Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 26. März 2020 (720 19 158 / 55) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Die Ermittlung des Valideneinkommens gestützt auf die statistischen Werte ist nicht zu beanstanden. Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Margit Campell Parteien A.____ , Beschwerdeführer, vertreten durch Dieter Gysin, Advokat, Zeughausplatz 34, Postfach 375, 4410 Liestal gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A.1 Der 1955 geborene A.____ war seit 1985 Geschäfts führer der ihm gehörenden Einzel- firma B.____ bzw. ab 1995 der C.____ in D.____. Am 20. Juli 2002 verletzte er sich bei Garten- arbeiten am rechten Fussknöchel (vgl. Unfallmeldung der Schweizerischen Unfallversiche- rungsanstalt [Suva] vom 25. Juli 2002). Die Suva erbr achte die gesetzlichen Leistungen (Tag- geld/Heilbehandlung) und sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 18. November 2011 ab Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 1. März 2008 eine Invalidenrente bei einer Erwerbsunf ähigkeit von 48 % zu. Zudem richtete sie ihm gestützt auf eine Einbusse in der Integrität von 2 0 % eine Entschädigung von Fr. 21'360.-- aus. Eine dagegen erhobene Einsprache wies die Suva m it Entscheid vom 10. Mai 2012 ab. Dieser Entscheid wurde rechtskräftig. A.2 Bereits am 26. Oktober 2004 meldete sich A._____ unter Hinweis auf die beim Unfall vom 20. Juli 2002 erlittene Verletzung des rechten Sprun ggelenks zum Bezug von Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Die IV -Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) untersuchte den rechtserheblichen Sachverhalt. Nachdem der Versicherte nicht an einer ärztli- chen Untersuchung teilgenommen hatte, trat die IV-Stel le infolge Verletzung der Mitwirkungs- pflicht mit Verfügung vom 25. August 2008 nicht auf da s Leistungsbegehren ein. Die dagegen durch A.____, vertreten durch Advokat Dieter Gysin, beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), erhob ene Beschwerde wurde mit Urteil vom 2. Dezember 2009, KGSV 720 08 294/282, abgewiesen . Zur Begründung wurde im We- sentlichen erwogen, dass es sich bei der angeordneten psych iatrischen Untersuchung um eine zumutbare und notwendige Abklärungsmassnahme der IV-Stel le gehandelt habe, welcher sich der Versicherte unentschuldigt nicht unterzogen habe. D amit habe er die ihm obliegende Mit- wirkungspflicht verletzt. Auch dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft. A.3 Nachdem sich A._____ in der Zeit von Ende Februar 2008 bis Ende August 2010 in I.____ aufgehalten hatte, meldete er sich bei seiner R ückkehr in die Schweiz am 2. September 2010 erneut zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle an. Diese klärte wiederum den rechtserhebli- chen Sachverhalt ab. Mit Verfügung vom 2. April 2019 l ehnte sie - nach durchgeführtem Vorbe- scheidverfahren - bei einem Invaliditätsgrad von 15 % e inen Rentenanspruch des Versicherten ab. B. Dagegen erhob A.______, weiterhin vertreten durch Advokat Dieter Gysin, am 20. Mai 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht und beantragte, d ass die angefochtene Verfügung vom 2. April 2019 aufzuheben und ihm rückwirkend ab 1. März 2011 eine halbe Rente, eventualiter eine Viertelsrente auszurichten sei. Subeventualiter se i die Angelegenheit unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 2. April 2019 zur Neubeu rteilung an die IV-Stelle zurückzuwei- sen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im W esentlichen vorgebracht, dass der von der IV-Stelle vorgenommene Einkommensvergleich fehlerhaft sei. So sei insbesondere das Va- lideneinkommen nicht korrekt ermittelt worden. Zudem sei auf dem Invalideneinkommen ein leidensbedingter Abzug von mindestens 10 % zu gewähren. C. Die IV-Stelle liess sich am 30. Juli 2019 zur Beschwe rde vernehmen und beantragte deren Abweisung. Unter Hinweis auf die angefochtene V erfügung wurde ausgeführt, dass das Valideneinkommen zu Recht aufgrund der statistischen Wer te der Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) berechnet wo rden sei; denn es sei mit überwiegen- der Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwer deführer auch im Gesundheits- fall nicht mehr als Selbständigerwerbender tätig gew esen wäre. Zudem rechtfertige es sich nicht, vom Invalideneinkommen einen leidensbedingten Abzug vorzunehmen. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht D. Am 9. September 2019 reichte der Beschwerdeführer seine Replik ein. Er hielt an sei- nen Anträgen fest und stellte sich auf den Standpunkt, dass die IV-Stelle bei der Berechnung des Invaliditätsgrads von einem zu niedrigen Valideneink ommen ausgegangen sei. Entgegen der Auffassung der IV-Stelle hätte dieses gestützt auf das zuletzt bei der C.____ AG erzielte Einkommen ermittelt werden müssen. E. In der Duplik vom 1. Oktober 2019 widersprach die I V-Stelle den Ausführungen des Beschwerdeführers in der Replik und hielt an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest. Ergänzend wurde ausgeführt, dass der Beschwerdeführer nic ht zu den strafrechtlichen Verfah- ren gegen ihn Stellung genommen habe. Es sei unklar, wie diese ausgegangen seien. F. Mit Triplik vom 6. Dezember 2019 reichte der Beschwerd eführer eine Einstellungsver- fügung der Bundesanwaltschaft vom 18. Oktober 2012 ein . Dieser sei zu entnehmen, dass das strafrechtliche Verfahren gegen ihn wegen Widerhandlu ng gegen das Betäubungsmittelgesetz und Beteiligung an einer kriminellen Organisation am 18. Oktober 2012 eingestellt worden sei. Weiter wies er darauf hin, dass eine Einstellung des stra frechtlichen Verfahrens wegen Ver- dachts auf versuchte Tötung bereits per 1. September 2009 erfolgt sei. G. Zur Triplik liess sich die IV-Stelle am 15. Januar 2 020 vernehmen und hielt an ihren bisherigen Ausführungen und Anträgen fest. Der Beschwerdeführer reichte am 6. Februar 2020 eine weitere Stellungnahme ein. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Auf die form- und fristgerecht beim sachlich wie ör tlich zuständigen Gericht erhobene Beschwerde ist einzutreten. 2.1 Nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 9. Juni 1959 haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fä- higkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht dur ch zumutbare Eingliederungsmassnah- men wiederherstellen, erhalten oder verbessern können ( lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder l ängere Zeit dauernde ganze oder teil- weise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). 2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht ein Anspruch auf e ine ganze Rente, wenn die ver- sicherte Person zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsr ente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und a uf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.1 Ausgangspunkt der Ermittlung eines Rentenanspruch s bildet die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheit lichen Beeinträchtigungen arbeitsun- fähig ist. Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der kör- perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbei t zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Ber uf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insb esondere auch bei der Beurtei- lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person i st die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige G rundlage für die Beurteilung der Zumut- barkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkei ten als die zuletzt ausgeübte Berufsar- beit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, a usgeglichenen und nach ihren persön- lichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumu tbarerweise noch verrichtet wer- den können (U LRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, i n: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 3.3 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung d er medizinischen Situation und der Ar- beitsfähigkeit des Beschwerdeführers insbesondere auf die Ausführungen von Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe gungsapparates, Regionaler Ärztli- cher Dienst (RAD). Dieser diagnostizierte am 5. Dezember 2018 und am 5. Februar 2019 eine unfallkausal bedingte Einschränkung der Funktion (Belast barkeit) des rechten oberen Sprung- gelenks nach Unfall am 20. Juli 2002 mit Sehnenüberdeh nung nach Calcaneusosteotomie. Der Beschwerdeführer sei in der angestammten Tätigkeit al s selbständiger Bauarbeiter ab 4. Sep- tember 2007 zu 50 % arbeitsfähig. Bei adaptierten Ar beiten, welche schwerpunktmässig sit- zend, auf ebenem Boden ohne Zwangshaltung der Füsse au sgeübt werden könnten, bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit ab dem 4. September 2007. Die Berichte von Dr. E.____ sind umfas- send und in Kenntnis sämtlicher Vorakten abgegeben wor den. Er berücksichtigte neben den Untersuchungsergebnissen, auf welche sich die Suva in ih rer Verfügung vom 18. November 2011 und ihrem Einspracheentscheid vom 10. Mai 2012 st ützte (vgl. Bericht des Suva- Kreisarztes Dr. med. F.____, FMH Chirurgie, vom 23. Ma i 2011) auch jene, welche im Nach- gang dazu ergingen. Dabei ist insbesondere auf das durch den Rechtsvertreter thematisierte komplexe regionale Schmerzsyndrom (CRPS) hinzuweisen, das bereits im Gutachten des Insti- tuts G.____ vom 23. August 2012 unter Hinweis auf Schwe llungen und Hautverfärbungen diag- nostiziert worden war. Dr. E.____ hielt diesbezüglich zu Recht fest, dass dieses keinen mass- geblichen Einfluss auf die Zumutbarkeitsbeurteilung in einer adaptierten, hauptsächlich sitzen- den Tätigkeit habe. Zudem wies er auf die Untersuchungs befunde des Spitals H.____ vom 13. Januar 2016 hin, wonach an beiden Sprunggelenken keine Schwellungen oder Hautverfär- bungen festgestellt werden konnten. Daraus schloss er üb erzeugend, dass in diesem Zeitpunkt Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht keine objektiven Befunde mehr vorlagen, welche das CR PS bestätigten. Auch die Ende 2014/anfangs 2015 diagnostizierte lgA-Vaskulitis wirkte sich gemäss ärztlicher Beurteilung nicht massgeblich auf die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers aus und konnte zudem mit Kor- tison erfolgreich behandelt worden ist (vgl. Bericht de s Spitals H._____ vom 13. Januar 2016, IV-Akte 170). Insgesamt ergibt sich somit aus den vorlieg enden medizinischen Akten nichts, was geeignet wäre, den Beweiswert der Beurteilung von Dr. E.____ in Zweifel zu ziehen. Zwar ist bei seinen Feststellungen zu beachten, dass er ein verwaltungsinterner Arzt ist, weshalb bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit u nd Schlüssigkeit seiner Berichte weitere Abklärungen vorzunehmen wären (vgl. BGE 139 V 225 E. 5. 2 und 135 V 465 E. 4.2, je mit Hin- weisen). Die Ausführungen von Dr. E.____ überzeugen je doch, weshalb auf sie abgestellt wer- den kann. Seine Einschätzung wird im Übrigen vom Versi cherten insofern bestätigt, als er an- gibt, sein Gesundheitszustand habe sich seit der kreisärztlichen Untersuchung durch Dr. F.____ im Mai 2011 nicht verbessert, aber auch nicht verschlechte rt. Es ist demnach davon auszuge- hen, dass das unfallkausal ermittelte Zumutbarkeitsprofi l weiterhin Bestand hat und der Be- schwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist. 4.1 Strittig ist die Bemessung des Invaliditätsgrads. Un einigkeit besteht in Bezug auf die Ermittlung des Valideneinkommens und die Höhe des leide nsbedingten Abzugs vom Invaliden- lohn. 4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätige n Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invalid itätsgrad aufgrund eines Einkommens- vergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen , das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der med izinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (lnvalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden w äre (Valideneinkommen). Der Einkom- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol gen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invalidit ätsgrad bestimmen (allgemeine Me- thode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 136 E. 2a und b). 4.3 Für die Ermittlung des Einkommens, welches die versi cherte Person ohne Invalidität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, w as sie im Zeitpunkt des Rentenbe- ginns (hier: 1. September 2011) nach dem Beweisgrad d er überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange passten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige T ätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre; Ausnahmen müssen mit überwiege nder Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 135 V 58 E. 3.1, 129 V 224 E. 4.3.1 je mit weiteren Hinweisen). Ist ein konkreter Lohn nicht eruierbar oder hätte die versicherte Person ihre bisherige Stelle auch ohne gesund- heitliche Beeinträchtigung verloren, so können die Zahle n der LSE herangezogen werden (Ur- teile des Bundesgerichts vom 25. August 2017, 8C_382/ 2017, E. 2.3.1 und vom 9. Juni 2015, 9C_212/2015, E. 5.4). Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 5.1 Die IV-Stelle ermittelte in der angefochtenen V erfügung vom 2. April 2019 das Validen- einkommen unter Berücksichtigung der LSE 2010, Tabelle TA 1, Baugewerbe, Anforderungsni- veau des Arbeitsplatzes 3, Spalte Männer, Zentralwert i n Höhe von F. 5'740.-- pro Monat bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Wochenstunden. N ach Anpassung dieses Betrages an die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.6 S tunden (vgl. "Die Volkswirtschaft" 09/2011 S. 94) resultierte ein Valideneinkommen von Fr. 5'971.-- pro Monat bzw. von Fr. 71'660.-- pro Jahr. Sie begründete dieses Vorgehen dahingehend, dass der Beschwerdefüh- rer zum frühest möglichen Rentenbeginn im Jahr 2011 ü berwiegend wahrscheinlich nicht mehr als Geschäftsführer der C.____ AG bzw. nicht mehr als Sel bständigerwerbender tätig gewesen wäre. Dies dränge sich unter Berücksichtigung der Tatsach e auf, dass er sein Geschäft auf- grund der mehr als zweijährigen Landesabwesenheit auch ohne den erlittenen Unfall hätte auf- geben müssen. 5.2 Der Beschwerdeführer bestreitet dies. Er macht gelt end, dass das gestützt auf die LSE ermittelte Valideneinkommen viel niedriger als das von i hm vor Eintritt des Gesundheitsscha- dens über ein Jahrzehnt erwirtschaftete Einkommen sei. Auch die Suva sei bei der Berechnung des Valideneinkommens in ihrer Verfügung vom 18. Novem ber 2011 von einem gemäss dem Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) berechneten Du rchschnittsbetrag in Höhe von Fr. 104'777.-- ausgegangen. Zudem habe er sein Geschäf t - entgegen der Auffassung der IV- Stelle - nicht aus gesundheitlichen Gründen aufgegebe n. Die IV-Stelle versuche mit dem Hin- weis, dass er aufgrund der Landesabwesenheit spätestens ab Februar 2008 bis Ende August 2010 sein Geschäft aufgegeben habe, von der üblichen B estimmung des Valideneinkommen abzuweichen. Zwar hätte er die Schweiz im Februar 20 08 vermutlich auch ohne Unfall verlas- sen. Er wäre aber ohne den Unfall und die damit im Z usammenhang stehenden gesundheitli- chen Beschwerden nicht so lange in I.____ geblieben. V ielmehr wäre er - auch wenn ein Straf- verfahren gegen ihn eröffnet worden ist - in die Schwe iz zurückgekehrt. Da er aber eine ge- sundheitsschädigende Inhaftierung in der Schweiz gefürc htet habe, sei er nicht zurückgekom- men. 5.3 Der Auffassung des Beschwerdeführers kann aus nachfol genden Gründen nicht ge- folgt werden: 5.4 Am 12. August 2004 äusserte sich der Beschwerdeführ er gegenüber der Suva, dass er den Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen aufgebe und der Unfall dabei nur eine untergeordnete Rolle spiele. Er beschäftige momentan noch 3 bis 4 Mit arbeiter, welchen er per Ende Septem- ber 2004 gekündigt habe. Ab 1. Oktober 2004 bestehe s eine Firma deshalb nur noch auf dem Papier und es würden keine Aktivitäten mehr ausgeführt. Er schätze, dass die Firma Ende Jahr aufgelöst werde. Einen Konkurs schloss der Beschwerdeführe r aber aus (vgl. Suva-Akten S. 20). In Bezug auf seine Zukunftspläne gab er an, dass er gelernter Betriebswirt sei und in der Schweiz eine Ausbildung zum Schlosser absolviert habe. E r sehe später eine Tätigkeit im Im- mobilienwesen vor, wobei er aber noch nichts Genaueres d azu sagen könne. In diesem Zu- sammenhang ist zu beachten, dass in der Regel auf die s ogenannte spontane "Aussage der ersten Stunde" abzustellen ist (BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen). Denn die ersten, intuitiven Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Angaben sind regelmässig als glaubhafter einzustufen als im Nachgang dazu gemachte, wider- sprechende Aussagen. Letztere bedingen eine kritische Würdigung, können sie doch – bewusst oder unbewusst – von nachträglichen Überlegungen versich erungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 11. März 2015, 8C_741/2014, E. 4.2). Die Aussagen des Beschwerdeführers gegenüber der Suva vom 1 2. August 2004 machen deutlich, dass bereits im damaligen Zeitpunkt betriebliche und ni cht gesundheitliche Gründe bei der Auf- lösung der C.____ AG im Vordergrund standen. Im Rahmen einer kreisärztlichen Untersuchung vom 10. September 2004 (vgl. Suva-Akten S. 23) relativie rte er seine Angaben zwar, indem er ausführte, dass er wegen der eingeschränkten Gehfähigke it die Kontrollen der Baustellen nicht mehr im bisherigen Umfang habe wahrnehmen können, wodurch die Disziplin der Arbeitnehmer und die Qualität der Arbeitsleistung erheblich abgenom men hätten. Er schliesse deshalb den Betrieb auf Ende September 2004. Ergänzend hielt er aber auch gegenüber dem Kreisarzt fest, dass er schon lange an erwerbsmässigen Alternativen herum studiere, aber noch keine Lösung gefunden habe. Daraus kann wiederum geschlossen werden, dass auch unternehmerische und persönliche Umstände den Beschwerdeführer zur Auflösung seiner Firma motivierten. Im Weite- ren ist auf den Abklärungsbericht Selbständigerwerbende vom 23. Dezember 2005 der IV-Stelle hinzuweisen. Demnach seien die Umsätze der C.____ AG in den Jahren 1998 bis 2001 konti- nuierlich gesteigert worden. In den Jahren 2002 bzw. 2003 seien jedoch massive Umsatzein- brüche aufgetreten. Ob diese auf den Unfall zurückzuführe n sind, ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers dem Bericht jedoch nicht zu entnehmen. Soweit darin unter Hinweis auf die behandelnde Psychiaterin ausgeführt wird, der Besch werdeführer habe aus gesundheitli- chen Gründen Konkurs anmelden müssen, steht fest, dass dies e Aussage offensichtlich unzu- treffend ist, denn ein Konkurs wurde über die C.____ AG nie eröffnet. Schliesslich ist dem Ein- stellungsbeschluss der Bundesanwaltschaft vom 18. Oktober 2012 zu entnehmen, dass die Firma des Beschwerdeführers seit 2004 nicht mehr operativ aktiv gewesen sei und der Be- schwerdeführer die Geschäftstätigkeit aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben habe. Der Be- schwerdeführer selbst hält in seinem Einwandschreiben vo m 21. Januar 2019 (IV-Akte 177) fest, es möge zutreffen, "dass die Auflösung der Firma C.____ AG nicht alleine (aber auch!) auf seine gesundheitlichen Einschränkungen zurückzuführen war ". Damit ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass bei der Geschäftsaufgabe im Jahr 2004 neben gesundheitli- chen, vor allem unternehmerische und persönliche Gründe einen Einfluss hatten. Selbst wenn nur gesundheitliche Ursachen im Vordergrund gestanden h ätten, könnte der Beschwerdeführer wie nachfolgend dargelegt, daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. 5.5 Die IV-Stelle weist in ihrer Vernehmlassung vom 30 . Juli 2019 darauf hin, dass vorlie- gend auch bei einer Geschäftsaufgabe aus gesundheitlich en Gründen nicht auf das zuletzt er- zielte Einkommen als Valideneinkommen abgestellt werd en könnte. Zur Begründung dieses Standpunkts brachte sie vor, die Firma des Beschwerdefüh rers hätte wegen dessen langjähri- ger Landesabwesenheit noch vor dem frühestmöglichen Re ntenbeginn im Jahr 2011 und damit unabhängig vom Gesundheitszustand aufgelöst werden müsse n. Dabei verwies sie auf das Urteil des Bundesgerichts vom 7. Mai 2018, 8C_680/2017, E. 4.2.3. Demnach ist bei einer Ge- schäftsaufgabe (und einem allfälligen Konkurs) nicht davo n auszugehen, dass die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall fortgesetzt worden wäre. Deshalb sei bei der Ermittlung des Vali- deneinkommens nicht auf das zuletzt erzielte Einkommen, so ndern auf statistische Erfahrungs- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht und Durchschnittswerte abzustellen. Aufgrund der Akten st eht unbestritten fest, dass der Be- schwerdeführer im Februar 2008 die Schweiz verliess und bi s Ende August 2010 in J.____ leb- te. Es war ihm deshalb in dieser Zeit nicht möglich, sein Geschäft selber zu führen, weshalb mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen ist, dass er die C.____ AG aufgegeben hat. Dies umso mehr, als er bereits Ende September 2004 alle Akt ivitäten der C.____ AG eingestellt und alle Mitarbeiter entlassen hatte. Deshalb ist in Über einstimmung mit der IV-Stelle davon auszu- gehen, dass der Beschwerdeführer während seines mehrjähr igen Aufenthalts in J.____ den Betrieb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht meh r hätte weiterführen bzw. reaktivieren können. 5.6 Daran ändern die vom Beschwerdeführer weiter vorg ebrachten Argumente nichts. So begründet er auch unter Berücksichtigung der vorstehenden Ausführungen nicht plausibel, weshalb die Auffassung der IV-Stelle rein spekulativ s ei, er hätte die Firma während des Aus- landaufenthaltes nicht mehr weiterführen können, wesh alb darauf nicht weiter einzugehen ist. Dann weist er darauf hin, dass er (auch ohne Unfall) im Jahr 2008 die Schweiz verlassen und in J.____ gelebt hätte. Er sei dort auch medizinisch behand elt worden. Da zu dieser Zeit in der Schweiz ein von der Bundesanwaltschaft geführtes Strafver fahren gelaufen sei, habe er nicht sofort zurückkehren können, weil er eine gesundheitsschädigende Inhaftierung gefürchtet habe. Ohne den im Jahr 2002 erlittenen Unfall wäre er in d ie Schweiz zurückgekehrt, auch wenn ihm ein Strafverfahren gedroht hätte. Sinngemäss macht er geltend, dass er aus gesundheitlichen Gründen so lange nicht in die Schweiz habe zurückkehren kön nen, weil er befürchten musste, hier im Fall einer Verhaftung nicht die nötige medi zinische Versorgung zu erhalten. Dieser Auf- fassung kann nicht gefolgt werden. Der Beschwerdeführer litt an nicht besonders ausgeprägten somatischen Beschwerden, als er nach J.____ reiste. Die vo n ihm damals behaupteten psychi- schen Beschwerden waren gemäss überzeugender Begründung i m Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 31. Januar 2017, 460 16 101, nur vorgetäuscht. Die Behandlung der körperlichen Beschwerden in J.____ b estand gemäss seinen Angaben im vorliegenden Verfahren denn auch nur in der Einnahme eines Entzündungshemmers. Angaben über die Dosierung und die Dauer der Behandlung lieg en keine vor. Weshalb ihm dieses Medi- kament, welches in der Schweiz unter dem Namen Prednis on vertrieben wird, im Falle einer Inhaftierung vorenthalten worden wäre, leuchtet wed er ein noch wird es nachvollziehbar be- gründet. Jedenfalls überzeugt seine Behauptung nicht, w onach bei ihm eine erhöhte Strafemp- findlichkeit bestanden habe. Ebenso wenig kann ihm ge folgt werden, wenn er ausführt, es sei gerichtsnotorisch, dass in Untersuchungshaft zwar eine ge wisse medizinische Grundversor- gung bestehe, aber ansonsten die Behandlungsmöglichkeit en ausser bei Notfällen nicht an- satzweise mit den in Freiheit zur Verfügung stehenden vergleichbar seien. Dabei ist gerade in Bezug auf den somatischen Gesundheitszustand zu berücksichtig en, dass dieser mit Blick auf die ausführliche Suva-Dokumentation unbestritten und b elegt war, weshalb ohne weiteres von einer Weiterbehandlung in Haft in der Schweiz ausgegangen werden konnte. Unter diesen Um- ständen ist aber mit der Beschwerdegegnerin davon auszug ehen, dass der Beschwerdeführer aus anderen als den genannten gesundheitlichen Gründe n nicht in die Schweiz zurückgekehrt ist. Seine Argumentation ist auch insofern widersprüchl ich, als das gegen ihn durch die Bun- desanwaltschaft eingeleitete Verfahren betreffend Ver dacht der vorsätzlichen Tötung und Ge- fährdung durch Sprengstoff bereits am 1. September 2009 teilweise eingestellt wurde. Der Be- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht schwerdeführer hätte deshalb bereits ein Jahr früher in die Schweiz einreisen könne, ohne Ge- fahr zu laufen, während längerer Zeit inhaftiert zu sein. Daran hätte ihn das Strafverfahren der Bundesanwaltschaft wegen Verdachts der Beteiligung/Unte rstützung einer kriminellen Organi- sation und wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, welches am 18. Oktober 2012 eingestellt wurde, nicht hindern sollen. Wie er selber in der Replik angibt, wä- re er wegen diesen Delikten als Schweizer wohl nur wege n Kollusionsgefahr in Untersuchungs- haft genommen worden. Nach der Durchführung der wic htigsten Ermittlungen wäre er aber wieder auf freien Fuss gekommen. Es ist unter diesen Um ständen durchaus schlüssig, wenn die Beschwerdegegnerin in Bezug auf diese Delikte von einer kürzeren Inhaftierung ausging als betreffend den Verdacht der vorsätzlichen Tötung und G efährdung durch Sprengstoff. Dies zeigte sich denn auch bei seiner Rückkehr Ende August 2010, als er lediglich während 2 Tagen in Untersuchungshaft genommen wurde. Diese Argumentat ion des Beschwerdeführers geht daher fehl. 5.7 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass im vorlieg enden Verfahren mit überwie- gender Wahrscheinlichkeit nicht gesundheitliche, sondern insbesondere iv-fremde Gründe - wie das Verhindern einer längerdauernden Inhaftierung - für den langen Aufenthalt des Beschwer- deführers in J.____ verantwortlich waren. Die 2,5-jäh rige Abwesenheit hätte entgegen seiner Auffassung die Fortführung der bereits Ende September 2004 eingestellten Geschäftstätigkeit der C.____ AG aber auf jeden Fall verunmöglicht. Unter diesen Umständen kann letztlich offen- bleiben, wie lange der Beschwerdeführer in der Schweiz inhaftiert worden wäre und ob er den Betrieb trotz Untersuchungshaft hätte weiterführen kö nnen. Es ist daher mit der Beschwerde- gegnerin davon auszugehen, dass die C.____ AG im frühest möglichen Zeitpunkt des Renten- anspruchs (September 2011) nicht mehr existierte. Das Val ideneinkommen war daher unter Zugrundelegung der LSE zu ermitteln (vgl. oben 5.5). Daran ändert auch nichts, dass die Suva das Valideneinkommen auf einen auf den IK-Auszug ermit telten Wert stützte und dieses auf Fr. 104'777.-- bezifferte. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist die IV-Stelle näm- lich nicht an die Entscheidungsgrundlagen der Suva geb unden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 18. Mai 2018, 9C_422/2017, E. 2.2 mit Hinweisen). Es ist somit von einem massgebenden Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 71'660.-- auszugehen (vgl. E. 5.1). 5.8.1 In einem nächsten Schritt ist die Ermittlung de s Invalideneinkommens zu prüfen. Die IV-Stelle hat dieses zu Recht und unbestritten unter B eizug der Tabellenlöhne der LSE 2010 berechnet (BGE 126 V 76 E. 3b/bb mit Hinweisen, 124 V 322 E. 3b/aa). Laut deren Tabelle TA 1 (privater Sektor), Männer, Anforderungsniveau 4, bel ief sich der Zentralwert auf Fr. 4'901.-- pro Monat bzw. jährlich auf Fr. 58'812.--. Dabei ist zu beachten, dass dieser Tabellenlohn auf einer einheitlichen Arbeitszeit von 40 Wochenstunden ber uht und für das Jahr 2010 auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,6 Stunden (v gl. Die Volkswirtschaft 09/2011 S. 92) umzurechnen ist. Daraus resultiert ein Monatslohn von F r. 5'097.-- bzw. ein Jahresgehalt von Fr. 61'164.--. 5.8.2.1 Von dem auf diese Weise erhobenen statistischen Wert sind praxisgemäss verschie- dene Abzüge zulässig. Im Entscheid 126 V 75 ff. hat da s damalige Eidgenössische Versiche- rungsgericht (EVG) seine Rechtsprechung zu den Abzügen v om Tabellenlohn bereinigt und Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht weiterentwickelt. Dabei hat es betont, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellen- löhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des kon- kreten Einzelfalles abhängt (leidensbedingte Einschränku ng, Lebensalter, Anzahl Dienstjahre, Nationalität/ Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgr ad), welche nach pflichtgemässem Er- messen gesamthaft zu schätzen sind. Dabei ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Be- rücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkma le letztlich aber auf insgesamt höchs- tens 25% zu begrenzen (BGE 126 V 80 E. 5b). 5.8.2.2 Vorliegend hat die IV-Stelle in der angefoch tenen Verfügung keinen Abzug vom Tabel- lenlohn gewährt, was in Würdigung der gegebenen Umstä nde sowie unter Berücksichtigung aller in Betracht fallenden Merkmale entgegen den Au sführungen des Beschwerdeführers nicht zu beanstandet ist. Insbesondere verkennt er, dass gesun dheitliche Einschränkungen, welche bereits im medizinischen Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt wurden, nicht ein weiteres Mal über die Anwendung eines leidensbedingten Abzugs beachtet werden können. Dem Beschwerdefüh- rer ist es aufgrund seiner durch den Unfall am 20. Juli 2002 verursachten Restbeschwerden am Sprunggelenk noch möglich, eine wechselbelastende Verw eistätigkeit zu verrichten, die er mehrheitlich sitzend, bei Bedarf aber auch wechselbelas tend ausüben kann. Damit wurden sei- ne Beschwerden bereits in der attestierten Arbeitsfähi gkeit und dem Anforderungsniveau 4 der LSE beachtet. Weiter rechtfertigen auch die Kriterien Lebensalter, Dienstjahre und Nationali- tät/Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad keinen Abzug vom Tabellenlohn. 5.9 Setzt man im Einkommensvergleich das Invalideneinko mmen von Fr. 61'164.-- dem Valideneinkommen von Fr. 71'660.-- (vgl. oben E. 4.2) gegenüber, so resultiert daraus eine Er- werbseinbusse von Fr. 10'496.--, was für den Erwerbsberei ch einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 15 % ergibt. 6. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die angefochtene Verfügung der Beschwer- degegnerin im Ergebnis nicht zu beanstanden ist. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 7. Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige- rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs gericht kostenpflichtig. Die Verfah- renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des Gesetzes üb er die Verfassungs- und Verwal- tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten, die praxisgemäss auf Fr. 8 00.-- festgesetzt werden, ihm aufzu- erlegen sind. Bei diesem Verfahrensausgang besteht ke in Anspruch auf eine Parteientschädi- gung (Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG e contrario). Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- w erden dem Be- schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. Vermerk eines allfälligen Weiterzugs http://www.bl.ch/kantonsgericht