Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 21. März 2013 (720 12 256 / 60) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung IV-Rente / Gemischte Methode Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Daniel N oll, Kantonsrichter Markus Mattle, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Markus Wick, Advo- kat, Pauer Wick & Mayer, Falknerstrasse 12, 4001 Basel gegen IV-Stelle Basel-Landschaft , Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1982 geborene, zuletzt bis zur Geburt ihres ersten Sohnes bzw. bis Ende 2008 als Verpackerin bei der B.____ AG tätig gewesene A.____ me ldete sich am 7. Juli 2010 bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an, wobei sie angab an “Rheuma - Morbus Bechterew“ zu leiden. Nach Abklärung der gesundheitlichen, der erwerbli- chen und der hauswirtschaftlichen Verhältnisse ermittelte die IV-Stelle Basel-Landschaft bei der Versicherten in Anwendung der gemischten Bemessungsmethode mit je 50 %-igen Anteilen an Erwerbs- und Haushaltstätigkeit einen Invaliditätsgrad v on 0 %. Gestützt auf dieses Ergebnis Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht lehnte die IV-Stelle - nach durchgeführtem Vorbescheid verfahren - mit Verfügung vom 13. Au- gust 2012 einen Rentenanspruch von A.____ ab. B. Gegen diese Verfügung erhob Advokat Dr. Markus Wick na mens und im Auftrag von A.____ am 30. August 2012 Beschwerde beim Kantonsgeri cht, Abteilung Sozialversicherungs- recht (Kantonsgericht), wobei er folgende Rechtsbegehren stellte: „1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 13.08.2 012 (Verfügungs-Nr. 3132.01212.92091; Versicherten-Nr. xxx; Bish. Ref. xxx) sei vollumfänglich aufzuheben. 2. Der Beschwerdeführerin sei vollumfänglich eine Inv alidenrente zuzusprechen. 3. Sechs Monate nach Eingang der Geburtsanzeige durch d ie Beschwerdeführerin sei eine neue bzw. eine ergänzende Begutachtung unter Berücksichtigung der erneuten Mutterschaft der Be- schwerdeführerin in Auftrag zu geben, insbesondere be i den bisherigen Gutachtern Dr. C.____ und Dr. D.____, beim behandelnden Arzt Dr. E.____ so wie beim Hausarzt Dr. F.____ wie auch bei der Haushaltsabklärerin Frau G.____. Das Verfahren sei bis dahin zu sistieren. 4. Die Beschwerdeinstanz habe die Rentenfragen nach Ei ngang der vorgenannten neuen/ergän- zenden Gutachten zu beurteilen; eventualiter sei die Sache zur Einholung der genannten Gutach- ten und/oder zur Neubeurteilung der Rentenfrage an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 5. Der Beschwerdeführerin sei für das Vorbescheidverf ahren wie auch für das vorliegende Be- schwerdeverfahren umfassend die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und der Unterzeich- nende zu ihrem unentgeltlichen Rechtsvertreter zu beste llen. Der diesbezügliche Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 26.07.2012 sei aufzuheben. 6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten de r Beschwerdegegnerin respektive des Staa- tes.“ C. Gestützt auf die bei der Berechnung der prozessualen Bedürftigkeit ermittelten Ergeb- nisse lehnte das Kantonsgericht mit Verfügung vom 22. Okt ober 2012 zum einen das Gesuch der Versicherten um unentgeltliche Prozessführung ab, zum andern bewilligte es ihr für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Verbeiständun g mit Advokat Dr. Markus Wick als Rechtsvertreter. D. In ihrer Vernehmlassung vom 29. Oktober 2012 beant ragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 1.2 Soweit die Versicherte beantragt, es sei ihr für das Vorbescheidverfahren vor der IV- Stelle die unentgeltliche Verbeiständung mit ihrem R echtsvertreter zu gewähren, ist sie darauf hinzuweisen, dass im versicherungsgerichtlichen Beschwerdever fahren grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen und zu beurteilen sind, zu denen der zuständige Versiche- rungsträger vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbar en Anfechtungsgegenstand. Um- gekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und so mit an einer Sachurteilsvorausset- zung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (B GE 131 V 164 f. E. 2.1, 125 V 414 E. 1a mit Hinweisen). Die IV-Stelle macht in ihrer Ve rnehmlassung geltend, dass sie bis anhin über das Gesuch der Versicherten, wonach ihr für das Vo rbescheidverfahren die unentgeltliche Verbeiständung zu bewilligen sei, noch keine beschwerde fähige Verfügung erlassen habe. Gleichzeitig sichert sie zu, dass noch ein entsprechender Entscheid in Verfügungsform ergehen werde. Somit fehlt es aber im jetzigen Zeitpunkt in Bezug auf dieses Rechtsbegehren der Versi- cherten an einem tauglichen Anfechtungsobjekt, weshalb auf die Beschwerde in diesem Punkt nicht eingetreten werden kann. 1.3 Die Versicherte weist in ihrer Beschwerde darauf hi n, dass sie zurzeit schwanger sei. Es müsse davon ausgegangen werden, dass sich die Schwangerschaft wegen ihrer Erkrankung an Morbus Bechterew mit fortschreitender Dauer schwierig g estalten werde. Zudem liege es auf der Hand, dass der Verlauf der Schwangerschaft, die Ge burt und die anschliessende neue Kin- derbetreuungspflicht erhebliche Auswirkungen auf ihre Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hätten oder zumindest mit grosser Wahrscheinlichkeit haben könnte n. Es dränge sich deshalb eine Neubeurteilung der Situation nach der Geburt des Kind es auf, insbesondere bezüglich des In- valideneinkommens und der noch möglichen Tätigkeit in de r Haushaltführung. Die Rentenfrage sei sinnvollerweise erst dann zu beurteilen. Die Versicher te beantragt deshalb, das vorliegende Beschwerdeverfahren bis zur Geburt des Kindes bzw. bis zum Vorliegen der anschliessend einzuholenden ergänzenden Gutachten zu sistieren. Entgegen der Auffassung der Versicherten besteht keine Veranlassung für eine solche Verfahrenssistie rung. Die Beschwerdeführerin übersieht, dass das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässig keit der Verwaltungsverfü- gungen nach ständiger Rechtsprechung in der Regel nach d em Sachverhalt zu beurteilen hat, der im Zeitpunkt des Verfügungserlasses gegeben war (BGE 130 V 140 E. 2.1, 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seithe r verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 130 V 140 E. 2.1, 121 V 366 E. 1b mit Hinweis). Daraus folgt, dass für die Beurteilung de r vorliegenden Beschwerde in medizini- scher, erwerblicher und hauswirtschaftlicher Hinsicht der Sachverhalt massgebend ist, der am 13. August 2012, dem Zeitpunkt des Erlasses der angefocht enen Verfügung der IV-Stelle, vor- gelegen hat. Allfällige nach diesem Zeitpunkt eintre tende Veränderungen der gesundheitlichen, der erwerblichen und der hauswirtschaftlichen Situation sind im Rahmen des vorliegenden Be- schwerdeverfahrens nicht (mehr) zu berücksichtigen. Selbstverstä ndlich können diese von der Versicherten, falls es - wie von ihr befürchtet - mit fo rtschreitender Schwangerschaft und/oder nach der Geburt des Kindes tatsächlich zu andauernden, r elevanten Veränderungen der ge- sundheitlichen, der erwerblichen oder der hauswirtschaftl ichen Verhältnisse kommen sollte, zu gegebener Zeit im Rahmen eines neuen Leistungsbegehrens bei der IV-Stelle geltend gemacht Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht werden (vgl. zu den Voraussetzungen einer solchen Neuanme ldung: Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961). 2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist demnach au sschliesslich, ob die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 13. August 2012 gestützt a uf den Sachverhalt, wie er sich da- mals präsentiert hat, einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht abgelehnt hat. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen T eil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt i m Wesentlichen mit dem Begriff der Ar- beitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hi nweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene diesbezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Versicherungsge- richts (EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abtei lungen) bleibt folglich weitestgehend anwendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 2.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussich tlich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts- gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IV G). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des V orliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 200 8 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein trächtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über- windbar ist (Satz 2). 2.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psych ischen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Dia gnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzuge ltenden psychischen Leiden belas- tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umstän den kein Krankheitswert zu- kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psych ische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versi cherten Person trotz des Leidens wil- lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem E rwerb nachzugehen (BGE 127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer d urch eine psychische Gesundheitsbeein- trächtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es al so nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielm ehr, ob anzunehmen ist, die Verwer- tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Vor- aussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 1 02 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 E. 4c in fine). 3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstät igen Versicherten ist Art. 16 ATSG an- wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die B estimmung des Invaliditätsgrades das Er- werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt d er Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 3.3 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufga benbereich (z.B. Haushalt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht z ugemutet werden kann, wird für die Be- messung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (B etätigungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). 3.4 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig si nd oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird f ür diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbe reich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbs- tätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen un d der Invaliditätsgrad in beiden Berei- chen zu bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG). Ist bei diesen Versicherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt de r Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung aus- schliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27 bis IVV). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.1 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitw eilig erwerbstätig oder als nichter- werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträcht igung bestünde. Entscheidend ist so- mit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versiche rten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 507 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteil H. des Bu ndesgerichts vom 17. Juli 2012, 9C_335/2012, E. 3.1). Bei im Haushalt tätigen Versiche rten im Besonderen sind die persönli- chen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältniss e ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbil- dung sowie die persönlichen Neigungen und Begabunge n zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hier: 13. August 2012) entwickelt haben, wobei für d ie hypothetische Annahme einer im Ge- sundheitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Be- weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderl ich ist (BGE 137 V 338 E. 3.2, 125 V 150 E. 2c, je mit Hinweisen). 4.2 Vorliegend hat die IV-Stelle den Invaliditätsgra d der Versicherten nach der gemischten Methode bemessen, was von der Beschwerdeführerin - zu R echt - nicht bestritten wird. Die IV- Stelle hat bei der Festlegung der Anteile der Erwerb stätigkeit und der Haushalttätigkeit auf die im “Fragebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit“ wiedergegebenen und nachvollziehbar begründeten Angaben der Versicherten abgestellt, wona ch diese ohne gesundheitliche Beein- trächtigungen in einem Pensum von 50 % erwerbstätig un d zu 50 % für den Haushalt besorgt wäre. Gestützt auf diese Aussage der Versicherten hat di e IV-Stelle die Anteile der Erwerbs- und der Haushalttätigkeit auf je 50 % festgesetzt, wa s nicht zu beanstanden ist und denn auch von der Beschwerdeführerin nicht in Frage gestellt wird. 5. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich bildet die Fra- ge, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihre r gesundheitlichen Beeinträchti- gungen arbeitsunfähig ist. 5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und ins besondere auch bei der Beurtei- lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person i st die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer- weise noch verrichtet werden können (U LRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi- alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro- zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wü rdigen und die Gründe an- zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die ande re medizinische These abstellt. Hinsicht- lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entsc heidend, ob dieser für die streiti- gen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchunge n beruht, auch die geklagten Be- schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamn ese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa- tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der E xpertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprech ung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu stellen (vgl. die ausführlichen Zusam- menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gut achten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erö rterung der Befunde zu schlüssigen Er- gebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Bew eiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 6.1 Die IV-Stelle gab zur Abklärung des Gesundheitszust andes und zur Beurteilung der Ar- beitsfähigkeit der Versicherten bei Dr. med. C.____, I nnere Medizin und Rheumatologie FMH, und Dr. med. D.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ein rheumatologisches / psychiatri- sches Gutachten in Auftrag, welches am 29. November 2011 erstattet wurde. Darin hielten die Experten als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew, ED 2004; ICD-10 M45.0) bei Status nach The rapie mit Enbrel (seit November 2010 abgesetzt wegen ungenügendem Wirkungseffekt), bei akt ueller Basistherapie mit Remicade seit Dezember 2010 und bei aktuell keiner relevant erh öhten Entzündungsaktivität fest. Als Di- agnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erhoben die Gutachter eine Schmerzauswei- tungstendenz im Rahmen der rheumatologischen Grundkrankh eit mit beginnender Chronifizie- rung sowie einen Verdacht auf Schmerzfehlverarbeitun g im Sinne einer Schmerzstörung mit körperlichen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41). Aufgrund der laborchemischen Analy- sen könne keine relevant erhöhte Entzündungsaktivität beschrieben werden. Dies stehe im Ge- gensatz zu den von der Explorandin subjektiv geäusserten Beschwerden mit zunehmenden lumbalen Rückenbeschwerden und Tendenz zur Schmerzausweitu ng mit fraglicher Schmerz- fehlverarbeitung bei sich abzeichnender Chronifizieru ng. Entsprechend könnten aus rein rheu- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht matologischer Sicht die subjektiv geschilderten Beschwerden nur teilweise nachvollzogen wer- den, indem lediglich für schwere wie auch für repeti tiv mittelschwere körperlich belastende Tä- tigkeiten eine Funktionseinschränkung ausgemacht werden könne. Aus psychiatrischer Sicht lasse sich keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsf ähigkeit objektivieren. Nachvollzieh- bar seien zeitweise Verstimmungen und auch Ängste bezüglich des weiteren Verlaufs der chro- nisch entzündlichen Krankheit. Insgesamt bestehe jedoch keine dauerhafte gravierende psychi- sche Störung mit Krankheitswert, die zu einer Einschränku ng in einer körperlich adaptierten Tätigkeit führen würde. Bezüglich schwerer und repeti tiv mittelschwerer körperlich belastender Tätigkeiten, vor allem auch durchgeführt in repetiti ven Zwangshaltungen, bestehe eine Ein- schränkung der Leistungsfähigkeit von 30 %, welche durch das Einlegen von nötigen Pausen und Erholungsphasen begründet werde. Hingegen lasse sich für eine leichte wirbelsäulenbelas- tende Tätigkeit (durchgeführt in Wechselbelastung) i nkl. Haushalttätigkeit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nachvollziehen. Der Beginn der 30 %-igen Einschränkung sei ab Oktober 2010 anzunehmen. 6.2 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ver fügung vom 13. August 2012 bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten vollumfänglich auf die Ergebnisse, zu denen die Dres. C.____ und D.___ _ in ihrem bidisziplinären Gutachten vom 29. November 2011 gelangt sind. Sie ging demzufolge davon aus, dass die Beschwerde- führerin die Ausübung einer leichten wirbelsäulenbel astenden Tätigkeit, durchgeführt in Wech- selbelastung, im Umfang von 100 % zumutbar sei. Diese Beurteilung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.3 hiervor) , ist den im Rahmen des Verwaltungs- verfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinne n und -ärzte, die aufgrund einge- hender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Ei nsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergeb nissen gelangen, bei der Beweiswür- digung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht kon krete Indizien gegen die Zuverlässig- keit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Die begutachtenden Fachärz- te haben die Versicherte eingehend untersucht, sie gehe n in ihrem ausführlichen Bericht ein- lässlich auf deren Beschwerden ein, sie setzen sich mit den bei den Akten liegenden medizini- schen Unterlagen auseinander und sie vermitteln so ein umfassendes Bild über den Gesund- heitszustand der Beschwerdeführerin. Schliesslich erweist sich auch die von ihnen in ihrer in- terdisziplinären Gesamtbeurteilung vorgenommene Einschät zung der Arbeitsfähigkeit der Ver- sicherten als überzeugend. Die vorinstanzliche Würdigung d es medizinischen Sachverhaltes wird denn auch - was die Arbeitsfähigkeit in einer au sserhäuslichen Erwerbstätigkeit betrifft - von der Versicherten in ihrer Beschwerde zu Recht nicht in Frage gestellt. 7. Wie bereits weiter oben ausgeführt (vgl. E. 3.2 hie rvor), ist gemäss Art. 16 ATSG der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufg rund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dasselbe gilt im Rahmen der gemischten Method e der Invaliditätsbemessung für die Ermittlung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich . Die IV-Stelle hat in der angefochtenen Verfügung vom 13. August 2012 den erforderlichen Einko mmensvergleich vorgenommen. Da- bei hat sie anhand der Gegenüberstellung des Validenei nkommens von Fr. 26'364.-- und des zumutbaren Invalideneinkommens in gleicher Höhe einen I nvaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 0 % ermittelt. Die konkrete Berechnung, die von der Versicherten in der vorliegenden Be- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht schwerde nicht beanstandet worden ist, erweist sich als rech tens. Es kann diesbezüglich voll- umfänglich auf die entsprechenden Ausführungen der IV -Stelle in der Verfügung vom 13. Au- gust 2012 verwiesen werden. 8. Zu prüfen bleibt, in welchem Masse die Beschwerdefüh rerin zufolge ihrer gesundheitli- chen Beschwerden im Haushalt eingeschränkt ist. Hierzu be darf es im Regelfall einer Abklä- rung vor Ort (vgl. Art. 69 Abs. 2 IVV). Der Abklärungsb ericht über die Verhältnisse im Haushalt stellt in der Regel eine geeignete und auch genügende Grundlage für die Invaliditätsbemessung in diesem Tätigkeitsbereich dar. Im “Abklärungsbericht Haushalt“ vom 26. April 2012 kam die Abklärungsperson zum Schluss, dass schwere Haushaltsarbeite n im Rahmen der Schaden- minderungspflicht dem Ehemann zumutbar seien und dass unter Berücksichtigung dieser Mithil- fe keine Beschränkung im Haushalt bestehe. Diese Einschä tzung deckt sich denn auch mit der Beurteilung der Gutachter Dres. C.____ und D.____, wo nach - abgesehen von den schweren Haushaltsarbeiten - in der Haushaltstätigkeit keine Ei nschränkung bestehe. Somit hat die IV- Stelle aber in der angefochtenen Verfügung vom 13. August 2012 den Invaliditätsgrad im Haus- haltbereich richtigerweise ebenfalls auf 0 % festgesetzt. Auch dieses Ergebnis wird von der Ver- sicherten in ihrer Beschwerde letztlich nicht in Frage gestellt. 9. In Anwendung der gemischten Methode der Invalidität sbemessung ergibt sich auf Grund des Gesagten bei Einschränkungen von 0 % im Erwe rbs- und im Haushaltsbereich selbstredend auch ein Gesamtinvaliditätsgrad von 0 %. Di e angefochtene Verfügung vom 13. August 2012, mit welcher die IV-Stelle einen Ren tenanspruch der Versicherten abgelehnt hat, ist somit in keiner Weise zu beanstanden. Die gegen diese Verfügung erhobene Be- schwerde erweist sich, soweit darauf überhaupt eingetrete n werden kann (vgl. E. 1.2 hiervor), als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um di e Be- willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensau fwand und unabhängig vom Streit- wert im Rahmen von 200-1000 Franken festgelegt. Bei F ällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskos- ten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf 600 Franken fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschw erdeführerin unterliegende Par- tei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. 10.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla- gen. Da der Beschwerdeführerin in der Verfügung vom 22. Oktober 2012 die unentgeltliche Verbeiständung mit ihrem Rechtsvertreter bewilligt wo rden ist, ist dieser für ihre Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältin- nen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Hono rar bei unentgeltlicher Verbeistän- dung Fr. 180.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter der Be schwerdeführerin hat in seiner Honorar- note vom 3. Januar 2013 für das vorliegende Verfahren e inen Zeitaufwand von 11,08 Stunden und Auslagen von Fr. 155.50 geltend gemacht. Die deta illierte Abrechnung beinhaltet nun aller- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht dings auch Bemühungen von 5,58 Stunden und Auslagen vo n Fr. 44.--, die im Rahmen des Verwaltungsverfahrens bis zum Erlass der Rentenverfügung e rbracht worden bzw. angefallen sind. Bei der Bemessung des Honorars für das versicherungsge richtliche Verfahren kann aber nur der im Rahmen des eigentlichen Beschwerdeverfahren s, d.h. der nach der Zustellung der Verfügung entstandene Aufwand berücksichtigt werden. Fü r die Festsetzung des Honorars können somit aus der Honorarnote vom 3. Januar 2013 lediglich der für den Zeitraum nach dem 13. August 2012 (Zustellung der Verfügung) ausgewiesen e Aufwand von 5,5 Stunden, der sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalt s- und Rechtsfragen als angemes- sen erweist, und die ab diesem Zeitpunkt entstandenen Au slagen von Fr. 111.50 berücksichtigt werden. Dem Rechtsvertreter ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 1'189.60 (5,5 Stunden à Fr. 180.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 11 1.50 + 8 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- wer den der Be- schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kos tenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständun g wird dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar in d er Höhe von Fr. 1'189.60 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) a us der Ge- richtskasse ausgerichtet. http://www.bl.ch/kantonsgericht