Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Geschäfts-Nr.: LZ190008-O/U Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. M. Spahn und Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos Würgler sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. G. Ramer Jenny Beschluss vom 27. Juni 2019 in Sachen A._____, Beklagter und Berufungskläger vertreten durch Rechtsanwalt M.A.HSG in Law, lic. phil. X._____ gegen B._____, Klägerin und Berufungsbeklagte vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Y._____ betreffend Unterhalt Berufung gegen ein Urteil und eine Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 25. Januar 2019 (FK180008-F) - 2 - Rechtsbegehren: Der Klägerin (Prot. I S. 14): "1. Der Gesuchsgegner bzw. Beklagte sei zu verpflichten, einen Unterhalt für C._____ zu bezahlen in Höhe von Fr. 960.– Barunterhalt und mi n- destens Fr. 400.– Betreuungsunterhalt. 2. Im Übrigen halte ich am bereits gestellten Antrag um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege und Bestellung der unentgeltlichen Rechtsbeiständin in meiner Person fest." Des Beklagten (Urk. 13 S. 2): "1. Es sei zwischen den Parteien die Betr euung des gemeinsamen Sohns C._____, geb. tt.mm.2016, (bzw. der persönliche Verkehr des Kindsv a- ters mit ihm) zu regeln. 2. Eventualiter, soweit die Parteien eine Vereinbarung betreffend die B e- treuung des gemeinsamen Sohns C._____, geb. tt.mm.2016, (bzw. den persönlichen Verkehr des Kindsvaters mit ihm) treffen können, sei diese Vereinbarung gerichtlich zu genehmigen. 3. Es sei der Kinderunterhalt für den gemeinsamen Sohn C._____ zu re- geln. 4. Eventualiter, soweit die Parteien eine Vereinbarung betreffend den Ki n- desunterhalt für den gemeinsamen Sohn C._____ treffen können, sei diese Vereinbarung gerichtlich zu genehmigen. 5. Im Verfahren: Es sei dem Gesuchsgegner die unentgeltliche Rechts- pflege zu bewilligen und ihm Rechtsanwalt X._____, … [Ortschaft], als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. 6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gesuchstell e- rin." Modifiziertes Rechtsbegehren des Beklagten (Urk. 48 S. 2): "1. Es sei der Unterhalt für den Sohn durch das Bezirksgericht zu ent- scheiden. 2. Es [sei] die Betreuung (Obhut, Betreuungsregelung, inkl. Fer i- en/Feiertage) für den Sohn durch das Bezirksgericht zu regeln. 3. Eventualiter, falls das Bezirksgericht davon ausgehen sollte, es sei für einen Entscheid nach Ziff. 2 hiervor nicht zuständig, sei eine anfechtba- re Nichteintretensverfügung diesbezüglich zu erlassen." - 3 - Urteil und Verfügungen des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 25. Januar 2019 (Urk. 55 S. 29 ff. = Urk. 67 S. 29 ff) Es wird verfügt: 1. Auf die Anträge der Parteien hinsichtlich der Betreuungsregelung für den Sohn C._____, geboren tt.mm.2016, wird unter Hinweis auf die Rechtshängigkeit des Rekursverfahrens beim Bezirksrat Horgen nicht eingetreten. 2. Schriftliche Mitteilung an den Bezirksrat Horgen und an die Parteien mit nachfol- gendem Erkenntnis. Sodann wird verfügt: [...] Es wird erkannt: 1. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin rückwirkend ab 1. Mai 2017 bis zum or- dentlichen Abschluss einer angemessenen Erstausbildung des Sohnes C._____ monatlich im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats zahlbare Barunterhaltsbei- träge von Fr. 950.–, zuzüglich allfälliger Familien-, Kinder - oder Ausbildungszul a- gen, zu bezahlen. 2. Zur Deckung des gebührenden Unterhalts von C._____ fehlen derzeit monatlich Fr. 377.– Betreuungsunterhalt. 3. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositiv -Ziffer 1 sind auch über die Volljährigkeit bzw. bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung auch über die Volljäh- rigkeit von C._____ hinaus an die Klägerin zu bezahlen, solange C._____ im Haus- halt der Klägerin lebt und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Beklagten stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet. 4. Diese Unterhaltsbeiträge (Basisunterhaltsbeiträge) basieren auf dem Landesindex für Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Dezember 2018 mit 101.5 Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). Sie werden jeweils auf den 1. Januar eines jeden Kalenderjahres, ausgehend vom jeweiligen Indexstand per Ende November des Vorjahres, erstmals auf den 1. Januar 2021, nach folgen- der Formel angepasst: neuer Unterhaltsbeitrag = ursprünglicher Unterhaltsbeitrag x neuer Index 101.8 Fällt der Index unter den Stand von Ende Dezember 2018, berechtigt dies nicht zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge. 5. Der Beklagte wird berechtigt, von den Unterhaltsbeiträgen gemäss Dispositiv -Ziffer 1 die für diese Zeiträume bereits erbrachten Leistungen (einschliesslich allfällige D i- rektzahlungen) in Abzug zu bringen. Es wird insbesondere vorgemerkt, dass der Beklagte bereits folgende Unterhaltszahlungen an die Klägerin geleistet hat: - 4 - − vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Dezember 2017: Fr. 2'050.– − vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Mai 2018: Fr. 3'300.– 6. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 5'570.– festgesetzt. 7. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, die Anteile beider Parteien jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstwei len auf die Gerichtskasse genommen. Die Parteien werden auf die Nachzahlungspflicht ge- mäss Art. 123 ZPO hingewiesen. 8. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 9. (Schriftliche Mitteilung) 10. (Rechtsmittelbelehrung: Berufung, Frist 30 Tage; Beschwerde betr. Kosten- und Entschädigungsfolgen, Frist 30 Tage) Berufungsanträge: des Beklagten und Berufungsklägers (Urk. 66 S. 2): "1. Es sei Ziff. 1 der Verfügung des Bezirksgerichts Horgen FK180008 vom 25. Januar 2019 aufzuheben, wonach auf die Anträge der Parteien hinsichtlich der Betreu- ungsregelung für den Sohn C._____ nicht eingetreten wird, unter Hinweis auf die Rechtshängigkeit des Rekursverfahrens beim Bezirksrat Horgen. 2. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Horgen FK18008 vom 25. Januar 2019 betref- fend Kindesunterhalt aufzuheben, unter Ausnahme von Ziff. 1 ff. der Verfügung des Bezirksgerichts Horgen betreffend Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege an beide Parteien, und es sei die Sache zu neuer Prüfung und neuem Urteil in der S a- che an das Bezirksgericht Horgen zurückzuweisen. 3. Es sei das Bezirksgericht Horgen anzuweisen, zwischen den Parteien die Obhut und die Betreuung des gemeinsamen Sohns C._____, geb. tt.mm.2016, zu regeln, unter Berücksichtigung des am 6. Januar 2019 (Eingang: 14. Februar 2019) bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Bezirks Horgen eingereichten G e- suchs der Berufungsbeklagten betreffend Zustimmung des Sohns C._____, nach Deutschland (Kompetenzattraktion). 4. Im Verfahren: Es sei dem Berufungskläger die unentgeltliche Rechtspflege zu be- willigen und ihm Rechtsanwalt X._____, … [Ortschaft], als unentgeltlicher Rechts- beistand zu bestellen. 5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen." - 5 - der Klägerin und Berufungsbeklagten (Urk. 74 S. 2): "1. Es sei Ziff. 1 der Berufung vom 8. März 2009 [recte: 2019] zu bestätigen, mithin die Nichteintretensverfügung der Vorinstanz aufzuheben und die Vor instanz unter Übernahme der Kosten hinsichtlich sämtlicher Kinderbelange für zuständig zu er- klären. 2. Im Übrigen sei die Berufung abzuweisen, mithin sei der von der Vor instanz festge- legte Kinderunterhalt vollumfänglich zu bestätigen. 3. Es sei der Berufungsbeklagten die unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung der Unterzeichnenden als unentgeltlicher Rechtsvertreterin zu bewilligen. 4. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Berufungsklägers." Erwägungen: I. A. Sachverhalt / Prozessgeschichte 1. Die Parteien sind die unverheirateten Eltern von C._____, geboren tt.mm.2016. Sie verfügen über die gemeinsame elterliche Sorge. Die Klägerin und Berufungsbeklagte (fortan Klägerin) hat die alleinige Obhut inne. Mit Beschluss vom 11. Dezember 2017 (Beschluss -Nr. 2017- A2-514; Urk. 14/18) verfügte die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Bezir ks Horgen ( fortan KESB des Bezirks Horgen) den Verbleib von C._____ in der alleinigen Obhut der Klägerin und regelte den persönlichen Verkehr zwischen C._____ und dem Beklagten und Berufungskläger (fortan Beklagter) unter Anordnung einer Besuchsrechtsbei- standschaft. Gegen die Besuchsregelung erhob die Klägerin Beschwerde beim Bezirksrat Horgen (Urk. 14/19), welche aktuell hängig ist (Prot. II S. 2; Urk. 73 S. 4). Die Beistandschaft erwuchs in Rechtskraft . Mangels einvernehmlicher Lö- sung zum Kindesunterhal t (Urk. 3/2) machte die Klägerin mit Eingabe vom 17. April 2018 eine entsprechende Klage bei der Vor instanz anhängig (Urk. 1), worauf der Beklagte im Laufe des erstinstanzlichen Verfahrens die eingangs wi e- dergegebenen Begehren zum Kinderunterhalt und zur Betreuungsregelung von C._____ stellte (Urk. 13 S. 2; Urk. 48 S. 2). Der weitere Prozessverlauf vor Vor in- stanz kann dem angefochtenen Urteil entnommen werden (Urk. 67 S. 2 ff.). Mit Urteil und Verfügungen vom 25. Januar 2019 trat der Vorderrichter auf die Anträ-- 6 - ge der Parteien hinsichtlich der Betreuungsregelung für den gemeinsamen Sohn unter Hinweis auf die Rechtshängigkeit des Rekurs - [recte: Beschwerde-] verfah- rens beim Bezirksrat Horgen nicht ein. Ferner sprach er der Klägerin monatliche Barunterhaltsbeiträge von Fr. 950.– zu, rückwirkend ab 1. Mai 2017 bis zum o r- dentlichen Abschluss einer angemessenen Erstausbildung (Urk. 55 S. 29 ff. = Urk. 67 S. 29 ff.). 2. Dagegen erhob der Beklagte am 8. März 2019 rechtzeitig B erufung mit den eingangs wiedergegebenen Anträgen (Urk. 66 S. 2). Am 15. April 2019 fand auf Ersuchen der KESB des Bezirks Horgen ein telefonischer Meinungsaustausch zur Zuständigkeit betreffend ein vom Beklagten beantragtes Ferienbesuchsrecht statt (Prot. II S. 3). Gleichentags erging die Verfügung zur Einholung der Berufungsant- wort (Urk. 72). Letztere datiert vom 20. Mai 2019 (Urk. 74) und wurde dem B e- klagten zur Kenntnisnahme zugestellt. Dessen Replikeingabe ging am 19. Juni 2019 ein (Urk. 81). Mit Eingabe vom 26. Juni 2019, hier eingegangen am 27. Juni 2019 (vorab per Fax am 26. Juni 2019; Urk. 84A) reichte die Klägerin einen A n- trag auf Erlass einer superprovisorischen Massnahme ein mit dem Antrag, es sei über den mit Berufungsantwort vom 20. Mai 2019 gestellten Antrag zu Ziff . 1 be- treffend Zuständigkeit für die zu erteilende Genehmigung des Wegzuges von C._____ aufgrund Dringlichkeit im Wege einer superprovisorischen Verfügung zu entscheiden (Urk. 84B S. 2; Beilagen Urk. 85/1-2). Mit dem heutigen Entscheid in der Sache wird dieser Antrag obsolet. Mit Schreiben vom 18. März 2019 überwies die KESB des Bezirks Horgen einen bei ihr hängigen Antrag der Klägerin auf Bewilligung des Aufenthaltsort s- wechsels von C._____ und einen Antrag des Beklagten u.a. um Regelung seines Ferienbesuchsrechts für die Zeit vom 22. bis 30. April 2019 an die Vor instanz, welche mit Verfügung vom 5. April 2019 auf diese Anträge nicht eintrat und die Verfahrensakten an die KESB des Bezirks Horgen zurück überwies (LZ190012-O, Urk. 7/66, Urk. 2 S. 8). Daraufhin wies die KESB des Bezirks Horgen das Begeh- ren um Regelung des Ferienbesuchsrechts m it Beschluss vom 16. April 2019 ab (Urk. 73). Gegen diesen Beschluss erhob der Beklagte Beschwerde beim Bezirks- rat (LZ190012-O, Urk. 1 S. 8). Zudem erhob er Berufung gegen den Nichteintr e-- 7 - tensentscheid der Vor instanz vom 5. April 2019, auf welch e mit Beschluss der Kammer vom 27. Juni 2019 nicht eingetreten wurde (LZ190012-O, Urk. 9). B. Prozessuales 1. Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO); die Ber u- fungsinstanz verfügt über eine vollständige Überprüfungsbefugnis der Streitsache, mithin über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat - und Rechtsfragen. In der schriftlichen Berufungsbegründung (Art. 311 Abs. 1 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punk- ten als fehlerhaft zu betrachten ist. Dazu hat sich der Berufungskläger inhaltlich mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinanderzusetzen und mittels genügend präziser Verweisungen auf die Akten aufzuzeigen, woraus sich der geltend ge- machte Berufungsgrund ergeben soll. Pauschale Verweisungen auf frühere Rechtsschriften oder Vorbringen genügen hierfür nicht (vgl. BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGE 141 III 569 E. 2.3.3). Die Berufungsinstanz hat sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstan- dungen zu beschränken, die in der Berufungsschrift in rechtsgenügender Weise erhoben werden (vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.4). In diesem Rahmen ist auf die Parteivorbringen insofern einzugehen, als sie für die Entscheidfindung relevant sind. Bei Verfahren betreffend Kinderbelange ist der Sachverhalt nach Art. 296 ZPO von Amtes wegen zu erforsc hen. Infolgedessen sind im Berufungsverfahren neue Tatsachen und Beweismittel unabhängig der Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO zu berücksichtigen (vgl. BGE 144 III 349 E. 4.2.1). In der Berufungsschrift sind Berufungsanträge zu stellen. Mit den Antr ägen ist bestimmt zu erklären, welche Änderungen im Dispositiv des angefochtenen Entscheids verlangt werden. Die Berufungsanträge sind so zu formulieren, dass sie bei Gutheissung der Berufung zum Urteil erhoben werden können. Aufgrund der reformatorischen Wirkung der Berufung genügt es nicht, nur die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und Rückweisung an die Vor instanz zu verlangen. Vielmehr muss neben dem Aufhebungsantrag ein Antrag zur Sache gestellt wer- den. Dies gilt gemäss bundesgerichtlicher Recht sprechung auch, soweit für Ki n- derbelange die Offizial - und Untersuchungsmaxime gilt. Die auf Geldzahlung ge-- 8 - richteten Berufungsanträge sind zu beziffern (Art. 296 Abs. 3 ZPO; BGE 137 III 617). Ein blosser Aufhebungsantrag verbunden mit einem Rückweisungsant rag, aber ohne Antrag zur Sache, kommt nur dann in Frage, wenn die Rechtsmittel - instanz wegen fehlender Spruchreife nur kassatorisch entscheiden kann (Hunger- bühler/Bucher, DIKE -Komm-ZPO, Art. 311 N 16, 20). Eine Rückweisung an die erste Instanz hat indes grundsätzlich die Ausnahme zu bleiben (Art. 318 Abs. 1 ZPO; Botschaft vom 28. Juni 2006 zur ZPO, BBl 2006 7376 Ziff. 5.23.1). Für die Prüfung, ob hinreichende Anträge vorliegen, ist neben den formellen A n- trägen auf die Ausführungen in der Berufungsbegründung abzustellen ( Hunger- bühler/Bucher, DIKE-Komm-ZPO, Art. 311 N 26). 2. Der Beklagte verlangt mit Berufungsantrag Ziffer 1 die Aufhebung von Zi f- fer 1 der angefochtenen Erstverfügung (Nichteintreten auf Betreuungsregelungs- anträge) und mit Berufungsantrag Ziffer 3 die Regelung von Obhut und Betreuung des gemeinsamen Sohnes durch die Vor instanz, neu unter Berücksichtigung des klägerischen Gesuchs um Bewilligung des Aufenthaltsortswechsels von C._____ nach Deutschland (Urk. 66 S. 2, 6 f.). Damit nimmt der Bek lagte eine Klageände- rung im Berufungsverfahren vor (Art. 317 Abs. 2 ZPO). Die Klägerin stellte das Gesuch um Bewilligung des Aufenthaltsortswechsels von C._____ nach Erlass des angefochtenen Entscheids (Urk. 66 S. 6; Urk. 70/8). Es handelt sich demnach um eine neue Tatsache, die zudem unmittelbar Einfluss auf die Beurteilung des strittigen Kindesunterhalts sowie der weiteren Kinderbe- lange hat und daher mit dem bisherigen Anspruch in engem sachlichen Zusam- menhang steht. Die Voraussetzungen für eine zulässi ge Klageänderung sind da- mit ohne Weiteres gegeben (Art. 317 Abs. 2 ZPO) und der neue Antrag sowie die dazugehörigen neuen Tatsachenbehauptungen im Berufungsverfahren zuzulas- sen. 3. Mit Berufungsantrag Ziffer 2 beantragt der Beklagte die Aufhebung des a n- gefochtenen Urteils betreffend Kindesunterhalt und Rückweisung der Sache zu neuer Prüfung und neuem Urteil an die Vorinstanz. Materielle Anträge hierzu stellt er nicht (Urk. 66 S. 2). In der Berufungsbegründung führt er zum Kindes unterhalt im Wesentlichen aus, die Vorinstanz habe aufgrund der Interdependenz zwischen der Frage des Wegzugs und derjenigen des Unterhalts zwingend auch den U n-- 9 - terhalt neu zu überprüfen. Ein Entscheid der Kammer über den Wegzug des Ki n- des sei nicht zulässig, da dies eine bundesrechtswidrige Verkürzung des kantona- len Rechtsmittelwegs zur Folge hätte (Urk. 66 S. 7). Weiter bringt er verschiedene Rügen gegen die vorinstanzliche Beurteilung seiner Leistungsfähigkeit und seiner Bedarfsberechnung vor, beziffert aber die Höhe des seiner A nsicht nach zu lei s- tenden Kindes unterhalts nicht (Urk. 66 S. 8 ff.). Es bleibt somit offen und ergibt sich nicht aus der Begründung der Berufung, wie der von der Vor instanz festge- setzte Kindesunterhalt aus Sicht des Beklagten berufungsweise anzupassen w ä- re. Auch unter Einbezug der Berufungsbegründung fehlt es somit an materiellen Anträgen in dieser Sache. Auf Anträge in der Sache kann einzig dann verzichtet werden, wenn die Rechtsmittelinstanz wegen fehlender Spruchreife nur kassatorisch entscheiden kann. D ies ist für einen allfälligen künftigen Kindesunterhaltsanspruch der Fall , der aufgrund der erstinstanzlich zu klärenden Fragen betreffend Wechsel des Aufenthaltsorts resp. Obhutsumteilung zu beurteilen sein wird (vgl. dazu nachst e- hend E. II.B). Nicht zutreffend ist es hingegen für den von der Vorinstanz aufgrund der bisherigen Verhältnisse rückwirkend ab 1. Mai 2017 festgesetzten Kindes un- terhalt. Hierzu wurde das erstinstanzliche Verfahren vollständig durchgeführt und wäre eine Überprüfung durch die Rechtsmittelinstanz möglich. Dass weitere A b- klärungen zum bisherigen Kindesunterhalt vorzunehmen seien , insbesondere dessen Anpassung aufgrund der beantragten, von der Vorinstanz zu beurteilen- den Betreuungsregelung zu erfolgen habe, macht der Beklagte selbst nicht gel- tend (Urk. 66). Das Berufungsverfahren ist daher bezüglich des bisherigen Ki n- desunterhalts spruchreif. Da materielle Anträge dazu fehlen, ist auf die Berufung in diesem Umfang zufolge ungenügender Rechtsbegehren nicht einzutreten (vgl. BGE 137 III 617 E. 6.4). II. A. Annexzuständigkeit für Betreuungsregelung 1. Die Vorinstanz erwog zur Frage ihrer Zuständigkeit für die Festlegung der Betreuungsregelung, die KESB des Bezirks Horgen habe mit Beschluss vom 11. Dezember 2017 (Beschluss -Nr. 2017-A2-514; Urk. 14/18) den persönlichen - 10 - Verkehr zwischen dem Beklagten und C._____ geregelt. Die dagegen erhobene Beschwerde beim Bezirksrat Horgen sei noch hängig. Zwar sähen Art. 298b Abs. 3 ZGB und Art. 304 Abs. 2 ZPO im Falle einer Unterhaltsklage die Zustä n- digkeit des Gerichts infolge Kompetenzattraktion auch für die Regelung der elter- lichen Sorge und der weiteren Kinderbelange vor. Vorliegend sei aber während laufendem Rechtsmittelverfahren beim Bezirksrat auf Kindesunterhalt beim G e- richt geklagt w orden, weshalb die Zuständigkeit abweichend zu beurteilen sei. Würde nämlich auch in der geschilderten Konstellation die Kompetenzattraktion bejaht, hätte dies zur Folge, dass der Bezi rksrat als zuständige Rechtsmittel - instanz dem angerufenen Gericht weichen müsse und dessen eigentliche Zustän- digkeit bei bereits ergangenen Entscheiden der KESB ausgehebelt würde. Dies sei nicht Sinn und Zweck der Kompetenzattraktion durch das Gericht, die gemäss einem Entscheid des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, dem Kin- deswohl und der Prozessökonomie zu dienen habe. Die II. Zivilkammer halte fest, die Überweisung eines im zweitinstanzlichen Rechtsmittelverfahren stehenden Obhuts- und Betreuungsstreits an ein erstinstanzliches Gericht widerspreche di e- sen Grundsätzen (OGer ZH PQ170081 vom 2. März 2018, E. 2.2) . Gleiches – so die Vorinstanz weiter – müsse im vorliegenden Fall gelten, auch wenn die strittige Betreuungsregelung nicht bereits in einem zweitinstanzlichen, sondern noch im Stadium des erstinstanzlichen Rechtsmittelverfahrens zu beurteilen sei . E ine Überweisung sei nicht prozessökonomisch und widerspreche dem Kindeswohl . Deshalb habe die Entscheidkompetenz hinsichtlich der angefochtenen Belange in solchen Fällen beim Bezirksrat als Rechtsmittelins tanz zu verbleiben (Urk. 67 S. 5 ff.). 2. Der Beklagte rügt berufungsweise, die Vorinstanz habe durch ihr Nichtei n- treten auf die Anträge betreffend Betreuungsregelung für C._____ klare gesetzli- che Bestimmungen verletzt. Auch wenn es aus prozessökonomischen Gründen in gewissen Situationen eher wenig sinnvoll sein könne, einen im zweitinstanzlichen Rechtsmittelverfahren stehenden Obhutsstreit an ein erstinstanzliches Gericht zu überweisen, könne dies nicht verallgemeinert werden. Selbst wenn, wie vorli e- gend, ein erstinstanzlicher Entscheid nur von einer Partei und nur in Nebenpunk- ten angefochten werde, müsse gewährleistet sein, dass die Rechtsmittelinstanz die Kinderbelange umfassend prüfe und regle. Das von der Vorinstanz zitierte Ur-- 11 - teil des Obergerichts des Kantons Zürich habe sich sodann auf einen Entscheid der KESB bezogen, der noch vor Inkrafttreten der neuen Kinderunterhaltsbesti m- mungen ergangen sei (Urk. 66 S. 5). Die Klägerin geht mit dem Beklagten einig, dass vorliegend das Gericht , nicht die Kindesschutzbehörde für die Regelung sämtlicher Kinderbelange z u- ständig sei. Sinn und Zweck der Kompetenzattraktion sei die Vermeidung mögl i- cher Doppelspurigkeiten zwischen Gericht und Kindesschutzbehörde, da die B e- wertung von Kinderbelangen eine gesamthaf te Betrachtung erforderten. Eine is o- lierte Beurteilung von Besuchskontakten sei nicht möglich, wenn die Frage der Obhut und der Unterhaltshöhe ungeklärt sei, und gelte auch für den Fall eines be- reits vorliegenden Entscheids der Kindesschutzbehörde, welcher aufgrund erfolg- ter Anfechtung nicht rechtskräftig geworden sei. Nur mittels Kompetenzattraktion könne sichergestellt werden, dass die Beurteilung sämtlicher Kinderbelange durch ein und dieselbe Behörde erfolge und nur so könne eine rasche Entscheidfindung unter Berücksichtigung des Kindeswohls gewährleistet werden. Durch den Wec h- sel der Zuständigkeiten stehe den Parteien eine weitere Instanz zur Verfügung, was im Gegenzug zu einer nicht hinnehmbaren Verkürzung des Instanzenzuges keinen Nachteil darstelle. Der Behördenwechsel von der KESB zum Gericht sei aufgrund des Wortlauts Art. 298 Abs. 3 ZGB zwingend und dieser mangels Rege- lungslücke nicht auslegungsfähig (Urk. 74 S. 3 ff.). 3.1. Die Kindeschutzbehörde regelt gemäss Art. 298b Abs. 3 ZGB zusammen mit dem Entscheid über die elterliche Sorge die übrigen strittigen Punkte. Vorbe- halten bleibt die Klage auf Leistung des Unterhalts an das zuständige Gericht; in diesem Fall entscheidet das Gericht auch über die elterliche Sorge sowie die wei- teren Kinderbelange (Kompetenzattraktion). Unter die weiteren Kinderbelange fal- len jedenfalls die Regelung der Obhut, der Betreuungsanteile und des persönl i- chen Verkehrs (Art. 298b Abs. 3bis und Art. 298d Abs. 2 ZGB). Zu prüfen ist, ob Art. 298b Abs. 3 ZGB im Falle einer Unt erhaltsklage dann eine Ausnahme von der Kompetenzattraktion zulässt, wenn die Kindesschutzbe- hörde bereits einen Entscheid zu den weiteren Kinderbelangen gefällt hat und sich dieses Verfahren vor Rechtsmittelinstanz befindet. - 12 - 3.2. Ausgangspunkt der Gesetzesauslegung ist der Wortlaut der Bestimmung (grammatikalisches Element). Ist er klar, d.h. eindeutig und unmissverständlich, darf von diesem nur abgewichen werden, wenn ein triftiger Grund für die Annah- me besteht, der Wortlaut ziele am "wahren Sinn", d.h. am Rechtssinn der Rege- lung vorbei. Anlass für eine solche Annahme können die Entstehungsgeschichte der Bestimmung (historisch), ihr Zweck (teleologisch) oder der Zusammenhang mit andern Vorschriften (systematisch) geben, so namentlich, wenn die grammati- kalische Auslegung zu einem Ergebnis führt, das der Gesetzgeber nicht gewollt haben kann ( BGE 142 V 402 E. 4. 1; BGE 140 II 80 E. 2.5.3 mit Hinweisen ; vgl. auch ZK -Dürr, Art. 1 ZGB N 147 ff.; BK -Emmenegger/Tschentscher, Art. 1 ZGB N 207 ff.). 3.3. Der Wortlaut von Art. 298b Abs. 3 ZGB hinsichtlich der Zuständigkeit des Gerichts ist klar: Die Annexkompetenz gilt für die weiteren Kinderbelange, sobald eine Unterhaltsklage am Gericht anhängig gemacht wird. Ausnahmen sieht er nicht vor. Systematisch ist Art. 298b ZGB im Abschnitt "Die elterliche Sorge" unter der Marginalie "A quater. Anerkennung und Vaterschaftsurteil" aufgeführt und betrifft mithin die Regelung der Kinderbelange bei unverheirateten Eltern. Für eherechtli- che Verfahren wurde mit der Kindesunterhaltsnovelle (AS 2015 4299) unter der Marginalie "C. Kindesschutz" eine weitere Regelung betreffend die Zuständigkeit eingeführt: Art. 315a Abs. 3 ZGB sieht für Kindesschutzmassnahmen eine Au s- nahme von der Annexzuständigkeit des Gerichts vor, wenn das Kindesschutzver- fahren vor dem gerichtlichen Verfahren eingeleitet wurde resp. bei Dringlichkeit. Dann bleibt die Kindesschutzbehörde trotz grundsätzlich gerichtlicher Zuständig- keit in Ehescheidungs - und Eheschutzverfahren für die Anordnung von Schut z- massnahmen zuständig. Es stellt sich die Frage der analogen Anwendung dieser Ausnahme-Zuständigkeit auf Unterhaltsprozesse (vgl. BK-Emmenegger/ Tschentscher, Art. 1 ZGB N 377). Sie wird von der Lehre für Kindesschutzmas s- nahmen bejaht (vgl. Zogg, FamPra.ch 2019, 5) . Hinweise auf eine Ausdehnung der Ausnahmeregelung auf "weitere Kinderbelange" aber liegen keine vor. Vie l- mehr erscheint es aufgrund der Gesetzessystematik und des klaren Wortlauts angezeigt, die analoge Anwendung von Art. 315a ZGB für Unterhaltsklagen auf - 13 - Kindesschutzmassnahmen nach Art. 307 ff. ZGB zu beschränken, weshalb die Bestimmung für die vorliegende Konstellation nicht einschlägig ist. Auch den Gesetzesmaterialien lässt sich nicht ent nehmen, dass der G e- setzgeber weitere Ausnahmen von der Annexzuständigkeit des Gerichts bei hän- giger Unterhaltsklage beabsichtigt hätte. D ie Botschaft bietet sich nicht als Ausl e- gungshilfe an, da die Kompetenzattraktion gemäss Art. 298b Abs. 3 ZGB ihren Weg ins Gesetz erst in der parlamentarischen Beratung gefunden hat (www.parlament.ch/centers/eparl/curia/2013/20130101/N1%20D.pdf). Aus den Ratsprotokollen erhellt, dass mit Art. 298b, Art. 298d ZGB und Art. 304 ZPO die Beseitigung einer Doppelspurigkeit zwischen dem Gericht und der Kindes - und Erwachsenenschutzbehörde angestrebt wurde, mit dem Ergebnis, dass jeweils nur eine Stelle für die Regelung aller offenen und streitigen Fragen zuständig sei (AB NR 2014 N 1219). Zweck der Kompetenzattraktion ist mithin die Bündelung der Verfahren bei einer Behörde. Sie ermöglicht einen ausgewogenen Entscheid über die weiteren Kinderbelange, unter Einbezug sämtlicher, zueinander in Abhängigkeit stehender Aspekte der elterlichen Sorge, der Obhut, der Betreuungsregelung und des Kin- desunterhalts. Dies entspricht zweifellos dem Kindeswohl , das im Zentrum aller Überlegungen im Kindesrecht zu stehen hat (vgl. Leitfaden neues Unterhaltsrecht, Obergericht des Kantons Zürich, gerichtsübergreifenden Arbeitsgruppe neues Un- terhaltsrecht, S. 2). Die Vorinstanz setzt diesem Zweck unter Verweis auf einen Entscheid der II. Zivilkammer des Obergerichts Zürich vom 2. März 2018 (OGer ZH PQ170081 vom 2. März 2018, E. 2.2) die Prozessökonomie entgegen. Sie ar- gumentiert unter anderem damit, eine Kompetenzattraktion im Rechtsmittelverfah- ren würde es den Parteien ermöglichen, einen nicht genehmen Endentscheid der Kindesschutzbehörde der Überprüfung durch die gesetzlich vorgesehene Rechtsmittelinstanz zu entziehen und statt dessen die betreffenden Kinderbelan- ge in einem Gerichtsverfahren neu anhängig zu machen. Es ist ihr darin beiz u- pflichten, dass ein möglichst rasch gefällter und verbindlicher Entscheid über die Kinderbelange zu einer Konfliktberuhigung beiträgt, welche sich begünstig end auf die Lebensumstände des Kindes auswirkt. Die KESB des Bezirks Horgen hat vor- liegend als sachlich zuständige Behörde eine Betreuungsregelung getroffen - 14 - (Urk. 14/18). Allerdings ist zu beachten, dass der Entscheid der Kindesschutzbe- hörde – wird er denn mit Beschwerde angefochten – vorbehältlich des Entzugs der aufschiebenden Wirkung nicht vollstreckbar ist (Art. 450c ZGB). Die Be- schwerde an den Bezirksrat ist ein ordentliches Rechtsmittel. Mit ihr können i m Sinne der §§ 64 ff. EG KESR i.V.m. den Art. 450-450c ZGB eine Rechtsverlet- zung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes, Unangemessenheit sowie Rechtsverweigerung und Rechtsverz ö- gerung gerügt werden (vgl. Art. 450a ZGB). Es kommen – da Kinderbelange zu beurteilen sind – die Untersuchungs - und die Offizialmaxime zum Tragen (vgl. § 65 EG KESR, Art. 446 Abs. 1 ZGB sowie Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO und Urteil des BGer 5A_528/2015 vom 21. Januar 2016, E. 2). Mithin ist d ie Beschwe r- deinstanz grundsätzlich befugt, ohne Bindung an die Parteianträge und deren Vorbringen nochmals neu zu entscheiden. Vor diesem Hintergrund verliert das Argument an Gewicht, wonach bei Bejahung der Kompetenzattraktion für ein im Rechtsmittelverfahren stehendes Verfahren der Kindesschutzbehör de wiederum gänzlich neue Tatsachen vorgebracht werden könnten, was zu Verzögerungen führte. Beide Verfahren, dasjenige vor Bezirksgericht wie auch vor Bezirksrat , sind der Untersuchungs - und Offizialmaxime unterworfen, beide Behörden verf ü- gen über volle K ognition und wenden dasselbe materielle Recht an. Darüber hi n- aus sind für die Anordnungen der weiteren Kinderbelange stets die aktuellen G e- gebenheiten massgebend; sie wirken – anders als die Festsetzung von Unterhalt – stets für die Zukunft, nicht rückwirk end. Weiter ist es dem Gericht im Rahmen der Untersuchungsmaxime unbenommen, sämtliche Abklärungen der Kindes- schutzbehörde in ihren Entscheid miteinzubeziehen, was d as von der Kindes- schutzbehörde geführte Verfahren nicht obsolet macht. Schliesslich ist ein Wech- sel der Zuständigkeit en im Laufe eines Prozesses über Kinderbelange nicht sys- temfremd, wie ein Blick auf Verfahren betreffend den Wechsel des Aufenthaltsorts des Kindes zeigt (Art. 301a Abs. 2 ZGB). Die Bündelung der Verfahren bei einer Behörde ermöglicht angesichts der klaren Abhängigkeit der verschiedenen Rechtsfragen voneinander (Obhut, Unterhalt, Betreuungsregelung) einen ausge- wogenen Entscheid über sämtliche Kinderbelange. Die durch die Kompetenzat- traktion vermiedene Doppelspurigkeit durch Entscheide verschiedener Behörden liegt zweifellos im Interesse des Kindesw ohls und ist Sinn und Zweck der anz u- wendenden Bestimmung. Dies muss auch dann gelten, wenn das Verfahren der - 15 - Kindesschutzbehörden bereits vor Rechtsmittelinstanz steht , zumal eine Sistie- rung des Unterhaltsprozesses bis zum Entscheid der Rechtsmittelbehörden be- treffend die weiteren Kinderbelange ebenfalls zu Verzögerungen führt . Die Prob- lematik des "Aushebelns" der Zuständigkeit der Rechtsmittelinstanz (Urk. 67 S. 6) fällt angesichts der Vorteile einer Gesamtschau über sämtliche Kinderbelange und eines "Urteils aus einer Hand" deutlich weniger ins Gewicht . Inwiefern dar- über hinaus in objektiver Hinsicht eine Beurteilung der Sache durch das Geric ht statt durch den Bezirksrat das Kindeswohl tangierte, erschliesst sich nicht. 3.4. Der Wortlaut von Art. 298b Abs. 3 ZGB ist klar und deckt sich mit dessen Auslegung nach den verschiedenen Auslegungskriterien. Es gibt somit keinen An- lass zur Annahme, der Wortlaut ziele am Rechtssinn der Regelung vorbei. Mit Blick auf die zu einem klaren Ergebnis führende Auslegung der Gesetzesbesti m- mung kann ferner das Vorliegen einer echten Gesetzeslücke ausgeschlossen werden. Folglich ist nicht davon auszugehen, der Ges etzgeber habe für den Fall, dass das Verfahren der Kindesschutzbehörde bereits im Rechtsmittelverfahren steht, von einer Annexkompetenz der Gerichte abweichen wollen. Vielmehr ist auch in dieser Konstellation die Annexkompetenz der Vorinstanz zu bejahen. B. Annexzuständigkeit für Bewilligung des Aufenthaltsortswechsels 1.1. Die Klägerin ersuchte während laufender Berufungsfrist mit Eingabe vom 6. Februar 2019 bei der KESB des Bezirks Horgen um Zustimmung zum Wechsel des Aufenthaltsortes von C._____ nach Deutschland (Urk. 66 S. 6; Urk. 70/8). Der Beklagte verweigerte die Einwilligung zum Wegzug und beantragte seinerseits die Obhut für C._____ (LZ190012-O, Urk. 7/67/109 S. 2). Der Antrag der Klägerin wurde von der KESB des Bezirks Horgen zusammen mit den Anträgen des B e- klagten auf Festlegung einer Betreuungsregelung von 22. April 2019 bis 30. April 2019 an die Vor instanz überwiesen, welche nicht auf sie eintrat (LZ190012- O, Urk. 2 und 5/4). Sie tat dies mit der Begründung, die Kompetenzattraktion beim Gericht habe nicht zum Zweck, für jene Fälle, in welchen der Entscheid über die Unterhaltsansprüche bei oberen Rechtsmittelinstanzen noch hängig sei , eine p a- rallele Kompetenz zwischen dem mit der Sache nicht mehr befassten erstinstanz- lichen Gericht und der prioritär zuständigen KESB für die Dauer der Rechtsmittel- verfahren zu schaffen (LZ190012-O, Urk. 2 S. 6). - 16 - 1.2. Im vorliegenden Berufungsverfahren beantragen nunmehr beide Parteien die Beurteilung des Antrags auf Bewilligung des Aufenthaltsortswechsels von C._____ durch die Vorinstanz, zusammen mit der Regelung der weiteren Kinder- belange (Urk. 66 S. 2, 6 ff.; Urk. 74 S. 2 ff.). 2.1. Der Entscheid über die Verlegung des Aufenthaltsortes des Kindes C._____ (Relocation) richtet sich n ach Art. 301a Abs. 2 ZGB. Zuständig ist die Kindes- schutzbehörde oder das Gericht. 2.2. Das Gesetz ordnet – wie erwähnt – im Rahmen eines hängigen Unterhalt s- prozesses in Art. 298b Abs. 3 ZGB, Art. 298d Abs. 3 ZGB und Art. 304 Abs. 2 ZPO die gerichtliche Kompetenzattraktion für "die elterliche Sorge sowie die weiteren Kinderbelange" an. Vom Gesetzgeber nicht ausdrücklich aufgeführt wird die Annexz uständigkeit des Unterhaltsgerichts für den Entscheid über die Bewilligung eines Aufenthaltsortswechsels des Kindes (Art. 301a Abs. 2 ZGB) oder für Kindesschutzmassnahmen (Art. 307 ff. ZGB). Dass sich die Komp e- tenzattraktion des Unterhaltsgerichts auch darauf beziehen muss, wird von der Lehre durchwegs bejaht (vgl. BSK ZPO-Moret/Steck, Art. 304 N 6a betr. Kindes- schutzmassnahmen; Senn, FamPra.ch 2017, 984 f. betr. Art. 301a ZGB). Der Zweck von Art. 301a Abs. 2 ZGB besteht denn auch nicht darin, den Umzug eines Elternteils zu verhindern, sondern die Eltern dazu zu bewegen, vor einem Umzug dessen Auswirkungen auf die Ausübung der gemeins amen elterlichen Sorge zu prüfen und wenn nötig die bestehende Regelung über die Kinderbelange anz u- passen. Die Verlegung des Aufenthaltsortes ist bei Uneinigkeit der Eltern ausge- richtet am Kindeswohl zu beantworten (Art. 301a Abs. 5 ZGB; BBl 2011 9108 zu Art. 301a). Dabei wird das bisher gelebte Betreuungsmodell faktisch den Aus- gangspunkt der Überlegungen bilden. Zudem sind weitere Facetten der konkreten Situation zu beachten, namentlich die Erziehungsfähigkeit und die Betreuungs- möglichkeit der Eltern, sprachliche Intergration und inwiefern der Umzug in eine wirtschaftlich und sozial abgesichertes Umfeld erfolgt, welches eine gewisse St a- bilität der Verhältnisse garantiert. Die Konturen des Wegzuges müssen für die Beurteilung feststehen, weil der behördliche Entscheid über den Wechsel des Aufenthaltsortes des Kindes auf konkreten Grundlagen fussen muss. Aus dem gesetzlichen Konzept ergibt sich sodann, dass die entscheidende Behörde – mit - 17 - Wirkung ab dem tatsächlichen Wegzug des auswandernden Elternteils – die Be- treuungs-, Besuchsrechts - und Unterhaltsregelung anzupassen hat (Art. 301a Abs. 5 ZGB). Materiell bildet die Regelung im Sinn von Art. 301a Abs. 5 ZGB ein notwendiger Bestandteil des Entscheides über den Wegzug (BGE 142 III 502 E. 2.6). Wie das Bundesgeri cht dazu feststellte, lassen sich diese Fragen im i n- ternationalen Verhältnis auch aus prozessualen Gründen nicht abspalten, weil mit dem Wegzug des Kindes in der Regel die schweizerische Entscheidzuständigkeit in Bezug auf die Ausgestaltung der Eltern- Kind-Beziehung verloren geht. Die l e- gislatorischen Motive würden unterlaufen, wenn ausschliesslich über die Frage des Wegzuges des Kindes befunden und dem zurückbleibenden Elternteil zuge- mutet würde, notwendige Anpassungen in Bezug auf die Eltern- Kind-Beziehung im Ausland einzuklagen (BGE 142 III 481 E. 2.3 und 2.8 mit Hinweis auf Art. 5 Abs. 2 HKsÜ und Art. 5 Ziff. 2 lit. a und c LugÜ). Wird die Bewilligung für den Wechsel des Aufenthaltsortes erteilt, ist daher auch über die Anpassung aller Kinderbelange gemäss Art. 301a Abs. 5 ZGB zu befinden. Zudem gilt zu beac h- ten, dass der Entscheid über den Wechsel des Aufenthaltsortes faktisch definit i- ven Charakter hat, ist doch mit der Bewilligung der transnationalen Verlegung des Aufenthaltsortes des Kindes - wie erwähnt - auch ein Wechsel der Jurisdiktion in Bezug auf die Kinderbelange verbunden. Die Kompetenzattraktion erscheint da- her aufgrund des engen Sachzusammenhangs der Themen und dem Grundsatz der "Einheit des Wegzugentscheids" (Art. 301a Abs. 5 ZGB) geradezu zw ingend. Folglich ist die Annexkompetenz des mit dem Kindesunterhalt befassten Gerichts für den Entscheid über den Aufenthaltsortswechsel zu bejahen. - 18 - C. Fazit 1. Nach Auslegung von Art. 298b Abs. 3 ZGB ist nicht davon auszugehen, der Gesetzgeber habe für den Fall, dass das Verfahren der Kindes schutzbehörde be- reits im Rechtsmittelverfahren steht, von der Kompetenzattraktion abweichen wol- len. Vielmehr ist die Annexkompetenz der Vor instanz zur Regelung der weiteren Kinderbelange auch in dieser Konstellation zu bejahen. Dies gilt zunächst für die vor Vorinstanz gestellten Anträge auf Regelung der Betreuung des Sohnes. Was die Zuständigkeit zur Beurteilung eines Aufenthaltsortswechsels im Sinne von Art. 301a Abs. 2 ZGB anbelangt, ergibt sich aus dem gesetzlichen Konzept, dass die entscheidende Behörde – mit Wirkung ab dem tatsächlichen Wegzug des auswandernden Elternteils – die Betreuungs -, Besuchsrechts- und Unterhaltsre- gelung zu regeln bzw. anzupassen hat (Art. 301a Abs. 5 ZGB). Da die Regelung im Sinn von Ar t. 301a Abs. 5 ZGB notwendiger Bestandteil des Entscheides über den Wegzug ist, ist die sachliche Zuständigkeit des Unterhaltsgericht s auch für den Entscheid über die Bewilligung eines Aufenthaltsortswechsels von C._____ nach Deutschland zu bejahen. Daran ändert nichts, dass auf die Berufung gegen das angefochtene Unterhaltsurteil nicht einzutreten ist, dieses damit (mit Aus- nahme der Kosten- und Entschädigungsfolgen; Dispositiv Ziffer 6 bis 8) in Rechtskraft erwächst und die Vorinstanz mit der ursprünglichen Unterhaltsklage nicht mehr befasst ist. Über die Anpassung des Unterhaltsbeitrages gemäss Art. 301a Abs. 5 ZGB kann die Kindesschutzbehörde gemäss Art. 298d Abs. 3 ZGB bei einem Wechsel des Aufenthaltsortes nämlich nicht befinden (BSK ZGB I- Schwenzer/Cottier, Art. 301a N 26; BK -Affolter-Fringeli/Vogel, Art. 301a N 40). Dass eine solche Anpassung mit Blick auf den beabsichtigten Wegzug der Kläge- rin nach Deutschland zumindest zu prüfen sein wird, ist – entgegen der Auffas- sung der Klägerin (Urk. 74 S. 9) – absehbar (vgl. Urk. 66 S. 7, S. 11 f.), auch wenn der Beklagte noch keinen Antrag zur Höhe des Beitrags gestellt hat. Der Bezirksrat Horgen und die KESB des Bezirks Horgen sind von dieser Auffassung der Kammer in Kenntnis zu setzen. Hinsichtlich des angefochtenen Kindesunter- halts ist die Sache betreffend die bisherigen Unterhaltsbeiträge spruchreif. Da der Beklagte dazu in der Berufung keinen Sachantrag gestellt hat, fehlt es insofern an - 19 - einem ausreichenden Rechtsmittelbegehren. Insofern ist auf die Berufung nicht einzutreten. 2. Die Berufung erweist sich demzufolge als teilweise begründet. Sie ist gutz u- heissen, soweit auf sie einzutreten ist. 3. Das Verfahren ist nicht spruchreif. Mit Ausnahme des Kindesunterhalts wur- de zu den weiteren Kinderbelangen sowie dem neuen Antrag betreffend Bewill i- gung zum Aufenthaltsortswechsel von C._____ resp. Obhutswechsel erstinstanz- lich kein ( vollständiges) Verfahren durchgeführt. Insofern rechtfertigt sich daher eine Rückweisung der Sache an die Vor instanz zur Vervollständigung des Sac h- verhalts und zu neuer Entscheidung (Art. 318 Abs. 1 lit. c ZPO). Folglich ist Dispositiv-Ziffer 1 der angefochtenen Erstverfügung aufzuheben. Weiter ist auf die Berufung betreffend den Kindesunterhalt mangels ausreichen- dem Rechtsmitt elbegehren nicht einzutreten. Das angefochtene Urteil erwächst mithin in Rechtskraft, wobei die Vorinstanz im Rahmen der Beurteilung des A n- trags auf Aufenthaltsorts wechsel resp. auf Obhutsumteilung eine Anpassung der Unterhaltsbeiträge im Sinne von Art. 289d Abs. 3 ZGB zu prüfen haben wird. Die Sache ist zur Vervollständigung des Sachverhalts gemäss den vorstehenden E r- wägungen und zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. III. A. Unentgeltliche Rechtspflege 1. Beide Parteien haben für das Berufungsverfahren um Gewährung der u n- entgeltlichen Rechtspflege ersucht (Urk. 66 S. 2; Urk. 74 S. 2). 2. Eine Person hat gemäss Art. 117 ZPO Anspruch auf unentgeltliche Recht s- pflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (lit. a) und ihr Recht s- begehren nicht aussichtslos erscheint (lit. b). Unter denselben Voraussetzungen besteht ein Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand, soweit dies zur Wah- rung der Rechte notwendig is t (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO). Der Beklagte bezog im Jahre 2018 ein Krankentaggeld von monatlich Fr. 4'835.– (Urk. 8/4; Urk. 66 S. 9 f.). Nach Wiederaufnahme seiner Erwerbstätigkeit (i m Februar 2019, Urk. 70/5) zu 60% ist zusammen mit dem mutmasslich ausbezahlten Krankentag-- 20 - geld von monatlich Fr. 1'208.– (Urk. 66 S. 10) und einem Bruttolohn von Fr. 3'504.– (inkl. 13. Monatslohn; Urk. 70/5) von einem Nettoeinkommen von rund Fr. 4'217.– auszugehen (Urk. 66 S. 9 f.; Urk. 70/5, Urk. 70/6, Urk. 70/11). Diesen Einkünften stehen – unter Berücksichtigung der erhöhten Krankenkassenprämie (Urk. 70/7) – glaubhaft gemachte, monatliche Ausgaben von Fr. 3'900.– gegen- über (Urk. 67 S. 17 ff). Dazu kommen die geschuldeten, allerdings unregelmässig bezahlten monatlichen Kindesu nterhaltsbeiträge von Fr. 950.–. Weiter erscheint glaubhaft, das s der Beklagte über kein nennenswertes Vermögen verfügt (Urk. 8/11), weshalb er als mittellos zu gelten hat. Dies gilt auch für die Klägerin, die derzeit keiner Erwerbstätigkeit nachgeht und Sozialhilfe bezieht (Urk. 74 S. 9; Urk. 76/1). Die Prozessstandpunkte der Parteien im Berufungsverfahren können nicht als aussichtslos bezeichnet werden und beide waren auf rechtlichen Bei- stand angewiesen. Somit ist ihnen für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen und dem Beklagten in der Person von Rechtsanwalt M.A. HSB in Law, lic. phil. X._____ ein unentgeltlicher Rechtsbeistand, der Kläge- rin in der Person von Rechtsanwältin Dr. iur. Y._____ eine unentgeltliche Rechts- beiständin zu bestellen. B. Kosten- und Entschädigungsfolgen 1. Für das Berufungsverfahren rechtfertigt sich in Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 2 und § 5 Abs. 1 und 2 GebV OG eine Entscheidgebühr von Fr. 3'000.–. 2. Die Verteilung der Prozesskosten und die Regelung der Entschädigungsfol- gen für das Berufungsverfahren bleiben dem dafür massgeblichen vorinstanzli- chen Endentscheid vorbehalten (Art. 104 Abs. 4 ZPO). Dies gilt auch für die ers t- instanzlich erhobenen Kosten- und Entschädigungsfolgen ( Dispositivziffern 6, 7 und 8; Urk. 67 S. 31), welche aufzuheben und von der Vor instanz neu festzuset- zen und zu verlegen sind. Es wird beschlossen: 1. Beiden Parteien wird für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechts- pflege bewilligt und der Klägerin wird Rechtsanwältin Dr. iur. Y._____ als - 21 - unentgeltliche Rechtsbeiständin, dem Beklagten Rechtsanwalt M.A. HSG in Law, lic. phil. X._____ als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. 2. Die Erstverfügung (Nichteintreten auf Betreuungsregelungsanträge) sowie die Dispositiv-Ziffern 6 bis 8 des Urteils des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 25. Januar 2019 werden aufgeho- ben und die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens und zu neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. 3. Auf den Berufungsantrag Ziffer 2 betreffend Kinderunterhalt wird nicht einge- treten. 4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt. 5. Die Verteilung der Prozesskosten samt Regelung der Entschädigungsfolgen des vorliegenden Berufungsverfahrens wird dem neuen Entscheid der Vorin- stanz vorbehalten. 6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage der Doppel von Urk. 81-83/12+13, an den Beklagten unter Beilage der Doppel von Urk. 84B und 85/1-2, an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Bezirks Horgen, an den Bezirksrat Horgen sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. Die erst- und zweitinstanzlichen Akten gehen unverzüglich an die Vorinstanz zurück. 7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be- schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG (Dispositiv Ziffer 2) und ein Teilentscheid im Sinne von Art. 91 BGG (Dispositiv Ziffer 3). Es handelt sich um eine teilweise vermögensrechtliche Angelegenheit (Unterhalt) mit einem Fr. 30'000.– übersteigenden Streitwert. - 22 - Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. Zürich, 27. Juni 2019 Obergericht des Kantons Zürich I. Zivilkammer Die Gerichtsschreiberin: lic. iur. G. Ramer Jenny versandt am: bz