<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Normal Heading1"><span class="Normal Heading1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Normal Heading1"></p></td></tr></table><p><span id="G_NR"></span><span>IV.2016.01234</span></p><p><span id="AHV_NR"></span><span> </span></p><p><span id="G_NR_VI"></span><span> </span></p><p><br/></p><p>III. Kammer</p><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Fehr<br/>Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens<br/>Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais</p><p class="Normal Heading2"><span class="Normal Heading2">Urteil vom 24. Oktober 2018</span></p><p class="Normal StandardEinzug"><span class="Normal StandardEinzug">in Sachen</span></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Noëlle Cerletti</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Leimbacher Cerletti, Advokatur</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Marktgasse 34, Postfach 456, 8180 Bülach</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardFett RubrumFett"><span class="Normal StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Normal StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die 1981 geborene X.___, Mutter einer Tochter (geboren 2010), meldete sich am 10. Mai 2011 unter Hinweis auf eine Depression schweren Grades bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 10/7). Am 30. Oktober 2012 sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, der Versi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">cherten bei einem Invaliditätsgrad von 100 % ab 1. November 2011 eine ganze Rente zu (Urk. 10/69 und Urk. 10/80).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Im Rahmen der im Januar 2016 eingeleiteten Rentenrevision (Urk. 10/104 S. 1) holte die IV-Stelle Berichte der behandelnden Ärzte ein und veranlasste eine Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gutachtung durch Dr. A.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rapie FMH (Expertise vom 4. Juni 2016, Urk. 10/103/1-44). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 10/105) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 6. Oktober 2016 (Urk. 2) die bisherige ganze Rente mit Wirkung ab 30. November 2016 auf.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Versicherte unter Beilage des Berichts der Integrierten Psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chiatrie B.___ vom 1. Juni 2015 (Urk. 3) am 7. November 2016 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es sei die Verfügung vom 6. Oktober 2016 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr weiterhin eine ganze Rente auszurichten. In prozessualer Hinsicht stellte sie das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsvertretung (S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 9. Januar 2017 (Urk. 9) schloss die Beschwerdegegnerin unter Beilage der Stellungnahme ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 5. Januar 2017 (Urk. 11) auf Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdeführerin reichte am 29. Mai 2017 unter Beilage der Berichte der Univer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sitätsklinik C.___ vom 10. Januar und 8. Februar 2017 (Urk. 19/1-2) sowie von Dr. D.___ vom 15. Mai 2017 (Urk. 19/3) ihre Replik (Urk. 18) ein, worauf die Beschwerdegegnerin am 6. Juli 2017 auf Duplik verzichtete (Urk. 21). Am 23. Januar 2018 reichte die Beschwerdeführerin den Bericht der C.___ vom 11. Dezember 2017 (Urk. 25) ein (Urk. 24), welcher der Beschwerdegegnerin am 20. Februar 2018 zur Kenntnis zugestellt wurde (Urk. 26). Am 26. September 2018 reichte die Vertreterin der Beschwerdeführerin ihre Kostennote (Urk. 27) ein.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p><span id="FUNKTION1"></span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über den Allge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Sie kann Folge von Geburts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">28 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2 IVG).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Beeinträchtigungen zu prüfen, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">139 V 547</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">131 V 49</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 1.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 352</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> E. 2.2.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Annahme </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eine psychiatrische, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">raus (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">141 V 281 E. 2.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Eine fachärztlich </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einwandfrei </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Frage, ob es der versicherten Person zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mutbar ist, eine Arb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">139 V 547 E. 5.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">abgesetzt oder aufgehoben (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">17 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Abs. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">BGE </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">144 I 28 E. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.2, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.5</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozial</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">versicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">men, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entschei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der me</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung vom 6. Oktober 2016 (Urk. 2) damit, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der Rentenzusprache im Jahr 2012 wesentlich verbessert habe und es letzterer zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">mutbar sei, einer Tätigkeit in der freien Wirtschaft zu 100 % nachzugehen (S. 2). In der Beschwerdeantwort vom 9. Januar 2017 (Urk. 9) wies sie darauf hin, dass der Bericht der B.___ vom 1. Juni 2015 (Urk. 3) der Gutachterin zwar nicht vorge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">legen habe, aus diesem Bericht aber nichts zugunsten der Beschwerdeführerin abgeleitet werden könne. Hätte der psychopathologische Befund dafür gespro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">chen, hätte die Gutachterin auch ohne den genannten Bericht eine bipolare Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">rung erkennen und diagnostizieren müssen (Urk. 9 S. 1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber (Urk. 1) auf den Standpunkt, das von der Beschwerdegegnerin veranlasste Gutachten könne nicht als Grund</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">lage für die Rentenaufhebung herangezogen werden. Die Expertise sei mangel</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">haft, da sie in Unkenntnis des Suizidversuchs im Frühling 2015 und des an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schliessenden unfreiwillig erfolgten stationären Aufenthalts im Zentrum E.___ sowie der im mehrwöchigen stationären </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Setting sorgfältig durchgeführten Diagnos</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">tik einer bipolaren Störung verfasst worden sei (S. 6 Ziff. 3 und Urk. 18 S. 3 Ziff. 1). Des Weiteren weise das Gutachten auch deshalb einen Mangel auf, weil die bei der Begutachtung beigezogene Dolmetscherin bereits in einem Verfahren mit der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) betreffend die Obhut der Tochter der Beschwerdeführerin übersetzt habe und letztere deshalb Angst davor gehabt habe, dass eine vollumfängliche Offenlegung ihrer gesundheitlichen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">schwerden einen Einfluss auf das Verfahren bei der KESB habe (Urk. 18 S. 4 Ziff. 4). Im Weiteren liege aufgrund der aktuellen Arztberichte kein verbesserter Gesundheitszustand vor und die Befunde seien nach wie vor die gleichen wie bei der Untersuchung im Juni 2012 (S. 5 Ziff. 7, vgl. auch </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Urk. 24 S. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3. </span><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">1.%2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der ursprünglichen Rentenverfügung vom 30. Oktober 2012 (Urk. 10/80) auf den psychiatrischen Untersuchungsbe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richt der RAD-Ärztin Dr. F.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rapie, vom 18. Juni 2012 (Urk. 10/53), welche folgende Diagnosen mit Auswir</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kungen auf die Arbeitsfähigkeit stellte (S. 4):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelgradige Episode (ICD-10 F33.8)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">nicht näher bezeichnete dissoziative Störung (ICD-10 F44.9)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die RAD-Ärztin hielt weiter fest, die Beschwerdeführerin habe von Verfolgungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ideen berichtet, welche grenzwertig wahnhaften Charakter aufwiesen (S. 3). Aktuell erfülle die Beschwerdeführerin die Kriterien einer rezidivierenden depressi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ven Störung, wobei sie nicht die klassischen Symptome einer solchen Störung aufweise und somit diese unter ICD-10 F33.8 (sonstige rezidivierende depressive Störung) zu subsumieren sei. Im Unterschied zu einer rezidivierenden depressiven Störung gemäss ICD-10 F33 zeige die Beschwerdeführerin Symptome sowohl einer schweren als auch einer mittelschweren rezidivierenden depressiven Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung, bei gleichzeitig latenter Suizidalität, welche ernst zu nehmen sei, und bei der eine prospektive, möglicherweise auch impulsive Handlungsrelevanz trotz nicht vollständiger Ausprägung einer schweren depressiven Symptomatik be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehe. Im Weiteren weise sie eine passive aggressive, gegen sich selbst und andere gerichtete Impulsivität auf, welche nach einmaligem Gespräch nicht unter eine akzentuierte Persönlichkeit oder Persönlichkeitsstörung subsumiert werden könne, sondern eher im Rahmen eines autodestruktiven depressiven Mechanis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mus bei früher kindlicher Traumatisierung zu sehen sei. Es sei anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin rezidivierend depressiv dekompensiert sei und dies im Rahmen der früher kindlichen Traumatisierung, als auch die dissoziative Störung, die hierunter fallenden Ohnmachtsanfälle oder Bewusstseinsstörungen als eine Abwehrform traumatogener Inhalte begriffen werden könnten. Kriterien für eine posttraumatische Belastungsstörung fehlten hingegen. Die paranoiden Ängste, verfolgt zu werden und sich unter Menschenmengen nicht wohl zu fühlen, seien als Reaktivierung des stark ängstigenden besetzten Täterintrojekts zu verstehen und nicht als eigene psychopathogene Einheit im Sinne einer psychotischen Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rung. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend sei bei der Beschwerdeführerin von einer schwerwiegenden psychischen Beeinträchtigung auszugehen, welche die psychische Leistungsfä</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">higkeit einschränke und seit 22. November 2010 eine 100%ige Arbeitsunfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit für sämtliche Tätigkeiten begründe. Während die Fähigkeit zur Anpassung und Routine, die Flexibilität und die Umstellungsfähigkeit mittel- bis schwergra</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dig eingeschränkt seien, sei die Durchhaltefähigkeit schwergradig beeinträchtigt. Die Selbstbehauptungs- und Kontaktfähigkeit zu Dritten, die Fähigkeit zu aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">serberuflichen Aktivitäten und die Wegefähigkeit seien mittelgradig einge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schränkt (S. 5 f. und S. 4). Prognostisch sei bei adäquater psychiatrisch-psycho</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">therapeutischer Therapie langfristig mit überwiegender Wahrscheinlichkeit maximal eine Teilintegration im freien Arbeitsmarkt zu erreichen (S. 6).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">2.%2 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der angefochtenen Verfügung vom 6. Oktober 2016 (Urk. 2) lag das von der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdegegnerin in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten von Dr. A.___ vom 4. Juni 2016 (Urk. 10/103/1-44) zugrunde, in welchem fol</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gende Diagnosen aufgeführt wurden (S. 38):</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">aus psychiatrischer Sicht keine</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">anamnestisch Status nach rezidivierenden Anpassungsstörungen mit appellativer Parasuizidalität/Suizidversuchen 2008, 2012 und 2013/14 (ICD-10 F43.21, X61)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Neurasthenie (ICD-10 F48.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Dysthymia (ICD-10 F34.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">anhaltende somatoforme Störung (ICD-10 F45.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">anamnestisch dissoziative Störungen, gemischt (Sensibilitätsstörungen, Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">wusstseinsstörungen mit synkopaler Teilkomponente, ICD-10 F44.7) und Hyperventilationsattacken (ICD-10 F45.33), gegenwärtig remittiert</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">bei Problemen</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">mit Bezug auf den engeren Familienkreis, einschliesslich familiäre Um</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">stände (ICD-10 Z63)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">in Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit (ICD-10 Z56)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">in Verbindung mit Wohnbedingungen und ökonomischen Verhältnissen (ICD-10 Z59)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">mit Bezug auf bestimmte psychosoziale Umstände: Unstimmigkeiten mit Beratungspersonen/KESB (ICD-10 Z64.4)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung (ICD-10 Z60.3)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">- </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungAufzhlung">akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1)</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachterin hielt fest, die zurückliegende Dynamik mit wiederholten, nicht lebensbedrohlichen appellativen Intoxikationen als Reaktion auf psychosoziale Belastungsfaktoren beziehungsweise als wiederkehrende Anpassungsstörungen lasse retrospektiv vor allem auf eine Manifestation gewisser Persönlichkeitsak</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zente schliessen, im Sinne akzentuierter (histrionischer, gegebenenfalls emotio</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nal instabiler) Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1). Die Beschwerdeführerin weise allerdings ein normvariantes Persönlichkeitsinventar auf, und es sei momentan in keinerlei Weise eine etwaige überdauernde krankheitswerte Persönlichkeits</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">störung zu diagnostizieren. Ebenso wenig seien die Kriterien einer etwaigen Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sönlichkeitsstörung nach Extrembelastung/Traumatisierung erfüllt. Eine aktuelle klinische Depression sei auch psychometrisch durch die gegenwärtig niedrigen Werte auf den Hamilton und den Montgomery-Asberg-Depressionsskalen wider</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">legt und die akzentuierten Persönlichkeitszüge hätten als neurotischwertige Per</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sönlichkeitsvariante keine arbeitsmedizinische Relevanz. Auch dissoziative Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen seien aktuell nicht mehr feststellbar (S. 32). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Weiteren führte die Gutachterin aus, bei der Beschwerdeführerin bestehe seit vielen Jahren eine chronifizierte Schmerzstörung, welche die Kriterien einer somatoformen Schmerzstörung gemäss ICD-10 F45.4 erfülle</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Beim aktuell im Zent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rum stehenden raschen subjektiven Erschöpfungsgefühl liege </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">alsdann</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> eine Neu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rasthe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">im Sinne von</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ICD-10 F48.0 vor, wobei die diesbezüglichen Angaben der Beschwerdeführerin recht inkongruent seien, da sie sich anlässlich ihrer Auf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">enthalte in der Türkei weniger von neurasthenischen und somatoformen Schmer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zen eingeschränkt erleb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Des </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Weiteren </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bestehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ein seit zuminde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">st 2008 rekon</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">struierbares dysthy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">mes Beschwerdebild. Die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> habe auf depres</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">siv angehauchte Verstimmungszustände hingewiesen, die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> vor allem mit einem Gefühl der Erschöpfung und "Energieleere" </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">beschreibe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Dabei handle es sich in</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dessen um keine eigentliche genuine respektive abzugrenzende, eigenständige Depression/depressive Episode. D</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Dysthymia </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">komme</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> als neurotische Depressi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">onsvariante</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keine arbeitsmedizinische Relevanz</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Im Übrigen lägen kei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ne Hin</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weise für eine etwaige Bi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">polarität vor (S. 33).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Unter dem Titel arbeitsmedizinische Beurteilung wies die Gutachterin darauf hin, dass im aktuellen Zeitpunkt keine Arbeitsunfähigkeit mehr objektiviert werden könne. Die mit den anhaltenden psychosozialen Belastungsvarianten schwan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">kenden neurasthenisch-somatoform-dysthymen Restbeschwerden begründeten keine Arbeitsunfähigkeit in der freien Wirtschaft. Ab wann genau von einer Wie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">derherstellung der vollständigen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei, könne retro</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">spektiv nicht datiert werden, weshalb spätestens seit der gutachterlichen Unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">suchung am 2. Juni 2016 von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für alle Tätigkei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten (körperlich nicht allzu anstrengende Verrichtungen, vorzugsweise ohne Schichtbetrieb) auszugehen sei (S. 39 und S. 41).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Weiteren führte die Gutachterin aus, dass erhebliche Widersprüche zwischen der Selbstschilderung der Beschwerdeführerin und dem tatsächlich feststellbaren psychopathologischen Befund bestünden. Die Beschwerdeführerin habe sehr de</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">monstrativ gewirkt, indem sie immer wieder – und schliesslich nicht nachvoll</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziehbar – ihre hochgradige psychische Behinderung betont und darauf hingewie</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen habe, wie sehr ihr, zumindest in der Schweiz (nicht während der Aufenthalte in der Türkei) alles Mühe mache und extrem viel Kraft koste. Eine dramatische (Selbst-)Darstellung und Akzentuierung von Beschwerden seien durchaus be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">obachtbar gewesen. Das Ausmass der geschilderten Beschwerden habe sodann nicht mit der Intensität der bisher in Anspruch genommenen therapeutischen Hilfe übereingestimmt und im Alltag sei kein sozialer Rückzug feststellbar. Sie habe zudem während der Untersuchung spontan und mit besonderer Geschmei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">digkeit mühelos korrekte Kniebeugen gemacht, was mit der von ihr geltend ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">machten Erschöpfung und den schweren Ganzkörperschmerzen schlicht nicht vereinbar sei (S. 42 f., vgl. auch S. 32 und S. 33).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Gutachterin hielt schliesslich fest, dass sich der Grad der Arbeitsunfähigkeit seit der Rentenzusprache im Jahre 2012 verändert habe, wobei es sich um eine eindeutige und überzeugende Verbesserung des Gesundheitszustands handle. Mit dem jetzigen psychischen Zustandsbild könne aktuell keine Arbeitsunfähigkeit mehr begründet werden (S. 44).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorwegzuschicken ist, dass das Gutachten von Dr. A.___ den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise entspricht. So ist es für die streitigen Belange umfassend, gibt es doch Antwort auf die Fragen nach dem Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und der verbleibenden Arbeitsfähig</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">keit. Es beruht sodann auf den not</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wendigen Untersuchungen in psychiatrischer Fachrichtung. Die Gutachterin berücksichtigte detailliert die beklagten Beschwer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den und setzte sich damit auseinander (Urk. 10/103/1-44 S. 16 ff. und S. 24 ff.). Die Expertise wurde sodann in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben, wobei sich die Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achterin zur Krankheitsentwicklung äusserte und Bezug auf die medizinischen Vorakten nahm (S. 2-6, S. 21 und S. 43 f.). Sie setzte sich ins</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">besondere mit abweichenden Diagnosen in anderen Arztberichten auseinander und würdigte diese in nachvollziehbarer Weise (S. 43 f.). Schliesslich leuchtet das Gutachten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">urteilung der medizinischen Situation namentlich auch in Bezug auf die hier mas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sgeblichen gesundheitlichen Veränderungen ein und die Schlussfolgerungen in der Expertise sind begründet.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">In diesem Sinne legte Dr. A.___ schlüssig dar, dass aus psychiatrischer Sicht eine Neurasthenie, eine Dysthymia, akzentuierte Persönlichkeitszüge sowie eine somatoforme Störung respektive eine Somatisierungsstörung vorliegen, welche spätestens seit 2. Juni 2016 für körperlich nicht allzu anstrengende Tätigkeiten keine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen (S. 38 f.). Insge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">samt erfüllt das Gutachten demnach die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens (BGE 125 V 351 E. 3a; BGE 122 V 157 E. 1c), weshalb darauf abgestellt werden kann.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Soweit die Beschwerdeführerin einwendet, auf das Gutachten sei schon deshalb nicht abzustellen, weil sie </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in der psychiatrischen Untersuchung aufgrund der ihr bereits bekannten Dolmetscherin nicht in der Lage gewesen sei, ihre Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerden, Ängste und Halluzinationen vollumfänglich offenzulegen (Urk. 18 S. 4 Ziff. 4), ist ihr nicht zu folgen. Die Behauptung, wonach es sich bei der Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzerin in der gutachterlichen Untersuchung und im KESB-Verfahren um die gleiche Person gehandelt habe, ist nicht belegt. Im Übrigen fehlen entsprechende Vorbehalte der Beschwerdeführerin im Gutachten. Vielmehr wurde in der Exper</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tise explizit darauf hingewiesen, dass die Dolmetscherin „herzig begrüsst" worden sei, die Beschwerdeführerin mit der Übersetzerin und Gutachterin problemlos einen sehr guten emotionalen Rapport etabliert habe und etwaiges Misstrauen zu keinem Zeitpunkt feststellbar gewesen sei (Urk. 10/103/1-44 S. 25 und S. 26) res</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pektive, dass sich die Beschwerdeführerin bereitwillig und offen beziehungsweise problemlos auf die Intermediation der Dolmetscherin eingelassen habe (S. 7). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">An</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zufügen bleibt, dass etwaige Vorhaltungen gegen die Begutachtung samt Über</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzung echtzeitlich anzubringen gewesen wären und nach Vorliegen der Ergeb</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nisse der Begutachtung verspätet sind.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im Weiteren geht auch das Vorbringen der Beschwerdeführerin, die Expertise sei mangelhaft, da die Gutachterin keine Kenntnis vom Suizidversuch im Frühling 2015 sowie vom sich daran anschliessenden Aufenthalt im Zentrum E.___ res</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pektive von der im mehrwöchigen stationären Setting durchgeführten Diagnostik gehabt habe (Urk. 1 S. 6 Ziff. 1 ff.), ins Leere. Auch wenn der Gutachterin der entsprechende Bericht der B.___ vom 1. Juni 2015 (Urk. 3) nicht vorlag (vgl. Urk. 9 S. 1), so hatte sie Kenntnis davon, dass die Beschwerdeführerin seit der ursprüng</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lichen Rentenzusprache einen weiteren Suizidversuch unternahm und sich an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schliessend in stationärer psychiatrischer Behandlung befand (Urk. 10/103/1-44 S. 21). Der Umstand, dass der Suizidversuch nicht - wie von der Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin in der psychiatrischen Untersuchung mitgeteilt - Ende 2014/Anfang 2015 stattfand (S. 21), sondern erst im April 2015 (Urk. 3), vermag an der Beweiskraft des Gutachtens nichts zu ändern. Im Übrigen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zwischen dem Suizidversuch und der gutachterlichen Untersuchung mehr als ein Jahr verstrichen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gleichermassen hat der Umstand, dass die Expertin die von der B.___ am 1. Juni 2015 gestellte Diagnose einer bipolaren affektiven Störung (Urk. 3) nicht kannte, keine Auswirkungen auf die Beweiskraft des Gutachtens (Urk. 1 S. 6 Ziff. 3). </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wegzuschicken ist, dass die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in Verletzung ihrer Mitwirkungs</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">pflicht die entsprechende Behandlung gegenüber der </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdegegner</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">i</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">n </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gar nicht erwähnte (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">10/94/2) und auch es auch der behandelnde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Dr. G.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, Spezialarzt für Neurologie, unterliess, auf diese Behandlung hinzuweisen, obwohl er davon Kenntnis hatte (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Urk. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">9/96/3 und Urk.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">3). Fest steht indes, dass die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">achterin unabhängig vom B.___-Bericht eine solche Störung in nachvollziehbarer Weise verneint hat (Urk. 10/103/1-44 S. 33 und S. 43 f.). Zudem wurde </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">das Vor</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">liegen einer bipolaren Störung auch in den Berichten der Klinik H.___ vom 23. März 2011 (Urk. 10/12/6-8 S. 3) sowie der C.___ vom 10. Januar 2017 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">(Urk. 19/1 S. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> verworfen.</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vor diesem Hintergrund vermag auch der Hinweis der Beschwerdeführerin, wonach die von Dr. G.___ in seinem aktuellsten Bericht ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stellte Diagnose einer bipolaren Störung (vgl. Urk. 10/96 S. 1) von der Gutachte</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rin zu Unrecht als nicht nachvollziehbar bezeichnet worden sei (Urk. 1 S. 6 Ziff. 3), nicht zu überzeugen. Der Umstand, dass im Bericht der B.___ eine bipolare Diagnose gestellt worden ist, ändert nichts an der im Gutachten erwähnten feh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lenden Nachvollziehbarkeit der entsprechenden Diagnose durch den fachfremden Dr. G.___ (Urk. 10/103/1-44 S. 43 f.), da die Diagnose im B.___-Bericht nicht näher begründet wird und sich zudem auch keine entsprechenden Angaben bei Dr. G.___ finden. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">es im Rahmen der In</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">validitätsbemessung grundsätzlich nicht auf die Diagnose</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ankommt, sondern einzig darauf</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">, welche Auswirkungen eine Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit hat</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Massgebend ist der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urteil des Bundesgerichts 9C_361/2016 vom 22. August 2016 E. 4.2.1)</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">. Schliesslich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ist die Erfahrungstatsache zu berücksichtigen, dass behan</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">delnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (B</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">GE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 3b/cc).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.2.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich des Hinweises der Beschwerdeführerin, wonach die Gutachterin sie le</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">diglich ein einziges Mal für die Dauer von zweieinhalb Stunden gesehen habe (Urk. 18 S. 4 Ziff. 3), gilt Folgendes: </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in Gutachter </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sieht </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">einen Exploranden in der Regel nur</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> für eine beschränkte Zeit, wobei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> sich aus der Anzahl und der Dauer der geführten Gespräche keine Rückschlüsse auf die Wertigkeit eine</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Expertise</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> ziehen lassen. Einen krankheitswertigen Befund oder das Fehlen eines solchen kann ein erfahrener Diagnostiker ohne Weiteres auch nach einem einmaligen Gespräch feststellen. Eine Mindestdauer ist bei einem solchen nicht zwingend einzuhalten. Den Ausführungen von Dr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">A.___</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> l</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ässt sich entnehmen, dass die</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">in ihr</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">e aktuellen Beschwerden und deren Behandlung, </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ihre so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">zialen Verhältnisse, ihren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> Tagesablauf etc. eingehend schilderte. Es fand eine aus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führliche Anamnese und Befunderhebung statt (vgl. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">E. 4.1 hievor, vgl. dazu auch statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C-671/2012 vom 15. November 2012 E. 4.5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Betreffend die von der Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren eingereich</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Berichte der C.___ vom 10. Januar, 8. Februar und 11. Dezember 2017 (Urk. 19/1-2 und Urk. 25) sowie des Zentrums I.___ vom 15. Mai 2017 (Urk. 19/3) ist darauf hinzuweisen, dass diese erst nach Erlass </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">der streitigen Verfügung (6. Oktober 2016) verfasst worden und nur insofern massgebend sind, als die darin erwähnten Umstände mit dem Streit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurtei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lung im Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu beeinflussen (Urteil des Bundesge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">richts 8C_279/2015 vom 27. August 2015 E. 3.2.1).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund des C.___-Berichts vom 10. Januar 2017 (Urk. 19/1) ist nicht ersichtlich, seit wann – vor oder nach 6. Oktober 2016 - die diagnostizierte mittelschwere depressive Episode anhält. Im Weiteren machten die C.___-Ärzte keine Angaben darüber, inwiefern die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin durch die diagnostizierten Störungen beeinträchtigt ist. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.3</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Gleiches gilt mit Bezug auf den C.___-Bericht vom 8. Februar 2017 (Urk. 19/2), in welchem unter anderem ohne nähere Begründung von einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) ausgegangen wird. E</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ine PTBS entsteht als eine verzö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gerte oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmasses (kurz oder lang anhaltend), die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde. Die Störung folgt dem Trauma mit einer Latenz, die Wochen bis Monate dauern kann, doch selten mehr als sechs Monate nach dem Trauma (Dilling/</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mombour/Schmid [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Stö</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rungen</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ICD-10 Kapitel V [F] Klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Aufl., 2015, S. 207 f</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">., vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_676/2015 vom 7. Juli 2016 E. 5.1 und E. 5.2.2). Im C.___-Bericht fehlen nähere Angaben über die traumati</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schen Erlebnisse. Es wird zwar auf Versuche sexueller Übergriffe durch den Grossvater und einen Onkel der Beschwerdeführerin sowie Schläge durch den Vater hingewiesen (Urk. 19/S. 2). Diese Vorfälle ereigneten sich indessen in der Kindheit respektive Jugend der Beschwerdeführerin und liegen über 10 Jahre zu</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rück. In der gutachterlichen Untersuchung am 2. Juni 2016 gab die Beschwerde</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">führerin alsdann an, dass sie unter den sexuellen Übergriffsversuchen sehr lange gelitten und lange Alpträume gehabt habe, letztere aber nicht mehr aufträten (Urk. 10/103/1-44 S. 9 und S. 10). Die Gutachterin wies ferner darauf hin, dass bei der Exploration bei der Schilderung der Übergriffsversuche und Bestrafungen durch den Vater keine psychovegetativen Erregungszeichen ersichtlich gewesen seien, die Beschwerdeführerin von den Vorfällen emotional distanziert berichtet und aktuell auftretende Flashbacks und Intrusionen verneint habe und auch keine Konstriktionen und kein Hyperarousal eruierbar seien (S. 9). Im Übrigen ist das Vorliegen einer PTBS auch von der RAD-Ärztin in ihrem Bericht vom 18. Juni 2012 verneint worden (Urk. 10/53 S. 5).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.4</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Im C.___-Bericht vom 11. Dezember 2017 (Urk. 25) finden sich keine Angaben über allfällige Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit. Betreffend die </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">„</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">anam</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">nestisch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> bekannte" PTBS (vgl. E. 4.3.3 hievor) wiesen die C.___-Ärzte darauf hin, dass deren Symptomatik nicht im Vordergrund gestanden habe (S. 4).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.3.5</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Für die im Bericht von I.___ vom 15. Mai 2017 (Urk. 19/3) gestell</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ten Diagnosen (</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schizoaffektive Störung, PTBS, chronische Schmerzstörung, Adipo</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sitas; </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">S. 1) fehlt jegliche Begründung. Gleiches gilt für die darin postulierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2). </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">4.4</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend vermögen die Einwendungen der Beschwerdeführerin die Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weiskraft des Gutachtens nicht in Zweifel zu ziehen. Es ist daher gestützt auf die Expertise von Dr. A.___ davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand spätestens seit 2. Juni 2016 dahin verbessert hat, dass die Beschwerdeführerin aus medizinisch-psychiatrischer Sicht in jeglicher Tätigkeit (ohne allzu schwere körperliche Verrichtungen und ohne Schichtarbeit) zu 100 % arbeitsfähig ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.</span><span> </span><span id="XX021"></span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zur Annahme der Invalidität nach </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Art. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkrankungen – in jedem Fall ein medizinisches </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Substrat unabdingbar, das (fach</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und so</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunfts</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vorder</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">grund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträch</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">stehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfas</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unter</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">scheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psy</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Ge</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">selbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad sei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Juni 2012 E. 3.2 mit Hinwei</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">sen).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.1.2</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Vorliegend stehen psychosoziale und soziokulturelle Faktoren deut</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lich im Vordergrund und prägen das Beschwerdebild erheblich. Die Gutachterin hielt fest, dass die psychische Störung, welche zur Arbeitsunfähigkeit vom November 2011 bis (spätestens) Juni 2016 geführt habe, ausschliesslich durch psychosoziale Belastungsfaktoren ausgelöst worden sei und durch sie unterhalten werde. Es kumulierten sich Schwierigkeiten in der Ehe, Probleme hinsichtlich der Finanzen (Fürsorgeabhängigkeit, Kreditaufnahme für einen Kollegen hinsichtlich vorgeschwindeltem Geschäftserfolg), Schwierigkeiten mit der Tochter (Entwick</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">lungsstörung), Überwachung dieser Entwicklung durch die KESB, die vom Ehe</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">paar entschiedene Änderung der Wohnsituation (Umzug nach Zürich) und die Platzierung der Tochter bei den Schwiegereltern in der Türkei. Ein eigenständiges oder komorbides psychisches Leiden verneinte die Gutachterin explizit (Urk. 10/103/1-44 S. 41 f.). Im Weiteren verwies auch Dr. G.___ in seinem Bericht vom 12. März 2016 (Urk. 10/96) auf diverse Belastungen durch den Ehemann und durch Behörden wegen der Tochter (S. 1) respektive auf diverse familiäre und soziale Probleme (S. 3). Der Druck der Behörden und das Ansinnen des Ehegatten, mit der gemeinsamen Tochter in die Türkei zurückzukehren, respektive die Ren</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">tenaufhebung und die Involvierung der KESB waren gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin sodann die (psychosozialen) Gründe für den Suizidversuch im April 2015 (Urk. 10/103/1-44 S. 21) beziehungsweise im Dezember 2016 (Urk. 19/1 S. 1 und Urk. 19/2 S. 1 f.).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Mit BGE 143 V 409 und BGE 143 V 418 änderte das Bundesgericht seine bisherige Praxis insofern, als es erkannte, dass die für somatoforme Schmerzstörungen ent</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wickelte Rechtsprechung, wonach in einem strukturierten Beweisverfahren an</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">hand von Indikatoren die tatsächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">troffenen Person zu ermitteln ist, künftig auf sämtliche psychische Erkrankungen Anwendung findet.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Wenn jedoch wie vorliegend psychosoziale Faktoren im Vordergrund stehen und nach gutachterlicher Einschätzung kein eigenständiges psychisches Leiden gege</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">ben ist, besteht kein verselbständigter Gesundheitsschaden im Rechtssinne und ist keine Indikatorenprüfung durchzuführen (Urteil des Bundesgerichts 8C_858/2017 vom 17. Mai 2018 E.3.2).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht keine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen ist und somit eine Verbesserung des Gesundheitszustands eingetreten ist.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Der angefochtene Entscheid erweist sich damit als rechtens. Dies führt zur Ab</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">weisung der Beschwerde.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span><span> </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">8</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- anzusetzen. Entspre</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">setzungen für die Bewilli</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeistän</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">dung notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da der vorliegende Prozess nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet wer</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">den kann und die Beschwerdeführerin bedürftig ist (Urk. 12-14), ist ihr antrags</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">gemäss (Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. Die der Be</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">schwerdeführerin auferlegten Gerichtskosten sind demnach einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Da zudem die anwaltliche Verbeiständung notwendig ist, ist Rechtsanwältin Nöelle Cerletti, Bülach, als unentgeltliche Rechtsvertreterin der Beschwerdefüh</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">rerin zu bestellen und nach Einsicht in die Kostennote vom 26. September 2016 (Urk. 27) mit Fr. 3'648.30 (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichtskasse zu entschädigen. </span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">Die Beschwerdeführerin wird auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversi</span><span class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend">cherungsgericht (GSVGer) aufmerksam gemacht.</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Das Gericht beschliesst:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">In Bewilligung des Gesuchs vom 7. November 2016 wird der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung gewährt und es wird ihr Rechtsanwältin Nöelle Cerletti als unentgeltliche Rechtsvertreterin für das vorliegende Verfahren bestellt,</span></p><p class="Normal Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">und erkennt sodann:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Beschwerde</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird abgewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von </span><span id="Text1"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">800</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span id="Text2"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auferlegt</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse genommen. </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeführerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text7"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Noëlle Cerletti, Bülach,</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> wird mit </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Fr. 3'648.30</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichts</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">kasse entschädigt. </span><span id="Text5"></span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdeführerin wird</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend"> auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><span class="Normal Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Noëlle Cerletti</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Normal Dispotext DispoEinzug"><span class="Normal Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Normal Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Normal Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">stellen.</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu</span><span class="Normal Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Normal Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Normal Heading3"><span class="Normal Heading3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSchleiffer Marais</p><p><span> </span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span></p></div> </div></body></html>