<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00020</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204147&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00020</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 02.04.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Kürzung um den Grundbedarf II und die Auflage, eine Arbeitsstelle zu suchen, seien aufzuheben: Zuständigkeit des Einzelrichters (E. 1). Die wirtschaftliche Hilfe kann mit der Weisung verbunden werden, eine zumutbare Arbeit aufzunehmen. Wenn der Hilfesuchende die Weisung missachtet, kann die wirtschaftliche Hilfe gekürzt werden (E. 2.1). Unbestritten ist, dass die Fürsorgebehörde der Beschwerdeführerin die Weisung erteilte, bis Ende August 2003 fünf seriöse und komplette Bewerbungen nachzuweisen resp. sich sofort bei der Invalidenversicherung anzumelden. Gleichzeitig wurde sie darauf hingewiesen, dass ihr der Grundbedarf II bei Nichtbefolgen der Weisung gestrichen würde (E. 2.2). Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, sie könne wegen ihrer körperlichen Behinderung keine Arbeit finden, ist ihr entgegenzuhalten, dass sie diesbezüglich aufgefordert worden war, sich bei der Invalidenversicherung anzumelden (E. 2.3.1). Der Beschwerdeführerin ist zwar beizupflichten, dass es für eine fünfzigjährige Frau nicht einfach ist, in der heutigen Arbeitsmarktsituation eine Arbeitsstelle zu finden. Diese Schwierigkeit entbinden sie jedoch nicht davon, zumindest den Versuch zu unternehmen, eine Arbeitsstelle zu suchen (E. 2.3.2). Die Weisung war demnach zumutbar und die Leistungskürzung somit zulässig (E. 2.4). Abweisung der Beschwerde (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARBEITSSUCHE">ARBEITSSUCHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDBEDARF II">GRUNDBEDARF II</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃRZUNG">KÃRZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEISUNG">WEISUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 21 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 24 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 23 lit. d SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>E, geboren 1954, wohnt seit dem 1. Mai 2002 in X. Sie ist seit 1999 arbeitslos; die Rahmenfrist bei der Arbeitslosenversicherung endete am 22. August 2001. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X beschloss am 27. Juni 2002, E bis Ende Dezember 2002 wirtschaftliche Hilfe zu gewÃ¤hren. Ausserdem verpflichtete sie E dazu, intensiv eine Arbeitsstelle zu suchen und ihre diesbezÃ¼glichen BemÃ¼hungen regelmÃ¤ssig im Sozialdienst nachzuweisen. Dabei habe sie jede sich bietende Arbeit anzunehmen. Bei Zuwiderhandlung gegen diese Auflage wurde eine KÃ¼rzung des UnterstÃ¼tzungsbetrages angedroht.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschluss vom 9. Januar 2003 verlÃ¤ngerte die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde die Ausrichtung der wirtschaftlichen Hilfe bis Ende Mai 2003 und wiederholte die Verpflichtung bezÃ¼glich Arbeitssuche. Ausserdem wurde E dazu verpflichtet, dem Sozialdienst umgehend ein Ã¤rztliches Zeugnis einzureichen, welches ihre ArbeitsunfÃ¤higkeit bestÃ¤tige, ansonsten der Grundbedarf II ab Februar 2003 aus dem Budget gestrichen werde. Ein Ã¤rztliches Zeugnis vom 28. Januar 2003 bescheinigte, dass die medizinische Vorgeschichte von E einige EinschrÃ¤nkungen betreffend TÃ¤tigkeit und Dauer einer Arbeit nÃ¶tig mache. Es komme praktisch nur eine wechselbelastende TÃ¤tigkeit ohne hohe Gewichte und ohne Ãberkopfarbeiten infrage. Besonders ungÃ¼nstig sei auf Grund des Bandscheibenvorfalles das Arbeiten in vorgeneigter Haltung sowie sehr langes Sitzen. FÃ¼r die meisten TÃ¤tigkeiten kÃ¤me somit nur stundenweiser Einsatz infrage.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde verlÃ¤ngerte am 24. Juli 2003 die Ausrichtung der wirtschaftlichen Hilfe bis Ende Januar 2004, wiederholte die Verpflichtung bezÃ¼glich Arbeitssuche und drohte erneut die KÃ¼rzung des UnterstÃ¼tzungsbetrages im Falle einer Zuwiderhandlung gegen diese Auflage an.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 6. August 2003 lud die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde E zu einer Aussprache ein. Als Ergebnis dieser Aussprache verpflichtete die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde sie am 7. August 2003 dazu, bis Ende August 2003 fÃ¼nf seriÃ¶se und komplette schriftliche Bewerbungen im Sozialdienst nachzuweisen (Disp.-Ziff. 1), sich sofort bei der Invalidenversicherung anzumelden, falls sie aus gesundheitlichen GrÃ¼nden lediglich eine 50%-Arbeitsstelle suchen und annehmen kÃ¶nne (Disp.-Ziff. 2), weiterhin im Rahmen ihrer MÃ¶glichkeiten eine Arbeitsstelle zu suchen und ihre diesbezÃ¼glichen BemÃ¼hungen (monatlich mindestens 15 schriftliche Bewerbungen und die entsprechenden Antworten) regelmÃ¤ssig nachzuweisen, wobei sie jede sich bietende Arbeit anzunehmen habe (Disp.-Ziff. 3). Sie wurde ausserdem darauf hingewiesen, dass bei Nichtbefolgen dieser Auflagen, insbesondere der Disp.-Ziff. 1, der Grundbedarf II ab dem 1. September 2003 aus dem Budget gestrichen werde (Disp.-Ziff. 6).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Nachdem E weder den Nachweis fÃ¼r ihre Bewerbungen noch eine AnmeldungsbestÃ¤tigung bei der Invalidenversicherung erbracht hatte, beschloss die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde am 21. August 2003, den Grundbedarf II wegen Nichtbefolgens einer Auflage ab dem 1. Oktober 2003 aus dem Budget zu streichen. Ausserdem wiederholte sie unter anderem Disp.-Ziff. 2 und 3 des Beschlusses vom 7. August 2003 und drohte weitere BudgetkÃ¼rzungen an.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>E erhob gegen die BeschlÃ¼sse der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 7. und 21. August 2003 am 10. September 2003 Rekurs. Der Bezirksrat Y wies den Rekurs am 10. Dezember 2003 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen den Rekursentscheid gelangte E am 11. Januar 2004 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Sie beantragt sinngemÃ¤ss die Aufhebung des vor­instanzlichen Entscheids. Insbesondere wehrt sie sich gegen die Streichung des Grundbedarfs II.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat Y beantragt in seiner Vernehmlassung vom 11. Februar 2004 die Abweisung der Beschwerde. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X liess sich nicht vernehmen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde in einer sozialhilferechtlichen Angelegenheit ge­mÃ¤ss § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Be­schwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin beantragt die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids. In der Hauptsache wehrt sie sich gegen die KÃ¼rzung des Grundbedarfs II von Fr. 103.-. Bei Streitigkeiten Ã¼ber periodisch wieder­kehrende Leistungen, namentlich im Bereich der Sozial- und Jugendhilfe, ist der Streitwert in der Regel der Summe dieser periodischen Leistungen wÃ¤hrend der Dauer von 12 Monaten gleichzusetzen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 5; RB 1998 Nr. 21). Dies ergibt vorliegend einen Streitwert von weit unter Fr. 20'000.-. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wehrt sich aber auch gegen die Weisung, sich im Rahmen ihrer MÃ¶glichkeiten eine Arbeitsstelle zu suchen und ihre diesbezÃ¼glichen BemÃ¼hungen regelmÃ¤ssig nachzuweisen. Zwar hat diese Beschwerde keinen Streitwert, da dieser Antrag jedoch von untergeordneter Bedeutung ist, ist vorliegend der Einzelrichter zustÃ¤ndig (§ 38 Abs. 2 VRG). </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶riger nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat nach § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. Diese soll das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (§ 15 Abs. 1 SHG). Grundlage der Bemessung bilden gemÃ¤ss § 17 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) die Richtlinien der schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe in der Fassung vom Dezember 2002 (SKOS-Richtlinien), wobei Abweichungen im Einzelfall vorbehalten sind. Nach den genannten Richtlinien setzt sich das individuelle UnterstÃ¼tzungsbudget aus der materiellen Grundsicherung, bestehend aus Grundbedarf I und II fÃ¼r den Lebensunterhalt, den Wohnungskosten und der medizinischen Grundversorgung einerseits und aus situationsbedingten Leistungen anderseits zusammen (SKOS-Richtlinien, Kap. A.6).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die wirtschaftliche Hilfe darf mit Auflagen und Weisungen verbunden werden, die sich auf die richtige Verwendung der BeitrÃ¤ge beziehen oder geeignet sind, die Lage des HilfeempfÃ¤ngers zu verbessern (§ 21 SHG). Insbesondere kann die wirtschaftliche Hilfe mit der Weisung verbunden werden, eine zumutbare Arbeit aufzunehmen (§ 23 lit. d SHV). Wenn der Hilfesuchende Anordnungen der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde nicht befolgt, insbesondere Auflagen und Weisungen missachtet, und er zudem auf die MÃ¶glichkeit einer LeistungskÃ¼rzung schriftlich hingewiesen worden ist, kÃ¶nnen die Leistungen gekÃ¼rzt werden. Ein solcher Hinweis kann mit der Anordnung der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde verbunden werden (§ 24 SHG).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei der KÃ¼rzung von Sozialhilfeleistungen ist unter anderem zu prÃ¼fen, ob die Weisung der SozialhilfebehÃ¶rde zumutbar war (SKOS-Richtlinien, Kap. A.8.2). ZulÃ¤ssig ist das Streichen des Grundbedarfs II, erstmalig fÃ¼r die Dauer von maximal zwÃ¶lf Monaten. Diese Massnahme kann jeweils nach einer grÃ¼ndlichen ÃberprÃ¼fung um maximal weitere zwÃ¶lf Monate verlÃ¤ngert werden (SKOS-Richtlinien, Kap. A.8.3).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Unbestritten ist vorliegend, dass die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der BeschwerdefÃ¼hrerin am 7. August 2003 die Weisung erteilte, bis Ende August 2003 fÃ¼nf seriÃ¶se und komplette schriftliche Bewerbungen nachzuweisen und sich sofort bei der Invalidenversicherung anzumelden, falls sie aus gesundheitlichen GrÃ¼nden lediglich eine 50%-Arbeitsstelle suchen und annehmen kann. Des Weiteren wurde sie verpflichtet, weiterhin im Rahmen ihrer MÃ¶glichkeiten eine Arbeitsstelle zu suchen und ihre diesbezÃ¼glichen BemÃ¼hungen (monatlich mindestens 15 schriftliche Bewerbungen und die entsprechenden Antworten) regelmÃ¤ssig im Sozialdienst nachzuweisen. Gleichzeitig wurde sie darauf hingewiesen, dass ihr bei Nichtbefolgen der genannten Weisungen der Grundbedarf II ab dem 1. September 2003 aus dem Budget gestrichen werde. Nachdem die BeschwerdefÃ¼hrerin weder den Nachweis fÃ¼r ihre Bewerbungen noch eine AnmeldebestÃ¤tigung bei der Invalidenversicherung erbracht hatte, beschloss die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde am 21. August 2003, den Grundbedarf II ab dem 1. Oktober 2003 aus dem Budget zu streichen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht sinngemÃ¤ss geltend, dass die Weisung der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde, sich eine Arbeitsstelle zu suchen, unzumutbar sei, da sie wegen ihrer kÃ¶rperlichen Behinderung und der Situation auf dem Arbeitsmarkt keine Arbeit finden kÃ¶nne. Es sei illusorisch anzunehmen, dass eine 50-jÃ¤hrige Frau eine 30-%-Stelle bekomme. Falls sie eine solche erhalten wÃ¼rde, so wÃ¤ren es Arbeiten als Putzhilfe, Aushilfe in KÃ¼che und<br/> Kiosk, welche sie aufgrund ihrer Behinderung nicht mehr ausÃ¼ben kÃ¶nne. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.1 </span></b><span>Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht, sie kÃ¶nne wegen ihrer kÃ¶rperlichen Behinderung keine Arbeit finden, ist ihr entgegenzuhalten, dass sie diesbezÃ¼glich aufgefordert worden war, sich bei der Invalidenversicherung anzumelden. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bestÃ¤tigt in ihrem Rekursschreiben vom 10. September 2003 mit ihrer Bemerkung, dass man sich nicht von einem Tag auf den anderen bei der Invalidenversicherung anmelden kÃ¶nne, indirekt, dass sie dieser Weisung bis zu jenem Zeitpunkt nicht nachgekommen war. In ihrer Beschwerdeschrift fÃ¼hrt sie zwar aus, dass sie sich zwischenzeitlich bei der Invalidenversicherung angemeldet hat, einen Nachweis in Form einer BestÃ¤tigung hat sie jedoch bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht erbracht. Dass sie dieser Weisung somit nicht nachgekommen war, kann sie nicht mit ihrer geltend gemachten kÃ¶rperlichen Behinderung rechtfertigen. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.3.2 </span></b><span>Daran Ã¤ndern auch die beiden Arztzeugnisse vom 28. Januar und 1. Oktober 2003 nichts. Das Ã¤rztliche Zeugnis vom 28. Januar 2003 bestÃ¤tigt vielmehr, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin zumindest in der Lage wÃ¤re, einer Teilzeitarbeit nachzugehen. Dasjenige vom 1. Oktober 2003 stellt zwar die vollkommene ArbeitsunfÃ¤higkeit der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r den Zeitraum von acht Wochen fest. Damit hat sie aber nicht dargetan, weshalb es ihr im August und September 2003 und ab Januar 2004 nicht mÃ¶glich gewesen sein soll, einer Arbeit nachzugehen. Im Ãbrigen kann auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen der Vorinstanz verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 VRG). Der BeschwerdefÃ¼hrerin ist zwar beizupflichten, dass es fÃ¼r eine Frau ihres Alters nicht einfach ist, in der heutigen Arbeitsmarktsituation eine Arbeitsstelle zu finden. Diese Schwierigkeit entbindet sie jedoch nicht davon, zumindest den Versuch zu unternehmen, eine Arbeitsstelle zu finden. Gerade der unbestrittene Umstand, dass sie bereits als SekretÃ¤rin, Sachbearbeiterin und Telefonistin gearbeitet hat, erÃ¶ffnet ihr ein grÃ¶sseres potentielles BetÃ¤tigungsfeld, das ihren gesundheitlichen Schwierigkeiten entgegenkommt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Zusammenfassend ist demnach festzustellen, dass die Weisung der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 7. August 2003, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin sich eine Arbeit zu suchen und diese BemÃ¼hungen durch schriftliche Bewerbungen regelmÃ¤ssig nachzuweisen habe (5 Bewerbungen bis Ende August 2003 und 15 Bewerbungen pro Monat), nicht unzumutbar war. Gleichzeitig mit dieser Weisung drohte die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde eine LeistungskÃ¼rzung an. Dass die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde die LeistungskÃ¼rzung schon am 21. August 2003 beschlossen hatte, ohne die der BeschwerdefÃ¼hrerin angesetzte Frist bis Ende August 2003 abzuwarten, ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde hat in ihrer Rekursantwort vom 1. Oktober 2003 dargetan, dass sie zwar den Beschluss zur LeistungskÃ¼rzung schon vor Ablauf der Frist gefasst, aber mit dem Versand des Beschlusses bewusst bis nach Ablauf der Frist zugewartet hatte. HÃ¤tte die BeschwerdefÃ¼hrerin den Nachweis fristgerecht erbracht, wÃ¤re der Beschluss nicht verschickt worden. Dem Vollzug der LeistungskÃ¼rzung steht demnach nichts entgegen. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde wird aber darauf aufmerksam gemacht, dass die Streichung des Grundbedarfs II fÃ¼r die Dauer von maxi­mal zwÃ¶lf Monaten angeordnet werden darf. SpÃ¤testens nach Ablauf von zwÃ¶lf Monaten muss die LeistungskÃ¼rzung grÃ¼ndlich Ã¼berprÃ¼ft werden, worauf sie wiederum fÃ¼r maximal weitere zwÃ¶lf Monate angeordnet werden darf (SKOS-Richtlinien, Kap. A.8.3). Ob es zweckmÃ¤ssig ist, nach vorliegender BestÃ¤tigung der IV-Anmeldung der BeschwerdefÃ¼hrerin weiterhin auf 15 monatlichen Bewerbungen zu beharren, braucht an dieser Stelle nicht entschieden zu werden und ist der Beschwerdegegnerin zu Ã¼berlassen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin unterliegt, sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), die in SozialhilfefÃ¤llen praxisgemÃ¤ss tief angesetzt werden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss <a id="Text25"></a>entscheidet <span>der Einzelrichter</span>:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 300.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 360.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Urteilstext"><span>4. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>