<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">BV.2013.00018</font></b><br/> <b><font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4"> </font></b><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">Sozialversicherungsgericht</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="6">des Kantons Zürich</font><br/> <font size="4">III. Kammer</font><br/> <font size="4">Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender</font> <p><font size="4">Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer</font> </p><p><font size="4">Ersatzrichterin Condamin</font> </p><p><font size="4">Gerichtsschreiber Stocker</font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">Urteil vom 24. Mai 2013</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">in Sachen</font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">Sammelstiftung Vita</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">c/o Zürich Lebensversicherungs-Gesellschaft AG</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Austrasse 46, 8045 Zürich</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Klägerin</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">gegen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif ExtraBold" size="4">X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Beklagte</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> Nach Einsicht in</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Eingabe vom 11. März 2013 (Urk. 1), mit der die Sammelstiftung Vita Klage gegen die X.___ erhob mit folgendem Rechtsbegehren:</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin den Beitragsausstand von CHF 23653.70 nebst Zins zu 5 % seit 01.06.2012, zuzüglich Betreibungs- und andere Kosten zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">2. Es sei der in der Betreibung Nr. Y.___ des Betreibungsamtes Z.___ erhobene Rechtsvorschlag vollumfänglich zu beseitigen.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> sowie die übrigen Verfahrensakten (insbesondere Urk. 2/1-17);</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> unter dem Hinweis darauf, dass die Beklagte binnen der ihr mit Verfügung vom 14. März 2013 (Urk. 3; vgl. auch Urk. 4) angesetzten Frist keine Klageantwort erstattet hat, so dass androhungsgemäss Verzicht darauf anzunehmen ist;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> in Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">gemäss Art. 66 Abs. 2 Satz 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) der Arbeitgeber der Vorsorgeeinrichtung die gesamten Beiträge schuldet,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">die Vorsorgeeinrichtung für nicht rechtzeitig bezahlte Beiträge Verzugszinsen verlangen kann (Art. 66 Abs. 2 Satz 2 BVG),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die Klägerin zur Begründung der Klage im Wesentlichen ausführte, die Beklagte habe sich ihr mit Anschlussvertrag vom 18. Juli/15. August 2006 (Urk. 2/1) per 1. Januar 2007 zur Durchführung der beruflichen Vorsorge angeschlossen und weiter darlegte, dass ihr die Beklagte bis zu dessen per 31. Mai 2012 erfolgten Kündigung (Urk. 2/15) Vorsorgebeiträge in der Höhe von Fr. 23653.70 (Wert per 31. Mai 2012 [vgl. Urk. 2/16]) schuldig geblieben sei, weshalb die Beklagte zu verpflichten sei, ihr den Beitragsausstand (zuzüglich Zins von 5 % seit dem 1. Juni 2012) sowie die Betreibungs- und anderen Kosten zu bezahlen (Urk. 1),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die im vorliegenden Verfahren säumige Beklagte - soweit ersichtlich und abgesehen vom ohne Begründung erhobenen Rechtsvorschlag (vgl. Urk. 2/17) - auch vor- beziehungsweise ausserprozessual niemals Bestand und/oder Höhe der eingeklagten Forderung in Zweifel gezogen hat,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> die eingeklagte Beitragsforderung (inklusive Nebenkosten) vielmehr durch die Akten ausgewiesen ist, wobei insbesondere auf die Kontoauszüge (Urk. 2/6-8), diverse Mahnungen (Urk. 2/10-14), die Schlussabrechnung vom 25. Juni 2012 (Urk. 2/16) und den Zahlungsbefehl vom 3. September 2012 (Urk. 2/17) hinzuweisen ist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> namentlich keine Anzeichen für falsche Berechnungen oder dergleichen bestehen, </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> sich die Höhe der geforderten Verzugszinsen und der Beginn der Verzinsung aus Ziffer 10 des Anschlussvertrages (Urk. 2/1) und Art. 104 des Obligationenrechts (OR) ergeben,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> es sich bei den von der Klägerin in ihrem Rechtsbegehren geforderten anderen Kosten offensichtlich um die gemäss Kostenreglement (Anhang von Urk. 2/1) geschuldete Summe von Fr. 300.-- für die Einleitung eines Betreibungsbegehrens (vgl. dazu Urk. 2/17) handelt, weshalb sich die Klage auch insoweit als begründet erweist,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">hingegen die mit Rechtsbegehren Ziffer 1 ebenfalls eingeklagten Betreibungskosten nicht im vorliegenden Verfahren zugesprochen werden dürfen (vgl. Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts B 61/00 vom 26. September 2001), weil der Gläubiger von Gesetzes wegen berechtigt ist, diese Kosten von den Zahlungen des Schuldners vorab zu erheben (Art. 68 Abs. 2 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs),</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">demzufolge die Klage teilweise gutzuheissen und die Beklagte zu verpflichten ist, der Klägerin Fr. 23653.70 nebst Zins zu 5 % seit 1. Juni 2012 sowie Fr. 300.-- (Umtriebsentschädigung für die Einleitung der Betreibung) zu bezahlen,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> im Weiteren der in der Betreibung Nr. Y.___ des Betreibungsamtes Z.___ erhobene Rechtsvorschlag (Zahlungsbefehl vom 3. September 2012 [Urk. 2/17]) aufzuheben ist;</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> in weiterer Erwägung, dass</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">das unbegründete Erheben eines Rechtsvorschlages gegen offensichtlich zu Recht in Betreibung gesetzte Beitragsforderungen verbunden mit der Säumigkeit im nachfolgenden Prozess nach der ständigen Praxis des hiesigen Gerichts als mutwilliges Verhalten im Sinne von § 33 Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) zu qualifizieren ist, weshalb der Beklagten die Kosten des vorliegenden Prozesses zu auferlegen sind,</font><br/> <font face="RotisSerif" size="4">nach § 34 Abs. 2 GSVGer Versicherungsträger in der Regel keinen Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten haben, vorliegend jedoch das Verhalten der Beklagten als mutwillig zu qualifizieren ist, weshalb sie in Anwendung von § 34 Abs. 1 GSVGer zu verpflichten ist, der Klägerin eine angemessene, aufgrund ihres praktisch vollständigen Obsiegens volle Prozessentschädigung zu bezahlen;</font> </p><p><font size="4"> </font><br/> <font face="RotisSerif" size="4"> </font><br/> <b><font face="RotisSansSerif" size="5">erkennt das Gericht:</font></b><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">1. In teilweiser Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, der Klägerin Fr. 23653.70 nebst Zins zu 5 % seit 1. Juni 2012 sowie Fr. 300.-- zu bezahlen, und es wird der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. Y.___ des Betreibungsamtes Z.___ erhobene Rechtsvorschlag (Zahlungsbefehl vom 3. September 2012) aufgehoben. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">2. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Spruchgebühr: Fr. 1000.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Schreibgebühren: Fr. 159.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Zustellungsgebühren: Fr. 100.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">Total: Fr. 1259.--</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">werden der Beklagten auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">3. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Prozessentschädigung von Fr. 500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">4. Zustellung gegen Empfangsschein an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Sammelstiftung Vita</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- X.___</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Bundesamt für Sozialversicherungen</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">sowie an:</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">- Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4">5. Gegen diesen Entscheid kann innert </font><b><font face="RotisSansSerif" size="4">30 Tagen</font></b><font face="RotisSansSerif" size="4"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</font><br/> <font face="RotisSansSerif" size="4"> </font> </p></div></body></html>