Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 23. Mai 2019 (720 19 18 / 129) ____________________________________________________________________ Invalidenversicherung Würdigung der Arztberichte Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan- tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller Parteien A.____ , Beschwerdeführer, vertreten durch Markus Schmid, Rechts- anwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel gegen IV -Stelle Basel -Landschaft , Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be- schwerdegegnerin Betreff IV-Rente A. Der 1963 geborene A.____ arbeitete zuletzt vom 6. Februar 2012 bis zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses per 31. Oktober 2017 als Bau-Facharb eiter bzw. Gleisarbeiter bei der B.____ AG. Am 7. April 2016 meldete sich A.____ bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitliche n und erwerblichen Verhältnisse und durchgeführtem Vorbescheidverfahren lehnte die IV- Stelle das Leistungsbegehren mit Ver- Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht fügung vom 27. November 2018 ab mit der Begründung, die Bedingungen des Wartejahres (un- unterbrochene mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres und anschliessende rentenbegründende Erwerbsunfähigkeit) seien nicht erfüllt. B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwä ltin Andrea Steiner, Dextra Rechtsschutz AG, mit Schreiben vom 14. Januar 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel- Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Nachdem das Kantonsgericht die Rechtsvertreterin darauf aufmerksam gemacht hatte, dass zur berufsmässigen Vertretung vor den Gerichten des Kantons Basel-Landschaft nur befugt sei, wer im Anwaltsregister eingetragen sei, teilte diese dem Gericht mit, dass sie den Beschwerdeführer nicht mehr vertrete. Mit Schrei- ben vom 11. März 2019 reichte A.____, nunmehr vertreten durch Advokat Markus Schmid, innert Frist erneut eine Beschwerdeschrift ein. Darin beantragte er, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2016 basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindeste ns 50 % mindestens eine halbe Invali- denrente zuzusprechen und auszurichten. Eventualiter sei ein gerichtliches medizinisches Gut- achten, mindestens in den Fachrichtungen Orthopädie und Psychiatrie, einzuholen und nach Vor- liegen des Gutachtens neu über den Leistungsanspruch zu entscheiden. Subeventualiter sei die Streitsache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und diese zu verpflichten, ein medizini- sches Gutachten, mindestens in den Fachrichtungen Orthopädie und Psychiatrie, einzuholen und es sei nach Vorliegen des Gutachtens neu über den Lei stungsanspruch zu entscheiden; alles unter o/e-Kostenfolge. C. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Vernehmlassun g vom 11. April 2019 die Ab- weisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs- gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anf echtungsobjekt des vorliegenden Verfah- rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan- tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor- liegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte – Be- schwerde vom 22. Oktober 2018 ist demnach einzutreten. 2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochte nen Verfügung vom 27. November 2018 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechu ngsgemäss die zeitliche Grenze der Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). Sämtliche Vorbringen, wel- che sich auf den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers na ch dieser Zeit beziehen, sind daher nicht zu berücksichtigen. 2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs- fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein- gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig ge- wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs- rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigk eit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig- keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück- sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunf ähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geist igen oder psychischen Gesundheit verur- sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederun g verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 2.3 Geht es um psychische Erkrankungen wie beispielsweise e ine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, ein damit vergleichbares psychosomatisches L eiden (vgl. BGE 140 V 13 E. 2.2.1.3) oder depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur (BGE 143 V 409 und 418), sind für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit systemat isierte Indikatoren beachtlich, die – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfa ktoren einerseits und Kompensati- onspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, d as tatsächlich erreichbare Leistungsver- mögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2 S. 285 ff., E. 3.4-3.6 und 4.1 S. 291 ff.). Die Prüfung der Standardindikatoren bleibt indessen entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärzt- licher Berichte eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbarer Weise verneint wird, und allfällig ge- genteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (vgl. BGE 143 V 417 E . 4.5.3; 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 2. August 2018, 8C_309/2018, E. 3.2 und vom 16. Januar 2018, 9C_580/2017, E. 3.1). Insbesondere in Fällen, in welchen nach der Akten- lage überwiegend wahrscheinlich von einer bloss leichtgrad igen depressiven Störung auszuge- hen ist, die nicht schon als chronifizert gelten kann und auch nicht mit Komorbiditäten einhergeht, ist in aller Regel kein strukturiertes Beweisverfahren erforderlich (Urteile des Bundesgerichts vom 2. August 2018, 8C_309/2018, E. 3.2 und vom 16. Januar 2018, 9C_580/2017, E. 3.1mit Hinweis auf BGE 143 V 417 E. 4.5.3). 3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person A nspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätig en Versicherten ist Art. 16 ATSG an- wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invalidi tätsgrad aufgrund eines Einkommensver- gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein- tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizi nischen Behandlung und allfälliger Einglie- derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit be i ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens- vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein- kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einan der gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Ein- kommensvergleichs; bereits für den Zeitraum vor 1. Januar 2003: BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). 4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrade s bildet die Frage, in welchem Aus- mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. 4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und in sbesondere auch bei der Beurtei- lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszu- stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in w elchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. I m Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach de m für den Sozialversicherungs- prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande- ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmli che Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit- tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfe n und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat- ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa- rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinisch e These abstellt. Hinsichtlich des Be- weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, o b dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück- sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me- dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Expert en begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). Ausschlaggeben d für den Beweiswert ist grundsätzlich Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Be zeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 4.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem G rundsatz der freien Beweiswürdi- gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt- linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahre ns eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs- sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper tise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die se mitunter im Hinblick auf ihre auf- tragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Pati- enten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesge richt, sozialrechtliche Abteilun- gen] vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandeln- den Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. V orbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialver sicherungsprozess sind vom Un- tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von A mtes wegen für die richtige und voll- ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa- chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesge richts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 6. Zur Beurteilung des vorliegenden Falles liegen im Wesentlichen folgende medizinischen Unterlagen vor: 6.1 Am 8. Oktober 2016 erstellt Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten zu Handen der D.____. Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits- fähigkeit hält er eine chronische Schmerzstörung mit soma tischen, sozialen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) bei Status nach Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion und Störung von anderen Gefühlen (ICD-10 F43.23) fe st. Als psychiatrische Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hielt er als Differ entialdiagnosen anhaltende somatoforme Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht Schmerzstörungen (ICD-10 F45.4) sowie eine leichte depressive Episode mit somatischem Syn- drom (ICD-10 F32.01) fest. Zur Arbeitsfähigkeit führt er aus, aus psychiatrischer Sicht sei der Versicherte in jeder beruflichen Tätigkeit, die seinen körperlichen Einschränkungen angepasst sei, mit einem Arbeitspensum von 50 % ohne jede Leistu ngseinschränkung arbeitsfähig. Eine Steigerung des Arbeitspensums um monatlich 25 % sollte dem Versicherten zugemutet werden können. 6.2 Am 6. bzw. 9. Juli 2018 erstatten PD Dr. med. E._ ___, FMH Psychiatrie und Psychothe- rapie, und Dr. med. F.____, FMH Rheumatologie und F MH Innere Medizin, ein bidisziplinäres Gutachten zu Handen der IV-Stelle. 6.2.1 PD Dr. E.____ stellt keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wird eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) und eine mögliche anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F 45.4) diagnostiziert. Der Versi- cherte sei in der bisherigen wie auch in jeder angepassten Tätigkeit aus psychiatrischer Sicht zu 100 % arbeitsfähig. Zu den qualitativen Funktionsfähigkeiten aus psychiatrischer Sicht sei zu sa- gen, dass diese beim Exploranden allesamt vollständig e rhalten seien. Aus objektiv-psychiatri- scher Sicht würden sich keinerlei Begründungen für jen e fast pauschale Dysfunktionalität, über die der Explorand jeweils auf initiale offene Fragen in der hiesigen Begutachtung gesprochen habe, ergeben. Es sei auch nicht nachvollziehbar, wes halb der Explorand beispielsweise im Haushalt nicht tätig sein könne, aber in der Lage sei, seiner Körperpflege nachzugehen und auch regelmässig die Einkäufe zu tätigen oder aber hin und w ieder auch Autofahren zu können. Auf- grund der zahlreichen Inkonsistenzen könne nicht auf die subjektiven Angaben des Exploranden abgestützt werden, so auch nicht bei der Beurteilung de r qualitativen Funktionsfähigkeiten. Es sei folglich dazu auf die objektiven Untersuchungsbefun de abzustützen. Die heranzuziehenden Parameter würden beim Exploranden maximal leicht patho logische Auslenkungen zeigen. Sie würden keine relevante Beeinträchtigung der innerpsychischen Vitalität abbilden. Es liege keine Persönlichkeitsstörung vor. Die anhaltende somatoforme Schmerzstörung könne lediglich als eine „mögliche“ Diagnose aufgeführt werden, und auch wenn sie als zweifelsfrei vorhandene Di- agnose postuliert werden könnte, würde keine relevante psychiatrische Co-Morbidität vorliegen, sondern lediglich eine leichte depressive Episode, nicht aber weitere psychiatrische Störungen. Ein sozialer Rückzug bestehe nicht. Aufgrund der Untersuchungsbefunde in Kombination mit den wiederholt diskutierten Inkonsistenzen könne festgehalten werden, dass die mit den sogenannten ICF-Kriterien abgebildeten qualitativen Funktionsfähi gkeiten nicht beeinträchtigt seien. Würde eine relevante Beeinträchtigung derselben vorliegen, müssten in den spezifischen objektiven Pa- rametern zur innerpsychischen Vitalität obligat relevant pathologisch ausgelenkte Befunde nach- gewiesen werden können, was nicht der Fall sei. Die qu alitativen Funktionsfähigkeiten aus psy- chiatrischer Sicht seien nicht beeinträchtigt und seien auch nie beeinträchtigt gewesen. Sie seien weiterhin vollständig erhalten. Weiter führt PD Dr. E.____ aus, der Beschwerdeführer habe viele Gedächtnislücken geltend gemacht, wiederholt überaus vage Aussagen, teilweise auch wider- sprüchliche Angaben gemacht. Es habe den Eindruck erweckt, dass der Beschwerdeführer nicht vollumfänglich offen und transparent gewesen sei und Informationen zurückgehalten habe. Er habe sich in sämtlichen erfragten Lebensbereichen als vol lständig dysfunktional beschrieben. Aufgrund dieser diversen Inkonsistenzen könne auf die su bjektiven Angaben des Exploranden Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht ganz grundsätzlich nicht abgestützt werden. Aufgrund de r objektiven Untersuchungsbefunde könne eine leichte depressive Episode diagnostiziert werden, eine mittelgradige oder gar schwere depressive Episode könne mit Sicherheit ausgeschlossen werden. 6.2.2 Dem Gutachten von Dr. F.____ ist keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig- keit zu entnehmen. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden ein Ganzkörper- schmerzsyndrom ohne organische Ursache, ein Diabetes mellit us Typ 2 und ein Status nach mehrfachen OSG-Distrosionen rechts (klinisch normale OSG-Funktion, radiologisch keine OSG- Arthrose) angeführt. Dr. F.____ hält fest, dass aus rheumatologischer Sicht keine Einschränkung für die angestammte Tätigkeit als Gleisarbeiter bestehe . Es bestehe für jegliche Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Der Beschwerdeführer sei wege n seiner 1. OSG-Distorsion vom 26. August 2014 bis Ende Februar 2015 für 6 Monate zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Ab An- fang März 2015 bis 25. März 2016 sei er wieder voll arb eitsfähig gewesen. Aufgrund seiner 2. OSG-Distorsion rechts habe vom 26. März 2016 bis Ende Juni 2016 für 3 Monate eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Anschliessend sei der Beschw erdeführer vom 1. Juli 2016 bis 27. März 2017 wieder zu 100 % arbeitsfähig gewesen. Vo m 28. März 2017 sei dem Beschwer- deführer wegen seiner 3. OSG-Distorsion rechts wieder für drei Monate bis Ende Juni 2017 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. Ab Anfan g Juli 2017 bis heute sei der Beschwer- deführer schliesslich wieder vollumfänglich arbeitsfähig. Dr. F.____ hält zusammenfassend fest, dass heute ein Ganzkörperschmerzsyndrom ohne organische Ur sache bestehe, die OSG- Problematik sei nicht mehr relevant, sie gehe richtigg ehend in dem weichteilrheumatischen Schmerzsyndrom unter. Rheumatologisch bestehe keine entzünd lich rheumatologische Erkran- kung, es würden keine Arthrosen und keine relevanten M uskelatrophien bestehen. Weiter führt Dr. F.____ aus, der Beschwerdeführer habe etwas auffäl lig gewirkt. Er habe mit seiner ganzen Körpersprache seine Schmerzen manifestiert. Er habe sehr kurz geantwortet, oft nur mit ja oder nein und sich bei der Anamnese bedeckt gehalten. Auch habe er oft gestöhnt. Die Gangmanöver hätten alle unnatürlich und etwas theatralisch gewirkt. In der Untersuchung habe der Beschwer- deführer ein eingeschränktes Bewegungsausmass gezeigt, w as völlig diskrepant zur Präsenta- tion während der Anamnese gewesen sei, wo eine Drehung der HWS ohne Beeinträchtigung möglich gewesen sei. 6.2.3 In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung wur de aus psychiatrischer Sicht ausgeführt, beim Exploranden hätten nie relevante Krankheiten vor gelegen. Es liege einzig eine leichte Af- fektpathologie und eine mögliche, nicht aber gesicherte anhaltende somatoforme Schmerzstö- rung vor. Aus rheumatologischer Sicht wurde festgehalte n, der Explorand habe am 26. August 2014 eine erste OSG-Distorsion beim Hinunterspringen a us einem Eisenbahnwagon erlitten. Diese Bandläsion sei konservativ behandelt worden. Gemäss Angaben des Exploranden habe sich innerhalb von ca. zwei Monaten ein Schmerzsyndrom entwickelt, welches sich auf den gan- zen Körper ausgebreitet habe. Dieses persistiere bis heut e. Die OSG-Problematik sei dann ab- geheilt, wobei es zu zwei weiteren OSG-Distorsionen am 26. März 2016 und 28. März 2017 ge- kommen sei. Er habe seine Tätigkeit im Anschluss an die e rste OSG-Distorsion nicht mehr auf- genommen. Heute bestehe ein Ganzkörperschmerzsyndrom ohne organische Ursache, die OSG-Problematik sei nicht mehr relevant, sie gehe richtiggehend in dem weichteilrheumatischen Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht Schmerzsyndrom unter. Rheumatologisch bestehe keine entzündliche rheumatologische Erkran- kung, es würden keine Arthrosen und keine relevante Muskelpathologie bestehen. Für die Tätig- keit als Gleisbauer resp. Gleisarbeiter und auch als R einigungsmitarbeiter bestehe keine Ein- schränkung der Arbeitsfähigkeit. 7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Ver fügung vom 27. November 2018 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts vollumfänglich auf die Ergebnisse, zu denen PD Dr. E.____ und Dr. F.____ ihren Gutachten vom 6. und 9. Juli 2018 sowie in ihrer interdisziplinä- ren Konsensbeurteilung gelangt sind. Sie ging demzufolge davon aus, dass der Beschwerdefüh- rer in jeglicher Tätigkeit voll arbeitsfähig sei. Diese Beurteilung der Vorinstanz ist nicht zu bean- standen. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.4 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobach- tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erör- terung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Be- weiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Die Gutachter haben den Versicherten eingehend untersucht, sie gehen in ihren ausführlichen Berichten einlässlich auf dessen Beschwerden ein, sie setzen sich mit den bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen auseinander und sie vermitteln so ein umfassendes Bild über den Gesundheitszus tand des Beschwerdeführers. Schliesslich erweist sich auch die von den beiden Gutachtern in ihrer bidisziplinären Gesamtbe- urteilung vorgenommene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten als überzeugend. 7.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, zahlreiche medizin ische Berichte und Arbeitsunfähig- keitszeugnisse von behandelnden Ärzten, wie auch von den unabhängigen Fachärzten und Ver- trauensärzten der Versicherungen, würden belegen, dass a b September 2014 bis November 2017 (und auch bis zum Verfügungszeitpunkt) durchgehend mindestens eine 50%ige Arbeitsun- fähigkeit bestanden habe. Dabei beruft sich der Beschwerdeführer insbesondere auf das Gutach- ten von Dr. C.____ zu Handen der D.____. 7.2.1 Dazu führt PD Dr. E.____ aus, das Gutachten von D r. C.____ sei detailliert und in den meisten Abschnitten nachvollziehbar verfasst. Jedoch sei die psychiatrische Diagnoseliste nicht genügend eingegrenzt formuliert, denn bei einer Anpa ssungsstörung mit längerer depressiver Reaktion könne differentialdiagnostisch nicht eine leicht e depressive Episode erwähnt werden, weil bei einer Anpassungsstörung allfällige „depressive“ Symptome stets nur subklinischen, das heisst subdepressiven Schweregrad hätten und daher die Kri terien für eine eigentliche depres- sive Episode nicht erfüllen würden. Auch die anhaltende somatoforme Schmerzstörung unter- scheide sich nicht grundlegend von der Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit soma- tischen und psychischen Faktoren. Dass Dr. C.____ zum Begutachtungszeitpunkt zunächst von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgehe, die allerdin gs innerhalb von zwei Monaten in eine 100%ige Arbeitsfähigkeit übergeführt werden könne, lasse sich nicht vollständig nachvollziehen, denn er teile beispielsweise klar mit, dass die psychosozi alen und soziokulturellen Belastungs- faktoren Einfluss auf die Entwicklung der depressiven Verstimmung des Exploranden hätten, was eine nachvollziehbare Feststellung sei. Zudem halte er f est, dass eine ausgeprägte psychiatri- Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht sche Co-Morbidität nicht vorliege. PD Dr. E.____ nimmt auch zu den weiteren vorliegenden ärzt- lichen Berichten Stellung und begründet, weshalb auf diese nicht abgestellt werden kann (vgl. S. 23 ff. des Gutachtens). Er hat dabei auch auf psychosozia le Belastungsfaktoren (fehlende Be- rufsausbildung, rudimentäre Deutschkenntnisse, finanziell e Belastung, IV-Berentung der Ehe- frau) hingewiesen. In Bezug auf das Gutachten C.____ ist zusätzlich darauf hi nzuweisen, dass dieser festhält, der Versicherte sei während der 2 ½-stündigen Untersuchung zu erst ruhig und bequem auf seinem Stuhl gesessen und erst nach aktiver Befragung sei er unruhig geworden und habe über Schmer- zen im ganzen Körper berichtet. Er habe die Praxis zu Beginn mit hinkendem Gang betreten und sie mit unauffälligem Gang verlassen. Weiter hat Dr. C.____ ausgeführt die geklagten Beschwer- den könnten nur teilweise objektiviert werden. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdefüh- rers kann auch nicht gesagt werden, bei der Festlegung der 50%igen Arbeitsfähigkeit habe sich Dr. C.____ von den Bestrebungen des Beschwerdeführers le iten lassen. Dr. C.____ hält denn auch weiter fest, dass sich keine Schonhaltung für die angegebenen Schmerzen im ganzen Kör- per gezeigt hätte. Ausserdem seien Zeichen von Aggravati on und Verdeutlichungstendenz vor- handen. 7.2.2 Dem weiteren Vorwurf des Beschwerdeführers, es sei nicht abgeklärt worden, ob der Versicherte das Duloxetin am Morgen oder am Abend einnehme, wird von der Beschwerdegeg- nerin bzw. der RAD-Ärztin Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, zu Recht ent- gegnet, dass wenn eine antidepressive Medikation wie vorl iegend ohnehin nicht notwendig sei, sich die Frage, ob das Medikament am Morgen oder am Abend genommen werde, erübrige. Beim eingenommenen Redormin handle es sich um ein pflanzlich es Präparat, welches Baldrian und Hopfen enthalte. Wenn kein schlafanstossendes Antidepressivum und keine sog. Z-Substanz er- forderlich seien, so spreche dies gegen eine schwere Schlafstörung. Dem Vorwurf des Beschwer- deführers, PD Dr. E.____ habe auf sämtliche Tests verzichtet, die eine Objektivierung einer De- pression sowie deren Ausmass zugelassen hätten, entgegnet Dr. G.____ zu Recht, dass PD Dr. E.____ sehr wohl den Mini-ICF evaluiert habe, und zwar mit dem Ergebnis, dass die entspre- chenden Fähigkeiten nicht beeinträchtigt seien. 7.2.3 In Bezug auf das Vorbringen des Beschwerdeführers, es sei keine Prüfung der Standar- dindikatoren vorgenommen worden, ist Folgendes anzumer ken: Vorliegend ist die Beurteilung der Indikatoren gestützt auf die Gutachten sehr wohl mö glich – wenn auch die Gutachter die Indikatoren nicht Punkt für Punkt abgehandelt haben – und der Schluss, dass der Beschwerde- führer über genügend Ressourcen verfügt, nachvollziehbar. Es ist jedoch festzuhalten, dass ge- mäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung in Fällen wie dem vorliegenden, in denen keine Ein- schränkung der Arbeitsfähigkeit festgestellt wird, eine I ndikatorenprüfung ausbleiben kann (vgl. oben E. 2.3). 7.3 Gegen das rheumatologische Gutachten von Dr. F.____ werden vom Beschwerdeführer keine konkreten Einwände vorgebracht. Der Schluss des Gu tachters, dass aus rheumatologi- Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht scher Sicht keine Einschränkung besteht, ist denn auch pla usibel und schlüssig begründet, ins- besondere erweist sich auch die rückwirkende Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit nach den drei erfolgten OSG-Distorsionen als begründet und nachvollziehbar (vgl. oben E. 5.2). 8. Zusammenfassend ergibt sich, dass auf das bidisziplinä re Gutachten von PD Dr. E.____ und Dr. F.____ abgestellt werden kann. Daraus folgt, dass die Bedingungen des Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (ununterbrochene min destens 40%ige Arbeitsunfähigkeit wäh- rend eines Jahres) nicht erfüllt sind, weshalb die IV-Stelle dem Beschwerdeführer zu Recht keine IV-Rente zugesprochen hat. Folglich ist die vorliegende Beschwerde abzuweisen. 9. Gemäss Art. 69 Abs. 1 bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be- willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- - Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemesse- nem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihm zu auferlegen sind. Dem Prozessausgan g entsprechend wird keine Par- teientschädigung zugesprochen. Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- wer den dem Beschwer- deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvor schuss in Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. http://www.bl.ch/kantonsgericht