A. Verwaltungsentscheide 1488 9 14 Tagen nach Rechtskraft des Bau - und Einspracheentscheids einen Ausführungsplan mit Aufzeichnung des Abbruch - und Bauablaufs nachzureichen, ist daher insgesamt nicht zu beanstanden , dass die kommunalen Baubehörden von den Rekursgegnern nicht noch weit e- re, vom Rekurrenten als fehlend gerügte Pläne nachgefordert haben. Departement Bau und Umwelt, 15.03.2010 1488 Baubewilligungsverfahren: Die Planbegutachtung des Arbeitsi n- spektorats bi ldet im Gegensatz zur Plangenehmigung keine eige n- ständige Verfügung. 2a) Gegenstand des Rekurses bildet die Baubewilligung der Ba u- bewilligungskommission T . vom 28. Mai 2010. Dabei geht es um die Nutzung des Erdgeschosses des Wohn- und Geschäftshaus es As- sek. Nr. X auf der Parz. Nr. Y als Gesundheitszentrum. Integrierter Bestandteil der Baubewilligung bilden die Auflagen und Bedingungen des kantonalen Arbeitsinspektorats, welche von diesem mittels Pla n- begutachtung angebracht worden sind. […] 3a) Die Rekurren tin rügt, dass das Arbeitsinspektorat nur eine Planbegutachtung vorgenommen habe und fordert, dass eine aut o- nome, rekursfähige Verfügung auszuarbeiten sei. b) Alle Betriebe, die dem Arbeitsgesetz ( ArG; SR 822.11) unte r- stellt sind, müssen unter anderem die Anforderungen des Art. 6 ArG einhalten. Zudem müssen die Vorschriften zur Unfallverhütung g e- mäss Art. 81 und 82 des Bundesgesetzes über die Unfallversich erung (UVG; SR 832.20) eingehalten werden. Betriebe, die den Art. 7 und 8 ArG unterstehen, unterliegen der Plangenehmigungspflicht. Die Ve r- ordnung 4 zum Arbeitsgesetz (ArGV 4; SR 822.114) regelt das Pla n- genehmigungs- und Betriebsbewilligungsverfahren für industrielle B e- triebe und nicht-industrielle Betriebe mit erheblichen Betriebsgefa hren (Art. 1 Abs. 1 ArGV 4). Eine Plangenehmigung wird als kostenpflicht i- ge Verfügung mit Rechtsmittelbelehrung ausgestellt und führt nach einer Bauabnahme zu einer Betriebsbewilligung, die nur ausgestellt wird, wenn alle Anforderungen erfüllt sind. Unterliegt ein Betrieb nich t A. Verwaltungsentscheide 1489 10 Art. 7 oder 8 ArG handelt es sich um einen nicht -industriellen Betrieb (gewerblichen Betrieb). Bei gewerblichen Betrieben wird g estützt auf Art. 60 der Verordnung über die Unfallverhütung (VUV; SR 832.30) eine Planbegutachtung vorgenommen und festgehalte n, welche A n- forderungen bezüglich Arbeitssicherheit bei Neu - und Umbauten oder Anlagen berücksichtigt werden müssen. Die Planbegutachtung hat keinen Verfügungscharakter, der Bauherr ist aber durch Art. 82 UVG verpflichtet, diese Vorgaben zu befolgen. Damit rechtfertigt es sich, auch die Planbegutachtung zum integralen Bestandteil der Baubewi l- ligung zu machen, womit sie auch anfechtbar wird. c) Beim vorliegenden Wohn - und Geschäftshaus mit dem gepla n- ten Gesundheitszentrum im Erdgeschoss handelt es sich um e inen nicht-industriellen Betrieb, womit er dem Planbegutachtungsverfahren und nicht dem Plangenehmigungsverfahren unterliegt. Folglich ist zu Recht eine Planbegutachtung vorgenommen worden, welche nicht als Verfügung ausgestaltet worden ist. Damit ist das Vorgehen des A r- beitsinspektorats nicht zu beanstanden. Departement Bau und Umwelt, 27.09.2010 1489 Baubewilligungsverfahren: Gestaltungsanforderungen für ein Pult- dach innerhalb der Bauzone. Wenn die Vori nstanz in ihrem Entscheid nicht ausführt, weshalb da s Pultdach nicht bewilligungsfähig ist und auch keine Interessensabwägung bezüglich der Wiederherstellung vornimmt, verletzt sie ihre Begründungspflicht. 2 a) Gegenstand des Rekurses bildet der Bauentscheid der V o- rinstanz vom 14. Juli 2010, mit welchem ei n Pultdach eines Unte r- stands, welcher an die Wohnbaute Assek. Nr. X angebaut ist, verwe i- gert wurde. Dem Rekurrent ist mit Baubewilligung vom 19. Januar 2010 ein Unterstand mit einem Flachdach bewilligt worden. Gemäss Zonenplan der Gemeinde H. soll das Bauv orhaben in der Wohn- und Gewerbezone WG2 zu liegen kommen. b) Begründet wird der Rekurs damit, dass das ursprüngliche abg e- brannte Gebäude bereits über einen Unterstand mit Pultdach verfü g- te. Der Wiederaufbau sei gemäss Art. 94 Abs. 3 BauG im früh eren