<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2007.00461</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=207214&amp;W10_KEY=4467131&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2007.00461</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.12.2007</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rückerstattung von geleisteten Unterstützungszahlungen durch Veräusserung eines Vermögenswerts<br/><br/>Die Sozialbehörde verpflichtete die Beschwerdeführerin, deren Personenwagen im Wert von Fr. 17'000.- zu veräussern, da sie weder beruflich noch gesundheitlich auf den Personenwagen angewiesen sei, und mit dem Erlös die bereits bezogenen Unterstützungsleistungen zurückzuzahlen und ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Der Bezirksrat wies ihren Rekurs ab und verpflichtete sie, da sie weiterhin unterstützt worden sei, den gesamten Erlös, vermindert um den Freibetrag von Fr. 4'000.-, der Sozialbehörde zu überweisen. Vor Verwaltungsgericht macht die Beschwerdeführerin geltend, sie habe den Personenwagen ihrem Freund abgetreten, als Sicherheit für ihre Schuld ihm gegenüber im Betrag von Fr. 13'500.-.<br/><br/>Abweisung der Beschwerde: Es liegt keine reformatio in pejus im Vergleich zum Beschluss der Sozialbehörde vor, da der Lebensunterhalt der Beschwerdeführerin in der Zwischenzeit durch weitere Unterstützungsleistungen finanziert worden ist. Diese ist bei einer täglichen Arbeitszeit von 11.00 h - 14.00 und da Wohnung und Arbeitsplatz nahe an den Bahnstationen liegen, nicht auf einen Personenwagen angewiesen. Es geht nicht an, einen Vermögenswert auf diese Weise zu Lasten der Sozialhilfe bzw. in Verletzung des sozialhilferechtlichen Subsidiaritätsprinzips zur Tilgung von Schulden gegenüber Dritten zu verwenden. Die Beschwerdeführerin hat deshalb den Personenwagen unverzüglich zum Verkehrswert zu verkaufen und den Erlös, vermindert um den Freibetrag von Fr. 4'000.-, im Umfang der bis zur Rechtskraft dieses Urteils bezogenen Unterstützungsleistungen der Sozialbehörde zu überweisen. Falls sie dieser Weisung nicht nachkommt, ist die Sozialbehörde befugt, in einer neuen Verfügung im Umfang der bezogenen Unterstützungsleistungen einen Betrag zurückzufordern, der dem dannzumaligen Verkehrswert, abzüglich Fr. 4'000.-, entspricht.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PERSONENWAGEN">PERSONENWAGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFORMATIO IN PEIUS">REFORMATIO IN PEIUS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKFORDERUNG">RÃCKFORDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SICHERUNG">SICHERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNGSLEISTUNG">UNTERSTÃTZUNGSLEISTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERKAUF">VERKAUF</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 14 SHG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=8454" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2007.00461</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Entscheid</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">14. Dezember 2007</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter JÃ¼rg Bosshart, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>GeneralsekretÃ¤r Claude Wetzel.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_ORT_1_5"><span>A,</span></a></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESG_1_2_7"><span>Gemeinde V,</span></a><a id="BT_Z_PLZ_N"></a></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Sozialhilfe,</b></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Die SozialbehÃ¶rde V wies A mit Beschluss vom 31. Mai 2007 an, Ihren Personenwagen Marke C mit einem Verkehrswert von Fr. 17'000.- bis zum 30. Juni 2007 zu verkaufen, dem Sozialamt vom ErlÃ¶s Fr. 5'796.65 (d.h. die bis Ende Juni 2007 bezogenen UnterstÃ¼tzungsleistungen) zu Ã¼berweisen und mit dem restlichen ErlÃ¶s ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat W wies den hiergegen erhobenen Rekurs von A am 4. September 2007 ab. Er wies diese an, den Personenwagen "ohne weiteren Verzug bestmÃ¶glich im Sinne der ErwÃ¤gungen zu verkaufen und den VerkaufserlÃ¶s abzÃ¼glich Fr. 4'000.- Freibetrag dem Sozialamt zu Ã¼berweisen".</p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat erwog, die Rekurrentin sei (aus den nÃ¤her angefÃ¼hrten GrÃ¼nden) weder aus beruflichen noch aus gesundheitlichen GrÃ¼nden auf ein Auto angewiesen. Ihre weiteren EinwÃ¤nde seien rechtlich unerheblich, weshalb darauf nicht einzutreten sei. Die Vereinbarung mit B (wonach dieser rechtmÃ¤ssiger Besitzer des Personenwagens Marke C sei, bis sie ihre Schuld von Fr. 13'500.- getilgt habe) sei fÃ¼rsorgerechtlich nicht zu berÃ¼cksichtigen: Einerseits sei die Rekurrentin als Fahrzeughalterin registriert, anderseits wÃ¼rden keine Verbindlichkeiten geltend gemacht, welche die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Ã¼bernehmen mÃ¼sste. Der RÃ¼ckerstattungsbetrag von <a id="OLE_LINK1">Fr. 5'796.65</a> beziehe sich auf die finanzielle UnterstÃ¼tzung bis Ende Juni 2007. Nachdem die Rekurrentin weiter unterstÃ¼tzt werde, sei Dispositiv Ziffer 2 des angefochtenen Beschlusses aufzuheben und durch eine den aktuellen VerhÃ¤ltnissen angepasste Weisung zu ersetzen. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht vom 8. Oktober 2007 beantragte A, den Beschluss des Bezirksrats W aufzuheben und ihr weiterhin wirtschaftliche Hilfe zu gewÃ¤hren.</p> <p class="Urteilstext">Zur BegrÃ¼ndung machte sie geltend, der Personenwagen Marke C sei nur aus versicherungstechnischen GrÃ¼nden auf ihren Namen eingelÃ¶st worden; er gehÃ¶re ihrem Freund B. Die 20-%-Stelle in X habe sie aus gesundheitlichen GrÃ¼nden aufgeben mÃ¼ssen, womit die 30-%-Anstellung in Y bleibe. Bei zwei Stunden Reisezeit und drei Stunden Arbeitszeit pro Tag sei es "unrealistisch", bei einer ArbeitsfÃ¤higkeit von 50 % ohne Personenwagen eine 20-%-Stelle zu finden. </p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat und die SozialbehÃ¶rde V beantragten die Abweisung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2">Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nach § 41 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) zustÃ¤ndig. Im Streit liegt die RÃ¼ckerstattung der bis Ende Juni 2007 und der darÃ¼ber hinaus bezogenen UnterstÃ¼tzungsleistungen, die der Bezirksrat nicht beziffert hat. Da diese Leistungen insgesamt den Streitwert von Fr. 20'000.- nicht Ã¼bersteigen, ist der Einzelrichter gemÃ¤ss § 38 Abs. 2 VRG zum Entscheid berufen. Ein Fall von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung liegt nicht vor (§ 38 Abs. 3 VRG).</p> <p class="Urteilstext"><span>Die Legitimation der BeschwerdefÃ¼hrerin ist gemÃ¤ss § 21 lit. a VRG offensichtlich gegeben. Auf die rechtzeitig und formrichtig eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Wer Leistungen der Sozialhilfe beansprucht, hat zunÃ¤chst â soweit zumutbar â auf die eigenen VermÃ¶genswerte zurÃ¼ckzugreifen (SubsidiaritÃ¤tsprinzip; § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981). Was Motorfahrzeuge betrifft, ist festzuhalten, dass solche grundsÃ¤tzlich zu realisieren, das heisst zu verkaufen sind; eine Ausnahme gilt dann, wenn ein Motorfahrzeug fÃ¼r die AusÃ¼bung einer ErwerbstÃ¤tigkeit zwingend erforderlich ist, wobei auch in diesem Fall nur Anspruch auf ein zweckmÃ¤ssiges (das heisst gÃ¼nstiges) Fahrzeug besteht (VGr, 18. MÃ¤rz 2003, VB.2003.407, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Es ist unbestritten, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin den Arbeitsweg mit den Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln zurÃ¼cklegen kann, arbeitet sie doch tÃ¤glich von 11.00 h bis 14.00 h in der D in Y, welche von ihrem Wohnort V mit dem Zug in weniger als einer Stunde erreichbar ist; die reine Fahrzeit betrÃ¤gt rund 40 Minuten; Wohnung und Arbeitsplatz liegen nahe an den Bahnstationen. Dass der Bezirksrat einen Arbeitsweg mit dem Zug von einer halben Stunde angenommen hat, ist darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren, dass er irrtÃ¼mlich von der Strecke Z â Y ausgegangen ist. Da die Fahrzeit mit dem Personenwagen ebenfalls rund 40 Minuten beansprucht (kÃ¼rzeste Route), kann keine Rede sein, dass das Fahrziel nicht auf zumutbare Weise mit den Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden kÃ¶nne. Dieses Ergebnis steht im Einklang mit den Richtlinien der SKOS (Schweizerische Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe), Stand Dezember 2000/2002. Dort wird in Ziffer C.3 festgehalten, dass die Kosten fÃ¼r die BenÃ¼tzung eines privaten Motorfahrzeugs â im Rahmen der Erwerbsunkosten â nur dann zu berÃ¼cksichtigen sind, wenn das Fahrziel nicht auf zumutbare Weise mit den Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden kann. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Ein Beitrag an das Motorfahrzeug kann ferner â als "weitere situationsbedingte Leistung "gemÃ¤ss Ziffer C.9 der SKOS-Richtlinien â dann in Frage kommen, wenn eine unterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftige Person aus gesundheitlichen GrÃ¼nden auf die BenÃ¼tzung eines Motorfahrzeuges angewiesen ist. Dass Autokosten nur dann ins UnterstÃ¼tzungsbudget aufgenommen werden, wenn der oder die UnterstÃ¼tzte aus beruflichen oder gesundheitlichen GrÃ¼nden auf das Fahrzeug angewiesen ist, entspricht im Ãbrigen einer langjÃ¤hrigen anerkannten Praxis (vgl. Zeitschrift fÃ¼r Sozialhilfe [ZeSo] 2001, S. 167 f., 1999, S. 122 ff., sowie Zeitschrift fÃ¼r Ã¶ffentliche FÃ¼rsorge 1993, S. 141 ff.; siehe auch ZeSo 2000, S. 193). </p> <p class="Urteilstext">Mit der geltend gemachten "zusÃ¤tzlichen kÃ¶rperlichen Belastung" durch die tÃ¤gliche fÃ¼nfstÃ¼ndige Reise- und Arbeitszeit sowie der Aufgabe der 20-%-Stelle "aus gesundheitlichen GrÃ¼nden" vermag die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht substanziiert darzulegen, dass sie aus gesundheitlichen GrÃ¼nden auf die BenÃ¼tzung eines Autos angewiesen ist. Das gilt auch fÃ¼r das Arztzeugnis vom 5. Januar 2007, welches lediglich bescheinigt, dass sie "gesundheitsbedingt Arbeiten mit Druck oder Ã¼ber Kopf nicht durchfÃ¼hren darf ", und die am 22. Januar 2007 bestÃ¤tigte 50-%-ArbeitsunfÃ¤higkeit. Ihr Einwand, es sei unrealistisch, ohne Auto eine ergÃ¤nzende Stelle zu finden, ist unbehelflich, da das Fahrzeug nur dann durch die Sozialhilfe mitzufinanzieren ist, wenn es fÃ¼r eine einkommenswirksame Arbeit gebraucht wird. Die BeschwerdefÃ¼hrerin legt auch nicht nachvollziehbar dar, weshalb das Fahrzeug nÃ¶tig sein sollte, um ihre MÃ¶glichkeiten am Arbeitsmarkt zu erhalten. FÃ¼r den Besuch bei der Arbeitsvermittlungsstelle, BewerbungsgesprÃ¤che und dergleichen ist ihr die BenÃ¼tzung der Ã¶ffentlichen Verkehrsmittel ebenfalls zuzumuten. Beim gegenwÃ¤rtigen BeschÃ¤ftigungsgrad bleibt ihr auch genÃ¼gend Zeit dazu. Andere Verpflichtungen, denen sie nicht mit den Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln nachkommen kÃ¶nnte, werden nicht genannt. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Zu prÃ¼fen bleibt der Einwand der BeschwerdefÃ¼hrerin, sie kÃ¶nne nicht zum Verkauf des Personenwagens Marke C verpflichtet werden, da er ihr nicht (mehr) gehÃ¶re. </p> <p class="Urteilstext">Die BeschwerdefÃ¼hrerin war EigentÃ¼merin des Personenwagens Marke E. Diesen tauschte sie gemÃ¤ss Kaufvertrag vom 29. MÃ¤rz 2007 mit der Garage F in Z gegen den erwÃ¤hnten Personenwagen Marke C ein, wobei ihr Fr. 16'000.- an den Kaufpreis von Fr. 17'000.- angerechnet wurden. Am folgenden Tag vereinbarte sie mit ihrem Freund B, dass der VerkaufserlÃ¶s von Fr. 16'000.- zur Tilgung ihrer Schuld von Fr. 13'500.- ihm gegenÃ¼ber diene und sie ihn als "rechtmÃ¤ssigen Besitzer des PWs Marke C" anerkenne, solange sie nicht in der Lage sei, die Schuld "in Form von Bargeld zurÃ¼ckzubezahlen". Am 30. August 2007 schloss die BeschwerdefÃ¼hrerin mit B einen Kaufvertrag Ã¼ber das genannte Fahrzeug ab. Laut Beschwerdeschrift soll dies wegen "der unklaren Lage der Anerkennung der BesitzesansprÃ¼che auf den Personenwagen" geschehen sein.</p> <p class="Urteilstext">Die Vereinbarung vom 30. MÃ¤rz 2007 zeigt klar, dass der neu erworbene Personenwagen lediglich als Sicherheit fÃ¼r die Forderung von B gegen die BeschwerdefÃ¼hrerin dient. Wie der Bezirksrat zutreffend festgestellt hat, ist diese Vereinbarung fÃ¼rsorgerechtlich unbeachtlich, was folgerichtig auch fÃ¼r den erwÃ¤hnten Kaufvertrag gelten muss. Denn es geht nicht an, einen VermÃ¶genswert auf diese Weise zu Lasten der Sozialhilfe bzw. in Verletzung des sozialhilferechtlichen SubsidiaritÃ¤tsprinzips zur Tilgung von Schulden gegenÃ¼ber Dritten zu verwenden. Aus dem frÃ¼heren Hinweis seitens des FÃ¼rsorgeamts, dass sie selber dafÃ¼r verantwortlich sei, wie sie den Unterhalt dieses Fahrzeugs bestreite, konnte die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht ableiten, eine VerÃ¤usserung werde bei verÃ¤nderten UmstÃ¤nden nicht mehr erwartet. Zur VerÃ¤usserung des Wagens wurde sie denn auch erst angehalten, als sie die zusÃ¤tzliche 20-%-Stelle in X aufgegeben hatte. Im Ãbrigen geht aus der Rekursschrift hervor, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin im November 2006 fÃ¼r Fr. 2'000.- zusÃ¤tzlich ein "Winterauto" gekauft hatte, um Servicekosten und einen Wertverlust des PWs Marke E zu vermeiden. Umso mehr wÃ¤re es ihr zuzumuten gewesen, diesen Wagen im Wert von Fr. 16'000.- zu verkaufen und mit dem ErlÃ¶s ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, statt ihn (gegen ein teureres Fahrzeug) einzutauschen. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde. Das heisst, es bleibt dabei, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin den Personenwagen Marke C unverzÃ¼glich zum Verkehrswert zu verkaufen und den ErlÃ¶s, vermindert um den Freibetrag von Fr. 4'000.-, im Umfang der bis zur Rechtskraft dieses Urteils bezogenen UnterstÃ¼tzungsleistungen der SozialbehÃ¶rde V zu Ã¼berweisen hat. Falls sie dieser Weisung nicht nachkommt, ist die Beschwerdegegnerin befugt, in einer neuen VerfÃ¼gung im Umfang der bezogenen Sozialhilfeleistungen einen Betrag zurÃ¼ckzufordern, der dem dannzumaligen Verkehrswert, abzÃ¼glich Fr. 4'000.-, entspricht.</p> <p class="Urteilstext">Das bedeutet materiell keine nach § 63 Abs. 2 VRG unzulÃ¤ssige Schlechterstellung der BeschwerdefÃ¼hrerin im Vergleich zum Beschluss der SozialbehÃ¶rde vom 31. Mai 2007. Denn darin ist sie nicht nur zur RÃ¼ckzahlung des ErlÃ¶ses aus dem Verkauf des Personenwagens im Umfang der damals bereits bezogenen UnterstÃ¼tzungsleistungen von Fr. 5'796.65, sondern noch dazu verpflichtet worden, mit dem restlichen ErlÃ¶s bis 15. April 2008 ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Dieser Lebensunterhalt ist in der Zwischenzeit durch weitere UnterstÃ¼tzungsleistungen finanziert worden. </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Da die BeschwerdefÃ¼hrerin vollstÃ¤ndig unterliegt, sind ihr nach § 13 Abs<a id="OLE_LINK2">. </a>2 in Verbindung mit § 70 VRG die Verfahrenskosten aufzuerlegen. </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird im Sinne der ErwÃ¤gungen abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>