<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht, Artikel 49 Absatz 2 des Strassenverkehrsgesetzes wie folgt zu ergänzen:</p><p>"Sie haben den Vortritt auf diesem Streifen, dürfen ihn aber nicht überraschend betreten, sondern müssen ein eindeutiges Handzeichen geben."</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat verweist auf seine ausführliche Antwort zur von der Motionärin im März 2011 eingereichten Interpellation 11.3289, "Vorsicht und Rücksicht im Strassenverkehr". Es war nie vorgeschrieben, dass die Inanspruchnahme des Vortrittsrechtes zwingend mit einem Handzeichen anzuzeigen ist. Wie die im Bereich Verkehrssicherheit massgebenden Organisationen und die kantonalen Behörden - Polizei, Verkehrsinstruktoren - lehnt der Bundesrat die Einführung des Handzeichens ab, da es keine Verbesserung der Sicherheit der Fussgängerinnen und Fussgänger bewirken würde.</p><p>Ergänzend zu den in der Interpellation 11.3289 aufgezählten und nach wie vor geltenden Gründen ist anzufügen, dass die Hauptursachen für die Fussgängerunfälle nicht bei den Fussgängerinnen und Fussgängern, sondern bei den Motorfahrzeugführenden liegen. Bei sechs von zehn schweren Fussgängerunfällen registriert die Polizei ausschliesslich eine Ursache bei den Motorfahrzeugführenden. Nur bei jedem fünften schweren Fussgängerunfall liegen die Ursachen ausschliesslich beim verunfallten Fussgänger. Es erscheint daher vordringlicher, auf das Verhalten der Fahrzeugführenden Einfluss zu nehmen als auf jenes der Fussgängerinnen und Fussgänger. Auch diese sind aber zu sensibilisieren und auf ihre Pflicht aufmerksam zu machen, wonach sie sich vor dem Betreten des Fussgängerstreifens vergewissern müssen, dass herannahende Fahrzeuge rechtzeitig anhalten können.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.