<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00103</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106273&amp;W10_KEY=13013577&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00103</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.09.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Unwirksamkeit des Rechtsmittelverzichts im Voraus; Rechtzeitigkeit des Rechtsmittels bei fehlender Rechtsmittelbelehrung (E.2). Falsche Bezeichnung von Verfahrensschritten oder Gremien schadet nicht (E.3). Inhalt der Begründungspflicht bei Zuschlägen (E.4). Bewertung bei drei gleichrangigen Zuschlagskriterien: Es genügt, wenn sich die in der Bewertung angeführten Gründe den Zuschlagskriterien zuordnen lassen und nicht implizit weitere Kriterien nachgeschoben werden. Die massiven Mehrkosten des Projekts der Beschwerdeführer wiegen dessen Vorteile bezüglich der beiden andern Kriterien nicht nur auf, sondern können als ausschlaggebend betrachtet werden (E.5-6). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTENEINSICHT">AKTENEINSICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEGRÃNDUNGSPFLICHT">BEGRÃNDUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FALSCHE BEZEICHNUNG">FALSCHE BEZEICHNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GLEICHRANGIGKEIT">GLEICHRANGIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEHRKOSTEN">MEHRKOSTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSMITTELBELEHRUNG">RECHTSMITTELBELEHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT">ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUORDNUNG">ZUORDNUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSCHLAGSKRITERIEN">ZUSCHLAGSKRITERIEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 lit. II BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 lit. II IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">§ 17 lit. I i SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 31 lit. I SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 33 SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 10 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Die Oberstufenschulgemeinde X fÃ¼hrte von September 2000 bis Februar 2001 ein zweistufiges Submissionsverfahren fÃ¼r die Vergabe eines Projektierungsauftrags betreffend die Erweiterung der Oberstufenschulanlage in X durch. Aufgrund der PrÃ¤qualifikation wur­den vier ArchitekturbÃ¼ros zur Einreichung eines Angebots in der zweiten Stufe des Wettbe­­werbs eingeladen. Nach PrÃ¼fung der eingegangenen Angebote forderte die VergabebehÃ¶r­de die zwei ArchitekturbÃ¼ros, die am besten bewertet waren, nÃ¤mlich die Arbeitsgemein­schaft I, von Y (Projekt "Spurt"), und die Architekten A, von Z (Projekt "1 + 1"), zu einer Ãberarbeitung ihrer Projekte auf. Mit Ent­scheid vom 27. Februar 2001 wurde der Auftrag an die Arbeitsgemeinschaft I vergeben. Den Architekten A wurde der Ent­­scheid mit Schreiben vom 28. Februar 2001 mitgeteilt. Diese verlangten am 6. MÃ¤rz eine "nachvollziehbare Gesamtbewertung beider Projekte mit vollstÃ¤ndiger Auflistung der Kriterien, Gewichtung, Punktezahl und Wertung des Preisgerichtes", weiter "Ã¼berprÃ¼fbare Angaben zur KostenschÃ¤tzung des Konkurrenzprojektes" und schliesslich auch eine Rechts­­mittel­be­lehrung. Daraufhin erklÃ¤rte die VergabebehÃ¶rde mit Antwortschreiben vom 20. MÃ¤rz 2001, es werde am Schreiben vom 28. Februar festgehalten, weitere Unterlagen wÃ¼rden nicht ab­ge­geben, zumal an der Ã¶ffentlichen Projektbesichtigung die MÃ¶glichkeit bestanden habe, sich eingehend Ã¼ber die anderen Projekte und "allfÃ¤llige Zahlen" zu informieren. Eine Rechts­mittelbelehrung erÃ¼brige sich sodann unter Hinweis auf "Punkt 1.4 der abgegebenen Planungsunterlagen", wonach der Teilnehmer "mit der Abgabe seines Vorprojektes (...) auf die Geltendmachung von Rechtsmitteln nach erfolgter EntscheidungsverÃ¶ffentlichung (verzichtet)".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Am 27. MÃ¤rz 2001 erhoben die Architekten A Beschwerde an das Ver­wal­tungs­ge­richt. Sie beantragten, es sei die Rechtswidrigkeit des angefochtenen Vergabeentscheids festzustellen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>Die Oberstufenschulgemeinde X liess mit Beschwerdeantwort vom 18. April 2001 beantragen, es sei die Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrer abzuweisen, soweit Ã¼berhaupt darauf einzutreten sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Replik und Duplik vom 8. bzw. 29. Juni 2001 hielten die Parteien an ihren Standpunkten fest. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit erforderlich, in den nachstehenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggebender kÃ¶nnen unmittel­bar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 E. 1 = ZBl 100/1999, S. 372 E. 1; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/<br/> Mar­tin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwer­de­verfahren finden die Art. 15 ff. der Interkan­tonalen Ver­einbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes vom 22. September 1996 Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Inter­kan­tonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen (IVÃ¶B-BeitrittsG) Anwendung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. GemÃ¤ss § 10 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) soll die Erledigung einer Angelegenheit schriftlich mitgeteilt werden (Abs. 1); die schriftliche Mitteilung ist zu begrÃ¼nden und mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen, die das zulÃ¤ssige ordentliche Rechtsmittel, die Rechtsmittelinstanz und die Rechtsmittelfrist bezeichnet (Abs. 2). Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin keine Rechts­­mittelbelehrung angebracht mit der BegrÃ¼ndung, entsprechend dem Vermerk in Punkt 1.4 der Ausschreibungsunterlagen habe jeder Teilnehmer "mit der Abgabe seines Vorprojektes (...) auf die Geltendmachung von Rechtsmitteln nach erfolgter Entscheidungs­­verÃ¶ffentlichung (verzichtet)". Ein solcher zum Voraus erklÃ¤rter Rechtsmittelverzicht ist indessen nach Lehre und Praxis unwirksam (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 56, mit weiteren Hinweisen). Mithin ist die Rechtsmittelbelehrung vorliegend zu Unrecht unterblieben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Rechtmittelbelehrung bildet formelles GÃ¼ltigkeitserfordernis einer Anordnung. Fehlt sie, beginnt die Rechtsmittelfrist nicht zu laufen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 51, auch zum Folgenden). Das Fehlen jeglicher Rechtsmittelbelehrung bedeutet jedoch nicht, dass ein Rechtsmittel noch beliebig lang erhoben werden kÃ¶nnte. Vielmehr wird von den Rechtsuchenden in Anwendung des auch im prozessualen Bereich geltenden Grundsatzes von Treu und Glauben erwartet, dass sie sich innert angemessener Frist nach den zulÃ¤ssigen Rechtsmitteln erkundigen und allenfalls solche ergreifen. â Dies haben die BeschwerdefÃ¼hrer vorliegend getan. Nachdem die Mitteilung des Vergabeentscheids vom 28. Februar keine Rechtsmittelbelehrung aufwies, ersuchten sie am 6. MÃ¤rz um die ErÃ¶ffnung einer solchen, was die Beschwerdegegnerin wiederum am 20. MÃ¤rz ablehnte. Daraufhin wurde am 27. MÃ¤rz 2001 Beschwerde erhoben. Die BeschwerdefÃ¼hrer haben demnach jeweils innert weniger Tage â mithin innert angemessener Frist â reagiert, weshalb die Beschwerde als rechtzeitig zu qualifizieren ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die BeschwerdefÃ¼hrer beanstanden, dass das Submissionsverfahren in der Ã¶ffent­lichen Ausschreibung vom 15. September 2000 irrtÃ¼mlich als offenes â anstatt richtigerweise als selektives â Verfahren bezeichnet worden sei. Zudem sei in der am 28. Januar 2001 versandten Aufforderung zur Ãberarbeitung des Projekts plÃ¶tzlich von einem Projekt­wettbewerb und dementsprechend nicht mehr vom Beurteilungsgremium, sondern von einem Preisgericht die Rede gewesen. â Inwiefern die BeschwerdefÃ¼hrer durch diese <br/> "MÃ¤ngel" benachteiligt oder beschwert wÃ¤ren, wird indessen nicht dargetan und ist auch nicht ersichtlich. Das ZÃ¼rcher Recht erwÃ¤hnt den Wettbewerb einzig im Zusammenhang mit der freihÃ¤ndigen Vergabe bestimmter AuftrÃ¤ge (vgl. § 11 Abs. 1 lit. e und k der Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997, SubmV). Eine solche war hier weder vorgesehen noch hat die Beschwerdegegnerin eine derartige Befugnis beansprucht. Ob das gewÃ¤hlte Vorgehen demjenigen eines Projektwettbewerbs entsprochen hat oder "nur" einem gewÃ¶hnlichen zweistufigen Vergabeverfahren, bei welchem die ausschreibende Stelle zu ihrer Beratung sachverstÃ¤ndige Personen beizog (vgl. RB 1999 Nr. 4 = BEZ 1999 Nr. 25 E. 5 = ZBl 101/ 2000, S. 265 E. 5), ist demnach unerheblich. Die allenfalls falsche Bezeichnung einzelner Verfahrensschritte oder Gremien schadet â zumal wenn sie als solche erkennbar war â ohnehin nicht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Vorliegend nicht weiter nachzugehen ist schliesslich auch der von beiden Seiten ausfÃ¼hrlich dargelegten mehrjÃ¤hrigen "Vorgeschichte" des streitigen Submissionsverfahrens. Gegenstand dieses Rechtsmittelverfahrens kann nur das eigentliche Submissionsverfahren sein (RB 1983 Nr. 5) bzw. die damit zusammenhÃ¤ngende Verletzung submissionsrechtlicher Vorschriften und GrundsÃ¤tze (vgl. Art. 15 IVÃ¶B in Verbindung mit § 3 IVÃ¶B-BeitrittsG). Mithin erÃ¼brigt sich auch das in diesem Zusammenhang seitens der BeschwerdefÃ¼hrer beantragte "Einholen eines Amtsberichtes bei der Bau- und Bildungsdirektion".</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Die BeschwerdefÃ¼hrer machen geltend, es sei ihnen das Akteneinsichtsrecht sowie das Recht auf eine ausfÃ¼hrliche und den verbindlich festgesetzten Zuschlagskriterien entsprechende BegrÃ¼ndung verweigert worden. Das Schreiben vom 28. Februar 2001 enthalte keine ausreichende BegrÃ¼ndung des Zuschlagsentscheids. Auch Submissionsentschei­de seien summarisch und unter Bezugnahme auf die Zuschlagskriterien zu begrÃ¼nden. Mit der vorliegenden Plus/Minus-Bezeichnung einzelner Begriffe (die nicht mit den Zuschlags­kriterien Ã¼bereinstimmen) sei nicht einmal das Erfordernis einer summarischen BegrÃ¼ndung erfÃ¼llt. Damit seien hÃ¶chstens die BeweggrÃ¼nde der Beschwerdegegnerin aufgezeigt. Solche seien aber im Submissionsverfahren nicht gefragt, sondern objektiv gehaltene EntscheidgrÃ¼nde, die den verbindlichen Zuschlagskriterien folgen. Der BegrÃ¼ndungsmangel werde auch durch die Beschwerdeantwort nicht behoben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BegrÃ¼ndungspflicht ergibt sich aus dem Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r, der in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>18. April 1999 verankert ist (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 36); sie wird Ã¼berdies in § 10 Abs. 2 VRG ausdrÃ¼cklich festgehalten. Nach den Spezialvorschriften von Art. 13 lit. h IVÃ¶B und § 33 SubmV ist die Vergabestelle indessen bei der ErÃ¶ffnung des <i>Zuschlags</i> ledig­lich zu einer kurzen BegrÃ¼ndung bzw. zur Mit­tei­lung einiger vorwiegend formeller Angaben verpflichtet (§ 33 Abs. 1 SubmV); nur auf Gesuch von Anbietenden hat sie diesen die wesentlichen GrÃ¼nde fÃ¼r deren NichtberÃ¼ck­sichtigung bekannt zu geben (§ 33 Abs. 2 SubmV; vgl. auch VGr AG, 18. Juni 1998, AGVE 1998, S. 425). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Entgegen dem DafÃ¼rhalten der BeschwerdefÃ¼hrer ist die Beschwerdegegnerin ihrer BegrÃ¼ndungspflicht hinreichend nachgekommen. Der mit Schreiben vom 28. Februar 2001 abgegebene Plus/Minus-Katalog gibt die wesentlichen EntscheidgrÃ¼nde wieder. Ãberdies kann dieses Schreiben vorliegend nicht isoliert betrachtet werden, sondern ist im Zusammenhang mit dem ausfÃ¼hrlichen Beurteilungsbericht des "Preisgerichts" vom 25. Januar 2001 zu sehen. Ob die angegebenen EntscheidgrÃ¼nde in materieller Hinsicht Ã¼berzeugen, wird nachfolgend zu prÃ¼fen sein. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches GehÃ¶r ist jedenfalls nicht ersichtlich. Eine solche wÃ¤re Ã¼berdies mit den AusfÃ¼hrungen in der Beschwer­deantwort bzw. der den BeschwerdefÃ¼hrern eingerÃ¤umten Gelegenheit, mittels Replik zur Beschwerdeantwort Stellung zu nehmen, geheilt worden (KÃ¶lz/Boss­hart/­RÃ¶hl, § 10 N. 45). Eine Heilung trat auch hinsichtlich allfÃ¤lliger Verletzungen des Akteneinsichts­­rechts ein, konnten die BeschwerdefÃ¼hrer doch beim Verwaltungsgericht in die Verfahrens­akten uneingeschrÃ¤nkt Einsicht und im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels dazu Stellung neh­men. Eine allfÃ¤llige GehÃ¶rsverletzung ist damit fÃ¼r den Ausgang des Verfahrens nicht mehr von Bedeutung (VGr, 17. Februar 2000, BEZ 2000 Nr. 25 E. 4a). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. a) Nach § 31 Abs. 1 SubmV erfolgt der Zuschlag â sofern nicht ausnahmsweise das alleinige Kriterium des niedrigsten Preises (§ 31 Abs. 2 SubmV) zur Anwendung kommt â auf das wirtschaftlich gÃ¼nstigste Angebot. Bei der Bewertung der Angebote ist das Preis-Leis­tungs-VerhÃ¤ltnis zu beachten, wobei neben dem Preis insbesondere die folgenden Kri­te­rien berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen: QualitÃ¤t, Termine, Wirtschaftlichkeit, Betriebsko­sten, Kundendienst, Ãkologie, ZweckmÃ¤ssigkeit, technischer Wert, Ãsthetik, Krea­tivitÃ¤t, Lehr­lings­ausbildung, Infrastruktur. Die fÃ¼r eine bestimmte Beschaffung massgeblichen Zuschlags­kriterien werden von der VergabebehÃ¶rde im Hinblick auf die Besonderhei­ten des Auftrags festgelegt, wobei ihr ein erheblicher Beurteilungsspielraum zusteht. Um die notwendige Transparenz des Ver­gabeverfahrens zu gewÃ¤hrleisten, sind die Zu­schlags­kriterien den Interes­sierten zu Beginn des Verfahrens in den Ausschreibungsunterlagen be­kannt zu geben (§ 17 Abs. 1 lit. i SubmV), und aus der Bekanntgabe muss ersichtlich sein, welches Gewicht den ein­zelnen Kriterien zukommt. Die relative Bedeutung der einzelnen Kriterien ist ersichtlich zu machen, indem diese zumindest in der Reihenfolge ihrer Bedeu­tung bekannt gege­ben werden (vgl. zum Ganzen RB 1999 Nr. 62 = BEZ 1999 Nr. 13 E. 3b = ZBl 100/1999, S. 372 E. 3b). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Beschwerdegegnerin hat in den Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen fÃ¼r die zweite Stufe des Vergabeverfahrens drei Beurteilungskriterien mit Unterkriterien festgelegt:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> "1. Betriebliche und funktionelle AblÃ¤ufe</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- ErfÃ¼llung Raumprogramm</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- rÃ¤umliche Zuordnung und ZusammenhÃ¤nge</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- NutzungsflexibilitÃ¤t</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- Gebrauchswert (Benutzerverhalten)</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- Umgang mit dem Bestehenden</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 2. Architektonische QualitÃ¤t</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- grundrissliche und rÃ¤umliche Gestaltung</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- Fassadengestaltung</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 3. Wirtschaftlichkeit</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- Kosten/Wirtschaftlichkeit </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- Termineinhaltung</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- Wirtschaftlichkeit</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>- statische Kriterien"</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 22. November 2000 richteten die BeschwerdefÃ¼hrer diverse Fragen an die Baukommission der Oberstufenschulgemeinde X. BezÃ¼glich der Beurteil­ungs­kri­te­rien wurde folgendermassen nachgefragt: "Die PrioritÃ¤ten bleiben trotz Ihrer AusfÃ¼hrun-<br/> gen am 13.11.00 unklar. Bitte formulieren Sie zum Voraus unmissverstÃ¤ndlich die Rangfolge aller aufgelisteten Bewertungskriterien." Die Baukommission erklÃ¤rte hierzu <br/> am 29. November 2000: "Es wird keine Bewertungsreihenfolge erstellt." â Diese Aussage wurde von beiden Parteien erklÃ¤rtermassen dahingehend verstanden, dass al­len drei Kriteriengruppen das gleiche Gewicht zukommen solle. Angesichts dieser Ãbereinstimmung erÃ¼brigt sich die von der Beschwerdegegnerin aufgeworfene Frage, ob die Zuschlagskriterien bzw. deren Gewichtung gegebenenfalls selbstÃ¤ndig hÃ¤tten angefochten werden mÃ¼ssen. Differenzen be­stehen einzig hinsichtlich der konkreten Anwendung der Zuschlagskriterien bzw. der Frage, ob die vorgenommene Bewertung tatsÃ¤chlich von der Gleichwertigkeit der Kriterien ausgeht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. a) Bei der Beurteilung der Angebote anhand der Zu­schlags­kri­te­rien steht der Vergabestelle ein erheblicher Ermessensspielraum zur VerfÃ¼gung, in welchen das Ver­wal­tungs­ge­richt, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Ent­scheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 IVÃ¶B), nicht eingreift. Zu prÃ¼fen ist lediglich eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (VGr, 7. Juli 1999, BEZ 1999 Nr. 26 E. 6a = ZBl 101/2000, S. 271 E. 6a). Eine sachgerechte AusÃ¼bung des Ermessens setzt jedoch voraus, dass die Be­hÃ¶rde ihrem Entscheid die zutreffenden rechtlichen Gesichtspunkte zugrunde legt und diesen auf die massgeblichen Sachverhalts­elemente abstÃ¼tzt (vgl. VGr, 7. Juli 1999, BEZ 1999 Nr. 26 E. 6b = ZBl 101/2000, S. 271 E. 6b).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im Bericht vom 25. Januar 2001 hielt das "Preisgericht" nach eingehender Beurteilung fest, zwei Projekte hÃ¤tten ausgeschieden werden kÃ¶nnen, dagegen sei bezÃ¼glich der zwei verbleibenden Projekte "1 + 1" und "Spurt" keine Entscheidung gefunden worden. Diese Projekte seien "von der preislichen Seite her sehr gegensÃ¤tzlich (...), konzeptionell vor allem im schulischen Bereich jedoch Ã¼berzeugend" (S. 5). Nachdem letztlich keines der beiden Projekte vollends Ã¼berzeuge, habe das "Preisgericht" beschlossen, die beiden Verfasser zur Ãberarbeitung ihrer Projekte einzuladen (S. 18). Dementsprechend wurden die verbleibenden Kontrahenten am 28. Januar 2001 unter Beilage des ausfÃ¼hrlichen Beurteilungsberichts vom 25. Januar zur Ãberarbeitung ihrer Projekte aufgefordert. Die verlangten "ErgÃ¤nzungen und Ãnderungen" unterschieden sich dabei lediglich in einem Punkt. So wur­de gegenÃ¼ber den BeschwerdefÃ¼hrern festgehalten, dass "die vorhandene KostenschÃ¤tzung (...) nach Ansicht des Preisgerichtes politisch nicht vertretbar" sei, wogegen von den Verfassern des Projekts "Spurt" eine "detaillierte KostenschÃ¤tzung +/â 10%" verlangt wurde. Die in der Folge eingegangenen Ã¼berarbeiteten Projekte wurden vom nÃ¤mlichen Gremium an der Baukommissionssitzung vom 27. Februar 2001 beurteilt. Im Ergebnis fÃ¼hrte die Beurteilung zu folgender Plus/Minus-Bewertung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"Projekt Spurt</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> + Preis / finanzielle Machbarkeit</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> + Kompaktheit der ganzen Anlage mit der verbleibenden Landreserve </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> und den daraus resultierenden Minderkosten</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> + Pausenhalle zusÃ¤tzlich anstelle von Festplatz</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> + Erfahrung in der Holz- und Elementbauweise</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> + Folgekosten, geringerer Fassadenunterhalt durch tiefere Fassaden-</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> abwicklung</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> + Einsparungen durch entfallende Fassadensanierungen der nÃ¤chsten </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> Jahre</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> - GerÃ¤teraum in der Turnhalle unbefriedigend</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> - BetriebsablÃ¤ufe mit Aussenanlagen</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> - Sportplatzanordnung / Abschirmung gegenÃ¼ber Klassenzimmern</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Projekt 1 + 1</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> + konzeptionell + architektonisch Ã¼berzeugend</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> - Preis / finanzielle Machbarkeit. Mehrpreis Ã¼ber 1 Mio.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> - keine Landreserven</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> - hÃ¶here Folgekosten durch Fassadenabwicklung</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> - Grenzabstand Sportplatz</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> - HÃ¶hendifferenz Sportplatz â U-weg beim Projekt 1+1"</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aufgrund dieser Bewertung wurde das Projekt "Spurt" mit klarer Mehrheit (7 : 1 Stim­men) ausgewÃ¤hlt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die BeschwerdefÃ¼hrer nehmen vorab daran Anstoss, dass die in dieser Bewertung aufgelisteten Begriffe nicht mit den Zuschlagskriterien Ã¼bereinstimmen. Auch wenn eine deutlichere Bezugnahme auf die massgeblichen Zuschlagskriterien klar wÃ¼nschenswert gewesen wÃ¤re, stellt dies dennoch keinen wesentlichen BegrÃ¼ndungsmangel dar. Entscheidend ist vielmehr, dass sich hier sÃ¤mtliche in der Bewertung aufgegriffenen Punkte einem oder mehreren der verbindlich festgelegten Zuschlagskriterien zuordnen lassen bzw. nicht auf diesem Weg weitere Zuschlagskriterien nachgeschoben wurden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die BeschwerdefÃ¼hrer machen sodann zusammengefasst geltend, von einer gleich­wertigen Gewichtung aller drei Kriterien kÃ¶nne keine Rede sein, sondern es sei offenkundig nur auf den Kostenpunkt bzw. das Kriterium Wirtschaftlichkeit abgestellt worden. Bei der hier gegebenen Ausgangslage der Gleichwertigkeit der Kriterien kÃ¶nne jedoch ein einziges Kriterium zwei andere nicht einfach "pulverisieren", selbst wenn die Differenz im Kriterium Wirtschaftlichkeit erheblich sei, was unter "Hinweis auf die offenbar auch beim Beurteilungsgremium angezweifelten KostenschÃ¤tzungen des Siegerteams" bestritten werde. â Die Beschwerdegegnerin hÃ¤lt dem entgegen, die Preisdifferenz von nicht weniger als 1,2 Millionen Franken sei als erheblich zu bezeichnen, dies auch unter BerÃ¼cksichtigung des Umstands, dass sÃ¤mtliche Kriterien gleichwertig zu beurteilen gewesen seien. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hinsichtlich des Kriteriums 1, "betriebliche und funktionelle AblÃ¤ufe", wurde bereits im "Bericht des Preisgerichtes" vom 25. Januar 2001 festgehalten, dass beide zur Diskussion stehenden Projekte "konzeptionell vor allem im schulischen Bereich (...) Ã¼berzeugend" seien. Wie sich der Plus/Minus-Bewertung entnehmen lÃ¤sst, sind beim Siegerprojekt in diesem Bereich zwei Punkte bemÃ¤ngelt worden, einerseits der "GerÃ¤teraum in der Turnhalle" und anderseits die "BetriebsablÃ¤ufe mit Aussenanlagen". Mit Bezug auf das Kriterium 1 kann daher von einem leichten Vorsprung der BeschwerdefÃ¼hrer ausgegangen werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ãhnlich ist das VerhÃ¤ltnis auch beim Kriterium 2, der "architektonischen QualitÃ¤t". Beiden Projekten wird eine hohe architektonische QualitÃ¤t attestiert, wobei diejenige des beschwerdefÃ¼hrerischen Projekts mehrfach hervorgehoben wurde. Die diesbezÃ¼glich in der Plus/Minus-Bewertung aufgefÃ¼hrten Vor- und Nachteile der einzelnen Projekte heben sich sodann zum Teil gegenseitig auf. So weisen die BeschwerdefÃ¼hrer zu Recht darauf hin, dass die beim Siegerprojekt positiv gewertete "... verbleibende Landreserve" im Zusammenhang mit der gewÃ¤hlten Sportplatzanordnung zu sehen ist, welche ihrerseits negativ beurteilt wurde. Beim Projekt der BeschwerdefÃ¼hrer wurden sodann der "Grenzabstand Sportplatz" und die "HÃ¶hendifferenz Sportplatz â U-weg" bemÃ¤ngelt. Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt hierzu aus, besagte HÃ¶hendifferenz werde gemÃ¤ss Projekt mit einer direkt auf die Weggrenze gestellten, 2 â 2,5 m hohen Mauer Ã¼berwunden, welche nicht nur architektonisch problematisch in Erscheinung getreten, sondern wegen ihres "mangelhaften" Abstands zum Weg nicht bewilligungsfÃ¤hig gewesen wÃ¤re. Wie begrÃ¼ndet dieser Einwand ist, kann offen bleiben. Selbst wenn man diese Abstriche am Projekt der BeschwerdefÃ¼hrer zuliesse, resultiert aus dem zweiten Kriterium ein gewisser Vorteil zu deren Gunsten. Dessen Gewicht wird indessen wiederum dadurch relativiert, dass auch dem Siegerprojekt eine immer­hin Ã¼berzeugende architektonische QualitÃ¤t attestiert wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unter dem dritten Aspekt der "Wirtschaftlichkeit" fÃ¤llt die enorme Preisdifferenz zwischen dem Siegerprojekt (4 Mio. Franken) und demjenigen der BeschwerdefÃ¼hrer (5,2 Mio. Franken) auf. Die BeschwerdefÃ¼hrer bezeichnen diese Differenz als unglaublich hoch und leiten daraus ab, die Beschwerdegegnerin habe es bei der PlausibilitÃ¤tsprÃ¼fung des Siegerprojekts an der gehÃ¶rigen SeriositÃ¤t fehlen lassen. Mitglieder des Beurteilungsgremiums hÃ¤tten gegenÃ¼ber den BeschwerdefÃ¼hrern verschiedentlich Zweifel an der Kos­tenwahrheit des Konkurrenzprojekts geÃ¤ussert und hierzu noch weitere AbklÃ¤rungen angekÃ¼ndigt. â Diese VorwÃ¼rfe sind nicht geeignet begrÃ¼ndeten Zweifel am durchgefÃ¼hrten Aus­wahlverfahren und an der SeriositÃ¤t des Beurteilungsgremiums zu wecken. Dies gilt insbesondere auch bezÃ¼glich der Berufung auf Zeugenaussagen von nicht namentlich genannten Mitgliedern des Beurteilungsgremiums. Die damit verbundene Beweisofferte ist unsubstanziert und daher unbeachtlich. Das Beurteilungsverfahren gibt vorliegend zu keinen Beanstandungen Anlass. Die Beurteilung erfolgte durch ein mit zwei "Fachpreisrichtern" ergÃ¤nztes neunkÃ¶pfiges Gremium. Dessen grÃ¼ndliche und ausgewogene Vorgehensweise wird durch den Bericht vom 25. Januar 2001 anschaulich belegt. Offenkundig we­ckte die enorme Preisdifferenz beim Beurteilungsgremium tatsÃ¤chlich gewisse Zweifel an der Kos­tenwahrheit des Siegerprojekts und wurden daraufhin auch weitere AbklÃ¤rungen getroffen. So wurde die Arbeitsgemeinschaft I am 28. Januar 2001 u.a. zur Einreichung einer "detaillierte(n) KostenschÃ¤tzung +/â 10%" aufgefordert. Dies spricht keineswegs gegen, sondern vielmehr fÃ¼r die QualitÃ¤t der Beurteilung. Dementsprechend besteht keine Veranlassung, an der SeriositÃ¤t der anschliessenden PlausibilitÃ¤tsprÃ¼fung zu zweifeln. Im Ãbrigen ist auch nicht ersichtlich, wieso die Beschwerdegegnerin bewusst ein derartiges Kostenrisiko eingehen sollte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit fÃ¤llt die Beurteilung der beiden Projekte bezÃ¼glich des Kriteriums Wirtschaft­lichkeit eindeutig zugunsten des Siegerprojekts aus. Auch wenn von der Gleichwertigkeit der Kriterien auszugehen ist, ist diese doch nicht absolut zu verstehen. Vielmehr sind die positiven und negativen Punkte nicht nur innerhalb der einzelnen Kriterien zu gewichten und in Relation zu setzen, sondern auch zwischen den Kriterien ist ein Ausgleich zulÃ¤ssig. Dementsprechend ist es auch vorliegend durchaus vertretbar, die bezÃ¼glich der ersten beiden Kriterien jeweils zugunsten der BeschwerdefÃ¼hrer festgestellten Vorteile mit der massiven Differenz im Kriterium Wirtschaftlichkeit nicht nur zu kompensieren, sondern diese Differenz darÃ¼ber hinaus als ausschlaggebend zu werten. Der Beschwerdegegnerin kann jedenfalls keine rechtsverletzende ErmessensbetÃ¤tigung vorgeworfen werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zusammenfassend ist die Beschwerde demnach abzuweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>