<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2002.00079</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106990&amp;W10_KEY=13013575&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2002.00079</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.11.2002</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine staatsrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid am 02.06.2003 formell erledigt.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Nutzungsplanung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Nutzungsplanung: Abzonung von Zone W4G in Zone W3G (Aspasia-Areal, Rosenstrasse, Winterthur) Ein Beizug der Protokolle der vorberatenden Parlamentskommission zur streitigen Abzonung ist nicht erforderlich, da keine Anhaltspunkte bestehen, dass die Stadt im Beschwerdeverfahren sachfremde Gründe vorgebracht hat (E. 2c). Kognition bei der Überprüfung einer nutzungsplanerischen Festsetzung im Rechtsmittelverfahren und bei der Genehmigung dieser Festsetzung (E. 3). Neue Tatsachenbehauptungen: An die Obliegenheit der beschwerdeführenden Partei, tatsächliche Behauptungen (vor einer als gerichtliche Instanz wirkenden Rekursbehörde) schon im Rekursverfahren vorzubringen, sind in Fällen, in denen nach Gutheissung des Rekurses der frühere Rekursgegner Beschwerde erhebt, nicht die gleichen strengen Massstäbe anzusetzen wie in Fällen, in denen ein erfolglos gebliebener Rekurrent Beschwerde führt (erstere Konstellation hier vorliegend) (E. 4c). Bei erheblicher Veränderung der Verhältnisse sind die Nutzungspläne zu überprüfen und nötigenfalls anzupassen; Kriterien (E. 5). Offen gelassen, ob überhaupt eine solche erhebliche Veränderung der Verhältnisse vorliegt (E. 6a). Die schwierigen Erschliessungsverhältnisse erfordern keine Abzonung. Städtebauliche Aspekte vermögen unter den konkreten örtlichen Verhältnissen keine Abzonung zu rechtfertigen. Die öffentlichen Interessen für eine Abzonung müssten überdies ein ganz erhebliches Gewicht aufweisen, um die starke Beeinträchtigungen der privaten Interessen zu rechtfertigen (E. 6b). Verfahrenserledigung: Abweisung der Beschwerde der Stadt und damit Bestätigung der BRK-Aufhebung der kommunalen Planfestsetzung. Dadurch fehlt eine genehmigungsbedürftige Festsetzung. Deshalb ist das Bescherdeverfahren gegen die regierungsrätliche Nichtgenehmigung als gegenstandslos geworden abzuschreiben (E. 7). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ABZONUNG">ABZONUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOGNITION">KOGNITION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NEUE TATSACHE">NEUE TATSACHE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: NUTZUNGSPLANUNG">NUTZUNGSPLANUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANÃNDERUNG">PLANÃNDERUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PLANBESTÃNDIGKEIT">PLANBESTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Planungs- und Baurecht ST: RAHMENNUTZUNGSPLÃNE">RAHMENNUTZUNGSPLÃNE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT">ÃBRIGES ALLGEMEINES VERWALTUNGSPROZESSRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: VERFAHRENSERLEDIGUNG">VERFAHRENSERLEDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WINTERTHUR">WINTERTHUR</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">PBG</span><br/><span class="gerade">Art. 21 lit. II RPG</span><br/><span class="ungerade">Art. 33 lit. III b RPG</span><br/><span class="gerade">§ 20 VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 50 VRG</span><br/><span class="gerade">§ 52 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Mit Beschluss vom 3. Oktober 2000 setzte der Grosse Gemeinderat Winterthur eine neue Bau- und Zonenordnung (BZO) fest. Dadurch wurde ein rund 4 ha umfassendes Gebiet beidseits der von der Technikum-Strasse nach SÃ¼den abzweigenden Turmhalden-Strasse, welches gemÃ¤ss der Bau- und Zonenordnung vom 11. MÃ¤rz 1986 (aBZO) in der viergeschossigen Wohnzone mit Gewerbeerleichterung (W4G) lag, der dreigeschossigen Wohnzone mit Gewerbeerleichterung (W3G) zugeteilt. Im Gebietsteil Ã¶stlich der Turmhalden-Strasse, welcher im Norden und Nordosten durch die Eulach und im SÃ¼den durch die hier stark ansteigende BÃ¼elrain-Strasse begrenzt und von der Rosen-Strasse durchquert wird, befinden sich die den heutigen privaten Beschwerdegegnerinnen gehÃ¶renden GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 01, 02, 03 und 04.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Rekurs vom 18. Dezember 2000 beantragten die heutigen privaten Beschwer­degegnerinnen, den Beschluss des Grossen Gemeinderats insoweit aufzuheben, als damit </span></p> <p class="Einzug1"><span>ihre sowie die weiteren GrundstÃ¼cke im Ã¶stlichen Gebietsteil beidseits der Rosen-Stras­se der Zone W3G zugewiesen worden seien; alle diese GrundstÃ¼cke seien statt dessen der vier­­geschossigen Zentrumszone (Z4) zuzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Baurekurskommission IV fÃ¼hrte am 23. Oktober 2001 einen Augenschein durch. Entsprechend einer prozessleitenden Anordnung reichte die Vertreterin der Rekursgegnerin (heutigen BeschwerdefÃ¼hrerin) sodann am 14. November 2001 einen Bericht zur Frage ein, ob die betroffenen GebÃ¤ude an der BÃ¼elrain-Strasse 1 bis 7 (ungerade Nummern) und an der Rosen-Strasse 5 durch die angefochtenen Festlegung baurechtswidrig wÃ¼rden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Entscheid vom 31. Januar 2002 hiess die Baurekurskommission IV den Rekurs teilweise gut. Sie hob den Beschluss des Grossen Gemeinderats Winterthur insoweit auf, als damit die GrundstÃ¼cke Kat.Nrn. 01, 02, 04 und 03 der Zone W3G zugewiesen worden waren. Im Ãbrigen wies sie den Rekurs ab, soweit sie darauf eintrat. Nicht eingetre­ten wur­de auf den Rekurs insoweit, als die Rekurrentinnen die angefochtene kommunale Festlegung auch bezÃ¼glich der NachbargrundstÃ¼cke verlangt hatten. Abgewiesen wurde der Rekurs insoweit, als sie damit die Zuweisung ihrer GrundstÃ¼cke zur Zone Z4 verlangt hatten. Mit Bezug auf die GrundstÃ¼cke der Rekurrentinnen gelte damit unverÃ¤ndert die Zone W4G. In ihren ErwÃ¤gungen wies die Baurekurskommission die Stadt Winterthur abschlies­send darauf hin, dass es zweckmÃ¤ssig wÃ¤re, auch die Ã¼brigen GrundstÃ¼cke in dem von der angefochtene Festlegung betroffenen Gebiet, bezÃ¼glich welcher aus formellen GrÃ¼nden nicht auf den Rekurs eingetreten werden kÃ¶nne, der Zone W4G zuzuweisen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Mit (vorsorglicher) Beschwerde vom 27. Februar 2002 (vom Grossen Gemeinde­rat nachtrÃ¤glich genehmigt am 18. MÃ¤rz 2002) beantragte der Stadtrat Winterthur dem Verwaltungsgericht, den Entscheid der Baurekurskommission IV insoweit aufzuheben, als diese den Rekurs gutgeheissen habe; dementsprechend sei der Beschluss des Grossen Gemeinderats vom 3. Oktober 2000 auch in dem von der Baurekurskommission aufgehobenen Umfang zu bestÃ¤tigen (VB.2002.00079).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die nicht von Rekursen betroffenen Teile der neuen BZO waren von der Baudirektion bereits am 28. MÃ¤rz 2001 genehmigt worden. Der Regierungsrat prÃ¼fte auf PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 8. MÃ¤rz 2002 hin die GenehmigungsfÃ¤higkeit der streitbetroffenen Festlegung; mit Beschluss vom 26. Juni 2002 verweigerte er die Genehmigung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen diese Nichtgenehmigung erhob der Stadtrat Winterthur am 25. Juli 2002 eben­­falls Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit dem Antrag, den Regierungsrat anzuhalten, die Zuweisung der streitbetroffenen GrundstÃ¼cke zur Zone W3G zu genehmigen (VB.2002.00243).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 31. Juli 2002 wurden die beiden Beschwerdeverfahren vereinigt sowie den Parteien und Vorinstanzen Frist angesetzt, um zu den Beschwerdeschrif­­­ten Stellung zu nehmen. Die Baurekurskommission beantragte am 20. August 2002 Ab­weisung der Beschwerde VB.2002.00079. Die Baudirektion ersuchte namens des Regierungsrats am 4. Oktober 2002 um Abweisung der Beschwerde VB.2002.00243. Die privaten Beschwerdegegnerinnen beantragten am 21. Oktober 2002, die Beschwerden abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei; es seien die Protokolle der vorberatenden Kommission des Grossen Gemeinderats betreffend die streitige Zonierung beizuziehen und den Beschwer­­degegnerinnen zur Stellungnahme zu unterbreiten; sodann seien verschiedene, nÃ¤her bezeichnete Vorbringen in der Beschwerde VB.2002.00079 als unzulÃ¤ssige Tatsachenbehaup­­tungen unberÃ¼cksichtigt zu lassen; alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> Die Kammer zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 und 43 Abs. 1 lit. d des Verwaltungsrechts­pflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) in Verbindung mit § 329 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) zur Behandlung der vorliegenden, einen kommunalen Nutzungsplan betreffenden Beschwerden zustÃ¤ndig (RB 1998 Nr. 26). Die Stadt Winterthur ist nach § 338a Abs. 1 PBG und § 21 lit. b VRG zur Beschwer­de­er­he­bung legitimiert. Weil auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwer­den einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Das Verwaltungsgericht kann die Streitsache aufgrund der vorliegenden Akten be­urteilen. Ein gerichtlicher Augenschein nach § 60 VRG ist nicht erforderlich, zumal die Baurekurskommission einen Augenschein durchgefÃ¼hrt hat und deren Protokoll im Zusam­menhang mit den Ã¼brigen vorliegenden Akten hinreichend Aufschluss Ã¼ber die zu beurteilen­den tatsÃ¤chlichen VerhÃ¤ltnisse gibt (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 7 N. 45). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die von der Baudirektion namens des Regierungsrats eingereichte Vernehmlassung vom 4. Oktober 2002 ist verspÃ¤tet, weshalb sie grundsÃ¤tzlich nicht zu berÃ¼cksichtigen ist. Das bleibt allerdings insofern ohne Auswirkungen, als die Beschwerde VB.2002.00243 als gegenstandslos abzuschreiben sein wird (vgl. E. 7).</span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Wie schon im Rekursverfahren beantragen die privaten Beschwerdegegnerinnen dem Verwaltungsgericht, die Protokolle der vorberatenden Kommission des Grossen Gemein­­derats Winterthur betreffend die streitbetroffene Zonierung beizuziehen und ihnen zur Stellungnahme zu unterbreiten. Zur BegrÃ¼ndung wird ausgefÃ¼hrt, anlÃ¤sslich der Ratsdebat­te zur Revision der BZO sei Ã¼ber die streitbetroffene Zonierung nicht debattiert worden; von Interesse sei daher die Willensbildung in der vorberatenden Kommission. Die Stadtver­­waltung sei zwar befugt, im nachfolgenden Rechtsmittelverfahren den Entscheid des Gros­­sen Gemeinderats nÃ¤her zu begrÃ¼nden, was aber nicht die Befugnis einschliesse, âden Willen des Gemeinderates durch ihren eigenen Willen (zu) substituieren und der Abzonung eine andere Absicht (zu) unterstellen, als sie der kommunale Gesetzgeber tatsÃ¤chlich hatteâ. â Dem Antrag ist nicht zu entsprechen. Zum einen darf ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass die ExekutivbehÃ¶rde, die namens einer Gemeinde Beschwerde gegen die Aufhebung einer nutzungsplanerischen Festlegung fÃ¼hrt, die im Festsetzungsverfahren mass­­gebenden Motive vorbringt; daneben kann es ihr grundsÃ¤tzlich nicht verwehrt sein, er­gÃ¤nzende Ãberlegungen, welche ihrer Auffassung nach die fragliche Zonierung ebenfalls recht­fertigen, zusÃ¤tzlich vorzubringen. Sodann sind die im Festsetzungsverfahren massgeben­den Motive, sofern Ã¼berhaupt nachtrÃ¤glich feststellbar, im Beschwerdeverfahren nur mit­telbar relevant; entscheidend ist, ob der Rekursentscheid der Vorinstanz im Ergebnis einer Rechtskontrolle standhalte, wozu allerdings auch die Frage gehÃ¶rt, ob die Baurekurs­kommission in rechtsverletzender Weise die kommu­nale Planungsautonomie missachtet ha­be (vgl. nachfolgend E. 3). Im vorliegenden Verfahren kann auf den beantragten Beizug der genannten Protokolle jedenfalls schon deswegen verzichtet werden, weil die Beschwer­de, wie nachfolgend dargelegt wird, abzuweisen ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Kommunale NutzungsplÃ¤ne werden von der Baurekurskommission als erster Rechts­mittelinstanz (vgl. § 329 Abs. 1 PBG) grundsÃ¤tzlich mit voller Kognition nach § 20 VRG, d.h. einschliesslich einer Angemessenheits- und ZweckmÃ¤ssigkeitskontrolle, Ã¼berprÃ¼ft. Dabei hat die RekursbehÃ¶rde jedoch die den Gemeinden bei der Festsetzung einer Bau- und Zonenordnung zustehende Autonomie zu beachten. Sie soll dann korrigierend ein­­­­greifen, wenn sich die kommunale LÃ¶sung aufgrund Ã¼berkommunaler Interessen als un­zweckmÃ¤ssig erweist oder den wegleitenden Zielen und GrundsÃ¤tzen der Raumplanung un­zu­reichend Rechnung trÃ¤gt, im Ãbrigen im Rahmen der Ermessenskontrolle jedoch nur dann, wenn die Unangemessenheit oder UnzweckmÃ¤ssigkeit der streitbetroffenen Festsetzung offensichtlich ist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 20; Walter Haller/Peter Karlen, Rechts­schutz im Raumplanungs- und Baurecht, ZÃ¼rich 1998, N. 1073). Im Wesentlichen die gleiche Kognition kommt der Baudirektion (§ 2 lit. b PBG) bzw. dem Regierungsrat (§ 2 lit. a PBG) beim Entscheid Ã¼ber die Genehmigung bzw. Nichtgenehmigung der kommu­nalen Planung zu (§ 5 Abs. 1 in Verbindung mit § 89 PBG; Kreisschreiben der Baudirek­tion vom 1. Juni 1980 Ã¼ber die Genehmigungspraxis; Walter Haller/Peter Karlen, Raum­­­planungs-, Bau- und Umweltrecht, 3. A., ZÃ¼rich 1999, N. 424). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Dem Verwaltungsgericht steht nach § 50 Abs. 1 und 2 VRG bei der ÃberprÃ¼fung von die kommunale Planfestsetzung betreffenden <i>Rekursentscheiden</i> keine Ermessenskontrolle zu, was mit dem Bundesrecht, insbesondere mit Art. 33 Abs. 3 lit. b des Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG) vereinbar ist. Bei der Ãber­prÃ¼fung von Rekursent­­scheiden, mit welchen kommunale Planfestsetzungen aufgehoben worden sind, hat das Verwaltungsgericht im Rahmen der ihm zustehenden Rechtskontrolle auch zu prÃ¼fen, ob die Baurekurskommission in rechtsverletzender Weise die kommu­nale Planungsautonomie missachtet habe. Mit Bezug auf negative <i>Genehmigungsentscheide</i> des Regierungsrats kommt dem Verwaltungsgericht als ein­ziger kantonaler Rechtsmittelinstanz gestÃ¼tzt auf § 50 Abs. 3 VRG und Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG jedenfalls dann eine erweiterte Kognition zu, wenn eine grundeigentÃ¼merfreundliche Planung von dritter Seite nicht angefochten wur­­­de und demzufolge die betreffende Festlegung erstmals im Rahmen einer Beschwerde des GrundeigentÃ¼mers gegen die Nichtgenehmigung Ã¼berprÃ¼ft wird (RB 1994 Nr. 17 = BEZ 1994 Nr. 22). Ob dies auch dann gelte, wenn die betreffende Planung vom Grundeigen­tÃ¼mer oder von Dritten angefochten und durch die Baurekurskommission Ã¼berprÃ¼ft worden ist (also in jenen FÃ¤llen, in denen dem Gericht neben der Beschwerde gegen den Nichtgenehmigungsentscheid gleichzeitig jene gegen den Rekursentscheid vorliegt [vgl. § 329 Abs. 4 PBG]), ist fraglich. Die Frage braucht indessen hier nicht abschliessend beant­wortet zu werden, weil die vorab zu behandelnde Beschwerde VB.2002.00079 abzuweisen ist, womit die genehmigungsbedÃ¼rftige Festlegung aufgehoben bleibt, so dass die Beschwerde VB.2002.00243 als gegenstandslos geworden abzuschreiben ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Die Baurekurskommission hat die streitige Abzonung von der W4G zur W3G in erster Linie im Licht von Art. 21 Abs. 2 RPG geprÃ¼ft. Danach sei die Abzonung nur zu­lÃ¤ssig, wenn sie sich infolge einer erheblichen Ãnderung der VerhÃ¤ltnisse aufgrund einer um­fassenden InteressenabwÃ¤gung als nÃ¶tig erweise. Entgegen der Auffassung der Stadt Win­terthur handle es sich beim streitbetroffenen Gebiet Ã¶stlich der Turmhalden-Strasse nicht um einen stÃ¤dtebaulich sensiblen Bereich. Weder die Lage an der Eulach und am Fuss des Heiligbergs noch die bauliche Umgebung rechtfertige eine derartige Qualifikation. Der Charakter der baulichen Umgebung werde einerseits durch die der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten zugewiesenen GebÃ¤ude des Technikums nordÃ¶stlich der Eulach geprÃ¤gt, welche zumindest von ihrem Erscheinungsbild her viergeschossigen Bauten entsprÃ¤chen, ander­seits durch die Ã¤usserst voluminÃ¶sen viergeschossigen GebÃ¤ude westlich der Turmhalden-Strasse, welche mit dem strittigen Erlass in der Zentrumszone Z4 belassen worden sei­en. Die streitige Abzonung lasse sich sodann auch nicht damit begrÃ¼nden, dass die heutige verkehrsmÃ¤ssige Erschliessung eine Zuweisung zu einer viergeschossigen Zone nicht mehr zulasse. Die Turmhalden-Strasse sei mit einer 5-6 m breiten Fahrbahn und einem 2 m brei­ten Trottoir fÃ¼r die ihr zukommende Verkehrsfunktion klarerweise hinreichend dimensioniert. Die der Feinerschliessung dienende Rosen-Strasse kÃ¶nne, namentlich bei der EinmÃ¼n­­dung in die Turmhalden-Strasse so ausgebaut werden, dass sie den (Mehr-)Verkehr aus einer viergeschossigen Zone aufzunehmen vermÃ¶ge. Gegen eine Abzonung spreche auch die heute bestehende Ãberbauung, sofern diese richtigerweise Ã¼ber das ganze Gebiet hin­weg und nicht nur auf den rekurrentischen GrundstÃ¼cken berÃ¼cksichtigt werde. Die Abzonung habe nÃ¤mlich zur Folge dass die MehrfamilienhÃ¤user an der BÃ¼elrain-Strasse 1, 3, 5 und 7 sowie das GebÃ¤ude Rosen-Strasse 5 baurechtswidrig wÃ¼rden, wobei diese fÃ¼nf Ge­bÃ¤ude rund einem Drittel der von der strittigen Festlegung erfassten Bauten entsprÃ¤chen. Dem­nach lÃ¤gen keine Ã¶ffentlichen Interessen vor, die eine Abzonung des fraglichen Gebiets rechtfertigen wÃ¼rden. Anderseits fielen zugunsten einer Beibehaltung der bisherigen Zonierung neben dem Ã¶ffentlichen Interesse an der Vermeidung baurechtswidriger ZustÃ¤nde die privaten Interessen der Rekurrentinnen ins Gewicht, die mit der streitbetroffenen Ab­­zonung eine Herabsetzung des zulÃ¤ssigen Nutzungsmasses um rund 20 % hinzunehmen hÃ¤tten. In teilweiser Gutheissung des Rekurses sei daher die Zuweisung zur Zone W3G auf­­zuheben. Nicht entsprochen werden kÃ¶nne dagegen dem Antrag der Rekurrentinnen, ihre GrundstÃ¼cke einer viergeschossigen Zentrumszone Z4 zuzuweisen. Soweit der Entscheid der Vorinstanz eine derartige Festlegung implizit abgelehnt habe, erweise er sich als vertretbar, zumal die benachbarten Zentrumszonen keine derart rÃ¼ckwÃ¤rtige Lage aufwiesen wie das streitbetroffene Gebiet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Regierungsrat hat sich bei seinem Nichtgenehmigungsentscheid im Wesentlichen von den gleichen ErwÃ¤gungen leiten lassen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt in der Beschwerde VB.2002.00079 vor, die Wohn­­­zone W3G sei vorab deswegen festgesetzt worden, weil es sich bei dem an die Eulach grenzenden Areal am Fuss des Heiligbergs um ein stÃ¤dtebaulich empfindliches Gebiet handle, welches insbesondere als vorstÃ¤dtische Bebauung historisch bedeutsam sei. PrÃ¤gend in diese Hinsicht seien in erster Linie â wie nÃ¤her ausgefÃ¼hrt wird ­â die den rekurrentischen Parzellen benachbarten Liegenschaften âWollenhofâ, âSteigmÃ¼hleâ und âHof­stad­ler­scheuneâ entlang der Turmhalden-Strasse, welche gemÃ¤ss Inventar der schÃ¼tzenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) unbedingt zu erhalten seien. Dass anderseits nordÃ¶stlich des fraglichen Areals eine Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten mit grossen Bauvolumen und entsprechend gestalteten FreirÃ¤umen bestehe, die Bestandteil des die Altstadt umgeben­den, gemÃ¤ss ISOS seinerseits schÃ¼tzenswerten GrÃ¼ngÃ¼rtels bildeten, bedeute keinen Widerspruch zur streitbetroffenen Zonierung; diese trage im Gegenteil dazu bei, dass die dortigen âRe­prÃ¤­sentationsbautenâ ihren Stellenwert bewahrten. Die Baurekurs­kom­mission habe diese stÃ¤dtebauliche Situation verkannt, obwohl sie am Augenschein da­rauf hingewiesen worden sei. â Entgegen deren Auffassung komme sodann dem Umstand, dass einige GebÃ¤ude in der Nachbarschaft der rekurrentischen Parzellen mit der Zuweisung zur Zone W3G bezÃ¼glich Geschosszahl, GebÃ¤udehÃ¶he und/oder Baumassenziffer baurechts­­­widrig wÃ¼rden, kein entscheidendes Gewicht zu, weil sÃ¤mtliche Bauten in diesem Gebiet lange vor der Inkraftsetzung der ersten Bau- und Zonenordnung im Jahr 1966 erstellt worden seien und zudem insgesamt eine sehr uneinheitliche Ãberbauung bildeten. BezÃ¼glich der vier 1927 erstellten MehrfamilienhÃ¤user an der BÃ¼elrain-Strasse 1, 3, 5 und 7 lÃ¤gen an­ge­sichts des steilen GefÃ¤lles besondere VerhÃ¤ltnisse vor; desgleichen bezÃ¼glich des GebÃ¤u­des âHofstadler­scheu­neâ an der Rosen-Strasse 5, welches auch in der Zone W4G baurechts­widrig bleiben wÃ¼rde und als âSolitÃ¤râ demnÃ¤chst in das Inventar der schutzwÃ¼rdigen Bau­ten der Stadt Winterthur aufgenommen werden solle. Angesichts dieser UmstÃ¤nde gehe es nicht an, die genann­ten fÃ¼nf GebÃ¤ude zum Massstab zu nehmen, um im gesamten Gebiet viergeschossige Bau­ten zuzulassen. â Schliesslich spreche auch die Erschliessungssituation gegen die Zuweisung zur Zone W4G. Zwar entspreche die Dimensionierung der Turmhalden-Strasse mit einer Fahrbahnbreite von 5 m und einem Trottoir auf der Ã¶stlichen Seite den Anforderungen der Zugangsnormalien fÃ¼r eine Zufahrtsstrasse; wegen der unmittelbar angrenzenden Bauten und der fehlenden Bankette sei indessen der nutzbare Fahrbahnbereich schmaler; zudem biete der EinmÃ¼ndungsbereich der Rosen- in die Turmhalden-Stras­se Probleme, ebenso der EinmÃ¼ndungsbereich der Turmhalden- in die Technikum-Strasse. â Indem die Baurekurskommission die Ã¶ffentlichen Interessen fÃ¼r die Zuweisung zur Zone W3G nicht richtig gewichtet und die privaten Interessen der Beschwerdegegnerinnen an der Beibehal­tung der Zone W4G Ã¼berbewertet habe, habe sie in unzulÃ¤ssiger Weise in den der Stadt Winterthur zustehenden Ermessensspielraum eingegriffen, weshalb sich ihr Entscheid als rechtswidrig erweise. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>In der Beschwerde VB.2002.00243 bringt die Stadt Winterthur im Wesentlichen die nÃ¤mlichen Argumente vor. Mit der Nichtgenehmigung der streitbetroffenen Zonierung ha­be der Regierungsrat den ihm als Genehmigungsinstanz zustehenden Beurteilungsspielraum Ã¼berschritten und in die Planungsautonomie der Stadt eingegriffen. Das gelte um so mehr, als aus den Vorgaben im kommunalen und regionalen Richtplan nicht abgeleitet wer­­den kÃ¶nne, die Zuweisung zur Zone W3G sei richtplanwidrig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die privaten Beschwerdegegnerinnen machen geltend, verschiedene Vorbringen in der Beschwerde VB.2002.00079, so insbesondere solche im Zusammenhang mit der be­haup­teten Bedeutung des Areals als historisch bedeutsames vorstÃ¤dtische Gebiet sowie im Zusammenhang mit der Erschliessungssituation, seien neu und dÃ¼rften daher nach § 52 Abs. 2 VRG nicht berÃ¼cksichtigt werden. Diesem Antrag ist nicht zu entsprechen, auch wenn mit den Beschwerdegegnerinnen davon aus­­zugehen ist, dass die Baurekurskommission als gerichtliche Instanz entschieden hat und damit § 52 Abs. 2 VRG auf das vorliegende Beschwerdeverfahren anwendbar ist. Zum ei­nen hat der Stadtplaner von Winterthur anlÃ¤sslich des vorinstanzlichen Augenscheins erlÃ¤u­tert, wie das streitbetroffene Gebiet his­torisch gewachsen sei, was die Qualifizierung entsprechender Vorbringen in der Beschwer­de­schrift als unzulÃ¤ssige Tatsachenbehauptungen selbst dann ausschliesst, wenn die Vorbringen am vorinstanzlichen Augenschein nicht zielgerichtet im Hinblick darauf gemacht worden sein sollten, dass es sich um ein stÃ¤dtebaulich empfindliches Gebiet handelt. Vor allem aber ist zu beachten, dass sich die Stadt Winterthur vor Baurekurskommission IV nicht in der Rolle der Rekurren­­tin befand und ihre Festlegung durch die Baurekurskommission IV aufgehoben worden ist, was sie zur Beschwerde veranlasst hat. An die aus § 52 Abs. 2 VRG folgende Obliegen­­heit der beschwerdefÃ¼hrenden Partei, tatsÃ¤chliche Behauptungen (vor einer als gerichtliche Instanz geltenden RekursbehÃ¶rde) schon im Rekursverfahren vorzubringen, sind in FÃ¤l­len, in denen nach Gutheissung des Rekurses der frÃ¼here Rekursgegner Beschwerde er­hebt, nicht die gleichen strengen MassstÃ¤be anzusetzen wie in FÃ¤llen, in denen ein erfolglos gebliebener Rekurrent Beschwerde fÃ¼hrt. Ob in Verfahren der erstgenannten Kategorie bereits die Tatsache, dass die Rekursinstanz einen âNeu­entscheidâ getroffen hat, dafÃ¼r ausreicht, die NovenbeschrÃ¤nkung von § 52 Abs. 2 VRG nicht mehr zulasten des neu beschwer­­defÃ¼hrenden Rekursgegners eingreifen zu lassen (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 52 N. 13), braucht hier nicht abschliessend beurteilt zu werden. So verhÃ¤lt es sich jedenfalls im vorliegenden Beschwerdeverfahren unter BerÃ¼cksichtigung der von der Stadt Winterthur am vorinstanzlichen Augenschein vorgebrachten Tatsachenbehauptungen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. GemÃ¤ss Art. 21 Abs. 2 RPG werden NutzungsplÃ¤ne Ã¼berprÃ¼ft und nÃ¶tigenfalls an­­gepasst, sofern sich die VerhÃ¤ltnisse erheblich geÃ¤ndert haben. Im Einklang mit dieser bundesrechtlichen Vorschrift bestimmt § 9 Abs. 2 PBG, dass Planungen neuen Erkenntnissen anzupassen sind, soweit Rechtssicherheit und Billigkeit dies zulassen. Die fÃ¼r die betref­fende Planung massgebenden VerhÃ¤ltnisse mÃ¼ssen sich erheblich geÃ¤ndert haben, und eine Anpassung muss sich im Rahmen der gebotenen InteressenabwÃ¤gung als nÃ¶tig erweisen. In der Praxis lassen sich die Kriterien der Erheblichkeit der VerÃ¤nderung und der Not­wen­digkeit der Plananpassung kaum getrennt prÃ¼fen. Vielmehr geht es darum, im Rahmen der gebotenen InteressenabwÃ¤gung das Gewicht des Ãnderungsgrunds zu bestimmen und den gegenlÃ¤ufigen (privaten und Ã¶ffentlichen) Interessen an der Beibehaltung der bisherigen Zonierung gegenÃ¼berzustellen. Bei dieser InteressenabwÃ¤gung ist dem Gebot der Rechts­sicherheit Rechnung zu tragen; ein Zonenplan kann seinen Zweck nur erfÃ¼llen, wenn er eine gewisse BestÃ¤ndigkeit aufweist. Als Grundregel gilt daher, dass (RPG-kon­for­­me) NutzungsplÃ¤ne nur aus gewichtigen GrÃ¼nden abzuÃ¤ndern sind. Je neuer ein Plan ist, um so eher darf mit seiner BestÃ¤ndigkeit gerechnet werden, und je einschneidender sich die beabsichtigte Ãnderung auswirkt, um so wichtiger mÃ¼ssen die GrÃ¼nde sein, die fÃ¼r die PlanÃ¤nderung sprechen (Peter HÃ¤nni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 4. A., Bern 2002, S. 108 f. ; Thierry Tanquerel in: Kommentar RPG, Art. 21 N. 28 ff.; Hal­ler/Karlen, Rz. 437; Peter Karlen, StabilitÃ¤t und Wandel in der Zonenplanung, PBG ak­tuell, 4/1994, S. 8 ff.; je mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche Praxis). â Von diesen Grund­sÃ¤tzen ist im Wesentlichen auch die Vorinstanz ausgegangen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. Mit ihren Vorbringen vermag die BeschwerdefÃ¼hrerin nicht hinreichend und Ã¼ber­­zeugend darzutun, dass die Baurekurskommission, indem sie die Zuweisung der Grund­­stÃ¼cke der Beschwerdegegnerinnen zur Zone W3G aufhob, rechtsverletzend in die kommunale Planungsautonomie eingegriffen hat. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Vorab ist festzuhalten, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die Abzonung mit Argumen­ten verteidigt, die, soweit es dabei um tatsÃ¤chliche VerhÃ¤ltnisse geht, bereits beim Erlass der Bau- und Zonenordnung vom 11. MÃ¤rz 1986 bestanden, d.h. bereits damals hÃ¤tten berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nnen. Das gilt einmal fÃ¼r die Erschliessungssituation an der Turmhal­den-Strasse; die Anforderungen an die Erschliessung haben sich zudem auch in rechtlicher Hinsicht nicht verÃ¤ndert. Fraglich ist, ob bezÃ¼glich der stÃ¤dtebaulichen Bedeutung des Gebiets, insbesondere der an dieser Strasse stehenden GebÃ¤ude âWollenhofâ, âSteigmÃ¼hleâ und âHofstadlerscheuneâ, von verÃ¤nderten VerhÃ¤ltnissen ausgegangen werden kÃ¶nne. Nach der Betrachtungsweise der BeschwerdefÃ¼hrerin lÃ¤sst die historische Bedeutung dieser GebÃ¤u­de das fragliche Areal als stÃ¤dtebaulich empfindliches Gebiet erscheinen, dem durch die Zuweisung zur Zone W3G Rechnung zu tragen sei. Zu ihren Gunsten ist die Baurekurs­kommission IV davon ausgegangen, die BeschwerdefÃ¼hrerin mache damit zulÃ¤ssigerweise modifizierte Planungsvorstellungen geltend, die als geÃ¤nderte VerhÃ¤ltnisse im Sinn von Art. 21 Abs. 2 RPG in Betracht fielen. Die Beschwerdegegnerinnen stellen dies in Frage mit dem Hinweis, dass nur konzeptionelle Ãnderungen in den Planvorstellungen in Betracht fallen dÃ¼rften, was hier nicht zutreffe; zudem machen sie geltend, dass die letzte Revision der kommunalen Nutzungsplanung nicht 1986, sondern 1996 erfolgt sei, welche mit der Anpassung an die PBG-Revision 1991 und der EinfÃ¼hrung der Baumassenziffer (§ 258 PBG) ebenfalls grundlegender Natur gewesen sei. In diesem Zusammenhang wird in der Be­­schwerdeantwort darauf hingewiesen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin gestÃ¼tzt auf ein Gutachten gemÃ¤ss dem Beschluss ihres Bauausschusses vom 25. September 1996 die GebÃ¤ude der Beschwerdegegnerinnen auf dem Aspasia-Areal nicht unter Schutz stellen will. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ob die streitige Festlegung entsprechend der Auffassung der Beschwerdegegnerinnen das Gebot der PlanbestÃ¤ndigkeit und damit Art. 21 Abs. 2 RPG sowie § 9 Abs. 2 PBG schon mangels VerÃ¤nderung der massgebenden VerhÃ¤ltnisse missachte, braucht hier nicht abschliessend geprÃ¼ft zu werden. Selbst wenn mit der Baurekurskommission davon ausgegangen wird, das sich die Stadt Winterthur auf gegenÃ¼ber der Bau- und Zonenordnung 1986 geÃ¤nderte Planungsvorstellungen berufen kann (und dies ungeachtet der 1996 erfolgten weiteren Revision), erweist sich der Entscheid der Vorinstanz als rechtmÃ¤ssig. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die von der BeschwerdefÃ¼hrerin dargelegten ErschliessungsverhÃ¤ltnisse, nament­­lich der heutige Ausbaustand der Turmhalden-Strasse sowie die Schwierigkeiten einer Sanierung in den EinmÃ¼ndungsbereichen bei der Technikum-Strasse und der Rosen-Stras­se, stehen nach den nicht widerlegten Feststellungen der Baurekurskommission IV einer Bei­­behaltung der Zone W4G im fraglichen Bereich nicht entgegen. Jedenfalls kommt diesen UmstÃ¤nden nicht ein derartiges Gewicht zu, dass in ihnen eine erhebliche Ãnderung er­blickt werden kÃ¶nnte; ebenso wenig lassen sie die frÃ¼here Zuweisung zur Zone W4G als pla­­nerischen Fehlentscheid erscheinen, gegenÃ¼ber dessen Behebung sich die Beschwerdegeg­nerinnen nicht auf das Gebot der PlanbestÃ¤ndigkeit berufen kÃ¶nnten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gleiches gilt hinsichtlich der Argumentation, es handle sich um ein stÃ¤dtebaulich em­­pfindliches Gebiet. Die BeschwerdefÃ¼hrerin legt nicht in Ã¼berzeugender Weise dar, wes­halb mit der Festsetzung der Zone W3G besser als mit der Beibehaltung der Zone W4G auf die genannten GebÃ¤ude an der Turmhalden-Strasse RÃ¼cksicht genommen wÃ¼rde. WÃ¤ren fÃ¼r die Zonierung des streitbetroffenen Areals Gesichtspunkte des Ortbildschutzes und der Denk­malpflege dermassen wichtig, wie dies die BeschwerdefÃ¼hrerin geltend macht, so er­wiese sich unter diesem Gesichtswinkel sowohl die Zone W3G wie auch die Zone W4G als unzweckmÃ¤ssig. Wie die Baurekurskommission in diesem Zusammenhang zutreffend ausgefÃ¼hrt hat, wird der Charakter der baulichen Umgebung einerseits durch die der Zone fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten zugewiesenen GebÃ¤ude des Technikums nordÃ¶stlich der Eulach geprÃ¤gt, welche zumindest von ihrem Erscheinungsbild her viergeschossigen Bauten entsprechen, an­derseits durch die Ã¤usserst voluminÃ¶sen viergeschossigen GebÃ¤ude westlich der Turmhal­­den-Strasse, welche mit dem strittigen Erlass in der Zentrumszone Z4 belassen wurden. Letztere grenzt im Bereich sÃ¼dlich der Technikum-Strasse unmittelbar an die Turmhalden-Strasse und prÃ¤gt damit deren Anblick einschliesslich der dortigen inventarisierten GebÃ¤ude wesentlich mehr als eine Ãberbauung auf dem streitbetroffenen Areal; eine dortige Neu­Ã¼ber­bauung mÃ¼sste auch bei viergeschossiger Bauweise auf die genannten Objekte, falls sie sich als schutzwÃ¼rdig erweisen sollten, ohnehin RÃ¼cksicht nehmen. Ebenso wenig Ã¼ber­zeugt das Argument der BeschwerdefÃ¼hrerin, die Zuweisung des fraglichen Areals zur Zone W3G trage dazu bei, dass die reprÃ¤sentativen GebÃ¤ude in der Ã¶stlich anschliessenden Zo­ne fÃ¼r Ã¶ffentliche Bauten (Technikum-Areal) ihren Stellenwert bewahrten. Jedenfalls lÃ¤sst sich aus dem in diesem Zusammenhang eingereichten Auszug aus dem Inventar ISOS, mit dem die Bedeutung der GrÃ¼ngÃ¼rtel um die Altstadt betont werden soll, nichts zugunsten des Standpunkts der BeschwerdefÃ¼hrerin ableiten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Neben dem Gebot der PlanbestÃ¤ndigkeit und dem Ã¶ffentlichen Interesse, baurechts­widrige VerhÃ¤ltnisse an den fÃ¼nf erwÃ¤hnten GebÃ¤uden in der Nachbarschaft der vier Liegen­­schaften der Beschwerdegegnerinnen â mithin insgesamt an rund einem Drittel der von der Festlegung erfassten Bauten â zu vermeiden (vgl. BEZ 1988 Nr. 19, 1989 Nr. 15), spre­chen auch deren private Interessen fÃ¼r die Beibehaltung der bisherigen Zonierung. Diese pri­­­vaten Interessen sind nicht gering zu gewichten, bewirkt doch die Abzonung von der W4G in die W3G infolge der Verminderung der Baumassenziffer (in der W3 2,6 m3/m2, in der W4 3,4 m3/m2, je erhÃ¶ht um einen FÃ¼nftel fÃ¼r die dauernd Gewerbe-, Handels- oder Dienstleistungsbetrieben dienenden GebÃ¤ude oder GebÃ¤udeteile; vgl. Art. 54 in Verbindung mit Art. 57 lit. c BZO) eine erhebliche Herabsetzung des zulÃ¤ssigen Nutzungsmasses um rund 20 %. Den fÃ¼r die Ãnderung sprechenden GrÃ¼nden mÃ¼sste daher ein ganz erhebliches Gewicht zukommen, was nach dem AusgefÃ¼hrten nicht zutrifft.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>7. Demnach ist die Beschwerde VB.2002.00079 abzuweisen. Damit bleibt es dabei, dass die streitbetroffene Festlegung, welche Gegenstand des Genehmigungsentscheids des Regierungsrats bildete, aufgehoben wird. Die sich gegen den regierungsrÃ¤tlichen Nichtgenehmigungsentscheid richtende Beschwerde VB.2002.00243 kann demnach als gegenstands­­los geworden abgeschrieben werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss beschliesst die Kammer:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Beschwerdeverfahren VB.2002.00243 wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben;</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> und entscheidet:</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde VB.2002.00079 wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>