<h2>SubmittedText<h2><p>Zurzeit sind in einigen Departementen Reorganisationen in Gang. Dabei wurde von verschiedenen Seiten der Vorwurf erhoben, dass bei dieser Gelegenheit die meisten Kaderstellen mit Personen ersetzt werden, die der entsprechenden Partei der Departementsvorsteherinnen oder Departementsvorsteher angehören und dass Amtsstelleninhaberinnen und Amtsstelleninhaber mit anderer politischer Gesinnung wegrationalisiert werden.</p><p>- Kann der Bundesrat diese Behauptungen widerlegen?</p><p>- Achtet er bei der Besetzung von Chef- und Kaderstellungen auf eine politische Ausgewogenheit der Stelleninhaberinnen und Stelleninhaber in seinem Departement?</p><p>- Kann er dies mit Zahlen belegen?</p><p>- Wenn nein, ist er bereit, solche zu erheben?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat misst der Auswahl und Entwicklung der Kader des Bundes grosses Gewicht zu. Im Vordergrund stehen die Fähigkeiten und das Potenzial der Kandidatinnen und Kandidaten. Ein modernes Management-Development und die Förderung eines internen Kaderarbeitsmarktes werden den Auswahl- und den Entwicklungsprozess in Zukunft noch verbessern.</p><p>Ein parteipolitisch ausgewogenes Kader liegt im Interesse des Bundes. Parteipolitisch einseitige Rekrutierungspraktiken sind staatspolitisch problematisch. Sowohl die tiefe Fluktuationsrate bei den Chefbeamtinnen und -beamten als auch jüngste Neubesetzungen im obersten Kader belegen, dass nicht parteipolitische Überlegungen dominieren.</p><p>Die Parteizugehörigkeit des Bundespersonals wird nicht systematisch erfasst. Dies geschieht nicht zuletzt auch aus Gründen des Datenschutzes.</p>  Antwort des Bundesrates.