<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">9C_911/2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 30. November 2010 </div> <div class="para">II. sozialrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter U. Meyer, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Kernen, Bundesrichterin Pfiffner Rauber, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Dormann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">Pensionskasse der Katholischen Kirchgemeinde Luzern, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jörg Sprecher, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">G.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsdienst Integration Handicap, Bürglistrasse 11, 8002 Zürich, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Berufliche Vorsorge (Invalidenrente), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 5. Oktober 2010. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para">dass G.________ bei der Pensionskasse der Katholischen Kirchgemeinde Luzern (nachfolgend: Pensionskasse) für die berufliche Vorsorge versichert war, und ihm die IV-Stelle Luzern mit Verfügung vom 5. September 2007 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zusprach, </div> <div class="para">dass die Pensionskasse, nachdem sie für die Zeit vom 11. Juli bis 31. Oktober 2007 reglementarische Leistungen ausgerichtet hatte, den Anspruch auf eine ganze Invalidenrente im Rahmen der obligatorischen Vorsorge anerkannte, hingegen Leistungen aus weitergehender Vorsorge unter Hinweis auf eine Meldepflichtverletzung verweigerte, </div> <div class="para">dass das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern in Gutheissung der von G.________ erhobenen Klage die Pensionskasse verpflichtete, ihm eine ungekürzte Invalidenrente ab Juli 2007 auszurichten und die geschuldeten Beträge mit dem für Austrittsleistungen festgesetzten Satz zu verzinsen (Entscheid vom 5. Oktober 2010), </div> <div class="para">dass die Pensionskasse Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen und beantragen lässt, es seien der Entscheid vom 5. Oktober 2010 aufzuheben und die Klage des G.________ abzuweisen, </div> <div class="para">dass die Vorinstanz die Frage nach einer Verletzung der Auskunftspflicht durch den Versicherten (vgl. <span class="artref">Art. 4 VVG</span> [SR 221.229.1]) offengelassen und festgestellt hat, eine nach <span class="artref">Art. 6 VVG</span> ordnungsgemässe Rücktrittserklärung der Pensionskasse vom Vorsorgevertrag liege nicht vor, weshalb die Kürzung um die überobligatorischen Leistungen zu Unrecht erfolgt sei, </div> <div class="para">dass die Vorinstanz in den Schreiben der Pensionskasse an den Versicherten vom 13. und 20. November 2007, mit welchen diesem eine Anzeigepflichtverletzung vorgeworfen resp. die Rückforderung der überobligatorischen Leistungen angezeigt wurde, zu Recht keine Rücktrittserklärung erblickt hat (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=25.11.2010&amp;to_date=14.12.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-III-713%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page713">BGE 129 III 713</a> E. 2.1 S. 714 mit Hinweisen; SVR 2009 BVG Nr. 12 S. 37, 9C_199/2008 E. 5.1) und eine solche erst in der Mitteilung des Rechtsvertreters der Pensionskasse vom 11. Dezember 2008 ersichtlich ist, </div> <div class="para">dass die vorinstanzliche Feststellung einer fehlenden ordnungs- resp. fristgemässen Rücktrittserklärung weder Bundesrecht verletzt, noch offensichtlich unrichtig ist (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/105/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/105/1" type="start"></artref>Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/105/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>), zumal die Verweigerung der überobligatorischen Leistungen nicht auf der blossen Vermutung einer Auskunftspflichtverletzung (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=25.11.2010&amp;to_date=14.12.2010&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-283%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page283">BGE 119 V 283</a> E. 4 und 5 S. 286 ff.; SVR 2009 BVG Nr. 6 S. 19, 9C_194/2008 E. 3.1) beruhte, sondern - laut ebenfalls nicht offensichtlich unrichtiger vorinstanzlicher Feststellung - auf der der Pensionskasse am 16. Oktober 2007 zugegangenen Verfügung der IV-Stelle, und es der Beschwerdeführerin überdies oblag, allfällige Verdachtsgründe rechtzeitig zu konkretisieren (Urteile 5C.50/2007 vom 2. Oktober 2007 E. 2; 5C.229/1993 vom 18. März 1994 E. 4c; Urs Ch. Nef, in: Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag, 2001, N. 23 zu <span class="artref">Art. 6 VVG</span>), was sie mit der Anforderung der IV-Akten erst rund ein Jahr nach Erhalt der Verfügung und daher - mit Blick auf die vierwöchige Verwirkungsfrist (vgl. <span class="artref">Art. 6 VVG</span>) - verspätet getan hat, </div> <div class="para">dass nach dem Gesagten die (implizite) vorinstanzliche Annahme der Verwirkung des Rücktrittsrechts nach <span class="artref">Art. 6 VVG</span> nicht bundesrechtswidrig und daher auf die Rügen betreffend die Feststellungen zur Anzeigepflichtverletzung nicht einzugehen ist, </div> <div class="para">dass der kantonale Entscheid im Übrigen nicht angefochten wird, </div> <div class="para">dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist und daher im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG</span> erledigt wird, </div> <div class="para">dass mit dem Urteil das von der Beschwerdeführerin gestellte Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos ist, </div> <div class="para">dass die Beschwerdeführerin als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen hat (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>), </div> <div class="para">erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 30. November 2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Meyer Dormann </div> </div></body></html>