<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Bundesgesetz vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) die Möglichkeiten der Kapitalabfindungen zu reduzieren und damit den Vorsorgezweck besser zu garantieren.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die sozialpolitischen und finanziellen Auswirkungen der Kapitalbezüge aus der zweiten Säule auf die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV bzw. auf die Sozialhilfe können anhand des verfügbaren statistischen Datenmaterials nicht ermittelt werden. Das aktuelle Datenmaterial ermöglicht es nicht, eine Verbindung herzustellen zwischen dem Kapitalbezug aus der zweiten Säule und dem Rückgriff auf Ergänzungsleistungen oder Sozialhilfe. Ausserdem unterscheidet die Pensionskassenstatistik nicht zwischen den Guthaben aus der obligatorischen Vorsorge und denjenigen aus dem überobligatorischen Teil, der sich einer gesetzlichen Regelung entzieht. Der Bundesrat erklärt sich jedoch bereit, die Auswirkungen der Kapitalbezüge aus der zweiten Säule näher zu untersuchen und in Erfüllung des Postulates Humbel 12.3602, "Reform der Ergänzungsleistungen zur AHV/IV", dessen Annahme er beantragt, einen Bericht zu erstellen. Der Bundesrat wird sich dabei auch auf die Ergebnisse der Anhörung zum Bericht zur Zukunft der zweiten Säule stützen, in dem der Kapitalbezug ebenfalls Thema ist. Sollte die Untersuchung einen Handlungsbedarf in diesem Bereich aufzeigen, ist der Bundesrat bereit, im Rahmen der künftigen Reform der Altersvorsorge Gesetzesänderungen vorzuschlagen. Bereits darüber zu entscheiden, bevor die Ergebnisse dieser Untersuchung vorliegen, wäre verfrüht. Es empfiehlt sich daher, anstelle der vorliegenden Motion das Postulat Humbel 12.3602 anzunehmen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.