Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 7. September 2017 (720 17 146 / 239) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Anhand der vorhandenen Akten können weder die Anteile Erwerb/Haushalt noch die ge- sundheitliche Beeinträchtigung mitsamt deren Auswirkung auf die Erwerbstätigkeit und den Aufgabenbereich beurteilt werden. Rückweisung an die Vorinstanz. Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsri chterin Elisabeth Berger Götz, Kantonsrichter Markus Mattle, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann Parteien A.____ , Beschwerdeführerin , vertreten durch Jan Herrmann , Recht s- anwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109 , 4102 Binningen , Beschwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Die 1972 geborene A.____ ist seit dem 14. Novemb er 2006 bei der Kirchgemeinde B.____ als Verwalterin (Pensum 30%) angestellt. Zud em war sie vom 1. März 2011 bis 31. Ja- nuar 2013 in einem Pensum von circa 15% für die C._ ___AG als Buchhalterin tätig. Am 8. Dezember 2014 meldete sie sich unter Hinweis auf unfallbedingte Schmerzen sowie psychi- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht sche Beschwerden bei der Eidgenössischen Invalidenversicheru ng (IV) zum Bezug von Leis- tungen an. Nachdem die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) gesundheitliche und erwerbliche Abklärungen vorgenommen und zudem Eingliederungsmassnahm en durchgeführt hatte, ver- neinte sie nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 4. April 2017 einen Anspruch von A.____ auf eine Rente. Zur Begründung hi elt sie im Wesentlichen fest, dass die Erfordernisse einer durchgehenden Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40% während eines Jah- res ohne wesentlichen Unterbruch und einer fortdauer nden Erwerbsunfähigkeit von mindestens 40% nicht erfüllt seien. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwa lt Jan Herrmann, am 18. Mai 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteil ung Sozialversicherungsrecht (Kan- tonsgericht). Sie beantragte, in Aufhebung der Verf ügung vom 4. April 2017 sei die Beschwer- degegnerin anzuweisen, ihr spätestens ab 8. Juni 2015 bis 31. März 2016 eine befristete ganze Rente und spätestens ab 1. April 2016 mindestens eine halbe Rente auszurichten. Eventualiter sei ein gerichtliches polydisziplinäres Gutachten anzuordne n; unter o/e-Kostenfolge. Zur Be- gründung führte sie im Wesentlichen aus, dass der angef ochtene Entscheid auf unzureichen- den medizinischen Unterlagen beruhe und die Anspruchsvoraussetzungen für eine Rente erfüllt seien. Die Berechnung des Invaliditätsgrades sei anhand d er allgemeinen Methode des Ein- kommensvergleichs vorzunehmen. Selbst wenn die Invalidität sbemessung nach der gemisch- ten Methode zu bestimmen wäre, habe die IV-Stelle di e Abklärungspflicht verletzt, da sie keine Haushaltsabklärung durchgeführt habe. C. In ihrer Vernehmlassung vom 31. Mai 2017 schloss die IV -Stelle auf Abweisung der Be- schwerde. D. Die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 8. Juni 2017 wurde der Beschwerdegegnerin am 12. Juni 2017 zugestellt. Die IV-Stelle verzichtete auf eine Stellungnahme. E. Am 6. Juni 2016 zog das Kantonsgericht bei der Unfal lversicherung die Akten der Be- schwerdeführerin bei. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über d ie Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV- Stellen direkt vor dem Versiche- rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werde n. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig- keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO ) vom 16. Dezember 1993 beur- teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als ein zige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stell e. Es ist somit auch sachlich zur Be- handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde der Versicherten vom 18. Mai 201 7 ist einzutreten. Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich m indestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen T eil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähig keit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit be dingte, volle oder teilweise Unfä- higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut bare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in e inem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunf ähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geist igen oder psychischen Gesundheit verur- sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederun g verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti- ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem G rad der Invalidität wie folgt abge- stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine gan ze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 6 0%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 3.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG an- wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die B estimmung des Invaliditätsgrades das Er- werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen k önnte, in Beziehung gesetzt zum Er- werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht inva lid geworden wäre. Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (BGE 141 V 20 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 114 V 313 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 3.2 Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Auf gabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werde n kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abge stellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Ab s. 2 IVG). Dies ist die spezifische Me- thode der Invaliditätsbemessung (Betätigungsvergleich; BGE 141 V 20 E. 3.2). Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.3 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sin d oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbe reich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Absatz 2 festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatte n oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Inval iditätsgrad in beiden Bereichen zu be- messen (Art. 28a Abs. 3 IVG). Dies ist die gemischte Meth ode der Invaliditätsbemessung (BGE 141 V 20 f. E. 3.2 mit Hinweisen). Ist bei diesen Versicherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundhe itsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich nach d en Grundsätzen für Erwerbstäti- ge zu bemessen (Art. 27 bis der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961). 3.4 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitwei lig erwerbstätig oder als nichter- werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträcht igung bestünde (BGE 141 V 20 E. 3.1). Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sond ern in welchem Pensum sie hypo- thetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 507 E. 3.3 mit H inweisen). Bei im Haushalt tätigen Ver- sicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiäre n, sozialen und erwerblichen Verhält- nisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Bega- bungen zu berücksichtigen (BGE 125 V 150 E. 2c). Die Sta tusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der V erfügung (hier: 4. April 2017) entwi- ckelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche B eweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 141 V 20 E. 3.1 mit Hinweisen). 4.1 Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Beschwerdeführ erin seit dem 14. November 2006 in einem Pensum von 30% bei der Kirchgemeinde B.____ als Verwalterin angestellt ist. Zudem war sie vom 1. März 2011 bis 31. Januar 2013 in einem Pensum von circa 15% für die C.____AG als Buchhalterin tätig. Diese Anstellung löste sie ihren Angaben zufolge aus ge- sundheitlichen Gründen auf (vgl. IV-act. 20 und 22). Da neben ist sie als Ehefrau und Mutter zweier Kinder (Jahrgänge 2003 und 2005) im Haushalt t ätig (vgl. IV-act. 1). Diese Umstände sprechen dafür, dass die Beschwerdeführerin als Gesunde i m Zeitpunkt des Verfügungserlas- ses mit überwiegender Wahrscheinlichkeit einer teilzeitli chen Erwerbstätigkeit nachgegangen wäre und der Invaliditätsgrad daher nach der gemischten Methode zu ermitteln ist. Wenn sie geltend macht, es liege ein mit dem Urteil des Europä ischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) in Sachen Di Trizio gegen Schweiz vom 2. Februar 2016 (7186/09) vergleichbarer Sachverhalt vor, da sie ihr Arbeitspensum aus familiären Gründen zufolge Geburt der beiden Kinder in den Jahren 2003 und 2005 auf ein Teilzeitpe nsum reduziert habe, kann ihr nicht ge- folgt werden. Anders als im genannten EGMR-Urteil geht es hier um eine erstmalige Rentenzu- sprache an eine während des ganzen massgebenden Beurteilungszeitraumes als teilerwerbstä- tig mit Aufgabenbereich zu qualifizierende versicherte Person. Auf diese Konstellation findet die Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht gemischte Methode grundsätzlich weiterhin Anwendung (vgl . BGE 143 I 50, E. 4). Daher kann sie aus dem EGMR-Urteil nichts für sich ableiten. 4.2 Der Beschwerdeführerin ist aber insofern beizupflicht en, dass bei dieser Sachlage – entgegen der Auffassung der IV-Stelle – nicht auf die Durchführung einer Haushaltsabklärung verzichtet werden kann. Da sich die Invalidität bei der gemischten Methode aus der Addierung der in den Bereichen Erwerb und Haushalt ermittelten und gewichteten Teilinvaliditäten bemisst (vgl. E. 3.3 hiervor), lässt sich ohne Abklärungen im Hau shalt nicht beurteilen, ob die Be- schwerdeführerin während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min- destens 40% arbeitsunfähig und nach Ablauf dieses Jahres z u mindestens 40% invalid war (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG). Dadurch, dass die IV -Stelle weder die Anteile Erwerb/Haushalt festgelegt noch die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Haushalt durch eine Fachperson abgeklärt hat, hat sie den rechtserheblichen Sachverhalt nur unvollständig abgeklärt und damit den Untersuchungsgrundsatz verletzt (Art. 43 Abs. 1 ATSG ). Die angefochtene Verfügung vom 4. April 2017 ist bereits aus diesem Grund aufzuheben. Abklärungsdefizite ergeben sich aber auch in medizinischer Hinsicht, wie aus den nachfolgenden Ausführungen zu entnehmen ist. 5. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus- mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. 5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insb esondere auch bei der Beurtei- lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist di e Verwaltung – und im Beschwerdefall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach- leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund- heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (v gl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an- deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förm liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilun g des streitigen Rechtsanspruchs ge- statten. Insbesondere darf es bei einander widerspreche nden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu- geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend , ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen b eruht, auch die geklagten Beschwer den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle- gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurte ilung der medizinischen Situation Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtspre chung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung auf zustellen (vgl. die ausführliche Zusam- menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So kommt bei spielsweise Berichten und Gutachten ver- sicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachperso nen oder gar wie einem Gerichtsgut- achten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Ver- sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und S chlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen v orzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts v om 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 6. Für die Beurteilung des vorliegenden Falls sind im W esentlichen die folgenden medizini- schen Unterlagen zu berücksichtigen: 6.1 Die Unfallversicherung der Versicherten gab beim Z entrum D.____, ein rheumatolo- gisch-orthopädisches Gutachten in Auftrag, welches am 12. F ebruar 2016 erstattet wurde. Da- rin wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit pe rsistierende, bewegungs- und belastungs- abhängige Schmerzen submalleolar lateral links bei Stat us nach Trippelarthrodese und Ver- dacht auf Tendintis der Peronealsehne durch Osteosynth esematerieal, eine immobilisationsbe- dingte Wadenatrophie links und anamnestisch Schmerzen im Oberschenkel und Wadenbereich und intermittierend auftretende Rückenschmerzen links d iagnostiziert. Es bestünden vor allem eine verminderte Belastungstoleranz im Bereich des link en Fusses und im Bereich der Len- denwirbelsäule (LWS) linksbetont. Aufgrund der aktuell en Anamnese, der klinischen Befunde und der Resultate der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) sei der Versicherten die bisherige Tätigkeit bei einem ergonomisch angepasste n Arbeitsplatz zumindest in einem Pensum von 30% zumutbar. Anderweitige leichte, derzeit überwiegend sitzende, wechselbelas- tende Tätigkeiten während drei Halbtagen mit Unterbrechung vom Sitzen durch kurze Geh- und Stehpausen seien der Versicherten ebenfalls zumutbar. 6.2.1 Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie u nd Traumatologie des Bewegungsap- parates, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Base l, führte am 30. November 2016 aus, dass keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auszumachen sei. Abgesehen von behandlungsbedingten Unterbrüchen wegen operativer Int erventionen und den damit zusam- menhängenden postoperativen Nachbehandlungen bestünden keine medizinischen Befunde, die die Beschwerdeführerin in ihrer beruflichen Tätig keit als Finanzverwalterin einschränken würden. Die abweichende Beurteilung im Gutachten des Zentrums D.____ vom 12. Februar 2016 beziehe sich nicht nur auf die Fussproblematik, so ndern auch auf eine lumbale Schmerz- problematik. Diese sei aber unklarer Ätiologie und könne deshalb unter streng gutachterlichen Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht Kriterien keine massgebliche dauerhafte Limitierung de r Arbeitsfähigkeit begründen. Jedenfalls werde eine Tätigkeit im Pensum von 30% als zumutbar erach tet. Funktionsausfälle von Dauer, die nach Ausschöpfung aller therapeutischen Möglichkeiten eine massgebliche Limitierung der Arbeitsfähigkeit in einer schwerpunktmässig sitzenden Tät igkeit begründen könnten, würden nicht beschrieben. Vielmehr lasse der Wirbelsäulenstatus k ein pathologisches Korrelat erken- nen, welches eine massgebliche therapeutische Intervention rechtfertigen könnte. Psychiatrisch sei keine relevante Arbeitsunfähigkeit auszumachen. Rückbli ckend sei davon auszugehen, dass die Versicherte in ihrer angestammten Tätigkeit ab 8. April 2014 aus therapeutischen Gründen vollständig arbeitsunfähig gewesen sei. Ab 11. August 2014 habe wieder eine voll- ständige Arbeitsfähigkeit bestanden. Operationsbeding t habe ab dem 21. Januar 2015 wiede- rum eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ab dem 29. Juni 2015 betrage die Arbeits- fähigkeit wieder 100%. Zufolge der Materialentfernung am 9. Februar 2016 habe wiederum eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis 9. März 2016 bestanden. Ab dem 10. März 2016 sei die Ver- sicherte in einer bisherigen Tätigkeit unlimitiert arbeitsfähig. 6.2.2 Am 3. Februar 2017 hielt Dr. E.____ ergänzend fest, dass die Versicherte ab 12. März 2013 vollständig arbeitsunfähig gewesen sei. Ab 8. Jul i 2013 habe wieder eine vollständige Ar- beitsfähigkeit bestanden. Weiter sei die Versicherte seit dem operativen Eingriff am 20. August 2013 wiederum vollständig arbeitsunfähig gewesen. Ab 18. November 2013 betrage die Ar- beitsunfähigkeit 50%. Aufgrund weiterer Operationen sei ab 7. April 2014 bis 10. August 2014 wiederum von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. 6.3 Im Rahmen des Einwandverfahrens führte Dr. E.____ am 23. März 2017 aus, dass er die echtzeitlichen Berichte und Befunde unter ergonom isch-funktionellen Kriterien ausgewertet habe. Demnach sei im Zeitraum vom 12. März 2013 bis 10. März 2016 keine vollständige Ar- beitsunfähigkeit ausgewiesen. Die detaillierten und e chtzeitlichen Befunde würden ihm eine Verlaufsbeurteilung der Arbeitsfähigkeit ermöglichen. Neue medizinische Befunde oder Eckda- ten, die eine abweichende RAD-Beurteilung nahe legen könnten, würden nicht vorliegen. 7. Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtene n Verfügung vom 4. April 2017 bei der Würdigung des massgebenden medizinischen Sachverh alts auf die erwähnten Stel- lungnahmen des RAD-Arztes Dr. E.____ vom 30. November 2016, 3. Februar 2017 und 23. März 2017. Demnach sei davon auszugehen, dass die Er fordernisse einer durchgehenden Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40% während eines J ahres ohne wesentlichen Unterbruch und einer fortdauernden Erwerbsunfähigkeit von mind estens 40% nicht erfüllt seien. Wie oben ausgeführt, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versiche- rungsfall wie hier ohne Einholung eines externen Guta chtens entschieden werden soll. Beste- hen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinter- nen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärung en vorzunehmen (vgl. E. 5.3 hiervor und die dortigen Rechtsprechungshinweise). Solche Zweife l an der Schlüssigkeit der Zumut- barkeitsbeurteilung des RAD-Arztes Dr. E.____ ergeben sich zunächst aus dem von der Unfall- versicherung beim Zentrum D.____ in Auftrag gegebene G utachten vom 12. Februar 2016. Während Dr. E.____ eine Diagnose mit Auswirkung auf di e Arbeitsfähigkeit verneint und davon ausgeht, dass – abgesehen von behandlungsbedingten Unt erbrüchen – keine Befunde bestün- Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht den, die die Beschwerdeführerin in ihrer Leistungsfähi gkeit einschränken, ergibt sich aus dem Gutachten des Zentrums D.____ vom 12. Februar 2016 ein anderes Bild. So werden im Gut- achten Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt und nach Durchführung eines EFL empfohlen, Anpassungen am (bisherigen) Arbeitsplat z vorzunehmen und das Arbeitspen- sum auf drei Halbtage zu verteilen, was für eine Beein trächtigung des Leistungsvermögens spricht. Zwar enthält das Gutachten des Zentrums D.____ weder eine vollständig Begründung noch eine hinreichende Beurteilung der Arbeitsfähig keit, wird doch lediglich erörtert, dass der Beschwerdeführerin eine berufliche Tätigkeit im Umfang von 30% weiterhin zumutbar sei. Den- noch lässt es Zweifel an der Beurteilung des RAD-Arztes D r. E.____ aufkommen. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Unfallversicherung ab dem 20. Aug ust 2013 durchgehend bis 22. März 2016 gestützt auf die Beurteilungen der behandelnden Ärzte eine vollständige Arbeitsunfähig- keit anerkannte. Auch der lange Heilverlauf und die gl aubhafte Aussage der Beschwerdeführe- rin, die Stelle bei der C.____AG Ende Januar 2013 a us gesundheitlichen Gründen aufgelöst zu haben (vgl. E. 4.1 hiervor), begründen weitere, zumi ndest geringe Zweifel an der Zuverlässig- keit der Beurteilung des RAD-Arztes. Da vorliegend Zweif el an der Zuverlässigkeit und Schlüs- sigkeit der von der Beschwerdegegnerin eingeholten und a ls massgeblich erachteten versiche- rungsinternen Beurteilung von Dr. E.____ bestehen, kann nach dem oben Gesagten (vgl. E. 5.3 hiervor) bei diesem Beweisergebnis nicht auf die bet reffende versicherungsinterne Beurteilung abgestellt werden, weshalb die angefochtene Verfügung auch aus diesem Grund aufzuheben ist. 8. Im Ergebnis können anhand der vorhandenen Akten im hier massgebenden Zeitraum weder die Anteile Erwerb/Haushalt noch die gesundhei tliche Beeinträchtigung mitsamt deren Auswirkung auf die Erwerbstätigkeit und den Aufgabenbe reich beurteilt werden. Unter diesen Umständen rechtfertigt sich eine Rückweisung an die Vorin stanz zur Durchführung weiterer Abklärungen (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4; 139 V 99 E. 1 .1; Urteil des Bundesgerichts vom 11. Dezember 2014, 8C_633/2014, E. 3.2). Diese wird aufgefordert, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig abzuklären, so dass gest ützt darauf die Verfügung über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin ergehen kann. Di e Beschwerde ist in dem Sinne gutzuheissen. 9.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätz- lich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kanto nsgericht eine bei ihm angefochtene Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weite ren Vorgehen im Sinne der Erwägun- gen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-S telle zurück, so gilt in prozessualer Hin- sicht die beschwerdeführende Partei als obsiegende und d ie IV-Stelle als unterliegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 9.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis Satz 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkei ten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistung en vor dem kantonalen Versicherungs- gericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 Satz 2 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufe rlegt. Bei diesem Ausgang des Ver- fahrens ist die IV-Stelle unterliegende Partei, wesha lb sie grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen hätte. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht Satz 3 VPO den Vorinstanzen – vorbehältlich des hier nic ht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO – keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Aufgrund diese r Bestimmung hat die IV-Stelle als Vorinstanz trotz Unterliegens nicht für die Verfahrenskost en aufzukommen. Es werden deshalb keine Verfahrenskosten erhoben und der von der Beschwerd eführerin geleistete Kostenvor- schuss in der Höhe von Fr. 800.-- ist zurückzuerstatten. 9.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die Beschwerde führ ende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt un d ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schw ierigkeit des Prozesses bemessen. Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts genügt für den bundesrechtlichen Anspruch auf eine Parteientschädigung auch ein formelles Obsiegen in dem S inne, dass der Beschwerde führen- den Person durch die Aufhebung der angefochtenen Verf ügung und der Rückweisung der Sa- che an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neue n Beurteilung alle Rechte im Hinblick auf eine beanspruchte Leistung gewahrt bleiben (BGE 1 32 V 215 E. 6.2). Nachdem die Be- schwerde gutzuheissen und die Sache zur erneuten Abklärun g im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, hat diese der Beschwe rdeführerin eine Parteientschädigung auszurichten. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat in seiner Honorarnote vom 8. Juni 2017 einen Zeitaufwand von 12.58 Stunden ge ltend gemacht, was in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht zu b eanstanden ist. Dieser Aufwand ist mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Stundenansatz von Fr. 250.-- zu vergüten (vgl. § 3 Abs. 1 der Tarifordnung für Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003). Hinsichtlich der in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen ist jedo ch anzumerken, dass gemäss § 15 Abs. 1 der Tarifordnung neben dem Honorar für Doppel der Rechtsschriften, Eingaben und Kor- respondenzen, für Abschriften, Fotokopien und mehrfach e Ausfertigungen ein Auslagenersatz von Fr. 1.50 pro Seite berechnet werden darf. Abs. 2 d erselben Bestimmung hält fest, dass der Auslagenersatz bei Massenkopien 50 Rp. pro Seite beträg t. Vor diesem Hintergrund sind die geltend gemachten Ansätze pro kopierter Seite in der H öhe von Fr. 2.-- bzw. Fr. 1.-- zu hoch angesetzt, weshalb sie auf die gesetzlich vorgegebenen Bet räge zu reduzieren sind. Der Be- schwerdeführerin ist demnach eine Parteientschädigung i n der Höhe von Fr. 3‘500.-- (12.58 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 94.90 zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 10.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgerich t (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenh eiten an das Bundesgericht zulässig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbst ändig eröffnete Zwischenentscheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zustä ndigkeit und über Ausstandsbe- gehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffe ntlich-rechtlichen Angelegenheiten an- fechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nac hteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Besch werde sofort einen Endentscheid her- beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Ze it oder Kosten für ein weitläufiges Be- weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG ). Nach der bundesgerichtlichen Recht- sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BG G. Dies gilt auch für einen Rückwei- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 10.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es si ch somit um einen Zwischen- entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo- raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet d as Bundesgericht. Die nachstehen- de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen , als die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 4. April 2017 aufgeho- ben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwä- gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die I V-Stelle Basel- Landschaft zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschu ss in der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdefü hrerin eine Partei- entschädigung in der Höhe von Fr. 3‘500.-- (inkl. Ausl agen und 8% Mehrwertsteuer) zu bezahlen. http://www.bl.ch/kantonsgericht