<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2021.00346</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=223168&amp;W10_KEY=13013457&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2021.00346</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 12.04.2023</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">2. Abteilung/2. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen diesen Entscheid am 09.11.2023 gutgeheissen und den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufgehoben.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">AuslÃ¤nderrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Rekurrenten 1</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Widerruf der Niederlassungsbewilligung: Der Beschwerdeführer ist mehrfach straffällig geworden, verschuldet und hat jahrelang Sozialhilfe bezogen.] Es durfte auf die Anhörung der Kinder verzichtet werden, da das öffentliche Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers ungeachtet des schweren Eingriffs in das Recht auf Familie überwiegt (E. 2). Es liegt kein sogenannter Dualismus vor, die Migrationsbehörden sind für eine allfällige Wegweisung zuständig. Da eine Freiheitsstrafe von über einem Jahr vorliegt, ist der Widerrufsgrund offenkundig erfüllt (E. 3). Die Freiheitsstrafe von 36 Monaten, die Art der Delikte (Anlassdelikte), den Deliktzeitraum von über 10 Jahren, die bestehende Rückfallgefahr und die mehrfache Begehung von Straftaten lassen auf ein erhebliches migrationsrechtliches Verschulden schliessen. Dementsprechend besteht ein öffentliches Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers, welches durch die Schuldenwirtschaft und Sozialhilfebezug noch erhöht wird (E. 4). Dem Beschwerdeführer fehlt die Bereitschaft, die geltende Rechtsordnung zu respektieren und die öffentliche Sicherheit nicht weiter zu gefährden. Die aufenthaltsbeendende Massnahme erweist sich im Lichte einer Gesamtbetrachtung als verhältnismässig (E. 5). Abweisung der Beschwerde. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> - keine -<br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>2. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=61512" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2021.00346</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 2. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">12. April 2023</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sident Andreas Frei<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichterin Elisabeth Trachsel, Verwaltungsrichterin Silvia Hunziker, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiberin Linda Rindlisbacher. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1. A, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2. B,</span></p> <p class="MsoNormal"><span>3. C, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>4. D, </span></p> <p class="MsoNormal"><span>5. E, </span></p> <p class="MsoBodyText">alle vertreten durch RA F, </p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrende, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>gegen</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Migrationsamt des Kantons ZÃ¼rich, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegner, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Rekurrenten 1,</span></b></p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>A (nachfolgend: der BeschwerdefÃ¼hrer), geboren 1971, StaatsangehÃ¶riger des Kosovo, reiste im Jahr 1991 in die Schweiz ein und reichte am 23. September 1991 ein Asylgesuch beim Bundesamt fÃ¼r FlÃ¼chtlinge (BFF; heute Staatssekretariat fÃ¼r Migration [SEM]) ein, welches mit VerfÃ¼gung vom 4. Juni 1992 abgelehnt wurde. Daraufhin kehrte A in den Kosovo zurÃ¼ck. Am 23. September 1997 reiste er erneut in die Schweiz ein und reichte gleichentags ein zweites Asylgesuch ein. Da keine konkreten Hinweise auf eine asylrechtlich relevante Verfolgung vorhanden waren, trat das BFF (heute: SEM) mit Entscheid vom 3. Februar 1998 auf das Asylgesuch nicht ein.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Im Jahr 1998 lernte er in der Schweiz die Schweizer StaatsangehÃ¶rige B (geboren 1978) kennen, welche er am 6. April 1999 heiratete. In der Folge erhielt der BeschwerdefÃ¼hrer am 8. April 2002 im Rahmen des Familiennachzuges eine Aufenthaltsbewilligung. Aus der Ehe gingen die vier Kinder S (geboren 1999), C (geboren 2002), D (geboren 2010) und E (geboren 2012) hervor, welche alle im Besitz der Schweizer StaatsbÃ¼rgerschaft sind. Am 23. MÃ¤rz 2006 erhielt der BeschwerdefÃ¼hrer die Niederlassungsbewilligung.</p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer ist in der Schweiz strafrechtlich in Erscheinung getreten:</p> <p class="Erwgung2"><span>-<span> </span></span>Mit Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft ZÃ¼rich vom 10. April 2003 wurde er wegen Widerhandlung gegen das ANAG mit einer bedingten GefÃ¤ngnisstrafe von 14 Tagen (Probezeit von zwei Jahren) sowie einer Busse von Fr. 500.- bestraft. </p> <p class="Erwgung2"><span>-<span> </span></span>Mit Urteil des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 16. Februar 2007 wurde er wegen mehrfachen Betrugs, mehrfachen versuchten Betrugs sowie IrrefÃ¼hrung der Rechtspflege mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten und 19 Tagen (vollziehbar: 12 Monate; Probezeit von fÃ¼nf Jahren) bestraft. </p> <p class="Erwgung2">Mit VerfÃ¼gung vom 19. Mai 2003 und vom 6. Dezember 2007 verwarnte das Migrationsamt den BeschwerdefÃ¼hrer wegen seiner StraffÃ¤lligkeit. </p> <p class="Erwgung2"><span>-<span> </span></span>Mit Urteil des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 1. November 2018 wurde er des gewerbsmÃ¤ssigen Betrugs schuldig gesprochen und mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 36 Monaten (bedingt: 24 Monate; Probezeit von zwei Jahren) bestraft. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil vom 22. MÃ¤rz 2019 ab.</p> <p class="Erwgung2">Der BeschwerdefÃ¼hrer hat Ã¼berdies Schulden angehÃ¤uft: Aus dem Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamtes G vom 2. Mai 2019 ergeben sich zwei Verlustscheine in der HÃ¶he von Fr. 97'168.70 sowie eine eingeleitete Betreibung in der HÃ¶he von Fr. 47'776.60.</p> <p class="Urteilstext">Sodann mussten der BeschwerdefÃ¼hrer und seine FamilienangehÃ¶rigen gemÃ¤ss Schreiben des Sozialamtes K vom 10. Mai 2019 im Zeitraum vom 1. Oktober 2011 bis 28. Februar 2017 mit Leistungen in der HÃ¶he von Fr. 248'850.95 unterstÃ¼tzt werden.</p> <p class="Erwgung2">Ab dem 14. September 2020 befand sich der BeschwerdefÃ¼hrer aufgrund eines pendenten Strafverfahrens (Tatvorwurf: gewerbsmÃ¤ssiger Wucher, wobei sich der BeschwerdefÃ¼hrer in der Untersuchung diesbezÃ¼glich gestÃ¤ndig zeigte) im vorzeitigen Strafvollzug gemÃ¤ss Art. 236 der schweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (StPO).</p> <p class="Erwgung2">Mit VerfÃ¼gung vom 4. Dezember 2020 widerrief das Migrationsamt die Niederlassungsbewilligung des BeschwerdefÃ¼hrers, wies ihn aus der Schweiz weg, ordnete an, dass er das schweizerische Staatsgebiet nach der Entlassung aus dem Strafvollzug zu verlassen habe und wies ihn darauf hin, dass im Fall der Nichtbeachtung der Ausreisefrist Zwangsmassnahmen angeordnet werden kÃ¶nnten.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt1"><span>Den gegen die VerfÃ¼gung vom </span>4. Dezember 2020 <span>erhobenen Rekurs wies die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 13. April 2021 ab, soweit er nicht gegenstandslos geworden war und hielt fest, dass </span>der BeschwerdefÃ¼hrer die Schweiz unverzÃ¼glich nach der Entlassung aus dem Strafvollzug zu verlassen habe.<span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Sachverhalt1">Mit Beschwerde vom 14. Mai 2021 liess der BeschwerdefÃ¼hrer dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei der Entscheid der Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion vom <span>13. April 2021 </span>aufzuheben. Es sei das Widerrufsverfahren gegen ihn einzustellen und ihm die Niederlassungsbewilligung zu belassen. Eventualiter sei die Sache zur Vornahme von KindesanhÃ¶rungen an das Migrationsamt zurÃ¼ckzuweisen, alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen. In prozessrechtlicher Hinsicht beantragte er eine EntschÃ¤digung fÃ¼r das vorinstanzliche Verfahren. </p> <p class="Sachverhalt1">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 17. Mai 2021 setzte der AbteilungsprÃ¤sident dem BeschwerdefÃ¼hrer und B eine Frist von 20 Tagen, um die Kosten des Verfahrens durch einen Vorschuss sicherzustellen, ansonsten nicht auf die Beschwerde eingetreten werde. Die Kaution wurde fristgerecht geleistet. </p> <p class="Sachverhalt1"><span>Die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion verzichtete auf Vernehmlassung.</span></p> <p class="Urteilstext">Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 20. April 2022 setzte der AbteilungsprÃ¤sident dem BeschwerdefÃ¼hrer und B eine Frist von zehn Tagen, um dem Verwaltungsgericht den Stand des Strafverfahrens wegen gewerbsmÃ¤ssigen Wuchers mitzuteilen, ansonsten anhand der Akten entschieden und eine mangelhafte Mitwirkung bei der Sachverhaltserstellung und bei der BeweiswÃ¼rdigung berÃ¼cksichtigt wÃ¼rde. Der BeschwerdefÃ¼hrer und B reichten am 12. Mai 2022 nach erfolgter Fristerstreckung eine Stellungnahme ein. Aus der Eingabe ging hervor, dass das Bezirksgericht Dietikon den BeschwerdefÃ¼hrer mit Urteil vom 7. Oktober 2021 betreffend Wucher etc./Widerruf freigesprochen und die Staatsanwaltschaft II am 7. Oktober 2021 dagegen beim Obergericht Berufung eingereicht und eine Freiheitsstrafe von 5½ Jahren sowie eine Landesverweisung gefordert hatte. Die Berufungsverhandlung wurde auf den 7. Dezember 2022 festgesetzt. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 18. Mai 2022 sistierte der AbteilungsprÃ¤sident das Beschwerdeverfahren einstweilen bis am 31. Dezember 2022 und gab dem BeschwerdefÃ¼hrer und B auf, dem Verwaltungsgericht bis spÃ¤testens zu diesem Zeitpunkt mitzuteilen, ob das Verfahren fortgesetzt werden kann. </p> <p class="Urteilstext">Am 16. Dezember 2022 reichten der BeschwerdefÃ¼hrer und B eine Stellungnahme sowie das Urteil des Obergerichts vom 7. Dezember 2022 zu den Akten. Dem Urteil lÃ¤sst sich entnehmen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer wegen versuchter NÃ¶tigung schuldig gesprochen wurde und mit einer unbedingt vollziehbaren Geldstrafe von 150 TagessÃ¤tzen bestraft wird, die durch die bereits erstandene Haft abgegolten war. Von der Anklage wegen gewerbsmÃ¤ssigen Wuchers wurde er hingegen freigesprochen. Die erstandenen 508 Tage Haft wurden an die mit rechtskrÃ¤ftigem Urteil des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich, I. Strafkammer, vom 1. November 2018 ausgefÃ¤llte Freiheitsstrafe von 36 Monaten angerechnet. Das Migrationsamt nahm am 21. Dezember 2022 hierzu Stellung. </p> <p class="Urteilstext">Am 7. Februar 2023 reichten der BeschwerdefÃ¼hrer und B weitere Beweismittel zu den Akten. Am 28. Februar 2023 reichte der BeschwerdefÃ¼hrer das begrÃ¼ndete Urteil des Obergerichts vom 7. Dezember 2022 und am 24. MÃ¤rz 2023 die BestÃ¤tigung der Staatsanwaltschaft betreffend Rechtsmittelverzicht zu den Akten.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung1">Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen und die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts gerÃ¼gt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 Abs. 1 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">In formeller Hinsicht machen die BeschwerdefÃ¼hrenden geltend, dass die Vorinstanzen Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV] sowie Art. 3 und Art. 12 des Ãbereinkommens vom 20. November 1989 Ã¼ber die Rechte des Kindes (Kinderrechtskonvention, KRK) verletzt hÃ¤tten, indem sie die Kinder nicht persÃ¶nlich angehÃ¶rt haben. </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r. Dieses Recht ist formeller Natur. Seine Verletzung fÃ¼hrt ungeachtet der materiellen BegrÃ¼ndetheit des Rechtsmittels zur Gutheissung der Beschwerde sowie zur Aufhebung des angefochtenen Urteils (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3). Das rechtliche GehÃ¶r dient einerseits der SachaufklÃ¤rung. Andererseits stellt es ein persÃ¶nlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehÃ¶rt insbesondere das Recht der betroffenen Person, sich vor FÃ¤llung eines solchen Entscheids zur Sache zu Ã¤ussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu Ã¤ussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Wie weit dieses Recht geht, lÃ¤sst sich nicht generell, sondern nur unter WÃ¼rdigung der konkreten UmstÃ¤nde beurteilen. Massgebend ist, ob es der betroffenen Person ermÃ¶glicht worden ist, ihren Standpunkt wirksam zur Geltung zu bringen (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3). Das Gericht kann BeweisantrÃ¤ge ohne Verletzung des rechtlichen GehÃ¶rs ablehnen, wenn es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine Ãberzeugung gebildet hat und ohne WillkÃ¼r in antizipierter BeweiswÃ¼rdigung annehmen kann, dass seine Ãberzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geÃ¤ndert wÃ¼rde. Gleichermassen kann es das Beweisverfahren schliessen, wenn die AntrÃ¤ge nicht erhebliche Tatsachen betreffen (BGE 144 II 427 E. 3.1.3).</p> <p class="Urteilstext">Nach Art. 12 Abs. 1 KRK sichern die Vertragsstaaten dem Kind, das fÃ¤hig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berÃ¼hrenden Angelegenheiten frei zu Ã¤ussern, und berÃ¼cksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife. Nach Art. 12 Abs. 2 KRK wird dem Kind zu diesem Zweck insbesondere Gelegenheit gegeben, in allen das Kind berÃ¼hrenden Gerichts- oder Verwaltungsverfahren entweder unmittelbar oder durch einen Vertreter oder eine geeignete Stelle im Einklang mit den innerstaatlichen Verfahrensvorschriften gehÃ¶rt zu werden. Art. 12 KRK stellt einen direkt anwendbaren Rechtssatz dar. Wie sich aus dem Wortlaut von Art. 12 Abs. 2 KRK ergibt, ist allerdings eine persÃ¶nliche AnhÃ¶rung nicht in jedem Fall unerlÃ¤sslich; wenn die Kinder durch ihre Eltern vertreten werden und beider Interessen gleichlÃ¤ufig sind, kann die Ansicht der Kinder auch ohne persÃ¶nliche AnhÃ¶rung durch ihre Eltern eingebracht werden, sofern der rechtserhebliche Sachverhalt auch ohne diese AnhÃ¶rung rechtsgenÃ¼glich festgestellt werden kann (vgl. BGE 147 I 149 E. 3.2; BGr, 24. Juni 2022, 2c_538/2021, E. 3).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>Die Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers und seiner Kinder sind im vorliegenden Verfahren gleichlÃ¤ufig, da es in ihrem gemeinsamen Interesse ist, dass der BeschwerdefÃ¼hrer in der Schweiz verbleiben kann. Diese Voraussetzung fÃ¼r einen Verzicht auf eine persÃ¶nliche AnhÃ¶rung ist damit erfÃ¼llt. Die anwaltlich vertretenen BeschwerdefÃ¼hrenden hatten die Gelegenheit, alle von ihnen als relevant erachteten UmstÃ¤nde und insbesondere die Ansicht der Kinder ausreichend in das Verfahren einzubringen. Da vorliegend, wie dies nachstehend darzulegen sein wird (vgl. E. 5.3.4), das Ã¶ffentliche Interesse an der Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers jedoch ungeachtet des schweren Eingriffs in das Recht auf Familienleben Ã¼berwiegt, kann den Vorinstanzen keine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV bzw. von Art. 12 KRK vorgeworfen werden. Folglich konnte und kann auf eine persÃ¶nliche AnhÃ¶rung der Kinder verzichtet werden und erÃ¼brigt sich eine RÃ¼ckweisung an die Vorinstanz.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b><span> </span></p> <p class="Erwgung3"><b><span>3.1.1 </span></b>GemÃ¤ss Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. b des AuslÃ¤nder- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG, vormals AuG) kann die Niederlassungsbewilligung unter anderem widerrufen werden, wenn ein AuslÃ¤nder zu einer lÃ¤ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. GemÃ¤ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt als lÃ¤ngerfristige Freiheitsstrafe eine solche von mehr als einem Jahr (BGE 135 II 377). <span>Dabei ist unerheblich, ob die Strafe bedingt, teilbedingt oder unbedingt zu vollziehen ist (BGE 139 I 31 E. 2.1).</span></p> <p class="Erwgung3"><b>3.1.2 </b><span>Nach Art. 66a des Strafgesetzbuchs (StGB) und Art. 63 Abs. 3 AIG hat seit dem 1. Oktober 2016 das Strafgericht Ã¼ber die Wegweisung straffÃ¤lliger AuslÃ¤nder zu entscheiden und kann eine </span>Niederlassungsbewilligung<span> durch die MigrationsbehÃ¶rden nicht allein wegen StraffÃ¤lligkeit entzogen werden, wenn der Strafrichter fÃ¼r die in Art. 66a genannten strafbaren Handlungen von einer Landesverweisung abgesehen hat.</span> Der auslÃ¤nderrechtliche Widerruf ist unzulÃ¤ssig, wenn er allein gestÃ¼tzt auf ein Delikt erfolgt, fÃ¼r welches ein Strafgericht bereits eine Strafe verhÃ¤ngt und keine Landesverweisung ausgesprochen hat. Sobald jedoch Ã¼ber das Delikt hinausreichende Aspekte in die Beurteilung einfliessen, etwa solche, die zum Zeitpunkt des Urteils nicht bekannt waren, erst spÃ¤ter eintraten oder rein auslÃ¤nderrechtliche GrÃ¼nde betreffen, steht es den AuslÃ¤nderbehÃ¶rden weiterhin zu, die Bewilligung dieser Person gestÃ¼tzt auf auslÃ¤nderrechtliche Ãberlegungen zu widerrufen (BBl 2013 6046; BGr, 18. November 2019, 2C_305/2018, E. 4.1). Intertemporalrechtlich sind die neuen Bestimmungen Ã¼ber die Landesverweisung aufgrund des strafrechtlichen RÃ¼ckwirkungsverbots nur anwendbar, wenn das auslÃ¶sende Delikt nach diesem Datum begangen wurde. Das Strafgericht darf jedoch bei der PrÃ¼fung eines HÃ¤rtefalls (Art. 66a Abs. 2 StGB) auch vor dem Inkrafttreten von Art. 66a StG begangene Straftaten berÃ¼cksichtigen; gestÃ¼tzt darauf darf nicht eine Landesverweisung ausgesprochen, aber die Integration und RÃ¼ckfallgefahr bzw. die VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit der Landesverweisung generell beurteilt werden. Ebenso dÃ¼rfen vor dem 1. Oktober 2016 begangene Delikte zwar nicht Anlass zu einer nichtobligatorischen Landesverweisung (Art. 66a bis StGB) geben, wohl aber mitberÃ¼cksichtigt werden bei der PrÃ¼fung, ob eine solche verhÃ¤ltnismÃ¤ssig ist (vgl. BGr, 18. November 2019, 2C_305/2018, E. 4.2). <span>Wenn ein Strafgericht in einem Urteil fÃ¼r seit dem 1. Oktober 2016 begangene Taten aufgrund eines HÃ¤rtefalls von der Landesverweisung abgesehen hat (Art. 66a Abs. 2 StGB), entfÃ¤llt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts die Kompetenz der MigrationsbehÃ¶rden zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung, sofern das Strafgericht im Rahmen einer GesamtwÃ¼rdigung auch die vor diesem Datum begangenen Delikte einbezogen hat (BGE 146 II 1 E. 2; BGr, 15. Januar 2020, 2C_945/2019, E. 2.2.1). Hingegen bleiben die MigrationsbehÃ¶rden zustÃ¤ndig, wenn im Rahmen von Verurteilungen fÃ¼r ab dem 1. Oktober 2016 begangene Delikte eine Landesverweisung gar nicht geprÃ¼ft wurde und demzufolge auch keine HÃ¤rtefall-GesamtwÃ¼rdigung erfolgte, zumal wenn eine solche Verurteilung auf dem Wege des Strafbefehls ergeht, der ohnehin keine Landesverweisung vorsehen kann (BGr, 15. Januar 2020, 2C_945/2019, E. 2.2.1). </span>Stehen ausschliesslich Delikte zur Diskussion, die vor dem 1. Oktober 2016 begangen wurden, ist von vornherein eine strafrechtliche Landesverweisung nicht mÃ¶glich. Das Strafgericht kann daher gar nicht in die Lage kommen, gemÃ¤ss Art. 66a Abs. 2 StGB von einer Landesverweisung abzusehen; revArt. 63 Abs. 3 AIG ist in einer solchen Konstellation nicht anwendbar und die MigrationsbehÃ¶rden bleiben zustÃ¤ndig fÃ¼r den Widerruf der Niederlassungsbewilligung <span>(vgl; BGr, 15. Januar 2020, 2C_945/2019, E. 2.2.1; </span>BGr, 18. November 2019, 2C_305/2018, E. 4.3<span>).</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Vorliegend stÃ¼tzen die Vorinstanzen den Widerruf der Niederlassungsbewilligung auf die Verurteilung vom 1. November 2018 (Freiheitsstrafe von 36 Monaten), wobei der BeschwerdefÃ¼hrer fÃ¼r Straftaten verurteilt wurde, die er vor dem 1. Oktober 2016 begangen hat. Auf die damit bestraften Taten konnten somit aus intertemporalrechtlichen GrÃ¼nden die Art. 66a ff. StGB und Art. 63 Abs. 3 AIG nicht anwendbar sein. ZusÃ¤tzlich wurde der BeschwerdefÃ¼hrer nach Inkrafttreten dieser neuen Bestimmungen am 7. Dezember 2022 wegen der versuchten NÃ¶tigung bestraft, begangen von Februar bis August 2019, also wegen Delikten, die nach Inkrafttreten der neuen Bestimmungen begangen wurden und die nicht zu einer obligatorischen Landesverweisung fÃ¼hren (Art. 66a Abs. 1 lit. d StGB). Das Obergericht ZÃ¼rich hat in seinem Urteil vom 7. Dezember 2022 von einer nicht obligatorischen Landesverweisung nach Art. 66a<sup>bis </sup>StGB abgesehen. Es hat dabei aber ausschliesslich Ã¼ber Taten entschieden, die nach dem 1. Oktober 2016 begangen wurden. In Bezug auf die Delikte und Verurteilungen, auf welche sich der Widerruf stÃ¼tzt (namentlich Urteil vom 1. November 2018) hat das Strafgericht nicht von einer Landesverweisung abgesehen; vielmehr kam eine solche aus Ã¼bergangsrechtlichen GrÃ¼nden gar nicht infrage. Wenn bereits mit Blick auf diese vor dem 1. Oktober 2016 begangenen Delikte die Voraussetzungen fÃ¼r den Widerruf erfÃ¼llt sind, steht revArt. 63 Abs. 3 AlG dem auslÃ¤nderrechtlichen Widerruf nicht entgegen. Denn der Widerruf erfolgt in dieser Konstellation nicht "nur" ("uniquement", "per il solo motivo") wegen eines Delikts, fÃ¼r welches das Strafgericht eine Strafe verhÃ¤ngt, aber von einer Landesverweisung abgesehen hat, wie dies der klare Wortlaut von revArt 63 Abs. 3 AIG verlangt, sondern im Gegenteil in erster Linie wegen Delikten, fÃ¼r welche Art. 66a ff. StGB nicht anwendbar sind (vgl. zum Ganzen BGr, 18. November 2019, 2C_305/2018, E. 4.4). Entgegen der Darstellung des BeschwerdefÃ¼hrers verhÃ¤lt es sich nicht so, dass verschiedene BehÃ¶rden (Strafgericht und MigrationsbehÃ¶rden) den gleichen Sachverhalt beurteilt hÃ¤tten (sog. Dualismus). Das Obergericht ZÃ¼rich hat bei seinem Entscheid gegen eine strafrechtliche Landesverweisung die frÃ¼heren Delikte nicht in seine Beurteilung miteinbezogen, wÃ¤hrend die von Februar bis August 2019 begangenen Delikte nicht Anlass fÃ¼r den Widerruf der Niederlassungsbewilligung durch die MigrationsbehÃ¶rden gaben. In der vorliegenden Konstellation kommt daher revArt. 63 Abs. 3 AIG nicht zur Anwendung. Anders zu entscheiden wÃ¼rde bedeuten, dass derjenige, der nach dem 1. Oktober 2016 erneut delinquiert hat, privilegiert wird gegenÃ¼ber demjenigen, der sich seither nichts mehr zuschulden kommen liess. Eine solche Konsequenz wÃ¤re ein krasser Wertungswiderspruch, der sich dem Gesetz nicht entnehmen lÃ¤sst (vgl. BGr, 18. November 2019, 2C_305/2018, E. 4.7). <span>Damit sind die MigrationsbehÃ¶rden fÃ¼r eine allfÃ¤llige Wegweisung zustÃ¤ndig. Da eine Freiheitsstrafe von Ã¼ber einem Jahr vorliegt, ist der Widerrufsgrund offenkundig erfÃ¼llt. Es kann damit offenbleiben, ob der BeschwerdefÃ¼hrer durch seine Schuldenwirtschaft und SozialhilfeabhÃ¤ngigkeit auch noch weitere WiderrufsgrÃ¼nde erfÃ¼llt.</span></span></p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.1.1 </b>Das Vorliegen eines Widerrufsgrunds fÃ¼hrt nicht automatisch zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung. Der Widerruf muss sich als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig erweisen (Art. 36 Abs. 3 BV; Art. 8 Abs. 2 der EuropÃ¤ischen Menschenrechtskonvention [EMRK]; Art. 96 Abs. 1 AIG). Vorzunehmen ist eine InteressenabwÃ¤gung unter BerÃ¼cksichtigung aller wesentlichen UmstÃ¤nde des Einzelfalls. Dabei sind die Schwere des Delikts und das Verschulden des Betroffenen, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des AuslÃ¤nders wÃ¤hrend diesem, der Grad seiner Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile zu berÃ¼cksichtigen (BGE 139 I 145; BGE 135 II 377). Die Niederlassungsbewilligung einer auslÃ¤ndischen Person, die sich schon seit langer Zeit im Land befindet, soll aus GrÃ¼nden der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit nur mit ZurÃ¼ckhaltung widerrufen werden. Bei wiederholter bzw. schwerer StraffÃ¤lligkeit ist dies jedoch selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn die Betroffenen hier geboren wurden und ihr ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht haben (BGE 139 I 16 E. 2.2.2; BGr, 5. Dezember 2019, 2C_773/2019, E. 3.3; BGr, 16. Dezember 2014, 2C_846/2014, E. 2.2). Bei schweren Straftaten wiegt das Ã¶ffentliche Interesse an einer Fernhaltung der auslÃ¤ndischen Person regelmÃ¤ssig schwer und muss selbst ein geringes Restrisiko von BeeintrÃ¤chtigungen der dadurch gefÃ¤hrdeten RechtsgÃ¼ter nicht in Kauf genommen werden (BGE 139 I 31 E. 2.3.2). Bei auslÃ¤ndischen Personen, die sich â wie der BeschwerdefÃ¼hrer â nicht auf das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit (FZA) berufen kÃ¶nnen, muss sodann nicht allein auf die RÃ¼ckfallgefahr bzw. -wahrscheinlichkeit abgestellt, sondern kann auch generalprÃ¤ventiven Ãberlegungen Rechnung getragen werden (BGr, 5. April 2019, 2C_188/2019, E. 2.2.2; BGr, 28. Februar 2018, 2C_290/2017, E. 4.2).</p> <p class="Erwgung3"><b><span>4.1.2 </span></b><span>Bei der InteressenabwÃ¤gung ist sodann auch dem in Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 BV geschÃ¼tzten Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens Rechnung zu tragen. Auf das Recht auf Privatleben kann sich berufen, wer besonders intensive, Ã¼ber eine normale Integration hinausgehende private Beziehungen zum ausserfamiliÃ¤ren bzw. ausserhÃ¤uslichen Bereich vorweisen kann (BGE 130 II 281 E. 3.2.1), wobei nach einer rund zehnjÃ¤hrigen Aufenthaltsdauer regelmÃ¤ssig von so engen sozialen Beziehungen in der Schweiz ausgegangen werden kann, dass es fÃ¼r eine Aufenthaltsbeendigung besonderer GrÃ¼nde bedarf, z.</span><span> </span><span>B. wenn die Integration trotz der langen Aufenthaltsdauer zu wÃ¼nschen Ã¼brig lÃ¤sst (BGr, 20. Juli 2018, 2C_1035/2017, E. 5.1; vgl. auch BGE 144 I 266 E. 3.4 und 3.8 f. sowie BGr, 17. September 2018, 2C_441/2018, E. 1.3.1). In den Schutzbereich des Rechts auf Achtung des Familienlebens fÃ¤llt in erster Linie die Kernfamilie, das heisst die Beziehung zwischen Ehegatten sowie jene zwischen Eltern und minderjÃ¤hrigen Kindern, welche im gemeinsamen Haushalt leben (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.2). Ãber die Kernfamilie hinaus kann Art. 8 EMRK fÃ¼r nahe Verwandte einer in der Schweiz fest anwesenheitsberechtigten Person ein Aufenthaltsrecht entstehen lassen. Das VerhÃ¤ltnis zwischen Eltern und ihren volljÃ¤hrigen Kindern ist dabei nur geeignet, einen Bewilligungsanspruch zu begrÃ¼nden, falls â Ã¼ber die Ã¼blichen Bindungen im Eltern-Kind-VerhÃ¤ltnis hinaus â ein besonderes AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis besteht (BGE 129 II 11 E. 2; BGr, 21. April 2020, 2C_757/2019, E. 2.1).</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b> </p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.1 </b>Ausgangspunkt und Massstab der auslÃ¤nderrechtlichen InteressenabwÃ¤gung ist in erster Linie die Schwere des Verschuldens, das sich in der Dauer der vom Strafgericht verhÃ¤ngten Freiheitsstrafe niederschlÃ¤gt (BGE 129 II 215 E. 3.1; BGr, 23. April 2019, 2C_483/2018, E. 4.4 mit Hinweisen). <span>Die gegen den BeschwerdefÃ¼hrer verhÃ¤ngte Freiheitsstrafe von 36 Monaten liegt weit Ã¼ber der Einjahresgrenze, ab welcher praxisgemÃ¤ss eine lÃ¤ngerfristige Freiheitsstrafe angenommen wird. Sodann liegt diese Strafe auch deutlich Ã¼ber der Zweijahresgrenze, ab welcher gemÃ¤ss der sogenannten </span>Reneja-<span>Praxis selbst bei einem mit einer schweizerischen StaatsangehÃ¶rigen verheirateten Delinquenten ein Bewilligungswiderruf in Betracht zu ziehen ist (BGE 110 Ib 201; BGE 135 II 377 E. 4.4). Ebenso liegt sie Ã¼ber der Dreijahresgrenze, ab welcher sich zumindest bei ledigen und kinderlosen AuslÃ¤ndern selbst bei erstmaliger StraffÃ¤lligkeit tendenziell das Ã¶ffentliche Fernhalteinteresse durchsetzen soll (BGE 139 I 16 E. 2.2.2).</span></p> <p class="Erwgung3"><b>4.2.2 </b><span>Davon ausgehend sind die Ã¼brigen UmstÃ¤nde zu wÃ¼rdigen, welche mit der deliktischen TÃ¤tigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers zusammenhÃ¤ngen und welche das Ã¶ffentliche Interesse an einer Wegweisung erhÃ¶hen oder relativieren kÃ¶nnen. Massgebend fÃ¼r die Feststellung des Ã¶ffentlichen Interesses an einer Wegweisung ist das deliktische Verhalten bis zum angefochtenen Urteil, das Alter bei der jeweiligen Tatbegehung sowie die Art, Anzahl und Frequenz der Delikte. Aus dieser Gesamtbetrachtung ergibt sich das migrationsrechtliche Verschulden (BGr, 31. Oktober 2014, 2C_159/2014, E. 4.1).</span></p> <p class="Erwgung4"><b>4.2.2.1 </b><span>Der das vorliegende Verfahren auslÃ¶senden Verurteilung lag gemÃ¤ss dem Urteil des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 1. November 2018</span> folgender Sachverhalt zugrunde: Der BeschwerdefÃ¼hrer hat am 17. August 2001 einen Antrag auf Erhalt einer IV-Rente bei der IV-Stelle der Sozialversicherungsanstalt ZÃ¼rich (SVA) eingereicht. Er machte geltend, unfallbedingt arbeitsunfÃ¤hig zu sein und an einem Schleudertrauma, Kopf- und RÃ¼ckenschmerzen, NervositÃ¤t sowie Aggressionen zu leiden. Mit VerfÃ¼gung vom 11. August 2005 sprach die SVA dem BeschwerdefÃ¼hrer eine volle IV-Rente zu, rÃ¼ckwirkend per 1. Mai 2001. Der BeschwerdefÃ¼hrer hatte indes den behandelnden Ãrzten und der SVA gegenÃ¼ber falsche Angaben bezÃ¼glich seiner Beschwerden getÃ¤tigt. Observationen, welche im Auftrag der SVA vorgenommen worden waren, hatten Folgendes ergeben: Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde u.<span> </span>a. dabei beobachtet wie er einen Club betrieb, einen Verkehrsunfall inszenierte, als â¦ im Club H tÃ¤tig war, Inhaber und Benutzer eines Fitnessabonnements war, Besitzer von (teuren) Automobilen war, mit denen er mehrere Hundert Kilometer zurÃ¼ckgelegt hatte, Bars etc. besuchte sowie in verbale und tÃ¤tliche Auseinandersetzungen geraten war, Reisen/Ferien im Kosovo machte und sich dort an einem Hausbau beteiligte. Dies hatte zur Folge, dass ihm folgende Leistungen ausgerichtet wurden, welche ihm nicht zugestanden hÃ¤tten: Dem BeschwerdefÃ¼hrer sind fÃ¼r die Zeit von Mai 2001 bis im Juli 2011, dem Zeitpunkt der Sistierung der RentenverfÃ¼gung vom 11. August 2005, Renten aus der Invalidenversicherung (ganze IV-Renten plus Kinderrenten) von Fr. 65'557.- ausgerichtet worden. Die BVG-Sammelstiftung I, welche an den Entscheid der SVA gebunden war, hatte dem BeschwerdefÃ¼hrer eine BVG-Rente fÃ¼r die Zeit von Juli 2003 bis Juni 2012 im Umfang von Fr. 47'776.60 ausbezahlt. Zudem hatte die SUVA im Rahmen der obligatorischen Unfallversicherung Heilkosten und Taggeldleistungen im Umfang von Fr. 203'986.43 Ã¼bernommen. Im Rahmen der Festlegung der Invalidenrente hatte die SUVA mit VerfÃ¼gung vom 28. Juli 2003 die unfallbedingte BeeintrÃ¤chtigung der ErwerbstÃ¤tigkeit per 1. Juli 2003 auf 50 % festgelegt. Dieser InvaliditÃ¤tsgrad war bis zur Sistierung der Rente per 31. August 2011 unverÃ¤ndert geblieben. Dies hatte zur Folge, dass die SUVA Rentenleistungen von insgesamt Fr. 162'079.20 an den BeschwerdefÃ¼hrer ausgerichtet hat. Zudem hatten die BeschwerdefÃ¼hrenden bei der Stadt J am 17. Oktober 2007 einen Antrag auf Zusatzleistungen gestellt. Diesem wurde in der Annahme, dass beim BeschwerdefÃ¼hrer ein InvaliditÃ¤tsgrad von 100 % vorliege, am 8. November 2007 entsprochen. Dadurch erhielten die BeschwerdefÃ¼hrenden bis Ende September 2010 Leistungen Ã¼ber Fr. 103'218.-. Nach ihrem Umzug in die Gemeinde K per 1. Oktober 2010 stellte der BeschwerdefÃ¼hrer wiederum einen Antrag auf Zusatzleistungen, welchem am 27. Oktober 2010 entsprochen worden war. Bis zur Sistierung am 27. September 2011 sind dem BeschwerdefÃ¼hrer Leistungen von Ã¼ber Fr. 46'329.85 ausbezahlt worden. </p> <p class="Urteilstext">Das Obergericht stellte in seinem Urteil fest, dass der BeschwerdefÃ¼hrer durch sein Verhalten eine hohe kriminelle Energie zum Ausdruck gebracht habe. Angesichts des Deliktbetrags, des langen Deliktzeitraums von Ã¼ber zehn Jahren, der PlanmÃ¤ssigkeit und der IntensitÃ¤t des deliktischen Vorgehens sowie der fÃ¼r die TÃ¤uschungshandlungen gegenÃ¼ber den fÃ¼nf Leistungserbringern aufgewendeten Zeit erachtete das Obergericht sein Verschulden in objektiver Hinsicht als ganz sicher nicht mehr leicht. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe direktvorsÃ¤tzlich, im offensichtlich hÃ¶chst egoistischen und unsolidarischen Bestreben, sein Leben auf Kosten der Allgemeinheit zu bestreiten, gehandelt. Die objektive Tatschwere werde durch die subjektive nicht relativiert. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe weder Reue noch Einsicht fÃ¼r sich reklamieren kÃ¶nnen. </p> <p class="Erwgung4"><b>4.2.2.2 </b><span>Der gewerbsmÃ¤ssige Betrug sowie der Betrug von Leistungen einer Sozialversicherung gehÃ¶rt zu den schweren Straftaten, </span>die nach Art. 121 Abs. 3 lit. b BV in Verbindung mit Art. 66a Abs. 1 lit. c und e des Strafgesetzbuchs (StGB) nach heutiger Rechtslage grundsÃ¤tzlich eine obligatorische Landesverweisung nach sich ziehen (vgl. BGE 144 IV 168 E. 1.4.1). Vorliegend ist die Bestimmung zwar nicht anwendbar, weil die Straftat vor Inkrafttreten der Ãnderung des Strafgesetzbuchs begangen wurde, indessen darf die darin zum Ausdruck kommende verfassungsrechtliche Wertung berÃ¼cksichtigt werden (BGr, 24. August 2018, 2C_914/2017, E. 3.1; VGr, 31. Oktober 2019, VB.2019.00183, E. 4.2.1). <span>Der Umstand, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer ein Anlassdelikt zuschulden hat kommen lassen, ist nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung dergestalt zu berÃ¼cksichtigen, dass von einem erheblichen Ã¶ffentlichen Interesse an der Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers auszugehen ist (vgl. VGr, 1. Juli 2020, VB.2019.00859, E. 4.2.1).</span></p> <p class="Erwgung4"><b>4.2.2.3 </b>VerschuldenserhÃ¶hend ist zu wÃ¼rdigen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer vor und nach den verfahrensauslÃ¶senden Taten straffÃ¤llig geworden ist. Er beanstandet, das Migrationsamt wÃ¼rde sich zu Unrecht auf Vorstrafen berufen, welche bereits gelÃ¶scht worden seien. Entgegen seiner Meinung ist es den MigrationsbehÃ¶rden nicht verwehrt, strafrechtlich relevante Daten, die sich in ihren Akten befinden oder ihnen anderweitig bekannt sind bzw. werden, namentlich solche, die Anlass zu einer auslÃ¤nderrechtlichen Verwarnung gaben, nach deren Entfernung aus dem Strafregister in die Beurteilung des Verhaltens der auslÃ¤ndischen Person wÃ¤hrend ihrer gesamten Anwesenheit in der Schweiz einzubeziehen (vgl. beispielsweise BGr, 30. Oktober 2013, 2C_136/2013, E. 4.2; BGr, 13. Februar 2017, 2C_618/2016, E. 2.2; VGr, 1. Juli 2017, VB.2020.00187, E. 4.6.3). Es ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanzen fÃ¼r die Gesamtbeurteilung des Verhaltens des BeschwerdefÃ¼hrers sÃ¤mtliche strafrechtlichen Verurteilungen mitberÃ¼cksichtigt haben. Vorliegend ist der BeschwerdefÃ¼hrer vor und nach der das vorliegende Widerrufsverfahren auslÃ¶senden Verurteilung strafrechtlich in Erscheinung getreten: Mit Strafbefehl vom 10. April 2003 wurde er wegen Widerhandlung gegen das ANAG mit 14 Tagen GefÃ¤ngnis bestraft. Sodann wurde er mit Urteil des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 16. Februar 2007 wegen mehrfachen Betrugs, mehrfachen versuchten Betrugs sowie IrrefÃ¼hrung der Rechtspflege zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten und 19 Tagen verurteilt. Der BeschwerdefÃ¼hrer bringt mit Verweis auf das Urteil des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich zu Recht vor, die Vorinstanzen seien fÃ¤lschlicherweise davon ausgegangen, er sei wegen Raubes und versuchten Raubes verurteilt worden. Die Annahme der Vorinstanzen stÃ¼tzte sich dabei wohl auf den sich in den Akten befindenden Strafregisterauszug vom 20. September 2013 â¦, in dem fÃ¤lschlicherweise eine Verurteilung wegen Raubes und versuchten Raubes statt Betrugs und dessen Versuch eingetragen war. Dieser Umstand Ã¤ndert jedoch nichts an der Feststellung, dass der BeschwerdefÃ¼hrer zu einer mehrjÃ¤hrigen Freiheitsstrafe verurteilt worden ist und die Vorstrafe sein migrationsrechtliches Verschulden erhÃ¶ht. Schliesslich wurde er zuletzt mit Urteil des Obergerichts vom 7. Dezember 2022 wegen versuchter NÃ¶tigung zu einer Geldstrafe von 150 TagessÃ¤tzen verurteilt. Das Obergericht stellte ihm hierbei eine ungÃ¼nstige Prognose. Der BeschwerdefÃ¼hrer habe innerhalb der ihm angesetzten Probezeit erneut delinquiert und keinerlei Einsicht oder Reue in sein getÃ¤tigtes Verhalten gezeigt. Das Obergericht ging davon aus, dass der BeschwerdefÃ¼hrer sich von Strafen, welche fÃ¼r ihn keine spÃ¼rbaren Auswirkungen haben, nicht vom Begehen weiterer Straftaten abhalten lasse. <span>Die weiteren von ihm begangenen Straftaten wirken sich erschwerend auf das migrationsrechtliche Verschulden aus.</span></p> <p class="Erwgung4"><b>4.2.2.4 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist bereits zwei Mal wegen seiner StraffÃ¤lligkeit migrationsrechtlich verwarnt worden. Er liess sich nicht von Verwarnungen, Probezeiten oder strafrechtlichen Verurteilungen davon abhalten, immer wieder straffÃ¤llig zu werden. Er hat sich seinen Lebensunterhalt Ã¼ber einen langen Zeitraum durch kriminelle Handlungen finanziert. Es muss davon ausgegangen werden, dass er nicht willens und/oder fÃ¤hig ist, sich rechtskonform zu verhalten und eine hohe RÃ¼ckfallgefahr besteht. Es besteht damit ein gewichtiges Interesse daran, den BeschwerdefÃ¼hrer zum Schutz der Ã¶ffentlichen Sicherheit und Ordnung von der Schweiz fernzuhalten. <span>Bei auslÃ¤ndischen Personen, welche sich nicht auf das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der EuropÃ¤ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits Ã¼ber die FreizÃ¼gigkeit vom 21. Juni 1999 (FreizÃ¼gigkeitsabkommen [FZA]) berufen kÃ¶nnen, kommt der RÃ¼ckfallgefahr zwar nur eine untergeordnete Bedeutung zu, da abgesehen von der aktuellen GefÃ¤hrdung auch generalprÃ¤ventive Gesichtspunkte, zum Zweck der Abschreckung anderer AuslÃ¤nder, berÃ¼cksichtigt werden dÃ¼rfen (vgl. BGE 136 II 5 E. 4.2; 130 II 176 E. 3.4.1 und 4.2; BGr, 1. Februar 2016, 2C_608/201, E. 3; BGr, 13. Februar 2015, 2C_685/2014, E. 6.1.2; BGr, 21. Februar 2012, 2C_679/2011, E. 3.1). Eine bestehende RÃ¼ckfallgefahr wirkt sich jedoch zusÃ¤tzlich erschwerend auf das migrationsrechtliche Verschulden aus.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Freiheitsstrafe von 36 Monaten ein schweres migrationsrechtliches Verschulden indiziert, welches durch die Art der Delikte (Anlassdelikte), den Deliktzeitraum von Ã¼ber zehn Jahren, die bestehende RÃ¼ckfallgefahr und durch die Tatsache, dass der BeschwerdefÃ¼hrer schon mehrfach strafrechtlich verurteilt wurde, erhÃ¶ht wird. Das migrationsrechtliche Verschulden ist insgesamt als erheblich zu bezeichnen. Dementsprechend besteht ein Ã¶ffentliches Interesse an der Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Das Ã¶ffentliche Interesse an der Wegweisung wird zusÃ¤tzlich dadurch erhÃ¶ht, dass der BeschwerdefÃ¼hrer erheblich verschuldet ist und seine Familie Ã¼ber Jahre hinweg erheblich von der Sozialhilfe hat unterstÃ¼tzt werden mÃ¼ssen. So bestehen gemÃ¤ss Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamtes G vom 2. Mai 2019 zwei Verlustscheine in der HÃ¶he von Fr. 98'168.70 sowie eine eingeleitete Betreibung in der HÃ¶he von Fr. 47'776.60. Die Familie des BeschwerdefÃ¼hrers wurde vom Oktober 2011 bis Februar 2017 mit Leistungen in der HÃ¶he von Fr. 248'850.95 unterstÃ¼tzt.</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2">Diesem Ã¶ffentlichen Fernhalteinteresse sind die privaten Interessen des BeschwerdefÃ¼hrers gegenÃ¼berzustellen. Bei der PrÃ¼fung der VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit einer aufenthaltsbeendenden Massnahme sind die persÃ¶nlichen VerhÃ¤ltnisse des BeschwerdefÃ¼hrers in Betracht zu ziehen. Als entgegenstehende private Interessen kÃ¶nnen etwa eine lange Anwesenheitsdauer in der Schweiz, die familiÃ¤re Situation bzw. die BeziehungsverhÃ¤ltnisse, die Arbeitssituation, die Integration, die finanzielle Lage, Sprachkenntnisse oder die bei einer RÃ¼ckkehr in das Heimatland drohenden Nachteile ins Gewicht fallen.</p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer ist 1971 im Kosovo geboren worden und hat dort die Primarschule besucht. Im Anschluss hat er eine Ausbildung zum â¦ absolviert. Im Jahr 1991 ist er erstmals in die Schweiz eingereist und hat erfolglos um Asyl ersucht. Im September 1997 reiste er erneut in die Schweiz ein und ersuchte um Asyl. Das BFF trat mangels Hinweisen auf eine politische Verfolgung auf sein Asylgesuch nicht ein. WÃ¤hrend seines zweiten Asylverfahrens in der Schweiz lernte er im Jahr 1998 die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 kennen. Die beiden haben am 6. April 1999 geheiratet. Aus der Ehe sind vier Kinder hervorgegangen. GemÃ¤ss Angaben des BeschwerdefÃ¼hrers war er von August bis Oktober 1999 als â¦ fÃ¼r eine TemporÃ¤rfirma tÃ¤tig. Dabei habe er einen Berufsunfall erlitten (Sturz). Vom 20. MÃ¤rz 2000 bis 10. Mai 2000 sei er bei der Firma L als Hilfsarbeiter tÃ¤tig gewesen. Im Mai 2000 habe er einen Autounfall erlitten und habe seither nicht mehr gearbeitet. Er bestreitet, dass er als TÃ¼rsteher gearbeitet habe, auch wenn er deswegen verurteilt worden ist. Seine Ehefrau und TÃ¶chter wÃ¼rden fÃ¼r den Lebensunterhalt aufkommen, zudem erhalte sein Sohn eine IV-Rente in der HÃ¶he von Fr. 1'800.-. Er sei bereit 40 bis 50 % zu arbeiten, aber nicht Vollzeit. Er habe fast jeden Tag eine Stelle gesucht. Seit dem 7. November 2022 sei er zu 50 % als Hilfsarbeiter tÃ¤tig, Ã¼bernehme aber immer noch die Hauptbetreuung der Kinder. Nach der Einstellung der (Renten-)Leistungen im Jahr 2011 haben die BeschwerdefÃ¼hrenden Sozialhilfe in der HÃ¶he von Fr. 248'850.95 bezogen. Er macht geltend, der Bezug von Sozialhilfe sei ihm nur dann vorwerfbar, wenn die UnterstÃ¼tzung in verschuldeter Weise geschehen sei. In Notsituationen mÃ¼sse es erlaubt sein, Sozialhilfe in Anspruch zu nehmen, ohne dass ihm dies vonseiten der BehÃ¶rden vorgeworfen werden kÃ¶nne. Der BeschwerdefÃ¼hrer zeigt jedoch mit keinem Wort auf, inwiefern sich seine Familie in einer Notsituation befunden haben soll. Solches ist auch nicht ersichtlich. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb er wÃ¤hrend nunmehr Ã¼ber 23 Jahren keiner ErwerbstÃ¤tigkeit nachgeht. Er hat auch keinerlei BemÃ¼hungen um eine Stellensuche aufgezeigt. Vielmehr hat er den Lebensunterhalt durch kriminelles Handeln oder Schwarzarbeiten finanziert. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat zudem Schulden in der HÃ¶he von Fr. 144'945.30 (Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamtes G vom 2. Mai 2019). Er macht geltend, diese seien im Zusammenhang mit dem Urteil des Obergerichts des Kantons ZÃ¼rich vom 1. November 2018 entstanden. Es handle sich um Verfahrenskosten und um den Schaden der geschÃ¤digten Versicherungseinrichtungen. Diese seien sogleich nach dem obergerichtlichen Urteil in Betreibung gesetzt worden. Es sei nachvollziehbar, dass er noch nicht imstande gewesen sei, die Schulden zu begleichen. Dem ist entgegenzuhalten, dass seit der Verurteilung bzw. der in Betreibungssetzung der daraus entstandenen Forderungen Ã¼ber vier Jahre ergangen sind. Der BeschwerdefÃ¼hrer zeigt nicht auf, dass und inwiefern er sich seither um eine Schuldensanierung bemÃ¼ht hÃ¤tte. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass er weitere Schulden angehÃ¤uft hat, zumal er erneut eine strafrechtliche Verurteilung erwirkt hat. Es ist nach dem Gesagten festzustellen, dass sich der BeschwerdefÃ¼hrer in keiner Art und Weise wirtschaftlich in der Schweiz integriert hat. Der BeschwerdefÃ¼hrer konnte anlÃ¤sslich der GewÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs auf Deutsch befragt werden. <span>Es ist somit davon auszugehen, dass er in sprachlicher Hinsicht integriert ist. Seinen Kenntnissen der deutschen Sprache ist im Rahmen der InteressenabwÃ¤gung indes keine nennenswerte Bedeutung beizumessen, kÃ¶nnen diese doch erwartet werden, nachdem der BeschwerdefÃ¼hrer seit 26 Jahren in der Schweiz lebt. Ebenso ist davon auszugehen, dass er Ã¼ber gewisse soziale Bindungen in der Schweiz verfÃ¼gt. Der BeschwerdefÃ¼hrer gibt an, dass er keine Freunde in der Schweiz habe und in seiner Freizeit ins Fitness gehe, Rad fahre oder die FamilienhÃ¼ndin ausfÃ¼hre. Insgesamt ist jedoch â trotz der langen Anwesenheitsdauer â keine besonders enge Beziehung zur Schweiz erkennbar.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Es kann nach dem Gesagten insgesamt nicht von einer gelungenen Integration und einer Verwurzelung in der Schweiz die Rede sein.</span></p> <p class="Erwgung2"><b>5.2 </b>Die Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers verletzt damit auch nicht sein Recht auf Privatleben (Art. 8 Abs. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV). Das Bundesgericht hat zwar in einem neueren Urteil festgehalten, dass nach einer rechtmÃ¤ssigen Aufenthaltsdauer von rund zehn Jahren regelmÃ¤ssig davon ausgegangen werden kÃ¶nne, dass die sozialen Beziehungen in diesem Land so eng geworden seien, dass es fÃ¼r eine Aufenthaltsbeendigung besonderer GrÃ¼nde bedarf; im Einzelfall kÃ¶nne es sich freilich anders verhalten, wenn die Integration zu wÃ¼nschen Ã¼briglasse (BGE 144 I 266 E. 3.9). Angesichts der genannten UmstÃ¤nde drÃ¤ngt sich der Schluss auf, dass die LÃ¤nge der Aufenthaltsdauer nicht mit der wirtschaftlichen und sozialen Integration des BeschwerdefÃ¼hrers korreliert. Somit liegen besondere GrÃ¼nde vor, um den Aufenthalt des BeschwerdefÃ¼hrers in der Schweiz zu beenden (vgl. BGr, 13. August 2018, 2C_1048/2017, E. 4.5.2).</p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b><span>Weiter ist zu prÃ¼fen, welche Nachteile dem BeschwerdefÃ¼hrer und seiner Familie entstehen, sollte er in sein Heimatland zurÃ¼ckkehren mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.1 </b><span>Zur VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprÃ¼fung gehÃ¶rt auch die PrÃ¼fung der Frage, welche ZustÃ¤nde der Betroffene im Heimatstaat oder einem Drittstaat antreffen wÃ¼rde, und ob ihm im Hinblick hierauf eine RÃ¼ckkehr zumutbar erscheint. Als Grundsatz ist davon auszugehen, dass dem Betroffenen aus der RÃ¼ckkehrpflicht in der Regel kein ernstlicher Nachteil erwÃ¤chst, soweit ihn mit der Heimat nicht ausschliesslich noch allein die StaatsbÃ¼rgerschaft verbindet.</span></p> <p class="Erwgung4">Der Heimatstaat kann in kurz- oder lÃ¤ngerfristiger Hinsicht mit wirtschaftlichen, sozialpolitischen oder umweltrelevanten Problemen konfrontiert sein, die sich, je nach Ausmass, unterschiedlich stark auf die LebensumstÃ¤nde der Betroffenen auswirken kÃ¶nnen. Diese Auswirkungen sind nach stÃ¤ndiger Rechtsprechung in die InteressenabwÃ¤gung miteinzubeziehen. Bestehen aufgrund eines (BÃ¼rger-)Kriegs, einer Situation allgemeiner Gewalt oder einer medizinischen Notlage im Heimatstaat Anzeichen fÃ¼r eine konkrete GefÃ¤hrdung der Betroffenen und ihrer Familie im Fall einer RÃ¼ckreise, so enthalten die bei der InteressenabwÃ¤gung zu berÃ¼cksichtigenden Kriterien Elemente, welche auch bei der PrÃ¼fung der Unzumutbarkeit eines Vollzugs einer Wegweisung zur Anwendung gelangen kÃ¶nnen (Art. 83 Abs. 4 AIG; BGE 137 II 305 E. 3.2; BGr, 2. Februar 2016, 2C_120/2015, E. 3.2 f. mit weiteren Hinweisen).</p> <p class="Erwgung4">FÃ¼r eine Wiedereingliederung im Kosovo sind weder in wirtschaftlicher noch sozialer Hinsicht unÃ¼berwindbare Hindernisse ersichtlich. <span>Der BeschwerdefÃ¼hrer wurde dort geboren, verbrachte seine Kindheit, seine Jugend und einen Teil seines Erwachsenalters dort. Im Alter von 26 Jahren kam er in die Schweiz und erhielt hier im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung. Der BeschwerdefÃ¼hrer hat gemÃ¤ss eigenen Angaben jeweils die ganzen Schulferien in seinem Heimatland verbracht. Dort leben seine Mutter und zwei seiner Geschwister, zu denen er einen engen Kontakt pflegt. Zudem leben weitere Verwandte im Kosovo, mit denen er ebenfalls in Kontakt steht, und weitere Verwandte. Wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, verbindet ihn weit mehr als seine StaatsbÃ¼rgerschaft mit seinem Heimatland. Es erscheint ihm grundsÃ¤tzlich zumutbar, sich in seiner Heimat eine neue Existenz aufzubauen. Allenfalls kÃ¶nnen ihn seine Ehefrau und seine Tochter finanziell unterstÃ¼tzen. </span></p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.2 </b><span>Weiter ist zu prÃ¼fen, ob die gesundheitliche Situation des BeschwerdefÃ¼hrers einer RÃ¼ckkehr ins Heimatland entgegensteht.</span> </p> <p class="Erwgung4"><b>5.3.2.1 </b>Der Vollzug kann unzumutbar sein, wenn der AuslÃ¤nder im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, BÃ¼rgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefÃ¤hrdet ist (Art. 83 Abs. 4 AIG). Die Formulierung des Gesetzestexts macht deutlich, dass nur gravierende medizinische FÃ¤lle unter die Bestimmung zu subsumieren sind. Es geht dabei um lebensnotwendige medizinische Hilfe, ohne die eine erhebliche Verschlechterung der Gesundheitslage eintreten wÃ¼rde. Die Behandlung muss zur GewÃ¤hrleistung einer menschenwÃ¼rdigen Existenz dringend geboten sein. Es kommt dabei nicht nur auf die objektive VerfÃ¼gbarkeit der notwendigen Behandlung und Medikamente an. Es ist vielmehr aufgrund des konkreten Einzelfalls zu prÃ¼fen, ob diese fÃ¼r die betroffene Person auch effektiv erhÃ¤ltlich sind (VGr, 18. August 2016, VB.2016.00190, E. 4.3 mit weiteren Hinweisen). Bei einer Erkrankung kann nur dann auf Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs geschlossen werden, wenn eine dringend notwendige medizinische Behandlung im Heimatland schlicht nicht zur VerfÃ¼gung steht und die RÃ¼ckkehr zu einer raschen und lebensgefÃ¤hrdenden BeeintrÃ¤chtigung des Gesundheitszustands der betroffenen Person fÃ¼hrt, wobei Unzumutbarkeit noch nicht vorliegt, wenn im Heimatstaat eine nicht dem schweizerischen Standard entsprechende medizinische Behandlung mÃ¶glich ist (vgl. BVGE 2011/50 E. 8.3; BVGE 2009/2 E. 9.3.2).</p> <p class="Erwgung4"><b>5.3.2.2 </b>Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid fest, der BeschwerdefÃ¼hrer leide an mehreren Krankheiten, so an Diabetes mellitus Typ 2, posttraumatischen Spannungskopfschmerzen, einem zervikobrachialen Schmerzsyndrom rechts mit Begleitschwindel und Verdacht auf neuropsychologische Defizite, HypercholesterinÃ¤mie, ein lumbovertebrales Schmerzsyndrom und eine rezidivierende depressive StÃ¶rung. Er sei auf diverse Medikamente angewiesen wie Schmerzmittel, Antidepressiva und AngstlÃ¶ser, Thrombozytenaggregationshemmer (mit dem Wirkstoff AcetylsalicylsÃ¤ure), Medikamente zur Behandlung des Diabetes mellitus und zur Senkung der Cholesterinwerte sowie Vitamin D3. Zudem besitze er einen In-Loop Recorder: Die Implantation sei erfolgt, da der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber ein rezidivierendes Herzklopfen geklagt habe, dessen Ursache nicht habe geklÃ¤rt werden kÃ¶nnen. In einem extern durchgefÃ¼hrten R-Test (ein externes EKG-AufzeichnungsgerÃ¤t, welches der Patient wÃ¤hrend mehrerer Tage mit sich trÃ¤gt) sei eine Asystolie wÃ¤hrend 4,1 Sekunden festgestellt worden. Aufgrund dessen sei ein Loop-Recorder nahe des Herzens unter die Haut implantiert worden. Mit diesem wÃ¼rden einerseits schnelle und langsame HerzrhythmusstÃ¶rungen aufgezeichnet fÃ¼r den Fall, dass weitere Pausen auftreten sollten. Zudem kÃ¶nne der BeschwerdefÃ¼hrer bei Herzklopfen die Symptomtaste Ã¼ber ein separates Device auslÃ¶sen und die Klinik fÃ¼r Kardiologie des Spitals M kÃ¶nne mittels Home-Monitoring die Beschwerden mit dem Herzrhythmus korrelieren (eine automatische Ãbertragung erfolge auf ein von der Klinik zugÃ¤ngliches Online-Portal). Seit der Implantation seien keine weiteren RhythmusstÃ¶rungen aufgetreten, weshalb bisher kein Bedarf fÃ¼r einen Herzschrittmacher bestehe. Der Loop-Recorder werde normalerweise bis zum Ablauf der Batterie oder bis zum Stellen einer Diagnose belassen.</p> <p class="Erwgung4">Weiter hielt die Vorinstanz fest, dass im vorliegenden Fall nichts darauf hindeute, dass der Gesundheitszustand des BeschwerdefÃ¼hrers bei einer RÃ¼ckkehr rasch und lebensgefÃ¤hrlich beeintrÃ¤chtigt wÃ¼rde. Dass die medizinische Situation in seiner Heimat schwieriger sein dÃ¼rfte als in der Schweiz, betreffe alle dort lebenden Personen in gleicher Weise. GemÃ¤ss Bericht des SEM "Focus Kosovo: Medizinische Grundversorgung" vom 9. MÃ¤rz 2017 habe sich die medizinische Versorgung im Kosovo in den letzten Jahren substanziell verbessert. Auf der primÃ¤ren Stufe stÃ¼nden die staatlichen Familiengesundheitszentren, die auf dem Vorbild europÃ¤ischer Gesundheitsversorgungsmodelle basieren und weiterentwickelt sind als in allen anderen LÃ¤ndern der Region. RegionalspitÃ¤ler bildeten die sekundÃ¤re und die UniversitÃ¤tsklinik in Pristina die tertiÃ¤re Versorgungsstufe. Nach RÃ¼cksprache der Klinik fÃ¼r Kardiologie (Spital Triemli) mit der Herstellerfirma des Loop Recorders "N" habe erstere dem Migrationsamt im Mai 2020 mitgeteilt, dass die medizinische Betreuung des Loop Recorders im Kosovo in gleicher Art und Weise wie in der Schweiz mÃ¶glich sei. Voraussetzung hierfÃ¼r sei ein Mobilfunk-Empfang sowie ein Kardiologe/Krankenhaus, welcher bzw. welches das Home Monitoring im Zielland betreue. Falls sich der Gesundheitszustand des BeschwerdefÃ¼hrers verschlechtern sollte, sei eine Behandlung im Kosovo ebenfalls mÃ¶glich und es stÃ¼nden ihm ausreichende medizinische BehandlungsmÃ¶glichkeiten zur VerfÃ¼gung. Es sei davon auszugehen, dass der BeschwerdefÃ¼hrer Zugang zu den verfÃ¼gbaren Behandlungen haben werde. Aus kardiologischer Sicht stehe die medizinische Diagnose einem Wegweisungsvollzug nicht entgegen und der Patient sei reisefÃ¤hig. Wie das Migrationsamt sinngemÃ¤ss festhielt, verfÃ¼ge die UniversitÃ¤tsklinik in Pristina Ã¼ber alle notwendigen Abteilungen fÃ¼r die Behandlung der beim BeschwerdefÃ¼hrer diagnostizierten Erkrankungen. Zudem habe die Klinik fÃ¼r Kardiologie (Spital M) in ihrem Bericht vom Mai 2020 festgehalten, dass bis dato keine relevante HerzrhythmusstÃ¶rung durch den Reveal hÃ¤tte detektiert werden kÃ¶nnen; aktuell bestehe kein therapeutischer Handlungsbedarf. Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass nichts darauf hindeute, dass der Gesundheitszustand des BeschwerdefÃ¼hrers bei einer RÃ¼ckkehr rasch und lebensgefÃ¤hrlich beeintrÃ¤chtigt wÃ¼rde.</p> <p class="Erwgung4">Was der BeschwerdefÃ¼hrer dagegen vorbringt, vermag die vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen nicht in einem anderen Licht erscheinen zu lassen: Soweit er geltend macht, er weise keinerlei Bezug zu Pristina auf, hat die Vorinstanz bereits zutreffend festgestellt, dass dies nichts am Verfahrensausgang zu Ã¤ndern vermag. Es ist dem BeschwerdefÃ¼hrer zumutbar, nach Pristina zu ziehen, falls ein therapeutischer Handlungsbedarf besteht und eine Behandlung in seinem Heimatort O nicht mÃ¶glich wÃ¤re. Von einem Handlungsbedarf ist vorliegend nicht auszugehen, zumal die Klinik fÃ¼r Kardiologie (Spital M) in ihrem Bericht vom Mai 2020 festgehalten hatte, dass bis dato keine relevante HerzrhythmusstÃ¶rung durch den Reveal habe detektiert werden kÃ¶nnen. Was die Finanzierung seiner medizinischen Behandlungen angeht, ist festzuhalten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer auch in der Schweiz vollstÃ¤ndig auf die UnterstÃ¼tzung seiner Familie (Einkommen Ehefrau und Tochter sowie IV-Rente des Sohnes) angewiesen ist und die Behandlungskosten in seinem Heimatland wohl tiefer ausfallen werden als in der Schweiz. Sodann bleibt mit der Vorinstanz festzuhalten, dass der BeschwerdefÃ¼hrer Ã¼ber Jahre hinweg erfolgreich Ãrzte, BehÃ¶rden und Versicherer Ã¼ber seinen Gesundheitszustand getÃ¤uscht hat und er trotz seiner damals schon vorgelegenen (angeblichen) gesundheitlichen Beschwerden wÃ¤hrend mehrerer Jahre einen Club betrieb, als â¦ tÃ¤tig , Inhaber und Benutzer eines Abonnements bei einem Fitnesscenter war und an einem Hausbau im Kosovo mitgewirkt hatte. Der BeschwerdefÃ¼hrer zeigt nicht auf, zumindest nicht substanziiert, dass und inwiefern sich die Situation seither geÃ¤ndert haben soll. Es ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass der Gesundheitszustand des BeschwerdefÃ¼hrers bei einer RÃ¼ckkehr nicht rasch und lebensgefÃ¤hrlich beeintrÃ¤chtigt wÃ¼rde. Es kann im Ãbrigen auf die zutreffenden vorinstanzlichen ErwÃ¤gungen verwiesen werden.</p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.3 </b>Schliesslich ist zu prÃ¼fen, welche Auswirkungen die Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r seine Familie hÃ¤tte.</p> <p class="Erwgung4"><b>5.3.3.1 </b>Betroffen vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung und der damit verbundenen Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers sind insbesondere die BeschwerdefÃ¼hrenden 2 bis 5. Der BeschwerdefÃ¼hrer und die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 haben vier gemeinsame Kinder, wobei zwei bereits volljÃ¤hrig sind. Die minderjÃ¤hrigen TÃ¶chter, die BeschwerdefÃ¼hrerinnen 4 und 5, sind 12 bzw. 10 Jahre alt. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 stammt zwar ursprÃ¼nglich aus dem Kosovo, ist jedoch hier aufgewachsen und absolvierte ihre Ausbildungen in der Schweiz. Die Familie lebt zusammen.</p> <p class="Erwgung4"><b>5.3.3.2 </b>Der BeschwerdefÃ¼hrer gibt an, es handle sich um eine Hausgattenehe, wobei die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 vollzeitlich selbstÃ¤ndig als â¦ arbeite und sich hauptsÃ¤chlich um den finanziellen Bedarf der Familie kÃ¼mmere, wÃ¤hrend er als Hausmann die Kinder betreue und den Haushalt fÃ¼hre. Die Ã¤lteste Tochter mÃ¼sse nicht mehr betreut werden, sie lebe indes nach wie vor zuhause. Die beiden jÃ¼ngsten Kinder seien in einem Alter, in dem sie auf die Betreuung durch den Vater angewiesen seien, zumal er die wichtigste Bezugsperson sei. Der BeschwerdefÃ¼hrer 3 sei zwar volljÃ¤hrig, allerdings sei er schwer krank und befinde sich in seiner Entwicklung auf dem Stand eines fÃ¼nf- bis sechsjÃ¤hrigen Kindes. Mit Vorbescheid vom 30. November 2020 habe die IV-Stelle des Kantons ZÃ¼rich deshalb eine volle Invalidenrente zugesprochen. Der BeschwerdefÃ¼hrer 3 sei auf die Betreuung durch den BeschwerdefÃ¼hrer angewiesen. Seine momentane Abwesenheit infolge Verhaftung versuche der BeschwerdefÃ¼hrer 3 so zu kompensieren, indem er vermehrt die Lehrpersonen kontaktiere, was aber keinen Ersatz fÃ¼r seinen Vater bieten kÃ¶nne. Die Anwesenheit des Vaters sei fÃ¼r die Entwicklung und StabilitÃ¤t des BeschwerdefÃ¼hrers 3 notwendig. Die Vorinstanz habe den Umstand, dass der BeschwerdefÃ¼hrer 3 schwer krank sei, vollstÃ¤ndig ignoriert. Dieser sei in einem Ausmass krank, dass er als Mensch mit Behinderung im Sinn von Art. 1 Abs. 2 <span>des Ãbereinkommens Ã¼ber die Rechte von Menschen mit Behinderungen vom 13. Dezember 2006 (</span>BRK<span>) </span>zu gelten habe. GemÃ¤ss Art. 23 Abs. 4 BRK dÃ¼rfe ein Kind nicht gegen den Willen seiner Eltern von diesen getrennt werden, es sei denn, dass die zustÃ¤ndigen BehÃ¶rden in einer gerichtlich nachprÃ¼fbaren Entscheidung nach den anzuwendenden Rechtsvorschriften und Verfahren bestimmen, dass diese Trennung zum Wohl des Kindes notwendig ist. Die faktische Trennung von seinem Vater, der die engste Bezugsperson darstelle, mÃ¼sse zur Folge haben, dass die Situation des BeschwerdefÃ¼hrers 3 genauer in ErwÃ¤gung gezogen werden mÃ¼sse. Die Vorinstanz habe sich damit begnÃ¼gt, dass keine Berichte vorgelegen hÃ¤tten, welche bestÃ¤tigten, dass sich die bisherige Abwesenheit des BeschwerdefÃ¼hrers negativ auf die Gesundheit des BeschwerdefÃ¼hrers 3 ausgewirkt hÃ¤tten. Dies sei falsch, weil ganz klar festgestellt werde, dass der BeschwerdefÃ¼hrer unter der vorÃ¼bergehenden Trennung von seinem Vater bereits nach kurzer Zeit offensichtlich gelitten und verzweifelt Kompensation fÃ¼r die fehlende Vaterfigur gesucht habe. Die Vorinstanz habe sich nicht mit der Situation des BeschwerdefÃ¼hrers auseinandergesetzt und damit das BRK und Art. 443 Abs. 2 Schweizerisches Zivilgesetzbuch vom 10. Dezember 1907 (ZGB) verletzt. Auch die anderen Kinder wÃ¼rden sehr unter der Trennung vom BeschwerdefÃ¼hrer leiden. Dies hÃ¤tte die Vorinstanz feststellen kÃ¶nnen, wenn sie die Kinder angehÃ¶rt hÃ¤tte. Die Vorinstanz habe das Kindeswohl insgesamt unangemessen berÃ¼cksichtigt. Schliesslich habe die Vorinstanz bei ihrer InteressenabwÃ¤gung nicht berÃ¼cksichtigt, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 als selbstÃ¤ndige â¦ erwerbstÃ¤tig sei. Sie wÃ¼rde nicht nur von ihrem Ehemann getrennt werden, mit dem sie seit 22 Jahren verheiratet sei, auch wÃ¼rde sie eine wichtige StÃ¼tze im familiÃ¤ren Leben verlieren. Sie sei bei der Betreuung der Kinder auf seine Hilfe angewiesen. Durch seine Wegweisung wÃ¼rde ihre ErwerbstÃ¤tigkeit schwer beeintrÃ¤chtigt. </p> <p class="Erwgung4"><b>5.3.3.3 </b>Es steht ausser Frage, dass eine rÃ¤umliche Trennung des BeschwerdefÃ¼hrers von seiner Ehefrau und den gemeinsamen Kindern einen wesentlichen Eingriff in das Familienleben bedeutet; die entsprechenden Beziehungen kÃ¶nnen in diesem Fall nur noch unter erschwerten Bedingungen gelebt werden. Bei der InteressenabwÃ¤gung ist dem Kindeswohl und dem grundlegenden BedÃ¼rfnis des Kindes Rechnung zu tragen â als einem wesentlichen Element unter anderen â, in mÃ¶glichst engem Kontakt mit beiden Elternteilen aufwachsen zu kÃ¶nnen (BGE 143 I 21 E. 5.5.1; Urteil des EGMR El Ghatet gegen die Schweiz vom 8. <span>November 2016 [Nr. 56971/10] §§ 27, 28 und 46: "... must place the best interests of the child at the heart of their considerations and attach crucial weight to it"). </span>Die Vorinstanz hat dies entgegen der Meinung der BeschwerdefÃ¼hrenden nicht verkannt. Das Kindsinteresse ist bei allen Entscheiden vorrangig zu berÃ¼cksichtigen (vgl. Art. 3 KRK), was auslÃ¤nderrechtlich im Rahmen der InteressenabwÃ¤gung von Art. 8 Ziff. 2 EMRK zu geschehen hat, da die Kinderrechtskonvention und der verfassungsmÃ¤ssige Anspruch auf Schutz der Kinder und Jugendlichen (Art. 11 BV) keine Ã¼ber die Garantien von Art. 8 EMRK hinausgehenden, eigenstÃ¤ndigen BewilligungsansprÃ¼che verschaffen (vgl. BGE 143 I 21 E. 5.5.2 mit Hinweisen; BGr, 26. September 2018, 2C_877/2017, E. 4.3). </p> <p class="Erwgung1">GemÃ¤ss der bundesgerichtlichen Praxis ist allerdings zu berÃ¼cksichtigen, dass je schwerer die begangene Rechtsgutsverletzung wiegt bzw. je hÃ¤ufiger ein auslÃ¤ndischer Elternteil straffÃ¤llig geworden ist, desto eher das Ã¶ffentliche Interesse an einer Ausreise des StraftÃ¤ters selbst das Interesse seiner Kinder zu Ã¼berwiegen vermag, durch beide Elternteile in der Schweiz betreut zu werden. Dies ist auch mit Blick darauf gerechtfertigt, dass der Umstand, wonach ein Kind mit einem bestimmten Elternteil aufwachsen kann, nicht einfach pauschal immer als positiv zu gelten hat, sondern insbesondere ein Zusammenleben von Kindern mit delinquenten und sozial nicht eingegliederten, Ã¼berforderten Elternteilen das Kindeswohl auch negativ beeintrÃ¤chtigen kann (BGr, 12. Februar 2018, 2C_408/2017, E. 4.5.2). </p> <p class="Urteilstext">Nach der Rechtsprechung bezieht sich der Schutz des Familienlebens nach Art. 8 EMRK in erster Linie auf die Kernfamilie (Ehegatten und minderjÃ¤hrige Kinder); andere familiÃ¤re Beziehungen stehen nur ausnahmsweise unter dem Schutz von Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV, wenn ein besonderes AbhÃ¤ngigkeitsverhÃ¤ltnis besteht. Zwei Kinder sind volljÃ¤hrig und die anderen zwei sind 13 bzw. 11 Jahre alt. Aus dem Ã¤rztlichen Bericht von Dr.<span> </span>med. P, FachÃ¤rztin fÃ¼r PÃ¤diatrie FMH, vom 4. Januar 2021 ergibt sich, dass der (volljÃ¤hrige) BeschwerdefÃ¼hrer 3 in seinem Entwicklungsstand einem fÃ¼nf- bis sechsjÃ¤hrigen Kind entspreche. Er habe eine starke Bindung zum BeschwerdefÃ¼hrer und kÃ¶nne wegen seinen eingeschrÃ¤nkten kognitiven FÃ¤higkeiten nicht verstehen, warum dieser nicht zuhause sei (vorzeitiger Strafvollzug). Der BeschwerdefÃ¼hrer werde in der Familie gebraucht, u.<span> </span>a. um bei der Pflege des BeschwerdefÃ¼hrers 3 zu helfen (Duschen, Ankleiden, Organisation von sozialen Kontakten). Mit Vorbescheid vom 30. November 2020 sprach die IV-Stelle des Kantons ZÃ¼rich dem BeschwerdefÃ¼hrer 3 eine volle Invalidenrente zu. NÃ¤heres zu dessen Krankheit ergibt sich nicht aus den Akten. Der BeschwerdefÃ¼hrer 3 verbrachte seine gesamte Schulzeit ganztags in der HeilpÃ¤dagogischen Schule Q der Stiftung R. Im Januar 2021 wechselte er in die Erwachseneninstitution der Stiftung. Aus dem Schreiben der Stiftung R vom 31. Dezember 2020 geht hervor, dass aus schulischer Sicht die unmittelbare PrÃ¤senz des BeschwerdefÃ¼hrers fÃ¼r den BeschwerdefÃ¼hrer 3 und dessen Entwicklung und StabilitÃ¤t Ã¤usserst wÃ¼nschenswert sei. Zwar ist der volljÃ¤hrige BeschwerdefÃ¼hrer 3 mit einem schweren Missbildungssyndrom zur Welt gekommen, doch besteht keine besondere AbhÃ¤ngigkeit, welche eine dauernde Anwesenheit des BeschwerdefÃ¼hrers gebieten wÃ¼rde; der volljÃ¤hrige, gesundheitlich beeintrÃ¤chtigte Sohn wird durch mehrere Fachpersonen betreut und gefÃ¶rdert. Der Einwand, dass der Vater ihm RÃ¼ckhalt gebe, genÃ¼gt nicht, um davon ausgehen zu kÃ¶nnen, es liege eine spezielle Situation vor. Zudem hat die Vorinstanz zutreffend festgestellt, dass keine Berichte vorliegen, welche bestÃ¤tigen wÃ¼rden, dass die Abwesenheit des BeschwerdefÃ¼hrers sich negativ auf die Entwicklung oder Gesundheit des BeschwerdefÃ¼hrers 3 ausgewirkt hÃ¤tte. Die Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers verletzt entgegen dem Einwand der BeschwerdefÃ¼hrenden auch nicht Art. 23 Abs. 4 BRK, zumal es sich beim BeschwerdefÃ¼hrer 3 nicht um ein Kind handelt. Die Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers wÃ¼rde auch nicht zur Trennung von beiden Elternteilen fÃ¼hren, zumal davon auszugehen ist, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 und die Kinder dem BeschwerdefÃ¼hrer nicht ins Heimatland folgen. Die BeschwerdefÃ¼hrerin 2 mÃ¼sste daher die Kinder fÃ¼r eine gewisse Zeit alleine erziehen und die Kinder mÃ¼ssten ohne ihren Vater aufwachsen. Allerdings hat der BeschwerdefÃ¼hrer bereits lange Haftstrafen verbÃ¼sst und konnte auch wÃ¤hrend dieser Zeit nicht fÃ¼r seine Familie da sein. Die Kinder wÃ¼rden in ihrem vertrauten Umfeld bei der Kindsmutter bleiben. Es wird nicht verkannt, dass die Wegweisung des BeschwerdefÃ¼hrers aus der Schweiz mit einer gewissen HÃ¤rte verbunden ist, diese geht aber nicht Ã¼ber das Mass hinaus, welches nicht in Kauf genommen werden kann. </p> <p class="Erwgung3"><b>5.3.4 </b>Zusammenfassend ist festzuhalten, dass vorliegend einzig die eheliche Beziehung zur BeschwerdefÃ¼hrerin 2 und die unbestritten enge Beziehung zu seinen Kindern, welche ein gewichtiges Interesse daran haben, mit beiden Elternteilen aufwachsen zu kÃ¶nnen, zugunsten eines weiteren Verbleibs des BeschwerdefÃ¼hrers in Schweiz spricht. Allerdings wird das private Interesse dadurch relativiert, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer spÃ¤testens durch die migrationsrechtlichen Verwarnungen bewusst gewesen sein muss, <span>dass das Migrationsamt allenfalls seine Niederlassungsbewilligung widerrufen wÃ¼rde. </span>Mit seinem Verhalten hat er den Fortbestand seines Familienlebens in der Schweiz selbstverschuldet und mutwillig aufs Spiel gesetzt und das Wohl seiner Kinder in negativer Weise gefÃ¤hrdet. Wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, ist es daher hinzunehmen, wenn die familiÃ¤ren Beziehungen kÃ¼nftig nur noch unter erschwerten Bedingungen gelebt werden kÃ¶nnen. Dem BeschwerdefÃ¼hrer ist es umgekehrt zumutbar, die Beziehung zu seiner Gattin und den Kindern besuchsweise und Ã¼ber die neuen Medien zu pflegen. Die geographische Distanz zwischen der Schweiz und dem Kosovo verhindert entsprechende Kontakte nicht. </p> <p class="Urteilstext">Dem BeschwerdefÃ¼hrer fehlt die Bereitschaft, die geltende Rechtsordnung zu respektieren und die Ã¶ffentliche Sicherheit nicht weiter zu gefÃ¤hrden. Die aufenthaltsbeendende Massnahme erweist sich im Lichte einer Gesamtbetrachtung als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig. <span>Insgesamt Ã¼berwiegt das Ã¶ffentliche Fernhalteinteresse das private Interesse des BeschwerdefÃ¼hrers an seinem Verbleib in der Schweiz und erweist sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung damit als verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sowie konventions- und bundesrechtskonform.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Dies fÃ¼hrt zur Abweisung der Beschwerde. </span></p> <p class="Erwgung1"><b>6. </b> </p> <p class="Erwgung2">AusgangsgemÃ¤ss sind die Gerichtskosten dem BeschwerdefÃ¼hrer aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 65a VRG) und steht ihm keine ParteientschÃ¤digung zu (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung1">Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend gemacht wird. Ansonsten steht die subsidiÃ¤re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen. Werden beide Rechtsmittel ergriffen, hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 70.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'070.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. <span>Die Gerichtskosten werden den BeschwerdefÃ¼hrenden 1 und 2 auferlegt, unter solidarischer Haftung fÃ¼r die gesamten Kosten.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>4. <span>Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>5. <span>Gegen dieses Urteil kann Beschwerde im Sinn der ErwÃ¤gungen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung an gerechnet, beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.</span></span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an:<br/> a) die Parteien;<br/> b) die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion;<br/> c) das Staatssekretariat fÃ¼r Migration (SEM).</span></p> <p class="Urteilstext"> </p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>