<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>IV.2017.00850</span></p><p><span> </span></p><p><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 16. November 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Petra Oehmke</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">OZB Rechtsanwälte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Bahnhofplatz 9, Postfach, 8910 Affoltern am Albis</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1965 geborene X.___, Mutter dreier Kinder (geboren 1989, 1990 und 1998), meldete sich am 7. Oktober 2013 unter Hinweis auf Schmerzen als mögliche Folgen einer Operation bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/9). Mit Verfügung vom 5. Januar 2015 (Urk. 7/43) wies die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, das Leistungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">begehren ab. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 27. Oktober 2015 stellte die Versicherte mit Verweis auf Unterleibsschmerzen (Leistengegend) und Hüftprobleme ein erneutes Leistungsbegehren (Urk. 7/45), auf welches die IV-Stelle mit Verfügung vom 11. Januar 2016 (Urk. 7/52) nicht eintrat. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 2. August 2016 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf Schmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit (Unterleib, Becken) ein weiteres Mal bei der Invalidenversicherung an (Urk. 7/54). Mit Vorbescheid vom 24. März 2017 (Urk. 7/69) stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicht, wogegen die Versicherte am 15. April 2017 Einwand (Urk. 7/70/1, Urk. 7/73, Urk. 7/78) erhob und in der Folge weitere medizinische Berichte (Urk. 7/74, Urk. 7/79) einreichte. Mit Verfügung vom 20. Juni 2017 (Urk. 2) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab, worauf die Versicherte unter Auflage verschiedener Unterlagen (Urk. 7/85/1-11) am 9. August 2017 ein Wiederer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wägungsgesuch (Urk. 7/86) stellte. Am 15. August 2017 (Urk. 7/87) teilte die IV</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Stelle der Versicherten mit, dass keine Gründe für eine Wiedererwägung vorlä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Versicherte erhob am 21. August 2017 gegen den Entscheid vom 20. Juni 2017 (Urk. 2) Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es seien die Verfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen vom 5. Januar 2015 und 20. Juni 2017 aufzuheben und es sei das Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren an die Beschwerdegegnerin zwecks Ergänzung des medizinischen Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halts und Prüfung des Rentenanspruchs zurückzuweisen. In formeller Hinsicht stellte sie das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 22. September 2017 (Urk. 6) schloss die Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin am 26. September 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Sie kann Folge von Geburts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halten oder verbessern können;</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weis).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsäch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invalidi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, verän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methoden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">halts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung reicht die analoge Anwend</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">barkeit der in BGE 109 V 262 E. 4a dargelegten Rechtsprechung auf das Neuan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meldungsverfahren nur so weit, als auch hier von Amtes wegen zu prüfen ist, ob seit der ersten Rentenverfügung zwischenzeitlich eine erneute materielle Prüfung des Rentenanspruchs stattgefunden hat. War dies nicht der Fall, so ist auf die Entwicklung der Verhältnisse seit der ersten Ablehnungsverfügung abzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen; wie im Revisionsverfahren bleiben allfällige, vorangehende Nicht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tretensverfü</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gungen aufgrund des fehlenden Abklärungs- und bloss summari</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Begrün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dungsaufwandes der Verwaltung unbeachtlich. Erfolgte dagegen nach einer ers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Leistungsverweigerung eine erneute materielle Prüfung des gel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tend gemach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Rentenanspruchs und wurde dieser nach rechtskonformer Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verhaltsabklä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vergleichs (bei An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">haltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heitszustands) abermals rechtskräftig verneint, muss sich die leistungsanspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chende Person dieses Ergebnis – vorbehältlich der Rechtsprechung zur Wiederer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wägung oder prozessualen Revision (vgl. BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen) – bei einer weiteren Neuanmeldung entgegenhalten lassen (BGE 130 V 71 E. 3.2.3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss stän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheidrelevante Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die leistungsabweisende Verfügung (Urk. 2) damit, dass aus somatischer Sicht keine dauerhaft hohen Arbeitsunfähigkeits-Angaben vorlägen und die Beschwerdeführerin in psychischer Hinsicht erst Mitte 2016 mit einer Therapie begonnen habe. Die Therapieoptionen seien deshalb noch nicht ausgeschöpft und eine Therapieresistenz sei zu verneinen. Im Weiteren seien im Einwandverfahren keine neuen Tatsachen «eingereicht» worden, welche nicht bereits berücksichtigt worden seien (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber (Urk. 1) auf den Standpunkt, aufgrund der gastrologischen Untersuchungen der Y.___ im Juni und Juli 2017 sei eine organische Ursache der seit fünf Jahren beklagten Schmerzen nachweisbar, weshalb eine neue erhebliche Tatsache respektive ein neues Beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mittel vorliege. Dessen Beibringung sei in der Zeit von Januar 2015 bis 20. Juni 2017 nicht möglich gewesen, weshalb ein formeller Revisionsgrund im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG vorliege und die Verfügungen vom 5. Januar 2015 und 20. Juni 2017 aufzuheben seien (S. 6 f.). Abgesehen davon stehe fest, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit Erlass der Verfügung vom 5. Januar 2015 erheblich verschlechtert habe. Ungeachtet dessen habe die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">degegnerin am 20. Juni 2017 das Leistungsbegehren ohne Vornahme eigener medizinischer Abklärungen abgewiesen (S. 7).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Prüfung eines Rentenanspruchs ist nachfolgend zu untersuchen, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der erstmaligen Rentenableh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nung am 5. Januar 2015 (Urk. 7/43) im Sinne von Art. 17 ATSG wesentlich ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ändert hat. Der darauffolgende Nichteintretensentscheid vom 11. Januar 2016 (Urk. 7/52) erging nicht gestützt auf eine materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditäts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bemessung, so dass er als Vergleichsbasis nicht in Betracht fällt (vgl. E. 1.3 hie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vor). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Zusammenhang mit der Verfügung vom 5. Januar 2015 (Urk. 7/43) standen eine nach einer Inzision und Abheilung eines grösseren Abzesses im März 2012 (Urk. 7/18/1-2) aufgetretene inguinale, labiale und perianale Schmerzproblematik sowie ein lumbovertebrales Syndrom im Vordergrund (Urk. 7/17/1-3 S. 1 Ziff. 1.1). Eine Ursache für die Schmerzen konnte trotz diverser fachärztlichen Untersuchungen (Neurologie, Gynäkologie, Chirurgie, Radiologie und Sonogra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">phie; Urk. 7/17/6-11, Urk. 7/18/3, Urk. 7/33/3, Urk. 7/33/6-7, Urk. 7/39/4-5, Urk. 7/40/1-2) nicht eruiert werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin verneinte am 5. Januar 2015 einen Leistungsanspruch mit der Begründung, für die Schmerzproblematik hätten keine nachvollziehbaren Befunde beziehungsweise kein organisches Korrelat erhoben werden können. Ein IV-relevanter Gesundheitsschaden sei somit nicht ausgewiesen (Urk. 7/43).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) präsentierte sich die medizi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nische Sachlage im Wesentlichen wie folgt: </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Bericht vom 28. Januar 2015 (Urk. 7/53/1) wies Dr. med. Z.___, Facharzt FMH Radiologie, auf eine mittelgradig hyperplastische Spondylarthrose der un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teren Lendenwirbelsäule (LWS), insbesondere auf der Höhe des Lendenwirbelkör</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pers 5/1, hin, wobei die degenerativen Veränderungen mittel- bis hochgradig seien. Ein Nachweis einer Diskushernie oder Nervenwurzelirritation bestehe nicht. Im Austrittsbericht betreffend die am 11. September 2015 erfolgte Hysterektomie war zudem von einer Coxalgie die Rede (Urk. 7/44/1; vgl. dazu auch Urk. 7/46/7). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach einer Hernienplastik im August 2012 erfolgte am 16. März 2016 bei ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prägtem ileo-inguinalem Schmerzsyndrom eine Relaparoskopie des Abdomens im Spital O.___ (Urk. 7/53/14/17-18; vgl. dazu auch Krankengeschichte der Arzthaus.ch AG, Urk. 7/79/3-10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. phil. B.___, klinischer Psychologe, und lic. phil C.___, Psychologin FSP, D.___, diagnostizierten im Bericht vom 24. Juni 2016 eine rezidivierende leichte depressive Störung sowie eine Somati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung (Urk. 7/53/3). Am 3. November 2016 führten sie folgende Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen auf (Urk. 7/67/4-6 S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende mittelgradige depressive Störung (ICD-10 F33.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">anamnestisch: emotional instabile Persönlichkeitsstörung, impulsiver Typ (ICD-10 F60.30)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die D.___-Fachpersonen hielten fest, die Beschwerdeführerin sei aufgrund von starken Schmerzen zu 100 % arbeitsunfähig, und wiesen auf ein ausgeprägtes ileo-inguinales Schmerzsyndrom sowie auf labia majora pudendi Schmerzen hin. Die 100%ige Arbeitsunfähigkeit gelte für jede Erwerbstätigkeit, wobei mit einer künftigen Erhöhung der Arbeitsfähigkeit aktuell nicht gerechnet werden könne (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Gastroenterologie, stellte in seinem zeitnah zur angefochtenen Verfügung vom 20. Juni 2017 ergangenen Bericht vom 30. Juni 2017 (Urk. 7/85/1-2) die Diagnose einer Outlet-Obstruction-Obstipation mit möglicher spastischer Puborektalisschlinge links. Er verschrieb Analgetika und veranlasste ein Defäkogramm sowie ein Biofeedback Training (vgl. Urk. 7/85/1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">%1.%2.%3 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In ihrem Bericht vom 18. Juli 2017 (Urk. 7/85/3-4) wies Dr. med. F.___, Fachärztin für Radiologie, unter anderem auf eine 3 cm grosse anteriore Rekto</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zele hin. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der im Neuanmeldungsverfahren aufgelegten medizinischen Unterla</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen bestehen Anhaltspunkte, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin seit der erstmaligen Rentenablehnung am 5. Januar 2015 (Urk. 7/43) erheblich verändert hat. Im Jahre 2016 wurden seitens der D.___-Fachpersonen erst</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mals psychische Diagnosen gestellt und eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für jeg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Tätigkeit bescheinigt (Urk. 7/53/3-6 S. 1, Urk. 7/67/4-6 S. 1 f.). Anhand der Berichte des D.___ lassen sich die Auswirkungen der psychischen Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit indessen nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiegenden Wahrscheinlichkeit bestimmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Ärzte des D.___ haben nicht dargelegt, weshalb sie zunächst andere Diagnosen gestellt haben bzw. mit welcher sie die anfänglich als leicht gefasste depressive Störung wenig später als mittelgradig beschrieben. Aus dem D.___-Bericht vom 3. November 2016 (Urk. 7/67/4-6) lässt sich auch nicht schlüssig feststellen, in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiefern sich die diagnostizierten Störungen (mittelgradige depressive Störung, emotional instabile Persönlichkeitsstörung und PTBS) konkret auf die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auswirken und weshalb jegliche Erwerbstätigkeit, namentlich auch eine behinderungsangepasste Arbeit, ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schlossen ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gleiches gilt mit Bezug auf die Email der Psychologin C.___ vom 28. Juni 2017 (Urk. 7/85/5), in welcher lediglich die Übermittlung von Angaben zur Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS) in Aussicht gestellt wurde; beim beigefügten SKID</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">II-Fragebogen (Urk. 7/85/6-11) handelt es sich um einen von der Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">defüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin ausgefüllten und daher nicht beweiskräftigen Selbstbeur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fragebogen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Übrigen geht der Hinweis der Beschwerdegegnerin, wonach ein Rentenan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spruch gestützt auf eine fehlende Therapieresistenz verneint werden könne (Urk. 2 S. 2), ins Leere. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> BGE 143 V 409 und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> BGE 143 V 418 änderte das Bundesgericht se</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ine bisherige Praxis insofern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, als es er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kannte, dass die für soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">to</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">forme Schmerzstörungen entwickelte Rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prechung, wonach in einem struk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">turierten Beweisverfahren anhand von Indikatoren die tatsächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der betroffenen Person zu ermitteln ist, k</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ünftig auf sämtliche psychische</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Erkrankungen Anwendung findet.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Für leichte bis mittelschwere Depressionen bedeutet dies, dass dem bisherigen Kriterium der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">"</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Therapieresistenz" als Voraussetzung für eine Invalidenrente nicht mehr die gleiche entscheidende Bedeutung zukommt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nicht schlüssig ist im Weiteren die medizinische Sachlage betreffend die ingui</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nale, labiale und perianale Schmerzproblematik sowie den LWS-Befund. Die Ärzte äusserten sich in den im Zusammenhang mit der Neuanmeldung seitens der Beschwerdeführerin aufgelegten Berichten insbesondere nicht zum Verlauf der Beschwerden und zu allfälligen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Die Beschwerdegegnerin hat – obwohl sie auf die Neuanmeldung eingetreten ist – bei den involvierten Arztpersonen keine weiteren medizinischen Abklärungen ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anlasst und es somit in Verletzung ihrer Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) unterlassen, den behandelnden Ärzten Fragen betreffend die Auswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen der erhobenen Befunde auf die Arbeitsfähigkeit zu unterbreiten. Gleich verhält es sich mit Bezug auf die am 30. Juni 2017 nach Verfügungserlass diagnos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tizierte Outlet-Obstruction-Obstipation (Urk. 7/85/1-2), wobei unklar ist, inwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fern die Beschwerdeführerin aufgrund der Verstopfung in ihrer Leistungs- und Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Des Weiteren ist nicht ersichtlich, seit wann (vor oder nach 1. Januar 2015) die Outlet-Obstruction-Obstipation besteht und ob sie die Ursache für die in Frage stehende Schmerzproblematik ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Zusammenhang mit der von der Beschwerdeführerin erstmals im Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deverfahren geltend gemachten prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG (Urk. 1 S. 6) gilt Folgendes: Zuständig für die Prüfung der Revisionsvo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">raussetzungen sowie zum (allfälligen) neuen Entscheid in der Sache ist diejenige Instanz, deren Entscheid im Revisionsverfahren zu überprüfen ist (Kieser U., ATSG-Kommentar, 3. Auflage 2015, Art. 53 N 36). Die Beschwerdegegnerin hat während der laufenden Rechtsmittelfrist auf das entsprechende Begehren der Beschwerdeführerin hin (Urk. 7/86) das Vorliegen von Wiederer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wägungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grün</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den geprüft und verneint (Urk. 7/87); insoweit muss es sein Bewenden haben, da das Gericht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdegegnerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nicht zu einer Wiedererwägung zwingen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> kann (Urteil des Bundesgerichts 8C_634/2017 vom 20. Februar 2018 E. 5.4). Zur Frage, ob allenfalls eine prozessuale Revision in Folge Entdeckung neuer Tatsa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen oder Beweismittel vorzunehmen wäre, hat sich die Beschwerdegegnerin hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegen nicht geäussert, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weshalb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> insoweit kein Anfechtungsgegenstand vorliegt und sich weitere Ausführungen hiezu erübrigen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei dieser Sachlage ist festzuhalten, dass sich der Gesundheitszustand zumindest in psychischer Hinsicht verschlechtert haben könnte, aber eine schlüssige Beur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">teilung des Gesundheitszustands und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit der Beschwerdeführerin aufgrund der vorliegenden Akten nicht möglich ist und sich der medizinische Sachverhalt sowohl in psychischer als auch in soma</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tischer Hinsicht als ergänzungsbedürftig erweist. Die Sache ist daher unter Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hebung der angefochtenen Verfügung vom 20. Juni 2017 (Urk. 2) an die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie weitere medizinische Abklärungen tätige und gestützt auf letztere in Berücksichtigung des gesundheitlichen Verlaufs erneut über die Sache entscheide.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In dem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">degegnerin aufzuerlegen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Damit erweist sich das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Pro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zessführung (Urk. 1 S. 2) als gegenstandslos.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von Amtes wegen auf Fr. 1’600.-- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung erweist sich daher als gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">standslos.</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung der Sozialver</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">si</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 20. Juni 2017 aufgehoben und die Sache an diese zurückgewiesen wird, damit sie weitere medizinische Abklärungen vor</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">nehme und hernach über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> e</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">ine Prozessent</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">schädigung von Fr 1’600</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Petra Oehmke</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSchleiffer Marais<span> </span></p><p></p></div> </div></body></html>