<h2>SubmittedText<h2><p>KI-Anwendungen nehmen im Bildungs- und Arbeitsleben eine immer bedeutendere Rolle ein. Der sich zuletzt stark beschleunigende Einsatz von KI-Technologien in Gesellschaft und Arbeitsweit verändert die Art und Weise wie wir leben und arbeiten. </p><p>Für einen verantwortungsbewussten und nutzenbringenden Umgang mit KI-Technologien und den zugrundeliegenden Daten sind spezifische Kompetenzen erforderlich. Es ist davon auszugehen, dass diese "KI-Kompetenzen" in naher Zukunft zu den Grundkompetenzen Erwachsener gehören. Erwachsene, welche nicht über diese Kompetenzen verfügen, werden Schwierigkeiten haben, mit den neuen Herausforderungen adäquat umgehen zu können und laufen Gefahr, den Anschluss auf dem Arbeitsmarkt zu verlieren. In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Welche Strategie hat der Bundesrat, um die Auswirkungen von KI auf dem Arbeitsmarkt abfedern zu können? </p><p>2. Was unternimmt der Bund, damit Erwachsene - insbesondere über die Weiterbildung - gezielt gefördert werden können?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die «Strategie Digitale Schweiz» setzt die Leitlinien für die digitale Transformation der Schweiz. Sie zielt darauf ab, dass die gesamte Bevölkerung von einer nachhaltigen und verantwortungsvollen digitalen Transformation profitieren kann. Der Bereich Bildung und Kompetenzen stellt dabei einen der fünf Schwerpunktbereiche dar. Sich ein Verständnis für laufende Entwicklungen anzueignen, insbesondere um die häufig auf KI basierenden digitalen Werkzeuge sinnvoll nutzen zu können, ist zentral für die Teilhabe an der digitalisierten Gesellschaft und Arbeitswelt. Im Bildungsbereich ist es entscheidend, dass sowohl die Lehrkräfte als auch die Jugendlichen über die notwendigen Kompetenzen verfügen. So enthalten die Lehrpläne aller Stufen des Bildungssystems ab der obligatorischen Schule sowohl die Entwicklung digitaler wie auch transversaler Kompetenzen. Insbesondere der Aspekt des kritischen Denkens soll die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen, ethische Fragen in Bezug auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz einzubeziehen und sich so eine Meinung bilden zu können.</p><p>&nbsp;</p><p>In der Berufsbildung sind die Organisationen der Arbeitswelt für die Definition der Bildungsinhalte zuständig. Alle beruflichen Grundbildungen werden auf Initiative der Wirtschaft entwickelt und mindestens alle fünf Jahre auf wirtschaftliche, technologische, ökologische und didaktische Entwicklungen hin überprüft und angepasst. Auch die Bildungsangebote und Abschlüsse der höheren Berufsbildung werden regelmässig überprüft und an neue Entwicklungen angepasst. Der Bottom-up-Ansatz in der Berufsbildung bewährt sich. Im Rahmen der von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt getragenen Initiative «Berufsbildung 2030» wurde 2022 die «Orientierungshilfe digitale Transformation in der beruflichen Grundbildung» entwickelt. Diese unterstützt die Trägerschaften im Berufsentwicklungsprozess, Aspekte der digitalen Transformation angemessen zu identifizieren und in die von ihnen für ihr Berufsfeld festgelegten Handlungskompetenzen zu integrieren. Damit ist sichergestellt, dass bei Neuentwicklungen oder Revisionen Aspekte der digitalen Transformation aufgenommen und bei Bedarf in die beruflichen Grundbildungen integriert werden. In der Hochschulbildung liegt die Verantwortung für die Inhalte der Studienpläne und deren Anpassung bei den Hochschulen, die in diesem Bereich autonom und sehr aktiv sind.</p><p>&nbsp;</p><p>2. Wie das Berufs- ist auch das Weiterbildungssystem in der Schweiz auf Wandel ausgelegt. Das Bildungssystem bietet sowohl Möglichkeiten für Weiterbildung wie auch für Umschulungen. Die entsprechenden Bildungsgefässe sind vorhanden und werden von den Verbundpartnern laufend weiterentwickelt.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Weiterbildung liegt grundsätzlich in der Verantwortung jeder und jedes Einzelnen. Gestützt auf das Weiterbildungsgesetz sowie das Berufsbildungsgesetz fördert der Bund subsidiär den Erwerb und Erhalt von Grundkompetenzen, insbesondere auch im Bereich der digitalen Kompetenzen. Er unterstützt einerseits kantonale Weiterbildungsprogramme, anderseits Kurse von Unternehmen und Organisationen, die den Angestellten arbeitsplatzbezogene Grundkompetenzen vermitteln und sie so für veränderte Anforderungen fit halten. In der BFI-Periode 2021-2024 stehen dafür knapp 43 Millionen Franken zur Verfügung. In der laufenden Vernehmlassung der Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025-2028 ist eine Erhöhung dieser Mittel auf rund 59 Millionen Franken vorgesehen.</p>