<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2024-04-05-8C_139-2024.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>8C_139/2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 5. April 2024</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>IV. öffentlich-rechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Wirthlin, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Maillard, Bundesrichterin Viscione, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Grünvogel. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV-Stelle des Kantons Aargau, </div> <div class="para">Bahnhofplatz 3C, 5000 Aarau, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Invalidenversicherung (Neuanmeldung; Rentenbeginn), </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 5. Dezember 2023 (VBE.2023.230). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.a.</b> Der 1991 geborene A.________ zog sich am 19. März 2015 einen Riss des vorderen rechten Kreuzbandes zu. Wegen fortwährender Beschwerden meldete er sich am 30. November 2015 bei der IV-Stelle des Kantons Aargau zum Leistungsbezug (berufliche Integration, Rente) an. Am 19. April 2016 wurde ihm als berufliche Massnahme die Umschulung zum Prozessfachmann BP zugesprochen. Nachdem er diese erfolgreich absolviert hatte, bezog sich die IV-Stelle in der mit "Berufliche Massnahmen erfolgreich abgeschlossen" überschriebenen Mitteilung vom 2. Dezember 2016 darauf und teilte ihm mit, ihn (damit) als rentenausschliessend eingegliedert zu betrachten. Dies wurde mit dem Hinweis verbunden, falls er mit dem vorliegenden Entscheid nicht einverstanden sei, könne innert 30 Tagen nach Erhalt dieser Mitteilung eine beschwerdefähige Verfügung zum Leistungsbegehren verlangt werden. Dieses Schreiben blieb unwidersprochen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>A.b.</b> Am 17. April 2019 stellte A.________ ein neues Leistungsgesuch. Nach durchgeführten medizinischen und erwerblichen Abklärungen sprach ihm die IV-Stelle mit Verfügung vom 12. April 2023 vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2022 eine befristete ganze Invalidenrente zu. Hinsichtlich des Rentenbeginns ging die IV-Stelle von einer am 17. April 2019 erfolgten Neuanmeldung zum Leistungsbezug aus, womit der Rentenanspruch unter Berücksichtigung von <span class="artref"><artref id="CH/831.20/29/3" type="start"></artref><artref id="CH/831.20/29/1" type="start"></artref>Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG</span><artref id="CH/831.20/29/3" type="end"></artref><artref id="CH/831.20/3" type="end"></artref> frühestens per 1. Oktober 2019 entstehen könne. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>B.</b> </div> <div class="para">Die dagegen erhobene Beschwerde des A.________ wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau mit Urteil vom 5. Dezember 2023 ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>C.</b> </div> <div class="para">A.________ lässt beim Bundesgericht Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen mit dem Antrag, in Aufhebung des versicherungsgerichtlichen Urteils und in Änderung der Verfügung der IV-Stelle vom 12. April 2023 sei ihm vom 1. Juni 2016 bis 30. September 2022 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Mit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 f. BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (<span class="artref">Art. 106 Abs. 1 BGG</span>), doch prüft es unter Berücksichtigung der allgemeinen Rüge- und Begründungspflicht (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>) grundsätzlich nur die geltend gemachten Rechtswidrigkeiten (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=21.03.2024&amp;to_date=09.04.2024&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F145-V-57%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page57">BGE 145 V 57</a> E. 4.2). Es legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (<span class="artref">Art. 105 Abs. 1 BGG</span>), und kann ihre Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Verfahrensausgang entscheidend sein kann (<span class="artref">Art. 97 Abs. 1, <artref id="CH/173.110/105/2" type="start"></artref>Art. 105 Abs. 2 BGG</span><artref id="CH/173.110/97/1" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, indem sie den Rentenbeginn auf den 1. Oktober 2019 festlegte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.1.</b> Während Vorinstanz und Beschwerdegegnerin davon ausgehen, über das am 30. November 2015 gestellte Leistungsbegehren (berufliche Massnahmen/Rente) sei mit der Mitteilung vom 2. Dezember 2016 abschliessend und umfassend befunden worden, vertritt der Beschwerdeführer die Ansicht, darin sei allein über berufliche Massnahmen, nicht jedoch mögliche Rentenansprüche entschieden worden. Wird der vorinstanzlichen Auffassung gefolgt, so erweist sich der auf den Anfang des sechs Monate nach der Neuanmeldung vom 17. April 2019 liegenden Monats festgelegte Rentenbeginn ohne Weiteres als rechtens (<span class="artref"><artref id="CH/831.20/29/3" type="start"></artref><artref id="CH/831.20/29/1" type="start"></artref>Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG</span><artref id="CH/831.20/29/3" type="end"></artref><artref id="CH/831.20/3" type="end"></artref>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.2.</b> Das vom Beschwerdeführer am 30. November 2015 unterzeichnete, bei der Beschwerdegegnerin am 3. Dezember 2015 eingegangene Leistungsbegehren lautete auf " (Berufliche Integration/Rente) ". Die Beschwerdegegnerin nahm im Betreff ("Betrifft:") der Mitteilung vom 2. Dezember 2016 ausdrücklich auf dieses "Gesuch vom 03.12.2015" Bezug. Weiter unten führte sie aus: "Wir teilen Ihnen mit: Sie sind rentenausschliessend eingegliedert. Wir wünschen Ihnen alles Gute". All dies verbunden mit dem Hinweis, "Wenn Sie mit dem vorliegenden Entscheid nicht einverstanden sind, können Sie [...] eine beschwerdefähige Verfügung zum Leistungsbegehren verlangen". Folglich musste dem Beschwerdeführer bei gebotener Aufmerksamkeit ohne Weiteres klar sein, dass damit - wie von der Beschwerdegegnerin vertreten und der Vorinstanz bestätigt worden ist - über sämtliche im Zusammenhang mit dem Leistungsbegehren vom 30. November 2015 möglicherweise zusammenhängenden Ansprüche abschliessend befunden worden war. Daran vermag der Umstand, dass die Mitteilung vom 2. Dezember 2016 den Titel "Berufliche Massnahmen erfolgreich abgeschlossen" trägt, nichts zu ändern. Der Beschwerdeführer durfte daher nicht - wie von ihm letztinstanzlich neu geltend gemacht - nach Treu und Glauben von einer noch ausstehenden Rentenprüfung ausgehen. Demnach steht der Forderung nach einem vor dem 1. Oktober 2019 liegenden Rentenbeginn der rechtskräftige Abschluss des ersten Anmeldeverfahrens entgegen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Zusammengefasst ist nichts vorgetragen, was zu einer Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils führen könnte. Die Beschwerde erweist sich insgesamt als offensichtlich unbegründet. Sie kann daher im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG</span> ohne Durchführung eines Schriftenwechsels, mit summarischer Begründung und unter Hinweis auf den kantonalen Gerichtsentscheid (<span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span>) erledigt werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat der Beschwerdeführer die Gerichtskosten zu tragen (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt das Bundesgericht:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 800.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau, dem Bundesamt für Sozialversicherungen und der Pensionsasse SBB, Bern, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 5. April 2024 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der IV. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Wirthlin </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Grünvogel </div> </div></body></html>