<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span id="_GoBack"></span><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2019.00165</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>V. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Philipp<br/>Ersatzrichterin Gasser Küffer<br/>Gerichtsschreiberin Muraro</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">1</span><span class="Standard berschrift2">9. </span><span class="Standard berschrift2">Februar 2020</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1967 geborene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, gelernte Baumalerin, war vom 14. Dezember 2015 bis am 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2017 als Betriebsmitarbeiterin (Kabelkon</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fektion; Produktion von medizinischen Kabeln) in einem Vollzeitpensum ange</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellt. Am 23. Mai 2017 (Eingangsdatum) meldete sie sich unter Hinweis auf eine seit dem 26. Oktober 2016 bestehende Arbeitsunfähigkeit infolge psychischer Beeinträchtigungen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seit Mitte 2016</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (U</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rk. 9/2, Urk. 9/7/1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und Urk. 9/10). Anlässlich des Standortgesprächs </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vom 16. Juni 2017 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gab die Versicherte an, an Eingliederungsmassnahmen interessiert zu sein (Urk. 9/7/1). Die IV-Stelle tätigte beruflich-erwerbliche sowie medizini</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sche Abklärungen und zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 9/</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9/1-24 und Urk. 9/30/1-120). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 3. Mai 2018 teilte die IV-Stelle der Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten mit, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zurzeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 9/32). Nach durchgeführtem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vorbescheidverfahren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Vorbescheid vom 20. November 2018 [Urk. 9/41] und Einwand vom 24. Dezember 2018 [Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9/48]) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren der Versicherten mit Verfü</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung vom 4. Februar 2019 ab (Urk. 2 [= Urk. 9/51]).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 4. März 2019 Beschwerde und beantragt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e, der angefochtene Entscheid s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> aufzuheben und es seien ihr Leistun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen der Invalidenversicherung zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht beantragte sie die Gewährung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r unentgeltlichen Prozessführung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 1). Die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 10. April 2019 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 17. April 2019 angezeigt wurde (Urk. 10).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teils des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2.1</span><span> </span><span id="XX006"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">artis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> auf die Vorgaben eines aner</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objek</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">sourcen, E. 4.3.2)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">gleichmässige Einschränkung des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Aktivitätenniveaus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> in allen vergleich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">druck (E. 4.4.2)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">März 2018 E. 7.4).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2.3</span><span> </span><span id="XX021"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Annahme der Invalidität nach </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkrankungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">fach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">)ärzt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">cherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und so</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunfts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vorder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">grund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">stehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfas</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zuständen klar unter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">scheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Be</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Ge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">selbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad seiner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wirken (Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch a</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">uf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1 IVG Versicherte, die:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">a.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">b.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tens 40 % arbeitsunfähig (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">c.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG) sind.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Vier</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dreiviertelsrente</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span id="VV198"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">GSVGer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Gemäss stän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheidrelevante</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Sach</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung vom 4. Februar 2019, die Diagnosen würden hauptsächlich mit dem bisherigen Arbeitsverhältnis sowie dessen Auflösung sowie dem Konsumverhalten der Beschwerdeführerin in Zusammenhang stehen. Es liege keine dauerhafte gesundheitliche Einschränkung vor, welche die Beschwerdeführerin langdauernd in der Ausübung oder der Suche einer neuen Arbeitsstelle einschränke. Aus medizinischer Sicht sei eine Tätigkeit mit einem Pensum von 100 % zumutbar. Es bestehe daher kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber wandte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 4. März 2019 ein, sie befinde sich seit dem 4. Januar 2017 in ambulanter Behandlung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">m Psychiatriezentrum </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und sie sei zwischen Juli 2017 und Juni 2018 praktisch ununterbrochen in teilstationärer oder stationärer Behandlung gewe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen. Die Beschwerdegegnerin gehe davon aus, dass die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin in direktem Zusammenhang mit ihrer Kündigung stehe. Entgegen der Prognose von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe si</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ch jedoch gezeigt, dass sich ihre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gesundheitliche Situation trotz mehrfacher stationärer und teilstationärer Behandlungen in Ergänzung zur ambulanten Therapie nicht verbessert habe (Urk. 1).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte in seinem Bericht vom 19. April 2017 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 9/9/3-18) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zuhanden des Krankenver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherers</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Diagnosen (Urk. 9/9/9-11) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rezidivierende, depressive Erkrankung, gegenwärtig mittelgradig mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1) und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abhängigkeitssyndrom von Alkohol (ICD-10 F10.2)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Sodann äusserte er den V</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dacht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> auf das Vorliegen einer emotional instabilen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Persönlichkeitsstörung (ICD</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">10 F60.3). Er attestierte der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit sowohl in der bisherigen als auch in einer angep</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">assten Tätigkeit (Urk. 9/9/13) und ging davon aus, dass b</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ei adäquater therapeutischer Betreuung bei langsamer Reintegration innerhalb von sechs Monaten wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erreicht werde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 9/9/14). Eine stationäre Therapie mit Anteilen einer Entwöh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nungstherapie, einer Entzugstherapie, einer anti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">depressiven Therapie und auch Anteilen zur Behandlung der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung sei dringend indiziert (Urk. 9/9/15 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Bericht d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Klinik</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dezember 2017 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 9/18/2-8) </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit festgehal</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten (Urk. 9/18/2):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung (ICD</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">10 Z73)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Sodann wurden folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 9/18/2):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Ps</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ychische und Verhaltensstörung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"> durch Alkohol: Abhängigkeitssyn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">drom, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F10.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">0</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak: Abhängigkeitssyn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">drom (ICD-10 F17.2)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Gemäss dem Bericht befand sich die Beschwerdeführerin seit dem 4. Januar 2017 mit Unterbrechungen durch stationäre Therapien in ambulanter Behandlung im Psychiatriezentrum der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Klinik</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> (Urk. 9/18/2). Es wurde davon aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gegangen, dass die Beschwerdeführerin bei somatischer Stabilisierung und Wei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">terführen der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung wieder zu psy</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">chischer Stabilität finden könne. Bisher habe die Beschwerdeführerin, unter anderem durch Alkoholkonsum, eher dysfunktionale Bewältigungsstrategien zum Umgang mit inneren und äusseren Konflikten gewählt. Aufgrund der hohen Motivation der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Beschwerdeführerin und Veränderungsbereitschaft könne erwartet werden, dass sie sich funktionalere Strategien aneigne. Dies sei jedoch erst im Verlauf zu erwarten. Eine Weiterführung der ambulanten Behandlung sei drin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gend indiziert. Auch der Besuch der Tagesklinik sei momentan zur Aufrecht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">haltung einer Tagesstruktur und weiteren Stärkung der Bewältigungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">strategien fortzuführen. Die antidepressive Medikation soll</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">t</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">e ebenfalls me</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">hrere Monate nach Remission</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> fortgesetzt werden. Seit dem 4. Januar 2017 bis auf Weiteres bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 9/18/4 f.). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Bericht der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Klinik</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 25. April 2018 (Urk. 9/34/2-9) befand sich die Beschwerdeführerin vom 3. bis 19. April 2018 zum dritten Mal in stationärer Behandlung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in der Klinik</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zur Krisenintervention. Es wurde eine schwere depressive Episode bei bestehendem Alkohol- und Tabakabhängigkeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">syndrom diagnostiziert. Nach dem letzten Austritt Ende 2017 sei es der Beschwer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin zuerst gut gegangen, sie habe mehr Selbstvertrauen gehabt und sei stabiler gewesen. Seit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ihr Partner vor circa vier Wochen freigestellt worden sei, habe sich die Situation vor allem zu Hause mit ihm verschlechtert. Sie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> habe dadurch nicht mehr weiter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gewusst und habe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">am</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Abend </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vor dem Klinikeintritt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Tabletten (Quetiapin) in der Hand gehabt und überlegt, ob sie alle einnehmen solle, um Ruhe zu haben. Alkohol habe sie seit dem letzten Austritt selten konsumiert. Während des Aufenthalts seien Einzelgespräche geführt worden, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vorwie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gend mit dem </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fokus auf </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Konflikte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> mit dem Lebenspartner und die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ambivalenz bezüglich einer Weiterführun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">g der Partnerschaft</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin sei in stabilem, teilremittiertem Zustand ohne Anhalt für Selbst- oder Fremdgefährdung in die vorbestehenden Wohnverhältnisse frühzeitig aus dem stationären Rahmen entlassen worden, da die Absprachen bezüglich einer Ausgangsregelung von der Beschwerdeführerin nicht eingehalten worden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seien </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und die Therapiemotivation nicht ausreichend erschienen sei. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Verlaufsbericht der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Klinik</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">A.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> vom 27. August 2018 (Urk. 9/36</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/1-</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) wurden folgende </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">«aktuelle </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diagnosen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">»</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> festgehalten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 9/36/1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> f.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">: </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional-instabilen, zwanghaf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ten und abhängigen Anteilen (ICD-10 F61.0)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Rezidivierende depressive Störung, Status nach schwerer Episode, aktuell mittelgradig bis schwere Episode (ICD-10 F33.2)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Psychische und Verhaltensstörung durch Alkohol: Abhängigkeitssyn</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">drom, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F10.2</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">0</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Es wurde sodann festgehalten, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">Versuche, eine regelmässige Teilnahme in der Ta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">gesklinik zu erreichen, seien bisher noch nicht gelungen. Aus diesem Grund werde die Beschwerdeführerin aktuell und bis auf Weiteres für jegliche Tätigkei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ten als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">arbeitsunfähig eingeschätzt. Aufgrund des schwierigen Verlaufs mit wie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">derkehrenden depressiven Einbrüchen mit suizidalen Krisen und dem Vorliegen einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit emotional-instabilen, zwanghaf</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">ten und abhängigen Anteilen sei die Prognose aus heutiger psychiatrischer Sicht als eher ungünstig einzuschätzen. Die Beschwerdeführerin weise erhebliche Ein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">schränkungen in wichtigen strukturellen Fähigkeiten wie Emotions- und Impuls</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">kontrolle, Problemlösefähigkeit, Konfliktverarbeitung, Disziplin, Ausdauer, Durch</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">haltefähigkeit, Frustrationstoleranz und der Fähigkeit zur Tagesstrukturie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">rung auf. Die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">se</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"> Fähigkeiten seien aber notwendig für eine erfolgreiche Reintegra</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">tion in den ersten Arbeitsmarkt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt und auf absehbare Zeit sei nicht damit zu rechnen, dass die Beschwerdeführerin diese Fähigkeiten in ausreichendem Masse für eine erfolgreiche Reintegration entwickeln könne. Es bestünden Schul</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">en, Arbeitslosigkeit, Zukunftsängste sowie Konflikte in der Partnerschaft, durch welche wiederholt Überforderungs- und Insuffizienzgefühle entstünden und eine depressive Abwärtsspirale ausgelöst und depressive Symp</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug">tome verstärkt würden. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) hielt in seiner Stellungnahme vom 5. Oktober 2018 (Urk. 9/40/7) fest, es bestehe ein direkter Zusammenhang zwischen der Kündigung und der unmittelbar folgenden Arbeits</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">un</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit, womit eine psychosoziale Ursache überwiegend wahrscheinlich sei. Der Konsum abhängig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keitserzeugender Substanzen und daraus resultierende Beschwerden seien nicht IV-relevant. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit liege kein die Arbeitsfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit dauerhaft einschränkender Gesundheitsschaden vor. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der psychische Gesundheitszustand </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und seine Auswir</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung auf die zumutbare Arbeitsfähigkeit lassen sich aufgrund der aktuellen Aktenlage nicht abschliessend beurteilen. Die Annahme von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Z.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> in seinem Bericht vom 19. April 2017, bei adäquater therapeutischer Betreuung sei bei lang</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">samer Reintegration innerhalb von sechs Monaten wieder mit einer 100%igen Arbeitsfähigkeit zu rechnen (E. 3.1), hat sich nicht bewahrheitet. Die behandeln</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">den Ärzte konnten diese Einschätzung im August 2018 aufgrund des Verlaufs mit wiederkehrenden depressiven Einbrüchen mit suizidalen Krisen und dem Vorlie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit emotional-instabilen, zwang</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haften und abhängigen Anteilen nicht mehr teilen (E. 3.4). Der Beschwerdefüh</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rerin gelang es zwar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ihren Angaben zufolge</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, auf den Alkohol</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">konsum zu verzich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten. Gemäss Einschätzung der behandelnden Ärzte brachte dies die Schwierigkei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Beschwerdeführerin in der Emotions</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">regulation jedoch noch deutlicher zum Vorschein (Urk. 9/36/2). Obwohl psyc</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ho</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">soziale Belastungsfaktoren als</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Aus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">löser für die wiederholten Einbrüche angeführt werden, scheint der Umgang mit diesen Belastungsfaktoren für die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">führerin aufgrund ihrer psychi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schen Struktur erschwert zu sein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Ob dem so ist und ob von einem verselbstän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digten Gesundheitsschaden auszugehen ist</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">E. 1.2.3)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, ist aufgrund der vorlie</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genden ärztlichen Berichte jedoch nicht beurteilbar. Der blosse Hinweis d</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es RAD, es liege eine psychosoziale Ursache für die Arbeitsunfähigkeit vor, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genügt jeden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">falls nicht; es fehlt eine Auseinander</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">setzung mit der Frage, wie ausgeprägt die fachärztlich festgestellte psychische Störung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> – unabhängig von den invaliditäts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fremden Elementen -</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> ist, was auch im Rahmen eines strukturierten Beweisver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fahrens zu </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diskutieren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> gewesen wäre («funktioneller Schweregrad»; vgl. E. 1.2.2). Ein solches wurde allerdings nicht durchgeführt. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ein Alkoholabhängigkeitssyndrom steht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aufgrund der jüngsten Berichte zwar</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nicht mehr im Vordergrund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (vgl. aber </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Dennoch ist festzuhalten, dass der Hinweis des RAD, der Konsum abhängigkeitserzeugender Substanzen und daraus resultierende Beschwerden seien nicht IV-relevant, der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mittlerweile </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geänderten Rechtsprechung des Bundesgerichts ni</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cht mehr standzuhalten vermag</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Jedes Suchtleiden kann potentiell invalidisierend sein, vorausgesetzt, die funktionelle Leistungsfähigkeit ist eingeschränkt, was wie bei den übrigen psychischen Erkrankungen grundsätzlich </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ebenfalls </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">unter Anwendung des strukturierten Beweis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verfahrens nach BGE 141 V 281 zu prüfen ist (BGE 145 V 215).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungEinzug"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach dem Gesagten ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei der aktuellen medizinischen Aktenlage nicht mög</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich, mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> funktionelle Leistungsfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zu beurteilen. Die Beschwerde ist da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">her in dem Sinne gutzuheissen, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dass die angefochtene Verfügung aufgehoben und die Sache zur Durchführung einer psychiatrischen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abklärung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und zu neuem Entscheid </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Di</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e Verfahrenskosten sind auf Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und ausgangsgemäss der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegnerin aufzuerlegen; n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ach ständiger Recht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Damit erweist sich das Gesuch der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">anwaltlich nicht vertretenen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung als gegenstandslos. </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">dass die Verfügung </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Sozialversi</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> vom 4. Februar 2019 aufgehoben</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> und die Sache </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">an die Beschwerdegegnerin </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">zurückgewiesen wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">,</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">damit diese</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> nach erfolgter Ab</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">klärung im Sinne der Erwägungen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> neu verfüge.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span id="Text1"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">gestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">X.___</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">82 ff. in Verbindung mit </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">90 ff. des Bundesge</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Juli bis und mit 1</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">August sowie vom 1</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">8. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Dezember bis und mit dem </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">2. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Januar (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Art. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">42 BGG).</span></p><p class="Standard berschrift3"><span id="CURSOR"></span><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>VogelMuraro </p></div> </div></body></html>