<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2021.00308</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223766&amp;W10_KEY=13013452&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2021.00308</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.01.2024</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe (innerkantonale Zuständigkeit)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Innerkantonale Zuständigkeit; Kostenersatz. [Die Vorinstanz verneinte den Anspruch auf Kostenersatz, da die Beschwerdeführerin von der Wohnsitznahme der unterstützten Person in den anderen Gemeinden im Jahr 2004 bzw. 2007 gewusst habe, dennoch aber erst im Jahr 2018 und somit nach der Verwirkungsfrist von § 34 Abs. 2 SHV an diese beiden Gemeinden gelangt sei und sie zur Kostenübernahme aufgefordert habe.] Ungeachtet dessen, ob die Beschwerdeführerin überhaupt einen Anspruch auf Kostenersatz der geleisteten wirtschaftlichen Hilfe hat, war umstritten und zu prüfen, ob sie einen allfälligen Anspruch zu spät geltend gemacht hat, d.h. ob die Verwirkungsfrist im Sinn von § 34 Abs. 2 SHV zur Anwendung gelangt (E. 4.1). Das ZUG ist auf den vorliegenden innerkantonalen Sachverhalt weder direkt noch mittels Verweises anwendbar. Das SHG regelt in §§ 41 ff. SHG verschiedene Konstellationen der Erstattung der für die wirtschaftliche Unterstützung einer Person geleisteten Kosten durch eine Gemeinde. So sieht etwa § 42 SHG eine Kostenersatzpflicht der Wohngemeinde vor, wenn eine hilfebedürftige Person ausserhalb ihrer Wohngemeinde wirtschaftliche Hilfe erhält. Der Wortlaut von § 42 SHG ist offen formuliert und erfasst nicht nur Situationen nach § 33 SHG, d.h. wenn die Aufenthaltsgemeinde Hilfe leistet, weil die Wohngemeinde der hilfesuchenden Person nicht feststeht oder wenn eine Person ausserhalb ihrer Wohngemeinde unaufschiebbarer Hilfe bedarf. Vielmehr sind vom Wortlaut auch Konstellationen wie die vorliegende erfasst, in welchen eine Gemeinde sich zunächst (fälschlicherweise) als Wohn- oder Aufenthaltsgemeinde betrachtet und Hilfe leistet. Dafür spricht auch die Systematik, enthält § 42 SHG doch keinen Verweis auf § 33 SHG, woraus sich ableiten lässt, dass Sinn und Zweck von § 42 SHG sein soll, auch andere Fälle â wie den vorliegenden â zu erfassen. Regelt die einschlägige Gesetzgebung die Rückerstattung wie vorliegend, so sind allein diese geschriebenen Vorschriften, die im Zweifel als abschliessend und vollständig gelten, massgebend. Von einem Rückgriff auf Art. 62 ff. OR ist daher abzusehen (E. 4.2). Damit richtet sich die Verjährung bzw. Verwirkung eines allfälligen Anspruchs der Beschwerdeführerin auf Kostenersatz nach den Vorschriften der Sozialhilfegesetzgebung des Kantons Zürich. Anwendbar ist damit namentlich auch § 34 Abs. 2 SHV, der eine einjährige Verwirkungsfrist vorsieht. Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, sie hätte diese Frist eingehalten. Sie erachtet aber die Bestimmungen des SHG und der SHV als nicht anwendbar, weil sich ihr Anspruch auf Rückerstattung aus Art. 62 ff. OR ableite. Dies trifft jedoch nicht zu. Mit Urteil vom 10. Mai 2007 (VB.2007.00077, E. 6.2.3) setzte sich das Verwaltungsgericht einlässlich mit der auf Verordnungsstufe statuierten Verwirkungsfrist auseinander: Es hielt fest, dass nach dem Kriterium der Wichtigkeit und Wesentlichkeit Verwirkungsfristen grundsätzlich in einem formellen Gesetz geregelt werden sollten. Das gelte indessen nur dann, wenn die diesbezügliche Ordnung intensiv in die Rechtsstellung Privater eingreife. Ansonsten liessen sich Verjährungs- und Verwirkungsregelungen zu den Vorschriften zählen, die den Gedanken des Gesetzgebers durch Aufstellen von Detailbestimmungen näher ausführen, um auf diese Weise die Anwendbarkeit des Gesetzes zu ermöglichen. Entscheidend sei daher, dass sich die (im Sinn einer Rechtsnorm verbindliche) Verwirkungsregelung von § 34 SHV an die unterstützungspflichtigen Gemeinden und nicht an Privatpersonen richte. § 34 Abs. 2 Satz 3 SHV gelangt demzufolge im vorliegenden Fall zur Anwendung (E. 4.3). Selbst wenn man den Anspruch der Beschwerdeführerin in ihrem Sinn aus Art. 62 ff. OR ableitete, wäre ein allfälliger Anspruch daraus verjährt, da die Beschwerdeführerin hätte substanziiert darlegen müssen, wann genau und aus welchen Gründen sie tatsächlich von ihrem Anspruch auf Kostenersatz Kenntnis erhalten hat. Sie trägt die Konsequenzen der mangelhaften Substanziierung ihres behaupteten Anspruchs (E. 4.4). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INNERKANTONAL">INNERKANTONAL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INNERKANTONALE ZUSTÃNDIGKEIT">INNERKANTONALE ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENERSATZ">KOSTENERSATZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNGSPFLICHT">UNTERSTÃTZUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNGSWOHNSITZ">UNTERSTÃTZUNGSWOHNSITZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERJÃHRUNG">VERJÃHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERJÃHRUNGSFRIST">VERJÃHRUNGSFRIST</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWIRKUNG">VERWIRKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWIRKUNGSFRIST">VERWIRKUNGSFRIST</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 33 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 39 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 39 Abs. I SHG</span><br/><span class="gerade">§ 41 SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 44 Abs. II SHG</span><br/><span class="gerade">§ 7a SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 34 SHV</span><br/><span class="gerade">§ 34 Abs. I SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 34 Abs. II SHV</span><br/><span class="gerade">§ 36 Abs. I SHV</span><br/><span class="ungerade">Art. 28 ZUG</span><br/><span class="gerade">Art. 28 Abs. I ZUG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=64931" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2021.00308</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">11. Januar 2024</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident AndrÃ© Moser<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, Verwaltungsrichter Daniel Schweikert, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Cyrielle SÃ¶llner <br/> Tropeano.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="RU_AUTOTEXT_DRITT_N"><span>Stadt A, </span><span>vertreten durch die SozialbehÃ¶rde,</span></a></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Sozialamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">und</p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. Gemeinde B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. Gemeinde C, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Mitbeteiligte,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Sozialhilfe (innerkantonale ZustÃ¤ndigkeit),</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>D kam 2004 zur Welt. Sie ist die Tochter von E und F, dessen Vaterschaft mit VerfÃ¼gung des Bezirksgerichts Hinwil vom 10. Oktober 2008 festgestellt wurde. Bis kurz vor der Geburt ihrer Tochter wohnte E bei ihren Eltern in A. D wurde unmittelbar nach der Geburt bei einer Ãbergangspflegefamilie untergebracht. Vom 5. August 2004 bis 25. Oktober 2004 lebten E und D zunÃ¤chst bei einer Bekannten in G, dann im Kinderheim H in I. Anschliessend wurde D an verschiedenen Orten platziert. Ihre Mutter, E, hielt sich ebenfalls an verschiedenen Orten auf. Im Dezember 2004 bezog sie eine Wohnung in J, seit November 2007 lebt sie in C.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Am 28. Februar 2019 stellte die Stadt A beim kantonalen Sozialamt ein Gesuch um Feststellung der sozialhilferechtlichen ZustÃ¤ndigkeit in Bezug auf D. Mit VerfÃ¼gung vom 11. Mai 2020 stellte das kantonale Sozialamt fest, dass sich der sozialhilferechtliche UnterstÃ¼tzungswohnsitz von D seit ihrer Geburt in A befinde und die Stadt A demzufolge sozialhilferechtlich zustÃ¤ndig sei.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Gegen diese VerfÃ¼gung erhob die Stadt A am 10. Juli 2020 </span>Rekurs <span>bei der</span> Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich. Mit Entscheid vom 29. MÃ¤rz 2021 wies die Sicherheitsdirektion den Rekurs ab. Sie erwog im Wesentlichen, die Stadt A habe schon deshalb keinen Anspruch auf RÃ¼ckerstattung geleisteter wirtschaftlicher Hilfe gegen die Gemeinden C und B, weil sie diesen Anspruch zu spÃ¤t geltend gemacht habe. Im Ãbrigen sei ein Anspruch auch deshalb zu verneinen, weil D ihren UnterstÃ¼tzungswohnsitz in der Stadt A habe.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Eingabe vom 29. April 2021 erhob die Stadt A Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte, es seien der Rekursentscheid vom 29. MÃ¤rz 2021 und die VerfÃ¼gung des kantonalen Sozialamts vom 11. Mai 2020 aufzuheben. Es sei festzustellen, dass D den von ihrer allein sorgeberechtigten Mutter abgeleiteten UnterstÃ¼tzungswohnsitz in der Gemeinde A mit deren Wegzug per 10. Dezember 2004 in die Gemeinde B verloren habe. Es sei festzulegen, dass sich der UnterstÃ¼tzungswohnsitz von D seit dem 10. Dezember 2004 in der Gemeinde B befinde und dieser seither die Hilfepflicht und Kostentragung fÃ¼r D obliege. Eventualiter sei weiter festzulegen, dass sich der UnterstÃ¼tzungswohnsitz von D seit dem 1. November 2007 in der Gemeinde C befinde und dieser seither die Hilfepflicht und Kostentragung fÃ¼r D obliege. Die Gemeinde B bzw. eventualiter die Gemeinde C sei zu verpflichten, die Stadt A die seit dem 10. Dezember 2004 bzw. 1. November 2007 irrtÃ¼mlich geleistete wirtschaftliche Hilfe fÃ¼r D vollumfÃ¤nglich zurÃ¼ckzuerstatten sowie ab sofort die FallfÃ¼hrung fÃ¼r sie zu Ã¼bernehmen und fÃ¼r sie die laufenden UnterstÃ¼tzungen auszurichten.</p> <p class="Urteilstext">Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 5. Mai 2021 auf eine Vernehmlassung. Die Gemeinde C beantragte am 6. Mai 2021 die vollumfÃ¤ngliche Abweisung der Beschwerde. Das kantonale Sozialamt reichte am 3. Juni 2021 eine Beschwerdeantwort ein und beantragte, die Beschwerde unter Kostenfolge abzuweisen. Die Gemeinde B liess sich nicht vernehmen.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist fÃ¼r Beschwerden gegen Rekursentscheide einer Direktion Ã¼ber Anordnungen einer Verwaltungseinheit der Direktion etwa betreffend den Ersatz der Kosten aus wirtschaftlicher Hilfe gemÃ¤ss §§ 42<span>-</span>44 des <span>Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG; LS 851.1) </span>zustÃ¤ndig (§ 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a, § 19b Abs. 2 lit. b Ziff. 1 sowie §§ 42<span>-</span>44 e contrario des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG; LS 175.2]).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin, deren Gesuch um Kostenersatz nicht entsprochen wurde, ist durch die Anordnung wie eine Privatperson berÃ¼hrt und hat ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ãnderung. Somit ist sie ohne Weiteres zur Beschwerde nach § 49 in Verbindung mit § 21 Abs. 2 lit. a VRG berechtigt (VGr, 17. Mai 2023, VB.2022.00406, E. 1.2). Da auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen gegeben sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>GemÃ¤ss § 1 SHG sorgen die politischen Gemeinden fÃ¼r die notwendige Hilfe an Personen, die sich in einer Notlage befinden. Dabei obliegt die Pflicht zur Leistung persÃ¶nlicher und wirtschaftlicher Hilfe grundsÃ¤tzlich der Wohngemeinde der hilfesuchenden Person (§ 32 SHG). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Solange die Wohngemeinde der hilfesuchenden Person nicht feststeht oder wenn eine Person ausserhalb ihrer Wohngemeinde unaufschiebbarer Hilfe bedarf, ist die Aufenthaltsgemeinde zur Hilfeleistung verpflichtet (§ 33 SHG). Als Aufenthalt gilt die tatsÃ¤chliche Anwesenheit in einer Gemeinde (§ 39 Abs. 1 SHG).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>GrundsÃ¤tzlich trÃ¤gt die hilfepflichtige Gemeinde die Kosten der persÃ¶nlichen und wirtschaftlichen Hilfe, sofern das Bundesrecht, interkantonale Vereinbarungen oder das Sozialhilfegesetz nicht etwas anderes vorsehen (§ 41 SHG). ErhÃ¤lt eine hilfesuchende Person ausserhalb ihrer Wohngemeinde wirtschaftliche Hilfe, ist die Wohngemeinde fÃ¼r die Kosten ersatzpflichtig (§ 42 SHG). Nach § 44 Abs. 2 SHG ersetzt der Kanton der Aufenthaltsgemeinde die Kosten der von ihr geleisteten wirtschaftlichen Hilfe, soweit nicht die Wohngemeinde ersatzpflichtig ist oder eine Ersatzpflicht nach Bundesrecht besteht.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Der Ersatz von Kosten nach §§ 42â44 SHG und nach Bundesrecht wird mit schriftlicher Anzeige des Hilfsfalls an die zustÃ¤ndige BehÃ¶rde geltend gemacht (§ 34 Abs. 1 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 [SHV; LS 851.11]). Das kantonale Sozialamt ist bei vom Kanton zu Ã¼bernehmenden Kosten zustÃ¤ndig (§ 7a SHV) und entscheidet Ã¼ber die Anerkennung der staatlichen Kostenersatzpflicht (§ 36 Abs. 1 SHV). Die Aufenthaltsgemeinde zeigt den Hilfsfall so bald als mÃ¶glich, die Wohngemeinde innert 30 Tagen seit der Beschlussfassung Ã¼ber die Hilfeleistung an. In begrÃ¼ndeten FÃ¤llen und soweit dies die Bestimmungen Ã¼ber den interkantonalen Kostenersatz zulassen, lÃ¤uft die Frist lÃ¤ngstens ein Jahr. FÃ¼r spÃ¤ter gemeldete UnterstÃ¼tzungsfÃ¤lle besteht kein Anspruch auf Kostenersatz (§ 34 Abs. 2 SHV).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>GemÃ¤ss Art. 28 Abs. 1 <span>des Bundesgesetzes vom 24. Juni 1977 Ã¼ber die ZustÃ¤ndigkeit fÃ¼r die UnterstÃ¼tzung BedÃ¼rftiger [ZustÃ¤ndigkeitsgesetz, ZUG; SR 851.1]</span>) kann ein beteiligter Kanton eine Richtigstellung verlangen, wenn ein UnterstÃ¼tzungsfall offensichtlich unrichtig geregelt oder beurteilt worden ist. Das ZUG regelt den Ersatz von UnterstÃ¼tzungskosten unter den Kantonen (Art. 1 Abs. 2 ZUG). Die Richtigstellung wird sinngemÃ¤ss als ein der Revision nachgebildetes Rechtsinstitut bezeichnet. Sie beschrÃ¤nkt sich indessen nicht auf die klassischen RevisionsgrÃ¼nde. Vielmehr kann ein Kanton die Richtigstellung verlangen, sobald er entdeckt, dass die bisherige Regelung des Falls, auf die sich die Kantone ausdrÃ¼cklich oder stillschweigend geeinigt hatten, auf einem Sachverhalt beruht, den sie irrtÃ¼mlich als richtig betrachteten. Aus Art. 28 ZUG lÃ¤sst sich jedoch nicht ein vorbehaltloser Anspruch auf Korrektur sachlich nicht voll befriedigender Unterhaltsregelungen ableiten, mit dem sich die Folgen einer versÃ¤umten Rechtsmittelfrist, beispielsweise bei unterlassener Einsprache gegen eine UnterstÃ¼tzungsanzeige gemÃ¤ss Art. 30 ZUG, jederzeit rÃ¼ckgÃ¤ngig machen lassen (vgl. BGr, 9. MÃ¤rz 2000, 2A.504/1999, E. 2). Vielmehr folgt aus dem in Art. 28 Abs. 1 ZUG verwendeten Ausdruck "offensichtlich", dass qualifizierte GrÃ¼nde fÃ¼r eine Richtigstellung sprechen mÃ¼ssen und es nicht ausreicht, wenn sich eine andere LÃ¶sung ebenfalls mit sachlichen ErwÃ¤gungen vertreten lÃ¤sst. Die Beweislast fÃ¼r die Voraussetzungen der Richtigstellung trÃ¤gt derjenige Kanton, der sie verlangt. Er hat die entsprechenden Nachweise zu erbringen (BGr, 7. November 2014, 8C_530/2014, E. 2 mit Hinweisen).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Rekursentscheid fest, dass § 34 Abs. 2 SHV eine Verwirkungsregelung darstelle, sodass fÃ¼r spÃ¤ter gemeldete UnterstÃ¼tzungsfÃ¤lle kein Anspruch auf Kostenersatz bestehe. Die BeschwerdefÃ¼hrerin habe von der Wohnsitznahme von E im Dezember 2004 in J (B) und im November 2007 in C gewusst. Dennoch sei sie erst am 16. August 2018 an diese beiden Gemeinden gelangt und habe sie zur KostenÃ¼bernahme aufgefordert. Sie rÃ¤ume ein, ihre behauptete UnzustÃ¤ndigkeit Ã¼bersehen und erst aufgrund einer externen Revision bemerkt zu haben. Dies Ã¤ndere nichts an der Tatsache, dass die Anzeigefrist von § 34 Abs. 2 SHV unbenutzt verstrichen sei. Aus diesen GrÃ¼nden entfalle der behauptete Anspruch auf Kostenersatz gegen die Mitbeteiligten 1 und 2. Im Sinn einer EventualbegrÃ¼ndung hielt die Vorinstanz fest, dass der Anspruch der BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht begrÃ¼ndet wÃ¤re, wenn er rechtzeitig geltend gemacht worden wÃ¤re, da D ihren Wohnsitz (nur) in der Stadt A begrÃ¼ndet habe. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, es liege kein Fall im Sinne von § 34 Abs. 2 SHV vor, sodass sie den Mitbeteiligten 1 und 2 auch keine entsprechende Anzeige hÃ¤tte zustellen mÃ¼ssen. Vielmehr habe sich erst nachtrÃ¤glich herausgestellt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¶rtlich gar nicht zustÃ¤ndig gewesen wÃ¤re, dass also die ZustÃ¤ndigkeit infolge teilweiser falscher Informationen ursprÃ¼nglich falsch geregelt worden sei. Weiter mache sie keinen in der kantonalen Sozialhilfegesetzgebung ausdrÃ¼cklich geregelten Kostenersatzanspruch geltend, sondern fordere sie â in analoger Anwendung von Art. 62 ff. des Obligationenrechts (OR) â die von ihr mangels Ã¶rtlicher ZustÃ¤ndigkeit irrtÃ¼mlich geleisteten UnterstÃ¼tzungsleistungen bei der mit Wirkung ab Dezember 2004 Ã¶rtlich zustÃ¤ndigen Mitbeteiligten 1 und ev. bei der ab November 2007 zustÃ¤ndigen Mitbeteiligten 2 zurÃ¼ck. Denn der UnterstÃ¼tzungswohnsitz von D habe sich nicht in A befunden.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der Beschwerdegegner wendet ein, bei der Unterbringung von D im Kinderheim K am 25. Oktober 2004 habe es sich um eine dauerhafte Fremdplatzierung gehandelt. Folglich habe D gestÃ¼tzt auf § 37 Abs. 3 lit. c SHG in A einen UnterstÃ¼tzungswohnsitz begrÃ¼ndet, wo ihre Mutter damals ihren Wohnsitz gehabt habe.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Ungeachtet dessen, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼berhaupt einen Anspruch auf Ersatz der Kosten fÃ¼r die geleistete wirtschaftliche Hilfe hat, ist umstritten und zu prÃ¼fen, ob sie einen allfÃ¤lligen Anspruch zu spÃ¤t geltend gemacht hat, d.h. ob die Verwirkungsfrist im Sinne von § 34 Abs. 2 SHV zur Anwendung gelangt.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt mit ihren Rechtsbegehren im Grunde genommen eine Richtigstellung eines ihrer Ansicht nach bislang unrichtig geregelten UnterstÃ¼tzungsfalls, und zwar hinsichtlich ihrer UnterstÃ¼tzungspflicht (vgl. E. 2.5). WÃ¤hrend das ZUG in Art. 28 jedem beteiligten Kanton einen solchen Anspruch auf Richtigstellung â zumindest fÃ¼r UnterstÃ¼tzungsleistungen, die in den letzten fÃ¼nf Jahren vor dem Begehren ausgerichtet wurden â einrÃ¤umt, fehlt im SHG eine analoge Bestimmung oder ein Verweis auf Art. 28 ZUG. Das ZUG ist auf den vorliegenden innerkantonalen Sachverhalt somit weder direkt noch mittels Verweises anwendbar. Das SHG regelt in §§ 41 ff. SHG verschiedene Konstellationen der Erstattung der fÃ¼r die wirtschaftliche UnterstÃ¼tzung einer Person geleisteten Kosten durch eine Gemeinde. So sieht etwa § 42 SHG eine Kostenersatzpflicht der Wohngemeinde vor, wenn eine hilfebedÃ¼rftige Person ausserhalb ihrer Wohngemeinde wirtschaftliche Hilfe erhÃ¤lt. Der Wortlaut von § 42 SHG ist offen formuliert und erfasst nicht nur Situationen nach § 33 SHG, d.h. wenn die Aufenthaltsgemeinde Hilfe leistet, weil die Wohngemeinde der hilfesuchenden Person nicht feststeht oder wenn eine Person ausserhalb ihrer Wohngemeinde unaufschiebbarer Hilfe bedarf. Vielmehr sind vom Wortlaut auch Konstellationen wie die vorliegende erfasst, in welchen eine Gemeinde sich zunÃ¤chst (fÃ¤lschlicherweise) als Wohn- oder Aufenthaltsgemeinde betrachtet und Hilfe leistet. DafÃ¼r spricht auch die Systematik, enthÃ¤lt § 42 SHG doch keinen Verweis auf § 33 SHG, woraus sich ableiten lÃ¤sst, dass Sinn und Zweck von § 42 SHG sein soll, auch andere FÃ¤lle â wie den vorliegenden â zu erfassen. Regelt die einschlÃ¤gige Gesetzgebung die RÃ¼ckerstattung wie vorliegend, so sind allein diese geschriebenen Vorschriften, die im Zweifel als abschliessend und vollstÃ¤ndig gelten, massgebend (VGr, 22. Juni 2000, VK.2000.00004, E. 3a). Von einem RÃ¼ckgriff auf Art 62 ff. OR ist daher abzusehen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Damit richtet sich die VerjÃ¤hrung bzw. Verwirkung eines allfÃ¤lligen Anspruchs der BeschwerdefÃ¼hrerin auf Kostenersatz nach den Vorschriften der Sozialhilfegesetzgebung des Kantons ZÃ¼rich. Anwendbar ist damit namentlich auch § 34 Abs. 2 SHV, der eine einjÃ¤hrige Verwirkungsfrist vorsieht. Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht nicht geltend, sie hÃ¤tte diese Frist eingehalten. So ist unbestritten und aktenkundig, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin wirtschaftliche Hilfe fÃ¼r D ab Geburt bzw. ab September 2004 leistete. Die BeschwerdefÃ¼hrerin gelangte jedoch erst am 16. August 2018 an die Mitbeteiligten 1 und 2, um Kostenersatz zu verlangen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin erachtet aber die Bestimmungen des SHG und der SHV als nicht anwendbar, weil sich ihr Anspruch auf RÃ¼ckerstattung aus Art. 62 ff. OR ableite. Dies trifft jedoch â wie gezeigt (E. 4.2) â nicht zu. Im Zusammenhang mit der Verwirkungsfrist nach § 34 Abs. 2 SHV sei an dieser Stelle auf das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 10. Mai 2007 (VB.2007.00077, E. 6.2.3) hingewiesen, wo sich das Verwaltungsgericht einlÃ¤sslich mit der Frage auseinandersetzte, ob eine solche Verwirkungsfrist Ã¼berhaupt auf Verordnungsebene statuiert werden dÃ¼rfe oder ob sie vielmehr eines Gesetzes im formellen Sinn bedÃ¼rfte. Es hielt fest, dass nach dem Kriterium der Wichtigkeit und Wesentlichkeit Verwirkungsfristen grundsÃ¤tzlich in einem formellen Gesetz geregelt werden sollten. Das gelte indessen nur dann, wenn die diesbezÃ¼gliche Ordnung intensiv in die Rechtsstellung Privater eingreife, wie dies in der Regel bezÃ¼glich der Verwirkung von AnsprÃ¼chen Privater der Fall sei (KGr BL, 3. September 2003, ZBl 2004 S. 602 E. 4 [Verwirkung des Anspruchs auf PrÃ¤mienverbilligung]). Ansonsten liessen sich VerjÃ¤hrungs- und Verwirkungsregelungen zu den Vorschriften zÃ¤hlen, die den Gedanken des Gesetzgebers durch Aufstellen von Detailbestimmungen nÃ¤her ausfÃ¼hren, um auf diese Weise die Anwendbarkeit des Gesetzes zu ermÃ¶glichen. Entscheidend sei daher, dass sich die (im Sinn einer Rechtsnorm verbindliche) Verwirkungsregelung von § 34 SHV an die unterstÃ¼tzungspflichtigen Gemeinden und nicht an Privatpersonen richte. § 34 Abs. 2 Satz 3 SHV gelangt demzufolge im vorliegenden Fall zur Anwendung. Bereits aus diesem Grund ist die Beschwerde somit abzuweisen. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Selbst wenn man den Anspruch der BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrem Sinn aus Art. 62 ff. OR ableitete, wÃ¤re die Beschwerde nicht erfolgreich:</p> <p class="Urteilstext">Auch AnsprÃ¼che nach Art. 62 ff. OR unterliegen der VerjÃ¤hrung. Nach der zu jenem Zeitpunkt in Kraft stehenden Fassung des aArt. 67 Abs. 1 OR (vgl. Art. 49 Abs. 1 in fine SchlT ZGB) verjÃ¤hrte der Bereicherungsanspruch mit Ablauf von einem Jahr, nachdem die Verletzte von ihrem Anspruch Kenntnis erhalten hat (relative VerjÃ¤hrung), in jedem Fall aber mit Ablauf von zehn Jahren seit der Entstehung des Anspruchs (absolute VerjÃ¤hrung).</p> <p class="Urteilstext">Die fristauslÃ¶sende Kenntnisnahme fÃ¼r den Beginn der einjÃ¤hrigen VerjÃ¤hrungsfrist nach aArt. 67 OR liegt vor, wenn der GlÃ¤ubiger einen solchen Grad von Gewissheit Ã¼ber den Bereicherungsanspruch hat, dass nach Treu und Glauben gesagt werden kann, der GlÃ¤ubiger habe nunmehr keinen Anlass oder keine MÃ¶glichkeit mehr zu weiterer AbklÃ¤rung und anderseits genÃ¼gend Unterlagen zur Klageerhebung, sodass ihm eine solche vernÃ¼nftigerweise zugemutet werden dÃ¼rfe (BGE 129 III 503 E. 3.4; BGE 127 III 421 E. 4b, je mit Hinweisen). Gewissheit Ã¼ber den Bereicherungsanspruch setzt Kenntnisse Ã¼ber das ungefÃ¤hre Ausmass der VermÃ¶genseinbusse, die Grundlosigkeit der VermÃ¶gensverschiebung und die Person des Bereicherten voraus (BGE 129 III 503 E. 3.4; BGE 105 II 92 E. 3a, je mit Hinweisen). Im Gegensatz zu der in Art. 26 OR fÃ¼r den Irrtum vorgesehenen Regelung kommt es nicht darauf an, wann der GeschÃ¤digte bei der nach den UmstÃ¤nden zu erwartenden Aufmerksamkeit den Bereicherungsanspruch hÃ¤tte erkennen kÃ¶nnen, sondern es wird auf die tatsÃ¤chlichen Kenntnisse Ã¼ber den Anspruch abgestellt (BGE 129 III 503 E. 3.4; BGer, 22. Juni 2016, 4A_192/2016, E. 6.2; vgl. auch BGr, 29. April 2010, 4A_53/2010, E. 2.6 mit Hinweis auf BGE 109 II 433 E. 2).</p> <p class="Urteilstext">In ihrer Beschwerde behauptet die BeschwerdefÃ¼hrerin zwar, "aufgrund einer externen Revision" Kenntnis davon erhalten zu haben, dass sich der UnterstÃ¼tzungswohnsitz von D seit dem 10. Dezember 2004 nicht mehr in der Stadt A befinde. Sie erwÃ¤hnt jedoch mit keinem Wort den konkreten genauen Zeitpunkt dieser "externen Revision", die im Ãbrigen den Akten nicht beigelegt wurde, und den Anlass ihrer tatsÃ¤chlichen Kenntnisnahme. Im Rekurs- und Beschwerdeverfahren gilt eine abgeschwÃ¤chte Untersuchungspflicht, da die Verfahrensbeteiligten einer zusÃ¤tzlichen Mitwirkungspflicht in Form einer BegrÃ¼ndungs- bzw. Substanziierungspflicht unterliegen und daher die ihre RÃ¼gen stÃ¼tzenden Tatsachen darzulegen und allenfalls Beweismittel einzureichen haben (Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 7 N. 33). Der Untersuchungsgrundsatz und die Mitwirkungspflichten bleiben ohne Einfluss auf die Frage, wer die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat (objektive Beweislast). Diese richtet sich nach dem materiellen Recht und der in Art. 8 ZGB zum Ausdruck kommenden allgemeinen Regel (statt Vieler: VGr, 9. Juli 2021, VB.2021.00154, E. 4.2; BGE 139 V 176 E. 5.2; BGr, 22. Dezember 2014, 9C_473/2014, E. 3.1). Nach diesen GrundsÃ¤tzen hÃ¤tte die BeschwerdefÃ¼hrerin substanziiert darlegen mÃ¼ssen, wann genau (Datum) und aus welchen GrÃ¼nden sie tatsÃ¤chlich von ihrem Anspruch auf Kostenersatz Kenntnis erhalten hat, und trÃ¤gt sie die Konsequenzen der mangelhaften Substanziierung ihres behaupteten Anspruchs. Das bedeutet, dass auch ein allfÃ¤lliger Anspruch aus Art. 62 ff. OR verjÃ¤hrt wÃ¤re. Hinzu kommt, dass unabhÃ¤ngig vom Zeitpunkt der tatsÃ¤chlichen Kenntnisnahme durch die BeschwerdefÃ¼hrerin ein allfÃ¤lliger Kostenersatzanspruch teilweise bereits absolut verjÃ¤hrt wÃ¤re.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vollumfÃ¤nglich abzuweisen. Bei diesem Ausgang erÃ¼brigt es sich, darauf einzugehen, ob die Beschwerde gegebenenfalls materiell begrÃ¼ndet gewesen wÃ¤re.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen und es steht ihr keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG; § 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 5'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 240.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 5'240.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Sicherheitsdirektion;<br/> c) die Mitbeteiligten.</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>