<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00406</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107090&amp;W10_KEY=13013573&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00406</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 27.02.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Ausnahmebewilligung nach Art. 24</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nachträgliche Ausnahmebewilligung für einen Pferdestall Ein Augenschein erübrigt sich (E. 1). Der strittige Stall ist mangels genügender Futterbasis für den gesamten Betrieb nicht zonenkonform (E. 2a). Ebenso fehlt die Standortgebundenheit (E. 2b). Art. 24c RPG ist anwendbar (E. 3a). Freistehende Bauten sprengen in der Regel den Rahmen dieser Bestimmung (E. 3b). Gründe für eine Ausnahme sind nicht ersichtlich (E. 3c). Auch die Fläche der Erweiterungsbaute steht einer Bewilligung gestützt auf Art. 24c RPG entgegen (E. 3d).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN">AUSNAHMEBEWILLIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BODENABHÃNGIGKEIT">BODENABHÃNGIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERWEITERUNG">ERWEITERUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FUTTERMITTEL">FUTTERMITTEL</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: IDENTITÃT">IDENTITÃT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PFERDEBOXEN">PFERDEBOXEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STANDORTGEBUNDENHEIT">STANDORTGEBUNDENHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZONENKONFORMITÃT">ZONENKONFORMITÃT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 16a RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 24 RPG</span><br/><span class="gerade">Art. 24c RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 42 lit. III b RPV</span><br/><span class="gerade">Art. 44 RPV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. A fÃ¼hrt in X zwei eigenstÃ¤ndige Pferdehaltungsbetriebe, den Betrieb im K mit 37 und denjenigen in Y mit 13 Pferden. Wegen eines Stallumbaus in Y liess sie im Mai 2000 auf dem in der Landwirtschaftszone liegenden BetriebsgelÃ¤nde im K ohne baurechtliche Bewilligung acht Notboxen fÃ¼r Pferde aus jenem Betrieb erstellen. Nachdem die Pferde wieder nach Y zurÃ¼ckgebracht worden waren, und da nunmehr im K zusÃ¤tzlicher Stallplatz benÃ¶tigt wurde, ersuchte A im Oktober 2000 um Bewilligung der bereits erstellten Pferdeboxen als Stallneubau fÃ¼r acht Pferde. Die acht Boxen wurden in der Folge aus feuerpolizeilichen GrÃ¼nden miteinander zu einem GebÃ¤ude verbunden und Ã¼berdacht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baudirektion verweigerte die ersuchte Bewilligung mit VerfÃ¼gung vom 25. September 2001 und lud die Gemeinde X ein, den Vollzug der Wiederherstellung des rechtmÃ¤ssigen Zustandes dem Amt fÃ¼r Raumordnung und Vermessung zu melden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diese VerfÃ¼gung gelangte A an den Regierungsrat, der das Rechtsmittel am 30. Oktober 2002 im Wesentlichen mit folgender BegrÃ¼ndung abwies: Der 3 ha umfassende Betrieb der Rekurrentin biete fÃ¼r die gehaltenen 45 Pferde offensichtlich keine ausreichende Futtermittelbasis und sei daher in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonform. Es liege auch keine massvolle Erweiterung im Sinn von Art. 24c Abs. 2 des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG) vor, da der selbstÃ¤ndige Erweiterungsbau keinen kÃ¶rperlichen Zusammenhang zur Stammbaute habe, ohne dass hierfÃ¼r zwingende GrÃ¼nde wie Topographie oder Parzellenform bestÃ¼nden. Damit kÃ¶nne auch offen bleiben, ob die Rekurrentin mit bisherigen Ãnderungen an der Stallbaute die ErweiterungsmÃ¶glichkeiten gemÃ¤ss Art. 24c Abs. 2 RPG bereits ausgeschÃ¶pft habe. Eine Ausnahmebewilligung im Sinne von Art. 24 RPG komme mangels Standortgebundenheit nicht in Frage.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Rekursentscheid erhob A am 4. Dezember 2002 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und die ersuchte Bewilligung zu erteilen. Eventualiter verlangte sie, dass die Angelegenheit zu weiteren AbklÃ¤rungen an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat beantragte mit Eingabe vom 16. Dezember 2002, die Beschwerde sei abzuweisen. Die Gemeinde X liess sich innert Frist nicht vernehmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Da der fÃ¼r den Beschwerdeentscheid massgebliche Sachverhalt hinreichend aus den Akten hervorgeht, erÃ¼brigt sich ein Augenschein des Verwaltungsgerichtes (RB 1995 Nr. 12 E. 1 mit weiteren Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Die BeschwerdefÃ¼hrerin geht in ihrer Beschwerdeschrift Ã¼bereinstimmend mit der Vorinstanz und zu Recht davon aus, dass der bestehende Pferdehaltungsbetrieb im K und damit auch der ErgÃ¤nzungsbau nicht landwirtschaftszonenkonform ist. Im Gegensatz dazu bringt sie allerdings am Ende der Rechtsschrift vor, der strittige Stallbau kÃ¶nnte auch als zonenkonformer Neubau bewilligt werden. Dieser diene nÃ¤mlich zur besseren Bewirtschaftung der Hengststation, eines zonenkonformen Betriebsteils, fÃ¼r den eine genÃ¼gende Futtermittelbasis vorhanden sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit diesen AusfÃ¼hrungen verkennt die BeschwerdefÃ¼hrerin, dass fÃ¼r die PrÃ¼fung der ZonenkonformitÃ¤t eines landwirtschaftlichen Betriebes nach der feststehenden Praxis des Bundesgerichtes eine Gesamtbetrachtung notwendig ist. Das Schwergewicht des Pferdehaltungsbetriebes der BeschwerdefÃ¼hrerin liegt nach deren eigenen Angaben nicht in der bodenabhÃ¤ngigen Pferdezucht, sondern in der Ausbildung und der Pension von Pferden sowie einem Reitbetrieb, ohne dass fÃ¼r die gesamthaft gehaltenen 45 Pferde ausreichende RauhfutterflÃ¤chen zur VerfÃ¼gung stÃ¼nden. Dieser weitestgehend bodenunabhÃ¤ngige Pferdehaltungsbetrieb ist, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin anerkennt, nicht landwirtschaftszonenkonform, weder nach der bis zum 31. August 2000 geltenden Fassung von Art. 16 aRPG, welcher sich schwergewichtig an der bodenabhÃ¤ngigen Produktionsweise orientierte, noch nach dem seit 1. September 2000 in Kraft stehenden Art. 16a RPG, welcher die landwirtschaftliche Bewirtschaftung und damit letztlich das landwirtschaftliche Produkt in den Vordergrund stellt (vgl. Botschaft des Bundesrates vom 22. Mai 1996 zu einer Teilrevision des Bundesgesetzes Ã¼ber die Raumplanung, BBl 1996 III 513 ff., 523 f., 532). Entgegen der Auffassung der BeschwerdefÃ¼hrerin ist es auch nicht zulÃ¤ssig, den bestehenden gesamthaft zonenfremden Betrieb rechtlich aufzuspalten in einen zonenfremden Haupt- und einen allenfalls zonenkonformen Nebenbetrieb, um so den angeblich der Hengstzucht dienenden Neubau als zonenkonform bewilligen zu lassen. Werden wie hier Pferde zu unterschiedlichen Zwecken und praktisch ohne eigene Futtermittelbasis gehalten, so lÃ¤sst sich weder eine einzelne Stallbaute ausschliesslich dem einem Betriebsteil zuordnen, noch kann die zur VerfÃ¼gung stehende GrÃ¼nflÃ¤che nur einem bestimmten kleinen Teil aller Pferde zugerechnet werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Ist demnach der Betrieb der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht zonenkonform, so kann die vorgesehene Erweiterung auch nicht gestÃ¼tzt auf Art. 24 RPG als Neubau bewilligt werden, da die Voraussetzungen fÃ¼r die Standortgebundenheit grundsÃ¤tzlich die gleichen sind wie diejenigen fÃ¼r die ZonenkonformitÃ¤t. Es kann hierzu auf die zutreffenden ErwÃ¤gungen im angefochtenen Rekursentscheid verwiesen werden, denen sich offenbar auch die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht verschliesst.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Strittig ist demnach einzig, ob der bereits erstellte Pferdestall als massvolle Erweiterung des bestehenden BetriebsgebÃ¤udes Assek.-Nr. 01 (Reithalle samt Pferdeboxen, Futterraum und Betriebswohnung) bewilligt werden kann. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Nach Art. 24c RPG sind bestimmungsgemÃ¤ss nutzbare Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen, die nicht mehr zonenkonform sind, in ihrem Bestand grundsÃ¤tzlich geschÃ¼tzt (Abs. 1). Diese kÃ¶nnen erneuert, teilweise geÃ¤ndert, massvoll erweitert oder wiederaufgebaut werden, sofern sie rechtmÃ¤ssig erstellt oder geÃ¤ndert worden sind. In jedem Fall bleibt die Vereinbarkeit mit den wichtigen Anliegen der Raumplanung vorbehalten (Abs. 2). Voraussetzung fÃ¼r die Anwendbarkeit der Bestimmung ist gemÃ¤ss Art. 41 Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV), dass die Bauten und Anlagen seinerzeit in Ãbereinstimmung mit dem materiellen Recht erstellt oder geÃ¤ndert wurden, durch die nachtrÃ¤gliche Ãnderung von Erlassen oder PlÃ¤nen jedoch zonenwidrig geworden sind.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat ging im angefochtenen Entscheid zu Recht davon aus, dass das bestehende BetriebsgebÃ¤ude der BeschwerdefÃ¼hrerin in den Anwendungsbereich von Art. 24c RPG fÃ¤llt. Im Rekursverfahren hatte das Amt fÃ¼r Raumordnung und Vermessung die Anwendbarkeit von Art. 24c RPG allerdings bezweifelt, weil der Betrieb der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht infolge einer RechtsÃ¤nderung zonenwidrig geworden sei, sondern dank der Gesetzesrevision von 1998 sogar teilweise als zonenkonform betrachtet werden kÃ¶nne. Diese Auffassung ist unzutreffend. Nach dem vorstehend AusgefÃ¼hrten ist der bestehende Pferdehaltungsbetrieb heute nicht landwirtschaftszonenkonform. Das BetriebsgebÃ¤ude Assek.-Nr. 01 wurde seinerzeit am 4. September 1971 als Reithalle mit Wohnungsanbau vom Gemeinderat X als im Ã¼brigen Gemeindegebiet liegend bewilligt. Die als nichtlandwirtschaftlich beurteilte Baute konnte im Wesentlichen deshalb errichtet werden, weil der Ãffentlichkeit durch den Bau und Betrieb keinerlei Aufwendungen entstanden. Zu jenem Zeitpunkt waren denn auch noch keine gesetzlichen Grundlagen fÃ¼r eine konsequente Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet vorhanden, insbesondere trat das GewÃ¤sserschutzgesetz des Bundes, welches diese Trennung erstmals einfÃ¼hrte, erst auf den 1. Juli 1972 in Kraft (vgl. Stephan Scheidegger, Neue Spielregeln fÃ¼r das Bauen ausserhalb der Bauzonen, BR 2000 S. 81 ff., 86, welcher auf den Stichtag 1. Juli 1972 abstellt; Peter Karlen, Die Ausnahmebewilligung nach Art. 24 â 24d RPG, System der neuen Regelung, ZBl 102/2001, S. 291 ff., 296 ff., der fÃ¼r einen Stichtag am 1. Januar 1980 und eine weitere Differenzierung eintritt). Damit ist unabhÃ¤ngig von allfÃ¤lligen zwischenzeitlich erfolgten Erleichterungen des Raumplanungsgesetzes durch die Revision von 1998 die erste Voraussetzung fÃ¼r eine Ausnahmebewilligung im Sinn von Art. 24c RPG gegeben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der mit Gesetzesrevision vom 20. MÃ¤rz 1998 neu eingefÃ¼gte Art. 24c RPG hÃ¤lt im Wesentlichen fest, was bereits aufgrund des bisherigen Art. 24 Abs. 2 aRPG galt. DemgemÃ¤ss orientiert sich auch Art. 42 RPV, welcher die zulÃ¤ssigen baulichen Massnahmen nÃ¤her umschreibt, an der bisherigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 127 II 215 E. 3b; Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, Band I, 3.</span> <span>A., ZÃ¼rich 1999, Rz. 707 und 728 ff.; Rudolf Muggli, Kurzkommentar zum Entwurf fÃ¼r eine Ãnderung des Raumplanungsgesetzes vom 20. MÃ¤rz 1998, in: Schweizerische Vereinigung fÃ¼r Landesplanung VLP, Raum &amp; Umwelt 1998, Bern 1999, S. 56 ff., Art. 24 N. 1; Art. 24c N. 1, 4 . Peter Karlen, a.a.O., S. 298 f.). Ãnderungen an Bauten und Anlagen sind zulÃ¤ssig, wenn die IdentitÃ¤t der Baute oder Anlage einschliesslich ihrer Umgebung in den wesentlichen ZÃ¼gen gewahrt bleibt (Art. 42 Abs. 1 Satz 1 RPV). Ob die IdentitÃ¤t der Baute oder Anlage im Wesentlichen gewahrt bleibt, ist gemÃ¤ss Art. 42 Abs. 3 RPV unter WÃ¼rdigung der gesamten UmstÃ¤nde zu beurteilen. Sie ist jedenfalls dann nicht mehr gewahrt, wenn die zonenwidrig genutzte FlÃ¤che ein bestimmtes relatives (lit. a) oder maximales Mass (lit. b) Ã¼berschreitet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ãnderungs- bzw. Erweiterungsvorhaben sind immer am einzelnen, bestehenden und zu verÃ¤ndernden BaukÃ¶rper zu messen (Christoph Bandli, Bauen ausserhalb der Bauzone, GrÃ¼sch 1989, S. 201, mit Hinweis auf einen unverÃ¶ffentlichten Entscheid des Bundesgerichts). Sodann muss fÃ¼r die Inanspruchnahme einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG wie bereits nach Art. 24 Abs. 2 aRPG bzw. § 357 Abs. 3 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) grundsÃ¤tzlich ein kÃ¶rperlicher Zusammenhang zwischen der bestehenden Bausubstanz und der beabsichtigten Erweiterung bestehen. Selbst wenn man diesbezÃ¼glich etwa aus GrÃ¼nden des Denkmalschutzes ausnahmsweise ein bauliches AbrÃ¼cken des ErgÃ¤nzungsbaus von der bestehenden Baute zulassen wollte, was umstritten ist, kann es sich dabei hÃ¶chstens um wenige Meter handeln (vgl. BGE 110 Ib 141 E. 3b; 108 Ib 359 E. 3a; Bandli, S. 195 f.). Im Allgemeinen sind daher von der bestehenden Baute losgelÃ¶ste, selbstÃ¤ndige Annexbauten nicht zulÃ¤ssig; vielmehr ist ein kÃ¶rperlicher Zusammenhang zwischen der Stamm- und der Erweiterungsbaute erforderlich (vgl. BGE vom 17. April 1996, Entscheidsammlung der VLP, K-Nr. 1310, E. 6b aa, betr. Pferdeunterstand/Galoppweg; 28. MÃ¤rz 1995, K-Nr. 1077, E. 3c, betr. Gartenschwimmbad; BGE 108 Ib 359 betr. selbstÃ¤ndige Halle zur Aufbewahrung von Holz).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt vor, die Gesamtbeurteilung kÃ¶nne sich nicht allein auf die bauliche Verbindung zwischen Haupt- und Erweiterungsbau beziehen. Der strittige Annexbau stehe in einem Abstand von nur rund 10 Metern zum Hauptbau auf einem betonierten, gewerblich erscheinenden Platz und stehe damit in offensichtlicher AbhÃ¤ngigkeit und rÃ¤umlicher Beziehung zum HauptgebÃ¤ude. Mit diesen AusfÃ¼hrungen verkennt die BeschwerdefÃ¼hrerin, dass Streitgegenstand im vorliegenden Fall die Erweiterung einer zonenwidrigen Hochbaute bildet. Insofern muss Ausgangspunkt der Beurteilung das bestehende HauptgebÃ¤ude sein und nicht etwa der gesamte Betrieb mit mehreren GebÃ¤uden und befestigten BetriebsflÃ¤chen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Weiter macht die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend, fÃ¼r das AbrÃ¼cken vom Hauptbau sprÃ¤chen zwar keine GrÃ¼nde des Denkmalschutzes, jedoch solche der Tierhaltung und des Tierschutzes, da die Stuten vorÃ¼bergehend ausserhalb des eigentlichen Stalls untergebracht werden mÃ¼ssten. Das Verwaltungsgericht hat in seiner Rechtsprechung stets am Erfordernis eines kÃ¶rperlichen Zusammenhangs zwischen Haupt- und Annexbau festgehalten. Es hat allerdings im Bewusstsein, dass die Frage in Literatur und Rechtsprechung kontrovers ist, bisher nie dazu Stellung nehmen mÃ¼ssen, ob Ã¼berhaupt objektive GrÃ¼nde ein AbrÃ¼cken im Einzelfall rechtfertigen kÃ¶nnen (vgl. VB.2000.399 E. 4.b.bb betr. Mehrfamilienhaus anstelle von GÃ¤rtnerhaus und Schopf; VB.1995.00099 E.2.c.cc betr. Wohnhaus in ÃkonomiegebÃ¤ude; VB. 1988.0001 E. 3a betr. Reithalle). Die Frage kann auch im vorliegenden Fall offen bleiben, da solche GrÃ¼nde hier jedenfalls nicht gegeben sind. Selbst wenn Tierhaltungs- oder Tierschutzvorschriften tatsÃ¤chlich verlangen sollten, die Stuten von den anderen Pferden zeitweise rÃ¤umlich zu trennen, so ist nicht einzusehen, weshalb diese rÃ¤umliche Trennung nicht in einem Anbau an den bestehenden Hauptbau vollzogen werden kÃ¶nnte. Es mag sein, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin den jetzigen Standort des ErgÃ¤nzungsbaus aus GrÃ¼nden der betrieblichen Optimierung gewÃ¤hlt hat. Jedoch rechtfertigen solche GrÃ¼nde keineswegs den Fortbestand des Stalls an dieser Stelle; ebensowenig erscheint die bestehende Stallform als zwingend. Die BeschwerdefÃ¼hrerin begrÃ¼ndet jedenfalls nicht einmal ansatzweise, wieso die acht Pferdeboxen nicht auch â funktionell selbstÃ¤ndig â unmittelbar angrenzend an den bestehenden Hauptbau hÃ¤tten errichtet werden kÃ¶nnen. Solche Hindernisse gehen auch aus den Akten nicht hervor.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Dem ErgÃ¤nzungsbau mit einer GrundflÃ¤che von ca. 165 m<sup>2</sup> steht im Ãbrigen ohnehin die maximale Begrenzung der ErweiterungsflÃ¤che gemÃ¤ss Art. 42 Abs. 3 lit. b RPV von 100 m<sup>2</sup> entgegen. Daher geht die BeschwerdefÃ¼hrerin auch zu Unrecht davon aus, dass der erforderliche kÃ¶rperliche Zusammenhang durch eine Ãberdachung des Abstandes zwischen Haupt- und Erweiterungsbau und damit durch den Bau einer zusÃ¤tzlichen NutzflÃ¤che hergestellt werden kÃ¶nne.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Die Bewilligung wurde demnach zu Recht verweigert, ohne dass weiter abzuklÃ¤ren war, ob die BeschwerdefÃ¼hrerin die ihr zustehenden ErweiterungsmÃ¶glichkeiten am bestehenden GebÃ¤ude in den vergangenen Jahren bereits ausgeschÃ¶pft hat. Die Beschwerde ist damit abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal">...</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>