<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2025-06-13-5A_448-2025.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_448/2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 13. Juni 2025</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Bovey, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Hartmann, Josi, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde </div> <div class="para">Basel-Stadt, Rheinsprung 16, 4001 Basel. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Entscheidbegründung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 3. Juni 2025 (KE.2025.1). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para">A.________ (Beschwerdeführer) ist Vater der Kinder B.________ und C.________. </div> <div class="para">Im Beschwerdeverfahren betreffend den Entscheid der KESB Basel-Stadt vom 2. Dezember 2024 eröffnete das Appellationsgericht Basel-Stadt am 27. Mai 2025 seinen Entscheid. Es begründete diesen mündlich und stellte den Parteien die schriftliche Begründung in Aussicht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Mit sechs Eingaben vom 28. und 30. Mai 2025 wandte sich der Beschwerdeführer erneut an das Appellationsgericht. Er stellte u.a. ein Gesuch um "vollständige schriftliche Ausfertigung der mündlich verkündeten Begründung", welches vom Appellationsgericht mit Verfügung vom 3. Juni 2025 abgewiesen wurde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">Hiergegen reichte der Beschwerdeführer am 6. Juni 2025 eine subsidiäre Verfassungsbeschwerde ein mit den Anträgen, es sei die Verweigerung der schriftlichen Herausgabe der mündlichen Urteilsbegründung als Verletzung des rechtlichen Gehörs und der Begründungspflicht festzustellen und das Bundesgericht möge das Appellationsgericht verpflichten, die mündliche Urteilsbegründung nachträglich vollständig zu rekonstruieren und ihm diese zuzustellen; ferner sei jegliche darauf gestützte Massnahme aufzuheben oder bis zur Klärung der Begründungsfrage zu sistieren. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">In der Verfügung vom 3. Juni 2025 wird dem Beschwerdeführer mitgeteilt, dass die mündliche Urteilsbegründung weder aufgenommen noch protokolliert wird und deshalb auch nicht zugestellt werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer erblickt darin eine "abstrakte Zugänglichkeitsverweigerung" und sieht als "verfassungsrechtliche Kernfrage" eine Anzahl von Grundrechten verletzt, namentlich die Ansprüche auf rechtliches Gehör und auf ein wirksames Rechtsmittel; ohne schriftliche oder wenigstens protokollierte Begründung könne er keine substanzielle Beschwerde verfassen und damit werde seine Beschwerdefähigkeit (wohl gemeint: sein Beschwerderecht) vereitelt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Beim Bundesgericht anfechtbar ist die <i>vollständige Ausfertigung</i> des kantonal letzinstanzlichen Entscheides, d.h. der die schriftliche Begründung enthaltende Entscheid (vgl. Art. 100 Abs. 1 i.V.m. <span class="artref">Art. 112 Abs. 1 BGG</span>). Wie dem Beschwerdefüher schon im Urteil 5A_430/2025 vom 5. Juni 2025 E. 1 beschieden worden ist, wird er den schriftlich begründeten Entscheid - und erst diesen - anfechten und damit all seine Rechte wahren können. </div> <div class="para">Dass die - in Kindesangelegenheiten grundsätzlich zur Verfügung stehende - Beschwerde in Zivilsachen noch nicht ergriffen werden kann, scheint der Beschwerdeführer letztlich selbst zu sehen, wenn er vorbringt, soweit kein anderes eidgenössisches Rechtsmittel zur Verfügung stehe, könne er die subsidiäre Verfassungsbeschwerde erheben. Allerdings übersieht er, dass sich <span class="artref">Art. 100 Abs. 1 und <artref id="CH/173.110/112/1" type="start"></artref>Art. 112 Abs. 1 BGG</span><artref id="CH/173.110/100/1" type="end"></artref> auf alle Rechtsmittel an das Bundesgericht beziehen und deshalb gegen die mündliche Begründung eines kantonal letztinstanzlichen Entscheides beim Bundesgericht kein Rechtsmittel offensteht, auch nicht die subsidiäre Verfassungsbeschwerde. </div> <div class="para">Ebenso wenig besteht von Bundesrechts wegen ein Anspruch auf ein Wortprotokoll der mündlichen Begründung (vgl. <span class="artref">Art. 235 Abs. 1 ZPO</span>, welcher für Zivilverfahren den notwendigen Inhalt des Verfahrensprotokolles umschreibt, soweit das kantonale Recht aufgrund des zuteilenden Vorbehaltes in <span class="artref">Art. 450f ZGB</span> für Kindesschutzsachen die Zivilprozessordnung als anwendbar erklärt). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der KESB Basel-Stadt und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 13. Juni 2025 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Bovey </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>