A bteilung V E -5258/2006 hub/let {T 0/2} U rteil vom 6. Septem ber 2007 M itw irkung: R ichter Bruno H uber, Beat W eber, G érald Bovier G erichtsschreiberin M areile Lettau B ._______, geboren _______, Iran, _______, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 3. M ärz 2006 i.S. A syl und W egw eisung / N _______ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest: A. D er Beschw erdeführer verliess sein H eim atland gem äss eigenen Angaben am 4. (vgl. act. A1/10 S. 1) beziehungsw eise 5. (s. act. A1/10 S. 7) Januar 2004 R ich- tung Türkei und reiste am 10. Januar 2004 in die Schw eiz ein, w o er am 12. Janu- ar 2004 ein Asylgesuch stellte. D ie Befragung in der Em pfangsstelle C ._______ fand am 16. Januar 2004 statt, die kantonale Anhörung am 31. M ärz 2004. D er Beschw erdeführer brachte vor, er habe seit 1995 als (Berufstätigkeit) an einem G ym nasium in D ._______ gearbeitet. Bis 1996/1997 sei er überzeugter H izbullah gew esen; w egen der als ungerecht em pfundenen langjährigen H aft eines Freundes habe sich seine Einstellung aber geändert, und er habe sich an der Schule politisch betätigt. 1999 habe er eine strenggläubige H izbollahi geheiratet. Er habe m it den Schülern über das tagespolitische G eschehen diskutiert. Auch ha- be er ein- bis zw eim al die W oche m it einem vertrauten Zirkel von Schülern Flug- blätter, die aktuelle politische Problem e zum Inhalt gehabt hätten, verfasst und verteilt. D ie Flugblätter seien teilw eise am G ym nasium , teilw eise durch Schüler ausserhalb des Schulgeländes verbreitet w orden. Im W inter 2001 sei er vor die D irektion zitiert w orden, w eil einer der Schüler von den regierungskritischen Äus- serungen des Beschw erdeführers berichtet habe. Er habe der Schule schriftlich versichern m üssen, sich in Zukunft gegenüber den Schülern nicht m ehr regie- rungskritisch zu äussern. Seine Ehefrau habe im M ärz 2003 zufällig von den politischen Aktivitäten des Be- schw erdeführers erfahren, als sie seinen Aktenkoffer geöffnet und die sich darin befindenden Flugblätter entdeckt habe. Sie habe ihm gegenüber ihre tiefe M issbil- ligung seines politischen Engagem ents geäussert. Er habe sich über die R eaktion seiner Ehefrau sehr geärgert, und die durch den Vorfall hervorgerufenen Ausein- andersetzungen hätten Anfang April 2003 zur Trennung von seiner Ehefrau ge- führt. Im April 2003 sei er aus der gem einsam en W ohnung aus- und zu seinem Va- ter gezogen. U rsprünglich habe er sich in Frieden von seiner Ehefrau trennen und ihr die W ohnung und eine grosse Sum m e G eld geben w ollen. D a die Ansprüche seiner Ehefrau aber im m er grösser gew orden seien, sei eine friedliche Trennung nicht m öglich gew esen. D er Beschw erdeführer verm ute, seine Ehefrau habe den Aktenkoffer ihrem beim (Behörde) arbeitenden Bruder gegeben, w elcher dann die Behörden inform ierte. Zw ischen M ärz 2003 und O ktober/N ovem ber 2003 sei nichts W esentliches vorgefallen; der Beschw erdeführer habe lediglich seine politischen Aktivitäten an der Schule eingeschränkt. Im O ktober/N ovem ber 2003 seien in Abw esenheit des Beschw erdeführers zw ei seiner Schüler festgenom m en w orden. Er habe davon vom H örensagen erfahren, da er an diesem Tag keinen U nterricht gegeben habe. D anach habe er nicht m ehr unterrichtet, um sich nicht in G efahr zu begeben. Eine W oche nach der Verhaftung sei sow ohl die W ohnung seiner Ehefrau als auch 3 das H aus seines Vaters von der Polizei durchsucht w orden. D er Beschw erdeführer hätte zu diesem Zeitpunkt eigentlich anw esend sein sollen, da ein G espräch be- züglich der bevorstehenden Scheidung verabredet w orden sei, zu dem sich auch seine Ehefrau m it ihrer Fam ilie eingefunden hätte. D er Bruder seiner Ehefrau habe den Behörden m itgeteilt, w ann sich der Beschw erdeführer im H aus befinde. W e- gen eines (Ereignis) habe der Beschw erdeführer jedoch nicht kom m en können, und er sei auch von seinem Bruder telefonisch gew arnt w orden, nicht zu kom m en. Bei der H ausdurchsuchung seien die U nterlagen und verbotenen Bücher, die er si- cherheitshalber dort deponiert habe, beschlagnahm t w orden. Seine M utter und sein Bruder hätten später von seiner Ehefrau erfahren, dass in der W ohnung der Ehefrau persönliche U nterlagen des Beschw erdeführers w ie R eisepass und Iden- titätskarte beschlagnahm t w orden seien. M öglicherw eise habe die Ehefrau aber gelogen und die D okum ente ihrem Bruder gegeben. N ach der H ausdurchsuchung bei seinem Vater habe er sich bei Freunden und Verw andten - m ehrheitlich in D ._______, aber auch im N orden Irans - aufgehalten. Sein Bruder und sein Vater seien von den Behörden verhört w orden, um den Aufenthalt des Beschw erdefüh- rers zu erfahren. H in und w ieder habe er sich ausserhalb des H auses seines Va- ters m it ihm getroffen. Sein Vater habe ihm geraten, auszureisen. Einen M onat nach dem Vorfall im H ause seines Vaters habe er sich dann entschlossen, auszu- reisen, um nicht w egen Ketzerei zehn Jahre inhaftiert zu w erden. D er Beschw erdeführer reichte Bew eism ittel ein: eine Bestätigung (Kopie) des Bil- dungs- und Justizm inisterium s der islam ischen R epublik Iran, G ym nasium E._______, vom 24. Septem ber 2003 über die Tätigkeit als (Beruf) und eine Kriegsgefangenenbestätigung (O riginal) des (N am e des Am tes) in der Provinz D ._______, vom 14. Septem ber 1992, jew eils m it deutscher Ü bersetzung und ira- nischem Zustellcouvert. B. M it Verfügung vom 3. M ärz 2006 lehnte das BFM das Asylgesuch des Beschw er- deführers ab, verfügte die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnete den W egw ei- sungsvollzug an. C . D er Beschw erdeführer legte am 6. April 2006 durch seine dam alige R echtsvertre- erin Beschw erde bei der vorm als zuständigen Schw eizerischen Asylrekurskom - m ission (AR K) ein und beantragte im W esentlichen, die Verfügung aufzuheben und die Flüchtlingseigenschaft des Beschw erdeführers festzustellen sow ie dem Beschw erdeführer Asyl zu gew ähren, eventualiter subjektive N achfluchtgründe zu bejahen sow ie die Flüchtlingseigenschaft festzustellen und die vorläufige Aufnah- m e anzuordnen, subeventualiter die U nzulässigkeit oder U nzum utbarkeit des W eg- w eisungsvollzuges festzustellen und infolgedessen die vorläufige Aufnahm e anzu- ordnen. D er Beschw erde lagen in Kopie bei: eine „Vorladung des (Angabe des G e- richtes) D ._______ vom (...) 2004“ und ein „U rteil des (Angabe des G erichtes) D ._______ vom (...) 2005“, jew eils in Farsi m it zusam m engefasster und sinngem ässer Ü bersetzung. D . M it Eingabe vom 11. April 2006 reichte der Beschw erdeführer eine Fürsorgebe-4 stätigung der (Behördennam e) vom 7. April 2006 zu den Akten. E. M it Zw ischenverfügung vom 12. April 2006 hiess die AR K das G esuch um unent- geltliche R echtspflege gut und forderte den Beschw erdeführer auf, die in Kopie eingereichten Bew eism ittel innerhalb der angesetzten Frist im O riginal sam t Zu- stellcouvert einzureichen, übersetzt in eine Am tssprache. F. M it Schreiben vom 15. M ai 2006 reichte der Beschw erdeführer folgende D oku- m ente zu den Akten: im O riginal eine G eburtsurkunde (Shenasnam eh; w ohl irrtüm - lich von der R echtsvertreterin als R eisepass bezeichnet), eine deutsche Ü berset- zung der Seiten 3 und 4 dieses D okum entes, die „Vorladung N um m er (...) der (Angabe des G erichtes) in D ._______ vom (...) 2004“ und das „U rteil der (Angabe des G erichtes) in D ._______ vom (...) 2005“, jew eils in Farsi m it deutscher Ü bersetzung und Zustellcouvert der Bew eism ittel. G . In ihrer Vernehm lassung vom 13. N ovem ber 2006 zitierte die Vorinstanz Auszüge der Ergebnisse der von ihr veranlassten Botschaftsabklärung vom 14. Juli 2006, w onach es sich bei der Vorladung und dem eingereichten U rteil um Fälschungen handle. Ausserdem seien die Vorbringen zur R egistrierung der Scheidung un- glaubhaft und die entsprechenden Eintragungen zur R egistrierung der Scheidung in der Shenasnam eh nicht authentisch. D as BFM hielt vollum fänglich an seinen Er- w ägungen fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. H . M it Verfügung vom 15. N ovem ber 2006 w urde dem Beschw erdeführer Frist zur Stellungnahm e bis zum 30. N ovem ber 2006 gesetzt. I. M it Eingabe vom 27. N ovem ber 2006 ersuchte der Beschw erdeführer durch seine R echtsvertreterin um Fristerstreckung zur Einreichung einer R eplik, m it der Be- gründung, der iranische R echtsanw alt des Beschw erdeführers m üsse kontaktiert w erden. J. M it Zw ischenverfügung vom 30. N ovem ber 2006 w urde dem Beschw erdeführer die Frist zur Einreichung einer Stellungnahm e bis zum 29. D ezem ber 2006 verlängert. K. M it Schreiben vom 22. D ezem ber 2006 (Poststem pel) reichte der Beschw erdefüh- rer durch seine R echtsvertreterin die Faxkopie eines in Farsi abgefassten Schrei- bens ein, bei dem es sich nach Verm utung der R echtsvertreterin um die Stellung- nahm e des iranischen R echtsanw altes des Beschw erdeführers handle; eine deut- sche Ü bersetzung liege nicht vor. D as O riginal des Schreibens sow ie eine Ü ber- setzung w ürden nachgereicht.5 L. M it Eingabe vom 29. D ezem ber 2006 (Poststem pel) reichte der Beschw erdeführer selbst kom m entarlos einen Ausschnitt der gleichen Faxkopie in Farsi ein. M . M it Schreiben vom 22. M ärz 2007 inform ierte die R echtsvertreterin das m ittlerw eile zuständige Bundesverw altungsgericht von ihrer ab sofort geltenden M andatsnie- derlegung. N . D er zuständige Instruktionsrichter forderte den Beschw erdeführer m it Zw ischen- verfügung vom 12. und 24. April 2007 auf, das in Aussicht gestellte O riginal des als Faxkopie in Farsi eingereichten Schreibens des iranischen R echtsanw altes m it dem dazugehörigen Zustellum schlag sam t Ü bersetzung in eine der Am tssprachen innert angesetzter Frist nachzureichen. O . M it fristgerechter Sendung vom 9. M ai 2007 (Poststem pel) reichte der Beschw er- deführer das O riginal des Schreibens des iranischen R echtsanw altes F._______ in Farsi m it deutscher Ü bersetzung vom 6. M ai 2007 und O riginalzustellum schlag ein. P. In ihrer zw eiten Vernehm lassung vom 19. Juni 2007 verw ies das BFM auf seine Ausführungen in der Vernehm lassung vom 13. N ovem ber 2006 und äusserte sich nach Aufforderung des Bundesverw altungsgerichtes vom 8. Juni 2007 zu dem Schreiben des iranischen R echtsvertreters. D ie Vorinstanz hielt vollum fänglich an ihren Erw ägungen fest und beantragte die Abw eisung der Beschw erde. Q . D er Beschw erdeführer reichte innert Frist keine R eplik zu den Akten. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 G em äss Art. 31 des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VG G , SR 173.32) beurteilt das Bundesverw altungsgericht Beschw erden gegen Verfü- gungen nach Art. 5 des Verw altungsverfahrensgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 (Vw VG , SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VG G genannten Behörden. D azu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG , SR 142.31); das Bundesverw altungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG ; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BG G , SR 173.110]).6 1.2 D as Bundesverw altungsgericht übernim m t, sofern es zuständig ist, die Beurteilung der am 31. D ezem ber 2006 bei der AR K hängigen R echtsm ittel. D as neue Verfah- rensrecht ist anw endbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). 1.3 M it Beschw erde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll- ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die U nangem essen- heit gerügt w erden (Art. 106 Abs. 1 AsylG ). 2. D er Bescherdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt, hat ein schutz- w ürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsw eise Änderung und ist daher zur Einreichung der Beschw erde legitim iert (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 Abs. 1 Vw VG ). Auf die form - und fristgerecht eingereichte Beschw erde ist einzutreten (Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 52 ff Vw VG ). 3. 3.1 G em äss Art. 2 Abs. 1 AsylG gew ährt die Schw eiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling w ird eine ausländische Person anerkannt, w enn sie in ihrem H eim at- staat oder im Land, w o sie zuletzt w ohnte, w egen ihrer R asse, R eligion, N ationali- tät, Zugehörigkeit zu einer bestim m ten sozialen G ruppe oder w egen ihrer politi- schen Anschauungen ernsthaften N achteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen N achteilen ausgesetzt zu w erden. Als ernsthafte N achteile gel- ten nam entlich die G efährdung von Leib, Leben oder Freiheit sow ie M assnahm en, die einen unerträglichen psychischen D ruck bew irken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist R echnung zu tragen (Art. 3 AsylG ). 3.2 W er um Asyl nachsucht, m uss die Flüchtlingseigenschaft nachw eisen oder zum in- dest glaubhaft m achen. D iese ist glaubhaft gem acht, w enn die Behörde ihr Vor- handensein m it überw iegender W ahrscheinlichkeit für gegeben hält. U nglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in w esentlichen Punkten zu w enig begründet oder in sich w idersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder m assgeb- lich auf gefälschte oder verfälschte Bew eism ittel abgestützt w erden (Art. 7 AsylG ). 4. 4.1 D as BFM m acht geltend, die Vorbringen des Beschw erdeführers hielten den An- forderungen an die G laubhaftigkeit nicht stand. Es entstünde angesichts der Vorbringen zu den verfassten Flugblättern der Ein- druck, der Beschw erdeführer habe das G eschilderte nicht selbst erlebt. Angeblich habe er in den Flugblättern über die aktuelle politische Entw icklung berichtet; der Beschw erdeführer habe beispielsw eise behauptet, in letzter Zeit über die W ahlen zum Expertenrat geschrieben zu haben. D ies könne aber 2003 nicht G egenstand der aktuellen politischen Entw icklung gew esen sein, da die W ahlen zum Experten- rat nur alle acht Jahre stattfänden, dem nach zuletzt 1998 beziehungsw eise erst w ieder 2006; 2003 hätten diese nicht aktuelles Them a sein können.7 Es sei unlogisch, dass der Beschw erdeführer nach der Auseinandersetzung m it seiner Ehefrau, als ihm diese zu verstehen gegeben habe, der R eligionsführer sei für sie w ichtiger als er, und nach der Festnahm e von zw ei Schülern in der gem ein- sam en W ohnung noch verbotene Bücher aufbew ahrt habe, die dann bei der D urchsuchung beschlagnahm t w orden seien. Angesichts dieses realitätsfernen Verhaltens w ürden die Zw eifel an der H ausdurchsuchung bestätigt. D ie Vorbringen zum Verbleib des R eisepasses des Beschw erdeführers seien w i- dersprüchlich, da er sich diesbezüglich in den Befragungen w idersprochen habe: In der Erstbefragung habe er angegeben, die Ehefrau habe seinen R eisepass im M ärz 2003 an sich genom m en; in der kantonalen Anhörung habe er jedoch ausge- sagt, der R eisepass habe sich bei seiner Ehefrau befunden und sei bei der H aus- durchsuchung von der Polizei m itgenom m en w orden. Tatsachenw idrig seien die Aussagen des Beschw erdeführers zum R eisew eg aus dem Iran. D er Beschw erdeführer habe in der Erstbefragung die Aussage gem acht, in w enigen Stunden m it dem Pferd von G ._______ nach H ._______ gereist zu sein. D ies sei nicht m öglich, da es sich bei dem G ebiet um eine G ebirgsregion handle und es in der betreffenden Jahreszeit bei hochw interlichen Verhältnissen sehr schw ierig sei, die G renze abseits des kontrollierten G renzübergangs zu über- schreiten. D ie Ausreiseschilderung entspreche daher nicht den tatsächlichen G e- gebenheiten, w eshalb davon auszugehen sei, der Beschw erdeführer habe den Iran auf ordentliche W eise verlassen. D ie vom Beschw erdeführer eingereichten Bew eism ittel seien untauglich, da sie die angebliche Verfolgungssituation nicht glaubhaft m achen könnten. 4.2 D er Beschw erdeführer bringt vor, ihm sei kürzlich durch seinen iranischen R echts- anw alt eine Vorladung vom (...) 2004 zu einer G erichtsverhandlung vor dem (An- gabe des G erichtes) an seinen behördlich registrierten W ohnsitz in D ._______ zu- gegangen. G egen den Beschw erdeführer sei Anklage erhoben w orden; er habe von der Anklage zunächst nichts erfahren, erst im R ahm en der Ehescheidung habe sein R echtsanw alt die Vorladung erhalten. D er Beschw erdeführer habe erst in der Schw eiz von der gerichtlichen Auflösung seiner Ehe erfahren. Ausserdem sei er am (...) 2005 w egen H ochverrats und G efährdung der inneren Sicherheit nach iranischem Strafgesetzbuch zu einem Jahr G efängnis verurteilt w orden; zu- dem seien ein zehnjähriges Ausreiseverbot sow ie ein zehnjähriges Verbot, Verm ö- gensw erte zu veräussern oder zu erw erben, verhängt w orden, und es seien Flug- blätter und U nterlagen eingezogen w orden. Im (...) 2005 sei die Ehe des Beschw erdeführers in D ._______ auf Klage der Ehefrau geschieden w orden. D er Scheidungsgrund sei die rechtskräftige Verurteilung des Beschw erdeführers zu ei- ner über sechsm onatigen Freiheitsstrafe. In einem solchen Fall könne sich die Ehefrau auch ohne Einw illigung des Ehem annes scheiden lassen. D urch die ein- gereichten D okum ente könne belegt w erden, dass der Beschw erdeführer bei w ei- terem Verbleib im H eim atland Verfolgung im Sinne des Art. 3 AsylG aufgrund der Inhaftierung und der dam it verbundenen M isshandlungen und Traum atisierungen erlitten habe. H insichtlich der von der Vorinstanz für unglaubhaft befundenen Vorbringen führt der Beschw erdeführer aus, die Argum ente des BFM hielten einer Ü berprüfung nicht stand. So habe der Beschw erdeführer keinesw egs behauptet, im Iran hätten 8 kürzlich W ahlen für den Expertenrat stattgefunden, dies sei auch nicht dem kanto- nalen Protokoll zu entnehm en. D er Beschw erdeführer habe lediglich anhand eines Beispiels erklären w ollen, durch w elche M echanism en im Iran die dem okratische M einungsbildung der Bevölkerung m anipuliert w erde. Im W eiteren spekuliere die Vorinstanz, w ie sich ein Ehem ann zu verhalten habe, der seiner Ehefrau nicht m ehr vertraue. H insichtlich des Verbleibs des R eisepas- ses bestehe kein W iderspruch, der Beschw erdeführer habe ausgesagt, seine Ehe- frau habe seine persönlichen G egenstände, den Pass inbegriffen, in einen Koffer gepackt, diesen an sich genom m en und dem Beschw erdeführer den Zutritt zur ge- m einsam en W ohnung verw eigert. Später habe sie den Koffer anlässlich der H aus- durchsuchung der Polizei übergeben. D er angebliche W iderderspruch hinsichtlich des R eisew eges sei auf ungenaue Aussagen des Beschw erdeführers zurückzuführen: Tatsächlich habe er per Pferd nur die Landesgrenze überquert, den R est der Strecke aber im Auto zurückgelegt. Auch lägen subjektive N achfluchtgründe vor, da der Beschw erdeführer nicht nur ohne Ausreisegenehm igung auf illegalem W eg ausgereist sei, w as im Iran einen Straftatbestand darstelle, sondern auch w egen des Verstosses gegen das gegen ihn m it U rteil vom (...) 2005 verhängte zehnjährige R eiseverbot bei R ückkehr in den Iran m it einer zusätzlichen H aftstrafe unter schlechten H aftbedingungen zu rechnen habe. 4.3 In seiner Beschw erdeergänzung w ird hinsichtlich der Eintragungen in der G eburts- urkunde des Beschw erdeführers geltend gem acht, darin seien gem äss iranischer Praxis nicht nur das D atum der H eirat, sondern auch die Personalien der Ehefrau und Angaben zur Scheidung eingetragen. D iese Eintragungen ersetzten nach ira- nischem R echt ein Scheidungsurteil. 4.4 In ihrer Vernehm lassung führt die Vorinstanz zu den eingeichten D okum enten des Beschw erdeführers (Vorladung, U rteil, G eburtsurkunde) aus, sie habe sich am 14. Juli 2006 an die Schw eizerische Vertretung in D ._______ gew andt und um eine Stellungnahm e zur Echtheit der eingereichten D okum enten und zu der Be- hauptung des Beschw erdeführers, im Iran w erde kein schriftliches Scheidungsur- teil ausgestellt, sondern lediglich ein Eintrag in der G eburtsurkunde vorgenom - m en, gebeten. M it Antw ortschreiben vom 22. O ktober 2006 habe die Botschaft sich im W esentlichen w ie folgt geäussert: Bei der Vorladung und dem U rteil des R evoultionsgerichtes handle es sich zw eifelsfrei um Fälschungen. Auch erfolge eine Scheidung im G egensatz zu den Äusserungen des Beschw erdeführers auf- grund eines Scheidungsurteils; der Eintrag in der Shenasnam eh ersetze ein solches nicht, vielm ehr sei er eine Folge desselben. Auch sei der Eintrag in der Shenasnam eh nicht authentisch, da ein solcher nicht durch das (N am e des Am tes) erfolge, w ie das vorliegend behauptet w erde. Zusam m enfassend könnten die eingereichten D okum ente die geltend gem achten Vorbringen nicht glaubhaft m achen. 4.5 Im Schreiben des iranischen R echtsvertreters nim m t dieser zu den Botschaftsab- klärungen der Vorinstanz w ie folgt Stellung: Es gebe keine Zw eifel an der Echtheit des U rteils, da er dieses persönlich vom G ericht erhalten habe. H insichtlich der Vorladung gebe es eine G esetzesregelung, w onach eine Vorladung dreim al 9 ausgestellt w erde. D er Beschuldigte w erde in der Vorladung angew iesen, sich nach Erhalt derselben innerhalb von 48 Stunden beim G ericht zu m elden; bei N ichterscheinen w erde der Befehl zur Festnahm e gegeben und die Verhaftung eingeleitet. D ie Scheidungsurkunde, die nach dem Scheidungsurteil ausgestellt w erde, w erde zw ar norm alerw eise den Eheleuten ausgehändigt, w egen Abw esen- heit des Beschw erdeführers bei U rteilsfällung sei sie aber der Ehefrau übergeben w orden. D ie Ehescheidung sei in den G eburtsurkunden/Fam ilienbüchern der bei- den Parteien registriert w orden und gelte daher als Scheidungsurkunde. Es beste- he bei Bedarf die M öglichkeit, ein D uplikat der U rkunde zu beschaffen oder eine Bestätigung der Scheidung durch das (N am e des Am tes) ausstellen zu lassen. D ie Beanstandungen des BFM seien auf jeden Fall rechtlich nicht zulässig. 4.6 Im R ahm en des zw eiten Schriftenw echsels betont die Vorinstanz, die Abklärungen der Schw eizer Vertretung in D ._______ hätten ergeben, dass es sich bei der Vorladung und dem U rteil zw eifelsfrei um Fälschungen handle. Ebenfalls sei festgestellt w orden, dass m it den Eintragungen im R eisepass des Beschw erdeführers keine Scheidung belegt w erden könne. H insichtlich der Behauptungen des R echtsvertreters, die Abklärungsergebnisse der Schw eizer Vertretung träfen nicht zu, sei darauf hinzuw eisen, dass es keinen plausiblen G rund gebe, an den seit Jahren zuverlässigen und vorliegend auch überzeugend dargelegten Abklärungsergebnissen zu zw eifeln. Zudem handle es sich bei der eingereichten Stellungnahm e nicht um ein am tliches D okum ent, sondern um ein anw altliches Schreiben. D ie Bew eiskraft eines derartigen Schreibens eines vom Beschw erdeführer bezahlten R echtsanw altes, der seinen M andanten sicherlich nicht belasten w ürde, m üsse als erheblich eingeschränkt betrachtet w erden. Zudem seien auch die Argum ente des R echtsvertreters nicht überzeugend. So berufe sich der R echtsvertreter beispielsw eise auf eine bestim m te G esetzesregelung, ohne den entsprechenden G esetztestext konkret zu bezeichnen. Insgesam t verm öge der Beschw erdeführer auch m it seiner neuen Eingabe den Vorw urf der Einreichung gefälschter D okum ente nicht zu entkräften. 5. 5.1 D as Bundesverw altungsgericht kom m t nach Prüfung der Akten zum Ergebnis, dass die Vorinstanz das Asylgesuch m it zutreffender Begründung als unglaubhaft abgew iesen hat. 5.2 D en bei der Vorinstanz eingereichten Bew eism itteln (Bestätigung des Bildungs- und Erziehungsm inisterium s über die Lehrertätigkeit des Beschw erdeführers und Kriegsgefangenenbestätigung) fehlt es bereits w egen fehlenden zeitlichen und kausalen Zusam m enhangs an Bew eisrelevanz. 5.3 D ie in den Befragungen geltend gem achte Vorverfolgung im H eim atland m uss als unglaubhaft bew ertet w erden. Zu R echt führt die Vorinstanz an, es entstehe der Eindruck, der Beschw erdeführer habe keine Flugblätter verfasst und verteilt. So hat der Beschw erdeführer in der kantonalen Befragung tatsächlich vorgebracht, „in letzter Zeit“ (vgl. act. A7, S. 9) in den Flugblättern über Vorkom m nisse im Zusam m enhang m it den W ahlen zum Ex- pertenrat berichtet zu haben, obw ohl sich diese G eschehnisse 1998 zugetragen 10 haben und die W ahlen in den Expertenrat nur alle acht Jahre stattfinden, m ithin erst w ieder im Jahr 2006. W idersprüchlich sind auch die Vorbringen zum R eisepass des Beschw erdefüh- rers, da er zunächst aussagt, seine Ehefrau habe ihn im M ärz 2003 an sich ge- nom m en (vgl. act. A1, S. 3), bei der kantonalen Anhörung jedoch angibt, der R ei- sepass habe sich bei seiner Ehefrau befunden (vgl. act. A7, S. 6) und sei bei der H ausdurchsuchung von der Polizei m itgenom m en w orden. In der Beschw erde- schrift w ird dem gegenüber behauptet, der Beschw erdeführer habe eindeutig aus- gesagt, nach seinem Auszug aus der W ohnung habe die Ehefrau die persönlichen G egenstände, darunter den R eisepass, an sich genom m en und diese in einen Kof- fer gelegt, den sie anlässlich der H ausdurchsuchung der Polizei übergeben habe. D ies entspricht nicht dem in den Befragungen vorgetragenen Sachverhalt, da die Ehefrau gem äss den Protokollen bereits im M ärz 2003 den Aktenkoffer m it den Flugblättern entdeckte (vgl. act. A7, S. 13 ). Zudem erscheint das Verhalten des Beschw erdeführers, w ie von der Vorinstanz zu R echt geltend gem acht, nicht logisch. Auch w enn nicht zw eifelsfrei feststeht, w el- che U nterlagen sich nach dem Auszug des Beschw erdeführers noch in der ge- m einsam en W ohnung des Beschw erdeführers und seiner Ehefrau befunden ha- ben, so w aren es anscheinend doch zum indest seine Identitätspapiere und der Aktenkoffer m it den regim ekritischen Flugblättern (vgl. act. A7, S. 16). Angesichts der Auseinandersetzungen m it seiner Ehefrau im M ärz 2003 bei der Entdeckung des Aktenkoffers m it dem ihn kom prom ittierenden Inhalt ist unverständlich, dass der Beschw erdeführer nicht versucht hat, diese U nterlagen bei seinem Auszug an sich zu nehm en; spätestens nach der Festnahm e seiner Schüler w äre der Be- schw erdeführer veranlasst gew esen, in den Besitz der ihn belastenden U nterlagen und seiner Identitätspapiere zu gelangen. 5.4 Es erübrigt sich, auf w eitere U ngereim theiten w ie beispielsw eise hinsichtlich der Schilderung des R eisew eges von G ._______ nach H ._______ einzugehen, da die auf Beschw erdeebene eingereichte Vorladung und das U rteil des (Angabe des G erichtes), die zum Bew eis der Verfolgung des Beschw erdeführers dienen sollen, als Fälschungen zu qualifizieren sind, w om it die U nglaubhaftigkeit der Vorverfolgung im H eim atland bestätigt w ird und dam it eine begründete Furcht vor zukünftiger Verfolgung in Form von unm enschlicher Behandlung bei Inhaftierung auszuschliessen ist. D as Bundesverw altungsgericht kom m t angesichts der Abklärung der Schw eizeri- schen Botschaft in D ._______ zum Ergebnis, dass es sich bei der „Vorladung“ und dem „U rteil“ angesichts der form ellen und inhaltlichen Fehler der D okum ente um Fälschungen handelt. D ie „Vorladung der (Angabe des G erichtes)“ w urde nicht auf dem offiziellen Form ular ausgefertigt, und es ist auch nicht üblich, eine Frist von 48 Stunden für das Erscheinen vor G ericht anzusetzen, w enn - w ie vorliegend - bereits eine Anklage erfolgt ist. D as G ericht w ürde in einem derartigen Fall stattdessen einzig das D atum der Verhandlung m itteilen. Auch das „U rteil der (Angabe des G erichtes)“ ist nicht auf dem offiziellen Form ular ausgefertigt w orden. Ein U rteil in der vorliegenden Form w ird einem Verurteilten nicht ausgehändigt; der Beschw erdeführer dürfte dem nach gar nicht im Besitz eines derartigen D okum entes sein. Ausserdem stehen die zitierten Artikel der Strafprozessordnung 11 in keinem Zusam m enhang m it dem geltend gem achten Fall. Zum Ergebnis der Botschaftsabklärung, zusam m engefasst in der Vernehm lassung der Vorinstanz vom 13. N ovem ber 2006, w urde dem Beschw erdeführer m it Verfü- gung vom 15. N ovem ber 2006 rechtliches G ehör m it der M öglichkeit der Stellung- nahm e gew ährt. D er Beschw erdeführer verm ag den Abklärungsergebnissen nichts entgegenzuset- zen. Im Schreiben des iranischen R echtsvertreters, dessen Bew eisw ert in Ü berein- stim m ung m it den einschlägigen Erw ägungen der Vorinstanz nur als gering bezei- chnet w erden kann, w ird zu den form ellen und inhaltlichen Fälschungsm erkm alen nicht Stellung genom m en, lediglich an der Echtheit des eingereichten U rteils fest- gehalten und hinsichtlich der Vorladung auf eine allgem eine, nicht näher spezifi- zierte G esetzesregelung verw iesen. D ie fraglichen, als Vorladung und U rteil der (Angabe des G erichtes) bezeichneten D okum ente, w erden als Fälschungen erkannt und sam t Ü bersetzungen zur Verm eidung m issbräuchlicher Verw endung in Anw endung von Art. 10 Abs. 4 AsylG eingezogen. Auch die Angaben des Beschw erdeführers zur R egistrierung der Ehescheidung in der G eburtsurkunde als Ersatz für ein Scheidungsurteil sind nach der vom Bundes- verw altungsgericht nicht angezw eifelten Botschaftsabklärung falsch. D ie R egistrie- rung in der Shenasnam eh ist nach Botschaftsauskunft eine Folge der Eheschei- dung, kein Ersatz. Auch hat die Botschaftsabklärung ergeben, dass die Eintragun- gen in der Shenasnam eh des Beschw erdeführers nicht authentisch sind, da das (N am e des Am tes), das vorliegend die R egistrierung von H eirat und Scheidung vorgenom m en haben soll, derartige Eintragungen nicht vornim m t. D er iranische R echtsvertreter erw ähnt zw ar eine der geschiedenen Ehefrau in Abw esenheit des Beschw erdeführers ausgehändigte Scheidungsurkunde, hält aber ansonsten daran fest, dass die R egistrierung der Scheidung in den G eburtsurkunden der geschiedenen Eheleute die Scheidungsurkunde ersetze. Zum Vorw urf, ein unzuständiges Am t habe die R egistrierungen vor-genom m en, äussert er sich nicht. Insgesam t hält er die Beanstandungen an den eingereichten U rkunden für „rechtlich unzulässig“. D ie Aussagen des iranischen R echtsvertreters sind som it nicht geeignet, die U nglaubhaftigkeit der Aussagen zur Ehescheidung beziehungsw eise die fehlerhafte R egistrierung derselben zu entkräften. D a es sich bei der Vorladung und beim U rteil um Fälschungen handelt und die An- gaben und Eintragungen zur Ehescheidung unglaubhaft beziehungsw eise nicht au- thentisch sind, w ird die U nglaubhaftigkeit der vorgebrachten Verfolgung des Be- schw erdeführers w egen religiöser und regim ekritischer Tätigkeit durch den Verrat seiner angeblich von ihm geschiedenen Ehefrau bestätigt. N icht zuletzt ist die G laubw ürdigkeit des Beschw erdeführers auch durch das Einreichen gefälschter D okum ente erheblich beeinträchtigt. 5.5 D er Beschw erdeführer hat durch die Flucht aus seinem H eim atstaat oder w egen seines Verhaltens nach der Ausreise keinen G rund für eine zukünftige Verfolgung durch die iranischen Behörden und dam it die Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft w egen subjektiver N achfluchtgründe gesetzt, um als Flüchtling vorläufig aufge- nom m en zu w erden (vgl. Art. 54 AsylG ; Entscheidungen und M itteilungen der 12 Schw eizerischen Asylrekurskom m ission [EM AR K] 2000 N r. 16 S. 141 f.). Allein aufgrund seiner illegalen Ausreise - w egen der unglaubhaften Verfolgungs- vorbringen ist die behauptete Illegalität zum indest zw eifelhaft - und der Asylge- suchsstellung des Beschw erdeführers, sow eit diese bekannt gew orden sein sollte, ist nicht davon auszugehen, dass er bei seiner R ückkehr dew egen m it nach Art. 54 AsylG relevanten Behelligungen zu rechnen hätte. D a sich das eingereichte U rteil vom (...) 2005, w onach gegen den Beschw erdeführer ein R eiseverbot verhängt w orden ist, als Fälschung herausgestellt hat, ist auch aufgrund des Ver-stosses gegen ein derartiges Verbot keine Verfolgung durch die iranischen Behör-den zu erw arten. 6. Zusam m enfassend ist festzuhalten, dass es dem Beschw erdeführer w ährend der Anhörungen und im Beschw erdeverfahren nicht gelungen ist, eine Verfolgung be- ziehungsw eise begründete Furcht vor zukünftiger Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft zu m achen, w eshalb die angefochtene Verfügung im Asylpunkt zu bestätigen ist. D a im W eiteren keine subjektiven N achfluchtgründe vorliegen, ist der Beschw erdeführer auch nicht als Flüchtling m it der Konsequenz der vorläufi- gen Aufnahm e anzuerkennen. 7. 7.1 Lehnt das Bundesam t das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz und ordnet den Vollzug an; da- bei ist der G rundsatz der Einheit der Fam ilie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG ). Ist der Vollzug der W egw eisung nicht m öglich, nicht zulässig oder nicht zu- m utbar, so regelt das Bundesam t das Anw esenheitsverhältnis nach den gesetzli- chen Bestim m ungen über die vorläufige Aufnahm e von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG ; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer [AN AG , SR 142.20]). D er Vollzug ist nicht m öglich, w enn der Ausländer w eder in den H erkunfts- oder in den H eim atstaat noch in einen D rittstaat verbracht w erden kann. Er ist nicht zuläs- sig, w enn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schw eiz einer W eiterreise des Aus- länders in seinen H eim at-, H erkunfts- oder einen D rittstaat entgegenstehen. D er Vollzug kann insbesondere nicht zum utbar sein, w enn er für den Ausländer eine konkrete G efährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 AN AG ). N iem and darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezw ungen w erden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem G rund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die G efahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezw ungen w ird (Art. 5 Abs. 1 AsylG ). G em äss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schw eizerischen Eidgenossen- schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Ü bereinkom m ens vom 10. D e- zem ber 1984 gegen Folter und andere grausam e, unm enschliche oder erniedri- gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Kon- vention zum Schutze der M enschenrechte und G rundfreiheiten vom 4. N ovem ber 1950 (EM R K, SR 0.101) darf niem and der Folter oder unm enschlicher oder ernie- drigender Strafe oder Behandlung unterw orfen w erden.13 7.2 D er Beschw erdeführer verfügt w eder über eine frem denpolizeiliche Aufenthaltsbe- w illigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. D ie W egw eisung w urde dem nach zu R echt angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG ; EM AR K 2001 N r. 21). 7.3 D ie Vorinstanz w ies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der G rundsatz der N ichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingsei- genschaft erfüllen (vgl. M AR IO G ATTIKE R , D as Asyl- und W egw eisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). D a es dem Beschw erdeführer nicht gelungen ist, eine asyl- rechtlich erhebliche G efährdung nachzuw eisen oder glaubhaft zu m achen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen N on-refoulem ents im vorliegenden Verfahren keine Anw endung finden. Eine R ückkehr des Be- schw erdeführers in seinen H eim atstaat ist dem nach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtm ässig. Sow eit der Beschw erdeführer geltend m acht, w egen Verstos- ses gegen das gegen ihn verhängte R eiseverbot drohe ihm H aft unter unm en- schlichen H aftbedingungen, ist dem entgegenzuhalten, dass er keine Verfolgung glaubhaft m achen konnte und schon desw egen nicht von einer zukünftigen, ihm drohenden Inhaftierung und Folter auszugehen ist. Zw ar können ihn im Fall einer R ückkehr in den Iran Befragungen zu seinem Auslandsaufenthalt erw arten, doch ist nicht davon auszugehen, dass er dabei einer unm enschlichen Behandlung aus- gesetzt w ird. 7.4 Sodann ergeben sich w eder aus den Aussagen des Beschw erdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in den Iran dort m it beachtlicher W ahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EM R K oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt w äre. G em äss Praxis des Europäi- schen G erichtshofes für M enschenrechte sow ie jener des U N -Anti-Folterausschus- ses m üsste der Beschw erdeführer eine konkrete G efahr ("real risk") nachw eisen oder glaubhaft m achen, dass ihm im Fall einer R ückschiebung Folter oder unm en- schliche Behandlung drohen w ürde (vgl. die nach w ie vor geltende Praxis der AR K in EM AR K 2001 N r. 16 S. 122), zum al eine drohende Inhaftierung m it unm ensch- lichen H aftbedingungen m it den obigen Erw ägungen für unglaubhaft befunden w urde. D ie allgem eine M enschenrechtssituation im Iran lässt den W egw eisungs- vollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. N ach dem G esag- ten ist der Vollzug der W egw eisung sow ohl im Sinne der asyl- als auch der völker- rechtlichen Bestim m ungen zulässig. 7.5 Aus hum anitären G ründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schw eiz, w ird auf den Vollzug der W egw eisung auch verzichtet, w enn die R ück- kehr in den H eim atstaat für den Betroffenen eine konkrete G efährdung darstellt. Eine solche G efährdung kann angesichts der im Iran herrschenden Lage nicht an- genom m en w erden. 7.6 D er Beschw erdeführer w ird bei R ückkehr in seinen H eim atsaat auch nicht in eine existenzbedrohende Lage geraten. D er junge, gesunde, m ehrere Frem dsprachen sprechende (vgl. act. A7, S. 4) und gut ausgebildete Beschw erdeführer (vgl. act. A1, S. 2) besitzt im Iran ein bestehendes Fam iliennetz. Seine Eltern leben in D ._______, ebenso ein Bruder und eine Schw ester (vgl. act. A1, S. 2). Seinen An- gaben zum Besitz zw eier Appartem ents (vgl. act. A7, S. 5, 6) und zu m ehreren Auslandsreisen als Tourist (vgl. act. A7, S. 5) kann zudem entnom m en w erden, dass er im H eim atland w irtschaftlich gut gestellt w ar.14 7.7 N ach dem G esagten ist der Vollzug der W egw eisung som it auch als zum utbar zu bezeichnen. 7.8 Es obliegt dem Beschw erdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung seines H ei- m atstaates die für eine R ückkehr notw endigen R eisedokum ente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG ), w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch als m öglich zu bezeichnen ist. 7.9 Insgesam t ist die durch die Vorinstanz verfügte W egw eisung zu bestätigen. D ie Vorinstanz hat deren Vollzug zu R echt als zulässig, zum utbar und m öglich erach- tet. N ach dem G esagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahm e ausser Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 AN AG ). 8. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundes- recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest- stellt und angem essen ist (Art. 106 AsylG ). D ie Beschw erde ist nach dem G esagt- en abzuw eisen. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten in H öhe von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht vom 11. D ezem ber 2006 [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). Zw ar w urde das G esuch des Beschw erdeführers um unentgeltliche R echtspflege m it Zw ischenverfügung vom 12. April 2006 gutgeheissen. D a dieser aber m it dem Einreichen gefälschter Bew eism ittel bew usst falsche und unw ahre Angaben ge- m acht hat, bei deren Kenntnis das G ericht sein G esuch w egen offensichtlicher Aussichtslosigkeit abgew iesen hätte, ist ihm die erteilte Bew illigung der unentgeltli- chen R echtspflege rückw irkend w egen m utw illiger Prozessführung zu entziehen. D er rückw irkende Entzug ist nach der R echtsprechung in den Fällen ausgeschlos- sen, in denen der G esuchsteller die Bew illigung nicht durch unrichtige Angaben erw irkt hat. D as Bundesgericht schloss in seiner R echtsprechung zu Art. 4 aBV (heute: Art. 29 Abs. 3 BV) einen rückw irkenden Entzug der einm al gew ährten un- entgeltlichen R echtspflege aber nicht schlechthin aus (BG E 111 Ia 278 E. 2a). In einem späteren Entscheid äusserte es sich dahingehend, ein rückw irkender Ent- zug der Bew illigung brauche nicht von vornherein verfassungsw idrig zu sein, w enn die Bedürftigkeit w ährend des Verfahrens w egfällt, liess aber die Frage letztlich of- fen (BG E 122 I 5 E. 4a S. 7). In der Lehre w ird die Ansicht vertreten, der rückw ir- kende Entzug sei m it der Verfassung (Art. 4 aBV; Art. 29 Abs. 3 BV) vereinbar, so- fern die Einkom m ens- und/oder Verm ögenssituation der ehem als bedürftigen Per- son dies erlaubten (M ER K LI/AESC H LIM AN N /H ER ZO G , Kom m entar zum G esetz über die Verw altungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, N . 29 zu Art. 111 VR PG ). Ein rückw irkender Entzug w ird überdies als zulässig betrachtet, w enn der G esuch- steller die unentgeltliche R echtspflege aufgrund bew usst falscher und unvollstän- diger Angaben erlangt hat (FAVR E, L'assistance judiciaire gratuite en droit suisse, D iss. Lausanne, 1988, S. 149 m it H inw eisen; R IES , D ie unentgeltliche R echtspflege 15 nach der aargauischen Zivilprozessordnung vom 18. D ezem ber 1984, D iss. Zürich 1990, S. 269). (D ispositiv nächste Seite)16 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie m it Zw ischenverfügung vom 12. April 2006 gew ährte unentgeltliche R echts- pflege w ird rückw irkend entzogen. 3. D em Beschw erdeführer w erden Verfahrenskosten von Fr. 600.-- auferlegt. D ieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Eintritt der R echtskraft des vorliegenden U rteils zu G unsten der G erichtskasse zu überw eisen. 4. D ie „Vorladung vom (...) 2004“ und das „U rteil vom (...) 2005 (Angabe des G erichtes) in D ._______“ w erden sam t deutscher Ü bersetzung eingezogen. 5. D ieses U rteil geht an: - den Beschw erdeführer (eingeschrieben) - die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt und R ückkehrförderung, m it den Akten (R ef.-N r. N _______) - _______ (Beilage: G eburtsurkunde des Beschw erdeführers ) D er vorsitzende R ichter: D ie G erichtsschreiberin: Bruno H uber M areile Lettau Versand am :