<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht darzulegen, wie die Klima- und Umwelttransparenz von Produkten und Dienstleistungen durch eine Umweltproduktdeklaration gefördert werden kann und, sofern notwendig, Vorschläge für die gesetzlichen Grundlagen für die Einführung vorlegen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Grundsätzlich ist die Deklaration von Umweltinformationen zu Produkten ein vielversprechender Ansatz. Dies zeigt beispielsweise die deutliche Reduktion des Strom- und Wasserverbrauchs von Haushaltgeräten seit der Einführung der Energieetikette in der EU und in der Schweiz.</p><p>Im Rahmen der Erarbeitung der Botschaft zur Grünen Wirtschaft (14.019) wurden Arbeiten durchgeführt, um die Markttransparenz bezüglich Umweltinformationen zu verbessern. Der Bundesrat hat auf dieser Basis in seinem Entwurf zur Revision des Umweltschutzgesetzes (USG; SR 814.01) im Jahr 2014 einen entsprechenden Artikel zu Produktumweltinformationen vorgeschlagen. Auf Grundlage dieses Artikels hätte der Bundesrat im Einklang mit internationalen Vorschriften vorschreiben können, dass die Hersteller, Importeure und Händler von Produkten, deren Herstellung, Verwendung oder Entsorgung die Umwelt erheblich belasten, die Käufer über die Auswirkungen dieser Produkte auf die Umwelt informieren müssen. Das Parlament hat 2016 die Revision abgelehnt.</p><p>Zu CO2-Etiketten auf Lebensmitteln hat sich der Bundesrat in den Stellungnahmen zu den Motionen Chevalley (19.3641) und Grunder (19.3918) geäussert.</p><p>Der Bundesrat verfolgt mit Interesse die in anderen Ländern und von privaten Organisationen unternommenen Aktivitäten in diesem Bereich sowie die technischen Möglichkeiten, die sich dank der Digitalisierung eröffnen. So nahm er an einem europäischen Pilotprojekt teil, das darauf abzielte, die Bewertung und Kommunikation der Umweltauswirkungen von Produkten nach der Methodik des Environmental Footprint zu standardisieren und zu vereinfachen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist unklar, ob und wann daraus verpflichtende Deklarationen zum Fussabdruck von Produkten entstehen. Der Bundesrat wird in Umsetzung des Postulats Vonlanthen (17.3505) die Auswirkungen von Verbesserungen der Deklaration ökologischer Eigenschaften auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft entlang der Lieferketten vertieft analysieren. Er wird dabei auch die Arbeiten der EU im Rahmen des EU Green Deals und des Aktionsplans Kreislaufwirtschaft berücksichtigen.</p><p>Der Bundesrat erkennt deshalb keinen zusätzlichen Nutzen in einem Postulatsbericht.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.