<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-07-16-6B_520-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_520/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 16. Juli 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, als präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Boller. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, Postfach, 3001 Bern, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Tätlichkeiten, Widerhandlung gegen das Personenbeförderungsgesetz; Willkür, rechtliches Gehör, Grundsatz in dubio pro reo; Nichteintreten, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, 2. Strafkammer, vom 21. Mai 2024 </div> <div class="para">(SK 23 457). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Das präsidierende Mitglied zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Obergericht des Kantons Bern verurteilte A.________ am 21. Mai 2024 in Bestätigung des Urteils des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 19. Juni 2023 wegen Tätlichkeiten und Widerhandlung gegen das Personenbeförderungsgesetz zu einer Busse von Fr. 365.--. </div> <div class="para">A.________ gelangt an das Bundesgericht und beantragt einen vollumfänglichen Freispruch, eventualiter die Rückweisung der Sache an das Obergericht zur Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts. Sie ersucht zugleich um unentgeltliche Rechtspflege und aufschiebende Wirkung ihrer Beschwerde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> ist in der Begründung der Beschwerde an das Bundesgericht in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die beschwerdeführende Partei kann in der Beschwerdeschrift nicht bloss erneut die Rechtsstandpunkte bekräftigen, die sie im kantonalen Verfahren eingenommen hat, sondern muss mit ihrer Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz ansetzen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=29.06.2024&amp;to_date=18.07.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-IV-205%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page205">BGE 148 IV 205</a> E. 2.6 mit Hinweis). Die Bestimmungen von <span class="artref">Art. 95 ff. BGG</span> nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der Anfechtung des Sachverhalts wegen Willkür; vgl. <span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>) besteht eine qualifizierte Rügepflicht (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). Auf ungenügend begründete Rügen oder allgemeine appellatorische Kritik tritt das Bundesgericht nicht ein (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=29.06.2024&amp;to_date=18.07.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-IV-356%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page356">BGE 148 IV 356</a> E. 2.1, 39 E. 2.6). </div> <div class="para">Hat die Vorinstanz - wie vorliegend - nur Übertretungen zu beurteilen und den erstinstanzlich festgestellten Sachverhalt deshalb nur auf Willkür oder das Vorliegen von Rechtsverletzungen zu überprüfen (vgl. <span class="artref">Art. 398 Abs. 4 StPO</span>), muss sich die beschwerdeführende Partei im Rahmen ihrer Willkürrüge auch mit den Erwägungen der Erstinstanz auseinandersetzen (vgl. Urteile 7B_205/2022 vom 25. Oktober 2023 E. 3.3.6; 6B_967/2023 vom 11. Oktober 2023 E. 1.2.2; je mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin kommt diesen Anforderungen nicht nach. Sie geht im Rahmen ihrer umfangreichen Kritik auf die Begründung der Vorinstanz nicht oder nur oberflächlich ein. So bemängelt sie betreffend den Vorwurf der Tätlichkeiten eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung, ohne sich aber mit den diesbezüglichen ausführlichen Darlegungen der Vorinstanz und der dort wiedergegebenen, als willkürfrei bewerteten Beweiswürdigung der Erstinstanz konkret auseinanderzusetzen (vgl. angefochtenes Urteil E. 11, insbesondere E. 11.6 S. 6 ff.). Bezüglich des Vorwurfs der Widerhandlung gegen das Personenbeförderungsgesetz erhebt die Beschwerdeführerin sodann allein rechtliche Einwände, welche die Vorinstanz allesamt schon behandelt und als unverfänglich beurteilt hat (vgl. angefochtenes Urteil E. 14.2 f. S. 11 f.). Auch damit setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander. Nichts anderes gilt hinsichtlich ihrer formellen Rügen. Soweit sie eine Nichtigkeit des zugrundeliegenden Strafbefehls geltend macht, weil dieser nicht staatsanwaltlich, sondern einzig durch einen polizeilichen Sachbearbeiter unterzeichnet ist, unterlässt sie eine Auseinandersetzung mit der einschlägigen Erwägung der Vorinstanz, mit der diese die kritisierte Praxis unter Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung als zulässig beurteilt (vgl. angefochtenes Urteil E. 8 S. 4 mit Hinweis auf <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=29.06.2024&amp;to_date=18.07.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-IV-70%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page70">BGE 142 IV 70</a> E. 4). Weshalb sich aus dem von der Vorinstanz mehrmals (prozessleitend und im angefochten Urteil) erwähnten <span class="artref">Art. 406 Abs. 1 lit. c StPO</span> nicht hinreichend ergeben soll, dass die zur Beurteilung gestandenen Übertretungsvorwürfe im schriftlichen Berufungsverfahren behandelt werden können, wie die Beschwerdeführerin der Meinung ist, legt sie des Weiteren in keiner Weise näher dar (vgl. angefochtenes Urteil E. 4 S. 2 f.). Gleichermassen unerfindlich bleibt schliesslich, was die Beschwerdeführerin aus den von ihr thematisierten eigenen persönlichen Verhältnissen und den sie angeblich ereilten Folgen des Strafverfahrens mit Bezug auf die Verurteilungen ableiten möchte. </div> <div class="para">Dass und weshalb die Vorinstanz mit ihrem Urteil in Willkür verfallen oder sonst wie geltendes Recht verletzt hätte, ergibt sich aus der Beschwerdeeingabe nach dem Gesagten nicht. Sie vermag damit den gesetzlichen Begründungsanforderungen von <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 und <artref id="CH/173.110/106/2" type="start"></artref>Art. 106 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref> offensichtlich nicht zu genügen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Ohne dass sich das Bundesgericht zu sämtlichen Vorbringen und Ausführungen der Beschwerdeführerin ausdrücklich äussern müsste, ist auf die Beschwerde mangels tauglicher Begründung im Verfahren nach <span class="artref">Art. 108 BGG</span> nicht einzutreten. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist infolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>). Es sind reduzierte Gerichtskosten aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 65 Abs. 2 BGG</span>). Das Gesuch der Beschwerdeführerin um aufschiebende Wirkung wird mit vorliegendem Urteil gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführerin werden Gerichtskosten von Fr. 500.-- auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 2. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 16. Juli 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Denys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Boller </div> </div></body></html>