A bteilung IV D -3309/2006 gar/m am {T 0/2} U rteil vom 23. M ai 2007 M itw irkung: R ichter R obert G alliker, H ans Schürch, Thom as W espi G erichtsschreiber M artin M aeder A._______, und B._______, Kongo (Kinshasa), vertreten durch C ._______, G esuchsteller gegen B undesam t für M igration, Q uellenw eg 6, 3003 Bern, G esuchsgegner betreffend U rteil der Schw eizerischen A sylrekurskom m ission (A R K ) vom 5. D ezem ber 2003 i.S. A syl und W egw eisung (R evision) B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er G esuchsteller reichte am 31. Januar 2000 in der dam aligen Em pfangsstelle G enf ein Asylgesuch ein, nachdem er gem äss eigenen Angaben sein H eim atland am 25. Januar 2000 verlassen hatte und am 30. Januar 2000 ohne R eisepass und Visum w iderrechtlich in die Schw eiz gelangt w ar. a) Zur Begründung seines Asylgesuchs m achte der G esuchsteller im W esentlichen geltend, er habe im D ezem ber 1999 von einem Freund, der eine Kaderstellung bei der Polizei inne gehabt habe, erfahren, dass sein Leben und dasjenige seiner Ehe- frau in G efahr seien, w eil die verantw ortlichen staatlichen Stellen Verdacht ge- schöpft hätten, er und seine Ehefrau w ürden m it den R ebellen zusam m enarbeiten. Im Jahre 1992 habe er die M itgliedschaft bei der U D PS ("U nion pour la D ém o- cratie et le Progrès Social") erw orben, ohne sich in der Folge über das übliche M ass für die Partei zu engagieren. Beruflich habe er zusam m en m it seinem Bruder in Kinshasa eine D ruckerei betrieben. Im R ahm en dieser Tätigkeit habe er im Jah- re 1994 im Auftrag von D ._______, dem Vorsitzenden der oppositionellen "Forces N ovatrices pour l'U nion et la Solidarité" (FO N U S), Flugblätter gedruckt, auf denen zur Teilnahm e an einem G eneralstreik aufgerufen w orden sei. Als R eaktion darauf hätten ihn Angehörige des Sicherheitsdienstes festgenom m en und in die Büros des "Service N ational d'Intelligence et de Protection" (SN IP) gebracht, w o er die Anfertigung der Flugblätter im Aufrag von D ._______ eingestanden habe. Im N ovem ber 1994 sei er ins G efängnis M akala verlegt und in der Folge zu vier M onaten H aft w egen Kom plizenschaft m it dem R ebellenführer D ._______ verur- teilt w orden. N ach Verbüssung der Strafe sei er zw ar ohne Verzögerung frei- gelassen w orden, doch habe m an ihn in der G efangenschaft m isshandelt. Im Jah- re 1997 sei er von der Zivilgarde für die D auer von vier Tagen in G ew ahrsam ge- nom m en w orden, w eil seine Bestrebungen zur W iedereröffnung seiner D ruckerei nicht geschätzt w orden seien. N ach der M achtübernahm e durch Laurent-D ésiré Kabila habe er gehofft, die D ruckerei w ieder in Betrieb nehm en zu können, doch sei ihm dies nicht gelungen. Er sei im G egenteil im Februar 1999 durch Agenten des Spezialdienstes von Präsident Kabila festgenom m en w orden. Anschliessend seien ihm lediglich kurz die Personalien abgenom m en w orden, bevor m an ihn nach drei Tagen ohne Bedingungen w ieder freigelassen habe; zu einem Verhör sei es nicht gekom m en. Seine Frau habe sich unterdessen nach Kisangani begeben, um dort nach Erw erbsm öglichkeiten als Alternative zur w eiterhin geschlossenen D ruckerei in Kinshasa Ausschau zu halten. W ohl desw egen seien sie verdächtigt w orden, m it den R ebellen in Kontakt zu stehen. Am 16. D ezem ber 1999 habe er dann von seinem – in leitender Stellung bei der Krim inalpolizei tätigen – Freund die besagte W arnung erhalten, w onach die Behörden in ihm einen Kollaborateur der R ebellen beziehungsw eise des unlängst freigelassenen Anführers D ._______ gesehen und seine Liquidierung geplant hätten. D rei Tage nach diesem H inw eis habe er sein Zuhause in Kinshasa fluchtartig durch die H intertüre verlassen, als Soldaten schon dabei gew esen seien, in seine Parzelle einzudringen. Zu seiner Sicherheit habe er sich anschliessend nach Kisangani zurückgezogen, ehe er am 25. Januar 2000 das Land verlassen habe. H ier in der Schw eiz habe er erfahren, dass seine Ehefrau unter ungeklärten U m ständen um gekom m en sei.3 b) Zur Stützung seines Asylgesuchs reichte der G esuchsteller diverse am tliche D oku- m ente und Zeitungsberichte, insbesondere die behauptete Verurteilung zu einer vierm onatigen H aftstrafe im Jahre 1994 betreffend, zu den Akten. c) M it Verfügung vom 31. Januar 2003 stellte das Bundesam t für Flüchtlinge (BFF, seit dem 1. Januar 2005: Bundesam t für M igration [BFM ]) in Bezug auf den G e- suchsteller das N ichterfüllen der Flüchtlingeigenschaft fest, lehnte das Asylgesuch ab und ordnete die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie deren Vollzug an. Als Begründung für die N ichtzuerkennung der Flüchtlingseigenschaft führte das BFF zusam m enfassend an, es fehle zunächst am erforderlichen engen Kausalzusam - m enhang zw ischen den Ereignissen von 1994 und der Ausreise zu Beginn des Jahres 2000, und w as die Situation im M om ent der Ausreise betreffe, so sei es dem G esuchsteller nicht gelungen, für diese Zeit konkrete G efährdungsindizien glaubhaft zu m achen, aus denen auf eine begründete Furcht vor einer Verfolgung im flüchtlingsrechtlichen Sinne geschlossen w erden könne. d) D er m inderjährige Sohn des G esuchstellers, B._______, gelangte nachträglich in die Schw eiz und w urde vom BFF m it Verfügung vom 13. Februar 2003 in das Asylverfahren des Vaters eingeschlossen. B. D ie G esuchsteller fochten die Verfügung des BFF vom 31. Januar 2003 m it Be- schw erde vom 3. M ärz 2003 in allen Punkten bei der dam als zuständigen Schw ei- zerischen Asylrekurskom m ission (AR K) an. Als zusätzliches Bew eism ittel reichten sie unter anderem eine Vorladung der G eneralstaatsanw altschaft vom 28. Februar 1997, unterzeichnet durch einen Inspektor der Krim inalpolizei in Kinshasa, in Ko- pie zu den Akten. C . M it U rteil vom 5. D ezem ber 2003 w ies die AR K die Beschw erde vom 3. M ärz 2003 im vereinfachten Verfahren ab. In der U rteilsbegründung hielt sie als Fazit fest, die Vorbringen betreffend die im Jahre 1997 und 1999 erlittenen N achteile genügten den Anforderungen an die G laubhaftigkeit nicht, w eshalb davon auszugehen sei, dass der G esuchsteller nach den Vorkom m nissen von 1994 w ährend ungefähr sechs Jahren von den heim atlichen Behörden unbehelligt geblieben und auch nicht die Zielperson einer asylrechtlich relevanten Verfolgung gew esen sei, als er das Land verlassen habe. D . Am 21. Januar 2004 reichten die G esuchsteller bei der AR K ein R evisionsgesuch gegen das U rteil vom 5. D ezem ber 2003 ein, in w elchem sie zur H auptsache die G ew ährung von Asyl beantragten. Zusam m en m it der G esuchsschrift legten sie ein D okum ent ins R echt, bei dem es sich erscheinungsgem äss um das O riginal der im ordentlichen Beschw erdeverfahren eingereichten Vorladung vom 28. Febru- ar 1997 handelt. E. M it U rteil vom 29. April 2004 w ies die AR K das R evisionsgesuch m it der w esent- lichen Begründung ab, es könne kein Ü bersehen von aktenkundigen erheblichen Tatsachen festgestellt w erden, w ie dies die G esuchsteller sinngem äss geltend 4 m achten. W as das eingereichte O riginal einer Vorladung aus dem Jahre 1997 betreffe, so nähm en die G esuchsteller darauf m it keinem W ort Bezug und unter- liessen es insbesondere zu erklären, w eshalb sie nicht hätten in der Lage sein sollen, das D okum ent im ordentlichen Verfahren einzureichen. F. Am 1. O ktober 2004 gelangten die G esuchsteller m it einem w eiteren R evisions- gesuch gegen das Beschw erdeurteil vom 5. D ezem ber 2003 an die AR K. D arin stellten sie im H auptpunkt das Begehren, es sei das U rteil vom 5. D ezem ber 2003 aufzuheben und ihnen die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen sow ie Asyl zu gew ähren. D aneben ersuchten sie im Eventualpunkt um Feststellung der U nzu- m utbarkeit des W egw eisungsvollzugs und um Anordnung der vorläufigen Aufnah- m e sow ie – in verfahrensrechtlicher H insicht – um Aussetzung des Vollzugs der W egw eisung und um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege. Zusam m en m it der G esuchsschrift reichten die G esuchsteller in der Form einer Fotokopie ein Schreiben des D irektors des Büros des H ohen Kom m issars der Ver- einten N ationen für M enschenrechte (U N H C H R ) in der D em okratischen R epublik Kongo vom 16. August 2004 an ihren R echtsvertreter in der Schw eiz ein. H ierauf sow ie auf die Begründung des R evisionsgesuchs w ird, sow eit für das U rteil von Belang, in den nachfolgenden Erw ägungen eingegangen. G . M it Zw ischenverfügung vom 26. O ktober 2004 setzte der zuständige Instruktions- richter der AR K den Vollzug der W egw eisung vorsorglich aus. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht ist für die Beurteilung von G esuchen um R evision seiner U rteile zuständig (vgl. Art. 45 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Ju- ni 2005 [VG G , SR 173.32]). D aneben übernim m t es die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der AR K hängigen G esuche um R evision und w endet da- bei das neue Verfahrensrecht an (Art. 53 Abs. 2 VG G ). Es entscheidet in der Be- setzung m it drei R ichtern oder R ichterinnen (Art. 21 Abs. 1 VG G ), sofern das R evi- sionsgesuch nicht in die Zuständigkeit des Einzelrichters beziehungsw eise der Einzelrichterin fällt (vgl. Art. 23 VG G ; Art. 111 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31]). 1.2 D ie G esuchsteller w aren am ordentlichen Beschw erdeverfahren vor der AR K be- teiligt, sind als Adressaten des ihre Beschw erde abw eisenden U rteils vom 5. D e- zem ber 2003 durch dieses besonders berührt und haben ein schutzw ürdiges Inte- resse an dessen Aufhebung oder Änderung; sie sind daher zur Einreichung eines G esuches um R evision des Beschw erdeurteils legitim iert (Art. 48 Abs. 1 des Bun- desgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren [Vw VG , 5 SR 172.021] in analogiam ; vgl. U R SIN A BEER LI-BO N O R AN D , D ie ausserordentlichen R echtsm ittel des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 65 ff.). 1.3 D ie G esuchsteller rufen explizit den R evisionsgrund der neuen erheblichen Tatsa- chen oder Bew eism ittel gem äss Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG an und versuchen dessen Verw irklichung m it spezifischer und ausreichend sachbezogener Begrün- dung aufzuzeigen. D ie R echtsschrift vom 1. O ktober 2004 erfüllt som it in Bezug auf ihre Begründung jene qualifizierten Bedingungen, w elche an ein R evisionsge- such zu stellen sind (vgl. Art. 47 VG G i.V.m . Art. 67 Abs. 3 Vw VG , Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2002 N r. 13 E. 4b S. 112 f., 1995 N r. 21 E. 2b S. 206 f.). D ie R echtsschrift enthält ausserdem – w ie bei einem R evisionsgesuch erforderlich (vgl. Art. 47 VG G i.V.m . Art. 67 Abs. 3 in fine Vw VG ) – bereits die Begehren für den Fall eines neuen Beschw erdeentscheides, so dass sie den form ellen Anfor- derungen an ein R evisionsgesuch zu genügen verm ag (vgl. Art. 47 VG G i.V.m . Art. 67 Abs. 3 und Art. 52 Vw VG ). W as sodann die Voraussetzung der Fristw ahrung betrifft, so w ird bereits hier in übergangsrechtlicher H insicht die Frage tangiert, ob auf R evisionsgesuche w ie das vorliegende, w elches sich gegen einen Entscheid der AR K (vgl. Art. 45 VG G : "...R evision von Entscheiden des Bundesverw altungsgerichts...") richtet, die auf den 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Bestim m ungen von Art. 121-128 des Bun- desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110] sinngem äss oder aber diejenigen von Art. 66 ff. Vw VG An- w endung finden (vgl. nam entlich die – im U nterschied zur Frist von 90 Tagen ge- m äss Art. 67 Abs. 1 Vw VG – bloss 30-tägige relative R evisionsfrist für die G eltend- m achung einer Verletzung "anderer Verfahrensvorschriften" in Art. 124 Abs. 1 Bst. b BG G ). W ie es sich dam it verhält, kann jedoch im vorliegenden Einzelfall da- hingestellt bleiben. W ie nachfolgend zu zeigen sein w ird, kom m t der Frage näm lich nicht nur in Bezug auf die Fristw ahrung, sondern auch hinsichtlich der m ateriellen Begründetheit des R evisionsgesuchs vom 1. O ktober 2004 keine entscheidende Bedeutung zu. D ie G esuchsteller stützen ihr R evisionsgesuch ausdrücklich auf die Bestim m ung von Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG ab (das Verw altungsgerichtsgesetz und das Bun- desgerichtsgesetz w aren bei Einreichung des G esuchs am 1. O ktober 2004 noch nicht in Kraft getreten). Bezogen auf ihre persönliche Situation m achen sie gel- tend, die Bestätigung des U N H C H R -Büros in der D em okratischen R epublik Kongo vom 16. August 2004 stelle ein neues Bew eism ittel im Sinne von Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG dar, und gleichzeitig sei eine neue erhebliche Tatsache im Sinne der- selben Bestim m ung darin zu erblicken, dass der G esuchsteller in Zusam m enhang m it der Erm ordung des Präsidenten Laurent-D ésiré Kabila gebracht und zudem als Teilnehm er des versuchten Putsches vom 28. M ärz 2004 verdächtigt w erde. In An- betracht des angerufenen R evisionsgrunds und des Ausstellungsdatum s des ein- gereichten D okum ents (16. August 2004) können alsdann sow ohl die 90-tägige relative w ie auch die 10-jährige absolute R evisionsfrist von Art. 67 Abs. 1 Vw VG beziehungsw eise von Art. 124 Abs. 1 Bst. d und Abs. 2 BG G m it der Postaufgabe 6 am 1. O ktober 2004 ohne w eiteres als gew ahrt betrachtet w erden. 1.4 D as R evisionsgesuch vom 1. O ktober 2004 erw eist sich dem nach als form gültig und fristgerecht eingereicht (vgl. Art. 124 BG G ; Art. 47 VG G i.V.m . Art. 67 Abs. 3 Vw VG i.V.m . Art. 52 Vw VG ). Folgerichtig ist darauf einzutreten. 2. M it dem ausserordentlichen R echtsm ittel der R evision w ird die U nabänderlichkeit und M assgeblichkeit eines rechtskräftigen Beschw erdeentscheides angefochten, im H inblick darauf, dass die R echtskraft beseitigt w ird und über die Sache neu ent- schieden w erden kann (vgl. FR ITZ G YG I, Bundesverw altungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 229 f.). 2.1 Entscheide des Bundesverw altungsgerichts w erden durch dieses selbst aus den in Art. 121-123 BG G festgeschriebenen G ründen in R evision gezogen (Art. 45 VG G ). D aneben bezeichnet Art. 66 Vw VG für das Verfahren in Verw altungssachen die G ründe, aus denen eine vorgängig m it Beschw erde angerufene Bundesverw al- tungsbehörde ihren Entscheid in R evision zieht (Art. 1 Abs. 1 Vw VG ). 2.2 G em äss Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G kann die R evision eines Entscheides verlangt w erden, w enn die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Bew eism ittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht bei- bringen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Bew eism ittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind. N ach Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG zieht die Be- schw erdeinstanz ihren Entscheid auf Begehren einer Partei in R evision, w enn die Partei neue erhebliche Tatsachen oder Bew eism ittel vorbringt. 2.3 D ie zur Stützung eines R evisionsgesuches geltend gem achten Tatsachen und ein- gereichten Bew eism ittel m üssen neu und erheblich (Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG ) beziehungsw eise nachträglich in Erfahrung gebracht respektive nachträglich auf- gefunden und erheblich respektive entscheidend (Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G ) sein. Erheblich im Sinne von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G beziehungsw eise Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG sind neue (d.h. nachträglich erfahrene, doch vorbestehende) Tatsachen dann, w enn sie geeignet sind, die tatbeständliche G rundlage des ange- fochtenen Entscheides zu verändern und bei zutreffender rechtlicher W ürdigung zu einem anderen, für die gesuchstellende Partei günstigeren Ergebnis zu führen, m it anderen W orten, w enn sie den Ausgang des Verfahrens beeinflussen können. M it einem R evisionsgesuch erstm als eingereichte Bew eism ittel können nur dann zur R evision eines U rteils führen, w enn sie entw eder nachträglich in Erfahrung ge- brachte, doch vorbestehende erhebliche Tatsachen erhärten oder geeignet sind, dem Bew eis von Tatsachen zu dienen, die zw ar im früheren Verfahren bekannt gew esen, aber zum N achteil der gesuchstellenden Partei unbew iesen geblieben sind, und w enn sie bei Vorliegen im ordentlichen Verfahren verm utlich zu einem anderen Entscheid geführt hätten (vgl. zum G anzen EM AR K 2002 N r. 13 E. 5a S. 113 f., m it H inw eisen auf D oktrin und Praxis). 2.4 N ach der R egel von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G beziehungsw eise von Art. 66 Abs. 3 Vw VG bilden sow ohl neu geltend gem achte, vorbestehende Tatsachen als auch nachträglich aufgefundene beziehungsw eise neu erhältlich gem achte Be- w eism ittel nur dann einen R evisionsgrund, w enn die gesuchstellende Partei sie auch bei zum utbarer Sorgfalt im erstinstanzlichen Verfahren oder im ordentlichen 7 R echtsm ittelverfahren nicht kennen oder beibringen konnte oder sie aus ent- schuldbaren G ründen nicht vorgebracht hat (EM AR K 2002 N r. 13 E. 5a und b S. 113 f.). Erw eisen sich R evisionsvorbringen als in diesem Sinne verspätet, so m uss – um gleichw ohl zur G utheissung eines R evisionsgesuchs in den Fragen der Flüchtlingseigenschaft und der Zulässigkeit des W egw eisungsvollzugs zu führen – bereits im R ahm en der Prüfung des Vorliegens der geltend gem achten R evisions- gründe eine vorw eggenom m ene m aterielle Beurteilung ergeben, dass die völker- rechtlichen W egw eisungsschranken von Art. 33 des Abkom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge (Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30) i.V.m Art. 5 AsylG und von Art. 3 der Konvention vom 4. N ovem ber 1950 zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten (Europäische M enschenrechtskonvention, EM R K, SR 0.101) tatsächlich bestehen (vgl. EM AR K 1995 N r. 9 E. 7g S. 89 f., m it H inw eisen auf D oktrin und Praxis). 3. Im konkreten Fall w ird die R evision eines rechtskräftigen U rteils vom 5. D ezem ber 2003 m it der Kopie eines D okum ents verlangt, dessen O riginal erscheinungsge- m äss am 16. August 2004 ausgestellt w urde (vgl. Bst. F hiervor). W ürde m an Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G anw enden und streng nach seinem W ortlaut (..."unter Ausschluss der Tatsachen und Bew eism ittel, die erst nach dem Entscheid entstan- den sind;") auslegen, fiele dem nach eine R evision des U rteils vom 5. D ezem ber 2003 bereits w egen der nachträglichen Entstehung des D okum ents nicht in Be- tracht. O b Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G tatsächlich in diesem Sinne zu interpretieren beziehungsw eise vorliegend überhaupt anzuw enden ist (an Stelle der anders lau- tenden Bestim m ung von Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG ), braucht indes nicht w eiter erörtert zu w erden. W ie nachfolgend dargelegt w ird, fehlt es dem D okum ent vom 16. August 2004 und den darin enthaltenen Tatsachenvorbingen näm lich ohnehin am Erfordernis der revisionsrechtlichen N euheit oder Erheblichkeit sow ie der rechtzeitigen Einbringung ins Verfahren, so dass sow ohl unter dem alten w ie unter dem neuen R echt die Voraussetzungen für eine R evision des U rteils vom 5. D e- zem ber 2003 nicht gegeben sind (vgl. E. 1.3 hiervor). 3.1 D as D okum ent vom 16. August 2004 bezieht sich textlich in einem ersten Punkt auf aktenkundige Vorbringen, deren W ahrhaftigkeit im ordentlichen Verfahren nicht in Zw eifel gezogen w urde (insbes. Verurteilung zu vier M onaten H aft im Jahre 1994 w egen angeblicher Kom plizenschaft m it dem R ebellenführer D ._______), in einem zw eiten Punkt auf die im ordentlichen Verfahren als unglaubhaft erachtete Verhaftung im Jahre 1999, in einem dritten Punkt auf angebliche, im Februar 2003 begonnene R epressalien von Agenten des Sicherheitsdienstes gegen E._______, die C ousine des G esuchstellers, unter dem Vorw and von angeblichen H inw eisen auf eine M itw irkung des G esuchstellers an der Erm ordung des Präsidenten Laurent-D ésiré Kabila, sow ie, in einem vierten Punkt, auf Festnahm edrohungen derselben Agenten des Sicherheitsdienstes gegen E._______ im M ärz 2004, die dam it begründet w orden seien, dass E._______ Kontakte zum G esuchsteller un- terhalte, w elcher der Beteiligung am versuchten Putsch vom 28. M ärz 2004 ver- dächtigt w erde. 3.1.1 D ie geltend gem achte Verurteilung zu vier M onaten H aft im Jahre 1994 w egen des Vorw urfs der Kom plizenschaft m it dem R ebellenführer D ._______ und die 8 Verbüssung der Strafe w urden vom BFF in der Verfügung vom 31. Januar 2003 als glaubhaft erachtet (vgl. daselbst, E. I.1.). D ie AR K stellte die G laubhaftigkeit der betreffenden Vorbringen im ordentlichen Beschw erdeverfahren ebenso w enig in Frage (vgl. U rteil vom 5. D ezem ber 2003, E. 3 und 4a). Es liegen dem zufolge bereits vorgebrachte, aktenkundige Sachverhaltsbestandteile vor, die von vornhe- rein keine neuen, in der Bedeutung von nachträglich in Erfahrung gebrachten Tat- sachen gem äss Art. 66 Abs. 2 Bst. a Vw VG und Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G dar- stellen können. W eil die aktenkundigen Sachverhaltsbestandteile zudem glaubhaft gem acht w erden konnten, kann im D okum ent vom 16. August 2004, insow eit es diese erneut them atisiert, folgerichtig kein erhebliches beziehungsw eise entschei- dendes Bew eism ittel im Sinne der erw ähnten Bestim m ungen erblickt w erden (vgl. E. 2.3 hiervor). 3.1.2 Sow eit m it dem D okum ent vom 16. August 2004 die (nachträgliche) G laubhaftm a- chung der Verhaftung im Jahre 1999 anvisiert w ird, ist den G esuchstellern entge- genzuhalten, dass sie nicht konkret aufzeigen, inw iefern es ihnen nicht hätte m ög- lich sein sollen, ein entsprechendes Schreiben des U N H C H R -Büros in Kinshasa m it identischem Inhalt bereits im ordentlichen Verfahren zu beschaffen und unver- züglich zu den Akten zu reichen. In diesem Zusam m enhang gilt es klarzustellen, dass das R evisionsgesuch als ausserordentliches R echtsm ittel zu begreifen ist und das R evisionsverfahren der gesuchstellenden Partei gerade nicht erm öglichen soll, im früheren – ordentlichen – Verfahren durch U nsorgfalt versäum te R echts- handlungen nachzuholen, andernfalls die ordentliche Beschw erdefrist unterlaufen ("verlängert") w ürde. M it anderen W orten darf das R evisionsverfahren nicht dazu dienen, im ordentlichen Verfahren begangene verm eidbare U nterlassungen zu kom pensieren, w eil die betroffene Partei sonst die M öglichkeit hätte, sich durch unvollständiges Vorbringen ein- oder sogar m ehrm alige N eubeurteilungen ihres Falles zu sichern (vgl. EM AR K 1995 N r. 9 E. 5 S. 81 f., m it H inw eisen). Konse- quenterw eise darf aus G ründen der R echtssicherheit der Zeitpunkt der Einholung von Inform ationen und der Ausfertigung, Beschaffung und Einreichung von Be- w eism itteln nicht in der D isposition der um R evision ersuchenden Partei stehen. Letztere hat vielm ehr von sich aus die U m stände klar aufzuzeigen, die dazu ge- führt haben, dass beispielsw eise ein D okum ent nicht früher beziehungsw eise erst später als ein anderes in ihren Besitz gelangen und den W eg in die Akten des Asylverfahrens finden konnte. Im vorliegenden Fall sind glaubhafte (zum G enügen der blossen G laubhaftm a- chung der Schuldlosigkeit vgl. BEER LI-BO N O R AN D , a.a.O ., S. 110) G ründe, aus denen die G esuchsteller trotz der von ihnen zu verlangenden U m sicht nicht hätten in der Lage sein sollen, ein D okum ent in G estalt eines Schreibens des U N H C H R -Büros in Kinshasa m it den entsprechenden Ausführungen zur angeblichen Verhaftung durch die PIR ("Police d'Intervention R apide") im Jahre 1999 schon in das dem U rteil vom 5. D ezem ber 2003 vorangegangene Beschw erdeverfahren vor der AR K oder in das erstinstanzliche Verfahren vor dem Bundesam t einzubringen, nicht zu erkennen. Im R evisionsgesuch w ird diesbezüglich lediglich erw ähnt, dass das U N H C H R -Büro in Kinshasa "auf Anfrage hin" m it Schreiben vom 16. August 2004 w ichtige Inform ationen m itgeteilt und bestätigt habe. Zu w elchem Zeitpunkt jene "Anfrage" an das U N H C H R -Büro ergangen ist, bleibt verborgen. Im m erhin lässt 9 sich aus der Adressierung des Schreibens vom 16. August 2004 an den rubri- zierten R echtsvertreter der G esuchsteller und dem Ausstellungsdatum der beige- brachten Vollm acht (20. Juli 2004) m it hoher W ahrscheinlichkeit herleiten, dass das Büro des U N H C H R in Kinshasa nicht früher als vor der M andatsübernahm e am 20. Juli 2004 in dieser Angelegenheit kontaktiert w orden ist. Bei dieser Akten- lage ist den G esuchstellern entgegenzuhalten, dass es ihnen ohne w eiteres m ög- lich gew esen w äre, sich bereits im ordentlichen Verfahren um eine derartige Be- stätigung des U N H C H R -Büros bezüglich der angeblichen Verhaftung durch die PIR im Jahre 1999 zu bem ühen. Im Beschw erdeverfahren vor der AR K hätten sie daran erst recht ein vitales Interesse gehabt, nachdem in der Verfügung des BFF vom 31. Januar 2003 die Verhaftung im Jahre 1999 – im U nterschied gerade zu den Vorkom m nissen im Jahre 1994 – als unglaubhaft erachtet w orden w ar. Zu ihrem N achteil zu berücksichtigen ist sodann, dass sie gleichzeitig in der Lage w a- ren, im ordentlichen Beschw erdeverfahren vor der AR K andere Bew eism ittel w ie nam entlich eine Vorladung der G eneralstaatsanw altschaft vom 28. Februar 1997, unterzeichnet durch einen Inspektor der Krim inalpolizei in Kinshasa, in Kopie zu den Akten zu reichen (vgl. Bst. B hiervor). Sow eit die angebliche Verhaftung im Jahre 1999 zur D iskussion steht, kann m it anderen W orten der Zeitpunkt der Ein- reichung einer entsprechenden Bestätigung des U N H C H R -Büros in Kinshasa nicht m it Kom plikationen bei dessen Beschaffung, sondern einzig dam it erklärt w erden, dass die G esuchsteller nicht vorher in diese R ichtung tätig gew orden sind. D iese Versäum nisse haben sie sich selber als fehlende Sorgfalt in der Prozessführung vorzuw erfen (vgl. EM AR K 1995 N r. 9 E. 6 S. 83). D as D okum ent vom 16. August 2004 ist diesbezüglich insow eit als verspätet zu qualifizieren (vgl. Art. 66 Abs. 3 Vw VG bzw . Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G ). 3.1.3 N icht anders verhält es sich in Bezug auf den dritten Punkt im D okum ent vom 16. August 2004, w onach E._______, die C ousine des G esuchstellers, im Juni 2004 dem U N H C H R -Büro in einem Schreiben m itgeteilt habe, sie sei seit Februar 2003 von Agenten des Sicherheitsdienstes unter dem Vorw and, den G esuchsteller zu suchen, den sie der Beteiligung an der Erm ordung des Präsidenten Laurent- D ésiré Kabila verdächtigt hätten, m ehrm als schikaniert, bedroht und zu G eldzah- lungen genötigt w orden. Auch hier deuten die Akten klar darauf hin, dass es den G esuchstellern zuzum uten gew esen w äre, die betreffenden Inform ationen bezie- hungsw eise eine schriftliche Bestätigung schon vor dem U rteil vom 5. D ezem ber 2003 in das Verfahren einzubringen. So liess der G esuchsteller in der am 26. N o- vem ber 2002 durchgeführten Ergänzungsbefragung durch das BFF verlauten, er habe N euigkeiten von seinen Kindern, die er in die O bhut seiner C ousine E._______ gegeben habe (vgl. A9/10, S. 6). Sodann konnte das Kind B._______ am 26. Januar 2003 aus der D em okratischen R epublik Kongo ausreisen und tags darauf in Begleitung einer Frau, bei w elcher es sich nach Angaben des G esuch- stellers um eine Freundin seiner (angeblich verstorbenen) Frau handelte, offenbar m it dem erforderlichen Visum über den Flughafen G enf in die Schw eiz gelangen. Aus der zw eifellos gezielt vorbereiteten R eise des Kindes B._______in die Schw eiz und dem Verw eilen zw eier w eiterer Kinder bei der C ousine E._______ in Kinshasa (vgl. A9/10, S. 6) lässt sich schliessen, dass der G esuchsteller in ständigem Kontakt zu E._______ stand und im m er noch steht. D em zufolge hätte er die M öglichkeit gehabt, die angeblich im Februar 2003 einsetzende und m it 10 seiner Person zusam m enhängende Bedrängung von E._______ durch den Sicher- heitsdienst im dazum al laufenden Beschw erdeverfahren als Bedrohungsindiz gel- tend zu m achen beziehungsw eise ein Bestätigungsschreiben in der Art, w ie E._______ es im Juni 2004 an das Büro des U N H C H R gerichtet hat, zu beschaf- fen und zu den Akten zu reichen. Es liegt insofern aufseiten der G esuchsteller eine N achlässigkeit in der Prozessführung vor, die im vorliegenden R evisionsverfahren zu ihrem N achteil auszulegen ist (vgl. EM AR K 1995 N r. 9 E. 5 S. 82). D as D oku- m ent vom 16. August 2004 verm ag som it auch in diesem Punkt das Erfordernis der rechtzeitigen Einbringung ins Verfahren nicht zu erfüllen. 3.2 W eil das D okum ent vom 16. August 2004 hinsichtlich der erw ähnten Punkte zw ei und drei (vgl. E. 3.1.2. und 3.1.3 hiervor) von den G esuchstellern verspätet be- schafft und eingereicht w urde, ist im Folgenden anhand einer vorw eggenom m enen m ateriellen Beurteilung zu prüfen, ob die von ihnen daraus abgeleiteten völker- rechtlichen W egw eisungshindernisse tatsächlich bestehen (vgl. EM AR K 1995 N r. 9 E. 7g S. 90). 3.2.1 W as die behauptete Verhaftung im Jahre 1999 betrifft (Punkt 2, E. 3.1.2), erw eist sich das D okum ent vom 16. August 2004 aus verschiedenen G ründen als nicht bew eistauglich. Zunächst beschränkt sich das D okum ent auf die allgem eine Aus- sage, der G esuchsteller sei im Jahre 1999 durch die PIR unter dem Vorw urf, im Solde der R ebellenbew egung R C D ("R assem blem ent C ongolais pour la D ém o- cratie") zu stehen, erneut verhaftet, unter prekären Bedingungen festgehalten und erst nach Bezahlung eines beträchtlichen Lösegeldes durch seine Fam ilienange- hörigen w ieder freigelassen w orden, w oraufhin er sich – traum atisiert – schliesslich entschlossen habe, das Land zu verlassen. Auf w elche Q uellen sich diese Ausfüh- rungen stützen und inw iew eit eine Verifizierung durch das U N H C H R erfolgt ist, geht aus dem D okum ent nicht hervor. Im zw eiten Absatz ist lediglich in Bezug auf die ins Jahr 1994 zurückgehenden Schw ierigkeiten von Inform ationen die R ede, die durch das U N H C H R -Büro erm ittelt und verifiziert w orden seien. Im Schlussab- satz des D okum ents w ird sodann erklärt, dass die Bestätigung ausnahm sw eise auf Ersuchen des R echtsvertreters der G esuchsteller hin ausgestellt w erde. U nter die- sen U m ständen bleibt die Frage bestehen, ob es in Bezug auf die angebliche Ver- haftung im Jahre 1999 überhaupt verw ertbare Auskünfte von D rittpersonen gibt, die sich auf andere Q uellen als die eigenen Verlautbarungen des G esuchstellers abstützen. So hat der G esuchsteller etw a zu keinem Zeitpunkt des Verfahrens geltend gem acht, in der angeblichen H aft von einem Vertreter einer H ilfsorganisa- tion besucht w orden zu sein. D ie indirekte Form ulierung am Ende des vierten Ab- satzes (..."il aurait finalem ent décidé de quitter le pays") deutet denn auch nicht darauf hin, dass in dieser Beziehung detaillierte, von der eigenen D arstellungs- w eise des G esuchstellers losgelöste Auskünfte von neutraler Seite eingeholt w er- den konnten. Vor allem aber ändern die allgem einen Ausführungen im D okum ent vom 16. August 2004 nichts daran, dass der G esuchsteller selber, als die ver- m eintlich am besten positionierte Person, sich in den Befragungen im ordentlichen erstinstanzlichen Verfahren zur angeblichen Verhaftung im Jahre 1999, insbe- sondere zur Frage nach erlittenen M isshandlungen und der Zahl von M itinsassen in seiner Zelle, m assiv w idersprach (vgl. insbes. A6/36, S. 12, 21, 26; A9/10, S. 2, 3 und 4). Zu seinen U ngunsten ist schliesslich darauf hinzuw eisen, dass er bei seinen persönlichen Schilderungen in den Befragungen – im G egensatz zu den 11 Angaben im D okum ent vom 16. August 2004 – die Bezahlung eines Lösegeldes als Bedingung für seine Freilassung niem als erw ähnt hat. Zudem deckt sich die Andeutung, w onach er nach der Freilassung aus der H aft im Jahre 1999 traum ati- siert gew esen sei und als Konsequenz davon den Ausreiseentschluss gefasst ha- be, nicht m it seiner eigenen Version, w onach er im D ezem ber 1999 vor den heran- m arschierenden Soldaten sein Zuhause in Kinshasa fluchtartig verlassen habe, zu seiner Sicherheit vorerst nach Kinsangani ausgew ichen sei und dort angefangen habe, seine Ausreise vorzubereiten. D em zufolge ist das D okum ent vom 16. August 2004 nicht geeignet, die Angaben des G esuchstellers zur angeblichen Inhaftierung im Februar 1999 und generell zu seiner persönlichen Situation im M om ent der Ausreise im Januar 2000 in einem glaubhafteren Licht erscheinen zu lassen. W eil der G esuchsteller daraus im H in- blick auf die Erfüllung der Flüchtlingeigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und Art. 1 Abschnitt A FK nichts zu seinen G unsten abzuleiten verm ag, kann hinläng- lich ausgeschlossen w erden, dass die N ichtberücksichtigung des D okum ents w e- gen verspäteter Einreichung eine Verletzung des in Art. 5 AsylG und Art. 33 FK verankerten R efoulem ent-Verbots zur Folge hätte. Ebenso w enig läge dadurch ei- ne Verletzung von Art. 3 EM R K vor, w eil eine tatsächliche G efahr, die G esuchstel- ler könnten bei einer R ückkehr in den H eim atstaat Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden, nach dem G e- sagten offensichtlich nicht besteht. 3.2.2 Erst recht besteht kein Anlass zur Annahm e einer Verletzung der G arantien von Art. 33 FK und Art. 3 EM R K, insow eit im D okum ent vom 16. August 2004 eine an- gebliche Bedrängung von E._______ durch Agenten des Sicherheitsdienstes ab Februar 2003 w egen der Verdächtigung des G esuchstellers, an der Erm ordung von Laurent-D ésiré Kabila m itgew irkt zu haben, them atisiert w ird (Punkt 3, E. 3.1.3). Aus dem diesbezüglichen W ortlaut des D okum ents (vgl. insbes. die For- m ulierungen "fait état", "soupçonnaient" und "l'auraient") lässt sich näm lich schlies- sen, dass das U N H C H R -Büro hier nicht etw a die R ichtigkeit der Angaben von E._______, sondern einzig und allein bestätigt, dass es im Juni 2004 ein Schrei- ben von E._______ m it dem näm lichen Inhalt erhalten hat. Angesichts der hiervor dargelegten U m stände (vgl. E. 3.1.3) liegen konkrete Anzeichen dafür vor, dass zw ischen den G esuchstellern und E._______ ein dauernder Kontakt und ein von Loyalität geprägtes Verhältnis besteht. Schon deshalb können die Angaben von E._______ im Schreiben vom Juni 2004 und deren W iedergabe im D okum ent vom 16. August 2004 nicht als Auskünfte eines unbefangenen D ritten gew ertet w erden. Vielm ehr ist diesen letztlich kein höherer Bew eisw ert als einer ungeprüften Partei- behauptung zu attestieren. Abgesehen davon gilt es sich im Zusam m enhang m it dem angeblich vom Sicherheitsdienst gegenüber E._______ geäusserten Ver- dacht, der – seit Anfang des Jahres 2000 in der Schw eiz w eilende – G esuchsteller sei w om öglich an der Erm ordung von Laurent-D ésiré Kabila beteiligt gew esen, zu vergegenw ärtigen, dass sich das Attentat am 17. Januar 2001 ereignet hat und nach der Bestätigung des Todes am 18. Januar 2001 einer von Kabilas Leibw äch- tern, der bei einem anschliessenden Feuergefecht m it Sicherheitsbeam ten im Prä- sidentenpalast von Kinshasa um s Leben kam , des M ordes beschuldigt w urde. In ihrem am 23. M ai 2001 veröffentlichten Bericht beschuldigte die sofort eingesetzte 12 U ntersuchungskom m ission zudem die R egierungen R uandas und U gandas, die Erm ordung von langer H and vorbereitet zu haben. 3.3 Zusam m enfassend lässt sich som it festhalten, dass es dem D okum ent vom 16. August 2004, insow eit darin Bezug genom m en w ird auf die angebliche Ver- haftung des G esuchstellers im Jahre 1999 (Punkt 2) und R epressalien seitens des Sicherheitsdienstes gegen E._______ seit Februar 2003 w egen des Verdachts ei- ner Beteiligung des G esuchstellers am Attentat an Laurent-D ésiré Kabila (Punkt 3) am Erfordernis der rechtzeitigen Einbringung ins Verfahren fehlt (Art. 66 Abs. 3 Vw VG und Art. 123 Abs. 2 Bst. a BG G ) und darin auch keine genügend klaren Anzeichen für das Bestehen eines völkerrechtlichen W egw eisungshindernisses im Sinne von Art. 33 FK und Art. 3 EM R K erkannt w erden können. 3.4 In einem letzten Punkt (Punkt 4) schliesslich hält das D okum ent vom 16. August 2004 fest, dass E._______ im M ärz 2004 erklärt habe, (dieselben) Agenten des Sicherheitsdienstes hätten ihr m it einer Verhaftung gedroht und als Begründung angegeben, sie stehe im Kontakt m it dem G esuchsteller, den sie verdächtigten, zu den D rahtziehern des m isslungenen Putsches vom 28. M ärz 2004 zu gehören. N achdem sie den Agenten 300 D ollar bezahlt habe, habe sie – um ihr Leben fürch- tend – beschlossen, in die Anonym ität abzutauchen. H ierbei handelt es sich um Sachverhaltselem ente, die sich darstellungsgem äss nach Abschluss des ordentlichen (R echtsm ittel-)Verfahrens verw irklicht haben und deshalb nicht unter dem Blickw inkel der R evision, sondern unter bestim m ten Vor- aussetzungen (vgl. EM AR K 2005 N r. 25 E. 4.2. S. 227 f.) durch das BFM im R ah- m en eines W iedererw ägungsverfahrens zu prüfen w ären (vgl. statt vieler EM AR K 1995 N r. 21 E. 1c S. 204). Aus den bereits dargelegten G ründen (vgl. E. 3.2.1 und 3.2.2) erw eist sich in dieser H insicht das D okum ent vom 16. August 2004 bezie- hungsw eise die darauf Bezug nehm ende G esuchseingabe vom 1. O ktober 2004 als nicht genügend substanziiert (vgl. EM AR K 2005 N r. 25 E. 4.2. S. 227 f.), um eine Ü berw eisung an das BFM zur Prüfung von W iedererw ägungsgründen recht- fertigen zu können. 4. Als Fazit ist dem nach festzuhalten, dass von den G esuchstellern kein revisions- rechtlich relevanter Sachverhalt dargetan w erden konnte. D as G esuch um R evi- sion des U rteils der AR K vom 5. D ezem ber 2003 ist dem zufolge abzuw eisen. Sodann ist von einer Ü berw eisung der Akten an das BFM zum Zw eck der Prüfung von W iedererw ägungsgründen abzusehen. 5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von insgesam t Fr. 1'200.-- den G esuchstellern aufzuerlegen (Art. 37 VG G i.V.m . Art. 63 Abs. 1 und 5 Vw VG ; Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 1, 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem - ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsge- richt [VG KE, SR 173.320.2]).13 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D as R evisionsgesuch w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 1'200.--, w erden den G esuchstellern auferlegt. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter der G esuchsteller, 2 Expl. (eingeschrieben; Beilage: Ein- zahlungsschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten - das F._______ des Kantons G ._______ - das Am tsstatthalteram t H ._______ D er R ichter: D er G erichtsschreiber: R obert G alliker M artin M aeder Versand am :