<h2>SubmittedText<h2><p>Der Genfer Professor Yves Flückiger postuliert, dass die Finanzierung der Sozialversicherungen zukünftig nicht mehr in erster Linie mittels Beiträgen auf dem Lohn, sondern auf der gesamten in einem Unternehmen erzielten Wertschöpfung erfolgen sollte. Vor allem gelte dies für die Finanzierung der Arbeitslosenversicherung. Mit solchen auf der Bruttowertschöpfung erhobenen Beiträgen würden arbeitsintensive Produktionszweige nicht mehr benachteiligt, weil alle Unternehmen, unabhängig von der Kapital- oder Arbeitsintensität, zur Finanzierung des Risikos Arbeitslosigkeit beizutragen hätten. Ausserdem würde ein Anreiz zur Verringerung der Zahl der Beschäftigten (bzw. zur Belohnung des Personalabbaus) beseitigt.</p><p>Wie beurteilt der Bundesrat die Überlegungen und Vorschläge von Professor Flückiger?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die wirtschaftswissenschaftliche Forschung in bezug auf Arbeitsmarkt, Beschäftigung, Arbeitslosenversicherung sowie über die Sozialversicherungen wurde in den letzten Jahren - auf nationaler und internationaler Ebene - stark intensiviert. Entsprechend gross ist die Anzahl der publizierten Studien.</p><p>Diese breite wissenschaftliche Forschungstätigkeit bringt interessante Vorschläge - zu denen auch diejenigen des Genfer Professors Yves Flückiger zählen - in die Diskussionen über die Finanzierung der Sozialversicherungen im allgemeinen und der Arbeitslosenversicherung im speziellen ein.</p><p>Die von Professor Flückiger in seinem Bericht "Nouvelles pistes pour le financement des assurances sociales" hervorgebrachten Vorschläge zur Finanzierung der Arbeitslosenversicherung werden - wie alle anderen Forschungsergebnisse auch - vom zuständigen Bundesamt intensiv geprüft.</p>  Antwort des Bundesrates.