A bteilung III C -2530/2006 {T 0/2} U rteil vom 28. M ärz 2007 M itw irkung: Franziska Schneider, vorsitzende R ichterin Johannes Frölicher, R ichter Elena Avenati-C arpani, R ichterin Susanne G enner, G erichtsschreiberin K._______, Beschw erdeführer, vertreten durch U ._______, gegen Eidgenössische Invalidenversicherung (IV), IV-Stelle für Versicherte im A usland, Postfach 3100, 1211 G enf 2, Vorinstanz betreffend Invalidenrente. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er am 22. M ärz 1940 geborene, verheiratete Beschw erdeführer deut- scher Staatsbürgerschaft arbeitete seit dem 2. August 1985 als gelernter G ipser in der Schw eiz. Vom 1. Januar 2000 bis zum 11. Februar 2000 w ar er zu 100% krank geschrieben. Ab dem 22. April 2002 bescheinigte der H ausarzt eine 100% -ige Arbeitsunfähigkeit auf unbestim m te Zeit. Am 13. Juni 2002 m eldete sich der Beschw erdeführer bei der IV-Stelle Basel-Stadt zum Bezug von IV-Leistungen an und beantragte eine R ente. D a der W ohnsitz des Beschw erdeführers sich in D eutschland befand, w urde das G esuch an die IV-Stelle für versicherte Personen im Ausland (nachfol- gend: Vorinstanz) überw iesen. D iese fungierte in der Folge als verfahrens- leitende Behörde, liess jedoch gem äss Art. 40 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201) säm t- liche Abklärungen durch die IV-Stelle Basel-Stadt vornehm en. M it Verfü- gung vom 17. N ovem ber 2003 w ies die Vorinstanz das G esuch ab. D ie dagegen erhobene Einsprache vom 12. D ezem ber 2003 w urde m it Ein- spracheentscheid vom 22. M ärz 2005 abgew iesen. B. G egen diesen Entscheid erhob der Beschw erdeführer, vertreten durch U ._______, am 3. M ai 2005 Beschw erde bei der Eidgenössischen R e- kurskom m ission der Alters-, H interlassenen- und Invalidenversicherung für die im Ausland w ohnenden Personen m it dem Begehren, der angefoch- tene Entscheid sei aufzuheben und es sei dem Beschw erdeführer eine Viertelsrente, eventuell eine halbe R ente ab Juli 2002 zuzusprechen. Zur Begründung legte er folgende G utachten vor: - Bericht von D r. m ed. M ._______, Facharzt für O rthopädie, Sportm edizin und C hirotherapie vom 12. April 2005 (D okum ent 25) - Bericht von D r. m ed. B._______ vom 22. April 2005 - Bericht von Prof. D r. m ed. O ._______ vom 2. M ai 2005. D er Beschw erdeführer beantragte ausserdem , es sei ihm eine angem es- sene Parteientschädigung zuzusprechen. C . M it Vernehm lassung vom 7. Juni 2005 schloss die Vorinstanz auf Abw ei- sung der Beschw erde. D ie m edizinische Aktenlage sei klar und das G ut- achten des von der IV-Stelle Basel-Stadt beauftragten Arztes D r. m ed. Z._______ sei nachvollziehbar. D ie Vorinstanz habe zw ar im R ahm en die- ser Vernehm lassung den Beschw erdeführer zu einer N achuntersuchung aufgeboten; dieser habe jedoch w eder auf schriftliche noch auf telefoni- sche Kontaktaufnahm en reagiert. Aus diesem G rund beantrage die Vor- instanz eventualiter eine N achuntersuchung bei D r. m ed. Z._______, subeventualiter die teilw eise G utheissung der Beschw erde, verbunden m it dem Auftrag, die N achuntersuchung durchführen zu lassen. D ie vom Be- schw erdeführer beantragte Viertelsrente könne aufgrund der bestehenden gesetzlichen Bestim m ungen nicht zur Ausrichtung gelangen. D . M it R eplik vom 16. August 2005 liess der Beschw erdeführer vollum fänglich an der Beschw erde festhalten. Zur Begründung reichte er folgende D oku- m ente ein:3 - Bericht vom 14. April 2005 von D r. m ed. K._______, Facharzt für N euro- logie und Psychiatrie; - Bericht vom 22. April 2005 von D r. m ed. B._______, Facharzt für Innere M edizin; - Bescheinigung vom 10. Juli 2005, ausgestellt von D r. m ed. H ._______. D er Beschw erdeführer beantragte, die Beschw erde sei gutzuheissen; eventualiter sei er zu einer um fassenderen Begutachtung aufzubieten. E. M it D uplik vom 25. August 2005 beantragte die Vorinstanz w eiterhin, die Beschw erde sei abzuw eisen. D ie vom Beschw erdeführer nachträglich vor- gelegten ärztlichen Berichte seien allenfalls geeignet, ein R evisionsbe- gehren einzureichen. Am Einspracheentscheid vom 22. M ärz 2005 ändere sich dadurch nichts. F. D er Schriftenw echsel w urde am 2. Septem ber 2005 abgeschlossen. G . Am 27. Februar 2007 w urde die Ü bernahm e des Verfahrens durch das Bundesverw altungsgericht per 1. Januar 2007 bestätigt und der Spruch- körper m itgeteilt. D ie Frist zur Einreichung eines Ausstandsbegehrens ist am 12. M ärz 2007 unbenutzt abgelaufen. Auf die w eiteren Vorbringen der Parteien w ird, sow eit erforderlich, in den nachfolgenden Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Bundesgesetzes über das Bundesverw altungsgericht vom 17. Juni 2005 (Verw altungsgerichtsgesetz, VG G , SR 172.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verw altungsverfahren vom 20. D ezem ber 1968 (Verw altungsverfahrensgesetz, Vw VG , SR 172.021). Zulässig sind Beschw erden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gem äss Art. 33 VVG . D ie IV-Stelle für Versicherte im Ausland ist eine Vorinstanz im Sinn von Art. 33 Bst. d VG G . 1.2 G em äss Art. 53 Abs. 2 VG G übernim m t das Bundesverw altungsgericht, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der beim Inkrafttreten des Verw al- tungsgerichtsgesetzes bei Eidgenössischen R ekurs- oder Schiedskom m is- sionen oder bei Beschw erdediensten der D epartem ente hängigen R echts- m ittel. D ie Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht. 1.3 D er angefochtene Entscheid ist eine Verfügung im Sinn von Art. 5 Vw VG , durch die der Beschw erdeführer besonders berührt ist und an deren Auf- hebung oder Änderung er ein schutzw ürdiges Interesse hat (Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). D ie dagegen erhobene Beschw erde w urde frist- und form gerecht eingereicht (Art. 50 Abs. 1 Vw VG ), w eshalb auf sie einzutreten ist.4 2. 2.1 Aufgrund der Beschw erdebegehren streitig und dam it zu prüfen ist im Fol- genden, ob die Vorinstanz zu R echt das G esuch des Beschw erdeführers um Zusprechung einer Viertelsrente, evtl. einer halben R ente abgew iesen hat. 2.2 D er Beschw erdeführer ist Staatsangehöriger eines M itgliedstaates der Eu- ropäischen U nion, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft getre- tene Abkom m en zw ischen der Schw eizerischen Eidgenossenschaft einer- seits und der Europäischen G em einschaft andererseits über die Freizügig- keit vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeitsabkom m en, nachfolgend FZA, SR 0.142.112.681) anw endbar ist (Art. 80a des Bundesgesetzes über die In- validenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG , SR 831.20] in der Fassung gem äss Ziff. I 4 des Bundesgesetzes vom 14. D ezem ber 2001 betreffend die Bestim m ungen über die Personenfreizügigkeit im Abkom m en zur Än- derung des Ü bereinkom m ens zur Errichtung der EFTA, in Kraft seit 1. Juni 2002 [AS 2002 685 700]). D as Freizügigkeitsabkom m en setzt die verschie- denen bis dahin geltenden bilateralen Abkom m en zw ischen der Schw ei- zerischen Eidgenossenschaft und den einzelnen M itgliedstaaten der Euro- päischen U nion insow eit aus, als darin derselbe Sachbereich geregelt w ird (Art. 20 FZA). G em äss Art. 8 Bst. a FZA w erden die System e der sozialen Sicherheit koordiniert, um insbesondere die G leichbehandlung aller M it- glieder der Vertragsstaaten zu gew ährleisten. 2.3 Am 1. Januar 2003 sind das Bundesgesetz über den Allgem einen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. O ktober 2000 (ATSG , SR 830.1) sow ie die entsprechende Verordnung vom 11. Septem ber 2002 (ATSV, SR 830.11) in Kraft getreten. W eil in zeitlicher H insicht grundsätzlich diejeni- gen m ateriellrechtlichen R echtssätze m assgebend sind, die bei der Erfül- lung des zu R echtsfolgen führenden Sachverhalts G eltung haben (BG E 130 V 329 E. 2.3), sind hier die Bestim m ungen des ATSG und der ATSV, in Verbindung m it dem Bundesgesetz über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG , SR 831.20) in seiner Fassung vom 31. M ärz 2003 (4. IVG -R evision; in Kraft seit 1. Januar 2004) anw endbar. Bezüglich der vor- liegend auf G rund von Art. 2 ATSG in Verbindung m it Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG -N orm en zur Arbeitsunfähigkeit (Art. 6), Er- w erbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur Bestim m ung des In- validitätsgrades (Art. 16) sow ie zur R evision der Invalidenrente und ande- rer D auerleistungen (Art.17) hat das Schw eizerische Bundesgericht (vor- m als Eidgenössisches Versicherungsgericht) erkannt, dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen Legaldefinitionen in aller R egel um eine form ellgesetzliche Fassung der höchstrichterlichen R echtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor In-Kraft-Treten des ATSG handelt und sich inhaltlich dam it keine Änderung ergibt, w eshalb die hierzu entw ickelte R echtsprechung übernom m en und w eitergeführt w erden kann (vgl. BG E 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3). Auch die N orm ierung des Art. 16 ATSG führt nicht zu einer M odifizierung der bisherigen Judikatur zur Invaliditäts- bem essung bei erw erbstätigen Versicherten, w elche w eiterhin nach der allgem einen M ethode des Einkom m ensvergleichs vorzunehm en ist (zu Art. 5 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. D ezem ber 2002 in Kraft gestandenen Fassung vgl. BG E 128 V 29 E. 1, BG E 104 V 135 E. 2a und b). In verfahrensrechtlicher H insicht sind diejenigen R echtssätze m assge- bend, w elche im Zeitpunkt der Beschw erdebeurteilung G eltung haben (BG E 130 V 1 E. 3.2). 2.4 In Anw endung der zitierten Erlasse bestünde ein allfälliger Anspruch auf eine Invalidenrente bis Ende 2002 gem äss Art. 28 IVG in der bis zum 31. D ezem ber 2002 in Kraft gestandenen Fassung, sofern der Anspruch be- reits im Jahr 2002 entstanden w äre. D a eine 100% -ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 22. April 2002 aktenkundig ist, ist für den Anspruchsbeginn Art. 29 IVG in der bis zum 31. D ezem ber 2002 geltenden Fassung heranzuziehen, w obei die seit 1. Januar 2003 geltende Fassung gem äss Anhang Ziff. 8 ATSG keine m aterielle Änderung bew irkt hat. D em nach entsteht der R en- tenanspruch frühestens in dem Zeitpunkt, in dem der Versicherte m indes- tens zu 40 Prozent bleibend erw erbsunfähig gew orden ist (Bst. a) oder w ährend eines Jahres ohne w esentlichen U nterbruch durchschnittlich m in- destens zu 40 Prozent arbeitsunfähig gew esen w ar (Bst. b). Vorliegend kann von der Annahm e ausgegangen w erden, dass es sich bei den Er- krankungen des Beschw erdeführers um labiles Leiden handelt, w elches nach der R echtsprechung erst nach Ablauf der W artefrist gem äss Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG (in der Fassung gem äss Anhang Ziff. 8 ATSG , in Kraft seit 1. Januar 2003) den R entenanspruch auslöst (vgl. U rteil des Bundes- gerichts I 163/05 vom 30. M ai 2005, BG E 119 V 98 E. 4a). G em äss Art. 30 IVG (in der Fassung gem äss Anhang Ziff. 8 ATSG , in Kraft seit 1. Januar 2003) erlischt der Anspruch auf eine Invalidenrente m it der Entstehung des Anspruchs auf eine Altersrente. D er Beschw erdeführer könnte dem nach längstens bis zum Eintritt der Altersrentenberechtigung am 1. April 2005 (vgl. Art. 21 AH VG ) einen Anspruch auf eine Invalidenrente geltend m a- chen. D abei ist zu beachten, dass gem äss Art. 10 der Verordnung (EW G ) N r. 1408/71 des R ates vom 14. Juni 1971 über die Anw endung der Sys- tem e der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehm er und Selbständige sow ie de- ren Fam ilienangehörige, die innerhalb der G em einschaft zu- und abw an- dern (ABl L 149 vom 5. Juli 1971 S. 2), Art. 28 Abs. 1ter IVG auf den Be- schw erdeführer als Angehörigen eines M itgliedstaates der Europäischen U nion nicht anw endbar ist. Viertelsrenten sind nach der R echtsprechung seit dem Inkrafttreten des FZA am 1. Juni 2002 in die Europäische U nion exportierbar (BG E 130 V 253 E. 2.3; vgl. auch Thom as Locher, G rundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, § 30 N 7). 3. D ie Vorinstanz stützt sich in ihrem Einspracheentscheid vom 22. M ärz 2005 im W esentlichen auf den Arztbericht vom 24. O ktober 2003, erstellt von D r. m ed. Z._______ im Auftrag der IV-Stelle Basel-Stadt. D er G ut- achter bezog dabei folgende Aktenstücke in seinen Bericht ein: - Bericht vom 15. D ezem ber 1999 von D r. m ed. N ._______, Ärztin für R adiologie (D okum ent 11, Seite 6); - Bericht vom 9. M ai 2002 von D r. m ed. B._______, Facharzt für Innere M edizin (D okum ent 11, Seite 7); - Bericht vom 2. D ezem ber 1986 von D r. m ed. Y._______, Facharzt für 6 O rthopädie, Sportm edizin und Physikalische Therapie (D okum ent 11, Seite 8-9); - Bericht vom 19. Juli 2001 von D r. m ed. Y._______, Facharzt für O rthopädie, Sportm edizin und C hirotherapie (D okum ent 11, Seite 10-11); - Bericht vom 19. Septem ber 1991 von D r. m ed. Y._______, Facharzt für O rthopädie, Sportm edizin und C hirotherapie (D okum ent 11, Seite 12-14). D r. m ed. Z._______ diagnostizierte ein belastungsabhängiges lum bover- tebrales Syndrom bei m ässigen degenerativen Veränderungen der Len- denw irbelsäule und qualifizierte diesen Befund als relevant für die Arbeits- fähigkeit, w ährend die D iagnosen einer peripheren arteriellen Verschluss- krankheit beidseits, einer R ezidivvarikose der Vena saphena parva rechts ausgeprägter als links sow ie eine arterielle H ypertonie ohne Ausw irkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien. Infolge des R ückenleidens bestehe nach seinem D afürhalten keine verw ertbare Arbeitsfähigkeit im schw eren Beruf als G ipser; hingegen sollte eine alternative adaptierte Tätigkeit vollschich- tig m öglich sein, w enn das H eben von Lasten, das Arbeiten auf G erüsten und das repetitive Bücken verm ieden w ürden. D em entsprechend beschei- nigte der begutachtende Arzt dem Beschw erdeführer eine 100% -ige Ar- beitsunfähigkeit i. S. v. Art. 6 ATSG seit April 2002 sow ie eine 100% -ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten leichten Tätigkeit ab O ktober 2002. G estützt auf dieses G utachten führte die Vorinstanz den Einkom m ensver- gleich durch und errechnete unter G ew ährung eines Abzugs von 10% für die m ultiplen Beschw erden einen Invaliditätsgrad von 28% . In Anw endung von Art. 28 Abs. 1 IVG kam sie daher zum Schluss, es liege keine renten- begründende Invalidität vor. 4. Im Folgenden ist zu prüfen, ob in der dem Einspracheentscheid zugrunde liegenden ärztlichen Begutachtung alle w esentlichen Elem ente berück- sichtigt und in nachvollziehbarer W eise gew ürdigt w orden sind. N ach der R echtsprechung des Bundesgerichts ist der rechtserhebliche Sachverhalt im Beschw erdeverfahren vor dem Sozialversicherungsgericht nach den tatsächlichen Verhältnissen zur Zeit des Erlasses der angefochtenen Ver- fügung zu beurteilen (BG E 129 V 4 E. 1.2 m it H inw eisen, vgl. auch Tho- m as Locher, G rundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, § 74 N 20). D esw egen m uss der Sachverhalt bis zum D atum des Einspracheentscheids (vorliegend: 22. M ärz 2005) vollständig abgeklärt sein. 4.1 Sow ohl der Beschw erdeführer als auch die Vorinstanz haben den Eventu- alantrag gestellt, der Beschw erdeführer m öge einer gerichtlich angeordne- ten N achuntersuchung zugeführt w erden. Eine N achuntersuchung im heu- tigen Zeitpunkt könnte über die ab O ktober 2002 verw ertbare R estarbeits- fähigkeit des Beschw erdeführers allenfalls ergänzenden Aufschluss geben, näm lich insow eit, als sich die Entw icklung bestehender Erkrankungen in Bezug auf ihre Ausw irkung auf die Arbeitsfähigkeit zurückverfolgen lässt. Eine N achuntersuchung im heutigen Zeitpunkt gäbe für sich allein jedoch keinen verlässlichen Aufschluss über den gesundheitlichen Zustand des Beschw erdeführers im m assgeblichen Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 22. M ärz 2005.7 4.2 D er begutachtende Arzt verm erkte in seinem Bericht, es hätten nur w enige U nterlagen zur Verfügung gestanden; in dem vom Patienten m itgebrachten D ossier des H ausarztes hätten sich überw iegend sehr alte Berichte befun- den. D r. m ed. Z._______ legte seinem G utachten Kopien der seiner M ei- nung nach relevanten Berichte bei und fasste deren Inhalt w ie folgt zusam - m en: 4.2.1 Bereits am 2. D ezem ber 1986 habe der behandelnde O rthopäde D r. m ed. Y._______ ein chronisches Lum balsyndrom bei W irbelsäulefehlhaltung und beginnenden degenerativen Veränderungen festgestellt. D ies w ider- spreche jedoch der Anam nese des Patienten, w elcher angegeben habe, subjektiv erst seit 1999 an R ückenproblem en zu leiden. Im gleichen Be- richt w erde auch ein geringgradiger Beckenschrägstand nach rechts und eine Streckfehlhaltung erw ähnt; die W irbelsäule, insbesondere die Len- denw irbelsäule w erde m it einer ausreichenden G esam tfunktion um schrie- ben. 4.2.2 Im Bericht des gleichen O rthopäden vom 19. Juli 2001 w erde der Befund des chronischen W irbelsäulesyndrom s bei degenerativen Veränderungen bestätigt. D er Versicherte habe zunehm ende R ückenschm erzen, Schm er- zen in beiden Leisten und sei im m er steifer gew orden. G estützt auf die radiologische U ntersuchung sei die D iagnose einer O steochondrosis spon- dylosis deform ans m it Spondylarthrose gestellt w orden. Eine D okum en- tation der H üftgelenke habe eine beginnende C oxarthrose rechts m ehr als links gezeigt. 4.2.3 Aus dem Bericht von D r. m ed. B._______ vom 9. M ai 2002 erw ähnte der G utachter eine durch N ikotinabusus verursachte 30% -ige Fem oralis super- ficialis-Stenose am linken O berschenkel und verm erkte, der Patient rauche nach w ie vor. N ikotinabusus darf nicht als Selbstverschulden gew ertet w er- den; gem äss Art. 21 ATSG dürfen Versicherungsleistungen nur verw eigert w erden, w enn die versicherte Person den Versicherungsfall vorsätzlich oder bei vorsätzlicher Ausübung eines Verbrechens oder Vergehens her- beigeführt oder verschlim m ert hat. D er N ikotinabusus des Beschw erde- führers ist daher im H inblick auf die R entenberechtigung unbeachtlich. D er G utachter äusserte sich nicht darüber, ob sich die G efässverengung am linken O berschenkel nachteilig auf die Arbeitsfähigkeit ausgew irkt hat. D r. m ed. B._______ berichtete nebenbefundlich von einer erheblichen R ezi- divvarikose der Vena saphena parva rechts sow ie beginnend auch links. 4.3 D r. m ed. Z._______ hatte im W esentlichen zw ei m edizinische Problem - felder zu w ürdigen: einerseits die Erkrankungen im Bew egungsapparat, andererseits die G efässerkrankungen. 4.3.1 In Bezug auf das R ückenleiden des Beschw erdeführers hielt er fest, dieser könne nicht m ehr in seinem angestam m ten Beruf arbeiten; auch leichte G ipserarbeiten seien ausgeschlossen. Seit der Beschw erdeführer seinen Beruf nicht m ehr ausübe, hätten sich die Sym ptom e gebessert, so dass dieser alle Tätigkeiten ausführen könne, die nicht m it dem H eben von Las- ten und repetitivem Bücken verbunden seien. D ie im Bericht von D r. m ed. Y._______ vom 19. Juli 2001 erw ähnte klinische Funktionseinschränkung 8 der H üftgelenke w ird vom begutachtenden Arzt nicht them atisiert. Auch w enn im Bericht des O rthopäden erst von einer beginnenden C oxarthrose beidseits die R ede ist, stellt sich die Frage, ob dieses Leiden die Bew eg- lichkeit, insbesondere die G ehfähigkeit des Beschw erdeführeres, beein- trächtigt und sich som it auf seine Erw erbsfähigkeit ausgew irkt hat. 4.3.2 D ie D iagnosen der arteriellen Verschlusskrankheit, der R ezidivvarikose der Vena saphena parva rechts ausgeprägter als links und der arteriellen H y- pertonie w urden vom G utachter als ohne Ausw irkung auf die Arbeitsfähig- keit eingestuft. 4.4 D ie von D r. m ed. Z._______ im Arztbericht vom 24. O ktober 2003 gezo- gene Schlussfolgerung und die dam it begründete, m it Verfügung vom 17. N ovem ber 2002 erfolgte Ablehnung des R entengesuchs w ird im Einspra- cheentscheid vom 22. M ärz 2005 vorbehaltlos bestätigt. D en im Einspra- cheverfahren vorgebrachten Einw and des Beschw erdeführers, sein H aus- arzt D r. m ed. H ._______ sow ie D r. m ed. X._______, Facharzt für Innere M edizin, C hirotherapie und N otfallm edizin, hätten am 15. Januar 2004 bzw . am 1. D ezem ber 2003 erneut bescheinigt, er sei nicht nur durch ein W irbelsäulensyndrom , sondern auch durch eine periphere arterielle Ver- schlusskrankheit, eine Varikosis, eine arterielle H ypertonie und eine G on- arthrose stark beeinträchtigt, entkräftete die Vorinstanz m it dem H inw eis, Berichte von H ausärzten hätten nach der R echtsprechung eine geringere Bew eiskraft als das von der Invalidenversicherung eingeholte neutrale G utachten. D ie IV-Stelle für Versicherte im Ausland, auf die Beurteilung der IV-Stelle Basel-Stadt verw eisend, verzichtete im R ahm en ihrer Ver- nehm lassung vom 7. Juni 2005 darauf, die vom Beschw erdeführer neu eingereichten Arztberichte von D r. m ed. M ._______ vom 12. April 2005, D r. m ed. B._______ vom 22. April 2005 und Prof. D r. m ed. O ._______ vom 2. M ai 2005 einem von der IV-Stelle beauftragten, neutralen Arzt zur Beurteilung zu unterbreiten. D ie Frage, ob der Beschw erdeführer in den vorgeschlagenen Verw eisungstätigkeiten zu 100% einsatzfähig gew esen ist, kann bei dieser Sachlage nicht m it dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Bew eisgrad der überw iegenden W ahrscheinlichkeit beantw ortet w erden. 4.5 Im Beschw erdeverfahren m achte der Beschw erdeführer geltend, er sei nur in einem eingeschränkten Pensum arbeitsfähig, und legte m it seiner R eplik einen Bericht von D r. m ed. K._______ vom 14. April 2005 und eine Be- scheinigung seines H ausarztes D r. m ed. H ._______ vom 10. Juli 2005 vor, w elche den Beginn eines M orbus Parkinson dokum entieren. Tatsachen, die beim Erlass der angefochtenen Verfügung nicht bestanden haben, ver- m ögen jedoch den R entenanspruch für die fragliche Zeit nicht zu begrün- den und dürfen folglich von der Beschw erdeinstanz nicht berücksichtigt w erden. D ie Vorbringen des Beschw erdeführers sind daher im vorliegen- den Verfahren insow eit unbeachtlich, als sie sich auf neue Erkrankungen beziehen. 4.6 Anders liegt es m it Befunden, die schon zur Zeit des erstinstanzlichen Ver- fahrens vorgelegen haben und die nun erneut them atisiert w erden. W ie in 9 E. 4.1 dargelegt können nachträglich erhobene Befunde R ückschlüsse über den Verlauf von Erkrankungen erm öglichen. Vorliegend w urde m it der Beschw erde der Arztbericht von D r. m ed. M ._______ vom 12. April 2004 vorgelegt, in dem eine fortgeschrittene C oxarthrose diagnostiziert w ird. N achdem der Beginn dieser Erkrankung bereits am 19. Juli 2001 dokum entiert w ar (vgl. E. 4.3.1), ist anzunehm en, dass bei der U ntersuchung des Beschw erdeführers durch D r. m ed. Z._______ am 24. O ktober 2003 eine Verschlechterung der H üftgelenke eingetreten w ar, zum al der Beschw erdeführer nach übereinstim m ender Aussage der Ärzte adipös w ar. Angesichts dieser Tatsachen ist fraglich, ob die Vorinstanz das H üftleiden des Beschw erdeführers bei der Beurteilung des G esundheitszustands angem essen berücksichtigt hat. Ähnlich liegt es hinsichtlich der im Einspracheverfahren geltend gem ach- ten, im Bericht von D r. m ed. X._______ vom 1. D ezem ber 2003 dia- gnostizierten G onarthrose. D er Arzt w eist darauf hin, dass der Patient in- folge der Kniegelenkerkrankung Problem e beim Treppensteigen habe. N ach Einschätzung von D r. m ed. X._______ stehen die m uskulo-ske- lettalen Beschw erden im Vordergrund. Zu diesen gehören aber auch die C oxarthrose und die G onarthrose, die beim Erlass der Einspracheverfü- gung vom 22. M ärz 2005 aktenkundig w aren. D ie Vorinstanz hätte sich daher zu diesen Vorbringen des Beschw erdeführers im Einsprachever- fahren äussern m üssen. 5. D ie in E. 4.4 erw ähnte U nterlassung der Vorinstanz stellt insofern eine un- genügende Sachverhaltsabklärung dar, als aktenkundige Arztberichte kei- ner m edizinischen Ü berprüfung durch einen von der IV-Stelle beauftragten Arzt unterzogen w orden sind. D ie Beurteilung der Erw erbsfähigkeit des Beschw erdeführers m uss unter Berücksichtigung aller vorliegenden m edi- zinischen Tatsachen vorgenom m en w erden. Anhand der vom Beschw er- deführer eingereichten Arztberichte von D r. m ed. X._______ vom 1. D e- zem ber 2003, D r. m ed. H ._______ vom 15. Januar 2004, D r. m ed. M ._______ vom 12. April 2005, D r. m ed. B._______ vom 22. April 2005 und Prof. D r. m ed. O ._______ vom 2. M ai 2005 ist zu prüfen, ob neben dem Lum balsyndrom auch die C oxarthrose und G onarthrose sow ie allen- falls w eitere D iagnosen einen Einfluss auf den Invaliditätsgrad des Be- schw erdeführers gehabt haben könnten. U nter Berücksichtigung der er- w ähnten Arztberichte und allenfalls einer ergänzenden N achuntersuchung ist der Invaliditätsgrad neu zu bestim m en und der Einkom m ensvergleich neu durchzuführen. D abei ist auch die Frage des zum utbaren Beschäf- tigungsgrads sow ie die Art der zum utbaren Verw eisungstätigkeiten zu er- örtern. 5.1 Bei der Festsetzung des Invalideneinkom m ens ist zu beachten, dass die Verw altung kurz zu begründen hat, w arum sie einen Abzug vom Tabellen- lohn gew ährt, insbesondere w elche M erkm ale sie bei ihrer gesam thaften Schätzung berücksichtigt (BG E 126 V 75 E. 5b am Ende). Im vorliegenden Fall steht neben den gesundheitlichen Beschw erden das fortgeschrittene Alter des Beschw erdeführers im Vordergrund, w elches sich negativ auf die Lohnhöhe ausw irken dürfte. 10 6. Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass die Beschw erde teilw eise gutzu- heissen und zur w eiteren Sachverhaltsabklärung an die Vorinstanz zurück- zuw eisen ist entsprechend ihrem Subeventualantrag. Bei der Sachver- haltsabklärung ist das H auptgew icht auf diejenigen Bew eism ittel zu legen, die sich auf die Zeit zw ischen dem 13. Juni 2002 (Einreichung des Leis- tungsgesuchs) und dem 22. M ärz 2005 (Erlass des Einspracheentscheids) beziehen. 7. 7.1 Aufgrund der Tatsachen, dass vorliegend die Beschw erde teilw eise gut- geheissen w ird (Art. 63 Abs. 1-3 Vw VG ) und im Ü brigen über die Bew illi- gung bzw . Verw eigerung von Versicherungsleistungen zu entscheiden ist, sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 69 Abs. 2 IVG [in der bis zum 30. Juni 2006 gültigen Fassung, vgl. Ü bergangsbestim m ungen zur Änderung des IVG vom 16. D ezem ber 2005, Bst. c, AS 2006 2004] in Ver- bindung m it Art. 85bis Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Alters- und H in- terlassenenversicherung vom 20. D ezem ber 1946 [AH VG , SR 831.10]). 7.2 D er obsiegenden Partei kann nach M assgabe ihres Erfolges von Am tes w egen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erw achsene notw en- dige und verhältnism ässig hohe Kosten zugesprochen w erden (vgl. Art. 64 Abs. 1 Vw VG und Art. 7 VG KE). Im vorliegenden Verfahren ist dem Beschw erdeführer auf G rund seines teilw eisen O bsiegens eine angem essene Parteientschädigung zuzuspre- chen, die von der Vorinstanz zu bezahlen ist (Art. 64 Abs. 2 Vw VG ). D ie Parteientschädigung um fasst die Kosten der Vertretung sow ie allfällige w eitere notw endige Auslagen der Partei (Art. 8 VG KE). D ie H öhe der Ent- schädigung ist nach pflichtgem ässem Erm essen zu bestim m en, hat doch der Beschw erdeführer keine Kostennote eingereicht (Art. 8 Abs. 1 der Ver- ordnung vom 10. Septem ber 1969 über Kosten und Entschädigungen im Verw altungsverfahren [Kostenverordnung], SR 172.041.0). D a sich der Be- schw erdeführer im Verfahren vor der R ekurskom m ission und dem Bundes- verw altungsgericht durch U ._______ hat vertreten lassen, erachtet das Bundesverw altungsgericht eine pauschale Parteientschädigung von ins- gesam t Fr. 1'000.-- (inkl. M ehrw ertsteuer) als angem essen.11 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird teilw eise gutgeheissen und der angefochtene Ent- scheid w ird aufgehoben. 2. D ie Akten gehen zurück an die Vorinstanz zw ecks D urchführung der Sach- verhaltsabklärung im Sinne der Erw ägung 5. 3. D em Beschw erdeführer ist gestützt auf Art. 7 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 (VG KE, SR 173.320.2) eine Parteientschädigung von C H F 1000.- zuzusprechen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Vertreter des Beschw erdeführers (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef-N r. 562.40.184.252) (m it G erichtsurkunde) - dem Bundesam t für Sozialversicherungen (m it G erichtsurkunde) D ie vorsitzende R ichterin: D ie G erichtsschreiberin: Franziska Schneider Susanne G enner R echtsm ittelbelehrung D ieses U rteil kann innert 30 Tagen ab Zustellung beim Schw eizerischen Bundesgericht, Schw eizerhofquai 6, 6004 Luzern, angefochten w erden (vgl. Art. 42, 48, 100 des Bun- desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G ], SR 173.110). Versand am :