Kassationsgericht des Kantons Zürich Kass.-Nr. AA090023/U/Np Mitwirkende: die Kassationsrichter Moritz K uhn, Präsident, Berhard Gehrig, die Kassationsrichterin Sylvia Frei, die Kassationsrichter Matthias Brunner und Georg Naegeli sowie der juristische Sekretär Markus Nietlispach Zirkulationsbeschluss vom 13. November 2009 in Sachen X. , ..., Gesuchsteller, Erstappellat, Zweitappellant und Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. A. gegen Y. , ..., Gesuchstellerin, Erstappellantin, Zweitappellatin und Beschwerdegegnerin vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. B. betreffend Ehescheidung Nichtigkeitsbeschwerde gegen ein Urteil der I. Zivilkammer des Ober- gerichts des Kantons Zürich vom 16. Dezember 2008 (LC070059/U) - 2 - Das Gericht hat in Erwägung gezogen: I. 1. Die Parteien haben am 22. Oktober 1983 geheiratet. Aus ihrer Ehe gingen zwei Kinder hervor: der am 27. Okt ober 1985 geborene Sohn C. und die Tochter D., geboren am 11. November 1995. 2.a) Nachdem der Gesuchsteller, Erstappellat, Zweitappellant und Be- schwerdeführer (nachfolgend Beschwerdef ührer) die eheliche Wohnung im Juni 2003 verlassen hatte und das Getrenntleben der Parteien mit Verfügung der Ehe- schutzrichterin der 8. Ab teilung des Bezirksgerichts Zürich vom 24. September 2003 geregelt worden war (vgl. ER act. 5 und 24), verlangte die Gesuchstellerin, Erstappellantin, Zweitappellatin und Besc hwerdegegnerin (im Folgenden Be- schwerdegegnerin) am 7. Oktober 2005 beim Friedensrichteramt der Stadt Zürich Kreis 00 die Ehescheidung. Anlässlich der Sühnverhandlung vo m 8. November 2005 einigten sich die Parteien auf die Einreichung eines gemeinsamen Schei- dungsbegehrens, welches der Friedensrichter mit Verfügung vom 11. November 2005 an das Bezirksgericht Zürich überwi es (ER act. 1). Im Laufe des bezirksge- richtlichen Verfahrens bestätigten bei de Parteien, denen mit Verfügung vom 9. November 2006 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt un d in der Person ihres jeweiligen Rechtsvertreters ein u nentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt wur- de (ER act. 42), ihren Scheidungswillen (vgl. ER act. 21/1-2). Zudem schlossen sie unter Mitwirkung des Gerichts eine Teilvereinbarung betreffend Güterrecht ab (ER act. 50). Am 20. Juli 2007 fällte die Ei nzelrichterin der 8. Abteilung des Be- zirksgerichts Zürich (Erstinstanz) ihr Ur teil. Damit wurden die Ehe der Parteien gestützt auf Art. 112 ZGB geschieden, die geschlossene Teilvereinbarung ge- nehmigt und die übri gen Nebenfolgen der Scheidung (Z uteilung der elterlichen Sorge über die Tochter D. an die Besc hwerdegegnerin, Festsetzung des Be- suchsrechts des Beschwerdeführers, Festsetzung der vom Beschwerdeführer zu leistenden Kinder- und nac hehelichen Unterhaltsbeit räge sowie der vorsorge- rechtlichen Ausgleichsansprüche) geregelt (ER act. 89 = OG act. 95). - 3 - b) Gegen das erstinstanzlic he Erkenntnis appellierten beide Parteien, wobei sich die (Erst-)Berufung der Beschwe rdegegnerin gegen die Regelung des Be- suchsrechts, die Höhe der ihr zu zahlenden nachehelichen Un terhaltsbeiträge sowie die Kosten- und Ent schädigungsfolgen (vgl. OG act. 96, 105, 117 und 127) und die (Zweit-)Berufung des Beschwerdeführers gegen die Höhe der Kinder- und nachehelichen Unterhaltsbeiträge richtete (OG act. 98). Am 19. Februar 2008 be- schloss die I. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich (Vorinstanz), auf die Zweitberufung (mangels hinreichend bestimmter Anträge und Begründung derselben) nicht einzutreten und von den in Rechtskraft erwachsenen Punkten des erstinstanzlichen Entscheids (Scheidun g, elterliche Sorge, Genehmigung der Teilvereinbarung, Abweisung des Begehr ens um Anweisung an die Schuldner, Aufteilung der Austrittsleistungen aus der beruflichen Vorsorge und Gerichtskos- ten) Vormerk zu nehmen (OG act. 114). Mi t Urteil vom 16. Dezember 2008 ent- schied die Vorinstanz sodann über die im Berufungsverfahren strittig gebliebenen Punkte. Hierbei wurde der Beschwerdeführ er unter anderem verpflichtet, der Be- schwerdegegnerin ab Eintritt der Rechtskraft des Urteils monatliche Kinderunter- haltsbeiträge von Fr. 1'350.-- zuzüglich allf älliger gesetzlicher oder vertraglicher Kinderzulagen bis zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen Ausbildung von D. sowie – gestützt auf Art. 125 ZG B – nacheheliche Unterhaltsbeiträge von monatlich Fr. 800.-- (bis 30. November 2013) bzw. Fr . 560.-- ab 1. Dezember 2013 bis 31. März 2026 zu bezahlen, wobei sich der monatliche Unterhaltsbeitrag an die Beschwerdegegnerin persönlich mit Beendigung der Unterhaltspflicht ge- genüber der Tochter D. auf Fr. 1'912.-- erhöhe (OG act. 162 = KG act. 2). 3.a) Gegen dieses den Parteien am 5. Januar 2009 zugestellte (OG act. 163/1-2), als Berufungs(end)entscheid ohne weiteres besch werdefähige (vgl. § 281 ZPO und Frank/Sträuli/Messmer, Ko mmentar zur zürcherischen Zivilpro- zessordnung, 3. A., Zürich 1997, N 9 zu § 281 ZPO; von Rechenberg, Die Nich- tigkeitsbeschwerde in Zivil- und Strafsachen nach zürcherischem Recht, 2. A., Zü- rich 1986, S. 4; Spühler/Vock, Rechtsmi ttel in Zivilsachen im Kanton Zürich und im Bund, Zürich 1999, S. 62) obergericht liche Urteil richtet sich die vorliegende, vom 9. Februar 2009 datierte, gleich entags zur Post gegebe ne und damit frist- wahrend eingereichte (vgl. § 287 ZPO so wie § 140 Abs. 1 GVG und §§ 191-193 - 4 - GVG; s.a. ZR 95 Nr. 39) Nic htigkeitsbeschwerde (KG act. 1). Damit verlangt der Beschwerdeführer in der Sache selbst die Aufhebung der Dispositivziffern 2 und 3 (betreffend die Höhe der von ihm zu leistenden Kinder- und nachehelichen Unter- haltsbeiträge) des vorinstanzlichen Erkenntnisses (KG act. 1 S. 2 und 3, Ziff. 6). b) Mit Präsidialverfügung vom 10. Februar 2009 wurden die vorinstanzlichen Akten beigezogen (s.a. KG act. 4 und 7) und der Beschwerde antragsgemäss (vgl. KG act. 1 S. 2 [und S. 3, Ziff. 7]) aufschiebende Wirkung verliehen (KG act. 5). Eine Kaution (nach § 75 Abs. 1 ZPO) war dem Be schwerdeführer schon auf- grund der auch im Rechtsmittelverfahren geltenden Ausschlussvorschrift von § 78 Ziff. 1 ZPO nicht aufzuerlegen (vgl. Meye r, Säumnisfolgen und Kostenfragen, in: Bräm [Hrsg.], Anpassung des Zürcher Prozessrechts im Personen- und Familien- recht, Zürich 2001, S. 50; Kass.-Nr. AA060042 vom 6.11.2006 i. S. L. und L.c.L., Erw. I/2; AA070028 vom 3.4.2007 i.S. I.c.I., Erw. 1/d; ZR 105 Nr. 28; 82 Nr. 21; Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 5 zu § 78 ZPO). Überdies steht er (auch im Kassationsverfahren) im Genuss der unentgel tlichen Prozessführung (vgl. § 85 ZPO und hinten, Erw. III). Währenddem die Vorinstanz ausdrü cklich auf Vernehmlassung zur Be- schwerde verzichtet hat (KG act. 9), lässt die Beschwerdegegnerin in ihrer recht- zeitig erstatteten (vgl. KG act. 5 und 6/2b) Beschwerdeantwort vom 19. März 2009, die dem Beschwerdeführer unter dem 20. März 2009 zur Kenntnisnahme zugestellt wurde (KG act. 12 und 13/1) , beantragen, die Beschwerde vollumfäng- lich abzuweisen (KG act. 10). Weitere Stellungnahmen sind nicht eingegangen. II. 1. Die Vorinstanz ging bei der Festsetzung der angefochtenen Unterhaltsbei- träge von einem Monatseinkommen des Besc hwerdeführers von Fr. 6'999.-- aus. Dabei stützte sie sich auf die vom Beschwerdeführer ins Recht gereichte Lohnab- rechnung des Monats Mai 2008 (OG act. 130/4), und sie addierte zu den dort aus- gewiesenen (berechnungsre levanten) Bezügen (Brutto -Monatslohn Fr. 5'700.--, Prämien Fr. 1'160.-- und Fixspesen Fr. 500. --, woraus ein Nettoeinkommen von - 5 - Fr. 6'719.-- resultiert) die Einnahmen aus dessen Putztätigkeit in der Höhe von Fr. 280.-- (KG act. 2 S. 57). 2. Die Beschwerde richtet sich (aussch liesslich) gegen die vorinstanzliche Bezifferung des beschwerdeführerischen Einkommens, welche der Beschwerde- führer für offenkundig falsch hält (KG act. 1 S. 3, Ziff. 1). Seiner Meinung nach lei- det der vorinstanzliche Entscheid diesbez üglich an den Nichtigkeitsgründen von § 281 Ziff. 1, 2 und 3 ZPO (KG act. 1 S. 3, Ziff. 5). In Tat und W ahrheit liege sein Einkommen nämlich viel tiefer. Zur Begründung bringt der Beschwerdeführer zunächst vor, die Vorinstanz, die sich für die Berechnung seines (auch zukünftigen) Einkommens auf eine ein- zige Monatsabrechnung (Mai 2008) gestützt habe, habe ihm einerseits zu Unrecht neben seinem festen Lohn eine n monatlichen Prämienbetrag von Fr. 1'160.-- an- gerechnet, obwohl ihm nur gerade in den Monaten Mai und August 2008 eine Prämie in dieser Höhe ausbezahlt wo rden sei. Anlässlich der Berufungsverhand- lung habe er – von der Vorinstanz eige ns dazu befragt – jedoch ausdrücklich da- rauf hingewiesen, dass der in der Lohnabrechnung vom Mai 2008 aufgeführte Prämienbetrag auf zusätzliche Arbeitsleistung an fünf Samstagen zurückzuführen sei und nicht allmonatlich anf alle, sondern für die künftigen Monate mit weniger Samstagsarbeit und damit weit weniger hohen Prämien zu rechnen sei. Dass dies zutreffe, sei mit den (von ihm im Besch werdeverfahren nachgereichten) Lohnab- rechnungen von Juni bis Dezember 2008 (K G act. 3/1-7) denn auch sofort beleg- bar. Wenn die Vorinstanz ungeachtet de ssen und ohne Würdigung des Einmalig- keitscharakters dieses Mehrverdienste s annehme, er erhalte jeden Monat einen Prämienbetrag von Fr. 1'160.--, liege darin eine aktenwidrige Annahme. Bereits deshalb betrage sein monat licher Einkommensüberschuss entgegen vorinstanzli- cher Auffassung (KG act. 2 S. 58) nicht Fr. 1'912.--, sondern lediglich Fr. 471.80, womit der Beschwerdeführer – wie er berei ts in der Berufungsantwort und anläss- lich der Berufungsverhandlung vorgetragen habe – nicht in der Lage sei, die von ihm verlangten Unterhaltsbeiträge zu bezahlen (KG act. 1 S. 4 f., Ziff. 3-9 m.Hinw. auf OG Prot. S. 34; dazu hinten, Erw. II/4/c). - 6 - Andererseits – so der Beschwerdeführer weiter – habe ihm die Vorinstanz gestützt auf das erstinstanzliche Protokoll zu Unrecht ein zusätzliches Einkom- men aus einer Putztätigkeit von monatlich Fr. 280.-- angerechnet. Diese Tätigkeit habe er jedoch (nur) im Jahre 2005/2006 aus geübt, wie er damals vor Erstinstanz erklärt habe. Hingegen habe er vor Vorinstanz zu Protokoll gegeben, dass er nun- mehr einzig bei seinem neuen Arbeitgeber (E.) als angestellter Gipser arbeite. Weitere Arbeitstätigkeiten habe er in se inen Eingaben und anlä sslich seiner Be- fragung nicht genannt und seien von der Beschwerdegegnerin auch nicht behaup- tet worden. Hinsichtlich dieses Verdienst anteils sei der vorinstanzliche Entscheid daher aktenwidrig (KG act. 1 S. 5 f., Ziff . 10-12 m.Hinw. auf OG Prot. S. 34; dazu hinten, Erw. II/4/b). Schliesslich wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz vor, die wegen der Kinderbelange (Kinderunterhaltsbeiträge) geltende Offizialmaxime verletzt zu ha- ben, indem sie sich bei der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge auf veraltete und nicht überprüfte Zahlen gestützt habe (KG act. 1 S. 6, Ziff. 12; dazu hinten, Erw. II/4/a). 3.a) Bevor im Einzelnen auf diese Rügen eingegangen wird, ist der Be- schwerdeführer auf die besondere Natur des Beschwerdeverfahrens hinzuweisen. Dieses stellt keine Fortsetzung des Verf ahrens vor dem Sachrichter (mit umfas- sender Prüfungsbefugnis u nd Prüfungspflicht der Kassationsinstanz bezüglich des gesamten Prozessstoffes sowohl in rechtlicher wie auch tatsächlicher Hin- sicht) dar. Zu prüfen ist vielmehr (alle in), ob der mit der Beschwerde angefochte- ne Entscheid aufgrund des bei der Vorinstanz gegebenen Aktenstandes an einem Nichtigkeitsgrund im Sinne von § 281 Ziff. 1-3 ZPO leidet. Dabei muss der Nich- tigkeitskläger den behaupteten Nichtigkei tsgrund in der Beschwerdeschrift selbst nachweisen (§ 288 Abs. 1 Ziff. 3 ZPO); gemäss § 290 ZPO werd en lediglich die geltend gemachten Nichtigkeitsgründe überprüft (sog. Rügeprinzip). Um diesen ihm obliegenden Na chweis zu erbringen, hat sich der Nichtig- keitskläger konkret mit dem angefochtenen En tscheid und den darin enthaltenen, den Entscheid tragenden Erwägungen ausei nanderzusetzen und hierbei darzule- gen, inwiefern diese mit einem Mangel im Sinne von § 281 ZPO behaftet seien. - 7 - Die blosse Verweisung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wiederholung genügen hiefür nicht; insbesondere geht es auch nicht an, frühere Vorbringen oder Rechtsschriften zum integrierenden Be standteil der Nichtig keitsbeschwerde zu erklären. Ebenso wenig lässt sich – zumal bei Einwänden gegen die Feststel- lung des rechtserheblichen Sachverhalts du rch die Vorinstanz – ein Nichtigkeits- grund rechtsgenügend dartun, indem bloss di e Richtigkeit der vorinstanzlichen Auffassung in Abrede gestellt und dieser in appellatorischer Weise die eigene, abweichende Würdigung der aktenkundigen Beweise entgegengestellt wird. Viel- mehr sind in der Beschwerdebegründung die angefochtenen Stellen des vo- rinstanzlichen Entscheids genau zu bez eichnen und diejenigen Aktenstellen, aus denen sich ein Nichtigkeitsgrund ergeben soll, im Einzelnen anzugeben (einläss- lich zu den formellen Anforderungen an eine Beschwerdebegründung von Re- chenberg, a.a.O., S. 16 ff.; Spühler/Vock, a. a.O., S. 56 f., 72 f.; s.a. Frank/Sträuli/ Messmer, a.a.O., N 4 zu § 288 ZPO). Imme rhin hat die Subsumtion der gerügten Mängel unter die einzelnen Ziffern v on § 281 ZPO gemäss dem Grundsatz "iura novit curia" von Amtes wegen zu erfolgen, weshalb die fehlen de oder unzutref- fende Einordnung des geltend gemachten Mangels unter die gesetzlich vorgese- henen Nichtigkeitsgründe einem Beschwerdeführer nicht zu schaden vermag (ZR 106 Nr. 8, Erw. II/5/b; 106 Nr. 78; Erw. II/2.1/c; Kass.-Nr. AA070097 vom 24.12. 2007 i.S. N.c.L., Erw. 3; AA070045 vom 5.6.2007 i.S. T. und B.c.R., Erw. II/2/a; Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 4 zu § 288 ZPO; von Rechenberg, a.a.O., S. 18; Spühler/Vock, a.a.O., S. 73 und 75). Erfüllt die Besc hwerde (als Ganzes) oder einzelne der darin erhobenen Rügen diese (als Rechtsmittelvoraussetzung von Amtes wegen zu prüfenden) Begründungsanf orderungen nicht, hat dies zur Fol- ge, dass auf die Beschwerde oder die ent sprechenden Vorbringen nicht eingetre- ten werden kann. Aus dem Wesen der Nichtigkeitsbeschwerde folgt, dass neue tatsächliche Behauptungen, Einreden, Bestreitungen und Beweise, di e eine Vervollständigung des Prozessstoffes bezwecken, über den der erkennende (Sach -)Richter zu ent- scheiden hatte, im Beschwerdeverfahren nicht zulässig sind (sog. Novenverbot); das gilt selbst dann, wenn die Vor aussetzungen von § 115 ZPO erfüllt wären (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 4a zu § 288 ZPO [und N 7b zu § 115 ZPO]; - 8 - Spühler/Vock, a.a.O., S. 75; Walder-Richli/Grob-Andermacher, Zivilprozessrecht, 5. A., Zürich/Basel/Genf 2009, § 39 Rz 65; ZR 76 Nr. 26; RB 1996 Nr. 121). b) Mit Blick auf die Zulässigkeit der erhobenen Rügen bzw. die Prüfungsbe- fugnis des Kassationsgerichts rechtfertigt sich sodann ein Hinweis auf § 285 ZPO. Danach ist die kantonale Nichtigkeitsbes chwerde unzulässig, soweit der ange- fochtene Entscheid dem Weiterzug an da s Bundesgericht unterliegt und dieses mit freier Kognition über prüfen kann, ob der geltend gemachte Mangel vorliegt (Grundsatz der Subsidiarität der kant onalen Nichtigkeitsbeschwerde gegenüber den bundesrechtlichen Rechtsmitteln). Das vorinstanzliche Urteil hat einen Rechtsstreit über ein dem Bundesprivat- recht unterstehendes Rechtsverhältnis (Ehescheidung) zum Gegenstand und un- terliegt der (ordentlichen) Beschwerde in Zivilsachen nach Art. 72 ff. BGG an das Bundesgericht (vgl. insbes. BGer 5A_308/2007 vom 23.11.2007, Erw. 1 ; 5A_663/2007 vom 28.1.2008, Erw. 1.2; 5A_43/2008 vo m 15.5.2008, Erw. 1.1; 5A_394/2008 vom 2.3.2009, Erw. 1.1; s.a. hinten, Erw. V). Im Rahmen dieses Rechtsmittels überprüft das Bundesgeric ht (unter anderem) ei ne behauptete Ver- letzung von Bundesrecht mit freier Kognition (Art. 95 lit. a BGG) . Folglich ist die Rüge der Verletzung von (formellem oder materiellem) Bundesrecht, zu welchem insbesondere auch die Vorschriften des Scheidungsrechts (Art. 111 ff. ZGB) ge- hören, nicht im kantonalen Kassationsverfahren, sondern mittels (ordentlicher) Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht zu erheben (ZR 107 Nr. 79, Erw. 3/b; 107 Nr. 59, Erw. 3.1; 107 Nr. 21, Erw. II/5/b m. w.Hinw.; Reetz, Das neue Bundesgerichtsgesetz unter besonderer Be rücksichtigung der Beschwerde in Zi- vilsachen, SJZ 2007, S. 37). c) Schliesslich ist vorauszuschicken, dass Aktenwidrigkeit im Sinne von § 281 Ziff. 2, 1. Variante ZPO nur vorlieg t, wenn Bestandteile der Akten, die im Zeitpunkt des fraglichen Entscheides dem Gericht vorlagen, überhaupt nicht oder nicht in ihrer wahren Gestalt in die Beweiswürdigung einbezogen wurden und sich deshalb die angefochtene tatsächliche Festste llung als "blanker Irrtum" erweist (von Rechenberg, a.a.O., S. 27; Spühler/Vock, a.a.O., S. 67 f.; Frank/Sträuli/ Messmer, a.a.O., N 44 zu § 281 ZPO; ZR 55 Nr. 115; 81 Nr. 88, Erw. 6). Demge-- 9 - genüber ist die Beweiswürdigung willkürlich (im Sinne von § 281 Ziff. 2, 2. Varian- te ZPO), wenn der richtig wiedergegebene Akteninhalt im Zusammenhang mit der Feststellung der tatsächlichen Verhältnisse in qualifiziert unrichtiger, d.h. unver- tretbarer Weise gewürdigt wurde. Das trifft nicht schon dann zu, wenn die Kassa- tionsinstanz bei freier Prüfung eventuell anders entsc heiden würde; vielmehr muss der vom Sachrichter gezogene Schluss für einen unbefangen Denkenden als geradezu unhaltbar erscheinen (ZR 81 Nr. 88, Erw. 6; von Rechenberg, a.a.O., S. 28; RB 2002 Nr. 11). Es re icht für den Willkürvorwurf mit anderen Wor- ten nicht aus, wenn in tatsächlicher Hinsicht auch ein anderer Schluss als der von der Vorinstanz gezogene denkbar ist (oder gar sachgerechter erscheint). Die Unterscheidung zwischen Aktenwidrigkeit und Willkür war unter der Herrschaft des OG insbesondere für die A bgrenzung der Prüfungszuständigkeit zwischen dem Kassationsgericht und dem Bundesgericht von Bedeutung. Seit der Inkraftsetzung des BGG hat sie ihre Re levanz jedoch weitestgehend verloren, sind nunmehr doch sowohl die Willkür- al s auch die Aktenwidrigkeitsrüge im kan- tonalen Kassationsverfahren stets zulässig (vgl. ZR 107 Nr. 21). 4.a) Mit Bezug auf den Einwand der Verletzung der vorliegend geltenden Of- fizialmaxime (KG act. 1 S. 6, Ziff. 12) ist aufgrund der Begründung desselben da- von auszugehen, dass der Besch werdeführer damit nicht die Offizialmaxime im engeren Sinne (als Gegensatz zur Disposit ionsmaxime), sondern die Untersu- chungsmaxime (als Gegenstück zur Ver handlungsmaxime und Unterart der Offi- zialmaxime im weiteren Sinne) anspricht (vgl. zu den Begriffen Vogel/Spühler, Grundriss des Zivilprozessrechts, 8. A ., Bern 2006, Kap. 6 Rz 46 ff.; Staehelin/ Staehelin/Grolimund, Zivilprozessrecht, Zürich 2008, § 10 Rz 3 ff., insbes. Rz 3, 6, 15 und 24; s.a. Walder- Richli/Grob-Andermacher, a.a.O., § 18 Rz 1 f.; Berger/ Güngerich, Zivilprozessrecht, Bern 2008, Rz 500 ff., 517 ff.; Habscheid, Schwei- zerisches Zivilprozess- und Gerichtsorganisationsrecht, 2. A., Basel/Frankfurt a.M. 1990, Rz 534 ff). (Inwieweit die Offi zialmaxime im enger en Sinne verletzt sein sollte, wäre im Übrigen nicht nachv ollziehbar, soweit im Kassationsverfahren überhaupt auf eine dahing ehende Rüge eingetreten wer den könnte.) Die damit zur Prüfung gestellte Frage, inwieweit das Ge richt verpflichtet ist, in Scheidungs-- 10 - verfahren, in denen auch Kinderbelange betroffen sind, den massgeblichen Sach- verhalt von Amtes wegen abzuklären bzw. die entscheidrelevanten tatsächlichen Grundlagen (zu denen mit Blick auf die R egelung der Scheidu ngsnebenfolgen auch die Höhe des Einkommens der Parteien gehört) von sich aus zu eruieren, beurteilt sich nach Art. 145 Abs. 1 ZGB. Fo lglich wird mit dem Vorwurf der Miss- achtung der Untersuchungsmaxime eine Verletzung von (formellem) Bundesrecht gerügt, dessen richtige Anwendung das Bundesgericht im Rahmen der gegen den angefochtenen Entscheid zulässigen Beschwer de in Zivilsachen mit freier Kogni- tion überprüfen kann. Damit ist die Rüge der kassationsgerichtlichen Beurteilung aber entzogen und insoweit unz ulässig (§ 285 ZPO und vorne, Erw. II/3/b). Dies- bezüglich kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. b) Was die beschwerdeführerische Krit ik an der vorinstanzlichen Annahme eines zusätzlichen Einkommens in der Höhe von Fr. 280.-- aus Putztätigkeit be- trifft (KG act. 1 S. 5 f., Ziff. 10-12), is t damit kein (im Kassationsverfahren über- prüfbarer) Mangel im Sinne von § 281 ZPO nachgewiesen: Einerseits unterlässt es der Beschw erdeführer, anhand von Hinweisen auf konkrete Aktenstellen (insbesondere auf die betreffenden Stellen im erstinstanzli- chen Protokoll) rechtsgenügend aufzuzeigen, dass er – wie in der Beschwerde geltend gemacht wird – erklärt habe, dies e Tätigkeit nur im Jahre 2005/2006 aus- zuüben. Ein entsprechender Hinweis findet sich auch an der vom Beschwerdefüh- rer bezeichneten Stelle im angefochtenen En tscheid (KG act. 2 S. 57) nicht. In- soweit vermag die Beschwerde den forme llen Anforderungen an eine Beschwer- debegründung nicht zu genügen bzw. hat diese Behauptung als im Beschwerde- verfahren unzulässiges neues Vorbringen zu gelten (vgl. § 288 ZPO und vorne, Erw. II/3/a). Andererseits ist die von der Vorins tanz getroffene Annahme betreffend Zu- satzverdienst aus Putztätigkeit im Lichte der Aktenlage unter dem (beschränkten) Blickwinkel von § 281 Ziff. 2 ZPO auch in materieller Hinsicht nicht zu beanstan- den. Entgegen den Ausführungen in der Be schwerdeschrift hat der Beschwerde- führer anlässlich seiner Befragung an der Berufungsverhandlung nämlich keines- wegs zu Protokoll gegeben, dass die An stellung bei seinem neuen Arbeitgeber - 11 - (E.) seine einzige Arbeitstätigkeit sei. Dazu wur de er gar nicht befragt. Vielmehr wurde er dort nur gefragt, ob er in einem neuen Anstellungsverhältnis stehe (was er bejahte), und es wurden Fragen zu dess en Ausgestaltung gest ellt (die er be- antwortete); ob er daneben noch andere (Zus atz-)Verdienste erziele, war hinge- gen nicht Thema der Befragung durch die Vori nstanz (OG Prot. S. 34 f.). Deshalb lässt sich aus seinen dortigen Antworten auch nicht ableiten, dass er einen weite- ren Zusatzverdienst verneint und erklär t habe, seine neue Anstellung als Gipser sei seine einzige Arbeitstätigkeit. Berü cksichtigt man zudem, dass der Beschwer- deführer anlässlich seiner Befragung vor Er stinstanz am 6. September 2006 er- klärt hat, dass er seit ungefähr sech s Monaten am Sonntag putzen gehe "und auch zukünftig ... immer ... gehen" werde (ER Prot. S. 43 unten), erscheint es als durchaus vertretbar, wenn die Vorinstanz in tatsächlicher Hinsicht angenommen hat, er erziele nach wie vor (und auch inskünftig) einen Zusatzverdienst von Fr. 280.-- aus (sonntäglicher und damit ausserhalb der Arbeitszeit bei seinem neuen Arbeitgeber liegender) Putztätigkeit; jedenfalls ist diese Annahme weder aktenwidrig noch willkürlich. (Ob dieser Zusatzverdienst dem Beschwerdeführer für die Unterhaltsrechnung anzurechnen sei oder ob der Beschwerdeführer – wie die Erstinstanz angenommen hat [ER act. 89 S. 15] – neben seiner Anstellung nicht zur Aufrechterhaltung dieser Tätigkeit verpflichtet werden könne, hat das Kassationsgericht nicht nur mangels einer dahingehenden Rüge, sondern auch deshalb nicht zu prüfen, weil es sich dabei um eine vom Bundesrecht beherrschte und damit vom Bundesgericht zu beur teilende Rechtsfrage handelt [§ 285 ZPO und vorne, Erw. II/3/b].) In diesem Punkt wäre die Beschwerde somit abzuweisen, könnte unter dem Aspekt von § 288 ZPO überhaupt auf sie eingetreten werden. c) Es bleibt die Rüge zu beurteilen, die Vorinstanz habe in aktenwidriger Weise angenommen, dem Beschwerdefüh rer werde im Rahmen seines neuen Anstellungsverhältnisses als Gipser dauer haft ein Prämienbetrag von Fr. 1'160.-- pro Monat ausgerichtet (KG act. 1 S. 4 f., Ziff. 3-9). aa) Soweit sich der Beschwerdeführ er zum Nachweis seiner Behauptung, entgegen der (impliziten) Annahme der Vori nstanz habe die Prämie Einmalig- keitscharakter gehabt und habe er in den späteren Monaten – von einer einzigen - 12 - Ausnahme abgesehen – nie mehr eine Prämie in dieser Höhe erhalten, auf die als Beilagen zur Beschwerde nachgereich ten Lohnabrechnungen der Monate Juni 2008 bis Dezember 2008 beruft (KG act. 1 S. 4, Ziff. 5), können seine Vorbringen nicht gehört werden. Denn bei diesen erstmals im Kassationsverfahren beige- brachten Lohnabrechnungen handelt es sich um den Prozessstoff ergänzende neue Beweisstücke, die aufgrund des im Beschwerdeverfahren geltenden Noven- verbots bei der Entscheidfindung von vornherein ke ine Berücksichtigung finden können (vgl. vorne, Erw. II/3/a a.E.). bb) Gleich verhält es sich insoweit, als der Beschwerdeführer in diesem Zu- sammenhang seine Vorbringen zu seiner finanziellen Leistungsfähigkeit in der Berufungsantwortschrift und im Plädoy er anlässlich der Berufungsverhandlung zum integrierenden Bestandteil der Beschwerde(begründung) erklärt (KG act. 1 S. 5, Ziff. 9). Mit einer derart pauschalen Verweisung auf früher gemachte Ausfüh- rungen lässt sich – ebenso wenig wie mi t dem beschwerdeführerischen Hinweis auf die nicht existierende Seite 21 der Beru fungsantwort (vgl. OG act. 112) – der behauptete Nichtigkeitsgrund nicht nachwei sen (§ 288 ZPO und vorne, Erw. II/3/a). cc) Trotz dieser proze ssualen Einschränkungen er weist sich die Beschwer- de diesbezüglich als begründet: So weis t die als Grundlage der Einkommensbe- stimmung dienende Lohnabrec hnung des Beschwerdeführers vom Mai 2008 ne- ben dem festen Monatslohn und den gemäss Arbeitsvertrag (OG act. 130/3) ebenfalls monatlich zu erst attenden Fixspesen eine eigene Position "Prämien" aus (OG act. 130/4). Prämi en stellen ihrem Wesen nach aber keinen festen mo- natlichen Lohnbestandteil dar, sondern werden in aller Regel nur als Anerken- nung für besondere (Mehr-)Leistungen (oder als Anteil am Geschäftsergebnis) ausgerichtet. Sie stellen eine zum Fix- bzw. Zeitlohn hinzutretende zusätzliche Vergütung zur Belohnung einer in qualitativer oder quantitativer Hinsicht besonde- ren Leistung dar (Vischer, Der Arbeitsvertrag, 3. A., Basel 2005, S. 100; Rehbin- der, Berner Kommentar zum schweizeri schen Privatrecht, Bd. VI, 2. Abt., 2. Teilbd., 1. Abschnitt, Bern 1985, N 33 zu Art. 322 OR, N 5 zu Art. 326 OR; Staehelin/Vischer, Zürcher Kommentar zu m Schweizerischen Zivilgesetzbuch, - 13 - Teilbd. V 2c, 3. A., Zürich 1996, N 8 zu Art. 322 OR; Portmann/Stöckli, Schweize- risches Arbeitsrecht, 2. A., Zürich/St. Ga llen 2007, Rz 261; Geiser, Boni zwischen Privatrecht und öffentlichem Interesse, re cht 2009, S. 119). Deshalb kann nicht ohne weiteres davon ausgegang en werden, dass Prämienz ahlungen, die in einer bestimmten Monatslohnabrechnung ausgewies en sind, allmonat lich als fester Lohnbestandteil in der betreffen den Höhe ausbezahlt werden. Das gilt erst recht, wenn – wie vorliegend – nur eine einz ige (Monats-)Lohnabrechnung aktenkundig ist (und nicht mehrere Abrechnungen vorl iegen, in denen stets ein entsprechen- der Prämienanteil ausgewiesen wird), im schriftlichen Arbeitsvertrag kein (fester) Prämienanspruch verabredet ist (vgl. OG act. 130/3) und auch keine anderweiti- gen Anhaltspunkte für eine diesbezügliche Vereinbarung bestehen. Vielmehr sind Prämienanteile naturgemäss von bestimmt en, sich wandelnden Umständen ab- hängig. Ihr Anfall (als solcher) ist daher häuf ig unsicher und ihre Höhe meist vari- abel. Dessen scheint sich zunächst auch die Vorinstanz bewusst gewesen zu sein, wie sich aus ihren expliziten Na chfragen zum in der Lohnabrechung vom Mai 2008 ausgewiesenen Prämi enbetrag ergibt (vgl. OG Prot. S. 34 f.). Der Be- schwerdeführer hat in Beant wortung dieser Fragen dargel egt, woraus die Prämie von Fr. 1'160.-- resultiert (zusätzlic he Arbeit an fünf Samstagen), deren Ausnah- mecharakter herausgestrichen und erklär t, dass und weshalb nicht zu erwarten sei, dass er auch in Zukunft eine (all)monat liche Prämie in dieser Höhe erhalten werde (OG Prot. S. 34 f.). Im Lichte di eser auf den ersten Blick durchaus plausib- len, mit dem Wesen einer Prämienzahlung korrelierenden Ausführungen erscheint die vorinstanzliche Annahme, dem Beschwe rdeführer werde – gleichsam als fes- ter Lohnbestandteil (neben dem Lohn und den Fixspesen) – dauerhaft eine Prä- mie von Fr. 1'160.-- pro Monat ausgericht et, für einen unbefangen Denkenden als unhaltbar bzw. unvertretbar; dies umso mehr , als sich die Vorinstanz hierbei nicht einmal ansatzweise mit dem besonderen (Ausnahme-)Charakter einer im Rah- men eines Arbeitsverhältnisses ausger ichteten Prämie und den diesbezüglichen Erklärungen des Beschwerdeführers aus einandersetzt, sondern ihre sowohl der Natur einer Prämie als auch den besch werdeführerischen Angaben widerspre- chende Annahme ohne jedwelch e nähere Begründung – sozu sagen im Sinne ei-- 14 - ner sich aus einer einzelnen Mo natslohnabrechnung ergebenden Selbstverständ- lichkeit – trifft. Es kommt hinzu, dass nur eine Minderheit von Monaten (wie der Mai 2008) fünf Samstage aufweist, womit fü r die Mehrzahl der (anderen) Monate schon wegen der kleineren Anzahl Samst age nicht ohne Willkür auf eine (für Samstagsarbeit geleistete) Prämie in derselben Höhe wie im Mai 2008 geschlos- sen werden kann. Die angefochtene tatsächliche Feststellung, die sich bei der Be- rechnung der Unterhaltsbeiträge zum Nachteil des Beschwerdeführers ausgewirkt hat (vgl. § 281 ZPO), ist somit willkürlich im Sinne von § 281 Ziff. 2 ZPO. 5. Demzufolge ist die Beschwerde gutzuheissen, das angefochtene Urteil mit Bezug auf die Festsetzung der Unter haltsbeiträge (sowie der Kosten- und Entschädigungsfolgen) aufzuheben und die Sache zur diesbezüglichen Neubeur- teilung an die Vorinstanz zurückzuweis en (§ 291 Satz 1 und 3 ZPO). Dabei wird mit Blick auf Art. 145 ZGB auch zu prüfen sein, ob und inwieweit die vor Kassati- onsgericht vorgebrachten neuen Behaupt ungen und Beweismittel zum Einkom- men des Beschwerdeführers bei der neuen Entscheidfindung mitzuberücksichti- gen seien (vgl. BGE 128 III 411 ff.). III. Wie bereits erwähnt, wurde beiden Part eien von der Erstinstanz die unent- geltliche Rechtspflege im Sinne von §§ 84/87 ZPO bz w. Art. 29 Abs. 3 BV ge- währt (s. ER act. 42) und bislang auch nicht wieder entzogen (vgl. KG act. 2 S. 70 und 72). Grundsätzlich gilt eine einmal er teilte Bewilligung des prozessualen Ar- menrechts nicht nur für die angerufene Instanz, sondern auch für allfällige (kanto- nale) Rechtsmittelverfahren. Immerhin kann die Rechtsmittelinstanz für ihr Verfah- ren einen selbstständigen En tscheid treffen (§ 90 Abs. 2 ZPO; Frank/Sträuli/ Messmer, a.a.O., N 3 zu § 90 ZPO; ZR 97 Nr. 28, Erw. 10/b; s.a. § 91 ZPO). Da- zu besteht vorliegend jedoch kein Anlass, sind die ge setzlichen Voraussetzungen des prozessualen Armenrechts (Mittellosigkeit, fehlende Aussichtslosigkeit des im Beschwerdeverfahren vertretenen Prozessstandpunktes, sachliche Notwendigkeit einer anwaltlichen Verbeiständung) doch bei beiden Parteien auch bezüglich des - 15 - Beschwerdeverfahrens als erfüllt zu betrach ten. Somit gilt die erstinstanzlich er- teilte Bewilligung zugunsten beider Parteien ohne we iteres auch im Beschwerde- verfahren. Eines besonderen Antrags oder Entscheids bedarf es dazu nicht. IV. 1. Gemäss der auch im Rechtsmittelverfahren geltenden allgemeinen Regel von § 64 Abs. 2 ZPO werden die Gericht skosten der unterliegenden Partei aufer- legt. Sie bestehen in einer sämtliche Kosten abdeckenden (§ 2 Abs. 3 GGebV) Gerichtsgebühr, deren Höhe sich nach § 5 Ab s. 1 in Verbindung mit § 4 Abs. 3 und 4 GGebV richtet (vgl. § 13 Abs. 1 und 2 GGebV). Da die Beschwerdegegne- rin mit ihrem Rechtsmittelantrag (auf Ab weisung der Beschwerde) unterliegt (vgl. KG act. 10 S. 2), ist sie für das Verfahr en vor Kassationsgericht kostenpflichtig. Zufolge der ihr gewährten unen tgeltlichen Prozessführung sind die Kosten aber einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Zugleich ist die Beschwerdegegne- rin auf § 92 ZPO hinzuweisen, wonach da s Gericht eine Partei zur Nachzahlung der ihr nach §§ 84/87 ZPO erlassenen Gerichtskosten und Auslagen für ihre Ver- tretung verpflichten kann, sollt e sie später in günstige wir tschaftliche Verhältnisse kommen. 2. Sodann hat nach § 68 Abs. 1 ZPO die unterliegende Partei die Gegenpar- tei in der Regel im gleichen Verhältnis für Kosten und Umtriebe zu entschädigen, wie ihr Kosten auferlegt werden. Da di e Bewilligung der unent geltlichen Rechts- pflege nicht von der allfälligen Pflicht zur Leistung einer Prozessentschädigung an die Gegenpartei befreit (vgl. § 85 ZPO; Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 2 zu § 84 ZPO, N 1 zu § 85 ZPO und N 14b zu § 68 ZPO), ist die (für kostenpflichtig erklärte) Beschwerdegegnerin ausserdem zu verpflichten, dem unentgeltlichen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (vgl. § 89 Abs. 1 ZPO) für die durch die Beschwerdeerhebung verursachten Kosten und Umtriebe eine Prozessentschädi- gung auszurichten, deren Höhe im Rahmen der §§ 3 ff. AnwGebV (insbes. § 4 Abs. 1 in Verbindung mit § 3 Abs. 5 und § 12 Abs. 1 AnwGebV) nach Ermessen festzusetzen ist (§ 69 ZPO; Frank/Sträuli/ Messmer, a.a.O., N 2 zu § 69 ZPO [und - 16 - N 13 zu § 68 ZPO]). Im Falle der Uneinbrin glichkeit wäre die Entschädigung aus der Gerichtskasse zu leisten (§ 89 Abs. 2 ZPO), und der Anspruch ginge auf die Gerichtskasse über (§ 89 Abs. 3 ZPO). 3. Schliesslich ist de m unentgeltlichen Rechtsvertreter der Beschwerdegeg- nerin für seine Bemühungen und Auslagen im Kassationsverfahren eine nach denselben Vorschriften (der AnwGebV) zu bemessende Entschädigung aus der Gerichtskasse auszurichten (§ 89 Abs. 2 ZPO sowie § 16 AnwGebV; Frank/Sträu- li/Messmer, a.a.O., N 9 zu § 89 ZPO), wobei auch diesbezüglich der Nachzah- lungsvorbehalt im Sinne von § 92 ZPO gi lt. Deren Höhe ist unter Mitberücksichti- gung der vom unentgeltlichen Rechtsvertrete r ins Recht gereichten Honorarnote (KG act. 11) auf Fr. 1'582.80 (Mehrwertsteuer inbegriffen) festzusetzen (s.a. § 17 Abs. 1 AnwGebV). V. Beim vorliegenden (Rückweisungs-)Be schluss handelt es sich (in der Ter- minologie des BGG) um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG (vgl. BGE 133 V 645, Erw. 1; 133 V 481 f., Erw. 4.2) in ei ner Zivilsache vermögens- rechtlicher Natur (vgl. statt vieler BG er 5A_108/2007 vom 11.5.2007, Erw. 1.2; 5D_119/2007 vom 11.3.2008, Erw. 2.3; 5A_293/ 2007 vom 31.10.2007, Erw. 2.1; 5A_693/2007 vom 18.2.2008, Erw. 1; s.a. BGer 5A_742/2007 vom 28.4.2008, Erw. 1.1; BGE 133 III 395, Er w. 2), deren Streitwert angesichts der Höhe und der Dauer der strittigen Unterhalts beiträge jedenfalls über Fr. 30'000.-- liegt (vgl. Art. 51 Abs. 1 lit. c und Abs. 4 BGG). Dem nach und weil der Rechtsweg gegen Zwi- schenentscheide dem in der Hauptsache zulä ssigen Rechtsmittel folgt (vgl. BGE 133 III 647 f., Erw. 2.2; BGer 5D_4 1/2007 vom 27.11.2007, Erw. 2.2; 5A_663/2007 vom 28.1.2008, Erw. 1.2), ist gegen ihn die (ordentliche) Beschwer- de in Zivilsachen gemäss Art. 72 ff. BGG an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 BGG genannten Voraussetzungen zulässi g. Ob diese erfüllt sind, ent- scheidet gegebenenfalls das Bundesgericht. - 17 - Das Gericht beschliesst: 1. In Gutheissung der Nichtigkeitsbesch werde werden die Dispositiv-Ziffern 2-9 des Urteils der I. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 16. Dezember 2008 aufgehoben und die Sache diesbezüglich zur Neubeur- teilung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 2. Die Gerichtsgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf Fr. 1'000.--. 3. Die Gerichtsgebühr wird der Beschwer degegnerin auferlegt, zufolge der ihr bewilligten unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Ge- richtskasse genommen. Eine Nachforderung gemäss § 92 ZPO bleibt vor- behalten. 4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem unentgeltlichen Rechtsver- treter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt lic. iur. A., für das Kassations- verfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 1'200.-- zu bezahlen. Im Falle der Uneinbringlichkeit würde Rechtsanwalt lic. iur. A. die Entschädi- gung aus der Gerichtskasse entrichtet. 5. Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin, Rechtsanwalt lic. iur. B., wird für seine Bemühungen und Auslagen im Kassationsverfahren mit insgesamt Fr. 1'582.80 (Fr. 1'471.-- zuzüglich 7,6% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt. Eine Nachforderung gegenüber der Be- schwerdegegnerin gemäss § 92 ZPO bleibt vorbehalten. 6. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von Art. 90 ff. BGG (insbes. Art. 93 BGG) innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine Art. 42 BGG entsprechende Eingabe Beschwerde ge- mäss Art. 72 ff. BGG an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden. Der Streitwert liegt über Fr. 30'000.--. Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG. - 18 - 7. Schriftliche Mitteilung an die Partei en, die I. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich und die Einzelrichterin der 8. Abteilung des Bezirksge- richts Zürich (Proz.-Nr. FE051645), je gegen Empfangsschein. ______________________________________ KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Der juristische Sekretär: