<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00093</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203846&amp;W10_KEY=4467143&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00093</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.10.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 20.08.2004 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Parteientschädigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Pflicht zur Begründung von Entschädigungsfolgen, wenn diese nicht dem Verfahrensausgang entsprechend angeordnet werden:<br/>Kammerentscheid wegen grundsätzlicher Natur der Streitigkeit (E. 1.1). Die Behörde muss den Entscheid über Kosten und Entschädigungen begründen, wenn sie die Nebenfolgen nicht dem Verfahrensausgang entsprechend anordnet (E. 2.1); die Begründung, "dass die Voraussetzungen für die Zusprechung einer Parteientschädigung nicht erfüllt" seien, genügt den Anforderungen von Art. 29 Abs. 2 BV offensichtlich nicht (E. 2.2). Ist vor Verwaltungsgericht nur noch die Parteientschädigung für das Rekursverfahren streitig, entscheidet das Verwaltungsgericht zweckmässigerweise gleich in der Sache selbst (E. 2.3). Voraussetzungen für die Zusprechung einer Parteientschädigung im vorliegenden Fall erfüllt (E. 3.1); Höhe der Entschädigung (E. 3.2).<br/>Gutheissung (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNGSPFLICHT">BEGRÃNDUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEBENFOLGEN">NEBENFOLGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEBENFOLGENREGELUNG">NEBENFOLGENREGELUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFORMATORISCH">REFORMATORISCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Artikel 8, 9, 29 ff BV ST: ÃBRIGES ZU ART. 8,9,29 FF. BV">ÃBRIGES ZU ART. 8,9,29 FF. BV</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 Abs. 2 BV</span><br/><span class="ungerade">§ 10 Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 17 Abs. 2 lit. a VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 63 Abs. 1 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">BEZ 2004 Nr. 9</span><br/><span class="ungerade">RB 2003 Nr. 3</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Urteilstext"><b>I.</b> Mit VerfÃ¼gung vom 4. April 2002 verweigerte das Amt fÃ¼r StÃ¤dtebau der Stadt ZÃ¼rich der A AG die Baubewilligung fÃ¼r die Errichtung von drei Plakatwerbestellen (B200) auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01 an der L-Str. in ZÃ¼rich.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II.</b></p> <p class="Urteilstext">Den hiergegen erhobenen Rekurs hiess die Baurekurskommission I nach DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins am 7. Februar 2003 gut; den Antrag auf Zusprechung einer Umtriebs­entschÃ¤digung wies sie dagegen ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III.</b></p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 11. MÃ¤rz 2003 beantragte die A AG, ihr unter Aufhebung der ent­sprechenden Dispositiv Ziffer des Rekursentscheids eine angemessene ParteientschÃ¤di­gung fÃ¼r das vorinstanzliche Verfahren zuzusprechen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungs­folgen zu Lasten der Gegenpartei. Die Baurekurskommission bean­tragte am 3. April 2003 die Ab­weisung der Beschwerde, ebenso das Hochbaudepartement der Stadt ZÃ¼rich am 16. April 2003.</p> <p class="Zwischentitel">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich aus § 41 des Verwaltungsrechts­pflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG). Folglich behandelt es auch Beschwerden gegen die Verweigerung einer ParteientschÃ¤digung (Umkehrausschluss aus § 43 Abs. 3 VRG). Da der Streitwert unter Fr. 20'000.- liegt, ist an sich der Einzelrichter zustÃ¤ndig (§ 38 Abs. 2 VRG). Bei der Frage des Umfangs der BegrÃ¼ndungspflicht von richterlichen Ent­scheiden handelt es sich jedoch um einen Fall von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung, weshalb die vorliegende Sache durch die Kammer zu entscheiden ist (§ 38 Abs. 3 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die vorliegende Streitigkeit ist finanzieller Natur; die Beschwerde richtet sich somit in formeller Hinsicht nicht gegen das verfÃ¼gende Amt fÃ¼r StÃ¤dtebau, sondern gegen die Stadt ZÃ¼rich. Von der Anpassung der Parteibezeichnung im Rubrum ist Vormerk zu nehmen.</p> <p class="Urteilstext">Die beantragte Zustellung der Rechtsschriften von Vorinstanz und Gegenpartei ist Ã¼bungs­gemÃ¤ss bereits erfolgt. Anordnungen zur aufschiebenden Wirkung der Beschwerde bezÃ¼g­lich des Bauvorhabens erÃ¼brigen sich ebenfalls: Dispositiv Ziffer I des Rekursentscheids, mit welcher die Bewilligungsverweigerung aufgehoben und die Beschwerdegegnerschaft zur Bewilligungserteilung eingeladen wurde, sind mangels Anfechtung in Rechtskraft erwachsen, weshalb die umstrittene Baubewilligung ohne Verzug zu erteilen ist. Einer besonderen Anordnung bedarf es hiezu nicht. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin hat die Baurekurskommission ihren Entscheid unzureichend begrÃ¼ndet. Die BegrÃ¼ndungspflicht bildet Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999; BV). Sie ist somit formeller Natur, das heisst eine Verletzung der BegrÃ¼ndungspflicht fÃ¼hrt unbesehen von den Erfolgsaussichten in der Sache selbst zu einer Aufhebung des angefochtenen Entscheids (BGE 127 V 431 E. 3d/aa). Damit ist die RÃ¼ge vorweg zu prÃ¼fen (BGE 117 Ia 5 E. 1a).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die BegrÃ¼ndung einer Anordnung genÃ¼gt den Anforderungen von Art. 29 Abs. 2 BV bzw. § 10 Abs. 2 VRG, wenn der Betroffene dadurch in die Lage versetzt wird, deren Tragweite zu beurteilen. Damit kann er entscheiden, ob er die VerfÃ¼gung anfechten will; macht er von dieser MÃ¶glichkeit Gebrauch, weiss die Rechtsmittelinstanz wiederum, von welchen rechtlichen ErwÃ¤gungen sich die Vorinstanz leiten liess (BGE 126 I 97 E. 2b; dazu und zum Folgenden VGr, Einzelrichter, 5. September 2003, VB.2003.00014, E. 2, www.vgrzh.ch). Der Umfang der BegrÃ¼ndungspflicht hÃ¤ngt von der KomplexitÃ¤t des Falles und dem Entscheidungsspielraum der BehÃ¶rde ab (BGE 112 Ia 107, 110 E. 2b). Der Entscheid Ã¼ber Kosten und EntschÃ¤digungen bedarf dann keiner weiteren BegrÃ¼ndung, wenn die Nebenfolgen dem Verfahrensausgang entsprechend angeordnet werden (BGE 111 Ia 1 E. 2a). Der Betroffene kann in so einem Fall in der Regel ohne weiteres erkennen, dass er zum Beispiel die Kosten deshalb tragen muss, weil er verlor oder eine Parteient­schÃ¤digung eben deshalb erhÃ¤lt, weil er gewann. Weicht die BehÃ¶rde jedoch von der Ã¼blichen Kostenverteilung oder EntschÃ¤digungsregelung ab, bedarf dies besonderer BegrÃ¼ndung (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechts­pflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 10 Rz. 41): Die BehÃ¶rde hat dies­falls darzulegen, von welchen Ãberlegungen (zum Beispiel BilligkeitserwÃ¤gungen) sie sich leiten liess (Lorenz KneubÃ¼hler, Die BegrÃ¼ndungspflicht, Bern/Stuttgart/Wien 1998, S. 199; Thomas Merkli/Ar­thur Aeschlimann/Ruth Herzog, Kommentar zum Gesetz Ã¼ber die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Bern, Bern 1997, Art. 107 Rz. 3; VGr, 30. Au­gust 1993, BEZ 1993 Nr. 28 E. 3). Dies ist Folge des allgemeinen Grundsatzes, dass die BehÃ¶rde ihren Entscheid immer dann begrÃ¼nden muss, wenn sie vom Antrag des Betrof-fenen abweicht (BGE 126 I 97 E. 2b).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat im Rekursverfahren vollumfÃ¤nglich obsiegt, die beantrag­te ParteientschÃ¤digung jedoch nicht erhalten. Die Vorinstanz begrÃ¼ndete diesen Entscheid wie folgt (E. 5 des angefochtenen Entscheids):</p> <p class="EinzugZitat">"Die Voraussetzungen fÃ¼r die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung an die Rekurrentin [die heutige BeschwerdefÃ¼hrerin] sind nicht erfÃ¼llt (§ 17 VRG)."</p> <p class="EinzugZitat"> </p> <p class="Urteilstext">Dass die Vorinstanz die Voraussetzungen fÃ¼r die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung fÃ¼r nicht erfÃ¼llt hielt, konnte die BeschwerdefÃ¼hrerin bereits ohne weiteres dem Dispositiv des Entscheids entnehmen (Ziffer III des vorinstanzlichen Beschlusses). In den ErwÃ¤gun­gen hÃ¤tte die Vorinstanz dagegen begrÃ¼nden mÃ¼ssen, weshalb sie im vorliegenden Fall einen Anspruch auf ParteientschÃ¤digung verneinte bzw. die Voraussetzungen von § 17 Abs. 2 lit. a VRG als nicht erfÃ¼llt sah. Denn sind die Tatbestandsvoraussetzungen von § 17 Abs. 2 VRG erst einmal erfÃ¼llt, steht der obsie­genden Partei entgegen der Kann-Formu­lierung in der genannten Vorschrift ein Anspruch zu; eine Verweigerung dieses Anspruchs rechtfertigt sich nur "bei Vorliegen besonderer UmstÃ¤nde" (VGr, 11. Juni 1991, BEZ 1991 Nr. 25, E. 1 d, S. 26). Solche UmstÃ¤nde hat die BehÃ¶rde in ihrem Entscheid darzulegen; beschrÃ¤nkt sie sich dagegen, wie hier, auf die Wiedergabe einer inhaltsleeren formelhaften ErwÃ¤gung, wird ihr Entscheid fÃ¼r den Betroffenen unverstÃ¤ndlich, und er verstÃ¶sst somit gegen Art. 29 Abs. 2 BV. Der angefochtene Entscheid ist damit aufzuheben.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Hebt das Verwaltungsgericht die angefochtene Anordnung auf, entscheidet es in der Regel reformatorisch, das heisst in der Sache selbst (§ 63 Abs. 1 VRG). Ein kassatorischer Entscheid, also RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz (§ 64 Abs. 1 VRG), kann sich dagegen dann rechtfertigen, wenn fÃ¼r den zu treffenden Neuentscheid Ermessen auszuÃ¼ben ist (RB 1982 Nr. 42). Bei der Festsetzung der HÃ¶he der ParteientschÃ¤digung ("angemessene EntschÃ¤digung"; vgl. § 17 Abs. 2 VRG) verfÃ¼gt die Rekursinstanz Ã¼ber ein solches Ermes­sen. Schwierige Ermessensfragen sind indessen nicht zu beurteilen. Aufgrund des Grund­satzes der Verfahrensbeschleunigung (§ 4a VRG; Art. 29 Abs. 1 BV) ist Ã¼ber die Partei­entschÃ¤digung deshalb gleich in diesem Verfahren zu befinden (VGr, Einzelrichter, 5. Sep­tember 2003, VB.2003.00014, E. 3, www.vgrzh.ch; vgl. KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl § 64 Rz. 5).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Eine ParteientschÃ¤digung wird zugesprochen, wenn die Partei (1.) obsiegt hat, (2.) einen Antrag auf EntschÃ¤digung stellte und (3.) einer der in § 17 Abs. 2 VRG beispielhaft genannten TatbestÃ¤nde vorliegt. Die ersten beiden Voraussetzungen sind vorliegend erfÃ¼llt (vorn E. 2b). Damit ist im Folgenden zu prÃ¼fen, ob der Tatbestand von § 17 Abs. 2 lit. a VRG erfÃ¼llt ist. Danach hat die obsiegende Partei einen zureichenden Grund, einen Rechts­beistand beizuziehen, wenn ein komplizierter Sachverhalt oder schwierige Rechtsfragen darzulegen waren.</p> <p class="Urteilstext">Der Vertreter der BeschwerdefÃ¼hrerin legte in ihrem Rekurs eingehend dar, weshalb sich die geplanten PlakatwerbetrÃ¤ger befriedigend einordnen im Sinne von § 238 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975. Dazu musste die Ãsthetik-Vorschrift ausgelegt und die Auslegung mit Rechtsprechung und Lehre begrÃ¼ndet werden. Dazu wÃ¤re ein juristischer Laie nicht im Stande gewesen. Um der Argumentation der Beschwerdegeg­nerin etwas entgegenzusetzen und die Waffengleichheit der Parteien im Verfahren zu gewÃ¤hrleisten (vgl. Art. 29 Abs. 1 BV), musste die BeschwerdefÃ¼hrerin eine RechtsanwÃ¤l­tin beauftragen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl § 17 Rz. 11 und 27 sowie Martin Bernet, Die ParteientschÃ¤digung in der schweizerischen Verwaltungsrechtspflege, ZÃ¼rich 1986, Rz. 259). Ohne Vertreter hÃ¤tte sie weder den Sachverhalt noch die darauf anwendbaren Rechtsnormen mit der gebotenen Sorgfalt darlegen kÃ¶nnen (vgl. VGr, 11. Juni 1991, BEZ 1991 Nr. 25, E. 2a sowie Alfred KÃ¶lz, Prozessmaximen im schweize­rischen Verwaltungs­prozess, 2. A., ZÃ¼rich 1974, S. 11). Diese Sorgfalt war hier umso mehr erforderlich, als neue tatsÃ¤chliche Behauptungen vor Verwaltungsgericht grundsÃ¤tzlich nicht mehr mÃ¶glich waren (§ 52 Abs. 2 VRG) und fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin wirtschaftliche Interessen auf dem Spiel standen. Damit sind alle Voraussetzungen fÃ¼r die Zusprechung einer Partei­entschÃ¤digung gemÃ¤ss § 17 Abs. 1 lit. a VRG erfÃ¼llt. Ob auch die Voraussetzungen von lit. b dieser Bestimmung erfÃ¼llt sind, kann daher offen bleiben. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Zusprechung einer angemessenen ParteientschÃ¤digung bezweckt nicht den vollen Ersatz des der obsiegenden Partei entstandenen Aufwands (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 Rz. 36). Bei der Bemessung der HÃ¶he der ParteientschÃ¤digung ist der gesamte Ablauf des Rekursverfahrens zu berÃ¼cksichtigen. Zieht man insbesondere in Betracht, dass ein Augen­schein durchgefÃ¼hrt wurde, erscheint eine ParteientschÃ¤digung in der HÃ¶he von Fr. 1'000.- als angemessen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen und Ziff. III. des angefochtenen Entscheids aufzuheben. Die Verfahrenskosten sind auf die Gerichtskasse zu nehmen, da der Mangel des angefochtenen Entscheids von keiner der beteiligten Parteien zu vertreten war (vgl. § 66 Abs. 2 der Zivilprozessordnung vom 13. Juni 1976 sowie KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl § 13 Rz. 26 f.). Dem Ausgang des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens entsprechend ist die Beschwerdegegnerin zur Leistung einer ParteientschÃ¤digung von Fr. 400.- an die BeschwerdefÃ¼hrerin zu verpflichten (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG).</p> <p class="Zwischentitel"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und Dispositiv Ziffer III des Entscheids der Bau­rekurskommission I vom 7. Februar 2003 aufgehoben.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Verfahren vor Baurekurskommission eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innerhalb von 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Ent­scheids.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">5. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Verfahren vor Verwaltungsgericht eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 400.-- (Mehrwertsteuer inbe­griffen) zu bezahlen, zahlbar innerhalb von 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Ent­scheids.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal">6. â¦.</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>