<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Eidgenössisches Versicherungsgericht </div> <div class="para">Tribunale federale delle assicurazioni </div> <div class="para">Tribunal federal d'assicuranzas </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Sozialversicherungsabteilung </div> <div class="para">des Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Prozess </div> <div class="para">{T 7} </div> <div class="para">I 106/06 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 30. März 2006 </div> <div class="para">IV. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Präsident Ursprung, Bundesrichterin Widmer und Bundesrichter Schön; Gerichtsschreiber Widmer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Parteien </div> <div class="para">A.________, 1970, Beschwerdeführerin, vertreten durch B.________, Treuhand, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons Aargau, Kyburgerstrasse 15, 5001 Aarau, Beschwerdegegnerin </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Vorinstanz </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons Aargau, Aarau </div> <div class="para"> </div> <div class="para">(Entscheid vom 6. Dezember 2005) </div> <div class="para"> </div> <div class="para">In Erwägung, </div> <div class="para">dass die IV-Stelle des Kantons Aargau mit Verfügung vom 11. November 2004 den Anspruch der 1970 geborenen, im August 1991 in die Schweiz eingereisten mazedonischen Staatsangehörigen A.________ auf eine Invalidenrente ablehnte, woran sie auf Einsprache hin mit Entscheid vom 5. Januar 2005 festhielt, </div> <div class="para">dass das Versicherungsgericht des Kantons Aargau die hiegegen eingereichte Beschwerde mit Entscheid vom 6. Dezember 2005 abwies, </div> <div class="para">dass A.________ mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde zur Hauptsache die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente beantragt, </div> <div class="para">dass die IV-Stelle und das Bundesamt für Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung verzichten, </div> <div class="para">dass das kantonale Gericht die vorliegend massgebliche Rechtslage hinsichtlich des Anspruchs auf eine Invalidenrente (<span class="artref">Art. 28 Abs. 1 IVG</span> in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen und in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung; <span class="artref">Art. 29 Abs. 1 IVG</span>; <span class="artref">Art. 36 Abs. 1 IVG</span>; <span class="artref">Art. 16 ATSG</span>) zutreffend dargelegt hat, </div> <div class="para">dass die 1991 von Mazedonien in die Schweiz eingereiste Beschwerdeführerin, die seit Geburt gehörlos ist, seit 1. Oktober 1999 bis Juni 2002 mit einem Unterbruch als Verpackerin (Aushilfe) teilzeitlich bei der Firma F.________ AG arbeitete, wobei sie im Jahre 2002 aus betrieblichen Gründen nur noch in reduziertem Ausmass eingesetzt wurde, </div> <div class="para">dass die Versicherte diese Tätigkeit gemäss Bericht des Dr. med. S.________ vom 16. Juli 2002 vollumfänglich ausüben kann, eine andere Arbeit ihr hingegen nicht zumutbar ist, </div> <div class="para">dass der Berufsberater im Bericht vom 26. November 2003 dazu erläuternd ausführte, die Versicherte sei nur unter besonderen Bedingungen am bisherigen Arbeitsplatz einsatzfähig (Betrieb an ihrem Wohnort, Betreuung durch ihre Schwester, welche die Kommunikation und Instruktion sicherstellt), während es nicht möglich sei, eine andere Stelle in der freien Wirtschaft zu finden, welche die genannten Voraussetzungen erfüllt, </div> <div class="para">dass der damalige Einsatz bei der Firma F.________ AG als einmaliger Glücksfall zu werten sei, der sich nicht wiederholen lasse und darum keine Vermittelbarkeit begründe, </div> <div class="para">dass gestützt auf diese Angaben aus ärztlicher und berufsberaterischer Sicht als erstellt zu betrachten ist, dass mit der allfälligen, aktenmässig nicht ausgewiesenen Beendigung der Erwerbstätigkeit bei der Firma F.________ AG kein Versicherungsfall bezüglich Invalidenrente eingetreten ist, die Beschwerdeführerin vielmehr aufgrund ihres Geburtsgebrechens bereits bei Einreise in die Schweiz im August 1991 und somit vor Antritt dieser Stelle im Sinne von <span class="artref">Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG</span> (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=11.03.2006&amp;to_date=30.03.2006&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-98%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page102">BGE 119 V 102</a> Erw. 4a) invalid, d. h. während eines Jahres durchschnittlich zu mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen und weiterhin in mindestens gleichem Umfang erwerbsunfähig war, das Geburtsgebrechen indessen aufgrund der bis Ende 2000 geltenden Versicherungsklausel (<span class="artref">Art. 6 Abs. 1 IVG</span>, wonach nur Personen, die bei Eintritt des Versicherungsfalles versichert sind, Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hatten) keine Leistungspflicht der Invalidenversicherung begründet, </div> <div class="para">dass der Wegfall einer trotz bestehender Invalidität aufgrund besonders günstiger Umstände, die sich andernorts nicht finden, teilzeitlich ausgeübten Erwerbstätigkeit mangels Eintritts eines Rentenfalls keinen Invalidenrentenanspruch begründet, weshalb der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden ist, </div> <div class="para">dass die Ausführungen der Beschwerdeführerin an diesem Ergebnis nichts zu ändern vermögen, </div> <div class="para">dass auf den Eventualantrag auf Zusprechung von beruflichen Eingliederungsmassnahmen nicht einzutreten ist, weil es insofern mangels Verwaltungsverfügung an einem Anfechtungsgegenstand und damit an einer Sachurteilsvoraussetzung fehlt, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau, der Ausgleichskasse des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Sozialversicherung zugestellt. </div> <div class="para">Luzern, 30. März 2006 </div> <div class="para">Im Namen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident der IV. Kammer: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>