<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="content"> <div class="para">Bundesgericht </div> <div class="para">Tribunal fédéral </div> <div class="para">Tribunale federale </div> <div class="para">Tribunal federal </div> <div class="para"> </div> <div class="para">{T 0/2} </div> <div class="para">2C_271/2011 </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Urteil vom 30. März 2011 </div> <div class="para">II. öffentlich-rechtliche Abteilung </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Besetzung </div> <div class="para">Bundesrichter Zünd, Präsident, </div> <div class="para">Bundesrichter Karlen, Seiler, </div> <div class="para">Gerichtsschreiber Hugi Yar. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Verfahrensbeteiligte </div> <div class="para">X.________, </div> <div class="para">Beschwerdeführer, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">gegen </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Migrationsamt des Kantons Basel-Stadt, </div> <div class="para">Spiegelgasse 12, Postfach, 4001 Basel, </div> <div class="para">Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt, Bereich Recht, Spiegelgasse 6, 4001 Basel. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Gegenstand </div> <div class="para">Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung, </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Beschwerde gegen das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt (als Verwaltungsgericht) vom 17. Januar 2011. </div> <div class="para">Erwägungen: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">X.________ (geb. 1975) stammt aus der Türkei. Er reiste im März 2004 in die Schweiz ein, wo er während des Asylverfahrens am 13. September 2004 die Schweizer Bürgerin Y.________ (geb. 1950) heiratete. Am 22. Oktober 2004 bewilligte das Zivilgericht dieser das Getrenntleben. Mit Verfügung vom 3. September 2007 lehnte das Migrationsamt des Kantons Basel-Stadt es ab, die Aufenthaltsbewilligung von X.________ zu verlängern, gleichzeitig wies es ihn weg. Hiergegen gelangte X.________ erfolglos an das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt. Er beantragt vor Bundesgericht sinngemäss, dessen Urteil vom 17. Januar 2011 aufzuheben und seine Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Beschwerde erweist sich - soweit sich der Beschwerdeführer darin überhaupt mit dem angefochtenen Entscheid sachbezogen auseinandersetzt (<span class="artref">Art. 42 BGG</span>) - als offensichtlich unbegründet und kann ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach <span class="artref">Art. 109 BGG</span> erledigt werden: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.1 Die Vorinstanz hat den Rechtsstreit zu Recht noch in Anwendung von Art. 7 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer vom 26. März 1931 (ANAG) beurteilt. Danach hat der ausländische Ehegatte eines Schweizer Bürgers Anspruch auf Erteilung oder Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, sofern die Ehe nicht eingegangen wurde, um die Vorschriften über Aufenthalt und Niederlassung zu umgehen ("Ausländerrechtsehe"), und sich die Berufung auf diese nicht anderswie als rechtsmissbräuchlich erweist (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=25.03.2011&amp;to_date=13.04.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-II-145%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page145">BGE 128 II 145</a> E. 2 u. 3; <a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=25.03.2011&amp;to_date=13.04.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F127-II-49%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page49">127 II 49</a> E. 4 u. 5). Dass Ehegatten mit der Heirat nicht eine eheliche Lebensgemeinschaft begründen, sondern die Vorschriften über Aufenthalt und Niederlassung von Ausländern umgehen wollen, entzieht sich in der Regel dem direkten Beweis und kann nur über Indizien erstellt werden (<a class="bgeref_id" href="https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=34&amp;from_date=25.03.2011&amp;to_date=13.04.2011&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-II-289%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page289">BGE 122 II 289</a> E. 2b S. 295). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2.2 Das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt hat die diesbezügliche Rechtsprechung zutreffend wiedergegeben und den konkreten Fall korrekt subsumiert: Der Beschwerdeführer heiratete seine Schweizer Gattin am 13. September 2004; bereits am 22. Oktober 2004 wurde dieser das vorsorgliche Getrenntleben bewilligt, weil sie geltend machte, es liege eine Scheinehe vor. Hierfür bestanden mehrere weitere Indizien: So heiratete der Beschwerdeführer während des hängigen Asylverfahrens, bestand zwischen ihm und seiner Gattin ein beträchtlicher Altersunterschied (25 Jahre) und ist diese - wie er selber zugesteht - psychisch labil, musste von der Amtsvormundschaft betreut werden und befindet sich heute offenbar in Pflege. Unter diesen Umständen hält der Beschwerdeführer rechtsmissbräuchlich an dem - selbst aus seiner Sicht - nur noch formell fortbestehenden Eheband fest. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, das geeignet wäre, die verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen (<span class="artref">Art. 105 BGG</span>) bzw. die daran geknüpfte Rechtsanwendung der Vorinstanz infrage zu stellen. Für die weitere Begründung kann auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (vgl. <span class="artref">Art. 109 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dem Verfahrensausgang entsprechend wird der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig (vgl. <span class="artref">Art. 66 Abs. 1 BGG</span>). Es sind keine Parteientschädigungen geschuldet (vgl. <span class="artref">Art. 68 Abs. 3 BGG</span>). </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Demnach erkennt das Bundesgericht: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">1. </div> <div class="para">Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">2. </div> <div class="para">Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">3. </div> <div class="para">Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt (als Verwaltungsgericht) sowie dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt. </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Lausanne, 30. März 2011 </div> <div class="para">Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung </div> <div class="para">des Schweizerischen Bundesgerichts </div> <div class="para">Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: </div> <div class="para"> </div> <div class="para">Zünd Hugi Yar </div> </div></body></html>