<h2>SubmittedText<h2><p>Da es sich beim Lachs um den meistkonsumierten Fisch in der Schweiz handelt, bitte ich den Bundesrat, folgende Frage zu beantworten:</p><p>Wie gedenkt der Bundesrat die Konsumentinnen und Konsumenten über die Gefahren für die Gesundheit zu informieren, die vom Konsum von norwegischem Zuchtlachs ausgehen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Zuchtlachs kann wie alle Lebensmittel mit Schadstoffen belastet sein. Wie in der Schweiz und in der EU ist es auch in Norwegen Aufgabe der Produzenten, sicherzustellen, dass die im Lebensmittelrecht festgeschriebenen Höchstwerte eingehalten werden und dass die in Verkehr gebrachten Lebensmittel die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten nicht gefährden. Dies gilt auch für Rückstände von Tierarzneimitteln und für Giftstoffe aus der Umwelt. Diese Überprüfung liegt in der Schweiz bei den kantonalen Vollzugsbehörden. </p><p>Aufgrund von internationalen Abkommen gelten für den Handel mit Produkten tierischer Herkunft für Norwegen dieselben Anforderungen wie in der Schweiz und in der EU. Die norwegischen Behörden haben zu überwachen, ob die Selbstkontrolle durch die Herstellerbetriebe in Norwegen wahrgenommen wird. Es liegen keine Hinweise vor, dass die Behörden in Norwegen dieser Aufgabe nicht korrekt nachkommen würden. Sie haben auf Nachfrage bestätigt, dass keine Qualitätsprobleme vorliegen und die Diskussionen in Norwegen im Sommer 2013 auf eine Präzisierung ihrer Ernährungsempfehlungen zum optimalen Fischkonsum zurückgehen. </p><p>In der Schweiz überprüfen die zuständigen kantonalen Vollzugsbehörden regelmässig, ob die Importeure ihre Selbstverantwortung wahrnehmen, und es werden auch Marktproben erhoben und analysiert. So wurde 2013 beispielsweise vom kantonalen Laboratorium Bern Lachs aus Norwegen auf Rückstände von Tierarzneimitteln und Umweltkontaminanten wie Dioxine und Schwermetalle untersucht. Es wurden keine unzulässigen Rückstände gefunden, und sämtliche Proben entsprachen den gesetzlichen Vorgaben. </p><p>Trotz dem Einhalten der schweizerischen gesetzlich festgelegten Werte können sowohl in Zucht- als auch in Wildlachs erhöhte Konzentrationen von Dioxinen und dioxinähnlichen Verbindungen vorkommen. Deshalb wird Schwangeren und Stillenden seit Jahren geraten, Ostsee-Hering und Ostsee-Lachs wegen zu hoher Gehalte an Dioxinen und dioxinähnlichen Verbindungen zu meiden (vgl. Broschüre "Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit" des Bundesamtes für Gesundheit, abrufbar unter: <a href="http://www.blv.admin.ch">www.blv.admin.ch</a> &gt; Themen &gt; Ernährung &gt; Ernährung A bis Z &gt; Schwangerschaft und Stillzeit).</p><p>Der Bundesrat verfolgt die Situation weiterhin aufmerksam, erachtet jedoch zum aktuellen Zeitpunkt weiter gehende Informationen über eine mögliche Gesundheitsgefährdung durch norwegischen Zuchtlachs nicht als notwendig. </p>  Antwort des Bundesrates.