<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bund hat es kürzlich abgelehnt, den Anschluss des Schienennetzes der Chemins de fer du Jura (CJ) an das Fernnetz finanziell zu unterstützen; dieser Anschluss sollte mittels einer dritten Schiene zwischen Delsberg und Glovelier hergestellt werden.</p><p>Das Projekt, das Pendlerinnen und Pendlern sowie Touristinnen und Touristen zugute kommen soll, ist aber für die erwähnte Bahngesellschaft, für die Freiberge, den Kanton Jura und den gesamten Jurabogen von grösster Wichtigkeit.</p><p>- Ist sich der Bundesrat bewusst, dass die Bahngesellschaft CJ ohne die erwähnte Unterstützung durch den Bund und somit ohne die dritte Schiene grosse wirtschaftliche Schwierigkeiten zu gewärtigen haben wird?</p><p>- Ist der Bundesrat nicht der Ansicht, dass nach den Verzögerungen beim Bau der Transjurane die Region Jura schon genug unter ihrer Isolation durch ihre periphere Lage gelitten hat?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Jahre 1992 hat der Bund dem Kanton Jura offeriert, 85 Prozent der Kosten einer Schmalspurstrecke Glovelier-Delémont zu übernehmen. Diese Strecke wäre über weite Strecken parallel zur Transjurane geführt worden, hätte aber auch neue Ortschaften erschlossen. Der Kanton Jura lehnte es in der Volksabstimmung vom 17. Mai 1992 ab, die auf ihn entfallenden 15 Prozent zu übernehmen. Der Bund hat darauf die im achten Rahmenkredit für diesen Zweck reservierten Mittel für andere Projekte freigegeben.</p><p>Heute sind keine Mittel vorhanden, um solche Investitionen, wie sie vom Fragesteller genannt werden, zu finanzieren. Der neunte Rahmenkredit reicht kaum, um die notwendigsten Substanzerhaltungsmassnahmen zu finanzieren. Für Erweiterungsinvestitionen bleibt kein Platz.</p><p>Angesichts der Situation der Bundesfinanzen sieht der Bundesrat keine Möglichkeit, das Projekt einer dritten Schiene Glovelier-Delémont finanziell zu unterstützen.</p>  Antwort des Bundesrates.