<h2>SubmittedText<h2><p>Gestützt auf das Geschäftsreglement frage ich den Bundesrat:</p><p>1. Hat er Kenntnis vom wachsenden Unmut, der sich unter den Benutzern des neuen Telefonsystems der Telecom breitmacht?</p><p>2. Nach der Intervention von alt Nationalrat Barchi sind die Telefonbücher verbessert worden.</p><p>3. Meint er nicht auch, dass Hotels, Restaurants und Bars nur unter italienischen Bezeichnungen aufgeführt werden dürfen und dass auf das "siehe unter" zu verzichten ist?</p><p>4. Ist er nicht auch der Ansicht, die Telefonbücher sollten auch für Bürger von über 20 bis 30 Jahren lesbar sein, damit diese nicht über die Nummer 111 Hilfe anfordern müssen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Unzufriedenheit der Telefonbenutzer</p><p>Es gibt keine weiteren Anzeichen dafür, dass sich wegen der Telefonbücher oder der  Bedienung der Nummer 111 Unzufriedenheit in der Bevölkerung breit macht. Auch ist weder dem Bundesrat noch der Telecom PTT bekannt, dass Anrufende erst nach mehrmaligem Wählen der Telefonnummer mit dem gewünschten Partner verbunden  werden. Unzulänglichkeiten kommen selbstverständlich auch bei der Telecom PTT vor. Diese ist  aber ständig bestrebt, ihre Dienstleistungen und den Dienst am Kunden zu verbessern.</p><p>2. Was hat sich in den Telefonbüchern verbessert  Seit der Intervention von alt Nationalrat Barchi wird auf Verlangen der Kunden, auch die Postfachadresse in den Telefonbucheintrag aufgenommen.</p><p>3. Bezeichnungen der Gaststätten im Telefonbuch. Offizielle Sprache im Kanton Tessin ist selbstverständlich Italienisch. Das Tessin beherbergt aber viele, vor allem deutschsprachige Gäste. Daher wünschen das dortige Gastgewerbe und auch andere Branchen, dass Einträge im Telefonbuch auch in deutscher  Sprache erscheinen. Diesem Kundenwunsch trägt die Telecom PTT Rechnung. Die Hotelier- und Wirtevereinigungen im Kanton Tessin haben, in Absprache mit der Telecom Direktion Bellinzona, ihren Mitgliedern Empfehlungen gegeben, wie sie sich im Telefonbuch eintragen lassen sollen. Letztlich bestimmt aber der Kunde, ob sein Eintrag in italienischer oder deutscher Sprache erscheint. Hinweise auf anderssprachige Eintragungen, zum Beispiel "Apotheken siehe Farmacia", sind unerlässlich, damit sich der italienischen Sprache nicht mächtige Benützer im Telefonbuch zurechtfindet.</p><p>4. Schriftgrösse in den Telefonbüchern. Für die Grösse der Schrift in den Telefonbüchern sind zwei Kriterien ausschlaggebend: Lesbarkeit und Platzbedarf. Die Lesbarkeit ist verbesserungsfähig: deshalb wird in der Telefonbuchausgabe 1996/97 eine neue Schrift verwendet.</p><p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass es für die Telefonbuchredaktion - wie andere Stellen auch - oft schwierig ist, die begründeten Interessen sowohl der Tessiner-Identität wie auch jene des Tourismus und weiterer Kundenkreise zu wahren. Selbstverständlich setzt die Telecom PTT jedoch alles daran, allen diesen Anliegen optimal gerecht zu werden.</p>  Antwort des Bundesrates.