<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2022.00020</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=222160&amp;W10_KEY=13045548&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2022.00020</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.02.2022</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 16.01.2023 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>(Wieder-)Erteilung der Niederlassungs- bzw. Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[(Wieder-)Erteilung einer Aufenthalts- bzw. Niederlassungsbewilligung nach einem mehrjährigen Auslandsaufenthalt.] Der Beschwerdeführer hat sich mit seinem Wegzug aus der Schweiz während mehrerer Jahren im Ausland aufgehalten und kein Gesuch um Aufrechterhaltung der Niederlassungsbewilligung gestellt, seine Niederlassungsbewilligung ist damit erloschen (E. 2). Der Beschwerdeführer hat die Schweiz freiwillig verlassen und sich jahrelang im Heimatland aufgehalten. Er vermag abgesehen von der langen Anwesenheit keine besonders enge Beziehung zur Schweiz aufzuzeigen. Er kann aus dem Recht auf Privatleben keinen Anspruch auf Wiedererteilung einer Anwesenheitsbewilligung ableiten (E. 3). Da der Beschwerdeführer über keine Anwesenheitsbewilligung in der Schweiz verfügt, kann ihm gestützt auf Art. 34 Abs. 3 i.V.m. Art. 61 VZAE nicht (vorzeitig) eine Niederlassungsbewilligung erteilt werden (E. 4.2). Der Beschwerdeführer erfüllt die zeitlichen Voraussetzungen für eine (erleichterte) Wiederzulassung aufgrund der über zweijährigen Landesabwesenheit nicht (E. 4.3.1). Es liegt auch kein schwerwiegender persönlicher Härtefall vor (E. 4.3.2). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLANDSAUFENTHALT">AUSLANDSAUFENTHALT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERZULASSUNG">WIEDERZULASSUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 30 Abs. I lit. b AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 30 Abs. I lit. k AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 34 Abs. III AIG</span><br/><span class="gerade">Art. 61 VZAE</span><br/><span class="ungerade">Art. 61 Abs. II VZAE</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=56293" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2022.00020</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom 23. Februar 2022</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend (Wieder-)Erteilung der Niederlassungs- bzw. Aufenthaltsbewilligung,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="MsoNormal"><span>A, geboren 1962, StaatsangehÃ¶riger der TÃ¼rkei, reichte am 21. Oktober 1988 erfolglos ein Asylgesuch in der Schweiz ein. Am 19. April 1995 reiste er erneut in die Schweiz ein und durchlief ein weiteres Asylverfahren erfolglos. Am 10. Oktober 1996 heiratete er die Schweizer BÃ¼rgerin C und erhielt im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung und am 21. Februar 2002 die Niederlassungsbewilligung. Die Ehe wurde am 23. Mai 2003 geschieden. Am 30. Mai 2013 reiste A in die TÃ¼rkei zurÃ¼ck.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Am 10. Juli 2015 reiste A erneut in die Schweiz ein und stellte am 6. August 2015 im Kanton D ein Gesuch um Wiedererteilung der Aufenthaltsbewilligung. Das Migrationsamt des Kantons D teilte ihm mit Schreiben vom 10. August 2015 mit, dass das Gesuch aufgrund fehlender Unterlagen nicht geprÃ¼ft werde und im Ãbrigen die Frist zur Wiederzulassung abgelaufen sei. A verliess die Schweiz in der Folge zu einem nicht bekannten Zeitpunkt.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Am 8. November 2018 reiste A erneut in die Schweiz ein und schloss am 1. Februar 2019 in E die Ehe mit der in der Schweiz niedergelassenen thailÃ¤ndischen StaatsangehÃ¶rigen F. Am 4. Februar 2010 ersuchte er um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau. In der Folge fand eine eingehende SachverhaltsabklÃ¤rung wegen des Verdachts auf das Vorliegen einer Scheinehe statt. Am 16. Juli 2019 meldete sich die Ehefrau bei der Stadtpolizei E und gab an, bei der Befragung gelogen zu haben und eine Scheinehe eingegangen zu sein. A wurde am 16. Juli 2019 verhaftet, am nÃ¤chsten Tag schriftlich befragt und am 18. Juli 2019 aus der Haft entlassen. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 19. August 2020 wurde A wegen TÃ¤uschung der BehÃ¶rden (Scheinehe) mit einer bedingten Geldstrafe von 100 TagessÃ¤tzen zu Fr. 30.- (Probezeit von zwei Jahren) bestraft.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Am 30. September 2019 verlegte A seinen Wohnsitz in den Kanton D und ersuchte dort am 5. Juni 2020 um Kantonswechsel. Das Migrationsamt des Kantons D trat auf das Gesuch mit Entscheid am 11. September 2020 mangels gÃ¼ltiger Aufenthaltsbewilligung im Vorkanton nicht ein. Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Am 19. November 2020 zog A nach G und ersuchte im Kanton ZÃ¼rich um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Im Rahmen des ihm gewÃ¤hrten rechtlichen GehÃ¶rs ersuchte er am 17. Dezember 2020 um Wiedererteilung der Niederlassungs- bzw. Aufenthaltsbewilligung. Mit VerfÃ¼gung vom 26. Januar 2021 wies das Migrationsamt die Gesuche von A ab, wies ihn aus der Schweiz weg und setzte ihm Frist zum Verlassen der Schweiz bis am 31. MÃ¤rz 2021.</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Den hiergegen von A erhobenen Rekurs vom 4. MÃ¤rz 2021 wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 22. Dezember 2021 ab. </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Mit Beschwerde vom 14. Januar 2022 beantragte A dem Verwaltungsgericht die Aufhebung des Entscheids der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 22. Dezember 2021, und das Migrationsamt sei anzuweisen, ihm eine Niederlassungsbewilligung zu erteilen. Eventualiter sei das Migrationsamt anzuweisen, ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. In prozessrechtlicher Hinsicht beantragte er, es sei ihm im Sinn einer vorsorglichen Massnahme zu gestatten, sich fÃ¼r die Dauer des Verfahrens in der Schweiz aufzuhalten und es sei das Migrationsamt anzuweisen, von sÃ¤mtlichen Vollzugshandlungen Abstand zu nehmen. Weiter sei ihm die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu bewilligen, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und ihm in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. Es sei ihm auch fÃ¼r das vorinstanzliche Verfahren in Aufhebung der Ziffern III und IV des Entscheids der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 22. Dezember 2021 die unentgeltliche Rechtspflege zu gewÃ¤hren und das Gesuch um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands zu bewilligen; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 17. Januar 2022 hielt der AbteilungsprÃ¤sident fest, dass bis zum Entscheid Ã¼ber das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen alle Vollziehungsvorkehrungen zu unterbleiben haben. </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion verzichtete am 22. Januar 2022 auf Vernehmlassung; das Migrationsamt reichte keine Beschwerdeantwort ein.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen nur Rechtsverletzungen und fÃ¼r den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenÃ¼gende Sachverhaltsfeststellungen gerÃ¼gt werden; Ermessensentscheide der Vorinstanz kann das Verwaltungsgericht nur auf das Ãberschreiten, Unterschreiten oder den Missbrauch des Ermessens Ã¼berprÃ¼fen, hingegen nicht auf die Angemessenheit des Entscheids (§50 in Verbindung mit §20 Abs. 1 lit. a und b VRG; Marco Donatsch, in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich usw. 2014, §50 N. 25 ff. und 66 ff.).</p> <p class="Erwgung1"><b>1.2 </b>Mit dem heutigen Endentscheid wird das Gesuch, dem BeschwerdefÃ¼hrer sei fÃ¼r die Dauer des Verfahrens im Sinn einer vorsorglichen Massnahme der Aufenthalt zu gestatten, gegenstandslos.</p> <p class="MsoNormal"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die Niederlassungsbewilligung wird gemÃ¤ss Art. 34 Abs. 1 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG) unbefristet und ohne Bedingungen erteilt, kann aber durch einen Beendigungsgrund infrage gestellt werden (vgl. BGr, 3. April 2012, 2C_609/2011, E. 3.1). Sie erlischt entweder mit der Abmeldung ins Ausland sofort oder nach sechs Monaten Auslandaufenthalt, wenn der AuslÃ¤nder die Schweiz verlÃ¤sst, ohne sich abzumelden (Art. 61 Abs. 1 lit. a und Art. 61 Abs. 2 Satz 1 AIG; BGr, 12. September 2011, 2C_176/2011, E. 2.1). FÃ¼r ein ErlÃ¶schen infolge eines sechsmonatigen Auslandaufenthalts genÃ¼gt das formale Kriterium eines solchen Aufenthalts (BGE 120 Ib 369 E. 2c und d; BGE 112 Ib 1 E. 2a; BGr, 22. MÃ¤rz 2011, 2C_853/2010, E. 5.1). Es kommt dabei weder auf die Motive der Landesabwesenheit noch auf die Absichten des Betroffenen an (BGr, 21. Juni 2011, 2C_980/2010, E. 2.1; BGr, 4. Februar 2011, 2C_43/2011, E. 2). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Es ist unbestritten, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer mit seinem Wegzug aus der Schweiz am 30. Mai 2013 wÃ¤hrend mehrerer Jahre im Ausland aufgehalten hat und er kein Gesuch um Aufrechterhaltung der Niederlassungsbewilligung gestellt hat. Seine Niederlassungsbewilligung ist damit erloschen. </p> <p class="MsoNormal"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>3.1 </span></b><span>Nachdem die Niederlassungsbewilligung erloschen ist, hat der BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf das AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetz keinen Aufenthaltsanspruch. Er macht jedoch geltend, gestÃ¼tzt auf den Schutz des Privatlebens gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) bzw. Art. 13 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) einen Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz zu haben, weil er sich vor seiner Ausreise lange in der Schweiz aufgehalten habe. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>GemÃ¤ss neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist nach einer rechtmÃ¤ssigen Aufenthaltsdauer von rund zehn Jahren von so engen sozialen Beziehungen in der Schweiz auszugehen, dass es fÃ¼r eine Aufenthaltsbeendigung besonderer GrÃ¼nde bedarf. Im Einzelfall kann es sich aber auch anders verhalten und die Integration trotz der Anwesenheit wÃ¤hrend mehr als zehn Jahren fÃ¼r die Aufrechterhaltung der Bewilligung (noch) nicht genÃ¼gen. Umgekehrt ist es mÃ¶glich, dass sich der Anspruch auf Achtung des Privatlebens durch die Verweigerung des (weiteren) Aufenthalts schon zu einem frÃ¼heren Zeitpunkt als betroffen bzw. verletzt erweist. Liegt nach einer lÃ¤ngeren bewilligten Aufenthaltsdauer, die zwar zehn Jahre noch nicht erreicht hat, bereits eine besonders ausgeprÃ¤gte Integration vor (nebst engen sozialen Beziehungen namentlich in sprachlicher, beruflicher und wirtschaftlicher Hinsicht), kann es den Anspruch auf Schutz des Privatlebens verletzen, wenn eine Bewilligung nicht erneuert wird <span>(BGE 144 I 266</span> E. 3.9 mit Hinweisen; BGr, 8. April 2019, 2C_292/2019, E. 4.1). </p> <p class="MsoNormal"><b><span>3.3 </span></b><span>Die Vorinstanz ist im angefochtenen Entscheid davon ausgegangen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer keinen Anwesenheitsanspruch aus Art. 8 EMRK ableiten kÃ¶nne, weil sein Aufenthalt durch das ErlÃ¶schen der Niederlassungsbewilligung bereits rechtskrÃ¤ftig beendet worden sei und das Recht auf Achtung des Privatlebens keinen Anspruch auf Wiedereinreise zwecks Aufenthalt zu begrÃ¼nden vermÃ¶ge (BGr, 25. Juni 2020, 2C_123/2020, E. 2.4.1).</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>3.4 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet dagegen ein, sein langjÃ¤hriger Aufenthalt in der Schweiz sei entgegen der Feststellung der Vorinstanz durchaus von Relevanz. Er halte sich wieder seit einigen Jahren in der Schweiz auf und die Ablehnung der Wiedererteilung der Bewilligung verstosse deshalb gegen Art. 8 EMRK. Die Situation sei mit derjenigen Situation zu vergleichen, die einem VerlÃ¤ngerungsverfahren zugrunde liege. </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>3.5 </span></b><span>Das Bundesgericht hat in seiner Rechtsprechung nicht ausgeschlossen, dass eine auslÃ¤ndische Person, deren Niederlassungsbewilligung erloschen ist, gestÃ¼tzt auf Art. 8 EMRK einen Anspruch auf Wiedererteilung einer Anwesenheitsbewilligung ableiten kann. In denen vom Bundesgericht zu beurteilenden FÃ¤llen ging es indes um auslÃ¤ndische Personen, welche die Schweiz nicht verlassen, sondern nur ihren Lebensmittelpunkt ins Ausland verlegt haben (vgl. BGr, 8. April 2019, 2C_292/2019, E. 4; BGr, 20. Juli 2018, 2C_1035/2017, E. 5). Dies trifft vorliegend jedoch nicht zu. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat die Schweiz am 30. Mai 2013 verlassen. Er liess sich seine Pensionskassengelder auszahlen, um sich in seinem Heimatland wirtschaftlich selbstÃ¤ndig zu machen und um ein GeschÃ¤ft zu erÃ¶ffnen. Aus seinem Verhalten lÃ¤sst sich schliessen, dass er die Absicht hatte, die Schweiz dauerhaft zu verlassen. Wenn seine Bindungen zur Schweiz derart eng wÃ¤ren, wie er geltend macht, hÃ¤tte er die Schweiz nicht verlassen oder zumindest ein Gesuch um Aufrechterhaltung der Niederlassungsbewilligung gestellt. Dies hat der BeschwerdefÃ¼hrer jedoch nicht getan. Wenn sich der BeschwerdefÃ¼hrer nun auf das nach Art. 8 EMRK geschÃ¼tzte Privatleben beruft, nachdem er die Schweiz freiwillig verlassen und sich jahrelang im Ausland aufgehalten hat, erscheint die Berufung auf Art. 8 EMRK rechtsmissbrÃ¤uchlich. Der BeschwerdefÃ¼hrer vermag abgesehen von der langen Anwesenheitsdauer von 18 Jahren, die fÃ¼r sich alleine betrachtet lediglich ein Indiz fÃ¼r eine enge Bindung zur Schweiz darstellt, im Ãbrigen auch keine besonders enge Beziehung zur Schweiz darzulegen, zumindest nicht substanziiert. Die lange Anwesenheit wird sodann dadurch relativiert, dass er einen Grossteil seines (Erwachsenen-)Lebens in seinem Heimatland verbracht hat und erst im Alter von 33 Jahren in die Schweiz eingereist ist, bis er im Alter von 51 Jahren in sein Heimatland zurÃ¼ckgekehrt ist. DemgegenÃ¼ber leben in seinem Heimatland seine beiden volljÃ¤hrigen Kinder, wÃ¤hrend er in der Schweiz soweit ersichtlich keine FamilienangehÃ¶rigen hat. Es ist deshalb in Ãbereinstimmung mit der Vorinstanz festzustellen, dass er aus Art. 8 EMRK keinen Anspruch auf Wiedererteilung einer Anwesenheitsbewilligung ableiten kann.</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Da der BeschwerdefÃ¼hrer demnach weder aus dem Landesrecht noch aus dem VÃ¶lkerrecht einen Anspruch auf Anwesenheit ableiten kÃ¶nnen, hatten die Vorinstanzen die Frage zu prÃ¼fen, ob dem BeschwerdefÃ¼hrer vorzeitig eine Niederlassungsbewilligung (Art. 34 Abs. 3 AIG in Verbindung mit Art. 61 VZAE) oder eine Aufenthaltsbewilligung (Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG oder Art. 30 Abs. 1 lit. k AIG bzw. Art. 49 Abs. 1 VZAE) erteilt werden kann. Dieser Entscheid liegt jeweils im pflichtgemÃ¤ss auszuÃ¼benden Ermessen der Vorinstanzen, dessen AusÃ¼bung das Verwaltungsgericht nur auf allfÃ¤llige Rechtsverletzungen prÃ¼fen kann (vgl. vorne, E. 1.1). </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Was die vorzeitige Erteilung einer Niederlassungsbewilligung gestÃ¼tzt auf Ar.t 34 Abs. 3 AIG i.<span> </span>V.<span> </span>m. Art. 61 VZAE betrifft ist Folgendes festzuhalten: </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Nach Art. 34 Abs. 1 lit. a AIG wird fÃ¼r die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung in zeitlicher Hinsicht vorausgesetzt, dass sich die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder wÃ¤hrend mindestens zehn Jahren mit Kurzaufenthalts- oder Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz aufgehalten haben und sie wÃ¤hrend der letzten fÃ¼nf Jahre ununterbrochen im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung waren. Nach Art. 34 Abs. 3 AIG kann eine Niederlassungsbewilligung nach einem kÃ¼rzeren Aufenthalt erteilt werden, wenn dafÃ¼r wichtige GrÃ¼nde bestehen. Die wichtigen GrÃ¼nde werden in Art. 61 der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE) konkretisiert. Demnach kann die Niederlassungsbewilligung nach einem Auslandaufenthalt erneut erteilt werden, wenn die AuslÃ¤nderin oder der AuslÃ¤nder diese frÃ¼her schon wÃ¤hrend mindestens zehn Jahren besessen hat und der Auslandaufenthalt nicht lÃ¤nger als sechs Jahre gedauert hat (Art. 61 Abs. 1 VZAE). Die AuslÃ¤nderin oder der AuslÃ¤nder muss nachweisen, dass sie oder er in der am Wohnort gesprochenen Landessprache Ã¼ber mÃ¼ndliche Sprachkompetenzen mindestens auf dem Referenzniveau A2 und schriftliche Sprachkompetenzen mindestens auf dem Referenzniveau A1 des Referenzrahmens verfÃ¼gt (Art. 61 Abs. 2 VZAE).</p> <p class="Urteilstext">Das Bundesverwaltungsgericht vertritt die Rechtsaufassung, dass AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder, deren Niederlassungsbewilligung erloschen ist, grundsÃ¤tzlich den Regelungen fÃ¼r Neueinreisende unterstehen. Demnach kann nach Art. 34 Abs. 3 AIG die frÃ¼here Anwesenheit in der Schweiz oder ein Teil davon zwar an die Aufenthaltsdauer angerechnet werden; die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller muss nach dem Auslandaufenthalt aber bereits wieder Ã¼ber eine Aufenthaltsbewilligung verfÃ¼gen (vgl. Weisungen und ErlÃ¤uterungen AuslÃ¤nderbereich des Staatssekretariats fÃ¼r Migration [SEM] vom Oktober 2013 [Stand: 1.1.2019] Ziff. 3.5.2.3.2; Silvia Hunziker, in: Martina Caroni/Thomas GÃ¤chter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder [AuG], Bern 2010, Art. 61 N. 30; Jeannerat/Mahon, in: Minh Son Nguyen/Cesla Amarelle [Ã©d.], Code annotÃ© de droit des migrations, Vol. II: Loi sur les Ã©trangers [LEtr], 2017, Art. 61 N. 23). Nach Ansicht des Bundesverwaltungsgerichts ist es somit nicht mÃ¶glich, gestÃ¼tzt auf Art. 34 Abs. 3 AIG sofort eine Niederlassungsbewilligung zu erteilen. Vielmehr muss eine auslÃ¤ndische Person nach ihrer RÃ¼ckkehr erneut einige Jahre mit einer Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz verbracht haben, bevor die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung in Betracht kommt (BVGr, 11. <span>April</span><span> 2017, F-139/2016, E. 5.2; CdJ GE, 2. April 2019, ATA/352/2019, E. 6; VGr BE, 15. Februar 2019, 100.2018.68, E. 4.3 = BVR 2019 S. 314, 322 f.; Weisungen AIG Ziff. 3.5.3.2.1; Minh Son Nguyen, in Nguyen/Amarelle [Ã©d.], Code annotÃ© de droit des migrations, Vol. </span>II: Loi sur les Ã©trangers [LEtr], 2017, Art. 34 N. 30). In der Lehre ist umstritten, ob die Rechtsaufassung des Bundesverwaltungsgerichts zutreffend ist. Zur BegrÃ¼ndung wird ausgefÃ¼hrt, dass diese Rechtsaufassung in den Materialien keine StÃ¼tze finde und sich die MigrationsÃ¤mter bei der vorgelagerten Aufenthaltsbewilligung nicht nach Art. 49 VZAE zu richten hÃ¤tten, sondern nach der fÃ¼r die Wiedererteilung der Niederlassungsbewilligung geschaffenen, offeneren Bestimmung in Art. 61 VZAE, ansonsten Letztere ins Leere laufen wÃ¼rde (Peter Bolzli, in: Marc Spescha [Hrsg.], Migrationsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2019, Art. 34 N. 15).</p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht ist der Rechtsaufassung des Bundesverwaltungsgerichts gefolgt (vgl. VGr, 2. Dezember 2020, VB.2020.00443, E. 6.3.1). Es besteht vorliegend kein Grund, von dieser Auffassung abzuweichen. GemÃ¤ss dem Wortlaut von Art. 34 Abs. 3 AIG wird fÃ¼r die vorzeitige Erteilung einer Niederlassungsbewilligung aus wichtigen GrÃ¼nden ein Aufenthalt in der Schweiz vorausgesetzt. Daraus ergibt sich, dass eine auslÃ¤ndische Person die vorzeitige Wiedererteilung einer Niederlassungsbewilligung nicht beantragen kann, wenn sie sich im Ausland aufhÃ¤lt. Auch kann sich eine auslÃ¤ndische Person nicht auf Art. 34 Abs. 3 AIG berufen, wenn sie sich illegal in der Schweiz aufhÃ¤lt, ansonsten sie durch einen unbewilligten <span class="incompletematch">Aufenthalt</span> in der Schweiz vollendete <span class="exactmatch">Tatsachen</span> <span class="exactmatch">schaffen kann</span>, die sie bei <span class="incompletematch">rechtmÃ¤ssigem</span> Verhalten nicht hÃ¤tte <span class="exactmatch">schaffen</span> kÃ¶nnen, und dadurch privilegiert wÃ¼rde gegenÃ¼ber denjenigen, die das korrekte Verfahren einhalten, was rechtsmissbrÃ¤uchlich wÃ¤re (vgl. BGE 139 I 37 E. 3.3.1). Dass Art. 34 Abs. 3 AIG voraussetzt, dass eine auslÃ¤ndische Person bereits Ã¼ber eine Anwesenheitsbewilligung in der Schweiz verfÃ¼gt, ergibt sich auch aus der Systematik des Gesetzes. Die Wiederzulassung von AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder, die frÃ¼her im Besitz einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung gewesen waren, wird in Art. 30 Abs. 1 lit. k AIG i</span><span>.</span><span> </span><span>V.</span><span> </span><span>m. Art. 49 VZAE geregelt. Entgegen der Meinung des BeschwerdefÃ¼hrers verkommt Art. 61 VZAE auch nicht zu einem leeren Buchstaben. Er verkennt, dass eine auslÃ¤ndische Person, die frÃ¼her im Besitz einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung gewesen war, nicht nur nach Art. 30 Abs. 1 lit. k AIG i.</span><span> </span><span>V.</span><span> </span><span>m. Art. 49 VZAE (wieder)zugelassen werden kann, sondern ihr auch aus anderen GrÃ¼nden eine Anwesenheitsbewilligung erteilt werden kann (wie z.</span><span> </span><span>B. durch Familiennachzug, das ErfÃ¼llen von Zulassungsvoraussetzungen nach Art. 18 bis 29a AIG etc.). Wurde einer auslÃ¤ndischen Person (wieder) eine Anwesenheitsbewilligung erteilt, kann sie in der Folge die vorzeitige Erteilung einer Niederlassungsbewilligung gestÃ¼tzt auf Art. 34. Abs. 1 i.</span><span> </span><span>V.</span><span> </span><span>m. Art. 61 VZAE beantragen, wenn wichtige GrÃ¼nde hierfÃ¼r vorliegen (vgl. BGr, 4. Februar 2016, 2C_122/2016, E. 2). Wie das Verwaltungsgericht bereits festgehalten hat, regelt Art. 61 VZAE die wichtigen GrÃ¼nde nicht abschliessend, weshalb abgesehen von einem Auslandsaufenthalt auch weitere GrÃ¼nde fÃ¼r eine vorzeitige Erteilung einer Niederlassungsbewilligung sprechen kÃ¶nnen (vgl. VGr, 3. Dezember 2014, VB.2014.00536). Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer jedoch Ã¼ber keine Anwesenheitsbewilligung in der Schweiz verfÃ¼gt, kann er aus Art. 34 Abs. 3 i.</span><span> </span><span>V.</span><span> </span><span>m. Art. 61 VZAE nichts zu seinen Gunsten ableiten und ist das Vorliegen (weiterer) wichtiger GrÃ¼nde nicht zu prÃ¼fen. Die Vorinstanz hat ihr Ermessen nach dem Gesagten nicht rechtsverletzend ausgeÃ¼bt, wenn sie dem BeschwerdefÃ¼hrer gestÃ¼tzt auf Art. 34 Abs. 3 i.</span><span> </span><span>V.</span><span> </span><span>m. Art. 61 VZAE keine Niederlassungsbewilligung erteilt hat.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Was die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestÃ¼tzt auf Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG oder Art. 30 Abs. 1 lit. k AIG bzw. Art. 49 Abs. 1 VZAE betrifft, ist Folgendes festzuhalten:</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer erfÃ¼llt die zeitlichen Voraussetzungen fÃ¼r eine (erleichterte) Wiederzulassung nach Art. 30 Abs. 1 lit. k AIG in Verbindung mit Art. 49 Abs. 1 VZAE aufgrund der Ã¼ber zweijÃ¤hrigen Landesabwesenheit nicht (vgl. hierzu auch Marc Spescha in: ders. [Hrsg.], Migrationsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2019, Art. 30 AuG N. 29). Soweit er geltend macht, die MigrationsÃ¤mter hÃ¤tten sich bei Art. 30 Abs. 1 lit. k AIG nicht nach den (zeitlichen) Voraussetzungen von Art. 49 Abs. VZAE, sondern denen von Art. 61 VZAE, zu richten, kann ihm nicht gefolgt werden. Wie bereits festgehalten, findet Art. 34 Abs. 3 i.<span> </span>V.<span> </span>m. Art. 61 VZAE fÃ¼r die Wiederzulassung von auslÃ¤ndischen Personen keine Anwendung. Er kann deshalb aus diesen Bestimmungen in Bezug auf die Wiederzulassung nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die Vorinstanz war deshalb auch nicht gehalten, ihm gestÃ¼tzt hierauf ermessenweise eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Eine rechtsverletzende ErmessensbetÃ¤tigung der Vorinstanz liegt nach dem Gesagten nicht vor (vgl. VGr, 2. Dezember 2020, VB.2020.00443, E. 6.1).</p> <p class="Erwgung3"><b>4.3.2 </b>Bei der Beurteilung, ob eine Aufenthaltsbewilligung wegen eines schwerwiegenden persÃ¶nlichen HÃ¤rtefalls im Sinn von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG zu erteilen ist, sind nach Art. 31 Abs. 1 VZAE namentlich die Integration der gesuchstellenden Person, die FamilienverhÃ¤ltnisse, die finanziellen VerhÃ¤ltnisse sowie der Wille zur Teilhabe am Wirtschaftsleben und zum Erwerb von Bildung, die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz, der Gesundheitszustand und die MÃ¶glichkeiten fÃ¼r eine Wiedereingliederung im Herkunftsstaat zu berÃ¼cksichtigen. FÃ¼r die Bejahung eines HÃ¤rtefalls mÃ¼ssen die Kriterien nach Art. 31 VZAE nicht kumulativ erfÃ¼llt sein, vielmehr ist eine GesamtwÃ¼rdigung aller UmstÃ¤nde vorzunehmen. Bei Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG handelt es sich um eine Ausnahmebestimmung. Die auslÃ¤ndische Person muss sich in einer persÃ¶nlichen Notlage befinden; ihre Lebens- und Daseinsbedingungen mÃ¼ssen gemessen am durchschnittlichen Schicksal von AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤ndern in gesteigertem Mass infrage gestellt sein bzw. die Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung einen schweren Nachteil zur Folge haben. </p> <p class="Erwgung3">Die Vorinstanz hielt hierzu fest, der BeschwerdefÃ¼hrer habe sich wÃ¤hrend 18 Jahren in der Schweiz aufgehalten, die verhÃ¤ltnismÃ¤ssig lange Anwesenheitsdauer decke jedoch bei Weitem nicht den grÃ¶ssten Teil seines Lebens. Die Ehe und FamiliengrÃ¼ndung habe in der TÃ¼rkei stattgefunden (Geburt seiner Kinder 1988 und 1995). Auch die Zeit seit seiner Wiedereinreise am 8. November 2018 sei stark zu relativieren, grÃ¼nde diese doch auf einer Scheinehe und kÃ¶nne dieses tÃ¤uschende Verhalten des BeschwerdefÃ¼hrers keinen Schutz finden. Er sei deshalb auch strafrechtlich belangt worden, weshalb sich sein Verhalten nicht als klaglos erweise. Er habe von Herbst 2001 bis FrÃ¼hling 2013 und damit wÃ¤hrend 11<span> </span>½ Jahren fÃ¼r die H AG als â¦ gearbeitet. Am 15. Mai 2013 habe er sich seine Pensionskassengelder ausbezahlen lassen und die Schweiz am 30. Mai 2013 aus freien StÃ¼cken verlassen, um sich in seinem Heimatland wirtschaftlich selbstÃ¤ndig zu machen und ein GeschÃ¤ft zu erÃ¶ffnen. Der Umstand, dass dieses Vorhaben gescheitert sei, vermÃ¶ge keine persÃ¶nliche Notlage zu begrÃ¼nden. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe in der Schweiz keine nahen FamilienangehÃ¶rigen, wÃ¤hrend in der TÃ¼rkei seine beiden volljÃ¤hrigen Kinder lebten. Gesundheitliche Beschwerden wÃ¼rden weder geltend gemacht noch gingen solche aus den Akten hervor. Die finanzielle Situation des BeschwerdefÃ¼hrers sei prekÃ¤r, nachdem die Pensionskassengelder aufgebraucht worden seien und er auf Sozialhilfe (Nothilfe) angewiesen sei. Da er bis ins Alter von 33 Jahren sowie von FrÃ¼hling 2013 bis Herbst 2018 in seinem Heimatland gelebt habe und dort Ã¼ber nahe Verwandte verfÃ¼ge, sei ihm ein Leben in der TÃ¼rkei zumutbar. </p> <p class="Urteilstext">Diese ErwÃ¤gungen der Vorinstanz, welchen das Verwaltungsgericht beitritt, sind nicht zu beanstanden und werden vom BeschwerdefÃ¼hrer auch nicht bestritten, zumindest nicht substanziiert. Die Vorinstanz hat dem BeschwerdefÃ¼hrer nach dem Gesagten zu Recht auch nicht im Rahmen ihres Ermessens eine Aufenthaltsbewilligung erteilt.</p> <p class="Urteilstext">Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen und es ist diesem keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen (§65a Abs. 2 in Verbindung mit §13 Abs. 2 Satz 1 VRG und §17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und des unentgeltlichen Rechtsbeistands sowohl fÃ¼r das vorliegende Beschwerdeverfahren als auch das vorinstanzliche Rekursverfahren. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.2 </b>Nach §16 Abs. 1 VRG ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, auf entsprechendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen. Sie haben nach Abs. 2 derselben Bestimmung Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren. Offensichtlich aussichtslos sind Begehren, bei denen die Aussichten zu obsiegen wesentlich geringer sind als die Aussichten zu unterliegen, und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (statt vieler VGr, 18. August 2016, VB.2016.0019, E. 5.). </p> <p class="Erwgung3"><b>5.2.3 </b>Die Vorinstanz wies das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab. Zur BegrÃ¼ndung hielt sie fest, der Rekurs sei angesichts der klaren Sach- und Rechtslage als von vornherein aussichtlos zu bezeichnen. Nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer keinen Bewilligungsanspruch geltend machen konnte und die ermessenweise Erteilung einer Anwesenheitsbewilligung angesichts der klaren Sach- und Rechtslage nicht ernsthaft in Betracht gezogen werden konnte, hat sie das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zu Recht abgewiesen, und aus demselben Grund ist es auch fÃ¼r das vorliegende Beschwerdeverfahren nicht zu bewilligen (§16 Abs. 1 und 2 VRG).</p> <p class="Urteilstext"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs ist Folgendes zu erlÃ¤utern: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht wird, ist die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) zulÃ¤ssig. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. <span>Das Gesuch um unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung und Rechtsvertretung wird abgewiesen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.-; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.-</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.-</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. <span>Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. <span>Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Gegen dieses Urteil kann <span>Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen</span> erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>7. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>