<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00288</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106879&amp;W10_KEY=4467145&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00288</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.10.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Gewährung der unentgeltlichen Rechtsvertretung<br/><br/>Auf die Beschwerde ist einzutreten; zuständig ist der Einzelrichter (E. 1).<br/>Private, denen die nötigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht aussichtslos ist, haben Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege; sind sie nicht in der Lage, ihre Rechte selbst zu wahren, haben sie zudem Anspruch auf einen unentgeltlichen Beistand (E. 2a).<br/>Der Bezirksrat ist zu Recht davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin mittellos und ihr Begehren nicht aussichtslos ist (E. 2b).<br/>Für die Frage der Verbeiständung massgeblich sind die Bedeutung und die Komplexität der Streitsache sowie Gesundheitszustand und Fähigkeiten der ansprechenden Person (E. 2c).<br/>Der Bezirksrat legte nicht schlüssig dar, dass die Beschwerdeführerin das Verfahren selbst hätte führen können (E. 2d).<br/>Die Verpflichtung zu einer Eigenleistung von Fr. 500.- bewirkte auch für die bedürftige Beschwerdeführerin keine schwerwiegende Beeinträchtigung. Die Angelegenheit war weder tatsächlich noch rechtlich komplex, so dass sich der Beizug eines unentgeltlichen Rechtsbeistands im Rekursverfahren erübrigte (E. 2c).<br/>Für das Beschwerdeverfahren ist die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren (E. 3a).<br/>Der Beschwerdeführerin war nicht zuzumuten, das Verfahren vor Verwaltungsgericht ohne Rechtsbeistand zu führen (E. 3b).<br/>Mangels Abrechnung ist die Entschädigung durch das Gericht festzulegen; angemessen ist ein Betrag von Fr. 600.- (E. 3c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSICHTSLOSIGKEIT">AUSSICHTSLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDEUTUNG">BEDEUTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDÃRFTIGKEIT">BEDÃRFTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOMPLEXITÃT">KOMPLEXITÃT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)">UNENTGELTLICHE PROZESSFÃHRUNG (UP)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)">UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 lit. III BV</span><br/><span class="ungerade">§ 16 lit. I, II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A wird â ab Juli 1998 sporadisch, seit September 2001 regelmÃ¤ssig â von der Gemeinde X wirtschaftlich unterstÃ¼tzt. Die SozialbehÃ¶rde X beschloss am 9. April 2002, gestÃ¼tzt auf den Kostenvorschlag von Dr. med. dent. C sowie die Begutachtung durch einen Vertrauenszahnarzt fÃ¼r eine Zahnsanierung Kostengutsprache von Fr. 4'700.- zu leisten. Die Kostengutsprache wurde mit verschiedenen Auflagen verbunden, unter anderem mit der Verpflichtung von A, wÃ¤hrend der Dauer von fÃ¼nf Monaten eine Eigenleistung von insgesamt Fr. 500.- an die Zahnbehandlung zu erbringen, weshalb fÃ¼r diese Dauer monatlich Fr. 100.- von den jeweiligen UnterstÃ¼tzungsleistungen in Abzug gebracht wÃ¼rden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diesen Beschluss liess A am 16. Mai 2002 durch B Rekurs an den Bezirksrat Y erheben mit dem Antrag, den Beschluss insoweit aufzuheben, als sie darin zu einer Eigenleistung von insgesamt Fr. 500.- an die Kosten der Zahnbehandlung verpflichtet werde; ausserdem ersuchte sie darum, ihr in der Person von RechtsanwÃ¤ltin B eine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin beizuordnen. WÃ¤hrend des Rekursverfahrens zog die SozialbehÃ¶rde X am 11. Juni 2002 ihren Beschluss vom 9. April 2002 in WiedererwÃ¤gung; gestÃ¼tzt auf einen neuen Kostenvorschlag von Dr. med. dent. D wurde Kostengutsprache fÃ¼r die Zahnbehandlung lediglich im Betrag von Fr. 4â210.15 geleistet; ausserdem wurde von der Verpflichtung zu einer Eigenleistung im Betrag von Fr. 500.- abgesehen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GestÃ¼tzt auf diese WiedererwÃ¤gung schrieb der Bezirksrat Y am 26. Juni 2002 den Rekurs als gegenstandslos ab (Disp. Ziff. 1). Das Gesuch um Bestellung einer unentgeltlichen RechtsbeistÃ¤ndin in der Person von RechtsanwÃ¤ltin B wies er â mit nÃ¤herer BegrÃ¼ndung â ab (Disp. Ziff. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 5. September 2002 beantragte A dem Verwaltungsgericht, Disp. Ziff. 3 des Beschlusses des Bezirksrats aufzuheben und ihr fÃ¼r das Rekursverfahren vor dem Bezirksrat RechtsanwÃ¤ltin B als unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin beizuordnen; im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht sei ihr die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu gewÃ¤hren unter Beiordnung von RechtsanwÃ¤ltin B als unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat Y beantragte Abweisung der Beschwerde, wÃ¤hrend die SozialbehÃ¶rde X auf Beschwerdeantwort verzichtete.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich einzig gegen die Verweigerung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes im Rekursverfahren, in welchem die BeschwerdefÃ¼hrerin den Umfang der ihr gewÃ¤hrten sozialhilferechtlichen UnterstÃ¼tzung beanstandet hatte. Weil das Verwaltungsgericht zur Beurteilung dieser â nicht mehr streitigen â Hauptsache zustÃ¤ndig wÃ¤re, ist es dies auch bezÃ¼glich der streitig gebliebenen Verweigerung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes (vgl. § 43 Abs. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997; VRG). Da auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. Deren Behandlung fÃ¤llt in die ZustÃ¤ndigkeit des Einzelrichters (§ 38 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) GemÃ¤ss § 16 VRG (in der Fassung vom 8. Juni 1997) ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, auf entsprechendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten zu erlassen (Abs. 1). Sie haben Ã¼berdies Anspruch auf Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren (Abs. 2). FÃ¼r die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird damit vorausgesetzt, dass der Gesuchsteller mittellos und sein Begehren nicht offenkundig aussichtslos ist (so schon § 16 VRG in der Fassung vom 24. Mai 1959); fÃ¼r die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands ist zusÃ¤tzlich erforderlich, dass der Gesuchsteller zur Wahrung seiner Rechte eines solchen bedarf.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Bezirksrat Y hatte sich mit den Voraussetzungen von § 16 VRG nur im Zusammenhang mit dem Begehren um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands zu befassen; die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinn dieser Bestimmung stand nicht zur Diskussion, weil fÃ¼r das Rekursverfahren aus anderen GrÃ¼nden keine Kosten von der BeschwerdefÃ¼hrerin erhoben wurden, vorab deswegen, weil dieses Verfahren selbst bei einer materiellen Behandlung des Rekursbegehrens entsprechend der Regel von § 10 der GebÃ¼hrenordnung fÃ¼r die VerwaltungsbehÃ¶rden vom 30. Juni 1966 fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenlos geblieben wÃ¤re. Der Bezirksrat ist stillschweigend davon ausgegangen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mittellos im Sinn von § 16 VRG sei. Dieser Beurteilung ist beizupflichten (vgl. RB 2000 Nr. 4).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat ist sodann offenbar davon ausgegangen, dass das Rekursbegehren, hÃ¤tte es materiell behandelt werden mÃ¼ssen, nicht offensichtlich aussichtslos gewesen wÃ¤re. Seine ErwÃ¤gungen sind in dieser Hinsicht allerdings nicht restlos klar ausgefallen, wird doch darin unter anderem auch ausgefÃ¼hrt, die ursprÃ¼nglich von Dr. med. dent. C vorgeschlagene (nicht ausgefÃ¼hrte) Behandlung enthalte auch Bestandteile, die nicht als notwendig, sondern als bloss zweckmÃ¤ssig zu erachten seien, was insoweit eine Eigenleistung an die Behandlungskosten als zumutbar erscheinen lasse. Im Ergebnis ist jedenfalls festzuhalten, dass das Rekursbegehren, das auf die Streichung der Verpflichtung zu einer solchen Eigenleistung abzielte, nicht offensichtlich aussichtslos im Sinn von § 16 VRG war. Der gegenteilige Schluss liesse sich wohl kaum damit vereinbaren, dass die Beschwerdegegnerin ihren Beschluss vom 9. April 2002 wÃ¤hrend des Rekursverfahrens in WiedererwÃ¤gung gezogen und neu Kostengutsprache ohne die angefochtene Auflage einer Eigenleistung bzw. entsprechende KÃ¼rzung des Grundbedarfs II gesprochen hat. Ob sie sich dabei auch von der (fÃ¼r die rechtliche Beurteilung des Rekursbegehrens nicht massgebenden) Tatsache hat leiten lassen, dass nunmehr ein neuer Kostenvoranschlag eines anderen Zahnarztes mit tieferem Gesamtbetrag vorlag, kann in diesem Zusammenhang dahingestellt bleiben. Selbst wenn dies zutreffen sollte, ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren davon auszugehen, dass das gegenstandslos gewordene Rekursbegehren, hÃ¤tte es materiell behandelt werden mÃ¼ssen, nicht offensichtlich aussichtslos gewesen wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>NÃ¤her zu prÃ¼fen bleibt demnach, ob der Beizug eines Rechtsbeistandes zur Verfechtung des (gegenstandslos gewordenen) Rekursbegehrens fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin notwendig im Sinn von § 16 Abs. 2 VRG war, weil sie ânicht in der Lageâ war, âihre Rechte im Rekursverfahren selber zu wahrenâ.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Mit der so gefassten Bestimmung wollte der Gesetzgeber an die bundesgerichtliche Rechtsprechung betreffend den verfassungsrechtlichen Anspruch auf unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung (heute Art. 29 Abs. 3 Satz 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999; BV) anknÃ¼pfen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 16 N. 39 und 41). Danach ist einem Gesuch um unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung je nach den UmstÃ¤nden des zu beurteilenden Falles und den Eigenheiten des betreffenden Verfahrens zu entsprechen, wenn die Interessen der bedÃ¼rftigen Partei in schwerwiegender Weise betroffen und die zu beurteilende Sache in tatsÃ¤chlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bereitet, die den Beizug eines Rechtsvertreters erfordern. Neben dem Schwierigkeitsgrad der sich stellenden Rechts- und Sachverhaltsfragen sind auch in der Person des Gesuchstellers liegende GrÃ¼nde zu berÃ¼cksichtigen, wie etwa dessen Gesundheitszustand und FÃ¤higkeit, sich im Verfahren zurechtzufinden, sowie die Bedeutung der Angelegenheit fÃ¼r diesen (BGE 123 I 145 E. 2b; 122 I 275 E. 3a mit Hinweisen). Greift die angefochtene VerfÃ¼gung stark in die Rechtsstellung des Gesuchstellers ein, so kommt den genannten weiteren Kriterien minderes Gewicht zu. Handelt es sich um einen (nur) ârelativ schwerenâ Eingriff, so muss die zu beurteilende Angelegenheit besondere tatsÃ¤chliche oder rechtliche Schwierigkeiten aufweisen, denen der auf sich allein gestellte Gesuchsteller nicht gewachsen wÃ¤re. Die verwaltungsgerichtliche Praxis hat einen Anspruch auf unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung stets nur im Umfang dieser bundesverfassungsrechtlichen Minimalgarantie entsprechend den dargelegten bundesgerichtlichen Kriterien bejaht (so schon RB 1994 Nr. 4; sodann RB 1998 Nr. 5 zum anlÃ¤sslich der Revision vom 8. Juni 1997 neu eingefÃ¼gten § 16 Abs. 2 VRG; bezÃ¼glich unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung in Streitigkeiten betreffend den Strafvollzug vgl. nunmehr RB 2001 Nr. 6 mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche Praxis zur RechtsverbeistÃ¤ndung in Strafprozessen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Unter Bezugnahme auf ein frÃ¼heres Rekursverfahren, in welchem auf damaligen Rekurs der BeschwerdefÃ¼hrerin hin frÃ¼here VerfÃ¼gungen der Beschwerdegegnerin vom 3. September 2001 und vom 16. November 2001 betreffend die KÃ¼rzung des Grundbedarfs II aufgehoben worden waren (Beschluss des Bezirksrats Y vom 5. MÃ¤rz 2002), hat der Bezirksrat im heute angefochtenen Beschluss erwogen, die von ihm damals veranlasste Nachzahlung von unbegrÃ¼ndeten LeistungskÃ¼rzungen hÃ¤tte der Rekurrentin nahelegen kÃ¶nnen, dass sachliches Vorbringen von der BehÃ¶rde respektiert werden mÃ¼sse; der Rekurrentin wÃ¤re es daher zuzumuten gewesen, bezÃ¼glich der kostspieligen Zahnbehandlung âeine vorgÃ¤ngige Ausspracheâ anzustreben; dabei hÃ¤tte sie sich davon Ã¼berzeugen kÃ¶nnen, dass auch der beigezogene Experte Dr. med. dent. E empfohlen habe, eine mÃ¶glichst hohe Eigenbeteiligung der Rekurrentin in Betracht zu ziehen. Schliesslich sei zu bedenken, dass der (spÃ¤ter nicht realisierte) Kostenvoranschlag von Dr. med. dent. C mehrere Positionen enthalte, welche im Kostenvorschlag des von der Rekurrentin in der Folge bevorzugten Zahnarztes Dr. med. dent. D nicht enthalten seien. â Mit diesen ErwÃ¤gungen hat der Bezirksrat nicht schlÃ¼ssig dargelegt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin in der Lage gewesen wÃ¤re, vor Bezirksrat ihre Sache selber zu vertreten. Die zitierten ErwÃ¤gungen kÃ¶nnten allenfalls als BegrÃ¼ndung dafÃ¼r verstanden werden, dass das Rekursbegehren aussichtslos und eine unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung aus diesem Grund abzulehnen sei; davon ist aber der Bezirksrat nach dem Gesagten zu Recht selber nicht ausgegangen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Im Ergebnis erweist sich der Beschluss des Bezirksrats, der BeschwerdefÃ¼hrerin die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung zu verweigern, jedoch aus anderen GrÃ¼nden als rechtmÃ¤ssig. Die von der Rekurrentin angefochtene Auflage, an die Kosten der Zahnbehandlung (im damals genehmigten Umfang von Fr. 4'700.-) eine Eigenleistung von insgesamt Fr. 500.- zu erbringen, bewirkte fÃ¼r sie keine besonders schwerwiegende BeeintrÃ¤chtigung </span></p> <p class="Einzug1"><span>ihrer Interessen; das gilt auch dann, wenn berÃ¼cksichtigt wird, dass fÃ¼r eine unterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftige Person die KÃ¼rzung des Grundbedarfs II um monatlich Fr. 100.- fÃ¼r die Dauer </span></p> <p class="Einzug1"><span>von fÃ¼nf Monaten eine vorÃ¼bergehend einschneidende Massnahme bedeutet. FÃ¼r die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung ist daher vorab massgebend, ob die zu beurteilende Sache in tatsÃ¤chlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bereitete, denen die Rekurrentin auf sich allein gestellt nicht gewachsen gewesen wÃ¤re. Das ist zu verneinen. Der Entscheid darÃ¼ber, ob sich die BeschwerdefÃ¼hrerin im Umfang von Fr. 500.- an den Kosten der genehmigten Zahnbehandlung zu beteiligten habe, war weder in tatsÃ¤chlicher noch in rechtlicher Hinsicht mit komplexen Fragen verbunden. Wohl konnte von der Rekurrentin nicht erwartet werden, dass sie ohne den Beizug ihrer Rechtsvertreterin den in deren Rekursschrift angefÃ¼hrten Verwaltungsgerichtsentscheid VB.2001.00324 vom 20. Dezember 2001 (der ein fÃ¼r ihren Standpunkt gÃ¼nstiges PrÃ¤judiz bildet) hÃ¤tte recherchieren und anfÃ¼hren kÃ¶nnen. Das wÃ¤re aber fÃ¼r eine erfolgreiche Argumentation nicht nÃ¶tig gewesen, zumal die RekursbehÃ¶rden das Recht vom Amtes wegen anzuwenden und damit auch verwaltungsgerichtliche PrÃ¤judizien zu beachten haben. Im Kern ging es darum aufzuzeigen, dass der BeschwerdefÃ¼hrerin die geforderte Eigenleistung von Fr. 500.- nicht zumutbar sei. Um dies geltend zu machen, bedurfte sie nicht eines Rechtsbeistandes.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt vor, aufgrund des erwÃ¤hnten frÃ¼heren Rekursentscheids vom 5. MÃ¤rz 2002, den sie mit Hilfe der Zeitschrift âBeobachterâ (welche ihr bei der Abfassung der Rekursschrift behilflich gewesen sei) erwirkt habe, sei sie in ihrer Ãberzeugung bestÃ¤rkt worden, dass die Beschwerdegegnerin ihre Anliegen nicht seriÃ¶s genug abklÃ¤re. Nach Erhalt des Beschlusses vom 9. April 2002 habe sie daher nicht mehr die Energie aufgebracht, auf sich allein gestellt wiederum Rekurs zu erheben. â Diese Darstellung lÃ¤sst zwar den Wunsch der BeschwerdefÃ¼hrerin, in einer rechtlichen Auseinandersetzung mit der Beschwerdegegnerin rechtskundig vertreten zu sein, bis zu einem gewissen Grad als verstÃ¤ndlich erscheinen. Es handelt sich indessen gleichwohl nicht um eine Situation, welche eine rechtliche VerbeistÃ¤ndung fÃ¼r das streitbetroffene Anliegen als notwendig im Sinn von § 16 Abs. 2 VRG und im Sinn des verfassungsrechtlichen Anspruchs erscheinen liesse. Es ist nicht dargetan, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin vor diesem Hintergrund aus persÃ¶nlichen GrÃ¼nden nicht mehr in der Lage gewesen wÃ¤re, sich in einem Rekursverfahren ohne RechtsbeistÃ¤ndin zurechtzufinden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. Eine ParteientschÃ¤digung zulasten der Beschwerdegegnerin nach § 17 Abs. 2 VRG steht der BeschwerdefÃ¼hrerin bei diesem Verfahrensausgang von vornherein nicht zu.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ersucht auch fÃ¼r das vorliegende Beschwerdeverfahren um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und einer unentgeltlichen RechtsbeistÃ¤ndin. Diese Begehren sind ebenfalls gestÃ¼tzt auf § 16 VRG zu beurteilen. DiesbezÃ¼glich ist ohne Weiterungen wiederum davon auszugehen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin mittellos im Sinn der genannten Bestimmung ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Hinsichtlich der weiteren Voraussetzung fÃ¼r die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren â kein offensichtlich aussichtsloses Begehren â bildet dabei Bezugspunkt allerdings nicht mehr das ursprÃ¼ngliche Rekursbegehren betreffend Aufhebung der Verpflichtung zu einer Eigenleistung an den Kosten der Zahnbehandlung, sondern allein noch das vom Bezirksrat abgelehnte Begehren um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen RechtsverbeistÃ¤ndung im bezirksrÃ¤tlichen Rekursverfahren. Dieses Beschwerdebegehren kann, obgleich ihm nach dem Gesagten nicht zu entsprechen ist, nicht als offensichtlich aussichtslos bezeichnet werden. Darunter sind Begehren zu verstehen, bei denen die Aussichten auf Gutheissung um derart viel kleiner als jene auf Abweisung erscheinen, dass sie deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden kÃ¶nnen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 32). Dies trifft auf die vorliegende Beschwerde nicht zu. Der BeschwerdefÃ¼hrerin ist daher fÃ¼r das vorliegende Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewÃ¤hren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Zu prÃ¼fen bleibt, ob der Beizug eines Rechtsvertreters fÃ¼r das Beschwerdeverfahren notwendig in dem Sinn war, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht in der Lage gewesen wÃ¤re, ihr Beschwerdebegehren â GewÃ¤hrung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes fÃ¼r das vorangehende Rekursverfahren â selber zu verfechten. In dieser Hinsicht ist die Situation der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht mehr die gleiche wie im vorangehenden Rekursverfahren. WÃ¤hrend die dort zu beurteilende Streitsache weder in tatsÃ¤chlicher noch in rechtlicher Hinsicht komplex war, konnte die BeschwerdefÃ¼hrerin die Frage, ob ihr der Bezirksrat die unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung fÃ¼r das Rekursverfahren zu Recht verweigert habe, ohne Beizug eines Rechtsvertreters â bzw. Beibehaltung ihrer bisherigen Rechtsvertreterin â kaum beurteilen und beantworten; es konnte ihr daher nicht ohne Weiteres zugemutet werden, die Beschwerde ohne Beizug eines Rechtsvertreters zu fÃ¼hren. Der BeschwerdefÃ¼hrerin ist daher fÃ¼r das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung zu gewÃ¤hren und in der Person von RechtsanwÃ¤ltin lic. iur. B eine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin zu bestellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) GemÃ¤ss § 13 der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997 (GebV VGr) wird dem unentgeltlichen Rechtsvertreter der notwendige Zeitaufwand nach den AnsÃ¤tzen des Obergerichts entschÃ¤digt, wobei die Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses zu berÃ¼cksichtigen sind und Barauslagen separat entschÃ¤digt werden (Abs. 1). Der unentgeltliche Rechtsbeistand hat dem Gericht vor dem Entscheid eine detaillierte Zusammenstellung Ã¼ber den Zeitaufwand und die Barauslagen einzureichen. Reicht er die Zusammenstellung nicht rechtzeitig ein, so wird die EntschÃ¤digung von Amtes wegen und nach Ermessen festgesetzt (§ 13 Abs. 2 GebV VGr). Die unentgeltliche Rechtsvertreterin hat der Beschwerdeschrift keine Zusammenstellung Ã¼ber den Zeitaufwand und ihre Barauslagen angefÃ¼gt, weshalb eine angemessene EntschÃ¤digung festzusetzen ist. Der Streitwert entspricht hier dem Betrag, mit welchem der Bezirksrat bei erfolgreicher Beschwerde die RechtsbeistÃ¤ndin der BeschwerdefÃ¼hrerin fÃ¼r das Rekursverfahren hÃ¤tte entschÃ¤digen mÃ¼ssen. Dabei handelt es sich um einen geringfÃ¼gigen Streitwert jedenfalls erheblich unter Fr. 1'000.-. Desgleichen ist die Bedeutung der Streitsache als eher gering zu veranschlagen. Als angemessen erweist sich daher eine EntschÃ¤digung von Fr. 600.- (einschliesslich Mehrwertsteuer und Barauslagen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Der BeschwerdefÃ¼hrerin wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche ProzessfÃ¼hrung gewÃ¤hrt und in der Person von RechtsanwÃ¤ltin lic. iur. B eine unentgeltliche RechtsbeistÃ¤ndin bestellt. Diese wird fÃ¼r das Beschwerdeverfahren mit insgesamt Fr. 600.- aus der Gerichtskasse entschÃ¤digt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. (Gerichtskosten)</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>