<!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><!DOCTYPE html> <html lang="de"><head><meta charset="utf-8"/></head><body><div class="WordSection1"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="MsoNormalTable"> <tr> <td valign="top" width="79"> <p class="aaArabisch1Unterziffer"><img alt="" height="60" src="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,7000&amp;Parametername=WEB&amp;Schema=BS_FI_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getImage&amp;nF38_KEY=88354" width="39"/></p> </td> <td valign="top" width="535"> <p class="MsoNormal"><span>Sozialversicherungsgericht</span></p> <div> <p class="MsoNormal"><span>des Kantons Basel-Stadt</span></p> </div> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </td> </tr> </table> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b><span>URTEIL</span></b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">vom <a name="VF_DAT_ENTSCHEID">14. März 2018</a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span>Mitwirkende</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">lic. iur. K. Zehnder (Vorsitz), lic. iur. M. Prack Hoenen, Dr. med. W. Rühl<span> </span> <a name="TN_AUTOTEXT_RICHTER"></a><span> </span><span> </span> </p> <p class="MsoNormal"><a name="TN_AUTOTEXT_GS"></a>und Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Dreyer </p> <div> <p class="MsoNormal"> </p> </div> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span>Parteien</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">A____</p> <p class="MsoNormal">[...] </p> <p class="MsoNormal">vertreten durch MLaw B____, Advokat, </p> <p class="MsoNormal">[...] </p> <p class="MsoNormal"> Beschwerdeführerin </p> <p class="MsoNormal"><a name="RU_AUTOTEXT_KL%C3%84GER_X__B"><span> </span></a></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>IV-Stelle Basel-Stadt</b>, Rechtsdienst,</p> <p class="MsoNormal">Lange Gasse 7, Postfach, 4002 Basel <a name="BT_AUTOTEXT_VRTR__B"></a> </p> <p class="MsoNormal"> Beschwerdegegnerin <a name="BT_AUTOTEXT_2VRTR__B"></a></p> <p class="MsoNormal"><a name="RU_AUTOTEXT_BEKLAGTE_X__B"><span> </span></a></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><span>Gegenstand</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"><b>IV.2017.173</b></p> <p class="MsoNormal">Verfügung vom 9. August 2017</p> <p class="MsoNormal">Rentenrevision; Voraussetzungen erfüllt.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <b><span><br/> </span></b> <p class="aaTatsachen">Tatsachen</p> <p class="aaRmisch1">I.<span> </span> </p> <p class="aaText">a) A____ (Beschwerdeführerin), geboren am [...] 1965, arbeitete zuletzt ungefähr fünf Stunden pro Tag für die C____ AG in der Küche (vgl. IV-Akte 3). Ab dem 19. Oktober 1996 wurde ihr eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. u.a. IV-Akte 2). Im September 1998 meldete sie sich zum Bezug von Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung an. Als Grund der Behinderung gab sie Kopfschmerzen an (vgl. IV-Akte 1). Die IV-Stelle traf in der Folge entsprechende Abklärungen. Mit Verfügung vom 20. September 2000 sprach sie der Beschwerdeführerin ab Oktober 1997 eine halbe Rente gestützt auf einen IV-Grad von 54 % zu (vgl. IV-Akte 28, S. 2 ff.). Im November 2001 wurde eine Überprüfung des Rentenanspruches der Beschwerdeführerin in die Wege geleitet (vgl. IV-Akte 34). Die IV-Stelle holte erneut ärztliche Unterlagen ein (u.a. den Bericht von Dr. D____ vom 16. Februar 2002; IV-Akte 36) und nahm eine Haushaltsabklärung vor (vgl. den Bericht vom 19. November 2002; IV-Akte 40). Mit Verfügung vom 28. Januar 2003 wurde die bislang gewährte halbe Rente auf eine ganze Rente (bei einem neu ermittelten IV-Grad von 86 %) erhöht (vgl. IV-Akte 42). Eine im Dezember 2007 in Angriff genommene Überprüfung des Rentenanspruches (vgl. IV-Akte 50) zog keine Änderung nach sich (vgl. die Mitteilung vom 19. Mai 2008; IV-Akte 55). </p> <p class="aaText">b) Im März 2013 leitete die IV-Stelle wiederum eine Überprüfung des Rentenanspruches der Beschwerdeführerin in die Wege (vgl. IV-Akte 74). In diesem Zusammenhang erteilte sie Dr. med. E____, Rheumatologie FMH, und Dr. med. F____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, den Auftrag zur bidisziplinären (rheumatologisch-psychiatrischen) Begutachtung der Versicherten (Gutachten Dr. E____ vom 25. Juni 2014 resp. Gutachten Dr. F____ vom 5. November 2014; IV-Akte 97 resp. IV-Akte 101) ein. Des Weiteren nahm sie eine Abklärung zur Invalidität der Versicherten im Haushalt vor (vgl. den Abklärungsbericht vom 16. Januar 2015; IV-Akte 106). </p> <p class="aaText">c) Im Juni 2015 erlag der jüngste Sohn der Beschwerdeführerin 21-jährig einem Krebsleiden. Im September 2015 liess sich die Beschwerdeführerin in den G____ Kliniken behandeln (vgl. den Bericht vom 19. Oktober 2015; IV-Akte 146). Im Februar 2016 nahm sie eine Behandlung bei Dr. med. H____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, auf (vgl. den Bericht vom 30. Juni 2016; IV-Akte 150, S. 8 f.). In der Folge erteilte die IV-Stelle Dr. med. I____, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. J____, Facharzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin, einen Auftrag zur Erstattung eines Verlaufsgutachtens (Gutachten Dr. I____ vom 4. April 2017 resp. Gutachten Dr. J____ vom 6. April 2017; IV-Akte 171 resp. IV-Akte 172). Am 19. April 2017 äusserte sich der RAD (vgl. IV-Akte 174). Mit Vorbescheid vom 16. Mai 2017 teilte die IV-Stelle der Beschwerdeführerin mit, man gedenke, die bislang gewährte ganze Rente aufzuheben (vgl. IV-Akte 175). Dazu äusserte sich die Versicherte am 12. Juni 2017 (vgl. IV-Akte 176). Dessen ungeachtet erliess die IV-Stelle am 9. August 2017 eine dem Vorbescheid entsprechende Verfügung (vgl. IV-Akte 179). </p> <p class="aaRmischfortlaufend">II.<span> </span> </p> <p class="aaText">a) Hiergegen hat die Beschwerdeführerin am 12. September 2017 Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt erhoben. Sie beantragt die Verpflichtung der IV-Stelle zur Weiterausrichtung der ganzen Rente. Am 15. November 2017 reicht sie, jetzt anwaltlich vertreten, eine nähere Begründung ihrer Beschwerde ein. </p> <p class="aaText">b) Mit Verfügung der Instruktionsrichterin vom 18. November 2017 wird der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Verbeiständung durch MLaw B____, Rechtsanwalt, bewilligt. </p> <p class="aaText">c) Die IV-Stelle (Beschwerdegegnerin) schliesst mit Beschwerdeantwort vom 21. Dezember 2017 auf Abweisung der Beschwerde. </p> <p class="aaText">d) Die Beschwerdeführerin reicht innert Frist keine Replik ein. </p> <p class="aaRmischfortlaufend">III.<span> </span> </p> <p class="aaText">Am 14. März 2018 findet die Beratung der Sache durch die Kammer des Sozialversicherungsgerichts statt.</p> <p class="aaEntscheidungsgrnde">Entscheidungsgründe</p> <p class="aaArabisch1"><b>1.<span> </span></b> </p> <p class="aaArabisch1Unterziffer"><b><span lang="DE">1.1.<span> </span></span></b><span lang="DE">Das Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt ist als einzige kantonale Instanz zuständig zum Entscheid über die vorliegende Streitigkeit (§ 82 Abs. 1 des Gesetzes vom 3. Juni 2015 betreffend die Organisation der Gerichte und der Staatsanwaltschaft [Gerichtsorganisationsgesetz], GOG; SG 154.100). Die örtliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts ergibt sich aus Art. 69 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20). </span></p> <p class="aaArabisch1Unterziffer"><b><span lang="DE">1.2.<span> </span></span></b><span lang="DE">Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde einzutreten. </span></p> <h1><b>2.<span> </span></b> </h1> <h2><b>2.1.<span> </span></b>Die Beschwerdegegnerin macht im Wesentlichen geltend, gestützt auf das Gutachten von Dr. I____/Dr. J____ vom 4./6. April 2017 sei davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin in massgeblicher Art und Weise verbessert habe und jetzt wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vorliege. Da im Weiteren auch im Haushalt keinerlei Beeinträchtigung mehr vorliege, sei die Rentenaufhebung als korrekt zu erachten (vgl. insb. die Beschwerdeantwort; siehe auch die Duplik). Diese Auffassung wird von der Beschwerdeführerin infrage gestellt (vgl. insb. die Beschwerde; siehe auch die Replik).</h2> <h2><b>2.2.<span> </span></b>Zu prüfen ist daher im Folgenden, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht gestützt auf die vorliegenden medizinischen Unterlagen mit Verfügung vom 9. August 2017 die der Beschwerdeführerin bislang gewährte ganze Rente aufgehoben hat. </h2> <h1><b>3.<span> </span></b> </h1> <h2><b>3.1.<span> </span></b>Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes der versicherten Person revidierbar. Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9, 10 f. E. 2.3 mit Hinweis). </h2> <h2><b>3.2.<span> </span></b>Die Frage der wesentlichen Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der letzten rechtskräftigen und auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs (mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung) beruhenden Verfügung bestanden hat, mit demjenigen zurzeit der streitigen Revisionsverfügung (<a href="http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&amp;type=show_document&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=&amp;rank=0&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-131%3Ade&amp;number_of_ranks=0#page131"><span>BGE 134 V 131</span></a>, 132 f. E. 3 und BGE 133 V 108, 114 E. 5.4). Im vorliegenden Fall bildet daher die Verfügung vom 28. Januar 2003 (IV-Akte 42) den massgebenden Vergleichszeitpunkt. </h2> <h1><b>4.<span> </span></b> </h1> <h2><b>4.1.<span> </span></b>4.1.1. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachperson, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). </h2> <p class="aaText">4.1.2. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E. 3a mit Hinweis auf BGE 125 V 352).</p> <p class="aaText">4.1.3. Das Gericht darf den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechender Gutachten externer Spezialärzte vollen Beweiswert zuerkennen, solange "nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit" der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_362/2017 vom 30. Oktober 2017 E. 4). </p> <h2><b>4.2.<span> </span></b>4.2.1. Die Beschwerdegegnerin hatte mit Verfügung vom 28. Januar 2003; IV-Akte 42) die der Beschwerdeführerin zuvor gewährte halbe Rente auf eine ganze Rente erhöht. Grundlage dieser Verfügung waren der Haushaltsabklärungsbericht vom 19. November 2002 (IV-Akte 40) und der Verlaufsbericht von Dr. D____ vom 16. Februar 2002 (IV-Akte 38). Die Einschränkung im Haushalt war neu mit 65 % bewertet worden (vgl. S. 5 des Abklärungsberichtes). Dr. D____ hatte als Diagnosen eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung bei einfachst strukturierter Persönlichkeit (F45.4) sowie (neu) eine depressive Fehlentwicklung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit Kopfschmerzen und Schwindel gestellt. Er hatte der Beschwerdeführerin wegen der Verschlechterung der depressiven Symptomatik neu eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. S. 1 des Berichtes). </h2> <p class="aaText">4.2.2. Die zuvor ausgerichtete halbe Rente (vgl. dazu die Verfügung vom 20. September 2000 (IV-Akte 28, S. 2 ff.) hatte auf dem psychiatrischen Gutachten von Dr. D____ vom 19. Februar 2000 (IV-Akte 10) sowie einer ergänzenden Stellungnahme von Dr. D____ (IV-Akte 12) und dem Haushaltsabklärungsbericht vom 1. Juli 1999 (IV-Akte 6) basiert. Anlässlich der ersten Haushaltsabklärung war eine Einschränkung von 42 % erhoben worden (vgl. IV-Akte 6). Dr. D____ hatte im Gutachten vom 19. Februar 2000 (IV-Akte 10) als Diagnosen eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) bei einfachst strukturierter Persönlichkeit und eine leichte depressive Symptomatik (F33) mit Kopfschmerzen und Schwindel erwähnt (vgl. S. 7 des Gutachtens). In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit war der Gutachter ursprünglich noch von einer Restarbeitsfähigkeit von vier Stunden pro Tag ausgegangen (vgl. insb. die ergänzende Stellungnahme; IV-Akte 12). </p> <h2><b>4.3.<span> </span></b>4.3.1. Im Rahmen des im März 2013 eingeleiteten Revisionsverfahren (vgl. IV-Akte 74) holte die IV-Stelle zunächst bei Dr. E____/Dr. F____ das bidisziplinäre Gutachten vom 25. Juni 2014 resp. vom 5. November 2014 (IV-Akte 97 resp. IV-Akte 101) ein. </h2> <h2>4.3.2. Dr. E____ hielt in seinem Gutachten vom 25. Juni 2014 (IV-Akte 97) fest, aus rein rheumatologischer Sicht bestünden keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit der Explorandin. In der Liste der Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte Dr. E____ an: (1.) muskuläre Dysbalance am Schultergürtel beidseits (Trapezius); (2.) unspezifische Nacken-und Kreuzschmerzen; (3.) Verdacht auf beginnende Femoro-Patellararthrose links mehr als rechts; (4.) Spreizfüsse; (5.) Status nach Amputation der Endglieder der Zehen II und III, Status nach undislozierter Fraktur Endglied Zehe IV am 5. November 2008; (6.) Verdacht auf älteren ossären Ausriss des Processus styloideus ulnae links gemäss CT vom 20. November 2008 und (7.) klinisch deutliche Zeichen einer Schmerzfehlverarbeitung (vgl. S. 13 des Gutachtens). </h2> <h2>4.3.3. Dr. F____ hielt in seinem Gutachten als Diagnose eine rezidivierende depressive Störung mit chronischem Verlauf und gegenwärtig leichtgradiger Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F33.00) fest (vgl. S. 15 des Gutachtens). In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit legte Dr. F____ dar, es lasse sich sowohl in der zuletzt ausgeübten als auch in einer alternativen Tätigkeit eine Einschränkung von höchstens 20% begründen. In dieser Schätzung mitenthalten sei eine gleichzeitig vorhandene Verminderung der Leistungsfähigkeit. Aufgrund der diesbezüglich unpräzisen Angaben der Explorandin liessen sich keine verlässlichen Aussagen über den Zeitpunkt der Verbesserung der depressiven Symptomatik und der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung machen. Aufgrund der Angaben der Explorandin, dass sie seit sechs Jahren keine Antidepressiva mehr einnehme und vor einem Jahr die psychiatrische Therapie beendet habe, könne approximativ davon ausgegangen werden, dass die Verbesserung spätestens Ende 2013 eingetreten sei (vgl. S. 19 f. des Gutachtens).</h2> <p class="aaText">4.3.4. Überdies nahm die Beschwerdegegnerin am 13. Januar 2015 eine Haushaltsabklärung vor. Anlässlich dieser wurde keine Einschränkung mehr festgestellt (vgl. den Abklärungsbericht vom 16. Januar 2015; IV-Akte 106).</p> <h2><b>4.4.<span> </span></b>4.4.1. Zwecks Aktualisierung der medizinischen Unterlagen holte die Beschwerdegegnerin schliesslich bei Dr. I____/Dr. J____ das Verlaufsgutachten vom 4. April 2017 resp. 6. April 2017 ein und hob in der Folge mit Verfügung vom 9. August 2017 (IV-Akte 179) die der Beschwerdeführerin gewährte ganze Rente auf. </h2> <p class="aaText">4.4.2. Dr. I____ hielt im Gutachten vom 4. April 2017 (IV-Akte 171) fest, es könne keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gab Dr. I____ eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4) an. Zur Begründung führte er an, die depressive Störung sei remittiert. Die Explorandin sei im Alltag und auch im Umgang mit ihren geklagten somatischen Beschwerden nicht durch eine psychische Störung beeinträchtigt. Im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung hätten keine psychopathologischen Befunde erhoben werden können (vgl. S. 18 des Gutachtens). Des Weiteren stellte Dr. I____ klar, zurzeit werde keine psychiatrische Behandlung durchgeführt. Die Explorandin nehme einzig ein pflanzliches Entspannungsmittel ein, welches keinen antidepressiven Effekt habe. Die ambulante psychiatrische Behandlung (bei Dr. H____) sei kurzfristig erfolgt und habe in grösseren Abständen stattgefunden (vgl. S. 20 des Gutachtens). Das depressive Zustandsbild habe sich seit November 2014 – damals sei eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden – weiter verbessert. Somit bestehe ab dem Datum der Untersuchung aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. Auch in jeder anderen beruflichen Tätigkeit bestehe aus psychiatrischer Sicht ab dem Datum der Exploration eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (vgl. S. 23 des Gutachtens).</p> <p class="aaText">4.4.3. Dr. J____ hielt seinerseits im Gutachten vom 6. April 2017 (IV-Akte 172) fest, es könne keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden. In der Liste der Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte er auf: (1.) Ganzkörperschmerzsyndrom ohne organische Ursache mit in diesem Rahmen chronischer Kopfschmerzsymptomatik, Nacken- und Kreuzschmerzsymptomatik; (2.) Femoropatellar-Arthrose rechts; (3.) leichte Heberdenarthrosen; (4.) Spreizfüsse mit Hallux valgus beidseits; (5.) Status nach Teilamputation Endglieder Zehen II und III bei Status nach undislozierter Fraktur Endglied Zehe IV rechts am 5. November 2008; (6.) Verdacht auf älteren ossären Ausriss des Prozessus styloideus ulnae links gemäss CT vom 20. November 2008, klinisch ohne Symptomatik; (7.) Status nach laparoskopischer Cholezystektomie bei symptomatischer Cholezystolithiasis am 19. Januar 2016 (vgl. S. 29 des Gutachtens). Zur Begründung hielt Dr. J____ fest, es seien nicht nur die Fibromyalgie-definierten Druckpunkte positiv, sondern sämtliche frei und zufällig gewählten Punkte, so dass er jetzt nicht von einer Fibromyalgie, sondern von einem weichteilrheumatischen Ganzkörperschmerz-Syndrom spreche (vgl. S. 31 des Gutachtens). Die aktuellen Röntgenabklärungen zeigten altersentsprechend normale Befunde. Labormässig bestünden keine Hinweise auf eine entzündliche Problematik (vgl. S. 32 des Gutachtens). Aufgrund der heutigen Befunde zeigten sich aus somatischer Sicht keine Einschränkungen, auch nicht für die zuletzt ausgeübten Tätigkeiten. Es bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % bezogen auf ein Ganztagespensum. Diese Einschätzung habe seit Jahren Gültigkeit (vgl. S. 33 des Gutachtens).</p> <h2><b>4.5.<span> </span></b>4.5.1. Auf die Gutachten von Dr. J____ und Dr. I____ kann abgestellt werden. Sie erfüllen die Anforderungen an beweiskräftige medizinische Erhebungen (vgl. Erwägung 4.1.3. hiervor). Insbesondere haben sich die Gutachter mit sämtlichen relevanten Vorakten auseinandergesetzt und ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aufgrund der erhobenen Befunde sowie unter Berücksichtigung der anamnestischen Angaben in nachvollziehbarer Art und Weise begründet. Es ist daher davon auszugehen, dass aus rheumatologischer Sicht keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit besteht und dass sich die psychiatrische Situation in der Zwischenzeit erheblich gebessert hat und die Beschwerdeführerin jetzt wieder über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit verfügt. </h2> <p class="aaText">4.5.2. Der Tod des jüngsten Sohnes der Beschwerdeführerin im Juni 2015 ist zweifelsohne als einschneidendes und sehr belastendes Ereignis zu betrachten. Allerdings ist seither eine gewisse Zeit verstrichen. Für eine Besserung des Gesundheitszustandes und damit die Richtigkeit der gutachterlichen Einschätzung spricht speziell auch, dass sich die Beschwerdeführerin nicht psychiatrisch behandeln lässt. Dr. I____ hat – Bezug nehmend auf die relevanten Vorakten – zutreffend klargestellt, im Jahr 2005 sei die Explorandin während fünf und während zwei Tagen auf der Kriseninterventionsstation hospitalisiert gewesen. Eine länger dauernde stationäre Behandlung sei aber nie durchgeführt worden. Die Explorandin habe sich auch nie während längerer Zeit in ambulanter psychiatrischer Behandlung befunden. Der die Explorandin während acht Monaten behandelnde Psychiater (Dr. H____) habe eine Anpassungsstörung diagnostiziert. Die Explorandin habe die psychiatrische Behandlung abgebrochen und es finde im Übrigen auch keine antidepressive Behandlung statt. Ausserdem sei zu bemerken, dass (auch) Dr. H____ im 2016 keine antidepressive Therapie durchgeführt habe. Er habe nur eine Anpassungsstörung und keine eigentliche depressive Störung diagnostiziert (vgl. S. 22 des Gutachtens). </p> <p class="aaText">4.5.3. Die von Dr. I____ angenommene Besserung des Gesundheitszustandes (vollständige Remission) lässt sich auch mit den anderen Akten in Einklang bringen. So war im Bericht G____ Kliniken vom 9. Oktober 2015 (betreffend die Untersuchung vom 25. September 2015) als Aussage der Beschwerdeführerin festgehalten worden, es habe jeweils auch Phasen der Symptomfreiheit gegeben. Des Weiteren ist davon auszugehen, dass namentlich der Hausarzt (Dr. K____) eine stationäre Behandlung organisiert hätte, wenn die Beschwerdeführerin erheblich depressiv imponiert hätte. Im Bericht von Dr. K____ vom 19. Juli 2015 (IV-Akte 131, S. 1 ff.) wurde festgehalten, aktuell werde auf regelmässige Gespräche verzichtet resp. (psycho-)somatische Behandlungen fänden nur auf Verlangen der Patientin hin statt. Im Übrigen ist die Beschwerdeführerin auch im Rahmen der Hospitalisationen aus somatischen Gründen nicht als augenfällig resp. erheblich psychisch beeinträchtigt aufgefallen. Ansonsten wäre eine adäquate Behandlung veranlasst worden. Schliesslich gilt es zu beachten, dass gewisse Belastungsfaktoren, die zur Rentenzusprechung beigetragen haben (vgl. insb. S. 8 f. des Gutachtens von Dr. D____ vom 19. Februar 2000; IV-Akte 10), sich in der Zwischenzeit deutlich reduziert haben. Namentlich hat sich die Grösse des Haushaltes im Vergleich zu früher (vgl. dazu u.a. den Haushaltsabklärungsbericht vom 1. Juli 1999; IV-Akte 6) deutlich reduziert. Im Haushalt leben jetzt noch drei erwachsene Personen (vgl. S. 30 des Gutachtens von Dr. J____ und S. 14 des Gutachtens von Dr. I____). </p> <p class="aaText">4.5.4. Soweit die Beschwerdeführerin rügt, Dr. I____ habe sich nicht hinreichend mit den Vorakten auseinandergesetzt (vgl. S. 10 f. der Beschwerde), kann ihr nicht gefolgt werden. Wie bereits dargetan wurde (vgl. Erwägung 4.5.2. hiervor), erging eine einlässliche und begründete Auseinandersetzung mit allen relevanten Vorakten auf S. 22 f. des Gutachtens. </p> <p class="aaText">4.5.5. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, das psychiatrische Gutachten von Dr. I____ sei – da die Exploration von zu kurzer Dauer gewesen sei – nicht beweiskräftig (vgl. insb. S. 10 der Beschwerde), kann ihr ebenfalls nicht gefolgt werden. Es gibt keine verbindliche Mindestdauer für eine psychiatrische Exploration, sondern es wird lediglich verlangt, dass die Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist, wobei der für eine psychiatrische Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie angemessen sein muss (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_847/2013 vom 14. Februar 2014 E. 5.1.1 mit Hinweis). Dies ist vorliegend zu bejahen. </p> <p class="aaText">4.5.6. Des Weiteren macht die Beschwerdeführerin geltend, die Prüfung der massgebenden Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 sei nicht korrekt erfolgt. Der Gutachter habe sich nicht dahingehend geäussert, worin die von ihm angenommenen Ressourcen konkret bestehen würden (vgl. S. 12 der Beschwerde). Dem ist zu entgegnen, dass Dr. I____ auf S. 17 des Gutachtens klargestellt hat,<b> </b>die Explorandin habe eine gute Beziehung mit ihrem Ehemann, mit ihren zahlreichen Kindern und Enkelkindern. Sie habe von einer aktiven Tagesgestaltung berichtet. Sie führe den Haushalt weitgehend alleine und mache Spaziergänge (vgl. IV-Akte 171, S. 17). Der Gutachter hat somit die vorhandenen Ressourcen klarerweise erwähnt. Im Übrigen kann eine Prüfung der Standardindikatoren im vorliegenden Fall ohnehin als obsolet betrachtet werden, da eine Arbeitsunfähigkeit verneint wird und auch sonst keine Anhaltspunkte für eine funktionelle Leistungsbeeinträchtigung sprechen (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgericht 9C_782/2017 vom 5. Januar 2018 mit Hinweis auf BGE 143 V 418, 428 f. E. 7.1 in fine und BGE 143 V 409, 417 E. 4.5.3).</p> <h2><b>4.6.<span> </span></b>Aus all dem folgt, dass davon auszugehen ist, dass die Beschwerdeführerin wieder über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit verfügt. </h2> <h1><b>5.<span> </span></b> </h1> <h2><b>5.1.<span> </span></b>Die Beschwerdegegnerin erachtet (weiterhin) die sogenannte gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (vgl. Art. 28a Abs. 3 IVG) für massgebend (Anteil Erwerb: 60 %; Anteil Haushalt: 40 %) und geht gestützt auf den Abklärungsbericht vom 16. Januar 2015 (IV-Akte 106) davon aus, dass im Bereich Haushalt keine Beeinträchtigung mehr gegeben sei (vgl. die angefochtene Verfügung; IV-Akte 179). Die Beschwerdeführerin wendet ein, der Haushaltsabklärungsbericht vom 16. Januar 2015 sei veraltet und könne daher nicht beweistauglich angesehen werden (vgl. S. 12 der Beschwerde). </h2> <h2><b>5.2.<span> </span></b>Wie es sich damit verhält, braucht jedoch nicht näher abgeklärt zu werden; denn nur bei Annahme einer – in Anbetracht der medizinischen Situation (vgl. dazu Erwägung 4. hiervor) – als ausgeschlossen erscheinenden 100%igen Beeinträchtigung im Haushalt liesse sich noch ein rentenbegründender IV-Grad von 40 % ermitteln. Angesichts der wiedererlangten 100%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin braucht im Übrigen auch die Statusfrage (Aktualität der weiterhin angenommenen Aufteilung zwischen Erwerb und Haushalt) keiner näheren Überprüfung unterzogen zu werden. </h2> <h2><b>5.3.<span> </span></b>Zusammenfassend kann daher festgehalten werden, dass sich aufgrund der Verbesserung des Gesundheitszustandes kein rentenbegründender IV-Grad mehr ermitteln lässt. Dies führt grundsätzlich zu einer Aufhebung der Rente. </h2> <h1><b>6.<span> </span></b> </h1> <h2><b>6.1.<span> </span></b>Die Beschwerdeführerin macht geltend, man habe ihre Eingliederungsfähigkeit vor der Rentenaufhebung zu Unrecht nicht geprüft (vgl. S. 14 der Beschwerde). </h2> <h2><b>6.2.<span> </span></b>Nach ständiger Rechtsprechung ist im Regelfall eine medizinisch attestierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit auf dem Weg der Selbsteingliederung zu verwerten. Bei Versicherten, die bei der revisions- oder wiedererwägungsweisen Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente das 55. Altersjahrs vollendet haben oder die – wie die Beschwerdeführerin – eine Rentenbezugsdauer von mindestens 15 Jahren aufweisen, ist jedoch eine Selbsteingliederung grundsätzlich nicht zumutbar (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_491/2017 vom 26. September 2017 E. 4.3., mit Hinweisen; siehe auch die zutreffenden Ausführungen der Beschwerdegegnerin auf S. 6 der Beschwerdeantwort).</h2> <h2><b>6.3.<span> </span></b>Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin von der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 31. März 2015 (IV-Akte 110) darüber in Kenntnis gesetzt worden war, es werde sich angesichts des verbesserten Gesundheitszustandes eine Fachperson bei ihr melden, um das weitere Vorgehen zu besprechen. In der Folge fand am 29. April 2015 ein entsprechendes Gespräch statt. In diesem Rahmen machte die Beschwerdeführerin geltend, sie wünsche keine beruflichen Massnahmen. Sie erachte sich als nicht arbeitsfähig (vgl. IV-Akte 115). In der Folge wurde die Beschwerdeführerin zur Mitwirkung aufgefordert (vgl. IV-Akte 116) und es wurde ein Termin für ein weiteres Gespräch festgelegt. Zu diesem auf den 29. Juni 2015 anberaumten Gespräch erschien die Beschwerdeführerin jedoch unentschuldigt nicht (vgl. IV-Akten 126 und 128). Auch den auf den 13. Juli 2015 angesetzten Gesprächstermin (vgl. IV-Akte 129) nahm sie unentschuldigt nicht war, woraufhin die Beschwerdegegnerin schliesslich ihre Eingliederungsbemühungen einstellte (vgl. IV-Akte 130). </h2> <h2><b>6.4.<span> </span></b>Bei dieser Ausgangslage kann nicht gesagt werden, die Beschwerdegegnerin habe sich nicht um eine Wiedereingliederung der Beschwerdeführerin bemüht resp. es seien keine Wiedereingliederungsmassnahmen geprüft worden. Das mehrfache unentschuldigte Fernbleiben von Gesprächen gereicht der Beschwerdeführerin zum Vorwurf. Daran ändert nichts, dass ihr jüngster Sohn zu dieser Zeit verstorben ist. Die Beschwerdeführerin hätte sich wenigstens um eine Verschiebung der Termine bemühen können.</h2> <h2><b>6.5.<span> </span></b>Die mit Verfügung vom 9. August 2017 angeordnete Rentenaufhebung muss daher als richtig qualifiziert werden. </h2> <h1><b>7.<span> </span></b> </h1> <h2><b>7.1.<span> </span></b>Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ergibt sich somit, dass die Beschwerde abzuweisen und die Verfügung vom 9. August 2017 zu bestätigen ist.</h2> <h2><b>7.2.<span> </span></b>Entsprechend dem Verfahrensausgang trägt die Beschwerdeführerin die aus einer Gebühr von Fr. 800.-- bestehenden ordentlichen Kosten (Art. 69 Abs. 1<sup>bis</sup> IVG). Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen sie zu Lasten des Staates.</h2> <h2><b>7.3.<span> </span></b>Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen (Art. 61 lit. g ATSG). Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung ist der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin ein angemessenes Honorar aus der Gerichtskasse zuzusprechen (Art. 61 lit. f. ATSG). Das Sozialversicherungsgericht spricht im Sinne einer Faustregel in durchschnittlichen IV-Fällen bei doppeltem Schriftenwechsel ein Kostenerlasshonorar von pauschal Fr. 2'650.-- (inkl. Auslagen) nebst Mehrwertsteuer zu. Im vorliegenden Fall ist in Bezug auf die sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen von einem durchschnittlichen Fall auszugehen. Angesichts des bloss einfachen Schriftenwechsels, ist deshalb ein Honorar von Fr. 1'767.-- (inkl. Auslagen) nebst Fr. 141.35 Mehrwertsteuer angemessen.</h2> <b><span><br/> </span></b> <p class="aaText"><b>Demgemäss erkennt das Sozialversicherungsgericht</b>:</p> <p class="aaDispositiv">://: Die Beschwerde wird abgewiesen. </p> <p class="aaDispositiv"> Die Beschwerdeführerin trägt die ordentlichen Kosten, bestehend aus einer Gebühr von Fr. 800.--. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen diese zu Lasten des Staates.</p> <p class="aaDispositiv"> Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung ist MLaw B____, Advokat, ein Honorar von Fr. 1'767.-- (inkl. Auslagen) nebst Fr. 141.35 Mehrwertsteuer aus der Gerichtskasse auszurichten.</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="aaDispositiv"> <b><span>Sozialversicherungsgericht</span> BASEL-STADT</b></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Die Präsidentin Die Gerichtsschreiberin</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">lic. iur. K. Zehnder<span lang="EN-GB"> </span>lic. iur. S. Dreyer</p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <b><span><br/> </span></b> <p class="MsoBodyText"><b><span>Rechtsmittelbelehrung</span></b></p> <p class="MsoNormal"><span>Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG]). Die Beschwerdefrist kann nicht erstreckt werden (Art. 47 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdegründe sind in Art. 95 ff. BGG geregelt.</span></p> <p class="MsoNormal"><span>Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat den Anforderungen gemäss Art. 42 BGG zu genügen; zu beachten ist dabei insbesondere:</span></p> <p class="MsoNormal"><span>a) Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten;</span></p> <p class="MsoNormal"><span>b) in der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt;</span></p> <p class="MsoNormal"><span>c) die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat, ebenso der angefochtene Entscheid.</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Geht an:</p> <p class="gehtan"><span>– </span><span>Beschwerdeführer</span><span>in<br/> – </span><span>Beschwerdegegnerin</span><span><br/> – Bundesamt für Sozialversicherungen</span></p> <p class="MsoNormal"> </p> <p class="MsoNormal">Versandt am: <a name="Text4"></a> </p> </div></body></html></html>