<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">«AZA» </div> <div class="para">U 143/99 Ge </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Kammer </div> <div class="para">Präsident Lustenberger, Bundesrichter Meyer und Ferrari; Gerichtsschreiberin Hostettler </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 3. April 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">M.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt T.________, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Luzern, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Uri, Altdorf </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) M.________ für die Folgen des am 6. Februar 1978 erlittenen Unfalles und des am 26./28. Januar 1994 gemeldeten Rückfalles mit Wirkung ab 1. Juli 1995 eine Invalidenrente auf der Grundlage einer Erwerbsunfähigkeit von 10 % und eine Entschädigung für eine Integritätseinbusse von 7,5 % zusprach (Verfügung vom 4. September 1995), </div> <div class="para">dass die SUVA die hiegegen eingereichte Einsprache mit Entscheid vom 30. Mai 1997 ablehnte, </div> <div class="para">dass das Obergericht des Kantons Uri (Verwaltungsrechtliche Abteilung) die dagegen mit dem Rechtsbegehren auf Zusprechung einer 60%igen Invalidenrente und einer höheren Integritätsentschädigung erhobene Beschwerde durch Entscheid vom 3. März 1999 unter Verweigerung der unentgeltlichen Verbeiständung abwies, </div> <div class="para">dass M.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen lässt, erneut die Zusprechung einer Invalidenrente von mindestens 60 % beantragt, im Weitern um Überprüfung der Integritätsentschädigung sowie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung nachsucht, </div> <div class="para">dass die SUVA auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, wogegen das Bundesamt für Sozialversicherung keine Vernehmlassung eingereicht hat, </div> <div class="para">dass sich in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zur vom kantonalen Gericht bestätigten Integritätsentschädigung und abgelehnten unentgeltlichen Verbeiständung, nebst den wiedergegebenen Anträgen, folgende Ausführungen finden: </div> <div class="para">"Das Obergericht Uri hat den vorliegenden Prozess als zum vornherein aussichtslos bezeichnet und demnach das Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung abgewiesen. Die Abweisung dieses Gesuches erfolgte zu Unrecht, war der Prozess doch nicht zum vornherein als aussichtslos zu betrachten. Bei Anwendung der Untersuchungs- oder Offizialmaxime hätte das Obergericht Uri die Feststellung machen können, dass nach wie vor eine Gesamtinvalidität von 60 % vorliegt, welche teilweise auf die physischen Beeinträchtigungen aus dem Rückfall des Jahres 1993 und den daraus resultierenden psychischen Einschränkungen resultiert." </div> <div class="para">(S. 4 Ziff. 6), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">(...) </div> <div class="para">"Wird der Invaliditätsgrad der Klägerin erhöht, ist auch eine Neubeurteilung der zugesprochenen Integritätsentschädigung vorzunehmen." (S. 14 Ziff. 11) sowie </div> <div class="para">"Die Klägerin ersucht das Gericht auf Grund der vorliegenden Akten den Invaliditätsgrad zu bestimmen und allenfalls die Beklagte anzuweisen die Integritätsentschädigung neu zu überprüfen." (S. 14 Ziff. 12), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dass in diesen Vorbringen keine rechtsgenüglich begründete Verwaltungsgerichtsbeschwerde bezüglich der vorinstanzlich verweigerten unentgeltlichen Verbeiständung und </div> <div class="para">bestätigten Integritätsentschädigung zu erblicken ist (<span class="artref">Art. 108 Abs. 2 OG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F104-V-178%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page178">BGE 104 V 178</a>, ZAK 1988 S. 519), </div> <div class="para">dass folglich der kantonale Entscheid in diesen beiden Punkten einer materiellen Überprüfung entzogen ist, </div> <div class="para">dass die Rüge der Rechtsverweigerung unbegründet ist, kann doch von einer unrechtmässigen Verzögerung (<span class="artref">Art. 97 Abs. 2 OG</span>) bei einer vorinstanzlichen Verfahrensdauer von knapp eineinhalb Jahren im Lichte der Rechtsprechung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-373%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page374">BGE 125 V 374</a> Erw. 2a in fine; Plädoyer 1998/6 S. 62) nicht die Rede sein, </div> <div class="para">dass die vorhandene psychische Beeinträchtigung mangels adäquaten Kausalzusammenhanges - auch nicht unter Einschluss des am 26./28. Januar 1994 gemeldeten Rückfalles - dem Unfall vom 6. Februar 1978 zugerechnet werden kann, handelt es sich doch dabei um ein mittelschweres, im Grenzbereich zu den leichten Unfällen stehendes versichertes Ereignis, weshalb zur Anerkennung der Adäquanz rechtsprechungsgemäss (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page141">BGE 115 V 141</a>) die massgeblichen Kriterien gehäuft oder in besonders markanter Weise vorhanden sein müssten, was selbst unter Berücksichtigung sämtlicher in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgetragener Umstände nicht gesagt werden kann, auch nicht wegen der bei der Kniearthroskopie aufgetretenen Komplikation (intraartikulärer Bruch des Arthroskopiemessers), welche der Bericht des Kreisarztes Dr. med. S.________ vom 24. April 1995 durchaus erwähnt, </div> <div class="para">dass die SUVA folglich nur für diejenige Invalidität einzustehen hat, welche sich aus dem unfallbedingten Knieschaden ergibt, wozu nach der medizinischen Aktenlage bloss die leichte antero-mediale Instabilität und die Veränderungen im Bereiche des femoro-patellaren und lateralen Kompartimentes zu zählen sind, nicht aber die Chondrocalcinosis, welche ärztlicherseits als unfallfremd eingestuft wird (Bericht des Kreisarztes Dr. med. S.________ vom 24. April 1995), </div> <div class="para">dass sich aus dem Gutachten des Dr. med. L.________, Facharzt FMH für Innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen, vom 12. Mai 1995 keine Zweifel am kreisärztlichen Bericht ergeben, weil derzeit beidseits reizlose Kniegelenke bei überwiegend unauffälligen Befunden (eutrophe Oberschenkel- und Wadenmuskulatur, Auftreten von Schmerzen erst nach längeren Belastungen usw.) vorliegen, </div> <div class="para">dass in Anbetracht dieser allein als Folgen des versicherten Unfalles zu qualifizierenden Beschwerden mit der Vorinstanz die von der SUVA im Lichte von <span class="artref">Art. 18 Abs. 2 UVG</span> in erwerblicher Hinsicht getroffenen Annahmen und Festlegungen der beiden Vergleichseinkommen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=8&amp;from_date=22.03.2000&amp;to_date=10.04.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F104-V-135%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page136">BGE 104 V 136</a> Erw. 2b) gemäss Einspracheentscheid, S. 6 Ziff. 5 nicht zu beanstanden sind, </div> <div class="para">dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde keine Aussicht auf Erfolg hatte, weshalb die für das letztinstanzliche Verfahren beantragte unentgeltliche Verbeiständung nicht gewährt werden kann (<span class="artref">Art. 152 OG</span>) und die Sache im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> zu beurteilen ist, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, so- </div> <div class="para">weit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">III. Das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung wird abge- </div> <div class="para">wiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des </div> <div class="para">Kantons Uri, Verwaltungsrechtliche Abteilung, und dem </div> <div class="para">Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 3. April 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der II. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>