A bteilung IV D -5300/2006 sch/dua/um k {T 0/2} U rteil vom 29. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter H ans Schürch, R ichter W alter Lang, R ichterin M adeleine H irsig-Vouilloz G erichtsschreiberin Anna D ürm üller 1. A ._______, geboren (...), Iran, sow ie deren Kind 2. B ._______, geboren (...), Iran, beide vertreten durch U rs Ebnöther, R echtsanw alt, (...), Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 11. A pril 2006 i. S. A syl und W egw eisung / (...) B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie Beschw erdeführerin, eine iranische Staatsangehörige m it letztem W ohnsitz in Z._______, verliess ihren H eim atstaat eigenen Angaben zufolge am 20. Februar 2004 zusam m en m it ihrem Kind und gelangte zunächst in die Türkei. Am 8. M ärz 2004 reiste sie von unbekannten Ländern her kom m end in die Schw eiz ein, w o sie gleichentags im Em pfangszentrum Z._______ um Asyl nachsuchte. Am 17. M ärz 2004 w urde sie dort sum m arisch befragt und in der Folge für die D auer des Ver- fahrens dem Kanton Z._______ zugew iesen. D ie zuständige kantonale Behörde hörte die Beschw erdeführerin am 19. April 2004 ausführlich zu ihren Asylgründen an. Anlässlich der Befragungen m achte die Beschw erdeführerin im W esentlichen gel- tend, sie könne das iranische R egim e nicht ausstehen, da sie als Frau im Iran kei- ne R echte habe und keinen Schutz geniesse. Im Jahr 1992 sei sie eine befristete Ehe eingegangen. Im Eheschein sei stipuliert w orden, dass der M ann sie nach Ab- lauf des Jahres ordentlich heiraten w erde. D ieser M ann sei der Vater ihres Kindes. Bereits w ährend ihrer Schw angerschaft habe er sie jedoch verlassen, und nach Ablauf des Jahres habe er sich gew eigert, sie zu heiraten und habe in der Folge auch keine Alim ente für den Sohn bezahlt. Sie sei gerichtlich gegen den Vater ihres Sohnes vorgegangen, habe aber keine H ilfe erhalten. So habe sie ihren Sohn alleine aufziehen m üssen, w as im Iran nicht leicht sei. Anlässlich einer D e- m onstration in Teheran vom 9. Juli 1999 sei sie durch die Polizei, w elche die D e- m onstration aufgelöst habe, m it Schlagstöcken traktiert und dabei verletzt w orden. Es sei ihr dann aber gelungen, sich durch Flucht in Sicherheit zu bringen. In der Folge habe sie begonnen, sich zusam m en m it anderen Frauen für die R echte der Frauen im Iran einzusetzen. In diesem Zusam m enhang habe sie im Juni 2003 an der U niversität an einer Versam m lung teilgenom m en. D abei seien sie von 5 bis 6 Angehörigen der O rganisation "G orouh Feshar" überrascht w orden. D iese in Zivil gekleideten Personen, w elche verm utlich dem N achrichtendienst angehörten, sei- en hereingestürm t und hätten sie festgenom m en und verhört. Sie sei dabei be- schim pft und bedroht w orden. M an habe ihre Personalien überprüft und ihre Fin- gerabdrücke abgenom m en. Ausserdem habe sie eine schriftliche Erklärung abge- ben m üssen, w onach sie sich in Zukunft nicht m ehr in einer G ruppe versam m eln und Kritik üben w ürde. Sie sei ungefähr eine Stunde lang festgehalten w orden. An- schliessend habe m an sie freigelassen, aber von diesem M om ent an sei sie stän- dig überw acht w orden. M an habe sie bei der Arbeit überw acht, das Telefon abge- hört, und die N achbarn seien über sie ausgefragt w orden. Im H inblick auf die W ah- len im Februar 2004 habe sie im Juni/Juli 2003 zusam m en m it Freundinnen bei sich zuhause Flugblätter hergestellt, w elche zum W ahlboykott aufriefen. Sie hätten ausserdem geplant, eine Zeitung herauszugeben. In dieser Zeit sei - nach zehn- jähriger Abw esenheit - der Vater ihres Sohnes aufgetaucht. Er habe G eld von ihr verlangt. Ausserdem habe er den Sohn zu sich nehm en w ollen und gedroht, er w erde ihrem Arbeitgeber, (...), von ihrer politischen Tätigkeit erzählen. Angesichts der Stellung der Frau im Iran habe sie befürchtet, er w erde ihr das Kind w egnehm en, ohne dass sie sich dagegen zur W ehr setzen könnte. Sie habe auch 3 Angst gehabt, dass der M ann sie ihrem Arbeitgeber gegenüber diffam ieren und sie daraufhin ihre Stelle verlieren w ürde oder dass er sie gleich bei den Behörden anzeigen w ürde. Sie sei vor ihrer Ausreise ohnehin schon für drei M onate von der Arbeit suspendiert w orden. Aus diesen G ründen sei sie am 20. Februar 2004 m it H ilfe ihrer C ousins aus dem Iran ausgereist. Im Falle einer R ückkehr in ihr H eim atland befürchte sie, durch die Behörden inhaftiert zu w erden. Ausserdem habe sie Angst, dass m an ihr den Sohn w egnehm en w ürde. D ie Beschw erdeführerin reichte im Verlaufe des vorinstanzlichen Verfahrens folgende Identitätsdokum ente und Bew eism ittel zu den Akten: iranischer Identitätsausw eis, Führerausw eis, Studentenausw eis, vorläufiger Eheschein vom 19. M ärz 1992 (Kopie), Arbeitsausw eis (Kopie), G erichtsurteil vom 25. D ezem ber 1996 (Kopie). B. D as BFM stellte m it Verfügung vom 11. April 2006 - eröffnet am 13. April 2006 - fest, die Vorbringen der Beschw erdeführerin hielten den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gem äss Art. 3 und 7 AsylG nicht stand. D em zufolge w ies es die Asylgesuche ab. G leichzeitig verfügte es die W egw eisung der Beschw erdefüh- rer aus der Schw eiz und ordnete den Vollzug an. C . M it Eingabe vom 15. M ai 2006 an die Schw eizerische Asylrekurskom m ission (AR K) liessen die Beschw erdeführer Beschw erde gegen die vorinstanzliche Verfü- gung erheben. D abei liessen sie beantragen, die angefochtene Verfügung sei auf- zuheben, es sei die Flüchtlingseigenschaft festzustellen und Asyl zu gew ähren, eventuell sei die Flüchtlingseigenschaft gestützt auf das Vorliegen subjektiver N achfluchtgründe festzustellen und die vorläufige Aufnahm e anzuordnen, sub- eventuell sei die vorläufige Aufnahm e infolge U nzum utbarkeit des W egw eisungs- vollzugs anzuordnen. In prozessualer H insicht w urde um G ew ährung der unent- geltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) sow ie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht. D er Beschw erde lag ein Bew eism itteldossier m it U nterlagen zur geltend gem ach- ten exilpolitschen Aktivität der Beschw erdeführerin bei (Bestätigungsschreiben von M .M . vom 15. M ai 2006, Kopie M itgliederausw eis der D em okratischen Vereinigung für Flüchtlinge [D VF], Internetausdruck eines von der Beschw erdeführerin verfassten Artikels [...] m it Ü bersetzung, Flugblätter sow ie Internetausdruck von Fotos betreffend eine Kundgebung in Zürich vom 1. M ai 2006, Flugblätter sow ie Internetausdruck von Fotos betreffend eine Kundgebung in Bern vom 10. Februar 2005, Flugblätter sow ie Internetausdruck von Fotos betreffend eine Kundgebung in Zürich vom 10. D ezem ber 2004, Flugblätter sow ie Internetausdruck eines Fotos betreffend eine Kundgebung in Zürich vom 9. Septem ber 2004). D . M it Zw ischenverfügung vom 23. M ai 2006 räum te der zuständige Instruktionsrich- ter der AR K den Beschw erdeführern antragsgem äss eine Frist zur Einreichung w eiterer Bew eism ittel ein und teilte gleichzeitig m it, dass auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet und über das G esuch um G ew ährung der 4 unentgeltlichen R echtspflege im Endentscheid befunden w erde. E. In seiner Eingabe vom 31. M ai 2006 m achte der R echtsvertreter der Beschw erde- führer ergänzende Ausführungen zur Beschw erde und reichte die bereits im BFM - D ossier befindliche Kopie des vorläufigen Ehescheins (inkl. Ü bersetzung) zu den Akten. F. D as BFM hielt in seiner Vernehm lassung vom 14. Juli 2006 vollum fänglich an sei- ner Verfügung fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. G . In der Stellungnahm e vom 3. August 2006 hielt der R echtsvertreter der Beschw er- deführer an den eingangs gestellten Anträgen fest und reichte w eitere Bew eism it- tel zur exilpolitischen Aktivität der Beschw erdeführerin ein: eine D VD , Flugblätter sow ie Internetausdrucke von Fotos betreffend eine Kundgebung vom 8. Juli 2006 in Bern. H . M it Eingabe vom 15. Januar 2007 w urden w eitere Bew eism ittel eingereicht: Bestä- tigung von M .M . vom 22. O ktober 2006, die Zeitschrift "Kanoun" N r. 11/N ovem ber 2006 (m it einem von der Beschw erdeführerin verfassten Artikel), Internetausdruck eines von der Beschw erdeführerin verfassten Artikels [...] m it Ü bersetzung, Internetausdruck eines von der Beschw erdeführerin verfassten Artikels [...] vom Septem ber 2006 m it Ü bersetzung, Flugblätter sow ie Internetausdruck von Fotos betreffend eine Kundgebung m it H ungerstreik in Zürich vom 9. D ezem ber 2006, Internetausdruck von Fotos betreffend das Zeitschrift-Verteilen in C hur am 4. D ezem ber 2006, Internetausdruck eines Fotos der G eneralversam m lung der D VF vom 16. Septem ber 2006 sow ie Kopie der Zeitschrift "Kanoun" N r. 10/O ktober 2006 zu diesem Them a, Flugblätter sow ie Internetausdruck von Fotos betreffend eine Kundgebung in Bern vom 26. August 2006, Flugblatt sow ie Internetausdruck eines Fotos betreffend ein R eferat des Präsidenten der D VF am 9. Septem ber 2006 in W interthur. I. M it Eingabe vom 24. Juni 2007 reichte der R echtsvertreter der Beschw erdeführer erneut ein D ossier m it Bew eism itteln nach: N ZZ-Artikel vom 9. M ärz 2007, Internetausdruck eines von der Beschw erdeführerin verfassten Artikels [...] m it Ü bersetzung, Kopie der Zeitschrift "Kanoun" N r. 6/Juni 2007, Zeitschrift "Kanoun" N r. 3/M ärz 2007, Zeitschrift "Kanoun" vom M ärz 2007 (Ausgabe in Farsi m it Fotos eine Kundgebung in Bern), Flugblätter und Internetausdruck von Fotos betreffend eine Kundgebung in Zürich vom 1. M ai 2007, Zeitschrift "Kanoun" vom April 2007 (Ausgabe in Farsi) m it Fotos der Sitzung der D VF-Sektionen Zürich/G raubünden, Flugblätter sow ie Internetausdruck von Fotos betreffend eine Kundgebung in Bern vom 4. April 2007, Zeitschrift "Kanoun" vom Februar 2007 m it Fotos einer Aktion der D VF in C hur sow ie Internetausdruck von diesbezüglichen Fotos, Flugblätter sow ie Internetausdruck von Fotos betreffend eine Kundgebung in Bern vom 10. Februar 2007, Flugblätter sow ie Internetausdruck von Fotos betreffend eine Kundgebung in Zürich vom 13. Januar 2007.5 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 Vw VG ) des BFM , w elche in Anw endung des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) ergangen sind; das Bundesverw altungsge- richt entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG , Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D ie bei der AR K am 31. D ezem ber 2006 noch hängigen Beschw erdeverfahren w urden per 1. Januar 2007 durch das Bundesverw altungsgericht übernom m en und w erden durch dieses w eitergeführt; dabei findet das neue Verfahrensrecht Anw en- dung (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli- chen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; die Beschw erdeführer sind legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist so- m it einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim at- staat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politi- schen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gel- ten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum in- dest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vor- handensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeb- lich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D ie Vorinstanz führte zur Begründung ihres ablehnenden Entscheids im W esentli- chen aus, die Vorbringen der Beschw erdeführerin seien teils nicht glaubhaft, teils 6 nicht asylrelevant. N icht glaubhaft sei insbesondere das Vorbringen, w onach die Beschw erdeführerin infolge ihrer politischen Aktivitäten von der Arbeit suspendiert w orden sei, da sie dieses Sachverhaltselem ent in der Erstbefragung nicht erw ähnt, sondern es erst in der kantonalen Anhörung nachgeschoben habe. Ebenfalls anzu- zw eifeln sei das Vorbringen, w onach der Vater des Sohnes die politischen Aktivitä- ten der Beschw erdeführerin entdeckt habe; denn die Beschw erdeführerin habe den Zeitpunkt dieser angeblichen Entdeckung im Verlaufe der Anhörungen unter- schiedlich datiert. Im Ü brigen sei es nicht nachvollziehbar, dass die Beschw erde- führerin in der angegebenen W eise respektive zur angegebenen Zeit politisch tätig gew esen sei. D ie W ahlen seien auf Ende Februar 2004 angesetzt gew esen; im Juni 2003 seien sie noch kein Them a gew esen, w ährend ein Aufruf zum W ahlboy- kott im Februar 2004 nicht m ehr notw endig gew esen w äre. Angesichts der geltend gem achten ständigen Ü berw achung der Beschw erdeführerin sei nach dem G esag- ten erst recht nicht nachvollziehbar, dass sie entw eder im Juni 2003 oder im Februar 2004 im Zusam m enhang m it den W ahlen tätig gew orden sei. D ie angeb- lich erlittenen Verletzungen bei einer D em onstration im Jahr 1999 seien nicht asyl- relevant. D ie Beschw erdeführerin sei in diesem Zusam m enhang auch keinen w ei- teren Verfolgungshandlungen ausgesetzt gew esen respektive habe desw egen kei- ne zukünftige Verfolgung zu befürchten. D ie Schw ierigkeiten der Beschw erdefüh- rerin m it dem Vater ihres Sohnes seien ebenfalls nicht asylrelevant, zum al den Ak- ten in diesem Zusam m enhang nichts zu entnehm en sei, w as auf eine asylrelevan- te Verfolgungsm otivation der iranischen Behörden hinw eise. 4.2 In der Beschw erde w ird entgegnet, das Vorbringen betreffend die Suspendierung könne nicht als nachgeschoben und dam it unglaubhaft qualifiziert w erden. D ie Be- schw erdeführerin sei in der Erstbefragung nicht fähig gew esen, ihre Problem e strukturiert und detailliert zu schildern. N ach der ungesteuerten Schilderung habe sie die darauffolgenden Fragen kurz und präzise beantw ortet. Im m erhin habe sie dabei zu Protokoll gegeben, sie sei bei der Arbeit kontrolliert w orden. Es sei nach- vollziehbar, dass sie die Suspendierung erst in der kantonalen Befragung erw ähnt habe. Im Ü brigen sei darauf hinzuw eisen, dass sie die Suspendierung auch in der kantonalen Befragung erst auf konkrete N achfrage hin zur Sprache gebracht habe. Entgegen den Ausführungen des BFM habe sich die Beschw erdeführerin hinsicht- lich des Zeitpunkts, w ann der Vater ihres Sohnes aufgetaucht sei, nicht w iderspro- chen. Vielm ehr sei ihre Aussage in der Erstbefragung fehlerhaft interpretiert w or- den: Als nach Vorfällen im Februar 2004 gefragt w orden sei, habe die Beschw er- deführerin diese Frage nicht präzise beantw ortet, sondern habe sich unter ande- rem zu den W ahlvorbereitungen geäussert. Es sei klar, dass derartige Vorberei- tungen nicht erst im W ahlm onat begännen, sondern m ehrere M onate vorher. Aus den übrigen Aussagen der Beschw erdeführerin ergebe sich denn auch, dass sie sich lange vor den W ahlen getroffen hätten, um Flugblätter zu gestalten. D er Vater des Sohnes sei tatsächlich in diesem Zeitraum (Juni/Juli 2003) aufgetaucht. Es sei im Ü brigen keinesw egs ungew öhnlich oder unplausibel, dass m an sich sieben M o- nate vor den W ahlen treffe, um Flugblätter für den Aufruf zum W ahlboykott vorzu- bereiten. In der Beschw erde w ird w eiter ausgeführt, es treffe zu, dass die Be- schw erdeführerin im Zusam m enhang m it der D em onstration im Juli 1999 keinen w eiteren Verfolgungshandlungen ausgesetzt w orden sei. Bei der Frage der W ahr- scheinlichkeit einer künftigen Verfolgung sei jedoch auch der Vorfall vom Juni 7 2003 zu beachten, w elcher ebenfalls Verfolgungscharakter gehabt habe. D en Er- w ägungen des BFM zur Frage der Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs sei nicht beizupflichten. Bei der Beschw erdeführerin handle es sich um eine alleiner- ziehende Frau m it einem m inderjährigen Kind. D ie D rohung des Kindsvaters, die Beschw erdeführerin zu denunzieren, um so das Sorgerecht für das Kind zu erhal- ten, sei ernst zu nehm en. Ebenfalls zu berücksichtigen sei, dass die soziale Stel- lung der Beschw erdeführerin unter anderem auch durch die eingegangene Ehe auf Zeit beeinträchtigt sei. D er Kindsvater leiste keine U nterhaltszahlungen, und sie habe als Single M ühe, eine W ohnung zu m ieten. Sie finde nur bei ihrer Fam ilie R ückhalt. Schliesslich w ird in der Beschw erde auf das exilpolitische Engagem ent der Beschw erdeführerin hingew iesen. D abei w ird geltend gem acht, die Beschw er- deführerin habe sich bereits im Iran politisch betätigt und sei seit ihrer Einreise in die Schw eiz politisch aktiv gew esen. Sie sei praktisch seit der G ründung der D VF M itglied dieses Vereins, w as von dessen Präsidenten schriftlich bestätigt w erde. Im W inter 2004/2005 habe sie sich an drei Protestkundgebungen beteiligt. D anach habe sie aus psychischen G ründen pausiert. Im M ai 2006 habe sie erneut an einer Kundgebung teilgenom m en. In einem im Internet veröffentlichten Artikel, w elchen sie unter ihrem N am en verfasst habe, erkläre sie, w eshalb sie das iranische R e- gim e bekäm pfe und sich für die R echte der Frauen einsetze. In der ergänzenden Eingabe vom 31. M ai 2006 w ird darauf hingew iesen, dass die Beschw erdeführerin bereits vor der Zeitehe einm al norm al verheiratet gew esen sei. D iese Ehe sei jedoch nach nur vier Jahren geschieden w orden. D ie Beschw er- deführerin habe som it bereits bei der Scheidung eine erste Stigm atisierung erfah- ren m üssen. U nter dieser Scheidung habe auch die Ehre der Fam ilie der Be- schw erdeführerin gelitten. N ach einer Scheidung habe insbesondere die Frau nur noch eingeschränkte Lebensperspektiven. N achdem sie nun eine Zeitehe einge- gangen sei, daraus ein Kind hervorgegangen sei und sich der Vater ihres Kindes gew eigert habe, sie nach Ablauf der Zeitehe zu heiraten, sei sie der gesellschaftli- chen Ächtung um so m ehr preisgegeben. G em äss iranischem R echt hätte eine R ückkehr der Beschw erdeführerin in den Iran ausserdem zur Folge, dass der Kindsvater den Sohn zu sich nehm en w ürde, da dies im iranischen R echt so vor- gesehen sei. D ie Zusprechung des Sorgerechts an den Vater w ürde jedoch eine Verletzung des Kindesw ohls darstellen. Eine R ückkehr in den Iran sei daher insge- sam t nicht zum utbar. 4.3 In seiner Vernehm lassung führt das BFM aus, es w erde nicht bestritten, dass das Leben für geschiedene Frauen im Iran nicht leicht sei. Allerdings betrage die Scheidungsrate in Teheran bereits 20% . D ie Beschw erdeführerin befinde sich so- m it nicht in einer Ausnahm esituation. Im W eiteren sei festzustellen, dass die Be- schw erdeführerin von 1992 bis zu ihrer Ausreise im Jahr 2004 in der von ihr ge- schilderten Situation im Iran gelebt habe. N achdem sie som it bereits zw ölf Jahre lang unter diesen U m ständen gelebt habe, sei nicht ersichtlich, w eshalb ihr dies plötzlich nicht m ehr zum utbar sein solle. H insichtlich der geltend gem achten exil- politischen Aktivitäten bem erkt das BFM Folgendes: Verm utlich treffe es zu, dass sich die iranischen Behörden über die politischen Aktivitäten ihrer Staatsbürger im Ausland inform ierten. Es sei indes ausgeschlossen, dass jede einzelne Person durch die iranischen Behörden identifiziert und überw acht w erde. Im Ü brigen sei auch den iranischen Behörden bekannt, dass viele iranische Em igranten 8 vorw iegend aus w irtschaftlichen G ründen versuchten, durch regim ekritische Aktivitäten ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht im Ausland zu erw irken. D ie iranischen Behörden hätten nur dann ein Interesse an der Identifizierung einer Person, w enn deren Aktivitäten als konkrete Bedrohung für das politische System w ahrgenom m en w ürden. D ie Teilnahm e an Kundgebungen, das Verteilen von Flugblättern, das Tragen von Plakaten sow ie eine gelegentliche Publikation im Internet verm öchten keine konkrete G efährdung im Falle einer R ückkehr in den Iran zu begründen. D ie iranischen Behörden seien in der R egel nur daran interessiert, entsprechende Internetseiten zu blockieren, um eine Verbreitung deren Inhalts im Iran zu verhindern. D ie iranischen Behörden hätten hingegen kein w eitergehendes Interesse an den Autoren solcher Texte, sofern diese kein politisches Profil hätten. In diesem Zusam m enhang sei auf das Verhalten der iranischen Behörden gegenüber dem bekannten iranischen Blogger "H oder", w elcher eine R eise in den Iran unternom m en habe und lediglich für einige Tage an der Ausreise gehindert w orden sei, zu verw eisen. N ach dem G esagten sei das Verhalten der Beschw erdeführerin in der Schw eiz nicht geeignet, ein ernsthaftes Vorgehen der iranischen Behörden auszulösen. Im Ü brigen seien den Akten keine H inw eise darauf zu entnehm en, dass aufgrund der geltend gem achten Aktivitäten gegen die Beschw erdeführerin im Iran behördliche M assnahm en eingeleitet w orden w ären. 4.4 In der R eplik vom 3. August 2006 w ird argum entiert, die Stigm atisierung nehm e m it zunehm ender Scheidungsrate nicht autom atisch oder w enigstens nicht unm it- telbar ab. Ausserdem sei die Situation der Beschw erdeführerin nicht m it derjenigen einer "nur" geschiedenen Frau zu vergleichen, da bei ihr zusätzlich zu berücksich- tigen sei, dass sie eine Ehe auf Zeit eingegangen sei, diese nicht in eine unbefris- tete Ehe um gew andelt w orden sei und aus der Zeitehe ein Kind hervorgegangen sei. D ie Beschw erdeführerin sei in dieser Situation um so m ehr auf die U nterstüt- zung ihrer Eltern angew iesen gew esen. Entgegen der Auffassung des BFM habe sich ausserdem die Situation seit dem Jahr 1992 durchaus verändert, und zw ar in- sofern, als dass der Kindsvater im Juni/Juli 2003 erstm als gedroht habe, er nehm e ihr das Kind w eg. D ie D arstellung des BFM im Zusam m enhang m it dem exilpoliti- schen Engagem ent der Beschw erdeführerin greife zu kurz. D er von der Vorinstanz erw ähnte "H oder" sei im Schutze der Präsidentschaftsw ahlen in den Iran gereist. In dieser Zeit herrsche im Iran jew eils ein liberaleres Klim a. Ausserdem sei die Si- tuation heute, unter Präsident Ahm adinejad, anders. M enschenrechtsorganisatio- nen hätten seit seinem Am tsantritt eine deutliche Verschärfung des behördlichen Vorgehens gegen Andersdenkende festgestellt. Für Personen, w elche im Ausland gegen das iranische R egim e dem onstriert hätten, bestehe eine erhebliche R ück- kehrgefährdung; dies sei beispielsw eise dem Bericht der dänischen M igrationsbe- hörden zu ihrer "Fact-Finding-M ission" von Anfang 2005 zu entnehm en. In der Stellungnahm e w ird w eiter darauf hingew iesen, dass die Beschw erdeführerin am 8. Juli 2006 in Bern an einer w eiteren Protestkundgebung teilgenom m en habe. Bei diesem Anlass hätten über 200 M itglieder der D VF vor der iranischen Botschaft re- gim efeindliche Parolen skandiert. Fotos der Kundgebung seien auf der H om epage der D VF veröffentlicht w orden. Auf der beiliegenden D VD sei eine Videoaufnahm e der Kundgebung gespeichert. Auf der Aufnahm e sei unter anderem zu sehen, w ie ein Botschaftsangestellter die D em onstranten film e. D ie Beschw erdeführerin enga-9 giere sich aus Ü berzeugung gegen das iranische R egim e und gehe dam it ein Ver- folgungsrisiko ein. 4.5 In der Eingabe vom 15. Januar 2007 w ird angefügt, die Beschw erdeführerin sei an der G eneralversam m lung der D VF vom 16. Septem ber 2006 zur (...) ernannt w orden. D ies zeige, dass sie innerhalb dieser O rganisation Verantw ortung über- nehm e und einen aktiven Beitrag leiste. D er Präsident der D VF, M .M ., sei den ira- nischen Behörden bekannt, und dessen Aktivitäten w ürden genau beobachtet. Ö f- fentliche Auftritte m it ihm gälten daher als gefährlich. D ies gehe beispielsw eise aus dem Bericht der Schw eizerischen Flüchtlingshilfe (SFH ) vom 4. April 2006 zur Fra- ge der R ückkehrgefährdung hervor. D ie Beschw erdeführerin habe ausserdem im M ai 2006 einen regim ekritischen Artikel verfasst, w elcher unter ihrem N am en auf der Internetseite der D VF sow ie in der M onatszeitschrift der D VF "Kanoun", Aus- gabe 11/2006, veröffentlicht w orden sei. In diesem Artikel habe sie sich kritisch m it der Situation der Frauen im Iran auseinandergesetzt und den Iran unter anderem als G efängnis für Frauen bezeichnet. Im Septem ber 2006 habe sie einen w eiteren Artikel zum Them a Frauenunterdrückung im Iran verfasst. D ie Beschw erdeführerin habe sich zw ischen August und D ezem ber 2006 schliesslich w iederum an m ehre- ren von der D VF organisierten Kundgebungen und Veranstaltungen beteiligt, so am 26. August 2006 (Protestkundgebung bei der iranischen Botschaft in Bern), am 9. Septem ber 2006 (Podium sdiskussion und Vorträge in W interthur), am 4. D e- zem ber 2006 (Verteilen der Zeitschrift "Kanoun" in C hur) und am 9. D ezem ber 2006 (Versam m lung in Zürich und eintägiger H ungerstreik zum G edenken an den H ungerstreik vom D ezem ber 2003). Anlässlich m ehrerer dieser Aktionen sei der iranische Präsident unter anderem als Terrorist bezeichnet w orden. D ie D e- m onstranten hätten zudem provokative Karikaturen von Ahm adinejad sow ie von den M ullahs gezeigt. D ie Kundgebungen seien fotografisch dokum entiert w orden, und die Fotos seien auf der H om epage der D VF einsehbar. 4.6 In der Eingabe vom 24. Juni 2007 lässt die Beschw erdeführerin durch ihren R echtsvertreter ausführen, sie habe zw ischen Januar und M ai 2007 erneut an Kundgebungen und Anlässen der D VF teilgenom m en, und zw ar am 13. Januar 2007 (Protestaktion in Zürich), am 10. Februar 2007 (Protestkundgebung zum Them a "G egen 28 Jahre Existenz der islam ischen R epublik Iran"), am 12. Februar 2007 (Verteilen der Zeitschrift "Kanoun" in C hur), am 23. M ärz 2007 (Sitzung der D VF-Sektionen Zürich und G raubünden), am 4. April 2007 (Antikriegsdem onstra- tion) sow ie am 1. M ai 2007 (G rossdem onstration in Zürich). Fotos und Flugblätter zu diesen Anlässen seien auf der Internetseite der D VF einsehbar. Teilw eise seien die Veranstaltungen auch in der Zeitschrift "Kanoun" kom m entiert und bebildert w orden. D ie Beschw erdeführerin habe ausserdem zw ei w eitere regim ekritische Ar- tikel verfasst, w elche unter ihrem N am en und m it ihrem Foto auf der Internetseite der D VF veröffentlicht w orden seien. Abschliessend w ird auf den der Eingabe bei- liegenden N ZZ-Artikel vom 9. M ärz 2007 hingew iesen: D ieser Artikel schildere den Kam pf von Frauenrechtlerinnen zur Verbesserung der rechtlichen Stellung ge- schiedener Frauen im Iran. D araus sei ersichtlich, w ie schw ierig die Situation einer geschiedenen, alleinerziehenden M utter sei, w enn der Kindsvater das Sorgerecht beanspruche. 5. N ach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverw altungsgericht gestützt auf die 10 nachfolgenden Ausführungen zum Schluss, dass die von der Beschw erdeführerin im Verlaufe des vorinstanzlichen Verfahrens geltend gem achten Verfolgungsvor- bringen nicht asylrelevant und teilw eise überdies auch nicht glaubhaft sind. 5.1 D ie Beschw erdeführerin m achte geltend, im Jahr 1999 anlässlich einer D e- m onstration von Polizisten verletzt w orden zu sein. D ieser Vorfall lag indessen im Zeitpunkt ihrer Ausreise aus dem Iran bereits fünf Jahre zurück. D ie Beschw erde- führerin erlitt im Zusam m enhang m it diesem Vorfall keine w eiteren N achteile. So- m it fehlt ein genügend enger zeitlicher und kausaler Zusam m enhang zur Flucht im Jahr 2004, w eshalb dieser Vorfall nicht asylrelevant erscheint. H insichtlich der geltend gem achten Festnahm e vom M ai/Juni 2003 ist festzustel- len, dass diese lediglich ungefähr eine Stunde dauerte und dass die Beschw erde- führerin dabei nicht geschlagen w urde (vgl. A8, S. 13 und 14). D iese N achteile sind infolgedessen nicht als ernsthaft im Sinne von Art. 3 Abs. 2 AsylG zu qualifi- zieren. Ü berdies fehlt auch in diesem Fall der genügend enge zeitliche und kausa- le Zusam m enhang zur Ausreise: D ie Beschw erdeführerin verblieb nach diesem Vorfall noch ungefähr neun M onate an ihrem W ohnort. G rund für ihre Flucht w ar eigenen Angaben zufolge denn auch nicht die kurze H aft im Jahr 2003, sondern vielm ehr die D rohungen des Vaters ihres Kindes, er w erde ihr das Kind w egneh- m en und sie bei der Arbeit diffam ieren respektive ihre politische Tätigkeit den Be- hörden m elden (vgl. A8, S. 14). D ie geltend gem achten politischen Aktivitäten (Engagem ent für die R echte der Frauen sow ie die im H inblick auf die W ahlen vom Jahr 2004 abgehaltenen Treffen m it anderen Frauen) sind entgegen der Auffassung der Vorinstanz als überw ie- gend glaubhaft zu erachten. Insbesondere ist der Beschw erdeführerin darin zuzu- stim m en, dass es nicht der allgem einen Erfahrung w iderspricht, w enn der geplante Aufruf zum W ahlboykott bereits m ehrere M onate vor den W ahlen vorbereitet w ur- de. Auch der vom BFM zitierte W iderspruch betreffend den Zeitpunkt, in dem der Kindsvater von den politischen Aktivitäten der Beschw erdeführerin Kenntnis erhal- ten habe, ist nach D urchsicht der Anhörungsprotokolle im Sinne der diesbezügli- chen Ausführungen in der Beschw erde zu relativieren. U ngeachtet der Frage der G laubhaftigkeit ist aber aufgrund der Aktenlage nicht davon auszugehen, dass der Beschw erdeführerin im Zeitpunkt ihrer Ausreise infolge der geltend gem achten po- litischen Aktivitäten eine unm ittelbare, asylrelevante Verfolgungsgefahr drohte. Ih- ren Angaben zufolge w usste ihr Arbeitgeber bereits von ihrem politischen Engage- m ent; deshalb sei sie kurz vor ihrer Ausreise für drei M onate von der Arbeit sus- pendiert w orden. D ie G laubhaftigkeit dieser Aussage w urde vom BFM indessen zu R echt in Zw eifel gezogen, da die Beschw erdeführerin die angebliche Suspendie- rung erst erw ähnte, als der/die Befrager/in sie konkret nach Problem en am Ar- beitsplatz im Zusam m enhang m it ihrem politischen Engagem ent fragte (vgl. A8, S. 15). M ehrere naheliegende G elegenheiten, die Suspendierung bereits zu einem früheren Zeitpunkt anzusprechen (beispielsw eise als sie über ihre Arbeit sprach und dass sie dabei kontrolliert w orden sei [vgl. A1, S. 2 und 5; A8, S. 6] oder als sie in der kantonalen Anhörung ausführte, sie habe am Arbeitsplatz m it anderen Frauen über die Problem e der R egierung gesprochen, habe desw egen jedoch keine Schw ierigkeiten bekom m en [vgl. A8, S. 12]), liess die Beschw erdeführerin dagegen ungenutzt verstreichen. D ies ist angesichts der Tatsache, dass sie die Suspendierung als eine Art Bestrafung für ihr politisches Engagem ent darstellte, 11 nicht nachvollziehbar. Selbst w enn m an die geltend gem achte Suspendierung als glaubhaft erachten w ollte, w ürde dies nicht dazu führen, dass deshalb eine im Zeitpunkt der Ausreise unm ittelbar bestehende, asylrelevante Verfolgungsgefahr angenom m en w erden m üsste. Falls die Beschw erdeführerin näm lich tatsächlich infolge ihres politischen Engagem ents von der Arbeit suspendiert w urde - w as vorliegend bezw eifelt w ird - w ürde dies jedenfalls deutlich m achen, dass sie im dam aligen Zeitpunkt seitens des iranischen Staates keine ernsthaften N achteile zu befürchten hatte, da sie näm lich ansonsten m it überw iegender W ahrscheinlichkeit nicht bloss suspendiert, sondern m indestens eingehend verhört und allenfalls gar festgenom m en w orden w äre. D a der Arbeitgeber der Beschw erdeführerin - nota bene der iranische Staat - ihren Angaben zufolge bereits von ihrem politischen Engagem ent w usste (vgl. A8, S. 15), ist im Ü brigen nicht davon auszugehen, dass die iranischen Behörden gestützt auf eine allfällige Anschuldigung des - drogensüchtigen (vgl. A8, S. 16) - Kindsvaters ernsthafte Verfolgungsm assnahm en gegen die Beschw erdeführerin eingeleitet hätten. D ie Furcht der Beschw erdeführerin vor allfälligen Äusserungen des Kindsvaters den Behörden gegenüber ist daher nicht nachvollziehbar. D azu kom m t, dass der Kindsvater den Akten zufolge bereits ungefähr im Juni 2003 von den politischen Aktivitäten der Beschw erdeführerin erfahren hatte. D ennoch hatte er offenbar bis zur Ausreise der Beschw erdeführerin nichts Konkretes unternom m en, um ihr zu schaden. Insgesam t sind den Akten som it keine konkreten H inw eise dafür zu entnehm en, dass die Beschw erdeführerin im Zeitpunkt ihrer Ausreise im Zusam m enhang m it ihrer politischen Tätigkeit in absehbarer Zukunft m it asylrelevanten Verfolgungshandlungen seitens des iranischen Staates hätte rechnen m üssen. D ie Beschw erdeführerin m achte schliesslich geltend, sie habe dam it rechnen m üs- sen, dass dem Kindsvater das Sorgerecht für ihren Sohn zugesprochen w ürde, falls dieser seiner D rohung nachgekom m en w äre und dies vor G ericht verlangt hätte. Angesichts des iranischen R echtssystem s hätte sie keine M öglichkeit ge- habt, sich dagegen zu w ehren. Es ist nachvollziehbar, dass diese Aussichten die Beschw erdeführerin zutiefst beunruhigten. W ie bereits das BFM zu R echt bem erk- te, ist jedoch der von der Beschw erdeführerin befürchtete N achteil - der Verlust des Sorgerechts für ihr Kind - nicht asylrelevant, zum al kein H inw eis dafür vorliegt, dass einer derartigen G erichtsentscheidung ein asylrechtlich relevantes M otiv im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG zugrunde liegen w ürde. 5.2 Zusam m enfassend ist festzustellen, dass es der Beschw erdeführerin nicht gelun- gen ist, eine im Zeitpunkt ihrer Ausreise aus dem Iran bestehende oder unm ittelbar drohende asylrelevante Verfolgung respektive Verfolgungsgefahr nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen. An diesem Ergebnis verm ögen auch die w eiteren Aus- führungen in der Beschw erde nichts zu ändern, w eshalb es sich erübrigt, darauf noch näher einzugehen. D ie Vorinstanz hat die Asylgesuche daher zu R echt abge- lehnt. 6. Es bleibt zu prüfen, ob die Beschw erdeführerin durch ihr Verhalten nach der Aus- reise aus dem H eim atland, nam entlich dem auf Beschw erdeebene geltend ge- m achten exilpolitschen Engagem ent in der Schw eiz, G rund für eine zukünftige Verfolgung durch die iranischen Behörden gesetzt hat und aus diesem G rund (subjektive N achfluchtgründe) die Flüchtlingseigenschaft erfüllt.12 6.1 W er sich darauf beruft, dass durch sein Verhalten nach der Ausreise aus dem H ei- m at- oder H erkunftsstaat eine G efährdungssituation erst geschaffen w orden ist, m acht subjektive N achfluchtgründe geltend (vgl. Art. 54 AsylG ). Subjektive N ach- fluchtgründe begründen zw ar die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG , führen jedoch gem äss Art. 54 AsylG zum Ausschluss des Asyls, unabhängig da- von, ob sie m issbräuchlich oder nicht m issbräuchlich gesetzt w urden. Stattdessen w erden Personen, w elche subjektive N achfluchtgründe nachw eisen oder glaubhaft m achen können, als Flüchtlinge vorläufig aufgenom m en (vgl. die nach w ie vor zu- treffenden Ausführungen in den Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizeri- schen Asylrekurskom m ission / EM AR K 2000 N r. 16 E. 5a, m it w eiteren H inw eisen). 6.2 Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass sich die Beschw erdeführerin im geltend gem achten U m fang in der Schw eiz exilpolitisch betätigte. Exilpolitische Aktivitäten können jedoch nur dann im Sinne von subjektiven N achfluchtgründen zur Flücht- lingseigenschaft führen, w enn zum indest glaubhaft gem acht w ird, dass im Falle einer R ückkehr infolge der Exilaktivität m it überw iegender W ahrscheinlichkeit m it politischer Verfolgung zu rechnen w äre. N achfolgend ist zu untersuchen, ob diese Voraussetzung vorliegend erfüllt ist. 6.3 Vorab ist festzustellen, dass die politische Betätigung für staatsfeindliche O rgani- sationen im Ausland seit der N eufassung des iranischen Strafrechts im Jahr 1996 unter Strafe gestellt ist. Einschlägigen Berichten zufolge w urden in der Vergangen- heit denn auch bereits Personen verhaftet, angeklagt und verurteilt, w elche sich unter anderem im Internet kritisch zum iranischen Staat äusserten (vgl. die Aus- kunft der SFH -Länderanalyse vom 4. April 2006 ["Iran: R ückkehrgefährdung für AktivistInnen und M itglieder exilpolitischer O rganisationen - Inform ationsgew in- nung iranischer Behörden"] S. 3, m it w eiteren H inw eisen). Es ist überdies allge- m ein bekannt und unbestritten, dass die iranischen Behörden die politischen Akti- vitäten ihrer Staatsangehörigen im Ausland überw achen und system atisch erfas- sen. M ittels Einsatz von m oderner Softw are dürfte es den iranischen Behörden auch ohne w eiteres m öglich sein, die im Internet vorhandenen riesigen D atenm en- gen ohne allzu grossen Aufw and gezielt und um fassend zu überw achen und gege- benenfalls nach Stichw orten zu durchsuchen. D ie Beschw erdeführerin ist seit O k- tober 2004 M itglied der D VF. D ie D VF ist sow ohl die grösste als auch die aktivste oppositionelle Exilorganisation der Iraner in der Schw eiz. Ihr Präsident, M .M ., kann auf eine bew egte Vergangenheit innerhalb der iranischen Exilopposition in der Schw eiz zurückblicken und gehört zw eifellos zu deren aktiven Kern. Er ist den iranischen Behörden m it Sicherheit bekannt. Im W eiteren ist davon auszugehen, dass Personen, w elche sich - w ie die Beschw erdeführerin - im U m feld von M .M . exilpolitisch betätigen, bereits dadurch einem erhöhten R isiko ausgesetzt sind, sel- ber ins Visier der iranischen Behörden zu gelangen. D ie Beschw erdeführerin expo- nierte sich jedoch nicht nur durch ihr Engagem ent in der exilpolitischen Bew egung von M .M ., sondern auch durch die Art und W eise ihres Engagem ents. Seit ihrer Ankunft in der Schw eiz im Jahr 2004 nahm sie regelm ässig und relativ häufig an von der D VF organisierten Kundgebungen und Veranstaltungen teil. In den Flugblättern und Parolen zu den Kundgebungen der D VF w ird das iranische R egim e m it deutlichen W orten kritisiert; so w ird der Iran beispielsw eise als "barbarisches R egim e" bezeichnet, w elches "sadistische M assenhinrichtungen" 13 ausgeführt habe. Es w ird das Ende des "M ullah Terrors" gefordert. Präsident Ahm adinejad w ird als Terrorist und G eiselnehm er bezeichnet und der M ittäterschaft bei der Erm ordung von bekannten R egim ekritikern bezichtigt. Bei der Versam m lung vom 9. D ezem ber 2006, an der die Beschw erdeführerin ebenfalls teilnahm , w urde im G edenken an den H ungerstreik iranischer Asylsuchenden vom 10. - 19. D ezem ber 2003, w elcher dam als ein relativ grosses M edienecho im In- und Ausland ausgelöst hatte, ein eintägiger H ungerstreik durchgeführt. G leichzeitig w urde gegen die Verletzung der M enschenrechte im Iran protestiert. D ie Beschw erdeführerin verfasste überdies m ehrere regim ekritische Artikel, w elche unter ihrem N am en und teilw eise unter Beifügung ihres Fotos auf der H om epage der D VF sow ie teilw eise auch in der M onatszeitschrift der D VF veröffentlicht w urden. D arin prangert sie die Ideologie der M ullahs sow ie deren Einfluss auf die iranische Politik an und kritisiert die politischen Entscheidungen von Präsident Ahm adinejad. Sie spricht sich insbesondere auch gegen die U nterdrückung der Frauen im Iran aus, w obei sie unter anderem schreibt, Frauen lebten im Iran in einer H ölle, einem G efängnis. In einigen ihrer Artikel ruft sie ausdrücklich zum Kam pf gegen das iranische R egim e auf. D urch ihre Teilnahm e an den erw ähnten Kundgebungen sow ie durch das Verfassen der genannten Presseartikel brachte die Beschw erdeführerin unverblüm t ihre Abneigung gegen die politische und gesellschaftliche Struktur ihres H eim atlandes sow ie ihre Kritik am gegenw ärtigen R egim e zum Ausdruck. N ach dem G esagten ist es als w ahrscheinlich zu erachten, dass sie den iranischen Behörden dam it als exilpolitisch relativ engagierte Person aufgefallen ist. Angesichts der Äusserungen der Beschw erdeführerin respektive der bei den Kundgebungen verw endeten Parolen, w elche nicht lediglich als kritisch, sondern teilw eise geradezu als provozierend, diffam ierenden und aufw ieglerisch bezeichnet w erden m üssen, ist überdies davon auszugehen, dass sich die iranischen Behörden aktiv um die Identifizierung der Beschw erdeführerin bem üht haben. Aufgrund der Aktenlage m uss w eiter angenom m en w erden, dass ihnen die Identität der Beschw erdeführerin inzw ischen bekannt ist, zum al die von ihr den Akten zufolge in Eigenregie und Eigenverantw ortung verfassten Presseerzeug- nisse teilw eise nicht nur m it ihrem N am en, sondern zusätzlich m it ihrem Foto versehen auf der H om epage der D VF sow ie in der Zeitschrift "Kanoun" veröffentlicht w urden. M it Blick auf die vom BFM nicht angezw eifelte Aussage der Beschw erdeführerin, w onach die iranischen Sicherheitsbehörden anlässlich der Festnahm e im Jahr 2003 ihre Identität überprüft und ihr die Fingerabdrücke abgenom m en hätten, dürfte den iranischen Behörden im W eiteren nicht entgangen sein, dass die Beschw erdeführerin bereits vor ihrer Flucht in die Schw eiz im Iran - w enn auch lediglich niederschw ellig - politisch aktiv w ar und sich insbesondere bereits früher für die R echte der Frauen einsetzte. D ieser U m stand deutet unter anderem darauf hin, dass das exilpolitische Engagem ent der Beschw erdeführerin in der Schw eiz im G egensatz zu dem jenigen der grossen M asse von Exiliranern als aufrichtig und ernsthaft zu qualifizieren ist. D ie iranischen Behörden dürften diese Einschätzung teilen. D ie vorstehenden Erw ägungen lassen im W eiteren auch den Schluss zu, dass der iranische Staat Kenntnis davon hat, dass die Beschw erdeführerin im Septem ber 2006 zur (...) ernannt w orden ist. D iese Tatsache ist ein Indiz dafür, dass die Beschw erdeführerin bereit ist, innerhalb der D VF verm ehrt Initiative und Verantw ortung zu übernehm en, und dass sie über 14 gew isse Führungs- O rganisations- und M otivierungsfähigkeiten verfügt. Auch dadurch hebt sich die Beschw erdeführerin von der M asse der m it dem iranischen R egim e unzufriedenen Exiliranern ab. 6.4 Zusam m enfassend ist festzustellen, dass die Beschw erdeführerin das Profil einer überzeugten und engagierten R egim egegnerin erfüllt. Aufgrund ihrer exilpoliti- schen Aktivitäten in der Schw eiz, ihres früheren politischen Engagem ents im Iran sow ie ihrer durchaus noch ausbaufähigen Position innerhalb der D VF ist entgegen der vom BFM vertretenen Auffassung davon auszugehen, dass die iranischen Be- hörden die Beschw erdeführerin als - m indestens latente - Bedrohung für das politi- sche System im Iran w ahrnehm en. D am it besteht eine überw iegende W ahrschein- lichkeit dafür, dass die Beschw erdeführerin im Falle einer R ückkehr in den Iran ernsthafte N achteile im Sinne von Art. 3 AsylG zu gew ärtigen hätte; der Beschw er- deführerin ist diesbezüglich eine begründete Furcht vor zukünftiger Verfolgung zu- zusprechen. 6.5 N ach dem G esagten ist es der Beschw erdeführerin gelungen, subjektive N ach- fluchtgründe im Sinne von Art. 54 AsylG glaubhaft zu m achen. D am it erfüllt sie die Voraussetzungen der Flüchtlingseigenschaft. H ingegen schliesst Art. 54 AsylG die G ew ährung von Asyl aus. D a keine besonderen U m stände dagegen sprechen (vgl. EM AR K 1996 N r. 14), ist der m inderjährige Sohn der Beschw erdeführerin, w elcher keine eigenen, für die Flüchtlingseigenschaft relevanten G ründe vorbrachte, ge- stützt auf Art. 51 Abs. 1 AsylG in die Flüchtlingseigenschaft der Beschw erdeführe- rin einzubeziehen. 7. 7.1 D ie Anordnung der W egw eisung ist die R egelfolge der Asylverw eigerung (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). D a die Beschw erdeführer über keine frem denpolizeiliche Aufent- haltsbew illigung verfügen, ist die W egw eisung aus der Schw eiz dem nach zu R echt angeordnet w orden (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; vgl. EM AR K 2001 N r. 21). 7.2 Allerdings ist im Sinne einer Ersatzm assnahm e das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern zu regeln, w enn der Vollzug der W egw eisung nicht zulässig, nicht zum utbar oder nicht m öglich ist (vgl. Art. 44 Abs. 2 AsylG ). Für den vorliegenden Fall ergibt sich aus den vorstehenden Erw ägungen, dass die Beschw erdeführerin eine begründete Furcht vor zukünftiger Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft m achen konnte. D er Vollzug der W egw eisung in den Iran erw eist sich daher w egen drohen- der Verletzung des flüchtlingsrechtlichen G ebots des N on-R efoulem ents (Art. 5 AsylG ) als unzulässig. Ausserdem ist der Vollzug auch m it Blick auf Art. 3 EM R K als unzulässig zu erachten, da davon ausgegangen w erden m uss, dass die Be- schw erdeführerin im Falle ihrer R ückkehr in den Iran m it beachtlicher W ahrschein- lichkeit m enschenrechtsw idriger Behandlung ausgesetzt w äre. 8. D ie Beschw erde ist dem nach insow eit gutzuheissen, als dam it im Eventualbegeh- ren beantragt w urde, es sei die Flüchtlingseigenschaft der Beschw erdeführer fest- zustellen und infolgedessen die vorläufige Aufnahm e anzuordnen; im Ü brigen ist die Beschw erde abzuw eisen, sow eit sie nicht gegenstandslos w ird (vgl. das Sube-15 ventualbegehren). D ie vorinstanzliche Verfügung vom 11. April 2006 ist som it inso- w eit aufzuheben, als die Flüchtlingseigenschaft verneint und der Vollzug der W eg- w eisung angeordnet w urde (Ziffern 1, 4 und 5 der angefochtenen Verfügung), und das BFM ist anzuw eisen, die Beschw erdeführer gestützt auf Art. 44 Abs. 2 AsylG in Verbindung m it Art. 14a Abs. 1 und 3 AN AG als Flüchtlinge vorläufig aufzuneh- m en. 9. 9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens (teilw eises O bsiegen der Beschw erdeführer) w ären die reduzierten Kosten grundsätzlich den Beschw erdeführern aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). N achdem jedoch w eiterhin von ihrer Bedürftigkeit auszuge- hen ist und die Beschw erde nicht als aussichtslos bezeichnet w erden konnte, ist in G utheissung des G esuchs um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege von einer Kostenauflage abzusehen (Art. 65 Abs. 1 Vw VG ). 9.2 D en teilw eise obsiegenden Beschw erdeführern ist zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung für die ihnen erw achsenen notw endigen und verhältnism ässig hohen Kosten zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 7 des R egle- m ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D iese Entschädigung ist ent- sprechend dem G rad des D urchdringens praxisgem äss um einen D rittel zu redu- zieren. D er in der Kostennote vom 18. Juli 2007 geltend gem achte Arbeitsaufw and von 13 Stunden und 3 M inuten sow ie die Auslagen von Fr. 62.-- erscheinen als an- gem essen. G em äss Art. 10 Abs. 2 VG KE beträgt der Stundenansatz für Anw älte und Anw ältinnen m indestens 200 und höchstens 400 Franken. D er ausgew iesene Stundenansatz von Fr. 200.-- bew egt sich in diesem R ahm en. Som it hat das BFM den Beschw erdeführern in Anw endung der vorgenannten Bestim m ungen sow ie un- ter Berücksichtigung der m assgeblichen Bem essungsfaktoren (Art. 8 ff. VG KE) eine um einen D rittel reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'916.70 (inkl. M W St) auszurichten. (D ispositiv nächste Seite)16 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird gutgeheissen, sow eit darin die Feststellung der Flüchtlingsei- genschaft und der Verzicht auf den W egw eisungsvollzug zugunsten einer vorläufi- gen Aufnahm e als Flüchtlinge beantragt w ird. Im Ü brigen w ird die Beschw erde ab- gew iesen, sow eit sie nicht gegenstandslos w ird. 2. D ie Ziffern 1, 4 und 5 des D ispositivs der angefochtenen Verfügung vom 11. April 2006 w erden aufgehoben und das BFM w ird angew iesen, die Beschw erdeführer als Flüchtlinge vorläufig aufzunehm en. 3. D as G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 Vw VG w ird gutgeheissen. 4. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 5. D as BFM hat den Beschw erdeführern für das Verfahren vor dem Bundesverw al- tungsgericht eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'916.70 zu entrichten. 6. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter der Beschw erdeführer, 2 Expl. (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it deren Akten (R ef.-N r. ...; Kopie) - (...) D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: H ans Schürch Anna D ürm üller Versand am :