<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2018.00071</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Annaheim<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Gerichtsschreiberin Fonti</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 31. Juli 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch CAP Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Dr. iur. Y.___, Leistungen und Services Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach, 8010 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___, geboren 1984, ist seit dem 1. September 2014 bei der Z.___ als Sachbearbeiterin in einem 50 %-Pensum angestellt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 7/23/6 Ziff. 5.4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Unter Hinweis auf eine Depression</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> meldete</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sich am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">25. November 2015</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei der Invalidenversicher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/23</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Die Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und erwerbliche Situation ab und holte bei Prof. Dr. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ein </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">psychiatrisches</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achten ein, das am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">17. Dezember 2016 erstattet wurde (Urk. 7/42</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p><span> </span><span>Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk.</span><span> 7/44</span><span>; Urk.</span><span> 7/45+49</span><span>)</span><span> - in welchem beim Gutachter eine ergänzende Stellungnahme eingeholt wurde (Urk. 7/50, Urk. 7/53, Urk. 7/55) -</span><span> verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom </span><span>5. Januar 2018 </span><span>einen Rentenanspruch (Urk.</span><span> 7/57</span><span> = </span><span>Urk. </span><span>2)</span><span>.</span></p><p><br/></p><p><span>2.</span><span> </span><span>Die Versicherte erhob am 18. Januar 2018</span><span> Beschwerde gegen die Verfügung vom </span><span>5. Januar 2018</span><span> (</span><span>Urk. </span><span>2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr </span><span>min</span><span>destens eine halbe Rente</span><span> zuzusprechen</span><span>. Sodann sei die IV-Stelle zu verpflichten, die Kosten für den Bericht von Dr. B.___ vom 26. Mai 2017 zu übernehmen</span><span> (</span><span>Urk. </span><span>1 S. 2</span><span> oben</span><span>).</span></p><p><span> </span><span>Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom </span><span>1. März 2018 (Urk. 6</span><span>) Abweisung der Beschwerde. Dies wurde </span><span>der Beschwerdeführerin am 2. März 2018</span><span> zur Kenntnis gebracht (Urk.</span><span> 8</span><span>).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Rentenanspruch entsteht gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1). Der Anspruch entsteht nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG beanspruchen kann (Abs. 2). Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3). Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50 %, so werden die entsprechenden Renten nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Diese Voraussetzung ist auch von Angehörigen zu erfüllen, für die eine Leistung beansprucht wird (Abs. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähig ist (BGE 125 V 256 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4b/cc).</span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 5. Januar 2018 (Urk. 2) davon aus, aufgrund der getätigten Abklärungen sei ausgewiesen, dass bei der Beschwerdeführerin kein Gesundheitsschaden vorliege, welcher diese längerfristig in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtige. Die vom psychiatrischen Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achter erwähnten Einschränkungen respektive die Diagnosestellung könne nicht nachvollzogen werden (S. 2 oben). Es sei durchaus nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 2013 in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Inzwischen habe sich der Gesundheitszustand durch die Therapie aber soweit verbessert, dass zum heutigen Zeitpunkt keine schwere psychische Störung mehr vorliege und eine invalidisierende gesundheitliche Beeinträchtigung zu verneinen sei. Dies auch wenn die Therapie gemäss Gutachter als adäquat zu betrachten sei. Schlussfolgernd sei festzuhalten, dass aus Sicht des Rechtsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wenders eine invalidisierende gesundheitliche Beeinträchtigung weiterhin zu ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neinen sei. Auf die gutachterlich attestierte Arbeitsunfähigkeit könne nicht abgestellt werden (S. 2 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (Urk. 1), die Diagnose einer schizoaffektiven Störung nach ICD-10 F25.2 sei unstreitig und derart verlässlich gestellt worden, dass sie hinsichtlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Überprüf- und Objekti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vierbarkeit mit einer somatischen Diagnose gleichzusetzen sei. Daher sei auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nach der geltenden Rechtsprechung eine Indikatorenprüfung weder geeignet noch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nötig. Das psychiatrische Gutachten, die Stellungnahmen des Regionalen Ärzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Dienstes (RAD) und die Berichte des behandelnden Psychiaters würden eine (rentenrelevante) Erwerbsunfähigkeit von 50 % rechtsgenüglich nachweisen (S. 8 Ziff. 2.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die angestammte Tätigkeit sei mit der heutigen Tätigkeit als Sachbearbeiterin Packmittel gleichwertig, und für beide Tätigkeiten sei eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. Gestützt auf einen Prozentvergleich sei ihr daher eine halbe Invalidenrente zuzusprechen (S. 11 Ziff. 4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch zu Recht verneinte.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht des Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chotherapie, vom 26. Juli 2016 (Urk. 7/34), stellte dieser folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gemischte schizoaffektive Störung mit zum Teil schweren depressiven Ei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">brüchen und präpsychotischen Erregungszuständen, aktuell ICD-10 F25.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Differentialdiagnose (DD): bipolare Störung</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf somatoforme Störung ICD-10 F45.8</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin habe bis zur jetzigen Erkrankung keine psychiatrischen oder psychologischen Behandlungen gehabt. Seit November 2012 sei sie dann jedoch zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben worden (zunächst durch den Haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arzt). Es sei eine psychotherapeutische Behandlung eingeleitet und ihr 150 mg Venlafaxine verordnet worden, welche Medikation wegen Nebenwirkungen habe gestoppt werden müssen. Weiter seien Antidepressiva gegeben worden. Diese hätten jedoch zu antriebsgesteigerten Erregungszuständen geführt. Von den ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesetzten Neuroleptika habe nur Quetiapin gewirkt, und mit einer Gabe von Seroquel bis maximal 200 mg täglich sei es ihr im weiteren Verlauf wieder gelungen, zu 50 % zu arbeiten. Eine weitere Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei nicht möglich gewesen, da die Beschwerdeführerin nur mit grosser Anstrengung das jetzige Pensum bewältigen könne. Zu Hause würden bis heute der Ehemann, die Mutter und weitere Verwandte die Hausarbeit erledigen. Seit September 2014 habe sie die 50%ige Stelle als Sachbearbeiterin bei der Z.___ inne. Wiederholt sei es in den letzten Jahren zu krisenhaften Zuspitzungen ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kommen, bei denen die Beschwerdeführerin verzweifelt den Referenten angerufen habe und die Medikation schrittweise habe erhöht werden müssen. Daneben sei es zu einer enormen Gewichtszunahme von 68 auf 96 kg gekommen, was die Beschwerdeführerin zusätzlich psychisch sehr belaste und die Möglichkeiten einer neuroleptischen Therapie limitiere. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aktuell sei etwas Beruhigung eingekehrt, wobei die Beschwerdeführerin jedoch weiterhin psychisch sehr fragil sei. Bei der im Juni 2016 durchgeführten Kon-sultation sei sie bewusstseinsklar, allseits orientiert, im formalen Gedankengang kohärent und ohne Hinweis auf aktuelle inhaltliche Denkstörungen gewesen. Sie sei eingeengt auf ihre schwierige Situation mit psychischer Erkrankung und den Anforderungen als berufstätige Mutter. Bekannt sei eine Episode mit optischen Halluzinationen. Die Beschwerdeführerin führe auch eine „</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hassliste</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">”</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> in der 24 Personen genannt würden, von denen sie sich gehasst fühle. Affektiv sei sie innerlich angespannt, depressiv, erschöpft und müde. Der Antrieb sei reduziert. Sie führe öfters laut Selbstgespräche. Aktuell gebe es keine Hinweise auf akute Suizidalität oder Fremdgefährdung (Ziff. 1.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin kommuniziere mit Dr. B.___ primär via Telefon und Email, da sie berufstätig und durch die Familie beansprucht sei und ihre psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chische Störung am ehesten auf Medikamente anspreche. In Krisensituationen erfolg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Konsultationen in der Praxis. Eine Steigerung der aktuellen Medikation mit Quetiapin sei wegen der schon jetzt massiven Gewichtszunahme nicht mög</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich (Ziff. 1.5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. B.___ attestierte der Beschwerdeführerin eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem Jahr 2013 bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung. Zuvor sei sie ein Jahr lang zu 100 % arbeitsunfähig gewesen (Ziff. 1.6). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Prof. Dr. A.___ erstattete am 17. Dezember 2016 im Auftrag der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin ein psychiatrisches Gutachten (Urk. 7/42). Er diagnostizierte eine gemischte schizoaffektive Störung (ICD-10 F25.2; S. 36 lit. E.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die psychische Erkrankung sei nach jahrelanger Überbelastung als Mutter dreier Kinder, Hausfrau und Berufstätige in einem 100 %-Pensum aufgetreten. Die psy-chosozialen Belastungsfaktoren seien für die Krankheitsauslösung mitursächlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gewesen, würden jedoch im Verlauf und aktuell das psychopathologische Störu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ngs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bild nicht dominieren. Die psychiatrischen Symptome seien durch eine Störung von Krankheitswert ausgelöst (S. 33 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aktuell würden im Psychopathologischen leicht depressive Symptome und vor allem neurokognitive Störungen das Bild und die Fähigkeitseinbussen be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stimmen. Bei verminderter Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit sowie vermin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derter Konzentration und psychophysischer Spannkraft und vereinzelt auftreten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den präpsychotischen Symptomen sei von einer seit November 2012 anhaltenden Einschränkung der mittel- und langfristigen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin auszugehen. Die vom behandelnden Psychiater Dr. B.___ mit Bericht vom 26. Juli 2016 gestellte Diagnose einer schizoaffektiven Störung sei nachvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziehbar (S. 34 oben). Prof. Dr. A.___ führte weiter aus, er könne allerdings diagnostisch eine somatoforme Schmerzstörung nicht bestätigen. Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin habe keine hierzu passenden Symptome geschildert. Die Untersuchung des Blutserumspiegels für Quetiapin zeige einen unzureichenden Wirkspiegel. Es sei eine Dosiserhöhung und regelmässige Kontrolle des Blutserumspiegels anzuraten (S. 34 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aus gutachterlicher Sicht würden keine Verdeutlichungstendenzen, keine Aggra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vation oder gar Simulation vorliegen. Das Verhalten während der Exploration sei mit den geklagten Beschwerden konsistent gewesen. Die Beschwerdeführerin sei als offen und authentisch erlebt worden (S. 33 unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es liege ein psychisches Störungsbild vor, welches einem mässigen Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die mittel- und langfristige Arbeitsfähigkeit entspreche. Es sei seit November 2012 bis etwa zum Sommer 2013 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aufgrund der vorgenannten handicapierenden Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung bei einer schizoaffektiven Psychose auszugehen. Seit Sommer 2013 liege anhaltend eine schätzungsweise 50%ige Arbeitsfähigkeit in zuletzt ausgeübter und adaptierter Tätigkeit vor (S. 34 unten). Gemäss MINI-ICF sei die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin in den Bereichen Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, Durchhaltefähigkeit sowie Spontan-Aktivitäten mittelgradig eingeschränkt. In allen anderen Bereichen bestehe eine leichte Einschränkung mit Ausnahme der Selbstpflege (keine Einschränkung) und der Verkehrsfähigkeit (nicht beurteilt, gemäss Prof. Dr. A.___ durch die zuständigen Behörden zu überprüfen; S. 35). Es seien nur einfache, geistig wenig anspruchsvolle Tätigkeiten ohne hohe Verantwortung für Menschen, Tiere oder wichtige Produktionsabläufe auszuüben (S. 36 lit. F).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gutachten von Prof. Dr. A.___ wurde dem RAD zur Stellungnahme vorgelegt. Dieser beurteilte das Gutachten als schlüssig und nachvollziehbar und er schloss sich der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des Gutachters an (Stellungnahme vom 6. Januar 2017, Urk. 7/43/4-5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Am 26. Mai 2017 verfasste der behandelnde Dr. B.___ zuhanden der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin eine Stellungnahme (Urk. 7/48). Er führte aus, die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin leide seit mindestens fünf Jahren an einer gemischten schizoaffektiven Störung und sei in dieser Zeit mit verschiedensten Neuroleptika, Antidepressiva und Benzodiazepinen behandelt worden. Dies mit jeweils steigender Dosis in unterschiedlichsten Darreichungsformen und Medikamententypen, welche geeig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">net gewesen seien, die zugrundeliegende schwere psychische Grunderkrankung zu behandeln. Unter den verabreichten Substanzen hätten sich alleine Neuro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leptika als effektiv erwiesen. Dies allerdings unter dem Nebeneffekt, dass die Beschwerdeführerin unter schon geringen Dosen innert kürzester Zeit massiv an Körpergewicht zugenommen habe. Eine derart massive Gewichtszunahme sei für die meisten Neuroleptika nicht untypisch (S. 1 oben). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Versuch mit dem Neuroleptikum Aripiprazol, welches etwas seltener Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zunahmen auslöse, sei ebenfalls fehlgeschlagen, da die Beschwerdeführerin nach der Einnahme unter starker Unruhe, Angst und Schlaflosigkeit gelitten habe. Dies seien typische, wissenschaftlich dokumentierte Nebenwirkungen dieses Medikaments. Das Neuroleptikum Risperidon führe zu Kopfschmerzen, Schlaf-losigkeit und Agitation, und das Neuroleptikum Olanzapin habe noch extremere Essattacken zur Folge gehabt. Antidepressiva verstärkten die initial bestehende Angetriebenheit und innere Unruhe. Temesta habe die Beschwerdeführerin beruhigt, könne jedoch wegen des starken Suchtpotentials nicht als Dauertherapeutikum eingesetzt werden (S. 1 Mitte). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Von allen in den letzten Jahren eingesetzten Substanzen habe sich allein Quetiapin, das heisse Seroquel, als nützlich und wirksam erwiesen. Schon bei Dosen ab 50 mg habe sich starke Müdigkeit sowie extremer Appetit und Hunger eingestellt. Die aufgrund der rasanten Gewichtszunahme gleichermassen gestiegenen kardiovaskulären Risiken würden in der Gesamtschau aus ärztlicher Sicht eine weitere Erhöhung dieses Neuroleptikums limitieren. Die Folgerisiken an lebens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wichtigen Organen (Herz-Kreislaufsystem, Diabetesrisiko) hätten aus ärztlicher Sicht sorgfältig gegen den allfälligen „</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Benefit”</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> einer kurzfristigen Erhöhung der Arbeitsfähigkeit abgewogen werden müssen (S. 1 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die psychotischen Beschwerden der genetisch vorbelasteten jungen Mutter seien </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilweise therapieresistent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und eine Erhöhung der Medikation sei, so Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">B.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, unverantwortbar (S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin gelangte mit zwei Rückfragen - einerseits, wie die gesundheitlichen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit psychiatrisch zu erklären seien, und andererseits, welche Therapie-Optionen es zur Verbesserung der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit noch gäbe (vgl. Urk. 7/50) - an Prof. Dr. A.___. Dieser nahm dazu am 10. Oktober Stellung (Urk. 7/53). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Prof. Dr. A.___ hielt nochmals fest, die Beschwerdeführerin leide an einer schizoaffektiven Störung, welche bei ihr zu den bereits im Gutachten genannten Einschränkungen gemäss MINI-ICF führe (Urk. 7/53/2). Der neuste psychiatrische Bericht des behandelnden Psychiaters beschreibe sehr eindrücklich zahlreiche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">leit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liniengerechte medikamentöse Therapieversuche, die wegen erheblicher Nebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wirkungen hätten sistiert werden müssen. Aus medizinischer Sicht seien die Ausführungen des behandelnden Dr. B.___ vollumfänglich nachvollziehbar und würden im klinischen Alltag leider „</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gewöhnliche”</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Probleme darstellen (Urk. 7/53/3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gutachten von Prof. Dr. A.___ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beruht auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">für die strittigen Belange umfassenden Untersuch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden in angemessener Weise. Sodann wurde es in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet und trägt der konkreten medizinischen Situation Rechnung. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gezogenen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begründet. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gutachten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ist für die Beantwortung der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sich stellenden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Fragen umfassend und erfüllt die praxisgemässen Kriterien (vgl. vorstehend E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. 1.5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) vollumfänglich, so dass für die Entscheidfindung darauf abgestellt werden kann.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sowohl der begutachtende Psychiater Prof. Dr. A.___ wie auch der behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">delnde Facharzt Dr. B.___ kamen zum Schluss, die Beschwerdeführerin leide an einer schizoaffektiven Störung und sei deshalb zu 50 % in ihrer Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit eingeschränkt. Diese Einschätzungen wurden vom RAD als nachvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziehbar und schlüssig beurteilt, weshalb sich auch letzterer deren Beurteilung anschloss. Trotz der überzeugenden und übereinstimmenden fachärztlichen Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilung, es liege aus psychiatrischer Sicht eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit vor, gelangte die Beschwerdegegnerin zum Schluss, es sei kein Gesundheitsschaden vorhanden, welcher die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit einschrän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ken würde. Sie begründete dies mit noch nicht ausgeschöpften Therapieoptionen und insgesamt unauffälligen objektiven Befunden (vorstehend E. 2.1). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Entgegen der Darstellung der Beschwerdegegnerin trifft es nicht zu, dass die Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nosestellung durch Prof. Dr. A.___ aufgrund unauffälliger Befunde nicht nachvollziehbar ist. Der Gutachter führte aus, die psychiatrische Einordnung des Leidens respektive die Diagnosestellung seien mittels aktueller Verhaltens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beobachtung sowie einer Längsschnittbeurteilung aufgrund der dokumentierten Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">funde und des selbst erhobenen Psychostatus erfolgt. Sodann seien labor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mische Untersuchungen und ein neuropsychologischer Zusatzuntersuch mit eingeflossen (Urk. 7/42/29 Ziff. 2). Es wäre aufgrund der gestellten Diagnose nicht unge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wöhnlich gewesen, wenn der erhobene Befund im Zeitpunkt der Begut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achtung „</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unauffällig”</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> gewesen wäre, wie es die Beschwerdegegnerin bezeichnete, da ein episodischer Verlauf durchaus mit der betreffenden Diagnose vereinbar ist (vgl</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Dilling/Mombour/Schmidt [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">[F], 10. Auflage, Bern 2015, S. 151</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Allerdings ist zu betonen, dass der vom Gutachter erhobene Psychostatus nicht einfach bland war, wie dies die Darlegung der Beschwerdegegnerin vermuten liesse: Die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deführerin wies auf imperatives Stimmenhören hin und es wurde mit zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmender Explorationsdauer ein Abfallen der Konzentration und Aufmerksam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit beobachtet, wobei sie dem Untersuchungsverlauf inhaltlich zeitweilig nicht folgen konnte. Die Schwingungs- und Freudfähigkeit sowie die Interessen der Beschwerdeführerin waren reduziert, und es war ein leicht reduzierter Antrieb festzustellen. Die Beschwerdeführerin wirke ”</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">läppisch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">”. Das Selbstwerterleben war reduziert (Urk. 7/42/28-29). Die leicht depressiven Symptome und vor allem die neurokognitiven Störungen bestimmten die Fähigkeitseinbussen. Daneben hielt der Gutachter eine verminderte Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit, eine ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">minderte psychophysische Spannkraft und vereinzelt auftretende präpsycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tische Symptome für ausgewiesen (Urk. 7/42/34 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann die ärztliche Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeitsschätzung, zumindest ohne einlässliche Befassung mit den spezifischen normativen Vorgaben und ohne entsprechende Begründung, zwar den rechtlich geforderten Beweis des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 Abs. 2 ATSG) nicht erbringen, weil sie weitgehend vom Ermessen des medizinisch-psychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trischen Sachverständigen abhängt. Die medizinische Einschätzung der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit ist aber eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 140 V 193 E. 3.2). Dabei gilt, dass die versicherte Person als grundsätzlich gesund anzusehen ist und sie ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen kann (vgl. BGE 141 V 281 E. 3.7.2). Hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit haben sich sowohl die medizinischen Sachverständigen als auch die Organe der Rechtsanwendung bei ihrer Einschätzung des Leistungsvermögens an den normativen Vorgaben zu orientieren; die Gutachter im Idealfall gemäss der entsprechend formulierten Fragestellung (BGE 141 V 281 E. 5.2). Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere daraufhin, ob die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">418 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 6). Im Rahmen der Beweiswürdigung obliegt es den Rechtsanwendern zu überprüfen, ob in concreto ausschliesslich funktionelle Ausfälle bei der medi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zinischen Einschätzung berücksichtigt wurden und ob die Zumutbarkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilung auf einer objektivierten Grundlage erfolgte (BGE 141 V 281 E. 5.2.2; Art. 7 Abs. 2 ATSG). Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens stattfinden (BGE 141 V 281 E. 5.2.3; vgl. auch Andreas Traub, in: Ueli Kieser [Hrsg.], Sozialversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechtstagung 2016, S. 142 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.3), sondern im Rahmen der Beweiswürdigung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den nor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mativen Vorgaben Rechnung tragen (BGE 141 V 281 E. 6; Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts 8C_260/2017 vom 1. Dezember 2017 E. 4.2.4). Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">themen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 143 V 418 E. 6; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 144 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">V 50 E. 4.3).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dementsprechend ist vorliegend anhand der Standardindikatoren zu prüfen, ob ausgehend von den dargelegten Befunden und der gestellten Diagnose deren funktionelle Auswirkung - nämlich die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 50 % - mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">281</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Auspr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">ägung der diagnoserelevanten Bef</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">unde (E. 4.3.1.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)</span></p><p><span>-</span><span>Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sourcen, E. 4.3.2)</span></p><p><span>-</span><span>Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3) </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">druck (E. 4.4.2)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beweisrechtlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entscheidend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">März 2018 E. 7.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich der Gesundheitsschädigung ergibt sich aufgrund der Berichte des behandelnden Psychiaters wie auch des psychiatrischen Gutachtens, dass mit Blick auf den erhobenen Psychostatus, die Verhaltensbeobachtung sowie die Längs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schnittbeurteilung auf die Diagnose einer gemischten schizoaffektiven Störung geschlossen werden kann; es liegt ein psychisches Störungsbild vor, welches zu einem mässigen Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Gutachter hielt zwar eine jahrelange Überbelastung als Mutter dreier Kinder, Hausfrau und Berufstätige in einem 100 %-Pensum fest, was als psychosoziale Belastungsfaktoren für die Krankheitsauslösung mitur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sächlich war. Allerdings sind weder der Verlauf noch das aktuelle Störungsbild von psychosozialen Belastungsfaktoren dominiert. Das Krankheitsgeschehen ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach fachärztlicher Beurteilung auf einen versicherten Gesundheitsschaden zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ück</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zuführen (vorstehend E. 3.2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz ist festzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten, dass die Beschwerdeführerin im Verfügungszeitpunkt während bereits fünf Jahren in psychiatrischer Behandlung stand. Ein bis zwei Mal pro Monat fanden Konsultationen in der Praxis von Dr. B.___ statt und ein bis zwei Mal erfolge eine Konsultation per Telefon (Urk. 7/42/25 Ziff. 2.5). Im besagten Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">raum von fünf Jahren liess sich die Beschwerdeführerin sodann mit verschie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">densten Medikamenten (Neuroleptika, Antidepressiva, Benzodiazepine) in steigen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Dosis und in unterschiedlichsten Darreichungsformen behandeln. Im Rahmen medikamentöser Therapieversuche traten erhebliche Nebenwirkungen auf, weshalb diese – mit einer Ausnahme - sistiert wurden. Prof. Dr. A.___ hielt fest, die Beschwerdeführerin befinde sich in guter regelmässiger psychia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trischer Betreuung und diese sei so weiterzuführen (Urk. 7/42/37 lit. G). Die Bemühungen des behandelnden Psychiaters waren aus Sicht des Gutachters Prof. Dr. A.___ überdurchschnittlich und leitliniengerecht. Es könne der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin mit den aktuell verfügbaren Mitteln der Medizin nur bedingt geholfen werden. Sie sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">„schlicht und einfach psychisch krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">” (Urk. 7/53/4). Dieser Ansicht des Gutachters ist vorliegend zu folgen. Es ist der Beschwerdeführerin - im Rahmen der von ihr auch zu erwartenden Kooperation - positiv anzurechnen, dass sie sich den zahlreichen medikamentösen Therapieversuchen unterzog. Die Therapiemassnahmen haben als ausgeschöpft und die Therapieversuche als zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mindest teilweise gescheitert zu gelten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Eine eigentliche Komorbidität liegt vorliegend nicht vor, wobei aber allenfalls die erhebliche Gewichtszunahme, welche auf die Nebenwirkung der medikamentösen Therapien zurückgeführt wird, in Betracht zu ziehen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Komplex ”Persönlichkeit” (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen) ist auf die Bemühungen der Beschwerdeführerin zu verweisen, im Erwerbsleben zu bleiben und ihr 50%iges Arbeitspensum zu bestreiten. Ü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> weitere persönliche Ressourcen verfügt sie nicht. Insbesondere kann sie den Haushalt neben der Erwerbstätigkeit nicht mehr erledigen. Vom Gutachter wurde namentlich eine ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">minderte Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit sowie eine verminderte psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">physische Spannkraft festgehalten (vorstehend E. 3.2). Ein gemischtes Bild zeigt sich (auch) im Bereich des sozialen Kontextes: Zwar geht die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin wie dargelegt jeweils halbtags einer Erwerbstätigkeit nach. Dies belastet sie jedoch im Familienleben, indem sie keine Aufgaben im Rahmen der Haushaltsführung mehr übernehmen kann. Sie hat nach eigenen Angaben eine gute Freundin (Urk. 7/42/21 oben), wobei aus dem von ihr beschriebenen Tagesablauf (Urk. 7/42/25 Ziff. 2.3), den Angaben zu Hobbies und sozialen Kontakten (Urk. 7/42/20-21) nicht geschlossen werden kann, dass sie intensive soziale Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">takte pflegen würde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Hinblick auf den beweisrechtlich entscheidenden Aspekt der Konsistenz ist bedeutsam, dass die Beschwerdeführerin einer 50%igen Erwerbstätigkeit nach-geht und dementsprechend bemüht ist, die noch vorhandenen Ressourcen zu nutzen. Es ist mit der attestierten Arbeitsunfähigkeit von 50 % sodann vereinbar, dass sie sich angesichts der ausgeschöpften Restarbeitsfähigkeit weder an der Haushaltsführung beteiligt noch - nebst der Erwerbstätigkeit - anderweitigen ausserhäuslichen Aktivitäten nachgeht. Dies zeigt, dass ihr Aktivitätsniveau aufgrund ihrer Teilerwerbstätigkeit ausgeschöpft ist und spricht für eine konsistente Einschränkung in allen vergleichbaren Lebensbereichen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin hat wie erwähnt zahlreiche medikamentöse Therapie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versuche hinter sich. Sie nimmt zudem eine psychotherapeutische Behandlung in Anspruch, wobei ihr behandelnder Psychiater festhielt, das primäre Augenmerk liege auf der medikamentösen Therapie, da ihre psychische Störung am ehesten auf Medikamente anspreche (vorstehend E. 3.1). In seinem Gutachten wies Prof. Dr. A.___ zwar auf einen unzureichenden Wirkungsspiegel für Quetiapin hin (vorstehend </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 3.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Dazu nahm der behandelnde Psychiater Stellung und legte nachvollziehbar dar, weshalb eine Erhöhung der Medikamentendosis aus ärzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">licher Sicht derzeit nicht möglich ist (vorstehend E. 3.4). Prof. Dr. A.___ pflichtete den Ausführungen des behandelnden Dr. B.___ in der Folge voll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">umfänglich bei (vorstehend E. 3.5). Dementsprechend ist der niedrige Medika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenspiegel der Beschwerdeführerin nicht negativ auszulegen. Es ist auch bezüglich des Indikators des behandlungs- und eingliederungsanamnestisch aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gewiesenen Leidensdrucks von einem konsistenten Gesamtbild auszugehen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammengefasst führt die Prüfung anhand der massgebenden Indikatoren zum Schluss, dass der Beurteilung des Gutachters wie auch des behandelnden Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chiaters, wonach die gemischte schizoaffektive Störung eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirkt, schlüssig und widerspruchsfrei gefolgt werden kann und diese mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten ist der medizinische Sachverhalt dahingehend erstellt, dass die Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen Tätigkeit als Sachbearbeiterin wie auch in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 50 % arbeitsunfähig ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Es bleiben die erwerblichen Auswirkungen der 50%igen Arbeitsunfähigkeit zu prüfen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin ist Mutter dreier Kinder, geboren 2000, 2002 und 2005</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Vor ihrer aktuellen Tätigkeit bei der Z.___ war sie nach eigenen Angaben stets in einem Vollzeitpensum tätig (vgl. Urk. 7/42/21 Ziff. 1.3) und erledigte daneben Aufgaben im Haushalt der Familie (vgl. Urk. 7/42/23 unten). Vor diesem Hintergrund und da ihr jüngstes Kind bereits 13 Jahre alt ist, ist es nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall einer Vollzeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erwerbstätigkeit nachgehen würde. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der Gegebenheiten, dass der Beschwerdeführerin nach wie vor ihre bisherige Tätigkeit als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sachbearbeiterin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zumutbar ist, kann diesbezüglich ein Prozentvergleich durchgeführt werden (vgl. zum Prozentvergleich das Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E. 10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. 3a): Da sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im Gesundheitsfalle zu 100 % erwerbstätig wäre, ihr jedoch nur ein 50 %-Pensum zumutbar ist,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> resul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tiert ein Invaliditätsgrad von 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">0 %.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin hat demnach Anspruch auf eine halbe Invalidenrente ab 1. Mai 2016 (vgl. vorstehend E. 1.3). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sie der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> aufzuerlegen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">34 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 des Gesetzes über das Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">messen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">34 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3 GSVGer).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In Anwendung dieser Kriterien ist die Partei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">entschädigung vorliegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auf Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1'700.--</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">K</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">osten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> für den Bericht des Dr. B.___ vom 26. Mai 2017, welche sie allerdings nicht bezifferte (vgl. Urk. 1 S. 2 oben sowie S. 11 f. Ziff. 5), </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fallen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vorliegend nicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unter den Begriff der Parteikosten im Sinne von Art. 61 lit. g ATSG. Dazu gehören nach der Recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung neben den Vertretungskosten besondere</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Auslagen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, die für Abklärungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">massnahmen entstanden sind, welche durch den Versicherer beziehungsweise das kantonale Versicherungsgericht anzuordnen und durchzuführen gewesen wären, an deren Stelle jedoch durch die Partei veranlasst wurden. Praxisgemäss sind solche Kosten zu ersetzen, wenn das eingeholte Gutachten massgebend für die Beurteilung der Streitfrage war (Urteil des Bundesgerichts 9C_178/2010 vom 14. April 2010 E. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies ist v</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">orliegend </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht der Fall. Ausschlaggebende Beweismittel waren vielmehr der Bericht von Dr. B.___ vom 26. Juli 2016 (vorstehend E. 3.1) sowie das Gutachten von Prof. Dr. A.___ (vorstehend E. 3.2). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit ha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">t die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Kosten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> für den besagten Bericht vom 26. Mai 2017 nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Guth</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">eissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozial</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 5.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Januar 2018</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">aufgehoben, und es wird festgestellt, dass die</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">in</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> ab </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Mai 20</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">16</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Anspruch auf eine </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">halbe</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Invalidenrente hat.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 1’700</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">CAP Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubFonti</p><p></p></div> </div></body></html>