Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche- rungsrecht vom 11. April 2013 (725 12 392) ___________________________________________________________________ Unfallversicherung Unfallbegriff, Abschluss des Grundfalls, Kausalität Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichterin Elisabe th Berger Götz, Kan- tonsrichter Markus Mattle, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch N icolai Fullin, Advokat, indemnis Rechtsanwälte, Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel gegen Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft AG , Stei- nengraben 41, 4003 Basel, Beschwerdegegnerin Betreff Leistungen A. Der 1976 geborene A.____ verletzte sich am 25. Juni 2010 im Leistenbereich, als er beim Sprint zum Zug "im Hürdensprung" über ein Hinder nis sprang. Er erlitt dabei einen Mus- kelfaserriss der rechten Adduktoren. Die Verletzung wurd e konservativ behandelt (vgl. Bericht von Dr. med. B.____, FMH Orthopädische Chirurgie, vom 3. Dezember 2010). Die Schweizeri- sche National-Versicherungs-Gesellschaft AG (National) übernahm die Heilbehandlungskosten. Seite 2 Im Januar 2011 begab sich A.____ auf eine einjährige Auslandreise. Da er während seiner Rei- se weiterhin an Beschwerden litt, konsultierte er nac h seiner Rückkehr am 13. Februar 2012 erneut Dr. B.____. Dieser vermutete ein Impingement- Syndrom mit Labrumläsion. Die Bilder des am 17. Februar 2012 durchgeführten MRI bestätigten die Labrumläsion mit möglichem CAM-Inpingement. Am 27. März 2012 folgte eine Hüftin filtration und am 3. Mai 2012 eine Hüf- tarthroskopie. Mit Verfügung vom 18. Juli 2012 lehnte die National eine Leistungspflicht für die Behandlung ab Februar 2012 ab, da zwischen dem Ereignis vom 25. Juni 2010 und der ab Februar 2012 erfolg- ten ärztlichen Behandlung am rechten Oberschenkel resp. an der rechten Hüfte kein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben sei. Dagegen erhob A.____ a m 10. August 2012 Einsprache. Dieser legte er eine Stellungnahme von Dr. B.____ vom 27. Juli 2012 und den Operationsbe- richt vom 3. Mai 2012 bei. Die National wies mit Entsch eid vom 13. November 2012 die Ein- sprache ab und verwies auf die Stellungnahmen ihres be ratenden Arztes Dr. med. C.____, FMH Praktischer Arzt, vom 22. Juni 2012 und 27. August 2012. B. Vertreten durch Advokat Nicolai Fullin, erhob A.___ _ mit Eingabe vom 17. Dezember 2012 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialver sicherungsrecht. Er beantragte, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und die National zu ve rpflichten, weiterhin die gesetzli- chen Leistungen für den Unfall vom 25. Juni 2010 auszu richten. Eventualiter seien weitere me- dizinische Abklärungen zur Frage der Unfallkausalität zu t ätigen. Festzuhalten sei, dass es sich bezüglich der geklagten Beschwerden weder um einen Rückf all noch um Spätfolgen handle, sondern immer noch um den Grundfall. Der Versicherte ha be beim Unfall vom 25. Juni 2010 zwei Verletzungen erlitten: Einerseits habe er sich beim Sprung über ein Hindernis ein Hyper- flexionstrauma mit einem Labrumriss zugezogen. Als er bei der Landung ausgerutscht sei, habe er sich zusätzlich eine Muskelverletzung im Bereich der Addu ktoren rechts zugezogen. Die zweite Verletzung sei relativ bald wieder ausgeheilt, w ährenddem der Labrumriss bis zur Ope- ration im Frühling 2012 nicht von selbst geheilt sei u nd die Beschwerden persistierten. Da der Grundfall nicht abgeschlossen sei, liege die Beweislast bei der National, dass die im Februar 2012 noch geklagten Beschwerden mit überwiegender Wahr scheinlichkeit nicht mehr in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis ständen. Vorliegend lägen widersprüchli- che ärztliche Beurteilungen in Bezug auf die natürliche Kausalität vor. Der Einschätzung von Dr. B.____ sei der Vorzug vor derjenigen von Dr. C.____ zu geben, weil sie von einem entspre- chenden Facharzt abgegeben worden sei, der zudem die versicherte Person selbst untersucht, operiert und insbesondere intraoperative Feststellung en gemacht und dokumentiert habe. Ein solcher Nachweis genüge längst für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs. Min- destens gelinge der Beschwerdegegnerin jedoch der Nachw eis nicht, dass ein solcher Kausal- zusammenhang wieder weggefallen sei. Bei verbleibenden Zweifeln wäre es an der Beschwer- degegnerin gewesen, ein externes medizinisches Gutachten in Auftrag zu geben. Seite 3 C. Mit Vernehmlassung vom 31. Januar 2013 beantragte di e National die Abweisung der Beschwerde. Aufgrund der Schilderung des Unfallhergangs in der Unfallmeldung sei fraglich, ob überhaupt von einem Unfall im Sinn von Art. 4 des Bun desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrecht (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ges prochen werden könne, sei ein ungewöhnlicher äusserer Faktor im Sinne der Rechtsprech ung doch nicht ohne weiteres er- stellt. Die National habe ihre Leistungspflicht für de n Grundfall zwar anerkannt, bei fehlendem Unfallereignis würde für die erneuten Hüftbeschwerden rechts ab Februar 2012 keine Leis- tungspflicht bestehen. Der Argumentation des Beschwerd eführers, dass es sich vorliegend nicht um einen Rückfall resp. Spätfolgen handle, da d ie Behandlung andauere, könne nicht ge- folgt werden. Der Grundfall sei Ende Januar 2011 ab geschlossen worden. Dr. C.____ sei ab- schliessend zur Beurteilung gelangt, dass die Hüftbeschwer den rechts, welche ungefähr 1,5 Jahre nach dem Ereignis operativ zur Behandlung gekomme n seien, nur möglicherweise im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 25. Juni 2010 stünde n. Bei der Hüfte rechts handle es sich um einen klaren Vorzustand, welcher durch das Ereigni s vom 25. Juni 2010 weder vorü- bergehend noch richtunggebend verschlimmert worden sei. Die Unfallkausalität der Hüftbe- schwerden rechts sei daher zu verneinen. D. Advokat Fullin reichte mit Schreiben vom 6. März 20 13 einen Bericht von Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Medizin, vom 9. November 2010 s owie ein Schreiben des Physiothe- rapeuten E.____ vom 28. Februar 2013 ein, wonach während der Weltreise regelmässiger Kon- takt bestanden habe und der Beschwerdeführer über den unbefriedigenden Gesundheitszu- stand geklagt habe. E. An der heutigen Parteiverhandlung halten die Part eien an ihren Anträgen und Begrün- dungen fest. Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g : 1. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegneri n zu Recht die Übernahme von Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit den Hüftbesch werden ab Februar 2012 abge- lehnt hat. 2. Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfal lversicherung (UVG) vom 20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligato rischen Unfallversicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs- unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. 3.1 Der Unfallversicherer hat die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc e t pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision einzustellen, d.h. den Seite 4 Fall abzuschliessen, dies mit der Begründung, ein versiche rtes Ereignis liege - bei richtiger Be- trachtungsweise - gar nicht vor (BGE 130 V 380; Urteil des Bundesgerichts vom 17. Januar 2013, 8C_705/2012, E. 3.3). 3.2 Die Beschwerdegegnerin stellt in Frage, dass es sich b eim Ereignis vom 25. Juni 2010 um einen Unfall gehandelt habe. Es sei zweifelhaft, da ss ein "Hürdensprung über ein Hindernis mit Knacken im Leistenbereich in der Luft" einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG darstelle, sei ein ungewöhnlicher äusserer Faktor im Sinne der Rechtsp rechung doch nicht ohne weiteres erstellt. Zu prüfen ist deshalb, ob das Ereignis vom 4. Juli 2009 als Unfall im Rechtssinne zu qualifizieren ist. 3.3 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, n icht beabsichtigte schädigende Ein- wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den me nschlichen Körper, die eine Beein- trächtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 134 V 75 E. 2.3). Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im Einzel- fall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (BGE 134 V 76 E. 4.1, 129 V 402 E. 2.1, 122 V 233 E. 1, 121 V 38 E. 1a, j e mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat. Ausschlaggebend ist, dass sich der äussere Faktor vom Normal mass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswi rkungen allein begründen keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 80 E. 4.3.1). Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewö hnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbe wegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich da nn erfüllt ist, wenn ein in der Aus- senwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf ein er Körperbewegung gleichsam "pro- grammwidrig" beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoor dinierten Bewegung ist der ungewöhnli- che äussere Faktor zu bejahen; der äussere Faktor – Verän derung zwischen Körper und Aus- senwelt – ist wegen der Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 118 E. 2.1; RKUV 1996 Nr. U 253 S. 204 E. 4c). Der äussere Faktor ist zentrales Be- griffscharakteristikum eines jeden Unfallereignisses; er ist Gegenstück zur – den Krankheits- begriff konstituierenden – inneren Ursache (BGE 134 V 72 E. 4.1 und 4.3.2.1). Bei Schädigun- gen, die sich auf das Körperinnere beschränken, unterli egt der Nachweis eines Unfalls indes- sen strengen Anforderungen, weil die unmittelbare Ursa che der Schädigung unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzt werden muss; denn ein Un fallereignis manifestiert sich in der Regel in einer äusserlich wahrnehmbaren Schädigung, wä hrend bei deren Fehlen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit rein krankheitsbedingter Ursachen beste ht (Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juli 2010, 8C_189/2010, E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 99 V 136 E. 1). Seite 5 4.1 Die versicherte Person hat die Umstände des als Unfall gemeldeten Ereignisses glaub- haft zu machen. Unvollständige, ungenaue oder widerspr üchliche Angaben zum Geschehens- ablauf können die Verneinung der Leistungspflicht der Unfallversicherung zur Folge haben. Im Streitfall hat das Sozialversicherungsgericht zu entscheide n, ob die einzelnen Merkmale des Unfallbegriffs, insbesondere die Ungewöhnlichkeit des ä usseren Faktors, gegeben sind. Hiezu hat es im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes die notwend igen Beweise zu erheben (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Spricht der rechtserhebliche Sa chverhalt nicht wenigstens mit Wahrschein- lichkeit für das Vorliegen der einzelnen Begriffsmerkmal e – die blosse Möglichkeit genügt nicht – ist ein Unfall im Rechtssinne zu verneinen (Urte il des Bundesgerichts vom 23. November 2006, U 258/04, E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen). 4.2 Im vorliegenden Fall ist der Beschwerdeführer gemäss Schilderung in der Unfallmeldung vom 29. Juni 2010 und der Beschreibung durch die erstbeha ndelnde Chiropraktorin beim "Sprint auf den Zug im Hürdensprung über ein Hindernis gesprungen" und hat dabei "in der Luft ein Knacken im Leistenbereich" gespürt. In der Beschwerde schrift wird folgender Hergang ge- schildert: "Beim Spurt auf einen Zug ist der Beschwerde führer über eine Sitzbank gesprungen, wobei er noch in der Luft ein Knacken im Leistenberei ch bzw. dem Becken rechts verspürt hat. Der Sprung ist ihm nicht optimal gelungen, er ist bei der Landung nämlich ausgerutscht." Ein Ausrutschen wird nicht erstmals in der Beschwerde beschrieb en. Dr. B.____ führte in seinem Schreiben vom 30. Juli 2010 anlässlich der ersten Konsulta tion zum Unfallhergang aus, dass der Versicherte "am 25. Juni 2010 beim Sprint auf den Zug über ein Hindernis gesprungen ist, dabei ist er ausgerutscht und hat sich am rechten Oberschen kel verletzt". Am 3. Dezember 2010 präzisierte Dr. B.____, dass der Versicherte mit de m rechten Bein ausgerutscht sei und sich einen Muskelfaserriss der rechten Adduktoren zugezogen habe. 4.3 Zum Unfallhergang befragt, erzählt der Beschwerdef ührer an der heutigen Verhandlung, dass sich der Unfall spät abends nach einem Fussballspiel ereignet habe. Er und ein Bekannter hätten einen Wettlauf gemacht, wer zuerst beim Billet automaten sei. Er habe den direkten Weg über eine Sitzbankreihe genommen. Die Rückenlehne sei ungefähr hüfthoch gewesen. Das vordere Bein sei beim Sprung gestreckt gewesen, das hint ere habe er nachgezogen. Der Sprung sei nicht richtig gelungen. Es habe ihm in die Hüfte "eine reingehauen". Er habe keine saubere Landung machen können, sei gerutscht, aber nicht gefallen. Ob er mit dem Fuss hän- gengeblieben sei, wisse er nicht. Das Knacken in der Hü fte habe er gehört, Schmerzen seien bei der Landung aufgetreten. Die Unfallmeldung habe er selber geschrieben und sich auf das Wesentliche konzentriert, die Landung habe er nicht er wähnt. Der Arzt dagegen habe es ge- nauer wissen wollen. Sie hätten dann den Unfallhergan g aufgerollt, um herauszufinden, was genau passiert sei. Aufgrund der Rückfragen des Arztes sei die Beschreibung des Hergangs länger ausgefallen als diejenige in der Unfallmeldung. Seite 6 4.4 Die Ausführungen des Versicherten zum Unfallherga ng sind glaubhaft, nachvollziehbar und in sich geschlossen. Widersprüchliche Angaben sind nicht erkennbar, vielmehr hat der Ver- sicherte auf Nachfragen des Arztes und heute des Gerichts Er gänzungen angeführt, die den ganzen Ablauf darlegen. Dabei ist festzustellen, dass ber eits ein Sprung über eine hüfthohe Sitzbank nicht alltäglich ist. Der Sprung lief sodann un planmässig ab, indem es während des Sprungs in der Hüfte knackte, woraufhin eine schlechte L andung mit Ausrutschen folgte. Hier handelt es sich um eine Programmwidrigkeit. Der ungew öhnliche äussere Faktor ist damit ge- geben. Da die weiteren Unfallvoraussetzungen nicht bestri tten werden, ist der Unfallbegriff er- füllt. 5.1 Als Nächstes ist zu prüfen, ob der Grundfall zum Zei tpunkt des neuen Leistungsbegeh- rens vom 14. Mai 2012 bereits abgeschlossen war und die ses damit unter den Voraussetzun- gen eines Rückfalls zu prüfen ist. Die Beschwerdegegnerin vertritt diese Auffassung und macht geltend, dass der Grundfall im Januar 2011 formlos abge schlossen worden sei. Der Beschwer- deführer dagegen ist der Ansicht, dass der Grundfall ni cht abgeschlossen und die Leistungs- pflicht für die Hüftbeschwerden unter diesem Titel zu prüfen sei. 5.2 Das Ergebnis dieser Prüfung hat Auswirkungen auf die Beweislastverteilung. Sind die geltend gemachten Beschwerden unter dem Titel Grundfall zu prüfen, obliegt es dem Versiche- rer darzutun, dass diese mit dem im Sozialversicherungsre cht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht mehr auf de n Unfall zurückzuführen sind, da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage hand elt. Die blosse Möglichkeit genügt nicht. Sind die Beschwerden jedoch im Rahmen eines Rückf alles oder als Spätfolge zu prüfen (Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982), stellt sich die Frage, ob eine leistungsbegründende natürliche Kausalität gegeben ist. Rückfälle und Spät- folgen schliessen begrifflich an ein bestehendes Unfall ereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherte n Unfall erlittenen Gesundheits- schädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenha ng besteht (BGE 118 V 293, E. 2c; SVR 2003 UV Nr. 14 S. 43, U 86/02 E. 4). Die Beweislast liegt hier bei der versicherten Per- son. Bevor sich aber die Frage der Beweislast stellt, ist d er Sachverhalt im Rahmen des Unter- suchungsgrundsatzes richtig und vollständig zu klären (Art. 4 3 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9 E. 2.2 [8C_354/2007]). 5.3 Der Fallabschluss hat in Form einer Verfügung zu e rfolgen, wenn und solange die (wei- tere) Erbringung erheblicher Leistungen zur Diskussion ste ht (BGE 132 V 412 E. 4 S. 417; Art. 124 UVV). Erlässt der Versicherer stattdessen nur ein ei nfaches Schreiben, erlangt dieses in der Regel jedenfalls dann rechtliche Verbindlichkeit, w enn die versicherte Person nicht inner- halb eines Jahres Einwände erhebt (BGE 134 V 145). Sta nden zu einem bestimmten Zeitpunkt indessen keine Leistungen mehr zur Diskussion, kann ein Rückf all auch vorliegen, ohne dass der versicherten Person mitgeteilt wurde, der Versicherer schliesse den Fall ab und stelle seine Seite 7 Leistungen ein. In dieser Konstellation ist entscheiden d, ob zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, es werde keine Behandlungs bedürftigkeit und/oder Arbeitsunfä- higkeit mehr auftreten. Dies ist im Rahmen einer ex a nte-Betrachtung unter Berücksichtigung der konkreten Umstände zu beurteilen. Dabei kommt der Ar t der Verletzung und dem bisheri- gen Verlauf eine entscheidende Rolle zu: Lag ein verg leichsweise harmloser Unfall mit günsti- gem Heilungsverlauf vor, welcher nur während relativ ku rzer Zeit einen Anspruch auf Leistun- gen begründete, wird tendenziell eher von einem still schweigend erfolgten Abschluss auszuge- hen sein als nach einem kompliziert verlaufenen Heilun gsprozess. Andererseits ist der Leis- tungsanspruch unter dem Aspekt des Grundfalls und nicht u nter demjenigen eines Rückfalls zu prüfen, wenn die versicherte Person während der leistun gsfreien Zeit weiterhin an den nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden gelitten hat bzw . wenn Brückensymptome gegeben sind, die das Geschehen über das betreffende Intervall hi nweg als Einheit kennzeichnen (Urtei- le des Bundesgerichts vom 26. September 2008 E. 4.1, 8C _102/2008, E. 4.1 und vom 26. Au- gust 2008, 8C_433/2007, E. 2.3, je mit Hinweisen). D ies setzt nicht zwingend eine durchgängi- ge ärztliche Behandlung voraus (Urteil des Bundesgericht s vom 6. Juni 2006, U 12/06, E. 4.3 und 4.3.2). 5.4 Der Beschwerdeführer erlitt anlässlich des Ereignisses vo m 25. Juni 2010 einen Muskel- faserriss der rechten Adduktoren. Am 3. Dezember 2010 berichtete Dr. B.____, dass wegen der grossen Läsion im Bereich der Adduktoren ein protrahiert er Verlauf bestehe. Mittels Physiothe- rapie hätten die Beschwerden reduziert werden können. Bei grösserer Belastung träten jedoch nach wie vor Schmerzen auf. Klinisch bestehe eine deutl iche Druckdolenz im Bereich der Ad- duktoren rechts. In der Ultraschalluntersuchung vom 9. N ovember 2010 zeigten sich immer noch kleine Muskelfaserrisse mit diffuser Hämorrhagie, wa s dafür spreche, dass die Verletzung nach wie vor nicht ausgeheilt sei. Aus diesem Grund s eien weitere Physiotherapien unbedingt notwendig, um die Verletzung behandeln zu können. Mit Blick auf diese zeitnahe ärztliche Stellungnahme von Dr. B.____ vom 3. Dezember 2010 ist es glaubhaft, dass der Versicherte im Januar 2011, als er sich auf seine längst geplante Aus- landreise begab, immer noch unter Beschwerden litt. Z u berücksichtigen ist auch, dass die Fol- gen des Ereignisses vom Juni 2010 keine Arbeitsunfähigkeit nach sich zogen. Es ist deshalb nachvollziehbar, dass der Versicherte sich für eine Ausland sreise grundsätzlich gesund genug fühlte, ohne dass daraus gleichzeitig eine Beschwerdefre iheit abgeleitet werden könnte. Wenn er darum im Fragebogen Rückfall vom 14. Mai 2012 anga b, dass er während seiner Ferien Be- schwerden bei längerem Gehen und gelegentlich auch beim Fahrradfahren im Leisten- /Hüftbereich verspürt habe und aufkommende Schmerzen mit Tabletten bekämpft habe, besteht kein Anlass, an diesen Angaben zu zweifeln. Für persistie rende Beschwerden auf einem niedri- gen Level spricht auch, dass er kurz vor der Abreise am 2 8. Januar 2011 die letzte Physiothe- rapie-Behandlung und nach der Rückkehr bereits am 13. Februar 2012 wieder die erste Konsul- tation bei Dr. B.____ hatte. E.____ als behandelnder Physiotherapeut bestätigte am 28. Febru- ar 2013 schriftlich, dass der Versicherte ihn bereits nach e inmonatiger Reisezeit per Email kon- Seite 8 taktiert und mitgeteilt habe, dass die Beschwerden imme r noch bestünden. In der Folge hätten sie deshalb mehrmals Kontakt gehabt. Bereits vor Ende der Reise habe sich der Versicherte für die Wiederaufnahme der ärztlichen Abklärungen und der physiotherapeutischen Behandlung bemüht. Der frühe Konsultationstermin bei Dr. B.____ vom 13. Februar 2012 stimmt mit dieser Aussage überein. Dass die Beschwerden nicht unerheblich waren und den Versicherten im All- tag beeinträchtigten, zeigte sich in der anschliessenden kon sequenten Abklärung durch die bildgebende Untersuchung und die baldigen operativen Eingriffe im März und Mai 2012. 5.5 Nach diesen Ausführungen, an deren Richtigkeit es ke ine Gründe zu zweifeln gibt, wur- de eine vollständige Beschwerdefreiheit vor der Abreise nicht erreicht. Vielmehr bestand über den Januar 2011 hinaus eine Behandlungsbedürftigkeit. W enn Nachkontrollen und weitere Ab- klärungen unterblieben, lag es daran, dass der Versicherte auf einer Weltreise war, der Kontakt zum Therapeuten blieb aber offensichtlich erhalten. Da die National den Fallabschluss lediglich intern vornahm und den Versicherten nicht darüber ori entierte, hatte dieser keinen Anlass, Ein- wände zu erheben. Die Leistungspflicht des Unfallversi cherers ist deshalb unter dem Titel Grundfall zu prüfen, was zur Folge hat, dass die Nationa l letztlich die Beweislast für das Dahin- fallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens trägt. 6.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der B eurteilung des Gesundheitszu- standes und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin - ist die rechtsanwendende Behörd e regelmässig auf Unterlagen angewie- sen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grund satz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismi ttel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi- alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterl agen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechen- den medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf di e eine und nicht auf die andere medi- zinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eine s Arztberichtes ist demnach ent- scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinische n Zusammenhänge und in der Beur- teilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E). 6.2 Dr. B.____ äusserte anlässlich der klinischen Untersuchu ng vom 13. Februar 2012 den Verdacht, dass ein Impingement-Syndrom mit Labrumläsion vorliegen könne. Nach einer Arthro-MRT des Hüftgelenks rechts am 17. Februar 2012 be stätigte sich die Verdachtsdiagno- Seite 9 se, indem eine Rissbildung an der Basis des Labrums mit angrenzend flachem intrakartialaginä- rem Osteophyten am Acetabulum und ausgedünntem Gelenkknorpel festgestellt wurde. Es folg- te eine intraartikuläre Hüftinfiltration rechts am 27. März 2012 und am 3. Mai 2012 ein operati- ver Eingriff. 6.3 In einer Notiz vom 4. Juni 2012 verneinte der bera tende Arzt der National Dr. C.____ die Kausalität zwischen Unfall und Hüftbeschwerden. Für die aktuellen Schmerzen sei ein Vorzu- stand verantwortlich. Mit Stellungnahme vom 22. Juni 20 12 kam er zum Schluss, dass der Schmerz, welcher in der Luft (beim Sprung) aufgetreten sei, nicht mit überwiegender Wahr- scheinlichkeit durch die sowohl in der MRT als auch intraop erativ festgestellte Veränderung im Bereich der Hüfte erklärbar sei. Die Chondrokalzinose u nd die Offset-Störung sowie die Aus- dünnung des Knorpels seien klar als Vorzustand zu klassifizi eren, welcher durch das Unfaller- eignis weder vorübergehend noch richtunggebend verschlimm ert worden sei. Die Beschwer- den, welche operativ behandelt worden seien, würden n ur möglicherweise im Zusammenhang mit dem Unfallereignis stehen. Diese Stellungnahme wur de allerdings in der Annahme abgege- ben, dass der Grundfall abgeschlossen war und eine wei tere Leistungspflicht unter dem Titel Rückfall geprüft werde. Wenn Dr. C.____ davon ausgeht , dass die Hüftbeschwerden nur mögli- cherweise im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 25 . Juni 2010 stehen, kann die Un- fallversicherung - da der Grundfall noch nicht abgeschlo ssen ist - auf dieser Grundlage ihre Leistungspflicht nicht ablehnen, weil ein möglicher Zu sammenhang mit dem Unfallereignis für eine weiter bestehende Leistungspflicht der Unfallversicherung grundsätzlich ausreicht. 6.4 Vor der abschliessenden Beweiswürdigung, ist zu prüf en, ob der Sachverhalt bezüglich des Kausalzusammenhangs genügend abgeklärt ist. Dr. B. ____ nahm am 27. Juli 2012 eben- falls zur Unfallkausalität Stellung. Er geht davon aus, dass beim Sprung über die Bank ein Hy- perflexionstrauma rechts stattgefunden habe, wobei sich der Versicherte einen Labrumriss zu- gezogen habe. Dieser Unfallmechanismus sei für Labrumlä sionen sehr typisch, welche bei Kampfsportarten wie Kung Fu und Kickboxen häufig aufträ ten. Als der Versicherte bei der Lan- dung ausgerutscht sei, habe er sich zusätzlich die Muskelverletzung im Bereich der Adduktoren rechts zugezogen, die initial sicher im Vordergrund gestanden sei. Da nach Abheilung der Mus- kelverletzung die Schmerzen persistierten, sei die weite re Abklärung mittels Arthro-MRI der rechten Hüfte durchgeführt worden, wodurch letztlich ei n Labrumriss habe bestätigt werden können. Die beschriebene Chondrokalzinose sei nicht relevan t und zu jedem Zeitpunkt asymp- tomatisch gewesen. Dieser Befund sei während der Opera tion lediglich beschrieben worden. Die tiefer liegenden Schmerzen bei der Beinpresse bei maximaler Flexion im Sitzen deuteten auf die Labrumläsion hin und hätten überhaupt nichts m it der Chondrokalzinose zu tun, da ein- deutig eine mechanische Problematik vorliege. 6.5 Dr. C.____ widersprach am 27. August 2012 diesen Ausführungen. Kickboxen und Kung Fu seien nicht vergleichbar mit dem Ereignis vom 25. J uni 2010. Zudem sei eine Hyperflexion Seite 10 der Hüfte beim Springen über ein Hindernis unwahrschei nlich, weil dieser Mechanismus das Springen verlangsamen würde. 6.6 Vorliegend sind divergierende ärztliche Meinungen zu r Kausalität vorhanden. Ein vorbe- haltloses Abstellen auf die Berichte von Dr. C.____ ode r die Stellungnahme von Dr. B.____ ist nicht möglich. Einerseits ging Dr. C.____ bei seiner Beu rteilung von falschen Voraussetzungen aus, indem er annahm, der Grundfall sei bereits abge schlossen. Weiter kann die Äusserung, dass eine Hyperflexion der Hüfte beim Sprung über eine hüfthohe Sitzbank unwahrscheinlich sei, nicht ohne weitere Begründung übernommen werden . Dieser Annahme steht die Erklärung des Facharztes Dr. B.____ zum Verletzungsmechanismus entge gen, welcher den Versicherten mehrmals persönlich untersucht, behandelt und operier t hat. Deutlich hat sich Dr. B.____ zur Chondrokalzinose geäussert, dagegen fehlt eine Stellungnahme zur Frage, inwiefern die Offset- Störung und die Ausdünnung des Knorpels als Vorzustände zu werten sind, welche allenfalls den Riss verursacht haben könnten. In diesem Zusammenhang steht die Aussage von Dr. C.____ im Raum, dass ein akuter Labrumriss als Folge ei nes Unfalles schwerere Symptome verursacht hätte. Ob der Unfall vom 25. Juni 2010 ursäch lich für den Labrumriss war, kann auf- grund der vorliegenden medizinischen Stellungnahmen ni cht abschliessend beurteilt werden. Da gestützt auf die Ausführungen von Dr. C.____ ein Ka usalzusammenhang nicht mit überwie- gender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann, d ie Stellungnahme von Dr. B.____ jedoch auch nicht genügt, um den Kausalzusammenhang vorbehaltlos bejahen zu können, je- doch anzunehmen ist, das eine gutachterliche Beurteilu ng eine schlüssige Antwort auf die Fra- ge der Kausalität liefern würde, ist die Angelegenhe it zur weiteren Sachverhaltsabklärung und zur Neuverfügung an die Vorinstanz - welche die Beweisf ührungslast trägt - zurückzuweisen. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 7. Es sind keine Verfahrenskosten zu erheben. Gemäss Ausgan g des Verfahrens hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigun g. Der Rechtsvertreter hat gemäss Honorarnote vom 10. April 2013 einen angemessenen Auf wand von rund 10, 5 Stunden aus- gewiesen. Dazu kommen noch 1, 5 Stunden für die Part eiverhandlung, womit 12 Stunden zu entschädigen sind. Die National hat folglich dem Rechtsve rtreter ein Honorar in Höhe von Fr. 3'299.10 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) auszurichten. 8.1 Gemäss Art. 90 BGG ist die Beschwerde in öffentlich- rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig gegen Entscheide, die das Verfah ren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind - mit Ausnahme der Zwisch enentscheide über die Zustän- digkeit und über Ausstandsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich- rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bede utenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde ( Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bun- desgerichtlichen Rechsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Seite 11 Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehre- ren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) bean twortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 8.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen- entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vor- aussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. Demgemäss wird e r k a n n t : ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte- ne Einspracheentscheid der Schweizerischen National-Versi cherungs- Gesellschaft AG vom 13. November 2012 aufgehoben und die Angele- genheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägunge n und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Die Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft AG hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'299.10 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. http://www.bl.ch/kantonsgericht