Abteilung III C-5919/2007/mas {T 0/2} U r t e i l v o m 4 . M ä r z 2 0 0 8 Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), Richterin Franziska Schneider, Richter Eduard Achermann, Gerichtsschreiberin Susanne Marbet Coullery. X._______ Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, avenue Ed mond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2 Vorinstanz. IV, Verfügung vom 5. Juni 2007. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandC-5919/2007 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass der Beschwerdeführer die Verfügung vom 5. Juni 2007 der Eid- genössischen Invalidenversicherung, IV-Stelle für Versicherte im Aus- land (im Folgenden: IV-Stelle), betreffend Abweisung eines Gesuches um Leistungen der Invalidenversicherung mit Beschwerde vom 13. Ju- ni 2007 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat, dass der Beschwerdeführer sinngemäss die Aufhebung der angefoch- tenen Verfügung und die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente be- antragt hat, dass er im Verlauf des Verfahrens zudem sinngemäss ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Verfahrenskosten) ge- stellt hat, dass er in der Folge weder die Verfügung vom 1. November 2007 mit der Aufforderung, die erforderlichen Unterlagen und Beweismittel zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege einzureichen, noch die darauf folgenden Instruktionsverfügungen entgegengenommen hat, dass mit Verfügung vom 12. Februar 2008 der Schriftenwechsel ge- schlossen und den Parteien die Zusammensetzung des Gerichts be- kannt gegeben wurde, dass innert der gesetzten Frist kein Ausstandsbegehren eingegangen ist, dass das Gericht gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2006 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) zur Beur- teilung von Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen ge- mäss Art. 33 und 34 VGG zuständig ist, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, dass die IV-Stelle als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten hat und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszuma- chen ist (vgl. Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG], SR 831.20), so dass das Gericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig ist, Seite 2C-5919/2007 dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 3. Januar 2008 be- antragt hat, die Beschwerde sei gutzuheissen, die angefochtene Ver- fügung sei aufzuheben und die Sache sei im Sinne der Stellungnahme vom 20. Dezember 2007 des ärztlichen Dienstes der IV-Stelle (act. 67) zur Vornahme weiterer Sachverhaltsabklärungen an die Verwaltung zu- rückzuweisen, dass sie diesen Antrag damit begründet, dass der deutsche Gutachter in drei aufeinander folgenden Gutachten eine Arbeitsunfähigkeit attes- tiere, für den medizinischen Dienst der IV-Stelle jedoch überhaupt kei- ne Arbeitsunfähigkeit vorliege, weshalb eine polidisziplinäre Begutach- tung (ein psychiatrisches, ein internistisches und eventuell auch ein or- thopädisches Gutachten) in der Schweiz erforderlich sei, dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) die unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ausdrücklich als Be- schwerdegrund nennt, dass sich das Bundesverwaltungsgericht der Auffassung der Vorins- tanz anschliessen kann, wonach die angefochtene Verfügung vom 5. Juni 2007 auf einer unvollständig ermittelten tatbeständlichen Grund- lage beruht, dass damit die angefochtene Verfügung rechtsfehlerhaft ergangen und in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben ist, dass die angezeigte Ergänzung der Sachverhaltsabklärung allerdings aufwändig erscheint (ärztliche Begutachtung in der Schweiz), so dass die Sache mit der Weisung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, die noch erforderlichen, geeigneten medizinischen Abklärungen anzuord- nen und neu in der Sache zu befinden (Art. 61 Abs. 1 VwVG), dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG), dass demnach das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Kostenbefreiung) als gegenstands- los abzuschreiben ist, dass dem teilweise obsiegenden Beschwerdeführer keine verhältnis- mässig hohen Kosten entstanden sind, so dass keine Parteientschädi- Seite 3C-5919/2007 gung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. 2. Die angefochtene Verfügung vom 5. Juni 2007 wird aufgehoben und die Sache mit der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen, die noch erforderlichen, geeigneten medizinischen Abklärungen anzuord- nen und neu in der Sache zu befinden. 3. Das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltli- chen Rechtspflege wird infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben. 4. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 5. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 6. Dieses Urteil geht an: - den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) - die Vorinstanz (Ref-Nr. _______) - das Bundesamt für Sozialversicherungen Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: Stefan Mesmer Susanne Marbet Coullery Seite 4C-5919/2007 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf- fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit An gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange- fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be- schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: Seite 5