<h2>SubmittedText<h2><p>Der Armeechef äussert sich in einem Interview mit dem "Bund" vom 10. März 2010 u. a. zu den Militärküchen. Er kritisiert, dass wegen fehlenden Finanzen "in den Küchen teilweise Zustände herrschten, die man zu Hause nicht akzeptieren würde". Er folgert, dass es dabei um die Gesundheit der Soldaten gehe.</p><p>1. Ist der Bundesrat auch der Meinung, dass eine nicht auf dem modernsten Stand ausgerüstete Militärküche gleichbedeutend mit einer gesundheitsgefährdenden, weil unhygienischen Küche sein muss? Wenn ja, ist dies nicht eine eigentlich sehr bedenkliche Disqualifikation aller militärischen Küchenchefs und deren Teams, die jeden Tag ihr Bestes geben, um die Armeeangehörigen gut und gesund zu verpflegen?</p><p>2. Ist er nicht auch der Meinung, dass solche Verlautbarungen nicht unbedingt dazu dienen, jungen Männern und Frauen den Militärdienst "schmackhaft" zu machen, und dass solche Äusserungen dem leider schon heute angeschlagenen Image der Armee nicht dienlich sind?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat beantwortet die Fragen wie folgt:</p><p>1. Eine Verpflegung der Truppe, die höchsten Ansprüchen namentlich im Bereich der Hygiene genügt, ist eine Selbstverständlichkeit. Die militärischen Küchenchefs produzieren auch in älteren Küchen hygienisch einwandfreie Mahlzeiten. Die Selbstkontrolle in den Militärküchen ist beispielsweise strenger geregelt als im zivilen Bereich, das Lebensmittelgesetz (SR 817.0) wird strikt eingehalten. Amtliche Kontrollen belegen, dass die Armeeküchen ebenso gut geführt sind wie das Gros der zivilen Restaurationseinrichtungen. Hingegen wird die Arbeit der militärischen Küchenchefs durch veraltete Einrichtungen erschwert, die baulich nicht immer vollumfänglich den neueren gesetzlichen Vorgaben (EDI-Hygieneverordnung; SR 817.024.1) und/oder den Beständen der zu verpflegenden Verbände entsprechen. Die Armee ist bemüht, zusammen mit den Eigentümern (Kantone, Gemeinden, Private) diesen Zustand laufend zu verbessern. Die finanziellen Restriktionen, langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie die Unsicherheit bezüglich künftiger Belegung einzelner Infrastrukturen durch die Truppe erschweren aber den Verbesserungs- und Renovationsprozess.</p><p>2. Truppe, Politik und Öffentlichkeit erwarten, dass die Armee auch über Missstände informiert. Der tatsächliche Zustand der Küchen ist nicht so, dass er die Motivation junger Männer und Frauen beeinträchtigen würde.</p>  Antwort des Bundesrates.