Kantonsgericht Schwyz Urteil vom 26. Januar 2021 ZK1 2019 40 Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin lic. iur. Daniela Pérez-Steiner, Kantonsrichter Pius Schuler, Jörg Meister, Josef Reichlin und lic. iur. Jeannette Soro, Gerichtsschreiberin lic. iur. Cornelia Spörri-Kessler. In Sachen A.________, Kläger und Berufungsführer, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, gegen C.________ AG, Beklagte und Berufungsgegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt D.________, betreffend Forderung aus Arbeitsvertrag (Berufung gegen das Urteil des Einzelrichters am Bezirksgericht March vom 26. September 2019, ZEV 2019 3);- hat die 1. Zivilkammer,Kantonsgericht Schwyz 2 nachdem sich ergeben: A. Die Beklagte schloss mit dem Kläger am 4. Februar 2008 rückwirkend per 15. Oktober 2007 einen Arbeitsvertrag ab und setzte ihn bei einem monat- lichen Nettolohn von EUR 4'055.00 zuzüglich erfolgsbezogener jährlicher Prämie von maximal EUR 14'800.00 netto sowie einer Zulage für die Führung eines Ganzjahresbetriebs in Höhe von EUR 5'000.00 netto pro Jahr als Club- direktor im E.________ ein (Vi-act. 3/8.4). Gemäss Schreiben der Beklagten vom 10. Oktober 2012 betrug das monatliche Nettogehalt ab dem 1. Januar 2013 infolge Wegfalls der Zulage sowie einer Lohnerhöhung EUR 5'175.33 (Vi-act. 3/8.3). Mit neuem Arbeitsvertrag vom 13. Januar 2015 stellte die Beklagte den Kläger rückwirkend per 1. Januar 2015 als Senior De- velopment Manager bei einem Nettogehalt von EUR 3'044.00 zuzüglich einer erfolgsbezogenen jährlichen Prämie von maximal EUR 15'000.00 an (Vi-act. 3/2). Am 14./27. Juni 2016 schlossen die Parteien eine Vereinbarung über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses ab (Vi-act. 3/7 Ziff. 2-4). B. Nachdem zwischen den Parteien an der Schlichtungsverhandlung vor dem Vermittleramt Altendorf vom 20. November 2018 keine Einigung erzielt werden konnte (Vi-act. 1/2), stellte der Kläger beim Einzelrichter am Bezirks- gericht March am 4. Januar 2019 folgendes Klagebegehren (Vi-act. 1): 1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerschaft Euro 12’600.-, eventualiter Gegenwert in SFR, nebst 5% Zins seit 1. Juli 2016 zu bezahlen. 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Be- klagtschaft. Auf Aufforderung des Einzelrichters reichte der Kläger am 22. Januar 2019 diverse Urkunden ein (Vi-act. 2 f.). An der Hauptverhandlung vom 8. Mai 2019 hielten die Parteien je zwei Vorträge und liess der Kläger, welcher vom per- sönlichen Erscheinen dispensiert wurde (Vi-act. 5 f.), weitere Unterlagen zu Kantonsgericht Schwyz 3 den Akten reichen (Vi-act. 8). Die Beklagte ersuchte um vollumfängliche Ab- weisung der Klage, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Klä- gers (Vi-act. 9). C. Mit Urteil vom 26. September 2019 wies der Einzelrichter die Klage ab (Dispositivziffer 1). Er erhob keine Gerichtskosten (Dispositivziffer 2) und ver- pflichtete den Kläger, die Beklagte mit pauschal Fr. 1'500.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu entschädigen (Dispositivziffer 3). D. Dagegen erhob der Kläger am 30. Oktober 2019 fristgerecht Berufung mit den folgenden Anträgen (KG-act. 1): 1. Das Urteil des Bezirksgerichts March vom 26. September 2019 im Verfahren ZEV 19 3 sei aufzuheben. 2. Die Klage sei vollumfänglich gutzuheissen und der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerschaft EUR 12’600.-, eventualiter Gegenwert in SFR, nebst 5% Zins seit 1. Juli 2016 zu bezahlen. 3. Evenutaliter: Die Sache sei zur Durchführung des Beweisverfahrens an die Vorinstanz zurückzuweisen. 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7.7% MwSt. zulasten der Beklagten. Mit Berufungsantwort vom 28. November 2019 forderte die Beklagte die Ab- weisung der Berufung und Bestätigung des angefochtenen Urteils, unter (Kos- ten-) und Entschädigungsfolgen zulasten des Klägers (KG-act. 6). Auf die Vorbringen der Parteien wird – soweit erforderlich – in den Erwägun- gen eingegangen;-Kantonsgericht Schwyz 4 in Erwägung: 1. Die örtliche Zuständigkeit gehört zu den Prozessvoraussetzungen (Art. 59 Abs. 2 lit. b ZPO). Ob diese erfüllt sind, prüft das Gericht von Amtes wegen (Art. 60 ZPO; BGer, Urteil 4A_229/2017 vom 7. Dezember 2017 E. 3.1). Der Kläger hat seinen Wohnsitz in Deutschland und die Beklagte Sitz in der Schweiz. Dem Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (LugÜ; SR 0.275.12) sind sowohl Deutschland als auch die Schweiz beigetre- ten. Der Vorderrichter ist örtlich zuständig (Art. 2 Abs. 1 und 19 Ziff. 1 LugÜ; Art. 115 Abs. 1 IPRG), womit auch die Zuständigkeit des Kantonsgerichts als Berufungsinstanz zu bejahen ist. Die Parteien können den Arbeitsvertrag dem Recht des Staates unterstellen, in dem der Arbeitnehmer seinen gewöhnli- chen Aufenthalt hat oder in dem der Arbeitgeber seine Niederlassung, seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat (Art. 121 Abs. 3 IPRG). Vorliegend findet vereinbarungsgemäss unbestrittenermassen schweizeri- sches Recht Anwendung (vgl. Vi-act. 3/7 Ziff. 4, S. 2; vgl. auch bereits Vi-act. 3/2 Ziff. 7, S. 3). 2. a) Grundlage der vorliegenden Streitigkeit bildet das ehemalige Arbeits- verhältnis zwischen den Parteien. Umstritten ist die Bedeutung der in der Ver- einbarung vom 14./27. Juni 2016 gewählten Formulierung „Fortzahlung der Vergütung bis zum Beendigungstermin‟ bzw. ob der Begriff „Vergütung‟ ledig- lich das Nettogehalt von EUR 3044.00 pro Monat oder aber auch die Prämie umfasst. Nach dem Dafürhalten des Klägers sei Ziff. 2 der Vereinbarung da- hingehend auszulegen, als mit der „Vergütung‟ der Nettolohn von EUR 3'044.00 zuzüglich Prämie geschuldet sei (KG-act. 1 N 15, S. 9). Nach Ansicht der Beklagten sei der Vorderrichter unter Berücksichtigung der Partei- vorbringen sowie der Akten zu Recht zum Schluss gelangt, dass dem Kläger gestützt auf die Vereinbarung kein zusätzlicher Prämienanspruch zustehe (KG-act. 6 N 10, S. 4, und N 73, S. 13).Kantonsgericht Schwyz 5 b) aa) Im Arbeitsvertrag vom 13. Januar 2015 ist das „Gehalt‟ wie folgt geregelt (Vi-act. 3/2): 3. Gehalt 3.1. Gehalt Das Gehalt beträgt monatlich EUR 3044.00 netto. Nach vorheriger Abstimmung mit dem Regionalmanager werden zusätzlich geleistete Arbeitstage mit EUR 300.00 netto/Tag vergütet. Das Gehalt wird jeweils zum Monatsende bargeldlos auf das vom Arbeitnehmer gewünschte Bank- oder Postkonto überwiesen. Für die Versteuerung seiner Einkommen ist der Arbeitnehmer selbst verantwortlich; in der Schweiz werden keinerlei Steuern abgeführt. 3.2. Prämie Der Arbeitnehmer erhält jährlich eine erfolgsbezogene Prämie von maximal EUR 15’000.00 netto. Es wird jährlich eine individuelle Zielvereinbarung festgelegt. Im Ein- und Austrittsjahr wird die erfolgsbezogene Prämie zeitanteilig (pro rata temporis) ausbezahlt. Die Auszahlung erfolgt nach Feststellung des Jahresergebnisses. Eine monatliche Teilauszahlung erfolgt nicht. Soweit im Beschäftigungsland per Gesetz zusätzliche, nicht in diesem Vertrag erwähnte Vergütungsverpflichtungen existieren, sind diese automatisch mit dem Gesamtgehalt abgegolten. 3.3. Verschwiegenheitsverpflichtung Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, über seine Bezüge Stillschweigen zu bewahren. Ein Bruch der Verschwiegenheit gilt als erhebliche Vertragsverletzung. 3.4. Entbindung von der Arbeitsleistung Der Arbeitgeber kann den Arbeitnehmer jederzeit bei Fortzahlung des unter 3.1 genannten Gehalts von seiner Verpflichtung zur Arbeitsleistung entbinden.Kantonsgericht Schwyz 6 bb) Am 14./27. Juni 2016 vereinbarten die Parteien was folgt (Vi-act. 3/7): (…) 2. Die C.________ AG und Herr A.________ vereinbaren hiermit im gegenseitigen Einvernehmen und gegenseitigen Interesse, dass das zwischen ihnen bestehende Arbeitsverhältnis mit Ablauf des 30.06.2016 (Beendigungstermin) aufgehoben wird. a. Die C.________ AG stellt Herrn A.________ ab sofort und unwiderruflich von der Erbringung der Arbeitsleistung frei. Mit der Freistellung gelten bereits entstandene und noch entstehende Urlaubs- bzw. Freizeitsgewährungsansprüche als abgegolten. b. Die unwiderrufliche Freistellung erfolgt unter Fortzahlung der Vergütung bis zum Beendigungstermin. Auf die Herrn A.________ zustehende monatliche Nettovergütung in Höhe von 3.044,00 € wird die C.________ AG keine Lohnsteuer an das zuständige Finanzamt abführen. Die entsprechende Verpflichtung obliegt Herrn A.________. Zwischen der C.________ AG und Hern A.________ besteht Einigkeit darüber, dass Herr A.________ in der Vergangenheit für die Einkünfte, die er von der C.________ AG erhalten hat, steuerpflichtig war und er die zu leistenden Steuern an das zuständige Finanzamt selbst abzuführen hatte bzw. abgeführt hat. c. In Anerkennung seiner Dienste für die C.________ AG und in Abgeltung sämtlicher Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis verpflichtet sich die C.________ AG zur Zahlung einer einmaligen Abgangsentschädigung an Herrn A.________ in Höhe von netto 80.000.00 € (in Worten: achzigtausend Euro). Die Abgangsentschädigung ist zahlbar binnen 20 Tagen nach dem Beendigungstermin. Lohnsteuern waren nicht von der C.________ AG bezahlt; Herr A.________ ist selbst für die entsprechende Abführung verantwortlich. d. Die C.________ AG erteilt Herrn A.________ nach Beendigung es Arbeitsverhältnisses ein Schlusszeugnis. e. Mit Erfüllung dieser Vereinbarung sind sämtliche wechselseitigen Ansprüche der C.________ AG und Herrn A.________ aus dem zwischen ihnen bestehenden Arbeitsverhältnis und anlässlich seiner Beendigung erledigt. (…)Kantonsgericht Schwyz 7 c) Der Vorderrichter erwog, die Parteien hätten sich in ihrer Vereinbarung zwar übereinstimmend geäussert, jedoch abweichend voneinander verstan- den. Während der Kläger von einem Anspruch auf die Prämie ausgehe, halte die Beklagte dafür, dass mit der Bezahlung der vereinbarten Abgangsent- schädigung sämtliche Ansprüche des Klägers abgegolten seien. Ein tatsächli- cher übereinstimmender Wille der Parteien könne unter diesen Umständen nicht festgestellt werden. Der Vorderrichter ermittelte in der Folge den mut- masslichen Parteiwillen gestützt auf das Vertrauensprinzip, wozu er nebst dem seinen Erwägungen nach unklaren Wortlaut weitere Auslegungsmittel (Vereinbarungszweck, Interesse der Parteien sowie Gesamtzusammenhang der Vereinbarung) heranzog und zum Schluss gelangte, dass der Kläger nicht berechtigt sei, nach dem Erhalt der Abgangsentschädigung zusätzlich eine erfolgsbezogene Prämie zu verlangen. Hinzu komme, dass die Parteien be- reits in Ziff. 3.4 des Arbeitsvertrags vom 13. Januar 2015 vorgesehen hätten, dass bei einer Freistellung lediglich das monatliche Nettogehalt von EUR 3‘044.00 (ohne Prämie) zu bezahlen sei, und in Ziff. 3.2 ausdrücklich eine pro rata-Zahlung der Prämie für das Austrittsjahr vorgesehen sei. Nach- dem eine Freistellung per 16. März 2016 unbestritten geblieben sei, wäre der Kläger gehalten gewesen, die von ihm geltend gemachte Prämienhöhe von EUR 12‘500.00 in diesem Rahmen zu substanziieren. Er hätte ausserdem zu erklären gehabt, weshalb im Rahmen der Aufhebung des Arbeitsverhältnisses mit Blick auf die Freistellung mehr hätte bezahlt werden sollen, als im Arbeits- vertrag für diesen Fall vorgesehen sei. Die Klage sei daher abzuweisen. Unter diesen Umständen könne auch die beantragte Parteibefragung unterbleiben, nachdem der Kläger seinen Standpunkt bereits in den Rechtsschriften aus- führlich dargelegt habe und nicht zu erwarten sei, dass sich aus seiner Befra- gung neue, insbesondere beweiskräftige Erkenntnisse ergeben würden. Ebenso könne auf die Befragung der angebotenen Zeugen verzichtet werden, da vom Kläger nicht dargelegt werde, ob und allenfalls welche Zeugen bei der Vergleichsvereinbarung konkret mitgewirkt hätten und folglich darüber Aus-Kantonsgericht Schwyz 8 kunft geben könnten. Der Kläger lege nicht einmal dar, welche Personen die auszulegende Vereinbarung unterzeichnet hätten (angef. Urteil E. 2, S. 5 ff.). 3. a) Im schweizerischen Vertragsrecht gilt bei Fragen des Konsenses oder der Auslegung der Grundsatz des Primats des subjektiv übereinstimmend Gewollten vor dem objektiv Erklärten, subjektiv aber unterschiedlich Verstandenen. Auch im Auslegungsstreit hat das Sachgericht vorab zu prüfen, ob die Parteien sich tatsächlich übereinstimmend geäussert, verstanden und in diesem Verständnis geeinigt haben. Lässt sich dieser übereinstimmende wirkliche Parteiwille feststellen, bestimmt sich der Vertragsinhalt nach diesem wirklichen Willen (Art. 18 Abs. 1 OR; sog. subjektive Auslegung). Kann der Richter den tatsächlichen Parteiwillen nicht eruieren oder haben sich die Parteien zwar übereinstimmend geäussert, jedoch voneinander abweichend verstanden, sind zur Ermittlung des mutmasslichen Willens der Parteien deren Erklärungen nach Massgabe des Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie nach den gesamten Umständen im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses verstanden werden durften und mussten (sog. objektivierte Auslegung; BGer, Urteil 5A_88/2012 vom 7. Juni 2012 E. 3.1; BGer, Urteil 4A_502/2016 vom 6. Februar 2017 E. 4.1; BGer, Urteil 4D_71/2017 vom 31. Januar 2018 E. 5.1; BGE 138 III 659 E. 4.2.1 S. 666). Die objektivierte Auslegung setzt also bei den Erklärungsvor- gängen an. Es ist danach zu fragen, wie redliche und vernünftige Parteien mit dem Wissen, das die Parteien im Zeitpunkt des Vertragsschlusses hatten, die Erklärungsvorgänge verstehen mussten (Jäggi/Gauch/Hartmann, Zürcher Kommentar, 4. A. 2014, N 360 zu Art. 18 OR). b) Ausgangspunkt der Vertragsauslegung ist der Wortlaut der von den Par- teien abgegebenen Erklärungen bzw. des aufgrund solcher Erklärungen zu- stande gekommenen Vertragstextes (Wiegand, Basler Kommentar, 6. A. 2015, N 19 zu Art. 18 OR; Jäggi/Gauch/Hartmann, a.a.O., N 374 zu Art. 18 OR). Auch wenn der Wortlaut auf den ersten Blick klar erscheint, darf es Kantonsgericht Schwyz 9 gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei einer reinen Wortausle- gung nicht sein Bewenden haben. Aus den anderen Vertragsbestimmungen, aus dem von den Parteien verfolgten Zweck und aus den weiteren Umständen kann sich ergeben, dass der Wortlaut der strittigen Bestimmung nicht genau den Sinn der Vereinbarung unter den Parteien wiedergibt. Sofern keine ernst- haften Gründe für eine solche Annahme bestehen, ist im Allgemeinen aber vom klaren Wortlaut einer Vertragsbestimmung nicht abzuweichen (BGer, Urteil 4A_82/2016 vom 6. Juni 2016, E. 3.1; BGE 136 III 186 E. 3.2.1, S. 188 = Pra 99/2010 Nr. 113; vgl. auch Jäggi/Gauch/Hartmann, a.a.O., N 399 f. zu Art. 18 OR; Wiegand, a.a.O., N 18 zu Art. 18 OR). Die einzelne Vertrags- bestimmung ist anhand des Vertrags in seiner Gesamtheit auszulegen (sys- tematisches Element; vgl. Jäggi/Gauch/Hartmann, a.a.O., N 472 zu Art. 18 OR; Müller, Berner Kommentar, 2018, N 142 zu Art. 18 OR). Ausserdem ist bei der Auslegung auf den Zeitpunkt des Vertragsschlusses abzustellen (Wie- gand, a.a.O., N 36 zu Art. 18 OR; Gauch/Schluep/Schmid, Schweizerisches Obligationenrecht Allgemeiner Teil, Bd. I, 11. A. 2020, N 1223; Müller, a.a.O., N 190 zu Art. 18 OR). Weitere Auslegungsmittel neben dem Wortlaut sind insbesondere die Entstehungsgeschichte des Vertrags, die Begleitumstände des Vertragsschlusses, die damalige Interessenlage der Parteien und der Ver- tragszweck sowie allenfalls die Verkehrsübung (vgl. Wiegand, a.a.O., N 26 ff. zu Art. 18 OR; Jäggi/Gauch/Hartmann, a.a.O., N 385 ff. zu Art. 18 OR; Müller, a.a.O., N 129 ff. zu Art. 18 OR). Für die subjektive und objektivierte Auslegung werden weitgehend die gleichen Auslegungsmittel, wenn auch nicht in voll- kommen gleicher Funktion, herangezogen. Die empirische Ermittlung des wirklichen Willens und die objektivierte Auslegung sind praktisch denn auch kaum auseinanderzuhalten (Wiegand/Hurni, in: Honsell, Kurzkommentar, 2014, N 13 zu Art. 18 OR; Jäggi/Gauch/Hartmann, a.a.O., N 359 zu Art. 18 OR). 4. Der Kläger stellt sich zunächst gegen den vom Vorderrichter gezogenen Schluss, dass ein tatsächlicher übereinstimmender Wille der Parteien nicht Kantonsgericht Schwyz 10 festgestellt werden könne. Er moniert, dass der Vorderrichter die zentrale sub- jektive Komponente ausser Acht lasse (KG-act. 1 N 5, S. 4 f.). a) aa) Die subjektive Auslegung hat wie erwähnt zum Ziel, den überein- stimmenden wirklichen Willen der Parteien festzustellen. Da dieses rein psy- chologische Phänomen vom Gericht nicht festgestellt werden kann, begnügen sich herrschende Lehre und Rechtsprechung mit dem gegenüber der Aus- senwelt geäusserten Willen. Die Aufgabe des Gerichts bestehe somit in der umfassenden Erforschung des Willens des Kontrahenten, in der empirischen Feststellung des tatsächlichen Parteiwillens zur Zeit des Vertragsschlusses. Das Bundesgericht betrachtet das Wissen und Wollen der beteiligten Parteien im Rahmen des Vertragsabschlusses als eine Tatfrage. Das kantonale Gericht stellt den wirklichen Willen daher aufgrund einer Beweiswürdigung als eine Frage des Sachverhalts fest. In der Praxis lässt sich der übereinstimmende wirkliche Wille der Parteien sehr häufig nicht (mehr) mit genügender Sicher- heit feststellen (Müller, a.a.O., N 59 ff. zu Art. 18 OR). bb) Im Rahmen der subjektiven Auslegung wird geprüft, ob (Indizien-)Beweise dafür vorliegen, dass die Parteien tatsächlich einen vom Ergebnis der objektivierten Auslegung abweichenden Willen hatten. Der Schluss auf einen solchen abweichenden Willen lässt sich nur durch Umstän- de rechtfertigen, die bei der Auslegung nach dem Vertrauensprinzip nicht berücksichtigt werden. Es können somit zusätzliche Umstände und Beweis- mittel bedeutsam werden, die im Rahmen der objektivierten unbeachtlich blei- ben, wie beispielsweise Partei- oder Zeugenaussagen zum tatsächlichen Wil- len der Parteien bei Vertragsschluss oder das nachträgliche Verhalten der Parteien (Jäggi/Gauch/Hartmann, a.a.O., N 361 und 396 zu Art. 18 OR). cc) Vermutungsweise ist anzunehmen, dass der wirkliche Wille der Parteien mit dem Sinn übereinstimmt, der ihren Erklärungen nach dem üblichen Sprachgebrauch zukommt. Ohne gegenteilige Anhaltspunkte darf das Gericht Kantonsgericht Schwyz 11 davon ausgehen, dass der wirkliche Wille dem aufgrund der objektivierten Auslegung ermittelten Willen entspricht. Wer aus einem vom Ergebnis der objektivierten Auslegung abweichenden wirklichen Parteiwillen zu seinen Gunsten Rechtsfolgen ableiten will, trägt daher die Behauptungs- und Beweis- last für diesen abweichenden wirklichen Willen. Auch wenn dem übereinstim- menden wirklichen Willen materiellrechtlich der Vorrang zukommt, kann es bei der objektivierten Auslegung bleiben, solange kein davon abweichender über- einstimmender wirklicher Wille behauptet und bewiesen wird (Jäg- gi/Gauch/Hartmann, a.a.O., N 358 zu Art. 18 OR mit Verweisen). b) aa) Grundsätzlich ist bei der Auslegung des Wortlauts davon auszuge- hen, dass die Parteien die von ihnen verwendeten Wörter gemäss dem allge- meinen Sprachgebrauch (Alltags- oder Umgangssprache) zu der Zeit und am Ort des Vertragsabschlusses verwenden (Müller, a.a.O., N 133 zu Art. 18 OR). Jedes Wort hat, als allgemeines Ausdrucksmittel, einen Sinngehalt, den ihm der allgemeine Sprachgebrauch zulegt. Dieser „gebräuchliche Wortsinn‟ bildet für Richter des gleichen Sprachkreises eine gerichtsnotorische Tatsa- che, muss also nicht bewiesen werden. Ist der Sinn mit Bezug auf ein Wort oder eine Wortgruppe unklar, so stellt ihn das Gericht anhand des „landläufi- gen‟, „landesüblichen‟ Sprachgebrauchs fest, wenn nötig unter Beizug von Wörterbüchern und Lexika sowie anerkannten Schriftstellern (Jäg- gi/Gauch/Hartmann, a.a.O., N 374 ff. zu Art. 18 OR). bb) Der Kläger hält dem Vorderrichter vor, sich unzureichend mit dem Wort- laut der Vereinbarung auseinandergesetzt zu haben, welcher vorliegend zen- tral und entscheidend sei. Der Vorderrichter führe selber aus, dass das Be- griffsverständnis nach schweizerischem Recht mindestens ebenso hoch zu gewichten sei wie dasjenige am Abschlussort (Deutschland). Er verzichte aber trotzdem ohne zureichenden Grund auf die Berücksichtigung des Begriffsver- ständnisses von „Vergütung‟ am Abschlussort, obwohl er (der Kläger) diese an der Hauptverhandlung mehrfach dargelegt habe. Inwiefern das Schweize-Kantonsgericht Schwyz 12 rische Recht Anhaltpunkte für die Ermittlung des tatsächlichen Willens der Parteien liefern soll, sei und bleibe unklar. Die Argumentation des Vorderrich- ters sei damit widersprüchlich und nicht zutreffend. Sie hätten Zeugen offe- riert, welche bei der Beklagten beschäftigt seien und über die Usanzen bei dieser Auskunft geben könnten. Gerade weil sodann das Wort „Prämie‟ in der Vereinbarung nicht ausdrücklich genannt werde, wäre eine vertiefte Ausein- andersetzung mit dem Wort „Vergütung‟ angezeigt gewesen. Unter „Ver- gütung‟ seien in Deutschland alle Lohnarten zu verstehen, also nicht nur der Nettolohn, sondern auch die fragliche Prämie. Der Vorderrichter lege keinen plausiblen Grund dar, weshalb das fehlende Aufführen des Wortes „Prämie‟ zu seinen Lasten gehen soll. Er komme seiner Begründungspflicht nicht nach (KG-act. 1 N 7-10, S. 5 ff.). Nach Ansicht der Beklagten hält der Vorderrichter richtigerweise fest, dass das Begriffsverständnis der an der Vereinbarung konkret beteiligten Personen von wesentlicher Bedeutung und Schweizer Recht anwendbar ist. Das be- hauptete angeblich deutsche Begriffsverständnis sei – so die Beklagte – we- der belegt noch bewiesen und werde bestritten. Ausserdem vermittle der Klä- ger einen falschen Eindruck, wenn er ausführe, der Abschlussort sei offen- sichtlich Deutschland. Den angeblichen deutschen Lehrmeinungen könne sodann entgegengehalten werden, dass der Betrag EUR 3'044.00 als „Ver- gütung‟ und nicht, wie noch im Arbeitsvertrag, als „Gehalt‟ definiert werde. Überdies werde in Ziff. 3.1 Abs. 2 des Arbeitsvertrags auch das Wort „ver- gütet‟ im Zusammenhang mit dem Gehalt verwendet und die Prämie unter einer separaten Ziffer behandelt. Mit dem Begriff „Vergütung‟ sei ganz klar gemeint, dass der Kläger noch Anspruch auf seinen ordentlichen monatlichen Gehaltsanspruch habe, welcher in Ziff. 2b Satz 2 mit EUR 3'044.00 präzisiert werde. Der Kläger hätte sich eine Prämie ausdrücklich vorbehalten müssen, wenn er damals tatsächlich davon ausgegangen wäre, dass ihm eine solche zusätzlich zugestanden hätte. Der Vorderrichter bemerke zu Recht, dass sich Kantonsgericht Schwyz 13 eine ausdrückliche Nennung gerade zur Beilegung des Streits und zur Klärung der Rechtsverhältnisse aufgedrängt hätte (KG-act. 6 N 16 ff., S. 5 f.). cc) Zwar hielt der Vorderrichter fest, dass das Begriffsverständnis nach schweizerischem Recht mindestens ebenso hoch zu gewichten sei wie dasje- nige des Abschlussortes. Er führte indes auch aus, dass das Begriffsver- ständnis der an der Vereinbarung beteiligten Personen von wesentlicher Be- deutung sei und der Kläger weder ausführe, wer die Vereinbarung vom 14./27. Juni 2016 formuliert habe noch welche Personen, allenfalls welcher Nationalität, seitens der Beklagten an der Vereinbarung mitgewirkt hätten (vgl. angef. Urteil E. 2.2.1, S. 6). Die Argumentation des Klägers beschränkte sich denn auch darauf, dass das Verständnis der Begriffe gemäss Abschlus- sort (Deutschland) vorzunehmen sei (vgl. Vi-act. 9 Ziff. II./a., S. 3, und Ziff. II./c., S. 6). Hierzu wendet die Beklagte sowohl erst- als auch zweitin- stanzlich ein, dass sie die Vereinbarung, wie dieser zu entnehmen sei, in Al- tendorf (Schweiz) ausgestellt habe (Vi-act. 9 Ziff. II./b., S. 5; KG-act. 6 N 17, S. 5). Immerhin lässt sich dieser entnehmen, dass der Kläger die Vereinba- rung (am 14. Juni 2016) in Dormagen und die Beklagte (am 27. Juni 2016) in Altendorf unterzeichneten (Vi-act. 3/7, S. 2). Der Kläger liess erstinstanzlich ausführen, die Parteien hätten die Vereinbarung „im Rahmen eines Verfah- rens in Deutschland‟ unterzeichnet, ohne aber näher hierauf einzugehen (Vi- act. II./a., S. 2). Gemäss Ziffer 1a der Vereinbarung hatte der Kläger beim Ar- beitsgericht in Hannover eine Klage gegen die F.________ GmbH eingereicht. Die Beklagte hielt fest, es sei zur Vereinbarung gekommen, weil der Kläger Forderungen im Zusammenhang mit Steuerzahlungen gestellt habe (Vi-act. 9 Ziff. II./b., S. 5). Der Kläger wiederum bestritt, dass es lediglich um diese Steuerforderungen gegangen sei (Vi-act. 9 Ziff. II./c., S. 6). Jedenfalls verwies der Kläger erstinstanzlich pauschal auf die von ihm konsultierte Literatur, wo- nach es sich bei „Vergütung‟, insbesondere in Deutschland, um einen Ober- begriff handle. Formen der Vergütung seien gerade auch Zulagen, Zuschläge, Tantiemen sowie Prämien (Vi-act. 9 Ziff. II./a., S. 3). Kantonsgericht Schwyz 14 Allgemein ist unter „Vergütung‟ eine Geldsumme zu verstehen, mit der etwas vergütet wird (vgl. www.duden.de), was auf eine vielseitige Verwendung des Begriffs schliessen lässt. Im deutschen Recht ist in § 611 BGB geregelt, dass derjenige, welcher Dienste zusagt, durch den Dienstvertrag zur Leistung der versprochenen Dienste, der andere Teil zur Gewährung der vereinbarten Ver- gütung verpflichtet wird. Die Vergütung im Arbeitsverhältnis besteht in erster Linie aus dem Lohn (Gehalt). Daneben bestehen besondere Arten der Ver- gütung wie Prämien, Umsatz-/Gewinnbeteiligungen, Provisionen etc. (Putzo, in: Palandt, Bürgerliches Gesetzbuch, 63. A. 2004, N 49 und 76 ff. zu § 611 BGB). Insoweit kann die Vergütung grundsätzlich als Oberbegriff angesehen werden. Vorliegend entschieden sich die Parteien sowohl im Arbeitsvertrag als auch in der Vereinbarung indes für die Anwendung schweizerischen Rechts. Weshalb diesem Umstand keine Bedeutung zukommen soll, erklärt der Kläger nicht. Gerade in Anbetracht dessen, dass es sich bei der Beklagten um eine Gesellschaft mit Sitz in der Schweiz handelt, hätte sich dies aufgedrängt. Dem Begriff „Vergütung‟ kann kein eindeutiger schweizerischer juristisch- technischer Sinn (vgl. Jäggi/Gauch/Hartmann, a.a.O., N 378 zu Art. 18 OR) zuerkannt werden, was der Kläger denn auch nicht geltend macht. Der Begriff erscheint im Obligationenrecht unter anderem beim Auftrag und Werkvertrag. Bei den Bestimmungen über den Arbeitsvertrag tritt er im Zusammenhang mit der Gratifikation („Sondervergütung‟; Art. 322d OR), der Verhinderung des Arbeitnehmers (Art. 324a Abs. 1 OR) und einer Entschädigung als Auslagen- ersatz („Wochen- oder Monatsvergütung‟; Art. 327a Abs. 2 OR) auf. Der Be- griff „Prämie‟ selber ist im Obligationenrecht nicht definiert. Aus rechtlicher Sicht kann es sich zwar um einen Lohnbestandteil (Art. 322 OR) handeln (vgl. KG-act. 1 N 12, S. 8). Der Kläger äussert sich indes nicht dazu, ob bei der Zielvereinbarung die Prämie bzw. deren Höhe nur vom Erreichen eines bestimmten Geschäftsergebnisses resp. ob die Erreichung der Ziele jeweils ausschliesslich objektiv messbar war und nicht auch von der subjektiven Ein- schätzung seiner persönlichen Arbeitsleistung durch die Beklagte abhing (vgl. zur Qualifikation einer Sondervergütung [Bonus] als freiwillige Gratifikati-Kantonsgericht Schwyz 15 on oder Lohnbestandteil?: BGE 139 III 155; vgl. auch Hirsiger, Die Zielverein- barung im Einzelarbeitsverhältnis – Gleichzeitig ein Beitrag zu erfolgs- und leistungsabhängigen Vergütungssystemen und Bonuszahlungen im schweize- rischen Arbeitsrecht, Diss. 2011, N 454 und 465 ff.). Dass im Jahr 2016 gemäss seinem Vorbringen eine Tageszielvereinbarung abgeschlossen wur- de, schliesst dies zumindest nicht aus. Ungeachtet dessen, ob die vorliegende Prämie als Lohnbestandteil zu qualifizieren ist und ob auch sonstige Zuwen- dungen wie die Prämie (nach deutschem Rechtsverständnis) grundsätzlich unter den Begriff der „Vergütung‟ fallen, können die Parteien den Begriff in dem vom Kläger als auch in dem von der Beklagten geltend gemachten Sinn verwendet haben. Zumindest kann der Begriff „Vergütung‟ für sich alleine nicht als klar bezeichnet werden. Der Vorderrichter stützte sich auf das Argu- ment der Beklagten, dass die Prämie weder in Ziff. 2b noch in Ziff. 2c der Ver- einbarung ausdrücklich genannt werde, und schloss auf einen unklaren Wort- laut der Vereinbarung. Auf den Gesamtzusammenhang ging der Vorderrichter im Anschluss an die Prüfung des Wortlauts näher ein. Im Rahmen der nach- folgenden Beurteilung der vom Kläger vorgebrachten Rügen wird aufgezeigt, dass die weiteren Bestimmungen der vorliegend im Zentrum stehenden Ver- einbarung für den von der Beklagten geltend gemachten Wortsinn sprechen (systematisches Element; vgl. Jäggi/Gauch/Hartmann, a.a.O., N 380 ff. und 472 zu Art. 18 OR; vgl. auch Wiegand, a.a.O., N 38 zu Art. 18 OR). Jedenfalls ist an dieser Stelle nicht zu beanstanden, dass der Vorderrichter von keinem klaren Wortlaut zugunsten der Version des Klägers ausging. Ebenso wenig kann ihm nach dem Gesagten vorgehalten werden, er sei seiner Begrün- dungspflicht nicht nachgekommen, nachdem der Kläger selber sich nur allge- mein zum Begriffsverständnis am angeblichen Abschlussort geäussert hatte. Aus der Begründung des Vorderrichters ergibt sich, dass er eine reine Buch- stabenauslegung als unzulässig erachtete und den Wortlaut als unklar ansah. Entgegen dem Vorhalt des Klägers verneinte er einen Anspruch desselbigen gerade nicht bereits gestützt auf den Umstand, dass die „Prämie‟ in der Ver-Kantonsgericht Schwyz 16 einbarung nicht ausdrücklich erwähnt wurde, sondern zog wie erwähnt weitere Auslegungsmittel heran. dd) Nach dem Dafürhalten des Klägers wäre der Vorderrichter gehalten ge- wesen, die Parteien nach ihrem wirklichen Willen zu befragen, was nun ge- stützt auf Art. 316 Abs. 3 ZPO vor der Berufungsinstanz zu erfolgen habe (KG-act. 1 N 5, S. 4 f.). Die Beklagte erachtet weder das Recht auf Beweis noch das rechtliche Gehör des Klägers als verletzt (KG-act. 6 N 9 f., S. 4). Hierauf wird unter E. 6 näher eingegangen. c) Der Vorderrichter stellte bei seiner (objektivierten) Auslegung im Weite- ren insbesondere auf den Gesamtzusammenhang und Zweck der Vereinba- rung sowie die Interessen der Parteien ab. Im Folgenden ist auf die vom Klä- ger dagegen erhobenen Einwände einzugehen und zu prüfen, ob ein An- spruch auf eine Prämie gestützt auf eine subjektive Auslegung der Vereinba- rung zu bejahen ist. aa) Ziff. 2b Satz 2 der Vereinbarung hält fest, dass die Beklagte auf die dem Kläger zustehende monatliche Nettovergütung in Höhe von EUR 3'044.00 keine Lohnsteuer an das zuständige Finanzamt abführen werde. Die entspre- chende Verpflichtung obliege dem Kläger. Nach Ansicht des Vorderrichters wäre zu erwarten gewesen, dass die Parteien auch für die Prämie eine ent- sprechende Regelung getroffen hätten, falls sie diese ebenfalls unter den Be- griff „Vergütung‟ subsumiert hätten. Dies gelte umso mehr, als das Thema Steuern ein wesentlicher Streitpunkt zwischen den Parteien gewesen sei (an- gef. Urteil E. 2.2.2, S. 6). Der Kläger beanstandet diesen Schluss mit Verweis auf die identische Systematik des Arbeitsvertrags vom 13. Januar 2015 (KG-act. 1 N 11, S. 7 f.). Die Beklagte bestreitet dies und weist darauf hin, dass die Vereinbarung gerade aufgrund von Forderungen des Klägers in Be- zug auf Steuerzahlungen ausgearbeitet worden sei und die im Arbeitsvertrag Kantonsgericht Schwyz 17 geregelten Steuerfolgen alle „Einkommen‟ des Klägers betreffen würden (vgl. KG-act. 6 N 26 ff., S. 6 f.). Der Arbeitsvertrag regelt zwar einzig unter Ziff. 3.1 („Gehalt‟) Abs. 4, dass der Arbeitnehmer für die Versteuerung seiner Einkommen selbst verantwortlich sei. Die Titel „Gehalt‟ (Ziff. 3.1) und „Prämie‟ (Ziff. 3.2) tragen indes beide (ebenfalls) den Obertitel „Gehalt‟ (Ziff. 3). Der Begriff „Gehalt‟ wurde damit einerseits als Überbegriff und andererseits für den Lohn von EUR 3'044.00 netto verwendet. Ziff. 3.2. regelt die Prämie im Speziellen. In Ziff. 3.1 Abs. 4 ist denn auch die Rede von der „Versteuerung seiner Einkommen‟. Insoweit zählt die Prämie damit auch zum Gehalt, wie der Kläger selber vorbringt (vgl. Vi-act. 9 Ziff. II./a., S. 3). Gründe, weshalb die Prämie in steuerlicher Hin- sicht hätte anders behandelt werden sollen, nennt der Kläger nicht. Es sind damit keine Anhaltspunkte ersichtlich, weshalb die Steuerregelung nicht auch für die Prämie hätte gelten sollen. Aus der Systematik des Arbeitsvertrags kann demnach nicht hergeleitet werden, dass die Prämie ebenso Teil der vor- liegend umstrittenen „Vergütung‟ ist. Vielmehr legt der zweite Satz in Ziff. 2b der Vereinbarung, dass die Beklagte auf die dem Kläger zustehende Netto- vergütung in Höhe von EUR 3'044.00 keine Lohnsteuer an das zuständige Finanzamt abführen werde, den Schluss nahe, dass dem Kläger eben gerade (nur) diese „Nettovergütung‟ zustand. Andernfalls wäre die Prämie in diesem Zusammenhang ebenfalls erwähnt worden. bb) Der Vorderrichter vernachlässigte nach Ansicht des Klägers zu Unrecht, dass der Bestand der Saldoklausel gerade davon abhänge, welche Lohnbe- standteile unter „Vergütung‟ zu verstehen gewesen seien. Da die Prämie un- zweifelhaft von der „Vergütung‟ erfasst sei, sei die Klausel in dem Sinne auch unproblematisch. Es bestehe kein Grund, weshalb die Prämie nun vom Gehalt isoliert betrachtet werden sollte, da beide Vergütungsarten stets als Lohnbe- standteil ausgerichtet worden seien. Die Berechnung der Prämie habe in den letzten Jahren zu keinen Auseinandersetzungen geführt, weshalb die Ver-Kantonsgericht Schwyz 18 tragsparteien keinen Anlass gesehen hätten, die Prämie vom restlichen Ge- halt zu trennen, sondern die Prämie und der Nettolohn seien als einheitliches Ganzes betrachtet worden (KG-act. 1 N 12, S. 8). Die Beklagte geht mit dem Vorderrichter überein, dass die Parteien nicht hätten offenlassen wollen, ob und welche Prämienforderung aus dem streitigen Rechtsverhältnis noch offen sei. Der Vorderrichter halte zu Recht fest, dass die Ansicht des Klägers der umfassenden Streitbeilegung zuwiderlaufen würde. Der Standpunkt des Klä- gers entbehre jeglicher Logik. Eine Saldoklausel bewirke insbesondere den Ausgleich gegenseitiger Ansprüche aus einem konkreten Rechtsverhältnis und schaffe Rechtssicherheit; es gehe primär um gegenseitige Zugeständnis- se. Wie bereits im Arbeitsvertrag sei die Prämie separat vom Gehalt zu be- trachten. Es sei sodann alles andere als klar und werde vom Kläger auch nicht erläutert, wie er auf den eingeklagten Betrag komme. Der Vorderrichter führe zu Recht aus, dass die beiden Positionen im Falle einer Freistellung entspre- chend dem Arbeitsvertrag ebenfalls unabhängig voneinander betrachtet wor- den wären und der Kläger gemäss Ziff. 3.4 nur Anspruch auf das Gehalt gemäss Ziff. 3.1 und nicht auch auf die Prämie gemäss Ziff. 3.2 gehabt hätte (KG-act. 6 N 31 ff., S. 7 f.). Der Sinn von Saldoklauseln besteht darin, streitige Fragen zu bereinigen (BGer, Urteil 4A_482/2018 vom 7. Mai 2019 E. 2.5.3). Die Ausrichtung der vorliegenden Prämie erfolgte erfolgsbezogen und – auch im Ein- und Austritts- jahr – nach Feststellung des Jahresergebnisses (Vi-act. 3/2 Ziff. 3.2 Absatz 1 und 2, S. 2). Der Vorderrichter hielt demnach zu Recht fest, dass das Ziel ei- ner definitiven Streitbeilegung nicht erreicht worden wäre, wenn weiterhin un- gewiss geblieben wäre, ob und welche Prämienforderung noch offen ist. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Parteien sich über deren Höhe bereits damals geeinigt hätten, wenn die Prämie vom Begriff „Vergütung‟ mit- erfasst gewesen wäre. Da eine konkrete Regelung über die Prämie fehlt, bestünde ein Widerspruch zu Ziff. 2c und 2e der Vereinbarung, wenn der An- sicht des Klägers gefolgt würde. Kantonsgericht Schwyz 19 Dass die Feststellung und Ausrichtung der Prämie zuvor zwischen den Partei- en nie strittig war, ist nicht von Relevanz, da zwischen ihnen im Zeitpunkt der Unterzeichnung der Vereinbarung Unstimmigkeiten bestanden, welchen es definitiv zu beseitigen galt. Im Weiteren vermag der Kläger nicht aufzuzeigen, dass der Nettolohn und die Prämie als einheitliches Ganzes angesehen wur- den oder anzusehen gewesen wären. Wie bereits erwähnt, wurde die Prämie im Arbeitsvertrag separat vom Gehalt geregelt, wenn auch beide unter den Überbegriff Gehalt fielen (vgl. auch E. 4c/aa oben). In Ziff. 3.4 des Arbeitsver- trags ist sodann unter dem Titel „Entbindung von der Arbeitsleistung‟ geregelt, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer jederzeit bei „Fortzahlung des unter 3.1 genannten Gehalts‟ von seiner Verpflichtung zur Arbeitsleistung entbinden könne. Der Vorderrichter erwog, dass der Kläger unbestrittenermassen seit dem 16. März 2016 freigestellt gewesen sei, womit die besagte Regelung in Kraft getreten sei, was unbeanstandet blieb (vgl. angef. Urteil E. 2.2.3, S. 7). Hinsichtlich der Prämie hält der Arbeitsvertrag in Ziff. 3.2 Abs. 2 fest, dass diese im Ein- und Austrittsjahr zeitanteilig ausbezahlt werde. Gerade weil der Kläger freigestellt wurde, kann nicht ohne Weiteres davon ausgegangen wer- den, dass auch ein Anspruch auf die Auszahlung einer Prämie, deren Höhe bei Unterzeichnung der Vereinbarung noch nicht einmal bekannt war, be- stand. Dies auch in Anbetracht dessen, dass, worauf die Beklagte zu Recht hinweist, Zugeständnisse gemacht werden und dem Kläger eine Abgangsent- schädigung in der Höhe von netto EUR 80'000.00 zugesichert wurde (vgl. Ziff. 2c der Vereinbarung). Auf Letztere wird nachfolgend eingegangen. cc) Der Kläger bringt vor, Sinn und Zweck einer Abgangsentschädigung bestehe darin, eine Entschädigung für die Zukunft zu leisten für die Nichtfort- führung des Arbeitsverhältnisses, währenddessen der Lohn und die Prämie eine Leistung aus der Vergangenheit darstellen würden. Die in Deutschland durchaus übliche Abgangsentschädigung sei eine Kompensation für langjähri- ge Treue und die Nichtfortführung des Arbeitsverhältnisses und keine Abgel- tung des Gehalts. Die Abgangsentschädigung impliziere damit nicht, dass auf Kantonsgericht Schwyz 20 alle weiteren Forderungen verzichtet werde (KG-act. 6 N 13, S. 9). Die Be- klagte wendet ein, etwaige Gepflogenheiten in Deutschland seien angesichts der unmissverständlichen Formulierung in Ziff. 2c der Vereinbarung irrelevant. Solche würden vom Kläger denn auch weder substanziiert behauptet noch bewiesen und würden bestritten. In der Vereinbarung sei explizit festgehalten, dass man sich bei der Erfüllung der Abgangsentschädigung nichts mehr schulde (KG-act. 6 N 38 ff., S. 8). In Anerkennung seiner Dienste und in Abgeltung sämtlicher Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis verpflichtete sich die Beklagte in Ziff. 2c der Vereinba- rung zur Zahlung einer einmaligen Abgangsentschädigung an den Kläger in Höhe von netto EUR 80'000.00. Diese Formulierung unterstreicht gemäss den vorderrichterlichen Erwägungen den Zweck der Vereinbarung, welche die Par- teien abgeschlossen hätten, um damit ihren Streit bzw. die Ungewissheit über ihr Rechtsverhältnis zu beseitigen. Da als Grundlage für die Entschädigung nebst der Anerkennung der Dienste des Klägers ausdrücklich auch die Abgel- tung sämtlicher Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis genannt werden, ver- mag der Kläger mit seinem Einwand über den allgemeinen Sinn und Zweck einer Abgangsentschädigung inklusive allfälligen Gepflogenheiten in Deutsch- land, welche die Beklagte im Übrigen bestreitet, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. d) Nach dem Gesagten vermag der Kläger mit seinen Vorbringen nicht durchzudringen bzw. lässt eine subjektive Auslegung keinen anderen als den vom Vorderrichter gezogenen Schluss zu. 5. Der Kläger macht geltend, dass der Vorderrichter den Sachverhalt selbst dann nicht richtig festgestellt habe, wenn der wirkliche Wille nicht zweifelsfrei eruiert werden könnte. Dass er mit seinen Vorbringen nicht durchzudringen vermag, wurde bereits erörtert (vgl. E. 4 oben). Auch die objektivierte Ausle- gung, bei welcher das nachträgliche Parteiverhalten nicht von Bedeutung ist Kantonsgericht Schwyz 21 (BGer, Urteil 4A_502/2016 vom 6. Februar 2017 E. 4.1), führt zum Schluss, dass dem Kläger kein zusätzlicher Anspruch auf eine Prämie zusteht. Gestützt auf die vorangehenden Ausführungen durften und mussten die Parteien die Vereinbarung vom 14./27. Juni 2016 nach ihrem Wortlaut und Zusammen- hang nämlich dahingehend verstehen, dass die Beklagte dem Kläger nebst dem Nettolohn von EUR 3'044.00 keine zusätzliche Prämie schuldet. Weitere Umstände, welche einen anderen Schluss zuliessen, wurden nicht geltend gemacht. Die Behauptungs- und Beweislast für Bestand und Inhalt eines vom normativen Auslegungsergebnis abweichenden subjektiven Vertragswillens ginge wie erwähnt zu Lasten des Klägers. Der Vorderrichter gelangte damit zu Recht zum Ergebnis, dass der Kläger keinen zusätzlichen Anspruch auf die Ausrichtung einer Prämie hat (siehe auch E. 6 nachfolgend). Es kann auch auf dessen zutreffende Ausführungen verwiesen werden (angef. Urteil E. 2.2, S. 5 ff.; § 45 Abs. 4 JG). 6. a) Der Kläger macht hinsichtlich der gerügten Verweigerung der Be- weisabnahme geltend, er habe erstinstanzlich Zeugen offeriert (G.________, H.________, I.________, J.________ und K.________), die bei der Beklagten beschäftigt (gewesen) seien und somit Auskunft über die Usanzen der Beklag- ten hätten geben können. Ebenso habe er die Befragung der Parteien bean- tragt. Entgegen den Erwägungen des Vorderrichters hätten erstinstanzlich keine Rechtsschriften vorgelegen, aus welchen sein Standpunkt hätte hervor- gehen können, da an der Hauptverhandlung nur mündliche Parteivorträge stattgefunden hätten. Der Vorderrichter schliesse sodann nicht von erhobenen Beweismitteln, sondern einzig von den Parteibehauptungen auf den Beweis- wert der beantragten Beweismittel, was unzulässig sei. Er habe sein Recht auf Beweis (Art. 152 ZPO) und sein rechtliches Gehör (Art. 29 BV) verletzt. Indem er mit der Begründung, er (der Kläger) habe gewisse Vorbringen und Beweis- anträge ungenügend substanziiert, Beweisabnahmen verweigere, habe er zudem Art. 153 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 247 Abs. 2 lit. b Ziff. 2 ZPO verletzt, da Kantonsgericht Schwyz 22 er von Amtes wegen verpflichtet gewesen wäre, Unklarheiten zu beseitigen (KG-act. 1 N 3, S. 3 f., und N 16 ff., S. 9 ff.). b) Die Beklagte hält dem entgegen, dass der Kläger seinen Standpunkt an der Hauptverhandlung von seinem Rechtsvertreter in ausführlicher Weise ha- be vortragen lassen, womit seine Auffassung hinlänglich bekannt sei. Es sei sein Entscheid gewesen, die Klage nicht schriftlich einzureichen und an der Hauptverhandlung nicht zu erscheinen. Zudem schliesse der Vorderrichter nicht von den Parteibehauptungen auf den Beweiswert der Beweismittel, son- dern er habe sich in fundierter Weise mit den eingereichten Urkunden ausein- andergesetzt und sich gleichzeitig die Parteistandpunkte an der Hauptver- handlung angehört. Er habe seine Überzeugung aus bereits abgenommenen Beweismitteln gewonnen und zu Recht festgestellt, dass eine formelle Partei- befragung keine neuen, beweiskräftigen Erkenntnisse liefern würde. Die anti- zipierte Beweiswürdigung sei zulässig (KG-act. 6 N 53 ff., S. 10 f.) c) aa) Mit Blick auf das Recht auf Beweis (Art. 152 Abs. 1 ZPO) muss das Gericht eine prozesskonform beantragte und für den Entscheid relevante Par- teibefragung grundsätzlich durchführen. Ausnahmsweise kann darauf verzich- tet werden, wenn es im Sinne der antizipierten Beweiswürdigung zum Schluss gelangt, die beantragte Parteibefragung könne seine aufgrund bereits abge- nommener Beweise gewonnene Überzeugung vom Wahrheitsgehalt einer bestrittenen Tatsachenbehauptung nicht erschüttern (Hasenböhler, Das Be- weisrecht der ZPO, Die Beweismittel, Bd. 2, 2019, N 9.74; siehe auch Bühler, Berner Kommentar, 2012, N 65 zu Art. 191 und 192 ZPO; Schmid, in: Ober- hammer/Domej/Haas, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2. A. 2014, N 15 zu Art. 191-193 ZPO). Die Parteibefragung im Speziellen hat die eigenen Wahrnehmungen einer Partei zum Gegenstand. Sie entspricht allgemein da einem Bedürfnis, wo ausreichende andere Beweismittel fehlen, weil nur die Parteien die zu beweisenden Tatsachen kennen, was insbesonde- re bei streitigen mündlichen Vereinbarungen der Fall sein kann. Ferner kann Kantonsgericht Schwyz 23 der direkte Beweis von inneren Tatsachen, welche das Wissen und Wollen einer Partei (tatsächlicher Erklärungswille, Absicht etc.) beschlagen, nur mit dem Beweismittel der Parteiaussage geführt werden (Hafner, Basler Kom- mentar, 3. A. 2017, N 7 zu Art. 191 ZPO; Bühler, a.a.O., N 16a zu Art. 191 und 192 ZPO; Weibel/Walz, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur ZPO, 3. A. 2016, N 4 zu Art. 191-192 ZPO). bb) Vorliegend geht es nicht um eine mündliche, sondern eine schriftliche Vereinbarung (vgl. auch KG SZ, Urteil ZK1 2018 13 vom 3. Dezember 2019 E. 4b/cc). Beide Parteien behaupten sodann zwar einen voneinander abwei- chenden tatsächlichen Willen. Der Rechtsvertreter des Klägers ging anlässlich der Parteivorträge vor erster Instanz indes weder erkennbar näher auf den tatsächlichen Willen noch auf das Parteiverhalten nach Vertragsschluss ein. So trug er mit Verweis auf eingereichte Unterlagen lediglich vor, dass er von der Beklagten mehrfach eine Zielvereinbarung für das Jahr 2016 gefordert habe, was diese indes bestritt bzw. bestreitet (vgl. Vi-act. 9 Ziff. II./a., S. 3, und II./b., S. 5; KG-act. 6 N 69, S. 12). Abgesehen davon lässt sich dem an der vorinstanzlichen Hauptverhandlung eingereichten Mailverkehr nicht entneh- men, dass der Kläger, wann, hierum ersucht hätte (Vi-act. 8). Das Gericht muss im Übrigen erkennen können, auf welche Tatsachen sich die klagende Partei stützt und womit sie diese beweisen will (vgl. BGer, Urteil 5A_837/2019 vom 8. Mai 2020 E. 4.2). Eine Spezifizierung hätte sich vorliegend umso mehr aufgedrängt, als der Kläger in dem von ihm eingereichten E-Mail vom 25. April 2017 selber festhielt, Frau L.________ von der C.________ AG gehe („recht- sirrtümlich“) davon aus, dass „der ausgerechnete und im Lohnausweis aus- gewiesene Bonus‟ nicht ausbezahlt werden müsse, da im Vergleich geregelt sei, dass „mit Erfüllung dieser Vereinbarung‟ sämtliche wechselseitigen An- sprüche erledigt seien (Vi-act. 3/6). Mit seinem bloss pauschalen Verweis auf die „Unterlagen“ kommt der Kläger seiner Substanziierungspflicht jedenfalls nicht rechtsgenügend nach. Er beschränkte seine Ausführungen zur Ausle- gung im Wesentlichen darauf, wie der Begriff „Vergütung“ dem Verständnis Kantonsgericht Schwyz 24 am Abschlussort (Deutschland) zu verstehen war (vgl. Vi-act. 9 Ziff. II./a. und c., S. 2 ff. und 6). Aus dem Umstand, dass der Vorderrichter eine ausführliche Darlegung des klägerischen Standpunktes dessen „Rechtsschriften“ entneh- men will, obwohl der Kläger die von ihm eingeklagte Forderung einzig münd- lich begründete, vermag der Kläger nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, da klar ist, worauf sich der Vorderrichter bezog. Im Übrigen stand es dem Kläger frei, seine Klage begründet oder unbegründet einzureichen (Art. 244 Abs. 2 ZPO). Er wählte letztere Variante, woraufhin der Vorderrichter die Parteien zur Verhandlung vorlud (Art. 245 Abs. 1 ZPO). Die Verfahrensart spielt hinsichtlich der Anforderungen an die Begründung der Berufung im Übrigen nur eine un- wesentliche Rolle. Auch in seiner Berufung trennt der Kläger aber nicht klar zwischen der subjektiven und objektivierten Auslegung und lässt nicht erken- nen, weshalb gestützt auf den tatsächlichen Willen seiner Forderung hätte entsprochen werden müssen, selbst wenn eine Auslegung nach dem Vertrau- ensprinzip zu einem anderen Ergebnis führen würde. Zu beachten ist sodann, dass der Vorderrichter entgegen den klägerischen Vorbringen nicht einzig von den Parteibehauptungen auf den Beweiswert der beantragen Beweismittel schloss, da der Kläger auf Aufforderung des Vorderrichters wie auch an der Hauptverhandlung die aus seiner Sicht relevanten Urkunden zu den Akten reichte bzw. reichen konnte (vgl. Vi-act, 2 f. und 8). Der Vorderrichter stützte seine Auslegung im Wesentlichen auf die umstrittene Vereinbarung (Vi-act. 3/7; siehe auch KG-act. 6 N 56, S. 11). Der Wortlaut dieser spricht im Gesamtkontext betrachtet sowie unter Berücksichtigung dessen Zwecks ein- deutig für die Version der Beklagten und der Kläger zeigte für eine abwei- chende Auslegung keine gewichtigen Indizien auf (vgl. auch Haberbeck, Ab- grenzung der zulässigen antizipierten Beweiswürdigung von der Verletzung des Rechts auf Beweis im Zivilprozess, in: Jusletter vom 3. Februar 2014, S. 7 f. mit Verweis auf BGer, Urteil 4P.201/2006 vom 20. Dezember 2006 E. 5; BGer, Urteil 4A_320/2015 vom 11. November 2015 E. 3.3). Es kann dem Vor- derrichter im Ergebnis nicht vorgehalten werden, dass er die pauschal offerier- ten Befragungen im Rahmen der subjektiven Auslegung nicht durchführte. Kantonsgericht Schwyz 25 Dies gilt erst recht auch im Zusammenhang mit der normativen Auslegung. Im Weiteren zeigt der Kläger in seiner Berufung nicht auf, weshalb bzw. mit wel- chen Aussagen die Parteien oder Zeugen etwas an dem vom Vorderrichter gezogenen Schluss hätten ändern bzw. wie sich diese zum Sachverhalt hät- ten äussern können und inwiefern deren Aussagen beim Vorderrichter berech- tigte Zweifel am Beweisergebnis hätten wecken sollen (vgl. auch BGer, Urteil 4A_454/2019 vom 31. Januar 2020 E. 4). Hinsichtlich der offerierten Zeugen hielt er lediglich fest, dass diese bei der Beklagten beschäftigt (gewesen) sei- en und den geschilderten Sachverhalt dokumentieren (vgl. Vi-act. 9 Ziff. II./a., S. 49) bzw. Auskunft über die „Usanzen‟ bei der Beklagten geben könnten (vgl. KG-act. 1 N 7, S. 6, und N 18, S.10). Eine Klage hat die Tatsachenbe- hauptungen und die Bezeichnung der einzelnen Beweismittel zu den behaup- teten Tatsachen zu enthalten, damit das Gericht – wie bereits erwähnt − er- kennen kann, auf welche Tatsachen sich der Kläger stützt und womit er diese beweisen will, und dass die Gegenpartei weiss, gegen welche konkreten Be- hauptungen sie sich verteidigen muss (BGer, Urteil 5A_837/2020 vom 8. Mai 2020 E. 4.2). Immerhin hatte bereits der Vorderrichter zu Recht darauf hinge- wiesen, dass der Kläger nicht darlege, ob und allenfalls welche Zeugen bei der Vergleichsvereinbarung konkret mitgewirkt sowie diese unterzeichnet hät- ten und folglich darüber Auskunft geben könnten (vgl. angef. Urteil E. 2.2.4, S. 8; vgl. auch KG-act. 6 N 46 ff., S. 9 f.). Die Pflicht zur Begründung der Beru- fung besteht auch in Verfahren, in welchen die Untersuchungsmaxime gilt (Reetz/Theiler, a.a.O., N 37 zu Art. 311 ZPO). Davon abgesehen gelangte der Vorderrichter wie erwähnt gestützt auf Urkundenbeweise zu dem von ihm ge- zogenen Schluss. Insgesamt liegt mithin keine Verletzung von Art. 152 ZPO oder Art. 29 BV vor. Bei dieser Sachlage erübrigen sich auch Beweisabnah- men vor der Rechtsmittelinstanz bzw. eine entsprechende Rückweisung an die Vorinstanz. cc) Aus dem Umstand, dass im vereinfachten Verfahren, welches für ver- mögensrechtliche Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 30'000.00 gilt Kantonsgericht Schwyz 26 (Art. 243 Abs. 1 ZPO), das Gericht gemäss Art. 247 Abs. 2 lit. a und b Ziff. 2 ZPO in den Angelegenheiten von Art. 243 Abs. 2 ZPO sowie in den übrigen arbeitsrechtlichen Streitigkeiten den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel- len hat (sog. soziale Untersuchungsmaxime), vermag der Kläger nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Diese entbindet die Parteien nämlich nicht davon, dem Gericht die nötigen Tatbestandselemente zu nennen (Behauptungs- und Substanziierungslast) und ihm die verfügbaren Beweismittel zu liefern (Be- weislast; OGer ZH, Beschluss und Urteil LY190011-O/U vom 2. Mai 2019 E. III./3.2.3.2 mit Verweisen). Die Behauptungs- und Substanziierungspflicht und die Bezeichnung von Beweismitteln obliegt ihnen weiterhin (Streiff/Von Kaenel/Rudolph, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 7. A. 2012, S. 45 mit Verweisen). Die soziale bzw. eingeschränkte Untersuchungs- maxime ändert mit anderen Worten nichts daran, dass die Parteien die Verantwortung für die Sachverhaltsermittlung tragen. Die Parteien sind nicht davon befreit, bei der Feststellung des entscheidwesentlichen Sachverhalts aktiv mitzuwirken und die allenfalls zu erhebenden Beweise zu bezeichnen. Das Gericht hat sich nur über die Vollständigkeit der Behauptungen und Beweise zu versichern, wenn diesbezüglich ernsthafte Zweifel bestehen. Die sozialpolitisch begründete Untersuchungsmaxime wurde vor allem zum Ausgleich eines Machtgefälles zwischen den Parteien oder ungleichen juristischen Kenntnissen geschaffen. Wenn die Parteien – wie vorliegend − durch Rechtsanwälte vertreten sind, soll und muss sich das Gericht Zurückhaltung auferlegen wie im ordentlichen Prozess (BGer, Urteil 4A_674/2016 vom 20. April 2017 E. 2.1; BGer, Urteil 4A_106/2020 vom 8. Juli 2020 E. 2). Der Kläger legt weder dar noch ist ersichtlich, weshalb dem Vor- derrichter ernsthafte Zweifel an der Vollständigkeit des klägerischen Vortrags hätten aufkommen müssen. Abgesehen davon ist die gehandhabte Zurückhal- tung des Vorderrichters in Anbetracht der anwaltlichen Vertretung der Parteien auch deshalb nicht zu beanstanden, weil die Untersuchungsmaxime nicht da- zu dient, prozessuale Nachlässigkeiten einer Partei auszugleichen (Streiff/Von Kantonsgericht Schwyz 27 Kaenel/Rudolph, a.a.O., S. 45 f.; vgl. auch OGer ZH, Urteil LA190005-O/U vom 28. Mai 2019 E. II./1.3. und 4.7). 7. Bleibt auf die Frage der ausreichenden Substanziierung der vom Kläger geltend gemachten Prämie einzugehen. a) Der Vorderrichter hielt ergänzend zum Auslegungsergebnis fest, dass der Kläger die von ihm geltend gemachte Prämienhöhe von EUR 12‘500.00 nicht rechtsgenüglich substantiiert habe. Bereits in Ziff. 3.4 des Arbeitsver- trags vom 13. Januar 2015 hätten die Parteien vorgesehen, dass bei einer Freistellung lediglich das monatliche Nettogehalt von EUR 3‘044.00 zu bezah- len sei und in Ziff. 3.2 sei ausdrücklich eine pro rata-Zahlung der Prämie für das Austrittsjahr vorgesehen. Nachdem per 16. März 2016 die Regelung in Ziff. 3.4 in Kraft getreten und ausdrücklich eine „zeitanteilige“ Prämienzahlung für das Austrittsjahr vereinbart worden sei, wäre der Kläger gehalten gewesen, die von ihm geltend gemachte Prämienhöhe von EUR 12‘500.00 in diesem Rahmen zu substanziieren. Er hätte ausserdem zu klären gehabt, weshalb im Rahmen der Aufhebung des Arbeitsverhältnisses mit Blick auf die Freistellung mehr bezahlt werden sollte, als im Arbeitsvertrag für diesen Fall vorgesehen sei (angef. Urteil E. 2.2.3, S. 7). b) Der Kläger bestreitet dies. Er habe an der Hauptverhandlung dargelegt, dass die Beklagte keine Zielvereinbarung festgesetzt habe, woraus ihm kein Nachteil entstehen dürfe. Aufgrund dieser Untätigkeit sei ihm die volle Prämie auszurichten. Betreffend Kürzung aufgrund „pro rata temporis“ verweise er auf die Ausführungen vor erster Instanz. Abgesehen davon hätte der Vorderrichter den Sachverhalt ohnehin von Amtes wegen feststellen müssen (KG-act. 1 N 25 f., S. 11). c) Die Beklagte hält im Wesentlichen entgegen, dass der Kläger in Bezug auf Prämienhöhe lediglich ausführe, es sei ausschliesslich für die Jahre 2013 Kantonsgericht Schwyz 28 bis 2015 eine Zielvereinbarung erstellt worden, ohne die eingereichten Klage- beilagen zu erläutern. Über die Bezifferung der Prämienhöhe verliere er kein Wort. Dass der Kläger sie mehrfach zum Abschluss einer Zielvereinbarung aufgefordert und seine Soll-Tage erreicht habe, werde bestritten und als un- substanziiert begründet zurückgewiesen (vgl. KG-act. 6 N 60 ff., S. 11 f.). d) Vorwegzunehmen ist, dass der Kläger weder erst- noch zweitinstanzlich die Höhe der eingeforderten Prämie von EUR 12‘600.00 begründet. Seiner Ansicht nach bestünde ein Anspruch auf die volle Prämie, welche sich gemäss seinen vorinstanzlichen Ausführungen auf EUR 15‘000.00 belaufen soll (Vi-act. 9 Ziff. II./a., S. 4). Ungeachtet dessen verneint der Kläger eine mangelnde Substanziierung, weil die Beklagte keine Zielvereinbarung festge- setzt habe und ihm wegen dieser Untätigkeit die volle Prämie zustehe. Die Beklagte bestreitet nicht, für das Jahr 2016 keine Zielvereinbarung festgesetzt zu haben. In seiner E-Mail vom 25. April 2017 hielt der Kläger unter anderem Folgendes fest: „Dieser Bonus konnte – wie in den Vorjahren auch – natur- gemäss erst im darauffolgenden Jahr mit Vorliegen des Jahresabschlusses errechnet und ausgezahlt werden. Diese Berechnung ist jetzt im März 2017 wie aus der Anlage ersichtlich erfolgt und es wurde ein Nettobonus von 14.775,37 CHF errechnet“ (Vi-act. 3/6). Sein Rechtsvertreter hielt in seinem Schreiben vom 16. März 2018 an die Beklagte unter Verweis auf diese E-Mail fest, (auch) gemäss Lohnausweis vom 9. März 2017 habe sie wiederholend mit ergänzender Berechnung zugesichert, unter dem Titel Bonus Netto eine Zahlung von Fr. 14‘775.37 auszurichten (Vi-act. 3/5). Hierzu äussert sich der Kläger im Zusammenhang mit seiner Behauptung, es stünde ihm die volle Prämie zu, nicht näher. Wie bereits festgehalten, vermochte der Kläger im Übrigen entgegen seinen Ausführungen an der Hauptverhandlung mittels den von ihm eingereichten Unterlagen nicht zu beweisen, dass er die Beklagte mehrfach zur Vornahme einer solchen Zielvereinbarung aufgefordert hätte (vgl. E. 6c/bb oben). Im Weiteren verwies der Vorderrichter zu Recht auf den Arbeitsvertrag vom 13. Januar 2015, welcher für das Austrittsjahr eine pro Kantonsgericht Schwyz 29 rata-Zahlung der Prämie vorsieht (Ziff. 3.2. Abs. 2) und den Arbeitgeber be- rechtigt, den Arbeitnehmer bei Fortzahlung des monatlichen Nettogehalts von seiner Verpflichtung zur Arbeitsleistung zu entbinden (Ziff. 3.4). Umso mehr also hätte sich der Kläger, der unbestrittenermassen per 16. März 2016 frei- gestellt war (vgl. Vi-act. 9 Ziff. II./b., S. 5, und Ziff. II./c., S. 6), zur geltend ge- machten Prämienhöhe näher äussern müssen. Mit den entsprechenden Er- wägungen des Vorderrichters (angef. Urteil E. 2.2.3, S. 7) setzt sich der Klä- ger nicht auseinander, sondern verweist hinsichtlich der Kürzung aufgrund „pro rata temporis“ auf seine Ausführungen vor dem Vorderrichter. Dort spricht der Kläger von einer Tageszielvereinbarung, welche er im Jahr 2016 mit der Beklagten abgeschlossen haben soll. Nach dieser habe er – „Irrtum vorbehal- ten“ – ein Soll von 150 Tagen arbeiten müssen, welches er mit Austrittsdatum definitiv erreicht habe (Vi-act. 9 Ziff. II./a., S. 4). Einerseits bestritt die Beklagte ein entsprechendes Soll und blieb ein solches auch unbelegt. Andererseits lässt sich hieraus nicht ohne Weiteres ein Anspruch auf das Maximum der Prämie ableiten, da die geleisteten Arbeitstage nicht alleine die Höhe deren Ausrichtung bestimmt haben dürften (vgl. auch Vi-act. 3/3 und 3/8.1). Gestützt darauf liesse sich die Höhe einer allfälligen Prämie nicht festsetzen und könn- te der Forderung des Klägers auch deshalb nicht entsprochen werden. Ferner vermag der Kläger in diesem Zusammenhang mit seinem Verweis auf Art. 247 Abs. 21 lit. b Ziff. 2 ZPO nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, wobei auf die Ausführungen unter E. 6c/cc verwiesen werden kann. Der Kläger begründet denn auch nicht näher, was konkret der Vorderrichter „von Amtes wegen fest- zustellen gehabt hätte“. 8. Zusammenfassend ist die Berufung abzuweisen. Es sind keine Ge- richtskosten zu sprechen (Art. 114 lit. c ZPO). Der Kläger hat die Beklagte für das Berufungsverfahren indes zu entschädigen. Der Rechtsvertreter der Be- klagten legte keine Honorarnote ins Recht, weshalb die Vergütung nach pflichtgemässem Ermessen festgesetzt wird (vgl. § 6 Abs. 1 GebTRA). Bei einem Streitwert von Fr. 10'001.00 bis Fr. 20'000.00 beträgt das Grundhonorar Kantonsgericht Schwyz 30 für die Führung von Zivilprozessen vor erster oder einziger Instanz Fr. 1'100.00 bis Fr. 3'300.00 (§ 8 Abs. 2 GebTRA). Im Berufungsverfahren beträgt das Honorar 20-60 % dieses Ansatzes, wobei der noch vor Berufungs- instanz in Frage kommende Streitwert massgebend ist (§ 11 GebTRA). Inner- halb dieses Tarifrahmens bestimmt sich die Höhe des Honorars nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand (§ 2 GebTRA). Der Auf- wand des beklagtischen Rechtsvertreters bestand vorliegend im Wesentlichen in der Ausfertigung der 12-seitigen Berufungsantwort, welcher keine komple- xen juristischen Probleme zugrunde lagen. Der Kläger hat die Beklagte mit Fr. 1’500.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu entschädigen. 9. Das im vorliegenden Rechtsmittelverfahren streitige Begehren beziffert sich auf EUR 12‘600.00. Nach bundesgerichtlicher Praxis hat die Umrechnung in Schweizer Franken gestützt auf den Wechselkurs am Tag der Klageeinrei- chung zu erfolgen (Heinzmann, Basler Kommentar, 3. A. 2018, N 23 zu Art. 51 BGG mit Verweisen). Die Klage wurde mit Einreichung des Sühnebe- gehrens vom 19. Oktober 2018 (vgl. Vi-act. 1/2) rechtshängig gemacht. Da- mals lag der Wechselkurs (Schlusskurs) bei EUR 1/Fr. 1.1474 ( htt- ps://www.finanzen.ch/devisen/historisch/eurokurs), sodass von einem Streit- wert von rund Fr. 14‘460.00 auszugehen ist;- Kantonsgericht Schwyz 31 erkannt: 1. Die Berufung wird abgewiesen und das angefochtene Urteil des Einzel- richters am Bezirksgericht March vom 26. September 2019 bestätigt. 2. Für das Berufungsverfahren werden keine Gerichtskosten erhoben. 3. Der Kläger hat die Beklagte für das Berufungsverfahren mit Fr. 1‘500.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu entschädigen. 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Verfassungsbeschwerde beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; vorbehalten bleibt die Geltendmachung einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung mit Beschwerde in Zivilsachen gemäss Art. 72 ff. BGG, die in der glei- chen Rechtsschrift bzw. bei alleiniger Einlegung innert derselben Frist einzureichen ist. Die Beschwerdeschrift muss Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert beträgt Fr. 14'465.00. 5. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), Rechtsanwalt D.________ (2/R) und die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledi- gung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten) und die Kantonsgerichts- kasse (1/ü, im Dispositiv). Namens der 1. Zivilkammer Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Die Gerichtsschreiberin Versand 2. Februar 2021 kau