<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2020-07-02-6B_176-2020.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_176/2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 2. Juli 2020</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, </div> <div class="para">Bundesrichterin van de Graaf, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Unseld. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Stefan Fierz, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt, </div> <div class="para">2. B.________, </div> <div class="para">3. C.________, </div> <div class="para">4. D.________, </div> <div class="para">Beschwerdegegner. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Versuchte schwere Körperverletzung, Angriff, </div> <div class="para">einfache Körperverletzung; Willkür, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt, Dreiergericht, </div> <div class="para">vom 18. Oktober 2019 (SB.2018.93). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">Das Strafgericht des Kantons Basel-Stadt erklärte A.________ mit Urteil vom 5. Juni 2018 der versuchten schweren Körperverletzung, des Angriffs sowie der einfachen Körperverletzung schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten, davon 16 Monate mit bedingtem Strafvollzug. A.________ erhob gegen das Urteil Berufung und die Staatsanwaltschaft Anschlussberufung. </div> <div class="para">Das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt bestätigte am 18. Oktober 2019 die erstinstanzlichen Schuldsprüche. Es bestrafte A.________ in teilweiser Gutheissung seiner Berufung mit einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten, davon 22 Monate mit bedingtem Vollzug. </div> <div class="para">Das Appellationsgericht hält für erwiesen, dass A.________ zusammen mit E.________ und F.________ am 7. Juli 2016 bei der Kaserne in Basel an einem Angriff auf B.________ und C.________ beteiligt war. Die drei Täter hätten B.________ und C.________ von hinten überraschend angegriffen und ihnen je einen Schlag in den Nacken versetzt, ohne dass sich diese dagegen hätten zur Wehr setzen oder selber tätlich darauf hätten reagieren können. C.________ habe danach versucht zu flüchten, sei von den Angreifern jedoch eingeholt und zu Fall gebracht worden. Danach hätten diese mit den Füssen mit einer gewissen Heftigkeit auf ihn eingetreten. Grund für den Angriff sei eine angebliche Belästigung der Freundin von E.________ bei der Dreirosenbrücke in Basel durch mehrere dunkelhäutige Personen gewesen. Weiter habe A.________ D.________ am 18. Februar 2017 einen Faustschlag ins Gesicht versetzt, welcher beim Opfer den Verlust eines Schneidezahns zur Folge gehabt habe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">A.________ beantragt mit Beschwerde in Strafsachen, das Urteil vom 19. Oktober 2019 sei aufzuheben und er sei wegen eines leichten Falles der einfachen Körperverletzung zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu verurteilen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. A.________ stellt zudem ein Gesuch um aufschiebende Wirkung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.1.</b> Der Beschwerdeführer macht eine willkürliche Beweiswürdigung und eine Verletzung der Unschuldsvermutung geltend. Er rügt, er sei am 7. Juli 2016 lediglich beim ersten Teil der Auseinandersetzung zugegen gewesen und er habe sich nur verteidigt. Er sei zu Beginn der Streitigkeit von einer unbekannten Drittperson gestossen worden, wobei er in die Rabatte gestürzt sei. Es habe sich daher nicht um einen einseitigen Angriff, sondern um eine wechselseitige Auseinandersetzung gehandelt. Der Zeuge G.________ habe seinen Sturz in die Rabatte bestätigt und angegeben, er (der Beschwerdeführer) sei danach über die Strasse und von dort weiter in Richtung Feldbergstrasse weggerannt. Er sei an den Fusstritten auf den am Boden liegenden Beschwerdegegner 3, welche in der zweiten Phase auf der gegenüberliegenden Strassenseite stattgefunden hätten, folglich nicht beteiligt gewesen. Sofern überhaupt drei Personen auf den Beschwerdegegner 3 eingetreten hätten, müsse es sich beim dritten Täter um die unbekannte Person namens "H.________" handeln. Die Vorinstanz schliesse zu Unrecht aus der Tatsache, dass er nach dem Vorfall zusammen mit E.________ und F.________ in der Sperrstrasse angehalten worden sei, auch er habe dem Beschwerdegegner 3 in der zweiten Phase der Auseinandersetzung Fusstritte versetzt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.2.</b> Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann vor Bundesgericht nur gerügt werden, wenn sie willkürlich ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1 BGG</span>; vgl. auch <span class="artref"><artref id="CH/173.110/105/2" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/105/1" type="start"></artref>Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/105/2" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/2" type="end"></artref>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=25.06.2020&amp;to_date=14.07.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-IV-500%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page500">BGE 143 IV 500</a> E. 1.1 S. 503, 241 E. 2.3.1 S. 244). Willkür bei der Sachverhaltsfeststellung liegt nach ständiger Rechtsprechung vor, wenn die vorinstanzliche Beweiswürdigung schlechterdings unhaltbar ist, d.h. wenn die Behörde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen oder auf einem offenkundigen Fehler beruhen. Dass eine andere Lösung ebenfalls möglich erscheint, genügt nicht (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=25.06.2020&amp;to_date=14.07.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-IV-241%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page241">BGE 143 IV 241</a> E. 2.3.1 S. 244; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=25.06.2020&amp;to_date=14.07.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-IV-369%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page369">141 IV 369</a> E. 6.3 S. 375; je mit Hinweisen). Die Willkürrüge muss in der Beschwerde anhand des angefochtenen Entscheids explizit vorgebracht und substanziiert begründet werden (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=25.06.2020&amp;to_date=14.07.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-IV-500%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page500">BGE 143 IV 500</a> E. 1.1 S. 503). Auf eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=25.06.2020&amp;to_date=14.07.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-I-26%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page26">BGE 145 I 26</a> E. 1.3 S. 30; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=25.06.2020&amp;to_date=14.07.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-IV-154%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page154">145 IV 154</a> E. 1.1 S. 156; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=25.06.2020&amp;to_date=14.07.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-IV-347%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page347">143 IV 347</a> E. 4.4 S. 354 f.; je mit Hinweisen). </div> <div class="para">Dem Grundsatz "in dubio pro reo" kommt in seiner Funktion als Beweiswürdigungsregel im Verfahren vor Bundesgericht keine über das Willkürverbot von <span class="artref">Art. 9 BV</span> hinausgehende Bedeutung zu (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=25.06.2020&amp;to_date=14.07.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-IV-154%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page154">BGE 145 IV 154</a> E. 1.1 S. 156; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=25.06.2020&amp;to_date=14.07.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-IV-345%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page345">144 IV 345</a> E. 2.2.3.3 S. 352; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=25.06.2020&amp;to_date=14.07.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F143-IV-500%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page500">143 IV 500</a> E. 1.1 S. 503). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.3.</b> Die Vorinstanz begründet ausführlich, weshalb sie zur Überzeugung gelangt, der Beschwerdeführer sei am tätlichen Angriff vom 7. Juli 2016 mitbeteiligt gewesen, dies insbesondere auch an den Fusstritten in der zweiten Phase der Auseinandersetzung. Sie stellt hierfür u.a. auf die übereinstimmenden Aussagen der Opfer ab, die angaben, sie seien von drei Männern angegriffen worden. Einer davon sei der Beschwerdeführer gewesen. Letzterer sei auch an den Fusstritten gegen den Beschwerdegegner 3 beteiligt gewesen (angefochtenes Urteil S. 9). Diese Schilderungen werden gemäss der Vorinstanz zudem durch die tatnahen Aussagen des unabhängigen Zeugen I.________ untermauert, der ebenfalls ausgesagt habe, drei Männer seien einem anderen Mann nachgerannt, hätten diesen zu Boden gerissen und diesem Fusstritte gegen Kopf und Körper versetzt (angefochtenes Urteil S. 10). Die Vorinstanz würdigt zudem die Aussagen des Beschwerdeführers sowie von E.________ und dessen Freundin und kommt dabei u.a. zum Schluss, die vom Beschwerdeführer behauptete Beteiligung einer weiteren unbekannten Person namens "H.________" sei eine reine Erfindung, da "H.________" nicht existiere (angefochtenes Urteil S. 15 f.). </div> <div class="para">Den Aussagen des Zeugen G.________, einem erstmals im Berufungsverfahren einvernommenen Bekannten des Beschwerdeführers, kann gemäss der Vorinstanz lediglich entnommen werden, dass der Beschwerdeführer in einem Gebüsch lag, wieder aufstand und über die Tramschienen bzw. die Traminsel in Richtung Feldbergstrasse wegrannte. Die Vorinstanz erklärt die vom Zeugen geschilderte Flucht des Beschwerdeführers mit dem Heranrücken der Polizei, wobei sie davon ausgeht, der Angriff auf den am Boden liegenden Beschwerdegegner 3 habe vor der vom Zeugen geschilderten Flucht des Beschwerdeführers stattgefunden. Zum vorangehenden Kerngeschehen, weder der ersten noch der zweiten Phase, habe der Zeuge keine Angaben machen können (angefochtenes Urteil S. 13 f., 17). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.4.</b> Der Beschwerdeführer setzt sich damit nur ungenügend auseinander. Weshalb die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung geradezu willkürlich sein könnte, vermag er mit seiner Kritik am angefochtenen Entscheid nicht aufzuzeigen. Der Beschwerdeführer geht davon aus, die zweite Phase des Angriffs habe nicht auf dem Kasernenareal bzw. bei der Tramhaltestelle Kaserne, sondern auf der gegenüberliegenden Strassenseite auf Höhe der Klybeckstrasse 20 stattgefunden. Er wirft der Vorinstanz vor, sie verkenne die örtlichen Verhältnisse. Dass die vorinstanzliche Würdigung schlechterdings unhaltbar sein soll, legt er jedoch nicht dar. Selbst wenn die Behauptung des Beschwerdeführers angesichts der von ihm zitierten Aktenstellen zutreffen sollte, liesse sich daraus nicht zwingend ableiten, dieser sei entgegen den Aussagen der Opfer und des Zeugen I.________ an den Fusstritten in der zweiten Phase der Auseinandersetzung nicht beteiligt gewesen. Der Beschwerdeführer stützt sich hierfür auf die wenig präzisen Aussagen seines erstmals im Berufungsverfahren und damit mehr als drei Jahre nach der Tat einvernommenen Bekannten G.________. Allerdings geht auch G.________ in seiner Deposition vor der Vorinstanz davon aus, der Beschwerdeführer sei - gemäss dem Zeugen vermutlich aus Furcht vor einem Angriff - vom Tatort der Schlägerei weggerannt. Dass der Beschwerdeführer bei der vom Zeugen beobachteten Flucht - wie vom Beschwerdeführer behauptet - zunächst zum Tatort auf der gegenüberliegenden Strassenseite rannte, wo zuvor der Angriff auf den am Boden liegenden Beschwerdegegner 3 stattgefunden haben soll, kann den Aussagen des Zeugen nicht entnommen werden. Die Aussagen von G.________ tragen daher wenig zur Klärung des Sachverhalts bei und vermögen den Beschwerdeführer nicht zu entlasten. </div> <div class="para">Die Rügen des Beschwerdeführers sind unbegründet, soweit sie den gesetzlichen Begründungsanforderungen überhaupt zu genügen vermögen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Hinsichtlich des Vorfalls vom 18. Februar 2017 rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung von <span class="artref">Art. 66 StGB</span> (recte wohl: aArt. 66 StGB bzw. Art. 123 Ziff. 1 Abs. 2 i.V.m. <span class="artref">Art. 48a StGB</span>), da die Vorinstanz trotz der verbalen Provokation durch den Beschwerdegegner 4 keinen leichten Fall einer Körperverletzung angenommen habe. Der vorliegende Fall sei mit dem in <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=28&amp;from_date=25.06.2020&amp;to_date=14.07.2020&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-IV-59%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page59">BGE 127 IV 59</a> beurteilten entgegen der Vorinstanz nicht vergleichbar, da er vom Beschwerdegegner 4 dauerhaft und wiederholt provoziert worden sei. Er sei diesem in seinem Zorn direkt gegenüber gestanden. Sein Schlag sei aus einer Gemütserregung heraus erfolgt. Sein Vorsatz sei nicht darauf gerichtet gewesen, den Beschwerdegegner 4 schwer zu verletzen, sondern er habe diesen lediglich für seine Provokationen zurechtweisen wollen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Die Vorinstanz qualifiziert die Tat zum Nachteil des Beschwerdegegners 4 als einfache Körperverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB</span>. Wer vorsätzlich einen Menschen in anderer Weise an Körper oder Gesundheit schädigt, wird, auf Antrag, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (<span class="artref">Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB</span>). In leichten Fällen kann der Richter die Strafe im Sinne von <span class="artref">Art. 48a StGB</span> mildern (<span class="artref">Art. 123 Ziff. 1 Abs. 2 StGB</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.3.</b> Die Rüge des Beschwerdeführers ist offensichtlich unbegründet, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann. Zum einen verneint die Vorinstanz in tatsächlicher Hinsicht die vom Beschwerdeführer behauptete wiederholte schwere Provokation durch den Beschwerdegegner 4. Sie stellt vielmehr fest, der Schlag sei aus nichtigem Anlass erfolgt. Dieser habe den Geschädigten völlig unvorbereitet getroffen (angefochtenes Urteil E. 3.1 f. S. 18 f.). Dass und weshalb die Vorinstanz die Beweise in diesem Punkt willkürlich gewürdigt haben könnte, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf. Nicht zu hören ist dieser daher, soweit er für die rechtliche Würdigung von den willkürfreien und für das Bundesgericht damit verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz (vgl. <span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>) abweicht. Unerheblich ist zum anderen, dass der Beschwerdeführer den Beschwerdegegner 4 nicht schwer verletzen wollte. Wäre sein Vorsatz auf eine schwere Körperverletzung gerichtet gewesen, käme gar eine versuchte schwere Körperverletzung im Sinne von Art. 122 i.V.m. <span class="artref">Art. 22 Abs. 1 StGB</span> in Betracht. Im Übrigen handelt es sich beim leichten Fall im Sinne von <span class="artref">Art. 123 Ziff. 1 Abs. 2 StGB</span> um einen Strafmilderungsgrund. Mit der vorinstanzlichen Strafzumessung setzt sich der Beschwerdeführer indes nicht ansatzweise auseinander. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Gerichtskosten zu tragen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para">Den Beschwerdegegnern 2 bis 4 ist keine Entschädigung zuzusprechen, da sie nicht zur Stellungnahme aufgefordert wurden und im bundesgerichtlichen Verfahren daher keine Auslagen hatten. </div> <div class="para">Das Gesuch des Beschwerdeführers um aufschiebende Wirkung wird mit dem Entscheid in der Sache gegenstandslos. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 3'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt, Dreiergericht, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 2. Juli 2020 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Denys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Unseld </div> </div></body></html>