B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung V E-6101/2012 U r t e i l v o m 2 9 . N o v e m b e r 2 0 1 2 Besetzung Einzelrichter Bruno Huber, mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher; Gerichtsschreiberin Sarah Straub. Parteien A._______, geboren (…), dessen Ehefrau B._______, geboren (…), und deren Kinder C._______, geboren (…), D._______, geboren (…), E._______, geboren (…), F._______, geboren (…), Serbien, (…) Beschwerdeführende, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 16. November 2012 / N (…). E-6101/2012 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass das BFM mit Verfügung vom 16. November 2012 – eröffnet am 21. November 2012 – feststellte, die Beschwerdeführenden erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, die Asylgesuche vom 14. Oktober 2012 a b- lehnte, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und d en Vollzug der Wegweisung anordnete, dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 24. November 2012 (Poststempel vom 26. November 2012) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben und in materieller Hi n- sicht die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft, das Eintreten auf die Asylgesuche, die Anerkennung eines vorläufigen schutzwürdigen Interes- sens und demzufolge die Gewährung der vorläufigen Aufnahme beantr a- gen, dass sie in formeller Hinsicht beantragen, die auf den Tag nach Recht s- kraft der angefochtenen Verfügung angesetzte Ausreisefrist sei aufzuh e- ben und es sei ihnen zu erlauben, den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abzuwarten, zudem sei auf die Erhebung eines Kostenvo r- schusses zu verzichten und für das vorliegende Verfahre n Kostenerlass zu gewähren, und erwägt, dass nach Einsicht in die Akten auf die Beschwerde einzutreten und diese in Anwendung des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31), der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, S R 142.311), des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), des Bundesgese t- zes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesge- richt (BGG, SR 173.110), des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) und des Re g- lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zu beurteilen ist, dass das BFM auf die Asylgesuche eingetreten ist und einen materiellen Entscheid gefällt hat, weshalb auf das diesbezügliche Rechtsbegehren in der Beschwerde nicht einzutreten ist, E-6101/2012 Seite 3 dass der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung z u- kommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG), die Vorinstanz einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzogen hat (Art. 55 Abs. 2 VwVG) und die angefochtene Verfügung noch nicht in Rechtskraft erwachsen ist, weshalb auf das Gesuch, den Ausgang des Verfahrens i n der Schweiz abwarten zu dürfen, mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten ist, dass für den zur Begründung de r Asylgesuche geltend gemachten Sach- verhalt – Diskriminierungen gegen sie als Angehörige der Minderheit der Ashkali beziehungsweise Roma – auf die Protokolle der summarischen Befragungen vom 19. Oktober 2012 und der einlässlichen Anhörungen vom 29. Oktober 2012 sowie auf die angefochtene Verfügung zu verwe i- sen ist (vgl. daselbst, Sachverhaltszusammenfassung S. 2), dass das Bundesamt in seiner Verfügung zutreffend festgehalten hat, die geltend gemachten Vorkommnisse in Serbien vermöchten die Schwelle ernsthafter Nachteile nicht zu übersteigen und es würden sich keine Hi n- weise auf eine Gefährdung an Leib und Leben ergeben, weshalb die Vor- bringen nicht asylrelevant seien, dass es zu Recht darauf hingewiesen hat , dass sich die Situation der ethnischen Minderheiten in Serbien entspannt hat, vereinzelte Übergriffe durch Drittpersonen zwar nicht ausgeschlossen werden können, solchen jedoch in der Regel keine asylrelevante Intensität zukommt, und dass die Beschwerdeführenden mit adäquatem Schutz durch den Heimatstaat rechnen können, dass es ebenfalls zu Recht festgestellt hat, Nachteile, welche auf die al l- gemeinen politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Lebensbedingungen in einem Staat zurückzuführen sind, stellten keine asylbeachtliche Verfol- gung im Sinne von Art. 3 AsylG dar, dass die Beschwerdeführenden in ihrer Eingabe geltend machen, die Minderheiten der Roma und Ashkali würden in den Balkanstaaten offen- sichtlich diskriminiert, die medizinische Versorgung sei ungenügend und die Behörden hätten ihnen nicht geholfen, obwohl sie hierzu verpflichtet gewesen wären, dass sie damit keine neuen, erheblichen Argumente vorbringen, die allen- falls geeignet wären, zu einer von derjenigen des BFM abweichenden Beurteilung der Asylgesuche zu gelangen, E-6101/2012 Seite 4 dass das BFM zusammenfassend zu Recht festgestellt hat, die Vorbri n- gen der Beschwerdeführenden würden den Anforderungen an die Flüch t- lingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standhalten, dass es die Asylgesuche demnach auch zu Recht abgelehnt und die Wegweisung verfügt hat, dass mangels einer asylrechtlich erheblichen Gefährdung der Beschwe r- deführenden im Heimatland das Prinzip des flüchtlingsrechtliche n Non - refoulements keine Anwendung findet und aufgrund der Akten keine A n- haltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Me n- schenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die den Beschwerdeführenden in Serbien drohen würde, dass aus den Ausführungen in der Beschwerde und den Akten auch nicht ersichtlich wird, inwiefern der vom B undesamt angeordnete Vollzug der Wegweisung anderweitig Bundesrecht verletzen, den r echtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellen oder unangemessen sein könnte, dass deshalb ohne weitere Erörterungen und unter Hinweis auf die zutref- fenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung festzustellen ist, dass d ie Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung in Anbetracht der zu beachtenden landes- und völkerrechtlichen Bestimmungen zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich beurteilt hat, dass der Antrag, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, mit vorliegendem Direktentscheid in der Hauptsache gegen - standslos wird, dass die offensichtlich unbegründete Beschwerde demnach ohne Durc h- führung eines Schriftenwechsels und mit summarischer Begründung im einzelrichterlichen Verfahren mit Zustimmung einer zw eiten Richterin a b- zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da die Beschwerde als aussichtslos zu bezeichnen ist, dass die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.– den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind. E-6101/2012 Seite 5 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird a b- gewiesen. 3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600. – werden den Beschwerdeführenden auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 4. Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und (…). Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Bruno Huber Sarah Straub Versand: