<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2007.00164</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=206800&amp;W10_KEY=13013558&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2007.00164</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 21.06.2007</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Verletzung von Berufsregeln</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Anwaltsrecht: Büssung wegen Verletzung von Berufsregeln (Zeugenbeeinflussung) (In einem Beschwerdeverfahren war stritig, ob der Schuldner einen gegen ihn erwirkten Zahlungsbefehl persönlich entgegen genommen hatte. Der Rechtsanwalt der Gläubigerin wies dem vom Schuldner als Zeugen angerufenen Zustellbeamten des Betreibungsamts ein Bild des Schuldners vor und brachte damit den Beamten zur Erklärung, dass er den Zahlungsbefehl dem Schluldner persönlich ausgehändigt habe. Diese Bestätigung reichte er dem Gericht ein. Das Gericht hiess die Beschwerde des Schuldners gut, da die Zeugenerklärung wegen Zeugenbeeinflussung nicht verwertbar sei, und verzeigte den Vertreter der Gläubigerin (Beschwerdeführer) wegen Verletzung von Berufsregeln. Die Aufsichtskommission über die Anwältinnen und Anwälte bestrafte ihn mit einer Busse von Fr. 1'500.-.) Eine acht Monate nach dem Vorfall und damit nicht unverzüglich im Sinne von Art. 15 Abs. 1 BGFA erfolgte Anzeige führt nicht zu einem Nichteintreten (E. 2). Zur sorgfältigen und gewissenhaften Ausübung des Anwaltsberufs im Sinne von Art. 12 lit. a BGFA gehört auch, dass der Anwalt alles vermeidet, was Personen beeinflussen könnte, die als Zeugen oder Sachverständige im Prozess in Betracht kommen. Er nimmt mit ihnen nur ausnahmsweise, wenn dies zu Instruktionszwecken unerlässlich ist, Kontakt auf (E. 3.1). Eine Zeugenbeeinflussung umfasst weit mehr, als Druck auf den Zeugen auszuüben oder dessen Willen oder Handeln zu beeinträchtigen. Verboten ist jegliche Einflussnahme. Der Hauptvorwurf beschlägt die direkte Kontaktaufnahme mit dem Zeugen und dabei insbesondere das Vorweisen des Bildes des Schuldners. Damit ist die Zeugenbeeinflussung erstellt (E. 4.2). Der Beschwerdeführer zielte direkt darauf ab, eine Einvernahme des von der Gegenpartei angerufenen Zeugen zu verhindern und verstiess damit gegen das Kriterium der störungsfreien Sachverhaltsermittlung. Der Zeugenkontakt war in prozessualer Hinsicht nicht notwendig (E. 4.3). Die Strafzumessung erweist sich als angemessen, jedenfalls nicht als rechtsverletzend im Sinne von § 50 VRG (E. 5.2).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Ãbrige Rechtsgebiete UR: Besondere Rechtsgebiete ST: ANWALTS- UND NOTARIATSRECHT">ANWALTS- UND NOTARIATSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSREGELN">BERUFSREGELN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DISZIPLINARAUFSICHT">DISZIPLINARAUFSICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWISSENHAFTE BERUFSAUSÃBUNG">GEWISSENHAFTE BERUFSAUSÃBUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SORGFALTSPFLICHT">SORGFALTSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFZUMESSUNG">STRAFZUMESSUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNVERZÃGLICH">UNVERZÃGLICH</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZEUGENBEEINFLUSSUNG">ZEUGENBEEINFLUSSUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 12 lit. a BGFA</span><br/><span class="gerade">Art. 15 Abs. I BGFA</span><br/><span class="ungerade">Zus. 50 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=7926" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2007.00164</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Entscheid</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 3. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">21. Juni 2007</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident i.V. Rudolf Bodmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Bea Rotach Tomschin, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>GerichtssekretÃ¤r Andreas Conne.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>RA A<a id="Anonym_Ruolo_BESF_1_1_4"><b>,</b></a><b> </b>vertreten durch <a id="Anonym_ORT_2_16">RA B,</a> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESG_1_3_18"><span>Aufsichtskommission Ã¼ber die AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte,</span></a><span> <a id="Anonym_NAME_ZUSATZ_3_19">im Kanton ZÃ¼rich,</a></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Verletzung von Berufsregeln,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">In einem gegen eine Konkursandrohung erhobenen Beschwerdeverfahren vor dem Bezirksgericht X war strittig, ob der betriebene C den von seiner geschiedenen Ehefrau D gegen ihn erwirkten Zahlungsbefehl Ã¼ber Fr. 323'000.- persÃ¶nlich entgegen genommen hatte. Nach der Beschwerdeerhebung durch C nahm Rechtsanwalt A als Vertreter der Ehefrau am 2. August 2005 Kontakt auf mit dem vom Schuldner als Zeugen angerufenen Zustellbeamten des Betreibungsamtes. Auf Vorweisen eines Bildes von C in der Zeitschrift E brachte er den Beamten zur ErklÃ¤rung, dass er den Zahlungsbefehl dem Schuldner persÃ¶nlich ausgehÃ¤ndigt habe. Auf ein Schreiben des Anwalts vom gleichen Tag an das Betreibungsamt bestÃ¤tigte der Zeuge seine Ãusserung durch Unterzeichnung eines Auszugs der zweiten Seite dieses Briefes. Diese BestÃ¤tigung reichten sowohl das Betreibungsamt selber als auch hernach Rechtsanwalt A dem Bezirksgericht X als Beweismittel ein. Obwohl der Betreibungsbeamte die Zustellung an C in einer fÃ¶rmlichen Zeugeneinvernahme vom 16. November 2005 erneut bekrÃ¤ftigte, hiess das Gericht die Beschwerde des Schuldners am 10. Februar 2006 gut. Dabei stufte es die schriftliche ZeugenerklÃ¤rung als widerrechtlich erlangt und die Zeugenaussage wegen der Beeinflussung des Zeugen durch Rechtsanwalt A als nicht verwertbar ein. </p> <p class="Urteilstext">Nach Rechtskraft des Beschwerdeentscheides verzeigte die 6. Abteilung des Bezirksgerichtes X Rechtsanwalt A am 22. MÃ¤rz 2006 wegen Verletzung von Berufsregeln bei der Aufsichtskommission Ã¼ber die AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte. Der Anzeigeerstatter war der Meinung, mit der Zeugenbeeinflussung habe der Verzeigte nicht nur die zivilprozessualen Vorschriften verletzt, sondern auch gegen die Berufsregeln verstossen. Im Weiteren habe sich der Verzeigte am 15. September 2005 beim bezirksgerichtlichen Referenten telefonisch Ã¼ber die Verfahrensdauer beschwert und ihn davon zu Ã¼berzeugen versucht, dass die Beschwerde aufgrund der ZeugenerklÃ¤rung spruchreif sei. Darin liege eine Verletzung des Verbots des Berichtens, was ebenfalls zur Anzeige gebracht werde.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 1. MÃ¤rz 2007 bestrafte die Aufsichtskommission den beschuldigten Rechtsanwalt wegen Verletzung von Art. 12 lit. a des Bundesgesetzes Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit der AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte vom 23. Juni 2000 (BGFA) mit einer Busse von Fr. 1'500.- und auferlegte ihm eine StaatsgebÃ¼hr von Fr. 2'000.-. Dabei wertete die Kommission die Kontaktierung und Beeinflussung des Zeugen als Verletzung der Berufspflichten, nicht aber das TelefongesprÃ¤ch des Verzeigten mit dem Referenten.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen diesen Beschluss erhob der Disziplinierte am 10. April 2007 Beschwerde am Verwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung des Disziplinarentscheides sowie die Feststellung, dass er sich keiner Verletzung von Berufsregeln schuldig gemacht habe, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten des Staates. </p> <p class="Urteilstext">Die Aufsichtskommission verzichtete am 2. Mai 2007 auf Beschwerdeantwort. </p> <p class="MsoNormal"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer hatte bereits im Disziplinarverfahren vorgebracht, auf die Verzeigung sei nicht einzutreten, da die Anzeige nicht unverzÃ¼glich im Sinne von Art. 15 Abs. 1 BGFA erfolgt sei. Die Aufsichtskommission hatte dazu erwogen, das BGFA schweige sich Ã¼ber die Folgen einer nicht unverzÃ¼glichen Meldung aus. Diese lex imperfecta sei lediglich als Ordnungsvorschrift zu wÃ¼rdigen, die sich nicht auf die Frage der Anhandnahme eines Disziplinarverfahrens auswirke. Es sei auch nicht stossend, dass die Verzeigung erst acht Monate nach dem zur Diskussion stehenden Verhalten des Beschuldigten erfolgt sei. Es sei durchaus gerechtfertigt gewesen, den rechtskrÃ¤ftigen Beschwerdeausgang und damit die konkreten Auswirkungen der Fotokonfrontation abzuwarten. Diese seien auch fÃ¼r die disziplinarische Beurteilung der Sache nicht unerheblich. Im Ãbrigen sei die disziplinarische Verfolgung erst zehn Jahre nach dem Vorfall absolut verjÃ¤hrt.</p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt nichts vor, was diese rechtliche Beurteilung in Frage stellen kÃ¶nnte. Weder aus dem Wortlaut von Art. 15 Abs. 1 BGFA noch aus dem Sinn des gesamten Regelwerkes lÃ¤sst sich ableiten, dass die Disziplinwidrigkeit eines Anwaltes wegen einer nicht unverzÃ¼glichen Meldung nicht geahndet werden sollte. Das Ã¶ffentliche Interesse am Schutz des Publikums und an der Sicherstellung der QualitÃ¤t der Anwaltsleistung verbietet es nachgerade, die Einleitung eines Disziplinarverfahrens von der Einhaltung der unverzÃ¼glichen Meldung abhÃ¤ngig zu machen. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist offenbar der Auffassung, die verspÃ¤tete Meldung mÃ¼sse als Amtspflichtverletzung â wenn schon nicht gestÃ¼tzt auf Bundesrecht, so doch gemÃ¤ss dem kantonalen Anwaltsgesetz â durch Nichteintreten sanktioniert werden. Damit verkennt er, dass das kantonale Anwaltsgesetz ebenso wie das BGFA nicht die Aufsicht Ã¼ber die Gerichts- und VerwaltungsbehÃ¶rden, sondern diejenige Ã¼ber die AnwÃ¤lte zum Inhalt hat. Der dabei verfolgten Zielsetzung entspricht es, dass das Disziplinarverfahren im Kanton ZÃ¼rich selbst ohne schriftliche Verzeigung oder Meldung von Amtes wegen eingeleitet werden kann (§ 30 Abs. 1 des Anwaltsgesetzes vom 17. November 2003 [AnwG]). Ob demnach das Zuwarten des Bezirksgerichtes mit der Meldung bis zum rechtskrÃ¤ftigen Abschluss des Verfahrens gerechtfertigt war oder nicht, bzw. ob sich der Verfahrensausgang auf die Beurteilung des Verstosses auswirkt, spielt daher keine Rolle. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>GemÃ¤ss Art. 12 lit. a BGFA haben AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte ihren Beruf sorgfÃ¤ltig und gewissenhaft auszuÃ¼ben. Dieser Grundsatz gilt nicht nur im VerhÃ¤ltnis zum Klienten, sondern auch gegenÃ¼ber BehÃ¶rden, der Gegenpartei und der Ãffentlichkeit. Die berufsrechtlich gebotene Gewissenhaftigkeit schrÃ¤nkt den Anwalt auch in der Wahl der Mittel ein, indem sie ihm gebietet, die Wahrung der Interessen des Klienten ausschliesslich mit rechtlich zulÃ¤ssigen Mitteln<b> </b>zu betreiben. Zur sorgfÃ¤ltigen und gewissenhaften AusÃ¼bung des Anwaltsberufs im Sinne von Art. 12 lit. a BGFA gehÃ¶rt auch, dass der Anwalt alles vermeidet, was Personen beeinflussen kÃ¶nnte, die als Zeugen oder SachverstÃ¤ndige im Prozess in Betracht kommen. Er nimmt mit ihnen nur ausnahmsweise, wenn dies zu Instruktionszwecken unerlÃ¤sslich ist, Kontakt auf (Walter Fellmann in: Walter Fellmann/Gaudenz Zindel [Hrsg.], Kommentar zum Anwaltsgesetz, ZÃ¼rich 2005, Art. 12 N 22 und 37 mit Hinweisen). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die Aufsichtskommission erwog in ihrem Entscheid, eine Kontaktnahme des Anwalts mit einem mutmasslichen Zeugen sei nicht grundsÃ¤tzlich verboten, dabei seien jedoch verschiedene Kriterien zu beachten. Eines dieser Kriterien sei das Klienteninteresse. So kÃ¶nne es angezeigt sein, vor der Anrufung eines Entlastungszeugen zu klÃ¤ren, was dieser wirklich wisse, um zu vermeiden, dass sich seine Befragung zum Nachteil der Klientschaft auswirke. Ein zweites Kriterium sei die stÃ¶rungsfreie Sachverhaltsermittlung, die im ZustÃ¤ndigkeitsbereich des Gerichts oder der UntersuchungsbehÃ¶rde liege. Ein Einwirken auf den Zeugen sei generell verboten, Kontakte oder Befragungen seien so auszugestalten, dass jede Beeinflussung vermieden werde. Drittens mÃ¼sse fÃ¼r die Kontaktierung des Zeugen eine gewisse Notwendigkeit im Sinne einer sachlichen Grundlage bestehen. Sie sei unzulÃ¤ssig, wenn das gleiche Resultat auch Ã¼ber einen Antrag an die verfahrensleitende Stelle erzielt werden kÃ¶nnte. Gegen alle drei Kriterien habe der BeschwerdefÃ¼hrer verstossen. Seine Klientschaft habe kein Interesse daran haben kÃ¶nnen, zwecks VerfahrensabkÃ¼rzung eine unsorgfÃ¤ltige und mit dem Risiko des Scheiterns behaftete Personenidentifikation in Kauf zu nehmen. Mit der formlosen Vorlage einer Fotografie des Schuldners habe der Verzeigte eine verfahrenskonforme und nach den Regeln einer Wahlkonfrontation durchgefÃ¼hrte IdentitÃ¤tsabklÃ¤rung verunmÃ¶glicht. Eine sachliche Notwendigkeit fÃ¼r dieses Vorgehen habe auch nicht bestanden, da die Gegenpartei die Zeugeneinvernahme bereits beantragt hatte. Sein Vorprellen habe im Gegenteil dazu gefÃ¼hrt, dass das Gericht die Nichtigkeit der Konkursandrohung festgestellt habe.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer mÃ¶chte den Sachverhalt, wie ihn die Aufsichtskommission darstellte, in verschiedenen Punkten richtig gestellt haben. Diese Kritik betrifft durchgehend Details, die nichts an der fÃ¼r die Beurteilung wesentlichen tatsÃ¤chlichen Grundlage Ã¤ndern:</p> <p class="Urteilstext">So ist es nicht entscheidend, dass die Kontaktnahme des BeschwerdefÃ¼hrers mit dem spÃ¤teren Zeugen erst nach der ersten Stellungnahme des Betreibungsamtes vom 14. Juli 2005 erfolgte. Diese erste Stellungnahme des Betreibungsamtes wurde nÃ¤mlich wÃ¤hrend der Ferienabwesenheit des Zustellbeamten verfasst und stÃ¼tzte sich daher nur auf das Betreibungsregister sowie die Zustellbescheinigung, nicht aber auf eine Aussage des Zeugen selber oder eine Identifikation des Schuldners durch den Zeugen. Dementsprechend wird in dieser ersten Stellungnahme auch eine GegenÃ¼berstellung des Zustellbeamten mit dem Betriebenen als zweckmÃ¤ssig bezeichnet. Dieser weiteren Beweiserhebung ist der BeschwerdefÃ¼hrer durch die direkte Kontaktnahme mit dem Zeugen und die Vorlage des Bildes des Betriebenen mit Namensnennung zuvorgekommen. </p> <p class="Urteilstext">Auch kommt es nicht darauf an, dass das Betreibungsamt selber die schriftliche ErklÃ¤rung des Zeugen aus dem Brief des BeschwerdefÃ¼hrers vom 2. August 2005 herauskopierte, unterschreiben liess und dem Gericht direkt einreichte, bevor der BeschwerdefÃ¼hrer seinerseits seine Beschwerdeantwort erstellte und die BestÃ¤tigung beilegte. Als dies geschah, war der fragliche Zeuge bereits vom BeschwerdefÃ¼hrer kontaktiert und mit dem Bild des Schuldners konfrontiert worden. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet weiter zu Unrecht, den Zeugen mit seiner Intervention beeinflusst zu haben. Eine Zeugenbeeinflussung umfasst entgegen seiner Auffassung weit mehr, als Druck auf den Zeugen auszuÃ¼ben oder dessen Willen oder Handeln zu beeintrÃ¤chtigen. Verboten ist jegliche Einflussnahme (vgl. Walter Fellmann in: Fellmann/Zindel, Art. 12 N 22). Vorliegend wird dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht in erster Linie sein schriftlicher Vorstoss beim Vorsteher des Betreibungsamtes und schon gar nicht dessen zweite Stellungnahme zuhanden des Gerichts vorgeworfen. Der Hauptvorwurf beschlÃ¤gt vielmehr die direkte Kontaktaufnahme mit dem Zeugen und dabei insbesondere das Vorweisen des Bildes des Schuldners zwecks Identifikation. Der Zeuge hatte zuvor selber auf dem Zahlungsbefehl bescheinigt, diesen dem Schuldner persÃ¶nlich ausgehÃ¤ndigt zu haben, obwohl er dessen IdentitÃ¤t damals nicht Ã¼berprÃ¼ft hatte. Wenn nun dieser Zeuge mit einem in einer Zeitschrift verÃ¶ffentlichten und mit Namen versehenen Bild des Schuldners konfrontiert wird, so ist eine nachtrÃ¤gliche Identifizierung wesentlich leichter zu erreichen, als wenn diese aus einer Reihe von anonymen Personen heraus oder mittels einer Beschreibung aus dem GedÃ¤chtnis hÃ¤tte erfolgen mÃ¼ssen. Mit Kenntnis des Bildes erreichte der Zeuge daher einen Wissensstand, der zwangslÃ¤ufig in seine spÃ¤tere Zeugenbefragung einfloss und eine unvoreingenommene Personenidentifikation verunmÃ¶glichte. Damit ist die Zeugenbeeinflussung erstellt.</p> <p class="Urteilstext">Was der BeschwerdefÃ¼hrer zu seiner Rechtfertigung vorbringt, Ã¼berzeugt nicht. FÃ¼r die Beurteilung seiner Intervention ist nicht massgebend, dass das Bezirksgericht den Schuldner nach Eingang der schriftlichen ZeugenerklÃ¤rung vorerst zur weiteren Stellungnahme aufgefordert hatte. Der BeschwerdefÃ¼hrer mag dadurch kurzfristig in seiner Hoffnung auf ein rasches Prozessende bestÃ¤rkt worden sein. Da der Schuldner jedoch trotz ZeugenerklÃ¤rung an seiner Sachdarstellung festhielt, war eine gerichtliche Zeugenbefragung unumgÃ¤nglich. Mit seinem Vorgehen, das den Prozess zu Gunsten der GlÃ¤ubigerin verkÃ¼rzen sollte, erreichte der BeschwerdefÃ¼hrer daher im Endeffekt eine ProzessverlÃ¤ngerung und verhinderte vor allen Dingen eine zu Gunsten seiner Klientin verwertbare Zeugenbefragung. Keine Rolle spielt dabei, dass der Zustellbeamte im Zeitpunkt der Intervention noch nicht offiziell als Zeuge zugelassen oder gar vorgeladen war, war er doch bereits eindeutig vom Schuldner als Zeuge angerufen worden. Ebenso wenig kann darauf abgestellt werden, dass der Zeuge als AmtstrÃ¤ger nur bestÃ¤tigen sollte, was er bereits auf dem Zahlungsbefehl bescheinigt hatte. Diese Bescheinigung war ohne jegliche IdentitÃ¤tsprÃ¼fung erfolgt und hatte daher fÃ¼r sich kaum Beweiskraft. Aus dem Entscheid der Aufsichtskommission Ã¼ber die AnwÃ¤ltinnen und AnwÃ¤lte des Kantons Basel-Stadt (BJM 2006, S. 47) lÃ¤sst sich in dieser Hinsicht nichts zu Gunsten des BeschwerdefÃ¼hrers ableiten. Dass der von jenem Verfahren betroffene Anwalt einen bereits einvernommenen Belastungszeugen nachtrÃ¤glich zum Widerruf seiner Aussagen gebracht hatte, was als Verletzung der anwaltsrechtlichen Berufspflicht gewertet wurde, bedeutet nicht, dass die verbotene Zeugenbeeinflussung in jedem Fall eine derartige IntensitÃ¤t zu erreichen hÃ¤tte. Es kommt auch nicht einmal darauf an, ob der Betreibungsbeamte durch die Intervention tatsÃ¤chlich beeinflusst wurde, bzw. ob er den Schuldner auch bei einer korrekten Beweiserhebung hÃ¤tte identifizieren kÃ¶nnen. Da sich die KausalitÃ¤t und der Erfolg einer Einflussnahme im Nachhinein naturgemÃ¤ss kaum feststellen lassen, verbieten die Berufsregeln dem Anwalt bereits jeglichen Versuch der Zeugenbeeinflussung. </p> <p class="Urteilstext">Zu Recht erachtete die Aufsichtskommission auch ihren in ZR 104 Nr. 62 verÃ¶ffentlichten Entscheid im vorliegenden Zusammenhang als nicht einschlÃ¤gig. In den verÃ¶ffentlichten ErwÃ¤gungen jenes Falles ging es ausschliesslich um die Frage, ob sich ein Anwalt, der aufgrund einer Befragung eines hiesigen TreuhÃ¤nders ein Affidavit fÃ¼r ein auslÃ¤ndisches Scheidungsverfahren erstellte, einer verbotenen Zeugenbefragung fÃ¼r einen fremden Staat im Sinne von Art. 271 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig gemacht habe. Zwar sah die Kommission in diesem Vorgehen keinen Verstoss gegen Art. 12 lit. a BGFA (vgl. Ingress), jedoch geht aus dem Sachverhalt auch nicht hervor, dass der Verzeigte bei der Befragung versucht hÃ¤tte, den Zeugen zu beeinflussen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Unter Verweis auf den Handlungsablauf erwog die Anwaltskommission auch zutreffend, der BeschwerdefÃ¼hrer habe direkt darauf abgezielt, eine Einvernahme des von der Gegenpartei angerufenen Zeugen zu verhindern und daher gegen das Kriterium der stÃ¶rungsfreien Sachverhaltsermittlung verstossen. </p> <p class="Urteilstext">Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer schliesslich das Kriterium der sachlichen Notwendigkeit fÃ¼r einen Zeugenkontakt im Allgemeinen in Frage stellt, und seine Intervention im Besonderen zu rechtfertigen sucht, ist ihm ebenfalls nicht zu folgen. Zu Recht verlangt die Aufsichtskommission sachliche GrÃ¼nde dafÃ¼r, dass ein Anwalt einen potentiellen Zeugen eines Verfahrens selber befragt. Dies hat insbesondere zu gelten, wenn dieser Zeuge wie vorliegend bereits von der Gegenpartei angerufen wurde und dessen Aussage eine zentrale Bedeutung fÃ¼r den Prozessausgang hat. Dass der BeschwerdefÃ¼hrer glaubte, im vermeintlichen Interesse seiner Klientin an einer zeitnahen Identifikation des Schuldners durch den Zeugen zu handeln, Ã¤ndert nichts daran, dass sein Zeugenkontakt in prozessualer Hinsicht nicht notwendig war. HÃ¤tte der Zeuge den Schuldner tatsÃ¤chlich auch unbeeinflusst vor Gericht identifizieren kÃ¶nnen, was ungewiss bleibt, so hat das Vorgehen des BeschwerdefÃ¼hrers seiner Klientin im Endeffekt geschadet. Es gibt keine sachliche Notwendigkeit fÃ¼r einen Anwalt, einen solchen Prozessschaden fÃ¼r die Klientschaft zu riskieren. </p> <p class="Urteilstext">Die Aufsichtskommission hat daher zu Recht einen Verstoss gegen das Gebot der sorgfÃ¤ltigen und gewissenhaften BerufsausÃ¼bung im Sinne von Art. 12 lit. a BGFA bejaht.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Zum Mass der Disziplinarstrafe erwog die Vorinstanz, der zu beurteilende Verstoss wiege nicht leicht, weil der Beschuldigte die Wahrheitsfindung in einem gerichtlichen Verfahren vorsÃ¤tzlich und mutwillig beeintrÃ¤chtigt habe. Zu seinen Gunsten sei zu berÃ¼cksichtigen, dass er in der â allerdings erst kurzen â Zeit seiner AnwaltstÃ¤tigkeit noch nie diszipliniert werden musste. Eine Bestrafung mit einer Busse von Fr. 1'500.- erscheine unter diesen UmstÃ¤nden als angemessen.</p> <p class="Urteilstext">Mit dieser â wenn auch knappen â BegrÃ¼ndung hat die Aufsichtskommission ihre Ãberlegungen zur Strafzumessung genÃ¼gend dargelegt und damit der ÃberprÃ¼fung im Beschwerdeverfahren zugÃ¤nglich gemacht. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beanstandet zu Unrecht, es werde nicht erklÃ¤rt, weshalb die Kommission das Vorgehen als vorsÃ¤tzlich und mutwillig einstufte. Diese Beurteilung bildet jedoch eine schlÃ¼ssige Folge aus den vorangegangenen ErwÃ¤gungen. Danach soll der BeschwerdefÃ¼hrer darauf abgezielt haben, die Zeugeneinvernahme zu verhindern, ja zu torpedieren, was ihm auch gelungen sei. Es habe ihm klar sein mÃ¼ssen, dass die formlose, privat vorgenommene Identifizierung eine allfÃ¤llige parteiÃ¶ffentliche und regelkonforme Zeugeneinvernahme durch das Gericht verhindern musste. Trotz der teilweise berechtigten Kritik des BeschwerdefÃ¼hrers an dieser Formulierung ergibt sich deren Sinn ohne weiteres aus dem Sachzusammenhang. Mit der Zeugenbeeinflussung wurde selbstverstÃ¤ndlich nicht die regelkonforme nachfolgende Zeugeneinvernahme verhindert â diese hat ja auch tatsÃ¤chlich stattgefunden â sondern es wurde ein zu Gunsten seiner Klientin verwertbares Beweisergebnis verhindert. An Vorsatz und Absicht des BeschwerdefÃ¼hrers freilich Ã¤ndert dies nichts.</p> <p class="Urteilstext">Zu Unrecht wirft der BeschwerdefÃ¼hrer der Aufsichtskommission weiter vor, sie hÃ¤tte im Rahmen der Strafzumessung zu seinen Gunsten auch seine Absichten und seine Rolle als Anwalt sowie die Handlungen von Gericht, Gegenpartei und Zeuge in die Bewertung einbeziehen mÃ¼ssen. Die entscheidende erste Kontaktnahme mit dem Zeugen unter Vorweisen des Bildes sowie die dahinter stehende Absicht, die Einvernahme dieses Zeugen Ã¼berflÃ¼ssig zu machen, wird durch die vom BeschwerdefÃ¼hrer genannten UmstÃ¤nde nicht in ein wesentlich anderes Licht gerÃ¼ckt. Zwar kÃ¶nnte immerhin berÃ¼cksichtigt werden, dass der BeschwerdefÃ¼hrer angesichts der ihm von seiner Klientin dargelegten Vorgeschichte des Schuldners Anlass haben mochte, in dessen Beschwerde gegen die Konkursandrohung ein unnÃ¶tiges oder gar rechtsmissbrÃ¤uchliches VerzÃ¶gerungsmanÃ¶ver zu vermuten. Jedoch muss ein Anwalt trotz eines solchen Verdachtes besonnen bleiben, kritische Distanz zur eigenen Klientschaft wahren und sich gerade im Rahmen eines Prozesses an die vorgegebenen Formen halten. Zu Lasten des BeschwerdefÃ¼hrers wirkt sich auf der anderen Seite seine im Disziplinarverfahren gezeigte Einsichtslosigkeit aus, insbesondere dass er sein Vorgehen offenbar bis heute noch als korrekt erachtet. </p> <p class="Urteilstext">Die Strafzumessung erweist sich daher im Ergebnis und angesichts der Bandbreite der mÃ¶glichen Disziplinarstrafen von der Verwarnung bis zum dauernden BerufsausÃ¼bungsverbot als angemessen. Jedenfalls hat das Verwaltungsgericht keinen Anlass, die von der Vorinstanz als angemessen taxierte Strafe als Rechtsfehler zu korrigieren (§ 50 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind die Kosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 13 in Verbindung mit § 70 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihm damit von vornherein nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Kosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Urteilstext">6. Mitteilung an â¦.</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>