<h2>SubmittedText<h2><p>Ich beauftrage den Bundesrat, die Möglichkeit zu prüfen, einen Bereitschaftsdienst einzurichten, der in wenigen Stunden mobilisiert werden kann, um in Notfällen unsere Botschaften und Konsulate zu unterstützen und ihnen zu Hilfe zu kommen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Hilfeleistungen an in Not geratene Schweizer Bürgerinnen und Bürger im Ausland gehören zum Aufgabenkatalog der Schweizer Vertretungen. Im Zusammenhang mit den tragischen Ereignissen des Attentates von Luxor, des 11. Septembers 2001 in New York, des Attentates in Bali, der Geiselnahme in der algerischen Sahara, der politischen Wirren in der Elfenbeinküste und dem Seebeben/Tsunami in Südostasien ist diese wichtige Aufgabe der schweizerischen Auslandsvertretungen vermehrt in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit getreten. Tatsächlich führen die wachsende Mobilität der Schweizerinnen und Schweizer (12 Millionen Grenzübertritte pro Jahr) und der ungebremste Anstieg der Zahl der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer (seit 1990 plus 168 000 Personen oder plus 37 Prozent) zu einer ständigen Zunahme des Aufwandes der Vertretungen, nicht nur für konsularische Schutzfälle. Im Gegenzug ist der finanzielle Aufwand des EDA für das Aussennetz seit nunmehr 1992 stabil geblieben. Dies führt zweifellos zu einem grossen Druck auf das Personal. Die vom Postulanten angeführten Beispiele Beijing und Bangkok, auf die hier nicht näher eingegangen werden soll, sind keine Einzelfälle. Die hohen Erwartungen an die Hilfeleistung durch die Schweizerischen Vertretungen im Ausland zur Behandlung von Katastrophenfällen kontrastieren mit der meist bescheidenen Personaldotierung der Auslandsvertretungen, welche grossmehrheitlich Klein- und Kleinstvertretungen sind. Schliesslich tragen auch die zur Umsetzung der Aufgabenverzichtplanung im schweizerischen Aussennetz erforderlichen Massnahmen nicht dazu bei, die Ressourcensituation zu verbessern.</p><p>Nach der Abidjan-Krise im November 2004 und im Nachgang zum Seebeben/Tsunami hat das EDA das Krisenmanagement an der Zentrale und im Ausland evaluiert. Am 4. April 2005 ist auch die Öffentlichkeit über die Resultate der Überprüfung und über die zu treffenden Massnahmen informiert worden: So wird das Krisendispositiv gestrafft und bis Juli 2005 ein EDA-Krisenpool gebildet, der aus rund zwanzig erfahrenen Angehörigen der diplomatischen und konsularischen Karriere sowie der in der Deza angesiedelten Humanitären Hilfe des Bundes besteht und der im Bedarfsfall unverzüglich die Krisenzelle an der Zentrale und die betroffenen Vertretungen verstärkt. Weitere Massnahmen betreffen die Optimierung der Krisendispositive in den Vertretungen im Ausland, die Zusammenarbeit mit Stellen ausserhalb der Bundesverwaltung im In- und Ausland sowie gezielte Ausbildungsmodule. Auf technischer und logistischer Seite werden ebenfalls Massnahmen getroffen.</p><p>Die im Postulat aufgeworfene Anregung zur Verstärkung der Auslandsvertretungen in Krisenfällen ist vom zuständigen Departement mittlerweile geprüft und einer Lösung zugeführt worden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.