P3 23 157 VERFÜGUNG VOM 26. JUNI 2023 Kantonsgericht Wallis Strafkammer Dr. Thierry Schnyder, Richter; Dr. Milan Kryka, Gerichtsschreiber in Sachen X _________, Beschwerdeführerin gegen Y _________, Beschwerdegegnerin und Z _________, Beschwerdegegnerin und STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS WALLIS, Vorinstanz (Beschimpfung; üble Nachrede; Nichtanhandnahme) Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung vom 15. Mai 2023 der STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS WALLIS, - 2 - eingesehen die Eingabe von Lucia Engler a n das Kantonsgericht Wallis datiert auf den 25. und zur Post gegeben am 26. Mai 2023, mit welcher sie gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis vom 15. Mai 2023 Beschwerde erhob; die Verfügung des Kantonsgerichts vom 30. Mai 2023, mit der es der Beschwerdeführe- rin einen Kostenvorschuss von Fr. 1'000.00 auferlegte; den Zustellnachweis der Schweizer Post, wonach diese Verfügung der Beschwerdefüh- rerin am 31. Mai 2023 zugestellt wurde; die Eingabe von Fürsprecher Andreas Imob ersteg, mit der er die Beschwerde namens der Beschwerdeführerin zurückzog; das Schreiben des Kantonsgerichts vom 12. Juni 2023, mit welchem der Fürsprecher gebeten wurde, eine Vollmacht der Mandantin nachzureichen; die übrigen Akten; erwägend dass die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 30. Mai 2023 als Privatkläger in im Sinne von Art. 383 StPO zur Leistung einer Kostensicherheit von Fr. 1'000.00 verpflichtet wurde; dass ihr im Säumnisfall angedroht wurde, auf die Beschwerde nicht einzutreten; dass die Verfügung der Beschwerdeführerin am 31. Mai 2023 ordnungsgemäss zuge- stellt wurde und die Zahlungsfrist damit am 12. Juni 2023 endete; dass die Beschwerdeführerin die Kostensicherheit bis heute nicht geleistet hat; dass demnach androhungsgemäss auf die Beschwerde nicht einzutreten ist; - 3 - dass die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach Obsiegen und Unterliegen zu verlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO), wobei das Nichteintreten dem vollumfänglichen Unterliegen gleichgestellt ist; dass nach Art. 22 lit. g des Gesetzes betreffend den Tarif der Kosten und Entschädigun- gen vor Gerichts - oder Verwaltungsbehörden vom 11. Februar 2009 (GTar; SGS/VS 173.8) für das Beschwerdeverfahren vor der Strafkammer eine Gerichtsgebühr zwischen Fr. 90.00 und Fr. 2'400.00 erhoben werden kann; dass die Gebühr verhältnismässig zu reduzieren ist, wenn das Verfahren nicht zu Ende geführt wird (Art. 14 Abs. 1 GTar); dass Gericht in Ausnahmefällen, namentlich wenn nur ein geringer Aufwand verursacht wurde und keine Spesen angefall en sind, auf die Erhebung einer Gebühr verzichten kann (Art. 14 Abs. 2 GTar); dass vorliegend aufgrund der gesamten Umstände auf die Erhebung einer Gerichtsge- bühr verzichtet werden kann; dass der Beschwerdeführerin als unterliegender Partei keine Parteient schädigung zu- steht; dass die Beschwerdegegnerinnen nicht zur Stellungnahme aufgefordert wurden und die- sen weder Kosten aufzuerlegen sind noch entschädigungspflichtiger Aufwand entstan- den ist; dass Fürsprecher Andreas Imobersteg bis heute keine Vollmacht nachgereicht hat, seine Vertretungsbefugnis folglich nicht nachgewiesen und der vorliegende Entscheid damit der Beschwerdeführerin persönlich zuzustellen ist. Das Kantonsgericht erkennt 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 2. Es werden weder Kosten erhoben noch Parteientschädigungen zugesprochen. Sitten, 26. Juni 2023