<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Produktion von zertifizierten wiederverwendbaren Stoffmasken zu unterstützen. Diese Massnahme soll die Auswirkungen auf die Umwelt und insbesondere die Verschmutzung, die von Einwegmasken ausgeht, verringern.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt der Bevölkerung die Verwendung von medizinischen Gesichtsmasken (Einwegmasken) oder wiederverwendbaren industriell gefertigten Textilmasken, sogenannte Community-Masken. Es gibt verschiedene Community-Masken auf dem Markt, welche den Empfehlungen für Qualitätsstandards der Swiss National COVID-19 Science Task Force entsprechen. Deren Preise sind mit jenen der Hygienemasken - auf die Nutzungsdauer gerechnet - vergleichbar. Es ist deshalb davon auszugehen, dass bei der Wahl der Maske nicht der Preis entscheidend ist, sondern das Traggefühl oder ökologische bzw. ästhetische Überlegungen.</p><p>Die eidgenössische Materialprüfungsanstalt (Empa) hat in der Studie "Cotton and Surgical Masks - What Ecological Factors Are Relevant for Their Sustainability?" die Umweltbelastung der Hygienemasken und der Community Masken verglichen und kam zu keinem eindeutigen Schluss. Entscheidend ist die Nutzungsdauer der Community Masken. Community Masken schneiden beim Energieverbrauch und der Treibhausgasbilanz besser ab, Hygienemasken beim Wasserverbrauch und der Gesamtumweltbelastung. Grund dafür ist die ressourcenintensive Baumwollproduktion. Ab einer Grössenordnung von etwa 20 mal Waschen liegt die Community Maske nicht nur bezüglich des Energieverbrauchs und der Treibhausgasbilanz, sondern auch bezüglich der Gesamtumweltbelastung vorne.</p><p>Aufgrund der guten Verfügbarkeit von Community-Masken auf dem Markt ist der Bundesrat der Ansicht, dass kein Handlungsbedarf besteht und eine finanzielle Unterstützung nicht notwendig ist.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.