<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA] </div> <div class="para">H 86/99 Hm </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>II. Kammer </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesrichter Meyer, Schön und Bundesrichterin Leuzinger; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Signorell </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <u>Urteil vom 24. Januar 2000 </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, 1933, Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schweizerische Ausgleichskasse, Avenue Edmond-Vaucher 18, </div> <div class="para">Genf, Beschwerdegegnerin, </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Eidgenössische Rekurskommission der AHV/IV für die im Aus- </div> <div class="para">land wohnenden Personen, Lausanne </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> A.- Die griechische Staatsangehörige B.________, </div> <div class="para">geboren am 21. Dezember 1933, wohnhaft in Piräus/Griechen- </div> <div class="para">land, bezog seit 1. September 1979 eine ganze ordentliche </div> <div class="para">einfache Invalidenrente. Infolge Vollendens des 62. Alters- </div> <div class="para">jahres sprach ihr die Schweizerische Ausgleichskasse (SAK) </div> <div class="para">mit Wirkung ab 1. Januar 1996 an Stelle dieser Invaliden- </div> <div class="para">rente eine ordentliche einfache Altersrente von Fr. 1069.- </div> <div class="para">zu (Verfügung vom 12. Dezember 1995). </div> <div class="para"> B.- Im Rahmen des gegen diese Altersrentenverfügung </div> <div class="para">eingeleiteten Beschwerdeverfahrens ergab sich, dass </div> <div class="para">B.________ von 1947 bis 1954 in Griechenland Versicherungs- </div> <div class="para">zeiten zurückgelegt hatte. Die Berücksichtigung derselben </div> <div class="para">führte rückwirkend ab 1. Juli 1989 zu einer Neuberechnung </div> <div class="para">der bisherigen Invalidenrente, wobei ab 1. Januar 1994 </div> <div class="para">zusätzlich eine Erziehungsgutschrift angerechnet wurde. </div> <div class="para">Dies ergab eine Invalidenrente von zuletzt (1995) </div> <div class="para">Fr. 1460.- im Monat (rechtskräftige Verfügungen vom </div> <div class="para">31. März 1998). </div> <div class="para"> In der Folge zog die SAK die beschwerdeweise angefoch- </div> <div class="para">tene Verfügung vom 12. Dezember 1995 lite pendente in Wie- </div> <div class="para">dererwägung, berechnete die Altersrente neu (wobei sie </div> <div class="para">ebenfalls eine Erziehungsgutschrift berücksichtigte, nicht </div> <div class="para">aber die in Griechenland zurückgelegten Versicherungszei- </div> <div class="para">ten) und sprach B.________ eine Altersrente von Fr. 1217.- </div> <div class="para">ab 1. Januar 1996 und von Fr. 1248.- ab 1. Januar 1997 zu. </div> <div class="para">Gegen die entsprechende Verfügung vom 26. August 1998 erhob </div> <div class="para">B.________ wiederum Beschwerde. </div> <div class="para"> Mit Entscheid vom 28. Januar 1999 wies die Eidgenössi- </div> <div class="para">sche Rekurskommission der AHV/IV für die im Ausland wohnen- </div> <div class="para">den Personen beide Beschwerden ab, soweit darauf eingetre- </div> <div class="para">ten werden konnte. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt </div> <div class="para">B.________, es sei ihr ab 1. Januar 1996 weiterhin eine </div> <div class="para">unter Einschluss der griechischen Beitragszeit berechnete </div> <div class="para">Invalidenrente auszurichten; ferner sei die griechische </div> <div class="para">Beitragszeit rückwirkend ab 1. September 1979 und nicht </div> <div class="para">erst ab 1989 anzurechnen; sodann sei eine griechische Bei- </div> <div class="para">tragszeit von mindestens fünf Jahren zu berücksichtigen; </div> <div class="para">schliesslich sei auch die (schweizerische) Beitragszeit </div> <div class="para">ihres geschiedenen Ehemannes zu berücksichtigen oder der </div> <div class="para">mutmassliche Rentenbetrag zu ermitteln, wenn seine Beiträge </div> <div class="para">nicht an den griechischen Sozialversicherungsträger über- </div> <div class="para">wiesen worden wären. </div> <div class="para"> Die SAK schliesst auf Abweisung der Verwaltungsge- </div> <div class="para">richtsbeschwerde. Das Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para">(BSV) hat sich nicht vernehmen lassen. </div> <div class="para"> <u>Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 1.- Die Vorinstanz hat die massgeblichen gesetzlichen </div> <div class="para">Bestimmungen über das Erlöschen des Anspruchs auf eine </div> <div class="para">Invalidenrente und über die Entstehung des Anspruchs auf </div> <div class="para">eine Altersrente sowie deren Berechnung, insbesondere auch </div> <div class="para">bei Ablösung einer Invalidenrente zutreffend dargestellt. </div> <div class="para">Ebenfalls richtig ist die Wiedergabe der hier massgeblichen </div> <div class="para">Bestimmungen des schweizerisch-griechischen Abkommens über </div> <div class="para">Soziale Sicherheit vom 1. Juni 1973, insbesondere was die </div> <div class="para">Berücksichtigung griechischer Versicherungszeiten bei einer </div> <div class="para">Invalidenrente, nicht aber bei einer Rente der AHV anbe- </div> <div class="para">langt (Art. 9 Abs. 1 und 11 Abs. 3 des Abkommens). Darauf </div> <div class="para">wird verwiesen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 2.- Ausgangspunkt ist die Verfügung vom 12. Dezember </div> <div class="para">1995, welche die Zusprechung einer ordentlichen einfachen </div> <div class="para">Altersrente ab 1. Januar 1996 zum Gegenstand hat und im </div> <div class="para">Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens wiedererwägungsweise </div> <div class="para">durch die Verfügung vom 26. August 1998 ersetzt wurde. </div> <div class="para">Streitig kann daher nur sein, welche Leistung der Beschwer- </div> <div class="para">deführerin ab 1. Januar 1996 zusteht und wie diese zu be- </div> <div class="para">rechnen ist. Soweit die Beschwerdeführerin Anträge stellt, </div> <div class="para">welche die Berechnung der bis Ende 1995 ausgerichteten </div> <div class="para">Invalidenrente betreffen, kann auf die Verwaltungsgerichts- </div> <div class="para">beschwerde nicht eingetreten werden. Wie bereits die Vorin- </div> <div class="para">stanz festhält, sind die Verfügungen vom 31. Januar 1998, </div> <div class="para">mit welchen die Invalidenrente für den Zeitraum vom 1. Juli </div> <div class="para">1989 bis 31. Dezember 1995 neu berechnet wurden, durch </div> <div class="para">Rückzug der dagegen erhobenen Beschwerde in Rechtskraft </div> <div class="para">erwachsen und daher einer Überprüfung im vorliegenden Ver- </div> <div class="para">fahren entzogen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> 3.- a) Die Vorinstanz führt in ihrem Entscheid mit </div> <div class="para">Recht aus, dass die bislang ausgerichtete Invalidenrente </div> <div class="para">mit Vollenden des 62. Altersjahres der Beschwerdeführerin </div> <div class="para">am 21. Dezember 1995 von Gesetzes wegen erloschen ist und </div> <div class="para">ab 1. Januar 1996 durch eine Altersrente abgelöst wurde. </div> <div class="para">Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ändern </div> <div class="para">daran nichts. Insbesondere ist unerheblich, aus welchem </div> <div class="para">Grunde die Invalidität seinerzeit eingetreten ist und dass </div> <div class="para">die Beschwerdeführerin nach wie vor invalid ist. Ebenso </div> <div class="para">wenig sind die steuerrechtlichen Belange in Griechenland </div> <div class="para">von Bedeutung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> b) Auch legt die Vorinstanz ebenso einlässlich wie </div> <div class="para">zutreffend dar, dass die der Beschwerdeführerin zustehende </div> <div class="para">Altersrente in allen Teilen richtig berechnet worden ist. </div> <div class="para"> Zunächst trifft zu, dass der Beschwerdeführerin auf- </div> <div class="para">grund ihrer eigenen schweizerischen Beiträge und Beitrags- </div> <div class="para">zeiten (die Berücksichtigung der Beitragszeiten des ge- </div> <div class="para">schiedenen Ehemannes entfällt von vornherein zufolge Über- </div> <div class="para">weisung seiner Beiträge an die griechische Sozialversiche- </div> <div class="para">rung) und in Anrechnung der Erziehungsgutschrift (die erst </div> <div class="para">ab Inkrafttreten des diesbezüglichen Bundesbeschlusses am </div> <div class="para">1. Januar 1994 möglich ist) eine Altersrente von Fr. 850.- </div> <div class="para">im Monat (ab 1. Januar 1996) zustünde. </div> <div class="para"> Des weitern ist die in Art. 33bis Abs. 1 AHVG vorgese- </div> <div class="para">hene Vergleichsrechnung in jeder Beziehung richtig durch- </div> <div class="para">geführt worden. Dabei ist die bisherige Invalidenrente </div> <div class="para">rückwirkend ab der Anspruchsentstehung neu zu berechnen, </div> <div class="para">dies nach den Regeln der Gleichbehandlung von Angehörigen </div> <div class="para">der Vertragsstaaten, d.h. ohne Anrechnung der ausländischen </div> <div class="para">Versicherungszeiten. Die auf diese Weise festgesetzte Rente </div> <div class="para">ist sodann an die zwischenzeitlich erfolgten Revisionen </div> <div class="para">anzupassen und auf den Stand bei Eintritt ins AHV-Alter zu </div> <div class="para">bringen. Das Resultat ist alsdann mit den Berechnungsgrund- </div> <div class="para">lagen zu vergleichen, die sich für die Altersrente ergäben, </div> <div class="para">wenn bisher keine Invalidenrente bezogen worden wäre (nicht </div> <div class="para">publiziertes Urteil N. vom 10. Oktober 1986, H 47/86). Mit </div> <div class="para">dieser Rechtsprechung steht die Wegleitung des BSV über die </div> <div class="para">Stellung der Ausländer und Staatenlosen in der AHV/IV (Ab- </div> <div class="para">schnitt Griechenland Rz 33 und 33.1) in Einklang. Die Fest- </div> <div class="para">legung der der Beschwerdeführerin ab 1. Januar 1996 zuste- </div> <div class="para">henden Altersrente auf Fr. 1217.- monatlich erweist sich </div> <div class="para">aufgrund der erwähnten Grundsätze als korrekt. </div> <div class="para"> Auch die diesbezüglich erhobenen Rügen sind nicht </div> <div class="para">stichhaltig. Der Einwand, dass in weit zurückliegenden Jah- </div> <div class="para">ren erzielte Einkommen nicht mit den heutigen verglichen </div> <div class="para">werden könnten, ist dadurch entkräftet, dass die Summe der </div> <div class="para">Einkommen aus allen Jahren mit dem Faktor 1,5 aufgewertet </div> <div class="para">wurden (vorinstanzlicher Entscheid S. 13). Damit wird der </div> <div class="para">Geldentwertung und andern wirtschaftlichen Faktoren (wie </div> <div class="para">dem Anstieg des Reallohnniveaus) Rechnung getragen (BGE 106 </div> <div class="para">V 203). Unzutreffend ist des weitern auch das Vorbringen, </div> <div class="para">die Rente müsse auf den Einkommen der letzten fünf Jahre </div> <div class="para">berechnet werden; diese Betrachtungsweise lässt sich mit </div> <div class="para">dem schweizerischen Recht nicht vereinbaren (<span class="artref">Art. 30 Abs. 2 </span></div> <div class="para">AHVG; vgl. dazu vorinstanzlicher Entscheid S. 10 f.). Nicht </div> <div class="para">zu hören ist schliesslich auch das Begehren, es sei der </div> <div class="para">mutmassliche Rentenbetrag zu ermitteln, wenn die Beiträge </div> <div class="para">des geschiedenen Ehemannes nicht nach Griechenland überwie- </div> <div class="para">sen worden wäre; denn diese Frage ist für die hier allein </div> <div class="para">streitige Berechnung der der Beschwerdeführerin zustehenden </div> <div class="para">schweizerischen Rente ohne Belang. </div> <div class="para"> Die Rentenverfügung vom 26. August 1998 lässt sich </div> <div class="para">somit nicht beanstanden. </div> <div class="para"> <u>Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </u> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen,</i> </div> <div class="para"> soweit darauf einzutreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>III. Dieses Urteil wird den Parteien, der Eidgenössischen</i> </div> <div class="para"> Rekurskommission der AHV/IV für die im Ausland wohnen- </div> <div class="para"> den Personen und dem Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para"> zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 24. Januar 2000 </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Vorsitzende der II. Kammer: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: </div> </div></body></html>