<h2>SubmittedText<h2><p>Wer aus einem Risikogebiet zurück in die Schweiz kommt, muss 10 Tage in Quarantäne. Da immer mehr Länder auf der Liste mit erhöhtem Ansteckungsrisiko sind, werden mehr Personen in Quarantäne gehen müssen. Das führt gerade auch nach Geschäftsreisen zu Problemen und ist auch für den Tourismus nicht förderlich.</p><p>Ist der Bundesrat vor diesem Hintergrund bereit, die Testkapazitäten massiv auszubauen und das Regime bei der Einreise auf mehr Tests anstatt Quarantäne zu setzen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Covid-19-Verordnung zu Massnahmen im Bereich des internationalen Personenverkehrs sieht im Artikel 4 diverse Ausnahmen von der Pflicht zur Quarantäne vor, namentlich für nicht aufzuschiebende Geschäftsreisen. Die PCR-Coronatests verfügen unterdessen über eine zuverlässige Sensibilität und Sensitivität. Aber nach der Einreise aus einem Gebiet oder Ländern mit erhöhtem Ansteckungsrisiko und einer eventuellen Infektion kann es zwischen 5 und 7 Tagen dauern bis ein solcher Test die Viren nachweisen kann. Eine infizierte Person kann daher, auch wenn sie im Moment der Einreise negativ getestet wird, danach andere Menschen anstecken. Gleichzeitig kann dieser im Moment negative Test zu einem falschen Sicherheitsgefühl führen, was die Befolgung der vom BAG empfohlenen Massnahmen erschweren kann. Daher ist das Testen bei Einreise vorderhand keine Alternative zu einer Quarantäne. Der Bundesrat prüft aber, ob nach einem negativen Test, nach Ablauf der erwähnten Inkubationszeit eine Quarantäne gegebenenfalls verkürzt werden kann.</p>