19.Juni 1987 N 1027 Interpellation Leuenberger-Solothurn dans une autre zone monétaire, comme la zone dollar, il devient à peine possible, si les fluctuations sont très fortes, de mener les affaires à moyen et long termes, d'élaborer une planification solide ainsi que de fixer et de réaliser des objectifs. Il existe donc un risque manifeste de perte de confiance, d'attentisme et de stagnation économique. Il va de soi que la Suisse n'est pas en mesure d'influencer seule le système monétaire mondial de façon fondamentale. Mais au vu de l'enjeu, elle aurait tort de se résigner. C'est pourquoi je prie le Conseil fédéral: 1. d'indiquer les possibilités et les limites de ses moyens d'action et de ceux de la Banque nationale pour endiguer les fluctuations excessives des monnaies; 2. de faire rapport sur les mesures les plus récentes qui ont été prises; 3. de présenter les mesures que lui et la Banque nationale entendent prendre pour atténuer ce problème. Mitunterzeichner- Cosignataires: Aliesch, Berger, Blocher, Bremi, Camenzind, Coutau, Eisenring, Eng, Eppenberger- Nesslau, Geissbühler, Mari, Hofmann, Hösli, Iten, Jung, Müh- lemann, Müller-Meilen, Nebiker, Röthlin, Schiarii, Schule, Wyss ' (22) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 27. Mai 1987 Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 mai 1987 Der Bundesrat und die Nationalbank sind sich bewusst, dass der Zerfall des Dollarkurses die schweizerische Exportwirt- schaft vor schwierige Probleme stellt. Zwar befindet sich die schweizerische Wirtschasft gegenwärtig in guter Verfas- sung, doch ist als Folge des Dollarkurszerfalls eher mit einer Abflachung der schweizerischen Konjunktur zu rechnen. Als der Dollarkurs im Frühjahr 1985 zu sinken begann, war die amerikanische Währung stark überbewertet. Die seither realisierte Tieferbewertung fiel aus der Sicht der schweizeri- schen Wirtschaft allerdings stärker als erwünscht aus. Die Wirkungen des Dollarzerfalls auf die schweizerische Wirt- schaft wurden jedoch insofern abgeschwächt, als der Fran- ken gegenüber der D-Mark, den anderen Währungen des Europäischen Währungssystems und dem Yen relativ stabil blieb. Die Veränderung der Wettbewerbssituation gegen- über den europäischen und japanischen Konkurrenten hielt sich damit in Grenzen. Der Frankenkurs des Dollars kann von den schweizerischen Währungsbehörden kaum im Alleingang stabilisiert werden. Das Problem besteht darin, dass die Geldmenge und der Wechselkurs nicht gleichzeitig gesteuert werden können. Versuchte die Nationalbank, den Kurs der amerikanischen Währung im Alleingang stabil zu halten, so wären umfang- reiche Käufe von Dollars gegen Franken notwendig, welche die inländische Geldmenge aufblähen und über kurz oder lang die Inflation anheizen würden. Aus diesem Grunde sind Bundesrat und Nationalbank nur bei einer extremen und allgemeinen Höherbewertung des Schweizerfrankens bereit, den geldpolitischen Kurs zu ändern. In letzter Zeit intervenierte die Nationalbank im Rahmen koordinierter Aktionen mit anderen Notenbanken wiederholt am Devisenmarkt. In einer ersten Phase kaufte sie Dollar gegen Yen, so dass die Frankengeldmenge unverändert blieb. Ende April begann die Nationalbank dann erstmals seit Oktober 1986, Dollar gegen Franken zu kaufen; die Wirkung dieser Käufe auf die Geldmenge wurde nur teil- weise neutralisiert. Das Bestreben der Nationalbank zielt darauf, durch koordinierte Interventionen zur Beruhigung der Lage an den Devisenmärkten beizutragen. In diesem Sinne wird von der Schweiz das Louvre-Abkommen auch begrüsst und die währungspolitische Zusammenarbeit auf internationaler Ebene weiterhin aktiv unterstützt. Le président: L'interpellateur est satisfait de la réponse du Conseil fédéral. #ST# 86.104 Interpellation Leuenberger-Solothurn PTT-Projekt TERCO Interpellation Leuenberger-Soleure Projet TERCO des PTT Wortlaut der Interpellation vom 2. Dezember 1986 Der Bundesrat wird ersucht, umfassend über die Probleme beim PTT-Projekt TERCO, Bulle (Telefon-Rationalisierung mit Computer) zu informieren. Insbesondere stellen sich folgende Fragen; 1. Trifft es zu, dass statt der budgetierten Investitionen von etwa 85 Millionen Franken schliesslich etwa 130 Millionen Franken nötig sein werden? 2. Trifft es zu, dass bei den PTT geplant wird, die Auskunfts- tarife (Nr. 111) zu erhöhen, weil das Computersystem heute nach der Einsparung von etwa 300 Telefonistinnen bereits häufig überlastet sei? 3. Was hat das Gutachten der Firma ICS AG über das Projekt TERCO ergeben? 4. Trifft es zu, dass die PTT-Betriebe für TERCO vertraglich gebunden mit IBM-Personal arbeiten müssen, was dazu führe, dass PTT-Spezialisten kündigen, um dann als IBM- Berater wieder am Projekt zu arbeiten? Wieviele Personen haben allenfalls so den Arbeitgeber gewechselt? 5. Trifft es zu, dass an externe Berater Stundenansätze bis zu 350 Franken bezahlt werden, was ein PTT-Beamter gar nie verdienen könnte? Texte de l'interpellation du 2 décembre 1986 Le Conseil fédéral est prié de donner des informations détaillées sur les problèmes que pose le projet TERCO de Bulle (rationalisation des communications téléphoniques par la téléinformatique). Il convient notamment d'examiner les questions suivantes: 1. Est-il exact qu'il faudra investir environ 130 millions de francs au lieu des 85 millions prévus initialement? 2. Est-il exact que, 300 emplois ayant été supprimés au moment de l'introduction de l'informatique, le service des renseignements (no 111) est souvent surchargé et que les PTT prévoient d'augmenter les taxes pour ce service? 3. Quel est le résultat de l'expertise faite par la maison ICS SA sur le projet TERCO? 4. Est-il exact que, dans le cadre du projet TERCO, l'entre- prise des PTT, par contrat, doit travailler avec du personnel de la maison IBM, ce qui implique que les spécialistes des PTT quittent leur emploi pour ensuite travailler au projet comme conseillers IBM? Si oui, combien l'ont déjà fait? 5. Est-il exact que les conseillers sont payés jusqu'à 350 francs de l'heure, ce qu'un fonctionnaire des PTT ne pourrait évidemment jamais toucher? Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 13. Mai 1987 Rapport écrit du Conseil fédéral du 13 mai 1987 Die PTT-Betriebe haben anlässlich einer nationalen Presse- konferenz am 19. Februar 1987 umfassend über die aufge- tretenen Probleme beim TERCO-Projekt (Abonnements- dienst) informiert. Die dabei gemachten Feststellungen ergeben sich zur Hauptsache aus dem beiliegenden Presse- rohstoff. Dieser bildete Grundlage für eine breite Berichter- stattung in der Oeffentlichkeit. Der Bundesrat verweist aufInterpellation Aubry 1028 N 19 juin 1987 die Beilage und verzichtet darauf, nochmals eingehend in grundsätzlicher Hinsicht Stellung zu nehmen. Zu den einzelnen Fragen des Interpellanten äussert er sich wie folgt: 1. Die Wirtschaftlichkeitsprognose aus dem Jahr 1980 rech- nete für alle TERCO-Projekte der Stufe 2, dazu gehören neben dem Abonnementsdienst u. a. Teile des Störungs-, Auftrags- und Installationsdienstes, mit einem Aufwand von rund 150 Millionen Franken. Der Abschluss der Arbeiten für den Teil «Abonnementsdienst» war bis Ende 1983 vorge- sehen. Infolge einer Reihe von Schwierigkeiten wurde es März 1987, bis dieser auf Computer umgestellt war und alle 17 Fernmeldekreisdirektionen an das neue System ange- schlossen werden konnten. Diese Zeitverzögerung, dane- ben aber auch zusätzliche Anforderungen und technische Verbesserungen führten zu Investitionen von rund 250 Mil- lionen Franken. Bis im Herbst 1987 ist jetzt noch die Mög- lichkeit der gesamtschweizerischen Umtaxierung zu schaf- fen, was weitere 40 Millionen Franken erfordert. Das TERCO-Projekt «Abonnementsdienst» wird bis zu seinem Abschluss also auf rund 290 Millionen Franken zu stehen kommen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass dieses, wie es sich heute präsentiert, den PTT einen sehr viel grösseren Nutzen bringt, als 1980 geplant war. Berücksichtigt man das mit, so dürfte die Kostenüberschreitung im Vergleich zu einem optimalen Projektverlauf rund 50 Millionen Franken betragen. 2. Die ausserordentliche Beliebtheit der telefonischen Aus- kunft Nr. 111 mit Zuwachsraten von 5-9 Prozent und derzeit annähernd 68 Millionen Anrufen pro Jahr hat zu einer chro- nischen Ueberlastung dieses Dienstes geführt. Folge davon ist, dass verschiedenenorts der anfallende Verkehr trotz Erhöhung des Telefonistinnenbestandes nicht mehr zufrie- denstellend bewältigt werden kann. Um eine Stabilisierung der Zahl der Anrufe zu erreichen, haben die PTT-Betriebe in der Tat als eine Möglichkeit unter ändern erwogen, die - übrigens bei weitem nicht kostendeckenden - Taxen für solche Auskünfte zu erhöhen, die von den Fragestellern an sich dem Telefonbuch entnommen werden könnten. Ein entsprechender Entscheid ist indessen noch nicht getroffen worden. Vielmehr sind die PTT-Betriebe zur Zeit daran, zusätzliche Abklärungen betrieblicher und technischer Natur vorzunehmen. Insbesondere wird auch untersucht, ob allenfalls durch einen breiten Einsatz von Videotex die Lage verbessert werden könnte. 3. Unmittelbarer Anlass für die 1986 von den PTT veran- lasste Ueberprüfung der EDV-Situation im Teilprojekt «Abonnementsdienste» bildete ein Antrag, für das Betriebs- zentrum Bulle u. a. zwei neue Rechner mit Kostenfolgen von rund 30 Millionen Franken zu beschaffen. ICS kam in ihrem Gutachten zum Schluss, dass der früher getroffene Entscheid zur Ablösung des einen Systems richtig war, sich weitere Ausbauten für 1987 aber nicht aufdrängten. Im wei- tern kritisierte sie die ungenügende Leistungsfähigkeit von bestehenden Programmen und Datenbanken. Die erforderlichen Schritte für eine Behebung dieser Mängel waren teilweise bereits vor Ablieferung der ICS-Expertise durch die Projektverantwortlichen selber eingeleitet wor- den; teilweise werden die gemachten Vorschläge zurzeit noch geprüft. Die bisher erzielten Verbesserungen erbrin- gen namhafte Leistungsteigerungen durch eine optimalere Ausnützung der Hardware. 4. Der Beizug von externen EDV-Spezialisten, darunter auch solchen der Firma IBM, wurde nötig, weil der ausgetrock- nete Arbeitsmarkt im EDV-Bereich keine genügenden Rekrutierungsmöglichkeiten bot und weitere Projektverzö- gerungen verhindert werden mussten. Bei TERGO existieren indessen keine Fälle, bei denen PTT-Spezialisten gekündigt haben, um alsdann als IBM-Berater wieder am Projekt zu arbeiten. Der Bundesrat besitzt auch keinerlei Hinweise dafür, dass ehemalige PTT-Mitarbeiter als IBM-Berater in anderen EDV-Projekten der PTT tätig sind. 5. Die Stundenansätze für externe Mitarbeiter variierten 1986 von 90 bis 310 Franken, wobei die Honorare jeweilen vom Profil des einzelnen Beraters und der Infrastruktur dor entsprechenden Unternehmung abhängig waren. Ein Ver- gleich zwischen diesen Honoraren und den Gehältern der PTT-Bediensteten ist schon deshalb nicht möglich, weil es sich bei den genannten Ansätzen um Entgelte handelte, welche den Arbeitgeberfirmen der beigezogenen Speziali- sten bezahlt werden mussten. Diese gehen erfahrungsge- mäss nur zu einem, in ihrem Umfange nicht bekannten Bruchteil weiter an den Arbeitnehmer selber, nicht zuletzt deswegen, weil sie in nicht unerheblichem Ausmasse auch Gemeinkosten mitenthalten. Le président: L'interpellateur est satisfait de la réponse du Conseil fédéral. #ST# 86.151 Interpellation Aubry Verwendung von Atrazin durch die SBB Usage d'atrazine par les CFF Wortlaut der Interpellation vom 15. Dezember 1986 Atrazinspuren, die an der deutsch-französischen Grenze im Trinkwasser festgestellt worden sind, haben einen deut- schen Politiker veranlasst, die Schweizerischen Bundesbah- nen in der Presse anzuschuldigen und zu verlangen, dass die SBB für die Beseitigung des Unkrautes auf den Bahn- dämmen kein Atrazin mehr verwenden. Wird der Bundesrat bei den SBB vorstellig werden, damit künftig Mittel verwendet werden, die weniger schädlich sind und die Umwelt nicht verschmutzen? Texte de l'interpellation du 15 décembre 1986 Des traces d'atrazine dans l'eau potable à la frontière ger- mano-suisse ont permis à un homme politique allemand d'accuser et d'exiger dans la presse que les CFF n'em- ploient plus ce produit chimique pour éliminer les mau- vaises herbes des remblais des lignes de chemin de fer. Le Conseil fédéral va-t-il intervenir auprès des CFF pour qu'on emploie d'autres produits moins nocifs et non-pol- luants? Mitunterzeichner- Cosignataire: Keine - Aucun Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 11. Februar 1987 Rapport écrit du Conseil fédéral du 11 février 1987 L'utilisation d'atrazine par les CFF doit être réglée dans le cadre de l'application de l'ordonnance du 9 juin 1986 sur les substances dangereuses (RS 814.013). Sur la base de cette ordonnance, tous les produits servant au traitement des plantes, y compris les herbicides utilisés pour les installa- tions ferroviaires, ont récemment été soumis à autorisation. L'admission d'un produit est décidée par l'autorité compé- tente qui examine son efficacité et son impact sur l'environ- nement, et qui impose les charges correspondantes. A l'heure actuelle, un groupe de travail, compose de représen- tants des Offices fédéraux de la protection de l'environne- ment et des transports ainsi que des cantons, des chemins de fer et des stations fédérales de recherches agronomi- ques, élabore en outre une directive sur l'élimination non polluante des mauvaises herbes le long des voies. Ce docu- ment énumère notamment les principes écologiques per- mettant d'apprécier la nécessité de l'utilisation des produits et fixe certaines exigences minimales auxquelles doivent VSchweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Leuenberger-Solothurn PTT-Projekt TERCO Interpellation Leuenberger-Soleure Projet TERCO des PTT In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1987 Année Anno Band II Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 16 Séance Seduta Geschäftsnummer 86.104 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 19.06.1987 - 08:00 Date Data Seite 1027-1028 Page Pagina Ref. No 20 015 549 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.