<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">9C_337/2011 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 24. Juni 2011 </div> <div class="para">II. sozialrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter U. Meyer, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Kernen, Bundesrichterin Glanzmann, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Ettlin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">P.________, </div> <div class="para">vertreten durch Fürsprecher Dr. Urs Tschaggelar, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons Solothurn, </div> <div class="para">Allmendweg 6, 4528 Zuchwil, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Invalidenversicherung (Revision), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn vom 29. März 2011. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sachverhalt: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A. </div> <div class="para">Der 1954 geborene P.________ bezog gemäss Verfügung vom 14. November 1994 der Ausgleichskasse des Kantons Solothurn seit Januar 1990 eine ganze Invalidenrente (Invaliditätsgrad von 70 %). Am 5. Februar 2010 hob die IV-Stelle des Kantons Solothurn, namentlich gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten des Instituts X.________ vom 15. Dezember 2008 die Invalidenrente revisionsweise auf das Ende des der Verfügungszustellung folgenden Monats auf (Verfügung vom 5. Februar 2010; Invaliditätsgrad von 26 %). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B. </div> <div class="para">P.________ liess die Verfügung beschwerdeweise mit dem Antrag anfechten, es sei ihm die ganze Invalidenrente zu belassen. Zudem sei ihm die unentgeltliche Verbeiständung zu gewähren (genehmigt mit Verfügung vom 17. Juni 2010). Mit Entscheid vom 29. März 2011 wies das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn die Beschwerde ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C. </div> <div class="para">Hiegegen lässt P.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen und die vorinstanzlich gestellten Begehren erneuern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege hat das Bundesgericht mit Verfügung vom 27. Mai 2011 abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Mit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann u.a. die Verletzung von Bundesrecht gerügt werden (<span class="artref">Art. 95 lit. a BGG</span>). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>). Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 beruht (<span class="artref">Art. 105 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Streitig und zu prüfen ist, ob das kantonale Versicherungsgericht Bundesrecht verletzte, indem es eine Verbesserung des Gesundheitsschadens annahm und neu einen rentenbegründenden Invaliditätsgrad verneinte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.1 Das vorinstanzliche Gericht stellte in Würdigung der medizinischen Unterlagen, insbesondere der Expertise des Instituts X.________ vom 15. Dezember 2008, fest, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit seit der Rentenrevision vom 15. November 2005 in psychischer Hinsicht verbessert. Im Verfügungszeitpunkt vom 5. Februar 2010 habe eine leichte depressive Störung vorgelegen und mit Bezug auf die somatischen Verhältnisse hätten die Gutachter den Morbus Cushing als Befund ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit angeführt. Der behandelnde Arzt, Dr. med. L.________, Facharzt für Endokrinologie und Diabetologie, habe in der Stellungnahme vom 23. Februar 2010 den Morbus Cushing als abgeheilt erklärt. Laut beweiskräftigem Gutachten des Instituts X.________ sei der Beschwerdeführer in einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig. Bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 26 % bestätigte das vorinstanzliche Gericht die gestützt auf <span class="artref">Art. 17 ATSG</span> verfügte Rentenrevision. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.2 Hiegegen erhebt der Beschwerdeführer keine stichhaltigen Einwände. Das kantonale Gericht wies zu Recht darauf hin, dass die Verfügung vom 5. Februar 2010 rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=13.06.2011&amp;to_date=02.07.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-V-215%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page215">BGE 132 V 215</a> E. 3.1.1 S. 220 mit Hinweisen). Der Bericht vom 14. April 2010 des Dr. med. S.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, beschlägt die am Tag der Berichterstattung begonnene psychiatrische Behandlung. Für die gesundheitlichen Verhältnisse im Verfügungszeitpunkt kann daraus nichts gewonnen werden. Ebenso hält die Auseinandersetzung mit den Stellungnahmen des Dr. med. L.________ vor Bundesrecht stand. Es ist vollumfänglich auf den auch in diesem Punkt überzeugenden Entscheid vom 29. März 2011 zu verweisen. Da sowohl die renteneinstellende Verfügung vom 5. Februar 2010 wie auch der angefochtene Entscheid gestützt auf die Expertise des Instituts X.________ vom 15. Dezember 2008 ergangen sind, kann dahingestellt bleiben, ob die das Gutachten bestätigende Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 19. Juni 2009 Beweiskraft hat. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer auf die Durchführung der von ihm ursprünglich beantragten öffentlichen Verhandlung später verzichtet hat. In diesem Lichte geht die Kritik ins Leere, es hätte im vorinstanzlichen Verfahren eine Parteibefragung angeordnet werden sollen. Das Gleiche gilt mit Bezug auf die Rüge eines rechtsfehlerhaft durchgeführten Schriftenwechsels. Der Beschwerdeführer hatte Gelegenheit, sich in der Replik vom 3. September 2010 zu sämtlichen Aspekten der Streitsache zu äussern, wovon er Gebrauch gemacht hat. Im Übrigen schloss das kantonale Gericht gemäss verfahrensleitender Verfügung vom 2. November 2010 den Schriftenwechsel im Einverständnis mit den Parteien ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Nachdem der rechtserhebliche Sachverhalt rechtsgenüglich erhoben worden ist, waren von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen keine neuen entscheidwesentlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb Verwaltung und Vorinstanz - ohne den Anspruch des Versicherten auf rechtliches Gehör zu verletzen - zu Recht auf die Abnahme weiterer Beweise verzichtet haben (antizipierte Beweiswürdigung; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=13.06.2011&amp;to_date=02.07.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-I-140%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page140">BGE 134 I 140</a> E. 5.3 S. 148; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=13.06.2011&amp;to_date=02.07.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-90%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page90">124 V 90</a> E. 4b S. 94). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.3 Die einzelnen Bemessungsfaktoren des Invaliditätsgrades sind weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht beanstandet und folglich nicht zu prüfen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=17&amp;from_date=13.06.2011&amp;to_date=02.07.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-413%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page413">BGE 125 V 413</a> E. 1b und 2c S. 415 ff.; 110 V E. 4a S. 53). Das kantonale Gericht hat den Sachverhalt rechtsfehlerfrei festgestellt (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/105/1" type="start"></artref>Art. 105 Abs. 1 BGG</span><artref id="CH/173.110/97/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Insofern der Beschwerdeführer beantragt, die Entschädigung des amtlichen Rechtsanwaltes für das vorinstanzliche Verfahren sei zu erhöhen, ist mangels Beschwerdelegitimation auf die Beschwerde nicht einzutreten. Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht steht der gesuchstellenden Partei zu. Diese ist jedoch nicht berechtigt, die Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsbeistandes anzufechten. Dazu ist nur der Rechtsvertreter selber legitimiert (ARV 1997 Nr. 27 S. 151 E. 4b, Urteil C 232/93 vom 19. Dezember 1994; unter der Geltung des BGG bestätigt etwa in SVR 2009 IV Nr. 48 S. 144, Urteil 9C_991/2008 vom 18. Mai 2009 E. 2.2.1). Im Übrigen genügt die Beschwerde den qualifizierten Rügepflichten gemäss <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span> nicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdeführer als unterliegender Partei auferlegt (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Solothurn und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 24. Juni 2011 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Meyer Ettlin </div> </div></body></html>