Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 16. Juni 2016 (710 16 67) ____________________________________________________________________ Alters- und Hinterlassenenversicherung Schadenersatz; das Vertrauen in den für administrative Belange eingesetzten Geschäfts- führer vermag keine Exkulpation zu bewirken. Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Chr istof Enderle, Kantonsrich- ter Yves Thommen, Gerichtsschreiber Stephan Paukner Parteien A.____ , Beschwerdeführer gegen Ausgleichskasse Arbeitgeber Basel , Viaduktstrasse 42, Postfach , 4002 Basel, Beschwerdegegnerin Betreff Schadenersatz A. Die im April 2009 im Handelsregister eingetragen e B.____ GmbH war als beitrags- pflichtige Arbeitgeberin der Ausgleichskasse Arbeit geber (Kasse) angeschlossen. Am 30. Sep- tember 2014 wurde über die Gesellschaft der Konkurs eröffnet. Die B.____ GmbH wurde in der Folge nach Abschluss des Konkursverfahrens von Amte s wegen aus dem Handelsregister ge- löscht. Am 22. Juli 2015 erhielt die Kasse zwei Ver lustscheine in der Höhe von CHF 10‘263.70 und CHF 1‘839.05. Mit Verfügung vom 31. August 2015 forderte die Kasse gegenüber A.____ in seiner Eigenschaft als Gesellschafter und Geschä ftsführer der B.____ GmbH Schadenersatz Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht in der Höhe von CHF 12‘102.75 für unbezahlt geblieben e Sozialversicherungsbeiträge ein- schliesslich Verwaltungskosten, Mahngebühren, Betreibungsko sten und Verzugszinsen betref- fend die Jahre 2010 bis 2013. B. Die Kasse hielt auf Einsprache des Versicherten hin mit Entscheid vom 28. Januar 2016 an ihrer Schadenersatzforderung fest. Zur Begründung führte sie aus, dass aufgrund aus- stehender Beiträge für die Jahre 2010 bis 2013 eine Ve rletzung der Beitragspflicht vorliege. A.____ habe die von den Löhnen abgezogenen Beiträge nicht bestimmungsgemäss der Sozial- versicherung zugeführt, sondern trotz offensichtlich fehlender Aussichten auf Rettung der Firma anderweitig verwendet. Am Vorwurf, den von der Kasse g eltend gemachten Schaden verschul- det zu haben, ändere nichts, dass mit dem Eintritt de s Geschäftsführers C.____ Probleme ent- standen wären, da die Organe einer Firma solidarisch ha ften würden und es der Kasse frei ste- he, welche Organe sie in die Pflicht nehme. C. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____ am 25. Februar 2016 Beschwerde am Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilu ng Sozialversicherungsrecht (Kan- tonsgericht). Zur Begründung brachte er im Wesentlich en vor, dass C.____ in seiner Eigen- schaft als Geschäftsführer die Kundenbetreuung und die Administration übernommen habe. Auch die Post sei an ihn umgeleitet worden. Der Beschwe rdeführer selbst habe sich aus- schliesslich auf die Arbeiten auf dem Bau konzentriert un d keine Post mehr erhalten. Im Zeit- punkt des Eintritts des Geschäftsführers in die B.____ Gm bH habe die Firma keine Schulden aufgewiesen. Aufgrund dessen forschen Auftretens sei aber schliesslich der grösste Auftragge- ber abgesprungen. Der Beschwerdeführer habe derweil über keine Unterlagen mehr verfügt, da sich diese alle beim Geschäftsführer befunden hätten. E s sei logisch, dass der Grossteil der Rechnungen der Kasse aus der Zeit stammen würde, in wel cher C.____ nicht mehr in der Ge- schäftsleitung gewesen sei. Der Beschwerdeführer habe tro tzdem versucht, seine Firma zu retten und habe mit dem vorhandenen Geld alte Rechnu ngen beglichen. Ein grobfahrlässiges Handeln könne ihm unter diesen Umständen nicht angela stet werden. Er sei höchstens naiv gewesen. D. In ihrer Vernehmlassung vom 23. März 2016 schloss die Kasse auf Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All gemeinen Teil des Sozialver- sicherungsrechtes (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Ein spracheentscheide der Versi- cherungsträger Beschwerde erhoben werden. Jeder Kanton bestellt ein Versicherungsgericht als einzige Instanz zur Beurteilung von Beschwerden aus de m Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG). Laut § 54 Abs. 1 lit. a des kantonal en Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist das Kantonsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons zur Beurteilung von Beschw erden gegen Einspracheentschei- de der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG sachlich zuständig. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 1.2 Nach Art. 52 Abs. 5 des Bundesgesetzes über die Alter s- und Hinterlassenenversiche- rung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 ist in Abweichung vo n Art. 58 Abs. 1 ATSG für Be- schwerden betreffend Schadenersatzansprüche der Ausgleic hskassen das Versicherungsge- richt desjenigen Kantons zuständig, in dem der Arbeitge ber seinen Wohnsitz hat, beziehungs- weise die als Arbeitgeberin auftretende juristische Perso n ihr statutarisches Domizil hat, unge- achtet des jeweiligen Wohnsitzes der in Anspruch genommen en Organe. Da die B.____ GmbH ihren statutarischen Sitz in Bennwil hatte, ist auch die örtliche Zuständigkeit des Kantonsge- richts gegeben. Auf die im Übrigen formgerecht und in nert Frist erhobene Beschwerde vom 25. Februar 2016 ist folglich einzutreten. 2. Streitig ist, ob der Beschwerdeführer für die Beit ragsausstände der B.____ GmbH ge- genüber der Kasse haftbar gemacht werden kann. 3.1 Nach Art. 52 Abs. 1 AHVG hat ein Arbeitgeber, wel cher der Versicherung durch ab- sichtliche oder grobfahrlässige Missachtung von Vorschriften einen Schaden zufügt, diesen zu ersetzen. Art. 14 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV) vom 31. Oktober 1947 sch reibt vor, dass der Arbeitgeber bei jeder Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug zu bringen und zusammen mit seinen eigenen Beiträgen der Ausgleichskasse periodisch zu entr ichten hat. Diese werden von der Ausgleichskasse aufgrund der voraussichtlichen Lohnsumme festgesetzt, wobei die Arbeitgeber wesentliche Änderungen der Lohnsumme während des Jahre s zu melden haben. Nach Ablauf einer Abrechnungsperiode, welche jeweils das Kalenderjahr umfasst, nimmt die Ausgleichskas- se aufgrund der Abrechnung der Arbeitgeber den Ausgle ich zwischen den geleisteten Akonto- beiträgen und den tatsächlich geschuldeten Beiträgen vo r, wobei ausstehende Beiträge innert 30 Tagen ab Rechnungsstellung zu bezahlen sind (Art. 3 6 Abs. 3 und 4 AHVV). Diese Bei- tragszahlungs- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers ist eine gesetzlich vorgeschriebene öffentlich-rechtliche Aufgabe. Das Bundesgericht erklärte in diesem Zusammenhang wiederholt, dass die Nichterfüllung dieser öffentlich-rechtlichen Aufgabe eine Missachtung von Vorschriften im Sinne von Art. 52 AHVG bedeute und deshalb die voll e Schadensdeckung nach sich ziehe (BGE 111 V 173 E. 2; Urteil des Bundesgerichts vom 10. April 2006, H 26/06, E. 4.1 mit weite- ren Hinweisen; vgl. auch M ARCO REICHMUTH , Die Haftung des Arbeitgebers und seiner Organe nach Art. 52 AHVG, Diss. Freiburg 2008, Rz. 268 und 504). 3.2 Am 1. Januar 2012 ist Art. 52 AHVG neu gefasst wor den. Dabei wurde der Adressa- tenkreis dieser Bestimmung demjenigen von Art. 754 des B undesgesetzes betreffend die Er- gänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [OR] vom 30. Mär z 1911 formell angepasst. Neu wird in Art. 52 Abs. 2 AHVG festgehalten, dass die Mitglieder der Verwaltung und alle mit der Geschäftsführung oder Liquidation befassten Personen subsidiär haften, wenn es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person handelt. Sind m ehrere Personen für den gleichen Scha- den verantwortlich, so haften sie für den ganzen Schaden solidarisch. Diese neue Bestimmung brachte in materiell-rechtlicher Hinsicht keine substan ziellen Änderungen gegenüber der bis 31. Dezember 2011 gültig gewesenen Normenlage. Die zur altrechtlichen Regelung ergangene Judikatur bleibt deshalb grundsätzlich anwendbar. Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.3 Im vorliegenden Fall muss der B.____ GmbH insofern eine Missachtung der erwähnten Beitrags-Vorschriften vorgeworfen werden (vgl. oben Erwä gung 3.2 hiervor), als sie ihrer Bei- tragszahlungspflicht in den Jahren 2010 bis 2013 unvoll ständig oder überhaupt nicht mehr nachkam und der Kasse daraus in Höhe der ungedeckt gebli ebenen Forderung von CHF 12‘102.75 für unbezahlt gebliebene Sozialversicherun gsbeiträge einschliesslich Verwal- tungskosten, Mahngebühren, Betreibungskosten und Verzugszi nsen ein Schaden entstanden ist. 3.4 Zwischen dem bei der Kasse eingetretenen Schaden u nd dem pflichtwidrigen Verhal- ten des Arbeitgebers muss sodann ein adäquater Kausalzusamm enhang bestehen (BGE 119 V 406 E. 4a). Vorliegend ist offensichtlich, d ass die Nichterfüllung der der B.____ GmbH als Arbeitgeberin obliegenden Pflicht zur vollständ igen Begleichung der paritätischen Sozialversicherungsbeiträge für den bei der Kasse entstan denen Schaden kausal ist und dass ein derartiges Verhalten nach dem gewöhnlichen Lauf d er Dinge und der allgemeinen Le- benserfahrung geeignet ist, den eingetretenen Erfolg zu bewirken. Der adäquate Kausalzu- sammenhang ist somit ebenfalls zu bejahen. 4.1 Art. 52 Abs. 1 AHVG setzt für die Haftbarkeit des Arbeitgebers voraus, dass die Miss- achtung von Vorschriften in absichtlicher oder grobfahrl ässiger Weise erfolgt ist. Art. 52 Abs. 1 AHVG statuiert demnach eine Verschuldenshaftung aus öf fentlichem Recht. Sowohl den Ar- beitgeber wie auch das allfällige Arbeitgeberorgan m uss ein Verschulden treffen; verlangt wird somit ein doppeltes oder zweistufiges Verschulden (R EICHMUTH , a.a.O., Rz. 535). Das Bundes- gericht geht in seiner Praxis allerdings davon aus, dass b ei Verletzung der Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht ein Verschulden des Arbeitgebers grundsätzlich gegeben ist. Lediglich wenn besondere Umstände die Nichtbefolgung der einschlä gigen Vorschriften als erlaubt oder nicht schuldhaft erscheinen lassen, entfällt eine Haftun g (T HOMAS NUSSBAUMER , Die Haftung des Verwaltungsrates nach Art. 52 AHVG [Haftung des Ver waltungsrates], in: AJP 1996 S. 1077 f. mit Hinweisen auf BGE 108 V 186 E. 1b und ZAK 1985 S. 576 E. 2). In diesem Zu- sammenhang ist zu betonen, dass fehlende finanzielle Mit tel der Gesellschaft für sich allein keinen Rechtfertigungs- oder Entschuldigungsgrund darstel len, da ansonsten die Haftungsvor- schrift von Art. 52 Abs. 1 AHVG weitgehend ihres Gehaltes entleert würde. 4.2.1 Der Beschwerdeführer macht nichts geltend, was für die Entlastung seiner ehemaligen Firma als juristische Person von Belang wäre. Soweit er in seiner Beschwerde vom 25. Februar 2016 ausführt, dass der vorübergehend als Geschäftsfüh rer eingesetzte C.____ für den einge- klagten Schaden verantwortlich sei, beziehen sich seine di esbezüglichen Vorbringen auf per- sönliche Exkulpationsgründe, auf welche in der Folge in den nachfolgenden Erwägungen ein- zugehen ist (vgl. nachfolgende Erwägungen 6.1 ff.). Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 4.2.2 In seiner Stellungnahme zu Handen der Kasse vom 1 7. Juli 2015 (vgl. Deckblatt in Sammelbeilage zur Beschwerde) hatte der Beschwerdeführ er allerdings noch die Auffassung vertreten, dass durch die Eröffnung des Konkurses die let zten CHF 8‘000.— für eine unnötige Konkurseröffnung verbraucht worden seien. Damit hat er sich sinngemäss auf den Standpunkt gestellt, dass zu diesem Zeitpunkt noch genügend Guthabe n für die Bezahlung der ausstehen- den Sozialversicherungsbeiträge vorhanden gewesen wäre un d er mit der Zeit alles bezahlt hätte, wäre über die B.____ nicht der Konkurs eröffne t worden. Diese Darstellung ist nun aller- dings schwerlich mit der Tatsache in Einklang zu bringen, dass im Zeitpunkt der Eröffnung des Konkurses am 30. September 2014 (vgl. Beilage 1 zur Vern ehmlassung der Kasse) bereits seit rund fünf Monaten alleine die Beitragsausstände gegen über der Kasse den Betrag von CHF 8‘000.— deutlich überschritten haben (vgl. Kontoausz ug der Kasse, Beilage 1 zur Eingabe der Kasse vom 4. April 2016). Unbesehen der Tatsache, da ss den Aussagen des Beschwerde- führers zufolge auch noch weitere andere Kreditoren zu b efriedigen gewesen wären, erhellt damit, dass spätestens Ende September 2014 keine genügen den Aktiven vorhanden waren, um das Fortbestehen der B.____ sicherzustellen (vgl. K URT AMONN /F RIDOLIN WALTHER , Grund- riss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, Bern 2008 , S. 398). Im Zeitpunkt der Liquidati- on seiner Firma standen somit entgegen der von ihm ver tretenen Auffassung auch nicht genü- gend Mittel zur Bezahlung der geschuldeten Sozialversicherungsbeiträge zur Verfügung. 4.2.3 Es tritt hinzu, dass die geschuldeten Sozialversicher ungsbeiträge gemäss den vorlie- genden Akten spätestens seit September 2012 gemahnt und betrieben werden mussten. Der von der Kasse eingereichte Kontoauszug belegt (vgl. Beila ge 1 zur Eingabe der Kasse vom 4. April 2016), dass die B.____ GmbH die von ihr gesch uldeten Beiträge in den rund zwei Jah- ren vor der Konkurseröffnung nur unvollständig und äusse rst schleppend bzw. überhaupt nicht mehr bezahlt hat. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechu ng hätte die Firma aber trotz fi- nanzieller Schwierigkeiten grundsätzlich nur so viel Lohn ausbezahlen dürfen, als die darauf unmittelbar entstehenden Beitragsforderungen gedeckt g ewesen wären (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG]; heute: Bundesg ericht) vom 19. November 2003, H 397/01, E. 6.2.3; SVR 1995 AHV Nr. 70 S. 21 4 E. 5). Etwas anderes würde einzig gel- ten, wenn die Firma mit der Nichtbezahlung der Sozial versicherungsbeiträge die Existenz des Unternehmens hätte retten können oder wenn sie mindes tens im Zeitpunkt des Entscheides über die Nichtbezahlung - oder besser über die Rückstell ung der Beiträge - aufgrund objektiver Umstände und einer seriösen Beurteilung der Lage dami t hätte rechnen dürfen, die Forderung der Ausgleichskasse innert nützlicher Frist befriedigen zu können (Urteil des EVG vom 19. No- vember 2003, H 397/01, E. 6.2.3 mit Hinweis auf BGE 1 08 V 188 E. 2, bestätigt in BGE 121 V 243; vgl. auch N USSBAUMER , Haftung des Verwaltungsrates, S. 1078 mit Hinweisen). Die An- nahme einer solchen Ausnahmesituation setzt allerdings d as Vorliegen eines konkreten Kon- zeptes voraus, welches detailliert aufzeigt, dass und in w elchem Zeitraum die zurückgestellten Gläubigerforderungen - insbesondere die geschuldeten S ozialversicherungsbeiträge - bezahlt werden können. Die Existenz eines solchen Konzeptes ist vom Beschwerdeführer jedoch weder im Verfahren vor der Kasse noch im vorstehenden Beschwer deverfahren geltend gemacht wor- den. Vor diesem Hintergrund besteht demnach kein Anla ss davon auszugehen, dass die Bei- tragsrückstände innert nützlicher Frist noch hätten beglich en werden können. Insgesamt sind hinsichtlich der Abrechnungs- und Beitragszahlungspflicht somit keine Anhaltspunkte ersicht- Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht lich, die das fehlerhafte Verhalten der B.____ GmbH a ls gerechtfertigt erscheinen liessen. De- ren Haftbarkeit als Arbeitgeberin ist daher zu bejahen. 5.1 Ist der Arbeitgeber eine juristische Person, die im Zeitpunkt der Geltendmachung der Haftung nicht mehr besteht oder infolge Konkurseröffnu ng nicht mehr belangbar ist, so können gegebenenfalls subsidiär die verantwortlichen Organe i n Anspruch genommen werden (BGE 123 V 15 E. 5b, 122 V 66 E. 4a, 119 V 405 E. 2 , 114 V 219 ff. E. 3). In der Lehre ist ver- schiedentlich eingewendet worden, die Ausdehnung der H aftpflicht auf Organe sei nicht unbe- denklich, da weder die Gesetzesmaterialien noch der Wort laut von Art. 52 AHVG eine solche als begründet erscheinen liessen (ALFRED MAURER , Schweizerisches Sozialversicherungsrecht, Band II, Bern 1981, S. 67; vgl. auch P ETER FORSTMOSER , Die aktienrechtliche Verantwortlich- keit, Zürich 1987, S. 305 f., N 1071). Das Bundesgericht hielt jedoch trotz dieser Kritik an der subsidiären solidarischen Haftbarkeit der Organe eines Arb eitgebers fest (vgl. die grundsätzli- chen Ausführungen in BGE 114 V 219 ff., insbes. E. 3b und c). In BGE 129 V 11 ff. setzte sich das Bundesgericht nochmals ausführlich mit der erwähnt en Kritik auseinander und entschied vor allem unter Hinweis auf die aktuelle Gesetzgebung, welche sich im Rahmen des Erlasses des ATSG und im Zusammenhang mit der 11. AHV-Revision m it der Arbeitgeberhaftung nach Art. 52 AHVG befasste, dass kein Anlass bestehe, von der konstanten Rechtsprechung zur Ar- beitgeber-Organhaftung abzuweichen (BGE 129 V 11 ff . E. 3 mit zahlreichen Hinweisen; vgl. zum Ganzen auch N USSBAUMER , Haftung des Verwaltungsrates, S. 1071 ff., insbesonde re S. 1075 f.). 5.2 Bei der Prüfung der Organhaftung bei der Gesellsch aft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist zu beachten, dass die GmbH grundsätzlich eine dreiteilige Organisation aufweist: Von Gesetzes wegen sind als Organe die Gesellschafterversammlung (Art. 808 ff. OR), die Ge- schäftsführung und Vertretung (durch alle Gesellschafte r [sog. Selbstorganschaft] bzw. durch einzelne Gesellschafter oder durch Dritte [sog. Drittorganschaft], Art. 811 ff. OR) sowie die Kon- trolle (entweder durch die nicht geschäftsführenden Ge sellschafter oder durch eine Kon- trollstelle, Art. 819 OR) vorgesehen. Grundsätzlich sieht das Gesetz in Art. 811 Abs. 1 OR die Selbstorganschaft vor, d.h. die Geschäftsführung und Ve rtretung erfolgt durch alle Gesellschaf- ter. In dieser Konstellation ist dann auch jeder Gese llschafter zugleich Organ der Gesellschaft (ERIC L. DREIFUSS /A NDRÉ E. LEBRECHT , Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Obligati- onenrecht II, Basel/Frankfurt am Main 1994, N 1 und 4 zu Art. 808). 5.3 Gemäss Art. 827 OR gelten für die Verantwortlic hkeit der bei der Gesellschaftsgrün- dung beteiligten und der mit der Geschäftsführung un d der Kontrolle einer GmbH betrauten Personen sowie der Liquidatoren die Bestimmungen über die Aktiengesellschaft analog. Die Kriterien, welche die Rechtsprechung für die Organhaft ung bei der Aktiengesellschaft gebildet hat, lassen sich daher auf die Organe einer GmbH übert ragen (vgl. THOMAS NUSSBAUMER , Das Schadenersatzverfahren nach Art. 52 AHVG [Schadenersatzverfahren], in: Schaffhauser/Kieser [Hrsg.], Aktuelle Fragen aus dem Beitragsrecht der AHV, St. Gallen 1998, S. 104). Ist demnach eine GmbH als Selbstorganschaft organisiert, herrscht in Bezug auf Art. 52 AHVG Klarheit über die haftbaren Organe. Alle Gesellschafter sind in anal oger Anwendung von Art. 754 OR in Ver- bindung mit Art. 759 Abs. 1 OR sowohl der Gesellschaft als auch den Gesellschaftsgläubigern Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht für den Schaden verantwortlich, den sie durch absichtlich e oder fahrlässige Verletzung der ihnen obliegenden Pflichten verursachen, wobei sie solida risch dafür haften, wenn sie für den gleichen Schaden verantwortlich sind (BGE 114 V 214 E . 3). In den Entscheiden 126 V 237 ff. und AHI-Praxis 2002 S. 172 ff. befasste sich das damalige EVG sodann mit der Verantwortlich- keit von eingesetzten Geschäftsführern einer GmbH (im S inne der Drittorganschaft nach Art. 812 OR). Es wies darauf hin, dass die Haftungsgrundsätze bei der AG nicht unbesehen auf die GmbH angewendet werden können. Nach Art. 716 Abs. 2 OR führt der Verwaltungsrat die Geschäfte der AG, soweit er diese nicht der Geschäftsfüh rung übertragen hat. Wesentliche, in Art. 716a OR umschriebene Aufgaben bleiben indessen unü bertragbar. Nach der geltenden gesetzlichen Regelung steht bei der AG somit die Verant wortung des Verwaltungsrates im Vor- dergrund. Demgegenüber können Gesellschafter einer Gm bH von Gesetzes wegen die Ge- schäftsführung als Ganzes übertragen (Drittorganschaft nach Art. 812 OR). Für auf diese Weise eingesetzte Geschäftsführer gelten die Verantwortlichkei tsvorschriften von geschäftsführenden Gesellschaftern (Art. 812 Abs. 2 OR). Mithin können Ge schäftsführer einer AG, die nicht zu- gleich Verwaltungsräte sind, nicht mit denjenigen einer GmbH verglichen werden, welche nicht Gesellschafter sind. Die Verantwortlichkeit der Geschäft sführung bei der GmbH geht weiter, weshalb es sich - so die Folgerung des Bundesgerichts - rech tfertigt, sie auch der formellen Organhaftung zu unterstellen (AHI-Praxis 2002 S. 173 E. 3c). 5.4 Dem Handelsregisterauszug kann entnommen werden, d ass der Beschwerdeführer in der B.____ GmbH seit der Gründung stets als Gesellscha fter mit einer Stammeinlage von CHF 20‘000.— sowie als Geschäftsführer bzw. als Vorsitzende r der Geschäftsführung mit Ein- zelunterschriftsberechtigung eingetragen war. Damit unterstand er offensichtlich einer formellen Organhaftung. 6.1 Zu beachten ist, dass nicht jedes der Gesellschaft an zulastende Verschulden auch ein solches ihrer Organe ist. Vielmehr ist abzuwägen, ob und inwieweit eine Handlung der juristi- schen Person einem bestimmten Organ im Hinblick auf dessen rechtliche respektive faktische Stellung innerhalb der Firma zuzurechnen ist. Das damal ige EVG (seit 1. Januar 2008: Bun- desgericht, Sozialrechtliche Abteilungen) betonte in seiner - zur Organhaftung bei der Aktienge- sellschaft entwickelten - Rechtsprechung regelmässig, dass an die Sorgfaltspflicht der Organe grundsätzlich strenge Anforderungen zu stellen sind (ZAK 1985 S. 620). Im Übrigen ist vom Leitsatz des damaligen EVG auszugehen, welches grobe Fah rlässigkeit dann annimmt, "wenn ein Arbeitgeber das ausser Acht lässt, was jedem verständig en Menschen in gleicher Lage und unter gleichen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen.“ Für das Organ einer Firma ist das Mass der zu verlangenden Sorgfalt abzustufen, e ntsprechend der Sorgfaltspflicht, die in den kaufmännischen Belangen derjenigen Arbeitgeberkategorie, welcher der Betreffende ange- hört, üblicherweise erwartet werden kann und muss (ZAK 1 985 S. 260 mit Hinweisen). Ob ein Organ schuldhaft gehandelt hat, hängt demnach entschei dend von der Verantwortung und den Kompetenzen ab, die ihm übertragen wurden. Dabei kan n vereinfachend gesagt werden, dass je kleiner und überschaubarer die Tätigkeit einer Firma ist, desto eher davon ausgegangen werden kann, dass die Organe über sämtliche Geschäfte Bescheid wissen und daher auch Kenntnis davon haben, wenn in Einzelfällen die Abrech nung über Lohnbeiträge nicht erfolgt ist oder ausstehende Beitragszahlungen nicht geleistet werd en (BGE 108 V 202 E. 3a; Urteil des Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht EVG vom 19. Juli 1996, H 308/95, E. 5a). In diesem Fa ll wird die Grobfahrlässigkeit regelmäs- sig gegeben sein (BGE 103 V 125; NUSSBAUMER , Haftung des Verwaltungsrates, S. 1078). 6.2 Bei der B.____ GmbH handelte es sich um eine sehr kleine und deshalb überschaubar organisierte Unternehmung mit einer ausserordentlich einfachen Verwaltungsstruktur. So waren der Beschwerdeführer und in der Zeit vom 20. April 2012 bis Ende Juli 2013 sein Geschäftsfüh- rer nicht nur die einzigen Organe, sondern offenbar au ch die einzigen, ständigen Arbeitnehmer. In Anbetracht dieser Tatsache musste vom Beschwerdeführer aufgrund seiner Funktion als Ge- sellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift b zw. als Vorsitzender der Geschäftsfüh- rung der B.____ GmbH die Übersicht über alle Belange sowie über sämtliche Geschäfte der Unternehmung verlangt werden. Insbesondere gehörte d azu auch die Kontrolle und Überwa- chung bezüglich der Einhaltung der Abrechnungs- und Be itragszahlungspflicht gegenüber der Kasse (vgl. oben, Erwägung 4.2.1 ff). Bei Aufwendung gehöriger Sorgfalt im Sinne der darge- legten Rechtsprechung hätte der Beschwerdeführer mit an deren Worten früher die Nichtbezah- lung der geschuldeten Sozialversicherungsbeiträge erkenne n, selbst dagegen vorgehen und allfällige Massnahmen treffen müssen. Das Gericht verkennt dabei nicht, dass die erwähnte Rechtsprechung rigide Konsequenzen haben kann. Ebenso w enig verkennt es die persönlich schwierige Situation des Beschwerdeführers, der sich im Ver trauen in seinen für administrative Belange eingesetzten Geschäftsführer derweil um baulich e Arbeiten gekümmert hat. Darin al- lerdings – wie der Beschwerdeführer vorbringt – blosse N aivität erkennen zu wollen, widersprä- che der massgebenden Rechtsprechung des Bundesgerichts. Ange sichts der nur sehr kleinen Organisationsstruktur hätte der Beschwerdeführer über sä mtliche sozialversicherungsrechtli- chen Belange und in diesem Zusammenhang insbesondere auc h über die Abrechnung der Lohnbeiträge Bescheid wissen und entsprechenden Einflus s nehmen müssen. Dies gilt umso mehr, weil es dem Beschwerdeführer als Vorsitzender de r Geschäftsleitung schon rein formal oblag, seinen Geschäftsführer in den ihm übertragene n Belangen adäquat zu überwachen. Die Tatsache, dass dies unterblieb, ist entgegen den Vorbrin gen in der Beschwerde als Grobfahr- lässigkeit zu qualifizieren (vgl. oben, Erwägung 6.1 a. E.). 6.3 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. So wäre es ihm möglich gewesen, die Post kraft seiner im Hande lsregister eingetragenen Organeigen- schaft zunächst an ihn zustellen zu lassen, um sie erst danac h an seinen Geschäftsführer wei- terzuleiten. Ebenso hätte er sich bei der Kasse periodisc h selbst über den Stand der Dinge er- kundigen können. Da er seinen Geschäftsführer jedoch nur ungenügend überwacht hat, vermag deshalb nichts zu seiner Entlastung beizutragen, dass die unbezahlt gebliebenen Beitragsrech- nungen teilweise noch aus einer Zeit stammen, in welche r der eingesetzte Geschäftsführer be- reits nicht mehr für die B.____ GmbH tätig war. Der U mstand, dass ein Teil der nicht bezahlten Beiträge erst nach dem Ausscheiden des ehemaligen Gesch äftsführers ab September 2013 fällig geworden ist (vgl. Kontoauszug der Kasse vom 7. Januar 2015, Beilage 1 zur Eingabe der Kasse vom 4. April 2016), spricht vielmehr gegen den Be schwerdeführer. Ausserdem ist darauf hinzuweisen, dass ein in masslicher Hinsicht nicht unbedeutender Teil der geschuldeten Sozial- versicherungsbeiträge für die Zeit auch nach dem Ausscheid en des Geschäftsführers unbegli- chen geblieben ist (vgl. Kontoauszug der Kasse vom 7. Januar 2015, Beilage 1 zur Eingabe der Kasse vom 4. April 2016). Keine Rolle spielt dabei, o b die B.____ GmbH im Zeitpunkt des Ein- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht tritts des Geschäftsführers Ende April 2012 gegenüber de r Kasse noch keine Schulden aufge- wiesen hat. Massgebend ist, dass der Beschwerdeführer seine n Geschäftsführer nicht genü- gend überwacht hat. Was der Beschwerdeführer in diese m Zusammenhang im Übrigen vor- bringt, vermag ihn ebenso wenig zu entlasten. Den Akten sind insbesondere keine Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten seines ehemaligen Geschäftsführers oder auf sonstige Täuschungshandlungen zivilrechtlicher Natur zu entnehmen . Eine seitens des Beschwerdefüh- rers eingeleitete Anzeige zur Strafuntersuchung genügte im Gegenteil gerade nicht zur Eröff- nung einer Untersuchung wegen ungetreuer Geschäftsbesorg ung (vgl. Schreiben der Staats- anwaltschaft des Kantons D.____ vom 5. Juli 2013, in Bei lagen zur Beschwerde vom 25. Feb- ruar 2016). Auch wenn der ehemalige Geschäftsführer di e Administration und die Erledigung der Post übernommen hat, hätte der Beschwerdeführer di e Zahlung der Kassenrechnungen besser im Auge behalten müssen. Aus seiner Sicht mag es zwar nachvollziehbar erscheinen, die Schuld bei seinem ehemaligen Geschäftsführer zu sehen . In seiner formellen Organeigen- schaft als Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsfü hrung mit Einzelunterschrift kann sich der Beschwerdeführer jedoch nicht damit entlasten, sich ausschliesslich auf die Aufgaben auf dem Bau konzentriert zu haben. 6.4 Ausser den vorstehend genannten Einwendungen brin gt der Beschwerdeführer keine Gründe vor, die geeignet wären, die Missachtung der Ab rechnungs- und Beitragszahlungs- pflicht als persönlich entschuldbar erscheinen zu lassen. Di e Akten enthalten ebenfalls keine zusätzlichen Anhaltspunkte, die gegen eine Schadenersatzpf licht des Beschwerdeführers spre- chen würden. Seine Haftung nach Art. 52 AHVG ist deshalb zu bejahen. 7.1 Wie das Bundesgericht präzisiert hat, muss das (kanton ale) Gericht die von der Aus- gleichskasse ermittelte Schadenersatzforderung betragsmässi g nicht überprüfen, wenn es die schadenersatzpflichtige Person unterlässt, den eingeklagt en Schadensbetrag substanziiert zu bestreiten. Der Verwaltungsprozess ist zwar vom Untersuchun gsgrundsatz beherrscht, dies entbindet jedoch die rechtsuchende Partei nicht davon, selber die Beanstandungen vorzubrin- gen, die sie anzubringen hat (Rügepflicht), und ihrerse its zur Feststellung des Sachverhaltes beizutragen (Mitwirkungspflicht; Urteil des EVG vom 19. Juli 1996, H 313/95, E. 4; ZAK 1991 S. 126 E. II/1b; vgl. auch T HOMAS NUSSBAUMER , Das Schadenersatzverfahren nach Art. 52 AHVG [Schadenersatzverfahren], in: Schaffhauser/Kieser [Hrsg.], Aktuelle Fragen aus dem Beitragsrecht der AHV, St. Gallen 1998, S. 119). Die ser höchstrichterlichen Auffassung ist je- denfalls dann ohne weiteres beizupflichten, wenn den Akten – anhand einer summarischen Prü- fung – keine Anhaltspunkte für eine offensichtliche Un richtigkeit der geltend gemachten Beiträ- ge entnommen werden können. 7.2 Den Akten lassen sich keinerlei Hinweise entnehmen, die im Rahmen einer summari- schen Prüfung von Amtes wegen für eine offensichtliche Un richtigkeit der gestützt auf die bei- den Verlustscheine vom 22. Juli 2015 berechneten Schade nersatzforderung sprechen würden (vgl. Beilagen 2 und 3 zur Vernehmlassung der Kasse vo m 23. März 2016). Der Beschwerde- führer bringt denn auch weder gegen die geltend gem achte Schadenshöhe im Umfang von ins- gesamt CHF 12‘102.75 noch gegen die darauf basierende n Beitrags-Rechnungen der Kasse allfällige Einwände vor. Im Sinne der dargelegten Re chtsprechung kann eine detaillierte Ausei- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht nandersetzung in masslicher Hinsicht daher unterbleiben. Der Schaden, für den der Beschwer- deführer aufzukommen hat, beläuft sich im Ergebnis auf CHF 12‘102.75, wie er dem angefoch- tenen Einspracheentscheid und der ihm vorausgehenden Verfügung der Kasse vom 31. August 2015 zugrunde liegt. 7.3 Aus dem Gesagten ergibt sich zusammenfassend, dass die Kasse den Beschwerde- führer zu Recht verpflichtet hat, ihr Schadenersatz in der Höhe von CHF 12‘102.75 zu bezah- len. Die gegen den Einspracheentscheid vom 25. Februar 2016 erhobene Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 8. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vo rliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten des Prozesses können wettgeschlagen werden. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.