B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-794/2021 U r t e i l v o m 4. M ä r z 2 0 2 1 Besetzung Einzelrichter Simon Thurnheer, mit Zustimmung von Richterin Jeannine Scherrer-Bänziger; Gerichtsschreiberin Bettina Hofmann. Parteien A._______, geboren am (…), Syrien, vertreten durch lic. iur. Michael Steiner, Rechtsanwalt, Beschwerdeführer, gegen Staatssekretariat für Migration (SEM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl (ohne Wegweisungsvollzug); Verfügung des SEM vom 22. Januar 2021 / N (…). D-794/2021 Seite 2 Sachverhalt: A. Der minderjährige Beschwerdeführer suchte am 16. November 2020 in der Schweiz um Asyl nach und wurde in der Folge dem Bundesasylzentrum (BAZ) der Region B._______ zugewiesen, wo er am 23. November 2020 die ihm zugewiesene Rechtsvertretung bevollmächtigte. B. B.a Am 7. Dezember 2020 fand die Erstbefragung für unbegleitete minder- jährige Asylsuchende (EB UMA) und am 14. Dezember 2020 die Anhörung (nach Art. 29 AsylG [SR 142.31]) statt. B.b In Bezug auf seinen persönlichen Hintergrund und zu seinen Gesuchs- gründen brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, er sei syri- scher Staatsangehöriger kurdischer Ethnie und stamme aus der Stadt C._______ (arabisch; kurdisch: D._______) in der Provinz E._______, wo er bis zu seiner Ausreise bei seinen Eltern und zusammen mit (…) Ge- schwistern gelebt habe. Syrien habe er in erster Linie wegen des drohen- den Einzugs in den obligatorischen Militärdienst der syrischen Regierung verlassen. In F._______ (Provinz E._______) habe er in einer nationalen Fussballmannschaft namens «(…)» gespielt und sei im Rahmen dieser Tä- tigkeit zwecks Trainings, Spielen s und Informationsveranstaltungen nach F._______ oder in andere Regionen Syriens gereist. Auf diesen Reisen sei er seitens Angehöriger der syrischen Behörden von August bis September 2020 insgesamt dreimal bei Check-Points aufgrund seiner Grösse und sei- nes erwachsenen Aussehens aus dem Bus genommen und zum Kontroll- posten gebracht worden. Dabei sei er einmal geschlagen worden, als er sich geweigert habe, den Bus zu verlassen. Auf den Kontrollposten habe man jeweils seine Personalien aufgenommen und ihm immerzu vorgehal- ten, bereits volljährig zu sein und einen gefälschten Ausweis auf sich zu tragen; einmal habe man ihm bereits di e Ausrüstung für den Militärdienst gezeigt. Sein (Verwandter) habe die Beamten auf den Kontrollposten jedes Mal bestechen müssen, damit sie ihn hätten gehen lassen. Aus Angst, dass er irge ndwann tatsächlich eingezogen wü rde, habe sein (Verwandter) schliesslich seine Ausreise organisiert. Dies insbesondere vor dem Hinter- grund, dass ein Fussballkollege von ihm als Minderjähriger in den Militär- dienst eingezogen worden und dort verstorben sei. Darüber hinaus sei die allgemeine Lage in Syrien derzeit schwierig u nd instabil. In seinem Dorf hätten türkische und russische Truppen patrouilliert, welche er einmal mit Steinen beworfen habe. Aus den obgenannten Gründen habe er Syrien im D-794/2021 Seite 3 September 2020 – unbegleitet, aber mit der Hilfe eines Schleppers – auf dem Landweg verlassen. B.c Zum Nachweis seiner Identität reichte er seine syrische Identitätskarte (im Original), seinen syrischen Pass und das Familienbüchlein (jeweils in Kopie) zu den Akten. C. Am 15. Dezember 2020 wurde der Beschwerdeführer dem erweiterten Ver- fahren zugewiesen. D. Mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 22. Januar 2021 stellte das SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte sein Asylgesuch ab und wies ihn aus der Schweiz weg. Den Vollzug der Wegweisung erachtete es jedoch als unzumutbar, weshalb es die vor- läufige Aufnahme anordnete. E. Am 28. Januar 2021 teilte die zugewiesene Rechtsvertretung dem SEM die Beendigung des Mandatsverhältnisses mit. F. Mit Eingabe vom 22. Februar 2021 (Datum des Poststempels) erhob der Beschwerdeführer – handelnd durch seinen am 3. Februar 2021 neu man- datierten Rechtsvertreter – gegen diesen Entscheid beim Bundesverwal- tungsgericht Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache dem SEM zur vollständigen und richtigen Ab- klärung und Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und zur Neu- beurteilung zurückzuweisen. Eventualiter sei seine Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihm Asyl zu gewähren. Subeventualiter sei er als Flücht- ling anzuerkennen. In verf ahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Ge- währung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive Verzicht auf die Er- hebung eines Kostenvorschusses. Der Beschwerde beigelegt war – nebst einer Kopie der angefochtenen Ver- fügung und einer Fürsorgeabhängigkeitsbestätigung vom 9. Februar 2021 – eine Kopie eines Ausweises in arabischer Sprache (gemäss eigenen An- gaben: sein Fussballvereins-Ausweis). D-794/2021 Seite 4 G. Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 23. Februar 2021 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG). H. Mit Schreiben vom 23. Februar 2021 bestätigte das Bundesverwaltungs- gericht den Eingang der Beschwerde. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwer- den gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsad- ressat zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 2. 2.1 Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden die Frage nach der Flüchtlingseigenschaft, der Asylpunkt sowie die Wegweisung. Der W eg- weisungsvollzug ist nicht zu prüfen, nachdem die Vorinstanz den Be- schwerdeführer in der Schweiz vorläufig aufgenommen hat. 2.2 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü- gen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG. 3. Die vorliegende Beschwerde erweist sich – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensichtlich unbegründet und ist im Verfahren einzelrichterlicher Zu- ständigkeit mit Zustimmung einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Weiterungen und mit summarisch er Begründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 4. 4.1 In der Beschwerde werden formelle Rügen erhoben, welche vorab zu beurteilen sind, da sie gegebenenfalls geeignet sind, eine Kassation der vorinstanzlichen Verfügung zu bewirken. Der Beschwerdeführ er wirft der Vorinstanz eine Verletzung der Begründungspflicht (respektive allgemein D-794/2021 Seite 5 des Anspruchs auf rechtliches Gehör), eine unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie eine Verletzung des Willkürverbots vor. 4.2 Gemäss Art. 29 VwVG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör, welcher als Mitwirkungsrecht alle Befugnisse umfasst, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3; BVGE 2009/35 E. 6.4.1 m.w.H.). Mit dem Gehörsanspruch korreliert die Pflicht der Behörden, die Vorbringen tatsächlich zu hören, ernsthaft zu prüfen und in ihrer Entscheidfindung angemessen zu berücksichtigen. Nicht erforderlich ist, dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich aus- einandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt (vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2). Die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts in Verletzung der behördlichen Untersuchungspflicht bildet einen Beschwerdegrund (Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG). Unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung dann, wenn der Verfügung ein falscher und ak- tenwidriger oder nicht w eiter belegbarer Sachverhalt zugrunde gelegt wurde. Unvollständig ist sie, wenn die Behörde trotz Untersuchungsma- xime den Sachverhalt nicht von Amtes wegen abgeklärt oder nicht alle für die Entscheidung wesentlichen Sachumstände berücksichtigt hat (vgl. dazu CHRISTOPH AUER/ANJA MARTINA BINDER, in: Kommentar zum Bundes- gesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2. Aufl. 2019, Art. 12 N 16). 4.3 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe es unterlassen, den Beizug der Dossiers seiner in der Schweiz lebenden Verwandten (N […], N […], N […], N […], N […]) mit einer Aktennotiz aktenkundig zu machen. Auch aus der angefochtenen Verfügung gehe nicht hervor, dass die Vo- rinstanz diese Dossiers beigezogen und eingehend gewürdigt habe. Es sei daher offensichtlich, dass die Vorinstanz den Anspruch auf rechtliches Ge- hör verletzt und den Sachverhalt unzureichend abgeklärt und festgestellt habe (vgl. Beschwerde S. 3 ff.). Zwar wäre eine Aktennotiz zum Beizug dieser Dossiers zu begrüssen; die Vorinstanz hat aber den Beizug in der angefochtenen Verfügung sowohl im Sachverhalt aufgeführt (vgl. Verfügung des SEM vom 22. Januar 2021, Ziff. I/4.), als auch deren Inhalt in den Erwägungen gewürdigt (vgl. a.a.O., Ziff. II/2.). Vor dem Hintergrund, dass der Beschwerdeführer im vorinstanz-D-794/2021 Seite 6 lichen Verfahren keine begründete Furcht wegen seiner Familienangehöri- gen geltend gemacht hat, war die Vorinstanz auch nicht gehalten, in der angefochtenen Verfügung vertiefte Ausführungen zu den Verwandten zu machen. Alleine der Umstand, dass der Besch werdeführer mit den Schlussfolgerungen der Vorinstanz nicht einverstanden ist, stellt weder eine Verletzung der Begründungspflicht (respektive des Anspruchs auf rechtliches Gehör) noch eine Verletzung der Pflicht zur vollständigen und richtigen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts dar, sondern be- schlägt vielmehr die Frage der materiellen Würdigung. 4.4 Weiter moniert der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe trotz Zuwei- sung in das erweiterte Verfahren keine weiteren Abklärungen vorgenom- men und damit die Abklärungspflicht verletzt (vgl. Beschwerde S. 7 f.). Aus der internen Aktennotiz der Vorinstanz vom 14. Dezember 2020 geht hervor, dass die Zuweisung in das erweiterte Verfahren aufgrund der Bele- gungssituation im BAZ wegen der Covid -19-Pandemie erfol gt sei (vgl. A21). Problematisch ist, dass die Vorinstanz den Zuweisungsentscheid in das erweiterte Verfahren vom 15. Dezember 2020 aber damit begründete, dass das Asylgesuch aufgrund der Aktenlage im derzeitigen Zeitpunkt nicht entschieden werden könne (vgl. A22). Die Vorgehensweise der Vorinstanz ist in dieser Hinsicht nicht transparent, eine Aufhebung der angefochtenen Verfügung fiele allerdings nur dann in Betracht, wenn der Sachverhalt nicht richtig und nicht vollständig abgeklärt worden wäre, weil weitere Abklärun- gen hätten vorgenommen werden müssen, ohne die kein Entscheid über das Asylgesuch hätte gefällt werden können. Den Akten ist allerdings nicht zu entnehmen, dass nach der Anhörung weitere Abklärungen nötig gewe- sen wären. Die Abklärungspflicht ist damit nicht verletzt. 4.5 Im Weiteren rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe anlässlich der Anhörung (vgl. A20 F44) ein wichtiges und entscheidwesentliches Be- weismittel – Videoaufnahme, auf welcher er die russischen und türkischen Patrouillen mit Steinen bewerfe – nicht abgenommen und auch damit die Abklärungspflicht verletzt (vgl. Beschwerde S. 8). Die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers wurde nicht infolge feh- lender Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen, sondern aufgrund deren man- gelnder Asylrelevanz abgelehnt (vgl. Verfügung des SEM vom 22. Januar 2021, Ziff. II). Es ist bei dieser Sachlage nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das obgenannte Beweismittel nicht abgenommen hat, zumal D-794/2021 Seite 7 das Sachverhaltselement nicht bestritten wird. Eine Verletzung der Abklä- rungspflicht ist nicht ersichtlich. 4.6 Sodann verweist der Beschwerdeführer auf das Dokument "Note Sy- ria, Military Service – Draft Evasion, Desertion and Amnesties" von Herrn Kheder Khaddour vom 20. Juni 2019, welches die Vorinstanz in einem ver- gleichbaren Fall (N […]) zitiert habe. Entsprechend sei davon auszugehen, dass diese Notiz auch im vorliegenden Fall eine wesentliche Entscheid- grundlage für die Vorinstanz dargestellt habe. Falls diese Notiz tatsächlich die "Quellenanalyse" der Vorinstanz gebildet habe, müsse sie den rechts- erheblichen Sachverhalt und insbesondere die sich aufgrund der Notiz stel- lenden Fragen weiter abklären und den Fall neu beurteilen (vgl. Be- schwerde S. 15 ff.). Hierzu ist festzuhalten, dass sich die Vorinstanz nicht auf die erwähnte No- tiz beruft, sondern andere Quellen zitiert, die sich zur Lage in Syrien äus- sern (vgl. Verfügung des SEM vom 22. Januar 2021, Ziff. II/1.) . Aus den Akten geht nicht hervor, inwiefern sich der angefochtene Entscheid auf diese Notiz stützen soll. Entsprechend ist darauf nicht weiter einzugehen. 4.7 Schliesslich wird die Rüge der Verletzung des Willkürverbots in der Be- schwerde (vgl. daselbst S. 3) nicht substantiiert. Willkür liegt nicht schon dann vor, wenn eine andere Lösung in Betracht zu ziehen oder sogar vor- zuziehen wäre, sondern nur, wenn ein Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsa tz klar verletzt oder in stossen- der Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft ( vgl. MÜLLER/SCHE- FER, Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl., 2008, S.11; BGE 133 I 149 E. 3.1, m.w.H.). Auch aus den Akten ist nicht ersichtlich, dass un d inwiefern die Erwägungen der Vorinstanz darunter zu subsumieren wären. 4.8 Aufgrund des Gesagten besteht keine Veranlassung, die angefochtene Verfügung aus formellen Gründen aufzuheben und die Sache an die Vor - instanz zurückzuweisen. Das diesbezügliche Rechtsbegehren ist abzuwei- sen. 5. 5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund- sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer D-794/2021 Seite 8 politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be- gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 5.2 Keine Flüchtlinge sind Personen, die wegen Wehrdienstverweigerung oder Desertion ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden, wobei die Einhal- tung des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) vorbehalten bleibt (Art. 3 Abs. 3 AsylG). 5.3 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nach weisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge- geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa- chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 6. 6.1 Die Vorinstanz kommt in der angefochtenen Verfügung zum Schluss, die Vorbringen des Beschwerdeführers hielten den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht stand. Im Einzelnen führt sie aus, dass e ine Wehrdienstverweigerung oder De- sertion die Flüchtlingseigenschaft nicht per se zu begründen vermöge, son- dern nur dann, wenn damit eine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG ein- hergehe, wenn also die betroffene Person aus einem der in Art. 3 AsylG genannten Gründe (Ras se, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen politischer Anschauungen) we- gen der Wehrdienstverweigerung oder Desertion eine Behandlung zu ge- wärtigen habe, die ernsthaften Nachteilen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 AsylG gleichkomme (vgl. BVGE 2015/3 E. 5.9). Laut Länderinformationen zur Si- tuation in Syrien unterstelle das Regime nicht allen Wehrdienstverweige- rern oder Deserteuren eine regierungsfeindliche Haltung, sondern nur sol- chen, die zusätzlich ein politisches Pro fil aufwiesen. Eine Bestrafung der Wehrdienstverweigerung oder Desertion erfolge demnach nur dann aus Gründen im Sinne von Art. 3 AsylG, wenn zusätzliche einzelfallspezifische Risikofaktoren vorlägen. Im Fall des Beschwerdeführers seien keine ein- zelfallspezifischen Risikofaktoren ersichtlich, welche ein politisches Profil D-794/2021 Seite 9 zu begründen vermöchten. Weder er noch die Angehörigen seiner Kernfa- milie seien jemals politisch tätig gewesen oder hätten wegen anderer Gründe Probleme mit den syrischen Behörden gehabt. Ausserdem sei sei- nen Aussagen zu entnehmen, dass er bislang kein eigentliches Militär- dienstaufgebot erhalten habe und auch nie persönlich von den syrischen Behörden diesbezüglich kontaktiert worden sei. Die drei geltend gemach- ten Kontrollen bei den Check -Points aufgrund seines Aussehens wiesen somit einen zufälligen Charakter auf und stellten keine gezielte Aufforde- rung zum Leisten des Militärdienstes dar. Gleichermassen sei auch die Tat- sache, dass er im Rahmen einer Kontrolle einmal geschlagen worden sei, nicht auf eine gezielte asylrelevante Verfolgung seinerseits, sondern auf ein willkürliches Fehlverhalten dieses einen Beamten zurückzuführen. An dieser Einschätzung würden die konsultierten Asylakten seiner in der Schweiz lebenden Verwandten (N […], N […], N […], N […], N […]) nichts zu ändern vermögen, zumal seine Gesuchsvorbringen keinen direkten Konnex zu deren Ausreisegründen aufwiesen und er keine Schwierigkeiten im Zusammenhang mit seinen Familienangehörigen geltend gemacht habe. Auch der Umstand, dass seine (Verwandten) G._______ (N [...]) und H._______ (N […]) am 26. Juli 2012 respektive am 24. Februar 2014 [als Flüchtlinge] vorläufig aufgenommen worden seien und seinem (Verwand- ten) I._______ (N […]) am 11. Dezember 2020 Asyl gewährt worden sei, vermöge obige Erwägungen nicht umzustossen, zumal sie bereits jahre- lang in der Sch weiz lebten und seinen Aussagen keine Hinweise zu ent- nehmen seien, dass ihre Aktivitäten bis anhin zu Problemen für ihn oder seine Kernfamilie geführt hätten. Im Weiteren erwägt die Vorinstanz, dass es sich bei den Vorbringen des Beschwerdeführers ru nd um den syrischen Bürgerkrieg um Nachteile handle, welche auf die allgemeine politische Situation in seinem Heimat- staat zurückzuführen seien und nicht auf der Absicht beruhten, de n Be- schwerdeführer aus einem der in Art. 3 Abs. 1 AsylG erwähnten Gründe zu treffen. Entsprechend stellten diese Vorbringen keine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung dar. 6.2 Dem hält der Beschwerdeführer in der Rechtsmittelschrift im Wesentli- chen das Vorbringen entgegen, bei einer Rückkehr in seinen Heimatstaat einem willkürlichen Verhör und infolge seines politischen Profils asylrele- vanten Massnahmen seitens der syrischen Behörden ausgesetzt zu sein. Aufgrund des Umstandes, dass ihm seitens Angehöriger der syrischen Si- cherheitskräfte mehrmals vorgeworfen worden sei, den Militärdi enst zu D-794/2021 Seite 10 verweigern, sei er diesen bereits bekannt und als Militärdienstverweigerer erfasst. Ausserdem sei er von denselben bereits damals massiv gefoltert worden. Es sei offensichtlich, dass er im Falle einer Rückkehr nach Syrien wegen des Nichtantretens zum Militärdienst respektive der Wehrdienstver- weigerung infolge Flucht ins Ausland – in Kombination mit seiner kurdi- schen Ethnie, seiner als regimefeindlich bekannten Familie und seiner Vor- verfolgung – seitens des syrischen Regimes als Staatsfeind betrachtet und asylrelevant verfolgt würde. Betreffend das Vorgehen der syrischen Behör- den bei der Rekrutierung von jungen Männern sei auf den Bericht des Im- migration and Refugee Board [IRB] of Canada «Syria: Treatment of Re- turnees upon Arrival at Damascus Intern ational Airport and International Land Border Crossing Points” vom 19. Januar 2016 zu verweisen, wonach man bei einer Rückkehr nach Syrien auch ohne Aufgebot, Musterung oder Militärbüchlein ins Visier der syrischen Sicherheitsbehörden gerate. Ferner verweise er auf den Bericht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe «Syrien: Zwangsrekrutierung, Wehrdienstentzug, Desertion» vom 23. März 2017, worin aufgezeigt werde, wie ausserordentlich gross die Gefahr sei, wegen des Militärdienstes beziehungsweise wegen Dienstverweigerung rekrutiert, verhaftet, bestraft, gefoltert oder getötet zu werden. Aufgrund seiner in der Schweiz als Flüchtlinge anerkannten (Verwandten) I._______ ([…]), G._______ (N […]) und H._______ (N […]) drohe ihm zu- sätzlich eine Reflexverfolgung. In der Schweiz habe er zwischenzeitlich bei seinem (Verwandten) I._____ gelebt und dieser sei auch als sein rechtli- cher Vertreter eingesetzt worden, was dem syrischen Geheimdienst nicht verborgen geblieben sein dürfte. So sei dieser auch auf die exilpolitischen Tätigkeiten von G._______ und H._______ aufmerksam geworden. 7. 7.1 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Durchsicht der Akten zum Schluss, dass die Vorinstanz in ihren Erwägungen zutreffend festgehalten hat, die Vorbringen des Beschwerdeführers würden den Anforderungen von Art. 3 AsylG an die flüchtlingsrechtliche Beachtlichkeit nicht genügen. Auf die betreffenden Ausführungen in der angefochtenen Verfügung (vgl. oben E. 6.1) kann mit den nachfolgenden Ergänzungen verwiesen werden. Die Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe und das eingereichte Be- weismittel führen zu keiner anderen Betrachtungsweise. 7.2 Soweit der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe geltend macht, vor seiner Ausreise im Visier der syrischen Behörden gestanden zu haben, ist festzustellen, dass er diesbezüglich zu Protokoll gab, er sei von D-794/2021 Seite 11 Angehörigen der syrischen Behörden von August bis September 2020 ins- gesamt dreimal an Kontrollposten angehalten, auf seine Personendaten kontrolliert und im Rahmen dessen einmal geschl agen worden (vgl. A16 Ziff. 7.01; A20 F13, F20, F24-26, F29-31, F40, F42-43). Die Ausführungen in der Beschwerde, dass er dabei massiv gefoltert worden sei, findet in den Protokollen keine Stütze. Ferner drohten ihm die Angehörigen der syri- schen Behörden k eine konkreten Nachteile an respektive ergriffen sie keine Massnahmen. Die Kontrollen durch jene erreichen demnach die In- tensität ernsthafter Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG nicht. Zudem be- stätigte der Beschwerdeführer selber, dass er abgesehen von diesen drei Vorfällen keine weiteren Probleme mit den syrischen Behörden gehabt habe (vgl. A20 F39 -40). Somit ist nicht davon auszugehen, dass der Be- schwerdeführer vor seiner Ausreise das Missfallen der syrischen Behörden auf sich gezogen hätte. 7.3 Was das allfällige Bestehen einer Reflexverfolgung durch die syrischen Behörden wegen der Verwandtschaft des Beschwerdeführers zu den ob- genannten (Verwandten) I._______ (N […]), G._______ (N […]) und H._______ (N […]) betrifft, ist Folgendes festzuhalten: 7.3.1 Unter Reflexverfolgung sind behördliche Belästigungen oder Behelli- gungen von Angehörigen aufgrund des Umstandes zu verstehen, dass die Behörden einer gesuchten, politisch unbequemen Person nicht habhaft werden oder schlechthin von deren politischen Exponiertheit auf eine sol- che auch bei Angehörigen schliessen. Der Zweck einer solchen Reflexver- folgung kann insbesondere darin liegen, Informationen über effektiv ge- suchte Personen zu erlangen beziehungsweise Geständnisse von Inhaf- tierten zu erzwingen (vgl. dazu bspw. Urteil des BVGer D-2037/2016 vom 23. August 2018 E. 4.2.3 m.w.H.). Die Verfolgung von Angehörigen ver- meintlicher oder wirklicher politischer Oppositioneller durch die syrischen Behörden ist durch diverse Quellen dokumentiert (vgl. dazu das Urteil des BVGer D-7317/2015 vom 26. März 2018 E. 6.2 m.w.H.). 7.3.2 Der Beschwerdeführer vermag mit seinen auf Beschwerdeebene ge- machten Ausführungen zum Vorliegen einer Reflexverfolgung in keiner Weise darzutun, inwiefern sich die politische Gesinnung seiner in der Schweiz lebenden (Verwandten) auf seine Ausreise aus dem Heimatstaat hätte auswirken sollen oder weshalb da raus eine Reflexverfolgung resul- tieren könnte, nachdem er im vorinstanzlichen Verfahren keinerlei entspre- chende behördliche Benachteiligungen geltend gemacht hat (vgl. A16 D-794/2021 Seite 12 Ziff. 7.01 und Ziff. 7.03; A20 F11 -12, F24). Dass sich die Situation zwi- schenzeitlich massgeblich verändert hätte und der Beschwerdeführer im Falle einer allfälligen Rückkehr mit Reflexverfolgungsmassnahmen wegen der politischen Gesinnung seiner in der Schweiz lebenden (Verwandten) zu rechnen hätte , ist nicht ersichtlich und wird auch in der Beschwerd e- schrift nicht weiter dar getan. Alleine aus der Kontaktpflege zwischen ihm und diesen Verwandten in der Schweiz lässt sich – entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers – jedenfalls nicht auf ein ernsthaftes Gefährdungs- profil im Sinne der behaupteten Reflexverfolgungssituation schliessen. Im Übrigen ergeben sich aus deren Asylakten, welche das Gericht der Voll- ständigkeit halber beigezogen hat, keine Anhaltspunkte, welche die An- nahme einer asylrelevanten Reflexverfolgung des Beschwerdeführers stüt- zen würden. 7.4 In Bezug auf das Vorbring en des Beschwerdeführers, ihm drohe bei einer Rückkehr nach Syrien flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung, weil er sich dem obligatorischen Militärdienst entzogen habe, ist in Übereinstim- mung mit der Vorinstanz festzuhalten, dass gemäss koordinierter Re cht- sprechung des Bundesverwaltungsgerichts eine Sanktionierung für den Fall einer Missachtung der Dienstpflicht durch eine Wehrdienstverweige- rung oder Desertion flüchtlingsrechtlich nicht beachtlich ist, solange ent- sprechende Massnahmen nicht darauf abziel en, einem Wehrpflichtigen aus einem der in Art. 3 Abs. 1 AsylG genannten Gründe ernsthafte Nach- teile zuzufügen (vgl. BVGE 2015/3 E. 5). In Bezug auf die spezifische Si- tuation in Syrien erwog das Gericht im besagten Entscheid, die genannten Voraussetzungen seien bei einem syrischen Refraktär erfüllt, welcher der kurdischen Ethnie angehöre, einer oppositionell aktiven Familie ent- stamme und bereits in der Vergangenheit die Aufmerksamkeit der staatli- chen syrischen Sicherheitskräfte auf sich gezogen habe (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.7.3; bestätigt im Urteil des BVGer E-2188/2019 vom 30. Juni 2020 [als Referenzurteil publiziert]). Im vorliegenden Fall ist eine solche Konstella- tion indessen zu verneinen. Zwar gehört der Beschwerdeführer der kurdischen Ethnie an; aufgrund der vorstehenden Ausführungen (vgl. oben E. 7.2 und E. 7.3) ist aber – in Über- einstimmung mit der Vorinstanz und entgegen der Beschwerde – nicht er- sichtlich, dass beim Beschwerdeführer einzelfallspezifische Risikofaktoren vorlägen, die ein politisches Profil seiner Person zu begründen vermöchten. Im Übrigen ist festzuhalten, dass der im Zeitpunkt der Ausreise (…)-jährige Beschwerdeführer nach eigenen Angaben noch gar nicht ausgehoben D-794/2021 Seite 13 wurde (vgl. A16 Ziff. 7.01; A20 F35 f.). Der Beschwerdeführer hat sich folg- lich mit seiner Ausreise aus Syrien höchstens der wehrdienstlichen Muste- rung, nicht jedoch der eigentlichen Einberufung in die staatliche syrische Armee entzogen. Demnach steht im heutigen Zeitpunkt noch gar nicht fest, ob der Beschwerdeführer überhaupt als diensttauglich erachtet und dem- entsprechend der Wehrpflicht unterstehen würde. Entgegen den Ausfüh- rungen in der Beschwerde kann er daher auch nicht als Dienstverweigerer betrachtet werden. Eine ihm allenfalls drohende Strafe würde also allein der Sicherstellung der Wehrpflicht dienen, was nach bestätigter Praxis grundsätzlich als legitim zu erachten wäre (vgl. BVGE 2015/3 E. 5). Es ist somit nicht davon auszugehen, dass er im Falle einer Festnahme durch die syrischen Be hörden mit einer politisch motivierten Bestrafung oder Be- handlung rechnen müsste, die einer flüchtlingsrechtlich relevanten Verfol- gung im Sinne von Art. 3 AsylG gleichzusetzen wäre (vgl. statt vieler Urteile des BVGer D-1794/2020 vom 5. Juni 2020 E. 7.5 und D-2716/2020 vom 26. Juni 2020 E. 7.4). 7.5 Was den Hinweis in der Beschwerde auf die Sicherheitslage in Syrien anbelangt, trifft es zwar zu, dass diese als in jeglicher Hinsicht volatil zu bezeichnen ist. Unter flüchtlingsrechtlichen Aspekten ist daraus – in Über- einstimmung mit der Vorinstanz – indes nichts zu Gunsten des Beschwer- deführers abzuleiten. Denn einer allfälligen Gefährdung des Beschwerde- führers im heutigen Zeitpunkt aufgrund der aktuellen Situation in Syrien ist mit der Anordnung der vorläufigen Aufnahme bereits Rechnung getragen worden. 7.6 Entgegen den Beschwerdevorbringen ist schliesslich festzuhalten, dass eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung des Beschwerdeführers allein aufgrund der illegalen Ausreise aus Syrien und der Asylgesuchstel- lung in der Schweiz gemäss konstanter Praxis des Bundesverwaltungsge- richts (vgl. Urteil des BVGer D -3839/2013 vom 28. Oktober 2015 E. 6.4.3 [als Referenzurteil publiziert]) nicht anzunehmen ist, weshalb das Vorliegen subjektiver Nachfluchtgründe zu verneinen ist. 7.7 Der Vollständigkeit halber ist festzustellen, dass auch das auf Be- schwerdeebene eingereichte Beweismittel (Ausweis des Fussballvereins; vgl. Prozessgeschichte, Bst. F.) zu keiner anderen Einschätzung führt, zu- mal dies zwar allenfalls die Vereinsmitgliedschaft zu belegen vermag, aber keine Rückschlüsse auf die geltend gemachten Asylgründe zulässt. D-794/2021 Seite 14 7.8 Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer nichts vorgebracht hat, was geeignet wäre, seine Flüchtlingseigenschaft nachzu- weisen oder zumindest glaubhaft zu machen. Die Vorinstanz hat sein Asyl- gesuch daher zu Recht abgelehnt. 8. Gemäss Art. 44 AsylG verfügt das SEM in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz, wenn es das Asylgesuch ablehnt oder darauf nicht eintritt. Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufent- haltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; BVGE 2009/50 E. 9, je m.w.H.). Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht angeordnet. 9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist abzuweisen. 10. 10.1 Der Beschwerdeführer beantragt die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass seine Begehren als aussichtslos zu gelten haben. Damit ist eine der kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen nicht gegeben, weshalb das Gesuch ungeachtet der ausgewiesenen Mittellosig- keit abzuweisen ist. 10.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Be - schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Das Gesuch um Erlass des Kostenvorschusses ist mit vorliegendem Direktentscheid gegenstandslos geworden. (Dispositiv nächste Seite) D-794/2021 Seite 15 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale Migrationsbehörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Simon Thurnheer Bettina Hofmann Versand: