<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td colspan="2"><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr><tr><td><p class="Normal Heading1"><br/></p></td><td colspan="2"><p><span>AK.2015.00007</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p></p></td></tr></table><p><br/></p><p>IV. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender</p><p>Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna</p><p>Sozialversicherungsrichter Vogel</p><p>Gerichtsschreiber Hübscher</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 8. November 2016</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">1.</span><span> </span><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">2.</span><span> </span><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Y.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">3.</span><span> </span><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Z.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">4.</span><span> </span><span class="Normal StandardFett RubrumFett">A.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">5.</span><span> </span><span class="Normal StandardFett RubrumFett">B.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführer</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">alle vertreten durch Rechtsanwalt Stephan K. Nyffenegger</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">NYFFENEGGER Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Gotthardstrasse 21, Postfach 1985, 8027 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Ausgleichskasse PROMEA</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Ifangstrasse 8, Postfach, 8952 Schlieren</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die C.___ AG (vormals: C.___ AG Rolladenfabrik) mit Sitz in D.___ war der Ausgleichskasse Promea als beitragspflichtige Arbeitgeberin angeschlossen. Am 9. November 2006 (Tagebucheintrag) wurden X.___ als Präsident und Z.___ als Mitglied des Verwaltungsrates der Gesellschaft in das Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen. Der für die C.___ AG als Leiter Finanz- und Rechnungswesen sowie stellver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tender Geschäftsführer tätig gewesene B.___ verfügte seit 7. November 2011 (Tagebucheintrag) über eine Kollektivprokura zu zweien. Alsdann wurden am 26. Juli 2012 (Tagebuchein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trag) Y.___ als Verwaltungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ratsmitglied und A.___ als Geschäftsführer ins Register eingetragen. Der Konkursrichter des Bezirks</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts E.___ eröffnete mit Urteil vom 12. Februar 2014 den Konkurs über die Gesellschaft (Internet-Auszug - Handelsregister des Kantons Zürich; Urk. 7/18).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit Verfügungen vom 28. August 2014 verpflichtete die Ausgleichskasse Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mea X.___, Y.___, Z.___, A.___ und B.___ als Solidarhafter zum Schadenersatz für ihr ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gangene Lohnbeiträge (inkl. Nebenkosten) im Betrag von Fr. 429‘772.10 (Urk. 7/1a-e), gegen welche die Verfügungsadressaten am 26. September 2014 jeweils Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sprachen erhoben (Urk. 7/14-18). Die Ausgleichskasse Promea vereinigte die Einsprache</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verfahren und wies die Einsprachen mit Ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheid vom 20. Januar 2015 ab (Urk. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dagegen erhoben X.___, Y.___, Z.___, A.___ und B.___ am 20. Februar 2015 Beschwerde und liessen bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, der angefochtene Einspracheentscheid vom 20. Januar 2015 sei vollumfänglich aufzuhe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben und es sei festzustellen, dass keine Haftbarkeit von B.___ be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehe (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tragte mit Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ant</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wort vom 12. März 2015 Abweisung der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde (Urk. 6, unter Beilage ihrer Akten [Urk. 7/1-24]), was den Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führenden mit Mitteilung vom 16. März 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In der Folge reichte die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 10. Juni 2015 (Urk. 10) die E-Mail-Nachricht des Notariatsinspektorats des Kantons Zürich vom 9. Juni 2015 (Urk. 11/1) und einen Auszug aus dem Kollokationsplan im Konkurs C.___ AG (Urk. 11/2) ein. Die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führenden er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hiel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten jeweils eine Kopie davon (Urk. 12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das hiesige Gericht zog vom Konkursamt D.___, vertreten durch das Notari</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">atsinspektorat des Kantons Zürich, die Konkurseinvernah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">protokolle in Sachen C.___ AG in Liquidation (Urk. 14, Urk. 15/1-5) sowie von der Beschwerdegegnerin den Konto-Auszug der Jahre 2011 bis 2013 betreffend diese Gesellschaft (Urk. 16, Urk. 17) bei.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Eingabe vom 28. Oktober 2015 (Urk. 21) reichten die Beschwerdeführer 1 und 5 die Protokolle der Verwaltungsratssitzungen der C.___ AG in Liquidation vom 30. Juli 2013 und 31. Januar 2014 (Urk. 22/1-2) sowie die Stellungnahme von den Beschwerdeführern 4 und 5 vom 20. Februar 2014 gegenüber dem Notar betreffend die F.___ GmbH und Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragung von Aktiven der C.___ AG in Liquidation (Urk. 22/3) ein.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Den Verfahrensbeteiligten wurde mit Gerichtsverfügung vom 5. November 2015 Gelegenheit gegeben, um zu den nachträglich eingereichten Eingaben und Unterlagen sowie zu den vom Gericht beigezogenen Akten Stellung zu nehmen (Urk. 23). Während sich die Beschwerdegegnerin mit Stellungnahme vom 7. De</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zember 2015 (Urk. 26) vernehmen liess, erklärten die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 25. Januar 2016 Verzicht auf Stellungnahme (Urk. 27). Dies wurde den Verfahrensbeteiligten am 26. Januar 2016 je wechselseitig zur Kenntnis gebracht (Urk. 28).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf die Vorbringen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherung (AHVG) hat ein Arbeitgeber, der durch absichtliche oder grobfahrlässige Miss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achtung von Vorschriften der Versicherung einen Schaden zufügt, diesen zu er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzen. Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so haften subsidiär die Mitglieder der Verwaltung und alle mit der Geschäftsführung oder Liquidation befassten Personen. Sind mehrere Personen für den gleichen Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den verantwortlich, so haften sie für den ganzen Schaden solidarisch (Art. 52 Abs. 2 AHVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Vorschriften über die Arbeitgeberhaftung nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">52 AHVG sowie die dazu entwickelte Rechtsprechung des Bundesgerichts finden mangels eigener Bestimmungen sinngemäss Anwendung auf die Invaliden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherungs- (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">66 des Bundesgesetzes über die Invalidenvers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">icherung), Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">werbsersatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">21 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 des Bundesgesetzes über </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft) und Arbeitslosenversicherungsbeiträge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6 des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">desgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolven</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">z</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entschädigung) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sowie auf jene</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> an die Familienausgleichskassen (FAK) gemäss dem Bundesgesetz über die Familienzulagen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 25 lit. c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Voraussetzung für eine Haftung nach Art. 52 AHVG ist zunächst das Vorliegen eines Schadens. Dieser besteht darin, dass der AHV ein ihr gesetzlich geschul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deter Beitrag entgeht. Die Höhe des Schadens entspricht dabei dem Betrag, dessen die Kasse verlustig geht (Thomas Nussbaumer, Die Ausgleichskasse als Partei im Schadenersatzprozess nach Artikel 52 AHVG, ZAK 1991 S. 383 ff. und 433 ff.). Verwaltungs- und Betreibungskosten, Veranlagungs- und Mahnge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bühren sowie die Verzugszinsen bilden Bestandteil des Schadens, welcher der Ausgleichskasse zu ersetzen ist (BGE 121 III 382 E. 3bb; vgl. auch BGE 109 V 95 oben, 108 V 189 E. 5). Im Hinblick auf die in Art. 14 Abs. 1 AHVG normierte Beitrags- und Abrechnungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pflicht des Arbeitgebers gehören auch die Arbeitge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">berbeiträge zum massgebli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Schaden (BGE 98 V 26 E. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Schadenersatzanspruch verjährt zwei Jahre, nachdem die zuständige Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gleichskasse vom Schaden Kenntnis erhalten hat, jedenfalls fünf Jahre nach Eintritt des Schadens. Diese Fristen können unterbrochen werden. Der Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ber kann auf die Einrede der Verjährung verzichten (Art. 52 Abs. 3 AHVG; vgl. auch BGE 131 V 4 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Schaden gilt als eingetreten, sobald anzunehmen ist, dass die geschuldeten Beiträge aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht mehr erhoben wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den können (BGE 126 V 443 E. 3a, 121 III 382 E. 3bb, 388 E. 3a, je mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen). Dies trifft dann zu, wenn die Beiträge im Sinne von Art. 16 Abs. 1 AHVG verwirkt sind (vgl. beispielsweise BGE 112 V 156, 98 V 26) oder wenn ihre Entrichtung wegen Zahlungsunfähigkeit des beitrags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtigen Arbeitge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bers nicht mehr möglich ist (vgl. beispielsweise BGE 121 V 234, 240). Im ersten Fall gilt der Schaden als eingetreten, sobald die Beiträge verwirkt sind (BGE 123 V 12 E. 5b, 170 E. 2a, 112 V 156 E. 2, 108 V 189 E. 2d, je mit Hinweisen). Im zweiten Fall gilt der Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denseintritt als erfolgt, sobald die Beiträge wegen der Zahlungsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit des Arbeitgebers nicht mehr im ordent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Verfahren nach Art. 14 ff. AHVG erhoben werden kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen (BGE 123 V 12 E. 5b, 170 E. 2a, 121 III 382 E. 3bb, 113 V 256, 112 V 156 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kenntnis des Schadens im Sinne von Art. 52 Abs. 3 AHVG ist in der Regel von dem Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">punkt an gegeben, in welchem die Ausgleichskasse unter Beachtung der ihr zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mutbaren Aufmerksamkeit erkennen muss, dass die tatsächlichen Gegeben</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heiten nicht mehr erlauben, die Beiträge einzufordern, wohl aber eine Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denersatzpflicht begründen können (BGE 131 V 425 E. 3.1, 129 V 193 E. 2.1, 128 V 15 E. 2a, 126 V 443 E. 3a, 452 E. 2a, 121 III 386 E. 3b, je mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Falle eines Konkurses oder Nachlassvertrages mit Vermögensab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tretung hat die Kasse nicht notwendigerweise erst Kenntnis des Schadens im Sinne von Art. 52 Abs. 3 AHVG, wenn sie in die Verteilungsliste und Schluss</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rechnung des Konkursamtes oder Liquidators Einsicht nehmen kann oder einen Verlustschein erhält; denn wer im Rahmen solcher Verfahren einen Verlust erleidet und auf Ersatz klagen will, hat praxisgemäss in der Regel bereits dann ausreichende Kenntnis des Schadens, wenn die Kollokation der Forderungen eröffnet bezie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hungsweise der Kollokationsplan (und das Inventar) zur Einsicht aufgelegt wird. In diesem Zeitpunkt ist oder wäre der Gläubiger im Allgemeinen in der Lage, den Stand der Aktiven, die Kollokation seiner Forderung und die voraussichtli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che Dividende zu kennen (BGE 126 V 443 E. 3a, 119 V 89 E. 3, je mit Hinwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Konkursrichter des Bezirksgerichts E.___ eröffnete mit Urteil vom 12. Feb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ruar 2014 den Konkurs über die Gesellschaft (Sachverhalt, Ziff. 1.1). Die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdegegnerin hat ihre Beitragsforderung (inkl. Nebenkosten) im Betrag von Fr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">429‘772.10 am 6. Mai 2014 im Konkursverfahren zur Kollokation ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">det (Urk. 7/9b). Gemäss Art. 219 Abs. 4 des Bundesgesetzes über Schuldbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bung und Konkurs (SchKG) werden AHV/IV/EO-Beitragsforderungen und solche nach dem Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG) im Konkursverfahren in der 2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Klasse kolloziert. Auf Anfrage der Beschwerdegegnerin hin schrieb ihr das Nota</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">riatsinspektorat des Kantons Zürich am 6. Juni 2014, dass die Dividendenschätzung in der 2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Klasse im Konkursverfahren über die C.___ AG 0</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">% betrage. Gleichzeitig wies das No</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tariatsinspektorat die Beschwerdegegnerin darauf hin, dass die Schätzung „unter allem Vorbehalt und ohne Gewähr“ erfolge und diverse Verwertungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">handlungen (insbesondere das Debitoreninkasso) noch aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehend seien (Urk. 7/9c). Hernach verpflichtete die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführenden mit Verfügungen vom 28.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Au</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gust 2014 als Solidarhafter zum Schadenersatz für ihr entgangene Lohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beiträge (inkl. Nebenkosten) im Betrag von Fr. 429‘772.10 (Urk. 7/1a-e). Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtlich der verfügungsweisen Geltendmachung des Schadens (vgl. Art. 52 Abs. 4 AHVG) drohte im damaligen Zeitpunkt weder das Ende der zweijährigen Frist ab Schadenskenntnis noch dasjenige der fünfjährigen Frist ab Eintritt des Schadens (E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.1.2 vorstehend), denn vorliegend gilt der Schaden mit der Eröffnung des Konkurses über die C.___ AG vom 12. Februar 2014 als eingetreten (vgl. Urteil des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">desgerichts H 376/01 vom 11. Oktober 2005 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2 mit Hinweis auf BGE 123 V 12). Unter diesem Gesichtspunkt wäre der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin zwar noch genügend Zeit verblieben, um die Schadener</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">satzver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fügun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen zu erlassen, jedoch war sie auch nicht befugt, mit der Geltendmachung ihrer Schadener-satzfor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derung bis zu jenem Zeitpunkt zuzuwarten, in welchem sie das </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sätzlich erst bei Abschluss des Konkursverfahrens feststehende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> absolut genaue Ausmass ihres Verlustes kennt. Vielmehr wird gemäss der bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richtlichen Rechtsprechung verlangt, dass sich eine Ausgleichskasse von dem Zeitpunkt an, in dem sie alle tatsächlichen Umstände über die Existenz, die Beschaffenheit und die wesent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Merkmale des Schadens kennt, über die Einzelheiten eines allfälligen Schadenersatzanspruchs informiert. Dabei hat sie die Schadenersatz-verfügung bei ungewisser Konkursdividende derart auszuge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stalten, dass die Belangten zum Ersatz des ganzen der Ausgleichskasse ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">genen Betrages gegen Abtretung einer allfälligen Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kursdividende verpflichtet werden. Dieses auch auf den Gebie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten des Zivilrechts und des öffentlichen Rechts gewählte Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gehen ist vom Bundesgericht aus Gründen der Verfah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rensökonomie und der Rechtssicherheit sowie unter dem Gesichtspunkt der Zielsetzung des Schadenersatzrechts auf Forderungen gemäss Art. 52 Abs. 1 AHVG sowohl bei Konkursen als auch in Fällen von Nachlassverträgen mit Vermögensabtretung für anwendbar erklärt worden (BGE 116 V 72). Die Beschwerdeführenden dringen damit mit ihrem Vorbringen, wonach die Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">denersatzverfügungen zu früh erlassen worden seien, weil die Beschwerdegeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nerin damals noch nicht habe damit rech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen müssen, dass ihre Beitragsforde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung im Konkurs der C.___ AG ungedeckt bleiben würde (Urk. 1 S. 3-4), nicht durch. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin aufgrund der Einschätzung des Nota</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">riatsinspektorats des Kantons Zürich vom 6. Juni 2014, wonach keine Konkurs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dividene zu er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">warten sei (Urk. 7/9c), davon ausging, dass ihre Beitrags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">forderung im Konkurs der C.___ AG nicht beglichen und sie zu Schaden kommen würde. Für den Fall, dass doch noch eine Konkurs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dividende für die in der 2.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Klasse kollozierte Beitragsforderung der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin resul</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tieren sollte, vermerkte sie in ihren Schadenersatz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verfügun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen vom 28. August 2014 (Urk. 7/1a-e), dass eine allfällige Konkursdi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vidende den Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führenden abgetreten würde (Urk. 7/1a-e, jeweils S. 2). Im Übrigen wird auch gemäss Kollokationsplan im Konkurs der C.___ AG, welcher vom 2. bis 25.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2015 aufgelegt wurde, keine Dividende in der 2. Klasse erwartet (Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">11/2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In masslicher Hinsicht blieb die Schadenersatzforderung unbestritten. Der Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den setzt sich gemäss der Buchhaltung der Beschwerdegegnerin aus unbezahlt gebliebenen Verzugszinsen von total Fr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">968.30 und Betreibungskosten von Fr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">103.-- betreffend Akontobeiträge September 2013, Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zugszinsen von total Fr.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">871.45 und Betreibungskosten von Fr. 103.-- betreffend Akontobeiträge Oktober 2013, unbezahlt gebliebenen Akontobeiträgen November 2013 von Fr. 20‘761.05 und Akonto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beiträgen Dezember 2013 von Fr. 78‘668.35 sowie der unbezahlt gebliebenen Jahres-/Schlussrechnung 2013 von Fr. 316‘425.70 und dem unbezahlt gebliebenen Nachtrag zur Jahresabrechnung 2013 von Fr. 11‘871.25 zusammen (Urk. 7/1g). Die Beschwerdegegnerin hat ihre Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ersatzforderung anhand der Kassenakten substantiiert dargelegt (vgl. die Inkassoakten [Urk. 7/2-7] in Verbindung mit der Buchhaltung der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin [Urk. 7/1g]). Der Schaden beträgt dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Fr. 429‘772.10. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 14 Abs. 1 AHVG und die Art. 34 ff. der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV) schreiben vor, dass der Arbeitgeber bei jeder Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug zu bringen und zusam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men mit den Arbeitgeberbeiträgen der Ausgleichskasse zu entrichten hat. Die Arbeitgeber haben den Ausgleichskassen periodisch Abrechnungsunterlagen über die von ihnen an ihre Arbeitnehmer ausbezahlten Löhne zuzustellen, damit die entsprechenden paritätischen Beiträge ermittelt und verfügt werden können. Die Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers ist eine gesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich vorgeschriebene öffentlichrechtliche Aufgabe. Die Nichterfüllung dieser öffentlichrechtlichen Aufgabe bedeutet eine Missachtung von Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schrif</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG und zieht die volle Schadendeckung nach sich (BGE 118 V 193 E. 2a; vgl. BGE 132 III 523 E. 4.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wie den Konto-Auszügen der Beschwerdegegnerin für die Jahre 2011 bis 2013 entnommen werden kann, musste die Konkursitin ab Januar 2011 für die Bei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragsrechnungen gemahnt werden (Urk. 17). Zudem hat die Konkursitin der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 14. August 2013 (Urk. 7/8c) eine zu tiefe Jahreslohnsumme 2013 gemeldet. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund dieser Meldung resultie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rte eine Gutschrift für die Monate Januar 2013 bis August 2013 von Fr. 276‘552.50 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und die Akontobeiträge wurden reduziert </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/8d). Aufgrund der effektiv im Jahr 2013 ausgerichteten Löhnen ergab sich später jedoch eine Jahres-/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schlussabrechnung in der Höhe von Fr. 316‘425.70 zu Gunsten der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin (Urk. 7/1g, Urk. 7/6), welc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">he unbezahlt blieb. Insgesamt sind der Beschwerdegegnerin Lohnbeiträge (inkl. Nebenkosten) im Betrag von Fr. 429‘772.10 entgangen (vgl. E. 2.2.2 vorstehend). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Damit ist die Konkursitin ihre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n Pflich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten als Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geberin nicht nachgekom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">men und hat öffentlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">recht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">liche Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schrif</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten missachtet. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu prüfen bleibt, ob und inwieweit der dadurch entstandene Schaden auf quali</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fiziert schuldhaftes Verhalten der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führenden zurückzuführen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die wesentliche Voraussetzung für die Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dener</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">satz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht besteht nach dem Wortlaut des Art. 52 AHVG darin, dass der Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geber absichtlich oder grob</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahrlässig Vorschriften verletzt hat und dass durch diese Missachtung ein Scha</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den verursacht worden ist (BGE 108 V 183 E. 1a). Absicht beziehungsweise Vorsatz und Fahrlässigkeit sind ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dene Formen des Verschuldens. Art. 52 AHVG statuiert demnach eine Verschuldenshaftung, und zwar handelt es sich um eine Verschuldenshaftung aus öffentlichem Recht. Die Schadenersatzpflicht ist im konkreten Fall nur dann begründet, wenn nicht Umstände gegeben sind, welche das fehlerhafte Verhalten des Arbeitgebers als gerechtfertigt erscheinen lassen oder sein Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schulden im Sinne von Absicht oder grober Fahrlässigkeit ausschliessen. In diesem Sinne ist es denkbar, dass ein Arbeitgeber zwar in vorsätzlicher Missachtung der AHV-Vorschriften der Ausgleichskasse einen Schaden zufügt, aber trotzdem nicht schadener</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">satz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtig wird, wenn beson</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dere Umstände die Nichtbefolgung der einschlägigen Vorschriften als erlaubt oder nicht schuldhaft erscheinen lassen (BGE 108 V 183 E. 1b; ZAK 1985 S. 576 E. 2 und S. 619 E. 3a).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Grobe Fahrlässigkeit liegt praxis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gemäss vor, wenn ein Arbeitgeber das ausser Acht lässt, was jedem ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digen Menschen in gleicher Lage und unter glei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen. Das Mass der zu ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">langenden Sorgfalt ist abzustufen entsprechend der Sorgfaltspflicht, die in den kaufmännischen Belangen jener Arbeitgeberkategorie, welcher die betreffende Person angehört, üblicherweise erwartet werden kann und muss. Dabei sind an die Sorgfaltspflicht einer Aktiengesellschaft hinsichtlich der Einhaltung gesetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">licher Vorschriften grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sätzlich strenge Anforderungen zu stellen. Ähnlich ist zu differenzieren, wenn es darum geht, die subsidiäre Haftung der Organe eines Arbeitgebers zu ermitteln (BGE 108 V 199 E. 3a; ZAK 1985 S. 51 E. 2a, S. 620 E. 3b; vgl. BGE 132 III 523 E. 4.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Zeitraum, als die Sozialversicherungsbeiträge zu bezahlen waren, hatten der Beschwerdeführer 1 als Präsident und die Beschwerdeführer 2 und 3 als Mitglie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der des Verwaltungsrates der Konkursitin formelle Organstellung und der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführer 4, da ihm - auch im Beitragswesen - die Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schäftsführung der Konkursitin oblag (vgl. Urk. 7/8f-g, Urk. 15/1 S. 7, Urk. 15/2 S. 7, Urk. 15/3 S. 7, Urk. 15/4 S. 1, Urk. 15/5 S. 7, Urk. 22/1, Urk. 22/3), faktische Organstel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_317/2011 vom 30. September 2011 E. 4.1.1 mit weiteren Hinweisen; BGE 114 V 213 E. 4e; SVR 1999 AHV Nr. 10 S. 29 E. 3a; zur Unterscheidung von materiellen und faktischen Organen: vgl. Marco Reichmuth, Die Haftung des Arbeitgebers und seiner Organe nach Art. 52 AHVG, Diss. Freiburg 2008, Rz. 214 ff.). Zu berücksichtigen ist sodann, dass ein Unternehmen nur so viel Lohn auszahlen darf, dass auch die darauf entfallen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Sozialversicherungsbeiträge noch gedeckt sind (Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichts H 90/00 vom 20. Juni 2001 E. 4d mit Hinweis). Aufgrund der an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gespannten Liquidationssituation hat die Konkursitin Mitarbeiter entlassen, um die Lohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">summe zu reduzieren (vgl. Urk. 22/1). Im Zuge dieser Mitarbeiterent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">las</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sungen meldete sie der Beschwerdegegnerin am 14. August 2013, dass sich die bislang für das Jahr 2013 angegebene Lohnsumme von Fr. 10‘325‘670.55 um ca. 3 Mil</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lionen Franken verringern werde (Urk. 7/8c). In der Folge hat sie der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin mit Abrechnung vom 28. Januar 2014 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jedoch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine Lohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">summe in der Höhe von Fr. 9‘187‘233.35 gemeldet</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 7/8g)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Diesbezüglich gilt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts, dass ein Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geber sich dann widerrecht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich und schuldhaft im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG verhält, wenn er in Verletzung der Meldepflicht nach Art. 35 Abs. 2 AHVV zu tiefe Akontobeiträge leistet ohne ebenfalls sicherzustellen, etwa durch Bildung von Rückstellungen, dass unter Berücksichtigung der zu er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wartenden wirtschaft</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Entwicklung genügend Mittel für die Begleichung der ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprechend höheren Schlussabrech</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung innert nützlicher Frist zur Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fügung stehen. Das Bundesgericht verweist in diesem Zusammenhang auf Rz. 2048 der Wegleitung über den Bezug der Beiträge in der AHV, IV, EO (WBB) des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">amtes für Sozialversicherungen, wonach eine Abweichung der jährlichen Lohnsumme um mindestens 10 Prozent von der ursprünglichen voraussicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lichen Lohnsumme als wesentlich im Sinne von Art. 35 Abs. 2 AHVV gilt (Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichts 9C_247/2016 vom 10. August 2016 E. 5.1.1 mit weiteren Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisen). Weil die Konkursitin im Jahr 2013 aufgrund ihrer unterjährigen Mel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dung einer wesentlich tieferen Lohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">summe eine Gutschrift der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nerin erhielt, sie die spätere Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleichsrechnung aufgrund der effektiven Lohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">summe aber nicht bezahlen konnte (vgl. E. 2.2.2 und E. 3.2 vorstehend), hat sie ihren Betrieb im Jahr 2013, zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">min</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dest teilweise, auf Kosten der Sozialversicherung weiter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführt (vgl. Urteil des Bundesgerichts H 258/00 vom 10. August 2001 E. 3b). Die Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rer 1, 2, 3 und 4 hätten dafür besorgt sein müssen, dass von der Konkursitin die gesetzlichen Vorschriften, wozu auch das Beitragswesen gehört, eingehalten wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den. Sie bestreiten weder ihre formelle respektive fak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tische Organstellung noch machen sie Rechtfertigungs- oder Entschuldungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gründe geltend. Ihnen ist die Nichterfüllung der Melde- und Zahlungspflichten durch die Konkursitin als qualifiziert schuldhaftes Unterlas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen anzurechnen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Beschwerdeführer 5 war als Prokurist kein formelles Organ der Konkursitin (vgl. Urteil des Bundesgerichts H 313/00 vom 28. Januar 2002 E. 7a mit weite</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren Hinweisen). Zu prüfen ist daher, ob der Beschwerdeführer 5 faktische Organstellung hatte. Faktische Organe sind Personen, die im Beitragswesen tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sächlich die Funktion von Organen erfüllt haben, indem sie den Organen vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">behaltene Entscheide treffen oder die eigentliche Geschäftsführung besorgen und so die Willensbildung der Gesellschaft massgebend mitbestimmen (BGE 126 V 237 E. 4, BGE 114 V 213 E. 4e, je mit weiteren Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vom 1. September 2011 bis zum 31. Oktober 2013 war der Beschwerdeführer 5 gemäss Arbeitszeugnis vom 31. Oktober 2013 für die Konkursitin als Leiter Finanz- und Rechnungswesen und stellvertretender Geschäftsführer tätig. Er war Teil des Management-Teams und rapportierte in seiner Funktion dem Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerdeführer 4. Sein Aufgaben- und Verantwortungsbereich umfasste im Wesentlichen die Führung der Abteilung Finanz- und Rechnungswesen (Beilage 4 zur Einsprache vom 26. September 2014 [Urk. 7/18]). Die Konkursitin be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schäftigte auch eine Personalleiterin, welche ebenfalls zum Management-Team gehörte und im Beitragswesen als Kontakt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">person für die Beschwerdegegnerin angegeben wurde (Urk. 7/8g). Als Leiter des Finanz- und Rechnungswesen war der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deführer 5 über die zu leistenden Sozialversicherungsbeiträge orien</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tiert und war nach Lage der Akten auch im Beitragswesen der Konkursitin involviert. So hatte er namentlich gemäss Protokoll der Verwaltungsratssitzung vom 30. Juli 2013 da</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">für zu sorgen, dass die Mitarbeiter ihre Lohnzahlungen erhalten und die Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsbeiträge bezahlt werden (Urk. 22/1 S. 2). Sodann wurde die unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">jährige Lohnsummendeklaration vom 14. August 2013 vom Beschwerdeführer 5 mitunterzeichnet und er beantwortete die telefonische Anfrage der Beschwerdegegnerin betreffend FAK-Beiträge (Urk. 7/8c). Jedoch vermag nach der Rechtsprechung weder ein Handeln im Einzelfall noch eine blosse hilfsweise Tätigkeit in untergeordneter Stellung die spezifische Organhaf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung zu begründen. Entscheidend ist vielmehr, ob der Beschwerdeführer 5 in eigener Verantwortung eine dauernde Zuständigkeit für gewisse das Alltags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schäft übersteigende und das Geschäftsergebnis beeinflussende Entscheide wahrgenommen hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts H 93/03 vom 31. Oktober 2003 E. 3.1 mit Hinweis auf BGE 128 III 29 E. 3c). Vorliegend bestehen keine An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer 5 im Beitragswesen der Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sitin selbständig tätig geworden wäre (vgl. Urteil des Bundes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichts H 442/00 vom 31. August 2001 E. 3a), und es ist darauf hinzuweisen, dass der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führer 5 für die Kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kursitin nicht mittels Einzelunterschrift zeichnen konnte (vgl. Internet-Auszug - Handelsregister des Kantons Zürich). Aufgrund des im Protokoll zur Verwaltungsratssitzung vom 30. Juli 2013 Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geführten ist darauf zu schliessen, dass der Personalabbau und die Meldung der korrigier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten Lohn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">summe während des Jahres 2013, um die Akontobeiträge zu ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gern (Urk. 22/1 S. 3), Entscheide des Verwaltungsrates der Konkurstin waren und der Beschwerdeführer 5 als Stellvertreter des Beschwerdeführers 4 dies gegenüber der Beschwerdegegnerin nur kommuniziert hat. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin (Urk. 26 S 1-2) lässt sich diesem Protokoll gerade nicht entnehmen, dass der Beschwerdeführer 5 die Geschäfte der Konkursitin geleitet hätte. Gleiches gilt für die Konkurseinvernahme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">protokolle (Urk. 15/1-5). Daraus geht vielmehr hervor, dass die operative Willensbildung der Konkursitin Sache des Verwaltungsrates, bestehend aus den Beschwerdeführern 1, 2 und 3, und die Geschäftsführung Sache des Beschwerdeführers 4 war, der Beschwerdeführer 5 jedoch keine Entscheidungsbefugnis inne hatte, sondern in untergeordneter Stellung Aufträge ausführte. Von weiteren Abklärungen sind keine zusätzlichen Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlüsse zu erwarten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mangels formeller und faktischer Organstellung besteht mithin keine Haftung des Beschwerdeführers 5 nach Art. 52 AHVG.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schliesslich setzt die Schadenersatzpflicht des Arbeitgebers nach Art. 52 Abs. 1 AHVG voraus, dass zwischen der absichtlichen oder grobfahrlässigen Missach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung von Vorschriften und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zusammenhang gegeben ist (BGE 119 V 401 E. 4a mit Hinweisen auf die Lehre, 103 V 120 E. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">folges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nis allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mein als begünstigt erscheint (BGE 119 V 401 E. 4a mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen; vgl. auch BGE 122 V 189 sowie 119 Ib 334 E. 3c).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das vorwerfbare Verhalten führte zum Schaden der Beschwerdegegnerin. Wäre die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Konkursitin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> unter der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mitv</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">erantwortung de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r 1, 2, 3 und 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ihren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Melde- und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflichten rechtzeitig und vollständig nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gekommen und wären nur so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weit Löhne ausbezahlt worden, als die darauf geschuldeten Abgaben bei Fällig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit hätten beglichen werden kön</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen, wäre der Schaden nicht ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">getreten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In teilweiser Gutheissung ist der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 20. Januar 2015 dahingehend abzuändern, als festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer 5 nicht schadenersatzpflichtig ist. Im Übrigen ist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zuwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">7.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der vertretene Beschwerdeführer 5 hat Anspruch auf eine Prozessentschädi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung, welche nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zesses und aufgrund seines vollständigen Obsiegens auf Fr. 2‘000.-- (inklusive Barauslagen und MWSt) festzusetzen ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In teilweiser Gutheissung wird der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 20. Januar 2015 dahingehend abgeändert, als festgestellt wird, dass der Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">führer 5 nicht schadenersatzpflichtig ist. Im Übrigen </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">d</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ie </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">dem Beschwerdeführer 5</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">eine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 2'000</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwalt Stephan K. Nyffenegger</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Ausgleichskasse PROMEA</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Da der Streitwert Fr. 30'000.-- übersteigt, kann gegen diesen Entscheid innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff., insbesondere Art. 85, in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span> </span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>HurstHübscher</p><p></p></div> </div></body></html>