<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Artikel 831 des Obligationenrechts so anzupassen, dass die nötige Anzahl von Gründungsmitgliedern für Genossenschaften von sieben auf drei reduziert wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Gegensatz zur Aktiengesellschaft ist die Genossenschaft keine Kapitalgesellschaft. Die Person des Genossenschafters spielt eine grundlegende Rolle. Der personenbezogene Charakter der Genossenschaft kommt dadurch zum Ausdruck, dass der Genossenschaftszweck gemäss Art. 828 Abs. 1 OR "in gemeinsamer Selbsthilfe" verfolgt werden muss. Die persönliche Mitwirkung der Genossenschafter ermöglicht somit die Erreichung des Zwecks.</p><p>Diese Betonung des persönlichen Engagements der Genossenschafter zeigt sich namentlich darin, dass der Gesetzgeber für die Errichtung einer Genossenschaft die Beteiligung von mindestens sieben Personen verlangt. Je weniger Mitglieder eine Genossenschaft hat, desto weniger kann diese dem Gedanken der gemeinsamen Selbsthilfe gerecht werden. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber bei den letzten Revisionen des Gesellschaftsrechts auf die Einführung der Einmanngenossenschaft verzichtet.</p><p>Die Genossenschaft eignet sich nicht für Start-ups, da sie auf gemeinsamer Selbsthilfe beruht und weder die Kapitalbeschaffung noch die Ausschüttung von Dividenden zulässt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.