A bteilung IV D -1773/2007 {T 0/2} U rteil vom 2. M ai 2007 M itw irkung: R ichter H aefeli, Zoller, Bovier G erichtsschreiberin Freihofer A._______, Äthiopien, alias B._______, Äthiopien, alias C ._______, Irland, vertreten durch Advokat Tarig H assan, M ilitärstrasse 76, Postfach 2115, 8021 Zürich, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), vorm als Bundesam t für Flüchtlinge (BFF), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 8. Februar 2007 i.S. A syl und W egw eisung / N B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschw erdeführer seinen H eim atstaat im August 1999 und gelangte am 18. O ktober 1999 in die Schw eiz, w o er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte. M it Verfügung vom 2. D ezem ber 1999 trat das BFF auf das Asylgesuch gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG nicht ein, verfügte die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den sofortigen Vollzug und entzog einer allfälligen Beschw erde die aufschiebende W irkung. D iese Verfügung erw uchs unangefochten in R echtskraft. B. M it Eingabe vom 4. N ovem ber 2003 reichte der Beschw erdeführer beim BFF in Bezug auf den W egw eisungsvollzug ein W iedererw ägungsgesuch ein, w elches das BFF m it Verfügung vom 13. N ovem ber 2003 abw ies. M angels Leistung des erhobenen Kostenvorschusses w urde m it U rteil der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) vom 21. Januar 2004 auf die dagegen erhobene Beschw erde nicht eingetreten. C . M it Eingaben vom 1. und 17. Septem ber 2006 liess der Beschw erdeführer beim BFM ein "W iedererw ägungsgesuch bzw . neues Asylgesuch" stellen. D as BFM nahm diese Eingabe als Asylgesuch entgegen und führte am 22. Januar 2007 m it dem Beschw erdeführer eine direkte Anhörung zu den Asylgründen durch. D er Beschw erdeführer m achte dabei im W esentlichen geltend, er habe sich etw a seit M itte des Jahres 2005 in der Schw eiz für die äthiopische Sache engagiert, sei M itglied der D ._______ und der E._______ (respektive der F._______) gew orden und habe an m ehreren D em onstrationen teilgenom m en. Zur U nterm auerung seiner Vorbringen reichte er verschiedene D okum ente zu den Akten, so ein Bestätigungsschreiben betreffend die M itgliedschaft bei der E._______ und D ._______, ein Internetausdruck bezüglich D em onstrationen in G enf (vom ) und in Bern (vom und vom ) O riginalfotos, eine C D sow ie eine D VD von D em onstrationsteilnahm en, R undschreiben der G ._______ vom an die Auslandsvertretungen, zw ei Arztzeugnisse vom 10. April und vom 12. Septem ber 2006. D . M it Verfügung vom 8. Februar 2007 stellte das BFM fest, der Beschw erdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. G leichzeitig verfügte es die W egw eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug und erhob keine G ebühren. E. M it Beschw erde vom 8. M ärz 2007 liess der Beschw erdeführer beantragen, die Verfügung der Vorinstanz sei vollum fänglich aufzuheben. Es sei festzustellen, dass subjektive N achfluchtgründe im Sinne von Art. 54 vorlägen, und es sei ihm eine vorläufige Aufnahm e als Flüchtling zu gew ähren. Eventualiter sei die vorläufige Aufnahm e infolge U nm öglichkeit des Vollzugs anzuordnen. Es sei die unentgeltliche Prozessführung zu bew illigen, und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten.3 F. M it Zw ischenverfügung vom 15. M ärz 2007 w ies der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverw altungsgerichts die G esuche um G ew ährung der unentgeltlichen R echtspflege gem äss Art. 65 Abs. 1 Vw VG sow ie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ab und setzte Frist zur Leistung desselben in der H öhe von Fr. 600.--. G . M it Zw ischenverfügung vom 21. M ärz 2007 stellte der Instruktionsrichter in Bezugnahm e auf ein vom Beschw erdeführer m it Eingabe vom 16. M ärz 2007 gestelltes G esuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses fest, es w erde vollum fänglich an der Zw ischenverfügung vom 15. M ärz 2007 festgehalten. H . D er erhobene Kostenvorschuss w urde am 28. M ärz 2007 einbezahlt. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G ; SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG ; SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G ; SR 173.110]). 1.2 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 1.3 Ü ber offensichtlich unbegründete Beschw erden w ird in einem vereinfachten Verfahren entschieden. W ie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w erden kann und der Beschw erdeentscheid nur sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ). 2. D ie Beschw erde ist form - und fristgerecht eingereicht; der Beschw erdeführer ist legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 50 ff. Vw VG ). Auf die Beschw erde ist m ithin einzutreten. 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim atstaat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, 4 N ationalität, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gelten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum indest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vorhandensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeblich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D as BFM lehnte das Asylgesuch des Beschw erdeführers ab, da die vorgebrachten subjektiven N achfluchtgründe den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gem äss Art. 3 AsylG nicht zu genügen verm öchten. So sei dem Beschw erdeführer im R ahm en seiner beiden ersten Verfahren nicht gelungen, eine politisch m otivierte Verfolgung durch die äthiopischen Behörden glaubhaft zu m achen. Es bestehe som it keine Veranlassung zur Annahm e, dass er vor dem Verlassen seines H eim atstaates als regim efeindliche Person ins Blickfeld der äthiopischen Behörden geraten oder dort in irgendeiner Form als R egim egegner oder politischer Aktivist registriert w orden sei. D aher sei auch nicht davon auszugehen, dass er nach seiner Ankunft in der Schw eiz unter spezieller Beobachtung seitens der äthiopischen Behörden gestanden sei. D ie blosse M itgliedschaft in der D ._______, einem Verein m it Sitz in H ._______, führe zu keiner Verfolgung durch die äthiopischen Behörden. D ie F._______ sei eine in Äthiopien aktive Partei, w elche bei den Parlam entsw ahlen vom M ai 2005 zusam m en m it anderen O ppositionsparteien insbesam t von Sitze errungen habe und in der D iaspora unter dem N am en E._______ auftrete. Als einfaches M itglied dieser Partei sei vorliegend nicht von einer G efährdung des Beschw erdeführers bei einer R ückkehr nach Äthiopien auszugehen. D ie eingereichten D okum ente könnten an dieser Einschätzung nichts ändern. 4.2 Aus der R echtsm itteleingabe ergibt sich als R üge die Verletzung von Bundesrecht, indem dem Beschw erdeführer zu U nrecht die Flüchtlingseigenschaft nicht zuerkannt w orden sei. W ie jedoch bereits in der Zw ischenverfügung vom 15. M ärz 2007 festgestellt, kom m t das Bundesverw altungsgericht auch nach einer genauen Prüfung der vorliegenden Akten zum Schluss, dass die Schlussfolgerungen der Vorinstanz im Ergebnis zutreffen und die Ausführungen in der Beschw erde nicht geeignet sind, diese zu entkräften. Zw ar ist vorw eg einschränkend festzuhalten, dass entgegen den Ausführungen der Vorinstanz die G laubhaftigkeit der Asylvorbringen des Beschw erdeführers gar nicht erst geprüft w urde, m ithin auch nicht von unglaubhaft gebliebener, politisch m otivierter Verfolgung gesprochen w erden kann, zum al die Vorinstanz am 2. D ezem ber 1999 auf das erste Asylgesuch gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG nicht eingetreten ist und eine 5 G laubhaftigkeitsprüfung bei Anw endung dieser Bestim m ung gar nicht erst vorgenom m en w ird. D arüber hinaus beschränkte sich das in der Folge eingeleitete W iedererw ägungsverfahren nur auf die Frage des W egw eisungsvollzugs. Allerdings m uss auch festgehalten w erden, dass durch seine Täuschung über die Identität die G laubw ürdigkeit des Beschw erdeführers erheblich in Frage gestellt w ird und er im ersten Asylverfahren auch selbst gar keine politisch m otivierten Verfolgungsgründe anführte, sondern im W esentlichen erklärte, w egen fam iliärer G ründe ausgereist zu sein und sich selbst nie politisch betätigt zu haben (vgl. A1, S. 4 f.). U nter diesem Blickw inkel ist die Erw ägung der Vorinstanz, es gebe keinen Anlass zur Annahm e, der Beschw erdeführer sei vor seiner Ausreise ins Blickfeld der äthiopischen Behörden geraten, zu bestätigen. Zudem ist noch einm al zu betonen, dass der Beschw erdeführer erst nach einem m ehrjährigen Aufenthalt in der Schw eiz und einem rechtskräftig abgeschlossenen Asyl- und W iedererw ägungsverfahren dam it begonnen hat, sich exilpolitisch zu betätigen, w as den Schluss nahe legt, er w olle sich dam it ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht in der Schw eiz erw irken. Sein in der Schw eiz begonnener Aktivism us kann deshalb nicht als Fortsetzung eines bereits im H eim atland bestehenden politischen Engagem ents betrachtet w erden. Abgesehen davon ist vorliegend nicht davon auszugehen, dass diese Betätigungen bei einer R ückkehr in den H eim atstaat m it hoher W ahrscheinlichkeit politische Verfolgung nach sich ziehen. D ies insbesondere deshalb, w eil - entgegen anderer Behauptung in der Beschw erde - nicht von einem exponierten politischen Engagem ent des Beschw erdeführers ausgegangen w erden kann, zum al er anfänglich angab, er sei "nur norm ales M itglied" (vgl. C 13, S. 5). D ie nun behauptete führende Funktion m uss erheblich in Frage gestellt w erden. Zw ar w ird im eingereichten Schreiben der F._______ vom dem Beschw erdeführer eine aktive M itgliedschaft attestiert. D ass diese über die Teilnahm e an Protestkundgebungen hinaus gehen w ürde, w ird nicht m indestens glaubhaft gem acht. D as erst auf Beschw erdeebene eingereichte Schreiben der F._______ vom , w onach der Beschw erdeführer in I._______ Kantonsverantw ortlicher sei, w obei im Ü brigen nicht entnom m en w erden kann, seit w ann er dieses Am t innehaben soll, erw eckt den Anschein eines G efälligkeitsschreibens, indem der Sachverhalt den Erw ägungen des BFM angepasst w erden soll, w eshalb ihm kein Bew eisw ert zukom m t. D as Bundesverw altungsgericht geht davon aus, dass die äthiopischen Sicherheitsbehörden, selbst w enn sie von den exilpolitischen Aktivitäten des Beschw erdeführers Kenntnis erlangt hätten, sich m it grosser W ahrscheinlichkeit nicht ernsthaft für diesen interessieren w ürden. W ie bereits oben ausgeführt, w ar der Beschw erdeführer in seinem H eim atland selbst nicht als politischer Aktivist und R egim egegner bekannt. Zudem dürfte es auch den äthiopischen Behörden aufgefallen sein, dass die exilpolitische Betätigung vieler äthiopischer Asylbew erber nach der Ablehnung ihrer Asylgesuche regelm ässig drastisch zunim m t respektive intensiver w ird oder überhaupt erst ab diesem Zeitpunkt einsetzt, w as das geltend gem achte politische Engagem ent als zw eifelhaft erscheinen lässt. Es fehlen im vorliegenden Fall jegliche aktenkundige H inw eise darauf, dass gegen den Beschw erdeführer aufgrund der genannten Aktivitäten in Äthiopien ein Strafverfahren oder andere behördliche M assnahm en eingeleitet w orden sind, w obei in diesem Zusam m enhang unter H inw eis auf die in Art. 8 AsylG verankerte M itw irkungspflicht festzuhalten ist, dass es nicht Sache der 6 schw eizerischen Asylbehörden sein kann, jede auch nur ansatzw eise und abstrakt m ögliche G efährdungssituation im H eim atland des Beschw erdeführers abklären zu m üssen. Es kann im Ü brigen zur Verm eidung von W iederholungen auf die Erw ägungen der Vorinstanz und die Zw ischenverfügung vom 15. M ärz 2007 verw iesen w erden. D ie erhobene R üge erw eist sich nach dem G esagten als unbegründet. 4.3 Aufgrund der vorstehenden Erw ägungen erübrigt es sich, auf die w eiteren Ausführungen in der Beschw erde und die als Bew eism ittel eingereichten D okum ente noch näher einzugehen, w eil sie am Ergebnis nichts ändern können. U nter Berücksichtigung der gesam ten U m stände folgt, dass der Beschw erdeführer keine G ründe nach Art. 3 AsylG nachw eisen oder glaubhaft m achen konnte. D as BFM hat sein Asylgesuch zu R echt abgelehnt. 5. 5.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zum utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG ; SR 142.20]). 5.2 D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zulässig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Ausländers in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). 5.3 N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). 5.4 G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D ezem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK; SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K; SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden. 5.5 D er Beschw erdeführer verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbew illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; Entscheidungen und M itteilungen der AR K [EM AR K] 2001 N r. 21). 7 5.6 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. M . G attiker, D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a es dem Beschw erdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr des Beschw erdeführers in seinen H eim atstaat ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. 5.7 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen des Beschw erdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in seinen H eim atstaat dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäischen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti- Folterausschusses m üsste der Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm enschliche Behandlung drohen w ürde (vgl. EM AR K 2001 N r. 16, S. 122, m .w .H .). D ie allgem eine M enschenrechtssituation in seinem H eim atstaat lässt den W egw eisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerw eise nicht als unzulässig erscheinen. N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim m ungen zulässig. 5.8 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ückkehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im H eim atland herrschenden allgem einen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgem einer G ew alt kennzeichnet, oder aufgrund anderer G efahrenm om ente, w ie beispielsw eise einer notw endigen m edizinischen Behandlung, angenom m en w erden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668). 5.9 In konstanter Praxis w ird von einer grundsätzlichen Zum utbarkeit des W egw eisungsvollzugs nach Äthiopien ausgegangen (vgl. bereits EM AR K 1998 N r. 22). D er zw eieinhalb Jahre dauernde G renzkrieg zw ischen Äthiopien und Erit- rea w urde im Juni 2000 m it einem von der O rganisation für die Einheit Afrikas (O AU ) verm ittelten W affenstillstand und einem von beiden Staaten am 12. D ezem ber 2000 unterzeichneten Friedensabkom m en beendet. 4'500 Blau- helm -Soldaten der U N O kontrollierten seither die G renze zw ischen Äthiopien und Eritrea, w obei diese aber ein sporadisches W iederaufflackern des G renzkonfliktes nicht verhindern konnten. Im m erhin scheinen aber sow ohl Äthiopien als auch Erit- rea den Schiedsspruch der hierfür eingesetzten internationalen Kom m ission, w el- cher am 13. April 2002 ergangen ist, grundsätzlich zu akzeptieren. Insgesam t kann jedenfalls nicht von einer qualitativen Verschlechterung der allgem einen Lage in Äthiopien gesprochen w erden. 5.10 Bei einer G esam tw ürdigung der aktuellen Situation in Äthiopien bestehen keine H inw eise darauf, dass der junge und ledige Beschw erdeführer, w elcher eigenen Angaben zufolge über eine achtjährige Schulbildung verfügt, in Äthiopien einer 8 konkreten G efährdung im Sinne von Art. 14a Abs. 4 AN AG ausgesetzt sein könnte. Es ist ihm zuzum uten, sich erneut in seinem Kulturkreis niederzulassen und dort eine neue Existenz aufzubauen. Zw ar w urde m it dem zw eiten Asylgesuch ein Arztzeugnis von D r. m ed. J._______, Allgem eine M edizin FM H , vom 12. Septem ber 2006 zu den Akten gereicht, w onach beim Beschw erdeführer eine Angst- und Panikstörung und eine Psychosoziale Belastungssituation diagnostiziert w urde, w elche m it hausärztlichen G esprächen und m edikam entös behandelt w erde. D as BFM stellte hiezu in seiner ablehnenden Verfügung fest, dass die U rsachen offensichtlich der m om entanen Situation und der dam it zusam m enhängenden M ut- und H offnungslosigkeit begründet seien, w as aber den W egw eisungsvollzug nach Äthiopien nicht als unzum utbar erscheinen liesse, zum al sie durch entsprechende M edikation aufgefangen w erden könne. D ieser Einschätzung ist zu folgen. Auf Beschw erdeebene w ird auf eine Stellungnahm e zu den vorinstanzlichen Erw ägungen verzichtet, w eshalb davon auszugehen ist, dass der Beschw erdeführer selbst keine gesundheitlichen G ründe (m ehr) sieht, w elche gegen einen W egw eisungsvollzug sprechen. 5.11 N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung som it auch als zum utbar zu bezeichnen. 5.12 Schliesslich obliegt es dem Beschw erdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines H eim atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung praxisgem äss auch als m öglich zu bezeichnen ist. D aran verm ag - w ie bereits in der Zw ischenverfügung vom 15. M ärz 2007 festgehalten - die zu den Akten gereichte Einstellungsverfügung der Staatsanw altschaft Zürich vom 26. Januar 2007 nichts daran zu ändern. 5.13 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erachtet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 6. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esagten abzuw eisen. 7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) und auf insgesam t Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE]) und m it dem am 28. M ärz 2007 geleisteten Kostenvorschuss in derselben H öhe zu verrechnen. (D ispositiv nächste Seite)910 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auferlegt. D ieser Betrag w ird m it dem geleisteten Kostenvorschuss in derselben H öhe verrechnet. 3. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers, 2 Expl. (eingeschrieben; Beilagen: 6 Fotografien im O riginal; Einzahlungsschein) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N ) - das M igrationsam t des Kantons K._______ D er R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Fulvio H aefeli G abriela Freihofer Versand am :