<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2005.00351</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=205886&amp;W10_KEY=13013562&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2005.00351</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 24.05.2006</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/3. Kammer</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">Ãbriges Verwaltungsrecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Parteientschädigung</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Parteientschädigung (Sachverhalt: Streitig war die Kostentragung für die Verlegung der Werkleitungen im Strassenraum im Zusammenhang mit dem Bau der Glattalbahn; Streitwert insgesamt rund Fr. 20 Mio., für die Rekurrentin bzw. Beschwerdeführerin rund Fr. 600 000. - Der Regierungsrat hiess den Rekurs [zusammen mit 18 weiteren Rekursen] gut, nachdem das Bundesgericht in einem anderen Verfahren die Zuständigkeit der kantonalen Behörden verneint hatte. Parteientschädigung für alle obsiegenden Rekurrierenden insgesamt Fr. 7 500, für die Rekurrentin bzw. Beschwerdeführerin Fr. 300.) Das Verwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung der Parteientschädigung im Rekursverfahren, auch wenn die Kostentragung für die Leitungsverlegung von den Bundesbehörden zu prüfen sein wird (E. 1). Rechtsgrundlagen zur Parteientschädigung (E. 2.1-2); Kognition des Verwaltungsgerichts (E. 2.3). Der Ausgang dieses Beschwerdeverfahrens kann sich nur auf die Parteientschädigung der Rekurrentin auswirken, welche die Höhe der Entschädigung vor Verwaltungsgericht angefochten hat. Gleichwohl rechtfertigt sich eine Gesamtbetrachtung (E. 4.1). Umfang der Rechtsschriften und Thema des Rekursverfahrens (E. 4.2). Der Rechtsvertreter der Rekurrentin hat 14 weitere Rekurriende mit weitestgehend identischen Rekursschriften vertreten, was nicht zu einer Vervielfachung des Aufwands führt. Weil der Aufwand im Rekursverfahren nicht beziffert wurde, verfügte der Regierungsrat über einen erweiterten Ermessensspielraum (E. 4.3). Die Darlegung des Aufwands erst im Beschwerdeverfahren ist nicht vollständig nachvollziehbar. Die Parteientschädigung ist zwar eher niedrig, jedoch noch angemessen (E. 4.4). Abweisung (E. 5). </b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Allgemeines ST: KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN">KOSTEN UND ENTSCHÃDIGUNGEN</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: PARTEIENTSCHÃDIGUNG">PARTEIENTSCHÃDIGUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsprozessrecht UR: Verwaltungsinterne Rechtspflege ST: REKURS">REKURS</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: REKURSVERFAHREN">REKURSVERFAHREN</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 12 Abs. I GebV VGr</span><br/><span class="gerade">§ 17 Abs. II VRG</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Sachverhalt1"><b>I. </b> </p> <p class="Sachverhalt2">Im Zusammenhang mit dem Bau der Glattalbahn verpflichtete die Baudirektion (Tiefbauamt) des Kantons ZÃ¼rich mit VerfÃ¼gung vom 2. Mai 2002 verschiedene WerkleitungseigentÃ¼mer, darunter auch die A AG, die Kosten fÃ¼r die Verlegung der Werkleitungen im Strassenraum gemÃ¤ss dem Projekt der Glattalbahn zu tragen.</p> <p class="Sachverhalt1"><b>II. </b> </p> <p class="Sachverhalt2"><b>A. </b>Die A AG erhob (neben 18 anderen Rekurrierenden) beim Regierungsrat Rekurs gegen die VerfÃ¼gung der Baudirektion. Die Rekurrentin stellte namentlich in Frage, ob die Baudirektion zum Erlass der angefochtenen VerfÃ¼gung zustÃ¤ndig sei, weil es sich nach ihrer Auffassung um eine Materie handle, die vom Eisenbahnrecht des Bundes erfasst werde. Deshalb sei das Bundesamt fÃ¼r Verkehr (BAV) zustÃ¤ndig. Die Staatskanzlei vereinigte die Rekurse und sistierte das Rekursverfahren mit VerfÃ¼gung vom 20. Dezember 2002 bis zum Vorliegen des rechtskrÃ¤ftigen Entscheids des BAV im eisenbahnrechtlichen Plangenehmigungsverfahren betreffend den Bau der Glattalbahn.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>B. </b>Das BAV erteilte mit VerfÃ¼gung vom 27. Januar 2004 unter verschiedenen Nebenbestimmungen die Plangenehmigung. Auf die von den Rekurrierenden geltend gemachten EntschÃ¤digungsansprÃ¼che trat es mangels ZustÃ¤ndigkeit nicht ein und befand, die Tragung der Kosten der Verlegung der bestehenden Werkleitungen sei in einem Verfahren nach kantonalem Recht zu beurteilen. Die von verschiedenen WerkleitungseigentÃ¼mern angerufene Rekurskommission fÃ¼r Infrastruktur und Umwelt kam hingegen zum Schluss, dass das BAV Ã¼ber die EntschÃ¤digungsansprÃ¼che zu entscheiden habe und wies die Sache mit Entscheid vom 15. Oktober 2004 an das BAV zurÃ¼ck. Das Bundesgericht bestÃ¤tigte mit Urteil vom 27. April 2005 den Entscheid der Rekurskommission.</p> <p class="Sachverhalt2"><b>C. </b>Im Anschluss an dieses Rechtsmittelverfahren wandte sich der Rechtsvertreter der A AG mit Schreiben vom 17. Mai 2005 â auch im Namen der anderen 14 von ihm vertretenen Rekurrierenden â an den Regierungsrat. Er hielt fest, dass nun die Voraussetzungen fÃ¼r eine Fortdauer der Sistierung weggefallen seien. Der Rekurs der von ihm vertretenen Rekurrierenden sei gutzuheissen. Ausserdem sei eine ParteientschÃ¤digung zuzusprechen. Dabei sei zu berÃ¼cksichtigen, dass ein doppelter Schriftenwechsel durchgefÃ¼hrt worden sei, der Streitwert mehrere Millionen Franken betrage und dass komplexe Rechtsfragen in einer nicht alltÃ¤glichen Materie zu behandeln gewesen seien.</p> <p class="Sachverhalt2">Der Regierungsrat nahm das sistierte Rekursverfahren wieder auf, hiess die Rekurse mit Beschluss vom 22. Juni 2005 gut und hob die VerfÃ¼gung der Baudirektion vom 2. Mai 2002 auf (Disp. Ziff. I und II). Die Kosten des Rekursverfahrens von insgesamt Fr. 3'716.- wurden zur HÃ¤lfte der Verkehrsbetriebe X AG auferlegt und im Ã¼brigen Umfang von der Staatskasse getragen (Disp. Ziff. III). Die RekursbehÃ¶rde verpflichtete die Baudirektion und die Verkehrsbetriebe X AG (Rekursgegnerinnen), den Rekurrierenden ParteientschÃ¤digungen im Gesamtbetrag von Fr. 7'500.- zu bezahlen; der an die A AG zu entrichtende Anteil betrug Fr. 300.- (Disp. Ziff. IV).</p> <p class="Sachverhalt1"><b>III. </b> </p> <p class="Urteilstext">Am 5. September 2005 erhob die A AG Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie beantragte, es sei Disp. Ziff. IV des angefochtenen Beschlusses unter Kosten- und EntschÃ¤digungsfolgen in Bezug auf die BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuheben und es sei ihr im Sinn von § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) eine angemessene ParteientschÃ¤digung zuzusprechen. Der Regierungsrat beantragte am 6. Oktober 2005 Abweisung der Beschwerde. Die Baudirektion und die Verkehrsbetriebe X AG als Beschwerdegegnerinnen verzichteten am 29. September 2005 bzw. 11. Oktober 2005 auf eine Beschwerdeantwort.</p> <p class="Einzug1"><span>Die Kammer</span><span> zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Erwgung1"><b>1. </b> </p> <p class="Urteilstext">Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gegen die vom Regierungsrat festgesetzten EntschÃ¤digungsfolgen funktionell und sachlich zustÃ¤ndig, weil sich die gerichtliche ZustÃ¤ndigkeit auch auf die Sache selber bezieht (§ 41, § 43 Abs. 3 VRG e contrario; Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 43 N. 55): Die VerfÃ¼gung der Baudirektion, die Anlass des Rechtsmittelverfahrens bildet, stÃ¼tzt sich nÃ¤mlich auf das kantonale Strassenrecht ab. Zwar hat das Bundesgericht im Rahmen eines Rechtsmittelverfahrens, das an das eisenbahnrechtliche Plangenehmigungsverfahren anknÃ¼pfte, die ZustÃ¤ndigkeit der Baudirektion verneint. WÃ¤re aber das kantonale Rekursverfahren nicht sistiert worden, bis das eisenbahnrechtliche Plangenehmigungsverfahren rechtskrÃ¤ftig erledigt gewesen wÃ¤re, hÃ¤tte die Frage der Kostenpflicht bei der Verlegung von Werkleitungen gestÃ¼tzt auf die kantonalrechtliche Grundlage in § 37 des Strassengesetzes vom 27. September 1981 letztinstanzlich vom Verwaltungsgericht geprÃ¼ft werden mÃ¼ssen.</p> <p class="Urteilstext">Weil ein Beschluss des Regierungrats angefochten ist, fÃ¤llt die Behandlung in die ZustÃ¤ndigkeit der Kammer (§ 38 Abs. 3 Satz 2 VRG). Die Ã¼brigen Prozessvoraussetzungen sind erfÃ¼llt, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.</p> <p class="Erwgung1"><b>2. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>2.1 </b>Nach § 17 Abs. 2 lit. a VRG kann im Rekursverfahren und im Verfahren vor Verwaltungsgericht die unterliegende Partei oder Amtsstelle zu einer angemessenen EntschÃ¤digung fÃ¼r die Umtriebe ihres Gegners verpflichtet werden, namentlich wenn die rechts­genÃ¼gende Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen beson­deren Aufwand erforderte oder den Beizug eines Rechtsbeistands rechtfertigte.</p> <p class="Urteilstext">Dass es im Rekursverfahren angebracht war, einen Rechtsvertreter beizuziehen, und dass die Voraussetzungen fÃ¼r die Zusprechung einer ParteientschÃ¤digung fÃ¼r das Rekursver­fahren zulasten der Beschwerdegegnerinnen erfÃ¼llt waren, ist unbestritten. Streitig ist einzig die HÃ¶he der zuzusprechenden ParteientschÃ¤digung.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.2 </b>§ 17 Abs. 2 VRG sieht lediglich eine "angemessene" EntschÃ¤digung der Umtriebe vor. Das bedeutet, dass dem Berechtigten nicht jeder erdenkliche, sondern grundsÃ¤tzlich nur ein Teil des aufgrund der UmstÃ¤nde des Falls notwendigen Rechtsverfolgungs­aufwands nach freiem (aber pflichtgemÃ¤ssem) Ermessen der Rechtsmittelinstanz zu ent­schÃ¤digen ist (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 36 ff.; RB 1998 Nr. 8 = ZBl 99/1998, S. 524, mit Hinweisen, insbesondere auf Martin Bernet, Die ParteientschÃ¤digung in der schweizerischen Verwaltungsrechtspflege, ZÃ¼rich 1986, S. 147, 158, 161). Kriterien fÃ¼r die Bemessung der ParteientschÃ¤digung finden sich in der GebÃ¼hrenverordnung des Verwaltungsgerichts vom 26. Juni 1997 (GebV VGr), die fÃ¼r das vorinstanzliche Rekursverfahren sinngemÃ¤ss anzuwenden ist: GemÃ¤ss § 12 Abs. 1 GebV VGr bemisst sich die ParteientschÃ¤digung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 37).</p> <p class="Erwgung2"><b>2.3 </b>Im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht kÃ¶nnen Rechtsverletzungen und die die unrichtige oder ungenÃ¼gende Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (§ 50 Abs. 1, § 51 VRG). Dies schliesst eine Kontrolle von Ermessens­missbrauch und ErmessensÃ¼berschreitung ein; hingegen ist die RÃ¼ge der Unangemessen­heit unzulÃ¤ssig (§ 50 Abs. 2 lit. c und Abs. 3 VRG). Weil die Bemessung der Parteient­schÃ¤digung einen Er­messensentscheid darstellt, ist die Befugnis des Verwaltungs­gerichts, Ã¼ber deren HÃ¶he zu befinden, eingeschrÃ¤nkt. Dem Gericht steht keine freie Er­messensÃ¼berprÃ¼fung zu; es kann nur bei rechtsverletzenden Ermessensfehlern eingreifen.</p> <p class="Erwgung2"><b>2.4 </b>Im Streit liegt lediglich die ParteientschÃ¤digung von Fr. 300.-, welche der BeschwerdefÃ¼hrerin zugesprochen worden ist. Die Festsetzung der EntschÃ¤digungen fÃ¼r alle anderen Rekurrierenden ist mangels Anfechtung in Rechtskraft erwachsen.</p> <p class="Erwgung1"><b>3. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>3.1 </b>Der Regierungsrat hielt im Rekursentscheid zur HÃ¶he der gesamten ParteientschÃ¤digung und zur Bemessung der einzelnen Anteile fest (E. 3b), es bestehe kein Anspruch auf eine kostendeckende ParteientschÃ¤digung, doch habe sie angemessen zu sein. Zu berÃ¼cksichtigen sei, dass von 15 der insgesamt 19 Rekurrierenden gleichlautende Rechtsschriften eingereicht worden seien. Auch die im Namen der Ã¼brigen Rekurrierenden von anderen Rechtsvertretern verfassten Eingaben seien zumindest teilweise offensichtlich nach vorangegangener Kontaktnahme und Absprache der Rechtsvertreter untereinander verfasst worden. FÃ¼r alle Rekurrierenden hÃ¤tten sich im Wesentlichen dieselben Rechtsfragen gestellt. Dies habe eine namhafte Arbeitserleichterung dargestellt. Der Regierungsrat gelangte zu folgender AufschlÃ¼sselung: Je Fr. 900.- fÃ¼r zwei Rekurrierende mit je einem eigenem Rechtsvertreter, je Fr. 600.- fÃ¼r zwei Rekurrierende mit demselben Rechtsvertreter, je Fr. 300.- fÃ¼r 15 Rekurrierende mit derselben Rechtsvertretung, darunter die BeschwerdefÃ¼hrerin. Gesamthaft ergab sich so eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 7'500.-.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.2 </b>Die BeschwerdefÃ¼hrerin macht geltend, die ihr zugesprochene ParteientschÃ¤digung von Fr. 300.- sei nicht angemessen. Sie entspreche bei einem fÃ¼r solche Verfahren moderaten Stundenansatz gerade noch der Zusprechung einer EntschÃ¤digung fÃ¼r eine Anwaltsstunde. Die ParteientschÃ¤digung fÃ¼r alle 15 von den Rechtsvertretern vertretenen Rekurrierenden, darunter die BeschwerdefÃ¼hrerin, betrage insgesamt Fr. 4'500.-, was etwa 15 Anwaltsstunden entschÃ¤dige. Es treffe zwar zu, dass die Rekursschriften fÃ¼r alle 15 vertretenen Rekurrierenden praktisch gleichlautend seien. Eine Zusammenarbeit mit den anderen Rekurrierenden habe â wenn Ã¼berhaupt â im Zeitpunkt der Rekurserhebung und der Beantwortung der Rekursantworten im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels nicht stattgefunden. Der Regierungsrat hÃ¤tte die ParteientschÃ¤digung nach pflichtgemÃ¤ssem Ermessen festsetzen mÃ¼ssen und dabei auf den Streitwert, die Wichtigkeit der Sache fÃ¼r die Parteien, die Schwierigkeit des Falles sowie den Zeit- und Arbeitsaufwand fÃ¼r die Erledigung der Streitangelegenheit abstellen mÃ¼ssen. Die Kosten fÃ¼r die Verlegung der Werkleitungen betrÃ¼gen insgesamt Fr. 20 Mio., wovon Fr. 595'000.- auf die BeschwerdefÃ¼hrerin entfielen. Die Frage der Verlegungskosten sei im ganzen Rechtsmittelverfahren eine zentrale Frage von sehr grosser Bedeutung fÃ¼r die WerkleitungseigentÃ¼mer gewesen. Das Verfahren sei juristisch schwierig und anspruchsvoll gewesen und habe gerade wegen des PrÃ¤judizcharakters des Rechtsmittelverfahrens bei allen Verfahrensbeteiligten intensive rechtliche AbklÃ¤rungen notwendig gemacht. Der tatsÃ¤chliche Aufwand fÃ¼r das Rekursverfahren betrage fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin ca. 20 Stunden. Die anderen von den Rechtsvertretern vertretenen Rekurrierenden kÃ¶nnten in acht Klientengruppen eingeteilt werden, weshalb der bei der BeschwerdefÃ¼hrerin angefallene Aufwand mit dem Faktor acht zu multiplizieren sei (= 160 Stunden).</p> <p class="Urteilstext">Bei einer Berechnung, die eine Seite einer Rechtsschrift mit einer ParteientschÃ¤digung fÃ¼r eine Stunde gleichsetze, hÃ¤tte ein Total von 31 Stunden resultiert. Hinzu sei noch ein Aufwand von 30 Stunden fÃ¼r Recherchen und weitere aufwendige rechtliche AbklÃ¤rungen zu rechnen. Bei einem Gesamttotal von 61 Stunden ergebe sich bei einem Stundenansatz von Fr. 300.- eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 18'300.- fÃ¼r alle 15 vertretenen WerkleitungseigentÃ¼mer bzw. von anteilsmÃ¤ssig Fr. 1'220.- fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin. â Angemessen sei eine ParteientschÃ¤digung, die sich mindestens an der HÃ¤lfte des tatsÃ¤chlichen Aufwands orientiere und mindestens Fr. 3'000.- betrage.</p> <p class="Erwgung2"><b>3.3 </b>Der Regierungsrat hÃ¤lt in seiner Vernehmlassung ergÃ¤nzend fest, dass eine Multiplikation des Aufwands mit dem Faktor acht nicht sachgerecht sei. Kontakte mit den Ã¼brigen Rekurrierenden wÃ¼rden nun von der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht gÃ¤nzlich bestritten. Der Streitwert sei fÃ¼r die Festsetzung der ParteientschÃ¤digung nicht allein ausschlaggebend. Ebenso wenig kÃ¶nne auf die Seitenzahl der Rekursschrift abgestellt werden. Die EntschÃ¤digung habe nicht kostendeckend, sondern nur angemessen zu sein.</p> <p class="Erwgung1"><b>4. </b> </p> <p class="Erwgung2"><b>4.1 </b>Weil nur die der BeschwerdefÃ¼hrerin zugesprochene ParteientschÃ¤digung zu beurteilen ist (E. 2.4), kann sich der Ausgang dieses Beschwerdeverfahrens ausschliesslich auf <i>diese </i>ParteientschÃ¤digung auswirken. Gleichwohl rechtfertigt sich eine isolierte Betrachtungsweise nur dieser ParteientschÃ¤digung unter der vorliegenden Konstellation nicht. Die Rechtsvertreter haben nÃ¤mlich eine Vielzahl von Rekurrierenden vertreten und fÃ¼r deren Vertretung auch eine ParteientschÃ¤digung erhalten, so dass sich eine Gesamtbetrachtung aufdrÃ¤ngt.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.2 </b>Im Rekursverfahren der BeschwerdefÃ¼hrerin reichten die Rechtsvertreter eine 14-seitige Rekursfrist ein. Die rechtliche Problematik ist auf die Frage der ZustÃ¤ndigkeit beschrÃ¤nkt. Thematisiert wird, ob Bundesrecht oder kantonales Recht zur Anwendung gelangt und welche Auswirkungen die von der BeschwerdefÃ¼hrerin gerÃ¼gte UnzustÃ¤ndigkeit der Baudirektion auf den Bestand der angefochtenen VerfÃ¼gung hat. Die Rekursschriften der 14 Ã¼brigen Rekurrierenden befassen sich mit der identischen Thematik und stimmen â abgesehen von ein paar wenigen Anpassungen an die jeweilige Ausgangslage einzelner Rekurrierender â wortwÃ¶rtlich Ã¼berein, was auch die BeschwerdefÃ¼hrerin einrÃ¤umt.</p> <p class="Urteilstext">Die Stellungnahme zu den Rekursantworten im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels umfasst 16 Seiten. Nach der Vereinigung aller Rekursverfahren bedurfte es nur noch einer einzigen Eingabe fÃ¼r die 15 von den Rechtsvertretern vertretenen Rekurrierenden. Der Stellungnahme lagen zwei Rekursantworten mit Beilagen, darunter zwei Rechtsgutachten, zugrunde. Die Thematik blieb im Wesentlichen unverÃ¤ndert auf die Frage des anwendbaren Rechts und der ZustÃ¤ndigkeit beschrÃ¤nkt.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.3 </b>Die grosse Zahl der von den Rechtsvertretern vertretenen Rekurrierenden fÃ¼hrte somit nicht zu einer Vervielfachung des Aufwands. Gesamthaft wurden ihnen eine ParteientschÃ¤digung von Fr. 4'500.- zugesprochen. Dass sich dieser Betrag aus 15 gleich hohen Anteilen von Fr. 300.- zusammensetzt, entspricht zwar einem gewissen Schematismus. Dieser ist aber angesichts der fÃ¼r alle Rekurrierenden gleichen rechtlichen Problematik nicht zu beanstanden; jedenfalls liegt in dieser Aufteilung durch den Regierungsrat keine fehlerhafte ErmessensausÃ¼bung. Zu berÃ¼cksichtigen ist dabei, dass die Rekurrierenden im <i>Rekurs</i>verfahren keine Angaben zum Arbeitsaufwand Ã¼berhaupt oder zu Differenzen im Aufwand unter den 15 Rekurrierenden lieferten und keine anderen GrÃ¼nde nannten, welche eine differenzierte Berechnung der ParteientschÃ¤digung fÃ¼r jede rekurrierende Partei nahe legten. Der Regierungsrat verfÃ¼gte deshalb Ã¼ber einen erweiterten Ermessensspielraum (RB 1998 Nr. 6 E. 3a) und war jedenfalls entgegen der Ansicht der BeschwerdefÃ¼hrerin nicht dazu verpflichtet, vor der Festsetzung der ParteientschÃ¤digung im Rekursentscheid die BeschwerdefÃ¼hrerin nochmals anzuhÃ¶ren.</p> <p class="Erwgung2"><b>4.4 </b>Die den 15 Rekurrierenden gesamthaft zugesprochene ParteientschÃ¤digung von Fr. 4'500.- ist nach den in § 12 Abs. 1 GebV VGr genannten Kriterien (E. 2.2) zu beurteilen. Nicht zu bezweifeln ist, dass die Streitsache fÃ¼r alle Rekurrierenden von grosser finanzieller Bedeutung war, wenngleich die angefÃ¼hrten FrankenbetrÃ¤ge nicht substanziiert dargelegt werden. Auch stellten sich im Rekursverfahren schwierige, nicht alltÃ¤gliche Rechtsfragen. Hingegen war der Sachverhalt unbestritten.</p> <p class="Erwgung2">FÃ¼r die Darlegung des Zeitaufwands reichte die BeschwerdefÃ¼hrerin die Honorarnoten der Rechtsvertretung fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin ein. Diese decken das gesamte Rekursverfahren ab und weisen einen Arbeitsaufwand von total 50,92 Stunden aus. Dieser Aufwand steht allerdings nicht im Einklang mit der Angabe in der Beschwerdeschrift, wonach der tatsÃ¤chliche Aufwand fÃ¼r die Rekurserledigung fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin bei âabgerundet ca. 20 Stundenâ liege. Der ausgehend von diesen 20 Stunden berechnete Gesamtaufwand von 160 Stunden (Fr. 48'000.-) stÃ¼tzt sich auf eine Multiplikation der angefÃ¼hrten 20 Stunden mit dem Faktor acht entsprechend der vertretenen Klientengruppen. Aus den AusfÃ¼hrungen der BeschwerdefÃ¼hrerin wird allerdings nicht klar, weshalb es sich gerade um acht Klientengruppen handelt und wodurch diese Klientengruppen verbunden sind. Insofern bleibt diese Darlegung des Arbeitsaufwands vage und nicht vollstÃ¤ndig nachvollziehbar. Eine weitere Berechnung der BeschwerdefÃ¼hrerin knÃ¼pft an die âFormelâ an, dass eine Seite einer Rechtsschrift einer ParteientschÃ¤digung fÃ¼r eine Stunde entspricht. Unter Hinzurechnung eines Recherchieraufwand ergibt sich eine EntschÃ¤digung fÃ¼r mindestens 61 Stunden (= Fr. 18'300.-). Vergleicht man die beiden Berechnungen, so fÃ¤llt auf, dass die erstere die letztere um 163 % Ã¼bersteigt. Angesichts dieser grossen Differenz und mangels klar belegter Angaben, in welchem VerhÃ¤ltnis der fÃ¼r die BeschwerdefÃ¼hrerin angegebene Aufwand zum Gesamtaufwand fÃ¼r alle Rekurrierenden steht, lÃ¤sst sich kein eindeutiger Beurteilungsmassstab finden. Nicht entscheidend ins Gewicht fÃ¤llt dabei, ob eine aufwandmindernde Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Rechtsvertretern aller Rekurrierenden stattgefunden hat.</p> <p class="Urteilstext">GestÃ¼tzt auf die zweite Berechnung der BeschwerdefÃ¼hrerin deckt die gesamte ParteientschÃ¤digung von Fr. 4'500.- 24,6 % des Aufwands von Fr. 18'300.- ab (unter Ausklammerung der Barauslagen, die gemÃ¤ss den Honorarnoten bei der BeschwerdefÃ¼hrerin effektiv nur Fr. 236.- + MWSt ausmachen). Diese GesamtentschÃ¤digung â und entsprechend auch der Anteil der BeschwerdefÃ¼hrerin (E. 4.1) â ist zwar eher niedrig, jedoch noch angemessen im Sinn von § 17 Abs. 2 VRG. Mit der Festsetzung dieser ParteientschÃ¤digung hat der Regierungsrat jedenfalls sein Ermessen nicht rechtsverletzend angewandt. Zu berÃ¼cksichtigen ist, dass das Bundesgericht selbst eine Deckung der Kosten der Rechtsvertretung zu lediglich knapp 11 % bzw. etwas mehr als 4 % als nicht willkÃ¼rlich erachtet (KÃ¶lz/Bosshart/RÃ¶hl, § 17 N. 43).</p> <p class="Erwgung1"><b>5. </b> </p> <p class="Urteilstext">Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten der BeschwerdefÃ¼hrerin aufzuerlegen (§ 70 in Verbindung mit § 13 Abs. 2 VRG); eine ParteientschÃ¤digung ist nicht zuzusprechen (§ 17 Abs. 2 VRG).</p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span><a id="Text25"></a>entscheidet</span><span> </span><span>die Kammer</span><span>:</span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen.</span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 800.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 90.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 890.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span>3. Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span>4. Eine ParteientschÃ¤digung wird nicht zugesprochen.</span></p> <p class="Urteilstext">5. Mitteilung an â¦</p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>