<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE - Archiv</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2016</span> <span class="title">Spezialverwaltungsgericht</span> <span class="page_no">350</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">[...]</span><br/> <span class="ft3"><b>61</b></span> <span class="ft3"><b>Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit; Abschreibungen (§ 36</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Abs. 2 lit. a StG)</b></span><br/> <span class="ft3"><b>Wenn die Steuerkommission die Buchwerte korrigiert, sind nicht nur die</b></span><br/> <span class="ft3"><b>zu hohen Abschreibungen steuerlich anzupassen, sondern auch die zu tief</b></span><br/> <span class="ft3"><b>verbuchten Abschreibungen.</b></span><br/> <span class="ft4">Aus dem Entscheid des Spezialverwaltungsgerichts, Abteilung Steuern,</span><br/> <span class="ft4">vom 25. Februar 2016 in Sachen B. + D.F. (3-RV.2015.130)</span><br/> <span class="ft5"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <span class="ft1">3.5.</span><br/> <span class="ft1">Der LE KStA und die Steuerkommission M. haben die Buch-</span><br/> <span class="ft1">werte aller Gebäude und des Landes (abweichend von der Buchhal-</span><br/> <span class="ft1">tung) entsprechend dem Wertverhältnis gemäss der ordentlichen</span><br/> <span class="ft1">Grundstückschätzung auf die Bilanzpositionen aufgeteilt. Dies ist zu</span><br/> <span class="ft1">bestätigen.</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2016</span> <span class="title">Steuern</span> <span class="page_no">351</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">4.</span><br/> <span class="ft1">4.1.</span><br/> <span class="ft1">Die Abschreibungen auf den Gebäuden haben der LE KStA und</span><br/> <span class="ft1">die Steuerkommission M. nur beim Wohnhaus angepasst, bei dem</span><br/> <span class="ft1">sich aufgrund der neuen Ermittlung der Eröffnungswerte eine Reduk-</span><br/> <span class="ft1">tion des Buchwertes ergab. Nicht korrigiert wurden dagegen trotz</span><br/> <span class="ft1">neuer Aufteilung der Buchwerte nach der Ertragswertschätzung die</span><br/> <span class="ft1">Abschreibungen auf den weiteren Gebäuden unabhängig davon, ob</span><br/> <span class="ft1">die höchstens zulässige Abschreibung gemäss Merkblatt A/2001</span><br/> <span class="ft1">"über Abschreibungen auf dem Anlagevermögen land- und forstwirt-</span><br/> <span class="ft1">schaftlicher Betriebe" der EStV tiefer oder höher ist.</span><br/> <span class="ft1">4.2.</span><br/> <span class="ft1">Nicht korrigiert wurden die zu tiefen Abschreibungen. Grund-</span><br/> <span class="ft1">sätzlich ist es nicht handelsrechtswidrig, zu tiefe Abschreibungen zu</span><br/> <span class="ft1">verbuchen.</span><br/> <span class="ft1">Wie ausgeführt, basiert die Anpassung der Abschreibung des</span><br/> <span class="ft1">Wohnhauses auf einer Neuverteilung der Buchwerte aufgrund der ge-</span><br/> <span class="ft1">schätzten Ertragswerte. Es ist nicht korrekt, bei einer steuerlichen</span><br/> <span class="ft1">Korrektur der Buchwerte nur die zu hohe Abschreibung auf einem</span><br/> <span class="ft1">Objekt (Wohnhaus) zu korrigieren, die unter der maximal zulässigen</span><br/> <span class="ft1">Abschreibung liegenden aber unverändert zu belassen. Der (korrekte)</span><br/> <span class="ft1">Methodenwechsel bei der Buchwertaufteilung verlangt dessen konse-</span><br/> <span class="ft1">quente Anwendung, ist damit mit handelsrechtlichen Grundsätzen</span><br/> <span class="ft1">ohne weiteres vereinbar und geht dem Massgeblichkeitsprinzip vor.</span><br/> <span class="ft1">Ein Methodendualismus ist sowohl auf Seiten der Rekurrenten wie</span><br/> <span class="ft1">auch der Steuerbehörden zu vermeiden (vgl. die Stellungnahme des</span><br/> <span class="ft1">LE KStA: "[Die Steuerpflichtigen] müssen sich für eine Methode</span><br/> <span class="ft1">entscheiden").</span><br/> <span class="ft1">Damit sind nicht nur die aufgrund der Aufteilungsmethode der</span><br/> <span class="ft1">Buchwerte resultierenden zu hohen Abschreibungen zu korrigieren,</span><br/> <span class="ft1">sondern auch die zu tiefen.</span><br/> <span class="ft1">4.3.</span><br/> <span class="ft1">4.3.1.</span><br/> <span class="ft1">Es ist aufgrund der von den Rekurrenten verwendeten Abschrei-</span><br/> <span class="ft1">bungssätze erkennbar, dass jeweils die höchste, steuerlich noch zu-</span><br/> <span class="ft1">lässige Abschreibung verbucht werden sollte (ausser bei der Remise).</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2016</span> <span class="title">Spezialverwaltungsgericht</span> <span class="page_no">352</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">Zweifellos hätten die Rekurrenten ausgehend von der korrigierten</span><br/> <span class="ft1">Aufteilung des Kaufpreises auf die einzelnen Positionen und damit</span><br/> <span class="ft1">dieser neuen Buchwerte jeweils die maximal zulässige Abschreibung</span><br/> <span class="ft1">verbucht. Es ist daher sachgerecht, die von den Rekurrenten berück-</span><br/> <span class="ft1">sichtigen Abschreibungssätze zu berücksichtigen.</span><br/></div> </div> </body> </html>