<h2>SubmittedText<h2><p>Rund 200 Delegierte aus 21 Staaten verabschiedeten an der Euromontana, einer Tagung zur Erörterung der Zusammenarbeit unter europäischen Berggebieten, eine Resolution.</p><p>Ich frage den Bundesrat:</p><p>Ist der Bundesrat bereit, im Sinne der Resolution der Euromontana vom 4. September 1995, Organisationen zu unterstützen, welche:</p><p>- sich für die Förderung und Entwicklung der Berggebiete in der Schweiz einsetzen; und</p><p>- den Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen den Berggebieten von Ost- und Westeuropa fördern?</p><p>Voraussetzung wäre, dass in allen Bereichen eine nachhaltige Entwicklung angestrebt wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Anliegen der Erhaltung und nachhaltigen Entwicklung des Berggebietes ist unbestritten. Eine Vielzahl von Organisationen befasst sich mit dem Berggebiet als Ganzes oder Teilaspekten. Entsprechende Vielfalt herrscht denn auch bei den Zielsetzungen dieser Organisationen.</p><p>1. Der Bundesrat ist der Meinung, dass eine generelle Unterstützung entsprechender Organisationen kein gangbarer Weg für eine effiziente Förderung darstellt. Eine Unterstützung könnte im Rahmen von ganzheitlichen Anliegen nur projektbezogen von Fall zu Fall erfolgen. Mit dem in Vorbereitung stehenden Bundesbeschluss über Massnahmen zur Flankierung des Strukturwandels im ländlichen Raum (Regio plus) werden im Sinne der Anfrage die entsprechenden Mittel und Instrumente vorgeschlagen.</p><p>2. In der Berggebietspolitik gibt es weder Modelle noch Konzepte, die einfach auf andere Regionen übertragen werden können. Langfristig angelegte Austauschbeziehungen können aber gegenseitig die Anstrengungen befruchten. Die bilaterale Zusammenarbeit (beispielsweise Berggebietsprojekt Albanien) steht dabei im Vordergrund und wird weiter gefördert. Im weiteren wird der multilaterale Erfahrungsaustausch über existierende Netzwerke durch die Dehzo (Direktion für Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und technische Zusammenarbeit mit Zentral- und Osteuropa) unterstützt. Anpassungen an veränderte und neue Bedürfnisse werden laufend vorgenommen.</p>