Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer III III 2023 14 Entscheid vom 25. April 2023 Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident Dr.oec. Andreas Risi, Richter Irene Thalmann, Richterin lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin Parteien A.________ Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt MLaw B.________, gegen 1.Amt für Migration (AFM), Steistegstrasse 13, Postfach 454, 6431 Schwyz, 2.Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Postfach 1260, 6431 Schwyz, Vorinstanzen, Gegenstand Ausländerrecht (Familiennachzug)2 Sachverhalt: A.1A.________ (geb. 1973; brasilianische Staatsangehörige) lernte C.________ (geb. 1970) 2016 über eine Online-Plattform kennen und besuchte ihn in der Folge in der Schweiz mehrmals im Rahmen eines Touristenvisums. Auch am 5. Februar 2019 reiste sie als Touristin in die Schweiz ein (vgl. Vi-act. 7 [i.S. A.________]) und hielt bzw. hält sich seither bei C.________ auf, wobei sie nach Überschreitung der bewilligungsfreien Aufenthaltsdauer mit Strafbefehl vom 16. November 2021 von der Staatsanwaltschaft (2. Abteilung) wegen rechtswid- riger Einreise, rechtswidrigen Aufenthalts sowie Erwerbstätigkeit ohne Bewilli- gung mit einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 30.-- und mit ei- ner Busse von Fr. 670.-- bestraft wurde (vgl. 138-140). A.2Am 13./29. April 2021 bzw. 10. Mai 2021 ersuchte C.________ das Amt für Migration um eine Aufenthaltsbewilligung zwecks Heirat bzw. Familiennachzug für A.________ (vgl. Vi-act. 14-47). Mit Verfügung vom 27. Mai 2021 erteilte das Amt für Migration A.________ zwecks Vorbereitung der Heirat die Ermächtigung zur Visumserteilung (Einreiseerlaubnis) bzw. eine Kurzaufenthaltsbewilligung (Ausweis L) bis 27. November 2021 (vgl. Vi-act. 45/57-59/62). A.3Am 28. Juni 2021 heiratete A.________ den Schweizer Staatsangehörigen C.________ in ________ (vgl. Vi-act. 68-75), woraufhin ihr das Amt für Migration am 8. Juli 2021 im Rahmen des Familiennachzuges eine Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B) bis 27. Juni 2022 (zuletzt gültig bis 27.6.2024) erteilte (vgl. Vi-act. 76/144). B.1Am 30. August 2021 ersuchte A.________ bzw. C.________ um Familien- nachzug für ihre Töchter bzw. seine Stieftöchter D.________ (geb. 2008) und E.________ (geb. 2009), welche am 8. August 2019 bzw. 29. April 2019 via Lis- sabon in den Schengen-Raum eingereist sind (vgl. Vi-act. 4-18 [i.S. D.________]; 4-17 [i.S. E.________]). Sie halten sich seit unbekanntem Datum in der Schweiz auf. B.2 Mit Schreiben bzw. E-Mail vom 11. Oktober 2021, 1. Dezember 2021, 17. Februar 2022 sowie 21. März 2022 forderte das Amt für Migration A.________ bzw. C.________ jeweils unter Fristansetzung und Hinweis auf ihre Auskunftspflichten zur Einreichung diverser Unterlagen auf (vgl. Vi-act. 22/26/63/65/142 [i.S. D.________/E.________]). Nach Einreichung zahlreicher Unterlagen (vgl. Vi-act. 22-140 [i.S. D.________ und i.S. E.________]) stellte das Amt für Migration am 3. Mai 2022 unter Gewährung des rechtlichen Gehörs die 3 Ablehnung des Gesuches um Familiennachzug für die (Stief-)Töchter in Aussicht (vgl. Vi-act. 142/147 bzw. 146 [i.S. D.________/i.S. E.________]). C. Am 23. Mai 2022 ersuchte A.________ bzw. C.________ zudem um Fami- liennachzug für ihren Sohn bzw. seinen Stiefsohn F.________ (geb. 2011), wel- cher sich seit dem 10. April 2022 in der Schweiz aufhält (vgl. Vi-act. 7-9/39-42 [i.S. F.________]). D. Mit Schreiben vom 4. Juli 2022 stellte das Amt für Migration unter Ge- währung des rechtlichen Gehörs die Ablehnung des Gesuches um Familien- nachzug sowohl für die (Stief-)Töchter als auch für den (Stief-)Sohn in Aussicht (vgl. Vi-act.150/149/44 [i.S. D.________/i.S. E.________/i.S. F.________]). C.________ reichte daraufhin weitere Unterlagen mit am 15. Juli 2022 beim Amt für Migration eingegangenem Schreiben nach bzw. äusserte sich in der Angele- genheit mit E-Mail vom 27. Juli 2022 (vgl. Vi-act.151/150/53 und 164/160/62 [i.S. D.________/i.S. E.________/i.S. F.________]). E. Mit Verfügung vom 28. Juli 2022 lehnte das Amt für Migration die Gesuche um Familiennachzug vom 30. August 2021 (Eingang: 8.9.2021) und vom 23. Mai 2022 von D.________, E.________ sowie F.________ ab (vgl. Vi- act.157ff./153ff./55ff. [i.S. D.________/i.S. E.________/i.S. F.________]). F. Die hiergegen am 25. August 2022 erhobene Verwaltungsbeschwerde (vgl. Vi-act.192ff./185ff./87ff. [i.S. D.________/i.S. E.________/i.S. F.________]) wies der Regierungsrat mit RRB Nr. 908/2022 vom 29. November 2022 ab. G. Gegen diesen RRB Nr. 908/2022 vom 29. November 2022 (Versand: 6.12.2022) lässt die inzwischen beanwaltete A.________ am 19. Januar 2023 (Versand: gleichentags) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den folgenden Rechtsbegehren: 1. Es sei der Beschluss des Regierungsrats des Kantons Schwyz Nr. 908/2022 vom 29. November 2022 aufzuheben. 2. Es sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 3. EVENTUALITER sei den Kindern der Beschwerdeführerin D.________, geb. am ________ 2008, E.________, geb. am ________ 2009, und F.________, geb. am ________ 2011, eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. 4. Alles unter Kosten- und unter Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zulasten des Beschwerdegegners. Ferner stellte sie folgendes Rechtsbegehren:4 Es sei D.________, geb. am ________ 2008, E.________, geb. am ________ 2009, und F.________, geb. am ________ 2011, der vorläufige Aufenthalt zu bewilligen. Schliesslich verlangt sie: 1. Es sei der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. 2. Es sei der Beschwerdeführerin in der Person des Unterzeichnenden, MLaw B.________, einen unentgeltlichen Rechtvertreter beizugeben. H. Mit Vernehmlassung vom 6. Februar 2023 beantragt das den Regierungs- rat instruierende Sicherheitsdepartement die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin. Das Amt für Migration beantragt mit Vernehmlassung vom 17. Februar 2023 ebenfalls die Abweisung der Be- schwerde. Mit Eingabe vom 6. März 2023 nimmt die Beschwerdeführerin Stellung zu den Vernehmlassungen. Mit Schreiben vom 10. Februar 2023 (recte: 10.3.2023) verzichtet das Amt für Migration auf eine weitere Stellungnahme. Wei- tere Eingaben liegen in der Angelegenheit nicht vor. Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.1Gemäss Art. 44 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20) vom 16. Dezember 2005 haben ausländische Ehegatten und ledige Kin- der unter 18 Jahren von Personen mit Aufenthaltsbewilligung Anspruch auf Ertei- lung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn: a. sie mit diesen zusammenwohnen; b. eine bedarfsgerechte Wohnung vorhanden ist; c. sie nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind; d. sie sich in der am Wohnort gesprochenen Landessprache verständigen können; und e. die nachziehende Person keine jährlichen Ergänzungsleistungen nach dem Bundesgesetz vom 6. Oktober 2006 über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) bezieht oder wegen des Familiennachzugs beziehen könnte. Darüber hinaus muss der Nachzug fristgerecht geltend gemacht werden (vgl. Art. 47 Abs. 1 AIG) und er darf nicht rechtsmissbräuchlich erscheinen; auch darf kein Widerrufsgrund nach Art. 62 AIG vorliegen (vgl. BGE 137 I 284 Erw. 2.7). 1.2Diese Bestimmung vermittelt für sich genommen - entgegen der ursprüngli- chen Intentionen des Bundesrates (vgl. Marc Spescha, in Spescha et al. [Hrsg.] Migrationsrecht, 5. Auflage 2019, Art. 44 Rz. 1) - keinen Rechtsanspruch auf Familiennachzug. Vielmehr bleibt hier die Bewilligungserteilung - auch wenn die 5 diesbezüglichen Voraussetzungen erfüllt sind - im fremdenpolizeilichen Ermes- sen (vgl. BGE 139 I 330 Erw. 1.2; BGE 137 I 284 Erw. 1.2). Ein Anspruch auf Er- teilung einer Aufenthaltsbewilligung kann sich indes aus dem in Art. 8 Abs. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) vom 18. April 1999 garantierten Schutz des Privatlebens ergeben, wenn eine auslän- dische Person nahe Verwandte mit einem gefestigten Anwesenheitsrecht in der Schweiz hat und die familiäre Beziehungen tatsächlich gelebt wird (vgl. BGE 144 II 1 Erw. 6.1; BGE 139 I 330 Erw. 1.2; BGE 137 I 284 Erw. 2.6). 2.1.1Mit Verfügung vom 28. Juli 2022 lehnte die Vorinstanz Ziff. 1 das Gesuch um Familiennachzug der Kinder D.________, E.________ sowie F.________ mangels Erfüllung des in Art. 44 Abs. 1 lit. c AIG statuierten Erfordernisses der Sozialhilfeunabhängigkeit der Familie ab (vgl. Erw. 5 i.V.m. Erw. 2). Sie ging da- bei in Anlehnung an die SKOS-Richtlinien von folgenden monatlichen Lebenshal- tungskosten und Nettoeinnahmen aus (Erw. 5): Grundbedarf SKOS Fr. 2'435.00 Wohnkosten Fr. 1'960.00 KK-Prämie inkl. Franchise/Selbstbehalt Fr. 1'356.40 Erwerbsunkosten Fr. 250.00 Alimente Fr. 2'200.00 Steuern Fr. 724.75 Total Lebenshaltungskosten Fr. 9'176.15 Einkommen Ehemann Fr. 7'247.40 ./. Einkommensfreibetrag Fr. -600.00 Total Netto-Einnahmen Fr. 6'647.40 monatlicher Fehlbetrag Fr. -2'528.75 2.1.2Diese Berechnung korrigierte die Vorinstanz Ziff. 2 mit angefochtenem RRB Nr. 908 vom 29. November 2022 dahingehend, als zwar eine Reduktion des monatlichen Aufwandes durch wegfallende Alimente ab 1. Dezember 2022 (Fr. 1'500.-- statt Fr. 2'200.--) sowie eine Prämienverbilligung (Fr. 268.70) von total Fr. 968.70 und Kinderzulagen von Fr. 690.-- (3 Kinder à 230.--) zu berück- sichtigen seien; gleichwohl resultiere ein monatlicher Fehlbetrag von mindestens Fr. 870.-- (vgl. Erw. 4.8 i.V.m. Erw. 4.4.2 und Erw. 4.5.3). Daran vermöge selbst eine Steigerung des Erwerbseinkommens nichts zu ändern, da damit eine Er- höhung der Steuerbelastung einhergehe; eine Erhöhung des steuerbaren Rei- neinkommens könnte zudem eine Verringerung bzw. den Wegfall des Anspruchs auf Prämienverbilligung bewirken; vor diesem Hintergrund ergebe sich selbst dann ein Fehlbetrag, wenn die Fremdbetreuungskosten unberücksichtigt blieben und von einem zusätzlichen Erwerbseinkommen auszugehen wäre; mithin sei 6 der Nachweis genügender finanzieller Mittel nach wie vor nicht erbracht; es sei daher von einer erheblichen Wahrscheinlichkeit auszugehen, dass die Be- schwerdeführerin bzw. ihre Familie zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts ins- künftig auf Sozialhilfe angewiesen sein werde; damit sei jedoch die Familien- nachzugsvoraussetzung von Art. 44 Abs. 1 lit. c AIG nicht erfüllt (vgl. Erw. 4.8). 2.2Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor Verwaltungsgericht vor, die Vorinstanz sei bei der Berechnung der finanziellen Verhältnisse von unrichtigen Tatsachen ausgegangen (vgl. Beschwerde vom 19.1.2023 Ziff. 56 i.V.m. Ziff. 42- 55). Sie begründet dies damit, es treffe zwar zu, dass ihr Ehemann seiner Ex- Frau einen nachehelichen Unterhalt schulde; indes habe sich dieser seit dem 1. Dezember 2022 (bis 30.11.2023) auf Fr. 1'000.-- reduziert bzw. falle ab dem 1. Dezember 2023 weg; ferner schulde er seiner Ex-Frau nicht bezahlte Unter- haltsbeiträge in der Höhe von Fr. 10'000.--, welche er ab 1. Dezember 2022 in monatlichen Raten von Fr. 500.-- abbezahle (vgl. Ziff. 32/62). Ferner würden die Ehegatten den finanziellen Unterhalt gemeinsam bestreiten; ihr Ehemann verdie- ne bei der G.________ ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 6'349.60 (nach Abzug der Krankenkassenprämien) und bei der H.________ AG eines von rund Fr. 219.65 sowie bei der I.________ AG von rund Fr. 523.45; sie selber verdiene bei der H.________ AG einen monatlichen Nettolohn von rund Fr. 178.80 und bei der I.________ AG einen solchen von rund Fr. 119.25 (vgl. Ziff. 37-39/45/51/53). Auch wendet die Beschwerdeführerin ein, die Kosten für die Krankenkasse inklu- sive aktueller individueller Prämienverbilligung (nachfolgend: IPV) würden direkt vom Lohn des Ehemannes in Abzug gebracht; darüber hinaus würden sich aus der Summe aller Franchisen und Selbstbehalte monatliche Kosten von lediglich Fr. 412.50 ergeben, welche sich nur dann materialisieren würden, wenn alle Fa- milienmitglieder krank würden; zudem sei der Einkommensfreibetrag von monat- lich Fr. 600.-- unbegründet (vgl. Ziff. 45). Hinsichtlich des Anspruchs auf IPV er- weise sich zwar die vorinstanzliche Auffassung, wonach dieser mit steigendem Reineinkommen sinke, als richtig; indes sei ebenfalls die Grösse des Haushalts massgebend, da damit die finanzielle Leistungsfähigkeit der einzelnen Personen anteilsmässig sinke (vgl. Ziff. 48). Ähnlich verhalte es sich mit der Steuerbelas- tung bei gesteigertem Erwerbseinkommen und beim Bezug von Kinderzulagen; diese Steigerung falle im Verhältnis zum zusätzlichen Einkommen nicht massge- blich ins Gewicht; bei der Berechnung sei denn auch bereits ein Betrag von mo- natlich Fr. 808.-- zur Zahlung von Steuern miteingerechnet (vgl. Ziff. 55). Sie ge- langt zur folgenden Aufstellung der finanziellen Verhältnisse (Bf-act. 8): Mietzins Fr. 1'960.00 KK Sohn Fr. 67.75 Zusatzversicherung Sohn Fr. 3.357 Krankheitskosten Franchise/Selbstbehalt Fr. 412.50 Steuern Fr. 808.00 Einkommensfreibetrag Fr. 400.00 Alimentenzahlung Fr. 1'500.00 Grundbetrag 5-Personenhaushalt Fr. 2'495.00 Total Ausgaben Fr. 7'646.60 G.________ Ehemann (KK-Prämien bereits abgezogen) Fr. 6'349.60 H.________ AG Ehemann Fr. 219.65 I.________ AG C.________ Fr. 523.45 H.________ AG Ehefrau Fr. 178.80 I.________ AG Ehefrau Fr. 119.25 Kinderzulagen Fr. 690.00 Total Netto-Einkommen Fr. 8'080.75 monatliche Sparquote Fr. 434.15 Mithin zeige sich, dass sich die finanzielle Situation der Familie entgegen der vor- instanzlichen Annahme sogar überaus positiv entwickelt habe; zum aktuellen Zeitpunkt resultiere eine monatliche Sparquote von Fr. 434.15 (vgl. Ziff. 61/40). Schliesslich könne sogar von einer künftigen Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse ausgegangen werden (vgl. Ziff. 62). 2.3.1Ergänzend wendet die Vorinstanz Ziff. 2 ein, die geltend gemachten zu- sätzlichen Erwerbseinnahmen seien weder zumutbar noch nachhaltig und daher auf längere Sicht unrealistisch; nachdem der Ehemann bereits ein 100%-Pensum als Gleisarbeiter innehabe, bringe eine zusätzliche Tätigkeit zwangsläufig ein er- höhtes Sicherheits- und Unfallrisiko mit sich; der Beschwerdeführerin sei ohnehin neben ihren Betreuungsaufgaben für drei Kinder - wenn überhaupt - im Sinne des Kindeswohls nur ein beschränktes Arbeitspensum zumutbar (vgl. Vernehm- lassung vom 6.2.2023, Ziff. 6). 2.3.2Unter Berücksichtigung der Erläuterungen des angefochtenen regierungs- rätlichen Beschlusses sowie der von der Beschwerdeführerin eingereichten Un- terlagen passte die Vorinstanz Ziff. 1 ihre Berechnung vor Verwaltungsgericht an und ermittelte in der Gegenüberstellung der Lebenshaltungskosten und der mo- natlichen Nettoeinnahmen neu einen Fehlbetrag von Fr. 1'302.40 (vgl. Vernehm- lassung vom 17.2.2023, S. 2). 2.4Dagegen bringt die Beschwerdeführerin schliesslich vor, dass entgegen der regierungsrätlichen Auffassung Steuern bei der Berechnung eines allfälligen So- zialhilfeanspruchs nicht zu berücksichtigen seien (vgl. Replik vom 6.3.2023 Ziff. 10) und die angegebenen Erwerbstätigkeiten der Beschwerdeführerin und ihres Ehemannes sehr wohl zumutbar wie auch nachhaltig seien; komme hinzu, dass die Unterhaltspflicht ihres Ehemannes gegenüber seiner Ex-Frau bis zum 8 30. November 2023 befristet sei, weshalb sich ab jenem Zeitpunkt jegliche Ge- fahr der Abhängigkeit von Sozialhilfe endgültig erübrige, selbst wenn ihr Ehe- mann seine Nebenerwerbstätigkeit aufgeben sollte (vgl. Ziff. 11). Auch die neue Berechnung der Vorinstanz Ziff. 1 vermöge bezüglich der monatlichen Einnahmen und Ausgaben nicht zu überzeugen (vgl. Ziff. 14-20). Sie verweist dabei auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach eine konkrete Gefahr der Sozialhilfeabhängigkeit gefordert sei und blosse finanzielle Bedenken nicht zu genügen vermöchten; ebenso wenig könne auf Hypothesen und pauschalisierte Gründe abgestellt werden; es müsse von den aktuellen Verhältnissen ausgegangen und die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf lange Sicht abgewogen werden (vgl. Ziff. 21). Dabei gelte es in casu zu beachten, dass der Ehemann seit September 2022 im Nebenerwerb zusätzlich monatlich rund Fr. 1'100.-- zu erwirtschaften vermöge; dabei könne jedoch mitnichten von einem Gesundheitsrisiko ausgegangen werden (vgl. Ziff. 22). 3.Zunächst gilt es festzustellen, dass die Vorinstanzen die Erfüllung der Voraussetzungen, dass die Beschwerdeführerin über eine gültige Aufenthaltsbe- willigung verfügt, die Kinder bei Gesuchseinreichung noch nicht 18-jährig waren, sie beim Nachzug bei der Familie der Beschwerdeführerin wohnen können (Art. 44 Abs. 1 lit. a AIG), eine bedarfsgerechte Wohnung vorhanden ist (Art. 44 Abs. 1 lit. b AIG) und der Nachzug fristgerecht geltend gemacht wurde (Art. 47 Abs. 1 AIG), nicht in Frage stellen (vgl. Verfügung vom 28.7.2022 Erw. 3/4; RRB Nr. 908/2022 vom 29.11.2022 Erw. 4.2). Insoweit sind die Anforderungen (vgl. vor- stehend Erw. 1.1) an den Familiennachzug unstrittig als erfüllt zu betrachten. 4.Demgegenüber gelangten die Vorinstanzen zum Schluss, die Familie wür- de das in Art. 44 Abs. 1 lit. c AIG statuierte Erfordernis der Sozialhilfeunabhän- gigkeit nicht erfüllen. Strittig und zu beurteilen ist mithin nachfolgend einzig, ob die Gefahr einer Sozialhilfeabhängigkeit besteht. 4.1.1Mit der Bewilligungsvoraussetzung der Sozialhilfeunabhängigkeit im Sinn von Art. 44 Abs. 1 lit. c AIG soll über das betreibungsrechtliche Existenzminimum hinaus auch das soziale Existenzminimum sichergestellt werden. Das Zulas- sungskriterium der Sozialhilfeunabhängigkeit dient der Entlastung der Sozialhilfe und der öffentlichen Finanzen und ist als Voraussetzung des Familiennachzugs konventionsrechtlich anerkannt (vgl. Urteil BGer 2C_835/2018 vom 8.4.2019 Erw. 4.3 m.H.). Finanzielle Gründe stehen somit der Familienzusammenführung dann entgegen, wenn die Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen Fürsorge- abhängigkeit besteht. Auszugehen ist von den aktuellen Verhältnissen, wobei die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf längere Sicht mit zu berücksichtigen 9 ist, d.h. es ist ausgehend von den aktuellen Verhältnissen eine Prognose in Be- zug auf die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf längere Sicht zu treffen und zwar (vgl. BGE 139 I 330 Erw. 4.1f.; Urteil BGer 2C_944/2021 vom 25.2.2022 Erw. 4.6). Der Abweisungsgrund der Fürsorgeabhängigkeit setzt die konkrete Gefahr einer andauernden Fürsorgeabhängigkeit voraus; blosse, finan- zielle Bedenken bzw. eine bloss abstrakte Gefahr der vorübergehenden Sozial- hilfeabhängigkeit genügen bzw. genügt hierfür jedenfalls nicht (vgl. Urteile BGer 2C_944/2021 vom 25.2.2022 Erw. 4.2 mit Hinweis auf 2C_35/2019 vom 15.9.2020 Erw. 4.1; 2C_685/2010 Erw. 2.3.1 vom 30.5.2011; Spescha, a.a.O., Art. 44 Rz. 1 i.V.m. Art. 43 Rz. 4). 4.1.2Das Kriterium der fehlenden Sozialhilfeabhängigkeit ist erfüllt, wenn die fi- nanziellen Mittel ausreichen, um das soziale Existenzminimum gemäss den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe für die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien) zu decken. Anzurechnen sind dabei sämtliche Eigenmittel wie Erwerbseinkommen, Sozialversicherungsleistun- gen, Vermögenserträge etc. In die Beurteilung miteinzubeziehen ist nicht nur das Einkommen des hier anwesenheitsberechtigten Familienangehörigen, sondern die finanziellen Möglichkeiten aller Familienmitglieder (vgl. BGE 139 I 330 Erw. 4.1; BGE 122 II 1 Erw. 3c). Das Einkommen des Angehörigen, der an die Le- benskosten der Familie beitragen soll und kann, ist daran zu messen, ob und in welchem Umfang dieses denn auch tatsächlich realisierbar ist; die Betreuung der Kinder muss dabei sichergestellt sein (vgl. Spescha, a.a.O., Art. 44 Rz. 3 i.V.m. Art. 43 Rz. 4). Insofern müssen die Erwerbsmöglichkeiten und das damit verbun- dene Einkommen im Sinn der Mitwirkungspflicht nach Art. 90 AIG bzw. § 19 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 kon- kret belegt und mit gewisser Wahrscheinlichkeit sowie auf mehr als nur kurze Frist erhärtet sein, um Berücksichtigung zu finden (vgl. BGE 139 I 330 Erw. 4.1; BGE 122 II 1 Erw. 3c; Urteil BGer 2C_835/2018 vom 8.4.2019 Erw. 4.3 m.w.H.). 4.1.3Für die Verweigerung des Familiennachzugs nicht erforderlich ist hingegen, dass bereits effektiv Sozialhilfegelder bezogen worden sind (vgl. BGE 122 II 1 Erw. 3c), zumal der finanzielle Bedarf der Familie sich bei Bewilligung des Fami- liennachzugs eines Kindes regelmässig erhöht, ohne dass diese Zusatzausga- ben (immer) mit einem zusätzlichen Familieneinkommen einhergehen würden (vgl. Urteil BGer 2C_835/2018 vom 8.4.2019 Erw. 4.3). 4.2 Die Vorinstanz Ziff. 1 ging zunächst von einem monatlichen Fehlbetrag von Fr. 2'528.75 bei monatlichen Lebenshaltungskosten von Fr. 9'176.15 und monat- lichen Nettoeinnahmen von Fr. 6'647.40 aus (vgl. vorstehend Erw. 2.1.1). Diese 10 Berechnung korrigierte die Vorinstanz Ziff. 2 dahingehend, als von einem monat- lichen Fehlbetrag von Fr. 1'560.-- bzw. von Fr. 870.-- (unter Einbezug von allfälli- gen Kinderzulagen in der Höhe von Fr. 690.--) auszugehen sei (vgl. vorstehend Erw. 2.1.2). Nunmehr geht die Vorinstanz Ziff. 1 - mit Verweis auf den regie- rungsrätlichen Beschluss - von einem monatlichen Fehlbetrag von Fr. 1'302.40 aus - basierend auf folgenden Prämissen (vgl. vorstehend Erw. 2.3.2): Grundbedarf für den Lebensunterhalt von fünf Personen Fr. 2'435.00 Wohnungskosten Fr. 1'960.00 Obligatorische Krankenversicherung Fr. 643.05 Erwerbsunkosten Fr. 250.00 Kosten für die Fremdbetreuung der Kinder Fr. 250.00 Alimente Fr. 1'500.00 Steuern Fr. 703.95 Total Fr. 7'742.00 Erwerbseinkommen des Ehemannes Fr. 6'349.60 Kinderzulagen Fr. 690.00 abzgl. Erwerbsunkostenfreibetrag (Einkommensfreibetrag) Fr. -600.00 Total Fr. 6'439.60 Fehlbetrag Fr. -1'302.40 4.3.1Gemäss der migrationsamtlichen Berechnung weist die fünfköpfige Familie unstrittig einen monatlichen Grundbedarf von Fr. 2'435.-- bzw. Fr. 2'495.-- (ab 1.1.2023) sowie Wohnungskosten von monatlich Fr. 1'960.-- (vgl. u.a. Vi-act. 108f.) bzw. neu inkl. Garage Fr. 2'030.-- (vgl. Auskunft URP; VG-act. 08) aus. An dieser Stelle sei die Vorinstanz lediglich der Vollständigkeit halber darauf hingewiesen, dass mit Blick auf die geltenden Sozialhilferichtlinien ein Zu- schlag von bspw. 20% auf den Grundbetrag - analog der Praxis im Kanton Lu- zern (vgl. Vernehmlassung vom17.2.2023, S. 3 unten) - nicht ohne Weiteres ge- rechtfertigt erscheint, da es sachfremd erscheint, andere Kriterien denn für die ef- fektive Zusprache von Sozialleistungen anzuwenden (vgl. hierzu auch: Urteil BGer 2C_685/2010 vom 30.5.2011 Erw. 2.3.3). 4.3.2Gestützt auf die Aktenlage ist des Weiteren davon auszugehen, dass sich die monatlichen Krankenkassenprämien für die ganze Familie (zwei Erwachsene und drei Kinder) gesamthaft auf rund Fr. 945.10 belaufen, zusammengesetzt aus den aktenkundigen Prämien der Beschwerdeführerin von Fr. 367.55, des Ehe- mannes von Fr. 369.65 und der drei Kinder von je Fr. 69.30 (vgl. Vi-act. 19/20; 95-99; 131-133; 36-38 und Bf-act. 8; entgegen der Vernehmlassung der Vor- instanz Ziff. 1 vom 17.2.2023, S. 2). Der Lohnabrechnung G.________ für Fe- bruar 2022 kann entnommen werden, dass ein Mitgliederbeitrag J.________ von Fr. 950.85 vom Lohn abgezogen wurde, was diese Krankenkassenkosten 11 bestätigt. Im Jahr 2023 werden Fr. 1'062.35 abgezogen, was durch die allgemei- ne Prämiensteigerung erklärbar ist (vgl. Bf-act. 21). Hinzu kommen ein Zwölftel der Jahresfranchise (Beschwerdeführerin Fr. 1'000.--; Ehemann Fr. 300.--; Kinder je Fr. 400.--) von Fr. 208.33 - anstelle der von der Vorinstanz Ziff. 1 ermittelten Fr. 150.-- (vgl. Vernehmlassung vom 17.2.2023, S. 2 unten) - sowie des Selbstbehaltes (Erwachsene je Fr. 700.--; Kinder je Fr. 350.--) von unstrittig Fr. 204.16 (vgl. Vi-act. 19/20; 95-99; 131-133; 36-38 und Bf-act. 8). Schliesslich gilt es die für das Jahr 2022 ermittelte IPV in der Höhe von jährlich Fr. 3'224.55 bzw. monatlich Fr. 268.71 in Abzug zu bringen (vgl. Vernehmlas- sung vom 17.2.2023, S. 2 unten i.V.m. angefochtenem RRB Nr. 908/2022 vom 29.11.2022 Erw. 4.5; Beschwerde vom 19.1.2023, S. 16 Ziff. 48 i.V.m. Bf-act. 8). Dies ergibt für die fünfköpfige Familie zusammen (Beschwerdeführerin, Ehe- mann, drei Kinder) krankheitsbedingte Ausgaben von monatlich Fr. 1'088.88 (KK- Prämien von Fr. 945.10 zzgl. Franchise von Fr. 208.33 zzgl. Selbstbehalt von Fr. 204.16 abzgl. IPV von Fr. 268.71). Dies entspricht denn auch im Wesentli- chen sowohl der vorinstanzlichen Annahme (vgl. Vernehmlassung vom 17.2.2023, S. 2 betr. obligatorische Krankenversicherung: Fr. 643.05 [unter Hin- zurechnung der KK-Prämien des Ehemannes von Fr. 369.65 sowie der ange- passten KK-Prämien [+ Fr. 17.85] bzw. der Franchise [+ Fr. 58.33] der Be- schwerdeführerin]) wie auch der beschwerdeführerischen Annahme der krank- heitsbedingten Kosten (vgl. Bf-act. 8). Weitere krankheitsbedingte Kosten sind den Akten zudem nicht zu entnehmen. 4.3.3Die Beschwerdeführerin wehrt sich gegen die Anrechnung von Erwerbsun- kosten von Fr. 250.-- (vgl. Replik vom 6.3.2023, S. 6f. Ziff. 18), welche die Vor- instanz Ziff. 1 mit Verweis auf die SKOS-Richtlinien bzw. das Schwyzer Hand- buch für Sozialhilfe als Pauschale für sog. situationsbedingte Kosten begründet und als Beispiel auswärtige Verpflegung sowie Autokosten / Fahrspesen oder Bildungskosten nennt. Dabei gilt es zu beachten, dass in die sozialhilferechtliche Existenzminimumsberechnung lediglich die effektiven mit der Erwerbstätigkeit zusammenhängenden zusätzlichen Kosten einfliessen, und dies auch nur inso- weit, als sie über die bereits im Grundbedarf enthaltenen Kostenanteile (bspw. für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Ortsnetz oder für Nahrungsmittel und Getränke) hinausgehen (vgl. C.3.1. lit. a/f. der SKOS-Richtlinien; Version vom 1.1.2023; B.2.1 des Schwyzer Handbuchs zur Sozialhilfe, Ausgabe 2018). Entgegen der Anforderung, die effektiven Kosten zu berücksichtigen, belässt es die Vorinstanz Ziff. 1 lediglich bei der Erwähnung von Beispielen. Hierzu gilt fest- zuhalten, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin seit Jahren in einer Voll- zeitanstellung bei der G.________ tätig ist - insoweit daher einen Anspruch auf 12 ein Generalabonnement (2. Klasse) hat (vgl. https://G.________ ; eingesehen am 28.3.2023) - und dass die Beschwerdeführerin wie auch ihr Ehemann in ihrer Tätigkeit als Zeitungszustellende für die Benutzung ihres Fahrzeuges seitens Ar- beitgeber entschädigt werden (vgl. Bf-act. 22-25/13; Vi-act. 46-47). Der Steuerer- klärung 2021 (Bf-act. 16) kann sodann entnommen werden, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin keine Kosten für auswärtige Verpflegung geltend macht, weshalb auch keine solche anzurechnen sind. Weiterbildungskosten sind ledig- lich solche der Beschwerdeführerin für Deutschkurse im Umfange von Fr. 606.10 für das Jahr 2022 bekannt (vgl. Vi-act. 113 [i.S. F.________]). Um die berufliche und soziale Integration zu fördern scheinen solche Kurse weiterhin angezeigt zu sein, was eine Berücksichtigung dieser Kosten rechtfertigt, allerdings höchstens zu Fr. 100.-- pro Monat. Schliesslich dürften diese Kosten bei prognostischer Be- trachtung abnehmen. 4.3.4Des Weiteren verlangt die Beschwerdeführerin die Streichung der Fremd- betreuungskosten mit der Begründung, eine Fremdbetreuung finde aktuell nicht statt und sei auch nicht angezeigt; die Beschwerdeführerin sei den Grossteil ihrer Zeit zu Hause; zwar gehe sie einer Nebenerwerbstätigkeit nach, jedoch nicht in einem derartigen Umfang, dass sie die Kinder in der Zeit, in welcher diese nicht in der Schule seien, nicht in angemessenem Umfang betreuen könnte; ohnehin seien die Kinder zwischen elf und 14 Jahre alt, sodass sie zu dritt einige Stunden ohne Betreuung auskommen können (vgl. Replik vom 6.3.2023, S. 6 Ziff. 16). Mit der Beschwerdeführerin ist dabei festzustellen, dass sie aktuell einer Nebener- werbstätigkeit in einem Umfang von monatlich rund 14.23h - was einem monatli- chen Pensum von 8-9% entspricht (vgl. Bf-act. 23) - sowie zusätzlich 5.231% (vgl. Bf-act. 24), total ca. 15% nachgeht. Angesichts dieser geringen Erwerbs- tätigkeit sowie des Alters der Kinder bzw. deren Einschulung ist nachvollziehbar, dass die Kinder der Beschwerdeführerin nicht (mehr) auf eine engmaschige Fremdbetreuung angewiesen sind. In der Folge sind die Fremdbetreuungskosten zu streichen, zumal hierfür denn auch keine konkreten Anhaltspunkte vorliegen und bei prognostischer Betrachtung ohnehin wegfallen werden. 4.3.5Die Vorinstanz Ziff. 1 erwog zunächst, dass der Ehemann der Beschwerde- führerin aus seiner ersten Ehe einen nachehelichen Unterhalt in der Höhe von Fr. 2'200.-- schulde (vgl. Verfügung vom 28.7.2022 Erw. 5). Mit der Beschwerde- führerin korrigierte die Vorinstanz Ziff. 2 dies dahingehend, als aufgrund des zwi- schenzeitlichen Zeitablaufs die monatlich zu leistenden Alimente gestützt auf das Scheidungsurteil des Bezirksgerichts Schwyz ab dem 1. Dezember 2022 um Fr. 700.-- auf Fr. 1'500.-- zu reduzieren seien (vgl. angefochtener RRB Nr. 908/2022 vom 29.11.2022 Erw. 4.4; vgl. Bf-act. 8). Da es indes die wahr-13 scheinliche finanzielle Entwicklung auf längere Sicht abzuwägen gilt, rechtfertigt sich vorliegend der Hinweis, dass die monatlichen Kosten für (noch offene) Un- terhaltszahlungen bereits ab dem 1. Dezember 2023 um weitere Fr. 1'000.-- re- duziert bzw. dann noch für acht Monate Fr. 500.-- betragen werden (vgl. Vi-act. 39-43 [Urteil des Bezirksgerichts Schwyz vom 16.11.2020 Erw. 2.1 i.V.m. Erw. 4.2]). Per August 2024 werden Unterhaltszahlungen somit ganz wegfallen. 4.4.1 Gingen die Vorinstanzen bei ihren angefochtenen Berechnungen noch von einem Nettoeinkommen des Ehemannes der Beschwerdeführerin bei der G.________ von monatlich Fr. 7'247.40 bzw. von einem Bruttoeinkommen von monatlich Fr. 8'708.-- (zzgl. einmaliger Treueprämie von brutto Fr. 8'569.-- im Jahr 2020) aus (vgl. Verfügung vom 28.7.2022 Erw. 5; RRB Nr. 908/2022 vom 29.11.2022 Erw. 4.3 i.V.m. Erw. 4.5.2), erachtet die Vorinstanz Ziff. 1 vor Verwal- tungsgericht eine Anpassung des Nettoeinkommens auf Fr. 6'349.60 - infolge der direkt vom Lohn abgezogenen Krankenkassenprämien des Ehemannes durch den Arbeitgeber - als angemessen. Entgegen dieser Annahme werden jedoch die Prämien aller Familienmitglieder vom Lohn abgezogen und nicht nur jene des Ehemannes. Es kann dies jedoch offen bleiben, wenn das Nettoeinkommen ohne Abzug der Prämien und die Krankheitskosten (vgl. vorstehend Erw. 4.3.2) sepa- rat berücksichtigt werden. In den Akten liegt der Lohnausweis 2021 (Vi-act. 15 [i.S. F.________]). Darin wird ein Bruttojahreslohn von Fr. 103'953.00 bzw. ein Nettolohn von Fr. 86'969.00 ausgewiesen. In den Lohnabrechnungen 2022 wie auch 2023 wird ein Jahresbruttolohn von Fr. 103'554.00 aufgeführt (vgl. Bf-act. 3, 20, 21), wes- halb von einer grundsätzlich unveränderten Lohnsituation ausgegangen werden kann. Es rechtfertigt sich, ein monatliches Nettoeinkommen bei der G.________ des Ehemannes von gerundet Fr. 7'250.-- pro Monat resp. Fr. 87'000.-- pro Jahr zu berücksichtigen. (vgl. Bf-act. 20/21; Vi-act. 112/113/126/134/165 i.V.m. Verfü- gung vom 27.7.2022 Erw. 5, RRB Nr. 908/2022 vom 29.11.2022 Erw. 4.5.2). 4.4.2 Darüber hinaus ergibt sich aufgrund der aktuellen Aktenlage, dass die Be- schwerdeführerin und ihr Ehemann weitere Einkünfte aus Nebenerwerbstätigkeit auszuweisen haben. Diese liessen die Vorinstanzen indes in ihren Berechnun- gen gänzlich unberücksichtigt mit der Begründung, es bestünde kein Anspruch auf eine Mindestbeschäftigung; zudem könnten die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann diese Arbeitspensen auf Dauer nicht im geltend gemachten Umfang ausüben (vgl. angefochtenen RRB Nr. 908/2022 vom 29.11.2022 Erw. 4.6; Ver- nehmlassung vom 6.2.2023 Ziff. 6 sowie vom 17.2.2023, S. 4 Abs. 2).14 Dem ist entgegenzuhalten, dass sowohl die Beschwerdeführerin wie auch ihr Ehemann bereits am 18. August 2022 bzw. 3. Oktober 2022 ihre Nebenerwerbs- tätigkeiten aufgenommen haben; hieraus resultierten erwiesenermassen Net- tolöhne des Ehemannes bei der I.________ AG von monatlich Fr. 523.45 (No- vember 2022) bzw. Fr. 345.85 (Dezember 2022) bzw. Fr. 331.35 (Januar 2023), bei der K.________ AG von monatlich Fr. 1'237.45 (November 2022) bzw. Fr. 1'106.15 (Dezember 2022) bzw. Fr. 1'109.25 (Januar 2023) und bei der H.________ AG von Fr. 219.65 (für November 2022) bzw. Fr. 177.85 (Dezember 2022) sowie Nettolöhne der Beschwerdeführerin bei der I.________ AG von mo- natlich Fr. 119.25 (November 2022) bzw. Fr. 329.70 (Dezember 2022) bzw. Fr. 337.10 (Januar 2023) sowie bei der H.________ AG von monatlich Fr. 178.80 (November 2022) bzw. Fr. 144.20 (Dezember 2022) bzw. Fr. 186.40 (Januar 2023) (vgl. Vi-act. 220-223/214/215/171-174; Bf-act. 3-7/22-25). Entgegen der vorinstanzlichen Auffassung zeigt sich dabei, dass die K.________ AG dem Ehemann sehr wohl einen ausbezahlten Lohn (inkl. km-Entschädigung und Zulagen, abzgl. aller Sozialleistungen) im Umfang von rund Fr. 900.-- pro Monat zusicherte (vgl. Vi-act. 171) und dieser denn auch mindestens in diesem Umfang ausbezahlt wurde. Mithin rechtfertigt sich, Fr. 900.-- aus der Nebener- werbstätigkeit des Ehemannes bei der Berechnung zu berücksichtigen. Nach- vollziehbar ist hingegen, dass sich darüber hinaus die weiteren Nebenerwerbs- tätigkeiten des Ehemannes bei der I.________ AG sowie H.________ AG ange- sichts seiner Vollzeiterwerbstätigkeit bei der G.________ langfristig als nicht zu- mutbar erweisen (vgl. u.a. Vernehmlassung vom 6.2.2023, Ziff. 6), zumal er zu- sammen mit seiner Ehefrau überdies auch noch eine Alp betreibt (vgl. Be- schwerde vom 19.1.2023, S. 13, Ziff. 36). Mithin rechtfertigt es sich zwar das Ne- benerwerbseinkommen der K.________ AG im Umfang von mindestens Fr. 900.- - anzurechnen. Darüber hinaus haben jedoch allfällige Einkünfte des Ehemannes aus der Nebenerwerbstätigkeit bei der I.________ AG sowie bei der H.________ AG unberücksichtigt zu bleiben, da insoweit nicht von einem mit hoher Wahr- scheinlichkeit dauerhaft erzielbaren Nebeneinkommen ausgegangen werden kann. Demgegenüber spricht nichts gegen die Berücksichtigung des ausgewiesenen, monatlich durchschnittlichen Nettoeinkommens der Beschwerdeführerin von rund Fr. 400.-- (I.________ AG: Fr. 262.--; H.________ AG: Fr. 169.80), zumal dies einem Pensum von lediglich rund 15% entspricht und damit auch angesichts des Alters der Kinder (zwischen elf und 14 Jahre) sehr wohl auf Dauer mit der Be- treuungssituation im Einklang steht (vgl. vorstehend Erw. 4.3.4).15 4.4.3 Vorinstanz und Beschwerdeführerin berücksichtigen schliesslich Steuer- kosten in der Höhe von 10% des Nettoeinkommens (vgl. angefochtener RRB Nr. 908/2022 vom 29.11.2022 Erw. 4.3; Beschwerde vom 19.1.2023, S. 18, Ziff. 55 [im Widerspruch dazu: Replik vom 6.3.2023, S. 7, Ziff. 19]; Vernehmlas- sung vom 6.2.2023, S. 2, Ziff. 5 und vom 17.2.2023, S. 3). Es entspricht dies Fr. 855.-- (10% von Fr. 7'250 + Fr. 900 + Fr. 400). 4.4.4 Unstrittig sind die Kinderzulagen in der Höhe von Fr. 690.-- (3 x Fr. 230.--) zu berücksichtigen (vgl. angefochtenen RRB Nr. 908/2022 vom 29.11.2022 Erw. 4.7; Vernehmlassung vom 17.2.2023, S. 3; Bf-act. 8). 4.5 Die Vorinstanz berücksichtigt schliesslich einen Einkommens-Freibetrag von Fr. 600.--, was die Beschwerdeführerin bestreitet. Gemäss RRB Nr. 1185/2015 vom 9. Dezember 2015 Erw. 2.2.1 kann in Konkre- tisierung der SKOS-Richtlinien die Obergrenze für den Einkommens-Freibetrag für vollerwerbstätige Personen im ersten Arbeitsmarkt, die das 16. Altersjahr voll- endet haben, auf Fr. 600.-- pro Monat und Person festgelegt werden (vgl. Schwyzer Handbuch für Sozialhilfe Erw. 1.2). Mit dem Einkommens-Freibetrag (EFB) wird primär das Ziel verfolgt, die Er- werbsaufnahme oder die Erhöhung des Arbeitspensums von Sozialhilfeempfän- gern zu erleichtern und damit die Integrationschancen zu verbessern. So soll ein Anreiz zur möglichst umfassenden und einträglichen Erwerbstätigkeit von Unter- stützten geschaffen werden, wodurch dauerhaft finanzielle Leistungen der Sozi- alhilfe eingespart werden können (vgl. VGE III 2017 82 vom 28.6.2017 Erw. 4.4). Der EFB ist damit erklärtermassen als Anreiz für unterstützte Personen geschaf- fen, weshalb es sich zumindest fragt, ob er auch im Migrationsrecht im Rahmen der prognostischen Abschätzung der Sozialhilfebedürftigkeit zu berücksichtigen ist. Die Frage kann indes offengelassen werden, weil vorliegend auch mit Berücksichtigung eines monatlichen EFB von Fr. 600.-- ein monatlicher Über- schuss resultiert, wie nachfolgende Aufstellung zeigt. 4.6Mithin ist die Bedarfsberechnung wie folgt anzupassen bzw. abzuändern: Grundbedarf für den Lebensunterhalt von fünf Personen Fr. 2'495.00 Wohnungskosten (aktuell) Fr. 2'030.00 Krankenkassenprämien (gemäss Lohnabzug Januar 2023) Fr. 1062.35 Krankheitskosten (Franchise, Selbstbehalt) Fr. 412.50 Prämienverbilligung Fr. - 268.71 Erwerbsunkosten Fr. 100.00 Kosten für die Fremdbetreuung der Kinder Fr. 0.00 Alimente Fr. 1'500.00 Steuern Fr. 855.00 Total Fr. 8'186.1416 Erwerbseinkommen des Ehemannes (G.________) Fr. 7'250.00 Nebenerwerbstätigkeit des Ehemannes (K.________ AG) Fr. 900.00 Nebenerwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin Fr. 400.00 Kinderzulagen (3 x Fr. 230.--) Fr. 690.00 abzgl. Erwerbseinkommensfreibetrag Fr. -600.00 Total Fr. 8'640.00 monatlicher Sparbetrag Fr. 453.86 Dem verfügbaren Einkommen von durchschnittlich Fr. 8'640.-- ist der monatliche Bedarf der Beschwerdeführerin und ihrer Familie von Fr. 8'186.14 gegenüberzu- stellen. Damit ergibt sich, dass sie einen Sparbetrag von rund Fr. 453.86 zu er- wirtschaften vermögen. Kommt hinzu, dass sich dieser Sparbetrag - wie dies die Beschwerdeführerin zu Recht anfügt (vgl. Beschwerde vom 19.1.2023, S. 20, Ziff. 62) - bereits in absehbarer Zeit um Fr. 1'000.-- auf rund Fr. 1'453.-- erhöhen wird, sobald die monatlichen Kosten für den nachehelichen Unterhalt ab dem 1. Dezember 2023 auf Fr. 500.-- reduziert werden und acht Monate später gar um weitere Fr. 500.-- (vgl. vorstehend Erw. 4.3.5). Insofern ist auf längere Sicht sogar von einer künftigen bzw. stetigen Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin und ihres Ehemannes auszugehen. Dies gilt selbst dann, wenn die Prämienverbilligung wegfallen sollte. Auch gilt es darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann in der Vergangenheit im Wesentlichen ihren Zahlungsverpflichtungen nachzu- kommen vermochten. Gegenüber der Beschwerdeführerin liegt per 11. August 2022 einzig eine Forderung des Amtes für Justizvollzug des Kantons Schwyz im Umfang von Fr. 1'650.-- vor (vgl. Bf-act. 14), währenddessen gegenüber dem Ehemann offenbar Unterhaltszahlungen betreibungsrechtlich eingefordert wur- den, die indes bereits im Rahmen der pfändbaren Lohnquote Berücksichtigung finden. Verlustscheine sind keine ausgewiesen. Eine massive Schuldenbelastung ist weder ersichtlich, noch bringen die Vorinstanzen entsprechendes vor. Auch bringen die Vorinstanzen nicht vor, die Beschwerdeführerin und ihre Familie hät- ten in der Vergangenheit von der Sozialhilfe unterstützt werden müssen (vgl. vor- stehend Erw. 4.1.3). Die finanziellen Bedenken der Vorinstanzen alleine genügen demgegenüber nicht, die Voraussetzungen von Art. 44 Abs. 1 lit. c AIG (man- gelnde Sozialhilfeabhängigkeit) nicht als erfüllt zu betrachten (vgl. vorstehend Erw. 4.1.1). Abschliessend sei vermerkt, dass sich der Bruttomedianlohn für eine Vollzeitstel- le (privater und öffentlicher Sektor zusammen) in der Schweiz im Jahr 2020 auf Fr. 6'665.-- belief, in der Zentralschweiz auf Fr. 6'585.-- (vgl. Medienmitteilung BfS vom 28.3.2022; https://www.bfs.admin.ch/asset/de/21224887; eingesehen 17 am 14.4.2023). Der Bruttolohn des Haupterwerbs des Ehemannes der Be- schwerdeführerin liegt um rund Fr. 2'000.-- (oder 30%) über diesem Medianlohn. Fast 70% aller Vollzeittätigen weisen ein tieferes Nettoeinkommen auf (70%- Quantil liegt bei Fr. 7'486.--; vgl. LSE 2020, Quantilsgrenzen T2 netto). Auffällige Kostenpositionen weist die Familie keine auf und werden auch von den Vor- instanzen nicht genannt. Allein schon diese Tatsache lässt es als nur schwer nachvollziehbar erscheinen, ein Familienleben nicht zuzulassen mit der Begrün- dung, es bestehe hier die Gefahr einer Sozialhilfeabhängigkeit. 4.7Aus dem Gesagten folgt, dass die Beschwerdeführerin und ihre Familie ak- tuell über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um ihren Lebensbedarf zu de- cken (vgl. vorstehend Erw. 4.6). Damit ist die wirtschaftliche Situation der Be- schwerdeführerin und ihrer Familie im heutigen Zeitpunkt als hinreichend gesi- chert zu betrachten. Prognostisch darf gar mit einer Verbesserung der Situation gerechnet werden. Vor diesem Hintergrund erweist sich die Verweigerung des Familiennachzuges bzw. der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an die Kinder der Beschwerdeführerin einzig aufgrund fehlender finanzieller Mittel im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit. c AIG als unrechtmässig. Dies führt zur Gutheissung der Be- schwerde. 5.Mit Verweis auf die Ausführungen im angefochtenen RRB Nr. 908/2022 vom 29. November 2022 Erw. 3.2 - auf den Verzicht der Vorinstanz, einer allfälli- gen Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu entziehen - sowie auf das vorlie- gende Ergebnis erübrigen sich Weiterungen zum Antrag auf vorsorgliche Mass- nahmen. 6.1Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- (inkl. Ge- richtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) dem Kanton aufzuerlegen (§ 72 VRP). 6.2.1Nachdem die vor Verwaltungsgericht beanwaltete Beschwerdeführerin vor- liegend obsiegt, ist ihr zu Lasten des Kantons eine Parteientschädigung zuzu- sprechen (§ 74 Abs. 1 VRP). 6.2.2 Die Entschädigung richtet sich nach dem Gebührentarif für Rechtsanwälte (GebTRA, SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975. § 2 des Gebührentarifs sieht als Bemessungskriterien die Wichtigkeit der Streitsache, ihre Schwierigkeit, den Um- fang und die Art der Arbeitsleistung sowie den notwendigen Zeitaufwand vor. Das Honorar beträgt für die Vertretung vor Verwaltungsgericht Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- (§ 14 GebTRA). Eine allfällige Kostennote ist zu spezifizieren und vor Fällen des Entscheides einzureichen; andernfalls wird die Vergütung nach freiem 18 Ermessen festgesetzt (§ 6 Abs. 1 GebTRA). Gestützt auf die obzitierten Normen befolgen die Verwaltungsbehörden und das Verwaltungsgericht bei der Entschä- digungsbemessung eine zurückhaltende Praxis. Die Bindung an den Gebühren- tarif und damit die notwendige Wahrung der Proportionen zwischen den ver- schiedensten Aufwandintensitäten bedingt, dass aufwandgeringe Verfahren nur so hoch entschädigt werden, dass der Gebührentarif auch für aufwandintensivste Fälle noch eine angemessene Entschädigung zulässt (EGV-SZ 2014 B1.3). So- dann beträgt der aktuell vom Verwaltungsgericht akzeptierte maximale Stunden- ansatz Fr. 220.-- inkl. MwSt (vgl. VGE III 2015 176 vom 22.12.2015 Erw. 4). 6.2.3 Mit Schreiben vom 6. März 2023 reicht die Beschwerdeführerin dem Ver- waltungsgericht eine Kostennote für das verwaltungsgerichtliche Verfahren ein. Diese beläuft sich auf insgesamt Fr. 4'953.90 und setzt sich zusammen aus ei- nem Arbeitsaufwand von 18.20 Stunden à Fr. 250.-- (entsprechend Fr. 4'550.--) und Auslagen von Fr. 49.70 sowie 7.7% MwSt von Fr. 354.20. 6.2.4 Das Verwaltungsgericht akzeptiert nach dem Gesagten einen maximalen Stundenansatz von Fr. 220.-- inkl. MwSt (vgl. VGE III 2020 70 vom 16.6.2020 Erw. 4; VGE III 2015 176 vom 22.12.2015 Erw. 4; VGE I 2013 12 vom 6.2.2013 Erw. 2.3). Der verrechnete Stundenansatz von Fr. 250.-- exkl. MwSt ist daher entsprechend zu kürzen. In Berücksichtigung der dargelegten Grundsätze (na- mentlich fehlender Anspruch auf vollständige Kompensation der Auslagen; Ge- bührenrahmen; Proportionalität verschiedenster Aufwandintensitäten), der erst- maligen Befassung mit der Angelegenheit vor Verwaltungsgericht sowie der vor- gelegten Honorarnote wird die Parteientschädigung auf Fr. 3'500.-- (inkl. Baraus- lagen und MwSt) festgelegt. 6.3Mit der Beschwerdegutheissung und Aufhebung des angefochtenen Ent- scheides ist das Dispositiv Ziff. 2 des angefochtenen RRB's Nr. 908/2022 vom 29. November 2022 hinsichtlich der Kostenfolge aufgehoben; die Vorinstanz Ziff. 2 wird den von der Beschwerdeführerin geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'500.-- zurückzubezahlen haben. Für das regierungsrätliche Verfahren ist der Beschwerdeführerin mangels anwaltlicher Vertretung keine Entschädigung zuzusprechen (vgl. statt vieler: VGE II 2021 30 vom 19.5.2021 Erw. 5.2.2). 6.4Mit der Zusprechung einer Parteientschädigung erübrigt es sich, das Ge- such um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung zu behandeln.19 Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Regierungsratsbeschluss Nr. 908/2022 vom 29. November 2022 aufgehoben; das Amt für Migration wird angewiesen, den Familiennachzug für die Kinder der Beschwerdefüh- rerin, D.________ (geb. ________2008), E.________ (geb. ________2009) sowie F.________ (geb. ________2011), zu bewilligen und die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) werden dem Kanton Schwyz auferlegt. Auf die kantonsinterne Verrechnung wird verzichtet. 3. Der Kanton hat der anwaltschaftlich vertretenen, obsiegenden Beschwerde- führerin für das vorliegende Verfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'500.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu leisten. 4. Die Kosten des Verwaltungsbeschwerdeverfahrens (inkl. Kanzleikosten) von Fr. 1'500.-- werden dem Kanton auferlegt; er hat der Beschwerdeführe- rin den vor ihr geleisteten Kostenvorschuss zurückzuzahlen. 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau- sanne 14, erhoben werden, sofern das Bundesrecht oder das Völkerrecht einen Bewilligungsanspruch einräumt (Art. 42 und 82ff., insbesondere Art. 83 lit. c Ziffer 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110). Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zu- lässig ist, kann innert 30 Tagen seit Zustellung Verfassungsbeschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt wer- den (Art. 113ff. BGG). Bei gleichzeitiger ordentlicher Beschwerde sind bei- de Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen. 6. Zustellung an: -den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R) -das Amt für Migration (EB) -den Regierungsrat des Kantons Schwyz (EB) -und das Staatssekretariat für Migration, SEM, 3003 Bern (A). Schwyz, 25. April 202320 Im Namen des Verwaltungsgerichts Der Vizepräsident: Die Gerichtsschreiberin: *Anforderungen an die Beschwerdeschrift Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru- mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Versand: 15. Mai 2023