Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 28. Juni 2012 (725 11 399 / 181) ____________________________________________________________________ Unfallversicherung Rechtskräftig verfügte Invaliditätsschätzung der IV bindet den Unfallversicherer bei sei- nen Berechnungen der IV-Rente nicht; Parallelisierung der Vergleichseinkommen Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Marku s Mattle, Kantons- richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Peter Bohny, Advo- kat, Falknerstrasse 36, Postfach 173, 4001 Basel gegen SUVA , Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde- gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 106, 4053 Basel Betreff Leistungen A. Der 1960 geborene A.____ arbeitete seit dem 1. Jul i 1999 als Verkäufer bei der Genos- senschaft B.____ und war aufgrund dieses Anstellungsverhä ltnisses bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von B etriebs- und Nichtbetriebsunfällen obligatorisch versichert. Am 13. Februar 2008 rutschte e r auf einer Treppe aus und stürzte die- se hinunter. Dabei zog er sich eine Berstungsfraktur des L WK 3 (3. Lendenwirbelkörper) zu, welche im Spital C.____ operativ saniert werden musste. Die SUVA anerkannte ihre Leistungs- pflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Für die verbleibenden Unfallfolgen sprach die Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht SUVA dem Versicherten mit Verfügung vom 16. Mai 2011 b ei einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 50 % ab dem 1. April 2011 eine monatliche Rente von Fr. 1'543.35 zu. Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Dr. Peter Bohny, Advokat in Basel, Einsprache und beantragte, die Invalidenrente sei deutlich über 50 % festzusetzen. Mi t Einspracheentscheid vom 17. Oktober 2011 wies die SUVA die Einsprache ab. In der Begründ ung führte sie aus, dass aufgrund der ärztlichen Abklärungen feststehe, dass dem Versicherten nach dem Unfall leichte, abwechs- lungsreiche, wechselbelastende Tätigkeiten mit stets frei wählbarer Arbeitsposition, ohne Zwangshaltungen des Rückens und einem Traglimit von 5kg b ei einem Arbeitspensum von 50 % zumutbar seien. Die Zumutbarkeitsbeurteilung beruhe auf den Angaben der Klinik D.____ vom 7. Februar 2011 und dem kreisärztlichen Bericht vom 9 . März 2011. Auf diese beiden Be- richte könne abgestellt werden. Andere ärztliche Einschä tzungen würden nicht bei den Akten liegen und vom Einsprecher auch nicht vorgebracht. Der l eidensbedingte Abzug von 20% sei sehr wohlwollend erfolgt. Damit seien alle körperliche n Einschränkungen klarerweise abgegol- ten. Schliesslich sei auch der Einwand bezüglich der Ber echnungen der Eidgenössischen Inva- lidenversicherung (IV) unbehelflich, da diese Versicherun g final ausgestaltet sei und auch die unfallfremden Gesundheitsschäden zu berücksichtigen habe. B. Dagegen erhob A.____, wiederum vertreten durch Dr. Bohny, am 1. November 2011 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abtei lung Sozialversicherungsrecht und beantragte, es seien der Einspracheentscheid vom 17. Oktob er 2011 und die Verfügung vom 16. Mai 2011 aufzuheben und es sei die Beschwerdegegneri n zu verpflichten, dem Beschwer- deführer rückwirkend ab dem 1. April 2011 eine seiner e ffektiven Erwerbsunfähigkeit entspre- chende Invalidenrente zu vergüten zuzüglich Zins zu 5 % ab jeder Rate auf dem Differenzbe- trag; alles unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die Möglichkeit zur Replik. In der Begründung führte der Beschwerdeführ er zusammenfassend aus, dass ihm die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Vorbe scheid vom 28. September 2011 angekün- digt habe, dass sie eine Erwerbseinbusse von 63 % attestie re und eine Dreiviertelsrente zu- sprechen werde. Der Einkommensvergleich der IV gelte g rundsätzlich auch als Grundlage der UV-Berechnung. Ausserdem könne das von der Beschwerdegegnerin eingesetzte Invalidenein- kommen nicht mit dem gesetzlichen Gebot einer möglichst konkreten Ermittlung der zumutbar- erweise verbleibenden Erwerbstätigkeit in Einklang gebra cht werden. Der reale Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers liege bei mindestens 65 %. C. Mit Vernehmlassung vom 15. Februar 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin, vertre- ten durch Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, es sei die Besch werde mit all ihren Beweisanträ- gen vollumfänglich abzuweisen und es sei der Einspracheentscheid zu bestätigen. D. Mit Replik vom 21. März 2012 hielt der Beschwerdeführ er fest, dass die Beschwerde- gegnerin anerkannt habe, dass in der Unfallversicherung und in der Invalidenversicherung prin- zipiell der gleiche Invaliditätsbegriff bestehe. Der Besc hwerdeführer leide – abgesehen von ei- ner Auto-Immunstörung, welche seine Leistungsfähigkeit zuvor auch nicht beeinträchtigt habe – ausschliesslich unter unfallkausalen körperlichen Gesundheitsbeeinträchtigungen von Relevanz auf die Erwerbsfähigkeit. Daran ändere auch die Tatsac he nichts, dass die Erkrankung theore- tisch die Einsetzbarkeit im Gesundheitsbereich verunmögli chen könnte, da dieser gesundheit- Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht lich bedingt ohnehin schon ausserhalb des dem Beschwerdef ührer offen stehenden Arbeits- markts liege. Die noch ausstehende Verfügung der IV-Stel le beruhe auf dem Vorbescheid vom 12. Dezember 2011 und nicht dem vom 28. September 201 1. Es liege dieser IV-Berechnung somit kein abstrakter Vergleich von Tabellenlöhnen zug runde, sondern der übliche konkrete Einkommensvergleich. Der Invaliditätsgrad betrage demnach mindestens 57 %. E. Die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Duplik vo m 19. April 2012 erneut die Ab- weisung der Beschwerde samt allen Beweisanträgen. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Auf die beim örtlich wie sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und fristge- recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Beschwerd egegnerin dem Beschwerdeführer zu Recht eine Invalidenrente auf der Basis einer Erwerb sunfähigkeit von 50 % zugesprochen hat oder ob ein weitergehender Rentenanspruch besteht. 3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfal lversicherung (UVG) vom 20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligato rischen Unfallversicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs- unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Per- son Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die ver- sicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Art. 18 A bs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolg e des Unfalles zu mindestens 10 % invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der ver sicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abge- schlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbeh andlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Für Leistungen nach UVG h at der Unfallversicherer nur unter der Voraussetzung aufzukommen, dass zwischen dem versicherten Ereig nis und dem eingetrete- nen Schaden (u.a. Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Inval idität) ein natürlicher und adäquater Kau- salzusammenhang besteht. 3.2 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte ist die rech tsanwendende Behörde regel- mässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärzt innen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be- weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdige n. Dies bedeutet, dass das Sozial- versicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von we m sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterl agen eine zuverlässige Beurteilung Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf e s bei einander widersprechen- den medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf di e eine und nicht auf die andere medi- zinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines A rztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor akten (Anamnese) abgegeben wor- den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhä nge und in der Beurteilung der medi- zinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 4.1 Zur Beurteilung der gesundheitlichen Situation u nd der Restarbeitsfähigkeit des Be- schwerdeführers stellte die Beschwerdegegnerin auf den B ericht der Klinik D.____ vom 7. Februar 2011 (SUVA-Akte 160) und den kreisärztlichen Bericht vom 9. März 2011 (SUVA- Akte167) ab. Dr. E.____, Facharzt FMH für Allgemeinme dizin, diagnostiziert anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 9. März 2011 eine einwandfreie, in den Anschlusssegmenten jedoch schlecht tolerierte Spondylodese LWK2-4 nach Be rstungsfraktur LWK3, ein mittelgradi- ges Ausweitungssyndrom sowie ein refraktärer schmerzbeding ter Konditionsrückstand. Unfall- fremd seien eine HIV-Positivität, ein G-6-P-D-Mangel sowie der Zustand nach Malariaschüben mit Plasmodium vivax. Die Beschwerden seien konsistent. Di e Lendenwirbelsäule sei weiterhin sehr monotonieempfindlich. Zur Zeit finde sich eine mä ssige Ischialgie links. Ergonomisch zeichne sich jetzt eine obere Leistungsgrenze bei gut vier Stunden pro Tag ab – auch unter leichten Bedingungen. Diese Limite könne sehr gut mit den erwähnten Problemen in den freien lumbalen Anschlusssegmenten begründet werden. Die Zumu tbarkeitskriterien seien, mit Aus- nahme der neuen zeitlichen Einschränkung, die gleichen wie diejenigen, die bei der letzten kreisärztlichen Untersuchung festgestellt worden seien. Anl ässlich der kreisärztlichen Untersu- chung vom 5. Mai 2010 (SUVA-Akte 128) stellte Dr. E.___ _ in Bezug auf die Zumutbarkeit fest, dass dem Beschwerdeführer leichte, abwechslungsreiche und wechselbelastende Tätigkeiten mit stets frei wählbarer Arbeitsposition (stehend, gehe nd, sitzend), ohne Zwangshaltungen des Rückens in gebückter Stellung und mit einem Traglimit von 5kg zumutbar seien. 4.2 Der vorstehend zusammengefasste Bericht von Dr. E.___ _ genügt den von der Recht- sprechung entwickelten und an den Beweiswert von Arztberi chten geknüpften Anforderungen (vgl. Erwägung 3.2 hiervor). Dr. E.____ legt nach eig ener Untersuchung des Beschwerdefüh- rers schlüssig dar, zu welchen gesundheitlichen Einschränkungen das Unfallereignis geführt hat. Auch in Bezug auf die Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit ist seine Beurteilung nachvoll- ziehbar. Gegenteilige ärztliche Einschätzungen, die Zwei fel an der Beurteilung von Dr. E.____ wecken würden, liegen keine vor. Ausserdem stimmt seine E inschätzung der Restarbeitsfähig- keit mit derjenigen des behandelnden Rheumatologen Dr . F.____, Facharzt FMH für Rheuma- tologie und Innere Medizin, Klinik D.____, überein. D r. F.____ diagnostiziert in seinem Bericht vom 7. Februar 2011 den Status nach dorsaler und ventral er Spondylodese L2-4 und Corpek- tomie L3 nach LWK3-Fraktur am 13. Februar 2008. Aufgrund der ausgedehnten Osteosynthese sei es dem Patienten heute nicht mehr möglich, seine Le ndenwirbelsäule normal einzusetzen. Trotz eines gezielten Trainings würden immer Beschwerden zurückbleiben. Die Arbeitsfähigkeit sei für eine körperlich belastende Tätigkeit eingeschrän kt. Sie sei auch eingeschränkt für Tätig- Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht keiten mit leichter Belastung, bei der statische Position en (länger sitzen oder stehen) eingehal- ten werden müssten. Die aktuelle Tätigkeit in einem 50 %-Pensum scheine soweit kompensiert zu sein. Sie sei allerdings wahrscheinlich nur durch eine begleitende Therapie und das Heim- programm zu bewältigen. Eine weitere Steigerung sei aus medizinischer Sicht nicht möglich. 4.3 Bei dieser Ausgangslage kann auf die Zumutbarkeitsbe urteilung der Kreisarztes und des behandelnden Rheumatologen abgestellt werden. Mög lich sind somit leichte, abwechs- lungsreiche, wechselbelastende Tätigkeiten mit stets fre i wählbarer Arbeitsposition (stehend, gehend, sitzend), ohne Zwangshaltungen des Rückens in geb ückter Stellung und einem Trag- limit von 5kg bei einem Arbeitspensum von 50 %. 5.1 Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspr acheentscheid einen Invalidi- tätsgrad von 50 % ermittelt. Gemäss Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgra- des einer erwerbstätigen versicherten Person das Erwerbsei nkommen, das diese nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede- rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens- vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- den, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalid itätsgrad bestimmen lässt (BGE 104 V 136). Nach der Rechtsprechung des Bundesger ichts ist für die Vornahme des Ein- kommensvergleichs in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V 222, 128 V 174). Vorliegend sind demgemäss für den Einkommensvergleich die am 1. April 2011 (= Rentenbeg inn) gegebenen Einkommensverhält- nisse massgebend. 5.2 In diesem Zusammenhang gilt es vorab zu prüfen, ob der Einkommensvergleich der IV-Stelle grundsätzlich auch als Grundlage der UV-Ber entung zu gelten hat. Gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts bindet selbst eine recht skräftig verfügte Invaliditätsschät- zung der IV den Unfallversicherer bei seinen Berechnungen nicht (BGE 131 V 362, 133 V 549). Im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Einspracheentscheids vom 17. Oktober 2011 hat die IV-Stelle noch nicht rechtskräftig über die IV-recht lichen Ansprüche des Beschwerdeführers verfügt, sondern lediglich am 12. Dezember 2011 eine n Vorbescheid erlassen, mit welchem sie dem Beschwerdeführer eine halbe Rente gestützt auf ei nen IV-Grad von 57 % in Aussicht ge- stellt hat. Dieser Vorbescheid bindet die Beschwerdegeg nerin nicht, weshalb ihr das Recht zu- steht, eine eigene Invaliditätsschätzung vorzunehmen. 5.3.1 Bei der Ermittlung des ohne Gesundheitsschaden mu tmasslich erzielten Verdienstes (Valideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde (BGE 115 V 142 E. 8b). Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls d er Teuerung und Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfa hrung entspricht, dass die bisherige Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wä re (Urteil des Bundesgerichts vom 26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1). Hat eine ver sicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen wie geringe Schulbildung, fehlende beruflich e Ausbildung, mangelnde Deutschkennt- nisse oder beschränkte Anstellungsmöglichkeiten zufolge ausländerrechtlichem Status ein deut- lich unterdurchschnittliches Einkommen bezogen, ist diesem Umstand bei der Invaliditätsbe- messung nach Art. 16 ATSG Rechnung zu tragen, sofern kei ne Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren E inkommen begnügen wollte. Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass auf invaliditäts fremde Gesichtspunkte zurückzufüh- rende Lohneinbussen entweder überhaupt nicht oder abe r bei beiden Vergleichseinkommen gleichmässig zu berücksichtigen sind. Praxisgemäss wird diese so genannte Parallelisierung der Vergleichseinkommen entweder auf Seiten des Valid eneinkommens durch eine entspre- chende Heraufsetzung des effektiv erzielten Lohnes oder durch Abstellen auf statistische Werte oder aber auf Seiten des trotz Invalidität realisierbar en Verdienstes durch eine entsprechende Herabsetzung des statistischen Wertes vorgenommen (BGE 135 V 297 E. 5.1). 5.3.2 Aus der hievor dargestellten Rechtsprechung ergi bt sich, dass der vom Beschwerdefüh- rer vor Eintritt des Versicherungsfalles erzielte, auf d as Jahr des frühest möglichen Rentenbe- ginns bezogene – nötigenfalls hochgerechnete – Verdienst mit den branchenüblichen Löhnen zu vergleichen ist, bevor zur genauen Bestimmung des I nvaliditätsgrades der Einkommensver- gleich nach Art. 16 ATSG durchgeführt werden kann. Dab ei ist auf die gesamtschweizerischen Verhältnisse abzustellen, weil – solange kein repräsent atives tatsächlich erwirtschaftetes Ein- kommen vorhanden ist – der Invalidenlohn im nachfolgend en Einkommensvergleich ebenfalls auf Grund gesamtschweizerischer Tabellenlöhne zu bestimm en ist. Entsprechend wurde in BGE 134 V 322 E. 4.2f. sowie in der in BGE 135 V 297 nicht publizierten E. 3.1 die Frage nach der Durchschnittlichkeit des vor dem versicherten Unfaller eignis realisierten Einkommens je- weils mittels Vergleichs mit dem gesamtschweizerisch laut Tabelle TA 1 (monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht, Privater Sektor) der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) für dieselbe Tätigkeit ausgewiesenen Lohn geprü ft (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Februar 2010, 8C_683/2009, E. 4.). Ergibt sich, dass das Einkommen vor dem Unfall mehr als 5 % unter üblicherweise für die gleiche Tätigkeit e ntrichteten Gehältern lag, hat im Rahmen des darauf durchzuführenden Einkommensvergleichs die Para llelisierung der Vergleichsein- kommen zu erfolgen. 5.3.3 Der Beschwerdeführer arbeitete vor dem Unfaller eignis während fast 10 Jahren bei der Genossenschaft B.____ als Magaziner. Gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin (SUVA-Akte 179f.) ist davon auszugehen, dass der Beschwer deführer ohne die Unfallfolgen in seiner angestammten Tätigkeit im Jahr 2011 in einem Vo llpensum 13 x Fr. 3'790.-- (plus mut- massliche Zulage von Fr. 87.-- plus 1/12 der mutmasslichen Zulagen grösser als Fr. 7.25 plus M-Partizipation von Fr. 600.--) erwirtschaftet hätte, was einem Jahreseinkommen von Fr. 49'965.-- entspräche. 5.3.4 Um zu eruieren, ob der Beschwerdeführer ein deu tlich unterdurchschnittliches Einkom- men bezogen hat, ist dieses Valideneinkommen von Fr. 49'965.-- dem jährlichen Durchschnitts- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht lohn der LSE 2008, Monatlicher Bruttolohn (Zentralwe rt) nach Wirtschaftszweigen, Anforde- rungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht, Privater S ektor, Tabelle TA1, Ziffer 52 Detail- handel und Reparatur, Anforderungsniveau 4, Männer ( Fr. 4'436.--), angepasst an die im Jahr 2011 betriebsüblich gewesene wöchentliche Arbeitszeit i m Handel von 41.9 Stunden (vgl. Die Volkswirtschaft 7/8-2012 S. 90, Tabelle B 9.2) und die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2011 (für das Jahr 2009 von 2,1 %, für das Jahr 2010 v on 0,7 % sowie für das Jahr 2011 von 1,2 % gemäss Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nomi nallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne [1976-2011]), gegenüberzustellen. In Anwendung dieser Parameter ergibt sich bei einem 100 % Pensum ein jährliches Einkommen von Fr. 58'592.--. Es resultiert somit ein Minderverdienst von 14,7 %. Da gemäss Praxis des Bunde sgerichts (vgl. Erwägung 5.3.2 hiervor) nur in dem Umfang zu parallelisieren ist, in dem die prozentuale Abweichung den Er- heblichkeitsgrenzwert von 5% übersteigt, ist vorliegend ei ne Parallelisierung von 9,7 % zu be- rücksichtigen. 5.4.1 Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung noch zumutbaren und realisierba- ren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der b eruflich-erwerblichen Situation aus- zugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besond ers stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arb eitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich der von ihr tatsäc hlich erzielte Verdienst als Invaliden- lohn (BGE 126 V 75 E. 3b, 117 V 18 E. 2c/aa; RKUV 1 991, Nr. U 130, S. 272 E. 4a; AHI-Praxis 1998, S. 179). Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwer bseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheit sschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtspre- chung die LSE Tabellenlöhne beigezogen werden (BGE 1 29 V 475 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b/aa). Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswer- ten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche u nd berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/aa) und je nach Ausprägung die versicherte Person d eswegen die verbliebene Arbeitsfä- higkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur m it unterdurchschnittlichem erwerbli- chem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 75 E. 5b/aa). De r Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einze lfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25% nicht übersteigen (BGE 126 V 75 E. 5b/bb-cc, 134 V 322 E. 5.2). Wird bestimmten einkommensbeeinflussenden per sönlichen und beruflichen Merkma- len bereits bei der Parallelisierung der Vergleichsein kommen (Erwägung 5.3.1 hievor) Rech- nung getragen, dürfen sie nicht mehr als ursächliche Fak toren für einen leidensbedingten Ab- zug berücksichtigt werden. Der Abzug wird sich daher in d er Regel auf rein leidensbedingte Aspekte beschränken und die maximal zulässigen 25 % für sä mtliche – invaliditätsfremden und invaliditätsbedingten – Merkmale nicht mehr voll ausschö pfen (BGE 135 V 297 E. 5.3). Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.4.2 Zur Ermittlung des Invalideneinkommens ist vorlie gend auf die LSE 2008, Tabelle TA1, Privater Sektor, Total, Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Arbeiten), Männer (Fr. 4’806.--), abzustellen. Soweit der Beschwerdefüh rer dagegen vorbringt, verschiedene Ar- beiten (insbesondere die Hochlohnzonen der Arbeitsmarkte rhebung) seien ihm von vornherein verschlossen, vermag er damit nicht durchzudringen. Dem Be schwerdeführer steht gemäss dem von Dr. E.____ umschriebenen Zumutbarkeitsprofil – möglich sind leichte, abwechslungs- reiche, wechselbelastende Tätigkeiten mit stets frei wählbarer Arbeitsposition, ohne Zwangshal- tungen des Rückens und einem Traglimit von 5kg bei eine m Arbeitspensum von 50 % – weiter- hin eine Vielzahl von Tätigkeiten offen, die es rechtf ertigt, das Invalideneinkommen gestützt auf den Totalwert zu ermitteln, welcher das ganze Spektrum der möglichen Tätigkeiten in den ver- schiedenen Wirtschaftszweigen umfasst. Dieses Durchschnittsein kommen ist auf die im Jahr 2011 betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 S tunden umzurechnen (vgl. Die Volks- wirtschaft 7/8-2012 S. 90, Tabelle B 9.2) und an die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2011 (für das Jahr 2009 von 2,1 %, für das Jahr 2010 von 0,7 % und für das Jahr 2011 von 1,2 %, vgl. Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nominallö hne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne [1976-2011]) anzupassen, was ein Jahreseinkomme n von Fr. 62'555.-- ergibt. Bei einem zu berücksichtigenden Minderverdienst von 9,7 % (Fr . 6'067.--) und einem zumutbaren Pensum von 50 % ist deshalb im Sinne eines Zwischenergebn isses von einem Jahreseinkom- men von Fr. 28'243.-- auszugehen. 5.4.3 Wie bereits in Erwägung 5.4.1 hiervor erwähnt, haben gesundheitlich beeinträchtigte Versicherte, die nicht mehr voll leistungsfähig sind, e rfahrungsgemäss eine Reduktion des übli- chen Lohnansatzes hinzunehmen. In Anbetracht der Tatsach e, dass der Beschwerdeführer infolge seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Vergleich zu einer gesunden Person im Bereich der ihm zumutbaren Tätigkeiten doch deutlich eingeschränkt ist, was eine Reduktion des potenziell angebotenen Lohnes zur Folge haben könnt e, erscheint ein Abzug vom Tabel- lenlohn als angezeigt. Die Kriterien Alter, Nationalität/Aufenthaltsstatus sowie Anzahl Dienstjah- re wirken sich im Anforderungsniveau 4 nicht lohnmindern d aus. Ebenfalls nicht berücksichtigt werden können die mangelhafte Schulbildung des Beschwer deführers sowie seine unzurei- chenden Deutschkenntnisse, die als invaliditätsfremde Fakto ren gelten und zu keinem leidens- bedingten Abzug berechtigen (BGE 107 V 17 E. 2c). Hinzu kommt, dass sie bereits als Fakto- ren für einen Minderverdienst Berücksichtigung gefunden haben und in dem Sinne nicht doppelt berücksichtigt werden können. Zu beachten gilt es aber, dass dem Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit nur noch ein Teilpensum von 50 % zugemutet werden kann. Unter dem Titel Beschäftigungsgrad wird bei Männern, welche ges undheitlich bedingt lediglich teilzeitlich erwerbstätig sein können, ein Abzug anerkannt (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Dezember 2010, 8C_548/2010, E. 5.2.1). Damit soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass bei Männern statistisch gesehen Teilzeitarbeit in der Rege l vergleichsweise weniger gut entlöhnt wird als eine Vollzeittätigkeit, was mit Blick auf die LS E 2008 insbesondere gilt bei Männern, welche bei einem Beschäftigungsgrad von weniger als 90 % auf dem Anforderungsniveau 4 arbeiten (vgl. die Tabelle "Monatlicher Bruttolohn, Privater Sektor und öffentlicher Sektor [Bund], Schweiz 2008 Zentralwert [Median]", abrufbar unter de m Titel "Lohnniveau nach Geschlecht" von der mit der LSE 2008 ausgelieferten CD-Rom). Der von der Beschwerdegegnerin vorge- nommene leidensbedingte Abzug von 20 % erscheint deshal b unter Würdigung der gegebenen Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Umstände und mit Rücksicht auf die Teilzeitarbeit als an gemessen. In Berücksichtigung des leidensbedingten Abzugs ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 22'594.--. 5.5 Setzt man im Einkommensvergleich diesen Betrag von F r. 22'594.-- dem oben ermittel- ten Valideneinkommen von Fr. 49'965.-- gegenüber, so r esultiert daraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 27'371.--, was einen Invaliditätsgrad von 55 % ergibt. Somit hat der Beschwerdeführer ab 1. April 2011 Anspruch auf eine IV-Rente basierend auf einem IV-Grad von 55 %. 6.1 Der Beschwerdeführer beantragt im Weiteren die Be zahlung von Verzugszinsen von 5 % ab jeder Rate auf dem Differenzbetrag. Die Gegenpartei hat sich zu diesem Begehren nicht geäussert. 6.2 Gemäss Art. 26 Abs. 2 ATSG werden die Sozialversicheru ngen, sofern die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht vollumfänglich nachgekommen ist, für ihre Leistungen nach Ab- lauf von 24 Monaten nach der Entstehung des Anspruchs, frühestens aber 12 Monate nach dessen Geltendmachung verzugszinspflichtig. 6.3 Der Anspruch der monatlichen UVG-Rente im Umfang von 55 % ist am 1. April 2011 entstanden. In Anwendung von Art. 26 Abs. 2 ATSG hat dies zur Folge, dass die Beschwerde- gegnerin zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Verzugszinsen a uf den jeweiligen Rentenbetreff- nissen schuldet, da die Zinszahlungspflicht nach Ablauf de r 24 Monate erst im April 2013 ent- stehen würde. Aus diesem Grund ist die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen. 7. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Beschwerde in d em Sinne teilweise gutzuheissen ist, dass der Einspracheentscheid vom 17. Oktober 2011 un d die Verfügung vom 16. Mai 2011 aufgehoben werden und die Beschwerdeführerin verpflicht et wird, dem Beschwerdeführer ab 1. April 2011 eine IV-Rente basierend auf einem IV-Grad von 55 % auszurichten. 8.1 Es bleibt über die Kosten zu entscheiden. Art. 61 l it. a ATSG bestimmt, dass das Verfah- ren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenl os zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 8.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Besch werde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens en tsprechend ist dem Beschwerde- führer deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Ho norarnote vom 21. März 2012 ei- nen Zeitaufwand von 24 Stunden und 20 Minuten sowie Auslagen von Fr. 510.-- ausgewiesen. Davon sind indessen die für die Zeit vor dem Datum des angefochtenen Einspracheentscheids – d.h. dem 17. Oktober 2011 – geltend gemachten Aufw endungen praxisgemäss in Abzug zu bringen. Die zeitlichen Bemühungen sind zu dem seit dem 1. Januar 2004 in Sozialversiche- rungsprozessen für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Damit ist dem Beschwerdefüh rer für das vorliegende Beschwerde- verfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'513.20 (8.5 Stunden à Fr. 250.-- so- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht wie Auslagen von Fr. 202.-- zuzüglich 8% Mehrwertsteuer ) zu Laste der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefoch tene Einsprache- entscheid vom 17. Oktober 2011 aufgehoben, und es wir d festgestellt, dass der Beschwerdeführer ab 1. April 2011 Anspruch auf eine Invali- denrente basierend auf einem IV-Grad von 55 % hat. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer e ine Parteient- schädigung in der Höhe von Fr. 2'513.20 (inkl. Auslagen und 8% Mehr- wertsteuer) zu bezahlen. http://www.bl.ch/kantonsgericht