<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00350</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Käch<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Tiefenbacher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 5. Oktober 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwalt Georg Engeli</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Würgler &amp; Partner Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Neustadtgasse 1, Postfach 2575, 8401 Winterthur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1960, meldete sich am 16. September 2008 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 9/2). Die Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte mit Verfügung vom 26. Oktober 2012 einen Rentenanspruch (Urk. 9/88). Die dagegen erhobene Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerde hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 19. März 2014 im Verfahren Nr. IV. 2012.01247 gut und wies die Sache zu weiteren Abklärungen an die IV-Stelle zurück (Urk. 9/95</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle holte sodann ein psychiatrisches Gutachten ein, das am 22. März 2016 erstattet wurde (Urk. 9/133). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 9/137-138, Urk. 9/143, Urk. 9/145, 9/148, Urk. 9/150) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 20. Februar 2017 einen Leistungsanspruch (Urk. 9/152</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> = Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte erhob am 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">März 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2017 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 S. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1-2), eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 S. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3). Ferner beantragte er die unent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1 S. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">14-15</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mai 2017 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Septemb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zur Kenntnis gebracht wurde (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">16).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Diagnosen aus der Z-Kategorie (Kapitel XXI) de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ICD-10 Systems sind für Fälle vorgesehen, in denen Sachverhalte als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">„</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diagnosen" oder </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">„</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Probleme" ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geben sind, die nicht als Krankheit, Verletzung oder äussere Ursache unter den Kategorien A00-Y89 klassifizierbar sind. Diese Belastungen fallen als solche nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesundheitsschadens (Urteil des Bund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">esgerichtes 9C_894/2015 vom 25. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2016 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit Hinweis auf 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weiteren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Akzentuierte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) vermögen keinen rechtserheb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Gesundheitsschaden zu begründen (Urteil des Bundesgerichts 8C_558/201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5 vom 22. Dezember 2015 E. 4.2.4 mit Hinweis auf 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1). Dazu bedürfte es zumindest einer Persönlichkeitsstörung (Urteil des Bundesgerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.5 mit Hinweisen)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der allgemeinen Beweisregel (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. 8 ZGB</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) hat die versicherte Person die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">invalidisierenden Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung mit dem Bewei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Gelingt dieser Nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weis nicht, verfügt sie über keinen Leistungsanspruch. Mit anderen Worten wird bei Beweislosigkeit vermutet, dass sich der geklagte Gesundheitsschaden nicht invalidisierend auswirkt: Vermutet wird Validität, nicht Invalidität. An diesem Nachweis kann es unter mehreren Aspekten mangeln: Die Einschränkung ist nicht gesundheitlich, sondern sozial/soziokulturell bedingt (1); die gesundheit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Einschränkung ist nicht evident, wiegt nicht schwer, sodass sie über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">windbar und der versicherten Person die Verrichtung einer adaptierten Tätigkeit dennoch zumutbar ist (2); die Einschränkung ist medizinisch angeh- oder gar heilbar (3); die Einschränkung ist nur vorübergehender Natur, sei es, weil sie von selbst oder nach einer medizinischen Behandlung abklingt (4). Die ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechenden Elemente (gesundheitlicher Charakter, Evidenz und Erheblichkeit, Unheilbarkeit und Dauerhaftigkeit der Beeinträchtigung) sind stets - auch ausserhalb der unklaren Beschwerdebilder - nachzuweisen, damit ein Anspruch auf eine Dauerleistung der Invalidenversicherung geltend gemacht werden kann (BGE 139 V 547 E. 8.1 und E. 9.4; BGE 140 V 290 E. 3.3.1).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aus, den medizinischen Unterlagen sei zu entnehmen, dass keine gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">heit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beeinträchtigung vorliege, die eine langdauernde oder anhaltende Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung auf die Arbeitsfähigkeit habe (S. 1 unten). Eine länger dauernde Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen könne auch rückwirkend nicht bestätigt werden (S. 2 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die ärztlichen Stellungnahmen seien sehr zu seinen Ungunsten ausgelegt word</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en (S. 2 Mitte), wofür er Beispiele anführte (S. 2 f.). Ferner leide er an Herzprob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lemen (S. 2 Mitte). Schliesslich verwies er auf eine Stellungnahme der behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delnden Psychiaterin (S. 2 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig und zu prüfen ist, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit und einem allfälligen Rentenanspruch des Beschwerdeführers verhält. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Urteil des hiesigen Gerichts vom 19. März 2014 (Urk. 9/95) wurde festge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten, in psychiatrischer Hinsicht lägen ausgesprochen divergente Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungen vor (S. 9 E. 4.2), und die Sache wurde an die Beschwerdegegnerin zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiesen, damit sie eine aussagekräftige psychiatrische Beurteilung veranlasse (S. 10 f. E. 4.5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In somatischer Hinsicht sei mit den Parteien davon auszugehen, dass für näher umschriebene leidensangepasste Tätigkeiten eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe (S. 9 E. 4.1). Diagnostiziert worden war eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Läsion des medialen Meniskus bei Status nach lateraler Teilmeniskektomie April 2008 und subtotaler lateraler Meniskektomie mit Entfernung eines anterolateralen Ganglions Juni 2010 links bei reduziertem femoro-tibialen Alignement</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (S. 6 f. E. 3.4.2). Aus orthopä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Sicht waren körperlich leichte Tätigkeiten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, die abwechslungsweise sitzend u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nd stehend ausgeübt werden könn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten, nicht mit häufigem Gehen auf unebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nem Boden, Treppen, Leitern sowie schrägen Ebenen verbunden seien, bei dene</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n nicht häufig kniende Positionen eingenommen und Gegenstände über 5 kg gehoben oder getragen werden müssten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">seit jeher zu 100</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> % </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zumutbar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bezeich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">net worden (S. 7 E. 3.4.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 22. März (richtig Juli; vgl. Urk. 9/132) 2016 erstattete Dr. med. Y.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Konsiliararzt (und ehema</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liger Leiter) des Zentrums für Begutachtungen, Rehaklinik Z.___, ein Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (Urk. 9/133/1-68). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Er stützte sich auf die ihm überlassenen Akten (S. 3 ff.), ein am 1. Februar 2016 erfolgtes Vorabklärungsgespräch mit Dolmetscherin (S. 23 ff.) und die im statio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nären Rahmen am 17. und 20. Mai 2016 ebenfalls mit Dolmetscherin erhobenen Befunde (S. 42 ff.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Y.___ nannte folgende Diagnosen (S. 58 Mitte):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">keine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> nachweisbare psychische Störung mit Psychopathologie von Krankheitswert (unter anderem keine Depression, keine Demenz)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">keine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> anhaltende somatoforme Schmerzstörung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">wahrscheinlich auffällige Persönlichkeitsstruktur, mindestens im Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mass einer sogenannt akzentuierten Persönlichkeit (ICD-10 Z73.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Muster von nicht-authentischer Beschwerdedarstellung (betrifft vor allem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> angegebene Gedächtnisdefizite), Z76.5</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es bestünden multipelste, hochgradige und eklatante Inkonsistenzen der beklag-ten Beschwerden untereinander und unter Zusammenschau von verschie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denen Befundebenen (inhaltliche Angaben, Verhalten, objektive Befunde, Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiese auf Emotionalität, Angaben zum Funktionsniveau aus dem Alltag; S. 58 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die diagnostische Beurteilung betreffend führte Dr. Y.___ aus, diese sei nur in Zusammenschau mit Aspekten der Konsistenzbeurteilung möglich und begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dete dies wie folgt (S. 55 ff.):</span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Oberflächlich besehen scheinen (…) in erster Linie schwerste, kognitive Defizite zu bestehen, die deutlich über das Ausmass hinausgehen, wie es bei selbst schwer hirnverletzten Patienten vorzufinden wäre. Dazu ist zu bemerken, dass beim Versicherten nie das Bestehen einer relevanten Hirnverletzung zur Dis</span><span class="Normal Dispotext">kus</span><span class="Normal Dispotext">sion stand. Diese angegeben, schwersten Defizite der Orientierung (zeitlich, auto</span><span class="Normal Dispotext">psychisch und situativ) und schwersten Erinnerungsdefizite für Inhalte des Altgedächtnisses entsprechen keinem Muster, wie es bei relevant Hirnverletzten der Fall ist und diese demonstrierten Defizite stehen auch in eklatantem Wider</span><span class="Normal Dispotext">spruch dazu, dass der Versicherte berichtet, in seinem Alltag einzelne Funktionen auszuüben, wo es eine prompte und allseitige Orientierungsfähigkeit braucht, so z.B. beim Steuern eines Autos - und wie er dies auch dadurch manifestierte, dass er sich implizit in den meisten Teilen der Untersuchung durchaus situa</span><span class="Normal Dispotext">tions</span><span class="Normal Dispotext">adäquat verhielt, obwohl andererseits von ihm angegeben wurde, sich nichts merken zu können und entsprechend auf Hilfe und Begleitung im Rahmen unserer Klinik (zum zeitgerechten Auffinden der Treffpunkte) angewiesen zu sein.</span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Diese Art der demonstrierten Schwerbesinnlichkeit und das teilweise Daneben</span><span class="Normal Dispotext">antworten (bei andererseits wieder erhaltener Auffassungsfähigkeit für die übersetzten Fragen) entspricht dabei viel eher naiven Vorstellung von Laien über Art und Ausprägung von geistigen Defiziten.</span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Es wird in diesem Zusammenhang auch auf die (als mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als nicht-authentisch beurteilte) Leistungspräsentation und Darstellung von Defiziten im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Der Versicherte klagte ferner insbesondere über einen qualitativ nicht näher spezifizierbaren „Lärm im Kopf“, über Kopfschmerzen, Schmerzen in beiden Beinen und insbesondere auch eine aggressive, innere Spannung und eine schlechte Stimmung. Diese angegebenen Beschwerden entsprachen vom Inhalt</span><span class="Normal Dispotext">lich-Qualitativen her und auch in ihrer Darstellung jedoch nicht psychiatrisch typischen, syndromalen Störungsbildern, wie sie z. B. für eine relevante De</span><span class="Normal Dispotext">pres</span><span class="Normal Dispotext">sion typisch wären. Insbesondere wurde auch keine aggressive Spannung im eigentlichen Sinne festgestellt, denn der Versicherte zeigte sich - wenn es situativ erforderlich war - prompt freundlich und zeigte dann im Verhalten mindestens für kurze Sequenzen ein liebenswürdiges Verhalten im Kontakt, dies durchaus situationsadäquat.</span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Bei einer effektiv schweren, aggressiv hochaufgeladenen Spannung wäre dies aus psychiatrischer Sicht nicht so prompt möglich gewesen.</span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Auch seine emotionalen Äusserungen waren atypisch im Sinne von lautem Klagen mit hoher, teils lauter und kläglicher Stimme und verzerrten Gesichts</span><span class="Normal Dispotext">zügen, dies alles nicht Mustern entsprechend, wie sie bei Betroffenen mit relevant schweren Depressionen oder aggressiver Gespanntheit gewöhnlich beobachtet werden.</span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Insgesamt ist aus psychiatrischer Sicht festzuhalten, dass im Rahmen der Unter</span><span class="Normal Dispotext">suchung ein massiv abnormes Verhalten und ebenso gänzlich atypische Be</span><span class="Normal Dispotext">schwer</span><span class="Normal Dispotext">deklagen festgestellt werden mussten, einhergehend mit insgesamt selt</span><span class="Normal Dispotext">samen und überzeichnet wirkenden mimischen Äusserungen und ferner mit inhaltlichen Angaben, die - soweit überhaupt verwertbar - ausgesprochen diffus und ohne zureichende Kontur blieben.</span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Dies alles entspricht lauter Merkmalen der Beschwerdedarstellung, die viel eher einer naiven Vorstellung psychischer Gestörtheit entsprechen, die sich medi</span><span class="Normal Dispotext">zi</span><span class="Normal Dispotext">nisch ungebildete Personen über psychische Störungen bilden können. Sie ent</span><span class="Normal Dispotext">sprechen insbesondere auch Mustern der Schilderung angeblich eigenen Verhal</span><span class="Normal Dispotext">tens und eigenen Befindens, die nach aller medizinischer Erfahrung nicht auf der Schilderung von selber, real erlebten Episoden im eigenen Alltag beruhen.</span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Auch ein Versuch der Klassifizierung der gezeigten, emotionalen Äusserungen und der angegebenen Defizite gemäss einer Kategorisierung der Psycho</span><span class="Normal Dispotext">patho</span><span class="Normal Dispotext">logie nach AMDP gelangte zu keinen verwertbaren Aussagen (da AMDP ein Klassifizierungssystem echter Psychopathologie ist).</span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Insgesamt ergibt sich daraus, dass aktuell kein erkennbares Profil einer nur annähernd typischen psychischen Störung im Verhalten und in der Beschwer</span><span class="Normal Dispotext">de</span><span class="Normal Dispotext">darstellung des Versicherten abgegrenzt werden kann, so z.B. nicht eine rele</span><span class="Normal Dispotext">vante Depression oder auch eine annähernd typisch ausgeprägte, aggressive Spannung. Ebenfalls liess sich kein Beschwerdeprofil abgrenzen, welches nur annähernd typisch für eine somatoforme Schmerzstörung wäre.</span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Hinter dieser „vordergründigen Wand" von massiv inkonsistenter Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext">darstellung könnten - möglicherweise - eine geringfügiger ausgeprägte, psychi</span><span class="Normal Dispotext">sche Missbefindlichkeit oder eine deutlich leichtere psychische Störung vor</span><span class="Normal Dispotext">handen sein, was jedoch angesichts des vordergründigen, massiv abnormen Verhaltens letztlich im Dunkeln bleiben muss. Ein Argument dafür wäre ja auch, dass sich der Versicherte in einer real misslichen sozialen und beziehungs</span><span class="Normal Dispotext">mässigen Situation befindet. Ob diese vermutete dahinterliegende Missstimmung einen eigenen Krankheitswert hätte oder eher eine sog. normalpsychologische Reaktion auf missliche Umstände darstellt, muss offenbleiben - es ist eher das Letztere der Fall.</span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Es ist in diesem Zusammenhang überwiegend wahrscheinlich, dass eine mög</span><span class="Normal Dispotext">liche, dahinter liegende, psychische Störung nicht das Ausmass erreicht, welches versicherungsmedizinisch relevant wäre (…).</span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Wie indirekt zu erschliessen ist, steht der Versicherte wahrscheinlich in einer familiendynamisch und psychosozial schwierigen Situation, somit in einer spannungs</span><span class="Normal Dispotext">geladenen Beziehungssituation mit seiner ebenfalls IV-berenteten Ehe</span><span class="Normal Dispotext">frau und selber in jahrelangem Streit um die Leistungen von Sozialver</span><span class="Normal Dispotext">sicherungen, also besteht insgesamt eine relevante, psychosoziale Problematik. Zusammen mit dem schlechten Bildungsgrad kann dies (aber nur anteilig und nachrangig) daran mitbeteiligt sein, dass der Versicherte zu solch undifferen</span><span class="Normal Dispotext">zierten, naiven Mustern der Beschwerdedarstellung greift, wie aktuell in den gutachterlichen Untersuchungen dokumentiert.</span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Auch dürfte die wohl auffällige Persönlichkeitsstruktur an der seltsamen Präsen</span><span class="Normal Dispotext">tationsweise mitbeteiligt sein. Es ist jedoch praktisch sicher, dass der Versicherte sich bewusst ist, dass er je nach Situation zu nicht-authentischen Mustern der Beschwerdepräsentation greift.</span></p><p class="Normal Dispotext"><span class="Normal Dispotext">Hauptsächlich ist somit für diese geschilderte, abnorme Beschwerdedarstellung eine bewusstseinsnahe bis vollbewusste Steuerung der Beschwerdedarstellung verantwortlich.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Persönlichkeitsstruktur führte Dr. Y.___ unter anderem aus (S. 57 unten), aus näher dargelegten Gründen ergebe sich der Schluss, dass der Versicherte in einer chronifizierten Streitsituation mit Ehefrau, Stiefsohn, aber auch vielen Nachbarn und Kontaktpersonen stehe, dies verstärkt durch schlechtes Sprach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verständnis und schlechte Akkulturation. Das fortgesetzt auffällige Verhalten bei seiner Psychiaterin stelle somit eher auch ein zielgerichtetes Verhalten dar, sich fortgesetzt als krank zu präsentieren. Trotz dieser Argumente liege aber wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheinlich eine gestörte Persönlichkeitsstruktur vor, nicht aber notwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise im Grad einer eigentlichen Persönlichkeitsstörung gemäss ICD-10 F60, es handle sich also (im Mindesten) um akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Oberärztin Interdisziplinärer Notfall, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">B.___, führte im ambulanten Bericht vom 29. Juni 2016 (Urk. 9/135) aus, der Patient sei am 25. Juni 2016 von der im Rahmen eines Nachbarschaftsstreits herbeigerufenen Polizei hyperventilierend auf dem Sofa gefunden und mit dem Rettungsdienst eingeliefert worden (S. 1 Mitte). Sie nannte folgende, hier ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kürzt angeführte Diagnosen (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Hyperventilation nach psychosozialer Belastungssituation</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">koronare 2-Gefässerkrankung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach akutem Koronarsyndrom Juli 2011 mit PTCA (Herz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">kranzgefäss-Erweiterung) und Stent 3x einer subtotal verschlossenen rechten Kranzarterie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach unauffälliger Überwachung habe der Patient am Folgetag in gebessertem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden können (S. 2 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine bildgebende Untersuchung des linken Kniegelenks vom 11. November 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ergab folgende Beurteilung (Urk. 9/144):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Strukturalteration und Volumenminderung von Pars intermedia und Hinterhorn des Aussenmeniskus bei Zustand nach Teilmeniskektomie, keine Hinweise auf akuten Riss am Restmeniskus beziehungsweise am Innenmeniskus</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">leichtgradiger Knorpelschaden (Grad I-II) retropatellär und femorotibial</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">keine anderweitige Kniebinnenläsion abzugrenzen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">kleinvolumiger Erguss</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 22. Januar 2017 nahm Dr. med. C.___, Fachärztin für Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chiatrie und Psychotherapie, zum Gutachten von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Stellung (Urk. 9/147).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Sie führte aus, dass sie den Beschwerdeführer nunmehr seit über 7 Jahren kenne. Es sei ganz klar, dass er seine Befindlichkeit grotesk verzerrt zur Dar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellung bringe. Die Frage sei, wie man diese Verzerrung interpretiere. Aus </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">näher dargelegten Gründen - insbesondere unter Hinweis auf die Novelle Mich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ael Kohlhaas von Heinrich von Kleist (S. 1 unten) - sei eine Persönlichkeitsstörung zu diagnostizieren (S. 1 f.), namentlich eine histrionische, die gemäss ICD-10 die Interaktion erheblich beeinträchtige (S. 3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich der von ihr verordneten, aber offenbar vom Beschwerdeführer nicht eingenommenen Medikamente erinnerte sie an Galen, der schon im 2. Jahrhundert nach Chr. festgehalten habe, dass die meisten Patienten lügen würden, wenn sie sagten, dass sie die Medikamente wie vom Arzt verschrieben einnähmen (S. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorweg ist festzuhalten, dass keine Hinweise auf eine relevante Veränderung in somatischer Hinsicht bestehen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die im Juni 2016 erfolgte Behandlung im B.___ betraf einen Hyperventi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lations</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anfall nach psychosozialer Belastungssituation (Nachbarschaftsstreit) und stand </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht im Zusammenhang mit der koronaren Gefässerkrankung (vorstehend E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.1). Das Herz betreffend gibt es keine medizinischen Berichte, also insbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sondere auch keine, die im Vergleich zu den 2012 beurteilten Verhältnissen eine Verschlechterung ausweisen würden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der im November 2016 erneut bildgebend abgeklärte Gesundheitsschaden am linken Kniegelenk (vorstehend E. 5.2) war bereits 2012 vorhanden und ist beim Zumutbarkeitsprofil (vorstehend E. 3.2) berücksichtigt worden. Auch diesbezüglich sind keine relevanten Änderungen ausgewiesen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit dem Rückweisungsurteil von 2014 wurde die Beschwerdegegnerin ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ausgesprochen divergenter Beurteilungen in psychiatrischer Hinsicht an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen, eine aussagekräftige psychiatrische Beurteilung zu veranlassen (vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehend E. 3.1). Diesem Auftrag ist sie mit dem Einholen des von Dr. Y.___ erstatteten Gutachtens vollumfänglich nachgekommen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das eingeholte Gutachten überzeugt in jeder Hinsicht. Besonders hervorzuheben ist die ausgesprochene Sorgfalt in der Wahl des Vorgehens, indem zuerst in einem Vorgespräch abgeklärt wurde, ob sich die geplante stationäre Begut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung würde realisieren lassen. Dies liess sich bejahen, wobei bereits das Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gespräch dem Gutachter wertvolle Informationen insbesondere betreffend das eigentümliche Gebaren des Beschwerdeführers zu vermitteln vermochte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Überzeugend ist sodann insbesondere die einlässliche Begründung, mit welcher der - ausgesprochen erfahrene - Gutachter zum Schluss gelangte, es liege hier eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bewusstseinsnahe bis vollbewusste Steuerung der Beschwerdedarstellung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vor (vorstehend E. 4.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dementsprechend ist auch die gutachterliche Feststellung nachvollziehbar und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlüssig begründet, dass kein erkennbares Profil einer nur annähernd typi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> psychischen Störung im Verhalten und in der Beschwerdedarstellung des Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherten habe abgegrenzt werden können, ebenso kein Beschwerdeprofil, welche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s nur annähernd typisch für eine somatoforme Schmerzstörung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gewesen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wäre.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gleiches gilt für die Feststellung, d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(nur)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> möglicherweise eine deutlich leich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tere p</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sychische Störung vorhanden sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, was jedoch angesichts des vorder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">grün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digen, massiv abnormen Verhaltens letztlich im Dunkeln bleiben m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">üsse, und dass offen bleiben müsse, ob eine solche allfällig zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vermute</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Missstimmung einen eigenen Krankheitswert </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">habe oder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eher eine normalpsychologische Reak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tion auf missliche Umstände darstell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e, jedoch (ohnehin) überwiegend wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheinlich kein versicherungsmedizinisches Ausmass erreiche. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss dem Gutachten, das alle praxisgemässen Kriterien (vorstehend E. 1.4) erfüllt, liessen sich keine krankheitswertigen psychiatrischen Diagnosen stellen, und die diagnostizierte akzentuierte Persönlichkeit vermag rechtsprechungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mäss keinen rechtserheblichen Gesundheitsschaden zu begründen (vorstehend E. 1.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Daran vermag die abweichende Beurteilung durch die behandelnde Psychiaterin (vorstehend E. 5.3) nichts zu ändern. Denn es ist auf die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r therapeutisch tätigen (Fach-)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> E. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hinzuweisen, sowie auf die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärztinnen und Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sodann </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fliesst in die Antwort auf die Frage der Ausprägung einer Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">träch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigung - insbesondere der Abgrenzung einer Persönlichkeitsstörung (F.60) von lediglich akzentuierten Persönlichkeitszügen (Z73.1) - unvermeidlicherweise ein gewisses Ermessen des Gutachters wie der behandelnden Psychiaterin ein, zu dessen Begründung der Verweis auf literarische Figuren nur bedingt geeignet sein dürfte. Schliesslich mindert die ausgesprochen saloppe Reaktion der behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">delnden Psychiaterin auf die festgestellte Medikations-Malcompliance des Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführers die Überzeugungskraft ihrer Ausführungen in erheblichem Mass.</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend bleibt es bei den Feststellungen des psychiatrischen Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achters, der keine anspruchsrelevante Diagnose hat stellen können. Für den vom Beschwerdeführer geltend gemachten anspruchserheblichen Sachverhalt hat sich kein Nachweis erbringen lassen, dies trotz - bei Gutachtenskosten in der Grössenordnung von Fr. 30‘000.-- (vgl. Urk. 9/132) - grösstem Aufwand. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fehlt dieser Nachweis, so besteht kein Leistungsanspruch (vorstehend E. 1.3). Damit erweist sich die angefochtene Verfügung, mit welcher ein Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruch verneint wurde, als rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Da die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Rechtsvertretung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">16 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) erfüllt sind (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 12-15</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), ist dem Beschwerdeführer die unent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Prozessführung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und Rechtsvertretung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bewilligen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sind ermessensweise auf Fr. 700.-- festzusetzen, ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und infolge bewilligter unentgeltlicher Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf § 16 Abs. 4 GSVGer. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der unentgeltliche Rechtsvertreter hat mit Honorarnote vom 27. September 2017 (Urk. 17/1-2) einen Aufwand von 6.75 Stunden geltend gemacht, so dass er beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwert</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">steuer) mit Fr. 1‘603.80 (inklusive Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist. </span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht beschliesst:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">In Bewilligung des Gesuchs vom </span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">23. März</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug"> 2017 wird dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung </span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">und Rechtsvertretung </span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">gewährt</span><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">, </span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">und erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse genommen. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführer wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Georg Engeli</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, Winterthur,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird mit </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1'603.80</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> (inkl. MWSt) aus der Gerichtskasse entschädigt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Beschwerdeführer wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Georg Engeli</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">zustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannTiefenbacher</p><p><br/></p><p></p></div> </div></body></html>