<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Möglichkeiten für die Einführung eines Ausgleichssystems zwischen den Kantonen zu prüfen, damit die übermässigen Prämienunterschiede in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) verringert werden können. Er soll dazu einen kurzen Bericht vorlegen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Vom Zeitpunkt des Inkrafttretens des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) bis 2013 wurden in manchen Kantonen zu wenig und in anderen zu viel Prämien bezahlt.</p><p>Das Parlament hat daher beschlossen, mit der Einführung der Artikel 106ff. KVG zur Prämienkorrektur das Gleichgewicht wiederherzustellen. Im Rahmen der Debatten zum Krankenversicherungsaufsichtsgesetz (KVAG; SR 832.12) hat der Gesetzgeber klar zum Ausdruck gebracht, dass er keine Quersubventionierung zwischen den Kantonen will. Deshalb änderte er Artikel 61 Absatz 2 KVG, wonach die Krankenversicherer nun verpflichtet sind, die Prämien gemäss den kantonalen Kostenunterschieden abzustufen. Die Kantone können die Kosten in ihrem Hoheitsgebiet beeinflussen: Sie haben die Kompetenz, das stationäre Angebot über ihre Spitalplanung und das ambulante über die Zulassung von Leistungserbringern zu steuern. Damit die Kantone ein Interesse daran haben, die Kosten in ihrem Hoheitsgebiet möglichst zu senken, ist es wichtig, dass die kantonalen Kostenunterschiede sich in den Prämienunterschieden widerspiegeln.</p><p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die Krankenversicherungsprämien das Budget der Familien belasten, insbesondere derjenigen in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen. Er beantragte daher die Annahme des Postulates Humbel 17.3880, "Überprüfung der Finanzierung der Prämienverbilligung". Der Nationalrat hat dieses Postulat angenommen.</p><p>Der Bundesrat unterbreitet somit dem Parlament Vorschläge, wie die Finanzierung der Prämienverbilligung durch Bund und Kantone effektiver und ausgewogener gestaltet werden kann. Dabei berücksichtigt er die Arbeiten, die er gemeinsam mit den Kantonen zur Umsetzung der Motion der Finanzkommission des Nationalrates 13.3363, "Aufgabentrennung zwischen Bund und Kantonen", ausführt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.