<h2>SubmittedText<h2><p>Über einen amerikanischen Satelliten ist es heute möglich, die Koordinaten eines beliebigen Ortes auf der ganzen Welt zu bestimmen.</p><p>In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Landestopographie hat die Telecom die Präzision dieses Lokalisierungssystems weiter verbessert. Dank eingebauter Sender liegt die Genauigkeit heute bei 2 bis 5 m, gegenüber vorher 50 bis 100 m.</p><p>Der Einsatz des Systems ist insbesondere in Berggebieten, in Gegenden mit hoher Unfallgefahr (Bergsteigen, Fliegerei, Sport, Tourismus usw.) sinnvoll. Ich bitte den Bundesrat deshalb um </p><p>Beantwortung folgender Fragen:</p><p>a. Weshalb kann das Lokalisierungssystem, ähnlich wie schon beim Natel, gerade in Graubünden, im Tessin und im Wallis nicht empfangen werden?</p><p>b. Wann wird der Empfang in diesen Regionen möglich sein?</p><p>c. Wäre es nicht angebracht, das Lokalisierungssystem prioritär im Süden des Landes einzuführen, auch wenn dieser Landesteil manchmal als wirtschaftlich und politisch unbedeutend angesehen wird?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>GPS ist ein Navigationssystem des amerikanischen Verteidigungsministeriums mit total 25 Satelliten. Für zivile Benutzer ist damit eine Standortbestimmung mit einer Genauigkeit von ca. +/- 100 m möglich. </p><p>Das Zusatz-System DGPS ermöglicht eine Genauigkeit von ca. +- 5 m, dank Korrekturdaten, welche den DGPS-Empfängern z.B. über ein Radiosendernetz zugeführt werden. DGPS ist vorerst ein Pilotprojekt, das bis Ende 1997 laufen soll. Dienstanbieter ist das Bundesamt für Landestopographie, während die Telecom PTT einige ihrer UKW-Sender für die Verbreitung der Daten ausgerüstet hat. Mit fünf Sendern (Chasseral, La Dôle, Niederhorn, Rigi und Säntis) kann annähernd die Hälfte des nationalen Territoriums bzw. zwei Drittel der Bevölkerung bedient werden.</p><p>Zweck des freiwilligen Pilotprojektes - für das kein Leistungsauftrag besteht - ist die Bedürfnisabklärung und die Marktforschung. </p><p>Ab Anfang 1998 ist ein kommerzieller Dienst denkbar, sofern eine genügend grosse Nachfrage besteht und der Dienst selbsttragend ist. </p><p>zur Frage a)</p><p>Aus wirtschaftlichen Überlegungen soll mit einer kleinen Anzahl von Sendern ein möglichst grosses Gebiet der Schweiz bedient werden, wobei mit den Sendern Niederhorn und Rigi auch bedeutende Teile des Alpengebietes erreicht werden. Eine Ausdehnung auf die Kantone Graubünden, Tessin und Wallis hätte einen mehrfachen Aufwand verursacht.</p><p>zur Frage b)</p><p>Bei genügend grossem Interesse der Benutzer ist ein Weiterausbau im Alpengebiet ab 1998 wahrscheinlich.</p><p>zur Frage c)</p><p>Da für eine flächendeckende Versorgung der Schweiz mit DGPS kein Leistungsauftrag besteht, wurde das Pilotprojekt nach rein wirtschaftlichen Überlegungen konzipiert. Damit ist keine Abwertung des südlichen Teils der Schweiz beabsichtigt. Bei entsprechender Nachfrage kann das Empfangsgebiet später, wie erwähnt, ohne weiteres vergrössert werden. Zudem bleibt festzuhalten, dass das Basis-System GPS im ganzen Land empfangen werden kann. Die Genauigkeit von +/- 100 m genügt für Rettungszwecke in den meisten Fällen.</p>  Antwort des Bundesrates.