<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00418</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106587&amp;W10_KEY=4467147&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00418</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.03.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>§ 24 Abs. 1 Satz 1 SubmV lässt kein Raum für eine andere Fristansetzung: Massgend für die Offerteinreichung ist das Eintreffen bei der Vergabestelle.<br/>I.c. ist aus Vertrauensschutzgründen die Frist zur Offerteinreichung mit dem fristgerechten Poststempel dennoch gewahrt.<br/>Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSS">AUSSCHLUSS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINGANGSDATUM">EINGANGSDATUM</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRIST/-EN">FRIST/-EN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: POSTSTEMPEL">POSTSTEMPEL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERTRAUENSSCHUTZ">VERTRAUENSSCHUTZ</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 9 BV</span><br/><span class="gerade">§ 20 lit. I SubmV</span><br/><span class="ungerade">§ 24 lit. I SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 26 lit. I d SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Schulgemeinde X erÃ¶ffnete mit Ausschreibung vom 20. Juli 2001 eine Submission im selektiven Verfahren fÃ¼r die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Zentrum. Nach dem Ausschreibungstext sollten die Bewerbungen bis zum 14. August 2001 âEingabe bei der ausschreibenden Stelle; Datum des Poststempels ist nicht massgebend!â eingereicht werden. Im Bereich der Spenglerarbeiten bewarben sich in der Folge zehn Unternehmen, darunter die A AG aus Y und die B AG aus Z. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Schulpflege X lud alle Bewerber zur Offertstellung ein und liess ihnen Ã¼ber das mit der Projektorganisation betraute ArchitekturbÃ¼ro C AG die Devisierungsunterlagen zu­kommen. Im Begleitbrief der Architekten vom 12. Oktober 2001 wurden die Eingeladenen darauf hingewiesen, dass die Offerten bis am 23. November 2001 âPoststempelâ an das Schulsekretariat zu senden seien, und es wurde fÃ¼r den 28. November eine Ã¶ffentliche OffertÃ¶ffnung angekÃ¼ndigt. Mit Brief vom 2. November 2001 teilte das ArchitekturbÃ¼ro den Interessenten mit, dass die OffertÃ¶ffnung wegen des selektiven Verfahrens doch nicht Ã¶ffentlich sein werde, und vermerkte gleichzeitig, dass die Offerten bis zum 23. November 2001 âPoststempel nicht massgebendâ<b> </b>dem Schulsekretariat zu senden seien âEingang der Offertenâ. Am 9. November 2001 schrieb die C AG erneut an die eingeladenen Unternehmer und bat sie, die Offerten in einem verschlossenen Couvert zu senden und mit entsprechender Beschriftung und BKP-Nummer zu versehen. Auch in diesem Brief wurde eingangs vermerkt, dass die Offerten bis zum 23. November 2001 âPoststempel nicht massgebendâ<b> </b>dem Schulsekretariat zu senden seien (âEingang der Offertenâ).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bis zum Freitag, den 23. November 2001, trafen im Schulsekretariat X acht Offerten fÃ¼r Spenglerarbeiten mit Preisen zwischen Fr. 260'832.20 (ZASAG) und Fr. 460'209.10 ein. Die vom 23. November 2001 datierte Offerte der B AG mit einem Preis von Fr. 241'894.90 ging erst am Montag, dem 26. November 2001, mittels A-Post ein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. In ihrer Sitzung vom 11. Dezember 2001 vergab die Schulpflege X die Spengler­arbeiten an die B AG.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen diesen Beschluss wandte sich die A AG am 21. Dezember 2001 an das Ver­waltungsgericht und machte geltend, die Vergabe sei wegen des verspÃ¤teten Offerteingangs nicht gerechtfertigt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Als Mitbeteiligte Ã¤usserte sich die B AG am 14. Januar 2002 zur Beschwerde. Die Schulgemeinde X beantragte am 30. Januar 2002 die Ab­weisung der Beschwerde. In der Re­plik vom 15. Februar 2002 und in der Duplik vom 27. Februar 2002 hielten die Parteien an ihren Standpunkten fest.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die Beschwerde an das Verwaltungsgericht steht gegen alle Entscheide einer GemeindebehÃ¶rde Ã¼ber die Vergabe eines Ã¶ffentlichen Auftrags zur VerfÃ¼gung (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein nicht berÃ¼cksichtigter Anbieter ist zur Beschwerde gegen den Vergabeentscheid legitimiert, wenn er bei deren Gutheissung eine realistische Chance hat, mit dem eigenen An­gebot zum Zug zu kommen oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wieder­holung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem er ein neues Angebot ein­reichen kann; andernfalls fehlt ihm das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼h­rung (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 10). Da die BeschwerdefÃ¼hrerin von allen nicht berÃ¼cksichtigten Anbietenden den tiefsten Preis offerierte, hÃ¤tte sie bei Aufhebung des Vergabeentscheides eine realistische Chance auf den Zuschlag. Ihre Legitimation ist damit offensichtlich gegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf die Beschwerde ist daher einzu­treten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Im Streit liegt der Vergabeentscheid der Schulpflege X. Indem die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht, die Vergabe an die Mitbeteiligte sei nicht gerechtfertigt, beantragt sie sinngemÃ¤ss die Aufhebung des Entscheides. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Nach § 26 Abs. 1 lit. d der Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (SubmV) wird ein Anbieter von der Teilnahme ausge­schlos­sen, wenn er wesentliche Form­vorschriften verletzt hat, insbesondere durch Nicht­einhaltung der Ein­gabefrist, fehlende Un­terschrift, UnvollstÃ¤ndigkeit des Angebots oder Ãnderung des An­ge­bots­textes (vgl. VGr, 16. Juni 1999, BEZ 1999 Nr. 25 E. 6). Falls die Mitbeteiligte mit ihrer berÃ¼cksichtig­ten Offerteingabe tatsÃ¤chlich die Eingabefrist verpasst hat, verletzte sie damit eine we­sent­liche Formvorschrift, was zwingend ihren Ausschluss vom Verfahren verlangt hÃ¤tte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss § 20 Abs. 1 SubmV werden die Eingabefristen im Submissionsverfahren einheitlich und so festgelegt, dass niemand diskriminiert wird. Bei der Bestimmung der Fris­ten werden UmstÃ¤nde wie Art und KomplexitÃ¤t des Auftrages, das Ausmass von Unter­auftrÃ¤gen, die Ã¼bliche Ausarbeitungs- oder Produktionszeit sowie die Ãbermittlungs- oder Transportzeit berÃ¼cksichtigt, soweit es sich mit den angemessenen BedÃ¼rfnissen der Auftrag­geberinnen und Auftraggeber vereinbaren lÃ¤sst. Nach Abs. 2 der Bestimmung gilt die VerlÃ¤ngerung einer Frist fÃ¼r alle Anbieterinnen und Anbieter und ist diesen gleichzeitig und rechtzeitig bekanntzugeben. Das Angebot muss innerhalb der Frist schriftlich, direkt oder per Post, erfolgen und vollstÃ¤ndig bei der in der Ausschreibung genannten Stelle eintreffen (§ 24 Abs. 1 Satz 1 SubmV).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit dieser letztgenannten Bestimmung knÃ¼pft das kantonale Submissionsrecht fÃ¼r die Fristwahrung ausschliesslich an das Eintreffen bei der Vergabestelle an und lÃ¤sst damit die Ãbergabe an die schweizerische Post nicht als fristwahrende Handlung genÃ¼gen (anders Art. 21 Abs. 1 Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 Ã¼ber das Verwaltungsverfahren, Art. 32 Abs. 3 Bundesrechtspflegegesetz vom 16. Dezember 1943/4. Oktober 1991, § 193 Gerichtsverfassungsgesetz vom 13. Juni 1976, § 11 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959). Die Regelung entspricht § 21 Abs. 1 der zur Interkantonalen Ver­einbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen (IVÃ¶B) gehÃ¶renden Vergaberichtlinien (VRÃ¶B) und dem System des GATT/­WTO-Ãbereinkommens Ã¼ber das Ã¶ffentliche Be­schaffungswesen (GPA). Sie soll vermeiden, dass sich Anbietende aus dem Ausland auch bei grosser VerspÃ¤tung noch auf einen auslÃ¤ndischen Poststempel berufen kÃ¶nnen oder dass sie Diskriminierung geltend machen, wenn man von ihnen eine Postaufgabe in der Schweiz verlangen wÃ¼rde (vgl. Herbert Lang, Offertenbehandlung und Zuschlag im Ã¶ffent­lichen Beschaffungswesen, in ZBl 101/2000, S. 226 f.). Solange es sich nicht um Ausschrei­bungen handelt, welche direkt unter die Bestimmungen des GATT/WTO-Ãber­ein­kom­mens fallen, lÃ¤sst die IVÃ¶B dem kantonalen Gesetzgeber grundsÃ¤tzlich Raum fÃ¼r eine abweichende Bestimmung. Im Kanton ZÃ¼rich bestimmt die vom zustÃ¤ndigen Verordnungs­geber erlassene Regelung, dass das Angebot schriftlich innerhalb der Frist bei der in der Aus­schreibung genannten Stelle eintreffen muss (§ 24 Abs. 1 SubmV). Damit hat der kantonale Gesetzgeber die Lage geklÃ¤rt und es besteht grundsÃ¤tzlich kein Raum fÃ¼r eine abweichende Fristansetzung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Im Begleitbrief zur Einladung zur Offertstellung vom 12. Oktober 2001 wurde formelhaft darauf hingewiesen, dass keine Abgebotsrunden stattfinden wÃ¼rden und Ãnderungen am Submissionstext nicht statthaft seien, beides Hinweise, die bereits in den projektspezifischen Informationen (Ziff. 9 und 11) enthalten waren. Ebenfalls schon aus den Devisierungsunterlagen ging die Eingabefrist vom 23. November sowie der OffertÃ¶ffnungs­termin vom 28. November hervor. Neu und wesentlich am Schreiben vom 12. Oktober 2001 war jedoch der Hinweis auf die Fristwahrung mittels Poststempel sowie auf die Ãffentlichkeit des OffertÃ¶ffnungstermins. Der Brief vom 2. November 2001 enthielt erneut die identischen Formulierungen betreffend Abgebotsrunden und Submissions­text, als ausdrÃ¼ckliche Richtigstellung gegenÃ¼ber dem ersten Brief aber auch den Hinweis auf die Nicht­Ã¶ffentlichkeit des OffertÃ¶ffnungstermins. Zudem war nunmehr die Formulierung betreffend die Eingabefrist neu gefasst âPoststempel nicht massgebendâ, ohne dass aber die aus dieser Formulierung resultierende FristverkÃ¼rzung als solche bezeichnet worden wÃ¤re. Im Brief vom 9. November 2001 schliesslich wurden erstmals Anforderungen an die Verpackung und Beschriftung der abzugebenden Offerten gestellt, die neue Formel betreffend Fristberechnung wiederholt, jedoch wiederum nicht als Abweichung gegenÃ¼ber der ursprÃ¼ng­lich erÃ¶ffneten Frist gekennzeichnet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es ist davon auszugehen, dass sich die Anbietenden beim Erhalt der Einladung zur Offertstellung vom 12. Oktober 2001 die bedeutenden Termine eingetragen haben. Mit dem geÃ¤nderten neuen Hinweis auf die Massgeblichkeit des Eintreffens der Offerte bei der Vergabestelle wurde gegenÃ¼ber der GÃ¼ltigkeit des Poststempels den Betroffenen im Ergeb­nis die Frist verkÃ¼rzt. Auf diese faktische VerkÃ¼rzung wurde jedoch entgegen den sonst Ã¼b­lichen Gepflogenheiten nicht hingewiesen. Unter diesen UmstÃ¤nden hatten die Anbietenden nach Treu und Glauben weder Grund zur Annahme, dass die ihnen am 12. Oktober 2001 eingerÃ¤umte MÃ¶glichkeit der Fristwahrung per Posteingabe nicht gÃ¼ltig war, noch dass die Beschwerdegegnerin die einmal gewÃ¤hrte MÃ¶glichkeit tatsÃ¤chlich widerrufen woll­te. FÃ¼r eine FristverkÃ¼rzung in diesem Sinne bestand auch offensichtlich kein konkreter Anlass; die Beschwerdegegnerin geht denn auch selber davon aus, die Frist sei im ers­ten Brief korrekt angesetzt und die Formulierung im zweiten und dritten Brief infolge eines offensichtlichen Versehens geÃ¤ndert worden. Bei dieser Sachlage wÃ¤re es im konkreten Fall Ã¼berspitzt formalistisch, die Adressaten auf die abgeÃ¤nderte Formel betreffend Fris­ten­lauf verpflichten zu wollen. Sie durften sich vielmehr auf den Hinweis im Brief vom 12. Ok­tober 2001 verlassen, wonach fÃ¼r die Fristwahrung der Poststempel, d.h. die Ãbergabe der Offerte an die Post massgeblich wÃ¤re. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Nach Auffassung der Beschwerdegegnerin ist die Offerte der Mitbeteiligten recht­zeitig am Freitag, 23. November 2001, mit A-Post aufgegeben worden. Zwar kÃ¶nne der Poststempel auf dem Briefumschlag nicht mit absoluter Sicherheit entziffert werden, jedoch sei eine entsprechende Entzifferung mÃ¶glich. Zudem arbeite die SekretÃ¤rin, welche die Postsendung aufgegeben habe, am Samstag nicht. Die Mitbeteiligte selber macht keine konkreten Angaben dazu, wann die Offerte versandt wurde, sondern beschrÃ¤nkt sich auf die Bemerkung, dass sie Ã¼ber den Versand der PostausgÃ¤nge keine Korrespondenz fÃ¼hre, beim Einsenden der Offerten sehr gewissenhaft sei und diese daher immer rechtzeitig das GeschÃ¤ft verliessen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin scheint in ihrer Replik zu bezweifeln, dass die Eingabe der Mitbeteiligten tatsÃ¤chlich am 23. November 2001 der Post Ã¼bergeben wurde, und rÃ¼gt damit sinngemÃ¤ss die ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts durch die Vergabestelle. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da die Offerte der Mitbeteiligten vom 23. November datiert und am Montag, den 26. November, mittels A-Post im Schulsekretariat einging, kommt als mÃ¶glicher Postaufgabetermin nur der 23., der 24. und â angesichts der Ãffnungszeiten der K-post â auch der Sonntag, der 25. November, in Frage. Auf dem Poststempel kann als Monatsangabe einiger­massen klar die Zahl 11 eruiert werden, jedoch lÃ¤sst sich beim Stempeltag die erste Ziffer Ã¼berhaupt nicht und die zweite Ziffer nur teilweise entziffern. Bei dieser letzteren ist im­merhin im oberen Bereich recht deutlich ein Querstrich und von dessen rechtem Ende ausgehend ein zur linken Mitte der Ziffer hin verlaufender SchrÃ¤gstrich erkennbar. Da die Stempelziffern 4 und 5 im Gegensatz zur Ziffer 3 offensichtlich keine solche Strichkombination aufweisen, kommt als einzig mÃ¶gliches Stempeldatum im vorliegenden Fall nur der 23. November in Frage. Weitere SachverhaltsabklÃ¤rungen wie etwa die von der Beschwerde­gegnerin angebotenen Zeugeneinvernahmen erÃ¼brigen sich damit.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdegegnerin hat demnach bei der Vergabe zu Recht die Offerte der Mit­beteiligten in die Beurteilung mit einbezogen. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin keine materiellen Einwendungen gegen die Vergabe erhebt, ist die Beschwerde abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>