Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht vom 9. Januar 2018 (400 17 298) ____________________________________________________________________ Obligationenrecht Darlehensvertrag: Beweiswürdigung hinsichtlich der Frage, wer Darlehensnehmer ist Besetzung Präsidentin Christine Baltzer-Bader, Richter Dieter Freiburghaus (Ref.), Richterin Barbara Jermann Richterich; Gerichtsschreiberin Karin Arber Parteien A. ____ Kläger und Berufungsbeklagter gegen B. ____ vertreten durch Advokat Dr. Peter Studer, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach, Beklagte und Berufungsklägerin Gegenstand Forderung Berufung gegen den Entscheid des Präsidenten des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West vom 31. Mai 2017 A. Mit Valuta 10. April 2012 überwies A.____ (Berufung sbeklagter) den Betrag von CHF 10‘000.00 auf das Konto von B.____ (Berufungskl ägerin) mit dem Vermerk „Darlehen“. Nachdem der Berufungsbeklagte nach mehrfacher Auffo rderung den Betrag von B.____ nicht zurückbekam, erhob er nach durchlaufenem Schlichtungsverfahren mit Eingabe vom 18. Januar 2017 am Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West Kla ge gegen B.____ und beantragte deren Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Verpflichtung zur Zahlung von CHF 10‘000.00 nebst Zins zu 5% seit 1. Oktober 2016 sowie der Zahlungsbefehlskosten. Weiter beantragte er die Beseit igung des Rechtsvorschlags, welchen die Berufungsklägerin in der vom Berufungsbeklagten am 2 1. Oktober 2016 eingeleiteten Be- treibung erklärte. Die Berufungsklägerin beantragte mi t Stellungnahme vom 2. März 2017 die Abweisung der Klage, woraufhin der Berufungsbeklagte mit Eingabe vom 13. März 2017 den von der Gegenpartei geschilderten Sachverhalt präzisiert e. Zwischen den Parteien blieb um- stritten, wer Darlehensnehmer gewesen war. Der Berufungsbeklagte stellte sich auf den Stand- punkt, er habe der Berufungsklägerin ein Darlehen gewä hrt, wogegen die Berufungsklägerin ausführte, sie sei nicht Darlehensnehmerin sondern lediglich Zahlstelle gewesen. B. Der Präsident des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft Wes t führte am 31. Mai 2017 die Hauptverhandlung durch, zu welcher der Berufungsbeklagte persönlich und für die Berufungs- klägerin – nachdem sie sich von der Hauptverhandlung di spensieren liess – deren Rechtsver- treter erschienen. Herr C.____ wurde an der Hauptverh andlung als Zeuge einvernommen. Mit Entscheid vom 31. Mai 2017 hiess der Zivilkreisgerichtspr äsident die Klage gut und verurteilte die Berufungsklägerin, dem Berufungsbeklagten CHF 10‘0 00.00 nebst 5% Zins seit 1. Novem- ber 2016 und CHF 73.30 Zahlungsbefehlskosten zu bezahle n. Der Rechtsvorschlag in der vom Berufungsbeklagten gegen die Berufungsklägerin eingele iteten Betreibung wurde beseitigt und die Kosten des Schlichtungsverfahrens sowie die Gerichtsgebühr wurden der Berufungsklägerin auferlegt. Der Berufungsbeklagte führte bei der Vorinstanz aus, er kenne die Berufungsklägerin seit lan- ger Zeit und durch sie sei der Kontakt zu C.____, dem G eschäftsführer der neu gegründeten D.____ GmbH (nachfolgend auch als „Gesellschaft“ bezeic hnet) entstanden. Als Buchhalter habe der Berufungsbeklagte diese Gesellschaft und deren Geschäftsführer anfänglich buchhal- terisch begleitet. Er habe der Gesellschaft zu einem frü heren Zeitpunkt Darlehen gewährt, spä- ter dann aber an der Kreditwürdigkeit der Gesellschaft und des Geschäftsführers gezweifelt und daher der Gesellschaft bei den nächsten Liquiditätsschwi erigkeiten kein Darlehen mehr geben wollen. Aufgrund seines buchhalterischen Mandats bei der D.____ GmbH habe der Berufungs- beklagte Kenntnis von den Schulden der Berufungsklägeri n bei der Gesellschaft für die Bezah- lung ihrer Steuerschulden durch die Gesellschaft gehabt. Der Berufungsbeklagte habe daher der Berufungsklägerin ein Darlehen gewährt, damit die Berufungsklägerin ihre Schulden bei der D.____ GmbH habe begleichen können. Der Zivilkreisgerich tspräsident erachtete die Ausfüh- rungen des Berufungsbeklagten als glaubwürdig. Er erwog, es sei unbestritten, dass der Betrag von CHF 10‘000.00 vom Berufungsbeklagten auf ein Konto der Berufungsklägerin überwiesen worden sei und dass Herr C.____ das Geld gleichentags ab gehoben habe. Aus den Kontoaus- zügen gehe hervor, dass vom Konto der D.____ GmbH Steu erzahlungen für die Berufungsklä- gerin getätigt worden seien und diese Gesellschaft ein Guthaben gegenüber der Berufungsklä- gerin gehabt habe. Die Ausführungen des Berufungsbeklagten und die Überweisung als „Darle- hen“ liessen darauf schliessen, dass der Berufungsbeklagte ein Darlehen habe überweisen wol- len und keinem Irrtum unterlegen sei. Aus der Zeugena ussage von C.____ gehe hervor, dass das vom Konto der Berufungsklägerin abgehobene Geld zur Begleichung von Schulden der Berufungsklägerin bei der Gesellschaft verbucht worden s ei und dass sich die Gesellschaft in Liquiditätsschwierigkeiten befunden habe, weil sie die Steuern für die Berufungsklägerin bezahlt Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht habe. Der Berufungsbeklagte habe weder der Gesellschaft noch Herrn C.____ ein Darlehen gewähren wollen, weil er diese als nicht kreditwürdig e ingestuft habe. Sein Vorgehen sei daher logisch und die Ausführungen der Berufungsklägerin, wonach der Berufungsbeklagte ein Darle- hen an Herrn C.____ habe gewähren wollen, seien nicht überzeugend. Indem die Berufungs- klägerin mit dem Darlehen ihre Schulden bei der Gesell schaft habe begleichen, einen mögli- chen Zinsenlauf unterbrechen und das Betreibungsrisiko mindern können, sei sie die wirtschaft- lich profitierende Partei. Dass die Gesellschaft die Liq uiditätsschwierigkeiten damit habe behe- ben können, sei kein Indiz dafür, dass die Gesellschaft Dar lehensnehmerin sei. Es bestehe ein Zusammenhang zwischen dem durch den Berufungsbeklagten üb erwiesenen Betrag und dem Begleichen der Steuerschulden, da der durch Herrn C.___ _ vom Konto der Berufungsklägerin abgehobene Betrag auch als Begleichung der Schulden der Berufungsklägerin bei der D.____ GmbH verbucht worden sei. Die Aussagen des Zeugen C.____ erachtete der Zivilkreisgerichts- präsident ebenfalls als glaubwürdig. C. Mit Berufung vom 13. September 2017 an das Kantonsge richt Basel-Landschaft, Abtei- lung Zivilrecht, beantragte die Berufungsklägerin die A ufhebung des Entscheids des Präsiden- ten des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West vom 31. Mai 2017 und die Abweisung der Kla- ge, unter Auferlegung der ordentlichen und ausserorde ntlichen Kosten des erst- und zweitin- stanzlichen Verfahrens zu Lasten des Berufungsbeklagten. Mit Berufungsantwort vom 10. Ok- tober 2017 beantragte der Berufungsbeklagte die Bestät igung des angefochtenen Entscheids unter Kostenfolge zu Lasten der Berufungsklägerin. Auf die Ausführungen in den zweitinstanzli- chen Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. D. Mit Verfügung vom 16. Oktober 2017 schloss die Präsiden tin des Kantonsgerichts Basel- Landschaft, Abteilung Zivilrecht, den Schriftenwechsel u nd ordnete den Entscheid durch die Dreierkammer aufgrund der Akten an. Erwägungen 1. Gegen erstinstanzliche Endentscheide in vermögensrechtlichen Angelegenheiten kann Berufung erhoben werden, sofern der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 1 lit . a und Abs. 2 ZPO). Die Berufung ist in- nert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheides bzw. seit der nachträglichen Zustel- lung der Entscheidbegründung schriftlich und begründet bei der Rechtsmittelinstanz einzu- reichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Die schriftliche Begründ ung des angefochtenen Entscheids wur- de dem Rechtsvertreter der Berufungsklägerin am 17. J uli 2017 und somit während des Fris- tenstillstands vom 15. Juli bis zum 15. August (Art. 1 45 Abs. 1 lit. b ZPO) zugestellt. Die Rechtsmittelfrist begann daher am 16. August 2017 zu la ufen (Art. 146 Abs. 1 ZPO) und ist durch die Berufung vom 13. September 2017 eingehalte n. Ferner ist auch der erforderliche Streitwert erreicht und der Gerichtskostenvorschuss wurde vo n der Berufungsklägerin fristge- recht bezahlt. Die Berufungsklägerin rügt die unrichtige Rechtsanwendung und die unrichtige Feststellung des Sachverhalts und macht damit zulässige Ber ufungsgründe nach Art. 310 ZPO geltend. Die Formalien sind eingehalten und auf die Berufung ist einzutreten. Gemäss § 6 Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Abs. 1 lit. c EG ZPO ist die Dreierkammer der Abteilun g Zivilrecht des Kantonsgerichts für die Beurteilung der vorliegenden Berufung sachlich zuständig. Der Entscheid ergeht in Anwendung von Art. 316 Abs. 1 ZPO aufgrund der Akten. 2. Gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO werden im Berufungsverfahre n neue Tatsachen und Be- weismittel nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vo rgebracht werden (lit. a) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (lit. b). 2.1 Die Berufungsklägerin stellt in ihrer Berufung den Be weisantrag auf schriftliche Auskunft bei der D.____ GmbH betreffend Buchungssatz und Beleg für den Rechtsgrund der Überwei- sungen. Es handelt sich dabei um einen neuen Beweisantr ag, welchen die Berufungsklägerin bei der Vorinstanz nicht stellte. Weder ist ersichtlich noch wird geltend gemacht, weshalb dieser Antrag nicht bereits bei der Vorinstanz hätte gestellt werden können. Es wäre überdies auch möglich gewesen, C.____ diese Fragen anlässlich der erst instanzlichen Zeugenbefragung stel- len zu lassen. Folglich ist dieser Beweisantrag zu spät erf olgt. Die Berufungsklägerin bringt so- dann in ihrer Berufung viele Sachverhaltsergänzungen vor, welche sie bei der Vorinstanz nicht ausführte, so insbesondere die Darstellungen dazu, wie sich der Sachverhalt am Tag präsen- tiert haben soll, an dem sich die Berufungsklägerin dami t einverstanden erklärte, dass der Be- trag auf ihr Konto überwiesen werden soll und ihre Da rstellungen zum damaligen Saldo ihre Sparkontos und ihren konkreten Forderungen gegenüber C .____. Diese Ausführungen hätten bereits bei der Vorinstanz vorgebracht werden können u nd sind zufolge Verspätung im vorlie- genden Berufungsverfahren nicht zu berücksichtigen. 2.2 Der Berufungsbeklagte hat mit seiner Berufungsantwort neue Unterlagen eingereicht, welche der Vorinstanz nicht vorlagen. Es handelt sich um d ie Berufungsantwortbeilagen B/1, B/2, C1 bis C3 und E. Auch diese Unterlagen hätten ber eits bei der Vorinstanz eingereicht wer- den können und sind daher in Anwendung von Art. 317 Ab s. 1 ZPO nicht zu berücksichtigen. Vielmehr ist der Fall aufgrund der Vorbringen und Be lege, welche bereits bei der Vorinstanz eingebracht wurden, zu beurteilen. 3. Die Berufungsklägerin macht eine unrichtige Feststellun g des Sachverhalts geltend. Die Vorinstanz führte in der Entscheidbegründung unter Erw ägung Ziffer 2.4, letzter Absatz auf S. 7, zusammenfassend folgendes aus: Es bestehen an der vom Kläger behaupteten Tatsache kein e Zweifel. Der Beklagten wurde der Betrag von CHF 10'000.00 überwiesen. Die Beklagte hat te zu diesem Zeitpunkt Schulden bei der D.____ GmbH in der ungefähr gleichen Höhe. Der Kläger kannte die Beklagte zu dieser Zeit bereits über mehrere Jahre (mind. 20 Jahre) und erach tete die Gesellschaft und deren Ge- schäftsführer nach zwei bereits gewährten Darlehen als n icht kreditwürdig. Mit dem überwiese- nen Betrag wurden sodann auch die Schulden der Beklagte n bei der Gesellschaft beglichen. Die Beklagte ist somit die wirtschaftlich profitierende Partei und folglich Darlehensnehmerin. Die Berufungsklägerin bestreitet diese Sachverhaltsdarstel lung, mit Ausnahme der erfolgten Überweisung von CHF 10‘000.00 auf ihr Konto, mit versch iedenen Begründungen, welche nachfolgend aufgeführt werden. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht a) Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie sei zum Zeitp unkt der Überweisung nicht Schuldnerin der D.____ GmbH gewesen und der Berufungskläger hätt e hierfür keinen Beweis vorgelegt, insbesondere würden die von ihm eingereichten Belastungsa nzeigen lediglich Parteibehaup- tungen darstellen. Zwischen der D.____ GmbH und der Be rufungsklägerin sei nie ein Darle- hens- oder Kreditvertrag geschlossen worden, auch nicht zwisch en der Berufungsklägerin und ihrem Lebenspartner C.____, Geschäftsführer der D.__ __ GmbH. Die Berufungsklägerin habe keine Kenntnis gehabt, dass ihre Steuern von der genann ten GmbH bezahlt worden seien. Vielmehr sei sie davon ausgegangen, dass C.____ die Steu ern bezahlt habe. Die D.____ GmbH habe keine Veranlassung gehabt, Steuern für eine Drittperson zu begleichen und habe das offensichtlich nur getan, weil der Geschäftsführer die von ihm zu leistende Zahlung über seine Firma habe abwickeln wollen. Es handle sich buchhal terisch um einen Privatbezug des Firmeninhabers. Der Berufungsbeklagte habe gewusst, dass der Liquiditätsengpass der D.____ GmbH darauf zurückzuführen gewesen sei, dass C.____ kurz zuvor ein Auto für CHF 50‘000.00 gekauft habe. Deshalb hätte er sich vergewissern müssen, ob die Berufungsklägerin gegenüber ihrem Lebenspartner oder dessen Firma eine Darlehensver pflichtung in der Höhe der für die bezahlten Steuern eingegangen gewesen sei. Das sei jedoch nicht angesprochen worden, son- dern es sei darum gegangen, dass der Berufungsbeklagte C.____ einen Betrag habe zukom- men lassen wollen, ohne dass dieses Geld in den Büchern seiner Firma erscheine. b) Die Darstellung, wonach der Berufungsbeklagte die Berufungsklägerin bereits mehrere Jahre gekannt habe und er die D.____ GmbH und deren Geschäftsführer als nicht kreditwürdig gehal- ten habe, ergänzte bzw. berichtigte die Berufungskläger in in der Berufung vom 13. September 2017, unter Ziffer A.1.b ab S. 5 ff.. Wie bereits unter der vorstehenden Erwägung Ziffer 2 ausge- führt wurde, sind die Ausführungen, welche die Berufu ngsklägerin nicht bereits bei der Vor- instanz vorbrachte, im Berufungsverfahren nicht mehr zu berücksichtigen. Es wäre an der Beru- fungsklägerin gelegen, ihre Darstellung bereits bei der Vorinstanz umfassend vorzubringen, zumal sie nicht geltend macht, dies sei nicht möglich gew esen. Dass die Berufungsklägerin an der vorinstanzlichen Hauptverhandlung nicht anwesend war , vermag daran nichts zu ändern, zumal sie mit Eingabe vom 27. Mai 2017 den vorinstanzliche n Gerichtspräsidenten aus ge- sundheitlichen Gründen um Dispensation vom persönlichen Erscheinen an der Verhandlung vom 31. Mai 2017 ersuchen liess, und nicht etwa um ein e Verschiebung der Verhandlung, und ihr die Dispensation mit Verfügung vom 29. Mai 2017 b ewilligte wurde, unter Hinweis auf das eigene prozessuale Risiko der Berufungsklägerin. Es war die Berufungsklägerin, welche im erstinstanzlichen Verfahren mit Eingabe vom 2. März 2017 die Parteibefragung beantragte, die- se jedoch durch ihre Dispensation vereitelte. Sie kann d aher nunmehr nicht im Berufungsver- fahren zusätzliche Ausführungen vorbringen, welche sie n icht bereits bei der Vorinstanz vor- brachte. Aufgrund der Novenregelung von Art. 317 Abs. 1 ZPO ist der vorliegende Fall deshalb lediglich gestützt auf die Vorbringen und Belege, welch e bereits bei der Vorinstanz vorgebracht wurden, zu beurteilen. c) Die Berufungsklägerin bringt weiter vor, mit dem üb erwiesenen Betrag seien keine Schulden der Berufungsklägerin bei der D.____ GmbH beglichen wo rden. Dies wäre nur dann der Fall gewesen, wenn der Berufungsbeklagte sich im Rahmen eines Vertrages zugunsten Dritter ge- genüber der Berufungsklägerin verpflichtet hätte, in de r Höhe von CHF 10‘000.00 Schulden bei Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht der D.____ GmbH zu bezahlen und die Berufungsklägerin ihm gegenüber im Deckungsverhält- nis anerkannt hätte, darlehensweise CHF 10‘000.00 zu schulden. Die D.____ GmbH könne sich bezüglich der bezahlten Steuerrechnungen auch nicht darauf berufen, die Berufungsklägerin sei ihr gegenüber in der Höhe der erfolgten Steuerzahlu ngen eine Darlehensverpflichtung einge- gangen, weil diese Steuerzahlungen nicht für die Beruf ungsklägerin ausgeführt worden seien, sondern für C.____. Dieser habe jedoch das Geld nicht von der Berufungsklägerin zurückfor- dern können, weil diese Steuerzahlungen mit Mietzinsf orderungen der Berufungsklägerin ge- genüber C.____ bzw. seiner Gesellschaft verrechnet worden seien. d) Die Berufungsklägerin ist der Ansicht, C.____ sei die wirtschaftlich profitierende Partei des überwiesenen Betrags gewesen und zwar in Absprache mit d em Berufungsbeklagten. Durch die Zahlung auf das Konto der Berufungsklägerin, zu wel chem C.____ Vollmacht besessen ha- be, sei dieser in den Genuss der CHF 10‘000.00 gekomme n und habe über diesen Betrag frei verfügen können. Würden mit dem Betrag von CHF 10‘000. 00 Schulden der Berufungsklägerin gegenüber der D.____ GmbH getilgt, werde die zwischen der Berufungsklägerin und C.____ getroffene Vereinbarung, wonach Herr C.____ in Verr echnung mit ausstehenden und künftigen Mietanteilen offene Steuerrechnungen der Berufungsklä gerin bezahle, durch einen einseitigen Akt rückgängig gemacht. 4. Der Berufungsbeklagte hält an seinen vorinstanzlich vorge brachten Ausführungen fest und geht auf die einzelnen Darlegungen der Berufung sklägerin ein. Soweit erforderlich, wird nachfolgend auf die Darstellungen des Berufungsbeklagten eingegangen. 5. Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass der Berufungsbeklagte auf das Bankkonto der Berufungsklägerin mit Valuta 10. April 2012 den B etrag von CHF 10‘000.00 mit dem Ver- merk „Darlehen“ überwies und dass C.____, Geschäftsführer und Inhaber der D.____ GmbH und damaliger Lebenspartner der Berufungsklägerin, d as Geld gleichentags von deren Konto abhob. C.____ hatte eine Vollmacht für das Konto der Berufungsklägerin. Unbestritten ist eben- falls, dass die Berufungsklägerin den Berufungsbeklagten seit langer Zeit kannte und diesem im Hinblick auf die Überweisung ihre Bankkarte mit den Ko ntoangaben vorlegte, damit er sich die Kontoverbindung abschreiben konnte. Beide Parteien geben sodann übereinstimmend an, dass kein schriftlicher Darlehensvertrag existiert. Umstritten ist, was hinsichtlich des überwiesenen Betrags von CHF 10‘000.00 genau besprochen wurde und zwischen wem diese Besprechun- gen stattfanden und daraus folgend, wer Darlehensnehm er bzw. Darlehensnehmerin ist. Der Berufungsbeklagte stellt sich auf den Standpunkt, er ha be das Darlehen der Berufungsklägerin gewährt, da er weder die D.____ GmbH noch C.____ al s kreditwürdig eingestuft habe und die- sen daher kein Darlehen habe geben wollen. Die Berufu ngsklägerin ist dagegen der Ansicht, von einem Darlehen an sie sei nie die Rede gewesen, viel mehr sei das Darlehen C.____ als Privatperson oder als Geschäftsführer und Anteilseigner der D.____ GmbH gewährt worden und die Berufungsklägerin habe sich lediglich als Zahlste lle angeboten, weil der Berufungsbe- klagte kein Geld auf das Konto der illiquiden D.____ GmbH habe überweisen wollen. 6. Da kein schriftlicher Darlehensvertrag existiert, gilt es nunmehr mittels Beweiswürdigung zu prüfen, ob der Berufungsbeklagte der Berufungsklägerin ein Darlehen gewährte. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.1 Bereits der Vorinstanz lag die Belastungsanzeige vom 9. Ju li 2011 vor, welche die Zah- lung des Betrages von CHF 3‘642.95 vom Konto der D.___ _ GmbH auf das Konto der Beru- fungsklägerin mit Buchungsdatum vom 4. Juli 2011 und dem Buchungstext „STEUERN KREDIT“ sowie dem Zahlungsgrund „KREDIT FUER STEUERZ AHLUNG B.____“ belegt (Bei- lage B/4 der Klage vom 18. Januar 2017; Zahlungsanwe isung in Beilage F/1 der Eingabe vom 13. März 2017). Weiter lag der Vorinstanz die Gutschrift sanzeige vom 10. Dezember 2011 vor, welche eine Überweisung der Berufungsklägerin an die D. ____ GmbH mit Buchungsdatum 6. Dezember 2011 und dem Zahlungsgrund „ST. KREDIT R UECKZ.“ Im Betrag von CHF 4‘350.00 aufzeigt (Beilage G der Eingabe des Ber ufungsbeklagten an die Vorinstanz vom 13. März 2017). Es kann ohne Weiteres davon ausgegange n werden, dass diese Abkürzung des Zahlungsgrundes für Rückzahlung Kredit Steuern steht, wie dies der Berufungsbeklagte bereits bei der Vorinstanz in seiner Eingabe vom 13. März 2017 ausführte. Die Berufungskläge- rin hat dies nicht bestritten und sich nicht darüber ge äussert, was diese Abkürzung bedeuten soll bzw. dass diese Abkürzung für etwas anderes stehe. Der von der Berufungsklägerin ange- gebene Zahlungsgrund belegt somit, dass die Berufungskl ägerin der D.____ GmbH eine Rück- zahlung für einen Steuerkredit leistete. 6.2 Weiter lagen der Vorinstanz die beiden Belastungsanzei gen je vom 24. Dezember 2011 vor, welche eine Zahlung von CHF 5‘472.45 bzw. von CHF 802.20 vom Konto der D.____ GmbH an die Steuerverwaltung Basel-Landschaft je mit B uchungsdatum 20. Dezember 2011 und dem Vermerk „STEUERN KREDIT X“ belegen (Beilage B/3 der Klage vom 18. Januar 2017 und Beilage F/4 der Eingabe des Berufungsbeklagten an die Vorinstanz vom 13. März 2017), wobei das „X“ jeweils als Anfangsbuchstabe des Vornamens d er Berufungsklägerin stehen könnte. 6.3 Der Vorinstanz lagen sodann für das Konto der D.____ G mbH die Belastungsanzeige vom 26. November 2011 über die Zahlung des Betrages von CHF 2‘889.70 vom Konto der D.____ GmbH an die Gemeindeverwaltung mit Buchungsdat um 25. November 2011 und dem Vermerk „GM.STEUERVORSCH" und die Belastungsanzeige vom 10. Dezember 2011 über die Zahlung von CHF 172.20 mit Buchungsdatum 5. Dezember 2011 und dem Vermerk „ZINSEN GMST“ von der D.____ GmbH an die Gemeindeverwaltung vor. Diese Belastungsanzeigen enthalten allerdings keinen Bezug zur Berufungsklägerin. 6.4 Aufgrund der Belastungsanzeige vom 9. Juli 2011 und der Gutschriftsanzeige vom 10. Dezember 2011 (siehe Ziffer 6.1 hiervor) ist erstel lt, dass die D.____ GmbH der Berufungs- klägerin für die Bezahlung von deren Steuerschulden Kre dit gewährte, ansonsten die Gesell- schaft der Berufungsklägerin kein Geld auf deren Bankkont o mit dem angegebenen Zahlungs- grund „KREDIT FUER STEUERZAHLUNG B.____“ überwiesen und die Berufungsklägerin ih- rerseits keine Zahlung auf das Konto dieser Gesellschaft mit dem angegebenen Zahlungsgrund „ST. KREDIT RUECKZ.“ gemacht hätte. Es ist nicht klar, wie hoch der Kredit insgesamt war. Da die Rückzahlung von der Berufungsklägerin in der Höhe von CHF 4‘350.00 mit Buchungsdatum vom 6. Dezember 2011 höher ist als der Betrag von CHF 3‘642.95, welchen die D.____ GmbH mit Buchungsdatum vom 4. Juli 2011 auf das Konto der Berufungsklägerin überwies, kann da- von ausgegangen werden, dass die D.____ GmbH der Berufu ngsklägerin weitere Kredite für deren Steuerzahlungen gewährte oder deren Steuern di rekt an die Steuerverwaltung bezahlte, Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht worauf die Zahlungen der D.____ GmbH an die Steuerv erwaltung mit dem Vermerk „Steuern Kredit X“ hinweisen (siehe Ziffer 6.2 hiervor). Die g enaue Höhe der Schuld der Berufungskläge- rin gegenüber der Firma im Zeitpunkt vom 10. April 2012, als der Berufungsbeklagte den Betrag von CHF 10‘000.00 auf das Konto der Berufungsbeklagten überwies, geht aus den Beilagen nicht hervor, ist jedoch nicht entscheidend. Denn die A usführungen des Berufungsbeklagten, dass er der Berufungsklägerin ein Darlehen gewährt habe , damit sie ihre Schulden bei der D.____ GmbH habe begleichen können, sind angesichts de r vorgelegten Bankbelege, welche einen Kredit der Gesellschaft an die Berufungsklägeri n belegen, glaubwürdig. Dies gilt umso mehr, als der Berufungsbeklagte unbestrittenermassen bei der Buchhaltung der D.____ GmbH mithalf, daher Einblick in die Finanzen dieser Firma hatte, deren Kreditwürdigkeit abschätzen konnte und wohl auch die Gewährung des Kredits der Ges ellschaft an die Berufungsklägerin in der Buchhaltung sehen konnte. Der Berufungsbeklagte f ührte aus, er habe weder die D.____ GmbH noch C.____ als kreditwürdig eingeschätzt und hab e diesen deshalb kein Darlehen ge- währen wollen. Da er die Berufungsklägerin seit mehr als 20 Jahren gekannt und gewusst ha- be, dass diese ein regelmässiges Einkommen erzielt habe, habe er ihr das Darlehen angeboten und nicht C.____ oder der D.____ GmbH, welchen er be iden mangels Kreditwürdigkeit kein Darlehen habe gewähren wollen. Diese Ausführungen d es Berufungsbeklagten sind glaubwür- dig und in sich stimmig. 6.5 C.____ bestätigte zudem anlässlich seiner Zeugeneinvern ahme, dass der Berufungsbe- klagte der D.____ GmbH kein Darlehen habe geben wolle n und das Darlehen von CHF 10‘000.00 auch nicht für ihn gewesen sei. Diese Ze ugenaussage stimmt mit den Ausfüh- rungen des Berufungsbeklagten überein. Betreffend Zeu genaussage gilt zu erwähnen, dass es die Berufungsklägerin war, welche im vorinstanzlichen Ver fahren die Befragung von C.____ beantragte. Die Berufungsklägerin setzt sich in ihrer Berufung mit den Aussagen des Zeugen überhaupt nicht auseinander und legt nicht dar, dass o der inwiefern dessen Aussagen nicht zu folgen sei. Sie macht auch nicht geltend, der Zeuge h abe falsch ausgesagt, so dass auf die Zeugenaussage abzustellen ist. Der Zeuge führte weiter aus, er habe die Erlaubnis von der Berufungsklägerin gehabt, dieses Geld abzuheben, und ha be es dann an die D.____ GmbH einbezahlt. Dieses Geld sei bei der D.____ GmbH als Beg leichung der Steuerschulden der Be- rufungsklägerin verbucht worden. Man habe diesen Weg ge wählt, damit die Berufungsklägerin ihre Schulden bei der Firma begleichen könne und so gl eichzeitig die Liquiditätsschwierigkeiten der Firma behoben werden sollen. Dieser gewählte Weg , welcher auch vom Berufungsbeklag- ten so dargestellt wird, ist logisch, da der Berufungsbe klagte weder der D.____ GmbH noch C.____ ein Darlehen gewähren wollte. Die Ausführung en der Berufungsbeklagten scheinen dagegen nicht plausibel, da nicht ersichtlich ist, welchen Vorteil die Auszahlung des Darlehens an eine Zahlstelle gehabt hätte, zumal das Einsetzen ei ner Zahl- und Treuhandstelle das Rück- zahlungsrisiko bei Kreditunwürdigkeit nicht mindert, wie bereits die Vorinstanz zu Recht aus- führte. Es ist daher zu schliessen, dass der Berufungsbeklagt e der Berufungsklägerin das Dar- lehen gewähren wollte und das Geld daher auch auf d eren Konto überwies, nachdem ihm die Berufungsklägerin unbestrittenermassen eigenhändig ihre Bankkarte vorlegte, damit er sich die Kontoangaben abschreiben konnte. Die Berufungsklägerin b eglich mit dem Betrag von CHF 10‘000.00 ihre Schulden bei der D.____ GmbH und profitierte somit wirtschaftlich vom gewährten Betrag. Wie der Zeuge ausführte, wurde de r überwiesene Betrag bei der D.____ Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht GmbH denn auch als Begleichung der Steuerschulden der Berufungsklägerin verbucht. Dadurch wurden zwar auch die Liquiditätsschwierigkeiten d er D.____ GmbH behoben, dies alleine spricht jedoch nicht für ein Darlehen an diese Gesellschaft, zumal der Berufungsbeklag- te dieser kein Darlehen gewähren wollte, was auch der Zeuge bestätigte. Der Berufungsbeklag- te wollte der Berufungsklägerin das Darlehen gewähren, bezeichnete die Überweisung auch als Darlehen und bezahlte den Betrag auf das Konto der B erufungsklägerin. Ein Irrtum des Beru- fungsbeklagten, wie dies die Berufungsklägerin geltend m acht, ist nicht ersichtlich. Die Vor- instanz hat aufgrund der ihr vorgelegenen Akten und Bew eise zu Recht darauf geschlossen, dass die Berufungsklägerin Darlehensnehmerin für den ih r vom Berufungsbeklagten überwie- senen Betrag von CHF 10‘000.00 ist. 7. Die Berufungsklägerin rügt sodann die unrichtige Rechtsanwendung durch die Vorinstanz. 7.1 Die Berufungsklägerin bringt dazu vor, die Vorinstanz habe zu Recht festgehalten, dass dem Berufungsbeklagten die Beweislast für das Vorliegen eines Darlehens bzw. der Pflicht zur Rückerstattung obliege. Hingegen sei die Vorinstanz zu Un recht davon ausgegangen, dass im Sinne des Regelbeweismasses im vorliegenden Fall aufgrund objektiver Gesichtspunkte vom behaupteten Anspruch ausgegangen werden dürfe. Es möge zwar sein, dass der Berufungsbe- klagte meinte, er gebe das Geld der Berufungsklägerin, damit sie ihre Schulden bei der D.____ GmbH begleichen könne. Mit dieser Annahme sei er jedo ch einem Irrtum erlegen, für den er selbst die Verantwortung trage, oder er sei Opfer eine r Täuschung geworden, für welche C.____ verantwortlich sei. Denn der Berufungsbeklagte hätte sich bei der Berufungsklägerin erkundigen müssen, ob sie tatsächlich C.____ oder dessen F irma mindestens CHF 10‘000.00 schulde, oder er hätte sich von der Berufungsklägerin bestätigen lassen müssen, dass er ihr ein Darlehen in diesem Betrag gewähre. C.____ habe ein I nteresse daran gehabt, dem Berufungs- beklagten, von welchem er mehr Geld haben wollte, zu verschweigen, aus welchem Grund er bzw. seine Firma die Steuern der Berufungsklägerin bezah lt habe, nämlich weil C.____ der Be- rufungsklägerin einen Betrag in mindestens dieser Höhe geschuldet habe. 7.2 Die Berufungsklägerin macht mit diesen Ausführungen e ine falsche Beweiswürdigung durch die Vorinstanz geltend. Vorliegend handelt es sich um eine zivilrechtliche Streitigkeit, die im ordentlichen Verfahren entschieden wird. Es kommt d ie Beweisregel von Art. 8 ZGB zur An- wendung, gemäss welcher derjenige das Vorhandensein ein er behaupteten Tatsache zu be- weisen hat, der aus ihr Rechte ableitet. Gemäss Art. 1 57 ZPO bildet sich das Gericht seine Überzeugung nach freier Würdigung der Beweise. Hierzu bewertet es die zulässigerweise er- hobenen Beweismittel und bildet sich auf der Basis der e rhobenen Beweismittel und unter de- ren Gewichtung eine Meinung darüber, ob der Beweis e iner Tatsache als erbracht oder miss- lungen anzusehen ist. Die Bewertung der einzelnen Bewe ismittel und des Beweisergebnisses insgesamt hat in objektiv nachvollziehbarer, begründbarer Weise zu geschehen und es sind alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, obj ektiv zu prüfen. Dem Gericht kommt Würdigungsfreiheit zu, was bedeutet, dass es nicht an gesetzliche Regeln über den Be- weiswert und die Beweiskraft von Beweismitteln gebunden ist. Dabei darf das Gericht jedoch nicht in Willkür verfallen. Der Beweiswert der Beweismit tel ist in Berücksichtigung aller Umstän- de zu bestimmen. Massgebend für die Frage, ob ein Bew eis erbracht wurde oder nicht, ist schliesslich das resultierende Gesamtergebnis (J ÜRGEN BRÖNNIMANN , in: Berner Kommentar Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Band II, Art. 1 57 N 5 ff.; F RANZ HASENBÖHLER , in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess- ordnung, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2016, Art. 157 N 3 ff.). Die Vorinstanz stützte für die Be- weiswürdigung auf die bundesgerichtliche Praxis gemäss BGE 83 II 209 (=Pra 46 Nr. 81) ab. Im genannten Entscheid hielt das Bundesgericht unter der Erwägung Ziffer 2 fest, wer auf Rück- zahlung eines Darlehens klage, habe nicht nur die Aushän digung des Geldes zu beweisen, sondern vor allem das Bestehen eines Darlehensvertrages und infolgedessen auch der daraus fliessende Rückerstattungsanspruch. In der blossen Tatsach e des Empfanges einer Summe Geldes könne zwar unter Umständen ein ausreichendes Indiz f ür das Bestehen eines Darle- hensvertrages und damit für die Rückerstattungspflicht li egen. Es handle sich jedoch nicht um eine Rechtsvermutung, die eine Umkehrung der Beweisla st zur Folge habe, sondern um indi- zierende Umstände, aus denen der Sachrichter im Rahmen der Beweiswürdigung auf das Vor- liegen eines Darlehensvertrages schliessen könne. Die Au shändigung des Geldes dürfe nach der Überzeugung des Richters sich vernünftigerweise nicht anders erklären lassen als durch das Vorliegen eines Darlehensvertrages. 7.3 Die Beweiswürdigung wurde bereits hiervor im Zusammen hang mit der Rüge der unrichti- gen Sachverhaltsfeststellung geprüft. Es kann auf die Erwägungen in Ziffer 6.1 bis 6.5 verwie- sen werden, in welchen ausgeführt wird, dass die Vorinsta nz die Beweise richtig gewürdigt hat und die Schlussfolgerungen nicht zu beanstanden sind. Die Überweisung des Betrages von CHF 10‘000.00 vom Berufungsbeklagten auf das Konto der Berufungsklägerin lässt sich nur durch das Vorliegen eines Darlehensvertrages zwischen diesen Parteien logisch erklären. Auch das Kantonsgericht gelangt aufgrund der Beweiswürdi gung zum Schluss, dass der Berufungs- beklagte der Berufungsklägerin das Darlehen gewährte un d die Rückzahlung nunmehr von der Berufungsklägerin fordern kann. Folglich ist die Berufung abzuweisen. 8. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind der Berufu ngsklägerin in Anwendung von Art. 106 Abs. 1 i.V. mit Art. 95 Abs. 1 ZPO die Ko sten des Berufungsverfahrens aufzuerle- gen. Die Gerichtsgebühr ist gestützt auf § 9 Abs. 1 i.V .m. § 8 Abs. 1 lit. f Ziff. 1 der Verordnung über die Gebühren der Gerichte (Gebührentarif, GebT; SGS 170.31) auf pauschal CHF 1‘500.00 festzulegen und der Berufungsklägerin auf zuerlegen. Da der Berufungsbeklagte nicht anwaltlich vertreten ist, ist ihm keine Parteien tschädigung zuzusprechen und jede Partei hat für ihre eigenen Kosten aufzukommen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demnach wird erkannt: ://: 1. Die Berufung wird abgewiesen. 2. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren von CHF 1‘500.00 wird der Berufungsklägerin auferlegt. Jede Partei hat für ihre eigenen Parteikosten aufzukommen. Präsidentin Christine Baltzer-Bader Gerichtsschreiberin Karin Arber