<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2023.00385</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223558&amp;W10_KEY=13045538&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2023.00385</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 04.10.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einreise zur erwerbslosen Wohnsitznahme bei der Tochter</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Erwerbslose Wohnsitznahme: Die aus Russland stammenden Ehegatten ersuchen um eine sog. Rentnerbewilligung. Umstritten ist, ob die beiden über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen.] Die finanzielle Situation der Beschwerdeführenden hat sich im Vergleich zum vorinstanzlichen Verfahren verbessert. Aufgrund der geänderten Umstände kann nicht mehr von vornherein gesagt werden, dass die Beschwerdeführenden nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um für ihren Lebensunterhalt aufzukommen. Es sind jedoch weitere Abklärungen zum Wert der Liegenschaften und zur Realisierbarkeit der Vermögenswerte und Einkünfte notwendig (E. 4.3). Teilweise Gutheissung und Rückweisung zu weiteren Abklärungen und zum Neuentscheid. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="591"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=63613" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2023.00385</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">4. Oktober 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoBodyText">beide vertreten durch RA C, </p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Einreise zur erwerbslosen Wohnsitznahme bei der Tochter,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="MsoNormal"><span>A, geboren 1950, StaatsangehÃ¶riger von Russland, und B, geboren 1952, StaatsangehÃ¶rige von Russland, sind seit dem 17. August 1974 verheiratet und waren als Kunsthistoriker sowie Philologin in Moskau, Russland, tÃ¤tig. Der Bruder von B, D, sowie vier ihrer sieben Kinder und sieben Enkelkinder haben ihren Wohnsitz in der Schweiz. B und A reisten seit 1978 regelmÃ¤ssig besuchsweise in die Schweiz. Nach dem Ausbruch des russischen Krieges in der Ukraine reisten sie am 14. MÃ¤rz 2022 mit einem Schengen-Touristenvisum in die Schweiz ein und wohnen seither in hÃ¤uslicher Gemeinschaft mit ihrer in der Schweiz eingebÃ¼rgerten Tochter E, geboren 1983, und ihrem Schwiegersohn F, geboren 1974, in G, ZÃ¼rich. Am 21. Mai</span><span> 2022 stellten sie ein Gesuch zur erwerbslosen Wohnsitznahme bei ihrer Tochter in der Schweiz. Mit VerfÃ¼gung vom 27. Oktober 2022 wies das Migrationsamt dieses Gesuch ab, wies sie aus der Schweiz weg und setzte ihnen Frist zum Verlassen der Schweiz bis 25. November 2022.</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Einen hiergegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 1. Juni 2023 ab und setzte ihnen eine neue Frist zum Verlassen der Schweiz bis am 30. Juni 2023. </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Mit Beschwerde vom 5. Juli 2023 beantragten B und A dem Verwaltungsgericht, in Aufhebung der VerfÃ¼gung des Migrationsamts vom 21. Mai 2022 (recte: </span><span>27. Oktober 2022) und </span><span>der Dispositiv-Ziffer I und II des Entscheids der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom 1. Juni 2023 sei ihnen eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Weiter seien die Dispositiv-Ziffern III und IV des Rekursentscheids abzuÃ¤ndern und die Kosten des Rekursverfahrens dem Migrationsamt aufzuerlegen und dieses sei zu verpflichten, ihnen eine ParteientschÃ¤digung von mindestens Fr. 3'000.- zu bezahlen. Eventualiter seien sie vorlÃ¤ufig in der Schweiz aufzunehmen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. In prozessrechtlicher Hinsicht beantragten sie, im Sinne einer superprovisorischen Massnahme sei bis zum rechtskrÃ¤ftigen Entscheid auf Wegweisungsvollzugsmassahmen zu verzichten und ihnen der Aufenthalt wÃ¤hrend des Verfahrens zu gestatten. </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 10. Juli 2023 ordnete der AbteilungsprÃ¤sident an, dass bis zum Entscheid Ã¼ber das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen alle Vollziehungsvorkehrungen zu unterbleiben haben. Gleichzeitig forderte er B und A auf, wegen ihres Wohnsitzes im Ausland eine Kaution zu leisten. Sie leisteten die Kaution fristgerecht.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion verzichtete auf Vernehmlassung; das Migrationsamt reichte keine Beschwerdeantwort ein.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, ErmessensÃ¼ber- und -unterschreitungen und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="MsoNormal"><span>Die Sicherheitsdirektion hat im Rekursentscheid zutreffend erwogen, dass kein besonderes AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis bestehe, das den BeschwerdefÃ¼hrenden gestÃ¼tzt auf Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) bzw. Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV) einen Aufenthaltsanspruch einrÃ¤umen wÃ¼rde (vgl. zu den Voraussetzungen hierfÃ¼r BGr, 23. April 2019, 2C_269/2018, E. 4.3; VGr, 4. April 2020, VB.2019.00442, E. 2.1, beide mit Hinweisen). Ferner bestÃ¼nden keine anderen staatsvertraglichen oder landesrechtlichen RechtsansprÃ¼che auf die anbegehrten Aufenthaltsbewilligungen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>3.1 </span></b><span>GemÃ¤ss Art. 28 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG) kÃ¶nnen nicht mehr erwerbstÃ¤tige Personen zum dauerhaften Aufenthalt in der Schweiz zugelassen werden, wenn sie ein vom Bundesrat festgelegtes Mindestalter erreicht haben (lit. a), besondere persÃ¶nliche Beziehungen zur Schweiz besitzen (lit. b) und Ã¼ber die notwendigen finanziellen Mittel verfÃ¼gen (lit. c). Das Mindestalter betrÃ¤gt gemÃ¤ss Art. 25 Abs. 1 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit (VZAE) 55 Jahre. Besondere persÃ¶nliche Beziehungen liegen nach Art. 25 Abs. 2 VZAE insbesondere vor, wenn lÃ¤ngere frÃ¼here Aufenthalte in der Schweiz, namentlich Ferien, Ausbildung oder ErwerbstÃ¤tigkeit, nachgewiesen werden (lit. a) oder enge Beziehungen zu nahen Verwandten in der Schweiz bestehen (lit. b). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>PraxisgemÃ¤ss liegen besondere persÃ¶nliche Beziehungen im Sinn von Art. 28 lit. b AIG nur vor, wenn Beziehungen soziokultureller oder persÃ¶nlicher Art zur Schweiz vorhanden sind wie beispielsweise Verbindungen zum Ã¶rtlichen Gemeinwesen, Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen oder direkte Kontakte mit der einheimischen BevÃ¶lkerung. Hingegen genÃ¼gen allein Beziehungen zu hier lebenden Verwandten, wirtschaftliche Beziehungen oder Grundeigentum in der Schweiz nicht (VGr, 18. MÃ¤rz 2021, VB.2020.00727, E. 3.2, 6. Dezember 2017, VB.2017.00574, E. 2.2; vgl. BVGr, 17. Februar 2014, C-1156/2012, E. 10.1 f., und 14. September 2012, C-797/2011, E. 9.1, insbesondere 9.1.7). Hierdurch soll der Gefahr der AbhÃ¤ngigkeit oder sozialen Isolation begegnet und der zu erwartende Integrationserfolg sichergestellt werden (VGr, 11. Juli 2018, VB.2018.00338, E. 2.3.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b><span>Hinreichend finanzielle Mittel sind gemÃ¤ss Art. 25 Abs. 4 VZAE vorhanden, wenn diese den Betrag Ã¼bersteigen, welche Schweizer StaatsangehÃ¶rige und allenfalls deren FamilienangehÃ¶rige zum Bezug von ErgÃ¤nzungsleistungen nach dem Bundesgesetz Ã¼ber ErgÃ¤nzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung vom 6. Oktober 2006 (ELG) berechtigen wÃ¼rden. Die finanziellen Mittel (Renten, VermÃ¶gen) mÃ¼ssen mit grosser Sicherheit bis ans Lebensende ausreichen, sodass das Risiko einer FÃ¼rsorgeabhÃ¤ngigkeit als vernachlÃ¤ssigbar klein einzuschÃ¤tzen ist. Versprechen und selbst schriftliche GarantieerklÃ¤rungen von in der Schweiz lebenden Verwandten der Gesuchstellerinnen und Gesuchsteller, fÃ¼r deren Lebensunterhalt aufzukommen, kÃ¶nnen diese Sicherheit wegen ihrer fraglichen Durchsetzbarkeit nicht in jedem Fall vermitteln. Die VerfÃ¼gbarkeit von allfÃ¤lligen finanziellen Mitteln von Dritten muss in vergleichbarem Mass sichergestellt sein wie eigene Mittel (z.</span><span> </span><span>B. Bankgarantie). Auch die GewÃ¤hrung von Kost und Logis durch AngehÃ¶rige stellt eine UnterstÃ¼tzungsleistung Dritter dar, welche ausserhalb der VerwandtenunterstÃ¼tzungspflicht freiwillig erfolgt und in der Regel nicht dauerhaft sichergestellt werden kann. Deshalb kÃ¶nnen diese Leistungen in der Regel nur dann berÃ¼cksichtigt werden, wenn sie â z.</span><span> </span><span>B. durch die EinrÃ¤umung eines lebenslangen Wohnrechts â auch rechtlich abgesichert sind (VGr, 6. Dezember 2017, VB.2017.00574, E. 2.5).</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Wenn Rentnerinnen und Rentner ungenÃ¼gende eigene finanzielle Mittel haben, sind die qualitativen Anforderungen an die UnterstÃ¼tzungsleistungen durch Dritte entsprechend hÃ¶her (BVGr, 10. Dezember 2012, C-6310/2009, E. 4 und 9.3.3; Weisungen AIG, Ziff. 5.3). Nicht zuletzt dient das Erfordernis hinreichender (eigener) finanzieller Mittel auch der Vermeidung von finanziellen AbhÃ¤ngigkeiten, weshalb eine reine Drittfinanzierung des hiesigen Aufenthalts durch Verwandte problematisch erscheint. Weiter verhindert das Erfordernis hinreichender finanzieller Mittel auch, dass zum Aufenthalt zugelassene Rentnerinnen und Rentner nach Aufbrauchen der vorhandenen Mittel vor die Wahl gestellt werden, das Land zu verlassen oder unter dem Existenzminimum leben zu mÃ¼ssen, mit all den negativen und desintegrierenden Wirkungen, die dies mit sich bringt (VGr, 24. Oktober 2018, VB.2018.00496, E. 3.4.1; VGr, 11. Juli 2018, VB.2018.00338, E. 2.4.1). Anders als im Anwendungsbereich des FreizÃ¼gigkeitsabkommens vom 21. Juni 1999 (FZA) reicht eine Finanzierung mittels Drittmitteln nur aus, wenn die Finanzierung dauerhaft sichergestellt ist (vgl. Weisungen AIG, Ziff. 5.3; kritisch hierzu Spescha in: Spescha et al., Art. 28 AIG N. 4; vgl. zur weniger strengen freizÃ¼gigkeitsrechtlichen Regelung auch BGE 135 II 265 E. 3.3).</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>3.4 </span></b><span>Art. 28 AIG vermittelt selbst bei ErfÃ¼llung sÃ¤mtlicher Voraussetzungen keinen Anspruch auf Bewilligungserteilung. Der Entscheid darÃ¼ber steht vielmehr im pflichtgemÃ¤ssen Ermessen der BehÃ¶rden, der nach den Kriterien gemÃ¤ss Art. 96 AIG zu treffen ist (VGr, 6. Dezember 2017, VB.2017.00574, E. 2.2 mit Hinweis). Dabei sind insbesondere die Ã¶ffentlichen Interessen und die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse sowie die Integration der AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder zu berÃ¼cksichtigen (Art. 96 Abs. 1 AIG).</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden sind 73 bzw. 71 Jahre alt und Ã¼berschreiten damit das vom Bundesrat festgelegte Mindestalter. </span><span>Es </span><span>ist unbestritten, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden besondere persÃ¶nliche Beziehungen zur Schweiz unterhalten. Sodann </span><span>ist davon auszugehen, dass sie angesichts ihres Alters in der Schweiz keiner entgeltlichen TÃ¤tigkeit nachgehen werden. </span><span>Umstritten ist hingegen, ob die BeschwerdefÃ¼hrenden Ã¼ber die notwendigen finanziellen Mittel verfÃ¼gen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Die Vorinstanz gelangte im angefochtenen Entscheid zum Schluss, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht Ã¼ber ausreichend finanzielle Mittel im Sinne von Art. 25 Abs. 4 VZAE verfÃ¼gen wÃ¼rden. Zur BegrÃ¼ndung hielt sie fest, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden jÃ¤hrliche Einnahmen von Fr. 60'090.- benÃ¶tigten, um den Lebensunterhalt in der Schweiz zu sichern. Die anerkannten Ausgaben pro Jahr bei Ehegatten wÃ¼rden sich aus einem Betrag von Fr. 30'150.- fÃ¼r den allgemeinen Lebensbedarf, auf Fr. 18'780.- fÃ¼r die Miete sowie aus einem Pauschalbetrag fÃ¼r die obligatorische Krankenversicherung von Fr. 5'580.- pro Person zusammensetzen (Art. 10 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 und lit. b sowie Art. 10 Abs. 3 lit. d ELG i.V.m. Art. 16d Verordnung Ã¼ber die ErgÃ¤nzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung vom 15. Januar 1971 [ELV] und Art. 3 lit. c Verordnung des EidgenÃ¶ssischen Departements fÃ¼r Inneres Ã¼ber die DurchschnittsprÃ¤mien 2023 der Krankenversicherung fÃ¼r die Berechnung der ErgÃ¤nzungsleistungen und der ÃberbrÃ¼ckungsleistungen fÃ¼r Ã¤ltere Arbeitslose vom 19. Oktober 2022 [DurchschnittsprÃ¤mienverordnung]. DemgegenÃ¼ber wÃ¼rden die BeschwerdefÃ¼hrenden Ã¼ber Einnahmen aus lebenslÃ¤nglich zugesicherten Renten von RUB 17'014.- bzw. 23'050.- sowie monatlichen Mieteinnahmen von RUB 130'000.- fÃ¼r ihre Eigentumswohnung in Moskau verfÃ¼gen. Ihre jÃ¤hrlichen GesamteinkÃ¼nfte wÃ¼rden sich zurzeit auf Fr. 23'100.- belaufen. Damit seien sie, selbst wenn sie gemeinsam mit einer ihrer TÃ¶chter und ihrem Schwiegersohn leben wÃ¼rden, nicht in der Lage, eigenstÃ¤ndig die monatlichen Lebenshaltungskosten in der Schweiz bis zum Lebensende zu finanzieren. Betreffend die geltend gemachte finanzielle UnterstÃ¼tzung durch ihre Kinder, wies die Vorinstanz darauf hin, dass diese aufgrund des Verbots der Ã¼bermÃ¤ssigen Selbstbindung rechtlich nur sehr beschrÃ¤nkt zu Leistungen an ihre Eltern verpflichtet werden kÃ¶nnten. Eine gesetzliche Pflicht, Verwandte in auf- und absteigender Linie zu unterstÃ¼tzen, wenn diese in Not geraten wÃ¼rden, bestehe nur fÃ¼r Verwandte, die in gÃ¼nstigen VerhÃ¤ltnissen leben wÃ¼rden. Dies treffe bei einem Zweipersonenhaushalt mit einem monatlichen Einkommen von mindestens Fr. 15'000.- zu. Die TÃ¶chter der BeschwerdefÃ¼hrenden wÃ¼rden dieses Einkommen nicht erreichen. </p> <p class="MsoNormal"><b><span>4.2 </span></b><span>Die BeschwerdefÃ¼hrenden bringen dagegen im Wesentlichen vor, dass sie zusammen mit sechs ihrer sieben Kinder EigentÃ¼mer einer grossen Wohnung in Moskau seien. Die 235,5 m<sup>2</sup> grosse Wohnung sei in zwei kleinere Wohnungen aufgeteilt worden. Der eine Teil werde zu einer Marktmiete vermietet und bringe monatlich RUB 130'000.-. Der andere (grÃ¶ssere) Teil werde neuerdings zu einem Freundschaftspreis an eine Verwandte vermietet und bringe monatliche Einnahmen von RUB 180'000.-. Die Miete komme einzig ihnen zugute. Sie wÃ¼rden Ã¼ber Vollmachten verfÃ¼gen, welche sie berechtigten, Ã¼ber die Wohnung frei zu verfÃ¼gen, d.h. diese nach eigener Massgabe zu nutzen, zu vermieten oder zu verkaufen. Bei Bedarf wÃ¼rden sie auch diese Wohnung zur einer Marktmiete vermieten, eine Nachfrage fÃ¤nde sich ohne Weiteres. Sie wÃ¼rden also folglich monatliche EinkÃ¼nfte von RUB 350'064.- erzielen. Die Wohnung habe einen Mindestwert von RUB 100'050'150.-; der Marktwert liege bei ca. Fr.</span><span>1'300'000.- (eine lediglich knapp 190 m<sup>2</sup> grosse Wohnung an der gleichen Adresse stehe fÃ¼r RUB 105'000'000.- zum Verkauf). Sie seien selbstverstÃ¤ndlich bereit, ihre Immobilie zu verkaufen, sollte dies zur Sicherung des eigenen Lebensunterhaltes notwendig sein. Die Kinder hÃ¤tten alle schriftlich bestÃ¤tigt, dass der VerkaufserlÃ¶s und alle anderen Einnahmen, die mit der Wohnung zusammenhÃ¤ngen, alleine ihnen zukomme. DarÃ¼ber hinaus wÃ¼rden sie zu drei Vierteln eine Datsche ausserhalb von Moskau (in H) und ein StÃ¼ck Land besitzen. Deren Katasterwert belaufe sich auf RUB 1'270'488.- (Datsche) bzw. RUB 10'097'766.- (Land). Sie wÃ¼rden damit Ã¼ber ein ImmobilienvermÃ¶gen von ca. Fr. 1'000'000.- verfÃ¼gen. Schliesslich habe sich die finanzielle Situation ihrer jÃ¼ngsten Tochter und deren Ehemann zusÃ¤tzlich verbessert. Diese habe seit dem 1. Mai 2023 eine neue Arbeitsstelle und verdiene dort monatlich einen Bruttolohn von Fr. 7'703.25 (netto: Fr. 6'670.45). Ihr Ehemann verdiene als Anwalt monatlich brutto Fr. 9'800.- (netto: Fr. 8'744.75. Das Ehepaar habe zusammen einen Bruttojahreslohn von Fr. 227'542.25 (netto: Fr. 200'397.-). Die beiden seien sehr gut ausgebildet und kÃ¶nnten ihre EinkommensverhÃ¤ltnisse in der Zukunft weiter verbessern. </span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Die Vorinstanz errechnete nach Massgabe der SKOS-Richtlinien einen monatlichen Bedarf von Fr. 5'007.50, dem Einnahmen von insgesamt RUB 170'064.- (ca. Fr. 1'580.-) aus lebenslÃ¤nglich zugesicherten Renten sowie monatlichen Mieteinnahmen fÃ¼r ihre Eigentumswohnung in Moskau gegenÃ¼berstÃ¼nden. Dies ergibt einen monatlichen Fehlbetrag von Fr. 3'427.50. Die Vorinstanz ist deshalb zu Recht zum Schluss gelangt, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht Ã¼ber hinreichend Mittel verfÃ¼gten, um fÃ¼r ihren Lebensunterhalt in der Schweiz eigenstÃ¤ndig aufkommen zu kÃ¶nnen. Im vorliegenden Verfahren konnten die BeschwerdefÃ¼hrenden ihre finanziellen VerhÃ¤ltnisse durch die Vermietung des zweiten Teils der Wohnung jedoch verbessern und erwirtschaften dadurch monatlich neu EinkÃ¼nfte von RUB 350'064.- (ca. Fr. 3'264.-). Allerdings haben die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht nachgewiesen, dass sie in der Schweiz auch tatsÃ¤chlich Zugriff auf diese EinkÃ¼nfte haben, zumal der Zahlungsverkehr mit Russland eingeschrÃ¤nkt ist. Die BeschwerdefÃ¼hrenden wohnen aktuell mietfrei bei einer ihrer TÃ¶chter und deren Ehemann. Diese haben schriftlich zugesichert, dass sie fÃ¼r unbegrenzte Zeit dort wohnen kÃ¶nnen. DarÃ¼ber hinaus haben sich eine weitere Tochter und ihr Ehemann sowie ein Gegenschwiegerelternpaar und eine Gegenschwiegerelternmutter schriftlich dazu bereit erklÃ¤rt, die BeschwerdefÃ¼hrenden bei ihnen wohnen zu lassen bzw. ihnen eine Wohnung unentgeltlich zu Ã¼berlassen. E<span>s liegt indes kein rechtlich gesichertes Wohnrecht vor. Damit ist nicht sichergestellt, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden bis zu ihrem Lebensende keine Mietkosten werden tragen mÃ¼ssen und ist ein entsprechender Betrag zu berÃ¼cksichtigen. </span>Sodann haben ihre hier lebenden Kinder (und deren Ehepartner) ihre finanzielle UnterstÃ¼tzung zugesichert. Alle Kinder leben in guten bis sehr guten VerhÃ¤ltnissen. Die UnterstÃ¼tzung durch die hier lebenden Verwandten erscheint unter den UmstÃ¤nden des Falles zwar nicht bloss als vorgeschoben, sondern als glaubhaft, jedoch<span> kÃ¶nnten die Zusagen, fÃ¼r die Lebenshaltungskosten der BeschwerdefÃ¼hrenden aufzukommen, jederzeit widerrufen werden und ist die Finanzierung des Lebensunterhalts der BeschwerdefÃ¼hrenden damit nicht gesichert. GemÃ¤ss </span>Art. 328 Abs. 1 ZGB ist zur UnterstÃ¼tzung von Verwandten in auf- und absteigender Linie nur verpflichtet, wer in gÃ¼nstigen VerhÃ¤ltnissen lebt. Von gÃ¼nstigen VerhÃ¤ltnissen ist gemÃ¤ss Praxishilfe SKOS 2021 zur Berechnung der VerwandtenunterstÃ¼tzung bei einem Zweipersonenhaushalt mit einem Einkommen von Fr. 15'000.- pro Monat auszugehen. Die jÃ¼ngste Tochter der BeschwerdefÃ¼hrenden und ihr Ehemann erwirtschaften neu gemeinsam ein Einkommen von rund Fr. 18'961.- brutto bzw. 16'699.- netto. Sie wÃ¤ren aktuell dazu verpflichtet, die BeschwerdefÃ¼hrenden finanziell zu unterstÃ¼tzen, sollten diese in Not geraten. Es ist indes fraglich, ob sie in der Lage sind, fÃ¼r die Lebenshaltungskosten der BeschwerdefÃ¼hrenden bis zu deren Lebensende aufzukommen. Schliesslich verfÃ¼gen die BeschwerdefÃ¼hrenden Ã¼ber Liegenschaften in ihrem Heimatland. Sie machen neu geltend, dass sie bereit wÃ¤ren, diese zu verkaufen. Mit dem VerkaufserlÃ¶s kÃ¶nnten sie ihr Leben in der Schweiz wohl bis ans Lebensende finanzieren. Allerdings genÃ¼gen die von ihnen eingereichten Beweismittel nicht, um den (Verkaufs-)Wert der Liegenschaften einschÃ¤tzen zu kÃ¶nnen. So fehlt es beispielsweise an Fotos oder anderen Beweismitteln, welche Auskunft Ã¼ber den Zustand und Wert der Liegenschaften geben wÃ¼rden. Ebenfalls ist auch diesbezÃ¼glich unklar, ob die BeschwerdefÃ¼hrenden in der Schweiz Zugriff auf den VerkaufserlÃ¶s hÃ¤tten. Aufgrund der geÃ¤nderten UmstÃ¤nde kann jedoch nicht mehr gesagt werden, dass die BeschwerdefÃ¼hrenden nicht Ã¼ber ausreichend finanzielle Mittel verfÃ¼gen, um fÃ¼r ihren Lebensunterhalt aufzukommen. Es sind jedoch <span>weitere AbklÃ¤rungen zum Wert der Liegenschaften und zur Realisierbarkeit der VermÃ¶genswerte und EinkÃ¼nfte notwendig. Da sich die Vorinstanzen mit diesen Fragen noch nicht auseinandergesetzt haben, ist die Sache zur Vornahme von allfÃ¤lligen weiteren AbklÃ¤rungen und zum Neuentscheid an das Migrationsamt zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Die Sache ist zu weiteren AbklÃ¤rungen und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an das Migrationsamt zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem Beschwerdegegner aufzuerlegen und steht den BeschwerdefÃ¼hrenden eine ParteientschÃ¤digung zu (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a Abs. 2 sowie § 17 Abs. 2 VRG). Diese wird fÃ¼r das vorliegende Verfahren auf Fr. 1'500.- festgesetzt.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrenden vermochten erst im verwaltungsgerichtlichen Verfahren zu belegen, dass sie wohl Ã¼ber die notwendigen finanziellen Mittel verfÃ¼gen. Die begehrte Erteilung der Aufenthaltsbewilligungen zur erwerbslosen Wohnsitznahme wurde damit erst im verwaltungsgerichtlichen Verfahren voraussichtlich bewilligungsfÃ¤hig, wÃ¤hrend die entsprechenden Gesuche von den Vorinstanzen zu Recht abgewiesen wurden. Es rechtfertigt sich deshalb nicht, die vorinstanzlichen Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen neu zu regeln.</p> <p class="MsoNormal"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b>6.1 </b>Zur Rechtsmittelbelehrung in Ziffer 5 des Dispositivs ist Folgendes anzumerken: Soweit ein Anwesenheitsanspruch geltend gemacht werden sollte, wÃ¤re die Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 zu ergreifen. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde gemÃ¤ss Art. 113 ff. BGG offen (Art. 83 lit. c Ziffer 2 BGG e contrario). Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Erwgung2"><b>6.2 </b><span>Beim vorliegenden Urteil handelt es sich um einen RÃ¼ckweisungsentscheid. Ein solcher wird grundsÃ¤tzlich als Zwischenentscheid qualifiziert, der sich nur unter den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 117 BGG weiterziehen lÃ¤sst (BGE 134 II 137 E. 1.3.2). Zwischenentscheide sind vor Bundesgericht nur dann anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kÃ¶nnen (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifÃ¼hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten fÃ¼r ein weitlÃ¤ufiges Beweisverfahren ersparen wÃ¼rde (lit. b).</span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. Die Beschwerde wird teilweise <span>gutgeheissen</span>. <span>Die Sache wird zur weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an das Migrationsamt zurÃ¼ckgewiesen.</span></span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. Die VerfÃ¼gung des Migrationsamts vom 27. Oktober 2022 sowie Dispositiv-Ziffn. I und II des Entscheids der Sicherheitsdirektion vom 1. </span><span>Juni 2023 werden aufgehoben.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>4. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdegegner auferlegt.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>5. <span>Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, den BeschwerdefÃ¼hrenden fÃ¼r das verwaltungsgerichtliche Verfahren eine ParteientschÃ¤digung von insgesamt Fr. 1'500.- zu bezahlen.</span></span></p> <p class="MsoNormal"><span>6. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>7. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion;<br/> c) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration;</span></p> <p class="MsoNormal"><span> d) die Kasse des Verwaltungsgerichts (zur RÃ¼ckerstattung der Kaution).</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>