<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: PB.2000.00013</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=105872&amp;W10_KEY=13013580&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>PB.2000.00013</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 20.12.2000</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Personalrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kündigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Die auf dem - nach einer Aussprachesitzung mit der betroffenen Person ergangenen - Zirkularbeschluss beruhende Kündigung einer Lehrkraft genügt den formellrechtlichen Anforderungen. Beschwerdelegitimation der Primarschulgemeinde, vertreten durch die Primarschulpflege, gegeben, nicht hingegen jene der Schulleitungskommission der der Schulgemeinde angegliederten Sonderschule (E. 1). Zur Zuständigkeit des Bezirksrats (E. 2). Der Einbezug der Primarschulpflege in das Rekursverfahren durch den Bezirksrat ist zu Recht erfolgt (E. 3). Die Kündigung mit vorgängigem rechtsgenügenden Zirkularbeschluss der Schulleitungskommission ist entgegen der Auffassung des Bezirksrats unter Wahrung des rechtlichen Gehörs formell gültig zustandegekommen (E. 4). Rückweisung an Bezirksrat zur Prüfung der Kündigung in materieller Hinsicht (E. 5).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ANHÃRUNG">ANHÃRUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: Ãffentliches Dienstrecht ST: BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES">BEENDIGUNG DES DIENSTVERHÃLTNISSES</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃNDIGUNG">KÃNDIGUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: LEGITIMATION">LEGITIMATION</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: RECHTLICHES GEHÃR">RECHTLICHES GEHÃR</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZIRKULATIONSBESCHLUSS">ZIRKULATIONSBESCHLUSS</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZIRKULATIONSVERFAHREN">ZIRKULATIONSVERFAHREN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: ZUSTÃNDIGKEIT">ZUSTÃNDIGKEIT</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZWISCHENENTSCHEID">ZWISCHENENTSCHEID</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="gerade">Art. 29 lit. II BV</span><br/><span class="ungerade">§ 66 GemeindeG</span><br/><span class="gerade">§ 67 GemeindeG</span><br/><span class="ungerade">§ 10 Abs. II VRG</span><br/><span class="gerade">§ 21 lit. b VRG</span><br/><span class="ungerade">§ 74 lit. I VRG</span><br/><span class="gerade">§ 80 lit. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Am 5. Mai 1975 schlossen die Primarschulgemeinde X und der Kanton Q einen Vertrag Ã¼ber die Sonderschulung geistig behinderter Kinder im hinteren Q in der HeilpÃ¤­dagogischen Sonderschule X (HST). Die Regierungs­rÃ¤te des Kantons Q und des Kantons ZÃ¼rich genehmigten den Vertrag am 8. Juli bzw. 27. Au­gust 1975. GemÃ¤ss Vertrag wird die Sonderschule durch die Primarschul­ge­meinde X gefÃ¼hrt. Die Leitung der Schule ob­liegt, soweit dafÃ¼r nicht die Primar­schulge­meinde zustÃ¤ndig ist, einer Schulleitungskom­mission (SLK); darin ist die Primar­schulge­meinde X mit drei Mitgliedern, wovon eines als vorsitzendes, und der Kanton Q mit zwei Mitgliedern vertreten. Der SLK stehen die fÃ¼r den Betrieb der Schule notwendigen Kompetenzen zu, unter anderem die Anstellung der LehrkrÃ¤fte. Ge­mÃ¤ss dem am 13. November 1995 durch die SLK erlassenen Pflichtenheft obliegt der SLK die An­stellung und Entlassung der Schulleitung, der LehrkrÃ¤fte und des Hilfspersonals. Die Ge­meindeordnung der Primarschulgemeinde X vom 7. Dezember 1986/ 12. MÃ¤rz 1995 sieht demgegenÃ¼ber in Art. 20 Ziff. 3 vor, dass "die Schulleiterin und die Lehrer(-innen) der HST auf Vorschlag der Schulleitungskommission" durch die Schul­pfle­ge gewÃ¤hlt wer­den.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Seit 1975 ist B als Lehrkraft und Schulleiterin der HST tÃ¤tig (act. --). Nach der The­matisierung von FÃ¼hrungsproblemen in der Schule (act. --) lud die dama­lige PrÃ¤sidentin der SLK am 24. Februar 1999 auf den 16. MÃ¤rz 1999 zu einer Aussprache­sitzung der SLK ein. Dazu wurde auch B eingeladen. AnlÃ¤sslich dieser Sitzung wurden gegenÃ¼ber B zahlreiche VorwÃ¼rfe erhoben und ihr Gelegenheit gege­ben, sich dazu zu Ã¤ussern, worauf am 22. MÃ¤rz 1999 eine schriftliche Stellungnahme ihres Rechtsvertreters erging. AnlÃ¤sslich ihrer Sitzung vom 12. April 1999 nahm die Primar­schul­pflege X vom vorgÃ¤ngigen Zirkulationsentscheid der SLK zur KÃ¼ndigung des Ar­beitsverhÃ¤ltnisses mit B Kenntnis und stimmte der KÃ¼ndi­gung auf Ende Schuljahr 1998/99 zu (act. --). Mit Schreiben der Primarschulpflege X/Schul­leitungs­kom­mission vom 13. April 1999 wurde das AnstellungsverhÃ¤ltnis "angesichts des gestÃ¶rten VertrauensverhÃ¤ltnisses" per 15. August 1999 gekÃ¼ndigt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Mit Rekurs vom 12. Mai 1999 gelangte B gegen die Primarschul­pflege X und die SLK an den Bezirksrat mit dem Hauptantrag, die KÃ¼ndigung des ArbeitsverhÃ¤ltnisses als nichtig aufzuheben. Nachdem die ZustÃ¤ndigkeit des Bezirksrats von der Gegenseite bestritten wurde, stellte dieser seine ZustÃ¤ndigkeit mit PrÃ¤sidialverfÃ¼gung vom 20. Juli 1999 ausdrÃ¼cklich fest. Der Bezirksrat hiess den Rekurs am 26. Mai 2000 gut und stellte die UngÃ¼ltigkeit der KÃ¼ndigung fest. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. SLK und Primarschulpflege X erhoben am 29. Juni 2000 gemeinsam Beschwer­de gegen den Entscheid des Bezirksrats mit folgenden AntrÃ¤gen:</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>"1. Es sei festzustellen, dass der Beschluss des Bezirksrats vom 26. Mai 2000 nichtig ist.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 2. Eventualiter sei der Beschluss des Bezirksrates vom 26. Mai 2000 aufzuheben und es sei festzustellen, dass die am 13. April 1999 ausgesprochene KÃ¼ndigung gÃ¼ltig ist.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span> 3. Subeventualiter sei der Beschluss des Bezirksrates vom 26. Mai 2000 aufzuheben und es sei die Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung im Sinne der ErwÃ¤gungen zurÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="EinzugZitat"><span> </span></p> <p class="EinzugZitat"><span>Unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegne­rin."</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat ersuchte am 12. Juli 2000 um Beschwerdeabweisung. Die Be­schwer­degegnerin beantragte mit Eingabe vom 1. September 2000, die Beschwerde ab­zu­weisen, soweit auf sie einzutreten sei, unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen zulas­ten der BeschwerdefÃ¼hrenden.</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Das Verwaltungsgericht zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Die Beschwerde richtet sich gegen einen erstinstanzlichen Rekursentscheid des Bezirksrats Ã¼ber eine personalrechtliche Anordnung. GemÃ¤ss § 74 Abs. 1 des Verwaltungs­rechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (in der Fassung vom 8. Juni 1997; VRG) ist das Ver­­waltungsgericht fÃ¼r die Behandlung zustÃ¤ndig</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>HÃ¤lt das Verwaltungsgericht eine KÃ¼ndigung fÃ¼r nicht gerechtfertigt, so stellt es dies gemÃ¤ss § 80 Abs. 2 VRG fest und bestimmt die EntschÃ¤digung, welche das Gemein­wesen zu entrichten hat. Diese Bestimmung bedeutet, dass das Verwaltungsgericht keine Wiedereinstellung anordnen kann; die Wiederherstellung einer im Rekursverfahren zu Un­recht aufgehobene KÃ¼ndigungsverfÃ¼gung ist ihm hingegen nicht verwehrt.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) GemÃ¤ss § 80c in Verbindung mit §§ 70 und 21 lit. a VRG ist zur Beschwerde be­rechtigt, wer durch die angefochtene Anordnung berÃ¼hrt ist und ein schutzwÃ¼rdiges Inte­res­­se an deren Ãnderung oder Aufhebung hat. Eine Gemeinde, eine andere KÃ¶rperschaft oder eine Anstalt des Ã¶ffentlichen Rechts ist zur Wahrung der von ihr vertretenen schutz­wÃ¼rdigen Interessen beschwerdelegitimiert (§ 21 lit. b). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Als zweite BeschwerdefÃ¼hrerin zeichnet die Primarschulpflege X. Eine einzelne BehÃ¶rde ist indessen nicht beschwerdelegitimiert (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/­Mar­tin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼­rich 1999, § 21 N. 75). Gegen aussen vertretendes Organ der Primarschulgemeinde ist die Primar­schul­pflege. Dementsprechend ist das Rubrum bereits bei Beschwerdeeingang da­hin­gehend korrigiert worden, dass als BeschwerdefÃ¼hrerin 2 die Primarschulgemeinde X, vertreten durch die Primarschulpflege, aufgenommen wurde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) FÃ¼r die SLK als BeschwerdefÃ¼hrerin 1 gilt Folgendes: GemÃ¤ss dem Vertrag zwischen der Primarschulgemeinde X und dem Kanton Q leitet die SLK die von der Pri­marschulgemeinde gefÃ¼hrte HST. Als Schulleitungsorgan kommt ihr nicht die QualitÃ¤t einer selbstÃ¤ndigen Ã¶ffentlichrechtlichen Anstalt oder KÃ¶rperschaft zu, wie es zur Be­schwerdeanhebung erforderlich wÃ¤re (vgl. KÃ¶lz/­Bosshart/­RÃ¶hl § 21 N. 74). Auch wenn in der SLK Vertreter des Kantons Q sitzen, kann die Kommission - entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrenden (Beschwerde S. 3 ff.) - nicht als interkantonales Or­gan im Sinn einer selbstÃ¤ndigen kantonalen Institution qualifiziert werden. Die SLK ist nicht TrÃ¤gerin einer selbstÃ¤ndigen Schule, sondern vielmehr leitendes Organ der von der Primarschulgemeinde X gefÃ¼hrten (act. --) und in deren Organisa­ti­ons­struktur eingebetteten Schule. Aus der Zu­sammensetzung der SLK ergibt sich zudem klar, dass der Primarschulgemeinde ein ent­scheidendes Ãbergewicht zukommt; wÃ¤hrend vom Kanton Q zwei Vertreter Einsitz neh­men, kann die Schulgemeinde drei Ver­treter und dabei auch die PrÃ¤sidentschaft stellen. Somit unterscheidet sich die SLK mass­geblich vom interkantonalen Organ als selbstÃ¤n­di­ger Institution. Die Vereinbarung zwi­schen der Primarschulgemeinde X und dem Kanton Q ist vielmehr als Ã¶f­fentlichrechtlicher Vertrag zu qualifizieren, mit welcher sich der Kanton Q die Be­nutzung der gemeindeeigenen HST unter einem Mitspracherecht bei der Leitung der Schu­le sichert. Als solcher liegt er dem sogenannten Anschlussvertrag (vgl. Ulrich HÃ¤­fe­lin/­Ge­org MÃ¼ller, Grundriss des allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. A, ZÃ¼rich 1998, Rz. 1157 ff., betreffend AnschlussvertrÃ¤ge unter Gemeinden) nÃ¤her als einer interkantona­len Verein­ba­rung Ã¼ber die Schaffung eines selbstÃ¤ndigen interkantonalen Organs. Sowohl der SLK wie auch der HST selbst fehlt infolgedessen die Berechtigung zur Beschwerdean­hebung. Auf deren Beschwerde ist nicht einzutreten. Bei dieser Rechtslage kann - in AbÃ¤n­derung der vor­maligen Rubrizierung der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 durch das Gericht - an de­ren Bezeich­nung entsprechend der Beschwerdeschrift festgehalten werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Zu prÃ¼fen bleibt, ob die Primarschulgemeinde mit der Beschwerde von ihr ver­tretene schutzwÃ¼rdige Interessen im Sinn von § 21 lit. b VRG wahrnimmt. Wie gesehen wird die HST durch die Primarschulgemeinde X gefÃ¼hrt. Der Rekursentscheid betrifft die PersonalfÃ¼hrung der Schulgemeinde und damit eine von ihr wahrzunehmende Aufgabe; die Primarschulgemeinde X (nachfolgend: BeschwerdefÃ¼hrerin) wird deshalb durch die Aufhe­bung der KÃ¼ndigung gegenÃ¼ber der Beschwerdegegnerin, welche in einer von ihr gefÃ¼hrten Schule tÃ¤tig war, in ihren schutzwÃ¼rdigen Interessen getroffen und ist somit zur Beschwer­de berechtigt (vgl. RB 1998 Nr. 13).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. Die BeschwerdefÃ¼hrerin bestreitet zunÃ¤chst die ZustÃ¤ndigkeit des Bezirksrats zur Behandlung des von der Gegenpartei eingereichten Rekurses und bezeich­net dessen Ent­scheid deshalb als nichtig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei der PrÃ¤sidialverfÃ¼gung des Bezirksrats Ã¼ber die ZustÃ¤ndigkeit vom 20. Juli 1999 handelt es sich um einen Zwischenentscheid im Sinn von § 19 Abs. 2 VRG. Zwi­schenentscheide erwachsen zwar nicht in materielle Rechtskraft und kÃ¶nnen daher grund­sÃ¤tzlich noch zusammen mit dem Endentscheid angefochten werden. Anders verhÃ¤lt es sich jedoch, wenn der Betroffene nach dem Grundsatz von Treu und Glauben verpflichtet war, die ihm zustehenden RÃ¼gen in einem mÃ¶glichst frÃ¼hen Verfahrensstadium geltend zu ma­chen, um einen unnÃ¶tigen Verfahrensaufwand zu vermeiden, z.B. bei Vorentscheiden Ã¼ber die ZustÃ¤ndigkeit (vgl. KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 19 N. 47; ferner Thomas Merkli/­Arthur Ae­schlimann/­Ruth Herzog, Kommentar zum Gesetz Ã¼ber die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Bern, Bern 1997, Art. 5 N. 4). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Auf Einrede der BeschwerdefÃ¼hrerin hin hatte der Bezirksrat offenkundig in der Ab­sicht, die ZustÃ¤ndigkeitsfrage vorab zu regeln, einen dahingehenden Vorentscheid ge­troffen: Dabei wies er ausdrÃ¼cklich auf die RechtsmittelmÃ¶glichkeit an das Verwaltungsge­richt hin. Vor diesem Hintergrund widerspricht es Treu und Glauben, wenn die Beschwer­defÃ¼hrerin die Anfechtungsfrist unbenÃ¼tzt hat verstreichen lassen und erst nachdem ein ihr ungÃ¼nstiger Endentscheid in der Sache ergangen ist, die Frage der UnzustÃ¤ndigkeit an die obere Instanz gebracht hat. Der Sinn des Zwischenentscheids lag offensichtlich gerade da­rin, die Frage der ZustÃ¤ndigkeit zur Vermeidung eines allfÃ¤lligen prozessualen Leerlaufs vorab rechtsgÃ¼ltig entschieden zu haben.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Die BeschwerdefÃ¼hrerin wendet ein, die von einer sachlich unzustÃ¤ndigen BehÃ¶rde getroffene Anordnung sei grundsÃ¤tzlich nichtig. Dazu gilt es festzuhalten, dass das Inte­res­se an einer korrekten Rechtsanwendung ganz allgemein dem Interesse an der Rechtssi­cher­heit gegenÃ¼berzustellen ist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 5 N. 30). Wenn - wie hier - eine Rechts­mittelinstanz im Mehrparteienverfahren die ZustÃ¤ndigkeit bejaht, ausdrÃ¼cklich auf die An­fechtbarkeit des ZustÃ¤ndigkeitsentscheids hinweist, die Parteien die Anfechtung aber unter­lassen, so Ã¼berwiegt das Interesse an der Rechtssicherheit dasjenige an einer nach­trÃ¤g­lichen AbklÃ¤rung und Feststellung der sachlichen ZustÃ¤ndigkeit. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Anders kÃ¶nnte allenfalls dann entschieden werden, wenn die ZustÃ¤ndigkeit des Be­zirksrats offensichtlich gefehlt hÃ¤tte. Davon kann indes keine Rede sein. Wie dargelegt wird die Schule durch die Primarschulgemeinde X gefÃ¼hrt. Die SLK ist nicht TrÃ¤­gerin der Schule, sondern Schulorgan, welches die Schule leitet - soweit fÃ¼r die Leitung nicht die Primarschulgemeinde zustÃ¤ndig ist - und welchem die Kompetenz zukommt, die Anstel­lung und Entlassung von LehrkrÃ¤ften/Schulleitung vorzunehmen. Damit sind ihr Kompe­tenzen Ã¼bertragen, die der Primarschulgemeinde als TrÃ¤gerin der HST zustehen. In dieser Funktion kann die SLK durchaus als BehÃ¶rde im GefÃ¼ge der Schulgemeindeverwal­tung betrachtet werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Gegen Entscheide einer unteren VerwaltungsbehÃ¶rde ist der Rekurs an die obere Be­hÃ¶rde zulÃ¤ssig (§ 19 Abs. 1 VRG). Gegen die gemeinsam von der Primarschulgemeinde X und der SLK ausgesprochene KÃ¼ndigung war somit der Rekurs an den Bezirks­rat grund­sÃ¤tzlich gegeben (vgl. § 10 Abs. 1 des Gesetzes Ã¼ber die Bezirksverwaltung vom 10. MÃ¤rz 1985).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Bei diesem Ergebnis, wo die ZustÃ¤ndigkeit des Bezirksrats durchaus nahe liegt, ist das Interesse an der Rechtssicherheit von vornherein stÃ¤rker zu gewichten als das Interesse der BeschwerdefÃ¼hrerin, den ihr nicht genehmen Entscheid der Vorinstanz infolge einer allenfalls fraglichen ZustÃ¤ndigkeit zu Fall zu bringen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Weiter rÃ¼gt die BeschwerdefÃ¼hrerin, der Bezirksrat habe die Primarschulpflege X zu Unrecht in das Rekursverfahren einbezogen. Zur KÃ¼ndigung sei allein die SLK befugt ge­wesen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Mit Recht weist die Vorinstanz darauf hin, dass die KÃ¼ndigung vom 13. April 1999 den Eindruck erweckt, sie sei auch im Namen der Primarschulpflege erfolgt. TatsÃ¤chlich hatte die Primarschulpflege am 12. April 1999 entsprechend dem Antrag ihres PrÃ¤sidenten ausdrÃ¼cklich Zustimmung zur KÃ¼ndigung beschlossen (act. --). Dies zeigt mit genÃ¼­gen­­der Deutlichkeit, dass die Schulpflege die KÃ¼ndigung zumindest mitgetragen hat. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass der Bezirksrat die Primarschulpflege entsprechend der Re­­kurs­schrift ins Verfahren einbezogen hatte. Die RÃ¼ge ist unbegrÃ¼ndet.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. a) Hinsichtlich der formellen GÃ¼ltigkeit der KÃ¼ndigung hatte der Bezirksrat zu­nÃ¤chst geprÃ¼ft, ob der Beschluss zur KÃ¼ndigung rechtsgÃ¼ltig zustande gekommen war. Da­zu verwies er namentlich auf die Anforderungen, welche praxisgemÃ¤ss fÃ¼r die GÃ¼ltig­keit eines Zirkularbeschlusses erforderlich seien. Angesichts der verschiedenen festge­stel­lten FormmÃ¤ngel qualifizierte der Bezirksrat die KÃ¼ndigung mangels eines gÃ¼ltigen Be­schlus­ses fÃ¼r rechtlich wirkungslos. Sodann erachtete er die KÃ¼ndigung auch infolge Miss­ach­tung des rechtlichen GehÃ¶rs als ungÃ¼ltig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der von einer KÃ¼ndigung Betroffene hat Anspruch auf ordnungsgemÃ¤sse Wil­lens­bildung der entscheidenden BehÃ¶rde. Die Missachtung dieses Anspruchs gilt als Ver­letzung von Verfahrensvorschriften, die grundsÃ¤tzlich zur RÃ¼ckweisung fÃ¼hrt, unabhÃ¤ngig davon, ob die betroffene Instanz bei Einhaltung der verletzten Formvorschrift zu einem an­deren materiellen Ergebnis gelangt wÃ¤re (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 20 N. 15 f.).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Nachdem es sich bei der HST um eine von der Primarschulgemeinde X gefÃ¼hrte Schule handelt, ist fÃ¼r die Verfahrensvorschriften zunÃ¤chst die Primarschulge­mein­deord­nung (act. --) anwendbar, welche zur Frage der formellen Beschlussfassung jedoch keine Bestimmungen enthÃ¤lt. Somit kÃ¶nnen entsprechend der zutreffenden Auffas­sung der Vor­instanz die Bestimmungen des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (Gemein­deG) ange­wendet werden. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) GemÃ¤ss § 67 GemeindeG sind Zirkularentscheide zulÃ¤ssig, wenn es um dringli­che Entscheide oder solche von geringer Bedeutung geht. Als neuer Vorsitzender der SLK versandte E am 30. MÃ¤rz 1999 an die nach dem RÃ¼cktritt seiner VorgÃ¤n­gerin vom 4. MÃ¤rz 1999 (act. --) verbliebenen Mitglieder der SLK (L, M und N) einen Fax unter anderem mit dem Antrag, der Beschwer­degegnerin auf Ende Schuljahr 1998/99 zu kÃ¼ndigen (act. --). M sprach sich glei­chentags fÃ¼r die KÃ¼ndigung aus, L am 31. MÃ¤rz 1999 dagegen (act. --). Von N erging keine Stellungnahme. Die Primarschulpflege wurde in der Fol­ge dahingehend orien­tiert, dass die SLK die KÃ¼ndigung mit dem StimmenverhÃ¤ltnis 2:1 beschlossen habe, wobei sich N nicht gemeldet habe (act. --). Das Beschluss­pro­tokoll Ã¼ber den Zirkularent­scheid wurde am 27. April 1999 ausgefertigt (act. --).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Zweifellos handelt es sich bei der KÃ¼ndigung gegenÃ¼ber der Schulleiterin nicht mehr um einen Entscheid von bloss geringer Tragweite. ErfÃ¼llt ist hingegen das Kriterium der Dringlichkeit. Es scheint jedenfalls plausibel, wenn die Beschwerde ausfÃ¼hrt, der Be­schluss sei auf dem Zirkularweg gefasst worden, weil sonst allenfalls nicht auf Ende Schul­jahr hÃ¤tte gekÃ¼ndigt werden kÃ¶nnen. Plausibel ist auch, dass ein Zusammentreten der Be­hÃ¶rde innert KÃ¼rze nicht mÃ¶glich gewesen wÃ¤re. So befand sich E bis 16. April 1999 im Tessin im MilitÃ¤rdienst (act. --) und L teilte auf den Fax E's hin am 31. MÃ¤rz 1999 mit, er sei ab sofort bis und mit 18. April 1999 nicht mehr erreichbar (act. --). Zudem hatte N am 5. MÃ¤rz 1999 per Ostern den RÃ¼cktritt erklÃ¤rt (act. --), war also nur mehr wenige Tag im Amt, da der Ostersonntag im Jahr 1999 auf den 4. April fiel. Somit ist grundsÃ¤tzlich von der ZulÃ¤ssigkeit der Beschlussfassung auf dem Zirkularweg auszugehen - zumal beim Zir­kularbeschluss an die Dringlichkeit weit weniger hohe Anforderungen zu stellen sind als beim Erlass einer die Mitwirkungsrechte der BehÃ¶rdenmitglieder beschrÃ¤nkenden PrÃ¤sidi­al­verfÃ¼gung. Zu prÃ¼fen bleibt, ob der Zir­kularbeschluss anderweitig mÃ¤ngelbehaftet ist.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Nach Auffassung der Vorinstanz geht aus dem Fax an die Mitglieder der SLK vom 30. MÃ¤rz 1999 nicht klar hervor, ob damit ein Antrag auf Beschlussfassung auf dem Zirkulationsweg gestellt worden sei. TatsÃ¤chlich ist der Fax nicht als Zirkularentscheid be­zeichnet worden ist. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Indessen stellte E in besagtem Fax ausdrÃ¼cklich den Antrag auf KÃ¼ndigung des Ar­beitsverhÃ¤ltnisses mit B auf Ende Schuljahr 1998/99 und ersuchte die Mit­glie­der um eine Stellungnahme. Eine Frist fÃ¼r die Stellungnahme wurde zwar nicht ange­setzt; mit dem Hin­weis im Antrag, dass der 14. April 1999 spÃ¤tester KÃ¼ndigungstermin sei, waren die Mit­glie­der jedoch klar aufgefordert, ihre Meinung zur beantragten KÃ¼ndigung zwecks Frist­wahrung jedenfalls bis einige Tage vor dem 14. April 1999 kundzutun. Der Antrag E's kann somit noch als genÃ¼gende Grundlage fÃ¼r einen Zirkularentscheid gelten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Richtig ist, dass von N keine Stellungnahme einging, was grundsÃ¤tzlich § 66 Abs. 3 GemeindeG widerspricht. Indes bezieht sich dieser Absatz von der Systematik her auf die anwesenden Mitglieder. So kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Ent­scheid einer GemeindebehÃ¶rde nur deshalb ungÃ¼ltig ist, weil ein Mitglied ohne genÃ¼­gende Entschuldigung nicht erschienen war und somit seine Stimme nicht abgab. Gleiches muss hier gelten: Beteiligt sich ein Mitglied nicht an der Zirkular-Abstimmung, so fÃ¼hrt dies nicht zur UngÃ¼ltigkeit des Beschlusses. Massgeblich muss in analoger Anwendung von § 66 Abs. 1 GemeindeG sein, dass sich die Mehrheit der Mitglieder beteiligt hat. Dies war hier der Fall.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Unmassgeblich bleibt vor diesem Hintergrund, ob N den Fax persÃ¶nlich ent­gegen­genommen hat. Wie sich aus den Akten ergibt, ist der Fax am 30. MÃ¤rz 1999 an die Fax-Nummer XXXX der Kantonalen Verwaltung des Kantons Q, XX- Dienst, wo N tÃ¤tig war, gemÃ¤ss Sendebericht als "OK" ge­sendet worden (act. --). Unter dieser Fax-Nummer hatte N korrespondiert (vgl. etwa act. --). Damit ist der Antrag auch gegenÃ¼ber N ordnungsge­mÃ¤ss erfolgt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>dd) Hinsichtlich der fÃ¼r einen Zirkulationsentscheid erforderlichen Unterlagen ist die Vorinstanz der Auffassung, dem Fax sei zu Unrecht weder das Protokoll der Ausspra­chesitzung vom 16. MÃ¤rz 1999 noch die im Fax erwÃ¤hnte Auskunft der kantonalen Bil­dungs­direktion (oder eine Aktennotiz darÃ¼ber) vorgelegen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>SÃ¤mtliche, nach dem sofortigen RÃ¼cktritt der frÃ¼heren PrÃ¤sidentin T vom 4. MÃ¤rz 1999 in der SLK verbliebenen Mitglieder hatten an der Sitzung vom 16. MÃ¤rz 1999 teil­ge­nommen. Somit war ihnen bekannt, was an der Sitzung gesprochen worden war, was den Versand des Protokolls nicht als unentbehrliche Voraussetzung fÃ¼r den Erlass des Zirkula­tionsbeschlusses erscheinen lÃ¤sst. Die Auskunft der Bildungsdirektion hat E­ im Faxschrei­ben wiedergegeben. Auch insoweit kann nicht vom Fehlen von Entschei­dungsgrundlagen ausgegangen werden, zumal Hinweise auf das Vorhandensein einer de­tail­lierteren schrift­lichen Auskunft fehlen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>ee) Zusammengefasst ist davon auszugehen, dass der KÃ¼ndigung vom 13. April 1999 eine rechtsgÃ¼ltige Beschlussfassung durch die SLK zugrunde lag.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Nach Auffassung der Vorinstanz ist das rechtliche GehÃ¶r der Beschwerdegegne­rin im KÃ¼ndigungsverfahren missachtet worden und die KÃ¼ndigung zusÃ¤tzlich unter die­sem Aspekt ungÃ¼ltig. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>aa) Besondere Verfahrensvorschriften fÃ¼r das Vorgehen bei KÃ¼ndigungen kÃ¶nnen der Primarschulgemeindeordnung X nicht entnommen werden. Ohnehin nicht an­wendbar zur Beurteilung der formellen Erfordernisse an eine KÃ¼ndigung ist das erst am 1. Juli 1999 in Kraft getretene neue kantonale Personalgesetz vom 27. September 1998 (vgl. insbeson­dere § 57 Abs. 4, wonach fÃ¼r ArbeitsverhÃ¤ltnisse, die beim Inkrafttreten des Personalge­set­zes - wie hier - bereits gekÃ¼ndigt waren, bisheriges Recht gilt). Damit stellt sich in verfah­rensmÃ¤ssiger Hinsicht die Frage, ob die KÃ¼ndigung insofern den Anforderun­gen genÃ¼gt, die sich aus den Bestimmungen des Verwaltungsrechtspflegegesetzes bzw. ver­fassungs­rechtlichen Verfahrensgarantien ergeben. Es gelten die allgemeinen GrundsÃ¤tze des Ver­waltungsverfahrens, so insbesondere die aus dem Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r (Art. 29 Abs. 2 BV) abgeleiteten Verfahrensgarantien, darunter das Recht auf vorgÃ¤ngige AnhÃ¶­rung, und die in § 10 Abs. 2 VRG ausdrÃ¼cklich geregelte BegrÃ¼ndungspflicht. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>bb) Das Verwaltungsgericht hat in RB 1995 Nr. 21 den GehÃ¶rsanspruch bei einer ordentlichen KÃ¼ndigung konkretisiert (E. 2). Es hielt unter anderem fest, dass an die Ge­wÃ¤hrung des rechtlichen GehÃ¶rs bei der ordentlichen KÃ¼ndigung nicht allzu strenge Anfor­derun­gen gestellt werden dÃ¼rften. Anders als beim Disziplinarverfahren wÃ¼rden der betrof­fenen Person bei der ordentlichen KÃ¼ndigung keine schuldhaften Pflichtverletzungen vor­geworfen, sondern es gÃ¤ben andere objektive und triftige GrÃ¼nde wie etwa mangelhafte FÃ¤­hig­keiten und Leistungen den Ausschlag. Es sei in aller Regel weder angezeigt noch Ã¼b­lich, vor dem Aussprechen einer ordentlichen KÃ¼ndigung ein eigentliches Untersu­chungs­verfahren Ã¼ber die QualitÃ¤t der Arbeitsleistung durchzufÃ¼hren. Vielmehr mÃ¼sse es grund­sÃ¤tzlich genÃ¼gen, wenn eine negative Leistungsbeurteilung durch den Vorgesetzten vor­liege, diese dem Betroffenen erÃ¶ffnet und ihm Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werde.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diese Anforderungen hat die SLK auf das Ganze gesehen erfÃ¼llt. Wie sich aus dem Protokoll der "Aussprachesitzung" vom 16. MÃ¤rz 1999 (act. --) ergibt, war die Be­schwer­de­gegnerin mit den EinwÃ¤nden gegen ihre FÃ¼hrung der Schule konfrontiert worden. Sie war an der Sitzung in Begleitung ihres Rechtsanwalts anwesend. Auf dessen Begehren hin wurden VorwÃ¼rfe zusÃ¤tzlich konkretisiert. Der Beschwerdegegnerin wurde unter ande­rem Folgendes vorgeworfen: Sie befriedige das InformationsbedÃ¼rfnis der SLK nicht; sie sei nicht bereit, die "Integration" umzusetzen; sie habe an einer angesagten Integrations-Sitzung nicht teilnehmen wollen; sie habe sich geweigert, spezielle Betreuungsmassnah­men zu unterstÃ¼tzen; sie habe MÃ¼he, die Sorgen von Eltern zu verstehen und ernst zu neh­men; sie habe in einem ElterngesprÃ¤ch den Ausdruck "MÃ¶ngi" verwendet; Eltern bzw. ein­weisende Stellen wÃ¼rden die Kinder nicht mehr an die HST schicken; das Vertrauen in die Schulleitung sei erschÃ¼ttert. Dazu konnten sich die Beschwerdegegnerin und ihr Ver­treter an der Sitzung vereinzelt bereits mÃ¼ndlich Ã¤ussern. Auf entsprechende Aufforderung hin konnte die Beschwerdegegnerin schliesslich durch ihren Rechtsanwalt am 22. MÃ¤rz 1999 auch schriftlich Stellung nehmen und schlug eine neue Aussprachesitzung vor. Damit wur­de das rechtliche GehÃ¶r im Hin­blick auf die am 13. April 1999 erfolgte KÃ¼ndigung ge­wahrt. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>cc) Im Ãbrigen richten sich die Anforderungen zur BegrÃ¼ndung einer KÃ¼ndigung wie gesehen nach § 10 Abs. 2 VRG. BezÃ¼glich der AusfÃ¼hrlichkeit einer BegrÃ¼ndung las­sen sich keine allgemeinen Regeln aufstellen, sondern die Anforderungen richten sich nach den UmstÃ¤nden des Einzelfalls und den Interessen des Betroffenen. Die BegrÃ¼ndung einer Anordnung erscheint als angemessen, wenn sie so abgefasst ist, dass sich der Betroffene Ã¼ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft zu geben und allenfalls in voller Kenntnis der GrÃ¼nde ein Rechtsmittel zu ergreifen vermag; in diesem Sinn mÃ¼ssen wenigstens kurz die Ãberlegungen genannt sein, von denen sich die BehÃ¶rde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stÃ¼tzt (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 10 N. 39 mit Hinweisen).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Diesen Anforderungen genÃ¼gt die am 13. April 1999 ausgesprochene KÃ¼ndigung. Sie ist zwar knapp abgefasst, verweist aber insbesondere auf die Aussprache vom 16. MÃ¤rz 1999 und somit auf die damals erhobenen VorwÃ¼rfe. Zudem wurde die KÃ¼ndigung mit der Ãberzeugung der BehÃ¶rde begrÃ¼ndet, dass das AnstellungsverhÃ¤ltnis angesichts des gestÃ¶r­ten VertrauensverhÃ¤ltnisses nicht fortgesetzt werden kÃ¶nne (act. --). Damit sind die GrÃ¼n­de der KÃ¼ndigung ausreichend dargelegt; ob sie zutreffen, ist eine gÃ¤nzlich andere Frage und im Zusammenhang mit der materiellen Beurteilung der KÃ¼ndigung (sachliche BegrÃ¼ndet­heit und allenfalls RechtsmissbrÃ¤uchlichkeit) zu prÃ¼fen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Zusammengefasst ergibt sich somit, dass der KÃ¼ndigung vom 13. April 1999 eine ausreichende Beschlussfassung zugrunde lag und dass der GehÃ¶rsanspruch der Be­schwerdegegnerin im Rahmen des KÃ¼ndigungsverfahrens gewahrt worden war. Dies fÃ¼hrt zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids, welcher die KÃ¼ndigung infolge dahin ge­hen­der formeller MÃ¤ngel aufgehoben hatte. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. UngeprÃ¼ft blieben bisher die weiteren EinwÃ¤nde der Beschwerdegegnerin gegen die KÃ¼ndigung in materieller Hinsicht sowie zur Frage, auf welchen Zeitpunkt die KÃ¼ndi­gung Wirkung entfalten konnte. Nachdem sich die Vorinstanz zu diesen Fragen nicht ge­Ã¤us­sert hat, ist die Sache in Anwendung von § 64 Abs. 1 VGR zu neuer Entscheidung zu­rÃ¼ckzuweisen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. ...</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>DemgemÃ¤ss entscheidet das Verwaltungsgericht :</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1.<span> </span></span><span>Auf die Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrerin 1 wird nicht eingetreten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2.<span> </span></span><span>In teilweiser Gutheissung der Beschwerde der BeschwerdefÃ¼hrerin 2 wird der Be­schluss des Bezirksrats Winterthur vom 26. Mai 1999 aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung im Sinn der ErwÃ¤gungen an die Vorinstanz zurÃ¼ckgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3.<span> </span></span><span>...</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>