<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2021-09-01-6B_407-2021.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_407/2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 1. September 2021</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, Präsidentin, </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, </div> <div class="para">Bundesrichter Hurni, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Held. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt, Binningerstrasse 21, 4051 Basel, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Mehrfache Verletzung der Verkehrsregeln, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt, Dreiergericht, vom 15. Februar 2021 (SB.2020.73). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Das Strafgericht des Kantons Basel-Stadt verurteilte den Beschwerdeführer am 23. Juni 2020 wegen mehrfacher Verletzung der Verkehrsregeln (drei Verstösse gegen Parkierungsvorschriften) zu einer Busse von Fr. 120.-. </div> <div class="para">Die dagegen erhobene Berufung wies die Vorinstanz im schriftlichen Verfahren am 15. Februar 2021 vollumfänglich ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer beantragt mit Beschwerde in Strafsachen, das Verfahren sei wegen Verfahrensfehlern einzustellen und sämtliche Kosten seien der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Für seine Aufwendungen, Umtriebe und die psychische Belastung sei er mit Fr. 500.- zu entschädigen. Der Beschwerdeführer ersucht um unentgeltliche Rechtspflege. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span> haben Rechtsschriften ein Begehren und deren Begründung zu enthalten. In der Beschwerdebegründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt, wobei für die Anfechtung des Sachverhalts qualifizierte Begründungsanforderungen gelten (vgl. <span class="artref">Art. 42 Abs. 2, <artref id="CH/173.110/97/1" type="start"></artref>Art. 97 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/106/2" type="start"></artref>Art. 106 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/97/1" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/42/2" type="end"></artref>). Die beschwerdeführende Partei kann in der Beschwerdeschrift nicht bloss erneut die Rechtsstandpunkte bekräftigen, die sie im kantonalen Verfahren eingenommen hat, sondern hat mit ihrer Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz anzusetzen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=15&amp;from_date=19.08.2021&amp;to_date=07.09.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F140-III-115%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page115">BGE 140 III 115</a> E. 2). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde erweist sich als unbegründet, soweit diese überhaupt den Begründungsanforderungen genügt und auf sie eingetreten werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.1.</b> Der Beschwerdeführer rügt, sein Anspruch auf rechtliches Gehör sei verletzt, da bei der mündlichen Verhandlung - anders als sonst üblich - keine Zeugen befragt worden seien, was ihm eigentlich zustehe. Der Einwand geht an der Sache vorbei. Der Beschwerdeführer verkennt, dass Anfechtungsgegenstand des bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahrens einzig das angefochtene Urteil der Vorinstanz vom 15. Februar 2021 ist (vgl. <span class="artref">Art. 80 Abs. 1 BGG</span>). Ob anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung eine Zeugeneinvernahme hätte stattfinden müssen, ist im vorliegenden Verfahren nicht zu prüfen. Der Vollständigkeit halber ist jedoch anzumerken, dass der Sachverhalt, soweit für die rechtliche Beurteilung der Anklagvorwürfe von Relevanz, im erstinstanzlichen Verfahren unstrittig war und der Beschwerdeführer (folgerichtig) auch keine Beweisanträge gestellt hat. Da im Berufungsverfahren nur Übertretungen zu beurteilen waren, der Beschwerdeführer keine Beweisanträge gestellt und die Vorinstanz die Berufung im schriftlichen Verfahren behandelt hat, waren auch von dieser keine neuen Beweise zu erheben (vgl. Art. 406 Abs. 1 lit. c i.V.m. Art. 398 Abs. 4 S. 2 StPO). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.2.</b> Hinsichtlich des Vorwurfs, er habe widerrechtlich mit einem Lieferwagen zwecks Umzugs auf dem Trottoir geparkt, setzt sich der Beschwerdeführer mit den (zutreffenden) Ausführungen der Vorinstanz, auf die in Anwendung von <span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span> vollumfänglich verwiesen werden kann, nicht (hinreichend) auseinander, sondern beschränkt sich darauf, seine bereits im kantonalen Verfahren vorgebrachten Argumente zu wiederholen. Damit genügt er den gesetzlichen Begründungsanforderungen nicht (vgl. <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). Auf die Vorbringen ist nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.3.</b> Soweit der Beschwerdeführer in Bezug auf den Vorwurf des Nicht-Anbringens der Parkscheibe implizit eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung rügt, erschöpfen sich seine Vorbringen in appellatorischer Kritik. Er beschränkt sich darauf, einen von den für das Bundesgericht (und die Vorinstanz) verbindlichen Feststellungen des Strafgerichts abweichenden Sachverhalt zu behaupten. Darauf ist praxisgemäss nicht einzutreten (vgl. zu <span class="artref">Art. 105 Abs. 2 BGG</span>: <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=15&amp;from_date=19.08.2021&amp;to_date=07.09.2021&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-IV-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page50">BGE 144 IV 50</a> E. 4.1 f.; zu <span class="artref">Art. 398 Abs. 4 StPO</span>: Urteil 6B_1284/2020 vom 3. Juni 2021 E. 2.3; je mit Hinweisen). Zudem verkennt der Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz die von ihm erstmals im Berufungsverfahren vorgebrachte Version, die Parkscheibe am linken Seitenfenster angebracht zu haben, nicht beachten durfte und darüber hinaus zutreffend ausgeführt hat, dass die neuen Behauptungen für die rechtliche Würdigung und den Verfahrensausgang unerheblich sind. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.4.</b> Dass und inwiefern die Vorinstanz hinsichtlich des unbestrittenen Parkierens ausserhalb der signalisierten Parkflächen zur Verrichtung einer Notdurft (Vorwurf 3) mit dem Schuldspruch und der Bestrafung <span class="artref">Art. 52 StGB</span> verletzt haben soll, zeigt der Beschwerdeführer nicht ansatzweise auf und ist auch nicht ersichtlich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde ist im Verfahren gemäss <span class="artref">Art. 109 BGG</span> abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist infolge Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren abzuweisen (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>). Dem Beschwerdeführer sind reduzierte Kosten aufzuerlegen (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/66/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/66/1" type="start"></artref>Art. 66 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/66/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 800.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt, Dreiergericht, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 1. September 2021 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Präsidentin: Jacquemoud-Rossari </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Held </div> </div></body></html>