B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-5592/2013 U r t e i l v o m 16 . S e p t e m b e r 2 0 1 5 Besetzung Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz), Richter Michael Peterli, Richter Hans Urech, Gerichtsschreiberin Bianca Gloor. Parteien X._______, wohnhaft in Deutschland, vertreten durch Advokatin Elisabeth Maier, Hauptstrasse 104, 4102 Binningen, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente (Rentenanspruch), Verfügung der IVSTA vom 28. Juni 2013. B-5592/2013 Seite 2 Sachverhalt: A. Der am […] geborene, verheiratete, aus Deutschland stammende und in seiner Heimat wohnhafte X._______ (nachfolgend: Versicherter oder Be- schwerdeführer) war während über 23 Jahren in der Schweiz erwerbstätig und entrichtete dementsprechend Beiträge an die schweizerische Alters -, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV). Nachdem der Versi- cherte im Juni 2008 in seiner angestammten Tätigkeit als Lagermitarbeiter arbeitsunfähig geworden ist, stellte sein Arbeitgeber ihm einen Ersatz -Ar- beitsplatz als Betriebsmitarbeiter zur Verfügung. Per Ende Juni 2010 wurde dem Versicherten seine Arbeitsstelle aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme und langer Arbeitsabwesenheit gekündigt (vgl. IV act. 33). B. Am 13. Februar 2009 meldete sich der Versicher te mit Formular vom 29. Dezember 2008 bei der IV-Stelle des Kantons Aargau (nachfolgend: IV- Stelle AG) zum Leistungsbezug an und machte geltend, seit 17. Juni 2008 an Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich zu leiden. Die IV-Stelle AG nahm in der Folge das Abklärungsverfahren auf. Am 17. August 2009 un- terzog sich der Versicherte einer Operation, bei welcher eine dorsoventrale Repositionsspondolydese L5/S1 mit uni Liff -Cage von links durchgeführt wurde. Weiter wurde am 2. März 2010 eine ISG-Denervation beidseits und am 11. Juni 2010 eine Metallentfernung des Schraubenstabsystems durch- geführt. C. Mit Mitteilung vom 1. Juni 2010 teilte die IV -Stelle AG dem Versicherten mit, dass aufgrund seines Gesundheitszustandes zur Zeit keine Eingliede- rungsmassnahmen möglich seien und daher ein allfälliger Rentenanspruch geprüft werde (vgl. IV act. 30). Nach weiteren Abklärungen verfügte die IV- Stelle AG am 17. Juni 2011 die Abweisung des Rentenbegehrens mangels rentenbegründeter Invalidität (vgl. IV act. 53). Die dagegen erhobene Be- schwerde wurde mit Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 15. Februar 2012 teilweise gutgeheissen und zur weiteren Ab- klärung, insbesondere zur Durchführung einer polydisziplinären Begutach- tung, an die IV-Stelle AG zurückgewiesen (vgl. IV act. 59). B-5592/2013 Seite 3 D. In der Folge wurde das Zentrum für Medizinische Begutachtung (nachfol- gend: ZMB) mit der Begutachtung des Versicherten beauftragt. Die ZMB- Gutachter hielten in ihrem Gutachten vom 4. April 2013 fest, dass die bis- herige, körperlich schwere Tätigkeit im Lager eines Holzhandelfachge- schäfts dem Versicherten nicht mehr zumutbar sei. In einer adaptierten Tä- tigkeit, die körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere, rückenadap- tierte Tätigkeiten umfasse, bestehe heute keine Einschränkung der Ar- beitsfähigkeit. Der Versicherte wäre vollschichtig mit vollem Rendement in einer solchen adaptierten Tätigkeit einsetzbar. E. Nachdem der Arzt des Regionalärztlichen Dienstes der Vorinstanz (nach- folgend: RAD) med. pract. A._______ in seiner Stellungnahme vom 16. Ap- ril 2013 ausführte, das ZMB-Gutachten sei schlüssig und nachvollziehbar (vgl. IV act. 95), stellte die IV-Stelle AG dem Versicherten mit Vorbescheid vom 30. April 2013 die Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht. Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 23. Mai 2013 Einwände (vgl. IV act. 101). F. Mit Verfügung vom 18. Juni 2013 wies die IV -Stelle AG das Gesuch des Versicherten um unentgeltliche Verbeiständung im Vorbescheidverfahren ab. Mit Verfügung vom 28. Juni 2013 bestätigte die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: Vorinstanz) den Vorbescheid der IV-Stelle AG vom 30. April 2013 und wies das Begehren um Ausrichtung einer Invalidenrente ab. G. Gegen diese Verfügungen der IV-Stelle AG vom 18. Juni 2013 und der Vo- rinstanz vom 28. Juni 2013 erhob der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Maier, mit Eingabe vom 19. August 2013 Be- schwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügungen. Bezüglich der Verfügung betreffend Invali- denrente vom 28. Juni 2013 beantragt er die Zusprechung einer Invaliden- rente, eventualiter die Einholung eines Gerichtsgutacht ens und subeven- tualiter die Rückweisung an die Vorinstanz zur weiteren Abklärungen. Be- züglich der Verfügung betreffend unentgeltl iche Rechtspflege im Vorbe- scheidverfahren beantragt er die Bewilligung derselben. B-5592/2013 Seite 4 H. Das Bundesverwaltungsgericht trat mit Urteil vom 3. Oktober 2013 auf die Beschwerde gegen die Verfügung vom 18. Juni 2013 betreffend unentgelt- liche Verbeiständung im Vorbescheidverfahren nicht ein und überwies die Sache zur weiteren Behandlung an das Versicherungsgericht des Kantons Aargau (vgl. Prozessnr. B-4634/2013). I. Mit Vernehmlassung vom 31. Oktober 2013 beantragt die Vorinstanz, die Beschwerde gegen die Verfügung vom 28. Juni 2013 betreffend Invaliden- rente abzuweisen. Sie verweist diesbezüglich auf die Stellungnahme der IV-Stelle AG vom 15. Oktober 2013. J. Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 12. Novem- ber 2013 wurde das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege im Beschwerdeverfahren gutgeheissen und lic. iur. Maier als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt. K. Mit Replik vom 13. November 2013 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest. L. Mit Schreiben vom 18. Dezember 2013 reichte der Beschwerdeführer un- aufgefordert zwei Arztberichte ein, welche in der Folge der Vorinstanz zur allfälligen Stellungnahme weitergeleitet wurden. M. Die Vorinstanz hielt in ihrer Stellungnahme vom 13. Januar 2014 an ihren Anträgen fest und verweist auf die Stellungnahme der IV-Stelle AG vom 13. Januar 2014. N. Zu den weiteren unaufgeforderten Eingaben des Beschwerdeführers vom 27. März, 21. Mai und 4. November 2014 sowie vom 7. Januar 2015 nahm die Vorinstanz mit Schreiben vom 2. Mai und 11. Juni 2014 ergänzend Stel- lung und verwies insbesondere auf die jeweiligen Stellungnahmen der IV- Stelle AG. B-5592/2013 Seite 5 O. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird – sofern erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden Er- wägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversiche- rung (IVG, SR 831.20) sowie Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem- ber 1968 über das Verwaltungsve rfahren (VwVG, SR 172.021) beur teilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen der IV - Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 1.2 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwal- tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. Indes findet das Verwaltungsverfahrensgesetz aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bun- desgesetz vom 6. Oktober 2000 über den allgemeinen Teil des Sozialver- sicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a - 26bis und 28 - 70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Ab- weichung vom ATSG vorsieht. 1.3 Anfechtungsgegenstand des vorlieg enden Verfahrens ist die Verfü- gung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland vom 28. Juni 2013. Der Be- schwerdeführer hat frist - und formgerecht Beschwerde er hoben (Art. 60 ATSG). Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist er besonders be- rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Auf- hebung (Art. 59 ATSG). Damit ist auf das ergriffene Rechtsmittel einzutre- ten. 2. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, B-5592/2013 Seite 6 die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenhei t, wenn nicht eine kantonale Be- hörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG). 2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechts- anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an- gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. THOMAS HÄBERLI, in: Praxiskom- mentar VwVG, 2008, Art. 62 N. 40). 2.3 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, so- fern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit ei- nes bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen mö glichen Geschehensa bläufen als die wahrscheinlichs te würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E.2, je mit Hinweisen). 3. Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur Anwendung gelangen. 3.1 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsange höriger und lebt in Deutschland, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwisch en der Schweizerischen Eidgenos- senschaft einerseits und der Europäis chen Gemeinschaft und ihren Mit- gliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II betreffend die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit, anzuwenden ist (Art. 80a IVG). Gemäss Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs in der am 1. April 2012 in Kraft getretenen Fassung (vgl. den Beschluss Nr. 1/2012 des Gemischten Ausschusses vom 31. März 2012 zur Ersetzung des An -hangs II dieses Abkommens über die K oordinierung der Systeme der so zialen Sicherheit [AS 2012 2345]) wenden die Vertragsparteien untereinander namentlich – unter Vorbehalt vorliegend nicht relevanter Anpassungen – die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1; geändert durch die Ver ordnung [EG] Nr. 988/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 [ABl. L B-5592/2013 Seite 7 284 S. 43]) sowie die Verordnung (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Sep tember 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.11) an. Im Rahmen des FZA ist auch die Schweiz als "Mitgliedstaat" im Sinne der erwähnten Koordinierungsverordnungen zu betrachten (vgl. Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA). Fallen Personen in den persönlichen Anwendungsbe- reich der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 (vgl. Art. 2 Abs. 1 der Verordnung), haben sie nach Art. 4 der Verordnung auf Grund der Rechtsvor -schriften eines Mitgliedstaats die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsange- hörigen dieses Staates. Entsprechendes galt nach A rt. 3 Abs. 1 der Ver- ordnung (EWG) Nr. 1408/71. Soweit das FZA beziehungsweise die auf die- ser Grundlage anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden Bestimmungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der Anspruchsvoraus setzungen einer schweizerischen Invalidenrente damit grundsätzlich nach der innerstaatli- chen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Demnach richten sich die Bestimmung der Invalidität, die Berechnung des Invaliditätsgrades und der Rentenhöhe auch nach dem Inkrafttreten des FZA nach schweizerischem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4), insbesondere dem IVG, der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201 ), dem ATSG sowie der entsprechenden Verordnung vom 11.September 2002 (ATSV, SR 830.11). 3.2 Nach den allgemeinen intertemporalen Regeln sind in verfahrensrecht- licher Hinsicht diejenigen Rechtss ätze massgebend, welche im Zeit punkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sach - verhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein allfälliger Leistungs- anspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata tem- poris; BGE 130 V 445). Im vorliegenden Verfahren finden demnach grund- sätzlich jene schweizerischen Rechtsvorschriften Anwendung, die bei Er- lass der angefochtenen Verfügung vom 28. Juni 2013 in Kraft standen; wei- ter aber auch alle übrigen Vorschriften, die für die Beurteilung der streitigen Verfügung im vorliegend massgeblichen Zeit raum von Belang sind. Dies sind die auf den 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Bestimmungen der 5. IV-Revision (AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155) und ab 1. Januar 2012 die B-5592/2013 Seite 8 zu diesem Zeitpunkt in Kraft getretenen Bestimmungen des ersten Mass- nahmenpakets der 6. IV-Revision (AS 2011 5659 bzw. AS 2011 5679). 4. Nachfolgend sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden ge- setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze darzulegen. 4.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenvers icherung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Eintritt der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat, d.h. während mindestens drei Jahren gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG. Diese Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein. Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während mehr als drei Jahren Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung geleistet, womit die bei tragsmässigen Vora ussetzungen für den Bezug einer ordentlichen Invalidenrente erfüllt sind (vgl. IV act. 4 S. 2). Zu prüfen bleibt damit, ob und gegebenenfalls ab wann und in welchem Umfang er invalid im Sinne des Gesetzes (geworden) ist. 4.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi- tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper- lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu- mutbarer Behandlung und Eingliederu ng verbleibende ganze oder teil- weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä- higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 4.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von min- destens 70 % Anspruch auf eine ganz e Rente, bei einem Invaliditäts grad von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Inva- liditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente, bei ei- nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertels -B-5592/2013 Seite 9 rente. Die Ermittlung des Invaliditäts grades erfolgt anhand eines Ver- gleichs zwischen den möglichen E rwerbseinkommen ohne und mit Ge- sundheitsschaden. Gemäss Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abwei chende Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für die Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der Europäischen Gemein- schaft und der Schweiz, sofern sie in einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft Wohnsitz haben (siehe BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1) – was vorliegend der Fall ist. 4.4 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben- bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), während ei- nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (Bst. b) und nach Ablauf die- ses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c). Nach Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ab- lauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollen- dung des 18. Altersjahres folgt. Ziel dieser Regelung ist, dass sich die ver- sicherten Personen möglichst rasch bei der Invalidenversicherung anmel- den, damit die Eingliederung noch möglichst grosse Erfolgschancen hat. 4.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Ve rfügung zu stellen ha- ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, de n Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu n ehmen, in welchem Umfang und be- züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be- urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4; BGE 115 V 133 E.2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). B-5592/2013 Seite 10 4.6 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die medizi- nischen Unterlagen frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, so- wie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet für das Ge- richt, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, ob- jektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unter- lagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches ge- statten. Insbeson dere darf es b ei einander wider sprechenden medizini- schen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweis- material zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf d ie andere medizinische These ab stellt (vgl. Urteil Bundes- gericht [BGer] 8C_787/2013 vom 14. Februar 2014 E. 3.1). 4.7 Für die Beurteilung des Rentenanspruchs sind Feststellungen auslän- discher Versicherungsträger, Krankenkassen, Behörden und Ärzte bezüg- lich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn für die rechtsanwendenden Be- hörden in der Schweiz nicht verbindlich (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI 1996, S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E.2). Vielmehr unterstehen auch aus dem Ausland stammende Bewe ismittel der freien Beweiswürdi gung des Gerichts (vgl. zum Grundsatz der freien Beweiswürdigung BGE 125 V 351 E. 3a). 4.8 4.8.1 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un- tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c). 4.8.2 Auch di e Stellungnahmen de s RAD müssen den allgemeinen be- weisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen. Die RAD-Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen, sp ielt doch die fachlich e Qualifi- kation des Experten für die richterliche Würdigung einer Expertise eine er- hebliche Rolle. Bezüglich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gut-ach- tens müssen sich Verwaltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Ex- perten verlassen können. Nimmt der RAD selber keine Untersuchung vor, hat er zunächst zu überprüfen, ob die medizinischen Akten ein vollständi- ges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben (vgl. B-5592/2013 Seite 11 zu den Anforderungen an einen Aktenbericht Urteil BGer 8C_653/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 5.2, Urteil BGer I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1) bzw. ob ein von ihm angefordertes Gutachten den Anforde- rungen der Rechtsprechung entspricht und die im konkreten Fall erforder- lichen Untersuchungen vorgenommen und dokumentiert wurden. 5. Die angefochtene Verfügung vom 28. Juni 2013 mit der vorinstanzlichen Feststellung, wonach der Beschwerdeführer keinen rentenbegründenden Invaliditätsgrad aufweist, basiert hauptsächlich auf dem interdisziplinären ZMB-Gutachten vom 4. April 2013. 5.1 Im Konsens der am Gutachten beteiligen Ärzte wurden dem Beschwer- deführer folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt: – Status nach dorsoventraler Spondylodese LWK5/S1 bei Olisthesis am 17.08.2009 und Status nach Metallentfernung – Status nach ISG-Denervierungen 01/2011 und 03/2010 – Multisegmentale degenerative Discopathien im Bereiche der LWS und aktivierte Osteochondrose lumbosacral linksbetont (MRT LWS 02/2012) – Ansatztendinose am medialen Beckenkamm beidseits – Mässiggradige muskuläre Dysb alance (Trapezius bei dseits, Knief- lexoren beidseits) Des Weiteren stellten die Ärzte folgende Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: – Nikotinabusus mit Verdacht auf COPD (Chronisch obstruktive Lun- generkrankung) – Chronischer Äthylabusus, nach Angabe abstinent seit vier Wochen mit – aktuell normalen Transaminasen, normalem CDT – leichter alkoholischer Wesensänderung – leichter kognitiver Störung anamnestisch 5.2 In internistischer Hinsicht führte Dr. med. B._______, Facharzt für All- gemeine Innere Medizin, aus, der Beschwerdeführer finde sich in gutem Allgemein- und Ernährungszustand. Er wirke freundlich, kooperativ und gebe bereitwillig Auskunft. Es bestehe guter affektiver Kontakt und man gewinne nicht den Eindruck einer Aggravation. Das An- und Auskleiden so- wie das Besteigen und Verlassen der Untersuchungsliege seien ohne B-5592/2013 Seite 12 Problem geschehen. Es habe ein deutlich erhöhter Blutdruck festgestellt werden können. Dieser sei kontroll - und allenfalls behandlungsbedürftig. Des Weiteren lasse der Lungenauskulationsbefund den Verdacht auf das Vorliegen einer COPD aufkommen. Es empfehle sich die Durchführung ei- ner Lungenfunktionsprüfung zur Verifizierung einer allfälligen COPD bei Ni- kotinabusus. Aus allgemeinmedizinischer und internistischer Sicht bestehe heute eine gut erhaltene Restarbeitsfähigkeit. 5.3 Anlässlich der rheumatologischen Untersuchung führte der Beschwer- deführer aus, er verspüre beim Gehen, Stehen und Sitzen jeweils nach einer gewissen Zeit verstärkt lokale Schmerzen. Wenn er die Körperposi- tion wechseln könne, gehe es besser. Er verspüre einen Husten- und Nies- schmerz. Im Liegen gehe es ihm gut, daher sei das Schlafen auch kein Problem. Der Beschwerdeführer teilte zudem mit, dass er Physiotherapien kaum mehr d urchführe. Die für ihn schmerzlindernd gewesene Wasser- gymnastik werde aus versicherungstechnischen Gründen kaum mehr ver- ordnet. Medikamente nehme er keine mehr ein. Er habe sich unter zentra- len Analgetika matt, schlapp und müde gefühlt und diese schliesslich nach Rücksprache mit dem Hausarzt abgesetzt. Der rheumatologische Teilgut- achter Dr. med. C._______, Facharzt für Rheumatologie, führte aus, in der klinischen Untersuchung habe sich reproduzierbar als Schmerzursache eine Druckdolenz im Bereich de r Spina iliaca posterior superior beidseits gefunden. Hier seien die Beschwerden deutlich stärker als im Bereich der Lendenwirbelsäule. Klinisch seien diese Beschwerden im Sinne einer An- satztendinose als lokalisiertes Weichteilschmerzsyndrom zu interpretieren. Passend zu diesem Befund habe der Beschwerdeführer beim Lasègue Manöver, bei der Flexion der gestreckten Beine im Hüftgelenk, lokale Schmerzen angegeben, da es dabei lokal zu einem Zug komme. Auf der anderen Seite sei es dem Beschwerdeführer möglich gewesen, die Langsi- tzposition ohne Schmerzangabe einzunehmen. Radiologisch bestünden multisegmentale Discopathien. Anamnestisch bestünden auch Husten- schmerzen sowie ein deutlich bewegungs - und belastungsabhängiger Schmerz. Es sei davon auszugehen, dass zumindest ei n Teil der Be- schwerden auch im Sinne der discogenen Schmerzen interpretiert werden müsse. Deutlich im Vordergrund stünden aber die erwähnten ansatz- tendinotischen Beschwerden am medialen Beckenkamm beidseits. Auf- grund dieser Beurteilung bestehe bezüglich ei ner körperlichen Schwerar- beit mit zum Teil ungünstigen Arbeitspositionen, wie sie der Beschwerde- führer zuletzt ausgeübt habe, eine weiterhin höhergradige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Dagegen bestehe aus rein rheumatologischer Sicht in einer überwiegend leichten, selten mittelschweren und rückenadaptierten B-5592/2013 Seite 13 Tätigkeit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Diese Beurteilung gelte ab Untersuchungsdatum. Aufgrund der Aktenlage könnten keine retrospek- tiven Angaben gemacht werden. Eine Lokalinfiltration mit einem Depot-Ste- roidpräparat, eine zusätzliche topische Therapie, allenfalls auch lokale Ult- raschallbehandlungen könnten geeignet sein, die lokalen Beschwerden des Beschwerdeführers zu vermindern. 5.4 Der psychiatrische Teilgutachter Dr. med. D._______, Facharzt für Psy- chiatrie und Psychotherapie, führte aus, dass der Beschwerdeführer im Wesentlichen über lumbale Schmerzen klage. Psychiatrische Vorberichte lägen nicht vor und psychiatrische Behandlungen hätten bisher nicht statt- gefunden. Nach dem AMDP -System (System zur standardisierten Erfas- sung und Dokumentation eines psychopathologischen Befundes, das in- ternational Anwendung findet) würden sich heute klinisch kaum relevante kognitive Störungen finden. Es läge eine etwas hyperthyme Persönlichkeit mit pauschalisierendem Schildern, Bagatellisierung und Vorbeireden vor. Insgesamt seien die Befunde nach AMDP heute wenig ausgeprägt und ent- sprächen einer beginnenden alkoholischen Wesensänderung. Daneben müsse aber darauf hingewiesen werden, dass der Beschwerdeführer o f- fensichtlich jahrelang bei seinen Eltern, nach dem Tode des Vaters alleine mit der Mutter, gelebt habe. Eine effektive Loslösung vom Elternhaus sei offensichtlich erst vor wenigen Jahren erfolgt. Der Beschwerdeführer habe ein zurückgezogenes soziales Leben in Deutschland gehabt, viel gearbei- tet, um sich dann längere Auslandaufenthalte leisten zu können. Auch wenn die kognitiven Tests, welche anlässlich der klinischen Untersuchung durchgeführt worden seien, unauffällig gewesen seien, schliesse dies Leis- tungsminderungen bei komplexeren Anforderungen nicht aus. Offensicht- lich habe der Beschwerdeführer aber trotz persistierendem Alkoholabusus über Jahre diesbezüglich in seinem Berufsleben keine Einschränkungen erfahren müssen. Diagnostisch bestehe heute aus psy chiatrischer Sicht keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. In einer dem intellektuellen Vermögen des Beschwerdeführers angepass- ten Tätigkeit bestehe heut e eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit. Aufgrund der Befürchtungen des Beschwerdeführers erscheine es sinnvoll, dem Be- schwerdeführer bei der Wiederaufnahme einer geeigneten Tätigkeit eine kurze Einarbeitungszeit von vier bis acht Wochen zu gewähren. Ohne Aus- wirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe eine leichte Wesensveränderung bei Status nach chronischem Alkoholabusus. B-5592/2013 Seite 14 5.5 Die Gutachter hielten schlussfolgernd fest, dass die Veränderungen am muskuloskelettären Apparat relevant für die Arbeitsfähigkeit seien. Diesbe- züglich habe der Beschwerdeführer über – unter Belastung zunehmende – erhebliche lumbale Rückenschmerzen geklagt, welche heute gut mit den somatischen klinischen Befunden korrelieren würden. Im Vordergrund wür- den aufgrund der klinischen Untersuchung die ansatztendinotischen Be- schwerden am medialen Beckenkamm beidseits stehen. An dieser Lokali- sation hätten reproduzierbar die für den Beschwerdeführer im Vordergrund stehenden Beschwerden ausgelöst werden können. Dagegen bestünden derzeit über den Sacroiliacalgelenken keine wesentlichen Dolenzen. In den klinischen Untersuchungen hätten aktuell auch im Bereich der Lendenwir- belsäule keine starken Beschwerden provoziert werden können. Die ent- sprechende negative Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit begründe sich durch die multisegmentalen Discopathien, die eine verminderte Belastbar- keit der Lendenwirbelsäule begründen würden. Es bestehe beim Beschwerdeführer offensichtlich ein Status nach langjäh- rigem Äthylabusus. Es sei bisher, auch unter Alkoholgebrauch, nie zu einer Verminderung der Arbeitsfähigkeit aus diesen Gründen gekommen. Aktuell sei der Beschwerdeführer nach seinen Angaben seit ca. vier Wochen abs- tinent. Die bei ihnen durchgeführten Laborabklärungen hätten normale Transaminasen und ein normales CDT gezeigt. Auch sei eine Ultraschall- untersuchung der Leber, zumindest 2009, unauffällig gewesen. Letztlich vermöge dies heute einen aktuellen zirrhotischen Umbau nicht vollständig auszuschliessen, dennoch würden die heute objektivierbaren Befunde keine Verminderung der Arbeitsfähigkeit begründen. Dasselbe gelte für den erhebliche n Nikotinabusus mit Verdacht auf COPD. Dieses Leiden habe heute keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh- rers. Die bisherige Tätigkeit im Lager eines Holzhandelfachgeschäfts, welche eine körperlich schwere Tätigkeit darstelle, sei dem Be schwerdeführer nicht mehr zumutbar. Aufgrund der verminderten Belastbarkeit der LWS sei die Arbeitsunfähigkeit als dauernd anzusehen. In einer adaptierten Tätigkeit, die körperlich leichte bis intermittierend mit- telschwere, rückenadaptierte Tätigkeiten umfasse, bestehe heute keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Der Beschwerdeführer wäre voll- schichtig mit vollem Rendement in einer solchen adaptierten Tätigkeit ein- setzbar. B-5592/2013 Seite 15 6. 6.1 Für die Beurteilung des streitigen Rentenanspruchs entscheidend sind die gesundheitlichen Beeinträchtigungen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nach Ablauf der Wartezeit. 6.2 Im vorliegenden Fall ist unstreitig, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Lagermitarbeiter seit 17. Juni 2008 dauerhaft arbeitsunfähig ist, weshalb die einjährige Wartezeit am 17. Juni 2009 erfüllt ist. Strittig ist hingegen, ob und in welchem Umfang der Beschwerdeführer nach Ablauf der Wartezeit in einer leidensangepassten Tätigkeit arbeitsun- fähig ist. 6.3 Die Vorinstanz stützt sich sowohl für die aktuelle als auch für die retro- spektive Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit hauptsächlich auf das ZMB-Gutach- ten vom 4. April 2013. 6.4 Der Beschwerdeführer erachtet das ZMB-Gutachten vom 4. April 2013 dagegen als mangelhaft und nicht schlüssig. Insbesondere rügt er die von den Gutachtern vorgenommene retrospektive Beurteilung des Gesund- heitszustandes und der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätig- keit. 7. Nachfolgend ist zu prüfen, ob das ZMB-Gutachten vom 4. April 2013 den von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen an ein beweiskräfti- ges medizinisches Gutachten gerecht wird. 7.1 Aus dem ZMB-Gutachten geht klar hervor, dass die Gutachter den Ge- sundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers insbe- sondere im Zeitpunkt der Untersuchung beurteilt haben. Wiederholt haben sie explizit auf den heutigen Beurteilungszeitpunkt hingewiesen. Die Beur- teilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwer- deführers durch die ZMB -Gutachter im Zeitpunkt der Untersuchung (28. Januar bis 1. Februar 2013) erscheint schlüssig und ist nicht zu beanstan- den. So wurde der aktuelle Gesundheitszustand sorgfältig und umfassend in internistischer, psychiatrischer und orthopädischer Hinsicht untersucht. Die Gutachter berücksichtigten die geklagten Beschwerden und setzten sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinander. B-5592/2013 Seite 16 Die Darlegung der Zusammenhänge sowie der gesamtmedizinischen Be- urteilung d er aktuellen Arbeitsfähigkeit de s Beschwerdeführers sind so- dann im Ergebnis einleuchtend und nachvollziehbar. 7.2 In Bezug auf eine retrospektive Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers und der Festsetzung der Arbeitsfähigkeit haben die Gutachter festgehalten, dass dem Beschwerdeführer eine leidensadap- tierte Tätigkeit bereits zwei Monate nach der Operation vom 17. August 2009 möglich gewesen sei. Diese retrospektive Beurteilung der Gutachter ist im Gegensatz zu der aktuellen Beurteilung wede r schlüssig begründet noch nachvollziehbar. Sie widerspricht auch – wie in nachfolgender Erwä- gung aufzuzeigen ist – den teilweisen sehr ausführlichen medizinischen und echtzeitlichen Einschätzungen der behandelnden Ärzte des Be- schwerdeführers. 8. 8.1 Retrospektiv präsentierte sich die medizinische Aktenlage vor der ZMB-Begutachtung insbesondere hinsichtlich der Beurteilung der Arbeits- fähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit im Wesentlichen wie folgt: – Aus dem Protokoll des Erstgesprächs mit dem Beschwerdeführer be- züglich Frühintervention vom 15. April 2009 geht hervor, dass er nach seiner Umplatzierung zum Betriebsmitarbeiter per 24. November 2008 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % aufgewiesen hat. Der Beschwerdeführer selbst erachtete sich hinsichtlich leichten bis teilweisen mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeiten als vollschichtig arbeitsfähig (vgl. IV act. 9). – Aus dem Bericht der Klinik E._______ vom 15. April 2009 geht hervor, dass der Beschwerdeführer vom 12. bis 21. März 2009 in stationärer Behandlung gewesen sei. Die behandelnden Ärzte erachteten den Be- schwerdeführer in adaptierten Tätigkeiten als arbeitsfähig (vgl. IV act. 14 S. 7 ff.). – Im ärztlichen Attest vom 6. Juli 2009 führte Dr. med. F._______, Fach- arzt für Orthopädie, aus, aus fachorthopädischer Sicht sollten keine schweren körperlichen Tätigkeiten mit Rotation im Lumbalbereich, häu- figes Bücken wie auch schweres Heben und Tragen durchgeführt wer- den. Geeignet seien leichtere körperliche Tätigkeiten mit Wechselbe- lastung im Stehen, Gehen und Sitzen (vgl. IV act. 17). B-5592/2013 Seite 17 – Prof. Dr. med. G._______, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, von der Klinik H._______ kommt in seinem Bericht vom 11. August 2009 zum Schluss, dass die glaubhaften Beschwerden für den Be- schwerdeführer nur durch eine Fusion L5/S1 mit Reposition durch Pe- dikelschrauben-Stabsystem und intervertebralen Cage von dorsal (UNILIF) zu beseitigen seien. Er empfehle daher eine Spondylodese (vgl. IV act. 73 S. 24 f.). – Aus dem Bericht der Klink H._______ vom 26. August 2009 geht her- vor, dass die von Prof. Dr. med. G._______ empfohlene Operation am 17. August 2009 durchgeführt wurde. Nach der Operation sei eine Mo- bilisation unter Vollbelastung im angepassten Mieder für 12 Wochen empfohlen worden. Auf das Heben schwerer Lasten, sportliche Betäti- gung als auch auf das tiefe Sitzen sollte in den nächsten Wochen ver- zichtet werd en. Der Beschwerdeführer habe im guten Allgemeinzu- stand und mit weiterhin unauffälligen Wundverhältnissen am 10. post- operativen Tag in die weitere ambulante Betreuung entlassen werden können (vgl. IV act. 73 S. 22). – Aus dem Bericht von Dr. med. I._______, Facharzt für Orthopädie, Phy- sikalische und Rehabilitative Medizin, und Dr. med. J._______, Fach- arzt für Orthopädie, vom 7. Dezember 2009 geht hervor, dass sich der Beschwerdeführer vom 10. November bis zum 1. Dezember 2009 in der Klinik K._______ in stationärer Behandlung befunden habe. Sie führten aus, dass weiterhin ein komplikationsloser postoperativer Be- handlungsverlauf bestehe. Das bis zur Entlass ung erzielte postopera- tive Funktionsergebnis sei jedoch als noch nicht zufriedenstellend ein- zustufen und bedürfe einer konsequenten ambulanten Weiterbehand- lung. Unter Anwendung der Leitlinien zur sozialmedizinischen Leis- tungsbeurteilung bei Bandscheiben- und bandscheibenassoziierten Er- krankungen sei bei einsegmentaler Spondylodese an der LWS mit komplikationslosem Verlauf nach spätestens einem Jahr postoperativ ein vollschichtiges Leistungsvermögen für körperlich leichte bis mittel- schwere Tätigkeiten zu erwarten. Voraussetzung sei allerdings im Rah- men notwendiger Kompensationsmechanismen eine suffizient auftrai- nierte Rumpfmuskulatur, gleichzeitig sollten die Tätigkeiten weiterhin weitestgehend wirbelsäulengerecht durchführbar sein, insbesondere seien längere Rumpfvorneigungshaltungen (mit und ohne Gewichtsbe- lastung), zusätzliche Rotations -Fehlbelastungskomponenten und re- gelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 10 kg zu meiden (vgl. IV act. 23 S. 2 ff). B-5592/2013 Seite 18 – Dr. med. L._______, Facharzt für Allgemeine Medizin, bescheinigte dem Beschwerdeführer vom 2. Juli 2009 bis 24. März 2010 eine Ar- beitsunfähigkeit (vgl. IV act. 25 S. 3). – Dr. med. F._______ führte in seinem Bericht vom 19. Januar 2010 aus, der Beschwerdeführer beklage seit zwei Wochen nach Intensivierung des ambulanten Rehaprogramms zunehmende Beschwerden im Lum- balbereich zeitweilig ausstrahlend bis dorsaler Oberschenkel und Knie- kehle links (vgl. IV act. 34 S. 5). – Gemäss dem Bericht der Klinik H._______ vom 26. März 2010 habe am 25. März 2010 eine erneute Oper ation mit ISG -Denervation bds. stattgefunden. Zur Anamnese wurde ausgeführt, es bestehe eine typi- sche ISG -Beschwerdesymptomatik postoperativ. Probeinfiltrationen hätten dem Beschwerdefüh rer kurzzeitige Besserung gebra cht. Nun bestehe eine erneute Schmerzexazerbation (vgl. IV act. 34 S. 1 f.). – Aus dem Bericht der Klinik H._______ vom 3. August 2010 geht hervor, dass am 11. Juni 2010 eine Operation zur Metallentfernung des Schraubensystems stattgefunden habe. Während des stationären Auf- enthaltes sei die Besc hwerdesymptomatik deutlich zurückgegangen. Der Beschwerdeführer habe nahezu beschwerdefrei entlassen werden können. Nach Abschluss der Wundheilung (ca. 10 Tage nach der Ope- ration) sollten keine Einschränkungen und keine Leistungsminderun- gen mehr bestehen. Eine stufenweise Wiedereingliederung zum lang- samen Eingewöhnen an körperliche Belastung werde empfohlen. Nach erfolgreicher Wiedereingliederung sollte die Arbeitsfähigkeit 100 % be- tragen (vgl. IV act. 38). – Im Bericht der Klinik H._______ vom 15. November 2010 wurde aus- geführt, dass weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit bestehe. Die letzte ärzt- liche Kontrolle habe am 13. Oktober 2010 stattgefunden. Dem Be- schwerdeführer seien keine körperlich belastenden Tätigkeiten mehr zumutbar. Angepasste Tätigkeiten seien im Rahmen einer Eingliede- rung mit vier Stunden zu Beginn zu empfehlen (vgl. IV act. 41). – Im Bericht der Klinik H._______ vom 22. Februar 2011 wurde erwähnt, dass der Beschwerdeführer für eine erneute Denervierung der ISG-Ge- lenke beidseits vom 2. Februar 2011 bis 4. Februar 2011 in stationärer Behandlung gewesen sei. Aufgrund der starken Arthrose der Iliosacra- lfugen und der vorangegangenen Wirbelsäulenoperation könne in der B-5592/2013 Seite 19 zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Lagermitarbeiter keine Arbeitsfähigkeit mehr zugesprochen werden. In einer angepassten Tätigkeit könne bei wechselnden Belastungen zwischen Stehen, Sitzen und Gehen wieder eine volle Erwerbsfähigkeit erreicht werden. Sie würden vier Wochen nach der durchgeführten Denervierung den Wiedereinstieg probeweise mit 4 Stunden empfehlen. Schweres Heben sollte vermieden werden, ebenso Tätigkeiten in bückender oder kniender Arbeitsposition (vgl. IV act. 44). – Im Abschlussbericht der Klinik M._______ vom 19. Oktober 2011 wurde ausgeführt, dass der Beschwerdeführer nach stationärem Aufenthalt vom 27. September bis 18. Oktober 2011 arbeitsfähig für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten entlassen worden sei (vgl. IV act. 74 S. 11 ff.). – Dr. med. L._______ berichtete am 31. Mai 2012, dass der Beschwer- deführer in behinderungsangepassten Tätigkeiten seit 1. Januar 2010 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % aufweise (vgl. IV act. 74 S. 1 ff.). – Dr. med. F._______ hielt am 24. Mai 2012 fest, dass dem Beschwer- deführer eine wechselbelastende Tätigkeit ohne schweres Heben und Tragen bzw. ohne Zwangshaltung und Bücken während vier bis sechs Stunden pro Tag zumutbar seien (vgl. IV act. 73 S. 2 ff.). – Im Schreiben des Beschwerdeführers vom 10. August 2013 an die IV- Stelle AG teilt dieser mit, dass er sich die Aufnahme einer angepassten Tätigkeit nach einer Einarbeitung szeit von einigen Monaten zu 50 % bis 100 % vorstellen könnte. Er könnte sich eine Anstellung als Portier oder eine leichte Lagerarbeit oder ähnliches vorstellen. Am 13. August 2013 habe er ein Vorstellungsgespräch (vgl. IV act. 117 S. 2). 8.2 Aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts erscheint aufgrund der vo- rangehend dargelegten medizinischen Berichte folgender Verlauf der Ar- beitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit als plausibel: Nach Ablauf der Wartezeit am 17. Juni 2009 hat für die Ausübung einer leidensangepassten Tätigkeit keine Arbeitsunfähigkeit bestanden. Weder die echtzeitlichen Berichte der behandelnden Ärzte noch der Beschwerde- führer selbst geht von einer Eins chränkung der Arbeitsfähigkeit aus (vgl . Bericht von Dr. med. F._______ vom 6. Juli 2009 und Protokoll Erstge- spräch vom 15. April 2009; IV act. 9 und act. 14 S. 7 ff. ). Eine anschlies-B-5592/2013 Seite 20 sende Verschlechterung des Gesundheitszustands führte zu einer Rücken- operation, welche am 17. August 2009 durchgeführt wurde. Es erscheint überwiegend wahrscheinlich, dass sich der Gesundheitszustand des Be- schwerdeführers bereits vor dieser Operation verschlechtert hat. So ist zu Gunsten des Beschwerdeführers ab August 2010 von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Nachvollziehbar erscheint, dass der Be- schwerdeführer bis zur Beendigung der Rehabilitationsphase Ende No- vember 2010 vollständig arbeitsunfähig gewesen ist. Widersprüchlich stellt sich jedoch der weitere V erlauf der Arbeitsfähigkeit dar. Der Hausarzt Dr. med. L._______ bescheinigte eine bis 24. März 2010 anhaltende Arbeits- unfähigkeit (vgl. IV act. 25 S. 3). In seinem Bericht vom 31. März 2012 , welche jedoch keine echtzeitliche Festlegung der Arbeitsfähigkeit enthält, führte er dagegen aus, ab ca. 1. Januar 2010 sei der Beschwerdeführer für adaptierte Tätigkeiten 50 % arbeitsfähig gewesen (vgl. IV act. 74 S. 1 ff.). Dr. med. F._______ beschrieb in seinem Bericht vom 19. Januar 2010 zu- nehmende Beschwerden ab Januar 2010 (vgl. IV act. 34 S. 5). Die von Dr. med. F._______ festgehaltene Verschlechterung der Beschwerdesympto- matik spricht zusammen mit der Tatsache, dass am 25. März 2010 erneut eine Operation hat durchgeführt werden müssen, nicht für eine langfristige Besserung des Gesundheitszustande s des Beschwerdeführers. Am 11. Juni 2010 fand ein erneuter operativer Eingriff statt, bei welchem das Metall des Schraubenstabsystems entfernt wurde. Anschliessend wurde ein deutlicher Rückgang der Beschwerdesymptomatik und eine erhebliche Steigerung der Leistungsfähigkeit beschrieben. Aus Sicht des Bundesver- waltungsgerichts erscheint es aufgrund der echtzeitlichen Beurteilungen der behandelnden Ärzte und dem Beschwerdeverlauf des Beschwerdefüh- rers überwiegend wahrscheinlich, dass nach der Operation vom 17. August 2009 bis Ende Juni 2010 (Abschluss der Wundheilung der Operation vom 11. Juni 2010) durchgehend eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorgele- gen hat. Dies entspricht auch den Ausführungen von Dr. me d. I._______ und Dr. med. J._______, wonach bei Bandscheiben- und bandscheibenas- soziierten Erkrankungen bei einsegmentaler Spondylodese an der LWS mit komplikationslosem Verlauf nach spätestens einem Jahr postoperativ ein vollschichtiges Leistungsvermögen für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten zu erwarten sei (vgl. IV act. 23 S. 2 ff.). Nachdem sich der Ge- sundheitszustand des Beschwerdeführers nach der Operation vom 11. Juni 2010 erheblich verbesserte, empfahlen die Ärzte der Klinik H._______ in ihren Berichten vom 3. August und 15. November 2010 eine stufenweise Eingliederung mit vier Stunden zu Beginn. Diese ab Juli 2010 festgesetzte Arbeitsfähigkeit von 50 % für adaptierte Tätigkeiten erscheint aufgrund des nachweislich verbesserten Gesundhe itszustands überzeugend. Am 3. B-5592/2013 Seite 21 Februar 2011 fand eine erneute Denervierung statt, weshalb der Be- schwerdeführer für den ganzen Monat Februar 2011 als arbeitsunfähig zu erachten ist. Ab März 2011 ist in Übereinstimmung mit den Ärzten der Klinik H._______ wieder von einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätig- keiten auszugehen. Ab dem Untersuchungszeitpunkt durch die ZMB-Ärzte (28. Januar bis 1. Februar 2013) ist eine weitere erhebliche Verbesserung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh- rers nachvollziehbar ausgewiesen, weshalb ab Februar 2013 von einer 100 %igen Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten auszugehen ist. 9. Zusammengefasst kann somit festgehalten werden, dass der Beschwer- deführer nach Ablauf der Wartezeit am 17. Juni 2009 in einer angepassten Tätigkeit 100 % arbeitsfähig gewesen ist. Diese vollständige Arbeitsfähig- keit dauerte bis Ende Juli 2009. Anschliessend war der Beschwerdeführer von August 2009 bis Ende Juni 2010 für jegliche Tätigkeiten arbeitsunfähig. Ab Juli 2010 bis Ende Januar 2011 lag eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten vor. Im Februar 2011 war der Beschwerdeführer den ganzen Monat vollständig arbeitsunfähig. Ab März bis Ende Januar 2013 lag wiederum eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten vor. Ab Februar 2013 verbesserte sich die Arbeitsfähigkeit dahingehend, dass ab diesem Zeitpunkt eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tä- tigkeit vorgelegen hat. 10. Der Beschwerdeführer hat im vorliegenden Beschwerdeverf ahren ver- schiedene Arztberichte eingereicht, welche erst nach Erlass der angefoch- tenen Verfügung vom 28. Juni 2013 verfasst wurden. Diesbezüglich gilt festzuhalten, dass das Gericht bei der beschwerdeweisen Überprüfung in der Regel den Sachverhalt zu Grunde legt, wie er sich der Verwaltung bot. Arztberichte neueren Datums sind nur insoweit zu würdigen, als diese mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Verfügungszeitpunkt zu beeinflussen (BGE 116 V 80 E. 6b, ZAK 1989 S. 111 E. 3b mit Hinweisen). Vorliegend erlauben die erst nach Verfügungserlass erstellten medizinischen Dokumente keine di- rekten und unmittelbaren Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlus- ses des Verwaltungsverfahrens am 28. Juni 2013 bestehende Situation und sind daher nicht geeignet, die Beurteilung im Zeitpunkt des Verfü- gungserlasses entscheidend zu beeinflussen (vgl. BGE 121 V 362 E. 1b in fine und BGE 116 V 80 E. 6b). Sollten die medizinischen Berichte neueren B-5592/2013 Seite 22 Datums Befunde r esp. Hinweise auf mögliche weitere Diagnosen enthal- ten, die zu einer invaliditätsrechtlich relevanten Einschränkung der Arbeits- fähigkeit führen, wäre der Beschwerdeführer gehalten, diesbezüglich ein neues Gesuch bei der Vorinstanz zu stellen. 11. 11.1 Voraussetzung für das Entstehen eines Rentenanspruchs ist, dass der Beschwerdeführer eine Erwerbsunfähigkeit in anspruchserheblichen Umfang aufweist. Nachfolgend ist deshalb anhand eines Einkommensver- gleichs der Invaliditätsgrad zu prüfen. 11.2 Für die Ermittlung des Vali deneinkommens ist dabei entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbe- ginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt er- zielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft , da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 135 V 59 E. 3.1, 134 V 325 E. 4.1 mit Hinweisen). Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich- erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person kon- kret steht. Ist – wie hier – kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkom men nach Eintritt der Invalidität mehr gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder zumindest keine zumutbare Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so sind nach der Recht- sprechung die gesamtschweizerischen Tabellenlöhne gemäss den vom BFS periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heran- zuziehen (vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Massgebend sind dabei die monatlichen Bruttolöhne (Zentralwerte) im je- weiligen Wirtschaftssektor. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens anhand von Tabellenlöhnen bei Versicherten, die nach Eintritt des Gesund- heitsschadens lediglich noch leichte Arbeiten verrichten können, ist in der Regel vom durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn für Männer oder Frauen bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anfo rderungsniveau 4 des Arbeitsplatzes) auszugehen. Dabei sind in erster Linie die Lohnverhält- nisse im privaten Sektor massgebend (SVR 2002 UV Nr. 15 E. 3c cc). Da den Tabellenlöhnen generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt, ist eine Umrechnung auf eine betriebsübliche durchschnittli- che Wochenarbeitszeit erforderlich (BGE 126 V 75 E. 3b bb). B-5592/2013 Seite 23 Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitstätigkeiten behindert sind, im Vergleic h zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch- schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei- nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 124 V 321 E. 3b bb; SVR 2007 IV Nr. 11 S. 41 E. 3.2; RKUV 2003 U 494 S. 390 E. 4.2.3). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des kon- kreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemäs- sem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 129 V 472 E. 4.2.3, 126 V 75 E. 5b bb und cc; AHI 2002 S. 69 ff. E. 4b). 11.3 11.3.1 Die Vorinstanz hat sich bei der Ermittlung des Validenlohnes korrek- terweise auf die Angaben des ehemaligen Arbeitgebers des Beschwerde- führers abgestützt. Demnach hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2009 ein Einkommen von jährlich Fr. 66'300.– erzielt (vgl. IV act. 7 S. 3). 11.3.2 Das Invalideneinkommen als Mitarbeiter für leichte und wechselbe- lastende Verweistätigkeiten, welche dem Beschwerdeführer gemäss ärzt- licher Einschätzung noch zumutbar sind, ist durch Ermittlung des Durch- schnitts für verschiedene Tätigkeiten gemäss LSE-Tabellen 2008, Tabelle TA1, Niveau 4, Zentralwert Männer festzulegen. Es beträgt Fr. 4'806.– und ist gemäss der Entwicklung des Lohnindexes (1939 = 100, Entwicklung von 2092 auf 2136) auf das Niveau des Jahres 2009 aufzuindexieren. Für das Jahr 2009 ist demzufo lge von einem Einkommen von Fr. 4'907.10 bei ei- nem Pensum von 40 Wochenstunden auszugehen. Aufger echnet auf die durchschnittliche betriebliche Arbeitszeit aller Branchen im Jahr von 41,6 Wochenstunden ergibt dies ein monatliches Einkommen von Fr. 5'103.40 (Fr. 4'907.10 : 40 x 41,6). Unter Berücksichtigung der persönlichen Um- stände des Beschwerdeführers hat ihm die Vorinstanz einen leidensbe- dingten Abzug von 10 % gewährt. Dies erscheint angemessen und ist nicht zu beanstanden. Demzufolge ergibt sich nach dem leidensbedingten Ab- zug von 10 % ein Invalideneinkommen von monatlich Fr. 4'593.05 resp. Fr. 55'116.60 jährlich. B-5592/2013 Seite 24 11.3.3 Der Vergleich von Valideneinkommen und Invalideneinkommen am 17. Juni 2009 (Ablauf Wartezeit) ergibt einen Invaliditätsgrad von gerundet 16,87 % [(Fr. 66'300.– - Fr. 55'116.60) x 100 : Fr. 66'300.–]. Dieser Invali- ditätsgrad berechtigt nach Ablauf des Wartejahres nicht zum Bezug einer Invalidenrente. 11.4 11.4.1 Ab August 2009 hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerde- führers derart verschlechtert, dass er für jegliche Tätigkeiten arbeitsunfähig gewesen ist. Daraus resultiert ein Invaliditätsgrad von 100 %. 11.4.2 Gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine Verschlechterung der Erwerbs- fähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Der Beschwerdeführer hat demnach ab 1. No- vember 2009 einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. 11.5 11.5.1 Ab Juli 2010 hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdefüh- rers verbessert, so dass ihm ab diesem Zeitpunkt eine angepasste Verwei- sungstätigkeit im Umfang von 50 % möglich gewesen ist. 11.5.2 Aus der Gegenüberstellung des Valideneinkom mens von Fr. 66'300.– und des Invalideneinkommens in der Höhe von Fr. 27'558.30 (50 % von Fr. 55'116.60) resultiert ein Invaliditätsgrad von 58,43 % (für die Berechnung des Validen- und Invalideneinkommens siehe E. 11.3 hiervor). 11.5.3 Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbs- fähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, die an- spruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhe bung der Leistung von dem Zeitpunkt a n zu berücksichtigen, in dem an genom- men werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unter- brechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die ab Ende Juli 2010 eingetretene Verbesserung der Erwerbsfähig keit, welche eine anspruchsbeeinflussende Änderung zur Folge hat, ist daher erst ab 1. Oktober 2010 zu berücksichtigen – nachdem sie ohne wesentli- che Unterbrechung drei Monate angedauert hat. Die ab 1. November 2009 B-5592/2013 Seite 25 ausgewiesene ganze Invalidenrente des Beschwerdeführers ist demnach per 1. Oktober 2010 auf eine halbe Invalidenrente zu reduzieren. 11.6 Die Verschlechterung des Gesundheitszustands im Februar 2011, welche zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit für den Monat Februar 2011 führte, ist in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV nicht zu berücksich- tigen, da die Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit weniger als drei Mo- nate gedauert hat. 11.7 11.7.1 Ab Februar 2013 hat sich der Gesundheitszustand des Beschwer- deführers verbessert. Ab diesem Zeitpunk t ist er für angepasste Verwei- sungstätigkeiten 100 % arbeitsfähig. 11.7.2 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 66'300.– sowie einem Invali- deneinkommen von Fr. 55'116.60 ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 16,87 % (für die Berechnung des Validen - und Invalideneinkommens siehe E. 11.3 hiervor). Dieser Invaliditätsgrad berechtigt nicht zum Bezug einer In- validenrente. 11.7.3 Die ab Februar 2013 eingetretene Verbesserung der Erwerbsfähig- keit, welche eine anspruchsbeeinflussende Änderung zur Folge hat, ist in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV erst ab 1. Mai 2013 zu berücksichtigen – nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat. Demzufolge ist die ab 1. Oktober 2010 ausgewiesene halbe Invaliden- rente bis zum 30. April 2013 zu befristen. 12. Gemäss diesen Erwägungen ist die Beschwerde insofern gutzuheissen, als die angefochtene Verfügung vom 28. Juni 2013 aufzuheben und fest- zustellen ist, dass der Beschwerdeführer ab 1. November 2009 bis 30. September 2010 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente und ab 1. Ok- tober 2010 bis 30. April 2013 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat. Weitergehend ist die Beschwerde abzuweisen. 13. 13.1 Die Verfahrenskosten sind nach Massgabe von Obsiegen und Unter- liegen zu verlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da jedoch der teilweise unterlie- genden Vorinstanz keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG) und dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 12. November B-5592/2013 Seite 26 2013 die unentgeltliche Prozessführung gewährt wurde, sind hier keine Verfahrenskosten zu erheben. 13.2 Der teilweise obsiegende und anwaltlich vertretene Beschwerdefüh- rer hat gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 des Regle- ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine reduzierte Parteientschädigung zu Lasten der Verwaltung. Soweit der Be- schwerdeführer unterliegt, hat der Rechtsvertreter, der mit Verfügung vom 12. September 2013 als amtlich bestellter Anwalt eingesetzt wurde (Art. 65 Abs. 2 VwVG), Anspruch auf ein amtliches Honorar zu Lasten der Gerichts- kasse. Die Vorinstanz hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2). 13.3 Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers weist in ihrer Kosten- note vom 15. August 2013 für die Periode vom 19. Juni 2013 bis 15. August 2013 ein Anwaltshonorar von Fr. 2'145.70 und Auslagen von Fr. 46.50 zu- züglich Mehrwertsteuer von Fr. 175.40 aus. Aus ihrer Kostennote vom 7. Januar 2015 für die Periode vom 23. August 2013 bis 7. Januar 2015 geht ein Anwaltshonorar von Fr. 666.30 und Auslagen von Fr. 278.10 zuzüglich Mehrwertsteuer von Fr. 75.55 hervor. Die Mehrwertsteuer ist vorliegend nicht zu entschädigen (vgl. Art. 1 Abs. 2 i.V.m. Art. 8 Abs. 1 und Art. 18 Abs. 1 des Mehrwertsteuergesetzes vom 12. Juni 2009 [MWSTG, SR 641.20], siehe auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-6173/2009 vom 29. August 2011 mit Hinweis), weshalb die Parteientschädigung demnach auf Fr. 3'312.– festzusetzen ist. Aufgrund der gestellten Anträge und des Ver- fahrensausgangs obsiegt der Beschwerdeführer rund zur Hälfte, womit er Anspruch auf Parteientschädigung von Fr. 1'656.– hat. Die andere Hälfte, also Fr. 1'656.–, ist als amtliches Honorar aus der Gerichtskasse zu leisten. 13.4 Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer der Gerichtskasse Ersatz zu leisten hat, wenn er zu hinreichenden Mitteln gelangt (Art. 65 Abs. 4 VwVG). B-5592/2013 Seite 27 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü- gung vom 28. Juni 2013 aufgehoben und de m Beschwerdeführer von 1. November 2009 bis 30. September 2010 eine ganze Invalidenrente und von 1. Oktober 2010 bis 30. April 2013 eine halbe Invalidenrente zugespro- chen wird. Weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen. 2. Die Akten gehen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils an die Vorinstanz zur Berechnung der Rentenbeträge zurück. 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 4. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä- digung von Fr. 1'656.– (inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer) zugespro- chen. 5. Infolge Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung wird Rechtsanwäl- tin lic. iur. Elisabeth Maier zu Lasten der Gerichtskasse eine Entschädigung von Fr. 1'656.– (inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer) zugesprochen. B-5592/2013 Seite 28 6. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungsformular) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) – das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde) Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: Eva Schneeberger Bianca Gloor Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern , Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden ( Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent- scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Hän- den hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: 21. September 2015