A bteilung I A -1686/2006 {T 0/2} U rteil vom 25. Juni 2007 M itw irkung: R ichter M ichael Beusch (Vorsitz); R ichter M arkus M etz; R ich- terin Salom e Zim m erm ann; G erichtsschreiber Johannes Schöpf. X._______, ... und Y._______, ... Beschw erdeführer beide vertreten durch Z._______, ... gegen O berzolldirektion (O ZD ), H auptabteilung Zolltarif und, Aussenhandelsstatistik, M onbijoustrasse 40, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend M ineralölsteuer (Verzollung von D ieselöl-M ehrm engen). B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Am 27. M ai 2004 fuhr Y._______ m it dem Sattelschlepper m it dem Kenn- zeichen SG ... und dem Auflieger TI ... für die Firm a A._______ über das Zollam t ... in die Schw eiz ein. G em äss dessen Feststellungen befanden sich anlässlich des G renzübertritts 877 Liter (490 Liter und 387 Liter) D ieselöl in den beiden Tanks. N ach Abzug der steuerfrei zugelassenen M enge von 400 Litern ergab sich eine M ehrm enge von 470 Litern, w elche durch Y._______ nicht deklariert w orden w ar. D ie dafür zu entrichtenden Einfuhrabgaben in der H öhe von Fr. 388.20 (M ineralölsteuer Fr. 352.50, M ehrw ertsteuer Fr. 35.70) w urden durch das Zollam t ... erhoben, und es w urde gleichzeitig gegen den C hauffeur w egen N ichtanm eldung der M ehrm enge ein Strafverfahren eingeleitet. Ebenfalls für die Firm a A._______ fuhr am 28. M ai 2004 X._______ m it dem Sattelschlepper m it dem Kennzeichen FL ... und dem Auflieger FL ... über das Zollam t ... in die Schw eiz ein. G em äss dessen Feststellungen befanden sich anlässlich des G renzübertritts 540 D ieselöl in den beiden Tanks (ein Tank w ar leer, ein Tank enthielt 540 Liter). N ach Abzug der steuerfrei zugelassenen M enge von 400 Litern ergab sich eine M ehrm enge von 140 Litern, w elche durch X._______ nicht deklariert w orden w ar. D ie dafür zu entrichtenden Einfuhrabgaben in der H öhe von Fr. 115.65 (M ineralölsteuer Fr. 105.--, M ehrw ertsteuer Fr. 10.65) w urden durch das Zollam t ... erhoben. G leichzeitig w urde auch gegen diesen C hauffeur w egen N ichtanm eldung der M ehrm enge ein Strafverfahren eingeleitet. B. M it Schreiben vom 21. Juni 2004 an den U ntersuchungsdienst ... erhob der durch die C hauffeure Y._______ und X._______ gehörig bevollm ächtigte Z._______ Beschw erde gegen die aufgeführten Verzollungen von D ieselöl-M ehrm engen und die ausgesprochenen Bussen. D er U ntersuchungsdienst ... überw ies daraufhin am 24. Juni 2004 die Beschw erde betreffend Verzollung der D ieselöl-M ehrm engen an die für die Behandlung zuständige Zollkreisdirektion. Im Schreiben festgehalten w urde, der U ntersuchungsdienst ... führe gegen die Verantw ortlichen der A._______ und w eiterer Transportunternehm ungen eine um fangreiche Straf- untersuchung w egen verschiedener verm uteter Verstösse gegen die durch die Zollbehörden zu vollziehenden Bundesgesetze. U nabhängig davon habe das Zollam t ... zwei w eitere Fälle aufgedeckt [näm lich die erw ähnten Fälle Y._______ und X._______]. G egen die anlässlich dieser beiden Kontrollen vorgenom m enen Einfuhrabfertigungen des D ieselöls erhebe nun "der G eschäftsführer des Firm enkonglom erats A._______ etc." Beschw erde. M it an die Transportunternehm ung, zu H anden von Z._______ adressiertem Schreiben vom 7. Juli 2004 bestätigte die Zollkreisdirektion den Eingang der Eingabe an den U ntersuchungsdienst ..., erläuterte Z._______ im Sinne einer Auskunft die R echtslage und gab ihm gestützt auf Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) die M öglichkeit, seine Eingabe m it einer plausiblen 3 Begründung und einem konkreten Begehren zu ergänzen. Z._______ antw ortete am 11. Juli 2004, der "Einspruch" bleibe bestehen und w ies unter anderem darauf hin, die C hauffeure hätten gegen ein fast 80-jähriges G esetz verstossen. Er äusserte die Ansicht, Art. 34 der M ineralölsteuerverordnung vom 20. N ovem ber 1996 (M inöStV, SR 641.611) sei "diskrim inierend und ungleichberechtigt gegenüber ausländischen Fahrzeugen" und stellte das Begehren: "G esetze anpassen". Schliesslich ersuchte er um Zustellung der Entscheide an seine Anschrift. M it Entscheid vom 12. August 2004 hiess die Zollkreisdirektion das Vorgehen des Zollam tes ... gut und w ies die Beschw erde gegen die Verzollung der D ieselöl-M ehrm engen ab. Als Partei im R ubrum des Entscheids erschien Z._______, dem auch die Kosten auferlegt w urden. M itgeteilt w urde der Entscheid neben den Zollbehörden laut D ispositiv Ziffer 3 auch "der Beschw erdeführerin". Zugesandt w urde der Entscheid aber Z._______, der auch auf dem R ückschein als Adressat erscheint. C . M it als Einsprache bezeichneter Eingabe vom 30. August 2004 gelangte Z._______ an die O berzolldirektion (O ZD ) und führte neben w eiterer W iederholung von bereits Vorgebrachtem einm al m ehr aus, "Vollm achten und Belege" erhalte die O ZD "von obgenannter Anschrift". D ie O ZD w ies die Beschw erde am 20. O ktober 2004 ab. Als Partei im R ubrum des Entscheids erschien erneut Z._______, dem auch die Kosten auferlegt w urden. D . G egen den Entscheid der O ZD reichte Z._______ am 1. N ovem ber 2004 eine als Einsprache bezeichnete Beschw erde bei der Eidgenössischen Zollrekurskom m ission (ZR K) ein und führte erneut aus, "Vollm achten und Belege" erhalte m an "von obgenannter Anschrift". N ach Aufforderung zur Verbesserung der ungenügend begründeten Beschw erde beantragte Z._______ m it Eingabe vom 14. N ovem ber 2004 die m ineralölsteuerliche G leichbehandlung von Schw eizer und Liechtensteiner Transportunternehm er m it ausländischen Fuhrhaltern und dam it die Aufhebung von Art. 34 Abs. 1 Bst. b M inöStV. Sinngem äss ersuchte er schliesslich um die Zusprechung einer Parteientschädigung. D ie O ZD schloss in ihrer Vernehm lassung vom 17. Januar 2005 auf kostenfällige Abw eisung der Beschw erde. E. N achdem die ZR K per Ende 2006 die Verfahrensakten an das Bundesver- w altungsgericht zur Beurteilung der Sache übergeben hatte, teilte dieses den Parteien m it Schreiben vom 24. Januar 2007 m it, es habe das hängige Beschw erdeverfahren übernom m en. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Bis zum 31. D ezem ber 2006 unterlagen Einsprache- oder Beschw erde- entscheide der O ZD in M ineralölsteuersachen der Beschw erde an die ZR K (Art. 36 des M ineralölsteuergesetzs vom 21. Juni 1996 [M inöStG , 4 SR 641.61], in der Fassung gem äss AS 1996 3380) D as Bundesver- w altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die am 1. Januar 2007 bei der ZR K hängigen R echtsm ittel. D ie Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht [Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32]). Sow eit das VG G nichts anderes bestim m t, richtet sich ge- m äss Art. 37 VG G das Verfahren nach den Bestim m ungen des Vw VG . Be- schw erden an das Bundesverw altungsgericht sind zulässig gegen Ver- fügungen im Sinne von Art. 5 Vw VG (Art. 31 VG G ). Beschw erdeentscheide der O ZD betreffend der Verzollung von D ieselöl-M ehrm engen unterliegen der Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht (Art. 33 Bst. d VG G ). D ieses ist som it zur Beurteilung der Beschw erde sachlich w ie funktionell zuständig. G leiches gilt für die M ehrw ertsteuer; auch für Beschw erden gegen Be- schw erdeentscheide der O ZD betreffend Einfuhrsteuern ist das Bundes- verw altungsgericht sachlich w ie funktionell zuständig (Art. 31, 33 Bst. d, 50 VG G in Verbindung m it Art. 72 des Bundesgesetzes vom 2. Septem ber 1999 über die M ehrw ertsteuer [M ehrw ertsteuergesetz, M W STG , SR 641.20] in Verbindung m it Art. 10 und 109 Abs. 1 Bst. c des Zollge- setzes vom 1. O ktober 1925 [aZG , BS 6 465]). D aran ändert auch das am 1. M ai 2007 in Kraft getretene neue Zollgesetz vom 18. M ärz 2005 (ZG , SR 631.0) nichts, w erden doch nach Art. 132 Abs. 1 ZG alle Zollveranla- gungsverfahren, die bei Inkrafttreten dieses G esetzes hängig sind, nach dem bisherigen R echt abgeschlossen. Auf dieses Verfahren findet deshalb das alte Zollgesetz (aZG ) Anw endung. 1.2 D ie Beschw erde erfolgte seinerzeit form - und fristgerecht an die ZR K. Be- schw erde zu erheben verm ag indessen nur, w er hierzu nach den einschlä- gigen Vorschriften von Art. 48 Vw VG legitim iert ist. Solches ist bei Z._______ nicht der Fall. Zw ar hat er – obw ohl nicht ursprünglicher Verfügungsadressat – vor der Vorinstanz am Beschw erdeverfahren als Partei teilgenom m en (Art. 48 Abs. 1 Bst. a Vw VG ) und w urde bereits im ersten verw altungsinternen Beschw erdeverfahren als Partei bezeichnet. Indessen ist er von der m ateriell beanstandeten Verfügung nicht be- sonders berührt und hat auch kein unm ittelbares, eigenes und selbständi- ges schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c Vw VG ), zum al die einschlägigen Bestim m ungen (Art. 9 ff. M inöStG , Art. 75 M W STG , Art. 9, 13 aZG , Art. 12 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 22. M ärz 1974 über das Verw altungsstrafrecht [VStrR , SR 313.0]) keine Steuerpflicht oder M ithaftung von Z._______ persönlich für die von den beiden C hauffeuren X._______ und Y._______ nach Auffassung der Zollbehörden geschuldeteten Abgaben vorsehen. Eine zulässige D rittbeschw erde liegt dam it nicht vor (vgl. auch AN D R É M O SE R , in AN D R É M O SE R /PETER U EBE R SAX, Prozessieren vor eidgenössischen R ekurskom m issionen, Basel und Frankfurt am M ain 1998, R z. 2.27) und es w äre auf die vorliegende Beschw erde nicht einzutreten. Im hier zu beurteilenden Fall ist indessen an sich ohne w eiteres klar, dass es eigentlich um eine Beschw erde der beiden C hauffeure X._______ und 5 Y._______ ging, w elche Z._______ auch ausreichend bevollm ächtigt hatten. D ie Tatsache, dass die erste verw altungsinterne Be- schw erdeinstanz trotz dieser unm issverständlichen Ausgangslage Z._______ als Partei aufgenom m en und auch die O ZD diesen Fehler unerklärlicherw eise nicht berichtigt hat, kann den Beschw erdeführern nicht zum N achteil gereichen. D ie unrichtige Parteibezeichnung schadet so der Zulässigkeit der Beschw erde nicht, ist im vorliegenden Verfahren aber ent- sprechend zu korrigieren. D ies ist angesichts jeglicher fehlender Ver- w echselungsgefahr ohne W eiterungen m öglich (BG E 131 I 63 E. 2.2). 1.3 D as Bundesverw altungsgericht kann den angefochtenen Entscheid grund- sätzlich in vollem U m fang überprüfen. D ie Beschw erdeführer können neben der Verletzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a Vw VG ) und der un- richtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sach- verhaltes (Art. 49 Bst. b Vw VG ) auch die R üge der U nangem essenheit er- heben (Art. 49 Bst. c Vw VG ; vgl. M O SE R , a.a.O ., R z. 2.59 ff.). Im Ver- w altungsbeschw erdeverfahren gilt die U ntersuchungsm axim e, w onach der Sachverhalt von Am tes w egen festzustellen ist (Art. 12 Vw VG ; vgl. zum G anzen: U LR IC H H ÄFELIN /G EO R G M Ü LLE R /FELIX U H LM AN N , Allgem eines Ver- w altungsrecht, 5. Auflage, Zürich 2006, R z. 1623 ff. und 1758 f.; ALFR ED KÖ LZ, Prozessm axim en im schw eizerischen Verw altungsprozess, Zürich 1974, S. 93 ff.) und der G rundsatz der R echtsanw endung von Am tes w egen (Art. 62 Abs. 4 Vw VG ). D as Bundesverw altungsgericht ist verpflich- tet, auf den festgestellten Sachverhalt die richtige R echtsnorm anzu- w enden (H ÄFELIN /M Ü LLER /U H LM AN N , a.a.O ., R z. 1632). 2. G em äss Art. 3 Abs. 1 Bst. b in Verbindung m it Art. 1 f. M inöStG unterliegt unter anderem die Einfuhr von D ieselöl der M ineralölsteuer, w obei gleich- zeitig m it der Zolldeklaration eine Steueranm eldung abzugeben ist (Art. 19 Abs. 1 M inöStG ). D ie M ineralölsteuer w ird von der Eidgenössischen Zoll- verw altung erhoben (Art. 5 Abs. 1 M inöStG ), berechnet sich nach dem Tarif im Anhang 1 zum M inöStG und beträgt für D ieselöl Fr. 458.70 je 1'000 Liter bei 15° C (zuzüglich Fr. 300.-- M ineralölsteuerzuschlag je 1'000 Liter bei 15° C [Art. 12 Abs. 2 M inöStG ]). Steuerpflichtig ist unter anderem der Im porteur (Art. 9 Bst. a M inöStG ). Keine Steuer w ird erhoben, w enn grundsätzlich der M ineralölsteuer unterliegende Produkte ausnahm sw eise von der Steuer befreit sind (Art. 17 M inöStG ). N eben den bereits im G esetz geregelten Tatbeständen (Art. 17 Abs. 1 M inöStG ) enthält Art. 17 Abs. 2 M inöStG eine so genannte D elegationsnorm an den Bundesrat. So kann dieser etw a Treibstoffe ganz oder teilw eise von der Steuer befreien, w enn sie als Betriebsm ittel im Fahrzeugtank oder in einem R eserve- kanister eingeführt w erden (Art. 17 Abs. 2 Bst. c M inöStG ). D er Bundesrat hat daraufhin in Art. 34 Abs. 1 Bst. b M inöStV (in der für den fraglichen Zeitraum geltenden Fassung gem äss AS 1996 3401) festgehalten, Treib- stoffe, die im Fahrzeugtank von keine Luftfahrzeuge darstellenden Fahr- zeugen als Betriebsm ittel eingeführt w ürden, seien steuerfrei, sofern sie sich in fest eingebauten, m it dem Antriebsm otor in Verbindung stehenden Tanks befänden, bei inländischen schw eren M otorw agen jedoch höchstens bis 400 Liter und sofern das Fahrzeug im Zusam m enhang m it einem 6 grenzüberschreitenden Transport im Ausland betankt w orden sei. D iese R egelung befindet sich ihrerseits in Ü bereinstim m ung m it den einschlägi- gen international-rechtlichen Verpflichtungen der Schw eiz. Art. 4 der An- lage C (Beförderungsm ittel) des Ü bereinkom m ens vom 26. Juni 1990 über die vorübergehende Verw endung (Istanbuler Ü bereinkom m en, SR 0.631.24) hält näm lich unter anderem ausdrücklich fest, der Kraftstoff, der sich in den gew öhnlichen Kraftstoffbehältern der vorübergehend einge- führten Beförderungsm ittel befinde, w erde von Eingangsabgaben und von Einfuhrverboten und Einfuhrbeschränkungen befreit. Bei Strassenkraftfahr- zeugen zur gew erblichen Verw endung sei jedoch jede Vertragspartei be- rechtigt, H öchstgrenzen für die in den gew öhnlichen Kraftstoffbehältern der vorübergehend eingeführten Fahrzeuge enthaltenen Kraftstoffm engen fest- zusetzen, die von Eingangsabgaben und von Einfuhrverboten und Einfuhr- beschränkungen für ihr G ebiet befreit w ürden. Als Inland gelten dabei das schw eizerische Staatsgebiet und die Zoll- anschlussgebiete (Art. 3 Abs. 2 M inöStG ), also aufgrund des Vertrages vom 29. M ärz 1923 zw ischen der Schw eiz und Liechtenstein über den An- schluss des Fürstentum s Liechtenstein an das schw eizerische Zollgebiet (SR 0.631.112.514) auch das Fürstentum Liechtenstein. Inländische schw ere M otorw agen sind m ithin solche, w elche gem äss den einschlägi- gen Vorschriften in der Schw eiz oder im Fürstentum Liechtenstein ord- nungsgem äss zugelassen sind und die entsprechenden Kontrollschilder tragen. 3. 3.1 D ie Beschw erdeführer bestreiten nicht, dass die Behörden die erw ähnten R echtsgrundlagen korrekt angew endet haben. Sie halten indessen (sinn- gem äss) dafür, der angefochtene Entscheid verstosse gegen das R echts- gleichheitsgebot (Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) und gegen das D is- krim inierungsverbot (Art. 8 Abs. 2 BV), w obei sie die Verfassungsw idrigkeit in der R egelung von Art. 34 Abs. 1 Bst. b M inöStV als solcher erblicken. M it der R üge der D iskrim inierung ebenfalls aufgew orfen w ird die Frage der Ü bereinstim m ung der erw ähnten R egelung m it entsprechenden staatsver- traglichen Vorgaben. 3.2 D ie R üge der Verletzung verfassungsm ässiger R echte oder von unm ittel- bar anw endbarem Staatsvertragsrecht ist im Verfahren vor Bundesver- w altungsgericht ohne w eiteres zulässig (vgl. vorn E. 1.3). D abei ist jedoch das Anw endungsgebot von Art. 190 BV zu beachten, w onach Bundes- gesetze und Völkerrecht für das Bundesgericht und die anderen rechtsan- w endenden Behörden m assgebend sind. D ies bedeutet für unselbständige Verordnungen des Bundesrates, die sich auf eine gesetzliche D elegation stützen, dass auch diesen selbst bei Verfassungsw idrigkeit die Anw endung nicht versagt w erden kann, w enn dem Bundesrat durch die gesetzliche D e- legation ein sehr w eiter Erm essensspielraum für die R egelung auf Verord- nungsebene eingeräum t w orden ist. D as G ericht beschränkt sich in sol- chen Fällen auf die Prüfung, ob die Verordnung den R ahm en der dem 7 Bundesrat im G esetz delegierten Kom petenzen offensichtlich sprengt oder aus anderen G ründen gesetz- oder verfassungsw idrig ist (vgl. anstelle vie- ler BG E 131 II 566 E. 3.2; BG E 129 II 263 E. 5.4, m it H inw eisen). O hne Einschränkungen überprüft w erden können aber selbst die sich im R ah- m en der gesetzlichen D elegationen bew egenden bundesrätlichen Ver- ordnungen auf ihre Ü bereinstim m ung m it dem (jüngeren) Staatsvertrags- recht (U LR IC H H ÄFELIN /W ALTE R H ALLER , Schw eizerisches Bundesstaatsrecht, 6. Auflage, Zürich 2005, R z. 1924 ff.) 3.3 3.3.1 Ein Erlass verletzt das R echtsgleichheitsgebot gem äss Art. 8 Abs. 1 BV, w enn er rechtliche U nterscheidungen trifft, für die ein vernünftiger G rund in den zu regelnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder U nterscheidun- gen unterlässt, die sich aufgrund der Verhältnisse aufdrängen, w enn also G leiches nicht nach M assgabe seiner G leichheit gleich und U ngleiches nicht nach M assgabe seiner U ngleichheit ungleich behandelt w ird. Voraus- gesetzt ist, dass sich die ungerechtfertigte G leich- bzw . U ngleichbehand- lung auf eine w esentliche Tatsache bezieht. D ie Frage, ob für eine recht- liche U nterscheidung ein vernünftiger G rund in den zu regelnden Verhält- nissen ersichtlich ist, kann zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich beant- w ortet w erden. D em G esetzgeber bleibt im R ahm en dieser G rundsätze ein w eiter Spielraum der G estaltung. W ie das Bundesgericht w iederholt fest- gestellt hat, ist die G estaltungsfreiheit insbesondere bei den öffentlichen Abgaben und bei der Verteilung der Last auf die Abgabepflichtigen gross (BG E 131 I 317 E. 3.2 m it w eiteren H inw eisen). 3.3.2 D as in Art. 8 Abs. 2 BV enthaltene D iskrim inierungsverbot bietet Schutz gegen soziale Ausgrenzungen und verbietet die herabw ürdigende Behand- lung von M enschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer gew issen G ruppe (H ÄFELIN /H ALLER , a.a.O ., N . 774). Im Zentrum steht m it anderen W orten der Schutz einer unterprivilegierten G ruppe und ihrer Angehörigen (BG E 130 I 355 E. 6.1.2). U nter diesem Blickw inkel grundsätzlich un- problem atisch ist deshalb das Anknüpfen unterschiedlicher Behandlungen an die Staatsangehörigkeit (vgl. BER N H AR D W ALD M AN N , D as D iskrim inierungs- verbot von Art. 8 Abs. 2 BV als besonderer G leichheitssatz, Bern 2003, S. 251, 584; H ÄFELIN /H ALLE R , a.a.O ., R z. 757). 3.3.3 U nter U m ständen w eiter als die bundesverfassungsrechtlichen gehen ge- w isse staatsvertragliche D iskrim inierungsverbote. So kann sich die Staats- angehörigkeit – ebenso w ie der Zulassungsort eines Fahrzeuges – als un- zulässiges Anknüpfungsm erkm al erw eisen (vgl. Art. 32 Lem m a 1 des Ab- kom m ens vom 21. Juni 1999 zw ischen der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft und der Europäischen G em einschaft über den G üter- und Per- sonenverkehr auf Schiene und Strasse [m it Anhängen und Schlussakte; Landverkehrsabkom m en, SR 0.740.72]). Staatsvertragliche D iskrim i- nierungsverbote erfassen indessen reine Binnensachverhalte nicht und verbieten entsprechende Inländerdiskrim inierungen ("um gekehrte D iskrim i- nierungen") nicht. D ie Anw endung derartiger Verbote setzt m it anderen W orten einen grenzüberschreitenden Bezug voraus (BG E 129 II 260 8 E. 4.2). Bei alledem können R egelungen, w elche rechtlich unterschiedslos gelten, unter U m ständen eine unzulässige indirekte D iskrim inierung dar- stellen, w enn sie im Ergebnis ausländische U nternehm en benachteiligen, ohne dass sich dies durch einen sachlichen G rund rechtfertigen liesse (BG E 125 I 191 E. 3a/cc; vgl. zur D iskrim inierung durch G leichbehandlung auch W ALD M AN N , a.a.O ., S. 379 ff.). 3.4 3.4.1 Im vorliegenden Fall ist zw ar zutreffend, dass aufgrund von Art. 34 Abs. 1 Bst. b M inöStV inländische schw ere M otorw agen bezüglich der M ineralöl- steuer ab einem Tankinhalt von 400 Liter bei der Einfahrt in die Schw eiz anders behandelt w erden als schw ere ausländische M otorw agen. Ent- gegen der Auffassung der Beschw erdeführer ist darin aber keine Ver- fassungsverletzung zu erblicken. So basiert diese U ngleichbehandlung auf erheblichen tatsächlichen U nterschieden und kann sich auf sachliche und vernünftige G ründe stützen. Im G egensatz zu inländischen Fahrzeugen dürfen ausländische schw ere M otorw agen näm lich keine reinen In- landtransporte durchführen (so genanntes Kabotageverbot; vgl. Art. 14 Landverkehrsabkom m en; vgl. auch Art. 9 Abs. 1 Istanbuler Ü berein- kom m en). D er in ausländischen Fahrzeugen getankte Treibstoff w ird som it nur bei grenzüberschreitenden Transporten (Im port, Export, Transit) ver- braucht, und U ngleiches w ird richtigerw eise ungleich behandelt. M it der R egelung von Art. 34 Abs. 1 Bst. b M inöStV w erden denn auch zum einen die staatsvertraglichen Vorgaben erfüllt; eine absolute G leichbehandlung der im Ausland zugelassenen Fahrzeuge, w elche aufgrund des Kabotage- verbotes ausschliesslich grenzüberschreitende Transporte durchführen dürfen, führte näm lich zu einer unzulässigen (indirekten) D iskrim inierung ausländischer Fahrzeuge (vgl. Art. 1 Abs. 3, Art. 32 Lem m a 1 und Art. 38 Landverkehrsabkom m en; vgl. auch vorn E. 3.3.3), w eil w ie erw ähnt nur die inländischen Fahrzeuge m it dem m ineralölsteuerbefreiten Treibstoff auch Inland-Inland-Transporte durchführen dürfen. Zum anderen w ird dergestalt auch sichergestellt, dass für reine Inlandtransporte nur im Inland ver- steuerte Treibstoffe verw endet w erden können und w ird so die innerstaat- liche G leichbehandlung garantiert. D ass dabei unter U m ständen ange- sichts der Freim enge, deren quantitative Festsetzung auf 400 Liter im H in- blick auf den durchschnittlichen D ieselverbrauch von Lastw agen als sach- gerecht erscheint und ohnehin allein in der durch die G esetzesbestim m ung abgedeckten Kom petenz des Bundesrates liegt (Art. 17 Abs. 2 Bst. c M inöStG ), bei entsprechender Fahrzeugdisposition auch (einzelne) In- landtransporte von Inländern noch m it m ineralösteuerfreiem Treibstoff be- stritten w erden können, ändert an der auf sachlichen G ründen basieren- den, aus staatsvertraglicher O ptik gar gebotenen Zulässigkeit der U n- gleichbehandlung inländischer schw erer M otorw agen gegenüber im Aus- land zugelassener nichts. D a im Ü brigen auch die von der R echtsprechung entw ickelten Anforderungen an die Zulässigkeit der D elegation von R echt- setzungsbefugnissen eingehalten sind (vgl. zu diesen etw a BG E 128 I 122 E. 3c), w ird die R egelung von Art. 34 Abs. 1 Bst. b M inöStV auch des "Schutzes" des Anw endungsgebots von Art. 190 BV teilhaftig (vgl. vorn 9 E. 3.2). 3.4.2 Auch unter diskrim inierungsrechtlichen G esichtspunkten zielen die Vor- bringen der Beschw erdeführer letztlich ins Leere. Vorab ist nach Art. 8 Abs. 2 BV w ie erw ähnt nicht einm al die Staatsangehörigkeit, geschw eige denn die m otorfahrzeugrechtliche Zulassung in der Schw eiz bzw . im Fürstentum Liechtenstein ein verpöntes Anknüpfungskriterium (vgl. vorn E. 3.3.2). Zu verneinen ist sodann ebenfalls das Vorliegen einer gegen einen Staats- vertrag verstossenden D iskrim inierung. Zw ar handelt es sich auch bei der Einfahrt in die Schw eiz bzw . in das Fürstentum Liechtenstein eines in der Schw eiz respektive im Fürstentum Liechtenstein zugelassenen schw eren M otorfahrzeugs aus einem EU -M itgliedstaat um einen grenzüberschreiten- den Sachverhalt, der an sich in den G eltungsbereich des Landverkehrs- abkom m ens fällt (Art. 2 Landverkehrsabkom m en; vgl. BG E 129 II 260 E. 4.2 [zur Personenfreizügigkeit]). Betrachtet m an indessen die in der Präam bel und in Art. 1 des Landverkehrsabkom m ens festgehaltenen G rundsätze und Ziele, denen im Lichte der völkerrechtlichen Vertragsaus- legung ausserordentlich grosses G ew icht zukom m t (Art. 31 Abs. 2 des W iener Ü bereinkom m ens vom 23. M ai 1969 über das R echt der Verträge [SR 0.111]; vgl. auch AN D R EA S R . ZIEG LER , Einführung in das Völkerrecht, Bern 2006, R z. 255), so stellt m an fest, dass es neben der Koordinierung der Verkehrspolitik insbesondere um die w echselseitige Liberalisierung des Zugangs zum jew eils anderen G üterverkehrsm arkt geht ("G egen- seitige Ö ffnung der Verkehrsm ärkte"; Botschaft zur G enehm igung der sek- toriellen Abkom m en zw ischen der Schw eiz und der EG vom 23. Juni 1999, BBl 1999 6139, 6263 ff.; R O LA N D BIEBER /FR AN C E SC O M AIA N I/M AR IE D ELALO YE, D roit européen des transports, G enève/Bruxelles/Paris 2006, 372 f., 377). W esensgem äss für einen Staatsvertrag nicht angestrebt w ird indessen m it dem Abkom m en eine Verbesserung der W ettbew erbssituation von auch im internationalen Transport tätigen U nternehm en m it in der Schw eiz zuge- lassenen Fahrzeugen gegenüber solchen, w elche keine grenzüberschrei- tenden Transporte durchführen und nur im Inlandsegm ent tätig sind. Folglich liegt zw ar m it der Andersbehandlung von in der Schw eiz zuge- lassenen Fahrzeugen gegenüber solchen des Auslandes eine Inländer- diskrim inierung vor. D a aber eine absolute rechtliche G leichbehandlung von inländischen und ausländischen Fahrzeugen angesichts des für Letz- tere geltenden Kabotageverbots zu deren D iskrim inierung führen w ürde (vgl. vorn E. 3.4.1), ist im Lichte der erw ähnten Ziele des Landverkehrs- abkom m ens die vom schw eizerischen Verordnungsgeber gew ählte Lösung hinzunehm en. 3.4.3 W as die Beschw erdeführer schliesslich m it der Berufung auf das Alter des hier in den w esentlichen Fragen ohnehin nicht einschlägigen achtzig- jährigen Zollgesetzes zu ihren G unsten ableiten w ollen, bleibt unerfindlich. H ierauf ist deshalb nicht w eiter einzugehen und ist die Beschw erde vollum - fänglich abzuw eisen. 4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschw erde-10 führern aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG in Verbindung m it Art. 4 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigun- gen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) und steht diesen keine Parteientschädigung zu (Art. 64 Abs. 1 Vw VG in Verbindung m it Art. 7 VG KE e contrario). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten im Betrage von Fr. 250.-- w erden den Beschw erde- führern je zur H älfte auferlegt und m it dem von ihnen geleisteten Kosten- vorschuss von Fr. 250.-- verrechnet. 3. Parteientschädigungen w erden nicht zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - den Beschw erdeführern (G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (G erichtsurkunde) (R ef-N r. 331.49-1/04.003) D er vorsitzende R ichter: D er G erichtsschreiber: M ichael Beusch Johannes Schöpf R echtsm ittelbelehrung U rteile des Bundesverw altungsgerichts in Abgabesachen können innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne ange- fochten w erden. D ie Beschw erde ist unzulässig gegen Entscheide über die Zoll- veranlagung, w enn diese aufgrund der Tarifierung oder des G ew ichts der W are erfolgt, sofern gegen Entscheide über die Stundung oder den Erlass von Ab- gaben. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Be- gehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (Art. 42, 48, 54, 83 Bst. l und m sow ie Art. 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110]). Versand am :