Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer III III 2019 223 Entscheid vom 27. Mai 2020 Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin Monica Huber-Landolt, Richterin lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. B.________, gegen Gemeinderat Freienbach, Unterdorfstrasse 9, Postfach 140, 8808 Pfäffikon, Vorinstanz, vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. C.________, Gegenstand Verfahrensrecht (Baukontrolle / Ordnungsbusse)2 Sachverhalt: A.1Mit Beschluss (GRB) Nr. 195 vom 2. April 2009, Nr. 534 vom 23. September 2010 sowie Nr. 594 vom 21. Oktober 2010 erteilte der Gemeinderat Freienbach A.________ die Baubewilligung für den Abbruch des Wohnhauses und den Neu- bau eines Zweifamilienhauses mit Gartenhalle und Garagen an der ________ -strasse ________ (KTN D.________), für den Abbruch und Wiederaufbau des Schopfes (Assek.-Nr. ________) und des Badehauses (Assek.-Nr. ________) an der ________ -strasse ________ (KTN D.________ und KTN E.________) sowie für den Abbruch des Ferienhauses (Assek.-Nr. ________) und den Neubau eines Zweifamilienhauses an der ________-strasse ________ (KTN E.________) in ________ (vgl. GRB Nr. 400 vom 7.11.2019). A.2Mit GRB Nr. 198 vom 24. März 2011 verlängerte der Gemeinderat die Gül- tigkeitsdauer der Baubewilligung GRB Nr. 195 vom 2. April 2009 bis zum 9. April 2012. Die Baufreigaben erfolgten am 8. März 2012. Daraufhin wurden die Bauar- beiten aufgenommen, kurze Zeit später wieder unterbrochen. Seither, d.h. seit dem 31. Juli 2013, stehen die Baustellen still (vgl. GRB Nr. 400 vom 7.11.2019). B.Infolge des mehrjährigen Stillstandes ordnete der Gemeinderat mit GRB Nr. 282 vom 16. August 2018 die Fortsetzung bzw. Fertigstellung des Äusseren der Bauten sowie der Umgebungsarbeiten auf den Grundstücken KTN D.________ und KTN E.________ bis spätestens 30. September 2019 an (Dispo.- Ziff. 1); gleichzeitig ordnete er eine Ordnungsbusse von Fr. 250.-- für jeden Tag der Nichterfüllung an (Dispo.-Ziff. 2). Auf die dagegen erhobene Beschwerde ist der Regierungsrat des Kantons Schwyz mit RRB Nr. 206 vom 20. März 2019 nicht eingetreten (vgl. Dispo.-Ziff. 1). C.1Am 30. September 2019 reichten A.________ und B.________ beim Bau- amt drei Baugesuche (Nr. ________, Nr. ________ und Nr. ________) für den Ersatz Rohbau auf KTN D.________ (________), für den Fenstereinbau beim Schopf auf KTN D.________ (________) und für die Änderung der Fassadenöff- nung beim Wohnhaus auf KTN E.________ (________) in ________ ein; es handle sich um Projektänderungen zu den bereits bewilligten Baugesuchen (vgl. vorstehend Ingress A.1; Vi-act. 4). C.2Mit Schreiben vom 10. Oktober 2019 wies das Bauamt B.________ darauf hin, dass die am 30. September 2019 eingereichten Baugesuche keinen Einfluss auf die mit GRB Nr. 282 vom 16. August 2018 bis am 30. September 2019 ange- setzte Frist hätten und dass ab dem 1. Oktober 2019 für jeden Tag der Nichterfül-3 lung eine Ordnungsbusse von Fr. 250.-- wegen Nichterfüllung der Bauverpflich- tung verfügt werde; über eine Verzeigung bei der Staatsanwaltschaft werde mit Inrechnungstellung des Bussenbetrages befunden (vgl. Vi-act. 4). D.Mit Beschluss Nr. 400 vom 7. November 2019 ordnete der Gemeinderat Freienbach - nach am 31. Oktober 2019 erfolgten Augenschein - die Vollstreckung der angedrohten Ordnungsbusse (vgl. Ingress Lit. B) wie folgt an: 1. A.________ wird wegen Nichterfüllung der Fertigstellungsverpflichtung gemäss Gemeinderatsbeschluss Nr. 282 vom 16. August 2018 für die Zeit vom 1. Oktober bis 30. Oktober 2019 mit einer Ordnungsbusse von Fr. 7'500.- - (30 Tage à Fr. 250.--) belegt. 2.-5. (Überweisungsmodalitäten; Verfahrenskosten; Rechtsmittel; Zufertigung) E.Gegen diesen Beschluss Nr. 400 vom 7. November 2019 (Versand am 14.11.2019) erhebt A.________ mit Eingabe vom 2. Dezember 2019 (Postaufgabe am gleichen Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit den folgenden Anträgen: 1. Es sei der Beschluss Nr. 400 des Gemeinderates Freienbach vom 7. Novem- ber 2019 aufzuheben. 2. Eventuell sei der Beschluss Nr. 400 des Gemeinderates Freienbach vom 7. November 2019 aufzuheben und die Streitsache zur Neubeurteilung an den Gemeinderat Freienbach zurückzuweisen. 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegeg- nerin. F.Mit Vernehmlassung vom 3. Januar 2020 beantragt der Gemeinderat Frei- enbach die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdeführerin. Weitere Schriften liegen keine vor. Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.1Die Beschwerdeführerin rügt vorab eine Verletzung des Anspruchs auf recht- liches Gehör; es sei am 31. Oktober 2019 vor Ort ein Augenschein durchgeführt worden. Da sie hierzu nicht vorgeladen worden sei, sei ihr Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden; der angefochtene Beschluss sei bereits aus diesem Grund aufzuheben (vgl. Beschwerde vom 2.12.2019 S. 3 Ziff. 2). 1.2Die Vorinstanz hält vernehmlassend dagegen, dass anlässlich des Augen- scheins vom 31. Oktober 2019 lediglich festgestellt worden sei, dass die Bauar- beiten auf den Grundstücken KTN D.________ und KTN E.________ entgegen dem GRB Nr. 282 vom 16. August 2018 unverändert stillstehen würden und das 4 Äussere der Bauten sowie die Umgebungsarbeiten nicht ausgeführt worden seien. Die diesbezüglich vorgebrachte Rüge der Beschwerdeführerin sei unbegründet, stelle sie doch das Resultat der am Augenschein gemachten Feststellung mit kei- nem Wort in Abrede; zu Recht behaupte die Beschwerdeführerin auch nicht, dass sie den Anordnungen gemäss rechtskräftigem Beschluss Nr. 282 vom 16. August 2018 nachgekommen sei; es werde nicht geltend gemacht, was sich durch die Teilnahme am Augenschein an den Feststellungen geändert hätte. Im Übrigen habe sich die Beschwerdeführerin im vorliegenden Beschwerdeverfahren einge- hend äussern können (vgl. Vernehmlassung vom 3.1.2020 S. 4f. Ziff. 2.1). 1.3.1Das rechtliche Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) vom 18. April 1999 dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, der eine Partei bedarf, um in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung zu bringen (vgl. BGE 135 II 286 Erw. 5.1 m.H.; Urteile BGer 1C_154/2009 und 1C_156/2009 vom 27.4.2010 Erw. 3.2). 1.3.2Im Verwaltungsverfahren gilt dieses Mitwirkungsrecht des Betroffenen namentlich im Zusammenhang mit der Durchführung eines Augenscheins. Dient die Ortsbesichtigung dazu, einen streitigen, nicht abgeklärten Sachverhalt festzustellen, so müssen die am Verfahren Beteiligten aufgrund von Art. 29 Abs. 2 BV zum Augenschein beigezogen werden. Ein Augenschein darf nur dann unter Ausschluss einer Partei erfolgen, wenn schützenswerte Interessen Dritter oder des Staates oder eine besondere Dringlichkeit dies gebieten, oder wenn der Augenschein seinen Zweck überhaupt nur dann erfüllen kann, wenn er unangemeldet erfolgt (vgl. BGE 121 V 150 Erw. 4a und 4b m.H.; Urteile BGer 1C_154/2009 und 1C_156/2009 vom 27.4.2010 Erw. 3.2). 1.4.1Es ist vorliegend unbestritten, dass es sich bei der Beschwerdeführerin um die betroffene Grundeigentümerin (KTN D.________ und KTN E.________) handelt und ihr somit Parteistellung zukommt. Der Augenschein vom 31. Oktober 2019 erfolgte im Zusammenhang mit dem die Beschwerdeführerin betreffenden 5 GRB Nr. 282 vom 16. August 2018 und stand im Zeichen der Überprüfung, ob die Beschwerdeführerin der (Sach-)Verfügung vom 16. August 2018 Folge geleistet hat oder nicht, und ob entsprechend die angedrohten Vollstreckungsmassnahmen zu ergreifen sind oder nicht. Die unmittelbaren Konsequenzen, welche das Augen- scheinergebnis für die Beschwerdeführerin zeitigen konnten, sind offensichtlich. Da die Beschwerdeführerin nicht an diesen Augenschein eingeladen wurde, wurde folglich ihr rechtliches Gehör verletzt. Diese Verletzung wiegt indes nicht schwer. 1.4.2Gemäss der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann. Unter dieser Voraussetzung ist darüber hinaus - im Sinne einer Heilung des Mangels - selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (vgl. zum Ganzen: BGE 137 I 195 Erw. 2.3.2 m.H.; Urteil BGer 1C_84/2011 vom 29.9.2011 Erw. 2.2). 1.4.3Zum Augenschein wurden von Seiten der Vorinstanz weder eine Aktennotiz verfasst noch Fotos aufgenommen. Im angefochtenen Beschluss hat die Vor- instanz festgestellt, dass am 31. Oktober 2019 die Liegenschaften der Beschwerdeführerin in Augenschein genommen wurden; dabei sei festgestellt worden, dass die Bauarbeiten nicht aufgenommen worden seien bzw. unverändert stillstünden (vgl. GRB Nr. 400 vom 7.11.2019 S. 2 Lit. G). Mit ihrer Beschwerde konnte sich die Beschwerdeführerin hierzu äussern. Zudem hat die Vorinstanz in der Vernehmlassung an das Verwaltungsgericht ebenfalls auf den Augenschein Bezug genommen (vgl. Vernehmlassung vom 3.1.2020 S. 4f. Ziff. 2.1). Diese Vernehmlassung wurde der Beschwerdeführerin zugestellt. Es bestand für die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren mithin die uneingeschränkte Möglichkeit, sich vor einer Beschwerdeinstanz mit umfassender Kognition unter Einschluss der richtigen Handhabung des Ermessens zu äussern (vgl. § 55 Abs. 2.c des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). Dementsprechend ist eine (allfällige Gehörsverletzung) im Verfahren vor Verwaltungsgericht als geheilt zu betrachten. Im Übrigen ist es naheliegend, dass die Beschwerdeführerin als Grundeigentümerin mit den Verhältnissen bestens vertraut ist. Der Gemeinderat weist denn auch zu Recht darauf hin (vgl. Vernehmlassung S. 5 Ziff. 2.1), dass die 6 Beschwerdeführerin weder behauptet, den Anordnungen des GRB Nr. 282 vom 16. August 2018 nachgekommen zu sein, noch dass sich durch ihre Teilnahme am Augenschein etwas an den augenscheinlichen Feststellungen geändert hätte. 2.1 Es besteht eine Funktionsteilung zwischen Entscheidungs- und Vollstre- ckungsverfahren. Im Entscheidungsverfahren (oder Erkenntnisverfahren) wird über den Bestand oder Nichtbestand öffentlicher Rechte und Pflichten, im Vollstre- ckungsverfahren über die Art und Weise der Durchsetzung entschieden. Ergebnis des Entscheidungsverfahrens ist die Sachverfügung, jenes des Vollstreckungsver- fahrens die Vollstreckungsverfügung (vgl. VGE III 2017 40 vom 25.4.2017 Erw. 2.1 m.H.). 2.2 Die Vollstreckung rechtskräftiger Baubewilligungsentscheide bzw. der Fer- tigstellungsverpflichtung gemäss Gemeinderatsbeschluss (GRB) Nr. 282 vom 16. August 2018 ist weder im Planungs- und Baugesetz noch in den Ausführungs- erlassen geregelt. Auf das Baubewilligungsverfahren finden indes generell die Vor- schriften des Verwaltungsrechtspflegegesetzes Anwendung. Für die Vollstreckung von Verfügungen und Entscheiden sind die §§ 76 bis 79a VRP massgebend (vgl. Hagenbuch, Kontrolle, Vollstreckung und Vollzug von Verfügungen im Baurecht, in EGV-SZ 1998, S. 203: VGE III 2008 85 vom 20.8.2008 Erw. 3.1). 2.3 Im Verwaltungsverfahren stehen gemäss § 78 Abs. 1 VRP folgende Vollstre- ckungsmassnahmen zur Verfügung: a) die Schuldbetreibung für Geldzahlungen und Sicherheitsleistungen; b) die Ersatzvornahme auf Kosten des Pflichtigen; c) der unmittelbare Zwang gegen den Pflichtigen oder seine Sachen; d) Ordnungsbusse für jeden Tag bis zur Erfüllung. Die Behörde beachtet bei der Wahl der Vollstreckungsmassnahme den Grundsatz der Verhältnismässigkeit. Sie kann nötigenfalls polizeiliche Hilfe beanspruchen (§ 78 Abs. 4 VRP). Die Ordnungsbusse beträgt maximal Fr. 500.-- für jeden Tag der Nichterfüllung. Sie wird von der für die Vollstreckung zuständigen Verwaltungs- behörde nach Massgabe des öffentlichen Interesses an der Durchsetzung eines Entscheides oder einer Verfügung und nach den wirtschaftlichen Verhältnissen des Pflichtigen angedroht und festgesetzt (§ 78 Abs. 5 VRP). Vor Anordnung der in § 78 Abs. 1 lit. b, c und d VRP bezeichneten Vollstreckungs- massnahmen wird der Pflichtige unter Ansetzung einer Frist zur Erfüllung aufge- fordert, wenn nicht Gefahr in Verzug ist (§ 79 Abs. 1 VRP). Die angedrohte Ord- nungsbusse für jeden Tag der Nichterfüllung ist periodisch, längstens in Zeitab- ständen von 30 Tagen festzusetzen und einzutreiben. Zeigt sich spätestens nach 90 Tagen, dass ein Fortbestand der Ordnungsbussenandrohung den Pflichtigen 7 nicht zur Erfüllung anzuhalten vermag, so sind vollstreckbare Entscheide und Ver- fügungen mittels Ersatzvornahme oder unmittelbarem Zwang durchzusetzen (§ 79 Abs. 3 VRP; vgl. auch EVG-SZ 1999 Nr. 15; EVG-SZ 2001 B 17.1). 2.4Selbständige Vollstreckungsandrohungen und Vollstreckungsverfügungen können nach § 51 lit. g VRP mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde direkt beim Verwaltungsgericht angefochten werden. Die Beschwerdefrist beträgt nach § 56 Abs. 2 lit. e VRP 10 Tage. 2.5 Im Beschwerdeverfahren gegen eine Vollstreckungsverfügung kann der zu Grunde liegende Sachentscheid nicht mehr angefochten werden. In der Be- schwerde gegen die zu vollstreckende Verfügung können grundsätzlich nur Män- gel vorgebracht werden, die in der Vollstreckungsverfügung selber begründet sind (z.B. Unverhältnismässigkeit, Widerspruch zur Sachverfügung), es sei denn, der Beschwerdeführer mache geltend, die Sachverfügung sei nichtig oder verstosse gegen ein unverjährbares und unverzichtbares Grundrecht (vgl. VGE III 2008 82 vom 29.5.2008 Erw. 1.3; VGE 1053/99 vom 11.1.2000 Erw. 2 m.H., u.a. auf VGE 579/92 vom 23.9.1992, Prot. 1064). 3.1Der GRB Nr. 282 vom 16. August 2018 betreffend die Verpflichtung der Be- schwerdeführerin zur Fortsetzung bzw. zur Fertigstellung der bewilligten Bauarbei- ten auf KTN D.________ und KTN E.________ bis spätestens 30. September 2019, mit Androhung einer Ordnungsbusse im Falle der Nichterfüllung, als Sachentscheid ist unbestrittenermassen in Rechtskraft erwachsen und damit voll- streckbar. Ebenso ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin diese Anordnun- gen nicht befolgt hat und die Bauarbeiten mittlerweile seit dem 31. Juli 2013 und auch weiterhin stillstehen. 3.2.1Die Beschwerde richtet sich gegen den Vollstreckungsbeschluss Nr. 400 vom 7. November 2019, womit der Beschwerdeführerin eine Ordnungsbusse in der Höhe von gesamthaft Fr. 7'500.-- (30 Tage à Fr. 250.--) für die Nichterfüllung der Fertigstellungspflicht gemäss GRB Nr. 282 vom 16. August 2018 ab dem 1. bis 30. Oktober 2019 auferlegt wurden. Die Beschwerdeführerin begründet ihre Beschwerde im Wesentlichen damit, dass sie am 30. September 2019 ein Gesuch für die Baubewilligung eines Neubaus auf dem Grundstück KTN D.________ (Freienbach) im bereits zuvor mit Beschluss vom 2. April 2009 bewilligten Umfang eingereicht habe; denn die Baumängel an dem sich auf dem Grundstück KTN D.________ befindlichen Gebäude seien der- art massiv, dass das bautechnische und das finanzielle Risiko einer Renovation zu hoch seien und ein Abbruch bis auf die bestehende Bodenplatte erforderlich 8 sei; es fehle die im Bereich eines Gewässers übliche, erforderliche Feuchtigkeits- sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit, welche nachträglich nicht mehr eingebaut werden könne (vgl. Beschwerde vom 2.12.2019 S. 3 Ziff. 3). Ferner habe sie be- treffend das Gebäude auf KTN E.________ eine Projektänderung eingereicht (Abänderung der im EG nordseitig gelegenen Fenster); entsprechend verhalte es sich mit dem Schopf auf KTN D.________ (zusätzliches Fenster in der Nordfas- sade); schliesslich würden das auf KTN E.________ gelegene Badehaus mit dem Schopf auf KTN D.________ zusammen eine Einheit bzw. Gegenstand einer ein- zigen Baubewilligung bilden (vgl. Beschwerde vom 2.12.2019 S. 4 Ziff. 4 und 5). Die entsprechenden Baubewilligungen stünden noch aus. Da die Vorinstanz vorab die Gesuche vom 30. September 2019 zu behandeln habe, dürfe sie nicht wegen nicht Vollendung von Bauarbeiten eine Busse einfordern; sie könne die Bauarbeiten erst vollenden, wenn die Projektänderungen bewilligt wor- den seien (vgl. Beschwerde vom 2.12.2019 S. 3 Ziff. 3 Abs. 2, S. 4 Ziff. 5 Abs. 2 und Ziff. 6). 3.2.2Demgegenüber stellt sich die Vorinstanz vernehmlassend auf den Stand- punkt, der Beschluss Nr. 282 vom 16. August 2018 mit Bussenandrohung sei rechtskräftig und vollstreckungsfähig. Auf eine Vollstreckung könne nicht verzich- tet werden, da eine auf Zeitgewinn ausgerichtete Projektänderungseingabe der Vollstreckung eines Befehls und damit auch einer Ordnungsbusse nicht entgegen- stehe; ein solch rechtsmissbräuchliches bzw. treuwidriges Verhalten verdiene keinen Rechtsschutz (vgl. Vernehmlassung vom 3.1.2020 S. 5 Ziff. 2.2). 4.1Neben den Mängeln, die zur Aufhebung einer Vollstreckungsverfügung führen können (vgl. vorstehend Erw. 2.5), kann die Behörde in Ausnahmefällen ermessensweise, im Sinne der Verhältnismässigkeit, (einstweilen) auf die Wieder- herstellung des rechtmässigen Zustands verzichten. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn eine laufende Gesetzesrevision den rechtswidrigen Zustand mit grosser Wahrscheinlichkeit beheben würde. Wurde indes bereits eine Vollstre- ckungsmassnahme beschlossen, so muss aus Gründen der Rechtssicherheit und der Rechtsgleichheit vollstreckt werden. Die vollstreckende Behörde kann nicht auf die Vollstreckung verzichten (vgl. EGV-SZ 2018 B 8.5 Erw. 4.5 f. m.H., u.a. auf BGE 108 Ia 216). Gemäss dieser Rechtsprechung kann die Vollstreckung eines Abbruchbefehls mit dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit in Konflikt geraten, wenn die ernsthafte Möglichkeit besteht, dass (eine widerrechtliche Baute zumin- dest teils) als rechtmässig anerkannt werden könnte und der Bauherr ein entspre- chend reduziertes Baugesuch stellt (BGE 108 Ia 216 Regeste). Es versteht sich dabei von selbst, dass dies nur dann in Frage kommt, wenn das neue Projekt ernst-9 hafte Aussichten auf eine Bewilligung hat; bloss auf Zeitgewinn ausgerichtete, ma- teriell aussichtslose Eingaben vermögen einer Vollstreckung des Befehls nicht ent- gegenzustehen (BGE 108 Ia 216 Erw. 4.c; Urteil BGer 1A.234/2006 vom 8.5.2007 Erw. 4.1). Aus dem BGE 108 Ia 216 (Erw. 4.c) ergibt sich, dass ein Gesuch aller- dings unverzüglich einzureichen ist, damit der Behörde ein Entscheid vor Ablauf der angesetzten Vollstreckungsfrist möglich ist. Im in EGV-SZ 2018 B 5 publizier- ten Entscheid stand dem betroffenen Bauherrn eine Frist von rund sechs Monaten bis Ende Oktober 2017 zur Verfügung, wobei er sein (neues) Baugesuch bereits im März 2017 einreichte. Noch vor Ablauf der Frist wurde das Baugesuch vom Gemeinderat unter Vorbehalt des Gesamtentscheides des kantonalen Amtes für Raumentwicklung als bewilligungsfähig erachtet. 4.2.1Dem RRB Nr. 206/2019 vom 20. März 2019 lässt sich folgende Chronologie entnehmen (Erw. 3.2 f.): - Stillstand der Bauarbeiten seit Juli 2013; - 1. Februar 2016: die kommunale Baukontrolle macht die Beschwerdeführerin auf ihre Pflicht zur Fortsetzung der Bauarbeiten aufmerksam; - 10. März 2016: Schreiben des kommunalen Bauamtes mit Frist; in der Folge Mitteilung der Beschwerdeführerin, es sei ein Rechtsfall offen; - 30. August 2017: erneute Aufforderung des kommunalen Bauamtes zur Mittei- lung binnen 30 Tagen, wann die Wiederaufnahme der Arbeiten geplant sei - keine Antwort der Beschwerdeführerin; - 27. Oktober 2017: das kommunale Bauamt droht den Erlass einer kostenpflich- tigen Verfügung an; die Beschwerdeführerin verlangt hierauf einen Bespre- chungstermin im Januar 2018, der am 2. Februar 2018 stattfindet; - Februar 2018: Vereinbarung, dass die Beschwerdeführerin bis Ende Februar 2018 einen zeitlichen Fahrplan betreffend die Bauarbeiten vorlegt und bis 30. April 2018 (zivilprozessuale) gerichtliche Beweisabnahmen (im Rechtsfall) beantragt; die Vereinbarung wird nicht eingehalten; - 11. April 2018: Nachfrist des kommunalen Bauamtes bis 30. April 2018 betref- fend den zeitlichen Fahrplan betreffend die Bauarbeiten mit Androhung, dass das Verfahren zur Fortführung der Bauarbeiten fortgesetzt werde; - Die Beschwerdeführerin reichte weder einen Zeitplan betreffend die Bauarbei- ten ein noch Belege für die Einreichung der vorsorglichen Beweisabnahme; - 6. Juli 2018: das kommunale Bauamt informiert die Beschwerdeführerin über den beabsichtigten Erlass eines kostenpflichtigen Beschlusses;10 - 25. Juli 2018: Mitteilung der Beschwerdeführerin, sie habe das Gesuch um vor- sorgliche Beweisabnahme eingereicht. 4.2.2Der GRB Nr. 282 vom 16. August 2018 erwuchs mit dem unbenutzten Ablauf der Rechtsmittelfrist gegen den RRB Nr. 206/2019 vom 20. März 2019 (Versand am 26.3.2019), d.h. Mitte April 2019, in Rechtskraft. Bis zum Ablauf der Frist zur Fertigstellung der Bauvorhaben auf KTN D.________ und KTN E.________ spätestens per 30. September 2019 standen der Beschwerdeführerin mithin rund 5 ½ Monate zur Verfügung. Am letzten Tag der Frist (30.9.2019) reichte sie Baugesuchsunterlagen für einen Ersatz-Rohbau auf KTN D.________, einen Fenstereinbau beim Schopf auf KTN D.________ und für die Änderung der Fassadenöffnung beim Wohnhaus auf KTN F.________ ein. Bei den mit dem Begleitschreiben vom 28. September 2019 (Eingang bei der Gemeinde am 30.9.2019) eingereichten Planunterlagen handelt es sich um die unveränderten Pläne, welche bereits Gegenstand des Bauge- suchs/Baubewilligung im Jahr 2009/2010 waren (vgl. Planverzeichnis S. 2 des Schreibens vom 28.9.2019; vgl. auch Datierung des Situationsplanes [16.6.2008]). Im "Baubeschrieb" weist die Beschwerdeführerin denn auch nur auf die vielen Baumängel hin, welche den Abbruch des bestehenden Gebäudes aufdrängen. Gemäss dem Schreiben des kommunalen Bauamtes vom 10. Oktober 2019 (Vi- act. 4) ist angesichts des vorgesehenen Abbruchs und Wiederaufbaus innerhalb der Grundwasserschutzzone S3 der Miteinbezug kantonaler Fachstellen erforder- lich. Das Bauamt stellte weiter fest, dass statt fünf Exemplare nur deren zwei ein- gereicht worden waren und die Pläne von Projektverfasser, Bauherrn und Grun- deigentümer unterschrieben werden sowie mit dem Datum und mit Massstab ver- sehen sein müssen. Des Weiteren wurde bemängelt, dass die Nutzung des Dach- geschosses des Schopfes, in welchem ein Fenstereinbau vorgesehen war, nicht ersichtlich sei. 4.2.3Der Unterschied zu den gemäss der Rechtsprechung (vgl. vorstehend Erw. 4.1) zulässigen Konstellationen, in welchen sich das Absehen von einer Voll- streckungsmassnahme rechtfertigen lässt, ist eklatant. Das Verhalten der Be- schwerdeführerin kann nicht anders interpretiert werden, als dass es einzig und allein auf blossen Zeitgewinn ausgerichtet ist. Das Zuwarten der Beschwerdefüh- rerin mit der Einreichung eines (neuen) Baugesuchs bzw. der Wiedereinreichung des alten Baugesuchs, gegen dessen Zulässigkeit an und für sich nichts spricht, steht vorliegend in einer geraden Linie mit dem verfahrensmässigen Verhalten der Beschwerdeführerin, wie es sich aus der vorstehend (Erw. 4.2.1) dargestellten Chronologie ergibt. Die Ausrichtung des Vorgehens der Beschwerdeführerin an 11 einer Verfahrensverschleppung und möglichen Zeitgewinnen illustriert sich auch in der Unvollständigkeit der Gesuchsunterlagen. Der Beschwerdeführerin mit ge- richtsnotorischer Vertrautheit mit dem sich in einer Grundwasserschutzzone befin- denden Baugebiet und dortigen Bauprojekten müssen die Anforderungen an ein rechtsgenügliches Baugesuch zweifelsohne bekannt sein. So ist denn auch nicht nachvollziehbar, dass sie die Planunterlagen, welche ein Format von über A3 auf- weisen dürften, nicht integral und original, sondern nur als Kopien in einem Aus- schnitt von A3 eingereicht hat. Bei dieser Sachlage lässt sich eine Aufhebung der angefochtenen Vollstreckungs- massnahme oder auch nur eine Sistierung derselben nicht rechtfertigen. 4.2.4Wenn die Beschwerdeführerin mit ihrer Beschwerde behauptet (S. 3 Ziff. 3), ein vollständiges Baugesuch eingereicht zu haben, ohne aber gleichzeitig zu be- legen, dass sie mittlerweile (bzw. bis zur Beschwerdeerhebung) entsprechend der Aufforderung des kommunalen Bauamtes das Baugesuchsdossier rechtsgenüg- lich komplettiert hat, ist im Übrigen hierin ein weiteres Indiz dafür zu sehen, dass das Verhalten einzig auf Zeitgewinn und (derzeit) Vermeidung der Vollstreckungs- massnahmen ausgerichtet ist. Das Verhalten der Beschwerdeführerin muss in globo auch als Verstoss gegen den Grundsatz von Treu und Glauben gewertet werden. Dieser Grundsatz unter- sagt als Verbot widersprüchlichen Verhaltens und des Rechtsmissbrauchs sowohl den Behörden wie auch den Privaten, sich in ihren öffentlich-rechtlichen Rechts- beziehungen widersprüchlich oder rechtsmissbräuchlich zu verhalten, und ge- bietet staatlichen Organen wie Privaten ein loyales und vertrauenswürdiges Ver- halten im Rechtsverkehr gebietet (vgl. BGE 137 V 394 Erw. 7.1; Urteile BGer 1C_402/2008 vom 25.5.2009 Erw. 5.3 und 2A.52/2003 vom 23.1.2004 Erw. 5.2, in: ASA 74 S. 737). Diesen Grundsätzen hat die Beschwerdeführerin nicht nach- gelebt. 4.2.5Ein Widerspruch der angefochtenen Vollstreckungsverfügung (Ordnungs- busse) zur Sachverfügung vom 16. August 2018, Nichtigkeit derselben oder ein Verstoss gegen ein unverjährbares und unverzichtbares Grundrecht (vgl. vorste- hend Erw. 2.5) wird von der Beschwerdeführerin, soweit ersichtlich, zu Recht nicht geltend gemacht und ist auch nicht erkennbar. Mit einer Ordnungsbusse von Fr. 250.-- pro Tag bleibt bei einem gesetzlichen Maximaltarif von Fr. 500.-- pro Tag (vgl. vorstehend Erw. 2.3) auch die Verhältnismässigkeit ohne weiteres gewahrt. 4.2.6Anzufügen bleibt, wenn im vorliegenden Verfahren auch nicht mehr Gegen- stand (vgl. vorstehend Erw. 3.1), dass die Beschwerdeführerin mit dem GRB 12 Nr. 282 vom 16. August 2018 zur Hauptsache "nur" verpflichtet wurde, "das Äus- sere der Bauten sowie die Umgebungsarbeiten" fertigzustellen. Das Verwaltungs- gericht konnte sich am Augenschein vom 22. November 2019 im Verfahren III 2019 113, auf welchen der Gemeinderat vernehmlassend verweist und an wel- chem auch die Rechtsvertreterin der vorliegenden Beschwerdeführerin anwesend war, davon überzeugen, dass die Rohbauten im derzeitigen Zustand der Situie- rung in einer Landhauszone und zudem am Seeufer unwürdig sind. 5.1Die Beschwerde ist somit im Sinne der vorstehenden Erwägungen abzuwei- sen. 5.2Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, Kanz- leikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 1'500.-- sind der Beschwerdeführe- rin aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). 5.3Die Beschwerdeführerin hat der beanwalteten Gemeinde ebenfalls dem Ver- fahrensausgang entsprechend eine Parteientschädigung auszurichten. Diese wird in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der ordentlicherweise für das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht und in § 2 die Bemessungskriterien erwähnt, unter Ausübung des pflicht- gemässen Ermessens auf Fr. 1’000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festgelegt.13 Demnach erkennt das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 1'500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie hat am 12. Dezember 2019 einen Kosten- vorschuss in gleicher Höhe geleistet, so dass die Rechnung ausgeglichen ist. 3. Die Beschwerdeführerin hat der beanwalteten Gemeinde für das verwal- tungsgerichtliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1’000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu bezahlen. 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau- sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe- schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 5. Zustellung an: -die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (2/R) -und den Rechtsvertreter der Vorinstanz (2/R). Schwyz, 27. Mai 2020 Im Namen des Verwaltungsgerichts Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: *Anforderungen an die Beschwerdeschrift Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru- mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Versand: 16. Juni 2020