<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00099</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204267&amp;W10_KEY=13013568&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00099</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 02.06.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht ist auf eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 23.11.2004 nicht eingetreten.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Baubewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Baubewilligung mit Parkplatz-Abbauverpflichtung Zuständige Rekursinstanz: Die Zuständigkeit des Regierungsrats erstreckt sich nicht nur auf Fälle, in denen eine Umweltverträglichkeitsprüfung positiv angeordnet wurde, sondern ebenso auf Fälle, in denen geltend gemacht wird, eine solche sei zu Unrecht unterblieben (E.3.1). Die Frage, ob vor der Baubewilligung eine Umweltverträglichkeitsprüfung hätte durchgeführt werden müssen, war im Rekursverfahren nicht strittig. Gleichwohl ist der Streitgegenstand des Rekursverfahrens sehr eng mit der Frage der UVP verknüpft. (...) Bei einer so engen Verknüpfung einer strittigen Parkplatz-Abbauverpflichtung mit der Frage der Umweltverträglichkeitsprüfung hat die Regel von § 329 Abs. 2 lit. c PBG einzugreifen. In Anlehnung an den erwähnten Entscheid ist daher der Regierungsrat zuständige Rekursinstanz, wenn die Frage der UVP zwingend beantwortet werden muss. Im Übrigen entspricht dies dem Zweck der zitierten Bestimmung. Wenn eine Änderung einer UVP-Pflichtigen Anlage in Frage steht und diese Änderung umweltrelevante Auswirkungen zeitigt, muss sinnvollerweise auch diejenige Behörde entscheiden, die für die UVP-pflichtige Anlage generell zuständig ist. Ob sich dabei auch die Frage einer neuen UVP stellt, ist nicht ausschlaggebend (E.3.3). Abweisung der Beschwerde </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN">BAUBEWILLIGUNG UND BAUBEWILLIGUNGSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKURSINSTANZ">REKURSINSTANZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMWELTVERTRÃGLICHKEITSPRÃFUNG (UVP)">UMWELTVERTRÃGLICHKEITSPRÃFUNG (UVP)</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">§ 329 Abs. I PBG</span><br/><span class="ungerade">§ 329 Abs. II lit. c PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 9 USG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">BEZ 2004 Nr. 68 S. 35</span><br/><span class="gerade">RB 2004 Nr. 77</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span class="UrteilstextChar"><span>Mit Beschluss vom 18. MÃ¤rz 2003 erteilte die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich der A AG die baurechtliche Bewilligung fÃ¼r den Neubau eines BÃ¼ro- und Gewerbehauses inklusive einer Unterniveaugarage mit 143 AutoabstellplÃ¤tzen anstelle von Betriebsbauten auf dem Grund­stÃ¼ck Kat.-Nr. 01 an der L-Srasse 92, 03, 06 und 05 in ZÃ¼rich. Die Baubewilligung war mit folgender Auflage verbunden (Disp. II. C. Ziff. 3):</span></span></p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>"FÃ¼r 69 AutoabstellplÃ¤tze erlischt die Bestandesgarantie. Es dÃ¼rfen maximal 389 AutoabstellplÃ¤tze vorhanden sein. Die Unterniveaugarage kann wie geplant in Betrieb genommen werden, wenn auf dem Gesamtareal (Kat.-Nr. 01 und Teil von Kat.-Nr. 06) mindestens gleichviel AutoabstellplÃ¤tze aufgehoben werden wie neue erstellt werden. Es ist in einem Plan darzustellen, wo sich die entsprechenden PlÃ¤tze befinden und mit geeigneten baulichen Massnahmen sicherzustellen, dass eine missbrÃ¤uchliche Nutzung ausgeschlossen werden kann."</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hiergegen erhob die A AG am 23. April 2003 Rekurs an die Baurekurskommission I und beantragte, es sei Disp. II. C. Ziff. 3 aufzuheben und das Vorhaben mit 136 AbstellplÃ¤tzen ohne Abbauverpflichtung fÃ¼r das Restareal zu bewilligen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschluss vom 23. Januar 2004 trat die Baurekurskommission I auf den Rekurs nicht ein und Ã¼berwies den Rekurs an den Regierungsrat zur Behandlung.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Mit Beschwerde vom 1. MÃ¤rz 2004 liess die A AG dem Verwaltungsgericht beantragen, den Nichteintretens-Entscheid der Baurekurskommission I vom 23. Ja­nuar 2004 aufzuheben und das Vorhaben mit 136 AbstellplÃ¤tzen ohne Abbauverpflichtung fÃ¼r das Restareal zu bewilligen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Gegenpartei.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Baurekurskommission I beantragte ohne weitere BegrÃ¼ndung die Abweisung der Beschwerde. Die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich stellte den Antrag, die Beschwerde gutzuheissen und die Verfahrenskosten zulasten der Staatskasse der Baurekurskommission I aufzuerlegen. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden EntscheidgrÃ¼nden wiedergegeben. </span></p> <p class="MsoHeader"> </p> <p class="MsoHeader"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span> zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Streitgegenstand des verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens bildet allein die Frage, ob die Baurekurskommission I zu Recht auf den Rekurs der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht eingetreten ist. Die formell unterlegene Rekurrentin ist befugt, den Nichteintretensentscheid mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht anzufechten und geltend zu machen, die Vorinstanz sei zu Unrecht auf ihr Rechtsmittel nicht eingetreten (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, Vorbem. §§ 19 - 28 N. 98).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die <span class="UrteilstextChar">Baurekurskommission I begrÃ¼ndete ihren Nichteintretensentscheid gestÃ¼tzt auf § 329 Abs. 2 lit. c des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975/8. Juni 1997 (PBG), wonach anstelle der Baurekurskommission der Regierungsrat Rekursinstanz sei, sofern Anordnungen Ã¼ber Bauten und Anlagen angefochten seien, die der UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung (UVP) unterliegen. Die Bausektion der Stadt ZÃ¼rich habe bei der Beurteilung des Bauvorhabens, welches die Erstellung einer Unterniveaugarage mit 143 AutoabstellplÃ¤tzen sowie die Erstellung von 35 AbstellplÃ¤tzen in der Umgebung vorsehe, sÃ¤mtliche sich momentan auf dem BaugrundstÃ¼ck befindlichen 458 AbstellplÃ¤tze mit einbezogen und die Reduktion um 69 AbstellplÃ¤tze verlangt. Die ZustÃ¤ndigkeit des Regierungsrats erstrecke sich nicht nur auf FÃ¤lle, in denen eine UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung positiv angeordnet wurde, sondern ebenso auf FÃ¤lle, in denen geltend gemacht werde, eine solche sei zu Unrecht unterblieben. Die ZustÃ¤ndigkeitsregeln nach § 329 PBG seien zwingend und kÃ¶nnten nicht durch eine Parteivereinbarung abgeÃ¤ndert werden. Die ZustÃ¤ndigkeit einer Instanz kÃ¶nne schon gar nicht von den erhobenen RÃ¼gen abhÃ¤ngig sein. Folglich sei es fÃ¼r die Frage der ZustÃ¤ndigkeit im Zusammenhang mit Anordnungen Ã¼ber Bauten und Anlagen, die der UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung unterlÃ¤gen, unbeachtlich, ob geltend gemacht werde, eine UVP sei zu Unrecht unterblieben oder ob diese Frage Ã¼berhaupt strittig sei. Vorliegend zweifle die Vorinstanz selber daran, ob zu Recht keine UVP durchgefÃ¼hrt worden sei. Die materiellrechtliche Beantwortung dieser Frage unterliege jedoch dem Regierungsrat und nicht der Baurekurskommission, auch wenn jener bei Beurteilung seiner ZustÃ¤ndigkeit im Rahmen der formellrechtlichen PrÃ¼fung selber zuerst klÃ¤ren mÃ¼sse, ob das Bauvorhaben einer UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung unterliege. Dieser Zirkelschluss sei auf die VerknÃ¼pfung der ZustÃ¤ndigkeit mit den materiellrechtlichen Voraussetzungen einer UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung in § 329 Abs. 1 lit. c PBG zurÃ¼ckzufÃ¼hren und unbefriedigend.</span></span><span class="UrteilstextChar"><span> </span><span>â Im vorliegenden Verfahren sei von einer wesentlichen Ãnderung der Abstellplatzsituation auf dem BaugrundstÃ¼ck auszugehen. Welche VerÃ¤nderungen diese in umweltrechtlicher Hinsicht nach sich ziehe, sei nicht klar. Zwar kÃ¶nne angenommen werden, dass die Umweltbelastungen insgesamt bei einer Verminderung der Abstellplatzzahl geringer sein werden. Ob deswegen auf eine UVP verzichtet werden dÃ¼rfe, sei fraglich und kÃ¶nne nur materiellrechtlich durch den Regierungsrat entschieden werden. Das Bauvorhaben unterstehe, soweit dies im Zusammenhang mit der Eintretensfrage zu beurteilen sei, einer UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung. Mangels ZustÃ¤ndigkeit der Baurekurskommissionen sei deshalb auf den Rekurs nicht einzutreten.</span></span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Diesen <span class="UrteilstextChar">AusfÃ¼hrungen hÃ¤lt die BeschwerdefÃ¼hrerin entgegen, der bewilligte Neubau mit einer Parkieranlage von insgesamt 136 ParkplÃ¤tzen sei klarerweise nicht UVP-pflich­tig. Es liege auch keine wesentliche Ãnderung einer bestehenden Anlage vor, welche eine UVP-Pflicht auslÃ¶se. Das A-Areal mit mehr als 300 ParkplÃ¤tzen werde weder umgebaut noch erweitert noch in seinem Betrieb verÃ¤ndert, sondern vielmehr verkleinert. Da zwischen den beiden Betrieben, d.h. dem bisherigen Areal einerseits und dem fÃ¼r Drittnutzer bestimmten BÃ¼ro- und Gewerbehaus anderseits kein funktioneller Zusammenhang bestehe, seien die AbstellplÃ¤tze der Betriebe nicht zusammenzurechnen. Vorliegend habe die Bausektion zu Recht keine UVP verlangt und auch im Rekursverfahren nicht behauptet, dass sie eigentlich eine solche hÃ¤tte verlangen mÃ¼ssen.</span></span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><b><span>3.1 </span></b></span><span>GemÃ¤ss<span class="UrteilstextChar"> § 329 Abs. 1 PBG werden Streitigkeiten, wo das Gesetz nichts anderes bestimmt, in erster Instanz durch die Baurekurskommission entschieden. GemÃ¤ss Abs. 2 lit. c dieser Bestimmung ist anstelle der Baurekurskommission der Regierungsrat Rekursinstanz, sofern Anordnungen Ã¼ber Bauten und Anlagen, die der UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung unterliegen, angefochten sind. Die ZustÃ¤ndigkeit des Regierungsrats erstreckt sich nicht nur auf FÃ¤lle, in denen eine UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung positiv angeordnet wurde, sondern ebenso auf FÃ¤lle, in denen geltend gemacht wird, eine UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung sei zu Unrecht unterblieben (VGr, 10.5.2001, VB.2000.00410, E. 2, www.vgrzh.ch).</span></span></p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><b><span>3.2 </span></b></span><span>Ausgangspunkt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist die strittige <span class="UrteilstextChar">Auflage in der Baubewilligung der Beschwerdegegnerin vom 18. MÃ¤rz 2003 (Disp. II. C. Ziff. 3), wonach die Anzahl der auf dem Gesamtareal (Kat.-Nrn. 01 und 06) auf insgesamt 389 begrenzt und von der BeschwerdefÃ¼hrerin verlangt wurde, mindestens gleichviel ParkplÃ¤tze aufzuheben wie neue erstellt werden. Diese Anordnung grÃ¼ndet in einem Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 9. Februar 1999. Darin wurde festgehalten, dass auf dem Gesamtareal 458 AutoabstellplÃ¤tze zur VerfÃ¼gung stÃ¼nden, wÃ¤hrend gestÃ¼tzt auf die gÃ¼ltige Parkplatzverordnung vom 11. Dezember 1996 fÃ¼r die Nutzungen auf dem Gesamtareal maximal 330 AbstellplÃ¤tze zulÃ¤ssig seien und somit ein Ãberhang von 128 Auto­ab­stell­plÃ¤tzen bestehe. Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Rekursvernehmlassung vom 19. August 2003 ausgefÃ¼hrt hat, wÃ¼rde die anrechenbare GeschossflÃ¤che des Neubaus 136 AbstellplÃ¤tze fÃ¼r Personenwagen erlauben. Insgesamt wÃ¤ren auf dem Gesamtareal somit 466 ParkplÃ¤tze (330 + 136) zulÃ¤ssig. Weil durch den abzubrechenden Schuppen sich die Geschosszahl jedoch reduziere, wÃ¼rde diese Zahl um 12 ParkplÃ¤tze auf 454 PlÃ¤tze verringert. Der Entscheid, der BeschwerdefÃ¼hrerin insgesamt trotzdem nur 389 AbstellplÃ¤tze zuzugestehen, hÃ¤nge mit dem Verzicht auf eine formelle UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung (UVP) zusammen. Die BaubehÃ¶rde sei davon ausgegangen, dass sich die Umweltbelastung reduziere, wenn Ã¼ber das Ganze gesehen ParkplÃ¤tze abgebaut wÃ¼rden. Ob die BaubehÃ¶rde mit dem Verzicht auf eine UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung richtig gelegen habe, mÃ¼sse allerdings bezweifelt werden. Die Frage der UVP-Pflicht wÃ¤re wohl aufgrund der dem Bauprojekt zugrunde liegenden Parkplatzzahlen und nicht nach dem im Bauentscheid festgelegten Maximalwerten zu beurteilen gewesen.</span></span></p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><span>Die Problematik der UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung war Gegenstand von mehreren GesprÃ¤chen zwischen der Bauherrschaft und dem Amt fÃ¼r Baubewilligungen sowie der Umweltschutzfachstelle, weil gemÃ¤ss der Beschwerdegegnerin die AutoabstellplÃ¤tze fÃ¼r den geplanten Neubau nicht beschrÃ¤nkt auf einen einzelnen Bereich des BaugrundstÃ¼cks betrachtet werden dÃ¼rften, sondern bezogen auf das ganze Areal (Kat.-Nrn. 01 und 06) zu beurteilen seien. Da die Zahl der vorhandenen AbstellplÃ¤tze nicht vergrÃ¶ssert werden dÃ¼rfe bzw. auf 389 zu verringern sei, erscheine es vertretbar, auf eine UVP zu verzichten (vgl. Beschluss der Beschwerdegegnerin vom 18. MÃ¤rz 2003, ErwÃ¤gung D. lit. l).</span></span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Die <span class="UrteilstextChar">Frage, ob vor der Baubewilligung fÃ¼r den BÃ¼ro- und Gewerbebau inklusive Unterniveaugarage eine UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung (vgl. Art. 9 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 Ã¼ber den Umweltschutz) hÃ¤tte durchgefÃ¼hrt werden mÃ¼ssen, war im Rekursverfahren nicht strittig. </span>Gleichwohl ist der Streitgegenstand des Rekursverfahrens sehr <span class="UrteilstextChar">eng mit der Frage der UVP bzw. die ZustÃ¤ndigkeitsfrage eng mit der materiellrechtlichen </span>Frage der UVP<span class="UrteilstextChar"> verknÃ¼pft.</span></span></p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><span>WÃ¼rde die Rekursinstanz der Rechtsauffassung der Bauherrschaft folgen, das Bauvorhaben sei mit 136 AbstellplÃ¤tzen und ohne Abbauverpflichtung zu bewilligen, wÃ¼rde der von der Beschwerdegegnerin angegebene Grund fÃ¼r den Verzicht auf eine UVP dahinfallen. Damit stellte sich insbesondere auch die Frage, ob daher die Sache an die BaubewilligungsbehÃ¶rde zur DurchfÃ¼hrung einer UVP zurÃ¼ckzuweisen sei. Es ist zweifellos richtig, wenn dies nicht vorfrageweise von der Baurekurskommission, sondern vom in der Hauptsache zustÃ¤n­digen Regierungsrat entschieden wird. Andernfalls ergÃ¤be sich â bei Bejahung der UVP und RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz zur DurchfÃ¼hrung einer solchen â eine Gabelung des Rechtsmittelwegs in einem zweiten Rechtsgang und die Gefahr widersprÃ¼chlicher Rechtsauffassungen zwischen der Baurekurskommission und dem Regierungsrat.</span></span></p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><span>Bei einer so engen VerknÃ¼pfung einer strittigen Parkplatz-Abbauverpflichtung mit der Frage der UmweltvertrÃ¤glichkeitsprÃ¼fung hat demnach die Regel von § 329 Abs. 2 lit. c PBG einzugreifen. In Anlehnung an den erwÃ¤hnten verwaltungsgerichtlichen Entscheid (vgl. vorne, E. 3.1) ist daher der Regierungsrat die zustÃ¤ndige Rekursinstanz, wenn die Frage der UVP zwingend beantwortet werden muss. Im Ãbrigen entspricht dies auch dem Zweck der zitierten Bestimmung. Wenn die Ãnderung einer UVP-pflichtigen Anlage in Frage steht und diese Ãnderung umweltrelevante Auswirkungen zeitigt, muss sinnvollerweise auch diejenige BehÃ¶rde entscheiden, die fÃ¼r UVP-pflichtige Anlagen generell zustÃ¤ndig ist. Ob sich dabei auch die Frage einer neuen UVP stellt, ist nicht ausschlaggebend.</span></span></p> <p class="Erwgung2"><span class="UrteilstextChar"><span>Damit ist die Baurekurskommission I zu Recht nicht auf den Rekurs der BeschwerdefÃ¼hrerin eingetreten und hat diesen dem Regierungsrat zur Behandlung Ã¼berwiesen.</span></span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Zusammengefasst ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen. Eine ParteientschÃ¤digung steht ihr von vornherein nicht zu (§ 17 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959).</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1">DemgemÃ¤ss entscheidet <span>die Kammer</span>:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen. </p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>