<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2021.00294</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=222050&amp;W10_KEY=13013468&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2021.00294</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.01.2022</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Widerruf der Niederlassungsbewilligung (Rückstufung)</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Rückstufung wegen Schuldenwirtschaft: Die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers wurde in Kombination mit der Erteilung einer an Bedingungen geknüpften Aufenthaltsbewilligung widerrufen.] Es ist angesichts der anhaltenden und anwachsenden Schuldenwirtschaft des Beschwerdeführers von einem schwerwiegenden Verstoss gegen die öffentliche Ordnung auszugehen (E. 4.2). Das Kontinuitätsvertrauen ist berücksichtigt worden. Das Integrationsdefizit der mutwilligen Nichterfüllung von öffentlich-rechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtungen liess schon nach früherem Recht den Widerruf einer Niederlassungsbewilligung zu und ist dem Beschwerdeführer auch ausdrücklich angedroht worden (E. 4.3). Die Rückstufung erweist sich als rechtmässig: In objektiver Hinsicht stellt die seit der Verwarnung auf über Fr. 200'000.- angewachsene Verschuldung eine Missachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung dar. In subjektiver Hinsicht muss sich der Beschwerdeführer nicht nur ein leichtfertiges oder liederliches, sondern vielmehr ein mutwilliges Verhalten vorwerfen lassen (E. 4.4). Bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit der Rückstufung fällt vorliegend massgebend ins Gewicht, dass eine erneute formelle Ermahnung den Beschwerdeführer nicht dazu veranlassen würde, sich ernsthaft und nachhaltig um den Abbau seiner hohen Verschuldung zu bemühen (E. 4.5). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKSTUFUNG">RÃCKSTUFUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULDENWIRTSCHAFT">SCHULDENWIRTSCHAFT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSTOSS GEGEN DIE ÃFFENTLICHE ORDNUNG">VERSTOSS GEGEN DIE ÃFFENTLICHE ORDNUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 58a AIG</span><br/><span class="ungerade">Art. 63 Abs. II AIG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=55571" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2021.00294</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">12. Januar 2022</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Ersatzrichter Christian MÃ¤der, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A, vertreten durch RA B,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung (RÃ¼ckstufung),</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Der 1985 geborene nordmazedonische StaatsangehÃ¶rige A reiste am 5. Juni 1987 im Familiennachzug zu seinen Eltern in die Schweiz ein und verfÃ¼gt heute Ã¼ber eine Niederlassungsbewilligung. Am 15. September 2006 heiratete er die aus seiner Heimat stammende C, die am 24. MÃ¤rz 2014 mit den gemeinsamen Kindern D, geb. 2009, und E, geb. 2012, in die Schweiz einreiste und heute eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Ehemann hat. Am 7. Juli 2019 wurde der Sohn F geboren. Die drei Kinder sind im Besitz von Niederlassungsbewilligungen. Am 1. August 2011 war A vom Kanton G in den Kanton ZÃ¼rich gezogen; dieser Kantonswechsel wurde mit Rekursentscheid vom 26. Juni 2013 bewilligt.</p> <p class="Sachverhalt1">Seit Anfang 2008 wurden gegen A zahlreiche Betreibungen eingeleitet, die mehrheitlich zu PfÃ¤ndungen oder Verlustscheinen fÃ¼hrten. Ausserdem wurde A in der Schweiz straffÃ¤llig, unter anderem erwirkte er 2009, 2010, 2011 und 2018 Strafbefehle wegen Ungehorsams im Betreibungsverfahren. Daraufhin verwarnte ihn das Migrationsamt am 29. November 2016 und drohte ihm den Widerruf der Niederlassungsbewilligung an, falls er seinen finanziellen Verpflichtungen weiterhin nicht nachkomme.</p> <p class="Sachverhalt1">Nachdem A in der Folge zusÃ¤tzliche Schulden angehÃ¤uft hatte, widerrief das Migrationsamt die Niederlassungsbewilligung mit VerfÃ¼gung vom 9. Juni 2020 und erteilte ihm stattdessen eine Aufenthaltsbewilligung fÃ¼r ein Jahr. Eine VerlÃ¤ngerung knÃ¼pfte es an die Bedingungen, dass A eine existenzsichernde ErwerbstÃ¤tigkeit ausÃ¼be, seine finanziellen Verpflichtungen lÃ¼ckenlos erfÃ¼lle, die bestehenden Schulden abbaue, sich straflos verhalte und mit den BehÃ¶rden zusammenarbeite.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion am 15. MÃ¤rz 2021 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Mit Beschwerde vom 28. April 2021 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, dass der Rekursentscheid vom 15. MÃ¤rz 2021 aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen sei, ihm weiterhin eine Niederlassungsbewilligung zu erteilen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. </p> <p class="Sachverhalt1">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 29. April 2021 wurde der als zahlungsunfÃ¤hig erscheinende A aufgefordert, eine Kaution zu leisten. Dies geschah in der Folge fristgerecht. </p> <p class="Sachverhalt1">Die Sicherheitsdirektion erklÃ¤rte am 4. Mai 2021 den Verzicht auf eine Vernehmlassung; das Migrationsamt verzichtete stillschweigend auf eine Beschwerdeantwort.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung1">Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen einschliesslich Ermessensmissbrauch, -Ã¼ber- und -unterschreitung sowie die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 50 in Verbindung mit § 20 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2">Umstritten und zu prÃ¼fen ist, ob der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers in Kombination mit der Erteilung einer an Bedingungen geknÃ¼pften Aufenthaltsbewilligung (sog. RÃ¼ckstufung) rechtmÃ¤ssig ist.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.1 </b>GemÃ¤ss Art. 63 Abs. 2 des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG) kann die Niederlassungsbewilligung einer auslÃ¤ndischen Person widerrufen und durch eine Aufenthaltsbewilligung ersetzt werden, wenn die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG nicht erfÃ¼llt sind (RÃ¼ckstufung). Die erwÃ¤hnten Neuregelungen von Art. 63 Abs. 2 und Art. 58a AIG wurden mit der Revision des AuG und dessen Umbenennung zum AIG (Ãnderung vom 16. Dezember 2016; AS 2017 6521, 2018 3171; Bundesblatt [BBl] 2013 2397, 2016 2821) neu ins Gesetz eingefÃ¼gt und per 1. Januar 2019 in Kraft gesetzt. Als Integrationskriterien gelten die Beachtung der Ã¶ffentlichen Sicherheit und Ordnung (Art. 58a Abs. 1 lit. a), die Respektierung der Werte der Bundesverfassung (Art. 58a Abs. 1 lit. b AIG), die Sprachkompetenz (Art. 58a Abs. 1 lit. c AIG) und die Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung (Art. 58a Abs. 1 lit. d AIG). Die Art. 77a ff. der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE) konkretisieren die Integrationskriterien und -vorgaben. Die RÃ¼ckstufung kann gemÃ¤ss Art. 62a VZAE mit einer Integrationsvereinbarung oder mit einer Integrationsempfehlung nach Art. 58b AIG verbunden werden (Abs. 1). Geschieht dies nicht, ist in der RÃ¼ckstufungsverfÃ¼gung festzuhalten, welche Integrationskriterien die betroffene Person nicht erfÃ¼llt, welche GÃ¼ltigkeitsdauer die Aufenthaltsbewilligung hat, an welche Bedingungen der weitere Verbleib in der Schweiz geknÃ¼pft wird und welche Folgen deren Nichtbeachtung nach sich zieht (Abs. 2). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.2 </b>Der RÃ¼ckstufung kommt eine eigenstÃ¤ndige, vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung mit Wegweisung unabhÃ¤ngige Bedeutung zu (vgl. die Weisungen und ErlÃ¤uterungen des SEM, I. AuslÃ¤nderbereich [Weisungen AIG] vom Oktober 2013, Stand 1. Januar 2021, Ziff. 8.3.3; dasselbe, Ãnderungen der Verordnung Ã¼ber Zulassung, Aufenthalt und ErwerbstÃ¤tigkeit, ErlÃ¤uternder Bericht vom 7. November 2017 zur Inkraftsetzung der Ãnderung des AuslÃ¤ndergesetzes vom 16. Dezember 2016 [13.030; Integration], S. 13 zu Art. 62a). Die RÃ¼ckstufung soll dazu fÃ¼hren, dass die betroffene Person zukÃ¼nftig ihr Verhalten Ã¤ndert und sich besser integriert; es geht jeweils darum, ein ernsthaftes Integrationsdefizit zu beseitigen, wobei den persÃ¶nlichen UmstÃ¤nden Rechnung zu tragen ist (vgl. Art. 58a Abs. 2 AIG; Art. 77f VZAE; vgl. BGr, 19. Oktober 2021, 2C_536/2021, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.3 </b>Die RÃ¼ckstufung ist gestÃ¼tzt auf den Wortlaut von Art. 63 Abs. 2 AIG zulÃ¤ssig, wenn ein Integrationsdefizit im Sinn von Art. 58a AIG besteht. Sie muss beim Widerruf einer altrechtlich erteilten Niederlassungsbewilligung im Hinblick auf deren Unbefristetheit und Bedingungsfeindlichkeit (Art. 34 Abs. 1 AIG) sowie wegen des Grundsatzes des Vertrauensschutzes an ein unter dem neuen Recht aktualisiertes, hinreichend gewichtiges Integrationsdefizit anknÃ¼pfen (BGr, 19. Oktober 2021,2C_667/2020, E. 5.2 u. 5.3 sowie E. 6.3 u. 6.4, zur Publikation vorgesehen); nur dann besteht ein hinreichendes Ã¶ffentliches Interesse an der RÃ¼ckstufung altrechtlich erteilter Niederlassungsbewilligungen unter dem seit dem 1. Januar 2019 gÃ¼ltigen (neuen) Recht (BGr, 19. Oktober 2021, 2C_536/2021, E. 4.3 mit weiteren Hinweisen). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.4 </b>Die MigrationsbehÃ¶rden haben ihr Ermessen einzelfallbezogen auszuÃ¼ben und auf nach dem 1. Januar 2019 fortdauernde Integrationsdefizite von einer gewissen Relevanz abzustellen; sie haben einem in diesem Sinn gewichteten KontinuitÃ¤tsvertrauen bei ihrer Rechtsanwendung Rechnung zu tragen (BGr, 19. Oktober 2021, 2C_667/2020, E. 5.3, zur Publikation vorgesehen). Sie dÃ¼rfen dabei vor dem 1. Januar 2019 eingetretene Sachverhaltselemente mitberÃ¼cksichtigen, um die neue Situation im Lichte der bisherigen wÃ¼rdigen und in diesem Sinn die Entstehung und das Fortdauern des Integrationsdefizits umfassend klÃ¤ren zu kÃ¶nnen (vgl. BGE 133 II 97 E. 4; 122 II 148 E. 2a S. 151; BGr, 19. Oktober 2021, 2C_667/2020, E. 5.3, zur Publikation vorgesehen; BGr, 19. Oktober 2021, 2C_536/2021, E. 4.4 mit weiteren Hinweisen). </p> <p class="Erwgung3"><b>2.1.5 </b>Die RÃ¼ckstufung muss, wie jedes staatliche Handeln, verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein (Geeignetheit, Erforderlichkeit, Respektierung des Ãbermassverbots [Zumutbarkeit]), was jeweils im Einzelfall zu prÃ¼fen und zu begrÃ¼nden ist. Die RÃ¼ckstufung setzt sich aus einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung und der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zusammen; die RÃ¼ckstufung erfolgt jedoch als eine Einheit (uno actu), weshalb im kantonalen Verfahren ihre VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit jeweils als Ganzes zu beurteilen ist. Die RÃ¼ckstufung kann deshalb auch als eigenstÃ¤ndiger Akt mit einer Verwarnung angedroht werden â gegebenenfalls muss sie dies auch in Anwendung des VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzips. Nach der RÃ¼ckstufung ist ein Widerruf oder eine NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung mÃ¶glich, wenn die mit der Bewilligung verbundenen Bedingungen oder eine Integrationsvereinbarung ohne entschuldbaren Grund nicht eingehalten werden (vgl. Art. 62 Abs. 1 lit. d und g AIG). Eine allfÃ¤llige kÃ¼nftige NichtverlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung muss dannzumal wiederum als Ganzes verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein und insbesondere dem Ãbermassverbot (VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit im engeren Sinn) genÃ¼gen (BGr, 19. Oktober 2021, 2C_667/2020, E. 2.6, zur Publikation vorgesehen; BGr, 19. Oktober 2021, 2C_536/2021, E. 4.5 mit weiteren Hinweisen). </p> <p class="Erwgung3"><b><span>2.1.6 </span></b>Das Verwaltungsgericht Ã¼bt eine gewisse ZurÃ¼ckhaltung in der ersten ÃberprÃ¼fung der angeordneten Integrationsanweisungen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist zu prÃ¼fen, ob die Bedingungen objektiv gesehen grundsÃ¤tzlich zumutbar und erreichbar sind. PrimÃ¤r ist das Ziel der Bedingungen zu beurteilen und dem Migrationsamt ist hier ein erhebliches Ermessen einzurÃ¤umen (vgl. auch Art. 58b Abs. 1 AIG, wonach die Integrationsvereinbarung die Ziele, Massnahmen und Fristen einer individuell vereinbarten IntegrationsfÃ¶rderung festhÃ¤lt und damit primÃ¤r zielorientiert ist). Dies, weil es in einem zweiten Schritt nach Ablauf der Frist Sache des Gerichts sein wird, detailliert zu prÃ¼fen, ob die Auflagen erreicht oder allenfalls unverschuldet nicht erreicht wurden. Damit wird den konkreten und im Detail kaum vorhersehbaren UmstÃ¤nden Rechnung getragen, weil erst retrospektiv die Einhaltung der entsprechenden Auflagen und die Schuldhaftigkeit einer entsprechenden Nichteinhaltung beurteilt werden kann (VGr, 16. Dezember 2020, VB.2020.00539, E. 4.3.1).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, dass der BeschwerdefÃ¼hrer das Integrationskriterium der Beachtung der Ã¶ffentlichen Sicherheit und Ordnung deswegen nicht erfÃ¼lle, weil er sich um Ã¶ffentlich- und privatrechtliche Verpflichtungen mutwillig nicht kÃ¼mmere. Nachdem bereits eine Verwarnung ausgesprochen worden sei, komme eine RÃ¼ckstufung infrage, wenn die auslÃ¤ndische Person in der Folge ungenÃ¼gende Sanierungsanstrengungen unternommen und weiterhin Schulden angehÃ¤uft habe. Nach zutreffender Feststellung des Migrationsamts habe sich die Verschuldung im Zeitpunkt der Verwarnung am 29. November 2016 auf Fr. 144'975.- belaufen und sei bis im Januar 2020 um Fr. 63'069.- auf Fr. 208'044.- angewachsen, allein um rund Fr. 17'740.- zwischen April 2019 und Januar 2020. Selbst wenn die BeschÃ¤ftigung bei der seiner Schwester gehÃ¶renden H GmbH keine blosse GefÃ¤lligkeit darstellen sollte, sei unerfindlich, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer nicht schon seit Jahren in einem Vollzeitpensum arbeite, sondern immer wieder von der Arbeitslosenkasse habe unterstÃ¼tzt werden mÃ¼ssen. Der BeschwerdefÃ¼hrer lege nicht dar, dass er nach der Verwarnung im November 2016 bis zur Einleitung des RÃ¼ckstufungsverfahrens im November 2019 nennenswert Schulden abgebaut habe; ernsthafte solche BemÃ¼hungen liessen sich erst seit Januar 2020 erkennen. Diese erfolgten freilich unter dem Druck des RÃ¼ckstufungsverfahrens und genÃ¼gten daher nicht, um sein Verhalten zu entschuldigen. Im Weiteren sei der BeschwerdefÃ¼hrer wiederholt straffÃ¤llig geworden. Somit liege ein Integrationsdefizit gemÃ¤ss Art. 58a Abs. 1 lit. a AIG in Verbindung mit Art. 77a Abs. 1 lit. a und b VZAE vor, weshalb eine RÃ¼ckstufung zulÃ¤ssig sei. Schliesslich erweise sich diese Massnahme auch als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig, weil die Verwarnung den BeschwerdefÃ¼hrer nicht zu einer Ãnderung seines Verhaltens bewogen habe. Was dessen private Interessen anbelange, fÃ¼hre die RÃ¼ckstufung zwar zu einer merklichen Verschlechterung der Rechtsstellung. Indessen sei diese Wirkung erwÃ¼nscht, damit fÃ¼r die Wiedererlangung der Niederlassungsbewilligung eine VerhaltensÃ¤nderung erzielt werde. Die vom Migrationsamt fÃ¼r die spÃ¤tere VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung aufgestellten Bedingungen seien rechtens.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet hiergegen im Wesentlichen ein, dass fÃ¼r ihn als echten "Secondo", der seit fast 35 Jahren in der Schweiz lebe, eine RÃ¼ckstufung schon aus diesem Grund ausser Betracht falle. Von den in Art. 58a AIG aufgefÃ¼hrten Integrationskriterien kÃ¶nne ihm einzig die NichterfÃ¼llung von finanziellen Verpflichtungen entgegengehalten werden. Wegen der Vielzahl von Verlustscheinen mit teilweise identischen Forderungen auf verschiedenen BetreibungsregisterauszÃ¼gen dÃ¼rfe ihm nicht vorgeworfen werden, dass er seine Schuldenlast nicht vollumfÃ¤nglich ermittelt habe. Wie die dem Gericht prÃ¤sentierte Zusammenstellung zeige, seien die Schulden insgesamt geringer, als aus den Verlustscheinen hervorgehe. Entgegen der Annahme der Vorinstanz bemÃ¼he er sich seit Jahren und nicht erst unter dem Druck des vorliegenden Verfahrens ernsthaft darum, seine Schulden in den Griff zu bekommen. Nach dem neuesten Auszug aus dem Betreibungsregister beliefen sich die Schulden nur noch auf gut 30'000 Franken. Seit seiner Verwarnung habe sich die Situation damit verbessert und nicht verschlechtert. Jedenfalls gehe es nicht an, uralte Schulden als Grund fÃ¼r eine RÃ¼ckstufung heranzuziehen. Er bewege sich seit einem geschÃ¤ftlichen Misserfolg vor bald 15 Jahren in einer Schuldenspirale; die neuen Schulden seien Folge der jeweils laufenden PfÃ¤ndungen, was eine finanzielle Gesundung verhindert habe. Dies sei nunmehr mÃ¶glich, nachdem die LohnpfÃ¤ndung dank der Hilfe durch seine Familie aufgehoben worden sei. Jedenfalls handle es sich bei der Schuldensituation nicht um ein plÃ¶tzlich auftretendes Integrationsdefizit. Schliesslich erweise sich eine RÃ¼ckstufung auch aufgrund der damit verbundenen Nachteile als unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.1.1 </b>Art. 90 AIG verpflichtet die auslÃ¤ndische Person zu einer weitreichenden Mitwirkung bei der Feststellung des fÃ¼r die Anwendung dieses Gesetzes massgebenden Sachverhalts. Insbesondere muss sie a) zutreffende und vollstÃ¤ndige Angaben Ã¼ber die fÃ¼r die Regelung des Aufenthalts wesentlichen Tatsachen machen; b) die erforderlichen Beweismittel unverzÃ¼glich einreichen oder sich darum bemÃ¼hen, sie innerhalb einer angemessenen Frist zu beschaffen; c) Ausweispapiere beschaffen oder bei deren Beschaffung durch die BehÃ¶rden mitwirken.</p> <p class="Erwgung3"><b>4.1.2 </b>Vorauszuschicken ist, dass die Ermittlung der Schulden des BeschwerdefÃ¼hrers schwerfÃ¤llt und kaum selbst nur annÃ¤hernd zuverlÃ¤ssig vorgenommen werden kann. Dies ist auf die zahlreichen (PfÃ¤ndungs-)Verlustscheine und die noch hÃ¤ufigeren Betreibungen zurÃ¼ckzufÃ¼hren, die in BetreibungsregisterauszÃ¼gen von je zwei Amtsstellen in den Kantonen G und ZÃ¼rich dokumentiert sind. Wenn der BeschwerdefÃ¼hrer vor Verwaltungsgericht â freilich ohne dies nÃ¤her zu substanziieren â dartut, er habe "mit Hilfe seiner Familie" die LohnpfÃ¤ndung beenden kÃ¶nnen, ist zu vermuten, dass er zusÃ¤tzlich Schulden gegenÃ¼ber Verwandten begrÃ¼ndet hat; jedenfalls macht er nicht geltend, diese Mittel durch Erbschaft oder Schenkung erhalten zu haben. Sodann ist aller Erfahrung nach davon auszugehen, dass weitere Verpflichtungen bestehen, die (noch) nicht zu einer Zwangsvollstreckung gefÃ¼hrt haben. Ungeachtet der Schwierigkeit, einen klaren Ãberblick Ã¼ber die finanziellen VerhÃ¤ltnisse des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner Ehefrau zu gewinnen, hÃ¤tte es nach dem Gesagten an ihm gelegen, diesbezÃ¼glich grÃ¶sstmÃ¶gliche Anstrengungen zu einer transparenten und beweiskrÃ¤ftigen Darlegung seiner finanziellen Lage zu unternehmen. Dies hat er sowohl im Verwaltungs- als auch im Rekurs- und Beschwerdeverfahren versÃ¤umt. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>GemÃ¤ss der unangefochten in Rechtskraft erwachsenen VerfÃ¼gung vom 29. November 2016, worin das Migrationsamt den BeschwerdefÃ¼hrer verwarnt und ihm den Widerruf der Niederlassungsbewilligung angedroht hat, belief sich die aktenkundige Verschuldung auf Fr. 144'975.-. Laut Feststellung des Migrationsamts in der streitbetroffenen VerfÃ¼gung vom 9. Juni 2020, welche die Sicherheitsdirektion im angefochtenen Rekursentscheid bestÃ¤tigt hat, sind die Schulden des BeschwerdefÃ¼hrers bis Januar 2020 um Fr. 63'069.- auf Fr. 208'044.- angewachsen.</p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer versÃ¤umt es, die dem Rekursentscheid zugrunde liegende Verschuldung mittels einer substanziierten Sachdarstellung zu widerlegen sowie die tatsÃ¤chlichen finanziellen VerhÃ¤ltnisse darzutun und nachzuweisen. Vielmehr begnÃ¼gt er sich damit, einzelne Positionen mit der Behauptung zu bestreiten, diese seien entweder versehentlich doppelt aufgefÃ¼hrt oder inzwischen getilgt. Bei "gewissen uralten Forderungen" seien die GlÃ¤ubiger gar nicht mehr "verfÃ¼gbar". Mit diesen pauschalen Einwendungen, die weder durch eine ErklÃ¤rung der betreffenden GlÃ¤ubiger noch des zustÃ¤ndigen Betreibungsamts belegt werden, vermag der BeschwerdefÃ¼hrer die vorinstanzliche Feststellung nicht zu erschÃ¼ttern. Selbst wenn von einer geringeren Mehrverschuldung auszugehen wÃ¤re, ergingen zahlreiche Betreibungen nach der Verwarnung vom 29. November 2016 und mehrere solche auch nach Einleitung des RÃ¼ckstufungsverfahrens am 13. November 2019. Keinerlei Angaben macht der BeschwerdefÃ¼hrer schliesslich zu solchen Schulden, die bisher weder zu einer Betreibung noch zu einem Verlustschein gefÃ¼hrt haben, aber noch offen sind. Diese Unklarheiten sind mangels ErfÃ¼llung der ihm obliegenden Mitwirkungspflichten zu Ungunsten des BeschwerdefÃ¼hrers zu wÃ¼rdigen.</p> <p class="Urteilstext">Wie die Sicherheitsdirektion zutreffend und unwidersprochen ausgefÃ¼hrt hat, lÃ¤sst sich nicht nachvollziehen, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer nicht seit Jahren in einem Vollzeitpensum erwerbstÃ¤tig und zwischenzeitlich sogar arbeitslos war. Jedenfalls macht er nicht geltend, dass er teilweise die Betreuung seiner drei Kinder Ã¼bernommen und den Haushalt gefÃ¼hrt habe, um seiner Ehefrau eine ErwerbstÃ¤tigkeit in substanziellem Ausmass zu ermÃ¶glichen. Wenn man dem BeschwerdefÃ¼hrer zugutehÃ¤lt, dass seine BeschÃ¤ftigung in der seiner Schwester I gehÃ¶renden H GmbH, J, keine blosse GefÃ¤lligkeit darstellt und das bezogene Gehalt von brutto Fr. 7'050.- nachhaltig ist, bleibt ungeklÃ¤rt, weshalb er diesen Verdienst nicht schon frÃ¼her als seit anfangs 2020 erwirtschaftet hat.</p> <p class="Urteilstext">Nach dem Gesagten ist angesichts der anhaltenden und anwachsenden Schuldenwirtschaft des BeschwerdefÃ¼hrers mit der Vorinstanz von einem schwerwiegenden Verstoss gegen die Ã¶ffentliche Ordnung auszugehen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Die mit dem Rekursentscheid bestÃ¤tigte RÃ¼ckstufung erweist sich ohne Weiteres als rechtmÃ¤ssig: In objektiver Hinsicht stellt die seit der Verwarnung auf Ã¼ber Fr. 200'000.- angewachsene Verschuldung eine Missachtung der Ã¶ffentlichen Sicherheit und Ordnung im Sinn von Art. 58a Abs. 1 lit. a AIG dar. In subjektiver Hinsicht muss sich der BeschwerdefÃ¼hrer nicht nur ein leichtfertiges oder liederliches, sondern vielmehr ein mutwilliges Verhalten vorwerfen lassen. Dass diesem ein kognitives UnvermÃ¶gen oder eine Erkrankung zugrunde gelegen haben kÃ¶nnte, lÃ¤sst sich den Akten nicht entnehmen (vgl. Marc Spescha, in: ders<span>. et al., Migrationsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2019, </span>Art. 58a N 3 AIG). Die Ã¼berwiegend mit seiner Schuldenwirtschaft zusammenhÃ¤ngenden Straftaten des BeschwerdefÃ¼hrers erscheinen zwar nicht als sehr gravierend, lassen aber dennoch den Unwillen erkennen, seine finanziellen VerhÃ¤ltnisse in Ordnung zu bringen.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Bei der PrÃ¼fung der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der RÃ¼ckstufung fÃ¤llt vorliegend massgebend ins Gewicht, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer durch die Verwarnung vom 29. November 2016 offensichtlich nicht hat beeindrucken lassen und sich trotz des drohenden Widerrufs der Niederlassungsbewilligung nicht um die Regulierung seiner Verpflichtungen bemÃ¼ht, sondern vielmehr weiterhin Schulden angehÃ¤uft hat. Insbesondere ist schwer verstÃ¤ndlich, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer offenbar nie â etwa mit Hilfe einer darauf spezialisierten Fachperson â nachhaltige Sanierungsanstrengungen unternommen hat. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.5 </b>Die vom Migrationsamt in der VerfÃ¼gung vom 9. Juni 2020 in Dispositiv-Ziffer 3 in Verbindung mit ErwÃ¤gung 4 lit. a fÃ¼r die kÃ¼nftige VerlÃ¤ngerung der Aufenthaltsbewilligung statuierten Bedingungen (AusÃ¼ben einer existenzsichernden ErwerbstÃ¤tigkeit; lÃ¼ckenlose ErfÃ¼llung der finanziellen Verpflichtungen, insbesondere Begleichung der KrankenkassenprÃ¤mien; Abbau der bestehenden Schulden; strafloses Verhalten; Kooperation mit den BehÃ¶rden) erscheinen ebenfalls als recht- und verhÃ¤ltnismÃ¤ssig und werden vom BeschwerdefÃ¼hrer denn auch nicht beanstandet.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.6 </b>Auch wenn die RÃ¼ckstufung der auslÃ¤nderrechtlichen Bewilligung fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer mit einer empfindlichen Statusverschlechterung einhergeht, ist sein weiterer Aufenthalt in der Schweiz derzeit nicht gefÃ¤hrdet und von seinen zukÃ¼nftigen Anstrengungen beim Schuldenabbau abhÃ¤ngig. Der heute 36-jÃ¤hrige BeschwerdefÃ¼hrer hat fast sein ganzes Leben in der Schweiz verbracht und lebt hier seit 2014 mit seiner Ehefrau C zusammen, die Ã¼ber eine Aufenthaltsbewilligung verfÃ¼gt; die drei gemeinsamen Kinder sind im Besitz von Niederlassungsbewilligungen. Trotz der festen Verankerung der Familie in der Schweiz wiegen die Schuldenwirtschaft des BeschwerdefÃ¼hrers zusammen mit den strafrechtlichen Verurteilungen schwer; daher vermag seine Integration in anderen Bereichen die Defizite bei der Beachtung der Ã¶ffentlichen Sicherheit und Ordnung auch in einer GesamtwÃ¼rdigung nicht aufzuwiegen (vgl. Spescha, in: ders. et al., Art. 58 AIG N. 1, mit Hinweisen). Das private Interesse des BeschwerdefÃ¼hrers, den privilegierten migrationsrechtlichen Status der Niederlassungsbewilligung zu behalten, ist demgemÃ¤ss geringer zu gewichten als das Ã¶ffentliche Interesse, ihn mittels RÃ¼ckstufung mit Nachdruck an seine Integrationsverpflichtung zu erinnern. Demnach besteht ein Ã¼berwiegendes Ã¶ffentliches Interesse an der RÃ¼ckstufung der Bewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers, womit sich die Massnahme insgesamt als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweist.</p> <p class="Urteilstext">Diese ErwÃ¤gungen fÃ¼hren zur Abweisung der Beschwerde.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Seit dem 1. Januar 2021 ist gemÃ¤ss Art. 3 lit. g der Verordnung des EJPD Ã¼ber die dem Zustimmungsverfahren unterliegenden auslÃ¤nderrechtlichen Bewilligungen und Vorentscheide vom 13. August 2015 die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zur Ersetzung einer widerrufenen Niederlassungsbewilligung im Sinn von Art. 63 Abs. 2 AIG dem SEM zur Zustimmung zu unterbreiten. Die Neuregelung findet auf alle nach Inkrafttreten der Ãnderungen vor kantonalen Instanzen hÃ¤ngigen Bewilligungsverfahren Anwendung (vgl. Art. 126 Abs. 2 AIG), womit vorliegend vor Erteilung der Aufenthaltsbewilligung an die BeschwerdefÃ¼hrerin die Zustimmung des SEM einzuholen ist. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a sowie § 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>