Abteilung II B-3146/2008 {T 0/2} U r t e i l v o m 2 . J u n i 2 0 0 8 Einzelrichter Hans Urech, Gerichtsschreiber Thomas Reidy. X._______, Beschwerdeführer, gegen Vollzugsstelle für den Zivildienst ZIVI Regionalzentrum Rüti, Spitalstrasse 31, 8630 Rüti ZH, Vorinstanz. Dienstverschiebung. B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l Besetzung Parteien GegenstandB-3146/2008 Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und zieht in Erwä- gung, dass die Vollzugsstelle für den Zivildienst, Regionalzentrum Rüti (Vor- instanz), mit Verfügung vom 1. April 2008 das Gesuch von X._______ um Dienstverschiebung abwies, dass die Vorinstanz am 30. April 2008 ein Zwangsaufgebot erliess, wo- nach X._______ vom 4. August 2008 bis 29. August 2008 einen Ein- satz beim Einsatzbetrieb Altersheim Y._______ von voraussichtlich 26 Diensttagen zu leisten habe, dass X._______ mit undatierter Eingabe (Postaufgabe in Belgrad: 8. Mai 2008; Eintreffen Poststelle Zürich: 14. Mai 2008; Eingang Bundes verwaltungsgericht: 15. Mai 2008) beantragt, seinen Zivildienst nach Absolvierung seiner Ausbildung, in einem Stück zu leisten, dass das Bundesverwaltungsgericht dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 16. Mai 2008 mitteilte, seine Beschwerde sei unab- hängig davon, welche der beiden vorinstanzlichen Verfügungen er an- zufechten gedenke, gestützt auf die vorhandenen Akten als verspätet anzusehen; gleichzeitig wurde ihm Gelegenheit gegeben, sich zur Fra- ge der Rechtzeitigkeit bis zum 26. Mai 2008 zu äussern, dass sich der Beschwerdeführer innert Frist nicht vernehmen liess, dass die Frist zur Einreichung einer Beschwerde an das Bundesver- waltungsgericht zehn Tage für Beschwerden gegen Disziplinarmass- nahmen, Aufgebote sowie Abbrüche und Verlängerungen von Einsät- zen und 30 Tage in den übrigen Fällen beträgt (Art. 66 des Zivildienst- gesetzes vom 6. Oktober 1995 [ZDG, SR 824.0]), dass schriftliche Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist der Be- hörde einzureichen oder zu deren Handen der Schweizerischen Post zu übergeben sind (Art. 21 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. De - zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]), dass die Verfügung des Regionalzentrums vom 1. April 2008 betref- fend Ablehnung des Gesuchs um Dienstverschiebung dem Beschwer- deführer gemäss Nachverfolgung über das Sendungsverfolgungssys- tem der Post, « Track & Trace », am 7. April 2008 eröffnet wurde und Seite 2B-3146/2008 demnach die 30-tägige Beschwerdefrist am 7. Mai 2008 abgelaufen ist (Art. 20 VwVG), dass die im Ausland (Belgrad) aufgegebene Beschwerde somit bis am 7. Mai 2008 beim Bundesverwaltungsgericht oder zumindest bei der schweizerischen Poststelle (vgl. BGE 92 II 215) hätte eintreffen müs- sen, dass die Sendung gemäss « Track & Trace-Auszug » jedoch erst am 14. Mai 2008 bei einer schweizerischen Poststelle eintraf, dass selbst wenn sich die Eingabe des Beschwerdeführers gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 30. April 2008 betreffend Zwangsaufge- bot richten sollte, die in diesem Fall geltende zehntägige Beschwerde- frist (Art. 66 Bst. a ZDG) ebenfalls verpasst wurde, zumal diese Ver- fügung dem Beschwerdeführer am 2. Mai 2008 zugestellt und die Beschwerdefrist - unter Berücksichtigung des Pfingstwochenendes - am 13. Mai 2008 endete, dass somit die am 8. Mai 2008 in Belgrad aufgegebene und am 14. Mai 2008 bei einer schweizerischen Poststelle eingetroffene Be- schwerde als verspätet eingereicht zu betrachten und auf diese im ein- zelrichterlichen Verfahren nicht einzutreten ist (vgl. Art. 23 Abs. 1 Bst. b des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32], zumal auch kein Grund für die Wiederherstellung der Frist nach Art. 24 Abs. 1 VwVG vorliegt, dass das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht im Bereich Zi- vildienst kostenlos ist, zumal es sich nicht um eine mutwillige Be- schwerdeführung handelt (Art. 65 Abs. 1 ZDG), dass Entscheide auf dem Gebiet des Zivildienstes nicht beim Bundes- gericht angefochten werden können und der vorliegende Entscheid da- mit endgültig ist (Art. 83 Bst. i des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. Seite 3B-3146/2008 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 3. Dieses Urteil geht an: - den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beschwerdebeilagen zurück) - die Vorinstanz (Ref-Nr. 31243; Einschreiben) Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: Hans Urech Thomas Reidy Versand: 3. Juni 2008 Seite 4