<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2016.00790</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=217081&amp;W10_KEY=13013507&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2016.00790</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.03.2017</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Niederlassungsbewilligung (Widerruf)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Widerruf der Niederlassungsbewilligung aufgrund neuer Indizien für eine Scheinpartnerschaft. [Der kosovarische Beschwerdeführer ging eine eingetragene Partnerschaft mit einem Schweizer ein, worauf ihm die Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde. In der Folge lebten er, sein Partner, seine Schwester und seine Mutter in einer gemeinsamen Wohnung. Der eingetragene Partner und die Schwester des Beschwerdeführers zeugten in dieser Zeit ein gemeinsames Kind und teilten sich gemäss polizeilichen Feststellungen bei einer durchgeführten Wohnungskontrolle auch ein Zimmer. Trotz dieser und weiterer Indizien für eine Scheinpartnerschaft bzw. eine diese konkurrenzierende heterosexuelle Beziehung wurde dem Beschwerdeführer die Niederlassungsbewilligung erteilt. Kurz darauf wurde die eingetragene Partnerschaft aufgelöst]. Sind der kantonalen Ausländerbehörde die wesentlichen Umstände, die auf eine Scheinpartnerschaft hinweisen könnten, im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung bekannt und erteilt sie die Niederlassungsbewilligung dennoch, ohne weitere Abklärungen zu treffen, fällt ein späterer Widerruf gestützt auf die bereits bekannten Sachumstände ausser Betracht. Die Anforderungen an die Abklärungspflicht der Migrationsbehörde dürfen dabei aber nicht überstrapaziert werden, dürfen die Migrationsbehörden doch grundsätzlich auf die Angaben der betroffenen Ausländer vertrauen und müssen diesen nicht mit stetem Misstrauen begegnen, weshalb es primär Sache des betroffenen Ausländers ist, die Sachlage im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht gemäss Art. 90 AuG korrekt darzulegen. Ein späterer Widerruf ist bei Auftauchen neuer Indizien nicht ausgeschlossen, sofern bei der Bewilligungserteilung nicht trotz ins Auge springender Ungereimtheiten allein auf die Angaben des Gesuchstellers abgestellt wurde. Vorliegend bestanden zwar bereits vor der Bewilligungserteilung Indizien für eine Scheinpartnerschaft, gleichwohl durfte das Migrationsamt aufgrund der Angaben der eingetragenen Partner sowie den zeitnahen Untersuchungsergebnissen eines gegen den Partner des Beschwerdeführers in diesem Zusammenhang geführten Strafverfahrens von weiteren Untersuchungen absehen. Ein entsprechender Verdacht hat sich jedoch nachträglich wieder erhärtet, nachdem sich die eingetragenen Partner bereits kurz nach der Erteilung der Niederlassungsbewilligung getrennt hatten und der frühere Partner des Beschwerdeführers heute im Konkubinat mit dessen Schwester lebt. Dem Beschwerdeführer gelingt es nicht, die Vermutung einer bereits zum Zeitpunkt der Erteilung der Niederlassungsbewilligung nicht mehr gelebten Partnerschaft zu entkräften, weshalb seine rechtsmissbräuchlich erlangte Niederlassungsbewilligung zu widerrufen ist. Rückweisung an das Migrationsamt zur Prüfung, ob die Partnerschaft zumindest drei Jahre ohne Rechtsmissbrauch bestand und der Beschwerdeführer deshalb allenfalls aus Art. 50 AuG einen Aufenthaltsanspruch ableiten kann. Verwehrung einer Parteientschädigung und hälftige Kostenauflage an den Beschwerdeführer, da dieser hinsichtlich dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung als unterliegend zu betrachten ist. Rechtsmittelbelehrung. Teilweise Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung an das Migrationsamt zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid. Abweichende Meinung des Gerichtsschreibers. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLÃNDERRECHTSEHE">AUSLÃNDERRECHTSEHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSEREHELICHE BEZIEHUNG">AUSSEREHELICHE BEZIEHUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSEREHELICHES KIND">AUSSEREHELICHES KIND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEISLASTUMKEHR">BEWEISLASTUMKEHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DREIECKSVERHÃLTNIS">DREIECKSVERHÃLTNIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINGETRAGENE PARTNERSCHAFT">EINGETRAGENE PARTNERSCHAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INDIZIEN">INDIZIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INDIZIENBEWEIS">INDIZIENBEWEIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MÃNAGE Ã TROIS">MÃNAGE Ã TROIS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEUE TATSACHE">NEUE TATSACHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOVEN">NOVEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHEINEHE">SCHEINEHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHEINPARTNERSCHAFT">SCHEINPARTNERSCHAFT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SEITENSPRUNG">SEITENSPRUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFVERFAHREN">STRAFVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSUCHUNGSPFLICHT">UNTERSUCHUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIDERRUF DER NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG">WIDERRUF DER NIEDERLASSUNGSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WOHNSITUATION">WOHNSITUATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENENTSCHEID">ZWISCHENENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 34 Abs. II lit. b AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 42 Abs. I AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 42 Abs. III AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 50 AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 51 Abs. I lit. a AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 51 Abs. I lit. b AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 52 AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 62 Abs. I lit. a AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 63 Abs. I lit. a AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 90 AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 118 Abs. I AuG</span><br/><span class="ungerade">Art. 118 Abs. II AuG</span><br/><span class="gerade">Art. 82 BGG</span><br/><span class="ungerade">Art. 93 BGG</span><br/><span class="gerade">§ 13 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 Abs. II lit. a VRG</span><br/><span class="gerade">§ 20 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 50 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 65a Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">Art. 60 VZAE</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 1 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=34767" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2016.00790</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">22. MÃ¤rz 2017</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Leana Isler, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Felix Blocher.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Niederlassungsbewilligung (Widerruf),</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Der 1981 geborene kosovarische StaatsangehÃ¶rige A reiste nach verschiedenen Kurzaufenthalten am 25. November 2008 illegal in die Schweiz ein. Am 21. Januar 2009 ging er eine eingetragene Partnerschaft mit C ein, woraufhin ihm am 20. Februar 2009 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seinem eingetragenen Partner erteilt und in der Folge fortlaufend verlÃ¤ngert wurde. A und C bezogen am 1. Februar 2010 eine 5½-Zimmer-Wohnung in D, in welche kurz darauf auch die Mutter von A sowie seine Schwester E einzogen. </p> <p class="Urteilstext">2011 gebar E eine Tochter (F), die C am 13. Oktober 2011 als sein Kind anerkannte. Zudem erfolgte am 30. August 2012 eine Strafanzeige gegen C, in welcher dessen Ex-Ehefrau ihm unter anderem vorwarf, die eingetragene Partnerschaft mit A nur vorzutÃ¤uschen und sich dadurch auslÃ¤nderrechtlicher Vergehen schuldig gemacht zu haben. Aufgrund des daraus resultierenden Verdachts auf eine Scheinpartnerschaft fanden verschiedene polizeiliche AbklÃ¤rungen statt. Das gegen C gerichtete Strafverfahren wegen Vergehen gegen das AuslÃ¤ndergesetz wurde am 6. August 2013 eingestellt.</p> <p class="Urteilstext">Am 16. Mai 2014 wurde A die Niederlassungsbewilligung erteilt. Nachdem die eingetragene Partnerschaft zwischen A und C am 2. Februar 2015 gerichtlich aufgelÃ¶st worden war, wurden erneut polizeiliche Ermittlungen eingeleitet und die beiden frÃ¼heren Partner befragt. Da das Migrationsamt hierbei zur Ãberzeugung gelangte, dass die eingetragene Partnerschaft allein der Bewilligungserlangung gedient habe, widerrief es die Niederlassungsbewilligung von A am 7. Dezember 2015 und setzte ihm eine Ausreisefrist bis zum 6. Februar 2016.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Den hiergegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion am 14. November 2016 ab, unter Ansetzung einer neuen Ausreisefrist bis zum 14. Januar 2017.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 15. Dezember 2016 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei der "Beschluss des Regierungsrates" [recte: der Rekursentscheid der Sicherheitsdirektion] vom 14. November 2016 aufzuheben. Eventualiter sei das Migrationsamt anzuweisen, ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Subeventualiter sei das Migrationsamt anzuweisen, beim Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM) seine vorlÃ¤ufige Aufnahme zu beantragen. Weiter wurde um die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung ersucht.</p> <p class="Urteilstext">WÃ¤hrend sich das Migrationsamt nicht vernehmen liess, verzichtete die Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, -Ã¼ber- oder -unterschreitung, und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 50 in Verbindung mit § 20 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach Art. 42 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 52 des AuslÃ¤ndergesetzes vom 16. Dezember 2005 (AuG) haben die auslÃ¤ndischen eingetragenen Partner von Schweizer StaatsangehÃ¶rigen Anspruch auf Erteilung und VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Entscheidend ist damit nicht das formelle Bestehen einer eingetragenen Partnerschaft zwischen den Beteiligten, sondern der Bestand einer gelebten Wohn- und Lebensgemeinschaft (BGE 136 II 113 E. 3.2). Nach einem ordnungsgemÃ¤ssen und ununterbrochenen Aufenthalt von fÃ¼nf Jahren hat der eingetragene Partner eines Schweizers gemÃ¤ss Art. 42 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 52 AuG Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Diese AnsprÃ¼che stehen jedoch gemÃ¤ss Art. 51 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 52 AuG unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs, worunter insbesondere auch eine eingetragene Partnerschaft fÃ¤llt, welche nur zur Sicherung eines Aufenthaltsrechts eingegangen oder formell aufrechterhalten wird, ohne dass (weiterhin) eine echte partnerschaftliche Gemeinschaft beabsichtigt ist. Sowohl die Aufenthalts- als auch die Niederlassungsbewilligung kÃ¶nnen zudem widerrufen werden, wenn die AuslÃ¤nderin oder der AuslÃ¤nder im Bewilligungsverfahren falsche Angaben gemacht oder wesentliche Tatsachen verschwiegen hat (Art. 62 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 63 Abs. 1 lit. a und Art. 51 Abs. 1 lit. b sowie Art. 52 AuG). Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn sich nachtrÃ¤glich Indizien ergeben, welche die eingetragene Partnerschaft, auf die sich der AuslÃ¤nder fÃ¼r die Bewilligung berufen hat, als Scheinpartnerschaft oder bloss aus fremdenpolizeilichen GrÃ¼nden aufrechterhaltene eingetragene Partnerschaft erscheinen lassen (BGr, 16. Juli 2010, 2C_205/2010, E. 3.1). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Das Vorliegen einer Scheinpartnerschaft oder einer nur aus auslÃ¤nderrechtlichen Motiven aufrechterhaltenen eingetragenen Partnerschaft entzieht sich hierbei in der Regel einem direkten Beweis, weil es sich dabei um innere VorgÃ¤nge handelt, die der BehÃ¶rde nicht bekannt oder schwierig zu beweisen sind. Sie sind daher meist nur durch Indizien zu erstellen (vgl. BGE 130 II 113 E. 10.2 f.; BGr, 27. Januar 2016, 2C_868/2015, E. 3.1; BGE 122 II 289 E. 2b; BGr, 15. August 2012, 2C_3/2012, E. 4.1). Dabei liegt in der Natur des Indizienbeweises, dass mehrere Indizien, welche fÃ¼r sich allein noch nicht den Schluss auf das Vorliegen einer bestimmten Tatsache erlauben, in ihrer Gesamtheit die erforderliche Ãberzeugung vermitteln kÃ¶nnen. Zwar obliegt der Beweis fÃ¼r die Tatsachen, welche einen Entzug einer Bewilligung nach sich ziehen, grundsÃ¤tzlich der BehÃ¶rde. Weisen die Indizien indessen mit grosser Wahrscheinlichkeit auf eine Scheinpartnerschaft oder eine nur aus auslÃ¤nderrechtlichen Motiven aufrechterhaltene eingetragene Partnerschaft hin, obliegt der Gegenbeweis der betroffenen auslÃ¤ndischen Person (BGE 130 II 482 E. 3.2; BGr, 2. Juli 2015, 2C_1127/2014, E. 3.2; VGr, 22. Januar 2014, VB.2013.00586, E. 3.2; vgl. auch Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 7 N. 28).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b>Als Indizien fÃ¼r die Annahme einer Scheinpartnerschaft gelten namentlich das Vorliegen eines erheblichen Altersunterschieds zwischen den eingetragenen Partnern und die UmstÃ¤nde des Kennenlernens und der Beziehung, wie beispielsweise die Eintragung der Partnerschaft nach einer nur kurzen Bekanntschaft sowie geringe Kenntnisse Ã¼ber den Partner. Auch der Umstand, dass der Partner ohne Eintragung keine Aufenthaltsbewilligung hÃ¤tte erlangen kÃ¶nnen, kann zumindest zusammen mit weiteren Indizien auf eine Scheinpartnerschaft hinweisen (BGr, 29. August 2013, 2C_75/2013, E. 3.3). Weiter kÃ¶nnen widersprÃ¼chliche Aussagen der Beteiligten deren Glaubhaftigkeit herabsetzen und eine Scheinpartnerschaft nahelegen (vgl. BGr, 16. Juli 2010, 2C_205/2010, E. 3.2). Zu berÃ¼cksichtigen sind auch die konkreten WohnverhÃ¤ltnisse, namentlich wenn die eingetragenen Partner Ã¼berhaupt nicht oder mit nicht verwandten Drittpersonen zusammenwohnen (vgl. auch BGr, 4. Juli 2002, 2A.324/2002, E. 2.2). Auch das Eingehen einer anderen Intimbeziehung bildet ein Indiz dafÃ¼r, dass die eingetragene Partnerschaft nur zum Schein eingegangen worden ist oder nicht mehr gelebt wird. Vereinzelte SeitensprÃ¼nge mÃ¼ssen dabei die partnerschaftliche Gemeinschaft noch nicht infrage stellen, kÃ¶nnen jedoch im Zusammenspiel mit weiteren Indizien durchaus Zweifel an der partnerschaftlichen Beziehung aufkommen lassen (vgl. VGr, 22. Juni 2016, VB.2016.00162, E. 2.3 mit Hinweisen). Verfestigen sich die SeitensprÃ¼nge zu einer echten Beziehung, erscheint die Berufung auf den Verbleibeanspruch beim eingetragenen Partner selbst dann rechtsmissbrÃ¤uchlich, wenn daneben im Sinn einer Dreiecksbeziehung bzw. "MÃ©nage-Ã -trois" auch die bisherige eingetragene Partnerschaft weitergelebt wird (VGr, 10. Juli 2013, VB.2013.00007, E. 2.8). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b><span>GemÃ¤ss Art. </span>34 Abs. 2 lit. b in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. a AuG un<span>d Art. 60 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit (VZAE) hat vor Erteilung der Niederlassungsbewilligung eine vertiefte PrÃ¼fung der Bewilligungsvoraussetzungen zu erfolgen (vgl.<span> </span></span><span>Marc Spescha et al., Migrationsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2015, Art. 34 AuG N. </span><span>5</span><span>)</span>.<span> Sind der kantonalen AuslÃ¤nderbehÃ¶rde die wesentlichen UmstÃ¤nde, die auf eine Scheinpartnerschaft hinweisen kÃ¶nnten, im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung bekannt und erteilt sie die Niederlassungsbewilligung dennoch, ohne weitere AbklÃ¤rungen zu treffen, fÃ¤llt ein spÃ¤terer Widerruf gestÃ¼tzt auf die bereits bekannten SachumstÃ¤nde ausser Betracht (BGr, 18. MÃ¤rz 2014, 2C_801/2013, E. 3; BGr, 7. MÃ¤rz 2012, 2C_303/2011, E. 4). </span>Die Anforderungen an die AbklÃ¤rungspflicht der MigrationsbehÃ¶rde dÃ¼rfen dabei aber nicht Ã¼berstrapaziert werden: Gerade auch im Interesse der betroffenen (ehrlichen) AuslÃ¤nder dÃ¼rfen die MigrationsbehÃ¶rden grundsÃ¤tzlich auf deren Angaben vertrauen und mÃ¼ssen diesen nicht mit stetem Misstrauen begegnen. Dies bedingt aber wiederum, dass es primÃ¤r Sache des betroffenen AuslÃ¤nders ist, die Sachlage im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht gemÃ¤ss Art. 90 AuG korrekt darzulegen. Ein spÃ¤terer Widerruf ist bei Auftauchen neuer Indizien nicht ausgeschlossen, sofern bei der Bewilligungserteilung nicht trotz ins Auge springender Ungereimtheiten allein auf die Angaben des Gesuchstellers abgestellt wurde. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Wie von der Vorinstanz eingerÃ¤umt wurde, waren dem Migrationsamt im Zeitpunkt der Erteilung der Niederlassungsbewilligung aufgrund eigener AbklÃ¤rungen mehrere Hinweise fÃ¼r eine Scheinpartnerschaft bekannt. Als neu betrachtete die Vorinstanz jedoch, dass die eingetragene Partnerschaft bereits wenige Monate nach der Bewilligungserteilung gerichtlich aufgelÃ¶st wurde, die Parteien dabei wechselseitig auf die Geltendmachung von Unterhaltszahlungen und weiterer AnsprÃ¼che verzichteten und der frÃ¼here Partner des BeschwerdefÃ¼hrers wÃ¤hrend der Gerichtsverhandlung zu Protokoll gab, in einem Konkubinat mit dessen Schwester zu leben. Sodann wurde anlÃ¤sslich der erwÃ¤hnten (zweiten) polizeilichen Wohnungskontrolle vom 28. August 2015 festgestellt, dass sein ehemaliger Partner (wieder) das Zimmer mit der Schwester teilte, wÃ¤hrend der BeschwerdefÃ¼hrer ein eigenes Zimmer in der Wohnung bewohnte.</p> <p class="Urteilstext">Es fragt sich somit, ob die Partnerschaft im Zeitpunkt der Erteilung der Niederlassungsbewilligung noch tatsÃ¤chlich gelebt oder ob sie lediglich zwecks Erhalts der Niederlassungsbewilligung formell aufrechterhalten wurde. FÃ¼r Letzteres spricht die (neue) Tatsache, dass die Partnerschaft so kurz nach Erteilung der Niederlassungsbewilligung aufgelÃ¶st wurde. Es liegt in der Natur der Sache, dass die UmstÃ¤nde, die zur AuflÃ¶sung der Partnerschaft gefÃ¼hrt haben, der Verwaltung nicht bekannt sind und nur der Betroffene darÃ¼ber Bescheid weiss. Es ist daher Sache des BeschwerdefÃ¼hrers, der nicht nur zur Mitwirkung verpflichtet ist, sondern angesichts der gegen ihn sprechenden tatsÃ¤chlichen Vermutung selber ein eminentes Interesse daran hat, die Vermutung durch den Gegenbeweis bzw. erhebliche Zweifel umzustÃ¼rzen, indem er GrÃ¼nde bzw. SachumstÃ¤nde aufzeigt, die es als Ã¼berzeugend (nachvollziehbar) erscheinen lassen, dass eine angeblich noch wenige Monate zuvor bestehende tatsÃ¤chliche, ungetrennte Partnerschaft in der Zwischenzeit dergestalt in die BrÃ¼che gegangen ist, dass es zur AuflÃ¶sung kam (BGE 130 II 482 E. 3.2; vgl. <span>Marc Spescha et al., Migrationsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2015, Art. 63 AuG N. 2</span>).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Als eingetragener Partner eines Schweizer BÃ¼rgers hatte der BeschwerdefÃ¼hrer nach einem ordnungsgemÃ¤ssen und ununterbrochenen Aufenthalt von fÃ¼nf Jahren, mithin im Februar 2014, Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung (vgl. E. 2.1 in fine). Das Migrationsamt hatte 2011/12 eine vertiefte PrÃ¼fung der Partnerschaft veranlasst. Aufgrund dieser AbklÃ¤rungen kam das Migrationsamt zum Schluss, dass die vorhandenen Indizien fÃ¼r eine Scheinpartnerschaft nicht genÃ¼gend erhÃ¤rtet werden konnten. Da nebst dem BeschwerdefÃ¼hrer und dessen Partner auch dessen Schwester und Mutter im selben Haushalt wohnen, erwiesen sich die AbklÃ¤rungen vor Ort als "sehr schwer". Der Umstand, dass der Partner des BeschwerdefÃ¼hrers im gleichen Zimmer wie die Schwester des BeschwerdefÃ¼hrers wohnte, wÃ¤hrend der BeschwerdefÃ¼hrer ein eigenes Zimmer bewohnte, wurde mit einer Beziehungskrise bzw. Trennung wegen der Tochter des Partners erklÃ¤rt. Am 31. August 2012 teilte der Anwalt des BeschwerdefÃ¼hrers dem Migrationsamt mit, dass sie nicht mehr in getrennten RÃ¤umen wohnten und die Partnerschaft lebten. Im Rahmen des Strafverfahrens gegen den Partner wegen Vergehen gegen das AuslÃ¤ndergesetz bestÃ¤tigte der Partner des BeschwerdefÃ¼hrers diese Angaben am 16. Oktober 2012. Das Strafverfahren gegen den Partner wurde am 6. August 2013 eingestellt, weil dem Partner nicht nachgewiesen werden konnte, dass er "nicht tatsÃ¤chlich eine Lebensgemeinschaft mit A fÃ¼hrt(e)". Vor diesem Hintergrund durfte das Migrationsamt auf diese zeitnahen Untersuchungsergebnisse abstellen und folglich von weiteren Untersuchungen absehen. Ausserdem stellt die Frage nach der Intaktheit der partnerschaftlichen Beziehung im Rahmen des Bewilligungsverfahrens eine wesentliche Tatsache im Sinn von Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. a AuG (BGr, 12. Oktober 2016, 2C_66/2016, E. 4.2) dar, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer das Migrationsamt diesbezÃ¼glich hÃ¤tte informieren mÃ¼ssen.</p> <p class="Urteilstext">Mangels einer solchen Information, und da sich aus den Untersuchungen ergeben hatte, dass eine Scheinpartnerschaft nicht nachgewiesen werden konnte, musste dem BeschwerdefÃ¼hrer (angesichts dessen Anspruchs, vgl. 2.1 in fine) am 16. Mai 2014 die Niederlassungsbewilligung erteilt werden. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Kurz danach, nach einem Streit anlÃ¤sslich einer Familienfeier am 13. September 2014, reichten der BeschwerdefÃ¼hrer und sein Partner ein gemeinsames Begehren um AuflÃ¶sung der eingetragenen Partnerschaft beim Bezirksgericht G ein. Weniger als ein Jahr nach Erteilung der Niederlassungsbewilligung, am 2. Februar 2015, wurde die eingetragene Partnerschaft gerichtlich aufgelÃ¶st. Diese zeitnahe AuflÃ¶sung der Partnerschaft wirft die Frage auf, ob die Partnerschaft <i>im Zeitpunkt der Erteilung der Niederlassungsbewilligung </i>noch tatsÃ¤chlich gelebt oder ob sie lediglich zwecks Erhalt der Niederlassungsbewilligung formell aufrechterhalten wurde. Es obliegt dem BeschwerdefÃ¼hrer, die dafÃ¼r sprechende Vermutung zu entkrÃ¤ften (vgl. E. 3.1).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.1 </b>Die Behauptung, dass der BeschwerdefÃ¼hrer nach wie vor in einer Beziehung mit seinem frÃ¼heren Partner lebt, erscheint nicht glaubwÃ¼rdig, teilte sein ehemaliger Partner doch anlÃ¤sslich der (zweiten) polizeilichen Wohnungskontrolle vom 28. August 2015 mit seiner Schwester ein Zimmer, wÃ¤hrend der BeschwerdefÃ¼hrer eigene RÃ¤umlichkeiten bewohnte. Angesichts der rÃ¤umlichen VerhÃ¤ltnisse und der Aussagen in der Verhandlung vor Bezirksgericht ist vielmehr von einer Wohngemeinschaft auszugehen, wobei der Schweizer Partner mit der Schwester des BeschwerdefÃ¼hrers im Konkubinat lebt. Zwar bestand dieselbe Raumaufteilung bereits anlÃ¤sslich der ersten Wohnungskontrolle am 12. Januar 2012. Aber damals durfte aufgrund der weiteren UmstÃ¤nde und insbesondere der Aussagen der Beteiligten angenommen werden, dass das gemeinsame Kind der Schwester des BeschwerdefÃ¼hrers und seines Partners einem einmaligen Seitensprung entsprungen war (E. 3.2). Nachdem jedoch die Raumaufteilung wieder aufgenommen oder gar â entgegen den Aussagen â Ã¼ber Jahre hinweg beibehalten worden ist, spricht dies dafÃ¼r, dass zwischen der Schwester des BeschwerdefÃ¼hrers und dessen frÃ¼herem Partner ein Konkubinat entstanden ist (vgl. BGr, 23. Februar 2012, 2C_702/2011, E. 3.1). </p> <p class="Urteilstext">Selbst wenn die Behauptung des BeschwerdefÃ¼hrers zutreffen sollte und die Partnerschaft trotz AuflÃ¶sung weiterhin gelebt wÃ¼rde, erscheint die Berufung auf den Verbleibeanspruch rechtsmissbrÃ¤uchlich, weil daneben im Sinn einer Dreiecksbeziehung bzw. "MÃ©nage-Ã -trois" auch das Konkubinat gelebt wird (vgl. E. 2.4 in fine).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer vermag keine GrÃ¼nde bzw. SachumstÃ¤nde aufzuzeigen, die es als Ã¼berzeugend bzw. nachvollziehbar erscheinen lassen, dass seine angeblich noch wenige Monate zuvor bestehende tatsÃ¤chliche, ungetrennte Partnerschaft kurz nach Erteilung der Niederlassungsbewilligung dergestalt in die BrÃ¼che gegangen ist, dass es zur AuflÃ¶sung kam (E. 3.1 in fine). Dass die seit Jahren bestehende Partnerschaft infolge eines einzigen Streits an einer Familienfeier oder wegen des Drucks von aussen â genau kurz nach Erteilung der Niederlassungsbewilligung â aufgelÃ¶st worden sein soll, scheint angesichts des zeitlichen Ablaufs nicht glaubwÃ¼rdig. Jedenfalls wird damit nach der allgemeinen Lebenserfahrung nicht nachvollziehbar dargelegt, weshalb die bis zur Erteilung der Niederlassungsbewilligung angeblich intakte Partnerschaft innert nicht einmal vier Monate derart zerrÃ¼ttet wurde, dass die Partner gemeinsam an das Bezirksgericht gelangten und die AuflÃ¶sung der eingetragenen Partnerschaft begehrten. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.3.3 </b>Nach dem Gesagten liess sich zwar eine Scheinpartnerschaft anhand der im Zeitpunkt der Erteilung der Niederlassungsbewilligung bekannten Tatsachen nicht rechtsgenÃ¼gend nachweisen. Nachdem nun aber die Partnerschaft kurz nach Erteilung der Niederlassungsbewilligung aufgelÃ¶st wurde und es sich bei der Beziehung zwischen der Schwester des BeschwerdefÃ¼hrers und dessen frÃ¼herem Partner um ein Konkubinat handelt, besteht die Vermutung, dass die Partnerschaft jedenfalls bereits im Zeitpunkt der Erteilung der Niederlassungsbewilligung definitiv gescheitert war (vgl. <span>Spescha</span><span> et al., Migrationsrecht, Art. 63 AuG N. 2</span>). Mangels nachvollziehbarer BegrÃ¼ndung der AuflÃ¶sung bzw. des AuflÃ¶sungszeitpunkts erscheint die Berufung auf die im Zeitpunkt der Erteilung der Niederlassungsbewilligung nur noch formell bestehende Partnerschaft als rechtsmissbrÃ¤uchlich. Die Niederlassungsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers ist daher zu widerrufen.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b>Die anlÃ¤sslich der Untersuchung in den Jahren 2012/3 gewonnenen Erkenntnisse haben fÃ¼r sich allein noch nicht zum Schluss gefÃ¼hrt, dass die Partnerschaft von Anfang an nur zum Schein eingegangen worden wÃ¤re. Nachdem heute jedoch feststeht, dass die Partnerschaft jedenfalls im Zeitpunkt der Erteilung der Niederlassungsbewilligung an den BeschwerdefÃ¼hrer nur noch formell Bestand hatte, ist ergÃ¤nzend zu untersuchen, ob die Partnerschaft zumindest drei Jahre ohne Rechtsmissbrauch bestand. Diesfalls wÃ¤ren weiter allfÃ¤llige AnsprÃ¼che des BeschwerdefÃ¼hrers aus Art. 50 AuG zu prÃ¼fen (<span>Spescha</span><span> et al., Migrationsrecht, Art. 63 AuG N. 2). Da solche AnsprÃ¼che jedoch nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens gebildet haben und sich die Parteien und Vorinstanzen demzufolge zu diesem Punkt noch nicht Ã¤ussern konnten, ist die Angelegenheit zwecks Wahrung des Instanzenzugs an das Migrationsamt zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Eine RÃ¼ckweisung zu neuem Entscheid bei offenem Ausgang ist in Bezug auf die Nebenfolgen als Obsiegen der beschwerdefÃ¼hrenden Partei zu behandeln, wenn die Rechtsmittelinstanz reformatorisch oder kassatorisch entscheiden kann (BGE 137 V 2010 E. <span>7.1; </span>BGr, 28. April 2014, 2C_846/2013, E. 3.2 f. mit Hinweisen; Marco Donatsch<span> in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014</span>, § 64 N. 5). </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer ist daher hinsichtlich der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung als obsiegend, betreffend den Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung hingegen als unterliegend zu betrachten. Folglich sind die Gerichtskosten dem Beschwerdegegner und dem BeschwerdefÃ¼hrer je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG); mangels Ã¼berwiegenden Obsiegens bleibt dem BeschwerdefÃ¼hrer eine ParteientschÃ¤digung verwehrt (§ 17 Abs. 2 lit. a VRG). </p> <p class="Urteilstext">Dieselben Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen gelten auch fÃ¼r das Rekursverfahren.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Insoweit als die Sache zum Neuentscheid an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen wird, handelt es sich um einen Zwischenentscheid gemÃ¤ss Art. 93 des Bundesgesetzes Ã¼ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG). Die Beschwerde an das Bundesgericht kann deshalb insoweit nur erhoben werden, wenn der Zwischenentscheid einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kÃ¶nnte oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifÃ¼hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit und Kosten fÃ¼r ein weitlÃ¤ufiges Beweisverfahren ersparen wÃ¼rde. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Insoweit als das Verwaltungsgericht endgÃ¼ltig Ã¼ber die Niederlassungsbewilligung von A entscheidet, kann der <span>Entscheid mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 Ã¼ber das Bundesgericht (BGG) angefochten werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Niederlassungsbewilligung von A wird widerrufen. Die Sache wird zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an das Migrationsamt zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Kosten des Rekursverfahrens werden dem BeschwerdefÃ¼hrer und dem Beschwerdegegner je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer und dem Beschwerdegegner je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦ </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Abweichende Meinung des Gerichtsschreibers</span></p> <p class="MsoNormal"><span>(§ 124 des Gesetzes Ã¼ber die Gerichts- und BehÃ¶rdenorganisation im Zivil- und Strafprozess vom 10. Mai 2010 [GOG] in Verbindung mit § 71 VRG)</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Erwgung2"> </p> <p class="Erwgung2">Der Gerichtsschreiber hat unter entsprechenden Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen die Gutheissung der Beschwerde beantragt, aus folgenden GrÃ¼nden:</p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b>GemÃ¤ss der auch im vorliegenden Entscheid angefÃ¼hrten bundesgerichtlichen Rechtsprechung fÃ¤llt ein spÃ¤terer Widerruf der Niederlassungsbewilligung ausser Betracht, wenn sich der Widerruf auf SachumstÃ¤nde stÃ¼tzt, die bereits zum Zeitpunkt der Bewilligungserteilung bekannt waren oder bei gebotener SachverhaltsabklÃ¤rung hÃ¤tten bekannt sein sollen <span>(BGr, 18. MÃ¤rz 2014, 2C_801/2013, E. 3; BGr, 7. MÃ¤rz 2012, 2C_303/2011, E. 4)</span>. <span>So sind Niederlassungsbewilligungen nur nach nochmaliger eingehender PrÃ¼fung des bisherigen Verhaltens des AuslÃ¤nders zu erteilen (Art. 60 VZAE). Sind der kantonalen AuslÃ¤nderbehÃ¶rde die wesentlichen UmstÃ¤nde, die auf eine Scheinpartnerschaft hinweisen kÃ¶nnten, im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung bekannt und erteilt sie die Niederlassungsbewilligung dennoch, ohne weitere AbklÃ¤rungen zu treffen, fÃ¤llt ein spÃ¤terer Widerruf gestÃ¼tzt auf die bereits bekannten SachumstÃ¤nde ausser Betracht (BGr, 18. MÃ¤rz 2014, 2C_801/2013, E. 3). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Vorliegend haben bereits vor der Erteilung der Niederlassungsbewilligung zahlreiche Indizien darauf hingewiesen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer seine eingetragene Partnerschaft nur zur Aufenthaltssicherung eingegangen ist und aufrechterhalten hat: So hat sein (frÃ¼herer) Partner nach Eintragung der Partnerschaft mit der Schwester des BeschwerdefÃ¼hrers ein Kind gezeugt. Die Schwester des BeschwerdefÃ¼hrers wurde im FrÃ¼hjahr 2012 in einer Unterhaltsstreitigkeit zwischen dem eingetragenen Partner des BeschwerdefÃ¼hrers und dessen Ex-Ehefrau von deren Rechtsvertretern als "Konkubinats-" bzw. "Lebenspartnerin" bezeichnet. Auch im auslÃ¤nderrechtlichen Verfahren des BeschwerdefÃ¼hrers deutete dessen Rechtsvertreter mit Eingabe vom 31. August 2012 eine zumindest zeitweilig gelebte (und wohl auch Ã¼ber einen singulÃ¤ren Seitensprung hinausgehende) "Dreiecksbeziehung" an. Die Schwester des BeschwerdefÃ¼hrers wohnte und wohnt auch heute noch samt gemeinsamem Kind mit dem Kindsvater und frÃ¼herem Partner des BeschwerdefÃ¼hrers zusammen und teilte mit diesem gemÃ¤ss den polizeilichen Feststellungen anlÃ¤sslich der Wohnungskontrolle vom 14. Januar 2012 auch ein Zimmer, wÃ¤hrend der BeschwerdefÃ¼hrer eine eigene RÃ¤umlichkeit bewohnt hat. Als die beiden eingetragenen Partner am 1. MÃ¤rz 2012 hierzu sowie zu ihrer Partnerschaft und ihrem Partner polizeilich befragt wurden, machten sie widersprÃ¼chliche und unvollstÃ¤ndige Angaben. Weiter deuten die Eintragung der Partnerschaft unter dem Druck einer drohenden Wegweisung und nach relativ kurzer Bekanntschaft sowie Zweifel an der homo- bzw. bisexuellen Orientierung des ehemaligen Partners des BeschwerdefÃ¼hrers auf eine Scheinpartnerschaft hin, zumal es Hinweise darauf gibt, dass die Partnerschaft aus finanziellen Motiven oder als GefÃ¤lligkeitshandlung fÃ¼r die Schwester des BeschwerdefÃ¼hrers eingegangen worden sein kÃ¶nnte. Auch der Altersunterschied, die unterschiedliche kulturelle Herkunft und die zumindest zu Beginn der Beziehung wohl noch vorhandene Sprachbarriere indizieren eine Scheinpartnerschaft. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Nach der Erteilung der Niederlassungsbewilligungen tauchten weitere Indizien auf, die vom Verwaltungsgericht und den Vorinstanzen zur ErhÃ¤rtung des bereits vorbestehenden Verdachts aufgefÃ¼hrt wurden: So war die eingetragene Partnerschaft relativ zeitnah nach Erteilung der Niederlassungsbewilligung wieder aufgelÃ¶st worden und gab der frÃ¼here Partner des BeschwerdefÃ¼hrers im hierzu 2015 eingeleiteten AuflÃ¶sungsverfahren an, mit der Schwester des BeschwerdefÃ¼hrers im Konkubinat zu leben. AnlÃ¤sslich einer (zweiten) Wohnungskontrolle vom 28. August 2015 wurde zudem auch polizeilich festgestellt, dass der ehemalige Partner des BeschwerdefÃ¼hrers (wieder) das Zimmer mit dessen Schwester teilte, wÃ¤hrend der BeschwerdefÃ¼hrer ein eigenes Zimmer in der Wohnung bewohnte. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.4 </b>Bei diesen nach Bewilligungserteilung eingetretenen UmstÃ¤nden handelt es sich aber nicht um wesentliche Noven, welche die frÃ¼here EinschÃ¤tzung des Migrationsamtes in einem neuen Licht erscheinen lassen. Zwar bestehen <i>insgesamt</i> starke Indizien dafÃ¼r, dass die eingetragene Partnerschaft nie gelebt wurde oder sich der Partner des BeschwerdefÃ¼hrers zumindest kurz nach der Eintragung der Partnerschaft dessen Schwester zugewandt und mit dieser eine die Partnerschaft konkurrenzierende Intimbeziehung eingegangen ist. Die wirklich entscheidenden Indizien lagen jedoch allesamt schon <i>vor</i> Erteilung der Niederlassungsbewilligung in aller Deutlichkeit vor und kÃ¶nnen heute nicht mehr fÃ¼r einen Bewilligungswiderruf beigezogen werden. Insbesondere war dem Migrationsamt bereits vor der Bewilligungserteilung bekannt, dass der Partner des BeschwerdefÃ¼hrers eine sexuelle Beziehung zur Schwester des BeschwerdefÃ¼hrers unterhielt und mit dieser zumindest zeitweilig das Zimmer teilte. Die involvierten Personen deuteten sodann auch allesamt schon vor der Erteilung der Niederlassungsbewilligung an, dass die Partnerschaft zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und dessen Partner durch den Seitensprung und das daraus erwachsene Kind belastet war, was schon 2012 zu einer vorÃ¼bergehenden Trennung der Partner gefÃ¼hrt haben soll. Zudem schliesst der Umstand, dass der frÃ¼here Partner des BeschwerdefÃ¼hrers inzwischen eine ernsthafte (Konkubinats-)Beziehung mit dessen Schwester eingegangen ist, eine frÃ¼her gelebte, eingetragene Partnerschaft keineswegs aus und kann gerade auch die Trennung der eingetragenen Partner begÃ¼nstigt haben.</p> <p class="Erwgung2">Die wesentlichen, einen Scheineheverdacht erhÃ¤rtenden Indizien waren damit allesamt bereits vor der Erteilung der Niederlassungsbewilligung bekannt und vermÃ¶gen einen nachtrÃ¤glichen Widerruf nicht mehr zu begrÃ¼nden. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.5 </b>Das Migrationsamt wÃ¤re zudem spÃ¤testens bei der Erteilung der Niederlassungsbewilligung gehalten gewesen, die Bewilligungsvoraussetzungen vertieft zu prÃ¼fen. Entgegen der im verwaltungsgerichtlichen Entscheid geÃ¤usserten Ansicht durfte es hierbei auch nicht einfach auf die "zeitnahen Untersuchungsergebnisse" der Staatsanwaltschaft abstellen, wonach dem damaligen eingetragenen Partner des BeschwerdefÃ¼hrers nicht habe nachgewiesen werden kÃ¶nnen, dass er nicht tatsÃ¤chlich eine Lebensgemeinschaft mit diesem gefÃ¼hrt habe: WÃ¤hrend im Strafverfahren die Unschuldsvermutung und das Selbstbelastungsverbot greift, ist der betroffene AuslÃ¤nder im auslÃ¤nderrechtlichen Verfahren zur Mitwirkung an der Sachverhaltserstellung verpflichtet (Art. 90 AuG) und kann (und muss) diesem auch im Sinn einer Beweislastumkehr der positive Nachweis einer echten, gelebten Ehe bzw. Partnerschaft Ã¼berbunden werden, wenn die Indizienlage bereits mit hoher Wahrscheinlichkeit eine lediglich zum Schein eingegangene oder aufrechterhaltene Ehe nahelegt. Der Umstand, dass eine Scheinpartnerschaft dem Partner des BeschwerdefÃ¼hrers nicht <i>anklagegenÃ¼gend</i> nachgewiesen werden konnte, schliesst damit nicht aus, dass auslÃ¤nderrechtlich gleichwohl eine solche anzunehmen ist. </p> <p class="Erwgung2">Gerade im entscheidenden Punkt â ob die Beziehung und das Zusammenleben zwischen der Schwester und dem Partner des BeschwerdefÃ¼hrers beendet wurde â verliess sich das Migrationsamt letztlich allein auf die durch nichts belegte und im Widerspruch zur restlichen Faktenlage stehenden Angaben der Beteiligten. Der Anwalt des BeschwerdefÃ¼hrers brachte in seiner im verwaltungsgerichtlichen Entscheid ebenfalls zitierten Eingabe vom 31. August 2012 sogar selbst die MÃ¶glichkeit einer "Dreiecksbeziehung" ins Spiel. Das Migrationsamt durfte deshalb im Rahmen seiner Untersuchungspflicht vor der Erteilung der Niederlassungsbewilligung nicht einfach auf die strafrechtliche Beurteilung des Sachverhalts abstÃ¼tzen, nachdem es bereits sehr deutliche Hinweise auf eine Scheinpartnerschaft bzw. "MÃ©nage-Ã -trois" gab. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.6 </b>Dies gilt umso mehr, als dass im strafrechtlichen Verfahren allein abzuklÃ¤ren war, ob der damalige eingetragene Partner des BeschwerdefÃ¼hrers sich im Sinn von Art. 118 Abs. 1 AuG wegen falschen Angaben oder Verschweigens wesentlicher Tatsachen im auslÃ¤nderrechtlichen Bewilligungsverfahren strafbar gemacht hat. Die Frage, ob eine Scheinpartnerschaft vorlag, war von der zustÃ¤ndigen Staatsanwaltschaft nur unter diesem eingeschrÃ¤nkten Gesichtspunkt und allein aus der Perspektive des strafrechtlich beschuldigten Partners des BeschwerdefÃ¼hrers zu prÃ¼fen, wÃ¤hrend das Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers nicht zur strafrechtlichen Beurteilung stand und die Staatsanwaltschaft bereits mangels einschlÃ¤gigen Straftatbestands gerade keine generelle strafrechtliche PrÃ¼fung einer Scheinpartnerschaft vorzunehmen hatte (vgl. E. 4 der EinstellungsverfÃ¼gung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons ZÃ¼rich vom 6. August 2013, wo in Anwendung des strafrechtlichen Analogieverbots eine Ausweitung der auf Scheinehen bezogenen Strafbestimmung von Art. 118 Abs. 2 AuG auf Scheinpartnerschaften ausdrÃ¼cklich abgelehnt wurde). </p> <p class="Erwgung2">Weiter erscheinen die Untersuchungsergebnisse der Staatsanwaltschaft angesichts der konkreten SachverhaltsumstÃ¤nde auch nicht mehr besonders "zeitnah" fÃ¼r den am 16. Mai 2014 erfolgten Bewilligungsentscheid, stÃ¼tzte sich die staatsanwaltschaftliche EinstellungsverfÃ¼gung vom 6. August 2013 doch im Wesentlichen auf bereits 2012 durchgefÃ¼hrte Untersuchungen und Befragungen. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.7 </b>Damit hat das Migrationsamt bereits vor Erteilung der Niederlassungsbewilligung die bewilligungswesentlichen UmstÃ¤nde gekannt oder hÃ¤tte hierzu zumindest weitere AbklÃ¤rungen treffen sollen. Gerade weil die Indizienlage bereits vor Bewilligungserteilung klar auf eine lediglich zur Aufenthaltssicherung eingegangene oder aufrechterhaltene Beziehung (bzw. auf eine die Partnerschaft konkurrierende Aussenbeziehung des eingetragenen Partners) hindeutete, vermÃ¶gen auch die inzwischen erfolgte Trennung der Partnerschaft und die heutige Konkubinatsbeziehung des frÃ¼heren Partners die Sachlage nicht mehr in einem wesentlich anderen Licht erscheinen. Ein Widerruf der Niederlassungsbewilligung lÃ¤sst sich deshalb mangels wesentlicher Noven nicht rechtfertigen, selbst wenn und gerade weil eine lediglich zum Schein gelebte Partnerschaft oder eine eigentliche "MÃ©nage-Ã -trois" der involvierten Personen bereits vor Bewilligungserteilung offenkundig erscheint. </p> <p class="Erwgung2">DemgemÃ¤ss wÃ¤re die Beschwerde vollumfÃ¤nglich gutzuheissen und von einem Widerruf der Niederlassungs­bewilligung abzusehen gewesen, unter ausgangsgemÃ¤sser Regelung der Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</p> <p class="MsoNormal"><span>FÃ¼r richtiges Protokoll,</span></p> <p class="MsoNormal"><span>der Gerichtsschreiber</span>:</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>