<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SR.2003.00006</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107281&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SR.2003.00006</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.06.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nachsteuern 1992-1999</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Voraussetzungen und Umfang der Mitwirkungspflicht des Steuerpflichtigen im Nachsteuerverfahren Für das Nachsteuerverfahren gelten kraft § 162 Abs. 3 Satz 2 StG die Bestimmungen über die Verfahrensgrundsätze, das Einschätzungs- und das Rekursverfahren sinngemäss. Daraus folgt, dass der rechtskräftig eingeschätzte Steuerpflichtige auch im Nachsteuerverfahren an der Sachverhaltsermittlung mitzuwirken und demzufolge die in den Bestimmungen von § 133 bis § 135 StG geregelten Verfahrenspflichten zu erfüllen, namentlich also der Steuerbehörde Auskunft zu erteilen und Beweismittel vorzulegen hat. Wie im Einschätzungsverfahren die Mitwirkungspflicht vom Vorliegen der Steuerpflicht abhängt, kann der Betroffene aber nur unter der Bedingung zur Mitwirkung herangezogen werden, dass er der Nachsteuerpflicht unterliegt. Im Einklang mit der allgemeinen Beweislastregel trägt die Steuerbehörde die Beweislast für die Tatsachen, welche die Nachsteuerpflicht begründen. Doch dürfen die Anforderungen an diesen Beweis - jedenfalls soweit die Mitwirkungspflicht des rechtskräftig eingeschätzten Steuerpflichtigen im Nachsteuerverfahren in Frage steht - nicht überspannt werden. Es muss genügen, dass der von der Steuerbehörde angenommene Sachverhalt aufgrund bestimmter Anhaltspunkte als sehr wahrscheinlich erscheint. Diese Voraussetzungen sind vorliegend nur bezüglich eines nicht aktivierten WIR-Kontos gegeben. Da diesbezüglich die Pflichtige aber nicht angehört worden ist, wurde ihr rechtliches Gehör verletzt und ist die Sache ins Nachsteuer(einschätzungs)verfahren zurück zu weisen.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSPFLICHT">MITWIRKUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Nach- und Strafsteuern ST: NACHSTEUERPFLICHT">NACHSTEUERPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNSCHULDSVERMUTUNG">UNSCHULDSVERMUTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIR-KONTO">WIR-KONTO</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 32 lit. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 6 EMRK</span><br/><span class="ungerade">§ 133 StG</span><br/><span class="gerade">§ 134 StG</span><br/><span class="ungerade">§ 135 StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>I. Die A AG ist fÃ¼r die Steuerjahre 1992 bis 1995 rechtskrÃ¤ftig eingeschÃ¤tzt. Im Rah­men der im Dezember 1998 erfolgten PrÃ¼fung der BÃ¼cher der GeschÃ¤ftsjahre 1995 und 1996 betreffend die Steuerjahre 1996 bzw. 1997 stellte der steueramtliche Revisor fest, dass BuchfÃ¼hrung und Jahresrechnungen der Gesellschaft in verschiedenen Punkten den GrundsÃ¤tzen der OrdnungsmÃ¤ssigkeit nicht entsprachen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>GestÃ¼tzt auf diese Feststellungen erÃ¶ffnete das kantonale Steueramt am 5. Mai 2000 der A AG die Einleitung des Nachsteuer- und Steuerstrafverfahrens fÃ¼r die Steuerjah­re 1992 bis 1995. AnlÃ¤sslich der BÃ¼cherrevision der GeschÃ¤ftsjahre 1995 und 1996 festgestell­te "erhebliche MÃ¤ngel im Rechnungswesen sowie viele geschÃ¤ftsmÃ¤ssig nicht be­grÃ¼n­de­te Aufwendungen (Privataufwendungen des AktionÃ¤rs)" liessen nÃ¤mlich den Schluss zu, dass solche MÃ¤ngel auch in den Vorjahren vorgelegen hÃ¤tten. Nachdem die A AG der am 12. August 2002 als Mahnung ergangenen Aufforderung, die Buchhal­tung der GeschÃ¤ftsjahre 1991 bis 1994 einzureichen, nicht nachgekommen war, weil sie die Auffassung vertrat, das Nachsteuerverfahren sei mangels einer neuen Tatsache unzulÃ¤ssig, auferlegte ihr das kantonale Steueramt mit VerfÃ¼gung und Einspracheentscheid vom 12. Dezember 2002 bzw. 5. Februar 2003 fÃ¼r die Steuerjahre 1992 bis 1995 eine nach pflicht­gemÃ¤ssem Ermessen festgelegte Nachsteuer (samt Zins) von Fr. 196'001.65.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Rekurs vom 17. MÃ¤rz 2003 liess die A AG dem Verwaltungsgericht be­an­tra­gen, es sei keine Nachsteuer zu erheben. Ausserdem verlangte sie eine ParteientschÃ¤digung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das kantonale Steueramt schloss in seiner Rekursantwort sinngemÃ¤ss auf Abweisung des Rekurses.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Ergibt sich aufgrund von Tatsachen oder Beweismitteln, die der SteuerbehÃ¶rde nicht bekannt waren, dass eine EinschÃ¤tzung zu Unrecht unterblieben oder eine rechtskrÃ¤fti­­ge EinschÃ¤tzung unvollstÃ¤ndig ist, oder ist eine unterbliebene oder unvollstÃ¤ndige EinschÃ¤t­­zung auf ein Verbrechen oder ein Vergehen gegen die SteuerbehÃ¶rde zurÃ¼ckzufÃ¼hren, wird laut § 160 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) die nicht erhobene Steuer samt Zins als Nachsteuer eingefordert.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) FÃ¼r das Nachsteuerverfahren gelten kraft § 162 Abs. 3 Satz 2 StG die Bestimmun­­gen Ã¼ber die VerfahrensgrundsÃ¤tze, das EinschÃ¤tzungs- und das Rekursverfahren sinnge­mÃ¤ss. </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Daraus folgt, dass der rechtskrÃ¤ftig eingeschÃ¤tzte Steuerpflichtige auch im Nachsteu­­erverfahren an der Sachverhaltsermittlung mitzuwirken und demzufolge die in den Be­stimmungen von § 133 bis § 135 StG geregelten Verfahrenspflichten zu erfÃ¼llen, namentlich also der SteuerbehÃ¶rde Auskunft zu erteilen und Beweismittel vorzulegen hat. Wie im EinschÃ¤tzungsverfahren die Mitwirkungspflicht vom Vorliegen der Steuerpflicht abhÃ¤ngt (vgl. Martin Zweifel, in Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, 2.A. Basel/ Genf/MÃ¼nchen 2002, Art. 42 StHG N. 6), kann der Betroffene nur unter der Bedingung zur Mitwirkung herangezogen werden, dass er der Nachsteuerpflicht unterliegt. Andernfalls stÃ¼n­­de es im Belieben der SteuerbehÃ¶rde, uneingeschrÃ¤nkt SteuereinschÃ¤tzungen auch nach Eintritt ihrer Rechtskraft zu Ã¼berprÃ¼fen. Das aber kann nicht Sinn der geltenden gesetzlichen Ordnung Ã¼ber die Ãnderung rechtskrÃ¤ftiger VerfÃ¼gungen und Entscheide (§ 155 bis § 161 StG) sein.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Einklang mit der allgemeinen Beweislastregel (vgl. BGr, 22. Februar 1993, ASA 62 [1993/94] 720 E. 5b; BGE 121 II 257 E. 4c/aa) trÃ¤gt die SteuerbehÃ¶rde die Beweis­­last fÃ¼r die Tatsachen, welche die Nachsteuerpflicht begrÃ¼nden (RB 1982 Nr. 95; vgl. August Reimann/Fer­dinand Zuppinger/Erwin SchÃ¤rrer, Kommentar zum ZÃ¼rcher Steuergesetz, 3. Band, Bern 1969, § 102 N. 44; Felix Richner/Walter Frei/Barbara Weber/Hans R. BrÃ¼tsch, ZÃ¼rcher Steuergesetz, 2.A. ZÃ¼rich 1997, § 105 N. 11). Doch dÃ¼rfen die Anforderungen an diesen Beweis â jedenfalls soweit die Mitwirkungspflicht des rechtskrÃ¤ftig eingeschÃ¤tzten Steuerpflichtigen im Nachsteuerverfahren in Frage steht â nicht Ã¼berspannt wer­­den. Es muss genÃ¼gen, dass der von der SteuerbehÃ¶rde angenommene Sachverhalt aufgrund bestimmter Anhaltspunkte als sehr wahrscheinlich erscheint (vgl. Reimann/Zuppin­ger/SchÃ¤rrer, § 102 N. 46). Alsdann treffen den Steuerpflichtigen die Verfahrenspflichten von § 133 bis § 135 StG und kann deren NichterfÃ¼llung trotz Mahnung zur Festsetzung der Nachsteuer nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen im Sinn von § 139 Abs. 2 StG fÃ¼hren. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Nachsteuerverfahren dient der Nachforderung der ursprÃ¼nglich geschuldeten Steuer, weshalb die Mindestgarantien von Art. 6 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonven­tion (EMRK) wie im EinschÃ¤tzungsverfahren nicht zur Anwendung gelangen (vgl. Zweifel, Art. 41 StHG N. 3 mit Hinweisen; Rok Bezgovsek, Art. 6 Ziff. 1 EMRK und das steuer­­rechtliche Verfahren, ZÃ¼rich/Basel/Genf 2002, passim). Die umschriebene Mitwirkungspflicht verstÃ¶sst daher nicht gegen die strafprozessuale Unschuldsvermutung von Art. 6 Abs. 2 EMRK (und Art. 32 Abs. 1 BV). Ob die dabei gewonnenen Erkenntnisse in einem all­fÃ¤lligen Steuerhinterziehungsverfahren verwertet werden dÃ¼rfen, ist in diesem und nicht im Nachsteuerverfahren zu prÃ¼fen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Das kantonale Steueramt hat seine Behauptung, die Rekurrentin sei in den Steuer­jahre 1992 bis 1995 unvollstÃ¤ndig eingeschÃ¤tzt worden, damit begrÃ¼ndet, der Umstand, dass in den GeschÃ¤ftsbÃ¼chern der GeschÃ¤ftsjahre 1995 und 1996 in betrÃ¤chtlichem Ausmass UmsÃ¤tze nicht verbucht und geschÃ¤ftsmÃ¤ssig nicht begrÃ¼ndete Aufwendungen verbucht worden seien, lasse vermuten, "Ã¤hnliche Fehler kÃ¶nnten ebenfalls in den Bilanzen/ Er­folgsrechnungen vorgekommen sein, welche den frÃ¼heren SteuererklÃ¤rungen beigegeben worden waren". </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Feststellungen rechtfertigen nicht mehr als einen dringenden Verdacht auf un­­genÃ¼gende Versteuerung in den erwÃ¤hnten Vorjahren. Einzig die Behauptung des Steuer­amts, dass sein Revisor ein WIR-Konto vorgefunden habe, dessen Anfangsbestand per 1. Januar 1995 mit einem Schlussbestand per 31. Dezember 1994 korrespondieren mÃ¼sse, das aber in der Schlussbilanz 1994 nicht aktiviert worden sei, liesse als sehr wahrscheinlich erscheinen, dass die EinschÃ¤tzung 1995 â und nach dem heutigen Aktenstand nur diese â un­­genÃ¼gend ausgefallen sei. Damit rechtfertigte sich bezÃ¼glich des Steuerjahrs 1995 eine Mit­wirkungspflicht der Rekurrentin.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Steueramt hat jedoch die Rekurrentin zu dieser wesentlichen Behauptung unstreitig nicht angehÃ¶rt und ihr auf diese Weise das in Art. 29 Abs. 2 BV verankerte rechtliche GehÃ¶r verweigert. Es wird die gebotene AnhÃ¶rung im zweiten Rechtsgang nachzuholen und eine neue einsprachefÃ¤hige VerfÃ¼gung zu fÃ¤llen haben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Schliesslich ist anzumerken, dass die Voraussetzungen fÃ¼r eine ErmessenseinschÃ¤tzung gemÃ¤ss § 139 Abs. 2 StG ohnehin nicht erfÃ¼llt gewesen wÃ¤ren, weil die erste Aufforderung des Steueramts an die Rekurrentin entgegen der Vorschrift von § 5 lit. b der Verord­­nung zum Steuergesetz vom 1. April 1998 keinen Hinweis auf diesen Rechtsnachteil ent­halten hatte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das fÃ¼hrt zur teilweisen Gutheissung des Rekurses.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Parteien anteilsmÃ¤ssig auf­zuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG in Verbindung mit § 162 Abs. 3 Satz 2 StG) und ist der Re­­kurrentin eine reduzierte ParteientschÃ¤digung zuzusprechen ( § 152 StG und § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 in Verbindung mit § 162 Abs. 3 Satz 2 StG). Zu deren Berechnung ist gemÃ¤ss der langjÃ¤hrigen Praxis der 2. Kammer des Verwaltungsgerichts bei einer vertretenen Partei die Verordnung des Obergerichts Ã¼ber die AnwaltsgebÃ¼hren vom 10. Juni 1987 heranzuziehen. Die nach dem dort in § 2 Abs. 1 festgelegten Tarif berechnete GrundgebÃ¼hr ist fÃ¼r das Rekursverfahren in der Regel auf einen Drittel herabzusetzen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird zur AnhÃ¶rung der Rekurrentin, zur allfÃ¤lligen weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gun­gen an das kantonale Steueramt zurÃ¼ckgewiesen.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>Ãber seine Verfahrenskosten hat das Steueramt im Neuentscheid zu befinden.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf<br/> Fr. 7'500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 7'560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4.<span> </span></span><span>Die Gerichtskosten werden zu 1/5 der Rekurrentin und zu 4/5 dem Rekursgegner aufer­legt.<br/> <br/> </span></p> <p class="Einzug2"><span>5.<span> </span></span><span>Der Rekursgegner wird verpflichtet, der Rekurrentin eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 3'500.- (Mehrwertsteuer inbegriffen) zu bezahlen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>6. ...</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>