<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.1999.00083</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105695&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.1999.00083</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 30.08.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Grundstückgewinnsteuer</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Gesetzliches Grundpfandrecht Die Sicherstellung des staatlichen Steueranspruchs erfolgt im Grundsteuerrecht über das gesetzliche Pfandrecht (§ 157 aStG; § 181 StG). Ob unter dieser Prämisse für die Anwendung der "ordentlichen" Sicherstellung iSv § 119 aStG Raum bleibt, ist überaus fraglich, kann hier aber offengelassen werden. So oder anders durfte die Beschwerdegegnerin nämlich gestützt auf ihr Auswahlermessen die ihr gesetzlich zustehende Variante des Grundsteuerpfandrechts in Anspruch nehmen (E. 2b). Grundstückgewinnsteuern sind zwar betreibungsrechtlich Masseverbindlichkeiten. Allfällige Fehler bei der Verteilung sind jedoch in den dafür vorgesehenen Verfahren geltend zu machen und ändern an der Pfandhaft des erworbenen Grundstückes nichts (Bestätigung der Rechtsprechung; vgl. RB 1997 Nr. 52). Abweisung der Beschwerde.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSWAHLERMESSEN">AUSWAHLERMESSEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDSTEUERPFANDRECHT">GRUNDSTEUERPFANDRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: GrundstÃ¼ckgewinn- und HandÃ¤nderungssteuern ST: GRUNDSTÃCKGEWINNSTEUER">GRUNDSTÃCKGEWINNSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MASSEVERBINDLICHKEIT">MASSEVERBINDLICHKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SICHERSTELLUNG">SICHERSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWERTUNGSKOSTEN">VERWERTUNGSKOSTEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 262 aSchKG</span><br/><span class="gerade">§ 119 aStG</span><br/><span class="ungerade">§ 155 aStG</span><br/><span class="gerade">§ 157 aStG</span><br/><span class="ungerade">§ 181 StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A erwarb am 29. Juni 1995 von D anlÃ¤sslich einer betreibungsamtlichen Steige­rung das GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 0001 an der Xstrasse in X zum Preis von Fr. 1'520'000.‑. Nachdem am 13. Juli 1995 die Abrechnung der betreibungsrechtlichen Versteigerung er­folgt war, beantragte A mit Schreiben vom 20. Juli 1995 dem Steueramt, gegen die im Ausland wohnhafte VerÃ¤usserin eine Sicherstellung betreffend die ausstehende Grund­stÃ¼ckgewinnsteuer zu erlassen. Dies lehnte das Steueramt mit Antwort vom 21. Juli 1995 ab und hielt an dieser Ablehnung auch fest, als A erneut und mehrfach intervenierte. Aus der Versteigerung vom 29. Juni 1995 ergab sich ein durch das Betreibungsamt am 28. Juli 1995 angezeigter ÃbererlÃ¶s von Fr. 92'784.-. Dieser ÃbererlÃ¶s blieb zuerst zugunsten eines ArrestglÃ¤ubigers blockiert und wurde schliesslich verteilt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 30. November 1995 auferlegte die Kommission fÃ¼r Grundsteu­ern der Gemeinde X der VerÃ¤usserin eine GrundstÃ¼ckgewinnsteuer von Fr. 131'850.-. Da der Beschluss nicht zugestellt werden konnte, wurde er im Amtsblatt des Kantons ZÃ¼rich Ã¶ffentlich be­kannt gemacht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Schreiben vom 16. April 1996 orientierte das Steueramt der Gemeinde X A dahingehend, die VerÃ¤usserin habe die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer trotz Mahnung nicht bezahlt, weshalb die Eintragung des bestehenden gesetzlichen Pfandrechts bevorstehe. Am 3. Juni 1996 erfolgte die angekÃ¼ndigte Eintragung, und mit Beschluss vom 20. August 1996 machte die Kom­mission fÃ¼r die Grundsteuern das eingetragene Pfandrecht fÃ¼r eine GrundstÃ¼ckgewinn­steuer von Fr. 131'850.‑ nebst Zins zu 4 % seit 6. Januar 1996 geltend. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Den Rekurs, womit A diesen Pfandrechtsbeschluss angefochten hatte, hiess die mittlerweile gemÃ¤ss § 212 in Verbindung mit § 280 Abs. 2 des auf 1. Januar 1999 in Kraft getretenen Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) zustÃ¤ndige Steuerrekurskommission III mit Entscheid vom 7. September 1999 teilweise gut, indem sie die Pfandhaft (aus nÃ¤her dargelegten GrÃ¼nden) auf Fr. 103'930.‑ herabsetzte. Die Steuerrekurskommission hielt jedoch fest, die Gemeinde habe auf den Erlass einer SicherstellungsverfÃ¼gung verzichten dÃ¼rfen und sei berechtigt gewesen, ihr Wahlrecht gegen den PfandeigentÃ¼mer auszuÃ¼ben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Entscheid wandte sich A am 15. November 1999 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht, dem er beantragen liess, das gesetzliche Pfandrecht auf Fr. 11'146.- zu reduzieren und das zustÃ¤ndige Grundbuchamt anzuweisen, die im Grund­buch eingetragene Pfandsumme ebenfalls auf diesen Betrag herabzusetzen. Ausserdem verlangte er eine ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>WÃ¤hrend die Beschwerdegegnerin auf Abweisung des Rekurses schloss, erklÃ¤rte die Steuerrekurskommission III Verzicht auf Vernehmlassung.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das neue zÃ¼rcherische Steuergesetz vom 8. Juni 1997 (StG) ist seit dem 1. Januar 1999 in Kraft und hat auf diesen Zeitpunkt hin das alte Steuergesetz vom 8. Juli 1951 (aStG) abgelÃ¶st. Auf HandÃ¤nderungen, die wie hier vor dem 1. Januar 1999 vollzogen worden sind, wird die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer materiellrechtlich nach den Bestimmungen des alten Steuergesetzes veranlagt (§ 279 Abs. 1 StG). Hingegen richtet sich das Beschwer­deverfahren nach den Bestimmungen des neuen Rechts (§ 280 Abs. 2 u. 3 StG; vgl. § 79 der Verordnung vom 1. April 1998 zum Steuergesetz). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>WÃ¤hrend mit dem altrechtlichen Rekurs laut § 160 Abs. 2 in Verbindung mit § 92 Abs. 2 aStG alle MÃ¤ngel des angefochtenen Entscheids sowie des vorangegangenen Ver­fahrens gerÃ¼gt werden konnten und dabei neue tatsÃ¤chliche Behauptungen und Beweis­mittel zulÃ¤ssig waren (RB ORK 1952 Nr. 56 = ZR 51 Nr. 134; RB ORK 1953 Nr. 77; RB 1961 Nr. 63), kÃ¶nnen mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht in Grund­steuersachen laut § 213 StG in Verbindung mit § 153 Abs. 3 StG lediglich Rechtsverlet­zungen, einschliesslich <span>Ã¼</span>berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht wer­den. Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen als Beschwerdeinstanz auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) FÃ¼r Grundsteuern steht den Gemeinden an den bezÃ¼glichen GrundstÃ¼cken laut § 157 aStG ein gesetzliches Pfandrecht zu. Dieses entsteht gemÃ¤ss §§ 195 f. in Verbindung mit § 194 lit. e des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch vom 2. April 1911/8. Juli 1951 (EG ZGB) ohne Eintragung im Grundbuch zugleich mit der Ent­stehung der Steuerforderung, das heisst mit der grundsteuerrechtlich massgebenden Hand­Ã¤nderung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das gesetzliche Grundpfandrecht untersteht den Regeln der AkzessorietÃ¤t, das heisst es folgt Bestand und Umfang der Grundsteuerschuld: Geht diese unter (etwa durch Bezahlung oder VerjÃ¤hrung), so erlischt auch das Grundsteuerpfandrecht; wird die Steuer­schuld nach Eintragung des Grundpfandrechts auch nur teilweise beglichen, so vermindert sich die Pfandhaft entsprechend. Das Grundpfandrecht stellt ein reines Wert‑ und Verwer­tungsrecht dar, das nur ausgeÃ¼bt werden kann, wenn und soweit der Schuldner die sicher­gestellte Forderung bei FÃ¤lligkeit nicht erfÃ¼llt (VGr, 28. August 1996, SR.96.00027).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im Pfandrechtsverfahren hat weder der PfandeigentÃ¼mer die Unrichtigkeit noch die SteuerbehÃ¶rde die Richtigkeit der Steuerforderung nachzuweisen. Vielmehr ist es Sa­che der Rekursinstanz, die SteuereinschÃ¤tzung im Pfandrechtsverfahren von Amtes wegen daraufhin zu Ã¼berprÃ¼fen, ob sie den Einwendungen des PfandeigentÃ¼mers im nachhinein standhalte. Das Pfandrechtsverfahren soll dabei im Interesse der Verfahrenswirtschaftlich­keit nicht die Gestalt eines zweiten EinschÃ¤tzungsverfahrens annehmen. Die Rechtsmittel­behÃ¶rde muss im Pfandrechtsverfahren vom Ergebnis des EinschÃ¤tzungsverfahrens bzw. vom Ausgang allfÃ¤lliger nachfolgender Rechtsmittelverfahren ausgehen. Der Pfandeigen­tÃ¼mer seinerseits muss zwar wie erwÃ¤hnt nicht den schlÃ¼ssigen Nachweis des Nichtbeste­hens oder der Unrichtigkeit der Steuerforderung leisten, doch bleibt es ihm Ã¼berlassen, Be­stand und Umfang derselben wenigstens mit substanzierten GegengrÃ¼nden zu erschÃ¼ttern, so z.B. mittels der Einreden der Tilgung, des Erlasses oder der VerjÃ¤hrung (RB 1994 Nr. 59 mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt (unter Erneuerung seiner RekursantrÃ¤ge) vor, die SteuerbehÃ¶rde hÃ¤tte den aus der Zwangsverwertung resultierenden ÃbererlÃ¶s von rund Fr. 92'000.- im Juli 1995 sicherstellen oder dann spÃ¤testens im Oktober 1995 mittels provi­sorischem Steuerbezug in Empfang nehmen mÃ¼ssen. Dies mÃ¼sse umso mehr gelten, als das Betreibungsamt X den Beschwerdegegner ausdrÃ¼cklich darauf hingewiesen habe, ein ÃbererlÃ¶s liege vor, und ihn sogar aufgefordert habe, allfÃ¤llige Grundsteuerforderungen geltend zu machen. Die Vorinstanz habe sich mit diesen Vorbringen nicht ernsthaft ausein­andergesetzt, indem sie es insbesondere auch unterlassen habe, den Vorsteher des Betrei­bungsamts X als Zeugen einzuvernehmen. Dies sei vor Verwaltungsgericht nachzuholen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Eine SicherstellungsverfÃ¼gung im Sinn von § 119 aStG kann durch das kanto­nale Steueramt oder das Gemeindesteueramt dann erlassen werden, wenn ein Steuerpflich­tiger in der Schweiz keinen festen Wohnsitz hat oder sein Verhalten eine GefÃ¤hrdung des Steueranspruchs befÃ¼rchten lÃ¤sst, wobei die Sicherstellung in der HÃ¶he der mutmasslich geschuldeten Steuern erfolgen soll. Diese Norm bezweckt, den staatlichen Steueranspruch abzusichern. Dieselbe Zielrichtung verfolgt im Grundsteuerrecht § 157 aStG. Ob unter diesen Voraussetzungen fÃ¼r eine Anwendung von § 119 aStG im Grundsteuerrecht gestÃ¼tzt auf den Verweis in § 155 aStG Ã¼berhaupt Raum bleibt, ist angesichts der Spezialnorm von § 157 aStG fraglich, braucht indes im vorliegenden Fall nicht abschliessend entschieden zu werden. Selbst wenn nÃ¤mlich § 119 aStG anwendbar wÃ¤re, so durfte die SteuerbehÃ¶rde aufgrund des ihr zustehenden Auswahlermessens ohne weiteres gerade deshalb auf den Erlass einer SicherstellungsverfÃ¼gung verzichten, weil ihr das gesetzliche Pfandrecht zu­stand. Damit ist klar, dass dieses zulÃ¤ssige Handeln des Beschwerdegegners in keiner Weise zu einer Verwirkung des Grundpfandrechts fÃ¼hren kann, die VorwÃ¼rfe des "starren schematischen Vorgehens" ins Leere zielen und sich AusfÃ¼hrungen zu den Fragen des "un­verhÃ¤ltnismÃ¤ssigen Bezugsaufwands" und der "teilweisen Deckung" erÃ¼brigen. Dass das auch in das neue Steuergesetz Ã¼bernommene gesetzliche Grundpfandrecht (§ 208 StG) fÃ¼r den Erwerber unerfreuliche Folgen haben kann, trifft zu, ist aber vom SouverÃ¤n so gewollt. Nicht zuletzt deshalb wird der Erwerber in den Steigerungsbedingungen auf diese ihm dro­hende Gefahr ausdrÃ¼cklich aufmerksam gemacht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Das Bundesgericht hat in PrÃ¤zisierung seiner frÃ¼heren Rechtsprechung in zwei neueren Entscheiden (BGE 122 III 246 E. 5a und 120 III 153 E. 2b) erkannt, dass zu den Masseverbindlichkeiten im Sinn von Art. 262 Abs. 1 des Schuldbetreibungs‑ und Kon­kursgesetzes vom 11. April 1889 (aSchKG) ausser den eigentlichen Konkurskosten auch die Ã¶ffentlichrechtlichen Schulden gehÃ¶ren, die erst nach der KonkurserÃ¶ffnung entstanden sind, wie insbesondere die GrundstÃ¼ckgewinnsteuern. Diese stellen demnach Kosten der Verwertung im Sinn von Art. 262 Abs. 2 aSchKG dar. Als Verwertungskosten sind die GrundstÃ¼ckgewinnsteuern vom BruttoerlÃ¶s abzuziehen und zu bezahlen, bevor der Netto­erlÃ¶s an die GlÃ¤ubiger verteilt wird. Diese LÃ¶sung gilt nicht nur bei der Betreibung auf Konkurs, sondern auch bei derjenigen auf Grundpfandverwertung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Der BeschwerdefÃ¼hrer hat unter Berufung auf diese neuere bundesgerichtliche Rechtsprechung vor Verwaltungsgericht erneut den Standpunkt vertreten, die GrundstÃ¼ck­gewinnsteuer gehÃ¶re zu den Masseverbindlichkeiten und bestehe im Umfang des ÃbererlÃ¶s nicht zu seinen Lasten als Steuerschuld. Hingegen macht er nicht geltend, die Steuerforde­rung sei erlassen oder getilgt. Ebensowenig hat er Einwendungen gegen die von der Re­kurskommission neu festgesetzte Steuerforderung an sich, mithin gegen die Veranlagung des GrundstÃ¼ckgewinns oder die Berechnung der Steuer, erhoben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Damit richten sich die vorgebrachten RÃ¼gen grundsÃ¤tzlich gegen Handlungen, die das Betreibungsamt im Rahmen der Erstellung der Steigerungsbedingungen bzw. des Verteilungsplans vorgenommen hat. Die Steigerungsbedingungen des Betreibungsamts X enthalten indessen sowohl einen klaren Hinweis auf das gesetzliche Pfandrecht fÃ¼r die GrundstÃ¼ckgewinnsteuern als auch die Aufforderung an die Ersteigerer, im eigenen In­teresse die HÃ¶he der mutmasslichen GrundstÃ¼ckgewinnsteuer abklÃ¤ren zu lassen. Damit musste sich der BeschwerdefÃ¼hrer bei der Ãbernahme der fraglichen Liegenschaft Ã¼ber das mit der gesetzlichen Pfandhaft verbundene Risiko und den entsprechenden AbklÃ¤rungsbe­darf im klaren sein. Der Verteilungsplan, der die streitige GrundstÃ¼ckgewinnsteuer nicht als Verwertungskosten berÃ¼cksichtigt, ist lÃ¤ngst in Rechtskraft erwachsen und heute voll­zogen, der ÃbererlÃ¶s verteilt. Der BeschwerdefÃ¼hrer hÃ¤tte es in der Hand gehabt, den Ver­teilungsplan in diesem Punkt bei der AufsichtsbehÃ¶rde fÃ¼r Schuldbetreibung und Konkurs anzufechten. Indem er dies unterlassen hat, trifft ihn nun Ã¼ber das gesetzliche Grundpfand die Haftung fÃ¼r die GrundstÃ¼ckgewinnsteuer. Im Kern hat der BeschwerdefÃ¼hrer vor Ver­waltungsgericht nichts weniger verlangt, als dass der Verteilungsplan gemÃ¤ss der heutigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung korrigiert und die streitige GrundstÃ¼ckgewinnsteuer als Verwertungskosten behandelt wÃ¼rde. Wie die Rekurskommission zutreffend festgestellt hat, ist im vorliegenden Verfahren, das der BeschwerdefÃ¼hrer gegen die Grundsteuerkom­mission bzw. die Gemeinde fÃ¼hrt, die Anfechtung des rechtskrÃ¤ftigen Verteilungsplans nicht mehr mÃ¶glich. Der Verteilungsplan des Betreibungsamts X erweist sich im Licht der neuen Bundesgerichtspraxis wohl als bundesrechtswidrig, nicht aber als nichtig und ist somit uneingeschrÃ¤nkt gÃ¼ltig. Mit Bezug auf die streitige GrundstÃ¼ckgewinnsteuer bleibt es daher im Ergebnis bei der vorgesehenen Schuldpflicht und der Pfandhaft des vom Be­schwerdefÃ¼hrer erworbenen GrundstÃ¼cks (RB1997 Nr. 52). </span></p> <p class="Einzug1"><i><span> </span></i></p> <p class="Einzug1"><span>Nichts an diesem Ergebnis zu Ã¤ndern vermag auch das wiederholt Vorgebrachte, das Steueramt hÃ¤tte den vom Betreibungsamt X angebotenen ÃbererlÃ¶s annehmen mÃ¼ssen. Wie dies bereits die Rekurskommission zutreffend festgehalten hat, statuiert auch der ange­rufene Bundesgerichtsentscheid keine Pflicht der SteuerbehÃ¶rden, GrundstÃ¼ckge­winnsteu­ern in der betreibungsrechtlichen Zwangsverwertung geltend zu machen. Fehlt eine solche Pflicht, so war die SteuerbehÃ¶rde selbst dann nicht gehalten, ihre Forderung geltend zu machen, wenn sie entsprechend informiert worden wÃ¤re. Damit erÃ¼brigen sich nÃ¤here Ab­klÃ¤rungen zur Frage, ob das Betreibungsamt X die wiederholt behauptete, jedoch nicht aktenkundige und vom Beschwerdegegner bestrittene "Offerte des ÃbererlÃ¶ses" gemacht hat, ebenso, wie die angebotene Befragung des Zeugen E. Anzumerken bleibt in diesem Zusammenhang allerdings, dass es in Anbetracht der zeitlichen VerhÃ¤ltnisse - der angeru­fene Entscheid des Bundesgerichts erfolgte anfangs Juni 1996 knapp acht Monate nach der ErlÃ¶sverteilung, weshalb das Betreibungsamt X zu diesem Zeitpunkt noch vom gegenteilig lautenden Urteil des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich auszugehen hatte - als erstaunlich bezeichnet werden mÃ¼sste, hÃ¤tte das Betreibungsamt X bereits von sich aus eine neue Pra­xis begrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Demzufolge hat es mit dem vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden und ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug1Tab"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>