A bteilung I A -1348/2006 {T 0/2} U rteil vom 30. M ai 2007 M itw irkung: R ichter Thom as Stadelm ann (Vorsitz); R ichter Pascal M ollard; R ichterin Salom e Zim m erm ann; G erichtsschreiberin Sonja Bossart. X._______ A G , ..., Beschw erdeführerin, gegen Eidgenössische Steuerverw altung, H auptabteilung M ehrw ertsteuer, Schw arztorstrasse 50, 3003 Bern, Vorinstanz betreffend M ehrw ertsteuer (3. Q uartal 1998); Ende der Steuerpflicht, Eigenverbrauch, Einkaufspreis, M arktw ert. B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie X. AG w ar vom 1. Januar 1995 bis 30. Septem ber 1998 im R egister der M ehrw ertsteuerpflichtigen der Eidgenössischen Steuerverw altung (ESTV) eingetragen. B. Aufgrund eines Schreibens der Steuerpflichtigen vom 14. Septem ber 1998, in w elchem diese (w ie bereits m it Schreiben vom 23. Juni 1998) die Aufgabe der G eschäftstätigkeit auf den 30. April 1998 m itteilte, löschte die ESTV diese per 30. Septem ber 1998 w ieder aus dem R egister. D ie X. AG reichte am 11. D ezem ber 2001 die Schlussabrechnung ein. C . Anfangs 2002 führte die ESTV eine R evision durch und forderte von der Beschw erdeführerin die Einreichung der erforderlichen U nterlagen (Bilanz und Erfolgsrechnung 1997 und 1998 usw .). D ie daraus resultierende Steuernachforderung von Fr. 7'772.-- (zuzüglich 5% Verzugszins) m achte die ESTV m it Ergänzungsabrechnung (EA) N r. 098384 vom 21. M ärz 2002 geltend. D er Betrag setzte sich zusam m en aus der Steuer bzw . der Eigenverbrauchssteuer auf D ebitorenbestand, W arenvorräten, Vorräten Technik und Sachanlagen, je gem äss Bilanz per 31. D ezem ber 1998, w ovon die Vorsteuer gem äss der Schlussabrechnung abgezogen w urde. M it Schreiben vom 14. April 2002 bestritt die Steuerpflichtige diese EA. N am entlich m achte sie geltend, der D ebitorenbestand habe aus G ründen bestrittener Forderungen und Kundenverlusten nach unten korrigiert w erden m üssen. Auf den W arenvorräten m üsse noch eine W ertkorrektur von m indestens 50% akzeptiert w erden. ED V-H andelsw aren w ürden aufgrund neuer, schnellerer Technologien sehr rasch ihren W iederverkaufsw ert verlieren. Es sei ein Verkauf geplant gew esen, w elcher nicht habe realisiert w erden können, desw egen sei die buchhalterische Korrektur auf dem Endbestand nicht vorgenom m en w orden. D asselbe gelte für die Vorräte Technik, auch hier seien angesichts des geplanten Verkaufs zuw enig bis keine Abschreibungen vorgenom m en w orden. Ebenso sei für die Sachanlagen (Arbeitsgeräte) zu verfahren. W eitergenutzt w ürden nur einzelne M obilien. Insgesam t seien säm tliche H andelsw aren (inkl. zum W eiterverkauf bestim m te ED V- Arbeitsgeräte) und Betriebsm ittel bezüglich M arktw ert per Ende 1998 m indestens um w eitere 70% abzuschreiben, es handle sich hauptsächlich um ältere G eräte aus den Jahren 1993 bis 1996, für die keine N achfrage m ehr bestanden habe. D . M it Entscheid vom 24. Juni 2003 bestätigte die ESTV ihre N achforderung gem äss EA. Einerseits w urde ausgeführt, die Steuerpflichtige habe nach vereinnahm ten Entgelten abgerechnet und sie habe desw egen über die bei Ende der Steuerpflicht bestehenden Forderungen aus Lieferungen und D ienstleistungen m it der ESTV abzurechnen. Andererseits liege Eigenverbrauch nach Art. 8 Abs. 1 Bst. d der Verordnung über die 3 M ehrw ertsteuer vom 22. Juni 1994 (M W STV, AS 1994 1464) vor. E. Am 21. August 2003 erhob die X. AG Einsprache m it dem Begehren, der Entscheid sei aufzuheben. Zur Begründung brachte sie unter anderem vor, dass keinerlei Anlagen in Privatverm ögen überführt w orden seien. Eine W eiternutzung habe sich auf die betriebliche N utzung gew isser Sachanlagen beschränkt. Es seien zw ischen dem 30. N ovem ber 1998 und dem 28. Juni 2002 keine W aren aus dem Lager entnom m en und w eiterverkauft w orden. Verschiedene Sachanlagen seien zw ischengelagert und schliesslich im Juni 2002 entsorgt w orden. F. M it Einspracheentscheid vom 25. Februar 2004 w ies die ESTV die Einsprache vollum fänglich ab und stellte fest, dass die X. AG der ESTV aus der Schlussabrechnung (Ende Steuerpflicht per 30. Septem ber 1998) Fr. 7'772.-- M ehrw ertsteuer zuzüglich Verzugszins zu bezahlen habe. D ie ESTV erläuterte im W esentlichen, beim Ende der Steuerpflicht liege ein einen Eigenverbrauch auslösender Entnahm etatbestand im Sinne von Art. 8 Abs. 1 M W STV vor. D ie W arenvorräte und die Vorräte Technik gälten als neue bew egliche G egenstände und seien gem äss Art. 26 Abs. 3 Bst. a Ziff. 1 M W STV zum Einkaufspreis zu bew erten. Bem essungsgrundlage der Sachanlagen w iederum sei nach Art. 26 Abs. 3 Bst. a Ziff. 2 M W STV der M arktw ert im Zeitpunkt der Entnahm e. Für die Berechnung des Eigenverbrauchs sei gem äss dem M assgeblichkeitsprinzip auf die Bilanzierungsw erte per 31. D ezem ber 1998 abzustellen. D ie obligationenrechtlichen Vorgaben seien bei der Bilanzierung respektiert w orden. D ie gem achten Abschreibungen seien genügend und die Bilanzposten entsprächen daher dem W ert zum Zeitpunkt der Entnahm e. D as w eitere Schicksal der Vorräte und Betriebsm ittel nach dem Ende der Steuerpflicht sei für die Bem essung des Eigenverbrauchs unbeachtlich. Ebenfalls nicht stichhaltig sei der Einw and später eingetretener D ebitorenverluste, denn auch hinsichtlich der D ebitoren sei auf den Bestand zum Zeitpunkt der Beendigung der Steuerpflicht abzustellen. G . M it Eingabe vom 22. M ärz 2004 erhebt die X. AG (Beschw erdeführerin) gegen diesen Einspracheentscheid Beschw erde an die Eidgenössische Steuerrekurskom m ission (SR K). D ie Beschw erdeführerin bringt vor, sie habe ihren aktiven G eschäftsbetrieb per 30. April 1998 aufgegeben. Säm tliche H andelsw aren und Anlagew erte seien ab diesem D atum eingelagert w orden, ausser ein Adm inistrationssystem für die Erfüllung der anfallenden Arbeiten. D ie W aren seien zum Zeitpunkt der Betriebsaufgabe zu hoch bew ertet gew esen, w eil die Abschreibungen nach steuerlichen Bew ertungsgrundsätzen und aufgrund der W esensart der W aren (ED V) zu tief angesetzt w orden seien. Es habe sich grösstenteils um ältere M odelle gehandelt. D urch die dam aligen Verhandlungen m it übernahm ew illigen U nternehm en habe die Beschw erdeführerin nach den M assstäben einer G eschäftsw eiterführung das Anlageverm ögen m öglichst vorteilhaft bew ertet. D ie Verhandlungen hätte zu keinen Verkaufsabschlüssen geführt. D ie W aren seien eingelagert geblieben (und später entsorgt w orden). Art. 8 Abs. 1 M W STV könne nicht beigezogen w erden. Ferner beantragt die Beschw erdeführerin m it H inw eis auf ein Steuererlassgesuch 4 an die ESTV die Sistierung des Verfahrens. H . M it Vernehm lassung vom 3. Juni 2004 beantragt die ESTV die kostenpflichtige Abw eisung der Beschw erde. D ie ESTV hält an ihren bisherigen Ausführungen fest und nim m t ansonsten Stellung zu den Vorbringen der Beschw erdeführerin. So sei die Beschw erdeführerin entgegen ihrer eigenen Ansicht auf ihrer Buchhaltung zu behaften, die vorgenom m enen Abschreibungen seien sachgerecht und die ESTV habe sich aus diesem G rund zu R echt auf die Angaben in der Buchhaltung gestützt. D er Einw and der Beschw erdeführerin, dass die W aren eingelagert und m angels Käufern zu einem späteren Zeitpunkt entsorgt w orden seien, habe auf die Erfüllung des Eigenverbrauchstatbestandes keinen Einfluss. D ie Beschw erdeführerin habe im m er noch Verfügungsm acht über die W aren gehabt, auch w enn sie in einem C ontainer eingelagert w aren. D as anschliessende Schicksal der W aren sei nicht m assgebend. I. Auf die w eiteren Begründungen in den Eingaben der Parteien w ird - sow eit erforderlich - im R ahm en der Erw ägungen eingegangen. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. 1.1 Auf dem G ebiet der M ehrw ertsteuer konnten Einspracheentscheide der ESTV nach Art. 65 des Bundesgesetzes vom 2. Septem ber 1999 über die M ehrw ertsteuer in der Fassung vom 25. Juni 2002 (M W STG ; SR 641.20) bzw . Art. 53 M W STV m it Beschw erde bei der SR K angefochten w erden. D ie SR K ist per 31. D ezem ber 2006 aufgelöst w orden und das Bundesverw altungsgericht hat am 1. Januar 2007 seine Tätigkeit aufgenom m en. G em äss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverw altungsgericht (VG G ; SR 173.32) beurteilt dieses Beschw erden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. D ezem ber 1968 über das Verw altungsverfahren (Vw VG ; SR 172.021), sofern keine Ausnahm e nach Art. 32 VG G gegeben ist. Im Bereich der M ehrw ertsteuer liegt eine solche Ausnahm e nicht vor und das Bundesverw altungsgericht ist für die Beurteilung der vorliegenden Beschw erde zuständig. Es übernim m t am 1. Januar 2007 die Beurteilung des vorher bei der SR K hängigen R echtsm ittels und w endet das neue Verfahrensrecht an (Art. 53 Abs. 2 VG G ). Auf die Beschw erde ist som it einzutreten. 1.2 Am 1. Januar 2001 ist das M W STG sow ie die zugehörige Verordnung (M W STG V; SR 641.201) in Kraft getreten. D er zu beurteilende Sachverhalt bezieht sich auf das Jahr 1998, so dass auf die vorliegende Beschw erde noch früheres R echt anw endbar ist (Art. 93 und 94 M W STG ). 1.3 D ie Beschw erdeführerin beantragt in der Beschw erde die Sistierung des vorliegenden Verfahrens aufgrund eines Erlassgesuchs, w elches sie am gleichen Tag an die ESTV richtete. Vorab ist festzustellen, dass die ESTV 5 das fragliche Erlassgesuch am 15. April 2004 bereits abschlägig beantw ortet hat (vgl. Vernehm lassungsbeilage 19). Abgesehen davon kann ein Erlassgesuch grundsätzlich ohnehin erst nach rechtskräftiger Feststellung der geschuldeten M ehrw ertsteuer gestellt w erden (vgl. Entscheid der SR K vom 28. Juli 2000 [SR K 2000-035] E. 7, m it w eiteren H inw eisen). Es besteht dam it offensichtlich kein G rund für eine Sistierung des vor dem Bundesverw altungsgericht hängigen Verfahrens. 2. D ie Veranlagung und Entrichtung der M ehrw ertsteuer erfolgt nach dem Selbstveranlagungsprinzip (Archiv für Schw eizerisches Abgabenrecht [ASA] 60 S. 435; 57 S. 293; Art. 37 f. M W STV; vgl. ER N S T BLU M EN STEIN /PETER LO C H ER , System des Steuerrechts, 6. Auflage, Zürich 2002, S. 421 ff.). D ies hat zur Folge, dass der Steuerpflichtige die volle und alleinige Verantw ortung für eine richtige und vollständige Versteuerung seiner U m sätze trägt (U rteil des Bundesgerichts vom 31. M ai 2002, veröffentlicht in SteuerR evue [StR ] 2003, S. 214 E. 6b; ASA 57 S. 293). D ie ESTV erm ittelt die H öhe der Steuer nur dann an Stelle des Steuerpflichtigen, w enn dieser seinen Pflichten nicht nachkom m t (Entscheid der SR K vom 5. Januar 2000, veröffentlicht in Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 64.83 E. 2; ALO IS C AM EN ZIN D /N IKLAU S H O N AU ER , H andbuch zur neuen M ehrw ertsteuer, Bern 1994, R z. 994 ff.). 3. 3.1 D ie Entstehung der Steuerforderung hängt davon ab, ob nach vereinbarten Entgelten (N orm alfall, Art. 35 Abs. 1 M W STV) oder nach vereinnahm ten Entgelten (Art. 35 Abs. 4 M W STV) abgerechnet w ird. Im ersten Fall entsteht die Steuerforderung grundsätzlich m it der R echnungstellung (Art. 34 Bst. a Ziff. 1 M W STV), im zw eiten Fall m it der Vereinnahm ung des Entgelts (Art. 34 Bst. a Ziff. 2 M W STV). N achdem die Abrechnungsart nach vereinbarten Entgelten den N orm alfall darstellt, kom m t sie regelm ässig zur Anw endung, w enn die Steuer nicht nach vereinnahm ten Entgelten berechnet w ird. D ies ist nach bundesgerichtlicher R echtsprechung der Fall beim Ende der Steuerpflicht eines Steuerpflichtigen, der bis anhin nach vereinnahm tem Entgelt abgerechnet hat. D ieser m uss bei Beendigung der Steuerpflicht nach der ordentlichen Abrechnungsm ethode, d.h. nach vereinbarten Entgelten, abrechnen und die ihm in jenem M om ent zustehenden Kundenguthaben (D ebitorenbestand) versteuern. D ies stellt die steuerliche Erfassung säm tlicher w ährend der Steuerpflicht getätigter steuerbarer U m sätze sicher und dient ebenfalls dem G leichbehandlungsgebot (U rteil des Bundesgerichts 2A.534/2004 vom 18. Februar 2005, E. 5, 7.2; siehe auch C AM EN ZIN D /H O N AU E R , a.a.O ., R z. 748). D ieselbe Situation ergibt sich im Ü brigen auch in anderen Fällen der Änderung der Abrechnungsart von "vereinnahm t" auf "vereinbart". Ein solcher System w echsel hat zur Folge, dass die bisher noch nicht abgerechneten D ebitoren m ehrw ertsteuerlich bzw . w arenum satzsteuerlich auf den Zeitpunkt des W echsels nachbelastet und abgerechnet w erden m üssen (U rteil des Bundesgerichts 2A.220/2003 6 vom 11. Februar 2004, E. 3.2; Entscheid der SR K vom 17. O ktober 2006 [SR K 2003-164], E. 2f [System w echsel beim Ü bergang von der W arenum satz- zur M ehrw ertsteuer Ende 1994]; ferner Entscheid der SR K vom 4. M ärz 2002 [SR K 2001-089], E. 3c; s.a. ALO IS C AM EN ZIN D /N IKLAU S H O N AU ER /KLAU S A. VALLE N D ER , H andbuch zum M ehrw ertsteuergesetz [M W STG ], Bern 2000, R z. 1596; C AM EN ZIN D /H O N AU ER , a.a.O ., R z. 1173). 3.2 D ie Steuer w ird vom Entgelt berechnet (Art. 26 Abs. 1 M W STV). Ist das vom Em pfänger bezahlte Entgelt niedriger als das vereinbarte (H erabsetzung durch Skonto, Preisnachlass, Verlust usw .) oder w erden vereinnahm te Entgelte zurückerstattet (R ückerstattung w egen R ückgängigm achung der Lieferung, nachträglich gew ährte R abatte, R ückvergütungen usw .), so kann hiefür in der Abrechnung über die Periode, in der die Entgeltsm inderung verbucht oder die R ückvergütung ausgerichtet w urde, ein Abzug vom steuerbaren U m satz vorgenom m en w erden (Art. 35 Abs. 2 M W STV). M it dem Begriff der Verluste gem äss Art. 35 Abs. 2 M W STV sind insbesondere D ebitorenverluste angesprochen, also Entgeltsm inderungen bei U neinbringlichkeit der Forderung aufgrund von Zahlungsunfähigkeit oder Konkurs des Schuldners (U rteil des Bundesgerichts 2A.220/2003 vom 11. Februar 2004, E. 3.4; hierzu und zum G anzen: Entscheide der SR K vom 3. Juni 2005, veröffentlicht in VPB 69.127, E. 2b/aa und bb m it H inw eisen; vom 1. D ezem ber 2004, veröffentlicht in VPB 69.65, E. 3b). Bei einem W echsel von der Abrechnung nach vereinnahm ten Entgelten zu jener nach vereinbarten Entgelten und der in dieser Situation erforderlichen Abrechnung der Steuer auf dem D ebitorenbestand im Zeitpunkt des W echsels, stellt sich die Frage, ob und w ie spätere Entgeltsm inderungen berücksichtigt w erden können. Beim Ü bergang von der W arenum satzsteuer zur M ehrw ertsteuer, w o ein solcher W echsel der Abrechnungsart ebenfalls stattfand (oben E. 3.1), sah die Verw altungspraxis vor, dass Entgeltsm inderungen (w ie voraussehbare Skonti, R abatte, m utm assliche Verluste) im R ahm en der Abrechnung für Ende 1994 geschätzt w erden konnten. Sollten diese Schätzungen in der Folge Fr. 5'000.-- von den tatsächlichen Beträgen abw eichen, so w ar dies der ESTV bekanntzugeben, w orauf eine N achforderung oder R ückvergütung der W arenum satzsteuer erfolgte (Broschüre der ESTV vom Septem ber 1994 "Ü bergang von der W arenum satzsteuer zur M ehrw ertsteuer", S. 7, Ziff. 2.1.1/4d; Entscheid der SR K vom 17. O ktober 2006 [SR K 2003-164], E. 2f; C AM EN ZIN D /H O N AU E R , a.a.O ., R z. 1177). Auch bei Ende der Steuerpflicht m uss als Konsequenz aus dem W echsel der Abrechnung von vereinnahm ten zu vereinbarten Entgelten (E. 3.1) eine G eltendm achung von nachträglichen Entgeltsm inderungen m öglich sein. D ies w ird im Ü brigen sinngem äss auch vom Bundesgericht vorbehalten, indem es im oben (E. 3.1) zitierten U rteil festhält, dass die Steuer auf dem D ebitorenbestand nur dann am Ende der Steuerpflicht nicht geschuldet w äre, w enn die fakturierten Entgelte von den Leistungsem pfängern nie bezahlt w orden w ären (U rteil des Bundesgerichts 2A.534/2004 vom 18. Februar 2005, E. 7.2). N achdem keine Steuerpflicht m ehr besteht, 7 kann das von Art. 35 Abs. 2 M W STV vorgesehene Vorgehen, näm lich der Abzug der Entgeltsm inderung vom U m satz in der Abrechnung über die Periode, in w elcher die Entgeltsm inderung verbucht w urde, nicht tel quel angew endet w erden. D ie Steuerpflichtige könnte aber m it einem R ückvergütungsgesuch an die ESTV gelangen. 4. 4.1 Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass die Beschw erdeführerin ihre G eschäftstätigkeit aufgegeben hat (dies gem äss ihren eigenen Angaben am 30. April 1998) und sie zu R echt von der ESTV als nicht m ehr steuerpflichtig aus dem R egister gelöscht w orden ist. D ie R echtm ässigkeit der Löschung an sich und nam entlich des Zeitpunkts der Löschung auf Ende Septem ber 1998 w ird von der Beschw erdeführerin nicht in Abrede gestellt. 4.2 G em äss Aufstellung in der EA hat die ESTV (neben der Eigenverbrauchssteuer anlässlich der Beendigung der steuerlichen Tätigkeit, hierzu unten E. 6) die Steuer auf dem D ebitorenbestand der Beschw erdeführerin per Ende 1998 erhoben (siehe Entscheid der ESTV vom 24. Juni 2003). In der Beschw erde vom 22. M ärz 2004 äussert sich die Beschw erdeführerin nicht m ehr explizit zur dieser Problem atik, verw eist aber auf die Ausführungen in den vorangegangen Eingaben an die ESTV, w o sie geltend gem acht hatte, der D ebitorenbestand habe im Verlaufe der folgenden G eschäftsjahre aus G ründen bestrittener Forderungen und Kundenverlusten nach unten korrigiert w erden m üssen. 4.3 D ie Beschw erdeführerin rechnete im Sinne von Art. 35 Abs. 4 M W STV nach vereinnahm ten Entgelten ab. D iesfalls erfolgt bei Beendigung der Steuerpflicht gem äss der bundesgerichtlichen R echtsprechung ein W echsel der Abrechnungsart (oben E. 3.1) und die Beschw erdeführerin m usste in der Schlussabrechnung neu nach vereinbarten Entgelten abrechnen sow ie nam entlich den gesam ten D ebitorenbestand deklarieren (E. 3.1). N achdem die Beschw erdeführerin in ihrer Schlussabrechnung in Verletzung des Selbstveranlagungsprinzips den D ebitorenbestand nicht deklariert hat, hatte die ESTV die Bem essungsgrundlage selbst zu erm itteln (oben E. 2) und durfte dabei auf die Buchhaltung der Beschw erdeführerin abstellen (vgl. hierzu Entscheid der SR K vom 1. April 2003, veröffentlicht in VPB 67.127, E. 4a/dd m it H inw eisen; Art. 47 M W STV). D ie ESTV hat folglich grundsätzlich zu R echt die Steuer auf dem D ebitorenbestand per Ende Septem ber 1998 bzw . gem äss Bilanz per Ende 1998 nachgefordert. 4.4 Als N ächstes ist zu prüfen, ob die von der Beschw erdeführerin eingew endeten D ebitorenverluste als Entgeltsm inderungen berücksichtigt w erden können. W ie vorstehend erläutert, m uss auch im Falle der Besteuerung des D ebitorenbestands am Ende der Steuerpflicht die Berücksichtigung von D ebitorenverlusten als Entgeltsm inderungen im Sinne von Art. 35 Abs. 2 M W STV m öglich sein (E. 3.2). D am it ist der Standpunkt der ESTV (siehe 8 Einspracheentscheid), w onach hinsichtlich der D ebitoren auf den Bestand zum Zeitpunkt der Beendigung der Steuerpflicht abzustellen und der Einw and späterer eingetretener D ebitorenverluste nicht stichhaltig sei in dieser generellen Form nicht zutreffend. Falls effektiv Entgeltsm inderungen im Sinne von Art. 35 Abs. 2 M W STV eingetreten sind, können diese auch noch nachträglich geltend gem acht w erden, w as die Beschw erdeführerin getan hat. Es obliegt aber der Beschw erdeführerin, die steuerm indernde Tatsache einer Entgeltsm inderung zu belegen (s.a. AN D R EA S R U SS I, m w st.com , Kom m entar zum Bundesgesetz über die M ehrw ertsteuer, Basel 2000, R z. 7 zu Art. 44; generell zur Bew eislast statt vieler: Entscheid der SR K vom 10. Januar 2006, veröffentlicht in VPB 70.56, E. 2e). D iesen N achw eis von effektiv eingetretenen D ebitorenverlusten hat sie aber nicht erbracht, obw ohl sie im R ahm en des Entscheid- bzw . Einspracheverfahrens (sow ie im vorliegenden Verfahren) hierzu hinreichend G elegenheit gehabt hätte. O hne genügende Belege für ihre Behauptungen einzureichen, verlangte sie, dass der D ebitorenbestand (Buchw ert Ende 1998: Fr. 12'378.70) aufgrund bestrittener Forderungen und Kundenverlusten auf Fr. 2'171.-- korrigiert w erde (Eingabe an die ESTV vom 14. April 2002) bzw . behauptete, bis zum 30. Septem ber 1998 "säm tliche eingegangenen D ebitoren-Zahlungen abgerechnet bzw . versteuert" gehabt zu haben (Einsprache vom 21. August 2003). M angels N achw eisen (w ozu interne Aufstellungen nicht zählen) können diese vagen D arlegungen nicht nachvollzogen w erden. In der Beschw erde äussert sich die Beschw erdeführerin im Ü brigen gar nicht m ehr zu den D ebitorenverlusten. Aufgrund der ungenügenden Substantiierung und des fehlenden N achw eises der behaupteten D ebitorenverluste ist die N achforderung der Steuer auf dem gesam ten D ebitorenbestand gem äss Bilanz per Ende 1998 durch die ESTV zu bestätigen. D ie Beschw erde ist insow eit abzuw eisen. 5. 5.1 D er M ehrw ertsteuer unterliegen im Inland erbrachte Lieferungen und D ienstleistungen, der Bezug von D ienstleistungen aus dem Ausland (Art. 4 Bst. a, b, d M W STV) sow ie der Eigenverbrauch (Art. 4 Bst. c M W STV). Zu den Eigenverbrauchstatbeständen gehört nam entlich der Entnahm eeigenverbrauch gem äss Art. 8 Abs. 1 M W STV (neu Art. 9 Abs. 1 M W STG ), dessen Ziel es ist es, G egenstände, deren Bezug den Steuerpflichtigen zum Vorsteuerabzug berechtigt haben, w ieder m it der M ehrw ertsteuer zu belasten, w enn er sie entgegen seiner ursprünglichen Absicht beim Erw erb nun für einen Zw eck verw endet, der den Vorsteuerabzug ausschliesst. D ie Bestim m ung strebt die R ückgängigm achung des sich im N achhinein als unzulässig erw eisenden Vorsteuerabzugs an, es handelt sich um eine "Vorsteuerkorrekturregel" (IVO G U T, m w st.com , a.a.O ., R z. 2 zu Art. 9, B; D AN IEL R IED O , Vom W esen der M ehrw ertsteuer als allgem eine Verbrauchssteuer und von den entsprechenden W irkungen auf das schw eizerische R echt, Bern 1999, S. 159, vgl. auch U rteil des Bundesgerichts 2A.125/2003 vom 9 10. Septem ber 2003, E. 3.1). 5.2 Eigenverbrauch liegt insbesondere vor, w enn eine der Steuer unterliegende Tätigkeit aufgegeben w ird und sich zu diesem Zeitpunkt noch G egenstände in der Verfügungsm acht des Steuerpflichtigen befinden, die ihn zum vollen oder teilw eisen Vorsteuerabzug berechtigt haben (Art. 8 Abs. 1 Bst. d M W STV). D ie Verfassungsm ässigkeit von Art. 8 Abs. 1 Bst. d M W STV w urde von der SR K bestätigt (Entscheid der SR K vom 6. O ktober 1999 [SR K 1998-126], E. 4c). D ie Eigenverbrauchsbesteuerung anlässlich des Endes der Steuerpflicht stellt sicher, dass jene Investitionsgüter, Betriebsm ittel, etc., für die der (vorm als) steuerpflichtige U nternehm er den Vorsteuerabzug geltend gem acht hat, m ehrw ertsteuerlich gleich behandelt w erden w ie jene G üter die ein nicht steuerpflichtiger U nternehm er - im m er m it M ehrw ertsteuer belastet - bezogen hat (Entscheid der SR K vom 6. O ktober 1999, a.a.O ., E. 4c). D ie G egenstände, die bei W egfall der Steuerpflicht noch im Besitz des Steuerpflichtigen sind, sollen steuerlich erfasst w erden, nachdem sie vom Vorsteuerabzug profitierten (C AM EN ZIN D /H O N AU ER , a.a.O ., R z. 220). Es handelt sich z.B. um den noch vorhandenen Bestand an noch nicht abgesetzten G ütern (W arenlager) oder Anlagegütern (z.B. Verkaufslokal, Lager) und Betriebsm itteln (z.B. Fahrzeuge, bew egliche G eschäftseinrichtungen) (Entscheid der SR K vom 25. O ktober 2004, veröffentlicht in VPB 69.37, E. 4c/aa; IVO G U T, m w st.com , a.a.O ., R z. 16 zu Art. 9, B). D ie Eigenverbrauchsbesteuerung nach Art. 8 Abs. 1 Bst. d M W STV kom m t zur Anw endung, w enn die geschäftliche Aktivität vollkom m en aufgegeben w ird oder auch w enn die geschäftliche Tätigkeit w eitergeführt w ird, aber keine steuerbaren U m sätze m ehr erzielt w erden, d.h. die steuerbare Tätigkeit eingestellt w ird. D iesfalls w erden von Art. 8 Abs. 1 Bst. d M W STV auch G egenstände erfasst, die sich w eiterhin in der Verfügungsm acht des U nternehm ers befinden und die der nicht m ehr steuerbaren geschäftlichen Tätigkeit dienen (Entscheide der SR K vom 25. O ktober 2004, a.a.O ., E. 4c/cc; vom 6. O ktober 1999, a.a.O ., E. 4c). 5.3 5.3.1 Bei neuen bew eglichen G egenständen ist die Eigenverbrauchssteuer auf dem Einkaufspreis zu bem essen (Art. 26 Abs. 3 Bst. a Ziff. 1 M W STV). N eu ist ein G egenstand, w enn er im Betrieb des Steuerpflichtigen (noch) nicht für einen steuerbaren oder der Steuer nicht unterliegenden G eschäftszw eck verw endet w urde. H at der Steuerpflichtige einen durch einen früheren Eigentüm er gebrauchten G egenstand erw orben, ihn aber im eigenen Betrieb nicht verw endet, ändert dies nichts an der Q ualifikation als "neuen" G egenstand (C AM EN ZIN D /H O N AU E R /VALLEN D E R , a.a.O ., R z. 1238; IVO G U T, m w st.com , a.a.O ., R z. 2 zu Art. 34 Abs. 1). Bei der Bem essung der Steuer ist auf den dam aligen Einkaufspreis ohne Einbezug zw ischenzeitlich eingetretener Preisssteigerungen oder -senkungen abzustellen. Abschreibungen können nicht berücksichtigt w erden (C AM EN ZIN D /H O N AU ER /VALLE N D ER , a.a.O ., R z. 1239, 1243).10 5.3.2 Bei in G ebrauch genom m enen bew eglichen G egenständen w ird die Eigenverbrauchssteuer im Sinne von Art. 8 Abs. 1 M W STV auf dem M arktw ert dieser G egenstände oder ihrer Bestandteile im Zeitpunkt der Entnahm e bem essen (Art. 26 Abs. 3 Bst. a Ziff. 2 M W STV). U nter dem M arktw ert ist der Verkehrsw ert bzw . Veräusserungsw ert der G üter zu verstehen (Entscheid der SR K vom 10. Januar 2006, veröffentlicht in VPB 70.56, E. 3a i.V.m . E. 2d m it H inw eisen; ebenso Entscheid der SR K vom 14. D ezem ber 2004 [SR K 2002-042], E. 5a m it H inw eisen [bezüglich Art. 83 Abs. 3 M W STV, w o ebenfalls der M arktw ert Bem essungsgrundlage ist]; U rteil des Bundesgerichts 2A.5/2002 vom 3. Juli 2002, E. 2.3 m it H inw eis; vgl. ferner C AM EN ZIN D /H O N AU E R , a.a.O ., R z. 811, 1194, w o auf die sog. W iederbeschaffungskosten abgestellt w ird, also auf den Betrag bei Erw erb eines gleichartigen G egenstandes). Als Verkehrsw ert eines G egenstandes gilt der Erlös, der am Stichtag bei einem Verkauf an einen unabhängigen D ritten hätte erzielt w erden können. D er Verkehrsw ert im steuerrechtlichen Sinn stellt nicht eine m athem atisch exakt bestim m bare G rösse, sondern in der R egel einen Schätz- oder Vergleichsw ert dar (U rteil des Bundesgerichts 2A.5/2002 vom 3. Juli 2002, E. 2.3; BG E 128 I 249 E. 3.2.1; soeben zitierte Entscheide der SR K vom 14. D ezem ber 2004 und vom 10. Januar 2006, a.a.O .). G em äss Praxis der ESTV zu Art. 26 Abs. 3 Bst. a Ziff. 2 M W STV w ird der M arktw ert prim är aufgrund objektiver Kriterien bestim m t (z.B. bei Autos die Schätzpreise gem äss Eurotax Auto-i-D at), w obei auf den m utm asslichen Verkaufspreis (und nicht auf den Einkaufspreis) abzustellen ist. In den übrigen Fällen ergibt sich der M arktw ert aus dem Anschaffungsw ert (inkl. die w ertverm ehrenden Aufw endungen) abzüglich die lineare jährliche Abschreibung vom Anschaffungsw ert. M assgebend sind die Abschreibungssätze gem äss Abschreibungstabelle der direkten Bundessteuer, w elche um die H älfte reduziert w erden m üssen (Ziff. 3.2.1.1.2 Broschüre Eigenverbrauch). Eine entsprechende (interne) Praxis der ESTV zur Bestim m ung des M arktw ertes gem äss Art. 83 Abs. 3 M W STV hat die SR K betreffend einen konkreten Fall als sachgerecht erachtet (Entscheid der SR K vom 14. D ezem ber 2004, a.a.O ., E. 5b). Anhaltspunkte für die Bem essung des M arktw ertes beim Entnahm e- Eigenverbrauch können nach in der Lehre vertretener Ansicht offizielle Bew ertungslisten, Angaben aus der Anlagebuchhaltung unter Berücksichtigung angem essener kalkulatorischer Abschreibungen oder Angebote von vergleichbaren G egenständen geben (C AM EN ZIN D /H O N AU E R , a.a.O ., R z. 811, R z. 1194). 6. Im vorliegenden Fall hat die ESTV bei der Beschw erdeführerin die Eigenverbrauchssteuer bei Aufgabe der steuerbaren Tätigkeit im Sinne von Art. 8 Abs. 1 Bst. d M W STV nacherhoben und zur Bem essung der in Frage stehenden W arenvorräte, Vorräte Technik und Sachanlagen die Buchw erte per Ende 1998 herangezogen. 6.1 D as erste Tatbestandsm erkm al von Art. 8 Abs. 1 Bst. d M W STV, die 11 Aufgabe der steuerbaren Tätigkeit, ist unbestritten (siehe auch E. 4.1). W eitere Voraussetzung bildet, dass sich im Zeitpunkt der Aufgabe der steuerbaren Tätigkeit noch G egenstände in der Verfügungsm acht der Beschw erdeführerin befanden, die sie zum vollen oder teilw eisen Vorsteuerabzug berechtigt haben (E. 5.2). D ies ist bezüglich der in Frage stehenden Posten klar gegeben und w ird von der Beschw erdeführerin grundsätzlich nicht bestritten. Als m assgeblicher Zeitpunkt, in w elchem die G egenstände noch in der Verfügungsm acht der Beschw erdeführerin gestanden haben m üssen, gilt gem äss W ortlaut von Art. 8 Abs. 1 Bst. d M W STV an sich jener der Aufgabe der steuerbaren Tätigkeit und nicht jener des Endes der Steuerpflicht bzw . der Löschung im R egister durch die ESTV (w ovon die ESTV auszugehen scheint, siehe Vernehm lassung S. 3). Vorliegend ist diese U nterscheidung aber nicht von R elevanz; selbst w enn die W aren im entscheidenden Zeitpunkt bereits in einem C ontainer eingelagert gew esen w ären (w as jedenfalls bei Aufgabe der Tätigkeit Ende April 1998 nach Angaben der Beschw erdeführerin noch nicht der Fall w ar), hätte dies an der Verfügungsm acht der Beschw erdeführerin nichts geändert. D ie Einw ände der Beschw erdeführerin bezüglich des Schicksals der G egenstände im Anschluss an die Aufgabe der G eschäftstätigkeit, w onach keinerlei Anlagen in Privatverm ögen überführt w orden seien, eine W eiternutzung sich auf die betriebliche N utzung gew isser Sachanlagen beschränkt habe, gew isse G egenstände zuerst eingelagert und später entsorgt w orden seien und keine W aren aus dem Lager entnom m en und w eiterverkauft w orden seien (siehe nam entlich Einsprache vom 21. August 2003), sind von vorneherein irrelevant. Voraussetzung der Entnahm etatbestände von Art. 8 Abs. 1 M W STV bildet die Verw endung der G egenstände zu einem Zw eck, der den Vorsteuerabzug ausschliesst (oben E. 5.1); bei Art. 8 Abs. 1 Bst. d M W STV w ird dieses Tatbestandsm erkm al durch die Tatsache der Aufgabe der steuerbaren Tätigkeit erfüllt, w odurch die G egenstände vom steuerbaren in den nicht steuerbaren Bereich überführt w erden. W as m it den G egenständen nach Aufgabe der steuerbaren Aktivität geschieht, so ob sie gar nicht m ehr benutzt w erden, ob sie für den Privatgebrauch verw endet w erden oder aber für eine geschäftliche Tätigkeit, die nicht der Steuer untersteht (siehe auch oben E. 5.2), ist unerheblich. Es sind vorliegend m ithin die Tatbestandsvoraussetzungen von Art. 8 Abs. 1 Bst. d M W STV klarerw eise erfüllt und zu prüfen bleibt lediglich noch die Bem essung der Steuer. 6.2 N achdem die Beschw erdeführerin die für die Eigenverbrauchsbesteuerung m assgeblichen W erte in der Schlussabrechnung nicht deklariert hat und dam it das Selbstveranlagungsprinzip verletzt hat, w ar die ESTV zur eigenen Erm ittlung der Bem essungsgrundlagen befugt bzw . verpflichtet (oben E. 2; Entscheid der SR K vom 6. O ktober 1999, a.a.O ., E. 5a). Zu diesem Zw eck hat sie von der Beschw erdeführerin die erforderlichen U nterlagen einverlangt (nam entlich Bilanz und Erfolgsrechnung). G estützt auf die von der Beschw erdeführerin eingereichte Bilanz per Ende 1998 hat die ESTV die Eigenverbrauchssteuer berechnet. 12 6.3 6.3.1 Betreffend die Sachanlagen als in G ebrauch genom m ene bew egliche G egenstände ist Art. 26 Abs. 3 Bst. a Ziff. 2 M W STV anw endbar und die ESTV hatte im R ahm en ihrer Schätzung den M arktw ert zu eruieren. Vorab ist anzum erken, dass Art. 26 Abs. 3 Bst. a Ziff. 2 M W STV an den M arktw ert und offensichtlich nicht direkt an den Buchw ert der betreffenden G egenstände per 31. D ezem ber 1994 anknüpft (siehe auch Entscheid der SR K vom 14. D ezem ber 2004, a.a.O ., E. 5a). Ü berdies kann der für die Bem essung der Eigenverbrauchssteuer relevante M arktw ert bzw . Verkehrsw ert grundsätzlich auch unter dem Buchw ert der fraglichen Anlagegüter am Stichtag liegen (Entscheid der SR K vom 14. D ezem ber 2004, a.a.O ., E. 5a, b, ferner E. 3b, c). Ein schem atisches Abstellen auf den Buchw ert kom m t aus diesen G ründen nicht in Frage. Vielm ehr m usste die ESTV im R ahm en der vorzunehm enden Schätzung den m utm asslichen M arktw ert, der den tatsächlichen Verhältnissen m öglichst nahe kom m t, bestim m en. Als M arktw ert gilt der theoretische W ert, der am Stichtag im Falle eines Verkaufs an einen D ritten erhältlich w äre (Verkehrsw ert, Veräusserungsw ert; E. 5.3.2). Beim M arktw ert handelt es sich jedoch um einen Schätz- bzw . Vergleichsw ert, der von vorneherein nicht exakt bestim m t w erden kann, sondern annäherungsw eise zu bestim m en ist. H ierbei können w eder vom Steuerpflichtigen bzw . der ESTV um fangreiche Abklärungen zw ecks Festlegung des M arktw ertes (w ie die Erm ittlung von tatsächlich bezahlten Preisen bei Verkäufen von gleichartigen G egenständen usw .) verlangt w erden (siehe Entscheid der SR K vom 14. D ezem ber 2004, a.a.O ., E. 5b m it H inw eisen). In Frage kom m t prim är das H eranziehen von Vergleichsw erten. Sind solche w ie vorliegend nicht vorhanden, m uss auf andere geeignete M ethoden R ückgriff genom m en w erden. In Betracht käm e beispielsw eise die Praxis der ESTV zur Bestim m ung des M arktw ertes, w onach auf den Anschaffungsw ert abzüglich linearer Abschreibung zu bestim m ten Sätzen abzustellen ist (oben E. 5.3.2). D iese Praxis w urde vorliegend nicht direkt angew endet, da die ESTV die Bilanzw erte und m ithin die konkret von der Beschw erdeführerin vorgenom m enen Abschreibungen herangezogen hat. U nter den gegebenen U m ständen und nachdem die Beschw erdeführerin keine konkreten Angaben zu den effektiven M arktw erten bzw . zu allfälligen Vergleichsw erten gem acht hat, kann grundsätzlich nicht beanstandet w erden, dass die ESTV im R ahm en der annäherungsw eisen Erm ittlung der Bem essungsgrundlagen auf die ihr zur Verfügung stehenden W erte - also die Angaben in der Buchhaltung - Bezug nahm . So w ird auch in der Lehre vertreten, dass die Buchhaltung durchaus Anhaltspunkte geben könne für die Schätzung der M arktw erte, falls angem essene Abschreibungen vorgenom m en w orden sind (oben E. 5.3.2). D as Abstellen der ESTV auf die Buchw erte kann jedenfalls dann nicht beanstandet w erden, w enn davon auszugehen ist, dass die Beschw erdeführerin nicht offensichtlich zu geringe Abschreibungen vorgenom m en hat. D ass sie zuw enig hohe Abschreibungen verbucht habe, ist denn auch das H auptargum ent der Beschw erdeführerin, m it w elchem sie sich (nam entlich bereits im 13 Verfahren vor der ESTV) gegen das Abstellen auf den Buchw ert als Bem essungsgrundlage w ehrt. D ie Beschw erdeführerin hat in den Jahren 1997 und 1998 Abschreibungen von zw ischen 20% und 45% (durchschnittlich circa 30% ) auf den Buchw erten der Anlagegüter verbucht (und nicht 30 bis 50% w ie im Einspracheentscheid festgehalten), w obei innerhalb derselben Kategorien für die beiden Jahre nicht die selben Sätze verw endet w urden (so z.B. bei den ED V-Arbeitsgeräten 1997: 22.5% , 1998: 54% ; siehe Tabelle Vernehm lassungsbeilage 12). Bezüglich der Frage, ob diese Abschreibungen zu gering w aren, kann – w ie dies auch die ESTV getan hat – auf die Tabelle m it den Abschreibungssätzen im Anhang der Broschüre Eigenverbrauch Bezug genom m en w erden, w elche auch gem äss der Praxis (E. 5.3.2) zur Bestim m ung des M arktw ertes verw endet w erden. Zum Vergleich heranzuziehen sind die für die degressive Abschreibung vom Buchw ert (auch die vorstehend erw ähnten Abschreibungssätze der Beschw erdeführerin basieren auf der Abschreibung auf dem Buchw ert) m assgeblichen Sätze von 40% für Bürom aschinen, ED V-Anlagen u.ä. und 25% für G eschäftsm obiliar. D ie Abschreibungen der Beschw erdeführerin erscheinen dam it zw ar zum Teil eher gering, bew egen sich aber durchschnittlich doch im R ahm en der Sätze gem äss der genannten Tabelle. Es kann folglich nicht gesagt w erden, dass die Buchw erte der Beschw erdeführerin aufgrund von eindeutig zu geringen Abschreibungen offensichtlich nicht dem annäherungsw eise zu erm ittelnden M arktw ert entsprechend können. D ie ESTV hat bei ihrer Schätzung kein Bundesrecht verletzt und die Schätzung ist nicht klar unhaltbar, w om it sie hinzunehm en ist (siehe Entscheid der SR K vom 14. D ezem ber 2004, a.a.O ., E. 1f m it H inw eisen, E. 5b). D as Abstellen der ESTV auf den Buchw ert ist nicht zu beanstanden. 6.3.2 N achdem die ESTV m angels Selbstdeklaration der Beschw erdeführerin zu einer Schätzung des M arktw ertes befugt w ar, obliegt es der Beschw erdeführerin, den Bew eis für die U nrichtigkeit der Schätzung zu erbringen bzw . nachzuw eisen, dass die Vorinstanz m it der Erm essensveranlagung Bundesrecht verletzt bzw . dass ihr dabei erhebliche Erm essensfehler unterlaufen sind (für den Bereich der Erm essenstaxation vgl. statt vieler: Entscheid der SR K vom 24. O ktober 2005, veröffentlicht in VPB 70.41, E. 2d/bb, m it zahlreichen H inw eisen). D ieser N achw eis ist der Beschw erdeführerin nicht gelungen. W eder hat sie den effektiven M arktw ert (z.B. über Vergleichsw erte) belegt, noch hat sie aufgezeigt, dass der von der ESTV verw endete W ert zu hoch angesetzt ist. N am entlich ist die Behauptung der Beschw erdeführerin, dass dem effektiven W ertverlust m it den von ihr verbuchten Abschreibungen nicht genügend R echnung getragen w orden ist, nicht erstellt. D as blosse Vorbringen, dass sie zu w enig abgeschrieben habe (und dass die W erte um "m indestens" w eitere 70% abzuschreiben seien), reicht nicht, um die R ichtigkeit der Schätzung der ESTV in Zw eifel zu ziehen. D ie Begründungen der Beschw erdeführerin sind nicht belegt und nicht genügend substantiiert. D ie Schätzung der ESTV bezüglich der 14 Sachanlagen ist dam it zu bestätigen und die Beschw erde insofern abzuw eisen. 6.4 W as die W arenvorräte und Vorräte Technik anbelangt, führt die ESTV im Einspracheentscheid aus, diese seien als neue bew egliche G egenstände anzusehen und seien nach Art. 26 Abs. 3 Bst. a Ziff. 1 M W STV zum Einkaufspreis zu bew erten. Aus der EA ergibt sich hingegen, dass die ESTV auch betreffend die Eigenverbrauchssteuer auf den Vorräten Technik und den W arenvorräten auf die Bilanzw erte per 31. D ezem ber 1998 abgestellt hat (siehe Vernehm lassungsbeilage 11, 13). D am it hat die ESTV aber auch die von der Beschw erdeführerin bis Ende 1998 verbuchten Abschreibungen auf diesen Posten akzeptiert (vgl. auch Einspracheentscheid S. 4 f.; zu den verbuchten Abschreibungen siehe Vernehm lassungsbeilage 12), w as bei neuen bew eglichen G egenständen, w o der dam alige Einkaufspreis m assgeblich ist, gerade nicht in Betracht kom m t (siehe E. 5.3.1). D as Vorgehen der ESTV bzw . deren Erläuterungen im Einspracheentscheid sind folglich w idersprüchlich und es ist nicht klar, ob sie von neuen oder in G ebrauch genom m enen G egenständen ausging und nach w elcher Ziffer von Art. 26 Abs. 3 Bst. a M W STV sie effektiv die Bem essung vorgenom m en hat. Es kann aber nicht daran gezw eifelt w erden, dass die W arenvorräte und die Vorräte Technik, bei w elchen es sich offensichtlich um H andelsw aren der Beschw erdeführerin handelt, als "neue" G egenstände im Sinne von Art. 26 Abs. 3 Bst. a Ziff. 1 M W STV zu qualifizieren sind (zum Begriff der "neuen" G egenstände: oben E. 5.3.1). D ass die Beschw erdeführerin diese zum Verkauf bestim m ten H andelsw aren in ihrem eigenen Betrieb im Sinne von Art. 26 Abs. 3 Bst. a Ziff. 2 M W STV selbst in G ebrauch genom m en hat, ist nicht anzunehm en und sie m acht solches auch nicht geltend. Folglich ist grundsätzlich der Einkaufspreis m assgeblich und in Abw eichung vom Vorgehen der ESTV w ären Abschreibungen vom Anschaffungsw ert bei der Bem essung der Eigenverbrauchssteuer an sich nicht zu berücksichtigen und der Bilanzw ert, d.h. der um die verbuchten Abschreibungen verm inderte Anschaffungsw ert, dürfte nicht als Bem essungsgrundlage herangezogen w erden. Von vornherein nicht zu hören ist unter diesen U m ständen das Vorbringen der Beschw erdeführerin, dass sie zuw enig Abschreibungen vorgenom m en habe und dass bei der Bem essung w eitere Abschreibungen zu gew ähren seien. D as Abstellen der ESTV auf den Bilanzw ert anstatt auf den höheren Einkaufspreis (w as an sich korrekt gew esen w äre) w irkte sich vorliegend zu G unsten der Beschw erdeführerin aus. Ein striktes Abstellen auf den Einkaufsw ert w ürde som it zu einer reform atio in peius führen. Eine solche Änderung der angefochtenen Verfügung zuungunsten einer Partei ist zw ar zulässig, w enn die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt oder auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des Sachverhalts beruht (Art. 62 Abs. 2 Vw VG ). D ie reform atio in peius sollte jedoch m it Zurückhaltung angew endet w erden (AN D R É M O SER /PETER U EBER SA X, Prozessieren vor eidgenössischen R ekurskom m issionen, Basel und Frankfurt am M ain 1998, R z. 3.93). D as Bundesgericht m acht von der 15 reform atio in peius nur G ebrauch, w enn der betreffende Entscheid offensichtlich unrichtig und die Korrektur von erheblicher Bedeutung ist (U rteil des Bundesgerichts 2A.19/2002 vom 3. D ezem ber 2002, E. 4; BG E 108 Ib 228 E. 1b). N achdem dies hier nicht der Fall ist, sieht das Bundesverw altungsgericht keinen Anlass, korrigierend (im Sinne einer strikten Bem essung nach dem Einkaufspreis) und zu U ngunsten der Beschw erdeführerin einzugreifen. D ie Steuerbem essung durch die ESTV ist folglich zu bestätigen. 7. D em G esagten zufolge ist die Beschw erde vollum fänglich abzuw eisen und der Einspracheentscheid der ESTV zu bestätigen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind der Beschw erdeführerin die Verfahrenskosten, w elche auf Fr. 1'000.-- festgesetzt w erden, vollum fänglich aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG ) und diese sind m it dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. Eine Parteientschädigung ist nicht auszurichten (Art. 64 Abs. 1 Vw VG e contrario). D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D er Beschw erdeführerin w erden die Verfahrenskosten im U m fang von Fr. 1'000.-- auferlegt und diese w erden m it dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- verrechnet. 3. Es w ird keine Parteientschädigung zugesprochen. 4. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (G erichtsurkunde) - der Vorinstanz (R ef-N r. ESTV ...) (G erichtsurkunde) D er Kam m erpräsident: D ie G erichtsschreiberin: Thom as Stadelm ann Sonja Bossart R echtsm ittelbelehrung U rteile des Bundesverw altungsgerichts in Abgabesachen können innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Schw eizerischen Bundesgericht in Lausanne angefochten w erden. D ie Beschw erde ist unzulässig gegen Entscheide über die Zollveranlagung, w enn diese aufgrund der Tarifierung oder des G ew ichts der 16 W are erfolgt, sow ie gegen Entscheide über die Stundung oder den Erlass von Abgaben. D ie R echtsschrift ist in einer Am tssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung m it Angabe der Bew eism ittel und die U nterschrift zu enthalten. Sie m uss spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen H anden der Schw eizerischen Post oder einer schw eizerischen diplom atischen oder konsularischen Vertretung übergeben w erden (vgl. Art. 42, 48, 54, 83 Bst. l und m sow ie 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BG G , SR 173.110]). Versand am :