<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA 7] </div> <div class="para">U 317/99 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Borella, Bundesrichter Rüedi und Kernen; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Krähenbühl </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 15. Oktober 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Elvia Versicherungen, Badenerstrasse 694, 8048 Zürich, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">M.________, 1946, Beschwerdegegnerin, vertreten durch </div> <div class="para">Rechtsanwalt Lorenz Schreiber, Stadthausgasse 27, </div> <div class="para">8200 Schaffhausen </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Schaffhausen, Schaffhausen </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- Die 1946 geborene M.________ war seit dem 10. Juni </div> <div class="para">1987 als teilzeitlich beschäftigte Krankenpflegerin und </div> <div class="para">Nachtwache im Alters- und Pflegeheim X.________ tätig. In </div> <div class="para">dieser Funktion war sie über ihren Arbeitgeber, die Einwohnergemeinde </div> <div class="para">Y.________, bei der Elvia Versicherungen </div> <div class="para">unfallversichert. </div> <div class="para">Am 9. September 1995 kam es in Z.________ zu einem </div> <div class="para">Auffahrunfall, als M.________ nach dem Überqueren eines </div> <div class="para">Bahnübergangs ihren mit einer Geschwindigkeit von 30 bis </div> <div class="para">35 Stundenkilometern gelenkten Personenwagen wegen eines </div> <div class="para">ihre Fahrbahn überquerenden Fahrzeuges plötzlich bis zum </div> <div class="para">Stillstand abbremsen musste und ein ihr nachfolgender Taxifahrer </div> <div class="para">nicht mehr rechtzeitig reagieren konnte. Anschliessend </div> <div class="para">fuhr M.________ zwar noch selber an ihren Wohnort in </div> <div class="para">A.________, musste dort aber am folgenden Tag ihren Hausarzt </div> <div class="para">Dr. med. S.________ aufsuchen. Wegen zunehmender </div> <div class="para">zervikaler Schmerzen überwies dieser die Patientin am </div> <div class="para">14. September 1995 ins Spital B.________, wo ein zervikales </div> <div class="para">Distorsionstrauma der Halswirbelsäule sowie eine posttraumatische </div> <div class="para">Belastungsstörung diagnostiziert wurden. Eine </div> <div class="para">Erwerbstätigkeit konnte M.________ auch nach der bis am </div> <div class="para">4. Dezember 1995 dauernden Hospitalisation nicht mehr aufnehmen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Elvia, welche ihre Haftung anerkannt und Taggelder </div> <div class="para">ausgerichtet hatte sowie für Heilungskosten aufgekommen </div> <div class="para">war, zog nebst dem Austrittsbericht des Spitals B.________ </div> <div class="para">vom 8. Dezember 1995 unter anderm mehrere Stellungnahmen </div> <div class="para">des Neurologen Dr. med. H.________ sowie der Hausärzte Dr. </div> <div class="para">med. S.________ und Dr. med. E.________ bei. Zudem veranlasste </div> <div class="para">sie eine interdisziplinäre Begutachtung in der </div> <div class="para">Medizinischen Abklärungsstelle der Invalidenversicherung </div> <div class="para">(MEDAS), welche am 10. Januar 1997 ausführlich Bericht </div> <div class="para">erstattete. Gestützt auf diese Unterlagen gelangte sie zum </div> <div class="para">Schluss, das Unfallereignis vom 9. September 1995 sei nicht </div> <div class="para">geeignet gewesen, die aktuell noch vorliegenden Beschwerden </div> <div class="para">zu verursachen. Mangels adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen </div> <div class="para">der vorhandenen Schädigung und dem versicherten Verkehrsunfall </div> <div class="para">stellte sie ihre Leistungen deshalb mit Verfügung </div> <div class="para">vom 15. April 1997 rückwirkend per 31. Dezember 1996 </div> <div class="para">ein. Im Ergebnis hielt sie daran mit Einspracheentscheid </div> <div class="para">vom 9. Oktober 1997 fest, wobei sie zur Begründung neu darlegte, </div> <div class="para">dass schon der natürliche Kausalzusammenhang zwischen </div> <div class="para">Unfallereignis und gesundheitlicher Beeinträchtigung </div> <div class="para">nicht gegeben sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.- Beschwerdeweise wandte sich M.________ an das </div> <div class="para">Obergericht des Kantons Schaffhausen mit den Begehren, es </div> <div class="para">seien der Einspracheentscheid vom 9. Oktober 1997 aufzuheben </div> <div class="para">und eine nochmalige medizinische Begutachtung zu veranlassen; </div> <div class="para">bis zum Vorliegen der Resultate der weiteren Untersuchungen </div> <div class="para">seien die gesetzlichen Leistungen auszurichten. </div> <div class="para">Abweichend von der im Einspracheentscheid der Elvia </div> <div class="para">vertretenen Auffassung bejahte das kantonale Gericht die </div> <div class="para">natürliche Kausalität des Verkehrsunfalles vom 9. September </div> <div class="para">1995 für die vorhandene Symptomatik, welche es dem nach </div> <div class="para">Schleudertraumata der Halswirbelsäule häufig beobachteten </div> <div class="para">und insofern typischen Beschwerdebild zuordnete. Im Übrigen </div> <div class="para">befand es, hinsichtlich der psychischen Schädigung bedürfe </div> <div class="para">es zusätzlicher Abklärungen. Näheren Aufschluss erwartete </div> <div class="para">es dabei von der im MEDAS-Gutachten vom 10. Januar 1997 </div> <div class="para">empfohlenen nochmaligen Durchführung der Single Photon </div> <div class="para">Emission Computed Tomography (Spect), weshalb es die Sache </div> <div class="para">mit Entscheid vom 16. Juli 1999 zur ergänzenden Sachverhaltserhebung, </div> <div class="para">insbesondere zur Anordnung einer weiteren </div> <div class="para">Spect-Untersuchung, an die Elvia zurückwies; im Anschluss </div> <div class="para">daran sei über den adäquatkausalen Bezug zum Unfallgeschehen </div> <div class="para">zu befinden, was allenfalls nach der bei Vorliegen </div> <div class="para">einer dominanten psychischen Störung anwendbaren Methode zu </div> <div class="para">geschehen habe. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.- Die Elvia erhebt Verwaltungsgerichtsbeschwerde und </div> <div class="para">beantragt die Aufhebung des kantonalen Entscheids. </div> <div class="para">M.________ lässt auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">schliessen. </div> <div class="para">Das kantonale Gericht bekräftigt unter Bezugnahme auf </div> <div class="para">die Argumentation in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde die </div> <div class="para">seinem Entscheid zu Grunde liegenden Überlegungen. Das Bundesamt </div> <div class="para">für Sozialversicherung hat sich nicht vernehmen lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Unbestrittenermassen hat die heutige Beschwerdegegnerin </div> <div class="para">anlässlich des Auffahrunfalles vom 9. September </div> <div class="para">1995 ein Distorsionstrauma der Halswirbelsäule erlitten. </div> <div class="para">Nach der Kollision verspürte sie gemäss ihren eigenen Angaben </div> <div class="para">Schmerzen in der Nackengegend und im Rücken; zudem habe </div> <div class="para">sie sich in einer sehr schlechten Verfassung befunden und </div> <div class="para">es sei ihr übel geworden. Dennoch war sie offenbar noch in </div> <div class="para">der Lage, selbst von Z.________ zu sich nach Hause nach </div> <div class="para">A.________ zu fahren. </div> <div class="para">Während des stationären Aufenthaltes im Spital </div> <div class="para">B.________ traten nebst Zervikalgien und Kopfschmerzen </div> <div class="para">zeitweise krampfartige Hyperextensionen der Halswirbelsäule </div> <div class="para">sowie symmetrische Zuckungen der Extremitäten und passagere </div> <div class="para">Kribbelparästhesien im Bereiche der Fingerkuppen auf. Des </div> <div class="para">Weitern klagte die bereits in depressiver Grundstimmung ins </div> <div class="para">Spital eingetretene Patientin über Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen </div> <div class="para">sowie über Schwierigkeiten beim Sprechen. </div> <div class="para">In den Koordinationsprüfungen wurde eine Ataxie beobachtet </div> <div class="para">und es entwickelte sich eine ebenfalls ataktische Gangstörung </div> <div class="para">mit teils klonusartigen Krämpfen des rechten Beines. </div> <div class="para">Die aufgetretenen Beschwerden machten auch nach dem Spitalaufenthalt </div> <div class="para">ständige ärztliche Betreuung notwenig und die </div> <div class="para">psychische Entwicklung führte Anfang Juli 1997 zu einer </div> <div class="para">notfallmässigen Einweisung in die Kantonale Psychiatrische </div> <div class="para">Klinik D.________. In einem Bericht des Dr. med. W.________ </div> <div class="para">vom 30. Juli 1996 war ferner von - bis dahin nie erwähnten </div> <div class="para">- Beschwerden im linken Knie die Rede, welche der Arzt auf </div> <div class="para">die nach dem Unfall eingetretene Gangstörung zurückführte. </div> <div class="para">Im für die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt bei Erlass </div> <div class="para">des Einspracheentscheids vom 9. Oktober 1997 (vgl. BGE </div> <div class="para">121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) klagte die Versicherte </div> <div class="para">noch über Rücken- und Nackenbeschwerden mit schmerzhafter </div> <div class="para">Schulterbeweglichkeit rechts und über Kopfschmerzen mit </div> <div class="para">eingeschränkter Kopfbeweglichkeit und Schwindelerscheinungen. </div> <div class="para">Gegenüber den Ärzten der MEDAS gab sie Konzentrations-, </div> <div class="para">Gedächtnis- und Wortfindungsstörungen, Vergesslichkeit, </div> <div class="para">Schreibschwierigkeiten, erhöhte Müdigkeit und einen </div> <div class="para">Tinnitus rechts an. Ferner bestanden Sensibilitäts-, </div> <div class="para">Gleichgewichts- sowie Koordinationsstörungen und nach wie </div> <div class="para">vor lag ein stark schwankendes Gangbild mit Abweichtendenzen </div> <div class="para">nach rechts vor. Zudem wurden weiterhin Kniebeschwerden </div> <div class="para">und neu auch noch Bauchschmerzen mit unten rechts lokalisierbaren </div> <div class="para">Druckdolenzen geltend gemacht. In psychischer </div> <div class="para">Hinsicht ist in der MEDAS-Expertise vom 10. Januar 1997 von </div> <div class="para">Depressionen die Rede, wobei Dr. med. R.________ in seinem </div> <div class="para">psychiatrischen Konsiliarbericht vom 16. Dezember 1996 eine </div> <div class="para">posttraumatische Anpassungsstörung mit Symptomausweitung, </div> <div class="para">wahrscheinlich auf dem Boden einer Persönlichkeitsstörung, </div> <div class="para">eine Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen </div> <div class="para">Gründen sowie psychische Probleme im Rahmen von Ehescheidung </div> <div class="para">diagnostiziert hatte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Zu prüfen ist, ob sich die nach dem Auffahrunfall </div> <div class="para">vom 9. September 1995 mannigfach aufgetretenen Beschwerden </div> <div class="para">im Sinne eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhanges </div> <div class="para">auf das versicherte Unfallereignis zurückführen lassen, </div> <div class="para">was für eine Leistungspflicht der Beschwerde führenden Versicherungsgesellschaft </div> <div class="para">unabdingbare Voraussetzung bildet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">a) Der Begriff der natürlichen Kausalität eines versicherten </div> <div class="para">Unfallereignisses für eine darauf zurückgeführte </div> <div class="para">gesundheitliche Schädigung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=03.10.2001&amp;to_date=22.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page337">BGE 119 V 337</a> Erw. 1, 118 V 289 </div> <div class="para">Erw. 1b, je mit Hinweisen) ist im Einspracheentscheid vom </div> <div class="para">9. Oktober 1997 zutreffend dargelegt worden, worauf verwiesen </div> <div class="para">wird. Wesentlich ist insbesondere, dass das Vorhandensein </div> <div class="para">eines natürlichen Kausalzusammenhangs als Tatfrage - </div> <div class="para">auch bei Beschwerdebildern ohne organisch nachweisbare Befunde </div> <div class="para">nach Schleudertraumata der Halswirbelsäule (BGE 119 V </div> <div class="para">335) oder in ihren Auswirkungen vergleichbaren Mechanismen </div> <div class="para">(SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) - mit dem im Sozialversicherungsrecht </div> <div class="para">allgemein erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden </div> <div class="para">Wahrscheinlichkeit erstellt sein muss, während </div> <div class="para">die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs für die Begründung </div> <div class="para">eines Leistungsanspruches nicht genügt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=03.10.2001&amp;to_date=22.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page338">BGE 119 V 338</a> </div> <div class="para">Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen). </div> <div class="para">Die adäquate Kausalität eines Unfalles für einen in </div> <div class="para">dessen Gefolge eingetretenen Gesundheitsschaden ist nach </div> <div class="para">der Rechtsprechung dann gegeben, wenn ein Ereignis nach dem </div> <div class="para">gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung </div> <div class="para">an sich geeignet ist, einen Erfolg von der </div> <div class="para">Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses </div> <div class="para">Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt </div> <div class="para">erscheint (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=03.10.2001&amp;to_date=22.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-456%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page461">BGE 125 V 461</a> f. Erw. 5a mit Hinweisen). Bei der </div> <div class="para">Adäquanz von Unfallfolgen geht es um die Beantwortung einer </div> <div class="para">Rechtsfrage (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=03.10.2001&amp;to_date=22.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-369%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page382">BGE 117 V 382</a> Erw. 4a mit Hinweis). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Bei einem Schleudertrauma der Halswirbelsäule oder </div> <div class="para">einer äquivalenten Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 </div> <div class="para">Erw. 2) wie etwa einer Distorsion der Halswirbelsäule, wie </div> <div class="para">sie die Beschwerdegegnerin erlitten hat, kann die Leistungspflicht </div> <div class="para">der Unfallversicherung unter Umständen auch </div> <div class="para">ohne organisch direkt nachweisbare Schädigung gegeben sein. </div> <div class="para">Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung können bei </div> <div class="para">solchen Verletzungen auch ohne klar ausgewiesene pathologische </div> <div class="para">Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausfälle </div> <div class="para">verschiedenster Art auftreten (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=03.10.2001&amp;to_date=22.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page363">BGE 117 V 363</a> </div> <div class="para">Erw. 5d/aa mit Hinweisen). Der Umstand, dass die nach einem </div> <div class="para">Schleudertrauma häufig beobachteten und deshalb von der </div> <div class="para">Rechtsprechung als typisch bezeichneten Beschwerden wie </div> <div class="para">diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, </div> <div class="para">Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, </div> <div class="para">Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression oder Wesensveränderung </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=03.10.2001&amp;to_date=22.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page360">BGE 117 V 360</a> Erw. 4b) in manchen Fällen </div> <div class="para">mit den heute verwendeten bildgebenden Untersuchungsmethoden </div> <div class="para">nicht objektivierbar sind, darf nicht dazu verleiten, </div> <div class="para">sie als rein "subjektive" Beschwerden zu qualifizieren und </div> <div class="para">damit deren Relevanz für die Unfallversicherung in Abrede </div> <div class="para">zu stellen. Gemäss fachärztlichen Publikationen bestehen </div> <div class="para">Anhaltspunkte dafür, dass der Unfallmechanismus bei einem </div> <div class="para">Schleudertrauma der Halswirbelsäule zu Mikroverletzungen </div> <div class="para">führt, welche für das erwähnte typische Beschwerdebild mit </div> <div class="para">hoher Wahrscheinlichkeit ursächlich oder zumindest im Sinne </div> <div class="para">einer Teilursache mit verantwortlich sind. Ein Unfall mit </div> <div class="para">Schleudertrauma der Halswirbelsäule kann demnach in der </div> <div class="para">charakteristischen Erscheinungsform einer Häufung typischer </div> <div class="para">Beschwerden eine Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit verursachen, </div> <div class="para">auch wenn die festgestellten Störungen organisch </div> <div class="para">nicht nachweisbar sind (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=03.10.2001&amp;to_date=22.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page363">BGE 117 V 363</a> f. Erw. 5d/aa mit </div> <div class="para">Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Was den Nachweis des vorliegend zunächst interessierenden </div> <div class="para">natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen solchen </div> <div class="para">Beschwerden und einem als ursächlich in Frage kommenden Unfall </div> <div class="para">anbelangt, ist festzuhalten, dass nach der in BGE 119 </div> <div class="para">V 335 erfolgten Klarstellung der Rechtsprechung auch bei </div> <div class="para">Schleudermechanismen der Halswirbelsäule in erster Linie </div> <div class="para">die medizinischen Fakten, insbesondere die fachärztlichen </div> <div class="para">Erhebungen über Anamnese, Verletzungsfolgen, unfallfremde </div> <div class="para">Faktoren und Vorzustand sowie die medizinischen Erkenntnisse </div> <div class="para">hinsichtlich des objektiven Befundes und der Diagnose </div> <div class="para">die massgeblichen Grundlagen für die Kausalitätsbeurteilung </div> <div class="para">bilden. Das Vorliegen eines Schleudertraumas - oder einer </div> <div class="para">äquivalenten Verletzung - wie auch dessen Folgen müssen </div> <div class="para">durch zuverlässige ärztliche Angaben gesichert sein. Trifft </div> <div class="para">dies zu und ist die natürliche Kausalität - auf Grund fachärztlicher </div> <div class="para">Feststellungen in einem konkreten Fall - unbestritten, </div> <div class="para">so kann der natürliche Kausalzusammenhang in aller </div> <div class="para">Regel auch aus rechtlicher Sicht als erstellt gelten </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=03.10.2001&amp;to_date=22.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page340">BGE 119 V 340</a> Erw. 2b/aa). </div> <div class="para">Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen einer </div> <div class="para">Schleuderverletzung der Halswirbelsäule ohne organisch </div> <div class="para">nachweisbare Befunde und den eingetretenen Gesundheitsschädigungen </div> <div class="para">besteht, ist indessen - wie erwähnt (Erw. 2a) </div> <div class="para">- eine Tatfrage, über welche die Verwaltung und im Beschwerdefall </div> <div class="para">der Richter im Rahmen der Beweiswürdigung nach </div> <div class="para">dem im Sozialversicherungsrecht allgemein erforderlichen </div> <div class="para">Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden </div> <div class="para">haben. Auch in diesem Bereich bedarf es somit für die Leistungsberechtigung </div> <div class="para">gegenüber dem Unfallversicherer, dass die </div> <div class="para">geklagten Beschwerden medizinisch einer fassbaren gesundheitlichen </div> <div class="para">Beeinträchtigung zugeschrieben werden können und </div> <div class="para">diese Gesundheitsschädigung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit </div> <div class="para">in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem versicherten </div> <div class="para">Unfallereignis steht. Blosse Klagen über diffuse </div> <div class="para">Beschwerden genügen nicht. Von Verletzungsopfern angegebene </div> <div class="para">Beschwerden können, auch wenn sie zumindest teilweise den </div> <div class="para">nach Schleudertraumata der Halswirbelsäule häufig auftretenden </div> <div class="para">entsprechen, unter Umständen dennoch nicht als überwiegend </div> <div class="para">wahrscheinliche Folge eines Unfallereignisses gelten, </div> <div class="para">sondern müssen etwa als Ergebnis einer krankhaften </div> <div class="para">Entwicklung gesehen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Während der Beschwerde führende Unfallversicherer </div> <div class="para">den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen der Auffahrkollision </div> <div class="para">vom 9. September 1995 und den noch vorhandenen gesundheitlichen </div> <div class="para">Beeinträchtigungen im Einspracheentscheid </div> <div class="para">vom 9. Oktober 1997 verneint hat, ist das kantonale Gericht </div> <div class="para">bezüglich des so genannt typischen Beschwerdebildes nach </div> <div class="para">Schleudertraumata der Halswirbelsäule (Erw. 2b) zum Schluss </div> <div class="para">gelangt, dass dieses natürlich kausal auf das in Betracht </div> <div class="para">fallende Unfallereignis zurückzuführen sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">a) Abgesehen von den erst lange Zeit nach dem Unfall </div> <div class="para">vom 9. September 1995 aufgetretenen Kniebeschwerden und den </div> <div class="para">noch später geltend gemachten Bauchschmerzen lagen im Zeitpunkt </div> <div class="para">des Erlasses des Einspracheentscheides vom 9. Oktober </div> <div class="para">1997 keine Anhaltspunkte für organische Schädigungen vor, </div> <div class="para">welche die gesundheitlichen Probleme der Versicherten hätten </div> <div class="para">erklären können. Dies gilt insbesondere hinsichtlich </div> <div class="para">der von der diagnostizierten Distorsion direkt betroffenen </div> <div class="para">Halswirbelsäule; aber auch für zervikale Beschwerden liess </div> <div class="para">sich kein organisches Substrat finden. Auf Grund der ärztlich </div> <div class="para">erhobenen Befunde muss deshalb davon ausgegangen werden, </div> <div class="para">dass sich die gesundheitliche Situation zumindest aus </div> <div class="para">organischer Sicht wieder in einem Zustand präsentierte, wie </div> <div class="para">ihn die Beschwerdegegnerin auch ohne Unfallereignis aufgewiesen </div> <div class="para">hätte. Unter diesem Gesichtspunkt erscheint die umstrittene </div> <div class="para">Leistungseinstellung demnach durchaus gerechtfertigt </div> <div class="para">gewesen zu sein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Das kantonale Gericht hat sich denn auch darauf beschränkt, </div> <div class="para">die Kausalitätsfrage hinsichtlich eines allfälligen </div> <div class="para">typischen Beschwerdebildes ohne organisch nachweisbare </div> <div class="para">Befunde, wie es nach Schleudertraumata der Halswirbelsäule </div> <div class="para">oftmals beobachtet wird (Erw. 2b), zu prüfen. Nachdem die </div> <div class="para">aufgetretene Symptomatik zumindest teilweise dem charakteristischen </div> <div class="para">Erscheinungsbild der Folgen von Schleudertraumata </div> <div class="para">und diesen in ihren Auswirkungen vergleichbaren Verletzungen </div> <div class="para">entspricht, ist dagegen grundsätzlich nichts einzuwenden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">aa) Die Beschwerdegegnerin war am 9. September 1995 an </div> <div class="para">einem eher harmlosen Auffahrunfall beteiligt, welcher vom </div> <div class="para">äusseren Geschehensablauf her, aber auch auf Grund des äusserst </div> <div class="para">minimen Sachschadens an den betroffenen Fahrzeugen, </div> <div class="para">keineswegs gravierende gesundheitliche Folgen befürchten </div> <div class="para">liess. Dass die demgegenüber aufgetretenen massiven Befindlichkeitsstörungen </div> <div class="para">natürlich kausal auf dieses Unfallereignis </div> <div class="para">zurückzuführen, ohne dieses mithin ausgeblieben wären, </div> <div class="para">erscheint schon deshalb als kaum wahrscheinlich. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">bb) Wie bereits im Einspracheentscheid vom 9. Oktober </div> <div class="para">1997 einlässlich dargelegt worden ist, bieten aber auch - </div> <div class="para">was entscheidend ist - die eingeholten ärztlichen Beurteilungen </div> <div class="para">keine Grundlage für einen mit dem erforderlichen Beweisgrad </div> <div class="para">der überwiegenden Wahrscheinlichkeit anzunehmenden </div> <div class="para">natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Gesundheitsschäden </div> <div class="para">und dem von der Beschwerdegegnerin dafür </div> <div class="para">verantwortlich gemachten Unfallereignis. Sämtliche der an </div> <div class="para">der umfassenden Exploration in der MEDAS im Herbst 1996 beteiligten </div> <div class="para">Spezialisten konnten die für ihren Fachbereich </div> <div class="para">jeweils erhobenen Befunde höchstens als mögliche, nicht </div> <div class="para">aber als wahrscheinliche Unfallfolge bezeichnen. Dies gilt </div> <div class="para">nicht nur für die primär auf somatische Leiden ausgerichteten </div> <div class="para">medizinischen Disziplinen, sondern insbesondere auch </div> <div class="para">für die psychiatrische Begutachtung durch Dr. med. </div> <div class="para">R.________ vom 4. November 1996. Damit fehlt es aber an der </div> <div class="para">von der Rechtsprechung für eine Bejahung des natürlichen </div> <div class="para">Kausalzusammenhanges zwischen Unfall und typischem </div> <div class="para">Beschwerdebild nach Schleudertraumata geforderten eindeutigen </div> <div class="para">ärztlichen Bestätigung (Erw. 2c). Auch unter </div> <div class="para">diesem Aspekt lässt sich der leistungsverweigernde Einspracheentscheid </div> <div class="para">vom 9. Oktober 1997 somit nicht beanstanden. </div> <div class="para">Die vorinstanzliche Betrachtungsweise misst demgegenüber </div> <div class="para">der angeblichen, jedoch kaum überprüfbaren </div> <div class="para">Beschwerdefreiheit vor dem Unfallereignis vom 9. September </div> <div class="para">1995 zu viel Gewicht bei und schenkt insbesondere den vom </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgericht in <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=03.10.2001&amp;to_date=22.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page340">BGE 119 V 340</a> ff. </div> <div class="para">Erw. 2b aufgezeigten Beurteilungskriterien (Erw. 2c) kaum </div> <div class="para">Beachtung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">cc) Kann demnach nicht von einem natürlich kausal auf </div> <div class="para">das Unfallereignis vom 9. September 1995 zurückzuführenden </div> <div class="para">typischen Beschwerdebild nach Schleudertraumata ausgegangen </div> <div class="para">werden, erübrigt sich diesbezüglich - wie schon im Einspracheentscheid </div> <div class="para">vom 9. Oktober 1997 zutreffend festgehalten </div> <div class="para">worden ist - eine Adäquanzprüfung zum Vornherein. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Für die erstmals im Frühsommer 1996 geltend gemachten </div> <div class="para">Schmerzen im linken Kniegelenk, welche selbstredend </div> <div class="para">nicht zum typischen Beschwerdebild nach Schleudertraumata </div> <div class="para">zu zählen sind, scheint zwar eine organische Schädigung belegt </div> <div class="para">zu sein. Eine mechanische Einwirkung auf das linke </div> <div class="para">Knie anlässlich des Auffahrunfalles vom 9. September 1995 </div> <div class="para">ist indessen nicht ausgewiesen, weshalb zumindest das Vorliegen </div> <div class="para">einer direkten Unfallfolge zum Vornherein ausscheidet. </div> <div class="para">Dr. med. W.________ sieht das erst Monate nach dem </div> <div class="para">Unfallereignis in Erscheinung getretene Knieleiden denn </div> <div class="para">auch bloss als Auswirkung der im Anschluss an die Auffahrkollision </div> <div class="para">aufgetretenen Gangstörung, indem er in seinen </div> <div class="para">Berichten vom 30. Juli und 11. September 1996 annimmt, </div> <div class="para">diese erst habe wegen des zufolge einer Quadrizepsschwäche </div> <div class="para">ständigen Einsackens im linken Kniegelenk zur Schmerzhaftigkeit </div> <div class="para">der - nach einer 1982 vorgenommenen Knieoperation </div> <div class="para">vorbestehenden - Femoropatellar-Arthrose geführt. Als </div> <div class="para">unfallkausal liessen sich die Kniebeschwerden links demnach </div> <div class="para">- wollte man der Erklärung des Dr. med. W.________ folgen - </div> <div class="para">nur unter der Voraussetzung qualifizieren, dass die mit </div> <div class="para">Gleichgewichtsproblemen verbundene Gangstörung, welche die </div> <div class="para">Vorinstanz offenbar dem typischen Beschwerdebild nach </div> <div class="para">Schleudertraumata zugeordnet hat, ihrerseits als natürlich </div> <div class="para">kausale Folge der Auffahrkollision zu betrachten wäre. </div> <div class="para">Dafür besteht indessen kein Anlass. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">d) Ebenso wenig liegen Hinweise auf eine anlässlich </div> <div class="para">des Auffahrunfalles erlittene Unterleibsverletzung vor. </div> <div class="para">Nicht ersichtlich ist deshalb, inwiefern die angegebenen </div> <div class="para">Bauchschmerzen und die in diesem Zusammenhang ärztlich </div> <div class="para">festgestellten Druckdolenzen auf den fraglichen Unfall zurückzuführen </div> <div class="para">sein sollten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4.- Des Weitern hat das kantonale Gericht Anzeichen </div> <div class="para">für eine dominante psychische Störung erblickt, welche die </div> <div class="para">übrigen, sich eher somatisch manifestierenden Beschwerden </div> <div class="para">ganz in den Hintergrund dränge. Gegebenenfalls müsste in </div> <div class="para">diesem Punkt bei der Adäquanzprüfung nach der vom Eidgenössischen </div> <div class="para">Versicherungsgericht in <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=03.10.2001&amp;to_date=22.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-98%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page98">BGE 123 V 98</a> für solche </div> <div class="para">Fälle als anwendbar erklärten Methode bei psychischen Fehlentwicklungen </div> <div class="para">nach Unfällen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=03.10.2001&amp;to_date=22.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page133">BGE 115 V 133</a>) vorgegangen </div> <div class="para">werden. Diesbezüglich erachtete die Vorinstanz den massgeblichen </div> <div class="para">Sachverhalt indessen als nicht genügend abgeklärt, </div> <div class="para">weshalb sie die Sache an den Beschwerde führenden Unfallversicherer </div> <div class="para">zurückwies, damit er insbesondere die im MEDAS-Gutachten </div> <div class="para">vom 10. Januar 1997 angeregte nochmalige Spect-Untersuchung </div> <div class="para">veranlasse. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">a) Auch bei psychischen Leiden setzt die Leistungspflicht </div> <div class="para">des Unfallversicherers indessen zunächst voraus, </div> <div class="para">dass ein versichertes Unfallereignis als dessen natürlich </div> <div class="para">kausale Ursache erscheint. Wie erwähnt (Erw. 3b/bb), trifft </div> <div class="para">dies auf Grund der Ausführungen des Dr. med. R.________ im </div> <div class="para">psychiatrischen Konsiliarbericht vom 16. Dezember 1996 </div> <div class="para">bezüglich der Auffahrkollision vom 9. September 1995 jedoch </div> <div class="para">nicht zu. An dieser Beurteilung würde sich im Fall der Beschwerdegegnerin </div> <div class="para">auch nichts ändern, wenn die psychische </div> <div class="para">Störung nicht bloss neben weiteren somatischen Symptomen </div> <div class="para">als Bestandteil des typischen Beschwerdebildes nach Schleudertraumata </div> <div class="para">zu sehen wäre, sondern insofern eine die körperlichen </div> <div class="para">Befunde überragende Bedeutung hätte, als sie diese </div> <div class="para">mit umfassen oder aber gar als deren Auslösungsfaktor </div> <div class="para">erscheinen würde. </div> <div class="para">Bezüglich der Frage nach der natürlichen Kausalität </div> <div class="para">des fraglichen Unfallereignisses für die unbestrittenermassen </div> <div class="para">vorhandene psychische Schädigung besteht angesichts des </div> <div class="para">in jeder Hinsicht überzeugenden Berichts des Dr. med. </div> <div class="para">R.________ auch kein weiterer Abklärungsbedarf. Insbesondere </div> <div class="para">vermöchte die von der Beschwerdegegnerin geforderte </div> <div class="para">nochmalige Spect-Untersuchung in diesem Zusammenhang zum </div> <div class="para">Vornherein keine entscheidrelevanten Aufschlüsse zu vermitteln. </div> <div class="para">Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat sich </div> <div class="para">in dem in RKUV 2000 Nr. U 395 S. 316 (= SVR 2001 UV Nr. 1 </div> <div class="para">S. 1) publizierten Urteil Z. vom 2. Juni 2000 (U 160/98) </div> <div class="para">eingehend mit der Aussagekraft hirnorganischer Abklärungen </div> <div class="para">mittels Spect auseinander gesetzt und ist dabei zum Schluss </div> <div class="para">gelangt, dass diese bisher auch wissenschaftlich nicht </div> <div class="para">anerkannte Untersuchungsmethode nicht geeignet ist, den </div> <div class="para">Nachweis der natürlichen Kausalität eines Unfalles für </div> <div class="para">hirnorganische Schädigungen zu erbringen. Selbst wenn der </div> <div class="para">Zusammenhang zwischen den anlässlich der Spect-Untersuchung </div> <div class="para">festgestellten Auffälligkeiten und dem vorhandenen psychischen </div> <div class="para">Beschwerdebild als erstellt gelten könnte, wäre deshalb </div> <div class="para">bezüglich der Frage nach der Ursächlichkeit des am </div> <div class="para">9. September 1995 erlittenen Unfalles nichts gewonnen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Ob die Untersuchung mittels Spect im Übrigen Aufschluss </div> <div class="para">über Art und Ausmass der von der Vorinstanz als </div> <div class="para">weiter abklärungsbedürftig eingestuften psychischen Schädigung </div> <div class="para">geben könnte, braucht an dieser Stelle nicht erörtert </div> <div class="para">zu werden. Da bereits die natürliche Unfallkausalität nicht </div> <div class="para">als erstellt gelten kann, bedarf die Frage nach der Adäquanz </div> <div class="para">keiner Prüfung, womit auch nicht entschieden zu werden </div> <div class="para">braucht, ob diese nach der in <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=03.10.2001&amp;to_date=22.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page359">BGE 117 V 359</a> (insbesondere </div> <div class="para">367 Erw. 6a) oder aber gestützt auf <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=03.10.2001&amp;to_date=22.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-98%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page98">BGE 123 V 98</a> nach </div> <div class="para">der in <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=11&amp;from_date=03.10.2001&amp;to_date=22.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page133">BGE 115 V 133</a> (insbesondere 135 ff. Erw. 4 ff.) </div> <div class="para">dargelegten Methode zu klären wäre. </div> <div class="para">Der in der Argumentation der Beschwerdegegnerin wie </div> <div class="para">auch der Vorinstanz wiederholt auftauchende Hinweis darauf, </div> <div class="para">dass die nochmalige Spect-Untersuchung im MEDAS-Gutachten </div> <div class="para">vom 10. Januar 1997 empfohlen worden sei, ist in diesem Zusammenhang </div> <div class="para">ohne Belang. Es mag durchaus sein, dass eine </div> <div class="para">nochmalige Abklärung mittels Spect für die künftige medizinische </div> <div class="para">Betreuung und Behandlung der Beschwerdegegnerin wesentliche </div> <div class="para">Erkenntnisse zu Tage fördern und sich die Empfehlung </div> <div class="para">der MEDAS damit als gerechtfertigt erweisen könnte. </div> <div class="para">Auf die Beurteilung der natürlichen Kausalität und damit </div> <div class="para">auch auf die Leistungspflicht des Unfallversicherers hätte </div> <div class="para">dies jedoch keinen Einfluss. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird </div> <div class="para">der Entscheid des Obergerichts des Kantons Schaffhausen </div> <div class="para">vom 16. Juli 1999 aufgehoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des </div> <div class="para">Kantons Schaffhausen und dem Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para">zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 15. Oktober 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der IV. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>