<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00387</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204952&amp;W10_KEY=4467138&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00387</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 06.04.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Umnutzung eines gewerblichen Lagers in ein Vereinslokal (nachträgliche Baubewilligung)<br/>Kein zweiter Schriftenwechsel (E. 1.2)<br/>Rekurslegitimation des Nachbarn (E. 2)<br/>Eine kantonale oder kommunale Nachtruheregelung kann unter Umständen vorsorgliche Massnahmen zur Emissionsbegrenzung enthalten und ist als solche zu beachten. Die Frage, ob eine Anlage trotz der vorsorglichen Begrenzung zu einer übermässigen Lärmbelastung führt, beurteilt sich jedoch nach den Bestimmungen des Bundesumweltschutzrechts (E. 3.3.1).<br/>Gaststätten und ähnliche Betriebe sind nicht anhand der in Anhang 6 LSV geregelten Belastungsgrenzwerte für Industrie- und Gewerbelärm zu beurteilen. Demnach muss für den Betrieb des Vereinslokals eine lärmrechtliche Einzelfallbeurteilung erfolgen. - Auch im Verfahren vor Verwaltungsgericht ist nicht deutlich geworden, wozu das Vereinslokal genutzt werden soll. Es fehlen insbesondere Angaben über den Vereinszweck, Art und zeitlichen Rhythmus von Veranstaltungen, welche für die Beurteilung der Frage, ob eine unzumutbare lärmmässige Störung vorliegt, grundlegend sind. Erst wenn die Nutzung des Vereinslokals bekannt ist, kann eine konkrete Lärmbeurteilung im Sinn von Art. 40 Abs. 3 LSV erfolgen und festgestellt werden, ob emissionsbegrenzende Massnahmen notwendig sind (E. 3.3.3).<br/>Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BELASTUNGSGRENZWERT">BELASTUNGSGRENZWERT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINZELFALLBEURTEILUNG">EINZELFALLBEURTEILUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMIMMISSION">LÃRMIMMISSION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LÃRMIMMISSION">LÃRMIMMISSION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTRUHE">NACHTRUHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEBENBESTIMMUNG">NEBENBESTIMMUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NUTZUNGSÃNDERUNG">NUTZUNGSÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: POLIZEIVERORDNUNG">POLIZEIVERORDNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKURSLEGITIMATION">REKURSLEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHRIFTENWECHSEL">SCHRIFTENWECHSEL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 6 Abs. I EMRK</span><br/><span class="gerade">ANHANG 6 LSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 2 Abs. I LSV</span><br/><span class="gerade">Art. 2 Abs. V LSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 7 Abs. I lit. b LSV</span><br/><span class="gerade">Art. 36 Abs. I LSV</span><br/><span class="ungerade">Art. 40 Abs. III LSV</span><br/><span class="gerade">§ 309 Abs. I lit. b PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 338a Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 7 Abs. VII USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 11 Abs. II USG</span><br/><span class="gerade">Art. 12 USG</span><br/><span class="ungerade">Art. 25 USG</span><br/><span class="gerade">Art. 40 Abs. I USG</span><br/><span class="ungerade">§ 58 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">URP 2005 Nr. 40</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschluss vom 4. Dezember 2003 erteilte die Baukommission Thalwil A die nachtrÃ¤gliche Baubewilligung fÃ¼r die Umnutzung des Lagerraums in ein Vereinslokal im Untergeschoss des Wohn- und Gewerbehauses auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 01 an der L-Stras­se 2/M-Strasse 3 in Thalwil.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Diesen Beschluss liess A mit Rekurs vom 21. Januar 2004 bei der Baurekurskommission anfechten und beantragen, Dispositivziffern 1.4 sowie 1.6 der erteilten Baubewilligung seien aufzuheben; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Vorinstanz.</p> <p class="Urteilstext">Ebenso liess mit Rekurs vom 22. Januar 2004 C den Beschluss anfechten und beantragen, dieser sei aufzuheben und die Vorinstanz sei einzuladen, die notwendigen Auflagen zur Begrenzung der LÃ¤rmimmissionen anzuordnen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten von A.</p> <p class="Urteilstext">Aus prozessÃ¶konomischen GrÃ¼nden vereinigte die Baurekurskommission die beiden Rekursverfahren. Mit Entscheid vom 20. Juli 2004 hiess sie den Rekurs von C gut und wies die Streitsache zum Neuentscheid gemÃ¤ss ihren ErwÃ¤gungen an die Vorinstanz zurÃ¼ck. Der Rekurs von A wies die Rekurskommission ab, soweit er nicht gegenstandslos geworden war.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Entscheid der Baurekurskommission liess A am 20. September 2004 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben und beantragen, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und die Sache, soweit es Dispositiv Ziffer III des angefochtenen Beschlusses betreffe, zum Neuentscheid an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerschaft.</p> <p class="Urteilstext">Die Vernehmlassung der Baukommission Thalwil erfolgte am 12. Oktober 2004. Mit Eingabe vom 22. Oktober 2004 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde. Ebenso liess C innert mehrfach erstreckter Frist am 17. Januar 2005 Abweisung der Beschwerde beantragen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers.</p> <p class="Urteilstext">Die Parteivorbringen sowie die EntscheidgrÃ¼nde der Vorinstanz werden â soweit entscheidrelevant â in den nachfolgenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der Beschwerde gegen den Entscheid der Baurekurskommission zustÃ¤ndig. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist zur Anfechtung des ihn belastenden Rekursentscheids offenkundig legitimiert, weshalb auf die form- und fristgerecht erhobene Beschwerde einzutreten ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt der BeschwerdefÃ¼hrer die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels. GemÃ¤ss § 58 Satz 2 VRG ist die DurchfÃ¼hrung eines zweiten Schriftenwechsels fakultativ. Aufgrund des GehÃ¶rsanspruchs in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) muss dagegen ein zweiter Schriftenwechsel zwingend durchgefÃ¼hrt werden, wenn das Gericht auf neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und rechtliche Vorbringen abstellen will, die erst in der Beschwerdeantwort vorgebracht wurden (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 58 N. 10). Zwar hat der EuropÃ¤ische Gerichtshof fÃ¼r Menschenrechte (EGMR) bisweilen beilÃ¤ufig ausgefÃ¼hrt, ein fairer Prozess im Sinn von Art. 6 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) bedinge, dass sich die Parteien grundsÃ¤tzlich zu jedem AktenstÃ¼ck mÃ¼ssten Ã¤ussern kÃ¶nnen. GemÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann dies aber nicht so verstanden werden, dass ein unbedingter Anspruch darauf besteht, sich in jedem Fall zu den Vorbringen einer Gegenpartei Ã¤ussern zu kÃ¶nnen. Ein solcher Anspruch hÃ¤tte nÃ¤mlich zur Folge, dass ein Schriftenwechsel gar nicht abgeschlossen werden kÃ¶nnte. Dies stÃ¼nde im klaren Widerspruch zu anerkannten ProzessgrundsÃ¤tzen; so insbesondere dem Recht der prozessleitenden BehÃ¶rde, den Schriftenwechsel abzuschliessen, wenn die Sache liquid ist sowie dem konventions- und verfassungsrechtlichen Anspruch auf eine Beurteilung innert angemessener Frist (Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Abs. 1 EMRK). Ein Anspruch, sich zu den Eingaben einer Gegenpartei zu Ã¤ussern, kann nur dann bestehen, wenn eine Eingabe nach pflichtgemÃ¤sser Beurteilung der verfahrensleitenden Instanz neue und mÃ¶glicherweise umstrittene rechtserhebliche Vorbringen enthÃ¤lt (vgl. BGr, 19. August 2004, 1A.43/2004, E. 2.4, www.bger.ch).</p> <p class="Erwgung2">Vorliegend enthielt die Beschwerdeantwort weder neue rechtliche Vorbringen noch neue tatsÃ¤chliche Behauptungen; Letztere wÃ¤ren ohnehin in aller Regel unzulÃ¤ssig (vgl. § 52 Abs. <span>2 VRG</span>). Die Voraussetzungen fÃ¼r einen zweiten Schriftenwechsel im Beschwerdeverfahren waren damit nicht erfÃ¼llt; dementsprechend wurde auch kein solcher angeordnet. Somit war es ausreichend, die Beschwerdeantworten dem BeschwerdefÃ¼hrer zur <span class="UrteilstextChar">Kenntnisnahme zuzustellen. Dem BeschwerdefÃ¼hrer war es aber auch nicht verwehrt, dem Gericht â soweit er dies fÃ¼r notwendig erachtete â von sich aus eine weitere Stellungnahme einzureichen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt vor, fÃ¼r die Beurteilung des Erfordernisses einer Abschrankung des Umschlagplatzes vor dem Vereinslokal sei die Verkehrssituation massgebend, weshalb ein Augenschein durchgefÃ¼hrt werden mÃ¼sse. â Weil sich der massgebliche Sachverhalt mit hinreichender Deutlichkeit aus den Akten bzw. den BauplÃ¤nen ergibt, kann auf die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins verzichtet werden.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht des Weiteren geltend, die Vorinstanz hÃ¤tte auf den Rekurs des jetzigen Beschwerdegegners nicht eintreten dÃ¼rfen. Die Vorinstanz habe die Rekurslegitimation des Beschwerdegegners fÃ¼r erstellt erachtet, weil er rund 70 m vom Vereinslokal entfernt wohne und LÃ¤rmimmissionen aus dem Betrieb des Vereinslokals befÃ¼rchte. Der Beschwerdegegner habe nicht Rekurs gegen ein Vereinslokal erhoben, sondern gegen ein Lokal im Sinne eines Ã¶ffentlichen Restaurant-, Bar- und Spielbetriebs. Die BaubewilligungsbehÃ¶rde habe jedoch nur ein Vereinslokal bewilligt, fÃ¼r das eine Nachtruhe von 22 Uhr bis 7 Uhr gelte; Gegenstand des Rekursverfahrens habe demnach nur die Bewilligung des Vereinslokals mit der erwÃ¤hnten Nachtruheregelung sein kÃ¶nnen. Soweit der Beschwerdegegner einzelne VerstÃ¶sse gegen die Nachtruheregelung behaupte, seien diesbezÃ¼glich polizeiliche Verfahren zur Einhaltung der Nachtruhe einzuleiten.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Zu Rekurs und Beschwerde ist gemÃ¤ss § 338a Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Ãnderung hat. GemÃ¤ss der Rechtsprechung hÃ¤ngt die Rechtsmittelbefugnis des Nachbarn in Bausachen davon ab, ob fÃ¼r ihn einerseits eine hinreichend enge nachbarliche Raumbeziehung zum BaugrundstÃ¼ck besteht und ob er andrerseits durch die Erteilung der Baubewilligung mehr als irgendein Dritter oder die Allgemeinheit in eigenen qualifizierten (tatsÃ¤chlichen oder rechtlichen) Interessen betroffen ist und er MÃ¤ngel rÃ¼gt, deren Behebung diese Betroffenheit zu beseitigen vermag (RB 1995 Nr. 9, 1980 Nrn. 7 und 8; KÃ¶lz/Bosshard/RÃ¶hl, § 21 N. 21 und 34 ff.; FranÃ§ois Ruckstuhl, Der Rechtsschutz im zÃ¼rcherischen Planungs- und Baurecht, ZBl 86/1985, 295 f.).</p> <p class="Erwgung2">Eine hinreichend enge rÃ¤umliche Beziehung zum BaugrundstÃ¼ck ist gegeben, wenn sich das streitige Bauvorhaben im Sinn des geltend gemachten Anfechtungsinteresses auszuwirken vermag (RB 1982 Nrn. 17, 18 und 19). In eigenen Interessen qualifiziert berÃ¼hrt ist der Nachbar dann, wenn der Ausgang des Verfahrens, in das er sich einschalten will, seine InteressenssphÃ¤re zu beeinflussen vermag, er mithin einen praktischen Nutzen aus der erfolgreichen Anfechtung zÃ¶ge bzw. einen Nachteil abzuwenden vermÃ¶chte, den der angefochtene Verwaltungsakt fÃ¼r ihn zur Folge hÃ¤tte. Ein schutzwÃ¼rdiges Anfechtungsinteresse hat der Nachbar allerdings nur, wenn die Auswirkungen des bekÃ¤mpften Bauvorhabens auf seine Liegenschaft nach Art und IntensitÃ¤t so beschaffen sind, dass sie auch bei objektiver Betrachtungsweise als Nachteil empfunden werden mÃ¼ssen (RB 1985 Nr. 8; BGr, 2. November 1983, ZBl 85/1984, 379).</p> <p class="Urteilstext">Wie jede Prozessvoraussetzung muss auch die Rekurs- und Beschwerdebefugnis von Amtes wegen geprÃ¼ft werden (RB 1980 Nr. 8; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 29). Die behÃ¶rdliche PrÃ¼fung entbindet den Anfechtenden jedoch nicht davon, bereits im erstinstanzlichen Rechtsmittelverfahren die SachumstÃ¤nde zu substanziieren, welche die Legitimation begrÃ¼nden sollen (RB 1980 Nr. 8, 1989 Nr. 10; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 20 und 41). An den Nachweis eigener Interessen dÃ¼rfen aber dann keine hohen Anforderungen gestellt werden, wenn aufgrund der bestehenden Sach- und Rechtslage ohne weiteres ersichtlich ist, dass die Bewilligung der streitigen Baute in ihrer konkreten Ausgestaltung den Nachbarn unmittelbar berÃ¼hrt (RB 1995 Nr. 9).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Der Beschwerdegegner wohnt an der L-Strasse 4. Diese Liegenschaft liegt auf der gegenÃ¼berliegenden Strassenseite, in direkter nordÃ¶stlicher Linie und ca. 70 m Distanz vom streitbetroffenen GrundstÃ¼ck entfernt. Mithin ist die enge Raumbeziehung hinreichend gegeben, was auch vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht bestritten wird. SinngemÃ¤ss wendet er indessen ein, dass der Beschwerdegegner keine qualifizierten eigenen Interessen an der Anfechtung der nachtrÃ¤glichen Baubewilligung hatte. â In Bezug auf seine Rekurslegitimation hatte der Beschwerdegegner angefÃ¼hrt, er leide unter Emissionen, namentlich unter den LÃ¤rmimmissionen des bisher unbewilligten Betriebs. Zur BegrÃ¼ndung hatte er ins Feld gefÃ¼hrt, dass LÃ¤rmbelastungen eines Betriebs in der angrenzenden Wohnzone nicht zu Immissionen fÃ¼hren dÃ¼rften, die Ã¼ber den fÃ¼r diese Zone geltenden LÃ¤rmwerten liegen. GestÃ¼tzt auf Art. 43 Abs. 1 lit. b der LÃ¤rmschutzverordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV) dÃ¼rfe das StÃ¶r- und LÃ¤rmpotenzial des streitbetroffenen Betriebs nur ein nicht stÃ¶rendes sein. Die Vorinstanz habe dies Ã¼bersehen und auch nicht geprÃ¼ft, welche lÃ¤rmmÃ¤ssigen Auswirkungen der fragliche Betrieb durch die benachbarte Wohnzone unter Beachtung der dort geltenden LÃ¤rmwerte habe. Damit hat der Beschwerdegegner eigene qualifizierte Interessen in tatsÃ¤chlicher und rechtlicher Hinsicht geltend gemacht und entsprechende MÃ¤ngel der Baubewilligung gerÃ¼gt. Was fÃ¼r ein Betrieb im Vereinslokal konkret gefÃ¼hrt wird, beschlÃ¤gt nicht die verfahrensrechtliche Frage der Rechtsmittellegitimation, sondern ist allenfalls eine Frage materiellrechtlicher Natur. FÃ¼r die Legitimation genÃ¼gte es, dass von den bewilligten RÃ¤umlichkeiten mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit die vom BeschwerdefÃ¼hrer befÃ¼rchteten Immissionen ausgehen kÃ¶nnen.</p> <p class="Erwgung2">Die Voraussetzungen fÃ¼r die Rekurslegitimation des Nachbarn waren ohne weiteres erfÃ¼llt. Somit ist die Vorinstanz auch zu Recht auf den Nachbarrekurs eingetreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Im Streit liegt die nachtrÃ¤gliche Bewilligung betreffend die NutzungsÃ¤nderung (Vereinslokal anstatt Lager) im Untergeschoss der Liegenschaft Kat.-Nr. 01 an der L-Strasse 2/M-Strasse 3 in Thalwil. Das BaugrundstÃ¼ck befindet sich gemÃ¤ss der Bau- und Zonenordnung Thalwil vom 16. MÃ¤rz 2000 (BZO) in der Kernzone, in welcher mÃ¤ssig stÃ¶rendes Gewerbe zulÃ¤ssig ist (Empfindlichkeitsstufe III). Das BaugrundstÃ¼ck grenzt auf der Westseite unmittelbar an die zweigeschossige Wohnzone mit Gewerbe (WG2, Empfindlichkeitsstufe III) und gegen Norden an die zweigeschossige Wohnzone (W2, Empfindlichkeitsstufe II). Das GrundstÃ¼ck des Beschwerdegegners liegt in der Zone W2, in welcher keine stÃ¶renden Betriebe zulÃ¤ssig sind. Laut Art. 4 Abs. 1 BZO ist in allen Wohnzonen nicht stÃ¶rendes Gewerbe zulÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, dass es keine Rolle spiele, ob eine Anlage Ã¶ffentlich sei oder nur einem beschrÃ¤nkten Benutzerkreis offen stehe. Massgebend sei einzig, ob eine Anlage beim Betrieb AussenlÃ¤rm erzeuge, was vorliegend der Fall sei. Das streitbetroffene Vereinslokal sei als eine ortsfeste Anlage im Sinn von Art. 7 Abs. 7 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 (USG) sowie Art. 2 Abs. 1 LSV zu qualifizieren. FÃ¼r die lÃ¤rmmÃ¤ssige ÃberprÃ¼fung des strittigen Lokals sei ausschliesslich das Umweltrecht und nicht die Polizeiverordnung massgebend. Das Vereinslokal stelle eine Neuanlage dar, welche den Anforderungen von Art. 25 Abs. 1 USG und Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV zu genÃ¼gen habe. Demnach dÃ¼rften die von der Anlage allein erzeugten LÃ¤rmimmissionen die Planungswerte nicht Ã¼berschreiten. FÃ¼r die Beurteilung des LÃ¤rms knÃ¼pfe das LÃ¤rmschutzrecht an Belastungsgrenzwerte an. Wenn direkt anwendbare Belastungsgrenzwerte fehlten, so hÃ¤tten die VollzugsbehÃ¶rden im Einzelfall zu beurteilen, ob eine unzumutbare StÃ¶rung vorliege (Art. 40 Abs. 3 LSV). Eine fallbezogene konkrete Bewertung der lÃ¤rmrechtlichen Situation habe die Vorinstanz nicht getroffen. Der blosse Verweis auf einzuhaltende Werte vermÃ¶ge eine notwendige lÃ¤rmrechtliche Beurteilung darÃ¼ber, ob die von der streitbetroffenen Anlage ausgehenden bzw. damit verbundenen Einwirkungen den gesetzlichen Anforderungen auch tatsÃ¤chlich genÃ¼gten, nicht zu ersetzen. Ausserdem kÃ¶nne man hinsichtlich des beabsichtigten Betriebs nicht die Einhaltung von abstrakten, in der LSV fÃ¼r bestimmte LÃ¤rmarten vorgesehene, Belastungsgrenzwerte verlangen. Ãberdies seien die von der Vorinstanz wohl ins Auge gefassten, in Anhang 6 der LSV geregelten Grenzwerte gemÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung auf typischen Industrie- und GewerbelÃ¤rm zugeschnitten und vorliegend weder indirekt noch direkt anwendbar. Die VollzugsbehÃ¶rde mÃ¼sse im vorliegenden Fall konkret beurteilen, ob eine zumutbare StÃ¶rung vorliege oder nicht. Hierzu bedÃ¼rfe es eines mehr oder weniger detaillierten Nutzungskonzepts. â Es sei jedoch nicht Sache der RechtsmittelbehÃ¶rde, die notwendigen Feststellungen nachzuholen und die lÃ¤rmrechtliche ÃberprÃ¼fung vorzunehmen. Die ergÃ¤nzenden Sachverhaltsermittlungen seien von der Vorinstanz einzuholen und gestÃ¼tzt darauf mÃ¼sse diese eine konkrete lÃ¤rmschutzrechtliche Beurteilung vornehmen. Im bewilligenden Beschluss seien die massgeblichen Angaben und die lÃ¤rmrechtliche Beurteilung sowie die allenfalls einschrÃ¤nkenden Massnahmen festzuhalten.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¤umt ein, dass Anhang 6 der LSV auf Gastwirtschafts- und Ã¤hnliche Betriebe nicht anwendbar sei. Die von der BaubewilligungsbehÃ¶rde verfÃ¼gte Nachtruhe, d.h. das Verbot jeden vermeidbaren LÃ¤rms zwischen 22 Uhr und 7 Uhr, sei jedoch eine strenge nutzungsmÃ¤ssige BeschrÃ¤nkung, welche als Akt des Umweltschutzrechts zu gelten habe. So kÃ¶nnten nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Bestimmungen der Polizeiverordnung durchaus als kantonale AusfÃ¼hrungsbestimmungen zum Bundesumweltschutzrecht Bestand haben. â Die Auffassung der Vorinstanz, nur mit einem Nutzungskonzept kÃ¶nne beurteilt werden, ob das fÃ¼r die Erteilung der Bewilligung massgebliche Immissionsniveau eingehalten werden kÃ¶nne und ob es fÃ¼r die Einhaltung der Planungswerte einschrÃ¤nkender Anordnungen bedÃ¼rfe, sei offensichtlich unzutreffend. Wenn schon keine Immissionsgrenzwerte Anwendung finden wÃ¼rden, so kÃ¶nne es auch keine Planungswerte geben. Die Auffassung der Vorinstanz sei rechtsirrtÃ¼mlich und wÃ¼rde darauf hinauslaufen, dass bei jedem Mieterwechsel eine neue baurechtliche Bewilligung gemÃ¤ss Vereinszweck notwendig wÃ¼rde. Es sei schleierhaft, was die Vorinstanz weiter untersuchen wolle; ein Vereinslokal, das mit nicht mehr LÃ¤rmstÃ¶rungen verbunden sein dÃ¼rfe als eine Wohnung in der der Empfindlichkeitsstufe III zugeteilten Kernzone, bedÃ¼rfe keiner zusÃ¤tzlichen lÃ¤rmmÃ¤ssigen AbklÃ¤rung.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Nachfolgend ist auf die lÃ¤rmrechtliche Problematik der im Streit liegenden nachtrÃ¤glichen Baubewilligung einzugehen.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>Ziffer 1.2 der Baubewilligung hÃ¤lt fest, dass gemÃ¤ss Art. 37 der Polizeiverordnung vom 10. April 2001 die Nachtruhe von 22 Uhr bis 7 Uhr daure. In dieser Zeit sei jeder vermeidbare LÃ¤rm verboten. Dabei handelt es sich um eine so genannte unechte Nebenbestimmung, die nur auf die gemÃ¤ss der kommunalen Polizeiverordnung geltende Nachtruhe hinweist, ohne den Gesuchsteller zusÃ¤tzlich zu belasten (Christian MÃ¤der, Das Baubewilligungsverfahren, ZÃ¼rich 1991, Rz. 446). Entgegen dem beschwerdefÃ¼hrerischen DafÃ¼rhalten wurde diese Bestimmung weder verfÃ¼gt noch fÃ¼hrte sie zu einer "strengen nutzungsmÃ¤ssigen BeschrÃ¤nkung". Kantonale bzw. kommunale Regeln dieser Art kÃ¶nnen unter UmstÃ¤nden vorsorgliche Massnahmen zur Emissionsbegrenzung (Art. 11 Abs. 2 und Art. 12 USG) enthalten und sind als solche ebenfalls zu beachten (Robert Wolf in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, ZÃ¼rich 2000, Art. 25 N. 23). Die Frage, ob eine Anlage trotz der vorsorglichen Begrenzung zu einer Ã¼bermÃ¤ssigen LÃ¤rmbelastung fÃ¼hrt, beurteilt sich jedoch nach den Bestimmungen des Bundesumweltschutzrechts. Bei der anderen lÃ¤rmrelevanten Bestimmung im Baubewilligungsbeschluss handelt es sich ebenfalls um eine unechte Nebenbestimmung. So weist Ziffer 1.1. darauf hin, dass nur mÃ¤ssig stÃ¶rendes Gewerbe zulÃ¤ssig sei, die Nachbarschaft nicht Ã¼bermÃ¤ssig beeintrÃ¤chtigt werden dÃ¼rfe und die Immissionsgrenzwerte der LÃ¤rmschutzverordnung einzuhalten seien. Die Vorinstanz hat denn auch zu Recht erwogen, der blosse Verweis auf einzuhaltende abstrakte Immissionsgrenzwerte vermÃ¶ge eine notwendige lÃ¤rmrechtliche Beurteilung nicht zu ersetzen. Daran mag auch der Hinweis der BewilligungsbehÃ¶rde, sie behalte sich im Fall von Ã¼bermÃ¤ssigen Immissionen die Kassierung der Bewilligung vor, nichts zu Ã¤ndern.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Mit der NutzungsÃ¤nderung im Untergeschoss des Wohnhauses von einem Lager in ein Vereinslokal gehen mÃ¶glicherweise erhebliche LÃ¤rmimmissionen fÃ¼r die Nachbarschaft einher; solche Immissionen fallen in den Regelungsbereich der LSV.</p> <p class="Erwgung3">Das Untergeschoss des Wohnhauses Kat.-Nr. 01 ist Teil einer Baute und damit eine ortsfeste Anlage im Sinn von Art. 7 Abs. 7 USG bzw. Art. 2 Abs. 1 LSV. Der Zweck dieser ortsfesten Anlage wurde vollstÃ¤ndig geÃ¤ndert, weshalb sie als neue ortsfeste Anlage zu gelten hat (vgl. Art. 2 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 7 LSV). GemÃ¤ss Art. 7 Abs. 1 LSV mÃ¼ssen LÃ¤rmimmissionen einer neuen ortsfesten Anlage nach den Anordnungen der VollzugsbehÃ¶rde soweit begrenzt werden, als dies technisch und betrieblich mÃ¶glich sowie wirtschaftlich tragbar ist (lit. a) und dass die von der Anlage allein erzeugten LÃ¤rmimmissionen die Planungswerte nicht Ã¼berschreiten (lit. b).</p> <p class="Erwgung3">Das LÃ¤rmschutzrecht knÃ¼pft fÃ¼r die Beurteilung des LÃ¤rms an Belastungsgrenzwerte, d.h. Planungs-, Immissionsgrenz- und Alarmwerte an (vgl. Art. 15, 19 und 23 USG). LÃ¤rmimmissionen ortsfester Anlagen sind grundsÃ¤tzlich anhand der bundesrÃ¤tlich festgelegten Belastungsgrenzwerte (AnhÃ¤nge 3-8 LSV) zu beurteilen. Fehlen solche Grenzwerte, so mÃ¼ssen die LÃ¤rmimmissionen im Einzelfall nach Art. 15 USG bewertet werden. Steht die Anwendung von Planungswerten in Frage, beachtet die VollzugsbehÃ¶rde Ã¼berdies Art. 23 USG (vgl. Art. 40 Abs. 1 und 3 LSV). Im Rahmen dieser Einzelfallbeurteilung sind der Charakter des LÃ¤rms, Zeitpunkt und HÃ¤ufigkeit seines Auftretens sowie die LÃ¤rmempfindlichkeit und LÃ¤rmvorbelastung zu berÃ¼cksichtigen (vgl. Art. 2 Abs. 5 LSV; BGE 126 II 366, E. 2c mit weiteren Hinweisen). Die VollzugsbehÃ¶rde hat sich um eine objektivierte Betrachtung zu bemÃ¼hen und darf nicht einfach auf das Empfinden einzelner Nachbarn abstellen. Gutachten von Fachleuten kÃ¶nnen Grundlagen fÃ¼r die Beurteilung liefern. Der Entscheid, welcher auf einer Wertung beruht, muss jedoch stets von der zustÃ¤ndigen VollzugsbehÃ¶rde getroffen werden (Christoph ZÃ¤ch/Robert Wolf in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, ZÃ¼rich 2000, Art. 15 N. 41). Ausgehend vom Schutzzweck der LÃ¤rmschutzverordnung (Schutz der BevÃ¶lkerung vor schÃ¤dlichem und lÃ¤stigem LÃ¤rm) ist es angemessen, alle einem Betrieb zurechenbaren LÃ¤rmimmissionen in die Betrachtung miteinzubeziehen unabhÃ¤ngig davon, ob sie innerhalb oder ausserhalb des GebÃ¤udes verursacht werden (BGE 123 II 325, E. 4a/bb). Damit sind auch so genannte SekundÃ¤rimmissionen erfasst, also LÃ¤rm der von den BenÃ¼tzern in unmittelbarer NÃ¤he der Anlage und in direktem Zusammenhang mit der Benutzung der Anlage verursacht wird. Dazu zÃ¤hlt namentlich auch LÃ¤rm, der beim Betreten und Verlassen einer GaststÃ¤tte herbeigefÃ¼hrt wird oder das Zu- und Wegfahren der Fahrzeuge (vgl. dazu Wolf, Art. 25 N. 36).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.3 </b>Fest steht, dass fÃ¼r den Betrieb des Vereinslokals Belastungsgrenzwerte und damit auch Planungswerte fÃ¼r die LÃ¤rmmissionen fehlen. GaststÃ¤tten und Ã¤hnliche Betriebe sind nicht anhand der in Anhang 6 LSV geregelten Belastungsgrenzwerte fÃ¼r Industrie- und GewerbelÃ¤rm zu beurteilen (BGE 123 II 325, E. 4d/aa = URP 1997 484). Insofern ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass es keine Rolle spielt, ob im vorliegenden Fall die ortsfeste Anlage ein Ã¶ffentlicher Restaurant-, Bar- und Spielbetrieb ist oder ein Vereinslokal, das einem beschrÃ¤nkten Kreis von BenÃ¼tzern zugÃ¤nglich ist. Demnach muss fÃ¼r den Betrieb des Vereinslokals eine lÃ¤rmrechtliche Einzelbeurteilung erfolgen. Auch im Verfahren vor Verwaltungsgericht ist nicht deutlich geworden, wozu das Vereinslokal genutzt werden soll bzw. von was einem Vereinsbetrieb im vorliegenden Fall auszugehen ist; entsprechende Angaben ergeben sich auch aus den vom BeschwerdefÃ¼hrer beigelegten MietvertrÃ¤gen nicht. Es fehlen insbesondere Angaben Ã¼ber Vereinszweck, Art sowie zeitlichen Rhythmus von Veranstaltungen, welche fÃ¼r die Beurteilung der Frage, ob eine unzumutbare lÃ¤rmmÃ¤ssige StÃ¶rung vorliegt, grundlegend sind. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat auch im Beschwerdeverfahren ostentativ die Fragen von LÃ¤rmart, -intensitÃ¤t und -hÃ¤ufigkeit umgangen und beschrÃ¤nkt sich im Wesentlichen auf den Einwand, das von der Vorinstanz geforderte Nutzungskonzept brauche es nicht, weil keine Immissionsgrenzwerte Anwendung finden wÃ¼rden und es damit auch keine Planungswerte gebe. Der BeschwerdefÃ¼hrer verkennt damit ganz offensichtlich die Bedeutung von Art. 40 Abs. 3 LSV. FÃ¼r die Beantwortung der Frage, ob vom streitbetroffenen Vereinslokal unzumutbare lÃ¤rmmÃ¤ssige StÃ¶rungen ausgehen, hat die Vorinstanz zu Recht erwogen, dass zunÃ¤chst ein Nutzungskonzept erforderlich sei, zumal auch der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet, dass im Untergeschoss des Wohnhauses ein Restaurant- und -spielbetrieb gefÃ¼hrt werde. Erst wenn die Nutzung des Vereinslokals bekannt ist, kann eine konkrete LÃ¤rmbeurteilung im Sinn von Art. 40 Abs. 3 LSV erfolgen und festgestellt werden, ob emissionsbegrenzende Massnahmen notwendig sind. DiesbezÃ¼glich kann auf die vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG). Ãberdies ist die Behauptung des BeschwerdefÃ¼hrers, die Auffassung der Vorinstanz wÃ¼rde dazu fÃ¼hren, dass bei jedem Mieterwechsel eine "neue baurechtliche Bewilligung gemÃ¤ss Vereinszweck" notwendig wÃ¤re, unbehilflich. Im Rahmen der hier erforderlichen lÃ¤rmmÃ¤ssigen Einzelbeurteilung werden auch zukÃ¼nftige Ãnderungen der LÃ¤rmimmissionen berÃ¼cksichtigt (vgl. Art. 36 Abs. 1 in Verbindung mit § 40 Abs. 3 LSV). Teilt der BeschwerdefÃ¼hrer also der VollzugsbehÃ¶rde mit, zu welchen (Vereins-) Zwecken er das Untergeschoss zu vermieten gedenkt, hat diese die allfÃ¤lligen LÃ¤rmimmissionen in ihrer Beurteilung zu berÃ¼cksichtigen. FÃ¼r spÃ¤tere NutzungsÃ¤nderungen, die mit Bezug auf die LÃ¤rmverursachung relevant sind und denen eine baurechtliche Bedeutung zukommt, ist ohnehin eine Baubewilligung erforderlich (§ 309 lit. b PBG).</p> <p class="Urteilstext">Demnach erweist sich die Beschwerde als unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. Damit erÃ¼brigt sich auch die PrÃ¼fung der Ã¼brigen, Ziffern 1.4. und 1.6 der Baubewilligung betreffenden RÃ¼gen; auf den beantragten Augenschein auf dem Lokal kann verzichtet werden (vgl. E. 1.3).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit 13 Abs. 2 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihm von vornherein nicht zu. Hingegen ist dem Beschwerdegegner gestÃ¼tzt auf § 17 Abs. 2 lit. a VRG eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zuzusprechen.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'590.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Der BeschwerdefÃ¼hrer wird zu einer ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) verpflichtet, zahlbar innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Entscheids.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>