<h2>SubmittedText<h2><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie beurteilt er die Schwierigkeit, talentierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Wettbewerbskommission (Weko) zu halten?</p><p>2. Sollte eine derartige Behörde in der Schweiz nicht wie in den anderen europäischen Ländern vollständig professionalisiert und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter attraktiv sein?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die Fluktuationsrate der Bundesverwaltung betrug 10,4 Prozent im Jahre 2007 bzw. 13 Prozent im Jahre 2006, jene des Sekretariates der Wettbewerbskommission (Sekretariat) 13,7 Prozent im Jahre 2007 bzw. 9,5 Prozent im Jahre 2006. Somit liegt die Fluktuationsrate des Sekretariates im Durchschnitt der gesamten Bundesverwaltung und gibt keinen Anlass zur Besorgnis. Hingegen sind Rekrutierungsprobleme nicht von der Hand zu weisen: Das Sekretariat ist zur Erfüllung seiner Aufgabe auf gut ausgebildete und spezialisierte Mitarbeitende (Juristen bzw. Juristinnen und Ökonomen bzw. Ökonominnen) angewiesen. Da für Arbeitskräfte mit langjähriger Berufserfahrung in diesen Bereichen (z. B. Juristen bzw. Juristinnen aus Wirtschaftskanzleien) eine erhebliche Lohndifferenz zwischen Bundesverwaltung und Privatwirtschaft besteht, ist es dem Sekretariat nur schwer möglich, solche Personen zu rekrutieren. Dies ist mit ein Grund für die junge Mitarbeiterstruktur des Sekretariates.</p><p>2. In Artikel 59a des Kartellgesetzes (KG; SR 251) wird der Bundesrat mit der Evaluation des 2003 revidierten KG und seines Vollzuges beauftragt. Der Bundesrat hat die Evaluation und Vorschläge für das weitere Vorgehen bis im Frühjahr 2009 vorzulegen. Entsprechend dem Auftrag des EVD und im Zusammenhang mit der Interpellation Baumann J. Alexander 06.3237, "Organisationsstruktur der Wettbewerbsbehörden", beinhaltet die Evaluation auch eine Analyse der Organisation der Wettbewerbsbehörden und internationale Vergleiche. Diese werden Teil der Berichterstattung des Bundesrates an das Parlament darstellen.</p>  Antwort des Bundesrates.