Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht vom 27. Oktober 2021 (810 21 117) ____________________________________________________________________ Steuern und Kausalabgaben Schenkungssteuer Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Hans Furer, Markus Clausen, Daniel Häring, Niklaus Ruckstuhl , Gerichtsschreiber Martin Michel Beteiligte A.A.____ und B.A.____ , Beschwerdeführer, vertreten durch Urs Duttweiler, Duttweiler Treuhand AG gegen Steuer - und Enteignungsgericht des Kantons Basel -Landschaft (Abteilung Steuergericht) , Beschwerdegegner Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft , Beschwerdegegnerin Betreff Schenkungssteuer (Urteil des Steuer- und Enteignungsgerichts des Kantons Basel- Landschaft, Abteilung Steuergericht, vom 5. März 2021) Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht A. Die Ehegatten A.A.____ und B.A.____ unterstellten sich mit Ehevertrag vom 30. Mai 2001 dem Güterstand der allgemeinen Gütergemeinschaft im Sinne von Art. 221 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) vom 10. Dezember 1907. B. Mit Kauf- und Schenkungsvertrag vom 1. November 201 9 übertrugen B.____, die Mutter von B.A.____, als Alleineigentümerin der Parzel le Nr. XX, Grundbuch [GB] C.____, und D.____, der Vater von B.A.____, als Alleineigentümer der Parzelle Nr. YY, GB E.____, diese beiden Grundstücke an ihre Tochter sowie den Schwiegerso hn A.A.____ als Erwerber zu gesamter Hand zufolge Gütergemeinschaft. Im Kauf- und Schenkungsvertrag wurde der Übertragungswert auf Fr. 510'139.75 festgesetzt. Der Übertragungswert in der Höhe von Fr. 510'139.75 wurde durch Überbund der Restschuld des Schuldbriefs im 1. Range im Umfang von Fr. 370'000.-- und durch Verrechnung mit den bere its geleisteten Renovationszahlungen der Erwerberschaft in der Höhe von Fr. 31'139.75 regl iert. Zudem wurden der Erwerberschaft Fr. 109'000.-- schenkungsweise erlassen. C. Aufgrund der Übertragung der Parzelle Nr. YY, GB E.____, veranlagte die Steuerver- waltung des Kantons Basel-Landschaft A.A.____ mit Verf ügung vom 12. Juni 2020 ausgehend von einem steuerbaren Schenkungsbetrag in der Höhe von Fr. 101'930.-- zu einer Schenkungs- steuer in der Höhe von Fr. 15'289.50. Dem steuerbaren Schenkungsbetrag lag folgende Be- rechnung zugrunde: D. Gegen die Schenkungssteuerveranlagung erhoben A.A .____ und B.A.____ mit Eingabe vom 1. Juli 2020 Einsprache bei der Steuerverwaltung. Darin machten sie insbesonde- re geltend, es sei die Absicht der Schenkenden gewesen, die Liegenschaft nur an B.A.____ zu übertragen, weshalb keine Schenkung an A.A.____ vorliege. Mit Entscheid vom 24. September 2020 wies die Steuerverwaltung die Einsprache ab. E. Den von A.A.____ und B.A.____, nunmehr vertreten durch Urs Duttweiler, Duttweiler Treuhand AG, dagegen erhobenen Rekurs wies das Steuer- und Enteignungsgericht, Abteilung Steuergericht (Steuergericht), mit Urteil vom 5. März 2021 ab. F. Dagegen erheben A.A.____ und B.A.____, weiterhin vertreten durch Urs Duttweiler, Duttweiler Treuhand AG, am 10. Mai 2021 (Datum der Postaufgabe) Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- un d Verwaltungsrecht (Kantonsge- Verkehrswert 665'000.00 CHF Hypothek -370'000.00 CHF Verrechnung geleistete Renovationszahlungen -31'140 .00 CHF Schenkungsbetrag total: 263'860.00 CHF Anteil A.A.____ 1/2 131'930.00 CHF Freibetrag -30'000.00 CHF steuerbarer Schenkungsbetrag 101'930.00 CHF Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht richt), mit den Anträgen, das Urteil des Steuergericht s vom 2. März 2021 und die Schenkungs- steuerverfügung vom 12. Juni 2020 seien aufzuheben. G. Die Steuerverwaltung und die Vorinstanz schliessen in ihren Vernehmlassungen vom 9. Juni 2021 auf Abweisung der Beschwerde. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1.1 Gemäss § 19 Abs. 2 des Gesetzes über die Erbschafts- und Schenkungssteuer (Erb- schafts- und Schenkungssteuergesetz; ESchStG) vom 7. Januar 1980 i.V.m. § 131 Abs. 1 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern (StG) vom 7. Februar 1974 können Entschei- de des Steuergerichts mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde be im Kantonsgericht angefochten werden. Da die formellen Voraussetzungen gemäss § 131 StG und den §§ 43 ff. des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 erfüllt sind, kann auf die Beschwerde eingetreten werden. 1.2 Mit der Beschwerde in Steuersachen können alle Män gel des angefochtenen Ent- scheids und des vorangegangenen Verfahrens gerügt werden (§ 45 Abs. 2 VPO). 2.1 Umstritten und zu prüfen ist, ob die Voraussetzung en für die Erhebung einer Schen- kungssteuer gegeben sind. 2.2 Nach geltendem Recht steht die Erbschafts- und Sche nkungssteuerhoheit umfassend den Kantonen zu. Der Bund verfügt weder über eine Ge setzgebungs-, Verwaltungs- noch Ertragshoheit (ANDREA OPEL , in: Zweifel/Beusch/Hunziker [Hrsg.], Kommentar Erbsch afts- und Schenkungssteuerrecht, 2020, N 3 zu § 3). Folge der umfa ssenden kantonalen Kompetenz ist, dass die Kantone zur Erhebung von Erbschafts- und/oder Sch enkungssteuern berechtigt, aber nicht verpflichtet sind (OPEL , a.a.O., N 5 zu § 3). Während die meisten Kantone Erbschafts- und Schenkungssteuern erheben, verzichten die Kantone Schwyz un d Obwalden auf die Erhebung von Erbschafts- und Schenkungssteuern und der Kanton Luzer n auf die fiskalische Belastung von Schenkungen (vgl. Schweizerische Steuerkonferenz, Dossier Steuerinformationen, D. Ein- zelne Steuern, Erbschafts- und Schenkungssteuern, 2020, S. 3). Die Kantone sind bei der Aus- gestaltung der Schenkungssteuer zudem weitgehend frei. S ie sind jedoch an die verfassungs- mässigen Grundsätze gebunden, namentlich an das Legalitätsprinzip, den Grundsatz der Allge- meinheit der Besteuerung, der Gleichmässigkeit der Best euerung sowie der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, die Eigentumsgar antie, das Verbot der interkantonalen Besteuerung sowie an staatsvertragliche Beschränkungen der Steuerhoheit (vgl. S ILVIA HUNZIKER , in: Zweifel/Beusch/Hunziker [Hrsg.], Kommentar Erbschafts- und Schenkungssteuer- recht, 2020, N 2 f. zu § 13 mit Hinweisen). 2.3 Der Kanton Basel-Landschaft sieht in § 131 Abs. 1 lit. e der kantonalen Verfassung (KV) vom 17. Mai 1984 die Erhebung von Erbschafts- und Schenkungssteuern ausdrücklich vor. Die Grundzüge der Ausgestaltung sind im ESchStG geregelt. Gemäss § 2 Abs. 1 ESchStG gilt als Schenkung im Sinne dieses Gesetzes jede freiwillige und unentgeltliche Zuwendung von Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht Geld, Sachen oder Rechten irgendwelcher Art mit Einsc hluss des Erbauskaufes (vgl. Art. 495 ZGB) und der Stiftung (vgl. Art. 80 ff. ZGB) sowie d er schenkungsweise Erlass von Verbindlich- keiten. Der Vorempfang auf Rechnung künftiger Erbschaf t ist der Schenkung gleichgestellt (§ 2 Abs. 2 ESchStG). Das basellandschaftliche ESchStG enthält damit eine von Art. 239 des Bun- desgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerische n Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht, OR) vom 30. März 1911 unabhängige Definition der "Schenkung". Die Merk- male dieses steuerrechtlichen Schenkungsbegriffs sind im wirtschaftlichen Sinn auszulegen; die zivilrechtliche Umschreibung der Schenkung ist somit nich t massgebend. Für die steuerrechtli- che Schenkung im Sinne des ESchStG sind die Merkmale der Vermögenszuwendung, der Un- entgeltlichkeit und des Schenkungswilllens begriffsnotwen dig (T HOMAS RAMSEIER , Die basel- landschaftliche Erbschafts- und Schenkungssteuer, 1989, S. 56 f.; T HOMAS P. WENK , in: Nefzger/Simonek/Wenk, Kommentar zum Steuergesetz des Kan tons Basel-Landschaft, 2004, N 12 zu § 73 StG; Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kan tons Basel-Landschaft [VGE] vom 27. August 1997 E. 1.b, publiziert in: Basellandscha ftliche und Baselstädtische Steuerpra- xis [BStPra], Band XIV, S. 5 ff.). 2.4 § 9 ESchStG sieht diverse Ausnahmen von der Erbscha fts- und Schenkungssteuer- pflicht vor. Nach § 9 Abs. 1 lit. b ESchStG sind insbe sondere Ehegatten, Eltern, und direkte Nachkommen sowie die eingetragene Partnerin oder der eingetragene Partner des Erblassers oder Schenkers von der Erbschafts- und Schenkungssteuer be freit. Für Schwiegerkinder beträgt der Steuersatz der Erbschafts- und Schenkungsste uer 15 % nach Abzug eines Frei- betrages von Fr. 30'000.-- (§ 12 Abs. 1 lit. b ESchStG). 2.5 Steht bei einem entgeltlichen Rechtsgeschäft die eine Leistung in einem offenbaren Missverhältnis zur Gegenleistung, so wird der durch die G egenleistung nicht gedeckte Wert einer Schenkung gleichgestellt (§ 2 Abs. 3 ESchStG; sog. gemischte Schenkung). Eine ge- mischte Schenkung liegt daher vor, wenn ein Grundstück nach dem Willen der Vertragsparteien weit unter dem Verkehrswert die Hand wechselt. Die Über tragung erfolgt teilweise entgeltlich und teilweise unentgeltlich (vgl. W ENK , a.a.O., N 13 zu § 73 StG). Wie bei jeder Schenkun g ist der Schenkungswille erforderlich, das heisst der Zuwendende muss die Gegenleistung bewusst niedriger ansetzen als seine eigene Leistung, mit dem Willen, die Differenz dem Empfänger unentgeltlich zukommen zu lassen (vgl. R AMSEIER , a.a.O., S. 73 und 75; BGE 118 Ia 497, E. 2bb). 3.1 Zu prüfen ist das Kriterium der Unentgeltlichkeit und damit verbunden die Bewertung der streitbetroffenen Liegenschaft. Die Vorinstanz füh rte hinsichtlich des Kriteriums der Unent- geltlichkeit bzw. des offenbaren Missverhältnisses zwischen de m Kaufpreis und dem Verkehrs- wert zusammengefasst aus, im Bewertungsprotokoll der am tlichen Schätzung vom 14. Mai 2020 sei der Zustandswert des Gebäudes inkl. Baunebenkost en auf Fr. 503'272.-- und der Landwert auf Fr. 197'335.-- geschätzt worden. Abzügli ch der latenten Steuern sei der Ver- kehrswert auf (gerundet) Fr. 665'000.-- festgesetzt wo rden. Diese Schätzung sei korrekt erfolgt und die Differenz zwischen dem entgeltlichen Teil der Übertragung (gerundet Fr. 401'140.--) und dem Verkehrswert (Fr. 665'000.--) betrage 39,7 % , womit das Missverhältnis offensichtlich sei. Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.2 Die Beschwerdeführer bringen dagegen vor, die Ver tragsparteien hätten für die Grund- stücke einen Übernahmepreis von Fr. 510'139.75 festgele gt. Grundsätzlich gelte die natürliche Vermutung, dass der Kaufpreis dem Verkehrswert entspreche . Die Steuerverwaltung bemesse den Verkehrswert der Objekte dagegen auf insgesamt Fr. 665'000.--. Die Differenz zwischen der Verkehrswertschätzung der Steuerverwaltung und dem ve rtraglich vereinbarten Verkehrs- wert betrage 23,3 %. Die Abweichung liege damit im Streubereich der Praxisregeln (25 %), auf- grund welcher noch kein offensichtliches Missverhältnis ange nommen werde. Der von der Vor- instanz angeführten Differenz von 39,7 % sei entgegenzuh alten, dass sich die Vertragsparteien selber bereits über einen Verkehrswert verständigt hätt en und diesen unter Berücksichtigung der Eigenheiten des Objekts mit Fr. 510'139.75 verein bart hätten. Aufgrund des grossen Reno- vationsbedarfs sei der vertragliche Übertragungswert ang emessen und entspreche einem vor- sichtig bemessenen Verkehrswert. Die Steuerverwaltung halt e eine Schätzung nach den Be- stimmungen der Verordnung zum Gesetz über die Erbschaf ts- und Schenkungssteuer vom 16. Juni 1981 (ESchStV), die den Eigenheiten des Objekt es nicht vollständig Rechnung trage, dagegen. Auch wenn die schematische Verkehrswertbemessun g zu einem höheren Ergebnis als dem vertraglichen Übertragungswert geführt haben mö ge, so sei darin nicht einfach ein zu- sätzlicher Teil der gesamten unentgeltlichen Zuwendung zu erblicken. Die Behandlung dieser Differenz zwischen vertraglichem Übertragungswert und der Verkehrswertschätzung der Steuerverwaltung sei vielmehr unter den Aspekten von b ewertungstechnischen Unterschieden und/oder Festlegung eines Freundschaftspreises erneut zu prüfen. Auch ein krasses Missver- hältnis begründe nicht automatisch eine Schenkung. Die Steuerverwaltung könne sich zudem nicht einfach aufgrund des Massencharakters von Steuerveran lagungen auf eine statistische Bewertungsmethode zurückziehen. Spätestens mit der Einleitung des Einspracheverfahrens sei eine vertiefte Beschäftigung mit dem Sachverhalt und den verfahrens- und beweisrechtlichen Aspekten angezeigt gewesen. Die Steuerverwaltung sei dah er für das Vorliegen eines offen- sichtlichen Missverhältnisses zwischen Leistung und Gegenleistun g, soweit es den vertragli- chen Wert übersteige, beweispflichtig. Dieser Beweis sei mit der schematischen Bewertung nicht erbracht. 3.3 Die Steuerverwaltung führt dazu aus, für die Fest legung des Übernahmepreises gelte grundsätzlich die natürliche Vermutung, dass der Kaufpre is dem Verkehrswert entspreche. Die Beschwerdeführer würden indes verkennen, dass dieser Grundsatz nur bei Verkäufen an unab- hängige Dritte gelte. Bei Nahestehenden stelle sich g erade die Frage des Drittvergleichs, um die Schenkungskomponente überhaupt beurteilen und fest legen zu können. Der in der Schat- zung festgesetzte Wert von Fr. 665'000.-- sei – auch ang esichts der im Internet angebotenen Einfamilienhäuser in der Gemeinde – sehr massvoll. Die gestützt auf die eher tiefe Schatzung errechnete Höhe der Schenkung sei nicht zu beanstanden. 3.4.1 Das objektive Begriffsmerkmal der Unentgeltlichkei t liegt bei der gemischten Schen- kung vor, wenn ein offenbares Missverhältnis zwischen Leistu ng und Gegenleistung besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_785/2020 vom 18. März 2021 E. 2.4.4). Das Missverhältnis beurteilt sich dabei nach dem Verkehrswert von Leistung u nd Gegenleistung (vgl. R AMSEIER , a.a.O., S. 73). Bei der Bewertung des übergehenden V ermögens steht den Kantonen ein Spiel-Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht raum zu. Die Kantone können eigene Bewertungsmethode n für die einzelnen Vermögenskate- gorien festlegen, weshalb sich kantonale Spezialitäten h erausgebildet haben. Bei sämtlichen Bewertungsfragen sind zwei Grundsätze massgeblich: Einer seits darf eine Bewertung den Verkehrswert des übergehenden Vermögens nicht überschrei ten. Andererseits muss sich eine vom Verkehrswert nach unten abweichende Bewertung auf sa chliche Gründe stützen, da an- sonsten ein Verstoss gegen das Gleichheitsgebot vorläge. De nkbar sind die Rücksichtnahme auf Bewertungsschwierigkeiten und absichtliche Privilegieru ngen (M ARKUS OEHRLI /P ATRIZIA ATTINGER , in: Zweifel/Beusch/Hunziker [Hrsg.], Kommentar Erbschafts- und Schenkungssteuer- recht, 2020, N 11 ff. zu § 20). Als Verkehrswert wird nach der ständigen Rechtsprechung im All- gemeinen der Wert verstanden, zu welchem eine Sache o der ein Vermögenswert am freien Markt zu einem bestimmten Zeitpunkt veräussert werden kann (BGE 122 I 168; Urteil des Bun- desgerichts 2C_296/2009 vom 11. Februar 2010 E. 3.2, publiziert in: Der Steuerentscheid [StE] 2010 A 21.14 Nr. 18). Der Verkehrswert bildet keine m athematisch punktgenau bestimmbare Grösse; vielmehr ist er in der Regel ein Schätz- oder Ver gleichswert (BGE 131 I 291 E. 3.2.2; 128 I 240 E. 3.2.1; Urteil des Bundesgerichts 2C_68/202 1 vom 22. Februar 2021 E. 3.3.2). Die Erbschafts- und Schenkungssteuer verlangt eine Einzelbewertung jedes übergehenden Vermö- gensobjekts. Sachlicher Ausgangspunkt für die Berechnung d er Erbschafts- und Schenkungs- steuer ist der Verkehrswert der übergegangenen Vermögenswerte, wie dies die kantonalen Ge- setzesgrundlagen statuieren. Die Bewertung orientiert sich am normalen Geschäftsverkehr, der am Stichtag der Bewertung herrscht (O EHRLI /A TTINGER , a.a.O., N 15 f. zu § 20). Persönliche Umstände des Schenkers oder Beschenkten sowie subjektive We rtvorstellungen sind hingegen nicht massgebend für die Bewertung des übergehenden Ve rmögens (OEHRLI /A TTINGER , a.a.O., N 28 zu § 20). 3.4.2 Gemäss § 15 ESchStG werden die steuerbaren Zuwen dungen, sofern die nachfolgen- den Bestimmungen (§ 16 ESchStG) nichts Abweichendes vorschr eiben, zum Verkehrswert im Zeitpunkt des Vermögensüberganges bewertet. Die Bem essung des Verkehrswertes der Grundstücke wird kantonalrechtlich in der ESchStV geregelt (§ 17 Satz 1 ESchStG). Dabei sind insbesondere die sich bei einer späteren Veräusserung erge benden Grundstückgewinn- und Handänderungssteuern zu berücksichtigen und in Abzug zu br ingen (§ 17 Satz 2 ESchStG). Der Abzug für die bei einer späteren Veräusserung in Rechnung zu stellende Grundstückge- winn- und Handänderungssteuer beträgt bei unüberbauten Grundstücken bis 9 % und bei über- bauten Grundstücken (Boden und Gebäude) bis 5 % der ge mäss den §§ 1 bis 12 ESchStV er- mittelten Werte. Gemäss § 1 ESchStV gilt als Verkehrswert eines überbauten Grundstückes die Summe aus Zustandswert des Gebäudes, Baunebenkosten und Landwert. Der Zustandswert des Gebäudes wird mit dem vom Regierungsrat festgelegten Indexstand auf der Grundlage des Gebäudeversicherungswerts berechnet (§ 2 EschStV). Die Alt ersentwertung wird je nach Alter des Gebäudes in Prozenten des Neuwertes errechnet un d richtet sich nach der im Anhang zur ESchStV aufgeführten Tabelle (vgl. § 5 ESchStV). Als La ndwert eines überbauten Grund- stückes gilt der nach § 6 ESchStV ermittelte und um 30 % reduzierte Verkehrswert (§ 4 Abs. 1 ESchStV). Gemäss § 6 ESchStV richtet sich der Verkehrswert von Grund und Boden nach den durchschnittlichen Preisen, die in der betreffenden Geg end und in gleichartigen Zonen in den dem Bemessungszeitpunkt vorausgegangenen zwei Jahren bezahlt worden sind. Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 3.4.3 Die Steuerverwaltung hat unbestrittenermassen ein e Einzelbewertung der Liegenschaft vorgenommen und den Verkehrswert nach den zuvor genannt en kantonalrechtlichen Vorgaben in der ESchStV berechnet. Dabei hat sie den Zustandswe rt des Gebäudes gemäss § 2 ESchStV mit dem vom Regierungsrat festgelegten Indexstan d auf der Grundlage des Gebäu- deversicherungswertes berechnet und die Altersentwertung des Gebäudes gemäss § 5 ESchStV berücksichtigt. Ausgehend vom Neuwert von Fr. 532'0 00.-- und einem "Altersentwer- tungsabzug" von 14 % (vgl. Tabelle Anhang ESchStV) aufgrund des Gebäudealters von 30 Jah- ren (Baujahr 1989, Verkauf 2019) ergab sich daraus ein Zustandswert in der Höhe von Fr. 457'520.--. Weiter berücksichtigte die Steuerverwalt ung Baunebenkosten im Umfang von 10 % des Zustandswertes des Gebäudes (Fr. 45'752.--), w as den Vorgaben in § 3 ESchStV entspricht. In Bezug auf den Landwert gingen die Vorinstanzen bei einer Grundstücksfläche von 591 m2 von einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von Fr. 477.-- aus. Dieser Preis basiert auf der Bodenpreisstatistik des Kantons Basel-Landschaft, ge mäss welcher der durchschnitt- liche Quadratmeterpreis bei Freihandkäufen von Wohnbau land in der Gemeinde E.____ im Jahr 2017 bei Fr. 539.-- und im Jahr 2018 bei Fr. 416 .-- lag. Der Durchschnitt dieser beiden Werte ergibt den von den Vorinstanzen eingesetzten du rchschnittlichen Quadratmeterpreis von Fr. 477.--, was der kantonalrechtlichen Bemessungsregel ung gemäss § 6 ESchStV entspricht. Bei einer Grundstücksfläche von 591 m 2 und einem massgebenden Quadratmeterpreis von Fr. 477.-- resultiert somit ein Verkehrswert von Grund und Boden von Fr. 281'907.--, welcher gemäss § 4 Abs. 1 ESchStV um 30 % reduziert wird, was zu dem von den Vorinstanzen einge- setzten Landwert von Fr. 197'335.-- führt. Die Summe des Zustandswerts (Fr. 457'520.--), der Baunebenkosten (Fr. 45'752.--) und des Landwerts (Fr. 197'335.--) ergibt insgesamt einen Wert von Fr. 700'607.--, wovon gemäss § 17 Satz 2 ESchStG i. V.m. § 13 Abs. 1 ESchStV 5 % (d.h. Fr. 35'030.--) für die in Rechnung zu stellende Grun dstückgewinn- und Handänderungssteuer abzuziehen sind, was zum massgebenden Verkehrswert von Fr. 665'577.-- (gerundet Fr. 665'000.--) führt. Daraus ergibt sich, dass die Verke hrswertberechnung den kantonalrechtli- chen Vorgaben vollumfänglich entspricht und somit nicht zu beanstanden ist. Daran vermögen auch die von den Beschwerdeführern gegen die Bemessun g vorgebrachten Argumente nichts zu ändern, zumal es sich bei diesen Vorbringen um rein s ubjektive Wertvorstellungen handelt, die für die objektive Bewertung der Liegenschaft gerade nicht massgebend sein können. 3.5 Die Differenz zwischen dem vertraglichen Kaufpreis (g erundet Fr. 401'140.--) und dem Verkehrswert (Fr. 665'000.--) beträgt somit Fr. 263'8 60.--, womit der Erwerbspreis bei lediglich 60,3 % des Verkehrswerts liegt. Bei einer derartigen Differenz zwischen Leistung und Gegen- leistung ist ein offensichtliches Missverhältnis zweifelsfrei gegeben (vgl. dazu auch Urteil des Bundesgerichts 2C_785/2020 vom 18. März 2021 E. 2.5.1, mit Hinweisen). 4.1 Die Vorinstanz erwog weiter, es sei umstritten, ob d ie Schenkenden die Schenkung auch dem Schwiegersohn hätten zukommen lassen wollen. Ausgangspunkt zur Beurteilung die- ser Frage sei der Wortlaut der öffentlichen Urkunde, da die tatsächliche Vermutung der Richtig- keit der rechtsgeschäftlichen Erklärungen, die im Verfahren der öffentlichen Beurkundung abge- geben werden, gelte. In der Parteienbezeichnung des V ertrags seien die Tochter und der Schwiegersohn als Erwerber zu gesamter Hand genannt, w eshalb die nachträglich vorgebrach- te Erklärung der Schenkenden, man habe bloss die Tochter begünstigen wollen, die tatsächli-Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht che Vermutung der Richtigkeit der Willlenserklärung im Z eitpunkt der Beurkundung nicht umzu- stossen vermöge. Der Vertrag könne nur so verstanden wer den, dass sowohl die Tochter als auch der Schwiegersohn als Beschenkte beabsichtigt gewesen seien. Es liege somit ein Schen- kungswille der Schenkenden hinsichtlich der unentgeltli chen Zuwendung auch an den Schwie- gersohn vor. 4.2 Die Beschwerdeführer bringen dagegen vor, zum subj ektiven Teil gehöre nicht nur das Wissen und Wollen um eine unentgeltliche Zuwendung, so ndern auch die Person des Zuwen- dungsempfängers. Das vorliegende Rechtsgeschäft sei von Anfang an und im klaren Willen ge- tätigt worden, den unter allen Titeln anfallenden S chenkungsbetrag der Tochter der Schenken- den zuzuwenden. Der Vorhalt, sie hätten mit der nachtr äglichen Erklärung vom 26. Juli 2020 lediglich nachträglich die Steuerfolgen der Zuwendung korrigieren wollen, unterstelle, dass die Beteiligten von der Steuerfreiheit einer Zuwendung an die Tochter und der Steuerpflicht einer solchen an den Schwiegersohn nichts gewusst hätten, obwohl sie bei der Vertragsgestaltung ein anerkanntes basellandschaftliches Notariat hätten b eiziehen müssen. Weiter würde dem instrumentierenden Notar unterstellt, er hätte keine Kenntnis von dieser schenkungssteuer- rechtlichen Differenzierung gehabt. Diese Unterstellun gen würden allgemeiner Praxis und Er- fahrung widersprechen. Begünstigte der Schenkung habe unmissverständlich die Tochter sein sollen; die etwas unpräzise Formulierung im Vertrag la sse den Parteiwillen dennoch unzweifel- haft erkennen. Die Behauptung der Steuerverwaltung, der Grundbucheintrag sei massgebend, könne hier nicht richtig sein. Der Grundbucheintrag sei im Zusammenhang mit den Vermögens- verhältnissen bei Gütergemeinschaften nicht konstitutiv, sondern deklaratorisch. Die Schenken- den hätten durch konkludentes Handeln eine Zuwendung in das Eigengut der Tochter im Rah- men der Gütergemeinschaft gemacht. Auch wenn dies form ell nicht ausdrücklich erfolgt sei, sei es trotzdem zivilrechtlich von grosser Bedeutung, dass es sich um eine Schenkung an die Tochter und nicht an beide Ehegatten gemeinsam gehandelt habe. 4.3 Die Steuerverwaltung hält dagegen, aus der unter zeichneten öffentlichen Urkunde vom 1. November 2019 gehe klar nicht nur die Tochter, sondern auch der Schwiegersohn als Erwer- berschaft hervor. Zudem habe auch der Schwiegersohn den Vertrag unterzeichnet. Es könne im Nachhinein nicht ernsthaft behauptet werden, es sei nie die Absicht gewesen, den Schwie- gersohn zu beschenken. Der Schenkungswille gehe eindeutig aus der öffentlichen Urkunde her- vor. 5.1 Zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanzen zu Recht von einem Schenkungswillen in Bezug auf die Übertragung an den Schwiegersohn ausgegangen sind. 5.2 Damit eine unentgeltliche Zuwendung als Schenkung besteuert werden kann, muss sie neben den objektiven Merkmalen der Vermögenszuwendung u nter Lebenden und der Unent- geltlichkeit auch das subjektive Element des Schenkungswil lens umfassen, das heisst, sie muss freiwillig erfolgen und darf keinem anderen Rechtsg rund entspringen. Mit dem Begriff "Schenkungswille" (animus donandi) ist gemeint, dass die zuwendende Person um die Vermö- genszuwendung und um deren Unentgeltlichkeit weiss und si e auch will (Urteil des Bun- desgerichts 2C_703/2017 vom 15. März 2019 E. 3.3.1, pu bliziert in: Der Steuerentscheid [StE] Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 2019 B 22.2 Nr. 35; Urteil des Bundesgerichts 2A.668/2004 vom 22. April 2005 E. 3.3, publiziert in: StE 2006 B 26.25 Nr. 2). Die Beweggründe bzw. Mo tive sind dagegen nicht massgebend (RAMSEIER , a.a.O., S. 63 f.; Urteil des Verwaltungsgerichts des K antons Zürich SR.2006.00005 vom 23. August 2006 E. 1.1). 5.3 Im Rahmen der Sachverhaltsfeststellung hat die Ve ranlagungsbehörde zu beurteilen, ob sich die feststellungsbedürftigen Tatsachen verwirklicht haben oder nicht. Dabei hat sie sich vom Grundsatz der freien Beweiswürdigung leiten zu lassen (vgl. zum Ganzen: M ARTIN ZWEIFEL /H UGO CASANOVA /M ICHAEL BEUSCH /S ILVIA HUNZIKER , Schweizerisches Steuerverfah- rensrecht Direkte Steuern, 2. Auflage, 2018, N 13 zu § 5, N 6 zu § 19). Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung darf und muss die Steuerbeh örde aufgrund ihrer frei gebildeten Überzeugung darüber befinden, ob eine Tatsache als ver wirklicht zu betrachten ist (Z WEI - FEL /C ASANOVA /B EUSCH /H UNZIKER , a.a.O., N 13 zu § 5). Eine Ausnahme vom Grundsatz de r freien Beweiswürdigung besteht für die öffentlichen Urkunden und Register. Diese erbringen für die durch sie bezeugten Tatsachen vollen Beweis, solange nicht die Unrichtigkeit ihres Inhalts nachgewiesen wird (ZWEIFEL /C ASANOVA /B EUSCH /H UNZIKER , a.a.O., N 14 zu § 5). 5.4 Wenngleich es sich beim Schenkungswillen um ein sub jektives Begriffsmerkmal han- delt, ist dessen Vorliegen oder Nicht-Vorliegen nach ob jektiven Massstäben zu beurteilen. Das persönliche Empfinden der zuwendenden Person ist nicht ausschlaggebend; ihre Sichtweise und Erklärungen sind unter Berücksichtigung aller übrige n Umstände einer bestimmten Zuwen- dung zu würdigen. Da der strikte Nachweis innerer Tatsa chen, aus denen sich auf das Vorlie- gen des subjektiven Elements schliessen liesse, naturgemäss schwierig ist, darf – bei Vorliegen aller objektiven Elemente des steuerrechtlichen Schenkun gsbegriffs – nach der bundesgericht- lichen Rechtsprechung der Schenkungswille unter einander nahestehenden Personen willkür- frei vermutet werden (Urteil des Bundesgerichts 2C_703 /2017 vom 15. März 2019 E. 3.3.2 = StE 2019 B 22.2 Nr. 35; vgl. ebenso Urteile des Bunde sgerichts 2C_294/2018 vom 26. Juni 2018 E. 4.3, 2C_597/2017 vom 27. März 2018 E. 3.1.2 und 2C_91/2011 vom 5. Juli 2011 E. 2.1). Auch dürfen in diesem Zusammenhang die wirt schaftlichen Verhältnisse und die übri- gen Lebensumstände als Indizien herbeigezogen werden. I nsbesondere bei Verwandtschaft oder Freundschaft zwischen den Parteien, bei hohem Alter , schlechter Gesundheit oder guten Vermögensverhältnissen des Zuwendenden sowie bei Bedürfti gkeit des Empfängers spricht eine natürliche Vermutung für den Schenkungswillen. Ist der Schenkungswille aufgrund solcher Umstände zu vermuten, obliegt es dem Beschenkten, Gründ e für dessen Fehlen – wie etwa eine sittliche Pflicht oder eine vertragliche Verpflichtung – darzutun (vgl. Urteil des Verwaltungs- gerichts des Kantons Zürich SR.2006.00005 vom 23. August 2006 E. 1.1; Urteil des Verwal- tungsgerichts des Kantons Zürich vom 10. August 1992, in : Rechenschaftsbericht an den Kan- tonsrat [RB] 1992 Nr. 52). 5.5 Aus dem klaren Wortlaut der öffentlichen Urkunde ü ber den Kauf- und Schenkungsver- trag vom 1. November 2019 ergibt sich eindeutig, dass di e Schenkenden die beiden Grund- stücke sowohl an ihre Tochter als auch an ihren Schwiegersohn verkauft und geschenkt haben, zumal beide ausdrücklich als Erwerber im Rubrum des Kauf- und Schenkungsvertrag aufgeführt sind. Festzustellen ist sodann, dass die Schenkenden di e Grundstücke "an ihre Tochter bzw. Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht ihren Schwiegersohn" als Erwerber zu gesamter Hand zufo lge Gütergemeinschaft "verkaufen und schenken". Die öffentliche Urkunde enthält hinsicht lich der Schenkung weder eine Ein- schränkung noch einen Vorbehalt. Damit mussten die Schen kenden um die Vermögenszuwen- dung und um deren Unentgeltlichkeit sowohl in Bezug auf die Tochter als auch den Schwieger- sohn wissen und dies auch wollen. Ein anderer Wille ist aus dem notariell beurkundeten Vertrag nicht ersichtlich, weshalb der Vorinstanz zuzustimmen ist, dass der Vertrag nur so verstanden werden kann, dass der Verkauf und die Schenkung an beid e, d.h. an die Tochter und an den Schwiegersohn erfolgt sind. Die von den Schenkenden nachträglich erstellte Erklärung, wonach der subjektive Wille so auszulegen sei, dass nur die Toch ter als Beschenkte gemeint sein könne, überzeugt nicht, da sich dieser angebliche Will e nicht in der Urkunde selbst manifestiert bzw. der öffentlichen Urkunde offensichtlich widerspricht. Demgemäss vermag sie deren Un- richtigkeit nicht nachzuweisen. Die Vorinstanzen sind damit zur Recht auch von einem Schen- kungswillen an den Schwiegersohn ausgegangen. 6. Zusammenfassend sind somit sämtliche Voraussetzungen für die Erhebung der Schenkungssteuer erfüllt, was zur vollumfänglichen Abweisung der Beschwerde führt. 7. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kant onsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- sind dem Ausgang des Verfahrens entsprechend den Beschwerdeführern aufzuerlegen. Die Parteikosten sin d wettzuschlagen (§ 21 Abs. 3 VPO). Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- werden den Be- schwerdeführern auferlegt und mit dem geleisteten Koste nvorschuss in der Höhe von Fr. 2'000.-- verrechnet. 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Vizepräsident Gerichtsschreiber