<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2007 63 S.248</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Steuerrekursgericht</span> <span class="page_no">248</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> <span class="ft1"><b>63</b></span> <span class="ft1"><b>Einkommenssteuertarif (§ 43 Abs. 2 StG).</b></span><br/> <span class="ft2">-</span> <span class="ft1"><b>Der Tarif B steht demjenigen geschiedenen Steuerpflichtigen zu, der</b></span><br/> <span class="ft1"><b>mit Kindern zusammenlebt, wenn für die Kinder ein Kinderabzug</b></span><br/> <span class="ft1"><b>gewährt wird und sich die Kinder zur Hauptsache bei ihm aufhalten.</b></span><br/> <span class="ft1"><b>Wer für das gleiche Kind einen Abzug nach § 40 lit. c StG vornehmen</b></span><br/> <span class="ft1"><b>kann, hat keinen Anspruch auf einen Kinderabzug. Es genügt die</b></span><br/> <span class="ft1"><b>Möglichkeit eines Abzuges für Unterhaltsbeiträge; der subjektive</b></span><br/> <span class="ft1"><b>Wille des Steuerpflichtigen spielt keine Rolle (Erw. 3.1. ff.).</b></span><br/> <span class="ft2">-</span> <span class="ft1"><b>Aufgrund der monatlichen Zahlungen der geschiedenen Ehefrau</b></span><br/> <span class="ft1"><b>kommt der Rekurrent nicht zur Hauptsache für das Kind auf</b></span><br/> <span class="ft1"><b>(Erw. 3.4.).</b></span><br/> <br/> <span class="ft4">20. September 2007 in Sachen C.G., 3-RV.2007.77</span><br/> <br/> <span class="ft5"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft6">3.</span><br/> <span class="ft6">3.1. Für Verheiratete, die in rechtlich und tatsächlich unge-</span><br/> <span class="ft6">trennter Ehe leben, sowie für verwitwete, getrennt lebende, geschie-</span><br/> <span class="ft6">dene und ledige Steuerpflichtige, die allein mit Kindern, für die ein</span><br/> <span class="ft6">Kinderabzug nach § 42 Abs. 1 lit. a gewährt wird, zusammenleben,</span><br/> <span class="ft6">wird der Steuersatz des halben steuerbaren Einkommens (Tarif B)</span><br/> <span class="ft6">angewendet (§ 43 Abs. 2 StG).</span><br/> <span class="ft6">Voraussetzung für die Gewährung des Tarifs B ist bei geschie-</span><br/> <span class="ft6">denen Steuerpflichtigen, die (allein) mit Kindern zusammenleben</span><br/> <span class="ft6">(vgl. dazu BGE 131 II 710 = StR 2006 S. 45 ff. = StE 2006 B 29.3</span><br/> <span class="ft6">Nr. 28 = ASA 76 S. 83 f.), somit, dass für die Kinder ein Kinderab-</span><br/> <span class="ft6">zug gewährt wird und sich die Kinder zur Hauptsache bei ihnen auf-</span><br/> <span class="ft6">halten (§ 29 Abs. 2 StGV in Verbindung mit § 43 Abs. 2 StG). Leben</span><br/> <span class="ft6">beide Elternteile zusammen oder befinden sich die Kinder in alter-</span><br/> <span class="ft6">nierender Obhut, so steht nur demjenigen Elternteil der Tarif B zu,</span><br/> <span class="ft6">welcher auch den Kinderabzug beanspruchen darf (Kommentar zum</span><br/> <span class="ft6">Aargauer Steuergesetz, 2. Auflage, Muri-Bern 2004, § 42 StG N 30,</span><br/> <span class="ft6">§ 43 StG N 5; Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, I/2a,</span><br/> <span class="ft6">Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer [DBG], Basel/Genf/</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Kantonale Steuern</span> <span class="page_no">249</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">München 2000, Art. 36 DBG N 36). Sofern der Kinderabzug geteilt</span><br/> <span class="ft6">wird (vgl. Erw. 3.2.1 hienach) und sich das Kind bei beiden</span><br/> <span class="ft6">Elternteilen zu gleichen Teilen aufhält, steht beiden Elternteilen der</span><br/> <span class="ft6">Tarif B zu (so auch ZBJV 2007 S. 416 und ASA 76 S. 15 f. unter</span><br/> <span class="ft6">Bezugnahme auf Peter Locher, Kommentar zum DBG, 1. Teil, Ther-</span><br/> <span class="ft6">wil/Basel 2001, Art. 36 DBG N 16; vgl. aber Entscheid des Bundes-</span><br/> <span class="ft6">gerichts 2A.256/2004 vom 26. Mai 2005 = BGE 131 II 553 =</span><br/> <span class="ft6">ZBJV 2007 S. 414 ff. = Pra 2006 Nr. 78 = StR 2005 S. 767 ff. = ASA</span><br/> <span class="ft6">75 S. 224 ff., wonach der Verheiratetentarif nicht zugleich beiden</span><br/> <span class="ft6">Elternteilen zu gewähren ist).</span><br/> <span class="ft6">3.2.</span><br/> <span class="ft6">3.2.1. Für jedes Kind unter elterlicher Sorge sowie für jedes</span><br/> <span class="ft6">volljährige Kind in Ausbildung, für dessen Unterhalt die Steuer-</span><br/> <span class="ft6">pflichtigen zur Hauptsache aufkommen, kann vom Reineinkommen</span><br/> <span class="ft6">ein Kinderabzug von CHF 6'400.00 gemacht werden. Den Kinderab-</span><br/> <span class="ft6">zug kann beanspruchen, wer für den Unterhalt eines Kindes unter</span><br/> <span class="ft6">elterlicher Sorge sowie eines volljährigen Kindes in Ausbildung zur</span><br/> <span class="ft6">Hauptsache aufkommt (§ 42 Abs. 1 lit. a StG). Die steuerpflichtige</span><br/> <span class="ft6">Person kommt für ein Kind zur Hauptsache auf, wenn sie mehr als</span><br/> <span class="ft6">die Hälfte des Unterhalts bestreitet. Für minderjährige Kinder, die in</span><br/> <span class="ft6">Ausbildung (Schule, Lehre, Anlehre) stehen, wird der Kinderabzug</span><br/> <span class="ft6">immer gewährt (§ 27 StGV). Der Kinderabzug wird nach den Ver-</span><br/> <span class="ft6">hältnissen am Ende der Steuerperiode oder der Steuerpflicht festge-</span><br/> <span class="ft6">legt (§ 42 Abs. 2 StG). Kommen beide Elternteile zu je 40 bis 60 %</span><br/> <span class="ft6">für den Unterhalt des Kindes auf, ist der Kinderabzug zu teilen</span><br/> <span class="ft6">(RGE vom 21. Juni 2007 in Sachen J.R. mit Hinweisen; siehe auch</span><br/> <span class="ft6">Peter Locher, a.a.O., Art. 35 DBG N 47).</span><br/> <span class="ft6">3.2.2. Gemäss § 40 lit. c StG werden die Unterhaltsbeiträge an</span><br/> <span class="ft6">den geschiedenen, gerichtlich oder tatsächlich getrennt lebenden</span><br/> <span class="ft6">Eheteil sowie die Unterhaltsbeiträge an einen Elternteil für die unter</span><br/> <span class="ft6">dessen elterlicher Sorge stehenden Kinder, nicht jedoch Leistungen</span><br/> <span class="ft6">in Erfüllung anderer familienrechtlicher Unterhalts- oder Unterstüt-</span><br/> <span class="ft6">zungspflichten, von den Einkünften abgezogen.</span><br/> <span class="ft6">3.3.</span><br/> <span class="ft6">3.3.1. Der Rekurrent bringt vor, er habe nie verlangt, "dass der</span><br/> <span class="ft6">Abzug für Unterhaltsbeiträge und der Tarif B" gewährt werde; viel-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Steuerrekursgericht</span> <span class="page_no">250</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">mehr möchte er "lediglich den Tarif B als Alleinstehender mit Kind</span><br/> <span class="ft6">in Anspruch nehmen".</span><br/> <span class="ft6">Demjenigen Steuerpflichtigen, der für "das gleiche Kind bereits</span><br/> <span class="ft6">einen Abzug nach § 40 lit. c StG vornehmen kann", steht kein Kin-</span><br/> <span class="ft6">derabzug zu (§ 42 Abs. 1 lit. a StG). Es genügt also schon die - beim</span><br/> <span class="ft6">Rekurrenten unbestrittenermassen bestehende - Möglichkeit eines</span><br/> <span class="ft6">Abzuges für Unterhaltsbeiträge. Der subjektive Wille des Rekurren-</span><br/> <span class="ft6">ten, zugunsten (des Kinderabzuges und) des Tarifs B auf die Vor-</span><br/> <span class="ft6">nahme des Abzuges für Unterhaltsbeiträge zu verzichten, spielt keine</span><br/> <span class="ft6">Rolle, denn gemäss ausdrücklicher gesetzlicher Bestimmung <i>kann</i> er</span><br/> <span class="ft6">aufgrund der Unterhaltszahlungen einen Abzug nach § 40 lit. c StG</span><br/> <span class="ft6">vornehmen; ein explizites oder implizites Wahlrecht, ob er die Un-</span><br/> <span class="ft6">terhaltszahlungen in Abzug bringen oder (den Kinderabzug und) den</span><br/> <span class="ft6">Tarif B in Anspruch nehmen will, besteht nicht. Ein Wahlrecht würde</span><br/> <span class="ft6">in einzelnen Fällen vielmehr die gesetzlich statuierte ,,Spiegelbild-</span><br/> <span class="ft6">lichkeit" (Abzug der Unterhaltsbeiträge beim Leistungsschuldner</span><br/> <span class="ft6">[§ 40 lit. c StG], Besteuerung der Unterhaltsbeiträge beim Leistungs-</span><br/> <span class="ft6">empfänger [wo ein Verzicht nicht möglich ist; § 32 lit. f StG]) stören</span><br/> <span class="ft6">und zu einer vom Gesetzgeber nicht gewollten "Doppelbesteuerung"</span><br/> <span class="ft6">führen (RGE vom 21. Juni 2007 in Sachen J.R. mit Hinweis).</span><br/> <span class="ft6">Die Vorinstanz hat dem Rekurrenten aufgrund des (von diesem</span><br/> <span class="ft6">in der Steuererklärung 2001 selbst deklarierten) Abzuges von Unter-</span><br/> <span class="ft6">haltsbeiträgen über CHF 12'600.00 zu Recht keinen Kinderabzug</span><br/> <span class="ft6">(weder einen vollen noch einen halben) gewährt. Die Voraussetzung,</span><br/> <span class="ft6">um der Veranlagung den Tarif B zugrunde zu legen, ist damit nicht</span><br/> <span class="ft6">erfüllt (RGE vom 19. Januar 2006 in Sachen P.H.; RGE vom</span><br/> <span class="ft6">14. Dezember 2005 in Sachen A.K.).</span><br/> <span class="ft6">3.3.2. Da eine Voraussetzung von § 43 Abs. 2 StG nicht erfüllt</span><br/> <span class="ft6">ist, erübrigt sich eine Prüfung der Frage, bei wem sich die Tochter</span><br/> <span class="ft6">zur Hauptsache aufhält (§ 29 Abs. 2 StGV). Zur diesbezüglichen Ar-</span><br/> <span class="ft6">gumentation des Rekurrenten ist allerdings festzuhalten, dass seine</span><br/> <span class="ft6">Aussagen beweislos dastehen, da entgegen seiner Ansicht weder den</span><br/> <span class="ft6">Bestätigungsschreiben der geschiedenen Ehefrau noch dem Schrei-</span><br/> <span class="ft6">ben des Nachbarn vom 25. Februar 2007 entnommen werden kann,</span><br/> <span class="ft6">dass sich die Tochter zu mehr als 50 % bei ihm aufhält. Vielmehr ist</span><br/> <span class="ft6">aufgrund des undatierten Schreibens der geschiedenen Ehefrau und</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Kantonale Steuern</span> <span class="page_no">251</span></div> <div class="page" id="S4"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">der gemeinsamen elterlichen Sorge davon auszugehen, dass sich die</span><br/> <span class="ft6">Tochter je hälftig bei beiden Elternteilen aufhält.</span><br/> <span class="ft6">3.4.</span><br/> <span class="ft6">3.4.1. Art. 11 Abs. 1 StHG lautet wie folgt:</span><br/> <span class="ft7">"Für verheiratete Personen, die in rechtlich und tatsächlich unge-</span><br/> <span class="ft7">trennter Ehe leben, muss die Steuer im Vergleich zu alleinstehenden Steuer-</span><br/> <span class="ft7">pflichtigen angemessen ermässigt werden. Die gleiche Ermässigung gilt</span><br/> <span class="ft7">auch für verwitwete, getrennt lebende, geschiedene und ledige Steuer-</span><br/> <span class="ft7">pflichtige, die mit Kindern oder unterstützungsbedürftigen Personen zu-</span><br/> <span class="ft7">sammenleben und deren Unterhalt zur Hauptsache bestreiten. [...]."</span><br/> <span class="ft6">§ 43 Abs. 2 StG stimmt also vom Wortlaut her gesehen nicht</span><br/> <span class="ft6">mit Art. 11 Abs. 1 Satz 2 StHG überein. Es kann jedoch vorliegend</span><br/> <span class="ft6">offen gelassen werden, ob § 43 Abs. 2 StG inhaltlich dem Art. 11</span><br/> <span class="ft6">Abs. 1 Satz 2 StHG widerspricht und daher letzterer direkt anwend-</span><br/> <span class="ft6">bar ist (Art. 72 Abs. 2 StHG) (vgl. Erw. 3.4.2 hienach).</span><br/> <span class="ft6">3.4.2.</span><br/> <span class="ft6">3.4.2.1. Der Passus "deren Unterhalt zur Hauptsache bestreiten"</span><br/> <span class="ft6">ist so auszulegen, dass darunter der Einsatz steuerbarer Einkünfte zu</span><br/> <span class="ft6">verstehen ist. Wer seine Leistungen als Unterhaltsbeiträge abziehen</span><br/> <span class="ft6">kann, setzt keine steuerbaren Einkünfte für die Kinder ein (RGE vom</span><br/> <span class="ft6">19. Januar 2006 in Sachen P.H.; RGE vom 14. Dezember 2005 in Sa-</span><br/> <span class="ft6">chen A.K., je mit Hinweis).</span><br/> <span class="ft6">Der Rekurrent hat in der Steuererklärung 2001 "Unterhaltsbei-</span><br/> <span class="ft6">träge für minderjährige Kinder" von CHF 12'600.00 aufgeführt. Die</span><br/> <span class="ft6">Vorinstanz hat diesen Betrag auch unter diesem Titel zum Abzug zu-</span><br/> <span class="ft6">gelassen. Da die geschiedene Ehefrau des Rekurrenten diese Zahlun-</span><br/> <span class="ft6">gen als Einkommen versteuern muss (§ 32 lit. f StG), werden sie</span><br/> <span class="ft6">"unterhaltsmässig" ihr zugerechnet.</span><br/> <span class="ft6">3.4.2.2. Der Rekurrent führt aus, dass die monatlichen Unter-</span><br/> <span class="ft6">haltsbeiträge für die Tochter von CHF 900.00 die Kosten bei weitem</span><br/> <span class="ft6">nicht decken würden und er "[i]nfolge finanzieller Unmöglichkeit</span><br/> <span class="ft6">meiner Ex-Frau [...] alle weiteren Kosten für meine Tochter über-</span><br/> <span class="ft6">nehmen" musste. Er bringt vor, dass er seit dem Jahr 2000 die Win-</span><br/> <span class="ft6">ter- und Sommerferien mit seiner Tochter verbracht und vollständig</span><br/> <span class="ft6">finanziert habe. Zusätzlich seien Kosten für Ausflüge, Sportgeräte</span><br/> <span class="ft6">und Musikunterricht angefallen und er habe über eine grössere Woh-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Steuerrekursgericht</span> <span class="page_no">252</span></div> <div class="page" id="S5"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">nung als ein Alleinstehender zu verfügen. Die geschiedene Ehefrau</span><br/> <span class="ft6">des Rekurrenten bestätigt, dass der Rekurrent mehr als die Hälfte der</span><br/> <span class="ft6">Kosten für die gemeinsame Tochter übernimmt.</span><br/> <span class="ft6">3.4.2.3. Im RGE vom 14. Dezember 2005 in Sachen A.K. hatte</span><br/> <span class="ft6">das Steuerrekursgericht zu befinden, ob der Rekurrent zur Haupt-</span><br/> <span class="ft6">sache für den Unterhalt seiner beiden Kinder aufkomme. Es hielt</span><br/> <span class="ft6">dazu Folgendes fest (vgl. auch RGE vom 19. Januar 2006 in Sachen</span><br/> <span class="ft6">P.H.):</span><br/> <span class="ft7">"Da die ehemalige Ehefrau des Rekurrenten die von letzterem für [die</span><br/> <span class="ft7">beiden Kinder] erhaltenen Kinderalimente von monatlich Fr. 2'000.-- ver-</span><br/> <span class="ft7">steuern muss (§ 32 lit. f StG), werden sie 'unterhaltsmässig' der Ehefrau des</span><br/> <span class="ft7">Rekurrenten zugerechnet. Obwohl der Rekurrent gemäss der Scheidungs-</span><br/> <span class="ft7">konvention verpflichtet ist, über die Unterhaltsbeiträge von monatlich</span><br/> <span class="ft7">Fr. 1'000.-- je Kind hinaus 'die für die Kinder anfallenden Krankenkassen-</span><br/> <span class="ft7">prämien sowie die ausserordentlichen Kosten (Arztkosten, Zahnarztkosten,</span><br/> <span class="ft7">Gitarre etc.) zu übernehmen' (Ziff. 4 der Scheidungskonvention), ist trotz</span><br/> <span class="ft7">hälftiger Betreuung der Kinder durch den Rekurrenten ohne weiteres davon</span><br/> <span class="ft7">auszugehen, dass die Rekurrentin unter Berücksichtigung ihrer eigenen</span><br/> <span class="ft7">Leistungen den Unterhalt der bei den Kinder zur Hauptsache bestreitet (vgl.</span><br/> <span class="ft7">StE 1999 B 29.3 Nr. 15)."</span><br/> <span class="ft6">Das StRG ging in jenem Entscheid somit davon aus, dass der</span><br/> <span class="ft6">Steuerpflichtige, auch wenn er neben der Leistung von Unterhalts-</span><br/> <span class="ft6">beiträgen (CHF 1'000.00 pro Monat und Kind) zusätzlich die ausser-</span><br/> <span class="ft6">ordentlichen Kosten der Kinder zu tragen hat, den Unterhalt der Kin-</span><br/> <span class="ft6">der nicht zur Hauptsache bestreitet. Diese Rechtsprechung lässt sich</span><br/> <span class="ft6">ohne weiteres auf den vorliegenden Fall übertragen. So hält sich die</span><br/> <span class="ft6">Tochter zu 50 % bei der geschiedenen Ehefrau des Rekurrenten auf,</span><br/> <span class="ft6">womit diese hälftig für die Verpflegungskosten aufkommen muss.</span><br/> <span class="ft6">Zudem fallen auch bei ihr höhere Wohnkosten an als bei einer allein-</span><br/> <span class="ft6">stehenden Person. In Anbetracht der monatlichen Zahlungen von</span><br/> <span class="ft6">CHF 1'050.00 (CHF 900.00 Unterhaltsbeiträge, CHF 150.00 Kinder-</span><br/> <span class="ft6">zulagen; ergibt pro 2001 CHF 12'600.00), die der geschiedenen Ehe-</span><br/> <span class="ft6">frau zugerechnet werden und deren eigenen Leistungen für den Un-</span><br/> <span class="ft6">terhalt der Tochter kommt das StRG zum Schluss, dass der Rekurrent</span><br/> <span class="ft6">den Unterhalt seiner Tochter nicht zur Hauptsache bestreitet. Zusätz-</span><br/> <span class="ft6">lich fällt ins Gewicht, dass der Rekurrent die von ihm behaupteten</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Kantonale Steuern</span> <span class="page_no">253</span></div> <div class="page" id="S6"> <div role="main"><br/> <span class="ft6">Zahlungen nicht nachgewiesen hat. Auch bei direkter Anwendung</span><br/> <span class="ft6">von Art. 11 Abs. 1 Satz 2 StHG hat der Rekurrent also keinen An-</span><br/> <span class="ft6">spruch auf den Tarif B.</span><br/> <br/></div> </div> </body> </html>