<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00251</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=220520&amp;W10_KEY=13013481&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00251</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 26.08.2020</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 06.05.2021 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung eines seit über 40 Jahren in der Schweiz lebenden türkischen Staatsangehörigen wegen Verschuldung: Der Beschwerdeführer hat über Jahre Schulden angehäuft und trotz Verwarnungen nie Sanierungsbemühungen aufgezeigt. Er ist weiterhin nicht lukrativen selbständigen Erwerbstätigkeiten nachgegangen.] Der Beschwerdeführer hat aufgrund seiner mutwilligen Verschuldung einen Widerrufsgrund gesetzt (E. 3). Die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem weiteren Verbleib in der Schweiz relativieren sich trotz des langen Aufenthalts deutlich. Er ist nach wie vor sehr eng mit dem Heimatland verbunden. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung erweist sich als verhältnismässig und als konventions- und bundesrechtskonform. (E. 4). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULDENWIRTSCHAFT">SCHULDENWIRTSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSCHULDUNG">VERSCHULDUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUFSGRUND">WIDERRUFSGRUND</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 62 Abs. I lit. c AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 77a Abs. I lit. b VZAE</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=50220" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00251</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">26. August 2020</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, <br/> <br/> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>Der aus der TÃ¼rkei stammende A, geboren 1960, reiste am 13. September 1980 in die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung, letztmals verlÃ¤ngert bis am 12. September 2018. Vom 27. August 1984 bis zur Scheidung 1991 war er mit der hier niedergelassenen C verheiratet. Bald nach der Scheidung nahmen A und C das Zusammenleben wieder auf. Aus der Beziehung sind die Kinder D (geboren 1987), E (geboren 1993), F (geboren 2003) und G (geboren 2005) hervorgegangen. G wurde 2006 eingebÃ¼rgert. Die anderen Kinder verfÃ¼gen Ã¼ber eine Niederlassungsbewilligung. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Dem Lebenslauf von A ist zu entnehmen, dass er zwischen 1980 bis 1986 diverse Stellen als â¦, â¦ und â¦ innehatte. Von 1986 bis 1988 war er selbstÃ¤ndiger GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer eines .... Danach war er bis 1991 â¦ im â¦ . Zwischen 1991 bis 1995 folgten geschÃ¤ftliche TÃ¤tigkeiten im Ausland, in welchem Zusammenhang er eigenen Angaben zufolge Kredite aufnahm. Von 1995 bis 1998 war er hier selbstÃ¤ndiger GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer einer Unternehmung. FÃ¼r die Zeit zwischen 1998 bis 2000 gab er weitere geschÃ¤ftliche TÃ¤tigkeiten im Ausland an. In den Jahren 2000 bis 2006 war er da als â¦, zuletzt auch als Partner, tÃ¤tig. Ab 2006 bis 2008 war er GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer eines â¦ und bis 2013 anderer Firmen. Von 2014 bis 2017 war er selbstÃ¤ndiger GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer der Firma H in I und danach selbstÃ¤ndiger â¦ des dortigen Vereins J.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Mit VerfÃ¼gung des Migrationsamts vom 3. April 1990 war ein Gesuch von A um Erteilung der Niederlassungsbewilligung abgewiesen worden. Gleichzeitig wurde er verwarnt und es wurden ihm schwerer wiegende fremdenpolizeiliche Massnahmen in Aussicht gestellt fÃ¼r den Fall, dass er erneut gerichtlich bestraft werden oder sein Verhalten zu anderen berechtigten Klagen Anlass geben sollte. Zur BegrÃ¼ndung wurde auf ein zweitinstanzliches Urteil des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 8. Dezember 1989 hingewiesen, wonach A der wiederholten Widerhandlung gegen das Bundesgesetz Ã¼ber die BetÃ¤ubungsmittel (BetmG) fÃ¼r schuldig erklÃ¤rt und mit zwÃ¶lf Monaten GefÃ¤ngnis bedingt unter Ansetzung einer zweijÃ¤hrigen Probezeit verurteilt worden war.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Eine weitere fremdenpolizeiliche Verwarnung wurde mit VerfÃ¼gung vom 16. Oktober 1998 mit Hinweis auf ein zweitinstanzliches Urteil des Obergerichts vom 30. Juni 1998 ausgesprochen, wonach A wegen VernachlÃ¤ssigung von Unterhaltspflichten fÃ¼r schuldig erklÃ¤rt und mit fÃ¼nf Monaten GefÃ¤ngnis bedingt unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren bestraft worden war.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Am 26. April 2006 wurde ein erneutes Gesuch von A vom 9. MÃ¤rz 2006 um Erteilung der Niederlassungsbewilligung vom Migrationsamt abschlÃ¤gig beantwortet, da aus dem Betreibungsregisterauszug vom 18. April 2006 ein Verlustschein von Fr. 70'857.65 hervorgehe.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Zwischen Oktober 1993 bis Januar 2009 wurden A, seine Exfrau und die gemeinsamen Kinder von der Sozialhilfe mit Fr. 302'376.- unterstÃ¼tzt. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>C. </span></b><span>Mit Mahnschreiben vom 12. Mai 2014 wies das Migrationsamt A auf die zahlreichen gegen ihn eingeleiteten Betreibungen und Verlustscheine hin. Dennoch sei die Aufenthaltsbewilligung verlÃ¤ngert worden. Sollte er seinen Ã¶ffentlich-rechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtungen weiterhin nicht nachkommen oder sein Verhalten zu anderen Klagen Anlass geben, wÃ¼rde der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung geprÃ¼ft. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Ein ebensolches Mahnschreiben folgte nach erneuter VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung am 16. September 2015.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 20. MÃ¤rz 2017 sah das Migrationsamt von der NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung ab, verwarnte A aber wegen seiner Verschuldungssituation.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>D. </span></b><span>Am 3. Juli 2018 ersuchte A um weitere VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung. Am 19. Februar 2019 wurde A im Rahmen der GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs zur Absicht des Migrationsamts, die Aufenthaltsbewilligung zu widerrufen bzw. nicht mehr zu verlÃ¤ngern, polizeilich einvernommen. Gleichentags wurde auch C einvernommen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 29. August 2019 wies das Migrationsamt das VerlÃ¤ngerungsgesuch von A vom 3. Juli 2018 ab und wies ihn an, die Schweiz bis am 29. November 2019 zu verlassen, andernfalls Zwangsmassnahmen angeordnet werden kÃ¶nnten. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ein dagegen von A am 7. Oktober 2019 erhobener Rekurs wurde von der Sicherheitsdirektion am 27. Februar 2020 abgewiesen. Es wurde ihm neu Frist bis 27. Mai 2020 angesetzt, um die Schweiz zu verlassen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Rekursentscheid vom 27. Februar 2020 erhob A, nunmehr anwaltlich vertreten, am 24. April 2020 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er beantragt die Aufhebung des Rekursentscheids und Gutheissung seines Gesuchs vom 3. Juli 2018 um VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung. Eventualiter seien weitere SachabklÃ¤rungen vorzunehmen. Die bis am 27. Mai 2020 angesetzte Frist zum Verlassen der Schweiz sei aufzuheben und den Vorinstanzen sei zu verbieten, ihn Ã¼berhaupt aus der Schweiz wegzuweisen. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Sodann sei ihm die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu bewilligen und in der Person seines Anwalts ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen. In der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 28. April 2020 wurde erwogen, der Beschwerde komme von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu und es wurde angemerkt, dass wÃ¤hrend des Verfahrens alle Vollziehungsvorkehrungen zu unterbleiben hÃ¤tten. Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 11. Mai 2020 auf eine Vernehmlassung. Seitens des Migrationsamts erging keine Beschwerdeantwort und es folgten keine weiteren Rechtsschriften.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 10 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt, es sei den Vorinstanzen zu verbieten, ihn "Ã¼berhaupt" aus der Schweiz wegzuweisen und damit meinen sollte, das Verwaltungsgericht solle dies mit allgemeiner Wirkung und nicht nur bezogen auf das hÃ¤ngige Beschwerdeverfahren tun, wÃ¤re darauf nicht einzutreten. Dem Verwaltungsgericht kommt keine Aufsichtsfunktion gegenÃ¼ber den VerwaltungsbehÃ¶rden zu (Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [nachfolgend: Kommentar VRG], Vorbemerkungen zu §§ 19â28a N. 74).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Am 1. Januar 2019 sind zahlreiche Ãnderungen des AuslÃ¤ndergesetzes vom 16. Dezember 2005 (AuG), das nunmehr AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetz (AIG) heisst, in Kraft getreten. In sinngemÃ¤sser Anwendung von Art. 126 Abs. 1 AIG bleibt auf Gesuche, die vor Inkrafttreten der GesetzesÃ¤nderung eingereicht wurden, grundsÃ¤tzlich das bisherige Recht anwendbar (vgl. BGr, 19. Dezember 2019, 2C_549/2019, E. 4.1; Marc Spescha in: derselbe et al., Kommentar Migrationsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2019, Art. 126 N. 1). Im Folgenden wird auf die neuen Bestimmungen Bezug genommen, sofern sie keine Ãnderungen erfahren haben.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Zu Recht weist die Vorinstanz darauf hin, dass die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung unter dem Vorbehalt steht, dass kein Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 AIG vorliegt. </p> <p class="Urteilstext">Vorliegend steht Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG im Fokus, wonach ein Widerrufsgrund setzen kann, wer erheblich oder wiederholt gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefÃ¤hrdet oder die innere oder Ã¤ussere Sicherheit gefÃ¤hrdet. Zwar liegen auch gegen den BeschwerdefÃ¼hrer im Strafregister bereits gelÃ¶schte Freiheitsstrafen vor, die gegebenenfalls im Rahmen der vorzunehmenden PrÃ¼fung eines so genannten "tadellosen Verhaltens" zu berÃ¼cksichtigen sind. Da die Freiheitsstrafen aber nicht mehr als ein Jahr betragen haben, erfÃ¼llen sie jedenfalls nicht das Kriterium einer "lÃ¤ngerfristigen" Freiheitsstrafe im Sinn eines Widerrufsgrundes gemÃ¤ss Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Ein Verstoss gegen die Ã¶ffentliche Sicherheit und Ordnung ist nach dem inzwischen aufgehobenen Art. 80 Abs. 1 lit. b bzw. neuen Art. 77a Abs. 1 lit. b der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit (VZAE) namentlich bei mutwilliger NichterfÃ¼llung Ã¶ffentlich- oder privatrechtlicher Verpflichtungen anzunehmen. Die Schuldenwirtschaft allein genÃ¼gt fÃ¼r den Widerruf bzw. die Nichterneuerung eines Anwesenheitsrechts nicht. Die Verschuldung muss vielmehr selbst verursacht und dem <br/> Betroffenen qualifiziert vorwerfbar sein. Erforderlich ist zumindest ein erheblicher Ordnungsverstoss; ein solcher kann bereits in einer qualifizierten Leichtfertigkeit liegen. Die Mutwilligkeit ist nicht leichthin anzunehmen. Der Beweis dafÃ¼r obliegt der MigrationsbehÃ¶rde (vgl. BGr, 24. Juni 2019 2C_724/2018 E. 3.1, unter anderem mit Hinweis auf BGr, 7. MÃ¤rz 2018, 2C_789/2017, E. 3.3). Wurde bereits eine auslÃ¤nderrechtliche Verwarnung ausgesprochen, ist entscheidend, ob die auslÃ¤ndische Person danach weiterhin mutwillig Schulden angehÃ¤uft hat oder nicht. Dabei ist zu berÃ¼cksichtigen, dass â wer einem betreibungsrechtlichen Verwertungsverfahren (insbesondere der LohnpfÃ¤ndung) unterliegt â zum Vornherein keine MÃ¶glichkeit hat, ausserhalb des Betreibungsverfahrens Schulden zu tilgen. Das kann in solchen FÃ¤llen dazu fÃ¼hren, dass im Vergleich zu frÃ¼her weitere Betreibungen hinzukommen oder der betriebene Betrag anwÃ¤chst, ohne dass allein deswegen eine Mutwilligkeit angenommen werden darf. Von entscheidender Bedeutung ist, welche Anstrengungen der Betroffene zur Sanierung seiner Situation vorkehrt: Positiv ist zu wÃ¼rdigen, wenn vorbestandene Schulden abgebaut wurden; negativ fÃ¤llt ins Gewicht, wenn der Betroffene trotz Verwarnung sich weiterhin in vorwerfbarer Weise verschuldet (BGr, 2C_724/2018 E. 3.2, mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Vorinstanz weist darauf hin, dass die betreibungsrechtlichen Verfahren gegen den BeschwerdefÃ¼hrer bis ins Jahr 1988 zurÃ¼ckgingen. Seit der letzten Verwarnung am 20. MÃ¤rz 2017, als gegen ihn gemÃ¤ss Betreibungsregister des Betreibungsamts O-Stadt vom 24. August 2016 54 offene Verlustscheine in HÃ¶he von rund Fr. 690'000.- (ohne BerÃ¼cksichtigung gewisser ersetzter, aber offenbar nicht gelÃ¶schter Verlustscheine) vorgelegen hÃ¤tten, habe sich die Anzahl und Summe der Verlustscheine gemÃ¤ss dem Verlustscheinregisterauszug vom 13. August 2018 auf 58 Verlustscheine in HÃ¶he von rund Fr. 805'000.- (ohne BerÃ¼cksichtigung der ersetzten und nicht gelÃ¶schten Verlustscheine) erhÃ¶ht. Bereits die Dauer der Schuldenwirtschaft, die Anzahl der Verlustscheine und insbesondere der massive Betrag der Schulden spreche fÃ¼r eine Mutwilligkeit. Dem BeschwerdefÃ¼hrer sei insbesondere die selbstÃ¤ndige ErwerbstÃ¤tigkeit anzulasten. Er habe keine Lehren aus seinen missglÃ¼ckten Versuchen und seinen schlechten Erfahrungen mit nicht vertrauenswÃ¼rdigen GeschÃ¤ftspartnern gezogen. Anstatt sich eine existenzsichernde Stelle als Arbeitnehmer zu suchen, habe er an seiner selbstÃ¤ndigen TÃ¤tigkeit festgehalten, obwohl er damit kein genÃ¼gendes Einkommen habe erwirtschaften kÃ¶nnen, um seinen Verbindlichkeiten nachzukommen. Dazu sei er in Zusammenhang mit seiner TÃ¤tigkeit als GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer des â¦ in I und auch als verantwortliche Person des Vereins K mehrmals gebÃ¼sst worden. Von der EidgenÃ¶ssischen Spielbankenkommission sei er wegen Ãbertretung des Spielbankengesetzes am 17. Oktober 2018 mit einer Busse von Fr. 22'000.- bestraft worden. SpÃ¤testens seit der letzten Verwarnung hÃ¤tte ihm seine Schuldensituation bewusst sein mÃ¼ssen. Er habe sich aber nicht darum bemÃ¼ht, seine Finanzen in den Griff zu bekommen, was er sich vorwerfen lassen mÃ¼sse. Eine erfolgreiche Schuldensanierung stehe bei Weitem nicht in Aussicht. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt sich auf den Standpunkt, trotz Schulden von Fr. 805'385.50 gemÃ¤ss Betreibungsregisterauszug vom 16. April 2018 keinen Widerrufsgrund gesetzt zu haben. Die Auffassung der Vorinstanz, wonach der Widerrufsgrund von Art. 63 [recte: Art. 62] Abs. 1 lit. c AuG erfÃ¼llt sei, verletze klar Bundesrecht. Es liege wegen der Verurteilungen kein "schwerwiegender" Verstoss bzw. keine "schwerwiegende" GefÃ¤hrdung der Ã¶ffentlichen Sicherheit und Ordnung vor und in Zusammenhang mit der SchuldenanhÃ¤ufung kÃ¶nne von Mutwilligkeit oder BÃ¶swilligkeit keine Rede sein. Jedenfalls habe die Vorinstanz diesbezÃ¼glich keinen rechtsgenÃ¼genden Nachweis erbracht. Sie habe auch zu Unrecht die schwierige wirtschaftliche Lage und Konkurrenzsituation ausser Acht gelassen. Gerade in den letzten fÃ¼nf Jahren habe sich seine finanzielle Situation stabilisiert. Aktuell sei er daran, die Schulden mit der Krankenkasse, dem Steueramt und der AHV zu regeln. Die UmstÃ¤nde der Verschuldung kÃ¶nne er auch persÃ¶nlich ausfÃ¼hren. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Die Vorinstanz geht zutreffend davon aus, dass die Verschuldung des BeschwerdefÃ¼hrers die Voraussetzungen eines Widerrufsgrunds nach dem interessierenden Art. 62 Abs. 1 lit. c AuG erfÃ¼llt (vgl. E. 2.1). Bereits in der VerfÃ¼gung des Beschwerdegegners vom 29. August 2019 war prÃ¤zis begrÃ¼ndet und dokumentiert worden, weshalb von einer mutwilligen Verschuldung ausgegangen werde: Schon im Jahr 1988 seien Betreibungen aufgezeichnet gewesen und in den 1990er-Jahren habe sich der BeschwerdefÃ¼hrer massiv verschuldet. Dazu seien Konkursschulden von ca. Fr. 200'000.- gegenÃ¼ber diversen GlÃ¤ubigern vom AutogeschÃ¤ft und ca. Fr. 200'000.- bei einer tÃ¼rkischen Handelsgesellschaft gekommen. Aus seinem unvollstÃ¤ndigen Betreibungsregisterauszug, den er am 16. September 2016 eingereicht habe, kÃ¶nne zwar nicht eruiert werden, wie hoch er damals verschuldet gewesen sei. Es kÃ¶nne aber auf eine nicht unerhebliche Summe geschlossen werden, insbesondere auch, weil aus der fÃ¼nften Seite des Auszugs ein Verlustschein in HÃ¶he von Fr. 71'018.65 hervorgehe. In der Verwarnung vom 20. MÃ¤rz 2017 habe das Migrationsamt 55 offene Verlustscheine Ã¼ber Fr. 1'076'919.75 sowie zwei Betreibungen Ã¼ber Fr. 49'754.10 festgehalten. Da einige Verlustscheine doppelt sowie betreibungsrechtliche Forderungen, gegen die Rechtsvorschlag erhoben worden sei, mitgezÃ¤hlt worden seien, hÃ¤tten damals bereinigt eine Betreibung von Fr. 48'514.40 sowie 53 Verlustscheine in HÃ¶he von Fr. 639'510.25 bestanden, was aber nichts an der rechtlichen Beurteilung der in Rechtskraft erwachsenen Verwarnung Ã¤ndere. Seit der Ablehnung der Niederlassungsbewilligung am 26. April 2006 seien die Schulden fast um das Zehnfache angestiegen. Ãber das â¦ N â seit dem 7. November 2007 sei er Gesellschafter und GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer gewesen â sei 2008 der Konkurs erÃ¶ffnet worden. Danach seien zwei weitere Gesellschaften liquidiert worden (L GmbH und M GmbH). In Zusammenhang mit der spÃ¤teren TÃ¤tigkeit im â¦ I seien sechs Bussen ergangen. Mit VerfÃ¼gung vom 8. Dezember 2014 sei die Schliessung des â¦ angeordnet worden, welcher Aufforderung der BeschwerdefÃ¼hrer lange Zeit nicht nachgekommen sei. Bei GegenÃ¼berstellung der Schulden von Fr. 805'385.50 gemÃ¤ss Betreibungsregisterauszug vom 16. April 2018 mit jenem vom 24. April 2016 mit Schulden von Fr. 688'024.65 ergebe sich einer Zunahme von rund Fr. 117'360.85. Seit der Verwarnung vom 20. MÃ¤rz 2017 seien fÃ¼nf neue Betreibungsverfahren eingeleitet worden. Alle Verfahren seien abgeschlossen und es resultierten daraus fÃ¼nf Verlustscheine, wovon zwei bereits wieder in Betreibung gesetzt worden seien. Aufgrund der Schuldenentwicklung und des hartnÃ¤ckigen Festhaltens an seiner SelbstÃ¤ndigkeit sowie fehlender SanierungsbemÃ¼hungen sei angesichts der HÃ¶he der Schulden auf eine mutwillige NichterfÃ¼llung der finanziellen Verpflichtungen zu schliessen.</p> <p class="Urteilstext">Der Beschwerdegegner vermag somit den Beweis fÃ¼r eine dem BeschwerdefÃ¼hrer vorwerfbare Verschuldung klar zu erbringen (vgl. E. 2.2). Weitere eventualiter beantragte Beweiserhebungen erÃ¼brigen sich daher. Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt seinerseits nichts Substanzielles vor, das die sich aus dem Sachverhalt ergebende Schlussfolgerung auf mutwillige NichterfÃ¼llung der erheblichen finanziellen Verpflichtungen entkrÃ¤ften kÃ¶nnte. Er beschrÃ¤nkt sich darauf, eine Mut- oder BÃ¶swilligkeit pauschal in Abrede zu stellen und von einer Schuldenstabilisierung in den letzten fÃ¼nf Jahren zu sprechen. Tatsache ist aber, dass der BeschwerdefÃ¼hrer jahrelang kontinuierlich Schulden angehÃ¤uft und trotz Verwarnungen nie ernsthafte SanierungsbemÃ¼hungen oder gar einen Sanierungsplan aufgezeigt hat. Stattdessen ist er weiterhin nicht lukrativen selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeiten nachgegangen â er selber nennt ein monatliches Einkommen von Fr. 3'500.- bis Fr. 4'000.- â und dabei gemÃ¤ss diversen Bussbescheiden mit dem Gesetz teils in Konflikt geraten. Jedenfalls kann keine Rede davon sein, dass er sich die Schuldenregelung im Rahmen des MÃ¶glichen und unter Zuhilfenahme eines Schuldenberaters zum Ziel gesetzt hÃ¤tte, was ihm vorzuwerfen ist und woran auch ein allfÃ¤lliger naiver Charakterzug oder eine fehlende Berufsausbildung nichts Ã¤ndern, ebenso wenig die von ihm vorgebrachte schlechte Wirtschaftslage oder Konkurrenzsituation in seiner Branche. Davon abgesehen hat der BeschwerdefÃ¼hrer eigenen Angaben zufolge in der TÃ¼rkei das Gymnasium und wÃ¤hrend zwei Jahren die UniversitÃ¤t besucht und verfÃ¼gt Ã¼ber ein Zertifikat in Deutsch B1 mit sehr guter Bewertung, was ihm eine anderweitige berufliche Etablierung erleichtert hÃ¤tte. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht sodann geltend, zwar nicht alle alten Schulden abzubauen und keinen teuren Schuldensanierer zu bezahlen, dafÃ¼r aber die Familie ohne UnterstÃ¼tzung des Sozialamts durchzubringen. Die Familie ohne Zuhilfenahme des Sozialamts durchzubringen, sollte aber selbstverstÃ¤ndlich sein und vermag an der vom BeschwerdefÃ¼hrer verursachten Schuldenwirtschaft nichts zu Ã¤ndern. Ebenso ist angesichts der enormen Verschuldung der Hinweis, keinen "teuren" Schuldenberater zu bezahlen und stattdessen fÃ¼r die Familie aufzukommen, fehl am Platz. Aber auch das Vorbringen, aktuell sei er daran, die Schulden mit der Krankenkasse, dem Steueramt und der AHV zu regeln, dokumentiert der rechtskundig vertretene BeschwerdefÃ¼hrer nicht, sondern offeriert lediglich seine persÃ¶nliche Befragung. Darauf kann jedoch verzichtet werden, da die Befragung, auf die ohnehin nicht vorbehaltlos abgestellt werden kÃ¶nnte, keinen wesentlichen Erkenntnisgewinn versprechen wÃ¼rde. Insgesamt zeigt sich der BeschwerdefÃ¼hrer trotz Verwarnung nicht einsichtig, sondern bagatellisiert seine Schuldenwirtschaft, was der Ã¶ffentlichen Sicherheit und Ordnung entgegensteht. Damit ist von einer mutwilligen Schuldenwirtschaft im Sinn von Art. 62 Abs. 1 lit. c AuG in Verbindung mit aArt. 80 Abs. 1 lit. b VZAE (bzw. den gleichlautenden neurechtlichen Bestimmungen Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG in Verbindung mit Art. 77a Abs. 1 lit. b VZAE) auszugehen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Das Vorliegen eines Widerrufsgrunds fÃ¼hrt nicht zwingend zum Widerruf bzw. zur NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, sondern muss sich in BerÃ¼cksichtigung aller wesentlichen UmstÃ¤nde des Einzelfalls als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweisen (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV], Art. 96 Abs. 1 AIG). DarÃ¼ber hinaus ergibt sich die Notwendigkeit einer InteressenabwÃ¤gung in BerÃ¼cksichtigung der Achtung des Privat- und Familienlebens nach Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und Art. 13 BV, lebt der BeschwerdefÃ¼hrer doch seit Jahrzehnten hier im gefestigten Konkubinat und sind die zwei jÃ¼ngsten Kinder F und G nicht volljÃ¤hrig. Allerdings gelten die aus Art. 8 Abs. 1 abgeleiteten Rechte nicht absolut. Vielmehr ist nach Art. 8 Abs. 2 EMRK ein Eingriff in das durch Abs. 1 geschÃ¼tzte Rechtsgut statthaft, soweit er eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft die nationale Sicherheit, die Ã¶ffentliche Ruhe und Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutze der Gesellschaft und Moral sowie der Rechte und Pflichten anderer Personen notwendig ist. Die Konvention verlangt insofern eine AbwÃ¤gung der sich gegenÃ¼berstehenden individuellen Interessen an der Erteilung der Bewilligung einerseits und der Ã¶ffentlichen Interessen an deren Verweigerung andererseits, wobei Letztere in dem Sinn Ã¼berwiegen muss, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (BGr, 27. Mai 2019, 2C_330/2018, E. 3.2, unter anderem mit Hinweis auf BGE 137 I 247 E. 4.1.1 und BGE 135 I 153 E. 2.2.1). Das Ã¶ffentliche Interesse an einer restriktiven Migrationspolitik Ã¼berwiegt das private Interesse eines auslÃ¤ndischen Elternteils am Verbleib im Land regelmÃ¤ssig, wenn zwischen dem auslÃ¤ndischen Elternteil und seinen im Inland lebenden Kindern keine enge Beziehung in affektiver und wirtschaftlicher Hinsicht besteht, sich der um die Bewilligung nachsuchende Elternteil in der Schweiz nicht tadellos verhalten hat oder das Herkunftsland nicht so weit entfernt ist, als dass sich die Beziehung praktisch nicht mehr aufrechterhalten liesse (BGr, 2C_330/2018 E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 144 I 91 E. 5.2 = Pra 108 [2019] Nr. 11; BGr, 2C_904/2018, 24. April 2019, E. 2.3).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die Vorinstanz verneinte angesichts der finanziellen Situation des BeschwerdefÃ¼hrers trotz seines beinahe vierzig Jahre dauernden Aufenthalts eine gelungene wirtschaftliche Integration. Auch dÃ¼rfte fÃ¼r ihn die RÃ¼ckkehr in die TÃ¼rkei nicht mit Schwierigkeiten verbunden sein, habe er doch bei der polizeilichen Einvernahme vom 19. Februar 2019 ausgesagt, nur noch zwei bis drei Jahre in der Schweiz bleiben zu wollen und sei er in der Vergangenheit immer wieder GeschÃ¤ftstÃ¤tigkeiten in der TÃ¼rkei nachgegangen. Weiter hielt die Vorinstanz fest, zwar habe die Wegweisung und die Trennung von der LebensgefÃ¤hrtin sowie den 16- und 14-jÃ¤hrigen Kindern fÃ¼r sie empfindliche Folgen. DiesbezÃ¼glich gelte aber zu beachten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer sowieso beabsichtige, in naher Zukunft ohne seine Kinder in die TÃ¼rkei zurÃ¼ckzukehren. Soweit er geltend mache, die Kinder bei der Lehrstellensuche zu unterstÃ¼tzen, sei ihm zuzumuten, dies der Kindsmutter zu Ã¼berlassen und ihr dabei aus dem Heimatland behilflich zu sein. Ohnehin sei im Rahmen des fairen Ausgleichs der sich gegenÃ¼berstehenden Interessen zu berÃ¼cksichtigen, dass er sich Ã¼ber Jahre hinweg massiv verschuldet und ungeachtet der auslÃ¤nderrechtlichen Verwarnung keinerlei Anstrengungen unternommen habe, diese zu reduzieren. Angesichts der massiven mutwilligen Verschuldung Ã¼berwiege das Ã¶ffentliche Interesse gegenÃ¼ber den privaten Interessen an seinem hiesigen Verbleib. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer verweist demgegenÃ¼ber auf seinen bald vierzigjÃ¤hrigen Aufenthalt in der Schweiz und das Zusammenleben mit C und allen Kindern. Sein privates Interesse, in der Schweiz zu bleiben, sei riesengross und von der Vorinstanz willkÃ¼rlich nicht genÃ¼gend in die Waagschale geworfen worden. Nur weil er sich verschuldet habe, kÃ¶nne nicht von einem Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen Wegweisungsinteresse ausgegangen werden. Er sei weder kriminell noch arbeitsfaul, sondern habe hier jahrelang gearbeitet, um seine Familie durchzubringen. Auch wenn er in doch entfernter Zukunft seinen Lebensabend vielleicht in der TÃ¼rkei verbringen mÃ¶chte, so sei sein Lebensmittelpunkt seit vierzig Jahren klar in der Schweiz, die zu seiner eigentlichen Heimat geworden sei. Er fÃ¼hre ein Vereinslokal in O, sei im Verein P, im Verein Q und gerade in O gesellschaftlich und sozial tief verwurzelt. Er habe hier einen riesigen Freundes- und Bekanntenkreis, darunter auch viele Schweizer. In diesem Zusammenhang offeriert er die Einholung und Nachreichung von Referenzen und die Befragung seiner Person sowie von Freunden und Bekannten. Das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens wÃ¼rde krass verletzt, wenn er die Schweiz verlassen mÃ¼sste, zumal die zwei jÃ¼ngsten Kinder vom Vater getrennt wÃ¼rden und von ihm auch keine finanzielle und persÃ¶nliche UnterstÃ¼tzung mehr erhielten, um einen richtigen Beruf zu erlernen. Die Vorinstanz habe willkÃ¼rlich ausser Acht gelassen, dass er die RÃ¼ckkehr in die TÃ¼rkei erst plane, wenn alle Kinder auf eigenen Beinen stÃ¼nden. Anders als er, der Ã¼ber ein riesiges Netz hier in der Schweiz verfÃ¼ge, wÃ¤re seine Partnerin gar nicht in der Lage, den Kindern bei der Lehrstellensuche zu helfen. Zum Beweis offeriert er die Befragung der Partnerin und der Kinder. Sodann wÃ¼rde die Wegweisung die Beziehung zu den jÃ¼ngsten Kindern unzulÃ¤ssig einschrÃ¤nken und deren Anspruch auf eine gesunde Entwicklung und eine Lehrstelle unnÃ¶tig behindern. Die Familie mÃ¼sste vom Sozialamt unterstÃ¼tzt werden, was absurd und sicher nicht im Ã¶ffentlichen Interesse sei. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.1 </b>Es ist erstellt, dass die privaten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers, seiner Partnerin und der beiden noch minderjÃ¤hrigen Kinder an einem weiteren Verbleib des Partners bzw. Vaters in der Schweiz fÃ¼r die die nÃ¤chsten paar Jahre sehr gross sind und es bedarf diesbezÃ¼glich keiner weiteren eventualiter beantragten Beweisabnahmen. Die BehÃ¶rden haben denn auch trotz der enormen Schuldenwirtschaft des BeschwerdefÃ¼hrers die privaten Interessen jahrelang immer wieder Ã¼ber das Ã¶ffentliche Interesse gestellt. Erst mit VerfÃ¼gung vom 29. August 2019 wurde das VerlÃ¤ngerungsgesuch des BeschwerdefÃ¼hrers abgewiesen, dies, nachdem entsprechende Mahnschreiben und Verwarnungen wirkungslos geblieben waren. Es kann keine Rede davon sein, dass den privaten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner Familie zu wenig Rechnung getragen worden wÃ¤re. Im Gegenteil wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer immer wieder Gelegenheit gegeben, die desolate Finanzlage konstruktiv in den Griff zu bekommen. Seitens des BeschwerdefÃ¼hrers unterblieben aber entsprechende Anstrengungen, was ihm klar anzulasten ist (vgl. E.3.3). Gerade sein Verhalten, nÃ¤mlich die Mahnschreiben und Verwarnungen nicht ernst genug genommen und stattdessen weiterhin auf den Langmut der BehÃ¶rden gesetzt zu haben, hat in der Konsequenz zu einer anderen Interessengewichtung seitens der Vorinstanzen gefÃ¼hrt. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat es selber zu verantworten, mit seinem Vorgehen die privaten Interessen aufs Spiel gesetzt zu haben. Auch jetzt stellt er sich auf den Standpunkt, es kÃ¶nne nicht im Ã¶ffentlichen Interesse sein, dass die Familie bei seiner Wegweisung vom Sozialamt unterstÃ¼tzt werden mÃ¼sste. Dabei verkennt er, dass er bislang den Lebensunterhalt nur mit Schuldenwirtschaft und somit nicht selbsttragend bestritten hat. Seine wirtschaftliche Integration ist klar misslungen. Abgesehen davon musste die Familie teilweise, wenn auch schon lÃ¤nger zurÃ¼ckliegend, mit namhafter Sozialhilfe unterstÃ¼tzt werden (Sachverhalt I/B). Zudem gab C anlÃ¤sslich der polizeilichen Befragung vom 19. Februar 2019 an, bis vor drei, vier Jahren ihrerseits fÃ¼r alles aufgekommen zu sein. Seit drei, vier Jahren werde sie nun vom BeschwerdefÃ¼hrer unterstÃ¼tzt. Da sie zusammenlebten, mÃ¼sse er keine Alimente bezahlen. Er bezahle jedoch die Versicherungen, wie auch Lebensmittel usw. und die Kinder bekÃ¤men von ihm jeweils am Mittwoch und Samstag Taschengeld von je Fr. 10.-. Insoweit relativieren sich die wirtschaftlichen Beziehungen des BeschwerdefÃ¼hrers zur Familie erheblich. Hinzukommen noch diverse Bussbescheide in Zusammenhang mit seinen GeschÃ¤ftstÃ¤tigkeiten. So oder so kann dem BeschwerdefÃ¼hrer kein so genanntes "tadelloses Verhalten" attestiert werden, woran auch sein Vorbringen, weder kriminell noch arbeitsfaul zu sein, etwas Ã¤ndert. Des Weiteren ist nicht ersichtlich, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer die beiden 2003 und 2005 geborenen Kinder nicht von der TÃ¼rkei aus bei der Lehrstellensuche unterstÃ¼tzen und sein Netzwerk aktivieren kÃ¶nnte. Angesichts ihres Alters sind die Kinder ohnehin in der Lage, den Kontakt zum Vater mit Mitteln der modernen Kommunikation und in den Ferien aufrechtzuerhalten, sodass nicht von einer unzulÃ¤ssigen EinschrÃ¤nkung der affektiven Beziehung bzw. der gesunden Entwicklung der Kinder auszugehen ist. </p> <p class="Erwgung3"><b>4.4.2 </b>Zu berÃ¼cksichtigen ist insbesondere auch, dass der BeschwerdefÃ¼hrer trotz des sehr langen Aufenthalts in der Schweiz nach wie vor sehr eng mit dem Heimatland verbunden ist, wo ebenfalls Verwandte und Freunde leben und wohin er zwei- bis dreimal jÃ¤hrlich reist. Bei der polizeilichen Befragung vom 19. Februar 2019 gab er an, sowieso nicht mehr so lange in der Schweiz zu bleiben. Er mÃ¶chte hÃ¶chstens noch zwei bis drei Jahre bleiben wegen der Kinder, damit sie etwas Gutes lernen. Ohne Papa wÃ¤re das fÃ¼r die Kinder sehr schwierig, Er mache Druck, damit sie in der Linie bleiben und einen Job bekommen. Gerade seine Tochter sei sehr abhÃ¤ngig von ihm. Falls er ausreisen mÃ¼sste, wÃ¼rde er wieder zurÃ¼ck in seine Stadt und wÃ¼rde mit seinem Bruder versuchen, sich selbstÃ¤ndig zu machen. Er selber kÃ¶nnte in der TÃ¼rkei schon etwas machen, fÃ¼r seine Kinder wÃ¤re das keine Option. Der einzige Grund hier zu bleiben, seien die Kinder, sonst wÃ¼rde er keine Minute bleiben. Er mÃ¶chte spÃ¤ter fÃ¼r immer in der TÃ¼rkei bleiben. Er habe hier alles versucht, vielen Leuten geholfen. Ihm sei es in der Schweiz nicht gut gelaufen, er habe nicht einmal den Schweizerpass bekommen. Seine Frau komme, wenn alles gut laufe, in zwei bis drei Jahren zu ihm in die TÃ¼rkei (was C allerdings eher in Abrede stellte). Er sei jetzt schon am Vorbereiten. In den nÃ¤chsten zwei bis drei Jahren werde alles geregelt sein und er kÃ¶nne in der TÃ¼rkei seine GeschÃ¤fte fÃ¼hren und die Kinder kÃ¶nnten ihn besuchen und umgekehrt. Er kÃ¶nne ja dort im Haus gratis leben. Sein Ziel sei es, â¦ zu produzieren und zu verkaufen. Er habe schon mit einem Italiener deswegen Kontakt. Ebenso machte er in der Rekurseingabe vom 7. Oktober 2019 geltend, in zwei Jahren in die TÃ¼rkei zurÃ¼ckzukehren, nachdem er fÃ¼r die Familie hier alles organisiert habe. Dem BeschwerdefÃ¼hrer dÃ¼rfte somit die berufliche und soziale Wiedereingliederung in der TÃ¼rkei ohne Weiteres mÃ¶glich sein, zumal er sich die RÃ¼ckkehr verbunden mit der Trennung der hier lebenden Familie nach dem jahrzehntelangen Aufenthalt in der Schweiz sowieso zum Ziel gesetzt hat. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>In BerÃ¼cksichtigung aller aufgefÃ¼hrten UmstÃ¤nde Ã¼berwiegt nunmehr das Ã¶ffentliche Interesse an einer Beendigung des Aufenthalts gegenÃ¼ber den privaten Interessen an einer VerlÃ¤ngerung des Aufenthalts des BeschwerdefÃ¼hrers. Die privaten Interessen am weiteren Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz haben sich dagegen deutlich relativiert. So beabsichtigt der BeschwerdefÃ¼hrer unmissverstÃ¤ndlich die RÃ¼ckkehr in die TÃ¼rkei, sobald dies wegen der Kinder mÃ¶glich sei. Angesichts des Alters der Kinder (geboren 2003 bzw. 2005) erweist sich die RÃ¼ckkehr des BeschwerdefÃ¼hrers jedoch schon heute als zumutbar, kann er ihnen doch auch aus der Ferne bei der Lehrstellensuche beratend behilflich sein. Die Kinder sind denn auch nicht auf sich allein gestellt, leben doch die Mutter und weitere Verwandte in der Schweiz. Die von der Vorinstanz vorgenommene InteressenabwÃ¤gung ist daher als verhÃ¤ltnis- bzw. rechtmÃ¤ssig zu qualifizieren. Angesichts des Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen Fernhalteinteresses â es ist nochmals auf die erdrÃ¼ckenden, die Kriterien der Mutwilligkeit erfÃ¼llende Schuldenwirtschaft hinzuweisen â hat die Vor­instanz richtigerweise auch von der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung in Anerkennung eines schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls im Sinn von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG abgesehen. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist, wie ausgefÃ¼hrt, nach wie vor sehr eng mit der TÃ¼rkei verbunden. Jedenfalls kann nicht gesagt werden, es kÃ¶nne von ihm nicht verlangt werden, schon jetzt im Heimatland zu leben.</p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist somit abzuweisen. Es wurde bereits erwÃ¤hnt, dass sich weitere SachverhaltsabklÃ¤rungen erÃ¼brigen, sodass auch der entsprechende Eventualantrag abzuweisen ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen und ist ihm keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 und § 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters in der Person seines Anwalts fÃ¼r das Beschwerdeverfahren.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Nach § 16 Abs. 1 VRG ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheinen, auf entsprechendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen. Sie haben nach Abs. 2 derselben Bestimmung Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer ist mittellos und sein Antrag war angesichts seines langjÃ¤hrigen Aufenthalts in der Schweiz nicht offensichtlich aussichtslos. Obgleich er im Rekursverfahren in der Lage war, seine Interessen selber zu vertreten, rechtfertigt sich angesichts der infrage stehenden NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung nach einem 40-jÃ¤hrigen Aufenthalt in der Schweiz die Bestellung eines Rechtsvertreters fÃ¼r das Beschwerdeverfahren (vgl. Kaspar PlÃ¼ss in: Kommentar VRG, § 16 N. 85). Es ist ihm daher die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren und sein Rechtsvertreter als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b>Rechtsanwalt B weist in seiner Kostennote fÃ¼r das Beschwerdeverfahren einen zeitlichen Aufwand von 10,24 Stunden aus, was angemessen ist. Bei einem Stundensatz von Fr. 220.- und unter Einberechnung der Auslagen von Fr. 27.- und von 7,7 % Mehrwertsteuer fÃ¼hrt dies zu einer EntschÃ¤digung von Fr. 2'455.35 (Mehrwertsteuer inklusive) aus der Gerichtskasse. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist gestÃ¼tzt auf § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 16 Abs. 4 VRG darauf aufmerksam zu machen, dass er Nachzahlung leisten muss, sobald er dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjÃ¤hrt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens.</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung gewÃ¤hrt und in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt, jedoch einstweilen zufolge GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers nach § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Rechtsanwalt B wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren mit Fr. 2'455.35 (inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt. Die Nachzahlungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers gemÃ¤ss § 16 Abs. 4 VRG bleibt vorbehalten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>8. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>