Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Geschäfts-Nr.: LE210031-O/U Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos Würgler und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Faoro Beschluss und Urteil vom 6. Juli 2022 in Sachen A._____, Gesuchsgegner und Berufungskläger vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____, gegen B._____, Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y1._____, betreffend Eheschutz Berufung gegen ein Teilurteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah- ren am Bezirksgericht Meilen vom 19. Mai 2021 (EE200019-G) - 2 - Verbliebene Rechtsbegehren: (vgl. Urk. 181 S. 7 f.) Teilurteil und Verfügung des Bezirksgerichts Meilen vom 19. Mai 2021: (Urk. 174 S. 52 ff. = Urk. 181 S. 52 ff.) 1. Der Gesuchstellerin wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und ihr wird in der Person von l ic. iur. Y1._____, substituiert durch Anwaltssubstit u- tin MLaw Y2._____, eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt. 2. Die dem Gesuchsgegner erteilte unentgeltliche Rechtspflege wird betreffend die Person des unentgeltlichen Rechtsbeistandes insofern ergänzt als dem Gesuchsgegner in der Person von Rechtsanwältin lic. iur X2._____ (bis 28. September 2020) und in der Person von Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ (ab 29. September 2020) eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bzw. ein u n- entgeltlicher Rechtsbeistand bestellt wird. 3. Der Gesuchsgegner wird v erpflichtet, der Gesuchstellerin persönliche mo- natliche Unterhaltsbeiträge, zahlbar monatlich im Voraus, je auf den Ersten eines jeden Monats, wie folgt zu bezahlen: Phase I (ab 1. April 2020 bis 31. Juli 2020): CHF 1'111.– Phase II (ab 1. August 2020 bis 31. Dezember 2020): CHF 1'094.– Phase III (ab 1. Januar 2021 bis 30. April 2021): CHF 1'259.– Phase IV (ab 1. Mai 2021 und für die weitere Dauer des Getrenntlebens): CHF 1'689.– 4. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin an den Unterhalt des gemeinsamen Sohnes C._____ monatliche Unterhaltsbeiträge (Barun- terhalt), zahlbar monatlich im Voraus, je auf den Ersten eines jeden Monats, wie folgt zu bezahlen: - 3 - Phase IV (ab 1. Mai 2021 und für die weitere Dauer des Getrenntlebens): CHF 300.– Die Familienzulagen werden vom Gesuchsgegner bezogen und von ihm für den Kinderunterhalt verwendet. 5. Es wird festgestellt, dass der Gesuchsgegner für die Periode ab 1. April 2020 bis und mit 31. Mai 2021 im Betrag von CHF 15'216.25 bereits persön- liche Unterhaltszahlungen an die Gesuchstellerin geleistet hat. Es resultiert eine offene Unterhaltsschuld für die Periode ab 1. April 2020 bis und mit 31. Mai 2021 von CHF 1'422.75. 6. Diesem Entscheid liegen folgende finanziellen Verhältnisse der Parteien zu Grunde: Einkommen netto pro Monat, Familienzulagen separat: – Gesuchstellerin: während Phase I (ab 1. April 2020 bis 31. Juli 2020): CHF 883.– während Phase II (ab 1. August 2020 bis 31. Dezember 2020): CHF 1'300.– während Phase III (ab 1. Januar 2021 bis 30. April 2021): CHF 1'300.– während Phase IV (ab 1. Mai 2021 und für die weitere Dauer des Getrenntlebens): CHF 2'040.– – Gesuchsgegner: CHF 8'988.– – C._____: CHF 200.– Vermögen: – Gesuchstellerin: CHF 0.– – Gesuchsgegner: CHF 0.– - 4 - – C._____: CHF 0.– Familienrechtlicher Bedarf: Phase I – Gesuchstellerin: CHF 1'994.– – Gesuchsgegner: CHF 3'120.– – C._____: CHF 1'071.– Phase II – Gesuchstellerin: CHF 2'394.– – Gesuchsgegner: CHF 3'120.– – C._____: CHF 1'071.– Phase III – Gesuchstellerin: CHF 2'559.– – Gesuchsgegner: CHF 2'305.– – C._____: CHF 671.– Phase IV – Gesuchstellerin: CHF 3'729.– – Gesuchsgegner: CHF 2'255.– – C._____: CHF 871.– 7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: CHF 4'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: CHF 1'241.25 Übersetzungskosten CHF 5'741.25 Kosten total. 8. Die Gerichtskosten werden den Partei en je zur Hälfte auferlegt, jedoch z u- folge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die G e- richtskasse genommen. Die Parteien werden auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZGB hingewiesen. - 5 - 9. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 10. (Schriftliche Mitteilung) 11. (Rechtsmittelbelehrung) Berufungsanträge: des Gesuchsgegners und Berufungsklägers (Urk. 180 S. 2 f.): "1. Die Ziffern 3, 4, 5 und 6 des vorinstanzlichen Teilurteils der B e- zirksgerichts Meilen vom 19. Mai 2021 (EE200019) seien aufz u- heben und wie folgt neu zu erkennen: Neu Ziffer 3. 3.1. Der Berufungskläger wird verpflichtet, der Berufungsbeklagten ab 1. April 2020 bis 31. Juli 2020 einen persönlichen Unterhalt von CHF 711.00, zahlbar monatlich im Voraus, je auf den Ersten ei- nes jeden Monats zu bezahlen. 3.2. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass sich die Parteien ab 1. August 2020 gegenseitig keinen persönlichen Unterhalt schul- den; Neu Ziffer 4. Die Berufungsbeklagte wird verpflichtet, dem Berufungskläger an den Unterhalt des gemeinsamen Sohnes C._____ ab 1. August 2020 einen Unterhaltsbeitrag (Barunterhalt) von CHF 1'071.00, zahlbar monatlich im Voraus, je auf den Ersten jeden Monats zu bezahlen; Neu Ziffer 5. Die Berufungsbeklagte wird verpflichtet, dem Berufungskläger die offene Schuld aus zwischen dem 1. April 2020 und dem 31. Mai 2021 zuviel geleisteten Unterhaltsbeiträgen von CHF 12'372.25 (Gesamtzahlung CHF 15'216.25 abzüglich geschuldeter Unter- haltsbetrag von CHF 2'844.00) innert 30 Tagen nach Rechtskraft zu bezahlen. Neu Ziffer 6. Diesem Entscheid liegen folgende finanzielle Verhältnisse der Parteien zu Grunde: Einkommen netto pro Monat in CHF, Familienzulagen separat: Berufungsbeklagte: - 6 - Phase 1 (1. April 2020 bis 31. Juli 2020): 0'883.00 Phase 2 (Ab 1. August 2020): 4'000.00 Berufungskläger: Phase 1 und 2 6'414.20 Ev. 6'620.30 C._____: Phase 1 und 2 0'200.00 Vermögen: Berufungsbeklagte 0.00 Berufungskläger 0.00 Familienrechtlicher Bedarf: Berufungsbeklagte Phase 1 (1. April 2020 bis 31. Juli 2020): 1'594.00 Phase 2 (Ab 1. August 2020): 2'340.00 Berufungskläger Phase 1 und 2 3'920.00 C._____ Phase 1 und 2 1'071.00 2. Dem Berufungs kläger sei auch für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und der unterzeichnen- de Rechtsanwalt als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen; 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Ber u- fungsbeklagten zzgl. 7.7 % MWST." der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten (Urk. 190 S. 2): "1. Die Berufung vom 9. Juni 2021 sei vollumfänglich abzuweisen. 2. Es sei der Gesuchsgegner und Berufungskläger zu verpflichten, der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten für das Berufungs- verfahren einen Prozesskostenbeitrag von Fr. 5'000. – zu bezah- len. 3. Es sei der Berufungsbeklagten die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen und in meiner Person eine unentgeltliche Recht s- beiständin zu bestellen, dies unter dem Vorbehalt des Wieder- rufs, falls der Berufungskläger zur Leistung eines Prozesskos-- 7 - tenbeitrags von Fr. 5'000. – verpflichtet wird und selbigen auch bezahlt. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zahlbar an die Rechtsvertreterin zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer) zu Lasten des Berufungsklägers." Erwägungen: I. 1. Die Parteien sind miteinander verheiratet und haben einen gemeinsamen Sohn, C._____, geboren am tt.mm.2012. Mit Eingabe vom 9. April 2020 machte die Gesuchstellerin und Berufungsbeklag te (fortan Gesuchstellerin) ein Ehe- schutzverfahren anhängig. Am 18. September 2020 wies die Vorinstanz das vom Gesuchsgegner und Berufungskläger (fortan Gesuchsgegner) gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltliche Rechtspflege ab (Urk. 84). Mit Teilurteil vom 29. Oktober 2020 stellte die Vorinstanz C._____ unter die alternierende Obhut der Parteien und errichtete eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB. Im Übrigen genehmigte sie die von den Parteien an der Verhandlung vom 30. September 2020 geschlossene Vereinbarung betreffend die Kinderbelange (Urk. 128). Mit Urteil vom 3 . Dezember 2020 hiess die erkennende Kammer die vom Gesuchsgegner gegen den abschlägigen Entscheid der Vorinstanz betref- fend unentgeltliche Rechtspflege erhobene Beschwerde gut und bewilligte die un- entgeltliche Rechtspflege (Urk. 141). Im Übrigen kann betreffend den Verlauf des vorinstanzlichen Verfahrens auf die entsprechenden Erwägungen im angefocht e- nen Entscheid (Urk. 181 E. I S. 9 ff.) verwiesen werden. Am 19. Mai 2021 erliess die Vorinstanz den eingangs wiedergegebenen Entscheid (Urk. 174 = Urk. 181). 2. Dagegen erhob der Gesuchsgegner am 7 . Juni 2021 (Datum Poststempel) rechtzeitig (vgl. Urk. 175/2; Art. 314 Abs. 1 ZPO ) Berufung mit den eingangs auf- geführten Anträgen (Urk. 180). Die Berufungsantwort datiert vom 14. September 2021 (Urk. 190, Anträge eingangs wiedergegeben). Diese wurde dem Gesuchs- gegner mit Verfügung vom 4. Oktober 2021 zur Kenntnisnahme zugestellt und ihm gleichzeitig Frist angesetzt, um zum darin gestellten Gesuch um Zusprechung eines Prozesskostenbeitrags Stellung zu nehmen ( Urk. 193). Mit Eingabe vom - 8 - 4. November 2021 nahm der Gesuchsgegner Stellung (Urk. 196), woraufhin sich die Gesuchstellerin nochmals am 16. Dezember 2021 vernehmen liess (Urk. 202). Mit Eingabe vom 1. Juli 2022 ersuchte die Rechtsvertreterin der Gesuchstellerin darum, dass aufgrund ihrer längeren Abwesenheit ("Mini -Sabbatical mit der Fami- lie") auf nicht dringliche fristauslösende Zustellungen bis und mit 20. August 2022 verzichtet werde (Urk. 206). Weitere Eingaben sind nicht erfolgt. 3. Das Verfahren erweist sich als spruchreif. Die vorinstanzlichen Akten (Urk. 1-179) wurden beigezogen. A uf die Parteivorbringen ist nachfolgend nur i n- soweit einzugehen, als dies für die Entscheidfindung erforderlich ist. II. 1. Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru- fungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat - und Rechtsfra- gen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheit s- prüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). In der schriftlichen Ber u- fungsbegründung (Art. 311 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in de n angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu be- trachten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Das setzt (im Sinne einer von Amtes wegen zu prüfenden Eintretensvoraussetzung) voraus, dass der Ber u- fungskläger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich ar- gumentativ mit diesen auseinandersetzt und mittels genügend präziser Verwei- sungen auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptungen, Erklärun- gen, Bestreitungen und Einreden erhoben wurden bzw. aus welchen Aktenstellen sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll. Die pauschale Verwei- sung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wiederholung genügen nicht (vgl. BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_247/2013 vom 15. Oktober 2013, E. 3.2; 5A_751/2014 vom 28. Mai 2015, E. 2.1). Was nicht oder nicht in einer den gesetz- lichen Begründungsanforderungen entsprechenden Weise beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittel instanz nicht überprüft zu werden; diese hat sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf di e Beurteilung der Beanstandungen zu beschränken, die in der schriftlichen Begründung formge-- 9 - recht gegen den erstinstanzlichen Entscheid erhoben werden (vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.4 m.H.; BGer 5A_111/2016 vom 6. September 2016, E. 5.3; 4A_258/2015 vom 21. Oktober 2015, E. 2.4.3; 4A_290/2014 vom 1. September 2014, E. 3.1 und E. 5). Insofern erfährt der Grundsatz "iura novit curia" (Art. 57 ZPO) im Berufungsverfahren eine Relativierung (BK ZPO I -Hurni, Art. 57 N 21 und N 39 ff.; Glasl, DIKE-Komm-ZPO, Art. 57 N 22). Nach dem Ausgeführten ist daher auf die allgemeine n Ausführungen des Gesuchsgegners zum Teilurteil vom 29. Oktober 2020, den Konflikten zwischen den Parteien sowie der Gesuchstellerin und C._____ vor Februar 2021 (Urk. 180 Rz. 8-11) sowie die diesbezüglichen Entgegnungen der Gesuchstellerin (Urk. 190 Rz. 11-13) nicht weiter einzugehen. Abgesehen davon sind sie für das vorliegen- de Verfahren – wie auch der Gesuchsgegner zutreffend bemerkt – nicht von Re- levanz. 2. Art. 296 ZPO statuiert für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegen- heiten – wie sie vorliegend im Wesentlichen zu beurteilen sind – den Unters u- chungs- und Offizialgrundsatz, weshalb das Gericht in diesem Bereich den Sac h- verhalt von Amtes wegen erforscht und ohne Bindung an die Parteiantr äge ent- scheidet. In Verfahren, welche der umfassenden Untersuchungsmaxime unter- stehen, können die Parteien auch im Berufungsverfahren neue Tatsachen und Beweismittel unbeschränkt vorbringen. Die Bestimmung von Art. 317 Abs. 1 ZPO, wonach im Berufungsverfahren neue Vorbringen und Beweismittel nur dann z u- lässig sind, wenn sie trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vor- gebracht werden konnten und ohne Verzug vorgebracht werden, gilt somit nicht für Verfahren, in welchen Kinderbelange zu beurteilen sind (BGE 144 III 349 E. 4.2.1). Insofern geht die Gesuchstellerin fehl, soweit sie in ihrer Berufungsant- wortschrift geltend macht, die Vorbringen des Gesuchsgegners zu den tatsächl i- chen Verhältnissen bezüglich der Betreuungssituation seit 1. Februar 2021 sowie zu seiner Einkommenssituation könnten im vorliegen den Verfahren als unzulässi- ge Noven nicht gehört werden (vgl. Urk. 190 Rz. 4-8, Rz. 16 und Rz. 21). 3. Soweit die Rechtsvertreterin der Gesuchstellerin in ihrer Eingabe vom 1. Juli 2022 darum ersucht, es sei aufgrund ihrer längeren Abwesenheit (Mini -Sabbatical - 10 - mit der Familie) auf nicht dringliche fristauslösende Zustellungen bis und mit 20. August 2022 zu verzichten (Urk. 206), ist sie darauf hinzuweisen, dass es sich vorliegend um ein summarisc hes Verfahren handelt, welches beförderlich zu be- handeln ist. Bei einer längeren Abwesenheit wie der vorliegenden ist sie gestützt auf Art. 12 lit. a BGFA und Art. 398 A bs. 2 OR zudem gehalten, eine Stellvertr e- tung zu bestimmen. Entsprechend ist dem Ersuchen nicht stattzugeben. III. 1. Teilurteil vom 29. Oktober 2020 1.1. An der Verhandlung vom 30. September 2020 einigten sich die Parteien b e- züglich der Betreuungszeit der Gesuchstellerin wie folgt: - in geraden Wochen jeweils ab Samstagmorgen, 10.00 Uhr, bis Sonntag- abend, 19.00 Uhr, - jeweils am Mittwoch ab Schulschluss bis 19.00 Uhr, - jeweils am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten und Neujahr. Ab 1. Januar 2021: - in geraden Wochen jeweils ab Freitag, Schulschluss, bis Sonntagabend, 19.00 Uhr, - jeweils am Mittwoch ab Schulschluss bis 19.00 Uhr, - jeweils am zweiten Tag des Doppelfeiertags Neujahr, - während vier Wochen Ferien pro Jahr. Sowie ab 1. Mai 2021: - in geraden Wochen jeweils ab Donnerstag, Schulschluss, bis Sonntagabend, 19.00 Uhr, - jeweils am Mittwoch ab Schulschluss bis 19.00 Uhr, - jeweils am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten und Neujahr, während vier Wochen Ferien pro Jahr. Die diesbezügliche Vereinbarung wurde von der Vorinstanz in der Folge mit Tei l- urteil vom 29. Oktober 2020 genehmigt (Urk. 128). 1.2. Der Gesuchsgegner macht im vorliegenden Rechtsmittelverfahren vorab geltend, die vereinbarte und mit Teilurteil vom 29. Oktober 2020 genehmigte B e- treuungsregelung sei nie gelebt worden. Diesen aus den Akten hervor gehenden - 11 - Umstand habe die Vorinstanz bei ihrem Unterhaltsentscheid zu Unrecht gänzlich unberücksichtigt gelassen. Der gemeinsame Sohn C._____ lebe zu über 95 % der Zeit beim Gesuchsgegner und wolle nicht mehr von der Gesuchstellerin be- treut werden. Sie sehe ihn nur noch im Rahmen des begleiteten Besuchstreffs j e- des zweite Wochenende an einem Tag von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr (Urk. 180 Rz. 10). Auch die Gesuchstellerin räumt ein, dass die "momentane" Betreuungssi- tuation nicht der im Urteil vom 29. Oktober 2020 genehmigten Betreuungsrege- lung entspreche. Indes sei die Änderung auch mass geblich durch den Gesuchs- gegner versursacht worden. Es sei daher bei der Unterhalt sfestsetzung auf die Betreuungsregelung gemäss dem rechtskräftigen Teilurteil vom 29. Oktober 2020 abzustellen. Die Rechtskraft dieses Urteils würde "unterwandert" werden, wenn aufgrund einer vorübergehenden Änderung in der Betreuungssituation eine ab- weichende Unterhaltsregelung getroffen werden würde. Dies umso mehr, als eine stufenweise Ausweitung des Besuchsrechts gemäss Einschätzung der Beiständin unmittelbar bevorstehen dürfte. Insbesondere der Auszug von D._____ Ende September 2021 aus der von ihm mit der Gesuchst ellerin bewohnten Wohnung dürfte die prekäre Wohnsituation entspannen und die Umsetzung des Besuchs- rechts gemäss Betreuungsregelung vom 30. September 2021 begünstigen (mit Verweis auf Urk. 192/1; Urk. 190 Rz. 14 f. und Rz. 58). 1.3. Bei der Festlegung des Unter haltsbeitrags sind grundsätzlich (auch) die Be- treuungsverhältnisse zu berücksichtigen (vgl. 147 III 265 E. 7.3). Vorliegend konn- ten sich die Parteien über die Betreuung des gemeinsamen Sohnes C._____ zwar im Rahmen einer Vereinbarung einigen und diese Rege lung wurde von der Vorinstanz in der Folge mit in Rechtskraft erwachsenem Teilurteil vom 29. Oktober 2020 genehmigt. Indes haben sich seit Erlass dieses Entscheids die Betreuungsverhältnisse in tatsächlicher Hinsicht unbestrittenermassen geändert (siehe auch Urk. 192/1, wonach seit Februar 2021 keine unbegleiteten Besuche der Gesuchstellerin mehr stattgefunden hätten). Dies ist – entgegen der Ansicht der Gesuchstellerin – vorliegend zu berücksichtigen (siehe im Übrigen auch BSK ZGB I-Fountoulakis/Breitschmid, Art. 286 N 14, wonach die Änderung der Betreu- ungsanteile oder die Nichtausübung des persönlichen Verkehrs durch den be- suchsberechtigten Unterhaltsschuldner jeweils einen G rund für die Abänderung - 12 - des Unterhaltsentscheids bilden kann). Denn der zuzusprechende Kinderunterhalt dient der Deckung der effektiven Bedürfnisse des Kindes . Würde ein Kinderunter- halt gestützt auf (nachweislich) nicht gelebte Betreuungsverhältnisse zugespr o- chen, so würde dies dem Zweck des Kinderunterhalts und damit auch dem Kin- deswohl zuwiderlaufen, zumal der zugesprochene Betrag in tatsächlicher Hinsicht nicht dem Kind, sondern letztlich dem nicht betreuenden Elternteil zur Verfügung stünde. Soweit die Gesuchstellerin sodann geltend macht, dass eine stufenweise Ausweitung d es Besuchsrechts gemäss fachlicher Einschätzung der Beiständin "unmittelbar" bevorstehen dürfte, ist festzuhalten, dass bis heute nicht geltend gemacht wurde, dass das Besuchsrecht zwischenzeitlich ausgeweitet worden ist oder gar die Betreuungsregelung gem äss dem Urteil vom 29. Oktober 2020 ge- lebt wird. Zudem erscheint vorliegend auch nicht glaubhaft, dass die Gesuchstel- lerin mittlerweile alleine wohnt und sich die Wohnsituation damit entspannt hat (vgl. nachstehend Ziff. 4.5.2.). Damit ist vorliegend auf die tatsächlichen Betreu- ungsverhältnisse und nicht auf die mit Teilurteil vom 29. Oktober 2020 genehmig- te Betreuungsregelung abzustellen. 2. Einkommen des Gesuchsgegners 2.1. Die Vorinstanz erwog bezüglich des Einkommens des Gesuchsgegners , dass dieser im April 2017 die Einzelunternehmung E._____ gegründet habe. Seit August 2018 betreibe er nun ausschliesslich dieses Einzelunternehmen, wobei er zurzeit in einem Pensum von 60 % bis 70 % arbeite. Der Gesuchsgegner habe angegeben, im Jahr 2020 voraussichtlic h ein monatliches Einkommen in Höhe von USD 7'500.00 bzw. Fr. 7'220.– sowie Zusatzeinnahmen in Höhe von Fr. 800.– aus der Belieferung der J._____ Verkehrsbetriebe, insgesamt damit Fr. 8'020.– brutto zu generieren. Nach Abzug der Sozialbeiträge von r und 12.65 % sowie der Kinderzulagen für C._____ und für [die aus einer früheren Be- ziehung stammende Tochter ] F._____ würde noch ein Nettoeinkommen von Fr. 7'005.– resultieren. Aus der hierzu eingereichten Einnahmenübersicht der E._____ ergebe sich von Januar bis September 2020 ein durchschnittliches m o- natliches Einkommen von Fr. 7'468.18 (inkl. Kinderzulagen). Ein Einkommen wie im Jahr 2019 – so der Gesuchsgegner – sei im Jahr 2020 nicht mehr erzielbar, da - 13 - er weniger in Thailand arbeiten könne. Zudem habe er während der ersten Mona- te des Jahres von einem von seiner Mutter und Stiefgrossmutter gewährten Dar- lehen von Fr. 25'000.– gelebt, welches er zurückzahlen müsse. An der Verhandlung vom 30. September 2020 habe der Gesuchsgegner ein zwischen der Gesellschaft G._____ (Thailand) und der E._____ abgeschlossenes Engineering Services Agreement vom 17. Juli 2020 eingereicht. Daraus gehe zwar hervor, dass die E._____ monatlich eine Entschädigung in Höhe von USD 7'500.00 erhalten solle. Da dieses Dokument aber nicht vollständig eingereicht worden sei, mithin rund ein Viertel der Seite 5 leer und die Ziffer 7.2 abgedeckt sei und damit fehle, die Vereinbarung im Übrigen durchnummeriert und einheitlich formatiert sei, könne nicht ohne Weiteres auf dieses Dokument abgestellt werden. Es rechtfertige sich vielmehr, das Einkommen des Gesuchsgegners anhand der im Recht liegenden und dessen Salär und Privatbezüge ausweisenden Bankun- terlagen zu bestimmen und danach die vom Gesuchsgegner erstellte Aufstellung über die Einnahmen von Januar bis September 2020 sowie das Einkommen des Jahres 2019 vergleichsweise heranzuziehen. Der Gesuchsgegner habe sich in der Zeit von Januar bis August 2020 für seine selbstständige Tätigkeit bei der E._____, über welche er auch seine Täti g- keit für die J._____ Verkehrsbetriebe abrechne, insgesamt Fr. 65'000.– als Salär ausbezahlt (siehe die diesbezügliche Aufstellung in Urk. 181 E. IV./2.2.7. S. 26). Zudem habe er – was von der Gesuchstellerin im Detail behauptet und vom G e- suchsgegner nicht substantiiert bestritten worden sei – verschiedene als Privatbe- züge zu qualifizierende Barbezüge oder Zahlungen vom H._____- Firmenkonto der E._____ in Höhe von insgesamt Fr. 6'900.– getätigt (siehe die diesbezügliche Aufstellung in Urk. 181 E. IV./2.2.8. S. 27 f.). Spesen seien keine aufzurechnen, da er diese an die Kunden weiterverrechnet habe. Ebenso wenig sei d ie Zahlung von der eidgenössischen Finanzverwaltung vom 5. Mai 2020 über Fr. 25'000.– (zur diesbezüglichen Begründung siehe Urk. 181 E. IV./2.2.11. S. 29 f.) sowie die am 5. Februar 2020 erhaltene Teilausz ahlung des Pensionskassenguthabens in Höhe von Fr. 51'314.42 als Einkommen zu berücksichtigen. Zwar seien in Bezug auf Letztere d ie Hi ntergründe der Auszahlung unkl ar geblieben. Jedoch sei es - 14 - unwahrscheinlich, dass die Auszahlung gestützt auf Art. 5 Abs. 1 lit. b FZG erfolgt sei, da der Gesuchs gegner bereits seit Mitte 2018 selbstständig sei. Dennoch er- scheine es aufgrund der Angaben des Gesuchsgegners naheliegend, dass er ei- ne Barauszahlung habe vornehmen lassen, für welche die Zustimmung der G e- suchstellerin als Ehefrau nötig gewesen sei. Damit habe der Ehegatte – sofern es sich nicht um einen WEF- Vorbezug gehandelt habe – auf die entsprechenden Ansprüche verzichtet . Die mittels Barauszahlung der zweiten Säule entnomm e- nen Beträge würden bei der Scheidung nicht für die Berechnung der zu teilenden Austrittsleistung herangezogen, sondern seien erst bei der güterrechtlichen Aus- einandersetzung zu berücksichtigen und stell ten grundsätzlich Errungenschaft dar. Nach dem Gesagten liesse sich eine Hinzurechnung des Barbezugs zum Einkommen somit zwar grundsätzlich rechtfertigen. Nachdem der Gesuchsgegner jedoch zur Bestreitung der Lebenshaltungskosten bzw. zwecks Sicherstellung der Liquidität seines Einzelunternehmens zwei Kredite im Umfang von insgesamt Fr. 50'000.– aufgenommen habe, sei ihm das nämliche Guthaben zur Rückzah- lung dieser Darlehen zu belassen. Insgesamt ergebe sich für die Zeit von Januar bis August 2020 damit ein durchschnittliches Einkommen von Fr. 8'988.– ([Fr. 65'000.– + Fr. 6'900.–] / 8 Monate) . Den Bankauszügen des H._____- Firmenkontos der E._____ könne überdies entnommen werden, dass die Sozial- versicherungsbeiträge von jenem Konto beglichen worden seien, und aus den Auszügen des I._____-Privatkontos würden sich keine Zahlungen an die SVA fi n- den. Entsprechend stellten die Überweisungen auf das Privatkonto des Gesuchs- gegners das Nettoeinkommen (ohne Familienzulagen) dar. Als Vergleich seien die vom Gesuchsgegn er erstellte Aufstellung über die Einnahmen der E._____ von Januar bis September 2020 und das Einkommen des Jahres 2020 heranzuziehen. Die erwähnte Aufstellung weise ein (Gesamt- )Einkommen von Fr. 67'219.30 aus, was monatlichen Nettoeinnahmen von Fr. 7'468.81 (inkl. Familienzulagen) bzw. Fr. 7'018.81 (exkl. Familienzulagen) ent- spreche. Die Steuererklärung 2019 weise ein (Jahres-)Einkommen Fr. 144'957.– bzw. ein Monatseinkommen von durchschnittlich Fr. 12'079.75 (inkl. Familienz u- lagen) oder Fr. 11'629.75 (ex kl. Familienzulagen) aus . Dem Einschätzungsvor- schlag für die Steuern des Jahres 2018 lasse sich ein ähnlich hohes Monatsei n-- 15 - kommen von Fr. 11'362.40 (inkl. Familienzulagen) bzw. Fr. 10'912.40 (exkl. Fami- lienzulagen) entnehmen. In den letzten 2 ¾ Jahren habe sich das monatliche Ein- kommen damit auf durchschnittlich Fr. 9'850.– belaufen. Das zuvor ermittelte Ein- kommen von Fr. 8'988.– liege rund Fr. 800. – tiefer und sei der Unterhaltsberec h- nung zugrunde zu legen, da die konkrete Berechnung die Einkommensverhältni s- se genauer abbilde als das Durchschnittseinkommen, die aktuellen wirtschaftl i- chen Verhältnisse eine gewisse Einkommens einbusse nicht als unwahrscheinlich erscheinen liessen sowie zu berücksichtigen sei, dass der Gesuchsgegner infolge der zu einem grossen Teil ihm obliegenden Betreuung von C._____ nicht zu 100 % erwerbstätig sein und ein entsprechendes Einkommen generieren könne. Die Zusammenarbeit mit der G._____ werde voraussichtlich bis zum 31. August 2023 dauern, weshalb dem Gesuchsgegner für sämtliche Phasen ein monatliches Einkommen von Fr. 8'988.– anzurechnen sei (Urk. 181 E. IV./2.2. S. 23-31). 2.2. Der Gesuchsgegner ist zunächst der Ansicht, die Vorinstanz hätte bei der Unterhaltsfestsetzung das im Entscheid der erkennenden Kammer betreffend sein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege festgestellte Einkom- men zugrunde legen und dieses einzig aufgrund der Währungsschwankungen noch anpassen müssen (Urk. 180 Rz. 12 und Rz. 20). Ein Entscheid über die un- entgeltliche Rechtspflege als prozessleitender Entscheid erwächst allerdings nur formell, nicht jedoch materiell in Rechtskraft und zeitigt keinerlei Bindungswirkung für das Hauptverfahren. Überdies wird das Verfahren betreffend unentgeltliche Rechtspflege – wie bereits die Vorinstanz z u Recht festhielt (vgl. Urk. 181 E. IV./E. 2.2.2. S. 24) – nicht kontradiktorisch geführt, sondern es wird einzig auf die Vorbringen sowie Unterlagen der ansprechenden Person abgestellt . Entspre- chend ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz vorliegend nicht unbesehen auf die im Rahmen des Entscheids betreffend unentgeltliche Rechtspflege festge- stellten Einkommenszahlen abstellte. Auch die weiteren Einwände des Gesuchsgegners erweis en sich als nicht stichhaltig: Wie vorstehende Erwägungen erhellen, stellte die Vorinstanz – entge- gen den Vorbringen des Gesuchsgegner s (vgl. Urk. 180 Rz. 13) – gerade nicht - 16 - auf die Situation der "letzten 2 bis 3 Jahre" ab, sondern beurteilte das Einkommen konkret anhand der Bankunterlagen der Monate Januar bis August 2020. Das in den Jahren 2018 und 2019 erzielte Einkommen zog die Vor instanz lediglich ver- gleichsweise heran. Soweit der Gesuchsgegner im Weiteren der Ansicht ist, die Vorinstanz hätte einzig auf die Einkommenssituation im Monat August 2020 – und damit auf das Engineering Service Agreement vom 17. Juli 2020 – abstellen müs- sen (vgl. Urk. 180 Rz. 13 f.), ist ihm entgegenzuhalten, dass die Vorinstanz ei n- gehend darlegte, weshalb nicht unbesehen auf dieses Dokument abgestellt wer- den könne. Diesen Erwägungen vermag der Gesuchsgegner nichts entgegenz u- setzen. Insbesondere legte er auch im Berufungs verfahren nicht glaubhaft dar , weshalb er kein vollständiges Exemplar des von ihm unterzeichneten Vertrages eingereicht hat. Zudem lässt er weiterhin offen, was letztlich in der abgedeckten Ziffer 7.2. vereinbart worden ist (vgl. Urk. 180 Rz. 15, wonach darin "früher" an- geblich ein Projektbonus festgehalten worden sei). Soweit er geltend macht, bei Kopien eines Basisvertrags würden üblicherweise nicht relevante Stellen abge- deckt werden (vgl. Urk. 180 Rz. 15), ist ihm entgegenzuhalten, dass er diesen Vertrag wohl kaum mit diesen Auslassungen unterzeichnet hat und die Beurte i- lung darüber, welche Stellen als relevant zu erachten sind und welche nicht, dem Gericht und nicht ihm obliegt. Ist aber mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass nicht unbesehen auf den Vertrag vom 17. Juli 2020 abgestellt werden kann, so gehen auch die Ausführungen des Gesuchsgegners betreffend das von ihm ge- mäss diesem Vertrag erzielte Einkommen ins Leere (vgl. Urk. 180 Rz. 16). Abge- sehen davon zahlte sich der Gesuchsgegner im Monat August 2020 insgesamt Fr. 11'500.– (Fr. 8'000.– + Fr. 3'500.–) mit dem Vermerk "Salär" aus und tätigte zudem einen Privatbezug in Höhe von Fr. 1'200.– (vgl. Urk. 181 E. IV./2.2.7. S. 26 und E. IV./2.2.8. S. 27; Urk. 104/7), womit sein Einkommen höher als in den v o- rangegangenen Monaten ausfiel . Sein weiterer Einwand, d ass er sich ab Januar 2020 mehr "ausbezahlt " als er eingenommen habe und dies der Grund für die ständige Aufnahme von Geld bei Dritten gewesen sei (Urk. 180 Rz. 16), stellt eine pauschale Behauptung dar, welche weder weiter begründet noch durch objektive Anhaltspunkte untermauert wurde. Im Gegenteil lässt sich den eingereichten Aus- zügen des Firmenkontos entnehmen, dass in fast sämtlichen Monaten die Gut-- 17 - schriften höher als die Belastungen waren (vgl. Urk. 66/1, Urk. 104/6 und Urk. 104/7). Soweit der Gesuchsgegner in der Folge geltend machen will, der er- zielte Zusatzverdienst aus den Aufträgen mit den J._____ Verkehrsbetrieben werde bis Ende 2020 geringer ausfallen (vgl. Urk. 180 Rz. 17), beliess er es er- neut bei einer blossen Behauptung, wel che durch keine objektiven Anhaltspunkte untermauert wurde ( siehe im Übrigen auch Urk. 27 Rz. 91). Ebenfalls als nicht stichhaltig erweist sich sein Vorwurf, die Vorinstanz habe ihm zu Unrecht ein Brut- toeinkommen angerechnet (Urk. 180 Rz. 18). Die Vorinstanz hat in ihrem Ent- scheid begründet , weshalb es sich bei dem von ihr als massgeblich erkannten Einkommen um ein Nettoeinkommen handelt. Mit den diesbezüglichen Erwägun- gen setzt sich der Gesuchsgegner aber nicht weiter auseinander, sondern legt einzig dar, welches Nettoeinkommen resultiert, wenn auf das im Engineering Ser- vice Agreement vom 17. Juli 2020 vereinbarte Einkommen (zuzüglich des Zusatz- verdienstes bei den J._____ Verkehrsbetrieben) abgestellt wird (vgl. Urk. 180 Rz. 17). Betreffend seinen Vorwurf, die Vorinstanz habe die "aktuellen Betreu- ungsverhältnisse" in die Berechnung nicht "miteinfliessen" lassen (Urk. 180 Rz. 19), ist ihm schliesslich entgegenzuhalten, dass er nicht dar legt, inwiefern sich die "aktuellen Betreuungsverhältnisse" auf die Höhe des von ihm erwirtschaf- teten Einkommens auswirken. 2.3. Die Gesuchstellerin macht in ihrer Berufungsantwortschrift ihrerseits zu- nächst Ausführungen im Zusammenhang mit der Teilauszahlung des Pensions- kassenguthabens in Höhe von Fr. 51'314.42. Allerdin gs setzt sie sich nicht mit den diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz auseinander, sondern wieder- holt einzig ihren bereits vor Vorinstanz eingenommenen Standpunkt (vgl. Urk. 190 Rz. 23 und Urk. 134 Rz. 8). Abgesehen davon bleibt auch unklar, ob sie das aus- bezahlte Pensionskassenguthaben nun als Einkommen angerechnet haben will oder nicht , zumal sie in Bezug auf einen B etrag von (gerundet) Fr. 35'300.– (Fr. 51'314.42 ./. Fr. 12'000.– ./. Fr. 4'000.–) zunächst von anrechenbarem Ei n- kommen ausgeht, im nächsten Abschnitt ihrer Berufungsantwortschrift ihn aber – zugunsten des Gesuchsgegners – dennoch nicht (mehr) als Einkommen anrec h- net (Urk. 190 Rz. 23 f.). Entsprechend bleibt es damit hinsichtlich des ausbezahl- ten Pensionskassenguthabens beim vor instanzlichen Entscheid. Was ihre Au s-- 18 - führungen im Zusammenhang mit der am 5. Juni 2020 vorgenommenen Überwei- sung von Fr. 7'000.– auf das Geschäftskonto des Gesuchsgegners betrifft (Urk. 190 Rz. 23), ist festzuhalten, dass die Vor instanz diese Überweisung als Privatbezug qualifiziert und den Betrag von Fr. 7'000.– als Einkommen angerech- net hat (vgl. Urk. 181 E. IV./2.2.8. S. 27). Schliesslich macht die Gesuchstellerin geltend, dem Gesuchsgegner sei ein hypothetisches Einkommen in der Grössen- ordnung des in den Vorjahren erzielten Lohnes von durchschnittlich Fr. 12'000.– anzurechnen, da es nicht in seinem freien Ermessen liege, seinen Lohn zu redu- zieren und er entsprechende Akquise-Bemühungen nicht dargetan habe (Urk. 190 Rz. 30). Nachdem sie jedoch nicht darlegt, inwief ern ihm die Erzielung dieses Einkommens in tatsächlicher Hinsicht möglich sein soll und dies vorliegend – nicht zuletzt angesichts der derzeitig bekanntermassen angespannten Wirtschaftslage – auch nicht ersichtlich ist, ist ihm kein hypothetisches Einkommen in der geltend gemachten Höhe anzurechnen. 2.4. Damit bleibt es bei einem anrechenbaren ( effektiven) Einkommen von Fr. 8'988.– pro Monat. 3. Einkommen der Gesuchstellerin 3.1. In Bezug auf das Einkommen der Gesuchstellerin erwog die Vorinstanz im Wesentlichen, die Gesuchstellerin sei nach ihrer Ankunft in der Schweiz im Jahr 2016 keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen, sondern habe den gemeinsamen Sohn betreut. Sie habe bereits in Thailand Deutschkurse besucht und besuche diese weiterhin in der Schweiz . Allerdings sei ihr Niveau nach wie vor relativ tief. Im Oktober 2016 habe sie einen zweiwöchigen Thai -Massagekurs in Thailand ab- solviert. Ab November 2019 habe sie in einem Massagestudio i n K._____ gear- beitet, wo sie von April bis Juni 2020 durchschnittlich Fr. 955.– pro Monat verdient habe. Am 1. Juli 2020 habe sie die Kündigung erhalten und sei freigestellt wor- den. Daraufhin habe sie beschlossen, selbstständig zu werden. Seit Mitte Juli be- treibe sie ein Thai -Massage-Studio in L._____, wo sie von Juli bis September 2020 ein monatliches Einkommen von Fr. 1'245.– (monatliche Einnahmen von durchschnittlich Fr. 2'356.– abzüglich monatlicher Aufwendungen von Fr. 1'111.–) erwirtschaftet habe. Für den Monat Juli 20 20 sei ihr aufgrund von Anschaffungs-- 19 - kosten ein erzieltes Einkommen von Fr. 667.– netto einzusetzen. Insgesamt sei damit für die Zeit von April bis Juli 2020 von einem Einkommen von Fr. 883.– auszugehen. Für die Zeit danach habe die Gesuchstellerin beantr agt, es sei ihr maximal ein Einkommen von Fr. 1'300.– anzurechnen, wohingegen der Gesuchsgegner ihr bis zum 31. Dezember 2020 ein hypothetisches Einkommen von mindestens Fr. 2'500.–, danach von Fr. 3'500.– und ab 1. Januar 2022 von Fr. 5'000.– an- rechnen wolle. Der Durchschnittslohn eines angestellten medizinischen Masseurs betrage in der Deutschschweiz bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stun- den Fr. 5'011.– brutto bzw. unter Berücksichtigung von Sozialversicherungsabz ü- gen von schätzungsweise 15 % Fr. 4'260.– netto (mit Verweis auf das Lohnbuch 2020, S. 515). Dieser Lohn sei vorliegend um 20 % nach unten anzupassen, da die Gesuchstellerin abgesehen von einem zweiwöchigen Kurs in Thailand über keine Ausbildung verfüge. Damit resultiere bei einem 100 %-Pensum ein erzielba- res Einkommen von Fr. 3'400.– netto. Für den Ausbau ihrer selbstständigen Tä- tigkeit sei der Gesuchstellerin – auch angesichts der durch Covid-19 erschwerten Situation – genügend Zeit einzuräumen. Auch sei zu berücksichtigen, dass die Gesuchstellerin parallel zwei Mal pro Woche Deutschkurse besuche, welche sie sowohl für die Ausübung ihres Berufes als auch für die Wahrnehmung ihrer E r- ziehungsaufgaben benötige. Zudem nehme die Betreuung von C._____ seit An- fang des Jahres 2021 mehr Zei t in Anspruch, da aufgrund des Umzugs des G e- suchsgegners nach M._____ längere Anfahrts- und Rückfahrzeiten anfallen wür- den. Vor diesem Hintergrund sowie unter Berücksichtigung des Umstands, dass eine Anrechnung eines hypothetischen Einkommens nur für die Z ukunft in Frage komme, sei ihr bis und mit April 2021 ein Nettoeinkommen von Fr. 1'300.– anzu- rechnen. Für die Zukunft habe sich die Gesuchstellerin hingegen ein hypothet i- sches Einkommen anrechnen zu lassen, wisse sie doch seit geraumer Zeit von ih- rer Pflicht, an den Unterhalt der Familie beizutragen und sei davon auszugehen, dass sie ihr Massagestudio in den vergangenen Monaten zu etablieren vermocht habe. Angesichts der ab Mai 2021 geltenden Betreuungsregelung und dem U m- stand, dass die Gesuchstellerin bei der Betreuung von C._____ nach wie vor fachlicher Unterstützung bedürfe und sie in der Schweiz noch nicht integriert sei, - 20 - erscheine lediglich die Bewältigung eines Pensums von 60 % als möglich und zumutbar. Entsprechend sei ihr ab Mai 2021 ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 2'040.– (60 % von Fr. 3'400.–) anzurechnen (Urk. 181 E. IV./2.1. S. 20 ff.). 3.2. Der Gesuchsgegner macht zunächst geltend, die am 1. Juli 2020 erfolgte Kündigung sei vermutlich nicht von der [damaligen] Arbeitgeberin der Gesuchstel- lerin unterzeichnet worden (Urk. 180 Rz. 22). Nachdem der Gesuchsgegner aus diesen Vorbringen jedoch in der Folge nichts Konkretes zu seinen Gunsten able i- tet, ist darauf nicht weiter einzugehen. 3.3. Im Weiteren will der Gesuchsgegner der Gesuchstellerin für die Zei t ab 1. August 2020 ein hypothetisches Einkommen in Hö he von Fr. 4'000.– für ein 90 %-Pensum angerechnet wissen. Die Gesuchstellerin ist hingegen der Ansicht, ihr dürfe kein hypothetisches Einkommen rückwirkend per 1. August 2020 ange- rechnet werden. Zudem sei das ihr anzurechnende Einkommen – sollte nicht oh- nehin auf das tatsächliche Einkommen abgestellt werden – auf maximal Fr. 1'440.– pro Monat (Pensum von 60 %) festzusetzen. 3.3.1. Der Gesuchsgegner moniert diesbezüglich konkret, die Gesuchstellerin sei – wie sie seit Jahren eindrücklich unter Beweis stelle – kaum willens, deutsch zu lernen. Deutschkurse besuche sie nur selten. Zudem nehme die Betreuung von C._____ nicht mehr Zeit in Anspruch, sondern weniger. C._____ wolle seit Febru- ar 2021 aufgrund weiterer G ewaltvorfälle nicht mehr alleine zur Gesuchstellerin, weshalb der Gesuchsgegner C._____ seit Januar 2021 wohl 95 % der Zeit be- treue. Damit sei die Feststellung der Vorinstanz, der Gesuchstellerin sei lediglich ein Pensum von 60 % zumutbar, falsch. Es sei z um einen irrelevant, was für die Gesuchstellerin zumutbar sei – massgeblich sei einzig die Machbarkeit – und zum anderen habe die Gesuchstellerin vier Jahre Zeit gehabt, sich in der Schweiz zu integrieren, was sie "selbstbestimmt" nicht getan habe. Damit s ei es der Gesuc h- stellerin nebst der marginalen Betreuung des gemeinsamen Sohnes machbar, in einem Pensum von mindestens 90 % arbeitstätig zu sein (Urk. 180 Rz. 25). Die Gesuchstellerin hält die diesbezüglichen vorinstanzlichen Erwägungen für zutref- fend (Urk. 190 Rz. 40). - 21 - Entgegen der Ansicht des Gesuchsgegners kann ein hypothetisches Ei n- kommen nur angerechnet werden, sofern dieses zu erreichen zumutbar und mög- lich ist. Es handelt sich mithin um zwei Voraussetzungen, die kumulativ erfüllt sein müssen (BGE 144 III 481 E. 4; 143 III 233 E. 3.2; 137 III 118 E. 2.3). Vorliegend ist d ie im heutigen Zeitpunkt 46 Jahre alte Gesuchstellerin – wie auch der G e- suchsgegner sinngemäss anerkennt – in der Schweiz noch nicht vollständig int e- griert und spricht nach wie vor lediglich gebrochen deutsch. Ob sie sich dies letz t- lich selbst zuzuschreiben hat, kann offenbleiben, zumal dies nichts an diesen Tat- sachen ändert. Zudem verfügt sie – abgesehen von dem zweiwöchigen Mass a- gekurs in Thailand – offenbar über keine Ausbildung und bedarf zudem – insbe- sondere in finanziellen Angelegenheiten oder im Umgang mit Behörden – der Un- terstützung (siehe auch Urk. 192/1). Unbestritten ist überdies, dass die Gesuc h- stellerin zweimal pro Woche Deutschkurse besucht , wobei die Aneignung genü- gender Deutschkenntnisse für die Gesuchstellerin ohne Zweifel – wie auch die Vorinstanz zutreffend erwog und auch vom Gesuchsgegner nicht in Abrede ge- stellt wird – für ihr weiteres berufliches Fortkommen essenziell ist. Zutreffend mag zwar sein, dass C._____ von der Gesuchstellerin derzeit in einem weitaus gerin- geren Umfang als im Teilurteil vom 29. Oktober 2020 vorgesehen betreut wird. Dennoch finden Kontakte im eingeschränkten Rahmen statt. Unter diesen U m- ständen ist die vorinstanzliche Feststellung, der Gesuchstellerin sei lediglich eine Arbeitstätigkeit in einem Pensum von 60 % zumutbar und möglich, zumindest im Rahmen des vorliegenden Eheschutzes nicht zu beanstanden. 3.3.2. Der Gesuchsgegner macht im Weiteren geltend, die Vorinstanz sei zu U n- recht von einem Durchschnittseinkommen eines angestellten medizinischen Mas- seurs in der Deutschschweiz ausgegangen. Die Gesuchstellerin sei selbstständig erwerbend, weshalb ihre Ausbildung bzw. ihr Werdegang irrelevant sei. Der Kun- de entscheide, ob er die Dienstleistung der Gesuchstellerin in Anspruch nehme oder nicht. Es gebe mithin keine Bewertung der Ausbildung wie in einem Ange- stelltenverhältnis. Wenn somit auf den Durchschnittslohn eines Angestellten ab- gestellt werde, dann sei dieser Wert zu 100 % zu berücksichtigen und es seien keine Abzüge für fehlende Ausbildungen vorzunehmen (Urk. 180 Rz. 24 f.). - 22 - Die Gesuchstellerin ist hingegen der Ansicht, dass ihr die Erzielung eines über die tatsächlichen Einnahmen hinausgehende n Einkommens nicht möglich sei. Sie verfüge als Ausbildung lediglich über einen zweiwöchigen Massagekurs in Thailand sowie über einige Monate Berufserfahrung als Praktikantin bzw. Hilf s- masseurin im Massagestudio N._____ in K._____. Zudem sei sie bereits 44 Jahre alt und spreche nur gebrochen Deutsch. Entsprechend habe sie auf dem hiesigen Arbeitsmarkt kaum Chancen auf eine Anstellung. Die Vorinstanz habe sich so- dann bei der Festlegung des erzielbaren Einkommens auf den Lohn einer medizi- nischen Masseurin in der Deutschschweiz abgestützt . Allerdings habe die G e- suchstellerin bereits vor Vorinstanz ausgeführt, dass aufgrund ihrer fehlenden Ausbildung maximal von einem Mittelwert zwischen dem Mindestlohn einer medi- zinischen Masseurin mit einer zwei jährigen Ausbildung (Fr. 3'800.–) und dem Lohn einer Praktikantin (Fr. 1'000.–) ausgegangen werden könne, namentlich von Fr. 2'400.– bei einem Pensum von 100 %. Ein in Thailand absolvierter und in der Schweiz daher nicht anerkannter zweiwöchiger Massagekurs sei in keiner Weise äquivalent zu einer schweizerischen Ausbildung zur medizinischen Masseurin. Sollte anstelle des vorgeschlagenen Durchschnitts eine prozentuale Lohnkürzung vorgenommen werden, so könne keinesfalls der Lohn einer fachlich ausgebild e- ten medizinischen Masseurin als Ausgangspunkt genommen werden. Die tatsäch- lichen Einnahmen der Gesuchstellerin würden bereits zeigen, dass das von der Vorinstanz berücksichtigte Einkommen nicht machbar sei. Die reale Möglichkeit einer er heblichen Einkommenssteigerung gegenüber dem Status Quo sei nicht gegeben. Und schliesslich dürfe nicht ausser Acht gelassen werden, dass in B e- zug auf die Corona- Pandemie in den "vergangenen Monaten" günstigere Bedi n- gungen geherrscht hätten, als dies in den kommenden Monaten der Fall sein dürf- te. So sei zu vermuten, dass mit der Zertifikatspflicht ab 13. September 2021 we- niger Menschen einen Massagetermin in Anspruch nehmen würden. Damit sehe sich die Massagebranche mit einer weiteren Hürde konfrontiert. Folglich sei der Gesuchstellerin maximal ein hypothetisches Einkommen in Höhe von Fr. 1'440.– für ein 60 %-Pensum anzurechnen (Urk. 190 Rz. 41-45). Der Gesuchsgegner legt nicht konkret dar, inwiefern es der Gesuchstellerin mit ihrer selbstständigen Erwerbstätigkeit möglich sein soll, innert absehbarer Zeit - 23 - ein monatliches Einkommen von Fr. 4'000.– (90 %-Pensum) bzw. Fr. 2'667.– (60 %-Pensum; Fr. 4'000.– dividiert durch 90 multipliziert mit 60) zu erzielen und dies ist auch nicht ersichtlich. Im Gegenteil erscheint gestützt auf die eingereic h- ten Unterlagen glaubhaft , dass ihre Einnahmen in der Zwischenzeit trotz höherer zeitlicher Verfügbarkeit und damit höherer Flexibilität gesunken sind (vgl. Urk. 192/2). Insofern ist nicht davon auszugehen, dass die Gesuchstellerin mit ih- rer selbst ständigen Tätigkeit innert absehbarer Zeit ein Einkommen erreichen könnte, welches sie als Angestellte zu verdienen ver möchte. Vor diesem Hinter- grund und unter Berücksichtigung, dass die vorhandene Arbeitskapazität umfas- send auszuschöpfen ist und insbesondere im Zusammenhang mit dem Kinderun- terhalt eine besondere Anstrengungspflicht besteht, welche namentlich auch die Freiheit der per sönlichen Lebensgestaltung und der Realisierung beruflicher Wunschvorstellungen einschränken kann, hat die Gesuchstellerin daher ihre nicht genügend ein bringliche selbstständige Tätigkeit aufzugeben und sich um eine Anstellung als medizinische Masseurin zu bemühen. Insofern ist nicht zu bean- standen, dass die Vor instanz von einem (durchschnittlichen) Einkommen einer angestellten Masseurin ausging und bei der Feststellung des erzielbaren Ei n- kommens die persönlichen Verhältnisse der Gesuchstellerin (Ausbildung, Sprac h- kenntnisse etc.) berück sichtigte. Entgegen der Ansicht der Gesuchstellerin er- scheint es aber nicht sachgerecht, den Mittelwert zwischen dem Mindestlohn ei- ner medizinischen Masseurin und dem Lohn einer Praktikantin zum Aus - gangspunkt zu nehmen, zumal die Gesuchstellerin vorliegend eine Tätigkeit als medizinische Masseurin und nicht als Praktikantin anstrebt. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass sich der monatliche Durchschnittslohn einer angestellten medizin i- schen Masseurin (Einsteigerin) im Kanton Zürich nicht auf Fr. 5'011.– brutto, son- dern auf rund Fr. 4'500.– brutto beläuft (vgl. Lohnbuch Schweiz 2020, S. 38 f. und S. 515; siehe auch Lohnbuch Schweiz 2021, S. 527). Abzüglich der Sozial - versicherungsbeiträge in Höhe von rund 15 % resultiert ein Nettoeinkommen von gerundet Fr. 3'800.–. Der Vor instanz und auch der Gesuchstellerin ist sodann beizupflichten, dass einkommensreduzierend zu berücksichtigen ist, dass die Ge- suchstellerin lediglich einen zweiwöchigen Massagekurs in Thailand absolviert hat und dieser nicht mit einer in der Schweiz abgeschlossenen Ausbildung zur medi-- 24 - zinischen Masseurin gleichgesetzt werden kann. Die Vor instanz trug diesem U m- stand insofern Rechnung, als dass sie den statistischen Durchschnittslohn einer medizinischen Masseurin um 20 % reduzierte. Dass und weshalb ein Abzug in dieser Höhe den vorliegenden Umständen nicht angemessen sein soll, wird w e- der von den Parteien konkret dargetan noch ist dies offensichtlich. Entsprechend ist insgesamt von einem erzielbaren Einkommen der Gesuchstellerin in Höhe von gerundet Fr. 1'800.– (60 % von Fr. 3'120.– [Fr. 3'800.– ./. 20 %]) auszugehen. Was die Gesuchstellerin in diesem Zusammenhang mit ihren Ausführungen zum Vermögen des Gesuchsgegners geltend machen will ( siehe Urk. 190 Rz. 44), bleibt unklar. So oder anders wäre das Vermögen eines Ehegatten für die Bestreitung des laufenden Unterhalts nur in – vorliegend nicht gegebenen – Aus- nahmefällen heranzuziehen (vgl. BGE 147 III 393 E. 6.1.). Insofern ist der G e- suchsgegner – entgegen der Forderung der Gesuchstellerin (vgl. Urk. 190 Rz. 44, siehe auch Urk. 202 Rz. 7) – auch nicht anzuhalten, seine aktuellen Vermögens- verhältnisse zu belegen. 3.3.3. Schliesslich fordert der Gesuchsgegner, der Gesuchstellerin sei ein hypo- thetisches Einkommen ( von Fr. 4'000.– bei einem Pensum von 90 %) bereits rückwirkend per 1. August 2020 anzurechnen (vgl. Urk. 180 Rz. 25). Indes setzt er sich hierbei nicht näher mit den diesbezüglichen vorinstanzlichen Erwägungen auseinander, womit er den eingangs dargelegten Begründungsanforderungen nicht rechtsgenügend nachkommt. Abges ehen davon darf ein hypothetisches Einkommen grundsätzlich nicht rückwirkend angerechnet werden ( OGer ZH LE180018 vom 16. Oktober 2018, E. III./2.2.). Von diesem Grundsatz kann zwar dann abgewichen werden, wenn es für den Unterhaltsverpflichteten voraussehbar war, dass er seine Lebensumstände anpassen muss, oder wenn er sich recht s- missbräuchlich und unredlich verhalten hat (BGer 5P.79/2004 vom 10. Juni 2004, E. 4.3; 5A_636/2013 vom 21. Februar 2014, E. 5.1). Solche Umstände legt der Gesuchsgegner vorliegend jedoch weder dar noch sind sie ersichtlich. Eine rück- wirkende Anrechnung des hypothetischen Einkommens per 1. August 2020 ist un- ter diesen Umständen nicht angezeigt. Weitere (konkrete) Beanstandungen wur- den im Zusammenhang mit dem von der Vor instanz vorgesehenen Anrechnungs-- 25 - zeitpunkt nicht erhoben, weshalb es dabei bleibt. Damit ist der Gesuchstellerin per 1. Mai 2021 ein hypothetisches Einkommen in Höhe von Fr. 1'800.– anzurechnen. Für die Zeit vom 1. August 2020 bis 30. April 2021 rechnete die Vorinstanz - wie gesehen – ein (effektives) Einkommen von Fr. 1'300.– pro Monat an. Die Ge- suchstellerin macht in ihrer Berufungsschrift geltend, sie habe ab März 2021 ei- nen Bruttoumsatz von durchschnittlich Fr. 1'328.– pro Monat erzielt. Die V o- rinstanz habe zudem monatliche Aufwendungen von Fr. 1'111.– berücksichtigt, was seitens des Gesuchsgegners unbestritten geblieben sei. Entsprechend habe die Gesuchstellerin in dieser Zeit lediglich ein (effektives) Nettoeinkommen von durchschnittlich Fr. 200.– pro Monat erzielt (Urk. 190 Rz. 35). Den hierzu einge- reichten Kontoauszügen lassen sich zwar tatsächlich Gutschriften von durc h- schnittlich ungefähr Fr. 1'328.– pro Monat entnehmen (vgl. Urk. 192/2). Die von ihr für diesen Zeitraum geltend gemachten monatlichen Aufwendungen von Fr. 1'111.– (Urk. 190 Rz. 35) hat sie jedoch weder substantiiert noch liegen hierfür objektive Anhaltspunkte vor . Der blosse Verweis auf die von der Vor instanz in dieser Höhe berücksichtigten Aufwendungen für die Zeit von Mit te Juli bis Se p- tember 2020 genügt nicht. Unter diesen Umständen bleibt es dabei, dass ihr von August 2020 bis und mit April 2021 ein Nettoeinkommen von Fr. 1'300.– anzu- rechnen ist. Das von der Vorinstanz festgestellte (effektive) Einkommen für die Zeit v on April bis Juli 2020 von durchschnittlich Fr. 883.– pro Monat wird vom Gesuchs- gegner ausdrücklich anerkannt (Urk. 180 Rz. 23) und auch die Gesuchstellerin bringt hiergegen keine Beanstandungen vor (vgl. Urk. 190 Rz. 31 ff.). Entspr e- chend bleibt es dabei. 4. Bedarf der Parteien sowie von C._____ 4.1. Allgemeines 4.1.1. Die Vorinstanz ging hinsichtlich des Bedarfs der Parteien von vier Phasen aus und zwar vom 1. April bis 31. Juli 2020 (Phase I), vom 1. August bis 31. Dezember 2020 (Phase II), vom 1. Januar bis 30. April 2021 (Phase III) und - 26 - ab 1. Mai 2021 (Phase IV; Urk. 181 E. IV./2.5. S. 32 f.). Der Gesuchsgegner hält diese Phasenbildung für falsch und geht von lediglich zwei Phasen aus . Dies be- gründet er damit, dass die Gesuchstellerin – entgegen der Vorinstanz – wohl bis heute mit D._____ zusammenlebe und sich die derzeitige Betreuungssituation anders als von der Vor instanz angenommen darstelle (Urk. 180 Rz. 26). Abgese- hen davon, dass nicht ersichtlich ist, was der Gesuchsgegner daraus konkret zu seinen Gunsten ableiten will, ist an der vorinstanzlichen Phasenbildung festzuhal- ten: Die Gesuchstellerin arbeitete per 1. August 2020 als selbständige Masseurin, womit sich ihr Einkommen grundlegend verändert hat (Phase II). Per Anfang Ja- nuar 2021 zog der Gesuchsgegner zusammen mit C._____ nach M._____ (Phase III), womit sich erneut eine wesentliche Änderung in Bezug auf den Bedarf ergibt (Wohnkosten). Ab 1. Mai 2021 ist der Gesuchstellerin schlies slich ein hypotheti- sches Einkommen von Fr. 1'800.– anzurechnen (Phase IV). Auf die Einholung ei- ner Wohnsitzbestätigung der Gemeinde L._____ betreffend D._____ sowie eines Berichts der Kindes - und Erwachsenenschutzbehörde betreffend die derzeitige Betreuungssituation – wie es der Gesuchsgegner verlangt (vgl. Urk. 180 Rz. 26) – kann im Zusammenhang mit der Phasenbildung daher verzichtet werden. 4.1.2. Der Gesuchsgegner bemängelt im Weiteren, dass die Vorinstanz bei der Feststellung des Existenzminimums des Gesuchsgegners das Urt eil der erken- nenden Kammer vom 3. Dezember 2020 betreffend unentgeltliche Rechtspflege ausser Acht gelassen habe (Urk. 180 Rz. 28). Diesbezüglich kann jedoch im We- sentlichen auf das unter vorstehender Ziffer III./1.2. Ausgeführte verwiesen wer- den. Zudem ist darauf hinzuweisen, das s der prozessrechtliche Notbedarf nicht mit dem familienrechtlichen Bedarf gleichzusetzen ist und sich teilweise anders berechnet (so letztlich auch der Gesuchsgegner in Urk. 180 Rz. 29). 4.2. 1. April 2020 bis 31. Juli 2020 (Phase I) 4.2.1. Die Vorinstanz berücksichtigte im Bedarf der Gesuchstellerin einen Grund- betrag von Fr. 1'200.– (Urk. 181 E. IV./2.8.1. S. 34). Der Gesuchsgegner ist der Ansicht, dass der Gesuchstellerin lediglich ein Grundbetrag von Fr. 800.– anzu- rechnen sei, da die Gesuc hstellerin in dieser Zeit bei einem Bekannten gewohnt habe und sich der Grundbetrag durch die Teilung "gewisser " Lebenshaltungskos-- 27 - ten reduziere (Urk. 180 Rz. 29). Dem hält die Gesuchstellerin entgegen, dass sie während dieser Zeit über keinen gefestigten W ohnsitz verfügt habe und daher nicht von einer Teilung der Lebens haltungskosten ausgegangen werden könne (Urk. 190 Rz. 49). Dies blieb in der Folge vom Gesuchsgegner unkommentiert (vgl. Urk. 196). Gemäss der bei der Bedarfsermittlung zu berücksichtigenden Richtlinien der Konferenz der Betreibungs - und Konkursbeamten der Schweiz für die Berec h- nung des betreibungs rechtlichen Existenzminimums (zuletzt veröffentlicht in: BlSchK 2009, S. 193 f f.; nachfolgend Richtlinien) ist bei einer kostensenkenden Wohn-/Lebensgemeinschaft ohne gemeinsame Kinder in der Regel der hälftige Ehegatten-Grundbetrag einzusetzen, sofern der Partner ebenfalls über Einkom- men verfügt (Richtlinien, S. 1). Eine solche kostensenkende Wohn- /Lebensge- meinschaft liegt bei einem Konkubinat vor, da in wirtschaftlicher Hinsicht die Kos- ten der im Grundbetrag enthaltenen Aufwendungen für die allgemeine Lebenshal- tung für zwei in einer Haus gemeinschaft von gewisser Dauer lebende erwachs e- ne Personen mit denjenigen vergleichbar sind, die einem Ehepaar entstehen (vgl. BSK SchKG I- Vonder Mühll, Art. 93 N 24a). Vorliegend ist die Gesuchstellerin in der streitigen Zeit gemäss der unbeanstandet gebliebenen Feststellung der V o- rinstanz bei einem "Bekannten untergekommen" (vgl. Urk. 181 E. IV./2.8.3. S. 35). Entsprechend ist nicht zu bean standen, dass die Vorinstanz den Grundbetrag für einen alleinstehenden Schuldner in Höhe von Fr. 1'200.– eingesetzt hat. 4.2.2. In Bezug auf die Wohnkosten des Gesuchsgegners erwog die Vorinstanz, diese würden insgesamt Fr. 1'915.– betragen und seien belegt. Indes habe die Gesuchstellerin zu Recht darauf hingewiesen, dass in der Steuererklärung 2019 Fr. 4'800.– der Wohnkosten als Geschäftsaufwand abgezogen worden seien. Entsprechend sei dem Gesuchsgegner ein monatlicher Mietzins von Fr. 1'515.– (Fr. 1'915.– abzüglich Fr. 400.– [Fr. 4'800.– / 12]) anzurechnen. Dies werde vom Gesuchsgegner so anerkannt. Damit seien im Bedarf des Gesuchsgegners Wohnkosten in Höhe von Fr. 1'015.– und im Bedarf von C._____ Wohnkosten in Höhe von Fr. 500.– zu berücksichtigen (siehe Urk. 181 E. IV./2.8.2. S. 34 f.). - 28 - Der Gesuchsgegner bringt in diesem Zusammenhang einzig vor, der "Anteil Geschäftsmiete" sei nicht abzuziehen und ihm daher Wohnkosten in Höhe von Fr. 1'415.– anzurechnen (Urk. 180 Rz. 29). Damit setzt er sich indes nicht rechts- genügend mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinander. Insbesondere legt er nicht dar, weshalb entgegen der Vorinstanz ein Abzug zu unterbleiben hat. Ab- gesehen davon stellt er auch nicht in Abrede, dass er vor Vorinstanz noch einen entsprechenden Abzug anerkannt hatte, worauf er folglich zu behaften ist . Dem- gemäss bleibt es diesbezüglich beim vorinstanzlichen Entscheid. 4.2.3. Schliesslich macht d er Gesuchsgegner geltend, im Bedarf sei – wie im Entscheid der erkennenden Kammer vom 3. Dezember 2020 betreffend Gewäh- rung der unentgeltlichen Rechtspflege – ein Steuerbetrag von Fr. 500.– einzuset- zen (Urk. 180 Rz. 29). Nachdem er jedoch auch in diesem Zusammenhang nicht darlegt, weshalb die von der Vorinstanz berücksichtigten Steuerbetreffnisse von insgesamt Fr. 150.– (Fr. 100.– im Bedarf des Gesuchsgegners sowie Fr. 50.– im Bedarf von C._____, siehe Urk. 181 E. IV./2.8.14. S. 38) nicht korrekt sein soll en und damit den eingangs dargelegt en Begründungsanforderungen erneut nicht rechtsgenügend nachkommt, bleibt es auch diesbezüglich beim vorinstanzlichen Entscheid. Abgesehen davon stützte sich die erkennende Kammer im vom G e- suchsgegner angeführten Entscheid auf den Einschätzungsvorschlag vom 25. Februar 2020 betreffend die Staats - und Gemeindesteuern 2018 (siehe Urk. 141 E. II./5c i.V.m. Urk. 28/17, wobei Urk. 28/17 auf Urk. 28/16 basiert). In jenem Jahr erzielte der Gesuchsgegner ein Einkommen von insgesamt Fr. 136'349.– (siehe Urk. 28/16, Blatt 2), wohingegen für das Jahr 2020 lediglich von Einkünften in Höhe von gerundet Fr. 110'000.– (12x Fr. 8'988.– zuzüglich der Familienzulagen für C._____ von Fr. 2'400.–) auszugehen ist . Zudem kann der Gesuchsgegner für das Jahr 2020 zusätzlich die der Gesuchstellerin geschulde- ten Unterhaltsbeiträge abziehen. Entsprechend erscheint der von der Vorinstanz vorgesehene Betrag auch nicht als offensichtlich unangemessen. 4.2.4. Weitere Beanstandungen in Bezug auf die von der Vorinstanz für diese Phase festgesetzten Bedarfe der Parteien sowie von C._____ wurden nicht erho- ben. Entsprechend bleibt es in dieser Zeitspanne in Bezug auf die Gesuchstellerin - 29 - bei einem monatlichen Bedarf von Fr. 1'994.–, in Bezug auf den Gesuchsgegner von Fr. 3'120.– und in Bezug auf C._____ von Fr. 1'071.–. 4.3. 1. August bis 31. Dezember 2020 (Phase II) Die Parteien bringen in Bezug auf diese Phase keine (konkreten) Beanstandun- gen vor ( vgl. auch Urk. 180 Rz. 30). Zwar rechnet der Gesuchsgegner in seiner Berufungsschrift der Gesuchstellerin die von der Vorinstanz berücksichtigten Kos- ten für die Zusatzversicherung in Höhe von Fr. 54.– pro Monat nicht mehr an (sie- he seine Aufstellung in Urk. 180 Rz. 30). Indes macht er hierzu keine weiteren Ausführungen. Darauf ist folglich nicht weiter einzugehen und es bleibt in dieser Phase hinsichtlich des Bedarfs beim vor instanzlichen Entscheid (siehe hierzu Urk. 181 E. IV./2.9. S. 38 ff. i.V.m. Urk. 181 E. IV./2.7. S. 33 f.). 4.4. 1. Januar bis 30. April 2021 (Phase III) 4.4.1. In Bezug auf die W ohnkosten des Gesuchsgegners erwog die Vorinstanz, dieser habe seine Wohnung per 31. Januar 2021 gekündigt und sei bereits per Ende Dezember 2020 in das Haus seines Vaters in M._____ gezogen. Die G e- suchstellerin habe die Wohnkosten mit Fr. 0.– beziffert. Der Gesuchsgegner b e- haupte hingegen, er habe mit seinem Vater vereinbart, denselben Mietzins wie zuvor für die Wohnung zu bezahlen, und mache zusätzlich Fr. 300.– für (unbeleg- te) Nebenkosten geltend. Allerdings habe es der Gesuchsgegner unterlassen, die angebliche Vereinbarung bzw. die Kosten für das Haus in M._____ zu belegen. Entsprechend seien ihm nur die angemessen erscheinenden Nebenkosten von Fr. 300.– anzurechnen. Diese seien im Umfang von Fr. 200.– im Bedarf des G e- suchsgegners und im Umfang von Fr. 100.– im Bedarf von C._____ anzurechnen (Urk. 181 E. IV./2.10.3. S. 40 f.). Der Gesuchsgegner bringt in seiner Berufungsschrift vor, er sei in die Li e- genschaft seines Vaters gezogen und habe – wie er vor Vor instanz ausdrücklich festgehalten habe – mit diesem vereinbart, den gleichen "Mietbetrag" wie in L._____ zu bezahlen. Es sei notorisch und gerade auch bezüglich eines Kindes – hier gelte die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime – klar, dass das Wohnen - 30 - in einer Liegenschaft nicht gratis sei und es durchaus verhältnismässig sei, in sei- nem Bedarf einen Betrag von Fr. 1'415.– (sowie im Bedarf von C._____ einen Be- trag von Fr. 500.–) für Wohnkosten zu berücksichtigen. Er sei denn auch bereit, auf die Anrechnung der geltend gemachten Nebenkosten zu verzichten, sollte ihm der Betrag von Fr. 1'415.– angerechnet werden (Urk. 180 Rz. 31). Dem hält die Gesuchstellerin entgegen, dass eine behauptete "mündliche" Vereinbarung die geltend gemachten Wohnkosten nicht glaubhaft mache. Auch sei weder behaup- tet worden, dass die Liegenschaft mit einer Hypothek belastet sei, noch sei darge- tan worden, wie sich die "Kosten der Liegenschaft" zusammensetzten. Da der Va- ter des Gesuchsgegners mittlerweile verstorben sei, sei ohnehin anzunehmen, dass die Liegenschaft mittlerweile im Eigentum des Gesuchsgegners stehe. Auch die Nebenkosten seien nicht belegt worden, weshalb hierfür kein fiktiver Betrag zu berücksichtigen sei. Dies umso mehr, als dass der Gesuchsgegner auf eine A n- rechnung der Nebenkosten verzichte und daher die Vermutung naheliege, dass keine Nebenkosten anfielen. Entsprechend seien die Wohnkosten des Gesuchs- gegners (und C._____) auf Fr. 0.– zu beziffern (Urk. 190 Rz. 51). Die Wohnkosten (inkl. Nebenkosten) sind im familienrechtlichen Bedarf als Zuschlag zum Grundbetrag anzurechnen, wobei primär die effektiv bezahlten Wohnkosten, namentlich die monatlichen Mietzinse für die Wohnung, massge- bend sind. Bei selbst bewohntem Eigentum ist anstelle des Mietzinses auf den tatsächlichen bzw. den angemessenen Liegenschaftsaufwand abzustellen, d.h. grundsätzlich auf die Hypothekarzinsen (ohne Amortisation), die öffentlich- rechtlichen Abgaben und die durchschnittlich notwendigen Unterhaltskosten. Bei Einfamilienhäusern betragen die jährlichen Nebenkosten 1 % des Nettoverkehr s- wertes der Liegenschaft , bei selbst bewohntem Stockwerkeigentum 0,7 % des Verkehrswertes der Wohnung pro Jahr (Maier, Die konkrete Berechnung von Ki n- derunterhaltsbeiträgen, in: FamPra.ch 2020, S. 355). Ob es notorisch ist, dass für das Wohnen stets Kosten anfallen, kann offen- bleiben. Denn so oder anders ist zumindest die Höhe der entsprechenden Kosten glaubhaft zu machen. Vorliegend beliess es der Gesuchsgegner jedoch bei der blossen Behauptung, er habe mit seinem Vater vereinbar t, den gleichen Mietzins - 31 - wie für die von ihm seit Ende Dezember 2020 bewohnte Liegenschaft zu bezah- len. Es wäre ein Leichtes für ihn gewesen, diesen Umstand beispielsweise durch Kontoauszüge glaubhaft zu machen. Zudem ist sein Vater am tt.mm.2021 ver- storben und er sowie sein in den USA lebender Bruder haben das Haus geerbt (vgl. Urk. 196 Rz. 13 und Urk. 198/5). Dass er unter diesen Umständen weiterhin einen Mietzins bezahlt , hat er ebenfalls weder rechtsgenügend dargetan noch liegt dies ohne Weiteres auf der Hand. Unter diesen Umständen ist weder dem Gesuchsgegner noch C._____ ein (anteiliger) Mietzins anzurechnen. Was die von ihm geltend gemachten Nebenkosten von Fr. 300.– pro Monat betrifft, ist der V o- rinstanz beizupflichten, dass diese – auch ohne entsprechenden Beleg – als an- gemessen erscheinen, fallen im Zusammenhang mit selbst bewohntem Wohnei- gentum doch bekanntermassen Nebenkosten an. Die von der Vorinstanz vorge- sehene Aufteilung der geltend gemachten Nebenkosten von Fr. 300.– auf den Gesuchsgegner und C._____ blieb unbeanstandet und erweist sich auch nicht als offensichtlich unangemessen. Entsprechend bleibt es diesbezüglich beim vor - instanzlichen Entscheid. 4.4.2. In Bezug auf die im Bedarf der Gesuchstellerin berücksichtigten Kosten für die Betreuungs- bzw. Besuchsrechtsausübung erwog die Vorinstanz, die Gesuch- stellerin werde C._____ in dieser Phase zu rund 20 % betreuen. Entsprechend seien ihr – analog zum ausgedehnten Besuchsrecht – zusätzliche Kosten für die Betreuung zuzugestehen. Da die Betreuung nach dem Umzug von C._____ nach M._____ aufwändiger geworden sei, sei d er Bedarf der Gesuchstellerin um die zusätzlichen Reisekosten, welche auf Fr. 165.– pro Monat ( SBB- Zonenabonnement) zu beziffern seien, zu ergänzen (Urk. 181 E. IV./2.10.4. S. 41). Der Gesuchsgegner macht diesbezüglich geltend, dass keine derartigen Kosten zu berücksichtigen seien, da die Gesuchstellerin C._____ lediglich wäh- rend wenigen Stunden pro Monat betreue. C._____ werde 95 % der Zeit vom Ge- suchsgegner betreut (Urk. 180 Rz. 31). Die Gesuchstellerin hält dafür, dass Grundlage für die Berücksichtigung dieser Kosten die Betreuungsvereinbarung gemäss Teilurteil vom 29. Oktober 2020 sei. Abgesehen davon seien auch die - 32 - derzeit in Zürich durchgeführten Besuche mit einem Mehraufwand verbunden, womit der Gesuchstellerin so oder anders Kosten in Höhe von Fr. 165.– pro Mo- nat (SBB-Zonenabonnement) entstünden (Urk. 190 Rz. 52). Vorliegend erscheint glaubhaft, dass die mit Teil urteil vom 29. Oktober 2020 genehmigte Betreuungsregelung zumindest seit Februar 2021 nicht (mehr) gelebt wird (siehe auch Urk. 192/1; Urk. 190 Rz. 14; vorstehend Ziff. III./1.3.). Dennoch fanden in dieser Phase – wenngleich in eingeschränktem Rahmen – Besuche statt und es sind damit auch entsprechende Kosten entstanden (vgl. Urk. 180 Rz. 26; Urk. 190 Rz. 52; Urk. 192/1). Angesichts dessen, dass die Gesuchstellerin C._____ offenbar mindestens zwei Mal pro Monat in einem Besuchstreff in Zürich sieht (vgl. vorstehend Ziff. III./1.2. und Urk. 192/1), erscheint es angezeigt, der Gesuchstellerin hierfür – insbesondere für die Kosten für das Bahnticket nach Zü- rich – einen Betrag von Fr. 50.– zuzugestehen (siehe hierzu www.sbb.ch - > T i- ckets; Strecke L._____ Post nach Zürich retour inkl. Ticket für die Stadt Zürich). 4.4.3. Soweit die Gesuchstellerin im Weiteren die Kosten für den von ihr besuc h- ten Deutschkurs in Höhe von Fr. 65.– pro Monat berücksichtigt haben will (Urk. 190 Rz. 52), ist ihr entgegenzuhalten, dass es sich hierbei offenbar nicht um unumgängliche Weiterbildungskosten oder Berufsauslagen handelt , weshalb sie nicht im Bedarf zu berücksichtigen sind (vgl. BGE 147 III 265 E. 7.2). 4.4.4. Nach dem Ausgeführten ist der Bedarf der Gesuchstellerin um Fr. 115.– zu reduzieren und somit auf Fr. 2'444.– (Fr. 2'559.– ./. Fr. 115.–; vgl. Urk. 181 E. IV./2.7-2.10. S. 33-41 sowie E. IV./2.12.2. S. 43; hinsichtlich der vom Gesuchs- gegner offenbar nicht mehr berücksichtigten Kosten für die Zusatzversicherung siehe vorstehend Ziff. III./4.3.) festzusetzen. Im Übrigen bleibt es bei den vor - instanzlichen Feststellungen, mithin beträgt der monatliche Bedarf des Gesuchs - gegners Fr. 2'305.– und derjenige von C._____ Fr. 671.– (Urk. 181 E. IV./2.10. S. 40 f. i.V.m. E. IV./2.7. S. 33 f.). - 33 - 4.5. Ab 1. Mai 2021 (Phase IV) 4.5.1. Für die Zeit ab 1. Mai 2021 ging die Vorinstanz davon aus, dass die G e- suchstellerin gestützt auf die mit Teilurteil vom 29. Oktober 2020 genehmigte Be- treuungsregelung C._____ mehr als 25 % der Zeit betreuen werde, weshalb ihr ein Grundbetrag s- und Wohnkostenanteil für C._____ anzurechnen sei. In der Folge berücksichtigte die Vorinstanz im H aushalt der Gesuchstellerin für C._____ einen anteiligen Grundbetrag von Fr. 100.– (1/4 des Grundbetrags von Fr. 400.–) sowie anteilige Wohnkosten von Fr. 200.–. Im Bedarf der Gesuchstellerin rechne- te die Vorinstanz zudem einen Grundbetrag von Fr. 1'350.– sowie den gesamten Mietzins von Fr. 1'650.– an. Hierzu erwog sie, dass der mit ihr bis anhin zusa m- menlebende D._____ gemäss den Angaben der Gesuchstellerin ausziehen und sich eine neue Wohnung suchen wolle und der Gesuchstellerin zuzugestehen sei, diesen Willen umzusetzen und alleine zu leben (Urk. 181 E. IV./2.11. S. 41 f.). 4.5.2. Der Gesuchsgegner bringt diesbezüglich zwar zunächst vor, Ausführungen zur Phase IV würden sich erübrigen. In der Folge moniert er gleichwohl, dass die Vorinstanz in dieser Phase zu Unrecht auf die Betreuungsverhältnisse gemäss der im Teilurteil vom 29. Oktober 2020 genehmigten Vereinbarung abstelle. Zu- dem lebe "Herr D._____" weiterhin mit der Gesuchstellerin zusammen (Urk. 180 Rz. 32). Dem hält die Gesuchstellerin im Wesentlichen entgegen, dass sie ab 1. Oktober 2021 alleine in der von ihr bis anhin gemeinsam bewohnten Wohnung leben werde. Aufgrund dessen, dass ein früheres Auseinanderziehen massge- blich deshalb verunmöglicht worden sei, weil der Gesuchsgegner seiner Unter- haltspflicht nicht nachgekommen sei, seien die entsprechenden Kosten auch für die Zeit vor Oktober 2021 nicht zu senken. Die Wohnsituation dürfte sich durch den Auszug von "Herr D._____" spätestens Ende September 2021 entspannen, was die Umsetzung des Besuchsrechts gemäss Betreuungsregelung vom 30. September 2020 begünstigen dürfte. Umso weniger erscheine es vorliegend angezeigt, eine überhastete Anpassung der Unterhaltsberechnung basierend auf einer Momentaufnahme vorzunehmen, die sich innert kürzester Zeit wieder gänz- lich anders präsentieren dürfte (Urk. 190 Rz. 53 und Rz. 59). - 34 - Die Parteien sind sich – wie erwähnt – einig, dass die mit Teilurteil vom 29. Oktober 2020 genehmigte Betreuungsregelung derzeit nicht gelebt wird. Ge- mäss dem Schreiben der Beiständin vom 9. Juni 2021 hätten seit Februar 2021 keine unbegleiteten Besuche mehr stattgefunden. A m 12. Juni 2021 werde ein erstes fünfstündiges Treffen im begleiteten Besuchsrecht im O._____ in Zürich stattfinden. Vorerst seien zwei Treffen pro Monat reserviert. Dadurch würden mo- natlich zwei Treffen zu je fünf Stunden im Besuchstreff sowie zwei Treffen zu je zwei Stunden bei der Kindsmutter zu Hause in Anwesenheit der sozialpädagog i- schen Familienbegleitung stattfinden. Sobald sich die Wohnsituation der Gesuc h- stellerin geklärt und beruhigt habe, sollten die Besuche unter Berücksichtigung des Wohlbefindens von C._____ und der psychischen Stabilität der Gesuchstelle- rin wieder ausgeweitet werden (siehe Urk. 192/1). Die Parteien machen vorli e- gend nicht geltend, dass das Besuchsrecht zwischenzeitlich ausgeweitet worden ist oder gar die Betreuungsregelung gemäss dem Urteil vom 29. Oktober 2020 gelebt wird. Es ist daher davon auszugehen, dass die Gesuchstellerin C._____ bis heute maximal in dem von der Beiständin skizzierten Umfang betreut. Ist aber davon auszugehen, dass die Gesuchstellerin C._____ seit dem 1. Mai 2021 nur in diesem geringen Umfang betreut, so rechtfertigt es sich nicht, für C._____ einen in ihrem Haushalt anfallenden Anteil am Grundbedarf sowie einen Wohnkosten- anteil zu berücksichtigen. Was die von der Vorinstanz angerechneten (vollen) Wohnkosten von Fr. 1'650.– betrifft, ist Folgendes festzuhalten: Die Glaubhaftmachungslast betref- fend die Wohnsituation obliegt der Gesuchstellerin. Zur Untermauerung ihrer B e- hauptungen reicht sie im Berufungsverfahren einen vom 17./23. August 2021 da- tierenden Mietvertrag mit Mietbeginn 1. Oktober 2021 betreffend die von ihr bis anhin mit D._____ bewohnte Wohnung ein (2 1/2 - Zimmerwohnung DG; Objek t- nummer …; vgl. Urk. 60/8 und Urk. 192/3). Darin ist nunmehr lediglich die G e- suchstellerin als Mieterin aufgeführt (vgl. Urk. 192/3, Blatt 2). Das dazugehörige Begleitschreiben der Vermieterin ist allerdings sowohl an die Gesuchstellerin als auch an D._____ adressiert (vgl. Urk. 192/3, Blatt 1). Bereits im vorinstanzlichen Verfahren legte die Gesuchstellerin ein von D._____ verfasstes Schreiben ins Recht, wonach er den Mietvertrag lediglich solidarisch unterschrieben habe, kei-- 35 - nen Wohnanspruch erhebe und die Wohnung zu 100 % der Gesuchstellerin und ihrem Sohn überlasse (vgl. Urk. 60/9). Entgegen dieser Zusicherung wohnte er in der Folge mit der Gesuchstellerin in dieser Wohnung zusammen (vgl. Urk. 181 E. IV./2.9.2. S. 39 mit Verweisen auf die entsprechenden Vorbringen der Ge such- stellerin). Zudem erklärte die Gesuchstellerin das Zusammenleben mit D._____ damit, dass der Gesuchsgegner bislang keine Unterhalts zahlungen geleistet ha- be. Dass der Gesuchsgegner zwischenzeitlich seiner Unterhaltspflicht nac h- kommt, hat die Gesuchstellerin weder ausgeführt noch ist dies ersichtlich. Zudem fällt auf, dass die Gesuchstellerin noch am 5. Oktober 2021 – und damit nach Mietbeginn – über ihr Firmenkonto der Liegenschaftenverwaltung lediglich einen Betrag von Fr. 850.– überwiesen hat (siehe Urk. 204/2). Diese Umstände erw e- cken rechtserhebliche Zweifel daran, dass die Gesuchstellerin die Wohnung nunmehr alleine bewohnt bzw. tatsächlich alleine für den vollen Mietzins auf- kommt. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass sich den Kontoauszügen für den Monat November sowie Dezember 2021 je eine Überweisung im Betrag von Fr. 1'650.– finden lässt (vgl. Urk. 204/2). Ist aber davon auszugehen, dass die Gesuchstellerin mit D._____ zusammenwohnt, so erscheint die Anrechnung des vollen Mietzinses nicht angemessen. Entsprechend sind ihr weiterhin lediglich an- teilige Wohnkosten von Fr. 825.– anzurechnen. Weshalb nach Ansicht der G e- suchstellerin für die vergangenen Phasen der volle Mietzins angerechnet werden soll, ist nicht nachvollziehbar. Tatsache ist, dass die Gesuchstellerin in dieser Zeit mit D._____ zusammengelebt hat, und sie macht auch nicht geltend, in dieser Zeit in tatsächlicher Hinsicht für den vollen Mietzins auf gekommen zu sein. Dass der Gesuchsgegner seiner Unterhaltspflicht in dieser Zeit nicht nachgekommen ist, ändert nichts daran. Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz für die Zeit davor lediglich anteilige Mietkosten berücksichtigt hat. Da davon auszugehen ist, dass die Gesuchstellerin weiterhin mit D._____ zu- sammenlebt, bleibt es auch in dieser Phase bei einem anzurechnenden Grundbe- trag von Fr. 800.–. Zusammenfassend ist in Bezug auf die Gesuchstellerin und C._____ damit ab 1. Mai 2021 weiterhin vom Bedarf gemäss der Phase III auszugehen. Von die- sem Bedarf ist angesichts der beschränkten Geltungsdauer der Eheschutzmass-- 36 - nahmen auch für die Zukunft auszugehen, zumal die Parteien nicht vorgebracht haben und auch keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die von der Beiständin skizzierte Betreuung der Gesuchstellerin bereits in ( nennenswertem) Umfang ausgedehnt wurde bzw. in absehbarer Zeit ausgeweitet wird. 4.5.3. Der von der Vorinstanz festgestellte monatliche Bedarf des Gesuchsgeg- ners in Höhe von Fr. 2'255.– ist mangels Änderungen zu übernehmen (bezüglich der Wohnkosten sowie der Steuern siehe auch vorstehende Ziff. 4.4.1. und Ziff. 4.2.3.). Zwar geht der Gesuchsgegner offenbar für diese Phase von Komm u- nikationskosten in Höhe von Fr. 170.– anstelle der von der Vorinstanz berücksich- tigten Fr. 120.– aus (vgl. Urk. 180 Rz. 34, worin der Gesuchsgegner seinen B e- darf auf insgesamt Fr. 3'920.– beziffert; Urk. 181 E. IV./2.11.3. S. 42). Da er sich diesbezüglich aber mit keinem Wort mit den vorinstanzlichen Erwägungen ausei- nandersetzt, bleibt es auch in Bezug auf die Kommunikationskosten bei den v or- instanzlichen Feststellungen. 4.6. Fazit Zusammenfassend bleibt es damit in den Phasen I und II beim von der Vor - instanz festgestellten Bedarf. In Bezug auf die Phase III ist einzig der von der Vor- instanz festgestellte Bedarf der Gesuchstellerin auf Fr. 2'444.– pro Monat zu re- duzieren. In der Phase IV beträgt der monatliche Bedarf der Ges uchstellerin wei- terhin Fr. 2'444.–, derjenige von C._____ (im Haushalt des Gesuchsgegners) Fr. 671.– sowie derjenige des Gesuchsgegners Fr. 2'255.–. 5. Unterhaltsberechnung 5.1. Die Vorinstanz erwog bezüglich der Phase I (1. April bis 31. Juli 2020) zu- sammengefasst, dass dem Gesuchsgegner nach Deckung seines Bedarfs, des Barbedarfs von C._____ (Fr. 871.–) sowie des Mankos der Gesuchstellerin (Fr. 1'111.–) genügend finanzielle Mittel (Fr. 3'886.–) verbleiben würden, um die gerichtlich geschuldeten Unterhaltsbeiträge für seine Ex -Ehefrau (Fr. 2'730.–) so- wie für die volljährige Tochter F._____ (Fr. 1'150.–) zu begleichen. Die verblei-- 37 - benden Fr. 6.– seien dem Gesuchsgegner und C._____ zu belassen (Urk. 181 E. IV./2.12.3. S. 44 f.) Zwar macht der Gesuchsgegner in seiner Berufungsschrift Ausführungen zur Unterhaltsberechnung in der Phase I (vgl. Urk. 180 Rz. 35). Indes enthalten diese weder konkrete Beanstandungen noch setzt sich der Gesuchsgegner darin auch nur ansatzweise mit den entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz aus- einander. Da sich auch im Berufungsverfahren keine Änderungen bezüglich der Berechnungsparameter der Beteiligten ergeben, bleibt es damit für die Zeit vom 1. April bis 31. Juli 2020 beim vor instanzlich zugesprochenen Ehegattenunter- haltsbeitrag von Fr. 1'111.– pro Monat. 5.2. Auch bezüglich der Phase II (1. August bis 31. Dezember 2020) ergeben sich keine Änderungen hinsichtlich der Berechnungsparameter. Da auch die Par- teien keine konkreten Beanstandungen bezüglich der vorinstanzlichen U nter- haltsberechnung (Urk. 181 E. IV./2.12.4. S. 45) erheben (vgl. insbesondere Urk. 180 Rz. 35, worin der Gesuchsgegner lediglich ausführt, er schulde der G e- suchstellerin ab dem 1. August 2020 keine n persönlichen Unterhalt mehr), bleibt es beim vor instanzlich zugesprochenen Ehegattenunterhaltsbeitrag in Höhe von Fr. 1'094.– pro Monat. 5.3. In der Phase III (1. Januar bis 30. April 2021) verfügt der Gesuchsgegner über eine Leistungsfähigkeit von Fr. 6'683.– (Fr. 8'988.– [Einkommen] ./. Fr. 2'305.– [Bedarf]). Damit vermag er sowohl den in seinem Haushalt anfallen- den Barbedarf von C._____ in Höhe von Fr. 471.– (Fr. 671.– [Bedarf] ./. Fr. 200.– [Familienzulage]) als auch das Manko der Gesuchstellerin von Fr. 1'144.– (Fr. 1'300.– [Einkommen] ./. Fr. 2'444.– [Bedarf]) sowie den seiner geschiedenen Ehefrau geschuldeten nachehelichen Unterhalt in Höhe von Fr. 2'730.– (Urk. 28/18 Disp. Ziff. 5) und den seiner aus der vorherigen Ehe stammenden voll- jährigen Tochter F._____ von Fr. 1'150.– pro Monat (Urk. 28/18 Disp. Ziff. 4) zu decken. Den verbleibenden Überschuss wies die Vorinstanz vollumfänglich dem Gesuchsgegner und C._____ zu. Dies wird vorliegenden nicht explizit bean- standet und erweist sich auch nicht als offensichtlich unangemessen, weshalb es dabei bleibt. Dami t ist der Gesuchsgegner zu verpflichten, in der Phase III der - 38 - Gesuchstellerin einen Ehegattenunterhaltsbeitrag in Höhe von Fr. 1'144.– pro Monat zu bezahlen. 5.4. In der Phase IV (ab 1. Mai 2021) ist von einer Leistungsfähigkeit des G e- suchsgegners von Fr. 6'733.– (Fr. 8'988.– [Einkommen] ./. Fr. 2'255.– [Bedarf]) auszugehen. Nach Abzug des von ihm getragenen Barbedarf s von C._____ in Höhe von Fr. 471.– (Fr. 671.– [Bedarf] ./. Fr. 200.– [Familienzulage]) sowie das von ihm auszugleichende Manko der Gesuchstellerin von Fr. 644.– (Fr. 1'800.– [Einkommen] ./. Fr. 2'444.– [Bedarf]) resultiert ein Überschuss von insgesamt Fr. 5'618.– pro Monat. Die Vorinstanz wies den Überschuss vollumfänglich dem Gesuchsgegner und C._____ zu (siehe Urk. 181 E. IV./2.12.6. S. 46), was unbe- anstandet blieb und sich in Anbetracht der Gesamtumstände auch nicht als offen- sichtlich unangemessen erweist. Dieser Überschuss ist insbesondere unter B e- rücksichtigung der Unterhaltsverpflichtungen des Gesuchsgegners gegenüber seiner gesc hiedenen Ehefrau und der aus jener Ehe entstammenden (volljähr i- gen) Tochter F._____ im Umfang von Fr. 4'400.– dem Gesuchsgegner sowie im Umfang von Fr. 518.– C._____ zuzuweisen. Ein Kinderunterhaltsbeitrag seitens des Gesuchsgegners ist angesichts der tats ächlichen Betreuungsverhältnisse nicht geschuldet (siehe hierzu die Ausführungen in vorstehender Ziff. 1.3. und 4.5.2.). Weshalb diesfalls nach Ansicht der Gesuchstellerin der nicht zuzuspre- chende Kinderunterhaltsbeitrag nunmehr als Ehegattenunterhaltsbeit rag zuge- sprochen werden soll (vgl. Urk. 190 Rz. 59), erhellt nicht und wird auch von der Gesuchstellerin nicht näher erläutert. Entsprechend ist der Gesuchsgegner zu verpflichten der Gesuchstellerin ab 1. Mai 2021 einen Ehegattenunterhaltsbeitrag in Höhe von Fr. 644.– pro Monat zu bezahlen. 5.5. Überdies ist festzuhalten, dass die Gesuchstellerin mangels Leistungsfähi g- keit derzeit keinen Kinderunterhaltsbeitrag leisten kann. 5.6. Die von der Vorinstanz vorgesehenen Zahlungsmodalitäten blieben unbean- standet und sind zu übernehmen. Indes sind d ie in Dispositiv -Ziffer 6 des ange- fochtenen Entscheids festgehaltenen finanziellen Verhältnisse der Parteien dem neu zu fällenden Entscheid anzupassen. Die Bestimmung von Art. 301a ZPO ver- langt allerdings nicht, dass die Angaben zum Bedarf im Dispositiv festgehalten - 39 - werden. Zur besseren Lesbarkeit des Disposi tivs ist daher auf die Auflistung des familienrechtlichen Bedarfs zu verzichten. 6. Anrechnung bereits geleisteter Unterhaltszahlungen 6.1. Die Vorinstanz nahm im angefochtenen Entscheid davon Vormerk, dass der Gesuchsgegner bis Ende Mai 2021 gesamthaft Fr. 15'216.25 an die Gesuchstel- lerin bezahlt hat . In der Folge stellte sie fest, dass angesichts der von 1. April 2020 bis 31. Mai 2021 geschuldeten Unterhaltsbeitr äge in Höhe von Fr. 16'639.– für diesen Zeitraum noch eine offene Unterhaltsschuld von Fr. 1'442.75 resultiere (Urk. 181 E. IV./2.14 S. 47 f. und Urk. 181 Disp. Ziff. 5). 6.2. Gemäss vorstehender Unterhaltsberechnung schuldet der Gesuchsgegner für die Zeit vom 1. April 2020 bis 31. Mai 2021 Unterhaltsbeiträge in Höhe von Fr. 15'134.– (4x Fr. 1'111.– + 5x Fr. 1'094.– + 4x Fr. 1'144.– + 1x Fr. 644.–). Ge- mäss unbeanstandet gebliebener Feststellung der Vorinstanz hat der Gesuchs- gegner bis Ende Mai 2021 gesamthaft Fr. 15'216.25 bezahlt (siehe auch Urk. 180 Rz. 37). Damit ist der Gesuchsgegner seiner Unterhaltspfli cht für diese Zeitspan- ne vollumfänglich nachgekommen. Dies ist vorzumerken. Soweit der Gesuchs- gegner im Berufungsverfahren erstmals beantragt, die Gesuchstellerin sei zur Rückzahlung zu viel erhaltener Unterhaltsbeiträge zu verpflichten (Urk. 181 S. 2), ist darauf nicht einzutreten, zumal die Rechtsmittelinstanz für die erstmalige Beur- teilung einer (Rück-)Forderung nicht zuständig ist und die Voraussetzungen für eine zulässige Klageänderung (vgl. Art. 317 Abs. 2 ZPO) nicht gegeben sind. 7. Erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen 7.1. Trifft die Berufungsinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 ZPO). 7.2. Die Vorinstanz regelte im angefochtenen Entscheid die Kosten sowohl für das Teilurteil vom 29. Oktober 2020 betreffend Obhut, Betreuung, Beistandschaft, Wohnungszuteilung und Anordnung der Gütertrennung als auch für das vorli e- gend angefochtene Teilurteil betreffend Unterhalt (vgl. Urk. 181 E. VI./3.). Dabei setzte sie die Gerichtsgebühr (für das gesamte Eheschutzverfahren) auf - 40 - Fr. 4'500.– zuzüglich der Kosten für die Übersetzung von Fr. 1'241.25 fest und auferlegte diese den Parteien je zur Hälfte. Die Parteientschädigungen wurden wettgeschlagen (Urk. 181 E. VI. und Disp. Ziff. 7-9 des angefochtenen Ent- scheids). Diese Regelung blieb unangefochten und erscheint – insbesondere auch unter Berücksichtigung des wirtschaftlichen Gefälles zwischen den Par teien – auch nach erfolgter Anpassung des Unterhaltsbeitrags im Berufungsverfahren insgesamt als angemessen (Art. 107 Abs. 1 lit. c und f ZPO) . Sie ist daher zu be- stätigen. IV. 1. Zweitinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen 1.1. Die Höhe der Gerichtsgebühr richtet sich für das Berufungsverfahren nach § 12 Abs. 1 und Abs. 2 i.V.m. § 2, § 5, § 6 Abs. 2 lit. b der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 (GebV OG). Unter Berücksichtigung des tatsächlichen Streitinteresses, des Zeitaufwands des Gerichts und der Schwierigkeit des Falles erscheint eine Gerichtsgebühr von Fr . 3'000.– angemes- sen. 1.2. Gegenstand des Berufungsverfahrens waren einzig die geschuldeten (Eh e- gatten- und Kinder -)Unterhaltsbeiträge. A usgehend von den Berufungsanträgen und einer Geltungsdauer dieser Rege lung von drei Jahren unterliegt die Gesuc h- stellerin in Bezug auf den Unterhalt zu rund 86 % und der Gesuchsgegner zu rund 14 %. D as Unterliegen des Gesuchsgegners hinsichtlich seines Antrages auf Verpflichtung der Gesuchstellerin zur Rückzahlung zu viel bezahlter Unterhalt s- beiträge ist vernachlässigbar. Allerdings rechtfertigt es sich vorliegend nicht z u- letzt mit Blick auf das wirtschaftliche Gefälle zwischen den Parteien die Gericht s- kosten den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen und die Parteientschädigungen wettzuschlagen (Art. 107 Abs. 1 lit. c und f ZPO). 2. Prozesskostenbeitrag/unentgeltliche Rechtspflege 2.1. Der Gesuchsgegner ersucht für das Berufungsverfahren um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 180, Ziffer 2 der Anträge). Die Gesuchstellerin - 41 - beantragt ihrerseits, es sei ihr ein Prozesskostenbeit rag in Höhe von Fr. 5'000.– zuzusprechen. Sinngemäss ersucht sie eventualiter um Gewährung der unent- geltlichen Rechtspflege (vgl. Urk. 190, Ziffer 3 der Anträge). 2.2. Nach Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechtspfl e- ge, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (lit. a) und ihr Rechtsbe- gehren nicht aussichtslos erscheint (lit. b). Darüber hinaus besteht ein Anspruch auf unentgeltliche V erbeiständung (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO), wenn dies zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, insbesondere wenn die Gegenpartei anwal t- lich vertreten ist. Hervorzuheben ist jedoch, dass die aus der ehelichen Bei- standspflicht fliessende Pflicht zur Bevorschussung der Prozesskosten des ande- ren Ehegatten der unentgeltlichen Rechtspflege vorgeht (BGE 138 III 672 E. 4.2.1; BGer 5D_83/2015 vom 6. Januar 2016, E. 2.1.; 5A_244/2019 vom 15. April 2019, E. 4). Ein Prozesskostenvorschuss setzt – wie die unentgeltliche Rechtspflege – voraus, dass die ersuchende Person mittellos ist und das Recht s- begehren nicht aussichtslos erscheint. Zudem ist vorausgesetzt, dass es der zu verpflichtenden Gegenpartei möglich ist, der anderen Partei die benötigten Kosten zu bevorschussen. Eine Person gilt als bedürftig, wenn sie die Kosten eines Prozesses nicht aufzubringen vermag, ohne jene Mittel anzugreifen, die für die Deckung des eige- nen notwendigen Lebensunterhalts und desjenigen ihrer Familie erforderlich sind. Die prozessuale Bedürftigkeit beurteilt sich nach der gesamten wirtschaftlichen Si- tuation der gesuchstellenden Per son im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs (BGE 141 III 369 E. 4.1; 135 I 221 E. 5.1) . Dazu gehören einerseits sämtliche f i- nanziellen Verpflichtungen, ander seits die Einkommens - und Vermögensverhält- nisse (BGE 124 I 97 E. 3b mit Hinweisen). Ob das Vermögen der ansprechenden Person bar vorhanden oder in einer Liegenschaft angelegt ist, spielt grundsätzlich keine Rolle. Die Art der Vermögensanlage beeinflusst al lenfalls die Verfügbarkeit der Mittel, nicht aber die Zumutbarkeit, sie vor der Beanspruchung des Rechts auf unentgeltliche Prozessführung anzugreifen. Der um unentgeltliche Rechtspflege ersuchende Grundeigentümer hat sich daher die für den Prozess benötigten Mittel allenfalls durch Belehnung der Liegenschaft bzw. Aufnahme eines zusätzlichen - 42 - Hypothekarkredits, und, wenn zumutbar, nötigenfalls durch Veräusserung der Liegenschaft zu beschaffen. An den Nachweis des Verkehrswertes und der feh- lenden Möglichkeit zusätzlicher hypothekarischer Belastung dürfen keine allzu hohen Anforderungen gestellt werden (vgl. BGer 5A_726/2014 vom 2. Februar 2015, E. 4.2. m.w.H.). Z ur Glaubhaftmachung ihrer Bedürftigkeit hat die anspr e- chendende Person ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse umfassend darzustellen und soweit möglich auch zu belegen ( vgl. BGE 120 Ia 179 E. 3.a). Legt eine Partei ihre finanzielle Situation nicht von sich aus schlüssig dar, obwohl sie um diese Obliegenheit weiss oder wissen muss, kann ihr Gesuch ohne vor- gängige Ausübung der gerichtlichen Fragepflicht wegen Verletzung der Mitwi r- kungspflicht abgewiesen werden. Das gilt insbesondere bei anwaltlich vertretenen Parteien, denen das Wissen ihres Rechtsvertreters anzurechnen ist und die des- halb nicht als pr ozessual unbeholfen gelten können ( vgl. BGer 4D_69/2016 vom 28. November 2016, E. 5.4.3 m.w.Hinw.; 5A_62/2016 vom 17. Oktober 2016, E. 5.3). 2.3. Der Gesuchsgegner führt in Bezug auf sein Gesuch um Gewährung der un- entgeltlichen Rechtspflege im Wesentlichen aus, er habe sein Gesuch bereits im vorinstanzlichen Verfahren hinreichend begründet und dieses sei durch die er- kennende Kammer im Entscheid vom 3. Dezember 2020 auch gutgeheissen wor- den. Er verfüge nach wie vor nicht über die erforderlichen Mittel, um die Prozes s- kosten zu begleichen, und seine Rechtsbegehren seien nicht als aussichtslos an- zusehen. Zudem sei er zur Wahrung seiner prozessualen Recht e auf einen Rechtsbeistand angewiesen, zumal auch die Gegenpartei anwaltlich ver treten sei (Urk. 180 Rz. 6 f.). In seiner Stellungnahme vom 4. November 2021 zum verlang- ten Prozesskostenbeitrag der Gesuchstellerin bringt der Gesuchsgegner (unter anderem) vor, dass sein Vater verstorben sei und er in dessen Liegenschaft woh- ne. Diese Li egenschaft würde jedoch "selbstverständlich" von zwei Erben gehal- ten, nämlich von ihm und seinem in den USA lebenden Bruder. Liquide Mittel würden keine bestehen (Urk. 196 Rz. 13). Hierzu legt er eine Erbbescheinigung vom 18. Oktober 2021 ins Recht, wonach sein Vater am tt.mm.2021 verstorben ist und seine beiden Söhne als alleinige Erben anerkannt sind (Urk. 198/5). - 43 - Vorliegend verfügt der Gesuchsgegner – unter zusätzlicher Berücksichti- gung eines unter den vorliegenden Umständen zu gewährenden Zuschlags von 20 % auf dem Grundbetrag – über einen monatlichen Überschuss von gerundet Fr. 950.– (Fr. 8'988.– [Einkommen] ./. Fr. 2'255.– [familienrechtlicher Bedarf] ./. Fr. 270.– [Zuschlag von 20 % auf dem Grundbetrag von Fr. 1'350.–] ./. Fr. 989.– [Barunterhalt C._____] ./. Fr. 644.– [Ehegattenunterhalt Gesuchstellerin] ./. Fr. 2'730.– [Unterhaltsverpflichtung geschiedene Ehefrau] ./. Fr. 1'150.– [Unter- haltsverpflichtung volljährige Tochter F._____]. Die mit vorliegendem Entscheid festgesetzten Unterhaltsbeiträge sind – entgegen der Ansicht der Gesuchstellerin (Urk. 202 Rz. 6) – ebenfalls zu berücksichtigen, zumal keine Anhaltspunkte be- stehen, dass der Gesuchsgegner sie in Zukunft nicht bezahlen wird (siehe Wuffli/Fuhrer, Handbuch unentgeltliche Rechtspflege im Zivilprozess, Zürich/St. Gallen 2019, N 335) . Mit diesem Überschuss ist es dem Gesuchsgegner ohne Weiteres möglich, die ihm auferlegten Gerichtskosten in Höhe von Fr. 1'500.– so- wie die ihm im vorliegenden Rechtsmittelverfahren anfallenden Anwaltskosten in- nert eines Jahres zu tilgen, zumal Letztere in Berücksichtigung von § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 1 und 3, § 11 Abs. 1- 3 und § 13 Abs. 1 und 2 AnwGebV einen Betrag in der Grössenordnung von 4'000. – nicht übersteigen dürften. Mangels Bedürftigkeit ist das Gesuch des Gesuchsgegners daher abzuweisen. Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass das Gesuch auch aus einem anderen Grund abzuweisen gewesen wäre. So ist gestützt auf die Aus- führungen und die einger eichten Akten davon auszugehen, dass der Gesuchs- gegner – zusammen mit seinem Bruder – Gesamteigentümer (Erbengemei n- schaft) einer Liegenschaft in M._____ ist (s.a. Urk. 198/5). Der anwaltlich vertre- tene Gesuchsgegner äussert sich jedoch weder zum Wert der Liegenschaft noch zu einer allenfalls bereits bestehenden Hypothekarbelastung. Auch macht er nicht geltend, dass eine (weitere) Belastung der Liegenschaft an der fehlenden Zu- stimmung seines Bruders scheitern könnte (vgl. Art. 653 Abs. 2 und 3 ZGB). Zu- dem bleibt mangels entsprechender Behauptungen auch offen, ob bzw. in we l- chem Umfang ihm durch den Erbanfall (weitere) Vermögenswerte zugekommen sind. Damit ist aber eine abschliessende Beurteilung der Vermögensverhältnisse des Gesuchsgegners und damit seiner M ittellosigkeit nicht möglich. Im Ergebnis - 44 - ist dem anwaltlich vertretenen und in prozessualer Hinsicht somit nicht unbeholf e- nen Gesuchsgegner daher vorzuhalten, seine finanzielle Situation (hinsichtlich seiner Vermögensverhältnisse) nicht schlüssig dargelegt und insoweit seine Mi t- wirkungspflicht verletzt zu haben. Entsprechend wäre die Bedürftigkeit auch auf- grund der Verletzung der Mitwirkungsobliegenheit zu verneinen und das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen, ohne dass hierfür dem anwaltlich vertretenen Gesuchsgegner eine entsprechende Nachfrist anz u- setzen wäre (vgl. vorstehende Ziffer IV./2.2.). Da die Vermögensverhältnisse des Gesuchsgegners nicht abschliessend beurteilt werden können, bleibt es hinsichtlich des i m Dispositiv festzuhaltenden Vermögens bei den entsprechenden vor instanzlichen Feststellungen (vgl. Disp. Ziff. 6 des angefochtenen Urteils). 2.4. In Bezug auf die Gesuchstellerin ist bereits mit Blick auf die unter vorst e- hender Ziffer III./5.4. festgehaltenen finanziellen Verhältnisse offensichtlich, dass sie nicht über genügend Einkommen verfügt, um für ihre Gerichts- und Anwalts- kosten aufzukommen. Zudem erscheint gestützt auf die eingereichten Unterlagen glaubhaft, dass sie über kein nennenswertes Vermögen verfügt, welches sie für die Prozessfinanzierung heranziehen könnte (siehe Urk. 192/2; Urk. 204/2; s.a. Urk. 28/15 S. 4, wonach die Ehegatten im Jahr 2019 über ein Vermögen von Fr. 17'906.– verfügt haben). Insbesondere bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die Gesuchstellerin noch über weitere, vorliegend nicht offengelegte Bank- konti verfügt. Allerdings verfügt der Gesuchsgegner über einen monatlichen Überschuss in Höhe von Fr. 950.– (siehe vorstehende Ziffer). Mit diesem Über- schuss sollte es dem Gesuchsgegner möglich sein, innert eines Jahres nebst sei- nen eigenen mutmasslichen Prozesskosten in Höhe von ca. Fr. 5'500.– auch den von der Gesuchstellerin beantragten Prozesskostenbeitrag von Fr. 5'000.– zu be- zahlen. Dieser erweist sich denn auch als angemessen, hat die Gesuchstellerin doch bereits Gerichtskosten in Höhe von Fr. 1'500.– zu tragen und dürften die ihr anfallenden Anwaltskosten mutmasslich auf mindestens Fr. 3'500.– (vgl. § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 1 und 3, § 11 Abs. 1- 3 und § 13 Abs. 1 und 2 AnwGebV ) zu liegen kommen. Nachdem die Rechtsmittelanträge der Gesuchstellerin zudem nicht von - 45 - vornherein aussichtslos waren, rechtfertigt es sich, den Gesuchs gegner zur Zah- lung eines Prozesskostenbeitrags von insgesamt Fr. 5'000.– an die Gesuchstelle- rin zu verpflichten. Dieser Beitrag unterliegt der Anrechenbarkeit im Rahmen der Abrechnung allfälliger scheidungsrechtlicher Ansprüche bzw. der Rückerstat- tungspflicht. Es wird beschlossen: 1. Das Gesuch des Gesuchsgegners um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen. 2. Auf die Berufung gegen Dispositiv -Ziffer 5 des Teilurteils und der Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 19. Mai 2021 wird nicht eingetreten, soweit der Gesuchsgegner ver- langt, die Gesuchstellerin sei zur Rückerstattung zu viel geleisteter Unter- haltsbeiträge innert 30 Tagen nach Rechtskraft zu verpflichten. 3. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem E r- kenntnis. Es wird erkannt: 1. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin persönliche m o- natliche Unterhaltsbeiträge, zahlbar monatlich im Voraus, je auf den Ersten eines jeden Monats, wie folgt zu bezahlen: Phase I (1. April 2020 bis 31. Juli 2020): CHF 1'111.– Phase II (1. August 2020 bis 31. Dezember 2020): CHF 1'094.– Phase III (1. Januar 2021 bis 30. April 2021): CHF 1'144.– Phase IV (ab 1. Mai 2021 und für die weitere Dauer des Getrenntlebens): CHF 0'644.–. 2. Es wird festgestellt, dass die Gesuchstellerin mangels finanzieller Leistungs- fähigkeit derzeit nicht in der Lage ist, Kinderunterhaltsbeiträge zu leisten. - 46 - 3. Es wird festgestellt, dass der Gesuchsgegner für die Periode vom 1. April 2020 bis und mit 31. Mai 2021 seiner Unterhaltspflicht bereits vollumfänglich nachgekommen ist. 4. Diesem Entscheid liegen folgende finanziellen Verhältnisse der Parteien zu Grunde: Einkommen netto pro Monat, Familienzulagen separat: – Gesuchstellerin: während Phase I (ab 1. April 2020 bis 31. Juli 2020): CHF 883.– während Phase II (ab 1. August 2020 bis 31. Dezember 2020): CHF 1'300.– während Phase III (ab 1. Januar 2021 bis 30. April 2021): CHF 1'300.– während Phase IV (ab 1. Mai 2021 und für die weitere Dauer des Getrenntlebens): CHF 1'800.– – Gesuchsgegner: CHF 8'988.– – C._____: CHF 200.– Vermögen: – Gesuchstellerin: CHF 0.– – Gesuchsgegner: CHF 0.– – C._____: CHF 0.–. 5. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für das zweiti n- stanzliche Verfahren einen Prozesskostenbeitrag von gesamthaft Fr. 5'000.– zu bezahlen. - 47 - 6. Das erstinstanzliche Kosten- und Ents chädigungsdispositiv (Dispositiv- Ziffern 7 bis 9 des Teilurteils und der Verfügung des Einzelgerichts im sum- marischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 19. Mai 2021 ) wird be- stätigt. 7. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt. 8. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden de r Gesuch- stellerin und dem Gesuchsgegner je zur Hälfte auferlegt. 9. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 10. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an das Migrationsamt des Kantons Zürich sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz zurück. 11. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen B e- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Endentscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 90 und Art. 98 BGG. Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. - 48 - Zürich, 6. Juli 2022 Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Die Gerichtsschreiberin: lic. iur. C. Faoro versandt am: lm