<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00154</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107399&amp;W10_KEY=4467143&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00154</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 27.08.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Ausschluss eines ungültigen Pauschalangebots<br/><br/>Ein Kalkulationsirrtum ist kein offensichtlicher Fehler und darf deshalb nicht nachträglich berichtigt werden. Wegen der Gefahr von Missbräuchen dürfen Fehler nur als offensichtlich gewürdigt und entsprechend korrigiert werden, wenn sich die unrichtige Offertsumme bei unvoreingenommener Betrachtungsweise nur durch einen Schreib- oder Rechnungsfehler erklären lässt und andere Gründe ausser Betracht fallen. Aufgrund der Offerteingabe der Beschwerdeführerin lässt sich im vorliegenden Fall nicht zweifelsfrei erkennen, ob es sich beim Betrag des Pauschalangebots um einen Fehler handelt. Ein Schreib- oder Übertragungsfehler (Fr. 215'000.-- statt Fr. 315'000.--) erscheint als wenig wahrscheinlich. Jedenfalls liegt kein offensichtlicher Fehler vor. Zudem hat die Beschwerdeführerin ihr Angebot erst nach Einsicht in das Offertöffnungsprotokoll korrigiert, als ihr die Höhe der Konkurrenzangebote bereits bekannt war; ein von einem Anbieter erst in diesem Zeitpunkt geltend gemachter Fehler ist unter dem Gesichtspunkt der Missbrauchsgefahr besonders problematisch, weshalb an die Offensichtlichkeit hohe Anforderungen zu stellen sind (E. 4a). Zulässiger Ausschluss von der Vergabe (E. 4b). Abweisung (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABBRUCH">ABBRUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃNDERUNG DES ANGEBOTS">ÃNDERUNG DES ANGEBOTS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSS">AUSSCHLUSS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERICHTIGUNG">BERICHTIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DEMONTAGE">DEMONTAGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERLÃUTERUNGEN">ERLÃUTERUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HAUSTECHNIK">HAUSTECHNIK</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KALKULATIONSFEHLER/-IRRTUM">KALKULATIONSFEHLER/-IRRTUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MISSBRAUCH">MISSBRAUCH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OFFENLEGUNG">OFFENLEGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: OFFENSICHTLICHER FEHLER">OFFENSICHTLICHER FEHLER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PAUSCHALANGEBOT">PAUSCHALANGEBOT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PREISGESTALTUNG">PREISGESTALTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHNUNGSFEHLER">RECHNUNGSFEHLER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHREIBFEHLER">SCHREIBFEHLER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃBERTRAGUNGSFEHLER">ÃBERTRAGUNGSFEHLER</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 27 lit. II SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2003 Nr. 51</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. Im Zusammenhang mit der Sanierung des Behandlungstrakts des Stadtspitals M vergab die Vorsteherin des Hochbaudepartements der Stadt ZÃ¼rich mit VerfÃ¼gung vom 11. April 2002 den Abbruch der Installationen Haustechnik der A AG, welche die Arbeiten fÃ¼r Fr. 637'866.95 offeriert hatte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">II. Mit Beschwerde vom 23. April 2003 gelangte die B GmbH an das Verwaltungsgericht mit dem Antrag, es sei ihr Pauschalangebot von Fr. 315'000.- zu berÃ¼ck­sichtigen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Beschwerdeantwort vom 10. Juni 2003 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die BeschwerdefÃ¼hrerin liess sich innert der ihr fÃ¼r die Replik angesetzten Frist nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">1. Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 22. September 1996 zur Anwendung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">2. Nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerin innert der ihr angesetzten Frist keine Replik eingereicht hat, ist androhungsgemÃ¤ss vom Verzicht auf Stellungnahme zur Beschwerdeantwort auszugehen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Das von der BeschwerdefÃ¼hrerin am 20. MÃ¤rz 2003 eingereichte Angebot nennt auf dem Titelblatt einen Gesamtpreis von pauschal Fr. 215'000.-. Dieselbe Zahl findet sich auf S. 10 der Offerte unter "Bemerkungen" mit dem Vermerk "Pauschalangebot rein netto ohne weitere AbzÃ¼ge (allgemeine BauabzÃ¼ge etc.) inkl. Mwst 7.6 %". Unmittelbar davor auf der nÃ¤mlichen Seite sind fÃ¼r "Total Summe Brutto" Fr. 314'460.- eingetragen, was dem Total der fÃ¼r die einzelnen Leistungen angegebenen BetrÃ¤ge entspricht. Die folgende Zeile "Total Summe Netto" mit dem Vermerk "auf Titelblatt Ã¼bertragen" ist nicht ausgefÃ¼llt, sondern es folgt unmittelbar das erwÃ¤hnte Pauschalangebot Ã¼ber Fr. 215'000.-.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Mit Brief vom 26. MÃ¤rz 2003 teilte die BeschwerdefÃ¼hrerin der Vergabestelle mit, dass sie bei einer aufgrund des OffertÃ¶ffnungsprotokolls erfolgten nachtrÃ¤glichen Durchsicht ihrer Offerte entdeckt habe, dass ihr beim Ãbertrag der Zahlen des Offertbrouillons in das definitive Formular ein Fehler unterlaufen sei; anstelle der korrekten Pauschalsumme von Fr. 315'000.- inkl. MwSt. sei die falsche Summe von Fr. 215'000.- eingesetzt worden. Es sei auch "ziemlich offensichtlich", dass das Endtotal pauschal Fr. 315'000.- inkl. MwSt. sein sollte, da die Totalsumme brutto Fr. 314'460.- exkl. MwSt. betrage.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Unter dem nÃ¤mlichen Datum war auch die VergabebehÃ¶rde an die BeschwerdefÃ¼hrerin gelangt: Ihr Angebot erweise sich nach dem Ergebnis der Submission als ungewÃ¶hnlich niedrig und sie werde deshalb bezÃ¼glich diverser Positionen um Offenlegung der Kalkulation ersucht und habe einen Handelsregisterauszug, einen schriftlichen Nachweis Ã¼ber das Einhalten von GesamtarbeitsvertrÃ¤gen sowie Angaben Ã¼ber aktuelle Referenzbauten einzureichen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Am 3. April 2003 reichte die BeschwerdefÃ¼hrerin die verlangten Unterlagen ein und fÃ¼hrte betreffend Offenlegung der Kalkulation aus, sie sei bei der Preisbildung fÃ¼r ihre Pauschalofferte von Fr. 315'000.- inkl. MwSt. von ihren Erfahrungswerten bei Haustechnik-Demontagen in vergleichbaren Bauten ausgegangen, das heisst fÃ¼r den Aufwand pro Kubikmeter umbauten Raums. Die MassenauszÃ¼ge im Leistungsverzeichnis hÃ¤tten deshalb nur marginal informativen Charakter, da es offensichtlich gewesen sei, dass die einzelnen Vorausmasse grosse Reserven enthielten. Die Preisgestaltung in den einzelnen Positionen hÃ¤tte deshalb darauf abgezielt, die erfahrungsmÃ¤ssig ermittelten Fr. 315'000.- zu erreichen. Unter diesen UmstÃ¤nden mache der Nachweis der Kalkulation von Einzelpositionen wenig Sinn, weshalb darauf verzichtet werde.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">In der Folge schloss die VergabebehÃ¶rde die Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerin als ungÃ¼ltig von der Teilnahme aus. In der Beschwerdeantwort wurde dies damit be­grÃ¼ndet, dass das Schreiben vom 26. MÃ¤rz 2003 eine unzulÃ¤ssige Ãnderung des Angebots beinhalte. Um einen offensichtlichen Schreib- oder Rechnungsfehler, der gestÃ¼tzt auf § 27 der Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (SubmV) hÃ¤tte korrigiert werden kÃ¶nnen, sei es beim angeblichen Irrtum der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht gegangen. Sodann habe die VergabebehÃ¶rde angesichts des so oder anders ungewÃ¶hnlich tiefen Angebots bei der BeschwerdefÃ¼hrerin zulÃ¤ssigerweise Erkundigungen im Sinn von § 30 SubmV eingeholt, worauf die BeschwerdefÃ¼hrerin jedoch nicht eingegangen sei.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Auf eine Stellungnahme zu dieser BegrÃ¼ndung hat die BeschwerdefÃ¼hrerin mit dem Nichteinreichen einer Replik verzichtet; ihrer BeschwerdebegrÃ¼ndung vom 23. April 2003 ist lediglich zu entnehmen, dass sie ihren Ausschluss als unzulÃ¤ssig erachtet, weil es sich bei ihrer Korrektur vom 26. MÃ¤rz 2003 nicht um ein geÃ¤ndertes Angebot handle, sondern das korrigierte Pauschalangebot der Bruttosumme des konform ausgefÃ¼llten Leistungsverzeichnisses entspreche.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">4. Nach Ablauf der Einreichungsfrist sind ErgÃ¤nzungen von Angeboten nur im engen Rahmen von Berichtigungen (Art. 27 Abs. 2 SubmV) und ErlÃ¤uterungen (§ 28 SubmV) zulÃ¤ssig. Bei Angeboten, die ungewÃ¶hnlich niedriger als andere sind, kann gemÃ¤ss § 30 SubmV die Vergabestelle Erkundigungen einziehen, um sich zu vergewissern, dass der Anbieter die Teilnahmebedingungen einhalten und die Auftragsbedingungen erfÃ¼llen kann. </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">a) Nach § 27 Abs. 2 SubmV dÃ¼rfen nur offensichtliche Fehler, wie Schreib- und Rechnungsfehler, berichtigt werden. Ein Kalkulationsirrtum ist kein offensichtlicher Fehler und darf deshalb nicht nachtrÃ¤glich berichtigt werden (VGr, 24. Mai 2002, BEZ 2002 Nr. 52). Es ist in erster Linie Sache des Anbieters, dafÃ¼r zu sorgen, dass seine Offerte frei von Rechnungsfehlern ist; wegen der Gefahr von MissbrÃ¤uchen dÃ¼rfen Fehler nur als offensichtlich gewÃ¼rdigt und entsprechend korrigiert werden, wenn sich die unrichtige Offertsumme bei unvoreingenommener Betrachtungsweise nur durch einen Schreib- oder Rechnungsfehler erklÃ¤ren lÃ¤sst und andere GrÃ¼nde ausser Betracht fallen (Peter Galli/AndrÃ© Moser/Elisabeth Lang, Praxis des Ã¶ffentlichen Beschaffungsrechts, ZÃ¼rich/Basel/Genf 2003, Rz. 351 f.).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aufgrund der Offerteingabe der BeschwerdefÃ¼hrerin lÃ¤sst sich nicht zweifelsfrei erkennen, ob es sich beim Pauschalangebot von Fr. 215'000.- um einen Fehler handelt. Immerhin ist dieser Betrag sowohl auf dem Deckblatt als auch auf S. 10 der Offerte aufgefÃ¼hrt, sodass ein Schreib- oder Ãbertragungsfehler als wenig wahrscheinlich erscheint. Zu­dem ist auf S. 10 neben diesem Pauschalbetrag zwar der Bruttobetrag von Fr. 314'460.- aufgefÃ¼hrt, doch fehlen Angaben in der Zeile "Total Summe Netto" und eine Mehrwertsteuerberechnung, sodass keineswegs auf der Hand liegt, dass der nachtrÃ¤glich geltend ge­machte Pauschalbetrag von Fr. 315'000.- so kalkuliert worden ist, wie es die BeschwerdefÃ¼hrerin heute darstellt, nÃ¤mlich durch BerÃ¼cksichtigung der Mehrwertsteuer und anschliessendes Abrunden. Andere Ãberlegungen, welche zum offerierten Preis von Fr. 215'000.- gefÃ¼hrt haben kÃ¶nnten, wie beispielsweise ein hoher Rabatt, sind angesichts der fehlenden Angaben zur Berechnung des Pauschalpreises ebenfalls denkbar, sodass jedenfalls kein offensichtlicher Fehler vorliegt. Zudem hat die BeschwerdefÃ¼hrerin ihr Angebot erst nach Einsicht in das OffertÃ¶ffnungsprotokoll korrigiert, als ihr die HÃ¶he der Konkurrenzangebote bereits bekannt war; ein von einem Anbieter erst in diesem Zeitpunkt geltend gemach­ter Fehler ist unter dem Gesichtspunkt der Missbrauchsgefahr besonders problematisch, wes­halb an die Offensichtlichkeit hohe Anforderungen zu stellen sind.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin mit Brief vom 26. MÃ¤rz 2003 gewÃ¼nschte Berichtigung ihres Angebots stellt somit eine unzulÃ¤ssige Ãnderung dar und war deshalb von der Vergabestelle nicht zu berÃ¼cksichtigen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Ob das ursprÃ¼ngliche Angebot der BeschwerdefÃ¼hrerin zu berÃ¼cksichtigen wÃ¤re, ist nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens. Mit pauschal Fr. 215'000.- liegt es jedenfalls weit unter denjenigen der drei Ã¼brigen Anbieter, deren Angebote von Fr. 637'866.95 bis Fr. 838'627.30 reichen. Unter diesen UmstÃ¤nden, und weil der Abbruch eines SpitalgebÃ¤udes unwidersprochenermassen besondere Anforderungen stellt, durfte die Vergabestelle von einem ungewÃ¶hnlich niedrigen Angebot im Sinn von § 30 SubmV ausgehen und AufschlÃ¼sse darÃ¼ber verlangen, ob die Kalkulation der BeschwerdefÃ¼hrerin auf realistischen Grundlagen und insbesondere auf Erfahrungen mit vergleichbaren Abbruchobjekten beruht. Indem die BeschwerdefÃ¼hrerin diese Angaben nicht geliefert, sondern, ohne dass sie Erfahrungen mit dem Abbruch vergleichbarer Objekte nachweisen konnte, dargelegt hat, dass sie den Endbetrag ihrer Offerte aufgrund von nicht nÃ¤her spezifizierten eigenen Erfahrungswerten pro Kubikmeter umbauten Raums berechnet habe, hat sie die berechtigten Zweifel an ihrer Eignung nicht ausgerÃ¤umt, weshalb sie ohne Rechtsverletzung von der Vergabe ausgeschlossen werden durfte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">5. Die Beschwerde ist deshalb als unbegrÃ¼ndet abzuweisen. Bei diesem Ausgang sind die Verfahrenskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 70 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Die Voraussetzungen fÃ¼r das Zusprechen einer ParteientschÃ¤digung an die Beschwerdegegnerin sind nicht erfÃ¼llt (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 150.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'150.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal"><span>5. ...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>