B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i ch t T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T ri b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T ri b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung III C-4605/2024 A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d v o m 9 . J a n u a r 2 0 2 5 Besetzung Einzelrichter Philipp Egli, Gerichtsschreiberin Andrea Meier. Parteien A._______, (Deutschland), Beschwerdeführerin, gegen Schweizerische Ausgleichskasse SAK, Vorinstanz. Gegenstand Alters- und Hinterlassenenversicherung, Einspracheentscheid SAK vom 4. Juli 2024. C-4605/2024 Seite 2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, dass die Schweizerische Ausgleichskasse SAK (Vorinstanz) A._______ (Beschwerdeführerin), geboren am (…), schweizerische Staatsangehörige mit Wohnsitz in Deutschland , mit Verfügung vom 10. Juni 2024 ab 1. Juli 2024 eine ordentliche Altersrente in der Höhe von monatlich Fr. (…) zuge- sprochen hat (Akten der Vorinstanz [SAK-act.] 54), dass die Beschwerdeführerin von 2009 bis 2018 in zweiter Ehe verheiratet war (SAK-act. 81), dass die Beschwerdeführerin am 18. Juni 2024 gegen die Verfügung vom 10. Juni 2024 Einsprache erhoben und vorgebracht hat, die Einkommen der Jahre 2012 und 2013 seien bei der Rentenberechnung zu tief einge- setzt worden, eine «Splittung der AHV - und Pensionskassengel der» komme aufgrund einer gegenseitigen Verzichtserklärung anlässlich der Scheidung der zweiten Ehe nicht in Frage, zudem fehlten Erziehungsgut- schriften (SAK-act. 59), dass die Vorinstanz mit Einspracheentscheid vom 4. Juli 2024 an der Ver- fügung vom 1 0. Juni 2024 festgehalten und die Einsprache vom 18. Juni 2024 abgewiesen hat mit der Begründung, die Einkommensteilung für Zei- ten, in denen beide Ehegatten in der schweizerischen Alters - und Hinter- lassenenversicherung (AHV) versichert gewesen sind, sei gesetzl ich vor- gesehen, ein Verzicht darauf sei nicht möglich, aufgrund der Einkom- mensteilung seien die Einkommen 2012 und 2013 korrekt berücksichtigt worden, ebenfalls korrekt seien die 10,5 Jahre Erziehungsgutschriften, da die Gutschriften bei gemeinsamer elterl icher Sorge zwischen den beiden Elternteilen hälftig geteilt würden (SAK-act. 60), dass die Beschwerdeführerin gegen den Einspracheentscheid vom 4. Juli 2024 am 16. Juli 2024 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erho- ben hat mit dem Antrag, d ie Einkommensteilung sei für die Beitragsjahre 2012 und 2013 aufzuheben , wobei die Beschwerdeführerin zur Begrün- dung namentlich vorgebracht hat, ihr Ex -Ehemann habe ab Dezember 2011 Wohnsitz in Deutschland genommen und dort gearbeitet (Akten des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer-act.] 1), dass die Vorinstanz mit Wiedererwägung des Einspracheentscheids vom 5. November 2024 die Einkommensteilung für die Jahre 2012 und 2013 aufgrund des Wegzugs des Ex -Ehemannes aus der Schweiz per C-4605/2024 Seite 3 31. Dezember 2011 aufgehoben und die ordentliche Altersrente ab 1. Juli 2024 auf monatlich neu Fr. (…) festgesetzt hat (BVGer-act. 7), dass die Vorinstanz mit Eingabe vom 5. November 2024 die Abschreibung des Verfahrens zufolge Gegenstandslosigkeit beantragt hat (BVGer - act. 7), dass das Bundesver waltungsgericht der Beschwerdeführerin mit Verfü- gung vom 19. November 2024 Gelegenheit geboten hat, sich zur vorgese- henen Abschreibung der Beschwerde vom 16. Juli 2024 zufolge Gegen- standslosigkeit zu äussern (BVGer-act. 9), dass sich die Beschwerdeführerin innert Frist nicht hat vernehmen lassen, dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 VGG Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern – wie vorliegend – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, dass Einspracheentscheide der Vorinstanz vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind (Art. 33 Bst. d VGG; Art. 85bis Abs. 1 AHVG [SR 831.10]), dass die Beschwerdeführerin Schweizer Staatsbürgerin ist (SAK-act. 1), in der schweizerischen Alters -, Hinterlassenen - und Invalidenversicherung (AHV/IV) versichert gewesen ist (SAK -act. 80) und aufgrund ihres aktuel- len Wohnsitzes in Deutschland in räumlicher Hinsicht ein internationaler Sachverhalt mit Bezug zur EU besteht, wob ei ungeachtet des am 1. Juni 2002 in Kraft getretenen Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Ge- meinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; SR 0.142.112.681) materiell schweizerisches Recht anzuwenden ist (BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 8C_111/2020 vom 15. Juli 2020 E. 2), dass die Vorinstanz bis zu ihrer Vernehmlassung den angefochtenen Ein- spracheentscheid in Wiedererwägung ziehen kann (Art. 58 Abs. 1 VwVG), wobei der Begriff der Vernehmlassung praxisgemäss weit auszulegen ist (vgl. Urteil des BVGer C-6529/2014 vom 4. Juli 2016 E. 8.3 mit Hinweisen), dass die Beschwerdeinstanz die Behandlung der Beschwerde fortsetzt, so- weit diese durch die Wiedererwä gungsverfügung der Vorinstanz nicht C-4605/2024 Seite 4 gegenstandslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG), wobei Gegenstands- losigkeit namentlich dann eintritt, wenn mit der Wiedererwägungsverfü- gung den in der Beschwerde gestellten Rechtsbegehren vollumfänglich entsprochen wird (vgl. Urteil des BGer 2C_391/2022 vom 4. August 2023 E. 1.2.4), dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 16. Juli 2024 bean- tragt hat, die Einkommensteilung für die Beitragsjahre 2012 und 2013 sei aufzuheben, und namentlich vorgebracht hat, ihr Ex-Ehemann habe ab De- zember 2011 Wohnsitz in Deutschland genommen und dort gearbeitet (BVGer-act. 1), dass Einkommen, welche die Ehegatten während der Kalenderjahre der gemeinsamen Ehe erzielt haben, unter anderem bei Auflösung der Ehe durch Scheidung geteilt und je zur Hälfte den beiden Ehegatten angerech- net werden (Art. 29quinquies Abs. 3 Bst. c AHVG), dass der Teilung und gegenseitigen Anrechnung lediglich Einkommen aus Zeiten, in denen beide Ehegatten in der schweizerischen AHV versichert gewesen sind, unterliegen (Art. 29quinquies Abs. 4 Bst. b AHVG), dass die Ehe im Jahr 2018 geschieden worden ist (SAK-act. 81), dass der Ex -Ehemann gemäss Vorbringen der Beschwerdeführerin (BVGer-act. 1), der Feststellung der Vorinstanz (BVGer-act. 3) und den Ak- ten (SAK-act. 78 Seite 7) seit 1. Januar 2012 in Deutschland wohnt, dass somit für die Jahre 2012 und 2013 die Voraussetzungen für eine Ein- kommensteilung nicht gegeben sind, dass die Vorinstanz das Einkommen für das Jahr 2012 von Fr. (…) auf Fr. (…) und für das Jahr 2013 von Fr. (…) auf Fr. (…) korrigiert hat (SAK- act. 54 Seite 4 und SAK -act. 82 Seite 4) und die Rentenberechnung bei summarischer Prüfung im Übrigen korrekt erfolgt ist, dass damit dem Antrag der Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 16. Juli 2024 vollumfänglich entsprochen worden ist, dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als durch Wiedererwägung gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG), C-4605/2024 Seite 5 dass das Verfahren gemäss Art. 85bis Abs. 2 AHVG kostenlos ist, sodass keine Verfahrenskosten zu erheben sind, dass bei Gegenstandslosigkeit eines Verfahrens unter sinngemässer An - wendung von Art. 5 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos- ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwalt ungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zu prüfen ist, ob eine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 15 VGKE), dass der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin, obwohl die Ge- genstandslosigkeit nicht von ihr verursacht worden ist, keine Parteient- schädigung zuzusprechen ist, da ihr keine unverhältnismässig hohen Kos- ten entstanden sind (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 4 VGKE). (Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen.) C-4605/2024 Seite 6 Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrie- ben. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 4. Dieser Entscheid geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das Bundesamt für Sozialversicherungen. Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Philipp Egli Andrea Meier (Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.) C-4605/2024 Seite 7 Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich - rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be- weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: