<h2>SubmittedText<h2><p>Anhand eines grossen internationalen Bildungsvergleichs zwischen über 40 Ländern fällt neben der noch befriedigenden Rangierung in Mathematik die verhältnismässig schlechte Bewertung der Schweiz in den Naturwissenschaften auf. Als eine Erklärung für das schlechte Abschneiden wird die unterdurchschnittliche Dotierung naturwissenschaftlicher Fächer genannt.</p><p>In Anbetracht der hohen Bedeutung naturwissenschaftlicher Kompetenz für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes ersuche ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>- Teilt der Bundesrat im wesentlichen die Schlussfolgerungen der Studie?</p><p>- Wird die Auffassung von Experten geteilt, wonach die Anzahl Lektionen in diesem Bereich heraufgesetzt werden müsste?</p><p>- Wo gedenkt der Bund in Zusammenarbeit mit den Kantonen im weiteren in erster Linie aktiv zu werden, um bessere Rahmenbedingungen für die naturwissenschaftliche Ausbildung sicherzustellen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist mit dem Interpellanten der Ansicht, dass eine gute mathematische und naturwissenschaftliche Ausbildung unserer Schülerinnen und Schüler für die weitere Entwicklung unseres Landes und insbesondere seiner Konkurrenzfähigkeit von grosser Bedeutung ist. Bei der hier angesprochenen "Third International Mathematics and Science Study" (TIMSS) wurden in gut 40 Ländern Schüler und Schülerinnen im Alter von 14 Jahren einem Leistungstest unterzogen. In der Schweiz handelte es sich dabei - je nach kantonalem Einschulungstermin - um Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klasse. Für diesen Schulbereich sind ausschliesslich die Kantone zuständig, was bei der Beantwortung der einzelnen Fragen gebührend zu berücksichtigen ist.</p><p></p><p>1. Der schweizerische Teil der Studie wurde von einem Forscherteam unter der Federführung des bernischen Amtes für Unterrichtsforschung im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms "Wirksamkeit unserer Bildungssysteme" erarbeitet. Die vorgelegte Analyse ist detailliert und nach Ansicht des Bundesrates auch sehr differenziert. Er teilt im wesentlichen die Schlussfolgerungen der Studie.</p><p></p><p>2. Die Anhebung der Lektionenzahl ist zweifellos eine der möglichen Massnahmen um die bestehende Situation in der Schweiz zu verbessern, sicher aber nicht die einzige. Die Autoren der Studie führen in diesem Zusammenhang auch andere Elemente an, die prüfenswert sind (etwa Änderungen der im internationalen Vergleich relativ späten Einschulung). Der Bundesrat möchte hier indessen den für diese Fragen zuständigen Kantonen keine konkreten Empfehlungen ab</p><p>geben.</p><p></p><p></p><p>3. Aus den oben erwähnten Gründen wird der Bundesrat in diesem Zusammenhang selber auch keine Massnahmen ergreifen. Er geht indessen davon aus, dass die Resultate dieser Studie in den Kantonen und ihrer Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren Anlass zur Diskussion geben werden.</p>  Antwort des Bundesrates.