<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span id="_GoBack"></span><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span>KK.2017.00012</span></p><p><br/></p><p><br/></p><p>II. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Sager<br/>Ersatzrichterin Lienhard<br/>Gerichtsschreiberin Schucan</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 27. Juli 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Kläger</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Carmen Emmenegger</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Emmenegger Rechtsanwälte GmbH</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Stadtturmstrasse 19, Postfach 152, 5401 Baden</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Helsana Zusatzversicherungen AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Zürichstrasse 130, 8600 Dübendorf</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beklagte</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Helsana Versicherungen AG</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Recht &amp; Compliance</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Postfach, 8081 Zürich Helsana</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, geboren 1976, war im Rahmen seiner unselbständigen Erwerbs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tätigkeit aufgrund der durch sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Arbeitgeber, die Y.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zürich, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bei der Helsana Zusatzversicherungen AG (nachfolgend Helsana) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlossenen kollektiven Krankentaggeldversicherung nach dem Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">se</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tz über den Versicherungsvertrag (VVG) gegen die wirtschaftlichen Folgen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">von Krankheit versichert (Urk. 9/1, Urk. 9/10, Urk. 9/29). Am 12. Mai 2016 erfolgte die Krankmeldung ab 1. April 2016 für die Kollektivtaggeldversicherung (vgl. Urk. 9/16 Ziff. 6). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Helsana anerkannte ihre Leistungspflicht und richtete dem Versicherten nach Ablauf der vereinbarten 30-tägigen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Wartefrist Taggelder aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Arbeitsverhältnis mit der Y.___ wurde per 31. Mai 2016 beendet (Urk. 9/16 Ziff. 3).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Auf Veranlassung der Helsana wurde der Versicherte am 3. August 2016 durch Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und am 5. August 2016 durch Dr. med. A.___, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, begutachtet (Gutachten vom 28. September 2016, Urk. 9/30-31). M</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">it </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schreiben vom 28. Oktober 2016 teilte die Helsana dem Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherten mit, dass es ihm aufgrund der medizinischen Beurteilungen zumutbar sei, in der angestammten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsleistung zu erbringen, weshalb die Taggelder ab dem 1. Februar 2017 eingestellt würden (Urk. 9/34). Mit Schreiben vom 23</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2017 (Urk. 9/41</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hielt sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an ihrem Entscheid fest. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 3. April 2017 reichte der Versicherte Klage </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gegen die Hel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sana ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">und bean</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tragte, der Entscheid vom 23. Januar 2017 sei vollumfänglich aufzuheben und es seien weitere 424 Taggelder in der Höhe von Fr. 165.666 pro Tag zu ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wäh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ren, welche rückwirkend ab der Einstellung der Zahlungen per 1. Februar 2017 auszubezahlen und mit einem Zins zu 5 % seit dem 1. Februar 2017 zu belegen seien. In prozessualer Hinsicht beantragte er, es sei von einem unabhängigen Sachverständigen ein medizinisches und psychiatrisches Gutachten einzuholen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 1 S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Klageantwort vom 22. August 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 8) beantragte die Helsan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">a die Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisung der Klage</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Eingabe vom 30. Oktober 2017 (Urk. 10) reichte der Kläger einen weiteren medizinischen Bericht (Urk. 11) ein, welcher der Beklag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten am 1. November 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 12).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dezember 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reichte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Kläger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> seine Replik (Urk. 13) ein, und die Beklagte erstattete am 26. Januar 2018 ihre Duplik (vgl. Urk. 17), welche dem Kläger mit Gerichtsverfügung vom 1. Februar 2018 (Urk. 18) zur Kenntnis ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bracht wurde. Weiter wurden die Parteien angefragt, ob sie gemeinsam auf die Durchführung einer Hauptverhandlung verzichteten und ausgeführt, falls innert Frist von 20 Tagen keine Mitteilung gemacht werde, das Gericht davon ausgehe, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dass auf die Durchführung einer Hauptverhandlung verzichtet werde. Der Kläger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> verzichtete mit Eingabe vom 5. Februar 2018 (Urk. 20) auf die Durchführung einer Hauptverhandlung, und die Beklagte liess sich hierzu nicht vernehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerde vom 22. Juni 2017 gegen die Verfügung der Sozialver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 22. Mai 2017 beantragte der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Versicherte unter anderem die Zusprache einer Invalidenrente in näher umschrie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">benem Umfang (Urk. 1 im Verfahren Nr. IV.2017.00725). Darüber ist mit Urteil gleichen Datums befunden worden.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zu beurteilen ist die Leistungspflicht aus einer Zusatzversicherung zur sozialen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Krankenversicherung. Derartige Zusatzversicherungen unterstehen gemäss Art. 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2 des Bundesgesetzes vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">September 2014 betreffend die Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">über die soziale Krankenversicherung (KVAG) dem VVG (vgl. Urteile des Bun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gerichts 4A_243/2017 vom 3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">0. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2017 E. 1, 4A_329/2016 vom 20. Septem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ber 2016 E. 1). Streitigkeiten aus solchen Versicherungen sind privatrechtlicher Natur. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Kantone können gestützt auf Art. 7 der Schweizerischen Zivilprozess</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ord</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nung (ZPO) ein Gericht bezeichnen, welches als einzige kantonale Instanz für Streitigkeiten in diesem Gebiet sachlich zuständig ist. Im Kanton Zürich liegt die Zuständigkeit beim Sozialversicherungsgericht (§ 2 Abs. 2 lit. b des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die sachliche und örtliche Zuständigkeit des hiesigen Gerichts zur Beurteilung der eingereichten Klage ist gegeben. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Verfahren richtet sich nach der ZPO, wobei das einfache Verfahren zur An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wendung gelangt (Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO) und die Klage direkt beim Gericht anhängig zu machen ist (BGE 138 III 558 E. 3.2 und 4.6). Das Gericht darf einer Partei nicht mehr und nichts anderes zusprechen, als sie verlangt, und nicht weniger, als die Gegenpartei anerkannt hat (Art. 58 ZPO). Es stellt den Sach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">halt von Amtes wegen fest (Art. 247 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, erhebt von Amtes wegen Beweis (Art. 153 i.V.m. Art. 247 Abs. 2 lit. a ZPO) und bildet seine Überzeugung nach freier Würdigung der Beweise (Art. 157 ZPO).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Art. 87 VVG gewährt demjenigen, zu dessen Gunsten die kollektive Unfall- oder Krankenversicherung abgeschlossen worden ist, mit dem Eintritt des Unfalls oder der Krankheit ein selbständiges Forderungsrecht auf die Versicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leistungen im Versicherungsfall gegen den Versicherer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Gemäss Art. 8 des Zivilgesetzbuches (ZGB) hat, wo es das Gesetz nicht anders bestimmt, derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu bewei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen, der aus ihr Rechte ableitet. Demgemäss hat die Partei, die einen Anspruch geltend macht, die rechtsbegründenden Tatsachen zu beweisen, während die Beweislast für die rechtsaufhebenden beziehungsweise rechts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vernichtenden oder rechtshindernden Tatsachen bei der Partei liegt, die den Untergang des An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spruchs behauptet oder dessen Entstehung oder Durchsetz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">barkeit bestreitet. Nac</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">h der höchstrichterlichen Rechtsprechung müssen im Privatversicherungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">recht die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anspruchsbegründenden Tatsachen lediglich mit dem Beweisgrad der überwie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">genden Wahrscheinlichkeit erwiesen sein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (BGE 130 III 321 E. 3.1 und 3.5). Das gilt auch für den Beweis von anspruchshindernden Tatsachen (Praxis 80/1991, Nr. 230, S. 964 f. E. 3b [Urteil des Bundesgerichts vom 22. November 1990]).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss den vorliegend anwendbaren Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die kollektive Taggeldversicherung nach VVG (AVB, Ausgabe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom 1. Januar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 200</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6; Urk. 9/10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">) gewährt die Beklagte im Rahmen der vereinbarten Leistungen Versicherungsschutz gegen die wirtschaftlichen Folgen von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitsunfähigkeit infolge </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Krankheit und</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sofern</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vertraglich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vereinbart</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unfällen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Krank</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">heit ist gemäss </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ziff</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> AVB jede Beeinträchtigung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der körperlichen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">oder psychischen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gesundheit, die nicht Folge eines Unfalls ist und die eine medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordert oder eine Ar</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit zur Folge hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Das Taggeld wird bei nachgewiesener Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit von mindestens 25 % anteilsmässig entsprechend dem Grad der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit ausgerichtete (Ziff. 12.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> AVB wird Arbeitsunfähigkeit definiert als die durch eine Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, eine im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Es ist unbestritten, dass de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r Kläger aufgrund der von seiner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (ehemaligen) Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">geber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Y.___, Zürich, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mit der Beklagten abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schlossenen Krankentaggeldver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherung (Vertrags-Nr. 60033803</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) gemäss den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gaben im Datenblatt zur Police (Urk. 9/1) und den Allgemeinen Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">run</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bedingungen, Ausg</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">abe 2006 (AVB, Urk. 9/10</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">), für ein Taggeld versichert war. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der versicherte Jahreslohn des</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Klägers beläuft sich auf Fr. 75‘585.25</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(Urk. 9/19),</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> das Taggeld beträgt 80 % des effektiven Lohnes und wird während 730 Tagen abzüglich einer Wartefrist v</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">on 30 Tagen ausgerichtet (Urk. 9/1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Strittig ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Leistungspflicht der Beklagten ab 1. Februar 2017.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Kläger stellt sich auf den Standpunkt, er sei auch ab 1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und bis auf weiteres in sämtlichen Tätigkeiten im Umfang von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">100 %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> arbeits- be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zieh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ungsweise erwerbsunfähi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">g. Damit habe er auch über den </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> hinaus weiterhin Anspruch auf das Kra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nkentaggeld (Urk. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In seiner Replik führte er aus, die Beklagte beziehe sich auf nicht mehr aktuelle Berichte, auf die Gutachten von Dr. Z.___ und Dr. A.___ könne nicht abgestellt werden, zumal sie lediglich auf einer sehr kurzen Begutachtung basierten. Gemäss dem Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. med. B.___ sei erstellt, dass bei schwerwiegender psychischer Krankheit eine 100%ige Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit gegeben sei. Er wolle sich nicht einer stationären Massnahme unterziehen, da eine solche Massnahme für einen Vater von vier Kindern schlichtweg nicht zumutbar und das familiäre Umfeld für seine Genesung wertvoll sei (Urk. 13).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vertrat </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Beklagte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">in ihrer Klageantwort </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die Ansicht, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">der Kläger </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spätestens </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seit dem 1. Februar 2017 wieder zu 100 % in der ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stammten Tätigkeit arbeitsfähig gewesen sei. Ab dem 1. Februar 2017 seien kein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">e Taggelder mehr geschuldet. Im Übrigen bestehe gemäss den Feststel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lungen der untersuchenden Gutachter des C.___ höchstens ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stützt auf eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit - was bestritten sei - ein Taggeld</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">anspruch von Fr. 66.30 (Urk. 8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In ihrer Duplik führte die Beklagte aus, dass es sich bei dem Bericht von Dr. B.___ vom 25. Oktober 2017 lediglich um eine reine Parteibe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">hauptung handle, welcher kein Beweiswert zukomme (Urk. 17).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ärzte der Klinik für Rheumatologie, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">D.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, stellten in ihrem Bericht vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dezember 2015 (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 9/9</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) in der Hauptsache folgende Diagnosen (S. 1 f.):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">enorale Apthose</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Periarthropathia humero-scapularis beidseits</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">neuropathische Schmerzen Dig. III und palmar linke Hand</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ärzte führten aus, es seien am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">9. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">November und am 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dezember 2015 Verlaufskontrollen erfolgt (S. 1). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nach verschiedenen Abklärungen sei die Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nose eines </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Morbus Behçet als eher unwahrscheinlich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zu betrachten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Auch bestünden keine Hinweise auf eine andere Erkrankung aus dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">entzündlich-rheumatologischen Formenkreis (S. 2 Mitte Ad. 1).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Suva-Kreisarzt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. E.___, Facharzt für Chirurgie,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> nannte in seinem Ber</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">icht vom 14. Januar 2016 (Urk. 9/23/2-8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) nach gleichentags erfolgter kreis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärzt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">licher Untersuchung des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Klägers</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">als </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Diagnose </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einen Status nach Schnitt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">verletzung über dem Me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tacarpophalangealgelenk des Digitus (Dig.)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> III der ado</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nanten linken Hand am 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2013 mit Wundexploration und Wundver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gung am selben Tag. Am 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2014 sei bei weiterbestehenden Beschwerden eine Revision erfolgt mit Resektion und Glättung des Sehnen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stumpfes des radialen </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">f</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lexor digitorum superficialis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">FDS</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-Zügels, Synovia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tomie und A1-Ring</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">band</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">spaltung Dig. III links</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 7 Mitte)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> führte aus, aus medizinischer Sicht wären körperlich leichte Tätigkeiten möglich. Hierbei sollten Zug- oder Druckbelastungen auf den Dig. III vermieden werden, ebenso Kälteexpositionen. Feinmotorische Tätigkeiten könnten in vollem Umfang durchgeführt werden. Schläge und Vibrationen auf die linke obere Extremität sollten vermieden werden. Unter Beachtung der ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nannten Einschränkungen bestehe jedoch eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 7 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Objektiv fänden sich keine muskuläre Hypotrophie links und eine fast seiten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gleiche Fingerbeweglichkeit mit nur diskreten Unterschieden sowie Anhalts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">punkte für mangelnde Compliance (S. 6 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. E.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> führte aus, nach Subtraktion aller nicht unfallbedingten Diagnosen und Beschwerden verbleibe eine praktisch nicht eingeschränkte Beweglichkeit des Dig. III, eine nur noch angedeutete Schwanenhalsdeformität und eine anzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nehmende Nervenschädigung mit wahrscheinlich neuropathischen Schmerzen im Bereich des Dig. III. Dies setze die Funktion des Dig. III herab. Für fein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">torische Tätigkeiten ergäben sich keine Einschränkungen, da diese mit Daumen und Zeigefinger durchgeführt würden. Einschränkungen ergäben sich lediglich bei Druck- oder Zugwirkungen auf den Dig. III linksseitig, so dass Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schränkungen bei grobmotorischen Fähigkeiten bestünden. Eine Tätigkeit als Bauarbeiter erscheine somit dauerhaft nicht möglich, da zweieinhalb Jahre nach dem Unfallereignis eine weitere Nervenregeneration nicht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">überwiegend wahr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scheinlich sei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(S. 6 f. unten).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Prof. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">matologie des Bewegungsapparates, Ärztlicher Direktor, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">G.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, stellte in seinem Bericht vom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 10. Februar 2016 (Urk. 9/13</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">) in der Haupt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sache folgende Diagnosen (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Periarthropathia humeroscapularis rechts mehr als links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Status nach Beugesehnenrevision mit Resektion und Glättung des Sehnen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stumpfes des radialen FDS-Zügels, Synovialektomie und A1-Ringbandspal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tung Dig. III links am 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Januar 2014</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nebendiagnose: Depression</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Prof. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> führte aus, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eder in der klinischen Untersuchung noch bei der Konsultation des Arthro-MRI der linken Seite sei eine strukturelle Läsion nach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weisbar, welche das Beschwerdebild </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">des Klägers </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">erklären könnte (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. H.___, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, führte in seinem Bericht vom 14. Juni 2016 (Urk. 9/20) aus, der Kläger leide an chronischen Beschwerden von Seiten fast des gesamten Körpers, der Schulter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gelenke beidseits, der Kniegelenke, des Nackens, der Brustwirbelsäule (BWS), der Achillessehne und des Ellbogens. Weiter leide er seit gut Juni 2013 an einem p</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eriarthropathia humeroscapularis </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">(PHS)-Impingement beidseits und klage über diverse Probleme von Seiten der gesamten Wirbelsäule inklusive über ausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sprochene Kopfschmerzen. Es handle sich um einen chronischen Verlauf, und eine Arbeitsfähigkeit sei nicht in Erwägung zu ziehen. Seit dem 23. Januar 2014 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Der Kläger sei seit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">7. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">November 2007 bei ihm in Behandlung und die letzte Kontrolle sei am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2016 e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rfolgt (S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">September 2016</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erstattete Dr. Z.___ das von der Beklagten veranlasste psychiatrische Gutachten (Urk. 9/30). Dr. Z.___ nannte als Diagnose </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">eine Dys</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">thymia</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (ICD-10 F34.1). Diese begründe bei definitionsgemässer Leichtgradig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit keine Arbeitsunfähigkeit (S. 9 Ziff. 3). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit im angestammte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Bereich als Maurer und in jedem vergleichbaren Bereich sowie für den gesamten allgemeinen Arbeitsmarkt (S. 9 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Eine angepasste Tätigkeit sei ausweislich der hier erhobenen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">funde nicht notwendig (S. 9 Ziff. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Z.___ führte aus, der Versicherte habe vorrangig über ein Schmerzsyndrom, ausgehend von einer Verletzung der linken Hand, das nunmehr den gesamten Körper betreffe, berichtet. Der Kläger habe über Lärmempfindlichkeit, Dünn</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">häu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tigkeit, Reizbarkeit, Antriebs-, Hoffnungs- und Freundlosigkeit sowie Zustände innerer Unruhe und Anspannung, Zukunftsängste, klaustrophobische Ängste, kog</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nitive, mnestische sowie vegetative Beeinträchtigungen geklagt.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. Z.___ hielt fest, im Gegensatz zu der Beschwerdeschilderung seien ausweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lich des hiesigen AMDP-konform erhobenen psychiatrischen Befundes lediglich leichtgradige Beeinträchtigungen von Stimmung und affektiver Schwingungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit zu objektivieren. Ein maximal leichtgradiges depressives Geschehen sei somit zu diagnostizieren (S. 7 f. Ziff. 5). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Eine Schmerzgenese im Rahmen einer somatoformen Schmerzstörung bestehe nicht. Ein den Schmerzen zugrundeliegender, erheblicher, unbewältigter seeli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">scher Konflikt sei anamnestisch nicht herauszuarbeiten. Auch wirke der Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherte nicht namhaft schmerzgeplagt (S. 8 Mitte).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte stehe in ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behand</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lung und nehme keine Antidepressiva sondern lediglich ein Johannis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kraut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">präparat ein. Auch dies spreche gegen das Vorliegen einer erheblichen depressiven Verstimmung (S. 8 unten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Am 28. September 2016 erstattete Dr. A.___ das von der Beklagten veran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lasste </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rheumatologisches Gutachten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (Urk. 9/31). Er konnte nach Untersuchung des Klägers am 5. August 2016 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keine rheumatologische Diagnose mit Aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">wirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellen (S. 20 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">).</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der Tätigkeit als Maurer wurde verneint (S. 21 Ziff. 5). Eine angepasste Tätigkeit sei nicht notwendig (S. 22 Ziff. 6 lit. a-b). Dr. A.___ führte aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, es hätten sich deutli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">che Zeichen der bewusstseinsnah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">demonstration gefunden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 22 Ziff. 8). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bisherigen Arbeitsunfähigkeitsattestierungen hätten auf einem versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">medizinischen Missverständnis, namentlich einer Begründung auf dem Boden subjektiver Klagen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, beruht. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Weiter seien die hier deutlich herausge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arbeitete</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n Aspekte einer bewusstseinsnah</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">en demonstrativen Darbietung von Einschränkungen und Beschwerden bislang nicht erkennbar ausreichend geprüft und berücksichtigt worden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> (S. 23 Ziff. 10).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Der Versicherte reklamiere eine Beschwerdentwicklung, die sich nach einem Handtrauma am 28. Juni 2013 mit chirurgischer Versorgung (initiale Wund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">naht, FDS-Revision) von der Hand ausdehnend den gesamten Arm betreffend und letztlich in Schmerzausdehnung den gesamten Körper betreffend entwickelt habe. Sämtliche bisher durchgeführten therapeutischen Massnahmen seien ineffi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">zient. Sämtliche Beschwerden würden mit hohen Schmerzskalenwerten benannt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der klinisch-rheumatologischen Untersuchung imponiere ein athletischer Körperhabitus ohne Zeichen einer globalen oder lokalisierten Hypotrophie der Muskulatur, ohne Zeichen einer vegetativen Dysregulierung bei Präsentation einer nahezu vollständigen Aufhebung der Funktion des linken Armes</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Im </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Weiteren sei aber in der Beobachtung der Armeinsatz links uneingeschränkt möglich.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> 5 von 5 Waddell-Signs seien positiv. Eine bewusstseinsnahe Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">demonstration sei mithin überwiegend wahrscheinlich. Ein somatisches Korre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lat der geklagten Beschwerden lasse sich nicht konsistent erheben (S. 20 Ziff. 5). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">In der Vordiagnostik seien neurologische, neurographische und sono</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">graphische Untersuchungen der oberen Extremität und der Schulter ohne einen die massiven Beschwerden ausreichend erklärenden Befund. Zusammenfassend ergebe sich aus rheumatologischer Sicht keine Einschränkung der Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit. Die zuletzt ausgeübte sowie jedwelche Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt seien somit per sofort leistbar (S. 21 oben).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vertrauensarzt der Beklagten Dr. med. I.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Anästhesiologie, führte in seiner Stellungnahme vom 27. Oktober 2016 (Urk. 9/33) aus, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">es bestehe ab sofort eine 100%ige Arbeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit sowohl in der angestammten als auch in angepasster Tätigkeit.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Es bestehe keinerlei Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. H.___ stellte in seinem Bericht vom 4. Januar 2017 (Urk. 9/38/2-3) folgende Diagnosen (S. 1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">komplexes Schmerzsyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">neuropathische Schmerzen Dig. III und palmar linke Hand</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf sensibles Sulcus ulnaris Syndrom links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Impingementsyndrom beidseits, rechts mehr als links</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende Nacken- und cervicothorakale Rückenschmerzen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronisches multifaktorielles panvertebrales Schmerzsyndrom</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mittelschwere bis schwere Depression</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf chronische Schmerzstörungen mit somatischen und psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">schen Faktoren</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Verdacht auf Morbus Behçet</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">chronische Knieschmerzen links mehr als rechts</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. H.___ führte aus, wegen seiner Handoperation könne er sich gar nicht vorstellen, dass der Kläger zu 100 % arbeitsfähig sein sollte. Maximal und mit viel Vorbehalt sei in einer leichten angepassten Tätigkeit eine 20 bis 30%ige Arbeitsfähigkeit in Erwägung zu ziehen. Es sei nicht zu verstehen, wenn man die Berichte sämtlicher Kliniken lese, wie man den Patienten zu 100 % arbeitsfähig schreiben könne (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Vertrauensarzt Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">I.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> führte in seiner Stellungnahme vom 19. Januar 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">017 (Urk. 9/40) aus, auf das Gutachten vom 28. September 2016 könne weiterhin abgestellt werden, da es die Anforderungen an ein Gutachten erfülle und sich aus dem Schreiben von Dr. H.___ vom 4. Januar 2017 kein neuer Aspekt ergebe (S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.10 </span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">J.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">K.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fachärztin für Neurologie, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">L.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">M.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Fa</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">arzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheumatologie, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, erstat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">te</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ten am 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Februar 2017 das von der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Invalidenversicherung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> veranlasste int</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">diszi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">näre Gutachten (Urk. 9/42</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">). Sie stellten zusammenfassend folgende Diag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">no</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 11 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.1):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren mit Selbstlimitierung und Symptomausweitung (ICD-10 F45.5)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">leichte bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie in der Hauptsache einen Status nach Schnittverletzung volar über dem Metacarpo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">phal</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">angealgelenk Dig. III links am 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2013, ein lumbovertebrales </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">syndrom, eine myotendinotische Schulterschmerzsymptomatik ohne ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">deutiges </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">organisches Korrelat, eine kernspintomographisch beginnende Chon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">pathie des medialen Kniekompartiments links, ein Asthma bronchiale sowie einen Verdacht auf einen gastroösophagealen Reflux (S. 11 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">5.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Gutachter führten aus, in der bisherigen Tätigkeit als Bauarbeiter bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 60</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Aufgrund einer chronisch stenosierenden Ten</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">do</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vaginitis nach Partialläsion des FDS-Zügels nach einem Arbeitsunfall am 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2013 habe zunächst eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit im Beruf als Bauarbeiter bestanden. Im Januar 2014 sei eine Operation an der linken Hand erfolgt. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aktuell bestünden keine relevanten organischen Residuen dieses erlitte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nen Unfalls,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> so dass aus neurologischer und rheumatologischer sowie internis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tischer Sicht spätestens drei Monate nach der Operation eine vollständige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Bauarbeiter bestehe.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Jedoch habe der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kläger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren sowie eine aktuell leichte bis mittelgradige depressive Episode entwickelt. Dadurch sei seine Arbeitsfähigkeit um 40</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> eingeschränkt. Die Arbeitsunfähigkeit von 40</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bestehe sicherlich seit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> dem</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Zeitpunkt des Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">achte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">s, das heisse seit September 2016 (S. 15 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit führten die Gutachter aus, aus psychiatrischer Sicht möglich seien Arbeiten ohne zu hohe Anforderungen an kreative Tätigkeiten, ohne Konflikte mit dem Arbeitgeber, mit einer klaren Aufgabenzuteilung und der Möglichkeit, sich zurückziehen zu können. Ein definitives Arbeitsprofil könne am besten anhand eines Arbeitstrainings eruiert werden. Auch in jeglichen Verweistätigkeiten bestehe eine zeitliche Präsenz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">fähigkeit von 60</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> %</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, bei einem uneingeschränkten Leistungsvermögen (S. 15 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6.7.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Zusammenfassend führten die Gutachter aus, dass beim </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kläger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> weder neuro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">logische noch rheumatologische oder entzündlich-rheumatologische Erkran</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kungen bestünden, die seine Schmerzen erklären könnten. Seine Schmerzan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ga</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">ben seien teilweise diffus, die Schmerzen könnten teilweise nicht mehr loka</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lisiert werden, und die Schmerzintensität sei als sehr hoch angegeben worden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Schon im psychopathologischen Befund sei aufgefallen, dass sich der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Kläger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> stark leidend mit einer Verdeutlichungstendenz präsentiert habe, wie sie auch bei den somatischen Gutachtern aufgefallen sei. Auf Grund der angegebenen Schmerzen ohne ausreichendes somatisches Korrelat und auf Grund der diffusen Symptomatik könne die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chischen und somatischen Faktoren mit Selbstlimitierung und Symptom</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">weitung gestellt werden (S. 13 f. unten). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.11</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. B.___ führte in Beantwortung der vom Kläger gestellten Fragen in seinem Bericht vom 25. Oktober 2017 (Urk. 11) aus, aktuell liege eine </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mittel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">-</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bis schwere depressive Störun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">g mit Regressionstendenzen vor (S. 1 Ziff. 2). Der Kläger sei seit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Juni 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">alle drei Wochen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> bei ihm in Behandlung (S. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Ziff. 3). Klinisch-pathologisch imponiere eine anhaltende depressive Störung m</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">it chronischem Verlauf. Der Krankheitswert sei aus psychiatrischer Sicht valide ausgewiesen. Es bestünden keine Hinweise auf eine Simulation oder Aggra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vation (S. 1 Ziff. 3). Betreffend die chronische Schmerzstörung und die Auswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">kung auf die Arbeitsfähigkeit seien die Somatiker anzufragen (S. 1 Ziff. 4). Durch die Depression und Angststörung bestehe eine Störung der Aufmerk</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">keit und Konzentration mit massiven vitalen Einschränkungen in allen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">reichen des sozialen Lebens mit hohem Leidensdruck. Aufgrund der genannten Störungen sei der Patient aktuell nicht in der Lage eine Arbeitsleistung zu erbringen (S. 2 Ziff. 7). Unter dem aktuellen Gesundheitszustand sei der Patient voll und ganz arbeitsunfähig (S. 2 Ziff. 8).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Ablehnung der Invalidenrente</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, der damit einhergehende soziale Abstieg und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">die berufliche Ausweglosigkeit sowie die zunehmende Vereinsamung hätten nac</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">h</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">vollziehbar in die psychische Dekompensation geführt. Dr. B.___ führte aus, trotz Ausschöpfung der psychopharmakologischen Medika</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mentation sowie alternativer Therapieansätze habe sich der psychopatholo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gische Zustand des Patienten nicht geändert. Die Prognose sei ernst und die Krankheit schwerwiegend (S. 2 Ziff. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Kläger beantragt die Zus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">prache von Taggeldern über den 1. Februar 2017</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> hinaus. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">das Arbeitsverhältnis bereits per 31. Mai 2016 endete (vgl. Urk. 9/16 Ziff. 6, Urk. 9/31 S. 4 Ziff. 1.4 unten). Sein Leistungsanspruch ist damit im Rahmen von Ziff. 9. 4 AVB (Urk. 9/10) im Sinne der Nachleistung zu prüfen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der Anspruchsberechtigte - in der Regel der Versicherungsnehmer, der ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sicherte Dritte oder der Begünstigte - hat die Tatsachen zur Begründung des Versicherungsanspruches (Art. 39 VVG) zu beweisen, also namentlich das Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehen eines Versicherungsvertrags, den Eintritt des Versicherungsfalls und den Umfang des Anspruchs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies gilt auch dann, wenn die Versicherung zunächst Taggelder ausbezahlt hat; macht sie geltend, die Umstände hätten sich geändert oder die Leistungen seien von vornherein zu Unrecht erbracht worden und die versicherte Person sei (wieder) arbeitsfähig, so hat die versicherte Person zu be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisen, dass sie (weiterhin) arbeitsunfähig ist und daher Anspruch auf Tag</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der hat (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE 141 III 241 E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts 4A_246/2015 vom 17. August 2015 E. 2.2). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Den Versicherer trifft demgegenüber die Beweislast für Tatsachen, die ihn zu einer Kürzung oder Verweigerung der vertraglich vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gesehenen Leistung berechtigen oder die den Versicherungsvertrag gegenüber dem Anspruchsberechtigten unverbindlich machen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (BGE 130 III 321 E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts 4A_393/2008 vom 17. November 2008 E. 4.1). </span></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da der Nachweis rechtsbegründender Tatsachen im Bereich des Ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">siche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trags regelmässig mit Schwierigkeiten verbunden ist, geniesst der beweis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflichtige Anspruchsberechtigte insofern eine Beweiserleichterung, als er in der Regel nur eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für das Bestehen des geltend gemachten Versicherungsanspruchs darzutun hat. Allerdings kann der Versiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rer im Rahmen des Gegenbeweises Indizien geltend machen, welche die Glaub</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">würdigkeit des Ansprechers erschüttern oder erhebliche Zweifel an seinen Schilderungen erwecken. Gelingt der Gegenbeweis, dürfen die vom Anspruchs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">berechtigten behaupteten Tatsachen nicht als überwiegend wahrscheinlich und damit nicht als bewiesen anerkannt werden. Der Hauptbeweis ist vielm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ehr ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tert (BGE 130 III 321</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3.4 mit Hinweis, Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 5C.146/2000 vom 15. Februar 2001 E. 4b mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach der Rechtsprechung (Urteile des Bundesgerichts 4A_382/2014 vom 3. März</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> 2015 E. 5.3 und 4A_316/2013 vom 21. August 2013 E. 6.2) kann sich, wenn der strikte Beweis nach der Natur der Sache nicht möglich beziehungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise nicht zumutbar ist, auch der Versicherer in Bezug auf Tatsachen, für wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che ihm die Beweislast obliegt, auf eine Reduktion des Beweismasses auf den Grad der über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wiegenden Wahrscheinlichkeit berufen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Art. 168 Abs. 1 ZPO sind als Beweismittel das Zeugnis (lit. a), die Urkunde (lit. b), der Augenschein (lit. c), das Gutachten (lit. d), die schriftliche Auskunft (lit. e) sowie die Parteibefragung und die Beweisaussage (lit. f) zulässig. Diese Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zählung ist abschliessend; im Zivilprozessrecht besteht insofern ein numerus clausus der Beweismittel (Urteil des Bundesgerichts 5A_957/2012 vom 28. Mai 2013 E. 2). Nach der Rechtsprechung stellen Privatgutachten keine Gutachten im Sinne von Art. 168 Abs. 1 lit. d ZPO dar. Bei Letzteren handelt es sich viel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mehr einzig um die vom Gericht eingeholten Gutachten (BGE 141 III 433 E. 2.5.2). Des Gleichen handelt es sich bei Privatgutachten nicht um Urkunden im Sinne von Art. 168 Abs. 1 lit. b ZPO (BGE 141 III 433 E. 2.5.3). Privatgut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten stellen im Zivilprozess daher keine Beweismittel dar, sondern gelten lediglich als Parteibehauptungen beziehungsweise als Bestandteil der Parteivor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bringen (BGE 141 III 433 E. 2.5.2; Urteil des Bundesgerichts 4A_505/2012 vom 6. Dezember 2012 E. 3.5; vgl. BGE 132 III 83 E. 3.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu beweisen sind nur Tatsachenbehauptungen, die ausdrücklich bestritten sind. Bestreitungen sind so konkret zu halten, dass sich bestimmen lässt, welche ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zelnen Behauptungen damit bestritten werden (BGE 117 II 113 E. 2); die Bestreitung muss ihrem Zweck entsprechend so konkret sein, dass die Gegen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">partei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weiss, welche einzelne Tatsachenbehauptung sie beweisen muss (BGE 115 II 1 E.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Der Grad der Substantiierung einer Behauptung beeinflusst insofern den erforderlichen Grad an Substantiierung einer Bestreitung; je detaillierter ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zelne Tatsachen eines gesamten Sachverhalts behauptet werden, desto kon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kreter muss die Gegenpartei erklären, welche dieser einzelnen Tatsachen sie bestreitet. Je detaillierter mithin ein Parteivortrag ist, desto höher sind die Anforderungen an eine substantiierte Bestreitung. Diese sind zwar tiefer als die Anforderungen an die Substantiierung einer Behauptung; pauschale Bestreitun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gen reichen in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dessen nicht aus. Erforderlich ist eine klare Äusserung, dass der Wahrheitsgehalt einer bestimmten und konkreten gegnerischen Behauptung infrage gestellt wird (BGE 141 III 433 E. 2.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Parteibehauptungen, denen ein Privatgutachten zugrunde liegt, werden indes meist</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> besonders substantiiert sein. Entsprechend genügt eine pauschale Bestrei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tung nicht; die Gegenpartei ist vielmehr gehalten zu substantiieren, wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">che ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zelnen Tatsachen sie konkret bestreitet. Wird jedoch eine Tatsachenbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hauptung von der Gegenpartei substantiiert bestritten, so vermögen Parteigut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achten als reine Parteibehauptungen diese allein nicht zu beweisen. Als Parteibehaup</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tungen mögen sie allenfalls zusammen mit - durch Beweismittel nachge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">se</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen - Indizien den Beweis zu erbringen. Werden sie aber nicht durch Indizien gestützt, so dürfen sie als bestrittene Behauptungen nicht als erwiesen erachtet werden (BGE 141 III 433 E. 2.6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beklagte ging nach den Stellungnahmen ihres Vertrauensarztes Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">I.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom Oktober 2016 und vom Januar 2017 (vgl. vorstehend E. 3.7 und E. 3.9) ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stützt auf das bidisziplinäre Gutachten von </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. Z.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> und </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom September 2016 (vgl. vorstehend E. 3.5-6) davon aus, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beim Kläger </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in der angestammten Tätigkeit spätestens ab </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Februar 2017 eine 100%ige Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit bestehe (vgl. vorstehend E. 2.3). Demgegenüber </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stützte sich der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Kläger </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zur Begründung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> seiner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Klage auf die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beurteilungen seines langjährig behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">delnden Arztes Dr. H.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. vorstehend E. 3.4 und E. 3.8) sowie des seit Juni 2017 behandelnden Psychiaters Dr. B.___ (vgl. vorstehend E. 3.11). Zu prüfen ist somit nachfolgend, auf welche medizinische Einschätzung abzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellen ist, mithin welche Beweismittel beziehungsweise Parteibehauptungen überzeugender sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.6</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorliegend erweisen sich d</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie Beurteilungen durch die behandelnden Ärzte </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Klägers </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">aus </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den nachfolgend aufgeführten Gründen als</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> nicht geeignet, um mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine Arbeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">unfähigkeit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auszuweisen. In Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Haus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ärzten wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften ist vorab auf die Erfahrungstatsache hinzu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">w</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellung in Zweifels</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In somatischer Hinsicht wird der Beweiswert der rudimentär gehaltenen Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung des seit November 2007 behandelnden Arztes Dr. H.___ vom Januar 2017 (vorstehend E. 3.8) insbesondere durch die übrige medizinische Aktenlage sowie namentlich durch die Einschätzung des Gutachters Dr. A.___ vom September 2016 (vgl. vorstehend E. 3.6) sowie die damit übereinstimmende Einschätzung der somatischen Gutachter des C.___ in ihrem Gutachten vom Februar 2017 (vgl. vorstehend E. 3.10) erheblich geschmälert.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. A.___ bewertete anlässlich seiner Untersuchung 5 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">von 5 Waddell-Zeichen als positiv und erachtete eine bewusstseinsnahe Beschwerdedemonstration als</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> überwiegend wahrscheinlich. Weiter verwies er auf die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vordiagnostik, bei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cher neurologische, neurographische und sonographische Untersuchungen der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> oberen Extremität und der Schulter des Klägers ohne einen die massiven Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerden ausreichend erklärenden Befund geblieben sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich der bisherigen Arbeitsunfähigkeitsattestierungen - namentlich durch Dr. H.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9/37) - hielt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> fest, diese hätten auf dem Boden subjektiver Klagen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Klägers beruht und die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">deutliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n Aspekte einer </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bewusstseinsnahen demonstrativen Darbietung von Einschränkungen und Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bislang nicht erkennbar ausreichend geprüft und berücksichtigt worden</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Tatsächlich erschöpfen sich die Berichte von Dr. H.___, so insbesondere auch jener vom Juni 2016 (vgl. vorstehend E. 3.4), in der Wiedergabe der Schmerz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">angaben des Klägers, ohne dass sich den Berichten allfällige objektiv festgestellten Einschränkungen entnehmen lassen würden. Zwar verweist Dr. H.___ auf die zahleichen auch fachärztlichen Abklärungen, ignoriert jedoch die Tat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sache, dass in ebendessen Vorberichten, wie von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> festgehalten wurde,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ein Korrelat für die dargebotenen Beschwerden ausgeschlossen oder genannte Verdachtsdiagnosen nicht bestätigt wurden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">So konnten die Ärzte der Klinik für Rheumatologie, D.___, im Dezember 2015 (vgl. vorstehend E. 3.1) nach umfassenden Abklärungen den Verdacht auf einen Morbus Behçet nicht bestätigen und verneinten auch das Vorliegen einer ande</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ren rheumatologischen Erkrankung. Auch h</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">insichtlich der vom </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kläger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> geltend gemachten Schulterbeschwerden führte Prof. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">F.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> im Februar 2016 (vgl. vorstehend E. 3.3) aus, dass weder anlässlich der klinischen Untersuchung noch bei der Konsultation des Arthro-MRI der linken Seite eine strukturelle Läsion nachweisbar gewesen sei, welche das Beschwerdebild erklären könnte.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Auch die Einschätzung von Suva-Kreisarzt Dr. E.___ (vgl. vorstehend E. 3.2) ergab hinsichtlich der Handbeschwerden bereits ab Januar 2016 in einer angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit, wobei hinsichtlich seiner Einschätzung zur Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auszuführen ist, dass sich diese bei weitgehend unauffälligem klinischen Befund, namentlich praktisch unein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">geschränkter Fingerbeweglichkeit und fehlenden Atrophiezeichen sowie Hinweisen auf mangelnde Compliance, nicht nachvollziehen lässt. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.7</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Auch in psychiatrischer Hinsicht vermag der vom Kläger vorgelegte Bericht des seit Sommer 2017 behandelnden Psychiaters Dr. B.___ vom Oktober 2017 (vgl. vorstehend E. 3.11) nicht zu überzeugen, respektive eine Arbeitsun</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">fähigkeit des Klägers mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit auszuweisen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">So entbehrt der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bericht von Dr. B.___ einer korrekten Diagnose</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung nach ICD-10, und fraglich erscheint weiter, weshalb Dr. B.___ allfällige Auswirkungen der chronischen Schmerzstörung durch die Somatiker geklärt haben wollte, zumal es sich dabei um eine psychiatrische Diagnose handelt. Sofern sich das Leiden des Klägers zudem als derart schwer und invalidisierend darstellen sollte, steht dies mit der nur dreiwöchigen Behandlungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">frequenz bei Dr. B.___ im Widerspruch. Auch erscheint erstaunlich, dass der in Zürich lebende Kläger einen Psychiater in Bern aufsucht, wo er doch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">auch eine entsprechende Anreise in Kauf nehmen muss und er über Franzö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sisc</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">h- und gute Deutschkenntnisse verfügt (vgl. Urk. 9/42 S. 63). Zudem sprach Dr. B.___ bereits nach kurzem Behandlungszeitraum von einem chro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nifizierten Leiden, was nicht nachvollziehbar ist. Auch kann in einem der</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">art kurzen Zeit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">raum hinsichtlich der Medikation nicht von einer konse</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">quen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Ausschöpfung gesprochen werden. Abgesehen davon stellen Reaktionen auf das Nichtaus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richten von Versicherungsleistungen keine relevanten Krankheiten dar. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Gegensatz dazu konnte Dr. Z.___ nach Untersuchung des Klägers im August 2016 lediglich eine Dysthymie (ICD-10 F34.1), welcher er keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zumass, feststellen. Dr. Z.___ begründete dies damit, dass er lediglich leichtgradige Beeinträchtigungen von Stimmung und affektiver </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Schwingungsfähigkeit habe objektivieren können. Eine Schmerzgenese im S</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">inne einer somatoformen Schmerzstörung verneinte er. Dr. Z.___ führte aus, ein den Schmerzen zu Grunde liegender erheblicher, unbewältigter seelischer Konflikt sei anamnestisch nicht herauszuarbeiten. Auch habe der Kläger während der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchung nicht namhaft schmerzgeplagt gewirkt. Damit einhergehend nahm</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> der Kläger zum Zeitpunkt der Begutachtung keine Psychopharmaka ein. Dass, wie er anlässlich der Begutachtung bei Dr. Z.___ ausführte, eine fachärztliche psychiatrische Behandlung stattgefunden hätte, ist zudem nicht belegt. Auf die Einschätzung von Dr. Z.___ kann daher abgestellt werden, da auch die davon </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abweichende anderslautende Einschätzung der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">C.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">-Gutachterin Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">L.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vom Februar 2017 nicht zu überzeugen vermag. So war auch die Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchung bei ihr im September 2016 (vgl. Urk. 9/42 S. 3), wie bereits anlässlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sämtlicher somatischer Untersuchungen, geprägt von massiven Verdeutli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chung</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tendenzen und demonstrativem Verhalten des Klägers. Vor dem Hintergrund, dass Dr. L.___ ausführte, dass die Beurteilung des psychopatholo-gischen Zustands dadurch erschwert gewesen sei, dass der Explorand praktisch alle Symptome positiv bewertet habe, und die regelmässigen sportlichen Akti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vitäten im Widerspruch zum Ausmass der Schmerzstörung und auch des affek</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ven Zustandsbildes zu stehen schienen (vgl. S. 7 f. Ziff. 6.1 psychiatrisches Teilgutachten in Urk. 9/42), müsste eine Beschwerdeaggravation diskutiert werden respektive, kann auf ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht abge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellt werden. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.8</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Kläger aus der von ihm bemän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gelten kurzen Begutachtungsdauer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(vgl. vorstehend E. 2.2)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. So ist festzuhalten, dass es für den Aussagegehalt einer ärztlichen Stellungnahme rechtsprechungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss nicht auf die Dauer der Untersuchung ankommt. Massgeblich ist viel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mehr, ob der Bericht inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_252/2012 vom 7. September 2012 E. 8.2). Trifft dies - wie hier - zu, ist die Untersuchungsdauer grundsätzlich nicht entscheidend.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit der Kläger </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">verlangt, es seien weitere Abklärungen durchzuführen (Urk. 1 S. 2), kann darauf in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 127 V 491 E. 1b mit </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Hinweisen) verzichtet werden. Der Gesundheitszustand und die medizinisch-theo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">retische Arbeitsfähigkeit sind aufgrund der medizinischen Akten hinreichend abgeklärt. Von weiteren Untersuchungen wären keine neuen Erkennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisse zu erwarten.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.9</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach dem Gesagten </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellte die Beklagte die Leistungen gestützt auf die von ihr veranlassten Abklärungen unter Berücksichtigung der übrigen medizinischen Aktenlage zu Recht per 31. Januar 2017 ein und es gelang</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dem </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kläger nicht, mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen, dass er </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">über die Einstellung der Taggeldleistungen hinaus noch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">arbeits- bezieh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise erwerbsunfähig war.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dies führt zur Abweisung der Klage.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zu den Prozesskosten gehören die Gerichtskosten und die Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 ZPO). Gemäss Art. 114 lit. e ZPO ist das Verfahren kostenlos.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der nicht berufsmässig vertretenen obsiegenden Beklagten steht praxisgemäss indes keine Parteientschädigung zu (BGE 133 III 439 E. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzungen für die Bewilli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeistän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da der vorliegende Prozess nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden kann und der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kläger </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bedürfti</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">g ist (vgl. Urk. 2/15</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">), und zudem die an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">walt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liche Verbeiständung notwendig, ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsanwältin Carmen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Emmenegger,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Baden,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> als unentgeltliche Rechtsvertreterin des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kläger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">s zu bestellen und ange</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichts der Bedeutung der Streitsache und des Schwierigke</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">itsgrads des Prozesses mit Fr. 3‘2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kasse zu entschädigen. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da nur ein Aufwand für das vorliegende gerichtliche </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Verfahren vergütet wird, fällt eine wie von Rechtsanwältin Carmen Emmenegger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rückwirkend ab 2. November 2016 beantragte Vergütung ihrer Aufwendung (vgl.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Urk. 1 S. 2), ausser Betracht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Kläger</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> wird auf </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">§ 16 Abs. 4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> des Gesetzes über das Sozialversiche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gericht (GSVGer) aufmerksam gemacht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht beschliesst:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell">In Bewilligung des Gesuchs vom </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell">3. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell">April 2017</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell"> wird dem </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell">Kläger</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell"> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell">Rechtsanwältin Carmen Emmenegger</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell">, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell">Baden, </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispoformell">als unentgeltliche Rechtsvertreterin für das vorliegende Verfahren bestellt,</span></p><p class="Normal Heading3"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">und erkennt:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Klage</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Das Verfahren ist kostenlos.</span></p><p></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Klägers, Rechtsanwältin Carmen Emmenegger</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, Baden,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird mit </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 3’200</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichtskasse entschädigt. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Der Kläger wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Carmen Emmenegger</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Helsana Versicherungen AG</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>MosimannSchucan</p><p></p></div> </div></body></html>