<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2021-02-19-2C_151-2021.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2C_151/2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 19. Februar 2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Seiler, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Donzallaz, </div> <div class="para">Bundesrichter Beusch, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber A. Brunner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Fabian Williner, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Dienststelle für Bevölkerung und Migration, avenue de la Gare 39, 1950 Sitten, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsrat des Kantons Wallis, </div> <div class="para">Place de la Planta 3, 1950 Sitten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Aufenthaltsbewilligung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Wallis, öffentlich-rechtliche Abteilung, vom 8. Januar 2021 (A1 20 106, A2 20 64). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> A.A.________ (geb. 1984) stammt aus Nordmazedonien. Am 8. Januar 2014 heiratete er seine in der Schweiz aufenthaltsberechtigte Landsfrau B.A.________ (geb. B.________). Am 11. März 2015 gelangte er in die Schweiz und erhielt in der Folge im Rahmen des Familiennachzugs eine zuletzt bis zum 31. Dezember 2017 verlängerte Aufenthaltsbewilligung. Am 13. Februar 2017 wurde die Ehe zwischen A.A.________ und B.A.________ vom Grundgericht Tetovo auf Klage von B.A.________ hin geschieden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Am 7. Januar 2020 verfügte die Dienststelle für Bevölkerung und Migration des Kantons Wallis die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung A.A.________ und ordnete dessen Wegweisung an. Die dagegen erhobenen kantonalen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg (vgl. Rekursentscheid des Staatsrats des Kantons Wallis vom 10. Juni 2020 und Urteil des Kantonsgerichts Wallis vom 8. Januar 2021). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 11. Februar 2021 gelangt A.A.________ an das Bundesgericht. Er beantragt die Aufhebung des Urteils des Kantonsgerichts vom 8. Januar 2021 und die Verlängerung seines Aufenthaltstitels. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung bzw. Erteilung der Aufenthaltsbewilligung an das Kantonsgericht zurückzuweisen. Das Bundesgericht hat keine Instruktionsmassnahmen durchgeführt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer macht in vertretbarer Weise einen Aufenthaltsanspruch nach <span class="artref">Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG</span> (SR 142.20) geltend. Die Beschwerde in öffentlich-rechtliche Angelegenheiten ist zulässig (Art. 82 lit. a, Art. 83 lit. c Ziff. 2 e contrario, <span class="artref">Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2, <artref id="CH/173.110/89/1" type="start"></artref>Art. 89 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/90" type="start"></artref>Art. 90 BGG</span><artref id="CH/173.110/89/1" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/86/1/d" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Materiell ist vorliegend einzig strittig, ob der Beschwerdeführer einen Aufenthaltsanspruch aus <span class="artref">Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG</span> ableiten kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.1.</b> Gemäss verbindlicher Feststellung im angefochtenen Entscheid (<span class="artref">Art. 105 BGG</span>) besass die Ex-Frau des Beschwerdeführers bloss eine Aufenthaltsbewilligung. Die Ansprüche nach <span class="artref">Art. 50 AIG</span> knüpfen jedoch an diejenigen gemäss <span class="artref"><artref id="CH/142.20/42" type="start"></artref>Art. 42 oder 43 AIG</span><artref id="CH/142.20/43" type="end"></artref> an, mithin an eine Aufenthaltsbewilligung, die sich aus dem Schweizer Bürgerrecht oder der Niederlassungsbewilligung des Ehegatten ableitet. Hatte der Ehegatte bloss eine Aufenthaltsbewilligung, kommt <span class="artref">Art. 50 AIG</span> nicht zum Tragen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=31.01.2021&amp;to_date=19.02.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-II-1%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page1">BGE 144 II 1</a> E. 4.3). Der Beschwerdeführer kann sich schon aus diesem Grund nicht auf <span class="artref">Art. 50 AIG</span> berufen. Auch wenn <span class="artref">Art. 50 AIG</span> zum Tragen käme, erweise sich aber die Beschwerde als unbegründet, wie sich aus dem Folgenden ergibt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.2.</b> Nach Auflösung einer anspruchsvermittelnden Ehe bzw. Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des Ehegatten auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach den Artikeln 42 und 43 AIG fort, wenn wichtige Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (sog. 'nachehelicher Härtefall', <span class="artref">Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG</span>). Ein wichtiger Grund im Sinne von <span class="artref">Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG</span> kann vorliegen, wenn die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet erscheint; auch eheliche Gewalt kann einen wichtigen persönlichen Grund darstellen (<span class="artref">Art. 50 Abs. 2 AIG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.3.</b> Mit Blick auf die vom Beschwerdeführer geltend gemachte eheliche Gewalt hat die Vorinstanz aufgrund eines rechtskräftigen Urteils des Bezirksgerichts Visp vom 9. November 2019 festgestellt, dass der Beschwerdeführer am 5. November 2016 von seiner Ex-Frau geschlagen worden sei. Weitere Taten seiner Ex-Frau habe der Beschwerdeführer weder substanziiert geltend gemacht, noch bestünden anderweitig Hinweise für solche Übergriffe. Aufgrund des Urteils des Bezirksgerichts Visp liege vielmehr der Verdacht nahe, dass der Beschwerdeführer selber systematisch psychische Gewalt gegenüber seiner Ex-Frau ausgeübt habe, während letztere in einer einmaligen Stresssituation gewalttätig geworden sein (vgl. insbesondere E. 5.7, E. 5.8.3 und E. 5.9 des angefochtenen Urteils). In rechtlicher Hinsicht sei eine einmalige tätliche Auseinandersetzung nach der Rechtssprechung nicht geeignet, einen Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. b zu begründen (vgl. E. 5.3 und E. 5.9 des angefochtenen Urteils). </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer wendet hiergegen ein, entgegen der Vorinstanz sei es seitens seiner Ex-Ehegattin zu mindestens vier weiteren Vorfällen physischer Gewalt gekommen. Inwiefern die Feststellungen der Vorinstanz offensichtlich unrichtig (<span class="artref">Art. 105 Abs. 2 BGG</span>; vgl. zum Begriff der offensichtlichen Unrichtigkeit <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=31.01.2021&amp;to_date=19.02.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2) sein sollten, geht aus seiner Eingabe jedoch in keiner Art und Weise hervor. Es ist daher auf den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt abzustellen (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>). In rechtlicher Hinsicht hat die Vorinstanz auf Grundlage dieses Sachverhalts zutreffend erwogen, dass eine einmalige tätliche Auseinandersetzung nicht geeignet ist, einen Anspruch nach <span class="artref">Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG</span> zu begründen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=31.01.2021&amp;to_date=19.02.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-II-229%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page229">BGE 138 II 229</a> E. 3.2.1). Die Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe <span class="artref">Art. 50 Abs. 1 lit. b und <artref id="CH/142.20/50/2" type="start"></artref>Art. 50 Abs. 2 AIG</span><artref id="CH/142.20/50/1/b" type="end"></artref> verletzt, indem sie das Vorliegen häuslicher Gewalt verneint habe, ist unbegründet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.4.</b> Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Gefährdung der Wiedereingliederung in Nordmazedonien hat die Vorinstanz zusammengefasst erwogen, die Schwelle für einen Härtefall sei vorliegend nicht erreicht. Dass in Nordmazedonien weniger Paare geschieden würden und allenfalls andere Moralvorstellungen betreffend Scheidungen herrschten als in der Schweiz, genüge nicht (vgl. E. 6.2 bis 6.4 des angefochtenen Urteils). </div> <div class="para">Mit dieser Begründung bewegte sich die Vorinstanz auf der Linie verschiedener bundesgerichtlicher Entscheide (vgl. Urteile 2C_228/2018 vom 14. März 2019 E. 5.2; 2C_339/2018 vom 16. November 2018 E. 9.2; 2C_1000/2012 vom 21. Februar 2012 E. 5.2.2). Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was diese Rechtssprechung in Frage stellen könnte. Inwiefern das Einholen eines Gerichtsgutachtens zur "Ächtung von Geschiedenen in Nordmazedonien" in dieser Hinsicht neue Erkenntnisse vermitteln könnte, geht aus seiner Eingabe nicht hervor und ist auch nicht ersichtlich, zumal mit Blick auf <span class="artref">Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG</span> die persönliche Situation einer Ausländerin oder eines Ausländers entscheidend ist; insofern durfte die Vorinstanz den entsprechenden Beweisantrag ablehnen, ohne das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers zu verletzten (vgl. zur Zulässigkeit der antizipierten Beweiswürdigung unter dem Blickwinkel von <span class="artref">Art. 29 Abs. 2 BV</span> statt vieler <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=2&amp;from_date=31.01.2021&amp;to_date=19.02.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-I-229%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page229">BGE 136 I 229</a> E. 5.3). Soweit es der Beschwerdeführer im kantonalen Verfahren sodann versäumt hat, darzulegen, inwiefern sich aus der Aufenthaltsbeendigung Konsequenzen für sein Privat- und Familienleben ergeben könnten, hat er sich dies selber anzurechnen. Im bundesgerichtlichen Verfahren ist dieses Versäumnis nicht korrigierbar. Die Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe <span class="artref">Art. 50 Abs. 1 lit. b und <artref id="CH/142.20/50/2" type="start"></artref>Art. 50 Abs. 2 AIG</span><artref id="CH/142.20/50/1/b" type="end"></artref> verletzt, indem sie eine Gefährdung der Wiedereingliederung in Nordmazedonien verneint hat, ist unbegründet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.5.</b> Nach dem Gesagten ist die Vorinstanz zutreffend davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer aus <span class="artref">Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG</span> keinen Aufenthaltsanspruch ableiten kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Zu prüfen bleibt damit einzig, ob die Vorinstanz im Zusammenhang mit der Abweisung des Gesuchs des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege in Willkür verfallen ist (<span class="artref">Art. 9 BV</span>), den Gehörsanspruch (<span class="artref">Art. 29 Abs. 2 BV</span>) verletzt bzw. gegen Treu und Glauben (<span class="artref">Art. 5 Abs. 2 BV</span>) verstossen hat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.1.</b> Soweit der Beschwerdeführer in der Begründung der Eingabe ans Bundesgericht geltend macht, im Verfahren vor dem Staatsrat sei ihm zu Unrecht die unentgeltliche Rechtspflege verweigert worden, sprengt dies seine Beschwerdeanträge, die sich lediglich auf die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens beziehen. Auf die in diesem Zusammenhang geltend gemachten Verfassungsverletzungen (<span class="artref">Art. 9 BV</span>, <span class="artref">Art. 29 Abs. 2 BV</span>, <span class="artref">Art. 5 Abs. 2 BV</span>) ist nicht weiter einzugehen. Die zusätzlich geltend gemachte Verletzung von Art. 2 Abs. 2 des Gesetzes des Kantons Wallis über die unentgeltliche Rechtspflege vom 11. Februar 2009 (GUR, SGS 177.7) kann vom Bundesgericht überdies aus Kognitionsgründen nicht geprüft werden (<span class="artref">Art. 95 BGG</span> e contrario). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.2.</b> Mit Blick auf die Verweigerung der unentgeltliche Rechtspflege im vorinstanzlichen Verfahren enthält die Beschwerde sodann keine Begründung. Auf die Frage ist nicht weiter einzugehen (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.3.</b> Die Beschwerde erweist sich damit auch mit Blick auf die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege im kantonalen Verfahren als unbegründet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen (<span class="artref">Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.</b> </div> <div class="para">Die Kosten des vorliegenden Verfahrens sind dem Beschwerdeführer zu überbinden (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Staatsrat des Kantons Wallis, dem Kantonsgericht Wallis, öffentlich-rechtliche Abteilung, und dem Staatssekretariat für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 19. Februar 2021 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Seiler </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Brunner </div> </div></body></html>