<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: SB.2003.00061</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=203855&amp;W10_KEY=13013571&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>SB.2003.00061</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 16.12.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Steuerrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Einschätzung 2001</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Rechtliches Gehör / Unterstützungsabzug Zu einer neuen rechtlichen Würdigung des umstrittenen Sachverhalts, mit der der Private nicht rechnen musste, ist er vorgängig anzuhören, ansonsten der Grundsatz des rechtlichen Gehörs verletzt wird (E. 2.3); allgemeine Ausführungen zum Unterstützungsabzug (E. 2). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Steuerrecht UR: Steuern von Einkommen und VermÃ¶gen, Kapital, Ertra ST: EINKOMMENSSTEUER">EINKOMMENSSTEUER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ELTERNTEIL">ELTERNTEIL</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERWERBSUNFÃHIGKEIT">ERWERBSUNFÃHIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GELD">GELD</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KUBA">KUBA</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NATURALLEISTUNG">NATURALLEISTUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHE WÃRDIGUNG">RECHTLICHE WÃRDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STELLUNGNAHME">STELLUNGNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STEUERMINDERND">STEUERMINDERND</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUBSTANZIIERUNG">SUBSTANZIIERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNGSABZUG">UNTERSTÃTZUNGSABZUG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: UNTERSTÃTZUNGSBEDÃRFTIGKEIT">UNTERSTÃTZUNGSBEDÃRFTIGKEIT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 Abs. II BV</span><br/><span class="ungerade">§ 34 Abs. I lit. b StG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">RB 2003 Nr. 87 S. 193</span><br/><span class="ungerade">RB 2003 Nr. 91 S. 206</span><br/> </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Die Eheleute A und B machten in der SteuererklÃ¤rung 2001 einen UnterstÃ¼tzungsabzug von Fr. 2'400.- fÃ¼r die im Ausland lebende Mutter der Ehefrau, C, geltend. Da das kantonale Steueramt die Auffassung vertrat, die Eheleute hÃ¤tten im Veranlagungsverfahren die fÃ¼r den Abzug erforderlichen Tatsachen nicht nachgewiesen, schÃ¤tzte es diese am 15. April 2003 fÃ¼r die Steuerperiode 2001 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. â¦ und einem steuerbaren VermÃ¶gen von Fr. â¦ ein. Mit Einspracheentscheid vom 26. Juni 2003 setzte das Steueramt das steuerbare Einkommen auf Fr. â¦ herab, beharrte aber auf der NichtberÃ¼cksichtigung des UnterstÃ¼tzungsabzugs. Es erwog, die Pflichtigen hÃ¤tten keine Bankzahlungsbelege (Ãberweisungen) beigebracht. GeldbezÃ¼ge im Ausland mittels Kreditkarten oder Zahlungen fÃ¼r damit getÃ¤tigte EinkÃ¤ufe kÃ¶nnten indessen nicht als Nachweis von UnterstÃ¼tzungsleistungen gewÃ¼rdigt werden. Somit erÃ¼brige sich die PrÃ¼fung, ob ErwerbsunfÃ¤higkeit und UnterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftigkeit der empfangenden Person nachgewiesen seien.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">Der PrÃ¤sident der Steuerrekurskommission I wies als Einzelrichter den Rekurs der Pflichtigen am 24. September 2003 ab. Zur BegrÃ¼ndung fÃ¼hrte er im Wesentlichen an, die Pflichtigen hÃ¤tten weder fÃ¼r die ErwerbsunfÃ¤higkeit der Mutter der Ehefrau noch fÃ¼r deren UnterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftigkeit eine substanziierte Sachdarstellung gegeben; zudem lÃ¤gen kei­ne behÃ¶rdlichen BestÃ¤tigungen oder Ã¤hnliche Unterlagen Ã¼ber die UnterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftig­keit vor. Deshalb kÃ¶nne die Frage offen bleiben, ob die Pflichtigen mit den eingereichten KreditkartenauszÃ¼gen den erforderlichen Zahlungsnachweis Ã¼ber die behaupteten Leistungen erbracht hÃ¤tten.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Beschwerde vom 22. Oktober 2003 beantragten die Pflichtigen sinngemÃ¤ss, es sei der UnterstÃ¼tzungsabzug von Fr. 2'400.- zu gewÃ¤hren, eventuell sei die Sache an die Rekurskommission zurÃ¼ckzuweisen, damit ihnen die MÃ¶glichkeit gegeben werde, die geforderten Beweismittel einzureichen.</p> <p class="Urteilstext">Das kantonale Steueramt und der PrÃ¤sident der Steuerrekurskommission I schlossen auf Abweisung der Beschwerde. </p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal"><span>Der Einzelrichter</span> zieht in ErwÃ¤gung:</p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.1 </span></b><span>Mit der Steuerbeschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen laut § 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) alle Rechtsverletzungen, einschliesslich Ãberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, und die unrichtige oder unvollstÃ¤ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden.</span></p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht hat sich infolgedessen auf die reine Rechtskontrolle zu beschrÃ¤nken; dazu gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung, ob die Vorinstanzen den rechtserheblichen Sachverhalt gesetzmÃ¤ssig festgestellt haben. Dem Gericht ist es daher verwehrt, das von der Rekurskommission in Ãbereinstimmung mit dem Gesetz ausgeÃ¼bte Ermessen auf Angemessenheit hin zu Ã¼berprÃ¼fen und so sein Ermessen anstelle desjenigen der Rekursinstanz zu<br/> setzen. Die PrÃ¼fungsbefugnis des Verwaltungsgerichts erstreckt sich lediglich auf rechtsverletzende Ermessensfehler, d.h. auf ErmessensÃ¼berschreitung und Ermessensmissbrauch.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>1.2 </span></b><span>Im Steuerbeschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht gilt das Novenverbot. FÃ¼r das Verwaltungsgericht ist somit die gleiche Aktenlage massgebend wie fÃ¼r die Rekurskommission. Tatsachen oder Beweismittel, die nicht spÃ¤testens im Rekursverfahren behauptet bzw. vorgelegt oder angerufen worden sind, dÃ¼rfen infolgedessen mit der Steuerbe­schwerde grundsÃ¤tzlich nicht nachgebracht werden (RB 1999 Nr. 149). Ausgenommen sind echte Noven, die sich erst nach dem vorinstanzlichen Entscheid verwirklicht haben (Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Kommentar zum harmonisierten ZÃ¼rcher Steuergesetz, ZÃ¼rich 1999, § 153 N. 42).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Vom Reineinkommen werden kraft § 34 Abs. 1 lit. b StG je Fr. 2'400.- abgezogen als UnterstÃ¼tzungsabzug fÃ¼r erwerbsunfÃ¤hige oder beschrÃ¤nkt erwerbsfÃ¤hige Personen, an deren Unterhalt der Steuerpflichtige mindestens in der HÃ¶he des Abzugs beitrÃ¤gt.</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.1 </span></b><span>Die unterstÃ¼tzte Person muss demzufolge erwerbsunfÃ¤hig oder beschrÃ¤nkt erwerbsfÃ¤­hig sein. Es muss ihr also aus bestimmten, nicht durch sie direkt beeinflussbaren GrÃ¼nden unmÃ¶glich sein, einer ArbeitstÃ¤tigkeit nachzugehen oder trotz ArbeitstÃ¤tigkeit ein ausreichendes Einkommen zu erzielen (Ivo P. Baumgartner in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, Basel etc. 2000, Art. 35 DBG N. 23). Als GrÃ¼nde fÃ¼r die Erwerbs­unfÃ¤higkeit oder beschrÃ¤nkte ErwerbsfÃ¤higkeit kommen in erster Linie kÃ¶rperliche oder geistige Gebrechen in Frage (Richner/Frei/Kaufmann, § 34 N. 25; Weisung der Finanzdirektion Ã¼ber SozialabzÃ¼ge und Steuertarife vom 20. September 2000, ZÃ¼rcher Steuerbuch Nr. 20/001 [Weisung] Rz. 29). Des Weiteren kann die fehlende FÃ¤higkeit, Arbeitseinkommen zu erzielen, auch in persÃ¶nlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten begrÃ¼ndet sein, wie etwa in einer altersbedingten Arbeitslosigkeit (vgl. Weisung Rz. 30 Satz 2), einer ungenÃ¼genden Ausbildung oder einem ungÃ¼nstigen konjunkturellen Umfeld (Baumgartner, Art. 35 DBG N. 23).</span></p> <p class="Urteilstext">Sinn und Zweck des Abzugs verlangen sodann, dass die unterstÃ¼tzte Person der UnterstÃ¼tzung bedarf (Weisung Rz. 31 Satz 1). Diese muss somit zur Bestreitung ihres Unterhalts nicht oder nicht mehr in der Lage sein, selber fÃ¼r den eigenen Lebensunterhalt aufzukommen. Bei der nach objektiven Kriterien vorzunehmenden Beurteilung der finanziellen VerhÃ¤ltnisse der unterstÃ¼tzten Person sind deren sÃ¤mtliche Einkommensquellen sowie gegebenenfalls auch ihr VermÃ¶gen einzubeziehen (Baumgartner, Art. 35 DBG N. 25 mit Hinweisen).</p> <p class="Urteilstext">Schliesslich muss die UnterstÃ¼tzung des Steuerpflichtigen in der Steuerperiode mindestens dem Wert von Fr. 2'400.- entsprechen. Sie kann nicht nur in Form von Geld, sondern auch in Sach- oder Dienstleistungen erfolgen, wie namentlich durch GewÃ¤hrung von Kost und Logis (Baumgartner, Art. 35 N. 27; Weisung Rz. 35).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.2 </span></b><span>Die Tatsachen, welche auf mangelnde ErwerbsfÃ¤higkeit und UnterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftigkeit einer Person sowie deren UnterstÃ¼tzung in der Steuerperiode durch den Steuerpflichtigen im Umfang von mindestens Fr. 2'400.- schliessen lassen, sind steuermindernder Natur. Die Beweislast fÃ¼r deren Vorhandensein trÃ¤gt daher nach einer allgemeinen Regel der Steuerpflichtige, der sie auch nachzuweisen hat (vgl. Martin Zweifel in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, 2. A. Basel etc. 2002, Art. 46 StHG N. 25 mit Hinwei­sen). </span></p> <p class="Urteilstext">Diesen Nachweis muss der Steuerpflichtige von sich aus durch eine substanziierte Sachdarstellung und durch Beschaffung oder Bezeichnung von Beweismitteln antreten (RB 1987 Nr. 35). Substanziiert ist eine Sachdarstellung dann, wenn sie all jene Tatsachen enthÃ¤lt, welche erforderlich sind, um die rechtliche Beurteilung der Voraussetzungen des geltend gemachten UnterstÃ¼tzungsabzugs vornehmen zu kÃ¶nnen. Nur unter diesen Voraussetzungen ist die Rekurskommission verpflichtet, die anerbotenen Beweise abzunehmen. Ist die Sachdarstellung oder das Beweismittelangebot ungenÃ¼gend, so hat die Rekurskommission weder von Amtes wegen eine Untersuchung zu fÃ¼hren, um sich die fehlenden tatsÃ¤chlichen Grundlagen zu beschaffen, noch den Steuerpflichtigen zur Beweisleistung zuzulassen. Eine unvollstÃ¤ndige Sachdarstellung kann nicht im Beweisverfahren nachgeholt werden (RB 1980 Nr. 69).</p> <p class="Urteilstext">Bei alldem dÃ¼rfen die Anforderungen an Substanziierung und Beweisangebot nicht Ã¼berspannt werden. Ausnahmsweise ist daher die Rekurskommission auch gehalten, von Amtes wegen weitere Beweise zu erheben, wenn der Steuerpflichtige in hohem Mass fÃ¼r seine Darstellung sprechende Beweismittel beigebracht hat, von denen er in guten Treuen anneh­men durfte, sie seien zur Beweisleistung hinreichend, und wenn er aus diesem Grund andere mÃ¶gliche AbklÃ¤rungen unterlassen hat. Unter derartigen UmstÃ¤nden entspricht es dem Gebot des im Steuerverfahren herrschenden Untersuchungsgrundsatzes, dem Steuerpflichtigen zumindest Gelegenheit zu geben, weitere Beweismittel beizubringen (RB 1986 Nr. 49).</p> <p class="Urteilstext">Im Rahmen der Sachverhaltsfeststellung hat die erkennende BehÃ¶rde zu beurteilen, ob sich die feststellungsbedÃ¼rftigen Tatsachen verwirklicht haben oder nicht. Dabei hat sie sich vom Grundsatz der freien BeweiswÃ¼rdigung leiten zu lassen. Sie darf und muss aufgrund ihrer frei gebildeten Ãberzeugung ohne Bindung an formale Beweisregeln darÃ¼ber befinden, ob eine Tatsache als verwirklicht oder nichtverwirklicht zu betrachten ist. Diese Ãberzeugung bildet sich unter BerÃ¼cksichtigung aller durch die Untersuchung und Beweiserhebung zutage getretenen UmstÃ¤nde aufgrund der Erfahrung. Grundlage der WÃ¼rdigung sind im Wesentlichen die Beweismittel und das eigene Wissen der BehÃ¶rde um Tatsachen und ErfahrungssÃ¤tze. Die Ãberzeugung der BehÃ¶rde braucht nicht in einer absoluten Gewissheit zu bestehen, die jede andere MÃ¶glichkeit ausschliesst. Es genÃ¼gt vielmehr, wenn sie von der Lebenserfahrung und Vernunft getragen und auf sachliche GrÃ¼nde abgestÃ¼tzt ist (Zweifel, Art. 46 StHG N. 22).</p> <p class="Erwgung2"><b><span>2.3 </span></b><span>Der in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) statuierte Grund­satz des rechtlichen GehÃ¶rs umfasst unter anderem das Recht, sich zu allen relevanten Aspekten vorgÃ¤ngig eines Entscheids zu Ã¤ussern (vgl. etwa BGE 126 I 15 E. 2 mit weite­ren Hinweisen). Dies gilt auch fÃ¼r rechtliche Beurteilungen, wenn eine BehÃ¶rde sich auf juristische Argumente zu stÃ¼tzen gedenkt, mit deren Heranziehung der Steuerpflichtige nicht rechnen musste (VGr, 28. Juni 2000, SB.1999.00071, www.vgrzh.ch; BGE 126 I 19 E. 2c/aa S. 22 mit weiteren Hinweisen; BGE 125 II 265 E. 4 d/cc S. 277 e contrario; Georg MÃ¼ller in: Kommentar zur Bundesverfassung, 1995, Art. 4 Rz. 105). Solchenfalls ist dem Steuerpflichtigen vor dem Entscheid gemÃ¤ss Art. 29 Abs. 2 BV Gelegenheit zu geben, da­zu Stellung zu nehmen. Insbesondere soll dieser neue, bisher nicht vorgebrachte GegengrÃ¼nde geltend machen und neue BeweisantrÃ¤ge stellen kÃ¶nnen. Ist der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r verletzt worden, so ist der angefochtene Entscheid ohne Weiteres aufzuheben (BGE 125 I 113 E. 3; BGE 124 I 49 E. 3e), weshalb Ã¼ber diese Frage formeller Na­tur vorab zu entscheiden ist (BGE 126 I 15 E. 2).</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Die Vorinstanz hat den im Streit liegenden UnterstÃ¼tzungsabzug mit der BegrÃ¼ndung verweigert, die Pflichtigen hÃ¤tten weder die ErwerbsunfÃ¤higkeit der im Ausland lebenden, in der Steuerperiode 2001 56-jÃ¤hrigen Mutter der Ehefrau noch deren UnterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftigkeit dargelegt und nachgewiesen. </span>Auch lÃ¤gen keine behÃ¶rdlichen BestÃ¤tigungen oder Ã¤hnliche Unterlagen Ã¼ber die UnterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftigkeit vor. Deshalb kÃ¶nne die Frage offen bleiben, ob die Pflichtigen mit den eingereichten KreditkartenauszÃ¼gen den erforderlichen Zahlungsnachweis Ã¼ber die behaupteten Leistungen erbracht hÃ¤tten.</p> <p class="Urteilstext"><span>Da das kantonale Steueramt im EinschÃ¤tzungs- und Einspracheentscheid die Frage nach der ErwerbsunfÃ¤higkeit und UnterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftigkeit der Mutter der Ehefrau offen gelassen und die Verweigerung des UnterstÃ¼tzungsabzugs mit dem mangelnden Nachweis der UnterstÃ¼tzungsleistungen begrÃ¼ndet hatte, haben die Pflichtigen sich in der Rekurs­schrift folgerichtig mit dieser BegrÃ¼ndung auseinander gesetzt und dargelegt, weshalb sie ihrer Ansicht nach diese Leistungen nachgewiesen hÃ¤tten. Sie mussten nicht damit rech­nen, dass die von ihnen angerufene RekursbehÃ¶rde auf diese Voraussetzung der AbzugsfÃ¤­higkeit des UnterstÃ¼tzungsabzugs nicht eingehen, sondern den Abzug stattdessen unter Hinweis auf mangelnde Substanziierung der im EinschÃ¤tzungs- und Einspracheverfahren nicht beanstandeten Sachdarstellung zur ErwerbsunfÃ¤higkeit und UnterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftigkeit der Mutter der Ehefrau verweigern wÃ¼rde.</span></p> <p class="Urteilstext">Indem es die Vorinstanz unterlassen hat, die Pflichtigen zu dieser massgeblichen Ãnderung des rechtlichen Standpunkts anzuhÃ¶ren und ihnen so eine allenfalls erforderliche ErgÃ¤n­zung ihrer Sachdarstellung und ihres Beweismittelangebots zu ermÃ¶glichen, hat sie deren rechtliches GehÃ¶r verletzt. Die gebotene AnhÃ¶rung wird der PrÃ¤sident der Rekurskommis­sion im zweiten Rechtsgang nachzuholen haben, der hierauf neu Ã¼ber den UnterstÃ¼tzungs­abzug zu entscheiden hat. Im Neuentscheid wird er auch die im vorliegenden Beschwerde­verfahren von den Pflichtigen neu vorgebrachten tatsÃ¤chlichen GrÃ¼nde und neu angebote­nen Beweismittel zu wÃ¼rdigen haben.</p> <p class="Urteilstext">Immerhin kann angemerkt werden, dass es in der Regel nicht auf die Ursachen der fehlenden ErwerbstÃ¤tigkeit ankommt. Entscheidend ist vielmehr, dass der unterstÃ¼tzten Person die ErwerbsfÃ¤higkeit aus durch sie nicht direkt beeinflussbaren GrÃ¼nden abgeht. Bei der Beurteilung der ErwerbsunfÃ¤higkeit und der UnterstÃ¼tzungsbedÃ¼rftigkeit gelten nicht nur bestimmte Beweismittel als beweistauglich; auch allgemein notorische Kenntnisse Ã¼ber Erwerbschancen und soziale VerhÃ¤ltnisse kÃ¶nnen durchaus beweisbildend sein. Schliesslich ist bei der WÃ¼rdigung der UnterstÃ¼tzungsleistungen einzig erheblich, ob solche Leistungen, sei es in Form von Geld oder von geldwerten Sach- oder Dienstleistun­gen, nach richterlicher Ãberzeugung in der gesetzlichen HÃ¶he erbracht worden sind.</p> <p class="Urteilstext">Somit ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.</p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext"><span>Bei diesem unentschiedenen Verfahrensausgang sind die Kosten den Parteien je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 Satz 2 StG in Verbindung mit § 153 Abs. 4 StG).</span></p> <span><br/> </span> <p class="Urteilstext">DemgemÃ¤ss entscheidet der Einzelrichter:</p> <p class="Dispo"><span>1.<span> </span></span><span> Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Sache wird zur AnhÃ¶rung, zur allfÃ¤lligen weiteren Untersuchung und zum Neuentscheid im Sinn der ErwÃ¤gungen an den PrÃ¤sidenten der Steuerrekurskommission I zurÃ¼ckgewiesen.</span></p> <p class="Dispo"><span>2.<span> </span></span><span> Ãber die Rekurskosten hat der PrÃ¤sident der Steuerrekurskommission I im Neuent­scheid zu befinden.</span></p> <p class="Dispo"><span>3.<span> </span></span><span> Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 500.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 560.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Dispo"><span>4.<span> </span></span><span> Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden je zu einem Viertel, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die HÃ¤lfte der Kosten, und zur HÃ¤lfte dem Beschwerde­gegner auferlegt.</span></p> <p class="Dispo"><span>5.<span> </span></span><span> Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht erhoben werden.</span></p> <p class="Urteilstext">6. â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>