<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2P.266/2002 /kil </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 3. Dezember 2002 </div> <div class="para">II. Öffentlichrechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Wurzburger, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Hungerbühler, Müller, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Moser. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Politische Gemeinde A.________, Steueramt, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"><span class="artref"><artref id="CH/101/9" type="start"></artref><artref id="CH/101/8" type="start"></artref>Art. 8, 9 und 127 BV</span><artref id="CH/101/9" type="end"></artref><artref id="CH/101/127" type="end"></artref> (Steuererlass), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Entscheid der Politischen Gemeinde A.________, Steueramt, vom </div> <div class="para">8. Oktober 2002. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Es wird nach Einsicht </div> <div class="para">- in den Entscheid des Steueramtes der politischen Gemeinde A.________ vom 8. Oktober 2002, mit dem das von X.________ gestellte Gesuch um Erlass der Staats- und Gemeindesteuern 2001 in der Höhe von Fr. 955.35 abgelehnt wird, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- in die hiegegen von X.________ am 11. November 2002 erhobene staatsrechtliche Beschwerde und die damit verbundenen Gesuche um aufschiebende Wirkung und um unentgeltliche Rechtspflege, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- in das Schreiben des Präsidenten der II. öffentlichrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts vom 15. November 2002, worin der Beschwerdeführer auf die für die Anfechtung von Steuererlassentscheiden aufgrund von <span class="artref">Art. 88 OG</span> geltenden Legitimationsschranken hingewiesen wird, unter Ansetzung einer Frist bis zum 29. November 2002 für den allfälligen kostenlosen Rückzug der Beschwerde, </div> <div class="para">- in die Eingabe von X.________ vom 29. November 2002, mit welcher an der staatsrechtlichen Beschwerde festgehalten wird, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Erwägung gezogen, </div> <div class="para">- dass kantonale Entscheide über Gesuche um Steuererlass, wenn das einschlägige kantonale Gesetzesrecht hierauf keinen Rechtsanspruch einräumt, nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in der Sache nicht mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten werden können, da es mangels eines Eingriffes in rechtlich geschützte Interessen an der nach <span class="artref">Art. 88 OG</span> erforderlichen Legitimation fehlt (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=27.11.2002&amp;to_date=16.12.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-I-373%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page373">BGE 122 I 373</a>, mit Hinweisen), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- dass nach der als blosse Kann-Vorschrift ausgestalteten Regelung von Art. 224 des Steuergesetzes des Kantons St. Gallen vom 9. April 1998, wie dem Beschwerdeführer bereits mit Schreiben vom 15. November 2002 erläutert worden ist, kein Rechtsanspruch auf Steuererlass besteht, weshalb auf die staatsrechtliche Beschwerde, soweit die Verweigerung des Steuererlasses wegen Verletzung von Art. 8 (Rechtsgleichheit, Diskriminierung) und 9 BV (Willkürverbot) angefochten wird, nicht einzutreten ist, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- dass sich der vom Beschwerdeführer angerufene Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (<span class="artref">Art. 127 Abs. 2 BV</span>) auf die Veranlagung der Steuer bezieht, die hier offenbar rechtskräftig abgeschlossen ist, während die Art und Weise der Eintreibung rechtskräftig festgesetzter Steuern bzw. der allfällige Erlass oder die Ausgestaltung von allfälligen Stundungen oder Ratenzahlungen grundsätzlich im Ermessen der zuständigen Behörden liegt und dem Steuerpflichtigen dabei jedenfalls das betreibungsrechtliche Existenzminimum erhalten bleiben muss, was aber nicht Gegenstand einer gegen den Erlassentscheid gerichteten staatsrechtlichen Beschwerde bilden kann, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- dass der Einwand, die vom Beschwerdeführer erhaltenen Ergänzungsleistungen würden von der kantonalen Behörde zu Unrecht in die Beurteilung des Erlassgesuches einbezogen, im vorliegenden Verfahren daher nicht gehört werden kann, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- dass gegen den angefochtenen Erlassentscheid keine formellen Rügen erhoben werden, welche unabhängig von der Legitimation in der Sache zulässig wären (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=27.11.2002&amp;to_date=16.12.2002&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-IA-232%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page232">BGE 118 Ia 232</a> E. 1a, mit Hinweisen), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- dass sich die staatsrechtliche Beschwerde damit als offensichtlich unzulässig erweist und auf sie im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> (Verzicht auf Einholung von Akten und Vernehmlassungen, summarische Begründung) nicht einzutreten ist, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">- dass dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen fehlender Erfolgsaussicht der staatsrechtlichen Beschwerde nicht entsprochen werden kann (<span class="artref">Art. 152 OG</span>), der wirtschaftlichen Situation des Beschwerdeführers aber bei der Bemessung der Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen ist (<span class="artref">Art. 156 OG</span>), </div> <div class="para">- dass das Gesuch um aufschiebende Wirkung mit dem vorliegenden Entscheid in der Sache hinfällig wird, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">und im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erkannt: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Die Gerichtsgebühr von Fr. 400.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para">4. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und der Politischen Gemeinde A.________, Steueramt, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para">Lausanne, 3. Dezember 2002 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>