<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, unverzüglich in Zusammenarbeit mit den Kantonen ein schweizweites, zentrales Register für Betreibungen, Konkurse und Verlustscheine zu schaffen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat in seinem Bericht "Schweizweite Betreibungsauskunft" vom 4. Juli 2018 in Erfüllung des Postulates Candinas 12.3957 (<a href="https://www.bj.admin.ch/bj/de/home/aktuell/news/2018/ref_2018-07-04.html">https://www.bj.admin.ch/bj/de/home/aktuell/news/2018/ref_2018-07-04.html</a>) geprüft, welche Massnahmen für die Umsetzung einer Betreibungsauskunft mit schweizweiter Aussagekraft erforderlich wären. In diesem Rahmen wurde auch der Nutzen eines zentralen, landesweiten Betreibungsregisters geprüft. Dabei wurde die Erkenntnis gewonnen, dass alleine damit die Situation gegenüber heute nur wenig verbessert werden könnte. Da im Betreibungswesen kein unveränderliches und eindeutiges Identifikationsmerkmal verwendet wird, könnten die Daten über denselben Schuldner auch in einem landesweiten Register gar nicht zuverlässig gefunden werden. Bei den im Handelsregister eingetragenen juristischen Personen und Personengesellschaften besteht diese Problematik dagegen nicht, da deren Daten im Handelsregister ersichtlich sind und gleichzeitig eine Firmengebrauchspflicht besteht. Lösungsansätze ohne Verwendung eines öffentlich bekannten Identifikators würden zwar eine Verbesserung der heutigen Situation bewirken, sie würden aber in verschiedenen kritischen Einzelfällen versagen.</p><p>Betreffend die missbräuchlichen Konkurse von juristischen Personen kann überdies auf die Motion Hess Hans 11.3925, "Missbrauch des Konkursverfahrens verhindern", verwiesen werden und auf die laufenden Arbeiten des Bundesrates an einem Gesetzentwurf dazu, welcher voraussichtlich nächstes Jahr dem Parlament vorgelegt wird.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.