<h2>SubmittedText<h2><p>Im Zusammenhang mit der Neukonzeption der Heereskampftruppen, die im Armeeleitbild XXI vorgesehen ist, wird der Bundesrat eingeladen, die Kampfkraft der Gebirgstruppen zu sichern. </p><p>Insbesondere wird er aufgefordert, drei Gebirgsinfanteriebrigaden, und zwar je eine im Osten, im Zentrum und im Westen des Alpenraumes, beizubehalten. Momentan ist jedem eben erwähnten geographischen Raum eine Gebirgsdivision zugeteilt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat stellt fest, dass zur gleichen Problematik ein weiterer Vorstoss eingereicht wurde (Postulat Maspoli 01.3764).</p><p>Die "Armee XXI" wird nicht nur eine beträchtliche Verkleinerung des Armeebestandes, sondern auch eine Auflösung mehrerer Divisionen, Brigaden, Regimenter und Bataillone zur Folge haben. Damit ist der Spielraum für eine regional, sprachlich und demographisch ausgeglichene Verteilung der Formationen eng. Dem Anliegen einer regionalen Verankerung wurde jedoch nach Ansicht des Bundesrates mit der Planung der Formationen und Bestände im Armeeleitbild XXI auf der Grundlage der zu erbringenden Leistungen der "Armee XXI" so weit wie möglich Rechnung getragen.</p><p>Die im Armeeleitbild XXI aufgeführte Grundgliederung der Brigaden stellt eine nach regionalen Kriterien vorgenommene Unterstellung der Bataillone des Heeres dar, welche vorwiegend der Ausbildung dient. Für jeden Einsatz aber wird die Gliederung der Brigaden auftragsbezogen angepasst werden müssen.</p><p>Sah im Falle einer militärischen Bedrohung das Konzept der dynamischen Raumverteidigung der "Armee 95" noch für einige wenige "Kampfverbände" (wie z. B. die Festungsbrigaden) eine vorbestimmte Zuweisung von Einsatzräumen vor, so wird mit "Armee XXI" gänzlich darauf verzichtet. Das Schwergewicht eines Armeedispositives muss auf die jeweilige Bedrohungsrichtung ausgelegt sein: Ist die Bedrohung so, dass das Schwergewicht im Alpenraum zu liegen kommt, werden Truppen der ganzen Armee im Gebirge eingesetzt. In einem anderen Fall kann es notwendig sein, dass auch Truppen, welche nach Grundgliederung im Armeeleitbild XXI einer Gebirgsinfanteriebrigade zugehören, im Jura oder im Mittelland zum Einsatz gelangen.</p><p>Die Bestandesreduktion bedingt eine erhöhte Einsatzflexibilität und Multifunktionalität der Bataillone, welche mit dem neuen Ausbildungsmodell angestrebt werden. Die Ausbildung für Einsätze unter besonderen Bedingungen - etwa im Gebirge - erfolgt im Rahmen der konkreten Einsatzvorbereitung. Dabei wird im Falle der Gebirgsausbildung das Know-how in einem Kompetenzzentrum unter Einbezug von ausgebildeten und eingeteilten Spezialisten vermittelt. In der "Armee XXI" werden in vier der vierzehn aktiven, identisch gegliederten und ausgerüsteten Infanteriebataillone Gebirgsspezialisten eingeteilt sein.</p><p>Das im Armeeleitbild XXI dargestellte Verhältnis der Arten von Infanteriebrigaden (vier Infanterie- zu zwei Gebirgsinfanteriebrigaden) ist das Resultat militärischer, regionalpolitischer und demographischer Überlegungen. Es widerspiegelt im Vergleich zwischen dem Alpenraum und der übrigen Schweiz auch die unterschiedliche Bevölkerungsdichte, die Verteilung der Wirtschaftsstandorte und des Verkehrs- und Kommunikationsnetzes. Die sechs Infanteriebrigaden bilden zusammen mit den zwei Panzerbrigaden die Basis für massgeschneiderte, auf die konkrete Bedrohung ausgerichtete Brigaden.</p><p>Die in der Empfehlung vorgeschlagene Lösung würde zwangsläufig zulasten der übrigen Infanteriebrigaden gehen und damit insbesondere den beabsichtigten Ausbildungszweck in Frage stellen.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Empfehlung abzulehnen.