B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung II B-3293/2011 U r t e i l v o m 2 9 . M a i 2 0 1 3 Besetzung Richter Frank Seethaler (Vorsitz), Richter Francesco Parrino, Richter Ronald Flury, Gerichtsschreiber Beat König. Parteien A._______, X. (Serbien) Zustelladresse: B._______, Y._______ (Schweiz), Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2, Vorinstanz. Gegenstand Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom 6. Mai 2011. B-3293/2011 Seite 2 Sachverhalt: A. A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführerin oder Versicherte) wurde 1961 geboren und ist Staatsangehörige Serbiens. In den Jahren 1981 bis 1996 arbeitete sie in der Schweiz und entrichtete Beiträge an die schwe i- zerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung. Am 28. April 2010 stellte sie bei der IV -Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (im Folgenden: Vorinstanz) Antrag auf Leistungen der schweizer i- schen Invalidenversicherung. B. Mit Vorbescheid vom 20. Dezember 2010 wies die Vorinstanz das Leis- tungsbegehren der Beschwerdeführerin ab. Zur Begründung führte die Vorinstanz aus, aus den Akten gehe hervor, dass keine für einen A n- spruch auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung hinre i- chende durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres vorli e- ge und eine Betätigung im bisherigen Aufgabenbereich trotz des G e- sundheitsschadens der Beschwerdeführerin in rentenausschliessender Weise zumutbar sei. Hiergegen erhob die Beschwerdeführerin am 25. Januar 2011 unter Be i- lage mehrerer Arztberichte Einwand. Mit Verfügung vom 6. Mai 2011 bestätigte die Vorinstanz ihren Vorb e- scheid vom 20. Dezember 2010. Dabei hielt sie in Ergänzung zu der im Vorbescheid gegebenen Begründung fest, die Ausführungen in der Ei n- gabe der Beschwerdeführerin vom 25. Januar 2011 würden keinen ande- ren Schluss rechtfertigen, die neuen Unterlagen sowie Arztberichte seien dem ärztlichen Dienst der Vorinstanz unterbreitet worden und Letzterer habe seine frühere Stellungnahme bestätigt. C. Mit Beschwerde an das Bundesve rwaltungsgericht vom 6./10 Juni 2011 beantragt die Beschwerdeführerin sinngemäss, die Verfügung der Vori n- stanz vom 6. Mai 2011 sei aufzuheben und es sei ihr eine volle Rente der schweizerischen Invalidenversicherung zuzusprechen. Sie macht im W e- sentlichen geltend, sie sei aufgrund einer Erkrankung des Kolons zu 70 % invalid und schwebe in Lebensgefahr. B-3293/2011 Seite 3 D. In ihrer Vernehmlassung vom 30. September/5. Oktober 2012 beantragt die Vorinstanz, die Beschwerde sei abzuweisen und die angefochtene Verfügung sei zu bestätigen. In der Begründung weist sie darauf hin, dass keine Bindung der schweizerischen Invalidenversicherung an die Beurte i- lung durch ausländische Versicherungsträger, andere Behörden und Är z- te bestehe. Mangels neuer Sachverhaltselemente sei auf die der ange- fochtenen Verfügung zugrundeliegenden Stellungnahmen des regionalen ärztlichen Dienstes (im Folgenden: RAD) Rhône vom 30. März 2011 (IV-act. 81) und 15. Dezember 2010 (IV -act. 65) zu verweisen. Die beu r- teilende Ärztin sei darin gestützt auf die medizin ischen Akten zum Schluss gekommen, dass die vorliegenden lumbalen Leiden in Verbi n- dung mit einer konservativen Behandlung nach wie vor die weitere, sch o- nende Ausübung der bisherigen Tätigkeit der Beschwerdeführerin in der Landwirtschaft zulassen und eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit mit Be- zug auf leichtere Verweisungstätigkeiten bestehe. Die aktenkundigen g y- näkologischen Beschwerden seien ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Die Beschwerdeführerin liess die ihr angesetzte Fris t zur Einreichung einer Replik unbenutzt verstreichen. E. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im We- sentlichen nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bundesg e- setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021 [vgl. auch Art. 37 VGG]) sowie des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1 [vgl. auch Art. 3 Bst. dbis VwVG]). Dabei finden nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln diejenigen Verfahrensregeln Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung in Kraft stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2; vgl. auch Art. 53 Abs. 2 VGG). B-3293/2011 Seite 4 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwe r- den gegen Verfügungen im Sinne von Art . 5 VwVG, sofern – wie vorlie- gend – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen gehört auch die IV-Stelle für Versicherte im Ausland, die mit Verfügungen über Lei s- tungen der IV befindet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Beurte i- lung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 1.2 Die Beschwerde führerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilg e- nommen; sie ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung bzw. Änderung. Sie ist daher zur Beschwerde legitimiert (vgl. Art. 59 ATSG; vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). 1.3 Auf die frist- und formgerecht (Art. 60 ATSG und Art. 52 VwVG) einge- reichte Beschwerde ist einzutreten. 2. Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann gerügt we r- den, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (einschliess lich der Überschreitung oder des Missbrauchs von Ermessen), beruhe auf e i- ner unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). Das Bundesve r- waltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Re chtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der Parteien g e- bunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Im Rahmen seiner Kognition kann es die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gu t- heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer B e- gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BGE 128 II 145 E. 1.2.2, BGE 127 II 264 E. 1b). 3. 3.1 Nach dem Zerfall der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien blieben zunächst die Bestimmungen des Abkommens vom 8. Juni 1962 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volksrep u- blik Jugoslawien über Sozialversicherung (SR 0.831.109.818.1) für alle Staatsangehörigen des ehemaligen Jugoslawiens anwendbar (BGE 126 V 198 E. 2B, 122 V 381 E. 1 mit H inweis). Zwischenzeitlich hat die Schweiz mit Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens (Kroatien, B-3293/2011 Seite 5 Slowenien, Mazedonien), nicht aber mit den Republiken Serbien bzw. (nach dessen Unabhängigkeitserklärung) Kosovo, neue Abkommen über Soziale Sicherheit ab geschlossen. Für die Beschwerdeführerin als serb i- sche Staatsangehörige findet demnach weiterhin das schweizerisch - jugoslawische Sozialversicherungsabkommen vom 8. Juni 1962 Anwe n- dung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_321/2012 vom 14. August 2012 E. 1.2; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-3498/2010 vom 7. Januar 2013 E. 2.1, mit Hinweisen). Nach Art. 2 dieses Abkommens stehen die Staatsangehörigen der Vertragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 genannten Rechtsvorschriften, zu welchen die schweize- rische Bundesgesetzgebung über die Invalidenversicherung gehört, ei n- ander gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist. Da vorliegend keine abweichenden Bestimmungen zur Anwendung gelangen, bestimmt sich der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der schweizer i- schen Invalidenversicherung ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schweizerischen Recht, insbesondere dem IVG. 3.2 In zeitlicher Hinsicht beurteilt sich die Sache nach denjenigen mat e- riellen Rechtssätzen, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten (vgl. BGE 130 V 329). Ein allfälliger Lei s- tungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bi s- herigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445). Rechts- und Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 6. Mai 2011) eintraten, sind im vorliegenden Verfahren grundsätzlich nicht zu berüc k- sichtigen. Allerdings können Tatsachen, die den Sachverhalt seither ve r- ändert haben, unter Umständen Gegenstand einer neuen Verwaltung s- verfügung sein (vgl. BGE 121 V 366 E. 1b, BGE 130 V 329, BGE 130 V 64 E. 5.2.5 sowie BGE 129 V 1 E. 1.2, je mit Hinweisen). Vorliegend massgebend sind vor diesem Hintergrund namentlich das IVG in der Fassung vom 6. Oktober 2006 (5. IV -Revision; AS 2007 5129) und die Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201; in der entsprechenden Fassung der 5. IV -Revision), standen diese Erlasse doch im Zeitpunkt der Erstanmeldung (28. April 2010) in Kraft. Noch keine Anwendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene erste Massnahmenpaket der 6. IV -Revision (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]). B-3293/2011 Seite 6 Ferner sind das ATSG und die Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11; in der entsprechenden Fassung der 5. IV -Revision) anwendbar. Die im ATSG enthaltenen Formulierungen der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6), E r- werbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) sowie der Revision der Inval i- denrente und anderer Dauerleistungen (Art. 17) entsprechen den von der Rechtsprechung zur Invalidenversicherung entwickelten Begriffen und Grundsätzen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1–3.3). Daran hat sich auch nach Inkrafttreten der Revision des IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der IVV und ATSV vom 28. September 2007 (5. IV-Revision) nichts geändert, weshalb im Folgenden auf die dortigen Begriffsbestimmungen verwiesen wird. 3.3 Das Sozialversicherungsverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben die Verwaltung und das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneing e- schränkt. Zum einen findet er sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit Hinwe i- sen); zum anderen umfasst die behördliche und richterliche Abklärung s- pflicht nicht unbes ehen alles, was von einer Partei behauptet oder ve r- langt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des streit i- gen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sachve r- halt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es ab- hängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist (vgl. P ATRICK L. K RAUSKOPF/KATRIN EMMENEGGER, in: Wal d- mann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 12 N. 28 ff.). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (vgl. BGE 138 V 218 E. 6; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-3548/2010 vom 6. Februar 2013 E. 2.5, C - 6763/2010 vom 11. Januar 2013 E. 3.4, und C -3413/2010 vom 20. D e- zember 2012 E. 3.4). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fäll en. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisan- forderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarste l- lung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, BGE 125 V 193 E. 2, je B-3293/2011 Seite 7 mit Hinweisen). Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abkl ä- rungen die Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswü r- digung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwi e- gend wahrscheinlich zu betrac hten und weitere Beweismassnahmen könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (antizipierte Beweiswürd i- gung; vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3, BGE 122 II 464 E. 4a, BGE 122 III 219 E. 3c, BGE 120 1b 224 E. 2b; UELI KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, Zürich 1999, S. 212, Rz. 450). 4. Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Eintritt der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer Beiträge an die schweizerische Alters -, Hinterlassenen - und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat (vgl. Art. 36 Abs. 1 IVG in der bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung [Mindestbeitragsdauer 1 Jahr] und der seit dem I n- krafttreten der 5. IV -Revision per 1. Januar 2008 geltenden Fassung [Mindestbeitragsdauer 3 Jahre]). Diese Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist. 4.1 Soweit aus den aktenkundigen Einträgen im individuellen Konto der Beschwerdeführerin ersichtlich, hat sie in den Jahren 1981 bis 1996 wä h- rend insgesamt 168 Monaten Beiträge an die AHV/IV geleistet (vgl. IV- act. 8 und IV-act. 17 S. 2). Da vorliegend die seit dem 1. Januar 2008 gel- tenden Bestimmungen anzuwenden sind, erfüllt sie somit mit den ausg e- wiesenen schweizeri schen Versicherungszeiten die dreijährige gesetzl i- che Mindestbeitragsdauer. 4.2 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist In- validität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 ATSG der durch Beeinträchtigung der körper lichen oder geistigen Gesundheit ve r- ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verble i- bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch ein e Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psych i- schen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisher i- gen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer B-3293/2011 Seite 8 Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 4.2.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung) besteht bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % A n- spruch auf eine ganze Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem solchen von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente. 4.2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2 008 geltenden Fa s- sung haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, welche ihre E r- werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, e r- halten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres (Wartezeit) ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 Abs. 1 ATSG) sind (Bst. b und c). Der Invaliditätsgrad von Versicherten mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt ausserhalb der Schweiz muss gemäss Art. 29 Abs. 4 erster Satz IVG (in der seit dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung) nach Ablauf der Wartezeit 50 % betragen. Zw ar gilt dies nicht für Schweizer und Bürger eines Staates der Europäischen Un i- on, die daselbst ihren Wohnsitz haben (vgl. Art. 2 des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft eine r- seits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten a n- dererseits über die Freizügigkeit [FZA, SR 0.142.112.681]). Die B e- schwerdeführerin zählt indes als Ausländerin aus einem Drittstaat (Se r- bien) nicht zu letzterem Personenkreis. 4.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenversicherungsverfahren ist es, den Gesundheitszust and zu beurteilen und dazu Stellung zu ne h- men, in welchem Umfang und gegebenenfalls bezüglich welcher Tätigkei- ten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind s o- dann eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche A r- beitsleistungen dem Versicherten konkret noch zugemutet werden kö n- nen (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 134 E. 2; AHI -Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). Es sind demnach nicht nur die Erwerbsmöglichkeiten im an -B-3293/2011 Seite 9 gestammten Beruf, sondern auch in zumutbaren Verweisungstäti gkeiten zu prüfen (BGE 115 V 134 E. 2, BGE 114 V 314 E. 3c mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c). Nicht als Folgen eines Gesundheitsschadens und damit invalidenvers i- cherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbs- fähigkeit, welche d ie versicherte Person bei Aufbietung allen guten Wi l- lens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen). Aufgrund des im gesamten Sozia l- versicherungsrecht geltenden Grundsatzes der Schadenminderung s- pflicht ist ein in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunf ä- higer Versicherter gehalten, innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Berufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie mö g- lich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, BGE 111 V 239 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt einer IV-Stelle zu entscheiden, in welchem Ausmass ein Versicherter seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem Einsatz auf dem ausgegl ichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese s o- genannte Verweisungstätigkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu las- sen (leidensangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.). 4.3.1 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfah- ren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Vers i- cherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pf lichtgemäss zu würdigen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Berichte (vgl. dazu das Urteil des Eidgenöss i- schen Versicherungsgerichts [im Folgenden: EVG; heute Bundesgericht] I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2, mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3.a). 4.3.2 Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un- tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei- lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der m e- dizinischen Situation einleuchtet und ob d ie Schlussfolgerungen der E x- perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grun d-B-3293/2011 Seite 10 sätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeic h- nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be- richt oder als Gutachten (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a). Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswü r- digung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gu t- achten aufzustellen (vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten ex- terner Spezialärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweis kraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb, mit weiteren Hinweisen). Berichte der behandelnden Ärzte schliesslich sind aufgrund deren auftragsrechtlicher Vertrauensste l- lung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt wie auch für den b e- handelnden Spezialarzt (Urteil des Bundesgerichts I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber Urteil des Bundesgerichts 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2). Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässig- keit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstel- lungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vie l- mehr besonderer Umstände, welch e das Misstrauen in die Unparteilic h- keit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). 5. Im Folgenden ist in Würdigung der Aktenlage zu beurteilen, ob die Vori n- stanz den rechtserheblichen Sachverhalt vollst ändig erhoben sowie ko r- rekt beurteilt und das Leistungsbegehren vom 28. April 2010 zu Recht mangels anspruchsbegründender Invalidität abgewiesen hat. 5.1 Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid gestützt auf zwei Stellungnahmen ihres ärztlichen Dienst es vom 15. Dezember 2010 und B-3293/2011 Seite 11 30. März 2011 (IV-act. 65 und 81) sinngemäss eine Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrem angestammten Beruf (im Bereich der Lan d- wirtschaft) von 0 % festgestellt. In der Vernehmlassung präzisierte die Vorinstanz dies dahingehend, dass der Beschwerdeführerin unter der Voraussetzung, dass die bisherige Tätigkeit schonend ausgeübt wird, zu 100 % im angestammten Beruf arbeitsfähig ist. Ferner hielt sie namen t- lich fest, auch hinsichtlich leichterer Verweisungstätigkeiten b estehe eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit (Vernehmlassung, S. 1). 5.2 In den genannten beiden Stellungnahmen des RAD wird vorab au s- geführt, die Beschwerdeführerin habe seit ihrer Rückkehr nach Serbien im Jahre 1996 nicht gearbeitet (IV-act. 65 und 81, je S. 1). Die Beschwer- deführerin leide an einer verbreiteten Form von chronischer Lumbalgie bzw. Kreuzschmerzen infolge Degeneration (vgl. IV -act. 65 S. 7 und IV-act. 81 S. 10, je auch zum Folgenden). Man habe dieses Leiden ko n- servativ, und zwar mit Medikam enten sowie einer Physiotherapie beha n- delt. Eine wegen dieser Diagnose erfolgte Hospitalisation sei nicht akte n- kundig; die Beschwerdeführerin sei nur einmal für eine gynäkologische Behandlung im Jahr 2006 sowie am 18. Oktober 2010 aus gynäkolog i- schen Gründen (einer Metrorrhagie ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit) zur Durchführung einer Kürettage hospitalisiert worden. Die jüngste radio- logische Untersuchung betreffend die Lumbalgie datiere auf das Jahr 2008 und zeige degenerative Probleme sowie zwei Disk ushernien. Der neurologische Status liege ebenso wie die Gehfähigkeit im normalen B e- reich, der Gang auf den Zehenspitzen sowie auf den Absätzen sei mö g- lich und erfolge auf behutsame Weise. In mehreren Berichten sei e r- wähnt, dass eine schwere körperliche Ar beit wie das Tragen von Lasten und Positionen, welche die Wirbelsäule belasten, vermieden werden sol l- te. Der RAD ging vor diesem Hintergrund mit Blick auf die chronische Lumbalgie ohne neurologische Beeinträchtigung sowie deren Behandlung mit nichtsteroida len, antiinflammatorischen Substanzen von einer Ei n- schränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 –30 % bei schweren körperlichen Tätigkeiten aus. Mit Bezug auf leichtere und in Sitzposition ausgeführte Tätigkeiten qualifizierte der RAD die Beschwerdeführerin als v oll arbeits- fähig. Auch sah der RAD keine relevanten Hindernisse für die Verrichtung von Hausarbeiten. Unter dem Titel "Diagnostics associés sans répercu s- sion sur la capacité de travail" hielt der RAD sodann Folgendes fest (IV - act. 81 S. 8 f.): "Cardiopathie ischémique IMA en 2002 ? (pas de report) Tapagisme chronique B-3293/2011 Seite 12 Etat anxio-dépressif Diabète type II HTA Surcharge pondérale Anophtalmie ( prothèse OD depuis l'enfance suite à une blessure de l'OD ) Vertiges vasculaires Status post annexectomie D pour abcès en 2006 Dysphonie hypercinétique et hypoacousie Blessure en 1995 à l'épaule gauche -> mobilisation difficile (contracture de l'épaule G) Gonarthrose gauche débutante" 5.3 Nebst den beiden genannten Stellungnahmen des RAD sind eine Stellungnahme des serbischen Versicherungsträgers und verschiedene weitere, teilweise unleserliche Arztberichte aktenkundig. In der genannten Stellungnahme aus Serbien, welche älteren Datums ist (6. Oktober 2004), finden sich keine Ausführungen zur Arbeits- und Erwerbsfähigkeit der Be- schwerdeführerin (vgl. IV-act. 42). Zu den seither erstellten Arztberichten ist Folgendes festzuhalten (auf die noch älteren aktenkundigen ärztlichen Berichte wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegangen [vgl. dazu hinten E. 5.4 f.): – In einem Bericht von Dr. C._______, einer Spezialärztin für physikal i- sche Medizin und Rehabilitation, vom 26. August 2006 stellte diese Ärztin namentlich die Diagnose "Lumboischialgia bil.". Die Beweglic h- keit der Wirbelsäule sei teilweise ei ngeschränkt. Der Gang auf den Zehen sowie den Fersen sei möglich und erfolge auf behutsame We i- se. Dr. C._______ qualifizierte sodann die Arbeitsfähigkeit der B e- schwerdeführerin mit Bezug auf grosse physische Anstrengungen, längeres Stehen und Gehen, das Au fheben sowie Tragen von Lasten und Tätigkeiten mit verkrümmter Wirbelsäule oder unter schlechten klimatischen Bedingungen als stark eingeschränkt (IV-act. 47 f.). – Zwei kurze Berichte des Radiologen Dr. D._______ fassen die Ergeb- nisse zweier radiologische r Untersuchungen der Beschwerdeführerin vom 5. und 8. November 2007 zusammen, wobei freilich nicht auf die Frage der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin ei n- gegangen wird (IV-act. 49 ff.). – In zwei weitgehend übereinstimmenden Berichten des Neurochirur- gen Prof. Dr. E._______, die anscheinend beide am 9. Dezember 2007 verfasst wurden, werden auf der Grundlage eines CT -Scans B-3293/2011 Seite 13 sowie einer EMG -Untersuchung die Diagnosen "Lumboischialgia 1 dex" und "Discus hernia L4 -L5 et L5 -S1 1 dex" gestellt (vgl . IV - act. 53 f. und 73 f.; nach Darstellung der Beschwerdeführerin wurde indes einer dieser Berichte erst im Jahr 2009 erstellt [IV-act. 79 S. 1]). In diesen Berichten wird ausgeführt, die Beschwerdeführerin leide seit mehreren Jahren an Schmerzen im Bereich der Lenden und des rech- ten Beines mit einer Erstarrung der Zehen. Als funktionelle Einschrän- kung, welche daraus resultiert, stellte Prof. Dr. E._______ insbeso n- dere eine eingeschränkte Mobilität fest. Ein Gang auf den Zehen und Fersen sei nicht möglich. Mit Blick auf kardiologische Probleme, we l- che mit den Diagnosen verknüpft seien, sei auf einen chirurgischen Eingriff verzichtet worden. Stattdessen habe man eine Physiotherapie empfohlen. Die Beschwerdeführerin sei arbeitsunfähig. Prof. Dr. E._______ empfiehlt, die Patientin mit einem Vorschlag zur Einschä t- zung der Arbeitsunfähigkeit zum serbischen Versicherungsträger zu schicken (IV-act. 53 f. und 73 f.). – Ein Internist, dessen Name teilweise unleserlich ist, untersuchte die Beschwerdeführerin am 26. August 2008 für den serbischen Versiche- rungsträger. Er stellte die Diagnose "Hypertensio art., Cor hypertens i- vum, Angina pectoris stabilis, HLP" und "Diabetes mellitus typ II". Die Beschwerdeführerin fühle seit mehreren Jahren bei anstrengenden Tätigkeiten Schmerzen in der Brust, welche jeweils etwa zehn Min u- ten anhalten würden. Ihre Hypertonie sei behandelt worden. Man h a- be sie wegen eines Gebärmutterkrebses operiert. Mit Bezug auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hielt der Arzt fest, die Beschwerdeführe- rin sei nicht zu grossen psychophysischen Anstrengungen in der Lage (IV-act. 58 f.). – Ein ärztlicher Bericht vom 21. Juli 2009, der mit Bezug auf die Verfa s- serschaft unleserlich ist, hält die Diagnose "Atheromat. Reg. Bif. A. carot. I. sin" fest (vgl. IV -act. 71 f.). Zur Arbeits- und Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin äussert sich dieser Bericht nicht. – Ein weiteres ärztliches Gutachten, das aufgrund einer am 29. Juli 2009 verlangten spezialärztlichen Untersuchung erstellt wurde, ist weitgehend unleserlich (vgl. IV-act. 75 f.). – Dr. F._______, ein Spezialarzt für Innere Medizin, stellte in einem am medizinischen Zentrum in W._______ abgefassten Bericht vom 10. August 2009 die Diagnose "R Hypertensivum" und verordnete Se-B-3293/2011 Seite 14 dativa (vgl. IV -act. 73 f.). Aus diese m Bericht geht jedoch der Name des untersuchten Patienten nicht hervor, weshalb er nicht als bewei s- kräftig erscheint und im Folgenden nicht zu berücksichtigen ist. – In einem auf den 5. Juli 2010 datierenden Bericht, dessen Verfasser nicht ersichtlich ist, werden bei der Beschwerdeführerin die Diagn o- sen "Gonarthrosis lat. sin. incip. susp.", "Periarthritis calcarea gen. sin" und "Obs Meniscopathia gen. lat. sin." gestellt (IV -act. 77 f.). Die Auswirkung dieser Diagnosen auf die Arbeits - und Erwerbsfähigkeit sind nicht beschrieben. – In zwei an serbischen Spitälern erstellten Arztberichten vom Oktober 2010 findet sich sodann die Diagnose "Metrorrhagia postmenopausis" (IV-act. 67 ff.). Einer dieser Berichte hält ferner die Diagnosen "St post Adnexectomiam 1. dex. pp. Abscessus tuboovarialis", "Curettagae expl." sowie "Hypertensio arterialis" fest; aus diesem Bericht geht auch hervor, das die Beschwerdeführerin im genannten Monat wä h- rend vier Tagen hospitalisiert war (IV-act. 67 f.). 5.4 Die hiervor (E. 5.3) erwähn ten Arztberichte stimmen insoweit mit den vom RAD gezogenen Schlüssen überein, als darin eine Lumbalgie sowie zwei Diskushernien diagnostiziert wurden. Was die mit dieser Diagnose zusammenhängenden Funktionseinschränkungen betrifft, fällt indes auf, dass d er RAD ohne nähere Begründung der Einschätzung von Dr. C._______ folgt, wonach die Beschwerdeführerin auf den Zehen und den Absätzen gehen könne und dies auf behutsame Weise erfolge. Auf die hiervon abweichende, jüngere Feststellung von Prof. Dr. E._______, dass es der Beschwerdeführerin nicht gelinge, auf den Zehen oder den Absä t- zen zu gehen, ist der RAD nicht eingegangen. Dabei hat der RAD in se i- nen beiden Aktengutachten generell darauf verzichtet, seine Quellen zu nennen (vgl. IV-act. 65 und 81). Hinsichtlich der Erwerbsfähigkeit stimmen indes die Würdigung des RAD, der Bericht von Dr. C._______ und das Gutachten von Prof. Dr. E._______ im Wesentlichen überein. Zwar hat Prof. Dr. E._______ au s- geführt, die Beschwerdeführerin sei arbeitsunfähig. Diese Fest stellung hat indessen nur einen geringen Beweiswert und kann jedenfalls nicht als Hinweis auf eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit gewertet werden, da Prof. Dr. E._______ in diesem Zusammenhang jeweils empfahl, die B e- schwerdeführerin zwecks Ermittlung d es Grades der Arbeitsunfähigkeit zum serbischen Versicherungsträger zu schicken. B-3293/2011 Seite 15 Mit Blick auf die Stellungnahmen des RAD sowie die Arztberichte von Dr. C._______ und Prof. Dr. E._______ kann somit – trotz der erwähnten Diskrepanz mit Bezug auf die darin enthaltenen Ausführungen zu den funktionellen Einschränkungen – davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin aufgrund einer Lumbalgie sowie aufgrund von zwei Diskushernien nur eingeschränkt dazu in der Lage ist, schwere körperl i- che Arbeiten zu ver richten. Letzterer Befund stimmt im Übrigen mit zwei weiteren, hier bislang noch nicht erwähnten Arztberichten aus dem Jahre 2004 überein, in welchen der Beschwerdeführerin ebenfalls (namentlich) infolge einer Lumbalgie eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit mit Bezug auf schwere körperliche Verrichtungen attestiert wird (vgl. IV-act. 39 f.). 5.5 Indessen hat – was vom RAD nicht ausdrücklich erwähnt wurde – ein Internist im genannten Arztbericht vom 26. August 2008 aufgrund anderer Diagnosen als der Lumbal gie und den Diskushernien eine Arbeitsunf ä- higkeit hinsichtlich psychophysisch anstrengender Tätigkeiten angeno m- men (vgl. IV-act. 59). Die entsprechenden Diagnosen, nämlich "Hyperten- sio art", "Cor hypertensivum", "Angina pectoris stabilis", "HLP" und "Di a- betes mellitus typ II" waren schon in der erwähnten Stellungnahme des serbischen Versicherungsträgers aufgeführt (vgl. IV -act. 42 S. 2). Nach einem undatierten, jedoch wohl älteren Arztbericht von Dr. F._______, ei- nem Arzt für innere Medizin, ist allein gest ützt auf diese Diagnosen auf eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin zu schliessen (vgl. IV-act. 32). Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf den Umstand, dass auch der RAD nebst der Lumbalgie sowie den Diskushernien weitere Erkran kun- gen diagnostizierte (vgl. IV-act. 65 und 81), kann mit dem im Sozialvers i- cherungsrecht üblicherweise erforderlichen Beweisgrad der überwiege n- den Wahrscheinlichkeit (vgl. hierzu BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen) davon ausgegangen werden, dass bei der Be schwerdeführerin verschie- dene Gesundheitsbeeinträchtigungen zusammentreffen. In einer solchen Konstellation sind die gesundheitliche Situation sowie der daraus resultie- rende Grad der Arbeitsunfähigkeit jeweils aufgrund einer sämtliche G e- sundheitsbeeinträchtigungen umfassenden fachärztlichen Gesamtbeurtei- lung zu bestimmen (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C -4190/2010 vom 10. Januar 2013 E. 4.2 mit Hinweis auf das Urteil des EVG I 850/02 vom 3. März 2003 E. 6.4.1 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Vorliegend fehlt es indes an einer solchen fachärztlichen G e- samtbeurteilung. Insbesondere bilden die fachärztlichen Berichte von Dr. C._______ und Prof. Dr. E._______ lediglich monodisziplinäre Expe r-B-3293/2011 Seite 16 tisen. Zudem ist weder aus den Akten ersichtlich, noch wird seitens der Vorinstanz geltend gemacht, dass die (nicht auf eigenen Untersuchungen der Beschwerdeführerin beruhenden) Stellungnahmen des RAD von Fachärzten der hier in Frage stehenden medizinischen Fachgebiete ve r- fasst wurden bzw. die Verfasserin dieser Stellungnahmen, Dr. G._______, sämtliche Facharzttitel der vorliegend relevanten Disziplinen besitzt. Der Grad der Arbeitsunfähigkeit, welcher der angefochtenen Verfügung zugrunde gelegt wurde, beruht nach dem Gesagten auf einer unvollstä n- digen W ürdigung unzulänglicher medizinischer Akten bzw. auf einer u n- vollständigen Abklärung des Sachverhaltes. In Ermangelung einer sämtl i- che relevanten Beschwerden umfassenden medizinischen Gesamtbeu r- teilung ist es dem Bundesverwaltungsgericht nicht möglich, mit dem er- forderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu beu r- teilen, ob und gegebenenfalls ab wann genau sowie in welchem Ausmass bei der Beschwerdeführerin eine rentenanspruchsbegründende Invalidität eingetreten ist. 6. Nach dem Ausgeführten ist erstellt, dass im vorinstanzlichen Verfahren aufgrund unvollständiger Feststellung des rechtserheblichen medizin i- schen Sachverhalts sowie ungenügender Abklärung der versicherungs - mässigen Rentenanspruchsvoraussetzungen (vgl. Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 VwVG) wesentliche Sachverhaltselemente unvollständig geklärt geblieben sind. Von der Einholung eines Gerichtsgutachtens oder Erh e- bung anderer Beweismassnahmen ist deshalb abzusehen, die angefoc h- tene Verfügung aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzu- weisen (vgl. zur Rückweisung BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Die Vorinstanz ist anzuweisen, unter Berücksichtigung sämtlicher akte n- kundiger ärztlicher Beurteilungen eine multidisziplinäre fachärztliche B e- gutachtung (insbesondere in kardiologischer und neurologischer Hinsicht) des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin sowie von dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit vorzunehmen. Gestützt darauf wird sie die versicherungsmässigen Voraussetzungen für eine ordentliche oder ausserordentliche Rente neu zu beurteilen sowie neu zu verfügen haben (vgl. Art. 61 Abs. 1 VwVG). B-3293/2011 Seite 17 6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ve r- weigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kosten- pflichtig. Die Verfahrenskosten sind in der Regel von der unterliegenden Partei zu tragen. Da eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der beschwerdeführenden Partei gilt, sind keine Verfahrenskosten zu erh e- ben (vgl. Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG; BGE 132 V 215 E. 6.1). Der B e- schwerdeführerin ist der geleistete Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 400.- nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückz u- erstatten 6.2 Der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin sind keine ve r- hältnismässig hohe Kosten entstanden, weshalb ihr keine Parteientsch ä- digung zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die Verfügung der Vorinstanz vom 6. Mai 2011 aufgehoben und die Sache im Sinne der E r- wägungen zur weiteren Abklärung des Sachverhalts sowie zum Erlass ei- ner neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. Soweit wei- tergehend wird die Beschwerde abgewiesen. 2. Es werden kei ne Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 400. – nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. B-3293/2011 Seite 18 4. Dieses Urteil geht an: – die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungs- formular); – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde); – das Bundesamt für Sozialversicherungen (Gerichtsurkunde). Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Frank Seethaler Beat König Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die U n- terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizu legen (Art. 42 BGG). Versand: 10. Juni 2013