Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Kammer III III 2024 196 Entscheid vom 18. Juni 2025 Besetzung Dr.iur. Jeremias Fellmann, Vizepräsident Monica Huber-Landolt, Richterin lic.iur. Karl Gasser, Richter MLaw Marco Lacher, Gerichtsschreiber Parteien A.________ AG, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________, gegen 1.Gemeinderat Wangen, Seestrasse 2, Postfach 264, 8855 Wangen SZ, 2.Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, Postfach 1186, 6431 Schwyz, 3.Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Postfach 1260, 6431 Schwyz, Vorinstanzen, Gegenstand Planungs- und Baurecht (nachträgliche Baubewilligung: Reklame/Firmenanschrift)2 Sachverhalt: A.Die A.________ AG (CHE-____) ist Eigentümerin des auf dem Grundstück KTN __01 in Wangen lastenden, selbständigen und im Grundbuch eingetragenen Baurechts (Grundstück KTN __02). Das Grundstück grenzt südlich unmittelbar an die Autobahn A3 und ist mit einem Wohn- und Gewerbehaus überbaut. Parallel zur Autobahn verläuft über das Grundstück eine nationalstrassenrechtliche Bauli- nie (vgl. VG-act. 12). Im Gebäude auf dem Grundstück KTN __01 befindet sich ein Hotel, das von der C.________ GmbH (CHE-____; bis 31. Oktober 2023: D.________ GmbH) und der E.________ GmbH (CHE-____; bis 8. Mai 2024: ____ GmbH) betrieben wird (vgl. angefochtener Entscheid, E. 1; VG-act. 13-15). An der Westfassade des Ge- bäudes auf dem Grundstück KTN __01 sind auf der Höhe des zweiten Oberge- schosses die Beschriftung "y.ch" und "E.________" sowie ein Logo angebracht. Die Beschriftung mit Logo weist eine Breite von ca. 6.80m und eine Höhe von ca. 2.90m auf. An der Südfassade sind weitere Beschriftungen angebracht, nämlich je zweimal die Schriftzüge "y.ch" und "x.ch" sowie zwei Logos. Diese Beschriftungen weisen eine Breite von ca. 9.50m und eine Höhe von ca. 1.40m auf. Von der Au- tobahn A3 sind die Beschriftungen insbesondere in Fahrtrichtung Chur sehr gut wahrnehmbar (vgl. angefochtener Entscheid, E. 1; RR-act. II/01 [Akten ARE, Re- klamegesuch vom 27.7.2023]). B.Am 27. Juli 2023 reichte die A.________ AG dem Gemeinderat Wangen ein nachträgliches Baugesuch für die bereits erstellten Beschriftungen ein. Das Bau- gesuch wurde am ____ 2023 im Amtsblatt publiziert (Abl 2023, S. ____) und öf- fentlich aufgelegt. Einsprachen gingen keine ein. In der Folge teilte das Amt für Raumentwicklung (ARE) der A.________ AG mit, dass das Bauprojekt nicht bewilligt werden könne, und gewährte ihr das rechtliche Gehör. Daraufhin unterbreitete die A.________ AG dem ARE am 22. November 2023 eine Projektänderung, für die das ARE erneut keine Bewilligung in Aussicht stellen konnte. Weitere Unterlagen reichte die A.________ AG am 1. Februar 2024 zu den Akten. C.Mit Gesamtentscheid vom 18. März 2024 entschied das ARE über das Bau- gesuch wie folgt: 1. Die kantonale Baubewilligung für das Baugesuch 49-23-126 der A.________ AG, F.________ wird im Sinne der Erwägungen verweigert.3 2. Zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands sind die ohne Baubewilli- gung angebrachten und aufgestellten Reklamen innert drei Monaten ab Rechts- kraft dieser Verfügung im Sinne der Erwägungen zurückzubauen. [3.-9.: Strafandrohung und Ersatzmassnahme, Eröffnung Gesamtentscheid, Vollzug Gemeinde, Verzeigung Staatsanwaltschaft, Gebühr, Rechtsmittelbelehrung, Zu- fertigung] Mit Geschäft vom 25. April 2024 (Versand: 6.5.2024) hat der Gemeinderat Wan- gen das Baugesuch unter Eröffnung des kantonalen Gesamtentscheides des ARE vom 18. März 2024 ebenfalls abgelehnt und die Wiederherstellung des rechtmäs- sigen Zustands angeordnet. D.Gegen diesen Entscheid erhob die A.________ AG am 23. Mai 2024 Be- schwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz. Dabei beantragte sie im We- sentlichen die Aufhebung des Entscheids vom 25. April 2024 und des Gesamtent- scheids des ARE vom 18. März 2024 sowie die Erteilung der Baubewilligung. Mit RRB Nr. 831/2024 vom 13. November 2024 (Versand: 19.11.2024) wies der Regierungsrat die Beschwerde ab (Disp.-Ziff. 1) und auferlegte die Verfahrenskos- ten von Fr. 1'500.-- der Beschwerdeführerin (Disp.-Ziff. 2). E.Mit Eingabe vom 4. Dezember 2024 erhebt die A.________ AG (Beschwer- deführerin) beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Beschluss des Re- gierungsrats Nr. 831/2024 vom 13. November 2024. Sie stellt folgende Anträge: 1. Der angefochtene Beschluss des Regierungsrats Nr. 831/2024 vom 13. Novem- ber 2024 sei vollumfänglich aufzuheben und demgemäss seien auch der Bauab- schlag vom 24. April 2024 (Baugesuch-Nr. 49-23-126) einschliesslich des Ge- samtentscheids des Amtes für Raumentwicklung vom 18. März 2024 aufzuhe- ben; die Baubewilligung für die Firmenanschriften sei demgemäss zu erteilen. 2. alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. der gesetzlichen Mehrwert- steuer für das vorinstanzliche Verfahren sowie für das Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht zu Lasten der Beschwerdegegner. Der Regierungsrat und das ARE schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Der Gemeinderat Wangen beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf ein- zutreten ist. Zu den Vernehmlassungen der Vorinstanzen reicht die Beschwerde- führerin am 10. Januar 2025 eine Replik ein. Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.Der angefochtene RRB betrifft eine Bewilligung gemäss Art. 99 Abs. 1 Satz 1 der Signalisationsverordnung (SSV; SR 741.21) vom 5. September 1979, die im Rahmen eines Baubewilligungsverfahrens (§ 75 ff. des Planungs- und Bau-4 gesetzes [PBG; SRSZ 400.100] vom 14.5.1987 i.V.m. § 43 der Vollzugsverord- nung zum Planungs- und Baugesetz [PBV; SRSZ 400.111] vom 2.12.1997; vgl. auch § 46 Abs. 2 des Strassengesetzes [StraG; SRSZ 442.110] vom 15.9.1999) verweigert wurde. Dagegen ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zulässig (§ 16 Abs. 1 Justizgesetz [JG; SRSZ 231.110] vom 18.11.2009 i.V.m. § 51 lit. a Verwal- tungsrechtspflegegesetz [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). Die Beschwerde wurde fristgerecht eingereicht (§ 56 Abs. 1 VRP). Da die übrigen Sachurteilsvor- aussetzungen ebenfalls erfüllt sind (§ 27 Abs. 1 VRP), ist auf die Beschwerde ein- zutreten. 2.Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die unrichtige oder unvollstän- dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden. Zulässig ist ausserdem die Rüge der unrichtigen Rechtsanwendung, was qualifi- zierte Ermessensfehler einschliesst (§ 55 Abs. 1 VRP; Tschannen/Müller/Kern, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl. 2022, S. 232 Rz. 594). Nicht in die Zustän- digkeit des Verwaltungsgerichts fällt vorliegend hingegen die Prüfung der richtigen (angemessenen) Handhabung des Ermessens (§ 55 Abs. 2 VRP). 2.1Im Rahmen des Verfahrensgegenstands gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach ermittelt die Behörde den für den Entscheid erheblichen Sachverhalt von Amtes wegen und erhebt die erforderlichen Beweise (§ 18 Abs. 1 VRP; BGE 136 II 165 E. 5.2). Der Untersuchungsgrundsatz gilt jedoch nicht unbeschränkt, sondern findet sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht der Parteien. § 19 Abs. 1 VRP statuiert diesbezüglich, dass die Parteien verpflichtet sind, an der Feststellung des Sach- verhaltes mitzuwirken, soweit dies nötig und ihnen zumutbar ist. Verweigert eine Partei diese Mitwirkung, so ist die Behörde nicht verpflichtet, auf ihre Begehren oder Anträge einzutreten (§ 19 Abs. 2 VRP; vgl. VGE III 2022 10 vom 23.5.2022 E. 3.3). 2.2Das Verwaltungsgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (§ 26 Abs. 1 VRP). Nach Massgabe der Begründungspflicht gemäss § 38 Abs. 2 VRP überprüft es jedoch nicht wie eine erstinstanzliche Behörde alle möglicherweise relevanten Rechtsfragen von Amtes wegen. Vielmehr beschränkt es sich auf eine Auseinan- dersetzung mit der Argumentation der Parteien, sofern weitere rechtliche Mängel des angefochtenen Entscheids nicht geradezu offensichtlich sind (vgl. VGE III 2022 124 vom 26.1.2023 E. 4.1.1; BGE 141 II 307 E. 6.5). 3.Umstritten ist die Frage, ob die von der Beschwerdeführerin bereits ausge- führten Beschriftungen am Gebäude auf dem Grundstück KTN __01 nachträglich bewilligt werden können. Die Vorinstanzen haben die strassenverkehrsrechtliche 5 Bewilligung verweigert, was die Beschwerdeführerin für unzulässig hält. An dieser Stelle ist vorab die einschlägige Rechtslage darzulegen. 3.1Der Erlass von Vorschriften über den Strassenverkehr ist gemäss Art. 82 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) vom 18. April 1999 Sache des Bundes. Die genannte Bestimmung begründet eine umfassende Gesetzgebungskompetenz des Bundes mit nachträglich deroga- torischer Wirkung (Vogel, St. Galler Kommentar, Art. 82 BV N 3). 3.1.1Gestützt auf die verfassungsrechtliche Kompetenznorm von Art. 82 Abs. 1 BV hat der Bund für den Strassenverkehr verschiedene Regelungen zum Umgang mit Reklamen getroffen. So sieht Art. 53 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Na- tionalstrassen (NSG; SR 725.11) vom 8. März 1960 unter der Überschrift "Rekla- meverbot" vor, dass im Bereich der Nationalstrassen Reklamen und Ankündigun- gen nach Massgabe des Strassenverkehrsgesetzes (SVG; SR 741.01) vom 19. Dezember 1958 untersagt sind. Der Bundesrat ist gemäss Art. 53 Abs. 2 NSG verpflichtet, hinsichtlich der Nationalstrassen besondere Ausführungsbestimmun- gen zu erlassen. 3.1.2Für den Strassenverkehr im Allgemeinen regelt Art. 6 SVG den Umgang mit Reklamen. Demnach sind Reklamen und andere Ankündigungen im Bereich der für Motorfahrzeuge oder Fahrräder offenen Strassen untersagt, die zu Verwechs- lungen mit Signalen oder Markierungen Anlass geben oder sonst, namentlich durch Ablenkung der Strassenbenützer, die Verkehrssicherheit beeinträchtigen könnten (Art. 6 Abs. 1 SVG). Im Bereich von Autobahnen und Autostrassen kann der Bundesrat Reklamen und andere Ankündigungen gänzlich untersagen (Art. 6 Abs. 2 SVG). Ein solches Verbot findet sich in Art. 98 SSV. Diese Bestimmung lautet - soweit hier interessierend - wie folgt: Art. 98 Strassenreklamen auf Autobahnen und Autostrassen 1 Im Bereich von Autobahnen und Autostrassen sind Strassenreklamen untersagt. 2 Zulässig sind jedoch: a. eine Firmenanschrift pro Firma je Fahrtrichtung; b. [Ankündigungen mit verkehrserzieherischem, unfallverhütendem oder ver- kehrslenkendem Charakter]; 3 [Regelung für Nebenanlagen und Rastplätze] 3.1.3Den Begriff der Reklame, der in den Anwendungsbereich von Art. 6 SVG (und damit auch Art. 53 NSG) fällt, regelt Art. 95 SSV. Demnach gelten als Stras- senreklamen alle Werbeformen und anderen Ankündigungen in Schrift, Bild, Licht, Ton usw., die im Wahrnehmungsbereich der Fahrzeugführenden liegen, während 6 diese ihre Aufmerksamkeit dem Verkehr zuwenden (Abs. 1). Als Firmenanschriften gelten Strassenreklamen, soweit sie aus dem Firmennamen, dem oder den Bran- chenhinweisen (z.B. "Baustoffe", "Gartenbau") und gegebenenfalls einem Firmen- signet bestehen, die am Gebäude der Firma selbst oder in dessen unmittelbarer Nähe angebracht sind (Art. 95 Abs. 2 SSV). Die Grundsätze im Umgang mit Stras- senreklamen regelt Art. 96 SSV. Demnach sind Strassenreklamen untersagt, wel- che die Verkehrssicherheit beeinträchtigen könnten (vgl. Art. 96 Abs. 1 SSV). 3.1.4Das Anbringen und Ändern von Strassenreklamen bedarf der Bewilligung der nach dem kantonalen Recht zuständigen Behörde (Art. 99 Abs. 1 SSV). Abge- sehen von hier nicht interessierenden Ausnahmen für Strassenreklamen auf Grun- deigentum des Bundes liegt diese uneingeschränkte Zuständigkeit zur Bewilligung von Strassenreklamen erst seit dem 1. Januar 2021 bei den Kantonen. Vor diesem Zeitpunkt bedurften Strassenreklamen im Bereich der Nationalstrassen 1. und 2. Klasse einer Genehmigung des Bundesamts für Strassen (ASTRA; vgl. AS 2007 5957, 5985). Die kantonal zuständige Stelle für die Bewilligung von Strassenrekla- men im Bereich der Nationalstrassen ist die Kantonspolizei (vgl. § 22 des Ein- führungsgesetzes zum Nationalstrassengesetz [EGzNSG; SRSZ 441.110] vom 28.3.2007 i.V.m. § 46 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 StraG und § 24 Abs. 2 lit. a der Stras- senverordnung [StraV; SRSZ 442.111] vom 18.1.2000). 3.2Die Beschwerdeführerin ist nicht einverstanden damit, dass ihr die Bewilli- gung für die bestehenden Beschriftungen an ihrem Gebäude verweigert wurde. Sie macht geltend, Firmenanschriften im Bereich von Autobahnen seien gestützt auf Art. 95 und Art. 98 SSV zulässig. Der Art. 95 SSV unterscheide ausdrücklich zwischen Strassenreklamen zu Werbezwecken und Firmenanschriften. Von Art. 96 SSV werde bloss geregelt, unter welchen Voraussetzungen Strassenrekla- men untersagt seien. Firmenanschriften seien von dieser Bestimmung gerade nicht erfasst. Aus dem Wortlaut und der Gesetzessystematik von Art. 95 ff. SSV ergebe sich, dass im Bereich von Autobahnen eine Firmenanschrift mit Branchen- hinweis am Gebäude der Firma zulässig sei. Eine Einzelfallprüfung im Bereich von Autobahnen lasse sich aus Art. 96 Abs. 1 SSV entgegen der Vorinstanz gerade nicht ableiten. Vielmehr gehe der Verordnungsgeber offenkundig davon aus, dass Firmenanschriften an Gebäuden gemäss Art. 95 Abs. 2 SSV per se nicht geeignet seien, die Verkehrssicherheit zu gefährden. Selbst wenn eine Einzelfallprüfung vorzunehmen wäre, zeige sich hier keine Gefährdung der Verkehrssicherheit. Nach dem Massstab der Vorinstanz wären Firmenanschriften mit Branchenhinweis höchstens entlang einer langen geraden Strecke ohne jedwede Ein- oder Ausfahrt zulässig. Eine Unterscheidung nach "gewöhnlichen Firmenanschriften" und "Fir- menanschriften mit Werbewirkung", wie sie die Vorinstanz vornehme, lasse sich 7 Art. 95-98 SSV nicht entnehmen. Art. 95 Abs. 2 SSV erlaube bei Firmenanschrif- ten ausdrücklich auch einen Branchenhinweis. Somit enthalte jede Firmenanschrift gemäss Art. 95 Abs. 2 SSV auch eine Werbebotschaft. Hier gehe es unter ande- rem um einen Firmennamen, der die Endung ".ch" enthalte, was keine Ablenkung vom Strassenverkehr mit sich ziehe. Abgesehen davon seien entlang der Auto- bahn von Pfäffikon bis Ziegelbrücke zahlreiche Firmenanschriften mit Branchen- hinweisen angebracht. Die Verweigerung der Bewilligung für ihre Schriftzüge wi- derspreche demnach der Praxis. 3.3Die Vorinstanzen wenden dagegen ein, dass Firmenanschriften eine Unter- gruppe der Strassenreklamen darstellen würden. Letztere seien untersagt, wenn sie die Verkehrssicherheit beeinträchtigen könnten. Nicht als Firmenanschriften im Sinne von Art. 95 Abs. 2 SSV würden Internet-Adressen, Telefon-Nummern, Bau- reklamen, Kauf- oder Mietangebote und weitere Hinweise gelten. Derartige Infor- mationen seien im Bereich der Nationalstrasse verboten, da sie ein hohes Ablen- kungspotenzial beinhalten würden. Die von der Beschwerdeführerin vorgebrach- ten Beispiele für Firmenanschriften, die eine abweichende Bewilligungspraxis be- legen sollen, seien nicht aussagekräftig. Zudem sei die Kantonspolizei als zustän- dige Bewilligungsbehörde nicht gewillt, vom im vorliegenden Fall praktizierten Vor- gehen abzuweichen. Auf eine Gleichbehandlung im Unrecht könne sich die Be- schwerdeführerin daher nicht berufen. 3.4Die Vorbringen der Beschwerdeführerin überzeugen nicht. Aus den von der Beschwerdeführerin eingereichten Akten im verwaltungsgerichtlichen Verfahren ergibt sich, dass von der Autobahn A3 jedenfalls in Fahrtrichtung Chur sowohl die Schriftzüge an der West- als auch jene an der Südfassade wahrnehmbar sind (vgl. Bf-act. 3a und 3b). Selbst wenn mit der Beschwerdeführerin davon auszugehen wäre, dass Firmenanschriften im Bereich von Autobahnen und Autostrassen nicht in den Anwendungsbereich von Art. 96 Abs. 1 SSV fallen, könnte ihr keine Bewil- ligung erteilt werden: Art. 98 Abs. 2 lit. a SSV statuiert eine Ausnahme vom Grund- satz gemäss Art. 98 Abs. 1 SSV, wonach Strassenreklamen im Bereich von Auto- bahnen und Autostrassen untersagt sind. Die Ausnahme steht unter dem Vorbe- halt, dass je Fahrtrichtung eine Firmenanschrift pro Firma angebracht wird. Die Firmenanschrift ("C.________") ist in Fahrtrichtung Chur zweimal wahrnehmbar, sodass das Gesuch bereits unter dem Blickwinkel von Art. 98 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a SSV nicht bewilligt werden kann (vgl. Urteil BGer 2C_319/2020 vom 28.8.2020 E. 5). Unter strenger Betrachtung von Art. 95 Abs. 2 SSV könnte man auch die Ansicht vertreten, dass auf der Westfassade des Gebäudes betreffend die C.________ 8 GmbH nicht einmal deren Firmenanschrift, d.h. gemäss Art. 95 Abs. 2 SSV primär der Firmenname ("C.________"), sondern lediglich der Domain-Name (bzw. URL) des Unternehmens ("y.ch") angebracht ist. Selbst wenn aus handelsregisterrecht- licher Sicht die Zeichenfolge eines Domain-Namens als Bestandteil einer Firma oder eines Namens im Handelsregister eingetragen werden kann (vgl. Eidgenös- sisches Amt für das Handelsregister, Anleitung und Weisung an die Handelsregis- terbehörden für die Bildung und Prüfung von Firmen und Namen vom 1.4.2021, S. 21 Rz. 126), darf das jedenfalls nicht dazu führen, die Bewilligungsvoraussetzun- gen für Strassenreklamen zu umgehen. 3.5Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin statuiert Art. 98 Abs. 2 lit. a SSV sodann keine Sonderordnung für Firmenanschriften im Bereich von Au- tobahnen und Autostrassen, die unabhängig von den Begrifflichkeiten gemäss Art. 95 SSV und den in Art. 96 SSV geregelten Grundsätzen gilt. 3.5.1Aus der Begriffsdefinition von Art. 95 Abs. 2 SSV ergibt sich, dass auch Fir- menanschriften unter den Begriff der Strassenreklamen gemäss Art. 95 Abs. 1 SSV fallen (vgl. BSK SVG-Waldmann/Kraemer, Art. 6 N 4). Der Art. 96 SSV knüpft unter der Überschrift "Grundsätze" am Begriff der Strassenreklamen an, der nach Massgabe von Art. 95 Abs. 2 SSV auch Firmenanschriften umfasst. Aus gramma- tikalischer und systematischer Perspektive wird damit deutlich, dass Art. 96 SSV auf sämtliche Strassenreklamen zur Anwendung kommt. Entsprechend ist Art. 96 SSV auch im Zusammenhang mit Firmenanschriften zu berücksichtigen, die im Bereich von Autobahnen und Autostrassen lediglich im Sinne einer Ausnahme (Art. 98 Abs. 2 lit. a SSV) zulässig sind. Nichts anderes ergibt sich unter einem teleologischen Blickwinkel: Die Art. 53 NSG und Art. 6 SVG, zu deren Konkretisie- rung die hier einschlägigen Art. 95 ff. SSV erlassen wurden, dienen der Verkehrs- sicherheit (vgl. Urteil BGer 2A.112/2007 vom 30.7.2007 E. 3.1; Weissenberger, Kommentar Strassenverkehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz, 2. Aufl. 2015, Art. 6 N 1 f.). Gemäss Weissenberger hat die zuständige Behörde - sofern kein zwingender Ausschlussgrund (i.S.v. Art. 96 Abs. 2 und Art. 98 Abs. 1 SSV [welcher Art. 96 Abs. 2 SSV ergänzt]) - im Einzelfall zu prüfen, ob die Reklame die Ver- kehrssicherheit beeinträchtigen könnte (vgl. Weissenberger, a.a.O., Art. 6 N 4 m.H.). Nach seinem Sinn und Zweck verdient Art. 96 SSV demnach auch bei Fir- menanschriften Berücksichtigung, die sich im Bereich von Autobahnen und Auto- strassen befinden (Art. 98 Abs. 2 lit. a SSV). Gegen eine solche Auslegung von Art. 98 Abs. 2 lit. a SSV wird von der Beschwerdeführerin nichts Stichhaltiges vor- gebracht.9 3.5.2Aus strassenverkehrsrechtlicher Sicht hat die Bewilligungsbehörde bei ei- nem Gesuch um Bewilligung einer Strassenreklame, die im Bereich einer Auto- bahn oder einer Autostrasse im Wahrnehmungsbereich der Fahrzeugführer liegt (Art. 98 Abs. 1 SSV), demnach in einem ersten Schritt zu prüfen, ob es sich um eine Firmenanschrift im Sinne von Art. 95 Abs. 2 SSV handelt und diese nur einmal pro Firma und Fahrtrichtung wahrnehmbar ist (Art. 98 Abs. 2 lit. a SSV). In einem zweiten Schritt hat die Bewilligungsbehörde zu prüfen, ob die Firmenanschrift den Vorgaben von Art. 96 Abs. 2 SSV oder Art. 97 Abs. 1 SSV widerspricht oder sie die Verkehrssicherheit aus anderen Gründen beeinträchtigen könnte (Art. 96 Abs. 1 SSV). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung reicht dabei eine po- tenzielle Beeinträchtigung oder eine entfernte, nicht einmal in der Regel eintre- tende mittelbare Gefährdung aus, um die Verkehrssicherheit im Sinne von Art. 96 Abs. 1 SSV beeinträchtigen zu können, wie sich aus dem Gesetzestext von Art. 6 Abs. 1 SVG ("beeinträchtigen könnten") ergibt (vgl. Urteile BGer 6P.62/2007 vom 27.10.2007 E. 3.4.1; 2A.112/2007 vom 30.7.2007 E. 3.2, je m.H. auf BGE 99 Ib 377 E. 2 u.w.; siehe auch 1C_192/2019 vom 12.2.2020 E. 3.3). Ob eine potenzielle Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit in diesem Sinne vorliegt, hat die zustän- dige Behörde im Einzelfall zu beurteilen (vgl. Urteil BGer 2A.112/2007 vom 30.7.2007 E. 3.1, m.w.H.). Das Verwaltungsgericht auferlegt sich bei der Überprü- fung dieser Beurteilung eine gewisse Zurückhaltung, da es sich bei der potenziel- len Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit im Sinne von Art. 6 Abs. 1 SVG und Art. 96 Abs. 1 SSV um einen unbestimmten Rechtsbegriff handelt (vgl. Urteil BGer 1C_458/2013 vom 21.11.2013 E. 2.2 m.H.). Die zuständige Behörde - hier die Kan- tonspolizei - verfügt zudem über spezielle Fachkenntnisse (vgl. VGE III 2014 180 vom 24.2.2015 E. 5.1). 3.5.3Gestützt auf den Fachbericht der Kantonspolizei erwog der Regierungsrat im angefochtenen RRB, Internet-Adressen, Telefon-Nummern, Baureklamen, Kauf- und Mietangebote seien keine Firmenanschriften im Sinne von Art. 95 Abs. 2 und Art. 98 Abs. 2 lit. a SSV. Sie enthielten detailliertere Informationen und würden weiterführenden Werbezwecken dienen als eine einfache Firmenanschrift. Im Fall der "C.________ GmbH" werde der Verkehrsteilnehmer dazu angehalten, die Ho- mepage "www.y.ch" aufzurufen. Gleiches gelte für die "E.________ GmbH". Der Regierungsrat berücksichtigte weiter, dass Autobahnen verkehrstechnisch gene- rell anspruchsvoll seien. Die Zweispurigkeit sei mit ständigen Überholmanövern und Spurwechseln verbunden. Auf dem hier fraglichen Autobahnabschnitt sei grundsätzlich von einem erhöhten Verkehrsaufkommen auszugehen und als Höchstgeschwindigkeit gelte Tempo 120 km/h. Auch bei lediglich kurzer Ablen- kung würden grosse Strecken zurückgelegt. Gefahrensituationen - insbesondere unerwarteter Stau - würden häufig auftreten und die Konzentration der Verkehrs-10 teilnehmer erfordern. Ausserdem befinde sich der Standort der Strassenreklame in einer lang gezogenen Rechtskurve. Insgesamt sei im betreffenden Bereich von einer komplexen Verkehrssituation auszugehen, die von den Fahrzeuglenkern er- höhte Aufmerksamkeit erfordere. Mit den Strassenreklamen der Beschwerdefüh- rerin sei eine potentielle Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit im Sinne von Art. 6 Abs. 1 SVG und Art. 95 Abs. 2 SSV gegeben. 3.5.4Die Sichtweise des Regierungsrats hält den Anforderungen von Art. 6 Abs. 1 SVG und Art. 96 Abs. 1 SSV stand: Festzuhalten ist vorab, dass Firmen gemäss Art. 944 Abs. 1 OR in erster Linie der Kennzeichnung und Unterscheidung eines Betriebs dienen (vgl. BGE 118 II 319 E. 4a; 114 II 284 E. 2a). Dementsprechend dienen Firmenanschriften im Sinne von Art. 95 Abs. 2 SSV in erster Linie der Ori- entierung und Information der Verkehrsteilnehmer und nicht der Werbung (vgl. je- doch Weissenberger, a.a.O., Art. 6 N 9, welcher die Firmenanschriften als Rekla- men für Firmen am Firmenstandort selbst umschreibt). Hier gehen die Firmen "C.________ GmbH" und "E.________" jedoch über eine reine Kennzeichnungs- und Unterscheidungsfunktion hinaus, indem sie (zusätzlich) unmittelbar die vom betreffenden Unternehmen betriebene Website (www.y.ch) bzw. die angebotene Dienstleistung (____) bewerben. Insofern handelt es sich nicht um Firmenanschrif- ten, die für den Anwendungsbereich von Art. 95 Abs. 2 SSV im Vordergrund ste- hen. Dies zeigt im Übrigen auch der Umstand, dass die Firmen erst während des hängigen Verfahrens die bereits bestehenden, streitgegenständlichen Schriftzüge am Wohn- und Gewerbehaus auf dem Grundstück KTN __01 angepasst haben. Unter einem strassenverkehrsrechtlichen Blickwinkel weisen die beiden Firmen demnach ein stark werbendes Gepräge auf, was der Regierungsrat im angefoch- tenen Entscheid (vgl. E. 2.6) zutreffend berücksichtigt hat. 3.5.5Mit Blick auf die konkrete Verkehrssituation ist weiter nachvollziehbar, dass der Regierungsrat gestützt auf die Einschätzung der Kantonspolizei von einer po- tenziellen Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit im Sinne von Art. 6 Abs. 1 SVG und Art. 96 Abs. 1 SSV ausgegangen ist: Die streitgegenständlichen Schriftzüge gelangen ins Blickfeld der Verkehrsteilnehmer, während sie sich in einer Rechts- kurve auf der Autobahn A3 in Richtung Chur befinden. Bei der signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h genügt potenziell schon eine kurze Ablen- kung, um vom Normal- auf den Überholstreifen zu gelangen bzw. vom Überhol- streifen in die Mittelleitplanke zu geraten. Entgegen der Auffassung der Beschwer- deführerin ist der werbende Hinweis auf ihre Website bzw. die Anpreisung von Monats-____ sodann ohne Weiteres geeignet, die Aufmerksamkeit der Fahrzeug- lenker länger auf sich zu ziehen, als dies bei einer bloss orientierenden bzw. infor- mierenden Firmenanschrift mit Branchenhinweis im Sinne von Art. 95 Abs. 2 SSV 11 der Fall ist. Die streitgegenständlichen Schriftzüge weisen nicht bloss auf die Firma der Hotelbetreiberin bzw. die Firma der Vermieterin von ____ und die jeweilige Branche hin, sondern darüber hinaus auf die URL und dass die feilgebotenen ____ monatsweise zur Vermietung stehen. Letzteres bildet eine verbale Wortkette, was eine potenzielle Ablenkung weiter erhöht. Nach Massgabe von Art. 96 Abs. 1 SSV durfte der Regierungsrat in der konkreten Situation auf eine potenzielle Beeinträch- tigung der Verkehrssicherheit erkennen, zumal das Bundesgericht dem Aspekt der Verkehrssicherheit unter Berücksichtigung des gesetzgeberischen Willens im Ver- hältnis zu wirtschaftlichen Interessen grosses Gewicht beimisst (vgl. Urteile BGer 2A.112/2007 vom 30.7.2007 E. 3.3; 6P.62/2007 vom 27.10.2007 E. 3.4). Dabei bestätigt das Bundesgericht die Kantone in ihren Bemühungen, bei der Bewilligung von Strassenreklamen eine strenge Praxis zu handhaben (vgl. Urteile BGer 1C_4/2014 vom 2.5.2014 E. 3; 2A.431/2004 vom 16.12.2004 E. 2.2; je mit Hinwei- sen). 4.Die Beschwerdeführerin rügt weiter, mit Blick auf die Bewilligungspraxis der Kantonspolizei lasse sich die Verweigerung der Bewilligung in ihrem Fall nicht rechtfertigen. Zur Untermauerung ihres Standpunkts reicht sie - wie schon vor der Vorinstanz - zahlreiche Fotos ein. Diese zeigen nach der Meinung der Beschwer- deführerin, dass die Kantonspolizei bei den Bewilligungen gemäss Art. 99 Abs. 1 SSV unterschiedliche Massstäbe anwende. Dabei macht sie jedenfalls sinn- gemäss einen Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht geltend. 4.1Die kantonalen Behörden sind an die Vorgaben von Art. 6 SVG und Art. 95 ff. SSV gebunden. Beurteilungsspielraum bei der Handhabung der unbestimmten Rechtsbegriffe des Gesetzes müssen von den zuständigen kantonalen Behörden pflichtgemäss und - im Rahmen ihrer sachlichen und räumlichen Zuständigkeit - rechtsgleich ausgeübt werden (vgl. Urteile BGer 1C_4/2014 vom 2.5.2014 E. 5.1; 1C_192/2019 vom 12.2.2020 E. 4 m.H.). 4.2Der Beschwerdeführerin ist insoweit beizupflichten, als die eingereichten Fo- tografien auf den ersten Blick teilweise Strassenreklamen zu zeigen scheinen, die mit der hier zur Anwendung gebrachten Praxis schwer vereinbar wären. Eine Er- klärung dafür könnte im Umstand liegen, dass im Bereich von Autobahnen und Autostrassen generell nur rudimentäre Kontrollen zur Einhaltung des bundesrecht- lichen Reklameverbots im Sinne von Art. 53 NSG i.V.m. Art. 6 Abs. 1 und Art. 98 SSV erfolgen (vgl. David, OFK-Werberecht, Art. 98 SSV N 1). Vollzugsschwierig- keiten allein belegen aber keine rechtswidrige Praxis der zuständigen Behörde (vgl. auch Urteil BGer 6P.62/2007 vom 27.10.2007 E. 3.4; VGE 1012/03 vom 26.6.2003 = EGV-SZ 2003 B 12.1 E. 4d/cc). Dies gilt hier umso mehr, als Stras-12 senreklamen im Bereich von Autobahnen und Autostrassen bis 31. Dezember 2020 einer Genehmigung des ASTRA bedurften und nicht in den alleinigen Zu- ständigkeitsbereich der kantonalen Behörde fielen (vgl. oben, E. 3.1.4). Allfällige Unterlassungen des ASTRA bis zu diesem Zeitpunkt sind der erst seit 1. Januar 2021 allein zuständigen kantonalen Behörde nicht anzulasten. 4.3Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin nicht darlegt und auch nicht er- sichtlich ist, inwieweit die von ihr angebrachten Beispiele in allen rechtserheblichen Aspekten mit dem hier zu beurteilenden Fall vergleichbar sind. Namentlich ist ge- stützt auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht ersichtlich, dass die an- geführten Beispiele bezüglich Strassenklasse, Linien- und Spurführung sowie Höchstgeschwindigkeit mit dem hier zu beurteilenden Sachverhalt vergleichbar sind. Die Beschwerdeführerin nennt keinen Fall aus der Gemeinde Wangen bzw. dem Kanton Schwyz, in dem seit 2021 eine Strassenreklame in einer aus Sicht der Verkehrssicherheit vergleichbaren Lage bewilligt worden wäre. Selbst wenn ein- zelne, von der Beschwerdeführerin vorgebrachte Strassenreklamen nach dem 31. Dezember 2020 erstellt und im Widerspruch zu Art. 98 SSV bewilligt worden sein sollten, wäre damit eine ständige Praxis der kantonalen Behörde nicht ersicht- lich, für Strassenreklamen im Bereich von Autobahnen und Autostrassen vom Ge- setz abzuweichen. Ebenso wenig lässt sich aufgrund der Verfahrensakten der Schluss ziehen, dass die Vorinstanzen künftig eine gesetzeswidrige Praxis üben wollten. Beides wären allerdings Voraussetzungen, damit sich die Beschwerdefüh- rerin auf eine Gleichbehandlung im Unrecht berufen könnte (vgl. BGE 146 I 105 E. 5.3.1 m.w.H.). Immerhin ist darauf hinzuweisen, dass ein langanhaltender Ver- zicht auf Massnahmen, allfällige Vollzugsdefizite im Zusammenhang mit Strassen- reklamen im Bereich von Autobahnen und Autostrassen zu beheben, in Zukunft eine anderweitige Beurteilung nach sich ziehen könnte (vgl. bereits VGE 1012/03 vom 26.6.2003 = EGV-SZ 2003 B 12.1 E. 4d/cc; Urteil BGer 2A.449/2003 vom 12.3.2004). 5.Nach dem Dargelegten ist der Beschwerde kein Erfolg beschieden. Bei die- sem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten von der Beschwerdeführerin zu tragen (§ 72 Abs. 2 VRP). Parteientschädigungen sind nicht geschuldet (§ 74 Abs. 2 VRP). Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:13 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 2'500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie hat am 6. Dezember 2024 einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe bezahlt, so dass die Rechnung ausgeglichen ist. 3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau- sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). 4. Zustellung an: - den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R) - den Gemeinderat (R) - das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB) - das kantonale Amt für Raumentwicklung (EB) - sowie das Bundesamt für Strassen, Abteilung Strassennetze (A+, z.K.) Schwyz, 18. Juni 2025 Im Namen des Verwaltungsgerichts Der Vizepräsident: Der Gerichtsschreiber: *Anforderungen an die Beschwerdeschrift Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru- mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen. Versand: 25. Juni 2025