{"Signatur": "SH_OG_001", "Spider": "SH_OG", "Datum": "2018-06-19", "PDF": {"Datei": "SH_OG/SH_OG_001_51-2018-10_2018-06-19.pdf", "URL": "https://obergerichtsentscheide.sh.ch/CMS/get/file/a6163483-d60d-45a0-aaae-b81e48a492d7", "Checksum": "ddfdc099c382b0a1269696a6852fec6a"}, "Scrapedate": "2025-09-16", "Num": ["51/2018/10"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schaffhausen Obergericht 19.06.2018 51/2018/10"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schaffhouse Obergericht 19.06.2018 51/2018/10"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Sciaffusa Obergericht 19.06.2018 51/2018/10"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schaffhausen Obergericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schaffhouse Obergericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Sciaffusa Obergericht "}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Wechsel des amtlichen Verteidigers \u2013 Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK; Art. 5 und Art. 134 Abs. 2 StPO. | F&uuml;r den Wechsel der amtlichen Verteidigung gen&uuml;gt eine rein subjektiv gepr&auml;gte Beurteilung der Sachlage nicht; vielmehr m&uuml;ssen konkrete (objektive) Anhaltspunkte f&uuml;r die erhebliche St&ouml;rung des Vertrauensverh&auml;ltnisses glaubhaft gemacht werden (E. 2.1). Unterschiedliche Auffassungen &uuml;ber die Verteidigungsstrategie stellen als solche keine St&ouml;rung des Vertrauensverh&auml;ltnisses dar, die einen Wechsel des amtlichen Verteidigers geb&ouml;te. Auch liegt keine als Unwirksamkeit der Verteidigung zu wertende Ineffektivit&auml;t vor, wenn die Verteidigung aus sachlichen Gr&uuml;nden nicht an allen Untersuchungshandlungen teilnimmt oder auf die Erhebung aussichtsloser Rechtsmittel entgegen dem Wunsch der Klientschaft verzichtet (E. 2.3). Eine amtliche Verteidigung ist allenfalls auch gegen den Willen des Beschuldigten zu bestellen, und auch wenn dieser die Zusammenarbeit mit dem amtlichen Verteidiger verweigert. Das ist vor dem Hintergrund des Rechts auf Selbstverteidigung problematisch und kann zu Konstellationen f&uuml;hren, in denen eine gedeihliche Zusammenarbeit zwischen Beschuldigtem und amtlichem Verteidiger nicht m&ouml;glich ist. Ohne spezifische, triftige Gr&uuml;nde besteht auch in solchen F&auml;llen kein Anlass f&uuml;r einen Wechsel des amtlichen Verteidigers. Dieser hat sich gegebenenfalls zur&uuml;ckzuhalten, sobald es um Verfahrenshandlungen gegen den Willen eines handlungsf&auml;higen Beschuldigten geht (E. 2.4). Aufgrund des Beschleunigungsgebots ist bei umfangreichen oder komplexen Straf-f&auml;llen und nach l&auml;ngerer Aus&uuml;bung des Mandats ein Wechsel der amtlichen Verteidigung nur mit Zur&uuml;ckhaltung zu bewilligen. Das gilt insbesondere dann, wenn bereits fr&uuml;her ein Verteidigerwechsel bewilligt worden ist (E. 2.4)."}], "ScrapyJob": "446973/57/1941", "Zeit UTC": "16.09.2025 02:16:42", "Checksum": "b5f19dc1e2b95ea4b277aaa7574920e1"}