<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <img height="74" src="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/displayimage.php?id=2022-12-08-5A_946-2022.1&amp;type=gif" width="95"/> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5A_946/2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Urteil vom 8. Dezember 2022</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>II. zivilrechtliche Abteilung</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Herrmann, Präsident, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Möckli. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">A.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <i>gegen</i> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Fürsorgerische Unterbringung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts Appenzell Ausserrhoden vom 31. Oktober 2022 </div> <div class="para">(ERV 22 44). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Sachverhalt:</b> </div> <div class="para">Mit undatierter Verfügung ordnete der Beschwerdegegner ärztlich die fürsorgerische Unterbringung der Beschwerdeführerin im Psychiatrischen Zentrum U.________ an. Dagegen erhob diese beim Obergericht des Kantons Ausserrhoden eine Beschwerde. Nachdem sie am 26. Oktober nach Deutschland in die Klinik V.________ verlegt worden war, schrieb das Obergericht das Beschwerdeverfahren mit Verfügung vom 31. Oktober 2022 ohne irgendeine Begründung als gegenstandslos ab. Mit Beschwerde vom 6. Dezember 2022 wendet sich die Beschwerdeführerin an das Bundesgericht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Erwägungen:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Bei fürsorgerischer Unterbringung steht gegen kantonal letztinstanzliche Akte die Beschwerde an das Bundesgericht offen (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG). Die Beschwerde hat eine Begründung zu enthalten, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (<span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Die angefochtene Verfügung enthält weder eine Sachverhaltsdarstellung noch eine nähere Begründung und wäre deshalb an sich zu kassieren (<span class="artref"><artref id="CH/173.110/112/3" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/112/1" type="start"></artref>Art. 112 Abs. 1 und 3 BGG</span><artref id="CH/173.110/112/3" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/3" type="end"></artref>). Insbesondere lässt sich ihr nicht entnehmen, wer die Verlegung der Beschwerdeführerin angeordnet hat und aus welchem Grund diese erfolgt ist. Denkbar wäre, dass die Beschwerdeführerin ihren Wohnsitz in Deutschland hat und eine deutsche Behörde oder ein dortiges Gericht die Verlegung in die deutsche Klinik V.________ verfügt hat. Würde jedoch der Wohnsitz der Beschwerdeführerin in der Schweiz liegen, wäre die Entscheidzuständigkeit im Zusammenhang mit der fürsorgerischen Unterbringung keineswegs entfallen, denn es ist bzw. bleibt stets der anordnende Kanton entscheidzuständig (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=7&amp;from_date=22.11.2022&amp;to_date=11.12.2022&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F146-III-377%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page377">BGE 146 III 377</a>). Dieser für das interkantonale Verhältnis ergangene Entscheid wäre sinngemäss auch bei einer Verlegung ins Ausland anwendbar, umso mehr als die Unterbringung in einer Anstalt keinen neuen Wohnsitz begründet (<span class="artref">Art. 23 Abs. 1 ZGB</span>), sondern diesfalls der alte fortbesteht (vgl. <span class="artref">Art. 24 Abs. 1 ZGB</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Wie gesagt, müsste die angefochtene Verfügung an sich gestützt auf <span class="artref"><artref id="CH/173.110/112/3" type="start"></artref><artref id="CH/173.110/112/1" type="start"></artref>Art. 112 Abs. 1 und 3 BGG</span><artref id="CH/173.110/112/3" type="end"></artref><artref id="CH/173.110/3" type="end"></artref> aufgehoben und zur Verbesserung zurückgewiesen werden, weil sie weder einen Sachverhalt noch eine Begründung enthält. Indes erübrigt sich dies vor dem Hintergrund der nicht ansatzweise genügenden Beschwerdebegründung. Wie in E. 1 festgehalten, setzt die Beschwerde gemäss <span class="artref">Art. 42 Abs. 2 BGG</span> eine kurze Darlegung der beanstandeten Rechtsverletzung voraus. Die Beschwerdeführerin beklagt zwar, dass ihre Beschwerde nicht behandelt worden sei; eine Rechtsverletzung wird aber in diesem Zusammenhang nicht dargetan. Die weiteren Ausführungen sind weitschweifig und betreffen primär Themen, die nicht in direktem Zusammenhang mit der fürsorgerischen Unterbringung stehen. Zwar werden auch die betreffenden Voraussetzungen bestritten; diese liegen aber ausserhalb des möglichen Anfechtungsgegenstandes, weil in der angefochtenen Verfügung nicht in der Sache selbst entschieden wurde. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>4.</b> </div> <div class="para">Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann und der Präsident im vereinfachten Verfahren entscheidet (<span class="artref">Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>5.</b> </div> <div class="para">Angesichts der konkreten Umstände ist auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (<span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>Demnach erkennt der Präsident:</b> </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>1.</b> </div> <div class="para">Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>2.</b> </div> <div class="para">Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> <b>3.</b> </div> <div class="para">Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, B.________ und dem Obergericht Appenzell Ausserrhoden mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 8. Dezember 2022 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Präsident: Herrmann </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Der Gerichtsschreiber: Möckli </div> </div></body></html>