<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01//EN"> <html> <head> <title>AGVE 2007 97 S.341</title> <meta charset="utf-8"/><meta content="text/html; charset=utf-8" http-equiv="CONTENT-TYPE"/> <meta content="Weblaw - www.weblaw.ch" name="Publisher"/> </head> <body> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Beschwerden gegen Einspracheentscheide des Migrationsamts</span> <span class="page_no">341</span></div> <div class="page" id="S1"> <div role="main"><br/> [...]<br/> <br/> <span class="ft2"><b>97</b></span> <span class="ft2"><b>Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung; Aufenthalt zur Vorberei-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>tung der Heirat</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Ist der zukünftige Ehegatte noch verheiratet, steht der bevorstehenden</b></span><br/> <span class="ft2"><b>Heirat ein grundsätzliches Hindernis im Weg. Unter diesen Umständen</b></span><br/> <span class="ft2"><b>kann die Aufenthaltsbewilligung nicht zur Vorbereitung der Heirat ver-</b></span><br/> <span class="ft2"><b>längert werden (Erw. II./2.2.3.).</b></span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Rekursgericht im Ausländerrecht</span> <span class="page_no">342</span></div> <div class="page" id="S2"> <div role="main"><br/> <span class="ft3">Aus dem Entscheid des Rekursgerichts im Ausländerrecht vom 30. März</span><br/> <span class="ft3">2007 in Sachen C.C. betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilli-</span><br/> <span class="ft3">gung (1-BE.2007.2).</span><br/> <br/> <span class="ft4"><i>Aus den Erwägungen</i></span><br/> <br/> <span class="ft1">II. 2.2.3. Mit der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zur</span><br/> <span class="ft1">Vorbereitung der Heirat wird dem hier nicht anwesenheitsberechtig-</span><br/> <span class="ft1">ten Ehegatten bereits vor der Heirat gestattet, sich legal in der</span><br/> <span class="ft1">Schweiz aufzuhalten. Die entsprechende Bewilligung ist demzufolge</span><br/> <span class="ft1">eng mit einem bevorstehenden, klar umschriebenen Ereignis verbun-</span><br/> <span class="ft1">den. In Ziffer 556.3 der ANAG-Weisungen wird denn auch konse-</span><br/> <span class="ft1">quenterweise verlangt, dass einerseits das bevorstehende Ereignis -</span><br/> <span class="ft1">die Heirat - absehbar sein muss ("sofern mit einer Heirat innerhalb</span><br/> <span class="ft1">vernünftiger Frist zu rechnen ist") und andererseits, dass die übrigen</span><br/> <span class="ft1">Voraussetzungen für einen Familiennachzug gegeben sein müssen.</span><br/> <span class="ft1">Die in den Weisungen als Hinderungsgründe genannten Beispiele</span><br/> <span class="ft1">("genügende finanzielle Mittel, kein Hinweis auf eine Umgehungs-</span><br/> <span class="ft1">ehe, keine Ausweisungsgründe") sind selbstredend nicht abschlies-</span><br/> <span class="ft1">send.</span><br/> <span class="ft1">Im vorliegenden Fall gilt der zukünftige Ehegatte der Be-</span><br/> <span class="ft1">schwerdeführerin bis zum rechtskräftigen Abschluss seines Ehe-</span><br/> <span class="ft1">scheidungsverfahrens nach wie vor als verheiratet. Der beabsichtig-</span><br/> <span class="ft1">ten Heirat steht damit ein grundsätzliches Hindernis im Weg, womit</span><br/> <span class="ft1">keine Rede davon sein kann, die übrigen Voraussetzungen für einen</span><br/> <span class="ft1">Familiennachzug seien gegeben. Wenn das Migrationsamt bei Ertei-</span><br/> <span class="ft1">lung einer Aufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Heirat ver-</span><br/> <span class="ft1">langt, dass der beabsichtigten Heirat keine grundsätzlichen Hinder-</span><br/> <span class="ft1">nisse im Weg stehen dürfen, ist dies nicht zu beanstanden. Dies umso</span><br/> <span class="ft1">weniger, als aufgrund der noch bestehenden Ehe des zukünftigen</span><br/> <span class="ft1">Ehegatten nicht einmal das Ehevorbereitungsverfahren eingeleitet</span><br/> <span class="ft1">werden kann.</span><br/> <span class="ft1">Unter diesen Umständen gingen die Vorinstanzen zu Recht da-</span><br/> <span class="ft1">von aus, die Voraussetzungen für die Erteilung einer Aufenthaltsbe-</span><br/></div> </div> <div class="header"><span class="year">2007</span> <span class="title">Beschwerden gegen Einspracheentscheide des Migrationsamts</span> <span class="page_no">343</span></div> <div class="page" id="S3"> <div role="main"><br/> <span class="ft1">willigung zur Vorbereitung der Heirat gestützt auf Art. 36 BVO seien</span><br/> <span class="ft1">in casu nicht erfüllt.</span><br/> <span class="ft1">Daran ändert auch nichts, dass die zweimonatige Bedenkfrist in</span><br/> <span class="ft1">der Zwischenzeit abgelaufen ist und offenbar am 8. März 2007 eine</span><br/> <span class="ft1">Konventions-Verhandlung durchgeführt wurde. Nach wie vor ist of-</span><br/> <span class="ft1">fen, ob das Scheidungsverfahren des zukünftigen Ehemannes der Be-</span><br/> <span class="ft1">schwerdeführerin effektiv in Kürze rechtskräftig abgeschlossen sein</span><br/> <span class="ft1">wird. Es liegt weder in der Macht der Beschwerdeführerin noch ihres</span><br/> <span class="ft1">zukünftigen Ehemannes, allfällige Verzögerungen seitens seiner jet-</span><br/> <span class="ft1">zigen Ehefrau oder seitens des Kantonsgerichts zu verhindern.</span><br/> <br/></div> </div> </body> </html>