A bteilung II B -2188/2006 {T 0 /2 } U rteil vom 22. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter R onald Flury (Vorsitz), R ichterin Eva Schneeberger (Kam m erpräsidentin), R ichter H ans-Jacob H eitz; G erichtsschreiber Kaspar Luginbühl. L._______, Beschw erdeführer, gegen B undesam t für B erufsbildung und Technologie (B B T), Vorinstanz, betreffend A nerkennung eines D iplom s. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. L._______ absolvierte von 2000 bis 2003 an der Berufsakadem ie Thürin- gen in G era (D eutschland) eine dreijährige Ausbildung zum D iplom -Be- triebsw irt und erw arb am 30. Septem ber 2003 den Titel "D iplom -Betriebs- w irt Berufsakadem ie (BA)". Am 14. Februar 2006 ersuchte er das Bundes- am t für Berufsbildung und Technologie (Vorinstanz) um Anerkennung der G leichw ertigkeit seines D iplom s m it einem eidgenössischen Berufsab- schluss bzw . einem eidgenössischen Fachhochschulabschluss. M it Verfügung vom 14. Septem ber 2006 lehnte die Vorinstanz das G esuch von L._______ ab. Zur Begründung führte sie an, dass ein D iplom einer Berufsakadem ie zw ar ein berufsbefähigender tertiärer Abschluss sei, w o- bei es sich aber nicht um einen H ochschulabschluss handle und auch nicht m it einem solchen gleichgestellt w erden könne. D ie Berufsakadem ie Thü- ringen gehöre nicht zu den Fachhochschulen, die in der für die Vorinstanz verbindlichen Liste der H ochschulrektorenkonferenz aufgeführt seien. D ie- se R eferenzliste w erde den Abklärungen in Bezug auf die G leichw ertigkeit m it Fachhochschuldiplom en w ie auch den Zulassungsentscheiden für die Aufnahm e deutscher Studierender an schw eizerische Fachhochschulen zugrunde gelegt. B. G egen diese Verfügung erhob L._______ (Beschw erdeführer) am 25. Septem ber 2006 Beschw erde bei der R ekurskom m ission EVD und be- antragte sinngem äss die G leichstellung seines D iplom s m it dem entspre- chenden D iplom einer eidgenössischen Fachhochschule. D ie Abschlüsse der Berufsakadem ie Thüringen in G era seien deutschland- und europaw eit denen von Fachhochschulen gleichgestellt. D em "D iplom a Supplem ent" könne entnom m en w erden, dass sein Abschluss m it einem Bachelor D e- gree bzw . einem Fachhochschulabschluss vergleichbar sei. Kom m e dazu, dass die Kultusm inisterkonferenz 1995 eine bundesw eite Anerkennung der Abschlüsse von Berufsakadem ien im tertiären Bereich nach dem M odell der Berufsakadem ien in Baden-W ürttem berg beschlossen habe. U nter die- sen Beschluss falle auch die Berufsakadem ie Thüringen. D ass die Ab- schlüsse von Berufsakadem ien jenen von Fachhochschulen gleichgestellt seien, ergebe sich aus dem Thüringer H ochschulgesetz und dem Thürin- ger Berufsakadem iegesetz, w elches Bachelorabschlüsse von Berufsaka- dem ien hochschulrechtlich Fachhochschulabschlüssen gleichstelle. D a- durch kom m e das Land Thüringen dem H ochschulrahm engesetz nach, das die G leichw ertigkeit von einander entsprechenden Studien- und Prüfungs- leistungen sow ie Studienabschlüsse und die M öglichkeit des H ochschul- w echsels gem äss dem Beschluss der Kultusm inisterkonferenz im Jahr 2003 europaw eit gew ährleiste. Aus diesem G rund seien neben den Aus- künften der H ochschulrektorenkonferenz auch die m assgebenden Be- schlüsse der Kultusm inisterkonferenz zu berücksichtigen. Sollte die Aner- kennung seines D iplom s aberm als verw eigert w erden, so sei ihm die M ög- lichkeit einzuräum en, die fehlenden Kenntnisse zu erw erben.3 C . In ihrer Stellungnahm e vom 6. D ezem ber 2006 führte die Vorinstanz aus, dass sie das G leichw ertigkeitsgesuch des Beschw erdeführers gestützt auf Art. 5 der Verordnung vom 11. Septem ber 1996 über Aufbau und Führung von Fachhochschulen beurteilt habe. W enn in der Schw eiz die Ausübung einer Berufstätigkeit durch R echtsvorschriften an den Besitz eines be- stim m ten D iplom s gebunden sei und der G esuchsteller über ein D iplom verfüge, das in der Schw eiz nicht als gleichw ertig anerkannt sei, so beste- he im G egensatz zu Art. 70 der Verordnung vom 19. N ovem ber 2003 über die Berufsbildung nicht die M öglichkeit, durch Ausgleichsm assnahm en die verlangte Q ualifikation zu erreichen. E contrario w ürden auch keine Aus- gleichsm assnahm en angeboten, w enn das ausländische D iplom oder der ausländische Ausw eis nicht m it einem schw eizerischen Fachhochschuldip- lom gleichw ertig sei und die Berufsfähigkeit, die der G esuchsteller aus- üben m öchte, in der Schw eiz nicht reglem entiert sei. W eil der Beschw erdeführer in der Schw eiz kein Studium aufnehm en oder fortführen w olle, finde das Abkom m en zw ischen der R egierung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft und der R egierung der Bundesrepub- lik D eutschland über die gegenseitige Anerkennung von G leichw ertigkeiten im H ochschulbereich vom 20. Juni 1994 im vorliegenden Fall keine An- w endung. D as alte Thüringer Berufsakadem iegesetz qualifiziere das D ip- lom einer Berufsakadem ie als berufsbefähigenden Abschluss, aber nicht als H ochschulgrad. D ieselbe Position nehm e die H ochschulrektoren- konferenz ein. Im neuen Thüringer Berufsakadem iegesetz w erde nirgends erw ähnt, dass "D iplom e der Berufsakadem ie (BA)" hochschulrechtlich den Abschlüssen von H ochschulen gleichgestellt w ürden. Es w erde darauf hin- gew iesen, dass "D iplom e der Berufsakadem ie (BA)" den entsprechenden Fachhochschulabschlüssen als berufsbefähigender Abschluss, nicht aber als H ochschulgrad gleichgestellt seien. Aus diesen G ründen sei das D ip- lom des Beschw erdeführers einem schw eizerischen Fachhochschuldiplom nicht gleichw ertig. Som it sei bereits das Erfordernis der gleichen Bildungs- stufe nicht erfüllt, w eshalb die Frage nach der gleichen Bildungsdauer of- fen bleiben könne. D a der Beruf, den der Beschw erdeführer ausüben w olle, in der Schw eiz nicht reglem entiert sei, brauche er überdies keine Anerkennung seiner Q ualifikationen zu beantragen. Er könne unter denselben Bedingungen w ie ein Schw eizer als Betriebsw irt in der Schw eiz arbeiten. W olle er sich w ei- terbilden, so könne er sich direkt an die Fachhochschulen w enden, w obei es jedoch keine Ausgleichsm assnahm en gebe. D . M it Schreiben vom 11. D ezem ber 2006 inform ierte die R ekurskom m ission EVD den Beschw erdeführer, dass ab dem 31. D ezem ber 2006 alle bei ihr hängigen Verfahren vom Bundesverw altungsgericht übernom m en w ürden. M it Verfügung vom 22. Januar 2007 bestätigte das Bundesverw altungsge- richt die Ü bernahm e des hängigen Verfahrens.4 D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. D er Entscheid des Bundesam tes vom 14. Septem ber 2006 stellt eine Ver- fügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Bst. c des Bundesgesetzes vom 20. D e- zem ber 1968 über das Verw altungsverfahren dar (Vw VG , SR 172.021). G em äss Verw altungsgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32), w elches am 1. Januar 2007 in Kraft getreten ist, unterliegen Verfügungen des Bundesam tes der Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht (Art. 31, Art. 33 Bst. d und Art. 37 VG G i.V.m . Art. 44 Vw VG ). D as Bundesverw altungsgericht hat am 1. Januar 2007 seine Tätigkeit auf- genom m en. Es übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der beim Inkrafttreten dieses G esetzes bei Eidgenössischen R ekurskom - m issionen hängigen R echtsm ittel. D ie Beurteilung erfolgt nach neuem Ver- fahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 VG G ). D er Beschw erdeführer ist Adressat der angefochtenen Verfügung und durch diese berührt. Er hat ein schutzw ürdiges Interesse an deren Aufhe- bung oder Änderung und ist zur Beschw erdeführung legitim iert (Art. 48 Bst. a Vw VG ). Eingabefrist und -form sind gew ahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 Vw VG ), der Kostenvorschuss w urde fristgem äss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 Vw VG ) und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 46 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist daher einzutreten. 2. Auf vorliegenden Sachverhalt kom m t Art. 7 Fachhochschulgesetz (FH SG , SR 414.71) zur Anw endung. In Art. 7 Abs. 5 FH SG w ird die Kom petenz zur R egelung der Anerkennung von ausländischen D iplom en dem Bundesrat übertragen. D abei kann er m it der Aufgabe der Anerkennung D ritte betrau- en. D er Bundesrat hat von seiner R egelungskom petenz G ebrauch ge- m acht und in Art. 5 Abs. 1 Fachhochschulverordnung (FH SV, SR 414.717) bestim m t, dass die Anerkennung von D iplom en durch die Vorinstanz oder durch D ritte vorgenom m en w erden könne. 2.1 D er Beschw erdeführer bringt w eder in seinem G esuch vom 14. Februar 2006 an die Vorinstanz noch in seiner Beschw erde vom 25. Septem ber 2006 an die R ekurskom m ission EVD ausdrücklich vor, aus w elchem G rund er die G leichstellung seines D iplom s m it einem eidgenössischen Fach- hochschuldiplom verlangt. Seinem G esuch und seiner Beschw erde kann jedoch entnom m en w erden, dass er keine so genannte akadem ische Aner- kennung seines D iplom s verlangt, die ihm die Aufnahm e oder die Fortfüh- rung seiner Studien an einer Schw eizer Fachhochschule erlauben w ürde. Auch ist aus seinen Eingaben nicht ersichtlich, dass er die Anerkennung eines in der Schw eiz reglem entierten Berufs w ünscht, der nur m it vorgängiger staatlicher Erlaubnis ausgeübt w erden kann. D ie G ründe des Beschw erdeführers für das G esuch um G leichstellung sind vorliegend je- doch ohnehin nicht von R elevanz, da w eder Art. 7 FH SG noch Art. 5 FH SV die Anerkennung eines D iplom s von den M otiven des G esuchstellers oder von einem bestim m ten Kontext abhängig m achen (vgl. den unveröffentlich- ten Entscheid der R EKO /EVD H A/2005 8 vom 15. M ärz 2006, E. 3.2, w o 5 zw ar auf Art. 68 und 69 des Bundesgesetzes über die Berufsbildung vom 13. D ezem ber 2002 (BBG , SR 412.10) Bezug genom m en w ird, w obei Art. 68 BBG w eitgehend denselben W ortlaut hat w ie Art. 5 FH SV). 2.2 Art. 5 Abs. 1 FH SV bezeichnet die Vorinstanz für die Prüfung der G leich- w ertigkeit als zuständig (E. 2). D ie Zuständigkeit der Vorinstanz ergibt sich ebenfalls aus Art. 3 Abs. 7 e contrario des Abkom m ens zw ischen der R e- gierung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft und der R egierung der Bundesrepublik D eutschland über die G egenseitige Anerkennung von G leichw ertigkeiten im H ochschulbereich vom 20. Juni 1994 (Abkom m en Schw eiz-D eutschland, SR 0.414.991.361), in Kraft getreten am 1. Juli 1995, w onach die Fachhochschulen über die Anerkennung von D iplom en befinden, sofern der G esuchsteller seine Studien an einer Schw eizer Fachhochschule aufnehm en oder fortsetzen w ill. H at er hingegen kein G e- such um akadem ische Anerkennung seines D iplom s gestellt, ist die Vorinstanz zur Beurteilung zuständig. 3. D ie Vorinstanz lehnte die G leichw ertigkeit des D iplom s des Beschw erde- führers m it einem eidgenössischen Fachhochschuldiplom ab, w eil das D ip- lom einer Berufsakadem ie nicht für dieselbe Bildungsstufe w ie ein Fach- hochschuldiplom (H ochschulstufe) ausgestellt w orden sei. Es ist som it strittig, ob die Vorinstanz zu R echt die G leichw ertigkeit des D iplom s des Beschw erdeführers m it einem Fachhochschuldiplom verw eigert hat. 3.1 G rundsätzlich w ird die G leichw ertigkeit von D iplom en gem äss Art. 5 Abs. 1 und 2 FH SV beurteilt. Art. 5 Abs. 3 FH SV behält jedoch völkerrechtliche Verträge vor, w eshalb vorab zu prüfen ist, ob auf vorliegenden Sachverhalt ein völkerrechtlicher Vertrag Anw endung findet. 3.2 Am 1. Juni 2002 trat das Freizügigkeitsabkom m en zw ischen der Schw eiz und der Europäischen G em einschaft und ihren M itgliedstaaten in Kraft (FZA, SR 0.142.112.681). G em äss Art. 1 Bst. a FZA hat dieses zum Ziel, den Staatsangehörigen der Europäischen G em einschaft und der Schw eiz ein R echt auf Einreise, Aufenthalt, Zugang zu einer unselbständigen Er- w erbstätigkeit und N iederlassung als Selbständiger sow ie das R echt auf Verbleib im H oheitsgebiet der Vertragsparteien einzuräum en. In diesem Zusam m enhang bestim m t Art. 9 FZA, dass die Vertragsparteien die erfor- derlichen M assnahm en gem äss Anhang III treffen, um den Staatsangehö- rigen der M itgliedstaaten der Europäischen G em einschaft und der Schw eiz den Zugang zu unselbständigen und selbständigen Erw erbstätigkeiten und deren Ausübung sow ie die Erbringung von D ienstleistungen zu erleichtern. Anhang III trägt die Bezeichnung "G egenseitige Anerkennung beruflicher Q ualifikationen". G em äss diesen Bestim m ungen w enden die Vertragspar- teien im Bereich der gegenseitigen Anerkennung beruflicher Befähigungs- nachw eise untereinander die gem einschaftlichen R echtsakte, auf die Be- zug genom m en w ird, an (vgl. R udolf N ATSC H , G egenseitige Anerkennung beruflicher Q ualifikationen, in: Bilaterale Verträge Schw eiz-EG , Zürich 2002, S. 195 ff.). D azu gehören die R ichtlinien 89/48/EW G des R ates vom 21. D ezem ber 1988 über eine allgem eine R egelung zur Anerkennung der H ochschuldiplom e, die eine m indestens dreijährige Berufsausbildung ab-6 schliessen (nachfolgend: R ichtlinie 89/48/EW G ) und R ichtlinie 92/51/EW G des R ates vom 18. Juni 1992 über eine zw eite allgem eine R egelung zur Anerkennung beruflicher Befähigungsnachw eise in Ergänzung zur R ichtli- nie 89/48/EW G (nachfolgend: R ichtlinie 92/51/EW G ). H insichtlich der Anerkennung der beruflichen Q ualifikationen erfasst das bilaterale Personenfreizügigkeitsabkom m en nur die im Aufnahm estaat reg- lem entierten, d. h. konzessionspflichtigen beruflichen Tätigkeiten. Betref- fend die in der Schw eiz reglem entierten Tätigkeiten hat die Vorinstanz eine Liste publiziert (vgl. Internetseite der Vorinstanz > Them en > Internationale D iplom anerkennung > EU D iplom anerkennung > Linkliste rechts: regle- m entierte Berufe). R eglem entiert sind Berufe w ie M edizinalberufe, Archi- tekten und Bergführer etc. Es handelt sich hierbei um Berufe, deren un- sachgem ässe Ausübung für Ausübende und D ritte m it einer erhöhten G e- fährdung verbunden ist. W ird in solchen Berufsfeldern ein ausländisches D iplom nicht m it dem entsprechenden schw eizerischen als gleichw ertig an- erkannt, kann der Aufnahm estaat die Anerkennung von einem Anpas- sungslehrgang bzw . einer Ergänzungsprüfung abhängig m achen, w obei den Bew erbern die W ahl der zu treffenden Ausgleichsm assnahm e grund- sätzlich zu belassen ist (vgl. N ATSC H , a. a. O . S. 206 f.). Indessen steht nicht reglem entierten Berufen die freie Ausübung offen. Für sie ist die Aus- übung gem äss Personenfreizügigkeitsabkom m en ohne Bedeutung. Ist der Beruf im Aufnahm estaat nicht reglem entiert, bedarf es som it keiner Prü- fung der G leichw ertigkeit des D iplom s. D a es sich bei der Q ualifikation des Beschw erdeführers als Betriebsw irt nicht um eine reglem entierte berufliche Tätigkeit handelt, findet das Perso- nenfreizügigkeitsabkom m en im hier zu beurteilenden Fall keine Anw en- dung. 3.3 Am 1. Februar 1999 trat die Lissabonner Konvention (SR 0.414.8) in Kraft. G egenstand der Lissabonner Konvention ist einerseits die Anerkennung von durch H ochschulbildung erw orbenen Q ualifikationen, andererseits aber ausdrücklich auch die Anerkennung derjenigen Q ualifikationen, w el- che den Zugang zur H ochschulbildung erm öglichen. G em äss Art. I Lissa- bonner Konvention ist die Anw endbarkeit nicht auf die universitären H och- schulen begrenzt. Aus dem Titel "G eltungsbereich des Ü bereinkom m ens" ergibt sich jedoch, dass D eutschland aufgrund der bis anhin nicht erfolgten R atifikation nicht Vertragsstaat der Lissabonner Konvention ist. D em zufolge ist die Lissa- bonner Konvention nicht auf vorliegenden Sachverhalt anw endbar. 3.4 Schliesslich trat, w ie unter E. 2.2 ausgeführt, am 1. Juli 1995 das Abkom - m en Schw eiz-D eutschland in Kraft. G egenstand des Abkom m ens Schw eiz-D eutschland ist die Anerkennung oder die Anrechnung von Studi- enzeiten oder Studienabschlüssen gem äss dessen Art. 3 Abs. 1 bzw . die Anerkennung akadem ischer G rade gem äss dessen Art. 4 zw ecks Aufnah- m e oder Fortführung von Studien im jew eils anderen Land (vgl. Präam bel). D a der Beschw erdeführer, w ie ausgeführt, sein D iplom prim är nicht zw ecks Fortführung oder Aufnahm e von Studien in der Schw eiz anerkannt 7 haben w ill, ist das Abkom m en Schw eiz-D eutschland auf vorliegenden Sachverhalt nicht anw endbar. Sow eit der Beschw erdeführer begehrt, es seien ihm die Voraussetzungen zum Erw erb eines eidgenössischen Fach- hochschuldiplom s aufzuzeigen, ist w eiter unten darauf einzugehen. 3.5 W enn kein völkerrechtlicher Vertrag auf den Sachverhalt anw endbar ist, ist Art. 5 Abs. 1 und 2 FH SV die m assgebliche N orm zur Beurteilung allfälliger G leichw ertigkeiten zw ischen einem ausländischen D iplom und einem eid- genössischen Fachhochschuldiplom . 4. G em äss Art. 5 Abs. 1 Bst. a FH SV handelt es sich beim D iplom des Be- schw erdeführers um ein vom H erkunftsstaat (D eutschland) ausgestelltes. D ie R echtsgrundlage für sein D iplom findet sich in § 10 Abs. 4 G esetz über die Berufsakadem ie Thüringen sow ie zur Änderung hochschul- und perso- nalrechtlicher Vorschriften vom 1. Juli 1998 (altes G esetz, aThüBAG ), w o- nach die Berufsakadem ien bei erfolgreichem Abschluss den Titel „[Berufs- bezeichnung] Berufsakadem ie (BA)“ verleihen. 4.1 Es stellt sich vorliegend die Frage, ob es sich beim D iplom des Beschw er- deführers um ein gem äss Art. 5 Abs. 1 FH SV m it einem eidgenössischen Fachhochschuldiplom gleichw ertiges handelt. Laut Art. 5 Abs. 2 FH SV ist ein ausländisches D iplom dann m it einem Fachhochschuldiplom gleichw er- tig, w enn es für die gleiche Bildungsstufe ausgestellt w urde, nam entlich w enn dafür eine gleichw ertige Vorbildung verlangt w urde (Bst. a), die Bil- dungsdauer äquivalent ist (Bst. b), die Bildungsinhalte vergleichbar sind (Bst. c) und w enn der Bildungsgang neben theoretischen auch praktische Q ualifikationen um fasst (Bst. d). D ie Voraussetzungen gem äss Art. 5 Abs. 2 Bst. a-d FH SV, m üssen kum ulativ erfüllt sein, dam it ein ausländis- ches D iplom m it einem eidgenössischen Fachhochschuldiplom als gleich- w ertig anerkannt w erden kann. 4.2 Vorerst ist dem nach abzuklären, ob das D iplom des Beschw erdeführers für dieselbe Bildungsstufe w ie für ein eidgenössisches Fachhochschuldiplom ausgestellt w orden ist (Art. 5 Abs. 2 Bst. a FH SV). Laut Art. 2 FH SG , w el- cher seit 1995 in Kraft ist, handelt es sich bei eidgenössischen Fachhoch- schulen um „Ausbildungsstätten auf H ochschulstufe“. G em äss Art. 7 Abs. 1 FH SG w ird bei erfolgreichem Abschluss einer eidgenössischen Fachhochschule ein Bachelor- oder ein M asterdiplom verliehen. Ähnlich w ie im Freistaat Thüringen w erden jedoch Ausbildungsgänge nach dem Bologna-M odell erst seit O ktober 2005 angeboten. M ithin w erden die ers- ten Bachelor- und M asterdiplom e im Jahr 2009 verliehen. Fachhochschul- diplom e, die vor dem Jahr 2009 erw orben w erden, berechtigen zum Füh- ren des Titels „[Berufsbezeichnung] (FH )“ (siehe Ü bergangsbestim m ungen zur Änderung vom 14. Septem ber 2005 zur FH SV, Anhang A). Sobald im Jahr 2009 die ersten D iplom e, die zum Führen eines Bachelor- oder M as- tertitels berechtigen, verliehen w erden, steht es den Inhabern eines alt- rechtlichen Titels jedoch frei, alternativ zu ihrem Titel einen Bachelortitel zu führen (siehe Ü bergangsbestim m ungen zur Änderung vom 14. Septem - ber 2005 zur FH SV, Anhang B). D abei bedarf es zum Führen eines Ba-8 chelortitels keiner U m w andlung durch eine Behörde. Vielm ehr ist die Füh- rung von G esetzes w egen vorgesehen. 4.3 W ie erw ähnt w urde das D iplom des Beschw erdeführers auf der G rundlage von § 10 Abs. 4 aThüBAG erteilt. Im vorerw ähnten Erlass w ird die Berufs- akadem ie Thüringen an keiner Stelle als H ochschule bezeichnet. Sow eit der Beschw erdeführer vorbringt, dass die Berufsakadem ie Thüringen zur H ochschullandschaft des Freistaats gehöre, kann diesem Argum ent nicht gefolgt w erden. Vielm ehr ist die Berufsakadem ie Thüringen in der ab- schliessenden Aufzählung der H ochschulen des Freistaats gem äss § 1 Abs. 2 Ziff. 1-8 des Thüringer H ochschulgesetzes (ThüH G ) nicht aufge- führt. Auch dem (neurechtlichen) Thüringer Berufsakadem iegesetz (ThüBAG ) lässt sich keine Bestim m ung entnehm en, die Berufsakadem ien als H ochschulen bezeichnet. 4.4 D ass es sich beim D iplom des Beschw erdeführers nicht um einen hoch- schulrechtlichen Abschluss handelt, ergibt sich klar aus § 10 Abs. 4 aThüBAG . Laut dieser Bestim m ung w ird das D iplom des Beschw erdefüh- rers den entsprechenden Abschlüssen der staatlichen Fachhochschulen als berufsbefähigender Abschluss, nicht aber als H ochschulgrad, gleichge- stellt. W ie der Beschw erdeführer korrekt vorbringt, w ird gem äss neurechtli- chem § 11 Abs. 2 ThüBAG bei erfolgreichem Abschluss eines akkreditier- ten Studiengangs ein Bachelordiplom verliehen. D abei sind die Bachelo- rabschlüsse der Berufsakadem ie Thüringen hochschulrechtlich den Ba- chelorabschlüssen von H ochschulen gleichgestellt (vgl. § 11 Abs. 2 letzter Satz ThüBAG ). D er Titel "[Berufsbezeichnung] Berufsakadem ie (BA)" w ird hingegen gem äss § 11 Abs. 4 ThüBAG nur noch bei nicht akkreditierten Studiengängen verliehen. D ieser Titel enthält dieselben Berechtigungen w ie ein Abschluss einer staatlichen Fachhochschule. Eine hochschulrecht- liche G leichstellung w ird nicht erw ähnt. Selbst w enn § 11 Abs. 4 ThüBAG rückw irkend auf das D iplom des Beschw erdeführers angew endet w ürde, könnte er daraus keine R echte ableiten. D ie Bachelorlehrgänge der Be- rufsakadem ie Thüringen w erden erst seit O ktober 2006 angeboten. M ithin fällt die Ausbildung des Beschw erdeführers nicht darunter. D araus folgt, dass es sich beim D iplom des Beschw erdeführers nicht um ein hochschul- rechtlich anerkanntes handelt. 4.5 Insofern kann dem Vorbringen des Beschw erdeführers, dass Bachelordip- lom e der Berufsakadem ie solchen von H ochschulen gleichgestellt sind, nicht gefolgt w erden. Er ist nicht Inhaber eines Bachelordiplom s. Laut Art. 5 Ziff. 5.1 der "Ländergem einsam en Strukturvorgaben gem äss § 9 Abs. 2 H R G für die Akkreditierung von Bachelor- und M asterstudiengän- gen" darf neben einem D iplom grad nicht gleichzeitig ein Bachelortitel ver- liehen w erden. D ies bestätigt indirekt auch das D iplom a Supplem ent zum D iplom des Beschw erdeführers. D er Titel des Beschw erdeführers ist ledig- lich einem Bachelortitel "ähnlich", nicht aber gleichgestellt. Sow eit der Beschw erdeführer die Beschlüsse der Kultusm inisterkonferenz anspricht, gelten diese ausschliesslich für die neuen Bachelorstudiengän- ge (siehe Beschluss der Kultusm inisterkonferenz vom 15. O ktober 2004), 9 w as w iederum in § 11 Abs. 2 ThüBAG seinen N iederschlag gefunden hat, der Bachelortitel der Berufsakadem ie hochschulrechtlich den entsprechen- den Fachhochschulabschlüssen gleichstellt. Sow eit w idersprechen sich die Beschlüsse der Kultusm inisterkonferenz und die der H ochschulrektorenkonferenz entgegen dem Vorbringen des Beschw erdeführers nicht. D ie H ochschulrektorenkonferenz führt w ie die Kultusm inisterkonferenz aus, dass die von den Berufsakadem ien verliehe- nen Bachelordiplom e hochschulrechtlich dem entsprechenden H ochschul- abschluss gleichgestellt sind, nicht aber die altrechtlichen D iplom e "[Be- rufsbezeichnung] Berufsakadem ie (BA)". 4.6 Zusam m enfassend ergibt sich, dass das D iplom des Beschw erdeführers nicht für dieselbe Bildungsstufe ausgestellt w urde w ie ein eidgenössischer Fachhochschulabschluss (H ochschulstufe). D aher erübrigt sich eine Prü- fung der anderen Erfordernisse zur Anerkennung der G leichw ertigkeit ge- m äss Art. 5 Abs. 2 Bst. b-d FH SV. 5. D er Beschw erdeführer bringt eventualiter vor, dass ihm die Voraussetzun- gen zu nennen seien, unter denen er ein eidgenössisches Fachhochschul- diplom erw erben könne. W ie die Vorinstanz in ihrer Vernehm lassung zur Beschw erde korrekt aus- geführt hat, kann sie im G egensatz zu Anerkennungen in der Berufsbil- dungsgesetzgebung (insbesondere Art. 70 Abs. 1 Berufsbildungsverod- nung [BBV, SR 412.101]) keine Ausgleichsm assnahm en w ie z.B. Anpas- sungslehrgänge oder ergänzende Eignungsprüfungen zur Erreichung der G leichw ertigkeit verfügen. M öchte der Beschw erdeführer die Q ualifikatio- nen für einen Fachhochschultitel nachholen, m üsste er ein G esuch um akadem ische Anerkennung seines D iplom s stellen. W ie oben ausgeführt, liegt die akadem ische Anerkennung von D iplom en gem äss des auf diesen Sachverhalt anw endbaren Abkom m ens Schw eiz-D eutschland nicht bei der Vorinstanz, sondern bei der Fachhochschule, bei der um Anerkennung nachgesucht w ird. D as Abkom m en Schw eiz-D eutschland sieht kein stan- dardisiertes Verfahren bezüglich akadem ischer Anerkennung von D iplo- m en vor. Vielm ehr stellt jede Fachhochschule die R egeln bezüglich Anfor- derungen an eine Anerkennung unabhängig auf. D er Beschw erdeführer m üsste daher m it der Fachhochschule seiner W ahl Kontakt aufnehm en und sich über die M odalitäten bezüglich Anerkennung seines D iplom s zw ecks W eiterführung seiner Studien inform ieren (eine Liste aller Fach- hochschulen findet sich unter http://w w w .sw itch.ch/de/edu/fh.htm l .) 6. D em nach ist die Beschw erde abzuw eisen. Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschw erdeführer die Verfahren- skosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG , Art. 1 ff. des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes- verw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.3]). D iese w erden auf Fr. 900.-- festgesetzt und m it dem am 11. O ktober 2006 geleisteten Kostenvor- schuss in gleicher H öhe verrechnet. Eine Parteientschädigung w ird nicht gesprochen (Art. 64 Abs. 1 Vw VG ).10 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D em Beschw erdeführer w ird eine G erichtsgebühr von insgesam t Fr. 900.-- auferlegt. D iese G erichtsgebühr w ird m it dem Kostenvorschuss in gleicher H öhe verrechnet. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef.-N r. 353/bet; m it G erichtsurkunde) D ie Kam m erpräsidentin: D er G erichtsschreiber: Eva Schneeberger Kaspar Luginbühl R echtsm ittelbelehrung G egen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt w erden, sofern die Voraussetzungen gem äss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BG G , SR 173.110) gegeben sind. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D er angefochtene Entscheid und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am : 27. August 2007