<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00581</span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Romero-Käser<br/>Gerichtsschreiberin Kübler-Zillig</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 15. August 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Melina Tzikas</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Lorentz Schmidt Partner, Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Weinbergstrasse 29, 8006 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1979, leidet seit Geburt an einem Asperger-Syndrom (ICD-10 F84.5) und erhielt verschiedene Leistungen der Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung für Minderjährige, insbesondere Sonderschulung ab April 1988 (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 6/6, Urk. 6/14-21) sowie medizinische Massnahmen (Urk. 6/11-13, Urk. 6/30).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Mit Verfügung vom 10. Oktober 1997 sprach die Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Mai 1997 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze ausserordentliche Rente zu (Urk. 6/38). Am 4. September 1998 sowie 20. Juni 2001 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, der Rentenanspruch sei unverändert (Urk. 6/44, Urk. 6/51).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach Eingang eines am 27. Juli 2004 ausgefüllten Revisionsfragebogens (Urk. 6/53) sowie im Rahmen einer vorgesehenen psychiatrischen Begutachtung (Urk. 6/56) tätigte die IV-Stelle Abklärungen betreffend den gewöhnlichen Aufenthalt und Wohnsitz des Versicherten (Urk. 6/59-61) und gelangte zum Schluss, dass der Versicherte seit dem Jahre 1997 in den USA lebe und der Lebensmittelpunkt klar dort sei (vgl. Feststellungsblatt vom 26. Mai 2005, Urk. 6/61 S. 3). Mit Verfügung vom 9. Juni 2005 hob die IV-Stelle die bisherige Rente per Ende Juni 2000 auf und forderte die seither ausbezahlten Renten in der Höhe von insgesamt Fr. 83‘358.-- zurück (Urk. 6/67). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 10. Mai 2013 sprach der Versicherte persönlich bei der IV-Stelle vor und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beantragte die „Reaktivierung“ der früheren Rente, da er seinen Wohnsitz wieder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in der Schweiz habe (Urk. 6/83). Nach ergangenem Vorbescheid (Urk. 6/99) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 25. Oktober 2013 ab (Urk. 6/100).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 10. September 2014 erfolgte die Meldung zur Früherfassung (Urk. 6/101) so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wie am 12. November 2014 die Anmeldung zum Leistungsbezug (Urk. 6/110). Nach einem Standortgespräch mit dem Versicherten (Urk. 6/117) sowie erwerb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">li</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen (Urk. 6/116) und medizinischen Abklärungen (Urk. 6/125) wies die IV-Stelle den Versicherten mit Schreiben vom 24. September 2015 auf seine Mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkungspflicht bei beruflichen Massnahmen hin (Urk. 6/130). Am 13. Novem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2015 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, es sei eine berufliche Abklärung bei der Z.___ erforderlich (Urk. 6/139; vgl. Schlussbericht vom 8. Januar 2016, Urk. 6/145).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 14. Januar 2016 hielt die IV-Stelle fest, dass aufgrund des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gesundheitszustandes des Versicherten derzeit keine beruflichen Eingliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">massnahmen möglich seien (Urk. 6/147) und sprach ihm nach durchgeführtem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheidverfahren (Urk. 6/153, Urk. 6/158) mit Verfügung vom 19. April 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine ganze ausserordentliche Rente ab 1. Mai 2015 zu (Urk. 6/164 = Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte erhob am 18. Mai 2016 Beschwerde gegen die Verfügung vom 19. April 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei insoweit aufzuheben, als dass der Rentenanspruch erst ab dem 1. Mai 2015 bestehe, und es sei ihm eine ganze Rente ab erneuter Wohnsitznahme in der Schweiz auszurichten (Urk. 1 S. 2 Ziff. I.1-2). Mit Beschwerdeantwort vom 23. Juni 2016 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was dem Versicherten am 7. Juli 2016 mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geteilt wurde (Urk. 7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 39 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) richtet </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sich der Anspruch von Schweizer Bürgern auf ausserordentliche Renten nach den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung (AHVG). Aus Art. 42 AHVG ergibt sich sodann, dass Schweizer Bürger, die während der gleichen Zahl von Jahren versichert waren wie ihr Jahrgang, denen aber keine ordentliche Rente zusteht, weil sie bis zur Entstehung des Rentenanspruchs nicht während eines vollen Jahres der Beitragspflicht unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellt gewesen sind, mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz Anspruch auf eine ausserordentliche Rente haben.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Wegleitung über die Renten in der Eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (RWL; Stand 1. Januar 2016) lässt sich sodann entnehmen, dass der Rentenanspruch einer Person, deren Rente nur bei Wohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz ausgerichtet werden kann, mit dem Monat der Ausreise dahinfällt, sobald sie ihren Wohnsitz ins Ausland verlegt (Rz 3120).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Rentenanspruch entsteht gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Alters</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">jahres folgt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1). Die Rente wird vom Beginn des Monats an aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer in der angefochtenen Verfügung vom 19. April 2016 (Urk. 2) eine ganze Rente ab 1. Mai 2015 zu und führte dazu aus, der Beschwerdeführer habe erstmals per 1. Mai 1997 eine Rente zugesprochen erhalten. Diese Rente sei eingestellt worden, nachdem er in die USA weggezogen sei. Am 13. November 2014 sei erneut eine Anmeldung einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gangen. Nachdem ein Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Mona</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs entstehen könne, könnten die Leistungen frühestens ab Mai 2015 ausgerichtet werden (S. 3). Aus der Tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sache, dass die Rentenleistung beim Wegzug in die USA eingestellt worden sei, könne nicht gefolgert werden, dass mit erneuter Wohnsitznahme in der Schweiz ein Anspruch auf eine Rente automatisch wieder gegeben sei. Vielmehr sei der Anspruch bei Eingang eines neuen Gesuches anhand der aktuell geltenden Rechtslage neu zu prüfen (S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen der Beschwerdeantwort vom 23. Juni 2016 führte die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin ergänzend aus, der Anspruch auf eine ausserordentliche Rente bestehe laut Gesetz nur bei Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz und erlösche damit mit der Ausreise aus der Schweiz. Da der Anspruch von Gesetzes wegen erloschen sei, entstehe er frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Anmeldung erneut (Urk. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend, es stelle sich die Frage, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">was mit dem Rentenanspruch geschehe, wenn die versicherte Person ihren Wohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sitz wieder in die Schweiz verlege und die sonstigen Anspruchsvoraussetzungen für die ausserordentliche Rente nach wie vor erfüllt seien (Urk. 1 Rz 12). Sei die Rente nur deshalb dahingefallen, weil das Erfordernis des Wohnsitzes in der Schweiz weggefallen sei, so lebe der Rentenanspruch seiner Ansicht nach kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">se</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">quenterweise mit der erneuten Wohnsitznahme in der Schweiz wieder auf beziehungsweise entstehe ab diesem Zeitpunkt von Gesetzes wegen erneut, sofern die restlichen Voraussetzungen für den Rentenanspruch weiterhin erfüllt seien (Rz 13). Der von der Beschwerdegegnerin am 25. Oktober 2013 erlassene </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nichteintretensentscheid sei ganz klar unzulässig gewesen (Rz 18). Sodann könne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die sechsmonatige Karenzfrist in der vorliegenden Konstellation nicht Anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">voraussetzung sein (Rz 20). Zeitgleich mit der Rückkehr in die Schweiz sei der Anspruch auf Auszahlung der Rente wieder aufgelebt, zumal sich den Akten unmissverständlich entnehmen lasse, dass sich der Invaliditätsgrad seit der erst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">maligen Rentenzusprache im Jahre 1997 zu keinem Zeitpunkt verändert habe und gemäss der medizinischen Abklärungen nach wie vor eine volle Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkung der Erwerbsfähigkeit bestehe (Rz 22). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist demnach einzig der Beginn des Rentenanspruchs.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unbestritten und von beiden Parteien anerkannt ist zunächst, dass es sich bei der ganzen Rente, welche dem Beschwerdeführer nach Erreichen der Voll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jährigkeit per 1. Mai 1997 zugesprochen worden war (vgl. Urk. 6/38), um eine ausserordentliche Rente im Sinne von Art. 39 IVG in Verbindung mit Art. 42 AHVG handelte (Urk. 1 Rz 7, Urk. 2 S. 4). Ebenfalls ausgewiesen ist, dass der Beschwerdeführer in der Folge seinen Wohnsitz in die USA verlegte (vgl. Urk. 6/32/1, Urk. 6/49, Urk. 6/54, Urk. 6/59) und im Jahre 2006 ein vierjähriges Studium an der Y.___ mit einem Bachelor of Arts abschloss (vgl. Urk. 6/109/1-2). Mit der Verlegung des Wohnsitzes in die USA fiel der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Anspruch des Beschwerdeführers auf eine ausserordentliche Rente dahin und di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e seit Mai 1997 ausgerichtete ganze Rente wurde dementsprechend im Jahre 2005 in Anwendung von Art. 42 AHVG aufgehoben (vgl. Urk. 6/67). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Selbst wenn die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt im Rahmen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> der Rentenrevisionen in den Jahren 1998 und 2000 überprüft hat, wurde damit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entgegen der Rechtsauffassung des Beschwerdeführers das Verfahren abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlossen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und es liegt kein laufender Rentenfall mehr vor.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem der Beschwerdeführer per 30. April 2013 in die Schweiz zurückge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kehrt war (vgl. Urk. 6/84), meldete er sich am 10. Mai 2013 persönlich am Schalter der Beschwerdegegnerin und beantragte die „Reaktivierung“ der frühe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren Invalidenrente (Urk. 6/83). Nachdem er zwei Termine für Beratungsge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spräche unentschuldigt (Urk. 6/91) beziehungsweise ohne Angabe von konkre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Gründen (Urk. 6/93-94) nicht wahrgenommen hatte, wies ihn die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin mit Schreiben vom 30. August 2013 ausdrücklich auf die Mitwir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungspflicht hin und stellte die Abweisung des Leistungsanspruches in Aussicht (Urk. 6/95). Auch am letzten Besprechungstermin erschien der Beschwerdeführer ohne Abgabe eines ärztlichen Zeugnisses nicht, sodass die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 25. Oktober 2013 die Abklärung aufgrund mangelnder Mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkung einstellte und das Leistungsbegehren abwies (Urk. 6/100).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dieser Entscheid ist nicht zu beanstanden und unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Damit wurde der mit der Anmeldung am 10. Mai 2013 eröffnete Fall abgeschlossen und weitere Ausführungen dazu erübrigen sich. Der Vollständig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit halber ist einzig darauf hinzuweisen, dass es sich bei dieser Verfügung - entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Urk. 1 Rz 16-19) - nicht um einen Nichteintretensentscheid handelte, sondern um einen negativen Leistungsent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheid aufgrund mangelnder Mitwirkung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit der Anmeldung am 12. November 2014 (Urk. 6/110) wurde wiederum ein neues Verfahren eröffnet, in dessen Rahmen die Beschwerdegegnerin eine Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung der Eingliederungs- und Arbeitsfähigkeit bei der Z.___ veranlasste (Urk. 6/139).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In ihrem Schlussbericht vom 8. Januar 2016 gelangten die verantwortlichen Ärzte und Abklärungspersonen zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer schwere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> behinderungsbedingte Einschränkungen im Zusammenhang mit der Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gliederung vorlägen (Urk. 6/145 S. 11 Ziff. 3.1). Der Beschwerdeführer benö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tige einen unterstützenden Rahmen, eine Eingliederung in den ersten Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">markt sei nicht möglich. Empfohlen werde ein Arbeits- und Aufbautraining oder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine Berufsvorbereitung mit nachfolgender erster beruflicher Ausbildung im unterstützenden Rahmen. Voraussetzung dabei sei jedoch die Bereitschaft und Einsicht des Beschwerdeführers, einen unterstützenden Rahmen zu akzeptieren und sich auf die entsprechenden beruflichen Massnahmen einzulassen. Die Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gliederungsfähigkeit zu einem späteren Zeitpunkt sei momentan nicht abschätz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bar (S. 12 Ziff. 3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter Berücksichtigung des medizinischen Sachverhaltes und der Ergebnisse der beruflichen Abklärung sowie gestützt auf Art. 29 Abs. 1 IVG sprach die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin dem Beschwerdeführer mit der angefochtenen Verfügung vom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 19. April 2016 eine ganze Rente ab 1. Mai 2015 zu (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entgegen der Argumentation des Beschwerdeführers bildet Art. 29 Abs. 1 IVG eine klare gesetzliche Grundlage, welche keinen Spielraum für Abweichungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">im konkreten Einzelfall lässt. Der Rentenanspruch entsteht damit frühestens na</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ch Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruches am 12. November 2014, mithin am 1. Mai 2015.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die angefochtene Verfügung vom 19. April 2016 erweist sich damit als rechtens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gang des Verfahrens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Melina Tzikas</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannKübler-Zillig</p></div> </div></body></html>