<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00249</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204835&amp;W10_KEY=13013566&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00249</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.02.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Rückerstattung von Sozialhilfeleistungen Rechtsgrundlagen zum Anspruch auf Sozialhilfeleistungen, zur Auskunftspflicht und zur Rückerstattung (E. 3). Nicht bestritten wird die Höhe der Rückerstattungsforderung (E. 4.1). Der Beschwerdeführer wurde auf die Pflicht, Änderungen in den finanziellen Verhältnissen der Sozialbehörde mitzuteilen, aufmerksam gemacht. Nachdem die Ehefrau des Beschwerdeführers eine Erwerbstätigkeit aufgenommen hatte, welche den Anspruch auf Sozialhilfeleistungen ausschloss, erstattete weder der Beschwerdeführer noch seine Ehefrau sofort Meldung an die Behörde (E. 4.2). Unmassgeblich ist der Umstand, ob der Beschwerdeführer selber überhaupt vom Einkommen der Ehefrau profitiert hat (E. 4.3). Die zu Unrecht bezogenen Sozialhilfeleistungen sind zurückzuerstatten. Abweisung (E. 5). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSKUNFTSPFLICHT">AUSKUNFTSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MELDEPFLICHT">MELDEPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MELDEPFLICHTVERLETZUNG">MELDEPFLICHTVERLETZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKERSTATTUNG">RÃCKERSTATTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKERSTATTUNGSPFLICHT">RÃCKERSTATTUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 18 Abs. I SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 26 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 16 Abs. II SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 28 SHV</span><br/><span class="gerade">§ 28 Abs. I SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2005 Nr. 52 S. 139</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A bezieht mit UnterbrÃ¼chen seit 1984 Sozialhilfeleistungen von der Gemeinde X. Im Jahr 2001 heiratete er; das Ehepaar wurde nun gemeinsam unterstÃ¼tzt. Seine Ehefrau hatte von Februar bis April 2002 eine Festanstellung als Raumpflegerin. Gleichzeitig wurden dem Ehepaar Sozialhilfeleistungen ausgerichtet, obwohl â wie sich nachtrÃ¤glich herausstellte â das Einkommen der Ehefrau ausgereicht hÃ¤tte, den Lebensunterhalt der Ehegatten zu bestreiten. Die Einzelfallkommission der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Gemeinde X verpflichtete mit Entscheid vom 30. Juli 2002 A und seine Ehefrau, die in der Zeit vom 1. Februar 2002 bis 31. Mai 2002 zu Unrecht bezogenen Sozialhilfeleistungen im Betrag von Fr. 12'133.- zurÃ¼ckzuerstatten. Am 15. April 2003 hob die Einzelfallkommission den Entscheid vom 30. Juli 2002 auf, nachdem bekannt wurde, dass A am 27. Mai 2002 eine Ehetrennungsklage gegen seine Ehefrau eingereicht hatte. Die Einzelfallkommission ordnete die RÃ¼ckerstattung in getrennten BeschlÃ¼ssen gegenÃ¼ber A und seiner Ehefrau an. Sie beschloss, A zu einer RÃ¼ckerstattung im Betrag von Fr. 4'530.50 fÃ¼r die in der Zeitspanne vom 1. MÃ¤rz 2002 bis 31. Mai 2002 zu Unrecht ausgerichteten Sozialhilfeleistungen zu verpflichten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die gegen diesen Entscheid erhobene Einsprache wies die Einspracheinstanz und GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission am 25. November 2003 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A reichte am 3. Januar 2004 beim Bezirksrat V Rekurs gegen den Einspracheentscheid ein, welchen der Bezirksrat mit Beschluss vom 29. April 2004 abwies.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 29. Mai 2004 erhob A gegen den Beschluss des Bezirksrats Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er beantragte sinngemÃ¤ss, den angefochtenen Beschluss und damit die RÃ¼ckerstattungsverpflichtung aufzuheben.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vorinstanz beantragte unter Verweis auf den angefochtenen Beschluss, die Beschwerde abzuweisen. Die SozialbehÃ¶rde schloss ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemÃ¤ss § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Im Streit liegt eine RÃ¼ckerstattung von Sozialhilfeleistungen im Betrag von Fr. 4'530.50. Die Beurteilung einer Streitigkeit mit einem solchen Streitwert fÃ¤llt in die einzelrichterliche Kompetenz (§ 38 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span> Der Bezirksrat erwog, der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte der Sozialberatung die EinkÃ¼nfte seiner Ehefrau melden mÃ¼ssen. Die Pflicht einer unterstÃ¼tzten Person, Ã¼ber ihre VerhÃ¤ltnisse wahrheitsgemÃ¤ss Auskunft zu geben und Ãnderungen zu melden, ergebe sich aus § 18 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) und aus § 28 der Sozialhilfeverordnung vom 21. Oktober 1981 (SHV) (E. 2a). Der BeschwerdefÃ¼hrer sei Ã¼berdies verschiedentlich auf die Meldepflicht aufmerksam gemacht worden, was er unterschriftlich bestÃ¤tigt habe. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe seine Meldepflicht verletzt (E. 2b). Der BeschwerdefÃ¼hrer habe nicht bewiesen, dass seine Ehefrau entgegen deren Angaben keinen Beitrag an den ehelichen Unterhalt geleistet habe und er deshalb Anspruch auf Sozialhilfeleistungen gehabt habe. Die Voraussetzungen fÃ¼r eine RÃ¼ckerstattung von zu Unrecht bezogenen Sozialhilfeleistungen nach § 26 SHG seien erfÃ¼llt (E. 2c). FÃ¼r die Einleitung einer Betreibung gegen die Ehefrau durch die SozialbehÃ¶rde fehlten die rechtlichen Grundlagen. Der BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤re verpflichtet gewesen, seine UnterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftigkeit zu mindern und â falls erforderlich â rechtliche Schritte gegen seine Ehefrau einzuleiten, um sie zur ErfÃ¼llung ihrer ehelichen Unterhaltspflicht anzuhalten (E. 3).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span> Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, dass die angefochtene BegrÃ¼ndung auf unbewiesenen Behauptungen beruhe. Seine Ehefrau sei von der irrigen Meinung ausgegangen, Ã¼ber die liquiden Mittel frei verfÃ¼gen und sie in ihren Heimatstaat Y transferieren zu kÃ¶nnen. Er habe sofort nach Kenntnisnahme der beruflichen TÃ¤tigkeit der Ehefrau die BehÃ¶rde mÃ¼ndlich informiert, also nicht erst im Mai 2002. Aus den EinkÃ¼nften der Ehefrau habe er keine finanziellen Mittel erhalten. Er habe zweimal erfolglos eine Betreibung gegen seine Ehefrau eingeleitet. Gleichwohl sei eine Arztrechnung seiner Frau noch von ihm beglichen worden, im Gegenzug verlange er dafÃ¼r, dass er keine RÃ¼ckzahlung leisten mÃ¼sse. Die Frage der inzwischen verfÃ¼gten Einstellung der Sozialhilfeleistungen sei im angefochtenen Entscheid nicht behandelt worden.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span> Die Beschwerdegegnerin fÃ¼hrt aus, dass gemÃ¤ss ihrer stÃ¤ndiger Praxis bei einem unrechtmÃ¤ssigen Bezug von Sozialhilfeleistungen durch ein unterstÃ¼tztes Ehepaar grundsÃ¤tzlich beide Ehepartner als solidarisch haftende Schuldner im Umfang des Gesamtbetrags des unrechtmÃ¤ssigen Bezugs belangt wÃ¼rden. In diesem Fall habe die BehÃ¶rde der Ehetrennung nach dem unrechtmÃ¤ssigen Bezug Rechnung getragen und die RÃ¼ckerstattungsschuld hÃ¤lftig auf die getrennten Ehepartner aufgeteilt. FÃ¼r eine Reduktion der auf ihn entfallenden RÃ¼ckerstattungsschuld mÃ¼sse der BeschwerdefÃ¼hrer den Beweis erbringen, dass er vom Erwerbseinkommen der damals noch mit ihm zusammenlebenden Ehefrau nicht profitiert habe.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen mit gleichem Wohnsitz nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe (§ 14 SHG). Zu den eigenen Mitteln gehÃ¶ren alle EinkÃ¼nfte und das VermÃ¶gen des Hilfesuchenden sowie seines nicht von ihm getrennt lebenden Ehegatten (§ 16 Abs. 1 SHV). Der Hilfesuchende hat Ã¼ber seine VerhÃ¤ltnisse wahrheitsgemÃ¤ss Auskunft zu geben (§ 18 Abs. 1 SHG) und Ãnderungen in seinen VerhÃ¤ltnissen zu melden (§ 28 Abs. 1 SHV). Wer unter unwahren oder unvollstÃ¤ndigen Angaben oder unter Verletzung der Meldepflicht wirtschaftliche Hilfe erwirkt hat, ist zur RÃ¼ckerstattung verpflichtet (§ 26 SHG; RB 1997 Nr. 121, 1998 Nr. 89; Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, hrsg. von der Abteilung Ãffentliche Sozialhilfe des Sozialamts des Kantons ZÃ¼rich, Ziff. 2.5.3/§ 26 SHG, S. 1).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span> Festzuhalten ist zunÃ¤chst, dass der BeschwerdefÃ¼hrer lediglich die RÃ¼ckerstattungsverpflichtung als solche angefochten hat. Nicht bestritten sind dagegen die konkrete Berechnung und HÃ¶he der RÃ¼ckerstattungsforderung.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span> Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde auf die Pflicht, Ãnderungen in den finanziellen VerhÃ¤ltnissen der BehÃ¶rde zu melden, im Antragsformular ausdrÃ¼cklich aufmerksam gemacht, und er hat dies mit seiner Unterschrift bestÃ¤tigt (Antrag vom 22. Juni 2001, Antrag vom 8. September 2001). Die Formulierung lautet: âIch werde die Pflichten einhalten, insbesondere werde ich VerÃ¤nderungen in den Einkommens-, VermÃ¶gens- und familiÃ¤ren VerhÃ¤ltnissen sofort und unaufgefordert melden.â Ausserdem weist das Formular darauf hin, dass EinkÃ¼nfte mit den UnterstÃ¼tzungsleistungen verrechnet werden und dass eine RÃ¼ckerstattung mÃ¶glich ist. UnabhÃ¤ngig von dieser unterschriebenen BestÃ¤tigung musste dem BeschwerdefÃ¼hrer bereits auch aufgrund seiner langjÃ¤hrigen UnterstÃ¼tzung bewusst sein, dass ein Anspruch auf Sozialhilfeleistungen nur solange besteht, als eine finanzielle Notlage andauert, und deswegen Ãnderungen in den EinkommensverhÃ¤ltnissen sich auf die WÃ¼rdigung, ob eine Notlage vorliegt, auswirken kÃ¶nnen.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers hat den Arbeitsvertrag fÃ¼r die Anstellung ab Februar 2002 am 15. Januar 2002 unterschrieben. Die erste Lohnabrechnung (in der HÃ¶he von Fr. 3'398.75 netto) datiert vom 19. Februar 2002. Eine <i>sofortige</i> Meldung dieses Einkommens an die BehÃ¶rde ist jedoch nicht erfolgt. Weder die Ehefrau noch der BeschwerdefÃ¼hrer kontaktierten die SozialbehÃ¶rde unmittelbar nach Abschluss des Arbeitsvertrags durch die Ehefrau. Selbst wenn der portugiesischsprachigen Ehefrau die Bedeutung der Meldepflicht mÃ¶glicherweise nicht in der vollen Tragweite bekannt war, wÃ¤re es umso mehr die Pflicht des im Umgang mit der SozialbehÃ¶rde vertrauten BeschwerdefÃ¼hrers gewesen, diese sofort auf die verÃ¤nderte Einkommenslage hinzuweisen. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat somit die Meldepflicht, wie sie ihm durch § 28 Abs. 1 SHV und durch das Antragsformular auferlegt war, verletzt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nach ihrer glaubwÃ¼rdigen Darstellung erhielt die BehÃ¶rde erst am 14. Mai 2002 Kenntnis vom Erwerbseinkommen der Ehefrau, als das Ehepaar beim Sozialzentrum Z vorsprach und den Arbeitsvertrag mitbrachte. Auf Intervention dieser Amtsstelle legte der BeschwerdefÃ¼hrer in den folgenden Tagen Bankbelege und Lohnabrechnungen vor. Die Offenlegung der neuen Einkommenssituation veranlasste die Amtsstelle, eine Notlage fÃ¼r die Zeitspanne der ErwerbstÃ¤tigkeit der Ehefrau zu verneinen und dem Ehepaar am 5. Juni 2002 eine Schuldanerkennung fÃ¼r die unrechtmÃ¤ssig bezogenen Sozialhilfeleistungen zu unterbreiten. Anhaltspunkte, dass die Amtsstelle bereits frÃ¼her vom Einkommen der Ehefrau Kenntnis erhalten hÃ¤tte, sind aus den Akten nicht ersichtlich.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span> Keine andere Beurteilung legt die Behauptung des BeschwerdefÃ¼hrers nahe, wonach er vom Einkommen seiner Ehefrau nichts erhalten habe, weil diese das Geld nach Y transferiert habe, was allerdings von der Ehefrau bestritten wird. Massgeblich ist nÃ¤mlich allein, dass der BeschwerdefÃ¼hrer von der Anstellung seiner Ehefrau und vom Arbeitseinkommen Kenntnis hatte und um die Auswirkungen auf den Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe wissen musste. Wer letztlich vom Arbeitseinkommen profitiert hat â die Ehefrau oder der BeschwerdefÃ¼hrer â und wer was wÃ¤hrend des Zusammenlebens der Ehegatten bezahlt hat, mag unter eherechtlichen Gesichtspunkten eine Rolle spielen (vgl. Art. 163 ff. des Zivilgesetzbuchs [ZGB] betreffend Unterhalt der Familie, Art. 170 ZGB betreffend Auskunftspflicht unter den Ehegatten). Die Frage kann aber offen bleiben, soweit es um die WÃ¼rdigung geht, ob ein sozialhilferechtlicher UnterstÃ¼tzungsanspruch besteht; denn dafÃ¼r sind die EinkommensverhÃ¤ltnisse des BeschwerdefÃ¼hrers und der damals nicht von ihm getrennt lebenden Ehefrau <i>gesamthaft</i> zu betrachten sind (§ 16 Abs. 2 SHV).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><i><span> </span></i><span>Nicht zu beanstanden ist die Geltendmachung des RÃ¼ckerstattungsanspruchs durch die Beschwerdegegnerin je hÃ¤lftig in getrennten BeschlÃ¼ssen gegenÃ¼ber dem BeschwerdefÃ¼hrer einerseits und seiner Ehefrau anderseits. Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung zu Recht ausfÃ¼hrt, trug sie damit der Einleitung eines Ehetrennungsverfahrens durch den BeschwerdefÃ¼hrer am 27. Mai 2002 Rechnung, obwohl die fÃ¼r den RÃ¼ckerstattungsanspruch massgebliche Periode unmittelbar zuvor noch in die Zeit des Zusammenlebens der Ehegatten fiel.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nicht Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens bilden die nach den Angaben des BeschwerdefÃ¼hrers zwischenzeitlich erfolgte Einstellung der Sozialhilfeleistungen und die von ihm behauptete Nichtanwendung eines Staatsvertrags zwischen Deutschland und der Schweiz. Rekurs- und Beschwerdeverfahren knÃ¼pfen nÃ¤mlich am Entscheid der Einzelfallkommission vom 15. April 2003 an, der sich allein mit der Frage der RÃ¼ckerstattung befasst. Ebenso ist nicht in diesem Rechtsmittelverfahren Ã¼ber den Erlass der RÃ¼ckerstattungsforderung ist zu entscheiden, worauf die Vorinstanz zu Recht bereits hingewiesen hat. Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer und seine Ehefrau haben wÃ¤hrend der Dauer des Erwerbseinkommens der Ehefrau von Februar bis April 2002 (abdeckend den Lebensbedarf fÃ¼r MÃ¤rz bis Mai 2002) zu Unrecht Sozialhilfeleistungen bezogen. Die RÃ¼ckerstattungsforderung gegen den BeschwerdefÃ¼hrer ist rechtmÃ¤ssig. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 400.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 460.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>