Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 31. Mai 2023 (810 22 251) ____________________________________________________________________ Steuern und Abgaben Feststellung der Steuerpflicht Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Hans Furer, Markus Clausen, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess , Gerichtsschreiber Martin Michel Beteiligte A.____ , Beschwerde füh rer , vertreten durch Daniel Bader und Hanna Brozzo, Rechtsanwälte gegen Steuer - und Enteignungsgericht des Kantons Basel -Landschaft (Abteilung Steuergericht) , Vorinstanz Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft , Beschwerdegegnerin Einwohnergemeinde B.____ , Beigeladene Betreff Staats- und Gemeindesteuer 2020 / Feststellung der Steuerpflicht (Urteil des Steuer- und Enteignungsgerichts des Kantons Basel- Landschaft, Abteilung Steuergericht, vom 19. August 2022) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. A.____ (geb. 1965) ist Eigentümer einer Wohnung a m C.____weg 24 in D.____ (Gemeinde E.____) im Kanton F.____. Beruflich ist er Inhaber und stellvertretender Geschäftsführer bei der "G.____ AG" in D.____, Inhab er und Geschäftsführer der "H.____ GmbH" in D.____, Inhaber und Co-Geschäftsführer der " I.____ Ltd." in Indien, Mitinhaber und stellvertretender Geschäftsführer der "J.____" in B.___ _ (Kanton Basel-Landschaft) und Mitin- haber der "K.____" in Serbien. Weiter ist A.____ neb enamtlicher Richter beim Obergericht des Kantons F.____. B. Am 26. Dezember 2020 reichte A.____ bei der Geme inde B.____ ein Anmeldeformular als Wochenaufenthalter ein. C. Mit Verfügung vom 21. Juni 2021 stellte die Steuerve rwaltung Basel-Landschaft fest, dass sich der steuerrechtliche Wohnsitz von A.____ in der S teuerperiode 2020 in B.____ befunden habe. D. Dagegen erhob A.____, vertreten durch die OTAG Tr euhand, mit Eingabe vom 19. Juli 2021 Einsprache mit den Anträgen, die Verfügung vom 21. Juni 2021 sei aufzuheben und der steuerrechtliche Wohnsitz in B.____ sei zu streichen. Als tat sächlicher und steuerrechtlicher Wohnsitz sei weiterhin D.____ festzulegen bzw. zu akzeptieren. E. Mit Einspracheentscheid vom 14. März 2022 wies die Ste uerverwaltung Basel-Land- schaft die Einsprache ab. F. Den von A.____, nunmehr vertreten durch Daniel Bade r und Hanna Brozzo, Rechts- anwälte in Zürich, dagegen erhobenen Rekurs wies das S teuer- und Enteignungsgericht Basel- Landschaft, Abteilung Steuergericht (Steuergericht), mit Urteil vom 19. August 2022 ab und auferlegte A.____ die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.--. G. Dagegen erhebt A.____, weiterhin vertreten durch Daniel Bader und Hanna Brozzo, Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsge- richt), mit den Rechtsbegehren, das Urteil des Steuer gerichts sei aufzuheben und es sei fest- zustellen, dass sich der steuerrechtliche Wohnsitz in der Ste uerperiode 2020 nicht im Kanton Basel-Landschaft befunden habe, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. H. Mit Vernehmlassungen vom 30. November 2022 und 19. Dezember 2022 schliessen die Steuerverwaltung Basel-Landschaft und die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde. Die Gemeinde B.____ nahm mit Eingabe vom 16. Januar 2023 Stellung. I. Am 4. April 2023 reichte der Beschwerdeführer eine Replik inkl. Honorarnote ein. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 1.1 Gemäss § 131 Abs. 1 des Gesetzes über die Staats- un d Gemeindesteuern (StG) vom 7. Februar 1974 können Entscheide des Steuergerichts mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Kantonsgericht angefochten werden. Da sämtliche formellen Voraussetzungen gemäss § 131 StG und den §§ 43 ff. des Gesetzes über die Ver fassungs- und Verwaltungsprozessord- nung (Verwaltungsprozessordnung, VPO) vom 16. Dezember 1993 erfüllt sind, kann auf die Beschwerde eingetreten werden. 1.2 Mit der Beschwerde in Steuersachen können alle Män gel des angefochtenen Ent- scheids und des vorangegangenen Verfahrens gerügt werden (§ 45 Abs. 2 VPO). 2.1 Unbestrittenermassen befand sich der steuerrechtliche Wohnsitz bis zur Steuerperiode 2020 in der Gemeinde E.____ (Kanton F.____). Umstrit ten und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer seinen Lebensmittelpunkt und damit sein en steuerrechtlichen Wohnsitz in der Steuerperiode 2020 in die Gemeinde B.____ (Kant on Basel-Landschaft) verlegt hat. Dabei sind die Verhältnisse am Ende der betroffenen Steuerpe riode massgebend (Art. 4b Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steu ern der Kantone und Gemeinden [Steuerharmonisierungsgesetz, StHG] vom 14. Dezember 1990). 2.2 Bestreitet eine Person, die in mehreren Kantonen zur Steuerveranlagung herange- zogen wird oder herangezogen zu werden droht, die Steu erhoheit eines dieser Kantone, muss der betreffende Kanton grundsätzlich in einem Vorentscheid (dem sog. Steuerdomizilentscheid) rechtskräftig über seine Steuerhoheit entscheiden, bevor e r das Veranlagungsverfahren fortsetzen darf. Der Anspruch auf den Steuerdomizilentsche id ergibt sich nach der bundesge- richtlichen Rechtsprechung direkt aus dem verfassungsrecht lichen Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung (Art. 127 Abs. 3 der Bundesverfassun g der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV] vom 18. April 1999) und besteht auch dann, wenn das kantonale Recht – wie etwa das Steuergesetz des Kantons Basel-Landscha ft (vgl. T HOMAS ZIEGLER , in: Nefz- ger/Simonek/Wenk [Hrsg.], Kommentar zum Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft, 2004, § 122 StG N 9) – ein solches Domizilverfahren nich t vorsieht (BGE 137 I 273 E. 3.2.2 = Archiv für Schweizerisches Abgaberecht [ASA] 80 423 = D er Steuerentscheid [StE] 2011 A 24.24.45 Nr. 1; N ADINE MAYHALL -MANNHART /M ICHAEL BEUSCH , in: Zweifel/Beusch/de Vries Reilingh [Hrsg.], Kommentar Interkantonales Steuerr echt, 2. Auflage, 2021, § 40 N 17). Auch ohne entsprechendes Begehren steht es der Veranlagungsb ehörde frei, von sich aus einen Vorentscheid zu erlassen (vgl. MARTIN ZWEIFEL /HUGO CASANOVA /MICHAEL BEUSCH /SILVIA HUNZIKER , Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, 2. Auflage, 2018 , § 20 Rz. 9). Der Steuer- domizilentscheid dient dazu, die zur Veranlagung herang ezogene Person davor zu bewahren, einem Kanton umfassend Auskunft über ihre Einkommens- u nd Vermögensverhältnisse geben zu müssen, obschon dieser Kanton möglicherweise gar nicht für die Veranlagung zuständig ist. Gegenstand des Steuerdomizilverfahrens ist einzig die Ve ranlagungszuständigkeit des betreffenden Kantons; kein Raum besteht für die selbst ändige Feststellung der Zuständigkeit eines anderen Kantons (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_247/2021 vom 27. Dezember 2021, E. 1.3.1, in: StE 2022 A 24.21 Nr. 41; BGE 137 I 273 E. 3.3.2). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.1 Die Steuerverwaltung und die Vorinstanz haben ei ne Verlegung des steuerrechtlichen Wohnsitzes des Beschwerdeführers per Ende 2020 angenomme n. Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid zum Schluss, dass der Beschwerdefüh rer in den Anmeldeformularen als Wochenaufenthalter in der Gemeinde B.____ ausgefü hrt habe, er wohne in Untermiete bei L.____ in B.____ und lebe mit ihr und ihren beiden Söhnen dort zusammen. Weiter habe der Beschwerdeführer im Anmeldeformular ausgeführt, dass er seit 1. Januar 2016 Wochenaufent- halter in der Gemeinde B.____ sei und sich voraussichtlich bis im Jahr 2030 dort aufhalten wer- de. Die zur Annahme des steuerrechtlichen Wohnsitzes füh renden Umstände seien als steuer- begründende Tatsachen nach den allgemeinen Regeln der Beweislastverteilung grundsätzlich von der Steuerbehörde nachzuweisen. Jedoch habe der Be schwerdeführer aufgrund der For- mulare Beweise zu seinem eigenen Nachteil geschaffen. Deshalb sei von ihm zu erwarten ge- wesen, dass er Belege für seinen Wohnsitz in D.____ vorb ringe. Als auswärtige Adresse habe der Beschwerdeführer die M.____strasse 5 in D.____ angegeben, an welche er regelmässig an Wochenenden und Feiertagen zurückkehre. Weiter führte die Vorinstanz aus, es sei unbestrit- ten, dass das berufliche Umfeld des Beschwerdeführers in D.____ liege. Er sei stellvertretender Geschäftsführer der G.____ AG und Geschäftsführer der H.____ GmbH, die beide ihren Sitz in D.____ hätten. Anlässlich der Verhandlung habe der Besch werdeführer ausgeführt, dass seine gesamte Post – privat und geschäftlich – digitalisiert w erde, um von jedem Ort aus arbeiten zu können und jederzeit Zugriff auf seine Post zu haben. B edeutsam sei die Beziehung des Be- schwerdeführers zu L.____. Die Aussage des Beschwerdeführers, dass seine Beziehung zu ihr rein freundschaftlich und geschäftlich sei, überzeuge nic ht. Vielmehr würden die gegebenen Umstände auf eine enge Beziehung hindeuten. So habe d er Beschwerdeführer eine Begünsti- gung von ihr bei seiner Pensionskasse angestrebt. Aufgrund der Begünstigungsabsicht und der Angaben im Formular sei daher anzunehmen, dass er mit i hr eine enge Beziehung unterhalte. Entscheidend sei weiter, dass der Beschwerdeführer seit Oktober 2019 lediglich über eine Wohnung am C.____weg 24 in D.____ verfüge, diese abe r gleichzeitig an die G.____ AG ver- miete. Die Vermietung des primären Domizils an den Arb eitgeber sei unüblich. Anlässlich der Verhandlung habe der Beschwerdeführer bestätigt, dass er mit der Steuerbehörde E.____ vereinbart habe, die Wohnung am C.____weg 24 sporadisc h privat zu nutzen. Die sporadisch private Nutzung einer Wohnung könne aber nicht mit ein em Hauptwohndomizil gleichgestellt werden. Ferner verfüge der Beschwerdeführer an der von ihm angegebenen auswärtigen Ad- resse (M.____strasse 5 in D.____) seit dem Oktober 2019 ü ber keine Wohnung mehr. An der Verhandlung habe der Beschwerdeführer erklärt, die Ad resse stelle seine Postadresse dar. Die Wohnverhältnisse, die gelebten Beziehungen sowie die Dauer des Aufenthaltes in B.____ würden darauf hindeuten, dass sich der Lebensmittelpunkt des Beschwerdeführers von D.____ nach B.____ verschoben habe. Die Argumente des Beschwer deführers könnten die Aussagen in den Formularen nicht entkräften, womit ihm der Ge genbeweis nicht gelinge. Zudem sei der Steuerverwaltung zuzustimmen, dass die Aussagen des Beschw erdeführers über die Freizeit, die Wohnsituation und die Beziehung zu L.____ teilwei se widersprüchlich seien. In diesem Zu- sammenhang sei auf den Grundsatz von Treu und Glauben hinzuweisen. Da der Beschwerde- führer die Ausführungen in den Formularen nicht hab e entkräften können und sich zudem widersprüchlich verhalten habe, werde er auf seine eig enen Angaben in den Formularen behaftet. Daher werde festgestellt, dass sich der Lebensmittelpunkt und entsprechend auch der steuerrechtliche Wohnsitz des Beschwerdeführers in der Gemeinde B.____ befinde. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.2 Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, das vorin stanzliche Urteil sei in Verletzung der Beweisregeln ergangen, da die Steuerhoheit des Ka ntons Basel-Landschaft bestätigt wor- den sei, obwohl die beweisbelastete Steuerverwaltung den Beweis für den steuerrechtlichen Wohnsitz nicht erbracht habe. Zudem habe die Vorinstan z den Sachverhalt unvollständig und unrichtig festgestellt und die beigebrachten Beweise ignoriert bzw. falsch gewürdigt. Er habe bis im Herbst 2019 sowohl an der M.____strasse 5 als auch am C.____weg 24 in D.____ eine Wohngelegenheit gehabt. Seit Herbst 2019 wohne er au sschliesslich in seiner Eigentumswoh- nung am C.____weg 24. Dort habe er sich in der Steuer periode 2020, dem ersten Covid-Jahr, aufgrund seiner gesundheitlichen Beschwerden weitgehend isoliert und die Wohnung praktisch nur noch für unentbehrliche Verrichtungen verlassen. 3.3 Im Veranlagungsverfahren und grundsätzlich auch im kantonalen Rechtsmittelverfah- ren gilt die Untersuchungsmaxime (vgl. §§ 109, 123, 126 StG und § 12 VPO; vgl. ebenso Art. 46 Abs. 1 StHG; Urteil des Bundesgerichts 2C_55/2 021 vom 28. Dezember 2021 E. 4.1.1 mit Hinweisen; Z WEIFEL /C ASANOVA /B EUSCH /H UNZIKER , a.a.O., § 5 Rz. 7). Die Steuerbehörden haben den gesamten Sachverhalt zu untersuchen, einschli esslich Tatsachen, die sich zugun- sten des Steuerpflichtigen auswirken (BGE 147 II 209 E . 5.1.3). Die Steuerbehörden tragen also für sämtliche relevanten Tatsachen die sogenannte B eweisführungs- oder subjektive Be- weislast (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_41/2021 vom 5. August 2021 E. 6.1.1). Der Unter- suchungspflicht der Steuerbehörde stehen jedoch Mitwirkun gspflichten der Steuerpflichtigen gegenüber (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_55/2021 vom 28. Dezember 2021 E. 4.1.1 mit Hinweisen). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung i st der (potentiell) Steuerpflichtige praxisgemäss auch dann zu einer gewissen Mitwirkung verpfl ichtet, wenn die Steuerhoheit des Kantons zur Diskussion steht und die Steuerbehörde deshal b vorab einen Steuerdomizilent- scheid trifft. Diesfalls ist der Streitgegenstand jedoch vorläufig auf die Frage der Veranlagungs- zuständigkeit beschränkt. Folglich muss der Steuerpflichtige auch nur in Bezug auf die dafür re- levanten Tatsachen und Indizien Auskünfte erteilen und kann von ihm in diesem Verfahrenssta- dium nicht erwartet werden, dass er eine Steuererklär ung ausfüllt oder anderweitig über seine Steuerfaktoren Rechenschaft ablegt (vgl. BGE 148 II 285 E. 3.1.1 mit Hinweisen). 3.4 Grundsätzlich haben die Behörden den Sachverhalt so abzuklären, dass sie von den relevanten Tatsachen "voll überzeugt" sind (sog. Regelbe weismass). Es bedarf aber keiner ab- soluten Gewissheit, sondern genügt, wenn die Steuer- bzw. die Steuerjustizbehörde nach er- folgter Beweiswürdigung und aufgrund objektiver Gesichtspunkte mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" vom Vorliegen einer relevanten Tat sache überzeugt ist. Es ist zulässig und oft notwendig, dass sich die Behörden in ihrer Beweiswü rdigung auch auf Indizien stützen und daraus Schlüsse auf relevante Tatsachen ziehen (sog. natürliche Vermutungen; Urteil des Bun- desgerichts 2C_669/2016 vom 8. Dezember 2016 E. 2.3.1 , in: StE 2017 B 99.1 Nr. 16). Wenn die Steuerbehörde eine relevante Tatsache nicht mit verhältnismässigem Aufwand direkt fest- stellen kann, aber ein oder mehrere Indizien ihre Ver wirklichung mit hinreichender Gewissheit vermuten lassen, steht es dem Steuerpflichtigen frei, di ese natürliche Vermutung zu entkräften, indem er das Indiz oder die Indizien (Vermutungsbasis), d ie relevante Tatsache (Vermutungs- folge) oder allenfalls auch den Erfahrungssatz, der Ver mutungsbasis und Vermutungsfolge Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht verbindet, widerlegt (sog. Gegenbeweis; vgl. BGE 147 III 73 E. 3.2; 141 III 241 E. 3.2.3). Verletzt der Steuerpflichtige seine Mitwirkungspflichten, kann dieses Verhalten ein Indiz für oder gegen die Verwirklichung einer steuerrelevanten Tatsache bilden (vgl. BGE 148 II 285 E. 3.1.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_247/2020 vom 18. Juni 2020 E. 4.3.1, in: StE 2020 B 23.47.2 Nr. 26; vgl. auch ZWEIFEL /C ASANOVA /B EUSCH /H UNZIKER , a.a.O., § 5 Rz. 12). 3.5 Erst wenn eine relevante Tatsache trotz allen zumut baren Aufwands beweislos bleibt, stellt sich die Frage nach der objektiven Beweislast (BGE 147 II 209 E. 5.1.3). Dabei gilt auch im öffentlichen Recht der Grundsatz, wonach derjenige die (objektive) Beweislast für eine Tat- sache trägt, der aus ihr Rechte ableitet (vgl. BGE 142 II 433 E. 3.2.6 mit Hinweisen). Im Steuer- recht hat die Praxis diesen Grundsatz dahingehend konkre tisiert, dass steuerbegründende und -erhöhende Tatsachen von der Steuerbehörde, steueraussch liessende und -mindernde Tatsa- chen vom Steuerpflichtigen nachzuweisen sind (sog. Normen theorie; BGE 144 II 427 E. 8.3.1; 142 II 488 E. 3.8.2; 140 II 248 E. 3.5; Urteil des Bundesgerichts 2C_247/2020 vom 18. Juni 2020 E. 4.3.3, in: StE 2020 B 23.47.2 Nr. 26). Die Umstände, die annehmen lassen, der Steuer- pflichtige habe seinen Lebensmittelpunkt im Kantons- bzw . Gemeindegebiet, sind steuer- begründend. Können sie weder direkt noch mittels natü rlicher Vermutungen bewiesen werden, ist zulasten des Fiskus davon auszugehen, dass sie sich nicht verwirklicht haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_55/2021 vom 28. Dezember 2021 E. 4.2.6). 4.1 § 4 Abs. 1 StG bestimmt, dass natürliche Personen kra ft persönlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig sind, wenn sie im Kanton ihren steuerr echtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt ha- ben. Einen steuerrechtlichen Wohnsitz hat eine natürliche Person, wenn sie im Kanton wohnt oder ihren gesetzlichen Wohnsitz hat (§ 4 Abs. 2 StG). Gemäss § 4 Abs. 3 StG hat eine natürli- che Person einen steuerrechtlichen Aufenthalt, wenn sie i m Kanton, ungeachtet vorübergehen- der Unterbrechung, während mindestens 30 Tagen verwei lt und eine Erwerbstätigkeit ausübt (lit. a) oder während mindestens 3 Monaten verweilt un d keine Erwerbstätigkeit ausübt (lit. b). Diese kantonalen Bestimmungen stimmen inhaltlich mit Art . 3 Abs. 1 und Abs. 2 StHG betref- fend die Steuerpflicht natürlicher Personen aufgrund persönlicher Zugehörigkeit überein. Als de- taillierte Regelung belässt Art. 3 Abs. 1 und Abs. 2 S tHG dem kantonalen Gesetzgeber keinen Gestaltungsspielraum. Die Bestimmung käme gemäss Art. 72 Abs. 2 StHG direkt zur Anwen- dung, falls sich erweisen sollte, dass das kantonale Steue rrecht ihr widerspricht. Wo die bun- dessteuerrechtlichen und die steuerharmonisierungsrechtli chen Regelungen im Wortlaut über- einstimmen, drängt sich im Grundsatz zudem deren identisc he Auslegung auf. Dies ist im Inte- resse der vertikalen Steuerharmonisierung, die verlangt , dass Rechtsfragen im kantonalen und im eidgenössischen Recht mit Bezug auf die direkten Steu ern nach Möglichkeit gleich beurteilt werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_86/2021 vom 19. Mai 2021 E. 3.1.1 mit Hinweisen). 4.2 Nach der ständigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung gilt als steuerrechtlicher Wohnsitz einer Person der Ort, an dem sich der Mittelpun kt ihrer Lebensinteressen befindet. Dieser Ort bestimmt sich nach der Gesamtheit der objektive n, äusseren Umstände, aus denen sich diese Interessen erkennen lassen. Der steuerrechtliche Wohnsitz ist demzufolge nicht frei wählbar. Der Ort, an welchem die Schriften hinterle gt sind oder wo die politischen Rechte aus-Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht geübt werden, spielt keine entscheidende Rolle. Als ä ussere Merkmale können sie ein Indiz für den steuerrechtlichen Wohnsitz bilden, falls auch das übrige Verhalten der Person dafür spricht. 4.3 Für die Begründung eines neuen Wohnsitzes müssen zwei Merkmale erfüllt sein: Ein objektives äusseres, der Aufenthalt, sowie ein subjekti ves inneres, die Absicht dauernden Ver- bleibens. Nach der Rechtsprechung kommt es nicht auf de n inneren Willen, sondern darauf an, welche Absicht objektiv erkennbar ist. Die nach aussen er kennbare Absicht muss auf einen dauernden Aufenthalt gerichtet sein. Auch ein von vornherein bloss vorübergehender Aufenthalt kann einen Wohnsitz begründen, wenn er auf eine bestimm te Dauer angelegt ist und der Lebensmittelpunkt dorthin verlegt wird (vgl. BGE 143 II 233 E. 2.5.2; 137 II 122 E. 3.6). 4.4 Pflegt eine Person Kontakte zu mehreren Orten, ist für die Bestimmung des steuer- rechtlichen Wohnsitzes darauf abzustellen, zu welchem Ort sie die stärkeren Beziehungen un- terhält (vgl. BGE 148 II 285 E. 3.2.3 mit Hinweisen). Ausgangspunkt ist der gewöhnliche Aufent- haltsort der betroffenen Person. Die persönlichen, familiären, beruflichen und gesellschaftlichen Interessen einer Person können sie aber so eng mit ei nem anderen Ort verbinden, dass dieser als Lebensmittelpunkt erscheint, obschon die betroffene Person dort weniger Zeit verbringt. Re- levant sind in diesem Zusammenhang etwa der gewöhnlich e Aufenthaltsort der Familienmit- glieder (Ehegatten, Kinder, Eltern und Geschwister), die ausserfamiliären sozialen Beziehungen (z.B. Teilnahme am Vereinsleben), die berufliche Stell ung des Steuerpflichtigen und die Wohn- verhältnisse an den verschiedenen Orten. Auf diese Kriter ien ist auch abzustellen, wenn sich eine Person gleich oder annähernd gleich oft an mehrer en Orten aufhält. Die verschiedenen Kriterien sind in Abhängigkeit der persönlichen Situati on der betroffenen Person (z.B. Alter) zu gewichten und im Rahmen der gebotenen Gesamtbetrachtun g gegeneinander abzuwägen, um den steuerrechtlichen Wohnsitz zu bestimmen. Die tatsächlich en Verhältnisse zu einem frühe- ren oder späteren Zeitpunkt sind zwar nicht unmittelbar relevant, können aber als Indizien berücksichtigt werden (vgl. BGE 148 II 285 E. 3.2.3 mit Hinweisen). 5.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, dass seine Haupttät igkeit bei der G.____ AG liege, daneben sei er auch an anderen Gesellschaften beteilig t. Die wichtigsten Bauprojekte, an denen die G.____ AG beteiligt sei, befänden sich überwiegend im Kanton F.____. Zudem sei er nebenamtlicher Fachrichter am Obergericht (Handelsgerich t) des Kantons F.____ und unter- stehe damit dem Wohnsitzerfordernis im Kanton F.____. E r sei für die Renovation und Wie- dereröffnung der Dorfbeiz "N.____" in D.____ verantwortlich, welche auch seine Stammbeiz sei und wo er häufig zum Essen einkehre. Er sei über die G. ____ AG an der "N.____" beteiligt. Er sei stolzer Ortsbürger der Gemeinde E.____ und es bestü nden diverse aktiv gelebte und nachgewiesene Vereinsmitgliedschaften und Engagements i n D.____ und Umgebung und ein Freundeskreis, der ebenfalls gut gepflegt werde. Diese Kontakte hätten in der streitigen Periode aufgrund der Pandemie gezwungenermassen zu einem gros sen Teil online stattgefunden. Zudem lebe seine gesamte Familie – insbesondere die Eltern – in der näheren Umgebung von D.____. Die Beziehungen zur Familie seien eng und wü rden intensiv gepflegt. Des Weiteren seien praktisch sämtliche alltäglichen Besorgungen und Ve rrichtungen in D.____ und Umge- bung belegt. Auch seine Krankheit, eine Pankreas Divisum mit chronischer Pankreatitis, die sein Leben stark bestimme und ihn oft einschränke, sei belegt. Ebenso sei nachgewiesen, dass Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht sich alle medizinischen Anlaufstellen in und um D.____ be fänden. Zur Anmeldung als Wo- chenaufenthalter in B.____ bringt der Beschwerdeführe r vor, er habe sich darüber Gedanken gemacht, wie L.____, seine langjährige Geschäftspartner in und Freundin (nie im Sinne einer Paar- oder Liebesbeziehung), seine geschäftlichen Tätigk eiten weiterführen könnte, wenn er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr dazu in der L age sei oder versterbe. Da er alleinste- hend sei und keine Nachkommen habe, habe er sich auch üb erlegt, wen er für den Fall des Versterbens vor einem Bezug seines Altersguthabens bei s einer Pensionskasse begünstigen möchte. Aufgrund der langjährigen Freundschaft mit L._ ___ habe er sich dazu entschieden, dass er sie begünstigen möchte. Die freundschaftliche Bezie hung zwischen ihm und L.____ habe begonnen, weil die jeweiligen Ex-Ehepartner wäh rend der Ehen ein Paar geworden seien und es je zur Scheidung gekommen sei. Er und L.____ als die beiden Leidtragenden hätten sich in diesem Zusammenhang kennengelernt. Mit diesem gem einsamen Schicksal habe eine Freundschaft begonnen, in der man sich gegenseitig unte rstützt habe und die in einer erfolg- reichen geschäftlichen Zusammenarbeit gemündet sei. Er ha be die Idee der Begünstigung von L.____ mit seinem Treuhänder besprochen, welcher ihm mitgeteilt habe, dass eine Begünsti- gung nur möglich sei, wenn er sich an deren Wohnort als Wochenaufenthalter anmelde und die- ser Status im Zeitpunkt des Todes während mindestens fünf Jahren bestanden habe. Ent- sprechend könne mit einer Anmeldung als Wochenaufenthalter eine Begünstigung erreicht wer- den. Dafür genüge eine gemeinsame Adresse, effektiv könne er unverändert in D.____ wohnen bleiben. Daher habe er die Gemeinde B.____ zwecks Abklä rung dieses Sachverhalts kontak- tiert. Der Plan sei jedoch nie umgesetzt worden und ei ne Begünstigung von L.____ für die Pen- sionskasse sei nicht erfolgt. Er habe keinen relevanten B ezug zur Gemeinde B.____ und sein Lebensmittelpunkt befinde sich seit vielen Jahren und bi s heute ununterbrochen in D.____. Er wohne klarerweise nicht gemeinsam mit L.____ in deren Liegenschaft, was diese auch mehr- fach mündlich und schriftlich bestätigt habe. Unter Berücksichtigung aller Umstände und Bewei- se könne kein Zweifel daran bestehen, dass sich sein Lebens mittelpunkt in der Steuerperiode 2020 in D.____ befunden habe. Daher sei die Beschwerde gutzuheissen. 5.2 Die Steuerverwaltung hält dem entgegen, dass, sof ern mit der Aufenthalts- bzw. "häus- lichen" Gemeinschaft in B.____ eine Begünstigung von L.____ mit dem BVG-Altersguthaben im Todesfall des Beschwerdeführers hätte erreicht werden s ollen, dies konsequenterweise auch tatsächlich so hätte gelebt werden müssen. In diesem Zus ammenhang sei auf den Vertrauens- grundsatz, d.h. das Handeln nach Treu und Glauben im Ve rkehr mit den Behörden, hinzu- weisen. Man könne von einer Gemeinde nicht eine Bestä tigung für einen mindestens fünfjäh- rigen Aufenthalt bzw. eine häusliche Gemeinschaft verlangen und andererseits jegliche tatsäch- liche Absicht dazu – inklusive den damit verbundenen steue rlichen Konsequenzen – verneinen. Die Gemeinde führt in der Vernehmlassung aus, sie könn e sich nicht dazu äussern, wie häufig sich der Beschwerdeführer im Jahr 2020 in B.____ aufgehalten habe. 5.3 Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer praktisch sein ganzes Leben überwiegend in D.____ und der Umgebung gelebt hat, wo er unbestrittenermassen auch im Vereinsleben aktiv ist und nachgewiesenermassen diverse sozi ale Kontakte im Freundeskreis pflegt. Weiter weist der Beschwerdeführer in seiner B eschwerde nach, dass er regelmässig seinen Hausarzt in der Region D.____ aufgesucht und se ine Medikamente in der Apotheke in Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht D.____ abgeholt hat. Ebenso hat der Beschwerdeführer seine Bankgeschäfte bei der Raiffei- senbank E.____ und seine überwiegenden Einkäufe in de r Umgebung D.____ getätigt, was sich aus den eingereichten Kreditkartenauszügen ergibt. Dazu kommt, dass der Beschwerde- führer sein Fahrzeug überwiegend in und um D.____ aufgetankt hat. Sodann hat der Beschwer- deführer mit der Beschwerde an das Kantonsgericht divers e Bestätigungen von ebenfalls im Mehrfamilienhaus am C.____weg 24 in D.____ lebenden Nachbarn über seine Lebensum- stände und seine sozialen Beziehungen eingereicht. Dara us ergibt sich übereinstimmend, dass der Beschwerdeführer effektiv seit 2013 in seiner Wohnung am C.____weg 24 in D.____ wohnt. Weiter ergibt sich aus den Bestätigungen, dass der Beschwerdeführer dieses Mehrfamilienhaus gemeinsam mit den Nachbarn geplant und gebaut hat und dass er eine freundschaftliche Be- ziehung mit den anderen Bewohnern des Mehrfamilienhau ses führt. Die Nachbarn bestreiten, dass sie eine Liebesbeziehung zwischen dem Beschwerdeführer und L.____ geschweige denn einen Umzug des Beschwerdeführers nach B.____ wahrgenom men hätten. Zusätzlich reichte der Beschwerdeführer eine schriftliche Stellungnahme vo n L.____ vom 9. November 2022 ein. Darin bestätigt L.____ ebenfalls ausdrücklich, dass der Be schwerdeführer nicht bei ihr wohne und auch nie bei ihr gewohnt habe. Sie habe bereits in der Vergangenheit gegenüber verschie- denen kantonalen Behörden angegeben, dass der Beschwerd eführer nie mit ihr zusammen- gelebt habe. Insgesamt ergeben sich damit – ausser den offenbar wahrheitswidrigen Ausfüh- rungen des Beschwerdeführers im Wochenaufenthalter-Anm eldeformular – aus den Akten kei- ne objektiven äusseren Umstände, die darauf hindeuten würden, dass er seinen Lebensmittel- punkt in der Steuerperiode 2020 nach B.____ verlegt und dort einen steuerrechtlichen Wohnsitz begründet hätte. 6. Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde und der Fes tstellung, dass der Beschwer- deführer in der Steuerperiode 2020 der Steuerhoheit des Kantons Basel-Landschaft nicht unter- liegt. 7.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterlie genden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Dem Ausgang des V erfahrens entsprechend werden die Verfahrenskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 1'500.-- der unterliegenden Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft auferlegt. Der geleistete K ostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'500.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet. 7.2 Nach § 21 Abs. 3 VPO kann der ganz oder teilweise o bsiegenden Partei für den Beizug einer Vertreterin oder eines Vertreters eine angemess ene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Dem Ausgang des Verfah rens entsprechend ist dem Be- schwerdeführer eine Parteientschädigung zulasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Die Rechtsvertreter des Beschwerdeführers machen in ihrer Honorarnote vom 31. März 2023 einen Aufwand von 27.6 Stunden à Fr. 450.-- zuzüglich Auslagen und MWST geltend. Darin enthalten ist ein Aufwand von 25.8 Stunden für die Beschwerdeschrift, was als zu hoch erscheint. Für die Ausarbeitung der Rechtsschrift erscheinen maximal 20 Stu nden angemessen. Dazu kommt der weitere Aufwand im Umfang vom 1.8 Stunden. Gemäss § 3 Abs. 1 der Tarifordnung für die An-Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht wältinnen und Anwälte (Tarifordnung) vom 17. Novembe r 2003 beträgt das Honorar Fr. 200.-- bis Fr. 350.-- pro Stunde, je nach Schwierigkeit und Bedeutung der Sache, der damit verbunde- nen Verantwortung und der persönlichen und finanzielle n Verhältnisse der zahlungspflichtigen oder der auftraggebenden Person. Vorliegend erscheint ein Stundenansatz in der Höhe von Fr. 250.-- angemessen. Dies ergibt einen zu entschädige nden Aufwand von total Fr. 5'869.65 (inkl. MWST). Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer damit eine Parteientschädi- gung in der Höhe von Fr. 5'869.65 (inkl. MWST) zu bezahlen. 7.3 Von einer Rückweisung der Angelegenheit zur Neuverl egung der Kosten des vorinstanz- lichen Verfahrens an das Steuergericht wird abgesehen, weil der Beschwerdeführer das vor- instanzliche Verfahren durch seine eigenen, widersprüchlichen Angaben verursacht hat. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird Ziff. 1 des Urteils des Steuer- und Enteignungsgerichts vom 19. August 2022 aufgehoben. Es wird festge- stellt, dass der Beschwerdeführer in der Steuerperiode 2020 der Steuerhoheit des Kantons Basel-Landschaft nicht unterliegt. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- werden der Steuer- verwaltung des Kantons Basel-Landschaft auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'500.-- wird dem B eschwerde- führer zurückerstattet. 3. Die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft ha t dem Be- schwerdeführer eine Parteientschädigung in der Höhe vo n Fr. 5'869.65 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) auszurichten. Vizepräsident Gerichtsschreiber