<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2021-02-03-1B_20-2021.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1B_20 +21 + 22/2021 </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 3. Februar 2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>I. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Chaix, präsidierendes Mitglied, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Störi. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, </div> <div class="para">Nordring 8, Postfach 6250, 3001 Bern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Strafverfahren; </div> <div class="para">Sicherheitsleistung, unentgeltliche Rechtspflege, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügungen des Obergerichts </div> <div class="para">des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, </div> <div class="para">vom 15. Dezember 2020 </div> <div class="para">(BK 20 495 MOR, BK 20 505 MOR und BK 20 506 MOR). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> 1B_20/2021 </div> <div class="para">Im Beschwerdeverfahren bezüglich der Einstellung des Strafverfahrens gegen B.________ durch die Regionale Staatsanwaltschaft Oberland wies der Präsident der Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons Bern am 15. Dezember 2020 das Gesuch des Privatklägers und Beschwerdeführers A.________ um unentgeltliche Rechtspflege ab und setzte ihm eine Frist von 30 Tagen für die Bezahlung einer Prozesskaution von Fr. 800.--, unter der Androhung, bei Säumnis auf das Rechtsmittel nicht einzutreten. Zur Begründung hat er ausgeführt, die Beschwerde sei aussichtslos. </div> <div class="para">Mit Eingaben vom 14. Januar 2021 beantragt A.________ sinngemäss, diesen Präsidialentscheid aufzuheben. </div> <div class="para">Vernehmlassungen wurden keine eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> 1B_21/2021 </div> <div class="para">Im Beschwerdeverfahren bezüglich der Einstellung des Strafverfahrens gegen C.________ durch die Regionale Staatsanwaltschaft Oberland wies der Präsident der Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons Bern am 15. Dezember 2020 das Gesuch des Privatklägers und Beschwerdeführers A.________ um unentgeltliche Rechtspflege ab und setzte ihm eine Frist von 30 Tagen für die Bezahlung einer Prozesskaution von Fr. 800.--, unter der Androhung, bei Säumnis auf das Rechtsmittel nicht einzutreten. Zur Begründung hat er ausgeführt, die Beschwerde sei aussichtslos. </div> <div class="para">Mit Eingaben vom 14. Januar 2021 beantragt A.________ sinngemäss, diesen Präsidialentscheid aufzuheben. </div> <div class="para">Vernehmlassungen wurden keine eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> 1B_22/2021 </div> <div class="para">Im Beschwerdeverfahren bezüglich der Einstellung des Strafverfahrens gegen D.________ durch die Regionale Staatsanwaltschaft Oberland wies der Präsident der Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons Bern am 15. Dezember 2020 das Gesuch des Privatklägers und Beschwerdeführers A.________ um unentgeltliche Rechtspflege ab und setzte ihm eine Frist von 30 Tagen für die Bezahlung einer Prozesskaution von Fr. 800.--, unter der Androhung, bei Säumnis auf das Rechtsmittel nicht einzutreten. Zur Begründung hat er ausgeführt, die Beschwerde sei aussichtslos. </div> <div class="para">Mit Eingaben vom 14. Januar 2021 beantragt A.________ sinngemäss, diesen Präsidialentscheid aufzuheben. </div> <div class="para">Vernehmlassungen wurden keine eingeholt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>D.</b> </div> <div class="para">Mit Verfügungen vom 19. Januar 2021 übermittelte der Präsident der Beschwerdekammer die auch bei ihm eingegangenen Beschwerden von A.________ gegen die obergerichtlichen Verfügungen vom 15. Dezember 2020 zur gesetzlichen Folgegebung dem Bundesgericht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die drei Verfahren stehen in einem engen sachlichen Zusammenhang und die Beschwerdeschriften sind identisch, weshalb es sich rechtfertigt, die Verfahren zu vereinigen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Angefochten sind drei kantonal letztinstanzliche Entscheide in strafrechtlichen Angelegenheiten. Dagegen steht die Beschwerde nach <span class="artref">Art. 78 ff. BGG</span> offen. Es ist allerdings Sache des Beschwerdeführers, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=39&amp;from_date=31.01.2021&amp;to_date=19.02.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-249%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page249">BGE 133 II 249</a> E. 1.1; 353 E. 1), als auch, dass der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=39&amp;from_date=31.01.2021&amp;to_date=19.02.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-III-127%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page127">BGE 135 III 127</a> E. 1.6 S. 130; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=39&amp;from_date=31.01.2021&amp;to_date=19.02.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-II-244%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page244">134 II 244</a> E. 2.1 und 2.2 S. 245 f.; je mit Hinweisen). </div> <div class="para">Der Kammerpräsident hat in den angefochtenen Verfügungen erwogen, nach <span class="artref">Art. 136 Abs. 1 StPO</span> sei dem Privatkläger unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, wenn er prozessarm und seine Zivilklage nicht aussichtslos sei. In Bezug auf die vom Beschwerdeführer den drei von ihm beschuldigten Personen vorgeworfenen Antragsdelikte (Beschimpfung, Drohung, Hausfriedensbruch etc.) sei nicht erstellt bzw. mache er gar nicht geltend, dass er auf strafbare Weise zum Rückzug der Strafanträge bewogen worden sei. Die Rückzüge seien damit voraussichtlich nicht mit einem rechtlich relevanten Willensmangel behaftet und dementsprechend gültig erfolgt. Die Strafverfahren seien diesbezüglich "hochwahrscheinlich" korrekt eingestellt worden. In Bezug auf die Offizialdelikte - Diebstahl, Nötigung, etc. - bestünden keine konkreten Verdachtsmomente auf ein tatbestandsmässiges Verhalten der angezeigten Personen. Eine allfällige Zivilklage des Beschwerdeführers erscheine daher aussichtslos, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen sei. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer setzt sich - ebenso wie in vielen dem Bundesgericht bereits zuvor eingereichten Beschwerdeschriften - mit den angefochtenen Entscheiden nicht sachgerecht auseinander. Er kritisiert zwar ausgiebig die Berner Justiz und deren Vertreter - das Obergericht habe wieder einmal praktisch alles falsch gemacht, was man falsch machen könne. Er legt aber nicht konkret dar, dass und weshalb dessen Einschätzung, allfällige Zivilklagen gegen die Beschuldigten seien aussichtslos, unzutreffend ist. Seinen Eingaben ist damit nicht zu entnehmen, inwiefern die angefochtenen Entscheide bundesrechtswidrig sein sollen, und das ist auch nicht ersichtlich. Auf die Beschwerden ist daher im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten, wobei auf die Erhebung von Kosten verzichtet werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Verfahren 1B_20/2021, 1B_21/2021 und 1B_22/2021 werden vereinigt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern und dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 3. Februar 2021 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das präsidierende Mitglied: Chaix </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Störi </div> </div></body></html>