<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00413</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203905&amp;W10_KEY=4467142&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00413</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.12.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Legitimation zur Anfechtung von Baubewilligungen; Voraussetzung des rechtzeitigen Begehrens um Zustellung des baurechtlichen Entscheids (§ 315 Abs. 1 PBG).<br/>Streitgegenstand (E. 1). Beweislast für die Einhaltung der Frist für eine fristgebundene Verfahrenshandlung trägt die handelnde Partei (E. 2.1). Der Ehegatte wird im Zweifelsfall die Einhaltung der Frist bestätigen (E. 2.2); vorliegend darf davon ausgegangen werden, dass der gemeindeeigene Briefkasten regelmässig geleert wird und der Eingangsstempel die Sachlage korrekt wiedergibt. Die BRK ist damit zu Recht davon ausgegangen, dass die Bf. die Frist für das Begehren um Zustellung des baurechtlichen Entscheids verpasst hat (E. 2.3).<br/>Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEIS">BEWEIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEISLAST">BEWEISLAST</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEISWÃRDIGUNG">BEWEISWÃRDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EHEGATTE">EHEGATTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRIST/-EN">FRIST/-EN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: RECHTSSCHUTZ">RECHTSSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZEUGENEINVERNAHME">ZEUGENEINVERNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZEUGE/ZEUGIN">ZEUGE/ZEUGIN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 315 Abs. I PBG</span><br/><span class="gerade">§ 316 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 7 Abs. 2 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 52 Abs. 2 VRG</span><br/><span class="ungerade">Art. 8 ZGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 14. Januar 2003 erteilte die BaubehÃ¶rde der Gemeinde X Herrn B die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Neubau eines Mehrfamilienhauses unter Abbruch des bestehenden Wohnhauses auf dem GrundstÃ¼ck Kat.Nr. 01 an der L-Strasse in X. â Gegen die Baubewilligung rekurrierten A und ein Mitrekurrent an die Baurekurskommission II mit dem Antrag, die Baubewilligung sei aufzuheben.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschluss vom 30. September 2003 trat die Baurekurskommission II auf den Rekurs von A nicht ein. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte die Rekurskommission aus, gemÃ¤ss § 315 in Verbindung mit § 316 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) sei nur derjenige zum Rekurs berechtigt, der innert 20 Tagen seit der Ã¶ffentlichen Bekanntmachung des Bauvorhabens bei der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde schriftlich die Zustellung des baurechtlichen Entscheids verlangt habe. Diese Frist sei vorliegend am 21. November 2002 abgelaufen. Das Zustellungsbegehren der Rekurrentin trage indessen den Eingangsstempel vom 22. November 2002. Sie habe zwar geltend gemacht, ihr Ehemann habe das entsprechende Schreiben am 19. November 2002 in den Briefkasten beim Haupteingang des Gemeindehauses eingeworfen. HierfÃ¼r habe sie ihren Ehemann und zwei weitere Personen, welche den Vorgang beobachtet hÃ¤tten, als "Zeugen" angerufen. Die genannten Personen seien von der Rekurskommission als Auskunftspersonen schriftlich befragt worden. Einzig die Auskunftsperson D habe daraufhin eine Stellungnahme abgegeben, worin er bestreitet, den von der Rekurrentin behaupteten Vorgang am 19. November 2002 beobachtet zu haben. Ansonsten lÃ¤gen keine Anhaltspunkte dafÃ¼r vor, dass der fragliche Umschlag tatsÃ¤chlich fristgerecht bis zum 21. November 2002, 24 Uhr, eingeworfen worden sei. Mithin kÃ¶nne gestÃ¼tzt auf den behÃ¶rdlichen Eingangsstempel und die AusfÃ¼hrungen der Auskunftsperson als erstellt gelten, dass die Rekurrentin die in § 315 PBG statuierte Frist nicht eingehalten und damit ihr Rekursrecht verwirkt habe.</p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><b>III.</b></p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 1./4. November 2003 beantragte A dem Verwaltungsgericht, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und die Vorinstanz einzuladen, auf den Rekurs materiell einzutreten. Sodann stelle sie die Zusprechung einer "allfÃ¤llige(n) UmtriebsentschÃ¤digung [...] in das Ermessen des Gerichts".</p> <p class="Urteilstext">Die Baurekurskommission II, die BaubehÃ¶rde X und der private Beschwerdegegner beantragten Abweisung der Beschwerde; letzterer liess zudem die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung beantragen.</p> <p class="Urteilstext">Die Parteivorbringen werden, soweit wesentlich, nachfolgend wiedergegeben.</p> <p class="Zwischentitel"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span>Streitig ist einzig, ob die Vorinstanz der BeschwerdefÃ¼hrerin zu Recht die Rekursbefugnis aberkannt hat, weil sie die Zustellung des baurechtlichen Entscheids gemÃ¤ss § 315 PBG nicht rechtzeitig verlangt hat.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span>Wer AnsprÃ¼che aus dem Planungs- und Baugesetz wahrnehmen will, hat gemÃ¤ss § 315 Abs. 1 PBG innert 20 Tagen seit der Ã¶ffentlichen Bekanntmachung bei der Ã¶rtlichen BaubehÃ¶rde schriftlich die Zustellung des baurechtlichen Entscheids zu verlangen. Wer den baurechtlichen Entscheid nicht rechtzeitig verlangt, hat nach § 316 Abs. 1 PBG das Rekursrecht verwirkt. Es ist unbestritten, dass vorliegend die Frist zur Einreichung des Zustellungsbegehrens am 21. November 2002 um 24.00 Uhr ablief. Laut dem Eingangsstempel der BaubehÃ¶rde ist das Zustellungsbegehren der BeschwerdefÃ¼hrerin dort erst am 22. November 2002 eingegangen. DemgegenÃ¼ber macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, ihr Ehemann habe das Schreiben bereits am 19. November 2002 in den Briefkasten beim Haupteingang des Gemeindehauses eingeworfen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die Beweislast fÃ¼r die fristgerechte Vornahme von fristgebundenen Verfahrenshandlungen trÃ¤gt die handelnde Partei (vgl. Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungs­rechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2.A., ZÃ¼rich 1999, § 11 N. 7). Vorliegend hat somit die BeschwerdefÃ¼hrerin den Nachweis zu erbringen, dass ihr Zustellungsbegehren rechtzeitig bei der Beschwerdegegnerin 2 eingegangen ist. Zu diesem Zweck hat die BeschwerdefÃ¼hrerin vor Vorinstanz ihren Ehemann sowie die Herren E und D, welche den Vorgang angeblich beobachtet hÃ¤tten, als Zeugen angerufen. Da die Baurekurskommissionen kein Recht zur Zeugeneinvernahme besitzen (vgl. KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 7 N. 14), wurden die genannten Personen als Auskunftspersonen schriftlich befragt. Einzig die Auskunftsperson D hat daraufhin eine Stellungnahme abgegeben, worin er indessen bestritt, den von der Rekurrentin behaupteten Vorgang am 19. November 2002 beobachtet zu haben. Angesichts dieser fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin nachteiligen Auskunft, wurde ihr von der Rekurskommission am 24. Juli 2003 Frist zur Stellungnahme angesetzt, verbunden mit der Androhung, dass im Unterlassungsfall Verzicht auf Stellungnahme angenommen wÃ¼rde. Nach zweimaligem erfolglosem Zustellungsversuch mittels eingeschriebener Sendung durfte die Vorinstanz entsprechend der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung annehmen, dass zumindest eine Abholungs­einladung richtig hinterlegt wurde und daher als zugestellt gelten konnte (RB 1998 Nr. 2; KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 28). In Anbetracht des bestehenden ProzessrechtsverhÃ¤ltnisses und der damit gegebenen Wahrscheinlichkeit der Zustellung von Verwaltungsakten bestand fÃ¼r die Rekurrentin eine Empfangspflicht und kann ihr daher eine schuldhafte Annahmeverweigerung vorgeworfen werden. Unter diesen UmstÃ¤nden gilt die VerfÃ¼gung als zugestellt und durfte die Vorinstanz demzufolge androhungsgemÃ¤ss vom Verzicht der Rekurrentin auf Stellungnahme ausgehen. Erst im Beschwerdeverfahren erhobene EinwÃ¤nde gegen die GlaubwÃ¼rdigkeit von D bzw. gegen die Glaubhaftigkeit seiner Aussage sind grundsÃ¤tzlich nicht mehr zu berÃ¼cksichtigen (§ 52 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959; VRG). Dies gilt umso mehr, als der von der BeschwerdefÃ¼hrerin in diesem Zusammenhang angefÃ¼hrte Rechts­streit zwischen ihr und D laut eigenen Angaben im Zeitpunkt der Auskunftserteilung bereits im Gange war. Der frÃ¼heren Geltendmachung entsprechender Zweifel an der Unvoreingenommenheit von D hÃ¤tte demnach nichts entgegengestanden.</span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Im Gegensatz zur Rekurskommission verfÃ¼gt das Gericht zwar Ã¼ber die MÃ¶glichkeit der formellen Zeugeneinvernahme mit entsprechenden strafrechtlichen Folgen bei wissentlicher Falschaussage. Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat indessen bezÃ¼glich der angeblichen Zustellungszeugen D und E vor Verwaltungsgericht keinen dahingehenden Be­weis­antrag mehr gestellt. Hingegen reichte sie mit ihrer Beschwerde eine schriftliche "Versicherung an Eides statt" ihres Ehemanns ein, worin dieser erklÃ¤rt, das fragliche Zustellungsbegehren "am 19. November 2002 persÃ¶nlich in den Briefkasten eingeworfen" zu haben. â Hierzu ist vorab zu bemerken, dass das schweizerische Recht das Beweismittel einer "Versicherung an Eides statt" nicht kennt. Ob diesbezÃ¼glich ein sinngemÃ¤sser Antrag auf Zeugeneinvernahme anzunehmen wÃ¤re, kann offen bleiben. Von einer beantragten Beweisabnahme kann nÃ¤mlich abgesehen werden, wenn das angebotene Beweismittel unerhebliche Tatsachen betrifft oder wenn in antizipierter BeweiswÃ¼rdigung von vornherein gewiss ist, dass der angebotene Beweis keine wesentliche AbklÃ¤rung herbeizufÃ¼hren vermag (KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, § 60 N. 11). Selbst wenn der Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin die in der "Versicherung an Eides statt" gemachten Angaben im Rahmen einer formellen Zeugenaussage wiederholen wÃ¼rde, kÃ¶nnte dieser Aussage keine entscheidende Beweis­kraft beigemessen werden. Im Rahmen der freien richterlichen BeweiswÃ¼rdigung sind sÃ¤mtliche UmstÃ¤nde zu berÃ¼cksichtigen, welche an der GlaubwÃ¼rdigkeit des Zeugen und/oder an der Glaubhaftigkeit seiner Aussage zweifeln lassen. Im Vordergrund steht dabei insbesondere die BeziehungsnÃ¤he des Zeugen zur beweisfÃ¼hrenden Partei sowie ein allfÃ¤lliges selbstÃ¤ndiges Interesse am Verfahrensausgang. Dementsprechend wÃ¤re auch vorliegend die Beweiskraft einer Zeugenaussage von F stark zu relativieren. Als Ehemann der BeschwerdefÃ¼hrerin hat er ein offenkundiges Interesse an einem fÃ¼r diese gÃ¼nstigen Verfahrensausgang, was ihn in einem erheblichen Mass als befangen erscheinen lÃ¤sst.</span></p> <p class="Urteilstext">Im Weiteren macht die BeschwerdefÃ¼hrerin vor Verwaltungsgericht erstmals geltend, ihr Ehemann sei bereits am Abend des 20. November 2002 im Ausland gewesen, was die dort wohnhafte Frau G bezeugen kÃ¶nne. Er mÃ¼sse folglich das Schreiben vor diesem Termin in den Gemeindebriefkasten eingeworfen haben. â Diese Sachdarstellung ist neu und daher im Beschwerdeverfahren nicht mehr zu berÃ¼cksichtigen (§ 52 Abs. 2 VRG). Im Ãbrigen wÃ¤re auch damit keineswegs erstellt, dass das Zustellungsbegehren bereits am 19. und nicht erst am 22. November 2002 in den Gemeindebriefkasten eingeworfen wurde. Die in diesem Zusammenhang beantragte Beweisabnahme kÃ¶nnte folglich auch unterbleiben, weil das angebotene Beweismittel keine rechtserhebliche Tatsache betrifft.</p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>DemgegenÃ¼ber besteht kein begrÃ¼ndeter Anlass an der Sachlage, wie sie sich aufgrund des behÃ¶rdlichen Eingangsstempels prÃ¤sentiert, zu zweifeln. GemÃ¤ss der Darstellung der BaubehÃ¶rde wird der Gemeindebriefkasten tÃ¤glich geleert, woraufhin die Sendungen an die jeweiligen Abteilungen verteilt und dort gleichentags mit dem Eingangsstempel versehen werden. Was die BeschwerdefÃ¼hrerin dagegen vorbringt, erschÃ¶pft sich in unsubstanziierten Gegenbehauptungen. Entgegen ihren AusfÃ¼hrungen ist denn auch nicht anzunehmen, dass eine angeblich bereits am 19. November bei der Gemeindeverwaltung eingeworfene Sendung erst am 22. November von der Eingangskontrolle erfasst wird.</span></p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend hat demnach die Vorinstanz, gestÃ¼tzt auf den Eingangsstempel und die AusfÃ¼hrungen der Auskunftsperson D, zu Recht geschlossen, dass die heutige BeschwerdefÃ¼hrerin die Frist gemÃ¤ss § 315 PBG verpasst und demzufolge ihr Rekursrecht verwirkt hat (§ 316 PBG). </p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegrÃ¼ndet und ist abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig und steht ihr eine UmtriebsentschÃ¤digung von vornherein nicht zu. Dagegen ist sie gestÃ¼tzt auf § 17 Abs. 2 lit. b VRG zu einer ParteientschÃ¤digung an den privaten Beschwerdegegner zu verpflichten; angemessen sind Fr. 500.-.</p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'090.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird verpflichtet, dem privaten Beschwerdegegner eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen, zahlbar innert 30 Tagen ab Zustellung dieses Entscheids.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal">5. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>