<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00411</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106060&amp;W10_KEY=13013579&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00411</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.04.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Die vorzeitige Auflösung von Altersguthaben der beruflichen Vorsorge zur Vermeidung von Sozialhilfeleistungen ist für einen Sozialhilfeempfänger nur ausnahmsweise zumutbar, z.B. wenn im Zeitpunkt des BVG-Rücktrittsalters hinreichende finanzielle Mittel zu erwarten sind oder wenn infolge einer unheilbaren Krankheit dieses Alter nicht erreicht werden dürfte (E. 2 c/d). Teilweise Gutheissung und Rückweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ALTERSKAPITAL">ALTERSKAPITAL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BVG">BVG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SKOS-RICHTLINIEN">SKOS-RICHTLINIEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 2 lit. II SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 16 lit. II SHV</span><br/><span class="ungerade">Art. 16 lit. I VZV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A, geboren 1941, ist seit Ende 1994 arbeitslos. Die Stadt ZÃ¼rich gewÃ¤hrte ihr im Jahr 1995 als Vorschuss fÃ¼r die Arbeitslosentaggelder und dann wieder nach der Aussteue­rung ab MÃ¤rz 1998 wirtschaftliche Hilfe. Am 27. Juli 2000 dekla­rierte A der zustÃ¤ndigen Sozialberaterin ein FreizÃ¼gigkeitsguthaben von ca. Fr. 40'000.-. Effektiv belief sich der Saldo ihres FreizÃ¼gigkeitskontos per 31. Au­gust 2000 auf Fr. 150'100.65.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 28. August 2000 stellte die Einzelfallkommission der kommu­nalen FÃ¼rsorgebehÃ¶rde die UnterstÃ¼tzung fÃ¼r A wegen deren eigener liquider Mittel per 30. September 2000 ein und entzog einer Einsprache die aufschiebende Wirkung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Hiergegen gelangte A am 7. September 2000 an die Einsprachein­stanz und Ge­schÃ¤ftsprÃ¼fungskommission der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde und ersuchte um Wieder­herstellung der aufschiebenden Wirkung sowie Ausrichtung von Leistungen im bisherigen Rahmen. Das Rechtsmittel wurde mit Beschluss vom 19. September 2000, ausgehÃ¤ndigt am 27. des nÃ¤mlichen Monats, abgewiesen und einem Rekurs die aufschiebende Wirkung entzogen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Dagegen rekurrierte A am 27. Oktober 2000 mit unverÃ¤nderten An­trÃ¤gen. Der Bezirksrat ZÃ¼rich wies das Rechtsmittel mit Beschluss vom 30. No­­vember 2000 ab und entzog einer Beschwerde die aufschiebende Wirkung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Am 13. Dezember 2000 erhob A beim Verwaltungsgericht Be­schwerde mit gleich gebliebenen Ansinnen; zusÃ¤tzlich begehrte sie unentgeltliche Rechts­pflege an.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 20. Dezember 2000 und damit binnen eingerÃ¤umter Frist Ã¤usserte sich die Ein­spracheinstanz der GemeindefÃ¼rsorgebehÃ¶rde als Vertreterin der Stadt ZÃ¼rich negativ zur Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung. Ebenso und mit dem Antrag auf Abwei­sung des Rechtsmittels hatte sich schon tags zuvor der Bezirksrat ZÃ¼rich vernehmen lassen. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 21. Dezember 2000 wurde der Beschwerde aufschiebende Wir­kung zuerkannt. Am 8. Januar 2001 faxte die BeschwerdefÃ¼hrerin dem Gericht; sie teilte mit, nunmehr eine Zahlung der Beschwerdegegnerin fÃ¼r den laufenden Monat erhal­ten zu haben, nicht aber fÃ¼r Oktober bis Dezember 2000, und bat um ErlÃ¤uterung der An­ordnung vom 21. Dezember 2000. Hierauf informierte das Gericht die Parteien mit Brief vom 9. Januar 2001, die Beschwerdegegnerin mÃ¼sse auch die Betreffnisse fÃ¼r das letzte Quartal 2000 leisten. Unter demselben Datum machte das Amt fÃ¼r Jugend- und Sozialhilfe der Beschwerdegegnerin die Ausrichtung der verfallenen und kÃ¼nftigen FÃ¼rsorgegelder da­von abhÃ¤ngig, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin zu seinen Gunsten eine ZahlungsermÃ¤chti­gung an die FreizÃ¼gigkeitsstiftung zeichne. Damit nicht einverstanden, wandte sich die Be­schwerdefÃ¼hrerin am 12. Januar 2001 per Fax und Post erneut an das Gericht. Des­sen Re­ferent schrieb den Parteien am 15. Januar 2001, es fehle ein Grund, ge­gen das Vor­gehen der Beschwerdegegnerin einzuschreiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschwerdeantwort vom 26. Januar 2001 schloss die Einspracheinstanz auf Abweisung des Rechtsmittels.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Ãbersteigt der Streitwert Fr. 20'000.-, befindet das Verwaltungsgericht laut § 38 Abs. 1 und 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG, LS 175.2) in einer Sache als Dreierbesetzung. Er bemisst sich bei periodisch wiederkehren­den Leistungen namentlich im Bereich der Sozialhilfe nach der Jahressumme der kontro­ver­sen BetrÃ¤ge (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungs­rechtspflegegesetzes des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 5). Das macht hier mehr als das ZwÃ¶lffache von Ã¼ber Fr. 1'666.67 (Fr. 20'000.- : 12 = Fr. 1'666.67) aus und passiert also die genannte Grenze. Mithin ist eine Kammer zum Entscheid berufen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG, LS 851.1) verleiht Per­sonen, die fÃ¼r ihren Lebensunterhalt und den der FamilienangehÃ¶rigen mit gleichem Wohn­sitz nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kÃ¶nnen, An­spruch auf wirtschaftliche Hilfe. § 16 Abs. 2 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV, LS 851.11) zÃ¤hlt zu den eigenen Mitteln auch das VermÃ¶gen der Hilfesuchenden sowie ihrer nicht getrennt lebenden Ehegatt(inn)en, erlaubt aber von dessen Verwendung abzusehen, soweit dadurch fÃ¼r die Hilfesuchenden und ihre AngehÃ¶ri­gen eine HÃ¤rte entstÃ¼nde. Kraft § 2 Abs. 2 SHG berÃ¼cksichtigt die Hilfe andere gesetzliche Leis­tun­gen sowie solche Dritter und sozialer Institutionen. § 17 SHV macht die Richtlinien der­ Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe (SKOS) fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemes­sung der Sozialhilfe (derzeit 3. Ausgabe, Bern, Dezember 2000) zur Bemessungsbasis wirtschaft­licher Hilfe, vorbehaltlich begrÃ¼ndeter Abweichungen im Einzelfall (SÃ¤tze 3 und 4).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Kraft Art. 16 Abs. 1 der FreizÃ¼gigkeitsverordnung vom 3. Oktober 1994 (SR 831.­­ 425) dÃ¼rfen Altersleistungen von FreizÃ¼gigkeitspolicen und -konten frÃ¼hestens fÃ¼nf Jahre vor und spÃ¤testens fÃ¼nf Jahre nach Erreichen des Rentenalters gemÃ¤ss Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 Ã¼ber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invali­denvorsorge (BVG, SR 831.40) ausbezahlt werden. Art. 7 SÃ¤tze 1 und 2 im Regle­ment fÃ¼r das FreizÃ¼gigkeitskonto der BeschwerdefÃ¼hrerin bestimmen, Altersleistungen werden in der Regel mit Erreichen des ordentlichen BVG-RÃ¼cktrittsalters fÃ¤llig; sie lassen sich frÃ¼hestens fÃ¼nf Jahre vor diesem Zeitpunkt auf Begehren der Vorsorgenehmenden ausrichten. Laut Art. 13 Abs. 1 lit. b BVG haben Frauen, die das 62. Altersjahr zurÃ¼ckgelegt haben, An­spruch auf Altersleistungen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>c) Die ab Januar 2001 anwendbaren SKOS-Richtlinien (3. Ausgabe, Dezember 2000) fÃ¼hren unter Ziff. E.2.4 (Leistungen der primÃ¤ren sozialen Sicherung) aus, dass un­terstÃ¼tzte Personen nur ausnahmsweise und nach sorgfÃ¤ltiger AbwÃ¤gung aller UmstÃ¤nde von der MÃ¶g­lichkeit einer vorzeitigen Auszahlung des BVG-Guthabens Gebrauch machen sollten, da vor­bezogene Renten eine lebenslange LeistungskÃ¼rzung zur Folge hÃ¤tten und die Alters­sicherung erheblich schmÃ¤lerten. Die bis Dezember 2000 massgeblichen SKOS-Richtlinien (2. Ausgabe, November 1998) enthielten unter Ziff. E.2.4 (FreizÃ¼gigkeitsleis­tungen aus der beruflichen Vorsorge BVG) keine ausdrÃ¼cklichen Hinweise, wieweit Sozi­alhilfeempfÃ¤nger eine vorzeitige Auszahlung des BVG-Guthabens anzustreben hÃ¤tten. Das Sozialhilfe-BehÃ¶r­de­handbuch (hrsg. von der Abteilung Ãffentliche FÃ¼rsorge des Sozial­amts des Kantons ZÃ¼­rich, ZÃ¼rich Herbst 1994, Ziffer 2.5.1/§ 15 SHG/I/S. 4 f.) in der da­mals geltenden Fassung vom Januar 2000 ging davon aus, dass FreizÃ¼gigkeitsleistungen grundsÃ¤tzlich die Finan­zie­rung des Lebensabends sichern sollten, die Klienten aber der Alterssicherung dienende Kon­ten selber auflÃ¶sen kÃ¶nnten. Die Revision der SKOS-Richt­linien vom Dezember 2000 brach­te mit hier nicht interessierenden Ausnahmen nichts grundlegend Neues; sie zielte viel­mehr darauf ab, die frÃ¼her "gesetzten PflÃ¶cke abzusi­chern und wo nÃ¶tig Feinkorrekturen vor­zunehmen" (Zeitschrift fÃ¼r Sozialhilfe 2000, S. 184). Es ist daher davon auszugehen, dass die Rechtslage hinsichtlich der Auszahlung des BVG-Guthabens vor und nach der Revision Ã¼bereinstimmt und sich deshalb fÃ¼r den vorliegenden Fall keine Ã¼bergangsrechtlichen Pro­b­leme stellen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>d) Die dargestellte Rechtslage zeigt, dass es aus sozialhilferechtlicher Sicht einem So­zialhilfeempfÃ¤nger nur ausnahmsweise zugemutet werden kann, sich das BVG-Gutha­ben vorzeitig auszahlen zu lassen. Solche AusnahmefÃ¤lle kÃ¶nnen zum Beispiel dann ein­treten, wenn zu erwarten ist, dass ein SozialhilfeempfÃ¤nger jedenfalls im Zeitpunkt des BVG-RÃ¼cktrittsalters Ã¼ber hinreichende finanzielle Mittel verfÃ¼gen wird oder dass er in­folge einer unheilbaren Krankheit dieses Alter nicht mehr erreichen dÃ¼rfte. Eine solche oder Ã¤hnlich gelagerte Konstellation liegt jedoch im vorliegenden Fall nicht vor.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Indem die Vorinstanz ihrer BegrÃ¼ndung die umgekehrte Betrachtungsweise zu­grunde gelegt hat, wonach im Normalfall ein Bezug von BVG-Guthaben zumutbar sei, hat sie die massgeblichen Bestimmungen des Sozialhilferechts in rechtsverletzender Weise an­gewendet. Der angefochtene Beschluss des Bezirksrats sowie die entsprechenden Be­schlÃ¼s­se der Vorinstanzen sind daher aufzuheben. Ob eine Ausnahmesituation vorliegt, welche die vorzeitige AuflÃ¶sung des BVG-Guthabens fÃ¼r einen SozialhilfeempfÃ¤nger als zumutbar erscheinen lÃ¤sst, ist zwar vorwiegend eine Rechtsfrage, bei deren Beurteilung den FÃ¼rsorgebehÃ¶rden jedoch ein erheblicher Ermessensspielraum zukommt. Die Sache ist deshalb im Sinn der ErwÃ¤gungen zur neuen Beurteilung an die Einzelfallkommission der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ... Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist offensichtlich bedÃ¼rftig, und ihre Begehren waren nicht aussichtslos, so dass die Vor­aus­setzungen fÃ¼r die GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege erfÃ¼llt sind (§ 70 in Ver­bindung mit § 16 Abs. 1 VRG). Der Anteil der Gerichtskosten, welcher der Beschwer­de­fÃ¼hrerin auferlegt wird, ist daher auf die Gerichtskasse zu nehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2">DemgemÃ¤ss beschliesst das Verwaltungsgericht:</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> Der BeschwerdefÃ¼hrerin wird die unentgeltliche Rechtspflege gewÃ¤hrt;</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">und entscheidet:</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die BeschlÃ¼sse der Einzelfallkommis­sion der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich vom 28. August 2000, der Einsprachein­stanz und GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich vom 19. Sep­tember 2000 sowie des Bezirksrats ZÃ¼rich vom 30. November 2000 werden aufgehoben. Die Sache wird im Sinn der ErwÃ¤gungen zum Neuentscheid an die Ein­zelfallkommission der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt ZÃ¼rich zurÃ¼ckgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. ...</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden zur HÃ¤lfte der Beschwerdegegnerin auferlegt und zur HÃ¤lfte auf die Gerichtskasse genommen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">...</p> <p class="Einzug2"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>