<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">ZL.2010.00014</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">II. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichter Gräub</font> </p><p><font size="4">Ersatzrichterin Romero-Käser</font> </p><p><font size="4">Gerichtsschreiberin Fehr</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 2. Dezember 2011</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdeführerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">vertreten durch Gemeinde Y.___ </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatzleistungen zur AHV/IV</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beschwerdegegnerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Sachverhalt:</font></b><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.1 X.___, geboren 1947, meldete am 26. Februar 2005 ihr neu eröffnetes Schreibbüro bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, als selbständige Erwerbstätigkeit an (Urk. 10/1-4). In der Folge richtete ihr die Pensionskasse Stadt Zürich gemäss Austrittsabrechnung vom 2. September 2005 eine Freizügigkeitsleistung (Fr. 287'859.55), zuzüglich Zins (Fr. 963.50), mithin insgesamt Fr. 288'823.05 aus (Urk. 10/46).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Am 28. Februar 2009 meldete sich die Versicherte bei der Ausgleichskasse zum vorzeitigen Bezug der Altersrente an (Urk. 10/40). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.2 Gleichzeitig stellte sie ein Gesuch um Ausrichtung von Zusatzleistungen (Urk. 10/41, Urk. 10/45).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Am 11. Juni 2009 wurde X.___ mit Wirkung ab 1. September 2009 die Altersrente zugesprochen (Urk. 10/55). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.3 Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatzleistungen zur AHV/IV, verneinte mit Verfügung vom 12. November 2009 einen Anspruch auf Zusatzleistungen im Wesentlichen mit der Begründung, unter Anrechnung eines Verzichtsvermögens von Fr. 264'739.-- resultiere ein Einnahmenüberschuss (Urk. 10/76).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Gegen die Verfügung vom 12. November 2009 erhob die Versicherte am 26. November 2009 Einsprache und beanstandete die Anrechnung des Verzichtsvermögens (Urk. 10/79), welches Vorbringen das Sozialamt der Gemeinde Y.___, das X.___ seit Dezember 2008 mit Sozialhilfeleistungen unterstützte, gleichentags bekräftigte (Urk. 10/80/1).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Mit Entscheid vom 12. Januar 2010 wies die Sozialversicherungsanstalt die Einsprache ab (Urk. 10/85 = Urk. 2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2. Hiegegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 11. Februar 2010 Beschwerde und beantragte, der Einspracheentscheid sei aufzuheben, und es sei von der Anrechnung eines Verzichtsvermögens abzusehen (Urk. 1 S. 4 f.). In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um unentgeltliche Prozessführung, sofern das Verfahren nicht ohnehin unentgeltlich sei (Urk. 1 S. 9).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Die Sozialversicherungsanstalt stellte in der Vernehmlassung vom 21. April 2010 Antrag auf Abweisung der Beschwerde, soweit sie nicht gegenstandslos geworden sei. Dazu führte sie aus, das Verzichtsvermögen sei angesichts des tatsächlichen Vermögensverbrauchs noch auf Fr. 112'900.-- zu beziffern, so dass nunmehr ein Ausgabenüberschuss resultiere (Urk. 9). Pendente lite verfügte sie dementsprechend am 15. April 2008, X.___ habe für die Zeit vom 1. September bis 31. Dezember 2009 Anspruch auf Zusatzleistungen in der Höhe von Fr. 377.-- monatlich und mit Wirkung ab 1. Januar 2010 in der Höhe von Fr. 493.-- monatlich (Urk. 10/92). Die Versicherte erneuerte am 4. Juni 2010 ihre Rechtsbegehren, ohne die Wiedererwägungsverfügungen anzuerkennen (Urk. 14). Davon wurde der Sozialversicherungsanstalt am 7. Juni 2010 Kenntnis gegeben (Urk. 15). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Die am 21. Juni 2010 von X.___ nachgereichten Unterlagen (Urk. 16-17) unterbreitete das Gericht der Sozialversicherungsanstalt am 8. Juli 2010 zur Stellungnahme (Urk. 18). Diese hielt am 10. September 2010 an ihren vernehmlassungsweise gestellten Anträgen fest (Urk. 21), was der Versicherten am 21. September 2010 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 22).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font> </p><p><b><font size="5">Das Gericht zieht in Erwägung:</font></b><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.1 Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die gesetzlichen Voraussetzungen nach Art. 4-6 des Bundesgesetzes über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) erfüllen, Zusatzleistungen zur Deckung ihres Existenzbedarfs (Art. 2 Abs. 1 ELG; §§ 1, 13, 15 und 20 Abs. 1 des Gesetzes des Kantons Zürich über die Zusatzleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, ZLG, in den seit 1. Januar 2008 gültigen Fassungen).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.2 Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Die anrechenbaren Einnahmen werden nach Art. 11 ELG ermittelt, wobei unter anderem das Vermögen und die Vermögenserträge berücksichtigt werden (Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG), und dabei namentlich das am 1. Januar des Bezugsjahres tatsächlich vorhandene Vermögen (Art. 23 Abs. 1 der Verordnung zum Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, ELV; Wolfgang Ernst/Thomas Gächter, SZS 2/2011 S. 149 f.).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Abweichend zu diesem Grundsatz sind sodann auch Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist, als Einkommen anzurechnen (Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.3 Eine Verzichtshandlung liegt vor, wenn die leistungsansprechende Person ohne rechtliche Verpflichtung oder ohne adäquate Gegenleistung auf Einkünfte oder Vermögen verzichtet hat. Dabei sind diese Voraussetzungen nicht kumulativ, sondern alternativ zu verstehen (BGE 131 V 329 E. 4.2 ff. mit Hinweisen). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Wenn diese Voraussetzungen für die Annahme eines Verzichts nicht vorliegen, hat eine Vermögensanrechnung selbst dann nicht zu erfolgen, wenn die leistungsansprechende Person vor der Anmeldung zum Bezug der Ergänzungsleistungen über ihre Verhältnisse gelebt haben könnte. Das Ergänzungsleistungssystem bietet keine gesetzliche Handhabe dafür, eine wie auch immer geartete Lebensführungskontrolle" vorzunehmen und danach zu fragen, ob die Gesuch stellende Person in der Vergangenheit im Rahmen einer Normalitätsgrenze" gelebt hat, die im Übrigen erst noch näher umschrieben werden müsste. Die Ergänzungsleistungsbehörden haben vielmehr von den tatsächlichen Verhältnissen auszugehen, dass ein Gesuchsteller nicht (mehr) über die notwendigen Mittel zur angemessenen Deckung des Existenzbedarfs verfügt, und nicht danach zu fragen, warum dem so ist (BGE 121 V 204 E. 4b mit Hinweisen).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.4 Dass eine Vermögenshingabe gegen eine adäquate Gegenleistung oder aufgrund einer Rechtspflicht erfolgt ist, hat als anspruchsbegründende Tatsache die leistungsansprechende Person zu beweisen, wobei der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit massgebend ist (BGE 131 V 329; Urteil des Bundesgerichts vom 25. Februar 2009 8C_1039/2008 E. 2 mit Hinweisen). Demnach hat sie die Folgen allfälliger Beweislosigkeit zu tragen, und zwar in dem Sinne, dass sie sich das entäusserte restliche Vermögen sowie den darauf entfallenden Ertrag (vgl. Art. 11 Abs. 1 lit. b ELG) anrechnen lassen muss (BGE 121 V 204 E. 6a; AHI 1995 S. 167 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts vom 11. Oktober 2007 P 38/06 E. 3.3.1).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1.5 Art. 17a der Verordnung zum Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV) bestimmt, dass der anzurechnende Betrag von Vermögenswerten, auf die verzichtet worden ist, jährlich um Fr. 10'000.-- zu vermindern ist (Abs. 1). Der Wert des Vermögens ist im Zeitpunkt des Verzichtes unverändert auf den 1. Januar des Jahres, das auf den Verzicht folgt, zu übertragen und dann jeweils nach einem Jahr zu vermindern (Abs. 2). Für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung ist der verminderte Betrag am 1. Januar des Bezugsjahres massgebend (Abs. 3). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.1 Die Beschwerdegegnerin ermittelte vorerst folgendes Verzichtsvermögen (Urk. 2 S. 2 unten):</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> ausbezahlte Freizügigkeitsleistung Fr. 288'823.05</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> ./. Vermögensstand per Dezember 2008 Fr. 4'084.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> = verbrauchtes Vermögen Fr. 284'739.05</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> ./. Verminderung gemäss Art. 17a ELV für 2 Jahre Fr. 20'000.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> = Verzichtsvermögen Fr. 264'739.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> ./. Freibetrag Fr. 25'000.--</font><br/> <b><font face="RotisSerif" size="4"> = anrechenbares Verzichtsvermögen Fr. 243'823.--</font></b><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Die Beschwerdegegnerin ging dabei davon aus, die Beschwerdeführerin könne nicht belegen, dass sie das am 12. September 2005 ausbezahlte Freizügigkeitskapital für adäquate Gegenleistungen verbraucht habe. Deshalb sei Vermögensverzicht anzunehmen (Urk. 2 S. 2 f.). Selbst wenn die Beschwerdeführerin die Freizügigkeitsleistung bis im Dezember 2008, das heisst bis zum Beginn des Sozialhilfebezugs, zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes verbraucht hätte, wäre hiefür - ausgehend von der Bedarfsrechnung der Ergänzungsleistungen mit jährlichen Ausgaben von Fr. 35'802.-- (vgl. Urk. 10/76/3) - nur ein Vermögensverbrauch von Fr. 116'356.-- gerechtfertigt. Es würde somit weiterhin ein Einnahmenüberschuss resultieren (Urk. 2 S. 3).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Aufgrund der mit der Beschwerde aufgelegten Unterlagen (Urk. 4/1-49) führte die Beschwerdegegnerin vernehmlassungsweise im Detail aus, welche weiteren Ausgaben, hochgerechnet auf die fraglichen 39 Monate, im Gesamtbetrag von Fr. 171'839.-- sie anerkannte (Urk. 9 S. 4 f.). Dementsprechend ermittelte sie nunmehr ein anrechenbares Verzichtsvermögen von Fr. 112'900.-- (Fr. 284'739.-- ./. Fr. 171'839.--). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Gestützt darauf berechnete die Beschwerdegegnerin in den pendente lite erlassenen Verfügungen den Leistungsanspruch (Urk. 10/92).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.2 Die Beschwerdeführerin vertrat hingegen die Auffassung, es sei gar kein Verzichtsvermögen anzurechnen. Sie habe sich im Sommer 2005 selbständig gemacht. Für den Aufbau ihres Schreibbüros wie auch für ihren Lebensunterhalt seien erhebliche Kosten angefallen. Sie habe zudem eine Steuer von Fr. 19'381.70 für den Bezug der Freizügigkeitsleistung bezahlen und den Bankkredit von Fr. 43'138.65 zurückzahlen müssen (Urk. 1 S. 3 und S. 6). Für die Bemessung des Lebensunterhalts könne nicht einfach von den tiefen Ansätzen der Ergänzungsleistungen ausgegangen werden. Sie habe vor der Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit rund Fr. 6'600.-- netto im Monat verdient und schon damals Konsumausgaben in dieser Höhe gehabt (Urk. 1 S. 6) beziehungsweise mehr ausgegeben als eingenommen (Urk. 14 S. 2). Ab September 2005 habe sie monatliche Konsumausgaben von Fr. 6'500.-- (2005), Fr. 7'000.-- (2006), Fr. 5'900.-- (2007) respektive Fr. 5'300.-- (2008) gehabt; auf diese Weise habe sie Fr. 245'600.-- ihres Vermögens verzehrt (Urk. 1 S. 7; vgl. auch Aufstellung der Beschwerdeführerin in Urk. 4/25).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Ihr Kapital sei bis auf Fr. 4'048.-- aufgebraucht worden, so dass sie für die Zeit von Dezember 2008 bis August 2009, das heisst bis zur Ausrichtung der Altersrente, Sozialhilfe im Betrag von rund Fr. 24'000.-- habe beziehen müssen (Urk. 1 S. 3). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Der Vermögensverbrauch für den Lebensunterhalt sei bis September 2009 zu berücksichtigen und nicht bloss bis Dezember 2008 (Urk. 1 S. 5). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> In der Stellungnahme vom 4. Juni 2010 kritisierte sie die von der Beschwerdegegnerin vernehmlassungsweise berücksichtigten respektive ausser Acht gelassenen Ausgaben im Einzelnen und rügte darüber hinaus zur Hauptsache, die angerechneten Lebenshaltungskosten seien zu tief (Urk. 14 S. 4). Weiter seien die Sozialhilfeleistungen in die Leistungsberechnung miteinzubeziehen (Urk. 14 S. 5). In Bezug auf die Ausgaben in Z.___ anerkannte sie, dass es sich dabei um eine Schenkung an den Sohn und somit um Verzichtsvermögen handle (Urk. 14 S. 3). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.3 Mit Blick auf den Streitgegenstand und namentlich die pendente lite erlassenen Verfügungen vom 15. April 2010 (Urk. 10/92) sowie dem daraufhin gestellten Antrag der Beschwerdegegnerin um Abschreibung des Verfahrens in Folge Gegenstandslosigkeit (Urk. 9) ist Folgendes zu bemerken.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Nach Art. 53 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) kann der Versicherungsträger eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Die neue Verfügung oder der neue Einspracheentscheid beendet den Streit insoweit, als damit den Anträgen der beschwerdeführenden Partei entsprochen wird. Soweit den Beschwerdeanträgen nicht stattgegeben wird, besteht der Rechtsstreit weiter; in diesem Fall muss die Beschwerdebehörde auf die Sache eintreten, ohne dass die beschwerdeführende Partei die neue Verfügung oder den neuen Einspracheentscheid anzufechten braucht (vgl. BGE 113 V 237). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Die Wiedererwägungsverfügungen entsprechen den beschwerdeweise gestellten Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin nur teilweise. Betreffend die Höhe der zugesprochenen Leistungen, die in masslicher Hinsicht durch die Anrechnung des Verzichtsvermögens beeinflusst sind, stimmen die Begehren nicht überein, verlangte doch die Beschwerdeführerin bereits für das Jahr 2009 monatliche Leistungen in der Höhe von Fr. 1'012.--, welche mit Wirkung ab 2010 zu erhöhen seien (Urk. 1 S. 9).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Der Rechtsstreit besteht demnach weiter, ohne dass die Wiedererwägungsverfügungen angefochten werden müssten. Diese sind als Antrag ans Gericht zu behandeln.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2.4 Ausgewiesen und im Übrigen unbestritten ist, dass die Pensionskasse Stadt Zürich der Beschwerdeführerin am 12. September 2005 eine Freizügigkeitsleistung inklusive Zinsen im Betrag von Fr. 288'823.05 auszahlte (Urk. 4/2, Kontoauszug Urk. 4/29, Urk. 10/46). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Weiter ist erstellt und unbestritten, dass die Beschwerdeführerin am 1. Januar 2009 noch über ein Vermögen von Fr. 4'084.-- verfügte (Urk. 10/41 Ziff. 7; vgl. auch Urk. 10/67/4 Ziff. 30.1 und Urk. 10/67/6), und zwar Fr. 2394.95 auf dem Mietkautionskonto (Urk. 4/33, Urk. 10/42) und Fr. 1'689.09 auf dem Privatkonto (Urk. 10/52/2).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Schliesslich sind sich die Parteien in Bezug auf die Ausgaben in Z.___ (Fr. 518.95; Urk. 4/29 Kontoauszüge vom 12. und 13. Oktober 2005) einig, dass es sich dabei um Verzichtsvermögen handelt. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Davon ist auszugehen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Strittig ist jedoch, ob die Hingabe des übrigen Vermögens oder eines bestimmten Teils davon ohne eine adäquate Gegenleistung oder ohne Rechtspflicht erfolgte oder aber, ob die Vermögensverminderung Folge eines - gehobenen - Lebensstandards ist, was keinen Anlass zu einer Anrechnung eines Verzichtsvermögens geben darf (BGE 121 V 206 E. 4b, 115 V 355 E. 5d; Urteil des Bundesgerichts in Sachen M. vom 28. April 2010, 9C_934/2009, E. 4.2.2). Namentlich ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht ein Verzichtsvermögen von Fr. 112'900.-- (Stand am 1. Januar 2009) in die Bedarfsrechnung einbezogen hat (Urk. 9 S. 5 Mitte). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Die übrigen Positionen der Bedarfsrechnung blieben unbestritten. Es besteht deshalb keine Veranlassung zu einer weitergehenden Prüfung.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.1 In zeitlicher Hinsicht rügte die Beschwerdeführerin, dass vom Vermögen von Fr. 4'084.-- (Stand am 31. Dezember 2008) ausgegangen wurde, obwohl der Anspruch auf Zusatzleistungen erst am 1. September 2009 entstanden ist und damit der Vermögensverbrauch bis zu diesem Zeitpunkt hätte berücksichtigt werden müssen (Urk. 1 S. 5 Ziff. 2.3).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Für die Berechnung der Zusatzleistungen ist gemäss Art. 23 Abs. 1 ELV in der Regel das am 1. Januar eines Bezugsjahres vorhandene Vermögen massgebend. Kann die Rentnerin bei einer Neuanmeldung glaubhaft machen, dass ein wesentlich geringeres Vermögen vorhanden ist, so ist auf das Vermögen im Zeitpunkt des Anspruchsbeginns abzustützen (Art. 23 Abs. 4 ELV; Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 2. Auflage 2009, S. 166 f.; Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV, WEL, Rz 7004). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Angesichts des Leistungsbeginns am 1. September 2009 hat die Beschwerdegegnerin somit im Grundsatz zu Recht das Vermögen respektive das Verzichtsvermögen am 1. Januar 2009 erhoben, was in der Folge zu prüfen ist. Erst hernach wird zu beurteilen sein, ob die Beschwerdeführerin auf den 1. September 2009 ein wesentlich geringeres Vermögen glaubhaft machen konnte, welche Frage die Beschwerdegegnerin gar nicht aufwarf. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.2 Nach der Auszahlung der Pensionskassenleistung von Fr. 288'823.-- am 12. September 2005 betrug der Saldo des Privatkontos Fr. 276'751.10 (Urk. 4/29), da das Konto zu jenem Zeitpunkt einen Negativsaldo von Fr. 12'071.95 auswies (vgl. Kontoauszug, Urk. 4/29).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.3 Den für die Zeit ab 1. Januar 2005 aufgelegten Auszügen aus dem Privatkonto (___; Urk. 4/26-29) ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin wenigstens seit der Auszahlung der Pensionskassenleistung am 12. September 2005 (Urk. 4/29) von diesem Konto jeweils mittels Zahlungsaufträgen ihre Rechnungen bezahlte und auch ihre Kreditkarten (GE Capital Bank, Amex bzw. American Express, Swisscard AECS) sowie die Zahlungen mit der EC-Karte deckte. Zudem bezog sie mit der EC- und den Kreditkarten Bargeld. Dazu sind weitere Ausgaben ersichtlich, welche die Beschwerdegegnerin in der Vernehmlassung im Detail auflistete und dartat, welche sie nicht anerkannte (Urk. 9 S. 2 f.). Darunter fielen - nebst der seitens der Beschwerdeführerin als Verzichtsvermögen anerkannten Ausgabe von Fr. 518.95 in Z.___ (vgl. vorstehend E. 2.4) - insbesondere: </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Bargeldbezüge (vgl. im Folgenden E. 3.4-5)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Rückzahlung Privatkredit (vgl. im Folgenden E. 3.6)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Kreditkartenzahlungen (Amex, GE Capital Bank, Swisscard AECS; vgl. im Folgenden E. 3.7)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- </font><font face="RotisSerif" size="4">Zahlung Studentmove (vgl. im Folgenden E. 3.8).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.4 Hinsichtlich der Bargeldbezüge, worunter auch der von der Beschwerdegegnerin erwähnte Eurobezug vom 15. Mai 2006 von Fr. 476.20 zu begreifen ist (vgl. Urk. 4/28 und Urk. 9 S. 3), ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin über die Verwendung des Bargeldes keine beweisrechtlich hinreichenden Belege beizubringen vermochte. Namentlich ist mit der Beschwerdegegnerin festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin neben den monatlich nicht unerheblichen Bezügen über Kredit- und EC-Karten grössere Beträge bar vom Konto abhob, ohne dass über die Verwendung dieses Bargeldes Quittungen vorgelegt worden wären. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Die Vorbringen der Beschwerdeführerin, sie habe bereits während der Zeit ihrer Anstellung, mithin vor Auszahlung der Pensionskassenleistung, hohe Lebenshaltungskosten gehabt und teilweise mehr ausgegeben, als sie verdiente, vermögen für sich allein nicht zu belegen, dass sie für die Barbezüge adäquate Gegenleistungen empfangen hätte. Dies ist zwar möglich, doch erscheint es nicht als überwiegend wahrscheinlich, dass sie neben den nicht unerheblichen Kartenauslagen auch noch Bargeld in der hier ausgewiesenen Höhe für die Lebenshaltung verbraucht hat. Mangels konkreter Angaben und mangels Nachweises über Verwendungszweck und -zeitpunkt kann das in bar bezogene Vermögen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit einer bestimmten Ausgabe zugeordnet werden, so dass die hiefür empfangenen Gegenleistungen nicht bewiesen sind. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Die Beschwerdeführerin muss sich demnach die Barbezüge mangels rechtsgenüglicher Auslagenbelege als Verzichtsvermögen anrechnen lassen. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.5 Dabei handelt es sich um die folgenden Bargeldbezüge, welche aufgrund der Auszüge des Privatkontos (___) für die Zeit ab Auszahlung der Pensionskassenleistung getätigt wurden (Urk. 4/26-29):</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> 16.09.05 Fr. 6'200.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">03.10.05 Fr. 2'000.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">27.10.05 Fr. 300.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">03.11.05 nicht berücksichtigt, da am 10.11.05 wieder einbezahlt</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">21.11.05 Fr. 500.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">09.12.05 Fr. 500.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">13.12.05 Fr. 500.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">16.12.05 Fr. 400.--</font><br/> <u><font face="RotisSerif" size="4">21.12.05 Fr. 400.--</font></u><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Total 2005 Fr. 10'800.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Januar 06 Fr. 1'900.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Februar 06 Fr. 1'800.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">März 06 Fr. 1'500.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">April 06 Fr. 900.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Mai 06 Fr. 1'676.20 (inkl. Eurobezug vom 15.05.06)</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Juni 06 Fr. 1'000.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Juli 06 Fr. 2'500.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">August 06 Fr. 1'100.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">September 06 Fr. 1'850.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Oktober 06 Fr. 700.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">November 06 Fr. 1'050.--</font><br/> <u><font face="RotisSerif" size="4">Dezember 06 Fr. 2'450.--</font></u><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Total 2006 Fr. 18'426.20</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Januar 07 Fr. 1'100.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Februar 07 Fr. 1'400.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">März 07 Fr. 1'900.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">April 07 Fr. 1'200.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Mai 07 Fr. 2'000.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Juni 07 Fr. 1'350.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Juli 07 Fr. 1'900.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">August 07 Fr. 1'200.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">September 07 Fr. 1'500.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Oktober 07 Fr. 1'150.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">November 07 Fr. 1'300.--</font><br/> <u><font face="RotisSerif" size="4">Dezember 07 Fr. 1'500.--</font></u><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Total 2007 Fr. 17'500.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Januar 08 Fr. 950.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Februar 08 Fr. 900.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">März 08 Fr. 900.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">April 08 Fr. 900.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Mai 08 Fr. 1'400.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Juni 08 Fr. 800.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Juli 08 Fr. 1'500.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">August 08 Fr. 900.-- </font><font face="RotisSerif">(Auszug fehlt; aufgrund Saldi und Vormonate je</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">September 08 Fr. 800.-- </font><font face="RotisSerif">zusätzlich Fr. 500.-- für August/September)</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Oktober 08 Fr. 600.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">November 08 Fr. 800.-- </font><font face="RotisSerif">(Auszug fehlt; aufgrund Saldi und Vormonate je</font><br/> <u><font face="RotisSerif" size="4">Dezember 08 Fr. 800.--</font></u><font face="RotisSerif" size="4"> </font><font face="RotisSerif">zusätzlich Fr. 500.-- für November /Dezember)</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">Total 2008 Fr. 11'250.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Aus den Bargeldbezügen resultiert zusammengefasst ein Verzichtsvermögen in der Höhe von Fr. 10'800.-- (2005), Fr. 18'426.20 (2006) + Fr. 17'500.-- (2007) + Fr. 11'250.-- (2008), mithin insgesamt Fr. 57976.20.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.6 Betreffend die Rückzahlungen des Privatkredits stellte sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt, es sei unbelegt geblieben, wofür der Kredit aufgenommen worden sei. Deshalb seien die entsprechenden Rückzahlungen, die sie auf Fr. 1'300.--, Fr. 1'000.-- und einmal Fr. 500.-- quantifizierte, nicht als Ausgabe zu berücksichtigen (Urk. 9 S. 2 unten).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Aus den Kontoauszügen geht hervor, dass die Beschwerdeführerin am 21. Oktober 2005 ein neues Privatkonto (___) eröffnete. Diesem Konto wurden am 4. November 2005 Fr. 43'138.65 belastet und als Zahlungsgrund Rückzahlung Barkredit angegeben (Urk. 4/30). In der Folge leistete die Beschwerdeführerin regelmässige Rückzahlungen, welche jeweils ihrem Privatkonto (___) belastet wurden. Am 26. Mai 2008 deckte die Beschwerdeführerin den dannzumal noch ausstehenden Saldo von Fr. 24'739.-- und saldierte das Konto (Urk. 4/30 S. 1). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Ebenfalls am 21. Oktober 2005 eröffnete die Beschwerdeführerin zudem ein Sparkonto (___). Am 20. Oktober wurden diesem Konto - jeweils zu Lasten des Privatkontos (___) - Fr. 100'000.--, am 4. März 2008 Fr. 40'000.-- und am 13. Mai 2008 Fr. 15'000.-- gutgeschrieben (Urk. 4/31). Umgekehrt wurden dem Sparkonto in der Zeit ab 3. April 2006 verschiedene Umbuchungen zu Gunsten des Privatkontos belastet; darunter fallen namentlich auch die beiden mit Zahlungsauftrag X.___ benannten Belastungen vom 3. April 2006 (Fr. 30'000.--) und vom 18. September 2006 (Fr. 10'000.--), wie den jeweiligen Gutschriften auf dem Privatkonto zu entnehmen ist (Urk. 4/28). Am 26. Mai 2008 wurden Fr. 24'739.-- zur Saldierung des Privatkontos (___) verwendet und nach dem Barbezug der verbliebenen Fr. 335.25 das Konto am 20. Oktober 2008 geschlossen (Urk. 4/31).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Dieser Barbezug von Fr. 335.25 fällt wie die übrigen Barbezüge ins Verzichtsvermögen (vgl. vorstehend E. 3.4-5). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Die übrigen Bewegungen auf dem Sparkonto sind aus dem eigenen Vermögen finanziert und unter dem Blickwinkel des Verzichtsvermögens unbeachtlich.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Das Gleiche gilt in Bezug auf den Kauf und Verkauf der Wertschriften, welche Geschäfte jeweils über das Privatkonto (___) abgewickelt und von der Beschwerdegegnerin in der Bedarfsrechnung korrekt berücksichtigt wurden (vgl. Urk. 9 S. 3 oben).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Damit steht fest, dass der am 21. Oktober 2005 aufgenommene Privatkredit von Fr. 43'138.65 (___) aus dem von der Freizügigkeitsleistung alimentierten Guthaben der Beschwerdeführerin wieder gedeckt wurde, was diese auch geltend machte (Urk. 1 S. 5 unten und S. 6 Mitte). Ihr ist auch beizupflichten (Urk. 14 S. 3 oben), dass sämtliche Rückzahlungen in Erfüllung einer Rechtspflicht, nämlich den Pflichten des zu Grunde liegenden Kreditrahmenvertrages (Urk. 4/30 in fine), erfolgt sind.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Betreffend die Verwendung der ursprünglichen Kreditsumme von Fr. 43'138.65 ist dem Kontoauszug der GE Money Bank AG vom 15. Juni 2010 zu entnehmen, dass dieser Betrag am 4. November 2005 zur teilweisen Tilgung der dortigen Schuld verwendet wurde (Urk. 17/1). Entgegen der Darstellung der Beschwerdegegnerin kann deshalb nicht gesagt werden, es sei unklar, wofür der Privatkredit verwendet wurde. Vielmehr ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Auszahlung der Freizügigkeitsleistung der GE Money Bank AG über Fr. 50'000.-- schuldete (Urk. 17/1). Den dieser Schuld zu Grunde liegenden Kreditvertrag schloss sie bereits im Jahr 2000 ab (Urk. 17/11) und die Beschwerdeführerin hat belegt, dass die Kreditlimite in der Folge wiederholt angepasst wurde (Urk. 17/3-10). Ihre Behauptung, das frühere Erwerbseinkommen habe zur Deckung ihrer Lebenshaltungskosten nie ausgereicht, kann angesichts dieser Aktenlage nicht von der Hand gewiesen werden. Jedenfalls kann in Anbetracht der im Zeitpunkt des Vermögenszugangs schon seit Jahren bestehenden Kreditlimiten in deren Rückzahlung aus der Freizügigkeitsleistung keine Verzichtshandlung erblickt werden. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.7 Die Beschwerdegegnerin liess sodann die über die verschiedenen Kreditkarten (Amex, GE Capital Bank und Swisscard) getätigten Ausgaben ausser Acht, da aus den Unterlagen nicht ersichtlich sei, ob den entsprechenden Auslagen eine adäquate Gegenleistung gegenüberstehe (Urk. 9 S. 3 f.).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Der Beschwerdegegnerin ist zwar beizupflichten, dass nicht belegt ist, dass mittels den vernehmlassungsweise im Einzelnen genannten Kreditkarten-Belastungen empfangene Gegenleistungen bezahlt wurden. Doch ist ihr entgegen zu halten, dass nach der allgemeinen Lebenserfahrung die Kreditkarte gerade dazu dient, bezogene Leistungen oder Waren bargeldlos zu begleichen. Es ist deshalb als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt zu erachten, dass auch die Beschwerdeführerin die Kreditkarten zur Bezahlung von bezogenen Leistungen eingesetzt hat, womit die entsprechenden Ausgaben zu Unrecht als Verzichtsvermögen betrachtet wurden.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3.8 Von der Beschwerdeführerin zu Recht nicht mehr beanstandet wurde die als Schenkung und somit als Verzichtsvermögen qualifizierte Ausgabe von Fr. 320.60 für Studentmove (Urk. 4/27, Zahlung vom 5. September 2007), ist sie doch in der fraglichen Zeit nicht umgezogen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4.1 Zusammengefasst resultieren demnach folgende Verzichtsvermögen:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> 2005 Fr. 11'318.95 (= Fr. 10'800.-- + Fr. 518.95)</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> 2006 Fr. 18'426.20</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> 2007 Fr. 17'820.60 (= Fr. 17'500.-- + Fr. 320.60)</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><u><font face="RotisSerif" size="4">2008 Fr. 11'585.25</font></u><font face="RotisSerif" size="4"> (= Fr. 11'250.-- + Fr. 335.25)</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Total Fr. 59'151.--</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4.2 Nach Artikel 17a ELV ist für die EL-Berechnung der Betrag von Vermögenswerten, auf die verzichtet worden ist, jährlich um Fr. 10'000 Franken zu vermindern. Der anzurechnende Betrag von Verzichtsvermögen vermindert sich dabei ab Januar des zweiten Jahres nach der Verzichtshandlung jährlich um Fr. 10'000.--. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Pro Jahr kann nur einmal Fr. 10'000.-- abgezogen werden. Verzichtet jemand mehrmals auf Vermögenswerte, so wird daher nicht jeder Betrag des entäusserten Vermögenswertes gesondert vermindert (Rz 2064.5-7 der Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV, WEL, in der ab 1. Januar 2009 gültigen Fassung; Carigiet/Koch, a.a.O., S. 176). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> In Anbetracht des erstmaligen Vermögensverzichts im Jahr 2005 und des Anspruchsbeginns im September 2009 ist demnach das anzurechnende Verzichtsvermögen per 1. Januar 2009 auf Fr. 29'151.-- (Fr. 59'151.-- ./. Fr. 10'000.-- ./. Fr. 10'000.-- ./. Fr. 10'000.--) zu amortisieren.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Es wird Sache der Beschwerdegegnerin sein, den Ergänzungsleistungsanspruch ab 1. September 2009 der Beschwerdeführerin auf dieser Grundlage und unter Berücksichtigung des Vermögensfreibetrages von Fr. 25'000.-- (Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG in der bis 31. Dezember 2010 gültig gewesenen Fassung) neu zu berechnen. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Eine Verminderung des Vermögens ist bis 1. September 2009 nicht ausgewiesen, bezog doch die Beschwerdeführerin ab Dezember 2008 Leistungen der Sozialhilfe und konnte nach eigenen Angaben kein Vermögen verzehren (Urk. 14 S. 5 unten). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">4.3 Nach dem Gesagten ist damit der angefochtene Einspracheentscheid in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben, und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den Leistungsanspruch gemäss diesen Erwägungen neu berechne und darüber neu verfüge. </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">5.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">5.1 Das Gerichtsverfahren im Bereich der Zusatzleistungen ist kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG).</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Der Antrag der Beschwerdeführerin auf unentgeltliche Prozessführung (Urk. 1 S. 1 unten) erweist sich daher als gegenstandslos.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">5.2 Die durch eine Institution der öffentlichen Sozialhilfe vertretene obsiegende Beschwerdeführerin hat gemäss ständiger Rechtsprechung keinen Anspruch auf Parteientschädigung (BGE 135 V 477 f. E. 3.1 mit Hinweis auf BGE 126 V 11 f.). </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Der entsprechende Antrag der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 1 unten) ist daher abzuweisen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Das Gericht erkennt:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatzleistungen zur AHV/IV, vom 12. Januar 2010 aufgehoben, und die Sache wird an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie den Anspruch auf Zusatzleistungen mit Wirkung ab 1. September 2009 im Sinne der Erwägungen und ausgehend von einem Verzichtsvermögen von Fr. 29'151.-- neu prüfe und darüber neu verfüge.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Das Verfahren ist kostenlos.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Der Beschwerdeführerin wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Gemeinde Y.___ ZH</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatzleistungen zur AHV/IV</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sicherheitsdirektion Kanton Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p></div></body></html>