<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00310</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205525&amp;W10_KEY=4467137&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00310</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 07.12.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Abgaberecht ohne Steuern</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Wassergebühren</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rechtzeitigkeit des Rekurses (Gebührenstreitigkeit)<br/>(Sachverhalt: Das Couvert mit der Rekursschrift ist sechs Tage nach Ablauf der Rekursfrist abgestempelt worden. Der Beschwerdeführer bringt vor, das Couvert innert Frist in einen Briefkasten eingeworfen zu haben.)<br/><br/>Rechtsgrundlagen (E. 3.1). Mögliche Fehler bei der postalischen Verarbeitung beschränken sich auf drei Bereiche: verspätete Leerung des Briefkastens oder zeitweiliger Verlust der Sendung auf dem Weg vom Briefkasten zur Poststelle oder verspätete Bearbeitung des Briefs auf der Poststelle (E. 3.2.1). Eine fehlerhafte Verarbeitung erscheint nach den Darlegungen im eingeholten Amtsbericht der Poststelle (E. 2.4) als höchst unwahrscheinlich (E. 3.2.2). Auf die Einvernahme des vom Beschwerdeführer genannten Zeugen kann ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs verzichtet werden, weil die Überzeugung des Gerichts nach einer Würdigung des Amtsberichts einerseits und der Vorbringen des Beschwerdeführers anderseits (E. 2.3, 2.5) durch weitere Beweiserhebungen nicht mehr geändert würde (E. 3.3).<br/>Das Nichteintreten der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Abweisung der Beschwerde (E. 4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANTIZIPIERTE BEWEISWÃRDIGUNG">ANTIZIPIERTE BEWEISWÃRDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BRIEFKASTEN">BRIEFKASTEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: FRIST/-EN">FRIST/-EN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTVERSÃUMNIS">FRISTVERSÃUMNIS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FRISTWAHRUNG">FRISTWAHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: POSTAUFGABE">POSTAUFGABE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTZEITIGKEIT">RECHTZEITIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Verwaltungsinterne Rechtspflege ST: REKURS">REKURS</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 11 Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 22 Abs. I VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Der Gemeinderat X wies am 22. MÃ¤rz 2005 eine Einsprache von A ab und bestÃ¤tigte die diesem gestellte Wasserrechnung 2004 im Betrag von Fr. 3'933.40 sowie die Kosten fÃ¼r die Auswechslung des Wassermessers von Fr. 258.85.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat Dielsdorf trat am 4. Juli 2005 auf den von A eingereichten Rekurs infolge verspÃ¤teter Rekurserhebung nicht ein.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">A erhob gegen den Beschluss des Bezirksrats am 14. Juli 2005 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Nach Einholung der vorinstanzlichen Akten setzte das Verwaltungsgericht mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 3. August 2005 dem BeschwerdefÃ¼hrer Frist an, um dem Gericht die nÃ¤heren UmstÃ¤nde der behaupteten rechtzeitigen Rekurseinreichung zu erlÃ¤utern. Der BeschwerdefÃ¼hrer kam dieser Aufforderung mit Schreiben vom 12. August 2005 nach. GestÃ¼tzt darauf holte das Gericht mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 30. August 2005 einen Amtsbericht bei der betroffenen Poststelle Dielsdorf ein. Der Amtsbericht vom 1. September 2005 wurde dem BeschwerdefÃ¼hrer zur Stellungnahme unterbreitet. Dieser Ã¤usserte sich mit Eingabe vom 21. September 2005 zum Bericht.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Dem Beschwerdeverfahren liegt eine Streitigkeit zugrunde, welche Rechnungen einer Gemeinde im Zusammenhang mit dem Bezug von Wasser betrifft. </span>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der Beschwerde funktionell und sachlich zustÃ¤ndig (§ 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959, VRG). Der Streitwert der Rechnungen Ã¼bersteigt die Streitwertgrenze von Fr. 20'000.- nicht, weshalb die Behandlung der Beschwerde in die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit fÃ¤llt (§ 38 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Der Bezirksrat Dielsdorf kam zum Schluss, dass der Rekurs nicht innerhalb der 30-tÃ¤gigen Rekursfrist (§ 22 Abs. 1 VRG) eingereicht worden sei. Der Gemeinderatsbeschluss sei am 4. April 2005 der Post zur Zustellung Ã¼bergeben worden, und der BeschwerdefÃ¼hrer habe ihn am 15. April 2005 auf der Poststelle X abgeholt. Demzufolge habe die Rekursfrist am 16. April 2005 begonnen und am Dienstag, 17. Mai 2005 geendet (unter BerÃ¼cksichtigung der Fristerstreckung vom Pfingstmontag auf den folgenden Werktag, § 11 Abs. 1 VRG). Der Rekursschrift sei erst am Montag, 23. Mai 2005 â somit verspÃ¤tet â auf der Poststelle Dielsdorf aufgegeben worden.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¤usserte sich in der Beschwerdeschrift praktisch ausschliesslich zu den materiellen Fragen des Rechtsstreits und fÃ¼hrte zur Frage der Rechtzeitigkeit des Rekurses lediglich aus, dass er ihn am 16. Mai 2005, abends, in einen Briefkasten in Dielsdorf eingeworfen habe.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Auf Aufforderung des Gerichts legte der BeschwerdefÃ¼hrer die nÃ¤heren UmstÃ¤nde des behaupteten Einwurfs der Rekursschrift am 16. Mai 2005 dar. Der Einwurf sei an diesem Tag um 19.05 Uhr erfolgt, als er B, der ihn besucht habe, auf den Zug gebracht habe. Dieser kÃ¶nne den Einwurf bezeugen. Der Briefkasten habe seinen Standort an der HÃ¶henstrasse (Abzweigung Regensbergstrasse) in Dielsdorf. Er werde nach den am Briefkasten angegebenen Leerungszeiten von Montag bis Freitag um 17.00 Uhr und am Samstag um 08.00 Uhr geleert.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Die Poststelle Dielsdorf nahm in einem Amtsbericht Stellung zu den Fragen des Gerichts. Sie bestÃ¤tigte, dass die im Briefkasten an der HÃ¶henstrasse eingeworfenen Postsendungen jeweils auf der Poststelle Dielsdorf abgestempelt wÃ¼rden. Die vom BeschwerdefÃ¼hrer genannten Leerungszeiten stimmten. Zudem finde auf der Botentour am Morgen (montags bis freitags) eine zusÃ¤tzliche Leerung zwischen 09.00 und 10.00 Uhr statt. GrÃ¼nde, weshalb nach der Sachdarstellung des BeschwerdefÃ¼hrers die Postsendung erst am 23. Mai 2005 â sieben Tage nach dem Einwurf â abgestempelt worden sei, waren der Poststelle nicht bekannt. UnregelmÃ¤ssigkeiten hÃ¤tten in dieser Zeitspanne nicht festgestellt werden kÃ¶nnen und seien auch nicht gemeldet worden.</p> <p class="Urteilstext">Die Poststelle hielt im Weiteren fest, dass aufgrund der kontinuierlichen Leerungen des Briefkastens eine mÃ¶gliche Verkeilung des Briefs im Briefkasten, die Ã¼ber einen Zeitraum von sieben Tagen nicht bemerkt werde, unwahrscheinlich sei. Eine Verlegung des Briefs durch den BrieftrÃ¤ger, welcher den Briefkasten leere, sei angesichts der (im Bericht nÃ¤her umschriebenen) betrieblichen Vorkehrungen ebenfalls unwahrscheinlich. GestÃ¼tzt auf die Abstempelung (â8157 Dielsdorf â [Montag,] 23.5.05 â 12â) mÃ¼sse der Brief bei den gewohnten AblÃ¤ufen zwischen Samstag, 21. Mai 2005 nach der letzten Leerung bis und mit Montag, 23. Mai 2005 vor der ersten Leerung in einen Briefkasten im Dielsdorfer Einzugsgebiet eingeworfen oder dann am Montagvormittag, 23. Mai 2005 bei der Poststelle selber eingeworfen oder abgegeben worden sein. â Eine derart verspÃ¤tete Leerung oder Bearbeitung eines Briefs kÃ¶nne mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.â</p> <p class="Erwgung2"><b>2.5 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer verwies in seiner Stellungnahme zum Amtsbericht auf frÃ¼her erlebte UnregelmÃ¤ssigkeiten bei der Postzustellung. Er gehe davon aus, dass der Briefkasten rechtzeitig geleert worden sei, dass der Rekurs jedoch bei der Poststelle verlegt oder anderswie bei der Post oder im Auto oder wo auch immer liegen geblieben sei.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Schriftliche Eingaben mÃ¼ssen spÃ¤testens am letzten Tag der Frist bei der BehÃ¶rde eintreffen oder zu deren Handen der schweizerischen Post Ã¼bergeben sein (§ 11 Abs. 2 Satz 1 VRG). In der vorliegenden Konstellation fÃ¤llt somit der letzte Termin auf Dienstag, 17. Mai 2005, 24.00 Uhr. Diejenige Person, die ein Rechtsmittel erhebt, hat die Rechtzeitigkeit der Einreichung der Rechtsschrift zu beweisen (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 22 N. 8). Als Beweis fÃ¼r die Ãbergabe zuhanden der schweizerischen Post dient grundsÃ¤tzlich der Poststempel. Dem Absender steht jedoch der Beweis offen, dass die Annahme der Sendung durch die Post schon vor der Abstempelung stattgefunden hat oder dass ein unrichtiger Stempel angebracht worden ist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 11 N. 8).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b>Vom BeschwerdefÃ¼hrer nicht bestritten wird die Richtigkeit der postalischen Abstempelung am 23. Mai 2005. Die Postsendung wurde anschliessend am Tag darauf dem Bezirksrat zugestellt (vgl. Eingangsstempel auf Couvert). Folglich geht es also lediglich darum, ob eine UnregelmÃ¤ssigkeit bei der Post die Abstempelung des Briefs verzÃ¶gert hat. </p> <p class="Urteilstext">Weil nach den Angaben im Amtsbericht Postsendungen aus dem Briefkasten an der HÃ¶henstrasse ausnahmslos direkt der Poststelle Dielsdorf Ã¼berbracht werden, beschrÃ¤nken sich mÃ¶gliche Fehler auf drei Bereiche: Entweder ist der Briefkasten nicht vollstÃ¤ndig geleert worden, sodass der Brief des BeschwerdefÃ¼hrers erst spÃ¤ter entdeckt worden ist, oder die Postsendung geriet auf dem Transport vom Briefkasten zur Poststelle in Verstoss. Schliesslich ist es denkbar, dass der Brief nach dem Eintreffen auf der Poststelle nicht sofort weiter verarbeitet wurde.</p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>Als vÃ¶llig unwahrscheinlich erweist sich die MÃ¶glichkeit, dass der Brief wÃ¤hrend der gesamten Zeitspanne vom behaupteten Einwurf am 16. Mai 2005 bis zum Tag der Abstempelung am 23. Mai 2005 (12.00 Uhr) unentdeckt im Briefkasten liegen blieb. In diesem Zeitraum wurde der Briefkasten gemÃ¤ss den angegebenen Leerungszeiten an jedem Werktag einmal (d.h. von Dienstag bis Samstag; insgesamt fÃ¼nfmal) und zusÃ¤tzlich noch im Rahmen der morgendlichen Botentour einmal (d.h. von Dienstag bis Freitag und am folgenden Montag; insgesamt fÃ¼nfmal) geleert. Die MÃ¶glichkeit, dass das Couvert bei neun Leerungen im Briefkasten verblieb und erst bei der zehnten Leerung mitgenommen wurde, ist unrealistisch. </p> <p class="Urteilstext">Eine UnregelmÃ¤ssigkeit auf dem Transportweg ist ebenfalls kaum denkbar. Die Wegstrecke liegt innerhalb des Dorfs Dielsdorf und ist daher kurz, was mÃ¶gliche Pannen minimiert. Bei der Leerung des Briefkastens auf der Botentour ist nach den Angaben im Amtsbericht eine von anderen Postsendungen getrennte Ablage des Briefkasteninhalts gewÃ¤hrleistet. Ausserdem werden alle vom BrieftrÃ¤ger auf die Poststelle mitgebrachten Sendungen (nicht zustellbare und retournierte Sendungen, zum Versand bestimmte Sendungen aus dem Briefkasten) sofort nach der Botentour verarbeitet.</p> <p class="Urteilstext">Eine Verlegung des Briefs auf der Poststelle erscheint ebenfalls hÃ¶chst unwahrscheinlich, wird doch nach den ErklÃ¤rungen im Amtsbericht am Ende eines jeden Arbeitstages kontrolliert, ob im Briefversand alles abgearbeitet ist. Die Postsendung hÃ¤tte nach der Leerung des Briefkastens nach dem behaupteten Einwurf am 16. Mai 2005 wÃ¤hrend rund fÃ¼nf Arbeitstagen auf der Poststelle unbemerkt bleiben mÃ¼ssen. Angesichts dessen, dass es sich bei der Poststelle Dielsdorf um eine solche mittlerer GrÃ¶sse handelt und sich die ArbeitsablÃ¤ufe deshalb als Ã¼berblickbar erweisen, sind keine GrÃ¼nde ersichtlich, welche eine solche Annahme stÃ¼tzen kÃ¶nnten.</p> <p class="Urteilstext">Der Amtsbericht verneint auch andere mÃ¶gliche UnregelmÃ¤ssigkeiten. Insbesondere ist auszuschliessen, dass der Briefkasten Ã¼berhaupt nicht geleert wurde. Dies hÃ¤tte zu einer verspÃ¤teten Zustellung auch bei anderen Sendungen gefÃ¼hrt. Entsprechende Reklamationen sind aber nicht aktenkundig. Schliesslich ist noch zu ergÃ¤nzen, dass das Couvert keine Anzeichen einer fehlerhaften Verarbeitung aufweist (z.B. Zerknitterung, BeschÃ¤digung).</p> <p class="Urteilstext">Insgesamt enthÃ¤lt der Amtsbericht Ã¼berzeugende Argumente, weshalb wÃ¤hrend der in Frage stehenden Zeitspanne von einer korrekten Leerung des Briefkastens und einer postalischen Verarbeitung ohne Verzug auszugehen ist. An der Richtigkeit der Angaben im Amtsbericht ist nicht zu zweifeln.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b><span>A</span>uf die Einvernahme des vom BeschwerdefÃ¼hrer genannten Zeugen kann ohne Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs verzichtet werden, wenn die urteilende Instanz aufgrund der bereits abgenommenen Beweise ihre Ãberzeugung gebildet hat und ohne WillkÃ¼r in vorweggenommener BeweiswÃ¼rdigung annehmen kann, dass ihre Ãberzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geÃ¤ndert wÃ¼rde (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 60 N. 11; BGE 124 I 208 E. 4a; vgl. auch BGr, 8. September 2005, 1P.380/2005, E. 2.3 f., www.bger.ch). Dies trifft vorliegend gestÃ¼tzt auf eine WÃ¼rdigung des Amtsberichts einerseits und der dagegen vom BeschwerdefÃ¼hrer vorgebrachten EinwÃ¤nde anderseits zu.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die vorinstanzliche Rekurserledigung durch Nichteintreten ist deshalb nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen, und die Gerichtskosten sind dem Ausgang des Verfahrens entsprechend dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>der Einzelrichter</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 650.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 140.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 790.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Urteilstext">4. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>