A bteilung III C -88/2006 {T 0/2} U rteil vom 13. Juni 2007 M itw irkung: R ichter Antonio Im oberdorf; R ichter Bernard Vaudan; R ichte- rin Elena Avenati-C arpani; G erichtsschreiber D aniel G rim m . 1. A._______, 2. B._______, 3. C ._______ und D ._______, handelnd durch B._______ (gesetzliche Vertrete- in), Beschw erdeführer, alle vertreten durch R echtsanw alt H anspeter Zgraggen, Ba- denerstrasse 15, Postfach 6925, 8023 Zürich, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Einreisesperre (W iedererw ägung). B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er aus Serbien stam m ende A._______ (geboren _______, nachfolgend Beschw erdeführer 1) hielt sich in den Jahren 1985 und 1987, als Saisonnier, erstm als hierzulande auf. Am 1. August 1988 reiste er erneut in die Schw eiz ein und heiratete am 5. August 1988 die Schw eizer Bürgerin B._______ (hiernach Beschw erdeführerin 2). D ie Frem denpolizei des Kantons Zürich (heute M igrationsam t) erteilte ihm in der Folge eine Aufenthaltsbew illigung zw ecks Verbleibs bei der Ehefrau. Aus der Ehe gingen die Kinder D ._______ und C . _______ (geboren _______ bzw . _______, Beschw erdeführer 3) hervor. B. M it Strafbefehl vom 19. April 1990 w urde der Beschw erdeführer 1 von der Bezirksanw altschaft W interthur des D iebstahls, der w iederholten Fäl- schung von Ausw eisen, des fortgesetzten Lenkens eines Personenw agens ohne Führerausw eis und der fortgesetzten Lernfahrten ohne die erforderli- che Begleitperson für schuldig erklärt und m it einer bedingten G efängnis- strafe von 30 Tagen sow ie einer Busse von Fr. 800.-- bestraft. W egen der Einfuhr von und des H andels m it Betäubungsm itteln in nicht geringer M en- ge verurteilte ihn das Landgericht R ottw eil (D eutschland) am 23. Januar 1992 sodann zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren. Eine gegen dieses U rteil eingelegte R evision verw arf der D eutsche Bundesgerichtshof am 3. Septem ber 1992 als unbegründet. Vom 28. N ovem ber 1990 bis 22. D e- zem ber 1992 befand sich der Betroffene desw egen in D eutschland in U n- tersuchungshaft bzw . im vorzeitigen Strafvollzug. Am 30. M ärz 1999 sprach das Tribunal de district de Lausanne den Beschw erdeführer 1 schliesslich der W iderhandlung gegen das Bundesgesetz vom 3. O ktober 1951 über die Betäubungsm ittel und die psychotropen Stoffe (Betm G , SR 812.121) und der G eldw äscherei schuldig und verurteilte ihn zu 14 Jahren Zuchthaus (unter Anrechnung von 992 Tagen erstandener U ntersuchungs- haft) sow ie zu einer Landesverw eisung von 15 Jahren, letztere bedingt er- lassen auf eine Probezeit von fünf Jahren. D as Tribunal cantonal du C an- ton de Vaud (C our de cassation pénale) bestätigte das U rteil am 11. Au- gust 1999. C . Am 24. O ktober 2003 lehnte es das M igrationsam t des Kantons Zürich ab, die bis zum 21. D ezem ber 1996 gültig gew esene Aufenthaltsbew illigung des Beschw erdeführers 1 zu verlängern und ordnete an, dass dieser das zürcherische Kantonsgebiet nach seiner Entlassung aus dem Strafvollzug unverzüglich zu verlassen habe. D agegen beschw erte er sich erfolglos beim R egierungsrat des Kantons Zürich und beim Verw altungsgericht des Kantons Zürich. M it U rteil vom 21. N ovem ber 2005 w ies das Bundesge- richt eine Verw altungsgerichtsbeschw erde gegen den Entscheid des Ver- w altungsgerichts des Kantons Zürich vom 27. Juli 2005 ab. D . N achdem der Beschw erdeführer 1 am 11. N ovem ber 2005 aus dem Straf- vollzug entlassen w orden w ar, dehnte das BFM die kantonale W egw eisung 3 am 22. D ezem ber 2005 auf das ganze G ebiet der Schw eiz aus und forderte ihn auf, das Land bis zum 15. Februar 2006 zu verlassen. D ieser Aufforderung leistete er Folge und kehrte am letzten Tag der Frist in den Kosovo zurück. Auf ein von der Beschw erdeführerin 2 gegen den Ausdehnungsentscheid der Vorinstanz eingelegtes R echtsm ittel trat das Eidgenössische Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartem ent (EJPD ) am 28. M ärz 2006 nicht ein. E. Aufgrund dieses Sachverhalts verhängte das BFM am 11. April 2006 über den Beschw erdeführer 1 eine Einreisesperre auf unbestim m te D auer und entzog einer allfälligen Beschw erde die aufschiebende W irkung. Zur Be- gründung w urde ausgeführt, sein Verhalten habe im In- und Ausland zu sehr schw eren Klagen Anlass gegeben. D ie w eitere Anw esenheit hierzu- lande sei deshalb unerw ünscht. D ie am 2. M ai 2006 eröffnete Einreise- sperre blieb unangefochten. F. Am 15. M ai 2006 erklärte sich die Vorinstanz bereit, die Einreisesperre für m axim al 20 Tage zu suspendieren, um dem Beschw erdeführer 1 zu er- m öglichen, sich in der Schulthess Klinik in Zürich einem am bulanten ope- rativen Eingriff am rechten Fuss zu unterziehen. Am 6. Juni 2006 reiste er in die Schw eiz ein, w o er tags darauf operiert w urde. M it R ücksicht auf ver- schiedene m edizinische N achbehandlungen und Kontrollen w urde die aus- gestellte Suspension m ehrm als verlängert, letztm als bis zum 3. O ktober 2006. M it Eingabe vom 27. Septem ber 2006 gelangte der Parteivertreter an das BFM und stellte einen Antrag auf Aufhebung der Einreisesperre; im Sinne m ehrerer Eventualbegehren ersuchte er ergänzend darum , die über seinen M andanten verhängte Fernhaltem assnahm e bis auf w eiteres zu suspendieren. G . M it Verfügung vom 3. O ktober 2006 w ies die Vorinstanz sow ohl das G e- such um (w iedererw ägungsw eise) Aufhebung der Einreisesperre als auch die Begehren um Verlängerung der Suspension ab. Zur Begründung führte sie im W esentlichen aus, die Ausführungen in der Eingabe vom 27. Sep- tem ber 2006 rechtfertigten es nicht, von einer gegenüber dem ursprüngli- chen Entscheid m assgeblich veränderten Entscheidgrundlage auszuge- hen. In Anbetracht aller U m stände seien die öffentlichen Interessen an ei- ner Fernhaltung des Beschw erdeführers 1 vorderhand höher zu gew ichten als die geltend gem achten privaten Interessen. Auch eine w eitere Verlän- gerung der Suspension falle ausser Betracht, da der M assnahm ebelastete von einer äusserst grosszügigen Behandlung seiner Suspensionsgesuche profitiert habe und die m axim ale D auer des bew illigungsfreien Aufenthalts ausgeschöpft sei. H . M it Beschw erde vom 6. N ovem ber 2006 an das EJPD stellen die Be- schw erdeführer unter Kosten und Entschädigungsfolge die Begehren, die angefochtene Verfügung vom 3. O ktober 2006 und die Einreisesperre vom 11. April 2006 seien aufzuheben; eventualiter sei die Einreisesperre bis zum Abschluss der beruflichen M assnahm en der Invalidenversicherung (IV) bzw . subeventualiter bis zum rechtskräftigen Entscheid der Sozialver- sicherungsanstalt des Kantons Zürich über die beruflichen M assnahm en 4 zu suspendieren. Zur Begründung lassen sie vorbringen, der Beschw erde- führer 1 habe in der Schw eiz in m edizinischer Behandlung gestanden. D ie Schulthess Klinik bestätige, dass es ideal w äre, die notw endige physiothe- rapeutische N achbehandlung am angestam m ten Platz fortzuführen. Auf- grund der Em pfehlungen der Ärzte habe sich der Betroffene zudem für Leistungen der IV angem eldet. D as diesbezügliche G esuch sei noch pen- dent. Berufliche M assnahm en der Invalidenversicherung w ürden nur ge- w ährt, w enn sich der Versicherte in der Schw eiz aufhalte. Im Sinne des G leichbehandlungsprinzips sei dem Beschw erdeführer daher für die G el- tendm achung von Ansprüchen gegenüber der IV zu erlauben, sich w eiter- hin in der Schw eiz aufzuhalten. D es W eiteren gehe vom Beschw erdeführer 1 kein Sicherheitsrisiko m ehr aus. Er habe seine Freiheitsstrafe verbüsst und sich seither nichts m ehr zu Schulden kom m en lassen. D er letzte Ein- trag im Strafregister liege über zehn Jahre zurück. D ie Prognosen für künf- tiges W ohlverhalten präsentierten sich günstig. D ie Strafvollzugsbehörden betrachteten ihn nicht als sicherheitspolizeiliches R isiko, ansonsten sie ihn nicht zuerst in die H albfreiheit und danach bedingt in die Freiheit entlassen hätten. Vor diesem H intergrund erw eise sich die H altung der Frem denpoli- zeibehörden, w elche dem R esozialisierungsgedanken im R ahm en der um - fassenden frem denpolizeilichen G üterabw ägung ebenfalls R echnung zu tragen hätten, als nicht nachvollziehbar. Schliesslich bedeute die verfügte Einreisesperre eine m assive G efährdung des Kindesw ohls und des Fam i- lienlebens. Für die Fam ilie A._______, insbesondere die Schw eizer Ehefrau, sei es unzum utbar, dem Beschw erdeführer 1, bei dem inzw ischen ein G esinnungsw andel stattgefunden habe, in den Kosovo zu folgen. Aus all diesen G ründen sei die Einreisesperre unverhältnism ässig. I. Sow eit der Eventualantrag und der Subeventualantrag in der Beschw erde- schrift vom 6. N ovem ber 2006 die Anordnung vorsorglicher M assnahm en im Sinne von Art. 56 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) beinhalteten, gab das Bundesverw altungsgericht den entsprechenden Begehren m it verfahrens- leitender Anordnung vom 23. Januar 2007 nicht statt. J. In seiner Vernehm lassung vom 20. M ärz 2007 schliesst das Bundesam t auf Abw eisung der Beschw erde, w obei es festhält, der W ille und die Be- m ühungen des Beschw erdeführers 1, sein Leben w ieder in geordnete Bah- nen zu lenken, w ürden nicht bestritten. Indessen bem esse sich die Bew äh- rungsfrist aus frem denpolizeilicher Sicht als zu kurz. Angesichts der schw eren D elinquenz und der gerichtlichen Verurteilungen im In- und Aus- land zu m ehrjährigen Freiheitsstrafen m üsse beim M assnahm ebelasteten nach w ie vor von einem nicht zu unterschätzenden sicherheitspolizeilichen R isiko ausgegangen w erden. U m schulungsm assnahm en und W iederein- gliederung in den schw eizerischen Arbeitsm arkt setzten überdies die Be- reitschaft der kantonalen Behörden voraus, dem Beschw erdeführer 1 eine entsprechende Aufenthaltsbew illigung zu erteilen. K. M it R eplik vom 25. April 2007 hebt der Parteivertreter nochm als hervor, dass die Schw eizer Ehefrau und die gem einsam en Kinder sehr unter der aktuellen Situation litten. M it Eingabe vom 12. April 2007 habe er ein Arzt-5 zeugnis eingereicht. D arin diagnostiziere die behandelnde Ärztin bei C ._______ psychische und psychosom atische Störungen, die im Zusam m enhang m it der Abw esenheit des Kindsvaters stünden. Aus kinderpsychiatrischer Sicht erw eise sich die Trennung vom Vater nicht länger als zum utbar. D ie Einreisesperre sei deshalb aufzuheben; eventualiter sei sie angem essen zu befristen bzw . sie sei im Sinne der Eingabe vom 6. N ovem ber 2006 zu suspendieren. L. D er w eitere Akteninhalt w ird, sow eit rechtserheblich, in den Erw ägungen Berücksichtigung finden. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Verfügungen des BFM betreffend Einreisesperre unterliegen der Be- schw erde an das Bundesverw altungsgericht (Art. 20 Abs. 1 des Bundesge- setzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Auslän- der [AN AG , SR 142.20] i.V.m . Art. 31 und Art. 33 Bst. d des Verw altungs- gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). D iese R egelung gilt in gleicher W eise für Entscheide über G esuche um W iedererw ägung einer Einreisesperre (vgl. FR ITZ G YG I, Bundesverw altungsrechtspflege, Bern 1983, S. 220). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t die Beurteilung der beim In- krafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes am 1. Januar 2007 bei Eidge- nössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei Beschw erde- diensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw al- tungsgericht nach dem Vw VG , sow eit das G esetz nichts anderes be- stim m t. D as U rteil ist endgültig (Art. 1 Abs. 2 VG G i.V.m . Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BG G , SR 173.110]). 2. 2.1 D er Beschw erdeführer 1 ist als Verfügungsbetroffener legitim iert. Auch die Beschw erdeführerin 2 und die Beschw erdeführer 3 sind nach Art. 20 Abs. 2 AN AG i.V.m . Art. 48 Vw VG zur Beschw erdeführung berechtigt. Auf die frist- und form gerechte Beschw erde ist einzutreten (Art. 49 – Art. 52 Vw VG ), sow eit sie sich gegen die angefochtene Verfügung richtet (vgl. E. 2.2 unten). 2.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung des BFM vom 3. O ktober 2006. M it dem angefochtenen Entscheid hat die Vorinstanz das G esuch vom 27. Septem ber 2006 um Aufhebung der in R echtskraft erw achsenen Ein- reisesperre als W iedererw ägungsbegehren abgew iesen (Ziff. 1 des D ispo-6 sitivs), sie ist m ithin darauf eingetreten und hat eine m aterielle Prüfung der Begehren vorgenom m en. Ausserdem w urde eine w eitere Verlängerung der Suspension abgelehnt (Ziff. 2 des D ispositivs). Von daher ist das Bundes- verw altungsgericht in seiner Kognition nicht beschränkt (vgl. FR ITZ G YG I, a.a.O ., S. 144 f. m it H inw eisen). N icht überprüft w erden kann w egen der abgelaufenen R echtsm ittelfrist hingegen die R echtm ässigkeit der Fernhal- tem assnahm e vom 11. April 2006 als solcher. 3. 3.1 D er Parteivertreter beantragt in der R echtsm itteleingabe vom 6. N ovem ber 2006, die Akten der Strafvollzugsbehörden seien vom Am tes w egen beizu- ziehen. Im Verw altungs(beschw erde)verfahren gilt grundsätzlich das U n- tersuchungsprinzip, das durch die M itw irkungspflicht der Parteien ergänzt w ird (vgl. Art. 12 und 13 Vw VG ). D er U ntersuchungsgrundsatz bedeutet, dass die Verw altungs- und Justizbehörden den Sachverhalt von Am tes w e- gen abklären. Sie sind für die Beschaffung der Entscheidgrundlagen ver- antw ortlich. H ierfür bedienen sie sich nötigenfalls der in Art. 12 Vw VG ge- nannten Bew eism ittel. Art. 19 Vw VG i.V.m . Art. 37 des Bundesgesetzes über den Bundeszivilprozess vom 4. D ezem ber 1947 (BZP, SR 273) ver- pflichtet die Behörde aber nicht, alles und jedes, w as w ünschbar w äre, ab- zuklären. Bei der Ausw ahl der Bew eism ittel berücksichtigt sie vielm ehr de- ren Tauglichkeit und Bew eiskraft (vgl. ALFR ED KÖ LZ/ISAB ELLE H ÄN ER , Verw al- tungsverfahren und Verw altungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, R z. 276). U nterlagen von nicht in das Verfahren involvierten Behör- den ergänzend heranzuziehen, rechtfertigt sich insofern nur dann, w enn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten er- gebender Anhaltspunkte Anlass besteht. 3.2 Von beantragten Bew eisvorkehren kann abgesehen w erden, w enn der Sachverhalt, den eine Partei bew eisen w ill, nicht rechtserheblich ist, w enn bereits Feststehendes bew iesen w erden soll, w enn von vornherein gew iss ist, dass der angebotene Bew eis keine w esentlich neuen Erkenntnisse zu verm itteln verm ag oder w enn die Behörde den Sachverhalt aufgrund eige- ner Sachkunde ausreichend w ürdigen kann (vgl. KÖ LZ/H ÄN ER , a.a.O ., R z. 319 und 320; BG E 122 V 157 E. 1d S. 162 m it H inw eis). G elangt die Be- hörde bei pflichtgem ässer Bew eisw ürdigung zur Ü berzeugung, der zu be- w eisende Sachverhalt sei nicht rechtserheblich oder der angebotene Be- w eis nicht geeignet, w eitere Abklärungen herbeizuführen, kann auf ein be- antragtes Bew eism ittel verzichtet w erden (zur antizipierten Bew eisw ürdi- gung vgl. BG E 130 ll 169 nicht publizierte E. 2.1, ferner BG E 127 l 54 E. 2b S. 56, BG E 122 V 157 E. 1d S. 162, BG E 119 V 335 E. 2c S. 344; Ver- w altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 69.78 E. 5a). Eine solche Si- tuation ist hier gegeben. D ie G ründe, die zur G ew ährung der H albfreiheit und zur bedingten Entlassung des Beschw erdeführers 1 führten, sind be- kannt. D ass er sich im Strafvollzug w ohl verhalten hat, ist ebenso unbe- stritten w ie sein Bestreben, die Vergangenheit aufzuarbeiten und sich in der Freiheit bew ähren zu w ollen. D em R esozialisierungsgedanken des Strafrechts ist denn im R ahm en der um fassenden frem denpolizeilichen In- teressenabw ägung ohnehin in gebotener W eise R echnung zu tragen 7 (BG E 130 ll 493 E. 4.2 S. 500 f., BG E 130 ll 176 E. 4.3.3 S. 188, BG E 129 ll 215 E. 3.2 S. 217). Zu bedenken gilt es ferner, dass vorliegend nurm ehr eine Beschw erde gegen einen W iedererw ägungsentscheid in Sachen Ein- reisesperre zur W ürdigung ansteht (vgl. die vorangehende E. 2.2). D er ent- scheidsrelevante Sachverhalt ist deshalb als erstellt zu betrachten und dem Antrag auf Beizug der Akten der Strafvollzugsbehörden folglich nicht stattzugeben. Beim falschen N am en w iederum , der in Ziffer 1 des D is- positivs der angefochtenen Verfügung erscheint, handelt es sich um ein blosses Kanzleiversehen, betrifft der fragliche Entscheid doch offenkundig den Beschw erdeführer 1. Som it erw eisen sich die Bedenken form eller N a- tur als unbegründet. 4. 4.1 G em äss den von R echtsprechung und Lehre aus Art. 29 Abs. 1 und 2 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) abgeleiteten G rundsätzen besteht ein Anspruch auf W iedererw ägung nam entlich dann, w enn die Verhältnisse sich seit dem ersten Entscheid erheblich geändert haben oder w enn der G esuchsteller Tatsachen oder Bew eism ittel anführt, die ihm im früheren Verfahren nicht bekannt w aren oder die schon dam als geltend zu m achen, für ihn rechtlich oder tatsächlich unm öglich w ar oder keine Veranlassung bestand (BG E 127 l 133 E. 6 S. 137 f., BG E 124 ll 1 E. 3a S. 5 f., BG E 120 lb 42 E. 2b S. 46 f. m it H inw eisen). D ie W iedererw ägung darf allerdings nicht dazu die- nen, rechtskräftige Verw altungsentscheide im m er w ieder in Frage zu stel- len oder die Fristen für die Ergreifung von R echtsm itteln zu um gehen (BG E 120 lb 42 E. 2b S. 47; U rteil des Bundesgerichts 2A.20/2004 vom 7. April 2004 E. 3.2; VPB 63.45 E. 3a in fine). 4.2 Bezogen auf den Verfahrensgegenstand ist prim är zu prüfen, ob die nach Erlass der Einreisesperre hinzugekom m enen sachverhaltlichen U m stände es rechtfertigen, besagte (auf unbestim m te D auer angeordnete) Fernhalte- m assnahm e vorzeitig aufzuheben. In die hierbei vorzunehm ende Erm es- sensausübung hat vorw eg der G rundsatz des G esetzesvorranges einzu- fliessen. D ie Behörde darf das ihr zustehende Erm essen nicht so ausfül- len, dass das Ergebnis im W iderspruch zum geltenden R echt steht. D ie Behörde ist ferner an die Kriterien gebunden, die sich aus dem Sinn und Zw eck der konkreten gesetzlichen O rdnung ergeben. Schliesslich hat die Behörde allgem eine G rundsätze des Verw altungshandelns zu beachten, w ie das Verbot von W illkür und von rechtsungleicher Behandlung, das G e- bot von Treu und G lauben sow ie den G rundsatz der Verhältnism ässigkeit von Verw altungsakten (zu letzterem vgl. U LR IC H H ÄFELIN / G EO R G M Ü LLE R / FELIX U H LM AN N , Allgem eines Verw altungsrecht, 5. Aufl., Zürich und St. G al- len, S. 127 f.). 5. 5.1 Zu den allgem einen Voraussetzungen der Einreisesperre lässt sich fest- halten, dass die eidgenössische Behörde eine solche Adm inistrativm ass- nahm e über unerw ünschte Ausländer verhängen kann (Art. 13 Abs. 1 Satz 1 AN AG ). Als "unerw ünscht" im Sinne von Art. 13 Abs. 1 Satz 1 AN AG gel-8 ten nach ständiger Praxis Frem de, deren Vorleben bzw . konkretes Verhal- ten darauf schliessen lässt, dass sie nicht w illens oder nicht fähig sind, sich in die geltende O rdnung einzufügen oder deren Fernhaltung im öffent- lichen Interesse liegt (vgl. BG E 129 lV 246 E. 3.2 S. 251 f.; VPB 63.1, 62.28, 60.4, 58.53; ferner PETER SU LG ER BÜ EL, Vollzug von Fernhalte- und Entfernungsm assnahm en gegenüber Frem den nach dem R echt des Bun- des und des Kantons Zürich, D iss. Zürich 1984 = Europäische H ochschul- schriften, R eihe ll, R echtsw issenschaft, Bd. 352, Bern usw . 1984, S. 79 f. m it w eiteren N achw eisen). D ie Einreisesperre stellt aber keine Strafe im Sinne eines sozialethischen U nw erturteils, sondern eine präventivpolizeili- che Adm inistrativm assnahm e zum Schutz der öffentlichen O rdnung und Sicherheit dar (VPB 63.1, 62.28, 60.4, 58.53). 5.2 Ausländerinnen und Ausländer, die (w ie der Beschw erdeführer 1) vorsätz- licher Straftaten schuldig gesprochen w erden, gelten in der R egel als uner- w ünscht. Bei der U m schreibung der Eingriffsvoraussetzungen im Falle ei- ner Straftat ist davon auszugehen, dass bei ordnungsrechtlicher W ürdi- gung des inkrim inierten Verhaltens eine Fernhaltem assnahm e aus spezial- und/oder generalpräventiven G ründen geboten sein kann. Einerseits kann eine Straftat Indiz für die Annahm e sein, der Ausländer w erde erneut delin- quieren, w obei angesichts eines schw eren Verstosses gegen die öffentli- che O rdnung die W ahrscheinlichkeit einer W iederholung eher anzunehm en ist als bei leichten Verfehlungen. Andererseits kann ein strafbares Verhal- ten die N otw endigkeit begründen, m ittels regelm ässiger Fernhaltepraxis darauf hinzuw irken, dass andere in der Schw eiz lebende Ausländer von O rdnungsverstössen der betreffenden Art absehen. D ie aus sicherheitspo- lizeilichen G ründen verfügte Fernhaltem assnahm e ist indessen w eder R e- gelfolge einer in der Schw eiz oder im Ausland verübten und abgeurteilten Straftat, noch hat sie eine solche zur Voraussetzung (vgl. VPB 62.28 E. 4 in initio). 5.3 Ausländische Straftäter, die durch Verbreitung harter D rogen die G esund- heit anderer gefährden oder beeinträchtigen, sind w ährend einer gew issen Zeit von der Schw eiz fernzuhalten. D am it soll der w eiteren Ausbreitung des verbotenen H andels m it Betäubungsm itteln entgegengew irkt w erden. Aufgrund der Zunahm e solcher Straftaten ist zum Schutz der Allgem einheit durch eine kontinuierliche und strenge Verw altungspraxis zu verdeutlichen, dass schw ere W iderhandlungen gegen das Betm G m it langjährigen Fern- haltem assnahm en geahndet w erden. D er Schutz der öffentlichen Sicher- heit und G esundheit ist dabei durch Abschreckung nicht nur des jew eiligen Straftäters, sondern auch anderer potenzieller R echtsbrecher w eit m öglich zu gew ährleisten (vgl. dazu auch BG E 131 ll 352 E. 4.3.1 S. 359 f.). Vor diesem H intergrund ist im Folgenden zu prüfen, ob die verhängte Einreise- sperre aufrecht zu erhalten ist. 6. 6.1 U ngeachtet des Verfahrensgegenstandes argum entieren die Beschw erde- führer über w eite Strecken, w ie w enn es sich um eine norm ale Beschw er- de gegen die am 11. April 2006 erlassene Einreisesperre handelte, w as 9 auch in den gestellten H auptbegehren zum Ausdruck kom m t. In besonde- rem M asse gilt dies für die im Zusam m enhang m it dem Sicherheitsrisiko stehenden Einw ände, w ird in dieser H insicht doch überhaupt nichts vorge- bracht, das nicht in einem ordentlichen R echtsm ittelverfahren gegen die frühere Verfügung hätte geltend gem acht w erden können und erst nach- träglich bekannt gew orden w äre. H inzuw eisen ist an dieser Stelle in erster Linie auf die nicht einm al sechsm onatige Zeitspanne zw ischen der ur- sprünglichen Anordnung der M assnahm e einerseits, dem W iedererw ä- gungsgesuch bzw . der angefochtenen Verfügung andererseits. H ierbei gilt es sich zu vergegenw ärtigen, dass der Beschw erdeführer 1 w egen Betäu- bungsm itteldelikten und G eldw äscherei zu Freiheitsstrafen von insgesam t 17 Jahren verurteilt w orden ist. D ie bedingte Entlassung aus dem Strafvoll- zug erfolgte am 11. N ovem ber 2005. W er seinen Aufenthaltsstatus hierzu- lande dazu m issbraucht, im H andel m it harten D rogen m itzuw irken, m uss generell dam it rechnen, dass er in frem denpolizeilicher H insicht über Jahre hinw eg als R isikofaktor für die öffentliche O rdnung, Sicherheit und G e- sundheit eingestuft w ird (siehe auch die vorangehende E. 5.3). D ie Praxis verfolgt, w enn die unerlaubten H andlungen – w ie in casu – besonders schützensw erte R echtsgüter betreffen, eine strenge Linie (vgl. beispiels- w eise BG E 131 ll 352 E. 4.3.1 S. 359 f. oder BG E 125 ll 521 E. 4a). D er vom Parteivertreter w iederholt aufgegriffene R esozialisierungsgedanke ist zw ar ebenfalls zu berücksichtigen, diesem Aspekt kom m t jedoch gerade bei schw eren Verstössen gegen die Betäubungsm ittelgesetzgebung längst nicht die Bedeutung w ie im Strafrecht zu (BG E 130 ll 493 E. 4.2 S. 500 f., BG E 130 ll 176 E. 4.3.3 S. 188, BG E 129 ll 215 E. 3.2 S. 217). In Anbe- tracht der m assiven D elinquenz (der Verurteilung in D eutschland lagen die Einfuhr von und der H andel m it H eroin zu G runde, laut U rteil des Tribunal de district de Lausanne vom 30. M ärz 1999 spielte der Verurteilte eine H auptrolle in einem gross angelegten H andel m it Kokain), von w elcher sich der Beschw erdeführer 1 trotz Fam ilie nicht hat abhalten lassen (vgl. das in gleicher Angelegenheit im Aufenthaltsverfahren ergangene U rteil des Bundesgerichts 2A.554/2005 vom 21. N ovem ber 2005, E. 3.1), ist der Vorinstanz beizupflichten, dass sich die Periode des W ohlverhaltens zu kurz bem isst und im heutigen Zeitpunkt nicht zum Schluss berechtigt, vom Betroffenen gehe keine W iederholungsgefahr m ehr aus. U nter dem G e- sichtspunkt veränderter Verhältnisse seit dem 11. April 2006 können die diesbezüglichen Vorbringen auf Beschw erdeebene dem nach keine Be- rücksichtigung finden. 6.2 D ie Fortdauer der Einreisesperre führt nach Auffassung des Parteivertre- ters ferner zu einer erheblichen G efährdung des Fam ilienlebens und des Kindesw ohls. Er verw eist nam entlich auf ein Arztzeugnis vom 16. M ärz 2007, w onach die Trennung von C ._______ von ihrem Vater aus kinder- psychiatrischer Sicht nicht w eiter zum utbar sei. Einem vorgelegten Lehr- vertrag zufolge begann D ._______ im August 2006 sodann eine Lehre als Inform atiker. D ie Belastungssituation für die Fam ilie stellte allerdings schon im Verfahren betreffend N ichtverlängerung der Aufenthaltsbew illi- gung ein gew ichtiges Them a dar (vgl. die entsprechenden Entscheide des 10 Bundesgerichts vom 21. N ovem ber 2005, des Verw altungsgerichts des Kantons Zürich vom 27. Juli 2005 und des R egierungsrates des Kantons Zürich vom 16. M ärz 2005). D as Bundesgericht äusserte sich explizit auch zu den Bestim m ungen des Ü bereinkom m ens über die R echte des Kindes (SR 0.107). Ebenso m erkte es an, der Beschw erdeführer 1 habe seit sei- ner Einreise in die Schw eiz elf Jahre im Strafvollzug verbracht, davon zw ei Jahre in D eutschland (siehe U rteil 2A.554/2005, a.a.O ., E. 3.2 und 3.3), w as offenkundig m acht, dass das Fam ilienleben w egen des Be- schw erdeführers 1 von jeher erheblichen Beeinträchtigungen ausgesetzt w ar. Auch die Vorinstanz hatte sich danach bei der Verhängung der Einrei- sesperre auf unbestim m te D auer aufgrund der U ntersuchungsgrundsatzes m it der Vereinbarkeit der M assnahm e m it Art. 8 der Konvention vom 4. N o- vem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten (EM R K, SR 0.101) und Art. 13 Abs. 1 BV zu befassen. Für ein W iederauf- rollen gerade m al ein halbes Jahr später aus Anlass eines W iedererw ä- gungsbegehrens besteht kein R aum . Betrachtet m an die fam iliäre Situation nicht losgelöst von den Straftaten des Beschw erdeführers 1, so w erden die genannten, zum Teil rechtskräftig beurteilten Faktoren allein durch den nachgereichten ärztlichen Beleg und den Lehrvertrag jedenfalls noch nicht aufgew ogen. Im Ü brigen m uss das Verfahren im Zusam m enhang m it der Adm inistrativm assnahm e (Einreisesperre) von dem jenigen betreffend Auf- enthaltsregelung unterschieden w erden (vgl. die U rteile des Bundesge- richts 2A.43/2000 vom 12. April 2000, E. 1a und 2A.19/2003 vom 10. M ärz 1994, E. 1d). D er Beschw erdeführer 1 hat – ohne Erfolg – die Verlänge- rung seines Anw esenheitsrechts zu erw irken versucht. Eine Aufhebung der Einreisesperre w ürde som it nur bew irken, dass er den allgem einen, für Staatsangehörige aus Serbien geltenden Einreisebestim m ungen unter- stünde. Er dürfte folglich nur im R ahm en des bew illigungsfreien Aufent- halts hierzulande verw eilen, die Führung einer auf D auer ausgelegten, fa- m iliären Lebensgem einschaft auf schw eizerischem Territorium w äre m ithin nicht realisierbar. Insofern relativieren sich die Ausw irkungen der Einreise- sperre auf die Interessensphären der Beteiligten. Als w eitere M ilderung der negativen Folgen kom m t hinzu, dass die Einreisesperre nicht als absolutes Einreiseverbot ausgestaltet ist. Sie stellt vielm ehr ein Einreiseverbot m it Bew illigungsvorbehalt dar. D iese so genannte Suspension der Einreise- sperre gem äss Art. 13 Abs. 1 letzter Satz AN AG ist den Beschw erdefüh- rern bekannt. O bw ohl sie besagtes Instrum ent im Som m er 2006 ausgereizt haben, w ird die Vorinstanz den geltend gem achten Belangen der nächsten Angehörigen (im besonderen der Situation von C ._______ und D ._______) bei der G estaltung der künftigen Suspensionspraxis R echnung zu tragen haben. Bezogen auf die angefochtene Verfügung haben sich die Verhält- nisse im fam iliären Bereich in den fraglichen paar M onaten indessen kei- nesw egs in einer W eise geändert, dass sie eine vorzeitige Aufhebung der Einreisesperre zu begründen verm öchten. 6.3 D ie letzte der geltend gem achten Tatsachenänderungen betrifft m edizini- sche und berufliche M assnahm en, die auf Seiten des Beschw erdeführers 1 anstünden. D er Verfügungsadressat erlitt am 12. April 2005 einen Arbeits-11 unfall. Im Auftrag der SU VA w urde er am 7. Juni 2006 in der Schulthess Klinik in Zürich operiert. D ass keine N otw endigkeit für m edizinische oder physiotherapeutische N achbehandlungen in der Schw eiz besteht, bedarf angesichts der D iagnose (Bänderriss am rechten Fuss) keiner w eiteren Er- läuterungen. Für berufliche M assnahm en der Invalidenversicherung w ie U m schulungen benötigte der Beschw erdeführer 1 derw eil eine Aufenthalts- bew illigung, deren Verlängerung die Behörden des Kantons Zürich rechts- kräftig verw eigert haben. Auch sonstige Vorkehren (vorsorgliche M assnah- m en nach Art. 56 Vw VG oder die Suspendierung der Einreisesperre) er- scheinen bei dieser klaren Sachlage nicht angezeigt. D er H inw eis auf das G leichbehandlungsprinzip ändert daran nichts. D ieses in Art. 8 BV enthal- tene G ebot verlangt, dass G leiches nach M assgabe seiner G leichheit gleich und U ngleiches nach M assgabe seiner U ngleichheit ungleich be- handelt w ird (vgl. BG E 129 l 346 E. 6 S. 357, BG E 129 l 113 E. 5.1 S. 125 f., BG E 123 l 1 E. 6a S. 7, BG E 117 la 257 E. 3b S. 259). D er diesbezügli- che Einw and des Parteivertreters ist jedoch zu unspezifiziert, als dass dazu näher Stellung zu nehm en w äre. Alles in allem lässt sich som it auch unter dem G esichtspunkt m edizinischer oder invalidenversicherungsrecht- licher Indikationen keine m assgebliche Veränderung des rechtserheblichen Sachverhalts erkennen. 6.4 Ü ber den Beschw erdeführer 1 w urde am 11. April 2006 eine Einreisesper- re auf unbestim m te, das heisst unbestim m bare D auer, verhängt. D ie feh- lende Befristung bedeutet nicht, dass die M assnahm e für den R est des Le- bens G ültigkeit haben soll. Eine zuverlässig Prognose, w ie lange ein rele- vantes öffentliches Sicherheitsbedürfnis anzunehm en ist, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgeben, sondern hängt – sehr einzelfallbezogen – von der persönlichen Entw icklung der betroffenen Person ab. D er Be- schw erdeführer 1 ist daher anzuhalten, sich vorerst w ährend einer ge- w issen Zeit im Ausland zu bew ähren. Bei einem grundlegenden G esin- nungsw andel und dam it einhergehend einer längeren Phase stabilisierter Lebensverhältnisse steht es ihm frei, sich m it einem W iedererw ägungsge- such an die Vorinstanz zu w enden. D ies kann w ie erw ähnt erst der Fall sein, w enn er absolute G ew ähr für straffreies Verhalten bietet. Sow eit der Parteivertreter beklagt, die Betroffenen fühlten sich unverstanden und dem Staat ausgeliefert, sei angefügt, dass der Beschw erdeführer 1 m it seinem Verhalten die G efahr schw erw iegender frem denpolizeilicher M assnahm en für sich und seine Fam ilie bew usst in Kauf genom m en und sie selber zu verantw orten hat. N ach dem bisher G esagten w erden auf Beschw erdeebe- ne keine Argum ente vorgetragen, die dafür sprächen, die am 11. April 2006 erlassene Einreisesperre anzupassen oder ganz aufzuheben. D as Bundesam t hat dem nach sow ohl das W iedererw ägungsgesuch als auch die Begehren um Verlängerung der Suspension zu R echt abgew iesen. 7. Zusam m enfassend ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt. D er rechtserhebliche Sachverhalt w urde – im Ergebnis – richtig und vollständig festgestellt und die Vorinstanz hat auch ihr Erm es- sen pflichtgem äss ausgeübt (vgl. Art. 49 Vw VG ). D ie Beschw erde ist des- halb abzuw eisen.12 8. D em Ausgang des Verfahrens entsprechend w erden die unterliegenden Beschw erdeführer kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D ie Verfah- renskosten sind auf Fr. 700.-- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverw altungsgericht [SR 173.320.2]). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit darauf einzutreten ist. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 700.-- (G erichtsgebühr und Auslagen) w er- den den Beschw erdeführern auferlegt. Sie sind durch den am 29. Januar 2007 geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - den Beschw erdeführern (eingeschrieben) - der Vorinstanz (eingeschrieben, Akten R ef-N r. 1 343 728 retour) D er Kam m erpräsident: D er G erichtsschreiber: Antonio Im oberdorf D aniel G rim m Versand am :