<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2019.00081</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=219261&amp;W10_KEY=4480715&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2019.00081</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 23.05.2019</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>vorsorgliches Nutzungsverbot</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Vorsorgliches Nutzungsverbot von als Bar eingerichteten Räumlichkeiten, Erfordernis einer Baubewilligung.<br/><br/>Dass das vorinstanzliche Gericht der Auffassung des Beschwerdegegners gefolgt ist und nach Ansicht des Beschwerdeführers die Prüfungs- und Begründungspflicht verletzt hat, vermag nicht der Anschein der Parteilichkeit zu begründen (E. 3.3). Auch reine Umnutzungen ohne bauliche Massnahmen unterstehen grundsätzlich der Baubewilligungspflicht. Eine ohne bauliche Vorkehren auskommende Zweckänderung unterliegt der Bewilligungspflicht dann nicht, wenn erstens auch der neue Verwendungszweck der in fraglichen Zone zulässigen Nutzung entspricht und zweitens sich die Änderung hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Umwelt und Planung als ausgesprochen geringfügig erweist (E. 4.1). Das Nichteinleiten eines Baubewilligungsverfahrens setzt einen klaren Fall voraus, bei welchem von vornherein gesagt werden kann, dass kein Interesse der Öffentlichkeit oder der Nachbarn an einer vorgängigen Kontrolle besteht (E. 4.2). Ein solch klarer Fall ist vorliegend nicht gegeben (E. 4.3). Die Anordnung vorsorglicher Massnahmen bedarf besonderer Gründe; sie sind zulässig, wenn überwiegende öffentliche oder private Interessen zu wahren sind und der definitive materielle Entscheid aus verfahrensmässigen Gründen nicht sogleich getroffen werden kann. Die Anordnung muss notwendig sein, d.h. es muss ein schwerer, wahrscheinlich eintretender Nachteil drohen. Zudem muss die Anordnung verhältnismässig sein (E. 5.2). Vorliegend wurde vom Beschwerdegegner glaubhaft dargetan, dass sich die eigenmächtige Umnutzung im Vergleich zur bisherigen, bewilligten Nutzung für die Nachbarschaft erheblich belastender auswirkt. Relevante entgegenstehende private Interessen sind nicht ersichtlich und die vorsorgliche Massnahme bestätigt lediglich die bestehende Rechtslage. Das vorsorgliche Nutzungsverbot erweist sich als verhältnismässig (E. 5.3).<br/><br/>Abweisung soweit Eintreten.</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BARBETRIEB">BARBETRIEB</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BAUBEWILLIGUNGSPFLICHT">BAUBEWILLIGUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UMNUTZUNG, EIGENMÃCHTIGE">UMNUTZUNG, EIGENMÃCHTIGE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VORSORGLICHES NUTZUNGSVERBOT">VORSORGLICHES NUTZUNGSVERBOT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 30 Abs. I BV</span><br/><span class="gerade">Art. 22 Abs. I RPG</span><br/><span class="ungerade">§ 6 VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>1. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=42588" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2019.00081</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 1. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">23. Mai 2019</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Lukas Widmer<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Peter Sprenger, Verwaltungsrichterin Sandra Wintsch, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Nicole BÃ¼rgin. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A,<b> </b>vertreten durch RA B und RA C, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Stadtrat DÃ¼bendorf,<b> </b>vertreten durch RA D, <a id="BT_Z_PLZ_N"></a></span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin,</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend vorsorgliches Nutzungsverbot,</b></p> <p class="MsoNormal"><span>hat sich ergeben: </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 12. Juli 2018 verbot der Stadtrat DÃ¼bendorf A jegliche Nutzung des Lokals (inkl. Aussenbereich) an der E-Strasse 01 per sofort, solange bis eine rechtskrÃ¤ftige Bewilligung fÃ¼r die Nutzung vorliege. Einem allfÃ¤lligen Rekurs wurde die aufschiebende Wirkung entzogen. Zudem forderte der Stadtrat DÃ¼bendorf A auf, fÃ¼r die Nutzung des Lokals ein nachtrÃ¤gliches Baugesuch einzureichen oder die Nutzung aufzugeben. Das allfÃ¤llig einzureichende Baugesuch sei innert drei Monaten nach Rechtskraft dieser VerfÃ¼gung, spÃ¤testens aber bis 31. Oktober 2018 einzureichen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Dagegen erhoben A und F mit Eingabe vom 13. August 2018 Rekurs beim Baurekursgericht und beantragten die Aufhebung der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 12. Juli 2018 u.a. wegen Nichtigkeit. Sodann beantragten sie dem Rekurs die aufschiebende Wirkung zu erteilen sowie die DurchfÃ¼hrung eines Augenscheins. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 29. August 2018 wies das Baurekursgericht das Gesuch um aufschiebende Wirkung ab. Mit Eingabe vom 15. Oktober 2018 beantragte A sodann mittels ZwischenverfÃ¼gung die Feststellung, dass die PrÃ¤sidialverfÃ¼gung der Stadt DÃ¼bendorf vom 12. Juli 2018 nicht die (reine) Wohnnutzung durch ihn in den RÃ¤umlichkeiten der Liegenschaft Parzelle Kat.- Nr. 02 tangiere. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 8. November 2018 wies das Baurekursgericht den Feststellungsantrag ab. Mit Entscheid vom 19. Dezember 2018 schrieb das Baurekursgericht den Rekurs von F als gegenstandslos geworden ab. Den Rekurs von A wies es ab. Die Kosten des Verfahrens auferlegte es zu neun Zehnteln A und zu einem Zehntel F. </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Hiergegen erhob A mit Eingabe vom 1. Februar 2019 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung des Entscheids des Baurekursgerichts vom 19. Dezember 2019 sowie der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung des Stadtrats DÃ¼bendorf vom 12. Juli 2018. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zurÃ¼ckzuweisen. Subeventualiter sei festzustellen, dass die PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 12. Juli 2018 (teilweises Nutzungsverbot) seine Wohnnutzung nicht tangiere; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. In prozessualer Hinsicht stellte er den Antrag, es sei als vorsorgliche Massnahme die PrÃ¤sidialverfÃ¼gung der Stadt DÃ¼bendorf vom 12. Juli 2018 ausser Kraft zu setzen, bzw. die Nutzung seiner Liegenschaft an der E-Strasse 01 sowohl fÃ¼r VereinstÃ¤tigkeiten als auch zwecks Wohnnutzung einstweilen wieder zu erlauben. </p> <p class="Urteilstext">Das Baurekursgericht beantragte am 21. Februar 2019 ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde. Mit Beschwerdeantwort vom 8. MÃ¤rz 2019 beantragte der Stadtrat DÃ¼bendorf die vollumfÃ¤ngliche Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Ebenso beantragte er die Abweisung des prozessualen Antrags auf einstweilige Gestattung der Wiedernutzung der vom Nutzungsverbot betroffenen RÃ¤umlichkeiten, soweit darauf einzutreten sei; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht ist gemÃ¤ss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>In prozessualer Hinsicht verlangt der BeschwerdefÃ¼hrer als vorsorgliche Massnahme die PrÃ¤sidialverfÃ¼gung der Stadt DÃ¼bendorf vom 12. Juli 2018 ausser Kraft zu setzen bzw. die Nutzung seiner Liegenschaft an der E-Strasse 01, 8600 DÃ¼bendorf sowohl fÃ¼r die VereinstÃ¤tigkeiten als auch zwecks Wohnnutzung einstweilen wieder zu erlauben. Mit vorliegendem Endentscheid fÃ¤llt das Rechtsschutzinteresse an der vorsorglichen Massnahme dahin und das Gesuch wird gegenstandslos.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung1">Die streitgegenstÃ¤ndlichen RÃ¤umlichkeiten an der E-Strasse 01, Kat.-Nr. 02 liegen in der Wohnzone W2c mit LÃ¤rmempfindlichkeitsstufe II (ES II) in DÃ¼bendorf. In den RÃ¤umlichkeiten befinden sich eine Bar mit Ã¼ber 20 SitzplÃ¤tzen, mehrere FernsehgerÃ¤te sowie drei Dartautomaten. Zuvor standen die RÃ¤umlichkeiten im Eigentum der Freikirche F und wurden auch durch sie zu religiÃ¶sen Zwecken benutzt.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beanstandet, indem die Vorinstanz die Behauptungen der Beschwerdegegnerin ungeprÃ¼ft Ã¼bernommen habe und ihm ohne BegrÃ¼ndung und ohne rechtliche Grundlage die Wohnnutzung seiner Liegenschaft versage, verletzte sie seinen Anspruch auf ein unvoreingenommenes und unparteiisches Gericht nach Art. 30 Abs. 1 Bundesverfassung.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der Anspruch auf ein unparteiisches Gericht nach Art. 30 Abs. 1 BV vermittelt dem GrundrechtstrÃ¤ger ein Recht auf einen unparteiischen, unbefangenen und unvoreingenommenen Richter. Der Anspruch gewÃ¤hrt Schutz vor der Beurteilung durch ein Gericht, das tatsÃ¤chlich und nach dem auf objektiven Anzeichen beruhenden Ã¤usseren Anschein sachfremden EinflÃ¼ssen ausgesetzt ist, die seine Stellung als "rechter Mittler" zwischen den Parteien beeintrÃ¤chtigen und daher die fÃ¼r einen korrekten und fairen Prozess notwendige Offenheit des Verfahrens im Einzelfall gefÃ¤hrden. Der Anspruch auf ein unparteiisches Gericht ist bereits dann verletzt, wenn bei objektiver Betrachtung UmstÃ¤nde vorliegen, die den Anschein der Parteilichkeit begrÃ¼nden. Entscheidend ist demnach, ob aus Sicht eines unbeteiligten und vernÃ¼nftigen Dritten in der Lage des Verfahrensbeteiligten objektiv ein durch sachliche GrÃ¼nde gerechtfertigtes Misstrauen in die fehlende Unparteilichkeit einer Gerichtsperson als begrÃ¼ndet erscheint (Johannes Reich in: Bernhard Waldmann/Eva Maria Belser/Astrid Epiney [Hrsg.], Basler Kommentar zur Bundesverfassung, Basel 2015, Art. 30 N. 23 f., mit weiteren Hinweisen).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer vermag nicht darzulegen inwiefern einzelne Gerichtspersonen bzw. das Gericht befangen sein sollten. Allein aus dem Umstand, dass das vorinstanzliche Gericht der Auffassung der Beschwerdegegnerin gefolgt ist und nach Ansicht des BeschwerdefÃ¼hrers seine PrÃ¼fungs- und BegrÃ¼ndungspflicht verletzt hat, vermag noch nicht der Anschein der Parteilichkeit begrÃ¼ndet werden. Auch sonst liegen keine Anhaltspunkte vor, welche ein gerechtfertigtes Misstrauen in das Gericht oder einzelne Gerichtspersonen in die fehlende Unparteilichkeit als begrÃ¼ndet erscheinen lassen.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b> Nach Art. 22 Abs. 1 RPG dÃ¼rfen Bauten und Anlagen nur mit behÃ¶rdlicher Bewilligung errichtet oder geÃ¤ndert werden. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung unterstehen grundsÃ¤tzlich auch reine Umnutzungen ohne bauliche Massnahmen der Baubewilligungspflicht. Eine ohne bauliche Vorkehren auskommende ZweckÃ¤nderung unterliegt der Bewilligungspflicht dann nicht, wenn erstens auch der neue Verwendungszweck der in der fraglichen Zone zulÃ¤ssigen Nutzung entspricht und zweitens sich die Ãnderung hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Umwelt und Planung als ausgesprochen geringfÃ¼gig erweist (BGE 113 Ib 219 E. 4d S. 223; vgl. ferner BGE 139 II 134 E. 5.2 S. 139 f.). Sind die mit der neuen Nutzung verbundenen Auswirkungen intensiver als die bisherigen, so ist von einer bewilligungspflichtigen NutzungsÃ¤nderung auszugehen. Dies ist insbesondere bei einer deutlichen Zunahme der Immissionen der Fall (vgl. BGr, 1C_347/2014 vom 16. Januar 2015 E. 3.2; 1C_395/2015 vom 7. Dezember 2015 E. 3.1.1).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Die Bewilligungspflicht einer baulichen Massnahme ist im baurechtlichen Verfahren zu klÃ¤ren. Bei der Frage, ob ein solches Verfahren Ã¼berhaupt einzuleiten ist, steht der BaubehÃ¶rde ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Bestehen Anhaltspunkte, dass ein bewilligungspflichtiger Sachverhalt vorliegen kÃ¶nnte, wird sie im Zweifelsfall ein Bewilligungsverfahren einzuleiten haben. Vor allem bei NutzungsÃ¤nderungen bestehender Bauten oder Anlagen wird oft erst eine genauere Untersuchung ergeben, ob die ZweckÃ¤nderung der baurechtlichen Bewilligungspflicht untersteht (BEZ 2004 Nr. 47). Das Nichteinleiten eines Baubewilligungsverfahrens setzt somit einen klaren Fall voraus, bei welchem von vornherein gesagt werden kann, dass kein Interesse der Ãffentlichkeit oder der Nachbarn an einer vorgÃ¤ngigen Kontrolle besteht (VGr, 20. September 2018, VB.2018.00163, E. 6.2; 17. MÃ¤rz 2016, VB.2015.00415, E. 4.2; 22. Februar 2012, VB.2011.00606, E. 4.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>WÃ¤hrend der Baukontrolle vom 2. Juli 2018 wurde festgestellt, dass auf dem Platz vor den strittigen RÃ¤umlichkeiten Container aufgestellt waren und sich in den RÃ¤umlichkeiten eine Bar mit Ã¼ber 20 SitzplÃ¤tzen, mehreren FernsehgerÃ¤ten sowie drei Dartautomaten befanden. Mit Schreiben vom 5. Juli 2018 wandten sich mehrere an der E- sowie der G-Strasse wohnende Nachbarn an die Beschwerdegegnerin. Sie gaben an, die vormals in den strittigen RÃ¤umlichkeiten beherbergte Freikirche habe die RÃ¤umlichkeiten nur selten genutzt und niemals zu Klagen Anlass gegeben. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe nun aber die RÃ¤umlichkeiten zu einer "Beiz" mit Darthalle, Innen- und Aussenwirtschaft mit Alkoholausschank umgebaut und es komme regelmÃ¤ssig zu betrÃ¤chtlich lang andauernden RuhestÃ¶rungen. Die Aussagen der Nachbarn sowie die Innenausstattung der RÃ¤umlichkeiten lassen den Verdacht aufkommen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer eine GaststÃ¤tte mit Alkoholausschank betreibt. Eine solche wÃ¼rde sich deutlich von der Nutzung durch die Freikirche unterscheiden. Es kann somit nicht gesagt werden, dass ein klarer Fall vorliegt, bei welchem von vornherein gesagt werden kann, dass kein Interesse der Ãffentlichkeit oder der Nachbarn an einer vorgÃ¤ngigen Kontrolle besteht. Der BeschwerdefÃ¼hrer vermag mit seinen AusfÃ¼hrungen in der Beschwerdeschrift die Zweifel an der ZulÃ¤ssigkeit der von ihm geplanten (auch im vorliegenden Verfahren noch unklaren) Nutzung nicht in dem Mass aus dem Weg zu rÃ¤umen, dass von einem klaren bewilligungsfreien Fall ausgegangen werden kann. Die Beschwerdegegnerin hat somit ihr Ermessen weder Ã¼ber- noch unterschritten, noch missbraucht, indem sie das Einreichen eines nachtrÃ¤glichen Baugesuchs verlangt hat. Ob die vom BeschwerdefÃ¼hrer beabsichtigte Nutzung dem Umfang der Nutzung der Freikirche entspricht, wird u.<span> </span>a. in diesem Baubewilligungsverfahren zu klÃ¤ren sein. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b> Damit erweist sich die Anordnung des Beschwerdegegners, der BeschwerdefÃ¼hrer habe fÃ¼r die Nutzung des Lokals ein nachtrÃ¤gliches Baugesuch einzureichen, als rechtmÃ¤ssig. </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 12. Juli 2018 verbot der Beschwerdegegner dem BeschwerdefÃ¼hrer jegliche Nutzung des Lokals (inkl. Aussenbereich) an der E-Strasse 01 per sofort, solange bis eine rechtskrÃ¤ftige Bewilligung fÃ¼r die Nutzung vorliege.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Wird eigenmÃ¤chtig, das heisst ohne entsprechende Bewilligung, eine Nutzung aufgenommen, fÃ¼r die es einer baurechtlichen Bewilligung bedarf, so trifft die Ã¶rtliche BaubehÃ¶rde gestÃ¼tzt auf § 341 in Verbindung mit § 327 Abs. 2 PBG unverzÃ¼glich die nÃ¶tigen Massnahmen. Dazu gehÃ¶rt nicht nur die Aufforderung zur Einreichung eines Baugesuchs, sondern es kann als vorsorgliche Massnahme im Sinn von § 6 VRG die unbewilligte Nutzung bis zum Vorliegen der rechtskrÃ¤ftigen Bewilligung untersagt werden. Die Anordnung vorsorglicher Massnahmen bedarf besonderer GrÃ¼nde; sie sind dem Gebot effektiver RechtsschutzgewÃ¤hrung entsprechend stets dann zulÃ¤ssig, wenn Ã¼berwiegende Ã¶ffentliche oder private Interessen zu wahren sind und der definitive materielle Entscheid aus verfahrensmÃ¤ssigen GrÃ¼nden nicht sogleich getroffen werden kann. Ihre Anordnung setzt ein AbwÃ¤gen zwischen den betroffenen privaten und Ã¶ffentlichen Interessen voraus; zusÃ¤tzlich ist erforderlich, dass eine vorsorgliche Massnahme im Einzelnen notwendig sowie verhÃ¤ltnismÃ¤ssig ist und die zu erlassende VerfÃ¼gung nicht prÃ¤judiziert oder gar verunmÃ¶glicht. Als notwendig erweist sich eine Massnahme, wenn ein schwerer, wahrscheinlich eintretender Nachteil droht; VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit setzt insbesondere voraus, dass der drohende schwere Nachteil im Rahmen der InteressenabwÃ¤gung als gewichtiger erscheint als die bei einem Verzicht auf die Massnahme zu erwartenden Nachteile (VGr, 21. November 2007, VB.2007.00472, E. 4.2, mit Hinweisen). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Vorliegend ist vom Beschwerdegegner glaubhaft dargetan worden, dass sich die erfolgte eigenmÃ¤chtig vorgenommene Umnutzung im Vergleich zur bisherigen, bewilligten Nutzung fÃ¼r die Nachbarschaft erheblich belastender auswirken kann. Es kann aufgrund einer summarischen PrÃ¼fung auch nicht davon ausgegangen werden, dass die neue Nutzung aufgrund der damit verbundenen Immissionen ohne Weiteres zu bewilligen sein wird, zumindest muss damit gerechnet werden, dass dies nicht ohne Auflagen und Nebenbestimmungen geschehen wÃ¼rde. Damit besteht ein gewichtiges nachbarliches und Ã¶ffentliches Interesse daran, die neue Nutzung bis zum Entscheid Ã¼ber die Baubewilligung nicht zuzulassen. Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt keine privaten Interessen vor, welche diese nachbarlichen und Ã¶ffentlichen Interessen Ã¼berwÃ¶gen. Die <span>vorsorgliche Massnahme bewirkt lediglich, dass weiterhin nur die bewilligte Nutzung zulÃ¤ssig ist; sie bestÃ¤tigt in diesem Sinn lediglich die bestehende Rechtslage und prÃ¤judiziert nichts. Somit erweist sich das vorsorgliche Nutzungsverbot als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig und zulÃ¤ssig. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der BeschwerdefÃ¼hrer verlangt subeventualiter, es sei festzustellen, dass das vom Beschwerdegegner erlassene Nutzungsverbot die Wohnnutzung durch den BeschwerdefÃ¼hrer nicht erfasse. </p> <p class="Urteilstext">Die ErwÃ¤gungen der AusgangsverfÃ¼gung befassen sich nicht mit irgendeiner Wohnnutzung der Liegenschaft, sondern lediglich mit der Umnutzung in ein Vereinslokal oder einen Gastwirtschaftsbetrieb sowie den Containern im Aussenbereich. Das entsprechende vorsorgliche Nutzungsverbot umfasst damit eine Wohnnutzung nicht. DemgemÃ¤ss kann die Frage der ZulÃ¤ssigkeit der Wohnnutzung auch nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden und auf die Beschwerde ist betreffend den Feststellungsantrag des BeschwerdefÃ¼hrers daher nicht einzutreten. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Urteilstext">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Eine ParteientschÃ¤digung steht ihm bei diesem Ergebnis nicht zu (§ 17 Abs. 2 VRG). Obsiegenden grÃ¶sseren Gemeinwesen wird bloss ausnahmsweise eine solche zugesprochen, wenn ausserordentliche BemÃ¼hungen nÃ¶tig waren, welche Ã¼ber das hinausgehen, wofÃ¼r das betreffende Gemeinwesen organisatorisch eingerichtet ist (Kaspar PlÃ¼ss in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 17 N. 54). Diese Voraussetzungen sind vorliegend nicht gegeben, weshalb ihm keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen ist. </p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Erwgung1"><b>8. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der vorliegende Entscheid stellt einen Zwischenentscheid dar, der nur unter den Voraussetzungen von Art. 93 des Bundesgerichtsgesetzes <span>vom 17. Juni 2005 </span>(BGG) selbstÃ¤ndig beim Bundesgericht angefochten werden kann (vgl. dazu BGr, 20. Juni 2012, 1C_522/2011, E. 1.2). </p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 3'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 80.-- Zustellkosten,<br/> Fr. 3'080.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden dem BeschwerdefÃ¼hrer auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. ParteienschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann im Sinn der ErwÃ¤gungen Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>