<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA] </div> <div class="para">H 107/00 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>IV. Kammer </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Borella, Rüedi und Bundesrichterin Leuzinger; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Fessler </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Urteil vom 25. Mai 2000 </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. N.________ AG, </div> <div class="para">2.P.________, </div> <div class="para">3.R.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, vertreten durch die Treuhand- und Ver- </div> <div class="para">waltungs-AG X.________, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Ausgleichskasse des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, </div> <div class="para">Zürich, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> A.- Auf Grund einer Arbeitgeberkontrolle bei der Firma </div> <div class="para">N.________ AG, Architekten und Planer, verfügte die kanto- </div> <div class="para">nale Ausgleichskasse am 15. Dezember 1997 die Nachzahlung </div> <div class="para">von paritätischen und FAK-Beiträgen auf einem Teil der 1992 </div> <div class="para">und 1993 von den Mitarbeitern P.________ und R.________ </div> <div class="para">bezogenen Spesen in der Höhe von je Fr. 10'000.- jährlich. </div> <div class="para"> B.- Die von der N.________ AG, P.________ und </div> <div class="para">R.________ hiegegen erhobenen Beschwerden wies das Sozial- </div> <div class="para">versicherungsgericht des Kantons Zürich nach Vereinigung </div> <div class="para">der Verfahren und Einholung von Unterlagen über die effek- </div> <div class="para">tive Höhe der 1992/93 ausgerichteten Spesen mit Entscheid </div> <div class="para">vom 10. Februar 2000 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> C.- Die N.________ AG, P.________ und R.________ </div> <div class="para">lassen gemeinsam Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen und </div> <div class="para">sinngemäss zur Hauptsache beantragen, Entscheid und Ver- </div> <div class="para">fügung seien aufzuheben. </div> <div class="para"> Die Ausgleichskasse verzichtet unter Hinweis auf die </div> <div class="para">Vernehmlassung im kantonalen Verfahren auf eine Stellung- </div> <div class="para">nahme. Das Bundesamt für Sozialversicherung hat sich nicht </div> <div class="para">verlauten lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 1.- Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann nur so </div> <div class="para">weit eingetreten werden, als Sozialversicherungsbeiträge </div> <div class="para">kraft Bundesrechts streitig sind. Im vorliegenden Verfahren </div> <div class="para">ist daher nicht zu prüfen, wie es sich bezüglich der Bei- </div> <div class="para">tragsschuld gegenüber der Ausgleichskasse für kantonale </div> <div class="para">Familienzulagen verhält (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=21.05.2000&amp;to_date=09.06.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-145%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page146">BGE 124 V 146</a> Erw. 1 mit Hinweis). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 2.- Da keine Versicherungsleistungen streitig sind, </div> <div class="para">hat das Eidgenössische Versicherungsgericht nur zu prüfen, </div> <div class="para">ob der vorinstanzliche Entscheid Bundesrecht verletzt, ein- </div> <div class="para">schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, </div> <div class="para">oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich un- </div> <div class="para">richtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher </div> <div class="para">Verfahrensbestimmungen festgestellt worden ist (Art. 132 in </div> <div class="para">Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie <span class="artref">Art. 105 Abs. 2 </span></div> <div class="para">OG). </div> <div class="para"> Ferner ist <span class="artref">Art. 114 Abs. 1 OG</span> zu beachten, wonach das </div> <div class="para">Eidgenössische Versicherungsgericht in Abgabestreitigkeiten </div> <div class="para">an die Parteibegehren nicht gebunden ist, wenn es im Pro- </div> <div class="para">zess um die Verletzung von Bundesrecht oder um die unrich- </div> <div class="para">tige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts </div> <div class="para">geht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 3.- Im angefochtenen Entscheid werden die Rechtsgrund- </div> <div class="para">lagen für die Beurteilung der streitigen Nachzahlung von </div> <div class="para">Beiträgen auf 1992 und 1993 von den Beschwerdeführern bezo- </div> <div class="para">genen Spesen in der Höhe von insgesamt Fr. 40'000.- (Art. 7 </div> <div class="para">Ingress und <span class="artref">Art. 9 Abs. 1 AHVV</span> in der bis 31. Dezember 1996 </div> <div class="para">gültig gewesenen Fassung und die dazu ergangene Rechtspre- </div> <div class="para">chung, vgl. auch <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=21.05.2000&amp;to_date=09.06.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F104-V-57%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page59">BGE 104 V 59</a> Erw. 2 und AHI 1994 S. 165 </div> <div class="para">Erw. 3b) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 4.- a) Nach den auf Grund der Akten zu Recht nicht be- </div> <div class="para">strittenen Feststellungen des kantonalen Gerichts ist aus </div> <div class="para">den bei ihm eingereichten und von ihm eingeholten Unter- </div> <div class="para">lagen die Höhe der effektiven Spesenzahlungen für 1992/93 </div> <div class="para">nicht ersichtlich. Als nachgewiesen im Sinne von alt <span class="artref">Art. 9 </span></div> <div class="para">Abs. 1 AHVV und auch ausdrücklich anerkannt gelten kann </div> <div class="para">nur, aber immerhin, dass die Beschwerdeführer in den be- </div> <div class="para">treffenden Jahren von der Firma, deren Hauptaktionäre sie </div> <div class="para">sind, zusammen mindestens Fr. 212'253.05 unter dem Titel </div> <div class="para">"Personalspesen und Fahrzeugkosten" bezogen hatten. Dies </div> <div class="para">entspricht rund 1/3 der 1992/93 ausbezahlten und verab- </div> <div class="para">gabten Löhne von Fr. 634'032.- (Fr. 317'255.- + </div> <div class="para">Fr. 316'777.-). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Mit der vorinstanzlich bestätigten Aufrechnung von </div> <div class="para">insgesamt Fr. 40'000.- (Fr. 10'000.- pro Beitragsjahr und </div> <div class="para">je Beschwerdeführer) werden im Minimum mehr als 25 % </div> <div class="para">(Fr. 172'253.05/Fr. 674'032.- x 100 %) des nunmehr mass- </div> <div class="para">gebenden Lohnes von Fr. 674'032.- als abzugsfähiger Spe- </div> <div class="para">senersatz anerkannt. Inwiefern die Ausgleichskasse mit der </div> <div class="para">u.a. durch Vergleich mit den Verhältnissen in den Beitrags- </div> <div class="para">jahren 1994 und 1995 gemachten Schätzung, ihr Ermessen </div> <div class="para">überschritten oder missbraucht haben soll (Erw. 2), ist </div> <div class="para">nicht ersichtlich und wird auch nicht dargetan. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> c) Entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichts- </div> <div class="para">beschwerde kann bei der Ermittlung des (nicht) anrechenba- </div> <div class="para">ren Spesenersatzes gemäss alt Art. 7 Ingress AHVV nicht auf </div> <div class="para">einen hypothetischen, bei normalem Geschäftsgang zu erwar- </div> <div class="para">tenden Lohn abgestellt werden. Dies widerspricht nicht nur </div> <div class="para">dem klaren Wortlaut von alt <span class="artref">Art. 9 Abs. 1 AHVV</span>, sondern </div> <div class="para">trägt auch der Tatsache nicht Rechnung, dass Spesenhöhe und </div> <div class="para">Geschäftslage in der Regel positiv korrelieren. In diesem </div> <div class="para">Sinne wird denn auch von den Beschwerde führenden Parteien </div> <div class="para">selber argumentiert, wenn sie die im Verhältnis zum ausbe- </div> <div class="para">zahlten Lohn und auch im Vergleich mit 1994/95 hohen Spesen </div> <div class="para">für 1992/93 mit dem Hinweis auf einen ungewöhnlichen Gross- </div> <div class="para">auftrag in Leipzig begründen. Soweit im Eventualstandpunkt </div> <div class="para">beantragt wird, es seien lediglich Fr. 22'044.-, entspre- </div> <div class="para">chend der Differenz der bezogenen Spesen von Fr. 212'253.- </div> <div class="para">und 30 % der ausbezahlten Löhne oder Fr. 190'209.-, aufzu- </div> <div class="para">rechnen, ist dieses Begehren schon deshalb aussichtslos, </div> <div class="para">weil es auf der, wie gezeigt, nicht nachgewiesenen Annahme </div> <div class="para">beruht, es seien effektiv Spesen von nicht mehr als </div> <div class="para">Fr. 212'253.- bezahlt worden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> d) Nach dem Gesagten ist der kantonale Entscheid rech- </div> <div class="para">tens. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 5.- Das Verfahren ist kostenpflichtig (<span class="artref">Art. 134 OG</span> </div> <div class="para">e contrario). Dem Prozessausgang entsprechend haben die </div> <div class="para">Beschwerdeführer die Gerichtskosten zu tragen (Art. 156 </div> <div class="para">Abs. 1 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 135 OG</span>). </div> <div class="para"> <u>Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, so- </div> <div class="para"> weit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II.Die Gerichtskosten von Fr. 800.- werden der Beschwer- </div> <div class="para"> deführerin und den Beschwerdeführern zu gleichen Tei- </div> <div class="para"> len auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss </div> <div class="para"> verrechnet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversiche- </div> <div class="para"> rungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für </div> <div class="para"> Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 25. Mai 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der IV. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>