Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 17. September 2015 (720 15 153) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Anwendung der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung; die Invalidität bemisst sich nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs, wenn eine versicherte Person ohne gesundheitlichen Beeinträchtigungen teilerwerbstätig ist, ohne sich dane- ben einem Aufgabengebiet zu widmen; Definition des Aufgabenbereichs Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrich- ter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durc h B.____, c/o Sozialbera- tung X.____, Y.____strasse 24, X.____ BL gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1961 geborene A.____ ist seit 1. September 1 999 als Betagtenbetreuerin im C.____ in X.____ angestellt. Ab 1. Januar 2009 erhöhte sie ihr Teilzeitpensum von 50 % auf 80 %. In- folge gesundheitlicher Beeinträchtigungen arbeitet sie seit Mitte August 2013 nur noch rund 50 %. Am 7. Oktober 2013 meldete sie sich unter Hin weis auf einen Herzinfarkt bei der Eidge- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht nössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistunge n an. Nach Abklärung der ge- sundheitlichen, erwerblichen und hauswirtschaftlichen Ver hältnisse ermittelte die IV-Stelle Ba- sel-Landschaft bei der Versicherten in Anwendung der g emischten Bemessungsmethode mit den Anteilen 20 % Haushalts- und 80 % Erwerbstätigke it einen Invaliditätsgrad von 30 %. Ge- stützt auf dieses Ergebnis lehnte die IV-Stelle nach dur chgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 8. April 2015 einen Anspruch auf eine Invalidenrente ab. B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch B.____, Sozialberaterin der Ge- meinde X.____, am 28. April 2015 Beschwerde ans Kanto nsgericht, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es se i in Aufhebung der angefochtenen Ver- fügung vom 8. April 2015 die Invalidität aufgrund der allgemeinen Methode zu bemessen. Dabei sei von einer Arbeitsfähigkeit von 40 % auszugehen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass die Versicherte aus persönlichen Gründen immer nur zu 80 % gearbeitet und die verbleibenden 20 % zur Erholung als Freizeit und nicht für Tätigkeiten im Haushalt genutzt habe. Die Haushaltsarbeiten übernehme der Ehemann, de r seit Jahren keiner Erwerbstätigkeit nachgehe. Die freiwillige Pensumreduktion sei somit f ür die Invaliditätsbemessung nicht von Relevanz, weshalb die allgemeine Methode des Einkommensv ergleichs anzuwenden sei. Ent- gegen der Ansicht der IV-Stelle arbeite die Versicherte in einem Arbeitspensum von lediglich 40 % und nicht von 50 %. Die in den Arztzeugnissen attestierte 50%ige Arbeitsfähigkeit beziehe sich auf eine 4-Tage Woche. Sie sei deshalb nicht zu 50 %, sondern nur zu 40 % arbeitsfähig. C. Mit Verfügung vom 22. Mai 2015 bewilligte das Ger icht das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung D. In ihrer Vernehmlassung vom 10. Juni 2015 beantragt e die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über d ie Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV -Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. La ut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 28. April 2015 ist demnach einzutreten. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittli ch mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem G rad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ga nze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 2.3 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen T eil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 2.4 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussicht lich bleibende oder längere Zeit dau- ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kan n im IV-Bereich Folge von Geburtsge- brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG) . Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psych ischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleib ende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allg emeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorlieg ens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträc htigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.5 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychi schen Gesundheitsbeeinträchti- gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Di agnose nach einem wissenschaftlich an- erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzuge ltenden psychischen Leiden belas- tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umstän den kein Krankheitswert zu- kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psych ische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versi cherten Person trotz des Leidens wil- lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem E rwerb nachzugehen (BGE 127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer d urch eine psychische Gesundheitsbeein- trächtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es al so nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielm ehr, ob anzunehmen ist, die Verwer- tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nich t mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BG E 127 V 298 E. 4c in fine und 102 V 165). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3. Als Erstes ist zu prüfen, in welchem Ausmass die Versicher te aufgrund ihrer gesundheit- lichen Beeinträchtigungen in ihrer Erwerbsfähigkeit eingeschränkt ist. 3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beurtei- lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszu- stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in we lchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. I m Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Fra ge, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung ( vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an- deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be ruht, auch die geklagten Beschwer- den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspre chung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzu stellen (vgl. die ausführlichen Zusam- menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gut achten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erö rterung der Befunde zu schlüssigen Er- gebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Bew eiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 4.1 Die IV-Stelle holte zur Abklärung des Gesundheitszu standes und zur Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten bei der D.____ ein bidisziplinäres Gutachten mit den Fachdis- ziplinen Psychiatrie und Kardiologie ein. In ihrem Gut achten vom 14. Oktober 2014 hielten Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. F.____, FMH Kardiologie Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht und Allgemeine Innere Medizin, nach ihrer Konsensbesprechung als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine leichte bis mittelgradig de pressive Episode fest. Die koronare Herz- krankheit nach transmuralem Hinterwandinfarkt im Mai 201 3 habe für längstens 3 Monate die Arbeitsfähigkeit vollständig eingeschränkt. Danach hab e sie diese nicht mehr beeinflusst. Die anlässlich der Begutachtung durchgeführte Ergometrie habe eine gute körperliche Leistungsfä- higkeit gezeigt und sei bei adäquater Belastung klinisch und elektrisch negativ geblieben. Des- gleichen sei in echokardiographischer Hinsicht die linksvent rikuläre Pumpfunktion erhalten ge- wesen. Aus kardiologischer Sicht bestehe deshalb nach 3 M onate seit dem Herzinfarkt im Mai 2013 eine vollständige Arbeitsfähigkeit. In der psychiat rischen Untersuchung habe die Versi- cherte über eine seit 2010 bestehende ängstlich-depressi ve Symptomatik, eine "zum depressi- ven Pol hin verschobene" traurige Stimmung, eine Antri ebslosigkeit, eine schnelle Erschöpfbar- keit sowie Schlafstörungen geklagt. Die depressive Symptomatik habe sich nach dem Tod einer guten Arbeitskollegin, dem im Mai 2013 erlittenen Myoka rdinfarkt, der im Oktober 2013 diag- nostizierten Lungenkrebserkrankung ihres Ehemannes und dem Tod ihrer behandelnden Psy- chiaterin im Januar 2014 verstärkt. Bei der Untersuchung habe sich die Versicherte mit einem leicht- bis mittelgradig depressiven Syndrom präsentiert , weshalb die Diagnose einer leicht- bis mittelgradigen depressiven Episode gestellt werde, wel che die Arbeitsfähigkeit seit 14. August 2013 zu 50 % einschränke. Das reduzierte Pensum ergebe sich aus dem depressiv gefärbten Erleben mit deutlich erhöhter Grundspannung, welche ei ne weitergehende Belastung leidens- bedingt verunmögliche. Die Arbeitsfähigkeit könne durch eine integrierte psychiatrische leitlini- engerechte Therapie wahrscheinlich verbessert werden. Ge samtmedizinisch bestehe in der angestammten Tätigkeit als Betagtenbetreuerin und in einer angepassten Tätigkeit eine ca. 50%ige Arbeitsfähigkeit. In seinem Schreiben vom 15. Mai 2015 stellte Dr. E.____ klar, dass sich die 50%ige Arbeitsfähigkeit auf ein Pensum von 10 0 % beziehe. Die Versicherte sei auf- grund der depressiven Störung ca. 4 bis 4,5 Stunden pro Tag arbeitsfähig. 4.2 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen V erfügung vom 8. April 2015 bei der Be- urteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigke it der Versicherten vollumfänglich auf die Ergebnisse, zu denen die D.____ in ihrem Gutach ten vom 14. Oktober 2014 und ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 15. Mai 2015 gelangte. Sie ging demzufolge davon aus, dass der Versicherten die Ausübung ihrer angestammten Tätigkeit als Betagtenbetreuerin im Umfang von 50 % zumutbar sei. Diese Beurteilung der Vorinstan z ist nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.3 hiervor), ist den im Rahmen de s Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht der Akten Bericht ersta tten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Bew eiswürdigung volle Beweiskraft zu- zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuv erlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Die Gutachter Dr. E.____ und Dr. F.____ untersuchten die Versicherte eingehend und umfassend, sie gingen in ihre n ausführlichen Fachgutachten ein- lässlich auf deren Beschwerden ein, sie setzten sich mit d en bei den Akten liegenden medizini- schen Unterlagen auseinander und sie vermittelten so e in umfassendes Bild über den Gesund- heitszustand der Versicherten. Es genügt somit den bundes gerichtlichen Anforderungen an ein beweistaugliches Gutachten, weshalb darauf abzustellen ist. Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.3 Die Versicherte ist der Ansicht, dass sich die 50%ige Ar beitsfähigkeit lediglich auf ihr bisher geleistetes 80%-Arbeitspensum beziehe. Somit sei sie effektiv nur 40 % arbeitsfähig. Aufgrund der medizinischen Akten kann dieser Auffassung nicht beigepflichtet werden. Aus den Ausführungen von Dr. E.____ geht deutlich hervor, dass e s der Versicherten zumutbar sei, täg- lich 4 bis 4,5 Stunden, d.h. 20 bis 22 Stunden wöchentl ich, zu arbeiten. In seinem Schreiben vom 15. Mai 2015 erklärte er ausdrücklich, dass er von eine m Arbeitspensum von 100 % aus- gehe. Den Berichten der behandelnden und begutachtend en psychiatrischen Fachpersonen ist auch nicht zu entnehmen, dass sich die 50%ige Arbeitsfähigkeit lediglich auf ein Arbeitspensum von 80 % bezieht (vgl. Berichte von Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 28. September 2013 und 19. Oktober 2013, von Dr. m ed. H.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 26. Februar 2014 und von Dr. med. I .____, FMH Allgemeine Innere Medi- zin, vom 30. Dezember 2013). Einzig med. pract. J.____, F acharzt für Psychiatrie und Psycho- therapie, attestierte der Versicherten ausdrücklich eine ab 10. Oktober 2013 bestehende 50%ige Arbeitsfähigkeit bezogen auf ein 80%-Arbeitsp ensum (vgl. Arbeitsunfähigkeitszeugnis- se vom 30. April 2014 18. Dezember 2014, 22. Januar 2 015, 28. Februar 2015, 28. April 2015 und vom 29. April 2015). Seine Einschätzung steht aber im Widerspruch zum von der Versi- cherten tatsächlich bewältigten Arbeitsvolumen. Gegenüber der Abklärungsperson gab die Ver- sicherte anlässlich der Abklärung vor Ort am 4. Dezember 2 014 an, dass sie heute während 4 Tagen pro Woche 5 Stunden und 12 Minuten täglich arbeite. Damit leistet sie in der Woche 20 Stunden und 48 Minuten, was bei einer Wochenarbeitszei t von 42 Stunden rund einem 50%- Arbeitspensum entspricht. Unter diesen Umständen ist die IV-Stelle zu Recht von einer Arbeits- fähigkeit von 50 % bezogen auf ein Arbeitspensum von 100 % ausgegangen. 5.1 Die Versicherte beanstandet weiter die Wahl der Be messungsmethode. In der angefoch- tenen Verfügung vom 8. April 2015 ermittelte die IV -Stelle den Invaliditätsgrad der Versicherten in Anwendung der gemischten Methode der Invaliditätsbe messung. Dabei ist sie davon ausge- gangen, dass die Versicherte als Gesunde zu 80 % einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen würde und zu 20 % im Haushalt beschäftigt wä re. Die IV-Stelle wies zur Begrün- dung der von ihr getroffenen Methodenwahl und der Festlegung der Anteile der Erwerbstätigkeit und der Haushalttätigkeit darauf hin, dass die Versicher te anlässlich der Haushaltsabklärung vor Ort am 4. Dezember 2014 angegeben habe, sie würde ohne gesundheitliche Einschränkun- gen heute in einem Pensum von 80 % einer Erwerbstätig keit nachgehen. Da ihr Ehemann für den Haushalt sorge, hätte sie ihr 80%iges Pensum beibe halten. In der vorliegenden Beschwer- de macht die Versicherte diesbezüglich wiederum geltend, dass sie im Gesundheitsfall nicht mehr als 80 % arbeiten würde. Die restlichen 20 % dienten ihrer Erholung und ihrer Freizeit. Die Haushaltsarbeiten erledige ihr Ehemann, der seit Jahr en nicht mehr erwerbstätig sei. Streitig und zu prüfen ist somit, ob bei der Invaliditätsbemessu ng die gemischte Methode oder die all- gemeine Methode des Einkommensvergleichs Anwendung findet. 5.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten wird die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs angewandt (Art. 16 ATS G in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invalid itätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini- schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahm en durch eine ihr zumutbare Tätig- Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig m öglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommens differenz lässt sich der Invaliditäts- grad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 5.3 Bei im Gesundheitsfall teilerwerbstätigen Versiche rten mit Aufgabenbereich erfolgt die Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode (Art . 28a Abs. 3 IVG). Dabei wird zuerst der Anteil der beiden Bereiche Erwerbs- und Aufgaben tätigkeit festgelegt. Anschliessend wird für beide Bereiche einzeln der Invaliditätsgrad bestimm t. Die Bemessung für den Erwerbsbe- reich erfolgt dabei durch einen Einkommensvergleich gemäss Art. 16 ATSG und für den Aufga- benbereich durch einen Betätigungsvergleich (Art. 28a Abs. 2 IVG). Anders als bei Voller- werbstätigen, bei denen das Invalideneinkommen mit dem hypothetischen Valideneinkommen verglichen wird und der Verlust der Erwerbsfähigkeit au sgeglichen werden soll, wird bei Teiler- werbstätigen für das Valideneinkommen der Verdienst au s der konkret ausgeübten Berufstätig- keit herangezogen und folglich die Einschränkungen der konkreten Erwerbstätigkeit festgestellt. Die Ermittlung der Einschränkung im Aufgabengebiet mit Hilfe des Betätigungsvergleichs erfolgt hingegen auf der Grundlage einer 100%-Tätigkeit. Ist eine Person hingegen ohne gesundheitli- che Beeinträchtigungen teilerwerbstätig, ohne sich daneben einem Aufgabengebiet zu widmen, so bemisst sich die Invalidität ausschliesslich nach den Grundsä tzen für Erwerbstätige, d.h. nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergle ichs gemäss Art. 16 ATSG (vgl. KATRIN EHRENSPERGER , Bemessung der invaliditätsbedingten Einschränkung bei Teilerwerbstä- tigen, Nr. 117 der Reihe DISKUSSIONSPAPIERE des Forsch ungsinstituts für Arbeit und Ar- beitsrecht an der Universität St. Gallen, St. Gallen 20 08, Ziff. 4.5, mit zahlreichen Hinweisen). Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten U mständen täte, wenn keine gesund- heitliche Beeinträchtigung bestünde. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Ver- hältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hie r: 8. April 2015) entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätig- keit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 137 V 338 E. 3.2, 125 V 150 E. 2c, je mit Hinweisen). 5.4 Gemäss bundesgerichtlicher Praxis ist für die Frage, welche Methode des Einkommens- vergleichs bei teilzeitlich Erwerbstätigen Anwendung fin det, massgebend, ob die versicherte Person während der nichterwerbstätigen Zeit in einem Aufgabenbereich tätig ist oder nicht. Das Gesetz regelt nicht, welche Beschäftigungen unter den B egriff der Tätigkeit in einem Aufgaben- bereich nach Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG (vgl. auch Art. 8 Abs. 3 ATSG) fallen. In der Verordnung findet sich dazu die Bestimmung des Art. 27 der Verordnu ng über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961. Danach gelten als Aufgabenbe reich der im Haushalt tätigen Versi- cherten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie ge- meinnützige und künstlerische Tätigkeiten. Die Verwaltung konkretisierte den Begriff des mass- gebenden Aufgabenbereichs in ihren Weisungen näher. N ach Rz. 3082 des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversi cherung (KSIH, in der ab 1. Januar 2015 Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht geltenden Fassung) dürfen nur Tätigkeiten berücksichtigt werden, die einer Erwerbstätigkeit gleichgestellt werden können wie z.B. die Hausarbeit, d ie Vermögensverwaltung und der nicht entlöhnte karitative Einsatz. 5.5 Nach der Rechtsprechung stellt Art. 27 IVV lediglich eine definitorische Hilfsbestimmung für die häufigste Gruppe Teil- oder Nichterwerbstätige r dar, und es ist grundsätzlich nicht aus- geschlossen, auch andere Tätigkeiten als Aufgabenbereiche von Teil- oder Nichterwerbstätigen anzuerkennen (BGE 130 V 360 E. 3.3.2 S. 365 f.). So wurde als Aufgabenbereich auch die un- entgeltliche Pflege und Betreuung von Angehörigen a nerkannt (Urteil des damaligen Eidgenös- sischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht], vom 19. Oktober 1982, I 61/81). Verneint wurde ein Aufgabenbereich demgegenüber in Bezug auf die Ausübung eines Hobbys, beispielsweise eine sportliche Betätigung (BGE 131 V 5 1; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 24. Oktober 2014, 9C_693/2013). Offengelassen wurd e die Frage hinsichtlich des ehren- amtlichen Engagements in Selbsthilfeorganisationen (BGE 130 V 360 E. 3.3 S. 364 ff.; vgl. auch U LRICH MEYER /M ARCO REICHMUTH , Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, S. 368 Rz. 164; U ELI KIESER , ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, N. 27 f. zu Art. 8 ATSG). 6.1 Für die vorliegende Frage, welche Bemessungsmethod e zur Anwendung kommt, ist zu prüfen, ob die Versicherte während der nichterwerbstäti gen Zeit in einem Aufgabengebiet tätig ist oder nicht. Wie die folgenden Erwägungen aufzeigen werden, kann offen gelassen werden, ob die Versicherte während ihrer Freizeit sich um den Ha ushalt und gegebenenfalls um ihren kranken Ehemann kümmert oder ob sie diese Zeit ausschlie sslich für Aktivitäten ausserhalb eines Aufgabengebiets nutzt. Denn sowohl in Anwendun g der allgemeinen Methode des Ein- kommensvergleichs als auch der gemischten Methode resultie rt kein rentenbegründender Inva- liditätsgrad. 6.2 Wird davon ausgegangen, dass die Versicherte im Gesund heitsfall zu 80 % ohne einen Aufgabenbereich erwerbstätig wäre, ist die Invalidität - wie bereits in Erwägung 5.3 ausgeführt - nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs zu bestimmen. Das Validenein- kommen ist nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausg eübten Teilerwerbstätigkeit festzulegen. Entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkom- men erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie abe r das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausü bung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversicherung einzu- stehen (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53 mit Hinweisen ; in FamPra 2010 S. 134 zusammenge- fasstes Urteil des Bundesgerichts vom 4. Januar 2008, 9C_26 5/2007, E. 5.4). Die Einkom- mensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. D a in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist An knüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich der zuletzt, vor dem Eintr itt der zur Invalidität führenden Ar- beitsunfähigkeit, erzielte (der Teuerung sowie der re alen Einkommensentwicklung angepasste) Verdienst (BGE 129 V 224 E. 4.3.1). Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 6.3 Es ist unbestritten, dass die IV-Stelle das Validenei nkommen aufgrund der Angaben des Arbeitgebers der Versicherten ermittelte. Dem Fragebo gen für Arbeitgeber vom 22. Oktober 2013 ist zu entnehmen, dass die Versicherte im Jahr 2013 in einem 80%-Pensum Fr. 65'700.-- verdienen würde. Da nach der Rechtsprechung des Bunde sgerichts für den Einkommensver- gleich grundsätzlich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Be ginns des Rentenanspruchs massge- bend sind (hier: Mai 2014; BGE 129 V 222, 128 V 174) , wäre dieser Betrag der bis ins Jahr 2014 erfolgten Nominallohnentwicklung anzupassen. Dies e betrug jedoch im Sektor Gesund- heits- und Sozialwesen 0 % (vgl. Bundesamt für Statisti k [BFS] T1.2.10 Nominallohnindex, Frauen 2011-2014), weshalb auch im Jahr 2014 von einem Valideneinkommen von Fr. 65'700.-- auszugehen ist. 6.4 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in we lcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwer bstätigkeit aus, bei der - kumulativ - beson- ders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzune hmen ist, dass sie die ihr verbleiben- de Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der Arbeits- leistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint , gilt grundsätzlich der von ihr tat- sächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 126 V 75 E. 3b, 117 V 18 E. 2c/aa; RKUV 1991, Nr. U 130, S. 272 E. 4a; AHI-Praxis 1998, S. 17 9). Im vorliegenden Fall bestehen stabile Arbeitsverhältnisse, da die Versicherte seit Jahren beim gleichen Arbeitgeber tätig ist. Aufgrund der Akten ergeben sich keine Hinweise, welche auf einen S oziallohn hindeuten oder dass die Versicherte ihre Arbeitsfähigkeit im Rahmen des 50%ige n Arbeitspensums nicht voll verwertet. Unter diesen Umständen ist bei der Bemessung des Invalid eneinkommens auf das tatsächlich erwirtschaftete Erwerbseinkommen abzustellen. Ausgehen d vom für das Jahr 2014 ermittelten Valideneinkommen von Fr. 65'700.-- bei einem 80%-Arb eitspensum beträgt das Invalidenein- kommen bei einem 50%-Arbeitspensum Fr. 41'062.50 (= 0,5 x Fr. 65'700.-- : 0,8). 6.5 Setzt man im Einkommensvergleich dieses Invalidenei nkommen von Fr. 41'062.50 dem Valideneinkommen von Fr. 65'700.-- gegenüber, so erg ibt dies eine Einkommenseinbusse von Fr. 24'637.50. Daraus resultiert ein Invaliditätsgrad von 37,5 %. Bei einem Invaliditätsgrad unter 40 % besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente. 6.6 Bei der Invaliditätsbemessung in Anwendung der ge mischten Methode sind die Invalidi- tätsgrade im Erwerbsbereich und im Haushaltsbereich zu ermitteln. Im Erwerbsbereich ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG aufgrund der allg emeinen Methode des Einkommensver- gleichs zu bestimmen. Diese Berechnung wurde bereits in den Erwägungen 6.2.1 - 6.2.4 vor- genommen, weshalb darauf verwiesen wird. Demgemäss bet rägt der Invaliditätsgrad im Er- werbsbereich 37,5 % 6.7 Zur Ermittlung der Einschränkung im Haushaltsbere ich gab die IV-Stelle eine Haus- haltsabklärung in Auftrag. Die Abklärung vor Ort ergab gemäss Bericht vom 19. Dezember 2014 keine Einschränkung. Dieses Ergebnis wurde von der Versicherten zu Recht nicht beanstandet. Der Bericht erweist sich im Lichte der höchstrichterlichen Rechtsprechung zum Beweiswert der Haushaltsabklärungsberichte als überzeugend, wurde er doch in Kenntnis der örtlichen, räumli- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht chen und persönlichen Gegebenheiten erstellt und trägt den Einschränkungen der Versicherten angemessen und detailliert Rechnung. 6.8 In Anwendung der gemischten Methode der Invalidit ätsbemessung ergibt sich in Be- rücksichtigung der zeitlichen Beanspruchung von 80 % im E rwerbs- und von 20 % im Haus- haltsbereich bei einer Einschränkung im Haushaltsbereich von 0 % (0,2 x 0 %) und einer sol- chen im Erwerbsbereich von 30 % (0,8 x 37,5 %) insgesamt ein Invaliditätsgrad in der Höhe von 30 %. Damit hat die Versicherte keinen Anspruch auf ei ne Invalidenrente, weshalb die Be- schwerde abzuweisen ist. 7.1 Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens z u befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige- rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs gericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom S treitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnitt- licher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksich- tigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich au f Fr. 600.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unte rliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Versicherte unter liegende Partei, weshalb sie die Verfah- renskosten zu tragen hat. Der Versicherten wurde nun all erdings mit Verfügung vom 22. Mai 2015 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt. Aus diesem Grund gehen die Verfahrenskos- ten vorläufig zu Lasten der Gerichtskasse. Die ausserorden tlichen Kosten sind dem Prozess- ausgang entsprechend wettzuschlagen. 7.2 Die Versicherte wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gema cht, wonach eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- we rden der Be- schwerdeführerin auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführun g werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.