B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung IV D-2273/2011 U r t e i l v o m 7 . J a n u a r 2 0 1 3 Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi, mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo; Gerichtsschreiberin Christa Grünig. Parteien A._______, geboren am (…), Kongo (Kinshasa), Beschwerdeführer, gegen Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, Vorinstanz. Gegenstand Vollzug der Wegweisung; Verfügung des BFM vom 15. März 2011 / N_______. D-2273/2011 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer, ein aus B._______ stammender Staatsan- gehöriger der Demokratischen Republik Kongo (nachfolgend: Kongo [Kinshasa]), eigenen Angaben zufolge in der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2010 aus Kongo (Kinshasa) ausre iste, auf dem Luftweg nach C._______ (…) reiste und daraufhin auf dem Landweg am 30. November 2010 illegal in die Schweiz gelangte, wo er am 3. Dezember 2010 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) D._______ um Asyl nachsuch- te, dass er anlässlich der Kurzbefragung im EVZ D._______ vom 14. D e- zember 2010 sowie anlässlich der direkten Anhörung vom 7. März 2011 vor dem BFM zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, dass er im Jahre 2010 an einem Demonstrationszug teilgenom- men habe um damit gegen die Ungerechtigkeite n in seinem Land zu d e- monstrieren, deshalb gesucht werde und befürchte, umgebracht zu we r- den, dass er ein Spruchband hochhaltend zuvorderst an dieser Demonstration teilgenommen habe, er jedoch nicht wisse, was auf seinem Spruchband geschrieben gewesen sei, da der Text in französischer Sprache verfasst gewesen sei, dass einer der Demonstrierenden namens E._______ Steine gegen den Präsidenten geworfen habe, worauf die Solda ten angefangen hätten, auf die Demonstrierenden zu schiessen, dass viele der Demonstrie renden von den Schüssen getroffen worden seien und er drei De monstrierende mit eigenen Augen habe sterben se- hen, er selber jedoch habe fliehen können, dass man anschliessend angefangen habe, ihn zu suchen , und die S i- cherheitskräfte ihn von einem früheren Streit her gekannt hätten, dass er sich ausserdem sicher sei, während der Demonstration fotogr a- fiert worden zu sein, dass er sich nach der Demonstration versteckt und ihn seine Familie je- weils vorgewarnt habe und er sich so einer Festnahme ha be entziehen können, D-2273/2011 Seite 3 dass mehrere Teilnehmer und auch der Organisator der Demonstration umgebracht worden seien und er sich deshalb entschlossen habe, ausser Landes zu fliehen, dass er zudem während sieben Monaten einer politischen Gruppierung , deren Name n er nicht zu nennen verm öge, angehört habe und diese Gruppierung möglicherweise durch Regierungsspione infiltriert gewesen sei, dass das BFM mit Verfügung vom 15. März 2011 – eröffnet am 18. März 2011 – feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, das Asylgesuch vom 3. Dezember 2010 ablehnte und die Wegwei- sung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, dass für die Begründung der angefochtenen Verfügung auf die Akten und, soweit für den Entscheid wesentlich, auf die nachfolgenden Erwägun gen verwiesen wird, dass der Beschwerdeführer am 18. April 2011 per E -Mail beziehungswei- se auf dem Postweg am 19. April 2011 (Poststempel) gegen diese Verfü- gung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde betreffend den We g- weisungsvollzug erhob und beantragte, er sei infolge Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig aufzunehmen und in prozessualer Hi n- sicht sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, dass er es dabei unterliess, die eingereichte Beschwerde zu unterschrei- ben, dass der Inst ruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 28. April 2011 – eröffnet am 3. Mai 2011 – dem Beschwerdeführer mitteilte, er dürfe den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten, dass der Instruktionsrichter dem Beschwerdeführer weiter mitteilte, dass die von ihm eingereichte Beschwerdeschrift den Anforderungen gemäss Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021 ]) aufgrund der feh lenden Un- terschrift nicht genüge , weshalb ihm zur Einreichung einer de n Anforde- rungen genügenden Rechtsschrift Frist angesetzt werde (Art. 110 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]), D-2273/2011 Seite 4 dass der Beschwerdeführer den Mangel verbesserte und am 9. Mai 2011 (Poststempel) fristgerecht eine den Anforderungen ge nügende Recht s- schrift in französischer Sprache einreichte, und zieht in Erwägung, dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei- det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff.1 BGG in c a- su nicht vorliegt und das Bundesverwaltungsgericht demnach endgültig entscheidet, dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG rich- tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgeno m- men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änd e- rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), dass somit auf die frist - und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu- treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG), dass im Beschwerdeverfahren grundsätzlich die Sprache des angefoc h- tenen Entscheids massgebend ist (Art. 33a Abs. 2 VwVG), dass vorliegend die Verfügung des BFM vom 15. März 2011 in deutscher Sprache erging und somit das Beschwerdeverfahren ebenfalls in deu t- scher Sprache geführt wird, D-2273/2011 Seite 5 dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Missbrauch und Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder u n- vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), dass sich die vorliegende Beschwerde nur gegen den von der Vorinstanz verfügten Wegweisung svollzug richtet, womit die Verfü gung des BFM vom 15. März 2011, soweit sie die Verneinung der Flüchtlingseigenschaft und die Verweigerung des Asyls betrifft (Ziff. 1 und Ziff. 2 des Dispositivs der angefochtenen Verfügung), in Rechtskraft erwachsen ist und auch die Anordnung der Wegweisung (Ziff. 3 des Dispositivs) grundsätzlich nicht mehr zu überprüfen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), dass damit Gegenstand des vorliegenden Verfahrens lediglich die Frage bildet, ob die vom BFM angeordnete Wegweisung zu vollziehen ist oder ob an Stelle des Vollzugs die vorläufige Aufnahme anzuordnen ist, dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wi e nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), dass gestützt auf Art. 111 a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriftenwechsel verzichtet wurde, dass die Vorinstanz zur Begründung des angefochtenen Entscheides ausführte, die unglaubhaften und widersprüchlichen Vorbringen des B e- schwerdeführers hielten den Anfo rderungen an die Glaubhaftigkeit ge- mäss Art. 7 AsylG nicht stand , weshalb die Asyl relevanz nicht geprüft werden müsse, der Gesuchsteller demzufolge die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle, so dass das Asylgesuch abzulehnen sei, dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei, zumal in Kongo (Kinsh a- sa) trotz der vor allem im Osten des Landes vorkommenden Spannungen nicht auf dem gesamten Staatsgebiet Krieg, Bürgerkrieg oder eine Situ a- tion allgemeiner Gewalt herrsche, dass ein Vollzug der Wegweisung keine konkrete Gefährdung für den Be- schwerdeführer bedeute, da es sich bei ihm um einen jüngeren Mann D-2273/2011 Seite 6 handle, der in B._______ geboren sei, dort bis zur Ausreise gelebt habe und dort über ein verwandtschaftliches Beziehungsnetz verfüge, dass aus den Akten zu schliessen sei, dass er den Asylbehörden die ta t- sächlichen Ausreiseumstände zu verheimlichen beabsichtige, er legal ausgereist sein und die Reisekosten selbst bestritten oder durch sein f a- miliäres Umfeld bezahlen lassen haben dürfte, dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe im Wesentl i- chen geltend machte, der Vollzug der Wegweisung sei nicht zumutbar, da er an einer Demo nstration teilgenommen habe, nun von der Polizei ge- sucht werde und in Anbetracht der Menschenrechtsverletzungen in se i- nem Heimatland jetzt Angst habe, ebenfalls wie andere Demonstranten getötet zu werden, dass in Kongo (Kinshasa) eine sozio-ökonomische Krise herrsche und es allgemein an der notwendigen Versorgung feh le, um ihm eine minimale Lebensgrundlage zu ermöglichen, dass er zudem krank sei und die medizinische Grundversorgung in Kon- go (Kinshasa) nicht gewährleistet sei, dass er Einzelkind sei, nur über sechs Jahre Grundschulausbildung sowie über keine Arbeit verfüge und vor seiner Ausreise nur ein kleines Arbeits- pensum als (...) wahrgenommen habe, dass sein Grossvater, welcher mit se inen Kindern zurückgeblieb en sei , gestorben sei, seine Frau und Mutter seiner Kinder erneut geheiratet h a- be und nun an einem ihm unbekannten Aufenthaltsort verweile, sein Vater schon lange verstorben sei und seine Mutter mit ihrer jüngeren Schwester nach F._______ ausgereist sei und er nicht wisse, ob seine Mutter noch am Leben sei, dass es ihm hier in der Schweiz sehr g ut gehe, da er ein Dach über dem Kopf habe, Sozialhilfe bekomme und gegen Kra nkheiten versichert sei, was für sein Leben und seine Würde sehr wichtig sei, dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes D-2273/2011 Seite 7 vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen g e- mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche B e- weisstand wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, was heisst, dass sie zu beweisen sind, wenn der strikte Beweis möglich ist, u nd andernfalls w e- nigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebe r- sax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtl i- che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat -, Herkunfts - oder einen Drittstaat entg e- genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwu n- gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mas s- geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es – wie rechtskräftig feststeht – dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüch t- lingsrechtlichen Non -Refoulement im vorliegenden Verfahren keine A n- wendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrecht e und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die im Heimatstaat droht, dass gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrec h- te (EGMR) und jener des UN -Anti-Folterausschusses der Beschwerd e- führer eine konkrete Gefahr ("real risk") n achweisen oder glaubhaft m a-D-2273/2011 Seite 8 chen müsste, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder u n- menschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124-127, mit weiteren Hinweisen), ihm dies jedoch nicht gelungen ist, da die Verfolgungsvorbringen von der Vorinstanz als nicht glaubhaft beurteilen wurden, dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio- nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notl a- ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), dass hinsichtlich der allgemeinen Lage in Kongo (Kinshasa) vorab auf die detaillierte, noch von der Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) in EMARK 2004 Nr. 33 publizierte Lagea nalyse zu verweisen ist, welche das Bundesverwaltungsgericht als im Wesentlichen weiterhin zu treffend erachtet und davon ausgeht, dass in Kongo (Kinshasa) keine landesweite Bürgerkriegssituation oder Situation allgemeiner Gewalt herrscht, dass es Ende März 2007 im Westen des Landes und in der Hauptstadt Kinshasa zwischen der regulären kongolesischen Armee und der Garde von Ex-Rebellenchef Jean-Pierre Bemba zu blutigen Auseinandersetzun- gen kam, nach der Niederlage von Jean-Pierre Bemba und dessen Reise ins Exil nach Portugal sich die Lage wieder beruhigte, es danach in Ki n- shasa zu keinen grösseren Ge waltausbrüchen mehr kam und in Bezug auf den Westen des Landes und der Hauptstadt Kinshasa nicht ge nerell von Krieg, Bürgerkrieg oder von einer Situation allgemeiner Gewalt g e- sprochen werden kann, dass im Zusammenhang mit den Wahlen vom 28. November 2011 zwar aus Kinshasa sowie einigen weiteren Landesteilen Ausschreitungen g e- meldet wurden, die befürchteten grossen Unruhen jedoch ausblieben und somit festzustellen ist, dass in Kongo (Kinshasa) trotz de r aktuellen Er- eignisse keine landesweite Bürgerkriegssituation oder Situation allgeme i- ner Gewalt herrscht, dass die Rückkehr von Personen aus Kongo (Kinshas a) indes gemäss den Ausführungen in EMARK 2004, Nr. 33 nur dann als zumutbar zu b e- zeichnen ist, wenn sich der letzte Wohnsitz der betroffenen Person in der Hauptstadt Kinshasa oder in einer anderen, über einen Flughafen verf ü-D-2273/2011 Seite 9 genden Stadt im Westen des Landes befand oder wenn die Person in e i- ner dieser Städte über ein gefestigtes Beziehungsnetz verfügt, dass es sich beim Beschwerdeführer um einen heute (...)-jährigen Mann handelt, der in B._______ geboren sowie aufgewachsen ist und dort bis zu seiner Ausreise im Jahr (…) Wohnsitz hatte, dass er nebst Lingala auch über wenige Portugiesisch- und Französisch- Kenntnisse verfügt, dass aufgrund seiner langen Aufenthaltsdauer in B._______ sowie seiner Äusserungen anlässlich der Befragungen davon auszugehen ist, dass er dort Freundschaften aufgebaut hat und bei einer Rückkehr bei Bedarf darauf zurückgreifen kann, dass gemäss seinen Aussagen die ganze Familie und die Grosseltern in B._______ an jenem Ort gewesen seien, an welchem er gewohnt und sich nach der Demonstration versteckt habe (act. A21/11 S. 6, ferner act. A1/12, S. 6), dass die Schwestern seiner Mutter Kinder hätten und er somit auch Cou- sinen und Cousins in seiner Familie hat (act. A21/11 S. 6), dass er sich bei seinem Vorbringen, seine Mutter und der Grossvater sei- en gestorben und er verfüge über kein familiäres Beziehungsnetz, in Wi- dersprüche verwickelte, dass, da sich die von ihm geltend gemachten Verfolgungsvorbrin gen als unglaubhaft erwiesen haben, gewichtige Zweifel bestehen, dass er in sei- nem Heimatland über kein familiäres Beziehungsnetz verfügen soll, dass demzufolge entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers a n- zunehmen ist, dass er in Kongo ( Kinshasa) über ein tragfähige s Bezie- hungsnetz verfügt, welches ihm bei der Reintegration behilflich sein wird, dass der Beschwerdeführer weiter aussagte, dass ihm seine Mutter die Schule für (…) bezahlt habe, sie dann jedoch auf Reise gegangen sei und ihm die Schule danach niemand mehr habe weiterfinanzieren können (act. A21/11, S. 4), dass, auch wenn er die Schule für (…) nicht hätte beenden können, doch über ein minimales Wissen verfügen sollte, D-2273/2011 Seite 10 dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge vor seiner Ausreise aus Kongo (Kinshasa) Gelegenheitsarbeiten als (Auflistung der verschie- denen Arbeiten) wahrnahm (vgl. Rechtsmitteleingabe ; act. A1/12, S. 2; act. A21/11, S. 4 f.), dass deshalb davon ausgegangen wird, dass sich der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach B._______ auch beruflich wieder integrieren und sich eine wirtschaftliche Existenz aufbauen kann, dass in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit der Beantragung von Rückkehrhilfe durch die Schweiz verwiesen wird, die dem Beschwerd e- führer den Wiedereinstieg in seine Heimat erleichtern dürfte (Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG; Art. 73 ff. der Asylverordnung 2 vom 11. August 1999 über Finanzierungsfragen [AsylV 2, SR 142.312]), dass der Beschwerdeführer erst anlässlich seiner Rechtsmitteleingabe vorbrachte, krank zu sein, dass darauf hinzuweisen ist, dass aufgrund gesundheitlicher Probleme nur dann auf die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs geschlossen werden kann, wenn eine notwendige medizinische Behandlung im He i- matland nicht zur Verfügung steht und die Rückkehr zu einer raschen und lebensgefährlichen Beeinträchtigung des Gesundheitszustands der b e- troffenen Person führt und Unzumutbarkeit jedenfalls dann noch nicht vor- liegt, wenn im Heimatstaat eine nicht dem schweizerischen Standard en t- sprechende medizinische Behandlung m öglich ist (vgl. BVGE 2009/2, E. 9.3.2 S. 21; EMARK 2003 Nr. 24 E. 5a und b), dass der Beschwerdeführer anlässlich seiner Rechtsmitteleingabe weder Ausführungen über die Krankheit , an welcher er angeblich leidet , an- brachte noch das Vorliegen einer Krankheit genügend substantiiert dar- legte, dass es dem Beschwerdeführer gemäss eigenen Aussagen, ab gesehen von einem Zahnbruch, dem kalten Wasser in der Schweiz (act. A21/11 S. 7) und Schmerzen im linken Bein (act. A12/12), gesundheitlich gut geht und aus den Akte n weiter nicht ersichtlich ist, dass er an einer Krankheit leidet, dass er sich in seiner Rechtsmitteleingabe gestützt auf Art. 32 Abs. 2 VwVG die Einreichung von weiteren Beweismitteln vorbehielt, weshalb davon auszugehen ist, er hätte seine angebliche Kr ankheit betreffende D-2273/2011 Seite 11 Dokumente eingereicht, sofern solche vorhanden gewesen wären, und ihm deshalb diesbezüglich keine Frist zu deren Einreichung anzusetzen war, dass sodann keine weiteren persönliche n Gründe ersichtlich sind, au f- grund derer unter Umständen geschlossen werden könnte, der B e- schwerdeführer gerate im Falle der Rückkehr in eine existenzbedrohende Situation, dass sein Vorbringen bezüglich der schwierigen allgemeinen Situati on in Kongo (Kinshasa) beziehungsweise bezüglich der sozio-ökonomischen Krise in der zu beurteilenden Sache nicht als massgebend zu bezeichnen ist (vgl. BVGE 2010/41 E. 8.3.6 S. 591), dass sich aus den Akten keine konkreten Angaben ergeben, aufgrund de- rer allenfalls geschlossen werden könnte, der Beschwerdeführer geriete im Falle der Rückkehr in seinen Heimatstaat aus individuellen Gründen, wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenzb e- drohende Situation, dass somit weder die allgemeine Lage vor Ort noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle der Rückkehr schliessen lassen, dass nach Berücksichtigung aller wesentliche n Entscheidungselemente der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers insgesamt als z u- mutbar zu erachten ist, dass es schliesslich dem Beschwerdeführer obliegt, sic h bei der zustä n- digen Vertretung des Heimatstaates die für die Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; vgl. auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ff.), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), dass die Vorinstanz den Vollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtete und nach dem Gesagten die Anordnung der vorläuf i- gen Aufnahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AuG), dass sich aus diesen Erwägungen ergibt, dass die a ngefochtene Verfü- gung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt ric h- tig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG), wes- halb die Beschwerde abzuweisen ist, D-2273/2011 Seite 12 dass sich das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kost envor- schusses mit vorliegendem Urteil als gegenstandslos erweist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- (Art. 1- 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi- gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 1 73.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), (Dispositiv nächste Seite) D-2273/2011 Seite 13 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer aufer- legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 3. Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständ i- ge kantonale Behörde. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Thomas Wespi Christa Grünig Versand: