<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00181</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107368&amp;W10_KEY=4467143&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00181</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 01.09.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">1. Abteilung/1. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Submissionsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Submission</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Zuständigkeit (E. 1a); Legitimation (E. 1b).<br/>Beurteilungsspielraum der Vergabebehörde bei der Festlegung der Eignungskriterien (E. 2a/b); Erfahrung ist ein zulässiges Eignungskriterium, soweit die Anforderungen durch Bedürfnisse der vorgesehenen Beschaffung begründet sind, auch wenn dadurch junge Firmen benachteiligt werden (E. 2c). Zulässige Ausübung von Ermessen bei der Frage, ob ein Anbieter über die notwendige Erfahrung verfügt (E. 2 d/e).<br/>Ob die Anforderung, dass der Lieferant der Produkte gleichzeitig deren Hersteller sein muss, für eine Beschaffung dieser Art zulässig wäre, ist fraglich (E. 3).<br/>Nichteintreten infolge fehlender Legitimation, soweit die Beschwerdeführerin Rügen geltend macht, bei deren Gutheissung sie mit ihrem Angebot nicht zum Zuge kommen würde (E. 4).<br/>Abweisung</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUSSCHLUSS">AUSSCHLUSS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EIGNUNGSKRITERIEN">EIGNUNGSKRITERIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERFAHRUNG">ERFAHRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERMESSEN">ERMESSEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REFERENZ">REFERENZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Besonderes Verwaltungsrecht (ohne...) ST: SUBMISSIONSRECHT">SUBMISSIONSRECHT</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 22 SubmV</span><br/><span class="gerade">§ 26 lit. I a SubmV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1">I. <span>Mit Ausschreibung vom 13. Dezember 2002 erÃ¶ffnete das Bestattungs- und Friedhofamt der Stadt ZÃ¼rich die Submission im offenen Verfahren fÃ¼r die Auftragsvergabe von Sarglieferungen im Umfang von jÃ¤hrlich rund 3'700 StÃ¼ck unterschiedlicher Modelle. Innert der Angebotsfrist gingen acht Offerten, darunter diejenige der B GmbH, ein. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Beschluss vom 9. April 2003 erteilte der Stadtrat von ZÃ¼rich den Zuschlag nach Modellen gegliedert an die Anbieterinnen C AG, D AG und E AG. Dieser Ent­scheid wurde am 2. Mai 2003 publiziert. Auf telefonische Anfrage hin begrÃ¼ndete der Leiter des Bestattungs- und Friedhofamts die NichtberÃ¼cksichtigung der B GmbH mit Schreiben vom 8. Mai 2003. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Die B GmbH erhob mit Eingabe vom 12. Mai 2003 beim Ver­wal­tungs­ge­richt Be­schwer­de gegen den Vergabeentscheid und beantragte, dieser sei in Bezug auf die SÃ¤rge der Typen Nrn. A, B und C aufzuheben und die betreffenden ZuschlÃ¤ge seien ihr zu erteilen, unter Ko­sten- und Ent­schÃ¤­di­gungs­fol­gen zu Lasten der Stadt ZÃ¼rich. Weiter ersuchte sie darum, der Be­schwer­de die auf­schiebende Wirkung zu gewÃ¤hren, einen zweiten Schriftenwechsel anzuordnen und vollumfÃ¤ngliche Akteneinsicht zu geben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Mitbeteiligte D AG Ã¤usserte sich, ohne formelle AntrÃ¤ge zu stellen, mit Schreiben vom 10. Juni 2003. Die Beschwerdegegnerin ersuchte am 11. Juni 2003, dem Gesuch um aufschiebende Wir­kung nicht stattzugeben und im Ãbrigen die Beschwerde vollumfÃ¤nglich unter Kostenfolge zulasten der BeschwerdefÃ¼hrerin abzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 16. Juni 2003 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung gewÃ¤hrt und das Akteneinsichtsbegehren teilweise gutgeheissen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit der Replik vom 9. Juli 2003 hielt die Be­schwer­de­fÃ¼h­re­rin an ihren AntrÃ¤gen fest.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> Die D AG Ã¤usserte sich, ohne formelle AntrÃ¤ge zu stellen, mit Eingabe vom 14. Juli 2003. Die Be­schwer­de­geg­nerin liess die am 4. August 2003 ablaufende Frist zur Duplik unbenÃ¼tzt verstreichen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die weiteren Mitbeteiligten C AG und E AG nahmen in keinem Stadium des Verfahrens zur Be­schwer­de Stellung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die AusfÃ¼hrungen der Parteien werden, soweit erforderlich, in den nachstehenden ErwÃ¤gungen wiedergegeben. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber kÃ¶nnen unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372; vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 41 N. 22). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 (IVÃ¶B) sowie die §§ 3 ff. des Gesetzes Ã¼ber den Beitritt des Kantons ZÃ¼rich zur Interkantonalen Vereinbarung Ã¼ber das Ã¶ffentliche Beschaffungswesen vom 22. September 1996 (IVÃ¶B-BeitrittsG) zur Anwendung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Nicht berÃ¼cksichtigte Anbietende sind zur Beschwerde gegen den Vergabeentscheid legitimiert, wenn sie bei deren Gutheissung eine realistische Chance haben, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens fÃ¼hrt, in welchem sie ein neues Angebot ein­reichen kÃ¶nnen; andernfalls fehlt ihnen das schutzwÃ¼rdige Interesse an der BeschwerdefÃ¼hrung (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Als einziges Zuschlagskriterium hat die Beschwerdegegnerin den Preis herangezogen. Da die BeschwerdefÃ¼hrerin bezÃ¼glich der Sargtypen Nr. A und C das tiefste und bezÃ¼glich des Sargtyps Nr. B ebenfalls ein vergleichsweise sehr gÃ¼nstiges Preisangebot einreicht hat, hÃ¤tte sie bei ihrer Zulassung eine realistische Chan­ce auf den Zuschlag. Ihre Beschwerdelegitimation ist daher grundsÃ¤tzlich zu bejahen (vgl. immerhin unten E. 4).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Eignungskriterien umschreiben die Anforderungen, welche ein Anbieter erfÃ¼llen muss, um zu gewÃ¤hrleisten, dass er zur AusfÃ¼hrung des geplanten Auftrags in der Lage ist. Sie betreffen gemÃ¤ss § 22 der kantonalen Submissionsverordnung vom 18. Juni 1997 (SubmV) insbe­sondere die finanzielle, wirtschaftliche, fachliche und organi­sa­to­ri­sche LeistungsfÃ¤higkeit. Die VergabebehÃ¶rde legt die fÃ¼r den jeweiligen Auftrag erforder­lichen Eignungskriterien anhand objektiver Merkmale fest und bestimmt die zu erbringen­den Nach­weise (§ 22 SubmV). Eignungskriterien sind im Normalfall Ausschlusskriterien, die entweder erfÃ¼llt oder nicht erfÃ¼llt sind; das Vorliegen der geforderten Eignung fÃ¼hrt zur Zulassung, deren Fehlen zum Ausschluss vom Verfahren (§ 26 Abs. 1 lit. a SubmV). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der VergabebehÃ¶rde steht bei der Festlegung der Eignungskriterien â wie auch bei der Festlegung der Zuschlagskriterien â ein erheblicher Beurteilungsspielraum zur VerfÃ¼gung (VGr, 18. Dezember 2002, VB.2001.00095, E. 2b, www.vgrz.ch). Die Kriterien sind immerhin im Voraus â mit der Ausschreibung bzw. den Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen â bekannt zu geben (§ 16 Abs. 3 lit. f und § 17 Abs. 1 lit. g SubmV).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) In Ziffer 7 der Ausschreibungsunterlagen setzte das Bestattungs- und Friedhof-amt unter dem Titel "Eignungskriterium" genÃ¼gende Erfahrung in der AusfÃ¼hrung von Leis­tungen in der ausgeschriebenen Art und Menge voraus. Dazu wurden Referenzen hinsichtlich Leistung/Erfahrung und Finanzen gemÃ¤ss separatem Fragebogen verlangt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdegegnerin begrÃ¼ndete die NichtberÃ¼cksichtigung der BeschwerdefÃ¼hrerin damit, dass diese Ã¼ber keinerlei Erfahrung im Holzgewerbe verfÃ¼ge; ihre KerntÃ¤tigkeit liege gemÃ¤ss ausgefÃ¼lltem Fragebogen im Bereich "Schriften/Reklamen, GU fÃ¼r Werbung". Sie erachtete das geforderte Eignungskriterium somit als nicht erfÃ¼llt, weshalb die BeschwerdefÃ¼hrerin gemÃ¤ss § 22 SubmV auszuschliessen sei und nicht berÃ¼cksichtigt werden kÃ¶nne.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nach Meinung der BeschwerdefÃ¼hrerin wirkt sich das Eignungskriterium der Erfahrung diskriminierend aus, zumindest in der Form, wie es die VergabebehÃ¶rde hier offensichtlich interpretiert habe. FÃ¼r die richtige ErfÃ¼llung der ausgeschriebenen LieferauftrÃ¤ge kÃ¶nne es keine entscheidende Rolle spielen, ob eine Anbieterin zugleich Ã¼ber langjÃ¤hrige Erfahrung in der Herstellung von SÃ¤rgen verfÃ¼ge. Wesentlich sei vielmehr, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼ber Erfahrung im Zusammenhang mit dem Import von Produkten aus Polen und/oder aus anderen OstblocklÃ¤ndern verfÃ¼ge. DemgegenÃ¼ber sei die Erfahrung in der Holzbranche fÃ¼r die einwandfreie ErfÃ¼llung der vorliegenden LieferauftrÃ¤ge nicht notwendig. Ob ein offerierter Sarg den gestellten Anforderungen entspreche, sei eine Frage des betreffenden Produkts und nicht eine Frage der Eignung des Anbieters. Der Ausschluss sei somit zu Unrecht erfolgt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die einschlÃ¤gige Erfahrung der Anbieterinnen ist ein sachliches Kriterium zur Beurteilung der QualitÃ¤t ihrer Leistungen. Sie kann namentlich dazu geeignet sein, die in der Submissionsverordnung unter anderem genannte fachliche und organisatorische LeistungsfÃ¤higkeit (§ 22 SubmV) zu belegen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es liegt zwar auf der Hand, dass Eignungskriterien wie "Erfahrung" oder "Vorweisen von Referenzarbeiten" etablierte Unternehmungen bevorzugen (vgl. etwa Claudia Schnei­der Heusi, Die Umsetzung des internationalen Rechts im Bereich des Ã¶ffentlichen Beschaffungswesens in der Schweiz und speziell im Kanton ZÃ¼rich, ZÃ¼rich u.a. 2003, S. 58). Soweit diese Anforderungen jedoch durch die BedÃ¼rfnisse der vorgesehenen Beschaffung begrÃ¼ndet sind, ist ihre Verwendung zulÃ¤ssig und sachgerecht, auch wenn dies fÃ¼r neue gegrÃ¼ndete Unternehmungen zur Folge hat, dass sie die nÃ¶tige Erfahrung und das Vertrauen der Kundschaft â genau wie im privaten GeschÃ¤ftsverkehr â zunÃ¤chst mit kleineren oder einfacheren AuftrÃ¤gen erwerben mÃ¼ssen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Die BeschwerdefÃ¼hrerin hat Erfahrungen weder in der Produktion noch im Handel von SÃ¤rgen oder Ã¤hnlichen Produkten. Ihren Unterlagen kann einzig entnommen werden, dass sie Waren aus OstblocklÃ¤ndern in die Schweiz importiert. Zur Hauptsache handelt es sich um eine Firma in den TÃ¤tigkeitsgebieten Schriften, Reklame und Werbung. Vor diesem Hintergrund konnte die Beschwerdegegnerin ohne weiteres davon ausgehen, die BeschwerdefÃ¼hrerin erfÃ¼lle das Kriterium einschlÃ¤giger Erfahrung nicht. Die BeschwerdefÃ¼hrerin Ã¼bersieht insbesondere, dass die Beschwerdegegnerin die QualitÃ¤t der gelieferten Produkte â mit Recht â durch eine fachlich ausgewiesene und erfahrene Vertragspartnerin gewÃ¤hrleistet haben will. Die VergabebehÃ¶rde hat deshalb, wie mit der Beschwerdeantwort sinngemÃ¤ss dargetan, ein schÃ¼tzenswertes Interesse daran, den Vertrag mit einer Firma schliessen zu kÃ¶nnen, welche aufgrund ihrer fachlichen Erfahrung zu einer solchen QualitÃ¤tskontrolle geeignet ist. Daran vermag selbstredend nichts zu Ã¤ndern, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin in ihrer Replik fÃ¼r sich bzw. fÃ¼r ihre Mitarbeiter pauschal in Anspruch nimmt, "trotz fehlender Erfahrung im Holzbau- und Schreinereigewerbe zuverlÃ¤ssig beurteilen zu kÃ¶nnen, ob ein Holzsarg den QualitÃ¤tsanforderungen des ZÃ¼rcher Bestattungsamtes entspricht". </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Die BeschwerdefÃ¼hrerin rÃ¼gt nach Einsichtnahme in die Akten mit der Replik zusÃ¤tzlich einen Verstoss gegen das Gleichbehandlungsgebot. Sie macht geltend, die C AG â an welche der Grossteil der AuftrÃ¤ge vergeben wurde â habe keine spezifische Erfahrung in der Herstellung von SÃ¤rgen und betrete hier offensichtlich genauso Neuland wie die BeschwerdefÃ¼hrerin selbst. Die C AG erfÃ¼lle das Eignungskriterium "genÃ¼gende Erfahrung in der AusfÃ¼hrung von Leistungen in der ausgeschriebenen Art und Menge" nicht. Da­durch, dass die C AG dennoch im Verfahren belassen wurde, habe die Beschwerdegegnerin in unhaltbarer Weise mit vÃ¶llig unterschiedlichen Ellen gemessen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerdegegnerin durfte unter dem Aspekt der Erfahrung berÃ¼cksichtigen, dass es sich bei der C AG um eine im Holzbau und Holzhandel etablierte Firma handelt. Wenn diese Firma auch offenbar keine spezifische Erfahrung mit der Herstellung und dem Vertrieb von SÃ¤rgen hat, so ist sie doch immerhin seit Jahren in Ã¤hnlichen Bereichen tÃ¤tig; auch verfÃ¼gt sie unbestrittenermassen Ã¼ber eine eigene Schreinerei. Es steht somit fest, dass die C AG â anders als die BeschwerdefÃ¼hrerin â im Holzgewerbe, zu welchem die Herstellung und Lieferung von HolzsÃ¤rgen klarerweise zÃ¤hlt, Erfahrung aufweist. Dieser unterschiedliche Sachverhalt macht eine unterschiedliche Behandlung der beiden Anbieterinnen zulÃ¤ssig. Zudem ist es â wenn auch eine andere LÃ¶sung denkbar gewesen wÃ¤re â vertretbar, die Grenze zwischen ungenÃ¼gender und genÃ¼gender Erfahrung zwischen dem Profil der BeschwerdefÃ¼hrerin und demjenigen der C AG anzusetzen und deshalb nur Letztere zum Zuschlagsverfahren zuzulassen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Zusammengefasst erweist es sich vorliegend als zulÃ¤ssig, Erfahrung als Eignungskriterium festzulegen, und ist es vertretbar, wenn die Beschwerdegegnerin das Kriterium als durch die C AG erfÃ¼llt, durch die BeschwerdefÃ¼hrerin dagegen als nicht erfÃ¼llt qualifiziert. Die Beschwerdegegnerin hat innerhalb des ihr zustehenden Ermessens entschieden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Die BeschwerdefÃ¼hrerin verweist sodann auf die Ausschreibungsunterlagen, worin es unter der Rubrik Leistung heisst, die Lieferfirmen seien gleichzeitig Hersteller der Sargmodelle (Ziff. 3 Abs. 4). Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die C AG lasse die SÃ¤rge â wie sie selbst â in Polen herstellen. Diese Behauptung entspricht den eigenen Angaben der C AG im Offertschreiben vom 24. Januar 2003. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Aus der BerÃ¼cksichtigung der C AG muss geschlossen werden, dass die Beschwerdegegnerin auf das Leistungserfordernis der IdentitÃ¤t zwischen Hersteller- und Lieferfirma verzichtet hat. Damit Ã¼bereinstimmend hat sie den negativen Entscheid gegenÃ¼ber der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht etwa damit begrÃ¼ndet, dass diese die SÃ¤rge durch eine Drittfirma produzieren liesse, sondern mit der fehlenden Erfahrung im geforderten Bereich des Holzgewerbes.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit dem Verzicht auf das Erfordernis der IdentitÃ¤t zwischen Herstell- und Lieferfirma ist die Beschwerdegegnerin von den Ausschreibungsunterlagen abgewichen. Die Be­schwerdefÃ¼hrerin macht indessen nicht etwa geltend, die C AG hÃ¤tte in Nachachtung der Ausschreibung ausgeschlossen werden mÃ¼ssen. Sie erhebt eine solche RÃ¼ge zu Recht nicht: Da die BeschwerdefÃ¼hrerin die SÃ¤rge â wie die C AG â durch eine Drittfirma herstellen liesse, ist ihr durch den Verzicht auf das Erfordernis der IdentitÃ¤t zwischen Herstell- und Lieferfirma keinerlei Nachteil erwachsen. Ob der nachtrÃ¤gliche Verzicht auf das Erfordernis zulÃ¤ssig war, braucht im vorliegenden Verfahren somit nicht entschieden zu werden. Betroffen durch den Zuschlag an die C AG sind insoweit nur Anbieter, welche die SÃ¤rge selbst herstellen wÃ¼rden. Entsprechendes wird denn auch in der Stellungnahme der Mitbeteiligten D AG vom 10. Juni 2003 gerÃ¼gt; da diese Firma indes keine Beschwerde erhoben hat, kann auf deren Kritik an der Vergabe zugunsten der C AG nicht weiter eingegangen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ob die Anforderung, dass der Lieferant der Produkte gleichzeitig deren Hersteller sein muss, fÃ¼r eine Beschaffung der vorliegenden Art Ã¼berhaupt zulÃ¤ssig wÃ¤re, erscheint im Ãbrigen als fraglich, kann jedoch offen gelassen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. Ãhnliches gilt fÃ¼r die Auftragsvergabe an die Firma E AG. Die D AG wirft der Firma E AG in der Stellungnahme vom 10. Juni 2003 vor, sie beziehe die SÃ¤rge bei einer Firma in X, welche seit Jahren gegen den GAV des Schreinereigewerbes verstosse. Die BeschwerdefÃ¼hrerin nimmt diese Vorbringen in der Replik auf mit dem einschrÃ¤nkenden Bemerken, sie vermÃ¶ge nicht zu erkennen, ob die VorwÃ¼rfe begrÃ¼ndet seien oder nicht.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ein Ausschluss der Firma E AG wÃ¼rde nichts daran Ã¤ndern, dass der Ausschluss der BeschwerdefÃ¼hrerin mangels Erfahrung â wie gesehen â zulÃ¤ssig ist. FÃ¼r den Zuschlag betreffend Sargmodell Nr. C wÃ¼rde bei einem Ausschluss der E AG somit nicht die BeschwerdefÃ¼hrerin, sondern eine der Mitbeteiligten, welche Erfahrungen im Holzgewerbe aufweisen kann, in Frage kommen. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin die Eignung der Mitbeteiligten E AG in Frage stellt, ist deshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Ãbrigen sind die gegenÃ¼ber der E AG erhobenen VorwÃ¼rfe ohnehin weder belegt noch genÃ¼gend substantiiert. Sie vermÃ¶gen deshalb keine begrÃ¼ndeten Zweifel zu wecken an den schriftlichen Angaben in der Offerte der E AG, wonach diese die einzelnen Teile der SÃ¤rge als Halbfabrikate bezieht und der Zusammenbau sowie die Endbehandlung in Zusammenarbeit mit einer IV-Eingliederungswerkstatt in der Stadt Y erfolgt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird die BeschwerdefÃ¼hrerin kostenpflichtig und ist ihr keine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen. </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"><a id="Text12"></a>DemgemÃ¤ss entscheidet die Kammer:</p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 4'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 350.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 4'350.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="Einzug2">4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</p> <p class="Einzug2"> </p> <p class="MsoNormal"><span>5. ...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>