<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para"> </div> <div class="para">[AZA 7] </div> <div class="para">U 197/99 Vr </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">IV. Kammer </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Präsident Borella, Bundesrichter Rüedi und Kernen; </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Krähenbühl </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 24. September 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">in Sachen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Fluhmattstrasse </div> <div class="para">1, 6004 Luzern, Beschwerdeführerin, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.________, 1947, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Fürsprecher </div> <div class="para">Dr. Hansulrich Weber, Marktgasse 27, 4900 </div> <div class="para">Langenthal, </div> <div class="para">und </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Versicherungsgericht des Kantons Aargau, Aarau </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">A.- Die 1947 geborene B.________ arbeitete seit dem </div> <div class="para">19. August 1985 halbtags als Produktionsmitarbeiterin in </div> <div class="para">der Firma H.________ AG und war damit bei der Schweizerischen </div> <div class="para">Unfallversicherungsanstalt (SUVA) versichert. Am </div> <div class="para">20. Februar 1990 sass sie auf dem Beifahrersitz eines </div> <div class="para">Personenwagens, dessen Lenkerin auf ein vor ihr abbremsendes </div> <div class="para">Fahrzeug auffuhr. Bei dieser Kollision zog sich </div> <div class="para">B.________ gemäss Diagnose des wegen Nackenbeschwerden noch </div> <div class="para">am Unfalltag aufgesuchten Dr. med. S.________ ein Schleudertrauma </div> <div class="para">der Halswirbelsäule zu. Anlässlich der Erstuntersuchung </div> <div class="para">fanden sich eine Verspannung der Nackenmuskulatur </div> <div class="para">sowie eine allseitige Bewegungseinschränkung der Halswirbelsäule </div> <div class="para">mit vor allem in der Endphase deutlich schmerzhafter </div> <div class="para">Inklination; neurologische Ausfälle lagen nicht vor; </div> <div class="para">ebenso wenig konnten ossäre Läsionen festgestellt werden; </div> <div class="para">auch eine Gehirnerschütterung schloss Dr. med. S.________ </div> <div class="para">in einem späteren Bericht vom 18. Mai 1990 ausdrücklich </div> <div class="para">aus. </div> <div class="para">Verschiedene Versuche, ihre frühere Erwerbstätigkeit </div> <div class="para">wieder aufzunehmen, scheiterten. Die Patientin klagte immer </div> <div class="para">wieder über Nackenbeschwerden und, im Laufe der Zeit, auch </div> <div class="para">über Kopfschmerzen, Konzentrations- und Schlafprobleme </div> <div class="para">sowie Sensibilitätsstörungen im linken Arm, insbesondere in </div> <div class="para">einzelnen Fingern der linken Hand. In einem Bericht des </div> <div class="para">Dr. med. A.________ vom 9. August 1991 ist zudem von einer </div> <div class="para">psychischen Komponente die Rede, welche sich zu den </div> <div class="para">körperlichen Beschwerden hinzugesellt habe. Auf den </div> <div class="para">17. Oktober 1990 erfolgte die Auflösung des Arbeitsverhältnisses </div> <div class="para">in der Firma H.________ AG in gegenseitigem </div> <div class="para">Einvernehmen. Ab April bis Juli 1991 wurde B.________ </div> <div class="para">probeweise als Hilfskraft im Pflegeheim N.________ in </div> <div class="para">Vordemwald beschäftigt, wobei eine definitive Anstellung </div> <div class="para">zufolge ihrer gesundheitlichen Probleme jedoch nicht </div> <div class="para">zustande kam. Ab Mai 1992 war B.________ schliesslich mit </div> <div class="para">einem Tagespensum von vier Stunden als Haushalthilfe für </div> <div class="para">die Y.________ tätig. Wegen Überforderung kam es im März </div> <div class="para">1993 zur Auflösung auch dieses Arbeitsverhältnisses. </div> <div class="para">Die SUVA, welche ihre Haftung für den Unfall vom </div> <div class="para">20. Februar 1990 anerkannt hatte, für Heilungskosten aufgekommen </div> <div class="para">war und Taggelder ausgerichtet hatte, teilte ihrer </div> <div class="para">Versicherten unter Hinweis auf eine Stellungnahme des </div> <div class="para">Kreisarztes Dr. med. C.________ vom 15. Juli 1991 und einen </div> <div class="para">Bericht der Neurologisch-Neurochirurgischen Poliklinik des </div> <div class="para">Spitals X.________ vom 12. Dezember 1991 am 23. Januar 1992 </div> <div class="para">mit, es seien keine organischen Verletzungen mehr feststellbar </div> <div class="para">und auch die neuropsychologische Testung habe </div> <div class="para">keine Hinweise auf eine Verschlechterung ergeben; da die </div> <div class="para">Voraussetzungen für die Zusprechung einer Invalidenrente </div> <div class="para">oder einer Integritätsentschädigung nicht erfüllt seien, </div> <div class="para">schliesse sie den Fall ab. Obschon die Versicherte damit </div> <div class="para">nicht einverstanden war und am 15. August 1992 durch </div> <div class="para">Dr. med. G.________ einen Rückfall melden liess, hielt die </div> <div class="para">Anstalt mit Schreiben vom 20. August 1992 an ihrem Standpunkt </div> <div class="para">fest. </div> <div class="para">Über zwei Jahre später liess B.________ einen Bericht </div> <div class="para">der Neurologischen Klinik des Spitals Z.________ vom </div> <div class="para">10. November 1994 einreichen, in welchem unter anderm </div> <div class="para">chronische Kopfschmerzen sowie unklare transiente neurologische </div> <div class="para">Ausfälle diagnostiziert werden. Die SUVA nahm Einsicht </div> <div class="para">in ein auf Veranlassung des Dr. med. G.________ von </div> <div class="para">lic. phil. P.________ vom Neuropsychologischen Institut </div> <div class="para">erstelltes Gutachten vom 2. September 1995 und dessen am </div> <div class="para">4. Juni 1996 erstattete ergänzende Stellungnahme. Letztere </div> <div class="para">war im Hinblick auf eine am 3. Oktober 1995 im Institut für </div> <div class="para">Nuklearmedizin des Spitals D.________ mittels der Single </div> <div class="para">Photon Emission Computed Tomography (Spect) erfolgte </div> <div class="para">Abklärung abgegeben worden. Nachdem sich Kreisarzt Dr. med. </div> <div class="para">C.________ in einem Bericht vom 3. Juli 1997 zu den Ergebnissen </div> <div class="para">der Spect-Untersuchung vom 3. Oktober 1995 und zu </div> <div class="para">den daraus von lic. phil. P.________ gezogenen Folgerungen </div> <div class="para">geäussert hatte, lehnte es die SUVA mit Verfügung vom </div> <div class="para">22. August 1996 erneut ab, für die Zeit nach dem 23. Januar </div> <div class="para">1992 Versicherungsleistungen zu erbringen. Dies bestätigte </div> <div class="para">sie nach Einholung eines Aktengutachtens des Dr. med. </div> <div class="para">M.________ vom anstaltsinternen Ärzteteam Unfallmedizin vom </div> <div class="para">10. März 1997 mit Einspracheentscheid vom 3. Juni 1997. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">B.- Hiegegen liess B.________ Beschwerde an das Versicherungsgericht </div> <div class="para">des Kantons Aargau erheben. Darin beantragte </div> <div class="para">sie die Ausrichtung von Taggeldern über den </div> <div class="para">23. Januar 1992 hinaus sowie die Zusprechung einer Invalidenrente </div> <div class="para">und einer Integritätsentschädigung. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das kantonale Gericht, welches unter anderem die Akten </div> <div class="para">der Invalidenversicherung beigezogen hatte, anerkannte mit </div> <div class="para">Entscheid vom 24. März 1999 die Unfallkausalität der angegebenen </div> <div class="para">Beschwerden und wies die Sache an die SUVA zurück, </div> <div class="para">damit diese die im Einzelnen geschuldeten Leistungen festsetze. </div> <div class="para">Angesichts dieses Verfahrensausgangs sah es von der </div> <div class="para">Durchführung der von B.________ unter Berufung auf die </div> <div class="para">Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) verlangten öffentlichen </div> <div class="para">Verhandlung ab. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die </div> <div class="para">SUVA die Aufhebung des kantonalen Entscheids und die Bestätigung </div> <div class="para">ihres ablehnenden Einspracheentscheids vom 3. Juni </div> <div class="para">1997; eventuell sei die Sache zur Einholung einer psychiatrischen </div> <div class="para">Expertise an das kantonale Gericht zurückzuweisen. </div> <div class="para">B.________ lässt auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">schliessen; zudem erneuert sie ihren Antrag </div> <div class="para">auf Ansetzung einer öffentlichen Verhandlung. Das </div> <div class="para">Bundesamt für Sozialversicherung hat sich nicht vernehmen </div> <div class="para">lassen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1.- Das kantonale Gericht hat von der Durchführung </div> <div class="para">einer öffentlichen Verhandlung im Sinne von <span class="artref">Art. 6 Ziff. 1 </span></div> <div class="para">EMRK abgesehen, obschon es das Vorliegen eines entsprechenden </div> <div class="para">Antrages der Versicherten ausdrücklich anerkannt hatte. </div> <div class="para">Zur Begründung führte es an, der Umstand, dass die materiellen </div> <div class="para">Hauptbegehren der Beschwerde führenden und die Verhandlung </div> <div class="para">beantragenden Person gutgeheissen würden, rechtfertige </div> <div class="para">es, ausnahmsweise auf eine Verhandlung zu verzichten. </div> <div class="para">Dies ist im Lichte der Rechtsprechung des Eidgenössischen </div> <div class="para">Versicherungsgerichts nicht zu beanstanden (BGE 122 V </div> <div class="para">58 Erw. 3b/ff mit Hinweis auf die Doktrin). </div> <div class="para">Im vorliegenden Verfahren hat die nunmehrige Beschwerdegegnerin </div> <div class="para">in ihrer Vernehmlassung vom 5. Juli 1999 ihren </div> <div class="para">bereits im vorinstanzlichen Verfahren gestellten Antrag auf </div> <div class="para">Durchführung einer öffentlichen Verhandlung nach <span class="artref">Art. 6 </span></div> <div class="para">Ziff. 1 EMRK für den Fall erneuert, dass eine vom angefochtenen </div> <div class="para">kantonalen Entscheid abweichende Auffassung in Erwägung </div> <div class="para">gezogen werde. Zwecks Wahrung dieser durch die Konvention </div> <div class="para">gewährleisteten Verfahrensgarantie hat das Eidgenössische </div> <div class="para">Versicherungsgericht deshalb die Parteien am 9. August </div> <div class="para">2001 zu einer öffentlichen Verhandlung auf den 9. Oktober </div> <div class="para">2001 aufgeboten. Von der damit gebotenen Möglichkeit, sich </div> <div class="para">auch noch persönlich und mündlich zur Sache zu äussern, hat </div> <div class="para">die Beschwerdegegnerin indessen keinen Gebrauch mehr machen </div> <div class="para">wollen. Mit Eingabe vom 20. August 2001 hat sie vielmehr </div> <div class="para">erklären lassen, dass sie nunmehr auf die Durchführung </div> <div class="para">einer öffentlichen Verhandlung verzichte. Dies hat das </div> <div class="para">Eidgenössische Versicherungsgericht dazu veranlasst, die </div> <div class="para">auf den 9. Oktober 2001 anberaumte Verhandlung wieder </div> <div class="para">abzusetzen. Über die anhängig gemachte Streitsache wird </div> <div class="para">demnach zufolge nachträglichen Verzichts der Beschwerdegegnerin </div> <div class="para">ohne Verhandlung auf Grund der Akten entschieden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.- a) Auf Grund der Feststellungen des erstbehandelnden </div> <div class="para">Dr. med. S.________ ist davon auszugehen, dass die </div> <div class="para">heutige Beschwerdegegnerin anlässlich des Verkehrsunfalles </div> <div class="para">vom 20. Februar 1990 ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule </div> <div class="para">erlitten hat. Diese Annahme jedenfalls wurde ausser </div> <div class="para">im Bericht des Neurologen Dr. med. J.________ vom 20. März </div> <div class="para">1990 aus ärztlicher Sicht nie in Frage gestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Die Beschwerdegegnerin klagt über persistierende </div> <div class="para">Nackenschmerzen mit Ausstrahlungen in die linke Schulterregion </div> <div class="para">und über belastungsabhängige Schmerzen mit Gefühlsstörungen </div> <div class="para">und Kraftverlust im linken Arm sowie vor allem im </div> <div class="para">Ring- und Kleinfinger der linken Hand. Zudem berichtet sie </div> <div class="para">von einer subjektiv empfundenen Abnahme der Leistungsfähigkeit. </div> <div class="para">In den ärztlichen Berichten ist von unterschiedlich </div> <div class="para">lokalisierten chronischen Kopfschmerzen, von neurologischen </div> <div class="para">Ausfällen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Schwindelerscheinungen </div> <div class="para">sowie von Nervosität, Angstgefühlen, Müdigkeit, </div> <div class="para">geringer Belastbarkeit, Stressempfindlichkeit und </div> <div class="para">Depressionen die Rede. Während Dr. med. A.________ am </div> <div class="para">9. August 1991 eine zusätzlich aufgetretene psychische </div> <div class="para">Komponente erwähnt, hat zuvor laut Bericht vom 15. Juli </div> <div class="para">1991 auch schon Kreisarzt Dr. med. C.________ eine psychische </div> <div class="para">Überlagerung angenommen. Unter Berufung auf Aussagen </div> <div class="para">von Verwandten und Bekannten macht die Beschwerdegegnerin </div> <div class="para">schliesslich eine nach dem Unfall vom 20. Februar 1990 beobachtete </div> <div class="para">Wesensveränderung geltend. </div> <div class="para">Der Neurologe Dr. med. L.________, welcher die Versicherte </div> <div class="para">unter anderm auch im Hinblick auf die Folgen eines </div> <div class="para">am 19. Mai 1990 erfolgten Sturzes zu Hause auf der Kellertreppe </div> <div class="para">untersucht hat, erwähnt in seinem Bericht vom </div> <div class="para">29. Mai 1990 Schmerzen in der Nierengegend und in der linken </div> <div class="para">Gesässhälfte sowie Schlafstörungen mit nächtlichem Erwachen </div> <div class="para">wegen Taubheitsgefühl im Rücken und in allen Extremitäten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3.- Streitig und zu prüfen ist, ob die angegebenen gesundheitlichen </div> <div class="para">Beeinträchtigungen mit dem versicherten </div> <div class="para">Verkehrsunfall vom 20. Februar 1990, allenfalls auch mit </div> <div class="para">dem Sturz auf einer Treppe vom 19. Mai 1990, in einem anspruchsrelevanten </div> <div class="para">Kausalzusammenhang stehen und die Beschwerde </div> <div class="para">führende SUVA demzufolge über den 23. Januar 1992 </div> <div class="para">hinaus die gesetzlich vorgesehenen Versicherungsleistungen </div> <div class="para">zu erbringen hat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">a) Die Grundlagen für die Übernahme von Heilbehandlungskosten </div> <div class="para">durch die Unfallversicherung (<span class="artref">Art. 10 UVG</span>) sowie </div> <div class="para">die Zusprechung von Taggeldern (<span class="artref">Art. 16 UVG</span>), Invalidenrenten </div> <div class="para">(<span class="artref">Art. 18 UVG</span>) und Integritätsentschädigungen </div> <div class="para">(<span class="artref">Art. 24 UVG</span>) hat das kantonale Gericht im angefochtenen </div> <div class="para">Entscheid richtig wiedergegeben, worauf verwiesen wird. </div> <div class="para">Zutreffend dargelegt hat es des Weitern auch die Begriffe </div> <div class="para">der für die Leistungspflicht der Unfallversicherung </div> <div class="para">vorausgesetzten natürlichen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=13.09.2001&amp;to_date=02.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page337">BGE 119 V 337</a> Erw. 1, 118 V </div> <div class="para">289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) und adäquaten (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=13.09.2001&amp;to_date=02.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-456%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page461">BGE 125 V 461</a> </div> <div class="para">f. Erw. 5a mit Hinweisen) Kausalität eines versicherten Unfallereignisses </div> <div class="para">für eine darauf zurückgeführte gesundheitliche </div> <div class="para">Schädigung. Richtig ist insbesondere, dass das Vorhandensein </div> <div class="para">eines natürlichen Kausalzusammenhangs als Tatfrage </div> <div class="para">- auch bei Beschwerdebildern ohne organisch nachweisbare </div> <div class="para">Befunde nach Schleudertraumata der Halswirbelsäule </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=13.09.2001&amp;to_date=02.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page335">BGE 119 V 335</a>) - mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein </div> <div class="para">erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit </div> <div class="para">erstellt sein muss, während die blosse Möglichkeit </div> <div class="para">eines Zusammenhangs für die Begründung eines Leistungsanspruches </div> <div class="para">nicht genügt (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=13.09.2001&amp;to_date=02.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page338">BGE 119 V 338</a> Erw. 1, 118 V </div> <div class="para">289 Erw. 1b, je mit Hinweisen). Um die Beantwortung einer </div> <div class="para">Rechtsfrage geht es demgegenüber bei der Adäquanz von Unfallfolgen </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=13.09.2001&amp;to_date=02.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-369%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page382">BGE 117 V 382</a> Erw. 4a mit Hinweis). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Hinsichtlich der bei der Würdigung medizinischer </div> <div class="para">Berichte allgemein geltenden Grundsätze und ihres beweisrechtlichen </div> <div class="para">Stellenwerts kann ebenfalls auf die Erwägungen </div> <div class="para">im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. In BGE 125 V </div> <div class="para">352 ff. Erw. 3b findet sich überdies eine Zusammenfassung </div> <div class="para">der vom Eidgenössischen Versicherungsgericht in Ergänzung </div> <div class="para">zum massgebenden Prinzip der freien Beweiswürdigung (BGE </div> <div class="para">125 V 352 Erw. 3a mit Hinweisen) erarbeiteten Richtlinien </div> <div class="para">für die beweismässige Auswertung bestimmter Formen medizinischer </div> <div class="para">Unterlagen (Gerichtsexpertisen, von Unfallversicherern </div> <div class="para">eingeholte Gutachten externer Spezialärzte, Berichte </div> <div class="para">versicherungsinterner Ärzte, Parteigutachten, hausärztliche </div> <div class="para">Stellungnahmen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">4.- a) Eine organische Schädigung, welche die Befindlichkeitsstörungen </div> <div class="para">der Beschwerdegegnerin zu erklären vermöchte, </div> <div class="para">ist in den umfangreichen medizinischen Akten nicht </div> <div class="para">auszumachen. Insbesondere lässt sich für die angegebenen </div> <div class="para">zervikalen Beschwerden kein organisches Substrat finden. </div> <div class="para">Bereits am 20. März 1990 berichtete Dr. med. J.________ von </div> <div class="para">einer weichen, indolenten Nackenmuskulatur und auch Kreisarzt </div> <div class="para">Dr. med. T.________ hielt am 24. Juli 1990 fest, eine </div> <div class="para">Muskelverspannung sei nicht objektivierbar. Des Weiteren </div> <div class="para">verzeichnete Dr. med. T.________ eine freie Beweglichkeit </div> <div class="para">der Halswirbelsäule und Dr. med. J.________ stellte eine in </div> <div class="para">alle Richtungen freie Kopfbeweglichkeit fest. Dr. med. </div> <div class="para">C.________ fiel am 24. September 1990 auf, dass die Patientin </div> <div class="para">zwar über starke Schmerzen in der Halswirbelsäule </div> <div class="para">klagte, diese jedoch während des Gesprächs ohne sichtliche </div> <div class="para">Einschränkung bewegen konnte; die Untersuchung der Halswirbelsäule </div> <div class="para">und auch der übrigen Wirbelsäule habe ein absolut </div> <div class="para">unauffälliges Resultat ergeben; insbesondere seien - </div> <div class="para">bei auch röntgenologisch unauffälligem Befund ohne Anhaltspunkte </div> <div class="para">für eine durchgemachte Fraktur oder Ligamentläsion - </div> <div class="para">keine Funktionseinschränkungen, kein Muskelhartspann und </div> <div class="para">keine neurologischen Ausfälle zu verzeichnen. Die Neurologisch-Neurochirurgische </div> <div class="para">Poliklinik des Spitals X.________ </div> <div class="para">berichtete am 12. Dezember 1991 ebenfalls von einer sowohl </div> <div class="para">betreffend Rotation als auch Inklination und Reklination </div> <div class="para">normalen Beweglichkeit der Halswirbelsäule; weder klinisch </div> <div class="para">noch radiologisch sei eine organische Verletzung am Bewegungsapparat </div> <div class="para">nachweisbar; objektive Befunde, welche die </div> <div class="para">Klagen der Patientin erklären könnten, lägen nicht vor. </div> <div class="para">Unter Mitberücksichtigung von allenfalls durch den </div> <div class="para">Sturz vom 19. Mai 1990 ausgelösten Beschwerden gelangte </div> <div class="para">ferner auch Dr. med. L.________ am 29. Mai 1990 zum </div> <div class="para">Schluss, dass eine Arbeitsunfähigkeit weder vom Trauma noch </div> <div class="para">vom körperlichen Befund her zu erklären sei. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Angesichts dieser eindeutigen, ärztlich erhobenen </div> <div class="para">Befunde kann mit der SUVA davon ausgegangen werden, dass </div> <div class="para">sich die gesundheitliche Situation aus organischer Sicht </div> <div class="para">spätestens Anfang 1992 wieder in dem Zustand präsentierte, </div> <div class="para">den die Versicherte ohne versichertes Unfallereignis aufgewiesen </div> <div class="para">hätte. Unter diesem Gesichtspunkt erscheint die damalige </div> <div class="para">Leistungseinstellung demnach ohne weiteres gerechtfertigt </div> <div class="para">gewesen zu sein. Anhaltspunkte dafür, dass es in </div> <div class="para">der Folge zu einem Rückfall oder aber zum Auftreten von </div> <div class="para">Spätfolgen mit organisch erkennbaren Defekten gekommen wäre, </div> <div class="para">welche gestützt auf <span class="artref">Art. 11 UVV</span> eine Wiederaufnahme der </div> <div class="para">Leistungsgewährung durch die SUVA hätten begründen können, </div> <div class="para">liegen nicht vor. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">5.- a) Bei einem Schleudertrauma der Halswirbelsäule, </div> <div class="para">wie es die Beschwerdegegnerin erlitten hat, kann die Leistungspflicht </div> <div class="para">der Unfallversicherung unter Umständen aber </div> <div class="para">auch ohne organisch direkt nachweisbare Schädigung gegeben </div> <div class="para">sein. Dies ist darauf zurückzuführen, dass nach den Ergebnissen </div> <div class="para">der medizinischen Forschung bei solchen Verletzungen </div> <div class="para">auch ohne klar ausgewiesene pathologische Befunde noch Jahre </div> <div class="para">nach dem Unfall funktionelle Ausfälle verschiedenster </div> <div class="para">Art auftreten können (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=13.09.2001&amp;to_date=02.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page363">BGE 117 V 363</a> Erw. 5d/aa mit Hinweisen). </div> <div class="para">Der Umstand, dass die nach einem Schleudertrauma häufig </div> <div class="para">beobachteten und deshalb von der Rechtsprechung als typisch </div> <div class="para">bezeichneten Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, </div> <div class="para">Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, </div> <div class="para">rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, </div> <div class="para">Depression oder Wesensveränderung (BGE 117 V </div> <div class="para">360 Erw. 4b) in manchen Fällen mit den heute verwendeten </div> <div class="para">bildgebenden Untersuchungsmethoden nicht objektivierbar </div> <div class="para">sind, darf nicht dazu verleiten, sie als rein "subjektive" </div> <div class="para">Beschwerden zu qualifizieren und damit deren Relevanz für </div> <div class="para">die Unfallversicherung in Abrede zu stellen. Gemäss fachärztlichen </div> <div class="para">Publikationen bestehen Anhaltspunkte dafür, dass </div> <div class="para">der Unfallmechanismus bei einem Schleudertrauma der Halswirbelsäule </div> <div class="para">zu Mikroverletzungen führt, welche für das erwähnte </div> <div class="para">typische Beschwerdebild mit Wahrscheinlichkeit ursächlich </div> <div class="para">oder zumindest im Sinne einer Teilursache mit verantwortlich </div> <div class="para">sind. Ein Unfall mit Schleudertrauma der Halswirbelsäule </div> <div class="para">kann demnach in der charakteristischen Erscheinungsform </div> <div class="para">einer Häufung typischer Beschwerden eine Arbeits- </div> <div class="para">bzw. Erwerbsunfähigkeit verursachen, auch wenn die festgestellten </div> <div class="para">Störungen organisch nicht nachweisbar sind (BGE </div> <div class="para">117 V 363 f. Erw. 5d/aa mit Hinweisen). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Davon ist denn auch die Vorinstanz ausgegangen, indem </div> <div class="para">sie die Kausalitätsfrage nach der in <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=13.09.2001&amp;to_date=02.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page359">BGE 117 V 359</a> dargelegten </div> <div class="para">Methode geprüft und sowohl bezüglich des natürlichen </div> <div class="para">als auch bezüglich des adäquaten Zusammenhangs bejaht hat. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Zumindest teilweise gehören die von der Beschwerdegegnerin </div> <div class="para">nach dem Unfall vom 20. Februar 1990 geklagten </div> <div class="para">Störungen zu den typischen Symptomen, welche nach einem </div> <div class="para">Schleudertrauma der Halswirbelsäule auftreten können. Was </div> <div class="para">den vorliegend zunächst interessierenden Nachweis des natürlichen </div> <div class="para">Kausalzusammenhangs zwischen solchen Beschwerden </div> <div class="para">und einem als ursächlich in Frage kommenden Unfall anbelangt, </div> <div class="para">ist ergänzend zu den Ausführungen im kantonalen Entscheid </div> <div class="para">festzuhalten, dass nach der in <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=13.09.2001&amp;to_date=02.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page335">BGE 119 V 335</a> erfolgten </div> <div class="para">Klarstellung der Rechtsprechung auch bei Schleudermechanismen </div> <div class="para">der Halswirbelsäule in erster Linie die medizinischen </div> <div class="para">Fakten, insbesondere die fachärztlichen Erhebungen </div> <div class="para">über Anamnese, Verletzungsfolgen, unfallfremde Faktoren und </div> <div class="para">Vorzustand sowie die medizinischen Erkenntnisse hinsichtlich </div> <div class="para">des objektiven Befundes und die Diagnose die massgeblichen </div> <div class="para">Grundlagen für die Kausalitätsbeurteilung bilden. </div> <div class="para">Das Vorliegen eines Schleudertraumas wie seine Folgen müssen </div> <div class="para">durch zuverlässige ärztliche Angaben gesichert sein. </div> <div class="para">Trifft dies zu und ist die natürliche Kausalität - auf </div> <div class="para">Grund fachärztlicher Feststellungen in einem konkreten Fall </div> <div class="para">- unbestritten, so kann der natürliche Kausalzusammenhang </div> <div class="para">in aller Regel auch aus rechtlicher Sicht als erstellt gelten </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=13.09.2001&amp;to_date=02.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page340">BGE 119 V 340</a> Erw. 2b/aa). </div> <div class="para">Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen einer </div> <div class="para">Schleuderverletzung der Halswirbelsäule ohne organisch </div> <div class="para">nachweisbare Befunde und den eingetretenen Gesundheitsschädigungen </div> <div class="para">besteht, ist indessen - wie bereits erwähnt </div> <div class="para">(Erw. 3a) - eine Tatfrage, über welche die Verwaltung und </div> <div class="para">im Beschwerdefall der Richter im Rahmen der Beweiswürdigung </div> <div class="para">nach dem im Sozialversicherungsrecht herrschenden Beweisgrad </div> <div class="para">der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden haben. </div> <div class="para">Auch in diesem Bereich bedarf es somit für die Leistungsberechtigung </div> <div class="para">gegenüber dem Unfallversicherer, dass die </div> <div class="para">geklagten Beschwerden medizinisch einer fassbaren gesundheitlichen </div> <div class="para">Beeinträchtigung zugeschrieben werden können und </div> <div class="para">diese Gesundheitsschädigung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit </div> <div class="para">in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem versicherten </div> <div class="para">Unfallereignis steht. Blosse Klagen über diffuse </div> <div class="para">Beschwerden genügen nicht, um direkt auf Unfallkausalität </div> <div class="para">zu schliessen. Von Verletzungsopfern angegebene Beschwerden </div> <div class="para">können, auch wenn sie zumindest teilweise den nach Schleudertraumata </div> <div class="para">der Halswirbelsäule häufig auftretenden entsprechen, </div> <div class="para">unter Umständen dennoch nicht als überwiegend </div> <div class="para">wahrscheinliche Folge eines Unfallereignisses erscheinen. </div> <div class="para">Ohne weiteres denkbar ist etwa, dass sie statt dessen als </div> <div class="para">Folge eines krankhaften Vorzustandes qualifiziert werden </div> <div class="para">müssen. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Das kantonale Gericht hat den natürlichen Kausalzusammenhang </div> <div class="para">massgeblich gestützt auf die Ergebnisse der am </div> <div class="para">3. Oktober 1995 am Institut für Nuklearmedizin des Spitals </div> <div class="para">D.________ durchgeführten Spect-Untersuchung und die daraus </div> <div class="para">abgeleiteten Erklärungsversuche von lic. phil. P.________ </div> <div class="para">bejaht. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">aa) Wie die SUVA in ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">zu Recht einwendet, lassen sich allein aus diesen Unterlagen </div> <div class="para">bezüglich des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen </div> <div class="para">den Befindlichkeitsstörungen der Beschwerdegegnerin </div> <div class="para">und dem erlittenen Schleudertrauma indessen keine hinreichend </div> <div class="para">zuverlässigen Schlüsse ziehen. </div> <div class="para">Im Bericht des Neuropsychologischen Instituts in Zürich </div> <div class="para">vom 2. September 1995 führte lic. phil. P.________ </div> <div class="para">noch aus, teilweise würden die festgestellten Schwächen mit </div> <div class="para">einer möglichen Disposition und der geringen Bildung in </div> <div class="para">Einklang stehen; für die Resultate, die sich damit nicht </div> <div class="para">erklären liessen, seien die Unfälle von 1990 und eventuell </div> <div class="para">1989 (als die Beschwerdegegnerin schon einmal auf einer </div> <div class="para">Treppe gestürzt war) mögliche, auf Grund der heute vorliegenden </div> <div class="para">Befunde aber nicht eindeutig wahrscheinliche Ursachen </div> <div class="para">des neuropsychologischen Bildes. Der am 3. Oktober </div> <div class="para">1995 mittels Spect erhobene Befund einer diskreten Minderbelegung </div> <div class="para">des Tracers in der parieto-occipitalen Übergangsregion </div> <div class="para">rechts ergab zwar gemäss den Ausführungen von lic. </div> <div class="para">phil. P.________ vom 4. Juni 1996 hirnlokalisatorisch eine </div> <div class="para">bemerkenswerte Übereinstimmung mit den anlässlich der neuropsychologischen </div> <div class="para">Abklärung festgestellten, nicht auf die </div> <div class="para">spezielle Disposition und Bildungssituation der Patientin </div> <div class="para">zurückzuführenden Funktionsstörungen. Da sich der Bericht </div> <div class="para">über die Spect-Untersuchung jedoch nicht zu den möglichen </div> <div class="para">Ursachen des erhobenen Befundes äusserte, konnte lic. phil. </div> <div class="para">P.________ die seiner Ansicht nach allenfalls als unfallbedingt </div> <div class="para">in Betracht zu ziehenden räumlich-figuralen Defizite </div> <div class="para">ausdrücklich nur unter dem Vorbehalt, dass das Institut für </div> <div class="para">Nuklearmedizin die Unfallkausalität bejahen sollte, dem Unfallereignis </div> <div class="para">zuordnen. Auf die deswegen erfolgte Rückfrage </div> <div class="para">im Institut für Nuklearmedizin antwortete Prof. Dr. </div> <div class="para">M.________ am 11. Juni 1996, die festgestellten Minderbelegungen </div> <div class="para">würden vorwiegend bei Patienten nach Schleudertraumata </div> <div class="para">der Halswirbelsäule beobachtet; die frappante </div> <div class="para">Übereinstimmung zu den räumlich figuralen Defiziten bei der </div> <div class="para">neuropsychologischen Testung dürfte somit unfallbedingt </div> <div class="para">sein; da, wie in den meisten Fällen, keine identische </div> <div class="para">Untersuchung aus der Zeit vor dem Unfall vorliege, bleibe </div> <div class="para">"die letzte Beweisführung" jedoch offen. </div> <div class="para">Diese hinsichtlich der fraglichen Unfallkausalität </div> <div class="para">keineswegs eindeutigen Aussagen werden - worauf die SUVA in </div> <div class="para">ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Recht hinweist - </div> <div class="para">durch eine dem behandelnden Arzt Dr. med. G.________ </div> <div class="para">seitens des Instituts für Nuklearmedizin erteilte Auskunft </div> <div class="para">vom 10. Oktober 1995 zusätzlich relativiert. Danach wäre </div> <div class="para">die festgestellte Minderbelegung mit der Ursächlichkeit </div> <div class="para">eines Schleudertraumas zwar vereinbar, jedoch keinesfalls </div> <div class="para">beweisend dafür; die Minderbelegung könne einerseits </div> <div class="para">Ausdruck einer verminderten Perfusion, andererseits aber </div> <div class="para">auch einer eingeschränkten zellulären Aufnahme sein, die </div> <div class="para">durchaus eine andere Ätiologie als ein Schleudertrauma </div> <div class="para">haben könne. Insgesamt sind die Annahmen von lic. phil. </div> <div class="para">P.________ mit derart gewichtigen Unsicherheitsfaktoren </div> <div class="para">behaftet, dass es sich, entgegen der vorinstanzlichen </div> <div class="para">Argumentation, nicht rechtfertigen lässt, den Verkehrsunfall </div> <div class="para">vom 20. Februar 1990 gestützt darauf als mit dem </div> <div class="para">erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit </div> <div class="para">für die geklagten Beschwerden ursächlich zu </div> <div class="para">betrachten. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">bb) Ganz abgesehen davon setzt sich die SUVA auch zu </div> <div class="para">Recht gegen die Verwertung der Spect-Befunde im Rahmen der </div> <div class="para">Kausalitätsbeurteilung zur Wehr. Das Eidgenössische Versicherungsgericht </div> <div class="para">hat sich in dem in RKUV 2000 Nr. U 395 </div> <div class="para">S. 316 (= SVR 2001 UV Nr. 1 S. 1) publizierten Urteil Z. </div> <div class="para">vom 2. Juni 2000 (U 160/98) eingehend mit der Aussagekraft </div> <div class="para">hirnorganischer Abklärungen mittels Spect auseinander gesetzt. </div> <div class="para">Dabei ist es zum Schluss gelangt, dass diese bisher </div> <div class="para">auch wissenschaftlich nicht anerkannte Untersuchungsmethode </div> <div class="para">nicht geeignet ist, den Nachweis der natürlichen Kausalität </div> <div class="para">eines Unfalles für hirnorganische Schädigungen zu erbringen. </div> <div class="para">Selbst wenn der Zusammenhang zwischen den anlässlich </div> <div class="para">der Spect-Untersuchung erhobenen Befunden und dem vorhandenen </div> <div class="para">Beschwerdebild als erstellt gelten könnte, bliebe demnach </div> <div class="para">die Ursächlichkeit des am 20. Februar 1990 erlittenen </div> <div class="para">Schleudertraumas fraglich. Von den Ergebnissen der Abklärung </div> <div class="para">mittels Spect am Institut für Nuklearmedizin des </div> <div class="para">Spitals D.________ konnten deshalb zum Vornherein keine </div> <div class="para">entscheidrelevanten Aufschlüsse erwartet werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">d) Auch sonst bieten die medizinischen Unterlagen keine </div> <div class="para">hinreichende Grundlage, um einen natürlichen Kausalzusammenhang </div> <div class="para">zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis </div> <div class="para">vom 20. Februar 1990 als mit dem erforderlichen </div> <div class="para">Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt </div> <div class="para">qualifizieren zu können. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">aa) Zunächst fällt auf, dass die diffusen Schmerzäusserungen </div> <div class="para">der Beschwerdegegnerin von ständiger Wechselhaftigkeit </div> <div class="para">und auffallender Unbestimmtheit geprägt sind. Ihre </div> <div class="para">Angaben anlässlich der verschiedenen Untersuchungen divergierten </div> <div class="para">häufig doch recht erheblich. Dies gilt insbesondere </div> <div class="para">bezüglich der Intensität und der Lokalisation der Nacken- </div> <div class="para">und der Kopfschmerzen wie auch bezüglich der Halswirbelsäulenproblematik. </div> <div class="para">So hielt beispielsweise Kreisarzt Dr. med. </div> <div class="para">T.________ am 21. August 1990 fest, der Schmerzcharakter </div> <div class="para">werde sehr wechselnd beschrieben, manchmal als starke </div> <div class="para">Schmerzen, manchmal als Taubheitsgefühl, manchmal ausstrahlend </div> <div class="para">in den Rücken, dann wieder in den Kopf und in den </div> <div class="para">linken Arm. Dr. med. L.________ sprach am 29. Mai 1990 von </div> <div class="para">diffus lokalisierten Schmerzen, deren Ursache unklar sei; </div> <div class="para">es fänden sich im Gespräch mit der Patientin zahlreiche </div> <div class="para">zwiespältige und widersprüchliche Angaben, aus denen man </div> <div class="para">letztlich nicht klug werde. Unter diesen Umständen fällt es </div> <div class="para">bereits schwer, ein klar fassbares Leidensbild, welches auf </div> <div class="para">das am 20. Februar 1990 erlittene Schleudertrauma zurückgeführt </div> <div class="para">werden könnte, herauszukristallisieren. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">bb) Entsprechend findet sich in den Akten, entgegen </div> <div class="para">der vorinstanzlichen Darstellung, hinsichtlich der Kausalität </div> <div class="para">auch kaum eine eindeutige ärztliche Zuordnung. Im angefochtenen </div> <div class="para">Entscheid ausdrücklich angeführt wird diesbezüglich </div> <div class="para">einzig der Bericht der neurologischen Klinik des </div> <div class="para">Spitals Z.________ vom 10. November 1994, gemäss welchem </div> <div class="para">die chronischen Kopfschmerzen zumindest teilweise durch das </div> <div class="para">Beschleunigungstrauma bedingt sein sollen. Dies allein </div> <div class="para">genügt indessen für eine Bejahung der Unfallkausalität der </div> <div class="para">Gesamtheit der von der Beschwerdegegnerin geklagten Symptome </div> <div class="para">nicht. Im Übrigen gehen die ärztlichen Stellungnahmen, </div> <div class="para">soweit sie sich überhaupt auf die Kausalitätsfrage beziehen, </div> <div class="para">eher beiläufig und ohne fundierte Begründung von der </div> <div class="para">Ursächlichkeit des fraglichen Verkehrsunfalles aus. Von </div> <div class="para">einer - wie in <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=13.09.2001&amp;to_date=02.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-335%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page340">BGE 119 V 340</a> f. Erw. 2b/aa und 2b/bb verlangt </div> <div class="para">- durch zuverlässige ärztliche Angaben als Unfallfolge </div> <div class="para">gesicherten medizinisch fassbaren gesundheitlichen </div> <div class="para">Beeinträchtigung kann gestützt auf diese Unterlagen kaum </div> <div class="para">gesprochen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">cc) Beizupflichten ist der SUVA aber insbesondere auch </div> <div class="para">bezüglich des Einwands, die Vorinstanz habe bei ihrer Beurteilung </div> <div class="para">dem Vorzustand nicht hinreichend Beachtung geschenkt. </div> <div class="para">Aktenkundig ist, dass sich die Beschwerdegegnerin </div> <div class="para">schon vor dem Unfall vom 20. Februar 1990 wegen Nackenbeschwerden </div> <div class="para">bei Dr. med. J.________ behandeln liess. Von </div> <div class="para">nicht zu unterschätzender Bedeutung ist aber auch, dass sie </div> <div class="para">ab Oktober 1980 wegen eines neurasthenischen Symptomenkomplexes, </div> <div class="para">in dessen Gefolge es wiederholt zu Ohnmachtsanfällen </div> <div class="para">gekommen war, in ärztlicher Behandlung stand. Im </div> <div class="para">Zusammenhang mit einer 1984 aktuell gewesenen Hyperthyreose </div> <div class="para">wurden auch Persönlichkeitsveränderungen bei wiederum vorhandenen </div> <div class="para">multiplen neurasthenischen Beschwerden festgestellt. </div> <div class="para">Die Diagnose eines neurasthenischen Syndroms wurde </div> <div class="para">schliesslich auch 1989, mithin im Jahr vor dem vorliegend </div> <div class="para">interessierenden Verkehrsunfall mit Schleudertrauma, erneut </div> <div class="para">gestellt, wobei zusätzlich das Vorliegen eines endokrinen </div> <div class="para">Psychosyndroms bei behandelter Hyperthyreose in Betracht </div> <div class="para">gezogen wurde. Dr. med. J.________ hielt in seinem Bericht </div> <div class="para">vom 20. März 1990 fest, er finde die Patientin eindrucksmässig </div> <div class="para">psychisch gegenüber früher etwa unverändert, ein </div> <div class="para">wenig auffällig, wie bei den Voruntersuchungen beschrieben, </div> <div class="para">und Dr. med. L.________ befürchtete am 29. Mai 1990, dass </div> <div class="para">sich bei der Patientin wieder die Tendenz zu einer neurasthenischen </div> <div class="para">Entwicklung breit mache. Angesichts dieser </div> <div class="para">anamnestischen Gegebenheiten aus der Zeit vor dem Unfall </div> <div class="para">vom 20. Februar 1990 sind doch erhebliche Zweifel an der </div> <div class="para">Unfallkausalität der geklagten Symptomatik angezeigt, </div> <div class="para">welche durch die vorhandenen ärztlichen Erkenntnisse nicht </div> <div class="para">ausgeräumt werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">dd) Bei dieser Sachlage kann entgegen der vorinstanzlichen </div> <div class="para">Betrachtungsweise nicht von einem nach Schleudertraumata </div> <div class="para">typischen Beschwerdebild ausgegangen werden, welches </div> <div class="para">mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Verkehrsunfall </div> <div class="para">vom 20. Februar 1990 zurückzuführen ist. Unter Berücksichtigung </div> <div class="para">sämtlicher für die Beurteilung massgebenden </div> <div class="para">Faktoren kann der natürliche Kausalzusammenhang zwischen </div> <div class="para">den vorhandenen Beschwerden und dem erlittenen Unfall nicht </div> <div class="para">als mehr denn eine blosse Möglichkeit erscheinen, was für </div> <div class="para">die Begründung einer Leistungspflicht der Unfallversicherung </div> <div class="para">nicht genügt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">6.- a) Nachdem sich aus den medizinischen Unterlagen </div> <div class="para">verschiedentlich Anhaltspunkte für eine erhebliche psychische </div> <div class="para">Störung ergeben, liesse sich angesichts des unklar umschriebenen </div> <div class="para">Beschwerdebildes allenfalls noch die Frage aufwerfen, </div> <div class="para">ob eine dominierende psychisch bedingte Beeinträchtigung </div> <div class="para">für die geklagten Leiden verantwortlich ist. Eine </div> <div class="para">umfassende psychiatrische Begutachtung, welche diesbezüglich </div> <div class="para">die erforderlichen Aufschlüsse vermitteln könnte, ist </div> <div class="para">bis anhin nicht erfolgt, weshalb insoweit der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">gestellte Eventualantrag, wonach </div> <div class="para">eine psychiatrische Expertise einzuholen sei, grundsätzlich </div> <div class="para">berechtigt erscheint. Für die Belange des vorliegenden Verfahrens </div> <div class="para">kann davon indessen abgesehen werden, da die von </div> <div class="para">einer solchen Begutachtung zu erwartenden Erkenntnisse, wie </div> <div class="para">sich aus den nachstehenden Erwägungen ergibt, auf die Anspruchsberechtigung </div> <div class="para">der Beschwerdegegnerin zum Vornherein </div> <div class="para">keinen Einfluss haben können. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">b) Auch eine gegebenenfalls medizinisch noch näher zu </div> <div class="para">umschreibende psychische Gesundheitsschädigung müsste, um </div> <div class="para">Leistungen der SUVA auslösen zu können, zunächst mit überwiegender </div> <div class="para">Wahrscheinlichkeit auf ein versichertes Unfallereignis </div> <div class="para">zurückgeführt werden können. Auf Grund des aus den </div> <div class="para">Akten der Invalidenversicherung stammenden, diesbezüglich </div> <div class="para">einzigen fachspezifischen Berichts der Kantonalen Psychiatrischen </div> <div class="para">Klinik V.________ vom 18. Januar 1995, wo die Beschwerdegegnerin </div> <div class="para">notfallmässig zur Krisenintervention eingewiesen </div> <div class="para">worden war, erscheint dies zumindest fraglich, </div> <div class="para">wird hier doch im Wesentlichen nur die sich zuspitzende </div> <div class="para">Eheproblematik als Leidensursache genannt. Zudem zeigt dieser </div> <div class="para">Bericht auch, dass es schon vor dem hier interessierenden </div> <div class="para">Verkehrsunfall zu psychischen Schwierigkeiten gekommen </div> <div class="para">war. Die Frage braucht indessen nicht abschliessend geklärt </div> <div class="para">zu werden. </div> <div class="para">Liesse sich tatsächlich ein natürlich kausal auf das </div> <div class="para">Unfallereignis vom 20. Februar 1990 zurückführendes psychisches </div> <div class="para">Beschwerdebild nachweisen, das die übrigen sich eher </div> <div class="para">somatisch manifestierenden Störungen ganz in den Hintergrund </div> <div class="para">drängt, wäre das weitere Anspruchserfordernis der </div> <div class="para">adäquaten Kausalität nach der in <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=13.09.2001&amp;to_date=02.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F115-V-133%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page138">BGE 115 V 138</a> ff. Erw. 6 </div> <div class="para">dargelegten Methode zu prüfen (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=13.09.2001&amp;to_date=02.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-98%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page99">BGE 123 V 99</a> f. Erw. 2). Im </div> <div class="para">Gegensatz zu der von der Vorinstanz nach Massgabe von BGE </div> <div class="para">117 V 366 Erw. 6 vorgenommenen Adäquanzprüfung könnten die </div> <div class="para">einzelnen Kriterien dabei nur unter Ausklammerung der Auswirkungen </div> <div class="para">psychischer Komponenten berücksichtigt werden </div> <div class="para">(<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=9&amp;from_date=13.09.2001&amp;to_date=02.10.2001&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page367">BGE 117 V 367</a> Erw. 6a). Wie die SUVA in ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">zutreffend darlegt, müsste die Adäquanz </div> <div class="para">der als Unfallfolge geltend gemachten Symptomatik diesfalls </div> <div class="para">aber klar verneint werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">c) Da der erlittene Verkehrsunfall mit SUVA und Vorinstanz </div> <div class="para">zwar im mittleren Bereich, hier aber eher an der </div> <div class="para">Grenze zu den leichteren Unfällen anzusiedeln ist, müssten </div> <div class="para">für eine Bejahung der Adäquanzfrage mehrere der massgebenden </div> <div class="para">Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt </div> <div class="para">sein, was indessen nicht zutrifft. </div> <div class="para">Das Unfallereignis vom 20. Februar 1990 war weder von </div> <div class="para">besonders dramatischen Begleitumständen geprägt noch zeichnete </div> <div class="para">es sich durch besondere Eindrücklichkeit aus. Von besonderer </div> <div class="para">Art oder Schwere der Verletzung kann angesichts </div> <div class="para">der ärztlich erhobenen Befunde ebenfalls nicht gesprochen </div> <div class="para">werden. Dass die Beschwerdegegnerin den Kopf im Unfallzeitpunkt </div> <div class="para">nach rechts gedreht gehabt haben soll, ändert daran </div> <div class="para">nichts, lag damit doch lediglich eine allenfalls gefahrenträchtige </div> <div class="para">Ausgangsposition vor, was allein jedoch noch </div> <div class="para">nicht zwangsläufig auf den Eintritt einer - qualifizierten </div> <div class="para">- Verletzung schliessen lässt. Auf Grund rein körperlicher </div> <div class="para">Beschwerden bestand sodann keine lang andauernde Arbeitsunfähigkeit. </div> <div class="para">Ebenso wenig kann aus somatischer Sicht von </div> <div class="para">Dauerschmerzen, schwierigem Heilungsverlauf oder gar ärztlicher </div> <div class="para">Fehlbehandlung und dadurch bewirkten Komplikationen </div> <div class="para">gesprochen werden. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">7.- Da eine organische Schädigung nicht nachgewiesen </div> <div class="para">ist, ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfall und </div> <div class="para">später aufgetretenen Störungen im Sinne eines nach Schleudertraumata </div> <div class="para">typischen Beschwerdebildes nicht als erstellt </div> <div class="para">gelten kann und für den Fall einer dominierenden psychischen </div> <div class="para">Gesundheitsschädigung zumindest die Adäquanz nicht </div> <div class="para">bejaht werden könnte, ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde </div> <div class="para">der SUVA begründet. </div> <div class="para"> </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">I. In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird </div> <div class="para">der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons </div> <div class="para">Aargau vom 24. März 1999 aufgehoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht </div> <div class="para">des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Sozialversicherung </div> <div class="para">zugestellt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Luzern, 24. September 2001 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Im Namen des </div> <div class="para">Eidgenössischen Versicherungsgerichts </div> <div class="para">Der Präsident Der Gerichts </div> <div class="para">der IV. Kammer: schreiber: </div> <div class="para"> </div> </div></body></html>