<h2>SubmittedText<h2><p>Alt Nationalrat Peter Baumberger hat am 20. Juni 1997 eine Parlamentarische Initiative zum Thema kleines Wohneigentum eingereicht. Diese zog er zugunsten einer Kommissionsmotion der RK-N vom 4. Mai 1998 zurück. Die Motion wurde auf Antrag des Bundesrates am 18. Dezember 1998 in der Form des Postulates überwiesen.</p><p>Nach wie vor gibt es rund 70 Prozent Mieterinnen und Mieter in der Schweiz, und die Eigentumsquote ist entsprechend niedrig. Die im Bericht Dürr erarbeitete neue Form des kleinen Eigentums, welche die sachenrechtliche Möglichkeit des Stockwerkeigentums ergänzen soll, stiess auf breite Zustimmung und wurde auch vom Bundesrat als interessanter und weiter zu verfolgender Ansatz bezeichnet. Es wurde in Aussicht gestellt, diese und weitere Alternativen zu prüfen und vertieft abzuklären, um den Eigentumserwerb attraktiver zu gestalten und auch Personen mit kleineren Einkommen zu ermöglichen.</p><p>1. Was hat der Bundesrat seit der Entgegennahme des Postulates konkret getan?</p><p>2. Welche Möglichkeiten zur breiteren Streuung des Eigentums will er verfolgen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Eine umfangreiche und komplexe Änderung des Immobiliarsachen- und Grundbuchrechtes ist in Vorbereitung. Gegenstand der Revision sind u. a. Verfahrensfragen, die Pfandrechte, das Stockwerkeigentum und die Dienstbarkeiten sowie das EDV-Grundbuch.</p><p>Eine vom EJPD eingesetzte Kommission von Expertinnen und Experten hat in diesem Zusammenhang den Auftrag, das Modell des "kleinen Wohnungseigentums" (vgl. Bericht von Professor David Dürr; Kleines Wohnungseigentum, Ein neuer Vorschlag zur Eigentumsstreuung, Band 68 in der Schriftenreihe Wohnungswesen des Bundesamtes für Wohnungswesen, 1999) umfassend auf seine praktische und rechtliche Realisierbarkeit hin zu prüfen und gegebenenfalls Alternativen dazu vorzuschlagen.</p><p>Die Kommission wird voraussichtlich diesen Sommer einen ersten Bericht mit konkreten Vorschlägen präsentieren.</p><p>Auch der Bundesrat wird die Vorschläge der Expertenkommission prüfen. Im Anschluss daran wird er festlegen können, welche Varianten und Möglichkeiten weiter verfolgt werden sollen.</p>  Antwort des Bundesrates.