A bteilung III C -50/2006 {T 0/2} U rteil vom 28. A ugust 2007 M itw irkung: R ichter Antonio Im oberdorf (Kam m erpräsident), R ichter Andreas Trom m er und Bernard Vaudan, G erichtsschreiber R udolf G run K ._______, Beschw erdeführerin, vertreten durch S._______, gegen B undesam t für M igration (B FM ), Q uellenw eg 6, 3003 Bern, Vorinstanz, betreffend Einreisesperre B u n d e s v e rw a ltu n g s g e ric h t T rib u n a l a d m in is tra tif fé d é ra l T rib u n a le a m m in is tra tiv o fe d e ra le T rib u n a l a d m in is tra tiv fe d e ra l2 Sachverhalt: A. D ie 1986 geborene, aus M ontenegro stam m ende Beschw erdeführerin ver- heiratete sich am 22. Juli 2004 in ihrer H eim at m it einem in der Schw eiz niedergelassenen Landsm ann. Am 21. Septem ber 2004 gelangte sie im R ahm en des Fam iliennachzugs zu ihrem Ehem ann nach Flaw il (SG ) und erhielt eine bis zum 20. Septem ber 2005 gültige Jahresaufenthaltsbew illi- gung. N achdem sie vom Einw ohneram t der G em einde Flaw il per 30. O kto- ber 2004 nach unbekannt w eggezogen gem eldet w orden w ar, w iderrief das Ausländeram t des Kantons St. G allen m it Verfügung vom 11. April 2005 die Aufenthaltsbew illigung und w ies die Beschw erdeführerin aus dem Kanton w eg (Ausreisefrist: 13. Juni 2005). W egen unbekannten Aufent- halts der Beschw erdeführerin w urde diese Verfügung (w ie zuvor schon die Einladung zur Stellungnahm e) im kantonalen Am tsblatt publiziert; sie blieb unangefochten und erw uchs in R echtskraft. Am 18. August 2005 w urde die Beschw erdeführerin anlässlich einer Vor- sprache beim dortigen Einw ohneram t in Flaw il angehalten und polizeilich einvernom m en. D abei bestätigte sie, dass sie die eheliche W ohnung infol- ge von D ifferenzen schon am 27. O ktober 2004 w ieder verlassen habe. Sie sei zunächst nach Zofingen zu einer Tante und anfangs 2005 nach W interthur gezogen. An ihrem offiziellen W ohnsitz habe sie sich deshalb nicht abgem eldet, w eil sie auf eine W iederaufnahm e der ehelichen Bezie- hung gehofft habe. D ass sie von ihrem W ohnort in Flaw il als w eggezogen gem eldet w orden sei, habe sie ebenso w enig gew usst, w ie dass ihre Auf- enthaltsbew illigung in der Folge w iderrufen w orden sei. N och im Januar 2005 habe sie in einem D ancing in W interthur eine Stelle angetreten, w ozu sie das Einverständnis des kantonalen M igrationsam tes erhalten habe. D ie Beschw erdeführerin w urde von der Kantonspolizei St. G allen w egen w iderrechtlichen Aufenthalts in der Schw eiz und Stellenantritts ohne Bew il- ligung verzeigt, in Ausschaffungshaft genom m en und am 20. August 2005 nach Belgrad ausgeschafft. D ie Kosten der erzw ungenen Ausreise konn- ten m angels genügender Barschaft nicht der Beschw erdeführerin auferlegt w erden. B. M it Verfügung vom 19. August 2005 verhängte die Vorinstanz über die Be- schw erdeführerin eine Einreisesperre für die D auer von drei Jahren. Zur Begründung w urde ausgeführt, es lägen grobe Zuw iderhandlungen gegen frem denpolizeiliche Vorschriften vor (N ichtausreise nach einer behördlich angesetzten Ausreisefrist, w iderrechtlicher Aufenthalt und Erw erbstätig- keit). D ie w eitere Anw esenheit der Verfügungsbelasteten sei zudem aus vorsorglich arm enrechtlichen G ründen unerw ünscht. Einer allfälligen Beschw erde w urde gleichzeitig die aufschiebende W irkung entzogen. C . M it Verw altungsbeschw erde an das Eidgenössische Justiz- und Polizeide- partem ent (EJPD ) vom 19. Septem ber 2005 beantragt die Beschw erdefüh-3 rerin die Aufhebung der Einreisesperre. D abei m acht sie insbesondere gel- tend, ihr Ehem ann sei für die ganzen Schw ierigkeiten verantw ortlich, in die sie hineingeraten sei. Er sei es gew esen, der die H eirat arrangiert, sie in die Schw eiz geholt und hier schon nach kurzer Zeit aus der ehelichen W ohnung gew orfen habe. D ie von ihm ohne ihre M itw irkung bei einem G e- richt in M ontenegro im M ärz 2005 erw irkte Scheidung anerkenne sie nicht. Schliesslich treffe auch nicht zu, dass sie in der Schw eiz illegal erw erbstä- tig gew esen sei; sie habe m it Einw illigung des zuständigen M igrationsam - tes w ährend etw a zw ei M onaten gearbeitet und dafür die üblichen Sozial- abgaben und Steuern geleistet. D . D as U ntersuchungsam t G ossau sprach die Beschw erdeführerin in einer Strafverfügung vom 21. Septem ber 2005 des w iderrechtlichen Aufenthalts und Stellenantritts ohne Bew illigung schuldig und auferlegte ihr eine Busse von Fr. 300.-- und die Verfahrenskosten von Fr. 150.--. D ie Strafverfügung w urde ebenfalls im kantonalen Am tsblatt publiziert und erw uchs unange- fochten in R echtskraft. E. D ie Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehm lassung vom 9. N ovem ber 2005 die Abw eisung der Beschw erde. D en W iderruf der Aufenthaltsbew illigung m üsse die Beschw erdeführerin gegen sich gelten lassen, auch w enn ihr dieser w egen unbekannten Aufenthalts nicht persönlich habe eröffnet w er- den können und sie von der am tlichen Publikation keine Kenntnis genom - m en habe. Aus dem vom M igrationsam t des Kantons Zürich erteilten Ein- verständnis zum Stellenantritt könne die Beschw erdeführerin nichts für sich ableiten, w eil dieses Einverständnis ausdrücklich unter dem Vorbehalt einer gültigen Aufenthaltsbew illigung im W ohnkanton - also im Kanton St. G allen - erteilt w orden sei. D ie M assnahm e sei auch aus vorsorglich ar- m enrechtlichen G ründen gerechtfertigt, w eil die Ausschaffungskosten m angels genügender finanzieller M ittel nicht von der Beschw erdeführerin getragen w orden seien. F. M it verfahrensleitender Anordnung vom 11. N ovem ber 2005 w urde der Be- schw erdeführerin die M öglichkeit gew ährt, zur Vernehm lassung der Vorin- stanz Stellung zu nehm en. D ie hierfür gesetzte Frist verstrich jedoch unge- nutzt. D as B undesverw altungsgericht zieht in Erw ägung: 1. Verfügungen des BFM betreffend Einreisesperre unterliegen der Be- schw erde an das Bundesverw altungsgericht (Art. 20 Abs. 1 des Bundesge- setzes vom 26. M ärz 1931 über Aufenthalt und N iederlassung der Auslän- der [AN AG , SR 142.20] i.V.m . Art. 31 ff. des Verw altungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VG G , SR 173.32]). Zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Verw altungsgerichtsgesetzes bereits beim EJPD hängige R echtsm it- telverfahren w erden vom Bundesverw altungsgericht übernom m en. D ie Be- urteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 VG G ). D as U rteil ist endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 4 vom 17. Juni 2005 [SR 173.110]). G em äss Art. 37 VG G richtet sich das Verfahren nach dem Bundesgesetz vom 20. D ezem ber 1968 über das Ver- w altungsverfahren (Vw VG , SR 172.021). 2. D ie Beschw erdeführerin ist als Adressatin der angefochtenen Einreise- sperre zur Beschw erdeführung legitim iert; auf die frist- und form gerecht eingereichte Beschw erde ist einzutreten (Art. 48 ff. Vw VG ). 3. M it Beschw erde an das Bundesverw altungsgericht kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Ü berschreitung oder M issbrauch des Er- m essens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb- lichen Sachverhaltes sow ie die U nangem essenheit gerügt w erden (Art. 49 Vw VG ). D as Bundesverw altungsgericht w endet im Beschw erdeverfahren das Bundesrecht von Am tes w egen an. Es ist gem äss Art. 62 Abs. 4 Vw VG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann die Be- schw erde auch aus anderen als den geltend gem achten G ründen gut- heissen oder abw eisen. M assgebend ist grundsätzlich die Sach- und R echtslage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. E. 1.2 des in BG E 129 II 215 teilw eise publizierten U rteils 2A.451/2002 vom 28. M ärz 2003). 4. G em äss Artikel 13 Absatz 1 AN AG kann die eidgenössische Behörde über unerw ünschte Ausländer die Einreisesperre verhängen. Sie kann ferner, jedoch für höchstens drei Jahre, eine Einreisesperre über solche Auslän- der verhängen, die sich grobe oder m ehrfache Zuw iderhandlungen gegen frem denpolizeiliche oder andere gesetzliche Bestim m ungen und gestützt darauf erlassene behördliche Verfügungen haben zuschulden kom m en las- sen. W ährend der Einreisesperre ist dem Ausländer jeder G renzübertritt ohne ausdrückliche Erm ächtigung der verfügenden Behörde untersagt. 4.1 G estützt auf den Tatbestand von Satz 2 der vorgenannten N orm (grobe oder m ehrfache Zuw iderhandlungen gegen frem denpolizeiliche oder ande- re gesetzliche Bestim m ungen) kann eine Fernhaltem assnahm e verhängt w erden, w enn der Ausländer objektiv gegen frem denpolizeiliche Vorschrif- ten verstossen hat und ihm sein G esetzesverstoss zum Vorw urf gereicht. Als grob im Sinne von Art. 13 Abs. 1 Satz 2 AN AG ist eine Zuw iderhand- lung gegen frem denpolizeiliche Bestim m ungen – unabhängig vom Ver- schulden des Ausländers – im m er dann zu qualifizieren, w enn sie zentrale, für das Funktionieren der frem denpolizeilichen O rdnung w ichtige Bereiche berührt (Entscheide des EJPD vom 18. N ovem ber 1998 und 24. August 1998, publiziert in Verw altungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 63.38 und 63.2). 4.2 Ausländische Staatsangehörige sind zur Anw esenheit in der Schw eiz be- rechtigt, w enn sie über eine Aufenthalts- oder N iederlassungsbew illigung verfügen oder w enn sie keiner solchen bedürfen (vgl. Art. 1a AN AG ). D em - zufolge hält sich ein Ausländer rechtsw idrig in der Schw eiz auf, w enn sei- ne Anw esenheit nicht durch das G esetz oder durch eine individuelle Bew il- ligung erlaubt ist. N icht niedergelassene Ausländer dürfen eine Stelle erst antreten und von einem Arbeitgeber zum Antritt der Stelle nur zugelassen w erden, w enn ih- nen der Aufenthalt zum Stellenantritt bew illigt ist (vgl. Art. 3 Abs. 3 AN AG ).5 5. D ie Beschw erdeführerin bestreitet sinngem äss, in irgend einer W eise ge- gen frem denpolizeiliche Vorschriften verstossen zu haben. D em ist in grundsätzlicher W eise schon die Strafverfügung des U ntersuchungsam tes G ossau entgegegen zu halten. G em äss dessen Feststellungen hielt sich die Beschw erdeführerin seit dem 14. Juni 2005 (also nach Ablauf der m it der W egw eisung verbundenen Erfüllungsfrist) illegal in der Schw eiz auf und ging ab dem gleichen Zeitpunkt auch w iderrechtlich ihrer Arbeit in W interthur nach. D as Bundesverw altungsgericht hat keinen Anlass, von der Sachverhaltsfeststellung und rechtlichen W ürdigung durch die Strafin- stanz abzuw eichen. D ie Beschw erdeführerin kann die R echtm ässigkeit und W irkungen des W iderrufs ihrer Aufenthaltsbew illigung nicht schon da- m it in Frage stellen, dass sie von dieser Verfügung keine Kenntnis erhalten hat. Allfällige Einw ände in Bezug auf die Eröffnung der Verfügung w ären bei der zuständigen kantonalen Instanz zu erheben gew esen. Solche M än- gel w erden im Ü brigen von der Beschw erdeführerin nicht explizit geltend gem acht und ergeben sich auch nicht aus den Akten. W eil die Beschw er- deführerin die Behörden nicht pflichtgem äss über die Verlegung ihres W ohnortes inform ierte, konnte ihr die Verfügung auch nicht persönlich zu- gestellt w erden. Aber auch aus der vom M igrationsam t des Kantons Zürich erteilten Bew illigung zum Stellenantritt kann die Beschw erdeführerin nichts für sich ableiten. D iese Bew illigung w urde zu einem Zeitpunkt ausgestellt, in dem eine gültige Aufenthaltsbew illigung bestand und w ar ausdrücklich an eine solche gekoppelt (vgl. Verfügung vom 10. Januar 2005). D em nach übte die Beschw erdeführerin seit dem 14. Juni 2005 auch ihre Erw erbstä- tigkeit als Serviceangestellte w iderrechtlich aus. H inzu kom m t, dass sie bei ihrem G esuch um Stellenantritt im Kanton Zürich unw ahre Angaben über ihren W ohnort gem acht hat, sonst hätte sie das Einverständnis zur Auf- nahm e einer Erw erbstätigkeit gar nicht erhalten. Adm inistrativm assnahm en auf dem G ebiete des Frem denpolizeirechts die- nen gerade dazu, der öffentlichen O rdnung – unbesehen eines Verschul- dens oder subjektiver Bew eggründe für eine M issachtung – zum D urch- bruch zu verhelfen und Ausländer zur sorgfältigen R espektierung einschlä- giger N orm en anzuhalten. Illegaler Aufenthalt und w iderrechtliche Er- w erbstätigkeit in der Schw eiz w ährend m ehr als zw ei M onaten sind zw ei- fellos geeignet, jede frem denpolizeiliche O rdnung in em pfindlicher W eise zu stören. In casu ist denn die Vorinstanz – auch w enn der Vorw urf der N ichtausreise nach Ablauf einer behördlich angesetzten Ausreisefrist nicht zutrifft (die Beschw erdeführerin hat ja den Kanton St. G allen verlassen) – zu R echt vom Tatbestand der groben Zuw iderhandlung gegen frem denpo- lizeiliche Bestim m ungen ausgegangen, w eshalb die Voraussetzungen für die Verhängung einer Einreisesperre gestützt auf Art. 13 Abs. 1 Satz 2 AN AG erfüllt sind. 6. D ie Vorinstanz geht in ihrer Verfügung ferner vom R isiko der Arm engenös- sigkeit aus und schliesst daraus auf eine U nerw ünschtheit (vgl. Art. 13 Abs. 1 erster Satz AN AG ). 6.1 Tatsächlich können arm enrechtliche G ründe eine Fernhaltem assnahm e rechtfertigen und zw ar dann, w enn die W ahrscheinlichkeit besteht, der be-6 treffende Ausländer verfüge nicht über ausreichende finanzielle M ittel, auf die er im Bedarfsfall unverzüglich zurückgreifen könnte. Es besteht dann die G efahr, dass er von der öffentlichen Fürsorge unterstützt w erden m uss oder versucht sein könnte ohne Bew illigung ein Erw erbseinkom m en zu er- zielen, respektive auf andere unerlaubte W eise zu G eldm itteln zu gelan- gen. O b eine Polizeigefahr im dargelegten Sinne besteht, lässt sich natur- gem äss nur in Form einer Prognose beurteilen, die sich auf das bisherige Verhalten des Ausländers abstützt. In diesem Sinne gelten Ausländer als "unerw ünscht", deren Verhalten in der Vergangenheit darauf schliessen lässt, dass sie nicht w illens oder nicht fähig sind, sich in die geltende O rd- nung einzufügen, und deren Fernhaltung daher im öffentlichen Interesse liegt (vgl. BG E 129 IV 246 Erw . 3.2; VPB 61.1, 60.4, 58.53 sow ie PETER SU LG ER BÜ EL, Vollzug von Fernhalte- und Entfernungsm assnahm en gegen- über Frem den nach dem R echt des Bundes und des Kantons Zürich, D iss. Zürich 1984 = Europäische H ochschulschriften, R eihe II, R echtsw issen- schaft, Bd. 352, Bern usw . 1984, S. 79 f., m it w eiteren N achw eisen). 6.2 Bei ihrer Ausreise w ar die Beschw erderführerin lediglich im Besitze von Fr. 100.-- und som it praktisch m ittellos (vgl. Befragungsprotokoll vom 18. August 2005, S. 3). D as hatte zur Folge, dass sie die Ausschaffungs- kosten nicht selber bestreiten konnte. D adurch ergeben sich auch für den Fall einer erneuten Einreise in die Schw eiz konkrete Anhaltspunkte für eine Polizeigefahr im oben erw ähnten Sinne. Som it steht fest, dass die Be- schw erdeführerin ebenfalls den Fernhaltegrund der U nerw ünschtheit nach Art. 13 Abs. 1 Satz 1 AN AG gesetzt hat. 7. Es bleibt zu prüfen, ob die Einreisesperre dem G rundsatz nach sow ie von ihrer D auer her in richtiger Ausfüllung des Erm essens ergangen und ange- m essen ist. M assgebliche G esichtspunkte für die Erm essensausübung sind die Besonderheiten des rechtsw idrigen Verhaltens, die persönlichen Verhältnisse der Verfügungsbelasteten sow ie eine w ertende G ew ichtung öffentlicher und privater Interessen (vgl. R EN É A. R H IN O W / BEAT KR ÄH EN M AN N , Schw eizerische Verw altungsrechtsprechung, Ergänzungsband zur 5. und 6. Auflage von M AX IM BO D EN / R EN É A. R H IN O W , Basel und Frankfurt a.M . 1990, N r. 67, S. 211 f., m it H inw eisen). 7.1 D as generalpräventiv m otivierte öffentliche Interesse daran, die frem den- polizeiliche O rdnung gegenüber der fehlbaren Beschw erdeführerin zu schützen, ist gew ichtig, w as sich ohne w eiteres aus den vorstehenden Er- w ägungen ergibt. Illegaler Aufenthalt und w iderrechtliche Erw erbstätigkeit w ährend m ehr als zw ei M onaten sind nicht zu bagatellisieren. H inzu kom m t das begründete R isiko, die Beschw erdeführerin könnte bei w eiteren Einreisen der öffentlichen H and (erneut) zur Last fallen. An privaten Inter- essen m acht die Beschw erdeführerin dem gegenüber geltend, die Schei- dung, die zw ar ohne ihre M itw irkung schon in M ontenegro durchgeführt w orden sei, in der Schw eiz w iederholen zu w ollen. N un w ürde aber einem solchen Verfahren, sow eit es überhaupt m öglich w äre, die Fernhaltem ass- nahm e nicht grundsätzlich entgegenstehen. W ürde sich die vorübergehen- de Anw esenheit der Beschw erdeführerin in solchem oder anderem Zusam - m enhang als notw endig erw eisen, so könnte ihren Interessen m it Erteilung 7 einer Suspension R echnung getragen w erden. D a die Einreisesperre kein absolutes Verbot, sondern ein Einreiseverbot m it Bew illigungsvorbehalt darstellt, kann die zuständige Behörde die W irkungen der Fernhaltem ass- nahm e, auf begründetes G esuch hin für begrenzte Zeit und zu bestim m ten Zw ecken aussetzen (vgl. Art. 13 Abs. 1 letzter Satz AN AG ). D er m assnah- m ebelastete Ausländer w ird durch die Einreisesperre m it anderen W orten von den allgem ein geltenden Einreisebestim m ungen ausgenom m en und einem besonderen, w enn auch strengen Kontrollregim e in Bezug auf die Einreise, die D auer und den Zw eck des Aufenthaltes unterstellt. 7.2 Eine Abw ägung der gegenläufigen Interessen des G em einw esens einer- seits sow ie der Beschw erdeführerin anderseits führt som it zum Ergebnis, dass sich die Einreisesperre als solche w ie auch von der verfügten D auer her (drei Jahre) als verhältnism ässige und angem essene M assnahm e zum Schutz der öffentlichen O rdnung und Sicherheit erw eist. 8. Aus diesen Erw ägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung im Lichte von Art. 49 Vw VG nicht zu beanstanden ist. D ie Beschw erde ist da- her abzuw eisen. 9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind der Beschw erdeführerin die Kos- ten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 Vw VG in Verbindung m it Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des R eglem ents vom 11. D ezem ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverw altungsgericht [VG KE, SR 173.320.2]). D ispositiv S. 88 D em nach erkennt das B undesverw altungsgericht: 1. D ie Beschw erde w ird abgew iesen. 2. D ie Verfahrenskosten von Fr. 600.-- w erden der Beschw erdeführerin auf- erlegt. Sie sind durch den am 21. O ktober 2005 geleisteten Kostenvor- schuss gleicher H öhe gedeckt. 3. D ieses U rteil w ird eröffnet: - der Beschw erdeführerin (eingeschrieben; Beilagen: Auszüge aus dem G e- burts- und Eheregister vom 22. August 2005 sam t Ü bersetzungen im O rigi- nal) - der Vorinstanz (eingeschrieben; Akten R ef-N r. [...] zurück) D er Kam m erpräsident: D er G erichtsschreiber: Antonio Im oberdorf R udolf G run Versand am :