<h2>SubmittedText<h2><p>Das neue Strassenverkehrsregulierungssystem auf der Gotthardachse wurde positiv beurteilt. Die Lastwagen durchqueren den Tunnel nun allerdings wieder im Gegenverkehr, genau wie vor dem Unglück vom Oktober 2001.</p><p>Das Parlament hat im Budget 2002 einen Betrag für eine Studie über Brandschutzsysteme, die in diesem Tunnel installiert werden und die Folgen eines Brandfalls auf ein Minimum reduzieren sollten, vorgesehen.</p><p>Es macht nun allerdings den Anschein, dass das zuständige Bundesamt diesen Auftrag des Parlaments nicht ausgeführt hat. Dies macht uns nicht nur etwas ratlos, sondern gibt uns auch Anlass zur Sorge angesichts des neuen Schwerverkehrssystems, das zwar den Verkehrsfluss verbessert, aber unter dem Sicherheitsaspekt immer noch Mängel aufweist.</p><p>Deshalb stelle ich folgende Fragen:</p><p>1. Wie ist der Stand der Studie über die Brandschutzsysteme?</p><p>2. Welche Sicherheitssysteme werden zurzeit im Gotthardtunnel angewandt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Das Astra ist derzeit daran, das entsprechende Expertenmandat zu vergeben. Ein erster Zwischenbericht dürfte Anfang nächsten Jahres vorliegen.</p><p>Es gibt bereits mehrere Studien über Brandlöschanlagen, die von internationalen Fachgremien durchgeführt wurden (z. B. vom Weltstrassenverband AIPCR). Sie zeigen, dass diese Anlagen derzeit noch nicht so weit entwickelt sind, um einen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit leisten zu können. Es versteht sich, dass die Fachleute im Astra die technische Entwicklung ständig verfolgen und mit den ausländischen Experten im Kontakt bleiben.</p><p>2. Das Sicherheitssystem im Gotthard-Strassentunnel umfasst verschiedene Elemente:</p><p>- die seit Ende September geltende Tunnelbewirtschaftung und die ständige Verkehrsüberwachung;</p><p>- ein neues Lüftungssystem, das die Luftabsaugkapazität erhöht;</p><p>- eine bessere Fluchtwegsignalisation im Fahrraum; es wurden grössere nachleuchtende Schilder mit Distanz- und Richtungsangabe montiert;</p><p>- wichtige sicherheitsrelevante Einrichtungen in den Lüftungszentralen wurden durch Brandschutzmauern zusätzlich geschützt. Das Gleiche gilt für die Wärmeisolationen der kabelführenden Zwischendecke und die Brandschutztüren;</p><p>- die Schutzräume wurden mit Orientierungstafeln über deren Standort und das richtige Verhalten im Ereignisfall nachgerüstet;</p><p>- schliesslich ist das so genannte Tropfenzählersystem eine Betriebsvariante, die sich durch die ungeregelten Verhältnisse vor dem Unfall beruhigend auf den Verkehrsfluss auswirkt und dadurch  ebenfalls eine Sicherheitsmassnahme darstellt.</p>