<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00316</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203957&amp;W10_KEY=13013569&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00316</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 04.02.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 15.02.2005 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Der Beschwerdeführer ist verheiratet mit einer Schweizer Bürgerin, 1 gemeinsames Kind. Kein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, da Ausweisungsgrund vorliegt (Freiheitsstrafe von 25 Monaten, schweres Verschulden, Rückfallgefahr). Keine ausserordentlichen Umstände, die eine Wegweisung als unverhältnismässig erscheinen lassen würden; keine unzumutbare Härte. Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Garantien der EMRK ST: ART. 8 EMRK">ART. 8 EMRK</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSWEISUNGSGRUND">AUSWEISUNGSGRUND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DROGENHANDEL">DROGENHANDEL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIHEITSSTRAFE">FREIHEITSSTRAFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KIND/-ER">KIND/-ER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKFALLGEFAHR">RÃCKFALLGEFAHR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHWERES VERSCHULDEN">SCHWERES VERSCHULDEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNZUMUTBARKEIT">UNZUMUTBARKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 7 Abs. I ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 10 Abs. I ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 16 Abs. III ANAV</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. I EMRK</span><br/><span class="gerade">Art. 8 Abs. II EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Der auslÃ¤ndische StaatsangehÃ¶rige A, geboren 1965, reiste ein erstes Mal mit falschen Dokumenten vor dem 20. Januar 1998 in die Schweiz. An diesem Datum wurde er ver­haftet. Am 28. Mai 1998 verfÃ¼gte das Bundesamt fÃ¼r AuslÃ¤nderfragen (heute: Bundesamt fÃ¼r Zuwanderung, Integration und Auswanderung; IMES) eine auf unbestimmte Zeit gÃ¼ltige Einreisesperre. Am 29. Mai 1998 wurde A in sein Heimatland ausgewiesen. Am 17. August 1999 heiratete er der Stadt X in seinem Heimatland die 1966 geborene Schweizerin C. Am 4. Januar 2000 reiste er wieder in die Schweiz, wo ihm die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit (Migrationsamt) am 1. Februar 2000 die Aufenthaltsbewil­ligung zum Verbleib bei seiner im Kanton ZÃ¼rich lebenden Ehefrau erteilte.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Aus der Ehe ging der im Jahr 2000 geborene Sohn D hervor. Zwei voreheliche Kinder der Ehefrau sind 1985 und 1991 geboren. Alle Kinder besitzen die schweizerische Staatsange­hÃ¶rigkeit.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Am 24. August 1998 sprach das Bezirksgericht ZÃ¼rich A, welcher damals unter dem Namen E aufgetreten war, schuldig der Widerhandlungen gegen das BetÃ¤ubungsmittel­gesetz vom 3. Oktober 1951 und gegen das Bundesgesetz Ã¼ber Aufenthalt und Nieder­lassung der AuslÃ¤nder vom 26. MÃ¤rz 1931 (ANAG) â unter anderem, weil er einen auf den Namen F lautenden gefÃ¤lschten europÃ¤ischen Pass auf sich trug â, und bestrafte ihn mit 15 Monaten GefÃ¤ngnis. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde bedingt, mit Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren, aufgeschoben. Zudem verfÃ¼gte das Gericht eine unbe­dingte Landesverweisung fÃ¼r die Dauer von sieben Jahren. Das Urteil konnte erst am 8. Februar 2001 erÃ¶ffnet werden; dagegen wurde Berufung eingelegt. Am 17. Januar 2001 war A erneut verhaftet worden. In der Folge wurde er mit Urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 2. Juli 2001 der Widerhandlung gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz, der mehrfachen Ãbertretung des BetÃ¤ubungsmittelgesetzes sowie der Widerhandlung gegen das ANAG fÃ¼r schuldig befunden und mit einer unbedingten GefÃ¤ngnisstrafe von 18 Monaten bestraft. Dieses Urteil wurde rechtskrÃ¤ftig. Das Obergericht befand am 30. November 2001 auf Be­rufung gegen das Urteil aus dem Jahr 1998 hin, dass wegen der zwischenzeitlich ergan­genen rechtskrÃ¤ftigen Verurteilung die zweite Strafe als Zusatzstrafe zur bereits rechtskrÃ¤f­tigen Strafe auszufÃ¤llen sei, und setzte diese mit sieben Monaten GefÃ¤ngnis, welche unbe­dingt zu vollziehen waren, sowie einer Landesverweisung fÃ¼r die Dauer von fÃ¼nf Jahren fest. Letztere wurde unter Ansetzung einer Probezeit von vier Jahren bedingt ausgefÃ¤llt. Damit sind gegen den BeschwerdefÃ¼hrer insgesamt 25 Monate Freiheitsstrafe rechtskrÃ¤ftig ausgefÃ¤llt worden. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit VerfÃ¼gung vom 4. Juli 2002 wies die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit das Gesuch von A um VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung ab und setzte ihm eine Frist zum Verlassen des Kantonsgebiets bis zum 31. August 2002.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Am 18. Juni 2003 wies der Regierungsrat einen dagegen erhobenen Rekurs ab. Er erwog, dass sich A zwar auf einen Rechtsanspruch berufen kÃ¶nne. Die AbwÃ¤gung der Interessen spreche jedoch fÃ¼r eine Wegweisung, weil auf Grund des gewichtigen Verschuldens das Ã¶ffentliche Interesse stÃ¤rker ins Gewicht falle als die persÃ¶nlichen Interessen und dieje­nigen seiner FamilienangehÃ¶rigen an einem Verbleib in der Schweiz. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Durch seinen Rechtsvertreter reichte A am 9. September 2003 Beschwerde beim Verwal­tungsgericht ein. Er beantragte die Aufhebung des Beschlusses des Regierungsrats und die VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zu­lasten der Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit. Sodann stellte er das Gesuch um unent­geltliche ProzessfÃ¼hrung und die Einsetzung seines erbetenen Rechtsvertreters zum unent­geltlichen Beistand. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>WÃ¤hrend sich die beschwerdebeklagte Direktion nicht vernehmen liess, beantragte die Staatskanzlei namens des Regierungsrats am 2. Oktober 2003, das Gericht mÃ¶ge die Beschwerde abweisen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Auf dem Gebiet der Fremdenpolizei ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht nur zulÃ¤ssig, wenn durch eine Anordnung einer VerwaltungsbehÃ¶rde eine Bewilligung ver­weigert wird, auf welche die betroffene Person grundsÃ¤tzlich einen Rechtsanspruch aus Bundes- oder VÃ¶lkerrecht hat (§ 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 des Verwal­tungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG] sowie Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943; BGE 128 II 145 E. 1.1.1). </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist mit einer Schweizerin verheiratet. GemÃ¤ss Art. 7 Abs. 1 ANAG hat er dadurch einen Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung seiner Aufent­haltsbewilligung. Weil davon ausgegangen werden kann, dass seine eheliche Beziehung intakt ist, kann ein Rechtsanspruch auf Aufenthalt grundsÃ¤tzlich auch aus der Garantie des Schutzes des Familienlebens im Sinne von Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschen­rechtskonvention (EMRK) sowie â in der Auswirkung deckungsgleich â Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 abgeleitet werden. Dies fÃ¼hrt dazu, dass das Gericht auf die Beschwerde einzutreten hat. Ob sich die mÃ¶glichen RechtsansprÃ¼che auf Grund der konkreten UmstÃ¤nde verwirklichen lassen, ist Gegenstand der nachfolgenden materiellen PrÃ¼fung (BGE 128 II 145 E. 1.1.5).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Nach Art. 7 Abs. 1 Satz 3 ANAG erlischt der Anspruch auf Erteilung oder VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn ein Ausweisungsgrund vorliegt. GemÃ¤ss Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG ist dies unter anderem der Fall, wenn die auslÃ¤ndische Person wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde. In diesem Fall ist auf Grund der AbwÃ¤gung aller UmstÃ¤nde zu prÃ¼fen, ob die Ausweisung verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint (Art. 11 Abs. 3 ANAG). Namentlich ist dabei auf die Schwere des Verschuldens der betroffenen Person, auf die Dauer ihrer Anwesenheit in der Schweiz und auf die sie und ihre Familie treffenden Nachteile abzustellen (Art. 16 Abs. 3 der Vollziehungs­verordnung vom 1. MÃ¤rz 1949 zum ANAG). Ein Eingriff in das Rechtsgut des Familien­lebens im Sinne von Art. 8 Abs. 1 EMRK erfordert, dass dieser auf einer gesetzlichen Grundlage beruht und in einer demokratischen Gesellschaft fÃ¼r die Ã¶ffentliche Sicherheit, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur VerhÃ¼tung von Straftaten oder zum Schutz der Gesundheit sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist (Abs. 2). Geht es wie vorliegend um die NichtverlÃ¤ngerung einer Aufenthaltsbewilligung, darf die BehÃ¶rde die privaten Interessen an einem Verbleib weniger stark gewichten als im Fall einer Auswei­sung, weil im letzteren Fall der betroffenen Person das Betreten der Schweiz vollstÃ¤ndig untersagt ist (BGE 122 II 385 E. 3a</span><span>).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Nach der Praxis des Bundesgerichts liegt die Grenze, von der an in der Regel keine Bewilligungen mehr erteilt werden mÃ¼ssen, bei zwei Jahren Freiheitsstrafe, wenn der mit einem schweizerischen Partner verheiratete auslÃ¤ndische Ehepartner um eine erstmalige Bewilligung ersucht oder nach bloss kurzer, ordnungsgemÃ¤sser Aufenthaltsdauer die Er­neuerung der Aufenthaltsbewilligung beantragt. Dies gilt selbst dann, wenn dem Ehe­partner die Ausreise nicht oder nur schwer zumutbar erscheint und damit ein dauerndes Zusammenleben der Ehegatten faktisch verhindert wird. Zwar handelt es sich nicht um eine feste Grenze. Wird dieses Strafmass erreicht oder Ã¼berschritten, darf jedoch von einem Ã¼berwiegenden Ã¶ffentlichen Fernhalteinteresse ausgegangen werden, was bedeutet, dass nur bei ausserordentlichen privaten Interessen von der durch das Verschulden ange­legten Rechtsfolge abgewichen werden muss (BGr, 22. Oktober 2001, 2A.296/2001 E. 3a/aa). Die Rechtsprechung zu Art. 8 Abs. 1 und 2 EMRK stellt bei der Interessen­abwÃ¤gung auf die Schwere des begangenen Delikts, auf den seit der Tat vergangenen Zeitraum, auf das Verhalten der auslÃ¤ndischen Person in dieser Zeit, auf die Staatsan­gehÃ¶rigkeit der betroffenen Person sowie auf die familiÃ¤re Situation ab. Bei letzterer sind zu berÃ¼cksichtigen die Dauer der ehelichen Beziehung, das Alter allfÃ¤lliger Kinder, der Umstand, ob die Eheleute damit rechnen mussten, aufgrund der ihnen bekannten Verur­teilung ihre Ehe nicht in der Schweiz leben zu kÃ¶nnen, sowie die Nachteile, welche dem Ehepartner erwachsen wÃ¼rden, sollte er dem Betroffenen in dessen Heimat nachziehen mÃ¼ssen. Allein die Tatsache, dass der Nachzug mit gewissen Schwierigkeiten verbunden ist, schliesst eine Ausweisung beziehungsweise Nichterneuerung der Aufenthalts­bewilligung nicht aus (Entscheid des EuropÃ¤ischen Gerichtshofs fÃ¼r Menschenrechte EGMR, 2. August 2001, Boultif, 54273/00, § 48; BGr, 22. Oktober 2001, 2A.296/2001 E. 3a/bb). </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Der Regierungsrat beurteilte das Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers auf Grund der gegen ihn ausgefÃ¤llten Freiheitsstrafe von 25 Monaten als schwer. Mit dem Drogenhandel habe er bereits kurze Zeit nach seiner Einreise in die Schweiz begonnen. Um die gravieren­den gesundheitlichen Folgen des Drogenkonsums habe er gewusst, sei doch seine Ehefrau drogenabhÃ¤ngig gewesen. Diese habe ihn noch darauf hingewiesen, dass sie sein Verhalten missbillige, insbesondere auch wegen des gemeinsamen kleinen Sohnes. Seit seiner Ein­reise im Jahr 2000 bis zum Strafvollzug sei er nicht erwerbstÃ¤tig gewesen; die Familie habe von der Ã¶ffentlichen FÃ¼rsorge gelebt. Auch nach seiner Entlassung aus dem Vollzug am 16. Januar 2002 habe er wirtschaftlich nicht Fuss gefasst. In seinem Heimatland lebten seine Eltern und mehrere Verwandte, zu denen der BeschwerdefÃ¼hrer die Kontakte nicht abgebrochen habe. Er habe nach seiner Ausbildung zum Mechaniker und Wirtschafts­stu­dien an der UniversitÃ¤t der Stadt X im Heimatland und teilweise in einem anderen europÃ¤­ischen Land als HÃ¤ndler von Autoersatzteilen, Mechaniker, Kellner und VerkÃ¤ufer gearbeitet. Eine RÃ¼ckkehr sei zumutbar. Dies gelte auch fÃ¼r die Ehefrau und den dreijÃ¤h­rigen gemeinsamen Sohn. Die Ehefrau habe schon im Heimatland des Ehemannes gelebt, sie verstehe die dortige Sprache und spreche Deutsch und die Sprache des Landes L. Mit ihrer Ausbildung als KindergÃ¤rtnerin sei ihr auch eine ErwerbstÃ¤tigkeit im Heimatland des Ehemannes mÃ¶glich. Sie sehe zwar keine ZukunftsmÃ¶glichkeit, schliesse aber einen Nachzug in die Heimat ihres Ehemannes nicht aus. Der Sohn sei auf Grund seines Alters anpassungsfÃ¤hig.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Zwischen der im Zeitpunkt des Rekursentscheids zwÃ¶lfjÃ¤hrigen Stieftochter G und dem BeschwerdefÃ¼hrer, ihrem Stiefvater, habe sich eine familiÃ¤re Beziehung entwickelt. Die Stieftochter habe seit 1999 mehrere Jahre in Kinderheimen verbracht, nachdem ihre Mutter ins Ausland und ins Heimatland des Ehemannes weggereist gewesen sei. Erst im Sommer 2003 sei die Tochter in die Familie ihrer Mutter zurÃ¼ckgekehrt, wobei offen sei, ob die RÃ¼ckkehr endgÃ¼ltig erfolge oder als Versuch gedacht sei. Der Heimleiter habe in Zweifel gezogen, dass ihre Mutter in der Lage sei, sie kÃ¼nftig zu betreuen. Auch wenn sie in der Schule FÃ¶rdermassnahmen benÃ¶tige, sei sie normal begabt und wÃ¤re auf Grund ihres Alters in der Lage, sich im Rahmen der Familie in einer neuen Umgebung einzuleben. Eine unzumutbare HÃ¤rte wÃ¤re auch fÃ¼r sie mit einem Wegzug der ganzen Familie nicht gege­ben. Der 1985 geborene Stiefsohn des BeschwerdefÃ¼hrers sei volljÃ¤hrig, in der Schweiz selbstÃ¤ndig und nicht auf einen engen familiÃ¤ren Rahmen angewiesen. Der erforderliche Kontakt kÃ¶nne auch mit gegenseitigen Besuchen und TelefongesprÃ¤chen aufrecht erhalten werden. Sollte sich die Ehefrau entscheiden, in der Schweiz zu bleiben, wÃ¼rde sich fÃ¼r den gemeinsamen Sohn und die Tochter G eine nicht ungewohnte Lage, nÃ¤mlich das Familien­leben ohne einen anwesenden Vater bzw. Stiefvater, ergeben, mit dem ein Kontakt auf gelegentliche Besuche und TelefongesprÃ¤che beschrÃ¤nkt wÃ¤re. Diese nicht befriedigende, aber nicht unzumutbare Lage habe der BeschwerdefÃ¼hrer durch sein Verhalten in Kauf genommen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Die Beschwerde bemÃ¤ngelt einerseits die WÃ¼rdigung des Regierungsrats, wonach das Obergericht das Verschulden des BeschwerdefÃ¼hrers als schwer beurteilt habe, als tatsa­chenwidrig. Mit dem Strafmass von 18 Monaten im ersten Urteil sei der bedingte Strafvoll­zug als angemessen erachtet worden; bei der Zusatzstrafe von sieben Monaten GefÃ¤ngnis sei es um ein Umsetzen von nur fÃ¼nf Gramm reinen BetÃ¤ubungsmittels gegangen. Von einer grossen kriminellen Energie kÃ¶nne nicht gesprochen werden, vielmehr habe der Be­schwerdefÃ¼hrer gemÃ¤ss Urteil des Bezirksgerichts vom 2. Juli 2001 aus einer finanziell an­gespannten Situation heraus und wegen Eigenkonsums delinquiert. Hinzu komme, dass er sich nicht nur im Strafvollzug bewÃ¤hrt, sondern auch nach der Entlassung trotz schwieriger Lage auf dem Arbeitsmarkt eine Anstellung bei einer TemporÃ¤rfirma gefunden habe. Die konkreten UmstÃ¤nde liessen es nicht zu, von einer aktuellen GefÃ¤hrdung der Ã¶ffentlichen Ordnung zu sprechen.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Sodann sei die Beziehung des BeschwerdefÃ¼hrers zu seinem Sohn und der im gemeinsa­men Haushalt lebenden Stieftochter vom Regierungsrat ungenÃ¼gend gewÃ¼rdigt worden. Der dreijÃ¤hrige Sohn sei in seiner Entwicklung verspÃ¤tet und benÃ¶tige eine heilpÃ¤dago­gi­sche FrÃ¼herziehung. FÃ¼r die 12-jÃ¤hrige Stieftochter, welche in der schulischen Entwick­lung ebenfalls zurÃ¼ckgeblieben sei und FÃ¶rderunterricht benÃ¶tige, sei der Beschwerde­fÃ¼hrer zu einer wichtigen Bezugsperson geworden. Beide Kinder seien auf seine Unter­stÃ¼tzung angewiesen. Auf Grund ihrer besonderen Betreuungs- beziehungsweise FÃ¶rde­rungsbedÃ¼rfnisse wÃ¤re ein Umzug ins Heimatland des Vaters unzumutbar. WÃ¼rden sie allein mit ihrer Mutter in der Schweiz verbleiben, wÃ¤re ihre Betreuung und kÃ¼nftige Ent­wicklung gefÃ¤hrdet.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Das Verwaltungsgericht Ã¼berprÃ¼ft die angefochtene Anordnung des Regierungsrats als obere kantonale VerwaltungsbehÃ¶rde auf ihre RechtmÃ¤ssigkeit. Als Rechtsverletzung gelten unter anderem der Missbrauch oder die Ãberschreitung des der VerwaltungsbehÃ¶rde zustehenden Ermessens (§ 50 Abs. 2 lit. c VRG). Daraus ergibt sich, dass das Gericht nicht aus OpportunitÃ¤tsÃ¼berlegungen einen eigenen Ermessensentscheid fÃ¤llen kann, wenn sich das Ermessen der Vorinstanz im gesetzlichen Rahmen bewegt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Beim Verschulden als Ausgangspunkt der InteressenabwÃ¤gung ist das Verwaltungs­gericht an die WÃ¼rdigung des Strafrichters gebunden. Sind mehrere Verurteilungen ergan­gen, ist eine GesamtwÃ¼rdigung des Verschuldens vorzunehmen, soweit sich eine solche nicht aus dem jÃ¼ngsten Strafurteil ergibt. Bei der BerÃ¼cksichtigung der UmstÃ¤nde ist â im Sinn der erwÃ¤hnten Rechtsprechung â das Augenmerk auf den Gesichtspunkt der GefÃ¤hr­dung der Ã¶ffentlichen Ordnung und Sicherheit zu richten, was bedeutet, dass aus dem Ver­schulden der verurteilten Person eine Aussage zur aktuellen GefÃ¤hrdung und zur RÃ¼ck­fallgefahr gefordert ist. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.2.1 </span></b><span>Im rechtskrÃ¤ftigen Urteil des Bezirksgerichts ZÃ¼rich vom 2. Juli 2001 erkannte das Gericht die Aussagen des BeschwerdefÃ¼hrers zur Widerhandlung gegen die Einreisesperre als unglaubhaft. Das Verschulden in diesem Punkt sei als eher leicht zu werten. Im Haupt­vorwurf â Widerhandlung gegen das BetÃ¤ubungsmittelgesetz â sei es nicht mehr als leicht zu werten, allerdings an der "unteren Stufe" anzusiedeln. Die Strafe lautete auf 18 Monate GefÃ¤ngnis. Mit Bezug auf den bedingten Vollzug fand das Gericht, das Erfordernis, wonach Vorleben und Charakter des Angeklagten erwarten liessen, dass dieser sich durch die AusfÃ¤llung einer blossen Warnstrafe von der Begehung weiterer Delikte abhalten liesse, lasse sich nicht mehr bejahen. Trotz Verhaftung und Untersuchungshaft sowie darauf folgender Ausschaffung im Jahr 1998 habe er sich nicht beeindrucken lassen. Die gÃ¼nstige Prognose sei zu verneinen. Bei der Frage, ob eine (erneute) Landesverweisung auszusprechen und wie deren Vollzug zu regeln sei, befand das Gericht, dass trotz Bedenken betreffend der Resozialisierungschancen in der Schweiz durch den unbedingten Strafvollzug eine ausreichende Warnung ausgefÃ¤llt sei. Im Hinblick auf die familiÃ¤ren Bindungen des Verurteilten zur Schweiz wurde von der Nebenstrafe abgesehen. </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.2.2 </span></b><span>Das Obergericht als Berufungsinstanz befand, entgegen der WÃ¼rdigung durch das Bezirksgericht im Urteil vom 24. August 1998 wÃ¶gen die mehrfachen Vergehen gegen das AuslÃ¤ndergesetz nicht eher noch leicht. Vielmehr habe der BeschwerdefÃ¼hrer auch in diesem Bereich eine gewisse kriminelle Energie bewiesen. Die BetÃ¤ubungsmitteldelikte seien als verwerflich zu qualifizieren. Dass er diese mehrheitlich unter Kokaineinfluss begangen habe, sei unglaubhaft. Trotz stÃ¤rkerer Gewichtung des Verschuldens als durch die Vor­instanz sei indessen das Strafmass auf sieben Monate GefÃ¤ngnis zu reduzieren, weil nur eine Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts vom 2. Juli 2001 zulÃ¤ssig sei. Ein bedingter Vollzug der Zusatzstrafe von sieben Monaten GefÃ¤ngnis stand angesichts einer bereits bestehenden Strafe von 18 Monaten nicht zur Diskussion. Die Landesverweisung wurde auf fÃ¼nf Jahre festgesetzt, deren Vollzug auf BewÃ¤hrung fÃ¼r die Dauer von vier Jahren ausgesetzt. Der bedingte Vollzug der Nebenstrafe wurde mit dem nun unbedingten Vollzug der Hauptstrafe begrÃ¼ndet, womit fÃ¼r den Verurteilten eine deutliche Warnung und BewÃ¤hrungsmÃ¶glichkeit gegeben sei.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.2.3 </span></b><span>Die WÃ¼rdigung der gesamten Verschuldenslage ergibt somit, dass entgegen den AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeschrift keinesfalls von einem leichten Verschulden auszugehen ist. Die Strafreduktion durch das Obergericht erfolgte aus einem prozessualen Gebot heraus und nicht, weil das Gericht von einem geringeren Verschulden ausgegangen war. Im Hinblick auf die erwiesene Unempfindlichkeit des BeschwerdefÃ¼hrers gegenÃ¼ber behÃ¶rdlichen Anordnungen und sein hartnÃ¤ckiges Vorgehen, welches sich unter anderem darin zeigt, dass er wÃ¤hrend des ganzen ersten Strafverfahrens seine richtige IdentitÃ¤t nie bekannt gab, ist im Gegenteil von einer kÃ¼nftigen mÃ¶glichen Gefahr fÃ¼r die PolizeigÃ¼ter der Ã¶ffentlichen Ordnung und Sicherheit auszugehen. Das Verschulden als leicht anzu­nehmen, verbietet sich auch aus folgendem Umstand: GemÃ¤ss einem Rapport der Kantons­polizei ZÃ¼rich vom 29. Januar 2001 ist der BeschwerdefÃ¼hrer in Deutschland wegen rÃ¤uberischen Diebstahls und Bandendiebstahls verurteilt worden und wird zur Ableistung einer Freiheitsstrafe von 435 Tagen gesucht. Die nÃ¤heren UmstÃ¤nde sind dabei nicht be­kannt. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer mit grosser HartnÃ¤ckigkeit seine Absichten durchzu­set­zen scheint, ergibt sich auch aus seiner Befragung durch die Kantonspolizei vom 24. Juni 2002. Auf die Frage, was er zu tun gedenke, falls er ausreisen mÃ¼sste, antwortete der BeschwerdefÃ¼hrer, dass er auf keinen Fall ausreisen wolle. Auf die Zusatzfrage, ob er in seine Heimat oder in ein Drittland ausreisen wÃ¼rde, gab er zur Antwort, dass eine Ausreise nicht in Frage komme und er sich mit allen KrÃ¤ften dagegen wehren wÃ¼rde.</span></p> <p class="Erwgung3"><span>Zusammengefasst ist von einem erheblichen Verschulden auszugehen, welches sich in einer Freiheitsstrafe niederschlÃ¤gt, die Ã¼ber dem Grenzwert von zwei Jahren liegt. Zu­sÃ¤tzlich lassen die UmstÃ¤nde die Prognose einer mehr als nur theoretisch bestehenden RÃ¼ckfallgefahr zu. Es bedarf somit ausserordentlicher UmstÃ¤nde, damit die entsprechende Rechtsfolge der Wegweisung als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig erschiene.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>In der Dauer des Aufenthalts des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz und der daraus zu beurteilenden Verankerung mit den schweizerischen VerhÃ¤ltnissen sind solche UmstÃ¤nde nicht zu erkennen. Nach einer polizeilichen Ausschaffung im Jahr 1998 reiste er am 4. Ja­nuar 2000 trotz bestehender Einreisesperre wieder in die Schweiz, um kurz darauf wieder im Drogenhandel aktiv zu werden. Vom 17. Januar 2001 bis 16. Januar 2002 befand er sich in Untersuchungs- und Vollzugshaft. Die Probezeit nach der vorzeitigen Entlassung lief erst im Januar 2004 ab. Auch wenn er sich in jÃ¼ngster Zeit um eine Arbeitsstelle bemÃ¼ht hat und Anzeichen fÃ¼r erste Erfolge vorhanden sein sollten, kann in keiner Weise von einer besonderen Verwurzelung gesprochen werden. Ein positives Verhalten im Strafvollzug vermÃ¶chte diese Gesamtbeurteilung nicht zu Ã¤ndern. Die RÃ¼ckkehr in seine Heimat oder ins Land L ist ihm zumutbar, war er doch schon in beiden LÃ¤ndern berufstÃ¤tig, spricht beide Sprachen und verfÃ¼gt er Ã¼ber eine abgeschlossene Berufsausbildung und im Heimatland es Gatten Ã¼ber einen Verwandtenkreis.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span>Die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers ist in der Schweiz und im Land L verankert und hielt sich mit dem BeschwerdefÃ¼hrer lÃ¤ngere Zeit in dessen Heimat auf. Sie versteht die Landessprache und hat Kontakte mit ihren dort lebenden Schwiegereltern und Verwandten ihres Gatten. Sie sieht im Heimatland des Gatten keine Zukunft fÃ¼r die Familie, schliesst es aber nicht aus, ihrem Ehemann dorthin zu folgen. Zwar wÃ¤re fÃ¼r sie die Wegreise mit wirt­schaft­lichen HÃ¤rten verbunden. Eine wirtschaftliche Schlechterstellung bedeutet indessen keine Unzumutbarkeit im Sinne der Rechtsprechung. Die Unzumutbarkeit wÃ¤re allenfalls bei der Versetzung in ein vÃ¶llig fremdes Sprach- und Kulturumfeld nÃ¤her zu prÃ¼fen, ins­besondere wenn sie verbunden wÃ¤re mit einer zu westlichen Gepflogenheiten im Gegen­satz stehen­den Rolle der Frau in der Gesellschaft und dem Ã¶ffentlichen Leben (vgl. Ent­scheid des EGMR i. S. Boultif). Dies ist fÃ¼r die Ehefrau des BeschwerdefÃ¼hrers mit Bezug auf dessen Heimatland nicht der Fall.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.5 </span></b><span>Beim am 8. MÃ¤rz 2000 geborenen gemeinsamen Sohn D stellte der Kinderarzt im Alter von drei Jahren einen RÃ¼ckstand in der allgemeinen Entwicklung fest und leitete eine heilpÃ¤dagogische FrÃ¼hfÃ¶rderung ein. Wie weit der Umstand, dass der Sohn seinen Vater wÃ¤hrend eines Jahres nur im Strafvollzug besuchen konnte, dafÃ¼r ursÃ¤chlich ist, ist nicht geklÃ¤rt. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat â beim zweiten Mal â seine deliktische TÃ¤tigkeit in einem Zeitraum aufgenommen, als er wusste, dass ihm als zukÃ¼nftigem Vater eine erhÃ¶hte Verantwortung fÃ¼r seine Familie zukommen wÃ¼rde. Trotz Warnungen seiner Ehefrau liess er davon nicht ab und riskierte damit, dass er seine Zukunft ausserhalb der Schweiz â und damit allenfalls getrennt von seiner Familie â wÃ¼rde verbringen mÃ¼ssen. Er nahm es in Kauf, dass sein Sohn mÃ¶glicherweise ohne seine Anwesenheit aufwachsen wÃ¼rde. Der in Art. 8 Abs. 1 EMRK garantierte Schutz des Familienlebens beinhaltet nicht ein absolutes Aufenthaltsrecht, solange der behÃ¶rdliche Entscheid das Familienleben nicht verhindert. Der BeschwerdefÃ¼hrer behauptet nicht, eine allfÃ¤llige fachgerechte FÃ¶rderung seines Soh­nes wÃ¤re nicht auch im Ausland mÃ¶glich. Auf Grund seines Alters wÃ¤re er fÃ¤hig, sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden. Der therapierende Arzt hat festgestellt, dass der DreieinhalbjÃ¤hrige dreisprachig aufwachse.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die im 13. Altersjahr stehende Stieftochter des BeschwerdefÃ¼hrers lebt erst seit rund einem halben Jahr in der Familiengemeinschaft. Auch wenn sich der BeschwerdefÃ¼hrer seither um sie wie eine eigene Tochter kÃ¼mmert, kann nicht gesagt werden, ihre zukÃ¼nftige Ent­wicklung sei von seiner Anwesenheit abhÃ¤ngig, zumal Ã¼ber ihre Beziehung zu ihrem leib­lichen Vater nichts bekannt ist. Im Ãbrigen steht nicht fest, ob die RÃ¼ckkehr in die Familie nach einer mehrjÃ¤hrigen Betreuung durch Drittpersonen endgÃ¼ltig ist oder nicht. Ein Weg­zug ins Ausland im Rahmen der Familie wÃ¤re auch fÃ¼r die Stieftochter trotz anfÃ¤nglichen Erschwernissen nicht unzumutbar. WÃ¼rde sie aber zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Stiefbruder in der Schweiz verbleiben, wÃ¤re ihre Situation jedenfalls nicht schwieriger als frÃ¼her, als sie wÃ¤hrend Jahren ganz ohne Familie aufwuchs. Es kann im Ãbrigen auf die zutreffenden AusfÃ¼hrungen des Regierungsrats verwiesen werden (§ 28 Abs. 1 in Verbin­dung mit § 70 VRG). FÃ¼r beide Kinder ist ein Wegzug im Rahmen der Familie zumutbar, wie umgekehrt zahlreiche in die Schweiz einreisende Familien mit Kindern aus fremden Kulturkreisen beweisen. Gleiches gilt bei einem Verbleib in der Schweiz, wo sie das Schicksal von ungezÃ¤hlten Familien mit nur einem Elternteil teilen wÃ¼rden.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die AbwÃ¤gung ergibt, dass eine Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers weder fÃ¼r die Ehefrau noch fÃ¼r die Kinder mit unzumutbaren HÃ¤rten verbunden ist, womit das durch das Verschulden und die gerichtliche Bestrafung zum Ausdruck kommende Ã¶ffentliche In­teresse Ã¼berwiegt. Die Anordnung des Regierungsrats erweist sich somit als gesetzmÃ¤ssig, was zur Abweisung der Beschwerde fÃ¼hrt.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.1 </span></b><span>Dem Verfahrensausgang entsprechend wird der BeschwerdefÃ¼hrer kostenpflichtig (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG) und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Unter Verweis auf die Feststellungen des Regierungsrats zur unentgeltlichen Rechtspflege gilt auch fÃ¼r das Beschwerdeverfahren, dass die Aussichtslosigkeit nicht zum Vornherein feststand. Das Strafmass bewegte sich in einem Grenzbereich und die Ã¼brigen Sachverhaltselemente fÃ¼r die AbwÃ¤gung liessen einen abweisenden Entscheid nicht zum Vornherein klar erscheinen. Weil sich offensichtlich auch seine VermÃ¶gensverhÃ¤ltnisse seit dem Entscheid der Vorinstanz nicht verbessert haben, ist dem BeschwerdefÃ¼hrer antragsgemÃ¤ss auch fÃ¼r das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu bewilligen und ist sein erbetener Rechtsvertreter zum unentgeltlichen Beistand zu ernennen (§ 16 Abs. 1 und 2 VRG). Mangels nÃ¤herer Angaben ist die EntschÃ¤digung nach Ermessen des Gerichts festzusetzen (§ 13 Abs. 2 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung bewilligt und in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Rechtsanwalt B wird als unentgeltlicher Rechtsbeistand von der Gerichtskasse mit Fr. 1'500.- (Barauslagen und Mehrwertsteuer inbegriffen) entschÃ¤digt;</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt, aber zufolge der GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert <a id="Dropdown5">30</a> Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>6. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>