<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2018.00730</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=219004&amp;W10_KEY=13013494&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2018.00730</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 13.02.2019</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>(Wieder)Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an vorläufig Aufgenommenen. [Die Aufenthaltsbewilligung des seit vielen Jahren in der Schweiz lebenden Beschwerdeführers wurde wegen Sozialhilfeabhängigkeit und Schuldenwirtschaft nicht mehr verlängert, nachdem sich dieser von seiner Schweizer Ehefrau getrennt hatte. In der Folge wurde die vorläufige Aufnahme des Beschwerdeführers angeordnet, da ein Wegweisungsvollzug in dessen Heimatland Syrien aufgrund des dortigen Bürgerkriegs als unzumutbar erachtet wurde. Nachdem die Eheleute wieder zusammengezogen sind und ein gemeinsames (sechstes) Kind zeugten, ersuchte der Beschwerdeführer erneut um die (Wieder-)Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung.] Nichteintreten auf die Beschwerde der ebenfalls als Partei auftretenden Familienmitglieder mangels Teilnahme am vorinstanzlichen Verfahren. Verfahrensgegenstand bildet allein die (Wieder-)Erteilung der Aufenthaltsbewilligung, nicht aber die vorausgegangene und in Rechtskraft erwachsene Nichtverlängerung derselben (E. 2.1). Die Verhältnisse haben sich seit der rechtskräftigen Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung wesentlich verändert, weshalb insbesondere die Verhältnismässigkeit einer Bewilligungsverweigerung aufgrund der Wiederaufnahme des ehelichen Zusammenlebens und der Geburt des sechsten Kindes neu zu prüfen ist (E. 2.2 und 2.3). Das Recht auf Privat- und Familienleben begründet keinen generellen Bewilligungsanspruch und kann auch durch die vorläufige Aufnahme des betroffenen Ausländers gewährleistet sein, sofern die konventions- und verfassungsmässig geschützten Beziehungen hierdurch nicht ernstlich beeinträchtigt werden (E. 3.1.1). Zwar sind bei aufenthaltsbeendenden Massnahmen wie dem Bewilligungswiderruf oder der Nichtverlängerung einer Bewilligung die im Heimatland anzutreffenden Lebensumstände bereits durch die kantonalen Migrationsbehörden im Rahmen einer Verhältnismässigkeitsprüfung miteinzubeziehen und darf die diesbezügliche Interessenabwägung nicht einfach in das Vollzugsverfahren der Wegweisung verschoben werden. Ein entsprechender Miteinbezug von Vollzugshindernissen ist jedoch bei der Prüfung der Bewilligungserteilung an hier bereits vorläufig aufgenommene Personen entbehrlich, droht diesen doch bei einer Bewilligungsverweigerung noch kein Wegweisungsvollzug (E. 3.1.7). Der Beschwerdeführer hat die dauerhafte und erhebliche Sozialhilfeabhängigkeit von seiner Familie massgeblich (mit)verschuldet und mutwillig Schulden angehäuft. Da er bereits vorläufig aufgenommen wurde, kann er seine familiären und ausserfamiliären Beziehungen in der Schweiz weiterhin pflegen. Aufgrund der gesetzten Widerrufsgründe und der durch die vorläufige Aufnahme bereits hinreichend gewährleisteten persönlichen Interessen überwiegt das öffentliche Interesse an einer Bewilligungsverweigerung (E. 3.2). Ausgangsgemässe Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen sowie Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege zufolge offensichtlicher Aussichtslosigkeit (E. 4). Rechtsmittelbelehrung (E. 5). Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten wird. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ASYLFÃRSORGE">ASYLFÃRSORGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHWERDEGEGENSTAND">BESCHWERDEGEGENSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BESCHWERDELEGITIMATION">BESCHWERDELEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRIVATLEBEN">PRIVATLEBEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSKRÃFTIGE WEGWEISUNG">RECHTSKRÃFTIGE WEGWEISUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULDENWIRTSCHAFT">SCHULDENWIRTSCHAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT">SOZIALHILFEABHÃNGIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STREITGEGENSTAND">STREITGEGENSTAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SYRIEN">SYRIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMGEKEHRTER FAMILIENNACHZUG">UMGEKEHRTER FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNGSEINHEIT">UNTERSTÃTZUNGSEINHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERÃNDERTE VERHÃLTNISSE">VERÃNDERTE VERHÃLTNISSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLZUG">VOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VOLLZUGSHINDERNISSE">VOLLZUGSHINDERNISSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORLÃUFIG AUFGENOMMENER">VORLÃUFIG AUFGENOMMENER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORLÃUFIGE AUFNAHME">VORLÃUFIGE AUFNAHME</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WEGWEISUNGSVOLLZUG">WEGWEISUNGSVOLLZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERTEILUNG DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">WIEDERERTEILUNG DER AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNG">WIEDERERWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNGSGESUCH">WIEDERERWÃGUNGSGESUCH</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">AfV</span><br/><span class="gerade">Art. 41 Abs. I AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 51 Abs. I lit. b AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 58a AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 63 AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 63 Abs. I lit. b AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 63 Abs. I lit. c AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 63 Abs. ii AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 Abs. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 Abs. I EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 Abs. II EMRK</span><br/><span class="gerade">KRK</span><br/><span class="ungerade">§ 16 VRG</span><br/><span class="gerade">Art. 77a Abs. I VZAE</span><br/><span class="ungerade">Art. 80 VZAE</span><br/><span class="gerade">Art. 159 ZGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 276 ZGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=41547" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2018.00730</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">13. Februar 2019</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, Verwaltungsrichter Reto HÃ¤ggi Furrer, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Felix Blocher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span>In Sachen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B,</span></p> <p class="MsoNormal"><span>3. C,</span></p> <p class="MsoNormal"><span>4. D,</span></p> <p class="MsoNormal"><span>5. E,</span></p> <p class="MsoNormal"><span>6. F,</span></p> <p class="MsoNormal"><span>7. G,</span></p> <p class="MsoNormal"><span>8. H,</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> Nrn. 3â8 vertreten durch Nrn. 1 und 2,</span></p> <p class="MsoNormal"><span> diese vertreten durch RA I, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Der 1973 geborene syrische StaatsangehÃ¶rige A reiste am 15. Oktober 1997 als Asylsuchender in die Schweiz ein und verblieb nach der rechtskrÃ¤ftigen Abweisung seines Asylgesuchs zunÃ¤chst illegal im Land. Nachdem er am 29. Oktober 1999 die 1967 geborene Schweizerin J geheiratet hatte, wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau erteilt. Am 11. Juni 2003 liessen sich die Eheleute scheiden, worauf A am 5. Dezember 2003 die 1982 geborene Schweizerin K (Name nach der Heirat: B) heiratete und ihm erneut eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner (zweiten) Ehefrau erteilt sowie bis zum 4. Dezember 2012 regelmÃ¤ssig verlÃ¤ngert wurde. Aus dieser Ehe gingen die Kinder C (geboren 2001), D (geboren 2003), E (geboren 2005), die Zwillinge F und G (beide geboren 2012) sowie H (geboren 2016) hervor, die allesamt Ã¼ber das Schweizer BÃ¼rgerrecht verfÃ¼gen. </p> <p class="Sachverhalt2">A und dessen Familie mussten ab dem 2. Halbjahr 2003 bzw. Dezember 2004 mit insgesamt rund 1<span> </span>½ Million Franken von der Sozialhilfe unterstÃ¼tzt werden. Am 16. Juni 2008 wurde A wegen seiner SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit und derjenigen seiner Familie verwarnt. Zudem liegen zahlreiche offene Betreibungen und Verlustscheinforderungen gegen A vor. Ein am 14. MÃ¤rz 2017 Ã¼ber ihn erÃ¶ffneter Konkurs wurde gemÃ¤ss Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB, www.shab.ch) inzwischen mangels Aktiven eingestellt. Weiter delinquierte A zahlreiche Male, wobei es sich um strassenverkehrsrechtliche Ãbertretungen handelte. Ende April 2014 hoben die Ehegatten den gemeinsamen Haushalt auf. Aufgrund der hernach getrennt gefÃ¼hrten Sozialhilfebudgets konnte sich A von der Sozialhilfe lÃ¶sen, wÃ¤hrend seine Familie weiterhin sozialhilfeabhÃ¤ngig blieb.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Aufgrund der erfolgten Trennung, der fortwÃ¤hrenden SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit der Familie und der Schuldenwirtschaft von A verweigerte das Migrationsamt am 3. Juni 2015 eine weitere VerlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung und wies ihn aus der Schweiz weg. Nachdem diese VerfÃ¼gung unangefochten in Rechtskraft erwachsen war, ordnete das Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM) am 18. September 2015 auf entsprechenden Antrag des Migrationsamts die vorlÃ¤ufige Aufnahme von A an, da ein Wegweisungsvollzug nach Syrien aufgrund des dortigen BÃ¼rgerkriegs zurzeit unzumutbar sei.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Am 25. November 2015 ersuchte A um die Wiedererteilung einer Aufenthaltsbewilligung, zumal er und seine Ehefrau wieder zusammengefunden hÃ¤tten. Das Migrationsamt trat hierauf am 15. Dezember 2015 zunÃ¤chst nicht ein, da keine wesentliche VerÃ¤nderung der Sach- oder Rechtslage vorliegen wÃ¼rde. Nachdem die Sicherheitsdirektion den dagegen erhobenen Rekurs am 7. Dezember 2016 teilweise gutgeheissen und die Sache zur materiellen Beurteilung an das Migrationsamt zurÃ¼ckgewiesen hatte, verweigerte das Migrationsamt am 13. November 2017 die (Wieder-)Er­teilung einer Aufenthaltsbewilligung.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Erwgung2">Den hiergegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion am 8. Oktober 2018 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 9. November 2018 liessen A "und Familie" dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei der vorinstanzliche Rekursentscheid aufzuheben und A eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen bzw. diese sei zu verlÃ¤ngern. Weiter ersuchten sie um die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und die Bestellung seines Rechtsvertreters als unentgeltlichen Rechtsbeistand. Ãberdies ersuchten sie um die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung. </p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 20. November 2018 liess der BeschwerdefÃ¼hrer zur Dokumentierung seiner Rolle als Familienvater ein Schreiben der BeistÃ¤ndin seiner sechs Kinder vom 14. November 2018 einreichen.</p> <p class="Erwgung2">WÃ¤hrend sich das Migrationsamt zur Beschwerde und dem nachgereichten Schreiben nicht vernehmen liess, verzichtete die Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼berschreitung oder Ermessensunterschreitung und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden (§ 20 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Vor Verwaltungsgericht treten sowohl der BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1 (nachfolgend BeschwerdefÃ¼hrer) als auch dessen Ehefrau und die gemeinsamen Kinder (BeschwerdefÃ¼hrerende Nrn. 2â8) als Partei auf, weshalb das Rubrum dieses Entscheids entsprechend zu ergÃ¤nzen ist. Indes ist auf die Beschwerde der Ehefrau und der Kinder zufolge fehlender Teilnahme am vorinstanzlichen Verfahren nicht einzutreten (vgl. Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich 2014, § 21 N. 29). </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers wurde mit mi­grationsamtlicher VerfÃ¼gung vom 3. Juni 2015 verweigert. Da diese VerfÃ¼gung unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist, kann Gegenstand des vorliegenden Verfahrens allein die (Wieder-)Er­teilung, nicht aber die VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung sein.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Nach der rechtskrÃ¤ftigen Abweisung eines VerlÃ¤ngerungsgesuchs kann grundsÃ¤tzlich jederzeit ein neues Bewilligungsgesuch eingereicht werden. Wird dieses bewilligt, so lebt damit indessen nicht die frÃ¼here, rechtskrÃ¤ftig aufgehobene Bewilligung wieder auf, sondern es handelt sich um eine neue Bewilligung, die voraussetzt, dass im Zeitpunkt ihrer Erteilung die dannzumal geltenden Bewilligungsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind. Das Stellen eines neuen Gesuchs darf jedoch nicht dazu dienen, rechtskrÃ¤ftige Entscheide immer wieder infrage zu stellen. Die VerwaltungsbehÃ¶rde ist von Verfassungs wegen nur verpflichtet, auf ein neues Gesuch einzutreten, wenn die UmstÃ¤nde sich seit dem ersten Entscheid wesentlich geÃ¤ndert haben oder wenn der Gesuchsteller erhebliche Tatsachen und Beweismittel namhaft macht, die ihm im frÃ¼heren Verfahren nicht bekannt waren oder die schon damals geltend zu machen fÃ¼r ihn rechtlich oder tatsÃ¤chlich unmÃ¶glich war oder keine Veranlassung bestand (vgl. BGE 136 II 177 E. 2.1; VGr, 4. Juni 2014, VB.2014.00230, E. 4.1 [diesbezÃ¼glich bestÃ¤tigt in BGr, 9. Februar 2015, 2C_644/2014, E. 1.3]; </span>VGr, 25. Mai 2011, VB.2011.00140, E. 1.2<span>).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Laut Auskunft der Einwohnerkontrolle L ist der BeschwerdefÃ¼hrer seit dem 15. Juni 2015 wieder bei seiner Familie angemeldet. Eigenen Angaben zufolge lebt er seit Juli 2015 mit seiner Familie zusammen. Zudem gebar seine Ehefrau im April 2016 ihr sechstes Kind. GemÃ¤ss den zutreffenden ErwÃ¤gungen der Sicherheitsdirektion vom 7. Dezember 2016 haben sich die VerhÃ¤ltnisse seit der rechtskrÃ¤ftigen Bewilligungsverweigerung vom 3. Juni 2015 damit wesentlich verÃ¤ndert und ist insbesondere die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit einer Bewilligungsverweigerung nach der Wiederaufnahme des ehelichen Zusammenlebens und der Geburt des sechsten Kindes neu zu prÃ¼fen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.1 </b>AuslÃ¤ndische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern haben Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (Art. 42 Abs. 1 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 [AIG, vormals AuslÃ¤ndergesetz bzw. AuG]). Sofern die eheliche Beziehung tatsÃ¤chlich gelebt wird und intakt ist, besteht zudem ein Anwesenheitsrecht gestÃ¼tzt auf das Recht auf Familienleben gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV). Im Sinn eines umgekehrten Familiennachzugs fÃ¤llt auch die intakte und gelebte Beziehung zu hier lebenden minderjÃ¤hrigen Kindern mit gefestigten hiesigen Aufenthalt in den Schutzbereich des Rechts auf Familienleben. Ãberdies ist gemÃ¤ss jÃ¼ngster bundesgerichtlicher Rechtsprechung ab einer rechtmÃ¤ssigen Aufenthaltsdauer von zehn Jahren grundsÃ¤tzlich davon auszugehen, dass die sozialen Beziehungen in der Schweiz so eng geworden sind, dass es fÃ¼r eine Aufenthalts<i>beendigung </i>besonderer GrÃ¼nde bedarf, ansonsten aus dem in Art. 8 EMRK und Art. 13 BV ebenfalls geschÃ¼tzten Recht auf Privatleben ein (bedingter) Bewilligungsanspruch abzuleiten ist (BGr, 17. September 2018, 2C_441/2018, E. 1.3.1; BGr, 8. Mai 2018, 2C_105/2017, E. 3.8 f. [zur Publikation vorgesehen]; BGr, 20. Juli 2018, 2C_1035/2017, E. 5.1). Das Recht auf Privat- und Familienleben begrÃ¼ndet jedoch keinen generellen Bewilligungsanspruch und kann insbesondere auch durch die vorlÃ¤ufige Aufnahme des betroffenen AuslÃ¤nders gewÃ¤hrleistet sein, sofern die konventions- und verfassungsmÃ¤ssig geschÃ¼tzten Beziehungen hierdurch nicht ernstlich beeintrÃ¤chtigt werden (BGr, 2. Februar 2006, 2A.454/2005, E. 2.3.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.2 </b>Die genannten AufenthaltsansprÃ¼che bzw. Anwesenheitsrechte stehen unter dem Vorbehalt, dass keine WiderrufsgrÃ¼nde nach Art. 63 AIG in Verbindung mit Art. 51 Abs. 1 lit. b AIG vorliegen. Ein Widerrufsgrund liegt unter anderem bei dauerhafter und erheblicher SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit im Sinn von Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG oder bei mutwilliger NichterfÃ¼llung Ã¶ffentlich-rechtlicher oder privatrechtlicher Verpflichtungen im Sinn einer mutwilligen Schuldenwirtschaft vor. Letzteres ergab sich bis Ende 2018 aus Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG (damals noch AuG) in Verbindung mit Art. 80 VZAE. Per 1. Januar 2019 ist der Kriterienkatalog von Art. 80 VZAE in Art. 77a Abs. 1 VZAE Ã¼berfÃ¼hrt worden, ohne dass sich hieraus bezÃ¼glich des Widerrufsgrunds der mutwilligen Schuldenwirtschaft materielle Ãnderungen ergeben (vgl. dazu auch den erlÃ¤uternden Bericht des SEM vom 7. November 2017 zu den Ãnderungen des VZAE; vgl. ferner auch die neu ins AIG Ã¼berfÃ¼hrten Integrationskriterien nach Art. 58a AIG sowie die Botschaft zum AIG, BBl 2013, 2427 f. und die Zusatzbotschaft zum AIG, BBl 2016, 2836).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.3 </b>Das Vorliegen von WiderrufsgrÃ¼nden fÃ¼hrt nicht zwingend zur Bewilligungsverweigerung. Zu prÃ¼fen ist vielmehr, ob diese verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erscheint. Bei Vorliegen von WiderrufsgrÃ¼nden sind auch (verhÃ¤ltnismÃ¤ssige) Eingriffe in das Recht auf Familien- und Privatleben statthaft, stÃ¼tzt die Beurteilung aufenthaltsbeendender Massnahmen im Rahmen von Art. 8 Abs. 2 EMRK doch auf dieselben Kriterien ab, die auch bei der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit eines Bewilligungswiderrufs zu beurteilen sind (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.3; BGr, 1. Mai 2014, 2C_872/2013, E. 2.2.3). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.4 </b>Die zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden haben alle Um­stÃ¤nde des Einzelfalls zu berÃ¼cksichtigen. Unter Einbezug der Ã¶ffentlichen Inte­ressen, der persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse sowie des Grads der Integration der auslÃ¤ndischen Person ist eine sorgfÃ¤ltige InteressenabwÃ¤gung vor­zunehmen. Dabei gilt es, namentlich der Schwere des Ver­schul­dens, der Dauer der Anwesenheit sowie den dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteilen Rechnung zu tragen (vgl. Art. 96 Abs. 1 AIG; BGE 139 I 31 E. 2.3.1; BGr, 23. Juli 2012, 2C_1026/2011, E. 3; Silvia Hunziker in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 62 AuG N. 8). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.5 </b>FÃ¼r den Widerruf einer Bewilligung wegen dauerhafter und erheblicher SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit ist neben den bisherigen und den aktuellen VerhÃ¤ltnissen auch die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf lÃ¤ngere Sicht abzuwÃ¤gen. Ein Widerruf kommt in Betracht, wenn eine Person (oder eine durch diese zu unterstÃ¼tzende Person) hohe finanzielle UnterstÃ¼tzungsleistungen erhalten hat und nicht damit gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft fÃ¼r ihren Lebensunterhalt sorgen wird (BGr, 18. Februar 2013, 2C_958/2011, E. 2.3; BGr, 10. Juni 2010, 2C_74/2010, E. 3.4). PraxisgemÃ¤ss dauerhaft und erheblich ist ein Sozialhilfebezug von mehr als Fr. 80'000.- wÃ¤hrend mindestens zwei bis drei Jahren (vgl. Weisungen und ErlÃ¤uterungen AuslÃ¤nderbereich [Weisungen AIG] des Staatssekretariats fÃ¼r Migration [SEM], Bern Oktober 2013 [aktualisiert am 1. Januar 2019], Ziff. 8.3.2.4; vgl. auch BGE 123 II 529 E. 4 und BGr, 18. Februar 2013, 2C_958/2011, E. 2.3). Im Rahmen der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsabwÃ¤gung zu berÃ¼cksichtigen ist zudem, ob die auslÃ¤ndische Person ihre SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit oder die SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit der von ihr zu unterstÃ¼tzenden Personen verschuldet hat (vgl. Hunziker in: Caroni/GÃ¤chter/Thurnherr, Art. 63 AuG N. 21 sowie Art. 62 AuG N. 48 f. und 51; BGr, 20. Juni 2013, 2C_1228/2012, E. 2.2).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.6 </b>Beim Widerrufsgrund der mutwilligen Schuldenwirtschaft ist praxisgemÃ¤ss eine Wegweisung ab Betreibungen und Verlustscheinen in HÃ¶he von etwa Fr. 80'000.- in Betracht zu ziehen (vgl. VGr, 12. November 2014, VB.2014.00531, E. 4.1.3 mit Hinweisen; vgl. auch BGr, 21. Juli 2014, 2C_997/2013, E. 2.2). Neben dem Umfang und der Dauer der Schuldenwirtschaft ist wiederum zu prÃ¼fen, inwieweit die Schulden in vorwerfbarer bzw. mutwilliger Weise geÃ¤ufnet und zumutbare Anstrengungen zur Schuldentilgung unterlassen wurden (vgl. zum Ganzen BGr, 21. Juli 2014, 2C_997/2013, E. 2.2 f.; BGr, 6. Oktober 2010, 2C_273/2010, E. 3.4)</p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.7 </b>GemÃ¤ss bundesgerichtlicher Praxis sind Ã¼berdies auch die im Heimatland anzutreffenden LebensumstÃ¤nde bereits durch die kantonalen MigrationsbehÃ¶rden im Rahmen einer VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung miteinzubeziehen und darf die diesbezÃ¼gliche InteressenabwÃ¤gung nicht einfach in das Vollzugsverfahren der Wegweisung verschoben werden (BGE 137 II 305 E. 3.2; BGr, 2. Februar 2016, 2C_120/2015, E. 3.3; BGr, 8. Januar 2018, 2C_396/2017, E. 7.6; BGr, 6. MÃ¤rz 2018, 2C_740/2017, E. 5.2.1). Dies gilt aber nur bei <i>aufenthaltsbeendenden</i> Massnahmen wie dem Bewilligungswiderruf oder der NichtverlÃ¤ngerung einer Bewilligung, wo zum Zeitpunkt des Bewilligungsentzugs Ã¼ber eine vorlÃ¤ufige Aufnahme noch gar nicht entschieden wird bzw. entschieden werden kann, da diese erst noch beim Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM) beantragt und durch dieses bewilligt werden muss (vgl. BGr, 2. Februar 2016, 2C_120/2015, E. 3.3). Hingegen ist der Miteinbezug entsprechender Vollzugshindernisse bei der PrÃ¼fung der Bewilligungserteilung an hier bereits vorlÃ¤ufig aufgenommene Personen entbehrlich, droht diesen doch bei einer Bewilligungsverweigerung noch kein Wegweisungsvollzug.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer lebt derzeit in intakter Ehe- bzw. Familiengemeinschaft mit seiner Schweizer Ehefrau und seinen sechs minderjÃ¤hrigen Schweizer Kindern zusammen. GestÃ¼tzt auf diese familiÃ¤ren Beziehungen und aufgrund seiner jahrzehntelangen sowie Ã¼berwiegend rechtmÃ¤ssigen Landesanwesenheit kann er aus Art 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV ein (bedingtes) Anwesenheitsrecht ableiten. Ob dieses vorliegend bereits durch seine vorlÃ¤ufige Aufnahme hinreichend gewÃ¤hrleistet erscheint (vgl. E. 3.1.1 vorstehend), kann offenbleiben, da er aufgrund des wiederaufgenommenen Zusammenlebens mit seiner Schweizer Ehefrau zumindest aus Art. 42 Abs. 1 AIG einen grundsÃ¤tzlichen Anspruch auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung herzuleiten vermag.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Im Sinn der vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen stehen jedoch mehrere WiderrufsgrÃ¼nde diesem bedingten Bewilligungsanspruch entgegen: So mussten der BeschwerdefÃ¼hrer und seine Familie bislang mit rund 1<span> </span>½ Million Franken unterstÃ¼tzt werden und dauert die SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit der Familie weiter an, zumal diese eine UnterstÃ¼tzungsgemeinschaft bildet (vgl. Art. 159 und 276 des Zivilgesetzbuchs [ZGB] sowie BGr, 16. Juli 2015, 2C_900/2014, E. 2.4.2). Aufgrund der fortbestehenden SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit der Familie erscheint deshalb unerheblich, inwieweit sich inzwischen zumindest der BeschwerdefÃ¼hrer selbst finanzieren kann, ist dieser doch weiterhin auch zur UnterstÃ¼tzung seiner Familie verpflichtet. Eine LoslÃ¶sung von der Sozialhilfe ist nicht absehbar. Ãberdies wurden gemÃ¤ss Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamts L vom 28. MÃ¤rz 2017 zahlreiche Betreibungen gegen den BeschwerdefÃ¼hrer eingeleitet und summieren sich die offenen Verlustscheinforderungen inzwischen auf fast Fr. 200'000.-. Soweit die gegen den BeschwerdefÃ¼hrer eingeleiteten Betreibungen nicht durch Rechtsvorschlag oder durch gerichtlichen Entscheid eingestellt bzw. aufgehoben worden sind, kann ohne Weiteres vom Bestand bzw. der Berechtigung der in Betreibung gesetzten Forderungen ausgegangen werden.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer hat sich wÃ¤hrend seines hiesigen Aufenthalts nur ungenÃ¼gend um einen existenzsichernden Erwerb bemÃ¼ht und sein Arbeitspotenzial nicht ausgeschÃ¶pft: Obwohl er bereits in jungen Jahren in die Schweiz gekommen ist und sich damit relativ frÃ¼h mit den hiesigen Gegebenheiten vertraut machen konnte, ist seine wirtschaftliche Integration weit hinter Ã¼blichen Integrationserwartungen zurÃ¼ckgeblieben. So bemÃ¼hte er sich jahrelang nicht um einen existenzsichernden Erwerb bzw. hielt an einer zeitweise nur in einem geringen Pensum ausgeÃ¼bten und nicht existenzsichernden selbstÃ¤ndigen ErwerbstÃ¤tigkeit als â¦ fest. Dies obwohl er zu Beginn seines regulÃ¤ren hiesigen Aufenthalts offenbar noch ohne grÃ¶ssere Schwierigkeiten mehrere Anstellungen finden konnte. GemÃ¤ss den Angaben seiner Ehefrau gegenÃ¼ber der Kantonspolizei ZÃ¼rich vom 12. Mai 2011 hat er ihm angebotene Arbeitsstellen abgelehnt, weil er lieber draussen auch kÃ¶rperlich anstrengende Arbeiten verrichten wÃ¼rde. Vor den Vorinstanzen noch behauptete gesundheitliche BeeintrÃ¤chtigungen blieben weitgehend unbelegt, findet sich doch hierzu lediglich ein Bericht des behandelnden Psychiaters vom 7. Februar 2017 in den Akten, wonach der BeschwerdefÃ¼hrer wegen Depressionen in der Zeit von 2005â2006 regelmÃ¤ssige und von 2007-2009 halbjÃ¤hrliche psychiatrische Konsultationen wahrnahm. Eine gesundheitlich eingeschrÃ¤nkte ArbeitsfÃ¤higkeit wurde nicht attestiert. Seine erschwerte Vermittelbarkeit auf dem hiesigen Arbeitsmarkt ist damit primÃ¤r Folge seiner jahrelangen VersÃ¤umnisse bei der Arbeitssuche und nur ganz am Rande auch durch seine fehlende Ausbildung, sein Alter, familiÃ¤re Betreuungspflichten und seine gegenwÃ¤rtige Bewilligungssituation zu erklÃ¤ren. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer als Vater von sechs Kindern an der Kinderbetreuung partizipiert und seine mit Betreuungsaufgaben Ã¼berforderte (erwerbslose) Ehefrau entlastet, stellt weder seine ErwerbsfÃ¤higkeit infrage, noch stellt es eine besondere Integrationsleistung dar. Damit ist ihm auch die aus seiner unzureichenden wirtschaftlichen Integration resultierende mangelhafte Alimentierung seiner weiterhin sozialhilfeabhÃ¤ngigen Familie Ã¼berwiegend vorzuwerfen. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.4 </b>Da vorlÃ¤ufig Aufgenommene zudem nur noch AsylfÃ¼rsorge und keine Sozialhilfe mehr erhalten (vgl. hierzu die am 25. Oktober 2017 beschlossenen Ãnderungen der AsylfÃ¼rsorgeverordnung [AfV] vom 25. Mai 2005 [OS 73, 10 f.]) und die Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung bei schuldhaftem Sozialhilfebezug auch general- und spezialprÃ¤ventiven Zwecken dient, besteht Ã¼berdies selbst dann ein Ã¶ffentliches Interesse an einer Bewilligungsverweigerung, wenn die schuldhaften BezÃ¼ger von staatlichen FÃ¼rsorgeleistungen nicht sogleich weggewiesen werden kÃ¶nnen (vgl. VGr, 24. Oktober 2018, VB.2018.00326, E. 5.3.4 [zur Publikation auf www.vgrzh.ch vorgesehen]. Damit ist unerheblich, ob der BeschwerdefÃ¼hrer inzwischen zumindest seine eigene Existenz finanzieren kann, zumal er als vorlÃ¤ufig Aufgenommener ohnehin nur noch Anspruch auf AsylfÃ¼rsorge hÃ¤tte und die SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit seiner durch ihn zu unterstÃ¼tzenden Familie unbestrittenermassen fortbesteht.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.5 </b>Aufgrund der mangelhaften wirtschaftlichen Integration des BeschwerdefÃ¼hrers erscheint auch seine Schuldenwirtschaft selbstverschuldet und mutwillig, zumal er bislang kaum Versuche zur Regulierung seiner Schulden unternommen hat. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.6 </b>Da der BeschwerdefÃ¼hrer bereits vorlÃ¤ufig aufgenommen wurde, kann er seine familiÃ¤ren und ausserfamiliÃ¤ren Beziehungen in der Schweiz weiterhin pflegen. Insbesondere kann er auch eine allenfalls tragende Rolle innerhalb der Familie weiter wahrnehmen. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.7 </b>Eine RÃ¼ckkehr nach Syrien steht aufgrund der inzwischen erfolgten vorlÃ¤ufigen Aufnahme derzeit nicht zur Diskussion, weshalb die im Heimatland anzutreffenden LebensumstÃ¤nde und die dortigen Reintegrationschancen keiner nÃ¤heren ErÃ¶rterung bedÃ¼rfen. Inwieweit diese UmstÃ¤nde bei der bereits in Rechtskraft erwachsenen NichtverlÃ¤ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung in die InteressenabwÃ¤gung hÃ¤tten miteinbezogen werden mÃ¼ssen, ist im vorliegenden Verfahren nicht zu prÃ¼fen (vgl. dazu E. 2.1 und E. 3.1.7 vorstehend). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.8 </b>Selbst die lange Landesanwesenheit des BeschwerdefÃ¼hrers vermag das Ã¶ffentliche Interesse an einer Bewilligungsverweigerung nicht aufzuwiegen. Die von ihm diesbezÃ¼glich angefÃ¼hrte 15-Jahresfrist von Art. 63 Abs. 2 (des damaligen) AuG war Ã¼berdies nur auf den Widerruf von Niederlassungsbewilligungen anwendbar und wurde per 1. Januar 2019 ersatzlos aus dem Gesetz gestrichen. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.9 </b>Zusammenfassend liegen weiterhin sowohl eine vom BeschwerdefÃ¼hrer massgeblich (mit)verschuldete, dauerhafte und erhebliche SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit von seiner Familie als auch eine mutwillige Schuldenwirtschaft im Sinn von Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG bzw. Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG in Verbindung mit Art. 80 aVZAE bzw. Art. 77a VZAE vor. Aufgrund der gesetzten WiderrufsgrÃ¼nde und der durch die vorlÃ¤ufige Aufnahme bereits hinreichend gewÃ¤hrleisteten persÃ¶nlichen Interessen Ã¼berwiegt das Ã¶ffentliche Interesse an einer Bewilligungsverweigerung die entgegenstehenden Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner Familie deutlich. Die Bewilligungsverweigerung erscheint damit auch verhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.10 </b>FÃ¼r eine erleichterte Wiederzulassung oder die Erteilung einer HÃ¤rtefallbewilligung nach Art. 30 Abs. 1 lit. k bzw. Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG besteht aufgrund der gesetzten WiderrufsgrÃ¼nde und der bereits vorgenommenen InteressenabwÃ¤gung kein Raum.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.11 </b>Auf weitere AbklÃ¤rungen â insbesondere auf die beantragte Einholung von Amtsberichten â kann in antizipierter BeweiswÃ¼rdigung verzichtet werden. So kann der vorlÃ¤ufig aufgenommene BeschwerdefÃ¼hrer seiner Vaterrolle weiterhin nachkommen, weshalb fÃ¼r die Bewilligungsverweigerung unerheblich erscheint, welche Rolle der BeschwerdefÃ¼hrer gegenÃ¼ber seinen Kindern einnimmt. </p> <p class="Erwgung3">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen und steht den BeschwerdefÃ¼hrenden auch keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a sowie § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung bzw. RechtsverbeistÃ¤ndung ist gemÃ¤ss § 16 Abs. 1 und 2 VRG zufolge offensichtlicher Aussichtslosigkeit abzuweisen. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde wird abgewiesen soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer Nr. 1 auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde an das Bundesgericht im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>