<h2>SubmittedText<h2><p>Die Zahl der Fälle von Meningitis C ist in den vergangenen zwei Jahren in der Schweiz stark angestiegen. Der Ausbau von Kinderkrippen, welcher vom Bund gefördert werden soll, betrifft die Risikogruppe der ein- bis vierjährigen Kinder.</p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie beurteilt er die zunehmende Zahl von Fällen von Meningitis-C-Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen?</p><p>2. Ist er bereit, ein freiwilliges Impfprogramm für Kleinkinder, die regelmässig Kinderkrippen besuchen, einzuführen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Zwischen 1998 und 2000 stieg die Zahl der Meningokokken-Infektionen der Gruppe C, gegen die sich der Impfstoff richtet, von 50 auf 108 Fälle an. Die Zunahme betraf im Wesentlichen Jugendliche und Kinder über 6 Jahre.</p><p>Im Jahre 2001 hingegen hat die Zahl der Meldungen von Meningokokken-Fällen der Gruppe C im Vergleich zum Vorjahr für die Allgemeinbevölkerung um 20 Prozent und für Kinder unter 6 Jahren um 37 Prozent abgenommen.</p><p>Der gleiche Trend zeigt sich auch in diesem Jahr: Für die Zeit von Januar bis Ende Mai 2002 wurden 42 Fälle der Gruppe C erfasst, im Vergleich zu 53 Fällen im Jahre 2001 und 62 im Jahre 2000.</p><p>2. Die Schweizerische Kommission für Impffragen und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfehlen keine generelle Impfung der Kleinkinder, da das absolute Risiko einer Meningokokken-Infektion der Gruppe C nach wie vor klein ist. Eltern, die dieses Risiko jedoch als zu gross einschätzen, können ihre Kinder unbesorgt impfen lassen. Das BAG verfolgt die epidemiologische Entwicklung dieser Infektionen aufmerksam, um seine Empfehlungen nötigenfalls anpassen zu können.</p><p>Entgegen einer weit verbreiteten Meinung gibt es zurzeit keine wissenschaftlichen Hinweise dafür, dass das Risiko einer Meningokokken-Infektion für Kinder, die sich häufig in einer Krippe aufhalten, grösser ist als für die anderen Kinder im gleichen Alter, wie das beispielsweise in Rekrutenschulen der Fall ist.</p>  Antwort des Bundesrates.