B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-5694/2017 U r t e i l v o m 29 . J u n i 2 0 1 8 Besetzung Richter Daniel Riedo (Vorsitz), Richterin Annie Rochat Pauchard, Richter Michael Beusch, Gerichtsschreiber Beat König. Parteien A._______, vertreten durch Philippe Mantel, avocat, Beschwerdeführer, gegen Eidg. Steuerverwaltung ESTV, Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI, Vorinstanz. Gegenstand Amtshilfe (DBA-NL). A-5694/2017 Seite 2 Sachverhalt: A. Am 13. Mai 2016 reichte der Belastingdienst der Niederlande (nachfol- gend: BD) gestützt auf das Abkommen vom 26. Februar 2010 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Königreich der Nieder- lande zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen (SR 0.672.963.61; nachfolgend: DBA-NL) bei der Eidge- nössischen Steuerverwaltung (nachfolgend: ESTV) ein Amtshilfegesuch ein. Im Gesuch ist die D._______ GmbH als „beteiligte (Rechts)Person in der Schweiz“ aufgeführt. Unter der Rubrik „Beteiligte (Rechts -)Person in den Niederlanden“ genannt sind A._______ (nachfolgend: der Steuer- pflichtige) mit Wohnsitz in L._______ und die in M._______ domizilierten Anwaltskanzleien B._______ und C._______. In der Rubrik „Betroffene Steuerarten und Steuerjahre“ erwähnt werden die Einkommenssteuer so- wie die Körperschaftssteuer und der Zeitraum vom 1. März 2010 bis 31. Dezember 2015. Zum Sachverhalt, welcher dem Ersuche n zugrunde liegt, erklärt der BD, das niederländische Finanzamt führe zurzeit eine Überprüfung der Einhal- tung der steuerrechtlichen Pflichten durch den Steuerpflichtigen durch. Es sei festgestellt worden, dass der Steuerpflichtige die […]-Marke E._______ und das entsprechende Konze pt erfunden habe und er an dieser Marke beteiligt sei bzw. beteiligt gewesen sei. Im Zusammenhang mit dieser Marke habe er im August 2000 eine „Firmierungsprüfung“ bei der Handels- kammer durchführen lassen, „im Januar 2003 im Auftrag der Gesellschaft D._______“ den Domänenamen […] eintragen lassen, am 1. Juli 2005 „eine Euroscan […] unter dem Namen E._______ durchführen lassen“ und im Jahr 2005 eine internationale Werbetour veranstaltet, zu welcher eine Fernsehserie produziert worden sei. Zwar habe der Steuerpflichtige erklärt, er habe „keine Beteiligung mehr an der D._______“. Doch treffe dies offen- sichtlich nicht zu (siehe zum Ganzen S. 3 des Ersuchens). Der BD hält zu letzterem Punkt fest, in L._______ sei im Jahr 2008 e in D._______-Bekleidungsgeschäft u nter der Adresse N._______ eröffnet worden, wobei der Mietvertrag für die Räumlichkeiten auf den Namen des Steuerpflichtigen gelautet habe. Die Miete sei seit dem Jahr 2010 unter anderem durch die D._______ GmbH bezahlt worden, und zwar unter Be- lastung eines Bankkontos mit der Nummer […]. Weiter führt der BD im Amtshilfeersuchen aus, das niederländische Finanz- amt habe festgestellt, dass die am 3. April 2006 gegründete Gesellschaft A-5694/2017 Seite 3 F._______ Ltd. mit Sitz in G._______ seit dem Juni 2006 Inhaberin des Markenrechts E._______ sei. Vom 3. April 2006 bis zum 8. November 2007 seien die Beteiligungen an der F._______ Ltd. durch die D._______ GmbH gehalten worden. Danach seien diese Beteiligungen an die Sport H._______ Ltd. in I._______ übertragen worden. Der BD weist überdies darauf hin, dass die D._______ GmbH in den Jah- ren 2011 und 2012 mit niederländischen Parteien Verträge über den Ver- kauf von Kleidern der Marke E._______ abgeschlossen habe. Am Zustan- dekommen dieser Verträge sei der Steuerpflichtige beteiligt gewesen. Die D._______ GmbH war nach der Darstellung im Ersuchen in den Jahren 2008-2014 in verschiedene niederländische Rechtsverfahren involviert. Bei diesen Verfahren sei es namentlich um eine bösgläubige Markenan- meldung und um ein Urheberrecht gegangen. Das niederländische Finanz- amt habe festgestellt, dass der Steuerpflichtige die Kontaktperson für den Rechtsanwalt der Gesellschaft D._______ GmbH sei. Mit seinem Ersuchen verlangt der BD verschiedene Informationen über die D._______ GmbH und deren Verhältnis zum Steuerpflichtigen (siehe dazu im Einzelnen S. 3 f. des Ersuchens). B. Aufgrund des Ersuchens des BD forderte die ESTV die D._______ GmbH, die Q._______ AG (nachfolgend: Q._______) sowie die Steuerverwaltung des Kantons Zug mittels Editionsverfügungen vom 28. Juni und 11. August 2016 auf, verschiedene Unterlagen einzureichen und Informationen zu übermitteln. Die Beteiligten kamen diesen Aufforderungen nach. C. Nach weiterer Korrespondenz namentlich mit der D._______ GmbH und der seinerzeitigen Rechtsvertreterin des Steuerpflichtigen erliess die ESTV (nachfolgend auch: Vorinstanz) am 5. September 2017 eine an diesen adressierte Schlussverfügung. Gemäss dieser Schlussverfügung leistet die ESTV dem BD Amtshilfe betreffend den Steuerpflichtigen, indem sie der holländischen Behörde als Antwort auf die Fragen des Amtshil feersu- chens die in Dispositiv -Ziff. 2 der Schlussverfügung genannten, von der D._______ GmbH, der Q._______ und der Steuerverwaltung des Kantons Zug edierten Informationen sowie Unterlagen übermittelt. A-5694/2017 Seite 4 D. Gegen diese Schlussverfügung liess der Steuerpflichtige (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 6. Oktober 2017 Beschwerde ans Bundesverwal- tungsgericht erheben. Er beantragt, die angefochtene Schlussverfügung der ESTV s ei aufzuheben und eventualiter seien alle Dokumente betref- fend „Drittparteien“ aus den zur Übermittlung an den BD vorgesehenen Un- terlagen auszusondern. Subeventualiter fordert der Beschwerdeführer, die Sache sei zur Neubeurteilung an die ESTV zurückzuweise n. Schliesslich verlangt er eine Parteientschädigung. In der Begründung der Beschwerde erklärt sich der Beschwerdeführer im Sinne einer Beweisofferte dazu bereit, „Details“ zu verschiedenen, in den Niederlanden hängigen Verfahren u nd offizielle Übersetzungen der dies- bezüglich als Beschwerdebeilagen eingereichten Dokumente zu liefern (Beschwerde, S. 10). E. Die ESTV beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 4. Dezember 2017, die Beschwerde sei kostenpflichtig abzuweisen. Sie stellt ferner den Verfah- rensantrag, dem Beschwerdeführer sei einzig Einblick in diejenigen Akten des vorinstanzlichen Verfahrens zu gewähren, welche auf dem mit der Ver- nehmlassung eingereichten USB -Stick mit der Bezeichnung […] gespei- chert sind. F. Innert einer ihm angesetzten Frist zur Stellungnahme hält der Beschwer- deführer mit einer mit verschiedenen Beilagen versehenen Eingabe vom 15. Januar 2018 an seinen Beschwerdebegehren fest. Zudem stellt er sinn- gemäss ein Gesuch um Einsicht in die ihm gemäss dem Verfahrensantrag der Vorinstanz nicht offenzulegenden Dokumente auf dem seitens der ESTV ausschliesslich für das Bundesverwaltungsgericht bestimmten USB- Stick. Im Sinne einer Beweisofferte erklärt der Beschwerdeführer sodann, auf entsprechende Aufforderung hin offizielle Übersetzungen der mit seiner Stellungnahme vorgelegten Beilagen einzureichen. G. Nachdem die Verfahrensbeteiligten am 26. Januar 2018, 7. Februar 2018 und 19. Februar 2018 weitere Eingaben namentlich mit Ausführungen zum Akteneinsichtsgesuch des Beschwerdeführers eingereicht hatten, hiess das Bundesverwaltungsgericht dieses Gesuch mit Zwischenverfügung vom 21. Februar 2018 gut. A-5694/2017 Seite 5 Das Bundesgericht trat mit Urteil vom 14. März 2018 auf eine gegen diese Zwischenverfügung erhobene Beschwerde in öffentlich -rechtlichen Ange- legenheiten der ESTV vom 5. bzw. 8. März 2018 nicht ein. In der Folge wurde dem Beschwerdeführer der seitens der EST V aus- schliesslich für das Bundesverwaltungsgericht bestimmte USB-Stick über- mittelt. Auf Ersuchen des Beschwerdeführers vom 21. März 2018 hin wurde zudem bei der Vorinstanz eine Kopie der Beschwerde in öffentlich-rechtli- chen Angelegenheiten vom 5. bzw. 8. März 2018 angefordert und dem Be- schwerdeführer ausgehändigt. H. Mit Stellungnahmen vom 29. März 2018 und 6. April 2018 hält der Be- schwerdeführer unter Beilage eines niederländischen Handelsregisteraus- zuges an seinen Beschwerdebegehren fest. Im Sinne einer Beweisofferte stellt er überdies in Aussicht, auf Aufforderung des Gerichts eine Erklärung der G esellschafter der Gesellschaft O._______ einzureichen, wonach diese Gesellschaft und die daran Beteiligten keine Beziehungen zu ihm haben bzw. hatten. I. Die Vorinstanz bekräftigt mit Eingabe vom 18. April 2018 ihren Antrag auf kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde. J. Der Beschwerdeführer erklärt mit unaufgefordert eingereichter Stellung- nahme vom 3. Mai 2018 erneut, an seinen noch offenen Anträgen festzu- halten. K. Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die vorliegenden Akten wird – soweit erforderlich – in den Erwägungen eingegangen. Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden ge- gen Schlussverfügungen der ESTV betreffend die Amtshilfe gestützt auf das DBA -NL zuständig (vgl. Art. 19 Abs. 5 des Bundesgesetzes vom A-5694/2017 Seite 6 28. September 2012 über die internationale Amtshilfe i n Steuersa- chen [StAhiG, SR 651.1] in Verbindung mit Art. 31-33 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht [Verwaltungsge- richtsgesetz, VGG, SR 173.32]). Das Verfahren vor diesem Gericht richtet sich dabei nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Ver- waltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021), soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Der Beschwerde- führer ist als Adressat der Schlussverfügung vom 5. September 2017 und vom Amtshilfeersuchen betroffene Person ohne Weiteres zur Beschwerde legitimiert (vgl. Art. 19 Abs. 2 StAhiG in Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist einzutreten. 2. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid in vollem Umfang überprüfen. Der Beschwerdeführer kann neben der Verlet- zung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen oder un- vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 Bst. c VwVG). 2.2 Kommt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Über- zeugung, die Akten erlaubten die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder die behauptete Tatsache sei für die Entscheidung der Streitsache nicht von Bedeutung, kann es – unabhängig davon, welche Art von Beweismitteln überhaupt zulässig ist – auf die Erhe- bung weiterer Beweise verzichten, ohne durch diese antizipierte Beweis- würdigung den Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) zu verletzen (vgl. zum Ganzen anstelle vieler: BGE 136 I 229 E. 5.3, mit weiteren Hinweisen). 3. 3.1 Gemäss Art. 26 Abs. 1 Satz 1 DBA -NL tauschen die zuständigen Be- hörden der beiden Vertragsstaaten unter sich diejenigen Informationen aus, „die zur Durchführung dieses Abkommens oder zur Anwendung oder Durchsetzung des innerstaatlichen Rechts betreffend für Rechnung der Vertragsstaaten, ihrer politischen Unterabteilungen oder lokalen Körper- schaften erhobenen Steuern jeder Art und Bezeichnung voraussichtlich er- heblich sind, soweit die diesem Recht entsp rechende Besteuerung nicht dem Abkommen widerspricht“. A-5694/2017 Seite 7 Nach Art. 26 Abs. 3 DBA-NL ist indessen der ersuchte Vertragsstaat nicht verpflichtet, von den Gesetzen oder der Verwaltungspraxis des einen oder des anderen Vertragsstaates abzuweichen (Bst. a), oder Informationen zu erteilen, welche nach den Gesetzen oder im üblichen Verwaltungsver- fahren eines der beiden Vertragsstaaten nicht beschafft werden kön- nen (Bst. b). Auch besteht gemäss Art. 26 Abs. 3 (Bst. c) DBA -NL keine Verpflichtung zur Erteilung von Inf ormationen, „die ein Handels -, Ge- schäfts-, Industrie-, Gewerbe- oder Berufsgeheimnis oder ein Geschäfts- verfahren preisgeben würden oder deren Erteilung dem Ordre public wi- derspräche“. Die Art. 26 Abs. 3 DBA-NL vorgehende Vorschrift von Art. 26 Abs. 5 DBA- NL enthält ihrerseits Einschränkungen der in vorgenannter Bestimmung vorgesehenen Beschränkungen der Amtshilfeverpflichtung. So darf der er- suchte Vertragsstaat nach Art. 26 Abs. 5 DBA -NL die Leistung von Amts- hilfe nicht nur deshalb ablehnen, „ weil sich die Informationen bei einer Bank, einem sonstigen Finanzinstitut, einem Bevollmächtigten, Beauftrag- ten oder Treuhänder befinden oder weil sie sich auf Beteiligungen an einer Person beziehen“ (Satz 1). In diesem Zusammenhang räumt Art. 26 Abs. 5 Satz 2 DBA-NL den Steuerbehörden des ersuchten Staates die Kompetenz ein, die Offenlegung der in diesem Absatz der Amtshilfebestimmung er- wähnten Informationen durchzusetzen. 3.2 Art. XVI Bst. c des Protokolls zum DBA-NL hält fest, dass der Hinweis auf Informationen, die vo raussichtlich erheblich sind, bedeutet, dass ein möglichst weit gehender Informationsaustausch in Steuerbelangen ge- währleistet sein soll, ohne den Vertragsstaaten zu erlauben, „fishing expe- ditions“ zu betreiben oder Informationen anzufordern, deren Erhebli chkeit hinsichtlich der Steuerbelange einer bestimmten steuerpflichtigen Person unwahrscheinlich ist („fishing expeditions“ werden von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung [OECD] umschrieben als „speculative requests for info rmation that have no apparent nexus to an open inquiry or investigation“ [vgl. Urteile des BVGer A -1499/2017 vom 3. August 2017 E. 2.3, A-4415/2014 vom 8. Dezember 2014 E. 3.2]). 3.3 Die Voraussetzung der voraussichtlichen Erheblichkeit ist erfüllt, wenn im Zeitpunkt der Gesuchstellung eine vernünftige Möglichkeit besteht, dass sich die angefragten Angaben als erheblich erweisen werden (BGE 143 II 185 E. 3.3.2, 142 II 161 E. 2.1.1). Der ersuchende Staat muss die Erheb- lichkeit voraussehen und deshalb im Amtshilf eersuchen geltend machen (vgl. BGE 143 II 185 E. 3.3.2, mit Hinweisen). Der ersuchte Staat hat nur A-5694/2017 Seite 8 solche Informationen von der Amtshilfe auszuschliessen, bei denen un- wahrscheinlich ist, dass sie für den ersuchenden Staat erheblich sein kön- nen (vgl. den Wortlaut von Ziff. XVI Bst. c des Protokolls zum DBA-NL so- wie BGE 143 II 185 E. 3.3.2; Urteil des BVGer A-6666/2014 vom 19. April 2016 E. 2.3). In letzterem Sinne ist auch Art. 17 Abs. 2 StAhiG zu verste- hen, wonach Informationen, welche voraussichtlich nicht erheblich sind, nicht übermittelt werden dürfen und von der ESTV auszusondern oder un- kenntlich zu machen sind (vgl. Urteile des BVGer A -6102/2016 vom 15. März 2017 E. 2.4, A-6666/2014 vom 19. April 2016 E. 2.3). Weil in der Regel nur der ersuchende Staat abschliessend feststellen kann, ob eine Information erheblich ist, beschränkt sich die Rolle des ersuchten Staates grundsätzlich darauf, zu überprüfen, ob die verlangten Informationen und Dokumente einen Zusammenhang mit dem im Ersuchen dargestellten Sachverhalt haben und ob sie möglicherweise dazu geeignet sind, im aus- ländischen Verfahren verwendet zu werden. Der ersuchte Staat hat also in diesem Sinne nur eine Plausibilitätskontrolle vorzunehmen (vgl. BGE 142 II 161 E. 2.1.1 f.; Urteil des BGer 2C_241/201 6 vom 7. April 2017 E. 5.2). Gemäss dem Bundesgericht bildet der Begriff der „voraussichtlichen Er- heblichkeit“ denn auch „eine nicht sehr hohe Hürde für ein Amtshilfeersu- chen“ (BGE 143 II 185 E. 3.3.2, 142 II 161 E. 2.1.1). Keine Rolle für die Voraussetzu ng der voraussichtlichen Erhe blichkeit spielt, ob sich die Informationen nach deren Erhebung als nicht erheblich herausstellen (vgl. BGE 142 II 161 E. 2.1.1) 3.4 Nach dem sog. völkerrechtlichen Vertrauensprinzip besteht – ausser bei offenbarem Rechtsmissbrauch oder bei berechtigten Fragen im Zusam- menhang mit dem Schutz des schweizerischen oder internationalen Ordre public (vgl. Art. 7 StAhiG) – kein Anlass, an Sachverhaltsdarstellun- gen und Erklärungen anderer Staaten zu zweifeln ( vgl. BGE 142 II 161 E. 2.1.3 f., 128 II 407 E. 3.2, 4.3.1 und 4.3.3, 126 II 409 E. 4). Die ESTV ist deshalb an die Darstellung des Sachverhalts im Ersuchen insoweit gebun- den, als diese nicht wegen offensichtlicher Fehler, Lücken oder Widersprü- che von vornherein entkräftet werden kann (vgl. anstelle vieler Urteil des BGer 2A.567/2001 vom 15. April 2002 E. 4.1; Urteil des BVGer A-171/2017, A-172/2017 und A-173/2017 vom 5. Juli 2017 E. 3.2). 3.5 Gemäss dem Protokoll zum DBA -NL stellt der ersuchende Staat ein Begehren um Austausch von Informationen erst dann, wenn er alle in sei- nem innerstaatlichen Steuerverfahren vorgesehenen üblichen Mittel zur A-5694/2017 Seite 9 Beschaffung der Informationen ausgeschöpft hat (Ziff. XVI Bst. a des Pro- tokolls; sog. Subsidiaritätsprinzip). Ist die Frist zur Abgabe der Steuererklärung abgelaufen und bestehen Zweifel an der Selbstdeklaration des Steuerpflichtigen, ist das Subsidiari- tätsprinzip durch den blossen Umstand, dass sich die Informationen im er- suchten Staat befinden, nicht verletzt. Auch ist es einem Staat in der Phase der Überprüfung der Selbstdeklaration nicht verwehrt, mit dem Steuer- pflichtigen in Kontakt zu bleiben bzw. diesen zu befragen, selbst wenn be- reits ein Amtshilfeersuchen gestellt worden ist (vgl. zum Ganzen Urteil des BVGer A-3791/2017 vom 5. Januar 2018 E. 6.2, mit Hinweis). Aufgrund des völkerrechtlichen Vertrauensprinzips (vgl. E. 3.4) b esteht kein Anlass für Zweifel an einer von der ersuchenden Behörde abgegebe- nen Erklärung der Ausschöpfung aller üblichen innerstaatlichen Mittel, es sei denn, es liegt ein gegen die Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips spre- chendes, ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der Erklärung begründendes konkretes Element vor (vgl. Urteil des BGer 2C_28/2017 vom 16. April 2018 E. 3.3.1 ff. [zur Publikation vorgesehen]; Urteil des BGer 2C_904/2015 vom 8. Dezember 2016 E. 7.2; Urteil des BVGer A-4025/2016 vom 2. Mai 2017 E. 3.2.4). 3.6 3.6.1 Nach Art. 3 Bst. a StAhiG gilt (soweit hier interessierend) als be- troffene Person im Sinne des StAhiG die Person, „über die im Amtshilfeer- suchen Informationen verlangt werden“. Gemäss Art. 4 Abs. 3 StAhiG in der bis Ende 2016 gültig gewesenen Fas- sung (AS 2013 231) ist die Übermittlung von Informationen zu Personen, welche nicht vom Ersuchen betroffen sind, unzulässig. Nach der am 1. Ja- nuar 2017 in Kraft getretenen Fassung dieser Vorschrift ist die Übermittlung von Informationen zu Persone n, welche nicht betroffene Personen sind, unzulässig, „wenn diese Informationen für die Beurteilung der Steuersitua- tion der betroffenen Person nicht voraussichtlich relevant sind oder wenn berechtigte Interessen von Personen, die nicht betroffene Personen sind, das Interesse der ersuchenden Seite an der Übermittlung der Informatio- nen überwiegen“. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat dieser neu ins Gesetz aufgenommene Passus nichts an der Ordnung betreffend die Übermittlung von Informationen über vom Amtshilfeersuchen nicht be- troffene Personen geändert (vgl. BGE 143 II 506 E. 5.2.1; Urteil des BGer 2C_387/2016 vom 5. März 2018 E. 5.1; Urteil des BGer 2C_640/2016 vom A-5694/2017 Seite 10 18. Dezember 2017 E. 4.2.3 [zur Publikation vorgesehen]). Nach dieser Ordnung bzw. de r einschlägigen Rechtsprechung sind unter Umständen auch Personen, deren Steuerpflicht im ersuchenden Staat nicht geltend gemacht wird, als (materiell) betroffene Personen zu qualifizieren, nämlich dann, wenn die Informationen über diese Personen für den e rsuchenden Staat voraussichtlich erheblich sind (grundlegend: BGE 141 II 436 E. 4.4.3 und 4.5, auch publiziert in: ASA 84 [2015/2016] S. 559 ff.; ferner: BGE 143 II 185 E. 3.2 ff.). 3.6.2 Wird die Anonymisierung von Daten zu einzelnen Personen verlangt, die – in der Amtshilfeverpflichtung an sich unterliegenden – Konto- oder anderen Unterlagen enthalten sind, ist in Bezug auf jedes einzelne Akten- stück, das von der Übermittlung ausgeschlossen werden soll, anzugeben und im Einzelnen darzulegen, weshalb das Dokumen t im ausländischen Verfahren nicht erheblich sein kann (vgl. Urteile des BVGer A -4331/2017 vom 16. November 2017 E. 4.2.3, A -4353/2016 vom 27. Februar 2017 E. 5.2). 3.7 Gemäss Art. 8 Abs. 1 StAhiG dürfen zur Beschaffung von Informatio- nen nur Massnahmen durchg eführt werden, die nach schweizerischem Recht zur Veranlagung und Durchsetzung der Steuern, die Gegen- stand des Ersuchens sind, durchgeführt werden könnten. Nach Art. 8 Abs. 2 StAhiG können namentlich Informationen, welche sich im Besitz ei- ner Bank befinden , verlangt werden, wenn das anwendbare Abkommen ihre Übermittlung vorsieht. Eine zwar im Sinne von Art. 3 Bst. a StAhiG betroffene Person, deren Steu- erpflicht im ersuchenden Staat jedoch nicht geltend gemacht wird, ist ge- mäss der Rechtsprechung mit der Folge, dass die erfragten Informationen von dieser Person im Sinne von Art. 26 Abs. 3 Bst. b DBA -NL nach dem innerstaatlichen Recht beschafft werden können, nach Art. 126 des Bun- desgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG, SR 642.11) umfassend auskunftspflichtig, sofern die betreffenden Informationen ihre eigene Besteuerung beeinflussen können (vgl. BGE 142 II 69 E. 5.1.4; Urteil des BGer 2C_954/2015 vom 13. Februar 2017 E. 7.4; Urteil des BVGer A-272/2017 vom 5. Dezember 2017 E. 2.4.2.2). Das Vor- liegen einer solchen Konstellat ion wurde vom Bundesgericht unter ande- rem bei vermuteten verdeckten Gewinnausschüttungen und bei Steuerum- gehungstatbeständen bejaht (vgl. BGE 142 II 69 E. 5.1.4; Urteil des BGer 2C_954/2015 vom 13. Februar 2017 E. 7.4). A-5694/2017 Seite 11 3.8 Nach Art. 29 Abs. 2 DBA -NL darf Amtshilfe nur für Informationen ge- leistet werden, welche sich auf einen Zeitraum beziehen, welcher am oder nach dem 1. März 2010 beginnt. Für die Zuordnung von Informationen zu einem Zeitraum ab dem 1. März 2010 ist dabei nicht auf den Zeitpunkt der Vornahme von Informationen begründenden Handlungen, sondern auf den Zeitpunkt der Wirkungen dieser Handlungen abzustellen. Denn bezeich- nenderweise ist in den verbindlichen französischen, niederländischen und englischen Fa ssungen dieser Vorschrift nicht von Informationen über Handlungen die Rede, welche in Zeiträumen oder zu Zeitpunkten ab dem 1. März 2010 vorgenommen wurden, sondern lediglich von Informationen, die sich auf diese Zeiträume oder Zeitpunkte beziehen. Zudem entspricht es dem in Ziff. XVI Bst. c des Protokolls zum DBA-NL zum Ausdruck kom- menden Ziel der Vertragsstaaten, einen möglichst weit gehenden Informa- tionsaustausch zu gewährleisten, statt den Zeitpunkt der Vornahme der Handlungen den Zeitpunkt ihrer Wirkungen als massgebend zu betrachten (vgl. zur entsprechenden Auslegung einer vergleichbaren Vorschrift Urteil des BVGer A-778/2017 vom 5. Juli 2017 E. 9.2.1). 3.9 Art. 7 Bst. a StAhiG sieht – in Umsetzung des Verbots der „fishing ex- peditions“ – vor, dass auf Ersuchen nicht eingetreten wird, wenn diese zum Zweck der Beweisausforschung gestellt wurden. Darüber hinaus wird auf ein Amtshilfeersuchen nach Art. 7 Bst. b und c StAhiG nicht eingetreten, wenn damit Informationen verlangt werden, die von den Amtshilfebestim- mungen des anwendbaren Abkommens nicht erfasst sind, oder das Ersu- chen den Grundsatz von Treu und Glauben verletzt, z.B. weil es auf Infor- mationen beruht, die durch nach schweizerischem Recht strafbare Hand- lungen erlangt worden sind. 4. 4.1 Der verfassungsrechtliche Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verleiht dem Betroffenen insbesondere das Recht, vor Erlas s eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheids Einsicht in die Ak- ten zu nehmen (vgl. BGE 133 I 270 E. 3.1). In Konkretisierung des Anspruchs auf rechtliches Gehör sieht Art. 15 Abs. 1 StAhiG vor, dass sich die beschwerdeberechtigten Personen am Verfahren beteiligen sowie insbesondere Einsicht in die Akten nehmen können. Die ESTV kann gemäss Art. 15 Abs. 2 StAhiG einer beschwerdeberechtigten Person die Einsicht in bestimmte Aktenstücke nach Art. 27 VwVG verwei- gern, soweit die ausländische Behörde hinsichtlich dieser Aktenstücke Ge- heimhaltungsgründe glaubhaft macht. A-5694/2017 Seite 12 Aus dem Akteneinsichtsrecht fliesst die Pflicht der Behörde, die Parteien grundsätzlich über den Beizug aller Akten zu orientieren, welche geeignet sind, Grundlage des Entscheids zu bil den (vgl. dazu ausführlich BERN- HARD WALDMANN/MAGNUS OESCHGER, in: Bernhard Waldmann/Phi- lippe Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensge- setz [VwVG], 2. Aufl. 2016, Art. 26 N. 72 ff.). 4.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Dessen Verlet- zung führt grundsätzlich ungeachtet der Erfolgsaussichten der Be- schwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung (BGE 132 V 387 E. 5.1). Nach der Rechtsprechung kann eine – nicht be- sonders schwerwiegende – Verletzung des rechtlichen Gehörs aber aus- nahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sach- verhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 127 V 431 E. 3d/aa). Von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung ist selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhö- rung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderli- chen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 132 V 387 E. 5.1, mit Hinweis, siehe auch BGE 133 I 201 E. 2.2; Urteil des BVGer A-7149/2016 vom 14. Februar 2018 E. 1.8.2. Vgl. aber zum Fall der Nich- tigkeit der angefochtenen Verfügung infolge Gehörsverletzung sogleich E. 4.3). 4.3 Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist in Fäl- len, bei welchen die vom Amtshilfegesuch betroffene Person nicht über die Eröffnung des Amtshilfeverfahrens informiert worden war und sie deshalb keine Gelegenheit hatte, sich vor Erlass der Schlussverfügung zur Sache zu äussern, eine die Nichtigkeit der Schlussverfügung begründende schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs dieser Person anzu- nehmen (vgl. zum Ganzen Urteile des BVGer A -3764/2015 vom 15. Sep- tember 2015 E. 2.3, A-2433/2015 vom 9. Juli 2015 E. 3 und 5, A-7076/2014 vom 1. April 2015 E. 3.3, A -7401/2014 vom 24. März 2015 E. 3.3). Diese Judikatur bezieht sich dabei jeweils auf Fälle, bei welchen eine nach dem Amtshilfegesuch im ersuchenden Staat steuerpflichtige Person nicht ord- nungsgemäss über die Eröffnung des Amtshilfeverfahrens informiert wor- den ist (Urteil des BVGer A-6314/2015 vom 25. Februar 2016 E. 2.3). A-5694/2017 Seite 13 5. 5.1 5.1.1 Im vorliegenden Fall behauptet der Beschwerdeführer, die ESTV habe sein rechtliches Gehör verletzt, indem sie ihm im vorinstanzlichen Verfahren keine vollständige Akteneinsicht gewährt habe. Soweit ersichtlich hat die ESTV d en Beschwerdeführer im vorinstanzli- chen Verfahren nicht über den Beizug der einzig auf dem mit der Vernehm- lassung eingereichten USB-Stick mit der Bezeichnung […] gespeicherten Aktenstücke informiert, obschon diese Dokumente – wie in der Zwischen- verfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. Februar 2018 darge- legt – keine der Gewährung der Akteneinsicht entgegenstehende relevante Geheimhaltungsinteressen berühren. Die ESTV hat damit die aus dem Ak- teneinsichtsrecht fliessende Pflicht zur Orientierung über die Aktenlage (vgl. E. 4.1) verletzt. 5.1.2 Was die Folgen der hier festgestellten Gehörsverletzung durch parti- elle Verweigerung der Akteneinsicht bzw. Missachtung der behördlichen Orientierungspflicht betrifft, ist zu beachten, dass de m Beschwerdeführer mit der Zwischenverfügung vom 21. Februar 2018 nachträglich die zu Un- recht verweigerte Akteneinsicht gewährt und ih m eine Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt wurde. Da das Bundesverwaltungsgericht bei den sich vorliegend stellenden Sach- und Rechtsfragen über umfassende Kognition verfügt (vgl. E. 2 .1), dem betroffenen Beschwerdeführer diesel- ben Mitwirkungsrechte wie vor der ESTV zustehen und eine wegen der Gehörsverletzung erfolgende Rückweisung zu einem formalistischen Leer- lauf sowie damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Gehörsgewährung durch die Vorinstanz gleichgestellten) Interesse des Beschwerdeführers an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären, ist im Sinne einer Heilung des Mangels praxis- gemäss von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzuse- hen. Letzteres gilt ohne Rücksicht darauf, ob die festgestellte Gehörsver- letzung schwerwiegend ist (vgl. E. 4.2 . Zu Recht nicht geltend gemacht wird, dass die Vorinstanz mit der blossen Verletzung der Pflicht zur Orien- tierung über den Aktenbestand eine die Nichtigkeit der angefochtenen Schlussverfügung begründende Gehörsverletzung begangen habe). 5.2 Soweit der Beschwerdeführer sinngemäss rügt, der BD habe durch sein Vorgehen und durch eine (angeblich) teilweise unwahre Sachverhalts- darstellung im Ersuchen den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt (vgl. Beschwerde, S. 19), verkennt er, dass diese ausländische Behörde A-5694/2017 Seite 14 nicht an die Bundesverfassung sowie die schweizerischen Gesetze gebun- den ist. 6. 6.1 Im vorliegenden Ersuchen führt der BD aus, er überprüfe die Einhal- tung der Steuerpflichten durch den in den Niederlanden wohnhaften Be- schwerdeführer. 6.2 Zwar sind im Amtshilfeersuchen nebst dem Beschwerdeführer auch die beiden Anwaltskanzleien B._______ und C._______ als betroffene Perso- nen in den Niederlanden genannt und wird seitens des BD beiläufig auch die Körperschaftssteuer als in Frage stehende niederländische Steuer be- zeichnet. Nach Treu und Glauben verlangt der BD freilich nur eine Amtshil- feleistung zur korrekten Erhebung der niederländischen Einkommens- steuer beim Beschwerdeführer, zumal er einzig von einer Steuerpr üfung betreffend den Beschwerdeführer spricht und nicht näher begründet, wes- halb die erbetenen Auskünfte für die Körperschaftsbesteuerung der An- waltskanzleien voraussichtlich erheblich sein sollten. Die beiläufige Erwäh- nung der Körperschaftssteuer erscheint unter diesen Umständen als offen- sichtliches Versehen. Nichts am hier gezogenen Schluss ändert der Umstand, dass der BD mit Frage 10 seines Ersuchens Angaben über mögliche direkte oder indirekte Beteiligungen oder Interessen der genannten beiden Anwaltskanzleien an der D._______ GmbH wünscht. Diese Angaben werden nämlich allein zwecks korrekter Anwendung des niederländischen Steuerrechts beim Be- schwerdeführer gefordert. Letzteres zeigt sich an der Darstellung des BD, nach welcher diese Anwaltskanzleien Gesellschaften des Beschwerdefüh- rers bilden, und an der systematischen Stellung der erwähnten Frage im Abschnitt mit der Überschrift „Beziehung zu Herrn A._______“. 6.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, das vom BD gestellte Begehren sei widersprüchlich, weil im Ersuchen sowohl die Einkommens -, als auch die Körperschaftssteuer genannt seien. Aufgrund dieser Widersprüchlich- keit lasse sich dem Ersuchen nicht entnehmen, ob der Beschwerdeführer oder die D._______ GmbH die betroffene Person sei (Beschwerde, S. 16). Auch enthalte das Ersuchen keine genügende Angabe seines Gegenstan- des sowie des damit verfolgten Steuerzweckes. A-5694/2017 Seite 15 Das vorliegende Amtshilfeersuchen lässt sich freilich von vornherein nicht so verstehen, dass der BD damit ausdrücklich oder sinngemäss Informati- onen zu einer Körperschaftsbesteuerung der D._______ GmbH in den Nie- derlanden fordert. Denn bezeichnenderweise behauptet der BD keine im ersuchenden Staat möglicherweise bestehenden steuerlichen Anknüp- fungspunkte der von ihm als beteiligte Rechtsp erson in der Schweiz be- zeichneten D._______ GmbH. Ebenso wenig erklärt er, dass betreffend die D._______ GmbH eine Steuerprüfung in den Niederlanden stattfinde und die verlangten Informationen in diesem Zusammenhang voraussichtlich er- heblich seien. Es verhält sich in diesem Punkt nicht anders als hinsichtlich der B._______ und der C._______. Die blosse und beiläufige Erwähnung der Körperschaftssteuer lässt im Üb- rigen die Sachverhaltsdarstellung im Ersuchen nicht als derart wider- sprüchlich erscheinen, dass das völkerrechtlich grundsätzlich gebotene Vertrauen in die Ausführungen des BD erschüttert würde (vgl. E. 3.4) oder der Gegenstand und der Steuerzweck des Ersuchens nicht hinreichend bestimmt wären. Das genannte Vorbringen des Beschwerdeführers ist somit unbegründet. 6.4 Im Folgenden zu prüfen ist nach dem Gesagten ausschliesslich, ob die Voraussetzungen für eine Amtshilfeleistung zwecks korrekter Erhebung der niederländischen Einkommenssteuer beim Beschwerdeführer erfüllt sind. Da die B._______, die C._______ und die D._______ GmbH – wie ausge- führt (E. 6.2 f.) – nicht als nach dem Amtshilfeersuchen im ersuchenden Staat steuerpflichtige betroffene Personen zu qualifizieren sind, zieht eine allfällige Verletzung ihres Anspruches auf rechtliches Gehör du rch die ESTV keine Nichtigkeit der vorliegend angefochtenen Schlussverfügung nach sich (vgl. E. 4.3). Weil der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfah- ren nicht zur Geltendmachung der Missachtung des Anspruchs auf rechtli- ches Gehör Dritter befugt ist , da ke ine von Amtes wegen zu beachtende Nichtigkeit infolge Gehörsverletzung vorliegt (vgl. [zu einem im Interesse Dritter eingereichten Antrag auf Schwärzung von Daten in den zu übermit- telnden Unterlagen] BGE 139 II 404 E. 11.2), stösst er folglich ins Leere, soweit er einen Verstoss gegen Gehörsrechte dieser Gesellschaften rügt. A-5694/2017 Seite 16 6.5 6.5.1 Für die vorliegend streitbetroffenen niederländischen Einkommens- steuern können gestützt auf die Amtshilfeklausel des DBA -NL Informatio- nen ausgetauscht werden, welche sich auf einen Zeitraum beziehen, wel- cher am oder nach dem 1. März 2010 beginnt (vgl. E. 3.8). 6.5.2 Die im Ersuchen des BD enthaltene Frage nach Verträgen mit der D._______ GmbH als Partei und die Frage nach den damit verbundenen Erträgen betreffen zwar nicht ausschliesslich im Zeitraum vom 1. März 2010 bis zum 31. Dezember 2015 abgeschlossene, sondern auch zuvor zustande gekommene Verträge mit den damit verbundenen Erträgen. Auch wurde der nach dem Willen der ESTV dem BD weiterzuleitende Vertrag mit der Bezeichnung „Transfer of Intellectual Property“ am 7. November 2005, also vor dem 1. Januar 2010 abgeschlossen. Entsprechend dem in E. 3.8 Dargelegten sind aber Dokumente, welche vor dem 1. März 2010 erstellt wurden, bei Erfüllung der weiteren Voraussetzungen amtshilfeweise zu übermitteln, soweit sie für die Beurteilung von Verhältnissen ab diesem Zeitpunkt voraussichtlich erhebliche Informationen enthalten. Dabei sind allfällige Stellen, deren Erheblichkeit für Zeiträume bzw. Zeitpunkte ab dem 1. März 2010 unwahrscheinlich ist, zu schwärzen (vgl. auch Urteil des BGer 2C_1087/2016 vom 31. März 2017 E. 4.4). Wie im Folgenden ersichtlich wird, ist es nicht unwahrscheinlich, dass der in Frage stehende Vertrag mit der Bezeichnung „Transfer of Intellectual Property“ vom 7. November 2005 und die von der ESTV vorgesehene Ant- wort auf die erwähnten Fragen des Amtshilfeersuchens für die Erhebung der Einkommenssteuer beim Beschwerdeführer in den Steuerjahren ab dem 1. März 2010 – in ihrer Gesamtheit – erheblich sind. Deshalb bildet der zeitliche Geltungsbereich der hier in Frage stehenden Amtshilfeklausel kein Hindernis für eine Übermittlung dieses Vertrages sowie der erwähnten Antwort der ESTV an BD, und es besteht auch kein Anlass, wegen dieses Geltungsbereiches diesbezüglich partiell Schwärzungen vorzunehmen. 6.5.3 Es ist im Übrigen weder substantiiert dargetan noch aus den Ak- ten ersichtlich, dass die vom BD erfragten und nach Ansicht der ESTV zu übermittelnden Informationen mit Blick auf die Wirkungen der zugrunde lie- genden Handlungen (vgl. E. 3.8) Zeiträume vor dem 1. März 2010 betref- fen würden. Namentlich beschlägt auch die von der ESTV beabsichtigte Antwort zur Frage des BD betreffend Anwaltskosten (Frage 18 des Ersu- chens) – wie in den zu dieser Frage nach der angefochtenen Schlussver- fügung zu übermittelnden Unterlagen ersichtlich ist – lediglich im Zeitraum A-5694/2017 Seite 17 vom 1. März 2010 bis 31. Dezember 2015 bezahlte Anwaltskosten (obschon dies dem Wortlaut der Antwort nicht zu entnehmen ist). 6.5.4 Von einer Verletzung von Art. 29 Abs. 2 DBA-NL und/oder einer un- zulässigen Rückwirkung kann nach dem Gesagten keine Rede sein. 6.6 6.6.1 Der BD bestätigt vorliegend im Begleitschreiben zum Amtshilfeersu- chen, alle Ermittlungsmöglichkeiten ausgeschöpft zu haben. Aufgrund des völkerrechtlichen Vertrauensprinzips besteht grundsätzlich kein Anlass, an dieser Erklärung zu zweifeln und von einer Verletzung des Subsidiaritäts- prinzips auszugehen (vgl. E. 3.5). 6.6.2 Der Beschwerdeführer macht freilich sinngemäss geltend, ein ernst- hafte Zweifel an der Richtigkeit der erwähnten Erklärung de s BD begrün- dendes konkretes Element sei gegeben. Ein solches Element sieht er da- rin, dass die niederländische Behörde (angeblich) verschiedene der erfrag- ten Informationen bei ihm selbst hätte beschaffen können und sie gegen- über der ESTV in arglistiger Weis e bzw. wider Treu und Glauben ver- schwiegen habe, dass bei der Einreichung des Amtshilfeersuchens nach dem niederländischen Recht Rechtsmittel i m Zusammenhang mit mehre- ren, zurzeit teilweise noch hängigen Verfahren zur Beschaffung dieser In- formationen zur Verfügung gestanden hätten ( siehe dazu insbesondere Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 15. Januar 2018, S. 2 ff.; Stel- lungnahme des Beschwerdeführers vom 7. Februar 2018, S. 5). Angesichts des Umstandes, dass das Subsidiaritätsprinzip einem ersu- chenden Staat gemäss der Rechtsprechung nicht verbietet, in der Phase der Überprüfung der Selbstdeklaration des Steuerpflichtigen mit diesem selbst nach Einreichung eines Amtshilfeersuchens in Kontakt zu bleiben bzw. diesen zu befragen (vgl. E. 3.5), sind die erwähnten Vorbringen des Beschwerdeführers zu angeblich im Königreich der Niederlande hängigen Verfahren zwecks Beschaffung der hier interessierenden Informationen von vornherein nicht stichhaltig. Zwar wurde gemäss der Darstellung des Beschwerdeführers in den Niederlanden noch nicht abschliessend darüber befunden, ob die Gegenstand des vorliegenden Ersuchens bildenden In- formationen ganz oder teilweise dem BD in den dortigen Verfahren heraus- zugeben sind. Selbst wenn diese Darstellung zutreffen sollte, muss aber mit Blick auf die genannte Rechtsprechung davon ausgegangen werden, dass die ersuchende Behörde vorliegend vor Einreichung des Gesuches vom 13. Mai 2016 im massgebenden Sinne alle in ihrem innerstaatlichen A-5694/2017 Seite 18 Steuerverfahren vorgesehenen üblichen Mittel zur Beschaffung der Infor- mationen ausgeschöpft hat. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer nicht geltend macht, der BD habe es unterlassen, vor ab die in Frage ste- henden Informationen bei ihm selbst einzufordern (vgl. dazu auch Stellung- nahme des Beschwerdeführers vom 15. Januar 2018, S. 2). 6.6.3 Es erweist sich somit, dass das Subsidiaritätsprinzip eingehalten wurde. Auch kann dem BD nicht mit Recht vorgeworfen werden, er habe sich arglistig oder wider Treu und Glauben verhalten, indem er die ESTV nicht über die laufenden niederländischen Verfahren in Kenntnis gesetzt habe. 6.7 6.7.1 Es herrscht unter den Verfahrensbeteiligten insbesondere Uneinig- keit darüber, ob die vom BD mit seinem Ersuchen verlangten und nach Auffassung der ESTV als Antwort auf dieses Gesuch zu ü bermittelnden Informationen als „voraussichtlich erheblich“ im Sinne von Art. 26 Abs. 1 Satz 1 DBA-NL zu qualifizieren sind. Mit seiner Sachverhaltsdarstellung im Ersuchen und seinen Fragen an die ESTV äussert der BD sinngemäss den Verdacht, dass der Beschwerde- führer im Zeitraum vom 1. März 2010 bis 31. Dezember 2015 aufgrund von Beziehungen zur D._______ GmbH möglicherweise der niederländischen Einkommenssteuer unterliegende, aber zu Unrecht unversteuert geblie- bene Einkünfte erzielt hat. Ausgangspunkt für diesen Verdacht ist nach der Sachverhaltsdarstellung des BD der Umstand, dass der Beschwerdeführer der D._______ GmbH im Jahr 2005 die Marke E._______ übertragen hat und diese Marke von der D._______ GmbH zunächst direkt sowie danach indirekt (via Beherrschung der späteren Markeninhaberin F._______ Ltd. mit Sitz in G._______) bis zum 8. November 2007 gehalten wurde. Nach Auffassung des BD weisen verschiedene Elemente darauf hin, dass der Beschwerdeführer auch nach dieser Markenübertragung wirtschaftliche Beziehungen zur D._______ GmbH unterhielt. Im Einzelnen nennt der BD – wie erwähnt (vorn Bst. A) – a) einen vom Beschwerdeführer abgeschlossenen Mietvertrag für ein D._______-Bekleidungsgeschäft in L._______ und damit verbun- dene, zulasten eines bestimmten Bankkontos der D._______ GmbH erfolgte Mietzinszahlungen, b) die Beteiligung des Beschwerdeführers am Zustandekommen von Verkäufen von Kleidern der Marke E._______ in den Jahren 2011 und A-5694/2017 Seite 19 2012 mit der D._______ GmbH als Verkäuferin sowie niederländi- schen Käufern, und c) die Involvierung des Beschwerdeführers als Kontaktperson des Rechtsvertreters der D._______ GmbH in niederländischen Rechts- verfahren. 6.7.2 Die den erwähnten Verdacht des BD stützende Sachverhaltsdarstel- lung im Ersuchen ist aufgrund des völkerrechtlichen Vertrauensprin- zips (vgl. E. 3.4) bindend. Sie wird nämlich nicht wegen offensichtlicher Fehler, Lücken oder Widersprüche von vornherein entkräftet: Der Beschwerdeführer stellt selbst nicht in Abrede, dass er im Jahr 2005 der D._______ GmbH die Marke E._______ im Jahr 2005 übertragen hat. Soweit er sinngemäss geltend macht, in der Folge, das heisst während der relevanten Zeitspanne vom 1. März 2010 bis zum 31. Dezember 2015, habe keine Beziehung zwischen ihm und der D._______ GmbH mehr be- standen, kann ihm nicht gefolgt werden. Denn wie sogleich ersichtlich wird, ist keinem der hiervor genannten drei Elemente der Sachverhaltsdarstel- lung des BD, welche für eine im massgebenden Zeitraum (fort-)bestehende Beziehung wirtschaftlicher Natur zwischen dem Beschwerdeführer und der schweizerischen Gesellschaft sprechen, in der erforderlichen Weise unter Hinweis auf offensichtliche Fehler, Lücken oder Widersprüche von vornhe- rein der Boden entzogen. 6.7.2.1 Der Beschwerdeführer behauptet sinngemäss, der BD habe ihn im Zusammenhang mit dem im Ersuchen genannten Bekleidungsgeschäft mit der Gesellschaft O._______ gleichgesetzt und damit allein aufgrund des Namens dieser Gesellschaft eine nicht bestehende Verknüpfung zwischen dem Beschwerdeführer sowie der D._______ GmbH hergestellt. Er stützt diese Behauptung insbesondere auf den Umstand, dass er in einem akten- kundigen Handelsregisterauszug betreffend diese Gesellschaft nicht als Gesellschafter erwähnt ist. Letzteres begründet aber für sich allein keine ernsthaften Zweifel an der Darstellung des BD, wonach in der relevanten Zeitspanne zulasten eines Kontos der D._______ GmbH Mietzinszahlun- gen aufgrund eines auf den Beschwerdeführer lautenden Mietvertrag es flossen. Zweifel dieser Art kommen auch nicht etwa durch die Tatsache auf, dass die O._______ gemäss den von der ESTV beschafften Bankunterla- gen eine der an den Mietzinszahlungen für die Miete der Lokalitäten an der Adresse N._______ in L._______ beteiligten Personen gewesen ist. Es ist nämlich möglich, dass der in Frage stehende Mietvertrag gleichwohl auf A-5694/2017 Seite 20 den Beschwerdeführer lautete. Folglich lässt sich auch nicht mit Recht sa- gen, der BD habe sein Ersuchen im Zusammenhang mit der Miete von Geschäftsräumlichkeiten an der Adresse N._______ in L._______ einzig auf Überweisungen zugunsten der O._______ gestützt (so jedoch Stel- lungnahme des Beschwerdeführers vom 6. April 2018). Selbst wenn es, wie der Beschwerdeführer behauptet, in der massgeben- den Zeitspanne an einer Beziehung zwischen ihm auf der einen und der O._______ bzw. deren Gesellschaftern auf der anderen Seite gefehlt hätte, wäre der vom BD geäusserte Verdacht, dass der Beschwerdeführer (ins- besondere) im Zusammenhang mit der Miete der Geschäftsräumlichkeiten für ein Kleidergeschäft an der Adresse N._______ in L._______ in der Zeit- spanne vom 1. März 2010 bis 31. Dezember 2015 einkommenssteuerlich relevante Beziehungen zur D._______ GmbH unterhielt, nicht wegen of- fensichtlicher Fehler, Lücken oder Widersprüche von vornherein entkräftet. Denn der vom BD geltend gemachte Abschluss des fraglichen Mietvertra- ges wird ebenso wenig substantiiert bestritten wie die im Zusammenhang mit di esem Mietvertrag erfolgte Belastung eines Kont os der D._______ GmbH. Der Umstand, dass die in Frage stehenden Belastungen des Kon- tos der D._______ GmbH zugunsten der in den aktenkundigen Kontoaus- zügen erwähnten Unternehmen „P ._______“ und „O._______“ erfolgt sein sollen, schliesst es nicht aus, dass die Mietzinszahlungen von der D._______ GmbH im Zusammenhang mit einem auf den Beschwerdefüh- rer lautenden Mietvertrag geleistet wurden und der Beschwerdeführer möglicherweise in diesem Kontext steuerbares Einkommen vereinnahmt hat. Bei dieser Sachlage kann in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. E. 2.2) schon aus diesem Grund und unabhängig davon, welche Art von Beweis- mitteln überhaupt zulässig ist (vgl. Urteil des BVGer A -2543/2017 vom 3. Mai 2018 E. 4.2.2), auf die Einholung der offerierten Bestätigung der Gesellschafter der O._______ betreffend die (angeblich) fehlenden Verbin- dungen zum Beschwerdeführer (vgl. vorn Bst. H) verzichtet werden. 6.7.2.2 Der Darstellung im Ersuchen, wonach der Beschwerdeführer in der relevanten Zeitspanne an Kleiderverkäufen durch die D._______ GmbH mitgewirkt haben und als Kontaktperson im Zusammenhang mit niederlän- dischen Rechtsverfahren dieser Gesellschaft a ufgetreten sein soll, setz t der Beschwerdeführer ebenfalls nichts Ent scheidendes en tgegen. Zwar macht der Beschwerdeführer auch diesbezüglich geltend, dass er seine Rechte im Zusammenhang mit der Marke E._______ bereits im Jahr 2005 A-5694/2017 Seite 21 an die D._______ GmbH abgetreten habe. Trotz dieser Abtretung und selbst dann, wenn mit dem Beschwerdeführ er davon auszugehen wäre, dass er seither weder Gesellschafter der D._______ GmbH noch an dieser Gesellschaft wirtschaftlich Berechtigter war, könnte jedoch in der Zeit vom 1. März 2010 bis 31. Dezember 2015 eine nach niederländischem Recht einkommenssteuerrelevante Beziehung zwischen dieser natürlichen Per- son und dieser Gesellschaft in der vom BD erwähnten Art bestanden ha- ben. Denn seine Ausführungen, wonach er ab dem Zeitpunkt der Übertra- gung der Marke auf die D._______ GmbH in keiner Weise (namentlich nicht als Organ, Geschäftsführer, externer Konsulent oder Bevollmächtig- ter) für diese Gesellschaft tätig war und keine Kontrolle über diese Gesell- schaft hatte (vgl. insbesondere Stellungnahme des Beschwerdefüh- rers vom 15. Januar 2018, S. 7), vermag die Darstellung im Ersuchen nicht wegen offensichtlicher Fehler, Lücken oder Widersprüche von vornherein zu entkräften. Zwar verweist der Beschwerdeführer in diesem Zusammen- hang auf den Vertrag mit der Bezeichnung „Transfer of Intellectual Pro- perty“ und eine von ih m dazu im Dezember 20 05 abgegebene Erklä- rung. Indessen schliessen diese Dokumente eine entgeltliche Tätigkeit für die D._______ GmbH nicht aus, da in ihnen – soweit hier interessierend – lediglich festgehalten ist, dass der Beschwerdeführer nicht (mehr) an Ver- mögenswerten der D._______ GmbH berechtigt sein soll. Zudem erbringt der Beschwerdeführer keinen Beweis, ja nennt nicht einmal Beweismittel, welche allenfalls geeignet wären, die im Ersuchen enthaltene Darstellung der Gegebenheiten in der Zeit vom 1. März 2010 bis 31. Dezember 2015 zu widerlegen. 6.7.2.3 Der Beschwerdeführer bringt als Argument gegen die voraussicht- liche Erheblichkeit der in Frage stehenden Informationen auch vor, gemäss den Angaben der D._______ GmbH sei das Formular A, in welchem er bei der Gründung dieser Gesellschaft als wirtschaftlich Letztbegünstigter de- klariert worden sei, später dahingehend korrigiert worden, dass J._______ der wirtschaftlich Letztbegünstigte sei. Diese (im Jahr 2013 vor genom- mene) Korrektur, die nach Ansicht des Beschwerdeführers bereits im De- zember 2005 hätte erfolgen müssen, verdeutliche das Fehlen einer rele- vanten Beziehung zwischen ihm und der D._______ GmbH im Zeitraum vom 1. März 2010 bis 31. Dezember 2015. Dem Beschwerdeführer kann auch in diesem Punkt nicht gefolgt werden. Zum einen ist nämlich zu berücksichtigen, dass die erwähnte Korrektur des Formulars A nach den Angaben der D._______ GmbH (erst) erst per A-5694/2017 Seite 22 15. Juli 2013 geschah. Zum anderen ist zu beachten, dass der Beschwer- deführer mit seiner Argumentation im Ergebnis danach strebt, die Amtshil- feleistung zu verhindern, indem er aufzuzeigen versucht, dass die von der ESTV beschafften Informationen nicht relevant sind. Damit verkennt er, dass es f ür die Voraussetz ung der voraussichtlichen Erheblichkeit keine Rolle spielt, ob sich die Informationen nach deren Erhebung als nicht er- heblich herausstellen (vgl. E. 3.3). Die Frage, ob der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit den Rechts- verfahren der D._______ GmbH in den Niederlanden – sei es direkt oder über die B._______ und/oder die C._______ (vgl. dazu näher hinten E. 6.8) – Zahlungen erhalten hat oder an einkommenssteuerrelevanten Verm ö- genswerten berechtigt war, wird von den niederländischen Steuerbehör- den gestützt auf die ihnen (bei Erfüllung der weiteren Amtshilfevorausset- zungen) weiterzuleitenden Informationen zu beurteilen sein. Solche Zah- lungen erscheinen im Übrigen nicht etwa allein aufgrund des allfälligen Fehlens eines Arbeits- oder Mandatsverhältn isses zwischen dem Be- schwerdeführer und der von der D._______ GmbH beigezogenen Anwalts- kanzlei K._______ als unwahrscheinlich. 6.7.3 Mit Blick auf das Ausgeführte ist die voraussichtliche Erheblich- keit der vom BD verlangten Informationen sowie Unterlagen im Am tshil- feersuchen rechtsgenügend dargetan. D as Ersuchen des BD setzt die schweizerischen Behörden nämlich in die Lage , die ihnen obliegende (Plausibilitäts-)Prüfung vorzunehmen, ob die verlangten Informationen und Dokumente einen Zusammenhang mit dem im Ersu chen dargestellten Sachverhalt haben und ob sie möglicherweise dazu geeignet sind, im aus- ländischen Verfahren verwendet zu werden. Es bedarf hierfür weder kon- kreter Beweise der Sachdarstellung des BD noch einer Nennung von Be- weismitteln im Amtshilfeersuchen. Soweit der Beschwerdeführer unter Verweisung auf BGE 141 II 436 sinn- gemäss behauptet , die voraussichtliche Erheblichkeit liesse sich einzig dann bejahen, wenn er als niederländischer Steuerpflichtiger nachgewie- senermassen an der D._______ GmbH wirtschaftlich berechtigt gewesen wäre, ist ihm entgegenzuhalten, dass das Bundesgericht in diesem Urteil nicht entschieden hat, dass die voraussichtliche Erheblichkeit nur bei einer wirtschaftlichen Berechtigung einer im ersuchenden Staat steuerpflichtigen natürlichen Person an einer juristischen Person im ersuchten Staat, nicht aber bei einer weniger intensiven Beziehung bejaht werden kann. A-5694/2017 Seite 23 Nach dem Gesagten kann von einer unzulässigen Beweisausforschung im Sinne von Art. 7 Bst. a StAhiG (bzw. von einer „fishing expedition“), wie sie der Beschwerdeführer geltend macht , keine Rede sein. Insbesondere lässt sich keine unzulässige Beweisausforschung im Begehren des BD er- blicken, es seien ihm „eine Kopie der Verträge, bei denen die Gesellschaft D._______ GmbH Partei ist, und die verbundenen Verträge und die ent- sprechenden Erträge“ zur Kenntnis zu bringen. Die Formulierung der ent- sprechenden Frage im Amtshilfeersuchen ist zwar relativ weit gefasst, doch ist sie im Kontext des Ersuchens nach Treu und Glau ben so zu ver- stehen, dass der BD nur Verträge zwischen der D._______ GmbH und dem Beschwerdeführer, mit solchen Verträgen verbundene Verträge sowie An- gaben zu den damit zusammenhängenden, in der massgebenden Zeit- spanne angefallenen Erträgen verlangt. Auch bestehen – entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers – keine hinreichenden Anhaltspunkte für die Annahme, dass der BD mit seinem Amtshilfegesuch eigentlich (in Verstoss gegen das Verbot der „fishing expeditions“) nach Indizien für ei- nen Ort der tatsächlichen Verwaltung der D._______ GmbH in den Nieder- landen zwecks Besteuerung dieser Gesellschaft sucht. Von vornherein nicht begründet ist schliesslich die vom Beschwerdeführer geäusserte Ver- mutung, es gehe dem BD vorliegend letztlich um die Besteuerung ei ni- ger seiner Klienten bzw. um die Besteuerung prominenter niederländischer Sportler. Der Beschwerdeführer stützt diese Vermutung nämlich einzig auf die nicht näher substantiierte Behauptung , er habe in den Niederlanden mehrere Anfragen betreffend die Beste uerung seiner Klienten erhalten (vgl. Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 29. März 2018, S. 6; Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 6. April 2018, S. 5). Mit Blick auf das Dargelegte ist (auch) die voraussichtliche Erheblichkeit der von der ESTV zur Übermittlung vorgesehenen Informationen sowie Un- terlagen zu bejahen. Dies gilt – wie im Folgenden ersichtlich wird – selbst in Bezug auf die darin mitenthaltenen Angaben über mit der D._______ GmbH und dem Beschwerdeführer nicht identische Personen, wie nament- lich hinsichtlich der Informationen über die Anwaltskanzleien B._______ und C._______. 6.8 Der Beschwerdeführer bestreitet die voraussichtliche Erheblichkeit der nach Ansicht der ESTV dem BD zu übermittelnden Informationen über die letztgenannten beiden Anwaltskanzleien. Er macht gel tend, der BD habe keine Hinweise auf Verbindungen zwischen diesen beiden Anwaltskanz- leien und der D._______ GmbH genannt. In der hier interessierenden Zeit-A-5694/2017 Seite 24 spanne ab dem 1. März 2010 seien die Anwaltskanzleien, welche ur- sprünglich zum Halten von Beteiligungen im Zusammenhang mit einer im Jahr 2003 aufgelösten Partnerschaft des Beschwerdeführers bei der An- waltskanzlei R._______ errichtet worden seien, überdies inaktiv gewesen und von ihm nicht für die Abwicklung seiner A nwaltstätigkeit benutzt wor- den. Die D._______ GmbH habe denn auch nicht von ungefähr in ihrer Antwort auf die Editionsverfügung der ESTV ausdrücklich erwähnt, keine Zahlungen an die beiden Anwaltskanzleien vorgenommen zu haben. Diese Vorbringen des Beschwerdeführers sind nicht stichhaltig: Der BD hat nämlich nicht nur hinreichende Verdachtsmomente für mögli- che Zahlungen an den Beschwerdeführer aufgrund von Beziehunge n zur D._______ GmbH genannt. Vielmehr hat er sinngemäss auch den Ver- dacht geäussert, dass diese Zahlungen möglicherweise über die Anwalts- kanzleien B._______ und C._______ erfolgten. Letzteres ergibt sich na- mentlich daraus, dass der BD diese Kanzleien als solche des Beschwer- deführers bezeichnet und er sie bei der Frage nach einer (direkten oder indirekten) Berechtigung des Beschwerdeführers an der D._______ GmbH erwähnt (vgl. auch vorn E. 6.2). Weil der Beschwerdefü hrer nicht aufzuzeigen geschweige denn nachzu- weisen vermag, dass er in gar keiner Bez iehung zu den beiden Anwalts- kanzleien stand, muss der erwähnte Verdacht des BD, dass Zahlungen zu seinen Gunsten möglicherweise über diese Kanzleien abgewickelt wurden, als für die Zwecke des Amtshilfeverfahrens hinreichend begründet qualifi- ziert werden. Die voraussichtliche Erheblichkeit der in Frage stehenden In- formationen über diese Anwaltskanzleien für die niederländische Besteue- rung des Beschwerdeführers ist deshalb zu bejahen. Ob dem Beschwer- deführer im massgebenden Zeitraum über diese beiden Anwaltskanzleien tatsächlich in den Niederlanden steuerpflichtiges Einkommen im Zusam- menhang mit allfälligen Beziehungen zur D._______ GmbH zugeflossen ist, wird in den Niederlanden zu entscheiden sein, und zwar gegebenenfalls (bei Leistung der von der ES TV beabsichtigten Amtshilfe) unter Berück- sichtigung der Erklärung der D._______ GmbH, in der relevanten Zeit- spanne keine Zahlungen an die B._______ und die C._______ getätigt zu haben. Dem (Eventual-)Antrag, es seien alle Dokumente und Informationen, wel- che sich auf unbeteiligte Dritte beziehen, aus den zur Übermittlung vorge- sehenen Unterlagen auszusondern , ist im Übrigen schon deshalb nicht A-5694/2017 Seite 25 stattzugeben, weil nicht in der gebotenen Weise für jedes einzelne Akten- stück, das von der Übermittlung ausgeschlossen werden soll, angegeben sowie im Einzelnen dargelegt wird, weshalb es nach Einschätzung des Be- schwerdeführers im niederländischen Verfahren nicht erheblich sein kann (vgl. E. 3.6.2). 6.9 Nach den vorstehenden Ausführungen verstösst die angefoch- tene Schlussverfügung infolge der voraussichtlichen Erheblichkeit der da- nach dem BD zu übermittelnden Informationen nicht gegen Art. 4 Abs. 3 StAhiG (vgl. E. 3.6.1). 6.10 Der Beschwerdeführer macht ferner geltend, die angefoc htene Schlussverfügung verletze Art. 26 Abs. 3 Bst. a und b DBA-NL, weil die darin zur Übermittlung vorgesehenen Informationen und Unterlagen auf rechtswidrige Weise beschafft worden seien. 6.10.1 In diesem Kontext bringt der Beschwerdeführer insbesondere vor, vorliegend hätten die fraglichen Informationen nicht gestützt auf Art. 126 DBG bei der D._______ GmbH beschafft werden können, weil „aufgrund der mangelnden Beziehungsnähe zwischen dem Beschwerdeführer u nd [der] D._______ GmbH weder ein Durchgriff noch geld werte Leistungen vorstellbar“ seien und die ersuchten Informationen somit nicht geeignet seien, die Veranlagung dieser Gesellschaft zu beeinflussen (vgl. Stellung- nahme des Beschwerdeführers vom 6. April 2018, S. 3 f.). Die nach der ESTV zur Übermittlung an den BD vorgesehenen Informatio- nen über die D._______ GmbH, deren Steuerpflicht im ersuchenden Staat vorliegend nicht geltend gemacht wird, insbesondere die Jahresrechnun- gen 2010 bis 2013, sind entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers geeignet, die B esteuerung dieser Gesellschaft zu beeinflussen. Damit konnten diese Informationen nach Art. 126 DBG (in Verbindung mit Art. 8 StAhiG) bei der D._______ GmbH beschafft werden. Der Umstand, dass das Bundesgericht unter anderem bei verdeckten Gewinnausschüttungen und bei Steuerumgehungstatbeständen Konstellationen angenommen hat, bei welchen die mittels Amtshilfeersuchen erfragten Informationen über eine Person, deren Steuerpflicht im ersuchenden Staat nicht behauptet wird, geeignet sind, die eigene Besteuerung dieser Personen zu beeinflus- sen (vgl. E. 3.7), bedeutet nicht, dass für die Anwendbarkeit von Art. 126 DBG ein Durchgriff, eine Steuerumgehung oder eine geldwerte Leistung in jedem Fall in Frage stehen muss. Das genannte Vorbringen des Beschwer- deführers ist somit unbegründet. A-5694/2017 Seite 26 6.10.2 Weiter stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, die im vorliegenden Verfahren gegenüber der Q._______ erlassene Editionsver- fügung der ESTV sei rechtswidrig, weil die fraglichen Bankunterlagen nach Art. 126 ff. DBG bei der D._______ GmbH hätten eingefordert werden müssen und nur im Falle einer ungerechtfertigten Weigerung dieser Ge- sellschaft, am Verfahren mitzuwirken, nach Art. 127 DBG bei der Q._______ hätten verlangt werden dürfen. Dadurch, dass dieser Weg nicht beschritten worden sei, sei das Bankgeheimnis von Art. 47 des Bundesge- setzes vom 8. November 1934 über die Banken und Sparkassen (Banken- gesetz, BankG, SR 952.0) missachtet worden. Der Beschwerdeführer be- streitet die Rechtmässigkeit des Vorgehens der ESTV auch, indem er vor- bringt, in der Editionsverfügung sei nicht er selbst, sondern zu Unrecht die D._______ GmbH als betroffene Person bezeichnet worden. Art. 26 Abs. 3 DBA-NL räumt dem ersuchten Staat, soweit er die nach dem Amtshilfegesuch verlangten Informationen mit einer in Einklang mit seinem innerstaatlichen Recht stehenden Massnahme beschaffen kann, nicht das Recht ein, sich der Amtshilfeverpflichtung von Art. 26 Abs. 1 DBA -NL zu entziehen, indem er diese Informationen mit einer seinem innerstaatlichen Recht widersprechenden Massnahme beschafft. Ein solches Verständnis von Art. 26 Abs. 3 DBA-NL drängt sich schon deshalb auf, weil völkerrecht- liche Verträge so auszulegen sind, dass ihr Ziel und Zwec k bestmöglichst erreicht werden kann (effet utile; vgl. BGE 134 II 10 E. 3.5.3; Urteil des BVGer A-6989/2014 vom 25. Februar 2015 E. 3.2; siehe zum Ganzen [zu einer mit Art. 26 DBA -NL vergleichbaren Abkommensklausel] Urteil des BVGer A-6648/2014 vom 17. März 2015 E. 12). Vor diesem Hintergrund und mit Blick darauf, dass die ESTV vorliegend die bei der Q._______ erhältlich gemachten Bankunterlagen entsprechend den vorstehenden Ausführungen (E. 6.10.1) gestützt auf Art. 126 DBG (in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 StAhiG) bei der D._______ GmbH hätte be- schaffen können, spielt es keine Rolle, ob die ESTV die Q._______ als Informationsinhaberin betreffend diese Unterlagen direkt bzw. ohne vor- gängige entsprechende Anfrage bei der D._______ GmbH hat ins Recht fassen d ürfen. Die vom Beschwerdeführer behauptete Rechtswidrigkeit des Vorgehens der ESTV im Verfahren der Informationsbeschaffung bildet somit kein Hindernis für die Amtshilfeleistung. 6.10.3 Von vornherein haltlos ist das Vorbringen des Beschwerdeführers, die ESTV ha be vorliegend in rechtswidriger Weise Informationen bei der S._______ Ltd. beschafft. Den Akten sind nämlich keine Anhaltspunkte für A-5694/2017 Seite 27 eine Informationsbeschaffung bei dieser Gesellschaft zu entnehmen. Die S._______ Ltd. wurde von der ESTV lediglich als besc hwerdeberechtigte Person ins Verfahren mit einbezogen, weil sie in den zu übermittelnden Unterlagen erwähnt ist (vgl. Akten Vorinstanz, act. 12 S. 4 und act. 72). 6.11 Der Beschwerdeführer behauptet sodann sinngemäss, die angeord- nete Informationsübermittlung sei nicht mit Art. 26 Abs. 3 Bst. c DBA-NL vereinbar, weil die zu übermittelnden Informationen sowie Unterlagen Ge- schäftsgeheimnisse (namentlich der D._______ GmbH) enthalten würden (vgl. Beschwerde, S. 13 ; Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 6. April 2018, S. 4). Dieses Vorbringen ist jedoch unbegründet: Zum einen bilden praxisgemäss finanzielle Informationen (unter Einschluss von Büchern und Aufzeichnungen) ihrer Natur nach kein Handels -, Ge- schäfts- oder sonstiges Geheimnis im Sinne von Art. 26 Abs. 3 Bst. c DBA- NL (vgl. Urteil des BVGer A -3791/2017 vom 5. Januar 2018 E. 10.2, mit weiteren Hinweisen). Zum anderen sind die übrigen vorliegend streitbe- troffenen, nicht finanziellen Informationen (soweit ersichtlich) keine Anga- ben von erheblicher wirtschaftlicher Wichtigkeit, die wirtschaftlich verwertet werden können und deren unberechtigter Gebrauch zu einem ernsthaften Schaden wie beispielsweise schweren finanziellen Schwierigkeiten füh- ren könnten. Deshalb ist vorliegend kein der Amtshilfeleistung entgeg en- stehendes Geheimhaltungsinteresse gegeben (vgl. zum Begriff des Han- dels-, Industrie-, Gewerbe- und Berufsgeheimnisses im Sinne von Art. 26 Abs. 3 Bst. c OECD -MA DANIEL HOLENSTEIN, in: Martin Zweifel et al. [Hrsg.], Internationales Steuerecht, Kommentar z um Schweizerischen Steuerrecht, 2015, Art. 26 OECD-MA N. 277). 6.12 Der Beschwerdeführer rügt zwar auch, dass die angefochtene Schlussverfügung gegen das Verhältnismässigkeitsprinzip von Art. 5 Abs. 2 BV verstosse (vgl. Beschwerde, S. 18; Stellungnahme des Be- schwerdeführers vom 15. Januar 2018, S. 10; Stellungnahme des Be- schwerdeführers vom 7. Februar 2018, S. 5 f.). Zur Stützung dieses Vor- bringens macht er aber im Wesentlichen einzig geltend, dass es sich beim Ersuchen des BD mangels voraussichtlicher Erheblic hkeit der verlangten Informationen um eine unzulässige Beweisausforschung handle und die zur Übermittlung vorgesehenen Informationen Unbeteiligte betreffen wür- den. Da – wie ausgeführt – beides nicht der Fall ist, erübrigt es sich, hier weiter auf diese Vorbringen einzugehen. A-5694/2017 Seite 28 6.13 Die übrigen Voraussetzungen für die Leistung der von der ESTV an- geordneten Amtshilfe sind vorliegend erfüllt. Insbesondere enthält das Er- suchen des BD die nach Art. XVI Bst. b des Protokolls zum DBA-NL erfor- derlichen Angaben (diese Bestimmung geht Art. 6 Abs. 2 StAhiG vor [vgl. Urteil des BVGer A-4331/2017 vom 16. November 2017 E. 5.2]). Nach dem Gesagten ist die ESTV (entgegen der Auffassung des Be- schwerdeführers auch unter Berücksichtigung von Art. 7 StAhiG [vgl. zu dieser Vorschrift E. 3.9]) zu Recht auf das Amtshilfeersuchen des BD ein- getreten und erweist sich d ie angefochtene Schlussverfügung als rechts- konform. Insbesondere besteht kein Anlass, im Sinne des Eventualantra- ges in der Beschwerde aus den nach dieser Schlussverfügung dem BD zu übermittelnden Dokumenten einzelne Aktenstücke auszusondern. Auch ist kein Grund ersichtlich, die Sache gemäss dem Subeventualantrag des Be- schwerdeführers zwecks Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei- sen. Es ist davon auszugehen, dass am hier gezogenen Schluss selbst dann nichts ändern würde, wenn weitere „Details“ zu den angeblich in den Nie- derlanden hängigen Verfahren sowie offizielle Übersetzungen zu den dies- bezüglich als Beschwerdebeilagen und als Beilagen zur Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 15. Januar 2018 eingereichten Dokumente n eingeholt würden und die Tatsachen, zu deren Nachweis der Beschwerde- führer in diesem Zusammenhang Beweisanträge stellt, als bewiesen zu er- achten wären. Infolgedessen ist den Beweisanträgen auf Einholung die- ser „Details“ und Unterlagen, sofern sie denn überhaupt zulässige Beweis- mittel betreffen (vgl. Urteil des BVGer A -2543/2017 vom 3. Mai 2018 E. 4.2.2), in antizipierter Beweiswürdigung nicht stattzugeben (vgl. E. 2.2). Die Beschwerde ist folglich unbegründet und vollumfänglich abzuweisen. 7. 7.1 Nach Art. 63 Abs. 1 VwVG werden die Kosten des Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht in der Regel der unterliegenden Partei aufer- legt. Der Vorinstanz sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 2 VwVG). Vorliegend erscheint der Beschwerdeführer zwar als in vollem Umfang un- terliegend, weshalb es sich rechtfertigen würde, ihm die gesamten Kosten des Beschwerdeverfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht aufzuerle-A-5694/2017 Seite 29 gen. Angesichts der hiervor festgestellten, von der Vorinstanz begange- nen Gehörsverletzung (vgl. E. 5.1.1) drängt es sich indessen auf, die dem Beschwerdeführer a ufgrund des Unterliegens an sich aufzuerlegenden Kosten teilweise zu erlassen (vgl. BGE 126 II 111 E. 7b; Urteile des BVGer A-2549/2016 vom 31. Oktober 2017 E. 18.1, A-3579/2015 vom 23. Februar 2016 E. 10). Folglich sind von den gestützt auf Art. 1 ff. des Regle ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun- desverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) auf insgesamt Fr. 5'000.- festzusetzenden Kosten Fr. 4'000.- durch den Beschwerdeführer zu tra- gen. Der Betrag von Fr. 4'000.- ist dem vom Beschwerdeführer geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 5'000.- zu entnehmen. De r Restbetrag von Fr. 1'000.- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vor- liegenden Urteils zurückzuerstatten. 7.2 Dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer steht angesichts seines Unterliegens grundsätzlich keine Parteientschädigung zu (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). Analog zu den vorstehenden Ausführungen über die Verfahrenskosten (vgl. E. 7.1) rechtfertigt es sich indessen, vom Unter- liegerprinzip ausnahmsweise abzuweichen und gestützt auf das Verursa- cherprinzip de m Beschwerdeführer eine mangels Kostennote praxisge- mäss nach freiem richterlichen Ermessen (vgl. Art. 14 Abs. 2 VGKE) auf Fr. 1'500.- festzusetzende reduzierte Parteientschädigung zuzuspre- chen (vgl. auch Urteile des BVGer A -1617/2016 vom 6. Februar 2017 E. 12.2, A-3579/2015 vom 23. Februar 2016 E. 10). 8. Dieses Urteil auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in Steuersachen kann gemäss Art. 83 Bst. h des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) innert zehn Tagen nur dann mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht weitergezo- gen werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen besonders bedeu- tenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt (Art. 84a und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). Ob dies der Fall ist, entscheidet das Bundesgericht. A-5694/2017 Seite 30 Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Dem Beschwerdeführer werden reduzierte Verfahrenskosten von Fr. 4'000.- auferlegt. Dieser Betrag wird dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 5'000.- entnommen. Der Restbetrag von Fr. 1 '000.- wird dem Be- schwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu- rückerstattet. 3. Die Vorinstanz wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'500.- zu bezahlen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungsformular) – die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) (Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.) Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Daniel Riedo Beat König A-5694/2017 Seite 31 Rechtsmittelbelehrung: Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilf e in Steuersachen kann innert zehn Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli- cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt (Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). In der Rechtsschrift ist auszuführen, warum di e jeweilige Voraussetzung erfüllt ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweis- mittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, bei- zulegen (Art. 42 BGG). Versand: