<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SR.1999.00018</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105437&amp;W10_KEY=4467151&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SR.1999.00018</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.04.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Erbschaftssteuer</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Legitimation zur Erhebung eines Rekurses an das Verwaltungsgericht.<br/><br/>Voraussetzung der Befugnis zur Rekurserhebung ist ein steuerrechtliches Interesse. Dies schliesst in der Regel einen Antrag auf Höhereinschätzung aus. Der Pflichtige wünscht ein Präjudiz für die Einkommenssteuer zu schaffen, indem die Abrechnung eines umstrittenen Betrags über die Erbschaftssteuer erfolgen soll, damit die (mutmasslich) höheren Einkommenssteuern umgangen werden können.<br/>Einkommens- und Erbschaftssteuer stehen einander im zürcherischen Recht aber gleichwertig gegenüber und der Pflichtige hat kein aktuelles steuerrechtliches Interesse an einer Höhereinschätzung im erbschaftssteuerlichen Verfahren.<br/>Nichteintreten.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: HÃHEREINSCHÃTZUNG">HÃHEREINSCHÃTZUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERRECHTLICHES INTERESSE">STEUERRECHTLICHES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Erbschafts- und Schenkungssteuer ST: VERFAHREN">VERFAHREN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 7 lit. a ESchG</span><br/><span class="gerade">§ 13 lit. I ESchG</span><br/><span class="ungerade">§ 43 lit. I ESchG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Am 3. Januar 1993 starb G. B.-H., geboren 19.. und wohnhaft ge­wesen in I. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus diesem Anlass auferlegte die Finanzdirektion des Kantons ZÃ¼rich mit VerfÃ¼­gung vom 28. Juni 1999 dem Sohn des Erblassers aus erster Ehe, A. B.-C., eine zÃ¼rcheri­sche Erbschaftssteuer von Fr. ... . Dabei setzte sie das eheliche Gesamtgut des Ver­storbenen auf Fr. ... fest. Unter BerÃ¼cksichtigung eines VermÃ¤chtnisses von Fr. ... sowie des gÃ¼ter‑ und erbrechtlichen Anteils der Ã¼berlebenden Ehefrau schloss die Finanzdirektion auf einen von A. B.-C. steuerbaren VermÃ¶gensanfall von Fr. ... .</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die hiergegen erhobene Einsprache, mit welcher A. B.-C. beantragte, es sei fÃ¼r die Berechnung der Erbschaftssteuern von einem steuerbaren VermÃ¶gensanfall von Fr. ... auszugehen, wies die Finanzdirektion am 2. September 1999 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen die EinspracheverfÃ¼gung der Finanzdirektion liess A. B.-C. am 6. Ok­to­ber 1999 Rekurs erheben, unter Erneuerung des im Einspracheverfahren bereits gestellten Begehrens. Ausserdem verlangte er die Zusprechung eine ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Finanzdirektion schloss in ihrer Rekursantwort vom 18. Oktober 1999 auf Ab­wei­sung des Rechtsmittels.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. GemÃ¤ss § 43 Abs. 1 des Erbschafts‑ und Schen­kungs­steuergesetzes vom 28. Sep­tember 1986 (ESchG) kann der Steuerpflichtige gegen den Einspracheentscheid innert 30 Ta­gen nach Zustellung beim Verwaltungsgericht Rekurs erheben. Voraussetzung der Befugnis zur Rekurserhebung ist ein steuerrechtliches Interesse (RB 1980 Nr. 86, RB ORK 1959 Nr. 81 = ZR 59 Nr. 25). Dies schliesst in der Regel einen Antrag auf HÃ¶hereinschÃ¤t­zung aus (RB 1972 Nr. 36; BGr, 20. Februar 1973, ASA 43, 342).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Der Pflichtige hat vorliegend ein steuerrechtliches Interesse deswegen geltend ge­macht, da die seiner Auffassung nach zu tiefe EinschÃ¤tzung betr. Erbschaftssteuern zur Folge habe, dass der Differenzbetrag ungerechtfertigterweise als Zinszahlung taxiert werde und den Rekurrenten im Bereich der Einkommenssteuer ungerechtfertigt belasten kÃ¶nnte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Bei Gutheissung des vom Pflichtigen gestellten Rechtsbegehrens ergÃ¤be sich eine entsprechend erhÃ¶hte Erbschaftssteuer. TatsÃ¤chlich geht es dem Pflichtigen mit dem vor­liegenden Rechtsmittel einzig darum, ein PrÃ¤judiz fÃ¼r die Einkommenssteuer zu schaf­fen. Er wÃ¼nscht die Abrechnung des umstrittenen Betrags Ã¼ber die Erbschaftssteuer, um so die (mutmasslich) hÃ¶heren Einkommenssteuern umgehen zu kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wie die Vorinstanz bereits zutreffend festgestellt hat, verkennt der Pflichtige bei dieser Betrachtungsweise, dass es ihm bei dieser Sachlage am steuerrechtlichen Interesse im vorliegenden Verfahren fehlt. Hier geht es einzig darum, im Sinn von § 3 Abs. 1 ESchG alle VermÃ¶gensÃ¼bergÃ¤nge kraft ge­setzlichen Erbrechts oder aufgrund einer VerfÃ¼gung von Todes wegen zu erfassen. Die Steuer wird dabei vom Ver­kehrswert des Ã¼bergegangenen Ver­mÃ¶gens im Zeitpunkt der Entstehung des Steu­eran­spruchs berechnet (§ 13 Abs. 1 ESchG). Bei VermÃ¶gensÃ¼bergÃ¤ngen auf den Todesfall bestimmt sich deren Verkehrswert somit nach dem Zeitpunkt, in dem der Erbgang durch den Tod des Erblassers erÃ¶ffnet wird (§ 13 Abs. 1 ESchG in Verbindung mit § 7 lit. a ESchG und Art. 537 Abs. 1 ZGB). Diesen Wert des Ã¼bergegangenen VermÃ¶gens hat die Vorinstanz auf Fr. ... festgesetzt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>An einer ErhÃ¶hung dieses Wertes mit der Folge einer hÃ¶heren zÃ¼rcherischen Erb­schaftssteuer hat der Pflichtige kein in diesem Verfahren ersichtliches, aktuelles steuerli­ches Interesse. Im zÃ¼cherischen Steuersystem stehen sich Einkommens‑ und Erbschafts‑ bzw. Schenkungssteuern gleichwertig gegenÃ¼ber. Keiner der beiden Steuerarten kommt ein Vorrang zu (vgl. Richner/Frei, Kommentar zum ZÃ¼rcher Erbschafts‑ und Schenkungssteu­ergesetz, ZÃ¼rich 1966, § 1 N. 149 mit Hinweisen). Diese grundsÃ¤tzliche SelbstÃ¤ndigkeit der Erbschafts‑ und Schenkungssteuern neben der Einkommenssteuer hat auch zur Folge, dass allein aus dem Umstand, dass ein Tatbestand bei den Erbschafts‑ und Schenkungssteuern nicht erfasst wurde, nicht zwangslÃ¤ufig und automatisch geschlossen werden darf, dieser Tatbestand unterliege nun der Einkommensbesteuerung. Erbrechtliche VorgÃ¤nge, die aus irgendeinem Grund nicht mit der Erbschaftssteuer belegt wurden, werden auch subsidiÃ¤r nicht von der Einkommenssteuer erfasst (Richner/Frei, a.a.O., § 1 N. 152, wiederum mit Hinweisen). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Damit ist auf den Rekurs nicht einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Auf den Rekurs wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>