<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2025-06-10-5A_436-2025.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_436/2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 10. Juni 2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Bovey, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwältin Barbara Lind, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Eheschutz, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 5. Kammer, vom 14. April 2025 (ZSU.2024.272, ZSU.2025.35). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">A.________ (Beschwerdeführer) und B.________ sind die Eltern von C.________ (geb. 2018) und D.________ (geb. 2021). Am 4. August 2022 reichten sie beim Bezirksgericht Laufenburg ein gemeinsames Scheidungsbegehren ein und am Termin vom 13. Dezember 2022 schlossen sie eine Teilvereinbarung betreffend alternierende Obhut und Kindesunterhalt. Das Scheidungsverfahren wurde mit Entscheid vom 19. Dezember 2022 als durch Klagerückzug erledigt abgeschrieben. Im weiteren Verlauf ergingen verschiedene (superprovisorische) Verfügungen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Mit Eheschutzentscheid vom 31. Oktober 2024 stellte das Bezirksgericht die Kinder unter die Obhut der Mutter, unter Regelung des Besuchs- und Ferienrechts des Beschwerdeführers und dessen Verpflichtung zu Unterhaltsbeiträgen an die Kinder von je Fr. 1'440.-- für August und September 2022, von Fr. 3'060.-- für Oktober 2022, von Fr. 2'390.-- für November 2022 bis Oktober 2023 und von Fr. 3'060.-- für November 2023 bis Dezember 2024 sowie ab Januar 2025 von Fr. 3'435.-- für C.________ und von Fr. 3'455.-- für D.________. Sodann verpflichtete es ihn zu ehelichen Unterhaltsbeiträgen von Fr. 1'915.-- für August und September 2022, von Fr. 1'950.-- für Oktober 2022 bis Oktober 2023, von Fr. 1'935.-- für November 2023 bis Dezember 2024 und von Fr. 1'740.-- ab Januar 2025. </div> <div class="para">Die hiergegen erhobene Berufung wies das Obergericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 14. April 2025 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">Am 5. Juni 2025 ging beim Bundesgericht eine vom 13. Mai 2025 datierende, am 28. Mai 2025 der Post übergegebene und mit "Berufungsantwort" betitelte Eingabe ein. In einem Begleitschreiben hält der Anwalt des Beschwerdeführers im kantonalen Verfahren fest, er reiche die (auch von ihm als "Berufungsantwort" bezeichnete) Eingabe namens und auftrags des im Ausland weilenden Beschwerdeführers ein, ohne diesen zu vertreten. In der Eingabe werden die Begehren gestellt, in entsprechender Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei der Beschwerdeführer zu verpflichten, ab August 2022 pro Kind einen Barunterhalt von je Fr. 1'440.-- zu bezahlen, und es sei die unentgeltliche Rechtspflege zu erteilen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde ist auf einem angehefteten Zusatzblatt vom Anwalt des Beschwerdeführers im kantonalen Verfahren, nicht aber vom Beschwerdeführer selbst unterzeichnet. Indem der Anwalt explizit erklärt, den Beschwerdeführer im bundesgerichtlichen Verfahren nicht zu vertreten, bedürfte es einer Unterschrift durch den Beschwerdeführer persönlich (<span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span>). Eine auf <span class="artref">Art. 42 Abs. 5 BGG</span> gestützte Rückweisung zur Verbesserung des Mangels erübrigt sich aber insofern, als auf die Beschwerde ohnehin nicht eingetreten werden kann (dazu E. 4). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Angefochten ist die Unterhaltsregelung im Zusammenhang mit einem kantonal letztinstanzlichen Eheschutzentscheid mit Fr. 30'000.-- übersteigendem Streitwert. Die Beschwerde in Zivilsachen steht somit offen (<span class="artref">Art. 72 Abs. 1, <artref id="CH/173.110/74/1/b" type="start"></artref>Art. 74 Abs. 1 lit. b, <artref id="CH/173.110/75/1" type="start"></artref>Art. 75 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/90" type="start"></artref>Art. 90 BGG</span><artref id="CH/173.110/75/1" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/74/1/b" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/72/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Allerdings ist zu beachten, dass es sich bei Eheschutzsachen um vorsorgliche Massnahmen im Sinn von <span class="artref">Art. 98 BGG</span> handelt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=04.06.2025&amp;to_date=23.06.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-III-393%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page393">BGE 133 III 393</a> E. 5.1; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=04.06.2025&amp;to_date=23.06.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F147-III-78%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page81">147 III 81</a> E. 1.3), so dass nur die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte möglich ist. Es gilt deshalb das strenge Rügeprinzip im Sinn von <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>. Das bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und soweit möglich belegte Rügen prüft, während es auf ungenügend begründete Rügen und appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid nicht eintritt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=04.06.2025&amp;to_date=23.06.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-364%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page364">BGE 142 III 364</a> E. 2.4; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=10&amp;from_date=04.06.2025&amp;to_date=23.06.2025&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F149-III-81%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page81">149 III 81</a> E. 1.3). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Die Ausführungen in der Beschwerde bleiben durchwegs appellatorisch. An verschiedenen Stellen werden die Begriffe "rechtliches Gehör" oder "willkürlich" eingestreut (im Zusammenhang mit den Behauptungen: die Beschwerdegegnerin könnte im Escort-Bereich ein Monatseinkommen von mindestens Fr. 40'000.-- verdienen; sie habe nach der Geburt so schnell wie möglich wieder arbeiten wollen und sie habe das Kunden seiner Firma gegenüber auch geäussert; der Vertrag als Freelancer sei aufgelöst worden; im Zusammenhang mit dem Gewinnrückgang erfolge quasi eine Beweislastumkehr und die Beschwerdegegnerin setze sich nicht mit den offengelegten Zahlen der Jahresrechnungen auseinander; eine Rufschädigung im Zusammenhang mit den Sommerferien 2024 sei belegt). Allein aus der Verwendung solcher Begriffe ergeben sich allerdings keine Verfassungsrügen. Das Obergericht hat sich detailliert zum Tatsachenfundament und auch ausführlich in rechtlicher Hinsicht geäussert; es wäre substanziiert darzulegen, inwiefern eine Sachverhaltsfeststellung oder eine Erwägung im angefochtenen Entscheid willkürlich oder inwiefern konkret das rechtliche Gehör verletzt sein soll, indem etwa rechtskonform gestellte Beweisanträge ohne entsprechende antizipierte Beweiswürdigung nicht abgenommen oder aktenkundige Tatsachen in unhaltbarer Weise gewürdigt worden wären. Eine solche Darlegung ist nicht auszumachen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6.</b> </div> <div class="para">Wie die vorstehenden Erwägungen ausserdem zeigen, konnte der Beschwerde von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt (<span class="artref">Art. 64 Abs. 1 BGG</span>) und das entsprechende Gesuch für das bundesgerichtliche Verfahren bereits aus diesem Grund abzuweisen ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>7.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 5. Kammer mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 10. Juni 2025 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Bovey </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>