<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2014.00713</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=215011&amp;W10_KEY=13013519&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2014.00713</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 10.03.2015</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz [Der Beschwerdeführer beantragte dem Haftrichter die Aufhebung des verlängerten Kontaktverbots zu seinen Kindern rückwirkend auf den Tag, an dem die Beschwerdegegnerin diese seinem Vater zu seinen Handen übergab. Nach Anhörung der Beschwerdegegnerin hob der Haftrichter das Kontaktverbot erst per Urteilsdatum auf und erstattete Strafanzeige gegen den Beschwerdeführer wegen Missachtung des noch bestehenden Kontaktverbots.] Der Beschwerdeführer hat ein schutzwürdiges Interesse an der Klärung der Frage, ob die von einer Schutzmassnahme betroffenen Parteien ohne vorgängige Anrufung des zuständigen Zwangsmassnahmengerichts deren ganze oder teilweise Aufhebung mit Rechtswirkung vereinbaren können (E. 1.2). Die Parteien haben gemäss § 6 GSG um Verlängerung, Aufhebung oder Änderung der haftrichterlichen Schutzmassnahmen zu ersuchen, was impliziert, dass sie sich vorgängig an die zuständige Instanz zu wenden haben (E. 2.3). Das Vorgehen der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden, soll doch verhindert werden, dass ohne Einbezug des Zwangsmassnahmengerichts â etwa mittels Drohungen oder auf andere Weise â eine gefährdete Person dazu gebracht wird, auf den ihr oder ihren Kindern zugestandenen Schutz zu verzichten (E. 3.3). Der Beschwerdeführer hätte vorgängig das Zwangsmassnahmengericht anrufen müssen, wenn er das Kontaktverbot zu seinen Kindern vor dessen Ablauf hätte beseitigt haben wollen. Die Vorinstanz hob dieses daher zu Recht erst per Urteilsdatum auf, nachdem sie sich hatte vergewissern können, dass den Kindern auch aus Sicht der Beschwerdegegnerin beim Beschwerdeführer keine Gefahr drohte (E. 3.4). Es bleibt dem Strafverfahren vorbehalten zu entscheiden, ob der Beschwerdeführer mit seinem Verhalten gegen Art. 292 StGB verstossen hat oder nicht (E. 3.6). Abweisung.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFHEBUNG DER MASSNAHME">AUFHEBUNG DER MASSNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWALTSCHUTZ">GEWALTSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWALTSCHUTZGESETZ">GEWALTSCHUTZGESETZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GEWALTSCHUTZMASSNAHMEN">GEWALTSCHUTZMASSNAHMEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KONTAKTVERBOT">KONTAKTVERBOT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT">POLIZEI-, SICHERHEITS- UND ORDNUNGSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 6 Abs. II GSG</span><br/><span class="gerade">Art. 292 StGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>3. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=25927" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2014.00713</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>des Einzelrichters</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">10. MÃ¤rz 2015</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: Verwaltungsrichter Rudolf Bodmer, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber Cyrill Bienz.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="RU_AUTOTEXT_DRITT_N"><span>A, vertreten durch RA B, </span></a></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin, </span></b></p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Zwischentitel">und</p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="MsoNormal"><span>Kantonspolizei ZÃ¼rich, Fachstelle HÃ¤usliche Gewalt,</span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Mitbeteiligte, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Massnahmen nach Gewaltschutzgesetz,</b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Mit VerfÃ¼gung vom 17. September 2014 verfÃ¼gte die Kantonspolizei ZÃ¼rich, Fachstelle HÃ¤usliche Gewalt, gegenÃ¼ber A ein Kontaktverbot zu seiner Ehefrau B, zu den zwei TÃ¶chtern D (geboren 2005), E (geboren 2009) und zum Sohn F (geboren 2011) fÃ¼r die Dauer von 14 Tagen. Hintergrund dieser Anordnung war ein Streit zwischen den Eheleuten vom 15. September 2014, wonach A seine Ehefrau wegen Nichtigkeiten geohrfeigt haben soll. Am 22. September 2014 verlangte B beim Zwangsmassnahmengericht G die VerlÃ¤ngerung der ausgesprochenen Massnahmen fÃ¼r die maximal mÃ¶gliche Dauer. Das Zwangsmassnahmengericht hielt den Fortbestand der GefÃ¤hrdung fÃ¼r glaubhaft gemacht und verlÃ¤ngerte mit Urteil vom 26. September 2014 das Kontaktverbot von A gegenÃ¼ber seiner Ehefrau und den Kindern bis 26. Dezember 2014, unter Androhung einer Bestrafung wegen Ungehorsams nach Art. 292 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs (StGB). Ein Eheschutzverfahren ist anhÃ¤ngig gemacht.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>B zog in der Folge eine AnwÃ¤ltin bei. Im November 2014 vereinbarten die Parteien, dass der Vater von A am Freitag, 21. November 2014, in der Halle des Hauptbahnhofs die Kinder von B zuhanden seines Sohnes Ã¼bernehmen wÃ¼rde. Auf Verlangen seines Rechtsvertreters bestÃ¤tigte B ihr EinverstÃ¤ndnis damit, dass A die Obhut Ã¼ber die drei Kinder ausÃ¼be sowie, dass sie nichts gegen den Kontakt zwischen ihm und den Kindern einzuwenden habe. Danach wurden die Kinder unter Kontrolle der Kantonspolizei wie geplant Ã¼bergeben.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Am 24. November 2014 liess A beim Zwangsmassnahmengericht G beantragen, es sei das gegen ihn mit VerfÃ¼gung der Kantonspolizei ZÃ¼rich angeordnete und mit Urteil des Zwangsmassnahmengerichts G verlÃ¤ngerte Verbot, bis zum 26. Dezember 2014 Kontakt mit seinen Kindern D, E und F aufzunehmen, auf Freitag, den 22. November 2014 [recte 21. November], 17.00 Uhr, aufzuheben, unter Kostenfolge zu seinen Lasten. Mit Urteil vom 28. November 2014 hob das Zwangsmassnahmengericht G das mit seinem Urteil vom 26. September 2014 verlÃ¤ngerte Kontaktverbot ausschliesslich mit Bezug auf die gemeinsamen Kinder der Parteien per "heute" auf. Die Gerichtskosten wurden A auferlegt.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>D. </b>Der zustÃ¤ndige Richter am Zwangsmassnahmengericht G wandte sich am 1. Dezember 2014 an die Kantonspolizei ZÃ¼rich und erstattete Anzeige eines Verstosses gegen Art. 292 StGB. Er erachtete die Ãbergabe der Kinder an den Kindsvater am 21. No­vember 2014 als Missachtung des in jenem Zeitpunkt noch bestehenden Kontaktverbots. Zudem sei die Ãbergabe der Kinder nur dank Drohungen des Kindsvaters gegenÃ¼ber der Mutter zustande gekommen. Als Offizialdelikt brachte er deshalb auch den Vorwurf der Drohung im Sinn von Art. 180 Abs. 2 lit. a StGB zur Anzeige. Die entsprechenden AbklÃ¤rungen wurden von der Polizei inzwischen an die Hand genommen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen das Urteil des Zwangsmassnahmengerichts vom 28. November 2014 liess A am 8. Dezember 2014 Beschwerde am Verwaltungsgericht erheben und wiederum beantragen, es sei das Kontaktverbot gegenÃ¼ber seinen drei Kindern per Freitag, 21. No­vember 2014, 17.00 Uhr, aufzuheben. Das Zwangsmassnahmengericht G verzichtete auf Stellungnahme zur Beschwerde, ebenso B, wÃ¤hrend sich die Kantons­polizei ZÃ¼rich Ã¤usserte. Am 8. Januar 2015 teilte die Rechtsvertreterin von B das Ende des VertretungsverhÃ¤ltnisses mit. Anfang MÃ¤rz 2015 wurde das Gericht Ã¼ber die neue Zustelladresse Bs orientiert.</p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>GemÃ¤ss § 11a Abs. 1 des Gewaltschutzgesetzes vom 19. Juni 2006 (GSG) ist das Verwaltungsgericht fÃ¼r die Beurteilung von Beschwerden gegen Entscheide zustÃ¤ndig, die vom Zwangsmassnahmengericht in Anwendung des Gewaltschutzgesetzes gefÃ¤llt wurden. Beschwerden im Bereich dieses Erlasses werden vom Einzelrichter behandelt, sofern sie nicht wegen grundsÃ¤tzlicher Bedeutung der Kammer Ã¼berwiesen werden (§ 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 4 und Abs. 2 in Verbindung mit § 43 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Diese Voraussetzung ist vorliegend nicht gegeben, sodass die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit fÃ¤llt.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Nachdem die angeordneten Schutzmassnahmen per 26. Dezember 2014 definitiv dahingefallen sind, erscheint ein aktuelles und schutzwÃ¼rdiges Interesse des BeschwerdefÃ¼hrers an der KlÃ¤rung der Frage, ob das angeordnete Kontaktverbot per 28. oder per 21. November 2014 aufzuheben sei, fraglich. Dem vordergrÃ¼ndig aufscheinenden Problem, in welchem Zeitpunkt das Kontaktverbot aufzuheben wÃ¤re, liegt jedoch die entscheidwesentliche Frage zugrunde, ob die von einer Schutzmassnahme betroffenen Parteien ohne vorgÃ¤ngige Anrufung des zustÃ¤ndigen Zwangsmassnahmengerichts deren ganze oder teilweise Aufhebung mit Rechtswirkung vereinbaren kÃ¶nnen. Das haben die Parteien vorliegend mit Bezug auf das Kontaktverbot zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und seinen Kindern getan. Insofern erscheint der BeschwerdefÃ¼hrer zur Beschwerde legitimiert.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht in der Beschwerdeschrift geltend, das Schreiben der Mitbeteiligten vom 27. November 2014 habe sich anlÃ¤sslich seines "heutigen" Aktenstudiums nicht in den vorinstanzlichen Akten befunden. Er werde es sich daher erlauben, zu diesem Schreiben nÃ¶tigenfalls noch Stellung zu nehmen, nachdem es ihm zugÃ¤nglich gemacht worden sei. Wie sich indes aus den vorliegenden Akten ergibt, liess die Vorinstanz dem BeschwerdefÃ¼hrer am 11. Dezember 2014 eine Kopie der fraglichen Stellungnahme der Mitbeteiligten zukommen. Das Verwaltungsgericht konnte daher auf eine (erneute) Zustellung verzichten. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach § 6 Abs. 2 GSG kÃ¶nnen die Parteien um Aufhebung, Ãnderung oder VerlÃ¤ngerung der haftrichterlichen Schutzmassnahmen ersuchen, wenn sich die VerhÃ¤ltnisse Ã¤ndern. Die jederzeitige ÃberprÃ¼fbarkeit stellt sicher, dass eine Schutzmassnahme nicht bestehen bleibt, wenn ihre Voraussetzungen entfallen sind (ABl 2005, 777). </p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Schutzmassnahmen dienen in erster Linie der Deeskalation und nicht der Gestaltung der Rechtsbeziehungen zwischen den betroffenen Personen (Andreas Conne/Kaspar PlÃ¼ss, Gewaltschutzmassnahmen im Kanton ZÃ¼rich, in: Sicherheit &amp; Recht 3/2011, S. 127 ff., 128). Sie haben einen unmittelbar notwendigen, durch andere Verfahren nicht garantierbaren Schutz fÃ¼r gefÃ¤hrdete Personen sicherzustellen (vgl. dazu ABl 2005, 769). Sie sind BeschrÃ¤nkungen der Grundrechte, die nur unter Einhaltung der entsprechenden Voraussetzungen (gesetzliche Grundlage, VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit, Ã¶ffentliches Interesse) zulÃ¤ssig sind. Unter BerÃ¼cksichtigung der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit und des Ã¶ffentlichen Interesses kann die Anordnung von Schutzmassnahmen nur infrage kommen, wenn durch das Verhalten der gefÃ¤hrdenden Person die Grundrechte der gefÃ¤hrdeten Person(en) gefÃ¤hrdet werden. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Das Haftgericht hat zu untersuchen, ob von einem glaubhaft gemachten GefÃ¤hrdungsfortbestand auszugehen ist, der eine VerlÃ¤ngerung der polizeilich angeordneten Schutzmassnahmen erforderlich macht, oder â umgekehrt â ob gegebenenfalls eine VerÃ¤nderung eingetreten ist, die eine (teilweise) Aufhebung der Schutzmassnahmen als gerechtfertigt er­scheinen lÃ¤sst (Conne/PlÃ¼ss, S. 133 Ziff. 2, S. 135 Ziff. 7.3; § 6 GSG). Um VerlÃ¤ngerung, Aufhebung oder Ãnderung der haftrichterlichen Schutzmassnahmen haben die Parteien jeweils aber zu <i>ersuchen </i>(§ 6 Abs. 1 und 2 GSG), was impliziert, dass sie sich <i>vorgÃ¤ngig</i> an die zustÃ¤ndige Instanz zu wenden haben. </p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Vorliegend haben die Parteien ohne Einbezug des Zwangsmassnahmengerichts und wÃ¤hrend bestehendem Kontaktverbot des BeschwerdefÃ¼hrers gegenÃ¼ber seinen Kindern die Ãbergabe der Kinder am 21. November 2014 an ihn vorgenommen. Erst danach, am 24. November 2014, stellte der BeschwerdefÃ¼hrer das Gesuch, das Kontaktverbot zwischen ihm und seinen Kindern sei aufzuheben.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Ob mit diesem Vorgehen Grundrechte der Kinder weiterhin gefÃ¤hrdet blieben oder nicht (vgl. vorn E. 2.3), vermochte die Vorinstanz erst an der AnhÃ¶rung vom 28. No­vember 2014 zu klÃ¤ren. AnlÃ¤sslich ihrer Befragung erklÃ¤rte die Beschwerdegegnerin, sie habe die Kinder dem BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼bergeben mÃ¼ssen, weil er ihr im Unterlassungsfall "noch mehr Probleme" angedroht habe. Er habe ihr auch gedroht, ihr etwas anzutun, und sie zeigte sich an der Verhandlung verÃ¤ngstigt. Sie hatte auch Angst davor gehabt, dass ihr anlÃ¤sslich der Ãbergabe der Kinder an den Vater des BeschwerdefÃ¼hrers etwas geschehen kÃ¶nnte, weshalb das Frauenhaus die Polizei aufgeboten habe. Dies fÃ¼hrte zur Anzeige des Zwangsmassnahmengerichts wegen Drohung (vorn I.D). Allerdings bestÃ¤tigte die Beschwerdegegnerin auch, dass der BeschwerdefÃ¼hrer die Kinder immer gern gehabt habe, sie bei ihm nicht leiden und gut betreut wÃ¼rden. GestÃ¼tzt darauf hob das Zwangsmassnahmengericht das angeordnete Kontaktverbot zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und seinen Kindern erst auf jenen Zeitpunkt auf.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Dieses Vorgehen ist entgegen der Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers und nach dem AusgefÃ¼hrten nicht zu beanstanden (vorn E. 2.3, 3.2). Insbesondere soll verhindert werden, dass ohne Einbezug des Zwangsmassnahmengerichts â etwa mittels Drohungen oder auf andere Weise â eine gefÃ¤hrdete Person dazu gebracht wird, auf den ihr oder ihren Kindern zugestandenen Schutz zu verzichten. Eine solche Situation liegt hier insofern nicht vor, als die Beschwerdegegnerin wie vorgesehen bis 26. Dezember 2014 durch das dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegte Kontaktverbot vor ihm geschÃ¼tzt wurde. Hingegen ergab sich anlÃ¤sslich ihrer AnhÃ¶rung vom 28. November 2014, dass sie sich nur unter Drohungen mit der Ãbergabe der Kinder an den BeschwerdefÃ¼hrer wÃ¤hrend des ihm gegenÃ¼ber diesen auferlegten Kontaktverbots einverstanden erklÃ¤rt und damit in Kauf genommen hatte, dass das bestehende Kontaktverbot zwischen dem BeschwerdefÃ¼hrer und den Kindern durchbrochen wurde (vorn E. 3.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Demnach hÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrer <i>vorgÃ¤ngig</i> das Zwangsmassnahmengericht anrufen mÃ¼ssen, wenn er das Kontaktverbot zu seinen Kindern vor dessen Ablauf hÃ¤tte beseitigt haben wollen. Zu Recht hob die Vorinstanz daher das Kontaktverbot zwischen ihm und den Kindern erst per 28. November 2014 auf, nachdem sie sich hatte vergewissern kÃ¶nnen, dass den Kindern auch aus Sicht der Beschwerdegegnerin beim BeschwerdefÃ¼hrer keine Gefahr drohte.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Soweit der BeschwerdefÃ¼hrer vorbringt, mit der Anzeigeerstattung verletze die Vorinstanz das Gleichbehandlungsgebot gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999, indem andere Personen, die ausschliesslich der Polizei eine gemeinsame private Aufhebung des Kontaktverbots meldeten, im Gegensatz zu ihm nicht "behelligt" wÃ¼rden, erweisen sich seine AusfÃ¼hrungen als zu unsubstanziiert. Der BeschwerdefÃ¼hrer legt nicht konkret dar, dass die Vorinstanz in mehreren Ã¤hnlich gelagerten FÃ¤llen tatsÃ¤chlich anders als vorliegend entschieden hÃ¤tte.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Es bleibt dem Strafverfahren vorbehalten zu entscheiden, ob der BeschwerdefÃ¼hrer damit gegen eine ihm auferlegte VerfÃ¼gung nach Art. 292 StGB verstossen hat oder nicht.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Demnach ist die Beschwerde abzuweisen und der angefochtene Entscheid zu bestÃ¤tigen. Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Verfahrens dem BeschwerdefÃ¼hrer zu auferlegen und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 13 Abs. 2, § 17 Abs. 2 VRG). Der Beschwerdegegnerin ist dagegen keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen, weil sie eine solche nicht verlangte und sich im Verfahren nicht Ã¤usserte.</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>der Einzelrichter</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 150.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 1'150.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>