<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00070</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205145&amp;W10_KEY=13013564&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00070</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.06.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 09.05.2006 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Aufenthalts- / Niederlassungsbewilligung, Familiennachzug</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Familiennachzug/Wiedererwägungsgesuch Die Pflicht, auf ein Wiedererwägungsgesuch einzutreten, kann sich aus dem Gesetz oder aus einer ständigen Verwaltungspraxis ergeben. Sofern ein Wiedererwägungsgesuch auf die Änderung einer Dauerverfügung zufolge Änderung der massgebenden Sachumstände oder Rechtsgrundlagen gerichtet ist, gelangen die Regeln über die Anpassung zur Anwendung. Ob eine Behörde auf ein Anpassungsgesuch einzutreten hat, ist im Kanton Zürich nicht geregelt. Massgebend ist deshalb der verfassungsmässige Gehörsanspruch. Auf ein Wiedererwägungsgesuch ist demnach einzutreten, sofern sich die Verhältnisse seit dem ersten Entscheid wesentlich geändert haben. Wesentlich ist eine Veränderung der Sachlage dann, wenn sie geeignet ist, ein anderes Ergebnis beim Entscheid in der Sache herbeizuführen; ein anderes Ergebnis muss dabei realistischerweise in Betracht kommen. Diese Grundsätze verkennt die Vorinstanz, wenn sie die Auffassung vertritt, es komme darauf an, ob die rechtliche Würdigung anders ausfalle als im früheren Entscheid (E. 2.1). Zu den Voraussetzungen des Familiennachzugs bei getrennt lebenden Elternteilen (E. 2.2). Vorliegend hat sich die Sachlage nicht derart geändert, dass ein anderes Ergebnis als bei der Erstbeurteilung realistischerweise in Betracht kommt (E. 2.3). Kostenfolgen (E. 3). Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃNDERUNG">ÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃNDERUNG DER BETREUUNGSVERHÃLTNISSE">ÃNDERUNG DER BETREUUNGSVERHÃLTNISSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANPASSUNG">ANPASSUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BETREUUNGSVERHÃLTNISSE">BETREUUNGSVERHÃLTNISSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEZIEHUNGSINTENSITÃT">BEZIEHUNGSINTENSITÃT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DAUERVERFÃGUNG">DAUERVERFÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINTRETENSVORAUSSETZUNGEN">EINTRETENSVORAUSSETZUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ELTERNTEIL">ELTERNTEIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: FAMILIENNACHZUG">FAMILIENNACHZUG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEHÃRSANSPRUCH">GEHÃRSANSPRUCH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KIND/-ER">KIND/-ER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TATSÃCHLICHE VERHÃLTNISSE">TATSÃCHLICHE VERHÃLTNISSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNG">WIEDERERWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIEDERERWÃGUNGSGESUCH">WIEDERERWÃGUNGSGESUCH</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 17 Abs. 2 ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 13 Abs. 1 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 29 Abs. 1 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 29 Abs. 2 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 8 Abs. 1 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2005 Nr. 2 S. 47</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Der ursprÃ¼nglich tÃ¼rkische StaatsangehÃ¶rige A, geboren 1958, lebt seit 1988 in der Schweiz. Im Jahr 1990 heiratete er die Schweizerin D, so dass er im Mai 1995 die schweizerische StaatsbÃ¼rgerschaft erhielt. 1993 gebar E, die frÃ¼here Ehefrau von A, den Sohn B. A anerkannte B als sein Kind. Es verblieb jedoch mit der Mutter fortan in der TÃ¼rkei, zunÃ¤chst auch noch nach der Ãbertragung des Sorgerechts an A durch ein tÃ¼rkisches Gericht im November 2001. Am 10. Januar 2002 stellte A ein Gesuch um Erteilung der Einreisebewilligung fÃ¼r B. Mit VerfÃ¼gung vom 12. April 2002 wies die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit des Kantons ZÃ¼rich (Migrationsamt) das Gesuch ab. Den Rekurs gegen diese VerfÃ¼gung wies der Regierungsrat am 11. Dezember 2002 ab. </p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Im Juli 2004 stellte A beim Migrationsamt fÃ¼r B, der sich mit einem Besuchervisum bereits in der Schweiz aufhielt, erneut ein Gesuch um Niederlassungs­bewilligung. Das Migrationsamt trat auf das Gesuch nicht ein mit der BegrÃ¼ndung, dass sich die UmstÃ¤nde seit dem Rekursentscheid des Regierungsrats nicht wesentlich verÃ¤ndert hÃ¤tten. B wurde zum Verlassen der Schweiz verpflichtet.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 1. Oktober 2004 liess A in seinem und im Namen von B Rekurs an den Regierungsrat erheben und beantragen, die VerfÃ¼gung des Migrations­amts aufzuheben und die Sache zur materiellen Entscheidung an das Migrationsamt zurÃ¼ckzuweisen. Der Regierungsrat kam zum Schluss, die Sachlage habe seit der ersten Beurteilung keine wesentliche VerÃ¤nderung erfahren, weshalb das Migrationsamt zu Recht nicht auf das (WiedererwÃ¤gungs-)Gesuch eingetreten sei. Dementsprechend wies er den Rekurs mit Beschluss vom 8. Dezember 2004 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hiergegen liess A am 10. Februar 2005 Beschwerde an das Verwaltungs­gericht erheben, wiederum auch im Namen seines Kindes B. Er beantragte, die Sache zwecks Eintretens bzw. materieller Entscheidung an das Migrationsamt zurÃ¼ckzuweisen, unter Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung fÃ¼r Beschwerde- und Rekursverfahren. </p> <p class="Urteilstext">Dem Begehren um Bewilligung des einstweiligen Verbleibens von B in der Schweiz wurde mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 14. Februar 2005 unter Hinweis auf die aufschiebende Wirkung der Beschwerde nicht entsprochen. </p> <p class="Sachverhalt2">Die Staatskanzlei ersuchte namens des Regierungsrats, die Beschwerde abzuweisen. Die Direktion fÃ¼r Soziales und Sicherheit hat sich nicht vernehmen lassen. Am 14. April 2005 wurden mit der Beschwerde angekÃ¼ndigte Berichte nachgereicht.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>§ 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflege­geset­zes vom 24. Mai 1959 (VRG) gestattet die Beschwerde beim Verwaltungsge­richt auf dem Gebiet der Fremdenpolizei, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht. Das trifft zu fÃ¼r Entscheide Ã¼ber Aufenthalts- und Nieder­lassungsbewil­li­gungen, auf deren Erteilung der oder die auslÃ¤ndische StaatsangehÃ¶rige einen bundes- oder vÃ¶lkerrechtlichen Anspruch hat (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943 [OG]; BGE 128 II 145 E. 1.1.1). </p> <p class="Erwgung2">Nach Art. 17 Abs. 2 Satz 3 des Bundesgesetzes vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder (ANAG) haben ledige Kinder unter 18 Jahren Anspruch auf Einbezug in die Niederlassungsbewilligung ihrer Eltern, sofern sie mit diesen zusammenwohnen. Diese Bestimmung gilt analog fÃ¼r Schweizer BÃ¼rgerinnen und BÃ¼rger mit Kindern auslÃ¤ndischer StaatsangehÃ¶rigkeit.</p> <p class="Erwgung2">Vorliegend kommen auch Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention und Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) als Anspruchsgrundlagen in Betracht, wonach ledige minderjÃ¤hrige Kinder mit ihren in der Schweiz wohnenden Eltern zusammenleben kÃ¶nnen, sofern diese Ã¼ber ein gefestigtes Aufenthaltsrecht verfÃ¼gen und die familiÃ¤re Beziehung tatsÃ¤chlich gelebt wird und intakt ist. Dies trifft auf das VerhÃ¤ltnis der beiden BeschwerdefÃ¼hrer zu.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.1 </b>Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet allerdings nicht die in Rechtskraft erwachsene Verweigerung der Niederlassungsbewilligung als solche, sondern der Entscheid der Beschwer­degegnerin, auf ein erneutes Gesuch um Niederlassungsbewilligung nicht einzutreten. Wird nach Ergehen einer negativen VerfÃ¼gung um Erlass einer neuen, positiven VerfÃ¼gung ersucht, so gelten sinngemÃ¤ss die gleichen GrundsÃ¤tze wie bei der Behandlung eines Begehrens um Anpassung einer DauerverfÃ¼gung wegen nachtrÃ¤glicher Fehlerhaftigkeit (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 86a-86d N. 14). Ein Behandlungsanspruch besteht, wenn dargetan wird, dass sich die sachlichen oder rechtlichen Grundlagen seit dem Erlass der ursprÃ¼nglichen VerfÃ¼gung massgeblich geÃ¤ndert haben (vgl. etwa BGE 120 Ib 42 E. 2b; VGr, 26. Februar 2003, VB.2002.00302, E. 2a, www.vgrzh.ch; RB 1983 Nr. 108 mit Hinweisen; Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1998, Rz. 438, mit weitern Hinweisen). Ob eine massgebliche Ãnderung der VerhÃ¤ltnisse vorliegt, ist somit â vor erster Instanz â eine Eintretensfrage (vgl. KÃ¶lz/HÃ¤ner, Rz. 441).</p> <p class="Urteilstext">Hier hat die Beschwerdegegnerin eine massgebliche Ãnderung der VerhÃ¤ltnisse verneint; der Regierungsrat hat diese VerfÃ¼gung geschÃ¼tzt. Streitig ist damit das Vorliegen einer Eintretensvoraussetzung. Ist eine Vorinstanz auf ein Rechtsmittel nicht eingetreten, weil sie eine Prozessvoraus­setzung als nicht erfÃ¼llt betrachtete, so ist die formell unterlegene Partei legitimiert, vor der nÃ¤chs­ten Instanz die ÃberprÃ¼fung zu verlangen, ob dies zu Recht geschehen sei. Stellt diese In­stanz fest, dass die Vorinstanz zu Recht vom Fehlen der Prozessvoraussetzung ausgegangen ist, ist das Rechtsmittel abzuweisen (vgl. KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 98). Dies fÃ¼hrt zur ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungs­gerichts.</p> <p class="Erwgung3"><b>1.2.2 </b>Dasselbe ergibt sich auch aus den Anforderungen, die das materielle Bundesrecht an das kantonale Prozessrecht stellt: Da durch die Weigerung, eine in einer bundesrechtlichen Materie erlassene VerfÃ¼gung in WiedererwÃ¤gung zu ziehen, die richtige Anwendung des Bundesrechts vereitelt werden kÃ¶nnte, ist gegen einen entsprechenden Entscheid letztlich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zulÃ¤ssig, mit der eine bundesrechtswidrige Handhabung des kantonalen Verfahrensrechts geltend gemacht werden kann. Das Verwaltungsgericht hat somit nach § 43 Abs. 2 VRG in Verbindung mit Art. 98a OG die Beschwerde an die Hand zu nehmen und das Vorliegen von AnpassungsgrÃ¼nden zu prÃ¼fen (BGr, 9. Januar 2004, 2A.8/2004, E. 2.2.1, www.bger.ch; VGr, 12. Mai 2004, VB.2004.00047, E. 1.2.2, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Wie schon im Rekursverfahren wird das Rechtsmittel auch vor Verwaltungsgericht nicht nur von A als BeschwerdefÃ¼hrer 1 erhoben, sondern auch im Namen des Kindes B. TatsÃ¤chlich steht es dem BeschwerdefÃ¼hrer 1 als gesetzlichem Vertreter seines Sohnes offen, das Rechtsmittel auch im Namen seines Sohnes zu erheben; einer Vollmacht bedarf es dazu nicht. B ist denn auch als BeschwerdefÃ¼hrer 2 bereits rubriziert worden. Wohl ist der Vorinstanz darin Recht zu geben, dass BeschwerdefÃ¼hrer 1 als gesetzlicher Vertreter und Vater der nachzuziehenden Person ohne weiteres befugt ist, in eigenem Namen zu prozessieren. Dies Ã¤ndert jedoch nichts an der Legitimation des Sohnes, welcher durch die ablehnenden Entscheide ebenfalls beschwert ist. Auf die Beschwerde ist somit bezÃ¼glich beider BeschwerdefÃ¼hrer einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die VerwaltungsbehÃ¶rden kÃ¶nnen eine rechtskrÃ¤ftige VerfÃ¼gung in WiedererwÃ¤gung ziehen, wenn sie der Ansicht sind, es lÃ¤gen im Vergleich zum Zeitpunkt der ersten Beurteilung verÃ¤nderte tatsÃ¤chliche oder rechtliche VerhÃ¤ltnisse vor, welche eine erneute PrÃ¼fung der Angelegenheit rechtfertigen. Dabei sind die BehÃ¶rden grundsÃ¤tzlich nicht zur WiedererwÃ¤gung und zur materiellen Behandlung entsprechender Gesuche verpflichtet, es sei denn, die Pflicht zur Behandlung sei gesetzlich vorgesehen oder ergebe sich aus einer stÃ¤ndigen Verwaltungspraxis. Eine kantonale BehÃ¶rde muss sich mit einem WiedererwÃ¤gungsgesuch fÃ¶rmlich befassen, wenn das kantonale Recht dies vorsieht und die entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen erfÃ¼llt sind; darÃ¼ber hinaus sind die unmittelbar aus der Bundesverfassung abgeleiteten GrundsÃ¤tze massgebend. Sofern ein WiedererwÃ¤gungs­gesuch auf die Ãnderung einer DauerverfÃ¼gung zufolge Ãnderung der massgebenden SachumstÃ¤nde oder Rechtsgrundlagen gerichtet ist, gelangen die Regeln Ã¼ber die Anpassung zur Anwendung. Ob die mit einem Anpassungsgesuch konfrontierte BehÃ¶rde darauf einzutreten hat und wie ein allfÃ¤lliger neuer Entscheid ausfallen muss, ist im Kanton ZÃ¼rich gesetzlich nicht geregelt und muss aufgrund des verfassungsmÃ¤ssigen GehÃ¶rsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 und 2 BV entschieden werden, wonach auf ein solches Gesuch einzutreten ist, sofern sich die VerhÃ¤ltnisse seit dem ersten Entscheid wesentlich geÃ¤ndert haben. Letzteres hat der Gesuchsteller glaubhaft und mit geeigneten Beweismitteln darzulegen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 8 N. 59, Vorbem. zu §§ 19-28 N. 24, Vorbem. zu §§ 86a-86d N. 8 ff.; BGr, 4. November 2002, 2A.524/2002, E. 2, www.bger.ch; VGr, 2. MÃ¤rz 2005, VB.2004.00337, E. 2). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.1 </b>Wesentlich ist eine VerÃ¤nderung der Sachlage dann, wenn sie geeignet ist, ein anderes Ergebnis beim Entscheid in der Sache herbeizufÃ¼hren (Bundesrat, 29. Juni 1994, VPB 59/1995 Nr. 28 mit Hinweisen). Massgebend ist eine Gesamtbetrachtung. Die VerÃ¤nderung eines einzelnen Elements, das bei der AbwÃ¤gung im frÃ¼heren Entscheid mitberÃ¼cksichtigt wurde, fÃ¼hrt demnach noch nicht zwingend zu einer materiellen PrÃ¼fung des Anpassungsbegehrens; die Gewichte mÃ¼ssen sich dadurch vielmehr derart verschieben, dass ein anderes Ergebnis realistischerweise in Betracht kommt. Massgebend fÃ¼r das Eintreten ist indes nicht, ob der Entscheid durch die neue Sachlage im Ergebnis tatsÃ¤chlich anders ausfallen mÃ¼sste als der frÃ¼here. WÃ¼rde hierauf abgestellt, kÃ¶nnten WiedererwÃ¤gungsgesuche gar nie abgewiesen werden, sondern mÃ¼ssten sie stets durch Nichteintreten erledigt (wenn der Entscheid nicht abgeÃ¤ndert werden mÃ¼sste) oder dann gutgeheissen werden (wenn der Entscheid abgeÃ¤ndert werden mÃ¼sste). Ob der neue Entscheid dann tatsÃ¤chlich zu einem anderen Resultat fÃ¼hrt, ist eine Frage der nach erfolgtem Eintreten vorzunehmenden materiellen WÃ¼rdigung und muss hier nicht beurteilt werden. Mithin ist lediglich zu prÃ¼fen, ob im Vergleich zu den VerhÃ¤ltnissen bei der Erstbeurteilung wesentlich verÃ¤nderte tatsÃ¤chliche UmstÃ¤nde vorliegen, so dass ein anderes Ergebnis realistischerweise in Betracht kommt (vgl. VGr, 12. Mai 2004, VB.2004.00047, E. 2, www.vgrzh.ch; VGr, 2. MÃ¤rz 2005, VB.2004.00337, E. 3.3.1).</p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.2 </b>Der Regierungsrat vertrat demgegenÃ¼ber die Auffassung, nachtrÃ¤glich eingetretene neue Tatsachen seien nur dann wesentlich, wenn im Lichte der verÃ¤nderten "tatbestÃ¤nd­lichen Grundlagen" die rechtliche WÃ¼rdigung anders ausfallen mÃ¼sste als im frÃ¼heren Entscheid. Damit verkennt der Regierungsrat die Voraussetzungen, welche einem Begehren um WiedererwÃ¤gung einen Eintretensanspruch verschaffen. Die von ihm in diesem Zusammenhang zitierte Literatur (F. Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. A., Bern 1983, S. 262 f.) bezieht sich nicht auf die WiedererwÃ¤gung/Anpassung, sondern auf die Revision, worum es vorliegend nicht geht. Auch der von der Vorinstanz angefÃ¼hrte Bundesgerichtsentscheid (BGr, 4. November 2002, 2A.524/2002) ist nicht geeignet, die von ihr vertretene Rechtsauffassung zu belegen, wird doch auch in jenem Entscheid fÃ¼r einen bundesverfassungsrechtlichen Eintretensanspruch nur eine wesentliche Ãnderung der tatsÃ¤chlichen UmstÃ¤nde seit dem frÃ¼heren Entscheid vorausgesetzt (a.a.O., E. 2.2; vgl. dazu auch VGr, 2. MÃ¤rz 2005, VB.2004.00337, E. 3.3.1).</p> <p class="Erwgung3">Zu prÃ¼fen ist demnach wie dargelegt, ob im Vergleich zu den VerhÃ¤ltnissen bei der Erstbeurteilung wesentlich verÃ¤nderte tatsÃ¤chliche UmstÃ¤nde vorliegen, so dass ein anderes Ergebnis realistischerweise in Betracht kommt.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Zweck des Familiennachzugs gemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG ist es, das Leben in der Familiengemeinschaft zu ermÃ¶glichen. Sind die Eltern voneinander getrennt oder geschieden und hÃ¤lt sich der eine Elternteil in der Schweiz, der andere im Ausland auf, kann es nicht um eine ZusammenfÃ¼hrung der Familie gehen. In solchen FÃ¤llen besteht kein bedingungsloser Anspruch auf Nachzug der Kinder und ist Art. 17 Abs. 2 ANAG gemÃ¤ss Rechtsprechung des Bundesgerichts nur analog anwendbar (BGE 125 II 585 E. 2c). In diesem Fall bedarf es einer vorrangigen familiÃ¤ren Beziehung des Kindes zum in der Schweiz lebenden Elternteil, wobei besonders stichhaltige familiÃ¤re GrÃ¼nde, zum Beispiel eine Ãnderung in den BetreuungsverhÃ¤ltnissen, den Nachzug rechtfertigen mÃ¼ssen. Insgesamt muss die WÃ¼rdigung der gesamten UmstÃ¤nde zum Schluss fÃ¼hren, dass die nachzuziehenden Kinder zum hier lebenden Elternteil in engerer Beziehung stehen. Beim Vergleich sind nicht nur die Beziehungen der Kinder zum im Ausland verbleibenden Elternteil mass­gebend, sondern sind grundsÃ¤tzlich auch ihre Beziehungen zu weiteren Betreuungspersonen in Betracht zu ziehen (BGE 125 II 585 E. 2a und 2c; BGE 129 II 11 E. 3.1). In diesem Sinn ist in erster Linie auf die bisherigen BetreuungsverhÃ¤ltnisse abzustellen. Indessen kÃ¶nnen auch nachtrÃ¤glich eingetretene oder vorauszusehende zukÃ¼nftige UmstÃ¤nde wesentlich werden, sofern sich etwa neue familiÃ¤re AbhÃ¤ngigkeiten oder eine wesentliche Verlagerung der BetreuungsintensitÃ¤ten ergeben haben, wie beispielsweise beim Hinschied desjenigen Elternteils oder derjenigen Person, welche das Kind bisher betreut hat. FÃ¼r diese FÃ¤lle fordert das Bundesgericht, dass sich der Nachzug als notwendig erweisen mÃ¼sse (BGE 124 II 361 E. 3a; fÃ¼r viele). Solche GrÃ¼nde dÃ¼rfen nicht leichtfertig bejaht werden. Es gelten hohe Beweisanforderungen; an den Nachweis der fehlenden BetreuungsmÃ¶glichkeit im Heimatland sind umso hÃ¶here Anforderungen zu stellen, je Ã¤lter das Kind ist bzw. je grÃ¶sser die ihm in der Schweiz drohenden Integrationsschwierigkeiten sind (vgl. BGE 124 II 361 E. 4c S. 370/371, 129 II 11 E. 3.3.1 f.). Der in der Schweiz ansÃ¤ssige Elternteil soll sein Kind aber auch nicht erst dann nachziehen kÃ¶nnen, wenn es an einer alternativen BetreuungsmÃ¶glichkeit im Heimatland Ã¼berhaupt fehlt (BGE 125 II 633 E. 3a mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Im ersten Verfahren hatte der Regierungsrat die Gesuchsabweisung im Wesentlichen wie folgt begrÃ¼ndet: Der Lebens- und Beziehungsmittelpunkt Bs liege in der TÃ¼rkei. B sei seit Geburt durch die Mutter betreut worden. Daran habe auch die Ãbertragung des Sorgerechts auf den BeschwerdefÃ¼hrer 1 in Jahr 2001 nichts geÃ¤ndert. Angebliche Spannungen zwischen B und dem Stiefvater sowie die Schulprobleme vermÃ¶chten keinen anderen Entscheid zu bewirken, da sie gemÃ¤ss den vorliegenden Akten nicht Ã¼ber das GewÃ¶hnliche hinausgehen wÃ¼rden. Eine Ãbersiedlung in die Schweiz wÃ¤re mit der Trennung von der Mutter als wichtigster Bezugsperson und von den Ã¼brigen Verwandten verbunden. Zudem hÃ¤tte B erfahrungsgemÃ¤ss eine Reihe von Schwierigkeiten zu bewÃ¤ltigen. Somit sei die Beziehung zwischen B und dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht als vorrangige familiÃ¤re Beziehung zu werten und sei zu deren Pflege keine Ãbersiedlung in die Schweiz notwendig.</p> <p class="Erwgung3">Im neuen Verfahren machen die BeschwerdefÃ¼hrer zur Hauptsache geltend, dass sich die Betreuungssituation bei Mutter und Stiefvater verschlechtert habe. B sei hÃ¶chst wahrscheinlich geschlagen worden. Schliesslich sei er im Mai 2004 bei einem Bruder des BeschwerdefÃ¼hrers 1 abgegeben worden. In dieser Notlage habe der BeschwerdefÃ¼hrer 1 seinen Sohn abgeholt und Mitte Juni 2004 in die Schweiz genommen. Hier sei er bereits eingeschult und in seiner neuen Familie sowie im sozialen Umfeld eingegliedert. Es gehe ihm prÃ¤chtig und er wolle fÃ¼r immer in der Schweiz bleiben. </p> <p class="Urteilstext">Wie gesehen erblickte der Regierungsrat keine wesentliche VerÃ¤nderung der tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse. Es fehle ebenso an einem objektiv nachvollziehbaren Grund fÃ¼r die vorÃ¼bergehende Unterbringung bzw. Anmeldung von B bei einem Onkel in der TÃ¼rkei wie am Nachweis einer Notwendigkeit fÃ¼r die Ãbersiedlung in die Schweiz.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.1 </b>Eine Notwendigkeit zur Ãbersiedlung in die Schweiz kann sich in der Tat nicht bereits daraus ergeben, dass die bisherige Betreuungsperson das Kind weggegeben hat. Andernfalls liesse sich ein Nachzug in die Schweiz auf einfachste Weise erzwingen. FÃ¼r die Bejahung des Nachzugsrechts muss als eine Voraussetzung vielmehr ersichtlich sein, dass die bisherige Betreuungsperson â vorliegend also die Mutter Bs â nicht mehr in der Lage ist, das Kind zu betreuen. Gegen die Erziehungs- und BetreuungsfÃ¤higkeit der Mutter liegt hier allerdings nichts vor. Offensichtlich hat sie ihr Kind auch nicht aus freiem Willen weggegeben. Vielmehr beugte sie sich schlicht dem Druck, den ihr jetziger Ehemann ausgeÃ¼bt hatte. Dieser mag B nicht, hatte dauernd etwas auszusetzen und wollte ihn deshalb nicht mehr bei sich haben.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.2 </b>Denkbar ist immerhin auch, den Nachzug eines Kindes deshalb zu bewilligen, weil es in seiner Heimat in unzumutbaren BetreuungsverhÃ¤ltnissen lebt. In diese Richtung zielt wohl die Aussage der Schwester Bs, wonach ihn dessen Stiefvater mehrmals geschlagen habe. Die Vorinstanz argumentiert zu apodiktisch, wenn sie bei der WÃ¼rdigung dieser Mitteilung ausfÃ¼hrt, wegen der klaren Anzeichen fÃ¼r ein GefÃ¤lligkeitsschreiben kÃ¶nne darauf nicht abgestellt werden. Richtig ist jedoch, dass die Schilderung der familiÃ¤ren Beziehungen in der Mitteilung arm an Einzelheiten ist. Dies gilt namentlich auch mit Bezug auf den vor allem interessierenden Vorwurf gegenÃ¼ber dem Stiefvater, wonach dieser B geschlagen habe. Jedenfalls bestehen aufgrund der Schilderung in der Mitteilung keinerlei Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass die behaupteten SchlÃ¤ge mehr waren, als was im Rahmen traditioneller elterlicher ZÃ¼chtigung gemeinhin vorkommt. Auch die nachgereichten Berichte aus der Heimat Bs ergeben diesbezÃ¼glich keine Konkretisierung. So erwÃ¤hnt der BÃ¼rgermeister von X in Ã¤hnlich pauschaler Weise wie die Schwester, dass der Stiefvater gegenÃ¼ber B von Zeit zu Zeit Gewalt angewendet habe. Bloss eine Anspielung enthÃ¤lt schliesslich der Bericht der Sicherheitsdirektion, Abteilung Kindersicherheit. Es sind keine Anhaltspunkte dafÃ¼r ersichtlich und wird mit der Beschwerde auch nicht geltend gemacht, dass die in der Schweiz lebende Schwester Ã¼ber die VerhÃ¤ltnisse in Bs Heimat aus eigener Wahrnehmung mehr weiss als was die Berichte von Sozialamt, Sicherheitsdirektion und BÃ¼rgermeister darlegen. Vor diesem Hintergrund ist die beantragte Einvernahme der Schwester entbehrlich. Im Hinblick auf die massgebende Frage nach einer VerÃ¤nderung der VerhÃ¤ltnisse ist auch zu beachten, dass die BeschwerdefÃ¼hrer bereits im ersten Bewilligungsverfahren geltend gemacht hatten, B verstehe sich mit seinem Stiefvater Ã¼berhaupt nicht und es wÃ¼rden deshalb stÃ¤ndig Spannungen herrschen. Zudem war bereits damals ausgefÃ¼hrt worden, dass B immer trauriger und verschlossener geworden sei.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.3 </b>Auch dass B im Mai/Juni 2004 offenbar fÃ¼r eine gewisse Zeit bei einem Bruder des BeschwerdefÃ¼hrers 1 in der TÃ¼rkei untergebracht war, spricht nicht fÃ¼r eine Ãber­siedlung in die Schweiz. Dies legt vielmehr nahe, dass in der Heimat noch andere Betreuungspersonen als Mutter und Stiefvater vorhanden sind. Im Ãbrigen ist bereits im ersten Verfahren darauf hingewiesen worden, dass B viel Zeit beim Bruder des BeschwerdefÃ¼hrers 1 oder bei der Grossmutter vÃ¤terlicherseits verbringe.</p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.4 </b>Schliesslich kann auch der Umstand, dass sich B seit rund einem Jahr entgegen der mit dem Besuchervisum verbundenen Auflagen in der Schweiz aufhÃ¤lt und hier ein­geschult ist, fÃ¼r die Beurteilung der familiÃ¤ren Situation und die InteressenabwÃ¤gung nicht entscheidend sein (vgl. BGr, 23. Juli 2003, 2A.192/2003, E. 2.4, www.bger.ch). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.3.5 </b>Insgesamt lÃ¤sst sich festhalten, dass sich die Sachlage im Vergleich zu den VerhÃ¤ltnissen bei der Erstbeurteilung nicht in einer Art und Weise geÃ¤ndert haben, dass ein anderes Ergebnis realistischerweise in Betracht kommt. Zwar ist die Vorinstanz bei der PrÃ¼fung des Rekurses â wie gesehen â von einer nicht zutreffenden PrÃ¤misse ausgegangen (vgl. oben E. 2.1.2). Bei vorliegendem Ergebnis bleibt es jedoch irrelevant, dass sie geprÃ¼ft hat, ob die Voraussetzungen fÃ¼r einen Nachzug vorhanden sind, anstatt sich auf die PrÃ¼fung zu beschrÃ¤nken, ob aufgrund neuer VerhÃ¤ltnisse ein solcher realistischerweise in Betracht kommt. Der Entscheid ist daher im Ergebnis nicht zu beanstanden. Das Migrationsamt ist auf das Gesuch zulÃ¤ssigerweise nicht eingetreten. Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten den unterliegenden BeschwerdefÃ¼hrern hÃ¤lftig aufzuerlegen; sie haften fÃ¼reinander solidarisch (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 und § 14 VRG). Ein Anspruch auf ParteientschÃ¤digung besteht nicht (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'300.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'360.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrern je zur HÃ¤lfte auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼reinander.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>