<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2001.00048</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106392&amp;W10_KEY=13013577&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2001.00048</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.11.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Handänderungssteuer</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Steuerbefreiung Keine Steuerbefreiung aufgrund von Art. 10 Abs. 1 des (eidgenössischen) Garantiegesetzes für eine zu 100% von Bund beherrschte AG. Kein Stattgeben des Sistierungsantrags, da (um Steuerbefreiung angegangene) EStV ohnehin keine für das Verwaltungsgericht verbindliche Feststellungen zu treffen vermag. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ESTV">ESTV</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: GrundstÃ¼ckgewinn- und HandÃ¤nderungssteuern ST: HANDÃNDERUNGSSTEUER">HANDÃNDERUNGSSTEUER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERBEFREIUNG">STEUERBEFREIUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 10 lit. Ia GarG</span><br/><span class="ungerade">§ 229 lit. IIIa StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die A AG mit Sitz in V (Kanton W) verfolgt nach Art. 2 ihrer Statuten "Ã¶ffentliche Zwecke durch Ãbernahme von wirtschaftlich gefÃ¤hrdeten Immobi­lien, welche mit eidgenÃ¶ssischer oder kantonaler Wohnbauhilfe erstellt worden sind". Zudem bezweckt sie die FÃ¶rderung des preisgÃ¼nstigen Wohnungsbaus sowie die Verhinderung der Spekulation auf dem Wohnungsmarkt. Dazu nimmt die Gesellschaft nach MÃ¶glichkeit die von der Ã¶ffentlichen Hand angebotenen Massnahmen zur FÃ¶rderung und Verbilligung des Wohnungsbaus sowie des Erwerbs von Wohnungs- und Hauseigentum in Anspruch. Die Ã¶ffentliche Hand (Bund und Kantone) soll gemÃ¤ss Art. 3 der Statuten zu mindestens 90 % am Aktienkapital beteiligt sein. Zurzeit ist die Schweizerische Eidge­nossenschaft AlleinaktionÃ¤rin der A AG. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In Ziff. 4.1 und 4.2 des von der Schweizerischen Eidgenossenschaft der A AG erteilten "Leistungsauftrags" wird festgehalten:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>"Die A AG wird beauftragt, im Rahmen ihrer finanziellen MÃ¶glichkei­ten und entsprechend ihrer von der Auftraggeberin [der Eidgenossenschaft] noch nÃ¤her zu genehmigenden GeschÃ¤ftspolitik Not leidende WEG-GrundstÃ¼cke [...] sowie Beteiligungen an WEG-Objekten zu Ã¼bernehmen, zu verwalten und wieder zu verÃ¤ussern. [...] Bei all diesen TÃ¤tigkeiten steht fÃ¼r die Beauftragte [die A AG] die Ver­lustminderung zugunsten des Bundes im Vordergrund.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das BWO [das Bundesamt fÃ¼r Wohnungswesen] orientiert die Beauftragte Ã¼ber WEG-finanzierte Objekte, welche schwer gefÃ¤hrdet oder bereits der Zwangsverwertung ange­meldet sind. Es liefert ihr dazu eine Zusammenstellung der auf dem Objekt liegenden Belastungen. Die Beauftragte lÃ¤sst unmittelbar danach durch von ihr mandatierte Liegen­schaftsexperten eine unabhÃ¤ngige SchÃ¤tzung durchfÃ¼hren. Die GeschÃ¤ftsleitung legt im Einzelfall die Steigerungslimite entsprechend ihrer GeschÃ¤ftspolitik fest. [...]</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beauftragte informiert das BWO unverzÃ¼glich Ã¼ber alle relevanten Daten im Zusammenhang mit dem Erwerb von WEG-Objekten."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 30. MÃ¤rz 2001 erwarb die A AG von der Genossenschaft Z sieben WohnhÃ¤user am P-weg in der Gemeinde X (Kat.Nrn. 1-2, 3, 4 und 5) zum Preis von Fr. 9'000'000.-. Diese Liegenschaften waren auf der Grundlage des Wohnbau- und EigentumsfÃ¶rderungsgesetz vom 4. Oktober 1974 (WEG) mit Bundesmitteln erstellt und mit Grundpfandverschreibungen zugunsten der Schweizerischen Eidgenossenschaft belastet worden. Im Rahmen des GrundstÃ¼ckerwerbs trat die A AG in den Ã¶ffent­lichrechtlichen Vertrag mit dem Bundesamt fÃ¼r Wohnungswesen bzw. der Schweizerischen Eidgenossenschaft ein und verpflichtete sich des Weiteren zur Ãbernahme des hÃ¤lftigen Anteils der auf die VerkÃ¤uferschaft fallenden HandÃ¤nderungssteuer. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus Anlass dieser HandÃ¤nderungen bezog das Grundbuchamt Y am 30. MÃ¤rz 2001 von der A AG eine HandÃ¤nderungssteuer von Fr. 90'000.-. Die Gemeinde X bestÃ¤tigte diese SteuereinschÃ¤tzung mit Einspracheentscheid vom 3. Mai 2001.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die Steuerrekurskommission III wies den hiergegen erhobenen Rekurs am 11. Juli 2001 ab</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 20. August 2001 liess die A AG dem Verwaltungsgericht beantragen, sie sei von der HandÃ¤nderungssteuer zu befreien und die Steuerauflage sei aufzuheben. Ausserdem beantragte sie, die Beschwerde bis zum Vorliegen der Antwort der Eid­genÃ¶ssischen Steuerverwaltung bezÃ¼glich ihrer Unterstellung unter die Steuerbefreiungs­bestimmung des Garantiegesetzes zu sistieren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Steuerrekurskommission III und die Gemeinde X verzichteten auf Vernehmlassung bzw. Beschwerdeantwort.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Von der HandÃ¤nderungssteuer sind laut § 229 Abs. 3 lit. a des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) HandÃ¤nderungen an GrundstÃ¼cken befreit, die verÃ¤ussert oder erworben werden durch den Bund und seine Anstalten, nach Massgabe des Bundesrechts.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1934 Ã¼ber die politischen und polizeilichen Garantien zugunsten der Eidgenossenschaft (Garantiegesetz; GarG) sind die Eidgenossenschaft sowie ihre Anstalten, Betriebe und unselbstÃ¤ndigen Stiftungen von jeder Besteuerung durch die Kantone und Gemeinden befreit; ausgenommen sind Liegenschaften, die nicht unmittelbar Ã¶ffentlichen Zwecken dienen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist eine Aktiengesellschaft und damit privatrechtlich organisiert. Sie ist infolgedessen weder eine (selbstÃ¤ndige oder unselbstÃ¤ndige) Anstalt noch ein Betrieb oder eine unselbstÃ¤ndige Stiftung des Bundes (vgl. dazu ausfÃ¼hrlich Marco Greter, in Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, Basel/Genf/MÃ¼nchen 2000, Art. 56 DBG N. 4 ff.; Peter Agner/Beat Jung/Gotthard Steinmann, Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber die direkte Bundessteuer, ZÃ¼rich 1995, Art. 56 N. 2). Dem Umstand, dass der Bund AlleinaktionÃ¤r der BeschwerdefÃ¼hrerin ist, kommt keine Bedeutung zu, denn die Steuerbefreiung gestÃ¼tzt auf Art. 10 Abs. 1 GarG setzt die Inkorporation in eine der in dieser Bestimmung abschliessend aufgezÃ¤hlten Rechtsformen des Ã¶ffentlichen Rechts voraus.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Angesichts dieser klaren Rechtslage rechtfertigt sich die von der BeschwerdefÃ¼hrerin beantragte Sistierung des Verfahrens bis zum Vorliegen der Antwort der EidgenÃ¶s­­sischen Steuerverwaltung (EStV) bezÃ¼glich ihrer Unterstellung unter die Steuerbefreiungsbestimmung des Garantiegesetzes nicht. Hiervon abgesehen wÃ¤re die Rechtsauffassung der EStV fÃ¼r das Verwaltungsgericht nicht verbindlich.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Da die BeschwerdefÃ¼hrerin schliesslich auch nicht kraft anderweitiger bundes­gesetzlicher Grundlage steuerbefreit ist (vgl. etwa die Beispiele bei Greter, Art. 56 DBG N. 7), entfÃ¤llt die Befreiung der BeschwerdefÃ¼hrerin von der HandÃ¤nderungssteuer im Sinn von § 229 Abs. 3 lit. a StG.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. </span>... </p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1.<span> </span>Die Beschwerde wird abgewiesen.<br/> <br/> </p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>