<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00527</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204838&amp;W10_KEY=4467139&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00527</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 28.02.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rückerstattung infolge doppelt ausbezahlter Leistungen.<br/><br/>Die Pflicht zur Rückerstattung von empfangenen Sozialhilfeleistungen kann sich sowohl auf die speziellen Rückerstattungstatbestände des Sozialhilfegesetzes als auch auf den allgemeinen Grundsatz, dass grundlos erfolgte Zuwendungen zurückzuerstatten sind, stützen. Dabei kommt es nicht darauf an, inwieweit die Beschwerdeführerin die Auszahlung mittels falscher Angaben erwirkt hat. Entscheidend ist einzig, dass die Behörde die Zahlung ohne Rechtsgrund geleistet hat und sich dabei im Irrtum über das Bestehen ihrer Leistungspflicht befand sowie, dass der Fehler für die bereicherte Person erkennbar war oder hätte sein sollen (E. 3.1).<br/>Über die Art und Weise der Rückerstattung ist im SchKG-Verfahren zu entscheiden, da die Beschwerdeführerin nicht mehr fürsorgeabhängig ist und deshalb die Rückforderung nicht mit laufenden Bezügen wirtschaftlicher Hilfe verrechnet werden kann (E. 3.2).<br/>Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung sowohl für das Rekurs- als auch für das Beschwerdeverfahren (E. 4).<br/>Abweisung (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DOPPELZAHLUNG">DOPPELZAHLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GUTER GLAUBE">GUTER GLAUBE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RÃCKERSTATTUNG">RÃCKERSTATTUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SINE CAUSA">SINE CAUSA</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNGERECHTFERTIGTE BEREICHERUNG">UNGERECHTFERTIGTE BEREICHERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 62 OR</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A bezog von August 2003 bis MÃ¤rz 2004 von den Sozialen Diensten der Gemeinde X wirtschaftliche Hilfe fÃ¼r sich und ihren Sohn. Da die Sozialen Dienste die KrankenkassenprÃ¤mien fÃ¼r diese Zeit, obwohl bereits im UnterstÃ¼tzungsbudget eingerechnet, direkt bezahlten, verpflichtete die Einzelfallkommission der SozialbehÃ¶rde der Gemeinde X A am 13. April 2004, die entsprechenden BezÃ¼ge Ã¼ber insgesamt Fr. 2'704.15 zurÃ¼ckzuerstatten. Gleichzeitig wurde eine monatliche Ratenzahlung von Fr. 150.- ab dem 1. Juni 2004 festgesetzt.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Eine dagegen erhobene Einsprache wies die Einspracheinstanz und GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission der SozialbehÃ¶rde X am 13. Juli 2004 ab und verpflichtete die Einsprecherin zur RÃ¼ckerstattung von Fr. 2'704.15.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen rekurrierte A an den Bezirksrat Y und beantragte, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Gleichzeitig ersuchte sie um Bewilligung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und eines unentgeltlichen Rechtsbeistands.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat Y wies den Rekurs am 28. Oktober 2004 ab, nahm die Verfahrenskosten auf die Staatskasse und verweigerte die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>A erhob am 2. Dezember 2004 Beschwerde gegen den Rekursentscheid und beantragte, dieser sei vollumfÃ¤nglich aufzuheben, und es sei festzustellen, dass der Beschluss geeignet sei, den tatsÃ¤chlichen Sachverhalt erheblich zu entstellen; unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Gegenpartei. In prozessualer Hinsicht verlangte sie die Bewilligung der unentgeltlichen ProzessfÃ¼hrung und eines unentgeltlichen Rechtsbeistands.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 3. Januar 2005 beantragte der Bezirksrat Y die Abweisung der Beschwerde. Den gleichen Antrag stellte die SozialbehÃ¶rde X in ihrer Beschwerdeantwort vom 24. Januar 2005.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Am 4. Februar 2005 bestÃ¤tigte die BeschwerdefÃ¼hrerin den Empfang der beiden Vernehmlassungen und reichte die aktuellen Belege zu ihren monatlichen Ein- und Ausgaben ins Recht.</span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Einzelrichterin</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Aufgrund des Streitwerts fÃ¤llt die Sache in die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit (§ 38 Abs. 2 VRG). Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat erwog im angefochtenen Entscheid, die Doppelzahlungen fÃ¼r die KrankenversicherungsprÃ¤mien seien versehentlich und ohne Rechtsgrund erfolgt. Der Fehler der zustÃ¤ndigen Sozialarbeiterin sei fÃ¼r die Rekurrentin aber erkennbar gewesen. Sie habe daher die ihr Ã¼berwiesenen BeitrÃ¤ge fÃ¼r die Krankenversicherung gestÃ¼tzt auf den Grundsatz Ã¼ber die RÃ¼ckerstattung ungerechtfertigter Bereicherung unabhÃ¤ngig davon zurÃ¼ckzuerstatten, ob sie im Zeitpunkt der RÃ¼ckforderung noch bereichert gewesen sei. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Dagegen bringt die BeschwerdefÃ¼hrerin im Wesentlichen vor, sie stelle sich nicht gegen eine RÃ¼ckerstattungspflicht. Sie habe die Leistungen der SozialbehÃ¶rde nicht unter unwahren Angaben erwirkt, die Doppelzahlungen selber gar nicht bemerkt und mangels Deutschkenntnissen auch nicht bemerken kÃ¶nnen. Sie kÃ¶nne die monatlichen Raten von Fr. 150.- nicht bezahlen, weshalb die MÃ¶glichkeit eines Erlasses oder einer vorlÃ¤ufigen Abschreibung zu prÃ¼fen sei.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bestreitet zu Recht nicht, dass die SozialbehÃ¶rde die PrÃ¤mien der Krankenversicherung Ã¼ber insgesamt Fr. 2'704.15 versehentlich sowohl an sie als auch direkt an die Krankenkasse bezahlt hat. Sie scheint auch die RÃ¼ckerstattungspflicht als solche zu anerkennen. Allerdings machen ihre AusfÃ¼hrungen, wonach sie die Doppelzahlungen selber nicht erwirkt oder bemerkt habe und auch nicht habe bemerken kÃ¶nnen, eine erneute PrÃ¼fung der Frage notwendig.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Die Pflicht zur RÃ¼ckerstattung von empfangenen Sozialhilfeleistungen kann sich sowohl auf die speziellen RÃ¼ckerstattungstatbestÃ¤nde des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 als auch auf den allgemeinen Grundsatz, dass grundlos erfolgte Zuwendungen zurÃ¼ckzuerstatten sind, stÃ¼tzen. Dieser in den Art. 62 ff. des Obligationenrechts (OR) fÃ¼r das Privatrecht geregelte Rechtsgrundsatz gilt nach Lehre und Rechtsprechung auch im Ã¶ffentlichen Recht (BGE 105 Ia 214 E. 5 mit Hinweisen; VGr, 5. September 2002, VB.2002.00223). Im vorliegenden Fall erfolgte die Auszahlung an die BeschwerdefÃ¼hrerin gestÃ¼tzt auf den Leistungsentscheid vom 6. November 2003, welcher im monatlichen Bedarf eine KrankenkassenprÃ¤mie von Fr. 386.30 einrechnete. Die Zahlung war somit zwar nicht von Anfang an grundlos, jedoch fiel der Grund der Zuwendung nachtrÃ¤glich weg, indem die Nichteinzahlung der KrankenversicherungsprÃ¤mien durch die BeschwerdefÃ¼hrerin bzw. deren Direktzahlung durch die SozialbehÃ¶rde einen diesbezÃ¼glichen Widerruf der ursprÃ¼nglichen VerfÃ¼gung rechtfertigte. Dabei kommt es nicht darauf an, inwieweit die BeschwerdefÃ¼hrerin die Auszahlung â an sich oder an die Krankenversicherung â mittels falscher Angaben erwirkt hat. Entscheidend ist vielmehr einzig, dass die BehÃ¶rde die Zahlung letztlich ohne Rechtsgrund geleistet hat und sich dabei im Irrtum Ã¼ber das Bestehen ihrer Leistungspflicht befand. Der Bezirksrat hat daher die RÃ¼ckerstattungspflicht aus ungerechtfertigter Bereicherung grundsÃ¤tzlich zu Recht bejaht. </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Hinsichtlich des Umfangs der RÃ¼ckerstattung hat der Bezirksrat unter Bezugnahme auf Art. 64 OR sodann zutreffend erwogen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin aufgrund des Leistungsentscheids leicht hÃ¤tte erkennen kÃ¶nnen, dass die PrÃ¤mien der Krankenversicherung in ihre Bedarfsrechnung einbezogen waren und diese PrÃ¤mien daher von ihr zu entrichten waren. Auch wenn die BeschwerdefÃ¼hrerin selber nicht gut Deutsch sprach, kannte sie sich offenbar doch gut aus in administrativen Angelegenheiten und hÃ¤tte sich Ã¼ber die Bedeutung der Bedarfsposition "Krankenkasse â Fr. 386.30" auch bei ihrem Berater B oder der zustÃ¤ndigen Sozialarbeiterin erkundigen kÃ¶nnen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Ãber die Art und Weise, wie die RÃ¼ckerstattung vorliegend vollzogen werden soll, ist hier nicht zu entscheiden. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin inzwischen eine Arbeitsstelle gefunden hat und keine Sozialhilfe mehr bezieht, kann die RÃ¼ckforderung jedenfalls nicht mit laufenden BezÃ¼gen fÃ¼r die wirtschaftliche Hilfe verrechnet werden, sondern ist mittels dem im Schulbetreibungs- und Konkursrecht dafÃ¼r vorgesehenen Verfahren zu vollstrecken. DemgemÃ¤ss steht der Entscheid darÃ¼ber, ob monatliche Raten von Fr. 150.- ins betreibungsrechtliche Existenzminimum der BeschwerdefÃ¼hrerin eingreifen oder nicht, letztlich dem Betreibungsamt zu. Soweit die RatenhÃ¶he hier durch die Einzelfallkommission verfÃ¼gt wurde, entfaltet der Entscheid daher keinerlei Rechtswirkungen, sondern beinhaltet lediglich eine verwaltungsinterne Handlungsanweisung zum weiteren Vorgehen in der Vollstreckung. Insofern bestÃ¤tigte der Entscheid der Einspracheinstanz und GeschÃ¤ftsprÃ¼fungskommission richtigerweise auch nur die RÃ¼ckerstattungspflicht, nicht aber die RatenhÃ¶he der RÃ¼ckleistungen.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Ebenso wenig ist hier Ã¼ber einen allfÃ¤lligen Erlass oder eine vorlÃ¤ufige Abschreibung der RÃ¼ckforderung zu befinden; dies ist Sache der erstinstanzlich verfÃ¼genden SozialbehÃ¶rde. Gegen Anordnungen Ã¼ber den Erlass einer RÃ¼ckerstattungsforderung fÃ¼r wirtschaftliche Hilfe steht die Beschwerde an das Verwaltungsgericht nach § 43 Abs. 1 lit. e VRG ohnehin nicht offen (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 43 N. 15).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Soweit sich die weiteren Vorbringen der BeschwerdefÃ¼hrerin allein gegen die BegrÃ¼ndung des Rekursentscheids richten bzw. eine Feststellung zum Sachverhalt verlangen, kann darauf nicht eingetreten werden. Im Rekurs- und Beschwerdeverfahren kann grundsÃ¤tzlich nur die AbÃ¤nderung des Entscheid-Dispositivs verlangt werden, es sei denn dieses wÃ¼rde ausdrÃ¼cklich oder sinngemÃ¤ss auf die ErwÃ¤gungen verweisen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 6). Das ist vorliegend nicht der Fall.</span><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Nach § 16 Abs. 1 VRG ist Privaten, welchen die nÃ¶tigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint, auf entsprechendes Ersuchen die Bezahlung von Verfahrenskosten und KostenvorschÃ¼ssen zu erlassen. Nach Abs. 2 derselben Bestimmung haben Private Ã¼berdies Anspruch auf die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren. Ein Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand besteht nur, wenn die Voraussetzungen von § 16 Abs. 1 und 2 VRG kumulativ erfÃ¼llt sind (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 39). </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Bezirksrat auferlegte der BeschwerdefÃ¼hrerin zwar keine Verfahrenskosten, verweigerte jedoch die GewÃ¤hrung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands, da sie â wie die vorgelegte Rekursschrift zeige â durchaus selber in der Lage sei, ihre Interessen im Rekursverfahren wahrzunehmen. Diese Beurteilung ist zutreffend und wird von der BeschwerdefÃ¼hrerin auch nicht weiter beanstandet. Der Rekursentscheid ist daher auch in dieser Hinsicht zu schÃ¼tzen.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.2 </span></b><span>Da die vorliegende Beschwerde offensichtlich aussichtslos ist, ist das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Bestellen eines unentgeltlichen Rechtsvertreters im Beschwerdeverfahren ebenfalls abzuweisen. </span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss sind die Verfahrenskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG), wobei ihrer wirtschaftlich bedrÃ¤ngten Lage entsprechend der Praxis mit einer reduzierten GerichtsgebÃ¼hr Rechnung getragen wird. Eine EntschÃ¤digung steht ihr bei diesem Verfahrensausgang von vornherein nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss verfÃ¼gt </span><span>die Einzelrichterin</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2">Das Gesuch der BeschwerdefÃ¼hrerin um GewÃ¤hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes wird abgewiesen;</p> <p class="Einzug2">und entscheidet:</p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf</p> <p class="Einzug2">Fr. 300.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 360.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Urteilstext"><span>5. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>