B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-2766/2013 U r t e i l v o m 2 8 . A p r i l 2 0 1 4 Besetzung Richter David Aschmann (Vorsitz), Richter Francesco Brentani, Richter Pietro Angeli-Busi, Gerichtsschreiber Salim Rizvi. Parteien Sun Mark Limited, 428, Long Drive, GB-Greenford, Middlesex UB6 8UH, vertreten durch Leman Consulting S.A., Chemin de Précossy 31, 1260 Nyon, Beschwerdeführerin, gegen Red Bull GmbH, Am Brunnen 1, AT-5330 Fuschl am See, vertreten durch Dr. Renata Kündig, Swissberg AG, Seefeldstrasse 224, Postfach, 8034 Zürich, Beschwerdegegnerin, Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum IGE, Stauffacherstrasse 65/59g, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Widerspruchsverfahren Nr. 12603, IR 961'854 RED BULL / IR 1'117'649 BULLDOG. B-2766/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Die Wortmarke IR 1'117'649 BULLDOG der Beschwerdeführerin wurde aufgrund einer britischen Basisregistration vom 16. Februar 2010 am 6. März 2012 im internationalen Markenregister eingetragen und der Vor- instanz am 28. Juni 2012 von der World Intellectual Property Organisation (WIPO) notifiziert. Für die Schutzausdehnung auf das Gebiet der Schweiz werden die folgenden Waren beansprucht: Klasse 32 Eaux minérales et gazeuses et autres boissons sans alcool; boissons énergétiques; boissons isotoniques; boissons à base de jus de fruits et boissons aux fruits plates et gazeuses. B. Am 11. September 2012 erhob die Beschwerdegegnerin bei der Vori n- stanz Widerspruch gegen diese Schutzausdehnung. Diesen stützte sie auf die am 27. September 2007 zur Eintragung angemeldete Marke IR 961'854 "RED BULL", die unter anderem für folgende Waren beansprucht wird: Klasse 32 Boissons sans alcool, y compris boissons rafraîchissantes, boissons énergétiques, boissons à base de petit -lait, boissons isoton i- ques, hypertoniques et hypotoniques ( destinées à être utilisées par des sportifs et adaptées à leurs besoins); bières, bière de malt, bière de fo r- ment, porter, ale, stout et lager; boissons maltées sans alcool; eaux m i- nérales et gazeuses; boissons aux fruits et jus de fruits; sirops, essences et autres préparations pour faire des boissons, ainsi que pastilles et po u- dres effervescentes pour faire des boissons et des cocktails sans alcool. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, es sei von identischen Waren auszugehen und die Vergleichszeichen seien im Wortklang und Schriftbild sehr ähnlich. Di e Marken stimmten im kennzeichnungs kräfti- gen Zeichenbestandteil "Bull" überein. Sie verfügten über einen ähnlichen Sinngehalt, denn sie beschrie ben je ein Tier, das für seine Kraft und A g- gressivität bekannt sei. Weiter bestehe zwischen den Zeichen eine Ve r- wechslungsgefahr. Die Widerspruchsmarke, insbesondere das Element "Bull", sei für Getränke ein starkes Zeichen, weshalb die Rechtsprechung in ähnlichen Fällen bereits mehrmals eine Verwechslungsgefahr bejaht habe. Mit der Übernahme des kennzeichnenden Ele ments "Bull " in die angefochtene Marke bestehe deshalb die Gefahr von Fehlzurechnungen. B-2766/2013 Seite 3 C. Gestützt auf diesen Widerspruch erliess d ie Vorinstanz am 12 . Septem- ber 2012 eine provisorische vollumfängliche Schutzverweigerung gegen die Marke der Beschwerdegegnerin. D. Mit Stellungnahme vom 31. Januar 2013 beantragte die Beschwerdefüh- rerin bei der Vorinstanz die provisorische Schutzverweigerung aufzuhe- ben. Die Vergleichszeichen seien sich weder im Wortklang n och im Schriftbild ähnlich. Zwischen den Zeichen bestehe auch kein ähnlicher Sinngehalt, denn die Widerspruchsmarke sei im Gegens atz zur angegrif- fenen Marke ein Fantasietier. Ferner sei zwisc hen den Zeichen keine Verwechslungsgefahr zu be fürchten; ver schiedene Energiegetränkehe r- steller würden ihre Waren nach starken Tieren benennen. E. Mit Verfügung vom 16. April 2013 hie ss die Vorinstanz den Widerspruch gut. Sie erläuterte, dass die Vergleichszeichen für die gleichen Waren be- ansprucht würden. Klanglich und schriftbildlich stimmten sie im gemein- samen Wortelement "Bull " überein. Sie verfügten über einen ähnlichen Sinngehalt, da die Widerspruchsmarke einen roten Bullen und die ang e- griffene Marke ei ne englische Hunderasse , die ursprünglich zur Bulle n- hetze diente, bezeichne. Die Zeichen seien verwechselbar. Die Rech t- sprechung habe bereits mehrmals entschieden, dass das Zei chenele- ment "Bull" eine hohe Kennzeichnungskraft habe. Die Widerspruchsma r- ke verfüge für die zu beurteilenden Waren über einen erweiterten Schutz- umfang. Weil das charakte ristische Element "Bull" integral von der ang e- fochtenen Marke übernommen werde , bestehe die Gefahr von Fehlz u- rechnungen. F. Gegen diese Verfügung e rhob die Beschw erdeführerin am 15. Mai 2013 Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht mit folgenden Rechtsbege h- ren: "I. Annuler la décision de l'Institut Fédéral de la Propriété Intellectuelle du 16 avril 2013 dans la procédure d'opposition n° 12603. II. Rejeter l'opposition. III. Confirmer l'enregistrement en Suisse de la marque international n° 1 117 649 «BULLDOG». B-2766/2013 Seite 4 IV. Mettre les dépens à la charge de l'intimée à hauteur de 9'500. -, compre- nant les dépens de première et seconde instances ainsi que le rembou r- sement de l'avance des frais de recours." Zur Begründung machte sie geltend, dass die von der Vorinstanz zitierten Verweise auf die frühere "Red Bull"-Rechtsprechung nicht auf den vorlie- genden Fall anwendbar sei. Die Vergleichszeichen seien nicht ähnlich, weil insbesondere das Zeichenelement "Bull" nicht isoliert betrachtet wer- den dürfe. Ohne Separation in ihre Einzelteile seien d ie Vergleichszei- chen einerseits klanglich und schriftbild lich, andererseits aber auch vom Sinngehalt her unterschiedlich. Das ei ne ste he für ein Fantasietier und das andere für eine Hunderasse. Deshalb seien die Zeichen nicht ve r- wechselbar. G. Mit Vernehmlassung vom 19. Juli 2013 verzichtete die Vorinstanz auf die Einreichung einer Stellungnahme und beantragte unter Hinweis auf die Begründung der angefochtenen Verfügung die Beschwerde abzuweisen. H. Mit Stellungnahme vom 25. Juli 2013 beantragte die Beschwerdegegn e- rin, die Beschwerde abzuweisen, indem sie ihre Argumente bekräftigte. I. Mit unverlangter Replik vom 15. August 2013 verdeutlichte die Beschwer- deführerin ihre bereits in der Beschwerde vorgebrachten Argumente und hielt an den dort gestellten Anträgen fest. J. Mit Duplik vom 27. August 2013 hielt die Beschwerdegegnerin ihrerseits an ihren Ausführungen in der Beschwerdeantwort fest. K. Mit Vernehmlassung vom 18. September 2013 verzichtete die Vorinstanz auf die Einreichung einer Duplik und hielt mit Verweis auf die angefocht e- ne Verfügung an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest. L. Auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung hab en die Parteien stillschweigend verzichtet. B-2766/2013 Seite 5 M. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden g e- gen Entscheide der Vorinstanz in Widerspruchssachen zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. e des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bu n- desverwaltungsgericht [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32]). Die Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men und ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt. Sie hat ein als schutzwürdig anzuerkennendes Interesse an deren Aufhebung oder Änderung, weshalb sie zur Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsve r- fahren [VwVG, SR 172.021]). Eingabefrist und -form sind gewahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 VwVG), und der Kostenvorschuss wurde fristgemäss b e- zahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG). Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten. 2. 2.1 Der Inhaber einer älteren Marke kann Widerspruch gegen eine jüng e- re Marke erheben, wenn diese seiner Marke ähnlich und für gleiche oder gleichartige Waren oder Dienstleistungen registriert ist, so dass sich da r- aus eine Verwechslungs gefahr ergibt (Art. 3 Abs. 1 Bst. c in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 des Markenschutzgesetzes vom 28. August 1992 [MSchG, SR 232.11]). An die Unterschiedlichkeit der Waren und Diens t- leistungen sind umso höhere Anforderungen zu stellen, je ähnlicher sich die Zeichen sind (BGE 128 III 445 E. 3.1 Appenzeller, BGE 128 III 99 E. 2.c Orfina; LUCAS DAVID, Markenschutzgesetz. Muster - und Modellge- setz, 2. Aufl., 1999, Art. 3 N. 8), und umgekehrt. Dabei sind die Aufmer k- samkeit der massgebenden Verkehrskreise und die Kennzeichnungskraft der Widerspruchsmarke zu berü cksichtigen (BGE 121 III 379 E. 2.a Boss/Boks; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -531/2013 vom 21. Oktober 2013 E. 2.1 mit Hinweisen Gallo/Gallay [fig.] ; CHRISTOPH WILLI, Markenschutzgesetz, 2002, Art. 3 N. 17 ff.). Ausgangspunkt für die Bestimmung der Verkehrskreise ist das Waren - und Dienstleistungsver- zeichnis der älteren Marke ( GALLUS JOLLER, in: Markenschutzgesetz [MSchG], 2009, Art. 3 N. 49). Je höher die Aufmerksamkeit bei der Ina n-B-2766/2013 Seite 6 spruchnahme fraglicher Waren und Dienstleistungen ist, desto höher ist das Unterscheidungsvermögen der angesprochenen Abnehmerkreise (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B -3663/2011 vom 17. April 2013 E. 4.2 Intel Inside, B-8028/2010 vom 2. Mai 2012 E. 4.2 View/Swissview [fig.]; JOLLER, a.a.O., Art. 3 N. 52). 2.2 Die Gleichartigkeit der Waren und Dienstleistungen beurteilt sich a n- hand der Einträge im Markenregister (Urteil des Bundesverwaltungsg e- richts B -531/2013 vom 21. Oktober 2013 E. 2.2 mit Hinweisen Gal- lo/Gallay [fig.]). 2.3 Die Zeichenähnlichkeit beurteilt sich nach dem Gesamteindruck der Marken (BGE 128 III 446 E. 3.1 Appenzeller; DAVID, a.a.O., Art. 3 N. 11). Dabei kommt dem Zeichenanfang in der Regel eine erhöhte Bedeutung zu, weil er besser im Gedächtnis haften bleibt (Ur teile des Bundesverwal- tungsgerichts B-3325/2010 vom 15. Dezember 2010 E. 4.5 Bally/Tally, B- 6012/2008 vom 25. November 2009 E. 4.9 Stenflex/Star Flex [fig.]). Bei der Beurteilung der Ähnlichkeit verbaler Zeichen sind der Wortklang, das Schriftbild und gege benenfalls der Sinngehalt massgebend (BGE 127 III 160 E. 2.b/cc Securitas; EUGEN MARBACH, Markenrecht, Schweizerisches Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht [SIWR] Bd. III/1, 2. Aufl., 2009, N. 872 ff.). Eine Ähnlichkeit im Wortklang oder Schriftbild allei n genügt in der Regel (Entscheid der Eidgenössischen Rekurskommission für geist i- ges Eigentum [RKGE] vom 5. Juli 2006, sic! 2006, S. 761 E. 4 mit Hi n- weisen McDonald's/McLake; WILLI, a.a.O., Art. 3 N. 69). Der Wortklang wird im Wesentlichen durch die Silbenz ahl, die Aussprachekadenz und die Aufeinanderfolge der Vokale bestimmt, das Schriftbild durch die A n- ordnung und die optische Wirkung der Buchstaben sowie die Wortlänge (BGE 122 III 389 E. 5.a Kamillosan, BGE 119 II 476 E. 2.c Radion). Ent- scheidend für den gleichen Sinngehalt können neben der eigentlichen Wortbedeutung auch Gedankenverbindungen sein, die das Zeichen u n- weigerlich hervorruft (BGE 121 III 380 E. 2.b Boss/Boks). 2.4 Eine Verwechslungsgefahr besteht, wenn aufgrund der Ähnlichkeit der Zeichen und der Gleichartigkeit der Waren und Dienstleistungen Fehlzurechnungen zu befürchten sind, so dass die mit der jüngeren Ma r- ke gekennzeichneten Waren und Dienstleistungen von den massgebe n- den Verkehrskreisen dem falschen Markeninhaber zugerechnet werden. Eine unmittelbare Verwechslungsgefahr ist anzunehmen, wenn eine der zu vergleichenden Marken für die andere gehalten wird; eine mittelbare, wenn die Zeichen zwar auseinander gehalten, dahinter aber fälschliche r-B-2766/2013 Seite 7 weise wirtschaftliche Zusammenhänge der Markeninhaber v ermutet wer- den (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B-531/2013 vom 21. Oktober 2013 E. 2.5 Gallo/Gallay (fig.), B-5871/2011 vom 4. März 2013 E. 4.1 Ga- dovist; JOLLER, a.a.O., Art. 3 N. 21 ff.). 2.5 Starke Marken sind das Ergebnis einer schöpferischen Leistung oder langen Aufbauarbeit und verdienen deshalb einen weiten Ähnlichkeitsb e- reich (BGE 122 III 386 E. 2a Kamillosan). Als stark gelten alle Marken, die aufgrund ihres fantasiehaften Gehalts auffallen oder wegen ihres intens i- ven Gebrauchs überdurchschnittlic h bekannt sind ( MARBACH, a.a.O., N. 979 mit Hinweisen). Hohe Kennzeichnungskraft, insbesondere eine hohe Bekanntheit als Kennzeichen, erhöht die Wahrscheinlichkeit von Nachahmungshandlungen und das Rechtsschutzbedürfnis des Inhabers. Markenbekanntheit setzt wie die Verkehrsdurchsetzung nach Art. 2 Bst. a MSchG ein von der einzelnen Gebrauchssituation gelöstes, abstrahiertes Wiedererkennen des hinterlegten Zeichens als Marke bei den Verkehr s- kreisen voraus. Dieses lässt sich in vielen Fällen nur durch Verkauf ssta- tistiken, Werbeaufwand oder eine bestimmte tatsächliche Gebrauchswe i- se glaubhaft dartun (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B -8240/2010 vom 27. Februar 2012, E. 2.5 Aus der Region. Für die Region ). Wird der erweiterte Schutz der bekannten Marke mit i hrer langen Aufbauarbeit be- gründet, muss wenigstens in allgemeiner Form geprüft werden, ob sie den erweiterten Rechtsschutz zum Schutz des aktuellen Inhabers und nicht nur zugunsten der wiedererkennenden Verkehrskreise legitimiert (vgl. ADRIAN P. WYSS, Die Verkehrsdurchsetzung im schweizerische n Markenrecht, SMI Bd. 97, 2013, S. 39 ff.). Wer sich auf die Bekanntheit einer Marke beruft, muss diese daher glaubhaft machen (Urteil des Bu n- desverwaltungsgerichts B-5120/2011 vom 17. August 2012 E. 5.3.3, 5.4 Bec de fin bec [fig.]/Fin bec [fig.]). 2.6 Ursprünglich kennzeichnungsschwach ist eine Marke, deren wesentli- che Bestandteile sich eng an das Gemeingut anlehnen (Urteile des Bu n- desverwaltungsgerichts B-5440/2008 vom 24. Juli 2009 E. 6.2 Jump [fig.]/ Jumpman, B -5477/2007 vom 28. Februar 2008 E. 6 Regulat/H2O3 pH/ Regulat [fig.]). Dazu gehören Sachbezeichnungen sowie Hinweise auf E i- genschaften der relevanten Waren und Dienstleistungen, sofern sie ohne besondere Denkarbeit oder Fantasieaufwand verstanden werden und sich nicht in blossen Anspielungen erschöpfen (Urteil des Bundesverwa l- tungsgerichts B -283/2012 vom 13. Dezember 2012 E. 4.1 Noblewood). Ferner ist der Schutzumfang einer Marke kleiner und erscheint diese verwässert, wenn bereits sehr viele ähnliche Zeichen bes tehen, die für B-2766/2013 Seite 8 gleiche oder ähnliche Waren oder Dienstleistungen gebraucht werden oder allgemein üblich sind (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B - 6767/2007 vom 16. Dezember 2009 E. 4.3 La City/T-City; JOLLER, a.a.O., Art. 3 N. 103 ff.). In diesem Sinne geht die Rechtsprechung bei häufigen und üblichen Farbbezeichnungen, die in Marken verwendet werden, auch dann von einer leicht verminderten Kennzeichnungskraft aus, wenn durch die entsprechenden Waren und Dienstleistungen keine Farbe vorgegeben wird, sondern die Farbbezeichnung als Marke eintragbar wäre (BGE 96 II 248 E. 2 Blauer Bock ; Urteil des Bundesgerichts 4C.258/2004 vom 6. Oktober 2004 E. 3.4 Yello/Yellow Access [fig.]; Urteil des Bundesve r- waltungsgerichts B -5692/2012 vom 17. März 2014 E. 3.6 und 8 Yel- lo/Yellow Lounge; vgl. zur Eintragbarkeit Urteil des Bundesverwaltung s- gerichts B-5168/2011 E. 3.4 Black Label; ROMAN BAECHLER, Rote Bullen und lila Kühe, SMI Bd. 84, 2008, S. 171 und 222 f.; MARBACH, a.a.O., N. 348 ff.). 3. 3.1 Vorab sind die massgeblichen V erkehrskreise zu bestimmen. Für die Beurteilung der Unterscheidungskraft ist, ohne dabei die Auffassung sp e- zialisierterer Verkehrskreise oder Zwischenhändler und -händlerinnen aus den Augen zu verlieren, besonders die Auffassung des allgemeinen Pu b- likums b eziehungsweise der Endabnehmer und -abnehmerinnen mas s- gebend, wenn diese die grösste Teilmenge bilden (vgl. EUGEN MARBACH, Die Verkehrskreise im Markenrecht, sic! 2007, S. 3 [zit. sic! 2007]; WILLI, a.a.O., Art. 2 N 41; vgl. Urteil des Bundesverwaltungsger ichts B‑3541/2011 vom 17. Februar 2012 E. 4.2 Luminous). Im Einzelfall ist somit zu bestimmen, an welche Abnehmerkreise sich das fragliche Pr o- dukt richtet (Urteil des Bundesgerichts 4A_6/2013 vom 16. April 2013 E. 3.2.3 f. Wilson). 3.2 Bei Massenartikeln des täglichen Bedarfs, wie beispielsweise L e- bensmitteln, ist mit einer geringeren Aufmerksamkeit und einem gering e- ren Unterscheidungsvermögen der Konsumenten zu rechnen als bei Spezialprodukten, deren Absatzmarkt auf einen mehr oder weniger g e- schlossenen Kreis von Berufsleuten bes chränkt bleibt (BGE 126 III 320 E. 6b/bb Rivella/Apiella; BGE 122 III 388 E. 3a Kamillosan/Kamillan, Kamillon; Urteil des Bundesgerichts 4C.258/2004 vom 6. Oktober 2004 E. 2.3 Yello; Urteile des Bundesverwaltu ngsgerichts B -2681/2012 vo m 22. Juli 2013 E. 4.4 April/APIL - Assurance Pour Impayés de Loyer , B - 1760/2012 vom 11. März 2013 E. 3.3 Zurcal/Zorcala, B -38/2011, B -B-2766/2013 Seite 9 39/2011, B-40/2011 vom 29. April 2011 E. 5.2 IKB/ICB, ICB [fig.], ICB Banking Group , B -1009/2010 vom 14. März 2011 E. 2 Credit Sui s- se/UniCredit Suisse Bank [fig.], B-6012/2008 vom 25. November 2009 E. 4.11 Stenflex/Star Flex [fig.] , B-142/2009 vom 6. Mai 2009 E. 2.2 Pulci- no/Dolcino, B-6770/2007 vom 9. Juni 2008 E. 7.2 Nasacort/Vasocor, B- 7442/2006 vom 18. Mai 2007 E. 4.1 Feel 'n Learn / See 'n Learn ; WILLI, a.a.O., Art. 3 N. 21). 3.3 Vorliegend bestehen d ie massgeblichen Abnehmer -Kreise aus den Konsumenten von nichtalkoholischen Getränken, insbesondere auch Sportler, die Energie - und isotonische Getränke, sowie Kinder und E r- wachsene, die Mineral- und Fruchtgetränke nachfragen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-1085/2008 vom 13. November 2008 E. 4 Red Bull/Stierbräu). Es handelt sich um Massenartikel des tägli chen Be- darfs, die mit eher geringer Aufmerksamkeit erworben werden. 4. Beide Zeichen sind in der Kl. 32 für eaux minérales et gazeuses et autres boissons sans alcool; boissons énergétiques; boissons isotoniques; boi s- sons à base de jus de fruits et boissons aux fruits (bei der angefochtenen Marke mit dem Zusatz plates et gazeuses ) eingetragen. Deshalb ist von Warengleichheit auszugehen. Diese ist zwischen den Parteien unbestrit- ten. 5. 5.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Zeichen seien als Ganzes und nicht anhand einzelner Zeichenbestandteile zu vergleichen. Der vo r- liegende Fall könne nicht mit früheren Fällen vergleichen werden. Schrif t- bildlich falle auf, dass die Widerspruchsmarke aus zwei und die angegri f- fene Marke aus einem Wort bestehe. Auch stehe das Wortelement "Bull" bei der angefochtenen Marke am Anfang, we shalb der Wortklang der Vergleichszeichen unterschiedlich sei. Die Widerspruchsmarke beginne mit einem "B" und nicht einem "R". Der Sinngehalt der Widerspruchsma r- ke, ein roter Stier, sei ein Fabeltier, während dem die angefochtene Ma r- ke in mehreren Sprache n eine klassische Hunderasse bezeichne. In di e- sem Zusammenhang ginge im Übrigen auch die Silbe beziehungsweise das Präfix "Bull" bei der angefochtenen Marke unter. Die notorische B e- kanntheit der Widerspruchsmarke sei nicht relevant, denn zu beurteilen seien einzig die Vergleichszeichen an sich. Die Verkehrskreise würden ein Fabeltier und eine existierende Hunderasse nicht verwechseln. B-2766/2013 Seite 10 Die Beschwerdegegnerin trägt vor, die Vergleichszeichen seien im Wor t- klang, der Aussprachekadenz u nd im Schriftbild sehr ähn lich. D as Ze i- chenelement "Bull" werde von der angegriffenen Marke unverändert übernommen. Zudem liege der Buchstabe "D" bei beiden Zeichen neben "Bull" (…d Bull/Bulld…). "Red" werde mit "rot" übersetzt. "Bull" habe die Bedeutung von "the male of a bovine a nimal" aber auch allgemei ner von "the male of certain oth er animals", wozu auch Bulldog gehöre. Die deut- sche Übersetzung der Widerspruchsmarke sei "roter Bulle" . Die ang e- fochtene Marke habe eine eigenständige Bedeutung und werde nicht nur mit "Bulldogge", sondern auch mit "Bullenbeisser" (Hund für Bullenhetze) übersetzt. Das Zeichenelement "Bull" dominiere deshalb den Sinngehalt der angefochtenen Marke. Die Vergleichszeichen stimmten im charakt e- ristischen Element "Bull" überein. Deshalb bestehe zwischen den Zeichen eine ausgeprägte Sinnverwandtschaft. Die angefochtene Marke rufe u n- weigerlich Gedankenassoziationen zu "Bull" her vor. Die Widerspruch s- marke sowie ihre Bestandteile "Red" und "Bull" verfügten über eine hohe Kennzeichnungskraft und daher über einen erweiterten Schutzumfang , was in mehreren Entscheiden bestätigt wurde . Aufgrund der integralen Übernahme des Zeichenbestandteils "Bull" in die angefochtene Marke sei von einer Verwechslungsgefahr auszugehen. 5.2 Die zu vergleichenden Ze ichen sind reine W ortmarken und bestehen beide aus zwei Silben und sieben Buchstaben. Sie stimmen sowohl im Zeichenbestandteil "Bull" , mit Ausnahme von dessen P osition innerhalb der Marke, wie auch bei der Verwendung des Buchstabens "D", einmal vor und einmal nach dem Zeichenteil "Bull", überein. Schriftbildlich, visuell und phonetisch sind sich die Zeichen dadurch ähnlich. Die Widerspruchsmarke wird aus dem E nglischen mit "roter Bulle" bezie- hungsweise "roter Stier" übersetzt (Langenscheidt Handwörterbuch Eng- lisch, 2005, Schlagworte "red" und "bull" ). Unter Bulle wird nicht nur ein geschlechtsreifes männliches Rind, sondern wie die Beschwerdeführerin zu Recht ausführt , ein erwachsenes geschlechtsreifes männliches Tier bezeichnet ( Meyer's Grosses Universallexikon, Bd. 3: Bu – Dn, 1981, Schlagwort "Bulle"; vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B - 1085/2008 vom 13. November 2008 E. 4 Red Bull/Stierbräu). Umgangs- sprachlich wird Bulle für einen starken Mann oder für einen Polizisten verwendet (Brockhaus, Wahrig, Deutsches Wörterbuch, Renate Wahrig - Burfeind, 9. Aufl., 2011, Schlagwort "Bulle" ). Das Wort "Bulle" wird mit Grösse, Stärke und Aggressivität verbunden (vgl. Duden, Das Bede u- tungswörterbuch, Bd. 10, 4. Aufl., 2010, Schlagwort "Bulle"). B-2766/2013 Seite 11 Die angefochtene Ma rke wird mit "Bulldogge" übersetzt (Langenscheidt, a.a.O., Schlagwort "Bulldog"). Die Bulldogge ist eine stämmige englische Hunderasse, die ursprünglich als Bullenbeisser bezeichnet wurde, denn die Hunde dienten für die Stierhetze (Brockhaus, Wahrig, a.a.O ., Schlag- wort "Bulle"). Der Name "Bulldog" wurde auch als Typenbezeichnung für eine Zugmaschine verwendet ( Meyer's Grosses Universallexikon, a.a.O., Schlagwort "Bulldog"; Das Herkunftswörterbuch, Bd. , 4. Aufl., 2007, Schlagwort "Bulldogge"; < www.duden.de >, Schlagwort "Bulldog", abge- rufen am 4. April 2014). 5.3 Zwischen den strittigen Marken besteht somit auf visueller und phone- tischer Ebene sowie hinsichtlich des Sinngehalts eine hinreichende Über- einstimmung im charakteri stischen Zeichen "Bull ". E ine Zeichen ähnlich- keit zwischen Red Bull und Bulldog ist darum zu bejahen. 6. Abschliessend ist in einem wertenden Gesamteindruck zu ermitteln, ob zwischen den Marken eine Verwechslungsgefahr besteht. 6.1 Die RKGE und das Handelsgericht des Kantons Zürich sowie das Bundesverwaltungsgericht haben, worauf die Beschwerdeführerin zurecht hinweist, eine gerichtsnotorische, erhöhte Bekanntheit der Widerspruchs- marke festgestellt (Entscheide der RKGE vom 21. Juli 2000 und 26. O k- tober 2006, veröffentlicht in: sic! 2000 S. 606 f. E. 6 Red Bull/Energy Bull Dog und sic! 2007 S. 531 E. 7 Red Bull [fig.] /Red/Red Devil; Massnah- meentscheid des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 19. Oktober 2001, veröffentlicht in : sic! 2002 S. 50 E. 3.1 Red Bull/Red Bat II ; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-1085/2008 vom 13. November 2008 E. 7 Red Bull/Stierbräu). Davon ist aufgrund der eingereichten Unterlagen der Beschwerdegegnerin auch im vorliegenden Fall auszugehen (vgl. die Aufstellung der Umsatzzahlen, des Medien- und Marketingaufwands für die Jahre 2008 bis 2012; Aufstellung über die Einschaltung von TV Spots vom 13. Juni 2011 bis 10. Juli 2011 in den Schweizer Sendern D/F/I b e- ziehungsweise den Werbefenstern für die Schweiz von ausländischen Sendern). RED BULL ist zudem schon von Hause aus originell, da weder die Farb- angabe noch das Substantiv oder die Kombination aus beidem die ge- kennzeichneten Getränke beschreiben. Der Zeichenbestandteil "Bull" ist für Getränke kennzeichnungskräftig ( Entscheid der RKGE vom 21. Jul i 2000, veröffentlicht in: sic! 2000 S. 606 f. E. 7 und 8 Red Bull/Energy Bull B-2766/2013 Seite 12 Dog; vgl. auch RKGE vom 26. Juni 2003 veröffentlicht in: sic! 2003 S. 815 f. E. 4 Red Bull/Bluebull [fig.]). 6.2 Die Übereinstimmung der Marken im gemeinsamen Wortelement "Bull" ist augenfällig. Der Zeichenbestandteil "Red" verschiebt den Akzent auf das nachfolgende Wort "Bull", welches er als Farbbezeichnung ch a- rakterisiert ("roter Bulle"; vgl. E. 2.6). Beide Vergleichszeichen basieren auf diesem Bestandteil als prägendem Element , mit welchem die ange- fochtene Marke beginnt. Beim Lesen der angefochtenen Marke "Bulldog" denkt man zwar wohl auch an die Hunderasse , doch überwiegt dieser Sinngehalt aufgrund des prägnanten Anlauts "Bull" und der erhöhten B e- kanntheit der Widerspruchsmarke nicht die Erwartung einer wirtschaftl i- chen Verbundenheit (vgl. RKGE vom 21. Juli 2000, in: sic! 2000 S. 606 f. E. 8 Red Bull/Energy Bull Dog; vgl. ferner Urteil des Bundesverwaltung s- gerichts B-5692/2012 vom 17. März 2014 E. 8 Yello/Yellow Lounge). Da- mit vermag sich die angefochtene Marke nicht genügend von der Wider- spruchsmarke abzuheben. Die Verkehrskreise werden wirtschaftliche Zu- sammenhänge der Markeninhaber vermuten (E. 2.4), weshalb von einer mittelbaren Verwechslungsgefahr auszugehen ist. 6.3 Im Ergebnis ist aufgrund der integralen Übernahme des kennzeic h- nungskräftigen Zeichenelements "Bull" eine mittelbare Verwechslungsge- fahr zu bejahen. 7. 7.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, das HABM habe in einem Verfah- ren zwischen den gleichen Zeichen entschieden, dass keine Verwech s- lungsgefahr bestehe. Die se Überlegung könne analog auch für den hier zu beurteilenden Fall zur Anwendung kommen. Die Beschwerdegegnerin macht geltend, der angerufene Entscheid des HABM sei noch nicht rechtskräftig. Gemäss Rechtsprec hung seien einzig die Verhältnisse in der Schweiz massgeblich. 7.2 Der Verweis der Beschwerdeführerin auf den Entscheid des HABM (Entscheid des HABM R 107/2012 -2 vom 16. November 2012 E. 36 ff. Red Bull/Bulldog), welche sie als Indiz dafür anführt, dass die Ve rgleichs- zeichen nicht verwechselbar seien, muss unbeachtet bleiben. Massge b- lich sind einzig die Verhältnis se in der Schweiz. Ausländische n (Eintra- gungs-) Entscheiden wird grundsätzlich keine Präjudizwirkung zugespr o- chen (BGE 130 III 119 E. 3.2 Montessori, BGE 129 III 229 E. 5.5 Master-B-2766/2013 Seite 13 piece I; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B -283/2012 vom 13. D e- zember 2012 E. 10 Noblewood, B-6910/2007 vom 25. Februar 2008 E. 8 2Light). Entsprechend sagen diese nichts über den vorliegenden Ze i- chenvergleich und insbesondere auch nichts über die Verwechslungsg e- fahr in der Schweiz aus. 8. 8.1 Die Beschwerde ist damit abzuweisen. Bei diesem Ausgang wird die Beschwerdeführerin kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG und Art. 64 Abs. 1 VwVG). 8.2 Die Gerichtsgebühr ist nach Umfang und Schwierigkeit der Streits a- che, Art der Prozessführ ung und der finanziellen Lage der Parteien fes t- zulegen (Art. 63 Abs. 4bis VwVG, Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bu n- desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Im Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht ist dafür ein Streitwert zu veranschl a- gen (Art. 4 VGKE), wobei dafür im Widerspruchsbeschwerdeverfahren das Interesse der Widersprecherin an der Löschung, beziehungsweise der Widerspruchsgegnerin am Bestand der angefochtenen Marke zu ver- anschlagen ist. Es würde allerdings zu weit führen und könnte im Verhält- nis zu den geringen Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens abschr e- ckend wirken, wenn dafür im Einzelfall stets konkrete Aufwandsnachwe i- se verlangt würden. Bei eher unbedeutenden Ze ichen darf von einem Streitwert zwischen Fr. 50'000.– und Fr. 100'000.– ausgegangen werden (BGE 133 III 492 E. 3.3 Turbinenfuss [3D] mit Hinweisen). Von diesem Er- fahrungswert ist auch im vorliegenden Verfahren auszugehen. Nach dem Gesagten rechtfertigt es sich, die Verfahrenskosten insgesamt auf Fr. 4'000.– festzulegen. Dieser Betrag wird dem in selber Höhe von der Beschwerdeführerin geleisteten Kostenvorschuss entnommen. 8.3 Im vorinstanzlichen Verfahren ist die Beschwerdeführerin unterlegen. Aufgrund des Verfahrensausgangs vor Bundesverwaltungsgericht hat sie auch mit Bezug auf die vorinstanzlichen Kosten als unterliegend zu gelten und die Ziffern 3 und 4 des angefochtenen Entscheids sind zu bestätigen. 8.4 Die Parteientschädigung umfasst die Kosten der Vertretung sowie all- fällige weitere notwendige Auslagen der Partei (Art. 8 VGKE). Gemäss Art. 14 VGKE setzt das Gericht die Parteientschädigung aufgrund einer detaillierten Kostennote fest, sofern eine solche eingereicht wird. Die B e-B-2766/2013 Seite 14 schwerdegegnerin hat vorliegend eine nicht detaillierte Kostennote für das Beschwerdeverfahren eingereicht. Sie macht für das Widerspruchs - und Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung (einschliesslich des geleisteten Kostenvorschusses) in Höhe von Fr. 9'500. – geltend. In An- betracht des Umfanges der Rechtsschriften erscheint dagegen eine Par- teientschädigung von Fr. 1'250.– (exkl. MWSt) an die Beschwerdegegne- rin für das Beschwerdeverfahren als angemessen. 8.5 Die Mehrwertsteuer ist nur für Dienstleistungen geschuldet, die im I n- land gegen En tgelt erbracht werden (vgl. Art. 18 Abs. 1 des Bundesg e- setzes über die Mehrwertsteuer vom 12. Juni 2009 [Mehrwertsteuerg e- setz, MWSTG, SR 641.20]). Aufgrund des Sitzes der Beschwerdeführerin im Ausland ist davon auszugehen, dass die massgebende Dienstleistu ng nicht im Inland erbracht wurde (vgl. Art. 8 Abs. 1 MWSTG; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B -531/2013 vom 21. Oktober 2013 E. 8.5 Gallo/Gallay [fig.], B-1760/2012 vom 11. März 2013 E. 10.2 Zurcal/Zorca- la). 9. Gegen dieses Urteil steht keine Beschwerde an das Bundesgericht offen (Art. 73 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Es ist darum rechtskräftig. Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen und die Verfügung der Vorinstanz vom 16. April 2013 bestätigt. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 4'000.– werden der Besch werdeführerin auferlegt und dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss entnommen. 3. Für das Beschwerdeverfahren wird der Beschwerdegegnerin eine Parte i- entschädigung von Fr. 1'250.– (exkl. MWSt) zu Lasten der Beschwerd e- führerin zugesprochen. B-2766/2013 Seite 15 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beilagen zurück) – die Beschwerdegegnerin (Einschreiben; Beilagen zurück) – die Vorinstanz (Widerspruchsverfahren Nr. 12603; Einschreiben; Vor- akten zurück) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: David Aschmann Salim Rizvi Versand: 30. April 2014