<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>UV.2016.00085</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>I. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende<br/>Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter<br/>Ersatzrichter Wilhelm<br/>Gerichtsschreiberin Kobel</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 31. August 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Suva</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Rechtsabteilung</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach 4358, 6002 Luzern</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1952, arbeitete ab August 2009 vollzeitlich bei der Y.___ und war im Rahmen dieses Arbeitsverhältnisses bei der Suva für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen obligatorisch versichert.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 31. Mai 2010 meldete X.___ der Suva, dass ihm am 21. Mai 2010 bei der Arbeit ein Schachtdeckel, den er für eine Kontrolle geöffnet habe, wegen Nässe aus den Händen geglitten sei und er deswegen eine Muskelzerrung am Rücken erlitten habe (Urk. 9/100). Des Weiteren meldete er am 7. September 2010, dass er sich am 14. August 2010 beim schnellen Anheben von Kisten ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Rückenmuskel gezerrt habe (Urk. 9/1). Mit Verfügung vom 19. November 2010 und Einspracheentscheid vom 13. April 2011 (Urk. 9/23) verneinte die Suva ihre Leistungspflicht, da die gemeldeten Beschwerden nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad auf das Ereignis vom 21. Mai 2010 zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuführen seien und das Ereignis vom 14. August 2010 die gesetzlichen Anfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derungen an den Unfallbegriff nicht erfülle (vgl. die Aktenbeurteilung des Kreisarztes Dr. med. Z.___ vom 16. November 2010, Urk. 9/13). X.___ erhob Beschwerde, worauf das Sozialversicherungsgericht den angefochtenen Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spracheentscheid mit Urteil vom 31. Oktober 2012 aufhob und die Sache an die Suva zurückwies, damit sie nähere Abklärungen zum Hergang des Ereignisses vom 14. August 2010 und zu dessen Beitrag zum Akutwerden der Rücken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">symptomatik treffe und die Frage beantworte, ob die Rückensymptomatik als Spätfolge des Ereignisses vom 21. Mai 2010 zu qualifizieren sei (Urk. 9/38 </span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 2.3.4; Prozess Nr. UV.2011.00127).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unterdessen hatte die Y.___ das Arbeitsverhältnis mit X.___ am 20. Januar 2011 auf Ende April 2011 aufgelöst (Urk. 9/95 S. 15).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gestützt auf das Urteil vom 31. Oktober 2012 befragte die Suva den Versicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten am 25. Januar 2013 an seiner Wohnadresse zu den Ereignissen vom 21. Mai und vom 14. August 2010 (vgl. die Aufzeichnungen in Urk. 9/44, Urk. 9/45 und Urk. 9/47), holte bei Dr. Z.___ eine Kausalitätsbeurteilung ein (beantworteter Fragenkatalog vom 6. Februar beziehungsweise vom 13. März 2013, Urk. 9/50 und Urk. 9/54) und eröffnete dem Versicherten daraufhin mit Verfügung vom 26. März 2013, dass sie die Ereignisse vom 21. Mai und vom 14. August 2010 als Unfälle anerkenne, dass sie jedoch über den 2. November 2010 hinaus keine Leistungen erbringe, da spätestens ab dann der Zustand wieder erreicht sei, wie er sich auch ohne diese Ereignisse eingestellt hätte (Urk. 9/55). Im Einsprache</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahren liess die Suva eine Magnetresonanztomographie der Lendenwirbel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">säule erstellen (Bericht des A.___ vom 29. Oktober 2013, Urk. 9/75), liess den Versicherten am 6. Februar 2014 durch den Kreisarzt Dr. med. B.___ untersuchen und liess auf dessen Anraten hin (Notizen von Dr. B.___ vom 10. Februar 2014, Urk. 9/77) eine neurologische Abklärung in der C.___ durchführen (Bericht vom 18. März 2014, Urk. 9/80). In teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weiser Gutheissung der Einsprache sprach sie dem Versicherten daraufhin mit Entscheid vom 11. September 2014 die Versicherungsleistungen aufgrund der Ereignisse vom 21. Mai und vom 14. August 2010 für den Zeitraum bis Ende 2012 zu (Urk. 9/87).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem der Einspracheentscheid unangefochten geblieben war, beschaffte die Suva Unterlagen bei der ehemaligen Arbeitgeberin des Versicherten (vgl. die Lohnabrechnungen für August bis Oktober 2010 in Urk. 9/92), bei der Helsana Versicherungen AG (Helsana), wo die Arbeitgeberin ihre Angestellten für ein Krankentaggeld von 80 % des Lohnausfalls versichert hatte (vgl. die Tag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geldabrechnungen für August 2010 bis November 2011 in Urk. 9/107 und Urk. 9/108), und bei der Unia Arbeitslosenkasse, wo der Versicherte innert einer Rahmenfrist vom 11. Januar 2012 bis zum 10. Januar 2014 Arbeitslosentag-</span><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der bezogen hatte (vgl. die Taggeldabrechnungen für Januar 2012 bis Januar 2013 in Urk. 9/106). Aufgrund dieser Angaben setzte sie das Taggeld auf Fr. 166.15 fest und erbrachte auf dieser Basis ihre Leistungen (vgl. als Beispiel die Taggeldabrechnung vom 23. Oktober 2014, Urk. 9/111 S. 2). Bei dieser Berechnung blieb sie auch, nachdem die ehemalige Arbeitgeberin des Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten an sie gelangt war und sie um Erhöhung des Taggeldes auf Fr. 260.30 entsprechend dem Ansatz der Helsana ersucht hatte (vgl. die Korrespondenz vom Oktober 2014 in Urk. 9/111-112, vom Januar 2015 in Urk. 9/121 und vom April 2016 in Urk. 9/131-132).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Schreiben vom 7. Januar 2015, adressiert an den Kreisarzt Dr. med. D.___, teilte X.___ der Suva mit, dass sich seine ehemalige Arbeitgeberin weigere, ihm Zahlungen aus der Unfall-Zusatzversicherung zu leisten, mit der sie ihn für die restlichen, nicht durch die obligatorische Unfallversicherung gedeckten 20 % des Lohnausfalls versichert habe. Er vermutete, dass der Zusatzversicherer diese Leistungen wegen des Zeitablaufs von mehr als vier Jahren seit dem Ereignis vom 14. August 2010 seinerseits nicht mehr erbringe, und erhob des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halb gegenüber der Suva eine Forderung von Fr. 26‘981.43 für die entgangenen Leistungen, da die Suva die Verzögerung zu verantworten habe (Urk. 9/120). Mit einem weiteren Schreiben vom 3. Februar 2015 wiederholte der Versicherte sein Schadenersatzbegehren unter Hinweis auf bereits früher ergangene Korres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pondenz (Urk. 9/123), unter anderem auf zwei Briefe an die Suva vom 30. November 2012 und vom 14. August 2013 (Urk. 9/123 S. 3 und Urk. 9/123 S. 2). Die Suva lehnte das Begehren mit Schreiben vom 27. April 2015 ab und verwies auf ihre Abklärungen, die sie nach einem Unfallereignis vom 18. Dezember 2010 gemacht hatte und die am 5. April 2012 zu einer Anerken</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung ihrer Leistungspflicht geführt hatten (Urk. 9/124). Der Versicherte ant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wortete am 14. Mai 2015, die geltend gemachte Schadenersatzforderung betreffe nicht den Schadenfall vom 18. Dezember 2010 mit einer Schnittwunde an der rechten Ferse, sondern den Rückenschaden (Urk. 9/125). Die Suva blieb mit Brief vom 11. Juni 2015 bei ihrer Ablehnung (Urk. 9/127) und kleidete ihren Entscheid auf den Antrag des Versicherten hin (Urk. 9/129) in die Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 29. März 2016 (Urk. 2 = Urk. 9/130).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___ erhob gegen die Verfügung vom 29. März 2016 mit Eingabe vom 6. April 2016 beim Sozialversicherungsgericht Beschwerde (Urk. 1) und ersuchte um Abklärung, von wem er das Unfall-Zusatz-Taggeld zu bekommen habe (Urk. 1 S. 3). Das Gericht wertete dieses Ersuchen als rechtsgenüglichen Antrag und forderte die Suva mit Verfügung vom 27. April 2016 zur Beantwortung der Beschwerde auf (Urk. 6). Diese schloss in der Beschwerdeantwort vom 30. Mai 2016 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). X.___ liess die ihm ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzte Frist zur Replik (Verfügung vom 1. Juni 2016, Urk. 10) unbenützt ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">streichen (Verfügung vom 14. Juli 2016, Urk. 12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 78 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsrechts (ATSG) haften f</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ür Schäden, die von Durchführungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">organen oder einzelnen Funktionären von Versicherungsträgern einer ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten Person oder Dritten widerrechtlich zugefügt wurden,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die öffentlichen Körperschaften, privaten Trägerorganisationen oder Versicherungsträger, die für diese Organe verantwortlich sind. Die zuständige Behörde entscheidet gemäss Art. 78 Abs. 2 ATSG durch Verfügung über Ersatzforderungen. Art. 78 Abs. 4 ATSG erklärt für das Verfahren die Bestimmungen des ATSG als anwendbar (Satz 1), ohne dass jedoch ein Einspracheverfahren durchgeführt würde (Satz 2). Des Weiteren werden die Art. 3-9, 11, 12, 20 Abs. 1, 21 und 23 des Verantwort</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichkeitsgesetzes (Bundesgesetz über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördenmitglieder und Beamten, VG) als sinngemäss anwendbar erklärt (Satz 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bei der Verantwortlichkeit nach Art. 78 ATSG handelt es sich um eine Kausalhaf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung. Sie besteht somit unabhängig von einem Verschulden (Art. 3 Abs. 1 VG in Verbindung mit Art. 78 Abs. 4 ATSG), es muss aber eine wider</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtliche Handlung vorliegen und ein Kausalzusammenhang zwischen der widerrechtlichen Handlung und dem Schaden bestehen. Dabei ist eine Vermö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gensschädigung für sich allein rechtsprechungsgemäss noch nicht rechtswidrig, sondern sie ist es erst dann, wenn sie auf ein Verhalten zurückgeht, dass unab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hängig von seiner Wirkung auf das Vermögen von der Rechtsordnung verpönt wird. Die Verweigerung von Sozialversicherungsleistungen, die auf einer fehler</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haften Rechtsanwendung beruht, fällt nach der Rechtsprechung grundsätzlich nicht unter den Begriff der Widerrechtlichkeit im Sinne von Art. 78 Abs. 1 ATSG (Urteile des Bundesgerichts 8C_283/2016 vom 24. Januar 2017 E. 4.1 und 9C_143/2014 vom 22. Juli 2014 E. 3, je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gegenstand der Verfügung vom 29. März 2016 ist eine Forderung des Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführers von Fr. 26‘981.43 gegenüber der Beschwerdegegnerin. Der Beschwerdeführer begründete diese Forderung damit, dass ihm in der Höhe dieses Betrags die Leistungen aus einer Zusatzversicherung entgangen seien, welche die ehemalige Arbeitgeberin für ihre Arbeitnehmer abgeschlossen habe, damit der unfallbedingte Lohnausfall beziehungsweise der versicherte Verdienst zu 100 %, statt lediglich zu 80 % entschädigt werde. Er nahm an, der Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungsanspruch sei verjährt oder verwirkt, und brachte dies in Zusammen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hang mit der Zeitdauer, welche die Beschwerdegegnerin benötigt hatte, um ihre Leistungspflicht für die Folgen des Ereignisses vom 14. August 2010 anzuer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kennen (Urk. 1 S. 3, Urk. 9/120, Urk. 9/123 S. 1). Der Beschwerdeführer erblickte also im Vorgehen der Beschwerdegegnerin bei der Festlegung ihrer Versicherungsleistungen ein Verhalten, das ihre Haftbarkeit für den geltend gemachten Verlust der Forderung von Fr. 26‘981.43 begründet.</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Haftbarkeit der Beschwerdegegnerin hängt davon ab, ob die Voraussetzun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen gemäss Art. 78 Abs. 1 ATSG erfüllt sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie die Beschwerdegegnerin indessen in der Beschwerdeantwort zutreffend aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führte (Urk. 8), ist schon nicht nachgewiesen, dass dem Beschwerdeführer überhaupt ein Schaden in der geltend gemachten Höhe von Fr. 26‘981.43 ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">standen ist. So sind keine Belege dafür vorhanden, dass der Beschwerdeführer in seinem Arbeitsverhältnis mit der Y.___ tatsächlich für den unfallbedingten Lohnausfall in der Höhe von 100 % des versicherten Verdiens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tes - also über die Taggeldhöhe des Versicherungsobligatoriums nach dem Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">desgesetz über die Unfallversicherung (UVG) hinaus (Art. 17 Abs. 1 UVG: 80 % des versicherten Verdienstes) - versichert war; dies ergibt sich weder aus den Lohnabrechnungen der Arbeitgeberin (Urk. 9/92), noch aus der Korrespondenz zwischen der Arbeitgeberin und der Beschwerdegegnerin über die Taggeldhöhe, worin das Unfalltaggeld der Beschwerdegegnerin mit dem Krankentaggeld der Helsana verglichen wurde, das indessen ebenfalls nur 80 % des Lohnausfalls abdeckte (vgl. Urk. 9/111-112, Urk. 9/121 und Urk. 9/131</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">132).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dementsprechend ist auch nicht bekannt, wer der Versicherungsträger einer allfälligen Zusatzversicherung ist. Auf jeden Fall kann es entgegen der Äusse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung des Beschwerdeführers im Brief an die Beschwerdegegnerin vom 30. November 2012 (Urk. 9/123 S. 3) nicht die Beschwerdegegnerin selbst sein, da diese von Gesetzes wegen keine Zusatzversicherungen führen darf (vgl. Art. 66 UVG). Dies hat die Beschwerdegegnerin in einer Notiz über ein Telefon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gespräch mit dem Beschwerdeführer vom 10. Dezember 2012 richtig festgehal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten (vgl. Urk. 9/41).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ebenso wenig gibt es schliesslich Angaben darüber, ob der Zusatzver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anspruch gegenüber dem Zusatzversicherer überhaupt gel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tend gemacht worden ist, und demzufolge ist unbekannt, ob und aus welchen Gründen der Zusatzversicherer den Anspruch abgelehnt hat. Der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer nannte in seinem Schreiben vom 7. Januar 2015 nämlich nur die Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geberin als Person, die nicht zahle, und beim Hinweis, der Zusatzversicherer erbringe wegen des Zeitablaufs keine Leistungen, handelt es sich lediglich um eine Vermutung („möglicherweise“; Urk. 9/120). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aber auch wenn sich die Vermutung des Beschwerdeführers bestätigte, seine Ansprüche aus einer Zusatzversicherung zum Versicherungsobligatorium des UVG seien verjährt oder verwirkt, so ist kein widerrechtliches Verhalten der Beschwerdegegnerin erkennbar, das zu diesem Anspruchsverlust geführt hätte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers im Schreiben an die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin vom 14. Mai 2015 (Urk. 9/125 S. 2) musste die Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht der Beschwerdegegnerin nämlich nicht feststehen, damit der Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsfall dem Zusatzversicherer, der den Bestimmungen des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Bundesgesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> über den Versicherungsvertrag (VVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> untersteht, angemeldet werden konnte. Die zweijährige Frist nach Art. 46 Abs. 1 VVG ab der Entstehung des Anspruchs auf die einzelnen Leistungen (vgl. Graber in: Honsell et al. [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, VVG, Basel 2001, Art. 46 VVG, S. 737 Rz 11) kann und muss vielmehr - in Form der Anmeldung des Anspruchs beim Zusatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherer - unabhängig davon gewahrt werden, ob der Unfall-Zusatzver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherer den Unfallbegriff und die weiteren Voraussetzungen für die Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht in seinen Versicherungsbedingungen gleich definiert wie das UVG oder ob er seine Leistungspflicht sogar vom Entscheid des Unfallversicherers nach UVG abhängig macht. Selbst wenn die Beschwerdegegnerin daher die notwen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digen Abklärungen zu wenig speditiv veranlasst hätte und ihr deshalb eine widerrechtliche Rechtsverzögerung vorzuwerfen wäre, so könnte diese Wider</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rechtlichkeit nicht als kausal für einen Schaden durch Verjährung oder Verwir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung des Zusatzversicherungsanspruchs eingestuft werden. Von vornherein nicht als widerrechtlich zu qualifizieren ist im Übrigen der Umstand, dass der anspruchsverneinende erste Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 13. April 2011 gerichtlich als unrichtig befunden und aufgehoben worden war. Dies ergibt sich aus der zitierten Rechtsprechung, wonach die fehlerhafte Rechtsanwendung grundsätzlich nicht als widerrechtlich im Sinne von Art. 78 Abs. 1 ATSG zu betrachten ist (vgl. vorstehend E. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es ist des Weiteren auch nicht ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin Pflich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten im Zusammenhang mit der Meldung des Versicherungsfalls an einen allfäl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ligen Unfall-Zusatzversicherer gehabt und solche Pflichten verletzt hätte. Im UVG ist kein Recht und erst recht keine Pflicht des UVG-Versicherers statuiert, einen gemeldeten Versicherungsfall von sich aus einem VVG-Zusatzversicherer bekanntzugeben; das Recht nach Art. 97 Abs. 1 lit. b UVG, Daten unter bestimmten Voraussetzungen an Dritte weiterzugeben, gilt nur, wenn es sich bei diesen Dritten um Organe anderer Sozialversicherungen handelt. Damit die Beschwerdegegnerin den allfälligen Unfall-Zusatzversicherer hätte informieren können, wäre deshalb gestützt auf Art. 97 Abs. 6 lit. b UVG eine Einwilligung des Beschwerdeführers nötig gewesen. Der Beschwerdeführer machte jedoch weder geltend, er selbst habe die Beschwerdegegnerin ersucht, den Unfall-Zusatzversicherer zwecks Fristwahrung zu kontaktieren, noch brachte er vor, der Zusatzversicherer habe mit seiner Einwilligung bei der Beschwerdegegnerin vorgesprochen und diese habe es unterlassen, dem Zusatzversicherer die erfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">derlichen Informationen zukommen zu lassen. Insbesondere sind den beiden Briefen des Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin vom 30. November 2012 und vom 14. August 2013 (Urk. 9/123 S. 3 und Urk. 9/123 S. 2) keine Anweisungen zum Tätigwerden gegenüber einem Zusatzversicherer zu entneh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammengefasst ist somit nicht nachgewiesen, dass die Beschwerdegegnerin im Sinne von Art. 78 Abs. 1 ATSG durch widerrechtliches Verhalten den Verlust eines Zusatzversicherungsanspruchs des Beschwerdeführers verursacht hat.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit diesen Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Suva</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Gesundheit</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GrünigKobel</p></div> </div></body></html>