A bteilung V E -6174/2006 luc/vem {T 0/2} U rteil vom 8. M ai 2007 M itw irkung: R ichterin Luterbacher, R ichter G ysi, R ichterin D e C oulon Scuntaro G erichtsschreiber Vena X._______, Türkei, zurzeit im Irak, Beschw erdeführer vertreten durch lic. iur. Ism et Bardakci, Fürsprecher, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 17. N ovem ber 2006 i.S. Einreisebew illigung und A syl B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D er Beschw erdeführer stellte m it einem an das BFM gerichteten Schreiben seines R echtsvertreters vom 2. Septem ber 2006 – am 4. Septem ber 2006 beim BFM ein- gegangen – ein Asylgesuch und ersuchte dabei gleichzeitig um die Bew illigung der Einreise in die Schw eiz zur Abklärung des Sachverhalts beziehungsw eise im H in- blick auf die Anerkennung als Flüchtling und die Asylgew ährung. M it diesem schriftlichen G esuch w urden zudem die folgenden D okum ente eingereicht: Fam i- lienregister-Auszüge vom 26. Juni 2006 und 7. Juli 2006, ausgestellt auf den N a- m en des Beschw erdeführers beziehungsw eise seines Vaters; ein türkischsprachi- ges Telefaxschreiben des Beschw erdeführers vom 8. Juli 2006, das am 12. Sep- tem ber 2006 in einer deutschen Ü bersetzung nachgereicht w urde; Ausw eiskopien diverser in der Schw eiz lebender Verw andter (O nkel, C ousins und C ousinen) des Beschw erdeführers. B. D em Schreiben des R echtsvertreters des Beschw erdeführers vom 2. Septem ber 2006 und dessen eigenem Telefaxschreiben vom 8. Juli 2006 lassen sich m it Blick auf seine Person und die G ründe für sein Asylgesuch im W esentlichen folgende Angaben entnehm en: Er stam m e aus A._______, im Südosten der Türkei, und sei kurdischer Volkszuge- hörigkeit. Aufgrund der R epressalien der türkischen Sicherheitsbehörden gegen seine Fam ilie und die kurdische Bevölkerung habe er sich M itte 1998 der PK K (Partiya Karkeren Kurdistan; Arbeiterpartei Kurdistans) angeschlossen, für die er "politische Aktivitäten" ausgeübt beziehungsw eise "Propagandaaufgaben" w ahrge- nom m en habe. N ach der Ausrufung eines einseitigen W affenstillstandes durch die PKK habe er sich Ende 1999 m it der Partei "in die Berge" zurückgezogen, "um einen Beitrag zu einer dem okratischen Lösung und zum Frieden zu leisten". Als die PKK im Jahre 2005 beschlossen habe, ihren einseitigen W affenstillstand auf- zukündigen und den bew affneten Kam pf w iederaufzunehm en, habe er die PKK verlassen und sich im N ordirak versteckt. Im N ordirak, w o er sich w eiterhin versteckt halte, sei sein Leben gefährdet, w eil er zum einen R achehandlungen der PKK fürchten m üsse, für die er nach seinem Par- teiaustritt als Verräter gelte, zum anderen von einer Auslieferung an die türkischen Behörden bedroht sei, die ihn als PKK-Angehörigen und Separatisten suchen und im Falle einer Auslieferung foltern und zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilen oder gar durch Exponenten der G eheim dienste töten lassen w ürden. Für ihn sei es aber "inakzeptabel", vom türkischen Staat bestraft zu w erden, ob- w ohl er selbst bei keiner bew affneten Aktion teilgenom m en habe. Ausserdem m üs- se er dam it rechnen, vom türkischen Staat zur Zusam m enarbeit m it der "Kontra- G uerilla" und zu "Tätigkeiten gegen das Volk" gezw ungen zu w erden. Im N ordirak m üsse er seinen Aufenthaltsort regelm ässig w echseln, um nicht entdeckt zu w er- den, w as auf D auer nicht m öglich sein w erde. Ein dauernder Aufenthalt im Irak kom m e auch angesichts der Besorgnis erregenden Sicherheitslage in diesem Land nicht in Frage. Zur Schw eiz bestehe insofern eine enge Beziehung, als hier viele seiner Verw andten leben w ürden. 3 Im Ü brigen w ies der Beschw erdeführer darauf hin, dass er über seinen O nkel kon- taktiert w erden könne, falls es zur Beurteilung seines Asylgesuchs noch w eiterer Angaben bedürfe. C . M it Verfügung vom 17. N ovem ber 2006 – eröffnet am 21. N ovem ber 2006 – ver- w eigerte das BFM dem Beschw erdeführer die Einreise in die Schw eiz und lehnte das Asylgesuch ab, dies m it der Begründung, der Beschw erdeführer w äre im Falle einer R ückkehr in die Türkei keiner flüchtlingsrechtlich relevanten G efährdung aus- gesetzt, m üsse aber ungeachtet dessen ohnehin keine Abschiebung durch die Be- hörden des N ordirak befürchten. Auf w eitere Einzelheiten in der Begründung des vorinstanzlichen Entscheids w ird in den nachfolgenden Erw ägungen näher einzu- gehen sein. D . D iese Verfügung w urde vom Beschw erdeführer m it Eingabe seines R echtsvertre- ters vom 27. N ovem ber 2006 bei der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) angefochten. Er beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Bew illigung der Einreise in die Schw eiz im H inblick auf die Sachverhalts- abklärung und die Asylgew ährung. In verfahrensrechtlicher H insicht ersuchte er um die G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege und die Bestellung eines unentgeltlichen Anw alts in der Person seines R echtsvertreters sow ie um Einräu- m ung einer angem essenen N achfrist zur allfälligen Beschw erdeergänzung nach Einsicht in die vorinstanzlichen Akten. Auf die Begründung der Beschw erde ist im Einzelnen in den Erw ägungen einzugehen. Als w eitere Bew eism ittel w urden zw ei vom 24. N ovem ber 2006 datierende, türkischsprachige Schreiben der Eltern des Beschw erdeführers beziehungsw eise dessen Bruders Y._______ in Kopie zu den Akten gereicht (Telefax-Kopien vom 25. N ovem ber 2006). E. M it Zw ischenverfügung vom 11. D ezem ber 2006 hiess die AR K das G esuch um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege gut und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Im W eiteren w urde dem Beschw erdeführer in G ut- heissung des entsprechenden G esuchs sein R echtsvertreter als unentgeltlicher Anw alt beigeordnet. Abgew iesen w urde dagegen das G esuch um Einräum ung einer N achfrist zur Beschw erdeergänzung. F. M it ergänzender Eingabe seines R echtsvertreters vom 20. D ezem ber 2006 reichte der Beschw erdeführer die erw ähnten Telefaxschreiben seiner Eltern beziehungs- w eise seines Bruders im O riginal sow ie in einer deutschen Ü bersetzung nach; darüber hinaus w urden drei den Beschw erdeführer abbildende Fotografien sow ie die Kopie eines seinen Bruder Y._______ betreffenden U rteils des Staats- sicherheitsgerichts B._______ vom 11. August 1992 sam t deutscher Ü bersetzung eingereicht. G . In ihrer Vernehm lassung vom 18. Januar 2007 hielt die Vorinstanz an der ange- fochtenen Verfügung fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde.4 H . In seiner R eplik vom 26. Januar 2007 hielt der Beschw erdeführer an seinen Be- gehren fest. M it der betreffenden Eingabe reichte er im Ü brigen eine Kostennote für die bis zu diesem Zeitpunkt entstandenen Kosten der Vertretung und Auslagen ein. I. M it einer w eiteren Eingabe vom 17. April 2007 reichte der R echtsvertreter einen Artikel der türkischen Zeitung "M illiyet" vom 17. April 2007 sow ie einen Bericht der O nline-Ausgabe der deutschen Zeitschrift "Spiegel" vom 12. April 2007 zu den Ak- ten, die belegen sollten, dass ehem alige PKK-M itglieder von den nordirakischen Behörden an die Türkei ausgeliefert w ürden, beziehungsw eise dass die Anzeichen für einen m öglichen Einm arsch der türkischen Arm ee in den N ordirak in letzter Zeit zugenom m en hätten. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 D as Bundesverw altungsgericht beurteilt gem äss Art. 31 des Verw altungsgerichts- gesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungs- verfahren (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vor- liegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. Zu den anfechtbaren Entscheiden gehören auch Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsge- richt entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 Abs. 1 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]). 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. Es w endet dabei neues Verfahrensrecht an (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). Auf die am 1. Januar 2007 bereits hängigen Asylverfahren sind zudem die auf diesen Zeitpunkt in Kraft getre- tenen Bestim m ungen der Asylgesetzänderung vom 16. D ezem ber 2005 (vgl. im Einzelnen AS 2006 4767) anw endbar (Abs. 1 der Ü bergangsbestim m ungen zur Änderung vom 16. D ezem ber 2005). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 1.4 D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 48 und 50 ff. Vw VG i.V.m . Art. 6 AsylG ). Auf die Beschw erde ist einzutreten. 2. D as Bundesam t kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, w enn die 5 asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft m achen kann (Art. 3 und 7 AsylG ) oder ihr die Aufnahm e in einem D rittstaat zugem utet w erden kann (vgl. Art. 52 Abs. 2 AsylG ). Ist dagegen eine G efährdung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gem acht w orden oder kann der asylsuchenden Person der Verbleib am Aufenthaltsort für die D auer der Sachverhaltsabklärung nicht zugem utet w erden, ist die Einreise in die Schw eiz zu bew illigen, sei dies im H inblick auf die Anerkennung als Flüchtling und Asylge- w ährung, sei dies zur näheren Abklärung des Sachverhalts (vgl. Art. 20 Abs. 2 und 3 AsylG ). D ie Voraussetzungen für die Erteilung einer Einreisebew illigung sind grundsätz- lich restriktiv um schrieben. D en Asylbehörden kom m t dabei ein w eiter Erm essens- spielraum zu. N eben der erforderlichen G efährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind nam entlich die Beziehungsnähe zur Schw eiz und zu anderen Staaten, die M öglich- keit der Schutzgew ährung durch einen anderen Staat, die praktische M öglichkeit und objektive Zum utbarkeit einer anderw eitigen Schutzsuche sow ie die voraus- sichtlichen Eingliederungs- und Assim ilationsm öglichkeiten in Betracht zu ziehen. Ausschlaggebend ist m it anderen W orten die Schutzbedürftigkeit der betreffenden Person, das heisst die Beantw ortung der Fragen, ob eine G efährdung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft erscheint und der Verbleib am Aufenthaltsort für die D auer der Sachverhaltsabklärung zugem utet w erden kann, beziehungsw eise ob der betreffenden Person – ohne nähere Prüfung einer allfälligen G efährdung im Sinne von Art. 3 AsylG – zuzum uten ist, sich in einem anderen Staat um Auf- nahm e zu bem ühen (vgl. zum G anzen die in diesem Zusam m enhang nach w ie vor m assgeblichen Entscheidungen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurs- kom m ission / EM AR K 1997 N r. 15 E. 2f S. 131 f., 2004 N r. 20 E. S. 130 f. und N r. 21 E. 2 S. 136 f., 2005 N r. 19 E. 4 S. 174 ff.). 3. 3.1 D ie Vorinstanz begründete ihren ablehnenden Entscheid vom 17. N ovem ber 2006 im W esentlichen w ie folgt: Aufgrund der Aktenlage könne das Asyl- und Einreise- gesuch des Beschw erdeführers abschliessend beurteilt w erden. D ieser m ache nicht geltend, bereits einm al von den türkischen Behörden festgenom m en oder verurteilt w orden zu sein. U nter diesen U m ständen sei es m öglich, dass die türki- schen Behörden gar nichts von seinen Aktivitäten für die PKK und seinem Aufent- halt im N ordirak w üssten. Zudem lebe im N ordirak eine grosse türkisch-kurdische Kolonie, und es gebe einen regen G renzverkehr, w eshalb sich der Beschw erde- führer m it einer R ückkehr aus dem N ordirak in die Türkei bei den türkischen Be- hörden nicht grundsätzlich verdächtig m achen w ürde. U ngeachtet der Frage seiner G efährdung in der Türkei sei jedoch festzuhalten, dass gem äss Erkenntnissen des BFM türkische Kurden und PKK-Angehörige von den Behörden des N ordirak nicht in die Türkei abgeschoben w ürden. Im W eiteren m üssten Personen, die sich von der PKK abgesetzt hätten, in der R egel nur dann m it Konsequenzen durch die Partei rechnen, w enn sie eine hohe Funktion gehabt hätten und G eheim nisträger gew esen seien. Aus den Akten und den Aussagen des Beschw erdeführers liessen sich jedoch keine konkreten Anhaltspunkte dafür finden, dass er ein besonderes R isikoprofil aufw eisen w ürde. Im Ü brigen sei es ihm zuzum uten, zuerst die kurdi-6 schen Behörden im N ordirak um Schutz vor der PKK zu ersuchen, bevor er sich dafür an die Schw eiz w enden könne, deren Schutz vielm ehr nur subsidiär gelte. 3.2 D em w urde in der Beschw erdeschrift Folgendes entgegengehalten: D ie Vorinstanz habe dem U m stand nicht R echnung getragen, dass das Telefaxschreiben des Be- schw erdeführers vom 8. Juli 2006 nur eine kurze, keinesw egs schon vollständige D arlegung seiner Asylgründe zur "sum m arischen" Begründung des Asylgesuchs vom 2. Septem ber 2006 enthalten habe. So sei etw a den auf Beschw erdeebene eingereichten Schreiben der Eltern und des Bruders des Beschw erdeführers zu entnehm en, dass dieser – entgegen den unzutreffenden Annahm en der Vorinstanz – bereits vor seinem Beitritt zur PKK im m er w ieder von der Polizei behelligt und m it dem Tode bedroht w orden sei; nach seinem PKK-Beitritt hätten die türkischen Sicherheitskräfte entsprechende D rohungen w iederholt und überdies seine Fam ilie unter D ruck gesetzt und bedroht, dam it sie ihn zur R ückkehr in die Türkei bew ege. D er Beschw erdeführer und seine Fam ilienangehörigen seien den türkischen Be- hörden w egen ihrer N ähe zur PKK bekannt. D em gegenüber sei die Vorinstanz ohne w eiteres davon ausgegangen, dass der Beschw erdeführer in der Türkei nie festgenom m en beziehungsw eise verurteilt w orden sei; in Verletzung ihrer U ntersu- chungspflicht habe sie fälschlicherw eise angenom m en, dass die türkischen Behör- den keine Kenntnis von seinen Aktivitäten hätten. Ausserdem habe die Türkei an der türkisch-irakischen G renze grosse Truppenverbände stationiert, w eshalb die türkischen Behörden – w iederum entgegen den unrealistischen Annahm en der Vorinstanz – bei einer R ückkehr des Beschw erdeführers in die Türkei Verdacht schöpfen und ihn um gehend zu w eiteren Abklärungen festnehm en w ürden, zum al an der türkisch-irakischen G renze – entgegen der Behauptung der Vorinstanz – kein reger Verkehr bestehe. W eiter sei die Situation im N ordirak unübersichtlich und unsicher; der Beschw erdeführer m üsse sich versteckt halten und seinen Aufenthaltsort im m er w ieder w echseln, um nicht von Vertretern des türkischen G e- heim dienstes oder türkischen Soldaten beziehungsw eise von PKK-Angehörigen entdeckt zu w erden, vor w elchen ihn auch die nordirakischen Behörden nicht schützen könnten. Zudem könne nicht ausgeschlossen w erden, dass die nordiraki- schen Behörden w ie in der Vergangenheit w ieder m it den türkischen Behörden zu- sam m enarbeiten und die türkischen Kurden der Türkei ausliefern w ürden; je nach politischer Entw icklung im Irakkrieg sei auch m it einem Einm arsch der türkischen Arm ee in den N ordirak zu rechnen. Im Ü brigen habe der Beschw erdeführer keine M öglichkeit, bei einer diplom atischen Vertretung eines anderen Staates im Irak ein Asylgesuch zu stellen, w eil die diplom atischen Vertretungen in Bagdad keine Asyl- gesuche entgegennähm en. O hnehin könne ihm nicht zugem utet w erden, sich dort um Aufnahm e zu bem ühen, sei doch die Bew egungsfreiheit im Irak aufgrund der prekären Sicherheitslage stark eingeschränkt und daher bereits die R eise nach Bagdad m it grossen G efahren verbunden. D ie Vorinstanz habe den Beschw erdeführer w eder schriftlich noch m ündlich ange- hört und das G esuch ohne Abklärung des erheblichen Sachverhalts und gestützt auf Annahm en abgew iesen, w odurch sie den U ntersuchungsgrundsatz und den Anspruch des Beschw erdeführers auf rechtliches G ehör verletzt habe. "Theore- tisch" bestehe die M öglichkeit einer Anhörung durch die schw eizerische Vertretung in Bagdad; diese sei aber "aus Sicherheits- und organisatorischen G ründen nicht in der Lage, ein Asylverfahren durchzuführen", und dem Beschw erdeführer könne 7 nicht zugem utet w erden, sich für längere Zeit in Bagdad zw ecks D urchführung eines Asylverfahrens aufzuhalten. Auf eine Anhörung des Beschw erdeführers könne im vorliegenden Fall aber nicht verzichtet w erden. Ihm sei daher im H inblick auf die Sachverhaltsabklärung und die Asylgew ährung die Einreise in die Schw eiz zu bew illigen. G em äss der zu den Akten gereichten Kopie eines U rteils des Staatssicherheits- gerichts B._______ vom 11. August 1992 w urde Y._______, der Bruder des Be- schw erdeführers, w egen M itgliedschaft bei der TD KP-KK (Türkiye D evrim ci Kom i- nist Partisi – Kürdistan Kom itesi; R evolutionäre Kom m unistische Partei der Türkei – Kurdistan Kom itee) zu einer Freiheitsstrafe von zw ölfeinhalb Jahren verurteilt. 3.3 In ihrer Vernehm lassung hielt die Vorinstanz dem in der Beschw erdeschrift erho- benen Vorw urf der unvollständigen Sachverhaltsabklärung und Verletzung der be- hördlichen U ntersuchungspflicht entgegen, der Beschw erdeführer sei aufgrund seiner M itw irkungspflicht verpflichtet, säm tliche für sein Asylgesuch w esentlichen Angaben zu m achen, w as in seinem Fall gerade auch deshalb zu erw arten sei, w eil er von einem erfahrenen R echtsvertreter unterstützt w orden sei. Ü berdies sei die Frage einer allfälligen Verfolgung in der Türkei "sekundär", da der Beschw er- deführer nach Einschätzung der Vorinstanz im N ordirak sicher sei vor einer Ab- schiebung in die Türkei und dort auch sonst eine sichere Aufenthaltsalternative habe. 3.4 D er Beschw erdeführer erw iderte in seiner R eplik, ihm könne keine Verletzung seiner M itw irkungspflicht vorgehalten w erden, w eil er w eder von der Vorinstanz noch von einer schw eizerischen Vertretung im Ausland zu seinen Asylgründen be- fragt w orden sei und er dam it keine G elegenheit gehabt habe, sein Asylgesuch zu begründen. Von einer Verletzung der M itw irkungspflicht könne aber auch deshalb nicht die R ede sein, da er von der Vorinstanz w eder auf seine M itw irkungspflicht hingew iesen noch gem ahnt w orden sei. Sein R echtsvertreter könne nur be- schränkt m it ihm in Kontakt treten, da er seinen Aufenthaltsort im Irak ständig w echseln m üsse und die Telefonleitung m eistens unterbrochen sei. D er R echts- vertreter habe das Asylgesuch "im R ahm en seiner M öglichkeiten" genügend be- gründet, indem er ausgeführt habe, dass der Beschw erdeführer M itte 1998 der in der Türkei verbotenen PKK beigetreten sei und für diese Partei politische Aktivitä- ten durchgeführt habe. D em Bundesverw altungsgericht sei "bestens bekannt", m it w elcher H ärte die türkischen Behörden gegen PKK-Aktivisten vorgingen. 4. 4.1 Im Asylverfahren ist der Sachverhalt grundsätzlich von Am tes w egen festzustellen (Art. 12 Vw VG i.V.m . Art. 6 AsylG ). D iese behördliche U ntersuchungspflicht w ird durch die den Asylsuchenden gestützt auf Art. 8 AsylG auferlegte M itw irkungs- pflicht eingeschränkt, w obei sie insbesondere bei der Anhörung vollständig anzu- geben haben, w eshalb sie um Asyl nachsuchen (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. c AsylG ). Auf ihre M itw irkungspflicht m üssen Asylsuchende allerdings im Sinne einer be- hördlichen Aufklärungspflicht besonders hingew iesen w erden (vgl. Art. 19 Abs. 3 AsylG ). D ie Asylsuchenden trifft indessen nicht nur eine M itw irkungspflicht, sie ha- ben vielm ehr auch einen Anspruch auf M itw irkung, w as sich unm ittelbar aus dem 8 Anspruch auf rechtliches G ehör (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 29 ff. Vw VG i.V.m . Art. 6 AsylG ) ergibt. D ie w ichtigste Konkretisierung des Anspruchs auf rechtliches G ehör bildet in diesem Zusam m enhang die Befragung der Asylsuchenden zu ihrer Person und den G ründen für ihr Asylgesuch, die freilich nicht nur ein persönlichkeitsbezo- genes M itw irkungsrecht der Asylsuchenden selbst darstellt, sondern gleichzeitig auch der m ateriellen Sachverhaltsabklärung im R ahm en der behördlichen U ntersu- chungspflicht dient. G erade diese behördliche U ntersuchungspflicht schliesst im Ü brigen eine die Asylsuchenden allein treffende, uneingeschränkte Bew eis- führungslast begriffsnotw endig aus (vgl. zum G anzen EM AR K 2004 N r. 30 E. 5.3.1 u. 6.4.2 f. S. 209 u. 212 f. m it w eiteren H inw eisen). 4.2 D as Bundesverw altungsgericht kom m t im vorliegenden Fall zum Schluss, dass die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig festgestellt hat. D ie Sachlage ist insbesondere insofern illiquid, als sich den Akten keine näheren An- gaben des Beschw erdeführers zu Art und U m fang der angeblich von ihm für die PKK ausgeübten Tätigkeiten und zu seiner Stellung innerhalb dieser Partei ent- nehm en lassen. G em äss den schriftlichen Ausführungen des Beschw erdeführers soll er in der Zeit zw ischen M itte 1998 und Ende 1999 für die PKK "politische Akti- vitäten" ausgeübt beziehungsw eise "Propagandaaufgaben" w ahrgenom m en ha- ben, die von ihm allerdings nicht näher beschrieben w urden; gänzlich unbestim m t geblieben sind seine R olle und Funktion innerhalb der PKK in der Zeit nach 1999, als er sich gem äss eigenen Angaben "in die Berge" zurückgezogen haben soll, w o er angeblich sieben Jahre lang geblieben sei. N ur bei genauerer Kenntnis von Art und U m fang des PKK-Engagem ents des Be- schw erdeführers und seiner Stellung innerhalb der Partei liesse sich überhaupt einschätzen, inw iew eit er bei einer R ückkehr in die Türkei der G efahr einer be- hördlichen Verfolgung aus politischen G ründen ausgesetzt sein könnte, w ie hoch das R isiko allfälliger R acheakte durch die PKK oder allfälliger Ü bergriffe durch Ein- heiten der türkischen Arm ee oder des türkischen G eheim dienstes im N ordirak ist und – dam it zusam m enhängend – ob die nordirakischen Behörden in der Lage sind, dem Beschw erdeführer vor solchen R acheakten beziehungsw eise Ü bergrif- fen angem essenen Schutz zu bieten, oder ihn im G egenteil trotz einer allfälligen Verfolgungsgefahr an die türkischen Behörden ausliefern könnten. D ie Vorinstanz nim m t diese Einschätzung zum Teil auf der G rundlage blosser An- nahm en und M utm assungen vor, so etw a, w enn sie ausführt, es sei "m öglich", dass die türkischen Behörden "gar nichts" von seinen Aktivitäten für die PKK w üssten. N ähere D etails zu den Aktivitäten des Beschw erdeführers für die PKK und zu seiner Stellung innerhalb der Partei w ären im Ü brigen unter U m ständen auch inso- fern von entscheidrelevanter Bedeutung gew esen, als sie es erlaubt hätten, sein Asyl- und Einreisegesuch gegebenenfalls auch unter dem G esichtspunkt allfälliger G ründe für einen Ausschluss vom Schutz der Flüchtlingskonvention nach Art. 1 F des Abkom m ens vom 28. Juli 1951 über die R echtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) beziehungsw eise für einen Asylausschluss nach Art. 53 AsylG zu prüfen. 4.3 D as Bundesverw altungsgericht stellt daher fest, dass das Asyl- und Einreisege- such des Beschw erdeführers aufgrund der Aktenlage – entgegen der Ansicht der 9 Vorinstanz – nicht "abschliessend beurteilt" w erden konnte. H ierzu w ären vielm ehr ergänzende Sachverhaltsabklärungen erforderlich gew esen, die allerdings unter- blieben sind. In erster Linie w äre dabei grundsätzlich eine persönliche Befragung des Beschw erdeführers durch eine schw eizerische Vertretung im Ausland in Be- tracht gekom m en, w ie sie in einem Auslandsverfahren in der R egel durchzuführen ist (Art. 10 Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]). Von dieser R egel kann abgew ichen w erden, w enn die D urchführung einer Befragung nicht m öglich ist, w obei in diesem Fall die asylsuchende Person von der schw eizerischen Vertretung aufgefordert w erden m uss, ihre Asylgründe schriftlich festzuhalten (Art. 10 Abs. 2 AsylV 1). In der angefochtenen Verfügung w ird nicht erklärt, w eshalb im Fall des Beschw erdeführers eine persönliche Befra- gung durch eine schw eizerische Vertretung nicht m öglich gew esen sein sollte. D er Beschw erdeführer selbst behauptet, die schw eizerische Vertretung in Bagdad sei dazu aus "Sicherheits- und organisatorischen G ründen" nicht in der Lage, w obei er diese Behauptung allein m it einem unzutreffenden Verw eis auf ein AR K-U rteil vom 29. M ärz 2005 stützt. Letztlich kann aber diese Frage an dieser Stelle offen blei- ben. H ätte sich näm lich eine persönliche Befragung des Beschw erdeführers durch eine schw eizerische Vertretung im Ausland tatsächlich als unm öglich erw iesen, w äre die Vorinstanz auch gem äss ihren eigenen internen W eisungen verpflichtet gew esen, den Beschw erdeführer aufzufordern, seine "Lebensgeschichte unter An- gabe der konkreten U m stände der Verfolgung" in einer ihm geläufigen Sprache niederzuschreiben (vgl. W eisung über die Entgegennahm e und Behandlung von Asylgesuchen durch schw eizerische Vertretungen im Ausland vom 20. Septem ber 1999, Asyl 21.3, Ziff. 1.4). D ie Vorinstanz hat dies aber unterlassen. Sow eit sie in ihrer Vernehm lassung generell auf die M itw irkungspflicht des Beschw erdeführers verw eist, ist vorab festzuhalten, dass ein besonderer H inw eis auf die gesetzliche M itw irkungspflicht, w ie er von Art. 19 Abs. 3 AsylG vorgeschrieben w ird, im R ah- m en des erstinstanzlichen Verfahrens unterblieben ist. G anz abgesehen davon ist aber vor allem erneut in Erinnerung zu rufen, dass die M itw irkungspflicht der asyl- suchenden Person zw ar m it der behördlichen U ntersuchungspflicht korreliert und diese ergänzt, sie aber keinesfalls generell ersetzen kann, dies auch dann nicht, w enn die asylsuchende Peron bereits im erstinstanzlichen Verfahren von rechtkun- diger Seite vertreten w ird. D ie Vorinstanz hat m it anderen W orten ihre U ntersu- chungspflicht verletzt, indem sie ihren Entscheid allein auf die schriftliche Asylge- suchsbegründung vom 2. Septem ber 2006 beziehungsw eise auf die ergänzenden Ausführungen des Beschw erdeführers im Telefaxschreiben vom 8. Juli 2006 stütz- te und die erforderlichen zusätzlichen Sachverhaltsabklärungen zu unklaren As- pekten seiner D arstellung unterliess. Indem sie dem Beschw erdeführer keine G e- legenheit gab, seine Vorbringen in einer persönlichen Befragung oder aber durch eine ergänzende schriftliche Stellungnahm e zu konkretisieren, hat sie überdies dessen Anspruch auf rechtliches G ehör verletzt. 5. 5.1 D ie Feststellung, dass der Sachverhalt von der Vorinstanz nur unvollständig abge- klärt w urde, führt das Bundesverw altungsgericht indessen nicht zum Schluss, dass die Einreise des Beschw erdeführers in die Schw eiz bereits aus diesem G rund zu bew illigen w äre. Insbesondere w ürde auch aus einer allfälligen U nm öglichkeit, 10 eine persönliche Befragung des Beschw erdeführers durch eine schw eizerische Vertretung im Ausland vornehm en zu lassen, nicht ohne w eiteres folgen, dass dem Beschw erdeführer zu dessen Anhörung die Einreise in die Schw eiz bew illigt w erden m üsste, w ie er dies im R ahm en des Beschw erdeverfahrens zu vertreten scheint. Allein entscheidend ist in dieser H insicht näm lich, dass aufgrund der w eitgehend illiquiden aktuellen Sachlage nicht genügend konkrete Anhaltspunkte für die Annahm e bestehen, dass dem Beschw erdeführer ein Verbleib im N ordirak, w o er sich offenbar bereits seit einiger Zeit aufhält, für die D auer der w eiteren, noch erforderlichen Sachverhaltsabklärungen nicht zum utbar im Sinne von Art. 20 Abs. 2 AsylG w äre. 5.2 Es stellt sich jedoch die Frage, ob die festgestellte Verletzung der behördlichen U ntersuchungspflicht sow ie des Anspruchs auf rechtliches G ehör im R ahm en des Beschw erdeverfahrens geheilt w erden kann oder zur Kassation der angefochtenen Verfügung führen m uss. Zw ar kann eine M issachtung entsprechender Verfahrens- vorschriften durch das BFM aufgrund der um fassenden Kognition des Bundesver- w altungsgerichts (vgl. Art. 106 AsylG ) in bestim m ten Schranken durchaus geheilt w erden. Eine sachgerechte Lösung im Sinne einer H eilung oder Kassation w ird sich unter anderem auch stark an Art und U m fang der Abklärungsm assnahm en orientieren m üssen, die im R ahm en des Beschw erdeverfahrens nachzuholen w ä- ren, um eine noch fehlende Entscheidungsreife nachträglich herzustellen. O b in- dessen die M issachtung von Verfahrensvorschriften durch die Vorinstanz auch Einfluss auf das Ergebnis hatte, kann bei einer Verletzung des Anspruchs auf rechtliches G ehör angesichts seiner form ellen N atur von vornherein keine R olle spielen (vgl. EM AR K 2004 N r. 38 E. 7.1 S. 265 m it w eiteren H inw eisen). Sinn des Beschw erdeverfahrens vor dem Bundesverw altungsgericht kann es freilich nicht sein, für eine vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach- verhalts zu sorgen, w enn im vorinstanzlichen Verfahren die erforderlichen Sach- verhaltsabklärungen – w ie im vorliegenden Fall – nur infolge unsorgfältiger Ver- fahrensführung unterblieben sind. D ie auf Beschw erdeebene eingereichten D oku- m ente – so insbesondere die Schreiben der Fam ilienangehörigen des Beschw er- deführers und das seinen Bruder Y._______ betreffende U rteil des Staatssicher- heitsgerichts B._______ vom 11. August 1992 – liefern zw ar Indizien für eine ge- w isse G efährdung des Beschw erdeführers in der Türkei, verm ögen aber für sich allein nicht zu einer substanziellen Klärung des illiquiden Sachverhalts beizutra- gen, zum al sie zum Teil w iederum Anlass für zusätzliche Abklärungen geben. So stellt sich etw a m it Bezug auf letzteres D okum ent, das nur in Kopie eingereicht w urde, unter anderem die Frage, ob dessen Inhalt sich m it dem O riginal des be- treffenden U rteils deckt und dam it den Tatsachen entspricht. Es hiesse w eit über den prozessrechtlichen R ahm en eines Beschw erdeverfahrens hinaus zu gehen, w ürden säm tliche noch notw endigen Sachverhaltsabklärungen vom Bundes- verw altungsgericht vorgenom m en, ganz abgesehen davon, dass dem Beschw er- deführer durch ein solches Vorgehen eine Instanz verloren ginge. Vielm ehr ist bei dieser Sachlage eine Kassation angebracht. 5.3 Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz im vorliegenden Fall den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig festgestellt hat und dabei die behörd- liche U ntersuchungspflicht sow ie den Anspruch des Beschw erdeführers auf rechtli- ches G ehör verletzt hat. D a eine H eilung dieser Verfahrensm ängel im R ahm en des 11 Beschw erdeverfahrens nicht m öglich erscheint und jedenfalls nicht angebracht w äre, ist der angefochtene Entscheid aufzuheben und zur N eubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuw eisen. 6. N ach dem G esagten ist die Beschw erde gutzuheissen, die vorinstanzliche Verfü- gung vom 17. N ovem ber 2006 aufzuheben und die Vorinstanz anzuw eisen, in der Sache neu zu entscheiden. 7. 7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 37 VG G ). 7.2 D em Beschw erdeführer ist angesichts des O bsiegens im Beschw erdeverfahren in Anw endung von Art. 64 Abs. 1 Vw VG i.V.m . Art. 37 VG G eine Parteientschädigung für ihm erw achsene notw endige Vertretungskosten zuzusprechen (vgl. auch Art. 7 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). Aufgrund der am 26. Januar 2007 eingereichten Kostennote, in w elcher der R echtsvertreter des Be- schw erdeführers einen als angem essen erscheinenden Arbeitsaufw and von 10.7 Stunden und ebenso angem essene Auslagen von Fr. 208.40 ausw eist, und unter Berücksichtigung des zusätzlichen, m it der Eingabe vom 17. April 2007 noch ver- bundenen Aufw andes ist dem Beschw erdeführer eine insgesam t auf Fr. 2'900.-- (inkl. Auslagen und M w St) festzusetzende, von der Vorinstanz zu entrichtende Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 10 und Art. 14 Abs. 2 VG KE). Ange- sichts dieses Anspruchs auf eine Parteientschädigung ist der Anspruch des m it Zw ischenverfügung der AR K vom 11. D ezem ber 2006 als unentgeltlicher Anw alt eingesetzten R echtsvertreters auf ein am tliches H onorar als hinfällig zu betrach- ten. 12 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird im Sinne der Erw ägungen gutgeheissen. 2. D ie Verfügung des BFM vom 17. N ovem ber 2006 w ird aufgehoben und das BFM angew iesen, in der Sache neu zu entscheiden. 3. Es w erden keine Verfahrenskosten auferlegt. 4. D ie Vorinstanz w ird angew iesen, eine Parteientschädigung im Betrag von Fr. 2'900.-- (inkl. Auslagen und M w St) an den Beschw erdeführer zu entrichten. 5. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers, 2 Expl. (eingeschrieben) - (...) D ie Instruktionsrichterin: D er G erichtsschreiber: C hrista Luterbacher M ario Vena Versand am :