<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, in Verhandlungen mit dem Fürstentum Liechtenstein darauf hinzuwirken, dass das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Fürstentum Liechtenstein betreffend die Direktversicherung vom 19. Dezember 1996 - bis zum Ablauf der Übergangsfrist zur Einführung des neugeschaffenen liechtensteinischen Versicherungsvermittlungsgesetzes - in dem Sinne nachgeführt wird, dass es den schweizerischen unabhängigen Versicherungsvermittlern möglich ist, sich im Fürstentum niederzulassen und gleichzeitig, ohne über einen Stützpunkt im Fürstentum zu verfügen, Versicherungsgeschäfte auf dem Wege des grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs zu vermitteln.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In der Schweiz rechnen wir mit rund 12 000  an ein Versicherungsunternehmen gebundenen und anderen Versicherungsvermittlern, die sich nach dem neuen Aufsichtsrecht, das am 1. Januar 2006 in Kraft getreten ist, im Register eintragen lassen. Es handelt sich dabei um natürliche und juristische Personen, die in der Versicherungsvermittlung tätig sind. Darin eingeschlossen sind auch Vermittler mit Sitz oder Wohnsitz im Fürstentum Liechtenstein, die in der Schweiz Versicherungsverträge vermitteln. Umgekehrt muss sich ein Vermittler mit Sitz oder Wohnsitz in der Schweiz nach Inkrafttreten des geänderten liechtensteinischen Versicherungsaufsichtsgesetzes am 1. Juli 2006 auch dort registrieren lassen, wenn er im Fürstentum Liechtenstein Versicherungsverträge vermitteln will.</p><p>Nachdem mit dem Fürstentum Liechtenstein am 19. Dezember 1996 ein Versicherungsabkommen abgeschlossen worden ist, das den freien Dienstleistungsverkehr von Versicherungsunternehmen ermöglicht, ist es nur konsequent, auch den Versicherungsvermittlern den freien Dienstleistungsverkehr zu gewähren. Im Ergebnis würde dies dazu führen, dass das Anmeldeverfahren für den Registereintrag nur einmal, nämlich im Wohnsitz- oder Sitzland, durchgeführt werden müsste, was eine zeit- und kostensparende administrative Vereinfachung bedeutet. Der Bundesrat schliesst sich daher dem Anliegen des Motionärs an.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.