Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 24. Januar 2019 (720 18 205 / 21) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Würdigung des medizinischen Sachverhalts; es ist ni cht zu beanstanden, dass die IV- Stelle in psychiatrischer Hinsicht auf ein von ihr eingeholtes Gutachten und in somati- scher bzw. polydisziplinärer Hinsicht insbesondere auf versicherungsinterne Berichte abgestellt hat. Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsri chter Beat Hersberger, Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Olivia Reber Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts- anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Der 1959 geborene A.____ war vom 1. Oktober 1989 bis zum 30. November 2014 als Schleifer bei der B.____ AG in X.____ angestellt. A m 26. Mai 2014 (Eingang) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf ein Asthma, Herzrasen , seine linke Schulter, Schmerzen im lin- ken Bein sowie eine eventuell notwendige Bypass-Ope ration bei der Eidgenössischen Invali- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht denversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Basel-Landschaft (IV- Stelle) klärte daraufhin die gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse ab. Am 30. Juli 2015 erliess die Suva eine Nichteignungsverfügung für die ange stammte Tätigkeit als CNC-Schleifer und entrichtete A.____ für die Folgen der Berufskrankh eit Taggeldleistungen. Nach durchge- führtem Vorbescheidverfahren verfügte die IV-Stelle am 17. Mai 2018, dass ab 1. Februar 2015 ein Anspruch auf eine ganze Rente bestehe. Ab 10. März 2015 betrage der Invaliditätsgrad we- niger als 40%. Die Rente werde deshalb bis zum 30. Juni 2015 befristet. B. Am 18. Juni 2018 erhob A.____, vertreten durch Dan iel Altermatt, Rechtsanwalt, gegen die Verfügung vom 17. Mai 2018 Beschwerde am Kantonsg ericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantrag te er, es sei die Verfügung der Be- schwerdegegnerin vom 17. Mai 2018 aufzuheben und es sei eine gerichtliche multidisziplinäre medizinische Begutachtung anzuordnen. Es sei ihm auf d en frühestmöglichen Zeitpunkt eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen; alles unter Kosten- und Entschädigungs- folge. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, dass die Beschwerdegegnerin es unter- lassen habe, ihn umfassend medizinisch begutachten zu lasse n. Es sei lediglich eine psychiat- rische Begutachtung in Auftrag gegeben worden. Er lei de indessen unter pneumologischen, kardiologischen und orthopädischen Problemen. Der medizinische Sachverhalt erweise sich als unvollständig abgeklärt, weshalb durch das Gericht eine p olydisziplinäre medizinische Begut- achtung anzuordnen sei. Aus den Berichten der behandelnden Ärzte gingen nicht alle Angaben hervor, die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit notwendig seien. Des Weiteren fehle eine Konsensbeurteilung und allfällige Wechselwirkungen würden ausser Acht gelassen. C. In ihrer Vernehmlassung vom 24. Juli 2018 schloss die B eschwerdegegnerin auf Ab- weisung der Beschwerde. D. Der Beschwerdeführer reichte am 3. November 2018 e ine Replik, die Beschwerdegeg- nerin am 4. Dezember 2018 eine Duplik ein. Beide Part eien hielten an ihren Anträgen und Aus- führungen fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV- Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte – Beschwerde ist demnach einzutreten. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist der Rente nanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass de r angefochtenen Verfügung vom 17. Mai 2018 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet re chtsprechungsgemäss die zeitliche Gren- ze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E . 1.2). Die IV-Stelle hat dem Versi- cherten eine vom 1. Februar 2015 bis 30. Juni 2015 bef ristete ganze Rente zugesprochen. Ein weitergehender Rentenanspruch wurde abgelehnt. 3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich m indestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigk eit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunf ähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geist igen oder psychischen Gesundheit verur- sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederun g verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen de r gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti- ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 3.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psych ischen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Dia gnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1. 2; 130 V 390 E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltend en psychischen Leiden belastenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen ke in Krankheitswert zukommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat vorau s, das die Arbeits- und Erwerbsfähig- keit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob u nd inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig er- wartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nach zugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesund heitsbeeinträchtigung verur- sachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehme n ist, die Verwertung der Arbeitsfä- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht higkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternative Voraussetzung – so- gar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 4.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Gr ad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eing liederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom- men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkomm ensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werde n. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1). 4.3 Vorliegend hat die IV-Stelle den Invaliditätsgrad des Versicherten nach der allgemei- nen Methode des Einkommensvergleichs bemessen, was vom Be schwerdeführer – zu Recht – nicht bestritten wird. 5. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrade s im Erwerbsbereich bildet die Fra- ge, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihre r gesundheitlichen Beeinträchti- gungen arbeitsunfähig ist. 5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beur- teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 133 E. 2, 114 V 310 E. 3c, 105 V 156 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frag e kommenden Arbeitsmarkt zumutba- rerweise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi- alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (v gl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c). 5.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Gr undsatz der freien Beweis- würdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Forme n medizinischer Berichte und Gutach- ten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen ( vgl. die ausführlichen Zusammenstellun- gen dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingehol ten Gutachten externer Spezialärz- tinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei de r Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sp rechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Diese im Bereich der Unfal lversicherung entwickelten Grundsätze fin- den für das IV-Verwaltungsverfahren sinngemäss Anwendung (Urteil des Eidgenössischen Ver- sicherungsgerichts [EVG] vom 9. August 2000, I 437/99 und I 575/99, E. 4b/bb). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsa- che Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens- stellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pat ientinnen und Patienten aussagen. Bei der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien und u mfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potentiellen Stärken der Be richte behandelnder Ärzte nicht verges- sen werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein un beachtlich einzustufen; die einen län- geren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung dur ch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen Seite l ässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)A rztes einerseits und Begutachtungsauf- trag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten a nderseits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 2001, E. 2b) nicht zu, e in Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärung en zu nehmen, wenn die behan- delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelange n (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). V orbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein sub- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht jektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspe kte benennen, die im Rahmen der Begut- achtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Ur teil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen kommt nicht derselbe Beweis- wert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eing eholten Gutachten externer Fachper- sonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An die Bew eiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall oh ne Einholung eines externen Gutach- tens entschieden werden soll. Bestehen auch nur gering e Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellu ngen, so sind ergänzende Abklä- rungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mi t Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 6. Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwer deführers liegen zahlreiche ärztliche Berichte vor, welche allesamt vom Gericht gew ürdigt wurden. Nachfolgend werden lediglich die entscheidwesentlichen medizinischen Unterlagen zusammengefasst dargestellt: 6.1 Die Beschwerdegegnerin hat bei Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychothera- pie, ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben. Dr. C.____ hat dieses am 30. November 2016 erstellt. Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte der Gutachter eine leichte bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0/F32.1 ) bei diversen somatischen Erkran- kungen. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit stellte Dr. C.____ akzentuierte Persönlichkeits- züge (Z73.1) fest. Bei der Beurteilung des Gesundheitsschadens führte Dr. C. ____ aus, dass der Versicherte gut 40 Jahre als Fabrikarbeiter tätig gewesen sei, zuletzt a ls Präzisionsschleifer für Metallteile. Im Zusammenhang mit verschiedenen somatischen Erkrankungen sei es zur Krankschreibung durch den Hausarzt gekommen. Dieser habe in seinem Beric ht vom 30. Juni 2014 bereits auf eine depressive Verstimmung mit Angstsymptomatik unter dem Einfluss eines Mobbings hin- gewiesen. Im November 2015 habe der Beschwerdeführer eine fachpsychiatrische Behandlung im Ambulatorium H.____ aufgenommen. Dort sei ihm ei ne mittel- bis zeitweise schwergradige depressive Episode attestiert und differentialdiagnostisc h eine andauernde Persönlichkeitsän- derung nach psychischer Erkrankung vermutet worden. In de r heutigen Untersuchung lasse sich beim Versicherten eine deutlich bedrückte Stimmungslage, eine Ungeduld und Gereiztheit, eine Dünnhäutigkeit mit latenten Fantasien, Aggressione n und Impulse auszuagieren bei gleichzeitig vermindertem Selbstwertgefühl feststellen. Der Versicherte sei nicht gehemmt, vielmehr bestehe eine leichte Unruhe und Angetriebenh eit, sodass tendenziell das Bild einer agitierten Depression vorliege. Ein Leidensdruck sei deutlich wahrnehmbar, sodann bestehe ein Lebensgefühl des Unterdrücktwerdens. Die depressive Störu ng könne als leicht bis ansatzwei- se mittelgradig eingestuft werden. Dieser klinische Eind ruck entspreche dem Ergebnis des HAMD (Hamilton Depression Scale), während der BDI (Beck-Depressions-Inventar) nicht sicher verwertbar sei. Die vorliegende Störung könne seit No vember 2015 als gesichert und klinisch relevant eingestuft werden. Der Versicherte zeige im Ra hmen der depressiven Störung eine Tendenz zu dysphorisch-impulshaftem Agieren, jedoch genüge dies nicht um eine Persönlich- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht keitsstörung zu diagnostizieren, allenfalls handle es sich dabei um akzentuierte Persönlichkeits- züge, bedingt durch eine belastete Lebensgeschichte. Hi nweise für eine Persönlichkeitsände- rung, die gesichert über das aktuelle Ausmass der depressive n Störung hinausgingen, habe er nicht feststellen können. Zum Beispiel sei der Versichert e nach wie vor in der Lage, sich in den familiären Kontext zu integrieren. Dr. C.____ nahm Stellung zu abweichenden Diagnosen in den Vorakten und hielt fest, dass dem Versicherten im Juni 2016 durch Dr. med. D.____, O berarzt der Psychiatrie Baselland, eine 70% bis 80%ige Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer mittelgradigen depressiven Episode attestiert worden sei. Ausserdem sei gemäss Dr. D.____ von einer anhaltenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von mindestens 50% auszugehen. Anh and der heutigen Befunde könne eine überwiegend leichtgradige, aufgrund der bestehe nden Agitiertheit auch ansatzweise mit- telgradige depressive Störung festgestellt werden mit deutlich geringeren Auswirkungen auf die längerfristige Arbeitsfähigkeit. Die aktuelle Behandlu ng finde in monatlichen Frequenzen statt, was einer Erhaltungstherapie entspreche. Auch die gege nwärtige Pharmakotherapie entspre- che eher einer Erhaltungsbehandlung. Die von den Koll egen vermutete andauernde Persön- lichkeitsänderung nach psychischer Erkrankung (F62.1) könne e r aufgrund der heutigen Befun- de nicht bestätigen. Zur Arbeitsfähigkeit hielt Dr. C.____ unter anderem fest, dass die angestammte Tätigkeit als Präzisionsschleifer aufgrund der Nichteignungsverfügung der Suva nicht mehr in Frage komme. Medizinisch-theoretisch könne eine Einschränkung aus rein p sychiatrischer Sicht von 30% auf- grund des Ausmasses der Depression attestiert werden. Die Arbeitsunfähigkeit bestehe seit November 2015. In einer angepassten Tätigkeit bestehe a ufgrund der depressiven Unausgegli- chenheit eine Einschränkung von 20%. Eine angepasste Täti gkeit würde sich durch einen ge- ringeren Effizienzdruck auszeichnen. Vorzuschlagen wäre zum Beispiel eine Überwachungs- und Kontrolltätigkeit. Grundsätzlich lägen die Ressourcen des Versicherten in einem handwerk- lichen Bereich. 6.2 In polydisziplinärer Hinsicht stützte sich die Beschwerd egegnerin insbesondere auf den Bericht von Dr. med. E.____, Facharzt für Arbeitsmedizi n und Umweltmedizin, Regionaler ärzt- licher Dienst beider Basel (RAD), vom 2. Februar 2017. Dieser wiederum stützte sich auf diver- se Berichte der behandelnden Ärzte des Versicherten sowie auf das psychiatrische Gutachten von Dr. C.____. Dr. E.____ hielt als Diagnosen mit Au swirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine leichte bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32 .0/F32.1) bei diversen somatischen Erkrankungen, ein Asthma bronchiale, ein HWS-Syndrom, eine koronare 1-Ast-Erkrankung, eine PAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit) so wie ein klinisches Reizsyndrom L4/5 links fest. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit läg en akzentuierte Persönlichkeitszüge (Z73.1) vor. Beim Versicherten sei eine schwere bronchiale Hyperreag ibilität bei Nikotinkonsum von 40 py festgestellt worden. Bei inhalativer Exposition mit Kü hlschmierstoffen am Arbeitsplatz seien Symptome eines Asthma bronchiale aufgetreten, ausgelöst auch durch erhöhte Staubbelastun- gen in der Freizeit. Eine höhergradige COPD („Chron ic Obstructive Pulmonary Disease“) sei Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht lungenfunktionsanalytisch ausgeschlossen worden. Es liege k ein Nachweis vor, dass das Asthma bronchiale durch die arbeitshygienisch ungünstigen Bedingungen mit inhalativer Expo- sition gegenüber Kühlschmiermitteln und Additiva verschl immert worden sei. Es hätten keine Typ 1 Sensibilisierungen gegenüber Arbeitsstoffen nachgew iesen werden können. Die nachge- wiesenen Typ IV Sensibilisierungen gegenüber den Beruf ssubstanzen Acrylschmiermittel und Entwässerungsflüssigkeit seien keine Allergien vom Sofortt yp und würden daher eine Asth- masymptomatik nicht durch einen allergischen Mechanismus ausl ösen, allenfalls durch Verne- belung irritativ. Sie seien aber für die mittlerweile abgeheilten ekzematösen Hauterscheinungen verantwortlich gewesen. Die Nichteignungsverfügung der S uva für die angestammte Tätigkeit als CNC-Schleifer sei aus präventiven Gesichtspunkten richti g gewesen. Die Beurteilung von Dr. med. F.____, FMH Pneumologie und Allgemeine Inn ere Medizin, einer 50%igen Einschrän- kung sogar für Arbeiten, welche die Atemwege nicht bel asten, sei medizinisch nicht begründet. Die Lungenfunktionswerte seien praktisch normal gewesen. Das Asthma sei gut kontrolliert. Dr. F.____ habe seine Einschätzung schliesslich auch korrigi ert. Der Suva habe er am 25. Oktober 2015 mitgeteilt, dass aus pneumologischer Si cht in einer Verweistätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Das bekannte Schlafapnoesyndrom begründe keine Einschränku ng der Arbeitsfähigkeit. Es sei grundsätzlich mit CPAP („Continuous Positive Airway Pressur e“) behandelbar. Die koronare 1-Ast-Erkrankung habe bei guter körperlicher Leistungsfäh igkeit ohne Ischämienachweis einen quantitativen Einschluss auf die Arbeitsfähigkeit in dem Sinne, dass der Versicherte keine schweren Arbeiten ausüben sollte. Aufgrund der PAVK b estehe in wechselbelastenden Tätig- keiten mit auch stehenden und sitzenden Anteilen keine quantitative Einschränkung der Arbeits- fähigkeit. Infolge des HWS-Syndroms sollte der Beschwer deführer keine repetitiven Überkopf- arbeiten ausüben. Weitere Funktionseinschränkungen wü rden nicht bestehen. Die ins linke Bein ausstrahlenden Rückenbeschwerden bei degenerativen osteochondrotischen Wirbelsäu- lenveränderungen würden die Arbeitsfähigkeit insoweit einschränken, als schwere rückenbelas- tende Arbeiten nicht zu empfehlen seien. Für leichte r ückenadaptierte Tätigkeiten bestünden aber keine Einschränkungen. Insgesamt erachtete Dr. E.____ die medizinischen Berichte als detailliert genug, um die Arbeits- fähigkeit im Verlauf beurteilen zu können. Weitere me dizinische Abklärungen seien nicht erfor- derlich. In der angestammten Tätigkeit als angelernter CNC-Schleifer ohne EFZ sei der Be- schwerdeführer seit 27. Februar 2014 zu 100% arbeitsun fähig. Eine Verweistätigkeit sollte das folgende Belastungsprofil erfüllen: Leichte wechselb elastende rückenadaptierte Arbeiten, keine Zwangshaltungen, keine repetitiven Überkopfarbeiten, keine inhalativen Belastungen durch Stäube, Rauche und reizende Stoffe. In einer dem Pro fil entsprechenden Verweistätigkeit be- stehe eine Arbeitsfähigkeit von 80%. 7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ver fügung vom 17. Mai 2018 bei der Würdigung des massgebenden medizinischen Sachverhalts und b ei der Beurteilung der Ar- beitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf die Ausführungen im Gutachten von Dr. C.____ sowie auf die Berichte der behandelnden Ärzte bzw. die Beurt eilung dieser Berichte durch Dr. E.____ des RAD. Sie ging deshalb davon aus, dass dem Versichert en seinem Leiden angepasste Tä- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht tigkeiten im Umfang von 80% zumutbar seien. Diese vorinsta nzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.3 hierv or), ist den im Rahmen des Verwal- tungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialä rztinnen und -ärzte, die aufgrund ein- gehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat- ten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweis- würdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht k onkrete Indizien gegen die Zuver- lässigkeit der Expertisen sprechen. Solche Indizien lieg en hier keine vor. Das Gutachten von Dr. C.____ erfüllt alle rechtsprechungsgemässen Vorausset zungen an eine taugliche medizini- sche Beurteilungsgrundlage. Es weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf und ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 5.2) – fü r die streitigen Belange umfassend. Es beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt di e geklagten Beschwerden, ist in Kennt- nis der im Zeitpunkt der Exploration vorhandenen Vorakt en abgegeben worden und leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein. Die auf diese Erkenntnisse gestützte Zumutbarkeitsbeurteilung ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Ausserdem ist es grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass ein Versicherungsträger seinen Entscheid auf medizinische Unterlagen stützt, die er versi cherungsintern eingeholt hat. In sol- chen Fällen sind jedoch strenge Anforderungen an die Be weiswürdigung zu stellen und zwar in dem Sinne, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen ergänzende A bklärungen vorzunehmen sind (vgl. E. 5.3 hiervor und die dortigen Hinweise auf die entsprechende bundesgerichtliche Recht- sprechung). Vorliegend ergeben sich jedoch keinerlei Zwe ifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin als massgeben d erachteten versicherungsinter- nen ärztlichen Feststellungen von Dr. E.____. Dieser ha t sich zudem auf die bereits vorliegen- den Berichte der Behandler abgestützt, was erfahrungsge mäss zu einem für den Versicherten eher günstigen Ergebnis führt. 7.2 Die Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen an de r Beweiskraft des Gutachtens sowie des versicherungsinternen Berichts nichts zu ändern. De r Versicherte macht unter ande- rem geltend, dass eine polydisziplinäre Begutachtung hä tte durchgeführt werden müssen. Es fehle an einer Konsensbesprechung zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen. Diesbezüg- lich ist mit der Beschwerdegegnerin festzuhalten, dass ein e Konsensbeurteilung zwar ideal wä- re, aber nicht zwingend ist (vgl. die von der Beschwerdeg egnerin in ihrer Vernehmlassung auf S. 4 aufgeführten Bundesgerichtsentscheide). Der Beschwerdeführer bringt des Weiteren vor, dass allf ällige Wechselwirkungen nicht berück- sichtigt worden seien. Dem ist aber entgegenzuhalten, d ass Dr. E.____ in seinem Bericht Wechselwirkungen ausgeschlossen hat. In seiner Stellungnahm e zu den medizinischen Vor- bringen in der Beschwerde hielt Dr. E.____ am 2. Juli 2018 fest, dass die Aktenlage in diesem Fall ausreichend sei, um auch die Wechselwirkungen der einzelnen Beschwerden, die zu einer Potenzierung der Einschränkungen und damit der Arbeitsu nfähigkeit führen könnten, beurteilen zu können. Der RAD prüfe grundsätzlich und in jedem Fal l, ob Wechselwirkungen bestehen würden. In diesem Fall bestünden keine Additionen o der Potenzierungen der Einschränkungen aus den verschiedenen Fachgebieten. So sei es nicht nur u nwahrscheinlich, dass sich die be- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht stehenden Rückenbeschwerden aufgrund „der pneumologischen bzw. kardiologischen Proble- me bzw. einem geschwächten Herz-/Kreislaufsystem weit limit ierender auswirken, als bei einer Person, die nur unter Rückenbeschwerden leidet“, sondern das sei schlichtweg nicht möglich. Die kardiale Leistungsfähigkeit sei so gut, dass man n icht von einem geschwächten Herz- /Kreislaufsystem sprechen könne. Die Frage nach dem Vo rliegen allfälliger Wechselwirkungen wurde also von Dr. E.____ beurteilt und schlüssig und n achvollziehbar begründet verneint. Da- rauf kann abgestellt werden. 7.3 Sofern die vorhandenen medizinischen Berichte klar und schlüssig sind, gibt es auch keinen Anlass für die Anordnung einer polydisziplinären B egutachtung. Die vorliegenden Be- richte in Bezug auf die somatischen Beschwerden des Versich erten sind schlüssig und umfas- send. Zudem wurden sie von Dr. E.____ nachvollziehbar zusammengetragen und gewürdigt. Unter diesen Umständen ist es nicht zu beanstanden, dass di e Beschwerdegegnerin lediglich ein psychiatrisches Gutachten bei Dr. C.____ in Auftrag gegeben hat. Der somatische Gesund- heitszustand war bereits durch die Berichte der behande lnden Ärzte mit überwiegender Wahr- scheinlichkeit erstellt. Wie bereits ausgeführt, stützte sic h Dr. E.____ ausserdem im Wesentli- chen auf die bereits vorhandenen Berichte der behandel nden Ärzte, welche erfahrungsgemäss eher versichertenfreundlich bzw. zu Gunsten ihres Patienten aussagen. 7.4 Schliesslich ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer im Rahmen des Verfahrens keinerlei Berichte eingereicht hat, welche Zweifel an den Feststellungen von Dr. C.____ oder Dr. E.____ wecken könnten. Er bringt lediglich vor, da ss aufgrund seiner verschiedenen Be- schwerden ein polydisziplinäres Gutachten hätte angeordnet werden müssen. Inwiefern die Ausführungen und Schlussfolgerungen der bereits vorlie genden Berichte und des Gutachtens nicht den Tatsachen entsprechen würden, bringt der V ersicherte nicht vor. Es wurden keine medizinischen Unterlagen eingereicht, welche einen verschlechterten Gesundheitszustand oder noch ungewürdigt gebliebene Leiden belegen würden. 7.5 Nicht einleuchtend erscheint einzig, weshalb Dr. C._ ___ die Arbeitsfähigkeit aus psy- chiatrischer Sicht für die angestammte Tätigkeit zu 30%, in einer angepassten Tätigkeit hinge- gen lediglich zu 20% eingeschränkt betrachtet. Eine schlüssige Begründung diesbezüglich fehlt. Dennoch kann dies nicht ausreichen, um dem Gutachten die Beweiskraft abzusprechen. In der angestammten Tätigkeit kann der Beschwerdeführer ohneh in nicht mehr arbeiten, weshalb die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die 20%ige Einschränkun g in einer angepassten Tätigkeit abgestellt hat. Anzufügen bleibt aber, dass selbst dann kein Anspruch auf eine IV-Rente be- stünde, wenn man auf die 30%ige Einschränkung abstelle n würde. Es würde ein IV-Grad von 31,6% resultieren. 8. Zu überprüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Einschrän- kungen. Der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Ei nkommensvergleich wird vom Be- schwerdeführer – zu Recht – nicht beanstandet. Der Vollst ändigkeit halber hinzuzufügen bleibt, dass selbst dann kein Anspruch auf eine Rente der IV r esultierte, wenn man dem Versicherten vom Invalideneinkommen einen leidensbedingten Abzug in der Höhe von 10% – statt der von der Beschwerdegegnerin gewährten 5% – anrechnen würde. Würde man auf einen Leidensab- Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht zug von 10% und eine Arbeitsfähigkeit von 70% abstellen , ergäbe sich noch immer ein renten- ausschliessender IV-Grad von 35%. 9. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass in psychiatrischer Hinsicht auf das Gutachten von Dr. C.____ vom 30. November 2016 und in somatischer H insicht insbesondere auf den Bericht von Dr. E.____ vom 2. Februar 2017 abgestellt w erden kann. Daraus folgt, dass dem Versicherten leidensangepasste Tätigkeiten im Umfang von 8 0% zumutbar sind. Der von der Beschwerdegegnerin gestützt darauf erfolgte Einkommensve rgleich in der angefochtenen Ver- fügung wurde korrekt durchgeführt. Im Ergebnis hat der Versicherte ab 1. Februar 2015 bis 30. Juni 2015 Anspruch auf eine befristete volle Rente der IV. Einen weitergehenden Renten- anspruch ab 1. Juli 2015 hat die IV-Stelle demgegenüber gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 22% zu Recht abgelehnt. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. 10. Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor kantonalem Versiche- rungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung o der die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfah renskosten in der Regel der unterlie- genden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Entspre chend dem Ausgang dieses Ver- fahrens hat der Beschwerdeführer die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.-- zu tragen. Diese werden mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen. Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- w erden dem Be- schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. http://www.bl.ch/kantonsgericht