<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht vorzulegen über die verschiedenen Arten der Unterstützung von Sportlerinnen und Sportlern, die die Schweiz an Sportgrossanlässen wie den Olympischen Spielen, den Paralympics oder Weltmeisterschaften vertreten. Um die Studie gezielt zu fokussieren, wird vorgeschlagen, darin nur die Kategorien 1-3 der von Swiss Olympic erstellten Einstufung der Sportarten zu behandeln. Dieses Steuerungsinstrument wird in Sportkreisen anerkannt und ermöglicht eine effiziente Zuteilung der verschiedenen Ressourcen. Der Bericht soll insbesondere die folgenden Punkte behandeln:</p><p>- die verschiedenen Arten der Unterstützung, insbesondere finanzieller Art, die für Athletinnen und Athleten vorgesehen sind, die in Nationalmannschaften oder als Einzelpersonen in einer Sportart aktiv sind;</p><p>- etwaige Unterschiede bei Prämien, Pauschalen oder Preisgeldern, die an Frauen und die an Männer gezahlt werden;</p><p>- die Frage, ob es angebracht ist, neue Instrumente zu entwickeln, um eine "sozioökonomische Auswahl" von Talenten zu verhindern. </p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Spitzensport in der Schweiz ist grundsätzlich privatrechtlich organisiert. Das von Athletinnen und Athleten mit ihren Leistungen erzielbare Einkommen - darin enthalten auch Preis- und Startgelder sowie Prämien - ist in erster Linie vom Kommerzialisierungspotenzial der Sportart abhängig. Deren Popularität in der Bevölkerung, die Möglichkeiten der medialen Inszenierung und das Werbe- und Sponsoringinteresse spielen dabei zusammen und beeinflussen dieses Potenzial massgeblich. Aus Sicht des Bundesrates ist es nicht die Aufgabe des Staates, in diese Marktmechanismen einzugreifen und so auf die Einkommensmöglichkeiten im privaten Sektor Einfluss zu nehmen. Aufgabe der öffentlichen Hand ist es, den Spitzensport durch subsidiäre Förderleistungen und -instrumente, zu welchen alle Athletinnen und Athleten gleichermassen Zugang haben, gesamtheitlich zu unterstützen.</p><p>Swiss Olympic, die Sporthilfe und der Bund haben in den letzten Jahren erhebliche, eng aufeinander abgestimmte Anstrengungen unternommen, um den Spitzensport in der Schweiz weiterzuentwickeln. Diese Unterstützungs- und Fördertätigkeit erfolgt geschlechtsneutral.</p><p>Der vom Bund mitfinanzierte Dachverband des Schweizer Sports Swiss Olympic sorgt durch die finanzielle Unterstützung der nationalen Sportverbände für möglichst optimale Ausbildungs- Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten im Nachwuchs- und Elitebereich, sowohl bei den Männern als auch den Frauen. Darüber hinaus haben Swiss Olympic und die Sporthilfe 2021 rund 500 Athletinnen und Athleten (Frauenanteil knapp 50%) mit durchschnittlich je 15'000 Franken unterstützt. Für die Bestimmung der Beitragshöhe sind die Einkommensverhältnisse sowie die Kosten für die Ausübung der Sportart massgebend. Athletinnen und Athleten, die weniger kommerzialisierte Sportarten betreiben, profitieren damit von höheren Beiträgen. Zudem verfügt die Sporthilfe über einen zusätzlichen Fonds zur Unterstützung von Athletinnen und Athleten in Härtefällen.</p><p>Auf Stufe Bund ist aus Sicht der Athletinnen und Athleten die Spitzensportförderung der Armee ein zentrales Instrument zu ihrer Unterstützung. Dieses Instrument wird stetig ausgebaut, damit noch mehr Spitzensportlerinnen und -sportler davon profitieren können. Aktuell leisten rund 800 Athletinnen und Athleten rund 40'000 Diensttage jährlich und erhalten dafür Sold und Erwerbsaufallentschädigung. Bei der Spitzensportförderung der Armee geniesst die Frauenförderung einen hohen Stellenwert. Entsprechend hat der Anteil der Frauen in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen und liegt seit 2019 in der Spitzensport-RS konstant über 20 Prozent.</p><p>Der Bundesrat ist überzeugt, dass sich das Zusammenspiel zwischen privaten Akteuren und der öffentlichen Hand bei der Unterstützung des Spitzensports von Frauen und Männern bewährt. Entsprechend unterstützt er die Weiterentwicklung der bestehenden Fördermöglichkeiten und sieht keinen Bedarf, im Rahmen eines Berichts zusätzliche Massnahmen im Zusammenhang mit dem Ausgleich von Einkommensmöglichkeiten zu prüfen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.