<h2>SubmittedText<h2><p>Viele Krankheiten, etwa SARS-CoV-2 oder die Grippe, werden über die Luft übertragen. In diesem Fall sind unzureichend gelüftete Innenräume die Hauptansteckungsorte. Die Reduktion von krankmachenden Aerosolen in der Innenraumluft ist deshalb wichtig, um Ansteckungen einzudämmen und die Bevölkerung zu schützen. Gesunde Raumluft ist eine lohnenswerte Investition in den Gesundheitsschutz der Bevölkerung, verhindert Arbeitsausfälle und verbessert die Leistungen am Arbeitsplatz und in der Schule. Das Bewusstsein über die Wichtigkeit von guter Innenraumluft ist in der Bevölkerung, bei der öffentlichen Hand und bei den Arbeitgebenden allerdings nach wie vor unzureichend vorhanden. Eine gross angelegte Aufklärungskampagne könnte die verschiedenen Zielgruppen für dieses wichtige Thema sensibilisieren und dazu beitragen, die Eigenverantwortung der Einzelnen, aber auch die Verantwortung der öffentlichen Hand und der Arbeitgebenden zu stärken. Sensoren, die den Gehalt von CO2 und Feuchtigkeit in der Luft messen, sind kostengünstig und können die Innraumluftwerte sichtbar machen. Sie könnten deshalb ein zentraler Bestandteil der Kampagne sein.</p><p>Was hält der Bundesrat davon, gemeinsam mit den Kantonen und den Arbeitgeberverbänden eine nationale und zielgruppenorientierte Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagne für gesunde Raumluft durchzuführen?</p><p>&nbsp;</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><div><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Die Raumluftqualität wird durch mehrere Faktoren beeinflusst. Dazu gehören die Qualität der Aussenluft, die Emissionen in Innenräumen (Inneneinrichtungen, Aktivitäten wie Kochen und Reinigen oder der Mensch selbst) und der Durchlüftungsgrad des Gebäudes. Von entscheidender Bedeutung sind daher sowohl die baulichen Voraussetzungen wie auch das Verhalten der Gebäudenutzerinnen und -nutzer. Entsprechend unterscheiden sich die Zielgruppe und die Massnahmen, welche zur Verbesserung der Raumluftqualität getroffen werden können. </span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Der Bundesrat teilt die Ansicht, dass der Sensibilisierung der verschiedenen Zielgruppen ein grosser Stellenwert zukommt. Entsprechend setzt der Bund bereits verschiedene Massnahmen um, um die jeweiligen Zielgruppen mit einer auf sie zugeschnittenen Information anzusprechen und zu sensibilisieren. So hat das Bundesamt für Gesundheit zur Problematik der Lüftung in Schulzimmern nicht nur die Schulen über das richtige Lüften informiert, sondern auch die Bauherrenschaften auf die Notwendigkeit der Lüftungsplanung bei Schulhausneubauten und -sanierungen hingewiesen. Während der Covid-19 Pandemie wurde die gute Durchlüftung von Innenräumen als eine der wesentlichen Schutzmassnahmen zur Verringerung von Infektionen kommuniziert. Dies umfasste auch detailliertere Informationen zu Handen von Nutzerinnen und Nutzern, von Arbeitgebenden, sowie von Verantwortlichen der Lüftungs- und Baubranche. Die Sensibilisierung der wichtigsten Akteure beim Bau – wie Planerinnen, Planer und Bauherrschaften – für eine konsequente Umsetzung von Lüftungskonzepten bei Neubauten und Sanierungen soll weitergeführt und verstärkt werden. Bei der Radonschutzstrategie ist das Lüften eine der Massnahmen des Aktionsplans Radon 2021-2030. </span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Aus diesen Gründen erachtet der Bundesrat eine nationale Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagne, die über die derzeit verfolgten zielgruppenspezifischen Massnahmen hinausgeht, als nicht zielführend.</span></p></div>