<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">IV.2007.00213</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">II. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Pfiffner Rauber</font> </p><p><font size="4">Ersatzrichterin Romero-Käser</font> </p><p><font size="4">Gerichtssekretärin Fehr</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 12. September 2008</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">A.___</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">vertreten durch Rechtsanwältin Katja Ziehe</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Berger Hauser Del Grande, Rechtsanwälte</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Seestrasse 35, 8700 Küsnacht ZH</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="4">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Sachverhalt:</font></b><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1. A.___, geboren 1961, Mutter von zwei Töchtern (geboren am 28. Dezember 1994 und am 28. Oktober 1997), meldete sich wegen der Folgen eines am 9. Februar 2003 erlittenen Unfalls am 11. März 2004 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte Arztberichte (Urk. 8/7, Urk. 8/11), einen Arbeitgeberbericht (Urk. 8/8) und einen Auszug aus dem individuellen Konto (Urk. 8/5) ein, veranlasste eine Haushaltabklärung (Urk. 8/10) und zog Akten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) bei (Urk. 8/4, Urk. 8/17).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Mit Verfügung vom 23. Februar 2006 sprach sie der Versicherten eine Viertelsrente ab Februar 2004 und befristet bis Juni 2005 zu (Urk. 8/30 = Urk. 8/39). Die dagegen am 29. März 2006 erhobene Einsprache (Urk. 8/37) hiess sie am 8. Januar 2007 insofern teilweise gut, als sie der Versicherten zusätzlich für Mai und Juni 2005 eine Dreiviertelsrente zusprach (Urk. 8/50 = Urk. 2; vgl. Urk. 8/54/3-4).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2. Gegen den Einspracheentscheid vom 8. Januar 2007 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 7. Februar 2007 Beschwerde und beantragte, dieser sei aufzuheben und es sei ihr ab Februar 2004 eine ganze Rente auszurichten (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Mit Beschwerdeantwort vom 16. März 2007 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk. 7).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Am 3. April 2007 wurde der Schriftenwechsel geschlossen (Urk. 9).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Am 19. Dezember 2007 reichte die Versicherte weitere medizinische Berichte (Urk. 11/20-21) ein, wozu die IV-Stelle am 3. März 2008 (Urk. 15-16), die Versicherte am 28. April 2008 (Urk. 20) und die IV-Stelle noch einmal am 15. Mai 2008 (Urk. 23) Stellung nahmen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Das Gericht zieht in Erwägung:</font></b><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.1 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 6. Oktober 2006, der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 28. September 2007, des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sowie das Bundesgesetz über die Schaffung und die Änderung von Erlassen zur Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) vom 6. Oktober 2006 in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 Erw. 1, 126 V 136 Erw. 4b, je mit Hinweisen). Weil der angefochtene Entscheid am 8. Januar 2007 erging, gelangen die revidierten materiellen Vorschriften des IVG, der IVV und des ATSG im vorliegenden Fall noch nicht zur Anwendung. Bei den im Folgenden zitierten Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen handelt es sich deshalb - soweit nichts anderes vermerkt wird - um die Fassungen, wie sie bis Ende 2007 in Kraft gewesen sind.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.2 Die massgebenden rechtlichen Grundlagen, insbesondere betreffend die Invaliditätsbemessung (Art. 16 ATSG), die sogenannte gemischte Methode der Invaliditätsbemessung bei Teilerwerbstätigen (Art. 28 Abs. 2</font><sup><font face="RotisSerif" size="4">ter</font></sup><font face="RotisSerif" size="4"> IVG) und den Rentenanspruch (Art. 28 Abs. 1 IVG), sind im angefochtenen Entscheid zutreffend wiedergegeben (Urk. 2 S. 1 f. Ziff. I). Darauf kann verwiesen werden.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.1 Die Beschwerdegegnerin ging davon, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall vorerst weiterhin zu 35 % als Tankstellen-Betreuerin und sodann ab Mai 2005 - ein Jahr nach erfolgter Trennung und nach Eintritt des einen Kindes in die 6. Klasse - zu 50 % wieder als gelernte Krankenschwester tätig gewesen wäre (Urk. 2 S. 2 f. Ziff. II). Dementsprechend nahm sie die Aufteilung der Aktivität auf Erwerbs- und Haushaltsbereich vor; im Haushalt nahm sie eine Einschränkung von 19.9 % an, im Erwerbsbereich eine solche von 100 % bis Juni 2005 und von 50 % ab Juli 2005 (Urk. 2 S. 4; vgl. Urk. 15 S. 2 Ziff. 2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.2 Die Beschwerdeführerin machte geltend, die Tankstellentätigkeit habe einem Pensum von 39 % entsprochen (Urk. 1 S. 8 f. Ziff. 2.3.1) und ab Mai 2005 sei von einem Erwerbspensum von 70 % auszugehen (Urk. 1 S. 19 Ziff. 2.3.4). Die Einschränkung im Haushalt bezifferte sie auf 50.6 % (Urk. 1 S. 15 ff. Ziff. 2.3.3, S. 18 unten). Sinngemäss machte sie ferner geltend, auch ab Juli 2005 sei sie in jeder denkbaren Tätigkeit arbeitsunfähig (Urk. 1 S. 22 Ziff. 3.4.1); auf spätere medizinische Berichte Bezug nehmend, postulierte sie eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50 % (Urk. 10 S. 2 Mitte, S. 3 oben).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.3 Strittig sind somit sowohl die Statusfrage (in welchem Umfang wäre die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall erwerbstätig?) als auch der Umfang der gesundheitsbedingten Einschränkungen im Haushalt und im Erwerbsbereich.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Bezüglich allfälliger Einschränkungen im Erwerbsbereich ist daran zu erinnern, dass für deren Bestimmung auf möglichst leidensangepasste Tätigkeiten Bezug zu nehmen ist. Damit erweisen sich die Ausführungen der Beschwerdeführerin, welche die Arbeitsfähigkeit in der - im Rahmen der hypothetischen Statusfrage in Betracht gezogenen - spezifischen Tätigkeit als Krankenschwester betreffen (Urk. 1 S. 9-15 Ziff. 2.3.2, S. 22 Ziff. 3.4.1; Urk. 10 S. 3 Mitte; Urk. 20 S. 2 f., S. 4 Mitte), als irrelevant. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.1 Am 7. Februar 2003 stürzte die Beschwerdeführerin auf einer Eisbahn nach hinten auf den Hinterkopf (Urk. 8/4/52 Ziff. 6). Ihre Hausärztin (vgl. Urk. 8/4/44 Mitte), Dr. med. B.___, FMH Allgemeinmedizin, attestierte eine bezüglich Dauer vom Verlauf abhängige Arbeitsunfähigkeit von 100 % (vgl. Urk. 8/4/50, Urk. 8/4/41).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.2 Vom 30. September bis 28. Oktober 2003 weilte die Beschwerdeführerin in der Rehaklinik C.___, in deren Austrittsbericht (Urk. 8/4/27-30) im Wesentlichen als Diagnose genannt wurde (Urk. 8/4/27):</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Contusio capitis occipitalis am 7. Februar 2003 bei Sturz auf Eisbahn mit kraniozervikalem Beschleunigungstrauma (Differentialdiagnose: sekundäres Zervikalsyndrom)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">persistierendes zervikozephales Schmerzsyndrom</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Anpassungsstörung mit depressiven Anteilen </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Der Kopfschmerz habe deutlich reduziert werden können; teilweise seien sogar kopfschmerzfreie Phasen vorhanden. Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit betrage weiterhin 100 %; bei weiterer Stabilisierung werde ein beruflicher Wiedereinstieg empfohlen (Urk. 8/4/30). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Dr. med. D.___, Neurologie FMH, Kopfwehzentrum E.___, berichtete am 30. Januar 2004 an die Hausärztin über seine Untersuchung der Beschwerdeführerin (Urk. 8/41). Als Kopfwehdiagnosen nannte er einen chronischen posttraumatischen Spannungskopfschmerz und eine Migräne mit Aura. Als weitere Diagnosen führte er an: postkommotionelles Syndrom mit Kopfschmerzen, Innenohrstörungen, Konzentrationsstörung, Müdigkeit, Vergesslichkeit, Schwindel, Affektstörung (Urk. 8/41 S. 1 Mitte). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.3 Dr. B.___ nannte in ihrem Bericht vom 5. Mai 2004 (Urk. 8/7 = Urk. 3/18) folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/7 lit. A): </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Contusio capitis occipitalis am 7. Februar 2003 bei Sturz auf der Eisbahn mit kraniozervikalem Beschleunigungstrauma mit</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">chronisch posttraumatischem Spannungstypkopfschmerz</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">postkommotionelles Syndrom mit Kopfschmerzen, Innenohrstörung, Konzentrationsstörung, Müdigkeit, Vergesslichkeit, Schwindel, Affektstörung</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Unter den Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr. B.___ unter anderem eine Migräne mit Aura (Urk. 8/7 lit. A). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Sie attestierte eine seit 7. Februar 2003 bestehende Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Urk. 8/7 lit. B). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.4 Am 5. Juli 2005 erstattete Dr. med. F.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Leitender Arzt Rehaklinik G.___, einen Bericht über die von ihm durchgeführte ambulante psychiatrische Abklärung (Urk. 8/17/2-11). Als Diagnose nannte er eine sogenannt atypische Depression (ICD-10: F 32.11) in Form von Verstärkung des Kopfwehs und verstärktem Leidensdruck, Schlafstörung mit Hypersomnie und nicht erholsamem Schlaf, Müdigkeit, leichter Reizbarkeit und Anhedonie (Urk. 8/17/2). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Am 15. August 2005 erstattete Prof. Dr. med. H.___, Facharzt für Neurologie, stellvertretender Leitender Arzt Neurorehabilitation, Rehaklinik G.___, eine neurologische Stellungnahme (Urk. 8/17/12-19) sowie gemeinsam mit Dr. F.___ eine interdisziplinäre Stellungnahme (Urk. 8/17/20-23). Aus neurologischer Sicht hielt er fest, die geklagte Schmerzsymptomatik übersteige die üblicherweise nach einer Kopfkontusion auftretenden Beschwerden erheblich und sei seitens des Nervensystems nicht erklärbar (Urk. 8/17/19 Mitte). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> In ihrer interdisziplinären Stellungnahme führten Dr. F.___ und Dr. H.___ aus, Beschwerden primär organischer Genese seien nicht feststellbar (Urk. 8/17/21 Ziff. 2). Eine Behandlung der Depression würde mit Wahrscheinlichkeit in einer erheblichen Besserung oder sogar im Sistieren der Kopfschmerzsymptomatik resultieren (Urk. 8/17/21 Ziff. 5). Die Leistungsfähigkeit sei - primär durch die depressive Symptomatik, nicht die Kopfschmerzsymptomatik - reduziert; bei einer halbschichtigen Tätigkeit bestünden keine Einbussen (Urk. 8/17/22-23 S. 11 f. Ziff. 6, Ziff. 1).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.5 In seinem Bericht vom 24. Februar 2006 (Urk. 8/42 = Urk. 3/7) bezeichnete Dr. D.___ den Verlauf als unerfreulich und chronisch. Auffallend sei, dass die antidepressive Schmerzbehandlung und die psychotherapeutische Behandlung nicht ausgeschöpft seien (Urk. 8/42 S. 2 oben).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Am 9. Januar 2007 berichtete Dr. med. I.___, FMH Neurologie, über seine Untersuchung der Beschwerdeführerin (Urk. 3/8). Er nannte folgende Diagnosen (Urk. 3/8 S. 1 Mitte):</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Status nach leichtem Schädel-Hirn-Trauma mit sogenanntem minimal brain damage Syndrom</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">wahrscheinlich begleitendes leichtes Distorsionstrauma der HWS</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Migräne mit und ohne Aura seit Kindheit, wahrscheinlich posttraumatisch verstärkt</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.6 Am 19. Oktober 2007 erstattete Dr. med. J.___, FMH Neurologie, ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdeführerin (Urk. 11/20). Er referierte die ihm überlassenen Akten (Urk. 11/20 S. 1-10) und seine eigenen Erhebungen (Urk. 11/20 S. 10-14). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Zusammengefasst habe die Beschwerdeführerin wahrscheinlich eine leichte MTBI (mild traumatic brain injury) mit Amnesie für die Strecke vom Unfallort nach Hause erlitten. Sie sei zu Boden gestürzt und mit dem Hinterkopf heftig angeschlagen, was ein Beschleunigungstrauma wie beispielsweise bei einer Auffahrkollision ausschliesse. Sie habe aber wahrscheinlich eine Kontusion des Kopfes und der Halswirbelsäule (HWS) beziehungsweise ein Abknicktrauma erlitten (Urk. 11/20 S. 15 Mitte). Seit der Behandlung durch Dr. I.___ sei eine Besserung mit Reduktion der Häufigkeit der Migräne eingetreten. Die von Dr. F.___ diagnostizierte Depression sei nicht mehr aktuell (Urk. 11/20 S. 15 unten). Empfohlen sei eine fundierte neuropsychologische Abklärung (Urk. 11/20 S. 16 oben).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Dr. J.___ formulierte folgende Diagnose: Status nach Sturz auf Glatteis auf den Hinterkopf mit Kopf- und wahrscheinlich HWS-Kontusion beziehungsweise Abknicktrauma, mit Cervicocranialsyndrom, mit leichter MTBI, mit richtungsweisender Verstärkung einer vorbestehenden Migräne, mit neurovegetativer und neuropsychologischer Symptomatik, ohne fokal neurologische Ausfälle, bei 2 Mikroangopathien rechts frontal subcortical und kleiner, nicht kompressiver Degeneration der Bandscheibe C6/7 (Urk. 11/20 S. 17 Ziff. 4).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Zur während der Heilungsphase bestehenden Arbeitsunfähigkeit führte Dr. J.___ aus, mit Verringerung der Migräne könne wieder ein Arbeitsversuch gestartet werden, zunächst zu 50 % beziehungsweise halbtags oder stundenweise während 8 Wochen, zunächst ohne Kassenbedienung (Urk. 11/20 S. 19 Ziff. 7.1). Zu den Fragen nach einer invaliditätsrelevanten dauernden beruflichen Einschränkung nahm Dr. J.___ mit dem Vermerk entfällt keine Stellung (Urk. 11/20 S. 19 f. Ziff. 8).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.7 Dr. phil. K.___ und dipl. psych. L.___ erstatteten am 14. Dezember 2007 einen Bericht über die von ihnen durchgeführte neuropsychologische Untersuchung (Urk. 11/21).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Sie führten aus, bei insgesamt gut durchschnittlichem Leistungsniveau zeigten sich leichte Schwierigkeiten im Umstellvermögen, im divergenten Denken und in der kognitiven Flexibilität sowohl in der sprachlichen wie auch in der visuell-figuralen Informationsverarbeitung. Ferner bestünden deutliche bis massive Verlangsamungen im Konzentrations- und Aufmerksamkeitsvermögen, in der Daueraufmerksamkeit, der selektiven Aufmerksamkeit, bei Reaktionswechsel- und Umstellungsaufgaben, in der geteilten Aufmerksamkeit und im Arbeitsgedächtnis (Urk. 11/21 S. 13 Ziff. 3). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Die Befunde deuteten auf eine leichte bis mittelschwere kognitive Funktionsstörung im Bereich präfronto-basaler und tieferer Hirnstrukturen (Hirnstamm) hin (Urk. 11/21 S. 13 Ziff. 4).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Eine neuropsychologische Therapie sei dringend indiziert und erfolgsversprechend (Urk. 11/21 S. 15 Ziff. 6.1). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Aus neuropsychologischer Sicht betrage das zeitliche Ausmass der Einschränkung aufgrund der leichten bis mittelschweren Funktionsstörung zirka 30-40 %; hinzu komme eine deutliche erhöhte Ermüdbarkeit, welche die Arbeitsleistung deutlich beeinträchtige, so dass unter Umständen ohne Berücksichtigung der Beeinträchtigung wegen körperlicher Beschwerden eine Arbeitsleistung von 50 % realisierbar wäre (Urk. 11/21 S. 17 Ziff. 8.1). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4.1 Gemäss Arbeitgeberbericht vom 25. Mai 2004 (Urk. 8/8) arbeitete die Beschwerdeführerin seit 1. Juni 2000 bis zum Unfall vom 10. (richtig: 7.) Februar 2003 als Schichtleiterin an einer Tankstelle (Urk. 8/8 Ziff. 1-6), dies pro Woche 15 Stunden bei einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 42.5 Stunden (Urk. 8/8 Ziff. 8-9) und einem Stundenlohn von Fr. 22.90 (Urk. 8/8 Ziff. 16).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4.2 Am 8. November 2004 fand eine Haushaltabklärung statt, über die am 11. November 2004 berichtet wurde (Urk. 8/10 = Urk. 8/44 = Urk. 3/19). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Zur Erwerbsituation wurde die seit 1. Juni 2000 ausgeübte Tätigkeit (15 von 42.5 Wochenstunden; Stundenlohn von Fr. 22.90) festgehalten (Urk. 8/10 Ziff. 2.2). Bei Gesundheit hätte sie ihren Erwerb bei der Tankstelle im selben Rahmen weitergeführt. Wenn die Kinder grösser seien (6. Klasse), hätte sie wieder in den angestammten Beruf als Krankenschwester einsteigen wollen (Urk. 8/10 Ziff. 2.5).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Zu den einzelnen Bereichen wurden folgende Feststellungen gemacht (Urk. 8/10 Ziff. 6):</font> </p><p> </p><table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr valign="top"><td width="166"> <ul> <ul><u><font face="RotisSerif" size="4">Bereich</font></u></ul> </ul> </td><td width="96"> <ul> <ul><u><font face="RotisSerif" size="4">Anteil </font></u><font face="RotisSerif" size="4">(%)</font></ul> </ul> </td><td width="157"> <ul> <ul><u><font face="RotisSerif" size="4">Einschränkung </font></u><font face="RotisSerif" size="4">(%)</font></ul> </ul> </td><td width="141"> <ul> <ul><u><font face="RotisSerif" size="4">Behinderung </font></u><font face="RotisSerif" size="4">(%)</font></ul> </ul> </td></tr> <tr valign="top"><td width="166"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">Haushaltführung</font></ul> </ul> </td><td width="96"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">5</font></ul> </ul> </td><td width="157"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">0</font></ul> </ul> </td><td width="141"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">0</font></ul> </ul> </td></tr> <tr valign="top"><td width="166"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">Ernährung</font></ul> </ul> </td><td width="96"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">37</font></ul> </ul> </td><td width="157"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">20</font></ul> </ul> </td><td width="141"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">7.4</font></ul> </ul> </td></tr> <tr valign="top"><td width="166"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">Wohnungspflege</font></ul> </ul> </td><td width="96"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">15</font></ul> </ul> </td><td width="157"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">33</font></ul> </ul> </td><td width="141"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">4.95</font></ul> </ul> </td></tr> <tr valign="top"><td width="166"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">Einkauf, Besorgungen</font></ul> </ul> </td><td width="96"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">8</font></ul> </ul> </td><td width="157"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">10</font></ul> </ul> </td><td width="141"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">0.8</font></ul> </ul> </td></tr> <tr valign="top"><td width="166"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">Wäsche und Kleiderpflege</font></ul> </ul> </td><td width="96"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">15</font></ul> </ul> </td><td width="157"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">25</font></ul> </ul> </td><td width="141"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">3.75</font></ul> </ul> </td></tr> <tr valign="top"><td width="166"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">Kinderbetreuung</font></ul> </ul> </td><td width="96"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">10</font></ul> </ul> </td><td width="157"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">0</font></ul> </ul> </td><td width="141"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">0</font></ul> </ul> </td></tr> <tr valign="top"><td width="166"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">Verschiedenes</font></ul> </ul> </td><td width="96"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">10</font></ul> </ul> </td><td width="157"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">30</font></ul> </ul> </td><td width="141"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">3</font></ul> </ul> </td></tr> <tr valign="top"><td width="166"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">Total</font></ul> </ul> </td><td width="96"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">100</font></ul> </ul> </td><td width="157"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4"> </font></ul> </ul> </td><td width="141"> <ul> <ul><font face="RotisSerif" size="4">19.9</font></ul> </ul> </td></tr> </table> <br/> <font face="RotisSerif" size="4">4.3 Am 18. September 2006 nahm die Abklärungsperson zu verschiedenen Aspekten noch einmal Stellung (Urk. 8/48).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Sie hielt fest, die Beschwerdeführerin habe, wie im Abklärungsbericht erwähnt, erklärt, dass sie beim Eintritt der Kinder in die 6. Klasse einer Erwerbstätigkeit von 50 % als Krankenschwester nachgegangen wäre. Angesichts der Unterhaltungszahlungen des getrennt lebenden Ehemannes im Umfang von Fr. 2'805.-- benötige die Beschwerdeführerin für Grundbedarf, Miete und Einkommen rund Fr. 2'000.--, so dass eine Erwerbstätigkeit als Krankenschwester im Umfang von maximal 50 % plausibel sei (Urk. 8/48 S. 1 Mitte). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Ferner begründete die Abklärungsperson die im Abklärungsbericht eingesetzten Einschränkungen in den einzelnen Aufgabenbereichen noch einmal (Urk. 8/48 S. 2 f.). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4.4 Die Beschwerdeführerin postulierte beschwerdeweise - wie bereits in ihrer Einsprache (Urk. 8/37 S. 7 ff. Ziff. 2.3.3) - deutlich höhere Einschränkungen, nämlich 60 % in den Bereichen Ernährung, Wohnungspflege und Verschiedenes, 40 % bei Haushaltführung, Wäsche und Kleiderpflege, sowie 30 % bei Einkauf/Besorgungen und Kinderbetreuung (Urk. 1 S. 15 ff. Ziff. 2.3.3).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">5.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">5.1 Dr. F.___ und Prof. H.___ attestierten der Beschwerdeführerin eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Auch der von der Beschwerdeführerin als Gutachter beigezogene Dr. J.___ veranschlagte die Arbeitsfähigkeit auf 50 %. Dies stimmt sodann mit der neuropsychologischen Beurteilung überein, wonach im Rahmen der erhobenen Funktionsstörung und einer erhöhten Ermüdbarkeit eine Arbeitsleistung von 50 % realisierbar wäre.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Es ist somit davon auszugehen, dass insbesondere für leichte und wenig anspruchsvolle Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 50 % gegeben ist. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">5.2 Die Einschränkung im Haushalt wurde von der Beschwerdegegnerin gestützt auf den entsprechenden Abklärungsbericht vom 11. November 2004, wo Einschränkungen in den einzelnen Teilbereichen zwischen 0 und 33 % festgehalten wurden, mit 19.9 % beziffert. Demgegenüber postulierte die Beschwerdeführerin mit 30-60 % weit höhere Einschränkungen. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Dazu hat die Beschwerdegegnerin wiederum ausführlich Stellung genommen und die von ihr getroffenen Annahmen begründet. Damit hat sich die Beschwerdeführerin nicht auseinandergesetzt. Vielmehr hat sie sich in ihrer Beschwerde darauf beschränkt, ihre bereits im Rahmen des Vorbescheidverfahrens erhobenen Vorbringen zu wiederholen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Vor diesem Hintergrund erscheint es als wenig zweckmässig, nunmehr die - zutreffenden - Erläuterungen der Beschwerdegegnerin noch einmal zu wiederholen. Es ist vielmehr zustimmend auf sie zu verweisen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versicherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 Erw. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; nicht publiziertes Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen P. vom 6. April 2004, I 733/03, Erw. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 63 Erw. 6.2 und 128 V 93 f. Erw. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen G. vom 19. Juni 2006, I 236/06, Erw. 3.2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Der Bericht vom 11. November 2004 genügt den genannten Kriterien vollumfänglich.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Somit ist von einer Einschränkung im Haushalt von 19.9 % auszugehen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">5.3 Die Statusfrage hat die Beschwerdegegnerin so beantwortet, dass die Beschwerdeführerin ab Mai 2005 eine Erwerbstätigkeit von 50 % angenommen hätte. Dabei ging sie von der Aussage der Beschwerdeführerin aus, wonach sie im Gesundheitsfall wenn die Kinder grösser seien, ab 6. Klasse ihren Beruf als Krankenschwester wieder aufnähme.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Die beiden Töchter sind 1994 und 1997 geboren. Im Bericht über die am 1. Juli 2005 durchgeführte psychiatrische Abklärung wurde festgehalten, sie besuchten die 4. und die 2. Klasse (Urk. 8/17/8 oben).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Somit dürfte der Eintritt der älteren Tochter in die 6. Klasse im August 2006 und derjenige der jüngeren Tochter im August 2008 erfolgt sein.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Vor diesem Hintergrund erweist sich die von der Beschwerdegegnerin getroffene Annahme eines Erwerbspensums von 50 % bereits ab Mai 2005 als - zum Vorteil der Beschwerdeführerin - deutlich weiter gehend als das, was die Beschwerdeführerin selber als Pläne im Gesundheitsfall dargelegt hat.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Für die Annahme einer noch weitergehenden Erwerbstätigkeit in einem Zeitpunkt, da beide Töchter noch im Primarschulalter sind, besteht vor diesem Hintergrund keine plausible Begründung. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">5.4 Bei einem hypothetischen Erwerbspensum (als Krankenschwester) von 50 % und einer Arbeitsfähigkeit von 50 % beschränkt sich die Einbusse im Erwerbsbereich auf das unterschiedliche Lohnniveau beim Validen- und Invalideneinkommen. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Für das Valideneinkommen ist auf das mittlere von Frauen mit Berufskenntnissen in medizinischen, pflegerischen und sozialen Tätigkeiten erzielte Einkommen gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE, Niveau 3) abzustellen, das an die branchenübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41.5 Stunden (Die Volkswirtschaft 6-2008, S. 90, Tab. B. 9.2) und das Pensum von 50 % anzupassen ist.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Da der Beschwerdeführerin auch der öffentliche Sektor offen steht, ist auf Tabelle TA7 abzustellen (RKUV 2000 Nr. U 305 S. 400). Demnach betrug dieses Einkommen im Jahr 2004 Fr. 5371.-- im Monat (LSE 2004, S. 63, Tab. TA7, Ziff. 33, Niveau 3), womit ein Valideneinkommen von rund Fr. 2786.-- (Fr. 5'371.-- : 40.0 x 41.5 x 0.5) resultiert. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Das Invalideneinkommen entspricht dem mittleren von Frauen in einfachen und repetitiven Tätigkeiten erzielten Einkommen, das der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 41.6 Stunden und dem Pensum von 50 % anzupassen ist. Dieses betrug im Jahr 2004 Fr. 3'918.-- im Monat (LSE 2004, S. 63, Tab. TA7, Total, Niveau 4), womit ein Invalideneinkommen von rund Fr. 2037.-- resultiert (Fr. 3'918.-- : 40.0 x 41.6 x 0.5).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Somit beläuft sich die Einkommenseinbusse auf Fr. 749.--, was einer Einschränkung von 26.88 % entspricht. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Bei einem Erwerbspensum von 50 % resultiert ein anteiliger Invaliditätsgrad von 13.44 % (26.88 % x 0.5) im Erwerbsbereich und von 9.95 % im Haushalt (19.9 % x 0.5). Gesamthaft ergibt dies einen Invaliditätsgrad von rund 23 %.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Somit hat die Beschwerdegegnerin einen weitergehenden Rentenanspruch zu Recht verneint.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">5.5 Würde man das Erwerbspensum entsprechend dem Antrag der Beschwerdeführerin mit 70 % veranschlagen, so wäre dies frühestens mit dem Eintritt wenigstens der älteren Tochter in die 6. Klasse im Jahr 2006 möglich, womit die Tabellenlöhne gemäss LSE 2006 (S. 29 Tab. TA7) und die für 2006 ausgewiesene Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden zu berücksichtigen wären.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Als Valideneinkommen resultierte diesfalls rund Fr. 3'958.-- (Fr. 5'450.-- : 40.0 x 41.5 x 0.7), als Invalideneinkommen rund Fr. 2'109.-- (Fr. 4'047.-- : 40.0 x 41.7 x 0.5). Dies ergäbe eine Einkommenseinbusse von Fr. 1'849.--, entsprechend einer Einschränkung von 46.72 % und einem anteiligen Invaliditätsgrad von 32.70 % (46.72 % x 0.7).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Die Einschränkung von 19.9 % ergäbe bei der angenommenen Pensenaufteilung einen anteiligen Invaliditätsgrad von 5.97 % (19.9 % x 0.3), womit ein Invaliditätsgrad von 38.67 % oder gerundet 39 % resultieren würde.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Da auch damit kein Rentenanspruch begründet würde, erweist sich der angefochtene Entscheid selbst dann als zutreffend, wenn die Statusfrage im Sinne der Beschwerdeführerin beantwortet würde.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">6. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Vorliegend sind die Verfahrenskosten auf Fr. 800.-- anzusetzen und der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Das Gericht erkennt:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Rechtsanwältin Katja Ziehe</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </div></body></html>