Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 16. September 2015 (810 14 375) ____________________________________________________________________ Raumplanung, Bauwesen Quartierplanvorschriften Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, K antonsrichter Niklaus Ruckstuhl, Markus Clausen , Jgnaz Jermann, Markus Mattle, Gerichts- schreiber Marius Wehren Parteien Zweckverbund A.____ , Beschwerdeführer , G.____ und H.____ , Beschwerdeführer, I.____ und J.____ , Beschwerdeführer, K.____ , Beschwerdeführer, L.____ und M.____ , Beschwerdeführer, N.____ , Beschwerdeführer, alle vertreten durch Dr. Dieter Völlmin, Advokat gegen Regierungsrat des Kantons Basel -Landschaft , 4410 Liestal , Be- schwerdegegner Einwohnergemeinde Arlesheim , Domplatz 8, 4144 Arlesheim, Be- schwerdegegnerin, vertreten durch Elisabeth Gutzwiller Emmerth, Advokatin Beigeladene B.____ SA , vertreten durch C.____ AG Betreff Quartierplanvorschriften "Uf der Höchi - II " (RRB Nr. 1830 vom 2. Dezember 2014) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Am 20. Juni 2013 beschloss die Einwohnergemeindeversa mmlung Arlesheim die Quartierplanvorschriften "Uf der Höchi - II". Die Quar tierplanung umfasst die im Eigentum der B.____ SA stehende Parzelle Nr. 549, Grundbuch Arleshei m, mit einer Gesamtfläche von 13'851 m 2. B. In der Referendumsabstimmung vom 24. November 2013 wurden die Quartierplanvor- schriften angenommen. C. Die öffentliche Planauflage fand vom 5. Dezember 2 013 bis 24. Januar 2014 statt. Während der Auflagefrist erhoben der Zweckverbund A.__ __ und verschiedene Grundeigentü- mer benachbarter Parzellen, vertreten durch Dr. Dieter Völlmin, Advokat in Muttenz, Einsprache gegen die Quartierplanvorschriften. Anlässlich der Verstä ndigungsverhandlung vom 6. Mai 2014 konnte mit den Einsprechern keine Einigung erzielt werden. D. Mit Entscheid des Regierungsrats des Kantons Basel-Land schaft vom 2. Dezember 2014 wurde die Einsprache abgewiesen, soweit darauf ei ngetreten wurde. Die Quartierplanvor- schriften "Uf der Höchi - II" wurden – von einer hier nicht interessierenden Ausnahme abgese- hen – genehmigt und allgemeinverbindlich erklärt. E. Gegen den Entscheid des Regierungsrats erhoben der Zweckverbund A.____, G.____ und H.____, I.____ und J.____, K.____, L.____ und M. ____ sowie N.____, alle vertreten durch Dr. Dieter Völlmin, Advokat, mit gemeinsamer Eingabe vom 12. Dezember 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwa ltungsrecht. Sie stellen das Rechtsbe- gehren, es seien die Ziffern 1 bis 3 des angefochtenen Entscheids aufzuheben und es sei den Quartierplanvorschriften die Genehmigung zu verweiger n. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde beantragt, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. F. Mit Präsidialverfügung vom 15. Januar 2015 wurde das Gesuch der Beschwerdeführer um Erteilung der aufschiebenden Wirkung gutgeheissen. G. Am 13. Februar 2015 reichten die Beschwerdeführer ihre Beschwerdebegründung ein, in welcher sie vollumfänglich an den gestellten Rechtsbegehren festhielten. H. Mit Vernehmlassung vom 20. April 2015 beantragt der Beschwerdegegner die Abwei- sung der Beschwerde. I. Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Vernehml assung vom 20. April 2015 eben- falls die Abweisung der Beschwerde. J. Die Beigeladene stellt mit Vernehmlassung vom 20. Ap ril 2015 den Antrag auf Abwei- sung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. K. Mit Präsidialverfügung vom 23. April 2015 wurde de r Fall der Kammer zur Beurteilung überwiesen. Es wurde verfügt, dass das Verfahren 810 14 375 zusammen mit dem Verfahren Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 810 14 376 behandelt wird. Die Beweisanträge auf Ei nholung von Gutachten und weiteren Un- terlagen sowie Befragung von Auskunftspersonen wurden abgewiesen. L. Anlässlich der heutigen Verhandlung führte das Kant onsgericht einen Augenschein vor Ort durch. Im Rahmen der anschliessenden Parteiverhandl ung hielten die Parteien an ihren Anträgen und wesentlichen Begründungen fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- un d Verwaltungsprozess- ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügu ngen und Entscheide des Regie- rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim K antonsgericht zulässig. Da weder ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgese tzlicher Ausschlusstatbestand vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts, A bteilung Verfassungs- und Verwaltungs- recht, zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde geg eben. Die als Grundeigentümer von Nachbarparzellen der Parzelle Nr. 549, Grundbuch Arlesh eim, Beschwerde führenden Perso- nen sind im Sinne von § 47 Abs. 1 lit. a VPO durch den angefochtenen Entscheid berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Da auch die weiteren formellen Vo- raussetzungen erfüllt sind, ist insofern auf die Beschwer de einzutreten. Ob die Legitimation des Zweckverbunds A.____ ebenfalls erfüllt ist, kann angesichts des Umstands, dass im vorliegen- den Fall eine gemeinsame Beschwerdeeingabe eingereicht wurde und die Legitimation der üb- rigen Beschwerdeführer gegeben ist, offen gelassen werden. 2.1 Die Kognition des Kantonsgerichts ist gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO grundsätz- lich auf Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sach verhalts beschränkt. Die Unange- messenheit kann nach § 45 Abs. 1 lit. c VPO nur in den i n dieser Bestimmung genannten Aus- nahmefällen überprüft werden. Entscheide betreffend Nutzungsplanung fallen nicht darunter. 2.2 Nach Art. 33 Abs. 3 lit. b des Bundesgesetzes über d ie Raumplanung (RPG) vom 22. Juni 1979 hat das kantonale Recht die volle Überpr üfung von Verfügungen und Nutzungs- plänen durch wenigstens eine Beschwerdebehörde zu gewährleisten. Volle Überprüfung bedeu- tet in diesem Zusammenhang nicht nur die freie Prüfun g des Sachverhalts und der sich stellen- den Rechtsfragen, sondern auch eine Ermessenskontrolle. Die Überprüfung hat sich dabei dort sachlich zurückzuhalten, wo es um lokale Angelegenheiten g eht, hingegen so weit auszugrei- fen, dass die übergeordneten, vom Kanton zu sichernden In teressen einen angemessenen Platz erhalten (vgl. BGE 127 II 238 E. 3 b/aa; H EINZ AEMISEGGER /S TEPHAN HAAG , Kommentar zum Raumplanungsgesetz, Zürich 1999, Art. 33 N 56). Be i der Angemessenheitsprüfung ist jeweils auch der den Planungsträgern durch Art. 2 Abs . 3 RPG zuerkannte Gestaltungsbereich zu beachten. Nach Art. 2 Abs. 3 RPG achten die mit Pl anungsaufgaben betrauten Behörden somit darauf, den ihnen nachgeordneten Behörden den zur Erfüllung ihrer Aufgabe nötigen Er- messensspielraum zu lassen. Ein Planungsentscheid ist gestützt darauf zu schützen, wenn er sich als zweckmässig erweist, unabhängig davon, ob sich wei tere, ebenso zweckmässige Lö- Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht sungen erkennen lassen (vgl. P ETER HÄNNI , Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutz- recht, Bern 2008, S. 529). Den obgenannten Anforderu ngen genügt es nach ständiger Recht- sprechung, wenn der Regierungsrat – wie im vorliegend en Fall – als einzige Instanz mit voller Kognition über Einsprachen und Beschwerden entscheidet (vgl. BGE 127 II 238 E. 3b/bb; 119 Ia 321 E. 5 c; 114 Ia 233 E. 2b; H ÄNNI , a.a.O., S. 528; B ERNHARD WALDMANN /P ETER HÄNNI , Raumplanungsgesetz, Bern 2006, Art. 33 N 74 f.). 3.1 Die Beschwerdeführer erheben vorab diverse Rügen f ormeller Natur. Sie monieren, dass im Rahmen des Einsprache- und Genehmigungsverfahrens zwei Gutachten über die Ein- haltung der Lärmgrenzwerte eingeholt worden seien, w elche ihnen nicht oder verspätet zuge- stellt worden seien. Die Einwohnergemeinde Dornach, a n deren Gebiet das Quartierplanareal angrenze und welche mit Blick auf das in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene Goetheanum besonders betroffen sei, sei nicht hinreichend in das Ve rfahren einbezogen worden und die kantonale Arealbaukommission habe es unterlassen, die Quartierplanung umfassend zu prüfen. Schliesslich genüge die nachträglich durch die Beigelade ne eingeholte hydrogeologische Beur- teilung vom 5. März 2014 den Anforderungen an ein hy drogeologisches Gutachten nicht und trotz der prekären Erschliessungssituation sei kein Verkehrsgutachten eingeholt worden. 3.2 Soweit die Beschwerdeführer rügen, es sei zu Unrecht von der Einholung eines hydro- geologischen Gutachtens sowie eines Verkehrsgutachtens abge sehen worden, ist darauf im Rahmen der materiellen Beurteilung der entsprechend en Rügen einzugehen. Was den geltend gemachten Nichteinbezug der zuständigen Behörden der Nachbargemeinde Dornach anbe- langt, so sind die Beschwerdeführer diesbezüglich nicht in eigenen schutzwürdigen Interessen betroffen, weshalb auf die entsprechende Rüge grund sätzlich nicht einzutreten ist. Die Rüge erweist sich im Übrigen als unbegründet, zumal die Beschw erdegegnerin der Einwohnerge- meinde Dornach im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens Gele genheit zur Stellungnahme ein- räumte. Inwiefern sodann im Zusammenhang mit der er folgten Überprüfung der Quartierpla- nung durch die kantonale Arealbaukommission – nicht näher bezeichnete – Verfahrensvor- schriften verletzt worden sein sollen, wird durch die Beschwerdeführer nicht substantiiert darge- legt und ist auch nicht ersichtlich. 3.3 Der Einwand der Beschwerdeführer, es seien ihnen Gutachten über die Einhaltung der Lärmvorschriften nicht zugestellt worden, erweist sich in Bezug auf das überarbeitete Lärmgut- achten der D.____ AG vom 8. September 2014 als begrün det. Das fragliche Gutachten, auf welches im angefochtenen Entscheid Bezug genommen wird, wurde den Beschwerdeführern gemäss den Ausführungen des Regierungsrats versehentlich nicht zugestellt. Dies wäre jedoch erforderlich gewesen, um ihnen Gelegenheit zu geben, d azu gegebenenfalls Stellung zu neh- men. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst das Recht , von jedem der Rechtsmittelbe- hörde eingereichten Aktenstück Kenntnis zu nehmen und sich dazu äussern zu können, unab- hängig davon, ob darin neue Tatsachen oder Argumente enthalten sind und ob es die Behörde tatsächlich zu beeinflussen vermag (vgl. BGE 133 I 100 E . 4.3 ff.). Die mit der Nichtzustellung des Lärmgutachtens vom 8. September 2014 verbundene Verl etzung des rechtlichen Gehörs kann indes als geheilt gelten, zumal das fragliche Gut achten den Beschwerdeführern nachträg- lich zugestellt wurde und sie die Möglichkeit hatten, sich dazu im Rahmen des vorliegenden Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht Verfahrens zu äussern. Ausserdem können die damit zusammen hängenden Sachverhalts- und Rechtsfragen durch das Kantonsgericht frei überprüft we rden. Von einer Rückweisung an die Vorinstanz ist demzufolge abzusehen, wobei die Gehörsverl etzung jedoch bei der Kostenverle- gung angemessen zu berücksichtigen ist (vgl. Urteil des Kan tonsgerichts, Abteilung Verfas- sungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 28. Oktober 2009 [810 08 128] E. 3.3). 4.1.1 In der Sache machen die Beschwerdeführer geltend , der wesentliche Unterschied der strittigen Quartierplanung "Uf der Höchi - II" zur bish erigen, am 23. November 2006 von der Gemeindeversammlung beschlossenen Quartierplanung "Uf der Höchi" bestehe darin, dass auf dem gleichen Raum deutlich mehr, dafür kleinere Wohne inheiten geplant seien. Anlass für die Quartierplanung seien nicht raumplanerische Anliegen g ewesen, sondern einzig die kommerzi- ellen Interessen der Beigeladenen. Eine Interessenabwä gung mit den Interessen der Nachbar- schaft habe demgegenüber nicht stattgefunden. Die mit der strittigen Quartierplanung vorgese- hene Überbauung nehme keinerlei Rücksicht auf die Umgeb ung und stelle einen architektoni- schen Fremdkörper dar. Das Quartierplanareal liege in einem typischen Einfamilienhausquartier mit verhältnismässig grosszügigen Gärten und Parzellenflächen. Die Anzahl Wohnungen sei im Verhältnis zur Fläche eher gering. Die im Rahmen der Quartierplanüberbauung vorgesehenen 44 Wohnungen würden gegenüber der ursprünglichen Qua rtierplanung, welche 30 Wohnungen vorgesehen habe, zu Mehrverkehr, Mehrverdichtung und zu einer Veränderung des Quartiers führen. Soweit die Gemeinde ausführe, dass im Rahmen der Regelbauweise 32 Wohnungen erstellt werden könnten, treffe dies allenfalls bei ein er maximierten Nutzung zu. Hingegen sei davon auszugehen, dass bei einer organisch wachsenden Übe rbauung eine geringere Anzahl Wohnungen entstehen würde. In architektonischer Hinsicht falle auf, dass es sich bei der im Quartierplan vorgesehenen Überbauung im Verhältnis z ur Umgebung um völlig fremde, geo- metrisch auf zwei Achsen angeordnete, massive, rechteckige Ba ukörper handle. Von einer gu- ten ortsbaulichen Einpassung könne keine Rede sein. Auch die Dimensionierung der Gebäude hebe sich deutlich vom Einfamilienhauscharakter des Quartiers ab. 4.1.2 Der Regierungsrat erwog im angefochtenen Entsch eid, dass der Quartierplan gegen- über der angrenzenden Wohnzone W2c keine wesentliche Meh rnutzung vorsehe und insofern nicht von einer "Mehrverdichtung" gesprochen werden könn e, welche dem Zonencharakter der angrenzenden Wohnzone widerspreche und zu einer Veränd erung des Quartiercharakters füh- ren würde. Das Bebauungskonzept des Quartierplans nehme m it grossen Abständen zu den umliegenden Parzellen und mit einer gleichmässigen Ano rdnung der Gebäude Rücksicht auf die Umgebung. Im Rahmen der Regelbauweise könnte sodan n ungefähr die gleiche Bruttoge- schossfläche mit gleich viel Personen- und Verkehrsaufkomm en erstellt werden wie mit dem Quartierplan. 4.2.1 Quartierpläne bezwecken eine haushälterische Nutzun g sowie eine architektonisch und erschliessungsmässig gute, der Umgebung angepasste und auf die Wohnbedürfnisse der Bevölkerung ausgerichtete Überbauung eines zusammenhänge nden Teilgebietes der Bauzo- nenfläche (§ 37 Abs. 1 des Raumplanungs- und Baugesetz es [RBG] vom 8. Januar 1998). Sie legen für neu zu überbauende oder überbaute Quartier e die Vorschriften für die Nutzung und Überbauung bzw. für die Erneuerung und Erhaltung fes t (§ 38 Abs. 1 RBG). Der Quartierplan Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht kann insbesondere auch Vorschriften über Lage, Grösse, Gestaltung und Nutzung der Bauten und Freiflächen sowie deren Einordnung in die baulich e und landschaftliche Umgebung festle- gen (§ 38 Abs. 1 lit. a RBG). Quartierpläne können vo n den Zonenvorschriften und der Er- schliessungsplanung abweichende Bestimmungen enthalten (§ 40 Abs. 1 RBG). Gemäss § 40 Abs. 2 RBG gelten Zonenvorschriften, Strassennetz- sowie Bau- und Strassenlinienpläne als aufgehoben, soweit sie im Widerspruch zu einem rechtskräfti gen Quartierplan stehen. Wird mit der Überbauung nach Quartierplan nicht innert 5 Jahre n seit der Genehmigung durch den Re- gierungsrat begonnen oder ist sie nur zu einem kleinen Teil verwirklicht, ist der Quartierplan zu überprüfen und nötigenfalls anzupassen (§ 47 Abs. 3 RBG ). Soweit das kommunale Recht in Ziff. 10.1 des Zonenreglements für das Bau- und Landsch aftsgebiet vom 19. November 1980 eine Regelung betreffend neue Quartierplanungen enthält, geht diese nicht über den Gehalt des kantonalen Rechts bzw. von § 37 Abs. 1 RBG hinaus. 4.2.2 Gemäss § 1 Abs. 2 des Quartierplanreglements (QPR) bezweckt die Quartierplanung unter anderem die Sicherstellung einer quartierverträg lichen Siedlungsverdichtung auf der Grundlage eines Bebauungs- und Aussenraumkonzepts (lit. a), die Sicherstellung einer qualita- tiv hochwertigen Wohnüberbauung, welche sich gut in die vorhandene Topografie und in das benachbarte Siedlungsgebiet einpasst (lit. b), die Aus bildung einer städtebaulichen Einheit mit ästhetischem Gesamteindruck durch Abstimmung von Architektu r, Farbe und Materialien der Baukörper aufeinander (lit. c) sowie die Ausbildung ei ner attraktiven und grosszügigen Aussen- raumgestaltung durch eine differenzierte und vernetzend e Grün- und Freiraumgestaltung im Sinne des ökologischen Ausgleichs (lit. e). Nach § 3 Abs. 1 QPR dürfen Hauptbauten nur in den im Quartierplan dafür definierten Baubereichen erstellt werden. Die Baubereiche der Hauptbau- ten im Quartierplan begrenzen Lage, Grösse, Höhe und Geschossigkeit der zulässigen Haupt- bauten (§ 3 Abs. 2 QPR). Ebenfalls werden Lage und Gr össe der unterirdischen Bauten im Quartierplan festgelegt (§ 3 Abs. 4 QPR). Das Mass der b aulichen Nutzung wird mittels der Bruttogeschossfläche gemäss § 49 Abs. 2 und 3 RBV festgeleg t (§ 4 Abs. 2 QPR). Das bauli- che Nutzungsmass für Hauptbauten beträgt 7'800 m 2 (§ 4 Abs. 4 lit. a QPR). Im Weiteren regelt § 5 Abs. 1 QPR, dass die Hauptbauten hinsichtlich Gestal tung und Materialisierung der Fassa- den als Einheit auszubilden sind. Materialien, Farbgebu ng und Architektur sind auch bei späte- ren Sanierungen sorgfältig aufeinander abzustimmen, damit ein ästhetisch ansprechender Ge- samteindruck und eine gute Einpassung in das benachbarte Siedlungsgebiet entstehen. Die Hauptbauten sind mit einem Flachdach zu erstellen (§ 5 Abs. 2 QPR). 4.2.3 Der Planungsbehörde kommt bei der Festsetzung von Quartierplänen und insbesonde- re bei der Beurteilung der Frage, ob mit dem Plan e ine bessere städtebauliche und architekto- nische Lösung erzielt wird, eine besondere Entscheidungs- und Ermessensfreiheit zu (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_130/2014 vom 6. Januar 2015 E. 2.2). 4.3.1 Wie dem im Anhang 3 zum Planungsbericht enthalt enen Nutzungsvergleich entnom- men werden kann, ist mit der strittigen Quartierplanu ng weder gegenüber der bisherigen Quar- tierplanung noch der umliegenden Zone W2c eine massgeb liche Erhöhung der baulichen Nut- zung verbunden. Die Bruttogeschossfläche ist im Verhältnis zur bisherigen Quartierplanung im Wesentlichen identisch und gegenüber der Zone W2c gar l eicht reduziert. Ebenfalls wird im Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Planungsbericht zutreffend festgehalten, dass das Total d er mit Hochbauten bebaubaren Flä- chen (baulicher Fussabdruck) sowohl im Vergleich zur bis herigen Quartierplanung als auch der Zone W2c tiefer ist (Planungsbericht, S. 8). Hinsichtli ch der äusseren Abmessungen der vorge- sehenen Bauten ist festzustellen, dass die im Quartierp lan ausgewiesenen Baubereiche die maximalen Gebäudehöhen auf jeweils unter 10 m beschränk en. Demgegenüber ist in der Zone W2c eine Gebäudehöhe von maximal 9 m zulässig. Im Weite ren ist im Baubereich E eine Ge- bäudelänge von 32.4 m zulässig, was einer geringfügigen Erhöhung der zulässigen Gebäude- länge nach der Regelbauweise (30 m) entspricht. Sowei t die bestehenden Bauten in der umlie- genden Zone W2c aktuell das maximal zulässige Nutzungsmass bzw. die zulässige Gebäude- höhe nicht ausschöpfen, ist dies entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer nicht ent- scheidend. Massgebend ist, dass mit dem Quartierplan keine wesentliche Erhöhung der bauli- chen Nutzung sowie der äusseren Abmessungen der Gebäude gegenüber der bisherigen Quar- tierplanung sowie den Zonenbestimmungen im umliegende n Gebiet verbunden ist. Was die Anzahl Wohneinheiten betrifft, so wird diese im Qua rtierplan nicht festgeschrieben. Gemäss Planungsbericht sind 44 Wohnungen vorgesehen (Planungsbe richt, S. 3). Im Rahmen der bis- herigen Quartierplanung waren demgegenüber bis zu 36 Wohneinheiten mit einer entsprechend grösseren Fläche vorgesehen. Sodann wären gemäss Planung sbericht im Rahmen einer Über- bauung nach den Bestimmungen der Zone W2c auf abparzel lierten Einzelparzellen 32 Wohneinheiten realisierbar (Planungsbericht, S. 15). Der Beschwerdegegner geht demgegen- über davon aus, dass nach der Regelbauweise auch eine grössere Anzahl Wohneinheiten bzw. im Wesentlichen die gleiche Anzahl Wohneinheiten erstel lt werden könnte wie im Rahmen der Quartierplanung, was – bei entsprechend dichter Bebau ung – als nachvollziehbar erscheint. Wie der Regierungsrat indes zu Recht festhält, ist die im Quartierplan vorgesehene Konzentra- tion der Bauten im Hinblick auf den Zweck der haushält erischen Nutzung des Bodens ebenso wie die qualitativen Vorgaben der Quartierplanung un ter raumplanerischen Gesichtspunkten vorteilhafter. Insgesamt ist festzustellen, dass mit der str ittigen Quartierplanung weder im Ver- hältnis zur bisherigen Quartierplanung noch der Regel bauweise eine massgebliche "Mehrver- dichtung" herbeigeführt wird und die im Quartierplan vorgesehene Konzentration der baulichen Nutzung den Anforderungen an eine quartierverträgliche Siedlungsverdichtung (§ 1 Abs. 2 lit. a QPR) ohne weiteres entspricht. 4.3.2 Soweit die Beschwerdeführer geltend machen, di e Quartierplanung ermögliche den Bau von architektonischen Fremdkörpern bzw. quartierunüblichen Bauten, kann ihnen ebenfalls nicht gefolgt werden. Wie anlässlich des gerichtlichen Aug enscheins ersichtlich wurde, weisen die an das Quartierplanareal angrenzenden Parzellen hi nsichtlich der Art der Überbauung kei- nen homogenen Charakter auf. Namentlich handelt es sich auch bei den Neubauten im Bereich der Strasse "Im Zirkelacker" um Flachdachbauten, welche der Typologie der im Quartierplan vorgesehenen Bauten entsprechen. Die Anordnung der B aubereiche und die Vorgaben des Quartierplanreglements gewährleisten sodann ein einh eitliches Erscheinungsbild der Überbau- ung. Die Baubereiche weisen grosszügige, über die gesetzlichen Mindestabstände deutlich hin- ausgehende Abstände zu den umliegenden Bauten auf. Im Weiteren fallen die mit der unterirdi- schen Erschliessung verbundene Freihaltung des Quartierpl anareals von Verkehrsflächen bzw. vom motorisierten Individualverkehr und der damit einher gehende hohe Anteil an Grünflächen positiv ins Gewicht. Die genannten Faktoren tragen allesa mt dazu bei, dass sich die im Quar- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht tierplan vorgesehene Überbauung insgesamt gut in das Si edlungsmuster der Umgebung ein- passt. Von einer möglichen Beeinträchtigung des südlich des Quartierplanareals auf dem Ge- biet der Einwohnergemeinde Dornach gelegenen, unter Denkmalschutz stehenden Goethea- nums kann nicht gesprochen werden. 4.3.3 Die Quartierplanung führt nach dem Gesagten n icht zu einer unzulässigen Beeinträch- tigung von Nachbarinteressen und die entsprechenden Rügen erweisen sich als unbegründet. 4.4.1 Die Beschwerdeführer machen im Weiteren geltend, dass die im Quartierplan vorge- sehene Erschliessung über den Finkelerweg unzureichend sei . Das mit der Quartierplanung verbundene zusätzliche Strassenverkehrsaufkommen, welches mit 210 Fahrten täglich beziffert werde, stelle gegenüber dem Verkehrsaufkommen im Rahm en der Regelbauweise, welches sich bei korrekter Berechnungsweise auf 98 tägliche Fahr ten belaufe, eine Erhöhung um mehr als das Doppelte dar und übersteige die Kapazitäten des Finkelerwegs in offensichtlicher Wei- se. Entgegen der Argumentation der Gemeinde betrage die Fahrbahnbreite des Finkelerwegs nicht durchwegs mindestens 5.9 m. Vielmehr sei der Finkel erweg an verschiedenen Stellen auf eine Breite von 4 m reduziert worden, was ein Kreuzen von Motorfahrzeugen unmöglich mache. Der Finkelerweg weise zudem kein durchgehendes Trottoir auf. Ebenfalls sei die vorgesehene Einmündung vom Quartierplanareal in den Finkelerweg unzureichend, zumal sie der Voraus- setzung einer möglichst rechtwinkligen Gestaltung zuwiderlaufe. Was die am Bärenbrunnenweg vorgesehenen 8 Besucherparkplätze anbelange, so sei fest zustellen, dass die Kapazität dieser Strasse bereits heute erschöpft sei. Eine Verlegung der Parkplätze in die Autoeinstellhalle sei ohne weiteres möglich und verhältnismässig. 4.4.2 Gemäss § 8 Abs. 1 QPR erfolgt die Erschliessung de s Quartierplanareals über den Finkelerweg (unterirdische Autoeinstellhalle mit Stamm - und Besucherparkplätzen) sowie den Bärenbrunnenweg (oberirdische Besucherparkplätze/Gebäud ezugang für Langsamver- kehr/Ausnahmefahrten). Dem Strassennetzplan Siedlung d er Einwohnergemeinde Arlesheim vom 24. April 2002 zufolge handelt es sich beim Finkelerw eg um eine Erschliessungsstrasse mit Trottoir, welche als solche gemäss der einschlägigen VSS-Norm 640 054 auf eine Belast- barkeit von bis zu 150 Fahrzeugen pro Stunde ausgelegt i st. Das Strassenreglement der Ein- wohnergemeinde Arlesheim vom 22. Juni 2011 sieht in A nhang 1 für Erschliessungsstrassen eine Strassenbreite von mindestens 4.5 m mit in der Reg el einseitigem Trottoir vor, wobei von diesen Richtwerten in begründeten Fällen abgewichen w erden kann. Der Finkelerweg weist im Bereich der Quartierplanparzelle eine Fahrbahnbreit e von rund 6 m und eine Trottoirbreite von 1.8 m auf. Aus dem Umstand, dass er nicht durchgängig ei ne entsprechende Dimensionierung aufweist, kann entgegen der Auffassung der Beschwerdefüh rer nicht auf eine unzureichende Erschliessung des Quartierplanareals geschlossen werden. D ie von den Beschwerdeführern eingereichte Zusammenstellung der Strassenbreiten des F inkelerwegs betrifft Strassenab- schnitte im unteren Bereich der Strasse, welche gemäss den zutreffenden Ausführungen des Regierungsrats für die Beurteilung der Erschliessungssitua tion der Quartierplanparzelle nicht massgebend sind. Im Übrigen weisen auch diese Strassenab schnitte durchwegs eine Stras- senbreite von mindestens 4.5 m auf. Was die Kapazität des Finkelerwegs anbelangt, so wird im Planungsbericht unter Bezugnahme auf eine im Jahr 2010 durchgeführte Verkehrszählung fest- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht gehalten und von den Beschwerdeführern nicht in Frage gestellt, dass der Finkelerweg einen durchschnittlichen täglichen Verkehr von 340 Fahrzeugen bei einem Spitzenwert von 60 Fahr- zeugen pro Stunde aufweise (Planungsbericht, S. 16). D ie Beschwerdegegner halten ange- sichts dessen zu Recht fest, dass durch das mit der Quartierp lanung verbundene zusätzliche Verkehrsaufkommen von schätzungsweise 210 Fahrten pro Tag die Kapazitäten des Finkeler- wegs bei Weitem nicht überschritten werden. Entsprechend ist auch nicht ersichtlich, dass die bestehenden Zufahrten (Bärenbrunnenweg und Finkelerwe g) den während der Bauphase ent- stehenden Mehrverkehr nicht bewältigen könnten. Soweit die Beschwerdeführer geltend ma- chen, die Schätzung des Mehrfahrtenpotentials gegenüber der Regelbauweise basiere auf ei- ner unzutreffenden Parkplatzberechnung, kann ihnen eb enfalls nicht gefolgt werden. Die Be- schwerdegegner verweisen in diesem Zusammenhang zu Recht auf Anhang 1 der Verordnung zum Raumplanungs- und Baugesetz (RBV) vom 27. Oktober 1 998. Danach beträgt der Grund- bedarf für Autoparkplätze pro Einfamilienhaus 1.3 Parkp lätze, wobei jeder angefangene Park- platz voll zählt. Daraus ergibt sich, dass pro Einfamili enhaus jeweils 2 Parkplätze zu erstellen sind. Das auf dieser Basis abgeschätzte Mehrfahrtenpotenti al der vorgesehenen Quartierplan- überbauung gegenüber einer Überbauung mit 32 Wohnei nheiten im Rahmen der Regelbauwei- se, welches auf 50 Fahrten bzw. rund 30% beziffert wird, ist nicht zu beanstanden. 4.4.3 Hinsichtlich der vorgesehenen Einmündung vom Quart ierplanareal in den Finkelerweg ist festzustellen, dass die Quartierplanparzelle im Berei ch der fraglichen Einmündung mehr als 10 m breit ist und die gemeinsame Grenze zur Strassenpar zelle eine Länge von 17 m aufweist. Angesichts dieser Verhältnisse steht ausser Frage, dass der Quartierplan eine den Erschlies- sungsanforderungen entsprechende Einmündung in den Fink elerweg zulässt. Hinzu kommt, dass die vorgesehene grundstücksinterne Zufahrt zur Autoei nstellhalle eine Länge von 20 m aufweist, weshalb entgegen der Auffassung der Beschwerd eführer auch nicht von einem Rück- stau auf den Finkelerweg auszugehen ist. Nicht gefolgt w erden kann den Beschwerdeführern schliesslich, soweit sie die im Quartierplan vorgesehene ob erirdische Parkierung im Bereich des Bärenbrunnenwegs beanstanden. Namentlich ist nicht e rsichtlich, inwiefern die vorgesehe- nen 8 Parkplätze zu einer Überlastung dieser Strasse fü hren könnten. Von der Einholung eines Verkehrsgutachtens im Zusammenhang mit der Erschliessung de s Quartierplanareals konnte angesichts dieser klaren Ausgangslage abgesehen werden un d ist auch im vorliegenden Ver- fahren abzusehen. 4.5.1 Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, das Quartierplanareal sei nicht hinrei- chend mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen, zumal die nächsten Tram- und Bushaltestellen weit mehr als 500 m entfernt liegen würden. Die mit dem Quartierplan angestrebte Siedlungs- verdichtung stehe damit in Widerspruch zu kantonalen und kommunalen behördenverbindlichen Bestimmungen mit Richtplancharakter. 4.5.2 Zunächst ist festzustellen, dass die von den Beschwe rdeführern angeführte "Strategie für die räumliche Entwicklung und die Anpassung der Pla nungs- und Bauvorschriften" der Ein- wohnergemeinde Arlesheim vom 21. Dezember 2010 vom Gem einderat beschlossen wurde und demnach keinen Richtplancharakter aufweist (§ 17 Ab s. 2 RBG). Von einer Verletzung von kommunalen Bestimmungen mit Richtplancharakter kann insofe rn von vornherein nicht gespro- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht chen werden. Der Kantonale Richtplan sieht im Objektb latt S2.1 "Siedlungsentwicklung nach innen" unter "D. Beschlüsse" unter anderem vor, dass verdichtete Bauweisen und Nachverdich- tungen insbesondere an mit dem öffentlichen Verkehr erschlossenen Lagen quartier- und um- weltverträglich (massgeschneidert) erfolgen sollen. Dazu ist festzustellen, dass der strittige Quartierplan – wie vorstehend aufgezeigt wurde (vgl. E . 4.3.1) – weder gegenüber der bisheri- gen Quartierplanung noch der umliegenden Zone W2c ei ne massgebliche Erhöhung der bauli- chen Nutzung vorsieht. Entsprechend ist auch nicht von e iner verdichteten Bauweise im Sinne des Kantonalen Richtplans auszugehen. Im Übrigen ist fe stzustellen, dass die Quartierplanpar- zelle hinreichend mit dem öffentlichen Verkehr erschloss en ist. Wie im Planungsbericht zutref- fend ausgeführt wird, ist die Bushaltestelle "Dom" üb er den Finkelerweg in einer Fusswegdis- tanz von ca. 600 m erreichbar. Zudem ist auf § 8 Abs. 8 QPR zu verweisen, wonach zur Ergän- zung des öffentlichen Fusswegnetzes zwischen dem Bärenbrunn enweg und der Strasse "Auf der Höhe" eine Fusswegverbindung zu erstellen ist. Mit dieser im Strassennetzplan ausgewie- senen Verbindung beträgt die Fusswegdistanz zur Bushalt estelle "Obesunne" noch ca. 450 m (Planungsbericht, S. 15). 4.6 Im Weiteren rügen die Beschwerdeführer, dass der Q uartierplan die Lage sowie die Abmessungen der oberirdisch in Erscheinung tretenden Ein hausung der Einfahrtsrampe nicht definiere, was als rechtswidrige Unvollständigkeit der So ndernutzungsplanung zu qualifizieren sei. Der Einwand der Beschwerdeführer erweist sich als u nbegründet. Die Lage und die maxi- malen Abmessungen der Tiefgarage inklusive Zufahrt wer den im Quartierplan mittels Festset- zung des "Baubereichs für unterirdische Bauten (teilweise oberirdisch in Erscheinung tretend)" definiert. Soweit die exakte Höhe und Länge der vorge sehenen Einhausung nicht definiert wer- den, entspricht dies dem Charakter des Quartierplans und stellt keine Unvollständigkeit dar, welche die strittige Sondernutzungsplanung als rechtswidrig erscheinen liesse. 4.7.1 Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, die Vorinstanz habe zu Unrecht nicht abgeklärt, ob das Areal mit Blick auf die hydrogeologisch e Situation überhaupt für die im Quar- tierplan vorgesehene Überbauung geeignet sei. Dies sei n amentlich in Bezug auf die geplante Erschliessung über die unterirdische Autoeinstellhalle v on Belang, deren Einfluss auf das Hangwasser nicht geklärt sei. Es sei davon auszugehen, dass sich der riegelartige Einstellhal- lenbau auf die Hangwasserverhältnisse auswirken werde un d die Grundstücke der Beschwer- deführer durch den Rückstau von Hangwasser in Mitleidenschaf t gezogen würden. Auch sei eine Beeinträchtigung der im Südwesten des Areals angr enzenden Naturschutzzone zu be- fürchten. Die entsprechenden hydrogeologischen Abklärun gen müssten im Sondernutzungs- planungsverfahren erfolgen und dürften nicht erst im Baubewilligungsverfahren vorgenommen werden. Die Quartierplanvorschriften würden zwar Bestim mungen zum Hochwasserschutz ent- halten, nicht jedoch zur Frage des Hang- und Schichtenwassers. 4.7.2 Der Beschwerdegegner führt zusammengefasst aus, dass die Beigeladene bereits im Jahr 2007 im Zusammenhang mit der Quartierplanung "Uf der Höchi" ein Baugrundgutachten habe erstellen lassen, welches auf den strittigen Quarti erplan "Uf der Höchi - II" direkt anwend- bar sei, zumal dieser unverändert eine 220 m lange unt erirdische Autoeinstellhalle als hydroge- ologisch entscheidendes Bauelement vorsehe. Im Jahr 2014 sei ein weiteres Gutachten zur Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht hydrogeologischen Situation eingeholt worden. Die beid en Berichte würden Empfehlungen zur Bauweise, zur notwendigen Bauwasserhaltung in der Bauphase und zur Entwässerung im End- zustand abgeben. Sie würden die Schwierigkeiten aufzeigen, mit denen aufgrund des Baugrun- des und der Verhältnisse zu rechnen sei, aber auch die g rundsätzliche Machbarkeit bzw. die mögliche Umsetzung des Projekts bestätigen. Den Anforderu ngen an die im Quartierplanver- fahren zu treffenden Abklärungen werde damit vollumfän glich entsprochen. Die tatsächliche Umsetzung sei nicht im Rahmen der Quartierplanung, sond ern im Rahmen des Baubewilli- gungsverfahrens detailliert zu regeln. 4.7.3 Die Beschwerdegegnerin verweist ebenfalls auf die Abklärungen zur hydrogeologi- schen Situation im Bereich der Quartierplanparzelle. D iese würden aufzeigen, dass das Hang- und Schichtenwasser mit technischen Massnahmen reguliert w erden könne. Im Baubewilli- gungsverfahren sei nachzuweisen, wie mit dem Hangwassersp iegel umgegangen werde. Die Massnahmen müssten dem aktuellen Stand der Technik entspre chen und der Gemeinde mit dem Kanalisationsanschlussgesuch zur Prüfung und Bewilligung eingereicht werden. Die Arbei- ten seien durch einen Geologen zu begleiten und abzun ehmen und es sei zuhanden der Ge- meinde ein Begleit- und Abschlussbericht zu erstellen (Planungsbericht, Anhang 16.3). 4.7.4 Mit den Beschwerdegegnern ist festzustellen, dass bereits im Rahmen der Quartier- planung "Uf der Höchi" eine Abklärung der Baugrund- und Versickerungsverhältnisse erfolgte. Der entsprechende "Bericht zur Baugrunduntersuchung" der F.____ AG vom 21. Mai 2007 ba- siert unter anderem auf Rammkernbohrungen und Sondie rungen mit einer Rammsonde. Es wird darin umfassend auf die Baugrund- und Wasserverhäl tnisse auf der Quartierplanparzelle eingegangen und es werden die bautechnischen Folgerunge n festgehalten. Bezüglich der zu treffenden Massnahmen wird unter anderem darauf hinge wiesen, dass zwingend eine Drainie- rung erforderlich sei. Im Weiteren wurde im Jahr 2014 in Bezug auf das Quartierplanprojekt "Uf der Höchi - II" eine Beurteilung der hydrogeologische n Verhältnisse durch die F.____ AG vor- genommen. Der entsprechende Bericht vom 5. März 2014 stützt sich auf die bei der Beurteilung des Projekts "Uf der Höchi" gewonnenen Erkenntnisse, was insofern als gerechtfertigt er- scheint, als die massgebenden Umstände, namentlich der vorgesehene Bau einer unterirdi- schen Autoeinstellhalle, mit der aktuellen Quartierpla nung übereinstimmen. Im Bericht wird festgehalten, dass infolge der Neubebauungen ohne die Ergreifung von Gegenmassnahmen Veränderungen im Wasserregime zu erwarten seien. Durch die unterirdischen Baukörper werde grundsätzlich der Wasserfluss des Hang- und Schichtenwassers vo n West nach Ost bis zur jeweiligen Fundationstiefe unterbrochen bzw. abgelenkt . Um dies zu verhindern bzw. auszu- gleichen, sei es üblich, ein Drainagesystem zu entwickeln, w odurch allfälliges Hang- und Schichtenwasser auf den hangabwärts liegenden Gebäudese iten versickert werden könne. Zu- dem sei ein umfassendes Dach- und Platzwasserkonzept zu erstellen, um zu verhindern, dass der Eintrag durch Meteorwasser in den Untergrund redu ziert werde. Die beschriebenen Mass- nahmen seien vergleichbar beim vorgängigen Projekt geplant und projektiert gewesen. 4.7.5 Wie der Beschwerdegegner in seiner Vernehmlassun g schlüssig darlegt, sprechen die Beschwerdeführer mit ihrer Argumentation nicht in erst er Linie das oberirdische Hangwasser – welches in der Naturgefahrenkarte des Kantons Basel-Landsc haft für Teile des Quartier- Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht planareals als Gefahrenhinweis verzeichnet ist –, sonde rn das unterirdische Hang- und Schich- tenwasser im Sinne der hydrogeologischen Verhältnisse a n. Diesbezüglich wird in den obge- nannten Berichten festgehalten, dass die Erstellung der unterirdischen Autoeinstellhalle den natürlichen Fluss des Hang- und Schichtenwassers verändern werde. Gleichzeitig wird aufge- zeigt, dass und mit welchen Massnahmen den Schwierigkeite n aus hydrogeologischer Sicht im Rahmen der Bauausführung angemessen Rechnung getrage n werden kann. Soweit die Be- schwerdeführer ausführen, dass in Bezug auf die hydrogeo logische Situation keinerlei Messun- gen, Sondierungen und Abklärungen vor Ort vorgenommen worden seien, entbehrt dies ange- sichts der im Rahmen des Berichts vom 21. Mai 2007 durchgef ührten Untersuchungen, auf welche im Bericht vom 5. März 2014 ausdrücklich verwiesen wird, der Grundlage. Mit ihren Aus- führungen vermögen die Beschwerdeführer die grundsätzl iche Eignung des Quartierplanareals für die vorgesehene Überbauung denn auch nicht in Fra ge zu stellen. Namentlich ist nicht er- sichtlich, dass die vorgesehene Drainierung des Hang- und Schichtenwassers nicht umsetzbar ist bzw. zu Beeinträchtigungen der Liegenschaften der Beschwerdeführer führen wird. Ebenfalls kann der Auffassung der Beschwerdeführer, wonach die Übe rbauung zu einer Trockenlegung des Naturschutzgebiets im südwestlichen Teil der Quartier planparzelle führen werde, nicht ge- folgt werden. Dagegen spricht nebst dem natürlichen Gef älle der Parzelle zum südwestlichen Teil hin insbesondere auch die im Bericht vom 5. März 2 014 aufgezeigte Massnahme, das Me- teorwasser zu sammeln und in das südwestlich gelegene Nat urschutzgebiet bzw. das Schwin- bächli zu leiten. Nach dem Gesagten steht fest, dass die hydrogeologischen Verhältnisse der im Quartierplan vorgesehenen Erschliessung nicht entgegenstehen. Von der Einholung eines wei- teren hydrogeologischen Gutachtens konnte unter diesen Umständen abgesehen werden und ist auch im vorliegenden Verfahren abzusehen. Soweit die Beschwerdegegner in Bezug auf die im Einzelnen zu treffenden baulichen Massnahmen auf das Baubewilligungsverfahren verwie- sen haben, erscheint dies als sachgerecht und ist nicht zu b eanstanden (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 1A.197/2001 vom 18. April 2002 E. 4.2-4.3). 4.8 Die strittige Quartierplanung erweist sich nach dem Gesagten unter sämtlichen Ge- sichtspunkten als rechtskonform. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen, soweit darauf ein- zutreten ist. 5.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kan tonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Bei der Verlegung der Verfahrens- und Parteikosten ist de m Umstand Rechnung zu tragen, dass die Beschwerdeführer ihren Anspruch auf rechtliches Gehö r nur aufgrund der Beschwerdeer- hebung wahren konnten (vgl. BGE 126 II 111 E. 7b). Den Beschwerdeführern sind demnach reduzierte Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- aufzuerlegen. 5.2.1 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei- zug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene P arteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Gestützt auf das Verursa cherprinzip, wonach unnötige Kosten zu bezahlen hat, wer sie verursacht hat, ist den Beschwerdeführern eine Parteientschä- Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht digung in der Höhe von pauschal Fr. 750.-- (inkl. Ausl agen und 8% MWST) zulasten des Be- schwerdegegners zuzusprechen. 5.2.2 Gemeinden und andere Träger öffentlicher Aufga ben haben Anspruch auf eine Partei- entschädigung, sofern der Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin gerechtfertigt war (§ 21 Abs. 2 VPO). Nach ständiger Praxis besteht gestützt auf diese Bestimmung ein Anspruch auf Parteientschädigung in denjenigen Fällen, in dene n der Beizug eines externen Rechtsver- treters im Einzelfall auch für Gemeinden mit juristisch er Fachkompetenz innerhalb der eigenen Verwaltung gerechtfertigt erscheint. Dies ist namentlic h der Fall, wenn für eine angemessene Prozessvertretung rechtliches Spezialwissen gefordert ist, über welches gemeindeeigene Rechtsdienste normalerweise nicht verfügen (vgl. statt vi eler Urteil des Kantonsgerichts, Abtei- lung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 23. Januar 2013 [810 11 146] E. XIV/2 mit Hinweisen). Die sich im vorliegenden Verfahren stellenden Rechtsfragen erweisen sich nicht als derart komplex, dass für eine angemessene Prozessvertret ung juristisches Spezialwissen im vorgenannten Sinn erforderlich gewesen wäre. Die Vo raussetzungen für die Zusprechung einer Parteientschädigung an die Beschwerdegegnerin sin d demzufolge nicht gegeben und die entsprechenden Parteikosten sind wettzuschlagen. Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- werden den Be- schwerdeführern auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 2'200.-- verrechnet. Der zuviel gezahlte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 200 .-- wird den Beschwerdeführern zurückerstattet. 3. Den Beschwerdeführern wird eine reduzierte Parteie ntschädigung in der Höhe von Fr. 750.-- (inkl. 8% MWST) zulasten des Beschwe rdegegners zugesprochen. Die übrigen Parteikosten werden wettgeschlagen. Präsidentin Gerichtsschreiber