<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2004.00002</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204237&amp;W10_KEY=4467141&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2004.00002</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.05.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Entschädigung/Abfindung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Höhe der Abfindung für einen entlassenen Klavierlehrer<br/><br/>Die Entschädigung wegen missbräuchlicher Kündigung (Art. 336a OR) dient sowohl der Bestrafung als auch der Wiedergutmachung (E. 2.2). Den Beschwerdeführer trifft an der Kündigung kein Verschulden, womit er Anspruch auf eine Abfindung hat (E. 2.4). Das Verwaltungsgericht kann die Höhe der Abfindung nicht auf ihre Angemessenheit, sondern nur auf Ermessensfehler prüfen (E. 2.5). Zumindest im vorliegenden Fall kann die pönale Komponente von Art. 336a OR auf die Entschädigung, die Wiedergutmachungskomponente von Art. 336a OR dagegen auf die Abfindung übertragen werden (E. 3.4).<br/>Der Beschwerdeführer hatte Mühe, wieder eine Stelle als Klavierlehrer zu finden und arbeitet heute in einem anderen Beruf zu einem deutlich tieferen Lohn (E. 4.3). Eine andere Lehrerin konnte ihr bestehendes Pensum bei einer anderen Schule ausbauen und erhielt dieselbe Abfindung. Keine rechtsungleiche Behandlung, da es der Beschwerdeführer versäumte, während der Kündigungsfrist zusätzliche Qualifikationen zu erwerben und sich für geeignete Stellen zu bewerben (E. 4.4).<br/>Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABFINDUNG">ABFINDUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSENSKONTROLLE">ERMESSENSKONTROLLE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MISSBRÃUCHLICHE KÃNDIGUNG">MISSBRÃUCHLICHE KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSGLEICHHEIT">RECHTSGLEICHHEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 8 BV</span><br/><span class="ungerade">Art. 336a OR</span><br/><span class="gerade">§ 26 PG</span><br/><span class="ungerade">§ 26 Abs. 5 PG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>A. </span></b><span>A, geboren 1961, der 1983 das Diplom als Klavierlehrer mit dem PrÃ¤dikat "sehr gut" erhielt, wurde auf 1. MÃ¤rz 1993 als Klavierlehrer (Lehr­beauftragter II, LB II) an der Kantonsschule L fÃ¼r neun Lektionen wÃ¶chentlich eingestellt, die bis August 2000 garantiert waren. Mit VerfÃ¼gung vom 21. August 2000 Ã¼berfÃ¼hrte die Bildungsdirektion sein AnstellungsverhÃ¤ltnis als Lehrbeauftragter II in eine unbefristete Anstellung als Mittelschullehrperson ohne besondere Aufgaben (MSL obA). Gleichzeitig kÃ¼ndigte die Schulleitung der Kantonsschule L A die Be­endi­gung der Anstellung als MSL obA auf August 2002 an, es sei denn, er wÃ¼rde im schul­internen Anstellungsverfahren um frei werdende Stellen als Mittelschullehrperson mbA Erfolg haben. Zugrunde lag diesem Vorgehen der Schule die geÃ¤nderte Personalpolitik, wonach ein mÃ¶glichst grosser Teil der Unterrichtsstunden unbefristet an â enger an die Schule gebundene â Mittelschullehrpersonen mbA mit einem Pensum von mindestens 50 % vergeben werden sollte, um die KontinuitÃ¤t des Unterrichtes sicherzustellen. Unbefristete AnstellungsverhÃ¤ltnisse obA sollten auf persÃ¶nlich oder fachlich begrÃ¼ndete Ausnahmen und auf Pensen unter 50 % beschrÃ¤nkt bleiben. A bewarb sich in der Folge um ein Pensum von 50 bis 65 % als MSL mbA. Die Anstellungskommission setzte ihn trotz positiver Beurteilung mit leiser Kritik an seinem Unterrichtsstil nicht auf den ersten Platz der Bewerber um eine Stelle als MSL mbA, was gleichbedeutend war mit dem in Aussicht gestellten Ausscheiden aus dem LehrkÃ¶rper. Am 19. Juni 2001 kÃ¼ndigte die Kantonsschule L das AnstellungsverhÃ¤ltnis mit A auf 28. Februar 2002. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>B. </span></b><span>Gegen die am 19. Juni 2001 ausgesprochene KÃ¼ndigung liess A am 26. Juli 2001 bei der Schulrekurskommission rekurrieren und beantragen, die KÃ¼ndigung sei aufzuheben, eventualiter sei das ArbeitsverhÃ¤ltnis per August 2002 aufzuheben und ihm diesfalls eine Abfindung von 15 MonatslÃ¶hnen auszurichten. Auf Antrag der Rekursgegnerin entzog die Schulrekurskommission dem Rekurs die aufschiebende Wirkung fÃ¼r die Dauer des Verfahrens. Mit Beschluss vom 18. MÃ¤rz 2002 hiess die Schulrekurskommission den Rekurs von A insofern gut, als sie feststellte, dass kein sachlicher Entlassungsgrund bestanden habe. Hingegen wies sie den Antrag auf Aufhebung der KÃ¼ndigung ab, trat im Ãbrigen auf den Rekurs nicht ein und Ã¼berwies das Verfahren der Bildungsdirektion zum Entscheid betreffend Abfindung und EntschÃ¤digung. Auf eine von der Schulkommission der Kantonsschule L am 10. April 2002 erhobene Beschwerde trat das Verwaltungsgericht mit Beschluss vom 17. April 2002 nicht ein. </span></p> <p class="Sachverhalt2"><b><span>C. </span></b><span>Unter WÃ¼rdigung der gesamten UmstÃ¤nde, des grossen Einsatzes von A fÃ¼r die Kantonsschule L und der Schwierigkeiten, eine neue Stelle zu finden, sprach ihm die Bildungsdirek­tion im Entscheid vom 25. Oktober 2002 eine EntschÃ¤digung von drei MonatslÃ¶hnen sowie eine Abfindung von sechs MonatslÃ¶hnen zu. Die EntschÃ¤digung hatte ohne Abzug von SozialversicherungsbeitrÃ¤gen zu erfolgen.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen erhob A, nunmehr nicht mehr vertreten, am 4. Dezember 2002 Rekurs beim Regierungsrat und verlangte, die EntschÃ¤digung sei auf fÃ¼nf und die Abfindung auf 15 MonatslÃ¶hne festzusetzen. Am 16. Dezember 2002 Ã¼berwies die Bildungsdirektion A Fr. 27'642.90 als Abfindung und Fr. 13'821.45 als diverse EntschÃ¤digungen, unter Abzug von insgesamt Fr. 2'700.75. Der Regierungsrat wies den Rekurs mit Entscheid vom 21. Januar 2004 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen erhob A am 22. Februar 2004 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte, die EntschÃ¤digung sei von drei auf vier und die Abfindung von sechs auf acht (eventualiter sieben) MonatslÃ¶hne festzulegen. Ferner seien bei der am 16. Dezember 2002 erfolgten Auszahlung die AbzÃ¼ge in HÃ¶he von Fr. 2'700.75 rÃ¼ckgÃ¤ngig zu machen. Die Beschwerdegegnerin verzichtete darauf, einen Antrag zu stellen unter Hinweis darauf, dass der BeschwerdefÃ¼hrer keinen Ermessensmissbrauch geltend gemacht habe. Die Staatskanzlei beantragte im Namen des Regierungsrates die Abweisung der Beschwerde. </span></p> <p class="Zwischentitel"><span>Der Einzelrichter</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Vorliegend ist die erfolgte KÃ¼ndigung vom 19. Juni 2001 nunmehr unbestritten, nachdem darÃ¼ber bereits ein Rechtsmittelverfahren gefÃ¼hrt wurde. Hingegen liegen die Folgen der ausgesprochenen KÃ¼ndigung im Streit. Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) fÃ¼r die Behandlung von Beschwerden gegen personalrechtliche Rekursentscheide des Regierungsrats zustÃ¤ndig. Mit der Beschwerde kÃ¶nnen auch vermÃ¶gensrechtliche AnsprÃ¼che aus dem DienstverhÃ¤ltnis geltend gemacht werden (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. zu §§ 74-80d, N. 8). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt in der Beschwerde im Maximum die ErhÃ¶hung der EntschÃ¤digung um einen und der Abfindung um zwei MonatslÃ¶hne. Angesichts eines Brutto-Monatslohnes von Fr. 4'607.15 wird der Streitwert von Fr. 20'000.- nicht erreicht, weshalb der Einzelrichter zum Entscheid berufen ist. Fragen von grundsÃ¤tzlicher Bedeutung stellen sich nicht (§ 38 Abs. 2 und 3 VRG).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.3 </span></b><span>Im Entscheid vom 25. Oktober 2002 hielt die Bildungsdirektion ausdrÃ¼cklich fest, dass auf der EntschÃ¤digung von drei MonatslÃ¶hnen keine SozialversicherungsbeitrÃ¤ge in Abzug gebracht werden dÃ¼rften. Diese Frage war im vorangehenden Rekursverfahren nicht strittig und ist es vorliegend auch nicht. Mit der Abweisung des Rekurses durch die Vorinstanz wurde somit bestÃ¤tigt, dass die EntschÃ¤digung ohne Abzug von SozialversicherungsbeitrÃ¤gen zu erfolgen habe. Dasselbe trifft hingegen nicht zu fÃ¼r die Abfindung. GemÃ¤ss der Lohnabrechnung vom 16. Dezember 2002 wurden dem BeschwerdefÃ¼hrer auf dem gesamten Betreffnis von Fr. 41'464.35 (EntschÃ¤digung und Abfindung) 5.050 % fÃ¼r die AHV-PrÃ¤mie (Fr. 2'093.95) abgezogen, auf der EntschÃ¤digung weiter die NBU- und die ALV-PrÃ¤mie. Der BeschwerdefÃ¼hrer beanstandet dies in der Beschwerde, was in der Rekursschrift vom 4. Dezember 2002 aus zeitlichen GrÃ¼nden noch nicht mÃ¶glich war. Nach Erhalt der Lohnabrechnung vom 16. Dezember 2002 Ã¤usserte sich der BeschwerdefÃ¼hrer im Rekursverfahren offenbar nicht mehr. Soweit die Rekursinstanz geltend macht, Beschwerdeantrag 3 sei nicht Thema des Rekurses gewesen und es sei darauf nicht einzutreten, trifft dies zu. Insbesondere wÃ¤re es dem BeschwerdefÃ¼hrer mÃ¶glich gewesen, im Sinne einer neuen Tatsache die Lohnabrechnung vom 16. Dezember 2002 im Rekursverfahren nachzureichen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 47 f.). Insofern ist auf die Beschwerde daher nicht einzutreten. Ein bleibender Nachteil entsteht dem BeschwerdefÃ¼hrer daraus nicht: Mit Bezug auf die zugesprochene EntschÃ¤digung von drei und die Abfindung von sechs MonatslÃ¶hnen ist das Verfahren lÃ¤ngst rechtskrÃ¤ftig geworden. Es steht dem BeschwerdefÃ¼hrer daher frei, gestÃ¼tzt auf den Entscheid der Bildungsdirektion vom 25. Oktober 2002, seine teilweise geschmÃ¤lerten AnsprÃ¼che durchzusetzen bzw. die RÃ¼ckerstattung von AbzÃ¼gen, die zu Unrecht vorgenommen worden sind, zu verlangen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Erweist sich die KÃ¼ndigung als missbrÃ¤uchlich oder sachlich nicht gerechtfertigt, und wird der oder die Angestellte nicht wieder eingestellt, so bemisst sich die EntschÃ¤digung nach den Bestimmungen des Obligationenrechts (OR) Ã¼ber die missbrÃ¤uchliche KÃ¼ndigung. Die Ausrichtung einer Abfindung nach § 26 bleibt vorbehalten (§ 18 Abs. 3 des Personalgesetzes vom 27. September 1998 [PG]). Nach Art. 336a Abs. 2 OR wird die EntschÃ¤digung vom Richter unter WÃ¼rdigung aller UmstÃ¤nde festgesetzt, darf aber den Betrag nicht Ã¼bersteigen, der dem Lohn des Arbeitnehmers fÃ¼r sechs Monate entspricht. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Grundfolge einer missbrÃ¤uchlichen KÃ¼ndigung â wie gezeigt, wird die sachlich nicht begrÃ¼ndete KÃ¼ndigung einer solchen gleichgesetzt â ist bloss eine EntschÃ¤digung. Die EntschÃ¤digung nach Art. 336a OR dient sowohl der Bestrafung als auch der Wiedergutmachung. Sie ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ein Gebilde eigener Art, das mit einer Konventionalstrafe vergleichbar ist (BGE 123 III 391 E. 3c = Pra 87/1998 Nr. 24; Manfred Rehbinder/Wolfgang Portmann, Basler Kommentar, 2003, Art. 336a OR N. 1; anders noch BGE 123 III 246 E. 6a und 119 II 157 E. 2c). Bei der EntschÃ¤digung nach Art. 336a OR wird der Richter im Rahmen der vorgegebenen Schranken auf sein Ermessen verwiesen ("in WÃ¼rdigung aller UmstÃ¤nde"). Zu den zu wÃ¼rdigenden UmstÃ¤nden gehÃ¶ren im Hinblick auf die pÃ¶nale Komponente die Schwere der Verfehlung des Arbeitgebers, die insbesondere durch den Anlass der KÃ¼ndigung, ein allfÃ¤lliges Mitverschulden des Arbeitnehmers, das Vorgehen bei der KÃ¼ndigung und die Art des aufgelÃ¶sten ArbeitsverhÃ¤ltnisses bestimmt wird, ferner die wirtschaftlichen VerhÃ¤ltnisse des entschÃ¤digungspflichtigen Arbeitgebers sowie die Schwere des Eingriffs in die PersÃ¶nlichkeit des Arbeitnehmers. Hinsichtlich der Wiedergutmachungsfunktion sind zusÃ¤tzlich die wirtschaftlichen Auswirkungen der KÃ¼ndigung auf den Arbeitnehmer zu berÃ¼cksichtigen, so namentlich das Alter des Arbeitnehmers, seine berufliche Stellung, seine soziale Situation, die Schwierigkeiten seiner Wiedereingliederung in das Arbeitsleben, die konjunkturelle Lage auf dem Arbeitsmarkt und die Dauer des ArbeitsverhÃ¤ltnisses (Rehbinder/Portmann, Art. 336a OR N. 2 f.; JÃ¼rg BrÃ¼hwiler, Kommentar zum Einzelarbeitsvertrag, 2. A., Bern/Stuttgart/Wien 1996, Art. 336a OR N. 2; Ullin Streiff/Adrian von Kaenel, Arbeitsvertrag, 5. A., ZÃ¼rich 1993, Art. 336a OR N. 3). Nach Lehre und Rechtsprechung ist die bedeutendste Folge der dargestellten Charakterisierung der EntschÃ¤digung von Art. 336a OR als Straf- und Wiedergutmachungs-Zahlung, dass der Betrag ohne jeden Abzug von Sozialleistungen rein netto auszurichten ist (Streiff/von Kaenel, Art. 336a OR N. 2; BGE 123 V 5 E. 5; dazu auch VGr, 5. Juli 2002, PB.2002.00008 E. 3b/bb, www.vgrzh.ch; vorn 1.4).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>GemÃ¤ss § 26 Abs. 1 PG haben Angestellte mit wenigstens fÃ¼nf Dienstjahren, deren ArbeitsverhÃ¤ltnis auf Betreiben des Staates und ohne ihr Verschulden aufgelÃ¶st wird, Anspruch auf eine Abfindung, sofern sie mindestens 35-jÃ¤hrig sind. Der Regierungsrat regelt die Festsetzung der Abfindung und bestimmt einen nach dem Alter abgestuften Rahmen als Richtlinie; die Abfindung betrÃ¤gt hÃ¶chstens 15 MonatslÃ¶hne (§ 26 Abs. 4 PG; Beschluss Nr. 599 des Regierungsrates vom 25. April 2001, Ziffer 4.1.3). Die Abfindung wird nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalls festgelegt; angemessen berÃ¼cksichtigt werden insbesondere die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse, die Dienstzeit, der KÃ¼ndigungsgrund sowie der neue Lohn, falls der oder die Angestellte weiterbeschÃ¤ftigt wird (§ 26 Abs. 5 PG). GemÃ¤ss § 7 Abs. 1 lit. a und b der Personalverordnung vom 16. Dezember 1998 betrÃ¤gt die Abfindung je nach den im Einzelfall massgebenden UmstÃ¤nden bis zum 40. Altersjahr einen bis sechs MonatslÃ¶hne, vom 41. bis zum 50. Altersjahr zwei bis zwÃ¶lf MonatslÃ¶hne. Nachdem zur Bemessung der Abfindung auf die konkreten VerhÃ¤ltnisse des Einzelfalls abzustellen ist, muss das Alter des Betroffenen im Zeitpunkt der AuflÃ¶sung des AnstellungsverhÃ¤ltnisses und kann nicht der Zeitpunkt des Entscheids im abschliessenden Rechtsmittelverfahren massgebend sein. Die KÃ¼ndigung erfolgte vorliegend auf Ende Februar 2002. Damals war der BeschwerdefÃ¼hrer, geboren 29. Mai 1961, 40 Jahre alt und stand somit im 41. Altersjahr. Entsprechend bemisst sich die Abfindung grundsÃ¤tzlich im Rahmen von zwei bis zwÃ¶lf MonatslÃ¶hnen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.4 </span></b><span>Die Abfindung im Sinn von § 26 PG will Staatsangestellten, die zwar aus objektiven GrÃ¼nden, aber ohne persÃ¶nliches Verschulden entlassen werden, ab einer bestimmten Zahl von Dienstjahren eine gewisse ÃberbrÃ¼ckungshilfe und Anerkennung fÃ¼r ihre Diensttreue gewÃ¤hren und zugleich die sozialen HÃ¤rten einer KÃ¼ndigung mildern helfen. Die Abfindung soll auch prÃ¤ventiv gegen leichtfertige KÃ¼ndigungen wirken (Fritz Lang, Das ZÃ¼rcher Personalgesetz vom 27. September 1998, in: Peter Helbling/Tomas Poledna [Hrsg.], Per­sonalrecht des Ã¶ffentlichen Dienstes, Bern 1999, S. 49, 69; vgl. VGr, 14. MÃ¤rz 2001, PB.2000.00029 E. 9b, www.vgrzh.ch). Unverschuldet ist die AuflÃ¶sung eines DienstverhÃ¤ltnisses dann, wenn sie vornehmlich auf GrÃ¼nde zurÃ¼ckzufÃ¼hren ist, welche nicht von dem oder der Angestellten zu vertreten sind (Lang S. 70). Es ist vorliegend unbestritten, dass den BeschwerdefÃ¼hrer kein Verschulden an der AuflÃ¶sung des AnstellungsverhÃ¤ltnisses trifft. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.5 </span></b><span>Beim Entscheid Ã¼ber die HÃ¶he von EntschÃ¤digungen und Abfindungen sind die zustÃ¤ndigen Instanzen wie gezeigt auf ihr Ermessen angewiesen. Nach § 50 VRG ist die RÃ¼ge der Unangemessenheit im Beschwerdeverfahren â unter den in § 50 Abs. 3 VRG erwÃ¤hnten Ausnahmen â grundsÃ¤tzlich ausgeschlossen. Als Rechtsverletzung im Sinne von § 50 Abs. 2 VRG gelten Ermessensmissbrauch und ErmessensÃ¼berschreitung (§ 50 Abs. 2 lit. c VRG). "GewÃ¶hnliche" Fehler in der AusÃ¼bung des Ermessens, d.h. die bloss unzweckmÃ¤ssige ErmessensausÃ¼bung, kÃ¶nnen beim Verwaltungsgericht nicht gerÃ¼gt werden (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 70). ErmessensÃ¼berschreitung liegt vor, wo die Verwaltung Ermessen Ã¼bt, ohne dass ihr nach dem Gesetz solches zukommt; sie fÃ¤llt vorliegend ausser Betracht. Ermessensmissbrauch ist ein qualifizierter Ermessensfehler, der als Rechtsverletzung gilt. Ein vÃ¶llig freies Ermessen gibt es nicht. Die ErmessensbetÃ¤tigung muss in jedem Fall pflichtgemÃ¤ss sein; sie darf insbesondere nicht von sachfremden Motiven geleitet werden oder Ã¼berhaupt unmotiviert sein. Ferner hat sich die ErmessensausÃ¼bung an den allgemeinen RechtsgrundsÃ¤tzen, den verwaltungsrechtlichen Grundprinzipien und den verfassungsrechtlichen Schranken zu orientieren. Als solche gelten insbesondere das WillkÃ¼rverbot, das Verbot der rechtsungleichen Behandlung, das Gebot von Treu und Glauben sowie der Grundsatz der Notwendigkeit und der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit staatlicher Massnahmen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 50 N. 80; Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich etc. 2002, Rz. 463 ff.).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die Rekursinstanz kam unter WÃ¼rdigung der BegrÃ¼ndung des erstinstanzlichen Entscheids zum Schluss, dass der Beschwerdegegner bei Festlegung der EntschÃ¤digung im Rahmen seines pflichtgemÃ¤ss ausgeÃ¼bten Ermessens gehandelt habe und daher kein Anlass bestehe, korrigierend einzugreifen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer beruft sich im Wesentlichen darauf, dass die Auswirkungen der KÃ¼ndigung in seinem Fall ungleich schwerer wiegen als bei der gleichzeitig mit ihm entlassenen Klavierlehrerin B. Diese hat nach dem Entscheid der Bildungsdirektion vom 28. Oktober 2002, den der BeschwerdefÃ¼hrer zitiert, lediglich eine Lohneinbusse von Fr. 1'500.- durch die KÃ¼ndigung erlitten, konnte dagegen ihr bereits bestehendes Arbeitspensum bei der Jugendmusikschule erhÃ¶hen und verdient zusÃ¤tzlich durch Erwachsenenunterricht. Dennoch erzielte sie statt eines monatlichen Einkommens von Fr. 8'795.- (Sommer 2001) nur noch ein solches von Fr. 6'758.75 (Sommer 2002) und musste mehr dafÃ¼r arbeiten. DemgegenÃ¼ber habe er, der BeschwerdefÃ¼hrer, immer ein etwas umfangreicheres Pensum als Frau B und damit eine engere vertragliche Beziehung zur Arbeitgeberin gehabt. Seine Anstellung sei im Unterschied zu Frau B die massgebliche Existenzgrundlage gewesen. Sie sei nach der KÃ¼ndigung nie arbeitslos gewesen und habe nie unter Fr. 6'000.- verdient. Er sei 13 Monate arbeitslos gewesen und arbeite heute am Unternehmen C zu 50 % zu einem Lohn von Fr. 2'160.- monatlich. Der Eingriff in seine PersÃ¶nlichkeit sei durch die KÃ¼ndigung ungleich schwerer als derjenige bei der im selben Umfang entschÃ¤digten Frau B. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Im Hinblick auf die pÃ¶nale Komponente der EntschÃ¤digung (vorn 2.2) ist zu berÃ¼cksichtigen, dass den BeschwerdefÃ¼hrer offenkundig kein Verschulden an der KÃ¼ndigung traf. Anderseits kann der Arbeitgeberin im (formellen) Vorgehen bei der KÃ¼ndigung kein Vorwurf gemacht werden; insbesondere wurde mit einer KÃ¼ndigungsfrist von acht Monaten auf die besondere Situation des BeschwerdefÃ¼hrers RÃ¼cksicht genommen. Dass der Eingriff in die PersÃ¶nlichkeit des BeschwerdefÃ¼hrers schwer war, liegt in der UnbegrÃ¼ndetheit der KÃ¼ndigung. Hierin ist im Vergleich zur Klavierlehrerin B keine stÃ¤rkere Betroffenheit zu erkennen. Insgesamt erscheint die EntschÃ¤digung mit drei MonatslÃ¶hnen diesen UmstÃ¤nden angemessen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span>BezÃ¼glich der Wiedergutmachungsfunktion der EntschÃ¤digung nach Art. 336a OR ist hingegen auf die Abfindung zu verweisen. Dem Obligationenrecht fehlt eine der Abfindung gemÃ¤ss § 26 PG entsprechende Bestimmung (die AbgangsentschÃ¤digung nach Art. 339 b+c OR ist nicht fÃ¼r diesen Fall gedacht). Dagegen kann Schadenersatz aus einem andern Grund als der missbrÃ¤uchlichen KÃ¼ndigung geltend gemacht werden (BGE 123 III 391 E. 3c = Pra 87/1998 Nr. 24). DemgegenÃ¼ber postuliert § 26 Abs. 1 PG unter bestimmten Bedingungen gar einen Anspruch auf Abfindung, wenn das ArbeitsverhÃ¤ltnis vom Staat ohne Verschulden des oder der Angestellten aufgelÃ¶st wird. § 18 Abs. 3 PG behÃ¤lt die Ausrichtung einer Abfindung (neben einer EntschÃ¤digung) ausdrÃ¼cklich vor. Der BeschwerdefÃ¼hrer ist daher im Falle der unverschuldeten KÃ¼ndigung nach dem kantonalen Personalrecht zweifach abgesichert (dazu auch Lang, S. 67). Insofern liegt eine bewusste Besserstellung der staatlichen Angestellten gegenÃ¼ber denjenigen in einem privatrechtlichen ArbeitsverhÃ¤ltnis vor. Art. 336a OR kann daher nicht unbesehen auf einen Fall wie den Vorliegenden zur Anwendung kommen. Geht man davon aus, dass die EntschÃ¤digung nach Art. 336a OR eine pÃ¶nale und eine Wiedergutmachungskomponente aufweist (vorn 2.2), dÃ¼rfen diese Komponenten â um Doppelspurigkeiten zu vermeiden â nicht bei der EntschÃ¤digung <i>und</i> der Abfindung berÃ¼cksichtigt werden. Die erwÃ¤hnte Besserstellung der staatlichen Angestellten wird dadurch nicht beeintrÃ¤chtigt, da EntschÃ¤digung und Abfindung im Regelfall mindestens das Maximum von sechs MonatslÃ¶hnen gemÃ¤ss Art. 336a OR erreichen, wenn nicht gar regelmÃ¤ssig Ã¼bersteigen. Es rechtfertigt sich daher, mindes­tens in der vorliegenden Konstellation, wo die KÃ¼ndigung an keinen (formellen) Verfahrensfehlern leidet und die Voraussetzungen fÃ¼r eine Abfindung erfÃ¼llt sind, die pÃ¶nale Komponente auf die EntschÃ¤digung nach § 18 Abs. 3 PG und die Wiedergutmachungskomponente auf die Abfindung nach § 26 Abs. 1 und 5 PG zu beschrÃ¤nken. Da bei der Bemessung der Abfindung die wirtschaftliche Situation des BeschwerdefÃ¼hrers infolge der KÃ¼ndigung berÃ¼cksichtigt wurde (dazu hinten 4), besteht nach dem Gesagten kein Anlass, die EntschÃ¤digung zu erhÃ¶hen, sofern diese als solche (pÃ¶nale Komponente) angemessen erscheint (vorn 3.3). </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Die Vorinstanz berÃ¼cksichtigte bei der Festlegung der Abfindung, dass es fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer schwierig sein werde, wieder eine Stelle als Klavierlehrer zu finden, ebenso, dass er recht lange an der Schule als Lehrperson tÃ¤tig gewesen und seine TÃ¤tigkeit grundsÃ¤tzlich positiv beurteilt worden sei. Soweit sich der BeschwerdefÃ¼hrer â schon damals â auf einen Vergleich mit der identisch entschÃ¤digten Frau B berief, fÃ¼hrte die Vorinstanz aus, diese habe eine Stelle an einer Musikschule mit einem tieferen Einkommen in Kauf genommen. Ausserdem habe der BeschwerdefÃ¼hrer eine solche MÃ¶glichkeit wegen des â mutmasslich â tieferen Lohnes und wegen seiner Qualifikation fÃ¼r sich lange Zeit ausgeschlossen. Die Vorinstanz berÃ¼cksichtigte sodann die Stellungnahme des Personalamtes vom 14. MÃ¤rz 2003. Darin stÃ¼tzte sich dieses auf den Beschluss Nr. 599 des Regierungsrates betreffend die Festsetzung von SozialplÃ¤nen. Es kam zum Schluss, dass ein Abfindungsrahmen von 4.66 bis 7.66 MonatslÃ¶hnen bestehe und aufgrund der KÃ¼ndigungsumstÃ¤nde eine Abfindung an dessen oberen Rand festgesetzt werden kÃ¶nne. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht geltend, Frau B sei vor, wÃ¤hrend und nach ihrer Zeit an der Kantonsschule L hauptsÃ¤chlich an der Musikschule X tÃ¤tig gewesen. Sie habe einzig eine Lohneinbusse um Fr. 1'500.- auf sich nehmen mÃ¼ssen, jedoch noch immer Ã¼ber Fr. 6'000.- verdient (vorn 3.2). Dagegen seien seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt geradezu erbÃ¤rmlich. So Ã¼be er heute eine TÃ¤tigkeit (zu 50 %) aus, fÃ¼r die er keine Qualifikation habe, und sein Lohn entspreche etwa der HÃ¤lfte des vormaligen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.3 </span></b><span>Wie dargelegt, soll die Abfindung Staatsangestellten ab einer bestimmten Anzahl von Dienstjahren bei unverschuldeter Entlassung eine gewisse ÃberbrÃ¼ckungshilfe und Anerkennung fÃ¼r ihre Diensttreue gewÃ¤hren und zugleich die sozialen HÃ¤rten der KÃ¼ndigung mildern helfen (Lang, S. 69; vorn 2.4). Dies entspricht der Wiedergutmachungsfunktion der EntschÃ¤digung nach Art. 336a OR, sind doch Ã¤hnlich wie dort die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse, die Dienstzeit, der KÃ¼ndigungsgrund sowie der neue Lohn zu berÃ¼cksichtigen (§ 26 Abs. 5 PG; vorn 3.4). Unbestritten sind die Schwierigkeiten des BeschwerdefÃ¼hrers, wieder eine Stelle als Klavierlehrer zu finden. Wie weit hierbei der Umstand eine Rolle spielte, dass er einzig Ã¼ber das Diplom als Klavierlehrer verfÃ¼gt, nicht aber Ã¼ber ein abgeschlossenes Musikstudium oder Ã¼ber das Diplom fÃ¼r das HÃ¶here Lehramt (was ihm allenfalls eine unbefristete Anstellung hÃ¤tte sichern kÃ¶nnen; vgl. § 3 Abs. 4 der Mittel- und Berufsschullehrerverordnung vom 7. April 1999), lÃ¤sst sich nicht feststellen, aber auch nicht dem Beschwerdegegner anrechnen. Das Alter des BeschwerdefÃ¼hrers dÃ¼rfte kein Hinderungsgrund bei der Stellensuche gewesen sein. Tatsache ist hingegen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer den Beruf gewechselt hat und heute am Unternehmen C fÃ¼r monatlich Fr. 2'160.- (netto) arbeitet, was etwa der HÃ¤lfte seines frÃ¼heren Einkommens entspricht. Anderseits ist zu bedenken, dass der BeschwerdefÃ¼hrer, wÃ¤re ihm nicht gekÃ¼ndigt und er weiterhin als MSL obA beschÃ¤ftigt worden, mit einem weit geringeren Pensum bedacht worden wÃ¤re. Ein Pensum war ihm denn auch mit der ÃberfÃ¼hrung zur Mittelschullehrperson obA nicht mehr garantiert worden. Ferner scheint er sich, die bevorstehende KÃ¼ndigung vor Augen, gegen die TÃ¤tigkeit in einer Musikschule lange Zeit gestrÃ¤ubt zu haben. DemgegenÃ¼ber ist wiederum sein erheblicher Einsatz fÃ¼r die Kantonsschule L zu berÃ¼cksichtigen, wo er nicht nur die Raumzuteilung fÃ¼r den Instrumentalunterricht vornahm, sondern in der Adventszeit auch die Organisation der traditionellen Pausenkonzerte der Kantonsschule L Ã¼bernahm und sich an den regelmÃ¤ssigen SchÃ¼lerkonzerten im Rahmen des Freifachangebots als Begleiter am Klavier zur VerfÃ¼gung stellte. Ehemalige SchÃ¼lerinnen und SchÃ¼ler von ihm betonen sein grosses Engagement im Unterricht. Die Auswirkungen der KÃ¼ndigung auf den BeschwerdefÃ¼hrer in wirtschaftlicher Hinsicht sind daher gross, und seine Verbindung zur Kantonsschule L waren eng.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.4 </span></b><span>TatsÃ¤chlich erscheinen die VerhÃ¤ltnisse auf Seiten von Frau B trotz gleich hoher Abfindung etwas besser als beim BeschwerdefÃ¼hrer. Dem von ihr erlittenen Nachteil einer blossen Lohneinbusse von Fr. 1'500.- monatlich steht gegenÃ¼ber, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 13 Monate arbeitslos war und heute in einem anderen Beruf tÃ¤tig ist. Auch wenn Frau B sieben Jahre Ã¤lter als er, was ihr eine Neuanstellung wohl stÃ¤rker erschwert hÃ¤tte als ihm, ist zu bedenken, dass sie gar nicht gezwungen war, eine neue Stelle zu suchen, sondern ihr bestehendes Pensum an der Musikschule X ausbauen konnte. Andererseits ist zu bedenken, dass sie wÃ¤hrend der ganzen Dauer der TÃ¤tigkeit an der Kantonsschule L die zusÃ¤tzliche Belastung einer zweiten BeschÃ¤ftigung auf sich nahm, wÃ¤hrend sich der BeschwerdefÃ¼hrer einzig auf seine Anstellung an der Kantonsschule L konzentrierte. Zudem verpasste der BeschwerdefÃ¼hrer die Gelegenheit, sich weitere Diplome (zum Beispiel als Kapell­meister) zu erwerben oder sich als Theorie-Lehrer ausbilden zu lassen. Ferner konnte er sich erst nach lÃ¤ngerem ZÃ¶gern dazu Ã¼berwinden, sich bei einer Musikschule zu bewerben, obwohl er bereits im Sommer 2000 wusste, dass er seine Stelle mÃ¶glicherweise verlieren wÃ¼rde, was nicht der Beschwerdegegner zu vertreten hat. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.5 </span></b><span>Diese UmstÃ¤nde sprechen dafÃ¼r, dem BeschwerdefÃ¼hrer keine hÃ¶here Abfindung als Frau B zuzusprechen. Einer allfÃ¤lligen ErhÃ¶hung der Abfindung des BeschwerdefÃ¼hrers mÃ¼sste ein Ermessensfehler der Vorinstanz zugrund liegen (vorn 3.5), was der BeschwerdefÃ¼hrer sinngemÃ¤ss geltend macht. Ein solcher ist in der Gleichbehandlung des BeschwerdefÃ¼hrers und von Frau B bezÃ¼glich Abfindung nicht zu erkennen. Das Gleichheitsprinzip untersagt unter anderem die rechtliche Gleichbehandlung von FÃ¤llen, die sich in tatsÃ¤chlicher Hinsicht wesentlich unterscheiden (HÃ¤felin/MÃ¼ller, Rz. 495). Eine Verletzung des Gleichheitsprinzips ist jedoch nicht erkennbar (vorn 4.4).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Da der Streitwert Fr. 20'000.- nicht erreicht, sind die Kosten auf die Gerichtskasse zu nehmen (§ 80b VRG; KÃ¶lz/Boss­hart/RÃ¶hl, § 80b N. 1). Dem BeschwerdefÃ¼hrer steht aufgrund seines Unterliegens keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet </span><span>der Einzelrichter</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'300.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'360.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen.</p> <p class="Einzug2">4. Es wird keine ParteientschÃ¤digung zugesprochen. </p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>