B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-5849/2018 U r t e i l v o m 11 . A p r i l 2 0 1 9 Besetzung Richterin Marianne Ryter (Vorsitz), Richter Daniel Riedo, Richterin Annie Rochat Pauchard, Richterin Sonja Bossart Meier und Richter Michael Beusch, Gerichtsschreiberin Tanja Petrik-Haltiner. Parteien A._______ GmbH, (…), Beschwerdeführerin, gegen Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Rechtsdienst, Elias-Canetti-Strasse 2, Postfach, 8050 Zürich, Vorinstanz. Gegenstand Zwangsanschluss an die Auffangeinrichtung. A-5849/2018 Seite 2 Sachverhalt: A. A.a Die zuständige Ausgleichskasse meldete der Stiftung Auffangeinrich- tung BVG (nachfolgend: Auffangeinrichtung) mit Schreiben vom 5. März 2018 unter Beilage der Lohnmeldungen 2016 und 2017, die A._______ GmbH (nachfolgend: Arbeitgeberin) habe es trotz mehrmaliger entspre- chender Mahnung unterlassen, einen Anschluss an eine Vorsorgeeinrich- tung ab dem 1. Mai 2016 nachzuweisen. A.b Mit Schreiben vom 29. März 2018 forderte die Auffangeinrichtung die Arbeitgeberin unter Fristansetzung bis zum 28. Mai 2018 auf, ihr eine Kopie der rechtsgültig unterzeichneten, per 1. Mai 2016 geltenden Anschlussver- einbarung zukommen zu lassen oder die fehlende Anschlussverpflichtung nachzuweisen und drohte ihr andernfalls an, ein kostenpflichtiges An- schlussverfahren durchzuführen. A.c Die Arbeitgeberin liess der Vorinstanz mit Meldung vom 13. April 2018 eine Lohnkorrektur für da s Jahr 2017 zukommen, wonach die Eintritts- schwelle gemäss Art. 7 Abs. 1 Bundesgesetz vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters -, Hinterlassenen - und Invalidenvorsorge (BVG, SR 831.40) im Jahr 2017 nicht erreicht wurde. A.d Die Auffangeinrichtung antwortete der Arbeitgeberin mit Schreiben vom 18. April 2018, es seien gemäss den entsprechenden Lohnbescheini- gungen ab dem 1. Mai 2016 BVG -pflichtige Löhne ausbezahlt worden, weshalb es sich um eine Anschlusskontrolle ab diesem Zeitpunkt handle. Sie ersuchte die A rbeitgeberin erneut um entsprechenden fristgerechten Nachweis bis zum 28. Mai 2018, ansonsten sie für die vorgenannte Periode bei ihr anzuschliessen sei. A.e Mit Verfügung vom 4. Juni 2018 schloss die Vorinstanz die Arbeitge- berin rückwirkend per 1. Mai 2016 zwangsweise an. Sie begründete dies damit, dass aus der Meldung der zuständigen Ausgleichskasse hervor- gehe, dass die Arbeitgeberin seit dem 1. Mai 2016 der obligatorischen be- ruflichen Vorsorge unterstelltes Personal beschäftige, ohne dass ein ge- setzlicher Ausnahmetatbestand ersichtlich sei. A.f Die zuständige Ausgleichskasse informierte die Auffangeinrichtung mit Schreiben vom 6. Juni 2018 darüber, dass das alters- und hinterlassenen- versicherungspflichtige Einkommen des fraglichen Arbeitnehmers nach- träglich auch für das Jahr 2016 korrigiert worden sei. Damit erwies sich im A-5849/2018 Seite 3 Nachhinein, dass die Eintrittsschwelle gemäss Art. 7 Abs. 1 BVG auch im Jahr 2016 nicht erreicht worden war. A.g In der Folge hob die Auffangeinrichtung den verfügten Zwangsan- schluss mit Wiedererwägungsverfügung vom 13. September 2018 auf und auferlegte der Arbeitgeberin zusätzlich zu den Kosten gemäss Zwangsan- schlussverfügung vom 4. Juni 2018 in der Höhe von Fr. 825. – die Kosten der Wiedererwägungsverfügung in der Höhe von Fr. 450.–. B. Mit Schreib en vom 10. Oktober 2018 erhebt die Arbeitgeberin (nachfol- gend: Beschwerdeführerin) Beschwerde gegen die Verfügung vom 13. September 2018 und beantragt die Aufhebung der Kostenauferlegung in der Höhe von Fr. 1‘275.–. Sie macht im Wesentlichen geltend, sie habe sich nachweislich an die Termine gehalten und die Auffangeinrichtung (nachfolgend: Vorinstanz) bereits im April 2018 über die entsprechenden Umstände informiert. Es bestehe der Eindruck, es handle sich um ein Kom- munikationsproblem innerhalb der Vorinstanz, weshalb sie nicht gewillt sei, die eingeforderten Kosten zu übernehmen. C. Mit Vernehmlassung vom 21. November 2018 beantragt die Vorinstanz die kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde. D. Auf weitere Vorbringen der Parteien und Dokumente wird, soweit ent- scheidwesentlich, im Rahmen der folgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwal- tungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesge- setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Eine solche liegt nicht vor. Die Vorinstanz kann zur Erfüllung ihrer Aufgaben nach Art. 60 Abs. 2 Bst. a und b und Art. 12 Abs. 2 BVG Verfügungen er- lassen (Art. 60 Abs. 2bis BVG). Sie ist eine Behörde im Sinne von Art. 33 A-5849/2018 Seite 4 Bst. h VGG i.V.m. Art. 54 Abs. 4 BVG. Die Zuständigkeit des Bundesver- waltungsgerichts zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde ist somit gegeben. 1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Die Beschwerdeführerin ist zur Erhebung der vorliegenden Beschwe rde be- rechtigt (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die im Übrigen frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist dem- nach einzutreten. Die Vorinstanz hat mit Verfügung vom 13. September 2018 – und somit vor Hängigkeit des vorliegenden Beschwerdeverfahrens – den am 4. Juni 2018 angeordneten Zwangsanschluss aufgehoben und festgehalten, dass die Kosten für diese Wiedererwägungsverfügung in der Höhe von Fr. 450.– zu- sätzlich zu denjenigen gemäss Verfügung vom 4. Juni 2018 i n der Höhe von Fr. 825.– verfügt würden (vgl. vorne Sachverhalt Bst. A.g). Mit Dispo- sitiv-Ziffer II der Verfügung vom 4. Juni 2018 wurde zwar keine Kostenauf- lage verfügt, sondern vielmehr darauf hingewiesen, dass sich die Rechte und Pflichten aus dem Zwangsanschluss aus den im Anhang beschriebe- nen Anschlussbedingungen, welche zusammen mit dem Kostenreglement integrierende Bestandteile der Verfügung bildeten, ergeben würden. In den Erwägungen wurde jedoch festgehalten, dass der Arbeitgeberin gemäss Kostenreglement die Kosten für diese Verfügung in der Höhe von Fr. 450.– und für die Durchführung des Zwangs anschlusses in der Höhe von Fr. 375.– in Rechnung gestellt würden. Der Beschwerdeführer beantragt nun, die Kostenauferlegung von insgesamt Fr. 1‘275 .– sei aufzuheben (vgl. vorne Sachverhalt Bst. B). Strittig ist demnach die Kostenauflage für eine Zwangsanschluss- und Wie- dererwägungsverfügung in Situationen, in welchen die beschwerdefüh- rende Person während eines bereits laufenden Zwangsanschlussverfa h- rens – ohne die Vorinstanz darüber zu informieren – eine Lohnkorrektur bei der zuständigen Ausgleichskasse noch vor Erlass der Zwangsanschluss- verfügung anbegehrt hat, die entsprechende Mitteilung der Ausgleichs- kasse zuhanden der Vorinstanz jedoch erst nach Verfügungserlass erfolgt. 3.1 Mit bundesverwaltungsgerichtlichem Urteil A-6659/2014 vom 31. März 2016 wurde die Kostenpflicht der beschwerdeführenden Arbeitgeberin mit A-5849/2018 Seite 5 ausführlicher Begründung verneint, während diese in aktuelleren Entschei- den betreffend dieselbe Fallkonstellation teils ohne weitere Ausführungen bestätigt wurde (vgl. Urteile des BVGer A -4890/2016 vom 27. April 2018 E. 3.2 f., A -6617/2017 vom 1. Juni 2018 gesamte E. 3.2, insbesondere E. 3.2.2 und A-3924/2018 vom 17. Oktober 2018; vgl. auch äh nlich gela- gerten Fall in Urteil des BVGer A -2243/2018 vom 28. September 2018 E. 3.1 ff.). In einem früheren Urteil C -8192/2008 vom 5. August 2009 be- jahte das Bundesverwaltungsgericht die Kostenpflicht der Arbeitgeberin ebenfalls. 3.1.1 In erstgenanntem Urteil w ird ausgeführt, es sei zwar unbestritten, dass die Beschwerdeführerin den Zwangsanschluss hätte vermeiden kön- nen, indem sie auch der Vorinstanz die relevanten Unterlagen selber hätte zukommen lassen. Da aber die Ausgleichskasse gemäss Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2, SR 831.441.1) gesetzlich verpflichtet sei, der Auffangeinrichtung BVG die zur Durchführung der beruflichen Vorsorge notwendigen und verlangten Auskünfte un d Unterlagen, soweit sie ihren Akten entnommen werden können, zu überweisen und hierzu unter ande- rem auch die Liste mit den AHV -pflichtigen Löhnen für die betreffenden Jahre zählt, hätte die Ausgleichskasse die angepasste Jahresabrechnung für Lohnbeiträge nicht nur der Beschwerdeführerin, sondern auch der Vor- instanz zukommen lassen müssen. Der Zwangsanschluss wäre dadurch vermeidbar gewesen und sei somit nicht mehr der Beschwerdeführerin zu- zurechnen; dies ungeachtet dessen, dass sich die Beschwerdeführerin zu- vor nicht gerade kooperativ verhalten habe. Die Beschwerdeführerin sei im vorliegenden Fall nicht verpflichtet, schriftlich an die Vorinstanz zu gelan- gen und über ihre Bemühungen gegenüber der Ausgleichskasse zu infor- mieren; derlei wäre vielmehr Sache der Ausgleichskasse gewesen (Urteil des BVGer A-6659/2014 vom 31. März 2016 E.3.4). 3.1.2 Im letztgenannten, früher zu beurteilenden Fall war die Beschwerde- führerin im Besitz eines an sie gerichteten Schreibens, worin eine Vorsor- geeinrichtung ihren Wiederanschluss bestätigte u nd darauf hinwies, dass sie der Vorinstanz eine Kopie dieses Schreibens zukommen lasse. Es wurde argumentiert, da innert im Zwangsanschlussverfahren gesetzter Frist keine entsprechende Bestätigung der Vorinstanz erfolgt sei, hätte die Beschwerdeführerin nicht unbesehen davon ausgehen bzw. darauf ver- trauen dürfen, dass die Vorinstanz tatsächlich bzw. rechtzeitig mit der Ko- pie dieses Schreibens bedient worden sei. Vielmehr wäre sie unter diesen Umständen im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht gehalten gewesen, mit der A-5849/2018 Seite 6 Vorinstanz Rücksprache zu nehmen, um so den drohenden Zwangsan- schluss zu vermeiden. Die Kostenauflage sei demnach zu Recht erfolgt (Urteil des BVGer C-8192/2008 vom 5. August 2009 E. 3.2.1 f. und E. 4). 3.1.3 Mit Urteil A -6617/2017 vom 1. Juni 2018 hielt das Bundesverwal- tungsgericht der Beschwerdeführerin in E. 3.2.2 entgegen, dass es ihr ohne weiteres möglich gewesen wäre, einen Zwangsanschluss und die da- mit verbundenen Kosten zu verhindern, indem sie auf die vorinstanzliche Aufforderung zum Nachweis eines Anschlusses reagiert und der Vorinstanz zumindest den Wiederanschluss a n ihre ursprüngliche Sam- melstiftung zur Kenntnis gebracht hätte. Dementsprechend habe sie die aufgrund dieser Säumnis verursachten Kosten zu tragen. 3.2 Zu klären ist letztlich, ob die Arbeitgeberin trotz entsprechender Auf- forderung und Androhung der Säumnisfolgen seitens der Auffangeinrich- tung in einem laufenden Zwangsanschlussverfahren keine Kostenfolgen zu vergegenwärtigen hat, weil sie bei der zuständigen Ausgleichskasse vor Erlass der Zwangsanschlussverfügung um Lohnkorrektur ersucht, oder ob angezeigt ist, dass sie die Auffan geinrichtung ebenfalls fristgerecht über diese Tatsache informiert. 3.2.1 Dabei gilt es, die in Urteil des BVGer A -6659/2014 vom 31. März 2016 ausführlich behandelte , gesetzlich vorgesehene zwischenbehördli- che Informationspflicht der Ausgleichskasse im Rahmen der Anschluss- kontrolle von der prozessualen Mitwirkungspflicht der Ar beitgeberin im Zwangsanschlussverfahren zu unterscheiden. Ersterer Pflicht ist die Aus- gleichskasse nachgekommen, indem sie der Vorinstanz die vorhandenen, zur Durchführung der beruflichen Vorsorge sachdienlichen Unterlagen übermittelt, die Beschwerdeführerin zum Anschluss gemeldet und auf die fehlenden Lohnmeldungen für die Zeit von April 2014 bis April 2016 hinge- wiesen sowie später über die Lohnkorrekturen in Kenntnis gesetzt hat (vgl. auch vorne Sachverhalt Bst. A.a und A.f). Letztere Pflicht gilt insbesondere für jene Umstände, die eine Partei besser kennt als die Behörde und wel- che diese ohne die Mitwirkung der Partei nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte. Sie gebietet ferner, dass eine Partei die Behörde von sich aus informiert, wenn während eines hängigen Verfahrens eine rechtswesentliche Änderung des Sachverhalts eintritt, von der die Behörde ansonsten keine Kenntnis erhalten würde. Bei passivem Verhalten darf sich die Behörde darauf verlassen, dass die vormals erteilten Auskünfte nach wie vor der Realität entsprechen. Das konkrete Ausmass der Mitwir-A-5849/2018 Seite 7 kungspflicht richtet sich nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit, mit- hin nach der Zumutbarkeit im Einzelfall und kann von der verfahrensleiten- den Behörde im Rahmen der Instruktion def iniert werden, z.B. durch die Aufforderung, bestimmte Fragen zu beantworten oder Unterlagen einzu- reichen (AUER/BINDER in: Kommentar zum VwVG, 2. Aufl. 2019, Art. 13 Rz. 4 f. und Rz. 7 je mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, insbesondere auf BGE 132 II 113 E. 3.2 ). Dies ergibt sich auch aus der Beweisführungslast, welche trotzdem bei der Behörde bleibt: Sie hat dem- nach die Verfahrensbeteiligten darüber aufzuklären, worin ihre Mitwir- kungspflicht besteht und welche Tragweite ihr zukommt. De mentspre- chend hat sie die Parteien darüber zu informieren, welche Beweismittel sie im Einzelnen beizubringen haben ( AUER/BINDER in: Kommentar zum VwVG, a.a.O., Art. 13 Rz. 15 mit Hinweisen). 3.2.2 Im Rahmen der Überprüfung des Anschlusses an eine Vorsorgeein- richtung ist die Arbeitgeberin primär der zuständigen Ausgleichskasse ge- genüber verpflichtet, alle für die Überprüfung ihres Anschlusses notwendi- gen Auskünfte zu erteilen (Art. 9 Abs. 1 BVV 2 i.V.m. Art. 11 BVG). Letztere meldet die Arbeitgeberin gegebenenfalls zum Anschluss an die Auffangein- richtung (Art. 9 Abs. 3 BVV 2 i.V.m. Art. 11 Abs. 6 BVG). Eröffnet die Auf- fangeinrichtung als Vorsorgeeinrichtung gemäss Art. 60 Abs. 1 BVG in der Folge ein Zwangsanschlussverfahren, so ist die Arbeitgeberin jedoch auch ihr gegenüber verpflichtet, alle sachdienlichen Angaben zur Durchführung des Zwangsanschlusses – welcher zu den gesetzlichen Aufgaben der Vor- instanz gehört – zu erteilen (Art. 60 Art. 60 Abs. 2 Bst. a BVG i.V.m. Art. 11 Abs. 6 BVG und Art. 10 BVV 2). Es besteht demnach eine grundsätzliche Pflicht der Arbeitgeberin, an der Feststellung des Sachverhalts betreffend Durchführung der beruflichen Vorsorge mitzuwirken (Art. 11 BVG i.V.m. Art. 13 Abs. 1 Bst. c VwVG). Vorliegend besteht eine so lche zudem auf- grund der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin mit den beantragten, teil- weise auch im Zwangsanschlussverfahren eingereichten Lohnkorrekturen selbständige Begehren stellt (vgl. Art. 13 Abs. 1 Bst. b VwVG). 3.2.3 Im Vorfeld an den Erlass der stritt igen Zwangsanschlussverfügung wurde die Beschwerdeführerin mehrfach seitens der Ausgleichskasse und der Vorinstanz darauf hingewiesen, den Nachweis einer fehlenden An- schlussverpflichtung zu erbringen, um nicht zwangsweise angeschlossen zu werden (vgl. vorne Sachverhalt Bst. A.a, A.b. und A.d). Die vorinstanzli- chen Schreiben sind explizit so formuliert, dass die Beschwerdeführerin zur Vermeidung eines Zwangsanschlusses allfällige Unterlagen, welche ihre Anschlusspflicht widerlegen, fristgerecht der Vorinstanz zukommen lassen A-5849/2018 Seite 8 soll (vgl. vorne Sachverhalt Bst. A.a und A.d). Der Beschwerdeführerin war bewusst, dass bereits ein entsprechendes Verfahren vor der Vorinstanz im Gange war und diese sie zu einer Reaktion bzw. zur Einreichung von Be- weismitteln aufgefordert hatte. So hatte sie denn auch die Lohnkorrektur für das Jahr 2017 der Vorinstanz aufforderungsgemäss direkt zukommen lassen (vgl. vorne Sachverhalt Bst. A.c). Die Vorinstanz bat mit Antwort- schreiben vom 18. April 2018 um den entsprechenden Nachweis auch für das Jahr 2016 und setzte dafür bis zum 28. Mai 2018 Frist unter Androhung des Zwangsanschlusses im Säumnisfall (vgl. vorne Sachverhalt Bst. A.d). Im Wissen um den der zuständigen Ausgleichskasse per 24. April 2018 – und somit innert der seit ens der Vorinstanz angesetzten Frist zur Einrei- chung eines entsprechenden Nachweises – gemeldeten Nachtrag zur Lohnsumme für das Jahr 2016 sowie aufgrund der Tatsache, dass sich die Vorinstanz weder innert noch nach Ablauf dieser Frist entsprechend ver- lauten liess, konnte die Beschwerdeführerin nicht mit Sicherheit davon aus- gehen, dass die Vorinstanz von dieser rechtswesentlichen Änderung des Sachverhalts Kenntnis hatte. Dies, zumal sie nicht belegt, dass die Aus- gleichskasse ihr gegenüber auf die Lohnkorrektur für das Jahr 2016 bereits innert der bis zum 28. Mai 2018 angesetzten Frist reagiert hat. Unter diesen Umständen wäre es unabhängig von der gesetzlich vorgesehenen zwi- schenbehördlichen Informationspflicht der Ausgleichskasse zur Abwen- dung des angedrohten Zwangsanschlusses angezeigt und der Beschwer- deführerin zumutbar gewesen, das Nachtragsformular vom 24. April 2018 für das Jahr 2016 erneut auch der Vorinstanz zuzus tellen oder Letztere zumindest anderweitig darüber in Kenntnis zu setzen, dass der zustän di- gen Ausgleichskasse ein entsprechender Antrag gestellt worden war. Im Übrigen bleibt festzuhalten, dass sich die Vorinstanz im Rahmen von Zwangsanschlüssen als Massenverfahren auf die Angaben und Unterla- gen der Ausgleichskasse stützen darf. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass sie keine weiteren Nachforschungen angestellt, sondern die Be- schwerdeführerin aufgefordert hat, eine allfällig auch für das Jahr 2016 vor- handene Lohnkorrektur zu belegen (vgl. statt vieler bezüglich entsprechen- der Abklärungen zur Existenz eventueller Ansch lussverträge Urteil des BVGer A-6822/2016 vom 6. Juli 2017 E. 4.2.2 mit Hinweis). Im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht im laufenden Zwangsanschlussverfah- ren hätte die Beschwerdeführerin die Vorinstanz somit über diese Ände- rung betreffend den für die Anschlussverpflichtung relevanten Sachverhalt aufklären und damit den kostenpflichtigen Zw angsanschluss vermeiden können (vgl. auch BGE 125 V 193 E. 2 und Urteil des BVGer C-8192/2008 vom 5. August 2009 E. 3.2.2 je mit Hinweisen). A-5849/2018 Seite 9 3.3 Die Vorinstanz verfügte den Zwangsanschluss nach vorgängiger An- drohung gestützt auf die Sach - und Rechtslage zum damaligen Zeitpunkt zu Recht, womit es sich grundsätzlich rechtfertigt, der Beschwerdeführerin die von ihr verursachten Kosten für die Verfügung und Durchführung des Zwangsanschlusses sowie für die verfügte Wiedererwägung aufzuerlegen. Die Kosten für die V erfügung und Durchführung des Zwangsanschlusses wurden mit der ursprünglichen Verfügung vom 4. Juni 2018 zwar formell nicht ausdrücklich festgelegt und auferlegt, es geht jedoch aus den Erwä- gungen und dem Kostenreglement, auf welches darin und im Dispositi v verwiesen wird, klar hervor , dass der Beschwerdeführerin insgesamt Fr. 825.– (Fr. 450.- für die Verfügung und Fr. 375.- für die Durchführung des Zwangsanschlusses) in Rechnung gestellt werden (vgl. vorne E. 2 und ähnlich gelagerten Sachverhalt in Urtei l des BVGer A -3556/2018 vom 25. Oktober 2018). Die Höhe sowohl dieser Verfahrenskosten als auch jener der verfügten Wiedererwägung erweisen sich nach konstanter Rechtsprechung als reg- lementskonform und gerechtfertigt. Demnach ist die Beschwerde abzuwei- sen und die Beschwerdeführerin hat somit die Kosten für die Zwangsan- schlussverfügung vom 4. Juni 2018 in der Höhe von Fr. 825.– und diejeni- gen für die Wiederwägungsverfügung vom 13. Sep tember 2018 in der Höhe von Fr. 450.– zu tragen. 4.1 Die Verfahrenskosten werden regelmässig der unterliegenden Partei auferlegt, wobei Vorinstanzen keine Verfahrenskosten auferlegt werden können (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). Es rechtfertigt sich, der Beschwerde- führerin, welche das vorliegende Verfahren und die vorinstanzlichen Verfü- gungen veranlasst hat, die Verfahrenskosten aufzuerlegen. Es erscheint angemessen, die Kosten für das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht auf Fr. 500.– festzusetzen und der Be schwerdeführerin demzufolge den Restbetrag des von ihr einbezahlten Kostenvorschusses (Fr. 800.–) in der Höhe von Fr. 300.– zurückzuerstatten (vgl. insbesondere Urteile des BVGer A-6617/2017 vom 1. Juni 2018 E. 4, A-3920/2017 vom 14. Dezem- ber 2017 und A-648/2017 vom 26. September 2017). 4.2 Weder der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin noch der Vorinstanz ist eine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. VGKE). (Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite.) A-5849/2018 Seite 10 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: Die Beschwerde wird abgewiesen. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.– werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Dieser Betrag wird dem Kostenvorschuss von Fr. 800.– entnom- men. Der Restbetrag von Fr. 300.– wird der Beschwerdeführerin zurücker- stattet. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Gerichtsurkunde) – die Oberaufsichtskommission BVG (Gerichtsurkunde) Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Marianne Ryter Tanja Petrik-Haltiner Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. A-5849/2018 Seite 11 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter- schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: