<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, so rasch wie möglich ein zusätzliches Weideprogramm für das Rindvieh einzuführen und die Entschädigung dafür fair auszugestalten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im RAUS-Programm waren 2016 gesamtschweizerisch rund 82 Prozent der Tiere der Rindviehgattung angemeldet. Die Beteiligung liegt je nach Rindviehkategorie in einer Bandbreite von 39 bis 91 Prozent.</p><p>Bei den über ein Jahr alten weiblichen Nachzuchttieren und Milchkühen lag die Beteiligung 2016 bei 83 bzw. 84 Prozent und bei den Mutterkühen sogar bei 91 Prozent. Für diese Kategorien gelten bereits hohe Anforderungen bezüglich der Weide. Die Zielsetzung der Agrarpolitik 2014-2017, eine Beteiligung von mindestens 80 Prozent, ist bei diesen Kategorien erfüllt.</p><p>Eine tiefe Beteiligung ist hingegen bei den Kälbern und dem Jung- und Mastvieh festzustellen. Bei diesen anerkennt der Bundesrat Handlungsbedarf. Er hat deshalb die Motion Schelbert 17.3655, "Tierwohlprogramm Weide für Kälber und Jung-/Mastvieh", zur Annahme beantragt. Er sieht vor, für diese Kategorien die Förderung der Weide gezielt zu verstärken.</p><p>Der Bundesrat ist der Auffassung, dass grundsätzlich der Markt weiter gehende Differenzierungen der Anforderungen beim Tierwohl abgelten soll. Wenn Produzentengruppen bereit sind, strengere Anforderungen bezüglich des Weidens zu erfüllen, besteht die Möglichkeit, dies über ein privatrechtliches Label zu vermarkten. Ferner ist zu erwähnen, dass die Forderung der Motion generell die Regelungsdichte und Administration erhöhen würde, was der Bundesrat ablehnt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.