B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-4901/2012 U r t e i l v o m 2 5 . S e p t e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo; Gerichtsschreiber Stefan Weber. Parteien A._______, geboren (...), B._______, geboren (...), Mazedonien, beide vertreten durch Dr. iur. Guido Hensch, Rechtsanwalt, Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 5. September 2012 / N_______. D-4901/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass die Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben am 22./23. April 2012 legal in die Schweiz einreisten und am 28. April 2012 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) in C._______ um Asyl nachsuchten, dass das BFM am 7. Mai 2012 im EVZ C._______ die Personalien der Beschwerdeführer erhob und sie summarisch zum Reiseweg und zu den Gründen für das Verlassen ihres Heimatlandes befragte und sie am 14. Mai 2012 anhörte, dass die aus D._______ respektive E._______ stammenden Beschwer- deführer mazedonischer Staatsangehörigkeit – der Ethnie der Roma a n- gehörend und türkischer (Beschwerdeführer) beziehungsweise mazed o- nischer (Beschwerdeführerin) Muttersprache – in ihren Asylgesuchen im Wesentlichen geltend machten, der Vater des Beschwerdeführers sei we- gen seiner Mitgliedschaft zur F._______ verschiedenen Problemen und Benachteiligungen seitens Angehöriger der G._______ ausgesetzt gewe- sen, weshalb die Eltern und Geschwister des Beschwerdeführer s ihre Heimat im (...) verlassen hätten, dass sie selber aus finanziellen Gründen nicht zusammen mit den übr i- gen Familienmitgliedern hätten ausreisen können und in der Folge ihre r- seits Belästigungen und Beschimpfungen seitens Angehöriger der G._______ hätten erleiden müssen, dass solche Behelligungen bereits vorgekommen seien, als sich ihre E l- tern/Schwiegereltern noch in der Heimat aufgehalten hätten, dass sie dank der finanziellen Unterstützung von zwei Tanten das Land hätten verlassen können, dass das BFM mit Verfügung vom 5. September 2012 – eröffnet am 11. September 2012 – auf die Asylgesuche der Beschwerdeführer vom 28. April 2012 gestützt auf Art. 34 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schw eiz verfügte, sie – unter Androhung von Zwangsmitteln im Unterlassungsfall – aufforderte, die Schweiz am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verla s- sen, feststellte, der Kanton H._______ sei verpflichtet, die Wegweisungs- verfügung zu vollziehen, und de n Beschwerdeführern die editionspflichti- gen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte, D-4901/2012 Seite 3 dass die Vorinstanz zur Begründung des ablehnenden Asylentscheids an- führte, in den Aussagen der Beschwerdeführer befänden sich gewichtige Ungereimtheiten und Widersprüche, dass die Beschwerdeführer weder die Bedeutung der Abkürzungen F._______ und G._______ hätten erklären können, obwohl sie angeblich für die F._______ gestimmt hätten und der Vater des Beschwerdeführers Mitglied dieser Partei gewesen sei , und auch keine nähere n Angaben zu den Angreifern hätten geben können, obwohl sie im gleichen Dorf wie diese gelebt hätten, dass sich in den Schilderungen der Beschwerdeführer bezüglich des B e- ginns der geltend gemachten Probleme und der Beschreibung eines a k- tuellen Vorfalls kurz vor der Ausreise Widersprüche ergeben hätten, sie diese nicht hätten plausibel erklären können und auch keinerlei Bewei s- mittel eingereicht hätten, die ihre Aussagen in irgendeiner Art stützen könnten, dass Mazedonien im Übrigen als verfolgungssicherer Staat gelte, we s- halb die gesetzliche Vermutung bestehe, dass asylrelevante staatliche Verfolgung nicht stattfinde und Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung g e- währleistet sei, dass vorliegend aus den Akten keine Hinweise ersichtlich seien, welche die wide rlegbare Vermutung der Verfolgungssicherheit gemäss Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG umstossen könnten, dass die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 1 7. September 2012 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erh oben und beantragten, es sei die vorinstanzliche Verfügung aufzuheben, es sei auf ihrs Asylgesuchs einzutreten, es sei das Verfahren an das BFM zur weiteren Sachverhaltsabklärung zurückzuweisen, es sei ihnen Asyl zu ge- währen, eventualiter sei wegen Unzulässigkeit beziehungsweise Unz u- mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs die vorläufige Aufnahme in der Schweiz zu gewähren, und ersuchten in prozessualer Hinsicht um Ertei- lung der aufschiebenden Wirkung, um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesges etzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), um Beigabe eines Anwalts im Sinne von Art. 65 Abs. 2 VwVG sowie sinngemäss um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschu s- ses, D-4901/2012 Seite 4 dass die vorinstanzlichen Akten am 20. September 2012 beim Bunde s- verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG in casu jedoch nicht vorliegt und das Bunde s- verwaltungsgericht demnach endgültig entscheidet, dass die Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt sind ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ä n- derung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert sind, weshalb auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutre- ten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG), dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrifte n- wechsel verzichtet wurde, dass das BFM den angefochtenen Nichteintretensentscheid auf der Grundlage von Art. 34 Abs. 1 AsylG getroffen hat, D-4901/2012 Seite 5 dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorin- stanz zu Recht auf die Asylgesuche nicht eingetreten ist, dass sich die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit darin erschöpft, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.), dass deshalb auf den Antrag auf Gewährung von Asyl nicht einzutreten ist, dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs da- gegen bereits materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsg e- richt diesbezüglich volle Kognition zukommt, dass auf den Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung mangels aktuellen Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten ist, da die Beschwe r- de von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung hat (vgl. Art. 55 Abs. 1 VwVG; Art. 42 AsylG) und die Vorinstanz einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzog (vgl. Art. 55 Abs. 2 VwVG), dass auf Gesuche v on Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staaten nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG (sogenannte Safe -Country-Regelung) nicht eingetreten wird, ausser es gebe Hinweise auf eine Verfolgung (Art. 34 Abs. 1 AsylG), dass die Beschwerdeführer eigenen Angaben zufol ge Staatsangehörige von Mazedonien sind, der Bundesrat Mazedonien mit Beschluss vom 25. Juni 2003 zum "safe country" im obgenannten Sinn erklärt hat und auf diese Einschätzung im Rahmen der peri odischen Überprüfung (vgl. Art. 6a Abs. 3 AsylG; Einschätzung bestätigt am 6. März 2009 ) bisher nicht zurückgekommen ist, dass somit die formelle Voraussetzung für den Erlass eines Nichteintr e- tensentscheides – in Übereinstimmung mit dem BFM – gestützt auf Art. 34 Abs. 1 AsylG gegeben ist, dass zu prüfen bleibt, ob da s BFM im Weiteren zu Recht erwogen hat, aus den Akten würden sich keine Hinweise ergeben, welche die in Bezug D-4901/2012 Seite 6 auf Mazedonien bestehende Vermutung der Verfolgungssicherheit wider- legen könnten, dass bei Art. 34 Abs. 1 AsylG praxisgemäss derselbe weite Verfol gungs- begriff wie in Art. 18, Art. 33 Abs. 3 Bst. b und Art. 35 AsylG zur Anwe n- dung gelangt (zu den beiden erstgenannten Bestimmungen vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247), welcher nicht bloss ernsthafte Nachteile nach Art. 3 AsylG, sondern auch die von Men schenhand verursachten We g- weisungshindernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Aus- länderinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) umfasst (vgl. BVGE 2011/8 E. 4.2 S. 108 m.w.H.), dass ausserdem ein im Vergleich zum – bereits erleichterten – Beweis- mass des Glaubhaftmachens nochmals reduzierter Massstab anzuwe n- den ist und auch bei Asylsuchenden aus einem verfolgungssicheren Staat das Erfüllen der Flüchtlingseigenschaft geprüft werden mu ss, sobald in den Akten Hinweise auf Verfolgung (im soeben erläuterten Sinn) zu ve r- zeichnen sind, deren Unglaubhaftigkeit nicht schon auf den ersten Blick erkannt werden kann (vgl. BVGE 2011/8 E. 4.2 S. 108 f. m.w.H.), dass in der Beschwerde angeführt wird , dieser lägen die gleichen Urs a- chen zugrunde wie derjenigen im Verfahren der Eltern/Schwiegereltern der Beschwerdeführer (vgl. D-3381/2012), und in grossen Teilen auch auf die Ausführungen in der dortigen Rechtsmitteleingabe verwiesen wird, dass sich die Vorinstanz zum Vorhalt widersprüchlicher Aussagen auf unwesentliche kleine Differenzen in ihren Aussagen beziehe und diese aufgebauscht habe, ohne sich mit der eigentlichen Fragestellung – um wen es sich bei den Aggressoren gehandelt habe – auseinanderzuset- zen, dass die beiden die angefochtene Verfügung unterzeichnenden Personen des BFM offensichtlich keine Ahnung von der Beschwerde ihrer E l- tern/Schwiegereltern gehabt hätten, als es zum Erlass des in casu zu b e- urteilenden Entscheides gekommen sei, dass bere its ihre Eltern/Schwiegereltern die Probleme mit und um die F._______ sowie der G._______ dargelegt hätten und die gegebenen Umstände nach Klärung vor Ort rufen würden, D-4901/2012 Seite 7 dass das BFM in der angefochtenen Verfügung in zutreffender Weise dargelegt hat, dass keine Hinweise auf Verfolgung – wie in BVGE 2011/8 dargelegt – vorliegen, dass die Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe nicht geeignet sind, an der vorinstanzlichen Einschätzung etwas zu ändern, dass vorweg darauf hinzuweisen ist, dass d ie Beschwerden der E l- tern/Schwiegereltern respektive der Brüder/Schwager der Beschwerd e- führer mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-3381/2012, D-3383/2012 und D -3385/2012 vom 19. September 2012 vollumfänglich abgewiesen wurden, dass das Bundesverwaltungsgericht dabei zur Begründung im Wesentl i- chen festhielt, die Vorinstanz habe die geltend gemachten Fluchtgründe zufolge widersprüchlicher und unsubstanziierter Vorbringen zu Recht als unglaubhaft beurteilt und überdies zu Recht darauf hin gewiesen, dass Mazedonien vom Schweizerischen Bundesrat als verfolgungssicherer Staat bezeichnet worden sei, weshalb die gesetzliche Regelvermutung bestehe, dass asylrelevante staatliche Verfolgung nicht stattfinde und Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung gewährleistet sei, dass daher die vorliegende Beschwerde, soweit sie sich auf die Recht s- mitteleingabe i n den Verfahren der Eltern/Schwiegereltern respektive Brüder/Schwager der Beschwerdeführer bezieht, in offensichtlicher Weise nicht zu überzeugen vermag, weshalb dem sinngemäss Antrag, es seien Abklärungen vor Ort durchzuführen, nicht stattzugeben ist, dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid unter Angabe der Fund- stellen in den Protokollen aufgezeigt hat, dass die Beschwerdeführer mit Bezug auf die Vorbringen betreffend die Probleme mit Mitgliedern der G._______ auf den ersten Blick feststellbare widersprüchliche und unsub- stanziierte Angaben gemacht haben, dass si ch der Einwand, die Vorinstanz habe sich zum Vorhalt wide r- sprüchlicher Aussagen auf unwesentliche kleine Differenzen in ihren Aus- sagen bezogen und diese aufgebauscht, ohne sich mit der eigentlichen Fragestellung – um wen es sich bei den Aggressoren gehande lt habe – auseinanderzusetzen, als nicht stichhaltig erweist, dass es nämlich in verschiedenen Punkten ihrer Kernvorbringen in offe n- kundiger Weise zu Ungereimtheiten gekommen ist und ihre Aussagen D-4901/2012 Seite 8 grundsätzlich als substanzarm bezeichnet werden müssen, sie mithin an- lässlich der Befragungen keine vertieften, mit Realkennzeichen verseh e- ne Sachverhaltsschilderungen machten, dass dies vorliegend nicht der Vorinstanz angelastet werden kann, son- dern sich die Beschwerdeführer dies selber zu ihren Ungunsten anrech- nen lassen müssen, zumal die Vorinstanz nicht verpflichtet ist, Schild e- rungen von Asylgesuchstellern noch weiter zu vertiefen, wenn diese im Rahmen der durchgeführten Befragungen – wie vorliegend – auch auf Nachfragen lediglich stereotype und oberflächliche Sachverhaltselemente liefern (vgl. act. A7/13 S. 5 ff; A8/11 S. 4 ff.), dass es sich weiter bei der Rüge, die beiden Mitarbeiter der Vorinstanz, durch die die angefochtene Verfügung unterzeichnet worden sei, hätten offensichtlich keine Ahnung von der Beschwerde ihrer Eltern/Schwiegerel- tern gehabt, als es zum Erlass des in casu zu beurteilenden Entscheides gekommen sei, um eine unbelegte Parteibehauptung handelt, dass somit mit den Ausführungen auf Beschwerdeebene weder die vom BFM aufgezeigten Widersprüche in den Vorbringen de r Beschwerdefüh- rer entkräftet werden noch aufgezeigt wird, inwiefern ihre Vorbringen ent- gegen der Ansicht der Vorinstanz substanziiert ausgefallen seien, dass die Rechtsmitteleingabe keine konkreten Aufschlüsse enthält, inwie- fern mit der Schwangerschaft der Beschwerdeführerin ein frauenspezif i- scher Fluchtgrund gegeben sein soll, dass es den Beschwerdeführern somit – auch unter Berücksichtigung e i- nes weiten Verfolgungsbegriffes und eines tiefen Beweismasses – nicht gelingt, Hinweise auf Verfolgung ersichtlich zu machen, die nicht auf den ersten Blick unglaubhaft sind, dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 AsylG auf die Asylgesuche der Beschwerdeführer nicht eingetreten ist, dass die Ablehnung eines Asyl gesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewill i- gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen b e- steht (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.1 S. 502, EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmu n- gen steht und demnach vom BFM zu Recht angeordnet wurde, D-4901/2012 Seite 9 dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht - liche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat ent - gegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge - zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie G e- fahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass - geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es den Beschwerdeführern nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-Refoule- ments im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine A n- haltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Me n- schenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die ihnen in Mazedonien droht, dass sich der Vollzug der Wegweisung somit als zulässig erweist, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat - oder Herkunftsstaat auf Grund von Situa - tionen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer No t- lage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass die wirtschaftliche und soziale Situation insbesondere für ethnische Minderheiten wie Roma zwar schwierig ist, indessen blosse sozia le und wirtschaftliche Erschwernisse für sich allein noch keine Existenz bedr o- hende Situation darstellen, welche den Vollzug der Wegweisung in den Heimatstaat als unzumutbar erscheinen lassen (vgl. BVGE 2010/41 D-4901/2012 Seite 10 E. 8.3.6 S. 591, EMARK 2005 Nr. 24 E. 10.1 S. 215, EMARK 2005 Nr. 12 E. 10.3 S. 114), dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat der Beschwerdeführer – Mazedonien gilt gemäss Beschluss des Bundesrates vom 25. Juni 2003 seit dem 1. August 2003 als "Safe Country" und somit als hinreichend verfolgungssicher – noch individuelle Gründe – auf eine konkrete Gefähr- dung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, zumal die Beschwerdeführer in i h- rer Herkunftsregion über eine gesicherte Wohnmöglichke it (Haus der E l- tern/Schwiegereltern) und ein familiäres Beziehungsnetz haben und der Beschwerdeführer über Berufserfahrungen in (...) beziehungsweise im (...) verfügen (vgl. act. A3/13 S. 4 f.), dass im Übrigen d ie Asylverfahren der nächsten Familienangehö rigen des Beschwerdeführers ( Eltern/Brüder) mit Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts D-3381/2012, D-3383/2012 und D-3385/2012 vom 19. Sep- tember 2012 letztinstanzlich abgeschlossen wurden und diese die Schweiz ebenfalls zu verlassen haben, weshalb die Besc hwerdeführer zusammen mit diesen in ihre Heimat zurückkehren und bei der Reintegra- tion auf deren Unterstützung zählen können, dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführer in den Heima t- staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG) und die Beschwerdeführer über gültige Reisepapiere verfügen, dass es den Beschwerdeführern somit nicht gelungen ist darzutun, inwie - fern die angefochtenen Verfügungen Bundesrecht verletzen, den recht s- erheblichen Sachverhalt unri chtig oder unvollständig feststellen oder u n- angemessen sind (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde a b- zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG inkl usive der unentgeltlichen Rechtsve r- beiständung gemäss Art. 65 Abs. 2 abzuweisen ist, da die Beschwerd e- begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aus- sichtslos zu bezeichnen sind, weshalb die kumulativ zu erfüllenden Vo r- aussetzungen im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht gegeben sind, dass mit dem Entscheid in der Sache das Gesuch um Erlass des Koste n- vorschusses gegenstandslos geworden ist, D-4901/2012 Seite 11 dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) de n Beschwerdeführern aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). (Dispositiv nächste Seite) D-4901/2012 Seite 12 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird a b- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführern au f- erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Guns- ten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführer, das BFM und die zuständige kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Thomas Wespi Stefan Weber Versand: