<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">«AZA» </div> <div class="para">U 332/99 Hm </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Kammer </div> <div class="para">Präsident Lustenberger, Bundesrichter Meyer und Ferrari; Gerichtsschreiber Maillard </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 18. Februar 2000 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para">Phenix Assurances, Avenue de la Gare 4, Lausanne, Beschwerdeführerin, </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Luzern, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para">und </div> <div class="para">Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Luzern </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">betreffend G.________, 1962 </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Mit Verfügung vom 5. August 1997 lehnte es die Phenix Versicherungen (nachfolgend Phenix) ab, für den bei ihr seit Januar 1993 obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versicherten G.________, geboren 1962, Leistungen zu erbringen, da die zu einer Operation geführten Beschwerden am rechten Knie nicht auf den ihr gemeldeten Unfall vom 27. Mai 1997, sondern auf denjenigen vom 20. Mai 1989 zurückzuführen seien. Zu dieser Zeit sei G.________ bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) unfallversichert gewesen, weshalb diese leistungspflichtig sei. Die von der SUVA erhobene Einsprache wies die Phenix mit Einspracheentscheid vom 8. Dezember 1997 ab. </div> <div class="para">Das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern hiess die von der SUVA eingereichte Beschwerde mit Entscheid vom 20. August 1999 gut, hob den Einspracheentscheid vom 8. Dezember 1997 auf und verpflichtete die Phenix, G.________ die mit dem Unfall vom 27. Mai 1997 zusammenhängenden Versicherungsleistungen zu erbringen. </div> <div class="para">Die Phenix führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Rechtsbegehren, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und die SUVA zu verpflichten, die durch das Ereignis vom 27. Mai 1997 verursachten Leistungen (Heilbehandlungskosten und Taggeld) zu bezahlen. </div> <div class="para">Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, während sich der als Mitinteressierter beigeladene G.________ und das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) nicht vernehmen lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Das kantonale Gericht hat mit in allen Teilen überzeugender Begründung, auf die verwiesen werden kann (<span class="artref">Art. 36a Abs. 3 OG</span>), dargelegt, dass es sich beim Ereignis vom 27. Mai 1997 um einen Unfall im Sinne des <span class="artref">Art. 9 Abs. 1 UVV</span> gehandelt hat und dass die am 2. Juni 1997 diagnostizierte Korbhenkelläsion des rechten medialen Meniskus, die am 5. Juni 1997 zu einer ambulanten Operation führte, in einem natürlichen Kausalzusammenhang zu diesem Unfall steht. Daran können die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts ändern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Die Beschwerdeführerin räumt zwar in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ausdrücklich ein, der natürliche Kausalzusammenhang könne keineswegs bestritten werden, stellt indessen ihre Leistungspflicht unter Berufung auf Erkenntnisse der neueren medizinischen Literatur sinngemäss mit der Begründung in Abrede, es fehle an der adäquaten Kausalität. Damit übersieht sie, dass nach der Rechtsprechung klar fassbare physische Befunde nach einem Unfall - wie vorliegend - ohne weiteres diesem zugeordnet werden, selbst wenn es sich um singuläre oder aussergewöhnliche Unfallfolgen handelt. Bei organisch nachweisbarer Behandlungsbedürftigkeit deckt sich somit die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbstständige Bedeutung (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=11.02.2000&amp;to_date=01.03.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F118-V-286%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page291">BGE 118 V 291</a> Erw. 3a, 117 V 365 Erw. 5d/bb mit Hinweisen). So verhält es sich hier. Zu Recht hat daher die Vorinstanz die Leistungspflicht der Beschwerdeführerin für den Unfall vom 27. Mai 1997 bejaht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach <span class="artref">Art. 36a OG</span> erledigt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Streitigkeiten zwischen Versicherungen über Leistungen für einen gemeinsamen Versicherten sind in Abweichung von der Regel des <span class="artref">Art. 134 OG</span> kostenpflichtig (vgl. <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=14&amp;from_date=11.02.2000&amp;to_date=01.03.2000&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F120-V-489%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page494">BGE 120 V 494</a> Erw. 3, 119 V 220). Dem Prozessausgang entsprechend hat die Phenix als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit <span class="artref">Art. 135 OG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Die Gerichtskosten von Fr. 1000.- werden der Beschwer- </div> <div class="para">deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kosten- </div> <div class="para">vorschuss verrechnet. </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsge- </div> <div class="para">richt des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrecht- </div> <div class="para">liche Abteilung, dem Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para">und G.________ zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 18. Februar 2000 </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident der II. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>