A bteilung III C -1166/2006 {T 0/2} U rteil vom 9. Juli 2007 M itw irkung: R ichterin Beutler (Vorsitz); R ichter Vuille; R ichter Trom m er; G erichtsschreiberin H aake. X._______ Beschw erdeführer, vertreten durch Fürsprecher Peter H uber gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend N ichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. X._______, geboren 1963 in N igeria, reiste am 27. Februar 1995 in die Schw eiz ein und stellte hier ein Asylgesuch. Am 28. August 1995 leiteten er und die 13 Jahre ältere Schw eizerin Y._______ das Vorbereitungsverfahren zur Eheschliessung ein. D ie H eirat fand am 13. O ktober 1995 in M uri bei Bern statt. M it schriftlicher Erklärung vom 31. O ktober 1995 w urde das Asylgesuch zurückgezogen. B. G estützt auf seine Ehe stellte X._______ am 19. April 2000 ein G esuch um erleichterte Einbürgerung. Am 5. Februar 2001 unterzeichneten er und seine Ehefrau im R ahm en des Einbürgerungsverfahrens eine Erklärung, w onach sie in einer tatsächlichen, ungetrennten, stabilen ehelichen G em einschaft zusam m enleben und w eder Trennungs- noch Scheidungs- absichten bestehen w ürden. G leichzeitig nahm en sie unterschriftlich zur Kenntnis, dass die erleichterte Einbürgerung nicht m öglich ist, w enn vor oder w ährend des Einbürgerungsverfahrens einer der Ehegatten die Trennung oder Scheidung beantragt hat oder keine tatsächliche eheliche G em einschaft m ehr besteht. Ebenfalls bestätigten sie ihre Kenntnisnahm e davon, dass die Verheim lichung dieser U m stände zur N ichtigerklärung der Einbürgerung führen kann. Am 26. Februar 2001 w urde X._______ erleichtert eingebürgert und erhielt die Bürgerrechte von Sursee (Luzern) und O berburg (Bern). Am 19. April 2002 stellten die Ehegatten ein gem einsam es Scheidungs- begehren, w obei sie angaben, seit dem 1. O ktober 2001 getrennt zu leben. Ihre Ehe w urde am 9. Septem ber 2002 geschieden; das Scheidungsurteil ist seit dem 25. Septem ber 2002 rechtskräftig. C . Aufgrund dieser U m stände leitete das BFM gegen X._______ ein Verfahren betreffend N ichtigerklärung seiner Einbürgerung ein. C .a Im R ahm en des hierzu gew ährten rechtlichen G ehörs erklärte dieser in seiner Stellungnahm e vom 20. D ezem ber 2002, er habe die Scheidung von seiner Ehefrau nicht gew ollt. Er sei auf ihren W unsch hin am 1. O kto- ber 2001 aus der ehelichen W ohnung ausgezogen; ihrer kurze Zeit später geäusserten Aufforderung, w ieder bei ihr einzuziehen, sei er nicht m ehr gefolgt. Auslöser für die zw ischen ihm und seiner Ehefrau entstandene Kluft sei gew esen, dass er ihren 50. G eburtstag nicht m it ihr gefeiert habe. D iese Kluft sei so gravierend gew orden, dass sie sich an eine Anw ältin gew andt habe. C .b Auf Veranlassung des BFM w urde Y._______als Auskunftsperson zur ehelichen G em einschaft, zur Einbürgerung sow ie zu den U m ständen der Ehescheidung befragt. Anlässlich ihrer Einvernahm e vom 14. Januar 2003 gab sie gegenüber der Kantonspolizei an, sie habe ihren künftigen Ehem ann im April 1995 kennen und lieben gelernt. Sie habe von dessen laufendem Asylverfahren Kenntnis gehabt, hätte ihn aber auch geheiratet, w enn er nicht Asylbew erber gew esen w äre. M einungsverschiedenheiten in der Ehe habe es von Anfang an gegeben; vor allem habe ihr Ehem ann M ühe m it der hiesigen R ollenverteilung zw ischen M ann und Frau gehabt. 3 Er habe sie je länger je m ehr vernachlässigt. Es sei ihm w ichtiger gew esen, sich im Kreise seiner Landsleute aufzuhalten, als m it ihr etw as zu unternehm en. D ennoch habe es gem einsam e Interessen und Akti- vitäten gegeben. Sie sei auch insgesam t dreim al m it ihrem Ehem ann nach N igeria gereist und habe dort dessen Fam ilie kennen gelernt. Als er jedoch im August 2000 nicht ihren 50. G eburtstag m it ihr gefeiert habe, habe sie genug gehabt. D ieser Vorfall habe das Fass zum Ü berlaufen gebracht. Sie sei w ütend gew esen und habe ihm gesagt, dass er gehen könne. Sie habe sich zw ar w ieder beruhigt und darauf gehofft, dass er sich ihr etw as anpassen w ürde. D ies sei jedoch nicht passiert, so dass sie im M ärz 2001 Kontakt m it einer Anw ältin aufgenom m en habe, um sich rechtlich zu inform ieren. Ihr Ehem ann habe anfänglich nicht geglaubt, dass es ihr m it einer Trennung ernst sei, sondern habe sein Leben w ie gew ohnt w eiter geführt. C .c In seiner abschliessenden Stellungnahm e vom 14. April 2003 vertrat der dam alige R echtsvertreter von X._______ den Standpunkt, sein M andant habe seine erleichterte Einbürgerung w eder durch falsche Angaben noch durch Verheim lichung erheblicher Tatsachen erschlichen. D essen Ehefrau habe sich zw ar vernachlässigt gefühlt, und ihre Verletzung sei auch in W ut um geschlagen; sie habe aber darauf gehofft, dass sich ihr Ehem ann ändern w ürde. Beide hätten letztlich an der Ehe festgehalten, w as auch in der gem einsam en Erklärung vom 5. Februar 2001 zum Ausdruck ge- kom m en sei. Zur Trennung der Eheleute sei es gekom m en, w eil die Ehe- frau für sich eine Bedenkzeit beansprucht habe. Infolge der kulturellen U nterschiede sei die Ehe zw ar nicht spannungsfrei verlaufen; sie habe aber nie ein destruktives Ausm ass angenom m en. H eute w ürden die geschiedenen Eheleute w ieder eine Freundschaft pflegen. D . Zum Abschluss des Verfahrens ersuchte das Bundesam t die H eim atkan- tone Bern und Luzern um Zustim m ung zur N ichtigerklärung der erleich- terten Einbürgerung von X._______. D iese Zustim m ungen w urden am 4. und 25. O ktober 2004 erteilt. E. D araufhin erklärte das BFM m it Verfügung vom 4. Juli 2005 die Einbürge- rung von X._______ für nichtig. D ie U m stände seiner H eirat erw eckten den Eindruck, dass er sich von zw eckfrem den M otiven, nam entlich der Sicherung des Aufenthaltsrechts in der Schw eiz und der M öglichkeit einer späteren erleichterten Einbürgerung habe leiten lassen. D er H eirat sei eine äusserst kurze Bekanntschaftszeit voraus gegangen, w as angesichts des Altersunterschieds zw ischen den Eheleuten und des verschiedenen kultu- rellen H intergrunds ungew öhnlich sei. Zudem sei die H eirat w ährend des laufenden und offenbar aussichtlosen Asylverfahrens – im m erhin habe X._______ bereits in seinen Flitterw ochen und auch später problem los sein H eim atland bereisen können – erfolgt. D as Bundesam t sehe es als erw iesen an, dass die Ehe lange vor der U nterzeichnung der Erklärung betreffend eheliche G em einschaft bzw . der erleichterten Einbürgerung erheblichen Belastungen ausgesetzt gew esen sei. Beide Ehegatten hätten übereinstim m end das Fernbleiben des Ehe- m annes von der Feier zum 50. G eburtstag seiner Ehefrau als Schlüssel-4 ereignis genannt, eine Begebenheit, die rund ein halbes Jahr vor der Einbürgerung stattgefunden habe. Zudem habe die Ehefrau nur w enige W ochen nach der Einbürgerung ihres Ehem annes eine Anw ältin auf- gesucht, um sich über die Scheidungsm odalitäten zu inform ieren. F. G egen die Verfügung des BFM vom 4. Juli 2005 erhob X._______ am 18. August 2005 Beschw erde beim Eidgenössischen Justiz- und Polizei- departem ent (EJPD ). Er m acht geltend, entgegen den Ausführungen der Vorinstanz habe er N igeria keinesfalls ohne Problem e bereisen können. Vielm ehr sei er dort m ehrfach rabiaten Polizeikontrollen ausgesetzt ge- w esen und habe auch einen bew affneten Ü berfall erdulden m üssen. D ie Vorinstanz gehe auch fehl in der Annahm e, dass er nur geheiratet habe, um hier eingebürgert zu w erden. D er Altersunterschied zu seiner schw ei- zerischen Ehefrau habe keine R olle gespielt, zum al auf beiden Seiten kein W unsch nach gem einsam en Kindern bestanden habe. Bei beiden Partnern habe es sich um Liebe auf den ersten Blick gehandelt. Auch nach der Scheidung hätten er und seine Ehefrau ihre Beziehung w eitergeführt. G . In ihrer Vernehm lassung vom 7. O ktober 2005 hält die Vorinstanz an ihrer ablehnenden Verfügung fest und beantragt die Abw eisung der Beschw er- de. D er Beschw erdeführer lasse in seinem Vorbringen ausser Acht, dass die Ehe jedenfalls im m assgeblichen Zeitraum nicht stabil gew esen und infolgedessen auch aufgelöst w orden sei. H . In der darauf folgenden Stellungnahm e vom 3. Januar 2006 erläutert der R echtsvertreter des Beschw erdeführers die G ründe, w arum die eheliche G em einschaft seines M andanten zur Trennung und Scheidung geführt habe. R ückw irkend w ürden die Ex-Ehegatten die Ehescheidung als R esultat von Ü berreaktionen und Trotzreaktionen betrachten, w as auch aus der beigefügten schriftlichen Erklärung von Y._______hervorgehe. D ie im Verfahren um erleichterte Einbürgerung abgegebene Erklärung der Ehegatten über die Stabilität ihrer Beziehung habe jedenfalls der W ahrheit entsprochen. Y._______stehe im vorliegenden Beschw erdeverfahren als Zeugin zur Verfügung. I. M it Eingabe vom 14. M ärz 2007 teilte der Beschw erdeführer m it, dass er m it Y._______w ieder in einem gem einsam en H aushalt lebe. D er w eitere Akteninhalt w ird, sow eit entscheiderheblich, in den Erw ä- gungen Berücksichtigung finden. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht unter Vorbehalt der in Art. 32 VG G genannten Ausnahm en Beschw erden gegen Verfügun- gen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021), w elche von einer in Art. 33 VG G aufgeführten Behörde erlassen w urden. D arunter fallen u.a. Verfü-5 gungen des BFM , w elche die N ichtigerklärung einer erleichterten Einbür- gerung betreffen (Art. 41 Abs. 1 i.V.m . Art. 27 des Bürgerrechtsgesetzes vom 29. Septem ber 1952 [BüG , SR 141.0]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Be- urteilung der beim Inkrafttreten des Verw altungsgerichtsgesetzes bei Eid- genössischen R ekurs- oder Schiedskom m issionen oder bei Beschw erde- diensten der D epartem ente hängigen R echtsm ittel. Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverw altungsgericht nach dem Vw VG , sow eit das G esetz nichts anderes bestim m t. 1.3 Als Adressat der Verfügung ist der Beschw erdeführer zur Anfechtung legitim iert. Auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde ist deshalb einzutreten (Art. 48 ff. Vw VG ). 2. 2.1 G em äss Artikel 27 Absatz 1 BüG kann ein Ausländer nach der Ehe- schliessung m it einem Schw eizer Bürger ein G esuch um erleichterte Ein- bürgerung stellen, w enn er insgesam t fünf Jahre in der Schw eiz gew ohnt hat, seit einem Jahr hier w ohnt und seit drei Jahren in ehelicher G em ein- schaft m it einem Schw eizer Bürger lebt. Seine Einbürgerung setzt zudem gem äss Artikel 26 Absatz 1 BüG voraus, dass er in die schw eizerischen Verhältnisse eingegliedert ist, die schw eizerische R echtsordnung beachtet und die innere oder äussere Sicherheit der Schw eiz nicht gefährdet. Säm tliche Einbürgerungsvoraussetzungen m üssen sow ohl im Zeitpunkt der G esuchseinreichung als auch anlässlich der Einbürgerungsverfügung erfüllt sein. Fehlt es im Zeitpunkt des Einbürgerungsentscheids an der ehelichen G em einschaft, darf die erleichterte Einbürgerung nicht ausge- sprochen w erden (BG E 129 II 401 E. 2.2 S. 403). 2.2 D er Begriff der ehelichen G em einschaft bedeutet nach der bundesge- richtlichen R echtsprechung m ehr als nur das form elle Bestehen einer Ehe. Verlangt w ird vielm ehr die tatsächliche Lebensgem einschaft, getragen vom beidseitigen W illen, die Ehe auch künftig aufrecht zu erhalten. G em äss konstanter Praxis m uss sow ohl im Zeitpunkt der G esuchseinreichung als auch im Zeitpunkt des Einbürgerungsentscheids eine tatsächliche G em ein- schaft bestehen, die G ew ähr für die Stabilität der Ehe bietet. M it Art. 27 BüG w ollte der G esetzgeber dem ausländischen Ehegatten eines Schw ei- zer Bürgers die erleichterte Einbürgerung erm öglichen, um die Einheit des Bürgerrechts der Ehegatten im H inblick auf ihre gem einsam e Zukunft zu fördern. Zw eifel am W illen der Ehegatten, die eheliche G em einschaft auf- recht zu erhalten, sind beispielsw eise angebracht, w enn kurze Zeit nach der erleichterten Einbürgerung die Trennung erfolgt oder die Scheidung eingeleitet w ird (vgl. U rteil des Bundesgerichts 5A.2/2006 vom 28. April 2006 E. 2.1, BG E 130 II 482 E. 2 S. 484). 2.3 D ie Einbürgerung kann m it Zustim m ung der Behörde des H eim atkantons innert fünf Jahren für nichtig erklärt w erden, w enn sie durch falsche An- gaben oder Verheim lichung erheblicher Tatsachen erschlichen w orden ist 6 (Art. 41 Abs. 1 BüG ). Arglist im Sinne des strafrechtlichen Betrugstat- bestandes ist nicht erforderlich. Im m erhin ist es notw endig, dass der Be- troffene bew usst falsche Angaben m acht bzw . die Behörde bew usst in einem falschen G lauben lässt und so den Vorw urf auf sich zieht, es unter- lassen zu haben, die Behörde über eine erhebliche Tatsache zu infor- m ieren (vgl. BG E 130 II 482 E. 2 S. 484 m it w eiteren H inw eisen). H at der Betroffene erklärt, in einer stabilen Ehe zu leben, und w eiss er, dass die Voraussetzungen für die erleichterte Einbürgerung auch im Zeitpunkt der Verfügung vorliegen m üssen, so hat er gestützt auf seine M itw irkungs- bzw . Auskunftspflicht von Art. 13 Abs. 1 Bst. a Vw VG die Behörde unauf- gefordert zu inform ieren, w enn diese Voraussetzungen nicht m ehr voll- ständig vorliegen (vgl. BG E 132 II 113 E. 3 S. 115 f.). 2.4 Besteht aufgrund des Ereignisablaufs die tatsächliche Verm utung, die Ein- bürgerung sei erschlichen w orden, obliegt es dem Betroffenen, die Ver- m utung durch den G egenbew eis bzw . erhebliche Zw eifel um zustürzen, indem er G ründe bzw . Sachum stände aufzeigt, die es als überzeugend bzw . nachvollziehbar erscheinen lassen, dass eine angeblich noch w enige M onate zuvor bestehende tatsächliche, ungetrennte eheliche G em ein- schaft in der Zw ischenzeit dergestalt in die Brüche gegangen ist, dass es zur Scheidung kam (BG E 130 II 482 E. 3.2 S. 486). 3. 3.1 D ie angefochtene Verfügung geht davon aus, der Beschw erdeführer habe sich bei seiner H eirat von zw eckfrem den M otiven, nam entlich der Siche- rung des Aufenthaltsrechts und der M öglichkeit der späteren Einbürgerung leiten lassen. Seine Ehe sei lange vor der U nterzeichnung der Erklärung betreffend eheliche G em einschaft nicht m ehr stabil gew esen. M it der U nterzeichnung dieser Erklärung hätten die Ehegatten den falschen Anschein einer stabilen ehelichen G em einschaft und eines ungetrübten beidseitigen Ehew illens erw eckt. D ie insofern von der Vorinstanz dar- gelegten und nachfolgend erläuterten U m stände begründen die tat- sächliche Verm utung, dass X._______ seine erleichterte Einbürgerung erschlichen hat. 3.2 D er Beschw erdeführer gelangte im Februar 1995 als Asylbew erber in die Schw eiz und leitete bereits sechs M onate später das Vorbereitungsver- fahren für die Ehe m it einer Schw eizer Bürgerin in die W ege. Vor dem H intergrund eines Asylverfahrens m it unsicherem Ausgang stellte die Ehe für ihn eine w illkom m ene M öglichkeit dar, rechtm ässig in der Schw eiz bleiben zu können. 3.3 Im W eiteren fällt auf, dass der Beschw erdeführer bereits sieben M onate nach der Einbürgerung aus der ehelichen W ohnung auszog und dass diese Trennung zur Scheidung der Ehegatten führte. D afür, dass deren Eheleben schon lange Zeit vor der Einbürgerung problem atisch verlief, spricht der U m stand, dass sow ohl der Beschw erdeführer w ie auch seine geschiedene Ehefrau eingeräum t haben, dass es im August 2000 zu er- heblichen M einungsverschiedenheiten kam : D iesbezüglich hat Y._______dargelegt, sie habe "genug" gehabt und ihren Ehem ann zum 7 G ehen aufgefordert (vgl. Protokoll der Einvernahm e vom 14. Januar 2003, S. 3); X._______ hat angegeben, dass die seinerzeit entstandene Kluft im m er gravierender gew orden sei (vgl. Stellungnahm e vom 20. D ezem ber 2002) und sogar eingeräum t, dass sich seine Ehefrau vernachlässigt und verletzt gefühlt habe (vgl. Stellungnahm e vom 14. April 2003 S. 2). D am it m achen sow ohl die Ausführungen des Beschw erdeführers als auch die seiner Ex-Ehefrau deutlich, dass das Konfliktpotential, das zum späteren Scheitern der Ehe führte, bereits lange vor der Einbürgerung vorhanden w ar und dass beide Eheleute sich dessen auch bew usst w aren. D ass sich Y._______bereits kurz nach der Einbürgerung ihres Ehem annes an eine Anw ältin w andte, um sich über Trennung und Scheidung beraten zu lassen, bestätigt ebenfalls den Eindruck, dass die Ehe seit langem schw eren Belastungen ausgesetzt w ar. 3.4 Bei dieser Sachlage ist die Vorinstanz zurecht von der tatsächlichen Verm utung ausgegangen, dass die Stabilität der Ehe zum Zeitpunkt der gem einsam en Erklärung betreffend eheliche G em einschaft und auch zum Zeitpunkt der erleichterten Einbürgerung erheblich erschüttert w ar. 3.5 Im Folgenden ist daher zu prüfen, ob die vom Beschw erdeführer vor- gebrachten Argum ente geeignet sind, die eben beschriebene tatsächliche Verm utung um zustossen. 4. D er Beschw erdeführer bestreitet, dass seine Eheschliessung m it Y._______einen ausländerrechtlichen H intergrund hatte, und m acht gel- tend, dass es sich um eine Liebesheirat gehandelt habe. Letzteres w ird auch von der Ex-Ehefrau bestätigt (vgl. Protokoll der Einvernahm e vom 14. Januar 2003 S. 1). D ie offenbar im Zeitpunkt der Eheschliessung bestehende Liebesbe- ziehung und auch der U m stand, dass die Ehegatten einen Teil ihrer Frei- zeit und Ferien m iteinander verbrachten, können zw ar als Indizien gelten, w elche gegen das Vorliegen einer Zw eckehe und dam it auch gegen das Erschleichen der erleichterten Einbürgerung sprechen. D ie erw ähnten U m stände schliessen jedoch nicht aus, dass auch andere M otive eine R olle m itspielen können. Insbesondere ist zu berücksichtigen, dass der Beschw erdeführer ohne die erfolgte Eheschliessung die Schw eiz w ohl hätte verlassen m üssen, da sein Asylgesuch allem Anschein nach keine Aussicht auf Erfolg gehabt hätte. Seine hiergegen gerichteten Einw ände sind unglaubw ürdig, da er im Falle einer echten Verfolgung im H eim atland dort m it Sicherheit keine Ferien verbracht hätte. Im R ahm en einer G esam tw ürdigung kann dem offensichtlich anfangs vor- handenen guten Einvernehm en der Eheleute jedenfalls keine ausschlag- gebende Bedeutung beigem essen w erden. 5. 5.1 D ie spätestens ab August 2000 bestehenden ehelichen Spannungen hat der Beschw erdeführer dam it zu erklären versucht, dass seine Ehefrau versucht habe, auf ihn D ruck auszuüben, um ihn zu einer Änderung seines Verhaltens zu zw ingen; die Ehescheidung sei das R esultat von Ü ber- reaktionen und Trotzreaktionen gew esen. D er Beschw erdeführer bagatelli-8 siert dam it die aufgetretenen ehelichen Auseinandersetzungen; dass diese Auseinandersetzungen die Ehefrau – bereits innerhalb eines M onats nach seiner Einbürgerung – rechtliche Beratung in Anspruch nehm en liessen, erscheint dadurch jedoch keinesw egs in einem anderen Licht. Ihrem Vorgehen sow ie ihrer eindeutigen Ausdrucksw eise (siehe oben C .b) an- lässlich ihrer Einvernahm e vom 14. Januar 2003 ist zu entnehm en, dass der Fortbestand der Ehe schon m ehrere M onate vor der erfolgten Ein- bürgerung in Frage gestellt w ar. 5.2 D iese U m stände w aren dem Beschw erdeführer zw eifellos bew usst. Bew usst w ar ihm auch, dass die unterschiedlichen Auffassungen von Ehe und Partnerschaft keine genügende G rundlage für eine auf die Zukunft ausgerichtete eheliche G em einschaft boten. D essen ungeachtet führte er sein gew ohntes Leben w eiter und trug zu einer Veränderung nichts bei. D ass hierbei kulturelle U nterschiede eine R olle gespielt haben m ögen, entlastet ihn nicht; denn ihm w ird nicht sein Verhalten oder seine Vor- stellung von ehelicher Partnerschaft zum Vorw urf gem acht, sondern die Tatsache, dass er das dadurch m itverursachte Scheitern seiner Ehe nicht offen legte. 5.3 Andere G ründe, die rund sieben M onate nach der erleichterten Ein- bürgerung zur Trennung am 1. O ktober 2001 bzw . zum Scheitern der Ehe führten, sind nicht ersichtlich und w erden auch nicht geltend gem acht. W äre die Ehe des Beschw erdeführers am 26. Februar 2001 noch stabil gew esen, hätte er auf Ereignisse nach diesem D atum hinw eisen m üssen, die ein Scheitern der Ehe innert w eniger M onate nachvollziehbar erscheinen liessen (vgl. U rteil des Bundesgerichts 5A.9/2006 vom 7. Juli 2006 E. 2.4.2). 6. 6.1 Zusam m enfassend ist festzustellen, dass der Beschw erdeführer die von der Vorinstanz gezogenen Schlussfolgerungen nicht hat entkräften kön- nen. D ie Stabilität seiner ehelichen Lebensgem einschaft w ar zum indest in den letzten M onaten des Einbürgerungsverfahrens erheblich erschüttert und führte nach der erfolgten Einbürgerung binnen sieben M onaten zur Trennung der Ehegatten. D ass X._______ und Y._______im Beschw erdeverfahren erklärt haben, die am 5. Februar 2001 unter- zeichnete Erklärung betreffend ihre Ehegem einschaft habe der W ahrheit entsprochen, kann dem gegenüber nur als Schutzbehauptung angesehen w erden. 6.2 M it der unzutreffenden Erklärung vom 5. Februar 2001 hat der Be- schw erdeführer bew usst falsche Angaben über den Zustand seiner Ehe gem acht und sich som it seine erleichterte Einbürgerung erschlichen. O b die geschiedenen Ehegatten ihre Krise m ittlerw eile überw unden haben und gegebenenfalls an einem N euanfang ihrer Beziehung stehen, steht hier nicht zur D iskussion. Angesichts der Feststellung, dass ihre Ehe w ährend des Einbürgerungsverfahrens gescheitert ist, spielt es keine R olle, w elche G ründe für das Scheitern verantw ortlich w aren. Abklärungen bzw . die Abnahm e w eiterer Bew eise über den aktuellen Zustand ihrer Beziehung – 9 insbesondere eine Einvernahm e von Y._______als Zeugin – sind dem nach nicht erheblich und notw endig. 7. D am it steht fest, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (Art. 49 Vw VG ). D ie Beschw erde ist daher ab- zuw eisen. 8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschw erdeführer die Kosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). D ispositiv nächste Seite10 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 900.-- w erden dem Beschw erdeführer auferlegt. Sie sind durch den am 24. Septem ber 2005 geleisteten Kosten- vorschuss gleicher H öhe gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - dem Beschw erdeführer (m it G erichtsurkunde) - der Vorinstanz ((m it G erichtsurkunde; Akten R ef-N r. K 335 694 retour) D ie Instruktionsrichterin: D ie G erichtsschreiberin: R uth Beutler Barbara H aake R echtsm ittelbelehrung: G egen dieses U rteil kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschw erde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ge- führt w erden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. D as angefochtene U rteil und die Bew eism ittel sind, sow eit sie der Beschw erdeführer in H änden hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BG G ). Versand am :