<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="cell small-12 contentContainer printArea"> <div><table><tr><td><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">Sozialversicherungsgericht</span></p><p class="Standard berschrift1"><span class="Standard berschrift1">des Kantons Zürich</span></p></td><td><p class="Standard berschrift1"><img src="word/media/image1.png"/></p></td></tr></table><div><div><p><span>IV.2023.00664</span></p></div><div><p><span> </span></p></div><div><p><span> </span></p></div><p><br/></p><div><p>III. Kammer</p></div><div><p>Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender<br/>Sozialversicherungsrichterin Senn<br/>Sozialversicherungsrichterin Slavik<br/>Gerichtsschreiber Schetty</p></div><p class="Standard berschrift2"><span class="Standard berschrift2">Urteil</span><span class="Standard berschrift2"> vom </span><span class="Standard berschrift2">14. August 2024</span></p></div><p class="Standard StandardEinzug"><span class="Standard StandardEinzug">in Sa</span><span id="CURSOR"></span><span id="_GoBack"></span><span class="Standard StandardEinzug">chen</span></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">X.___</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdeführerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie Schwarz</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Sigg Schwarz Advokatur</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Theaterstrasse 3, Postfach 2336, 8401 Winterthur</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">gegen</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardFett RubrumFett"><span class="Standard StandardFett RubrumFett">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><span class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug">Beschwerdegegnerin</span></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p class="Standard StandardEinzug RubrumEinzug"><br/></p><p><br/></p><p></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Sachverhalt:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die im Jahre </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1992 geborene </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">X.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> trat am 18. August 2008 eine Lehre als </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Carrossierin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">/Autolackiererin an. Aufgrund mehrerer Sportverletzungen kam es zu einem deutlichen Ausbildungsrückstand und in der Folge zur vorzeit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">gen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beendigung des Lehrverhältnisses per 1. September 2010 (Urk. 6/51). Die Ver</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">sicherte ist seit dem 7. Oktober 2011 verheiratet und Mutter eines Kindes (2012, Urk. 6/5 S. 2 f.). Seit Juli 2014 leidet sie an Multipler Sklerose bei gestellter Erstdiagnose am 13. Oktober 2014 (Urk. 6/18 S. 7).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Aufgrund extremer Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten sowie körperliche</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> Beschwerden </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">meldete sich die Versicherte am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">23. März 2022 bei der Sozial</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">6/5). Mit Mitteilung vom 26. April 2022 hielt diese fest, dass zurzeit keine Eingliederungsmassnahmen nötig seien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> und leitete die Rentenprüfung in die Wege (Urk. 6/11). In der Folge führte die IV-Stelle eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt durch (Haushaltsab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">klärungsbericht vom 25. August 2022, Urk. 6/22). Mit Vorbescheid vom 14.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">November 2022 stellte sie die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (Urk. 6/24). </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Nachdem am 9. Januar 2023 eine neuropsychologische Abklärung durchgeführt worden war (Urk. 6/34), hob die IV-Stelle den ergangenen Vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">bescheid mit neuem Vorbescheid vom 10. August 2023 auf und stellte mit geänderter Begründung erneut die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (Urk. 6/46). An diesem Entscheid hielt sie mit Verfügung vom 2. November 2023 fest (Urk. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dagegen erhob die Vertreterin der Versicherten am </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">4. Dezember 2023 Beschwerde und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">beantragte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> es sei der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 6 Monaten nach der IV-Anmeldung vom 24. März 2022 eine Rente zuzusprechen, eventualiter sei die Sache zur Prüfung der mit dieser Beschwerde getätigten Neuanmeldung im Zusammenhang mit der ab 1. Januar 2024 in Kraft getretenen IVV-Verord</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nungsänderung an die IV-Stelle zu überweisen; unter Kosten- und Entschä</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1 S. 2).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Mit Beschwerdeantwort vom 29. Januar 2024 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 5). Mit Replik vom 16. April 2024 hielt die Vertreterin der Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">an den beschwerdeweise gestellten Anträgen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> fest (Urk. 10); die Beschwerdegegnerin verzichtete in der Folge auf das Einreichen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">einer Duplik (Urk. 13), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 22. Mai 2024 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 14).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span id="FUNKTION1"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Das Gericht</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> zieht in Erwägung:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">1.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.1</span><span> </span><span id="XX001"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ATSG</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ben</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">de ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ausschliesslich die Folgen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.2</span><span> </span><span id="XX072"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bundesgesetz</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">es</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> über die Invalidenversicherung (IVG)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Versicherte, die:</span></p><p><span>a.</span><span> </span><span>ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä</span><span>tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen </span><span>wieder herstellen</span><span>, erhalten oder verbessern können;</span></p><p><span>b.</span><span> </span><span>während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes</span><span>tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und</span></p><p><span>c.</span><span> </span><span>nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.</span></p><p><span> </span><span>Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1</span><span>bis</span><span> und 1</span><span>ter</span><span> nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1</span><span>bis</span><span> IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Renten</span><span>anspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invalidi</span><span>tätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Abs. 4):</span></p><p><span>Invaliditätsgrad</span><span>prozentualer Anteil</span></p><p><span>49 Prozent</span><span>47.5</span><span>Prozent</span></p><p><span>48 Prozent</span><span>45</span><span>Prozent</span></p><p><span>47 Prozent</span><span>42.5</span><span>Prozent</span></p><p><span>46 Prozent</span><span>40</span><span>Prozent</span></p><p><span>45 Prozent</span><span>37.5</span><span>Prozent</span></p><p><span>44 Prozent</span><span>35</span><span>Prozent</span></p><p><span>43 Prozent</span><span>32.5</span><span>Prozent</span></p><p><span>42 Prozent</span><span>30</span><span>Prozent</span></p><p><span>41 Prozent</span><span>27.5</span><span>Prozent</span></p><p><span>40 Prozent</span><span>25</span><span>Prozent</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Rentenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditäts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bemessung (Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umstän</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl. Art. 27 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Verordnung über die Invalidenversicherung</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">IVV)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gen und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).</span></p><p><span> </span><span>Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_674/2022 vom 15.</span><span> Mai</span><span> 2023 E. 3.2 mit Hinweisen).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">1.4</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gemäss Art. 27</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 1 IVV werden für die Bestimmung des Invaliditätsgrades von Teilerwerbstätigen folgende Invaliditätsgrade zusammengezählt:</span></p><p><span>a.</span><span> </span><span>der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit;</span></p><p><span>b.</span><span> </span><span>der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich.</span></p><p><span> </span><span>Für die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit wird gemäss Art. 27</span><span>bis</span><span> Abs. 2 IVV:</span></p><p><span>a.</span><span> </span><span>das Einkommen ohne Invalidität auf eine Erwerbstätigkeit, die einem Beschäftigungsgrad von 100 Prozent entspricht, hochgerechnet;</span></p><p><span>b.</span><span> </span><span>das Einkommen mit Invalidität auf der Basis einer Erwerbstätigkeit, die einem Beschäftigungsgrad von 100 Prozent entspricht, berechnet und entsprechend an die massgebliche funktionelle Leistungsfähigkeit ange</span><span>passt;</span></p><p><span>c.</span><span> </span><span>die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrades, </span><span>den</span><span> die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet.</span></p><p><span> </span><span>Für die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird gemäss Art. 27</span><span>bis</span><span> Abs. 3 IVV:</span></p><p><span>a.</span><span> </span><span>der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Auf</span><span>gabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt;</span></p><p><span>b.</span><span> </span><span>der Anteil nach Buchstabe a anhand der Differenz zwischen dem Beschäfti</span><span>gungsgrad nach Absatz 2 Buchstabe c und einer Vollerwerbs</span><span>tätigkeit gewichtet.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">seit dem 1. Juli 2020 von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % auszugehen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> sei</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, wobei die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit in einem Pensum von 50 % arbeiten würde. Bei einer Gewichtung des erwerblichen Bereichs mit 50 % sowie einem leidensbedingten Abzug in der Höhe von 10 % führe dies zu einem Teilin</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">validitätsgrad von rund 28 %. Im Bereich Haushalt sei von einer Einschränkung von 8.5 % auszugehen, was zu einem Teilinvaliditätsgrad von rund 4 % und zu einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 32 % führe (Urk. 2). Selbst wenn man den ab Januar 2024 zulässigen maximalen Pauschalabzug in der Höhe von 20 % vor</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">nähme</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, würde sich dies nicht rentenrelevant auswirken (Urk. 5 S.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">2.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Demgegenüber machte die Vertreterin der Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, dass ihre Mandantin im Rahmen der Haushaltsabklärung ausgeführt habe, dass sie im Gesundheitsfall zu 80 % erwerblich tätig wäre, worauf abzustellen sei. Die Tochter der Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">n sei 11 Jahre alt, zudem sei die Betreuung sichergestellt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">. Aufgrund der gesundheitlichen Beschwerden könne nicht von der beruflichen Laufbahn auf die Qualifikation im Gesundheitsfall geschlossen werden (Urk. 1 S. 4). Zudem hätte die Beschwerdeführerin bei voller Gesundheit eine Berufsausbildung beendet und könnte entsprechend ein höheres </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Valideneinkommen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"> erzielen (S. 6). Aufgrund des Vorliegens einer Schubkrankheit sowie diverser weiterer Beschwerden sei vorliegend ein hoher leidensbedingter Abzug zu gewähren. Weiter sei die Sache im Hinblick auf die Verordnungs</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">änderung per 1. Januar 2024 an die Beschwerdegegnerin zu überweisen (S. 7, vgl. auch Urk. 10).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">3.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Dr. med. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">, Facharzt FMH für Neurologie, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend Erwgungen">stellte in seinem Bericht vom 7. Juni 2022 die folgenden Diagnosen:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Schubförmig-remittierende Multiple Sklerose</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Basistherapie mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Tecfidera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Gilenya</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Zinbryta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Ocrevus</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Basistherapie mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Kesimpta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> (</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Ofatumumab</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">) ab 23. März 2022</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Sekundärer Immundefekt mit rezidivierenden Infektionen, ineffektiver antimikrobieller Behandlung und ungenügendem Anstieg von Impfanti</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">körpern</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Status nach Behandlung mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Privigen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> November 2021 bis Februar 2022</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Nach Diagnosestellung am 13. Oktober 2014 sei der bisherige Verlauf kompli</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kationsreich gewesen: Die Basisbehandlung mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Tecfidera</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> habe wegen rezidi</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">vieren</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Lymphopenien</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> gestoppt w</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">er</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">den müssen, auf die Therapie mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Gilenya</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> habe die Patientin mit bronchialen Beschwerden reagiert. Weiter sei es unter Therapie mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Zinbryta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> zu einem störenden Hautausschlag gekommen, zudem sei dieses Präparat An</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">f</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ang 2018 wegen tödlich verlaufende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Enzephalytiden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> vom Markt genommen worden. Seit dem 5. Juni 2018 werde die Beschwerdeführerin mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ocrevus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> behandelt und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">habe </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">im Juli 2020 noch einen akuten Schub gehabt. Wegen eines sekundären Immundefekts mit rezidivierenden Infektionen habe auch dieses Präparat gestoppt werden müssen, seit dem 23. März 2022 erfolge die Behandlung mit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Kesimpta</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die somatischen Symptome seitens der MS seien gering, die Patientin sei durch eine chronische Fatigue im Alltag beeinträchtigt</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, welche zu einer vorzeitigen körperlichen und geistigen Ermüdbarkeit führe. In einer leiden</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">angepassten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Tätigkeit sei von einer Arbeitsfähigkeit von 5-6 Stunden täglich auszugehen (Urk. 6/20, Urk. 6/18).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im Rahmen der Haushaltsabklärung vom 25. August 2022 führte die Beschwerdeführerin aus, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sie im Erwerbsleben nie habe Fuss fassen können, da sie die MS-Diagnose bereits im Alter von 22 Jahren erhalten habe. Ihr Mann könne die Familie kaum durchbringen, sie seien immer in einer finanziellen Notlage. Im Gesundheitsfall hätte sie allenfalls auch eine abgeschlossene Berufslehre oder Fort- und Weiterbildungen besucht. Mit ihrem jetzigen Einkommen sei sie kaum in der Lage</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> das Familienbudget zu entlasten. Bei guter Gesundheit müsste sie nebst der Kinderbetreuung und den anfallenden Haus</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">haltsarbeiten – um die knappen finanziellen Verhältnisse der Famil</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">e zu entlasten – als ungelernte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Arbeitskraft </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">mindestens einer 80%igen ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen. Die Tochter wäre mit schulischen und ausser</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">schulischen Betreuungsmöglichkeiten gut betreut, zudem lebe ihre Mutter in der Nähe (Urk. 6/22 S. 3 f.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Hinsichtlich der Qualifikation hielt die für den Haushaltsabklärungsbericht verantwortliche Fachperson fest, dass sich die Beschwerdeführerin in all den Jahren nicht um eine für sie angepasste Tätigkeit bemüht habe, obschon von einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">täglichen Arbeitsfähigkeit von 5-6 Stunden auszugehen sei. Aufgrund der fehlenden Stellenbemühungen erscheine ein Pensum von 80 % im Gesund</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">heitsfall nicht plausibel. Mit dem Argument der Entlastung des Familienbudgets sei von einem Pensum bei guter Gesundheit von 50 % auszugehen (S. 4). Unter Berücksichtigung der Mitwirkungspflicht des Ehemanns sowie der Tochter sei i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">m</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Haushalt insgesamt von einer Einschränkung von 8.5 % auszugehen </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">(</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">S. 5 ff.).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die für den Bericht vom 9. Januar 2023 verantwortlichen Fachpersonen stellten die folgende neuropsychologische Diagnose (Urk. 6/37):</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1">Formal leichte bis mittelgradige neuropsychologische Störung 01/2023 mit/bei:</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Neuropsychologisches Profil: Schwere Fatigue und testpsychologisch objektivierte </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Fatigability</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">, partielle </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">attentionale</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"> und exekutive Minder</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">leistungen (Aufmerksamkeitsaktivierung, Arbeitsgedächtnis, Störan</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">fällig</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">keit, Abstraktionsvermögen)</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">- </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungAufzhlung Diagnose1 Diagnose2">Ätiologie: primär im Rahmen der schubförmig remittierenden Multiplen Sklerose, DD partiell konstitutionell mit womöglich zusätzlich leichten affektiven Interferenzen</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unabhängig von der ursächlichen Zuordnung sei aus neuropsychologischer Sicht von einer relevanten Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit unter den meisten beruflichen Anforderungen auszugehen. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">In einer angepassten Tätigkeit bestehe dabei eine Arbeitsfähigkeit von maximal 50 % (Urk. 6/38, Urk. 6/37).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unstrittig ist vorliegend die Arbeitsfähigkeit in einer optimal angepassten Tätigkeit. Aufgrund der neuropsychologischen Abklärung vom 9. Januar 2023 kann dementsprechend in einer solchen Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % ausgegangen werden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">4.2</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich der Qualifikation wies die federführende Fachperson insbesondere auf die mangelnden Stellenbemühungen in der Zeit vor der Anmeldung bei der IV-Stelle hin.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dazu ist anzumerken, dass die Beschwerdeführerin nach der Geburt ihrer Tochter am 11. Januar 2012 bereits ab Sommer 2014 an den Folgen der MS-Erkrankung zu leiden begann. Zu berücksichtigen ist dabei, dass sich die Behandlung entsprechend den Ausführungen von Dr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Y.___</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> als äusserst komplikationsreich gestaltete und zudem durch den sekundären Immundefekt erschwert war. Bei dieser Ausgangslage kann aufgrund der effektiven beruflichen Laufbahn nur mit grosser Zurückhaltung auf den Gesundheitsfall geschlossen werden. Weiter wurde anlässlich der Haushaltsabklärung noch von einer Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von 70 % ausgegangen (Urk. 6/22 S. 4), was aufgrund der neusten neuropsychologischen Abklärungen eher als optimistisch erscheint.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Aufgrund der mangelnden Stellensuche auf ein 50</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">%-Pensum im Gesundheitsfall zu schliessen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">,</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> erscheint insgesamt dem vorliegenden Sachverhalt nicht gerecht zu werden.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Unbestritten ist dabei, dass die Beschwerdeführerin aufgrund des Einkommens des Ehemanns in der Höhe von Fr. 5'200.-- im Gesundheitsfall zur Entlastung des Familienbudgets eine Erwerbstätigkeit aufgenommen hätte. Die Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin führte dazu aus, dass sie als ungelernte Mitarbeiterin mindestens einer 80%igen ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit hätte nachgehen müssen (Urk. 6/22 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">S. 2 und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">S. 4). Aus der Aussage der Beschwerdeführerin kann geschlossen werden, dass es ihr bei der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in erster Linie um die Entlastung des Familienbudgets geht, was bei den Verdienstmöglichkeiten als ungelernte Mitarbeiter</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">i</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n zur Notwendigkeit eines Pensums von 80 % führte. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Dies entspricht unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Einkommens gemäss LSE 2020 bei einem Pensum von 80 % in etwa einem Verdienst in der Höhe Fr.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3'500.--. Ein solches Szenario erscheint sowohl unter Berücksichtigung der finanziellen Verhältnisse der Familie als auch des Alters der Tochter sowie der</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Betreuungsmöglichkeiten als plausibel</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; zudem handelt es sich um eine Aussage der ersten Stunde, welche zumeist nicht von versicherungsrelevanten Über</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">legungen beeinflusst werden. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Offenbleiben kann bei dieser Interpretation der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aussagen der Beschwerdeführerin, ob sie im Gesundheitsfall eine Ausbildung abgeschlossen oder auch noch Weiterbildungen gemacht hätte. Zunächst ist </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dazu</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> anzumerken, dass die Akten diesbezüglich für die Zeit zwischen dem Abbruch der Lehre und der Diagnosestellung keinerlei Hinweise enthalten. Selbst wenn eine abgeschlossene Ausbildung zu besseren Verdienstmöglichkeiten geführt hätte, erscheint es aufgrund der Aussagen der Beschwerdeführerin im Rahmen der Haushaltsabklärung überwiegend wahrscheinlich, dass </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in einem solchen Fall</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> die Entlastung des Familienbudgets bereits mit einem geringeren Pensum gelungen wäre</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">; ein Pensum von 80 % wäre dann nicht nötig gewesen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Insgesamt erscheint es überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall einer ungelernten Hilfsarbeitertätigkeit im Umfang von 80 % </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">oder bei absolvierter Ausbildung in einem entsp</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">echend tieferen Pensum bei gleichem Lohn </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nachgehen würde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund des beruflichen Werdegangs de</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">r</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Beschwerdeführer</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> biete</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n die effektiv ausgeübten Tätigkeiten </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">keine verlässliche Grundlage für die Ermittlung des </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Valideneinkommens</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. Vielmehr erscheint es </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">angezeigt, sowohl das Validen- als auch da</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">s Invalideneinkommen anhand statistischer Durchschnittswerte zu ermitteln. Dabei kann rechnerisch ein Prozentvergleich erfolgen; diesfalls </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">ent</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">spricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berück</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tigung eines (allfälligen) Abzugs vom Tabellenlohn (vgl. etwa Bundes</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">gerichts</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">urteil 9C_532/2016 vom 25. November 2016 E. 3.1 mit Hinweis; </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Meyer/Reich</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">muth, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014 N</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">35 f. zu Art. 28a).</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.2</span><span> </span><span id="_Hlk174426870"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bei einer verbleibenden Restarbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit in der Höhe von 50 % ist vom Invalideneinkommen gestützt auf Art. 26</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 3 IVV in der ab 1. Januar 2022 gültigen Fassung ein Abzug von 10 % vorzunehmen, sodass im erwerblichen Bereich von einer Einschränkung von 55 % auszugehen ist, was bei einer Gewichtung dieses Bereichs mit 80 % zu einem Teilinva</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">li</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">di</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">tätsgrad von 44 % führt.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Im </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">zur Publikation bestimmte</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Urteil 8C_823/2023 vom 8. Juli 2024 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E. 10.6 hat das Bundesgericht </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">die genannte Verordnungsbestimmung hinsichtlich der damit beabsichtigten abschliessenden Ordnung des Abzugs vom Tabellenlohn als bundesrechtswidrig qualifiziert und festgehalten, dass darüber hinaus die herkömmlichen Grundsätze des Tabellenlohnabzugs heranzuziehen sind, soweit aufgrund der Umstände des konkreten Falls ein Bedarf besteht. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Solche Umstände </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sind vorliegend nicht gegeben: D</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">er MS-bedingten Erschöpfung/Müdigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wurde </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bereits im Rahmen der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">E</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">inschätzung </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">der Arbeitsfähigkeit </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Rechnung getragen und der erhöhten Infektanfälligkeit infolge Immunsuppression mit einem Medika</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">menten</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">wechsel </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">respektive</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> einer </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Immunglobulingabe</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> begegnet (vgl. Urk. 6/12). Allein der </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Umstand</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, dass die </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Beschwerdeführerin </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">an einer Schubkrankheit leidet</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (Urk. 1 S. 7)</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">, </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">rechtfertigt </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">kein</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">en</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> weitergehende</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">n</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abzug, zumal die somatischen Symptome gering sind (vgl. E. 3.1). </span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Die Einschränkung im Bereich Haushalt von 8.5 % entspricht dabei bei einer Gewichtung mit 20 % einem Teilinvaliditätsgrad von 1.7 %, was insgesamt zu einem Invaliditätsgrad von rund 46 % führt.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Aufgrund der Anmeldung zum Leistungsbezug am 23. März 2022 hat die Beschwerdeführerin demnach ab 1. September 2022 Anspruch auf Invalidenrente </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">in der Höhe von </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">40 %.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">5.3</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Bezüglich des leidensbedingten Abzugs ist zu berücksichtigen, dass Art. 26</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> Abs. 3 IVV in der ab 1. Januar 2024 gültigen Fassung bei Pensen von 50 % oder weniger einen leidensbedingten Abzug von 20 % vorsieht. Antragsgemäss ist die Sache dementsprechend zur Anspruchsprüfung ab 1. Januar 2024 an die Beschwerdegegnerin zu überweisen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.1</span><span> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">bis</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> IVG) und auf Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">6.2</span><span> </span><span id="_Hlk174427035"></span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerde</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">führerin eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwen</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">dung von Art. 61 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">lit</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">. g ATSG, namentlich unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">und </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">nach Einsicht in die Honorarnote vom 28. Mai 2024 </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">sowie unter Hinweis auf den seit 1. Juli 2024 zur Anwendung gelangenden Satz für Prozessentschädigung bei Obsiegen von Fr.</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">280.-- plus MWST </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">auf Fr. </span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">3'183.65</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"> (inklusive Barauslagen und Mehrwert</span><span class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend">steuer) festzusetzen ist.</span></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard Erwgungstext ErwgungHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Das Gericht erkennt:</span><span id="BeginnMateriell"></span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">1.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 2. November 2023 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin ab 1. September 2022 Anspruch auf eine Invalidenrente </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">in der Höhe von 40 % hat. Für die Anspruchsprüfung ab 1. Januar 2024 wird die Sache an die Beschwerdegegnerin überwiesen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">2.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Gerichtskosten von Fr. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">600</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">.-- werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdegegnerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> auferlegt.</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Rechnung und Einzahlungsschein werden </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3.</span><span> </span><span id="Text4"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Die Beschwerdegegnerin wird</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> verpflichtet, </span><span id="Text2"></span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">der Beschwerdeführerin</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> eine Parteientschädigung von Fr. </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">3'183.65</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend"> (</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">) zu bezahlen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><span class="Standard Dispotext DispoHngend">4.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend">Zustellung gegen Empfangsschein an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Rechtsanwältin Stephanie Schwarz</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p><p class="Standard Dispotext DispoEinzug"><span class="Standard Dispotext DispoEinzug">sowie an:</span></p><p class="Standard Dispotext DispoAufzhlung"><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">- </span><span class="Standard Dispotext DispoAufzhlung">Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">5.</span><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Gegen diesen Entscheid kann innert </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">30 Tagen</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"><span> </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">der </span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung">beschwerdeführenden</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> Partei oder ihrer Rechtsvertretung</span><span class="Standard Dispotext DispoHngend Dispomateriell Kostenfolge Entschdigungsfolge Rechtsmittelbelehrung"> zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).</span></p><p class="Standard Dispotext DispoHngend"><br/></p><p class="Standard berschrift3"><span class="Standard berschrift3">Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich</span></p><p><br/></p><p>Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber</p><p><br/></p><p><br/></p><p><br/></p><p>GräubSchetty</p><div><p> </p></div><p></p></div> </div></body></html>