<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00318</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204728&amp;W10_KEY=13013567&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00318</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.12.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe Nichteintreten, soweit sich die Beschwerde nur gegen die Begründung richtet (E. 1.1). Das Begehren, die Vorinstanz sei als befangen abzulehnen, ist infolge verspäteter Geltendmachung abzuweisen (E. 2). Rechtsgrundlagen für die Entrichtung von Sozialhilfe, insbes. bezüglich Mitwirkungspflicht (E. 3). Eine Würdigung der von der Beschwerdeführerin - allerdings nur unvollständig - eingereichten Akten und der von ihr abgegebenen Auskünfte ergibt Folgendes: Der Unterstützungswohnsitz befindet sich trotz der häufigen Auslandabwesenheiten im Kanton Zürich (E. 4.3.1). Die Beschwerdeführerin kann nicht verpflichtet werden, detaillierte Unterlagen zur Situation der erwachsenen Kinder in Ausbildung beizubringen, die sie offenbar gar nicht unterstützen muss (E. 4.3.2). Die finanziellen Verhältnisse des Unternehmens der Beschwerdeführerin mit Sitz im Ausland bleiben unklar: Das Vermögen des Unternehmens ist der Beschwerdeführerin zuzurechnen, und die Schulden sind nicht glaubhaft ausgewiesen; es bestehen keine realistischen Erfolgsaussichten. Die Firma ist zu liquidieren und aus dem Erlös hat die Beschwerdeführerin den Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Einstellung der Sozialhilfeleistungen ist rechtmässig, doch ist der Beschwerdeführerin eine Übergangsfrist von 6 Monaten einzuräumen (E. 4.3.3, 4.4). Rückwirkende Leistungen (v o r Einreichung des Gesuchs) sind nicht auszuzahlen (E. 5). Weiterbildungskosten sind als situationsbedingte Leistungen in Form von Kostengutsprachen zu gewähren. Die ablehnende Haltung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden (E. 6). Es ist rechtmässig, wenn die Wohnkosten für das Einfamilienhaus nur zur Hälfte übernommen werden, da das Haus nur zu 50 % der Beschwerdeführerin gehört (E. 7.1). Die Anordnung, günstigeren Wohnraum zu suchen, ist zu Recht erfolgt. Es ist zulässig, den Wohnungsmarkt der umliegenden Gemeinden zu berücksichtigen, wenn in der Wohnsitzgemeinde kein Angebot an Wohnungen in der entsprechenden Preislage besteht (E. 7.2). Reparaturen an der Liegenschaft sind vorgängig der Fürsorgebehörde zu melden. Ohne solche Rücksprache in Auftrag gegebene Reparaturen sind nicht zu übernehmen; sie wären im Übrigen in der Reparaturpauschale enthalten (E. 7.3). Weil ein Unterstützungswohnsitz im Kanton Zürich nun feststeht, kann künftig die Auszahlung der Leistungen auf ein Konto überwiesen werden (anstatt Barauszahlung) (E. 8). Teilweise Guheissung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABSCHIEBUNGSVERBOT">ABSCHIEBUNGSVERBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSTAND">AUSSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BARAUSZAHLUNG">BARAUSZAHLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEFANGENHEIT">BEFANGENHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESCHÃFTSBETRIEB">GESCHÃFTSBETRIEB</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENGUTSPRACHE">KOSTENGUTSPRACHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LIQUIDATION">LIQUIDATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSPFLICHT">MITWIRKUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REPARATURKOSTEN">REPARATURKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTÃNDIGERWERBEND">SELBSTÃNDIGERWERBEND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SITUATIONSBEDINGTE LEISTUNGEN">SITUATIONSBEDINGTE LEISTUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SKOS-RICHTLINIEN">SKOS-RICHTLINIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERNEHMEN">UNTERNEHMEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNGSWOHNSITZ">UNTERSTÃTZUNGSWOHNSITZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEISUNG">WEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEITERBILDUNGSKOSTEN">WEITERBILDUNGSKOSTEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNUNGSKOSTEN">WOHNUNGSKOSTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 3 Abs. I SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 18 Abs. I SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 21 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 34 Abs. I SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 40 Abs. I SHG</span><br/><span class="gerade">§ 17 SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 20 Abs. I SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X beschloss am 12. Februar 2003, an Q ab 1. Januar 2003 wirtschaftliche Hilfe von monatlich Fr. 2'835.- auszurichten. Ferner Ã¼bernahm sie ausstehende Hypothekarschulden des 4. Quartals 2002 (Fr. 3'108.85) und fÃ¼r das Jahr 2002 geschuldete AHV-/IV-BeitrÃ¤ge von Fr. 778.60. Sie ordnete an, dass die wirtschaftliche Hilfe jeweils Mitte und Ende des Monats in bar auf der Gemeindeverwaltung ausbezahlt werde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 12. MÃ¤rz 2003 beschloss die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde, die Kosten fÃ¼r einen Buchhaltungskurs sowie fÃ¼r einen Businessplan-Kurs zu Ã¼bernehmen, lehnte hingegen die Bezahlung des Kaufpreises fÃ¼r ein Buchhaltungsprogramm ab. Weiter beschloss sie, die Ã¶ffentlich-recht­lichen GebÃ¼hren fÃ¼r die von Q bewohnte Liegenschaft L zur HÃ¤lfte zu Ã¼bernehmen und stellte in Aussicht, die HÃ¤lfte anstehender Unterhaltskosten nach Vorliegen von Offerten ebenfalls zu Ã¼bernehmen.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Q beantragte mit Rekurs vom 18. MÃ¤rz 2003 an den Bezirksrat Y, die wirtschaftliche Hilfe sei ihr rÃ¼ckwirkend ab 1. Oktober 2002 zu gewÃ¤hren; die Kurskosten fÃ¼r Weiterbildungsmassnahmen seien rÃ¼ckwirkend inklusive der Kaufkosten fÃ¼r das Buchhaltungsprogramm zu Ã¼bernehmen und weitere Kurse seien gemÃ¤ss Bedarfsnachweis zu bezahlen; die Nebenkosten (Versicherung und Unterhalt) im Zusammenhang mit ihrer Liegenschaft seien voll zu Ã¼bernehmen; die Auszahlung der wirtschaftlichen Hilfe sei auf ihr Postcheckkonto und nicht auf dem GemeindebÃ¼ro vorzunehmen; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat wies den Rekurs am 27. August 2003 ab, soweit er darauf eintrat. Unter Aufhebung der angefochtenen Anordnungen vom 12. Februar 2003 und 12. MÃ¤rz 2003 stellte er im Sinne der ErwÃ¤gungen fest, dass kein Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe bestehe.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>C. </span></b><span>Auf Beschwerde von Q hin hob das Verwaltungsgericht diesen Rekursentscheid am 18. Dezember 2003 auf, weil der Bezirksrat trotz der ins Auge gefassten Schlechterstellung der Rekurrentin diese nicht auf die MÃ¶glichkeit hingewiesen hatte, ihren Rekurs zurÃ¼ckzuziehen, und wies die Sache zur Weiterbehandlung an den Bezirksrat zurÃ¼ck (VB.2003.000359).</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Im Verlauf des Jahres 2003 fasste die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X zwei weitere BeschlÃ¼sse betreffend die Sozialhilfe an Q. Am 2. Juli 2003 lehnte sie deren Begehren ab, zwei Rechnungen im Betrage von 39.80 und 146.85 betreffend Liegenschafts­unterhalt zur HÃ¤lfte zu Ã¼bernehmen und wies Q an, sich innerhalb der Gemeinde nach gÃ¼nstigerem Wohnraum umzusehen; ab dem 30. September 2003 wÃ¼rden Wohnkosten nur noch im Umfang von Fr. 900.- (inkl. Nebenkosten) anerkannt und ausbezahlt. Am 17. Dezember 2003 erteilte die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde unter Auflagen Kostengutsprache fÃ¼r die Teilnahme am BeschÃ¤ftigungsprogramm des Stellennetzes U.</span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>Gegen diese BeschlÃ¼sse rekurrierte Q ebenfalls an den Bezirksrat Y.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat beurteilte die drei hÃ¤ngigen Rekurse am 7. Juli 2004 in drei separaten BeschlÃ¼ssen. Unter der Nummer SO.2004.00008 setzte er das mit Rekurs vom 18. MÃ¤rz 2003 erÃ¶ffnete Verfahren fort. Nachdem Q keinen RÃ¼ckzug erklÃ¤rt und eine weitere Stellungnahme eingereicht hatte, wies der Bezirksrat den Rekurs im Sinne der ErwÃ¤gungen ab, hob die angefochtenen Anordnungen vom 12. Februar und vom 12. MÃ¤rz 2003 auf und wies die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X aufsichtsrechtlich an, die Ausrichtung wirtschaftlicher Hilfe im Sinne der ErwÃ¤gungen einzustellen. Die beiden spÃ¤ter eingereichten Rekurse von Q wies der Bezirksrat mit den BeschlÃ¼ssen SO.2004.00006 und SO.2004.00009 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>IV. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen die Rekursentscheide SO.2004.00008 und SO.2004.00009 reichte Q am 29. Juli 2004 beim Verwaltungsgericht Beschwerde ein und ersuchte darum, es sei ihr die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren und ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht wies am 11. August 2004 das Gesuch um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung ab und setzte der BeschwerdefÃ¼hrerin Frist zur Einreichung einer verbesserten Beschwerdeschrift an.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dieser Aufforderung kam Q am 20. September 2004 nach, wobei sie sich in der verbesserten Beschwerdeschrift auch gegen den Beschluss SO.2004.00006 (in Punkt 1b) wandte. Sie beantragt, die angefochtenen BeschlÃ¼sse, insbesondere die aufsichtsrechtlich angeordnete Einstellung der Sozialhilfe, seien aufzuheben. Der Bezirksrat sei als befangen zu erklÃ¤ren und als Rekursinstanz abzulehnen. Es sei festzustellen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin seit 1. Oktober 2002 die Voraussetzungen fÃ¼r die Ausrichtung wirtschaftlicher Hilfe durch die Gemeinde X erfÃ¼lle. Weiter wiederholt sie die bereits vor Bezirksrat gestellten AntrÃ¤ge betreffend Weiterbildungskosten, Nebenkosten der Liegenschaft und Auszahlungsmodus. Zudem stellt sie den Antrag, es seien alle drei Rekursentscheide in einem Verfahren zu beurteilen, es sei ihr die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren und ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen, unter Ansetzung einer Frist zur BeschwerdeergÃ¤nzung.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat Y und die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X beantragen die vollumfÃ¤ngliche Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Der Rekursentscheid SO.2004.00006 betrifft die Teilnahme an einem BeschÃ¤ftigungsprogramm, das inzwischen bereits stattgefunden hat. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat daran anfÃ¤nglich teilgenommen; wegen Differenzen Ã¼ber das zu leistende Arbeitspensum bzw. dessen zeitliche Verteilung wurde ihr indessen vor Ablauf gekÃ¼ndigt. Die Beschwerde ist insofern gegenstandslos geworden, weshalb darauf nicht einzutreten ist.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Allein gegen die BegrÃ¼ndung des Rekursentscheids, gegen dessen einen Punkt sich die Beschwerde offenbar richtet, kann ein Rechtsmittel im Ãbrigen ohnehin nicht ergriffen werden, da mit </span><span>Rekurs und Beschwerde nur Anordnungen bzw. VerfÃ¼gungen angefochten werden kÃ¶nnen (vgl. §§ 19 Abs. 1 und 41 des </span><span>Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Juni 1959, VRG</span><span>). Der Begriff der Anordnung bzw. der VerfÃ¼gung bezeichnet einen individuellen, an den Einzelnen gerichteten Ho­heitsakt, durch den eine konkrete verwaltungsrechtliche Rechtsbeziehung rechtsgestaltend oder rechtsfeststellend in verbindlicher und erzwingbarer Weise geregelt wird (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 4â31 N. 11 f.). Anfechtungsobjekt im engeren Sinn bildet lediglich jener Teil der VerfÃ¼gung, der in formelle Rechtskraft erwachsen kann, also grund­­sÃ¤tzlich das Dispositiv, welches die fraglichen Anordnungen enthÃ¤lt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 6). Die BegrÃ¼ndung erwÃ¤chst nur in Rechtskraft, soweit das Dispositiv ausdrÃ¼cklich (z.B. durch eine Formel wie: "Das Gesuch wird im Sinne der ErwÃ¤gungen abgewiesen") oder sinngemÃ¤ss darauf verweist. Vor­liegend fehlt es an einer solchen Verweisung. Auch deshalb ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, soweit sie sich gegen den Beschluss SO.2004.00006 richtet.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht hat am 11. August 2004 das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin abgewiesen, ihr fÃ¼r das vorliegende Verfahren einen unentgeltlichen Rechtsbeistand zu bestellen. Es besteht kein Anlass, auf diesen Beschluss zurÃ¼ckzukommen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Im Ãbrigen geben die Eintretensvoraussetzungen zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist mit den erwÃ¤hnten Vorbehalten einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin begrÃ¼ndet ihr Begehren, der Bezirksrat sei als befangen abzulehnen, damit, dass dieser in seiner Stellungnahme vom 28. Oktober 2003 zur ersten Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrerin (Verfahren VB.2003.000359) auf ein 15 Jahre zurÃ¼ckliegendes Verhalten der BeschwerdefÃ¼hrerin verwiesen hatte. Ausstands- oder Ablehnungsbegehren sind nach dem Grundsatz von Treu und Glauben im Verfahren so frÃ¼h wie mÃ¶glich zu stellen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 5a N. 5). Die BeschwerdefÃ¼hrerin hÃ¤tte unter den gegebenen UmstÃ¤nden lÃ¤ngst vor dem Neuentscheid des Bezirksrats ein Ablehnungsbegehren stellen kÃ¶nnen. Indem sie dies unterlassen hat, hat sie sich auf das Verfahren eingelassen und kann nicht im Nachhinein, nachdem der Bezirksrat (erneut) einen fÃ¼r sie ungÃ¼nstigen Entscheid getroffen hat, Befangenheit geltend machen. Das entsprechende Gesuch ist abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss § 14 des Gesetzes Ã¼ber die Ã¶ffentliche Sozialhilfe vom 14. Juni 1981 (Sozialhilfegesetz; SHG) hat An­spruch auf wirtschaftliche Hilfe, wer fÃ¼r seinen Le­bensunterhalt und denjenigen seiner Familien­angehÃ¶rigen mit gleichem Wohnsitz nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann. Laut § 15 Abs. 1 SHG soll die wirtschaftliche Hilfe das soziale Existenzminimum ge­wÃ¤hr­lei­sten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle Be­dÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt. GemÃ¤ss § 17 der Verordnung zum So­zial­hil­fe­ge­setz vom 21. Oktober 1981 (SHV; in der Fassung vom 11. Februar 1998) bilden die Richtlinien der Schweize­rischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe (SKOS; zur Zeit in der Fas­sung von 2003) Grundlage fÃ¼r die Bemessung der Sozialhilfe, wobei begrÃ¼ndete Ab­wei­chun­gen im Einzel­fall vorbe­halten werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss § 3 Abs. 1 SHG hat die DurchfÃ¼hrung der Sozialhilfe in Zusam­men­arbeit mit dem Hilfesuchenden zu erfolgen. Das bedeutet unter anderem, dass der Hil­fe­suchende nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet ist, bei der AbklÃ¤rung der fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung massgeblichen VerhÃ¤ltnisse mitzuwirken. In diesem Sinn hat der Hil­fe­su­chende gemÃ¤ss § 18 SHG und §§ 27 f. SHV der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde wahr­heits­gemÃ¤ss Auskunft zu geben und Einsicht in seine Unterlagen zu gewÃ¤hren (ebenso SKOS-Richtlinien, Kap. A.5.2). Die Mitwirkungspflicht fÃ¼hrt allerdings nicht zu einer vÃ¶l­li­gen Aufhebung des das Verwaltungsverfahren beherrschenden Untersuchungsgrundsat­zes, sondern relativiert diesen nur (vgl. RB 1998 Nr. 83).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Der Bezirksrat hat im Beschluss SO.2004.00008 einen Anspruch der BeschwerdefÃ¼hrerin auf wirtschaftliche Hilfe grundsÃ¤tzlich verneint und die Beschwerdegegnerin dementsprechend angewiesen, ihre Leistungen einzustellen. Anders als noch im Beschluss vom 27. August 2003 begrÃ¼ndet der Bezirksrat diese Beurteilung nicht mehr da­mit, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin in X keinen UnterstÃ¼tzungswohnsitz habe. Der Bezirksrat lÃ¤sst offen, ob ein solcher Wohnsitz zwischen Oktober 2002 und Ende August 2003 zu bejahen gewesen sei; fÃ¼r die anschliessende Zeit sei er jedenfalls begrÃ¼ndet worden. Hingegen gelangt der Bezirksrat zum Ergebnis, infolge ungenÃ¼gender Mitwirkung der BeschwerdefÃ¼hrerin bei der SachverhaltsabklÃ¤rung hÃ¤tten wesentliche Aspekte der wirtschaftlichen VerhÃ¤ltnisse nicht abgeklÃ¤rt werden kÃ¶nnen. Weil nicht nachgewiesen sei, wie der Lebensunterhalt der BeschwerdefÃ¼hrerin im 4. Quartal 2002 und wÃ¤hrend eines Teils des Jahres 2003, ihre zahlreichen Auslandaufenthalte und die Internatsausbildung der beiden SÃ¶hne finanziert worden seien und ob die Rekurrentin Ã¼ber die ihr gehÃ¶rende C GmbH EigentÃ¼merin von drei im Land Z gelegenen Liegenschaften sei, deren Verkehrswert sie nicht nachgewiesen habe, gelte die BeschwerdefÃ¼hrerin nach dem Beweisgrad der Ã¼berwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht als mittellos und befinde sich in keiner Notlage. Ausserdem Ã¼bersteige der Wert der GrundstÃ¼cke der C GmbH den VermÃ¶gensfreibetrag von Fr. 4'000.- auch dann, wenn auf die Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin abgestellt werde. Die BeschwerdefÃ¼hrerin sei daher gehalten, vor der Beanspruchung wirtschaftlicher Hilfe ihren Lebensunterhalt aus dem VerkaufserlÃ¶s dieser GrundstÃ¼cke zu bestreiten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist demgegenÃ¼ber der Auffassung, sie habe ihre Notlage hinreichend nachgewiesen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Die Beschwerdegegnerin hat in ihren VerfÃ¼gungen im Gegensatz zum Bezirksrat eine finanzielle Notlage der BeschwerdefÃ¼hrerin grundsÃ¤tzlich anerkannt. Will eine Rekursinstanz eine VerfÃ¼gung gestÃ¼tzt auf § 27 VRG zum Nachteil des oder der Rekurrierenden abÃ¤ndern, setzt dies einen so gewichtigen Rechtsfehler voraus, dass die angefochtene Anordnung als offensichtlich unrichtig erscheint und ihre Korrektur von erheblicher Bedeutung ist, indem sie klares Recht oder wesentliche Ã¶ffentliche Interessen verletzt (KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 27 N. 12 und 14). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Mit VerfÃ¼gung vom 22./31. MÃ¤rz 2004 verlangte der Bezirksrat von der BeschwerdefÃ¼hrerin Angaben zur KlÃ¤rung ihres Wohnsitzes zwischen dem 1. September 2003 und dem 20. MÃ¤rz 2004 sowie detaillierte Informationen zu ihren persÃ¶nlichen und wirtschaftlichen VerhÃ¤ltnissen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin lieferte die verlangten Angaben nur unvollstÃ¤ndig, wobei sie hinsichtlich eines Teils sinngemÃ¤ss oder ausdrÃ¼cklich das Recht des Bezirksrates bzw. der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde bestreitet, diese AuskÃ¼nfte zu verlangen. Im Folgenden ist zu prÃ¼fen, wie es sich mit diesen AuskÃ¼nften und den daraus zu ziehenden SchlÃ¼ssen verhÃ¤lt, wobei sich das Gericht auf jene Aspekte beschrÃ¤nken kann, die aus heutiger Sicht noch von Bedeutung sind.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.1 </span></b><span>Angesichts des erklÃ¤rten Willens, den Lebensmittelpunkt nach X zurÃ¼ck zu verlegen, und aufgrund der dem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gelieferten Abwesenheitslisten kann als erstellt gelten, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin spÃ¤testens anfangs 2003 in X einen UnterstÃ¼tzungswohnsitz begrÃ¼ndet hat. Die Tatsache, dass sie weiterhin relativ hÃ¤ufig Reisen vor allem ins Land Z unternahm, Ã¤ndert daran nichts. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.2 </span></b><span>Was die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse angeht, so hat die BeschwerdefÃ¼hrerin die relevanten Informationen zu liefern. Hierzu gehÃ¶ren entgegen ihrer Auffassung Angaben Ã¼ber die Ausbildung und erworbene BerufsabschlÃ¼sse. Es ist unverstÃ¤ndlich, dass sich die BeschwerdefÃ¼hrerin lange Zeit weigerte, ihr Berufsdiplom einzureichen. Diese Unterlage ist fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung bei der beruflichen (Wieder-)Eingliederung ohne Zweifel bedeutsam und erforderlich und ist nicht nur dem RAV, sondern auch der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vorzulegen. Inzwischen hat die BeschwerdefÃ¼hrerin eine BestÃ¤tigung eingereicht, dass sie Architektin HTL ist und zudem den Titel der Architektin FH fÃ¼hren darf. Die Weigerung, diese BestÃ¤tigung einzureichen, lÃ¤sst die BeschwerdefÃ¼hrerin als unkooperativ erscheinen; sie Ã¤ndert allerdings nichts an ihrer wirtschaftlichen Lage.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>UnbegrÃ¼ndet erscheint hingegen die Aufforderung des Bezirksrats, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe die Adresse ihres frÃ¼heren Lebenspartners bekannt zu geben und detaillierte Informationen Ã¼ber den Verbleib und Unterhalt der beiden inzwischen 21-jÃ¤hrigen ZwillingssÃ¶hne zu erteilen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin erklÃ¤rte bereits anlÃ¤sslich der bezirksrÃ¤tlichen AnhÃ¶rung vom 5. Juni 2003, sie lebe seit 2001 von ihrem Ex-Partner A getrennt, kenne dessen derzeitige Adresse nicht und habe keine Beziehung mehr mit ihm. FÃ¼r den Lebensunterhalt ihrer (gemeinsamen) SÃ¶hne, die ein Internat in Deutschland besuchten, komme ihr Ex-Partner auf. â Allein der Umstand, dass sich A im 1983 abgeschlossenen Unterhaltsvertrag verpflichtet hat, <i>gemeinsam</i> mit der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r den Unterhalt der beiden Kinder aufzukommen, lÃ¤sst diese Darstellung nicht als so unglaubwÃ¼rdig erscheinen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin verpflichtet werden kann, eine diesbezÃ¼gliche BestÃ¤tigung des Internats, eine notariell beglaubigte ErklÃ¤rung des KostentrÃ¤gers oder gar entsprechende BankauszÃ¼ge beizubringen. Vielmehr darf nach der Lebenserfahrung als plausibel angenommen werden, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin von ihrem Ex-Partner keine UnterstÃ¼tzung (mehr) erhÃ¤lt, sich aber auch nicht um den Unterhalt ihrer beiden SÃ¶hne kÃ¼mmern muss. Damit entfÃ¤llt die Grundlage fÃ¼r den vom Bezirksrat unterschwellig geÃ¤usserten Verdacht, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mit Sozialhilfegeldern den nach seiner nicht nÃ¤her begrÃ¼ndeten Auffassung "luxuriÃ¶sen Unterhalt und die exklusive Ausbildung" ihrer SÃ¶hne mitfinanzieren wolle.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.3.3 </span></b><span>Was die wirtschaftlichen VerhÃ¤ltnisse angeht, so hat der Bezirksrat zu Recht die unprÃ¤zise und ausweichende Information der BeschwerdefÃ¼hrerin als ungenÃ¼gend angesehen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist gehalten, Ã¼ber ihre VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse genaue und verbind­liche Auskunft zu erteilen, da nur so geklÃ¤rt werden kann, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe gemÃ¤ss § 14 SHG hat oder nicht. Zu informieren ist insbesondere Ã¼ber erhaltene Darlehen (HÃ¶he, Darlehensgeber, Schuldzinsen, RÃ¼ckzahlungspflicht). Wenn Darlehen nur mÃ¼ndlich vereinbart wurden, so Ã¤ndert dies nichts an der Auskunftspflicht der BeschwerdefÃ¼hrerin. Sie kann sich angesichts des Amtsgeheimnisses auch nicht darauf berufen, dass die Darlehensgeber anonym bleiben mÃ¶chten. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Speziell unklar sind die finanziellen VerhÃ¤ltnisse der im Eigentum der BeschwerdefÃ¼hrerin stehenden C GmbH. Mit dieser Gesellschaft versucht die BeschwerdefÃ¼hrerin seit etwa 1998, ein GeschÃ¤ft aufzubauen. Bei der Befragung vom 5. Juni 2003 durch den Bezirksrat gab die BeschwerdefÃ¼hrerin als Hauptaktivum der Gesellschaft deren Liegenschaften (drei GrundstÃ¼cke im Land Z) an, mit einem Wert von etwa Fr. 40'000.-; gleichzeitig seien jedoch Schulden (aus Darlehen) im Ausmass von Fr. 450'000.- vorhanden. Mehrmalige Versuche der Vorinstanz, die BeschwerdefÃ¼hrerin zu prÃ¤ziseren Angaben zu bewegen, sind gescheitert, wobei die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht, die Unterlagen seien gestohlen bzw. vernichtet worden. Namentlich hat es die BeschwerdefÃ¼hrerin unterlassen, einen Kaufvertrag oder andere Dokumente ins Recht zu legen, welche den Wert der drei GrundstÃ¼cke im Besitz der C GmbH belegen wÃ¼rden. Erst recht fehlen nachvollziehbare Unterlagen zu den Schulden der Gesellschaft. Immerhin erklÃ¤rte die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Stellungnahme vom 25. Juni 2003, GlÃ¤ubiger sei in erster Linie A. Weiter fÃ¼hrte sie aus, sie wolle das Unternehmen nicht auflÃ¶sen, um ihrer langjÃ¤hrigen und zuverlÃ¤ssigen Mitarbeiterin die MÃ¶glichkeit zu geben, die vorhandenen GeschÃ¤ftskontakte nach ihrer RÃ¼ckkehr aus dem (offenbar mehrjÃ¤hrigen) Mutterschaftsurlaub wieder auszubauen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wie der Bezirksrat zutreffend erwogen hat, sind die VermÃ¶genswerte der C GmbH der BeschwerdefÃ¼hrerin zuzurechnen. Ein plausibler Nachweis der behaupteten Schulden dieser Gesellschaft liegt nicht vor; es ist auch nicht nachvollziehbar, weshalb die Gesellschaft so hoch verschuldet ist bzw. sein soll. Selbst wenn es zutreffen sollte, dass der Ex-Partner der BeschwerdefÃ¼hrerin Mittel in die Gesellschaft eingeschossen hat, so liegt es nahe, darin bis zum Nachweis des Gegenteils Risikokapital anstelle von rÃ¼ckzahlbaren Darlehen zu erblicken. Ãberzeugend ist sodann die Auffassung des Bezirksrats, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin gehalten ist, die Ã¼ber der VermÃ¶gensfreigrenze von Fr. 4'000.- (siehe SKOS-Richtlinien, Kap. E.2-3) liegenden VermÃ¶genswerte der C GmbH zu verwerten und daraus ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, bevor sie wirtschaftliche Hilfe beansprucht. Dies entspricht dem SubsidiaritÃ¤tsprinzip, gemÃ¤ss dem die Verwertung von eigenen VermÃ¶genswerten Voraussetzung fÃ¼r die GewÃ¤hrung wirtschaftlicher Hilfe ist (§ 14 SHG, § 16 SHV; SKOS-Richtlinien, Kap. E. 2.1; vgl. auch BGE 130 I 71, bes. E. 4.3 und 5.3). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dem lÃ¤sst sich nicht entgegenhalten, die VermÃ¶gensverwertung wÃ¼rde fÃ¼r die Hilfesuchende eine HÃ¤rte darstellen. Zwar ist gemÃ¤ss § 3 Abs. 2 SHG die Selbsthilfe zu fÃ¶rdern. Das Verwaltungsgericht hat indessen wiederholt entschieden, dass es nicht der Sinn und Zweck der wirtschaftlichen Hilfe sei, auf Dauer das Betriebsrisiko einer voraussichtlich nicht gewinnbringenden selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit zu tragen (RB 1998 Nr. 86, RB 1999 Nr. 81; VGr, 9. Juli 2003, VB.2003.00127 E. 3, www.vgrzh.ch). Die C GmbH hat entgegen der Auffassung und Darstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin keine kommerziellen Erfolgsaussichten. Trotz mehrjÃ¤hrigen Versuchen ist es nicht gelungen, damit im Land Z eine gewinnbringende TÃ¤tigkeit zu entwickeln. GrÃ¼nde, aus denen sich dies innert nÃ¼tzlicher Frist Ã¤ndern sollte, sind nicht ersichtlich. Insbesondere rechtfertigt die bisherige Akquisitionsarbeit nicht die Erwartung auf kÃ¼nftige AuftrÃ¤ge. Daran Ã¤ndern die gelegentlichen Anfragen, auf welche die BeschwerdefÃ¼hrerin hinweist, nichts. Erst recht kann nicht angenommen werden, dass im auch nach den Angaben der BeschwerdefÃ¼hrerin anspruchsvolleren Schweizer Markt vernÃ¼nftige Chancen fÃ¼r einen Erfolg bestehen. Der entsprechenden Beurteilung des Bezirksrats ist beizupflichten. Daher drÃ¤ngt es sich auf, die C GmbH zu liquidieren und die Aktiven soweit mÃ¶glich zu verwerten. Die Absicht, eine â derzeit beurlaubte â Angestellte weiter zu beschÃ¤ftigen, kann schon deshalb zu keiner anderen Beurteilung fÃ¼hren, weil sie als unrealistisch zu beurteilen ist. Die Erteilung wirtschaftlicher Hilfe durch die Beschwerdegegnerin liefe darauf hinaus, der BeschwerdefÃ¼hrerin den aussichtslosen Versuch zu ermÃ¶glichen, die TÃ¤tigkeit der C GmbH weiterzufÃ¼hren.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span>Unter den gegebenen UmstÃ¤nden widerspricht die vorbehaltlose Zusprechung wirtschaftlicher Hilfe offensichtlich den GrundsÃ¤tzen von § 14 SHG und § 16 SHV. Es ist daher grundsÃ¤tzlich nicht zu beanstanden, dass der Bezirksrat aufsichtsrechtlich die Zusprechung wirtschaftlicher Hilfe aufgehoben hat. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat die Aktiven der ihr gehÃ¶renden C GmbH zu verwerten und ihren Lebensunterhalt aus den damit gewonnenen Mitteln zu bestreiten. Bisher bezogene Sozialhilfe hat sie je nach HÃ¶he des ErlÃ¶ses zurÃ¼ckzuerstatten (§§ 27 und 20 SHG). Es versteht sich, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin gleichzeitig alles daran setzen muss, wieder eine Arbeit bzw. Anstellung zu finden, welche ihr ein finanziell selbstÃ¤ndiges Leben ermÃ¶glicht.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nicht zu verkennen ist indessen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin bis zur Verwertung der Aktiven der C GmbH aus LiquiditÃ¤tsgrÃ¼nden auf wirtschaftliche Hilfe angewiesen ist. Insofern kann der Beurteilung des Bezirksrats nicht gefolgt werden. Diese Hilfe ist ihr jedoch nur unter der Auflage zu gewÃ¤hren, dass die GrundstÃ¼cke im Land Z verkauft werden und die BeschwerdefÃ¼hrerin eine RÃ¼ckerstattungsverpflichtung im Sinne von § 20 SHG unterzeichnet (vgl. Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, hrsg. von der Abteilung Ãffentliche Sozialhilfe des Sozialamts des Kantons ZÃ¼rich, Ziff. 2.5.1/§ 14 SHG/IV/ S. 1). FÃ¼r den Verkauf der GrundstÃ¼cke im Land Z ist der Beschwerdegegnerin eine Frist im angemessenen Umfang von sechs Monaten anzusetzen; gleichzeitig ist sie zu verpflichten, die Beschwerdegegnerin Ã¼ber ihre VerkaufsbemÃ¼hungen monatlich zu informieren und nach dem Verkauf eine vollstÃ¤ndige Abrechnung vorzulegen (vgl. VGr, 20. MÃ¤rz 2003, VB.2003.00042 E. 3c). Sollte innert sechs Monaten ein Verkauf nicht erfolgt sein, so ist anzunehmen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼ber Mittel verfÃ¼gt, die sie verfÃ¼gbar machen kÃ¶nnte, indessen nicht will, weshalb eine BedÃ¼rftigkeit im Sinne von § 14 SHG zu verneinen und die Sozialhilfe einzustellen wÃ¤re. In diesem Sinn ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat hat den Antrag auf rÃ¼ckwirkende Auszahlung wirtschaftlicher Hilfe ab Anfang Oktober 2002 abgelehnt, weil die BeschwerdefÃ¼hrerin ein entsprechendes Gesuch erst am 8. November 2002 gestellt und die erforderlichen Unterlagen erst am 9. Januar 2003 vollstÃ¤ndig eingereicht habe. Diese Beurteilung ist nicht zu beanstanden. Die Ãusserung gegenÃ¼ber dem Gemeindeschreiber "ich bin pleite", welche die BeschwerdefÃ¼hrerin im September 2002 gemacht haben will, stellt entgegen deren Auffassung weder ausdrÃ¼cklich noch sinngemÃ¤ss ein Gesuch um wirtschaftliche Hilfe dar, ebenso wenig wie die Frage, wer FÃ¼rsorgeprÃ¤sidentin sei.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>FÃ¼r ein rÃ¼ckwirkendes Zusprechen wirtschaftlicher Hilfe besteht um so weniger Anlass, als es Ã¤usserst fraglich erscheint, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin im letzten Quartal 2002 in X Ã¼berhaupt bereits einen UnterstÃ¼tzungswohnsitz begrÃ¼ndet hatte. Hinzu kommt, dass sie es nach wie vor ablehnt, Ã¼ber die Finanzierung ihres Lebensunterhalts in dieser Zeit nachvollziehbare und einigermassen genaue Angaben zu machen, was Zweifel an ihrer BedÃ¼rftigkeit zu dieser Zeit nÃ¤hrt. Im Ãbrigen hat die Beschwerdegegnerin fÃ¼r die fragliche Zeit zumindest Teilleistungen erbracht, indem sie Schulden gegenÃ¼ber der Bank und der AHV/IV beglich.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt, die Beschwerdegegnerin habe die Kurskosten fÃ¼r den Buchhaltungskurs samt Lehrsoftware und fÃ¼r das Fachseminar Ã¼ber Material- und Normenkunde zu Ã¼bernehmen sowie die Finanzierung weiterer gezielter Bildungsmassnahmen innert nÃ¼tzlicher Frist zu bewilligen bzw. anzuordnen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei Weiterbildungskosten handelt es sich sozialhilferechtlich um situationsbedingte Leistungen, mit denen die besondere gesundheitliche, wirtschaftliche oder familiÃ¤re Lage einer unterstÃ¼tzten Person berÃ¼cksichtigt werden sollen (SKOS-Richtlinien, Kap. C.1). Ihre Ausrichtung steht weitgehend im Ermessen der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde (VGr, 12. Juli 2001, VB.2001.00122 E. 3b, www.vgrzh.ch). Das Ver­wal­tungsgericht hat deren Entscheide nach § 50 VRG nur darauf hin zu Ã¼berprÃ¼fen, ob das Ermessen missbraucht oder Ã¼berschritten wurde.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weiterbildungskosten sollten namentlich dann Ã¼bernommen werden, wenn aufgrund einer realistischen Prognose erwartet werden darf, dass die vorgesehene Weiterbildung die Erwerbs- bzw. Arbeitschancen der betroffenen Person tatsÃ¤chlich erhÃ¶hen kann. Diese Beurteilung ist durch die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde gestÃ¼tzt auf einen Antrag von Fachpersonen, vorliegend etwa des RAV und des Sozialdienstes des Bezirks Y vorzunehmen (vgl. SKOS-Richtlinien, Kap. C.1-2). Es versteht sich, dass hierbei konkrete VorschlÃ¤ge der SozialhilfeempfÃ¤ngerin erwÃ¼nscht sind. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat indessen zu beachten, dass Kurse und andere Weiterbildungsmassnahmen, die auf die WeiterfÃ¼hrung der mit der C GmbH begonnenen selbstÃ¤ndigen GeschÃ¤ftstÃ¤tigkeit gerichtet sind, nicht unterstÃ¼tzungswÃ¼rdig sind (siehe vorne E. 4.3.3), und dass sie die Mitsprache der BehÃ¶rden beim Entscheid Ã¼ber Weiterbildungen zu akzeptieren hat. Insbesondere hat sie zu hinzunehmen, dass Kostengutsprachen <i>vor</i> Absolvierung von Weiterbildungsmassnahmen einzuholen sind, da es nicht angeht, die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vor vollendete Tatsachen zu stellen (§ 19 und 20 SHV). Die entsprechenden ErwÃ¤gungen des Bezirksrats (E. 11e) treffen zu. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Wie der Bezirksrat ebenfalls zu Recht erwogen hat, ist es nicht rechtswidrig, dass die Beschwerdegegnerin die Ãbernahme der Lehrsoftware abgelehnt hat, nur schon weil die BeschwerdefÃ¼hrerin den Kurs, zu dem diese Software verkauft wurde, ohne vorgÃ¤ngige Kostengutsprache besucht hat. Was das in Deutschland besuchte Seminar Ã¼ber Material- und Normenkunde angeht, so ist der Bezirksrat zu Recht auf den Rekurs nicht eingetreten, da diesbezÃ¼glich gar keine anfechtbare Anordnung der Beschwerdegegnerin vorlag.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ãber kÃ¼nftige Weiterbildungen hat das Gericht hier nicht zu entscheiden; vielmehr ist es Sache der BeschwerdefÃ¼hrerin, sich in Zusammenarbeit mit den zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden jeweils um vorgÃ¤ngige Kostengutsprache zu bemÃ¼hen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist in dieser Hinsicht abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>7. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>7.1 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bewohnt ein Ã¤lteres Haus, das ihr und ihrem Ex-Partner je zur HÃ¤lfte gehÃ¶rt. Die Beschwerdegegnerin beschloss am 12. Februar 2003, den Hypothekarzins fÃ¼r die Liegenschaft zur HÃ¤lfte zu Ã¼bernehmen, und setzte fÃ¼r Wohnungsnebenkosten (Heizung/Warmwasser) Fr. 250.- im UnterstÃ¼tzungsbudget ein. Sodann beschloss sie am 12. MÃ¤rz 2003, die LiegenschaftengebÃ¼hren (KehrichtgrundgebÃ¼hr u.Ã¤.) zur HÃ¤lfte zu Ã¼bernehmen. Absolut nÃ¶tige Reparaturen an der Liegenschaft wÃ¼rden durch eine Fachperson vor Ort angeschaut. Die Fachperson sei im Einvernehmen mit der Gemeinde zu beauftragen. Bei allfÃ¤lligen Reparaturen wÃ¼rden nur die HÃ¤lfte der Kosten Ã¼bernommen. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Der Bezirksrat hat den Antrag der BeschwerdefÃ¼hrerin, die Beschwerdegegnerin habe die Kosten fÃ¼r den Unterhalt und Betrieb der Liegenschaft voll und nicht bloss zur HÃ¤lfte zu Ã¼bernehmen, zu Recht abgewiesen. Es kann auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen im vor­instanzlichen Beschluss SO.2004.0008 (E. 12) verwiesen werden, denen die BeschwerdefÃ¼hrerin nichts Massgebliches entgegenhÃ¤lt. Namentlich trifft es zu, dass auch bei der Finanzierung von Wohneigentum jedenfalls bei lÃ¤nger andauernder UnterstÃ¼tzung, wie sie hier vorliegt, nur die Kosten zu Ã¼bernehmen sind, die in einem ortsÃ¼blichen Rahmen fÃ¼r Mietwohnungen liegen. Die Ãbernahme von Wohneigentumskosten setzt daher voraus, dass sie im Vergleich zu Marktmieten relativ gering sind oder dass die VerÃ¤usserung der Liegenschaft aus sozialen oder wirtschaftlichen GrÃ¼nden unzweckmÃ¤ssig wÃ¤re (SKOS-Richtlinien, Kap. B.3; Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, Ziff. 2.5.1/§ 14 SHG/IV/S. 2).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ausgehend von diesen GrundsÃ¤tzen ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanzen befunden haben, die Kosten des im Miteigentum stehenden Hauses seien von beiden EigentÃ¼mern zu tragen, unabhÃ¤ngig davon, ob A seine Lebensgemeinschaft mit der BeschwerdefÃ¼hrerin aufgegeben hat oder nicht. Die Ãbernahme der vollen Kosten wÃ¤re allenfalls in Frage gekommen, wenn die der BeschwerdefÃ¼hrerin zu leistende wirtschaftliche Hilfe in absehbarer Weise zeitlich begrenzt (gewesen) wÃ¤re und durch die KostenÃ¼bernahme eine Zwangsverwertung der Liegenschaft hÃ¤tte vermieden werden kÃ¶nnen. Beide Voraussetzungen sind nicht erfÃ¼llt, da es grundsÃ¤tzlich offen ist, wie lange die BeschwerdefÃ¼hrerin unterstÃ¼tzt werden muss, A offenbar keine Zahlungen mehr leistet und die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht in der Lage ist, den Unterhalt des Hauses aus eigenen KrÃ¤ften zu finanzieren. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>In Zahlen betrachtet, ist der auf der Hypothek von Fr. 495'000.- (Stand 31. Dezember 2002) zu bezahlende Zins von 5.1 % (Fr. 2'104.- pro Monat) als hoch, ja Ã¼berhÃ¶ht zu bezeichnen und wÃ¼rde seine volle Ãbernahme â nebst den Ã¼brigen Unterhaltskosten â auf die Finanzierung einer WohnungslÃ¶sung hinauslaufen, deren Kosten weit Ã¼ber dem OrtsÃ¼blichen liegen. Es kann dahingestellt bleiben, ob der Unterhalt der Liegenschaft in den letzten Jahren vernachlÃ¤ssigt wurde, da die damit verbundenen Kosten insgesamt ohnehin Ã¼ber dem sozialhilferechtlich Gebotenen und ZulÃ¤ssigen liegen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>7.2 </span></b><span>Unter diesen UmstÃ¤nden hat die Beschwerdegegnerin am 2. Juli 2003 auch zu Recht verfÃ¼gt, die BeschwerdefÃ¼hrerin habe sich innerhalb der Gemeinde um eine gÃ¼nstigere Wohnung zu bemÃ¼hen, und den Beitrag an die Wohnkosten ab dem 30. September 2003 auf Fr. 900.- pro Monat (inkl. Nebenkosten) begrenzt. Der Behauptung der BeschwerdefÃ¼hrerin, sie habe erfolglos versucht, eine entsprechende Wohnung zu finden, hÃ¤lt die Beschwerdegegnerin entgegen, eben erst sei in X eine schÃ¶ne 1 1/2-Zimmerwohnung fÃ¼r Fr. 890.- inkl. Nebenkosten ausgeschrieben gewesen. Dem Gericht erscheint es als glaubhaft, dass in X eine kleine Mietwohnung zu diesem Preise gefunden werden kann. Die Beschwerdegegnerin hat die BeschwerdefÃ¼hrerin bei der Wohnungssuche aktiv zu unterstÃ¼tzen (SKOS-Richtlinien, Kap. B.3), was vor allem bedeutet, dass sie sie auf freie geeignete Wohnungen hinzuweisen hat. Wie beigefÃ¼gt werden mag, hat es das Verwaltungsgericht als zumutbar bezeichnet, bei fehlendem An­gebot in der Wohngemeinde die Wohnungssuche auf benachbarte Gemeinden auszudehnen. Zwar dÃ¼rfen gemÃ¤ss § 40 Abs. 1 SHG die BehÃ¶rden eine hilfebedÃ¼rftige Person nicht veranlassen, aus der Gemeinde wegzuziehen. Wenn es sich indessen als unmÃ¶glich erweist, in der Wohnsitzgemeinde innert nÃ¼tzlicher Frist eine einem Einpersonenhaushalt angemessene Wohnung zu finden, jedoch ein entsprechendes Angebot in anderen Gemeinden des Gebiets vorhanden ist, so kann von der unterstÃ¼tzungs­bedÃ¼rftigen Person â jedenfalls in VerhÃ¤ltnissen, wie sie vorliegend bestehen â erwartet werden, dass sie den Wegzug in eine andere Gemeinde der gleichen Region in Kauf nimmt (VGr, 10. Juli 2003, VB.2003.00119, E. 4c).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>7.3 </span></b><span>Umstritten ist sodann, ob die Beschwerdegegnerin die Kosten fÃ¼r den Ersatz einer Magnesiumanode der Wasseraufbereitungsanlage (Fr. 39.80) sowie einer DÃ¼se am Ãlbrenner (Fr. 146.85) zu Ã¼bernehmen habe, was die Beschwerdegegnerin mit VerfÃ¼gung vom 2. Juli 2003 unter anderem deshalb abgelehnt hat, weil die BeschwerdefÃ¼hrerin die fraglichen Reparaturen ohne RÃ¼cksprache mit der Gemeinde vornahm. Der Bezirksrat hat diese Auffassung gestÃ¼tzt, was nicht rechtswidrig ist. Auch wenn Handeln dringlich ist (Ausfall der Heizung), so kann die Beschwerdegegnerin von der BeschwerdefÃ¼hrerin im Minimum erwarten, dass diese vor ReparaturauftrÃ¤gen auf der Gemeindeverwaltung oder bei der SekretÃ¤rin der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde telefonisch das EinverstÃ¤ndnis einholt. Dass die Kommunikation zwischen den Parteien verbesserungswÃ¼rdig ist, steht ausser Frage. Die vorhandenen Spannungen kÃ¶nnen aber kein Grund sein, nÃ¶tige Zustimmungen nicht einzuholen. Das von der BeschwerdefÃ¼hrerin zusÃ¤tzlich erwÃ¤hnte Beispiel (versiegende Quelle) zeigt in erster Linie, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht versucht, in einer fÃ¼r beide Seiten akzeptablen Weise vorzugehen. Allein die Meldung, dass die Quelle am Versiegen sei, stellte keinen Vorschlag dar, auf den die BehÃ¶rde sinnvoll und mit einer Kostengutsprache reagieren konnte, und trug der in der VerfÃ¼gung von 12. MÃ¤rz 2003 gemachten Auflage betreffend das Vorgehen bei Reparaturen nicht zweckmÃ¤ssig Rechnung. Im Ãbrigen ist es zumindest nicht rechtsverletzend, wenn die Beschwerdegegnerin die Ãbernahme der Reparaturkosten auch mit der BegrÃ¼ndung abgelehnt hat, diese seien in der Pauschale enthalten.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Da die Beschwerdegegnerin die Ãbernahme der Reparaturkosten zu Recht ablehnen konnte, kann dahingestellt bleiben, wie es sich mit den weiteren hierzu gegebenen BegrÃ¼ndungen und den darauf bezogenen RÃ¼gen der BeschwerdefÃ¼hrerin verhÃ¤lt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>7.4 </span></b><span>Der Antrag, die Beschwerdegegnerin habe die Kosten fÃ¼r Betrieb und Unterhalt der Liegenschaft vollumfÃ¤nglich zu Ã¼bernehmen, ist daher abzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>8. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Schliesslich beantragt die BeschwerdefÃ¼hrerin, die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, die wirtschaftliche Hilfe bar auf das Postcheckkonto der BeschwerdefÃ¼hrerin auszubezahlen. Direktzahlungen von Rechnungen durch die Gemeindekasse seien zu vermeiden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>GemÃ¤ss den SKOS-Richtlinien Ã¼berweist das zustÃ¤ndige Sozialhilfeorgan den UnterstÃ¼tzungsbetrag in der Regel auf ein Konto der betroffenen Person oder hÃ¤ndigt ihn in Form eines Schecks aus. In begrÃ¼ndeten FÃ¤llen, wenn etwa die Person ihr Geld nicht einteilen kann oder vom bargeldlosen Zahlungsverkehr Ã¼berfordert ist, kann die zustÃ¤ndige Dienststelle die UnterstÃ¼tzung bar ausbezahlen oder Rechnungen direkt begleichen (Kap. A.7).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vorliegend bestanden vor allem anfÃ¤nglich erhebliche Zweifel, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin ihren Lebensmittelpunkt nach X verlegt hatte. Diese Zweifel rechtfertigten durchaus, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin angehalten wurde, die wirtschaftliche Hilfe zweimal pro Monat persÃ¶nlich abzuholen, derart eine gewisse Anwesenheitskontrolle auszuÃ¼ben und eine gesetzeskonforme Verwendung der BeitrÃ¤ge sicherzustellen. Die betreffenden AusfÃ¼hrungen des Bezirksrats (E. 13) sind grundsÃ¤tzlich Ã¼berzeugend und jedenfalls nicht rechtswidrig. Auch in dieser Hinsicht besteht ein Ermessensspielraum der BehÃ¶rden, in den das Gericht nicht einzugreifen hat, ausser es liege eine Rechtsverletzung vor.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Inzwischen kann der Wohnsitz in X als gesichert gelten. Durch das vorliegende Urteil ist auch geklÃ¤rt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin keinen Anspruch darauf hat, mit Sozialhilfegeldern die C GmbH bzw. deren TÃ¤tigkeit weiterzufÃ¼hren. Hingegen ist sie im Hinblick auf die Liquidation dieser Gesellschaft und den Verkauf der Liegenschaften wohl gezwungen, gelegentlich im Land Z zu reisen. Hierbei sind ihr keine unnÃ¶tigen administrativen Auflagen zu machen. Es rechtfertigt sich daher, die Auszahlung der wirtschaftlichen Hilfe kÃ¼nftig antragsgemÃ¤ss auf das Postcheckkonto der BeschwerdefÃ¼hrerin vorzunehmen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>9. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Prozess­fÃ¼hrung. GemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 16 Abs. 1 VRG ist Privaten, denen die nÃ¶­ti­gen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aus­sichts­los erscheint, auf ent­spre­chendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten zu erlassen. Diese Voraussetzungen sind vorliegend erfÃ¼llt, weshalb die Gerichtskosten, soweit sie der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen wÃ¤ren, auf die Gerichtskasse zu nehmen sind.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Weshalb die BeschwerdefÃ¼hrerin keinen Anspruch auf einen unentgeltlichen Rechtsbeistand hat, wurde bereits im Beschluss vom 11. August 2004 dargelegt. Es braucht nicht weiter erlÃ¤utert zu werden, dass unter diesen UmstÃ¤nden auch der Bezirksrat zu Recht davon abgesehen hat, der BeschwerdefÃ¼hrerin einen unentgeltlichen Rechtsbeistand zu bestellen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>10. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen und die Sache zu neuer VerfÃ¼gung im Sinne der ErwÃ¤gungen an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckzuweisen. Im Ãbrigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Verfahrenskosten zur HÃ¤lfte der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen und zur HÃ¤lfte auf die Gerichtskasse zu nehmen (§ 70 in Verbindung mit § 13 VRG). ParteientschÃ¤digungen sind nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Sache zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Beschwerdegegnerin zurÃ¼ckgewiesen. Im Ãbrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 100.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'100.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden zur HÃ¤lfte der Beschwerdegegnerin auferlegt und zur HÃ¤lfte auf die Gerichtskasse genommen.</p> <p class="Urteilstext"><span>4. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>