B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-2246/2012 law/auj/wif U r t e i l v o m 14 . M a i 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichter Walter Lang, mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer; Gerichtsschreiberin Jacqueline Augsburger. Parteien A._______, geboren […], B._______, geboren […], C._______, geboren […] , D._______, geboren […], Bosnien und Herzegowina, alle vertreten durch Annelise Gerber, […], Beschwerdeführende, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 16. April 2012 / N […]. D-2246/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die Beschwerdeführenden, Staatsangehörige von Bosnien und Herzegowina und ethnische Roma, am 17. Januar 2012 im Empfangs - und Verfahrenszentrum (EVZ) Altstätten um Asyl nachsuchten, dass das BFM am 24. Januar 2012 die Personalien der Beschwerd e- führenden erhob und die Eltern summarisch zum Reiseweg und zu den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragte, dass das BFM die Eltern am 5. März 2012 einlässlich zu den Asy l- gründen anhörte, dass das BFM mit Verfügung vom 16. April 2012 – eröffnet am 1 8. April 2012 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf die Asylgesuche nicht eintrat, die Wegwe i- sung aus der Schweiz verfügte und den Vollzug der Wegweisung anor d- nete, dass die Beschwerdeführenden mit am 25. April 2012 per Telefax und am 27. April 2012 per Post übermittelter Eingabe ihrer Rechtsvertret e- rin vom 24. April 2012 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwa l- tungsgericht Beschwerde erheben und beantragen liessen, es sei auf die Asylgesuche einzutreten, es sei die Unzulässigkeit und die Unz u- mutbarkeit des Vollzuges der Wegweisung festzustellen und es sei i h- nen und ihren Kinder die vorläufige Aufnahme zu gewähren , gegebe- nenfalls sei das Dossier zur Neubeurteilung an das BFM zurückzuwe i- sen, dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unen t- geltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgese t- zes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) ersuchen liessen, dass der Instruktionsrichter mit Verfügung vom 1. Mai 2012 das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege guthiess und dem BFM Gelegenheit einräumte, innert Frist eine Vernehmlassung zur Beschwe r- de vom 24. April 2012 einzureichen, dass das BFM in seiner Vernehmlassung vom 4. Mai 2012 die Abweisung der Beschwerde beantragte, D-2246/2012 Seite 3 und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der R e- gel – so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun- gen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilg e- nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu übe r- prüfen (Art. 32 – 35a AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwe r- deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintr e- tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mat e- riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die S a- che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE E-6496/2009 vom 16. November 2011 E. 3, BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), dass die Vorinstanz die Frage der Weg weisung und des Vollzugs mat e- riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass über offensichtlich begründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wir d D-2246/2012 Seite 4 (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend – wie nachfolgend aufg e- zeigt – um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staaten nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG (sogenannte Safe -Country-Regelung) nicht eingetreten wird, ausser es gebe Hinweise auf eine Verfolgung (Art. 34 Abs. 1 AsylG), dass die Beschwerdeführenden Staatsangehörige von Bosnien und He r- zegowina sind, der Bund esrat diesen Staat mit Beschluss vom 25. Juni 2003 zum "safe country" erklärt hat, da nach seinen Feststellungen dort Sicherheit vor Verfolgung besteht, und auf diese Einschätzung im Ra h- men der periodischen Überprüfung (vgl. Art. 6a Abs. 3 AsylG) bisher nicht zurückgekommen ist, dass somit die formelle Voraussetzung für den Erlass eines Nichteintr e- tensentscheides gestützt auf Art. 34 Abs. 1 AsylG gegeben ist, dass im Anwendungsbereich von Art. 34 Abs. 1 AsylG derselbe weite Verfolgungsbegriff wie in Art. 18, Art. 33 Abs. 3 Bst. b und Art. 35 AsylG zur Anwendung gelangt, der nicht bloss ernsthafte Nachteile nach Art. 3 AsylG, sondern auch die von Menschenhand verursachten Wegweisungshindernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 3 und 4 de s Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) umfasst, dass ausserdem ein im Vergleich zum – bereits erleichterten – Beweis- mass des Glaubhaftmachens nochmals reduzierter Massstab anz u- wenden ist und auch bei Asylsuchenden aus einem verfolgungssich e- ren Staat die Flüchtlingseigenschaft einlässlich geprüft werden muss, sobald sich aus den Akten Hinweise auf Verfolgung (im soeben erlä u- terten Sinn) ergeben, deren Unglaubhaftigkeit nicht schon auf den er s- ten Blick erkannt werden kann (vgl. BVGE 2011/8 E. 4.2 S. 108 f., vgl. EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 S. 16 f., EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247, EMARK 2004 Nr. 5 E. 4c.aa S. 35 f.), dass die Beschwerdeführenden zur Begründung des Asylgesuch s im Wesentlichen geltend machen, der Beschwerdeführer habe am 5. Ja- nuar 2012 seinen Cousin E._______ , der – wie sie vermuteten – in Drogengeschäfte involviert sei, zu einem Kaff ee in einem Restaurant eingeladen, D-2246/2012 Seite 5 dass der Cousin dem Beschwerdeführer im Restaurant vier " Kumpels" vorgestel lt habe, die sich zu ihnen gesellt hätten, nachdem der Cousin diese Leute telefonisch dorthin bestellt habe, dass diese vier Personen – mutmassliche Mafiamitglieder – am 12. Ja- nuar 2012 um fünf Uhr morgens im Hause der Familie erschienen se i- en, um vom Bes chwerdeführer den Aufenthaltsort des Cousin s zu e r- fahren, dass sie 20'000 Euro verlangt hätten, die ihnen der Cousin schulde, und dem Beschwerdeführer gedroht hätten, ihn und seine Familie u m- zubringen, wenn er ihnen den Aufenthaltsort des Cousins in den nächsten Tagen nicht preisgebe, dass die Männer dem Beschwerdeführer einen Fusstritt in die Brust verpasst, die Beschwerdeführerin geohrfeigt , ihnen 2'000 KM (Konver- tible Mark) und verschiedene elektronische Geräte weggenommen und ihnen gedroht hätten, sie würden die Familie umbringen, wenn sie zur Polizei gegen beziehungsweise jemandem von ihrem Besuch erzählen würden, dass bezüglich der weiteren Einzelheiten in den Aussagen der B e- schwerdeführenden auf die Protokolle vom 24. Januar 2012 und vom 5. März 2012 zu verweisen ist, dass aufgrund einer Prima-facie-Prüfung angesichts der Schwere der von den Beschwerdeführenden beschriebenen Drohungen seitens der vier Mitglieder der Drogenmafia Hinweise auf eine Verfolgung im Sinne von Art. 18 AsylG ohne weiteres vorliegen, dass das BFM in der Begründung seiner Verfügung ausführt, die Vorbrin- gen der Beschwerdeführenden, wonach sie von der Mafia zu Geldzahlun- gen gezwungen und mit dem Tod bedroht worden seien, könnten auf- grund massiver Wied ersprüche und Ungereimtheiten in ihren Aussagen nicht geglaubt werden, dass der Beschwerdeführer den Besuch der vier Männer der Mafia in der Befragung zur Person im EVZ Altstätten etwas anders geschildert habe, als in der Anhörung zu den Asylgründen, dass er in der Kurzbefragung angegeben habe, seine Frau sei in Anw e- senheit der vier Männer das sich im Haus befindliche Bargeld von D-2246/2012 Seite 6 2'000 KM holen gegangen, um dies es den Eindringlingen zu übergeben, während er bei der Anhörung gesagt habe, die Kriminellen hätten sich der Handtasche seiner Frau bemächtigt, diese zerrissen und die 2'000 KM ei- genhändig herausgenommen, dass die Beschwerdeführerin ihrerseits bei der summarischen Befragung erzählt habe, die vier Männer der Mafia seien bewaffnet gewesen, wä h- rend sie be i der Anhörung trotz zahlreicher Fragen nach dem äusseren Erscheinungsbild der Eindringlinge mit keinem Wort erwähnt habe, dass diese Waffen auf sich getragen hätten, dass sie auf diesen Unterschied angesprochen erklärt habe, sie sei in Alt- stätten explizit danach gefragt worden, ob die Kriminellen bewaffnet g e- wesen seien, worauf sie erwidert habe, dass dies – wie bei der Mafia in der Regel üblich – vermutlich der Fall gewesen sei, dass die Beschwerdeführerin jedoch die Bewaffnung der vier Männer bei der summarischen Befragung – entgegen ihrer Behauptung – nicht erst auf Nachfrage, sondern bereits bei der freien Asylschilderung von sich aus erwähnt habe, weshalb diese Stellungnahme die unterschiedlichen Schilderungen nicht zufriedenstellend zu erklären vermöge, dass abschliessend anzufügen sei, dass der Beschwerdeführer seine r- seits weder in der Kurzbefragung noch in der Anhörung erwähnt habe, dass die vier Mafiosi bei ihrem Besuch bewaffnet gewesen seien, dass schliesslich auch nicht einleuchte, weshalb die Beschwerdeführen- den die gelten d gemachten Vorfälle angeblich nicht der Polizei hätten melden wollen, dass sie zwar übereinstimmend erklärt hätten, sie hätten grosse Angst gehabt, sich an die heimatlichen Sicherheitsbehörden zu wenden, und sie zugleich davon ausgegangen seien, dass die Polizei im Falle einer Anzei- geerstattung ohnehin nichts unternehmen würde, dass diese Behauptungen jedoch nicht nachvollzogen werden könnten, weil die Beschwerdeführenden einerseits nicht in der Lage gewesen se i- en, ihre angebliche Angst konkret zu begründen, sondern sich diesbezüg- lich lediglich oberflächlich und in stereotyper Weise geäussert hätten, und andererseits Bosnien und Herzegowina – entgegen den Aussagen der Beschwerdeführenden – in der Lage sei, durch wirksame Polizei- und D-2246/2012 Seite 7 Justizorgane zur Ermittlung, Strafverfolgung und Ahndung von Verfo l- gungshandlungen, Schutz zu gewähren, dass die Durchsicht der Protokolle vom 24. Januar 2012 und vom 5. März 2012 ergibt, dass die Beschwerdeführenden den zur Begründung der Asylgesuche geltend gemachten Sachverhalt im Kern kongruent geschil- dert haben, dass sie insbesondere die Geschehnisse und den Handlungsablauf beim nächtlichen Besuch der vier mutmasslichen Mitglieder der Drogenmafia weitgehend übereinstimmend beschrieben haben und ihre diesbezügl i- chen Schilderungen diverse Realkennzeichen enthalten, dass ihre Angaben auch nicht als durchwegs unsubstanziiert oder von vornherein realitätsfremd zu qualifizieren sind, dass die vom BFM erwähnten und als "massiv" bezeichneten Widersprü- che und Ungereimtheiten bei nüchterner Betrachtung der protokollierten Aussagen der Beschwerdeführenden zudem nicht derart eklatant zu Tage treten, dass diese im Rahmen einer Gesamtwürdigung die für die Richtig- keit der Sachverhaltsdarstellung sprechenden Gesichtspunkte (vgl. BVGE 2010/57 E. 2.3 S. 826 f., Entscheidungen und Mitteilungen der Schweize- rischen Asylrekurskommission [EMARK] 2005 Nr. 21 E. 6.1 S. 190 f.) der- art überlagern, dass die Vorbringen der Beschwerdeführenden insgesamt als auf den ersten Blick haltlos bezeichnet werden könnten, dass das BFM seine in der Begründung vertretene Auffassung, wonach die festgestellten Wiedersprüche und Ungereimtheiten "massiv" seien, denn auch gleich selber relativiert, indem es ausführt, der Beschwerde- führer habe den Besuch der vier Männer der Mafia in der Befragung zur Person im EVZ Altstätten "etwas" anders geschildert, als in der Anhörung zu den Asylgründen, dass die im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht weiter auf ihre Stichhaltigkeit zu prüfenden Ausführungen des BFM im Gesamtkontext einer eigentlichen Glaubhaftigkeitsprüfung der Vorbringen der Beschwe r- deführenden im Sinne von Art. 7 AsylG gleichkommen, für welch e im Rahmen eines gestützt auf Art. 34 Abs. 1 AsylG ergehenden Nichteintre- tensentscheides kein Raum bleibt, dass sich jedoch nicht sagen lässt, es könne schon aufgrund einer su m- marischen Prüfung auf den ersten Blick festgestellt werden, dass die Vor-D-2246/2012 Seite 8 bringen der Beschwerdeführenden selbst Beweisanforderungen nicht zu genügen vermögen, die im Vergleich zu denjenigen der Glaubhaftm a- chung im Sinne von Art. 7 AsylG nochmals herabgesetzt sind, dass das BFM mithin Bundesrecht verletzt hat , indem es auf die Asylge- suche der Beschwerdeführenden trotz Hinweisen auf eine Verfolgung, de- ren Unglaubhaftigkeit nicht schon auf den ersten Blick erkannt werden kann, gestützt auf Art. 34 Abs. 1 AsylG nicht eingetreten ist, dass die Beschwerde deshalb gutzuheissen, die angefochtene Verfügung vom 16. April 2012 aufzuheben und die Sache an das BFM zur Neubeu r- teilung zurückzuweisen ist, dass das BFM die Vorbringen der Beschwerdeführerenden mithin unter dem Aspekt von Art. 7 AsylG und Art. 3 AsylG materiell im Rahmen eines ordentlichen Verfahrens zu beurteilen hat (vgl. EMARK 2004 Nr. 5 E. 4c S. 35 f.), dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten aufz u- erlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG), weshalb der Umstand, dass den Beschwerdeführenden mit Verfügung vom 1. Mai 2012 die unentgelt- lichen Rechtspflege gewährt wurde, nicht zum Tragen kommt, dass die Beschwerdeführenden als obsiegende Partei Anspruch auf En t- schädigung für die ihnen durch das Beschwerdeverfahren erwachsenen notwendigen und verhältnismässig h ohen Kosten haben (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), dass seitens der Rechtsvertretung keine Kostennote eingereicht wurde (Art. 14 Abs. 1 VGKE), weshalb die Parteientschädigung (Art. 8 ff. VGKE) aufgrund der Akten festzusetzen und auf insgesamt Fr. 400.– (inkl. Ausla- gen und Mehrwertsteuer) zu bemessen ist (Art. 14 Abs. 2 und Art. 10 Abs. 2 VGKE), dass das BFM anzuweisen ist, den Besch werdeführenden diesen Betrag als Parteientschädigung auszurichten. (Dispositiv nächste Seite) D-2246/2012 Seite 9 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. 2. Die Verfügung vom 16. April 2012 wird aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen zur Neubeurteilung an das BFM zurückgewiesen. 3. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. Das BFM wird angewiesen, den Beschwerdeführenden eine Parteien t- schädigung von Fr. 400.– auszurichten. 5. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die z u- ständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Walter Lang Jacqueline Augsburger Versand: