<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2004.00088</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=204256&amp;W10_KEY=13013568&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2004.00088</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 19.05.2004</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Sozialhilfe: Kostengutsprache für stationäre Therapie Sozialhilfeleistungen decken das soziale Existenzminimum ab, zu dem auch notwendige therapeutische Behandlungen gehören. Kostengutsprachen sind in der Regel zum Voraus einzureichen, im Zusammenhang mit Krankheiten ist in einem zeitlich beschränkten Rahmen eine nachträgliche Einreichung möglich. Die Sozialhilfebehörde hat den Sachverhalt abzuklären (E. 2). Aus dem ärztlichen Bericht ergibt sich nicht z w i n g e n d, dass eine stationäre Behandlung der Suchterkrankung des Beschwerdeführers notwendig war. Die Gemeinde stützt sich für die Ablehnung der Kostengutsprache wesentlich auf einen Sozialpädagogen (nicht auf einen Arzt) bei der kommunalen Beratungsstelle für Drogenprobleme, was nicht zu beanstanden ist (E. 3.3). Zu berücksichtigen ist, dass der Beschwerdeführer die stationäre Therapie begonnen hat, obwohl ihm bewusst war, dass eine Kostengutsprache von der kommunalen Beratungsstelle nicht unterstützt werde, und ihm andere Hilfsangebote empfohlen wurden, die überhaupt erst eine bessere Abklärung des gesundheitlichen Zustands des Beschwerdeführers ermöglicht hätten (E. 3.4). Die Feststellungen des Sozialpädagogen sind lediglich pauschal und dadurch ungenügend dokumentiert. Dieser Mangel ist im Beschwerdeverfahren geheilt worden, indem jetzt feststeht, dass der Beschwerdeführer während zwei Jahren keine Drogen mehr konsumiert hat und eine stationäre Therapie sich nicht zwingend aufdrängte (E. 3.5). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DROGENSUCHT">DROGENSUCHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KOSTENGUTSPRACHE">KOSTENGUTSPRACHE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SACHVERHALTSFESTSTELLUNG">SACHVERHALTSFESTSTELLUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SOZIALHILFE">SOZIALHILFE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: STATIONÃRE MASSNAHME">STATIONÃRE MASSNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SUCHTERKRANKUNG">SUCHTERKRANKUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: THERAPIE">THERAPIE</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 15 Abs. II SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 19 Abs. III SHV</span><br/><span class="gerade">§ 20 Abs. I SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 21 Abs. I SHV</span><br/><span class="gerade">§ 27 Abs. I SHV</span><br/><span class="ungerade">§ 31 Abs. I SHV</span><br/><span class="gerade">§ 7 Abs. III VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b><span>I. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt2"><span>A, geboren 1981, hielt sich vom 14. Januar 2002 bis 6. Januar 2004 mit einem kurzen Unterbruch vom 6. Juni bis 8. Juli 2002 in der Therapiestation X in W auf. Diese wird von einem christlich orientierten TrÃ¤gerverein gefÃ¼hrt und betreut Menschen mit psychischen Problemen â namentlich solchen in den verschiedenen Formen der Sucht. Ziel ist die gesellschaftliche und berufliche Integration der betreuten Personen mit der MÃ¶glichkeit, Erfahrungen mit dem christlichen Gedankengut zu machen. A trat in diese Institution ein, weil er laut Ã¤rztlichem Bericht vom 9. April 2002 aufgrund eines familiÃ¤ren Gewalterlebnisses 1986 ein psychisches Leiden entwickelte und ab 1995 Drogen konsumierte, bis 1997 vor allem LSD, ab 1998 Alkohol; seit Mai 2000 war er laut dem genannten Bericht abstinent, jedoch massiv nikotinabhÃ¤ngig.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Der Gesamtleiter der Therapiestation X ersuchte am 19. Februar 2002 die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde erstmals um Kostengutsprache fÃ¼r den Aufenthalt von A. Die Amtsstelle Sozialberatung lehnte das Gesuch am 20. Februar 2002 gestÃ¼tzt auf eine Beurteilung der Beratungsstelle fÃ¼r Jugend- und Drogenprobleme ab, weil A seit lÃ¤ngerer Zeit keine harten Drogen mehr konsumiere. Ein zweites Gesuch vom 25. Juli 2002 lehnte die genannte Amtsstelle am 19. August 2002 nach erneuter RÃ¼cksprache mit der Fachstelle fÃ¼r Jugend- und Drogenprobleme mit der gleichen BegrÃ¼ndung wiederum ab, unter Hinweis darauf, dass A jederzeit eine rekursfÃ¤hige VerfÃ¼gung bezÃ¼glich der Kos­tengutsprache verlangen kÃ¶nne. Ein drittes Gesuch vom 11. November 2002 begrÃ¼ndete der Leiter der Therapiestation X damit, dass fÃ¼r A ohne stationÃ¤re Behandlung die akute Gefahr bestehe, erneut in den Drogenkonsum abzustÃ¼rzen. Mit Schreiben vom 17. Dezember 2002 hielt die Amtsstelle an ihrer ablehnenden Haltung fest, unter Hinweis darauf, dass verschiedene andere Hilfeangebote zur VerfÃ¼gung stÃ¼nden; so kÃ¶nne sich A jederzeit an die medizinisch-therapeutischen Behandlungseinrichtungen der Gemeinde Y wenden, welche allfÃ¤llige therapeutische Massnahmen mit dem Klienten direkt besprechen werde; ferner biete die Koordinationsstelle fÃ¼r Integrierte Psychiatrie in Y (IPY) ebenfalls verschiedene Hilfen an. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit Leistungsentscheid vom 27. Februar 2003 (bereits angekÃ¼ndigt mit Schreiben vom 17. Dezember 2002 an den Leiter von X) gewÃ¤hrte die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde A rÃ¼ckwirkend fÃ¼r die Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 2002 sowie kÃ¼nftig fÃ¼r die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2003 wirtschaftliche Hilfe im Umfang des Grundbedarfs I und II zuzÃ¼glich PrÃ¤mie fÃ¼r die Krankenkassengrundversicherung im Sinn einer Bevorschussung auf Arbeitslosentaggelder. Als UnterstÃ¼tzungsgrund wurde die Ã¤rztlich ausgewiesene ArbeitsunfÃ¤higkeit genannt; im Entscheid wurde darauf hingewiesen, dass weitere Kosten fÃ¼r den Aufenthalt in X nicht Ã¼bernommen wÃ¼rden, weil dafÃ¼r gemÃ¤ss Beratungsstelle fÃ¼r Jugend- und Drogenprobleme die erforderliche Indikation fehle.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Dagegen erhob B, Leiter von X, namens von A am 27. MÃ¤rz 2003 Einsprache mit dem Antrag, die Kosten fÃ¼r den Aufenthalt in X ab 1. MÃ¤rz 2002 bis 31. MÃ¤rz 2003 bzw. bis zum Therapierende vollstÃ¤ndig zu Ã¼bernehmen; fÃ¼r die Zeit vom 1. MÃ¤rz 2002 bis 31. MÃ¤rz 2003 resultiere bei einem Tagesansatz von Fr. 210.- unter BerÃ¼cksichtigung des Therapieunterbruchs vom 6. Juni bis 8. Juli 2002 sowie nach Abzug der empfangenen Sozialhilfeleistungen eine Forderung von Fr. 61'924.40. Eventuell sei statt der Ãbernahme der vollstÃ¤ndigen Kosten die gewÃ¤hrte wirtschaftliche Hilfe um monatlich Fr. 500.- fÃ¼r die Mietkosten und um monatlich Fr. 50.- fÃ¼r weitere situationsbedingte Leistungen zu erhÃ¶hen sowie die KrankenkassenprÃ¤mie statt ab Juli 2002 bereits ab MÃ¤rz 2002 zu Ã¼bernehmen. Mit Einspracheentscheid vom 24. Juni 2003 lehnte die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Y den Hauptantrag ab; hingegen hiess sie das Eventualbegehren teilweise gut, indem sie die Wohnkosten von monatlich Fr. 500.- rÃ¼ckwirkend ab 1. Juli 2002 bis 31. Dezember 2003 Ã¼bernahm. </span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>II. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit Rekurs vom 23. Juni (richtig: Juli) 2003 beantragte A erneut die Ãbernahme der vollen Kosten seines Aufenthalts in Y, und zwar nunmehr ab 1. MÃ¤rz 2002 bis 31. Juli 2003, was eine Restforderung von Fr. 88'389.- ergebe; eventuell sei die bisher gewÃ¤hrte Sozialhilfe um den Betrag zu ergÃ¤nzen, welcher dem Einsprecher gemÃ¤ss den Richtlinien fÃ¼r die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien, hrsg. von der Schweizerischen Konferenz fÃ¼r Sozialhilfe) zustehe.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Der Bezirksrat V wies den Rekurs am 17. Dezember 2003 ab.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><b><span>III. </span></b><span> </span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Mit Beschwerde vom 20. Februar 2004 beantragte A, nunmehr vertreten durch Rechtsanwalt Dr. G, die Ãbernahme der vollen Kosten des Aufenthalts in X, nunmehr bis 6. Januar 2004, ergebend eine Restforderung von Fr. 109'517.-; unter Kosten und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.</span></p> <p class="Sachverhalt1"><span>Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde X beantragte am 23. MÃ¤rz 2004 Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulasten des BeschwerdefÃ¼hrers. Der Bezirksrat ersuchte ebenfalls um Abweisung der Beschwerde, wobei er auf weitere AusfÃ¼hrungen verzichtete. Mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 30. MÃ¤rz 2004 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet; in Replik und Duplik hielten beide Parteien an ihren AntrÃ¤gen fest.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Erwgung1"><b><span>1. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Das Verwaltungsgericht ist nach § 19c Abs. 2 und § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zustÃ¤ndig. Weil auch die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>2. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>GemÃ¤ss § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) hat Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe, wer fÃ¼r seinen Le­bens­unterhalt oder den seiner FamilienangehÃ¶rigen mit gleichem Wohnsitz nicht hinrei­chend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann. Als Teil des sozialen Existenzminimums soll die wirtschaftliche Hilfe laut § 15 Abs. 2 SHG auch die notwendige Ã¤rztliche oder thera­peutische Behandlung und die notwendige Pflege in einem Spital, in einem Heim oder zu Hause sicherstellen. </span></p> <p class="Erwgung1"><span>GemÃ¤ss § 20 Abs. 1 der Sozialhilfeverordnung vom 21. Oktober 1981 (SHV) sind Gesuche um Kostengutsprache im Voraus an die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Wohn‑ oder Aufenthaltsgemeinde zu richten. Laut § 19 Abs. 3 SHV besteht ohne Gutsprache oder bei verspÃ¤teter Einreichung des Gesuchs kein Anspruch auf KostenÃ¼bernahme. Diese Bestimmungen wollen erreichen, dass die unterstÃ¼tzungspflich­tige Gemeinde bei der Auswahl der Leistung, fÃ¼r welche Kostengutsprache zu leisten ist, ihre Argumente einbringen und mitentscheiden kann. Die Gemeinde soll nicht einfach vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Dieser Grundsatz gilt allerdings bei Behandlun­gen von Krankheiten und krankheitsÃ¤hnlichen Erscheinungen nicht absolut. Bei Krank­heits­kosten sieht § 21 SHV ohnehin eine Frist von drei Monaten ab Beginn von ambulan­ten und von einem Monat ab Beginn von stationÃ¤ren Behandlungen im Krankenhaus vor. Sofern sich eine bereits begonnene Therapie als notwen­dig erweist, hat eine verspÃ¤tete Gesuchseinrei­chung in erster Linie zur Folge, dass Therapiefortschritte in der gewÃ¤hlten Institution und die mit einer nachtrÃ¤glichen Umplatzierung verbundenen Nachteile und HÃ¤rten das unter­stÃ¼tzungspflichtige Gemeinwesen nicht daran hindern kÃ¶nnen, die Platzierung in einer ge­eigneten, aber kostengÃ¼nstigeren Einrichtung zu verlangen bzw. BeitrÃ¤ge nur dann zu ge­wÃ¤hren, wenn diese Einrichtung gewÃ¤hlt wird (VGr, 20. Mai 1998, VB.1998.00061). </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Die Finanzierung bzw. Teilfinanzierung des Aufenthalts in einer spezialisierten Therapieeinrichtung kann eine situationsbedingte Leistung darstellen, auf die Anspruch besteht (vgl. SKOS-Richtlinien, Ziffern C.1/2 und D.3). Die zustÃ¤ndige FÃ¼rsor­gebehÃ¶rde hat ihren Entscheid zu treffen, sobald die VerhÃ¤ltnisse hinreichend geklÃ¤rt sind (§ 31 Abs. 1 SHV). Dies setzt voraus, dass sie die persÃ¶nlichen, familiÃ¤ren und fi­nan­ziel­len Ver­hÃ¤ltnisse des Gesuchstellers abklÃ¤rt (vgl. Sozialhilfe-BehÃ¶rdenhandbuch, hrsg. von der Abteilung Ãffentliche Sozialhilfe des Sozialamtes des Kanton ZÃ¼rich, Zif­fer 2.5.2/§ 31, S. 1). Ihr obliegt die Pflicht zur Untersuchung des massgebenden Sach­ver­halts (§ 7 Abs. 1 VRG). Im Hinblick darauf hat sie nÃ¶tigenfalls von Amtes wegen die Erhebungen durchzufÃ¼hren, um die Sachdarstellung im Gesuch zu vervollstÃ¤ndigen. Sie hat dazu in erster Linie den Hilfesuchenden zu befragen und seine Unterlagen zu prÃ¼fen, wÃ¤hrend weitere Personen nur mit ZurÃ¼ckhaltung beizuziehen sind (§ 27 Abs. 1 SHV). Zur hinreichenden SachverhaltsabklÃ¤rung genÃ¼gt es in der Regel, wenn die BehÃ¶r­den Ã¼ber ein Gesuch um wirtschaftliche Hilfe gestÃ¼tzt auf die Akten, die eigenen Wahr­neh­mungen â insbesondere durch persÃ¶nliche Befragung â und den eigenen Sachverstand ent­schei­den. SachverstÃ¤ndigengutachten sind daher nur ausnahmsweise beizuziehen. Der Bei­zug von Fachleuten kann namentlich zur KlÃ¤rung von medizinischen Fragen erforder­lich sein (RB 1999 Nr. 85). </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde ist berechtigt und gestÃ¼tzt auf die GrundsÃ¤tze der Sparsamkeit und der Wirtschaftlichkeit (§§ 6 und 7 des Finanzhaushaltsgesetzes vom 2. September 1979) auch verpflichtet, die Ãbernahme von Kosten ganz oder teil­weise zu verweigern, sofern ein Heimaufenthalt nicht erforderlich ist oder sie eine ver­tret­bare gÃ¼nstigere Alternative anzubieten vermag (vgl. Sozialhilfe-Be­hÃ¶r­den­handbuch, Ziffer 2.5.1/§ 16 SHG, S. 2). Erweist sich ein Heimaufenthalt als erforderlich, muss die angebotene Alternative allerdings geeignet sein, das bestehende Problem angemessen anzuge­hen.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>3. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.1 </span></b><span>Der Bezirksrat hat erwogen, die vorliegenden Akten bÃ¶ten nur eine "knappe" Entscheidungsgrundlage. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Gemeinde stÃ¼tze sich einerseits auf eine Stellungnahme von C (von der Beratungsstelle fÃ¼r Jugend- und Drogenprobleme), welcher die Notwendigkeit einer stationÃ¤ren Therapie verneine, anderseits auf eine dem Leiter von X am 17. Dezember 2002 zugestellte ablehnende Stellungnahme der Sozialberatung Y, worin auf die Hilfsangebote der Gemeinde Y, nÃ¤mlich die medizinisch-therapeutischen Behandlungseinrichtungen sowie die Koordinationsstelle fÃ¼r die IPY hingewiesen worden sei. Die sich aus diesen Unterlagen ergebenden GrÃ¼nde fÃ¼r die Ablehnung einer vollumfÃ¤nglich KostenÃ¼bernahme erwiesen sich als "knapp rechtsgenÃ¼gend".</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.2 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer wirft den Vorinstanzen â offenbar in AnknÃ¼pfung an die vorstehend wiedergegebenen ErwÃ¤gungen der RekursbehÃ¶rde â in erster Linie eine ungenÃ¼gende KlÃ¤rung des rechtserheblichen Sachverhalts vor. Dass die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde die beim BeschwerdefÃ¼hrer unbestrittenermassen gegebene Motivation fÃ¼r eine stationÃ¤re Therapie in der Station X nicht als ausschlaggebenden Grund fÃ¼r die Notwendigkeit einer derartigen Therapie bzw. eine diesbezÃ¼gliche KostenÃ¼bernahme gewÃ¼rdigt hat, vermag indessen diesen Vorwurf nicht zu stÃ¼tzen, woran auch der Hinweis auf das verwaltungsgerichtliche Urteil VB.2000.00302 vom 16. November 2000 (www.vgrzh.ch) nichts zu Ã¤ndern vermag.</span></p> <p class="Erwgung2"><span>Unzutreffend ist sodann nach Auffassung des BeschwerdefÃ¼hrers die Feststellung der Vorinstanz, er habe "seit mehreren Jahren" keine Drogen mehr konsumiert; richtig sei vielmehr, dass er solche Drogen bis im Mai 2000 eingenommen habe, weshalb sich die drogenfreie Zeit bis zum Eintritt in die Station X im Januar 2002 auf 19 Monate beschrÃ¤nke. Die gerÃ¼gte Feststellung des Bezirksrats kann sich auf die Aussage von C stÃ¼tzen, der in einer Aktennotiz betreffend das mit dem BeschwerdefÃ¼hrer am 7. Januar 2002 gefÃ¼hrte GesprÃ¤ch festgehalten hat, Letzterer sei seit zwei Jahren (drogen-) abstinent. Die Darstellung des BeschwerdefÃ¼hrers entspricht hingegen jener im Bericht von Dr. med. D vom 9. April 2002; sie dÃ¼rfte daher zutreffen, wobei die zeitliche Differenz im Licht der nachstehenden ErwÃ¤gungen indessen nicht entscheidungsrelevant ist. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.3 </span></b><span>Die Sozialhilfe hat nach § 15 Abs. 2 SHG lediglich die "notwendige" Ã¤rztliche und therapeutische Behandlung sicherzustellen. Angesichts des mit einer stationÃ¤ren Behandlung verbundenen Kostenaufwandes (im vorliegenden Fall von Fr. 210.- pro Tag wÃ¤hrend rund zwei Jahren) ist eine Verpflichtung des Gemeinwesens, solche Kosten im Rahmen der Sozialhilfe zu Ã¼bernehmen, nur aufgrund einer fachlich dokumentierten Indikation anzunehmen. Dabei trifft die BehÃ¶rde wie erwÃ¤hnt (vorstehend E. 2) eine diesbezÃ¼gliche Untersuchungspflicht. Deren ErfÃ¼llung bedingt â namentlich in FÃ¤llen, in denen dem Gesuch um KostenÃ¼bernahme wie hier ein Ã¤rztliches Empfehlungsschreiben beigelegt wird â eine eigenstÃ¤ndige fachliche Beurteilung seitens der entscheidungsbefugten SozialbehÃ¶rde. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Y lag im vorliegenden Fall der Bericht von Dr. med. D vom 9. April 2002 vor, welcher eine stationÃ¤re Behandlung des BeschwerdefÃ¼hrers in der therapeutischen Wohngemeinschaft X bzw. eine Fortsetzung dieser im Januar 2002 begonnenen Behandlung empfahl. Als Diagnosen werden darin zum einen "Posttraumatische BelastungsstÃ¶rung (schwere Angsterkrankung, die ihm immer noch tief in den Knochen sitzt bei familiÃ¤rem Gewalterlebnis 1986)" festgehalten, ferner "Polytoxikomanie (Cannabis, Alkohol, LSD), seit Mai 2000 abstinent bei z.Z. massiver NikotinabhÃ¤ngigkeit". Aus diesem Ã¤rztlichen Bericht ergibt sich nicht, dass eine stationÃ¤re Behandlung des BeschwerdefÃ¼hrers zwingend geboten war. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde brauchte daher gestÃ¼tzt auf diese fachliche Empfehlung die Notwendigkeit einer stationÃ¤ren Behandlung in der Institution X nicht ohne weiteres zu bejahen. Entscheidend ist wie erwÃ¤hnt, ob sich die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde bei ihrem gegenteiligen (ablehnenden) Entscheid auf eine hinreichende Beurteilung eigener Fachstellen stÃ¼tzen konnte. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Wie sich aus den vorliegenden Stellungnahmen der Beschwerdegegnerin ergibt, handelt es sich bei der Beratungsstelle fÃ¼r Drogenprobleme um eine Ã¤rztlich/psychiatrische geleitete medizinisch-therapeutische Einrichtung zur Beratung und Behandlung bei Drogenproblemen, die gemÃ¤ss kantonaler Spitalliste als ambulante Facheinrichtung im Suchtbehandlungsbereich anerkannt ist. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Y hat den Auftrag zur Indika­tionsprÃ¼fung fÃ¼r stationÃ¤re Therapien an diese Beratungsstelle Ã¼bertragen, weil sie Ã¼ber grosse Erfahrung und ProfessionalitÃ¤t in diesem Bereich verfÃ¼gt. Die Beratungsstelle trifft ihre AbklÃ¤rungen nach medizinisch-psychiatrischen Standards, fÃ¼r deren Einhaltung der leitende Oberarzt aufgrund von Fallbesprechungen verantwortlich ist. Sie beschÃ¤ftigt im Rahmen der IPY ein interdisziplinÃ¤res Behandlungsteam. C, dipl. SozialpÃ¤­dagoge, welcher sich mit der Frage der TherapiebedÃ¼rftigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers befasste, kommt in der Organisation der Beratungsstelle die Spezialfunktion zu, Hilfe suchende Menschen zu beraten, die sich in eine stationÃ¤re Drogentherapie begeben mÃ¶chten. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer wendet in der Replik ein, in seinem Fall wÃ¤re zwecks fundierter Meinungsbildung eine Untersuchung durch einen Arzt der IPY erforderlich gewesen, was nicht geschehen sei. Letztere Behauptung wird in der Duplik seitens der Beschwerdegegnerin nicht klar bestritten. Aufgrund der dargelegten Organisation und Funktionsweise der Beratungsstelle ist es jedoch nicht zu beanstanden, wenn sich die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde Y bei ihrem Entscheid auf die Beurteilung der Fachperson stÃ¼tzte, welche sich mit den Fragen der Notwendigkeit und gegebenenfalls der Auswahl einer stationÃ¤ren Therapie speziell befasst, auch wenn es sich dabei nicht um eine Ã¤rztliche Fachperson handelt.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.4 </span></b><span>Bei PrÃ¼fung der Frage, ob die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde ihrer Untersuchungspflicht genÃ¼gt habe, darf sodann nicht ausser Acht gelassen werden, wie sich der Vorgang abgespielt hat. Der BeschwerdefÃ¼hrer sprach mit seinem Anliegen, in der Institution X eine Therapie aufzunehmen, am 7. Januar 2002 bei der Fachstelle vor und fÃ¼hrte ein GesprÃ¤ch mit C. Laut der darÃ¼ber vorhandenen Aktennotiz, deren Inhalt im vorliegenden Verfahren nie in Frage gestellt worden ist, wies der BeschwerdefÃ¼hrer damals darauf hin, dass ihm seitens der Institution X eine Drogentherapie empfohlen worden sei. Bereits am 14. Januar 2002 trat der BeschwerdefÃ¼hrer seinen Aufenthalt in Y an, im Wissen darum, dass C kein Gesuch um Kostengutsprache bei der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde stellen werde. Danach folgten verschiedene fÃ¶rmlich abgefasste Gesuche des Leiters von X um KostenÃ¼bernahme (Schreiben vom 19. Februar, 25. Juli und 11. November 2002), dazwischen, nÃ¤mlich am 9. April 2002 die schriftliche Empfehlung von Dr. med. D direkt an das Sozialamt. Dieses hat vor dem Entscheid vom 27. Februar 2003 wiederholt darauf hingewiesen, dass dem BeschwerdefÃ¼hrer verschiedene andere Hilfsangebote zur VerfÃ¼gung stÃ¼nden, wobei als Anlaufstellen die medizinisch-therapeutischen Behandlungseinrichtungen der Gemeinde Y sowie die Koordinationsstelle der IPY in Betracht fielen. Wenn der BeschwerdefÃ¼hrer von diesen MÃ¶glichkeiten keinen Gebrauch gemacht hat, so ist dies in erster Linie darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren, dass er den Aufenthalt in X aus eigener Entscheidung (bzw. jener dieser Institution) bereits am 14. Januar 2002 angetreten hat, im Bewusstsein, dass die Fachstelle fÃ¼r Drogenberatung eine KostenÃ¼bernahme nicht unterstÃ¼tzen werde. HÃ¤tte der BeschwerdefÃ¼hrer von diesen MÃ¶glichkeiten Gebrauch gemacht, hÃ¤tte dies nicht nur zu seiner Behandlung und Betreuung in anderer Form, sondern vorab auch zu einer besseren AbklÃ¤rung des "Sachverhalts", nÃ¤mlich zur KlÃ¤rung der Frage, welches die geeignete Behandlung fÃ¼r ihn darstelle, beigetragen. </span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.5 </span></b><span>Zu prÃ¼fen bleibt, ob die fachliche Beurteilung seitens der Beratungsstelle fÃ¼r Drogenprobleme in inhaltlicher Hinsicht zu Ã¼berzeugen vermÃ¶ge. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>DiesbezÃ¼glich hat das Gericht eine freie BeweiswÃ¼rdigung vorzunehmen (vgl. § 51 sowie § 70 in Verbindung mit § 7 Abs. 3 VRG), ohne darin durch die fehlende Kompetenz zur Ermessenskontrolle bzw. durch die BeschrÃ¤nkung auf Rechtskontrolle (vgl. § 50 Abs. 2 VRG) eingeschrÃ¤nkt zu sein; denn die ÃberprÃ¼fung der fachlichen Beurteilung beschlÃ¤gt nicht die Ermessenkontrolle, sondern die Sachverhaltsermittlung; eine KognitionseinschrÃ¤nkung besteht hier lediglich in dem Sinn, als die Gerichte fachspezifische Beurteilungen von Amtsstellen nur mit der gebotenen ZurÃ¼ckhaltung Ã¼berprÃ¼fen, die jedoch im vorliegenden Fall nicht so weit geht, wie wenn ein eigentliches Gutachten vorliegen wÃ¼rde (zur beschrÃ¤nkten ÃberprÃ¼fung von Gutachten trotz freier Sachverhaltskontrolle vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 51 N. 7). Wie zugleich anzumerken ist, bedeutet dies nicht, dass der SozialbehÃ¶rde beim Entscheid Ã¼ber das Gesuch um KostenÃ¼bernahme keinerlei Ermessen zugestanden hÃ¤tte. Fachspezifische Beurteilungen, wie hier die Frage der "Notwendigkeit" einer stationÃ¤ren Therapie fÃ¼r einen gesundheitlich beeintrÃ¤chtigten SozialhilfeempfÃ¤nger, kÃ¶nnen zu einem Ergebnis fÃ¼hren, wonach eine solche Behandlung zwar als nicht zwingend geboten, jedoch als wÃ¼nschbar erscheint. In diesem Sinn verbleibt der entscheidungsbefugten SozialbehÃ¶rde durchaus ein Ermessensspielraum. Bei der diesbezÃ¼glichen ErmessensausÃ¼bung darf und muss sie auch andere sachliche Gesichtspunkte (nicht fachspezifischer Art) berÃ¼cksichtigen, namentlich auch finanzielle Gesichtspunkte. Insoweit hat das auf Rechtskontrolle beschrÃ¤nkte Verwaltungsgericht bei der ÃberprÃ¼fung des eine KostenÃ¼bernahme ablehnenden Entscheids der SozialhilfebehÃ¶rde den dieser BehÃ¶rde zustehenden Ermessensspielraum zu respektieren.</span></p> <p class="Urteilstext"><span>Vorab ist festzuhalten, dass die im vorliegenden Fall erfolgte fachliche Beurteilung, soweit sie vor dem Entscheid der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde vom 27. Februar 2003 vorgenommen wurde, nur in pauschaler Form und dementsprechend nur ungenÃ¼gend dokumentiert ist. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um die in Form von Aktennotizen vorhandenen Aussagen von C, Mitarbeiter der Beratungsstelle fÃ¼r Drogenprobleme. Inhaltlich beschrÃ¤nken sich diese Aussagen darauf, eine stationÃ¤re Drogentherapie sei nicht erforderlich, weil der BeschwerdefÃ¼hrer abgesehen von seiner bestehenden Nikotinsucht seit lÃ¤ngerer Zeit keine Drogen mehr konsumiert habe und fÃ¼r ihn eine psychologische oder psychiatrische Behandlung (ausserhalb einer stationÃ¤ren Drogentherapie) eher angebracht sei. Insoweit ist der Bemerkung der Vorinstanz, es lÃ¤gen nur knapp genÃ¼gende Entscheidungsgrundlagen vor, durchaus zuzustimmen. Soweit diese knappe Dokumentationsweise in inhaltlicher Hinsicht Zweifel an der Ãberzeugungskraft der fachlichen Beurteilung erweckt, ist jedoch dieser Mangel im vorliegenden Beschwerdeverfahren geheilt worden, indem die mit der Beschwerdeantwort eingereichte Stellungnahme der IPY vom 15. MÃ¤rz 2004, die ausser von C auch von Oberarzt Dr. med. E unterzeichnet ist, eine substanziiertere Darstellung der fraglichen Beurteilung wiedergibt. Danach waren fÃ¼r die Fachstelle vor allem zwei GrÃ¼nde massgebend dafÃ¼r, eine stationÃ¤re Behandlung des BeschwerdefÃ¼hrers in der Institution X nicht zu empfehlen. Zum einen habe er selber den von ihm angestrebten Aufenthalt in X nicht wegen der Drogenproblematik, sondern mit seinem Wunsch begrÃ¼ndet, sich in einer christlich orientierten Institution aufzuhalten und dort ein Arbeitspraktikum zu absolvieren. Vor allem aber habe sich eine spezifische Drogentherapie damals deshalb nicht aufgedrÃ¤ngt, weil er seit rund zwei Jahren keine Drogen mehr konsumiert und sich sein Drogenkonsum in der Vergangenheit vorwiegend auf so genannte weiche Drogen beschrÃ¤nkt habe; im Zeitpunkt der AbklÃ¤rung habe seine Nikotinsucht im Vordergrund gestanden, fÃ¼r deren Behandlung adÃ¤quatere Massnahmen in Form anderer psychologischer oder psychiatrischer Therapien in Betracht gefallen wÃ¤ren. </span></p> <p class="Erwgung2"><span>Zu dieser Beurteilung konnte der BeschwerdefÃ¼hrer in der Duplik Stellung nehmen. Was darin vorgebracht wird, vermag die EinschÃ¤tzung der Fachstelle nicht zu entkrÃ¤ften. Entgegen der in der Duplik geÃ¤usserten Auffassung lÃ¤sst diese EinschÃ¤tzung nicht den Schluss zu, die Fachstelle habe die Nikotinsucht des BeschwerdefÃ¼hrers verharmlost sowie den Zusammenhang zwischen dessen psychischen Problemen und dessen frÃ¼heren Drogensucht verkannt. Aus der Beurteilung der Fachstelle ergibt sich mit hinreichender Ãberzeugungskraft, dass eine stationÃ¤re Therapie jedenfalls nicht zwingend geboten war. Bei dieser Beweislage kann davon abgesehen werden, Ã¼ber die (damalige) TherapiebedÃ¼rftigkeit des BeschwerdefÃ¼hrers ein Ã¤rztliches Gutachten einzuholen oder Dr. phil. F (laut Darstellung in der Rekursschrift "Fallsupervisor" in der Institution X) zu befragen. Dass sich der Aufenthalt einschliesslich Behandlung in der Institution X positiv auf die gesundheitliche und persÃ¶nliche Entwicklung des BeschwerdefÃ¼hrers auswirken konnte, mag durchaus zutreffen, zumal dort laut Darstellung in der Replik nur Personen nach einem erfolgreichen Drogenentzug therapiert werden und dort im fraglichen Zeitraum drei weitere Personen mit Ã¤hnlichen Problemen behandelt worden sind. Im Rahmen des der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde wie erwÃ¤hnt verbleibenden Ermessensspielraums war es jedoch nicht rechtsverletzend, wenn sie die KostenÃ¼bernahme fÃ¼r eine solche Therapie abgelehnt hat.</span></p> <p class="Erwgung2"><b><span>3.6 </span></b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrer weist (in der Beschwerdeschrift vom 20. Februar 2004) darauf hin, dass er rÃ¼ckwirkend auf 14. Januar 2003 eine 100 %-IV-Rente erhalten werde; die diesbezÃ¼gliche VerfÃ¼gung der Sozialversicherungsanstalt ZÃ¼rich werde nach Eingang dem Gericht nachgereicht. Soweit er geltend macht, in Unkenntnis dieses sozialversicherungsrechtlichen Entscheids habe die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde zu Unrecht angenommen, er sei "vollstÃ¤ndig geheilt", kann dem nicht gefolgt werden. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht einwendet, ist die Zusprechung einer IV-Rente eher ein Indiz dafÃ¼r, dass nicht die Drogensucht die hauptsÃ¤chliche gesundheitliche BeeintrÃ¤chtigung des BeschwerdefÃ¼hrers darstellt. Es besteht jedenfalls kein Anlass, den BeschwerdefÃ¼hrer von Amtes wegen zur Einreichung des angekÃ¼ndigten IV-Entscheids aufzufordern, zumal er selber in der Replik vom 13. April 2004 darauf nicht mehr Bezug genommen hat.</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>4. </span></b><span> </span></p> <p class="Erwgung1"><span>Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Bei der Bemessung der GerichtsgebÃ¼hr ist entsprechend der in sozialhilferechtlichen FÃ¤llen geÃ¼bten Praxis der bedrÃ¤ngten finanziellen Lage des BeschwerdefÃ¼hrers Rechnung zu tragen. Zudem sind ihm die Gerichtskosten nur zur HÃ¤lfte, zur anderen HÃ¤lfte jedoch in Anwendung von § 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 2 VRG wegen mangelhafter VerfahrensfÃ¼hrung der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Eine ParteientschÃ¤digung steht dem BeschwerdefÃ¼hrer als Unterliegendem nach § 17 Abs. 2 VRG von vornherein nicht zu. Eine solche EntschÃ¤digung ist jedoch auch der obsiegenden Beschwerdegegnerin nicht zuzusprechen; abgesehen davon, dass sie wie erwÃ¤hnt gestÃ¼tzt auf § 13 Abs. 2 Satz 2 VRG einen Teil der Kosten zu Ã¼bernehmen hat, gehÃ¶rt die Beantwortung von Rechtsmitteln zum angestammten Aufgabenbereich eines Gemeinwesens. Diese AufgabenerfÃ¼llung ist nur in FÃ¤llen mit ausserordentlichem Aufwand durch eine ParteientschÃ¤digung abzugelten; diese Voraussetzungen sind hier nicht erfÃ¼llt. </span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Urteilstext"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"> </p> <p class="Einzug2">1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</p> <p class="Einzug2">2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 2'060.-- Total der Kosten.</p> <p class="Einzug2">3. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur HÃ¤lfte auferlegt.</p> <p class="Einzug2">4. ParteientschÃ¤digungen werden nicht zugesprochen.</p> <p class="Urteilstext"><span>5. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>