<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00424</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107209&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00424</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 08.05.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Parteientschädigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Höhe der Parteientschädigung, die der Regierugnsrat für den Beschwerdeführer im Rekursverfahren auf Fr. 1'500.- festgesetzt hat. Vgl. VB.2002.00423 Auf die Beschwerde ist einzutreten, zuständig ist die Kammer (E. 1). Strittig ist einzig die Höhe der Parteientschädigung (E. 2a). In der Regel ist nicht der volle Aufwand zu entschädigen (E. 2b). Das Verwaltungsgericht hat nur eine Rechts- und keine Ermessenskontrolle vorzunehmen (E. 2c). Bei der Festlegung zu berücksichtigen sind der Streitwert, die Bedeutung der Sache, die Schwierigkeit des Falls sowie der Aufwand (E. 2d). Keine Bedeutung kommt der Finanzkraft der pflichtigen Partei zu (E. 2e). Das Ermessen der Behörde ist weiter, wenn keine Honorarnoten eingereicht wurden (E. 2f). Der Streitgegenstand war komplex, die Angelegenheit für den Beschwerdeführer aber nicht von besonderer Bedeutung. Nicht der gesamte Aufwand war notwendig. Zudem ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer nur die Hälfte der Anwaltskosten in Rechnung gestellt wurden. Die Höhe der Entschädigung ist insgesamt noch nicht rechtsverletzend (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANGEMESSENHEIT">ANGEMESSENHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFWAND">AUFWAND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEDEUTUNG">BEDEUTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NICHTIGKEIT">NICHTIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 17 Abs. II VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 50 lit. II + III VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Baudirektion erteilte der Firma A am 5. Juli 1999 eine befristete raumplanungsrechtliche Ausnahmebewilligung fÃ¼r die Errichtung einer provisorischen, mobilen Antennenanlage mit AusrÃ¼stungsraum auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 8120 in der Reservezone der Gemeinde Thalwil. Die Baukommission Thalwil erteilte fÃ¼r das Vorhaben am 15. Juli 1999 die baurechtliche Bewilligung. Die Bewilligungen wurden am 25. Juli 2000 durch die Baudirektion und am 14. September 2000 durch die Baukommission Thalwil mit GÃ¼ltigkeit bis Januar 2001 verlÃ¤ngert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>C ersuchte das Bauamt Thalwil am 6. Februar 2001, der Firma A den weiteren Betrieb der provisorischen Antenne zu verbieten und ihr zu befehlen, die Anlage zu beseitigen. Die Baukommission Thalwil wies das Gesuch am 8. Februar 2001 ab.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf ihr Gesuch hin erhielt die Firma A am 21. Februar 2001 von der Baudirektion die raumplanungsrechtliche Ausnahmebewilligung und am 1. MÃ¤rz 2001 von der Baukommission Thalwil die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r eine kombinierte GSM/UMTS-Mobilfunkantennenanlage am gleichen Standort.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen den Beschluss der Baukommission Thalwil vom 8. Februar 2001 erhob C am 23. MÃ¤rz 2001 Rekurs an die Baurekurskommission II, deren PrÃ¤sident mit VerfÃ¼gung vom 3. April 2001 auf das Rechtsmittel nicht eintrat und es dem Regierungsrat zur Behandlung Ã¼berwies.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 4. Mai 2001 wandte sich C auch gegen die Bewilligungen der Baudirektion und der Baukommission Thalwil mit Rekurs an den Regierungsrat.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat beschloss am 5. September 2001, der Rekurs Câs gegen den Beschluss der Baukommission Thalwil vom 8. Februar 2001 betreffend unverzÃ¼gliche Einstellung des Betriebs und Beseitigung der bestehenden Mobilfunkanlage werde gutgeheissen und die Baukommission Thalwil mit der Ãberwachung des Vollzugs dieser Anordnung durch die Firma A beauftragt (Disp. Ziff. I). Das Rekursverfahren betreffend die definitive raumplanungsrechtliche und baurechtliche Bewilligung fÃ¼r eine Mobilfunkanlage auf dem GrundstÃ¼ck Kat.-Nr. 8210 in Thalwil werde fÃ¼r so lange sistiert, bis eine Partei dessen Wiederaufnahme und Fortsetzung beantrage (Disp. Ziff. II). Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen fÃ¼r beide Verfahren wÃ¼rden im Endentscheid Ã¼ber den sistierten Rekurs festgelegt (Disp. Ziff. III). Einer allfÃ¤lligen Beschwerde an das Verwaltungsgericht werde die aufschiebende Wirkung entzogen (Disp. Ziff. IV).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Firma A gelangte hiergegen an das Verwaltungsgericht. Das Gericht stellte mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 10. Oktober 2001 die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wieder her. Mit Urteil vom 26. November 2001 hiess es die Beschwerde gut und wies die Sache zur weiteren Behandlung im Sinn der ErwÃ¤gungen an den Regierungsrat zurÃ¼ck (VB.2001.00295). Hauptgrund fÃ¼r die RÃ¼ckweisung war, dass die Vorinstanz der Firma A das rechtliche GehÃ¶r verweigert hatte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Folge nahm der Regierungsrat sowohl das Verfahren betreffend die Einstellung der provisorischen Anlage als auch jenes betreffend die Bewilligung fÃ¼r eine definitive Anlage in einem vereinigten Verfahren wieder auf. Mit Beschluss vom 30. Oktober 2002 erwog er, dass die geplante Anlage im konkreten Fall ausserhalb der Bauzone nicht standortgebunden sei, weshalb der Rekurs gegen die Bewilligung einer definitiven Anlage gutzuheissen sei. Damit sei auch die Bewilligung fÃ¼r die WeiterfÃ¼hrung der provisorischen Anlage aufzuheben. Er hiess daher die Rekurse im Sinn der ErwÃ¤gungen gut, soweit sie nicht gegenstandslos geworden waren, und beauftragte die BaubehÃ¶rde Thalwil, die fÃ¼r die Herstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustandes erforderlichen Anordnungen zu treffen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Entscheid hat C am 4. Dezember 2002 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erhoben. Er beantragt, Ziffer V des angefochtenen Beschlusses aufzuheben und dem BeschwerdefÃ¼hrer eine <i>angemessene</i> ParteientschÃ¤digung zuzusprechen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. Die Staatskanzlei beantragte namens des Regierungsrates am 4. Februar 2003 die Abweisung der Beschwerde. Die Firma A erklÃ¤rte am 10. MÃ¤rz 2003, sie verzichte auf Antrag und Stellungnahme.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. </span>a) Weil vorliegend ein Entscheid des Regierungsrates angefochten ist, hat trotz des Fr. 20'000.- nicht Ã¼bersteigenden Streitwertes die Kammer und nicht der Einzelrichter zu entscheiden (§ 38 Abs. 2 und 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997, VRG). </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) Die Befugnis des BeschwerdefÃ¼hrers, die HÃ¶he der vom Regierungsrat zugesprochenen ParteientschÃ¤digung mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht anzufechten, ist gegeben, da das Gericht auch in der Hauptsache zustÃ¤ndig ist (§ 21 lit. a in Verbindung mit § 70 VRG, §§ 41 und 43 Abs. 3 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">2. a) Nach § 17 Abs. 2 lit. a VRG kann im Rekursverfahren und im Verfahren vor Verwaltungsgericht die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners verpflichtet werden, namentlich wenn die rechtsgenÃ¼gende Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen besonderen Aufwand erforderte oder den Beizug eines Rechtsbeistands rechtfertigte.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Dass es im Rekursverfahren angebracht war, einen Rechtsvertreter beizuziehen, und dass die Voraussetzungen fÃ¼r die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekursverfahren zulasten der privaten Rekursgegnerin erfÃ¼llt waren, ist unbestritten. Streitig ist die HÃ¶he der zuzusprechenden ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">b) § 17 Abs. 2 VRG sieht lediglich eine "angemessene" EntschÃ¤digung der Umtriebe vor. Das bedeutet, dass dem Berechtigten nicht jeder erdenkliche, sondern grundsÃ¤tzlich nur ein Teil des aufgrund der UmstÃ¤nde des Falls <i>notwendigen</i> Rechtsverfolgungsaufwands nach freiem (aber pflichtgemÃ¤ssem) Ermessen der Rechtsmittelinstanz zu entschÃ¤digen ist (VGr, 31. MÃ¤rz 1998, ZBl 99/1998, S. 524 ff., mit Hinweisen, insbesondere auf Martin Bernet, Die ParteientschÃ¤digung in der schweizerischen Verwaltungsrechtspflege, ZÃ¼rich 1986, S. 147, 158, 161, auch zum Folgenden). Unter besonderen UmstÃ¤nden kann sich die EntschÃ¤digung des vollen â notwendigen â Rechtsverfolgungsaufwands rechtfertigen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">c) Im Beschwerdeverfahren Ã¼berprÃ¼ft das Verwaltungsgericht Rechtsfragen und die Feststellung des Sachverhaltes frei. Dies schliesst eine Kontrolle von Ermessensmissbrauch und ErmessensÃ¼berschreitung ein; hingegen ist die RÃ¼ge der Unangemessenheit unzulÃ¤ssig (§ 50 Abs. 2 lit. c und Abs. 3 VRG). Weil die Bemessung der ParteientschÃ¤digung einen Ermessensentscheid darstellt, ist somit die Befugnis des Verwaltungsgerichts, Ã¼ber deren HÃ¶he zu befinden, eingeschrÃ¤nkt. Dem Gericht steht keine freie ErmessensÃ¼berprÃ¼fung zu; es kann nur bei rechtsverletzenden Ermessensfehlern eingreifen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">d) Die BehÃ¶rde, welche Ã¼ber die Verpflichtung zur Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung zu urteilen hat, hat diesen Entscheid nach WÃ¼rdigung aller VerhÃ¤ltnisse zu treffen. Zu berÃ¼cksichtigen sind dabei namentlich der Streitwert, allenfalls die Wichtigkeit der Sache fÃ¼r die Parteien, die Schwierigkeit des Falls sowie Zeit‑ und Arbeitsaufwand. Der Streitwert bildet kein unmittelbares Kriterium fÃ¼r die Bemessung der ParteientschÃ¤digung in dem Sinn, als aus ihm die HÃ¶he dieser EntschÃ¤digung tarifmÃ¤ssig abzuleiten wÃ¤re. Insbesondere beurteilt sich weder nach der Verordnung Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren vom 10. Juni 1987 noch nach § 68 Abs. 1 der Zivilprozessordnung vom 13. Juni 1976 (ZPO), ob eine zugesprochene ParteientschÃ¤digung im Einzelfall angemessen ist. Die RekursbehÃ¶rden sind auch nicht zu einer analogen Anwendung dieser Vorschriften verpflichtet. Sie haben in ihrem ZustÃ¤ndigkeitsbereich lediglich fÃ¼r eine rechtsgleiche und einheitliche Anwendung von § 17 Abs. 2 VRG zu sorgen.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">e) Die Finanzkraft der zur Bezahlung einer EntschÃ¤digung verpflichteten Partei ist entgegen der Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers kein Aspekt, dem bei der Bemessung der ParteientschÃ¤digung eine besondere Rolle zukÃ¤me.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">f) Bei der ÃberprÃ¼fung der ParteientschÃ¤digung ist zu berÃ¼cksichtigen, dass der Rekurrent bzw. sein Vertreter im Verfahren vor Regierungsrat keine Honorarnoten eingereicht hatte. Wenn jedoch zum Zeitpunkt des Entscheids keine Zusammenstellung Ã¼ber Zeitaufwand und Barauslagen vorliegt, deren Einreichung zumindest im Sinn einer Teilabrechnung mÃ¶glich gewesen wÃ¤re, so erweitert sich der Ermessensspielraum. Der Betroffene hat es in solchen FÃ¤llen hinzunehmen, dass sich die mit der Festsetzung der ParteientschÃ¤digung betrauten BehÃ¶rden an ihrer bisherigen Praxis und an Ã¤hnlich gelagerten FÃ¤llen orientieren und dabei mangels Unterlagen dem fallspezifischen Aufwand weniger Rechnung tragen kÃ¶nnen, als wenn bereits eine Zusammenstellung Ã¼ber die Kosten vorlÃ¤ge <span>(Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § </span>17 N. 42).</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">3. Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, dass sein Anwalt einen Zeitaufwand von 41.68 Stunden gehabt habe, was bei einem Honoraransatz von Fr. 350.- (exkl. Mehrwertsteuer) und unter Einbezug der Auslagen ein Rechnungstotal von Fr. 15'900.85 ergeben habe. Die zugesprochene ParteientschÃ¤digung decke davon nur 9,43 %. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist der Auffassung, angemessen sei in diesem Fall eine Fr. 8'000.- nicht unterschreitende EntschÃ¤digung.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Aus dem Streitwert lÃ¤sst sich im konkreten Fall kaum ein Anhaltspunkt fÃ¼r die Bemessung der ParteientschÃ¤digung gewinnen. Hingegen ist offensichtlich, dass der Streitgegenstand komplex und deshalb die Ausarbeitung der Rekursschrift anspruchsvoll war. Anderseits kann nicht gesagt werden, dass die Angelegenheit fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer von besonderer Bedeutung wÃ¤re, wird er doch davon nicht existentiell betroffen. In diesem Zusammenhang darf berÃ¼cksichtigt werden, dass auch in der Rekursschrift nicht behauptet wird, die Grenzwerte gemÃ¤ss <span>der Verordnung vom 23. Dezember 1999 Ã¼ber den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV, SR 814.710) seien beim BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼berschritten. Weiter erscheint der fÃ¼r die Rekursschrift betriebene Aufwand nicht in jeder Hinsicht als notwendig im Sinn der Rechtsprechung zu § 17 Abs. 2 VRG. So befasst sich die 26 Seiten umfassende Rekursschrift einlÃ¤sslich mit der Forderung, die Grenzwerte der NISV seien akzessorisch zu Ã¼berprÃ¼fen, obwohl das Bundesgericht wenig zuvor in einem Grundsatzentscheid (BGE 126 II 399) die GesetzeskonformitÃ¤t der NIS-Verordnung und namentlich des Anlagegrenzwertes gemÃ¤ss Anhang 1 Ziff. 64 lit. a NISV ausdrÃ¼cklich bejaht hatte. Es steht einem BeschwerdefÃ¼hrer selbstverstÃ¤ndlich frei, die Praxis des Bundesgerichtes in Frage zu stellen; den BehÃ¶rden und Gerichten muss es aber gestattet sein, den entsprechenden Aufwand nicht als entschÃ¤digungsberechtigt anzusehen, wenn nicht gute GrÃ¼nde dafÃ¼r sprechen, dass das Bundesgericht seine Praxis revidieren kÃ¶nnte. Diese Voraussetzung war hier klarerweise nicht erfÃ¼llt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1">Schliesslich fÃ¤llt auf, dass die Rechnungen des vom BeschwerdefÃ¼hrer beigezogenen Anwalts "an die Beteiligten am Rekurs Baubewilligung Gemeinde Thalwil betr. Mobilfunkantennenanlage Knonauerstrasse" gestellt sind und der BeschwerdefÃ¼hrer von der auf Fr. 12'852.60 lautenden Hauptrechnung ausdrÃ¼cklich nur die HÃ¤lfte zu Ã¼bernehmen hat. Dass lÃ¤sst den Schluss zu, dass sein Anteil an den Unkosten nicht wie behauptet knapp Fr. 16'000.-, sondern offenbar nur die HÃ¤lfte davon betrÃ¤gt. Damit wird der Anteil seines Prozessaufwandes, den die ParteientschÃ¤digung abdeckt, ungefÃ¤hr verdoppelt.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">Das Verwaltungsgericht ist bei der Zusprechung von ParteientschÃ¤digungen generell zurÃ¼ckhaltend; soweit die Vorinstanzen eine vergleichbare ZurÃ¼ckhaltung Ã¼ben, sieht es dies nicht als rechtsverletzend an (vgl. BGr, 7. Juli 1998, URP 1998, S. 538 ff. sowie KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl § 17 N. 36 ff. mit zahlreichen Hinweisen auf die Praxis). In WÃ¼rdigung dieser Praxis und der erwÃ¤hnten konkreten UmstÃ¤nde erscheint die vom Regierungsrat zugesprochene ParteientschÃ¤digung zwar als an der untersten Grenze liegend, aber nicht als rechtsverletzend.</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <span><br/> </span> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>