<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00509</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205687&amp;W10_KEY=4467136&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00509</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 01.03.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Prüfungsanfechtung / Notengebung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Anfechtbarkeit von Erfahrungsnoten: Nichteintreten der Vorinstanz, Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1) und Beschwerdelegitimation (E. 2). Die Note kann im vorliegenden Fall zwar kompensiert werden, zählt jedoch für die Gesamtnote der schulischen Lehrabschlussprüfung mit (Erfahrungsnote). Diese Benotung stellt einen anfechtbaren Zwischenentscheid dar, welcher grundsätzlich auch noch zusammen mit dem Endentscheid angefochten werden kann. Für die Anfechtbarkeit der Note spricht der Umstand, dass die Gesamtnote erst viel später bekannt wird. Könnten länger zurückliegende Teilabschlüsse nur mit gegen das Schlussergebnis gerichteten Rechtsmitteln angefochten werden, wären die Rechtssicherheit im Allgemeinen und besonders die genügende Ermittlung des Sachverhalts gefährdet. Es ist folglich von einer selbständig anfechtbaren Zwischenverfügung auszugehen (E. 3.3). Wird eine Aufbesserung einer Einzelnote beantragt, muss diese rein rechnerisch geeignet sein, die Gesamtqualifikation zu beeinflussen, damit ein schutzwürdiges Interesse bejaht werden kann (E. 3.4). Gutheissung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANFECHTBARKEIT">ANFECHTBARKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSSCHULE">BERUFSSCHULE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NOTE">NOTE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHUTZWÃRDIGES INTERESSE">SCHUTZWÃRDIGES INTERESSE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENVERFÃGUNG">ZWISCHENVERFÃGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 43 Abs. 1 lit. f VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2006 Nr. 4</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A lÃ¤sst sich an der kaufmÃ¤nnischen Berufsschule C zur "Kauffrau erweiterte Grundbildung" ausbilden. Die "Ausbildungseinheit (IKA/S)" im zweiten Semester wurde mit der Note 2.5 beurteilt. Dagegen erhob A Einsprache bei der Rekurskommission der kaufmÃ¤nnischen Berufsschule C. Diese wies die Einsprache ab und entschied, dass die Semesternote von 2.5 unverÃ¤ndert bleibe.</p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2">Gegen diesen Entscheid liess A bei der Bildungsdirektion des Kantons ZÃ¼rich gemÃ¤ss Rechtsmittelbelehrung Rekurs einlegen. Die Bildungsdirektion trat am 1. September 2005 auf den Rekurs nicht ein.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A liess am 7. Oktober 2005 mit Beschwerde ans Verwaltungsgericht gelangen. Sie beantragte, der Entscheid der Bildungsdirektion vom 1. September 2005 sei aufzuheben und zur materiellen Behandlung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen, unter EntschÃ¤digungsfolge. Die kaufmÃ¤nnische Berufsschule C sowie die Bildungsdirektion beantragten in der Beschwerdeantwort bzw. der Vernehmlassung die Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit von Amts wegen (§ 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2]).</p> <p class="Erwgung2">Nach § 19 Abs. 1 VRG kÃ¶nnen Anordnungen einer unteren VerwaltungsbehÃ¶rde durch Rekurs an die obere BehÃ¶rde weitergezogen werden. § 19b Abs. 1 in Verbindung mit § 41 Abs. 1 VRG sieht gegen Rekursentscheide der Direktionen und der diesen gleichgestellten Kommissionen den Weiterzug an das Verwaltungsgericht bzw. subsidiÃ¤r, wenn dieser ausgeschlossen ist, den Rekurs an den Regierungsrat vor. Seit dem 1. Januar 2004 ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht auch gegen Anordnungen Ã¼ber Ergebnisse von UniversitÃ¤ts-, Schul-, Berufs- und anderen FÃ¤higkeitsprÃ¼fungen, Dispensationen sowie Promotions- und Zulassungsentscheide zulÃ¤ssig; ausgeschlossen bleibt die Beschwerde gegen Anordnungen von ZulassungsbeschrÃ¤nkungen an Hochschulen (§ 43 Abs. 1 lit. f VRG). Die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ist somit gegeben.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Die Beschwerde richtet sich gegen den Nichteintretensentscheid der Bildungsdirektion. Es liegt folglich ein zulÃ¤ssiges Beschwerdeobjekt nach § 48 Abs. 1 VRG vor.</p> <p class="Erwgung2">GemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch eine angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist mit ihren AntrÃ¤gen im Verfahren vor der Vorinstanz nicht durchgedrungen, weshalb sie formell beschwert ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der Ãnderung oder Aufhebung des angefochtenen Nichteintretensentscheids hat.</p> <p class="Erwgung2">Da auch die weiteren Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Beschwerde richtet sich gegen die Benotung der als "Teilabschluss" bezeichneten Ausbildungseinheit (IKA/S) im zweiten Semester. Vorab ist festzuhalten, dass PrÃ¼fungsentscheide als VerfÃ¼gungen gelten, die einzelnen Noten jedoch grundsÃ¤tzlich nicht. Einzelne Noten sind aber fÃ¼r die BegrÃ¼ndung von Examensentscheiden in der Regel ein ausreichendes Mittel (Alfred KÃ¶lz/Isabelle HÃ¤ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 613; RenÃ© Rhinow/Beat KrÃ¤henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, ErgÃ¤nzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 35 VII c 4 [je mit Hinweisen]). Selbst wenn die Noten der einzelnen FachprÃ¼fungen unter bestimmten Voraussetzungen selbstÃ¤ndig angefochten werden kÃ¶nnen, kann daraus grundsÃ¤tzlich noch keine entsprechende Obliegenheit abgeleitet werden (vgl. Herbert Plotke, Die Anfechtbarkeit von PrÃ¼fungsnoten, ZBl 82/1981, S. 445 ff., 447; allgemein Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 19 N. 47, § 48 N. 9, mit Bezug auf ZwischenverfÃ¼gungen).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Das Reglement vom 24. Januar 2003 Ã¼ber die Ausbildung und die LehrabschlussprÃ¼fung Kauffrau/Kaufmann des EidgenÃ¶ssischen Volkswirtschaftsdepartements (Reglement) schreibt in Art. 15 Abs. 3 die PrÃ¼fungsfÃ¤cher und den PrÃ¼fungsstoff vor: Die schulische LehrabschlussprÃ¼fung der erweiterten Grundbildung umfasst acht PrÃ¼fungsfÃ¤cher, welche je zu einem Achtel zur Gesamtnote der schulischen LehrabschlussprÃ¼fung beitragen. Eines dieser acht PrÃ¼fungsfÃ¤cher heisst "Ausbildungseinheiten und selbstÃ¤ndige Arbeit". WÃ¤hrend der Ausbildungsdauer sind mindestens drei Ausbildungseinheiten zu bearbeiten, deren Mittelwert die Positionsnote "Ausbildungseinheiten" bildet. Die erzielten Noten werden in Semesterzeugnissen mitgeteilt. Die Positionsnote "SelbstÃ¤ndige Arbeit" besteht aus den Bewertungen der selbstÃ¤ndigen Arbeit. Dabei zÃ¤hlt bei der Berechnung der Fachnote die Positionsnote "Ausbildungseinheiten" doppelt (Art. 15 Abs. 3 II. lit. h Reglement). Die schulische PrÃ¼fung gilt als bestanden, wenn die Gesamtnote mindestens 4.0 betrÃ¤gt und wenn nicht mehr als zwei Fachnoten ungenÃ¼gend sind sowie die Summe der negativen Notenabweichungen zur Note 4.0 nicht mehr als 2.0 Notenpunkte betrÃ¤gt (Art. 16 Abs. 2 lit. b Reglement).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Im vorliegenden Fall kann die Note der Ausbildungseinheit (IKA/S) im zweiten Semester zwar kompensiert werden. Dies bedeutet, dass das Ergebnis des Teilabschlusses erst im Zusammenhang mit anderen Teilergebnissen seine Wirkungen entfaltet und nicht bereits fÃ¼r sich allein genommen. Die negativen Folgen einer ungenÃ¼genden Note in einem Teilabschluss treten nicht sogleich mit der entsprechenden Benotung ein, sondern weitere Bedingungen â nÃ¤mlich weitere ungenÃ¼gende Noten oder das Nicht­erreichen eines bestimmten Notendurchschnitts in der Gesamtwertung â mÃ¼ssten erfÃ¼llt sein. Gleichwohl handelt es sich bei dieser Note um eine Erfahrungsnote, welche fÃ¼r die Gesamtnote der schulischen LehrabschlussprÃ¼fung mitzÃ¤hlt. Solche Noten mÃ¼ssen sofort nach Bekanntgabe angefochten werden kÃ¶nnen (Herbert Plotke, Schweizerisches Schulrecht, 2. A., Bern etc. 2003, S. 714 f.; Martin Aubert, Bildungsrechtliche Leistungsbeurteilungen im Verwaltungsprozess, Bern etc. 1997, S. 75 â je mit Hinweisen; VGr, 7. Juli 2004, VB.2004.00212, E. 2.2.4, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2">Die Benotung der Ausbildungseinheit (IKA/S) im zweiten Semester stellt einen Zwischenentscheid dar, welcher grundsÃ¤tzlich auch noch zusammen mit dem Endentscheid angefochten werden kann. Zwischenentscheide sind nur selbstÃ¤ndig weiterziehbar, wenn sie fÃ¼r die betroffene Person einen Nachteil zur Folge haben, der sich spÃ¤ter voraussichtlich nicht mehr beheben lÃ¤sst (§ 19 Abs. 2 VRG). FÃ¼r die Anfechtbarkeit der Note der Ausbildungseinheit (IKA/S) spricht der Umstand, dass die Gesamtnote erst viel spÃ¤ter bekannt wird. Der angefochtene Teilabschluss fand im zweiten Semester statt, zwei Jahre vor den eigentlichen LehrabschlussprÃ¼fungen. KÃ¶nnten lÃ¤nger zurÃ¼ckliegende TeilabschlÃ¼sse nur mit gegen das Schlussergebnis gerichteten Rechtsmitteln angefochten werden, wÃ¤ren die Rechtssicherheit im Allgemeinen und besonders die genÃ¼gende Ermittlung des Sachverhalts gefÃ¤hrdet. Es ist folglich von einer selbstÃ¤ndig anfechtbaren ZwischenverfÃ¼gung auszugehen.</p> <p class="Erwgung2">Die Vorinstanz irrt, wenn sie sich auf Art. 68 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. April 1978 Ã¼ber die Berufsbildung beruft, wonach bei der Anfechtung von Berufs- und FachprÃ¼fungen einzig das PrÃ¼fungsergebnis bzw. die Diplomerteilung Streitgegenstand bilden kÃ¶nne. Denn der vorliegende Sachverhalt hat sich zu einem Zeitpunkt zugetragen, da bereits das neue Berufsbildungsgesetz in Kraft war. Dieses Gesetz enthÃ¤lt keine entsprechende Bestimmung (vgl. Bundesgesetz vom 13. Dezember 2002 Ã¼ber die Berufsbildung, SR 412.10). Zwar hÃ¤lt Art. 36 Abs. 1 der Verordnung vom 19. November 2003 Ã¼ber die Berufsbildung (SR 412.101) fest, dass Entscheide Ã¼ber die Erteilung des Fachausweises oder des Diploms durch VerfÃ¼gung zu entscheiden sind. Wie sich jedoch aus dem Wortlaut und der systematischen Stellung der Bestimmung ergibt, bezieht sich dieser Artikel nur auf die eidgenÃ¶ssischen BerufsprÃ¼fungen und eidgenÃ¶ssische hÃ¶here FachprÃ¼fungen, nicht aber auf die berufliche Grundbildung.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Die Vorinstanz verneinte weiter ein aktuelles schutzwÃ¼rdiges Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin. Bei der Anfechtung von PrÃ¼fungsentscheiden ist ein schutzwÃ¼rdiges Interesse grundsÃ¤tzlich auch bei genÃ¼gender Gesamtqualifikation zu bejahen, sofern mit einer besseren Qualifikation konkrete Vorteile wie etwa hinsichtlich der Stellenbewerbung verbunden sind (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 16, § 21 N. 32). Wird wie vorliegend eine Aufbesserung einer Einzelnote beantragt, muss diese rein rechnerisch geeignet sein, die Gesamtqualifikation zu beeinflussen, damit ein schutzwÃ¼rdiges Interesse bejaht werden kann. Die Note der Ausbildungseinheit im zweiten Semester ist eine Erfahrungsnote, welche das Gesamtergebnis beeinflusst. Dies wird denn auch von den Parteien nicht bestritten. Damit hat die BeschwerdefÃ¼hrerin ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an der Ãnderung oder Aufhebung der angefochtenen Anordnung (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 21 N. 32).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Daraus folgt, dass die Vorinstanz zu Unrecht auf den Rekurs nicht eingetreten ist. Die angefochtene VerfÃ¼gung ist deshalb aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung zurÃ¼ckzuweisen (Art. 64 Abs. 1 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b>AusgangsgemÃ¤ss sind die Kosten des Verfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen, und sie ist weiter zu verpflichten, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine angemessene ParteientschÃ¤digung zu bezahlen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG und § 17 Abs. 2 lit. a VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In Gutheissung der Beschwerde wird die VerfÃ¼gung der Bildungsdirektion vom 1. September 2005 aufgehoben und die Angelegenheit im Sinn der ErwÃ¤gungen zum Neuentscheid an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der BeschwerdefÃ¼hrerin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 1'000.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>