<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2019-05-07-6B_408-2019.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>6B_408/2019</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 7. Mai 2019</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Strafrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Denys, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiberin Arquint Hill. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern, </div> <div class="para">Beschwerdegegnerin. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Rechtskräftiger Strafbefehl infolge Rückzug der Einsprache (Wiederherstellung); Nichteintreten, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 12. März 2019 (BK 19 97). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Der Präsident zieht in Erwägung:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Die regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland verurteilte den Beschwerdeführer mit Strafbefehl vom 5. November 2018 wegen Drohung und Beschimpfung zu einer bedingten Geldstrafe und einer Verbindungsbusse. Die am 6. November 2018 dagegen erhobene Einsprache zog der Beschwerdeführer am 15. November 2018 ausdrücklich zurück. In der Folge wandte er sich dennoch mehrfach an die Staatsanwaltschaft, welche am 18. Februar 2019 verfügte, dass das sinngemässe Gesuch um Wiederherstellung abgewiesen und die Rechtskraft des Strafbefehls festgestellt werde. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Bern mit Beschluss vom 12. März 2019 ab. </div> <div class="para">Der Beschwerdeführer wendet sich an das Bundesgericht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Rechtsschriften haben ein Begehren, d.h. einen Antrag, und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten (<span class="artref">Art. 42 Abs. 1 BGG</span>). In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>), wobei für die Anfechtung des Sachverhalts und die Rüge der Verletzung von Grundrechten qualifizierte Rügeanforderungen gelten (<span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Das Obergericht erwägt, die Staatsanwaltschaft habe das sinngemässe Gesuch um Wiederherstellung richtigerweise abgewiesen. Der Rückzug der Einsprache sei gesetzmässig erfolgt. Aus den Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich seiner polizeilichen Einvernahme sowie aus seinen verständlichen und in sich schlüssigen Eingaben ergebe sich deutlich, dass er durchaus im Stand sei, vernunftgemäss zu handeln. Angesichts dessen sowie unter Würdigung des von ihm eingereichten Gutachtens und der ärztlichen Zeugnisse sei nicht davon auszugehen, dass er vollständig unfähig (gewesen) sei, die Tragweite seiner Handlungen zu überblicken und gemäss diesen Einsichten zu handeln. Insbesondere lasse sich nicht der Schluss ziehen, er sei am 15. November 2018 nicht fähig gewesen, vernunftgemäss zu handeln. Er sei sich bewusst gewesen, dass er den Rückzug der Einsprache erkläre. Wenn er vorbringe, die Eingaben an die Strafbehörden würden ihm von Drittpersonen diktiert, widerspreche dies dem Umstand, dass er anlässlich seiner Einvernahme verstanden habe, um was es gehe, und er adäquat Auskunft habe geben können. Dass er gesundheitliche Einschränkungen habe, sei unbestritten. Diese gingen aber nicht so weit, dass er grundsätzlich unfähig wäre, vernunftgemäss zu handeln. Es fehlten manifeste Anhaltspunkte, welche seine Urteils- und Handlungsfähigkeit in der fraglichen Zeitspanne ernsthaft in Zweifel ziehen könnten. Sein Antrag auf Begutachtung sei abzuweisen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Was an den Erwägungen des Obergerichts willkürlich oder sonstwie bundesrechtswidrig sein könnte, sagt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nicht. Er beschränkt sich vor Bundesgericht vielmehr ausschliesslich darauf, unter Darlegung seiner eigenen Sicht die bereits vor Obergericht vorgebrachten Standpunkte zu erneuern, ohne sich indessen mit den Erwägungen im angefochtenen Beschluss auch nur im Geringsten zu befassen. Aus der Beschwerde ergibt sich mithin nicht, inwiefern das Obergericht mit dem angefochtenen Beschluss gegen das geltende Recht im Sinne von <span class="artref">Art. 95 BGG</span> verstossen haben könnte. Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>; <span class="artref">Art. 106 Abs. 2 BGG</span>) nicht einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Ausnahmsweise kann auf eine Kostenauflage verzichtet werden (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b> Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Kosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 7. Mai 2019 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Denys </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill </div> </div></body></html>