<h2>SubmittedText<h2><p>Wo bleibt die höhere Berufsbildung im Masterplan Cleantech?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Auffassung des Interpellanten, dass die Verankerung und die Vermittlung von Cleantech-Kompetenzen in der höheren Berufsbildung ebenso wichtig sind wie in der beruflichen Grundbildung. Am 15. Mai 2013 hat er in Erfüllung des Postulates Müri 11.3188 den Bericht "Cleantech in der beruflichen Grundbildung" verabschiedet, der sich auf die in der Interpellation erwähnte Untersuchung des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung stützt. Darüber hinaus hat der Bundesrat in seinem Bericht laufende Massnahmen im ganzen Bildungsbereich aufgezeigt und Empfehlungen abgegeben. Er hat u. a. empfohlen, Cleantech-Kompetenzen auf allen Stufen des Bildungssystems zu berücksichtigen, namentlich auch bei der fachlichen Aus- und Weiterbildung von Berufsbildungsverantwortlichen sowie in der höheren Berufsbildung.</p><p>Mit der höheren Berufsbildung (eidgenössische Prüfungen, höhere Fachschulen) verfügt die Schweiz über Instrumente der Höherqualifizierung von Fach- und Führungskräften, die flexibel an die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes und an neue Entwicklungen angepasst werden können. Der Bund unterstützt aufgrund von Artikel 54 des Berufsbildungsgesetzes (SR 412.10) die Trägerschaften bei der Neu- und Weiterentwicklung von Angeboten der höheren Berufsbildung gerade auch im Cleantech-Bereich. So wurden in jüngster Zeit u. a. Berufsprüfungen für Energieberaterinnen und Energieberater, für Fachleute für Entsorgungsanlagen sowie für Rohstoffaufbereiterinnen und Rohstoffaufbereiter geschaffen, die zu einem eidgenössischen Fachausweis mit geschütztem Titel führen. Eine Berufsprüfung für Projektleiterinnen und Projektleiter Solarmontage sowie eine höhere Fachprüfung für eidgenössisch diplomierte Energie- und Effizienzberaterinnen und -berater sind in Vorbereitung.</p><p>Der Bundesrat hat auf Anfang 2013 die Kostenbeiträge für die Durchführung der eidgenössischen Prüfungen von 25 auf höchstens 60 Prozent, in Ausnahmefällen bis zu 80 Prozent erhöht (Art. 65 der Berufsbildungsverordnung; SR 412.101). Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation unterstützt und berät die Trägerschaften systematisch bei der Aufnahme von Cleantech-Kompetenzen wie auch anderen neuen Anforderungen des Arbeitsmarktes in die Prüfungsordnungen beziehungsweise Rahmenlehrpläne. Es arbeitet dabei mit den Fachämtern des UVEK, nämlich dem Bundesamt für Umwelt (Bafu), Bundesamt für Energie und Bundesamt für Raumentwicklung, zusammen. Im Auftrag des Bafu wurde im Jahr 2010 auch eine Studie verfasst, welche eine Klassifizierung von Cleantech-relevanten Abschlüssen der höheren Berufsbildung sowie Empfehlungen zur Aktualisierung bestehender und Schaffung neuer Berufsprofile enthielt. (Bernhard U., Zurbrügg S.: Cleantechwissen. Cleantech in der höheren Berufsbildung. September 2010. <a href="http://www.bafu.admin.ch/umweltbildung/06659/index.hatml?lang=de">http://www.bafu.admin.ch/umweltbildung/06659/index.hatml?lang=de</a>)</p><p>Der Bundesrat ist überzeugt, dass mit diesen Vorkehrungen das Potenzial der höheren Berufsbildung für den Cleantech-Bereich genutzt wird.</p>  Antwort des Bundesrates.