe Invalidenren- te bei einem IV -Grad von 55% sowie zwei Kinderrenten mit Wirkung ab 1. September 2001 zu (act. IV/27). In der Folge ging der Versicherte wei- terhin einer Erwerbstätigkeit bei B.________ nach (act. IV/33, 35). C. Ab Juli 2004 wurde ein Revisionsverfahren durchgeführt (act. IV/28 ff.) . Nach dessen Abschluss teilte die IVSTA dem Versicherten am 18. März 2005 mit, er habe weiterhin einen Anspruch auf eine halbe Invalidenrente bei einem IV-Grad von 53% (act. IV/41). D. D.a Am 31. August 2007 stellte der Versicherte – wiederum vertreten durch den Bereich […] der B._______ – einen Antrag auf Erhöhung der halben Invalidenrente auf eine ganze Rente. Er machte geltend, sein G e-C-263/2010 Seite 3 sundheitszustand habe sich in den letzten Monaten zusätzlich zur b e- kannten Rücken - und Herzproble matik wegen eines Hirninfarktes und weiterer gesundheitlicher Probleme erheblich verschlechtert, weshalb er seit dem 24. April 2007 bis auf Weiteres voll arbeitsunfähig sei und eine Wiederaufnahme der Arbeit bis auf Weiteres nicht gegeben sei (act. IV/46). D.b Nachdem der Versicherte aktuelle Arztberichte und Angaben zu b e- handelnden Ärzten eingereicht bzw. mitgeteilt hatte (act. IV/50), leitete die SVA ein Revisionsverfahren ein (act. IV/51 ff.). D.c Am 19. März 2009 erli tt der Versicherte nach einer Unterkieferb e- handlung in Vollnarkose einen Ponsinfarkt (Schlaganfall) und war in der Folge im Neurozentrum des Spitals W._______ und anschliessend vom 6. April 2009 – 11. Mai 2009 im Klinikum C._______, V._______, für die Rehabilitation hospitalisiert (act. IV/75). D.d Am 8. Juli 2009 wurde er im Institut D.______, U._______ (nachfol- gend: MEDAS), polydisziplinär (internistisch/allgemein-medizinisch, ne u- rologisch, psychiatrisch) begutachtet (act. IV/80). D.e Mit Vorbescheid vom 16. September 2009 teilte die SVA dem Versi- cherten mit, die medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass ihm weiterhin eine 50% -ige angepasste Tätigkeit als Büroangestellter bei B._______ zumutbar sei. Der ermittelte IV -Grad von 53% begründe den Anspruch auf die bisherige halbe Invalidenrente, weshalb d as Erh ö- hungsgesuch abgewiesen werde (act. IV/82 f.). D.f Der Beschwerdeführer erhob nach Einsicht in die Vorakten (act. IV/86) am 5. November 2009 einen Einwand und beantragte die Zuspra- che einer ganzen Invalidenrente ab 1. August 2007 (act. IV/90). Er rügte, die Schlussfolgerungen der MEDAS zu seiner Arbeits(un)fähigkeit seien nicht nachzuvollziehen, da sie im Widerspruch zur ärztlichen Beurteilung des behandelnden Neurologen und Psychiaters stehen würden. Er habe auch seine Arbeit als Büroangestellter nicht m ehr wiederaufnehmen kön- nen. Es sei aus seiner Sicht wohl unbestritten, dass keine 50% -ige Ar- beits- und Leistungsfähigkeit mehr vorliege. Selbst wenn von einer so l- chen ausgegangen werde, sei die noch verwertbare Arbeitsleistung ma s- siv eingeschränkt. Die bis her ausgeübte Tätigkeit sei indes bereits eine einfache Bürotätigkeit gewesen, weshalb – auch in Anbetracht der im Ent- lassungsbericht vom 14. Mai 2009 festgestellten ausgeprägten Hinweise C-263/2010 Seite 4 auf ein hirnorganisches Psychosyndrom – nur noch ein Einsatz in eine r geschützten Institution in Frage käme. Das MEDAS-Gutachten gehe auch insofern in seiner Beurteilung – sein Gesundheitszustand habe sich seit 2001 nicht verändert – fehl, als dass die Rückensituation sich objektivier- bar verschlimmert habe . Er verwies zudem auf die Beurteilung de r MedicalServices der B.________ vom 17. September 2009, wonach se i- ne definitive Untauglichkeit als Büroangestellter bestätigt werde (vgl. act. IV/89). Schliesslich rügte er, der IV-Grad sei nicht korrekt ermittelt wo r- den. Da er nicht mehr in der Lage sei, die bisherige Bürotätigkeit zu ver- richten, sei auf die Listenlöhne des Bundesamtes für Statistik abzustellen. In Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 10% ergebe sich ein IV - Grad von 65.25%. D.g Mit Verfügung vom 7. Dezember 2009 wies die IVSTA das Rentener- höhungsgesuch ab und bestätigte den Anspruch auf eine halbe Invaliden- rente bei einem IV -Grad von 53% (act. 1.2). Sie argumentierte gestützt auf die Erkenntnisse aus dem MEDAS -Gutachten und begründete dies damit, dass im Einwand keine stichhaltigen Tatsachen vorgebracht wür- den, die den Entscheid zu entkräften vermöchten. E. E.a Der Beschwerdeführer erhob am 15. Januar 2010 – wiederum vertre- ten durch B.________, […], – gegen diesen Bescheid Beschwerde und beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 7. Dezember 2009 und die Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zur Zusprache einer ganzen Invalidenrente ab 1. August 2007 (act. 1). In seiner Begründung hielt er im Wesentlichen an seinen im Vorbescheidverfahren eingebrac h- ten Einwänden fest. E.b Am 9. Februar 2010 ging beim Bundesverwaltungsgericht ein Ko s- tenvorschuss von Fr. 400.- ein (act. 4). E.c In ihrer Vernehmlassung vom 12. April 2010 bezog sich die Vori n- stanz auf die Vernehmlassung der SVA vom 8. April 2010 und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Die SVA begründete ihren Antrag mit der Stellungnahme des ärztlichen Dienstes vom 11. September 2009 sowie dem Gutachten der MEDAS vom 26. August 2009 (act. 6). E.d In seiner Replik vom 11. Mai 2010 hielt der Beschwerdeführer an sei- nem Rechtsbegehren fest und führte nochmals aus, d ie Beurteilung der MEDAS sei im Vergleich mit den weiteren medizinischen Beurteilungen C-263/2010 Seite 5 nicht nachvollziehbar. Er habe seine Arbeit gesundheitshalber seit April 2007 nicht mehr aufnehmen können. Ein Arbeitsversuch sei aufgrund der gesundheitlichen Einschränkungen nicht möglich gewesen. Er habe keine wirtschaftlich verwertbare Restarbeitsfähigkeit mehr (act. 8). E.e Mit Verfügung vom 14. Mai 2010 übermittelte das Bundesverwa l- tungsgericht die Replik an die Vorinstanz zur Kenntnis und schloss den Schriftenwechsel ab (act. 9). E.f Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird – soweit erforderlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eig e- gangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1. Gemäss Art. 31 Verwaltungsgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) sowie Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwa l- tungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IV -Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Au s- nahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 1.2. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilg e- nommen; er ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 des Bundesg e- setzes über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 [ATSG, SR 830.1]; entsprechend: Art. 48 Abs. 1 VwVG). Er ist daher zur Beschwerde legitimiert. Er hat die B .________ […], mit Vollmacht vom 21. September 2009 betreffend sei ne IV-Leistungen zur Akteneinsicht, zur Einholung von Auskünften und zur Geltendmachung von Versicherungsleistungen in seinem Namen sowie zur Erhebung eines Einwands oder einer Beschwerde bevollmächtigt (act. 1.1). Die von zwei Mitarbeitenden der […] B.________, […], unterzeichnete Beschwerde ist somit rechtsgültig. 1.3. Da die Beschwerde im Übrigen frist - und formgerecht eingereicht wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 VwVG), ist darauf einzutreten. C-263/2010 Seite 6 2. 2.1. Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes - verwaltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes b e- stimmt. Indes findet das Verwaltungsverfahrensgesetz aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialv ersicherungs- rechts (ATSG) anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Besti m- mungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a – 26bis und 28 – 70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 2.2. Gemäss Art. 40 Abs. 2 IVV ist bei Grenzgängern die IV -Stelle, in de- ren Tätigkeitsgebiet der Grenzgänger eine Erwerbstätigkeit ausübt, zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldungen zuständig. Die Verfügun- gen werden von der IVSTA erlassen. Da der Beschwerdeführer bei Eintritt des geltend gemachten Gesun d- heitsschadens als Grenzgänger im Tätigkeitsgebiet der SVA gearbeitet hat, war diese für die Prüfung der Anmeldung und der Durchführung des Verfahrens zuständig. Die angefochtene Verfügung vom 7. Dezember 2009 wurde hingegen zu Recht von der IVSTA erlassen. 2.3. Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Deutschland, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abko m- men vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenosse n- schaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitglieds- staaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) zu beachten ist. 2.3.1. Anhang II des FZA betreffend die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit wurde per 1. April 2012 geändert ( Beschluss Nr. 1/2012 des Gemischten Ausschusses vom 31. März 2012; AS 2012 2345). Vorliegend ist jedoch auf die bis Ende März 2012 gültige Fassung (vgl. namentlich AS 2002 1527, AS 2006 979 und 995, AS 2006 5851, AS 2009 2411 und 2421) abzustellen, wonach die Vertragsparteien unterein- ander insbesondere folgende Rechtsakte ( oder gleichwertige Vorschri f- ten) anwenden (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Abschnitt A Anhang II des FZA): die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwen- dung der Systeme der sozialen Sich erheit auf Arbeitnehmer und Selbs t-C-263/2010 Seite 7 ständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemei n- schaft zu - und abwandern ( AS 2004 121 [vgl. auch AS 2008 4219, AS 2009 4831]; nachfolgend: Verordnung Nr. 1408/71) sowie die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 über die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu - und abwandern (AS 2005 3909 [vgl. auch AS 2009 621, AS 2009 4845] ; nach folgend: Verordnung Nr. 574/72). I m Rahmen des FZA ist auch die Schweiz als "Mitgliedstaat" im Sinne dieser Koordinierungsverord nungen zu betrac h- ten (Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA). 2.3.2. Nach Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Träger eines Staates getroffene Entscheidung über die Invalidität eines A n- tragstellers für den Träger eines anderen betroffenen Staates nur dann verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Staaten festgele g- ten Tatbestandsmerkmale der Invalidität in Anhang V dieser Verordnung als übereinstimmend anerkannt sind , was für das Verhältnis zwischen Deutschland und der Schweiz (ebenso wie für das Verhältnis zwischen den übrigen EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz) nicht der Fall ist. 2.3.3. Demnach bestimmt sich vorliegend der Anspruch des Beschwer - deführers auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schweizerischen Recht, ins - besondere nach dem IVG sowie der Verordnun g über die Invalidenver - sicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.210). 2.4. 2.4.1. Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerd e- verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Mis s- brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtig e oder un- vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 2.4.2. Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen). C-263/2010 Seite 8 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die w ahrscheinlichste wür- digt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). 3. 3.1. Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesver - fassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101], Art. 42 ATSG) gewährleistet der vom Entscheid in ihrer Recht s- stellung betroffenen Person insbesondere das Recht, sich vor Erlass des Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Ein- sicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwi r- ken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1). Der Gehörsanspruch verpflichtet die Behörde, die Vorbringen der betroffenen Person auch tatsächlich zu hören, zu prüfen und in der Entscheidfindung zu berücksichtigen, weshalb sie ihren Entscheid zu begründen hat (BG E 134 I 83 E. 4.1). Die Pflicht der Behörde, ihre Verfügungen – sofern sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 ATSG) – zu begründen, bezweckt insbesondere, die betroffene Person in die Lage zu versetzen, eine Verfügung g egebenenfalls sachgerecht a n- fechten zu können (BGE 124 V 180 E. 1a, vgl. auch BGE 134 I 83 E. 4.1 mit Hinweisen). Gemäss Art. 57a Abs. 1 IVG hat die IV-Stelle der versicherten Person den vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren mittels Vorb e- scheid mitzuteilen und ihr das rechtliche Gehör zu gewähren. Weiter hat sie sich in ihrer Verfügung mit den im Vorbescheidverfahren vorgebrac h- ten, relevanten Einwänden auseinanderzusetzen (Art. 74 Abs. 2 IVV). 3.2. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Deshalb führt dessen Verletzung ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung (BGE 127 V 431 E. 3d/aa, BGE 126 I 19 E. 2d/bb). Nach der Rechtsprechung kann jedoch eine Verletzung des Gehörsanspruchs dann geheilt werden, wenn die unterbliebene Gewährung des rechtlichen Gehörs in einem Recht s- mittelverfahren nachgeholt wird, in dem die B eschwerdeinstanz mit der C-263/2010 Seite 9 gleichen Prüfungsbefugnis entscheidet wie die untere Instanz. Die He i- lung ist aber ausgeschlossen, wenn es sich um eine besonders schwe r- wiegende Verletzung der Parteirechte handelt. Zudem darf den B e- schwerdeführenden kein Nachteil erwachsen und die Heilung soll die Ausnahme bleiben (BGE 129 I 129 E. 2.2.3, BGE 126 V 130 E. 2b, BGE 126 I 68 E. 2). Bei Verstössen gegen die Begründungspflicht wird der Mangel als behoben erachtet, wenn die Rechtsmittelbehörde eine hinre i- chende Begründung liefert oder wenn die unterinstanzliche Behörde im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eine genügende Begr ündung nach- schiebt. Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtl i- chen Gehörs an die Verwaltung ist jedoch im Sinne einer Heilung des Mangels selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförderl i- chen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären ( BGE 116 V 182 E. 3d; zum Ganzen ausführlich Urteil des Eidgenössischen Versich e- rungsgerichts I 193/04 vom 14. Juli 2006 sowie Urteil des Bundesverwal- tungsgerichts C-2714/2008 vom 16. August 2010 E. 4.2 f.). 3.3. 3.3.1. Aus den Akten geht hervor , dass die SVA dem Beschwerdeführer mit Vorbescheid vom 16. September 2009 nach der Zitierung gesetzlicher Grundlagen im Wesentlichen mitteilte, gemäss ihren medizinischen A b- klärungen und dem eingeholten MEDAS-Gutachten ergebe sich weiterhin eine zumutbare 50%-ige angepasste Tätigkeit, was auch für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Büroangestellter bei B .________ gelte (act. IV/82). Der Vorbescheid enthielt zudem eine Gegenüberstellung eines Va- liden- und eines Invalidenlohns, und im Ergebnis ein en IV-Grad, welcher mit dem im Jahr 2005 festgestellten IV -Grad übereinstimmte (vgl. Fest- stellungsblatt und Beschluss vom 14. März 2005, act. IV/36). 3.3.2. Im Nachgang zum ausführlich begründeten Einwand vom 5. N o- vember 2009 , i n welchem Vorbehalte zum MEDAS-Gutachten vorge- bracht, Widersprüche zu den Beurteilungen behandelnder Fachärzte gel- tend gemacht sowie ein aktueller – zum MEDAS-Gutachten gegensätzli- cher – Bericht des MedicalServices der B.________ eingereicht wurde, und auch der Erwerbsvergleich als nicht zutreffend gerügt wurde, verfügte die Vorinstanz am 7. Dezember 2009 die Abweisung des revisionsweisen Antrags auf Erhöhung der Rente mit der im Wesentlichen identischen Be- gründung wie im Vorbescheid. Sie ergänzte unter Bezugnahme auf einen C-263/2010 Seite 10 Auszug aus dem MEDAS-Gutachten, der Beschwerdeführer bringe keine weiteren stichhaltigen Tatsachen hervor, welche den Entscheid zu en t- kräften vermöchten. Aufgrund der eindeutigen S ach- und Rechtslage sei ein anderer Entscheid nicht möglic h (act. 1.2) . Eine Rückfrage beim re- gionalärztlichen Dienst (nachfolgend: RAD) nach dem 11. September 2009 (vgl. act. IV/81 S. 5) oder sonstige Abklärungen finden sich in den Akten nicht. 3.3.3. Auch in der Vernehmlassung begründet die von der Vorinstanz zur Stellungnahme aufgeforderte SVA am 8. April 2010 ihren Antrag auf Ab- weisung der Beschwerde einzig mit dem MEDAS-Gutachten vom 26. August 2009 und der Stellungnahme des RAD vom 11. September 2009. 3.4. 3.4.1. Der Beschwerdeführer hat zwar im Vorbescheidverfahren Akte n- einsicht erhalten (act. IV/86). Die das Verfahren führende SVA hat es i n- dessen unterlassen, sich auch nur ansatzweise mit den gegen den Vo r- bescheid vorgebrachten Einwänden zum Sachverhalt und zur Festlegung des IV-Grads auseinanderzusetzen, weshalb sie die Verfügung auch nicht nachvollziehbar begründete. Auch im Rahmen der Vernehmlassung im Beschwerdeverfahren findet sich weder eine Auseinandersetzung mit den Rügen noch eine rechtsgenügliche Begründung. Die Vorinstanz hat somit das rechtliche Gehör des Be schwerdeführers in schwerwiegendem Mass verletzt, indem seine Einwendungen gar nicht gehört wurden. 3.4.2. Unter diesen Umständen wäre angesichts der festgestellten G e- hörsverletzung die Verfügung bereits aus formellen Gründen aufzuheben, zumal es nicht Sache des Bundesverwaltungsgerichts ist, eine rechtsg e- nügliche Begründung nachzuliefern, ginge de r Beschwerdeführer damit doch einer Instanz verlustig. Vorliegend ist indessen – ungeachtet der Gehörs verletzung – die Sache auch wegen ungenügender Klärung des rechtserheblichen Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen, wie nachfolgend darzulegen ist (E. 5). 4. Im vorliegenden Verfahren ist streitig und vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine höhere als eine halbe Invalidenrente hat. Zunächst sind die für die Beurteilung des C-263/2010 Seite 11 Anspruchs massgebenden gesetzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze darzulegen. 4.1. Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 7. Dezember 2009) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 220 E. 3.1.1, Urteil des Bu n- desgerichts 8 C_419/2009 vom 3. November 2009) . Noch keine Anwe n- dung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene erste Massnahmenpaket der 6. IV-Revision (IVG in der Fassung v om 16. März 2011 [AS 2011 5659]). 4.2. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauer n- de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). E r- werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geist i- gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer B e- handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglich e- nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG; der am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Abs. 2 hat den Begriff der Erwerbsunfähigkeit nicht modifiziert, BGE 135 V 215 E. 7.3). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beei nträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise U n- fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem a n- deren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 4.3. Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen g e- ben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von minde s- tens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Inval i- ditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 1 aIVG, Art. 28 Abs. 2 IVG). C-263/2010 Seite 12 4.4. 4.4.1. Die IV-Stelle prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abkläru n- gen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG, Art. 57 Abs. 3 IVG). 4.4.2. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den G e- sundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in we l- chem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinwei- sen). Es sind demnach nicht nur die Erwerbsmöglichkeiten im ang e- stammten Beruf, sondern auch in zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Die – arbeitsmedizinische – Aufgabe der Ärzte u nd Ärztinnen be- steht darin, sich dazu zu äussern, inwiefern die versicherte Person in i h- ren körperlichen oder geistigen Funktionen leidensbedingt eingeschränkt ist. Die Frage, welche konkreten beruflichen Tätigkeiten auf Grund der medizinischen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fähigkei- ten der versicherten Person in Frage kommen, ist demgegenüber nicht von der Ärztin oder dem Arzt, sondern von der Verwaltung bzw. von der Berufsberatung zu beantworten (vgl. Urteil des Eidgenössischen Vers i- cherungsgerichts I 457/04 vom 26. Oktober 2004, in: SVR 2006 IV Nr. 10, E. 4.1 mit Verweis auf BGE 107 V 17 E. 2b). 4.5. Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfah- ren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Vers i- cherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un - tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) a bgegeben worden ist, in der Dar - legung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si- tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund-C-263/2010 Seite 13 sätzlich somit w eder die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeich - nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be- richt oder als Gutachten. Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten, Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. So ist den im Rahmen des im Verwal - tungsverfahren eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, welche au f- grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Ein- sicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle B e- weiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuver- lässigkeit der Exper tise sprechen (vgl. dazu das Urteil des Eidgenöss i- schen Versicherungsgerichts vom 26. Januar 2006 [I 268/2005] E. 1.2, mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a und weiteren Hinweisen). Den B e- richten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine konkreten Indizien gegen ihre Zuverlä s- sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An- stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begr ündet erscheinen lassen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und 3b, 122 V 160 E. 1c, 123 V 178 E. 3.4 sowie U. KIESER, ATSG-Kommentar, Art. 43 Rz. 35). Die fachliche Qualifikation des Experten spielt für die richterliche Würdi - gung einer Expertise eine erhebliche Rolle. Bezüglich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gutachtens müssen sich Verwaltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. Deshalb ist für die Eignung eines Arztes als Gutachter in einer bestimmten medizin i- schen Disziplin ein entsprechender, dem Nachweis der erforderlichen Fachkenntnisse dienender, spezialärztlicher Titel des berichtenden oder zumindest des den Bericht visierenden Arztes vorausgesetzt (Urteil des Bundesgerichts vom 3. August 2000 [I 178/00] E. 4a). 4.6. Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft ent- sprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist die anspruchsbeei n- flussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Un- terbrechung drei Monate angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV). C-263/2010 Seite 14 4.6.1. Ein Revisionsgrund ergibt sich aus jeder wesentlichen Änderung der tatsächlichen Verhältnisse, die geeignet sind, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 130 V 343 E. 3.5, mit weiteren Hinweisen, SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2). Keine Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse bedeuten eine unterschiedliche Beurtei - lung eines im Wesentlichen unveränderten Sachverhalts (vgl. SVR 2004 IV 5, E. 3.3; 1996 IV Nr. 70 E. 3a). 4.6.2. Zeitlicher Refe renzpunkt für die Prüfung einer anspruchserhebl i- chen Änderung bildet die letzte der versicherten Person eröffnete recht s- kräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentena n- spruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten e i- ner Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsz u- standes) beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4). Die letzte materielle Abklärung findet sich vorliegend anlässlich der 1. Rentenrevision (act. IV/28 ff.; Beschluss vom 14. März 2005 und Mittei- lung an den Versicherten vom 15. März 2005 [act. IV/36 f.]). Es ist somit als Vergleichszeitpunkt auf den Sachverhalt zwischen dem 15. März 2005 und dem 7. Dezember 2009 (angefochtene Verfügung) abzustellen. 5. Vorliegend ist unbestritten , dass der Beschwerdeführer zumindest einen Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat . Nachfolgend bleibt darzule- gen, ob die von der Vorinstanz durchgeführte Sachverhaltsermittlung be- züglich der Frage, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdefü h- rers seit der letzten Revision vo n März 2005 verändert hat, mit den ge- setzlichen Grund lagen und de n oben dargelegten , von der Rechtspr e- chung entwickelten Grundsätzen vereinbar ist. 5.1. In ihrer Begründung zur Abweisung des Revisionsbegehrens hielt die Vorinstanz an der Einschätzung der MEDAS und des RAD (Dr . E._______, Facharzt für Neurologie ) fest. Die MEDAS führte ihrer Ge- samtbeurteilung u.a. aus, dass es bei ihrer neurologischen Untersuchung des Versicherten erhebliche Diskrepanzen gegeben habe, was auf ein erhebliches demonstratives Verhalten hinweise. Der Versicherte erachte sich aus somatischen Gründen nicht mehr als arbeitsfähig, was in deutl i- chem Gegensatz zu ihrer Beurteilung stehe (act. IV/80.21 und 22). C-263/2010 Seite 15 5.2. Nachfolgend ist auf die Verwertbarkeit des MEDAS-Gutachten in Be- rücksichtigung der aktenkundigen weiteren (fach -)ärztlichen Berichte ein- zugehen. 5.2.1. In formeller Hinsicht finden sich in der Einleitung des Gutachtens Angaben zur gesundheitlichen Situation der Jahre 2000 – 2001 und zur Entwicklung von Juli 2007 bis Mai 2009 sowie ein mehrseitiger Aktenau s- zug (act. IV/80.3 – 8). Die Zusammenstellung der Akten und des Gesund- heitsverlaufs erweist sich als sehr unübersichtlich, es ist weder eine chro- nologische noch eine medizinische Systematik erkennbar und die Ang a- ben sind unpräzis und fehlerhaft. Beispielsweise wurde konsequent über- sehen, dass der behandelnde Dr. F._______ Facharzt für Neurologie und Psychiatrie ist und sich in seine n Berichten auch zum psychischen G e- sundheitszustand des Patienten äussert. Ebenso wurde die Stellungnah- me des Dr. F._______ zur Arbeitsfähigkeit in seinem ausführlichen Bericht ignoriert (act. IV/59 .5 f. ). Auch das Alter des Exploranden im Unters u- chungszeitpunkt erweist sich als falsch (55. Altersjahr statt 51.; vgl. act. IV/80.10). Was die letzten gesundheitlichen Entwicklungen ab März 2009 betrifft, wurde der Beschwerdeführer gemäss den Akten im Spital W._______ während drei Wochen behandelt (act. IV/75.3). Der diesbe- zügliche Spitalbericht fehlt in den Akten und stand auch der MEDAS nicht zur Verfügung (act. IV/80.18; Verweis darauf: act. IV/75.3). Dem Austritts- bericht aus der Rehabilitation ist zu entnehmen, dass der Patient am 6. April 2009 dorthin verlegt wurde (act. IV/75.3) und nicht am 30. März 2009, wie im Gutachten behauptet (act. IV/80.4) . Auch der Bericht der behandelnden Psychologin fehlt in den Akten (vgl. act. IV/80.6, erwähnt in act. IV/80.13). Die Aussage trifft ausserdem nicht zu, dass die I V-Stelle den Gutachtensauftrag gestützt auf die letzten Ereignisse im Frühling 2009 ein geleitet habe; dieser erfolgte im Rahmen des Revisionsverfa h- rens im September 2008. Die Begutachtung wurde wegen der erneuten Erkrankung des Exploranden im Frühling 2009 zudem verschoben (act. IV/70, 71, 73). Weiter ergibt sich aus den Akten , dass dem Exploranden am 26. Juni 2009 mitgeteilt wurde, die Begutachtung werde von Dr. G._______, inne- re Medizin, Dr. H._______, Psychiater, und Dr. I._______, Neurologe, durchgeführt (act. IV/78.2). Untersucht hat den Exploranden in psychiatri- scher Hinsicht jedoch der Psychiater Dr. J._______. Die Gesamtbeurtei- lung mitunterzeichnet hat indes der ursprünglich vorgesehene Psychiater Dr. H._______ (act. IV/80.10, 80.24) . Es i st daher fraglich, inwiefern di e-C-263/2010 Seite 16 ser Arzt eine zuverlässige Beurteilung vornehmen konnte, obwohl er den Exploranden gar nicht begutachtet hatte. 5.2.2. Gemäss der Vorgeschichte (Ziff. 3) wurde dem Beschwerdeführer hauptsächlich wegen den Fol gen eines Bandscheiben vorfalls L5/S1 und der weiteren Entwicklung der Rückensituation eine halbe Invalidenrente zugesprochen (oben Bst. B.b). Den Akten ist zu entnehmen, dass sich die Rückensituation im fraglichen Zeitraum seit März 2005 (oben E. 4.6.2) verändert hat (vgl. act. IV/50.3 ff., 59.4 f.). Es ist daher nicht nachzuvoll- ziehen, weshalb in eine r hier wesentlichen Gesundheitseinschränkung neben dem Neurologen kein entsprechender Facharzt (bspw. Orthopäde, Rheumatologe etc.) zur Begutachtung hinzugezogen wurde. Jedenfalls erweist sich die Rückenuntersuchung durch die Fachärztin für innere Me- dizin (act. IV/80.10) gestützt auf die bundesgerichtlichen Anforderungen an ein externes Gutachten nicht als rechtsgenüglich (oben E. 4.5). Zudem wurde weder eine aktuelle Bildgebung zum Rücken erstellt noch war eine solche vorhanden , weshalb diesbezüglich auch keine sachdienlichen Schlüsse gezogen werden konnten. 5.2.3. In materieller Hinsicht fällt auf, dass im neurologischen Gutachten – wie erwähnt – der wesentliche Bericht des Spitals W._______ von März/April 2009 fehlt. Ohne diesen Bericht war eine seriöse Beurteilung nicht möglich, zumal die Gutachter am Ereignis des in den Akten doku- mentierten Ponsinfarkts bzw. dessen Auswirkungen zu zweifeln scheinen (act. IV/80.18). Aus dem Rehabilitationsbericht vom 14. Mai 2009 gehen jedoch Angaben zum Krankheitsverlauf (Aphasie mit Wortfindungsstörung und sensomotorische Hemisymptomatik links, klinisch im Verlauf Facia l- parese rechts, Dys phagie, Dysar thrie) und den diagnostischen Mass- nahmen im Spital W.________ ab dem 19. März 2009 und bei Aufnahme in die Rehabilitation hervor (act. 75.3) und wird weiter ausgeführt, dass im Rahmen der fünfwöchigen Rehabilitation bezüglich der sensomotorischen Hemisymptomatik links Fortschritte erz ielt wurden und auch die Rücke n- schmerzproblematik und die neurokognitiven Einschränkungen sich verbessern liessen (act. IV/75 .7 f.). Auch im Rahmen der Begutachtung bei der MEDAS vom 8. Juli 2009 – nur zwei Monate nach Abschluss der Rehabilitation – finden sich Hinweise, welche auf Reste der sensomotor i- schen Hemi symptomatik und verbliebene neurokognitive Einschränkun - gen nach Ponsinfarkt hindeuten (vgl. z.B. leicht verwaschene Sprache [S. 10], Modulationsfähigkeit eingeschränkt [S. 12]; unpräzise, verzögert e Antworten, Befehle werden verzögert ausgeführt und müssen mehrmals erklärt werden; wechselnde Innervation am linken Bein, Feinmotorik bei C-263/2010 Seite 17 fokussierter Untersuchung links stark eingeschränkt [S. 16]; klare Sensibi- litätsunterschiede links [S. 17]). Weiter finden sich Angaben zum rechten Bein/Fuss (S. 17), welche durch die Situation der Lendenwirbelsäule b e- dingt sein könnten. Indessen werden diese Beobachtungen von den Gut- achtern ohne genauere Begründung allgemein als funktionell, nicht objek- tivierbar und in konsistent beurteilt und die zerebrovaskulären Ereignisse in Frage gestellt (S. 18) , was sich im Gesamtkontext als nicht nachvoll- ziehbar erweist. Eine Auseinandersetzung mit den deutschen ärztlichen Berichten in neurologischer Hinsicht und deren Diskrepanz zu den eig e- nen Erkenntnissen der MEDAS findet sich ebenfalls nicht. Dasselbe gilt auch bezüglich der im vorliegenden Fall wesentlichen gesundheitlichen Einschränkung aufgrund der Rückensituation und eine r allfälligen Ver- schlechterung seit im Frühling 2005. Gemäss den dem Gericht vorliegen- den Akten hat Dr. F._______ am 17. Januar 2008 e ine fortgeschrittene degenerative HWS -Erkrankung mit Sof t-Hard-Disc C5/C6 links und C6/C7 auf der rechten Seite ohne Nachweis eines frischen Bandsche i- benvorfalls sowie den Na chweis einer fortgeschrittenen Bandscheibe n- degeneration mit frischem Vorfall L2/L3 mediolateral links mit Wurzelkom- pression diagnostiziert (act. IV/59.5 ). Eine diesbezüglich verwertbare Be- urteilung fehlt im Gutachten mangels einer nachvollziehbaren Unters u- chung und mangels vorhandener aktueller Bildgebung. 5.2.4. Aus psychiatrischer Sicht erweist sich das Teilgutachen als unüber- sichtlich, als eine Mischung von Beschwerden, Lebensgeschichte des Exploranden ohne chronologische Ordnung neben psychopathologischen Befunden, und einer psychiatrischen Beurteilung, welche aber im W e- sentlichen auf die somatischen Befunde eingeht, die Ausführungen des Exploranden aber nur als dessen Angaben zitiert, obwohl das zerebro- vaskuläre Ereignis vom 19. März 2009 in den Akten belegt ist. Wie bereits erwähnt, fehlt in den Akten auch die Stellungnahme der behandelnden Psychologin und wird aktenwidrig angegeben, es fänden sich keine fac h- ärztlichen psychiatrischen Beurteilungen (act. IV/80.11-14; siehe z.B. act. IV/50, 59). Zudem hat der die Gesamtsituation mitbeurteilende Psychiater den Exploranden gar nicht untersucht (oben E. 5.2.1). Was die Behandlung des Exploranden mit Medikamenten betrifft, wird im Gutachten angegeben, der Explorand erhalte keine Psychopharmaka (act. IV/80.9, 80.11, 80.14). Gemäss dem Austrittsbericht aus der Rehabi- litation vom 14. Mai 2009 war jedoch die Medikationsliste ausführlicher als im MEDAS -Gutachten und der Patient war zur Ergänzung der Schmerzmedikation auf die Medikamente Lyrica und Amineurin eingestellt C-263/2010 Seite 18 worden (act. IV/75.8 f.). Es findet sich indes im Gutachten keine Ause i- nandersetzung mit diesem Widerspruch oder wenigstens eine Nachfrage beim Exploranden dazu, ob und wenn ja, weshalb die Psychopharmaka bei der Begutachtung zwei Monate nach dem Reha-Austritt nicht mehr Bestandteil der Therapie seien. 5.2.5. Gemäss den im Beschwerdeverfahren eingereichten Arztzeugni s- sen war der Beschwerdeführer seit April 2007 dauerhaft zu 100% krank- geschrieben (siehe Arztzeugnisse des Hausarztes Dr. K._______, des Neurologen und Psychiaters Dr. F._______, Dr. L._______ [Fachrichtung unbekannt] und Dr. M._______, Facharzt für Mund -Kiefer- und Gesichts- chirurgie (act. 3.42 – 3.55). Dies deckt sich mit dem Revisionsantrag vom 31. August 2007 (act. IV/46). Es fehlen jedoch genauere Angaben zum Grund der erneuten Krankschreibung ab April 2007, zumal das erste gel- tend gemachte zerebrovaskuläre Ereignis auf den 8. Juli 2007 datiert wird (act. IV/50.3 , 54.7 , 80.37 f. ). Der Hausarzt bescheinigte gegenüber der SVA am 30. Oktober 2007 , es bestehe beim Versicherten ein interni s- tisch-neurologisches und auch somnologisches Gefahrenpotenzial. Die körperlich-seelische Verfassung könne je nach Alltagsbelastung zu Au s- fällen führen, eine Arbeit in reduzierten Mass von maxim al 50% sei j e- doch sinnvoll (act. IV/54). Dr. F._______ führte in seinem ausführlichen Arztbericht vom 13. März 2008 aus, der Explorand verbleibe auf nerve n- ärztlichem, neuro logischem und somnologische m Gebiet im Kranken - stand (act. IV/59.6). Die behandelnden Ärzte in der Rehabilitation führten in ihrem Austrittsbericht vom 14. Mai 2009 aus, unter Ausschöpfung a m- bulanter Therapien seien sicherlich noch weitere klinische Fortschritte zu erwarten. Ob der Patient allerdings wieder ein verwertbares Leistungsbild erreichen könne, sei momentan noch ungewiss. Daher sollte das Lei s- tungsbild in ca. sechs Monaten überprüft werden. In Anbetracht der for t- bestehenden, insbesondere der neurokognitiven Einschränkungen erfol- ge die Entlassung als arbeitsunfähig (act. IV/75.8 f.). Im MEDAS-Gutachten finden sich im Wesentlichen Angaben zum Beginn der aktuellen ständigen Arbeitsunfähigkeit per Januar 2008, auch gestützt auf die Aussagen des Exploranden (act. IV/80 S. 9, 12, 16). Eine Ausei- nandersetzung mit den Beurteilungen der behandelnden Ärzte seit April 2007 und insbesondere mit den zitierten Angaben zur Arbeitsunfähigkeit durch die behandelnden Fachärzte und ihren eigenen Beurteilungen fi n- det nicht statt. Ebensowenig führen die Gutacht er der MEDAS nachvol l- ziehbar aus, weshalb dem Beschwerdeführer aus ihrer Sicht zwei Monate nach Rehabilitationsaustritt – entgegen der Beurteilung der Ärzte der Re-C-263/2010 Seite 19 habilitationsklinik – die bisherige Tätigkeit im bisherigen Umfang zumut- bar sein soll. 5.2.6. Demnach fehlt im MEDAS -Gutachten sowie in den weiteren Akten eine Auseinandersetzung mit dem Krankheitsverlauf und bleibt die Frage nach dem Zeitpunkt einer allfälligen invaliditätsrelevanten Verschlechte- rung, welche vom Beschwerdeführer per April 2007 (act. IV/ 46) geltend gemacht wurde, ungeklärt. Gemäss den Angaben in der Beschwerde ar- beitete der Beschwerdeführer nach dem Revisionsentscheid vom 18. März 2005 zumindest teilweise noch zu 50% als Büroangestellter (vgl. act. IV/33.4) . Dr. F._______ hatte jedoch bereits am 10. Februar 2005 festgestellt, eine Erhöhung der gegenwärtigen Arbeitszeit von 50% sei aus neurologischer, neuroradiologischer und neurochirurgischer Sicht nicht zu verantworten und undenkbar. Die dauerhafte Belastbarkeit in der gegenwärtigen Teilzeittätigkeit im Bürodienst sei auf Dauer eher fraglich (act. IV/34.7). Aus revisionsrechtlicher Sicht bleibt somit auch unklar, weshalb in der durchgeführten medizinischen Abklärung auf eine Ge- sundheitsveränderung seit 2001 eingegangen wird, anstatt einer Prüfung des vorliegend massgebenden Zeitraums seit März 2005 (oben E. 4. 6.2). Auch die diesbezüglich hier entscheidende Frage nach einer allfälligen invaliditätsrelevanten Gesundheitsverschlechterung per April 2007 bleibt ungeklärt. 5.2.7. Zusammenfassend erweist sich das MEDAS-Gutachten als unvoll- ständig, unpräzis, fehlerhaft und unübersichtlich. Es fehlt eine verwertba- re fachärztliche Untersuchung des Rückens und entsprechende Bildg e- bung. Das Teilgutachten des Neurologen beruht auf unvo llständigen Ak- ten, ist widersprüchlich und deshalb nicht nachvollziehbar. Der unters u- chende Psychiater wurde durch den das Gutachten unterzeichnenden Psychiater ersetzt, zudem beruht auch dieses Teilgutachten auf Aktenwid- rigkeiten und ist insgesamt nicht schlüssig. Weiter finden sich kaum ver- wertbare Ausführungen zur Problematik des im Jahr 2004 erlittenen Herz- infarkts und des festgestellten Schlafapnoesyndroms. Auch ist der zeitli- che Verlauf unklar und wird auf die geltend gemachte Gesundheitsve r- schlechterung per April 2007 (Revisionsantrag, IV/46) nicht eingegangen. Es ergeben sich im MEDAS-Gutachten im Übrigen Widersprüche zu den Beurteilungen der behandelnden Ärzte (Dr. F._______, Dr. K._______, Ärzte der Re habilitation in V.________), soweit die Akten überhaupt a k- tenkundig sind. Eine tatsächliche Auseinandersetzung mit den Beurte i- lungen der deutschen Fachärzte findet sich im Gutachten nicht. Die Be- richte der deutschen Fachärzte erscheinen für das Bundesverwaltung s-C-263/2010 Seite 20 gericht – entgegen den Ausführungen der Gutachter – im Gesamtbild des Sachverhalts als schlüssig. Der von den MEDAS -Gutachtern erhobene Vorwurf der "erheblichen Demonstration " – entgegen diesbezüglicher Hinweise in den anderen medizinischen Akten – lässt sich im Kontext der Akten nicht nachvollziehen. Demnach erweist sich die Beurteilung der MEDAS als ungenügend und den Anforderungen des Bundesgerichts an ein zuverlässiges Gutachten als nicht ausreichend. 5.3. Soweit der RAD sich unbesehen auf das Gutachten bzw. gewisse kurze Auszüge daraus abstützt (act. IV/81.5), ist festzuhalten, dass auf dessen Stellungnahme nicht abgestellt werden kann. 5.4. Was die Verfahrensführung durch die Vorinstanz bzw. die SVA betrifft (oben E. 3.4.1), ist aus materieller Sicht festzuhalten, dass sie die Einga- be des Beschwerdeführers, wonach die MedicalServices der B.________ noch im Rahmen des hier zu beurteilenden Zeitraums bezüglich seiner Arbeitsfähigkeit zu einem diametral anderen Schluss gelangten als die MEDAS, nicht geprüft hat. Ergänzend ist festzustellen, dass aus den Ak- ten auch nicht hervorgeht, wie die Vorinstanz den IV-Grad von 53% ermit- telt hat. 5.5. Da sich demnach die Akten als unvollständig erweisen und das ei n- geholte MEDAS-Gutachten nicht verwertbar ist, liegt hier keine zuverlä s- sige, ausreichend begründ ete, nachvollziehbare, widerspruchsfreie und den gesamten Gegenstand de r vorliegenden Konstellation berücksichti- gende umfassende medizinische Auseinandersetzung mit dem Gesun d- heitszustand des Beschwerdeführers und deren Auswirkungen auf seine Arbeitsfähigkeit seit März 2005 bzw. der geltend gemachten Verschlec h- terung seit April 2007 vor. Insbesondere fehlt eine verwertbare Gesamt- beurteilung der geltend gemachten Leiden im jeweils massgebenden Zeitraum. Da die vorliegenden medizinischen Unterlagen keine abschliessende Be- urteilung der Arbeitsfähigkeit erlauben, wäre es Sache der Vorinstanz gewesen, ein gemäss den Anforderungen des Bundesgerichts entspr e- chendes Gutachten einzuholen. Die Vorinstanz hat somit den Sachverhalt mangelhaft ermittelt (Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 VwVG). 5.6. Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG entscheidet die Beschwerdeinstanz in der Sache selbst und weist diese nur ausnahmsweise zur Vornahme we i- terer Abklärungen an die Vorinstanz zurück. Ist jedoch eine entscheid -C-263/2010 Seite 21 wesentliche Frage im Verwaltungsverfahren vollständig ungeklärt gebli e- ben, kann das Gericht von der Einholung eines Gerichtsgutachtens abs e- hen und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen (BGE 137 V 210, E. 4.4.1.4). Vorliegend wurden die Fragen der Schwere der geltend gem achten Ge- sundheitseinschränkungen in somatischer (insbesondere orthopädischer und neurologischer, allenfalls auch kardiologischer und weiterer internisti- scher) und psychischer Hinsicht – bzw. die invaliditätsrelevante Verände- rung des Gesundheitszustands während des in Frage stehenden Zeit- raums – nicht geklärt. In der Folge fehlt eine verwertbare fachärztliche Gesamtsicht dazu, in welcher Weise die verschiedenen Krankheitsbilder des Beschwerdeführers interagieren bzw. wie sie sich in ihrer Gesamtheit auf die Arbeitsfähigkeit in der letzten Tätigkeit als Büroangestellter aus- wirken und inwiefern diese Tätigkeiten dem Beschwerdeführer zumutbar sind. Hinzu kommt, dass sich die Vorinstanz vorliegend nicht mit den ein- lässlich begründeten Stellungnahmen der deutsche n Fachärzte, den Ein- wendungen des Beschwerdeführers, insbesondere auch nicht mit der g e- gensätzlichen Beurteilung der MedicalServices des Arbeitge bers, ausei- nandergesetzt hat. Zudem fehlen Ausführungen zur Integrationsfähigkeit des Beschwerdeführers, bzw. eine Prüfung, ob für ihn noch ein ausgegl i- chener Arbeitsmarkt vorhanden ist (siehe act. IV/90.3 und act. 8 S. 3; vgl. z.B. THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl., Bern 2003, S. 12, mit Hinweisen), weshalb die Erstellung eines Gericht s- gutachtens ausser Betracht fällt und die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz anzuordnen ist. 6. Zusammenfassend ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung sowohl aus formeller wie auch aus materieller Sicht Bundesrecht verletzt und deshalb aufzuheben ist. Die Angelegenheit wird zur Ermittlung des Sach- verhalts im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. Diese hat unter Berücksichtigung der zu vervollständigenden Aktenlage eine sachgerechte polydisziplinäre Begutachtung insbesondere unter Bei- zug eines Facharztes der Orthopädie/Rheumatologie einzuholen, welche zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit März 2005 Stel- lung nimmt und beurteilt, bezüglich welcher Tätigkeiten dieser noch a r- beitsfähig war und wenn ja, in welchem Umfang . Im Hinblick auf die Stel- lungnahme der MedicalServices der B.________ hat die Vorinstanz z u- dem zu prüfen, ob eine Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess vo r- liegend überhaupt noch möglich ist. Anschliessend hat die Vorinstanz an-C-263/2010 Seite 22 hand eines Erwerbsvergleichs den IV-Grad zu ermitteln und neu über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers zu verfügen. 7. Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Partei - entschädigung. 7.1. Weder der unterliegenden Vorinstanz noch dem obsiegenden B e- schwerdeführer sind Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). Der am 9. Februar 2010 geleistete Kostenvorschuss von Fr. 400.- ist dem Beschwerdeführer deshalb nach Rechtskraft des vorlie- genden Urteils zurückzuerstatten. 7.2. Da der Beschwerdeführer durch die […] seines Arbeitgebers B.________ vertreten wurde, ist keine Parteientschädigung auszurichten (Art. 9 Abs. 2 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [ VGKE, SR 173.320.2]). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als dass die Verfügung vom 7. Dezember 2009 aufgehoben und die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen zur ergänzenden Klärung des Sachverhalts, zur Ermittlung des Rentenanspruchs und zur anschliessenden neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 400. - nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. C-263/2010 Seite 23 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Beat Weber Susanne Flückiger Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 600 4 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die U n- terschrift zu enthalten. Der ang efochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: