A bteilung V E -5007/2007 tem /bas {T 0/2} U rteil vom 26. Juli 2007 M itw irkung: R ichterin Teuscher, R ichter G ysi, H uber G erichtsschreiber Bähler R _______, geboren ________, Serbien, vertreten durch Advokat D r. iur. Jean-Louis von Planta, Pfluggässlein 2 / Freiestrasse 38, Postfach 309, 4001 Basel, Beschw erdeführer gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend Verfügung vom 13. Juli 2007 i.S. N ichteintreten auf A sylgesuch und W egw eisung N ________ B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 D as B undesverw altungsgericht stellt fest, dass der Beschw erdeführer am 9. D ezem ber 2003 ein Asylgesuch stellte, w elches m it U rteil der dam als zuständigen Schw eizerischen Asylrekurskom m ission (AR K) vom 26. M ärz 2004 letztinstanzlich abgew iesen w urde, dass sein W iedererw ägungsgesuch vom 26. M ai 2004 vom dam als zuständigen Bun- desam t für Flüchtlinge (BFF) m it Verfügung vom 28. M ai 2004 abgelehnt w urde, dass die AR K m it U rteil vom 25. Juni 2004 auf die gegen die Verfügung vom 28. M ai 2004 erhobene Beschw erde w egen nicht geleisteten Kostenvorschusses nicht eintrat, dass der Beschw erdeführer am 7. Juni 2004 nach Pristina ausgeschafft w urde, dass der Beschw erdeführer eigenen Angaben zufolge den Kosovo am 8. M ai 2007 ver- liess und am 10. M ai 2007 in der Schw eiz erneut um Asyl ersuchte, dass er geltend m acht, nach seiner R ückschaffung in den Kosovo von der Befreiungsar- m ee des Kosovo (U C K) gesucht w orden zu sein, w eil er im Jahre 1998 aus dieser de- sertiert sei und der serbischen Polizei, nachdem er von dieser festgenom m en w orden sei, geheim e Inform ationen verraten zu haben, dass er sich m ehrere Jahre bei Verw andten versteckt habe, w eil ihm die Bestrafung als Verräter gedroht und die U C K ihn w eiterhin gesucht habe, dass er kein Vertrauen in die kosovarischen Behörden habe, w eil diese m it den U C K ko- operieren w ürden, dass das BFM m it Verfügung vom 13. Juli 2007 - eröffnet am 17. Juli 2007 - in Anw en- dung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf dieses Asylgesuch nicht eintrat und die W eg- w eisung aus der Schw eiz sow ie den Vollzug anordnete, dass der Beschw erdeführer m it Eingabe vom 23. Juli 2007 gegen diesen Entscheid beim Bundesverw altungsgericht Beschw erde erhob und beantragt, der Entscheid des BFM sei aufzuheben und die Sache sei zur N eubeurteilung an die Vorinstanz zurückzu- w eisen, dass säm tliche Kosten dem Beschw erdegegner aufzuerlegen seien, dass dem Beschw erdeführer die unentgeltliche Prozessführung m it dem U nterzeichne- ten als R echsbeistand zu gew ähren sei, dass die vorinstanzlichen Akten am 25. Juli 2007 beim Bundesverw altungsgericht eintra- fen (Art. 109 Abs. 2 AsylG ), und zieht in Erw ägung, dass das Bundesverw altungsgericht endgültig über Beschw erden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren 3 [Vw VG , SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG , SR 142.31] i.V.m . Art. 31 - 34 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht [VG G , SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bun- desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BG G , SR 173.110]), dass der Beschw erdeführer legitim iert ist, w eshalb auf die frist- und form gerecht einge- reichte Beschw erde einzutreten ist (Art. 108a AsylG sow ie Art. 6 AsylG i.V.m . Art. 48 und 52 Vw VG ), dass m it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht die Verletzung von Bundes- recht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver- halts und die U nangem essenheit gerügt w erden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG ), dass die Beurteilung von Beschw erden gegen N ichteintretensentscheide praxisgem äss auf die Ü berprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu R echt auf das Asyl- gesuch nicht eingetreten ist, dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschw erdeinstanz som it darauf beschränkt ist, bei Begründetheit des R echtsm ittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (Entscheidun- gen und M itteilungen der Schw eizerischen Asylrekurskom m ission / EM AR K 2004 N r. 34 E. 2.1. S. 240 f.), dass die Vorinstanz dem gegenüber die Frage der W egw eisung sow ie deren Vollzugs m ateriell geprüft hat, w eshalb dem Bundesverw altungsgericht einzig diesbezüglich volle Kognition zukom m t, dass die vorliegende Beschw erde - w ie sich aus den nachstehenden Erw ägungen er- gibt - offensichtlich unbegründet ist, w eshalb auf einen Schriftenw echsel verzichtet w er- den kann und der Beschw erdeentscheid lediglich sum m arisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG ; vereinfachtes Verfahren), dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten w ird, w enn Asylsuchende in der Schw eiz be- reits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen oder ihr G esuch zurückgezogen haben oder w ährend des hängigen Asylverfahrens in den H eim at- oder H erkunftsstaat zurück- gekehrt sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. e AylG ), dass diese Bestim m ung jedoch keine Anw endung findet, w enn die Anhörung H inw eise auf zw ischenzeitlich eingetretene Ereignisse ergibt, die geeignet sind, die Flüchtlingsei- genschaft zu begründen oder die für die G ew ährung vorübergehenden Schutzes rele- vant sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG ), dass vorab auf die zutreffenden Erw ägungen in der vorinstanzlichen Verfügung zu ver- w eisen ist, dass die Vorbringen des Beschw erdeführers letztlich m it der D esertion aus der U C K in Verbindung stehen, w elche im rechtskräftig abgeschlossenen ersten Asylverfahren als unglaubhaft bezeichnet w urde, dass die Vorbringen, w elche im W esentlichen dieselben sind w ie im ersten Asylverfah- ren som it schon deshalb als unglaubhaft zu bezeichnen sind, w eil die U nglaubhaftigkeit ihrer G rundlage bereits festgestellt w urde und keine neuen Sachverhaltselem ente vorlie- gen, w elche den dam aligen Entscheid in Frage stellen w ürden, dass deshalb dem , gem äss der Ü bersetzung ziem lich unstrukturiert abgefassten, "H aft-4 befehl" der U C K kein rechtsgenüglicher Bew eisw ert zukom m t, dass die Beschw erde zudem teilw eise w idersprüchlich ist, in dem sie einerseits festhält, die - offiziell aufgelöste - U C K habe keinen Zugriff auf staatliche D atensam m lungen, an- dererseits aber enge Verbindungen zw ischen der Polizei und der U C K geltend m acht, dass der Beschw erdeführer som it keine H inw eise darzulegen verm ag, dass seit dem er- folglos durchlaufenen Asylverfahren in der Schw eiz Ereignisse eingetreten sind, w elche geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder für die G ew ährung vor- übergehenden Schutzes relevant sind, dass das BFM dem nach in Anw endung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu R echt auf das Asylgesuch des Beschw erdeführers nicht eingetreten ist, dass das N ichteintreten auf ein Asylgesuch in der R egel die W egw eisung aus der Schw eiz zur Folge hat, vorliegend der Beschw erdeführer w eder eine Aufenthaltsbew illi- gung besitzt noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, w eshalb die verfügte W egw eisung im Einklang m it den gesetzlichen Bestim m ungen steht und zu bestätigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG , Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 143.311]; EM AR K 2001 N r. 21), dass zu prüfen bleibt, ob es G ründe gibt, die dem Vollzug der W egw eisung entgegen- stehen, da im Fall eines unzulässigen, unzum utbaren oder unm öglichen Vollzugs das Anw esenheitsverhältnis nach den Bestim m ungen des Bundesgesetzes über Aufenthalt und N iederlassung der Ausländer vom 26. M ärz 1931 (AN AG , SR 142.20) über die vor- läufige Aufnahm e zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG ), dass der Vollzug der W egw eisung in Beachtung der m assgeblichen völker- und landes- rechtlichen Bestim m ungen zulässig ist, da der Beschw erdeführer keine Verfolgung oder begründete Furcht vor N achteilen darzulegen verm ag, w elche geeignet w äre, seine Flüchtlingseigenschaft zu begründen, und auch keine Anhaltspunkte für eine andere m enschenrechtsw idrige Behandlung ersichtlich sind, die ihm in seinem H eim at- oder H erkunftsstaat droht (Art. 14a Abs. 3 AN AG ), dass in der unter U N O -Verw altung stehenden serbischen Provinz Kosovo kein Klim a all- gem einer G ew alt herrscht und den Akten keine glaubhaften H inw eise auf eine individu- elle G efährdung des Beschw erdeführers zu entnehm en sind, w eshalb der Vollzug der W egw eisung auch zum utbar erscheint (Art. 14a Abs. 4 AN AG ), dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine H inw eise auf das Vorliegen technischer Vollzugshindernisse ergeben, w eshalb der Vollzug auch als m öglich erscheint (Art. 14a Abs. 2 AN AG ), dass es dem Beschw erdeführer dem nach nicht gelungen ist darzutun, inw iefern die an- gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich- tig oder unvollständig feststelle oder unangem essen sei (Art. 106 AsylG ), w eshalb die Beschw erde abzuw eisen ist, dass eine Partei, die nicht über die erforderlichen M ittel verfügt, auf Antrag hin von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit w ird, sofern ihr Begehren nicht aussichtslos er- scheint (Art. 65 Abs. 1 Vw VG ), dass der bedürftigen Partei in einem nicht aussichtslosen Verfahren ausserdem ein An- w alt beigegeben w erden kann, w enn sie nicht im stande ist, ihre Sache selber zu vertre-5 ten (Art. 65 Abs. 2 Vw VG ), dass eine Beschw erde dann als aussichtlos gilt, w enn die G ew innchancen beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet w erden können (vgl. BG E 125 II 265 E. 4b S. 275), dass in casu die Beschw erde sich ohne w eitere Abklärungen als offensichtlich unbe- gründet und zum vornherein aussichtslos erw eist, w eshalb das G esuch um unentgeltli- che R echtspflege abzuw eisen ist, dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VG G i.V.m . Art. 2 und 3 des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kos- ten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]) dem Beschw erdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ). (D ispositiv nächste Seite)6 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D as G esuch um unentgeltliche R echtspflege w ird abgew iesen. 3. D ie Verfahrenskosten, bestim m t auf Fr. 600.--, w erden dem Beschw erdeführer auf- erlegt. 4. D ieses U rteil geht an: - den R echtsvertreter des Beschw erdeführers, 2 Expl. (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungsschein) - das BFM , Abteilung Aufenthalt und R ückkehr (R ef.-N r. N ________) - das A________ (per Telefax) D ie vorsitzende R ichterin: D er G erichtsschreiber: M arianne Teuscher Sim on Bähler Versand am :