<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2016.00226</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 7. September 2017</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Dr. iur. Roger Bollag</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Dreifuss &amp; Bollag, Law Office</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Splügenstrasse 11, Postfach 1594, 8027 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der 1977 geborene X.___, ohne Berufsausbildung, war seit Oktober 2000 als Gebäudereiniger bei der Y.___ AG tätig (6/9). Am 19. Oktober 2004 fiel dem Versicherten gemäss eigenen Angaben bei der Arbeit eine Autotür auf den Kopf (Urk. 6/17/62-63), worauf er sich unter Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weis auf eine mnestische Störung nach contusio cerebri am 9. Dezember 2005 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 6/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach dem Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten mit Verfügung vom 29. Oktober 2009 (Urk. 6/80-81) mit Wirkung ab 1. Oktober 2005 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Juni 2012 leitete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren ein (Urk. 6/136 S. 1), klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse ab und veranlasste un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ter anderem eine polydisziplinäre Begutachtung durch die Medizinische Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungsstelle Z.___ (Medas; Expertise vom 17. November 2014, Urk. 6/133/1-49). Mit Vorbescheid vom 16. April 2015 (Urk. 6/137) stellte die IV-Stelle unter Hinweis auf eine Verbesserung des Gesundheitszustands die Aufhebung der Rente in Aussicht. Dagegen erhob der Versicherte unter Beilage der Emails von Dr. med. A.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 6. Juli und 11. Oktober 2015 (Urk. 6/145 und Urk. 6/160) sowie der Berichte von Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 3. Juli 2015 (Urk. 6/146) und von Dr. med. C.___, FMH Neurologie, und Dr. phil. D.___, Neuropsychologin, vom 1. Oktober 2015 (Urk. 6/158) Einwand (Urk. 6/161). Mit Verfügung vom 13. Januar 2016 (Urk. 2) hob die IV-Stelle die Rente mit Wirkung ab 1. März 2016 auf.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob der Versicherte am 15. Februar 2016 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es seien ihm die gesetzlichen Leistungen gemäss IVG auszurichten und ihm insbesondere eine seiner tatsächlichen Erwerbsunfähigkeit entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chende IVG-Rente zuzusprechen. Eventuell seien weitere medizinische Abklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungen zu tätigen und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuweisen. Subeventuell sei er persönlich vorzuladen (S. 2). Mit Beschwerdeant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wort vom 15. März 2016 (Urk. 5) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 17. März 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7). Am 15. August 2017 verzichtete der Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vertreter des Beschwerdeführers auf dessen persönliche Anhörung durch das Gericht (Urk. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 17 ATSG sind laufende Renten für die Zukunft zu erhöhen, herabzuset</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede we</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">validitätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Ob eine solche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit demje</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (BGE 105 V 29).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Fehlen die in Art. 17 ATSG genannten Voraussetzungen, so kann die Rentenverfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung lediglich nach den für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen geltenden Regeln abgeändert werden. Danach ist die Verwaltung befugt, auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn sich diese als zweifellos unrichtig erweist und ihre Berichtigung von er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heblicher Bedeutung ist (Art. 53 A</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bs. 2 ATSG; BGE 110 V 176 E. 2a</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen). Das Gericht kann eine zu Unrecht ergangene Revisionsverfügung gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">benenfalls mit der substituierten Begründung schützen, dass die ursprüngliche Rentenverfügung zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erheblicher Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deutung ist (BGE 125 V 368 E. 2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 128 V 272 E. 5b/bb; Urteile des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom 3. September 2014 E. 3.2.2, 9C_762/2013 vom 24. Juni 2014 E. 4.2 und 9C_562/2008 vom 3. November 2008 E. 2.2 je mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete ihre rentenaufhebende Verfügung (Urk. 2) damit, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers verbessert habe und ihm seit der Begutachtung im September 2014 angepasste Tätigkeiten unter Vermeidung von körperlichen Arbeiten mit Kraftanforderung für manuelle Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beiten rechts zu 100 % zumutbar seien. Im Rahmen des Einkommensvergleichs resultiere unter Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 10 % wegen der Unmöglichkeit der Ausführung von Schwerarbeiten ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 3 %. Die Beschwerdegegnerin führte weiter aus, dass die zusammen mit dem Einwand eingereichten Arztberichte keine neuen medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Tatsachen enthielten, sondern lediglich eine andere Sichtweise des glei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Sachverhalts beschrieben. Das Ganser-Syndrom könne nicht genau defi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">niert und die einzelnen Symptome beim Beschwerdeführer nicht klar aufgezeigt werden. Letzterer arbeite zudem halbtags, weise ein hohes Aktivitätsniveau auf und habe soziale Kontakte, weshalb eine schwere Beeinträchtigung des funktio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nellen Leistungsvermögens nicht ausreichend nachvollziehbar sei (S. 2 f.). In der Beschwerdeantwort (Urk. 5) wies die Beschwerdegegnerin sodann auf das ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kehrsmedizinische Gutachten vom 6. Oktober 2011 hin, gemäss welchem ins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">besondere objektiv keine relevanten kognitiven Störungen festgestellt worden seien, was in einem Spannungsverhältnis zu den anlässlich der Medas-Begut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achtung festgestellten Erinnerungslücken stehe.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber in seiner Beschwerde (Urk. 1) auf den Standpunkt, es bestünden Widersprüche betreffend die Diagnose zwi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen dem psychiatrischen Medas-Gutachter und den Dres. B.___, C.___ und D.___. Der Einschätzung des Arztes des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der Beschwerdegegnerin könne zudem nicht gefolgt werden, da dieser den Beschwerdeführer nicht persönlich begutachtet habe, was bei der in Frage stehenden Diagnose indessen unerlässlich sei. Entsprechend seien weitere medizinische Abklärungen zu treffen und es könne nicht auf das Medas-Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten abgestellt werden (S. 4 ff. Ziff. 3-7). Im Weiteren sei in der Medas-Ex</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pertise keine Verbesserung des Gesundheitszustands postuliert, sondern ledig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich eine andere Einschätzung des Sachverhalts vorgenommen worden, weshalb kein Revisionsgrund gegeben sei (S. 6 Ziff. 8). Ferner sei die neue Rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chung zu den psychosomatischen Krankheitsbildern nicht berücksichtigt wor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den, so dass weitere medizinische Abklärungen (bei einem anderen Sachver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ständigen) zu tätigen seien (S. 7 Ziff. 9 f.). Im Übrigen sei beim Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer gemäss den Auffassungen des psychiatrischen Medas-Gutachters sowie der Dres. B.___, C.___, D.___ und A.___ keine verwertbare Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit auf dem ersten Arbeitsmarkt vorhanden (S. 8 f. Ziff. 12 ff.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Grundlage für die ursprüngliche Rentenverfügung vom 29. Oktober 2009 (Urk. 6/80-81) bildete der Untersuchungsbericht des RAD-Arztes Prof. Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 17. Februar 2009 (Urk. 6/56 und Urk. 6/79 S. 3 f.). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der RAD-Arzt stellte im besagten Bericht folgende Diagnosen (Urk. 6/56 S. 3):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung in gegenwärtig schwerer Episode mit psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chotischen Zeichen (ICD-10 F33.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Differentialdiagnose: posttraumatisches Psychosyndrom nach Schädel-Hirn-Trauma (ICD-10 F07.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Anpassungsprobleme bei Veränderungen der Lebensumstände (ICD-10 Z60.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. E.___ führte aus, der Beschwerdeführer berichte von ständigem Schwin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">del und rasenden Kopfschmerzen. Hinsichtlich Ort, Zeit und Person sei er voll orientiert, wobei ihm die Daten seiner Lebensgeschichte nicht erinnerbar seien. Bei der Prüfung der Merkfähigkeit ergäben sich deutliche Schwächen. Der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer wirke introvertiert und sein gesamtes Verhalten zeige sich zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rückgenommen und eingeengt. Formale Denk- und Sprachstörungen seien nicht erkennbar und der Denk- und Redefluss erschienen inhaltlich zusammenhän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gend. Der Beschwerdeführer berichte von „wirren Gedanken im Kopf“ tagsüber, vor allem, wenn er an seine aktuelle Situation im Hinblick auf seine Arbeitslo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sigkeit denke. Affektiv und emotional wirke er differenziert, aber durch die Nie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dergeschlagenheit deutlich eingeengt. Psychomotorisch und hinsichtlich seiner Bewegungen mache er einen „von aussen gesteuerten Eindruck“, fast wie eine Marionette. Mit den wiederholten Darstellungen der inneren Verzweiflung und Unzufriedenheit mit der momentanen Lebenssituation erscheine er in seinem Verhalten aktuell stark eigengefährdend (S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Weiteren hielt der RAD-Arzt fest, der Beschwerdeführer leide an einem chro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nischen psychischen Gesundheitsschaden mit erheblichem Krankheitswert, der sich im Nachgang an zwei Unfälle mit einem Schädel-Hirn-Trauma (1999 und 2004) bislang und trotz lege artis durchgeführter Therapie als weitgehend the</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rapieresistent gezeigt habe. Durch eine gezielte psychiatrisch-psychotherapeu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tische Behandlung, welche die spezifischen Lebensumstände des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führers miteinbeziehe, sei zunächst eine Stabilisierung von dessen Verhalten und Persönlichkeit anzustreben (S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer sei aufgrund des psychischen Gesundheitsschadens mit Krankheitswert in seiner angestammten Tätigkeit vollständig eingeschränkt. Aus Sicherheitsgründen sei es aufgrund der auftretenden Schwindelanfälle nicht zu verantworten, dass er weiterhin bei einer Reinigungsfirma tätig sei, bei welcher er auf Leitern zu steigen habe. Medizintheoretisch sei er in einer angepassten Tätigkeit etwa hälftig (= vier Stunden) arbeitsfähig, sofern mit der Arbeitsauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nahme geeignete Eingliederungsmassnahmen (Arbeitsplatzgestaltung und flan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kierende therapeutische Massnahmen) ergriffen würden (S. 4; vgl. auch Urk. 6/79 S. 3 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 20. Februar 2009 präzisierte der RAD-Arzt seinen Untersuchungsbericht (vgl. E. 3.2) dahingehend, dass die medizintheoretisch begründete Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit primär an einem geeigneten Arbeitsplatz auf dem freien Arbeitsmarkt aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">serhalb eines geschützten Rahmens umgesetzt werden sollte (Urk. 6/79 S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei Erlass der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) präsentierte sich die medizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche Aktenlage im Wesentlichen wie folgt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der von der Beschwerdegegnerin eingeholten interdisziplinären Medas-Exper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tise vom 17. November 2014 (Urk. 6/133/1-49) nannten die Gutachter Prof. Dr. med. F.___, Facharzt für Neurologie FMH und Facharzt für Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chiatrie und Psychotherapie FMH, Dr. med. G.___, Fachärztin Allgemeine In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nere Medizin FMH, Dr. med. H.___, Facharzt für Neurologie, Dr. med. I.___, Assistenzärztin Neurologie, Dr. med. J.___, Facharzt Allgemeine Innere Medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zin und Rheumatologie FMH, und med. prakt. K.___, Eidg. Facharzt für Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chiatrie und Psychotherapie, folgende Diagnosen (S. 39):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mit Einschränkungen auf die Arbeitsfähigkeit:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Arthralgie MCP V rechts nach aktenanamnestischem Kontu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sionstrauma der Vorderhand rechts am 29.10.08</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">MRI 22.09.09 unauffällig</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">3-Phasen-Skelett-Szintigrafie 23.09.09: keine fokale Mehranreicherung im MCP V rechts, diskrete diffuse Aktivitätsanreicherung der ganzen rechten Hand. Differenzialdiagnose: leichte Algodystrophie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Untersuchung unter BV 16.03.09: erhaltene Gelenkskongruenz MCP V rechts bei vermehrter Beweglichkeit dorsopalmar im Seitenvergleich</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">konventionell radiologisch leicht erhöhte Weichteildichte MCP V rechts ulnar, aktuell fehlender Nachweis ossärer Pathologien</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">keine serologische Entzündungsaktivität</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ohne Einschränkungen auf die Arbeitsfähigkeit:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf medikamenteninduzierten Kopfschmerz</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf chronischen Spannungskopfschmerz</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Ganser-Syndrom (ICD-10 F44.80)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches thorakolumbovertebrales Schmerzsyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">arterielle Hypertonie</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der psychiatrische Gutachter med. prakt. K.___ wies darauf hin, dass sich im Explorationsgespräch Inkonsistenzen zeigten, wie sie in den Akten wiederholt beschrieben worden seien. Der Beschwerdeführer könne zu vielen früheren und aktuellen Lebensereignissen keine Auskunft geben, berichte von schweren Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zentrations- und Gedächtnisstörungen, habe aber angegeben, dass Autofahren für ihn kein Problem sei. Seine Äusserungen wirkten einerseits debil und kind</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich-naiv, andererseits sei er vor der Handverletzung in der Lage gewesen, sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner Arbeit an verschiedenen Orten nachzugehen, wobei bezüglich des Aufsu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chens dieser Orte keine Probleme bestanden hätten. Ein weiteres schwer nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vollziehbares Merkmal sei der Umstand, dass der Beschwerdeführer trotz seiner geäusserten schweren mnestischen Defizite seit etwa fünf Jahren in einer Bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hung lebe und dabei keine Auffälligkeiten bestünden (S. 21). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Med. prakt. K.___ hielt weiter fest, dass aufgrund der neuropsychologischen Testuntersuchungen am ehesten von einem Ganser-Syndrom ausgegangen wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den könne, obwohl eine strukturelle hirnorganische Störung nicht habe nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gewiesen werden können. Beim Beschwerdeführer zeige sich zudem eine sehr einfache Schulbildung, was erklären könne, dass er schnell überfordert sei und „an den Anschlag“ komme. Entsprechend sei davon auszugehen, dass der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer mit grösster Wahrscheinlichkeit an einem Ganser-Syndrom leide, das von einer einfachen Schulbildung begleitet werde. Im Weiteren wies der psychiatrische Gutachter darauf hin, dass in Fachkreisen umstritten sei, ob es sich beim Ganser-Syndrom um eine psychische Störung, eine Täuschung oder eine „Schlitzohrigkeit“ handle. Aufgrund der aktuellen Begutachtung gehe er nicht davon aus, dass eine Erkrankung aus dem depressiven Formenkreis vorhanden sei (S. 21).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Was die Prüfung der Försterkriterien betreffe, so bestehe aktuell weder eine chro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nische körperliche Begleiterscheinung noch ein ausgewiesener Rückzug in allen Belangen des Lebens. Der Beschwerdeführer lebe in einer Beziehung und gehe regelmässig zu seinem Arbeitgeber Kaffee trinken. Ebenso wenig bestün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr angehbarer innerseelischer Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewälti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung oder unbefriedigende Behandlungsergebnisse, da sich der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer nur zum Teil auf eine Behandlung eingelassen habe (S. 22).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend sei von einem Zustandsbild auszugehen, welches schwierig einzuordnen sei. Am ehesten handle es sich um eine dissoziative Störung im Sinne eines Ganser-Syndroms bei einfacher Schulbildung (S. 22).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter dem Titel Arbeitsfähigkeit hielt med. prakt. K.___ fest, dass er aus rein psychiatrischer Hinsicht unter Berücksichtigung der Försterkriterien nicht davon ausgehe, dass im IV-rechtlichen Sinne eine Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen oder in einer adaptierten Tätigkeit bestehe (S. 22). Im Weiteren verneinte er eine Veränderung des Gesundheitszustands oder der funktionellen Leistungsfähigkeit seit 2005 und wies darauf hin, dass nicht von einer bewussten Selbstlimitierung des Beschwerdeführers auszugehen sei (S. 24).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der rheumatologische Gutachter Dr. J.___ führte aus, dass es sich bei der loka</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len Druckdolenz des dorsalen MCP V rechts mit Weichteilschwellung der dor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">salen Gelenkskapsel MCP V rechts um eine chronisch persistierende Arthralgie des MCP V rechts unklarer Ätiologie nach aktenanamnestischem Kontusions</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trauma der rechten Vorderhand am 29. Oktober 2008 handle. Für die vom Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer geschilderten Hemikranien, die Schmerzen im thorakolumbalen Übergangsbereich und distal lumbal sowie die Knie- und Fussschmerzen rechts fände sich weder ein adäquates klinisches, radiologisches noch laborchemisches Korrelat (S. 29).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Weiteren wies Dr. J.___ darauf hin, dass eine Arbeitsunfähigkeit in Tätigkei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten ohne kraftanfordernde manuelle Arbeiten rechts aus rheumatologi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Sicht nicht attestiert werden könne. Insbesondere liege in der vom Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Raumpfleger in rheumatologi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Hinsicht keine Arbeitsunfähigkeit vor. Körperlich adaptierte Tätigkeiten ohne kraftanfordernde manuelle Arbeiten rechts könne der Beschwerdeführer vollschichtig und auf dem ersten Arbeitsmarkt ausführen (S. 30). Schliesslich habe keine Veränderung des Gesundheitszustands oder der funktionellen Leis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungsfähigkeit seit 2005 stattgefunden (S. 31).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die neurologischen Gutachter Dres. H.___ und I.___ hielten fest, es bestehe ein Verdacht auf einen medikamenteninduzierten Kopfschmerz beziehungsweise auf einen schmerzmittelinduzierten Kopfschmerz laut IHS Klassifikation II, da noch kein Schmerzmittelentzug stattgefunden habe und damit die Kriterien noch nicht erfüllt seien. Der Beschwerdeführer könne ausserdem keine Angaben zur Dauer der Schmerzmitteleinnahme machen, wobei erst ab einer Einnahme von mehr als drei Monaten das entsprechende Kriterium erfüllt sei. Eventuell liege auch ein chronischer Spannungskopfschmerz vor. Aufgrund der täglichen Schmerzmitteleinnahme sei dieser jedoch aktuell nicht zu differenzieren und müsste nach einem Entzug neu evaluiert werden (S. 36).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Dres. H.___ und I.___ führten weiter aus, in der Untersuchung sei auffal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lend, dass der Beschwerdeführer betreffend alle weiter in der Vergangenheit zurückliegenden Ereignisse angebe, keine Erinnerung zu haben. Eine neurolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gische Erklärung für diese Amnesie gebe es nicht, insbesondere seien organische Abklärungen inklusive cMRT, Lumbalpunktion und EEG 10/2004 unauffällig gewesen, weshalb diesbezüglich auf das psychiatrische Gutachten verwiesen werde (S. 36).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter dem Titel Arbeitsfähigkeit wiesen die Gutachter darauf hin, dass die zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">letzt ausgeübte Tätigkeit in der Arbeit als Reinigungskraft mit einem Pensum von 4 Stunden pro Tag an 5 Tagen pro Woche bestanden habe. Aus neurologi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Sicht sei der Beschwerdeführer zu 100 % für diese Tätigkeit arbeitsfähig (S. 37).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen der hauptgutachterlichen Beurteilung und der polydisziplinären Zusammenfassung wurde festgehalten, dass sich aufgrund der vorhandenen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richte ein sehr widersprüchliches und schwer einordbares phänomenologisches Zustandsbild zeige. Aus den Akten gehe nicht hervor, dass ein schwerwiegender Unfall passiert sei, bei welchem der Beschwerdeführer strukturelle Verletzungen erlitten habe. Es scheine sich eher um zwei Bagatelltraumata zu handeln, welche aber weder beobachtet noch dokumentiert worden seien. In sämtlichen Akten werde darauf hingewiesen, dass es immer wieder zu widersprüchlichen Angaben und Verhalten gekommen sei. Phänomenologisch gehe man von einer dissozia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiven Störung mit einer antero- und retrograden Amnesie aus, wobei diese nicht wirklich erfasst werden könne und auch in den neuropsychologischen Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten nicht bestätigt werde. In den Beurteilungen werde von keiner nennenswer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten psychiatrischen Erkrankung, von einer Simulation, einem Ganser-Syndrom sowie von einer schwerwiegenden dissoziativen Störung unklarer Genese aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegangen. Neu sei in den letzten zwei Berichten eine depressive Erkrankung hinzugekommen, die als remittiert betrachtet respektive als mittelgradige de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pressive Episode interpretiert worden sei (S. 42).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich der Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, dass sich aus allgemein-inter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nistischer Sicht keine Einschränkungen des Leistungsbilds ergäben, welche die berufliche Leistungsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit limitierten. Eine Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beitsunfähigkeit in Tätigkeiten ohne kraftanfordernde manuelle Arbeiten rechts respektive in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit könne aus rheumatologischer Sicht nicht attestiert werden. In neurologischer Hinsicht sei der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer in seiner angestammten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. Aus psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scher Sicht sei unter Berücksichtigung der Försterkriterien davon auszugehen, dass im IV-rechtlichen Sinne keine Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen und in einer adaptierten Tätigkeit bestehe. In polydisziplinärer Hinsicht liege somit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vor (S. 45), wobei die Prognose als insgesamt gut zu beurteilen sei (S. 46).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Betreffend das Vorliegen psychosozialer Faktoren wiesen die Gutachter darauf hin, dass der Beschwerdeführer über eine rudimentäre Schulbildung verfüge und die deutsche Sprache nicht beherrsche. Dies könne dazu führen, dass er schnell überfordert sei, vieles nicht verstehe und an den „Anschlag“ komme, und dadurch auch Angstsymptome habe. Schliesslich sei nicht davon auszuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hen, dass sich der Beschwerdeführer bewusst selbst limitiere (S. 47).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. phil. L.___, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, hielt in ihrem Teilgutachten vom 9. Oktober 2014 (Urk. 6/133/50-58) fest, beim Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer stünden deutliche autobiographische und semantische Gedächt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisstörungen im Vordergrund. Auffallend seien sodann Schwierigkeiten in der Schriftsprache, Zahlenverarbeitung und in der Rechenfähigkeit, verminderte Kurzzeit- und Langzeitgedächtnisleistungen sowie eine deutlich verminderte psychische Belastbarkeit (S. 5). Die objektivierten Befunde respektive beobach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teten Beeinträchtigungen stimmten sodann weitgehend mit den subjektiven Klagen überein und erklärten die vom Beschwerdeführer angegebenen Schwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rigkeiten im Alltag (S. 6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die neuropsychologische Gutachterin wies weiter darauf hin, dass, obwohl ein genauer Vergleich der aktuellen Befunde mit den neuropsychologischen Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">befunden aufgrund teilweise unterschiedlicher beziehungsweise nicht standar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">disierter Verfahren/Aufgaben erschwert sei, die aktuell objektivierten Befunde und Beobachtungen mit der neuropsychologischen Voruntersuchung vom 9. November 2005 vergleichbar seien und es seither zu keiner signifikanten Veränderung gekommen sei (S. 6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter Berücksichtigung der Aktenlage sei die objektivierte und beobachtete teil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise deutliche Beeinträchtigung nicht mit einer hirnorganischen Ursache (Läsi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">onen) vereinbar. Als Diagnose könne in neuropsychologischer Hinsicht ein Ganser-Syndrom in Betracht gezogen werden, wobei die Diagnosestellung aus medizinischer Sicht im Rahmen der Gesamtbegutachtung vorgenommen werden sollte (S. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachterin wies weiter darauf hin, dass aufgrund der deutlichen kognitiven Minderleistungen in mehreren Bereichen (unter anderem visuelle Wahrneh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mung, Gedächtnis, Schriftsprache), der dadurch geringen Ressourcen respektive Kompensationsmöglichkeiten und der geringen psychischen Belastbarkeit aus neuropsychologischer Sicht seit Oktober 2004 keine Arbeitsfähigkeit in der zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">letzt ausgeübten Tätigkeit bestehe. Arbeiten mit geringen kognitiven Anforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen, mithin mit einfachen, dem Beschwerdeführer bekannten Tätigkeiten und Abläufe (Tätigkeiten mit äusserst geringen Anforderungen an Altgedächt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nis/Wissen, Schriftsprache, Zahlenverarbeitung, Rechenfähigkeit) seien rein the</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">oretisch denkbar. Aufgrund der Beeinträchtigungen, der geringen Ressourcen und Kompensationsmöglichkeiten, der Schwierigkeiten und des Leidensdrucks im Alltag sowie der geringen psychischen Belastbarkeit sei eine Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten indessen fraglich (S. 7). Dabei sei nicht davon auszu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehen, dass spezifische neuropsychologische Therapiemassnahmen zu einer sig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nifikanten Verbesserung führten. Aufgrund des mehrjährig unveränderten Zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">standsbilds sei von keiner wesentlichen Veränderung auszugehen (S. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. B.___ nannte in seinem Bericht vom 3. Juli 2015 (Urk. 6/146) fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gende Diagnose (S. 4):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Schizophrenia simplex (ICD-10 F20.6)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Arzt führte aus, es bestünden infantile, schizoide, zwanghafte, abhängige, selbstschädigende und passiv-aggressive Persönlichkeitszüge, wobei die Intelli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genz in der unteren Norm liege. Diese Persönlichkeitszüge träten hinter der übergeordneten Diagnose einer Schizophrenie zurück respektive seien Teil der genannten Symptomatik. Anlässlich einer psychosozialen Überforderung bilde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten zwei Bagatell-Unfälle Anlass, einen klassischen, für Schizophrenien oft ty</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pischen „Knick in der Lebenslinie“ auszulösen. Das von anderen Ärzten festge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellte auffällige Dissoziieren sei teilweise als „dissoziative Störung“ und/oder „Ganser-Syndrom“ benannt worden, wobei die zugrundeliegende schizophrene Entwicklung verkannt und die prämorbide Persönlichkeitsauffälligkeit nicht beschrieben worden sei. Die übrige Symptomatik sei diagnostisch nicht berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigt worden, es sei nur das auffälligste Symptom – die Vergesslichkeit – di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">agnostiziert worden (S. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Verlauf habe sich die Symptomatik chronifiziert. Bei der Dissoziation (forcier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tes Vergessen; möglicherweise unbewusst, teilbewusst oder gar sehr be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wusstseinsnah) handle es sich nur um ein Teil-Symptom der Schizophrenia simplex. Andere Symptome seien unter anderem die Auffälligkeiten der Persön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichkeit, das Bagatellisieren des Schweregrads der psychischen Erkrankung, das starke Misstrauen gegenüber Personen ausserhalb der Familie, die soziale Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schottung, das Angewiesensein auf einen geschützten Arbeitsplatz innerhalb der Familie und auf eine Freundin, welche selber offensichtliche Probleme habe und auf einen eigenen Lebensvollzug verzichte, der Willens- und Motivationsman</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gel, die verstärkte Ermüdbarkeit und geringe Durchhaltefähigkeit, das unlogi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche, kreisende, ausweichende, blockierende und gekränkte Denken, die Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlossenheit, der fehlende affektive Rapport, das infantile Appellieren an Hilfe, das Verschieben der seelischen Problematik auf den Körper und die Einnahme einer Opferhaltung. Vor diesem Hintergrund treffe die Beschreibung der bei der Schizophrenia simplex vorherrschenden Symptome auf den Beschwerdeführer ziemlich präzise zu. Differentialdiagnostisch seien keine Anzeichen für eine Si</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mulation, eine isolierte Depression und Angststörung oder eine Organizität (beispielsweise Demenz) zu erheben (S. 4 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. B.___ hielt schliesslich fest, dass aufgrund der Hauptdiagnose keine verwertbare Arbeitsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt bestehe. Mit täglich zwei bis vier Stunden Arbeit unter der direkten Aufsicht des Bruders (dabei fragliche Leistungsfähigkeit) sei der Beschwerdeführer vollständig integriert und seine Arbeitsfähigkeit (an einem sozusagen vom Bruder bereitgestellten ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schützten Arbeitsplatz) vollständig ausgeschöpft (S. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. A.___ ging in seinen Emails vom 6. Juli und 11. Oktober 2015 (Urk. 6/145 und Urk. 6/160) von einer schweren Form einer dissoziativen Störung respek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tive einer dissoziativen Amnesie (ICD-10 F44) aus. Das in der Medas-Expertise erwähnte Ganser-Syndrom gehöre ebenfalls in diesen Formenkreis, wobei der Gutachter zwar fast die richtige Diagnose gestellt, diese aber nicht adäquat ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wichtet habe. Der Experte glaube, eine dissoziative Störung sei bewusst steuer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bar und mit Willensfunktionen überwindbar, was indessen falsch sei. Die disso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziativen Phänomene gehörten zu den schwer behandelbaren und häufig invali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">disierenden Störungen. Der Beschwerdeführer leide deshalb an einer schweren, invalidisierenden Krankheit, welche die aktuelle Arbeitsunfähigkeit hinreichend begründe.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In ihrem Bericht vom 1. Oktober 2015 (Urk. 6/158) hielten die Dres. C.___ und D.___ fest, dass beim nur reduziert belastbaren sowie autobiographisch- und zeitlich-kalendarisch unvollständig orientierten Beschwerdeführer im Rah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men der verhaltensneurologisch-neuropsychologischen Untersuchung Minder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leistungen betreffend die Frontalhirnfunktion, die Sprache und das Altgedächt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nis im Vordergrund stünden. Auf Verhaltensebene seien leichte Schwankungen der allgemeinen Aufmerksamkeit und leichte Schwierigkeiten beim Lernen von neuen verbalen episodischen Informationen bei erhaltener kurzfristiger Erinne</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsleistung erkennbar. Ein simulatives/bewusstseinsnahes Verhalten könne aufgrund der Phänomenologie der Befunde ausgeschlossen werden (S. 2 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Weiteren wurde ausgeführt, dass die festgestellten Defizite gut mit einer disso</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziativen amnestischen Störung erklärbar seien, möglicherweise begünstigt durch das tiefe prämorbide Leistungsniveau, differentialdiagnostisch auf der Basis einer frühkindlichen cerebralen Entwicklungsstörung mit dadurch einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkten kognitiven Ressourcen und verminderten Kompensationsmöglich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keiten. Die Defizite seien nicht überwindbar und wiesen einen hohen Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitswert auf, weshalb der Beschwerdeführer auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht vermittelbar sei und künftig geschützte Arbeitsbedingungen benötige (S. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorwegzuschicken ist, dass das Medas-Gutachten (vgl. E. 4.2) den praxisgemäs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise entspricht. So ist es für die streitigen Belange umfassend, gibt es doch Antwort auf die Frage nach dem Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und der verbleibenden Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit. Es beruht sodann auf den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">notwendigen Untersuchungen in </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">psychiatrischer, rheumatologischer, neurologischer und neuropsychologischer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtung. Die Gutachter berücksichtigen detailliert die geklagten Beschwerden und setzen sich damit auseinander (Urk. 6/133/1-49 S. 11, S. 15, S. 21, S. 25, S. 28 f., S. 32, S. 34 und S. 43 f. sowie Urk. 6/133/50-58 S. 2 und S. 5 ff.). Die Expertise wurde sodann in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben, wobei sich die Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter zur Krankheitsentwicklung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">äusserten und Bezug auf di</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e medizinischen Vorakten nahmen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 6/133/1-49 S. 2-8 und S. 40 ff. sowie Urk. 6/133/50-58 S. 6). Sie setzten sich insbesondere mit abweichenden Diagnosen in anderen Arztberichten auseinander und würdigten diese in nachvollziehbarer Weise (Urk. 6/133/1-49 S. 19 ff., S. 35 f. und S. 39 ff.). Schliesslich leuchtet das Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilung der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen in der Ex</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pertise sind begründet.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In diesem Sinne ging der psychiatrische Gutachter med. prakt. K.___ nachvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziehbar von einem Ganser-Syndrom aus, wobei beim Beschwerdeführer sowohl in der bisherigen wie auch in einer angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit besteht. Med. prakt. K.___ verneinte zudem eine Verände</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung des Gesundheitszustands seit 2005 (Urk. 6/133/1-49 S. 21 f. und S. 24). In rheumatologischer Hinsicht beschrieb Dr. J.___ einleuchtend, dass beim dor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">salen MCP V rechts eine chronisch persistierende Arthralgie unklarer Ätiologie vorliegt und der Beschwerdeführer in Tätigkeiten ohne kraftanfordernde manu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">elle Arbeiten rechts inklusive in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Raumpfle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ger zu 100 % arbeitsfähig ist, wobei seit 2005 keine Veränderung des Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustands stattgefunden hat (S. 29 ff.). Die neurologischen Gutachter Dres. H.___ und I.___ legten schlüssig dar, dass es für die beklagte Amnesie keine neurologische Erklärung gibt und beim Beschwerdeführer in der zuletzt ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">übten Tätigkeit als Reinigungskraft eine 100%ige Arbeitsfähigkeit besteht (S. 36 f.). Die Expertise erfüllt demnach die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens (BGE 125 V 351 E. 31; 122 V 157 E 1c), weshalb für die Entscheidfindung darauf abzustellen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nachdem die Medas-Gutachter eine Veränderung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers seit 2005 (Urk. 6/80-81) übereinstimmend verneinten (vgl. E. 5.1), ist – entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin und des RAD (vgl. Urk. 2 S. 2 und Urk. 6/136 S. 4) - weder in psychischer noch organischer Hinsicht eine massgebliche Veränderung des Gesundheitszustands (vgl. E. 1.3) seit Erlass der ursprünglichen Rentenverfügung vom 29. Oktober 2009 (Urk. 6/80-81) ausgewiesen. Ebenso wenig machte der Beschwerdeführer eine entsprechende Veränderung geltend (vgl. Urk. 1 S. 6 f. Ziff. 8) und wurde eine solche auch nicht in den Berichten der Dres. B.___, A.___, C.___ und D.___ erwähnt (vgl. Urk. 6/145-146, Urk. 6/158 und Urk. 6/160). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit fehlt der erforderliche Revisionsgrund und es kann keine revisionsweise Rentenaufhebung erfolgen. Demzufolge ist zu prüfen, ob die angefochtene Rentenaufhebung mit der substituierten Begründung der anfänglichen Unrich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigkeit der Rentenzusprache zu schützen ist (vgl. E. 1.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Einschätzung des RAD-Arztes Prof. Dr. E.___, auf welche sich die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdegegnerin bei der ursprünglichen Rentenzusprache abstützte (vgl. E. 3), wurde angesichts der höchstgradigen Diskrepanz in der Diagnostik und der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zwischen dem Gutachten von Dr. med. O.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 22. Februar 2008 (vgl. Urk. 6/41/1-32) und dem Bericht von med. pract. M.___, Oberarzt des Psychiat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rie-Zentrums N.___, vom 22. Oktober 2008 (vgl. Urk. 6/50/2-6) zwecks entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chender Plausibilisierung eingeholt (Urk. 6/79 S. 3). Eine Anamnese und eine Auseinandersetzung mit dem erwähnten Gutachten und Arztbericht sowie mit den übrigen Vorakten (vgl. unter anderem Urk. 6/5/5-6, Urk. 6/5/9-26, Urk. 6/5/33-37, Urk. 6/5/40-41, Urk. 6/6/11-28, Urk. 6/16/5-10 und Urk. 6/29/2-5) erfolgte nicht respektive wurde vom RAD-Arzt in seinem Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchungsbericht vom 17. Februar 2009 (Urk. 6/56) nicht dokumentiert. Wenn schon die RAD-Beurteilung zur Plausibilisierung der Einschätzungen von Dr. O.___ und med. pract. M.___ hätte massgebend sein sollen, so wäre eine fundierte Auseinandersetzung mit deren teilweise abweichenden Diagnosen, Befunden und Bewertungen der Arbeitsfähigkeit unabdingbar gewesen. Abgese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hen davon wies der RAD-Arzt auf auffallende kognitive Schwächen hin, wobei sich der Beschwerdeführer nicht an die Daten seiner Lebensgeschichte erinnern könne respektive er deutliche Schwächen bei der Merkfähigkeit zeige (Urk. 6/56 S. 3). Darüber, wie sich diese kognitiven Defizite bei der Ausübung beruflicher Tätigkeiten konkret auswirken, machte der RAD-Arzt keine Angaben, sondern hielt lediglich in pauschaler Weise fest, dass der Beschwerdeführer aufgrund des psychischen Gesundheitsschadens mit Krankheitswert in seiner angestammten Tätigkeit vollständig eingeschränkt sei (S. 4). Im Weiteren ging der RAD-Arzt davon aus, dass der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit mit einem Arbeitspensum von vier Stunden pro Tag arbeitsfähig sei, wobei er das von ihm postulierte Pensum nicht näher begründete. Ebenso wenig äusserte er sich - mit der Ausnahme betreffend das Besteigen von Leitern (S. 4) - zum kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kreten Belastungsprofil der behinderungsangepassten Arbeiten. Die Schlussfol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerungen bezüglich der dem Beschwerdeführer verbleibenden Arbeitsfähigkeit sind damit nicht nachvollziehbar. Gleiches gilt für den Hinweis, wonach sich der Gesundheitsschaden trotz lege artis durchgeführter Therapie als weitgehend therapieresistent gezeigt habe (S. 4), nachdem sich der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der RAD-Untersuchung in keiner psychiatrischen Behandlung befand und lediglich Medikamente gegen Bluthochdruck sowie Schmerz-, Schlaf- und Beruhigungsmittel einnahm (S. 2) und der RAD-Arzt zudem eine „gezielte psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chiatrisch-psychotherapeutische Behandlung“ empfahl (S. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass die drei von der Beschwerdegegnerin respektive vom Krankentaggeldversicherer beauftragten unabhängigen Gutach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ter Dr. med. P.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Dr. med. dipl.-psych. Q.___ und Dr. O.___ allesamt eine versicherungsrelevante psychische Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung verneinten und von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgingen (Urk. 6/6/11-28 S. 17, Urk. 6/16/5-10 S. 5 sowie Urk. 6/41/1-32 S. 27 und S. 29). Abgesehen vom RAD-Arzt Prof. Dr. E.___ postulierten einzig die Ärzte des Psychiatrie-Zentrums N.___ eine Arbeitsunfähigkeit (Urk. 6/50/2-6 S. 4), wobei in diesem Zusammenhang </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die Erfahrungstatsache zu berücksichti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten erfüllt der RAD-Untersuchungsbericht die Beweisan- forderun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen an eine rechtsgenügende medizinische Entscheidgrund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lage, auf deren Basis eine Leistungszusprache erfolgen kann, nicht (BGE 125 V 351 E. 3a), weshalb sich die ursprüngliche Rentenzusprache vom 29. Oktober 2009 (Urk. 6/80-81) als zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne erweist (vgl. E. 1.3). Ausser Frage steht, dass ihre Berichtigung von er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heblicher Bedeutung ist (BGE 119 V 475 E. 1c und Urteil des Bundesgerichts 9C_11/2008 vom 29. April 2008 E. 4.2 mit Hinweisen)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Steht die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung fest, so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist wie bei einer materiel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">len Revision nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG auf der Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts der Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grad im Zeitpunkt der Verfügung zu ermitteln (in diesem Sinne auch Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgerichts 9C_11/2016 vom 22. Februar 2016 E. 5 mit Hinwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), woraus sich die Anspruchsberechtigung und allenfalls der Umfang des Anspruchs erge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG; Urteil </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgerichts </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9C_11/2008 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">April 2008 E. 4.2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gestützt auf das Medas-Gutachten ist aus somatischer und psychiatrischer Sicht von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in Tätigkeiten ohne kraftanfordernde ma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nuelle Arbeiten rechts respektive in der angestammten Tätigkeit als Raumpfle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ger auszugehen (vgl. E. 5.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die gutachterliche Beurteilung der Medas steht im Einklang mit den Expertisen der Dres. P.___, Q.___ und O.___ (vgl. E. 6.1) sowie der verkehrsmedizini</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Begutachtung von med. pract. R.___, Assistenzarzt, und Dr. med. S.___, Fachärztin für Rechtsmedizin des Instituts für Rechtsmedizin der T.___, vom 6. Oktober 2011 (Urk. 6/119), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">welche objektiv keine relevan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten kognitiven Störungen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">feststellten und die Fahreignung des Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführers unter Hinweis auf regelmässige ärztliche Kontrollen und die Einnahme allfälliger Medikamente bestätigten (S. 3 und S. 5). Die Dres. R.___ und S.___ führten aus, dass der Beschwerdeführer über die Gesamt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dauer der fast 45minütigen Exploration in der Lage gewesen sei, aktiv an der Untersuchung teilzunehmen, adäquate Angaben gemacht habe und insbeson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dere seinen Berufsalltag adäquat habe schildern können (S. 4). Der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer habe unter anderem darauf hingewiesen, dass er aufgrund seiner Tä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigkeit im Bereich Reinigung einen Führerausweis benötige, da er zu verschie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denen Objekten gelangen müsse und er meistens alleine arbeite (S. 2). Des Wei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teren vermochte er unter anderem das Datum seiner Einreise in die Schweiz und der Ehetrennung sowie das Alter seines Sohnes zu nennen (S. 1 f.). Im ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kehrsmedizinischen Gutachten wurde sodann auf die Berichte der Hausärztin des Beschwerdeführers, Dr. med. U.___, Allgemeine Medizin, vom 14. März sowie 4. Oktober 2011 hingewiesen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wonach sich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die retrograde Amnesie soweit erholt habe und der Beschwerdeführer für kurze Strecken innerhalb des Kantons Zürich fahrtauglich sei. Die Hausärztin hielt weiter fest, dass der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer immer korrekt sei und zudem wisse, wie er sich zu verhalten habe res</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pektive er ein Kurzzeitgedächtnis habe und das Langzeitgedächtnis besser werde und er sich, was die Fahreignung betreffe, konzentrieren könne (S. 3). Im Übri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer im Jahre 2007 mit sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nem Bruder die V.___ GmbH gründete (Urk. 6/114 S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die nach dem Erlass des Vorbescheids (Urk. 6/137) vom Rechtsvertreter des Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführers eingeholten Emails respektive Berichte der Dres. A.___, B.___, C.___ und D.___ (Urk. 6/145-146, Urk. 6/158 und Urk. 6/160) vermö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen an dieser Beurteilung nichts zu ändern. Diesbezüglich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> einmal mehr die auftragsrechtliche Vertrauensstellung der behandelnde Ärzte zu ihren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Patientin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen und Patienten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zu berücksichtigen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 3b/cc). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Weiteren stellte Dr. A.___ in seiner Email vom 6. Juli 2015 (Urk. 6/145) weder eine konkrete Diagnose noch äusserte er sich zu den psychischen Defiziten des Beschwerdeführers und deren allfällige Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit, sondern beschränkte sich im Wesentlichen auf allgemeine Hinweise betreffend dissoziative Störungen. In der Email vom 11. Oktober 2015 (Urk. 6/160) nannte Dr. A.___ zwar die Diagnose einer dissoziativen Amnesie (ICD-10 F44.0) und wies darauf hin, dass die aktuelle Arbeitsunfähigkeit hinreichend fundiert sei, eine Begründung für diese Diagnose sowie Angaben darüber, wie sich die psychische Störung konkret auf die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirkt, fehlen indessen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ähnlich verhält es sich betreffend die von Dr. B.___ in seinem Bericht vom 3. Juli 2015 (Urk. 6/146) postulierte Unverwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt (S. 5), zumal der Arzt nicht darlegte, inwiefern die psychischen Beeinträchtigungen den Beschwerdeführer bei der Ausübung be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ruflicher Tätigkeiten konkret einschränkten. Es ist ferner darauf hinzuweisen, dass die Schizophrenia simplex einzig von Dr. B.___ diagnostiziert wurde und es sich dabei um ein ungewöhnliches und seltenes Zustandsbild respektive um eine nur sehr schwer sicher zu diagnostizierende Störung handelt, weshalb die Stellung einer solchen Diagnose gemäss den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diagnostischen Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht empfohlen wird (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dilling</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> H.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mombour</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> W.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">/Schmidt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> M.H.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> [Hrsg.]</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V, Klinisch-diagnostische Leitlinien, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Aufl., Bern 201</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">S. 138</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Dres. C.___ und D.___ begründeten die von ihnen am 1. Oktober 2015 erwähnte Unvermittelbarkeit des Beschwerdeführers auf dem ersten Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">markt mit unüberwindbaren Defiziten in den Frontalhirnfunktionen (verbale und frontale Ideenproduktion, Handlungsplanung, Konzeptdenken, inhibitori</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche Kontrolle), der Sprache (Lesen, Schreiben und Rechnen) sowie im Altge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dächtnis. Wie sich diese Defizite auf die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Raumpfleger im Einzelnen auswirken, ist nicht ersichtlich, zumal der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer bei dieser Arbeit nur in geringem Masse auf Lese-, Schreib- und Re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chenfähigkeiten sowie sein Altgedächtnis angewiesen ist. Die Dres. C.___ und D.___ erwähnten zudem nur leichte Schwankungen der allgemeinen Aufmerk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">samkeit, geringe Schwierigkeiten beim Lernen neuer verbaler episodischer In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">formationen bei erhaltener kurzfristiger Erinnerungsleistungen respektive un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auffällige Leistungen in den Bereichen der Visuokonstruktion, der visuellen Wahrnehmung sowie im kurzfristigen Erinnern nonverbaler episodischer Infor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mationen (Urk. 6/158 S. 2 und S. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Was den vom Beschwerdeführer erhobenen Einwand betrifft, es bestünden Wi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dersprüche betreffend die Diagnose, weshalb weitere Abklärungen zu treffen seien und nicht auf das Medas-Gutachten abgestellt werden könne (Urk. 1 S. 6 Ziff. 7), ist Folgendes zu bemerken: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss kommt es im Rah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men der Invaliditätsbemessung grundsätzlich nicht auf die Diagnose, sondern einzig darauf an, welche Auswirkungen eine Erkrankung auf die Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit hat. Massgebend ist der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik (Urteil des Bundesgerichts 9C_361/2016 vom 22. August 2016 E. 4.2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.2.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Übrigen ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer ab März 2010 mit einem täglichen Pensum von vier Stunden als Raumpfleger arbeitete. Im ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechenden Arbeitgeberbericht wurde darauf hingewiesen, dass der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführer sämtliche Reinigungsarbeiten ausführe, hauptsächlich bei den Kunden sei und deren Häuser sauber mache sowie eine Bereicherung für das Team sei (Urk. 6/102 Ziff. 2.9 und Ziff. 5). Davon, dass der Beschwerdeführer in der Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">übung seiner Tätigkeit in irgendeiner Weise – insbesondere in psychischer Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicht – eingeschränkt war oder besonderer Beaufsichtigung bedurfte, ist im Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt keine Rede. Gegenüber der Unfallversicherung gab der Beschwerdeführer ferner am 25. Juni 2009 an, dass die Arbeitsfähigkeit vor September 2008 we</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen „Problemen mit dem Kopf, welche auf einen Schlag im Jahre 2004“ zurück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zuführen seien, eingeschränkt gewesen sei, dass er mittlerweile deswegen aber wieder voll arbeiten könne (Urk. 6/75/17-19 S. 1, siehe dazu auch Urk. 6/116 S. 5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Medas-Gutachter sind in Anwendung der bisherigen Rechtsprechung zu den somatoformen Schmerzstörungen und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den sogenannten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pathogenetisch-ätiolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gisch unklare</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> syndromale</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdebilder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n ohne nachweisbare organische Grundlage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zum Ergebnis gelangt, dass das psychische Leiden des Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führers als überwindbar zu gelten habe und er zu 100 % arbeitsfähig sei (Urk. 6/133/1-49 S. 22). Der Beschwerdeführer machte diesbezüglich geltend, die neue Rechtsprechung zu den psychosomatischen Krankheitsbildern sei nicht berücksichtigt worden und es seien gestützt darauf weitere medizinische Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">klärungen zu tätigen (Urk. 1 S. 7 Ziff. 9 f.). In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass bereits vor der mit BGE 141 V 281 erfolgten Rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chungsänderung (vgl. nachfolgend E. 8.2) eingeholte Gutachten gemäss Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgericht nicht per se ihren Beweiswert verlieren. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vielmehr ist im Rahmen ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner gesamthaften Prüfung des Einzelfalls entscheidend, ob eine schlüssige Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">urteilung im Lichte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vom Bundesgericht genannten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Indikatoren möglich ist o</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (BGE 141 V 281 E. 8). Es stellt sich sodann die Frage, ob das Ganser-Syndrom unter die erwähnten unklaren syndromalen Beschwerdebilder fällt. Diese vom Bundesgericht bisher noch nicht beurteilte Frage </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kann letztlich of</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fenbleiben, da die Prüfung der Standardindikatoren keinen invalidenversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungsrechtlich relevanten Gesundheitsschaden ergibt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organische Ursa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352 u</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nd an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schliessende Urteile) ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">passt und festgehalten, dass die Invaliditätsbemessung stärker als bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkungen zu berücksichti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen hat, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen niederschlagen muss. Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte die durch BGE</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 130 V 352 begründete Rechtspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung die Sicherstellung eines gesetzmässigen Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherungsvollzuges mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der Überwindbarkeitsvermutung. Deren Rechtsnatur kann offen bleiben. Denn an dieser Rechtsprechung ist nicht festzuh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">alten. Das bishe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rige Regel/Ausnahme-Modell wird durch ein st</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rukturier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tes Beweisverfahren er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzt. An der Rechtsprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG – ausschliessliche Berücksichtigung der Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung und objektivierte Zumutbarkeitsprüfung bei materieller Beweisl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ast der rentenansprechenden Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">son (Art. 7 Abs. 2 ATSG) – ändert sich dadurch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nichts. An die Stelle des bishe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rigen Kriterienkatalogs (bei anhaltender somatoformer Schmerzstörung und vergleichbaren psychosomatischen Leiden) trete</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n im Re</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gelfall beachtliche Stan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dardindikatoren. Diese lassen sich in die Ka</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tegorien Schweregrad und Konsis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenz der funktionellen Auswirkungen einteilen. Auf den Begriff des primären Krankheitsgewinnes und die Präponderanz der psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Komorbidität ist zu verzichten. Der Prüfungsraster ist rechtlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er Natur. Recht und Medizin wir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ken sowohl bei der Formulierung der Standardindikato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren wie auch bei deren – rechtlich gebotener – Anwendung im Einzel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fall zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sammen. Im Grunde konkre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tisieren die in E. 4 und 5 formulierten Beweisthemen und Vorgehensweisen für die Invaliditätsbemessung bei psychosomatischen Leiden die gesetzgeberischen Anordnungen nach Art. 7 Abs. 2 ATSG. Die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Aner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kennung eines rentenbegrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">enn die funktionellen Auswirkun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gewiesen sind. Fehlt e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e vor die materiell beweisbelas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tete versicherte Person zu tragen (E. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden somato</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">formen Schmerzstörung oder eines damit vergleichbaren psychosomati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Leidens (BGE 141 V 281 E. 4.2) sind Indikatoren beachtlich, die das Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgericht wie folgt systematisiert hat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie „funktioneller Schweregrad" </span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Gesundheitsschädigung" </span></p><p><span>- </span><span>Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde </span></p><p><span>- </span><span>Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –resistenz </span></p><p><span>- </span><span>Komorbiditäten </span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span>sourcen)</span></p><p><span>- </span><span>Komplex „Sozialer Kontext" </span></p><p><span>- </span><span>Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)</span></p><p><span>- </span><span>gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver</span><span>gleich</span><span>baren Lebensbereichen </span></p><p><span>- </span><span>behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei</span><span>dens</span><span>druck </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.3</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Was den Komplex „Gesundheitsschädigung“ respektive den Indikator der „Ausprä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung der diagnoserelevanten Befunde“ betrifft, klagte der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führer über unter Belastung auftretende rechtsseitige Körperschmerzen respek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tive tägliche, morgens akzentuierte, dauerhafte und pulsierende Kopfschmerzen (Hemikranien). Der Beschwerdeführer gab die Intensität der Kopfschmerzen mit aktuell und minimal 3, maximal 7-8 auf der Schmerzskala (Minimum 0, Maxi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mum 10) an (Urk. 6/133/1-49 S. 11, S. 25, S. 32 und S. 36). Der psychiatrische Gutachter ging von einer dissoziativen Störung im Sinne eines Ganser-Syn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">droms aus, welcher er jedoch keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mass (S. 22). In rheumatologischer Hinsicht diagnostizierte Dr. J.___ eine chronische persistierende Arthralgie des MCP V rechts unklarer Ätiologie und schloss Tätigkeiten mit kraftanfordernden manuellen Arbeiten rechts aus. Im Übrigen wies er darauf hin, dass sich für die beklagten Hemikranien und die rechtsseitigen Körperschmerzen kein adäquates klinisches, radiologisches oder laborchemisches Korrelat finde (S. 29 und S. 30). Gleichermassen verneinten die Dres. H.___ und I.___ eine neurologische respektive organische Erklärung für die beklagten Beschwerden und nannten lediglich einen Verdacht auf einen medikamenteninduzierten Kopfschmerz, einen schmerzmittelinduzierten Kopf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schmerz laut IHS Klassifikation II respektive auf einen chronischen Spannungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kopfschmerz (S. 36). Vor diesem Hintergrund ist nicht von ausgeprägten diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">noserelevanten Befunden auszugehen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich des Indikators „Behandlungs- und Eingliederungserfolg“ ist zu berück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtigen, dass der Beschwerdeführer bisher einmal (vom 24. Oktober bis 15. November 2005) im Psychiatrie-Zentrum N.___ stationär behandelt worden ist (Urk. 6/133/1-49 S. 19) und sich danach keiner ambulanten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung unterzog. Im Weiteren nahm er Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mittel und Antidepressiva ein (S. 11) und begab sich aufgrund der Beschwerden in der rechten Hand in Physiotherapie (S. 25). In psychiatrischer und neurolo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gischer Hinsicht empfahlen die Gutachter eine psychiatrisch-psychotherapeuti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sche Behandlung, einen ambulanten oder stationären Schmerzmittelentzug, die Einnahme eines schmerzdistanzierenden Medikaments, Ausdauersport sowie Ni</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kotinkarenz (S. 23 und S. 37). Dies deutet auf eine nicht besonders ausgeprägte Behandlungsresistenz hin.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Was den Indikator „Komorbiditäten“ betrifft, so besteht kein gravierendes körperli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ches Leiden. Objektivierbar ist lediglich eine lokale Druckdolenz des dorsalen MCP V rechts mit Weichteilschwellung der dorsalen Gelenkskapsel MCP V, welche lediglich die Ausübung kraftanfordernder manueller Tätigkeiten rechts limitiert (Urk. 6/133/1-49 S. 29). Der dissoziativen Störung wurde sodann keine Einschränkung der Leistungsfähigkeit beigemessen (S. 22) und der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer befindet sich seit mehreren Jahren nicht in psychiatrisch-psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chotherapeutischer Behandlung.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beim Komplex „Persönlichkeit“ und „sozialer Kontext“ ergibt sich Folgendes: Der Beschwerdeführer lebt seit mehreren Jahren mit seiner Freundin zusammen und sieht seinen aus erster Ehe stammenden Sohn (geboren 2002, Urk. 6/82/1-3 S. 1) jedes zweite Wochenende (Urk. 6/133/1-49 S. 9). Zu seinen Brüdern, deren Ehefrauen und seinen Eltern hat er regelmässigen Kontakt, wobei ihn sein älte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rer Bruder jeden Morgen anruft (S. 14). Der Tagesablauf des Beschwerdeführers gestaltet sich wie folgt: Nach dem Frühstück chauffiert die Freundin den Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführer zu ihrer Arbeitsstelle, von wo letzterer allein per Auto zu sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nem Arbeitsort weiterfährt. Nach der Arbeit fährt er nach Hause, wo er zu Mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tag isst und schläft. Danach holt er seine Freundin von der Arbeit ab und kehrt wieder nach Hause zurück, wo sie gemeinsam den Tag besprechen, kochen, es</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen, die Küche aufräumen und Radio hören respektive fernsehen (S. 9). Seit drei Wochen vor der gutachterlichen Untersuchung </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geht der Beschwerdeführer um </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9 Uhr in die Firma seines Bruders, wo er mit den anderen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Angestellten Kaffee trinkt. Danach kehrt er nach Hause zurück, schläft und bereitet sich danach ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Salat zu oder stellt das vorgekochte Mittagessen in die Mikrowelle, wäscht ab und legt sich wieder hin. Wenn die Freundin um 16 Uhr nach Hause kommt, reden sie und bereiten gemeinsam das Nachtessen vor (S. 14). Damit verfügt der Beschwerdeführer über intakte persönliche und soziale Ressourcen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der Kategorie „Konsistenz“ (bezüglich Abgrenzung und gegenseitigen Bezü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen zu den Komplexen „Persönlichkeit“ und „sozialer Kontext“ eingehend Mi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chael E. Meier, Ein Jahr neue Schmerzrechtsprechung, in: Jusletter vom 11. Juli 2016, S. 28 ff.). zielt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er Indikator „gleichmässige Einschränkung des Aktivi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen“ auf die Frage ab, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufgabenbereich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Frei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zeitgestaltung) anderseits gleich ausgeprägt ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, wobei das</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Aktivitätsniveau der versicherten Person stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit zu sehen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer sieht sich nicht mehr in der Lage, einer verwertbaren Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beit nachzugehen (vgl. Urk. 1 S. 9 Ziff. 16). Seine Tagesaktivitäten (vgl. E. 8.3.4) entsprechen indessen nicht der von ihm geltend gemachten 100%igen Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit. Des Weiteren verbrachte der Beschwerdeführer im August 2014 drei Wochen Ferien in Portugal </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 6/133/1-49 S. 16). Damit zeigen sich in der Alltagsgestaltung inklusive Freizeit keine ausgeprägten Einschränkungen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Indikators „behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiesener Leidensdruck“</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (zur Abgrenzung vom Indikator „Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz“ vgl. Michael E. Meier, aa.O, S. 25 Rz 60)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> weist d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliede</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungserfolg oder -resistenz unter dem Komplex „Gesundheitsschädigung") auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> den tatsächli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Leidensdruck hin. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versicherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Eingliederung. In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">konsistentes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkung sei anders begründet als durch eine versicherte Gesundheitsbeein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung (BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Beschwerdeführer nimmt wie dargelegt Schmerzmittel sowie ein Anti- depressi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vum ein. Seit dem stationären Aufenthalt im Psychiatrie-Zentrum N.___ im Herbst 2005 befindet sich der Beschwerdeführer in keiner psychiatri</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Behandlung (vgl. E. 8.3.2). Dies deutet auf einen nicht besonders ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prägten beziehungsweise ausgewiesenen Leidensdruck hin. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Prüfung der verschiedenen Indikatoren ergibt, dass diese nicht als in ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prägtem Umfang gegeben erachtet werden können. Demzufolge ist eine Unüber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">windbarkeit der Auswirkungen des psychosomatischen Leidens zu verneinen und im Einklang mit dem Medas-Gutachten von einer 100%igen Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit in der angestammten Tätigkeit auszugehen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit erweist sich die Verfügung vom 13. Januar 2016 (Urk. 2) als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Kosten des Verfahrens gemäss Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG sind ermessensweise auf Fr. 800.-- festzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">m </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Dr. iur. Roger Bollag</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSchleiffer Marais</p></div> </div></body></html>