<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2023.00059</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223544&amp;W10_KEY=13045538&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2023.00059</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 04.10.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Staats- und Gemeindesteuern 2021</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Staats- und Gemeindesteuern 2021 [Die Steuerpflichtige zahlte jährlich doppelt so hohe Beiträge an die Säule 3a wie zulässig. Da die Pflichtige der Auflage, die Rückforderung der zu viel bezahlten Beiträge jeweils mit Belegen nachzuweisen, nicht nachgekommen ist, hat das Steueramt die mutmasslich nicht zurückgeforderten zu viel bezahlten Beiträge an die Säule 3a für die Jahre 2016 bis 2021 als freies Sparen 3b qualifiziert und dem steuerbaren Vermögen zugerechnet.] Prozessgegenstand bilden nur die zu viel bezahlten Beiträge an die Säule 3a (E. 1) Da die Pflichtige zu viel an die kleine Säule 3a bezahlt hat, ist dies als Vermögen zu besteuern. Eine frühere Nichterfassung der infrage stehenden überhöhten Beiträge an die Säule 3a als Vermögensposition steht einer späteren Erfassung in einer anderen Steuerperiode nicht entgegen. Der rechtskundigen Pflichtigen war die gesetzliche Limitierung der abzugsfähigen Beiträge an die kleine Säule 3a bekannt. Wird die gesetzliche Limitierung nicht eingehalten und werden überhöhte Säule-3a-Beiträge nicht zurückgefordert, mutieren die zu viel bezahlten Beiträge zwangsläufig zu Säule-3b-Werten, die der Vermögenssteuer unterliegen. Der in den Formularen enthaltene Verzicht des Steueramtes auf Einreichung einer Bestätigung der Rückzahlung der überhöhten Beiträge an die Steuerbehörde dient lediglich der Vermeidung eines erheblichen administrativen Aufwands. Es darf erwartet werden, dass die Pflichtigen, trotz des Verzichts auf Einreichung einer Bestätigung, der Aufforderung zur Rückforderung nachkommen. Indem die Pflichtige hingegen weiterhin doppelte Einzahlungen an die Säule 3a vornahm und deklarierte, durfte das Steueramt nach entsprechenden Abklärungen davon ausgehen, dass die Pflichtige der Rückforderung der zu viel bezahlten Beiträge und Berichtigung der Vorsorgekonten nicht nachgekommen war, weshalb ihre dadurch erfolgte Vermögensbildung konsequenterweise die steuerliche Erfassung zur Folge haben musste (E. 3). Ausgangsgemässe Kostenregelung (E. 4). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEITRÃGE">BEITRÃGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PENSIONSKASSE">PENSIONSKASSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SÃULE 3A">SÃULE 3A</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMÃGEN">VERMÃGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERMÃGENSSTEUER">VERMÃGENSSTEUER</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 8 BVG</span><br/><span class="ungerade">Art. 80 BVG</span><br/><span class="gerade">Art. 7 BVV 3</span><br/><span class="ungerade">Art. 7 Abs. 3 BVV 3</span><br/><span class="gerade">Art. 33 DBG</span><br/><span class="ungerade">§ 31 Abs. 1 lit. e StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Grafik 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=65007" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">SB.2023.00059</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der Einzelrichterin</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">4. Oktober 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Ivana Drempetic.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Kanton ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch das kantonale Steueramt,</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Dienstabteilung Recht, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2021,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>A (nachfolgend: die Pflichtige) deklarierte fÃ¼r das Steuerjahr 2021 bei den Staats- und Gemeindesteuern ein Nettoeinkommen von Fr. â¦ und ein steuerbares VermÃ¶gen von Fr. â¦ Abgezogen waren an die SÃ¤ule 3a geleistete BeitrÃ¤ge in HÃ¶he von Fr. 6'883.-, wobei sowohl eine Steuerbescheinigung per 31.12.2021 der Vorsorgestiftung B der Bank C als auch eine ebensolche der Vorsorgestiftung D Ã je geleistete BeitrÃ¤ge von Fr. 6'883.- beigelegt waren. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Betreffend in der Steuerperiode 2020 ebenfalls von den zwei Vorsorgestiftungen ausgewiesene BeitrÃ¤ge an die SÃ¤ule 3a hatte das kantonale Steueramt der Pflichtigen mit Schreiben vom 9. Juli 2021 mitgeteilt, sie habe an die SÃ¤ule 3a Ã¼berhÃ¶hte BeitrÃ¤ge einbezahlt, nÃ¤mlich Fr. 13'652 anstatt der (damals) zulÃ¤ssigen Fr. 6'826.-. Die Pflichtige war daher wie folgt zum Handeln aufgefordert worden: </span></p> <p class="Urteilstext"><span> "Im Einvernehmen mit den zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden fordern wir Sie auf, Ihr Vorsorgekonto entsprechend berichtigen zu lassen und beim VorsorgetrÃ¤ger (Bankstiftung, Versicherungsgesellschaft) eine RÃ¼ckzahlung der zuviel einbezahlten BeitrÃ¤ge zu verlangen. Aufgrund dieser steuerlichen BestÃ¤tigung ist der VorsorgetrÃ¤ger hierzu sowohl berechtigt als auch verpflichtet. Im Ãbrigen liegt die RÃ¼ckzahlung der Ã¼berhÃ¶hten BeitrÃ¤ge auch in Ihrem Interesse, da bei FÃ¤lligkeit der Leistung die gesamte Kapitalzahlung, ohne RÃ¼cksicht auf die tatsÃ¤chliche AbzugsfÃ¤higkeit der BeitrÃ¤ge, zur Besteuerung gelangen wird.</span></p> <p class="Urteilstext"><b><span>Die BestÃ¤tigung der RÃ¼ckzahlung der Ã¼berhÃ¶hten BeitrÃ¤ge gemÃ¤ss diesem Formular ist der SteuerbehÃ¶rde nicht einzureichen</span></b><span>."</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>C. </span></b><span>Am 2. Juni 2022 forderte das kantonale Steueramt von der Pflichtigen bezÃ¼glich der Steuerperiode 2021 die Beantwortung folgender Fragen bzw. Einreichung der erwÃ¤hnten Unterlagen: </span></p> <p class="Urteilstext"><span> "Seit 2016 werden jÃ¤hrlich doppelt so hohe BeitrÃ¤ge an die SÃ¤ule 3a bezahlt wie zulÃ¤ssig sind. BelegsmÃ¤ssiger Nachweis, dass die Ã¼berhÃ¶hten BeitrÃ¤ge 2016â2020 jeweils zurÃ¼ckverlangt wurden."</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Mit "Mahnung Einforderung Aktenunterlagen" vom 17. August 2022 wiederholte das kantonale Steueramt die Aufforderung vom 2. Juni 2022, wobei ausdrÃ¼cklich festgehalten wurde, dass diese Einforderung als <b>Mahnung </b>gelte.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Ein weiteres Schreiben des kantonalen Steueramts vom 16. September 2022 betreffend "ÃberhÃ¶hte BeitrÃ¤ge an die SÃ¤ule 3a", Steuerperiode 2021, enthielt wÃ¶rtlich die schon mit frÃ¼herem Schreiben vom 9. Juli 2021 gemachte Aufforderung zur Berichtigung des Vorsorgekontos bzw. Veranlassung der RÃ¼ckzahlung zu viel bezahlter BeitrÃ¤ge bei den VorsorgetrÃ¤gern (vgl. Sachverhalt B). Zudem wurde mit EinschÃ¤tzungsentscheid gleichen Datums das steuerbare Einkommen betreffend die Staats- und Gemeindesteuern 2021 auf Fr. â¦ und das steuerbare VermÃ¶gen in BerÃ¼cksichtigung einer ErhÃ¶hung von Fr. â¦ auf Fr. â¦ anstatt der deklarierten Fr. â¦ festgesetzt. In der entsprechenden Berechnungsmitteilung wurde dazu folgendes festgehalten:</span></p> <p class="Urteilstext"><span>"1 Da seit 2016 aufgrund der jÃ¤hrlich doppelt so hohen Beitragszahlungen eine Bescheinigung fÃ¼r Ã¼berhÃ¶hte BeitrÃ¤ge erstellt werden muss, wird erwartet, dass inskÃ¼nftig nur noch der maximal zulÃ¤ssige Betrag einbezahlt wird. Dies umso mehr, als der maximal zulÃ¤ssige Betrag aufgrund des vorliegenden Sachverhalts ja nicht fraglich sein kann.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> 2 Mangels ErfÃ¼llung der Auflage und Mahnung vom 02.6. bzw. 17.08.2022 wird davon ausgegangen, dass die Ã¼berhÃ¶hten BeitrÃ¤ge an die SÃ¤ule 3a jeweils nicht zurÃ¼ckgefordert werden. Da es sich bei den Ã¼berhÃ¶hten BeitrÃ¤gen um freies Sparen handelt, sind die entsprechenden VermÃ¶genswerte zu erfassen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> WV deklariert â¦</span></p> <p class="Urteilstext"><span>ÃberhÃ¶hte BeitrÃ¤ge 2016â2021 <u>â¦</u></span></p> <p class="Urteilstext"><span> â¦"</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>D. </span></b><span>Dagegen erhob die Pflichtige am 19. Oktober 2022 Einsprache mit dem Antrag auf Verzicht der VermÃ¶gensaufrechnung. Die Einsprache wurde vom kantonalen Steueramt am 2. November 2022 abgewiesen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 7. Dezember 2022 erhob die Pflichtige gegen den Einspracheentscheid Rekurs beim Steuerrekursgericht. Sie beantragte die Festsetzung des steuerbaren sowie des satzbestimmenden VermÃ¶gens fÃ¼r die Staats- und Gemeindesteuern auf Fr. â¦, unter entsprechender Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge. Der Rekurs wurde am 24. April 2023 abgewiesen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 8. Juni 2023 beantragte die Pflichtige beim Verwaltungsgericht die Aufhebung des Rekursentscheids und die Festsetzung des VermÃ¶gens auf Fr. â¦, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten des Kantons ZÃ¼rich (Beschwerdegegner). Dieser beantragte am 15. Juni 2023 die Abweisung der Beschwerde, unter Kostenfolge zulasten der Pflichtigen. Es folgten keine weiteren Eingaben.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Gegenstand des Verfahrens ist nur die Erfassung der seit 2016 zu viel bezahlten BeitrÃ¤ge an die SÃ¤ule 3a als VermÃ¶gensposition betreffend die <i>Staats- und Gemeindesteuern 2021</i>. Entsprechend ist auf das Argument der Pflichtigen, aufgrund erheblicher BeitragslÃ¼cken hÃ¤tte sie abzugsfÃ¤hige PensionskasseneinkÃ¤ufe in derselben HÃ¶he machen kÃ¶nnen, weshalb keine Steuerersparnis resultiere, nicht weiter einzugehen. Zu Recht hat daher das Steuerrekursgericht festgehalten, die Pflichtige mÃ¼sse sich auf der von ihr selbst gewÃ¤hlten Rechtsgestaltung (jÃ¤hrliche Einzahlung des Doppelten der total zulÃ¤ssigen BeitragshÃ¶he auf zwei SÃ¤ule-3a-Vorsorgekonten) behaften lassen und kÃ¶nne sich nicht auf VorsorgelÃ¼cken, die womÃ¶glich mit PensionskasseneinkÃ¤ufen hÃ¤tten geschlossen werden kÃ¶nnen, berufen. </p> <p class="Erwgung2">Ebenso wenig ist die spÃ¤tere Kapitalleistungsbesteuerung Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vorliegend stellt sich wie ausgefÃ¼hrt die Frage, inwieweit die von der Pflichtigen seit 2016 zu viel bezahlten BeitrÃ¤ge an die kleine SÃ¤ule 3a per Steuerjahr 2021 als <i>VermÃ¶gen</i> zu besteuern sind. Die zu viel entrichteten BeitrÃ¤ge hat die Pflichtige indes nicht vom Einkommen abgezogen, sodass sich die Frage diesbezÃ¼glicher Aufrechnungen ebenfalls nicht stellt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.1 </b>Das Steuerrekursgericht hielt allgemein fest, bei nicht zurÃ¼ckerstatteten bzw. nicht zurÃ¼ckgeforderten Ã¼berhÃ¶hten BeitrÃ¤gen an die SÃ¤ule 3a handle es sich nicht (nur) um anwartschaftliche AnsprÃ¼che, das heisst solche mit ungewissen Aussichten auf einen kÃ¼nftigen Rechtserwerb, weshalb sie steuerfrei wÃ¤ren, sondern um RechtsansprÃ¼che, die (unter UmstÃ¤nden in einem Nachsteuerverfahren) eine VermÃ¶genssteuer auslÃ¶sten. Art. 33 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 Ã¼ber die direkte Bundessteuer (DBG) sehe fÃ¼r die direkte Bundessteuer vor, dass von den EinkÃ¼nften Einlagen, PrÃ¤mien und BeitrÃ¤ge zum Erwerb von vertraglichen AnsprÃ¼chen aus anerkannten Formen der gebundenen Selbstvorsorge abgezogen werden; der Bundesrat setze in Zusammenarbeit mit den Kantonen die anerkannten Vorsorgeformen und die HÃ¶he der abzugsfÃ¤higen BeitrÃ¤ge fest. Im Einklang mit Art. 9 Abs. 2 lit. e des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 Ã¼ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG) wÃ¼rden im hiesigen kantonalen Recht gemÃ¤ss § 31 Abs. 1 lit. e StG ebenfalls Einlagen, PrÃ¤mien und BeitrÃ¤ge zum Erwerb von vertraglichen AnsprÃ¼chen aus anerkannten Formen der gebundenen Vorsorge im Sinn und Umfang von Art. 82 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 Ã¼ber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (BVG) vom steuerbaren Einkommen abgezogen. GemÃ¤ss Art. 7 Abs. 1 lit. a der Verordnung des Bundesrats vom 13. November 1985 Ã¼ber die steuerliche Abzugsberechtigung fÃ¼r BeitrÃ¤ge an anerkannte Vorsorgeformen (BVV3) kÃ¶nnten Arbeitnehmer und SelbstÃ¤ndigerwerbende jÃ¤hrlich bis 8 % des oberen Grenzbetrags nach Art. 8 Abs. 1 BVG abziehen, wenn sie einer Vorsorgeeinrichtung nach Art. 80 BVG angehÃ¶ren. Dies seien BeitrÃ¤ge fÃ¼r die "kleine" SÃ¤ule 3a, wÃ¤hrend hÃ¶here BeitrÃ¤ge von bis zu 20 % an die "grosse" SÃ¤ule 3a gemÃ¤ss Art. 7 Abs. 1 lit. b BVV3 nur selbstÃ¤ndig und unselbstÃ¤ndig Erwerbende, die keiner 2. SÃ¤ule angehÃ¶ren, abziehen kÃ¶nnten. </p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.2 </b>Weiter fÃ¼hrte das Steuerrekursgericht aus, die jÃ¤hrlichen BeitrÃ¤ge an die SÃ¤ule 3a dÃ¼rften den gemÃ¤ss Art. 7 BVV 3 maximal abziehbaren Betrag nicht Ã¼bersteigen. Der Gesetzgeber habe dem Steuerprivileg der SÃ¤ule 3a eine klar definierte Tragweite geben wollen und auch die Auswirkungen des Steuerabzugs auf die Verrechnungssteuer bzw. VermÃ¶genssteuer vermindern wollen, unterlÃ¤gen doch die unter dem Titel der individuell gebundenen beruflichen Vorsorge einbezahlten Gelder nicht der (kantonalen und kommunalen) VermÃ¶genssteuer und deren ErtrÃ¤ge nicht der Verrechnungssteuer. Ãberschiessende BeitrÃ¤ge wÃ¼rden daher Sparkapital im Rahmen der freien Selbstvorsorge (SÃ¤ule 3b) darstellen, insoweit sie keine RisikoprÃ¤mie darstellten. Weiter verwies das Steuerrekursgericht auf Ziff. 9.1 des Kreisschreibens Nr. 18 der EidgenÃ¶ssischen Steuerverwaltung (ESTV) Ã¼ber die steuerliche Behandlung von VorsorgebeitrÃ¤gen und -leistungen der SÃ¤ule 3a vom 17. Juli 2008 folgenden Inhalts: </p> <p class="Erwgung1"> "Folgen unzulÃ¤ssiger Einzahlungen </p> <p class="Erwgung1">FÃ¼r den Vorsorgenehmer </p> <p class="Erwgung1">Auf Vorsorgekonten und in Vorsorgeversicherungen kÃ¶nnen nicht hÃ¶here BeitrÃ¤ge einbezahlt werden, als ein Abzug gemÃ¤ss Artikel 7 Absatz 1 BVV 3 zulÃ¤ssig ist. Bei der BeschrÃ¤nkung des hÃ¶chstzulÃ¤ssigen Einzahlungsbetrages geht es auch um eine BeschrÃ¤nkung der Steuerbefreiung bezÃ¼glich der Einkommens-, VermÃ¶gens- und der Verrechnungssteuer. Die einbezahlten BetrÃ¤ge sind von der VermÃ¶genssteuer ausgenommen und die ErtrÃ¤ge daraus unterliegen nicht der Verrechnungssteuer. Sind Ã¼berhÃ¶hte Einzahlungen vorgenommen worden, fordert die VeranlagungsbehÃ¶rde den Steuerpflichtigen auf, sich die zu viel einbezahlten BetrÃ¤ge vom VorsorgetrÃ¤ger zurÃ¼ckerstatten zu lassen. Die Vorsorgeeinrichtungen bezahlen nur den nominellen Ãberschussbetrag zurÃ¼ck, der auf diesem Betrag aufgelaufene Zins wird nicht zurÃ¼ckerstattet. FÃ¼r die Veranlagung wird der nicht zum Abzug zugelassene Betrag dem Einkommen sowie bei RÃ¼ckerstattungspflicht dem VermÃ¶gen des Steuerpflichtigen zugerechnet. Steuerpflichtige, welche eine RÃ¼ckerstattung nicht veranlassen, unterliegen dem Risiko eines Nach- und Strafsteuerverfahrens, da in den Folgejahren die ErtrÃ¤ge aus den Ã¼berhÃ¶hten BeitrÃ¤gen beim Einkommen sowie die Ã¼berhÃ¶hten BeitrÃ¤ge im VermÃ¶gen nicht deklariert sind." </p> <p class="Urteilstext">Diesen Vorgaben nachkommend halte die Thurgauer Steuerpraxis in StP 34 Nr. 16 Ziff. 4 bezÃ¼glich Ã¼berhÃ¶hter BeitrÃ¤ge an die SÃ¤ule 3a Folgendes fest:</p> <p class="Urteilstext">"Beitragszahlungen, welche die im Einzelfall gegebene Abzugsberechtigung Ã¼bersteigen, gelten als freie Sparleistungen. Der Ã¼bersteigende Beitrag wird nicht zum Abzug zugelassen und (inklusive der dafÃ¼r erhaltenen Zinsen) zum steuerbaren VermÃ¶gen aufgerechnet. Die Zinsen werden zudem als Einkommen aufgerechnet. </p> <p class="Urteilstext">Die VeranlagungsbehÃ¶rde fordert in einem solchen Fall den Steuerpflichtigen auf, dass er sich einen Ã¼bersteigenden Betrag von der Einrichtung der gebundenen Selbstvorsorge zurÃ¼ckerstatten lassen muss. Der Steuerpflichtige hat darÃ¼ber innert Frist eine entsprechende Bescheinigung Ã¼ber die RÃ¼ckzahlung der VeranlagungsbehÃ¶rde zukommen zu lassen."</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.3 </b>In Bezug auf den vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt kam das Steuerrekursgericht zum Ergebnis, die Pflichtige habe seit 2016 bewusst Ã¼berhÃ¶hte SÃ¤ule-3a-BeitrÃ¤ge von insgesamt Fr. â¦ geleistet (in den Jahren 2016â2018 je Fr. 6'788.-, 2019â2020 je Fr. 6'826.- und 2021 Fr. 6'883.-). Entsprechende Einzahlungen hÃ¤tten schon in den Jahren 2016 bis 2020 als steuerbares VermÃ¶gen erfasst werden sollen. Ein allfÃ¤lliges Ãbersehen wÃ¤re aber der SteuerbehÃ¶rde anzulasten, habe doch die Pflichtige den Sachverhalt transparent offengelegt. In solchen FÃ¤llen auf eine Korrektur beim VermÃ¶gen zu verzichten wÃ¼rde bedeuten, wesentliche VermÃ¶genswerte der Besteuerung zu entziehen, was nicht der Praxis des Steueramts entspreche. Dass das kantonale Steueramt in BagatellfÃ¤llen bzw. gemÃ¤ss Formular auf eine BestÃ¤tigung der RÃ¼ckzahlung verzichte, sei dem Massenverfahren und einem sich ansonsten ergebenden nicht unerheblichen administrativen Aufwand geschuldet. Es wÃ¤re abwegig, daraus ableiten zu wollen, dass im Kanton ZÃ¼rich eine diametral andere Praxis als etwa im Kanton Thurgau (wo eine RÃ¼ckzahlungsbescheinigung verlangt werde), und als im einschlÃ¤gigen ESTV-Kreisschreiben vorgesehen sei, gelten soll.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.4 </b>Soweit die Pflichtige eine angebliche Doppelbesteuerung geltend mache (VermÃ¶genssteuer und privilegierte Einkommens- bzw. Kapitalleistungssteuer), sei die angerufene Rechtsauffassung keineswegs sakrosankt. So habe (unter anderem) das Verwaltungsgericht Bern mit Urteil vom 2. Februar 2007, VGE 22481/22482 (in: BVR 2007 S. 303), entschieden, Kapitalleistungen aus der SÃ¤ule 3a im Umfang von steuerlich nicht akzeptierten BeitrÃ¤gen gÃ¤lten nicht als Kapitalleistungen aus Vorsorge und mÃ¼ssten steuerfrei bleiben. Wer Ã¼bersetzte BeitrÃ¤ge an die SÃ¤ule 3a nicht zum Abzug bringen kÃ¶nne und auf eine unmittelbare RÃ¼ckforderung verzichte, kÃ¶nne bei der spÃ¤teren Auszahlung die Freistellung dieser BeitrÃ¤ge verlangen. DafÃ¼r seien die auf den unzulÃ¤ssigen BeitrÃ¤gen erzielten Zinsen nicht zum Vorsorgetarif, sondern zum ordentlichen Tarif zu besteuern und die nicht im VermÃ¶gen deklarierten BeitrÃ¤ge unterlÃ¤gen zudem nachtrÃ¤glich der VermÃ¶genssteuer. Ebenso habe das Spezialverwaltungsgericht Aargau am 22. Oktober 2015 (3-RV.2015.92; AGVE 2015 Nr. 60 S. 333) entschieden, dass trotz fehlendem Erwerbseinkommen an die SÃ¤ule 3a einbezahlte BeitrÃ¤ge bei der Auszahlung steuerfrei blieben. Nach Auffassung des Steuerrekursgerichts wÃ¤re es daher unter UmstÃ¤nden sogar angezeigt, wenn die Schweizerische Steuerkonferenz (SSK), Vorsorge und Steuern, das im Anwendungsfall Nr. B.2.3.10 Muster, das den ZÃ¼rcher Formularen zugrunde liege, anpasse bzw. neu formuliere. Das Steuerrekursgericht bezog sich dabei auf die seiner Ansicht nach rechtlich umstrittene Formulierung, wonach die RÃ¼ckzahlung Ã¼berhÃ¶hter BeitrÃ¤ge auch im Interesse der steuerpflichtigen Person sei, da bei FÃ¤lligkeit der Leistung die gesamte Kapitalzahlung, ohne RÃ¼cksicht auf die tatsÃ¤chliche AbzugsfÃ¤higkeit der BeitrÃ¤ge, zur Besteuerung gelangten. Vorliegend mÃ¼sse es die Pflichtige aber auf die konkrete Handhabung der Kapitalleistung im FÃ¤lligkeitszeitpunkt gar nicht erst ankommen lassen, stehe sie doch nicht unmittelbar vor der Pensionierung. Es stehe grundsÃ¤tzlich weiterhin in ihrem Belieben, die Ã¼berhÃ¶hten BeitrÃ¤ge unverzÃ¼glich bzw. spÃ¤testens vor der ordentlichen LeistungsfÃ¤lligkeit zurÃ¼ckzufordern. Es gehe nicht an, dass sie eine Auswahl darÃ¼ber treffen dÃ¼rfe, wie und ob Ã¼berhaupt ihre in erheblichem Umfang Ã¼berhÃ¶hten PrÃ¤mienleistungen konkret besteuert werden sollen. Entsprechend habe das Steueramt zu Recht die Aufrechnung von Fr. â¦ als freies Sparen vorgenommen. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Pflichtige fÃ¼hrt aus, mit seiner Auflage bzw. Auflagenmahnung zwecks angeblicher VermÃ¶gensermittlung sei das Steueramt nicht nur auf in Rechtskraft erwachsene Veranlagungen zurÃ¼ckgekommen, sondern habe ausserdem eine mangels neuer Tatsachen infolge Aufrechnung von VorjahresbeitrÃ¤gen abgeschlossener Steuerperioden nicht zulÃ¤ssige Nachbesteuerung vorgenommen. Die Ã¼berhÃ¶hten BeitrÃ¤ge seien denn auch nicht der Besteuerung entzogen, sondern wÃ¼rden bei der Auszahlung konsequent und â gemÃ¤ss behÃ¶rdlicher Bescheinigung â ohne RÃ¼cksicht auf die tatsÃ¤chliche Abziehbarkeit besteuert. Sodann rÃ¤ume das Steueramt selber ein, dass in zahlreichen FÃ¤llen auf eine vermÃ¶gensrechtliche Aufrechnung verzichtet werde, was dem Massenverfahren geschuldet sei. Damit werde im Kanton ZÃ¼rich praxisgerecht eine Doppelbesteuerung vermieden. Im Kanton Thurgau werde dagegen den Steuerpflichtigen Frist zur Bescheinigung Ã¼ber die RÃ¼ckforderung (zu viel bezahlter BeitrÃ¤ge) angesetzt und im Kanton Bern wÃ¼rden explizit nicht zurÃ¼ckgeforderte Ã¼berhÃ¶hte BeitrÃ¤ge inklusive Zinsen zum VermÃ¶gen hinzugerechnet und bei der Auszahlung von der Besteuerung ausgenommen. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Dem Einwand der Pflichtigen, es sei auf in Rechtskraft erwachsene Veranlagungen zurÃ¼ckgekommen bzw. eine unzulÃ¤ssige Nachbesteuerung vorgenommen worden, kann so nicht gefolgt werden. Die rechtskrÃ¤ftigen Veranlagungen frÃ¼herer Jahre werden durch die hier infrage stehende Veranlagung gerade nicht tangiert. Dies hat denn auch das Steuerrekursgericht festgehalten, indem es die frÃ¼here NichtberÃ¼cksichtigung der Ã¼berhÃ¶hten Einzahlungen an die SÃ¤ule 3a als ein der SteuerbehÃ¶rde anzulastendes Ãbersehen taxierte, habe doch die Pflichtige den Sachverhalt transparent offengelegt (vorne, E. 2.1.3). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die frÃ¼here Nichterfassung der infrage stehenden Ã¼berhÃ¶hten BeitrÃ¤ge an die SÃ¤ule 3a als VermÃ¶gensposition steht aber der spÃ¤teren Erfassung in der Steuerperiode 2021 nicht entgegen. In zeitlicher Hinsicht entfalten definitive VeranlagungsverfÃ¼gungen nÃ¤mlich nur bezÃ¼glich der <i>Steuerperiode</i>, fÃ¼r die sie ergangen sind, Wirkungen, insbesondere Rechtskraftwirkungen. HÃ¶chstens ein Verstoss der BehÃ¶rde gegen Treu und Glauben bzw. gegen das Verbot widersprÃ¼chlichen Verhaltens kÃ¶nnte eine andere Handhabung rechtfertigen (vgl. Martin Zweifel, Michael Beusch, Hugo Casanova, Silvia Hunziker, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, Direkte Steuern, 2. A., ZÃ¼rich etc. 2018, § 26 Rz. 4). Solches ist vorliegend nicht auszumachen. Es ist davon auszugehen, dass der rechtskundigen Pflichtigen die gesetzliche Limitierung der abzugsfÃ¤higen BeitrÃ¤ge an die kleine SÃ¤ule 3a bekannt war (vgl. E. 2.1.1, E.2.1.2). Die Pflichtige macht denn auch keinen diesbezÃ¼glichen Irrtum geltend, sondern beruft sich bezÃ¼glich der Frage der VermÃ¶gensbesteuerung zu viel bezahlter BeitrÃ¤ge an die SÃ¤ule 3a auf eine andere rechtliche Betrachtung bzw. kantonale Praxis, worauf nÃ¤her einzugehen ist. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>Die Pflichtige stÃ¼tzt sich auf "behÃ¶rdliche Bescheinigungen", gemÃ¤ss denen die zu viel bezahlten BeitrÃ¤ge an die SÃ¤ule 3a bei der Auszahlung ohnehin konsequent besteuert wÃ¼rden. Deswegen sei jetzt auf die VermÃ¶gensaufrechnung zu verzichten. Es trifft zu, dass die Formularbriefe vom 9. Juli 2021 und vom 16. September 2022 eine dahingehende Rechtsauffassung wiedergeben und insoweit eine doppelte Erfassung in Form der VermÃ¶gens- und privilegierten Einkommens- bzw. Kapitalleistungssteuer ins Spiel kÃ¤me. Inwieweit dieser Rechtsauffassung bei FÃ¤lligkeit undifferenziert gefolgt werden wird, ist jedoch offen und nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens (E. 1.2). Es kann in diesem Zusammenhang auf die ausfÃ¼hrlichen vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen mit entsprechenden Hinweisen auf ausserkantonale Entscheide verwiesen werden (E. 2.1.4). Die Diskussion um die Besteuerung im Zeitpunkt der FÃ¤lligkeit steht aber der Erfassung der Ã¼berhÃ¶hten SÃ¤ule-3a-BeitrÃ¤ge als VermÃ¶gen im Steuerjahr 2021 nicht entgegen (vgl. zum Ganzen auch Felix Richner et al., Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 4. A., ZÃ¼rich 2021, § 31 N 133). Wie erwÃ¤hnt, ist die Begrenzung der jÃ¤hrlichen BeitrÃ¤ge an die dritte SÃ¤ule gemÃ¤ss § 31 Abs. 1 lit. e StG in Verbindung mit Art. 82 BVG bzw. Art. 7 BVV3 limitiert (Richner et al., Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, § 31 N. 129 f.; Silvia Hunziker/Jsabelle Mayer-Knobel in: Martin Zweifel/Michael Beusch [Hrsg.], Kommentar<span> zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz Ã¼ber die direkte Bundessteuer [DBG], 3. A., Basel 2017, Art. 33 N 28 und 28a; </span>siehe auch die korrekten vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen, vorne E. 2.1.1/2.1.2). Wird diese gesetzliche Limitierung trotzdem nicht eingehalten und werden Ã¼berhÃ¶hte SÃ¤ule-3a-BeitrÃ¤ge nicht zurÃ¼ckgefordert, mutieren aber die zu viel bezahlten BeitrÃ¤ge zwangslÃ¤ufig zu SÃ¤ule-3b-Werten, die der VermÃ¶genssteuer unterliegen (vgl. auch BGE 135 III 289 = Pra 98 [2009] Nr. 120, E. 5).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Der Hinweis in den Formularbriefen betreffend Besteuerung bei FÃ¤lligkeit der Leistung lÃ¤sst auch nicht e contrario darauf schliessen, deswegen dÃ¼rften die zu viel einbezahlten BeitrÃ¤ge in den vorangehenden Steuerperioden nicht der VermÃ¶genssteuer unterliegen. Mit den Formularbriefen wurde allem voran unmissverstÃ¤ndlich zur RÃ¼ckforderung der genannten BetrÃ¤ge und Korrektur der Vorsorgekonten aufgefordert. Entsprechend konnte die Pflichtige nicht erwarten, die SteuerbehÃ¶rde werde bei Nichtbefolgung der Aufforderung das durch den RÃ¼ckforderungsverzicht vorhandene VermÃ¶gen auch in den kommenden Perioden unbeachtet lassen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Der in den Formularen fett gedruckte Verzicht auf Einreichung einer BestÃ¤tigung der RÃ¼ckzahlung der Ã¼berhÃ¶hten BeitrÃ¤ge an die SteuerbehÃ¶rde dient, wie das Steuerrekursgericht zutreffend ausgefÃ¼hrt hat (E. 2.1.3), der Vermeidung eines erheblichen administrativen Aufwands. Dabei wird von einem einmaligen bzw. ausnahmsweisen (von der steuerpflichtigen Person auf den entsprechenden Hinweis hin zu korrigierenden) Vorkommnis ausgegangen. Wie ausgefÃ¼hrt, wurde in den Formularbriefen klar zur RÃ¼ckforderung und Berichtigung der Vorsorgekonten aufgefordert. Es darf erwartet werden, dass die steuerpflichtige Person dieser Aufforderung trotz des Verzichts der SteuerbehÃ¶rde auf Einreichung der BestÃ¤tigung der RÃ¼ckzahlung der Ã¼berhÃ¶hten BeitrÃ¤ge nachkommt. Auch Private haben im Steuerverfahren nach Treu und Glauben zu handeln (Zweifel et al., Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, § 5 Rz. 24). Nachdem die Pflichtige aber auch noch nach Erhalt des Schreibens vom 9. Juli 2021 weiterhin doppelte Einzahlungen fÃ¼r die SÃ¤ule 3a vornahm und deklarierte, musste die SteuerbehÃ¶rde vermuten, dass die Pflichtige der Aufforderung zur RÃ¼ckforderung der zu viel bezahlten BeitrÃ¤ge und Berichtigung der Vorsorgekonten nicht nachgekommen war und an der doppelten Ãufnung weiter festhielt. Dies wollte das Steueramt denn auch mit Schreiben vom 2. Juni 2022 bzw. der Mahnung vom 17. August 2022 verifizieren, indem es die Pflichtige zum Nachweis der RÃ¼ckforderung der Ã¼berhÃ¶hten BeitrÃ¤ge 2016â2020 aufforderte. Die Pflichtige kam dem aber unstreitig nicht nach. Die Aufrechterhaltung des Status quo durch die Pflichtige bzw. der so bewirkten VermÃ¶gensbildung musste somit konsequenterweise die steuerliche Erfassung zur Folge haben, was in der Berechnungsmitteilung des EinschÃ¤tzungsentscheids vom 16. September 2022 entsprechend erlÃ¤utert wurde. Daran Ã¤ndert auch das vom Steueramt mit gleichem Datum beigelegte Formularschreiben mit der Aufforderung zur RÃ¼ckforderung der <i>auch in der Steuerperiode 2021</i> zu viel einbezahlten BeitrÃ¤ge an die SÃ¤ule 3a bzw. Berichtigung der Vorsorgekonten nichts. Vielmehr hÃ¤tte die Pflichtige damit nochmals Gelegenheit zur entsprechenden RÃ¼ckforderung und Korrektur gehabt, wovon sie aber unstreitig nicht Gebrauch gemacht hat.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Eine von der Berner Praxis oder Thurgauer Praxis abweichende ZÃ¼rcher Praxis lÃ¤sst sich ebenfalls nicht im Sinn der Pflichtigen ausmachen. Wie erwÃ¤hnt, wird beim ZÃ¼rcher Verzicht auf Einreichung der BestÃ¤tigung der RÃ¼ckzahlung der Ã¼berhÃ¶hten BeitrÃ¤ge von einem einmaligen Vorkommnis ausgegangen, dies in der Erwartung, dass die steuerpflichtige Person die Angelegenheit bereinigen werde (E.3.4). Damit bzw. mit dem ausnahmsweisen Verzicht auf Aufrechnung soll einem sich andernfalls ergebenden nicht unerheblichen administrativen Aufwand entgegengewirkt werden (E. 2.1.3). Selbstredend geht damit aber nicht eine von der Thurgauer Praxis oder dem ESTV-Schreiben abweichende ZÃ¼rcher Praxis einher, wonach die zu viel einbezahlten BeitrÃ¤ge an die SÃ¤ule 3a gerade nicht als freie Sparleistung erfasst wÃ¼rden (vgl. E. 2.1.2). Die Aufforderung der SteuerbehÃ¶rde an die steuerpflichtige Person, das Vorsorgekonto berichtigen zu lassen und die RÃ¼ckzahlung der zu viel bezahlten BeitrÃ¤ge zu verlangen, wÃ¼rde denn auch keinen Sinn machen, wenn eine andere Auffassung vertreten werden wollte. </p> <p class="Erwgung2">Die von der Pflichtigen genannte Berner Praxis bezieht sich auf die Frage der Kapitalleistungsbesteuerung, was aber nicht Gegenstand dieses Verfahrens ist (E. 1.2). Inwieweit die Berner oder Aargauer Praxis bei der spÃ¤teren Kapitalleistungsbesteuerung einfliessen wird, ist offen, steht jedoch der aktuellen Erfassung der zu viel bezahlten BeitrÃ¤ge als SÃ¤ule-3b-Werte nicht entgegen (E. 3.3). Daran wÃ¼rde sich auch nichts Ã¤ndern, wenn die Rechtsauffassung der Formularbriefe vom 9. Juli 2021 bzw. 16. September 2022 hinsichtlich der Besteuerung der gesamten Kapitalzahlung bei FÃ¤lligkeit ohne RÃ¼cksicht auf die tatsÃ¤chliche AbzugsfÃ¤higkeit der BeitrÃ¤ge, je nach Konstellation, nicht standhalten sollte. Eine auf sachlichen GrÃ¼nden beruhende PraxisÃ¤nderung ist stets zulÃ¤ssig und es kann sich die steuerpflichtige Person angesichts einer sie treffenden PraxisÃ¤nderung nicht darauf berufen, ihre Dispositionen im Vertrauen auf den Fortbestand der Praxis getroffen zu haben (Richner et al., Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, VB zu §§ 119â131 N. 95 ff.). Wie die Vorinstanz zutreffend ausgefÃ¼hrt hat, muss es die Pflichtige denn auch nicht auf die konkrete Handhabung der Kapitalleistung im FÃ¤lligkeitszeitpunkt ankommen lassen, steht sie doch nicht unmittelbar vor der Pensionierung, sodass ihr entsprechende DispositionsmÃ¶glichkeiten weiterhin zur VerfÃ¼gung stehen (E. 2.1.4). </p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der Pflichtigen aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG) und es steht ihr keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG] in Verbindung mit § 152 und § 153 Abs. 4 StG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt die Einzelrichterin</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 87.50</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 587.50</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) das Steuerrekursgericht;<br/> c) das Sekretariat der GeschÃ¤ftsleitung des kantonalen Steueramts;<br/> d) das Steueramt der Stadt X;</span></p> <p class="Einzug2"><span> e) <span>die EidgenÃ¶ssische Steuerverwaltung (ESTV).</span></span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>