<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00069</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106820&amp;W10_KEY=13013575&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00069</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 22.08.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Heilmittelabgabe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Weitere Sistierung eines Selbstdispensationsgesuchs Das Verwaltungsgericht ist zuständig, der Beschwerdeführer legitimiert (E. 1a). Die weitere Sistierung des Gesuchs bewirkt einen qualifizierten Nachteil, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist (E. 1b). Die blosse Sistierung statt einer Abweisung ist namentlich unter dem Gesichtspunkt des Rechtsschutzes zulässig (E. 2a). Die weitere Sistierung ist aufgrund des Standes der Gesetzgebung und wegen der Gefahr ihrer Präjudizierung gerechtfertigt (E. 2b, c). Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Besonderheiten der Medikamentation in seinen Fachgebieten haben weder zur Folge, dass die Sistierung des Gesuchs unzulässig wäre, noch dass ihm abweichend von § 17 GesundheitsG eine besondere Bewilligung erteilt werden müsste (E. 2d). Sollte im gegenwärtigen Gesetzgebungsverfahren erneut keine Regelung der Selbstdispensation zustande kommen, wird die Direktion materiell zu entscheiden haben (E. 2e).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSNAHME">AUSNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESETZGEBUNGSVERFAHREN">GESETZGEBUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWALTENTRENNUNG">GEWALTENTRENNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NACHTEIL">NACHTEIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PRÃJUDIZIERUNG">PRÃJUDIZIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEIT">RECHTSGLEICHHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSVERWEIGERUNG">RECHTSVERWEIGERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SISTIERUNG">SISTIERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT">VERHÃLTNISMÃSSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENENTSCHEID">ZWISCHENENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 12 aGesundheitsG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 aGesundheitsG</span><br/><span class="gerade">§ 48 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A. Mit Urteil vom 26. Februar 1998 (VB.97.00526, RB 1998 Nr. 80) lud das Ver­waltungsgericht die Gesundheitsdirektion ein, der in jenem Verfahren beschwerdefÃ¼hrenden Inhaberin einer HMO-Praxis in der Stadt ZÃ¼rich die Bewilligung fÃ¼r die Abgabe gebrauchsfertiger Arzneimittel unter den erforderlichen Auflagen zu erteilen. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte es im Wesentlichen aus, § 17 des Gesundheitsgesetzes vom 4. November 1962 (GesundheitsG) sei insoweit mit Art. 4 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 un­vereinbar und daher im vorliegenden Fall nicht anwendbar, als diese Bestimmung eine Selbstdispensationsbewilligung fÃ¼r Ãrztinnen und Ãrzte in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winter­thur aus­schlies­se, wobei es Aufgabe des Gesetzgebers und nicht des Verwaltungsgerichts sei, die Frage der Selbstdispensation verfassungskonform zu regeln, weshalb die zu erteilen­de Bewilligung nur bis zum Inkrafttreten einer neuen gesetzlichen Regelung zu erteilen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dagegen erhoben der Inhaber einer Apotheke in der Stadt ZÃ¼rich sowie der Apothe­kerverein des Kantons ZÃ¼rich am 8. Juni 1998 staatsrechtliche Beschwerde (2P.195/ 1998). Das Bundesgericht wies die Beschwerde am 15. Juni 1999 ab, soweit es darauf eintrat. Nicht eingetreten ist es auf die Beschwerde insoweit, als darin geltend gemacht wurde, das Verwaltungsgericht habe mit seinem Urteil vom 26. Februar 1998, wonach § 17 GesundheitsG gegen die Rechtsgleichheit verstosse und der dortigen BeschwerdefÃ¼hrerin des­we­gen die nachgesuchte Selbstdispensationsbewilligung zu erteilen sei, verfassungsmÃ¤ssige Rechte der BeschwerdefÃ¼hrer (WillkÃ¼rverbot, Vertrauensschutz) verletzt; zu dieser RÃ¼ge seien die BeschwerdefÃ¼hrer nach Art. 88 des Bundesrechtspflegegesetzes vom 16. Dezember 1943/20. Dezember 1968 nicht legitimiert (E. 3b‑d). Behandelt, jedoch verworfen hat das Bundesgericht die RÃ¼ge der BeschwerdefÃ¼hrer, das Verwaltungsgericht habe ihnen da­durch das rechtliche GehÃ¶r verweigert, dass es sie im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nicht beigeladen habe; als willkÃ¼rfrei wÃ¼rdigte das Bundesgericht dabei namentlich die Auf­fassung des Verwaltungsgerichts, die Apotheker wÃ¼rden durch die Erteilung von Selbst­­­dispensationsbewilligungen an Ãrztinnen und Ãrzte nicht unmittelbar in schutzwÃ¼rdi­gen eigenen Interessen im Sinn von § 21 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) berÃ¼hrt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach Bekanntwerden des verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 26. Februar 1998 Mit­te Mai 1998 hatten zahlreiche in ZÃ¼rich und Winterthur praktizierende Ãrztinnen und Ãrzte die Gesundheitsdirektion um Erteilung einer Selbstdispensationsbewilligung ersucht, unter anderem der heutige BeschwerdefÃ¼hrer, Inhaber einer Praxis in der Stadt ZÃ¼rich, am 3. Juni 1998. Bis Mitte Juli 1998 hatte die Gesundheitsdirektion 87 der ca. 400 bis dahin ge­stellten Gesuche bewilligt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im hÃ¤ngigen Verfahren (2P.195/1998) vor Bundesgericht hatte der PrÃ¤sident der II. Ã¶ffentlichrechtlichen Abteilung mit VerfÃ¼gung vom 14. Juli 1998 das Gesuch des beschwerdefÃ¼hrenden Apothekers und des Apothekervereins um GewÃ¤hrung der aufschieben­den Wirkung bzw. Anordnung vorsorglicher Massnahmen abgelehnt, jedoch darauf hingewiesen, dass es der Gesundheitsdirektion unbenommen sei, in den weiteren Bewilligungsverfahren "die nÃ¶tigen und ... zweckmÃ¤ssig erscheinenden verfahrensleitenden Anordnungen â zu denken wÃ¤re etwa an Sistierungen â zu treffen". Die Gesundheitsdirektion hatte hierauf am 22. September 1998 verfÃ¼gt, sÃ¤mtliche noch hÃ¤ngigen Selbstdispensationsgesuche von Ãrztinnen und Ãrzten in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur wÃ¼rden <i>bis zur Erledigung des bundesgerichtlichen Verfahrens 2P.195/1998 sistiert</i>. Auf zwei dagegen erhobene Beschwerden von Ãrzten trat das Verwaltungsgericht am 18. Dezember 1998 nicht ein (VB.98.00367, VB.98.00406, RB 1998 Nr. 33). Das Gericht erwog, die von den BeschwerdefÃ¼hrern geltend gemachten UmstÃ¤nde bildeten keinen qualifizierten Nachteil im Sinn von § 48 Abs. 2 VRG, weshalb der Zwischenentscheid der Gesundheitsdirektion nicht selbstÃ¤ndig anfechtbar sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Gesundheitsdirektion verfÃ¼gte am 17. September 1999, Gesuche um Erteilung von Selbstdispensationsbewilligungen an Ãrzte und Ãrztinnen in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur wÃ¼rden im Sinn der ErwÃ¤gungen <i>bis zu einem Volksentscheid Ã¼ber die Frage der Selbstdispensation im Kanton ZÃ¼rich sistiert</i>. Sie erwog im Wesentlichen: In den StÃ¤d­ten ZÃ¼rich und Winterthur stÃ¼nden den rund 1'900 praxisberechtigten Ãrztinnen und Ãrzten rund 140 Apotheken gegenÃ¼ber. WÃ¼rde sÃ¤mtlichen pendenten Bewilligungsgesuchen von Ãrztinnen und Ãrzten entsprochen, wÃ¼rden zahlreiche Apotheken in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefÃ¤hrdet und damit letztlich auch eine demokratische Willensbildung in der bevorstehenden Volksabstimmung verhindert. Ins Gewicht falle dabei, dass eine solche Ab­­stimmung in naher Zukunft stattfinden werde: In der Zwischenzeit habe nÃ¤mlich die Ge­sundheitsdirektion einen Entwurf fÃ¼r ein totalrevidiertes Gesundheitsgesetz vorgelegt, welcher auch eine Neuregelung der Selbstdispensation vorsehe. Zur gleichen Materie seien sei­­tens der Apothekerschaft im November 1998 und seitens der Ãrzteschaft im Juli 1999 Volksinitiativen eingereicht worden. Weil die Neuregelung der Selbstdispensation dringlich sei, bestehe die Absicht, sie aus dem Gesamtpaket der Revision des Gesundheitsgesetzes herauszulÃ¶sen und dem Kantonsrat zur separaten Behandlung vorweg zu unterbreiten. Es rechtfertigte sich daher, die gegenwÃ¤rtigen VerhÃ¤ltnisse bis zu einem Volksentscheid Ã¼ber die Selbstdispensation zu bewahren bzw. VerÃ¤nderungen zu vermeiden, welche die Umsetzung einer kÃ¼nftigen Regelung des Gesetzgebers beeintrÃ¤chtigen kÃ¶nnten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen diese VerfÃ¼gung, die allen Ãrztinnen und Ãrzten in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur mitgeteilt wurde, welche seit dem 26. Februar 1998 ein Gesuch um Selbstdispensationsbewilligung gestellt und bis anhin noch keine Bewilligung erhalten hatten, erhoben zwei Ãrzte sowie die Ãrztegesellschaft des Kantons ZÃ¼rich Beschwerden an das Verwaltungs­gericht mit den AntrÃ¤gen, die SistierungsverfÃ¼gung aufzuheben und die Gesundheits-direktion anzuweisen, die nachgesuchte Selbstdispensationsbewilligung zu erteilen. Das Ver­waltungsgericht wies die Beschwerden am 16. Dezember 1999 ab (RB 1999 Nr. 80).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Kantonsrat verabschiedete im FrÃ¼hjahr 2001 einen Gesetzesentwurf, der im We­sentlichen vorsah, dass Ãrztinnen und Ãrzten die FÃ¼hrung einer Praxisapotheke bewilligt werde, wenn sich in einer Gemeinde keine oder im VerhÃ¤ltnis zur BevÃ¶lkerung zu wenig Apotheken befinden und wenn diese fÃ¼r wesentliche Teile der BevÃ¶lkerung schlecht er­reichbar seien; weiteren Ãrztinnen und Ãrzten sollte die FÃ¼hrung einer Privatapotheke bewilligt werden, wenn sie regelmÃ¤ssig an den allgemeinmedizinischen Notfalldiensten der Standesorganisationen teilnehmen wÃ¼rden und wenn sich innerhalb eines Umkreises von 500 m zu ihrer Praxis keine Apotheke befinde. In der Volksabstimmung vom 23. September 2001 wurde dieser Vorschlag verworfen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Gesundheitsdirektion teilte hierauf am 1. Oktober 2001 allen im Kanton ZÃ¼rich praktizierenden Ãrztinnen und Ãrzten mit, dass sie bestrebt sei, so rasch wie mÃ¶glich eine adÃ¤quate, dem Volkswillen entsprechende Vorlage in die politische Diskussion zu geben. <i>Bis eine derartige Regelung gefunden worden sei, mÃ¼ssten die hÃ¤ngigen Gesuche um Bewilligung der Selbstdispensation sistiert bleiben</i>.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>B. Dr. med. A, der in Winterthur eine Praxis fÃ¼r PÃ¤diatrie und Pneumologie fÃ¼hrt, ersuchte die Gesundheitsdirektion am 27. November 2001 um Bewilligung der direkten Medikamentenabgabe. Die Gesundheitsdirektion antwortete ihm mit als VerfÃ¼gung bezeichnetem und einer Rechtsmittelbelehrung versehenem Schreiben vom 23. Ja­nuar 2002, die mit VerfÃ¼gung vom 17. September 1999 sistierten Gesuche blieben weiterhin sistiert und neue Bewilligungen kÃ¶nnten nicht erteilt werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Dagegen erhob A am 22. Februar 2002 Beschwerde mit dem Antrag, die VerfÃ¼gung vom 23. Januar 2002 aufzuheben sowie die Gesundheitsdirektion anzuweisen, das Selbstdispensationsgesuch des BeschwerdefÃ¼hrers zu behandeln und ihm eine Selbstdispensationsbewilligung zu erteilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Gesundheitsdirektion beantragte am 25. MÃ¤rz 2002 Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht ist nach § 19a Abs. 2 Ziff. 1 in Verbindung mit § 41 VRG zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde funktionell und sachlich zustÃ¤ndig. Zur Anfechtung der VerfÃ¼gung vom 23. Januar 2002 ist der BeschwerdefÃ¼hrer als unmittelbarer Adressat und damit direkt Betroffener nach § 21 lit. a VRG legitimiert. </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die angefochtene VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion enthÃ¤lt kein formelles Dis­positiv, aus dem ersichtlich wÃ¤re, ob das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers vom 27. November 2001 abgewiesen oder dessen Behandlung lediglich sistiert worden ist. Aus den ErwÃ¤gungen der VerfÃ¼gung ist jedoch ersichtlich, dass die Gesundheitsdirektion ihren negativen Bescheid als Sistierung und nicht als definitive Abweisung des Gesuchs versteht. Es handelt sich daher um einen Zwischenentscheid im Sinn von § 48 Abs. 2 VRG, der laut dieser Bestimmung nur dann weiterziehbar ist, wenn er fÃ¼r den Betroffenen einen Nachteil zur Folge hat, der sich spÃ¤ter voraussichtlich nicht mehr beheben lÃ¤sst. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Vorliegen eines derart qualifizierten Nachteils hatte das Verwaltungsgericht im Zusammen­hang mit der SistierungsverfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 22. September 1998 fÃ¼r die damals beschwerdefÃ¼hrenden Ãrzte wie erwÃ¤hnt noch verneint (RB 1998 Nr. 33). Hinsichtlich der gegen die spÃ¤tere SistierungsverfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 17. November 1999 beschwerdefÃ¼hrenden Ãrzte hat das Verwaltungsgericht hingegen einen qualifizierten Nachteil mit der BegrÃ¼ndung bejaht, auch wenn mit einer Volksabstim­mung betreffend Neuregelung der Selbstdispensation in naher Zukunft zu rechnen sei, dÃ¼rf­te es sich im Vergleich zum frÃ¼heren Sistierungsgrund (hÃ¤ngiges Verfahren vor Bundes­gericht) um eine lÃ¤ngere Zeitspanne handeln (unverÃ¶ffentlichte ErwÃ¤gung 1b des in RB 1999 Nr. 80 publizierten Urteils). Im gleichen Sinn entschied das Gericht in einem grundsÃ¤tzlichen Urteil vom 21. MÃ¤rz 2002 (VB.2002.00040), in welchem nach der Verwerfung der Vorlage in der Volksabstimmung vom 23. September 2001 die (weitere) Sis­tierung eines Gesuchs zu beurteilen war. Ein qualifizierter Nachteil im Sinn von § 48 Abs. 2 VRG ist daher auch hinsichtlich des BeschwerdefÃ¼hrers im heutigen Verfahren zu bejahen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Das Verwaltungsgericht hat im Urteil vom 16. Dezember 1999 festgehalten, die dort beurteilte SistierungsverfÃ¼gung vom 17. September 1999 komme in ihrer Tragwei­te einer Bewilligungsverweigerung gleich, und abschliessend angemerkt, die Gesundheitsdirektion hÃ¤tte die hÃ¤ngigen Gesuche, statt sie zu sistieren, auch abweisen dÃ¼rfen. Umgekehrt hat es damit auch anerkannt, dass das gewÃ¤hlte Vorgehen (blosse Sistierung des Gesuchs statt dessen Abweisung) nicht rechtsverletzend sei, unter der im Weiteren geprÃ¼ften Voraussetzung, dass sich auch eine Abweisung als rechtmÃ¤ssig erweisen wÃ¼rde. Das ergab sich daraus, dass neben den Besonderheiten der akzessorischen Normenkontrolle (a.a.O. E. 4) auch Ãberlegungen zur "Vorwirkung" kÃ¼nftigen Rechts auf die geltende "Rechtslage" zu berÃ¼cksichtigen waren, wobei unter Letzterer nicht die Regelung von § 17 GesundheitsG, sondern die durch das Verwaltungsgerichtsurteil vom 26. Februar 1998 geschaffene Rechtslage zu verstehen ist (a.a.O. E. 3). Im Rahmen dieser Beurteilung wurden die damali­gen BemÃ¼hungen des Gesetzgebers in die Beurteilung mit einbezogen (a.a.O. E. 5c). Das Verwaltungsgericht hat an dieser Betrachtungsweise im erwÃ¤hnten Urteil vom 21. MÃ¤rz 2002 (VB.2002.00040), in welchem nach der Verwerfung der Vorlage in der Volksabstim­mung vom 23. September 2001 die (weitere) Sistierung eines vom dortigen BeschwerdefÃ¼h­rer bereits im Juni 1998 gestellten und im Dezember 2001 erneuerten Gesuchs zu beurtei­len war, festgehalten. Im vorliegenden Fall besteht kein Anlass fÃ¼r eine abweichende Betrachtungsweise, zumal der BeschwerdefÃ¼hrer sein Gesuch erstmals im November 2001 gestellt hat. Zu prÃ¼fen ist demnach auch im vorliegenden Verfahren in erster Linie, ob sich eine Verweigerung der Bewilligung im heutigen Zeitpunkt noch rechtfertigen lasse. WÃ¤re dies zu bejahen, so darf das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers sistiert bleiben; dessen fÃ¶rmliche Ablehnung ist nicht geboten. Gegen ein solches Vorgehen bestehen namentlich unter dem Gesichtswinkel des Rechtsschutzes keine Bedenken, weil ja die SistierungsverfÃ¼gung als anfechtbarer Zwischenentscheid behandelt und bei dessen ÃberprÃ¼fung die Bewilligungs­fÃ¤higkeit des Gesuchs im heutigen Zeitpunkt Ã¼berprÃ¼ft wird.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das Verwaltungsgericht hat im Urteil vom 16. Dezember 1999 die Sistierung der hÃ¤ngigen Gesuche unter anderem mit dem damaligen Stand der BemÃ¼hungen um eine Neuregelung auf gesetzgeberischer Ebene begrÃ¼ndet: dem Gesetzesentwurf der Gesundheitsdirek­tion vom 15. Juni 1999, der im November 1998 eingereichten Volksinitiative der Apothe­kerinnen und Apotheker sowie der im Juli 1999 eingereichten Volksiniative der Ãrztinnen und Ãrzte. Wie sich hieraus ergebe, bestehe auf politischer Ebene die Absicht, eine ge­setzliche Neuregelung der Selbstdispensation zu treffen. Zudem bestehe seitens der Gesund­­heitsdirektion die Vorstellung, dass dies mÃ¶glichst bald, d.h. im Rahmen der eingeleiteten Totalrevision des Gesundheitsgesetzes, allenfalls mittels vorgezogener Beratung zu diesem Fragenkomplex, geschehen soll. Zugleich zeige sich, dass der Inhalt einer Neurege­lung der Medikamentenabgabe politisch sehr umstritten sei, wobei indessen alle drei zur­zeit zur Diskussion stehenden LÃ¶sungen â wiewohl zwei davon gegenlÃ¤ufig zur dritten sei­en â nicht in direkten Widerspruch zum Verwaltungsgerichtsurteil vom 26. Februar 1998 gerieten, sei doch damals fÃ¼r das Gericht die zu schematische und deswegen rechtsungleiche Behandlung zwischen den Ãrztinnen und Ãrzten in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Win­terthur einerseits und in den Ã¼brigen Gemeinden anderseits ausschlaggebend gewesen. Sodann sei zu beachten, dass die Bewilligung der hÃ¤ngigen Selbstdispensationsgesuche im ge­gen­wÃ¤r­ti­gen Zeitpunkt einer Vielzahl von Apotheken in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur die wirt­schaftliche Existenz entziehen oder diese zumindest erheblich gefÃ¤hrden kÃ¶nnte. Die sich daraus ergebenden tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse wiederum kÃ¶nnten die neue gesetzliche </span></p> <p class="Einzug1"><span>Regelung prÃ¤judizieren. Unter diesen UmstÃ¤nden, insbesondere weil eine neue verfassungs­-</span></p> <p class="Einzug1"><span>konforme Regelung der Medikamentenabgabe durch Ãrztinnen und Ãrzte oder durch die </span></p> <p class="Einzug1"><span>Apotheken in absehbarer Zeit zu erwarten sei, erscheine es gegenwÃ¤rtig nicht an­gebracht, in die bestehenden VerhÃ¤ltnisse einzugreifen. Dementsprechend sei es gerechtfertigt, dass die ca. 300 hÃ¤ngigen Gesuche sistiert blieben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im erwÃ¤hnten Urteil vom 21. MÃ¤rz 2002 hatte das Verwaltungsgericht sodann zu prÃ¼­fen, ob nach der Verwerfung der Vorlage in der Volksabstimmung vom 23. September 2001 an der weiteren Sistierung der bisher eingereichten Gesuche festgehalten werden dÃ¼rfe. Es hat diese Frage im Wesentlichen aus den folgenden ErwÃ¤gungen bejaht: WÃ¤re dem zeit­lichen Gesichtspunkt â d.h. der seit dem verwaltungsgerichtlichen Urteil vom 26. Febru­ar 1998 verflossenen Zeit â alleinige oder ausschlaggebende Bedeutung zuzumessen, so wÃ¤re eine weitere Sistierung frÃ¼her eingereichter bzw. eine Sistierung kÃ¼rzlich eingereichter Gesuche oder deren Abweisung â und damit ein Verzicht auf die Durchsetzung des Urteils vom 26. Februar 1998 â nicht mehr tragbar. So verhalte es sich indessen nicht. Bei der Anerkennung und Gewichtung von GrÃ¼nden, welche eine Ausnahme vom Gebot der Nicht­anwendung als verfassungswidrig erkannter Bestimmungen rechtfertigten, gehe es letztlich um die Respektierung des Gewaltenteilungsprinzips und damit um ein AbwÃ¤gen zwischen dem Interesse des BeschwerdefÃ¼hrers an einer dem Urteil vom 26. Februar 1998 entsprechen­den Behandlung seines eigenen Gesuchs und jenem des Gesetzgebers an der Wahrung der ihm zustehenden Gestaltungs­freiheit. Dabei sei wiederum die in der Zwischenzeit â seit dem Urteil vom 16. Dezember 1999 â eingetretene Entwicklung auf gesetzgeberischer Ebene zu berÃ¼cksichtigen. Mit dem vom Kantonsrat im FrÃ¼hjahr 2001 verabschiedeten und dem Volk am 23. September 2001 zur Abstimmung unterbreiteten Gesetzesentwurf habe man den ErwÃ¤gungen des verwaltungsgerichtlichen Urteils vom 26. Februar 1998 Rechnung tragen wollen, wonach sich seit den Volks­abstimmungen vom 8. Juli 1951 (EinfÃ¼hrung des Selbstdispensationsverbots fÃ¼r Ãrztinnen und Ãrzte in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur) und 4. November 1962 (BestÃ¤tigung dieser Regelung im heutigen § 17 Gesund­heitsG) die VerhÃ¤ltnisse hinsichtlich der Verteilung und Dichte der Apotheken im Kanton ZÃ¼rich geÃ¤ndert hÃ¤tten, weshalb die in § 17 GesundheitsG getroffene PauschallÃ¶sung dem Rechtsgleichheitsgebot nicht mehr stand­halte. Dass der Gesetzesentwurf in der Volksabstimmung vom 23. September 2001 verworfen worden sei, verstÃ¤rke die demokratische Legitimation des vom Gericht als verfassungswidrig gewÃ¼rdigten § 17 GesundheitsG insofern, als sich die StimmbÃ¼rgerinnen und StimmbÃ¼rger mit ihrem Nein zur neuen Vorlage in Kenntnis der geÃ¤nderten VerhÃ¤ltnisse zur (vorlÃ¤ufigen) Weitergeltung von § 17 GesundheitsG bekannt hÃ¤tten. â Nach dieser Abstimmung habe die Gesundheitsdirektion eine Studie in Auftrag gegeben, um die Motivation der Stimmenden bei der Stimmabgabe auszuleuchten. In BerÃ¼cksichtigung dieser Abstimmungsanalyse, jedoch im gleichzeitigen BemÃ¼hen, den verwaltungsgerichtlichen ErwÃ¤gungen im Urteil vom 26. Fe­bruar 1998 auf andere Weise Rechnung zu tragen, habe der Regierungsrat dem Kantonsrat be­reits am 16. Januar 2002 eine neue Vorlage unterbreitet. Danach soll Ãrztinnen und Ãrzten (abgesehen von der bewilligungsfreien Einmalabgabe von Medikamenten zur Direkt­versorgung in Notfallsituationen) die FÃ¼hrung einer Praxisapotheke nur bewilligt werden, wenn sie beim allgemeinen Notfalldienst der Standesorganisation mitwirken und wenn sich ihre Praxis in einer Gemeinde befindet, in der es keine Apotheke gibt, die wÃ¤hrend tÃ¤glich 24 Stunden mit ununterbrochener Anwesenheit eines Apothekers im LadengeschÃ¤ft geÃ¶ffnet ist. Die kantonsrÃ¤tliche Kommission habe die Beratung dieser Vorlage unverzÃ¼glich aufge­nom­men. â Es liege damit nicht die Situation vor, das der Gesetzgeber seit AusfÃ¤llen des Urteils vom 26. Februar 1998 "untÃ¤tig" geblieben wÃ¤re. Vielmehr seien die bisherigen BemÃ¼hungen um eine neue Regelung in der Volksabstimmung vom 23. September 2001 zwar geschei­tert, habe dies jedoch die im Gesetzgebungsverfahren mitwirkenden Organe (Regierungsrat und Kantonsratskommission) nicht davon abgehalten, umgehend die Bearbeitung und Beratung einer neuen Gesetzesvorlage aufzunehmen. Es verhalte sich aber auch nicht so, dass mit dem negativen Ausgang der Volksabstimmung vom 23. September 2001 eine den gerichtlichen ErwÃ¤gungen im Urteil vom 26. Februar 1998 Rechnung tragende LÃ¶sung Ã¼berhaupt nicht mehr mÃ¶glich wÃ¤re. Unter diesen UmstÃ¤nden dÃ¼rfe weder das Ergebnis der Volksabstimmung vom 23. September 2001 noch der Zeitablauf seit AusfÃ¤llen des Urteils vom 26. Februar 1998 dazu fÃ¼hren, dass das zurzeit geltende Moratorium (keine Erteilung neuer Bewilligungen in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur bzw. Sistierung der noch hÃ¤n­gi­gen Gesuche) aufzugeben wÃ¤re.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) An diesen ErwÃ¤gungen, mit denen das Verwaltungsgericht im Urteil vom 21. MÃ¤rz 2002 weitgehend gleiche RÃ¼gen verworfen hat, wie sie in der heute zu beurteilenden Beschwerde gegen die ZulÃ¤ssigkeit einer Sistierung und die Weiteranwendung der als verfassungswidrig erkannten Gesetzesbestimmung vorgebracht werden (vgl. Beschwerdeschrift Ziff. III/6-8), ist festzuhalten. Desgleichen hat sich das Gericht im Urteil vom 21. MÃ¤rz 2002 E. 3c) â wie schon zuvor im Urteil vom 16. Dezember 1999 (E. 5d) â mit der auch im vorliegenden Verfahrene erhobenen RÃ¼ge befasst, der BeschwerdefÃ¼hrer werde gegenÃ¼ber jenen Ãrztinnen und Ãrzten in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur, die nach dem Urteil vom 26. Februar 1998 eine Selbstdispensationsbewilligung erhalten hÃ¤tten, rechtsungleich behandelt (vgl. Beschwerdeschrift Ziff. III/10). Es besteht kein Anlass, von der diesbezÃ¼glich in den erwÃ¤hnten frÃ¼heren Urteilen getroffenen bzw. bestÃ¤tigten Interessen­abwÃ¤gung abzuweichen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>UnbegrÃ¼ndet ist sodann der Einwand des BeschwerdefÃ¼hrers, die Sistierung erweise sich als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig, weil das damit verfolgte Ziel, den demokratischen Entscheid Ã¼ber die kÃ¼nftige Selbstdispensationsregelung im Kanton ZÃ¼rich nicht zu prÃ¤judizieren, auch dadurch erreicht werden kÃ¶nne, dass Bewilligungen ohne Bestandesschutz erteilt wÃ¼r­den (Beschwerdeschrift Ziff. III/9). Der BeschwerdefÃ¼hrer meint damit offenkundig Bewil­ligungen unter Bedingungen, wie sei die Gesundheitsdirektion in den nach dem verwaltungs­gerichtlichen Urteil vom 26. Februar 1998 erteilten 87 Bewilligungen an Ãrztinnen und Ãrzte in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur formuliert hat; jene Bewilligungen gelten âbis zum Inkrafttreten neuer einschrÃ¤nkender gesetzlicher Bestimmungen Ã¼ber die Regelung der Selbstdispensationâ, lÃ¤ngstens jedoch bis 31. Dezember 2007. Eine Bewilligungserteilung an den BeschwerdefÃ¼hrer kÃ¤me daher ohnehin hÃ¶chstens unter diesen Bedingun­gen in Betracht. Die Weigerung der Gesundheitsdirektion, weitere Bewilligungen unter der­artigen Bedingungen zu erteilen, hat das Verwaltungsgericht jedoch bereits im Urteil vom 16. Dezember 1999 geschÃ¼tzt, mit der BegrÃ¼ndung, die Bewilligung der hÃ¤ngigen Selbstdispensationsgesuche kÃ¶nnte im gegenwÃ¤rtigen Zeitpunkt einer Vielzahl von Apothe­ken in den StÃ¤dten ZÃ¼rich und Winterthur die wirtschaftliche Existenz entziehen oder diese zumindest erheblich gefÃ¤hrden und die sich hieraus ergebenden tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤lt­nisse kÃ¶nnten wiederum die neue gesetzliche Regelung prÃ¤judizieren. Dieses Argument hat durch die seitherige Entwicklung auf gesetzgeberischer Ebene seine Ãberzeugungskraft nicht eingebÃ¼sst; zwar ist die damals pendente Gesetzesvorlage in der Volksabstimmung vom 23. September 2001 gescheitert, doch ist zurzeit, wie dargelegt, bereits eine neue Vor­lage beim Kantonsrat hÃ¤ngig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Schliesslich vermag auch die RÃ¼ge, die angeordnete Sistierung verletze das Beschleunigungsgebot und fÃ¼hre zu einer Rechtsverweigerung und RechtsverzÃ¶gerung (Beschwerdeschrift Ziff. III/11), nicht durchzudringen. Im vorliegenden Fall schon deswegen nicht, weil der BeschwerdefÃ¼hrer sein Gesuch erst am 27. November 2001 gestellt hat und mit einem gesetzgeberischen Entscheid noch im laufenden Jahr zu rechnen ist; soweit der Be­schwerdefÃ¼hrer âSistierungen von nunmehr Ã¼ber vier Jahrenâ als unhaltbar rÃ¼gt, betrifft dies also von vornherein nicht seinen Fall. Im Ãbrigen hat das Verwaltungsgericht dieses Ar­gument schon in den erwÃ¤hnten frÃ¼heren Urteilen, welche bereits im Jahre 1998 eingereichte Gesuche betrafen, nicht gelten lassen; ausschlaggebend hierfÃ¼r war und ist heute noch, dass die ErwÃ¤gungen, welche eine Sistierung der betreffenden Gesuche als gerechtfertigt erscheinen lassen, auch deren definitive Abweisung rechtfertigen wÃ¼rden (vgl. vorstehend E. 2a).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Der BeschwerdefÃ¼hrer macht sinngemÃ¤ss geltend, bei ihm lÃ¤gen besondere VerhÃ¤ltnisse vor; die Anwendung der von ihm als Facharzt fÃ¼r PÃ¤diatrie und Pneumologie verschriebenen Medikamente sei sehr kompliziert; teilweise mÃ¼ssten sie mittels Inhalationshil­fen verabreicht werden, bezÃ¼glich deren Verwendung und Reinigung eine besondere Be­ra­tung erforderlich sei, die ein Apotheker ohne Spezialwissen nicht leisten kÃ¶nne (Beschwer­de­schrift Ziff. II/11 S. 6 f. und III /7a S. 14). Die geltend gemachten VerhÃ¤ltnisse stehen in­dessen in keinem direkten Zusammenhang mit der Sachlage, welche der streitbetroffenen Sistierungspraxis zugrunde liegt. Es kann sich hÃ¶chstens fragen, ob die vom BeschwerdefÃ¼hrer geltend gemachten UmstÃ¤nde besondere VerhÃ¤ltnisse <i>eigenstÃ¤ndiger</i> Art in dem Sinne bilden, dass sie eine Bewilligungserteilung an den BeschwerdefÃ¼hrer <i>unabhÃ¤ngig</i> von den GrÃ¼nden, aus denen das Verwaltungsgericht im Urteil vom 26. Februar 1998 § 17 GesundheitsG als verfassungswidrig gewÃ¼rdigt hat, rechtfertigen wÃ¼rden. Der BeschwerdefÃ¼hrer selber macht dies nicht geltend. Anders als bezÃ¼glich der Abgabe von Medikamenten in Not­fÃ¤llen, die fÃ¼r alle praktizierenden Ãrztinnen und Ãrzte mÃ¶glich sein muss und die sich ent­gegen dem Wortlaut von § 17 GesundheitsG aufgrund einer Auslegung dieser Bestimmung und von § 12 Abs. 2 GesundheitsG ohne weiteres als zulÃ¤ssig erweist (vgl. Urteil vom 21. MÃ¤rz 2002, E. 2), lassen die vom BeschwerdefÃ¼hrer geltend gemachten UmstÃ¤nde eine Bewilligungserteilung gestÃ¼tzt auf § 17 GesundheitsG nicht zu; dazu bliebe hÃ¶chstens dann Raum, wenn die genannte Bestimmung spezifisch in dieser Hinsicht als verfassungswidrig (weil im konkreten Anwendungsfall gegen den verfassungsmÃ¤ssigen Grundsatz der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit verstossend) zu wÃ¼rdigen wÃ¤re. Das trifft indessen nicht zu: § 17 GesundheitsG kann nicht deswegen als verfassungswidrig betrachtet werden, weil diese Bestimmung dem BeschwerdefÃ¼hrer die Abgabe von Medikamenten verbietet, obwohl deren Einnahme einer speziellen Instruktion bedarf. FÃ¼r diesen Instruktionsbedarf stehen andere MÃ¶g­lichkeiten offen, etwa die von der Gesundheitsdirektion in der Beschwerdeantwort erwÃ¤hnte MÃ¶glichkeit, die Anwendung der Medikamente und Inhalationshilfen in der Ã¤rztlichen Praxis anhand von Mustern und Modellen darzulegen, oder die MÃ¶glichkeit, dass der Beschwer­defÃ¼hrer diesbezÃ¼glich mit einem oder mehreren Apothekern zusammenarbeitet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Abschliessend ist erneut (vgl. so schon im Urteil vom 21. MÃ¤rz 2002, E. 3e) darauf hinzuweisen, dass das mit der Sistierung der pendenten Gesuche zurzeit geltende Mora­torium nicht noch beliebige Zeit verlÃ¤ngert werden darf. Sollte im jetzt laufenden Gesetzgebungsverfahren (infolge eines negativen Entscheids des Kantonsrats oder in einer Volksabstimmung) abermals keine Neuregelung der Selbstdispensation zustande kommen, so wird die Gesundheitsdirektion darÃ¼ber zu entscheiden haben, ob die noch sistierten Gesuche entsprechend dem verwaltungsgerichtlichen Urteil vom 26. Februar 1998 definitiv zu bewilligen oder abweichend von diesem Urteil abzuweisen seien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>