<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">6B_452/2007 /bri </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 5. Oktober 2007 </div> <div class="para">Strafrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Schneider, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Wiprächtiger, Mathys, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Arquint Hill. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau, Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Gefährdung des Lebens usw., </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde in Strafsachen gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, vom 14. Juni 2007. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Das Obergericht des Kantons Aargau verurteilte X.________ am 14. Juni 2007 wegen Gefährdung des Lebens im Sinne von <span class="artref">Art. 129 StGB</span> (Anklage vom 3. Mai 2005), mehrfacher Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von <span class="artref">Art. 285 Ziff. 1 StGB</span> (Zusatzanklage vom 2. Februar und 10. April 2006), Hinderung einer Amtshandlung im Sinne von <span class="artref">Art. 286 StGB</span> (Anklage vom 3. Mai 2005), Tätlichkeit im Sinne von <span class="artref">Art. 126 Abs. 1 StGB</span> (Anklage vom 3. Mai 2005) sowie wegen diverser Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz (Zusatzanklage vom 20. April 2006). Von weiteren Anklagepunkten sprach es ihn hingegen frei. Das Obergericht bestrafte X.________ mit einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 11 Monaten und einer Busse von Fr. 300.--. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">X.________ erhebt Beschwerde an das Bundesgericht und beantragt, er sei in allen Punkten der Anklage freizusprechen. Überdies verlangt er die Beigabe eines unentgeltlichen Rechtsvertreters. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht Willkür bei der Beweiswürdigung bzw. Sachverhaltsfeststellung vor. Die Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz kann jedoch nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Verletzung von schweizerischem Recht im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> beruht (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>). Der Begriff "offensichtlich unrichtig" ist gleichzusetzen mit "willkürlich" im Sinne von <span class="artref">Art. 9 BV</span> (Botschaft des Bundesrates vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4338). Für die Rüge der offensichtlich unrichtigen, d.h. willkürlichen Feststellung des Sachverhalts gilt <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>. Danach prüft das Bundesgericht die Verletzung von Grundrechten nur insofern, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Was der Beschwerdeführer gegen den angefochtenen Entscheid vorbringt, überzeugt nicht. Soweit seine Ausführungen überhaupt zur Sache gehören, stellt er der vorinstanzlichen Beweiswürdigung bzw. Sachverhaltsfeststellung lediglich seine eigene, abweichende Sicht der Dinge gegenüber. Zum Beispiel bestreitet er hinsichtlich der Verurteilung wegen Gefährdung des Lebens, mit seinem Auto auf den Polizisten A.________ zugefahren zu sein und diesen touchiert zu haben (angefochtenes Urteil, S. 18; Beschwerde, S. 3) und behauptet einfach, die Aussagen des Polizisten und des Zeugen B.________ seien erfunden (angefochtenes Urteil, S. 19; Beschwerde. S. 3 Rückseite). Die blosse Darlegung der eigenen Sichtweise des Geschehens ist jedoch nicht geeignet, Willkür darzutun. Denn für die Begründung von Willkür genügt es praxisgemäss nicht, dass das angefochtene Urteil mit der Darstellung des Beschwerdeführers nicht übereinstimmt oder eine andere Lösung oder Würdigung vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=19&amp;from_date=22.09.2007&amp;to_date=11.10.2007&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-I-54%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page54">BGE 127 I 54</a> E. 2b mit Hinweisen). Da der Beschwerdeführer mithin nicht aufzeigt, dass und inwiefern die Sachverhaltsfeststellungen durch die Vorinstanz offensichtlich unrichtig sein könnten, und solches in Anbetracht ihrer ausgewogenen und umfassenden Beweiswürdigung auch nicht ersichtlich ist, muss die Beschwerde abgewiesen werden, soweit darauf überhaupt einzutreten ist. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/64/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/64/1" type="start"></artref>Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/64/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>) kann nicht stattgegeben werden. Zwar ist die Mittellosigkeit des Beschwerdeführers erstellt. Seine Rechtsbegehren erschienen aber von vornherein aussichtslos. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist mit einer herabgesetzten Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (<span class="artref">Art. 65 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span>: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung wird abgewiesen. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau und dem Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 5. Oktober 2007 </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>