{"Signatur": "CH_BVGE_001", "Spider": "CH_BVGer", "Datum": "2014-09-24", "PDF": {"Datei": "CH_BVGer/CH_BVGE_001_BVGE-2015-53_2014-09-24.pdf", "URL": "https://jurispub.admin.ch/publiws/download;jsessionid=D5D33B11BBDFBDBF7464B21B6C748C0C?decisionId=49d16c05-8b6e-4fce-86c0-a6980bec2709", "Checksum": "a141589c26ca40aefe8e911c54918d5b"}, "Scrapedate": "2025-09-07", "Num": ["BVGE 2015/53"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bundesverwaltungsgericht 24.09.2014 BVGE 2015/53"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Bundesverwaltungsgericht 24.09.2014 BVGE 2015/53"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Bundesverwaltungsgericht 24.09.2014 BVGE 2015/53"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Eidgenossenschaft Bundesverwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Conf\u00e9deration Bundesverwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Confederazione Bundesverwaltungsgericht "}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Abteilung II"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Unerlaubte T&auml;tigkeit (BankG, BEHG, KAG) | \nEntgegennahme von Publikumseinlagen, Liquidation, Konkurs und Werbeverbot.\nArt.&#160;154 IPRG. Art.&#160;1\nAbs.&#160;2, Art.&#160;3, Art.&#160;3c,\nArt.&#160;46 und Art.&#160;49 BankG. Art.&#160;2a\nund Art.&#160;3a\nBankV. Art.&#160;3 Abs.&#160;1 BankV von 1972. Art.&#160;2 Abs.&#160;1 ABV-FINMA. aArt.&#160;20 und aArt.&#160;31\nBEHG. Art.&#160;34, Art.&#160;37 Abs.&#160;3, Art.&#160;44 und Art.&#160;48 FINMAG.\n1.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nStellt die Aufsichtsbeh\u00f6rde die Aus\u00fcbung einer unbewilligten T\u00e4tigkeit fest, so\nkann sie die Liquidation der Gesellschaft oder Gesellschaftsgruppe anordnen, ein Werbeverbot aussprechen\nund seine Ver\u00f6ffentlichung f\u00fcr eine bestimmte Dauer veranlassen. Diese Aufsichtsinstrumente\nbilden verwaltungsrechtliche Sank\u00adtionen mit strafrechtlichem bzw. strafrechts\u00e4hnlichem Charakter,\ndie zur Ahndung eines pflichtwidrigen Verhaltens eingesetzt werden (E.&#160;2).\n2.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nGesellschaften mit statutarischem oder gesellschaftsvertraglichem Sitz im Ausland unterstehen\ndem BankG als faktische Zweignie\u00adderlassungen, wenn die Willensbildung organisiert und gew\u00f6hn\u00adlich\nin der Schweiz erfolgt. Eine Auslegung im Einzelfall ist erforderlich. Es gilt insbesondere zu pr\u00fcfen,\nob schutzw\u00fcrdige schweizerische Interessen ber\u00fchrt sind (E.&#160;4).\n3.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nSind mehrere untereinander verflochtene Gesellschaften betrof\u00adfen, so liegt eine Gruppe vor,\nwenn nur eine gesamthafte Betrach\u00adtungsweise den faktischen Gegebenheiten mit Blick auf die Durch\u00adsetzung\nder Zielsetzungen der Finanzmarktaufsicht gerecht wird. Die aufsichtsrechtlichen Konsequenzen der Annahme\neiner Grup\u00adpe betreffen alle Gesellschaften, solange sie Teil eines Gesamtplans sind und zum Erreichen\ndes verfolgten Zweckes beitragen (E.&#160;5.3 5.4).\n4.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\nDie Verh\u00e4ngung eines Werbeverbotes und die Ver\u00f6ffentlichung der getroffenen Massnahmen\nsind verh\u00e4ltnism\u00e4ssig, wenn sich der Adressat den Massnahmen zur Erf\u00fcllung aufsichts-\nund verwal\u00adtungsrechtlich auferlegter Pflichten widersetzt und diese gar missachtet (E.&#160;8).\n"}], "ScrapyJob": "446973/32/2119", "Zeit UTC": "07.09.2025 23:44:48", "Checksum": "4a6ca09c5d013e0f4b898a70e3c9025f"}