Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer Geschäfts-Nr.: SB130041-O/U1/jv Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, lic. iur. Ch. Prinz und Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Baumgartner Beschluss vom 2. März 2013 in Sachen A._____, Beschuldigter und I. Berufungskläger verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ gegen Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, vertreten durch stv. Leitende Staatsanwältin lic. iur. S. Steinhauser, Anklägerin und II. Berufungsklägerin betreffend vorsätzliche grobe Verletzung der Verkehrsregeln Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Andelfingen, Einzelgericht, vom 3. September 2012 (GB120008) - 2 - Nachdem der Beschuldigte im Anschluss an die vorinstanzliche Hauptv er- handlung vom 3. September 2012 Berufung anmelden liess (Prot. I S. 13) sowie nach Einsicht in die Berufungsanmeldung der Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland vom 6. September 2012 (Urk. 35), da das begründete Urteil des Bezirksgerichts Andelfingen vom 3. September 2012 der Staatsanwaltschaft Winterthur/ Unterland am 18. Januar 2013 und dem Beschuldigten am 21. Januar 2013 zugestellt wurde (Urk. 38/1-2), da die in Art. 399 Abs. 3 StPO festgelegte gesetzliche Frist von 20 Tagen ab Zustellung des begrü ndeten Urteils zur Einreichung der Berufungserklärung für die Staatsanwaltschaft am 7. Februar 2013 und für den Beschuldigten am 11. Februar 2013 zu Ende gegangen ist, da die Staatsanwaltschaft mit Eingabe vom 23. Januar 2013 ihre Berufungs- erklärung innert der genannten Frist einreichte (Urk. 40), da seitens des Beschuldigten innert der genannten Frist keine Berufungs - erklärung einging, da die fristgemässe Einreichung der Berufungserklärung eine Gültigkeits - voraussetzung für das Eintreten auf die Berufung darstellt, wobei praxisgemäss bei Nichteinreichen einer Berufungserklärung auf die Einholung von Stellungnahmen im Sinne von Art. 403 Abs. 2 StPO verzichtet wird (ZR 110/2011 Nr. 69), da ein Nichteintreten auf die Berufung gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO grund- sätzlich die Kostentragungspflicht auslöst, vorliegend darüber aber definitiv erst im Erledigungsentscheid betreffend der Zweitberufung zu entscheiden sein wird, unter Hinweis auf Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO - 3 - wird beschlossen: 1. Auf die Erstb erufung des Beschuldigten vom 3. September 2012 wird nicht eingetreten. 2. Über die Kosten dieses Beschlusses wird im Endentscheid des Berufungs- verfahrens entschieden. 3. Schriftliche Mitteilung an − den erbetenen Verteidiger im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten − die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfälliger Rechtsmittel an − die Vorinstanz 4. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf - sachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes - gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgericht s- gesetzes. Obergericht des Kantons Zürich I. Strafkammer Zürich, 2. März 2013 Der Präsident: lic. iur. P. Marti Die Gerichtsschreiberin: lic. iur. C. Baumgartner