<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00345</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205494&amp;W10_KEY=4467137&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00345</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 17.11.2005</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 03.11.2006 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Gesundheitswesen</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Betäubungsmittelabgabe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Bezug von 15 Gramm Natrium-Pentobarbital zwecks Suizid ohne Vorlage eines ärztlichen Rezepts:<br/><br/>Zuständigkeit (E.1.1). Die Vorinstanz erwog, aufgrund der klaren gesetzlichen Grundlage sei der Bezug von Natrium-Pentorbital nur mit einem ärztlichen Rezept möglich (E.2.1). Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung von Art. 8 Abs. 1 EMRK geltend (E.2.2).<br/>Die Lehre unterscheidet zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe sowie Beihilfe zum Selbstmord (E.3.1). Zu prüfen ist, ob Art. 8 Abs. 1 EMRK verletzt ist (E.3.2-E.3.3). Lehre und Rechtsprechung gehen davon aus, dass der Einzelne die Freiheit hat, über Art und Zeitpunkt der Beendigung seines Lebens zu befinden. Über diesen anerkannten Anspruch führt jedoch die Frage, ob dem Suizidwilligen ein Anspruch zustehe, dass ihm Beihilfe bei einer Selbsttötung oder aktive Sterbehilfe geleistet wird, wenn er sich ausserstande sieht, selber seinem Leben ohne eine solche Beihilfe oder Hilfe ein Ende zu bereiten. Art. 8 Abs. 1 EMRK beinhaltet nach dem heutigen Stand der Rechtsprechung keinen solchen Anspruch (E.3.4). Rolle des Arztes bei der Sterbeassistenz und Problematik der Suizidbeihilfe bei suizidwilligen Menschen mit psychischen Störungen (E.3.6). Angesichts der klaren gesetzlichen Grundlage und des heutigen Standes der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zu Art. 8 Abs. 1 EMRK bietet auch die vom Beschwerdeführer verfochtene Anknüpfung an den konstitutiv-institutionellen Charakter dieser von ihm angerufenen Garantie keine hinreichende Grundlage, um hieraus einen Anspruch darauf abzuleiten, dass ein Suizidwilliger unter Beizug einer Sterbehilfeorganisation ohne ärztliches Rezept und ohne ärztliche Untersuchung eine tödliche Dosis von Natrium-Pentorbital beziehen darf. Der Entschdeid zu dieser Frage muss vielmehr dem Gesetzgeber vorbehalten bleiben (E.3.7). Abweisung (E.4).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ARZT">ARZT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEIHILFE">BEIHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GESUNDHEIT">GESUNDHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MEDIKAMENTE">MEDIKAMENTE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PSYCHISCHE ERKRANKUNG">PSYCHISCHE ERKRANKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REZEPTION">REZEPTION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTBESTIMMUNGSRECHT">SELBSTBESTIMMUNGSRECHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SELBSTMORD">SELBSTMORD</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STERBEHILFE">STERBEHILFE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUIZID">SUIZID</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Gesundheit ST: ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT">ÃBRIGES FÃRSORGE UND GESUNDHEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 8 Abs. 1 EMRK</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">RB 2005 Nr. 44 S. 128</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">A leidet seit Jahren an einer psychischen Krankheit und musste deswegen schon mehrfach psychiatrisch interniert werden. Da er sein Leben aufgrund der schwer behandelbaren Erkrankung, welche zur GewÃ¤hrung einer Invalidenrente fÃ¼hrte, als nicht mehr menschenwÃ¼rdig erachtet, mÃ¶chte er diesem mithilfe des Vereins <span>"</span>Dignitas â MenschenwÃ¼rdig leben â MenschenwÃ¼rdig sterben<span>"</span> durch Einnahme von 15 Gramm Natrium-Pentobarbital ein Ende setzen. FÃ¼r die Substanz hat er aber kein Ã¤rztliches Rezept erhÃ¤ltlich machen kÃ¶nnen, weshalb er mit Schreiben vom 8. Juni 2005 beim Kantonsarzt und Kantonsapotheker Gesuche zum Bezug des Stoffes ohne Vorlage einer Ã¤rztlichen Verschreibung bei der Apotheke C Ã¼ber die Organisation Dignitas stellte. In der Folge wurde die Sache von der Gesundheitsdirektion Ã¼bernommen. Mit VerfÃ¼gung vom 3. August 2005 wurde das Gesuch abgewiesen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Gegen die ablehnende VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion erhob A am 1. September 2005 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit den AntrÃ¤gen um Aufhebung der angefochtenen VerfÃ¼gung sowie es sei seinem Gesuch zum Bezug einer tÃ¶dlichen Dosis Natrium-Pentobarbital ohne Ã¤rztliche Verschreibung zu entsprechen, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Gesundheitsdirektion. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Eingabe vom 5. Oktober 2005 die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers. Am 19. Oktober 2005 reichte der BeschwerdefÃ¼hrer eine Tagungsdokumentation der UniversitÃ¤t St. Gallen vom 13. Oktober 2005 zum Thema "Sterbehilfe â GrundsÃ¤tzliche und praktische Fragen" ins Recht.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der gegen die VerfÃ¼gung der Gesundheitsdirektion vom 3. August 2005 erhobenen Beschwerde sachlich und funktionell zustÃ¤ndig (§ 41 in Verbindung mit § 19a Abs. 2 Ziff. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Dies gilt unabhÃ¤ngig vom Umstand, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in Italien wohnhaft ist, will er doch die 15 Gramm Natrium-Pentobarbital Ã¼ber den im Kanton ZÃ¼rich domizilierten Verein Dignitas bei der Apotheke C in der Stadt ZÃ¼rich beziehen. Aufgrund des TerritorialitÃ¤tsprinzips ist die ZustÃ¤ndigkeit der hiesigen BehÃ¶rden sowie die Anwendbarkeit des schweizerischen Ã¶ffentlichen Rechts gegeben (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., ZÃ¼rich 2002, Rz. 357, 359 ff.). Weil auch die Ã¼brigen Voraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer wirft der Gesundheitsdirektion eine Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs vor, weil sich diese mit den AusfÃ¼hrungen in seinem Gesuch nicht "argumentativ" auseinander gesetzt und den geltend gemachten Anspruch "lapidar" verneint habe. Die RÃ¼ge ist unbegrÃ¼ndet. Es trifft zwar zu, dass die Ablehnung des Gesuchs nur kurz begrÃ¼ndet wurde; zu berÃ¼cksichtigen ist indessen, dass die Gesundheitsdirektion nicht als Rechtsmittelinstanz, sondern als BewilligungsbehÃ¶rde verfÃ¼gt hat; eine eingehendere Auseinandersetzung mit den vom BeschwerdefÃ¼hrer vorgebrachten Argumenten durfte daher einem allfÃ¤lligen Rechtsmittelverfahren, wie es nunmehr vor Verwaltungsgericht durchzufÃ¼hren ist, vorbehalten bleiben. </p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Die Vorinstanz stellt sich auf den Standpunkt, Natrium-Pentobarbital sei ein abhÃ¤ngigkeitserzeugender psychotroper Stoff im Sinn von Art. 1 Abs. 3 lit. c des BetÃ¤ubungsmittelsgesetzes vom 3. Oktober 1951 (BetmG, SR 812.121), der den BetÃ¤ubungsmitteln gleichgestellt sei (vgl. auch Art. 1 Abs. 4 BetmG in Verbindung mit Art. 1 und Anhang a der Verordnung vom 12. Dezember 1996 des Schweizerischen Heilmittelinstituts Ã¼ber die BetÃ¤ubungsmittel und psychotropen Stoffe vom 12. Dezember 1996, SR 812.121.2). Zum Verordnen von BetÃ¤ubungsmitteln seien nach Art. 10 Abs. 1 BetmG diejenigen Ãrztinnen und Ãrzte befugt, die nach Art. 9 Abs. 1 BetmG Ã¼ber die Bewilligung zur selbststÃ¤ndigen AusÃ¼bung ihres Berufes verfÃ¼gten. In den Apotheken dÃ¼rfe die Abgabe von BetÃ¤ubungsmitteln an das Publikum nur auf Ã¤rztliche oder tierÃ¤rztliche Verordnung hin erfolgen (Art. 13 BetmG in Verbindung mit Art. 9 Ziff. 1 des Ãbereinkommens vom 21. Februar 1971 Ã¼ber psychotrope Stoffe, SR 0.812.121.02). Da der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber kein Ã¤rztliches Rezept verfÃ¼ge, sei es ihm aufgrund der klaren gesetzlichen Rechtslage verwehrt, diesen Stoff bei der betreffenden Apotheke zu beziehen. Auch lasse sich aus Art. 8 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) keine solche positive Leistungspflicht des Staates ableiten.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer macht demgegenÃ¼ber geltend, der Staat habe den Entschluss eines Menschen, sein eigenes Leben beenden zu wollen, nicht nur zu respektieren, sondern dÃ¼rfe es ihm auch nicht unmÃ¶glich machen, dies ohne unangemessene Risiken und ohne Schmerzen tun zu kÃ¶nnen. Letzteres wÃ¤re Ã¼ber die Einnahme von Natrium-Pentobarbital gewÃ¤hrleistet. Das von Art. 8 Abs. 1 EMRK garantierte Recht, seinem eigenen Leben ein Ende bereiten zu kÃ¶nnen, sei jedoch illusorisch, da der Bezug des Stoffes nur Ã¼ber ein Ã¤rztliches Rezept mÃ¶glich sei. Ein solches zu erhalten sei aber beim Vorliegen einer psychischen Erkrankung unmÃ¶glich, wÃ¼rde doch einem das Rezept ausstellenden Arzt vom Kantonsarzt die Praxisbewilligung entzogen, weshalb kein Arzt dazu bereit sei. Werde aber die Durchsetzung eines von der EMRK garantierten Rechts verunmÃ¶glicht, habe der Staat dafÃ¼r zu sorgen, dass das Freiheitsrecht gleichwohl ausgeÃ¼bt werden kÃ¶nne, nÃ¶tigenfalls Ã¼ber eine Einzelfall-VerfÃ¼gung, wenn sich die Gesetzgebung nicht innert nÃ¼tzlicher Frist Ã¤ndern lasse.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Suizidhandlungen, verstanden als Verhaltensweisen, die sich wissentlich und willentlich auf die HerbeifÃ¼hrung des eigenen Todes richten, sind als solche in der Schweiz nicht strafbar. Nach Art. 115 des Strafgesetzbuchs (StGB) wird, wer aus selbstsÃ¼chtigen BeweggrÃ¼nden jemanden zum Suizid verleitet oder ihm dazu Hilfe leistet, mit Freiheitsstrafe zwischen drei Tagen und fÃ¼nf Jahren bestraft, sofern der Suizid ausgefÃ¼hrt oder versucht wurde. Beihilfe zum Suizid liegt vor, wenn jemand einen Menschen bei der Verwirklichung eines <i>bereits gefassten</i> Entschlusses zur SelbsttÃ¶tung unterstÃ¼tzt. Die Strafbarkeit des Beteiligten beschrÃ¤nkt sich auf die aus selbstsÃ¼chtigen BeweggrÃ¼nden geleistete Hilfe. Straflos bleibt insbesondere der Fall, dass jemand einem Patienten mit infauster Prognose die nÃ¶tigen Mittel verschafft und die erforderlichen Instruktionen erteilt, damit dieser sich selber das Leben zu nehmen vermag, was denn auch tatsÃ¤chlich geschieht (JÃ¶rg Rehberg in: Heinrich Honsell [Hrsg.], Handbuch des Arztrechts, ZÃ¼rich 1994, S. 316, 322 ff.).</p> <p class="Urteilstext"><span>Der Ausdruck </span>"<span>Sterbehilfe</span>"<span> schliesst nach der Wortbedeutung jede Art von Erleichterung der Beendigung des Lebens eines an einer irreversiblen Krankheit oder traumatischen SchÃ¤digung leidenden Menschen in sich. In juristischer Hinsicht wird zwischen </span>"<span>aktiver</span>"<span> und </span>"<span>passiver</span>"<span> Sterbehilfe unterschieden. Unter Ersterer wird verstanden, dass jemand auf irgendeine Art (zum Beispiel durch Injektion eines Giftes) in die kÃ¶rperliche IntegritÃ¤t des Patienten eingreift, um den Eintritt seines Todes zu beschleunigen. Nicht dazu gehÃ¶rt aber der schon erwÃ¤hnte Fall, dass man ihm Mittel zur VerfÃ¼gung stellt, die er selber dazu verwenden will, um sich damit das Leben zu nehmen; rechtlich gesehen handelt es sich hierbei um Beihilfe zum Selbstmord. Passive Sterbehilfe kennzeichnet sich dadurch, dass die Ã¤rztlichen Betreuenden bzw. Pflegenden des Sterbenden keine Massnahmen treffen, durch welche der Eintritt des Todes hinausgezÃ¶gert werden kÃ¶nnte. Die passive Natur der Sterbehilfe ist dadurch charakterisiert, dass dem natÃ¼rlichen Krankheitsgeschehen und Sterbeprozess freier Lauf gelassen wird (Rehberg, S. 315 f.).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Wie sich aus den in der angefochtenen VerfÃ¼gung zutreffend zitierten Bestimmungen der BetÃ¤ubungsmittelgesetzgebung ergibt, stÃ¼tzt sich die Ablehnung des Gesuchs des BeschwerdefÃ¼hrers, ohne Vorlage eines Ã¤rztlichen Rezeptes in einer Apotheke 15 Gramm Natrium-Pentobarbital beziehen zu kÃ¶nnen, auf eine klare (bundesrechtliche) gesetzliche Grundlage, welche dem vom BeschwerdefÃ¼hrer gewÃ¼nschten Vorgehen entgegensteht. Nach Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers verstÃ¶sst diese Regelung gegen Art. 8 Abs. 1 EMRK, weil sie dazu fÃ¼hre, dass er seinen sich aus dieser konventionsrechtlichen Bestimmung abzuleitenden Anspruch, seinem eigenen Leben ohne unangemessene Risiken und ohne Schmerzen ein Ende bereiten zu kÃ¶nnen, nicht wirksam wahrnehmen kÃ¶nne.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>GemÃ¤ss Art. 8 Abs. 1 EMRK hat jedermann Anspruch unter anderem auf Achtung seines "Privatlebens". Art. 8 Abs. 2 EMRK umschreibt die Voraussetzungen, unter denen dieser Anspruch eingeschrÃ¤nkt werden kann. Der Eingriff muss gesetzlich vorgesehen sein und eine Massnahme darstellen, die in einer demokratischen Gesellschaft fÃ¼r die nationale Sicherheit, die Ã¶ffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und der Moral und zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Eine Ã¤hnliche Garantie wie Art. 8 Abs. 1 EMRK enthÃ¤lt der dieser Bestimmung nachgebildete Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 8. April 1999 (BV), wonach jede Person unter anderem Anspruch auf Achtung ihres Privatlebens hat. GemÃ¤ss Art. 191 BV sind Bundesgesetze und VÃ¶lkerrecht fÃ¼r die rechtsanwendenden BehÃ¶rden massgebend. Sollte sich der vom BeschwerdefÃ¼hrer geltend gemachte Anspruch entsprechend dessen Auffassung aus Art. 8 Abs. 1 EMRK ableiten lassen, lÃ¤ge ein Widerspruch zwischen dieser konventionsrechtlichen Bestimmung und dem BetÃ¤ubungsmittelgesetz vor. Aufgrund der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist davon auszugehen, dass diesfalls das Konventionsrecht Vorrang hÃ¤tte (Yvo Hangartner in: Bernhard Ehrenzeller et al. [Hrsg.], Die Schweizerische Bundesverfassung, ZÃ¼rich etc. 2002, Art. 191 Rz. 28; Ulrich HÃ¤felin/Walter Haller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 6. A., ZÃ¼rich etc. 2005, N. 1925 f., je mit Hinweisen). Da die BetÃ¤ubungsmittelgesetzgebung fÃ¼r sich allein betrachtet (ohne Einbezug von Art. 8 Abs. 1 EMRK) gestÃ¼tzt auf Art. 191 BV unabhÃ¤ngig von einer allfÃ¤lligen Verfassungswidrigkeit anzuwenden wÃ¤re (vgl. HÃ¤felin/Haller, N. 2086), ist im Folgenden in erster Linie zu prÃ¼fen, ob sich der vom BeschwerdefÃ¼hrer behauptete Anspruch tatsÃ¤chlich aus Art. 8 Abs. 1 EMRK ableiten lasse.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>In Lehre und Rechtsprechung wird allgemein davon ausgegangen, dass dem Einzelnen die Freiheit zukommt, Ã¼ber Art und Zeitpunkt der Beendigung seines eigenen Lebens zu befinden, was aus dem Recht auf persÃ¶nliche Freiheit gemÃ¤ss Art. 10 Abs. 2 BV sowie aus dem Recht auf Achtung des Privatlebens gemÃ¤ss Art. 13 Abs. 1 BV, Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 17 des Internationalen Pakts vom 16. Dezember 1966 Ã¼ber bÃ¼rgerliche und politische Rechte (UNO-Pakt II) abgeleitet wird. Ãber diesen anerkannten Anspruch hinaus fÃ¼hrt jedoch die Frage, ob dem Suizidwilligen ein Anspruch zustehe, dass ihm Beihilfe bei einer SelbsttÃ¶tung oder aktive Sterbehilfe geleistet wird, wenn er sich ausserstande sieht, selber seinem Leben ohne eine solche Beihilfe oder Hilfe ein Ende zu bereiten. Art. 8 Abs. 1 EMRK beinhaltet nach dem heutigen Stand der Rechtsprechung keinen solchen Anspruch (Tobias Jaag/Markus RÃ¼ssli, Sterbehilfe in staatlichen SpitÃ¤lern, Kranken- und Altersheimen, ZBl 102/2001, S. 113 ff., insbesondere S. 120 mit Hinweisen). Auch der Drittperson, welche diese Beihilfe leisten will, steht dementsprechend kein Anspruch in dem Sinne zu, dass sie, sofern sie ohne selbstsÃ¼chtigen Beweggrund und damit ohne strafrechtliche Verantwortlichkeit nach Art. 115 StGB handelt, diese Beihilfe unter Missachtung der Bestimmungen des BetÃ¤ubungsmittelgesetzes leisten dÃ¼rfte. Weder der BeschwerdefÃ¼hrer selbst noch die nach seinem Willen einzubeziehende Organisation Dignitas kann daher gestÃ¼tzt auf Art. 8 EMRK die tÃ¶dlich wirkende Dosis Natrium-Pentobarbital ohne Vorliegen eines Ã¤rztlichen Rezeptes in einer Apotheke beziehen. Aus den in der Beschwerdeschrift zitierten Entscheiden der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskommission und des EuropÃ¤ischen Gerichtshofes lÃ¤sst sich nichts anderes ableiten, tangieren diese doch das Recht, den Freitod zu wÃ¤hlen, ohne aber einen diesbezÃ¼glichen Anspruch gegenÃ¼ber Dritten auf Suizidbeihilfe oder aktive Sterbehilfe zu begrÃ¼nden. Ebenso wenig fÃ¼hren die vom BeschwerdefÃ¼hrer zitierten Lehrmeinungen (Luzius Wildhaber in: Internationaler Kommentar zur EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention, KÃ¶ln etc. 1992, Art. 8 N. 267-269 mit Hinweisen auf weitere Autoren) zu einem anderen Schluss. Die Erforderlichkeit einer Ã¤rztlichen Verschreibung fÃ¼r den Bezug von Natrium-Pentobarbital und damit einhergehend die Voraussetzung einer medizinischen Indikation hierfÃ¼r stellen aber keine Konventionswidrigkeiten dar. Der VollstÃ¤ndigkeit halber sei an dieser Stelle angemerkt, dass der Europarat am 27. April 2005 einen Resolutionsentwurf betreffend Sterbehilfe als legitimes Mittel zur Beendigung des Lebens bei schwerer Erkrankung zurÃ¼ckgewiesen hat.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Wie erwÃ¤hnt, macht der BeschwerdefÃ¼hrer geltend, Art. 8 Abs. 1 EMRK werde jedenfalls mittelbar durch die Ablehnung seines Gesuchs gleichwohl verletzt, weil es ihm nicht mÃ¶glich sei, mittels eines Ã¤rztlichen Rezeptes die benÃ¶tigte Dosis Natrium-Pentobarbital zu beziehen. Es mÃ¼sse nÃ¤mlich berÃ¼cksichtigt werden, dass Ãrzte, welche bei Vorliegen einer psychischen Erkrankung ein solches Rezept ausstellten, Gefahr liefen, dass ihnen die Praxisbewilligung entzogen werde (Beschwerdeschrift Ziff. 16 und 17). Werde aber die Durchsetzung eines von der EMRK garantierten Rechts verunmÃ¶glicht, habe der Staat dafÃ¼r zu sorgen, dass das Freiheitsrecht gleichwohl ausgeÃ¼bt werden kÃ¶nne, nÃ¶tigenfalls Ã¼ber eine Einzelfall-VerfÃ¼gung, wenn sich die Gesetzgebung nicht innert nÃ¼tzlicher Frist Ã¤ndern lasse (Beschwerdeschrift Ziff. 18). Der BeschwerdefÃ¼hrer hat dies bereits in seinem Gesuch vom 8. Juni 2005 an den Kantonsarzt als einen ihm bei der geschilderten Sach- und Rechtslage zustehenden "Anspruch auf eine positive Leistung des Staates" bezeichnet, was die Gesundheitsdirektion veranlasste, ihre ablehnende VerfÃ¼gung vom 3. August 2005 in erster Linie damit zu begrÃ¼nden, dass sich eine derartige positive Leistungspflicht aus Art. 8 Abs. 1 EMRK nicht ableiten lasse. In der Beschwerdeschrift bezeichnet der BeschwerdefÃ¼hrer den von ihm angestrebten Bezug von Natrium-Pentobarbital ohne Ã¤rztliches Rezept erneut als positive Leistung des Staates, auf welche ihm unter den geschilderten UmstÃ¤nden ein Anspruch zustehe. </p> <p class="Urteilstext">Dabei geht es allerdings, was vorab klarzustellen ist, nicht um positive Leistungspflichten des Staates, wie sie sich aus den sozialen Grundrechten (etwa dem Recht auf Nothilfe nach Art. 12 BV oder dem Anspruch auf Grundschulunterricht nach Art. 19 BV) ergeben kÃ¶nnen. Vielmehr beruft sich der BeschwerdefÃ¼hrer richtig verstanden damit darauf, dass den Freiheitsrechten, wenngleich sie primÃ¤r Abwehrrechte gegenÃ¼ber dem Staat darstellten, auch ein konstitutiv-institutioneller Charakter zukomme, was auch fÃ¼r die hier in Frage stehende Garantie (Schutz der PrivatsphÃ¤re nach Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 BV) zu gelten habe (zum konstitutiv-institutionellen Charakter von primÃ¤r als Abwehrrechte konzipierten Freiheitsrechten vgl. HÃ¤felin/Haller, N. 261 ff.; im besonderen bezÃ¼glich der EMRK-Garantien vgl. Mark Villiger, Handbuch der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention, 2. A., ZÃ¼rich 1999, N. 174 ff.).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Die mit der Suizidbeihilfe (wie auch mit der Sterbehilfe) verbundenen Fragen sind aus ethischer und rechtlicher Sicht ausserordentlich komplex. Die gesetzlichen EinschrÃ¤nkungen und faktischen Behinderungen, welche dem vom BeschwerdefÃ¼hrer mit seinem Gesuch angestrebten Vorgehen entgegenstehen, ihm jedoch nach seiner Auffassung angesichts des konstitutiv-institutionellen Gehalts von Art. 8 Abs. 1 EMRK nicht entgegengehalten werden dÃ¼rfen, berÃ¼hren in erster Linie zwei Aspekte im ganzen Problemfeld der Suizidbeihilfe, nÃ¤mlich die Rolle des Arztes bei der Sterbeassistenz sowie die besondere Problematik der Suizidbeihilfe bei suizidwilligen Menschen mit psychischen StÃ¶rungen. </p> <p class="Erwgung3"><b>3.6.1 </b>Mit beiden Aspekten hatte sich das Verwaltungsgericht in einem Urteil vom 15. Juli 1999 (VB.99.00145, abgedruckt in: ZBl 101/2000, S. 489 ff.; AJP 2000, S. 474 ff.) zu befassen. Zu beurteilen war die Beschwerde eines Arztes, dem gestÃ¼tzt auf die §§ 8 ff. des Gesundheitsgesetzes vom 4. November 1962 (GesundheitsG) die Praxisbewilligung auf prÃ¤ventivmedizinische TÃ¤tigkeiten eingeschrÃ¤nkt worden war, weil er einer psychisch kranken 29-jÃ¤hrigen Frau eine tÃ¶dliche Dosis Natrium-Pentobarbital verschrieben hatte. In der UrteilsbegrÃ¼ndung wurden die unterschiedlichen Standpunkte bezÃ¼glich der Stellung der Arztperson aufgefÃ¼hrt, nÃ¤mlich die aus ethischen GrÃ¼nden â wenn Ã¼berhaupt â nur unter eingeschrÃ¤nkten Voraussetzungen akzeptierte Sterbehilfe (die Bedingungen sind in den mittlerweile Ã¼berarbeiteten "Medizinisch-ethischen Richtlinien fÃ¼r die Ã¤rztliche Betreuung von zerebral schwerst geschÃ¤digten Langzeit-Patientenâ der Schweizerischen Akademie der medizinischen Wissenschaften [SAMV] aufgefÃ¼hrt, www.samw.ch; vgl. auch das Thesenpapier der Schweizerischen Gesellschaft fÃ¼r Psychiatrie und Psychotherapie zum Problem der Beihilfe zum Suizid, www.psychiatrie.ch) bis hin zur Forderung anderer, welche das Recht auf einen wÃ¼rdevollen Tod als Teil des Anspruchs auf ein menschenwÃ¼rdiges Leben und somit als Element der persÃ¶nlichen Freiheit des Patienten sehen. GestÃ¼tzt auf die damaligen Unterlagen wurde darauf hingewiesen, in der Ãrzteschaft habe in den letzten Jahren ein gewisser Sinneswandel stattgefunden, seien doch nach Angaben von "EXIT, Vereinigung fÃ¼r humanes Sterben" offenbar sieben von zehn Ãrzten bereit, ihren sterbewilligen Patienten mit infauster Prognose das fragliche Rezept auszustellen. Die Gesundheitsdirektion selber scheine ihre Argumentation, wonach die Verabreichung eines BetÃ¤ubungsmittels in tÃ¶dlich wirkender Dosis gegen die anerkannten Regeln der medizinischen Wissenschaft verstosse und eine Verletzung der Sorgfaltspflicht darstelle, nicht in letzter Konsequenz anwenden zu wollen, hÃ¤tte sie doch bei dieser Betrachtungsweise dem betreffenden Arzt, welcher schon frÃ¼her wiederholt Rezepte fÃ¼r Natrium-Pentobarbital in tÃ¶dlicher Dosis verschrieben hatte, auferlegen mÃ¼ssen, auf die Rezeptierung der Substanz ganz zu verzichten und nicht lediglich zu verlangen, dass er die Patienten vor der Rezeptierung persÃ¶nlich untersuche. Die Frage brauche aber nicht abschliessend erÃ¶rtert zu werden, da sich die verfÃ¼gte PraxisbeschrÃ¤nkung auch dann als rechtens erweise, wenn zu Gunsten des BeschwerdefÃ¼hrers von der grundsÃ¤tzlichen ZulÃ¤ssigkeit der Rezeptierung von Natrium-Pentobarbital ausgegangen werde (VB.99.00145, E. 6a). Es sei unklar, ob die straflose Beihilfe zum Selbstmord voraussetze, dass der zur SelbsttÃ¶tung Entschlossene mit Bezug auf seinen SelbsttÃ¶tungswunsch zurechnungs- bzw. urteilsfÃ¤hig gewesen sei. Der Suizidwunsch eines Patienten kÃ¶nne daher fÃ¼r einen Arzt jedenfalls nur dann massgebend sein, wenn sich dieser von der UrteilsfÃ¤higkeit des Patienten Ã¼berzeugt habe. Bei Patienten mit geistiger BeeintrÃ¤chtigung sei diesbezÃ¼glich besondere Vorsicht am Platz (E. 6b). Auch wenn von der strafrechtlichen Schuldlosigkeit des Arztes, das heisse insbesondere von der UneigennÃ¼tzigkeit seiner Motive und der UrteilsfÃ¤higkeit des Patienten auszugehen sei, setze die Medikation eines tÃ¶dlich wirkenden BetÃ¤ubungsmittels sodann jedenfalls eine nach den Regeln der Kunst vorgenommene Untersuchung und eine ebensolche Diagnose voraus. Dies entspreche Art. 11 BetmG, welche Bestimmung die Ãrzte verpflichte, BetÃ¤ubungsmittel nur in dem Umfang zu verordnen, wie dies nach den anerkannten Regeln der medizinischen Wissenschaft notwendig sei. Eine aus medizinischer Sicht notwendige Minimalvoraussetzung fÃ¼r die Beihilfe zur SelbsttÃ¶tung sei daher in jedem Fall eine medizinische Indikation. Sowenig fÃ¼r den Arzt der Wunsch eines Patienten nach einem bestimmten Medikament im Allgemeinen den Ausschlag fÃ¼r dessen Rezeptierung geben dÃ¼rfe,<i> </i>sowenig kÃ¶nne bei der Sterbehilfe der mÃ¤ngelfreie SelbsttÃ¶tungswunsch des Patienten allein fÃ¼r die Verabreichung des fraglichen Mittels genÃ¼gen. Aufgrund der besonderen Stellung des Arztes, namentlich seiner Verantwortung gegenÃ¼ber dem Leben und der Ã¶ffentlichen Gesundheit im Allgemeinen sowie dem gesundheitlichen Wohlergehen des Einzelnen im Besonderen, welche auch seine Unterstellung unter die staatliche Kontrolle rechtfertige, gehÃ¶re es zu seiner Aufgabe, rezeptpflichtige Medikamente oder BetÃ¤ubungsmittel nur soweit einzusetzen, als dies aus medizinischer Sicht erforderlich sei. Das bedeute, dass sich der behandelnde Arzt nicht nur Ã¼ber die UrteilsfÃ¤higkeit eines Sterbewilligen, sondern auch darÃ¼ber Gewissheit zu verschaffen habe, dass im Sinn der SAMW-Richtlinien ein Leiden vorliege, das unabwendbar zum Tod fÃ¼hre (E. 6c). Ob als Leiden in diesem Sinn auch eine Geisteskrankheit gelten kÃ¶nne, sei bereits Ã¤usserst fraglich. Die Todesprognose erstrecke sich bei diesen Krankheiten im Gegensatz zu den somatischen Erkrankungen regelmÃ¤ssig nicht auf den eigentlichen Krankheitsverlauf, sondern allein auf das Risiko der SelbsttÃ¶tung. Unter diesen UmstÃ¤nden kÃ¶nne schwerlich von einem Sterbenden im Sinn der SAMW-Richtlinien gesprochen werden. Anderseits sei nicht zu verkennen, dass psychische Erkrankungen in gleichem Mass wie somatische ein Leiden begrÃ¼nden kÃ¶nnen, das dem Patienten sein Leben als nicht mehr weiter lebenswert erscheinen lasse. Eine dermassen motivierte SelbsttÃ¶tung vermÃ¶ge daher unter UmstÃ¤nden in der Gesellschaft Akzeptanz zu finden. Aber auch diese Frage brauche nicht weiter erÃ¶rtert zu werden, da sich die zu beurteilende EinschrÃ¤nkung der Praxisbewilligung zufolge Sorgfaltspflichtverletzungen auch dann rechtfertige, wenn man zu Gunsten des betreffenden Arztes annehmen wollte, die nahe SelbsttÃ¶tungswahrscheinlichkeit eines Geisteskranken kÃ¶nne grundsÃ¤tzlich die Ã¤rztliche Sterbehilfe rechtfertigen (E. 6c). Die eine bestimmte Ã¤rztliche Massnahme indizierende Untersuchung und Diagnose habe den anerkannten Regeln der medizinischen Wissenschaft zu genÃ¼gen. Ziehe ein Arzt wie im Fall der Sterbehilfe eine Massnahme mit tÃ¶dlicher und damit irreversibler Folge fÃ¼r den Patienten in Betracht, seien sowohl bei der Untersuchung als auch bei der Diagnose hÃ¶chste Anforderungen an die Ã¤rztliche Sorgfaltspflicht zu stellen (E. 6d).</p> <p class="Erwgung3"><b>3.6.2 </b><b> </b>Das verwaltungsgerichtliche Urteil vom 15. Juli 1999 ist von <i>Ludwig A. Minelli</i>, GeneralsekretÃ¤r des Vereins Dignitas, kritisiert worden. So wÃ¼rden unter anderem keinerlei Ãberlegungen darÃ¼ber angestellt, inwieweit der liberale Staat Rechtsunterworfenen, welche ihres Lebens Ã¼berdrÃ¼ssig geworden seien, gewissermassen eine "Pflicht zum Weiterleben" auferlegen dÃ¼rfe. Hingegen scheine das Urteil antÃ¶nen zu wollen, ein Ã¤rztlich ermÃ¶glichter Freitod dÃ¼rfe nur dort akzeptiert werden, wenn ein Leiden vorliege, das nach Auffassung der von der SAMW erlassenen Richtlinien "unabwendbar zum Tod fÃ¼hre". Die EuropÃ¤ische Menschenrechtskommission habe angedeutet, die SelbsttÃ¶tung kÃ¶nnte zur PrivatsphÃ¤re des Einzelnen im Sinn von Art. 8 Abs. 1 EMRK gehÃ¶ren. Letztlich bedeute dies, dass die Achtung vor dem Selbstbestimmungsrecht des Menschen auch bezÃ¼glich dessen SelbsttÃ¶tung vom Staat verlange, dass er den begleiteten Freitod nicht behindere, sondern unter eindeutigen Bedingungen ermÃ¶gliche. Der ganze Bereich kÃ¶nnte ohne weiteres aus dem medizinischen Kontext ausgegliedert werden, sei doch ein Sterbewilliger, der den begleiteten Freitod beabsichtige, entschlossen, nicht nur auf seine Gesundheit, sondern auch auf sein Leben zu verzichten. Das einzige wesentliche Interesse der Gesellschaft in einem solchen Falle kÃ¶nne nur sein, dass die SelbsttÃ¶tung ohne Gefahr des verkrÃ¼ppelten Weiterlebens des gescheiterten Suizidenten oder der SchÃ¤digung Dritter erfolge und dass mit dem dazu zur VerfÃ¼gung gestellten Barbiturat keine SchÃ¤digungen von Personen erfolgen, die ihrerseits nicht sterbewillig seien. Um diese Ziele zu verfolgen, bedÃ¼rfe es keiner Ã¤rztlichen Kenntnisse. Die MissbrauchsverhÃ¼tung erfolge schon jetzt praktisch ausschliesslich dadurch, dass nur spezialisierte Organisationen im Bereich der Freitodhilfe tÃ¤tig seien und somit aufgrund Ã¤rztlichen Rezepts in den Besitz des letalen Mittels gelangten. Der Arzt werde derzeit nur deswegen benÃ¶tigt, weil er allein berechtigt sei, das fÃ¼r den begleiteten Freitod benÃ¶tigte Barbiturat Ã¼berhaupt zu verschreiben. BezÃ¼glich des Freitodwunsches aus psychischen GrÃ¼nden hÃ¤lt der Autor fest, sorgfÃ¤ltig arbeitende Organisationen seien damit Ã¤usserst zurÃ¼ckhaltend und wÃ¼rden ihre AbklÃ¤rungen umso umfassender vornehmen, je jÃ¼nger die Person sei (AJP 2000, S. 474, insbesondere "Bemerkungen", S. 478 ff.). Im gleichen Sinn und in vertiefter Weise Ã¤ussert sich Minelli in einem spÃ¤teren Aufsatz (Die EMRK schÃ¼tzt die Suizidfreiheit, AJP 2004, S. 491 ff.). </p> <p class="Urteilstext"><i>Yvo Hangartner</i> hÃ¤lt in seinen "ZusÃ¤tzliche Bemerkungen" zu diesem Urteil (AJP 2000, S. 482) den AusfÃ¼hrungen von Minelli entgegen, nach verbreiteter Auffassung beinhalte das Recht, auf sein eigenes Leben zu verzichten, nicht auch den grundrechtlichen Anspruch, Beihilfe zur SelbsttÃ¶tung zu erhalten beziehungsweise vom Staat verlangen zu kÃ¶nnen, dass er Beihilfe zur SelbsttÃ¶tung nicht verbiete; wÃ¼rde nur auf das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen abgestellt, mÃ¼sste konsequenterweise auch die TÃ¶tung auf Verlangen (Art. 114 StGB) grundsÃ¤tzlich freigegeben werden. Angesichts der Rechtslage in Europa sei nicht anzunehmen, dass sich die Praxis des EuropÃ¤ischen Gerichtshofes in absehbarer Zeit in diese Richtung entwickle. Im fraglichen Urteil habe das Verwaltungsgericht die EinschrÃ¤nkung der Praxisbewilligung des mitwirkenden Arztes deswegen bestÃ¤tigt, weil dieser das rezeptpflichtige Barbiturat verschrieben habe, ohne die sterbewillige Patientin vorher gesehen und untersucht zu haben. Ein Arzt, der so vorgehe, handle in Missachtung seiner gesetzlich gebotenen Sorgfaltspflicht, und zwar entgegen den AusfÃ¼hrungen von Minelli nicht nur dann, wenn es um Heilung oder Schmerzlinderung gehe, sondern erst recht dann, wenn das Leben selbst auf dem Spiele stehe. </p> <p class="Urteilstext"><i>Georg Bosshard/Walter BÃ¤r</i> (beides Rechtsmediziner) behandeln in ihrem Aufsatz "Sterbeassistenz und die Rolle des Arztes, Ãberlegungen zur aktuellen Debatte um die Regelung von Suizidbeihilfe und aktiver Sterbehilfe in der Schweiz" (AJP 2002, S. 407) die aktuellen parlamentarischen VorstÃ¶sse zu diesem Thema (insbesondere die â abgelehnten âparlamentarischen Initiativen Cavalli und Vallender) und gehen sodann auf die Frage ein, ob und inwiefern der Ã¤rztlichen Mitwirkung bei einer kÃ¼nftigen Regelung der Suizidhilfe eine Funktion zukommen solle. Sie sind der Auffassung, die Sterbeassistenz lasse sich ohne Mitverantwortung von Ãrzten nicht sinnvoll regeln, die aufgeworfenen Fragen sollten aber nicht ausschliesslich Ã¼ber die VerknÃ¼pfung mit einer Ã¤rztlichen Mitwirkung gelÃ¶st werden. Bezugnehmend auf das verwaltungsgerichtliche Urteil vom 15. Juli 1999 stellen sie infrage, wie sich die BeschrÃ¤nkung der Indikation auf (suizidwillige) Sterbende ethisch begrÃ¼nden lasse. KÃ¼nftige Regulierungen der SuizidbeihilfetÃ¤tigkeit von Sterbehilfeorganisationen sollten aber eine Ã¤rztliche Mitwirkung zumindest insoweit sicherstellen, als der Arzt bei den VorabklÃ¤rungen zu einer Suizidbeihilfe so gut als mÃ¶glich auszuschliessen habe, dass der Sterbewunsch im Zusammenhang mit therapierbaren und/oder selbstlimitierten medizinischen Krankheitsbildern stehe.</p> <p class="Urteilstext">In ihrem interdisziplinÃ¤ren Beitrag "UrteilsfÃ¤higkeit von Menschen mit psychischen StÃ¶rungen und Suizidbeihilfe" (SJZ 101/2005, S. 53 ff.; Ã¼berarbeitete Fassung eines Gutachtens, das die Sterbehilfeorganisation EXIT als Reaktion auf den im verwaltungsgerichtlichen Urteil vom 15. Juli 1999 beurteilten Fall hatte erstellen lassen) vergleichen <i>Klaus Peter Rippe/Christian Schwarzenegger/Georg Bosshard/Martin Kiesewetter</i> die Rechtslage in der Schweiz mit jener im Ausland. Anschliessend gehen sie aus <i>ethischer Sicht</i> nÃ¤her auf zwei Positionen zur ZulÃ¤ssigkeit der Suizidhilfe ein, nÃ¤mlich die Ausnahmesituation terminal Kranker, welche Betrachtungsweise die ZulÃ¤ssigkeit der Suizidhilfe auf Sterbende beschrÃ¤nken wolle, sowie das Recht auf Selbstbestimmung, von welcher Position aus sich zwar keine Verpflichtung von Mitmenschen zur Suizidhilfe, jedoch die Frage ergebe, ob der Staat die Verpflichtung habe, solche Handlungen zuzulassen. Aus <i>rechtlicher Sicht</i> befassen sich die Autoren unter anderem mit der Frage, inwieweit die Ã¤rztliche Rezeptierung von Natrium-Pentobarbital zwecks Suizidbeihilfe fÃ¼r Menschen mit psychischen StÃ¶rungen zu Sanktionen gegen den Arzt (Entzug oder Teilentzug der Praxisbewilligung) fÃ¼hren kÃ¶nne. Sie nehmen dabei Bezug auf das verwaltungsgerichtliche Urteil vom 15. Juli 1999 sowie auf ein als Folge dieses Urteils erlassenes Kreisschreiben des ZÃ¼rcher Kantonsarztes, in dem erlÃ¤utert wird, wie nach Auffassung der zÃ¼rcherischen GesundheitsbehÃ¶rde ein rezeptierender Arzt vorgehen muss, um einem psychisch Kranken Sterbehilfe zu leisten, ohne straf-, zivil- und gesundheitsrechtliche Konsequenzen fÃ¼rchten zu mÃ¼ssen. In ihrer eigenen WÃ¼rdigung (welche Aspekte berÃ¼cksichtigt, zu denen im genannten Urteil nicht oder nicht abschliessend Stellung genommen wurde) gelangen sie zum Schluss, dass eine Ã¤rztliche Verschreibung von Natrium-Pentobarbital in den â zahlenmÃ¤ssig seltenen â FÃ¤llen urteilsfÃ¤higer Personen mit psychischer StÃ¶rung nicht von vornherein als kontraindiziert und somit als Verletzung der Ã¤rztlichen Sorgfaltspflichten anzusehen sei. Vielmehr kÃ¶nnte â Ã¤hnlich wie dies bei Patienten in einem chronisch-vegetativen Zustand ohne TodesnÃ¤he zur Rechtfertigung des Abbruchs lebenserhaltender Massnahmen herangezogen werde â eine Medikation von Natrium-Pentobarbital in tÃ¶dlicher Dosis als statthaft angesehen werden, sofern sie auf einer sorgfÃ¤ltigen AbklÃ¤rung beruhe, welche der negativen Verlaufsprognose der psychischen Krankheit, dem Leidenszustand des Patienten und der Dauerhaftigkeit dieses Leidens Rechnung trage. Eine Schwierigkeit liege dabei allerdings darin, SuizidwÃ¼nsche, die in erster Linie als Ausdruck der psychischen StÃ¶rung zu interpretieren und dementsprechend zu behandeln seien, von SuizidwÃ¼nschen zu unterscheiden, die als autonom, dauerhaft und wohlerwogen einzustufen seien, weil sie nicht direkt im krankheitsbedingten Geschehen des Betroffenen verwurzelt seien, sondern sich indirekt â als dessen Reflexion auf sein Leid, die Prognose und seine Gesamtsituation â darauf bezÃ¶gen. Diese Unterscheidung kÃ¶nne im Einzelfall nicht ohne psychiatrisches Expertenwissen getroffen werden, weshalb ein psychiatrisches Gutachten unumgÃ¤nglich sei (vgl. auch <i>Frank Th. Petermann</i>, Der Entwurf eines Gesetzes zur Suizid-PrÃ¤vention, AJP 2004, S. 1111 ff., insbesondere S. 1119 f.). Rippe/Schwarzenegger/Bosshard/Kiesewetter setzen demnach mit ihren Schlussfolgerungen klarerweise voraus, dass bei Suizidwilligen mit psychischen StÃ¶rungen eine grÃ¼ndliche Ã¤rztliche Mitwirkung erforderlich ist, was umso mehr ein Festhalten an der Ã¤rztlichen Rezeptpflicht fÃ¼r den Bezug von Natrium-Pentobarbital impliziert. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.7 </b>Wie sich aus den vorstehend wiedergegebenen FachbeitrÃ¤gen ergibt, sind die mit der Suizidbeihilfe verbundenen Fragen aus rechtlicher, ethischer und psychiatrischer Sicht komplex und die dabei vertretenen Auffassungen Ã¤usserst kontrovers. Das liegt in der Natur der Sache, weil damit grundlegende ethische Fragen berÃ¼hrt werden (vgl. auch Nationale Ethikkommission im Bereich Humanmedizin, "Beihilfe zum Suizid", Stellungnahme Nr. 9/2005 vom 27. April 2005, www.nek-cne.ch). Bei dieser komplexen und kontroversen Sach- und Rechtslage (E. 3.6) sowie angesichts der klaren gesetzlichen Grundlage (E. 3.2) und des heutigen Standes der Rechtsprechung des EuropÃ¤ischen Gerichtshofes zu Art. 8 Abs. 1 EMRK (E. 3.4) bietet auch die vom BeschwerdefÃ¼hrer verfochtene AnknÃ¼pfung an den konstitutiv-institutionellen Charakter dieser von ihm angerufenen Garantie (E. 3.5) keine hinreichende Grundlage, um hieraus einen Anspruch darauf abzuleiten, dass ein Suizidwilliger unter Beizug einer Sterbehilfeorganisation ohne Ã¤rztliches Rezept und ohne Ã¤rztliche Untersuchung eine tÃ¶dliche Dosis von Natrium-Pentobarbital beziehen darf. Der Entscheid zu dieser Frage muss vielmehr dem Gesetzgeber vorbehalten bleiben. Inwieweit die einer Rezeptierung vorausgehende Ã¤rztliche Untersuchung gehen muss, damit die Ã¤rztliche Sorgfaltspflicht (§ 12 Abs. 1 GesundheitsG) als gewahrt erscheint, muss hier â anders als im verwaltungsgerichtlichen Urteil vom 15. Juli 1999 (wo hingegen anders als hier die Rezeptpflicht nicht direkt infrage stand) â nicht nÃ¤her erÃ¶rtert werden. Wie in jenem Urteil festgehalten, sind jedenfalls fÃ¼r die Beurteilung der Einhaltung der Ã¤rztlichen Sorgfaltspflicht jeweils auch die eher ethisch motivierten Empfehlungen der SAMW als Auslegungshilfe zu berÃ¼cksichtigen (zur Auslegungshilfe rechtlich unverbindlicher Vorschriften privater Vereinigungen vgl. auch Max Imboden/RenÃ© Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Bd. I, 6. A., Basel/Frankfurt a.M. 1986, Nr. 5 B III/b). </p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Urteilstext">Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist, weil die gesetzliche Regelung, wonach das vom BeschwerdefÃ¼hrer gewÃ¼nschte Natrium-Pentobarbital nur aufgrund eines Ã¤rztlichen Rezeptes bezogen werden kann, nicht gegen die Garantie von Art. 8 Abs. 1 EMRK (Achtung des Privatlebens) verstÃ¶sst. Es kann Ã¼berdies angemerkt werden, dass sich aus dem Arztzeugnis von Dr. med. D vom 9. September 2004 keine medizinische Indikation fÃ¼r den vom BeschwerdefÃ¼hrer angestrebten terminalen Schritt ergibt, wird doch darin lediglich summarisch festgehalten, dass die diagnostizierte bipolare affektive StÃ¶rung aufgrund von Verlauf und bisherigen BehandlungsmÃ¶glichkeiten bzw. Behandlungsergebnissen einen deutlichen (neuro-)biologischen Ursprung habe, entsprechend schwer behandelbar sei und zu RÃ¼ckfÃ¤llen (auch ohne Ã¤ussere belastende Ereignisse) neige. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG) und es steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Der Beschwerdegegnerin ist ebenfalls keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen, gehÃ¶rt doch die Beantwortung von Rechtsmitteln zu ihrem angestammten Aufgabenbereich, weshalb nur bei ausserordentlich hohen Umtrieben eine ProzesskostenvergÃ¼tung beansprucht werden kÃ¶nnte (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 17 N. 19).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 1'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 1'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>