B u n d e s v e rw a l t u n g s g e r i ch t T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l T r i b u n a l e am m i n i s t r a t i vo f e d e r a l e T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l Abteilung I A-2589/2015 U r t e i l v o m 4 . N o v e m b e r 2 0 1 5 Besetzung Richter Jürg Steiger (Vorsitz), Richterin Kathrin Dietrich, Richter Maurizio Greppi, Gerichtsschreiber Matthias Stoffel. Parteien Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Buochs, Postfach 560, 6371 Stans, vertreten durch Luzius Hafen, Rechtsanwalt, Waltersbachstrasse 5, Postfach, 8021 Zürich 1, Beschwerdeführer, gegen armasuisse, Kasernenstrasse 19, 3003 Bern, vertreten durch Prof. Dr. iur. Hans Rudolf Trüeb, Rechtsanwalt LL.M., Walder Wyss AG, Seefeldstrasse 123, Postfach 1236, 8034 Zürich, Vorinstanz. Gegenstand Zwischenverfügung betreffend Zugang zu amtlichen Dokumenten (Gebühren). A-2589/2015 Seite 2 Sachverhalt: A. Der Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Buochs (SBFB) er- suchte am 21. November 2014 bei der armasuisse um Zugang zum Unter- suchungsbericht der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungs- anstalt (EMPA) vom 18. Juli 2014 betreffend das Projekt "Lärmreduktion Propeller PC -21" (EMPA-Bericht) sowie zu zwei Vertraulichkeitsabkom- men, welche die armasuisse, ein Ingenieurbüro sowie die Pilatus Flug- zeugwerke AG (Pilatus) mit zwei Propellerherstellern (Vertraulichkeitsab- kommen) abgeschlossen hatten. B. Die armasuisse informierte den SBFB mit Schreiben vom 6. Dezember 2014 über die voraussichtlichen Kosten für die Bearbeitung des Zugangs- gesuches in der Höhe von insgesamt Fr. 16'500.00 und wies darauf hin, dass ohne Bestätigung des Gesuchs innert 10 Tagen, dieses als zurück- gezogen gelte. C. Mit E-Mail vom 15. Dezember 2014 hielt der SBFB an seinem Gesuch fest. Gleichzeitig sprach er sich gegen die veranschlagten Kosten aus und reichte aus diesem Grund am 16. Dezember 2014 beim Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) einen Schlichtungs- antrag ein. D. In der Folge erliess der EDÖB am 30. Januar 2015 eine Empfehlung, wo- nach die angekündigte Gebühr unverhältnismässig sei und im Ergebnis ei- ner Zugangsbeschränkung bzw. -verweigerung gleichkomme. Der Kosten- voranschlag sei entsprechend in Wiedererwägung zu ziehen und dies dem SBFB in einer Verfügung zu eröffnen. E. Die armasuisse kam der Empfehlung des EDÖB nicht nach. Stattdessen hielt sie mit Zwischenverfügung vom 19. März 2015 an ihrer Kostenschät- zung fest und wies darauf hin, dass diese nicht in Form einer Gebühren- verfügung eröffnet werde, da erst mit Abschluss des Verfahrens die tat- sächlichen Kosten und Auslagen in Rechnung zu stellen seien. Dement- sprechend führte die armasuisse im Dispositiv lediglich die Aufwandpositi- onen auf, die der Zugangsgebühr zugrunde gelegt würden. Ferner setzte sie dem SBFB eine Frist von 10 Tagen an, um das Gesuch zu bestätigen. A-2589/2015 Seite 3 Dies tat der SBFB mit E -Mail vom 28. März 2015 innert Frist sowie unter ausdrücklicher Bestreitung der veranschlagten Kosten, wobei er eine ra- sche Bearbeitung forderte. F. Gegen die Verfügung der armasuisse (Vorinstanz) vom 19. März 2015 liess der SBFB mit Eingabe vom 23. April 2015 Beschwerde beim Bundesver- waltungsgericht führen. Er beantragt neben der Aufhebung der vorinstanz- lichen Verfügung, es seien ihm die Kosten für die Zustellung der beantrag- ten Akten im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Bst. a der Allgemeinen Gebührenver- ordnung vom 8. September 2004 (AllgGebV, SR 172.041.1) zu erlassen. Eventuell sei eine verbindliche Obergrenze für die Kosten festzulegen bzw. die Angelegenheit unter Festlegung der zu berücksichtigenden Parameter zur Kostenfestsetzung an die Vorinstanz zurückzuweisen. G. Mit Vernehmlassung vom 6. Juli 2015 beantragt die Vorinstanz, auf die Be- schwerde sei nicht einzutreten , da der Beschwerdeführer nicht darlege, weshalb ihm aus der angefochtenen Zwische nverfügung ein nicht wieder gutzumachender Nachteil erwachsen könnte. Eventualiter sei die Be- schwerde abzuweisen. Die Gebühr für d ie Behandlung des Zugangsge- suchs habe sich nach dem tatsächlichen Aufwand zu richten. Im aktuellen Verfahrensstadium bestehe keine rechtliche Handhabe, die Ge bühren zu reduzieren oder gar ganz zu erlassen. H. Der Beschwerdeführer hält mit Replik vom 30. Juli 2015 vollumfänglich an seinen Anträgen und Darstellungen fest. I. Die Vorinstanz bestätigt mit Duplik vom 4. September 2015 ihre Begehren als auch die Ausführungen gemäss Vernehmlassung. J. Der Beschwerdeführer reicht mit Eingabe vom 11. September 2015 seine Schlussbemerkungen ein und bekräftigt damit seinen Standpunkt. K. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten be- findlichen Dokumente wird – soweit entscheiderheblich – in den nachfol- genden Erwägungen eingegangen. A-2589/2015 Seite 4 Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 1. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) nichts anderes vorsieht (Art. 37 VGG ; vgl. auch Art. 16 Abs. 1 des Öffentlichkeitsgesetzes vom 17. Dezember 2004 [BGÖ, SR 152.3], der auf die allgemeinen Bestimmungen über die Bundesrechts- pflege hinweist). 1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be- schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Zunächst ist das Vorlie- gen eines tauglichen Anfechtungsobjekts zu prüfen. 1.1.1 Gemäss Art. 5 Abs. 1 VwVG gelten als Verfügungen hoheitliche, auf Rechtswirkungen ausgerichtete und verbindl iche Anordnungen einer Be- hörde im Einzelfall, welche sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen und die Begründung, Änderung oder Aufhebung von Rechten oder Pflich- ten zum Gegenstand haben (Bst. a). Ebenso gelten als Verfügung in die- sem Sinne Feststellungen des Bestehens, Nichtbestehens oder Umfanges von Rechten und Pflichten (Bst. b) sowie die Abweisung von Begehren auf Begründung, Änderung, Aufhebung oder Feststellung von Rechten und Pflichten, oder das Nichteintreten auf solche Begehren (TSCHANNEN/ZIM- MERLI/MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 2014, § 28 Rz. 17 f. und 31; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 2010, Rz. 854 ff.). Verfügungen sind den Parteien schriftlich zu eröffnen (Art. 34 VwVG). Sie sind, auch wenn sie in Briefform ergehen, als solche zu bezeichnen, zu begründen und mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen (Art. 35 Abs. 1 VwVG). Aus mangelhafter Eröffnung darf den Parteien kein Nachteil er- wachsen (Art. 38 VwVG). Im Falle von Unklarheiten über den Verfügungs- charakter eines Schreibens ist nicht massgebend, ob die Verwaltungs- handlung als Verfügung gekennzeichnet ist oder den gesetzlichen Form- vorschriften für eine Verfügung entspricht, sondern ob die Strukturmerk- male einer Verfügung vorhanden sind ( TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 29 Rz. 3). Grundsätzlich ist der anfechtbare Verfügungsinhalt dem Dispositiv zu entnehmen, wobei es nicht auf die äussere Form des Doku- ments ankommt. Einerseits weist nicht alles, was formell im Dispositiv steht, Verfügungscharakter auf und andererseits können Teile der Begrün- dung zum Dispositiv gehören, auch wenn diese und allfällige darin enthal-A-2589/2015 Seite 5 tene Meinungsäusserungen oder Empfehlungen grundsätzlich nicht an- fechtbar sind ( MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bun- desverwaltungsgericht, 2013, Rz. 2.9 f.). 1.1.2 Der angefochtenen „Zwischenverfügung“ vom 19. März 2015 ging ein Schlichtungsverfahren vor dem EDÖB voraus. Mangels Einigung empfahl dieser der Vorinstanz, den Kostenvoranschlag in Wiedererwägung zu zie- hen und dies dem Antragst eller innert 20 Tagen in Form einer Verfügung zu eröffnen. Ohne inhaltlich von ihrem Standpunkt abzurücken, erliess die Vorinstanz im Sinne von Art. 15 Abs. 2 Bst. a BGÖ die vorerwähnte „Zwi- schenverfügung“. Darin erwägt sie, dass dem Beschwerdeführer nach Ab- schluss des Zugangsverfahrens die tatsächlichen Kosten und Auslagen in Rechnung zu stellen seien und daher die streitige Kostenschätzung nicht in Form einer Gebührenverfügung eröffnet werden könne. Entsprechend legt sie im Dispositiv lediglich die Aufwandpositionen fest, auf welchen die zu erhebende Gebühr basieren soll. Die Auflistung dieser Berechnungs- grundlagen für die Gebühr gemäss Art. 17 Abs. 1 BGÖ hat verbindlichen sowie abschliessenden Charakter und weist demnach Verfügungsqualität auf. Die Vorinstanz zieht schliesslich in Erwägung, ihre Kostenschätzung in der Höhe von Fr. 16'500.00 erscheine in Anbetracht der Gesamtum- stände nicht als unangemessen. Auch wenn damit noch kein definitiver Ge- bührenentscheid vorliegt, so wird damit im Sinne von Art. 16 Abs. 2 der Öffentlichkeitsverordnung vom 24. Mai 2006 (VBGÖ, SR 152.31) die Ober- grenze für die Bearbeitungsgebühr des Zugangsgesuchs bestimmt (DANIEL DEDEYAN, Transparenz gegen Geld? Die Gebührenregelung des Öffent- lichkeitsgesetzes, digma 2013, Band/Nr. 7, Rz. 66). Diese Obergrenze ge- hört materiell zum Dispositiv und die Behörde ist daran gebunden (E. 1.1.1). Als weitere Rechtsfolge der Kostenschätzung wird der Rückzug des Gesuchs fingiert, wenn nicht innert Frist dessen Bestätigung erfolgt. Auch dieser Erwägungsinhalt zielt somit auf eine Rechtswirkung ab, wes- halb auch ihm Verfügungscharakter zuzusprechen ist. 1.2 Die Vorinstanz beurteilt mit diesem Entscheid weder den ersuchten Zu- gang zu den amtlichen Dokumenten als Hauptanliegen des Beschwerde- führers noch setzt sie die fragliche Gebühr definitiv fest. Die Kostenschät- zung stellt vielmehr einen Schritt auf dem W eg zur Verfahrenserledigung dar und ist deshalb als selbständig eröffnete Zwischenverfügung zu quali- fizieren (vgl. Art. 5 Abs. 2 VwVG). Gemäss Art. 46 Ab s. 1 VwVG sind mit Ausnahme von Entscheiden über die Zuständigkeit und über Ausstands- begehren (Art. 45 Abs. 1 VwVG) Zwischenverfügungen lediglich dann selb- ständig anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil A-2589/2015 Seite 6 bewirken können (Bst. a) oder die Gutheissung der Beschwerde sofort ei- nen Endentscheid herbeiführen würde, wodurch sich ein bedeutender Auf- wand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen lässt (Art. 46 Abs. 1 VwVG). Andernfalls sind Zwischenverfügungen nur mit Beschwerde gegen die Endverfügung anfechtbar (Art. 5 Abs. 2 i.V.m. Art. 46 Abs. 2 VwVG; vgl. auch RHINOW/KOLLER/KISS/THURNHERR/BRÜHL-MO- SER, Öffentliches Prozessrecht, 2014, Rz. 1070 f.). 1.2.1 Mit dem Erfordernis des nicht wieder gutzumachenden Nachteils (vgl. Art. 46 Abs. 1 Bst. a VwVG) wird die Voraussetzung eines schutzwür- digen Interesses an der sofortigen Aufhebung oder Änderung der ange- fochtenen Zwischenverfügung umschrieben. Demnach liegt das Rechts- schutzinteresse im Schaden, der entstünde, wenn der Nachteil auch durch einen an sich günstigen Endentscheid nicht oder nur teilweise behoben werden könnte (vgl. BGE 140 V 321 E. 3.6; Urteil e des BVGer A-5468/2014 vom 27. November 2014 E. 1.2; C-6184/2010 vom 23. Feb- ruar 2012 E. 4.2; K ÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Ver- waltungsrechtspflege des Bundes, 2013, Rz. 910). Der nicht wieder gutzu- machende Nachteil muss nicht rechtlicher, sondern kann auch tatsächli- cher Natur sein; die Beeinträchtigung schutzwürdiger tatsächlicher, insbe- sondere auch wirt schaftlicher Interessen genügt, sofern der Betroffene nicht nur versucht, eine Verlängerung oder Verteuerung des Verfahrens zu verhindern (vgl. statt vieler Urteile des BVGer A-2082/2014 vom 9. Juli 2014 E. 2.1 mit Hinweisen und A-1081/2014 vom 23. April 2014 E. 1.3 mit Hinweis; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.42 ff.; JÉRÔME CAND- RIAN, Introduction à la procédure administrative fédérale, 2013, Nr. 108 - 109, S. 71 f.). Er muss nicht geradezu irreparabel, jedoch von einigem Ge- wicht sein (vgl. Urteil des BVGer A-3043/2011 vom 15. März 2012 E. 1.2.3; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 910; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.47). Nicht erforderlich ist, dass er tatsächlich entsteht; es reicht aus, dass er entstehen bzw. nicht von vornherein ausgeschlossen werden kann (vgl. Urteil des BVGer B-860/2011 vom 8. September 2011 E. 2.2; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 909; MARTIN KAYSER, in: Auer/Mül- ler/Schindler [Hrsg.], Komment ar zum Bundesgesetz über das Verwal- tungsverfahren, 2008, Art. 46 Rz. 10). Die Beweislast für das Vorliegen ei- nes entsprechenden Nachteils trägt die beschwerdeführende Partei (vgl. BGE 125 II 620 E. 2a; Urteil des BVGer B-5436/2011 vom 5. März 2012 E. 3.4; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 909). Die beschränkte Anfechtbarkeit von Zwischenverfügungen soll verhindern, dass die Beschwerdeinstanz Zwischenentscheide überprüfen muss, die A-2589/2015 Seite 7 durch einen günstigen Endentscheid für die betroffene Person jeden Nach- teil verlieren. Die Rechtsmittelinstanz soll sich in der Regel nur einmal mit einer Streitsache befassen und sich überdies nicht bereits in einem frühen Verfahrensstadium ohne genügend umfassende Sachverhaltskenntnis teil- weise materiell festlegen müssen (BGE 135 II 30 E. 1.3.2; Urteil des BVGer A-2160/2010 vom 3. Januar 2011 E. 2.2.3 mit Hinweisen). 1.2.2 Der Beschwerdeführer führt in Bezug auf seine Beschwerdelegitima- tion aus, die in Aussicht gestellten Gebühren seien exorbitant hoch und wirkten prohibitiv. Mit der Beschwerde bezwecke er klare Verhäl tnisse, Rechtssicherheit sowie finanzielle Planungs - und Budgetsicherheit zu schaffen. Der Nachteil manifestiere sich in finanzieller Hinsicht darin, dass die veranschlagten Fr. 16'500.00 die durchschnittlich erzielten Jahresein- nahmen des Vereins übertreffen würden. Die Basiskosten und andere Vor- haben könnten mithin nicht mehr aus diesen Einnahmen finanziert werden, womit die Wahrnehmung der Vereinsinteressen betroffen sei. 1.2.3 Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Zwischenverfügung vom 19. März 2015 im Sinne der vorstehenden Erwägungen einen nicht wieder gutzuma- chenden Nachteil bewirken könnte. Würde vorliegend auf die Überprüfung der Zwischenverfügung nicht einge- treten, so bliebe das Kostendach unverändert bestehen und der Beschwer- deführer müsste damit rechnen, eine maximale Gebühr von Fr. 16'500.00 entrichten zu müssen. Mit der Offenlegung seiner beschränkten finanziel- len Mittel legte der Beschwerdeführer nachvollziehbar dar, dass eine Ge- bühr in besagter Höhe für ihn eine schwere Belastung bedeuten würde. In der Konsequenz ist davon auszugehen, dass ihn dieses Kostenrisiko da- von abhalten könnte, weiterhin an seinem Zugangsgesuch festzuhalten. Mit einem entsprechenden Rückzug entginge ihm nebst der Überprüfung seines Zugangsgesuchs jedoch auch die Möglichkeit, einen für ihn günsti- gen Endentscheid zu erwirken, der die Verwaltungsgebühr in seinem Sinne reduzieren könnte. Darin ist ein nicht wieder gutzumachender Nachteil zu erblicken. Die angekündigte Gebührenhöhe wirkt abschreckend und kommt einer materiellen Zugan gsbeschränkung gleich. Aufgrund dieser Wirkung sah sich bereits der EDÖB veranlasst, auf den entsprechenden Schlichtungsantrag einzutreten (vgl. DEDEYAN, a.a.O., Rz. 70; Bundesamt für Justiz und Eidg. Datenschutz - und Öffentlichkeitsbeauftragter, Umset- zung des Öffentlichkeitsprinzips in der Bundesverwaltung: Häufig gestellte Fragen, 2013 [Umsetzung BGÖ FAQ], Ziff. 8.2.7; AMMAN/LANG, in: Passa-A-2589/2015 Seite 8 delis/Rosenthal/Thür [Hrsg.], Datenschutzrecht, Handbücher für die An- waltspraxis, 2015, Rz. 25.135). Indem vorliegend der nicht wieder gutzu- machende Nachteil zu bejahen ist, kann die Überprüfung der Gebühr über das Schlichtungsverfahren hinaus in einem gerichtlichen Verfahren erfol- gen. Dass der Beschwerdeführer sein Zugangsgesuch zunächst trotz Mit- teilung der hohen Gebühr bestätigt hatte, bis anhin daran festhielt und ei- nen Rückzug nicht ausdrücklich in Erwägung zog, vermag an dieser Ein- schätzung nichts zu ändern. Es ist nicht erforderlich, dass der Entscheid tatsächlich einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil zur Folg e h at. Vielmehr reicht es aus, wenn ein solcher droht beziehungsweise nicht von vornherein ausgeschlossen werden kann. Auch ohne klare Absichtsbekun- dung seitens des Beschwerdeführers lassen die vorliegenden Umstände annehmen, ein Nichteintreten auf die Überprüfung des angefochtenen Zwi- schenentscheides könnte einen Rückzug des Zugangsgesuches samt nachteiliger Konsequenzen zur Folge haben. Indem der Beschwerdeführer das Gesuch bislang aufrechterhielt, konnte er überdies dessen fortwäh- rende Behandlung sicherstellen, was mit Blick auf das Bedürfnis nach zeit- gerechter Information nachvollziehbar ist. 1.3 Da die angefochtene Verfügung somit für den Beschwerdeführer einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 46 Abs. 1 Bst. a VwVG nach sich ziehen könnte, der Beschwerdeführer als Verein eine be- schwerdeberechtigte juristische Person ist, eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. d VGG verfügt hat und auch keine Ausnahme gemäss Art. 32 VGG vorliegt, ist auf die im Übrigen frist- (Art. 50 VwVG) und formgerecht (Art. 51 VwVG) eingereichte Beschwerde einzutreten. 2. 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf Verletzung von Bundesrecht – einschliesslich der unrichtigen oder un- vollständigen Feststellung des Sachverhalts und Überschreit ung oder Missbrauch des Ermessens – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). Bei der Überprüfung von Schätzungen nach pflichtgemässem Er- messen auferlegt sich das Bundesverwaltungsgericht allgemein eine ge- wisse Zurückhaltung (vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.162 betreffend Ermessensveranlagungen). Es nimmt eine Korrektur der Schät- zung erst vor, wenn der Vorinstanz offensichtliche Fehler unterlaufen sind. 2.2 Das Bundesverwaltungsgericht wendet das Recht grundsätzlich frei an, ohne an die Anträge oder dir rechtlichen Begründungen der Parteien A-2589/2015 Seite 9 gebunden zu sein (Art. 62 VwVG). Von den Verfahrensbeteiligten nicht auf- geworfene Rechtsfragen werden indes nur geprüft, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhalts- punkte hinreichender Anlass besteht (Urteil des BVGer A-6956/2013 vom 16. September 2014 E. 2.1 m.H.). 3. Im Folgenden ist auf die formellen Rügen einzugehen, wonach die Vor - instanz in verschiedener Hinsicht das rechtliche Gehör des Beschwerde- führers verletzt haben soll. 3.1 3.1.1 Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, die Vorinstanz habe ihm nach Erlass der Verfügung vom 19. März 2015 lediglich in einge- schränktem Masse Einsicht in die Verfahrensakten gewährt. So sei ihm am Sitz der Vorinstanz ein dünnes Aktendossier vorgelegt worden. Der Ein- druck der Unvollständigkeit der damaligen Akten rühre unter anderem da- her, dass dem EDÖB trotz des Vorliegens mehrerer Übersetzungsofferten lediglich eine davon zugestellt worden sei. Des Weiteren fehle bei den im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht eingereichten Akten ein detaillier- tes Aktenverzeichnis sowie eine E-Mail der Vorinstanz vom 22. April 2015, mit welcher der Beschwerdeführer über den Verlauf des Zugangsverfah- rens informiert worden sei und woraus die EMPA als Beauftragte für die Anonymisierung der ersuchten Dokumente hervorgehe. Der darin er- wähnte Auftrag an die EMPA bzw. eine diesbezügliche Bestätigung läge ebenfalls nicht bei den eingereichten Akten. Auch f ehle eine Korrespon- denz der Vorinstanz mit den beiden Propellerherstellern und der Pilatus sowie Unterlagen zu Sitzungen oder Besprechungen. Insbesondere sollen sich am 18. November 2014 Vertreter der Vorinstanz und der Pilatus ge- troffen haben, nachdem der Beschwerdeführer erstmals mit seinem Anlie- gen an die Vorinstanz gelangt sei. Im Übrigen sei davon auszugehen, dass die Propellerherstellerin "MT-Propeller Entwicklung GmbH" ebenfalls ein Einsichtsgesuch gestellt habe und dieses auf irgendeinem Informationsträ- ger dokumentiert sei. Diese Umstände liessen mit überwiegender Wahr- scheinlichkeit darauf schliessen, dass ihm die Vorinstanz lediglich teilweise Akteneinsicht gewährt habe. Diese Gehörsverletzung könne geheilt wer- den, wenn dem Gericht die vollständigen Akten eingereicht würden. A-2589/2015 Seite 10 3.1.2 Die Vorinstanz bestreitet diesen Vorwurf. Das dem Beschwerdeführer vorgelegte Dossier habe alle auch dem Bundesverwaltungsgericht zuge- stellten und dem Einsichtsrecht unterliegenden Vorakten enthalten. Da seither jedoch laufend neue Akten produziert und dem Geschäft zugeord- net worden seien, reiche sie mit der Duplik die gesamten aktualisierten so- wie ergänzten Akten samt Verzeich nis ein. Gleichzeitig betont die Vo- rinstanz, dass namentlich die Akten zum ver waltungsinternen Meinungs- austausch nicht von der Aktenführungspflicht umfasst seien, da ihnen für das zu behandelnde Geschäft kein Beweischarakter zukomme. Entspre- chend seien sie weder dem Beschwerdeführer zur Einsicht vorzulegen noch dem Gericht einzureichen. Anlässlich der Sitzung vom 18. November 2014 sei es nur am Rande um das Einsichtsgesuch gegangen und es liege dazu weder ein Schriftverkehr noch ein Sitzungsprotokoll vor. Dass bei den Akten an den EDÖB offenbar eine Übersetzungsofferte gefehlt habe, sei ein bedauerliches Versehen, was für seine Empfehlung jedoch unerheblich gewesen sei und das vorliegende Beschwerdeverfahren nicht betreffe. Im Übrigen treffe es nicht zu, dass andere Personen ein Zugangsgesuch ge- stellt hätten. 3.1.3 Aus Sicht des Beschwerdeführers sind auch die erneut eingereichten Vorakten unvollständig. So fehlten beispielsweise nach wie vor sämtliche Unterlagen, die zum Auftrag der Vorinstanz vom 1. April 2014 an die EMPA zur Durchführung der Immissionsmessung und Lärmbeurte ilung dreier Propeller geführt hätten. Wichtige informelle Gespräche und Aktennotizen dürften ihm sowie dem Gericht sodann nicht vorenthalten werden. 3.1.4 3.1.4.1 Das Recht der Parteien, in die Verfahrensakten Einsicht zu neh- men, bildet einen Teilgehalt des verfassungsmässigen Ansp ruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) und stellt eine selbständige, allge- meine Verfahrensgarantie dar (vgl. statt vieler Urtei l des BGer 2C_387/2013 vom 17. Januar 2014 E. 4.2.1 m.w.H.). Es wird auf Geset- zesebene für hängige Verfahren bei Bundesverwaltungsverfahren in Art. 26–28 VwVG noch vor den weiteren Bestimmungen zum rechtlichen Gehör (Art. 29 ff. VwVG) geregelt. Die Akteneinsicht ist Voraussetzung für die Aktenkenntnis, welche wiederum Vorbedingung einer wirksamen und sachbezogenen Ausübung des durch den Anspruch auf rechtliches Gehör gewährleisteten Äusserungsrechts während des Verfahrens darstellt (O- ESCHGER/WALDMANN, in: Praxiskommentar VwVG, 2009 , Art. 26 Rz. 32; A-2589/2015 Seite 11 KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 493). Darunter fällt auch die Möglich- keit, geeignete Beweise führen oder bezeichnen zu können. 3.1.4.2 Die Akteneinsicht bezieht sich au f alle verfahrensbezogenen schriftlichen oder elektronischen Aufzeichnungen , die geeignet sind, Grundlage des Entscheids zu bilden . Dazu gehören also auch beigezo- gene Akten der Vorinstanz und anderer Behörden (KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 963 ff., WALDMANN/BICKEL, in: Praxiskommentar VwVG, 2009, Art. 29 Rz. 94 f., STEPHAN C. BRUNNER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren , 2008, Art. 26 Rz. 33; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.91). Nur wenn der Betroffene die Unterlagen einsehen kann, worauf die Behörde in ihrem Entscheid abzustellen gedenkt, kann er sich wirksam im Verfahren einbrin- gen (BGE 132 V 387 E. 3.1; vgl. Urte il des BVGer A-1577/2012 vom 27. März 2013 E. 4.3.1 mit Hinweisen). 3.1.4.3 Nach einer langjährigen Rechtsprechung des Bundesgerichts (vgl. statt vieler BGE 129 IV 146 E 3.3.1) sind vom Recht auf Akteneinsicht ver- waltungsinterne Akten, wie beispielsweise interne Stellungnahmen, Ent- würfe, Anträge, Notizen, Gutachten und Mitberichte ausgenommen. Nach neuerer und in der Lehre überwiegend vertretener Auffassung kann dage- gen für die Akteneinsicht nicht der interne Charakter entscheidend sein, sondern die Eignung des Aktenstücks, den Entscheid zu beeinflussen. Die (interne oder externe) Urheberschaft des Dokuments ist weniger aus- schlaggebend als die objektive Bedeutung des Aktenstücks für die ent- scheiderhebliche Feststellung des Sachverhalts. Zuweilen ist es für die Be- troffenen kaum möglich aufzuzeigen, dass gewisse Akten für das eigene Verfahren bedeutsam sind, ohne diese bereit s gesehen zu haben. In sol- chen Fällen genügt es, konkrete Anhaltspunkte aufzuzeigen, dass dies zu- treffen könnte (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.93 f. m.w.H.). 3.1.4.4 Die Wahrnehmung des Akteneinsichtsrechts setzt voraus, dass die Behörde ein vollständiges Aktendossier über das Verfahren führt, um ge- gebenenfalls Einsicht in dieses zu gewähren und bei einem Weiterzug die Unterlagen an die Rechtsmittelinstanz weiterleiten zu können. Die Behörde hat alles in den Akten festzuhalten, was zur Sache gehört sowie entscheid- wesentlich sein kann (vgl. E. 3.1.4.3), und sie hat die Vollständigkeit der im Verfahren eingebrachten Akten sicherzustellen (vgl. BGE 138 V 218 E. 8.1.2). Da die Vorakten eine wesentliche Grundlage für die Überprüfung einer angefochtenen Verfügung bilden, ist die Vorinstanz gemä ss Art. 57 A-2589/2015 Seite 12 Abs. 1 VwVG verpflichtet, der Beschwerdeinstanz nicht nur einzelne Ak- tenstücke oder Beweismittel, sondern die gesamten Vorakten vollständig auszuhändigen (vgl. Urteile des BVGer B -2986/2012 vom 21. Februar 2013 E. 3.3.1 und B-2190/2012 vom 29. Oktober 2012 E. 3.4.3; ANDRÉ MO- SER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], a.a.O., Art. 57 Rz. 13; FRANK SEE- THALER/KASPAR PLÜSS, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], a.a.O., Art. 57 Rz. 7). 3.1.5 Der Beschwerdeführer nimmt unter anderem Bezug auf die unvoll- ständige Aktenlage beim EDÖB. Sofern er damit auf die Überprüfung des stattgefundenen Schlichtungsverfahren abzielen sollte, ist festzuhalten, dass dieses nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sein kann (vgl. Urteil des BVGer A-2186/2013 vom 14. Februar 2014 E. 1.2.4). Es ist le- diglich die angefochtene Verfügung zu überprüfen. Ob dem EDÖB sämtli- che Übersetzungsofferten vorgelegt wurden, ist dagegen nicht von Belang. 3.1.6 Was die Aktenlage im Zeitpunkt der Einsichtnahme bei der Vorinstanz anbelangt, vermag der Bes chwerdeführer nicht substantiiert darzulegen, inwiefern diese unvollständig gewesen sein soll. Im Folgenden ist entspre- chend zu prüfen, ob der Beschwerdeführer im Rahmen des vorliegend hän- gigen Verfahrens sein Recht auf Akteneinsicht wirksam hätte ausüben kön- nen. Dabei stellt sich die Frage nach der Vollständigkeit der von der Vo- rinstanz eingereichten Vorakten. 3.1.7 Die Vorinstanz wurde mit der Zwischenverfügung vom 7. Mai 2015 im Sinne von Art. 57 Abs. 1 VwVG aufgefordert, eine Vernehmlassung als auch die gesamten Akten nummeriert und in einem Aktenverzeichnis auf- genommen einzureichen. Mit Eingabe vom 6. Juli 2015 reichte die Vor- instanz entsprechende Unterlagen ein. Nachdem der Beschwerdeführer in seiner Replik vom 30. Juli 2 015 das eingereichte Aktenverzeichn is als mangelhaft und die Akten als unvollständig beklagt hatte, reichte die Vor- instanz mit der Duplik vom 4. September 2015 Unterlagen nach. Das über- arbeitete Aktenverzeichnis enthält nun eine bereinigte Nummerierung und verschafft einen detaillierteren Überblick über den Inhalt der Vorakten. So erfuhr die zuvor unter dem Aktorum "10g-10j" zusammengefasste "Neben- korrespondenz (chronologisch)" in der neuen Darstellung des Verzeichnis- ses eine Aufschlüsselung nach den einzelnen E-Mails. Die gem äss Be- schwerdeführer fehlende E-Mail-Korrespondenz zwischen ihm und der Vo- rinstanz vom 22. April 2015 betreffend den Fortgang des Zugangsverfah- rens ist darin enthalten. Mit einer Kostenschätzung der EMPA vom 4. De-A-2589/2015 Seite 13 zember 2014 betreffend die Anonymisierung des fraglichen Berichtes (Bei- lage Nr. 16a) sowie des von ihr definitiv in Rechnung gestellten Aufwandes vom 18. Juni 2015 (Beilage Nr. 16b) liegen alsdann Akten vor, die sich auf den an die EMPA erteilten Anonymisierungsauftrag beziehen. Schliesslich liegt eine E-Mail-Korrespondenz (Beilage Nr. 17b) der Vorinstanz mit der Pilatus bei den Akten. Soweit sich die vom Beschwerdeführer gerügten Mängel auf die vorerwähnten Elemente des Aktenverzeichnisses bzw. der Akten beziehen, sind diese spätestens mit den durch die Vorinstanz nach- gereichten Unterlagen behoben worden. Der Vorinstanz ist nicht vorzuwer- fen, wenn sie die ursprünglich vorgelegten Akten im Verlauf des Verfahrens bereinigt oder vervollständigt. 3.1.8 Die Vorakten enthalten auch in der nachgebesserten Vorlage keine Korrespondenz der Vorinstanz mit Propellerherstellern oder Dokumente, welche Sitzungen oder Besprechungen mit Letzteren sowie der Pilatus be- legen würden. Die Vorinstanz bestäti gt lediglich, mit der Pilatus eine Sit- zung abgehalten zu haben, ohne dass d ies jedoch dokumentiert worden wäre. Das Zugangsgesuch sei bei dieser Gelegenheit zudem nur am Rande thematisiert worden. Im Übrigen ist die Behauptung des Beschwer- deführers, zwischen den besagten Stellen habe sowohl in mündlicher als auch schriftlicher Fo rm bereits ein Austausch stattgefunden , spekulativ. Selbst wenn dem aber so wäre, stellt sich die Frage, ob entsprechende Belege zu den Akten hätten genommen und so den Weg ins vorliegende Verfahren hätte n finden müssen. Wie dargelegt umfasst die Aktenfüh- rungspflicht alles, was möglicherweise entscheidwesentlich ist. Auch wenn es für die Betroffenen schwierig darzulegen ist, dass gewisse Akten für das Verfahren bedeutsam sein könnten, müssen wenigstens konkrete Anhalts- punkte hierfür aufgezeigt werd en. Dieser Voraussetzung vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers nicht zu genügen. Vielmehr weist die- ser lediglich auf das Fehlen von Unterlagen hin, ohne jedoch darzulegen, inwiefern diese für das vorliegende Verfahren allenfalls relevant sein könn- ten bzw. geeignet wären, Grundlage des Entscheids betreffend Gebühren- schätzung zu bilden . Dasselbe gilt auch bezüglich des Auftrages an die EMPA, der schliesslich im nachgesuchten Untersuchungsbericht mündete und gemäss Beschwerdeführer bei den Akten liegen sollte. Schliesslich be- stehen an der Darstellung der Vorinstanz, dass nebst dem Beschwerde- führer weder der Propellerhersteller "MT -Propeller Entwicklung GmbH" noch andere Personen um Zugang ersucht hätten, trotz anderslautender Mutmassungen seitens des Beschwerdeführers, keine vernünftigen Zwei- fel. Von einer Zeugeneinvernahme von X._______, Projektleiter bei der Vo- rinstanz, sind diesbezüglich keine anderen Aussagen zu erwarten, weshalb A-2589/2015 Seite 14 der entsprechende Beweisantrag des Beschwerdeführers in antizipierter Beweiswürdigung abzuweisen ist (vgl. BGE 134 I 148 E. 5.3; 131 I 157 E. 3 m.H.). Zusammenfassend ist nicht ersichtlich, dass die Vo- rinstanz ihre Aktenführungspflicht verletzt haben könnte oder dem Bundes- verwaltungsgericht Akten vorenthalten hätte, die entscheide rheblich sein könnten. Demzufolge ist der Beschwerdeführer auch nicht in seinem Ak- teneinsichtsrecht und der wirksamen Wahrnehmung seiner Parteirechte beeinträchtigt. 3.2 3.2.1 Weiter rügt der Beschwerdeführer an verschiedener Stelle die seiner Auffassung nach ungenügende Begründung der Verfügung. Insbesondere habe sich die Vorinstanz nicht mit der Empfehlung und den Erwägungen des EDÖB sowie den gesetzlichen Möglichkeiten, die Gebühr zu reduzie- ren oder zu erlassen, auseinandergesetzt. Sodann sei teilweise nicht er- sichtlich, wofür der geltend gemachte Stundenaufwand anfallen solle. 3.2.2 3.2.2.1 Das Verfahren auf Erlass einer Verfügung i.S.v. Art. 15 BGÖ richtet sich nach den Bestimmungen des VwVG ( BHEND/SCHNEIDER, in: Maurer- Lambrou/Blechta [Hrsg.], Datenschutzgesetz, Öffentlichkeitsgesetz, 2014 [Basler Kommentar], Art. 15 Rz. 12). Dies gilt insbesondere auch für Inhalt und Form der Verfügung. Demnach ist die Verfügung zu begründen; nach der Rechtsprechung folgt die B egründungspflicht aus dem verfassungs- mässigen Anspruch auf rechtliches Gehör i.S.v. Art. 29 Abs. 2 BV und ergibt sich für das Verfahren vor Bundesverwaltungsbehörden unmittelbar aus Art. 35 Abs. 1 VwVG (BGE 138 I 232 E. 5.1 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung; Urteil des BGer 2A.587/2003 vom 1. Oktober 2004 E. 10.2; vgl. zudem BHEND/SCHNEIDER, a.a.O., Art. 15 BGÖ Rz. 16). 3.2.2.2 Die Begründung einer Verfügung besteht in der Regel aus der Dar- stellung des Sachverhalts und dessen anschliessender Subsumtion unter die einschlägigen Rechtsnormen. Dabei muss die Begründung einer Ver- fügung – im Sinne einer Minimalanforderung – jedenfalls so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über deren Tragweite Rechenschaft geben und sie sachgerecht anfechten kann. Es sind wenigste ns kurz die Überlegun- gen zu nennen, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 138 I 232 E. 5.1; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, A-2589/2015 Seite 15 a.a.O., Rz. 629 f.). Eine verfügende Behörde muss sich somit nicht aus- drücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen. Zudem muss die Begründung nicht zwingend in der Verfügung selbst enthalten sein; allenfalls kann auf ein anderes Schriftstück verwiesen werden, sofern dies nicht pauschal geschieht, son- dern eine Auseinandersetzung damit erfolgt (UHLMANN/SCHWANK, in: Pra- xiskommentar VwVG, 2009, Art. 35 Rz. 13). Welchen Anforderungen eine Begründung zu genügend hat, ist im Einzelfall anhand der konkreten Um- stände und der Interessen der Betroffenen festzulegen. Die Begründungs- dichte ist dabei insbesondere abhängig von der Entscheidungsfreiheit der Behörde, der Eingriffsintensität des Entscheids sowie der Komplexität des Sachverhalts und der sich stellenden Rechtsfragen (BGE 129 I 232 E. 3.3; Urteil des BVGer A-1239/2012 vom 18. Dezember 2013 E. 4.2). 3.2.3 In der angefochtenen Verfügung legt die Vorinstanz dar, auf welche gesetzlichen Grundlagen sich die voraussichtliche Gebühr abstütze und weshalb deren Höhe mutmasslich Fr. 16'500.00 betrage. Die ihr zugrunde liegenden Aufwandpositionen sind einzeln ausgewiesen und der jeweilige Stundenaufwand lässt sich unter Einbezug der detaillierten Kostenaufstel- lung im Schreiben der Vorinstanz vom 6. Dezember 2014 eindeutig zuord- nen. Zudem erklärt die Vorinstanz, weshalb die verschiedenen Bearbei- tungsschritte aus ihrer Sicht notwendig seien und mit einem entsprechen- den Stundenaufwand zu Buche schlagen würden. Insbesondere erläutert sie auch, weshalb die Anhörung der Gegenparteien der Vertraulichkeitsab- kommen sowie die Übe rsetzung des EMPA-Berichtes erforderlich seien. Die Vorinstanz bekräftigt mit der erlassenen Verfügung ihren ursprüngli- chen Standpunkt, die Gebühr ausschliesslich nach Massgabe des ihr ent- standenen Aufwandes sowie ihrer Auslagen zu bemessen. Die so errech- nete und veranschlagte Gesamtsumme erscheint ihr als angemessen. In- dem sie die Gebühr weder zu reduzieren noch zu erlassen gedenkt, ver- neint sie offenbar die hierfür erforderlichen Voraussetzungen. Der Begrün- dung der Vorinstanz liegen über weite Strecken se lbige Elemente zu- grunde, die auch der EDÖB in seiner Empfehlung aufgriff. Auch ohne ex- plizite Bezugnahme erfolgte somit eine Auseinandersetzung mit den Erwä- gungen des EDÖB, wobei die davon abweichenden Standpunkte der Vo- rinstanz und die Gründe hierfür ausreichend deutlich werden. Aus den Dar- legungen der Vorinsta nz geht insgesamt hervor, auf welche Grundlagen und Überlegungen sie ihren Entscheid stützte. Die angefochtene Verfü- gung erfüllt die Anforderungen von Art. 35 VwVG. Der Beschwerdeführer war entsprechend in der Lage, die geltend gemachte Gebühr mit seiner Beschwerde in sachgerechter Weise in Frage zu stellen. Der Vorinstanz ist A-2589/2015 Seite 16 kein Verstoss gegen die Begründungspflicht anzulasten. Es liegt somit ins- gesamt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs oder einer der aus diesem Recht abzuleitenden Pflichten der Vorinstanz vor. 4. Das Öffentlichkeitsgesetz bezweckt die Transparenz über den Auftrag, die Organisation und die Tätigkeit der Verwaltung zu fördern (Art. 1 BGÖ), da- mit Bürgeri nnen und Bürger politische Abläufe erkennen und beurteilen können. Nebst Vertrauen soll dadurch das Verständnis für die Verwaltung und ihr Funktionieren gefördert sowie die Akzeptanz staatlichen Handelns erhöht werden (BGE 133 II 209 E. 2.3.1; BVGE 2011/52 E. 3; Urteil des BVGer A-1784/2014 vom 30. April 2015 E. 3.1). Zu diesem Zweck statuiert das BGÖ das Prinzip der Öffentlichkeit mit Geheimhaltungsvorbehalt und gewährt einen grundsätzlichen Anspruch auf Zugang zu amtlichen Doku- menten (Art. 6 Abs. 1 BGÖ; v gl. BGE 136 II 399 E. 2.1 mit Hinweisen; MAHON/GONIN, in: Brunner/Mader [Hrsg.], Öffentlichkeitsgesetz, Handkom- mentar, 2008 [Handkommentar BGÖ], Art. 6 Rz. 11 ff.). Vorab ist zu prüfen, ob das streitbetroffene Zugangsgesuch in den persönlichen und sachlichen Geltungsbereich des BGÖ fällt ( E. 4.1) und sich auf ein amtliches Doku- ment bezieht (E. 4.2). 4.1 Der Beschwerdeführer hat sein Zugangsgesuch bei der armasuisse bzw. dem Bundesamt für Rüstung eingereicht. Dieses ist eine Verwaltungs- einheit der zentralen Bundesverwaltung (vgl. E. 1.3) und untersteht somit in persönlicher Hinsicht dem BGÖ (Art. 2 Abs. 1 Bst. a BGÖ i.V.m. Art. 2 Abs. 2 des Regierungs - und Verwaltungsorganisationsgesetzes [RVOG, SR 172.010] und Art. 7 Abs.1 Bst. d sowie Anhang 1 Ziff. IV 1.5 der Regie- rungs- und Verwaltungsorganisationsverordnung [RVOV, SR 172.010.1]; CHRISTA STAMM-PFISTER, Basler Kommentar, Art. 2 Rz .1 und 4f.). Das- selbe gilt hinsichtlich des sachlichen Geltungsbereichs: Eine besondere Verfahrensart im Sinne von Art. 3 Abs. 1 Bst. a Ziff. 1-6 BGÖ, bei welchen das Öffentlichkeitsgesetz keine Anwendung fände, ist nicht auszumachen. Auch ein Vorbehalt von Spezialbestimmungen im Sinne von Art. 4 BGÖ ist nicht gegeben. 4.2 Der Grundsatz der Öffentlichkeit der Verwaltung gemäss Art. 6 Abs. 1 BGÖ bezieht sich nur ‒ aber immerhin ‒ auf amtliche Dokumente. Ein amt- liches Dokument ist gemäss Art. 5 Abs. 1 BGÖ jede Information, die auf einem beliebigen Informationsträger aufgezeichnet ist (Bst. a), sich im Be- sitz einer Behörde befindet von der sie stammt oder der sie mitgeteilt wor- den ist (Bst. b) und die Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe betrifft (Bst. c; A-2589/2015 Seite 17 eingehend: Urteil des BVGer A -2434/2013 vom 9. Dezember 2013 E. 5). Der EMPA-Bericht und die Vertraulichkeitsabkommen erfüllen diese Vo- raussetzungen ohne Weiteres, da insbesondere auch Dokumente, welche die Behörde von Dritten erhalten hat oder im Zusammenhang mit privat- rechtlichen Verträgen der Verwaltung stehen, vom Gesetz erfasst sind (KURT NUSPLIGER, Handkommentar BGÖ, Art. 5 Rz. 18 und 21). Der anbe- gehrte Zugang bezieht sich demnach auf amtliche Dokumente im Sinne von Art. 5 Abs. 1 BGÖ. Zusammenfassend ergibt sich, dass für die Aus- kunftserteilung im vorliegenden Fall die Bestimmungen des Öffentlichkeits- gesetzes anzuwenden sind. Nachfolgend ist zu prüfen, ob die von der Vo- rinstanz in Aussicht gestellte Gebühr rechtmässig ist. 5. 5.1 Nach Art. 17 Abs. 1 BGÖ wird für den Zugang zu amtlichen Dokumen- ten in der Regel eine Gebühr erhoben. Mit diesem Grundsatz wurde ein gewisses Gegengewicht zum voraus setzungslosen Zugang geschaffen und dem öffentlichen Interesse an einer zweckmässigen und rationellen Verwaltung Rechnung getragen. Die Kostengünstigkeit des Zugangs zu amtlichen Dokumenten ist andererseits, neben der Einfachheit und der Schnelligkeit des Verfahrens, ein Schlüsselelement des Öffentlichkeitsprin- zips. Zwar steht die Verwaltung heute unter grossem Druck zu wirtschaftli- chem Arbeiten. Dieser Aspekt darf aber den Zugang zu Dokumenten nicht wesentlich beeinträchtigen (Botschaft zum Bundesgesetz über das Öffent- lichkeitsprinzip der Verwaltung vom 12. Februar 2003, BBl 2003 1963 [Bot- schaft zum BGÖ], S. 2026 f.). Daher werden keine Gebühren erhoben, wenn die Bearbeitung eines Gesuches einen geringen Aufwand erfordert (Abs. 2 Bst. a), für Schl ichtungsverfahren gemäss Art. 13 (Abs. 2 Bst. b) und für Verfahren auf Erlass einer Verfügung gemäss Art. 15 (Abs. 2 Bst. c). Die Gebühr bemisst sich nach dem verursachten Aufwand, wobei der Bundesrat ermächtigt ist, die Einzelheiten und den Gebührentarif fest- zulegen (Art. 17 Abs. 3 BGÖ). Dies hat er mit Erlass der VBGÖ und im Speziellen deren Art. 14-16 sowie dem Anhang 1 getan. Soweit die VBGÖ keine besonderen Regelungen enthält (Art. 14 VBGÖ), gelten im Übrigen die Bestimmungen der Allgemeinen Gebührenverordnung vom 8. Septem- ber 2004 (AllgGebV, SR 172.041.1). Im Zusammenhang mit der Umset- zung des Öffentlichkeits prinzips sind insbesondere die nachstehenden Bestimmungen der AllgGebV anwendbar (vgl. Bundesamt für Justiz, Erläu- terungen zum VBGÖ, 2006 [Erläuterungen VBGÖ], Art. 14 Ziff. 6.1; Um- setzung BGÖ FAQ, Ziff. 8.2.1): Gebührenpflicht (Art. 2), Verzicht auf Ge- bührenerhebung bei überwiegendem öffentlichen Interessen (Art. 3 Abs. 1 A-2589/2015 Seite 18 und 2 Bst. a), Auslagen (Art. 6), Vorschuss und Vorauszahlung (Art. 10), Fälligkeit (Art. 12), Stundung, Herabsetzung und Erlass (Art. 13) sowie Verjährung (Art. 14). Ferner können die Behörden eigene Weisungen zur Gebührenerhebung im Zusammenhang mit Zugangsgesuchen erlassen (DEDEYAN, a.a.O., Rz. 8). Die Generalsekretärenko nferenz erliess in die- sem Sinne am 24. November 2013 Empfehlungen über die Erhebung der Gebühren für den Zugang zu amtlichen Dokumenten (Empfehlungen der Generalsekretärenkonferenz). 5.2 Als Kausalgebühr hat sich die Höhe der Zugangsgebühr grundsätzlich nach d en Prinzipien der Kostendeckung und der Äquivalenz zu richten. Nach Ersterem dürfen die Gesamteingänge an Gebühren den Gesamtauf- wand des betreffenden Verwaltungszweiges nicht oder nur geringfügig übersteigen. Das Äquivalenzprinzip verlangt in Konkretisieru ng des Ver- hältnismässigkeitsprinzips, dass die Höhe der Gebühr im Einzelfall nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis zum objektiven Wert der Leistung stehen darf und sich in vernünftigen Grenzen bewegen muss. Der Wert der Leistung bemisst sich dabei entweder nach dem wirtschaftlichen Nutzen, den die Leistung für den Abgabepflichtigen hat, oder nach dem Kostenauf- wand im Einzelfall im Verhältnis zum Gesamtaufwand des Verwaltungs- zweiges. Gebühren sollen nach sachlich vertretbaren und wirklichkeitsna- hen Kriterien bemessen sein (BGE 132 II 371 E. 2.1; 130 III 225 E. 2.3; Ur- teile des BVGer A-3593/2014 vom 13. April 2015 E. 4.3; A-1175/2011 vom 28. März 2012 E. 5.2.2; A-4903/2010 vom 17. März 2011 E. 5.1 und 5.2; DANIELA WYSS, Kausalabgaben, Diss. Bern 2009, S. 88 f.). In der Lehre wird zu diesen Prinzipien die Meinung vertreten, sie würden die Zugangs- gebühr nicht effektiv begrenzen, d a weder der Gesamtaufwand des Ver- waltungszweigs, ein Marktwert noch ein individueller Nutzen des im öffent- lichen Interesse gew ährten Zugangs ermittelbar sei. Ausserdem sei das Äquivalenzprinzip nur modifiziert anwendbar, da mit Blick auf den Zweck des BGÖ die Gewährung eines kostengünstigen Zugangs gegenüber dem Interesse an der Deckung der Verwaltungskosten Vorrang habe. Mit Rück- sicht auf die praktische Wirksamkeit des Zugangsrechts sei die Erhebung einer niedrigen Gebühr angezeigt, auch wenn der Verwaltungsaufwand ob- jektiv eine höhere Gebühr rechtfertige (DEDEYAN/GOTSCHEV, Basler Kom- mentar, Art. 17 Rz. 14 ff.; DEDEYAN, a.a.O., Rz. 55 ff. m.w.H.). 5.3 Der vom Beschwerdeführer begehrte Zugang ist nach dem Gesagten grundsätzlich gebührenpflichtig. Da die Vorinstanz zudem von einer Zu- gangsgebühr von über Fr. 100.00 ausgeht, unterrichtete sie den Beschwer- deführer im Sinne von Art. 16 VBGÖ über deren voraussichtliche Höhe . A-2589/2015 Seite 19 Der entsprechenden Information liegt eine Kostenschätzung zugrunde, die naturgemäss provisorischen Charakter aufweist und sich auf gewisse An- nahmen abstützen muss. Dies em Umstand ist bei der Überprüfung der mutmasslichen Gebühr insbesondere mit Blick auf die quantitativen Annah- men Rechnung zu tragen. Das Bundesverwaltungsgericht prüft vorliegend, ob der Vorinstanz bei ihrer Kostenschätzung offensichtlich Fehler unterlau- fen sind (vgl. E. 2.1). Die definitive Veranlagung der Gebühr wird mit dem Abschluss des Zugangsverfahrens ergehen und ist nicht vorwegzuneh- men. 5.4 Für die Festsetzung der Gebühr muss die Behörde die durch die Erle- digung des Zugangsgesuchs entstehenden Kosten berechnen. Nach dem Gebührentarif in Anhang 1 der VB GÖ ist hierbei der für die Prüfung und Vorbereitung der amtlichen Dokumente aufgewendete Arbeitsaufwand massgeblich, wobei ein Stundenansatz von Fr. 100.00 vorgesehen ist. Für die Reproduktion fallen überdies von Anzahl und Form der Kopien abhän- gige Kosten an. Gebührenpflichtig sind ferner gewisse Auslagen (Art. 14 VBGÖ i.V.m. Art. 6 Abs. 2 Bst. a-d AllgGebV). Die Vorinstanz legt ihrer Kos- tenschätzung die folgenden Aufwandpositionen zugr unde: Aufwand der EMPA für die Bearbeitung bzw. Schwärzung des EMPA-Berichts, Aufwand der Vorinstanz für die Lektüre, Prüfung und Bearbeitung des EMPA -Be- richts sowie der Vertraulichkeitsabkommen, Aufwand der Vorinstanz für die Anhörung der betroffenen Gegenparteien der Vertraulichkeitsabkommen, Auslagen für den beigezogenen Übersetzungsdienst. Mit der Berücksichti- gung von Zeit- und Sachaufwand erfolgt die Bemessung der Gebühr nach wirklichkeitsnahen Kriterien und steht damit grundsätzlich im Einklang mit dem Äquivalenzprinzip. Allerdings gilt es ‒ mit der erwähnten Zur ückhal- tung (E. 2.1) ‒ zu prüfen, ob die einzelnen Aufwandpositionen vom Gebüh- rentarif abgedeckt und unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit und des Willkürverbots als notwendig zu erachten sind und damit zu Recht der Kostenschätzung zugrunde liegen. 6. 6.1 Der Beschwerdeführer vertritt den Standpunkt, die Anhörung von Drit- ten wie auch die Übersetzung des EMPA -Berichtes entbehrten einer Rechtsgrundlage und seien nicht erforderlich. Das interessierende Doku- ment betreffe lediglich akustische Immissionsmessu ngen und subjektive Lärmbeurteilungen dreier Propellerausführungen und nicht technische Da- ten, die als Berufs-, Geschäfts- oder Fabrikationsgeheimnisse den Ausnah-A-2589/2015 Seite 20 metatbestand von Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ erfüllen oder von den Vertrau- lichkeitsabkommen erfasst sein könnten. Ebenso bestreitet der Beschwer- deführer, dass mit dem EMPA-Bericht geheim zuhaltende Informationen im Sinne von Art. 7 Abs. 1 Bst. h BGÖ vermittelt werden könnten. Die Anhö- rung könne ferner unterbleiben, da die Vorinstanz und nicht die Propeller- Hersteller oder die Pilatus den Auftrag an die EMPA erteilt hätten. 6.2 Die Vorinstanz wendet ein, die Anhörung der betroffenen Dritten sei vorliegend erforderlich, da die Vertraulichkeitsabkommen zwischen der Vo- rinstanz, der Pilatus und den Propellerherstellern explizit im Hinblick auf das Projekt "Lärmreduktion PC-21" abgeschlossen worden seien. Als ge- schützte vertrauliche Information würden sodann auch technische Daten und damit insbesondere die Ergebnisse der aku stischen Immissionsmes- sungen und Feldversuche gelten. Damit seien die Ausnahmebestimmun- gen nach Art. 7 Abs. 1 Bst. g und h BGÖ einschlägig. Vor einer allfälligen Veröffentlichung seien die Gegenparteien der Abkommen entsprechend zu konsultieren. Überdies e nthalte der EMPA -Bericht Messresultate und Schlussfolgerungen, welche den Propellerherstellern zugeordnet werden könnten und damit Personendat en gemäss Art. 3 Bst. a des Bundesge- setztes vom 19. Juni 1992 über den Datenschutz (DSG, SR 235.1) dar- stellten, di e nach Möglichkeit zu anonymisieren seien. Geschehe dies nicht, seien die betroffenen Personen stattdessen anzuhören. Zusammen- fassend stünden nicht nur Perso nendaten Dritter, sondern auch geheim- haltungspflichtige Sachinformationen im Raum , weshalb die Anhö rung über Art. 11 Abs. 1 BGÖ hinaus gehe und in Anbetracht der Risiken einer Verletzung der Vertraulichkeitsabkommen zwingend sei. Als unerlässliche Vorarbeit hierfür müsse der EMPA -Bericht in Englisch übersetzt werden. Die Gegenparteien hätten diesen noch nicht gesehen und die Verträge be- treffend die Vertraulichkeit seien in Englisch abgefasst worden. Ferner sei eine Propellerherstellerin in den USA ansässig und Schiedsverfahren müssten ebenfalls in besagter Sprache abgehalten werden. Die Überset- zungskosten seien dem Beschwerdeführer als Auslage anzulasten. 6.3 6.3.1 Als gebührenpflichtiger Aufwand im Sinne von Anhang 1 der VBGÖ steht die Prüfung der amtlichen Dokumente bezüglich allfälliger Geheim- haltungsinteressen und die damit zusammenhängende Kommunikation mit Dritten im Vordergrund (Umsetzung BGÖ FAQ, Ziff. 8.2.3; Botschaft zum BGÖ, S. 2005, 2016 und 2027; Empfehlungen der Generalsekretärenkon- ferenz, 2. Abschnitt Ziff. 5 Abs. 1 Bst. b; Urteil des BVGer A-6738/2014 vom A-2589/2015 Seite 21 23. September 2015 E. 5.4.3; DEDEYAN, a.a.O. Rz. 13 m.H. und 19). Sol- che Interessen Dritter könnten sich vorliegend einerseits aus den Vertrau- lichkeitsabkommen und andererseits aufgrund des Inhaltes des EMPA-Be- richtes, der sich möglicherweise auf Berufs-, Geschäfts- oder Fabrikations- geheimnisse bez ieht, ergeben. Damit sich ein diesbezüglicher Überprü- fungsaufwand rechtfertigt, muss eine gewisse Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen von Ausnahmetatbeständen im Sinne von Art. 7 Abs. 1 Bst. g und h BGÖ genügen . Diesen Nachweis vermag die Vorinstanz mit ihren Vorbringen und der Bezugnahme auf den Inhalt des EMPA-Berichts sowie der Vertraulichkeitsabkommen zu erbringen . Anders als dies der Be- schwerdeführer vorbringt, kann nicht per se ausgeschlossen werden, dass die Lärmmessungen bzw. -beurteilungen schutzwürdigen Geheimnischa- rakter gemäss Art. 7 Abs. 1 Bst. h BGÖ aufweisen und mit den Vertraulich- keitsabkommen die Geheimhaltung von Informationen im EMPA-Bericht im Sinne von Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ zugesichert wurde. 6.3.2 Eine weitere Grundlage zur Anhörung der Propellerhersteller ist in Art. 11 BGÖ zu erblicken. Enthält das interessierende amtliche Dokument demnach Personendaten und zieht die Behörde die Gewährung des Zu- gangs in Betracht, so hat diese den betroffenen Personen Gelegenheit zur Stellungnahme einzuräumen. Der verwendete Begriff "Personendaten" deckt sich mit der weit gefassten Definition in Art. 3 Bst. a DSG, wonach alle Angaben, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare Person be- ziehen, darunter fallen (Botschaft zum BGÖ, S. 2016; BHEND/SCHNEIDER, a.a.O., Art. 11 Rz. 3). Da der EMPA-Bericht die Lärmimmissionen von Pro- pellern bestimmter, dem Beschwerdeführer bekannter Hersteller zum Ge- genstand hat, erfüllen diese Informationen die Qualität von Personendaten. Daraus folgt, dass sich unabhängig von der Frage, ob die Ausnahmebe- stimmungen gemäss Art. 7 Abs. 1 Bst. h und g BGÖ einschlägig sein könn- ten, eine Anhörung aufdrängt. Eine solche lässt sich auch nicht mit Blick auf die vorgesehene Anonymisierung von Personendaten im Sinne von Art. 9 Abs.1 BGÖ vermeiden, da diese nicht möglich ist, wenn spezifisch nach dem Zugang zu Personendaten ersucht wird, wie dies vorliegend ge- schehen ist. Selbst wenn unter Wahrung des begehrten Informationsge- halts eine gewisse Anonymisierung möglich sein sollte, könnten wohl an- hand der verbleibenden Informationen Rückschlüsse auf die Propellerher- steller gezogen werden. Eine Anhörung der betroffenen Dritten erscheint somit in mehrfacher Hinsicht als angezeigt. Aus dem Gesagten erhellt zu- dem, dass sich das entsprechende Erfordernis aus dem Inhalt der interes- sierenden amtlichen Dokumente ergibt. Nicht von Belang ist dagegen, wer A-2589/2015 Seite 22 den Auftrag für die Ausarbeitung des EMPA-Berichtes erteilt hat. Die Kos- ten, die der Vorinstanz durch die Anhörung der Propellerhersteller und üb- rigen Vertragspartner erwachsen, können unter Vorbehalt der nachfolgen- den Erwägungen (E. 6.4) dem Beschwerdeführer auferlegt und folglich auch der Kostenschätzung zugrunde gelegt werden. 6.4 Das Recht auf Stellungnahme be deutet, dass die betroffene Person ihre Meinung zum Zugangsgesuch äussern darf . Das Anhörungsrecht ist jedoch beschränkt auf den Zugang zu ihren Personendaten und betrifft nicht das Zugangsgesuch generell. Dazu sind ihr die für die Stellungnahme relevanten Informationen mitzuteilen. Für die Wahrnehmung des Anhö- rungsrechts muss die angehörte Person das vom Zugangsgesuch be- troffene amtliche Dokument kennen (BHEND/SCHNEIDER, a.a.O. Art. 11 Rz. 9). Demzufolge hat die Vorinstanz den Gegenparteien im Rahmen der Anhörung den EMPA-Bericht vorzulegen. Ob hierzu eine englische Über- setzung erforderlich ist (E. 6.5.1) und wer gegebenenfalls für die dadurch entstehenden Kosten aufzukommen hat (E. 6 .5.2), ist Gegenstand der nachfolgenden Erwägungen. 6.5 6.5.1 Indem die Vertraulic hkeitsabkommen in Englisch abgeschlossen wurden, Schiedsverfahren in selbiger Sprache abzuhalten wären und eine Propellerherstellerin ihren Sitz in den USA hat, bringt die Vorinstanz über- zeugende Gründe für die Übersetzung des EMPA-Berichts vor. Es fehlt im Übrigen an Anhaltspunkten, wonach die Gegenparteien bei anderer Gele- genheit vom Inhalt des EMPA -Berichtes bereit s Kenntnis erlangt haben könnten. Ausgehend davon stellt sich die Frage, ob die Übersetzungskos- ten unter den gebührenpflichtigen Aufwand der Anhörung zu subsumieren sind und dem Beschwerdeführer als Auslage überwälzt werden können o- der ob sie die Vorinstanz zu übernehmen hat. 6.5.2 Auch wenn bei der Konzeption der Gebührenordnung zum Öffentlich- keitsgesetz das Verursacherprinzip in angemessenem Rahmen zu berück- sichtigen ist, hegen der Beschwerdeführer und der EDÖB zu Recht Zweifel an der von der Vorinstanz beabsichtigten Kostenauflage . Die Vertraulich- keitsabkommen, welche die Vorinstanz, ein Ingenieurbüro und die Pilatus mit zwei Propellerherstellern abgeschlossen haben, beziehen sich auf den gegenseitigen Austausch von betriebsinternen Informationen, der mit Blick auf das Projekt "Lärmreduktion Propeller PC-21" stattfand. Sie regeln ins- besondere die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien im Umgang mit A-2589/2015 Seite 23 erhaltenen, vertraulichen Informationen. Wenn in den EMPA -Bericht ent- sprechende Informationen eingeflossen sind und nun die Preisgabe an die Öffentlichkeit und damit ein Vertragsbruch droht, so ist die Vorinstanz ver- traglich gehalten, zur Beilegung des Konflikts an die Vertragsparteien und insbesondere auch die Propellerhersteller zu gelangen . Damit die Ver- tragspartei aus den USA hierbei die möglichen Auswirkungen auf das Ver- traulichkeitsabkommen einschätzen kann , ist die Vorlage einer Überset- zung des EMPA-Berichts wohl unerlässlich. Das Zugangsgesuch bedingt somit auch aus vertraglichen Gründen eine Anhörung der Vertragsparteien sowie die Vorlage des EMPA-Berichtes in Englisch. Indem die Vorinstanz wissentlich und willentlich diese vertragliche Pflicht einging, rechtfertigt es sich, ihr die Kosten für die Übersetzung zu übertragen. Dies gilt umso mehr, als davon auszugehen ist, dass die Vertragsparteien einander Rechen- schaft über den Umgang mit erhaltenen Daten ablegen müssen und den Gegenparteien der Vorinstanz damit unabhängig vom vorliegenden Kon- flikt Einblick in den EMPA-Bericht zu gewähren ist. Gegen die Tragung der Kosten für die Übersetzung durch den Beschwer- deführer spricht ferner die Regelung zur Unterstützungspflicht der um Zu- gang ersuchten Behörde. Gemäss Art. 3 Abs. 3 VBGÖ ist die Behörde nicht verpflichtet, amtliche Dokumente für die Einsichtnahme nach dem Öf- fentlichkeitsgesetz zu übersetzen ; auch nicht in eine Amtssprache (vgl. MAHON/GONIN, a.a.O., Art. 6 Rz. 43). Indem der Behörde somit unab- hängig vom sprachlichen Vermögen des Gesuchstellers ein Aufwand bzw. eine Unterstützungspflicht erlassen wird, darf im Gegenzug erwartet wer- den, dass eine ausnahmsweise für die Anhörung von Dritten erforderliche Übersetzung nicht zulasten des Gesuchstellers geht. 6.6 Zusammenfassend spricht sich die Vorinstanz zu Recht für die Anhö- rung von Dritten als auch die Übersetzung des EMPA-Berichtes aus. Dem Beschwerdeführer können jedoch nur die Kosten für die Anhörung selber und nicht die Übersetzung als Vorarbeit hierzu überwälzt werden. Insoweit liegt ein offensichtlicher Fehler bei der Kostenschätzung vor, der zu korri- gieren ist. Die Vorinstanz legt in ihrer angefochtenen Verfügung dar, dass die Übersetzung Fr. 4'000.00 bis Fr. 8'000.00 kosten wird. Entsprechend hat sie bei ihrem Kostendach Fr. 8'000.00 berücksichtigt, da sie von Ge- samtkosten von Fr. 16'500.00 sowie von 85 Stunden Aufwand à Fr. 100.00 ausgeht. Von der Gesamtkostenschätzung ist somit der für die Überset- zung veranschlagte Betrag von Fr. 8'000.00 in Abzug zu bringen. 7. A-2589/2015 Seite 24 7.1 Der Beschwerdeführer erachtet es des Weiteren als äusserst fraglich, dass ausgerechnet die EMPA als Auftrag snehmerin und Erstelle rin des EMPA-Berichts für die Vorinstanz einen Schwärzungsvorschlag ausarbei- ten soll. Sollten Personendaten überhaupt zu anonymisieren sein, so sei die Vorinstanz durchaus selber in der Lage , dies durch die elektronische Abfrage von relevanten Begriffen zu bewerkstelligen. 7.2 Zu den gebühr enpflichtigen Vorbereitungshandlungen gehören das Einschwärzen von geheim beurteilten Passagen und die Anonymisierung von Personendaten. Der Aufwand für die Anonymisierung umfasst nicht nur die Löschung konkreter Namen und Bezeichnungen, sondern die Prüfung aller Dokumente Satz für Satz auf di e Frage hin, ob aus dem Kontext auf Dritte geschlossen werden kann. Denn nach der Rechtsprechung rechtfer- tigt die Gefahr, dass dank elektron ischer Suche im Internet schon mittels weniger Informationen auf Dritte geschl ossen werden kann, selbst bei ei- ner geringen Anzahl vorgenommener Anonymisierungen eine höhere Ge- bühr (Umsetzung BGÖ FAQ, Ziff. 8.2.3; Botschaft zum BGÖ, S. 2005, 2016 und 2027; DEDEYAN, a.a.O., Rz. 14 m.H.; Urteil des BVGer A -1200/2012 vom 27. November 2012 E. 4.3.2.3). 7.3 Wie vorstehend ausgeführt (E. 6.3.1), beinhaltet der EMPA -Bericht Personendaten und mit erheblicher Wahrscheinlichkeit auch geheim zu haltende Informationen im Sinne von Art. 7 Abs. 1 Bst. g und h BGÖ. Um diese Daten zu eruieren ist ein nicht zu unterschätzender Aufwand erfor- derlich, der sich nicht lediglich auf die Suche nach Begrifflichkeiten be- schränkt, sondern eine gründliche Durchleuchtung des EMPA-Berichts be- dingt. Die EMPA dürfte zur entsprechenden Überprüfung am geeignetsten sein. Als Verfasserin sind ihr die besten Kenntnisse des EMPA-Berichts wie auch das nötige fachliche Wissen zu attestieren. Der Vorinstanz ist nicht vorzuwerfen, dass sie diese Aufgabe nicht selber erfüllen möchte, da Be- hörden befugt sind, soweit nötig externe Spezialisten zur Prüfung von Do- kumenten beizuziehen und die entstehenden Kosten als Auslagen zu ver- rechnen (Art. 14 VBGÖ i.V.m. Art. 6 Abs. 2 Bst. a AllgGebV; vgl. DEDEYAN, a.a.O., RZ. 17). Der durch die Vorinstanz auf 20 Stunden bzw. Fr. 2'000.00 geschätzte Aufwand des EMPA erscheint vor diesem Hintergrund nicht als übermässig bzw. liegt innerhalb des Ermessensspielraums der Vorinstanz. 8. Der Beschwerdeführer ist generell der Auffassung, die Vorinstanz würde für ihren eigenen Aufwand von einer zu hohen Anzahl Stunden ausgehen. A-2589/2015 Seite 25 8.1 Bei einer nach Zeitaufwand zu erhebenden Gebühr ist zu prüfen, ob der kostenpflichtigen Partei angemessen viele Stunden verrechnet werden (vgl. Urteil e des BVGer A -3593/2014 vom 13. April 2015 E. 4.4; A-3885/2014 vom 19. Februar 2015 E. 5.1; A-514/2013 vom 15. Dezember 2014 E. 6.6). Da die Vorinstanz ihren Stundenaufwand vorliegend erst ab- geschätzt hat und dieser damit noch nicht definitiv feststeht, können die getroffenen Annahmen ‒ wie bereits mehrfach erwähnt (vgl. E. 5.3) ‒ nur zurückhaltend auf ihre Angemessenheit hin überprüft werden. 8.2 Für die Anhörung von Dritten (vgl. E. 6) rechnet die Vorinstanz mit ei- nem Aufwand von 23 Stunden. Wie dargelegt (E. 6.3), zieht die Vorinstanz zu Recht die Anhörung der Propellerhersteller sowie der übrigen Vertrags- parteien der Vertraulichkeitsabkommen in Betracht. Sie sollen sich zum EMPA-Bericht und seiner allfälligen Veröffentlichung äussern können. An- gesichts des Umfanges des EMPA-Berichts und der Anzahl anzuhörender Personen ist der mutmassliche Zeitbedarf nicht als übermässig zu betrach- ten. 8.3 Weitere 38.5 Arbeitsstunden sollen gemäss Vorinstanz für die Lektüre der Dokumente sowie interne Abklärungen durch diverse Fachpersonen wie Öffentlichkeitsberater, Juristen und Fachleute der Kommunikation und der betroffenen Bereiche anfallen. Vorab ist festzuhalten, dass solche Auf- wände im Gebührentarif der VBGÖ eine rechtliche Grundlage finden (Um- setzung BGÖ FAQ, Ziff. 8.2.3; Empfehlungen der Generalsekretärenkon- ferenz, 2. Abschnitt, Ziff. 5 Abs. 1 Bst. c). Mit Blick auf die Seitenzahl des EMPA-Berichts und die Vielzahl involvierter Stellen und Personen liegt auch diese Schätzung innerhalb des Ermessensspielraumes der Vo- rinstanz. 8.4 Von den für die Prüfung der Vertraulichkeitsabkommen veranschlagten 3.5 Stunden entfallen 2 Stunden auf die Anhörung von Dritten. Da wiede- rum alle Vertragsparteien konsultiert werden müssen, ist auch diese Schät- zung des Aufwandes nicht zu beanstanden. Der vom Beschwerdeführer angeführte durchschnittliche Aufwand in Minuten je z u prüfende Seite ist alsdann wenig aussagekräftig, da sich vorliegend mehrere Personen und Stellen mit der Überprüfung zu befassen haben bzw. in diese einzubezie- hen sind. Ein vernünftiger Vergleich zu anderen Zugangsgebühren lässt sich anhand dieser Kennzahl jedenfalls nicht ziehen. 8.5 Insgesamt erachtet das Bundesverwaltungsgericht die Schätzung des Aufwandes auf 65 Stunden bzw. Fr. 6'500.00 als rechtmässig. Dennoch ist A-2589/2015 Seite 26 die Vorinstanz bei der Bearbeitung des Gesuchs gehalten, die tatsächli- chen Kosten möglichst tief bzw. unter der Schätzung zu halten. Das Inte- resse nach einer rationellen und effektiven Verwaltung schlägt sich einer- seits wohl in der Gebührenregelung nieder , womit ein Mehraufwand der Verwaltung verhindert und damit die Kostenneutralität des Öffentlichkeits- prinzips gewährleistet werden soll (vgl. DEDEYAN, a.a.O., Rz. 2). Anderer- seits dürfen aber auch nur Kosten für Vorgänge erhoben werden, die die- sen Grundsätzen entsprechen. Die Behörde hat die Pflicht, zu r Wirksam- keit des Öffentlichkeitsprinzips beizutragen. Dazu gehören Massnahmen, welche die Bearbeitungszeit senken und die Abläufe rationalisieren, damit ein möglichst geringer Aufwand und kostengünstiger Zugang die Regel ist. Abweichungen davon sollen die rechtfertigungsbedürftige Ausnahme blei- ben (DEDEYAN, a.a.O., Rz. 26; HERBERT BURKERT, Handkommentar BGÖ, Art. 17 Rz. 34). 9. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, aufgrund der geografisch weit verbreiteten Betroffenheit durch die Lärmimmissionen der PC -21 bestehe zweifelsohne ein überwiegendes öffentliches Interesse am Zugang zu den interessierenden Dokumenten, weshalb im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Bst. a AllgGebV auf die Erhebung einer Gebühr gänzlich zu verzichten sei. 9.1 Art. 17 Abs. 2 BGÖ bzw. Art. 15 VBGÖ sehen verschiedene Gründe vor, weshalb eine Gebühr ausnahmsweise erlassen bzw. reduziert werden kann (vgl. E. 5.1). Vorliegend ist nicht ersichtlich, dass ein solcher Tatbe- stand erfüllt sein könnte. Mit Blick auf die materielle Beurteilung des Zu- gangsgesuchs und ohne dieser vorzugreifen, ist jedoch auf Art. 15 Abs. 3 VBGÖ hinzuweisen. Diese Bestimmung ist mit identischem Wortlaut im 4. Abschnitt Ziff. 13 der Empfehlungen der Generalsekretärenkonferenz wiedergegeben und räumt der Behörde die Möglichkeit ein, auf die Gebüh- renerhebung zu verzichten oder die Gebühr zu reduzieren , wenn sie das Zugangsgesuch ablehnt oder den Zugang nur teilweise gewährt. Die Vo- rinstanz hat gegebenenfalls von diesem Ermessen Gebrauch zu machen (vgl. DEDEYAN, a.a.O., Rz. 40 ff.). Indem überdies vorgesehen ist, dass für den Zugang zu amtlichen Dokumenten "in der Regel" eine Gebühr zu er- heben ist, wird deutlich, dass der Behörde bei der Festsetzung einer Ge- bühr generell ein erheblicher Ermessensspielraum zukommt. Die Ausnah- men von der Gebührenpflicht gemäss Gesetz und Verordnung sind nicht abschliessend. Die Vorinstanz kann folglich weitere Umstände berücksich- tigen und hat beispielsweise auch einen Verzicht gemäss Art. 3 Abs. 2 Bst. a AllgGebV in Verbindung mit Art. 14 VBGÖ in Betracht zu ziehen, wie A-2589/2015 Seite 27 dies der Beschwerdeführer propagiert (vgl. E. 6.1; DEDEYAN, a.a.O., Rz. 46 ff.; DEDEYAN/GOTSCHEV, a.a.O., Art. 17 Rz. 6 und 12; Bundesamt für Justiz, Erläuterungen VBGÖ, Ziff. 6.2). 9.2 Die Parteien tragen bereits im Rahmen des vorliege nden Verfahrens ihre gegenläufigen Standpunkte bezüglich des Vorliegens der Vorausset- zungen für einen Gebührenverzicht im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Bst. a Allg- GebV vor. Da ein derartiger Erlass eine umfassende Würdigung der Um- stände bedingt, ist dieser nicht im Rahmen der streitgegenständlichen Kos- tenschätzung in Erwägung zu ziehen und dieser zugrunde zu legen. Auf die entsprechenden Vorbringen der Parteien ist folglich nicht weiter einzu- gehen. Die Vorinstanz ist jedoch gehalten, zusammen mit der abschlies- senden materiellen Beurteilung des Zugangsgesuchs ihren erheblichen Er- messensspielraum bei der Festsetzung der Zugangsgebühr pflichtgemäss auszuüben. Sie darf dabei insbesondere den Sinn und Zweck des Öffent- lichkeitsprinzips nicht aus den Augen ve rlieren (Umsetzung BGÖ FAQ, Ziff. 8.2.1; DEDEYAN, a.a.O., Rz. 11 und 47 ; HERBERT BURKERT, a.a.O., Art. 17 Rz. 6 und 10; Urteile des BVGer A-6738/2014 vom 23. September 2015 E. 5.4.4; A-1200/2012 vom 27. November 2012 E. 3.6). 10. Die von der Vorinstanz auf insgesamt Fr. 16'500.00 geschätzte Gebühr ist unter Abzug des Kostenanteils für die Übersetzung in der Höhe von Fr. 8'000.00 neu auf Fr. 8'500.00 festzusetzen (vgl. E. 6.6). Dieser Betrag fungiert als Obergrenze. Dispositiv-Ziff. 1 Bst. d der Verfügung der Vor- instanz vom 19. März 2015, welche die Auslagen für die Übersetzung als gebührenwirksame Aufwandposition festlegt , ist entsprechend aufzuhe- ben. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. Die definitive Festsetzung der Gebühr erfolgt erst mit Abschluss des Zugangsverfahrens und hat sich an den vorerwähnten Überlegungen zu orientieren. 11. 11.1 Die Verfahrenskosten sind in der Regel von der unterliegenden Partei zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Vorinstanz trägt als Bundesbehörde keine Verfahrenskosten (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Obsiegen und Unterliegen im Prozess ist grundsätzlich nach den Rechtsbegehren der Beschwerde führenden Partei, gemessen am Ergebnis der Anfechtung des vorinstanz- lichen Entscheids, zu beurteilen (BGE 123 V 165 E. 3c). Auf die Reihen- folge in der Beschwerdeschrift sowie die Aufteilung der Begehren in Haupt- und Eventualbegehren etc. kommt es dabei nicht an. Abzustellen ist auf A-2589/2015 Seite 28 das materiell wirklich Gewollte ( MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 4.43). Der Beschwerdeführer hat mit seinen Anträgen teilweise ob- siegt, ist doch von der ursprünglich verfügten voraussichtlichen Gebühr von Fr. 16'500.00 lediglich ein Anteil von Fr. 8'500.00 in Aussicht zu stellen. Es ist daher angezeigt, dem Beschwerdeführer die Hälfte der auf Fr. 1'800.00 angesetzten Verfahrenskosten, mithin Fr. 900.00 aufzuerlegen. Dieser Be- trag ist dem Kostenvorschuss von Fr. 1'800.00 zu entnehmen. Der Restbe- trag von Fr. 900.00 ist bei Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzu- erstatten. 11.2 Ganz oder teilweise obsiegende Part eien haben für ihnen erwach- sene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Bei nur teilweisem Obsiegen ist die Entschädigung entsprechend zu kürzen (Art.7 Abs. 2 des Regle- ments über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs- gericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Entschädigung umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere Auslagen der Parteien (vgl. Art. 8 ff. VGKE). Wird wie vorliegend keine Kostennote eingereicht, so setzt das Gericht die Entschädigung aufgrund der Akten fest (Art. 14 Abs. 2 VGKE). In Anbetracht des mutmasslichen Arbeits - und Zeitaufwands für das vorliegende Verfahren erscheint eine reduzierte Entschädigung von Fr. 2'000.00 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteue rzuschlag im Sinne von Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE) als angemessen. Sie ist der Vorinstanz zur Be- zahlung aufzuerlegen. Die Vorinstanz hat als Bundesbehörde keinen An- spruch auf Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, die voraussichtliche Zu- gangsgebühr wird auf maximal Fr. 8'500.00 festgesetzt und Dispositiv - Ziff. 1 Bst. d der Verfügung der Vorinstanz vom 19. März 2015 aufgehoben. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 2. Dem Beschwerdeführer werden Verfahrenskosten von Fr. 900.00 aufer- legt. Dieser Betrag wird dem Kostenvorschuss entnommen. Der Restbe- trag von Fr. 900.00 wird zurückerstattet. A-2589/2015 Seite 29 3. Dem Beschwerdeführer wird eine durch die Vorinstanz nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils auszurichtende Parteientschädigung von Fr. 2'000.00 zugesprochen. 4. Dieses Urteil geht an: – den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) – die Vorinstanz (Ref-Nr. 012-A1000-04; Einschreiben) – das Generalsekretariat VBS (Gerichtsurkunde ; zuhanden der be- schwerdeberechtigten Instanz) Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: Jürg Steiger Matthias Stoffel Rechtsmittelbelehrung: Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun- desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange- legenheiten geführt werden ( Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts- schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be- schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). Versand: