<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2008.00055</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=207700&amp;W10_KEY=13013554&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2008.00055</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 09.07.2008</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Niederlassungs- / Aufenthaltsbewilligung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Berücksichtigung ausländischer Strafurteile bei der fremdenpolizeilichen Interessenabwägung (Art. 8 Abs. 2 EMRK) [Der Beschwerdeführer (Kurde) wurde 1995 in der Schweiz als Flüchtling anerkannt und verfügte seit 2000 über die Niederlassungsbewilligung. Mit seiner Ehefrau hat er vier Kinder; Frau und Kinder sind anerkannte Flüchtlinge. Eine aussereheliche Tochter des Beschwerdeführers lebt ebenfalls in der Schweiz. 2001 reiste er illegal in die Türkei ein und wurde im Zusammenhang mit der Sicherstellung von Heroin zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, nach fünf Jahren wieder entlassen. Ein Urteil liegt nicht vor. Niederlassungsbewilligung und Asylstatus erloschen wegen Landesabwesenheit. Der Beschwerdeführer ersucht um (Wieder-)Erteilung der Niederlassungsbewilligung bzw. einer Aufenthaltsbewilligung. Er lebt inzwischen von seiner Ehefrau getrennt.] Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1.1); altes Recht anwendbar (E. 1.2). Da der Beschwerdeführer nicht mehr mit seiner Ehefrau zusammenlebt, entfällt Art. 17 Abs. 2 ANAG als Anspruchsgrundlage (E. 1.3). Auf die Beschwerde ist insoweit nicht einzutreten, als die Erteilung der Niederlassungsbewilligung beantragt wird (E. 1.4). Standpunkte des Beschwerdeführers und der Vorinstanz (E. 2). Eine ausländische Verurteilung zu einer langjährigen Freiheitsstrafe wegen eines Drogendelikts stellt grundsätzlich einen Ausweisungsgrund dar. Es fragt sich aber, welche Minimalanforderungen an ein ausländisches Strafurteil zu stellen sind, damit es aus ausländerrechtlicher Sicht in der Schweiz zu berücksichtigen ist. Heranziehung anderer Rechtsgebiete: Strafrecht (E. 3.1: bedingter Strafvollzug nach aArt. 41 Ziff. 1 Abs. 2 StGB, Rückfall nach aArt. 67 StGB, Strafverfolgung in der Schweiz gemäss Art. 3 Abs. 3 StGB), internationale Rechtshilfe (E. 3.2), zivilrechtlicher Ordre public (E. 3.3), spezialgesetzliche Regelung gemäss BetmG (E 3.4). Für das Verschulden im Rahmen der fremdenpolizeilichen Interessenabwägung ist v.a. das Strafmass aussagekräftig. Dies kann jedoch nur insoweit gelten, als in- und ausländische Strafurteile auf vergleichbaren Strafzumessungskriterien beruhen. Ein Verzicht auf gewisse Minimalanforderungen bei der Berücksichtigung ausländischer Strafurteile könnte eine sachlich nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung von Personen aufgrund des Tatbegehungsorts zur Folge haben. Ein ausländisches Strafurteil ist daher zu berücksichtigen, wenn die beidseitige Strafbarkeit gilt, das Strafverfahren mit den Grundsätzen der EMRK und der BV vereinbar und der fragliche Entscheid in materieller Hinsicht mit einem nach schweizerischen Recht getroffenen Entscheid vergleichbar ist (E. 3.5). Die Einhaltung dieser Kriterien ist vorliegend eingehender zu prüfen, da es sich um einen (vormals) anerkannten Flüchtling kurdischer Herkunft handelt und bei der Türkei in Bezug auf solche Staatsangehörige in rechtsstaatlicher Hinsicht nach wie vor Zweifel bestehen (E. 3.6). Zum türkischen Urteil gibt es verschiedene Mitteilungen von Interpol Ankara. Das Urteil liegt aber nicht vor (E. 4.1). Nach der Aktenlage lässt sich nicht sagen, die Minimalanforderungen an ein ausländisches Strafurteil seien vorliegend erfüllt (E. 4.2). Vorliegend wirkt sich die Beweislosigkeit nicht zu Lasten des Beschwerdeführers aus (E. 4.3). Ohne Berücksichtigung des türkischen Strafurteils überwiegen die privaten Interessen des Beschwerdeführers die (sofern überhaupt noch bestehenden) öffentlichen Interessen an seiner Fernhaltung von der Schweiz offensichtlich (E. 4.4). Kostenfolgen; Gutheissung uRB (E. 5). Gutheissung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANERKENNUNG">ANERKENNUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: AuslÃ¤nderrecht ST: AUFENTHALTSBEWILLIGUNG">AUFENTHALTSBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLAND">AUSLAND</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSLÃNDISCHES URTEIL">AUSLÃNDISCHES URTEIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BEWEISLOSIGKEIT">BEWEISLOSIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FAMILIENLEBEN">FAMILIENLEBEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FLÃCHTLING">FLÃCHTLING</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREMDENPOLIZEI">FREMDENPOLIZEI</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: INTERESSENABWÃGUNG">INTERESSENABWÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KIND/-ER">KIND/-ER</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MITWIRKUNGSPFLICHT">MITWIRKUNGSPFLICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSSTAATLICH">RECHTSSTAATLICH</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTSSTAATSPRINZIP">RECHTSSTAATSPRINZIP</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFBARKEIT">STRAFBARKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STRAFWÃRDIGKEIT">STRAFWÃRDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)">UNENTGELTLICHER RECHTSBEISTAND (URB)</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERSCHULDEN">VERSCHULDEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERURTEILUNG">VERURTEILUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUSAMMENLEBEN">ZUSAMMENLEBEN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG</span><br/><span class="ungerade">Art. 17 Abs. 2 ANAG</span><br/><span class="gerade">Art. 10 Abs. 1 ANAV</span><br/><span class="ungerade">§ 19 Ziff. 4 BetmG</span><br/><span class="gerade">Art. 8 Abs. 2 EMRK</span><br/><span class="ungerade">Art. 27 IPRG</span><br/><span class="gerade">Art. 94 Abs. 2 IRSG</span><br/><span class="ungerade">Art. 3 Abs. 3 StGB</span><br/><span class="gerade">Art. 41 Ziff. 1 StGB</span><br/><span class="ungerade">Art. 67 Ziff. 2 StGB</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2008 Nr. 33 S. 90</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 2 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="77" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=8992" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">VB.2008.00055</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Entscheid</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">9. Juli 2008</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Jso Schumacher<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Lukas Widmer, Verwaltungsrichter Peter Sprenger, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>GerichtssekretÃ¤rin Rhea Schircks Denzler. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>A<a id="Anonym_ORT_1_5">,</a> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>vertreten durch <a id="Anonym_NAME_ZUSATZ_2_10">Rechtsanwalt B,</a> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrer</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><a id="Anonym_Ruolo_BESG_1_3_15"><b><span>Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich,</span></b></a><b><span> </span></b><span><br/> </span><a id="Anonym_PLZ_3_14"><span>8090</span></a><span> <a id="Anonym_ORT_3_16">ZÃ¼rich,</a> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerin</span></b><span>, </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b> </b></p> <p class="MsoNormal"><b>betreffend Niederlassungs- / Aufenthaltsbewilligung,</b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">A, geboren 1963, tÃ¼rkischer StaatsangehÃ¶riger (Kurde), reiste Ende 1994 in die Schweiz ein und ersuchte um Asyl. Ende 1995 anerkannte das Bundesamt fÃ¼r FlÃ¼chtlinge (BFF; heute: Bundesamt fÃ¼r Migration) A als FlÃ¼chtling. Im Januar 2000 erhielt er die Niederlassungsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich. Aus der Ehe mit D gingen vier gemeinsame Kinder hervor (geboren zwischen 1988 und 2000). Ehefrau und â damals bereits geborene â Kinder reisten 1997 in die Schweiz ein, sind anerkannte FlÃ¼chtlinge und haben die Niederlassungsbewilligung fÃ¼r den Kanton ZÃ¼rich. A ist zudem Vater einer 1999 geborenen, ausserehelichen Tochter mit auslÃ¤ndischer StaatsangehÃ¶rigkeit, die Ã¼ber eine bis Mitte September 2007 gÃ¼ltige Aufenthaltsbewilligung verfÃ¼gte (wobei ein VerlÃ¤ngerungsgesuch gemÃ¤ss Beschluss des Regierungsrats vom 19. Dezember 2007 pendent war).</p> <p class="Sachverhalt2">Nach Angabe von Interpol Ankara wurde A durch ein Geschworenengericht in Istanbul mit Entscheid vom 21. Dezember 2001 zu 15 Jahren GefÃ¤ngnis wegen "trafic de stupefiants en formation" verurteilt. A befand sich vom 18. Juli 2000 bis Ende November 2005 in Haft bzw. im Strafvollzug in der TÃ¼rkei. Im August 2004 wurde festgestellt, dass einerseits das ihm gewÃ¤hrte Asyl und andererseits die Nieder­lassungsbewilligung aufgrund der Landesabwesenheit erloschen waren.</p> <p class="Sachverhalt2">Seit dem 15. MÃ¤rz 2006 war A an der Adresse seiner Ehefrau angemeldet. Mit Strafbefehl vom 13. Mai 2006 wurde er wegen Vergehens gegen das Bundesgesetz vom 26. MÃ¤rz 1931 Ã¼ber Aufenthalt und Nie­derlassung der AuslÃ¤nder (ANAG; BS 1, 121) mit einer bedingten GefÃ¤ngnisstrafe von 30 Tagen bestraft. D meldete am 20. November 2006 den einen Monat zuvor erfolgten Wegzug ihres Ehemannes nach unbekannt. Am 9. Februar 2007 meldete D ihren Ehemann wieder mit einer Einzugsanzeige an ihrer Wohnadresse an.</p> <p class="Sachverhalt2">Mit VerfÃ¼gung vom 3. Mai 2007 wies die Sicherheitsdirektion des Kantons ZÃ¼rich (Migrationsamt) ein Gesuch von A um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Dagegen liess A rekurrieren und unter anderem die Wiedererteilung der Niederlassungsbewilligung bzw. eine Aufenthaltsbewilligung beantragen. Der Regierungsrat wies das Rechtsmittel in der Hauptsache mit Beschluss vom 19. Dezember 2007 ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Mit Beschwerde vom 8. Februar 2008 liess A vor Verwaltungsgericht Beschwerde erheben und folgende AntrÃ¤ge stellen:</p> <p class="Urteilstext"> " 1. Der angefochtene Regierungsratsentscheid vom 19. Dezember 2007 (und damit auch der erstinstanzliche Entscheid des Migrationsamts vom 3. Mai 2007) seien aufzuheben.</p> <p class="Urteilstext"> 2. Es sei in Gutheissung dieser Beschwerde dem BeschwerdefÃ¼hrer die Niederlassungsbewilligung (wieder) zu erteilen oder ihm wenigstens eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen; eventualiter wÃ¤re der BeschwerdefÃ¼hrer vorlÃ¤ufig in der Schweiz aufzunehmen bzw. dem Bundesamt fÃ¼r Migration die vorlÃ¤ufige Aufnahme zu beantragen.</p> <p class="Urteilstext"> 3. Eventualiter seien weitere SachabklÃ¤rungen vorzunehmen.</p> <p class="Urteilstext"> 4. Dem BeschwerdefÃ¼hrer sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewÃ¤hren und der Unterzeichnende sei als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.</p> <p class="Urteilstext"> 5. Alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin bzw. zulasten der Staatskasse." </p> <p class="Sachverhalt2">Namens des Regierungsrats beantragte die Staatskanzlei am 4. MÃ¤rz 2008 Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Sicherheitsdirektion verzichtete stillschweigend auf Beschwerdeantwort. </p> <p class="Urteilstext"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit von Amts wegen und nach dem bei AnhÃ¤ngigmachung der Beschwerde geltenden Recht (§ 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]; RB 2004 Nr. 8). Nach § 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 VRG ist die Beschwerde auf dem Gebiet der Fremdenpolizei zulÃ¤ssig, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundes­gericht offen steht.</p> <p class="Urteilstext">Anfang 2007 ist das Bundesgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) in Kraft getreten, welches das Bundesrechtspflegegesetz ablÃ¶ste. Die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungsgerichts ist weiterhin in jenen Bereichen gegeben, wo nach frÃ¼herem Recht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht mÃ¶glich war (vgl. dazu grundlegend VGr, 7. Februar 2007, VB.2007.00013, E. 2.2, www.vgrzh.ch). Das trifft zu fÃ¼r Entscheide Ã¼ber Auf­enthalts- und Niederlassungsbewilligungen, welche auslÃ¤ndische Personen bundesrechtlich oder staatsvertraglich unter gewissen Bedingungen beanspruchen kÃ¶nnen<span> </span>(BGE 131 II 339 E. 1).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Das Bundesgesetz Ã¼ber die AuslÃ¤nderinnen und AuslÃ¤nder vom 16. Dezember 2005 (AuG, SR 142.20) ist am 1. Januar 2008 an die Stelle desjenigen Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder getreten (AS 2007, 5437 ff., 5489 f.). Ãbergangsrechtlich richtet sich nur das Verfahren nach neuem Recht. Materiell bleibt auf Gesuche, die â wie hier â vor 2008 eingereicht wurden, bisheriges Recht anwendbar (Art. 126 Abs. 1 f. AuG; vgl. BGr, 12. Februar 2008, 2D_23/2008, E. 2.2, www.bger.ch). </p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>GemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 ANAG hat der Ehegatte einer auslÃ¤ndischen Person mit Nie­derlassungsbewilligung seinerseits Anspruch auf Erteilung oder VerlÃ¤ngerung der Auf­­ent­haltsbewilligung, solange die Ehegatten zusammenleben. GemÃ¤ss Art. 17 Abs. 2 Satz 2 ANAG hat der Ehegatte nach einem ordnungsgemÃ¤ssen und ununterbrochenen Aufenthalt von fÃ¼nf Jahren ebenfalls Anspruch auf Niederlassungsbewilligung. Ferner garantieren Art. 8 Abs. 1 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) und â materiell nicht weitergehend â Art. 13 Abs. 1 der Bun­desverfassung vom 18. April 1999 (BV) den Schutz des Familienlebens; insbesondere stehen Beziehungen innerhalb der Kernfamilie (Eltern â Kinder) unter diesem Schutz.</p> <p class="Urteilstext">Jedenfalls seit 1. Februar 2008 wohnt der BeschwerdefÃ¼hrer nicht mehr mit seiner Ehefrau zusammen, weshalb Art. 17 Abs. 2 ANAG als Anspruchsgrundlage entfÃ¤llt. Ob der BeschwerdefÃ¼hrer zu seiner Ehefrau dennoch eine grundrechtlich geschÃ¼tzte Beziehung pflegt, obwohl diese ein Scheidungsbegehren eingereicht hat, kann vorliegend offen bleiben, da jedenfalls die Beziehung des BeschwerdefÃ¼hrers zu seinen (ehelichen) minderjÃ¤hrigen Kindern in den Schutzbereich von Art. 8 Abs. 1 EMRK fÃ¤llt, auch wenn sich diese aufgrund der ausserehelichen Beziehung des BeschwerdefÃ¼hrers "etwas abgekÃ¼hlt" haben mag. Die Beziehung zur ausserehelichen Tochter ist sodann ebenfalls intakt. Die Vorinstanz hat jedoch gestÃ¼tzt auf ein dem Verwaltungsgericht nicht vorliegendes AktenstÃ¼ck ausgefÃ¼hrt, diese Tochter verfÃ¼ge nicht Ã¼ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht. Aufgrund der vorgenannten ohnehin bestehenden (ehelichen) Vater-Kind-Beziehungen ist diese Frage vorliegend aber nicht weiter zu klÃ¤ren. Im Ãbrigen kann diesbezÃ¼glich auf die AusfÃ¼hrungen der Vorinstanz verwiesen werden (§ 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG).</p> <p class="Erwgung2"><b>1.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer beantragt in erster Linie die (Wieder-)Erteilung der unbestrittenermassen erloschenen Niederlassungsbewilligung (<span>Art. 9 Abs. 3 lit. c ANAG</span>). Auf dieses Begehren ist jedoch nicht einzutreten, da Art. 10 Abs. 1 Satz 2 der Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz Ã¼ber Aufenthalt und Niederlassung der AuslÃ¤nder vom 1. MÃ¤rz 1949 als "Kann-Vorschrift" von Vornherein keinen Anspruch auf Wiedererteilung der Niederlassungsbewilligung vermittelt. Zudem hat der BeschwerdefÃ¼hrer die Niederlassungsbewilligung vor deren ErlÃ¶schen nicht "schon wÃ¤hrend Jahren besessen".</p> <p class="Erwgung2"><b>1.5 </b>Nachdem die Eintretensvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist die Beschwerde aber im Ãbrigen an die Hand zu nehmen.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Die Vorinstanz geht davon aus, der BeschwerdefÃ¼hrer habe in schwerer Weise gegen die Ã¶ffentliche Ordnung verstossen im Sinn von Art. 8 Abs. 2 EMRK, da er sich â gestÃ¼tzt auf das rechtskrÃ¤ftige tÃ¼rkische Strafurteil â "des bandenmÃ¤ssigen BetÃ¤ubungsmittel­verkehrs (Verkehr mit 16,8 kg Heroin)" schuldig gemacht habe. â Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt demgegenÃ¼ber vor, er sei als Kurde ohne faires Verfahren unschuldig als Drogenkurier der kurdischen Nationalorganisation PKK verurteilt und zu Unrecht und ohne fairen Prozess mehrere Jahre ins GefÃ¤ngnis gesteckt und gefoltert worden. Bei der "Verurteilung" des BeschwerdefÃ¼hrers wegen angeblichen Drogentransports handle es sich um ein klassisches Fehlurteil, welches schon grundlegendsten menschenrechtlichen Standards nicht genÃ¼ge.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Nach Auffassung der Vorinstanz fÃ¼hrt der Umstand, dass der BeschwerdefÃ¼hrer als Kurde von einem tÃ¼rkischen Geschworenengericht verurteilt worden ist, nicht zwangslÃ¤ufig dazu, dass das Strafurteil dem schweizerischen Ordre public widerspreche und somit nicht darauf abgestellt werden dÃ¼rfe. Im Rahmen der Mitwirkungspflicht seien entsprechende Ein­wÃ¤nde vielmehr glaubhaft und substantiiert darzulegen und soweit mÃ¶glich zu belegen. Der BeschwerdefÃ¼hrer sei dieser Pflicht nicht nachgekommen und habe somit die Folgen der Beweislosigkeit seiner Vorbringen zu tragen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Mit der Verurteilung zu 15 Jahren Freiheitsstrafe im Zusammenhang mit Drogenhandel liegt ein Ausweisungsgrund nach Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG vor. Dies gilt grundsÃ¤tzlich auch bei einer auslÃ¤ndischen Verurteilung (vgl. VGr, 6. Februar 2002, VB.2001.00381, E. 4a, www.vgrzh.ch). Allerdings fragt sich, welche Minimal­anforderungen an ein aus­lÃ¤ndisches Strafurteil zu stellen sind, damit es aus auslÃ¤nderrechtlicher Sicht in der Schweiz zu berÃ¼cksichtigen ist. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Im Bereich des Strafrechts stellt sich verschiedentlich die Frage der Beachtung auslÃ¤ndischer Urteile: </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.1.1 </span></b><span>Bei der PrÃ¼fung der objektiven Voraussetzungen beim bedingten Strafvollzug nach aArt. 41 Ziff. 1 Abs. 2 letzter Satz des Strafgesetzbuchs (StGB, in der Fassung bis Ende 2006) war bei Vorliegen auslÃ¤ndischer Verurteilungen zu prÃ¼fen, ob es sich um eine Tat handelte, die nach schweizerischem Recht ein Verbrechen oder Vergehen war, und ob das zu der Verurteilung im Ausland fÃ¼hrende Verfahren "den GrundsÃ¤tzen des schweizerischen Rechts" nicht widersprach. Die zuletzt genannte EinschrÃ¤nkung bezog sich auf das materielle Recht, die StrafwÃ¼rdigkeit des Verhaltens, das Mass der verhÃ¤ngten Strafe und das Verfahren, in welchem die Verurteilung erfolgte (BGE 117 IV 97 E. 3c/aa; vgl. aArt. 41 Ziff. 1 Abs. 2 letzter Satz StGB; Roland Schneider</span>, Basler Kommentar, 2003, Art. 41 StGB N. 126 f.; weiterfÃ¼hrend OGr, 17. Februar 1984, ZR 83/1984 Nr. 61<span>). Ein Widerspruch zu den GrundsÃ¤tzen des schweizerischen Rechts lag in diesem Sinn vor, wenn â anders gesagt â das auslÃ¤ndische Urteil in unertrÃ¤glicher Weise gegen das einheimische RechtsgefÃ¼hl verstiess und grundlegende Regeln der schweizerischen Rechtsordnung verletzte. MÃ¤ngel konnten sich sowohl auf den materiellrechtlichen Inhalt wie auch auf das Verfahren beziehen (VGr, 7. Oktober 1998, VB.98.00227, E. 3a [un­publiziert], mit Hinweis auf JÃ¶rg Rehberg, Die Behandlung der RÃ¼ckfÃ¤lligen nach den revidierten Art. 42 und 67 STrGB, in: ZStR 89/1973, S. 276).</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.1.2 </span></b><span>FÃ¼r den StrafschÃ¤rfungsgrund des RÃ¼ckfalls nach aArt. 67 StGB enthielt das Gesetz eine Ã¤hnliche Regelung betreffend auslÃ¤ndische Urteile (aArt. 67 Ziff. 2 StGB). Voraus­gesetzt wurde die Vereinbarkeit des auslÃ¤ndischen Urteils mit dem schweizerischen Ordre public und insbesondere, dass es innerhalb eines rechtsstaatlichen Verfahrens ergangen war (Walter Gimmi/Stefan Vogel</span>, Basler Kommentar, 2003, Art. 67 StGB N. 10; OGr TG, 1. April 1993, RBOG 1993 Nr. 10; Hans Schultz, EinfÃ¼hrung in den allgemeinen Teil des Strafrechts II, 4. A., Bern 1982, S. 85 f.). </p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.1.3 </span></b>Schliesslich wird nach Art. 3 Abs. 3 StGB (in der seit 2007 geltenden Fassung) ein TÃ¤ter, der auf Ersuchen der schweizerischen BehÃ¶rde im Ausland verfolgt worden ist, unter "Vorbehalt eines krassen Verstosses gegen die GrundsÃ¤tze der Bundesverfassung" und der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention in der Schweiz wegen der Tat nicht mehr verfolgt, wenn das auslÃ¤ndische Gericht ihn endgÃ¼ltig freigesprochen hat oder die Sanktion, zu der er im Ausland verurteilt wurde, vollzogen, erlassen oder verjÃ¤hrt ist. Das Er­ledigungsprinzip wurde damit durch einen Ordre public-Vorbehalt eingeschrÃ¤nkt (kritisch zu diesem erst im Nachhinein eingefÃ¼gten Vorbehalt Peter Popp/Patrizia Levante, Basler Kommentar, 2007, Vor Art. 3 StGB N. 41).</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b><span>Im Rahmen der Internationalen Rechtshilfe stellt sich einerseits die Frage, unter welchen Voraussetzungen ein auslÃ¤ndisches Strafurteil zu vollziehen ist und andererseits, unter welchen UmstÃ¤nden die Auslieferung einer Person zulÃ¤ssig ist: </span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.1 </b><span>Im Ausland verhÃ¤ngte Sanktionen werden vollzogen, soweit sie das HÃ¶chstmass der im schweizerischen Recht fÃ¼r eine entsprechende Tat vorgesehenen Strafe nicht Ã¼bersteigen (Art. 94 Abs. 2 </span>des Rechtshilfegesetzes vom 20. MÃ¤rz 1981 [IRSG, SR. 351.1]). Die VollstreckbarerklÃ¤rung ("Exequatur") ist unzulÃ¤ssig, wenn die Verurteilung in einem Zeitpunkt erfolgte, in dem bei Anwendung schweizerischen Rechts die Strafverfolgung absolut verjÃ¤hrt gewesen wÃ¤re, die Sanktion nach schweizerischem Recht verjÃ¤hrt wÃ¤re, sofern eine schweizerische BehÃ¶rde sie im gleichen Zeitpunkt ausgesprochen hÃ¤tte, oder die Tat auch der schweizerischen Gerichtsbarkeit unterworfen ist und nach schweizerischem Recht aus anderen GrÃ¼nden keine Sanktion verhÃ¤ngt werden kÃ¶nnte (Art. 95 Abs. 1 lit. aâc IRSG). Der Richter ist bei der Beurteilung der Strafbarkeit und der Verfolgbarkeit nach schweizerischem Recht an die Feststellungen Ã¼ber den Sachverhalt gebunden, auf denen der Entscheid beruht. Soweit sie nicht ausreichen, kÃ¶nnen Beweiserhebungen angeordnet werden (Art. 97 IRSG). Der Richter prÃ¼ft von Amtes wegen, ob die Voraussetzungen der Vollstreckung gegeben sind, und erhebt die nÃ¶tigen Beweise (BGr, 19. April 2007, 1A.334/2005, E. 2.3 f.). </p> <p class="Erwgung3"><b>3.2.2 </b>FÃ¼r die Auslieferung von Personen an die TÃ¼rkei ist das EuropÃ¤ische AuslieferungsÃ¼bereinkommen vom 13. Dezember 1957 (EAÃ, SR 0.353.1) massgeblich. Die Vertragsparteien sind grundsÃ¤tzlich verpflichtet, einander Personen auszuliefern, die von den JustizbehÃ¶rden des ersuchenden Staates wegen einer strafbaren Handlung verfolgt oder zur Vollstreckung einer Strafe oder einer sichernden Massnahme gesucht werden (Art. 1 EAÃ). Auszuliefern ist wegen Handlungen, die sowohl nach dem Recht des ersuchenden als auch nach demjenigen des ersuchten Staates mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr oder mit einer schwereren Strafe bedroht sind (Art. 2 Ziff. 1 EAÃ). Voraussetzung ist also einerseits eine auslieferungsfÃ¤hige Straftat und andererseits die beidseitige Strafbarkeit. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b>Sodann greift gemÃ¤ss zivilrechtlicher Praxis zum materiellen Ordre public dieser ein, wenn fundamentale RechtsgrundsÃ¤tze verletzt sind und der fragliche Akt mit der schweizerischen Rechts- und Wertordnung schlechthin unvereinbar ist bzw. wenn die Anwendung des fremden Rechts zu einem Ergebnis fÃ¼hrt, welches das einheimische RechtsgefÃ¼hl in unertrÃ¤glicher Weise verletzt und grundlegende Vorschriften der schweizerischen Rechtsordnung missachtet (BGE 131 III 182 E. 4.1; BGr, 14. April 2008, 5A_633/2007, E. 2 Ingress, www.bger.ch). Die Beachtung des formellen Ordre public verlangt schliesslich die Einhaltung der fundamentalen VerfahrensgrundsÃ¤tze, wozu die gehÃ¶rige Ladung, die GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs und das Fehlen eines in der Schweiz bereits rechts­hÃ¤ngigen Ver­fahrens bzw. rechtskrÃ¤ftigen Urteils gehÃ¶rt (BGr, 14. <span>April 2008, 5A_633/2007, E. 3, www.bger.ch; BGE 116 II 625 E. 4a).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>3.4 </b>Da die in Frage stehende Verurteilung des BeschwerdefÃ¼hrers wegen Drogendelikten erfolgte, ist schliesslich die spezialgesetzliche Regelung zu betrachten: GemÃ¤ss Art. 19 Ziff. 1 Abs. 9 des BetÃ¤ubungsmittelgesetzes vom 3. Oktober 1951 (BetmG) wird die vorsÃ¤tzliche Begehung von BetÃ¤ubungsmitteldelikten mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe, in schweren FÃ¤llen (vgl. Art. 19 Ziff. 2 BetmG) mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr (und somit bis zu zwanzig Jahren; Art. 40 StGB) bestraft. Die fahrlÃ¤ssige Begehung wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe geahndet (Art. 19 Ziff. 3 BetmG). Nach Art. 19 Ziff. 4 BetmG ist der TÃ¤ter auch strafbar, wenn er die Tat im Ausland begangen hat, in der Schweiz angehalten und nicht ausgeliefert wird, und wenn die Tat auch am Begehungsort strafbar ist. Diese Norm bezieht sich nicht auf fahrlÃ¤ssig begangene Widerhandlungen (Martin Schubarth [Hrsg.], Die Strafbestimmungen des BetÃ¤ubungsmittelgesetzes, 2. A., Bern 2007, N. 281 ff.). </p> <p class="Erwgung2"><b>3.5 </b>Im migrationsrechtlichen Kontext ist bei straffÃ¤lligen Personen das Verschulden bei einer Straftat im Rahmen der fremdenpolizeilichen InteressenabwÃ¤gung entscheidend fÃ¼r die GewÃ¤hrung bzw. den Widerruf einer (aufenthaltsrechtlichen) Bewilligung (vgl. BGE 129 II 215 E. 3.1). Dabei ist insbesondere das Strafmass aussagekrÃ¤ftig. Dies kann jedoch nur insoweit gelten, als aus- und inlÃ¤ndische Strafurteile auf <i>vergleichbaren Strafzumessungskriterien</i> beruhen. Ein Verzicht auf gewisse Minimalanforderungen bei der BerÃ¼cksichtigung auslÃ¤ndischer Strafurteile kÃ¶nnte zudem eine sachlich nicht gerecht­fertigte Ungleichbehandlung von Personen aufgrund des Tatbegehungsorts (Schweiz oder Ausland) zur Folge haben. Aus diesen GrÃ¼nden und unter BerÃ¼cksichtigung der Praxis in den vorstehend erwÃ¤hnten Rechtsgebieten erscheint es als angezeigt, im Migrationsrecht folgende Minimalanforderungen an die Anerkennung bzw. BerÃ¼cksichtigung auslÃ¤ndischer Strafurteile zu stellen: Es muss sich um ein Verbrechen oder Vergehen handeln, das sowohl in der Schweiz als auch im betreffenden Staat strafbar ist (beidseitige Strafbarkeit); das Verfahren muss mit den GrundsÃ¤tzen der Euro­pÃ¤ischen Menschenrechtskonvention und der Bundesverfassung vereinbar sein; und schliesslich muss der fragliche Entscheid in materieller Hinsicht â insbesondere, was die StrafwÃ¼rdigkeit des Verhaltens und das Strafmass anbelangt â mit einem nach schweizerischem Recht getroffenen Entscheid vergleichbar sein. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.6 </b>Wenn es â wie hier â um tÃ¼rkische StaatsangehÃ¶rige geht, die kurdischer Herkunft und in der Schweiz anerkannte FlÃ¼chtlinge sind bzw. waren, ist die Einhaltung dieser Kriterien bei tÃ¼rkischen Strafurteilen eingehender zu prÃ¼fen, da in rechtsstaatlicher Hinsicht nach wie vor Zweifel angebracht sind:</p> <p class="Erwgung3">In einem neueren Entscheid betreffend die Auslieferung eines Kurden an die TÃ¼rkei hat das Bundesgericht ausgefÃ¼hrt, aktuelle Berichte des EuropÃ¤ischen Folterschutzausschusses sowie von tÃ¼rkischen, schweizerischen und internationalen Menschenrechtsorganisationen wiesen immer noch auf dokumentierte FolterfÃ¤lle hin, vor allem in den sÃ¼dÃ¶stlichen Provinzen der TÃ¼rkei und gegen mutmassliche kurdische Aktivisten. Das EidgenÃ¶ssische Departement fÃ¼r AuswÃ¤rtige Angelegenheiten (EDA) weise zwar in einem Bericht von Mitte 2006 auf Fortschritte bei der Implementierung rechtsstaatlicher GrundsÃ¤tze und Verfahren in der TÃ¼rkei hin. Es konstatiere aber auch gewisse anhaltende Probleme bei der praktischen Umsetzung des Menschenrechtsschutzes, insbesondere im Bereich der Kurdenfrage. Das Risiko von Folterungen oder erniedrigender Behandlung kÃ¶nne nach Ansicht des EDA im Fall von mutmasslichen Terroristen nicht ganz ausgeschlossen werden. Zwar gebe es Fortschritte im Menschenrechtsbereich, welche weitgehend auf die EU-Beitritts­verhandlungen zurÃ¼ckzufÃ¼hren seien und vor allem die Gesetzgebung betrÃ¤fen. Dadurch sei auch der Kampf gegen die Folter und erniedrigende Behandlung grundsÃ¤tzlich gestÃ¤rkt worden. Dazu gehÃ¶rten zum Beispiel das unverzÃ¼gliche Recht auf einen Anwalt, das Recht zu schweigen und Verbesserungen im Bereich der Rechtshilfe. Was die praktische Umsetzung dieser Neuerungen betreffe, habe die TÃ¼rkei jedoch lÃ¤ngst nicht alles Erforderliche unternommen. WÃ¤hrend sich das Bewusstsein der Notwendigkeit rechtsstaat­lichen Vor­gehens im Justizbereich generell gefestigt habe, sei dies in heiklen Bereichen wie zum Beispiel der Kurdenfrage noch unzureichend der Fall (BGE 133 IV 76 E. 4.3; vgl. ferner den Bericht "TÃ¼rkei" der Schweizerischen FlÃ¼chtlingshilfe vom Oktober 2007, www.osar.ch).</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b><span>4.1 </span></b><span>Das Urteil des tÃ¼rkischen Geschworenengerichts liegt nicht bei den Akten. Es konnte dazu Folgendes in Erfahrung gebracht werden:</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.1.1 </span></b><span>Der Erkennungsdienst der Bundeskriminalpolizei leitete am 3. Juni 2004 eine Mit­teilung von Interpol Ankara mit Datum vom 22. April 2004 an die Kantonspolizei ZÃ¼rich weiter (und diese wiederum an das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich). GemÃ¤ss Interpol Ankara handelte es sich um einen Eintrag betreffend FingerabdrÃ¼cke; die Daktyloskopie sei am 20. </span><span>Juli 2000 in Istanbul erfolgt "pour vente d'heroine en formation et detention a cet effet, usage de force contre l'agent en fonction, port de pistolet". </span><span>Der Meldung liegen zwei Fotos mit Datum vom 21. Juli 2000 bei, die den BeschwerdefÃ¼hrer zeigen sollen. GemÃ¤ss Angabe des Erkennungsdiensts handelt es sich bei den Finger­abdrÃ¼cken (die in diesem Verfahren nicht aktenkundig sind) um dieselben, die unter den gleichen Personalien (des BeschwerdefÃ¼hrers) am 15. MÃ¤rz 1996 in ZÃ¼rich bekannt seien. Das Migrations­amt beantragte in der Folge dem BFF, die Aufhebung der FlÃ¼chtlingseigenschaft zu ver­fÃ¼gen, da gemÃ¤ss Mitteilung von Interpol Ankara der BeschwerdefÃ¼hrer am 18. Juli 2000 in Istanbul beim Transport von Ã¼ber 16 Kilogramm Heroin von der Polizei verhaftet worden sei. Das BFF stellte fest, das Asyl des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz sei aufgrund der mehr als drei Jahre dauernden Landesabwesenheit erloschen. AnlÃ¤sslich der AnhÃ¶rung vor der Haftrichterin vom 16. Mai 2006 gab der BeschwerdefÃ¼hrer an, es handle sich um ein Fehlurteil und er sei unschuldig, denn die Drogen seien von den Schleppern, die ihn aus dem Iran in die TÃ¼rkei gebracht hÃ¤tten, im Auto deponiert worden und er habe von diesen Drogen keine Kenntnis gehabt. Die Haftrichterin stellte fest, es liege kein Urteil aus der TÃ¼rkei vor, weshalb es dem Gericht nicht mÃ¶glich sei zu Ã¼berprÃ¼fen, wie die Verurteilung des BeschwerdefÃ¼hrers zustande gekommen sei.</span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.1.2 </span></b><span>Die Kantonspolizei ZÃ¼rich gelangte am 2. Oktober 2006 an die Bundeskriminal­polizei und fÃ¼hrte aus, bereits am 8. MÃ¤rz 2004 habe sie um AbklÃ¤rung ersucht und darauf die Antwort erhalten, die Einholung von AuskÃ¼nften Ã¼ber den BeschwerdefÃ¼hrer sei nicht zulÃ¤ssig, weil dieser in der Schweiz als anerkannter FlÃ¼chtling gelte. Inzwischen habe der BeschwerdefÃ¼hrer keinen Asylstatus und keine Aufenthaltsbewilligung mehr in der Schweiz. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe um Wiedererteilung der Niederlassungsbewilligung ersucht. Er habe bestÃ¤tigt, in der TÃ¼rkei zu 15 Jahren und 87 Tagen Freiheitsstrafe ver­urteilt worden zu sein, aber dem Migrationsamt trotz Aufforderung kein schriftliches Urteil vorgelegt. Die Kantonspolizei ersuche deshalb um entsprechende AbklÃ¤rungen via Interpol Ankara. Am 10. November 2006 erkundigte sich das Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich nach dem Stand der AbklÃ¤rungen und erhielt von der Kantonspolizei folgende Auskunft: "Ich habe vor lÃ¤ngerer Zeit eine telefonische Antwort von Bern erhalten. Man sagte mir, dass eine Nachfrage in der TÃ¼rkei aus rechtlichen GrÃ¼nden problematisch sei. Man wÃ¼rde die Angelegenheit nochmals prÃ¼fen, aber mit wenig Aussicht auf Erfolg. Seither herrscht aus Bern Funkstille". </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.1.3 </span></b><span>Am 21. November 2006 informierte Interpol Ankara, die Antwort des zustÃ¤ndigen Diensts sei noch ausstehend. Es habe sich herausgestellt, dass der Betreffende "avait ete arrete dans l'affaire de la saisie de 16,800 kg d'heroine le 18.07.2000 a Istanbul". Sobald die Antwort betreffend die Verurteilung (Dauer) eintreffe, wÃ¼rde wieder informiert. </span><span>Am 22. Dezember 2006 ging sodann folgende Meldung von Interpol Ankara ein: "Le susnomme a ete condamne a 15 ans d'emprisonnement par un jugement [â¦] du 21.12.2001 de [â¦] cour d'assises d'Istanbul pour trafic de stupefiants en formation. Le jugement est devenu definitif le 26.09.2002. Il purgait sa condamnation dans l'etablissement penitentiare ferme a G. Le 21.09.2005, il a ete transfere a une maison de peine ouverte a G. Il a ete libere de prison par une decision du 30.11.2005 alors qu'il s'y trouvait. Pour le moment, nous ne disposons pas d'autres renseignements a ce sujet".</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Nach der Aktenlage lÃ¤sst sich nicht sagen, dass die dargelegten Minimalanforderungen (oben 3.5 f.) an ein auslÃ¤ndisches Strafurteil beim Entscheid des tÃ¼rkischen Geschworenengerichts vom 21. Dezember 2001 erfÃ¼llt seien: </p> <p class="Erwgung3">Insbesondere ist nicht klar, welcher Sachverhalt dem fraglichen Urteil zugrunde liegt. Unbestritten ist lediglich, dass der BeschwerdefÃ¼hrer im Zusammenhang mit der Sicherstellung von ca. 16 Kilogramm Heroin verhaftet wurde und eine Bestrafung mit etwa 15 Jahren Freiheitsstrafe erfolgte. Der BeschwerdefÃ¼hrer bestreitet, vom Vorhandensein der BetÃ¤ubungsmittel gewusst zu haben. Es ist nicht bekannt, ob sich das Gericht mit diesem Einwand auseinandersetzte. WÃ¤re vom Sachverhalt auszugehen, wie ihn der BeschwerdefÃ¼hrer behauptet, so kÃ¤me allenfalls die fahrlÃ¤ssige Begehung des Delikts in Frage. FÃ¼r die fahrlÃ¤ssige Tatbegehung wÃ¼rde der Strafrahmen nur bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe reichen (Art. 19 Ziff. 3 und 4 BetmG; Schubarth, N. 283). </p> <p class="Erwgung3">Der BeschwerdefÃ¼hrer behauptet, aus politischen GrÃ¼nden und ohne faires Verfahren verurteilt worden zu sein. Er habe nie eine schriftliche UrteilsbegrÃ¼ndung er­halten. Zum Verfahren fehlen in den Akten jegliche Hinweise. Es ist auch nicht bekannt, ob der â nach eigenen Angaben nicht sehr gut TÃ¼rkisch sprechende und zudem des Schreibens und Lesens unkundige â BeschwerdefÃ¼hrer im Strafverfahren gehÃ¶rig verteidigt wurde. Zudem mutet etwas seltsam an, dass die verhÃ¤ngte Freiheitsstrafe einerseits mit 15 Jahren, andererseits mit 15 Jahren und 87 Tagen angegeben wird. Weiter ist nicht geklÃ¤rt, weshalb der BeschwerdefÃ¼hrer bei einer Verurteilung zu ca. 15 Jahren Freiheitsstrafe bereits nach etwa fÃ¼nf Jahren in die Freiheit entlassen wurde. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Die Vorinstanz weist zwar grundsÃ¤tzlich zu Recht auf die Mitwirkungspflicht des BeschwerdefÃ¼hrers gemÃ¤ss § 7 VRG hin. Im vorliegenden Fall ist aber zu beachten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer Mitte der Neunziger Jahre von der Schweiz als FlÃ¼chtling anerkannt wurde und dies fÃ¼r seine FamilienangehÃ¶rigen nach wie vor gilt. Da es sogar den schweizerischen BehÃ¶rden nicht gelungen ist, das Strafurteil aus der TÃ¼rkei erhÃ¤ltlich zu machen, ist es nachvollziehbar, dass dies fÃ¼r einen vormals anerkannten FlÃ¼chtling kurdischer Abstammung noch weit mÃ¼hevoller â wenn nicht gar unmÃ¶glich â ist, zumal der BeschwerdefÃ¼hrer allenfalls mit der RÃ¼ckversetzung in den tÃ¼rkischen Strafvollzug rechnen muss. Die mangelhafte Mitwirkung kann dem BeschwerdefÃ¼hrer deshalb nicht zum Vorwurf gereichen und die Beweislosigkeit wirkt sich entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht zu seinen Lasten aus. </p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Nachdem das Urteil des tÃ¼rkischen Geschworenengerichts vom 21. Dezember 2001 in die hier vorzunehmende fremdenpolizeiliche InteressenabwÃ¤gung gemÃ¤ss Art. 8 Abs. 2 EMRK nicht miteinzubeziehen ist, Ã¼berwiegen die privaten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers sowie diejenigen seiner minderjÃ¤hrigen Kinder offensichtlich die Ã¶ffentlichen Interessen â soweit Ã¼berhaupt noch vorhanden â an der Fernhaltung des BeschwerdefÃ¼hrers. Die Beschwerde ist somit gutzuheissen.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>5. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem Ergebnis sind die Verfahrenskosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG), womit sich das Begehren des BeschwerdefÃ¼hrers um Kostenfreiheit als gegenstandslos erweist. </span>Die Beschwerdegegnerin ist zudem zu verpflichten, eine angemessene ParteientschÃ¤digung in der HÃ¶he von Fr. 1'000.- fÃ¼r das Beschwerdeverfahren zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Urteilstext"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer erscheint als mittellos und die Beschwerde ist â wie gesehen â gutzuheissen (§ 16 Abs. 1 VRG). Dem rechtsunkundigen BeschwerdefÃ¼hrer ist deshalb die unentgeltliche RechtsverbeistÃ¤ndung zu gewÃ¤hren (§ 16 Abs. 2 VRG; </span>KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 16 N. 39; VGr, 22. November 2006, VB.2006.00248, E. 7.3, www.vgrzh.ch<span>).</span></p> <p class="Urteilstext">Die Nebenfolgenregelung des Rekursentscheids ist wie folgt abzuÃ¤ndern: Die Vorinstanz ist einzuladen, die EntschÃ¤digung des beschwerdefÃ¼hrerischen Rechtsvertreters als unentgeltlicher Rechtsbeistand fÃ¼r das Rekurs­verfahren festzusetzen. FÃ¼r das Rekursverfahren erweist sich eine ParteientschÃ¤digung von ebenfalls Fr. 1'000.- als angemessen.</p> <p class="Urteilstext">Die ParteientschÃ¤digungen sind auf die EntschÃ¤digungen des unentgeltlichen Rechtsbeistands anzurechnen (VGr, 22. November 2006, VB.2006.00248, E. 7.3, www.vgrzh.ch).</p> <p class="Zwischentitel">DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</p> <p class="Einzug2"><span>1. Das Gesuch des BeschwerdefÃ¼hrers um GewÃ¤hrung von Kostenfreiheit wird als gegenstandlos geworden abgeschrieben.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Dem BeschwerdefÃ¼hrer wird fÃ¼r das Verfahren vor Verwaltungsgericht in der Person von Rechtsanwalt B ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. Dieser wird aufgefordert, dem Verwaltungsgericht binnen einer nicht erstreckbaren Frist von 30 Tagen nach Zustellung dieses Beschlusses eine detaillierte Zusammenstellung Ã¼ber den Zeitaufwand und die Barauslagen einzureichen, ansonsten die EntschÃ¤digung nach Ermessen festgesetzt wÃ¼rde;</span></p> <p class="Zwischentitel"><span>und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden der Beschluss des Regierungsrats vom 19. Dezember 2007 und die VerfÃ¼gung der Beschwerdegegnerin vom 3. Mai 2007 aufgehoben. Die Beschwerdegegnerin wird eingeladen, dem BeschwerdefÃ¼hrer eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Der Regierungsrat wird eingeladen, die EntschÃ¤digung von Rechtsanwalt B als unentgeltlicher Rechtsbeistand fÃ¼r das Rekurs­verfahren festzusetzen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> Im Ãbrigen wird auf die Beschwerde nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, Rechtsanwalt B fÃ¼r das Rekurs- und das Beschwerde­verfahren eine ParteientschÃ¤digung von je Fr. 1'000.- zu bezahlen. Diese EntschÃ¤digungen werden auf die EntschÃ¤digungen des unentgeltlichen Rechtsbeistands angerechnet.</span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. BGG erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung des Entscheids an gerechnet, beim Bundes­gericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung anâ¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>