<h2>SubmittedText<h2><p>Die zuständige Bundesbehörde (EVD) wird ersucht, die im vorliegenden Postulat aufgeworfenen Fragen nochmals zu überprüfen, namentlich</p><p>1. die Entwicklung der Umweltsituation im Tessin unter dem Gesichtspunkt der Jagd zu untersuchen;</p><p>2. die Voraussetzungen für die geforderte Einfuhr von Wild zu überprüfen, das im Kanton Tessin ausgesetzt werden soll;</p><p>3. der von der Kantonalen Vereinigung der Jagdgesellschaften wiederholt erhobenen Forderung nach einer kontrollierten Einfuhr von Hasen nachzukommen;</p><p>4. insbesondere der Tatsache Rechnung zu tragen, dass das geltende Jagdgesetz die Einfuhr von Hasen zulässt;</p><p>5. zu überprüfen, ob sich die kantonalen Behörden und die Importeure an die Vorschriften halten, die das Bundesamt für Veterinärwesen in seinem Kreisschreiben vom 6 Juli 1988 aufgestellt hat.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Zu den einzelnen Begehren des Postulates kann wie folgt Stellung genommen werden.</p><p></p><p>1. Untersuchung der Entwicklung der Umweltsituation im Tessin unter dem Gesichtspunkt der Jagd.</p><p></p><p>In den Jahren 1989  1992 ist die Situation des Feldhasen im Tessin auf breiter Basis unter Einbezug ökologischer und jagdlicher Aspekte in einer vom Ufficio Caccia e Pesca in Auftrag gegebenen Studie untersucht worden. Wie aus dem unten erwähnten beiliegenden</p><p></p><p></p><p></p><p>Bericht hervorgeht, liefern die Resultate dieser Arbeit keinen Anlass, die Situation des Feldhasen im Tessin anders zu beurteilen als in der übrigen Schweiz.</p><p></p><p>2. Überprüfung der Voraussetzungen für die Einfuhr von Wild, das im Kanton Tessin ausgesetzt werden soll.</p><p></p><p>Die Voraussetzungen für die Einfuhr von Wildtieren zum Aussetzen sind in der Jagdgesetzgebung und der Artenschutzverordnung formuliert. Es ist nicht vorgesehen, dass für den Kanton Tessin eine Sonderregelung gilt, bzw. es besteht, unter Berücksichtigung der Ergebnisse der oben erwähnten Studie, keine Veranlassung diese gesetzlichen Bestimmungen für die Einfuhr von Feldhasen in den Kanton Tessin zu ändern.</p><p></p><p>3. Zulassen einer kontrollierten Einfuhr von Hasen:</p><p></p><p>Die Bundesbehörden haben die Ablehnung der in den letzten Jahren von den Jagdgesellschaften und kantonalen Behörden eingereichten Gesuche für die Einfuhr von Feldhasen zum Aussetzen ausführlich begründet und teilweise in Aussprachen erläutert. Es sind gegenüber früheren Jahren keine Veränderungen erfolgt bzw. neue Gegebenheiten aufgetreten oder neue Argumente vorgebracht worden, welche eine Neubeurteilung der Situation erforderlich machen und die Bundesbehörden veranlassen müssten, ihre Haltung zu revidieren.</p><p></p><p>Der Tatsache Rechnung zu tragen, dass das geltende Jagdgesetz die Einfuhr von Hasen zulässt.</p><p></p><p>Es ist unbestritten, dass das geltende Jagdgesetz grundsätzlich die Einfuhr von Hasen zulässt, sofern die dafür festgelegten Bedingungen eingehalten werden.</p><p></p><p>5. Überprüfen, ob sich die kantonalen Behörden und die Importeure an die Vorschriften halten, die das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) in seinem Kreisschreiben vom 6. Dezember 1988 aufgestellt hat.</p><p></p><p>Im erwähnten Kreisschreiben des BVET werden die in Artikel 7a Absatz 6 der Artenschutzverordnung aufgeführten Bedingungen für die Einfuhr jagdbarer Tiere zum Aussetzen präzisiert und konkretisiert. Wie im beiliegenden Bericht erläutert wird, hat die Überprüfung der von den Jagdgesellschaften und kantonalen Behörden eingereichten Gesuche ergeben, dass mehrere dieser Bedingungen, nicht erfüllt sind, bzw. offensichtlich grundsätzlich nicht erfüllt werden können</p><p></p><p>Die ausführliche Argumentation der Bundesbehörden zur Frage der Haseneinfuhr zu Jagdzwecken im Kanton Tessin befindet sich im Bericht, der dieser Antwort beiliegt.</p> Der Bundesrat beantragt, die Punkte 1, 2, 4 und 5 abzuschreiben und Punkt 3 abzulehnen.