<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2001.00064</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="https://vgrzh.djiktzh.ch/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=https://vgrzh.djiktzh.ch&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=106037&amp;W10_KEY=4467148&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2001.00064</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 11.04.2001</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Das Bundesgericht hat eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen diesen Entscheid am 15.10.2001 abgewiesen.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4"></td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Datenschutz</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die Direktion der Justiz und des Innern hat als kantonale Aufsichtsbehörde über das Zivilstandswesen ohne Rechtsverletzung die generelle Bewilligung an einen Berufsgenealogen zum Einsehen von Zivilstandsregistern im ganzen Kanton verweigert.<br/>Zur Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). Rechtmässigkeit der Verweigerung einer generellen Bewilligung (E. 2); berufliche Qualifikation des Gesuchstellers nicht entscheidend (a); keine Verletzung der Wirtschaftsfreiheit (b); gesetzliche Grundlage (c), öffentliches Interesse (d) und Verhältnismässigkeit (e) der angefochtenen Anordnung gegeben; keine Ungleichbehandlung (f).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AKTENEINSICHT">AKTENEINSICHT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: BERUFSGENEALOGE">BERUFSGENEALOGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DATENSCHUTZ">DATENSCHUTZ</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Ãbrige Rechtsgebiete UR: Besondere Rechtsgebiete ST: DATENSCHUTZRECHT">DATENSCHUTZRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: DAUERBEWILLIGUNG">DAUERBEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Privatrecht UR: Zivilgesetzbuch ST: EINLEITUNG UND PERSONENRECHT">EINLEITUNG UND PERSONENRECHT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: EINSICHTNAHME">EINSICHTNAHME</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GENEALOGE">GENEALOGE</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GENERELLE BEWILLIGUNG">GENERELLE BEWILLIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Staats- und Verfassungsrecht UR: Grundrechte ST: HANDELS- UND GEWERBEFREIHEIT">HANDELS- UND GEWERBEFREIHEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WIRTSCHAFTSFREIHEIT">WIRTSCHAFTSFREIHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZIVILSTANDSREGISTER">ZIVILSTANDSREGISTER</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 40 lit. III ZGB</span><br/><span class="gerade">Art. 29a lit. II ZStV</span><br/><span class="ungerade">Art. 30 lit. I ZStV</span><br/><span class="gerade">Art. 30a ZStV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Der Berufsgenealoge A ist im Kanton ZÃ¼rich niedergelassen. Am 19. MÃ¤rz 1999 ersuchte er das Zivilstandsamt X um Aus­zÃ¼ge von RegistereintrÃ¤gen Ã¼ber verschiedene Personen; das Zivilstandsamt belehrte ihn am 25. MÃ¤rz 1999, er benÃ¶tige dafÃ¼r eine Bewilli­gung der Direktion des Innern des Kantons ZÃ¼rich. Unter Berufung auf Art. 29 Abs. 4 der (eidgenÃ¶ssischen) Zivilstandsverordnung vom 1. Juni 1953 (ZStV, SR 211.112.1) und BGE 117 II 151 bat er die Direktion am 6. Mai 1999, das Zivilstandsamt zur Erteilung der ge­wÃ¼nschten AuskÃ¼nfte zu verhalten. Am 10. Mai 1999 antwortete die Direktion, fÃ¼r eine Bewilli­gung fehlten bestimmte Dokumente. A erwiderte am 16. Mai 1999, er wolle nur erreichen, dass das Zivilstandsamt Art. 29 Abs. 4 ZStV nachlebe. Am 16. Juni 1999 schrieb ihm die Direktion, sein Begehren falle unter Art. 29a ZStV und der zi­tierte Bundesgerichts­entscheid beschlage das wesentlich weniger sensible Grundbuchwesen; sie beharrte auf der Einreichung der im Schreiben vom 10. Mai 1999 erwÃ¤hnten Unterlagen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 21. Juni 1999 beantragte A bei der Direktion des Innern, ihm ge­stÃ¼tzt auf Art. 29a ZStV eine Bewilligung zum Bezug von Daten aus Zivilstandsregistern des Kan­tons ZÃ¼rich zu erteilen, sofern die betroffenen Personen entweder nachweislich mehr als eine Dekade vor dem Zeitpunkt des Auskunftsersuchens verstorben seien oder, mangels Nachweisbarkeit des Todes, der Geburtstag mehr als 110 Jahre zurÃ¼ck gehe; die Bewilli­gung solle bis auf Widerruf oder bis zum Inkrafttreten der nÃ¤chsten Ãnderung der Zivil­standsverordnung bzw. ihrer Rechtsgrundlagen gelten. Die Abteilung BÃ¼r­ger­recht und Zi­vilstandswesen der Direktion der Justiz und des Innern bat das EidgenÃ¶s­si­sche Amt fÃ¼r das Zivilstandswesen (EAZW) am 7. Juli 1999 um seine Meinung hierzu. Das EAZW schloss in seiner Antwort vom 26. Juli 1999, prinzipiell liessen sich Bewilligungen zum Einsehen der Zivilstandsregister zu Gunsten von Familienforschern durch die AufsichtsbehÃ¶rde im Zivilstandswesen nur im Einzelfall erteilen; wenn jedoch die Qualifikation des Genealogen aktenkundig bestehe, komme auch eine Dauerbewilli­gung in Frage, welche mit prÃ¤zisen Auflagen zu verbinden sei und den Inhaber nicht davon befreie, beim Vorsprechen auf ei­nem Zivilstandsamt seine IdentitÃ¤t zu belegen und eine Vollmacht der Auftraggebenden zu produzieren; eine Dauerbewilligung besitze den Vor­teil, dass nicht jedes einzelne Gesuch der AufsichtsbehÃ¶rde unterbreitet werden mÃ¼sse. Auf zwiefaches DrÃ¤ngen von A teilte diesem die Abteilung Zivilstandswesen am 30. September 1999 mit, sie stelle keine Gene­ralbewilli­gung aus, und beharrte auf der Lieferung der am 10. Mai 1999 angeforderten Pa­piere; zu­dem forderte sie ihn auf, alsdann zu sagen, ob er eine Bewilligung zur Einsicht­nahme oder eine solche zum Bezug von AuszÃ¼gen wÃ¼nsche. A hielt seiner­seits wiederholt an seinem Begehren um "eine generelle bewilligung fÃ¼r alle gemeinden des kantons zÃ¼rich zur einsichtnahme in bzw. zum bezug von personendaten" fest. Am 15. Juli 1999 hatte Ã¼b­rigens das St. Galler Amt fÃ¼r BÃ¼rgerrecht und Zi­vilstand bezÃ¼glich seines Kantons ein gleiches Ansinnen von A abgelehnt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit dem Gesuchsteller tags darauf ausgehÃ¤ndigter und begrÃ¼ndeter VerfÃ¼gung vom 30. MÃ¤rz 2000 verweigerte das Amt fÃ¼r Gemeinden und berufliche Vorsorge des Kantons ZÃ¼rich als AufsichtsbehÃ¶rde Ã¼ber das Zivilstandswesen (§ 1 lit. b Ziff. 2 der Delegations­verordnung vom 9. Dezember 1998 in der am 1. August 1999 in Kraft getretenen Fassung vom 14. Juli 1999, LS 172.14; vgl. nunmehr auch § 12 der [kantonalen] Zivilstandsverord­nung vom 29. November 2000, LS 231.1) eine generelle Bewilligung zum Einsehen oder Beziehen von Personendaten der Zivilstandsregister im Kanton ZÃ¼rich (Dispositiv Zif­fer 1); es erteilte hingegen eine solche fÃ¼r den Erhalt von Familien-, Ehe- und Geburts­scheinen gemÃ¤ss Schreiben vom 19. MÃ¤rz 1999 an das Zivilstandsamt X (Dispositiv Zif­fer 2), wofÃ¼r es eine GebÃ¼hr von Fr. 50.- festsetzte (Dispositiv Ziffer 3); als Rechtsmit­tel nannte es die Einsprache an sich selbst binnen 30 Tagen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Hiervon machte A postwendend Gebrauch: Er behauptete, gar nicht Einsicht­nahme in die Zivilstandsregister verlangt zu haben; das kÃ¤me ihm aber natÃ¼rlich sehr ent­gegen; ansonsten bestehe er immerhin auf der Erteilung von AuskÃ¼nften. Eventua­liter be­antragte er eine Bewilligung mit lÃ¤ngerer Frist, falls eine solche von zehn Jahren nach dem Tod der betroffenen Person als zu kurz bemessen erscheine. Endlich bestritt er, die ihm konkret gegebene Bewilligung je anbegehrt zu haben, weswegen ihm dafÃ¼r auch keine Kos­ten auferlegt werden dÃ¼rften.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Anfangs Oktober 2000 Ã¼berwies das Amt fÃ¼r Gemeinden und berufliche Vorsorge das Rechtsmittel gegen seine VerfÃ¼gung vom 30. MÃ¤rz 2000 zur Behandlung zustÃ¤ndig­keitshalber an die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons ZÃ¼rich. Mit VerfÃ¼gung vom 18. Januar 2001, A am 24. des nÃ¤mlichen Monats zugestellt, wies es die Direktion im Haupt- und den EventualantrÃ¤gen kostenfÃ¤llig ab (Dispositiv Ziffer I); in dessen teilweiser Gutheissung hob sie die Dispositiv Ziffern 2 und 3 in der VerfÃ¼gung des Amts vom 30. MÃ¤rz 2000 auf (Dispositiv Ziffer II).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Schon am 13. April 2000 hatte das Departement fÃ¼r Inneres und MilitÃ¤r des Kan­tons St. Gallen den Rekurs von A gegen den Entscheid des eigenen Amts fÃ¼r BÃ¼rger­recht und Zivilstand vom 15. Juli 1999 abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. A liess am 21. Februar 2001 Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben mit dem Antrag:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>" Der Entscheid der Direktion der Justiz und des Innern ... vom 18. Ja-<br/> nuar 2001 ...</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>-<span> </span></span><span>sei bezÃ¼glich Ziffer I. Abweisung des Hauptantrages aufzuheben; und</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>-<span> </span></span><span>es sei dem BeschwerdefÃ¼hrer die Einsicht in die Zivilstandsregis­ter aller Gemeinden des Kantons ZÃ¼rich zum Bezug von Personen­daten fÃ¼r Personen, die nachweislich vor mehr als 10 Jahren seit der Einreichung seines Gesuches verstorben sind, oder fÃ¼r den Fall, dass ein solcher Nachweis nicht gelingt, die vor mehr als 110 Jahren geboren sind, bis auf Widerruf bzw. bis lÃ¤ngstens zum Inkrafttreten der nÃ¤chsten Ãnderung der Zivilstandsverordnung des Bundes zu bewilligen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>eventualiter sei die Bewilligung in zeitlicher Hinsicht angemessen zu beschrÃ¤nken und weitere Anordnungen zur Sicherung des Datenschut­zes vorzunehmen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>sub-eventualiter sei das Verfahren an die Vorinstanz zwecks ErgÃ¤n­zung des Beweisverfahrens und Neubeurteilung der Streitsache zu­rÃ¼ckzuweisen;</span></p> <p class="EinzugZitat"><span>alles unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Be­schwerdegegnerin."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Am 23. Februar 2001 reichte der BeschwerdefÃ¼hrer einen blanken Auszug aus dem schweizerischen Strafregister nach. Das Amt fÃ¼r Gemeinden und berufliche Vorsorge er­stattete unterm 7. MÃ¤rz 2001 eine kurze Beschwerdeantwort ohne ausdrÃ¼ckliches Begeh­ren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Noveneingabe vom 9. MÃ¤rz 2001 legte der BeschwerdefÃ¼hrer die einen andern Gesuchsteller betreffende Bewilligung zum Einsehen der Zivilstandsregister vor, welche der Beschwerdegegner am 23. Januar 2001 erteilt hatte. Das Gericht setzte diesen mit ei­nem Begleitschreiben vom 13. MÃ¤rz 2001 hiervon in Kenntnis. Unterm 20. MÃ¤rz 2000 liess sich die Direktion der Justiz und des Innern vernehmen und schloss auf Abweisung des Rechtsmittels, soweit darauf einzutreten sei.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Der Angelegenheit lÃ¤sst sich kein Streitwert im Sinn von § 38 Abs. 2 VRG beimessen. Daher muss das Verwaltungsgericht Ã¼ber sie kraft § 38 Abs. 1 VRG in Kam­merbesetzung befinden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die Beschwerde ist vorliegend schon nach den §§ 19b Abs. 1, 41 und 43 Abs. 1 VRG zulÃ¤ssig. Weil auf dem Gebiet des hier interessierenden Zivilstandswesens zudem die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (Art. 20 Abs. 2 ZStV), folgt daraus fÃ¼r den kantonalen Rechtsschutz abermals die ZustÃ¤ndigkeit des Verwaltungs­gerichts (vgl. §§ 42 und 43 Abs. 2 VRG).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>§§ 50 f. VRG kennen als BeschwerdegrÃ¼nde die Rechtsverletzung einschliesslich Ermessensmissbrauch und -Ã¼berschreitung sowie die unrichtige oder ungenÃ¼gende Fest­stellung des rechtserheblichen Sachverhalts. Die RÃ¼ge blosser Unangemessenheit ist un­statthaft. Das Rechtsmittel kann deshalb insofern nur Erfolg haben, wenn die Vorinstanz (1) insbesondere gegen das WillkÃ¼rverbot, den Gleichheitssatz, das Gebot von Treu und Glauben oder das VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeitsprinzip verstiess, (2) Ermessen walten liess, wo sie Ã¼ber keines verfÃ¼gte, oder (3) Ermessen nicht betÃ¤tigte, wo ihr solches zukam (vgl. Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 50 N. 70 ff.; Pierre Tschannen/Ulrich Zimmerli/ Regina Kiener, Allgemeines Verwaltungsrecht, Bern 2000, S. 139 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) E. 2d Abs. 2 des angefochtenen Entscheids (S. 7) lÃ¤sst offen, ob der Beschwerde­fÃ¼hrer im vorinstanzlichen Rechtsmittelverfahren den von der Direktion als neu betrachte­ten Eventualantrag auf Erteilung schriftlicher AuskÃ¼nfte nach Art. 30 Abs. 1 Ziff. 5 ZStV stellen durfte. Ebenso kann vor Verwaltungsgericht dahin stehen, ob diese Annahme eines neuen Begehrens zutreffe, denn der Beschwerdeantrag hÃ¤lt daran nicht fest.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Ob der BeschwerdefÃ¼hrer effektiv erst nach Ablauf der Rechtsmittelfrist von der Tatsache Kenntnis erhielt und auch erhalten konnte, die er mit seiner Eingabe vom 9. MÃ¤rz 2001 geltend macht, ruft keiner KlÃ¤rung; selbst eine BerÃ¼cksichtigung des neuen Vorbrin­gens beeinflusst nÃ¤mlich den Verfahrensausgang nicht (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/ RÃ¶hl, §§ 53 N. 15 und 54 N. 8).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Kraft Art. 40 Abs. 3 des Zivilgesetzbuchs (ZGB, SR 210) sorgt der Bundesrat auf dem Gebiet der Beurkundung des Personenstands fÃ¼r den Schutz der PersÃ¶nlichkeit und der Grundrechte der Personen, Ã¼ber die Daten bearbeitet werden. Laut Art. 29a Abs. 2 ZStV, worum es sich hier dreht (vgl. Beschwerde S. 4), kann die kantonale Aufsichtsbe­hÃ¶rde die Bekanntgabe von Personendaten zum Zweck personenbezogener Forschung be­willigen, sofern die Beschaffung der Daten bei den direkt betroffenen Personen nicht mÃ¶g­lich oder offensichtlich nicht zumutbar ist; sie verbindet die Bewilligung mit Auflagen zur Sicherung des Datenschutzes. Nach Art. 30 Abs. 1 ZStV erfolgt die Bekanntgabe von Per­sonendaten unter anderem durch AuszÃ¼ge, Abschriften und schriftliche AuskÃ¼nfte. Ge­mÃ¤ss Art. 30a ZStV kann die kantonale AufsichtsbehÃ¶rde ausnahmsweise die Einsicht­nahme in Zivilstandsregister schriftlich bewilligen, wenn eine Bekanntgabe von Daten in den For­men von Art. 30 ZStV offensichtlich unzumutbar ist; sie erlÃ¤sst die nÃ¶tigen Aufla­gen zur Sicherung des Datenschutzes.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gleich eingangs und gemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG zu­stimmend lÃ¤sst sich auf E. 2c und d Abs. 1 des angefochtenen Entscheids verweisen. Er begrÃ¼ndet Ã¼berzeugend, dass eine generelle Bewilligung zum Einsehen von Zivilstandsre­gistern im ganzen Kanton namentlich deswegen nicht in Frage komme, weil die Aufsichts­behÃ¶rde die nÃ¶tigen Auflagen zur Sicherung des Datenschutzes nicht im Voraus allgemein, sondern â wenigstens teilweise â erst im Einzelfall adÃ¤quat bestimmen kÃ¶nne und weil die Kontrolle, ob die umfassende Bewilligung rechtskonform benÃ¼tzt werde, ungenÃ¼gend ge­wÃ¤hrleistet sei. Das veranschaulichen Ã¼brigens gerade die dem BeschwerdefÃ¼hrer am 7. April 1999 fÃ¼r den Kanton Aargau und am 24. Oktober 2000 fÃ¼r den Kanton Bern er­teilten pauschalen Bewilligungen. Zumindest erscheint die ZÃ¼rcher Auffassung nicht als rechtsverletzend. Sie stÃ¼tzt ebenso der publizierte Entscheid des St. Galler Departements fÃ¼r Inneres und MilitÃ¤r vom 13. April 2000 (ZZW 68/2000, S. 213), der in seinem unverÃ¶f­fentlichten Ende von E. 5 zudem treffend bemerkt, die Auf­sichtsbehÃ¶rde Ã¼bertrage mit ei­ner Dauerbewilligung ihre Kompetenz etwa auch zum ge­genseitigen AbwÃ¤gen der Interes­sen von Forschung und Datenschutz unstatthaft an die ZivilstandsÃ¤mter. Diese restriktiven Meinungen halten sich vielmehr im Rahmen des durch die Verwaltung hier zu Ã¼benden pflichtschuldigen Ermessens (vgl. dazu Michel Montini, Datenschutz im Zivilstandswesen: Erste Erfahrungen im Anschluss an die am 1. Januar 1998 in Kraft getretene Revision der ZStV, ZZW 67/1999, S. 141 ff., 145). Freilich verwirft man sie offenbar im EAZW, ohne dafÃ¼r allerdings durchschla­gende Argumente zu liefern (vgl. auch ZZW 68/2000, S. 142 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Folgenden gilt es, die verbleibenden EinwÃ¤nde der Beschwerde zu entkrÃ¤ften:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Der BeschwerdefÃ¼hrer findet primÃ¤r, ein Berufsgenealoge insbesondere von sei­ner Reputation und seinem Leumund habe unter Ausschluss behÃ¶rdlichen Ermessens ein Anrecht auf die kontroverse generelle Bewilligung, allenfalls versehen mit gewissen Auf­lagen und einer Befristung (Beschwerde S. 4, 7 ff., 13 ff. sowie 20 f.;). Davon kann nach dem Gesagten keine Rede gehen, wie qualifiziert der Gesuchsteller auch immer erscheinen mÃ¶ge. Gegenteils fragte sich eher, ob die Erteilung einer solchen Bewilligung nicht eine rechtsfehlerhafte Ermessenshandhabung bedeutete.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Beschwerde beruft sich auf die Wirtschaftsfreiheit und die Prinzipien zur EinschrÃ¤nkung von Grundrechten (S. 5 f., 9 f. und 20). Art. 27 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) gewÃ¤hrleistet das Grundrecht der Wirtschaftsfreiheit (Abs. 1), welche insbesondere die freie Wahl des Berufs sowie den freien Zugang zu einer privat­wirtschaftlichen ErwerbstÃ¤tigkeit und deren freie AusÃ¼bung umfasst (Abs. 2). Laut Art. 36 BV benÃ¶tigen EinschrÃ¤nkungen von Grundrechten eine gesetzliche Grundlage, wobei schwerwiegende EinschrÃ¤nkungen das Gesetz selbst vorzusehen hat, unter Vorbehalt der hier nicht greifenden polizeilichen Generalklausel (Abs. 1); EinschrÃ¤nkungen von Grund­rechten mÃ¼ssen durch ein Ã¶ffentliches Interesse oder durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt (Abs. 2) sowie verhÃ¤ltnismÃ¤ssig sein (Abs. 3) und dÃ¼rfen den Kern­gehalt der Grundrechte nicht antasten (Abs. 4).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nun steht keineswegs fest, ob die Verweigerung einer Dauerbewilligung zum Ein­sehen von Zivilstandsregistern die Wirtschaftsfreiheit berÃ¼hre (vgl. dazu neuerdings Ulrich HÃ¤felin/Walter Haller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 5. A., ZÃ¼rich 2001, N. 614 ff., insbesondere N. 628 f. und 640 ff.). Zuzugeben ist dem BeschwerdefÃ¼hrer zwar, dass das Einholen von Einzelbewilligungen seine TÃ¤tigkeit erschwere, unerfindlich aber, wieso es diese zum Teil verunmÃ¶glichen sollte (so Beschwerde S. 6). Er erhielt jedenfalls dort, wo er ein konkretes Gesuch mit den erforderlichen Beilagen stellte, alsbald eine Bewilligung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Um des Arguments willen sei im weiteren Verlauf der ErwÃ¤gungen davon ausge­gangen, dass es sich hier um eine EinschrÃ¤nkung der Wirtschaftsfreiheit handle, deren Kerngehalt vorliegend freilich vorab keineswegs als bedroht erscheint.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die Beschwerde meint, fÃ¼r die Verweigerung einer Dauerbewilligung gebreche es an einer gesetzlichen Grundlage (S. 6 und 9). Weil es sich nicht um eine schwerwiegen­de EinschrÃ¤nkung dreht (vgl. HÃ¤felin/Haller, N. 310 f. und 667 ff.), genÃ¼gt Art. 29a Abs. 2 ZStV indes offenkundig und auch ganz abgesehen davon, dass die rechtsanwendenden Be­hÃ¶rden die einschlÃ¤gige Delegationsnorm von Art. 40 Abs. 3 ZGB akzeptieren mÃ¼ssen (HÃ¤felin/Haller, N. 2099).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Wenn der BeschwerdefÃ¼hrer in diesem Zusammenhang erneut BGE 117 II 151 be­mÃ¼ht (Beschwerde S. 6), welcher die genealogische Fremdforschung als legitim anerkannte und dafÃ¼r Einsicht ins Grundbuch gewÃ¤hrte, so muss dem mit der vorinstanzlichen Ver­nehmlassung entgegengehalten werden, dass dort nur eine Einzelbewilligung zur Diskus­sion stand und dass die Zivilstandsregister weniger leicht zugÃ¤nglich sind als das Grund­buch (S. 2 f.). Und vÃ¶llig haltlos wirft die Beschwerde dem angefochtenen Entscheid vor, eine generelle Bewilligung ohne BegrÃ¼ndung verworfen zu haben (S. 9).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Offen bleiben darf, ob es in der Bewilligungspraxis zwischen Hobby- und Berufs­genealogen zu unterscheiden gelte (vgl. Beschwerde S. 7 ff. gegen Vernehmlassung S. 2 f., auch zum Folgenden). Denn auch Letztere kÃ¶nnen entgegen der Auffassung des EAZW, welche die Vorinstanz nicht bindet, keinen Anspruch auf eine permanente Bewilligung machen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Zu Recht anerkennt die Beschwerde immerhin, dass Ã¶ffentliches Interesse bzw. der Schutz von Grundrechten Dritter, nÃ¤mlich der PersÃ¶nlichkeit und der PrivatsphÃ¤re (vgl. HÃ¤felin/Haller, N. 319, 364 und 380 ff.), beim Bewilligungsproblem spielen (S. 9 ff.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>e) Unter dem Stichwort "VerhÃ¤ltnismÃ¤ssigkeit" erhebt die Beschwerde eine Reihe weiterer RÃ¼gen (S. 11 ff.):</span></p> <p class="Einzug1"><span>-<span> </span></span><span>Die Vorinstanz habe mit dem falschen Argument, die PersÃ¶nlichkeitsrechte ei­nes unbestimmten Personenkreises kÃ¶nnten Ã¼berhaupt nicht geschÃ¼tzt werden, konkrete MÃ¶glichkeiten zur Sicherung des Datenschutzes geradezu willkÃ¼rlich zu prÃ¼fen unterlassen. â Die der Beschwerde vorschwebenden Standardmass­nahmen (S. 13 f.) werden oft ausreichen, aber manchmal teilweise sogar zu weit gehen und vor allem bei spezieller, nur im konkreten Fall erkennbarer Proble­matik auch nicht genÃ¼gen. Schon deshalb kommt eine permanente Bewilligung nicht in Betracht. Zudem wiederholt die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung sinngemÃ¤ss richtig, bei einer solchen Bewilligung drohe die ohnehin schwierige KontrolltÃ¤tigkeit nicht mehr bewÃ¤ltigt werden zu kÃ¶nnen (S. 3).</span></p> <p class="Einzug1"><span>-<span> </span></span><span>Wer im Kanton ZÃ¼rich Registereinsicht fÃ¼r ein konkretes Projekt verlange, mÃ¼sse ausser einem IdentitÃ¤tsnachweis weder Belege Ã¼ber den beruflichen Sta­tus einreichen noch einen einwandfreien Leumund bescheinigen, weshalb im Einzelfall die Wahrung der PersÃ¶nlichkeitsrechte Betroffener nicht ohne weite­res gewÃ¤hrleistet und das Erfordernis, immer wieder eine konkrete Bewilligung einzuholen, willkÃ¼rlich sei. â Das knÃ¼pft an E. 3b (S. 7) des angefochtenen Ent­scheids an, wonach der Beschwerdegegner das Gesuch vom 19. MÃ¤rz 1999 be­willigte, ohne dass der BeschwerdefÃ¼hrer die im Schreiben der Vorinstanz vom 10. Mai 1999 angeforderten ErgÃ¤nzungen beigebracht hÃ¤tte, nÃ¤mlich die vom Interessierten ausgestellte Vollmacht, ein Ausweispapier des Vollmachtgebers und den Nachweis, wie der Vollmachtgeber mit der zu erforschenden Familie verwandt sei. Eine solche Unterlassung muss aus Versehen oder als inkonse­quenter Trostversuch geschehen sein, da die beschwerdegegnerische Abteilung Zivilstandswesen noch am 30. September 1999 auf dem Nachreichen der er­wÃ¤hnten Dokumente beharrt hatte, und mag sich so erklÃ¤ren, dass der Be­schwerdefÃ¼hrer am 2. MÃ¤rz 2000 fÃ¼r die beantragte Dauerbewilli­gung Frist bis Ende Monat gesetzt und bei deren Verstreichen eine Rechtsver­zÃ¶gerungsbe­schwerde angekÃ¼ndigt hat; jedenfalls begrÃ¼ndet die VerfÃ¼gung des Beschwer­degegners vom 30. MÃ¤rz 2000 die erteilte Spezialbe­willigung nicht. Was beruf­lichen Status und Leumund des BeschwerdefÃ¼hrers anlangt, war dieser den Be­hÃ¶rden immerhin von frÃ¼her her bekannt, was er selbst denn auch im Schreiben vom 21. Juni 1999 betonte. End­lich geht es beim Erfordernis der Einzelbewilli­gung nicht nur um die Person des Forschers, sondern zumindest ebenso sehr um die der Forschungsbetroffenen und alsdann mit konkreten Vorkehren zu SchÃ¼t­zenden.</span></p> <p class="Einzug1"><span>-<span> </span></span><span>E. 2c (S. 6) des angefochtenen Entscheids beruhe im Sinn von § 51 VRG auf der falschen Annahme, der BeschwerdefÃ¼hrer werde wie bislang nur etwa alle zwei Jahre eine Einzelbewilligung einholen mÃ¼ssen, was sich ihm zeitlich und finanziell zumuten lasse; denn seit eine Revision der (eidgenÃ¶ssischen) Zivil­standsverordnung auf Anfang 1998 in Kraft getreten sei, beschleunige sich die­ser Rhythmus auf mehr als zwei Mal pro Monat; einstweilen seien aber bis zum Entscheid im laufenden Verfahren keine weiteren AntrÃ¤ge gestellt worden, um den Kunden, die man wo mÃ¶glich zunÃ¤chst vertrÃ¶stet habe, unnÃ¶tige Kosten zu ersparen. â Diese Behauptungen wirken wenig glaubwÃ¼rdig, nachdem der im bevÃ¶lkerungsreichsten Kanton ansÃ¤ssige BeschwerdefÃ¼hrer unter neuem Recht erst am 19. MÃ¤rz 1999 ein Gesuch gestellt und es sich dann als vollberuflicher Genealoge (Beschwerde S. 15) geleistet hat, wÃ¤hrend fast zwei Jahren mit ei­nem weiteren zuzuwarten. Der Sachverhalt erscheint indes als unerheblich und braucht deshalb keine KlÃ¤rung. Selbst wenn auf die Version der Beschwerde gebaut wÃ¼rde, rechtfertigten die SchutzbedÃ¼rfnisse der Betroffenen eine Dauer­bewilligung nicht. Weil der Kanton ZÃ¼rich gar keine solche ausgibt, erleidet der BeschwerdefÃ¼hrer auch keinen Nachteil gegenÃ¼ber irgendwelcher Konkurrenz. Der Aufwand fÃ¼r eine Einzelbewilligung lÃ¤sst sich der Klientel verrechnen. Und die Fristen der ForschungsauftrÃ¤ge kÃ¶nnen nicht so bemessen sein, dass sie beim Anfordern von Einzelbewilligungen mehrheitlich verstrichen. Im vorlie­genden Fall, den die Beschwerde hierfÃ¼r hervorhebt (S. 16), ging alles unty­pisch lang, da der Be­schwerdefÃ¼hrer sich anfÃ¤nglich an das fÃ¼r die Bewilligung unzustÃ¤ndige Zivil­standsamt richtete und dann die verlangten Dokumente nicht lieferte, um schliesslich auf den abzulehnenden Antrag fÃ¼r eine generelle Be­willigung zu wechseln.</span></p> <p class="Einzug1"><span>-<span> </span></span><span>Der angefochtene Entscheid sei in WillkÃ¼r verfallen, da er ohne BegrÃ¼ndung entgegen der unterschlagenen Stellungnahme des EAZW entschieden habe, nachdem man darin trotz Anfrage keine Einsicht gewÃ¤hrt habe. â Zum einen teilte die beschwerdegegnerische Abteilung Zivilstandswesen dem Beschwerde­fÃ¼hrer am 30. September 1999 mit, sie habe seinen Fall dem EAWZ unterbreitet und darauf eine Antwort erhalten. In der Folge wurde keine Akteneinsicht im Sinn von § 8 Abs. 1 VRG verlangt. Das tat die Vertreterin des BeschwerdefÃ¼h­rers erst mit Schreiben vom 1. Februar 2001, also wÃ¤hrend lau­fender Rechts­mittelfrist. Zum andern muten die ErwÃ¤gungen der Vorinstanz fundierter an als die MeinungsÃ¤usserungen aus dem EAZW.</span></p> <p class="Einzug1"><span>-<span> </span></span><span>Der vorinstanzliche Entscheid lasse sich nicht halten, weil das (eidgenÃ¶ssische) Archivierungsgesetz vom 26. Juni 1998 (BGA, in Kraft seit 1. Oktober 1999, SR 152.1), welches ebenso schÃ¼tzenswerte Personendaten erfasse wie die Zivil­standsregister, liberaler Einsicht gewÃ¤hre; das laufe darauf hinaus, Personenda­ten in Zivilstandsregistern absolut zu schÃ¼tzen und die unter das Archivierungs­gesetz fallenden vÃ¶llig freizugeben. â Es darf bezweifelt wer­den, ob man mit dem Archivierungsgesetz leichter an schutzwÃ¼rdige Personen­daten komme als nach der Zivilstandsverordnung (vgl. Art. 9 Abs. 1, 11 Abs. 1 f. und 12 f. BGA; Art. 10 ff. der Archivierungsverordnung vom 8. Sep­tember 1999, SR 152.11; Art. 6 ff. der Verordnung vom 27. September 1999 des Bundesgerichts zum Ar­chivierungsgesetz, SR 152.21; Verordnung vom 26. Ok­tober 1999 des Eidge­nÃ¶ssischen Versicherungsgerichts zum Archivie­rungsgesetz, SR 152.22; Bot­schaft Ã¼ber das Bundesgesetz Ã¼ber die Archivie­rung, BBl 1997 II 941 ff., 957 ff.; ferner §§ 10 f. und 18 des (kantonalen) Ar­chivgesetzes vom 24. September 1995, LS 432.11; §§ 20 f. der Archivverord­nung vom 9. Dezember 1998, LS 432.111). Diese Frage dÃ¼nkt einen jedoch oh­nehin un­wichtig; denn selbst wenn man sie bejahte, stritte das nicht fÃ¼r einen Ãbergang von der Einzel- zur Dauerbewilligung, sondern hÃ¶chstens fÃ¼r eine Modifizie­rung oder gar Abschaffung des Bewilligungserfordernisses an sich, welches hier nicht zur Disposition steht. Und jedenfalls kann keine Rede davon sein, dass die Archivierungsgesetzgebung einfach alle TÃ¼ren Ã¶ffne, wÃ¤hrend die Zivilstands­register vÃ¶llig verschlossen bleiben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Im Ãbrigen wurde bereits wiederholt gesagt, dass das vom BeschwerdefÃ¼hrer bean­spruchte professionelle Renommee nichts an der Untunlichkeit einer Dauerbewilligung Ã¤nderte, selbst wenn man diese mit Auflagen gemÃ¤ss EventualantrÃ¤gen der Beschwerde versÃ¤he (vgl. Beschwerde S. 15 ff. und 20 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>f) Mit Eingabe vom 9. MÃ¤rz 2001 beanstandet der BeschwerdefÃ¼hrer, die Ableh­nung seines Gesuchs bedeute im Licht der beigelegten Bewilligung in einem Vergleichsfall eine zu korrigierende Ungleichbehandlung; dort habe der Beschwerdegegner fÃ¼r zwei Jahre, ohne Schutzfrist fÃ¼r verstorbene Personen und ohne spezielle datenschutzrechtliche Auflagen erlaubt, die Zivilstandsregister einer Gemeinde sowie in diesem Zusammenhang weitere Register anderer kantonalzÃ¼rcherischer Zivilstandskreise einzusehen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Es ist schleierhaft, worin der BeschwerdefÃ¼hrer eine Ungleichbehandlung zum ei­genen Nachteil erkennen will. Die Bewilligung des Beschwerdegegners vom 23. Januar 2001 beschlÃ¤gt vor allem die Erforschung nur einer Familie, fÃ¤llt also nicht gene­rell aus. Zudem hÃ¤lt sie sich durchaus im Rahmen dessen, was dem BeschwerdefÃ¼hrer bis­lang auf drei Einzelgesuche hin gestattet worden ist. Zwar sollte in den beiden frÃ¼heren FÃ¤llen das Einsichtsrecht an den Daten lebender Personen enden â die Beschwerde verlangt ja sogar noch weniger â, doch fehlten beim letzten Mal hinwiederum jegliche EinschrÃ¤nkungen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. â¦</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>