<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">6B_935/2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 16. November 2010 </div> <div class="para">Strafrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Favre, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Mathys, </div> <div class="para">Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber C. Monn. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau, Staubeggstrasse 8, 8510 Frauenfeld, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Umwandlung einer Busse in eine Ersatzfreiheitsstrafe, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 22. Juni 2010. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Bundesgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Das Obergericht des Kantons Thurgau wandelte mit Urteil vom 22. Juni 2010 im Berufungsverfahren eine gegen den Beschwerdeführer im Jahre 2009 ausgefällte Busse von Fr 450.-- in eine zu vollziehende Ersatzfreiheitsstrafe von fünf Tagen um. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer gelangt ans Bundesgericht mit dem Antrag auf "Stundung/Löschung" der Busse. Sinngemäss beantragt er zudem, es sei auf die Umwandlung der Busse zu verzichten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">In Anwendung von <span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span> kann auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. </div> <div class="para">In E. 1 führt die Vorinstanz zu Recht aus, dass die Busse selber nicht Gegenstand des Umwandlungsverfahrens sein könne (angefochtener Entscheid S. 3). Dass der Beschwerdeführer seinerzeit mental nicht in der Lage gewesen sein will, die Busse anzufechten (Beschwerde S. 1 zu E. 1), vermag daran nichts zu ändern. </div> <div class="para">In E. 2 legt die Vorinstanz die Rechtslage dar (angefochtener Entscheid S. 3/4). Dass sie dies nicht korrekt getan hätte, behauptet der Beschwerdeführer zu Recht nicht (Beschwerde S. 1/2 zu E. 2). </div> <div class="para">In E. 3 stellt die Vorinstanz fest, die finanziellen und persönlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers hätten sich seit der Ausfällung der Busse nicht erheblich verschlechtert (angefochtener Entscheid S. 4). Diese tatsächliche Feststellung könnte vor Bundesgericht nur mit Erfolg bemängelt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. BGG bzw. willkürlich im Sinne von <span class="artref">Art. 9 BV</span> wäre. Nachdem der Beschwerdeführer die Feststellung der Vorinstanz an der Berufungsverhandlung unbestrittenermassen selber bestätigt hat, und nachdem er vor Bundesgericht angibt, "im Groben ist das so" (Beschwerde S. 3 zu E. 3b), kann von Willkür nicht die Rede sein. </div> <div class="para">In E. 4 kommt die Vorinstanz mit eingehender Begründung zum Schluss, dass den Beschwerdeführer, indem er seit März 2009 bis zur Berufungsverhandlung überhaupt nichts zur Bussentilgung beigetragen habe, ein Verschulden im Sinne von <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 StGB</span> treffe (angefochtener Entscheid S. 5). Aus den Ausführungen in der Beschwerde (vgl. S. 3/4 zu E. 4) ist nicht ersichtlich, dass die Feststellungen der Vorinstanz willkürlich sein oder sonst gegen das Recht verstossen könnten. Wenn der Beschwerdeführer jedoch nach der Direktzahlung vieler notwendiger Kosten durch das Sozialamt noch Fr. 781.-- pro Monat zur Verfügung hat, ist die Folgerung der Vorinstanz, dass er monatlich einen geringen Teil der Busse hätte abbezahlen können, nicht zu beanstanden. </div> <div class="para">Die Beschwerde ist im Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> abzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von <span class="artref">Art. 64 BGG</span> abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (<span class="artref">Art. 65 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 16. November 2010 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Favre C. Monn </div> </div></body></html></html>