<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2020.00547</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=220876&amp;W10_KEY=13013479&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2020.00547</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 14.12.2020</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">4. Abteilung/4. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Bildung</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Kindergartenzuteilung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>[Die Beschwerdegegnerschaft, Eltern eines im Sommer 2020 in den Kindergarten eintretenden Kindes, hatten gegen den Entscheid der Beschwerdeführerin (einer Schulgemeinde) betreffend Kindergartenzuteilung rekurriert. Dieser Rekurs wurde von der Vorinstanz gutgeheissen, wobei sie im Dispositiv die Beschwerdeführerin anwies, das Kind in einen näher gelegenen Kindergarten umzuteilen oder aber den Kindergartenweg ganzjährig durch Verkehrslotsen zu sichern und im zweiten Kindergartenjahr über den Mittag einen Transport einzurichten; einer allfälligen Beschwerde hiergegen entzog sie die aufschiebende Wirkung. Wenige Tage nach diesem Beschluss, am 12. August 2020, teilte die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerschaft mit, dass sie die Verkehrslotsen und den Transport organisieren werde. Am 17. August 2020 erhob die Beschwerdeführerin Beschwerde gegen den vorinstanzlichen Beschluss.] Der hier angefochtene Beschluss weist ein Dispositiv mit zwei alternativen Anordnungen ("entweder... oder...") auf, was unzulässig ist; ein so formuliertes Dispositiv ist nicht klar und eindeutig formuliert und enthält keine vollstreckungsfähige Entscheidung über den Streitgegenstand (E. 4). Das Schreiben vom 12. August 2020 durch die Beschwerdeführerin stellt eine Vertrauensgrundlage dar, auf die sich die Beschwerdegegnerschaft verlassen hat und verlassen durfte. Hätte die Beschwerdeführerin sich eine gerichtliche Überprüfung vorbehalten wollen, hätte sie dies der Beschwerdegegnerschaft offenlegen müssen. Insgesamt erweist sich das Vorgehen der Beschwerdeführerin als treuwidrig und verstösst gegen das Verbot widersprüchlichen Verhaltens. Sie ist an die in ihrem Schreiben vom 12. August 2020 zugesicherten schulwegsichernden Massnahmen gebunden (zum Ganzen E. 5). Hälftige Kostenauflage an Vorinstanz wegen der unzulässigen Formulierung des Dispositivs (E. 7.2). Abweisung. </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KINDERGARTENZUTEILUNG">KINDERGARTENZUTEILUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SCHULWEG">SCHULWEG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: TREUWIDRIGKEIT">TREUWIDRIGKEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ZUTEILUNG">ZUTEILUNG</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">Art. 5 Abs. 3 BV</span><br/><span class="gerade">Art. 9 BV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 3 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="WordSection1"> <table border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable" width="0"> <tr> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span>Verwaltungsgericht</span></p> <p class="Kopf1"><span>des Kantons ZÃ¼rich</span></p> <p class="Kopf1"><span>4. Abteilung</span></p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"> </p> </td> <td valign="top"> <p class="Kopf1"><span><img alt="" height="78" id="Bild 1" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=49048" width="123"/></span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal">VB.2020.00547</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>Urteil</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel"> </p> <p class="MsoNormal"><span>der 4. Kammer</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a id="VF_DAT_ENTSCHEID">14. Dezember 2020</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Mitwirkend: AbteilungsprÃ¤sidentin Tamara NÃ¼ssle<span> (Vorsitz)</span>, Verwaltungsrichter Marco Donatsch, Verwaltungsrichter Reto HÃ¤ggi Furrer, <a id="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><a id="TN_AUTOTEXT_GS"></a>Gerichtsschreiber David Henseler. </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">In Sachen</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>Gemeinde Bassersdorf,</span></p> <p class="MsoNormal"><span> vertreten durch die Schulpflege Bassersdorf, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>BeschwerdefÃ¼hrerin,</span></b><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="Zwischentitel">gegen</p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>1.<b> </b>A,<b> </b></span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span>2.<b> </b>B, </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>Beschwerdegegnerschaft, </span></b></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"><b><span>betreffend Kindergartenzuteilung</span></b><b>,</b></p> <span><br/> </span> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="Zwischentitel">hat sich ergeben: </p> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 30. April 2020 teilten die Schulleitungen der SchulhÃ¤user C und D A und B mit, dass deren 2016 geborene Tochter E fÃ¼r das Schuljahr 2020/2021 dem Kindergarten F zugeteilt worden sei. Mit Beschluss vom 3. Juni 2020 wies die Schulpflege Bassersdorf das Gesuch von A und B um Umteilung von E in den Kindergarten C ab.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Urteilstext">A und B rekurrierten dagegen beim Bezirksrat BÃ¼lach und beantragten im Wesentlichen, E sei in den Kindergarten C einzuteilen. Mit Beschluss vom 5. August 2020 hiess der Bezirksrat BÃ¼lach den Rekurs gut und wies die Schulpflege Bassersdorf an "entweder E in den Kindergarten C umzuteilen, oder auf eigene Kosten die beiden ÃbergÃ¤nge an der G- und H-Strasse ganzjÃ¤hrig durch Verkehrslotsen zu sichern und im zweiten Kindergartenjahr fÃ¼r E fÃ¼r den Weg in der Mittagspause vom Kindergarten F zum Hort I und wieder zurÃ¼ck einen Transport einzurichten" (Dispositiv-Ziff. I). Einer allfÃ¤lligen Beschwerde entzog er die aufschiebende Wirkung (Dispositiv-Ziff. IV Abs. 2). </p> <p class="Urteilstext">Mit Schreiben vom 12. August 2020 teilte die Schulverwaltung der Gemeinde Bassersdorf A und B mit, dass aufgrund "der Gleichberechtigung den anderen Kindern gegenÃ¼ber" auf die Umteilung verzichtet werde und fÃ¼gte an: "Die beiden ÃbergÃ¤nge an der G- und H-Strasse werden ganzjÃ¤hrig durch Verkehrslotsen gesichert und im zweiten Kindergartenjahr wird fÃ¼r E fÃ¼r den Weg in der Mittagspause vom Kindergarten F zum Hort I und wieder zurÃ¼ck einen Transport eingerichtet". </p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 17. August 2020 fÃ¼hrte die Gemeinde Bassersdorf Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte, unter EntschÃ¤digungsfolge sei der Beschluss des Bezirksrats BÃ¼lach aufzuheben und der Beschluss der Schulpflege Bassersdorf vom 3. Juni 2020 zu bestÃ¤tigen, eventualiter seien die BeschlÃ¼sse des Bezirksrats BÃ¼lach und der Schulpflege Bassersdorf aufzuheben und die Sache zur Anordnung von Massnahmen an die Schulpflege Bassersdorf zurÃ¼ckzuweisen. </p> <p class="Urteilstext">Der Bezirksrat BÃ¼lach verzichtete am 26. August 2020 auf Vernehmlassung. A und B beantragten mit Beschwerdeantwort vom 6. September 2020 in der Hauptsache, unter EntschÃ¤digungsfolge sei die Beschwerde abzuweisen und der Beschluss des Bezirksrats vom 5. August 2020 zu bestÃ¤tigen. </p> <p class="Urteilstext">In der Folge hielte die Gemeinde Bassersdorf mit Replik vom 24. September 2020 und Triplik vom 26. Oktober 2020 und A und B mit Duplik vom 14. Oktober 2020 und Quadruplik vom 9. November 2020 jeweils an ihren AntrÃ¤gen fest.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> erwÃ¤gt:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>1.1 </b>Das Verwaltungsgericht prÃ¼ft seine ZustÃ¤ndigkeit gemÃ¤ss § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) von Amtes wegen. Rekursentscheide eines Bezirksrats betreffend Anordnungen der Schulpflege kÃ¶nnen grundsÃ¤tzlich beim Verwaltungsgericht mit Beschwerde angefochten werden (§ 75 des Volksschulgesetzes vom 7. Februar 2005 [VSG, LS 412.100] und §§ 41 ff. VRG). </p> <p class="Erwgung2"><b>1.2 </b>Der angefochtene Beschluss verpflichtet die BeschwerdefÃ¼hrerin wegen eines als unzumutbar qualifizierten Schulwegs entweder zur Umteilung eines Kinds in einen anderen Kindergarten oder zur Sicherung von zwei StrassenÃ¼bergÃ¤ngen durch Verkehrslotsen und zur Einrichtung eines Transports auf eigene Kosten, was eine (finanzielle) Leistung in einem ihr zur Regelung zugewiesenen Bereich bedeutet (vgl. § 41 f. VSG). Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist demnach gestÃ¼tzt auf § 49 in Verbindung mit § 21 Abs. 2 lit. b VRG in ihrer Gemeindeautonomie bzw. bei der ErfÃ¼llung von gesetzlichen Aufgaben in ihren schutzwÃ¼rdigen Interessen berÃ¼hrt und zur Beschwerde legitimiert (VGr, 1. September 2020, VB.2020.00134, E. 1 Abs. 2; vgl. VGr, 10. Oktober 2007, VB.2007.00218, E. 1; BGr, 12. Februar 2016, 2C_414/2015, E. 1.1 â 29. Juli 2014, 2C_274/2014, E. 1.2). </p> <p class="Erwgung2"><b>1.3 </b>Da auch die Ã¼brigen Sachurteilsvoraussetzungen erfÃ¼llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerdegegnerschaft beantragt â neben der Abweisung der Beschwerde â, es sei "zusÃ¤tzlich der Transport im 2. Kindergartenjahr vom Kindergarten F bis J-Strasse 01 fÃ¼r die Tage, an denen E Nachmittagsunterricht hat, auf Kosten der Gemeinde zu organisieren". Das kantonale Verfahrensrecht kennt das Institut der Anschlussbeschwerde nicht; <span>in der Beschwerdeantwort kÃ¶nnen demnach keine AntrÃ¤ge gestellt werden, die Ã¼ber den durch die Beschwerdeschrift und den angefochtenen Entscheid abgesteckten Rahmen hinausgehen</span> (Marco Donatsch, in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich [VRG], 3. A., ZÃ¼rich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 63 N. 22;<span> Martin Bertschi, Kommentar VRG, Vorbemerkungen zu §§ 19â28a N. 17</span>). Soweit die Beschwerdegegnerschaft einen Transport zu sich nach Hause (zusÃ¤tzlich zum Transport in den Hort I gemÃ¤ss bezirksrÃ¤tlichem Beschluss) beantragen, ist ihr Begehren deshalb unbeachtlich (zum Ganzen VGr, 14. November 2019, VB.2019.00439, E. 1.2; vgl. auch VGr, 7. MÃ¤rz 2019, VB.2018.00671, E. 1.4). Allerdings ist hier anzumerken, dass die Vorinstanz den Transport in den Hort fÃ¼r das zweite Kindergartenjahr bereits angeordnet hat, obwohl noch nicht bekannt ist, ob E im nÃ¤chsten Schuljahr an den Tagen, an denen sie den Hort besucht, auch am Nachmittag in den Kindergarten gehen wird. Die Vorinstanz ist darauf hinzuweisen, dass sie â sollte sie bestimmte Massnahmen fÃ¼r angemessen erachten â einen Rekurs auch (teilweise) gutheissen und die Sache im Sinn der ErwÃ¤gungen an die verfÃ¼gende BehÃ¶rde zurÃ¼ckweisen kann (Alain Griffel, Kommentar VRG, § 28 N. 7).</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die Vorinstanz habe den Untersuchungsgrundsatz gemÃ¤ss § 7 VRG sowie ihren Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r verletzt, indem sie sich nicht mit den AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin zum Bericht des Kinder- und Jugendinstruktors auseinandergesetzt und eine "rein schematische Beurteilung" vorgenommen habe. </p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Der Anspruch auf rechtliches GehÃ¶r (Art. 29 Abs. 2<span> </span><span>der Bundesverfassung vom 18.</span> April 1999 [<span>BV, SR 101])</span> ist formeller Natur. Seine Verletzung fÃ¼hrt grundsÃ¤tzlich ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids.<span> </span>Darauf ist deshalb vorweg einzugehen.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der Grundsatz des rechtlichen GehÃ¶rs garantiert den betroffenen Personen ein persÃ¶nlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht im Verfahren. Sie sollen sich vor Erlass des Entscheids zur Sache Ã¤ussern, erhebliche Beweise beibringen, an der Erhebung von Beweisen mitwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis Ã¤ussern kÃ¶nnen. Die BehÃ¶rde ist grundsÃ¤tzlich verpflichtet, die ihr angebotenen Beweismittel abzunehmen, wenn sie zur AbklÃ¤rung des Sachverhalts tauglich erscheinen. Sie hat die Vorbringen der Parteien tatsÃ¤chlich zu hÃ¶ren, zu prÃ¼fen und in der Entscheidfindung zu berÃ¼cksichtigen (BGE 142 II 218 E. 2.3; 137 II 266 E. 3.2).</p> <p class="Erwgung2"><a id="_Ref57103655"><b>3.4 </b>Entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrerin trifft nicht zu, dass die Vorinstanz den Bericht des Kinder- und Jugendinstruktors der Kantonspolizei ZÃ¼rich nicht in die BeweiswÃ¼rdigung miteinbezogen hat. Vielmehr hat sie sich mit dessen EinschÃ¤tzungen auseinandergesetzt und diese in gewissen Teilen als unzutreffend erachtet. Die BeschwerdefÃ¼hrerin scheint zu verkennen, dass die (Rechts-)Frage der Zumutbarkeit des Schulwegs von der Vorinstanz (bzw. vom Verwaltungsgericht) zu beantworten ist (vgl. </a><span>VGr,</span> 11. November 2015, VB.2015.00551, E. 2 Abs. 1 â <span>21. Dezember 2011, VB.2011.00395, E. 5.2 Abs. 2). </span>Indem die Vorinstanz dabei den Sachverhalt anders beurteilte als der (sachverstÃ¤ndige) Kinder- und Jugendinstruktor, beging sie demnach keine GehÃ¶rsverletzung, sondern nahm eine BeweiswÃ¼rdigung vor. Ebenso verhÃ¤lt es sich mit Blick auf die vorinstanzliche EinschÃ¤tzung, die G- und die H-Strasse seien stÃ¤rker befahrene Strassen; daran Ã¤ndert auch der Umstand nichts, dass der Kinder- und Jugendinstruktor festhielt, es herrsche auf diesen Strecken moderater Verkehr.</p> <p class="Erwgung1"><a id="_Ref57903594"><b>4. </b> </a></p> <p class="Urteilstext"><span>Der hier angefochtene Beschluss weist ein</span><span> </span><span>Dispositiv mit zwei alternativen Anordnungen ("entwederâ¦ oderâ¦") auf, was unzulÃ¤ssig ist. Anfechtungsobjekt war eine Kindergartenzuteilung und mithin eine Anordnung (zum VerfÃ¼gungscharakter einer Zu- bzw. Umteilung</span><span> VGr, 1. September 2020, VB.2020.00532, E. 1 Abs. 2 â 23. Oktober 2013, VB.2013.00557, E. 2; vgl. auch BGr, 19. Juni 2014, 2C_1123/2013, E. 2.3.1)</span><span>. Ein diesbezÃ¼glicher Rechtsmittelentscheid hat ebenfalls in Form einer Anordnung zu ergehen; dessen Dispositiv muss </span>klar und eindeutig formuliert sein und eine vollstreckungsfÃ¤hige Entscheidung Ã¼ber den Streitgegenstand beinhalten (<span>Regina Kiener/Bernhard RÃ¼tsche/Mathias Kuhn, Ãffentliches Verfahrensrecht, 2. A., ZÃ¼rich/St. Gallen 2015, Rz. 828, 1663; </span>Kaspar PlÃ¼ss, Kommentar VRG, § 10 N. 10; Madeleine Camprubi, <span>in: Christoph Auer/Markus MÃ¼ller/Benjamin Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz Ã¼ber das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2. A., ZÃ¼rich/St. Gallen 2019, Art. 61 N. 24).</span> Durch die von der Vorinstanz gewÃ¤hlte Formulierung des Dispositivs wird die BeschwerdefÃ¼hrerin angewiesen, sich fÃ¼r eine "Alternative" zu entscheiden. Das Dispositiv ist damit nicht eindeutig, namentlich bleibt die Zuteilung von E vorerst ungeklÃ¤rt, womit eine Vollstreckung verunmÃ¶glicht wird. Die Vorinstanz hat Elemente eines RÃ¼ckweisungsentscheids mit solchen eines Endentscheids vermischt. Ein solches Vorgehen ist unzulÃ¤ssig. Im Rekursverfahren ist entweder ein Endentscheid zu fÃ¤llen oder â wenn die Angelegenheit nicht entscheidungsreif ist â die Sache zurÃ¼ckzuweisen. Indem die Vorinstanz die Angelegenheit zwar entschied, der Beschwerdegegnerschaft aber eine Wahl einrÃ¤umte, liess sie Letztere im Unklaren darÃ¼ber, ob sie ganz oder nur teilweise obsiegt hat, und verunmÃ¶glichte ihr eine sachgerechte Anfechtung des Rekursentscheids. Insgesamt <span>hat die Vorinstanz mit der gewÃ¤hlten Formulierung des Dispositivs in grober Weise gegen Verfahrensvorschriften verstossen</span>. Dies wird im Rahmen der Kostenverlegung zu berÃ¼cksichtigen sein (vgl. E. 7.2). </p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>5.1 </b>Die Schulverwaltung teilte der Beschwerdegegnerschaft mit Schreiben vom 12. August 2020 unter Bezugnahme auf den Rekursentscheid mit, dass E "[a]ufgrund der Gleichberechtigung den anderen Kindern gegenÃ¼ber" nicht umgeteilt werde. Weiter heisst es: "Die beiden ÃbergÃ¤nge an der G- und H-Strasse werden ganzjÃ¤hrig durch Verkehrslotsen gesichert und im zweiten Kindergartenjahr wird fÃ¼r E fÃ¼r den Weg in der Mittagspause vom Kindergarten F zum Hort I und wieder zurÃ¼ck einen Transport eingerichtet". </p> <p class="Urteilstext">Erst fÃ¼nf Tage spÃ¤ter, am 17. August 2020 (dem ersten Schultag), erhob die BeschwerdefÃ¼hrerin Beschwerde gegen den bezirksrÃ¤tlichen Beschluss vom 5. August 2020 und beantragte in der Hauptsache, dieser sei aufzuheben und der Beschluss der Schulpflege vom 3. Juni 2020 sei zu bestÃ¤tigen. Damit vertritt sie nunmehr im Widerspruch zum Schreiben vom 12. August 2020 die Ansicht, dass der Schulweg E ohne Verkehrslotsen an der G- und H-Strasse sowie im zweiten Kindergartenjahr ohne Transport zumutbar sei. </p> <p class="Erwgung2"><b><span>5.2 </span></b><span>Der in Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben gebietet ein loyales und vertrauenswÃ¼rdiges Verhalten im Rechtsverkehr. Im Verwaltungsrecht wirkt er sich sowohl in der Form des Vertrauensschutzes als auch in derjenigen des Verbots widersprÃ¼chlichen Verhaltens aus (Ulrich HÃ¤felin/Georg MÃ¼ller/Felix Uhlmann [Hrsg.], Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. A., ZÃ¼rich/St. Gallen 2020, Rz. 620 ff.; Pierre Tschannen/Ulrich Zimmerli/Markus MÃ¼ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., Bern 2014, § 22 Rz. 2 ff.).</span></p> <p class="Urteilstext">Ãusserungen im Verkehr zwischen BehÃ¶rden und Privaten sind so zu interpretieren, wie die jeweils andere Seite sie nach Treu und Glauben verstehen durfte (vgl. BGE 126 II 97 E. 4b mit Hinweisen; BGr, 11. Mai 2012, 2C_277/2012, E. 5.2). VerwaltungsbehÃ¶rden dÃ¼rfen sich gegenÃ¼ber anderen BehÃ¶rden oder Gemeinwesen sowie gegenÃ¼ber Privaten sodann nicht widersprÃ¼chlich verhalten. Ein und dieselbe BehÃ¶rde darf von einem Standpunkt, den sie gegenÃ¼ber einem bestimmten Privaten in einem konkreten Verfahren verbindlich eingenommen hat, nicht ohne sachlichen Grund abweichen (HÃ¤felin/MÃ¼ller/Uhlmann, Rz. 712 f.; Tschannen/Zimmerli/MÃ¼ller, § 22 Rz. 21 ff.). </p> <p class="Erwgung2"><b>5.3 </b>Der Beschwerdegegnerschaft wurde mit dem Schreiben vom 12. August 2020 mitgeteilt, wie die BeschwerdefÃ¼hrerin den Rekursentscheid umsetzen wird. <span>Das Schreiben enthielt weder ErlÃ¤uterung noch EinschrÃ¤nkung oder Vorbehalt. Es wurde insbesondere nicht darauf hingewiesen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin die vom Bezirksrat angeordneten Massnahmen lediglich provisorisch bzw. vorÃ¼bergehend einrichtet und darauf wieder zurÃ¼ckkommen bzw. den Rekursentscheid anfechten will. Die Beschwerdegegnerschaft musste (und durfte) das Schreiben folglich so verstehen, dass die BeschwerdefÃ¼hrerin den Entscheid des Bezirksrats akzeptierte und nun in Nachachtung bzw. Umsetzung der dortigen Anweisung </span>die beiden ÃbergÃ¤nge an der G- und H-Strasse ganzjÃ¤hrig durch Verkehrslotsen sichern lÃ¤sst und im zweiten Kindergartenjahr fÃ¼r E fÃ¼r den Weg vom Kindergarten F zum Hort I und wieder zurÃ¼ck einen Transport einrichtet (<span>vgl. VGr, </span>18. November 2020, <span>VB.2020.00554, E. 2.2.1 Abs. 1). </span></p> <p class="Urteilstext">HÃ¤tte die BeschwerdefÃ¼hrerin sich eine gerichtliche ÃberprÃ¼fung vorbehalten wollen, hÃ¤tte sie dies der Beschwerdegegnerschaft in ihrem Schreiben vom 12. August 2020 offenlegen mÃ¼ssen; denn Letztere hÃ¤tte zu diesem Zeitpunkt noch die MÃ¶glichkeit gehabt, sich weiterhin fÃ¼r die Umteilung von E in den Kindergarten C einzusetzen und entsprechend selbst Beschwerde an das Verwaltungsgericht zu erheben. Weshalb die BeschwerdefÃ¼hrerin zunÃ¤chst die<span> Anweisung des Bezirksrats (bzw. einer der von diesem vorgegebenen "Alternativen") </span>umsetzt, aber fÃ¼nf Tage spÃ¤ter und namentlich am ersten Tag des Schuljahrs 2020/2021 den Beschluss dennoch anficht, ist nicht nachvollziehbar und â insbesondere aus Sicht der Beschwerdegegnerschaft â widersprÃ¼chlich (<span>vgl. VGr, </span>18. November 2020, <span>VB.2020.00554, E. 2.2.1 Abs. 2 ff.)</span>. Aus dem Umstand, dass auf dem "Merkblatt Schulweg betreffend Lotsendienst-Zeiten" vermerkt war, dass Ãnderungen vorbehalten seien, kann die BeschwerdefÃ¼hrerin nichts zu ihren Gunsten ableiten. Denn diese allgemeine Information, welche sich an alle Eltern von schulpflichtigen Kindern in der Gemeinde Bassersdorf richtet, vermag keinen Vorbehalt bezÃ¼glich den direkt der Beschwerdegegnerschaft angekÃ¼ndigten Massnahmen zu begrÃ¼nden. </p> <p class="Erwgung2"><b>5.4 </b><span>Insgesamt erweist sich das Vorgehen der BeschwerdefÃ¼hrerin als treuwidrig und verstÃ¶sst gegen das Verbot widersprÃ¼chlichen Verhaltens. Sie ist demnach an die in ihrem Schreiben vom 12. August 2020 zugesicherten schulwegsichernden Massnahmen gebunden (vgl. VGr, </span>18. November 2020, <span>VB.2020.00554, E. 2.3).</span></p> <p class="Erwgung1"><b><span>6. </span></b><span> </span></p> <p class="Urteilstext">Zur Zumutbarkeit des Schulwegs ist schliesslich Folgendes anzumerken: Angesichts der konkreten UmstÃ¤nde ging die Vorinstanz zu Recht davon aus, dass der zu beurteilende Schulweg aufgrund seiner LÃ¤nge und insbesondere seiner GefÃ¤hrlichkeit (selbstÃ¤ndige Ãberquerung von zwei stÃ¤rker befahrenen Strassen mit HÃ¶chstgeschwindigkeit 50 km/h ohne eine Querungshilfe in Form eines FussgÃ¤ngerstreifens oder einer Mittelinsel) fÃ¼r ein Kindergartenkind â ohne schulwegsichernde verkehrstechnische oder organisatorische Massnahmen â nicht zumutbar ist. </p> <p class="Erwgung1"><b>7. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>7.1 </b>Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.</p> <p class="Erwgung2"><a id="_Ref57961417"><b>7.2 </b>GemÃ¤ss Art. 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG tragen die Verfahrensbeteiligten die Kosten in der Regel entsprechend ihrem Unterliegen. Kosten, die ein Beteiligter durch Verletzung von Verfahrensvorschriften verursacht, sind ihm ohne RÃ¼cksicht auf den Ausgang des Verfahrens zu Ã¼berbinden (§ 13 Abs. 2 Satz 2 VRG).</a></p> <p class="Urteilstext"><span>AusgangsgemÃ¤ss wÃ¤ren die Gerichtskosten grundsÃ¤tzlich der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen. Wie aufgezeigt (vorn, E. 4), hat die Vorinstanz durch die unzulÃ¤ssige Formulierung des Dispositivs jedoch in grober Weise gegen Verfahrensvorschriften verstossen bzw. hat sie dieses Verfahren (mit)verursacht; die Kosten des Verfahrens sind demnach der BeschwerdefÃ¼hrerin und der Vorinstanz je zur HÃ¤lfte aufzuerlegen (vgl. PlÃ¼ss, § 13 N. 54, 59). </span></p> <p class="Erwgung2"><b>7.3 </b><span>Der BeschwerdefÃ¼hrerin steht bei diesem Verfahrensausgang keine ParteientschÃ¤digung zu </span>(§ 17 Abs. 2 VRG). Die nicht anwaltlich vertretene Beschwerdegegnerschaft beantragt ebenfalls eine ParteientschÃ¤digung. Eine solche ist ihr <span>mangels besonderen (objektiv notwendigen) Aufwands jedoch nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG; PlÃ¼ss, § 17 N. 47, 49).</span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss erkennt <span>die Kammer</span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 2'000.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> <u>Fr. 195.--</u> Zustellkosten,<br/> <u>Fr. 2'195.--</u> Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin und dem Bezirksrat BÃ¼lach je zur HÃ¤lfte auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Es werden keine ParteientschÃ¤digungen zugesprochen. </span></p> <p class="Einzug2"><span>5. Gegen dieses Urteil kann Beschwerde in Ã¶ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes erhoben werden. Die Beschwerde ist binnen 30 Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.</span></p> <p class="Einzug2"><span>6. Mitteilung an â¦</span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>