<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2000.00213</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105931&amp;W10_KEY=4467149&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2000.00213</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 25.01.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 14.02.2002 gutgeheissen und den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufgehoben. </td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Erschliessung eines Einkaufszentrums.<br/><br/>Die Erteilung von Baubewilligungen ist je nachdem nicht nur von der Erschliessung und der Zonenkonformität abhängig, sondern kann weiteren Voraussetzungen des Bundesrechts und des bundesrechtskonformen kantonalen Rechts unterworfen sein. Die Kantone können demnach ohne Verletzung des Bundesrechts zusätzliche Bauvoraussetzungen statuieren. Der zweite Satz von § 237 Abs. 1 PBG, wonach bei grösseren Überbauungen die Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr gewährleistet sein muss, ist eine solche vom Bundesrecht vorbehaltene selbständige Bauvoraussetzung (E. 2a; vgl. auch VGr, 2. November 2000, VB.2000.00111, E. 5c/bb). <br/><br/>Liegt das Bauvorhaben in einem seit langem überbauten Gebiet, und hat es das Gemeinwesen versäumt, jenes mit dem öffentlichen Verkehr zu erschliessen, wird die Bauherrschaft zwar nicht von vornherein von der Einhaltung der genannten Bauvoraussetzung dispensiert. Hier ist jedoch zu berücksichtigen, dass das in Frage stehende Industriegebiet schon heute beinahe vollständig mit Einkaufszentren und anderen publikumsintensiven Anlagen überstellt ist und die hier beurteilte Baute eine der letzten für diesen Zweck zur Verfügung stehenden Flächen nutzt. Mit einer erheblichen Zunahme derartiger Betriebe ist in der Zone nicht mehr zu rechnen. Bei dieser Sachlage wäre es unverhältnismässig, die Baubewilligung wegen der ungenügenden Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr zu verweigern (E. 2d).<br/><br/>Zur Beurteilung der zulässigen Parkplatzzahl (E. 3).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUVORAUSSETZUNG">BAUVORAUSSETZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINKAUFSZENTRUM">EINKAUFSZENTRUM</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERREICHBARKEIT">ERREICHBARKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)">ERSCHLIESSUNG (ANFORDERUNGEN, DURCHFÃHRUNG, FINANZIERUNG)</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICHER VERKEHR">ÃFFENTLICHER VERKEHR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARKPLATZZAHL">PARKPLATZZAHL</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 237 Abs. I PBG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2001 Nr. 3</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die C beabsichtigt, ein grÃ¶sseres FabrikgebÃ¤ude der Firma D in der Industriezone von X in ein Einkaufszentrum um- und auszu­bauen. Das BaugelÃ¤nde (Parzellen Kat.Nrn. 01 ­und 02) liegt ganz im Nordwesten von X nahe der Grenze zum Kanton ... . Es wird durch die O- und P-stras­se sowie im SÃ¼dwesten durch die Bahnlinie begrenzt. Das neue Einkaufszen­trum soll eine VerkaufsflÃ¤che von rund 13'000 m<sup>2</sup> sowie 580 Park­plÃ¤tze im Freien und im Un­tergeschoss aufweisen. Vorgesehen sind im Erd­geschoss ein Ver­brauchermarkt, ein Bau- und Gartencenter sowie weitere LÃ¤den und Lager­rÃ¤ume, im Ober­geschoss BÃ¼ros, LÃ¤den und ein Restaurant mit 400 SitzplÃ¤t­zen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Der Stadtrat X erteilte am 26. Oktober 1998 der C und der D fÃ¼r das beschrie­bene Vorhaben unter zahlreichen Bedingungen und Auf­lagen die baurechtliche Bewilli­gung. Die Park­platzzahl legte er auf 393 fest. Gegen diesen Entscheid liess A Rekurs beim Regierungsrat des Kan­tons ZÃ¼rich erheben und die Aufhebung der Baubewilligung sowie die RÃ¼ckweisung der Sa­che an den Stadtrat X zur Verbesserung des UmweltvertrÃ¤glich­keitsberichts (UVB) und der UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung (UVP) beantragen. Der Regie­rungsrat hiess den Re­kurs am 26. Ap­ril 2000 in zwei Punkten gut und wies ihn im Ãbrigen ab. Er ver­pflichtete den Stadtrat X, die Baubewilligung mit Bestimmungen zu ergÃ¤nzen, die einerseits Massnahmen vorschreiben, welche die BenÃ¼tzung der BeschÃ¤ftigtenpark­plÃ¤tze durch Kunden verhindern, und anderseits die Bauherrschaft zur EinfÃ¼hrung einer Park­platzbewirtschaf­tung verpflichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit Beschwerde vom 7. Juni 2000 liess A dem Verwaltungsgericht be­antra­gen, den Rekursentscheid des Regierungsrats vom 26. April 2000 aufzuheben, soweit damit sein Rechtsmittel abgewiesen worden sei. Es sei die baurechtliche Bewilligung vom 26. Ok­to­ber 1998 aufzuheben und die Sache zur Fortsetzung des Baubewilligungsverfah­rens sowie zur Verbesserung des UVB und der UVP an den Stadtrat X zurÃ¼ckzu­weisen. Ausserdem stellte der BeschwerdefÃ¼hrer mehrere EventualantrÃ¤ge zur Festlegung der zu­lÃ¤ssigen Park­platzzahl und zu erforderlichen flankierenden Massnahmen. Die priva­ten Be­schwerde­geg­nerinnen ersuchten um Abweisung der Beschwerde, soweit darauf ein­zutre­ten sei. Die Staatskanzlei stellte im Namen des Regierungsrats denselben Antrag. Der Stadtrat X ver­zichtete auf eine Vernehmlassung. Die privaten Parteien verlangten ferner je die Zu­spre­chung einer ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf die ErwÃ¤gungen des angefochtenen Entscheids und die AusfÃ¼hrungen der Par­teien wird â soweit erforderlich â nachfolgend eingegangen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Gegen den Rekursentscheid des Regierungsrats ist die Beschwerde an das Ver­waltungsgericht zulÃ¤ssig (§§ 41-43 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997; VRG). Der BeschwerdefÃ¼hrer ist als gesamtschweizerische Umwelt­schutzorganisation Ã¼berdies zur Erhebung eines kantonalen Rechtsmittels befugt (Art. 55 Abs. 3 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 [USG] und Ziff. 20 des Anhangs der Verordnung Ã¼ber die Bezeichnung der im Bereich des Umweltschutzes sowie des Na­tur- und Heimatschutzes beschwerdeberechtigten Organisationen vom 27. Juni 1990). Mit Ausnahme der beiden unter lit. b und c genannten Punkte sind auch die Ã¼brigen Rechts­mit­telvoraussetzungen erfÃ¼llt. Auf die Beschwerde ist daher unter den beiden nachstehen­den Vorbehalten einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer Stellungnahmen der kantonalen Fachstellen in in­ternen Akten kritisiert, die dem BeschwerdefÃ¼hrer im regierungsrÃ¤tlichen Verfahren irr­tÃ¼m­licherweise zugestellt wurden, geht ihm das Rechtsschutzinteresse ab. Es handelt sich dabei nicht um Ãusserungen, denen rechtsverbindlicher Charakter zukommt. Im Ãbrigen besteht auch kein Anlass, diese internen Akten (AuskÃ¼nfte und Berichte von Amtsstellen zur WÃ¼rdigung von an sich feststehenden Tatsachen) im vorliegenden Verfahren beizuzie­hen. Der Anspruch auf Akteneinsicht erstreckt sich nicht auf solche internen Unterlagen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 8 N. 67). Es ist ausserdem nicht ersichtlich, dass die vom BeschwerdefÃ¼hrer zitierten Unterlagen nicht als interne Akten hÃ¤tten betrachtet werden dÃ¼r­fen, da sie entscheiderhebliche tatsÃ¤chliche Feststellungen enthielten (vgl. auch E. 3e).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Dem BeschwerdefÃ¼hrer fehlt das Rechtsschutzinteresse ebenfalls bezÃ¼glich der Punkte, in denen der Regierungsrat seinen Rekurs guthiess. Der Stadtrat X, an den die Sa­che zurÃ¼ckgewiesen worden ist, wird die Baubewilligung in diesen Punkten zu er­gÃ¤nzen und dabei selbstverstÃ¤ndlich alle erforderlichen Anordnungen â also auch die vom Be­schwerdefÃ¼hrer vermisste Ausscheidung von Angestellten- und KundenparkplÃ¤tzen so­wie die nÃ¤here Ausgestaltung der Parkplatzbewirtschaftung im Lichte des Bundesrechts (vgl. da­zu BGE 125 II 129 E. 9c S. 147 f.) â vorzunehmen haben. Gegen die neuen vom Stadtrat X getroffenen Anordnungen steht wiederum der Rechtsmittelweg offen, womit das Rechts­schutzinteresse des BeschwerdefÃ¼hrers gewahrt bleibt. Jedenfalls war der Regierungsrat von Bundesrechts wegen nicht gehalten, der Stadt X nÃ¤here Vorgaben zur Ausscheidung von Angestellten- und KundenparkplÃ¤tzen und zur Ausgestaltung der Parkplatzbewirt­schaf­­tung zu machen. Die vom BeschwerdefÃ¼hrer angesprochene Ã¼berre­gionale Koordi­nation solcher Anordnungen ist auf dem Weg der Massnahmenplanung und allfÃ¤lliger sie konkretisierender Weisungen sicherzustellen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der BeschwerdefÃ¼hrer rÃ¼gt an erster Stelle, dass fÃ¼r das Bauvorhaben keine ge­nÃ¼gende Erschliessung mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln vorhanden sei. Der Regierungsrat habe die Erschliessungsanforderung von § 237 Abs. 1 Satz 2 des Planungs- und Baugeset­zes vom 7. September 1975 (PBG) missachtet und zudem Ã¼bersehen, dass auch das Bun­desrecht voraussetze, dass bei einem Projekt in der zur Diskussion stehenden GrÃ¶ssenord­nung als Zubringer ein leistungsfÃ¤higes und attraktives Ã¶ffentliches Verkehrsmittel vor­handen sei. Die Sache sei daher zur PrÃ¼fung der Verbesserung der Erschliessung mit den Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln an die BaubewilligungsbehÃ¶rde zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) § 237 Abs. 1 Satz 2 PBG schreibt vor, dass bei grÃ¶sseren Ãberbauungen die Er­reichbarkeit mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr gewÃ¤hrleistet sein mÃ¼sse. Es handelt sich dabei um eine Voraussetzung fÃ¼r die Erteilung einer Baubewilligung (vgl. § 233 f. PBG). Auch wenn die Erreichbarkeit mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu den Erschliessungsvor­aussetzungen gemÃ¤ss Art. 19 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG) zÃ¤hlt (vgl. AndrÃ© Jomini in: Kommentar RPG, Art. 19 N. 27), ist es den Kantonen nicht verwehrt, eine solche zusÃ¤tzliche Anforderung aufzustellen. Der zÃ¼rcherische Gesetzgeber hat bei der Revision vom 1. September 1991 die Koordination zwischen dem Ausbau des Ã¶ffentlichen Verkehrsnetzes und der BautÃ¤tigkeit verstÃ¤rken wollen und zu diesem Zweck fÃ¼r grÃ¶ssere Ãberbauungen die Erreichbarkeit mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln als zusÃ¤tz­liches Baubewilligungserfordernis eingefÃ¼hrt (VGr, 2. November 2000, BEZ 2000 Nr. 50; vgl. auch Robert Wolf/Erich Kull, Das revidierte Planungs- und Baugesetz [PBG] des Kan­tons ZÃ¼rich, hrsg. von der Schweizerischen Vereinigung fÃ¼r Landesplanung, Bern 1992, N. 65). § 237 Abs. 1 Satz 2 PBG will sicherstellen, dass die Ã¶ffentliche Ver­kehrsanbindung bereits im Zeitpunkt der Fertigstellung des fraglichen grÃ¶sseren Bauvorhabens vorhanden ist (Wolf/ Kull, N. 79 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Erreichbarkeit mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln wird gemÃ¤ss § 237 Abs. 1 Satz 2 PBG nur fÃ¼r <i>grÃ¶ssere Ãberbauungen </i>verlangt. Im Vordergrund stehen dabei <i>neue </i>Bebauungen am Siedlungsrand, die eine gewisse GrÃ¶sse aufweisen und bisher mit Ã¶ffentli­chen Verkehrsmitteln nicht erschlos­sen waren. Dem entspricht der Erschliessungsauftrag von § 4 Abs. 1 der Verordnung Ã¼ber das Angebot im Ã¶ffentlichen Personenverkehr vom 14. Dezember 1988 (Angebotsverordnung), wonach zusammenhÃ¤ngende, Ã¼berbaute Sied­lungsgebiete mit mindestens 300 Einwohnern, Arbeits- und AusbildungsplÃ¤tzen mit min­destens ei­ner Haltestelle zu erschliessen sind (vgl. auch Wolf/Kull, N. 65). Allerdings gilt das Erfordernis der Erreichbarkeit mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln, wie auch der Regie­rungsrat anzunehmen scheint, ebenfalls fÃ¼r grÃ¶ssere neue Ãberbauungen im bereits besie­delten Gebiet. Freilich han­delt es sich beim Projekt der privaten Beschwerdegegnerinnen nicht um einen Neu-, son­dern lediglich um einen Um- und Anbau. Angesichts der totalen ZweckÃ¤nderung und seiner GrÃ¶sse ist jedoch auch hier die Erreichbarkeit mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmit­teln im Sinne von § 237 Abs. 1 Satz 2 PBG zu verlangen.</span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Anforderungen an die genÃ¼gende ZugÃ¤nglichkeit fÃ¼r die Ã¶ffentlichen Dienste und die BenÃ¼tzer richten sich gemÃ¤ss § 237 Abs. 1 Satz 1 PBG nach der konkreten Situa­tion, insbesondere nach der Art, Lage und Zweckbestimmung der Bauten oder Anlagen. FÃ¼r die Erreichbarkeit mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr gemÃ¤ss Satz 2 dieser Bestimmung gelten die gleichen Kriterien. Erreichbarkeit setzt namentlich voraus, dass der Zugang auf die entsprechen­­de Nutzung abgestimmt ist (VGr, 2. November 2000, BEZ 2000 Nr. 50). Eine nÃ¤here Um­schreibung der Erreichbarkeit enthÃ¤lt § 4 Abs. 3 der Angebotsverordnung. Danach gelten Siedlungsgebiete als mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr erreichbar, wenn die Luft­linienentfernung zu einer Haltestelle einer Linie zur Feinerschliessung 400 Meter nicht Ã¼bersteigt. Diese Voraussetzung ist fÃ¼r das vor­lie­gende Bauprojekt ohne weiteres erfÃ¼llt, da sich in rund 150 Me­ter Entfernung die Haltestelle O der ZVV-Buslinie, die eine Verbin­dung zum Bahn­­hof X gewÃ¤hrleistet, befindet. Freilich kann bei stark auf Pu­blikumsverkehr ausgerichteten Vorhaben nicht allein auf § 4 Abs. 3 der Angebotsverord­nung abgestellt wer­den (Wolf/Kull, N. 74). Hier ist grundsÃ¤tzlich zu verlangen, dass der Standort Ã¼ber ein leistungsfÃ¤higes und kundenfreundliches Verkehrsangebot verfÃ¼gt (VGr, 2. November 2000, BEZ 2000 Nr. 50).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Lichte dieser Kriterien erscheint die Erreichbarkeit des geplanten Einkaufszen­trums mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln zur Zeit ungenÃ¼gend. Nach der jÃ¼ngsten Recht­sprechung ist es unzureichend, wenn grÃ¶ssere FachmÃ¤rkte wÃ¤hrend der Woche ausserhalb der Stosszeiten lediglich halbstÃ¼ndlich vom Ã¶ffentlichen Verkehr bedient werden. Ausser­dem muss die Erreichbarkeit mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr aus allen massgeblichen Rich­tungen gegeben sein (VGr, 2. November 2000, BEZ 2000 Nr. 50). Im vorliegenden Fall verkehren seit dem letzten Fahrplan­wechsel die Busse der ZVV-Linie in Spitzenzeiten im 15-Mi­nu­ten-, sonst aber lediglich im 60-Minuten-Takt. Das stellt keine attraktive An­bin­dung mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr dar, was auch von den kantonalen Fachstellen be­merkt wird und im Ãbrigen auch dem Stadtrat X nicht entgangen ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Im Unterschied zum mehrfach erwÃ¤hnten jÃ¼ngsten Entscheid des Verwaltungsge­richts liegt indessen das hier beurteilte Vorhaben in einem seit langem Ã¼berbauten Gebiet. In der Industriezone von X findet sich bereits eine stattliche Reihe von Bauten, die eben­falls einen grossen Publikumsverkehr verursachen (vgl. die AufzÃ¤hlung der ansÃ¤ssigen Fir­men in E. 3c). Dementsprechend hÃ¤tte die Ã¶ffentliche Hand das Gebiet â anders als bei den Gegebenheiten im Verwaltungsgerichtsentscheid vom 2. November 2000 â lÃ¤ngst mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr besser erschliessen mÃ¼ssen. Diese Pflicht ergab sich aus § 18 des Ge­setzes vom 6. MÃ¤rz 1988 Ã¼ber den Ã¶ffentlichen Personenverkehr sowie den §§ 2 und 11 ff. der Angebotsverordnung. Die Notwendigkeit einer besseren Erschliessung mit Ã¶ffentli­chem Verkehr ist inzwischen von den BehÃ¶rden zwar erkannt, aber mit den Verbes­se­run­gen seit dem letzten Fahrplanwechsel erst teilweise realisiert worden. Weitere Ver­besse­run­­gen werden offenbar ins Auge gefasst, zumal die privaten Beschwerdegegnerinnen in der Baubewilligung auch zu einer Beteiligung an den dabei anfallenden Kosten ver­pflichtet wurden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es fragt sich damit, ob der Bauherrschaft unter diesen UmstÃ¤nden das Fehlen einer genÃ¼genden Erreichbarkeit mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr entgegengehalten werden kann. Durch die Tatsache, dass das Gemeinwesen mit der Verwirklichung des Ã¶ffentlichen Ver­kehrsangebots im Verzug ist, wird der Bauwillige zwar nicht von vornherein von der Ein­haltung der strittigen Bauvoraussetzung dispensiert. Vorliegend ist jedoch zu berÃ¼cksichti­gen, dass das in Frage stehende Industriegebiet schon heute beinahe vollstÃ¤ndig mit Ein­kaufszentren und anderen publikumsintensiven Anlagen Ã¼berstellt ist und die hier beur­teilte Baute eine der letzten fÃ¼r diesen Zweck zur VerfÃ¼gung stehenden FlÃ¤chen nutzt. Mit einer erheblichen Zunahme derartiger Betriebe ist in der Zone nicht mehr zu rechnen. Bei dieser Sachlage wÃ¤re es unverhÃ¤ltnismÃ¤s­sig, die Baubewilligung wegen der ungenÃ¼genden Er­reichbarkeit mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr zu verweigern. In einer vergleichbaren Situa­tion mit unzureichender <i>strassenmÃ¤ssiger</i> Erschliessung hielt das Ver­wal­tungs­ge­richt bei einem Bauvorhaben, das eine der letzten BaulÃ¼cken fÃ¼llte, eine Abweichung von den Er­schlies­sungserfordernissen ebenfalls fÃ¼r gerechtfertigt (VGr, 6. Oktober 1983, VB.10/1983; vgl. ferner die Entscheide VGr, 24. Januar 1997, VB.96.00187; VGr, 26. November 1997, VB.97.00132, in welchen das Gericht wesentlich auf die bestehenden ÃberbauungsverhÃ¤lt­nisse abstellte). Entgegen der Meinung des BeschwerdefÃ¼hrers wÃ¤re es auch nicht zweck­mÃ¤s­sig, die Erschliessung mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln nur punktuell fÃ¼r einzelne Vor­haben auf einen hohen Stand zu heben, ohne das weitere Umfeld zu berÃ¼cksichtigen. Das zeigt sich gerade auch mit Blick auf das Industriegebiet von X, wo der Ausbau des Ã¶ffentli­chen Verkehrsnetzes auf die zahlreichen Ã¼brigen Nutzungen abzustimmen ist und die bereits getÃ¤tigten Investitionen in die Infrastruktur (Bushaltestel­len etc.) mit zu berÃ¼cksichti­gen sind. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Nach Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers hÃ¤tte das Einkaufszentrum allerdings auch gestÃ¼tzt auf das <i>Umweltrecht des Bundes </i>nur bewilligt werden dÃ¼rfen, wenn eine bessere Erschliessung mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln sichergestellt sei. Er sieht in einer lei­s­tungs­­fÃ¤higen und attraktiven Anbindung an das Ã¶ffentliche Verkehrsnetz eine Massnahme, die zur Reduktion der Luftverschmutzung im Ã¼bermÃ¤ssig belasteten Industriegebiet von X gestÃ¼tzt auf Art. 12 USG ergriffen werden mÃ¼sse.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind verschÃ¤rfte Anforderungen an die Erschliessung und Nutzung von GrundstÃ¼cken, die zur Reduktion der Luftbelastung erforderlich sind, grundsÃ¤tzlich im Rahmen der Massnahmenplanung (Art. 44a USG und Art. 31 ff. der Luftreinhalte-Verordnung vom 16. Dezember 1985 [LRV]) vorzusehen und mit den Mitteln der Nutzungsplanung und des Baurechts festzulegen (BGE 119 Ib 480 E. 7a S. 489). Art. 12 USG bietet entgegen der Meinung des Be­schwerdefÃ¼hrers keine Grundlage, um im Baubewilligungsverfahren eine leistungsfÃ¤hige und attraktive Anbin­dung an das Ã¶ffentliche Verkehrsnetz zu verlangen, da eine solche nicht im Einflussbereich der privaten Bau­herr­schaft liegt (BGE 123 II 337 E. 7a S. 353) und wie bereits erwÃ¤hnt in der Re­gel auch nicht im Einzelfall sachgerecht bewerkstelligt werden kann. Aus dem vom BeschwerdefÃ¼hrer zitierten Entscheid des Bundesgerichts (URP 1995 S. 498 ff.) ergibt sich nichts Gegenteiliges. In diesem Fall war Ã¼ber den erforderlichen Anschluss an das Ã¶ffentli­che Verkehrsnetz bereits zuvor rechts­krÃ¤f­tig entschieden worden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Die RÃ¼ge, das Bauvorhaben der privaten Beschwerdegegnerinnen verfÃ¼ge nicht Ã¼ber die nÃ¶tige Erschliessung mit Ã¶ffentlichen Verkehrsmitteln, erweist sich demnach als unbegrÃ¼ndet. Es bestand daher auch keine Notwendigkeit, die vom BeschwerdefÃ¼hrer ver­langten zusÃ¤tzlichen SachverhaltsabklÃ¤rungen zu treffen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die Kritik des BeschwerdefÃ¼hrers richtet sich ebenfalls gegen die Bewilligung von 393 ParkplÃ¤tzen fÃ¼r das Einkaufszentrum. Diese viel zu hohe Zahl trage der bestehen­den Ã¼bermÃ¤ssigen Luftbelastung nicht genÃ¼gend Rechnung und liege ausserhalb des Er­messensspielraums, den Art. 11 Abs. 3 USG der rechtsanwendenden BehÃ¶rde einrÃ¤ume. Der angefochtene Ent­scheid sei daher in diesem Punkt bundesrechtswidrig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Der Standort des geplanten Einkaufszentrums liegt in einem lufthygienischen Sanierungsgebiet. GemÃ¤ss den Feststellungen im UVB sowie des Amts fÃ¼r Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) liegt die Stickstoffdioxidbelastung im Bereich des Immissions­grenzwerts gemÃ¤ss Anhang 7 LRV, in StrassennÃ¤he wird dieser Wert Ã¼berschritten. Im Som­merhalbjahr ist Ã¼berdies hÃ¤ufig eine Ã¼bermÃ¤ssi­ge Ozonkonzentration zu verzeichnen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da die Ã¼bermÃ¤ssige Luftbelastung im vorliegenden Fall von einer Vielzahl von Quel­len zusammen verursacht wird, hat ihre BekÃ¤mpfung grundsÃ¤tzlich auf dem Weg der Massnahmenplanung gemÃ¤ss Art. 44a USG und Art. 31 ff. LRV zu erfolgen. Dieses In­strument hat eine koordinierte und rechts­gleiche Anordnung der erforderlichen verschÃ¤rf­ten Emissionsbegrenzungen (Art. 11 Abs. 3 USG) sicherzustellen (BGE 124 II 272 E. 4a S. 279; 119 Ib 480 E. 5a S. 484 f.). Allerdings sind dort, wo eine Massnahmenplanung an­erkanntermassen ungenÃ¼gend ist oder eine Neuanlage Ã¼berdurchschnittli­che Emissionen verursacht, unter UmstÃ¤nden auch direkt gestÃ¼tzt auf Art. 11 Abs. 3 und Art. 12 USG ver­schÃ¤rfte Emissionsbegrenzungen anzuordnen (BGE 124 II 272 E. 4a S. 279 f.). So hat das Bundesgericht erklÃ¤rt, dass die im ZÃ¼rcher Massnahmenplan vom 19. Juni 1996 (Luftpro­gramm 1996) vor­gesehene Parkraumbewirtschaftung (Massnahmenblatt PV 2) fÃ¼r die Bau­bewilligungsbehÃ¶rden jedenfalls bei Vorhaben mit Ã¼berdurchschnittlichen Emissionen auch dann verbindlich sei, wenn die kommunalen Vorschriften noch nicht daran angepasst worden seien und hÃ¶here Parkplatzzahlen zuliessen. Das bedeutet, dass bei Bauprojekten, welche die Luft Ã¼berdurchschnittlich stark belasten, sich die Zahl der zulÃ¤ssigen ParkplÃ¤tze nicht allein nach den kommunalen Normen richtet, sondern auch die Vorgaben des Mass­nahmenplans und insbesondere der darin vorgesehenen Wegleitung der Baudirektion zur Ermittlung des Parkplatzbedarfs (zunÃ¤chst Wegleitung 1990, heute Wegleitung 1997) zu beachten sind. Das Bundesgericht hat jedoch betont, dass den BaubewilligungsbehÃ¶rden bei der BerÃ¼cksichtigung der Vorgaben des Massnahmenplans ein Ermessen zustÃ¼nde. Es sei daher an ihnen zu entscheiden, ob in einem konkreten Fall die Zahl der zulÃ¤ssigen Park­plÃ¤tze direkt nach der kantonalen Wegleitung oder in anderer Weise zu bestimmen sei (BGE 124 II 272 E. 5c und d S. 285 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass nach Art. 31 der Bau- und Zonenord­nung der Stadt X vom 28. MÃ¤rz 1996 fÃ¼r das geplante Einkaufszentrum mindestens 393 ParkplÃ¤tze zu bewilligen sind. In der Baubewilligung wurde dieser Minimalwert Ã¼ber­nommen. Der BeschwerdefÃ¼hrer beruft sich demgegenÃ¼ber auf die oben erwÃ¤hnte Praxis des Bundesgerichts und macht geltend, die Parkplatzzahl hÃ¤tte direkt nach der Wegleitung 1997 bestimmt werden mÃ¼ssen, weshalb hÃ¶chstens 193, eventualiter 233 und subeventuali­ter 246 ParkplÃ¤tze zulÃ¤ssig seien.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Umstritten ist in diesem Zusammenhang zunÃ¤chst, ob vom geplanten Einkaufszen­trum Ã¼berdurchschnittliche Emissionen ausgehen und deshalb im Baubewilligungsverfah­ren auch die Vorgaben der kantonalen Massnahmenplanung und insbesondere die Weglei­tung 1997 zu berÃ¼cksichtigen sind. Soweit dies zu bejahen ist, fragt sich weiter, ob die Vor­­instanzen das ihnen bei der Festlegung der Parkplatzzahl zustehende Ermessen Ã¼ber­schrit­ten und daher Bundesrecht verletzt haben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Der Regierungsrat geht im angefochtenen Entscheid davon aus, dass das geplante Einkaufszentrum keine Ã¼berdurchschnittliche Luftbelastung verursache. Er verweist auf die vielen Betriebe im Industriegebiet von X, die sich ebenfalls an ein grÃ¶sseres Publi­kum rich­ten und ein erhebliches Verkehrsvolumen erzeugen. Dies gelte namentlich fÃ¼r Firmen wie ...... Der Beschwerde­fÃ¼hrer widerspricht dieser Ansicht und macht geltend, es kÃ¶nne nicht auf eine zufÃ¤llige AnhÃ¤ufung Ã¼berdurchschnittlicher Emittenten abgestellt werden. Massgebend sei vielmehr der abstrakte Zonenzweck.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist darin zuzustimmen, dass bei der Beurteilung der Frage, ob ein Vorhaben Ã¼berdurchschnittliche Emissionen verursache, vom abstrakten Zonen­zweck auszugehen ist. In der Industriezone von X sind stark stÃ¶rende Betriebe sowie Han­dels- und Dienstleistungsbetriebe zulÃ¤ssig. Auch wenn in dieser Zone heute nicht mehr traditionelle Industriebetriebe, sondern Verkaufs- und Dienstleistungsgewerbe mit teilwei­se betrÃ¤chtlichem Verkehrserzeugungspotenzial vorherrschen, erscheint das geplante Ein­kaufszentrum als Ã¼berdurchschnittlicher Emittent. Denn es handelt sich dabei von den Di­mensionen her um ein grosses Vorhaben, das mit rund 13'000 m<sup>2</sup> VerkaufsflÃ¤che den Schwellenwert von 5'000 m2 fÃ¼r die UVP-Pflicht (Ziff. 80.5 des Anhangs der Verordnung Ã¼ber die UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung vom 19. Oktober 1988) deutlich Ã¼berschreitet. Es lÃ¶st damit einen erheblichen Besucherverkehr aus, der nicht nur jenen von traditionellen Industriebetrieben, sondern auch von kleineren Handels- und Dienstleistungsbetrieben Ã¼bertrifft.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da somit vom Vorhaben der privaten Beschwerdegegnerinnen Ã¼berdurchschnittli­che Emissionen ausgehen, sind gemÃ¤ss der angefÃ¼hrten Rechtsprechung bei der Festlegung der Parkplatzzahl auch die Vorgaben der kantonalen Massnahmenplanung zu beachten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Obwohl der Regierungsrat das geplante Einkaufszentrum bloss als durchschnitt­lichen Emittenten ansah, hat er bei der Beurteilung der zulÃ¤ssigen Parkplatzzahl auch den kantonalen Massnahmenplan mitberÃ¼cksichtigt. So weist er im angefochtenen Entscheid darauf hin, dass die kommunale Vorschrift zur Bestimmung der Anzahl ParkplÃ¤tze immer­hin dem Massnahmenplan vom 25. April 1990 (Luftprogramm 1990) und der Wegleitung 1990 der Baudirektion zur Bestimmung des Parkplatzbedarfs Rechnung trage. Dies bestÃ¤­tigt der Vergleich der erforderlichen Parkplatzzahl. Sie betrÃ¤gt nach der alten Wegleitung 388 â 467, nach der kommunalen Bauordnung mindestens 393. DemgegenÃ¼ber belÃ¤uft sich gemÃ¤ss der Berechnung des AWEL der Bedarf nach der neuen Wegleitung 1997 auf 288â364 ParkplÃ¤tze. Die tiefere Zahl resultiert aus einer neu fÃ¼r Einkaufszentren aufgestellten Spezialregelung, die eine Mischrechnung fÃ¼r alle Nutzungen vorsieht und dabei die viel­fÃ¤ltigen DoppelnutzungsmÃ¶glichkeiten der ParkplÃ¤tze berÃ¼cksichtigt. Der Regierungsrat lehnte es ausdrÃ¼cklich ab, die Parkplatzzahl fÃ¼r das Einkaufszentrum nach der Wegleitung 1997 zu bestimmen, da diese nach der Ãnderung des Massnahmenplans vom 12. Novem­ber 1997 fÃ¼r die Gemeinden nur eine Emp­feh­lung darstelle und daher nicht direkt Ã¼ber­nom­­men werden mÃ¼sse.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht zu Unrecht geltend, es hÃ¤tte im vorliegenden Fall die zulÃ¤ssige Parkplatzzahl direkt gestÃ¼tzt auf die Wegleitung 1997 bestimmt werden mÃ¼ssen. Er verkennt, dass die bundesgerichtliche Rechtsprechung den rechtsanwendenden BehÃ¶r­den bei der BerÃ¼cksichtigung der Vorgaben des kantonalen Massnahmenplans einen Er­messensspielraum zu­ge­standen und eine direkte Anwendung der kantonalen Wegleitung gerade ab­gelehnt hat (BGE 124 II 272 E. 5d S. 285 f.). Das Umweltrecht des Bun­des ver­langt nur, dass bei der Bestimmung der Parkplatzzahl den Vorgaben des Massnahmenplans Rechnung getragen wird, doch wird diese Zahl selber nicht durch das Bundesrecht fest­ge­legt. Es ist auch nicht bundesrechtswidrig, wenn der Kanton bei der Umsetzung der mass­nah­menplanerischen Vorgaben den Gemeinden einen Ermessensspielraum gewÃ¤hrt und der Wegleitung 1997 daher lediglich empfehlenden Charakter beimisst. Jene kÃ¶nnen damit Ã¶rt­lichen Besonderheiten bei der BekÃ¤mpfung der Umweltbelastung angemessen Rechnung tragen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wird dieser Ermessensspielraum der kommunalen BehÃ¶rden beachtet, lÃ¤sst sich die festgelegte Parkplatzzahl von 393 nicht beanstanden. Einerseits Ã¼bersteigt sie den Wert von 288â364 gemÃ¤ss Wegleitung 1997 nicht wesentlich. Anderseits erachtet der Stadtrat X die hÃ¶here Zahl deshalb als gerechtfertigt, weil bei den ParkplÃ¤tzen fÃ¼r das vorgese­he­ne Res­taurant lediglich von einer Doppelnutzung von 50% auszugehen sei und daher zum Maxi­malwert gemÃ¤ss Wegleitung 1997 von 364 ParkplÃ¤tzen noch 33 PlÃ¤tze hinzuzu­zÃ¤hlen seien. Nicht berÃ¼cksichtigt wurde bei der Festlegung der Parkplatzzahl allerdings, dass in der Zwischenzeit das Fahrplanangebot verbessert wurde und in Zukunft weiter zu verbes­sern sein wird. Dadurch wÃ¼rde sich nach der Wegleitung 1997 die zur Zeit maximal zulÃ¤s­si­ge Zahl von ParkplÃ¤tzen um rund 30 verringern. Trotz dieses Umstands bleibt der festge­legte Wert von 393 PlÃ¤tzen noch im Rahmen des Ermessens der BaubewilligungsbehÃ¶rde, da ebenfalls zu berÃ¼cksichtigen ist, dass im fraglichen Gebiet Parkplatzknappheit herrscht und eine zu geringe Zahl von AbstellplÃ¤tzen den die Luft ebenfalls belastenden Suchver­kehr verstÃ¤rken wÃ¼rde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Der BeschwerdefÃ¼hrer stellt freilich auch die Berechnung der oben erwÃ¤hnten Parkplatzzahlen in Frage. Dabei bezieht er sich auf verschiedene interne Akten aus dem regierungsrÃ¤tlichen Verfahren. Diese haben jedoch wie bereits erwÃ¤hnt (E. 1b) ausser Be­tracht zu bleiben. Der vom AWEL im Rahmen der UVP bestimmten Parkplatzzahl von 288â364 setzt der BeschwerdefÃ¼hrer mehrere eigene Berechnungen gegenÃ¼ber, die alle zu tieferen Parkplatzzahlen fÃ¼hren. Die Differenz resultiert daraus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer bei der mass­geblichen GrundflÃ¤che die Aussenmauern abzog, fÃ¼r die BÃ¼ro- und LagerflÃ¤­chen andere BerechnungsansÃ¤tze und teilweise andere GÃ¼teklassen der Erschliessung mit dem Ã¶ffentlichen Verkehr wÃ¤hlte.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Da die zulÃ¤ssige Parkplatzzahl fÃ¼r das umstrittene Einkaufszentrum wie dargelegt nicht direkt nach der Wegleitung 1997 zu bestimmen ist, erÃ¼brigt es sich, auf Einzelheiten ihrer Interpretation einzugehen. Diese obliegt ohnehin in erster Linie der zustÃ¤ndigen Fach­stelle. Das Verwaltungsgericht hat allein zu prÃ¼fen, ob sich die Anwendung der Weglei­tung 1997 innerhalb des vom kantonalen Massnahmenplan gezogenen Rahmens bewegt. Anhalts­punkte, dass dies nicht der Fall sein sollte, bestehen entgegen der Ansicht des Be­schwerdefÃ¼hrers nicht. Es erscheint un­ter diesem Gesichtswinkel nicht entscheidend, wie bei der Parkplatzberechnung die massgebliche GeschossflÃ¤che bestimmt wird. Zudem ist es durchaus vertretbar, wenn fÃ¼r Einkaufszentren ein einheitlicher Ansatz â ohne Ausson­derung von BÃ¼ro- und LagerflÃ¤chen â gewÃ¤hlt wird. Es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern diese Berechnungsweise unter den konkreten UmstÃ¤nden zu einem unhaltbaren Ergebnis fÃ¼hren sollte. Jedenfalls erscheint der Anteil der LagerflÃ¤chen im umstrittenen Projekt auch nach den in der Beschwerdeschrift vorgelegten Zahlen keineswegs Ã¼bermÃ¤ssig gross, so dass sich keine Abweichung vom einheitlichen Ansatz fÃ¼r Einkaufszentren aufdrÃ¤ngt. Der BeschwerdefÃ¼hrer beabsichtigt mit der von ihm vorgeschlagenen Berechnungsmethode of­fensichtlich, die Parkplatzzahlen mÃ¶glichst tief zu halten. Er Ã¼bersieht dabei jedoch, dass die Zahl der ParkplÃ¤tze auch im Rahmen der Vorgaben der Massnahmenplanung realistisch bemessen werden muss. Andernfalls wird lediglich der Suchverkehr gefÃ¶rdert und dem vor­schriftswidrigen Parkieren Vorschub geleistet, was nicht wÃ¼nschbar ist. Die kantonale Fachstelle ist daher nicht gehalten, die Wegleitung 1997 so anzuwenden, dass mÃ¶glichst tiefe Parkplatzzahlen resultieren.</span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Die RÃ¼ge, mit der in der Baubewilligung festgelegten Zahl von 393 ParkplÃ¤tzen werde der den kommunalen BehÃ¶rden nach dem Umweltrecht des Bundes und des Kantons ZÃ¼rich zustehende Ermessensspielraum Ã¼berschritten, erweist sich somit als unbegrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Nach Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers hÃ¤tten neben der BeschrÃ¤nkung der Park­platzzahl zur Verbesserung der LuftqualitÃ¤t weitere verschÃ¤rfte Emissionsbegrenzungen angeordnet werden mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer im Hinblick auf die Ã¼bermÃ¤ssige Belastung mit Schwebestaub (PM10) und Ozon im Gebiet des Bauvorhabens zusÃ¤tzliche Emissionsbe­gren­zungen verlangt, verkennt er, dass die Massnahmenplanung und die im vorliegenden Fall angeordneten verschÃ¤rften Emissionsbegrenzungen ebenfalls zur Reduktion mit den genannten Schadstoffen dienen. Es trifft daher nicht zu, dass mit Bezug auf die genannten Belastungen Ã¼berhaupt keine Massnahmen getroffen wurden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Fraglich erscheint einzig, ob vom geplanten Einkaufszentrum eine so erhebliche Be­lastung mit Schwebestaub ausgeht, dass die in dieser Hinsicht noch ausstehende Er­gÃ¤n­zung der kantonalen Massnahmenplanung prÃ¤judiziert werden kÃ¶nnte. In diesem Fall mÃ¼sste nach der Rechtsprechung grundsÃ¤tzlich die Anpassung des Massnahmenplans ab­gewartet werden (BGE 119 Ib 480 E. 5e S. 487). Die Gefahr einer solchen PrÃ¤judi­zie­rung ist im vorliegenden Fall indessen zu verneinen. Die Schwebestaubbelastung geht vor allem vom motorisierten Verkehr aus. Das geplante Einkaufszentrum trÃ¤gt zwar nicht in einem vernachlÃ¤ssigbaren, aber insgesamt doch lediglich geringen Mass zur Steigerung des ge­samten Verkehrsvolumens und damit zur Schwebestaubbelastung im fraglichen Gebiet bei. Ausserdem ist nicht ersichtlich, inwiefern zur Reduktion des Schwebestaubs in der Luft an­dersartige Massnahmen zur Begrenzung des Motorfahrzeugverkehrs erforderlich sein soll­ten als diejenigen, die bereits angeordnet wurden, und deshalb eine PrÃ¤judizierung des Mass­­nahmenplans eintreten kÃ¶nnte (vgl. auch VGr, 2. November 2000, BEZ 2000 Nr. 50). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Als flankierende Massnahme verlangt der BeschwerdefÃ¼hrer ebenfalls die Ein­richtung eines kundenfreundlichen und attraktiven Hauslieferdienstes. Dieser Forderung entspricht die Baubewilligung des Stadtrats X, wenn sie in Ziffer 1.16.3 anordnet, dass fÃ¼r die nichtmotorisierte Kundschaft und fÃ¼r sperrige GÃ¼ter ein Hauslieferungsdienst angebo­ten werden mÃ¼sse. Dieser einzurichtende Hauslieferdienst muss â soll er Ã¼berhaupt einen Sinn haben â kundenfreundlich und attraktiv ausgestaltet sein. Der Regierungsrat war da­her nicht gehalten, die Pflicht zu einer kundenfreundlichen und attraktiven Organisation des Hauslieferdienstes noch ausdrÃ¼cklich festzuhalten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>