A bteilung IV D -7274/2006 law /m am {T 0/2} U rteil vom 3. Septem ber 2007 M itw irkung: R ichter W alter Lang, R ichter W alter Stöckli, R ichterin C laudia C otting-Schalch, G erichtsschreiber M artin M aeder X._______, geboren _______, Irak, alias Y._______, geboren _______, Irak, vertreten durch Peter Frei, R echtsanw alt, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 29. Septem ber 2000 i. S. A sylw iderruf und A berkennung der Flüchtlingeigenschaft / N _______, B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. a) D er Beschw erdeführer verliess sein H eim atland gem äss eigenen Angaben am 10. M ärz 1997, indem er m it einem Personenw agen den irakisch-türkischen G renz- übergang Ibrahim Khalil/H abur passierte. Von Silopi aus sei er anschliessend m it dem Bus nach Istanbul w eitergefahren, w o er eine nach Zürich abfliegende M a- schine bestiegen habe. Am 1. April 1997 habe er m it einem vom Schlepper in Istanbul zur Verfügung gestellten R eisepass über den Flughafen Zürich-Kloten in die Schw eiz einreisen können. Am 1. April 1997 erschien der Beschw erdeführer in der Em pfangsstelle A._______ (seit 1. Januar 2005: Em pfangs- und Verfahrenszentrum [EVZ] A._______) und suchte um Asyl nach. Bei der Erhebung seiner Personalien m achte er die erstrubrizierten Angaben und reichte zu deren Bestätigung eine am 1. M ai 1985 ausgestellte irakische Identitätskarte zu den Akten, bezüglich w elcher er anm erkte, es handle sich nicht um das O riginal - dieses habe er verloren -, sondern um ein offizielles, echtes D uplikat. W eiter gab er zu Protokoll, er habe sich in D iyala gegen Bezahlung einen gefälschten irakischen R eisepass m it einem türkischen Touristenvisum ausstellen lassen, w elchen er nach seiner Einreise in die Türkei w ieder w eggew orfen habe. Zu seiner Person hielt er ergänzend fest, er gehöre der kurdischen Volksgruppe an, sei sunnitischen G laubens und stam m e aus Bagdad, w o er - abgesehen von einem zw eim onatigen Aufenthalt als Flüchtling im Iran im Jahre 1991 - von seiner G eburt bis zur Ausreise im m er w ohnhaft gew esen sei. D as dam alige Bundesam t für Flüchtlinge (BFF, seit 1. Januar 2005 Bestandteil des BFM ) befragte den Beschw erdeführer am 4. April 1997 sum m arisch zum R eisew eg und zu den G ründen für das Verlassen des H eim atlandes. N achdem er für die D auer des Verfahrens dem Kanton Zürich zugew iesen w orden w ar, w urde der Be- schw erdeführer dort am 22. M ai 1997 durch die zuständige Behörde zu seinen Asylgründen angehört. D as BFF führte am 30. Juni 1997 eine ergänzende Befra- gung m it ihm durch. b) D er Beschw erdeführer m achte im R ahm en der drei Befragungen zur Begründung seines Asylgesuchs im W esentlichen geltend, er sei seit dem Jahre 1986 M itglied der B._______ und habe sein Leben in G efahr gesehen, als er am 1. M ärz 1997 von der Verhaftung seines C hefs in der Partei am Tag zuvor in Bagdad erfahren habe. Am M orgen des 1. M ärz 1997 hätten kurdische Kaufleute aus der Kleinstadt D .______ (gleichnam iger D istrikt, Provinz Kirkuk [gem äss kurdischem Verständnis], heutige Autonom e R egion Kurdistan) sein G eschäft in Bagdad betre- ten und ihm erzählt, dass Z._______, sein langjähriger W eggefährte und Vor- gesetzter bei der B._______, am Abend zuvor im H otel C ._______ in Bagdad vom irakischen G eheim dienst festgenom m en w orden sei. Er sei Z._______ zum ersten M al im Jahre 1986 begegnet, als er in Bagdad das Lehrersem inar besucht habe. D er aus D ._______ stam m ende Z._______ habe rasch sein Vertrauen gew onnen und ihn für die B._______ als M itglied gew innen können. Im D ezem ber 1986 habe er im Auftrag der B._______ aus dem G ebäude einer Prim arschule in Bagdad eine Schreibm aschine gestohlen. D er Besitz einer Schreibm aschine sei dam als 3 verboten gew esen und m it dem Tod bestraft w orden. Zusam m en m it Z._______ habe er die Schreibm aschine in ein D orf in der N ähe von B._______ gebracht. W ährend er sogleich nach Bagdad zurückgekehrt sei, sei Z._______ so lange dort geblieben, bis es ihm gelungen sei, die Schreibm aschine durch eine Peschm erga- Patrouille nach B._______ hineinschleusen zu lassen. Im Januar 1988 sei er ins M ilitär eingerückt und habe in einer Transporteinheit in Kirkuk seinen D ienst geleistet, bis er im Februar 1991 anlässlich des dam aligen Aufstandes im N ordirak desertiert sei. In den folgenden M onaten habe er zusam m en m it anderen B._______-M itgliedern den Peschm ergas einige M ale Lebensm ittel gebracht und sie auch m it W affen versorgt, die von den R egierungstruppen in den Stellungen zurückgelassen w orden seien. Im Verlauf des Jahres sei er für die D auer von zw ei M onaten in den Iran geflüchtet, nachdem die Truppen der irakischen R egierung die kurdischen G ebiete vorübergehend w ieder unter ihre Kontrolle gebracht hätten. N ach seiner R ückkehr in den Irak habe er seinen M ilitärdienst fertig geleistet und danach in Bagdad ein G eschäft für Autoreifen und Autobatterien eröffnet, m it w el- chem er bis zu seiner Ausreise seinen Lebensunterhalt verdient habe. Parallel da- zu habe er als einfaches M itglied seinen m onatlichen Beitrag für die B._______ entrichtet und für die Partei in Bagdad auch M edikam ente eingekauft. D aneben sei es seine Aufgabe gew esen, Berichte über die politische und soziale Situation in Bagdad zu verfassen. Im R ahm en dieser Berichterstattung habe er insbesondere auch Inform ationen über diejenigen Kurden aus D ._______ sam m eln und in R apporten festhalten m üssen, w elche m it der R egierung in Bagdad kollaboriert hätten. D ie derart von ihm belasteten Kurden seien dann nach ihrer R ückkehr nach B._______, w elches seit dem Aufstand von 1991 unter Kontrolle der B._______ gestanden habe, durch den dortigen Sicherheitsdienst überprüft w orden. D iese Tätigkeiten hätten ihm lange Zeit keine Problem e eingebrockt. So sei er niem als festgenom m en oder in ein Verfahren verw ickelt w orden. Am 28. Februar 1997 ha- be er das H otel C ._______ in Bagdad aufgesucht, um dem dort anw esenden Z._______ einen Bericht über einen verdächtigen Kurden zu übergeben. N ach der reibungslosen Ü bergabe des Berichts sei er nach H ause zurückgekehrt. Am M orgen des nächsten Tages habe er jedoch von kurdischen Kaufleuten, die in seinem G eschäft aufgetaucht seien, erfahren, dass Z._______ am Vorabend ungefähr um 22:00 U hr im H otel von Angehörigen des irakischen G eheim - oder Sicherheitsdienstes verhaftet w orden sei. N ach dieser M itteilung habe er sofort begriffen, dass sein Leben in G efahr sei. Im Irak sei es näm lich norm al, dass ein Festgenom m ener m it Folter zur Preisgabe der N am en seiner Freunde genötigt w erde. Er habe dam it gerechnet, dass es nicht länger als 6-8 Stunden bis zur N ennung seines N am ens durch Z.______ dauern w ürde. D eshalb sei er sogleich m it dem Taxi in ein D orf fünf Kilom eter ausserhalb von D ._______ gefahren, w o er im H aus eines Bekannten das H ereinbrechen der N acht abgew artet habe. U m zirka 22:00 U hr sei er von dort aus heim lich nach D ._______i gefahren. Am 5. M ärz 1997 habe ihn ein O nkel in D ._______ besucht und ihm m itgeteilt, dass Angehörige des irakischen G eheim dienstes zu H ause in Bagdad nach ihm gesucht und an seiner Stelle seinen Vater und einen seiner Brüder festgenom m en hätten. Am folgenden Tag habe er m it der U nterstützung seines Schw agers, w elcher G eheim dienstverantw ortlicher der kurdischen R egierung in D ._______ gew esen sei, die zuständigen Stellen der B._______ um Schutz ersucht. D iesen habe ihm das verantw ortliche Parteim itglied jedoch nicht zusichern können, m it der 4 Begründung, er habe kaum genügend R essourcen zur Verfügung, um seine eigene Sicherheit zu gew ährleisten. In diesem M om ent, an jenem 6. M ärz 1997, habe er sich entschlossen, sich sicherheitshalber ins Ausland zu begeben. Sein Schw ager habe diesen Schritt insofern begrüsst, als er eindringlich vor den iraki- schen Behörden gew arnt habe, die nicht w eit von D ._______ entfernt operiert hätten und dabei von zahlreichen Inform anten unterstützt w orden seien. Am 10. M ärz 1997 sei er deshalb aus dem Irak ausgereist. c) Zur U nterstützung dieser Vorbringen reichte der Beschw erdeführer beim BFF ein Bestätigungsschreiben des B._______-Büros in E._______ vom 23. Juli 1997 zu den Akten. B. M it Verfügung vom 14. August 1997 erkannte das BFF dem Beschw erdeführer die Flüchtlingseigenschaft zu und gew ährte ihm in der Schw eiz Asyl. C . a) M it verfahrensleitender Verfügung vom 18. April 2000 räum te das BFF dem Be- schw erdeführer eine bis zum 28. April 2000 laufende - auf Antrag bis zum 10. M ai 2000 erstreckte - Frist zur Stellungnahm e zum Ergebnis eines bei den deutschen Behörden angeforderten Fingerabdruckvergleichs ein, dem zufolge er am 2. April 1995 nach D eutschland eingereist ist, dort unter der zw eitrubrizierten Identität ei- nen Asylantrag gestellt hat, am 15. Februar 1998 als Asylberechtigter anerkannt w orden ist, am 11. M ärz 1998 der Ausländerbehörde der Stadt F._______ brieflich seinen W egzug ins Ausland aus persönlichen G ründen m itgeteilt hat und in der Folge als ins Ausland gezogen abgem eldet w orden ist. G leichzeitig bot das BFF dem Beschw erdeführer G elegenheit, sich zu seinen im deutschen Asylverfahren vorgetragenen G ründen zu äussern, w onach er w eder M itglied noch Sym pathisant einer politischen Partei sei und m it einem H aftbefehl gesucht w erde, nachdem die irakischen Behörden herausgefunden hätten, dass er am 1. M ärz 1995 aus G efäl- ligkeit für die B._______ und den G ._______ in einer Ladung Autoreifen Flugblätter und - w ie sich erst später herausgestellt habe - TN T-Sprengstoff von Irakisch Kurdistan nach Bagdad zu schm uggeln versucht habe. Es w erde aufgrund dieser Sachlage geprüft - so die Androhung des BFF gegenüber dem Be- schw erdeführer -, das ihm gew ährte Asyl zu w iderrufen und ihn in den N ordirak w egzuw eisen. b) D er Beschw erdeführer bezog hierzu m it Eingaben vom 25. April 2000 und 9. M ai 2000 Stellung. Im W esentlichen hielt er fest, er habe sich in D eutschland w egen der grossen Zahl irakischer Asylantragsteller und der sich darunter befindenden Spitzel der Zentralregierung persönlich nicht m ehr sicher gefühlt und zugleich be- fürchtet, dass seine in Bagdad lebenden Eltern und G eschw ister als Folge seiner Entlarvung in G ew ahrsam genom m en w ürden. Vor der Befragung in D eutschland hätten ihm m ehrere Antragsteller geraten, unvollständige Angaben zu m achen, w eil der irakische G eheim dienst davon Kenntnis nehm en könnte. M an habe auch davon ausgehen m üssen, dass sich unter den D olm etschern Vertreter von G egen- parteien der B._______ befunden hätten. D aneben habe ihn die falsche Identität, unter w elcher er in D eutschland aufgetreten sei, psychisch sehr belastet. Er sei 5 deshalb am 1. April 1997 in die Schw eiz eingereist, in ein Land, das für seine Sicherheit bekannt sei und gem äss seiner hum anitären Tradition M enschen in N ot helfe. Er bitte die schw eizerischen Behörden um Verzeihung, dass er seinen in D eutschland erw orbenen Asylstatus verheim licht habe. Seine Angaben zu seiner Verfolgung, w ie er sie im schw eizerischen Verfahren gem acht habe, seien richtig und vollständig. D . M it Verfügung vom 29. Septem ber 2000 - eröffnet am 2. O ktober 2000 - w iderrief das BFF dem Beschw erdeführer das Asyl und aberkannte ihm die Flüchtlingsei- genschaft. G leichzeitig stellte es fest, dass für die Prüfung des Entzuges bezie- hungsw eise der N ichtverlängerung der Aufenthaltsbew illigung und für den Erlass einer allfälligen W egw eisungsverfügung die Behörden des Kantons H ._______ zuständig seien. Zur Begründung für die Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft und den Asylw iderruf führte das BFF zusam m enfassend an, indem der Beschw erdeführer ihm gegenüber falsche Angaben gem acht und w esentliche Tatsachen verschw iegen habe, habe er sich seinen Asylstatus erschlichen. So habe der Beschw erdeführer hierzulande Asylgründe geltend gem acht, die einerseits von denjenigen im deutschen Verfahren abw ichen und andererseits in einen Zeitraum fielen, in w elchem er bereits in D eutschland gelebt habe. Seine Angaben, aufgrund w elcher ihm in der Schw eiz Asyl gew ährt w orden sei, erw iesen sich som it als w idersprüchlich beziehungsw eise tatsachenw idrig und seien dem nach als unglaubhaft zu betrachten. Abgesehen davon sei die Identität des Beschw erdeführers unklar. D er Beschw erdeführer habe näm lich auch in dieser H insicht in D eutschland und in der Schw eiz unterschiedliche Angaben gem acht. D ie von ihm bei der Einreichung des Asylgesuchs am 1. April 1997 abgegebene irakische Identitätskarte sei zudem im R ahm en zw eier separater U ntersuchungen durch einen am tsinternen Spezialisten und durch das U rkundenlabor der Kantonspolizei Zürich als Totalfälschung beziehungsw eise als D okum ent qualifiziert w orden, bezüglich w elcher der begründete Verdacht einer Totalfälschung erhoben w erden m üsse. E. M it Beschw erde vom 30. O ktober 2000 (Poststem pel) liess der Beschw erdeführer die Verfügung des BFF vom 29. Septem ber 2000 durch seinen dam aligen R echts- vertreter bei der dam als als R echtsm ittelinstanz im Asylverfahren zuständigen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) anfechten. Als hauptsächliches Be- gehren brachte er darin ein, es sei die angefochtene Verfügung vollum fänglich auf- zuheben. Im Eventualpunkt beantragte er, es sei für den Fall der Bestätigung des Asylw iderrufs die angefochtene Verfügung in Bezug auf die Aberkennung der Flüchtlingeigenschaft aufzuheben und in der Folge seine vorläufige Aufnahm e als Flüchtling anzuordnen. Zusam m en m it der Beschw erdeschrift reichte der Beschw erdeführer als Bew eis- m ittel U nterlagen im Zusam m enhang m it der H interlegung seines irakischen Füh- rerausw eises beim Strassenverkehrsam t des Kantons H ._______ zu den Akten. M it Folgeeingabe vom 31. O ktober 2000 brachte er Berichtigungen und Präzisierungen an der Beschw erdebegründung an und ergänzte das Bew eism aterial m it einer Bestätigung des B._______-Büros in I._______ vom 10. 6 O ktober 2000 sow ie m it zw ei Berichten der Berufsberatung der Stadt J._______ vom 28. Septem ber 2000 und vom 19. O ktober 1999. H ierauf sow ie auf die Begründung der einzelnen Begehrern und R ügen w ird, sow eit für das U rteil von Belang, in den nachfolgenden Erw ägungen eingegangen. F. a) M it Zw ischenverfügung vom 23. N ovem ber 2000 forderte der zuständige Instrukti- onsrichter der AR K den Beschw erdeführer zur Entrichtung eines Kostenvorschus- ses von Fr. 600.- bis zum 8. D ezem ber 2000 auf und drohte ihm für den U nterlas- sungsfall das N ichteintreten auf die Beschw erde an. b) Am 6. D ezem ber 2000 w urde im N am en des Beschw erdeführers ein Betrag von Fr. 600.- auf das Konto der AR K überw iesen. G . M it Eingabe vom 28. D ezem ber 2000 zeigte der Beschw erdeführer m ittels Voll- m acht vom 27. D ezem ber 2000 die W ahrung seiner Interessen im Verfahren durch den rubrizierten R echtsanw alt an und reichte als w eitere Bew eism ittel einen N atio- nalitätenausw eis und einen M ilitärausw eis ein. H . Am 2. Februar 2001 ergänzte der Beschw erdeführer sein R echtsm ittel und bekräf- tigte seine Version, w onach die im schw eizerischen Verfahren vorgebrachten Fluchtgründe der W ahrheit entsprächen und er die Ereignisse zur Verheim lichung seines D eutschland-Aufenthaltes auf spätere Zeitabschnitte datiert habe. Zusätz- lich stellte er die prozessualen Anträge, es sei ihm Einsicht in die vom BFF bislang nicht offengelegten Akten zu gew ähren, es seien sodann die Akten der deutschen Asylbehörden vom BFF beizuziehen und ihm zur Stellungnahm e zu unterbreiten, und ausserdem sei eine ergänzende Anhörung durch das BFF durchzuführen. Zu- sam m en m it der Eingabe vom 2. Februar 2001 reichte der Beschw erdeführer drei Bestätigungsschreiben von in der Schw eiz ansässigen irakischen Staatsangehöri- gen m it den zugehörigen Bew illigungen von zw eien der drei Verfasser ein. I. M it Eingabe vom 5. Februar 2001 reichte der Beschw erdeführer verschiedene Ar- beitszeugnisse und Ausbildungsbestätigungen ein. J. Am 15. Februar 2001 gab der Beschw erdeführer als w eiteres Bew eism ittel ein als Kopie des H aftbefehls gegen seinen Vater und Bruder bezeichnetes D okum ent m itsam t Ü bersetzung ins D eutsche zu den Akten. G leichzeitig reichte er drei w eite- re U nterlagungen zur D okum entation seiner Integrationsbem ühungen in der Schw eiz ein. K. Am 16. Februar 2001 überm ittelte die den Beschw erdeführer behandelnde Ärztin einen ärztlichen Bericht vom 13. Februar 2001 direkt an das BFF. L. In seiner Vernehm lassung vom 18. April 2001 beantragte das BFF m it ausführli-7 cher Begründung die Abw eisung der Beschw erde. M . a) M it Instruktionsverfügung vom 24. April 2001 brachte der zuständige R ichter der AR K dem Beschw erdeführer die Vernehm lassung vom 18. April 2001 sow ie die dieser vom BFF beigelegten Aktenstücke (Kopie des Aktenverzeichnisses sow ie U nterlagen der deutschen Asylbehörden) zur Kenntnis und räum te ihm die M ög- lichkeit zur Stellungnahm e bis zum 18. M ai 2001 ein. b) M it Eingabe vom 16. M ai 2001 m achte der Beschw erdeführer von seinem R eplik- recht G ebrauch. Im W esentlichen hielt er darin an seinen bisherigen Ausführungen fest. N . a) M it w eiterer Instruktionsverfügung vom 10. Januar 2006 stellte der zuständige R ichter der AR K die nachträgliche O ffenlegung der vom BFF bei den deutschen Asylbehörden eingeforderten Akten im R ahm en der Vernehm lassung vom 24. April 2001 und des darauf gew ährten R eplikrechts fest. G leichzeitig überprüfte er die Klassierung der einzelnen Aktenstücke durch das BFF in dessen Aktenverzeichnis, gew ährte dem Beschw erdeführer nach M assgabe von Art. 26 ff. des Bundesgeset- zes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021) antragsgem äss Einsicht in die ihm bislang zu U nrecht vorenthaltenen Aktenbe- standteile und orientierte ihn über die R esultate von U ntersuchungen zur Ü berprü- fung seiner Identitätskarte. Sodann bot er dem Beschw erdeführer die G elegenheit, bis zum 24. Januar 2006 dazu Stellung zu nehm en. b) D er Beschw erdeführer liess sich m it Eingabe vom 16. Januar 2001 dazu verneh- m en. O . Am 18. Januar 2006 reichte der Beschw erdeführer U nterlagen betreffend seine Tätigkeit als am tlicher D olm etscher zu den Akten. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw al- tungsgericht (Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundes- verw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 Vw VG , sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM , w elche gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31) erlassen w urden; das 8 Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110]). Im R ahm en dieser Zuständigkeit hat das Bundesverw altungsgericht die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der AR K hängigen R echtsm ittel übernom m en, w obei diese Beurteilung nach neuem Verfahrensrecht erfolgt (Art. 53 Abs. 2 VG G , vgl. hierzu das zur Publikation vorge- sehene U rteil D -4889/2006 vom 12. Juli 2007 E. 4.2). 1.2 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich M issbrauch und Ü berschreitung des Erm essens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. 2.1 In der angefochtenen Verfügung w ird dem Beschw erdeführer das Asyl w iderrufen und ihm die Flüchtlingseigenschaft aberkannt. G leichzeitig w ird in Ziffer 3 des D is- positivis festgestellt, dass für die Prüfung des Entzuges beziehungsw eise der N ichtverlängerung der Aufenthaltsbew illigung und für den Erlass einer allfälligen W egw eisungsverfügung die Behörden des Kantons H ._______ zuständig seien. D a das Bundesam t in der Verfügung w eder die W egw eisung aus der Schw eiz verfügte noch deren Vollzug anordnete, ist im vorliegenden Verfahren auf das im R ahm en des Eventualantrags gestellte Begehren, der Beschw erdeführer sei vorläufig aufzunehm en, m angels R echtsschutzinteresses nicht einzutreten (vgl. Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Bst. c Vw VG ). 2.2 H insichtlich der übrigen R echtsbegehren ist der Beschw erdeführer legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). D ie Beschw erde ist innert der gesetzlichen Frist von 30 Tagen in gültiger Form eingereicht w orden (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 50 und 52 Vw VG ). D er Beschw erdeführer hat zudem den einverlangten Kostenvorschuss innert Frist in vollem U m fang geleistet. Auf die Beschw erde ist dem nach einzutreten, sow eit die Legitim ation des Beschw erdeführers gegeben ist. 3. 3.1 In form eller H insicht rügt der Beschw erdeführer in einem ersten Punkt eine Verlet- zung der Begründungspflicht durch das BFF. O bschon das BFF seinerzeit die von ihm vorgebrachten G ründe zum Anlass für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und Asylgew ährung genom m en habe, verzichte es in der Verfügung vom 29. Septem ber 2000 darauf, auf diese Vorbringen einzugehen. Säm tliche Punkte, die im seinerzeitigen Verfahren für seine G laubw ürdigkeit gesprochen, zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und zur Asylgew ährung geführt hätten, seien in der Verfügung nicht enthalten. D as BFF habe ausschliesslich gegen ihn sprechende Elem ente verw endet und die Entscheidgrundlagen einseitig und unangem essen gew ürdigt, w as einer Verletzung der Begründungspflicht gleichkom m e. D er G rundsatz des rechtlichen G ehörs (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101], Art. 29 Vw VG , Art. 32 Abs. 1 Vw VG ) verlangt, dass die verfügende Behörde die Vorbringen des 9 Betroffenen tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt, w as sich entsprechend in der Entscheidbegründung niederschlagen m uss (vgl. Art. 35 Abs. 1 Vw VG ; Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2006 N r. 24 E. 5.1 S. 256). D ie Abfassung der Begründung soll es dem Betroffenen m öglich m achen, den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anzufechten, w as nur m öglich ist, w enn sich sow ohl der Betroffene als auch die R echtsm ittelinstanz über die Tragw eite des Entscheides ein Bild m achen kön- nen (BG E 129 I 232 E. 3.2 S. 236 f.). D abei m uss sich die verfügende Behörde nicht ausdrücklich m it jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einw and auseinander setzen, sondern darf sich auf die w esentlichen G esichtspunkte beschränken (BG E 126 I 97 E. 2b S. 102 f.). D ie Begründungsdichte richtet sich nach dem Verfügungsgegenstand, den Verfahrensum ständen und den Interessen des Betroffenen, w obei die bundesgerichtliche R echtsprechung bei schw erw iegenden Eingriffen in die rechtlich geschützten Interessen des Betroffenen - und um solche geht es bei der Frage der G ew ährung oder des W iderrufs des Asyls - eine sorgfältige Begründung verlangt (BG E 112 Ia 107 E. 2b S. 110). Vorliegend stellen die Erw ägungen des BFF in der Verfügung vom 29. Septem ber 2000 unter Berücksichtigung der fallspezifischen U m stände eine sorgfältige Begründung dar, die es dem Beschw erdeführer erlaubt hat zu erkennen, w elche Tatsachen und rechtli- chen Ü berlegungen den Ausschlag dafür gegeben haben, ihm das Asyl zu w iderrufen und den Status eines Flüchtlings w ieder zu entziehen. So benennt das BFF als gesetzliche G rundlage für den Asylw iderruf und die Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft den Tatbestand von Art. 63 Abs. 1 Bst. a AsylG und legt m it fallbezogenen Argum enten in leicht verständlicher Form dar, inw iefern gem äss seiner Auffassung der Beschw erdeführer den Asyl- und Flüchtlingsstatus durch falsche Angaben und Verschw eigen w esentlicher Tatsachen erschlichen hat. Insbesondere m acht das BFF in seiner Begründung transparent, dass es die Vorbringen des Beschw erdeführers einerseits - w egen der D ivergenz zu denjenigen im deutschen Asylverfahren - als w idersprüchlich und andererseits - w egen des in den Zeitraum der verm eintlichen Verfolgung fallenden Aufenthalts in D eutschland - als tatsachenw idrig und dam it nunm ehr als unlaubhaft erachtet. D abei geht es auch auf die Stellungnahm e des Beschw erdeführers im R ahm en des ihm gew ährten rechtlichen G ehörs (vgl. Bst. C hiervor) ein und erläutert die G ründe, aus denen es die dort abgegebene Erklärung für die Ausreise aus D eutschland und das Einreichen eines w eiteren Asylgesuchs in der Schw eiz als nicht stichhaltig erachtet. Entgegen der Sichtw eise in der Beschw erde w ar das BFF nicht gehalten, die seinerzeit für die G laubw ürdigkeit und das Schutzbedürfnis des Beschw erdeführers sprechenden G ründe anzuführen und unter M itberücksichtigung des bekannt gew ordenen Asylverfahrens in D eutschland im Einzelnen darauf einzuge- hen. In seiner Entscheidbegründung legt das BFF die neu aktenkundig gew ordenen Tatsachen offen und bringt seine daraus gezogenen Schlüsse klar zum Ausdruck. D em Beschw erdeführer w ar es dem gem äss - w as sich im Ü brigen auch an seinen spe- zifischen m ateriellen Einw änden in der Beschw erde und den verschiedenen Folge- eingaben erkennen lässt - m öglich, die Verfügung vom 29. Septem ber 2000 sachgerecht anzufechten. D ie R üge der Verletzung der Begründungspflicht erw eist sich dam it als unbegründet. 3.2 In verfahrensrechtlicher H insicht w ird in der Beschw erde vom 30. O ktober 2000 zusätzlich m oniert, das BFF habe den Anspruch des Beschw erdeführers auf rechtliches 10 G ehör verletzt, indem es ihm zu den Befunden bezüglich seiner Identitätskarte kein R echt zu einer Stellungnahm e eingeräum t habe. Anlässlich einer Einvernahm e durch die J._______ am 16. August 1999 im Zu- sam m enhang m it dem Verdacht der U rkundenfälschung w urde dem Beschw erdeführer spezifisch zu der von ihm im Asylverfahren abgegebenen irakischen Identitätskarte befragt. Im R ahm en dessen w urde ihm nam entlich auch das Äusserungsrecht erteilt zum Ergebnis einer U ntersuchung des U rkundenlabors der Kantonspolizei H ._______, dem zufolge die Identitätskarte von äusserst schlechter D ruckqualität sei, die Seriebezeichnung nicht im H ochdruckverfahren hergestellt w orden sei und zudem der N assstem pelabdruck eine m angelnder Abbildungsqualität aufw eise (vgl. B14/10). Auf diese W eise w urde in Bezug auf die vom U rkundenlabor erstellte D okum entenanalyse (B11/1) dem Akteneinsichtsrecht respektive dem Anspruch auf rechtliches G ehör in ausreichendem M ass Beachtung geschenkt (vgl. Art. 27 Abs.1 Bst. a und Art. 28 Vw VG , EM AR K 1994 N r. 1 E. 3b S. 9 f. und E. 4 S. 11 f. sow ie E. 5 S. 13 ff.). W as die in der angefochtenen Verfügung ebenfalls erw ähnte Echtheitsprüfung durch einen M itarbeiter des BFF betrifft (B12/2), so w urde der Beschw erdeführer m it Zw ischenverfügung des zuständigen Instruktionsrichters der AR K vom 10. Januar 2006 im Sinne einer Ergänzung zu den ihm in der angefochtenen Verfügung entgegengehaltenen Feststellungen (vgl. Bst. D hiervor) darüber aufgeklärt, dass die betreffende am tsinterne Analyse am 27. Juli 1999 durchgeführt w orden ist und das R esultat einer bereits im ersten Verfahren am 26.Juni 1997 vorgenom m enen U ntersuchung bestätigt hat, w onach es sich um eine Totalfälschung handelt. D er Beschw erdeführer konnte sodann in seiner Eingabe vom 16. Januar 2006 innert der ihm hierzu gew ährten Frist seine diesbezügli- che Sicht der D inge nochm als gegenüber der AR K darlegen, w obei er bezeichnender- w eise festhielt, er habe sich "zum Fälschungsvorw urf bereits ausführlich geäussert." D ie von ihm in der Beschw erde erhobene R üge der G ehörsverletzung erw eist sich som it als unbegründet. 4. 4.1 D as Bundesam t w iderruft das Asyl oder aberkennt die Flüchtlingseigenschaft unter anderem dann, w enn die ausländische Person das Asyl oder die Flüchtlingseigenschaft durch falsche Angeben oder Verschw eigen w esentlicher Tatsachen erschlichen hat (Art. 63 Abs. 1 Bst. a AsylG ). 4.2 D er Beschw erdeführer erachtet diese Voraussetzungen in seinem Fall entgegen der vom BFF vertretenen Ansicht (vgl. Bst. D und E. 3.1 hiervor) als nicht gegeben. Er streite zw ar die Verheim lichung des in D eutschland durchlaufenen Asylverfahrens und des dabei erw orbenen Asylstatus gegenüber den schw eizerischen Asylbehörden nicht ab, habe dadurch jedoch nicht etw a das Asyl m it falschen Angaben erschlichen. Vielm ehr habe er im schw eizerischen Asylverfahren - im U nterschied zu dem jenigen in D eutschland - seine echten Fluchtgründe w ahrheitsgem äss offengelegt, w oran nichts ändere, dass er diese nachdatiert habe, um nicht durch Fragen nach seinem Verbleib in der Zeit seines Aufenthalts in D eutschland seine Anerkennung als Flüchtling und die Asylgew ährung in der Schw eiz zu gefährden. 4.3 Aufgrund des Eingeständnisses des Beschw erdeführers, seine Anerkennung als Asylberechtigter in D eutschland im schw eizerischen Asylverfahren bew usst ver-11 schw iegen zu haben, stellt sich die Frage, ob nicht schon allein dadurch der W iderrufs- und Aberkennungstatbestand von Art. 63 Abs. 1 Bst. a AsylG erfüllt ist. Zum al der Be- schw erdeführer die in der Em pfangsstellenbefragung vom 4. Juli 1997 an ihn gerichtete Frage, ob er in einem anderen Land ein Asylgesuch gestellt habe, m it "N ein" beantw ortet und einen Auslandaufenthalt - m it Ausnahm e der im Iran verbrachten zw ei M onate - verneint hatte, liegen in seinem Fall klarerw eise falsche Angaben und ein Verschw eigen von Tatsachen vor, w ie sie in der genannten Bestim m ung als Tatbestandselem ente aufgeführt sind. Eine w esentliche Bedeutung kom m t dabei dem in D eutschland durchlaufenen Verfahren und dem dort erw orbenen Asylstatus insofern zu, als es sich um Tatsachen handelt, die für den Fall, sie w ären von Beginn des Verfahrens an bekannt gew esen, m it annähernder G ew issheit (auch) unter dem dam als geltenden R echt zu einem anderen Ausgang in Bezug auf das Eintreten auf das Asylgesuch, die Feststellung der Flüchtlingeigenschaft oder jedenfalls auf die G ew ährung von Asyl (Ausschluss w egen Beziehung zu einem D rittstaat) geführt hätten. Selbst w enn som it davon auszugehen w äre, die im schw eizerischen Asylverfahren angegebenen Asylgründe entsprächen - von deren zeitlicher Situierung einm al abgesehen - im W esentlichen der W ahrheit, w äre som it ernsthaft zu prüfen, ob der Beschw erdeführer nicht gleichw ohl die Voraussetzungen für eine Asylw iderruf oder eine Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft auf der G rundlage von Art. 63 Abs. 1 Bst. a AsylG geschaffen hat. D iese Frage und insbesondere deren Teilaspekt, ob die vom Beschw erdeführer geäusserte Befürchtung, bei einer Bekanntgabe des in D eutschland erw orbenen Asylstatus sofort dorthin zurückgestellt zu w erden, als eine Art R echtfertigungsgrund für das Verschw eigen jener Tatsachen zu schützen und m ithin auf ein Fehlen des M erkm als des Erschleichens zu schliessen w äre, braucht indes vorliegend nicht abschliessend erörtert zu w erden. W ie im Folgenden zu zeigen sein w ird, ist näm lich aufgrund der neu hinzugew onnenen Erkenntnisse aus den vom BFF beigezogenen deutschen Akten m it hinreichender Sicherheit davon auszugehen, dass die im schw eizerischen Verfahren angegebenen G ründe in W irklichkeit nicht den Tatsachen entsprechen und der Beschw erdeführer dem nach die Flüchtlingseigenschaft und das Asyl m it falschen Angaben erschlichen hat. 4.4 Im Verlauf der verschiedenen Befragungen im schw eizerischen Asylverfahren brachte der Beschw erdeführer m ehrm als klar zum Ausdruck, dass er vor der Verhaftung seines Parteikollegen Z._______ am 28. Februar 1997 niem als in irgendeiner Form von den irakischen Behörden belangt w orden ist. So sei er niem als in H aft genom m en, in ein Strafverfahren verw ickelt oder vor G ericht gestellt w orden, und zur Ausreise habe er sich erst dann entschlossen, als die B._______ ihm bei einer persönlichen Vorsprache am 6. M ärz 1997 keinen Schutz habe garantieren können, um den er gebeten habe, nachdem die irakischen Sicherheitsbehörden am 5. M ärz 1997 m it der Suche nach seiner Person begonnen hätten (vgl. A1/8, S. 4 f., A5/18, S. 7 ff., A10/14, S. 6 ff.). D urch das - von ihm zu R echt nicht angezw eifelte - R esultat der Abklärungen bei den deutschen Behörden steht fest, dass sich der Beschw erdeführer in ebenjenem entscheidenden Zeitraum zw ischen dem 28. Februar 1997 und dem 6. M ärz 1997 in W irklichkeit bereits als anerkannter Asylberechtigter in D eutschland aufgehalten hat. D adurch allein w ird seiner G esuchsbegründung im schw eizerischen Asylverfahren bereits die G rundlage entzogen. D ass die betreffenden G eschehnisse ihm in W irklichkeit sehr w ohl w iderfahren sind, nur einfach - w ie von ihm geltend gem acht - in einem früheren Zeitraum , kann hinlänglich ausgeschlossen w erden. So belässt er es in diesem 12 Punkt bei der blossen Erklärung, er habe die Fluchtgründe im schw eizerischen Asylverfahren der N ot gehorchend nachdatiert, ohne im Einzelnen aufzuzeigen, an w elchem D atum nun sein Parteikollege Z._______ tatsächlich verhaftet w orden ist, er davon erfahren hat, die Suche nach seiner Person eingeleitet w orden ist und er sein H eim atland verlassen hat. Eher beiläufig ist in der Eingabe vom 2. Februar 2001 davon die R ede, dass seine Flucht aus dem Irak "anfangs 1995" erfolgt sei. Es ist aber schlechthin nicht nachvollziehbar, w arum er hätte davon absehen sollen, gleichzeitig m it seinem Eingeständnis, die Fluchtgründe nachdatiert zu haben, den genauen Zeitpunkt jener verm eintlich ausreisebestim m enden Ereignisse zu benennen. Als Folge dieses Versäum nisses bleiben m anche zentralen Fragen in seiner G esuchsbegründung völlig unklar. So w ären etw a für den Fall, dass die m it seiner U nauffindbarkeit zu erklärende Festnahm e seines Vaters und des Bruders Am anj schon im Jahre 1995 stattgefunden hätte, sein Vater und sein Bruder bereits im Jahre 1996 und m ithin lange vor der Ein- reichung des Asylgesuchs in der Schw eiz w ieder auf freiem Fuss gew esen. Schenkt m an seiner Version in der Eingabe vom 2. Februar 2001 G lauben, haben sich sein Vater und sein Bruder näm lich ein Jahr lang in H aft befunden. Zu w elchem Zeitpunkt und über w elchen Kanal er von der Freilassung dieser beiden erfahren hat, legt er bezeichnenderw eise nicht offen. D ies w äre aber von besonderem Interesse gew esen, angesichts der Tatsache, dass er sich in den Befragungen vom 22. M ai 1997 und vom 30. Juni 1997 diesbezüglich noch unw issend gegeben hatte (vgl. A5/18, S. 10, A10/14, S. 7), obschon nach seiner D arstellung zu diesem Zeitpunkt sein Vater und sein Bruder bereits aus der H aft entlassen gew esen w ären und angenom m en w erden darf, diese hätten gew isse Anstrengungen unternom m en, um ihn m öglichst rasch darüber zu inform ieren. Ein gew ichtiges Indiz für die Tatsachenw idrigkeit der vom Beschw erdeführer im schw eizerischen Verfahren geltend gem achten Asylgründe ist sodann auch in den vollkom m en unterschiedlichen Vorbringen im deutschen Verfahren (vgl. hierzu Bst. C .a hiervor) zu erblicken. Bei der Erklärung des Beschw erdeführers, w onach er aufgrund von Em pfehlungen von Landsleuten im deutschen Verfahren zu seinem Schutz "unvollständige" Angaben gem acht habe (vgl. Stellungnahm e vom 25. April 2000 an das BFF, B23/4), handelt es sich um eine offensichtliche Schutzbehauptung. Zum einen kann m it Bezug auf seine Angaben im deutschen Verfahren nicht von einer "unvollständigen" Version seiner Asylbegründung im schw eizerischen Verfahren gesprochen w erden. Zum anderen ist nicht einsichtig, inw iefern seine Angaben im deutschen Verfahren - insbesondere das dortige zentrale Vorbringen, w onach ihm staatlicherseits eine federführende R olle beim Transport von Sprengstoff im Auftrag der B._______ und des M ._______ aus dem kurdisch kontrollierten G ebiet nach Bagdad zur Last gelegt w erde - ihn in geringerem M ass als die späteren Angaben in der Schw eiz der G efahr hätten aussetzen sollen, durch Agenten des irakischen Zentralstaates behelligt zu w erden (vgl. R eplik vom 16. M ai 2001, S. 3 unten). 4.5 Im Vergleich dazu nehm en sich die H inw eise in den Akten, die trotz allem für die W ahrhaftigkeit der G esuchsbegründung im schw eizerischen Verfahren sprechen w ürden, m arginal aus. Insbesondere sind die diversen Bew eism ittel nicht geeignet, der Version des Beschw erdeführer stärkeren R ückhalt zu verleihen. D as am 15. Februar 2001 eingereichte, vom Beschw erdeführer als "H aftbefehl gegen den Vater und den Bruder" bezeichnete D okum ent liegt lediglich in Form einer unbeglaubigten Kopie vor. D ie Verfälschung des zugrunde liegenden O riginals ist aber bei Fotokopien leicht zu 13 bew erkstelligen. Aus dieser Ü berlegung ist Fotokopien von D okum enten aus den H ei- m atländern von Asylsuchenden in aller R egel nicht dieselbe Bew eiskraft zuzubilligen w ie O riginalurkunden, zum al sich deren W ahrheitsgehalt - w enn überhaupt - nur m it be- trächtlichem Aufw and nachprüfen lässt, w odurch sich das Asylverfahren etw a vom ge- w öhnlichen G eschäftsverkehr in der Schw eiz w esentlich unterscheidet. Schon w egen dieser M öglichkeit der M anipulation, die der technische Vorgang des Kopierens m it sich bringt, ist dem vorliegend eingereichten "H aftbefehl" keine erheblicher Bew eisw ert zuzu- m essen. Zum N achteil des Beschw erdeführers ist im Ü brigen zu gew ichten, dass er auch hier jegliche Erklärung zu den genauen U m ständen schuldig bleibt, unter denen das D okum ent den W eg in seine H ände gefunden hat. D am it bleibt der U rsprung des D okum ents vollkom m en unklar, w as insofern zu U ngunsten des Beschw erdeführers auszulegen ist, als er noch in der Eingabe vom 2. Februar 2001 betont hatte, seit Jahren säm tliche Beziehungen zum H eim atstaat abgebrochen zu haben. N ichts Stichhaltiges verm ag der Beschw erdeführer sodann auch aus der Bestätigung des B._______-Büros in K._______ vom 10. O ktober 2000 abzuleiten. D ie dortigen Ausführungen enthalten kaum spezifische Angaben. Zudem geht aus dem Inhalt der Bestätigung in keiner W eise hervor, auf w elche Q uellen sich dieser stützt, und ob und inw iew eit vor der Ausstellung überhaupt seriöse Verifizierungen stattgefunden haben. 4.6 N ach dem G esagten erw eist sich der Sachverhalt als entscheidungsreif. Für eine ergänzende Anhörung besteht kein Anlass, nachdem der Beschw erdeführer sow ohl im erstinstanzlichen Verfahren als auch im vorliegenden R echtsm ittelverfahren w iederholt die G elegenheit hatte, im R ahm en seiner M itw irkungspflicht zur Erhellung des Sachverhalts beizutragen und seine Sichtw eise einzubringen. D er diesbezügliche Antrag in der Eingabe vom 2. Februar 2001 ist dem entsprechend abzuw eisen. 4.7 Aufgrund der aufgezeigten Sachlage erübrigt es sich, auf w eitere Einw endungen in der Beschw erde w ie nam entlich jene im Zusam m enhang m it der in Frage gestellten Identität näher einzugehen, da diese insgesam t nicht geeignet sind, einen anderen Entscheid in den Fragen der Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft und des W iderrufs des Asyls herbeizuführen. Aus dem selben G rund erübrigen sich w eiter gehende Erörterungen zu den diversen eingereichten Bew eism itteln. In W ürdigung der gesam ten U m stände ist alsdann festzustellen, dass der Beschw erdeführer im R ahm en des in der Schw eiz durchlaufenen Asylverfahrens durch falsche Angaben und Verschw eigen w esentlicher Tatsachen die Flüchtlingseigenschaft und - daraus folgend (vgl. Art. 2 Abs. 1 und Art. 49 AsylG ) - das Asyl erschlichen hat. D as BFF hat ihm dem zufolge zu R echt die Flüchtlingseigenschaft aberkannt und das Asyl w iderrufen. 5. D em Beschw erdeführer ist es som it nicht gelungen darzutun, inw iefern die ange- fochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist dem zufolge abzuw eisen. 6. D em Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Kosten dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 Vw VG ) und auf insgesam t Fr. 600.- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 1 bis 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, 14 SR 173.320.2]). D iese sind m it dem am 6. D ezem ber 2000 in dieser H öhe bei der AR K einbezahlten Kostenvorschuss zu verrechnen. D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen, sow eit auf diese eingetreten w ird. 2. D ie Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 600.- w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt und m it dem in dieser H öhe geleisteten Vorschuss verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers, (eingeschrieben, Beilagen: N ationalitätenausw eis, M ilitärausw eis) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - ________ D er R ichter: D er G erichtsschreiber: W alter Lang M artin M aeder Versand am :