<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA 3] </div> <div class="para">4P.300/1999/rnd </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i> I. Z I V I L A B T E I L U N G</i> </div> <div class="para"> ******************************* </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>27. März 2000 </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wirken mit: Bundesrichterin und Bundesrichter Walter, </div> <div class="para">Präsident, Rottenberg Liatowitsch, Nyffeler und Gerichts- </div> <div class="para">schreiber Herren. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">--------- </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Andreas G e n t i n e t t a</u>, Belalpstrasse 8, 3900 Brig, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, vertreten durch Advokat Dr. Fritz </div> <div class="para">Anthamatten, Furkastrasse 32, Postfach 22, 3900 Brig, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. <u>Roland S c h n y d r i g</u>, 3903 Mund, Beschwerdegegner, </div> <div class="para"> vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hans-Peter Jaeger, </div> <div class="para"> Terbinerstrasse 3, Postfach 249, 3930 Visp, </div> <div class="para">2. <u>Hans A l b r e c h t</u>, Schulhausstrasse 18, 3900 Brig, </div> <div class="para"> Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwältin Viola </div> <div class="para"> Amherd, Furkastrasse 25, 3900 Brig, </div> <div class="para"> <u>Kantonsgericht W a l l i s</u>, Zivilgerichtshof I, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">betreffend </div> <div class="para"><span class="artref">Art. 4 aBV</span> </div> <div class="para"> (Zivilprozess; willkürliche Beweiswürdigung), </div> <div class="para">hat sich ergeben: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>A.- </u> </div> <div class="para">Andreas Gentinetta und Martin Andereggen vereinbar- </div> <div class="para">ten am 16. November 1990, gemeinsam unter der Bezeichnung </div> <div class="para">"Konsortium MERIKA BRIGERBAD" in der Gemeinde Brig eine </div> <div class="para">Überbauung mit mehreren Häusern zu realisieren. Andereggen, </div> <div class="para">Inhaber eines Architekturbüros, übernahm dabei Planung und </div> <div class="para">Bauleitung des Projektes. Mit Werkvertrag vom 30. Oktober </div> <div class="para">1991 übertrug das Konsortium Roland Schnydrig die Erstellung </div> <div class="para">der sanitären Installationen der Wohnsiedlung Merika. </div> <div class="para">Schnydrig hatte unter anderem PE-Kanalisationsrohre zu lie- </div> <div class="para">fern und in die Bodenplatten der Häuser A und B zu verlegen. </div> <div class="para">Die Installationspläne und die Offertunterlagen für die Sa- </div> <div class="para">nitärinstallationen waren vom Sanitäringenieur Hans Albrecht </div> <div class="para">erarbeitet worden. Auf dessen Plänen ist der Vermerk "Gefäl- </div> <div class="para">le 1%" doppelt unterstrichen angebracht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Verlegung der Rohre in den Bodenplatten der </div> <div class="para">beiden Häuser erfolgte zwischen dem 9. und dem 16. April </div> <div class="para">1991. Am 15. April 1991 verfasste Roland Schnydrig ein Bau- </div> <div class="para">stellenprotokoll, in dem er darauf hinwies, dass die Leitun- </div> <div class="para">gen nicht die Normalgefälle aufwiesen, und liess es von Mar- </div> <div class="para">tin Andereggen als bauleitenden Architekten und Vertreter </div> <div class="para">der Bauherrschaft unterzeichnen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Noch vor Fertigstellung der Überbauung wurde das </div> <div class="para">Konsortium MERIKA BRIGERBAD aufgelöst. Andreas Gentinetta </div> <div class="para">übernahm mit Vereinbarung vom 25. Juni 1992 sämtliche Akti- </div> <div class="para">ven und Passiven der Überbauung Merika und verblieb als al- </div> <div class="para">leiniger Bauherr. In der Folge zeigte sich, dass die Kana- </div> <div class="para">lisation im Haus A nicht funktionierte und dauernd Verstop- </div> <div class="para">fungen aufwies. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>B.- </u> </div> <div class="para">Am 30. Juni 1995 stellte Andreas Gentinetta beim </div> <div class="para">Bezirksgericht Brig gegen Roland Schnydrig und Hans Albrecht </div> <div class="para">ein Gesuch um Anordnung einer vorsorglichen Beweisexpertise. </div> <div class="para">Im Einverständnis der beteiligten Parteien holte das Gericht </div> <div class="para">beim Experten Otto Stoffel ein Gutachten über die bestehen- </div> <div class="para">den Mängel, deren Ursachen und allfällige Sanierungsmöglich- </div> <div class="para">keiten ein. Am 16. September 1996 reichte Andreas Gentinetta </div> <div class="para">beim Bezirksgericht Brig zwei getrennte, in Bezug auf die </div> <div class="para">Tatsachenbehauptungen und Belege gleichlautende Forderungs- </div> <div class="para">klagen gegen Roland Schnydrig einerseits und Hans Albrecht </div> <div class="para">anderseits ein. Nach Abschluss des Beweisverfahrens ent- </div> <div class="para">schied das zuständige Kantonsgericht, die beiden Klagen von </div> <div class="para">Amtes wegen zu verbinden. In der Schlussverhandlung bean- </div> <div class="para">tragte der Kläger im Verfahren C1 99/1, Roland Schnydrig sei </div> <div class="para">zu verpflichten, die vom Experten vorgeschlagene Sanierung </div> <div class="para">der Abwasserleitung binnen drei Monaten nach Rechtskraft des </div> <div class="para">Urteils vorzunehmen; im Unterlassungsfalle sei der Kläger </div> <div class="para">vom Gericht zur Ersatzvornahme zu ermächtigen. Im Verfahren </div> <div class="para">C1 99/2 lautete das Begehren, Hans Albrecht sei zur Bezah- </div> <div class="para">lung von Schadenersatz in der Höhe von Fr. 42'479.80 für die </div> <div class="para">Sanierung der Kanalisationsleitung zu verpflichten. Von bei- </div> <div class="para">den Beklagten verlangte der Kläger Ersatz der Kosten für die </div> <div class="para">provisorische Beweisaufnahme von Fr. 2'686.25 nebst Zins zu </div> <div class="para">5% ab dem 6. Februar 1997, für den provisorischen Schacht in </div> <div class="para">der Waschküche von Fr. 1'007.20 nebst Zins zu 5% ab dem </div> <div class="para">25. März 1997 sowie für zahlreiche Kanalisationsreinigungen </div> <div class="para">in der Höhe von insgesamt Fr. 2'523.60 nebst Zins zu 5% seit </div> <div class="para">den jeweiligen Verfalldaten. Im Eventualbegehren beantragte </div> <div class="para">er schliesslich, Roland Schnydrig bzw. Hans Albrecht seien </div> <div class="para">zum Ersatz der Gerichts- und Verfahrenskosten zu verpflich- </div> <div class="para">ten, die dem Kläger im Verfahren gegen den jeweils anderen </div> <div class="para">Beklagten allenfalls auferlegt werden sollten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Das Kantonsgericht wies die beiden Klagen mit Ur- </div> <div class="para">teil vom 13. Oktober 1999 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>C.- </u> </div> <div class="para">Andreas Gentinetta hat gegen das Urteil des Kan- </div> <div class="para">tonsgerichts sowohl Berufung als auch staatsrechtliche Be- </div> <div class="para">schwerde eingereicht. Mit Letzterer beantragt er, das ange- </div> <div class="para">fochtene Urteil aufzuheben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Die Beschwerdegegner schliessen auf Abweisung der </div> <div class="para">Beschwerde. Das Kantonsgericht hat auf Vernehmlassung ver- </div> <div class="para">zichtet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>1.- </u> </div> <div class="para">Das Kantonsgericht kam im angefochtenen Urteil ge- </div> <div class="para">stützt auf das Expertengutachten zum Schluss, Ursache für </div> <div class="para">die mangelhafte Funktionsweise der Kanalisation in Haus A </div> <div class="para">sei ein zu geringes Gefälle der Leitungen. Nach den Plänen </div> <div class="para">des Ingenieurs sollte die Kanalisation in den Bodenplatten </div> <div class="para">der beiden Häuser verlegt und dabei ein Gefälle von 1% ein- </div> <div class="para">gehalten werden. Damit wären zwar die Empfehlungen der </div> <div class="para">Schweizer Norm SN 592000 ("Planung und Erstellung von Anla- </div> <div class="para">gen für Liegenschaftsentwässerung") unterschritten worden, </div> <div class="para">das einwandfreie Funktionieren der Kanalisation wäre aber </div> <div class="para">gleichwohl gewährleistet gewesen. Indes sei in Haus A ein </div> <div class="para">Gefälle von 1% von vornherein nicht erzielbar gewesen, da </div> <div class="para">auf die Länge der Bodenplatte von insgesamt 40 Metern kein </div> <div class="para">ausreichender Niveauunterschied zur Verfügung stand. Die </div> <div class="para">Pläne des Ingenieurs erwiesen sich insofern als mangelhaft, </div> <div class="para">denn sie hätten eine Anweisung enthalten, die nicht einzu- </div> <div class="para">halten war. Der Installateur habe dieses Problem erkannt und </div> <div class="para">den bevollmächtigten Architekten zunächst mündlich und an- </div> <div class="para">schliessend schriftlich abgemahnt, indem er ihn das Baustel- </div> <div class="para">lenprotokoll vom 15. April 1991 habe unterzeichnen lassen. </div> <div class="para">Da die Bauherrschaft ungeachtet der Bedenken des Installa- </div> <div class="para">teurs an der geplanten Ausführung festgehalten habe, habe </div> <div class="para">sie den Mangel letztlich selbst verschuldet. Der Fehler des </div> <div class="para">Ingenieurs, die Kanalisationsleitung im Haus A in die Boden- </div> <div class="para">platte zu verlegen, sei damit nicht kausal für den eingetre- </div> <div class="para">tenen Schaden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>2.- </u> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer wirft dem Kantonsgericht vor, </div> <div class="para">den Sachverhalt in mehreren Punkten willkürlich festgestellt </div> <div class="para">zu haben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> a) Nach ständiger Rechtsprechung liegt Willkür </div> <div class="para">nicht schon dann vor, wenn eine andere als die vom kantona- </div> <div class="para">len Gericht gewählte Lösung ebenfalls vertretbar scheint </div> <div class="para">oder gar vorzuziehen wäre. Willkürlich ist ein Entscheid </div> <div class="para">vielmehr erst, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, insbe- </div> <div class="para">sondere mit der tatsächlichen Situation in klarem Wider- </div> <div class="para">spruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechts- </div> <div class="para">grundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Ge- </div> <div class="para">rechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-III-130%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page130">BGE 122 III 130</a> E. 2a </div> <div class="para">S. 131<span class="artref">; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-I-61%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page61">122 I 61</a></span> E. 3a S. 66 f., je mit Hinweisen). Geht es </div> <div class="para">um Beweiswürdigung, ist überdies zu beachten, dass dem Sach- </div> <div class="para">gericht darin nach konstanter Praxis ein weiter Ermessens- </div> <div class="para">spielraum zukommt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F120-IA-31%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page31">BGE 120 Ia 31</a> E. 4b S. 40). Das Bundes- </div> <div class="para">gericht greift nur ein, wenn das kantonale Gericht sein Er- </div> <div class="para">messen missbraucht hat, namentlich zu völlig unhaltbaren </div> <div class="para">Schlüssen gelangt ist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F101-IA-298%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page298">BGE 101 Ia 298</a> E. 5 S. 306; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F98-IA-140%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page140">98 Ia 140</a> </div> <div class="para">E. 3a S. 142, mit Hinweisen) oder erhebliche Beweise überse- </div> <div class="para">hen oder willkürlich nicht berücksichtigt hat (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-IA-28%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page28">BGE 118 Ia 28</a> </div> <div class="para">E. 1b S. 30; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F112-IA-369%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page369">112 Ia 369</a> E. 3 S. 371; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F100-IA-119%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page119">100 Ia 119</a> E. 127). Da- </div> <div class="para">bei rechtfertigt sich die Aufhebung eines Entscheides nur, </div> <div class="para">wenn er nicht nur in einzelnen Punkten der Begründung, son- </div> <div class="para">dern auch im Ergebnis willkürlich ist, wenn also als will- </div> <div class="para">kürlich gerügte Feststellungen rechtserhebliche Tatsachen </div> <div class="para">betreffen und sich auf den Entscheid ausgewirkt haben (BGE </div> <div class="para">122 I 61 E. 3a S. 67; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-III-130%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page130">122 III 130</a> E. 2a S. 131; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-IA-135%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page135">117 Ia 135</a> </div> <div class="para">E. 2c S. 139, je mit Hinweisen). </div> <div class="para"> b) Der Beschwerdeführer rügt zunächst, das Kantons- </div> <div class="para">gericht habe ausser Acht gelassen, dass die mangelhafte Ka- </div> <div class="para">nalisation nach den Feststellungen des Experten nicht nur </div> <div class="para">ein viel zu geringes Gefälle, sondern teilweise sogar Gegen- </div> <div class="para">steigungen, sogenannte "Säcke" aufweise. Diese Rüge ist un- </div> <div class="para">begründet. Das Kantonsgericht hat festgehalten, für das Ver- </div> <div class="para">legen einer Leitung von 40 Metern Länge habe ein Gefälle von </div> <div class="para">bloss 350 mm zur Verfügung gestanden, was für ein einwand- </div> <div class="para">freies Funktionieren der Kanalisation nicht ausreichend sei. </div> <div class="para">Zwar hat es dabei übersehen, dass das vorhandene Gefälle </div> <div class="para">nach den Feststellungen des Experten sogar bloss 123 mm be- </div> <div class="para">trug. Dies ändert aber nichts daran, dass das Kantonsgericht </div> <div class="para">den Befund des Gutachters - ein von vornherein unzureichen- </div> <div class="para">des Gefälle - im Ergebnis richtig zusammengefasst hat. Weder </div> <div class="para">lässt sich dem Gutachten entnehmen, noch macht der Beschwer- </div> <div class="para">deführer geltend, das in Haus A bestenfalls erzielbare Ge- </div> <div class="para">fälle hätte ohne Gegensteigungen für ein Funktionieren der </div> <div class="para">Kanalisation ausgereicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> c) Als willkürlich rügt der Beschwerdeführer sodann </div> <div class="para">die Feststellung des Kantonsgerichts, die Schweizer Norm SN </div> <div class="para">592000 ("Planung und Erstellung von Anlagen für Liegen- </div> <div class="para">schaftsentwässerung") sehe ein Mindestgefälle von 1,5% vor. </div> <div class="para">Weise eine Leitung - wie im vorliegenden Fall - einen Rohr- </div> <div class="para">durchmesser von weniger als 200 mm auf, empfehle die Norm </div> <div class="para">vielmehr ein Gefälle von mindestens 2%. Davon sei im Übrigen </div> <div class="para">auch der Experte ausgegangen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Es trifft zwar zu, dass das Kantonsgericht im ange- </div> <div class="para">fochtenen Urteil festhielt, die einschlägige Norm empfehle </div> <div class="para">für Kanalisationen im Innern von Gebäuden ein Gefälle von </div> <div class="para">1,5% bis 5%, und dabei offenbar übersehen hat, dass der </div> <div class="para">Rohrdurchmesser der in Frage stehenden Leitungen weniger als </div> <div class="para">200 mm beträgt. Dieses Versehen hatte auf den Ausgang des </div> <div class="para">Verfahrens indessen keinen Einfluss: Der Mangel der Kanali- </div> <div class="para">sation in Haus A besteht nach den insofern unangefochtenen </div> <div class="para">Feststellungen des Kantonsgerichts nicht darin, dass das vom </div> <div class="para">Ingenieur eingeplante Gefälle von den Empfehlungen der Norm </div> <div class="para">abgewichen wäre, sondern dass die Planvorgaben aufgrund der </div> <div class="para">gegebenen Verhältnisse nicht eingehalten werden konnten. </div> <div class="para">Ausdrücklich hat das Sachgericht festgestellt, die Funk- </div> <div class="para">tionstüchtigkeit der Kanalisation wäre bei einem Gefälle von </div> <div class="para">1% gewährleistet gewesen. Es ist daher unwesentlich, ob die </div> <div class="para">Norm ein Mindestgefälle von 1,5% oder 2% empfiehlt. Der </div> <div class="para">Willkürvorwurf erweist sich somit als unbegründet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> d) Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, die </div> <div class="para">Feststellung des Kantonsgerichts, wonach zwischen dem Be- </div> <div class="para">schwerdegegner 1 und der Bauherrschaft vor Abfassung des </div> <div class="para">Baustellenprotokolls eine hitzige Diskussion über die Gefäl- </div> <div class="para">leproblematik stattgefunden habe, die vom bauleitenden Ar- </div> <div class="para">chitekten nicht in Abrede gestellt werde, stehe mit der tat- </div> <div class="para">sächlichen Situation in klarem Widerspruch. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> Das Kantonsgericht hat im angefochtenen Urteil </div> <div class="para">festgestellt, nach seinen eigenen Aussagen habe der Be- </div> <div class="para">schwerdegegner 1 dem bauleitenden Architekten und damaligen </div> <div class="para">Mitglied des Baukonsortiums das Problem mit dem ungenügenden </div> <div class="para">Leitungsgefälle mitgeteilt, worauf eine "hitzige Diskussion" </div> <div class="para">stattgefunden habe. Diese Aussage erscheine durchaus glaub- </div> <div class="para">würdig, zumal die Diskussion vom bauleitenden Architekten </div> <div class="para">nicht in Abrede gestellt werde. Aus dem Einvernahmeprotokoll </div> <div class="para">geht nun zwar tatsächlich hervor, dass der Beschwerdegegner </div> <div class="para">1 nicht mit dem bauleitenden Architekten, sondern mit dem </div> <div class="para">Bauführer eine hitzige Diskussion geführt hatte. Entschei- </div> <div class="para">dend ist indessen, dass der bauleitende Architekt während </div> <div class="para">der Befragung auf einen entsprechenden Vorhalt des Rechts- </div> <div class="para">vertreters des Beschwerdeführers nicht bestritten hatte, vom </div> <div class="para">Beschwerdegegner 1 über das ungenügende Gefälle der Abwas- </div> <div class="para">serleitung orientiert worden zu sein. Diese Feststellung des </div> <div class="para">Kantonsgerichts steht im Einklang mit dem Einvernahmeproto- </div> <div class="para">koll und ist somit nicht willkürlich. </div> <div class="para"> e) Der Beschwerdeführer beanstandet schliesslich, </div> <div class="para">aus dem Sachverhalt des angefochtenen Urteils gehe nicht </div> <div class="para">hervor, dass der Beschwerdegegner 2 die Bauherrschaft nicht </div> <div class="para">abgemahnt habe. Zudem stehe die Feststellung des Kantonsge- </div> <div class="para">richts, der Ingenieur habe nur für Haus B, nicht aber für </div> <div class="para">Haus A die Empfehlung ausgesprochen, die Kanalisation in die </div> <div class="para">Bodenplatte einzulegen, mit den Akten in Widerspruch. Inwie- </div> <div class="para">fern diese als willkürlich gerügten Feststellungen aller- </div> <div class="para">dings rechtserhebliche Tatsachen betreffen und sich auf den </div> <div class="para">angefochtenen Entscheid ausgewirkt haben sollen, legt der </div> <div class="para">Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. </div> <div class="para">Das Kantonsgericht ist davon ausgegangen, der Beschwerdegeg- </div> <div class="para">ner 1 habe die Bauherrschaft darüber in Kenntnis gesetzt, </div> <div class="para">dass bei einer Verlegung der Kanalisation in der Bodenplatte </div> <div class="para">kein ausreichendes Gefälle erzielt werden könne. Erweist </div> <div class="para">sich diese Mitteilung als rechtsgenügliche Abmahnung im Sin- </div> <div class="para">ne von <span class="artref">Art. 369 OR</span> - was als Rechtsfrage im Rahmen der Beru- </div> <div class="para">fung zu prüfen sein wird -, ist ohne Belang, ob auch der In- </div> <div class="para">genieur die Bauherrschaft abgemahnt hat oder ob er ihr zuvor </div> <div class="para">geraten hatte, die Kanalisation in der Bodenplatte zu verle- </div> <div class="para">gen. Ausschlaggebend ist vielmehr, dass die Bauherrschaft </div> <div class="para">nach den Feststellungen des Kantonsgerichts in Kenntnis der </div> <div class="para">Tatsache, dass die in den Plänen des Ingenieurs vorgesehene </div> <div class="para">Konstruktionsweise ein ungenügendes Gefälle zur Folge haben </div> <div class="para">werde, dennoch an einer Verlegung in der Bodenplatte festge- </div> <div class="para">halten hat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>3.- </u> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten ist die staatsrechtliche Be- </div> <div class="para">schwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei die- </div> <div class="para">sem Verfahrensausgang wird der Beklagte kosten- und entschä- </div> <div class="para">digungspflichtig (<span class="artref">Art. 156 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/159/2" type="start"></artref>Art. 159 Abs. 2 OG</span><artref id="CH/173.110/156/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Demnach erkennt das Bundesgericht: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>1.- </u> </div> <div class="para">Die staatsrechtliche Beschwerde wird abgewiesen, </div> <div class="para">soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>2.- </u> </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'500.-- wird dem Be- </div> <div class="para">schwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>3.- </u> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegner für </div> <div class="para">das bundesgerichtliche Verfahren mit je Fr. 4'000.-- zu ent- </div> <div class="para">schädigen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>4.- </u> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsge- </div> <div class="para">richt Wallis, Zivilgerichtshof I, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">_____________ </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 27. März 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. Zivilabteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS </div> <div class="para">Der Präsident: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>