<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="file:///L:/LOGO/DOPPLEU3.BMP"/></p></td></tr><tr><td><p class="Standard berschrift1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>IV.2003.0015</span><span id="_GoBack"></span><span>3</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p></p></td></tr></table><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Faesi als Einzelrichter</p><p>Gerichtssekretär Schetty</p><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil vom 29. Januar 2004</span></p><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch den Rechtsdienst für Behinderte,</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">G. Pestalozzi-Seger, Fürsprecher Zweigstelle Bern</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Schützenweg 10, 3014 Bern</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der im Jahre 1951 geborene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> ist seit 1986 als Lehrer erwerbstätig. Wegen einer seit zwei bis drei Jahren bestehenden Schwerhörig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit meldete sich der Versicherte am 23. April 2001 bei der SVA, IV-Stelle, zum Hilfsmittelbezug an (Urk. 8/10). Nach erfolgten Abklärungen stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 12. März 2003 die Kostenübernahme für zwei Hörgeräte der Indikationsstufe 1 im Gesamtbetrag von Fr. 3'400.15 (inklu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sive Mehrwertsteuer) in Aussicht (Urk. 8/3) und hielt daran mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einsprache</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">entscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 30. April 2003 fest (Urk. 8/1 = Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dagegen erhob der Vertreter des Versicherten (Urk. 4) am 2. Juni 2003 Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde und beantragte, es sei der angefochtene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Einspracheentscheid</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 30. April 2003 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer die gesamten Kosten der Hörgeräte "HdO Phonak Claro M3-H34736" inklusive Otoplastik im Betrag von Fr. 6'683.05 zu übernehmen; unter Entschädigungsfolge (Urk. 1 S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Beschwerdeantwort vom 10. Juli 2003 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem mit Verfügung vom 14. Juli 2003 ein zweiter Schriftenwechsel angeord</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">net worden war (Urk. 9), verzichtete der Vertreter des Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rers auf die Einreichung einer Replik (Urk. 11), so dass der Schriftenwechsel mit Verfügung vom 17. Juli 2003 geschlossen wurde (Urk. 12).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Der Einzelrichter zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="IV356"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 21 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) hat die versicherte Person im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste Anspruch auf jene Hilfsmittel, deren sie für die Ausübung der Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit in ihrem Aufgabenbereich, für die Schulung, die Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bildung oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedarf. Ferner bestimmt Art. 21 Abs. 2 IVG, dass Versicherte, die infolge ihrer Invalidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedürfen, im Rahmen einer vom Bundesrat auf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel haben.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass ergänzender Vorschriften im Sinne von Art. 21 Abs. 4 IVG hat der Bundesrat in Art. 14 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) an das Eidgenössische De</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">partement des Innern übertragen, welches die Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) mit anhangsweise aufge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führter Hilfsmittelliste erlassen hat. Laut Art. 2 HVI besteht im Rahmen der im Anhang aufgeführten Liste Anspruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fort</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bewegung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbst</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sorge notwendig sind (Abs. 1). Anspruch auf die in dieser Liste mit * bezeich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">neten Hilfsmittel besteht nur, soweit diese für die Ausübung einer Erwerbstätig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, die funktionelle Angewöhnung oder für die in der zutreffenden Ziffer des An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hangs ausdrücklich genannte Tätigkeit notwendig sind (Abs. 2; BGE 122 V 214 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Erw</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. 2a).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Laut Ziffer 5.07 (ohne *) des Anhangs zur HVI (HVI Anhang) gibt die Versiche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rung Hörgeräte bei Schwerhörigkeit ab, sofern das Hörvermögen durch ein sol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ches Gerät namhaft verbessert wird und Versicherte sich wesentlich besser mit der Umwelt verständigen können.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Am 1. April 1999 hat das Bundesamt für Sozialversicherung mit den Hörgeräte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">akustikern, welche als Leistungserbringer für die Invalidenversicherung zuge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lassen sind, einen neuen Tarifvertrag über Hörgeräte und die im Zusammen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hang mit deren Abgabe zu erbringenden Dienstleistungen abgeschlossen. Unter diesem Vertrag bildet die Basis jeglicher Versorgung, welche von der IV finan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ziert oder mitfinanziert wird, neu die medizinische Indikation. Der Expertenarzt teilt aufgrund audiologischer, sozial-emotionaler sowie berufsspezifischen Kri</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">terien die versicherte Person in eine von drei möglichen Indikationsstufen ein (1. Expertise nach Randziffer [</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">] 5.07.04 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invaliden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">versicherung [KHMI]). Die Indikationsstufe bestimmt den Betrag, welcher durch die Versicherung zu bezahlen ist (Heiner </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Waehry</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Zeitschrift für Soziale Sicher</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heit, 1999 S. 92 f.). Wählt der Versicherte ein teureres Gerät, als ihm gemäss der medizinischen Indikation zusteht, so hat er die Übernahme der Mehrkosten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im voraus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> schriftlich zu bestätigen (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 5.07.11 KHMI).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Hilfsmittel werden in einfacher und zweckmässiger Form abgegeben (Art.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">21 Abs. 3 Satz 1 IVG). Nach der dargestellten Konzeption des neuen Hörgeräte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tarifes, welche auch in der KHMI ihren Niederschlag gefunden hat (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 5.07.04 und 5.07.11), ergibt sich somit für den Bereich der Hörgeräte grundsätzlich aus dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Indikationsstufenmodell, was als einfache und zweckmässige Versorgung zu gelten hat.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die IV-Stelle führte in ihrer Beschwerdeantwort aus, dass sie als Teil der Verwal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tung an die Weisungen des Bundesamtes für Sozialversicherung gebun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den seien (Indikationsstufenmodell als Richtlinie für die Wahrung des Grund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">satzes der Einfachheit und Zweckmässigkeit). Die vorliegende Problematik sei ihnen aber bekannt, und es sei durchaus möglich, dass das angerufene Gericht zu Gunsten des Beschwerdeführers entscheide (Urk. 7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der Vertreter des Beschwerdeführers begründete die vorliegende Beschwerde im Wesentlichen damit, dass sich die Hörgeräte der Indikationsstufe 1 auch nach ausgiebigen Trageversuchen in der Schulsituation als untauglich erwiesen hät</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten. Dass es sich dabei seitens des Beschwerdeführers nicht um eine Schutzbe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">hauptung handle, zeige der Bericht von Herrn </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 28. Mai 2003. Rechtsprechungsgemäss dürfe sich die IV nicht darauf beschränken, bloss einen Kostenbeitrag an ein Hilfsmittel zu bezahlen, wenn sich dieses im Hinblick auf den Eingliederungszweck als notwendig erweise und kein einfacheres Hilfsmit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tel auf dem Markt angeboten werde, welches das Kriterium der Zweckmässigkeit erfülle. In einem solchen Fall seien die vollen Kosten des entsprechend notwen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">digen Hilfsmittels zu übernehmen. Der geltende Hörgeräte-Tarifvertrag stelle nach Ansicht von Experten in den allermeisten Fällen eine taugliche Grundlage für die Abgabe von Hörgeräten in einfacher und zweckmässiger Form dar, ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">möge aber in wenigen Spezialfällen nicht zu überzeugen (Urk. 1 S. 2 ff.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, Fachärztin FMH für Ohren-, Nasen- und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Halskrankheiten so</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Hals- und Gesichtschirurgie, empfahl in ihrem ärztlichen Expertenbericht vom 31. Mai 2001 für den Beschwerdeführer eine stereophone Hörgeräteversor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gung in der Indikationsstufe 1. Als Grund für die binaurale Versorgung führte sie an, dass der Beschwerdeführer als Sprachlehrer (auch in Fremdsprachen) auf ein optimales Gehör und gute Kommunikationsmöglichkeiten in verschiedenen Lärmkulissen angewiesen sei.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihrem ärztlich Schlussbericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 4. März 2003 hielt sie fest, dass die Schluss</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">expertise mit der maximal möglichen Punktezahl bestanden worden sei (Urk. 8/4 S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Herr </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> von der Ombudsstelle für Menschen mit Hörproblemen hielt in seinem Schreiben vom 28. Mai 2003 fest, dass er die Versorgung des Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführers mit zwei HdO-Geräten der Marke </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Phonak</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Claro</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 111 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dAZ</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> unter Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rücksichtigung der beruflichen Tätigkeit als Fremdsprachenlehrer als zweck</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mässig und notwendig erachte. Aufgrund der bestehenden Hochtonschwerhö</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rigkeit sowie den sehr schlechten akustischen Verhältnissen in der Schule, von welchen er sich vor Ort habe überzeugen können, müsse ein zweckmässiges Gerät über gewisse technische Voraussetzungen verfügen. Geräte der Indikati</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">onsstufe 1 genügten diesen Anforderungen nicht (Urk. 3/4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2.3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Der ärztliche Expertenbericht von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> genügt den an ihn gestellten Anfor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">derungen, berücksichtigt insbesondere die berufliche Situation des Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">deführers (vgl. berufliche Kommunikationsanforderungen sowie Begrün</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dung binaurale Versorgung) und ist daher zur Indikationsstufeneinteilung geeignet. Durch die Einteilung in eine der Indikationsstufen kann aber noch nicht abschliessend beurteilt werden, ob damit auch eine zweckmässige Versorgung eines Versicherten möglich ist, was sich auch daraus ergibt, dass in jedem Fall eine Schlussexpertise nötig ist (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> 5.07.02 KHMI). Bei dieser wird anhand eines Fragebogens geprüft, ob das angepasste Hörgerät tatsächlich die erwünschte Verbesserung gebracht hat (vgl. Urk. 8/4) und ist deshalb besonders geeignet, etwas über die Zweckmässigkeit der aufgrund der ersten Expertise angepassten Hörgeräte auszusagen. Im vorliegenden Fall wurde die Schlusskontrolle aller</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dings mit den vom Beschwerdeführer letztlich angeschafften teureren Hörgerä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ten durchgeführt (Urk. 8/4), welche keinen Anlass zu Beanstandungen gaben. Aus der Schlussexpertise kann deshalb nichts darüber abgeleitet werden, ob auch mit Hörgeräten der Indikationsstufe 1 beim Beschwerdeführer eine zweck</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mässige Versorgung möglich gewesen wäre.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Es findet sich in den Akten demnach keine unabhängige Fachmeinung, welche sich zur Zweckmässigkeit von Hörgeräten der Indikationsstufe 1 im konkreten Fall äussert. Aufgrund der Aussagen des Beschwerdeführers sowie des Berichtes von Herrn </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sind aber begründete Zweifel an der Möglichkeit einer zweckmässigen Versorgung im Rahmen der ersten Indikationsstufe angebracht, weshalb die Sache zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen ist. Die einzuholende unabhängige Fachmeinung sollte sich unter Bezugnahme auf die Ausführungen von Herrn </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in seinem Schreiben vom 28. Mai 2003 zur Zweckmässigkeit der Versorgung im Rahmen der Indikationsstufe 1 unter Berücksichtigung der konkreten Umstände äussern. Falls eine solche Versor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gung als unzweckmässig erachtet würde, hätte sich der Bericht auch zur kos</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tengünstigsten zweckmässigen Versorgung zu äussern.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Rückweisung einer Sache kommt einem Obsiegen des Beschwerdeführers gleich (Zünd, Kommentar zum Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Zürich 1998, N 9 zu § 34 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Judikaturhinweisen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin demnach zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwendung von § 34 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> in Verbindung mit § 9 Abs. 1 und 3 der Verordnung über die sozialversicherungsgerichtlichen Gebühren, Kosten und Entschädigungen, namentlich unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 800.-- (inklusive 7.6 % Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Der Einzelrichter erkennt:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die </span><span id="Beschwerde"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Einsprache</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">entscheid</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> vom 30. April 2003 aufgehoben und die Sache an die SVA, IV-Stelle, zurück</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozess</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">entschä</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">digung von Fr. 800.-- (inklusive 7.6 % </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Mehrwertssteuer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> und Barausla</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gen) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsdienst für Behinderte,</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherung</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> seit der Zustellung beim Eidgenössi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">schen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhof</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">quai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">mittel und die Unterschrift der </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, so</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">weit die </span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">beschwerdeführende</span><span class="Standard Dispotext DispoEinzug"> Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der EinzelrichterDer Gerichtssekretär</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>FaesiSchetty </p></div> </div></body></html>