Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 30. Mai 2012 (720 11 212 / 111) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Würdigung des medizinischen Sachverhaltes / Gerichtsgutachten Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Michael Guex, Kan- tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Markus Schäfer Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch G ertrud Baud, Advokatin, Rümelinsplatz 14, Postfach, 4001 Basel gegen IV-Stelle Basel-Landschaft , Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Der 1958 geborene, zuletzt vom 1. Juli 1991 bis 31. Juli 1998 als Technischer Angestell- ter bei B.____ AG tätig gewesene A.____ meldete sich a m 4. Juni 1998 unter Hinweis auf Rü- ckenschmerzen bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Die IV-Stelle Basel-Landschaft klärte in der Folge die gesundheitlichen und die erwerblichen Verhältnisse ab, wobei sie einen Invaliditätsgrad des Versicherten von 75 % ermittelte. Gestützt auf dieses Ergebnis sprach die IV-Stelle A.____ mit V erfügung vom 25. November 1999 rück- wirkend ab 1. Oktober 1998 eine ganze Rente zu. Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht Im März 2009 leitete die IV-Stelle von Amtes wegen ein e Überprüfung des laufenden Renten- anspruchs des Versicherten ein. Aufgrund ihrer Abklärunge n ermittelte die IV-Stelle neu einen Invaliditätsgrad von 44 %. Nach Durchführung des Vorbesch eidverfahrens setzte die IV-Stelle deshalb die laufende ganze Rente von A.____ mit Verf ügung vom 11. Mai 2011 auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf eine Viertelsrente herab. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten dur ch Advokatin Gertrud Baud, am 10. Juni 2011 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantons- gericht). Darin beantragte er, es sei ihm weiterhin e ine ganze IV-Rente zu bezahlen. Eventuali- ter seien ein orthopädisches Gutachten und ein rheumatol ogisches Obergutachten einzuholen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er zudem, e s sei der Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde aufzuheben und es sei der Beschwe rde die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen; unter o/e-Kostenfolge. Am 20. Juni 2011 reichte der Beschwerdeführer zudem einen aktuellen Bericht des behandeln- den Arztes Dr. med. C.____, Orthopädische Chirurgie FMH, vom 16. Juni 2012 nach. C. Nachdem die IV-Stelle am 28. Juni 2011 in ablehne ndem Sinne zum Gesuch des Be- schwerdeführers um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung Stellung genommen hatte, lehnte das Kantonsgericht diesen Verfahrensantrag mit Verfügung vom 30. Juni 2011 ab. D. In ihrer Vernehmlassung vom 30. August 2011 beantra gte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Die IV-Stelle legte ihrer Eingabe ein e aktuelle Stellungnahme von Dr. med. D.____, Rheumatologie FMH, vom 17. August 2011 bei, w elcher im Rahmen des Verwaltungs- verfahrens ein rheumatologisches Gutachten über den Beschw erdeführer erstellt hatte. Zur Wahrung des rechtlichen Gehörs ordnete das Kantonsgericht deshalb die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels an. In der Folge hielten der Beschwerdeführer mit Replik vom 29. November 2011 und die IV-Stelle mit Duplik vom 6. Januar 2012 an ihren jeweiligen Anträ- gen und an ihren hauptsächlichen Begründungen fest. E. Anlässlich der Urteilsberatung vom 29. März 2012 gel angte das Kantonsgericht zur Auf- fassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die medizinische Aktenlage nicht möglich sei. Die vorhandenen fachärztlichen Gutachten und Berichte würden in relevanten Punkten wie etwa in der aktuellen Beurteilu ng der Arbeitsfähigkeit des Versicherten zu stark voneinander abweichen. Zudem seien sie auch in Be zug auf die Frage, ob und inwie- weit sich der Gesundheitszustand des Versicherten seit der ursprünglichen Rentenzusprechung verbessert habe, zu wenig aussagekräftig. Das Kantonsger icht beschloss deshalb, den Fall auszustellen und die Einholung eines fachärztlichen rheu matologischen Gerichtsgutachtens anzuordnen. Dieses werde sich zum aktuellen Gesundheitszust and und zu dessen Auswirkun- gen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und z ur Frage, ob seit der ursprünglichen Rentenzusprechung eine relevante Verbesserung des Gesundh eitszustandes eingetreten sei, zu äussern haben. Gleichzeitig gab das Kantonsgericht den Parteien Gelegenheit, sich auf eine gemeinsame Gutachterperson zu einigen. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht Auf Grund der Mitteilung der Parteien, dass ein solche r gemeinsamer Gutachtervorschlag nicht zu Stande gekommen sei, bestimmte das Kantonsgericht mi t Verfügung vom 5. Juli 2012 Dr. med. E.____, Innere Medizin und Rheumatologie FM H, zum Gerichtsgutachter. Gleichzeitig unterbreitete es den Parteien den vorgesehenen Fragenkatalog. Nachdem sich die IV-Stelle am 10. Juli 2012 und der Beschwerdeführer am 30. August 20 12 mit dem Gutachtervorschlag des Gerichts einverstanden erklärt hatten und die IV-Stelle von der Möglichkeit, Zusatzfragen zu stellen, Gebrauch gemacht hatte, erging der entspreche nde Auftrag am 3. September 2012 an Dr. E.____. F. Am 6. Februar 2013 erstattete Dr. E.____ das in Au ftrag gegebene rheumatologische Gerichtsgutachten. Die Parteien erhielten in der Folge Gelegenheit, sich zum Inhalt des Gutach- tens und zur Frage zu äussern, wie sich die Ergebnisse der aktuellen medizinischen Begutach- tung auf einen allfälligen Leistungsanspruch des Versicher ten auswirken würden. Die IV-Stelle machte am 11. April 2013 hiervon Gebrauch, wobei sie ih rer Eingabe eine Beurteilung des RAD-Arztes Dr. med. F.____, Allgemeinmedizin FMH, vom 1 4. Februar 2013 beilegte. Der Be- schwerdeführer wiederum liess sich am 12. April 2013 zum Gutachten und zu dessen Auswir- kungen auf den Leistungsanspruch vernehmen. In einem ab schliessenden kurzen Schriften- wechsel nahm die Beschwerdegegnerin am 14. Mai 2013 zu r Eingabe des Beschwerdeführers vom 12. April 2013 Stellung. Dieser wiederum äusserte si ch am 14. Mai 2013 zum Schreiben der IV-Stelle vom 11. April 2013 und zu den Ausführun gen des RAD-Arztes Dr. F.____ vom 14. Februar 2013. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über d ie Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 10. Juni 2011 ist demnach einzutreten. 2.1 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes üb er den Allgemeinen Teil des Sozi- alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die vora ussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge- burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommende n allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver- stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der bis Ende 2007 gült ig gewesenen Fassung) bzw. nach Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit 1. Januar 2008 anwend baren Fassung) hat die versicherte Per- son Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindes tens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wen n sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 2.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstät igen Versicherten ist Art. 16 ATSG an- wendbar (Art. 28 Abs. 2 IVG [in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung] bzw. Art. 28a Abs. 1 IVG [in der seit 1. Januar 2008 anwend baren Fassung]). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, d as die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der med izinischen Behandlung und allfälliger Ein- gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla- ge erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden w äre (Valideneinkommen). Der Einkom- mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol gen, dass die beiden hypothetischen Er- werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt un d einander gegenübergestellt wer- den. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditä tsgrad bestimmen (BGE 104 V 136 E. 2a und b). 3.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten f ür die Zukunft zu erhöhen, herab- zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesen tliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad u nd damit den Rentenanspruch zu beein- flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine we sentliche Änderung des Gesundheitszu- standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebe nen Gesundheitszustandes erheb- lich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen). 3.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätzu ng von im Wesentlichen un- veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu e iner materiellen Revision. Bloss auf ei- ner anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhe bliche Differenzen sind daher von revisionsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugr enzen. Eine ärztliche Schlussfol- gerung, die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht verändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens (vgl. dazu BGE 137 V 253 E. 3.4.2.3) zurückzuführen (Ur teil J. des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). 3.3 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer ansp ruchserheblichen Änderung des In- validitätsgrades bildet die letzte (der versicherten Perso n eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspru chs mit rechtskonformer Sachverhalts- abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk- ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkunge n des Gesundheitszustandes) beruht Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht (BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3). Vorliegend hat die IV-Stelle dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 25. November 1999 rückwirkend ab 1. Oktober 1998 eine ganze Rente zugesprochen. Nachdem sie im März 2009 von A mtes wegen eine Überprüfung des Rentenanspruchs des Versicherten eingeleitet und die erforderlichen Abklärungen vorge- nommen hatte, setzte die IV-Stelle die laufende ganze Rente des Versicherten mit Verfügung vom 11. Mai 2011 auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf eine Viertelsrente herab. Somit beurteilt sich die Frage, ob eine Änderung in den tatsächlichen Ver- hältnissen eingetreten ist, die eine revisionsweise Herab setzung der bis anhin ausgerichteten Rente rechtfertigt, durch Vergleich des Sachverhalts, w ie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung vom 25. November 1999 bestanden hat, mit demjenigen im Zeitpunkt der vor- liegend angefochtenen Verfügung vom 11. Mai 2011. 4. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob sich der Gesund heitszustand und - damit einher- gehend - der Grad der Arbeitsfähigkeit der Versichert en tatsächlich, wie von der IV-Stelle gel- tend gemacht, seit der Rentenzusprache in einer anspruchserheblichen Weise verbessert hat. 4.1 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die du rch eine Beeinträchtigung der körperli- chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, vo lle oder teilweise Unfähigkeit, im bis- herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Diese Legaldefinition stimmt im Wesentlichen mit dem Begriff der Arbeitsunfähigkeit überein, wie ihn die Rechtspraxis vor dem Inkrafttreten des ATSG entwickelt hatte (vgl. etwa BGE 129 V 53 E. 1.1 in fine mit Hinweisen). Die bis zum 31. Dezember 2002 ergangene dies- bezügliche Rechtsprechung des damaligen Eidgenössischen Ve rsicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilu ngen) bleibt folglich weitestgehend an- wendbar (BGE 130 V 345 E. 3.1.1). 4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und ins besondere auch bei der Beurtei- lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person i st die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterl agen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei- ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen S tellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, we lche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Perso n auf dem allgemeinen, ausgegliche- nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frag e kommenden Arbeitsmarkt zumutbar- erweise noch verrichtet werden können (U LRICH MEYER -BLASER , Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi- alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro- zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wü rdigen und die Gründe an- zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die ande re medizinische These abstellt. Hinsicht- lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entsc heidend, ob dieser für die streiti- gen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchunge n beruht, auch die geklagten Be- schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamn ese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa- tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der E xpertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 4.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprech ung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). 4.4.1 So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach d er Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen Experten ab, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholt es Obergutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfer- tigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen ande rer Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsg utachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung im Rahmen einer Oberexpertise fü r angezeigt hält, sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens ab weichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa mit Hinweisen). 4.4.2 Im Weiteren ist laut diesen Richtlinien den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein- geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beo- bachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelang en, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex- pertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 4.5 Schliesslich gilt es in Revisionsfällen (im Sinne des Art. 17 ATSG) bei der Erhebung und Würdigung des medizinischen Sachverhaltes Folgendes zu beachten: Da die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung durch eine Gegenübe rstellung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes erfolgt (vgl. E. 3 hiervor), bil det Gegenstand des Beweises das Vor- handensein einer entscheidungserheblichen Differenz in den - den medizinischen Gutachten zu entnehmenden - Tatsachen. Die Feststellung des aktuell en gesundheitlichen Befunds und sei- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht ner funktionellen Auswirkungen ist zwar Ausgangspunkt der Beurteilung; sie erfolgt aber nicht unabhängig, sondern wird nur entscheidungserheblich, soweit sie tatsächlich einen Unterschied auf der Seinsebene zum früheren Zustand wiedergibt. Der Beweiswert eines zwecks Rentenre- vision erstellten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema - erhebliche Änderung(en) des Sachverhalts - bezieht. Einer für sich allein be- trachtet vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenbe rechtigung beweisend wäre (vgl. dazu BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a), mangelt es d aher in der Regel am rechtlich erforderli- chen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abwe ichende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effekti ve Veränderung des Gesundheitszustan- des stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen , in denen es evident ist, dass die ge- sundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben (Urteil J. des Schweizerischen Bundesge- richts vom 29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.2). 5.1 In der ursprünglichen Verfügung vom 25. November 19 99, mit welcher sie dem Versi- cherten ab 1. Oktober 1998 eine ganze Rente zugesprochen hatte, stützte sich die IV-Stelle bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbei tsfähigkeit des Versicherten auf ein Gutachten der Klinik G.____ vom 16. Juli 1999. Darin w urden als Diagnosen chronische Lum- balgien und Ischialgien rechts bei Diskusprotrusion L5/S 1 und degenerativen Veränderungen L5/S1 festgehalten. In seiner Beurteilung der Arbei tsfähigkeit gelangte der damals begutach- tende Facharzt zur Auffassung, dass der Explorand auf G rund der subjektiven Beschwerden, der klinischen und radiologischen Befunde und der Ergebn isse der persönlichen Untersuchung in der ursprünglichen schweren Tätigkeit als Maurer/Po lier nicht mehr arbeitsfähig sei. Auch in einer leichten, rückenadaptierten Tätigkeit, wie sie der Explorand zuletzt ausgeübt habe, sei dem Versicherten auf Grund seiner Beschwerden eine Arbe itsfähigkeit von maximal 25 % zu- mutbar. Der Explorand könne weder während längerer Ze it Sitzen, Stehen oder Gehen und er müsse sich nach ca. zwei Stunden wegen Zunahme der Beschw erden hinlegen. Bei Überlas- tung komme es anschliessend zu einer mehrtägigen Verschlechterung. 5.2 Im Rahmen des von ihr im März 2009 von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfah- rens gab die IV-Stelle zur Abklärung des aktuellen medi zinischen Sachverhaltes bei Dr. D.____ ein rheumatologisches Gutachten in Auftrag, welches diese r am 5. Oktober 2009 erstattete. Darin gelangte der Facharzt zum Ergebnis, dass aus rheu matologischer Sicht und unter Be- rücksichtigung der ausführlichen Anamnese und des Verlaufs sowie des ausgedehnten erhobe- nen Status zurzeit keine Diagnose mit relevanter Auswir kung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden könne. Als hauptsächliche Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit liste- te der Gutachter (1) ein chronisches, zurzeit klinisch unb edeutendes Lumbovertebralsyndrom, (2) ein tendomyotisches Zervikalsyndrom, (3) einen Status n ach Arthroskopie rechtes Kniege- lenk (1997), (4) einen Status nach Arthroskopie linkes S chultergelenk bei subacromialem Im- pingement und Partialläsion der Supraspinatussehne (2004) sowie (5) einen Status nach Schul- terathroskopie rechts, Shaving von losen Fasern des Limb us und der Supraspinatussehne so- wie offene Rotatorenmanschetten-Reinsertion (2007) auf. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit führ- te der Gutachter aus, anlässlich seiner Untersuchung ha be er weder qualitativ noch quantitativ eine relevante Einschränkung der Leistungsfähigkeit ausma chen können. Insgesamt liege in Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht einer angepassten Verweistätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit bei einer Leistungsminderung von maximal 5-10 % vor. 5.3 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ver fügung vom 11. Mai 2011 bei der Be- urteilung des aktuellen medizinischen Sachverhaltes und b ei ihrem Entscheid über die Frage, ob seit der ursprünglichen Rentenzusprechung eine wese ntliche Verbesserung des Gesund- heitszustandes des Beschwerdeführers eingetreten sei, auf d as rheumatologische Gutachten von Dr. D.____ vom 5. Oktober 2009. Sie ging demzufolg e davon aus, dass dem Beschwerde- führer auf Grund der ausgewiesenen Verbesserung des Gesundheitszustandes wieder die Aus- übung einer angepassten Verweistätigkeit zu 100 % mit einer Leistungsminderung von 10 % zumutbar sei. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.4.2 hier vor), ist den im Rahmen des Verwaltungs- verfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztin nen und -ärzte, welche aufgrund ein- gehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat- ten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweis- würdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht k onkrete Indizien gegen die Zuver- lässigkeit der Expertise sprechen. Anlässlich der ersten in dieser Angelegenheit erfolgten Ur- teilsberatung vom 29. März 2012 gelangte das Kantonsg ericht nun allerdings zur Auffassung, dass in Bezug auf das Gutachten von Dr. D.____ vom 5. O ktober 2009 - und auch hinsichtlich der vom Gutachter im Rahmen des Beschwerdeverfahrens nac hgereichten ergänzenden Stel- lungnahme vom 17. August 2011 - solche Indizien vorliegen würden. So würden sich die Aus- führungen des Gutachters insofern als unvollständig erweisen , als sie sich nur ungenügend mit den vorhandenen abweichenden Auffassungen der behandelnden Fachärzte, die in ihren (aktu- ellen) Berichten zu teilweise erheblich divergierend en Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit ge- langt seien, auseinandersetzen würden. Dem Gutachter sei es diesbezüglich nicht gelungen, schlüssig und überzeugend aufzuzeigen, weshalb auf seine u nd nicht auf die abweichenden Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen der anderen involviert en Fachärzte abzustellen sei. Zudem sei das Gutachten - und darin sei sein hauptsächlicher Mange l zu sehen - in Bezug auf die Frage, ob und inwieweit sich der Gesundheitszustand des Versicher ten seit der ursprünglichen Ren- tenzusprechung verbessert habe, zu wenig aussagekräftig. En tgegen der von der IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 11. Mai 2011 vertreten en Auffassung komme dem rheuma- tologischen Gutachten von Dr. D.____ demnach keine ausschlag gebende Beweiskraft zu. Da die übrigen damals vorliegenden medizinischen Berichte e benfalls keine ausreichende Grund- lage für eine abschliessende Beurteilung der Beschwerde bildeten, beschloss das Gericht an- lässlich der Urteilsberatung vom 29. März 2012, den Fall auszustellen und die erforderliche zu- sätzliche Abklärung des medizinischen Sachverhaltes im Rahme n eines rheumatologischen Gerichtsgutachtens vornehmen zu lassen, mit dessen Erstellung in der Folge Dr. E.____ beauf- tragt wurde. 6.1 Gestützt auf seine Untersuchungen hält Dr. E.____ in seinem ausführlichen Gerichts- gutachten vom 6. Februar 2013 folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest: (1) ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom m it/bei (1.1) klinisch aktuell deutli- cher, schmerzhaft eingeschränkter LWS-Beweglichkeit, (1.2) ko nventionell radiologisch mässi- gen tieflumbalen degenerativen Segmentsveränderungen , (1.3) MR-tomographisch breitbasi- ger, medianer/medio-lateraler Diskushernie rechts L5/S1, (1.4) nebenbefundlich leichter lumbo- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht sakraler Übergangsanomalie L5/S1, (1.5) dekonditionier ter Rumpfmuskulatur mit atoner Rumpfhaltung und (1.6) voller IV-Berentung von 1999 bis 2011; (2) ein chronisches zervikover- tebrales Schmerzsyndrom mit/bei (2.1) klinisch freier Hals beweglichkeit, (2.2) muskulären Do- lenzen rechts tiefnuchal und (2.3) radiologisch geringe n degenerativen Segmentsveränderun- gen auf der Höhe C5/C6; (3) Rotatorenmanschetten-ten dopathischen Schulterschmerzen rechts mehr als links mit/bei (3.1) keinen signifikanten Be weglichkeitseinschränkungen beid- seits, (3.2) Status nach arthroskopischer und offener Rotatorenmanschettenrevision, (3.3) Man- schetten-Reinsertion und Akromioplastik der rechten Schu lter am 01.06.2007 und (3.4) einem Status nach arthroskopischer Rotatorenmanschettenrevision de r linken Schulter am 11.08.2004; (4) ein rezidivierend schmerzhaftes mediales K niekompartiment links mit/bei (4.1) aktuell einer Rezidivsymptomatik anamnestisch seit drei Woc hen, (4.2) klinisch keinen Bewe- gungseinschränkungen, (4.3) leichter Muskelhypotrophie a m linken Ober- und Unterschenkel, (4.4) möglichem Meniskus-degenerativem Leiden medial un d (4.5) konventionell-radiologisch keinen Zeichen einer beginnenden Gonarthrose links. 6.2 In seiner Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Ex ploranden gelangt Dr. E.____ zum Er- gebnis, dass in der ursprünglich erlernten Tätigkeit als Bauarbeiter; Vorarbeiter, Maurer und Polier - wie schon seit langem von allen Beteiligten attestiert - bleibend keine Arbeitsfähigkeit mehr bestehe. Was die zuletzt ausgeübte Tätigkeit betreffe, könne die gesamte Arbeitsfähigkeit auf Grund des Mischtätigkeitscharakters dieser Arbeit gu tachterlich nicht abgeschätzt werden. Für körperlich leichte angepasste Tätigkeiten scheine hin gegen aus muskuloskelettärer Sicht zum jetzigen Zeitpunkt unter Gewichtung sowohl der intensiven Schmerzsymptomatik einerseits sowie der klinischen und radiomorphologischen Befunde un d der Motilität des Exploranden in der Untersuchungssituation andererseits eine Arbeitsfähigkeit ab Gutachtenszeitpunkt von 60 % möglich. Das zumutbare Tätigkeitsprofil sei körperlich leicht, möglich sei ein Heben, Ziehen und Stossen von Lasten bis maximal 7 bis 8 kg. Nicht in Frage kämen dagegen Tätigkeiten, die über Kopf, gebückt, kauernd, kniend, gehäuft Leitern, Trepp en oder Stufen benutzend oder auf Ge- rüsten verrichtet werden müssten und die ein Gehen auf unebenem Untergrund erfordern wür- den. Zudem dürfe die Tätigkeit keine Notwendigkeit zu leichter Inklinationshaltung des Ober- körpers beinhalten Die Tätigkeit sollte sodann nicht me hr als 30 bis 50 % der Zeit sitzend statt- finden, die Körperposition sollte selbständig gewechselt werden können, ein Sitzen sollte nicht länger als 30 Minuten am Stück notwendig sein und di e Steh- und Gehdauer am Stück sollte nicht mehr als 30 Minuten betragen. Schliesslich sei ein e ergonomische Arbeitsplatzgestaltung (mit allenfalls einem Stehtisch) Voraussetzung. 6.3 Auf die Frage, ob sich der Gesundheitszustand und/od er die Beurteilung der Arbeitsfä- higkeit seit der im Juli 1999 erfolgten Begutachtung du rch die Klinik G.____ erheblich verändert hätten, führt Dr. E.____ aus, es bestünden einerseits Ä nderungen des Gesundheitszustandes, andererseits handle es sich bei seiner (aktuellen) Beurt eilung aber auch um eine andere Ge- wichtung des (ursprünglichen) Sachverhaltes respektive um e ine abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Was den Gesundheitszustand angehe, sei es im Bereich des unteren Ach- senskelettes gegenüber 1999 - und auch gegenüber der i m Jahr 2009 durch Dr. D.____ erfolg- ten Begutachtung - zu einer Verschlechterung gekommen, di es auf Grund des Motilitätsbildes, wie es sich in der aktuellen Untersuchung präsentiere; zud em habe sich der gesamte musku- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht loskelettäre Gesundheitszustand ebenfalls verschlechtert (S chulterbeschwerden, Kniebe- schwerden links). 6.4 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.4.1 hiervor), weic ht das Gericht bei der Würdigung des medizinischen Sachverhaltes praxisgemäss bei Gerichtsgutachten nicht ohne zwingende Grün- de von der Einschätzung des medizinischen Experten ab, de ssen Aufgabe es ist, seine Fach- kenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt me- dizinisch zu erfassen. Vorliegend sind keinerlei Gründe e rsichtlich, die Anlass geben könnten, die Ergebnisse des Gerichtsgutachtens von Dr. E.____ vom 6. Februar 2013 in Frage zu stellen oder gar davon abzuweichen. Es ist vielmehr festzuhalte n, dass das Gutachten die rechtspre- chungsgemässen Voraussetzungen an eine medizinische Beurteil ungsgrundlage in jeder Hin- sicht erfüllt. Es weist weder formale noch inhaltliche Mä ngel auf, es ist - wie dies vom Bundes- gericht verlangt wird (vgl. Erwägung 4.3 hiervor) - fü r die streitigen Belange umfassend, es be- ruht auf allseitigen Untersuchungen, es berücksichtigt d ie geklagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden und es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Sit uation ein. Sodann weist das Gut- achten keinerlei Widersprüche auf und es setzt sich auch au sführlich mit den bei den Akten liegenden (abweichenden) fachärztlichen Einschätzungen auseinander. Bei der Beurteilung des aktuellen medizinischen Sachverhaltes und beim Entscheid ü ber die Frage, ob seit der ur- sprünglichen Rentenzusprechung eine wesentliche Verbesseru ng des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers eingetreten ist, ist deshalb vollumf änglich auf die Ergebnisse des Ge- richtsgutachtens von Dr. E.____ vom 6. Februar 2013 abzustellen. 7.1 Vergleicht man den aktuellen, durch den Gerichtsgut achter Dr. E.____ erhobenen medi- zinischen Sachverhalt mit der Situation, wie sie sich anlä sslich der Begutachtung in der Klinik G.____ im Juli 1999 präsentiert hat, so zeigt sich, da ss sich das damals zur Berentung des Versicherten führende Rückenleiden bis zur Begutachtung durch Dr. E.____ weder erheblich verbessert noch verschlechtert hat, sondern im Wesentliche n unverändert geblieben ist. Dies- bezüglich ist dem Beschwerdeführer beizupflichten, der sein Rückenleiden seit der Berentung als „ stabil schlecht“ bezeichnet. Veränderungen des Gesundheitszusta ndes haben sich laut dem Gutachter Dr. E.____ hinsichtlich der neu hinzugetretenen Knieproblematik und der wieder aufgetretenen Schulterbeschwerden ergeben, wobei in diesen Bereichen von einer Verschlech- terung der Situation auszugehen ist. 7.2 Die IV-Stelle leitet die von ihr behauptete Verb esserung des Rückenleidens letztlich aus dem Umstand ab, dass Dr. E.____ dem Versicherten deswege n lediglich eine 40 %-ige Ar- beitsunfähigkeit attestiert, währenddem das Gutachten d er Klinik G.____ vom 16. Juli 1999 die darauf zurückzuführende Arbeitsunfähigkeit mit 75 % bezi ffert hatte. Diese abweichende Beur- teilung der funktionellen Auswirkungen des Leidens ist a ber nicht auf eine Verbesserung des Gesundheitszustandes zurückzuführen, die Divergenz beruht, w ie auch Dr. E.____ zu verste- hen gibt, vielmehr auf einer von ihm aus heutiger Sicht vorgenommenen differenzierteren Ge- wichtung der ursprünglichen Beeinträchtigungen respekt ive auf einer abweichenden Einschät- zung der Arbeitsunfähigkeit, welche seines Erachtens a us dem bis heute im Wesentlichen un- verändert gebliebenen Rückenleiden resultiert. Die von der früheren Beurteilung durch die Klinik Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht G.____ abweichenden gutachterlichen Schlussfolgerungen sind mit anderen Worten nicht auf eine Veränderung des beurteilten Gesundheitszustandes, sondern letztlich auf eine unter- schiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens zurückzuführen. Wie oben aufgezeigt (vgl. E. 3.2 hiervor), führt eine solche abweichende, bloss au f einer anderen Wertung beruhende medizinische Einschätzung von im Wesentlichen unveränderte n tatsächlichen Verhältnissen aber nicht zu einer materiellen Revision. Entgegen der Auffassung der IV-Stelle fällt demnach im vorliegenden Fall eine revisionsweise Aufhebung der IV-Rente des Beschwerdeführers we- gen einer wesentlichen Verbesserung des Gesundheitszustand es ausser Betracht. In Gutheis- sung der Beschwerde ist deshalb die angefochtene (Revision s-) Verfügung der IV-Stelle vom 11. Mai 2011 aufzuheben und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer über den 30. Juni 2011 hinaus weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente hat. 8. Wie im Folgenden zu zeigen sein wird, hätte der B eschwerdeführer aber selbst dann weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente, wenn man m it der IV-Stelle davon ausgehen würde, dass sich sein Gesundheitszustand seit der am 25. November 1999 erfolgten Rentenzusprache erheblich verbessert und die IV-Stelle demnach das Vorl iegen der Revisionsvoraussetzungen des Art. 17 ATSG zu Recht bejaht hätte. 8.1 Liegen die Revisionsvoraussetzungen des Art. 17 ATSG vo r, ist jeweils zu prüfen, wie sich die ausgewiesene Verbesserung des Gesundheitszustandes auf den (künftigen) Renten- anspruch der versicherten Person auswirkt. Zur Beantwort ung dieser Frage sind die An- spruchsberechtigung und allenfalls der Umfang des Anspruchs pro futuro zu prüfen. Es gilt mit anderen Worten, auf der Grundlage eines richtig und vo llständig festgestellten Sachverhalts den Invaliditätsgrad bei Erlass der Revisionsverfügung zu ermitteln, woraus sich die An- spruchsberechtigung und allenfalls der Umfang des Anspruchs ergeben. 8.2 Wie bereits weiter oben ausgeführt (vgl. E. 2.3 hi ervor), ist gemäss Art. 16 ATSG der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufg rund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind für diesen Vergleich grundsätz- lich die Verhältnisse im Zeitpunkt des (theoretisch mögl ichen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend (BGE 129 V 222, 128 V 174). Da in der ange fochtenen Verfügung vom 11. Mai 2011 die strittige Herabsetzung der bisher ausgerichtet en ganzen Rente des Versicherten per Ende Juni 2011 angeordnet worden ist, steht vorliegend der (weitere) Rentenanspruch des Ver- sicherten ab Juli 2011 zur Diskussion. Dem Einkommensverglei ch sind demnach die im ge- nannten Zeitpunkt gegebenen Einkommensverhältnisse zu Grunde zu legen. 8.3 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheid end, was die versicherte Per- son im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der ü berwiegenden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt hat, auszugehen ist (Urteil I. des EVG vom 26. No- vember 2002, I 491/01, E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinwei sen). Vorliegend kann angenommen werden, dass der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsbeein trächtigungen weiterhin seiner zu- letzt ausgeübten Tätigkeit als Technischer Angestellter bei der B.____ nachgehen würde. Die Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht IV-Stelle hat in der angefochtenen Verfügung gestützt auf die Angaben der genannten Arbeit- geberin in korrekter Weise für das Jahr 2009 ein Vali deneinkommen des Versicherten von Fr. 114'708.-- ermittelt. Da nach dem vorstehend Gesagten (vgl. E. 8.2 hiervor) für den hier vor- zunehmenden Einkommensvergleich jedoch die Einkommensverhä ltnisse im Juli 2011 mass- gebend sind, ist dieser Betrag noch der bis ins Jahr 2011 erfolgten Nominallohnentwicklung von + 1,7 % (Bundesamt für Statistik, Die Lohnentwicklung 2010, S. 20, Tabelle T1.1.05, Männer, Abschnitt F [Baugewerbe] und Die Lohnentwicklung 2011, S. 21, Tabelle T1.1.10, Männer, Ab- schnitt F [Baugewerbe/Bau]) anzupassen, was ein Jahresgeha lt von Fr. 116'658.-- ergibt. Die- ser Betrag ist dem nachfolgenden Einkommensvergleich al s Valideneinkommen zu Grunde zu legen. 8.4 Da der Versicherte seit Eintritt der Gesundheitssch ädigung keine zumutbare leidensan- gepasste Tätigkeit ausübt, ist das Invalideneinkommen praxisg emäss unter Beizug der der Ta- bellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik zu ermitteln (vgl. dazu BGE 126 V 76 E. 3b/bb mit Hinwei sen und 124 V 322 E. 3b/aa). Wie oben ausgeführt, sind dem Versicherten lediglich noch körperlich leichte Arbeiten mit einem erheblich eingeschränkten Tätigkeitsprofil zumutbar (vgl. E. 6.2 hiervor). Somit ist es angezeigt, bei der Bemessung des Invalideneinkommens innerhalb der LSE von einer Tätigkeit des Anforde- rungsniveaus 4, welches einfache und repetitive Aufgabe n umfasst, auszugehen. Laut Tabelle TA1 der LSE 2010 belief sich der Zentralwert für die im Anforderungsniveau 4 beschäftigten Männer im privaten Sektor im Jahre 2010 auf Fr. 4'901. -- (LSE 2010, Privater Sektor, Tabelle TA1, Männer, Total Ziff. 01-96). Dieser Betrag ist d er bis ins Jahr 2011 erfolgten Nominallohn- entwicklung von + 1 % (Bundesamt für Statistik, Die Loh nentwicklung 2011, S. 21, Tabelle T1.1.10, Männer, Total) anzupassen, was ein Invalidenei nkommen von Fr. 4'950.-- pro Monat ergibt. Dabei ist zu beachten, dass dieser Tabellenlohn auf einer einheitlichen Arbeitszeit von 40 Wochenstunden beruht und für das Jahr 2011 auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden (vgl. Die Volkswirtschaft 12/2012 S. 90 Tabelle B 9.2) umzurechnen ist. Dar- aus resultiert ein Monatslohn von Fr. 5'160.40 bzw. ei n Jahresgehalt von Fr. 61'925.--. Da der Versicherte laut den massgebenden medizinischen Unterlagen (vgl. E. 6.1 und 6.2 hiervor) in einer solchen Tätigkeit lediglich noch zu 60 % arbeitsfähig ist, resultiert für den Beschwerdefüh- rerin grundsätzlich ein Invalideneinkommen von Fr. 37' 155.-- (Fr. 61'925.-- x 60 %). Von dem auf diese Weise erhobenen statistischen Wert sind praxisge mäss verschiedene Abzüge zuläs- sig. Im Entscheid 126 V 75 ff. hat das damalige EVG sein e Rechtsprechung zu den Abzügen vom Tabellenlohn bereinigt und weiterentwickelt. Dabei hat es betont, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und berufli- chen Umständen des konkreten Einzelfalles abhängt (leide nsbedingte Einschränkung, Lebens- alter, Anzahl Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskat egorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Dabei ist der Abzug vom statis- tischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Bet racht fallenden Merkmale letztlich aber auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (BGE 126 V 80 E. 5b). Vorliegend hat die IV- Stelle in der angefochtenen Verfügung einen Abzug vom Tabellenlohn von 10 % vorgenommen, was sich in Würdigung der gegeben Umstände sowie in Ber ücksichtigung aller in Betracht fal- lenden Merkmale als angemessen erweist. Nimmt man eine n 10 %-igen Abzug vom Tabellen- Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht lohn vor, so resultiert daraus ein massgebendes Invalide neinkommen des Beschwerdeführers von Fr. 33'440.-- (Fr. 37’155.-- x 90 %). 8.5 Setzt man im Einkommensvergleich dieses Invalidenei nkommen von Fr. 33'440.-- dem Valideneinkommen von Fr. 116’658.-- (vgl. E. 8.3 hier vor) gegenüber, so resultiert daraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 83'218.--, was einen Invaliditä tsgrad von 71,34 % bzw. gerundet (vgl. zur Rundungspraxis: BGE 130 V 121 ff.) von 71 % ergibt . Bei einem Invaliditätsgrad von 71 % hat der Versicherte aber weiterhin, d.h. auch über den 30. Juni 2011 hinaus Anspruch auf eine ganze Rente. Die angefochtene Verfügung vom 11. Mai 20 11, mit welcher die IV-Stelle die bis- herige laufende ganze Rente des Versicherten mit Wirkung ab 1. Juli 2011 auf eine Viertelsren- te herabgesetzt hat, ist deshalb auch dann aufzuheben, wenn man mit der IV-Stelle davon aus- gehen würde, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerde führers seit der am 25. No- vember 1999 erfolgten Rentenzusprache erheblich verbesser t hat und das Vorliegen der Revi- sionsvoraussetzungen des Art. 17 ATSG demnach zu bejahen ist. 9. Aus dem Gesagten ergibt sich zusammenfassend, dass der Be schwerdeführer auch über den 30. Juni 2011 hinaus Anspruch auf eine ganze Rente hat. In Gutheissung der Be- schwerde ist deshalb die angefochtene Verfügung vom 11. Mai 2011, mit welcher die IV-Stelle die bisherige laufende ganze Rente des Versicherten mit Wirkung ab 1. Juli 2011 auf eine Vier- telsrente herabgesetzt hat, aufzuheben und es ist festzus tellen, dass der Beschwerdeführer über den 30. Juni 2011 hinaus weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente hat. 10.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens - und der Parteikosten ist grundsätz- lich auf den Prozessausgang abzustellen. Vorliegend ist der Beschwerdeführer obsiegende und die IV-Stelle unterliegende Partei. 10.2.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige- rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs gericht kostenpflichtig. Die Verfah- renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Reg el in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unterliegende Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Z usammenhang ist allerdings zu be- achten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstan zen - vorbehältlich des hier nicht inte- ressierenden § 20 Abs. 4 VPO - keine Verfahrenskosten au ferlegt werden. Aufgrund dieser Be- stimmung hat die IV-Stelle als Vorinstanz trotz Unterlie gens nicht für die Verfahrenskosten auf- zukommen. Dies hat zur Folge, dass für den vorliegenden P rozess keine Verfahrenskosten er- hoben werden. Dem Beschwerdeführer ist der geleistete Kostenvorschuss zurückzuerstatten. 10.2.2 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungst räger die Kosten der Abklärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeord- net, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Ma ssnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden h at, sind in den Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick au f die Wahrung der Verfahrens- Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht fairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung den IV- Stellen aufzuerlegen. Dies sei, so das Bundesgericht wei ter, mit der zitierten Bestimmung von Art. 45 Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). Vorliegend war das Ge- richt anlässlich seiner ersten Urteilsberatung vom 29. M ärz 2012 zum Ergebnis gelangt, dass ein Entscheid in der Angelegenheit gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich war. Aus Gründen der Verfahrensfairness erachtete das Ge richt damals eine Rückweisung der Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle als nicht opportun, sondern es entschied sich stattdessen, die erforderliche zusätzliche Abklärung d es medizinischen Sachverhaltes im Rahmen eines rheumatologischen Gerichtsgutachtens vornehm en zu lassen. Wie sich anläss- lich der heutigen Urteilsberatung gezeigt hat, war das in der Folge eingeholte Gerichtsgutachten von Dr. E.____ vom 6. Februar 2013 für eine abschliessende Beurteilung des Rentenanspruchs des Versicherten unerlässlich. Im Lichte der geschilderten bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind demnach die Kosten dieses Gutachtens, welche sich ge mäss eingereichter Honorarrech- nung auf Fr. 5'775.60 belaufen, der IV-Stelle aufzuerlegen. 10.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Besc hwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient- schädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Die Re chtsvertreterin des Beschwerdefüh- rers hat in ihrer Honorarnote vom 14. Mai 2013 für d as vorliegende Verfahren nebst Auslagen von Fr. 690.50, welche zu keinen Beanstandungen Anlass ge ben, einen ausserordentlich ho- hen Zeitaufwand von insgesamt 54,35 Stunden geltend gemacht. Der vorliegende Prozess war zwar im Vergleich zu einem durchschnittlichen IV-rechtlichen Beschwerdeverfahren, in welchem bei Obsiegen erfahrungsgemäss ein Zeitaufwand zwischen zehn und 14 Stunden entschädigt wird, deutlich aufwändiger, galt es doch bereits bis zur ersten Urteilsberatung vom 18. November 2011 eine beträchtliche Zahl an ärztliche n Berichten und Gutachten zu prüfen und zu würdigen. In der Folge kamen weitere, nicht u nerhebliche zeitliche Bemühungen im Zu- sammenhang mit der Gutachterernennung und insbesondere mit der Würdigung des umfang- reichen Gerichtsgutachtens hinzu. Zu berücksichtigen gilt es sodann, dass im vorliegenden Be- schwerdeverfahren nicht nur der medizinische Sachverhalt, sondern auch Aspekte des erforder- lichen Einkommensvergleichs strittig waren, was diesbezügl ich zu weiteren tatsächlichen und rechtlichen Erörterungen Anlass gab. Nichtsdestotrotz muss d er ausgewiesene Zeitaufwand von 54,35 Stunden - vor allem auch im Quervergleich zu anderen aufwändigen Beschwerdever- fahren - als deutlich zu hoch bezeichnet werden. Der ge ltend gemachte Aufwand muss daher aus Gründen der Rechtsgleichheit angemessen gekürzt werden. Insgesamt rechtfertigt es sich, vorliegend bei der Bemessung des Honorars von einem angem essenen Zeitaufwand von 24 Stunden auszugehen. Die Bemühungen sind zu dem in S ozialversicherungsprozessen pra- xisgemäss zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 2 50 Franken - und nicht zu dem von der Rechtsvertreterin geltend gemachten Ansatz von 28 0 Franken - zu entschädigen. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 7'225.75 (24 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 690.50 zu züglich 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefoc htene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 11. Mai 2011 aufgehob en und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine ganze IV-Rente hat. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- zurückerstattet. 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in de r Höhe von Fr. 5'775.60 werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdefü hrer eine Partei- entschädigung in der Höhe von Fr. 7'225.75 (inkl. Ausl agen und 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. http://www.bl.ch/kantonsgericht