200 14 111 IV SCP/LUB/SEE Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung Urteil vom 2. März 2015 Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Loosli Gerichtsschreiber Lüthi A.________ vertreten durch B.________ Beschwerdeführerin gegen IV-Stelle Bern Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern Beschwerdegegnerin betreffend Verfügung vom 31. Dezember 2013 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 2 Sachverhalt: A. Die 1973 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer- deführerin), von Beruf ..., meldete sich am 19. Februar 1993 unter Hinweis auf Rückenbeschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbe- zug an (Akten der Invalidenversicherung, Antwortbeilage [AB] 38.1 S. 125 – 133). Nach Abklärungen im medizinischen und erwerblichen Bereich sprach die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) der Versicherten mit Verfügung vom 21. Juli 1993 (AB 38.1 S. 98) berufliche Eingliede- rungsmassnahmen in Form einer Umschulung zu und gewährte dabei Kos- tengutsprache für einen ... Lehrabschluss. Diese Umschulung brach die Versicherte im Frühjahr 1994 ab (AB 38.1 S. 90). Nach weiteren medizini- schen Erhebungen sprach die IVB der Versicherten mit Verfügung vom 16. April 1996 (AB 38.1 S. 43 - 45) bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente ab dem 1. Mai 1994 zu. Im Rahmen eines im Mai 1996 von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahrens (AB 38.1 S. 36 f.) holte die IVB diverse medizinische Berichte (AB 38.1 S. 23 ff.) ein und liess insbesondere einen Abklärungsbericht Haushalt vom 9. Oktober 1997 (AB 38.1 S. 13 – 20) erstellen. Mit unangefochten gebliebener Mitteilung vom 23. Oktober 1997 (AB 38.1 S. 9 f.) bestätigte die IVB den bisherigen Rentenanspruch der Versicherten bei einem nunmehr nach Massgabe der gemischten Methode (80 % Erwerb, 20 % Haushalt) ermittelten Invaliditätsgrad von 89 %. Im Dezember 2000 leitete die IVB ein weiteres Revisionsverfahren ein (AB 1) und teilte der Versicherten mit Verfügung vom 23. April 2001 (AB 5) mit, die Überprüfung des Invaliditätsgrades habe keine rentenbeeinflussen- de Änderung ergeben, sie habe weiterhin Anspruch auf die bisherige Inva- lidenrente. Die IVB leitete im Mai 2006 abermals eine Revision von Amtes wegen (AB 8) ein und informierte die Versicherte mit Mitteilung vom 30. Juni 2006 (AB 13), es bestehe bei einem Invaliditätsgrad von 89 % weiterhin An- spruch auf die bisherige Invalidenrente. Dieser Anspruch wurde anlässlich Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 3 eines im Juli 2009 durchgeführten Revisionsverfahrens (AB 18) mit Mittei- lung vom 26. August 2009 (AB 23) erneut bestätigt. B. Anlässlich einer im Juli 2010 von Amtes wegen eingeleiteten Revision (AB 28) holte die IVB aktuelle medizinische Berichte ein und unterbreitete diese dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Beurteilung (AB 35). Zudem liess sie den Abklärungsbericht Haushalt vom 26. Januar 2011 (AB 39 S. 2 ff.) erstellen. Zwischenzeitlich ersuchte die Versicherte um Kostenübernahme für eine vierjährige Ausbildung zur ... (AB 49). Mit Mittei- lung vom 27. September 2012 (AB 50) lehnte die IVB einen Anspruch auf berufliche Massnahmen ab. Diese Mitteilung blieb unangefochten. Nachdem die IVB einen weiteren Abklärungsbericht Haushalt vom 20. No- vember 2012 (AB 51 S. 2 ff.) eingeholt hatte, veranlasste sie eine neuro- chirurgische Begutachtung durch Dr. med. C.________, Fachärztin für Neurochirurgie FMH (Gutachten vom 13. Mai 2013 [AB 60.1]). In der Folge klärte die IVB unter Berücksichtigung des erstellten Gutachtens die Ein- schränkungen im Aufgabenbereich Haushalt nochmals ab (Abklärungsbe- richt Haushalt vom 14. August 2013 [AB 62 S. 2 ff.]). Mit Vorbescheid vom 1. Oktober 2013 (AB 64) stellte die IVB der Versicher- ten die Aufhebung der bisherigen Rente in Aussicht; dies bei einem Status von 80 % Erwerb bzw. 20 % Aufgabenbereich Haushalt und einem gewich- teten Invaliditätsgrad von 12 %. Die Versicherte, vertreten durch B.________, machte mit Schreiben vom 23. Oktober 2013 (AB 66) Ein- wendungen geltend. Nach eingeholter Stellungnahme beim Abklärungs- dienst (AB 69) verfügte die IVB am 31. Dezember 2013 dem Vorbescheid entsprechend und hob die Invalidenrente auf Ende des der Zustellung nachfolgenden Monats auf (AB 70).Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 4 C. Mit Eingabe vom 30. Januar 2014 liess die Versicherte, weiterhin vertreten durch B.________, Beschwerde erheben. Sie beantragt sinngemäss, die Verfügung vom 31. Dezember 2013 sei aufzuheben und ihr sei weiterhin eine ihren Einschränkungen entsprechende Rente der Invalidenversiche- rung zuzusprechen. Zudem seien Wiedereingliederungsmassnahmen ge- meinsam mit der Versicherten zu prüfen. Mit Beschwerdeantwort vom 18. März 2014 beantragt die Beschwerdegeg- nerin die Abweisung der Beschwerde. Erwägungen: 1. 1.1Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche- rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ- gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi- cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be- schwerde einzutreten.Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 5 1.2Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 31. Dezember 2013 (AB 70). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente der Invalidenversicherung und in diesem Zusammenhang die Rechtmässigkeit der verfügten Leistungsaufhebung. 1.3Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 1.4Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 2. 2.1Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er- werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand- lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er- werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar- beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar- beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe- reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er- werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge- glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig- keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). 2.2Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe- reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz- lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 6 Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali- ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. 2.3Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs- tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätig- keit nicht zugemutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 ATSG), wird für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in wel- chem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 149). Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs- tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat- tin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzu- legen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. ge- mischte Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 150). 2.4Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha- ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg- lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 7 Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 2.5Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge- ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 2.6 2.6.1Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge- hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). 2.6.2Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son- dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung ge- langt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.1). 2.6.3Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren- tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag- gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 8 ditätsschätzungen zu prüfen ( BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1). 2.6.4Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit- punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge- funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab- klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu- stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind (BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2). Die weitere Ausrichtung einer Invalidenrente nach einer von Amtes wegen durchgeführten Revision, sofern dabei keine leistungsbeeinflussende Ände- rung der Verhältnisse festgestellt wurde, bedarf gemäss Art. 74 ter lit. f der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201] keiner Verfügung. Die blosse Mitteilung eines solchen Revisi- onsergebnisses ist, wenn keine Verfügung verlangt wurde (Art. 74 quater Abs. 1 IVV; bis 31. Dezember 2011 Art. 74 quater IVV), in Bezug auf den Ver- gleichszeitpunkt einer rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2, 2010 IV Nr. 4 S. 8 E. 3.1). 3. 3.1Der Anspruch auf die ursprünglich zugesprochene ganze Invaliden- rente wurde mit Mitteilung vom 23. Oktober 1997 (AB 38.1 S. 9 f.) bestätigt. Auch eine blosse Mitteilung kann in Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer rechtskräftigen Verfügung gleichgestellt sein (vgl. E. 2.6.4 hiervor). Anlässlich der Revision von Amtes wegen im Mai 1996 (AB 38.1 S. 36 f.) klärte die Beschwerdegegnerin die medizinischen Verhältnisse ab und hol- te zu diesem Zweck einen Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 9 D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 31. Juli 1997 (AB 38.1 S. 23 ff.) ein. Weiter veranlasste sie die Erstellung eines Abklärungsberichts Haushalt vom 9. Oktober 1997 (AB 38.1 S. 13 – 20) und ermittelte daraufhin den Invaliditätsgrad neu nach der gemischten Me- thode bei einem Status von 80 % Erwerb bzw. 20 % Haushalt. Die letzte materielle Überprüfung des Leistungsanspruchs hat somit von Mai 1996 bis Oktober 1997 stattgefunden. Die unangefochten gebliebene Mitteilung vom 23. Oktober 1997 (AB 38.1 S. 9 f.), mit welcher die Beschwerdegegnerin die bisherige ganze Rente bei einem gewichteten Invaliditätsgrad von 89 % bestätigte, ist deshalb in Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer rechts- kräftigen Verfügung gleichzustellen (vgl. E. 2.6.4). Unbeachtlich sind die Verfügung vom 23. April 2001 (AB 5) und die Mitteilungen vom 30. Juni 2006 (AB 13) und 26. August 2009 (AB 23), da diesen keine hinreichende materielle Prüfung der anspruchserheblichen Tatsachen zugrunde gelegen hatte. Folglich ist der Sachverhalt im Zeitpunkt der rentenbestätigenden Mitteilung vom 23. Oktober 1997 (AB 38.1 S. 9 f.) mit demjenigen im Zeitpunkt der rentenaufhebenden Verfügung vom 31. Dezember 2013 (AB 70) zu ver- gleichen und zu prüfen, ob in dieser Zeit eine Änderung in den medizini- schen oder erwerblichen-häuslichen Verhältnissen eingetreten ist, welche geeignet ist, den bisherigen Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.6.2 hiervor). 3.2Eine Veränderung des anspruchsrelevanten Sachverhaltes ist im familiär-häuslichen Bereich auszumachen. Im massgebenden Vergleichs- zeitraum haben sich diese Verhältnisse wesentlich verändert. Im Zeitpunkt der rentenbestätigenden Mitteilung vom 23. Oktober 1997 (AB 38.1 S. 9 f.) war die Beschwerdeführerin mit einem ... verheiratet, welcher ... tätig war und ein monatliches Erwerbseinkommen von ca. Fr. 1‘000.-- erzielte. An- gesichts dieser Umstände wurde damals bei der Festlegung des Status davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Einschränkungen einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit im Umfang von 80 % nachgegangen wäre und demgegenüber der Ehemann die Haushalt- führung sowie die Kinderbetreuung übernommen hätte (AB 38.1 S. 14 f. Ziff. 2.4). Zwischenzeitlich wurde diese Ehe geschieden und die Beschwer-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 10 deführerin hat erneut geheiratet. Im Gegensatz zum damaligen Ehemann arbeitet der jetzige Ehemann auf dem ... als ... (AB 62 S. 4). In den Jahren 2008 und 2010 hat sie zudem zwei weitere Kinder geboren (AB 60.1 S. 14 und AB 62 S. 4). Darin sind ebenfalls weitere Revisionsgründe zu erbli- cken. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin zusammen mit ihrer Fa- milie von einer 3-Zimmerwohnung in ein kleines Bauernhaus umgezogen ist (AB 38.1 S. 16 und AB 62 S. 8 f.), womit sich auch die häuslichen Ver- hältnisse bedeutend verändert haben. Damit sind mehrere Revisionsgründe in erwerblicher Hinsicht ausgewiesen und ist der Rentenanspruch in rechtlicher sowie tatsächlicher Hinsicht all- seitig frei zu prüfen (vgl. E. 2.6.3 hiervor). 4. 4.1 4.1.1In medizinischer Hinsicht erging die angefochtene Verfügung vom 31. Dezember 2013 (AB 70) im Wesentlichen gestützt auf das neurochirur- gische Gutachten von Dr. med. C.________ vom 13. Mai 2013 (AB 60.1). Die Gutachterin diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbales und lumboischialgieformes Schmerzsyndrom, resi- duelle motorische und sensible Ausfallssymptomatik L5/S1 rechts mit/bei LWS-Fehlform/-haltung, degenerativen LWS-Veränderungen (chronisch- erosive Osteochondrose L4/5, mässiggradige Osteochondrose L5/S1, mässiggradige Spondylarthrose L3/4, L4/5, L5/S1, flache dorsomediane DH L4/5 ohne Beeinträchtigung der Nervenwurzeln L5, rechts mediolatera- le/foraminale DH L5/S1 ohne Beeinträchtigung der Nervenwurzeln L5 und/oder S1 rechts) und Status n. Mikrodiskektomie L5/S1 rechts 1990 (AB 60.1 S. 23). In der Beurteilung führte Dr. med. C.________ aus, in der Gesamtschau aller aktuell objektivierbaren Befunde seien der Versicherten bei gleichzei- tiger Würdigung der subjektiv erlebten Beeinträchtigungen in Anlehnung an die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung der Arbeitsgemeinschaft der Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 11 Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) körperlich leichte und zeitweise körperlich mittelschwere (der Anteil mittelschwerer Arbeit sei mit 10 % begrenzt) konsequent wechselbelastende Tätigkeiten in einem zeitlichen Rahmen von 8.5 Stunden pro Tag an fünf Tagen der Wo- che bei dabei bestehender zu 10 bis maximal 20 % verminderter Leistungs- fähigkeit zumutbar. Ausgeschlossen seien körperlich schwere, ständig so- wie häufig/überwiegend körperlich mittelschwere Tätigkeiten, die Lenden- wirbelsäule (LWS) statisch belastende Tätigkeiten, Tätigkeiten mit Hal- tungs- und Positionsmonotonien der LWS, Tätigkeiten in Zwangshaltungen der LWS (vornübergebeugte Tätigkeiten), Tätigkeiten mit repetitiven Rota- tionsbewegungen der LWS, Tätigkeiten mit Vibrationen und Schlägen auf das Achsenorgan, Tätigkeiten mit Gehen auf unebenem Untergrund, Tätig- keiten auf Leitern und Gerüsten. Das Heben, Tragen und Bewegen von Lasten sei mit 10 kg limitiert. Der Versicherten sei eine Tätigkeit als ... nicht mehr zumutbar. Als gleichermassen ungeeignet müssten auch die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als ... oder eine Tätigkeit als … beurteilt werden (AB 60.1 S. 27 – 31). 4.1.2Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu- chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt- nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus- schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her- kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia- lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun- gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte- rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be- weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 12 Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3). Eine von anderen mit der versicherten Person befassten Ärzten abwei- chende Beurteilung vermag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu stellen. Es gehört vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch mit dem Aktenmaterial auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beur- teilung abzugeben. Auf welche Einschätzung letztlich abgestellt werden kann, ist eine im Verwaltungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende Frage der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110). 4.1.3Das neurochirurgische Gutachten von Dr. med. C.________ vom 13. Mai 2013 (AB 60.1 S. 1 - 30) erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines derartigen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Es ist durchwegs nachvollziehbar und die Schlussfolgerungen sind überzeugend begründet. Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärungen und sind in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) getroffen worden. Die geklagten Beschwerden wur- den wiedergegeben und es fand eine Auseinandersetzung damit statt. Das Gutachten ist für die streitigen Belange umfassend. Dem Gutachten kommt somit voller Beweiswert zu (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Daran vermögen auch die in der Beschwerde vom 30. Januar 2014 vorgebrachten Rügen nichts zu ändern. Die Beschwerdeführerin bringt vor, das Gutachten von Dr. med. C.________ bestätige, dass die von ihr berichteten körperlichen Beein- trächtigungen zumindest qualitativ weitgehend mit objektivierbaren Befun- den erklärt werden könnten. Zudem halte die Gutachterin fest, dass weit- reichende Aussagen oder gar eine exakte Beurteilung der krankheitsbe- dingten funktionellen Leistungsfähigkeit bei einer Krankengeschichte von über 20 Jahren nicht möglich seien. Der Grad der Arbeitsfähigkeit sei des- halb als unverändert angegeben worden. Es sei nicht nachvollziehbar, dass bei gleichgebliebener Problematik der Beschwerdeführerin eine ausser- häusliche Tätigkeit im Rahmen von 8.5 Stunden pro Tag an fünf Tagen in der Woche bei dabei bestehender zu 10 bis maximal 20 % verminderter Leistungsfähigkeit attestiert werde.Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 13 Es mag zutreffen, dass Dr. med. C.________ die gesundheitlichen Ein- schränkungen in ihrem Gutachten nur unwesentlich anders beurteilt als die behandelnden Ärzte anlässlich der rentenbestätigenden Mitteilung vom 23. Oktober 1997 (AB 38.1 S. 9 f.). Die Gutachterin hat denn auch aus- drücklich darauf hingewiesen, es bestehe weitgehend Übereinstimmung mit den (neueren) bisherigen Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit, sofern dazu überhaupt aussagekräftig Stellung genommen worden sei (AB 60.1 S. 27). In diesem Zusammenhang ist einerseits darauf hinzuweisen, dass anläss- lich der Rentenzusprache eine abschliessende neurologisch- neurochirurgische Beurteilung nicht vorlag bzw. der Entscheid auf invali- denversicherungsrechtlich nicht relevante (vorübergehende) Überlegungen zur Schwangerschaft abgestützt wurde. Anderseits ist zu beachten, dass damals aus rein neurologisch-neurochirurgischer Sicht die objektiven Be- funde Tätigkeiten zuliessen, bei denen nicht über 10 kg gehoben werden müssen oder ununterbrochenes Sitzen von mehr als 15 Minuten erforder- lich ist (AB 38.1 S. 61 Ziff. 3). Die Frage, ob unter diesen Umständen die ursprüngliche Rentenzusprache nicht gar zweifellos unrichtig war, braucht bei Bestehen eines Revisionsgrundes (E. 3.2 hiervor) nach Art. 17 ATSG, wie dies vorliegend der Fall ist, nicht geprüft zu werden. So oder anders wird die Anpassung erst auf das Ende des der Zustellung folgenden Mo- nats wirksam (E. 6. hiernach). Dr. med. C.________ begründet nachvollziehbar, dass unter Berücksichti- gung der objektivierbaren Befunde die Beschwerdeführerin körperlich leich- te und zeitweise körperlich mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten in einem zeitlichen Rahmen von täglich 8.5 Stunden an fünf Tagen in der Wo- che bei einer verminderten Leistungsfähigkeit von 10 bis maximal 20 % ausführen kann (AB 60.1 S. 27 und 29 f. Ziff. 11 – 14). Soweit die Beschwerdeführerin das Einholen eines Verlaufsberichtes des Spitals E.________ als nötig erachtet, ist im Lichte des Dargelegten und vor dem Hintergrund der Tatsache, dass das neurochirurgische Gutachten von Dr. med. C.________ allseits überzeugend ist und auch auf eigenen Untersuchungen beruht, davon abzusehen. Von weitergehenden medizini- schen Abklärungen sind demnach keine entscheidrelevanten neuen Er- kenntnisse zu erwarten (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 14 1d S. 162). Der rechtserhebliche Sachverhalt erweist sich damit als hinrei- chend abgeklärt. Auf die nachvollziehbare und begründete Einschätzung der Gutachterin Dr. med. C.________ vom 13. Mai 2013 ist daher nachfol- gend abzustellen. 4.2Die Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom 23. Oktober 1997 (AB 38.1 S. 9 f.), mit welcher die bisherige Rente bestätigt wurde, basierte erstmals auf einem Status von 80 % Erwerbstätigkeit und 20 % Haushalt. Die Beschwerdeführerin war zu dieser Zeit zweifache Mutter. Der damalige Ehemann arbeitete ... und erzielte ein bescheidenes Einkommen. Vor diesem Hintergrund ging die Abklärungsperson damals davon aus, dass im Sinne eines „Rollentausches“ die Familie auf ein Einkommen der Beschwerdeführerin angewiesen gewesen wäre. Der damals erhobene Status entsprach somit den Angaben der Beschwerdeführerin im Abklärungsbericht vom 9. Oktober 1997 (AB 38.1 S. 14 Ziff. 2.4). Die Beschwerdegegnerin geht auch in der angefochtenen Verfügung vom 31. Dezember 2013 (AB 70) vom selben Status aus. Auch wenn diese Sta- tusannahme unter den Parteien unbestritten ist, bleibt darauf hinzuweisen, dass der ursprünglichen Statusfestlegung für die Annahme eines häuslichen Rollentausches mit der ... des damaligen Ehemannes besondere Umstände vorgelegen hatten (AB 38.1 S. 14 Ziff. 2.4). Mit der erfolgten Scheidung, der Wiederverheiratung mit einem nach der Aktenlage ... Mann und der Geburt zweier weiterer Kinder haben sich die familiären Verhältnisse in der Zwischenzeit wesentlich verändert (AB 60.1 S. 14 und AB 62 S. 4). Bereits in Anbetracht dieser veränderten Situation erscheint es als fraglich, ob die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall, wie von ihr anlässlich der Haushaltabklärung geäussert, als ... (vgl. jedoch E. 4.4 hiernach) arbeiten würde und eine solche Rollenverteilung auch tatsächlich gelebt würde. Um dies bestimmen zu können, wäre die Beschwerdegegnerin auf zusätzliche Angaben angewiesen gewesen. Sie hätte dazu die persönlichen Lebensumstände und die bisherige berufliche Karriere des jetzigen Ehemannes eingehender abklären müssen. Die Übernahme bzw. die Bestätigung des bisherigen Status von 80 % Erwerb und 20 % Haushalt vermag in Anbetracht der eingetretenen Veränderun- gen somit nicht zu überzeugen. Von weiteren Erhebungen zur Abklärung Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 15 des anwendbaren Status kann jedoch, wie in den nachfolgenden Erwägungen aufgezeigt wird, abgesehen werden. 4.3 4.3.1Für den Einkommensvergleich sind grundsätzlich die Verhältnisse im Zeitpunkt der allfälligen Rentenrevision massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222; Urteil des Eid- genössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht] vom 12. Februar 2004, I 607/03, E. 7.2.1). Soweit dazu nachfolgend statistische Daten herangezogen werden, ist mangels Verfügbarkeit einschlägiger Wer- te für das Jahr 2014 auf die vom Bundesamt für Statistik für das Jahr 2013 veröffentlichten Daten abzustellen, was für die Beschwerdeführerin indes keinen Nachteil darstellt. 4.3.2Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange- passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Für die Berücksichtigung einer beruflichen Weiterentwicklung müssen pra- xisgemäss konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person einen beruflichen Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkom- men tatsächlich realisiert hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. So- dann genügen blosse Absichtserklärungen der versicherten Person nicht. Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, durch konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegung von Prü- fungen usw. kundgetan worden sein. Bei der Prüfung der mutmasslichen beruflichen Entwicklung können unter Umständen aus einer besonderen beruflichen Qualifizierung im Invaliditätsfall Rückschlüsse auf die hypotheti- sche Entwicklung gezogen werden, zu der es ohne Eintritt des Gesund- heitsschadens gekommen wäre. Nach der Rechtsprechung ist eine solche Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 16 Annahme unter anderem dann zulässig, wenn die angestammte Tätigkeit weitergeführt werden kann. Indessen darf aus einer erfolgreichen Invali- denkarriere in einem neuen Tätigkeitsbereich nicht ohne Weiteres abgelei- tet werden, die versicherte Person hätte ohne Invalidität eine vergleichbare Position auch im angestammten Tätigkeitsgebiet erreicht (SVR 2010 UV Nr. 13 S. 52 E. 4.1). 4.3.3Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits- schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs- tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh- ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk- turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Es gilt zu berücksichtigen, dass ge- sundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeiter- tätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent- sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech- nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre- ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na- tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt- licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs- tens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1). 4.4Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen in der ange- fochtenen Verfügung vom 31. Dezember 2014 (AB 70) gestützt auf die LSE 2010, Tabelle TA7, Ziffer 36 Pädagogische Tätigkeiten, Anforderungsni- veau 1+2, Frauen Median, indexiert ins Jahr 2013, festgelegt. Sie ging da- von aus, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall als ... zu einem Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 17 Pensum von 80 % arbeiten würde (AB 62 S. 5). Dagegen wendet die Be- schwerdeführerin ein, sie habe nach dem Abschluss ihrer Ausbildung zur ... die Ausbildung zur ... aus gesundheitlichen Gründen nie begonnen. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb das Valideneinkommen auf dieser Grundla- ge ermittelt worden sei. In der Beschwerdeantwort führt die Beschwerde- gegnerin nunmehr aus, es sei entgegen der angefochtenen Verfügung da- von auszugehen, dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im ... tätig wäre. Anlässlich der beruflichen Eingliederungsabklärung vom 5. Juli 1993 (AB 38.1 S. 105 f.) gab die Beschwerdeführerin an, sie habe nachdem sie den Beruf der ... erlernt habe, zunächst im … in … gearbeitet. Es wäre vor- gesehen gewesen, dass sie sich zur Abteilungsleiterin-Stellvertreterin hätte ausbilden lassen, was jedoch krankheitsbedingt nicht möglich gewesen sei. Die Karriere im ... hätte sie gerne fortgesetzt. Bei diesen im Rahmen einer berufsspezifischen Abklärung gemachten Aussagen handelt es sich um echtzeitlichere und damit unverfälschtere Angaben als diejenigen, die die Beschwerdeführerin vier Jahre später im Rahmen der Haushaltabklärung bei der Invaliditätsbemessung gemacht hat und von der Beschwerdegegne- rin im Abklärungsbericht Haushalt vom 9. Oktober 1997 (AB 38.1 S. 13 ff.) unkritisch übernommen worden sind. Soweit die Beschwerdeführerin im Zuge der Haushaltabklärung zudem geltend machte, sie habe die Ausbil- dung zur ... einzig im Sinne einer Erstausbildung absolviert, steht diese Aussage im Widerspruch zu ihren Angaben im Bericht der Regionalstelle für berufliche Eingliederungen vom 5. Juli 1993 (AB 38.1 S. 105 f.). Im Wei- teren ist es gerichtsnotorisch, dass für die Ausbildung zur ... bzw. ... bereits unter damaligen Verhältnissen ein Primarschulabschluss, wie ihn die Be- schwerdeführerin vorzuweisen hatte (AB 38.1 S. 109), den Grundanforde- rungen nicht genügte. Nach dem Dargelegten ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführe- rin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit weiterhin in ihrem angestammten Beruf als ... tätig wäre. Das hypothetische Valideneinkommen ist somit auf der Basis der LSE 2010, Tabelle TA1, Ziff. 47 Detailhandel, Anforderungs- niveau 1+2, Frauen, zu berechnen. Unter Berücksichtigung eines teilzeitli- chen Arbeitspensums im Umfang von 80 % ergibt dies, indexiert ins Jahr Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 18 2013, ein jährliches hypothetisches Valideneinkommen von Fr. 55‘549.70 (Fr. 5‘350.-- x 12 Monate / 40 Wochenarbeitsstunden x 41.8 Wochenar- beitsstunden [BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit {BUA}, 2013, Pos. 47] / 100 x 103.5 [BFS, Tabelle T1.2.10, Nominallohnindex, Frauen, Pos. 45-47] x 0.8). 4.5Das Invalideneinkommen hat die Beschwerdegegnerin anhand der LSE 2010, Tabelle TA7, Ziff. 36 Pädagogische Tätigkeiten, Anforderungs- niveau 1+2, Frauen, berechnet. Sie ging offensichtlich davon aus, dass es der Beschwerdeführerin aufgrund der schulischen und beruflichen Ausbil- dung sowie der gesundheitlichen Situation möglich und zumutbar sei, als ... ein Erwerbseinkommen zu erzielen. Dieser Beurteilung kann, wie sie nun selbst in ihrer Beschwerdeantwort berichtigend ausführt, nicht gefolgt wer- den, zumal die Beschwerdeführerin die beruflichen Voraussetzungen zur Ausübung der Tätigkeit als ... gerade eben nicht erfüllt (vgl. E. 4.3). Ebenso wenig kann sie, aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen im erlernten Beruf als ... arbeiten (AB 60.1 S. 28 Ziff. 2). Eine anderweitige angepasste Tätigkeit übt sie derzeit auch nicht aus. In Anbetracht dieser Ausgangslage ist das hypothetische Invalidenein- kommen, basierend auf einer durchschnittlichen Arbeits- und Leistungs- fähigkeit von 85 % entsprechend dem von Dr. med. C.________ dargeleg- ten medizinisch-theoretischen Zumutbarkeitsprofils, aufgrund des Totalwer- tes der LSE 2010, Anforderungsniveau 4, Frauen, von Fr. 4‘225.-- zu be- rechnen. Angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit, aufge- rechnet auf ein Jahr und indexiert auf das Jahr 2013 sowie unter Berück- sichtigung eines Arbeitspensums von 80 % ergibt dies ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 43‘383.20 (Fr. 4‘225.-- x 12 Monate / 40 Wo- chenarbeitsstunden x 41.7 Wochenarbeitsstunden [BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit {BUA}, 2013, Total] / 100 x 102.6 [BFS, Tabelle T1.2.10, Nomi- nallohnindex, Frauen, Total] x 0.8). 4.6Ein Abzug vom Tabellenlohn ist unter Berücksichtigung der gesamten Umstände nicht gerechtfertigt. Aus den Akten sind keine An- haltspunkte ersichtlich, wonach die Beschwerdeführerin ein Arbeitspensum im Umfang von 80 % nicht erfüllen könnte. Diesbezüglich ist ebenfalls zu beachten, dass praxisgemäss selbst dann kein Abzug vom Tabellenlohn Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 19 gerechtfertigt ist, wenn eine grundsätzlich vollzeitlich arbeitsfähige versi- cherte Person gesundheitlich bedingt reduziert leistungsfähig ist (vgl. SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90 E. 4.3.2). Da auch die übrigen Kriterien wie Alter, Na- tionalität und Beschäftigungsgrad nicht für eine lohnmässige Benachteili- gung der Beschwerdeführerin sprechen, zumal die Beschwerdeführerin im massgebenden Zeitpunkt des Verfügungserlasses erst 40 Jahre alt war, Schweizer Bürgerin ist und sich eine Teilzeitbeschäftigung bei Frauen eher lohnerhöhend auswirkt (vgl. Entscheid des EVG vom 17. Juni 2005, I 14/05, Erw. 2.4), kann der Beschwerdeführerin vorliegend kein Abzug vom Tabellenlohn gewährt werden. So wird denn auch in der Beschwerde zu Recht kein Abzug vom Tabellenlohn geltend gemacht. Anzumerken bleibt, dass selbst bei Anrechnung eines leidensbedingten Abzuges von 10 %, wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen, kein rentenbegründen- der Invaliditätsgrad resultierte (vgl. Beschwerdeantwort vom 18. März 2013 S. 3). Diesfalls ergäbe sich ein Invalideneinkommen von Fr. 39‘044.90 (Fr. 43‘383.20 x 0.9). 4.7Bei der Gegenüberstellung des Validen- und des Invalideneinkom- mens ergibt sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 12‘166.50 (Fr. 55‘549.70 – Fr. 43‘383.20), was bei dem von der Beschwerdegegnerin angenommen gemischten Status im erwerblichen Bereich einem ungewichteten Invali- ditätsgrad von 21.90 % bzw. von gewichtet 17.52 % (21.90 % x 0.8) ent- spricht. 4.8Im Abklärungsbericht Haushalt vom 14. August 2013 (AB 62 S. 2 - 15) wird der Beschwerdeführerin keine Einschränkung im Aufgaben- bereich Haushalt attestiert. Konkrete Hinweise, die gegen diese Einschät- zung sprechen, werden von der Beschwerdeführerin nicht aufgeführt und sind auch nicht ersichtlich. Es ist demzufolge davon auszugehen, dass sich die gesundheitlichen Beeinträchtigungen unter Berücksichtigung des ange- nommenen Rollentausches nicht auswirken bzw. zu keiner Invalidität führen. 4.9Zusammenfassend resultiert gesamthaft ein Invaliditätsgrad von 18 % (zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123). Es liegt damit kein rentenbegründender Invaliditätsgrad mehr vor (vgl. E. 2.2 hiervor). Selbst wenn zugunsten der Beschwerdeführerin ein Abzug vom Tabellen-Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 20 lohn von 10 % gewährt würde, ergäbe sich ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 24 % (Fr. 16‘504.80 / Fr. 55‘549.70 x 100 x 0.8; vgl. E. 4.6 hiervor). 5. 5.1Zu prüfen bleibt ein allenfalls vorgängiger Anspruch der Beschwer- deführerin auf berufliche Massnahmen vor der Renteneinstellung. Die Rechtsprechung hat in ganz besonderen Ausnahmefällen nach lang- jährigem Rentenbezug trotz medizinisch (wieder) ausgewiesener Leis- tungsfähigkeit vorderhand weiterhin eine Rente zugesprochen, bis mit Hilfe medizinisch-rehabilitativer und/oder beruflich-erwerblicher Massnahmen das theoretische Leistungspotential ausgeschöpft werden kann, weil in je- dem Einzelfall feststehen muss, dass die (wiedergewonnene) Erwerbs- fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (erneut) verwertbar ist (Art. 7 Abs. 1 i.V.m. Art. 16 ATSG). Eine unmittelbare Anrechenbarkeit des Inva- lideneinkommens ist dann zu verneinen, wenn Eingliederungsmassnahmen entweder aus medizinischer oder aus beruflich-erwerblicher Sicht unab- dingbare Voraussetzung für eine Umsetzung eines (potentiellen) funktionel- len Leistungsvermögens sind. Aus medizinischer Sicht fällt der Schluss der (vorläufigen) Nichtanrechenbarkeit eines auf der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit beruhenden Invalideneinkommens in Betracht, wenn das grundsätzlich attestierte Leistungsvermögen in der ärztlichen Beurteilung unter den ausdrücklichen Vorbehalt der Durchführung befähigender Mass- nahmen gestellt wird. Aus beruflich-erwerblicher Sicht können im Einzelfall Erfordernisse des Arbeitsmarktes der Anrechnung einer medizinisch vor- handenen Leistungsfähigkeit und medizinisch möglichen Leistungsentfal- tung entgegenstehen, wenn aus den Akten einwandfrei hervorgeht, dass die Verwertung eines bestimmten Leistungspotentials ohne vorgängige Durchführung befähigender Massnahmen allein vermittels Eigenanstren- gung der versicherten Person nicht möglich ist (SVR 2011 IV Nr. 30 S. 88 E. 4.2.2; Entscheid des BGer vom 10. September 2010, 9C_768/2009, E. 4.1).Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 21 Der Ausnahmetatbestand, wonach die Verwaltung die Notwendigkeit (vor- gängiger) befähigender beruflicher Massnahmen trotz wiedergewonnener Arbeitsfähigkeit abzuklären hat, ist grundsätzlich auf Sachverhalte zu be- schränken, in denen die revisions- oder wiedererwägungsweise Herabset- zung oder Aufhebung der Invalidenrente eine versicherte Person betrifft, die das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 15 Jahren bezogen hat (SVR 2011 IV Nr. 73 S. 222 E. 3.3). 5.2Im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Revisionsverfügung vom 31. Dezember 2013 (AB 70) stand die Beschwerdeführerin zwar erst im 41. Altersjahr, jedoch hatte sie bereits seit über 19 Jahren ununterbro- chen eine ganze Rente bezogen. Eine erhebliche dadurch bedingte ar- beitsmarktliche Desintegration liegt insoweit auf der Hand. Zu berücksichti- gen ist demgegenüber, dass die Beschwerdeführerin auf den aufgrund des langjährigen Rentenbezugs ausgewiesenen Anspruch auf berufliche Ein- gliederungsmassnahmen zu Gunsten der von ihr im Rahmen der Selbst- eingliederung gewählten vier jährigen Ausbildung zur ... verzichtet hat. Am 27. September 2012 teilte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführe- rin mit, dass sie sich an den Ausbildungskosten zur ... wegen des ungewis- sen Ausbildungsverlaufs und der eingeschränkten Verwertbarkeit der Aus- bildung auf dem Arbeitsmarkt nicht beteilige (AB 50 f.). In der Folge ver- zichtete die Beschwerdeführerin eine anfechtbare Verfügung zu verlangen. Im Weiteren ist anzumerken, dass die Beschwerdeführerin aus eigenem Antrieb diese vierjährige Ausbildung aufgenommen hat. Sie zeigt damit, dass sie in der Lage ist, ihre Arbeitsfähigkeit auf dem Weg der Selbstein- gliederung auf dem freien Arbeitsmarkt zu verwerten. Unter diesen Um- ständen ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin im Zeit- punkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 31. Dezember 2013 (AB 70) nicht erneut über den Anspruch auf berufliche Massnahmen be- funden hatte. Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass Dr. med. C.________ in dem der rentenaufhebenden Verfügung zugrunde liegenden Gutachten die Tätigkeit als ... als ungeeignet erachtete (AB 60.1 S. 2). Der Beschwerdeführerin war, wie dargelegt, bereits im Rahmen der Mitteilung vom 27. September 2012 (AB 50 f.) wegen den gesundheitlichen Einschränkungen von dieser Umschulung abgeraten worden. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 22 6.Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin die bisherige ganze Invalidenrente in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 und Art. 88 bis Abs. 2 lit. a IVV zu Recht auf das Ende des der Zustellung der Verfügung vom 31. Dezember 2013 (AB 70) folgenden Monats aufgehoben. Die Be- schwerde vom 30. Januar 2014 erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen. 7. 7.1Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh- rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnommen. 7.2Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um- kehrschluss]).Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. März 2015, IV/14/111, Seite 23 Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei- cher Höhe entnommen. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. Zu eröffnen (R): - B.________ z.H. der Beschwerdeführerin - IV-Stelle Bern (mit Eingabe vom 11. Februar 2015) - Bundesamt für Sozialversicherungen Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber: Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün- dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun- desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge- führt werden.