Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht vom 4. Februar 2014 (410 13 278) ____________________________________________________________________ Obligationenrecht Koppelungsgeschäfte in Zusammenhang mit der Miete von Wohnräumen, Art. 254 und Art. 267 Abs. 2 OR / Umfang der Beweispflicht des Vermieters für Ersatzansprüche we- gen Mängeln, für die der Mieter einzustehen hat, Art. 267a OR Besetzung Präsidentin Christine Baltzer-Bader; Gerichtsschreiber Hansruedi Zwei- fel Parteien E.____, bestehend aus: A.____, B.____, C.____, D.____, vertreten durch D.____, Beschwerdeführerin gegen F.____ Beschwerdegegner G.____ Beschwerdegegnerin Gegenstand Mietrecht Beschwerde gegen das Urteil des Bezirksgerichtspräsidenten Liestal vom 22. August 2013 Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Die Mieter kündigten mit Schreiben vom 24.02.2011 de n zwischen den Parteien beste- henden Mietvertrag vom 15.02./22.03.2000 ordentlich auf dem 31.05.2011. Am 30.05.2011 fand die Wohnungsabnahme statt. Die Mieter verweigerten die Unterschrift des Abnahmeprotokolls. Die Vermieter stellten den Mietern mit Schreiben vom 3 1.05.2011 das Abnahmeprotokoll sowie eine Kostenschätzung für die Beseitigung der im Abnah meprotokoll festgehaltenen Mängel zu. Mit Schreiben vom 05.07.2011 teilten die Vermieter den Mietern u.a. mit, dass die starken Niko- tin- und Fettablagerungen beim und im Dunstabzug nich t entfernt werden könnten und laufend das Nikotin-Fettgemisch auf den Herd tropfe. Sie ginge n davon aus, dass der nicht gehörig ge- pflegte Dunstabzug auf Kosten der Mieter zu ca. CHF 900.00 ersetzt werden müsse. Zudem sei bei den begonnenen Sanierungsarbeiten festgestellt wo rden, dass eine Steckdose im Wohn- zimmer nicht funktioniere und die Mediensteckdose in der W and nicht gehörig arretiert worden sei. Ferner seien bei der Demontage der Lampen offenb ar die Drähte abgeschnitten und damit gekürzt worden, wobei fraglich sei, ob die Nachmieterin ihre Lampen so noch montieren könne. Der Schadeninspektor der Haftpflichtversicherung nahm am 15.06.2011 einen Augenschein in der Wohnung und richtete nach Prüfung der Schlussabrechnung der Vermieter vom 05.01.2012 diesen gemäss Schreiben vom 22.02.2012 eine Entschädigung von CHF 1‘836.00 (CHF 306.00 für den Zeitwert des Lavabos, CHF 1‘500.00 für die Bö den pauschal und CHF 30.00 für den Verlust des Zimmerschlüssels) aus. Am 17.06.2012 leiteten d ie Vermieter für den Betrag von CHF 6‘014.60 nebst Zins zu 5% seit 26.03.2012 gegen d ie Mieter als Solidarschuldner die Be- treibung ein. Die Mieter erhoben fristgerecht Rechtsvor schlag. Mit (nicht unterzeichnetem) Schlichtungsbegehren vom 06.07.2012 stellten die Miete r folgendes Rechtsbegehren: „Klärung des Sachverhalts, Instandstellungskosten s. Beilagen“. Im ( unterzeichneten) Begleitschreiben gleichen Datums bestritten die Mieter die seitens der Vermieter in Betreibung gesetzte Forde- rung. Gemäss Präzisierung vom 10.07.2012 bestritten die Mieter die Schlussabrechnung und forderten die Kaution zurück. Anlässlich der Schlichtungs verhandlung vom 27.09.2012 erhoben die Vermieter Widerklage auf Bezahlung von CHF 6‘014.6 0 zuzüglich Zins zu 5% seit 26.03.2012 sowie Rechtsöffnung. Zufolge Nichtzustandekommens einer Einigung wurde beiden Parteien die Klagebewilligung erteilt. B. Mit Klage vom 26.10.2012 an das Bezirksgericht Liestal ste llten die Vermieter folgende Rechtsbegehren: „1. Die Beklagten seien gestützt auf die Abrechnung vom 05.01.2012 unter Berücksichtigung der bezahlten Heizkostenabrechnungen dazu zu verpflich ten, der Klägerin insgesamt CHF 5‘794.85 (inkl. Betreibungskosten von 2 mal CHF 73.00) zuzüglich Zins zu einem Zinsfuss von 5% ab 26.03.2012 sowie eine angemessene Aufwandentsc hädigung für das Schlichtungs- verfahren (z.B. Reisespesen) zu bezahlen. 2. Die Rechtsvorschläge vom 17.06.2012 in den Betreibun gsverfahren mit den Nr. xxx1 und xxx2 seien in der Höhe der unter Antrag 1 ergebenden Gesamtsumme zu beseitigen. 3. Die Filiale der Bank H.____ in Liestal sei zudem anzuweisen, die von den Beklagten geleiste- te Mietkaution von CHF 1‘500.00 zuzüglich der gutgeschriebenen Zinse im Sinne einer Akonto- zahlung an die unter Antrag 1 ergebende Gesamtsumme auf das Postcheckkonto mit der Nr. … den Klägern zu überweisen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten.“ Die beklagten Mieter beantragten mit Schreiben vom 13 .11.2013 die kostenfällige Abweisung Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Klage. Der Bezirksgerichtspräsident gab den Parteien Gelegenhei t, weitere Unterlagen einzureichen, zog die Akten der Schlichtungsstelle für Mietangelegenhe iten bei und befragte den von den Klägern aufgerufenen Herrn I.____ als Zeugen. C. Mit Urteil vom 22.08.2013 wurden die Beklagten verpfli chtet, den Klägern einen Betrag von CHF 1‘204.55 zuzüglich Zins zu 5.00 % seit 26.03.201 2 sowie die Betreibungskosten von CHF 146.00 zu bezahlen (Ziff. 1). Gleichzeitig wurde in den Betreibungen Nr. xxx1 und xxx2 des Betreibungsamtes Liestal für den obigen Betrag die definitive Rechtsöffnung bewilligt (Ziff. 2). Der Anspruch der Kläger auf den Betrag von CHF 1‘204.55, den Zins bis zum Urteils- zeitpunkt von CHF 84.80 sowie die Betreibungskosten von CHF 146.00, total CHF 1‘435.45, wurde mit der Mietzinskaution verrechnet (Ziff. 3) und die Bank H.____ wurde angewiesen, von der Mietzinskaution auf dem Konto Nr. … den Betrag von CHF 1‘435.35 an die Kläger auf das Postcheckkonto Nr. … und den Rest an die Beklagten auf das Konto Nr. … bei der Bank K.____ zu überweisen (Ziff. 4). Die Gerichtskosten wurde n zu einem Fünftel solidarisch den Beklagten und zu vier Fünfteln solidarisch den Klägern auferlegt und die Parteikosten wurden wettgeschlagen (Ziff. 5). Der Bezirksgerichtspräsident zog dabei Folgendes in Erwägung: Gemäss Art 113 Abs. 1 ZPO würden im Schlichtungsverfahren keine Parteientschädigungen gesprochen. Somit sei der Anspruch der Kläger auf eine angemessene Aufwandentschädigung für das Schlichtungsverfahren abzuweisen. Bei der Beendigung eines Mietverhältnisses hafte der Mi eter nicht für die gewöhnliche Abnut- zung der Mietsache, sondern nur für Schäden aus vertragswid rigen oder unsorgfältigen Hand- lungen. Den Vermieter treffe die Pflicht, die Mietsach e sofort nach Erhalt zu prüfen und ent- deckte Mängel sofort zu rügen. Dabei trage der Vermiete r die Beweislast für die geltend ge- machten Schäden. Neben dem Vorliegen des Schadens bei R ücknahme habe er auch die Mängelfreiheit bei Übergabe der Mietsache sowie die re chtzeitige Mängelrüge nachzuweisen. Daneben hafte der Mieter auch für diejenigen Schäden, die ihm nach Art. 259 OR als kleiner Unterhalt oblägen. Unter Berücksichtigung der von der Haftpflichtversicherung der Mieter ent- richteten Entschädigung verbleibe noch eine von den Ver mietern geltend gemachte Schaden- ersatzforderung von CHF 5‘708.85. Die Kosten für die Reparatur des Kurbelunterteils der Store (CHF 21.00), der Ersatz der Seifen- schale (CHF 7.75) und der Backofenfolie (CHF 20.80), di e Reinigung des Türblattes CHF 10.00) sowie das fachgerechte Zuspachteln der vorhan denen Dübellöcher (CHF 270.00) fielen unter den kleinen Unterhalt, den die Beklagten hätten vornehmen müssen. Die aufgezähl- ten Mängel seien überdies mit dem Abnahmeprotokoll vom 30.05.2011 gerügt worden. Folglich hätten die Kläger Anspruch auf Ersatz dieser Kosten. Die geltend gemachten Schäden an den Steckdosen sowie die abgeschnittenen Drähte der Lampen und der Dampfabzug seien im Abnahmeprotokoll n icht vermerkt gewesen, sondern erst mit Schreiben vom 05.07.2011 gerügt worden. Beim Dampfabzug sei im Abnahmeprotokoll vielmehr „i.O.“ vermerkt worden. Bei der Arretierung d er Mediensteckdose, den abgeschnitte- nen Drähten und auch beim Dampfabzug seien die Mängel bei einer ordentlichen Prüfung ohne Weiteres erkennbar gewesen und hätten somit sofort ger ügt werden können. Somit seien die Kläger bezüglich dieser Mängel ihren Prüf- und Rüge obliegenheiten nicht nachgekommen, wo- mit ihre diesbezüglichen Ansprüche verwirkt seien. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Für das laut Abnahmeprotokoll als schmutzig und abgenutzt gerügte Backblech seien keine Belege dafür eingereicht worden, dass es sich dabei um e ine ungewöhnlich starke Abnutzung gehandelt habe und inwiefern dies den Ersatz des Backblechs nötig gemacht habe. Zudem sei- en die geltend gemachten Kosten nicht belegt, so dass di eser Betrag nicht durch die Beklagten zu tragen sei. Für den rechtzeitig gerügten Schaden an der hölzerne n Küchenabdeckung, die erst 2005 er- setzt worden sei, hafteten die Beklagten im Umfang der geltend gemachten Reparaturkosten von CHF 45.00. Die Kläger beanspruchten unter Berufung auf Ziff. 1 1 des Mietvertrags den Neuwert des be- schädigten Lavabos (CHF 1‘071.05) abzüglich des von der Ve rsicherung geleisteten Betrags von CHF 306.00, weil die Beklagten durch diese Ziffer zum Abschluss einer Privathaftpflichtver- sicherung mit Neuwertzusatz für Glasbruch verpflichtet g ewesen seien. Da sie dieser Pflicht nicht nachgekommen seien und die Versicherung nur den Zu standswert ersetzt habe, hätten sie die Differenz selbst zu zahlen. Es sei zwar zulässig, dass si ch der Mieter zum Abschluss einer Mieter-Haftpflichtversicherung verpflichte, weil dabei ein Zusammenhang mit dem Ge- brauch der Mietsache bestehe. Da aber der Vermieter fü r die gewöhnliche Abnutzung mit der Bezahlung der Mietzinse entschädigt werde, habe der Mi eter bei übermässiger Nutzung ledig- lich den Zeitwert zu entschädigen. Mit der Verpflichtun g zum Abschluss einer Versicherung mit Neuwertzusatz werde die Haftung des Mieters über den Z eitwert hinaus erweitert, was nicht zulässig sei. Die Beklagten hafteten den Klägern somit t rotz Ziff. 11 des Mietvertrags nur für den Zeitwert. Den Klägern sei der Nachweis des Alters des Lavabos nicht gelungen, weshalb davon auszugehen sei, dass das Lavabo seit der Fertigstell ung der Liegenschaft 1986 nicht ersetzt worden sei. 2011 sei von einem Alter von 25 Jahre n auszugehen, womit die Versiche- rung den Zeitwert korrekt mit 10/35 berechnet habe. D ie Kläger hätten über den von der Versi- cherung ausgerichteten Betrag von CHF 306.00 hinaus keinen weiteren Anspruch. Bei der Anspruchsprüfung des geltend gemachten Mehraufwandes für Malerarbeiten obliege es den Klägern, den Zustand vor Mietantritt nachzuweisen. Gemäss Malerrechnung vom 02.06.1999 seien Malerarbeiten im Elternzimmer, in ei nem Kinderzimmer, im Gang sowie an der Decke des WC erfolgt. Die Kläger hätten aber kein en Nachweis über den Zustand der Kü- che im Zeitpunkt des Einzugs der Beklagten erbracht, wom it die Beklagten nicht für die geltend gemachten Schäden in der Küche zu haften hätten. Gemä ss Rechnung des Malergeschäfts I.____ vom 20.07.2011 seien für den Eingang pauschal CH F 600.00 und für das Kinderzimmer pauschal CHF 900.00 verrechnet worden. Die Lebensdauer des Anstrichs mit Dispersionsfarbe aus dem Jahr 2000 betrage 8 Jahre, weshalb er auch ohne Schäden hätte erneuert werden müssen. Die Beklagten hätten somit nicht für die ganzen Kosten der Malerarbeiten aufzukom- men, sondern nur für den effektiven Mehraufwand im Ve rgleich zu einem gewöhnlichen An- strich. Da aus der Rechnung nicht ersichtlich sei, wie sich diese Pauschale zusammensetze, sei für die Bestimmung des Mehraufwands auf die Zeugenaussag e von Herrn I.____ abzustellen. Gemäss seinen Aussagen hätten für das Auftragen des Prim ers im Gang etwa 2 Stunden und im Kinderzimmer etwa 3 Stunden aufgewendet werden müssen. Der zusätzlich nötige Abwasch vor dem Streichen habe ca. 6-7 Stunden gedauert, wobei sich der Aufwand nicht mehr auf die einzelnen Räume aufteilen lasse. Da gemäss Zeugenaussage die Küche am meisten ver- schmutzt gewesen sei, sei davon auszugehen, dass für den Abw asch in der Küche der Zeitauf- wand auch am grössten gewesen sei. Daher erscheine die Anrechnung eines Aufwandes von Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht jeweils einer Stunde für das Kinderzimmer und den Gang angemessen. Zusätzlich sei im Kin- derzimmer die Auswechslung der beschädigten Tapete mit einer Pauschalentschädigung von CHF 200.00 zu berücksichtigen. Somit sei von einem Mehr aufwand für den Gang von 3 Stun- den und für das Kinderzimmer von 4 Stunden zu einem Stu ndenansatz von CHF 90.00 auszu- gehen. Der Gesamtanspruch der Kläger aus den obigen Positionen ergebe CHF 1‘204.55, worauf ab 26.03.2012 ein Verzugszins von 5% zu bezahlen sei. Im diese m Umfang sei auch der Rechts- vorschlag in den Betreibungen Nr. xxx1 und xxx2 zu beseiti gen. Auf dem Mietkautionskonto hätten sich per 31.12.2012 CHF 1‘628.35 befunden, wel che grundsätzlich den Beklagten zu- stünden. Die den Klägern zustehenden Ansprüche seien daher einschliesslich der Betreibungs- kosten von CHF 164.00 und des bis zum 22.08.2013 aufgere chneten Verzugszinses von CHF 84.80 mit dem Anspruch der Beklagten auf diesen Be trag zu verrechnen. Die Kläger hät- ten im Umfang von einem Fünftel obsiegt, weshalb die Gerichtskosten zu 4/5 den Klägern und zu 1/5 den Beklagten aufzuerlegen seien. D. Gegen dieses Urteil erhoben die Kläger mit Eingabe vo m 27.10.2013 (Postaufgabe 28.10.2013) Beschwerde und beantragten Folgendes: „1. Das einzelrichterliche Urteil vom 22.08.2013 des Geri chtspräsidenten des Bezirksgerichts und dessen Rektifikation vom 17.09.2013 sei vollumfänglich aufzuheben. 2. Es seien die Akten von der Vorinstanz beizuziehen, insb esondere auch die mit Klage vom 20.10.2012 und mit der Eingabe vom 19.04.2013 einger eichten Beweisobjekte, deren Numme- rierung beibehalten und weiter geführt werde. 3. Die Beschwerdegegner seien gestützt auf die Abrechnun g vom 05.01.2012 unter Berück- sichtigung der bezahlten Heizkostenabrechnungen und lau t angefochtenem Urteil erfolgten Zahlung von CHF 1‘435.35 dazu zu verpflichten, der Be schwerdeführerin insgesamt CHF 4‘359.50 (inkl. Betreibungskosten von 2 mal CHF 73.00) zuzüglich Zins zu einem Zinsfuss von 5% ab 26.03.2012 zu bezahlen. 4. Die Rechtsvorschläge der Betreibungen Nr. xxx1 und xxx2 s eien in der Höhe der unter Antrag 3 ergebenden Gesamtsumme zu beseitigen. 5. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an d ie Vorinstanz zurückzuweisen, wobei der in der Sache als Einzelrichter amtende Bezirksgerichtsp räsident, L.____, wegen sichtlicher Befangenheit in den Ausstand zu treten hätte. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegner.“ Die Eingabe endete auf S. 12 Mitte, gefolgt von schwa rzen Schlenkern des Druckers. In einer begleiteten Handnotiz wurde auf Druckerprobleme hinge wiesen und die möglichst baldige Zu- stellung einer vollständigen Rechtsschrift in Aussicht gest ellt. Mit Postaufgabe vom 29.10.2013 folgte sodann die vollständige Beschwerdebegründung. Die Beschwerdeführerin begründete ihre Anträge wie folgt: Die Mietwohnung habe sich anlässlich der Wohnungsabnahme vom 30.05.2011 in einem äus- serst desolaten Zustand befunden, was in der Sachverhalt sdarstellung der Vorinstanz jedoch nicht festgehalten worden sei. Die Zimmerwände und Zim mertüren seien nicht nur mit Farbstif- ten, sondern auch mit fetthaltigen Stiften bemalt wor den. Die Tapeten seien wie die Zimmertür- furniere zum Teil abgerissen und beschädigt gewesen. Von einer normalen Abnutzung könne keine Rede sein. Die Küche sei mit einer gelben Fett- und Nikotinschicht überzogen gewesen, Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht wie wenn seit Jahren nie geputzt worden wäre. Auch das Loch im Lavabo stelle keine normale Abnutzung dar. Der Schadenexperte der Versicherung M._ ___, Herr N.____, sei der Meinung gewesen, dass die Schäden, welche die Beschwerdegegner g rösstenteils durch unsachgemäs- sen Gebrauch hinterlassen hätten, nicht von der Haftpf lichtversicherung gedeckt seien. Es sei bekannt, dass das Rauchen in Räumen Schäden verursache, w elche nicht zur normalen Ab- nutzung zählten. Der entsprechende Zusatzaufwand sei von den Mietern zu tragen. Weshalb die Vorinstanz den genannten Schadenexperten und Herrn O.____ nicht als Zeugen einver- nommen habe, sei unverständlich. Gestützt auf die Neuwe rtklausel sei zu Recht der volle Be- trag der Sanitärrechnung vom 24.06.2011 von CHF 1‘071 .05 in Rechnung gestellt worden. Der von den Klägern verlangte Kostenvorschuss von CHF 900.00 b ei einem Streitwert von CHF 5‘794.85 sei im Vergleich zum Kostenvorschuss von CHF 600.00, der in einem anderen Mietfall bei einem Streitwert von CHF 12‘960.00 verlangt worden sei, rechtsungleich und willkür- lich. Die Suggestivfragen des Einzelrichters an den Zeugen I.____ seien nicht gehörig protokol- liert worden. Auch die Ergänzungsfragen des klägerischen Vertreters seien nicht protokolliert worden. Nachdem die Beschwerdegegner mit Schreiben vom 06.07.20 12 an die kantonale Schlich- tungsstelle gelangt seien, ohne Anträge zu stellen und Beilagen zu nennen, und die Eingabe dazu benutzt worden sei, gegen den klägerischen Vertrete r zu polemisieren, sei es nicht unan- gebracht, die Reisekosten in Rechnung zu stellen. Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz handle es si ch bei den Türen nicht um kleinen Un- terhalt, zumal die beschädigten Türfurniere nicht durch Reinigung hätten geflickt werden kön- nen. Die Schäden in den Steckdosen sowie die abgeschnittenen Drähte der Lampen hätten erst spä- ter beim Gebrauch durch die Nachmieterin festgestellt werden können und seien mit Schreiben vom 05.07.2011 umgehend nach Entdeckung und Meldung du rch die Nachmieterin gerügt wor- den. Bei der Wohnungsabnahme habe davon ausgegangen w erden müssen, dass der Dampf- abzug gehörig gereinigt werden könne, weshalb im Abn ahmeprotokoll „i.O.“ angefügt worden sei. Erst beim Gebrauch durch die Nachmieterin habe sic h gezeigt, dass die mehrfach wieder- holten Reinigungsbemühungen umsonst gewesen seien, was ebenfalls sofort angezeigt worden sei. Der Dampfabzug habe vollständig ersetzt werden müsse n. Die Unterstellung des Einzel- richters, die drei Mängel wären bei ordentlicher Prüfung ohne Weiteres erkennbar gewesen und hätten sofort gerügt werden können, werde zurückgewiesen. Die entsprechenden Ansprüche seien somit nicht verwirkt. Aufgrund der Mängelliste der Beschwerdegegner vom 14.0 6.2000 und des Abnahmeprotokolls vom 31.05.1999 stehe fest, dass die Wohnung der Beschwerde führerin in tadellosem Zustand übergeben worden sei. Das Backblech, dessen Ersatz zum norma len Unterhalt gehöre, habe bei Mietantritt keinen Mangel gehabt. Folglich ginge n die Ersatzkosten von CHF 69.25 zulasten der Beschwerdegegner. Mit dem Hinweis, dass den Beschwerdegegnern nur die Kost en für die Abdeckplatte und nicht die Arbeit in Rechnung gestellt werde, erübrige sich e in weiterer Kommentar zu den Ausführun- gen im angefochtenen Entscheid. Die Versicherung M.____ habe für das wegen des Lochs nic ht mehr zu gebrauchende 11- jährige Lavabo CHF 306.00 (10/35) bezahlt. Der Schade nexperte habe offenbar die Meinung des Sanitärs betreffend Alter des Lavabos geteilt. Da di e Beschwerdegegner ihrer Vertrags- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht pflicht nicht nachgekommen seien und die Versicherung m angels Neuwertzusatzes nur den Zustandswert ersetzt habe, hätten die Beschwerdegegner die Differenz zum Neuwert zu bezah- len. Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz werde mit der Verpflichtung zum Abschluss einer Versicherung mit Neuwertzusatz die Haftung des Mie ters nicht über den Zeitwert hinaus erweitert, sondern es gehe um die Versicherung eines Ere ignisses, welches die Funktionalität des Lavabos schlagartig zu verändern vermöge. Die Auslegu ng von Art. 267 Abs. 1 OR durch die Vorinstanz sei realitätsfremd. Für den durch ordnungsgemässen Gebrauch entstandenen, no rmalen Renovationsaufwand habe Herr I.____ einen Kostenvoranschlag von CHF 7‘444 .40 gemacht. Dieser Betrag sei für die vollständige Erneuerung des Anstrichs der Wohnung, unabhängig von der Lebensdauer und exklusiv Nikotinsperre aufgewendet worden. Der durch ordn ungsgemässen Gebrauch entstan- dene, normale Renovationsaufwand gehe vorliegend gestützt auf die paritätische Lebensdauer- tabelle zulasten der Beschwerdeführerin. Das Bemalen von Holztüren, das Ablösen von Furnie- ren, Löcher in den Tapeten oder das Bemalen mit Farbe n, welche den normalen Renovations- kostenaufwand verunmöglichten, stellten keinen ordnungsg emässen Gebrauch dar. Deshalb gehe der dadurch entstandene Mehraufwand zulasten der Beschwerdegegner. Der Mehrauf- wand für den über den normalen Gebrauch hinausgehend en, durch die Mieter verursachten Schaden sei von Herrn I.____ mit Kostenvoranschlag vom 05 .06.2011 mit CHF 3‘348.00 bezif- fert worden. Die Rechnung des Malergeschäfts I.____ vom 20.07.2011 über CHF 3‘564.00 liege innerhalb der üblichen Toleranz von 10% des Kostenvoransc hlags. Die Vorinstanz verkenne, dass die erwähnte Rechnung exklusiv nur die Mehrkosten umfa sse. Es gebe keinen Anlass, an der von Herrn I.____ gestellten Rechnung für den Mehr aufwand etwas zu ändern, auch wenn sich Herr I.____ anlässlich der Zeugenbefragung nicht me hr an die Details habe erinnern kön- nen. Die vom Vorderrichter aufgeführten Beträge erwie sen sich somit als unkorrekt. Die Be- schwerdegegner hätten der Beschwerdeführerin deshalb de n Betrag von CH 3‘564.00 zu be- zahlen. Die Gerichtskosten seien den Beschwerdegegnern aufzuerleg en und der Beschwerdeführerin sei der geleistete Kostenvorschuss von CHF 900.00 zurückzuer statten, sei sie doch nicht für das Eintreiben der Gerichtskosten bei den Beschwerdegegnern zuständig. E. Die Beschwerdegegner beantragten mit Eingabe vom 04.12 .2013 sinngemäss die Abwei- sung der Beschwerde, ohne auf die Details der Beschwerdebegründung einzugehen. F. Mit Verfügung vom 06.12.2013 wurde der Schriftenwech sel geschlossen und der Ent- scheid des Präsidiums aufgrund der Akten in Aussicht gestellt. Erwägungen 1. Nicht berufungsfähige, erstinstanzliche Endentscheide können gemäss Art. 319 lit. a ZPO mit Beschwerde angefochten werden. Diese ist gemäss Art. 321 Abs. 1 ZPO bei der Rechtsmit- telinstanz innert 30 Tagen seit der Zustellung des begr ündeten Entscheids oder seit der nach- träglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und begründet einzureichen. Die schriftliche Begründung des angefochtenen Urteils vom 22. 08.2013 wurde der Beschwerdefüh- rerin am 27.09.2013 zugestellt. Die am 28.10.2013 (M ontag) der Post übergebene Eingabe, Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht welche allerdings nur Beschwerdebegründung bis Seite 12 Mitte enthält, ist somit rechtzeitig eingereicht worden (vgl. Art. 142 Abs. 3 ZPO). Es fra gt sich zunächst, ob die erst am 29.10.2013 der Post übergebenen Seiten 12 Mitte bis 1 6 der Beschwerdebegründung trotz Fristablaufs berücksichtigt werden können. Gemäss Art. 132 Abs. 1 ZPO sind Mängel wie fehlende Un terschrift und fehlende Vollmacht innert einer gerichtlichen Nachfrist zu verbessern. Glei ches gilt u.a. für unleserliche Eingaben (vgl. Art. 132 Abs. 2 ZPO). Diese Aufzählung ist nicht a bschliessend, es sind weitere Fälle von mangelhaften Eingaben denkbar wie z.B. beschmutzte oder zerknitterte Eingaben oder solche mit fehlenden Seiten (vgl. A. Staehelin, in: Suter- Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., Art. 132 N 3). Darunter fällt auch das von d er Beschwerdeführerin erlittene, drucktech- nische Missgeschick. Da ihr somit zur Behebung dieses Mangels e ine gerichtliche Nachfrist eingeräumt worden wäre, ist ihr auch freigestanden, u naufgefordert und unmittelbar nach Weg- fall des Hindernisses eine verbesserte Eingabe einzureiche n, selbst wenn inzwischen die ge- setzliche Beschwerdefrist abgelaufen ist. Die mit Postaufg abe vom 29.10.2013 eingereichte, vollständige Beschwerdebegründung ist somit zu berücksicht igen. Auf die Rückweisung der Eingabe zwecks Entfernung ungebührlicher Bemerkungen wie z.B. derjenigen, dass der Co- Gerichtspräsident L.____ offenbar hauseigentümerfeindl ich sei, wurde verzichtet. Der Kosten- vorschuss ist fristgemäss geleistet worden. Gemäss § 5 Abs. 1 l it. b EG ZPO ist das Präsidium der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts für die Beu rteilung von Beschwerden gegen Ent- scheide der Präsidien der Bezirksgerichte sachlich zuständig . Da sich die Beschwerdeführerin auf zulässige Beschwerdegründe beruft und die Beschwerde begründung auch die übrigen Formalien erfüllt, ist auf die Beschwerde grundsätzlich e inzutreten. Soweit auf einzelne Be- schwerdepunkte nicht eingetreten werden kann, wird dies i n den nachfolgenden Erwägungen zu erörtern sein. 2. Die Rügen der Beschwerdeführerin bezüglich angeblicher Unkorrektheiten des Schlich- tungsverfahrens sind im heutigen Zeitpunkt verspätet und daher nicht zu hören, sollte die Be- schwerdeführerin dadurch überhaupt beschwert sein. Sowei t Befangenheit des Vorderrichters geltend gemacht wird, erfolgt die Rüge verspätet, ist doch gemäss Art. 49 Abs. 1 ZPO ein Aus- standsgesuch unverzüglich zu stellen, sobald vom Ausstandsgru nd Kenntnis erlangt worden ist (vgl. BSK ZPO-Weber, Art. 49 N 3). Ohnehin sind keine Gründe ersichtlich, aus denen der Vor- derrichter in den Ausstand hätte treten müssen. Was die Rüge der rechtsungleichen Kostenvor- schusserhebung betrifft, so wäre die Kostenvorschussverfügung gemäss Art. 103 i.V.m. Art. 321 Abs. 2 ZPO innert zehn Tagen mittels Beschwerde direkt anfechtbar gewesen, weshalb diese Rüge heute verspätet und daher nicht zu hören ist. Selbst wenn dies im jetzigen Verfah- ren noch überprüft werden könnte, so wäre festzustellen , dass die Ermessensausübung der Vorinstanz angesichts des mit dem Fall verbundenen Aufwand s korrekt ist und der verfügte Kostenvorschuss sich an den zulässigen Rahmen gemäss § 8 Abs. 1 lit. f GebT hält. Soweit die Beschwerdeführerin die nicht richtige und nicht vollstän dige Protokollierung der Zeugenbefra- gung von Herrn I.____ anlässlich der Gerichtsverhandlung vom 22.08.2013 rügt, ist auf Art. 235 Abs. 3 ZPO zu verweisen. Diesbezüglich hätte sich die Be schwerdeführerin somit an den Be- zirksgerichtspräsidenten Liestal und nicht an die Rechtsmitt elinstanz wenden müssen, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann (vgl. BSK ZPO-Frei/Willisegger, Art. 235 N 33). Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3. Gemäss Art. 152 Abs. 1 ZPO hat jede Partei das Recht, da ss das Gericht die von ihr form- und fristgerecht angebotenen tauglichen Beweismit tel abnimmt. Was die Rüge der Nicht- berücksichtigung zweier Beweismittel durch die Vorinstanz, nämlich der Befragung von Herrn N.____, Versicherung M.____, und von Herrn O.____ als Zeugen anbelangt, so hat die Be- schwerdeführerin die entsprechenden Beweisanträge zwar rechtzeitig im erstinstanzlichen Ver- fahren gestellt. Es besteht hingegen kein Anspruch auf die Anhörung mehrerer Zeugen für den- selben Sachverhalt (vgl. Hasenböhler, in: Sutter-Somm/ Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., Art. 152 N 20 f.). Der Vorderrichter hat sich d afür entschieden, hinsichtlich des Zustan- des der Wände der zurückgegebenen Wohnung und der diesb ezüglichen Instandstellungskos- ten Herrn I.____, Inhaber eines Malergeschäfts, als Zeu gen einzuvernehmen. Ferner hat der klägerische Vertreter nach der Zeugenbefragung von Herr n I.____ an einer Befragung der wei- teren von ihm genannten Zeugen implizit nicht mehr fe stgehalten (vgl. Protokoll der Gerichts- verhandlung vor dem Bezirksgerichtspräsidenten Liestal vom 22.08.2013). Eine Verletzung des Rechts auf Beweis liegt somit nicht vor. Soweit die Besch werdeführerin die Würdigung der er- wähnten Zeugenaussage beanstandet, ist darauf bei der Prüfung des Anspruchs auf Ersatz des Mehraufwandes bezüglich der Renovation der Wände zurückzukommen. 4. Gemäss Art. 95 Abs. 3 lit. a ZPO gilt der Ersatz notwend iger Auslagen als Parteientschä- digung. Hingegen werden laut Art. 113 Abs. 1 ZPO im Schlichtungsverfahren keine Parteient- schädigungen gesprochen. Das bedeutet, dass jede Partei i hre Auslagen und allfälligen An- waltskosten in diesem Verfahrensstadium grundsätzlich sel ber zu tragen hat (vgl. Urwyler, in: DIKE-Komm-ZPO, Art. 95 N 17 und Art. 113 N 2; BSK Z PO-Rüegg, Art. 95 N 19 f. und Art. 113 N 2; Suter/von Holzen, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Le uenberger, ZPO Komm., Art. 95 N 38). Die Parteikosten des Schlichtungsverfahrens können auch nicht zur Hauptsache geschlagen und im Prozess vor dem erstinstanzlichen Zivilgericht gelten d gemacht werden (vgl. Egli, in: DIKE-Komm-ZPO, Art. 207 N 8 und 13; BSK ZPO-Infange r, Art. 207 N 7; Suter/von Holzen, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., Art. 95 N 38; Koslar, in: Stämpflis Hand- kommentar, ZPO, Art. 113 N 2; Staehelin/Staehelin/Gr olimund, Zivilprozessrecht, § 20 N 33; Alvarez/Peter, in: Berner Kommentar ZPO, Art. 207 N 1 1). Der Entscheid des Vorderrichters, den Antrag der Klagpartei auf Ausrichtung einer Aufwa ndentschädigung für das Schlichtungs- verfahren abzuweisen, ist folglich nicht zu beanstanden. Ob die Rechtsbegehren der Gegenpar- tei im Schlichtungsgesuch vom 06.07.2012 hinreichend gewe sen sind, spielt diesbezüglich kei- ne Rolle. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt somit als unbegründet. 5. Die Kosten für die Reinigung des Türblatts im seitens der Klagpartei geltend gemachten Umfang von CHF 10.00 hat die Vorinstanz zugesprochen (vgl . E. 4 im angefochtenen Urteil). Diesbezüglich liegt gar keine Beschwer der Beschwerdefüh rerin vor, weshalb auf diesen Punkt der Beschwerde nicht einzutreten ist. Ob die Rechtsgrund lage des zugesprochenen Schadens- betrags von der Vorinstanz zu Recht mit der Pflicht des Mieters zum kleinen Unterhalt begrün- det worden ist, spielt keine Rolle, weil die Motive ei nes Urteils nicht mit Beschwerde anfechtbar sind (vgl. Reetz, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., Vorbem. zu Art. 308- 318 N 33; Sterchi, in: Berner Kommentar ZPO, Vorbem. zu Art. 308 N 26). Das Gleiche gilt auch für den von der Vorinstanz zugesprochenen Anspruch f ür den Schaden an der Abdeck- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht platte der Küchenabdeckung von CHF 45.00 (vgl. E. 5.2. c im angefochtenen Urteil), weshalb auf die diesbezügliche Beanstandung der Beschwerdeführerin nicht einzutreten ist. 6. Gemäss Art. 267a Abs. 1 OR muss der Vermieter bei der Rü ckgabe den Zustand der Sa- che prüfen und Mängel, für die der Mieter einzustehen hat, diesem sofort melden. Versäumt dies der Vermieter, so verliert er gemäss Art. 267a Abs . 2 OR seine Ansprüche, soweit es sich nicht um Mängel handelt, die bei übungsgemässer Unter suchung nicht erkennbar waren. Ent- deckt der Mieter solche Mängel später, so muss er sie laut Art. 267a Abs. 3 OR dem Mieter sofort melden. Der Vermieter muss kumulativ beweisen, dass die Mietsache mit einem Mangel behaftet ist, für dessen Behebung der Mieter einzustehe n hat, dass dieser Mangel beim Einzug des Mieters noch nicht bestand, und dass die Mängelrüge rechtzeitig erhoben wurde (vgl. Lachat et al., Mietrecht , 8. Aufl., 31/5.7, S. 680). Die Schäden an den Steckdosen sowie die abgeschnittenen Drähte und die Unmöglichkeit, die Dampfabzugshaube durch Reinigung in einen mangelfrei en Zustand zu bringen, wurden an- lässlich der Wohnungsabnahme vom 30.05.2011 noch nicht ge rügt, sondern erst mit Schreiben vom 05.07.2011. Deshalb muss die Beschwerdeführerin nach weisen, dass die mit diesem Schreiben den Beschwerdegegnern gemeldeten Mängel bei übungsgemässer Untersuchung vorher nicht erkennbar waren. Der Vorderrichter eracht ete diesen Nachweis als nicht erbracht. Die Frage, ob diese Beweiswürdigung korrekt gewesen ist, ist eine Tatfrage. Die Beschwerde- führerin legt indessen nicht dar, inwiefern die Feststellung des Vorderrichters, dass die Schäden an den Steckdosen sowie die abgeschnittenen Drähte der Lampen und Unmöglichkeit, den Dampfabzug genügend reinigen zu können, bei einer or dentlichen Prüfung ohne Weiteres er- kennbar gewesen wären, offensichtlich unrichtig ist. Es li egt weder eine Aktenwidrigkeit noch ein offensichtliches Versehen vor. Hinzu kommt, dass der Be schwerdeführerin der Nachweis der Mangelhaftigkeit nicht gelungen ist. Die Schäden a n den Steckdosen sind bloss behauptet. Auf der Offerte des Elektro-Fachgeschäfts ist weder unt er den auszuführenden Arbeiten noch unter dem zu liefernden Material ein Hinweis auf de fekte oder beschädigte Steckdosen zu fin- den (vgl. Klagbeilage 9). Ob die Kürzung der Drähte d ie Neumontage von Lampen verunmög- licht hat, bezeichnet selbst die Vermieterin als fragli ch (vgl. Klagbeilage 10). Bezüglich Dampf- abzug wurde zudem im Abnahmeprotokoll vom 30.05.2011 vermerkt „Dunsthaube i.O.“(vgl. Klagbeilage 5). Ausser den vom damals vermerkten Zustand abweichenden Behauptungen der Beschwerdeführerin liegen für den diesbezüglichen Ma ngel keine Beweise vor. Insbesondere hat es die Beschwerdeführerin unterlassen, eine allfä llige schriftliche Beanstandung der Nach- mieterin einzureichen. Vielmehr wurde mit Schreiben vo m 05.07.2011 in Aussicht gestellt, hin- sichtlich des Dunstabzugs noch zuzuwarten, bis die neue Mieterin eingezogen sei (vgl. Klagbei- lage 10). Die Beschwerde erweist sich daher in diesem Punkt als unbegründet. 7. Das Backblech war gemäss Abgabeprotokoll der Vormieter und Mängelliste der Beklagten bei Mietantritt in mangelfreiem Zustand (vgl. Klagbei lage 24) und wurde im Abnahmeprotokoll vom 30.05.2011 als „schmutzig und abgenutzt“ beanstandet ( vgl. Klagbeilage 5). Der Vorder- richter erachtete den Nachweis für einen Mangel im Sinn e einer ausserordentlichen Abnützung als nicht erbracht. Die Frage, ob diese Beweiswürdigung korrekt gewesen ist, ist eine Tatfrage. Die Beschwerdeführerin legt indessen nicht dar, inwief ern die Feststellung des Vorderrichters, dass die Klägerin nicht belegt habe, dass es sich um eine ungewöhnlich starke Abnutzung ge- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht handelt habe und inwiefern dieser Umstand den Ersatz des Backblechs nötig gemacht habe, offensichtlich unrichtig ist. Es liegt weder eine Aktenw idrigkeit noch ein offensichtliches Verse- hen vor. Die Beschwerde erweist sich daher in diesem Punkt als unbegründet. 8. Das Lavabo war gemäss Abgabeprotokoll der Vormieter und Mängelliste der Beklagten bei Mietantritt in mangelfreiem Zustand (vgl. Klagbei lage 24). Im Abnahmeprotokoll vom 30.05.2011 wurde beanstandet, dass im Lavabo ein „Loc h und davon aus- und durchgehende Risse (oben und unten)“ vorhanden waren (vgl. Klagbeil age 5 sowie die Fotos auf S. 22 der Klagebegründung vom 26.10.2012). Dass dies einen Mang el darstellt und die Mieter dafür grundsätzlich haften, ist unbestritten. Streitig ist einzig der Haftungsumfang. Gemäss Art. 254 OR ist ein Koppelungsgeschäft, das in Zu sammenhang mit der Miete von Wohn- oder Geschäftsräumen steht, nichtig, wenn der Absc hluss oder die Weiterführung des Mietvertrags davon abhängig gemacht wird und der Miete r dabei gegenüber dem Vermieter oder einem Dritten eine Verpflichtung übernimmt, die nicht unmittelbar mit dem Gebrauch der Mietsache zusammenhängt. Als Koppelungsgeschäfte gelten g emäss Art. 3 VMWG u.a. Versi- cherungsverträge. Steht ein Versicherungsvertrag indessen in einem Zusammenhang mit dem Gebrauch der Mietsache, findet Art. 254 OR keine Anwe ndung, so z.B. bei einer Versicherung über Wasserschäden oder Glasbruch oder auch bei einer H aftpflichtversicherung des Mieters. Nichtig ist hingegen u.a. eine Verpflichtung des Miete rs, eine Versicherung abzuschliessen, welche Vermieterrisiken abdeckt (vgl. Lachat et al., a.a. O., 22/2.5, S. 454). Ferner sind laut Art. 267 Abs. 2 OR Vereinbarungen, in denen sich der M ieter im Voraus verpflichtet, bei Been- digung des Mietverhältnisses eine Entschädigung zu entrich ten, die anderes als die Deckung des allfälligen Schadens einschliesst, nichtig. Ungültig si nd deshalb Vertragsklauseln, welche im Voraus vorsehen, dass der Mieter beim Auszug für Mäng el aufzukommen hat, die auf eine ordentliche Abnutzung der Mietsache zurückzuführen sind (vg l. Lachat et al., a.a.O., 31/6.2, S. 682). Gemäss Ziff. 11 des Mietvertrags (vgl. Klagbeila ge 1) verpflichtet sich der Mieter zwecks Abdeckung der Haftpflichtansprüche des Vermieters zu m Abschluss einer Privathaft- pflichtversicherung mit Neuwertzusatz. Mit dieser Vertrag sbestimmung wird insoweit eine Ver- schiebung der vom Vermieter zu tragenden gewöhnlichen Ab nutzung bezweckt, welche durch die Nettomietzinsen abgegolten wird, als der Mieter be i der Beschädigung der Wohnungsein- richtung über den Zeitwert hinaus für den Neuwert einzustehen hat. Der Zeitwert der beschädig- ten Einrichtungsgegenstände bleibt nach dieser Klausel unberücksichtigt. Die Vorinstanz hat daher in richtiger Anwendung der zuvor zitierten Gesetze sbestimmungen die Ungültigkeit der getroffenen Vertragsabrede festgestellt. Folglich besteht eine Haftung der Beschwerdegegner nur im Umfang des Zustandswerts des Lavabos. Der Zustandswert deckt die Differenz zwischen dem Anschaffungspreis und dem Mehrwert, der regelmässig durch die Neuanschaffung gescha ffen wird. Der Mehrwert kann da- rin bestehen, dass die neue Einrichtung qualitativ besser ist als die ersetzte oder dass die er- setzte Einrichtung im Verhältnis zu ihrer normalen Leb ensdauer möglicherweise ganz oder teil- weise altersentwertet ist (vgl. Lachat et al., a.a.O., 31/5.4, S. 677). Hinsichtlich des Alters des Lavabos hat der Vorderrichter dessen Beweis bloss durch die entsprechende Angabe auf der Rechnung des Sanitärs (vgl. Klagbeilage 11) als nicht e rbracht erachtet. Die Frage, ob diese Beweiswürdigung korrekt gewesen ist, ist eine Tatfrage. Die Beschwerdeführerin legt dar, dass die Schätzung des Alters des demontierten Lavabos auf ca. 11 Jahre durch einen Fachmann Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht erfolgt ist, und rügt die Nichtbeachtung dieser Fachme inung durch den Vorderrichter. Mit der Feststellung, dass das Lavabo seit Fertigstellung der Liegenschaft 1986 nicht ersetzt wurde, hat die Vorinstanz der Schätzung des Sanitärs jeglichen Bew eiswert abgesprochen. Die Nichtbe- achtung dieser aktenkundigen Schätzung eines Fachmannes übe r das Alter des Lavabos hat nach Ansicht des Kantonsgerichts, Abteilung Zivilrecht, zu einer offensichtlich unrichtigen Sach- verhaltsfeststellung geführt. Ohnehin fragt sich, ob da s Alter des Lavabos nicht unbestritten geblieben ist (vgl. Protokoll der Verhandlungen vom 0 5.02.2013 und vom 22.08.2013 vor dem Bezirksgerichtspräsidenten Liestal). Die Vorinstanz hätte mithin als bewiesen erachten müssen, dass das demontierte Lavabo rund 11 Jahre alt war. Aus gehend von einer Lebensdauer eines Lavabos von 35 Jahren (vgl. Lachat et al., a.a.O., Anhan g Paritätische Lebensdauertabelle, S. 752) ist nach Abzug der Altersentwertung des demontierten Lavabos von 11 Jahren ein Wert von 24/35 des ausgewiesenen Neuwerts von CHF 1‘071.05 ( vgl. Klagbeilage 11) zu ersetzen, was einen Betrag von CHF 734.65 ergibt. Daran ist der von der Versicherung bereits ausgerich- tete Betrag von CHF 306.00 anzurechnen. Die Beschwerde erweist sich somit in diesem Punkt als teilweise begründet und es ist der Beschwerdeführerin als Ersatz des beschädigten Lavabos ein Betrag von CHF 428.65 zuzusprechen. 9. Die Wände im Kinderzimmer bei der Dusche und im Gang w aren gemäss Abgabeproto- koll der Vormieter und Mängelliste der Beklagten bei M ietantritt in mangelfreiem Zustand. Bei den Wänden im Kinderzimmer beim Bad wurde „neu streich en“ vermerkt. Bei den Wänden in der Küche wurde bloss der Vermerk „abg“ hinzugefügt, wom it vermutlich „abgenutzt“ gemeint ist. Gemäss Rechnung des Malergeschäfts P.____ vom 02.06.1999 wurden im Elternzimmer, in einem Kinderzimmer und im Gang Decken und Wände frisch gestrichen (vgl. zum Ganzen Klagbeilage 24). Im Abnahmeprotokoll vom 30.05.2011 wurde beanstandet, dass in der Küche Wände, Decke, Blenden und Fensterrahmen extrem stark ver gilbt und die Fenstertürrahmen ungereinigt gelb überstrichen waren, dass im Korridor d ie Wände vergilbt waren und dass im Kinderzimmer die Rohfasertapete an der linken Wand ste llenweise abgerissen und alle Wände mit Kindergekritzel, zum Teil offenbar mit Fettfarben wie Neocolor, bemalt waren (vgl. Klagbei- lage 5 sowie die Fotos auf S. 4 und 9-12 der Klagebeg ründung vom 26.10.2012). Angesichts der Lebensdauer eines Anstrichs mit Dispersionsfarbe von 8 Jahren (vgl. Lachat et al., a.a.O., Anhang Paritätische Lebensdauertabelle, S. 750) ist un bestritten, dass die Malerarbeiten zur Beseitigung der ordentlichen Abnutzung zulasten der Vermieterin gehen. Die Beschwerdeführe- rin rügt die vorinstanzliche Beweiswürdigung hinsichtlich des Haftungsumfangs für die durch übermässige Verunreinigung entstandenen Mehrkosten als willkürlich. Der Vorderrichter hat eine Haftung der Mieter für de n Mehraufwand für Malerarbeiten in der Küche mangels Nachweises des Zustands der Küche bei Miet beginn verneint. Diese Beweis- würdigung der Vorinstanz ist jedoch aktenwidrig: Zwar fehlt ein Nachweis dafür, dass die Küche vor dem Einzug der Beschwerdegegner neu gestrichen word en ist. Hingegen ergibt sich aus dem Vergleich der aktenkundigen Protokolle bei Mietb eginn und bei Mietende, dass die Abnut- zung der Wände in der Küche eindeutig über das ordent liche Mass hinausgegangen ist. Der Grund dafür, das starke Rauchen, ist übrigens unbestritt en. Vergilbte Wände infolge übermäs- sigen Rauchens gelten als ausserordentliche Abnutzung (vg l. Lachat et al., a.a.O., 31/5.3 S. 677). Auch gestützt auf die Zeugenaussage von Herrn I.____ über die extrem gelben Wände in der Küche, die sich bis in den Gang gezogen hätten (vgl. Protokoll der Zeugenbefragung vom Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 22.08.2013), ist der Nachweis für die Verursachung dieser ausserordentlichen Abnutzung durch die Beschwerdegegner erbracht. Somit haften die Beschw erdegegner für die Mehrkosten zur Beseitigung der übermässigen Abnutzung nicht nur der Wä nde im Kinderzimmer und im Gang, sondern auch der Wände in der Küche. In der 1. Offerte von Herrn I.____ unter dem Titel „ Malerarbeiten innen, übermässige Abnutzun- gen/Verschmutzungen der Wohnung“ vom 04.06.2011 wurden die Küche mit einem Betrag von CHF 1‘600.00, der Eingang mit einem Betrag von CHF 600.00 und das Kinderzimmer mit einem Betrag von CHF 900.00, zuzüglich MWST, aufgeführt. In der 2. Offerte vom 04.06.2011 unter dem Titel „Malerarbeiten innen“ ist die Küche nicht aufgeführt. Folglich beinhaltet der in der 1. Offerte vom 04.06.2011 für die Küche eingesetzte Betra g von CHF 1‘600.00 zuzüglich MWST sowohl die ordentlichen als auch die ausserordentlichen Instandstellungsarbeiten (vgl. Klagbei- lagen 7 und 8), weshalb dieser Betrag angemessen auf zuteilen ist. Gemäss Zeugenaussage von Herrn I.____ betrug der Zeitaufwand für die Reinigung von Küche, Kinderzimmer und Gang total 6-7 Stunden, wobei die meiste Zeit für die Küc he anfiel. Hinzu kamen 4 Stunden für das Streichen mit Isolierprimer in der Küche (vgl. Protokol l 22.08.2013). Die Annahme der Vo- rinstanz, dass von der Gesamtreinigungszeit je eine Stun de für den Gang und das Kinderzim- mer angefallen seien, ist nicht zu beanstanden. Damit verbleiben noch rund 4,5 Stunden für den Reinigungsaufwand der Küche verbleiben. Folglich ergibt sich für die Beseitigung der übermäs- sigen Abnutzung der Küchenwände ein Zeitaufwand von 8, 5 h à CHF 90.00 zuzüglich MWST von 8%, was eine Entschädigungsforderung von CHF 826.20 ergibt. Gemäss Zeugenaussage von Herrn I.____ (vgl. Protokoll der Zeugenbefragung vom 22.08.2013) fehlten im Kinderzimmer teilweise auch St ücke der Rohfasertapete, weshalb die geschädigten Bahnen ersetzt werden mussten, und es war mehr als nur ein Anstrich notwendig. Weil für das Kinderzimmer in der 2. Offerte vom 04.06 .2011 unter dem Titel „Malerarbeiten in- nen“ ein Betrag eingesetzt ist, muss davon ausgegangen werden, dass damit der Malaufwand zufolge ordentlicher Abnutzung erfasst worden ist. Folgl ich beinhaltet die Position von CHF 900.00 zuzüglich MWST von 8% in der 1. Offerte vom 04.06.2011 unter dem Titel „Maler- arbeiten innen, übermässige Abnutzungen/Verschmutzungen in der Wohnung“ nur den Mehr- aufwand für die Beseitigung der Spuren der ausserorde ntlichen Abnutzung im Kinderzimmer. Indem die Vorinstanz für den Umfang des entsprechenden Mehraufwandes allein auf die unge- fähren Zeitangaben des Zeugen abstellte, liess sie die si ch aus den aktenkundigen Offerten 1 und 2 vom 04.06.2011 (vgl. Klagbeilagen 7 und 8 und K lagebegründung vom 26.10.2012, S. 9- 12) ergebenden Schlüsse ausser Acht, was aktenwidrig ist. Au s den aktenkundigen Beweisen ergibt sich vielmehr, dass für den zusätzlich angefallen Me hraufwand im Kinderzimmer ein Be- trag gemäss der 1. Offerte vom 04.06.2011 von CHF 900. 00 zuzüglich MWST von 8% hinrei- chend ausgewiesen ist. Deshalb ist der Beschwerdegegnerin der schliesslich auch in Rechnung gestellte Betrag von CHF 900.00 zuzüglich MWST von 8% ( vgl. Rechnung vom 20.07.2011, Klagbeilagen 7), ausmachend CHF 72.00, ungekürzt als En tschädigungsforderung zuzuspre- chen. Davon abzuziehen ist der bereits von der Vorinstanz unter diesem Titel zugesprochene Betrag von CHF 560.00. Folglich beträgt der zusätzlich de r Beschwerdeführerin zustehende Betrag CHF 412.00. In der 1. Offerte von Herrn I.____ unter dem Titel „ Malerarbeiten innen, übermässige Abnutzun- gen/Verschmutzungen der Wohnung“ vom 04.06.2011 wurden die Küche mit einem Betrag von CHF 1‘600.00, der Eingang mit einem Betrag von CHF 600.00 und das Kinderzimmer mit einem Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht Betrag von CHF 900.00, zuzüglich MWST, aufgeführt. In der 2. Offerte vom 04.06.2011 unter dem Titel „Malerarbeiten innen“ ist der Eingang nicht aufgeführt. Folglich beinhaltet der in der 1. Offerte vom 04.06.2011 für den Gang eingesetzte Bet rag von CHF 600.00 zuzüglich MWST sowohl die ordentlichen als auch die ausserordentlichen Instandstellungsarbeiten (vgl. Klagbei- lagen 7 und 8), weshalb dieser Betrag angemessen auf zuteilen ist. Gemäss Zeugenaussage von Herrn I.____ (vgl. Protokoll der Zeugenbefragung vo m 22.08.2013) kamen zum Waschauf- wand noch 2 Stunden für das Streichen mit Isolierprimer im Gang dazu. Die Annahme der Vor- instanz, dass von der Gesamtreinigungszeit eine Stunde für den Gang angefallen seien, ist nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz hat somit den effekti ven Mehraufwand zur Beseitigung der ausserordentlichen Abnutzung des Gangs mit 3 Stunde n à je CHF 90.00 zutreffend ge- schätzt. Hingegen wurde aktenwidrig (vgl. Klagbeilagen 7) der Zuschlag von 8% MWST (CHF 21.60) vergessen. Folglich ist der Betrag von CHF 2 1.60 der Beschwerdeführerin zusätz- lich zuzusprechen. Für den Mehraufwand an Malerarbeiten zufolge ausserord entlicher Abnutzung ergibt sich somit im Vergleich zur vorinstanzlich zugesprochenen Entschädig ungsforderung ein Mehrbetrag von CHF 1‘259.80. 10. Aufgrund der obigen Erwägungen ist die Beschwerde tei lweise gutzuheissen und der Be- schwerdeführerin zusätzlich zur bereits von der Vorinstanz zugesprochenen Forderung ein Be- trag von CHF 1‘688.45 zuzusprechen, resp. die Klage im U mfang von CHF 2‘893.00 zuzüglich Zins zu 5% seit 26. März 2012 teilweise gutzuheissen. Dam it ist die Beschwerdeführerin zu rund 50% (CHF 2‘893.00 von CHF 5‘648.85) mit ihrer Klage durchgedrungen. Demzufolge der erstinstanzliche Kostenentscheid insofern abzuändern, als die erstinstanzlichen Gerichtskosten den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen sind. 11. Abschliessend ist über die Verteilung der Prozesskosten für das Beschwerdeverfahren zu entscheiden. Die Beschwerdeführerin ist im Rechtsmittelver fahren zu rund 40% (CHF 1‘688.45 von CHF 4‘359.50) durchgedrungen, weshalb ihr 3/5 und den Beschwerdegegnern 2/5 der Ge- richtskosten des Rechtsmittelverfahrens aufzuerlegen sind. De r von der Beschwerdeführerin geleistete Vorschuss wird gemäss Art. 111 ZPO mit den Ger ichtskosten verrechnet, weshalb der Antrag der Beschwerdeführerin auf Rückerstattung de s für das Beschwerdeverfahren ge- leisteten Kostenvorschusses abzuweisen ist. Bei diesem Verf ahrensausgang haben die Partei- en ihre Parteikosten selbst zu tragen. Demnach wird erkannt: ://: I. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden die Zi ff. 1, 2, 3 und 5 des Urteils des Bezirksgerichtspräsidenten Liestal vom 22. Augu st 2013 aufgeho- ben und durch nachfolgende Bestimmungen ersetzt: Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht „1. Die Beklagten haben den Klägerin einen Betrag von CHF 2‘893.00 zu- züglich Zins zu 5.00 % seit 26. März 2012 sowie die Betre ibungskosten von CHF 146.00 zu bezahlen. 2. In den Betreibungen Nr. xxx1 und xxx2 des Betreibungsamtes Liestal wird der Rechtsvorschlag für den Betrag von CHF 2‘893.00 zuzüglich Zins zu 5.00 % seit 26. März 2012 beseitigt. Die Verjä hrung des Zah- lungsbefehls wird zufolge des gerichtlichen Verfahrens u nterbrochen vom 27.09.2012 bis zur Eröffnung des vorliegenden Entsch eids (Art. 88 Abs. 2 SchKG). 3. Der Anspruch der Kläger wird für einen Teilbetra g von CHF 1‘204.55, den Zins auf diesem Teilbetrag bis zum 22. August 2013 von CHF 84.80 sowie die Betreibungskosten von CHF 146.00, was einen Gesamtbetrag von CHF 1‘435.45 ergibt, gemäss Ziff. 4 hiernach mit der Mietzinskauti- on auf dem Konto Nr. … bei der Bank H.____ verrechnet. 5. Die Gerichtsgebühr von CHF 900.00 sowie die Zeugenentsch ädigung von CHF 100.00 wird den Parteien je zur Hälfte und i ntern je in solidari- scher Verbundenheit auferlegt. Im Übrigen hat jede Pa rtei ihre eigenen Parteikosten zu tragen.“ Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit da rauf eingetreten wer- den kann, und Ziff. 4 des Urteils des Bezirksgerichtspräsidenten Liestal vom 22. August 2013, lautend: „4. Die Filiale der Bank H.____ in Liestal wird a ngewiesen, von der Miet- zinskaution auf dem Konto Nr. … den Betrag von CHF 1‘435.35 an die Kläger auf das Postcheckkonto Nr. … und den Rest an die Beklagten auf das Konto Nr. … bei der Bank K.____ zu überweisen.“ wird bestätigt. II. Die Gerichtsgebühr von pauschal CHF 900.00 wird zu 3/5 der Beschwerde- führerin und zu 2/5 den Beschwerdegegnern, jeweils in so lidarischer Verbun- denheit auferlegt. Jede Partei trägt ihre Parteikosten selbst. Präsidentin Christine Baltzer-Bader Gerichtsschreiber Hansruedi Zweifel