<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00319</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204137&amp;W10_KEY=4467141&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00319</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.04.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bodenschützerische Baubegleitung eines Nationalstrassenprojekts<br/><br/>Zuschlagskriterien und Gewichtung (E. 3.1)<br/><br/>Verletzung des Transparenzgebots (E. 3.3): Änderung der Gewichtung in der Matrix gegenüber den Ausschreibungsunterlagen verletzt das Transparenzgebot. Vorliegend ändert die Gewichtung allerdings nichts an der Rangierung. Der Zuschlagsentscheid ist somit durch die Verletzung des Transparenzgebots nicht beeinflusst.<br/><br/>Zertifizierung nach ISO 9001 bzw. 14001 (E. 4.2): Es steht im Ermessen der Vergabebehörde, bei einem Auftrag im Bereich des unmittelbaren Umweltschutzes auch umweltschützerische Aspekte bei der Qualitätsicherung zu berücksichtigen.<br/><br/>Firmenreferenz (E. 4.3.2): Keine Benachteiligung gegenüber nicht ortsansässigen Unternehmungen, wenn Kenntnisse der Praxis des Kantons, in welchem die Arbeiten durchgeführt werden, bei der Bewertung der Referenz höher bewerten werden.<br/><br/>Honorarangebot - Stundenaufwand (E. 4.5): Die Ausscheidung von Extremwerten bei der Berechnung des durchschnittlichen Stundenaufwands, wie es in den Ausschreibungsunterlagen auch vorgesehen war, erscheint als grundsätzlich gerechtfertigt. Sie ist ein geeignetes Mittel, um Verzerrungen des Mittelwerts zu verhindern.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃNDERUNG DER GEWICHTUNG">ÃNDERUNG DER GEWICHTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZ">REFERENZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STUNDENAUFWAND">STUNDENAUFWAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TRANSPARENZ">TRANSPARENZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERLETZUNG">VERLETZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZERTIFIZIERUNG">ZERTIFIZIERUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 1 Abs. II lit. lit. c IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">Art. 16 Abs. I lit. lit. a IVÃ¶B</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 Abs. II IVÃ¶B</span><br/><span class="gerade">§ 31 Abs. I SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit der Ausschreibung vom 10. Januar 2003 erÃ¶ffnete die Baudirektion des Kantons ZÃ¼rich die Submission im offenen Verfahren fÃ¼r die bodenschÃ¼tzerische Baubegleitung der NationalstrassenteilstÃ¼cke N 4.1.6 und N 4.1.7 (Ãetliberg West-Knonau). Innerhalb der Angebotsfrist gingen sieben Offerten mit Eingabesummen von Fr. 218'604.- bis Fr. 1'391'593.- ein. Mit VerfÃ¼gung vom 1. September 2003 erteilte sie den Zuschlag an die B AG. Der Entscheid wurde den nicht berÃ¼cksichtigten Submissionsteilnehmern mit Schrei­ben vom 3. September 2003 mitgeteilt.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 12. September 2003 erhob die A AG, ZÃ¼rich, beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen die ZuschlagsverfÃ¼gung. Sie beantragte, der Vergabeentscheid des Kan­tonsingenieurs sei aufzuheben und der Zuschlag sei ihr zu erteilen, unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdegegners. Eventualiter stellte sie den Antrag, die Angelegenheit sei an den Beschwerdegegner zurÃ¼ckzuweisen mit der Anweisung, ihr den Zuschlag zu erteilen. Subeventualiter sei die Angelegenheit mit verbindlichen Anweisungen fÃ¼r die Vergabe zur Neubeurteilung zurÃ¼ckzuweisen. Ferner ersuchte sie darum, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen.</p> <p class="Urteilstext">Die Baudirektion erstattete am 8. Oktober 2003 ihre Beschwerdeantwort mit dem Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. Sie beantragte Ã¼berdies, der Beschwerde sei keine aufschiebende Wirkung zu erteilen.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 13. Oktober 2003 wurde das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen.</p> <p class="Urteilstext">Mit Replik vom 3. November 2003 hielt die BeschwerdefÃ¼hrerin an ihren AntrÃ¤gen fest und stellte ein neues Gesuch betreffend aufschiebende Wirkung. Der Beschwerdegegner beantragte in seiner Duplik vom 1. Dezember 2003, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten; eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Urteilstext">Die Baudirektion teilte dem Verwaltungsgericht am 3. November 2003 mit, dass der Vertrag mit der Mitbeteiligten abgeschlossen worden sei.</p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 7. November 2003 wurde das erneute Gesuch vom 3. November 2003 betreffend Erteilung der aufschiebenden Wirkung als gegenstandslos abgeschrieben.</p> <p class="Urteilstext">Die Mitbeteiligte B AG nahm in keinem Stadium des Verfahrens zur Beschwerde Stellung.</p> <p class="Urteilstext">Die AusfÃ¼hrungen der Parteien in ihren Rechtsschriften werden, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden EntscheidgrÃ¼nden wiedergegeben.</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Mit Gesetz vom 15. September 2003 (in Kraft seit 1. Januar 2004) ist der Kanton ZÃ¼rich der revidierten Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 15. MÃ¤rz 2001 beigetreten. GemÃ¤ss deren Ãbergangsrecht (Art. 22 Abs. 1 IVÃ¶B) gilt die revidierte Vereinbarung fÃ¼r die Vergabe von AuftrÃ¤gen, welche nach Inkrafttreten der Vereinbarung ausgeschrieben oder vergeben wurden. Deshalb gelangen auf das vorliegende Beschwerdeverfahren die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen in der Fassung vom 25. November 1994 (aIVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 22. September 1996 (aIVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Einzug1">Ein nicht berÃ¼cksichtigter Anbieter ist zur Beschwerde gegen den Vergabeentscheid legitimiert, wenn er bei deren Gutheissung eine realistische Chance hat, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen. Vorliegend ist die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin gegeben. Sie hat die bodenschÃ¼tzerische Baubegleitung zu einem tieferen Preis offeriert als die Mitbeteiligte und macht geltend, bei richtiger Bewertung wÃ¼rde sie vor der Mitbeteiligten rangieren. WÃ¤re der Vertrag mit der Mitbeteiligten noch nicht abgeschlossen, so wÃ¤re bei Gutheissung der Beschwerde die Zuschlagserteilung an die BeschwerdefÃ¼hrerin in Betracht zu ziehen. Obwohl dies infolge des bereits erfolgten Vertragsschlusses mit der Mitbeteiligten nicht mehr mÃ¶glich ist, Ã¤ndert sich an der Legitimation nichts, weil mit der Submissionsbeschwerde auch die Rechtswidrigkeit einer ZuschlagsverfÃ¼gung festgestellt werden kann (Art. 18 Abs. 2 aIVÃ¶B).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Nach § 31 Abs. 1 der Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (aSubmV) erfolgt der Zuschlag â sofern nicht ausnahmsweise das alleinige Kriterium des niedrigsten Preises (§ 31 Abs. 2 aSubmV) zur Anwendung kommt â auf das wirtschaftlich gÃ¼nstigste Angebot. Bei der Bewertung ist das Preis-Leistungs-VerhÃ¤ltnis zu beachten, wobei neben dem Preis insbesondere die folgenden Kriterien berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen: QualitÃ¤t, Termine, Wirtschaftlichkeit, Betriebskosten, Kundendienst, Ãkologie, ZweckmÃ¤ssigkeit, technischer Wert, Ãsthetik, KreativitÃ¤t, Lehrlingsausbildung, Infrastruktur.</span></p> <p class="Urteilstext">Die fÃ¼r eine bestimmte Beschaffung massgeblichen Zuschlagskriterien und deren Gewichtung werden von der VergabebehÃ¶rde im Hinblick auf die Besonderheiten des Auftrages festgelegt, wobei ihr ein erheblicher Beurteilungsspielraum zusteht (RB 1999 Nr. 67). Zuschlagskriterien mÃ¼ssen, um die notwendige Transparenz eines Vergabeverfahrens (Art. 1 Abs. 2 lit. c aIVÃ¶B) zu gewÃ¤hrleisten, in den Ausschreibungsunterlagen bekannt gegeben werden (§ 17 Abs. 1 lit. i aSubmV). Zudem muss aus der Bekanntgabe ersichtlich sein, welches Gewicht die VergabebehÃ¶rde den einzelnen Kriterien beimisst. Die BehÃ¶rde hat daher die Kriterien im Voraus in der Reihenfolge ihrer Bedeutung bekannt zu geben oder zumindest die relative Bedeutung, die sie den einzelnen Kriterien zuerkennen will, ersichtlich zu machen (BGE 125 11 86 E. 7c; RB 1999 Nr. 62 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372 E. 3b).</p> <p class="Urteilstext">Der VergabebehÃ¶rde steht sodann auch beim Urteil darÃ¼ber, welches Angebot gemessen an den Zuschlagskriterien das wirtschaftlich gÃ¼nstigste ist, ein erheblicher Ermessensspielraum zur VerfÃ¼gung (VGr, 7. Juli 1999, BEZ 1999 Nr. 26 E. 6a = ZBl 101/2000, S. 271, mit Hinweisen). In dieses Ermessen greift das Verwaltungsgericht, dem keine ÃberprÃ¼fung der Angemessenheit des Entscheids zusteht (Art. 16 Abs. 2 aIVÃ¶B, vgl. § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]), nicht ein. Zu prÃ¼fen ist dagegen eine allfÃ¤llige Ãberschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens (Art. 16 Abs. 1 lit. a IVÃ¶B; § 50 Abs. 2 lit. c VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b> <span>In den Ausschreibungsunterlagen hat der Beschwerdegegner folgende Zuschlagshauptkriterien bekannt gegeben: "Bewerber/Team", "Analyse der Aufgabe/LÃ¶sungs­kon­zept", "Vorgesehene Auftragsabwicklung und QualitÃ¤tssicherung sowie Betriebsmittel", "Honorar (Angebotspreis normalisiert, Preis-/LeistungsverhÃ¤ltnis)". Diese Hauptkriterien wurden im Anhang 1 der Ausschreibungsunterlagen (Zuschlagskriterien nach Gewichtung) folgendermassen detailliert:</span></p> <p class="Urteilstext">"a) Bewerber / Team:</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span> Firmenstruktur bzw. Struktur der Arbeitsgemeinschaft</p> <p class="Urteilstext"><span>o<span> </span></span>HaupttÃ¤tigkeit</p> <p class="Urteilstext"><span>o<span> </span></span>Erfahrung, KontinuitÃ¤t</p> <p class="Urteilstext"><span>o<span> </span></span>Organisationsstruktur (Entscheidungswege)</p> <p class="Urteilstext"><span>o<span> </span></span>QualitÃ¤tsmanagement</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span> Team</p> <p class="Urteilstext"><span>o<span> </span></span>Bisherige Zusammenarbeit (IG)</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span> Projektleiter/in</p> <p class="Urteilstext"><span>o<span> </span></span>Qualifikation (Referenzen) bezÃ¼glich der Projektleitung BBB von (grÃ¶sseren) Infrastrukturvorhaben</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span> Projektleiter-Stellvertreter/in</p> <p class="Urteilstext"><span>o<span> </span></span>Qualifikation (Referenzen) bezÃ¼glich der Projektleitung resp. âStv. BBB oder der massgeblichen, praktischen Mitarbeit innerhalb der BBB von (grÃ¶sseren) Infrastrukturvorhaben</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span> Sachbearbeiter/in</p> <p class="Urteilstext"><span>o<span> </span></span>Qualifikation (Referenzen) bezÃ¼glich der praktischen Mitarbeit innerhalb der BBB von (grÃ¶sseren) Infrastrukturvorhaben</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span> Infrastruktur</p> <p class="Urteilstext"><span>o<span> </span></span>Art und QualitÃ¤t der Betriebs- und Hilfsmittel</p> <p class="Urteilstext"><span>o<span> </span></span>Art und QualitÃ¤t der vorhandenen Software</p> <p class="Urteilstext">b) Analyse der Aufgabe / LÃ¶sungskonzept</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Methodik, Vorgehen, Ablauf, Schwerpunkte der Bearbeitung, erwartete Problempunkte und deren BewÃ¤ltigung</p> <p class="Urteilstext">c) Auftragsabwicklung, QualitÃ¤tssicherung</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Vorgesehene Auftragsabwicklung</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Projektbezogene QualitÃ¤tssicherung (auch innerhalb der Arbeitsgemeinschaft): Konzept, Nachvollziehbarkeit </p> <p class="Urteilstext">d) Honorar</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Honorar</p> <p class="Urteilstext"><span>o<span> </span></span>Angebotspreis normalisiert auf einen mittleren, zu erwartenden Stundenaufwand fÃ¼r die Summe aller Teilphasen (siehe unten)</p> <p class="Urteilstext"><span>o<span> </span></span>Leistungsumfang (bzw. nicht inbegriffene Leistungen)</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Preis-/LeistungsverhÃ¤ltnis</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>Nebenkosten</p> <p class="Urteilstext"><span>-<span> </span></span>SchÃ¤tzung des Honorar-/Stundenaufwandes.</p> <p class="Urteilstext">Normalisierung des Honorarangebotes</p> <p class="Urteilstext">Die Ermittlung des wahrscheinlichsten Stundenaufwandes fÃ¼r die BBB N 4.1.6./7 ist (auch aus unserer Sicht) nicht einfach. Wir gehen davon aus, dass der Mittelwert aus den eingereichten Stundenaufwand-Berechnungen dem wahrscheinlichsten Aufwand entsprechen wird. Die Eingabesummen werden deshalb folgendermassen normalisiert:</p> <p class="Urteilstext">1.<span> </span>Bildung des Mittelwertes aus den eingereichten Stundenaufwand-Angaben (allfÃ¤llige Extremwerte werden nicht berÃ¼cksichtig).</p> <p class="Urteilstext">2.<span> </span>Berechnung des normalisierten Honoraraufwandes: Zeitmitteltarif x Stundenaufwand-Mittelwert."</p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Urteilstext">FÃ¼r die Bewertung der Angebote brachte der Beschwerdegegner sodann eine Gewichtung der vier Hauptkriterien von 30%; 35%; 20%; 15% zur Anwendung. GemÃ¤ss seiner Bewertungstabelle erzielte die Mitbeteiligte mit insgesamt 7.79 gewichteten Punkten den ersten, die BeschwerdefÃ¼hrerin mit insgesamt 7.52 gewichteten Punkten den zweiten Rang.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span> Hinsichtlich der Zuschlagskriterien und deren Gewichtung macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, die in den Ausschreibungsunterlagen bekannt gegebene Reihenfolge der Hauptkriterien stimme mit der in der Bewertungsmatrix vorgenommenen Gewichtung der Hauptkriterien nicht Ã¼berein. Der Beschwerdegegner anerkennt diesen Einwand.</span></p> <p class="Urteilstext">Mit der Ãnderung der Gewichtung in der Matrix gegenÃ¼ber den Ausschreibungsunterlagen hat der BeschwerdefÃ¼hrer das Prinzip der Transparenz verletzt. Das Gebot, das Ausschreibungs- bzw. Zuschlagsverfahren transparent zu gestalten, ist eine Regel formeller Natur. Der Zuschlag muss allerdings nicht aufgehoben werden, wenn die VergabebehÃ¶rde belegen kann, dass die Verletzung des Transparenzgebots den Zuschlagsentscheid nicht zu beeinflussen vermochte.</p> <p class="Urteilstext">Vorliegend Ã¤ndert die vorgenommene Ãnderung der Gewichtung der Hauptkriterien nichts an der Rangierung der BeschwerdefÃ¼hrerin und der Mitbeteiligten. Sowohl aufgrund der Gewichtung der Hauptkriterien von 30%; 35%; 20%; 15% als auch aufgrund der Gewichtung von 35%; 30%; 20%; 15% erhalten beide die gleiche Punktzahl von total 7.52 bzw. 7.79 Punkten. Bei den ersten zwei Hauptkriterien "Bewerber/Team" und "Analyse der Aufgabe/LÃ¶sungskonzepte" liegt die BeschwerdefÃ¼hrerin nÃ¤mlich mit beiden Bewertungsvarianten je 1.3 Punkte zurÃ¼ck. Der Zuschlagsentscheid wurde somit durch die Verletzung des Transparenzgebots nicht beeinflusst.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b><span> Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet ein, die geringe Gewichtung des Preises (15%) sei angesichts der momentanen wirtschaftlichen Situation und der allgemeinen Finanzknappheit nicht nachvollziehbar.</span></p> <p class="Erwgung2">Die AbschÃ¤tzung des zeitlichen Gesamtumfangs der bodenschÃ¼tzerischen Baubegleitung des NationalstrassenteilstÃ¼ckes N 4.1.6/7 war aus der Sicht der VergabebehÃ¶rde sehr schwierig. Es handelt sich dabei um eine grosse, auf fÃ¼nf Jahre projektierte Linienbaustelle mit zahlreichen Losen, Ausschreibungen und Bauleitungen. Zudem hÃ¤ngt diese von diversen unvorhersehbaren Faktoren wie WitterungsverhÃ¤ltnisse, belastete BÃ¶den und Ãnderungen im Gesamtbauprogramm aufgrund mÃ¶glicher finanzieller ZwÃ¤nge ab. Es ist deshalb sachlich gerechtfertigt, wenn die VergabebehÃ¶rde die qualitativen Gesichtspunkte sehr hoch bewertet und damit den Hauptkriterien "Bewerber/Team", "Analyse der Aufgabe/LÃ¶sungskonzept" sowie "Auftragsabwicklung und QualitÃ¤tssicherung" eine grÃ¶ssere Gewichtung zuschreibt als dem voraussichtlich nicht genau bestimmbaren Preis (vgl. auch Vgr, 24. September 1999, BEZ 1999 Nr. 35). Folglich hat sie das ihr bei der Gewichtung der Zuschlagskriterien zustehende Ermessen nicht Ã¼berschritten oder missbraucht (vgl. Art. 16 Abs. 1 lit. a aIVÃ¶B sowie § 50 Abs. 2 lit. c VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">GemÃ¤ss der Bewertungsmatrix erzielte die Mitbeteiligte mit total 7.79 gewichteten Punkten den ersten, die BeschwerdefÃ¼hrerin mit total 7.52 gewichteten Punkten den zweiten Rang. Entscheidend fÃ¼r die Rangierung waren die ersten beiden Hauptkriterien. FÃ¼r das erste Hauptkriterium âBewerber/Team" erhielt die Mitbeteiligte 2.46 gewichtete Punkte und die BeschwerdefÃ¼hrerin 2.07 Punkte. Beim zweiten Hauptkriterium "Analyse der Aufgabe/LÃ¶sungskonzept" erzielte die Mitbeteiligte 2.91 Punkte, die BeschwerdefÃ¼hrerin 2.45 Punkte. Beim dritten Kriterium "Auftragsentwicklung/QualitÃ¤tssicherung" schloss die Mitbeteiligte mit 1.90 Punkten und die BeschwerdefÃ¼hrerin mit 1.80 Punkten ab. Beim vierten Kriterium "Honorar" erzielte die Mitbeteiligte 0.53 Punkte und die BeschwerdefÃ¼hrerin 1.20 Punkte.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b> <span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, bei der Bewertung des Honorars sei ein Rechnungsfehler aufgetreten. In der Duplik anerkennt der Beschwerdegegner einen Additionsfehler: die Summe der ungewichteten Punkte bei der BeschwerdefÃ¼hrerin betrage nicht 8.0 sondern 9.0 Punkte. FÃ¼r das Hauptkriterium "Honorar" ergeben sich daraus statt gewichtet 1.2 Punkte neu 1.35 Punkte, was bei der Berechnung der Gesamtpunktzahl entsprechend zu berÃ¼cksichtigen ist. Doch auch unter BerÃ¼cksichtigung der Bewertungsmatrix von 35%; 30%; 20%; 15% Ã¼bersteigt die Gesamtpunktzahl der BeschwerdefÃ¼hrerin von neu 7.67 Punkten die Gesamtpunktszahl der Mitbeteiligten von 7.79 nicht. Zum selben Ergebnis wÃ¼rde im Ãbrigen auch die Bewertungsmatrix von 30%; 35%; 20%; 15% fÃ¼hren.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt, dass bei der Bewertung der QualitÃ¤tssicherung nicht nur die Zertifizierung nach ISO 9001, sondern auch diejenige nach ISO 14001 in die Bewertung eingeflossen sei. Bei Zertifizierung nach ISO 14001 gehe es hauptsÃ¤chlich darum, wie ein Unternehmen mÃ¶glichst umweltfreundlich produzieren kÃ¶nne. Eine solche Zertifizierung sei in der TÃ¤tigkeit als Berater und Dienstleistungsunternehmer absolut unÃ¼blich und mache keinen Sinn.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Diese RÃ¼ge ist unbegrÃ¼ndet. Bereits in den Ausschreibungsunterlagen wurde darauf hingewiesen, dass die Submissionsteilnehmer fÃ¼r den Nachweis der Zertifizierung, soweit vorhanden, das Zertifikat nach ISO 9001 bzw. ISO 14001 einzureichen hÃ¤tten. FÃ¼r die Teilnehmer war demnach schon bei der Ausschreibung klar, dass eine Zertifizierung nach ISO 14001 mitbewertet wÃ¼rde. Diese Zertifizierung steht nicht nur Industrie- sondern auch Dienstleistungsunternehmen unabhÃ¤ngig von ihrer BranchenzugehÃ¶rigkeit offen. Wie der Beschwerdegegner zutreffend ausfÃ¼hrt, sind auch zahlreiche Unternehmen, die Ingenieurdienstleistungen anbieten, nach ISO 14001 zertifiziert. Es steht im Ermessen der VergabebehÃ¶rde, bei einem Auftrag im Bereich des unmittelbaren Umweltschutzes auch Aspekte des Umweltschutzes bei der QualitÃ¤tssicherung zu berÃ¼cksichtigen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3.1</span></b><span> Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt des Weiteren, dass ihre zweite Firmenreferenz bei der Bewertung zu Unrecht nicht berÃ¼cksichtigt worden sei. GemÃ¤ss der Submissionsauswertung erhielt die BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r diese Referenz keine Punkte. Der Beschwerdegegner begrÃ¼ndet dies damit, dass beim Referenzobjekt eine eigentliche bodenschÃ¼tzerische Baubegleitung nicht Bestandteil des Auftrages bilde. Zudem habe sich das umstrittene Referenzprojekt im Zeitpunkt der Submissionseingabe erst in der Startphase befunden. Bei NichterfÃ¼llung der massgeblichen Referenzelemente (fachliche und zeitliche Relevanz) wÃ¼rden auch die anderen Referenzkriterien keine Rolle mehr spielen. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>In der Offerte der BeschwerdefÃ¼hrerin wird beim zweiten Referenzprojekt weder bei der Aufgaben- bzw. Funktionsbeschreibung noch bei der BegrÃ¼ndung angefÃ¼hrt, weshalb dieses konkrete Referenzobjekt ein gutes Beispiel zur Darstellung der FÃ¤higkeit und Leistung des Bewerbers darstelle. Im Gegensatz zum ersten Referenzprojekt (Golfplatz H) wird insbesondere nicht erwÃ¤hnt, dass ihre Aufgabe in der bodenschÃ¼tzerischen Baubegleitung bestehe. Wenngleich die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Replik geltend macht, dass die boden­schÃ¼tzerische Baubegleitung sehr wohl ein wesentlicher Bestandteil des zweiten Referenz­projektes ausmache, so ist dies aus den bei der Vergabe eingereichten Offertunterlagen nicht ersichtlich. Das zweite Referenzobjekt, das nicht in der bodenschÃ¼tzerischen Baubegleitung besteht, hat zu Recht auch keine Punkte bei den Referenz-Unterkriterien "Zeitraum", "Honorarsumme" sowie "BegrÃ¼ndung" erhalten. Bewertet werden mit diesen Unter­kri­terien richtigerweise nur FÃ¤higkeiten und Leistungen, die in direktem fachlichem Zusammenhang mit dem zu vergebenden Auftrag stehen.</span></p> <p class="Urteilstext"><b>4.3.2</b> GemÃ¤ss der Submissionsauswertung des Beschwerdegegners, wurden Referenzprojekte, die im Kanton ZÃ¼rich durchgefÃ¼hrt wurden, mit je einem halben Punkt (von max. 20 ungewichteten Punkten, die im Unterkriterium "Firmenstruktur bzw. Struktur der Arbeitsgemeinschaft" zu erreichen waren) honoriert. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, es sei nicht gerechtfertigt, einer Firmenreferenz aus dem Kanton ZÃ¼rich einen halben Punkt mehr zu vergeben. Sie bezeichnet dies als "Heimatschutz" und macht sinngemÃ¤ss geltend, es handle sich hierbei um ein unzulÃ¤ssiges Zuschlagskriterium. Der Beschwerdegegner fÃ¼hrt an, dass die Umsetzung der bodenschÃ¼tzerischen Gesetzgebung trotz Harmonisierungstendenzen immer noch kantonal unterschiedlich und Kenntnisse der kantonalen Praxis daher nÃ¼tzlich seien.</p> <p class="Urteilstext">Es ist sachgerecht und beinhaltet keine Benachteiligung gegenÃ¼ber nicht ortsansÃ¤ssigen Unternehmungen, wenn Kenntnisse der Praxis des Kantons, in welchem die Arbeiten durchgefÃ¼hrt werden, bei der Bewertung einer Referenz hÃ¶her bewertet werden als Referenzen aus einem andern Kanton (vgl. auch VGr, 6. Juni 2001, VB.2000.00391, E. 3d, www.vgrzh.ch). Diese HÃ¶herbewertung erscheint angesichts der Eigenart des zu vergebenden Auftrags gerechtfertigt und nicht bloss vorgeschoben, um einen einheimischen Anbieter zu bevorzugen. Im Ãbrigen sind im vorliegenden Fall sowohl die BeschwerdefÃ¼hrerin als auch die Mitbeteiligte im Kanton ZÃ¼rich domiziliert.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4</span></b><span> Die BeschwerdefÃ¼hrerin beanstandet, es sei nicht logisch, dass vom Projektleiter mehr zeitlicher Aufwand gefordert werde als von einem Sachbearbeiter. Dagegen fÃ¼hrt der Beschwerdegegner an, der Projektleiter und Projektleiterstellvertreter mÃ¼sse neben der Projektleitung auch noch praktische Arbeit vor Ort an anderen Ã¶rtlichen Bodenarbeiten leisten. Diese Auffassung Ã¼berzeugt: Es ist sachgerecht, wenn bei einem derart grossen und komplexen Linienprojekt mit zahlreichen parallel betriebenen Baustellen vom Projektleitenden eine grÃ¶ssere zeitliche KapazitÃ¤t verlangt wird als vom Sachbearbeiter. Jedenfalls ist diesbezÃ¼glich festhalten, dass die VergabebehÃ¶rde auch hier ihr Ermessen nicht Ã¼berschritten hat.</span></p> <p class="Urteilstext">Schliesslich rÃ¼gt die BeschwerdefÃ¼hrerin, dass bei der Sachbearbeiterreferenz die maximale Punktzahl nur erreicht werden konnte, wenn dieser das betreffende Projekt in der Funktion als Projektleiter ausgefÃ¼hrt hatte. Der Beschwerdegegner fÃ¼hrt dazu aus, dass die bodenschÃ¼tzerische Sachbearbeitung in diesem Projekt hohe Anforderungen in rÃ¤umlicher, volumenmÃ¤ssiger und zeitlicher Dimension stelle. Auch diese Auffassung ist vertretbar: Es ist sachlich gerechtfertigt, einem Sachbearbeiter, der Projektleitungserfahrung ausweisen kann, eine hÃ¶here Bewertung zu kommen zu lassen. Die Honorierung der zusÃ¤tzlichen Qualifikation des Sachbearbeiters als Projektleiter oder Projektleiterstellvertreter entspricht der anspruchsvollen Aufgabe und berÃ¼cksichtigt damit vielfÃ¤ltige Erfahrungen und Qualifikationen auch bei der Funktion des Sachbearbeiters.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.5</span></b><span> Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt, dass sich die Normalisierung des Honorarangebots nur zur HÃ¤lfte auf die eingereichten Offerten stÃ¼tze. Daneben habe der Beschwerdegegner eine SchÃ¤tzung des Stundenaufwandes vorgenommen, welche die Bewertung der Offerten erheblich verzerre. Die Mitverwendung der AufwandschÃ¤tzung widerspreche klar den Angaben in den Submissionsunterlagen.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>In den Ausschreibungsunterlagen wurde die Normalisierung des Honorarangebotes wie folgt beschrieben: "1. Bildung des Mittelwertes aus den eingereichten Stundenaufwand-Angaben (allfÃ¤llige Extremwerte werden nicht berÃ¼cksichtigt). 2. Berechnung des normalisierten Honoraraufwandes: Zeitmitteltarif x Stundenaufwand-Mittelwert."</span></p> <p class="Urteilstext">Entgegen diesen Angaben ging der Beschwerdegegner in seiner Submissionsauswertung vom 12. Mai 2003 fÃ¼r das normalisierte Netto-Honorar von einer anderen Berechnungsformel aus: "N-Honorar (off) x Stunden (norm) / Stunden (off)". GestÃ¼tzt darauf errechnete der Beschwerdegegner fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin ein normali­sier­tes Honorar von Fr. 487'578.-; fÃ¼r die Mitbeteiligte ein solches von Fr. 619'498.-. Dabei setzte er fÃ¼r den mittleren Stundenaufwand 4888 Stunden ein. Diesen Betrag ermittelte der Beschwerdegegner aus dem Durchschnitt des Stundenaufwandes aller sieben Submissionsteilnehmer. Dabei wurden also auch Extremwerte mitberÃ¼cksichtigt.</p> <p class="Urteilstext">Neben dem normalisierten Honorar wurde auch die AufwandschÃ¤tzung in die Bewertung des Honorars mit einbezogen. Hierbei ging der Beschwerdegegner von der Annahme aus, dass der Mittelwert aus den eingereichten sieben Stundenaufwand-Berechnungen und der SchÃ¤tzung der IG N4.1.6âAmt (7-fach gewichtet) dem wahrscheinlichsten Stundenaufwand entsprechen wÃ¼rde. Aufgrund dieser Annahme errechnete er einen Mittelwert von 6'344 Stunden. Der von der BeschwerdefÃ¼hrerin bezifferte Stundenaufwand von 5'750 Stunden wurde dabei mit ungewichtet 3.0 Punkten bewertet; jener der Mitbeteiligten, 8'110 Stunden, mit ungewichtet 2 Punkten. FÃ¼r das normalisierte Honorar erhielt die BeschwerdefÃ¼hrerin in der Bewertung ungewichtet 5.5 Punkte. DemgegenÃ¼ber erzielte die Mitbeteiligte hier einen Punkt.</p> <p class="Urteilstext">Die Ausscheidung von Extremwerten bei der Berechnung des durchschnittlichen Stundenaufwandes, wie sie in den Submissionsunterlagen vorgesehen war, erscheint grundsÃ¤tzlich als gerechtfertigt. Sie ist ein geeignetes Mittel, um Verzerrungen des Mittelwertes zu verhindern. In der ursprÃ¼nglichen Bewertung des Beschwerdegegners wurde davon zwar abgesehen. Stattdessen versuchte der Beschwerdegegner, eine mÃ¶gliche Verzerrung mit einem eigenen SchÃ¤tzwert auszugleichen. In der nachtrÃ¤glichen Normalisierungsberechnung des Beschwerdegegners wurde dieser SchÃ¤tzwert nicht mehr berÃ¼cksichtigt. Im Gegenzug schloss der Beschwerdegegner in seiner neuen Durchschnittsberechnung drei Extremwerte aus, nÃ¤mlich die drei tiefsten Stundenaufwand-SchÃ¤tzungen. Die Ausscheidung dieser auffallend geringen SchÃ¤tzungen ist sachlich gerechtfertigt. Da keine Ã¼bermÃ¤ssig hohen StundenschÃ¤tzungen eingereicht wurden, durfte der Beschwerdegegner diese in seiner Durchschnittsberechnung auch mit einbeziehen. Die Normalisierung des Honorarangebotes entsprechend der Ausschreibung und die darin enthaltene Mittelwertberechnung sind gerechtfertigt und deshalb rechtlich nicht zu beanstanden.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die EinwÃ¤nde der BeschwerdefÃ¼hrerin zum Teil berechtigt sind, aber nicht zu einer Ãnderung der Rangierung fÃ¼hren. Ihre Beschwerde ist demnach abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig. Somit sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen. Eine ParteientschÃ¤digung steht der unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrerin nicht zu. Indessen ist eine solche auch dem obsiegenden Beschwerdegegner nicht zuzusprechen. Denn es ist zu berÃ¼cksichtigen, dass vorliegend mit der Beschwerdeantwort der Vergabeentscheid erstmals rechtsgenÃ¼gend begrÃ¼ndet wurde. FÃ¼r diesen Aufwand steht dem Beschwerdegegner von vornherein keine UmtriebsentschÃ¤digung zu. Da die Ausarbeitung der Duplik keinen besonderen Aufwand im Sinn von § 17 Abs. 2 lit. a VRG erforderte, sind auch insofern die Voraussetzungen fÃ¼r eine ParteientschÃ¤digung zugunsten des Beschwerdegegners nicht erfÃ¼llt.</p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>1. </span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Urteilstext"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 210.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 5'210.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> <p class="Zwischentitel"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>