<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00256</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106978&amp;W10_KEY=4467145&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00256</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.11.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Wasserversorgung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Anfechtungsobjekt, Legitimation im Rekursverfahren; Wasseranschlusspflicht<br/><br/>Derjenige Teil eines kommunalen Beschlusses, der sich im Dispositiv mit den Vertragsverhandlungen der Gemeinde mit einer anderen befasst (konkret: Abbruch der Verhandlungen, weiteres Vorgehen), stellt keine anfechtbare Anordnung dar (E. 3a). Soweit sich der Beschluss auf die Änderung eines Wasseranschlusses eines Dritten bezieht, fehlt es der Gemeinde an der Legitimation (E. 3b). Vertragliche Ansprüche, welche die Gemeinde ableitet, sind auf dem Klageweg geltend zu machen.<br/>Die Vorinstanz ist daher zu Recht auf den Rekurs der Gemeinde nicht eingetreten (E. 3c).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANFECHTUNGSOBJEKT">ANFECHTUNGSOBJEKT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ÃFFENTLICH-RECHTLICHER VERTRAG">ÃFFENTLICH-RECHTLICHER VERTRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Verwaltungsinterne Rechtspflege ST: REKURS">REKURS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFÃGUNG">VERFÃGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWALTUNGSRECHTLICHE KLAGE">VERWALTUNGSRECHTLICHE KLAGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERWALTUNGSRECHTLICHER VERTRAG">VERWALTUNGSRECHTLICHER VERTRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASSERANSCHLUSS">WASSERANSCHLUSS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: WASSERRECHT UND GEWÃSSERSCHUTZ">WASSERRECHT UND GEWÃSSERSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASSERVERSORGUNG">WASSERVERSORGUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 19 lit. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. a VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 82 lit. k VRG</span><br/><span class="gerade">§ 27 WasserwirtschaftsG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die Industriezone FrÃ¤flig liegt teilweise auf dem Gebiet der Gemeinde Oberglatt und teilweise auf demjenigen der Gemeinde Niederhasli. Da Oberglatt fÃ¼r die Grosstank­lager auf dem eigenen Gebietsteil keine ausreichende Infrastruktur fÃ¼r die LÃ¶schwasserversor­gung anbieten konnte, erfolgte die Wasserversorgung hier seit Jahrzehnten von SÃ¼den her durch die Zivilgemeinde Oberhasli, welche das Gebiet Oberhasli insgesamt mit Wasser versorgt. Der Anschluss der einzelnen Oberglatter IndustriegrundstÃ¼cke erfolgte jeweils auf Grund einer entsprechenden Auflage in der Baubewilligung, wonach der Wasseranschluss an die Wasserversorgung der Zivilgemeinde Oberhasli zu erfolgen habe. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Jahre 1990 revidierten die Gemeinde Oberglatt und die Zivilgemeinde Oberhasli einen Transitvertrag zur Wasserversorgung der Gebiete Asp (inkl. das Gebiet FrÃ¤flig) und Hasliberg aus Anlagen der Gruppenwasserversorgung Furttal (GWF). Der Vertrag regelte im Wesentlichen die technischen, betrieblichen und finanziellen Belange betref­fend die Be­nÃ¼tzung der Anlagen der Zivilgemeinde Oberhasli fÃ¼r die Wasserlieferung aufgrund eines Vertrages zwischen der Anschlussgemeinde Oberglatt und der GWF.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Infolge Abbruchs bzw. Umnutzungen der Grosstanklager wollte die Gemeinde Ober­­glatt die Wasserversorgung im Gebiet FrÃ¤flig kÃ¼nftig vermehrt selber gewÃ¤hrleisten und teilte diese Absicht der Zivilgemeinde Oberhasli anfangs 1998 mit. Im gleichen Jahr erarbeitete Oberglatt darauf ein Generelles Wasserversorgungsprojekt, wonach das fragliche Gebiet mit einer neuen Hauptleitung von der Wehntalerstrasse her erschlossen und zwecks Ringbildung an eine weitere neue Hauptleitung im Gebiet MÃ¶sli angeschlossen wer­den sollte. Das Projekt wurde von der Baudirektion genehmigt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zwei Jahre spÃ¤ter setzte auch die Gemeinde Niederhasli ein Generelles Wasserversorgungsprojekt fest. Dieses stellte seinerseits die Wasserversorgung des fraglichen Gebie­tes mittels Privatleitungen sicher und sah eine neue Hauptleitung vor, welche sÃ¼dlich vom Messschacht Adlibogen abgehend zum fraglichen Versorgungsgebiet fÃ¼hren sollte, sowie ein neues HauptleitungsstÃ¼ck im Bereich der FrÃ¤fligstrasse. Die Baudirektion genehmigte auch dieses Generelle Wasserversorgungsprojekt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Zwischenzeit hatten die politische Gemeinde Oberglatt und die Zivilgemein­- de Oberhasli Verhandlungen aufgenommen betreffend Bau eines neuen Abgabe- und Mess­schachtes in das Versorgungsgebiet Oberglatt und Ã¼ber die Abtretung von Wasserleitungen auf diesem Gemeindegebiet. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. An einer Sitzung vom 23. April 2002 stellte der Leitungsausschuss Tiefbau und Werke der Gemeinde Oberglatt fest, dass die mit den Verhandlungen angestrebte LÃ¶sung aus Kosten-Nutzen Ãberlegungen nicht realisiert werden kÃ¶nne und dass die Gemeinde ih­re Versorgungshoheit fÃ¼r das nach dem Wegfall der Tanklager verbleibende Industriegebiet auf Oberglatter Boden fÃ¼r sich beanspruche. Dies fÃ¼hrte im Dispositiv zur Kenntnisnahme vom Stand der Verhandlungen und zu deren Abbruch (Disp.-Ziff. I). Die BehÃ¶rde unterbrei­­­tete der Zivilgemeinde Oberhasli jedoch ein konkretes, bis 10. Mai 2002 gÃ¼ltiges Verhandlungsangebot Ã¼ber eine Netztrennung Nord sowie eine optionale Ãbernahme der Leitungen auf dem Gemeindegebiet Oberglatt (Disp.-Ziff. II) und stellte in Aussicht, dass sie, falls die Vereinbarung nicht zustande komme, ihre Versorgungsleitungen gemÃ¤ss den bereits bewilligten Projekten bauen werde (Disp.-Ziff. III). Weiter beschloss der Ausschuss, dass das genehmigte Projekt der Groberschliessung mit Wasser ab der Wehntalerstrasse durch die Gemeinde Oberglatt realisiert und der Baubeginn auf Anfang Juni 2002 festgelegt werde (Disp.-Ziff. V). Schliesslich Ã¤usserte sich die BehÃ¶rde zu den Kostenfolgen der neuen Situation fÃ¼r die GrundeigentÃ¼mer. Dies fÃ¼hrte im Dispositiv einzig zur Verpflichtung der A AG, ihren Hausanschluss Assek.-Nr. 01 mit der Erstellung der Wasserleitung in der FrÃ¤fligstrasse gemÃ¤ss dem Groberschliessungprojekt an diese Was­serleitung anzuhÃ¤ngen, falls keine Vereinbarung mit der Zivilgemeinde Oberhasli zustande komme oder dies in der Vereinbarung so bestimmt werde (Disp.-Ziff. IV).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Gegen diesen Beschluss erhob die Zivilgemeinde Oberhasli Rekurs, eventuell Aufsichtsbeschwerde an den Bezirksrat Dielsdorf und beantragte, der angefochtene Beschluss und insbesondere dessen Disp.-Ziffn. IV und V seien aufzuheben. Gleichzeitig ersuchte sie um die Anordnung vorsorglicher Massnahmen mit dem Begehren, es sei der Ge­meinde Oberglatt unter Androhung der einschlÃ¤gigen Rechtsnachteile im Widerhandlungsfalle per sofort zu verbieten, die projektierte Leitung im Gebiet FrÃ¤flig zum Bau freizugeben, zu erstellen oder erstellen zu lassen. Die Gemeinde Oberglatt beantragte ihrerseits, dem Rekurs sei die aufschiebende Wirkung zu entziehen, und verlangte im Ãbrigen die Ab­weisung des Rekurses sowie des Gesuchs um vorsorgliche Massnahmen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat Dielsdorf trat auf den Rekurs am 16. Juli 2002 im Sinne der ErwÃ¤gungen nicht ein, soweit er nicht gegenstandslos geworden sei (Disp.-Ziff. I). Auf die Begehren um Entzug der aufschiebenden Wirkung und Anordnung vorsorglicher Massnahmen wurde ebenfalls nicht eingetreten (Disp.-Ziff. II und III). Schliesslich gab der Bezirksrat auch der Aufsichtsbeschwerde keine Folge (Disp.-Ziff. IV).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>IV. Gegen diesen Entscheid wandte sich die Zivilgemeinde Oberhasli am 15. August 2002 an das Verwaltungsgericht und beantragte, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben, es seien die Disp.-Ziffn. IV und V des erstinstanzlichen Beschlusses aufzuheben und der Ge­meinde Oberglatt sei die Realisierung der Groberschliessungsleitung und Anschlusspflicht zu verbieten. Eventualiter verlangte sie die Sistierung des Verfahrens bis zu einem rechtskrÃ¤ftigen Entscheid Ã¼ber die Rechte der Gemeinde Oberglatt aus dem Transitvertrag. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Gemeinde Oberglatt beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 23. September 2002, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kÃ¶nne. Ebenso sei der Sistierungsantrag abzuweisen. Der Bezirksrat beantragte am 28. August 2002 die Abwei­sung der Beschwerde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ficht den ganzen Beschluss des Bezirksrates Dielsdorf an und damit auch das Nichteintreten auf das Gesuch um Entzug der aufschiebenden Wirkung (Disp.-Ziff. II) und die Abweisung der Aufsichtsbeschwerde (Disp.-Ziff. IV). In diesen beiden Punkten ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Durch das Nichteintreten auf das gegnerische Gesuch um Entzug der aufschiebenden Wirkung ist die BeschwerdefÃ¼hrerin von vornherein nicht beschwert und daher nicht zur Beschwerdeerhebung legitimiert. FÃ¼r die Aufsichtsbeschwerde ist das Verwaltungsgericht nicht zustÃ¤ndig, da es Aufsichts-instanz weder Ã¼ber den Bezirksrat noch Ã¼ber die Gemeinden ist und die Erledigung der Auf­sichtsbeschwerde selber keine eigene VerfÃ¼gungsqualitÃ¤t aufweist (vgl. Alfred KÃ¶lz/ JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 16 f.). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Der Bezirksrat Dielsdorf ist auf den Rekurs der BeschwerdefÃ¼hrerin und auf ihr Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen nicht eingetreten mit der BegrÃ¼ndung, der angefochtene Beschluss enthalte weitgehend innerkommunale Entscheide und AbsichtserklÃ¤rungen an BehÃ¶rden und Verwaltung. Nur soweit die A AG zum Anschluss an die neue Wasserleitung der Beschwerdegegnerin verpflichtet worden sei, liege eine anfechtbare Anordnung vor. Die Verpflichtung treffe aber in erster Linie dieses Unternehmen, welches sel­ber kein Rechtsmittel ergriffen habe. Die BeschwerdefÃ¼hrerin verfolge eine vermÃ¶gensrechtliche Streitigkeit und beanstande die Verletzung des Transitvertrages, wofÃ¼r das Verwaltungsgericht im Klageverfahren zustÃ¤ndig sei. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt dagegen vor, mit den Disp.-Ziffn. IV und V des angefochtenen Beschlusses habe die Beschwerdegegnerin das der BeschwerdefÃ¼hrerin zustehende Versorgungsgebiet FrÃ¤flig durch unzulÃ¤ssige Inanspruchnahme der Transitleitung be­­schnitten. Dabei gehe es sachlich um Erschliessungsvoraussetzungen, welche analog der Situation von privatrechtlich geregelten ZugÃ¤ngen im Bauentscheid zu prÃ¼fen und deren Feh­len im Anfechtungsverfahren geltend gemacht werden kÃ¶nnten. Die Bewilligung eines Hausanschlusses, der in der Zukunft aus rechtlichen GrÃ¼nden nicht genutzt werden kÃ¶nne, sei nicht sinnvoll und unverhÃ¤ltnismÃ¤ssig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dem hÃ¤lt die Beschwerdegegnerin entgegen, der BeschwerdefÃ¼hrerin gehe es nicht um die Anschlussverpflichtung der A AG sondern um die VersorgungszustÃ¤ndigkeit. Die Sicherstellung der Wasserversorgung obliege der einzelnen politischen Ge­­meinde. Diese gesetzlich verankerte kommunale Versorgungsautonomie kÃ¶nne ihr nicht durch ein fehlerhaftes Generelles Wasserversorgungsprojekt der BeschwerdefÃ¼hrerin entzogen werden. Die Wasseranschlussverpflichtung der A AG hÃ¤nge nicht vom Inhalt und der Tragweite des Tran­sitvertrages ab, weshalb der Bezirksrat darÃ¼ber auch nicht vorfrageweise habe entscheiden mÃ¼ssen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. a) Anfechtungsobjekt im Verwaltungsrekurs- und -beschwerdeverfahren bildet die VerfÃ¼gung, ein individueller, an den Einzelnen gerichteter Hoheitsakt, durch den eine konkrete verwaltungsrechtliche Rechtsbeziehung rechtsgestaltend oder feststellend in verbindlicher und erzwingbarer Weise geregelt wird (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, Vorbemerkungen zu §§ 4-31 N. 11 f. mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat von den verschiedenen Elemen­­ten des angefochtenen Beschlusses zu Recht einzig die Wasseranschlussverpflichtung in Disp.-Ziff. IV als anfechtbar gewÃ¼rdigt. Die mit Rekurs ebenfalls ausdrÃ¼cklich angefoch­­­tene Disp.-Ziff. V dagegen richtet sich weder an einen Einzelnen, noch regelt sie eine konkrete Rechtsbeziehung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Zum Rekurs ist gemÃ¤ss § 21 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) berechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Interesse an deren Ãnderung oder Aufhebung hat. GemÃ¤ss lit. b der Bestimmung ist auch eine Gemeinde zur Wahrung der von ihr vertretenen schutz­wÃ¼rdigen Interessen zur Rekurserhebung legitimiert .</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Versorgung eines GrundstÃ¼ckes mit Frischwasser bildet eine der Erschlies­sungs­­voraussetzungen gemÃ¤ss § 236 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. Septem­ber 1975 (PBG). Weil ErschliessungslÃ¼cken das Bauen ganz verhindern kÃ¶nnen, ist die hinreichende Erschliessung nicht fÃ¼r nur den EigentÃ¼mer des BaugrundstÃ¼cks selber, sondern al­lenfalls auch fÃ¼r einen durch das Bauvorhaben betroffenen Dritten von Interesse. Hin­sicht­lich des Wasseranschlusses kÃ¶nnte dieser daher vorbringen, das GrundstÃ¼ck sei nicht hinreichend erschlossen, weil etwa der vorgesehene Wasserbezug aus rechtlichen GrÃ¼n­den gar nicht realisiert werden kÃ¶nne. Solche GrÃ¼nde kÃ¶nnten sich aus einem privat- oder Ã¶ffentlich-rechtlichen Vertrag ergeben, wie hier etwa aus einem (konkludenten) Versorgungsvertrag und/oder einem Wassertransitvertrag zweier Gemeinden. Insofern liegt die Sachlage beim Wasseranschluss tatsÃ¤chlich gleich wie bei der ZugÃ¤nglichkeit eines GrundstÃ¼cks, wo im Baubewilligungsverfahren vorfrageweise zu prÃ¼fen ist, ob ein privatrechtliches Zugangsrecht auch hinreichend gesichert ist. Das Fehlen dieser privatrechtlichen Sicherung kann ein anderer Wegberechtigten auch dann geltend machen, wenn er sich gegen die behauptete BeeintrÃ¤chtigung seiner Wegparzelle mit Zivilklage wehren kÃ¶nnte (vgl. BEZ 1981 Nr. 1). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Indessen liegt der vorliegende Fall anders. Die strittige Wasseranschlusspflicht trifft hier nÃ¤mlich ausschliesslich die A AG, da das Haus Assek-Nr. 01 bisher hinreichend mit Was­ser versorgt war und es gerade nicht um die grundlegenden Anforderungen der Erschliessung geht. Von der GrundeigentÃ¼merin wird nicht im Rahmen einer Bau­­bewilligung erstmals ein Wasseranschluss verlangt, sondern nur das UmhÃ¤ngen eines be­­­stehenden und genÃ¼­genden Wasseranschlusses in einem spÃ¤teren Zeitpunkt. Auch wenn sich gegen diese Ver­pflichtung gegebenenfalls vorbringen liesse, der Wasserbezug Ã¼ber die neue Leitung sei we­gen Verletzung eines bestimmten Vertrages Dritter nicht gewÃ¤hrleistet, so steht dieses Anfech­tungsrecht ausschliesslich der dadurch belasteten GrundeigentÃ¼merin zu. Die Beschwerde­fÃ¼hrerin als Vertragspartnerin des angeblich verletzten Versorgungs- bzw. Wassertransitvertrages hat kein eigenes schutzwÃ¼rdiges Interesse daran, dass die Was­serversorgung des fraglichen GrundstÃ¼cks kÃ¼nftig auch weiterhin gewÃ¤hrleistet bleibt. Sie kann daher weder die Sinnlosigkeit noch die UnverhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der auferlegten Wasser­anschlusspflicht rÃ¼gen. Zur Verfolgung ihrer vertraglichen AnsprÃ¼che steht der BeschwerdefÃ¼hrerin ausschliesslich die verwaltungsrechtliche Klage gemÃ¤ss § 82 lit. k VRG zur VerfÃ¼gung. Insofern verhÃ¤lt es sich Ã¤hnlich, wie wenn ein Dritter gegen eine Baubewil­ligung nur die Verletzung seiner zivilen Rechte geltend macht, ohne eine Betroffenheit durch die bewilligte Baute als solche dartun zu kÃ¶nnen (vgl. BEZ 1981 Nr. 1). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) DemgemÃ¤ss ist der Bezirksrat zu Recht auf den Rekurs nicht eingetreten. Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist. Da nicht ersichtlich ist, inwieweit der Ausgang eines (bisher noch nicht einmal eingeleiteten) Klageverfahrens durch die BeschwerdefÃ¼hrerin den Ausgang des vorliegenden Verfahrens beeinflussen kÃ¶nnte, ist auf eine Sistierung zu verzichten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet</span><span> die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>