<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat verfolgt die Strategie, nachhaltige Angebote für Fernreisen zu fördern, wozu insbesondere auch das Reisen mit dem Nachtzug gehört. Die Verbindung von Zürich nach Wien wird heute über Buchs und Sargans geführt. Sie hält hingegen nicht in den bevölkerungsreichen Städten Winterthur und St. Gallen. Und dass, obwohl es im Sinne einer optimierten Streckenführung sinnvoll scheint, regionale Zentren anzufahren, um möglichst vielen Personen eine direkte Reise zu ermöglichen. </p><p>Es stellen sich folgende Fragen: </p><p>1. Aus welchem Grund wird der Night-Jet heute über Buchs und Sargans geführt? </p><p>2. Welches zusätzliche Kund*innen-Potential könnte erschlossen werden, wenn der Nachtzug von Zürich nach Wien in Winterthur und St. Gallen halten würde? </p><p>3. Wären Trassen in der Nacht verfügbar? Wären die technischen Voraussetzungen entlang der Strecke und an den Bahnhöfen gegeben? </p><p>4. Wäre eine solche Optimierung der Strecke auf Seite der Schweiz im Interesse der SBB?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Das Angebot im Nachtzugsverkehr wird durch die Transportunternehmen festgelegt. Diese führt wie bei den Tageszügen (Railjet/EuroCity) seit jeher über Sargans und Buchs SG. Die Trassierung ist auf die Trassenlage in Österreich abgestimmt.</p><p>Eine Führung des Nigthjets über Winterthur und St. Gallen würde die Reisezeit verlängern, da die Strecke länger und die Fahrt nicht auf die Plantrassen in Österreich abgestimmt ist. In Österreich besteht auf der einspurigen Arlberglinie wenig Flexibilität. Auch in der Schweiz gibt es aktuell keine im Netznutzungsplan gesicherten Trassen zwischen Zürich und St. Gallen/St. Margrethen, die für den Nachtzug verwendet werden können.</p><p>2. Es liegen keine Studien zum Potential einer Führung der Nachtzüge über Winterthur und St. Gallen vor. Mit den Halten in Sargans und Buchs sind weite Teile der Ostschweiz gut eingebunden. Ein Umsteigen ist zumutbar, müssen doch z.B. alle Reisenden aus Luzern, Bern oder Basel in Zürich auf den Nightjet umsteigen.</p><p>3. In Abstimmung mit Österreich ist die Trassierung über Sargans und Buchs im Netznutzungsplan gesichert. Die Trassen für eine alternative Führung der Nachtzüge wurde nicht geprüft.</p><p>4. In einem langfristigen Horizont ist eine taktüberlagerte Linienführung via St. Gallen für die SBB denkbar. Voraussetzung ist, dass eine Fahrlage möglich ist, bei der die Trassen in der Schweiz und in Österreich miteinander kompatibel sind und gegenüber der heutigen Linienführung via Sargans / Buchs keine Fahrzeitverlängerung resultiert. Bei einer Änderung ist davon auszugehen, dass sich negativ betroffene Regionen kritisch äussern dürften.</p>  Antwort des Bundesrates.