<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd"> <html lang="en" xml:lang="en" xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"> <head><meta charset="utf-8"/> <title>Verwaltungsgericht des Kantons ZÃ¼rich: VB.2003.00249</title> <link href="/findinfo/stylesheets/main.css" rel="stylesheet" type="text/css"/> </head> <body> <!-- HEADER --> <table> <tr> <td colspan="5"> <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td class="submenu_sel" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/standard.htm">Standard Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/xhtmltemplates/advanced.htm">Erweiterte Suche</a></td> <td> | </td> <td class="submenu" nowrap="nowrap"><a href="/findinfo/help/index.htm">Hilfe</a></td> </tr> </table> </td> </tr> </table> <!-- /HEADER --> <br/> <!-- ZUM ERSTEN TREFFER --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br/><br/> </td> <td align="right"> <a href="/cgi-bin/nph-omniscgi.exe?OmnisPlatform=WINDOWS&amp;WebServerUrl=&amp;WebServerScript=/cgi-bin/nph-omniscgi.exe&amp;OmnisLibrary=JURISWEB&amp;OmnisClass=rtFindinfoWebHtmlService&amp;OmnisServer=JURISWEB,127.0.0.1:7000&amp;Parametername=WWW&amp;Schema=ZH_VG_WEB&amp;Source=&amp;Aufruf=getDocument&amp;cSprache=GER&amp;nF30_KEY=107405&amp;W10_KEY=13013572&amp;nTrefferzeile=1&amp;Template=standard/results/printviewdocument.fiw" target="_blank"><img align="bottom" alt="" src="/findinfo/images/icons/drucken.gif" title="Druckansicht"/><span> </span>Druckansicht</a> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /ZUM ERSTEN TREFFER --> <!-- Metadaten --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <table cellpadding="0" cellspacing="0"> <tr> <td nowrap="nowrap" width="180"><b>GeschÃ¤ftsnummer: </b></td> <td><b>VB.2003.00249</b></td> <td width="100%"> </td> </tr> <tr> <td>Entscheidart und -datum: </td> <td colspan="4">Endentscheid vom 03.09.2003</td> </tr> <tr> <td>SpruchkÃ¶rper: </td> <td colspan="4">3. Abteilung/Einzelrichter</td> </tr> <tr> <td>Weiterzug: </td> <td colspan="4">Dieser Entscheid ist rechtskrÃ¤ftig.</td> </tr> <tr> <td>Rechtsgebiet: </td> <td colspan="4">FÃ¼rsorgerecht</td> </tr> <tr> <td><b>Betreff: </b><br/><br/></td> <td colspan="4"><b>Sozialhilfe</b><br/><br/></td> </tr> <tr> <td colspan="5"><br/><b>Gekürzte Sozialhilfe durch Abweichen von den SKOS-Richtlinien: Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts (E. 1). Grundsätze der Sozialhilfe (E. 2a). Ausführungen der Vorinstanz (E. 2b). Standpunkte der Parteien (E. 2c und 2d). Der Grundbedarf I gemäss SKOS-Richtlinien darf nur in begründeten Ausnahmefällen und zeitlich befristet unterschritten werden. Der Grundbedarf I darf auch nicht gekürzt werden, wenn der Sozialhilfebezüger ein möbliertes Zimmer bewohnt. Auch der Umstand, dass die Fürsorgebehörde dem Sozialhilfebezüger eine günstige Waschgelegenheit einräumt, berechtigt nicht zur Kürzung des Grundbedarfs I (E. 3a). Die in der Unterstützungsrichtlinie der Fürsorgebehörde vorgesehene Gewährung von 1/3 der Erwerbseinkünfte bis max. Fr. 400.- als Freibetrag, damit die Teilnahme am sozialen Leben ermöglicht werden kann, berechtigt nicht zur Kürzung des Grundbedarfs II (E. 3b). Nichteintreten auf weiteres Begehren der Beschwerdeführerin. Vor Verwaltungsgericht sind nur Anträge zulässig, mit welchen eine Änderung des vorinstanzlichen Dispositivs oder eine Rückweisung an die Vorinstanz verlang wird (E. 4). Gegenstandslosigkeit des Begehrens des Beschwerdegegners auf Entzug der aufschiebenden Wirkung (E. 5). Abweisung der Beschwerde. Kostenauferlegung (E. 6).</b></td> </tr> </table> </td> <td> </td> <td align="right" class="stiwos" nowrap="nowrap" rowspan="6" width="203"> <table cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%"> <tr> <td>Stichworte:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: AUFSCHIEBENDE WIRKUNG">AUFSCHIEBENDE WIRKUNG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: ERWERBSEINKOMMEN">ERWERBSEINKOMMEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: FREIBETRAG">FREIBETRAG</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDBEDARF I">GRUNDBEDARF I</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: GRUNDBEDARF II">GRUNDBEDARF II</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: KÃRZUNG">KÃRZUNG</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: MÃBLIERTES ZIMMER">MÃBLIERTES ZIMMER</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: SKOS-RICHTLINIEN">SKOS-RICHTLINIEN</acronym></span><br/><span class="ungerade"><acronym title="HR: - UR: - ST: WASCHGELEGENHEIT">WASCHGELEGENHEIT</acronym></span><br/><span class="gerade"><acronym title="HR: Urteile: Verwaltungsrecht UR: FÃ¼rsorge ST: WIRTSCHAFTLICHE HILFE">WIRTSCHAFTLICHE HILFE</acronym></span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Rechtsnormen:</td> </tr> <tr> <td> <span class="ungerade">§ 14 SHG</span><br/><span class="gerade">§ 15 lit. I SHG</span><br/><span class="ungerade">§ 17 SHV</span><br/> </td> </tr> <tr><td height="2px"></td></tr> <tr> <td>Publikationen:</td> </tr> <tr> <td> - keine - </td> </tr> <tr> <td>Gewichtung:<br/> (1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)</td> </tr> <tr> <td> Gewichtung: 4 </td> </tr> </table> </td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Metadaten --> <!-- Dokument --> <table width="100%"> <tr> <td width="20"> </td> <td> <br><br/> <div class="Section1"> <p class="Einzug1"><span>I. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt X beschloss am 28. Januar 2003 unter anderem A nebst Ãbernahme der Miete eines mÃ¶blierten Zimmers ab dem 1. Januar 2003 mit Fr. 839.40 pro Monat zu unterstÃ¼tzen.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>II. Gegen diesen Beschluss erhob A am 3. MÃ¤rz 2003 Rekurs beim Bezirksrat Z mit dem Antrag, es sei ihm der Grundbedarf I von Fr. 1'030.- und der Grund­bedarf II von Fr. 103.- vollumfÃ¤nglich zu gewÃ¤hren. Der Bezirksrat Z hiess den Rekurs am 14. Juni 2003 gut.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>III. Die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde der Stadt X erhob am 10. Juli 2003 beim Verwaltungsgericht Beschwerde und beantragte den bezirksrÃ¤tlichen Entscheid aufzuheben. Ausserdem ersuchte sie das Verwaltungsgericht, auf den Bezirksrat Z so Einfluss zu nehmen, dass eine einvernehmliche LÃ¶sung zu finden sei, damit die neu am 1. August 2003 in Kraft tretende Regelung der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde zur Reintegration von Langzeitarbeitslosen in besonderen LebensumstÃ¤nden fÃ¼r alle Betroffenen GÃ¼ltigkeit habe.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Bezirksrat Z verzichtete am 18. Juli 2003 auf eine Stellungnahme. A beantragte in seiner Beschwerdeantwort vom 24. Juli 2003 Abweisung der Beschwerde und Entzug der aufschiebenden Wirkung. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>Der Einzelrichter zieht in ErwÃ¤gung:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>1. a) Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemÃ¤ss § 19c Abs. 2 in Verbindung mit § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) funktionell und sachlich zustÃ¤ndig.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Streitwert in Sozialhilfeangelegenheiten berechnet sich in der Regel aufgrund der Summe der periodischen Leistungen wÃ¤hrend der Dauer von zwÃ¶lf Monaten (Alfred KÃ¶lz/JÃ¼rg Bosshart/Martin RÃ¶hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons ZÃ¼rich, 2. A., ZÃ¼rich 1999, § 38 N. 5; RB 1998 Nr. 21). Umstritten ist im vorliegenden Verfahren eine wiederkehrende monatliche Sozialhilfeleistung in der HÃ¶he von Fr. 293.60 (vgl. auch Beschluss der Vorinstanz vom 14. Juni 2003, S. 1, lit. B), was pro Jahr Fr. 3523.20 aus­macht. Da der Streitwert Fr. 20'000.- nicht Ã¼bersteigt, fÃ¤llt die Behandlung der Beschwerde in die einzelrichterliche ZustÃ¤ndigkeit (§ 38 Abs. 2 VRG). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>2. a) Wer fÃ¼r seinen Lebensunterhalt und den seiner FamilienangehÃ¶rigen nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat nach § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. Diese soll das soziale Existenzminimum gewÃ¤hrleisten, das neben den Ã¼blichen Aufwendungen fÃ¼r den Lebensunterhalt auch individuelle BedÃ¼rfnisse angemessen berÃ¼cksichtigt (§ 15 Abs. 1 SHG). Grundlage der Bemessung bilden gemÃ¤ss § 17 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) die Richtlinien der schweizerischen Konferenz fÃ¼r So­zialhilfe in der Fassung vom Dezember 2002 (SKOS-Richtlinien), wobei Abweichungen im Einzelfall vorbehalten bleiben. Nach den genannten Richtlinien setzt sich das individuelle UnterstÃ¼tzungsbudget aus der materiellen Grundsicherung, bestehend aus dem Grundbedarf I und II fÃ¼r den Le­bensunterhalt, den Wohnungskosten und der medizi­ni­schen Grundversorgung einerseits und aus situationsbedingten Leistungen anderseits zu­sam­men (SKOS-Richtlinien, Kap. A.6).</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Die Vorinstanz hat in ihrer ErwÃ¤gung 4 ausgefÃ¼hrt, dass es im vorliegenden Fall nicht angebracht sei, von den SKOS-Richtlinien abzuweichen. Es sei zwar richtig, dass der Grundbedarf I einige wenige Posten enthalte, welche spezifisch nur dann anfallen, wenn der HilfeempfÃ¤nger eine Mietwohnung bewohne, wie die Auslagen fÃ¼r den Energieverbrauch, fÃ¼r die Reinigung der Wohnung sowie fÃ¼r den Erwerb von kleinen HaushaltsgegenstÃ¤nden. Indes sei es klar, dass dem Beschwerdegegner massive Mehrkosten entstehen, weil er die Mahlzeiten ausschliesslich auswÃ¤rts einnehmen mÃ¼sse und die Kleider nicht selber reinigen kÃ¶nne. Der Grundbedarf II ermÃ¶gliche die Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben, worauf der Beschwerdegegner einen Anspruch habe. Aus diesem Grund seien der Grundbedarf I von Fr. 1'030.- und der Grundbedarf II von Fr. 103.- dem Beschwerdegegner ungekÃ¼rzt zu gewÃ¤hren.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>c) Die BeschwerdefÃ¼hrerin bringt im Beschwerdeverfahren vor, dass es nicht angebracht sei, SozialhilfebezÃ¼ger in besonderen LebensumstÃ¤nden und Wohnformen (Pension/Hotel/Notzimmer und Notschlafstelle) mit denselben finanziellen BeitrÃ¤gen zu unterstÃ¼tzen wie BezÃ¼ger in geordneten VerhÃ¤ltnissen. Es sei sinnvoller, Anreize zur Reintegration in geordnete VerhÃ¤ltnisse zu schaffen. SinngemÃ¤ss macht sie daher geltend, dass solchen BezÃ¼gern ein verminderter Grundbedarf I und kein Grundbedarf II auszurichten sei. Auf der anderen Seite wÃ¼rde sie solchen BezÃ¼gern gemÃ¤ss einer per 1. August 2003 in Kraft getretenen UnterstÃ¼tzungsrichtlinie auf Ersuchen hin zusÃ¤tzlich folgende situationsbedingte Leistungen ausrichten: </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1Tab"><span> a) Die MÃ¶glichkeit, ihre WÃ¤sche (eine Maschine Ã 5 Kg) einmal pro Woche gegen ein Entgelt von Fr. 5.- bei der Asylbewerberunterkunft waschen zu lassen. </span></p> <p class="Einzug1Tab"><span> b) Die VergÃ¼tung von Fahrspesen im Zusammenhang mit der Arbeits- und Wohnungssuche. </span></p> <p class="Einzug1Tab"><span> c) Die GewÃ¤hrung von 1/3 der ErwerbseinkÃ¼nfte bis max. Fr. 400.- als Freibetrag, damit die Teilnahme am sozialen Leben ermÃ¶glicht werden kann.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>d) Der Beschwerdegegner verweist im Wesentlichen auf die ErwÃ¤gungen der Vorinstanz.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>3. Da den ErwÃ¤gungen der Vorinstanz zugestimmt werden kann, kann in Anwendung von § 28 Abs. 1 in Verbindung mit § 70 VRG in erster Linie darauf verwiesen werden.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>a) Der Grundbedarf I entspricht dem Minimum, das zu einer auf die Dauer angelegten menschenwÃ¼rdigen Existenz in der Schweiz nÃ¶tig ist und darf deshalb nur in begrÃ¼ndeten AusnahmefÃ¤llen und zeitlich befristet unterschritten werden (SKOS-Richtlinien B.2.2). Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, ist es zwar richtig, dass dem Beschwer­degegner als Bewohner eines mÃ¶blierten Zimmers gewisse Kosten, die im Grundbedarf I enthalten sind, nicht anfallen, andererseits erhÃ¶hen sich seine Auslagen, weil er auswÃ¤rts essen und seine WÃ¤sche auswÃ¤rts waschen lassen muss. Es ist daher nicht gerechtfertigt, dem Beschwerdegegner den Grundbedarf I zu kÃ¼rzen. Daran Ã¤ndert auch die am 1. August 2003 in Kraft getretene UnterstÃ¼tzungsrichtlinie nichts, gemÃ¤ss welcher die SozialhilfebezÃ¼ger als situationsbedingte Leistung die MÃ¶glichkeit erhalten, ihre WÃ¤sche einmal pro Woche gegen ein Entgelt von Fr. 5.- bei der Asylbewerberunterkunft waschen zu lassen. Beim Grundbedarf I handelt es sich um einen Pauschalbetrag. Er ermÃ¶glicht es Personen, die unterstÃ¼tzt werden, das verfÃ¼gbare Einkommen selbst einzuteilen und die Verantwortung zu tragen (SKOS-Richtlinien B.2.2). Mit dem Grundbedarf I hat der SozialhilfeempfÃ¤nger auch fÃ¼r die Reinigung seiner Kleider aufzukommen (SKOS-Richtlinien B.2.1). Es ist dabei dem SozialhilfeempfÃ¤nger Ã¼berlassen, wie er sein Geld einteilt und wie viel er in die Reinigung seiner Kleider investiert. Solange die unterstÃ¼tzte Person in der Lage ist diese Geldeinteilung selber vorzunehmen, soll daran nichts geÃ¤ndert werden (vgl. SKOS-Richtlinien A.7 und B.2.2). Es ist daher unzulÃ¤ssig, den Grundbedarf I zu kÃ¼rzen und dem Beschwerdegegner anderseits auf Ersuchen hin die MÃ¶glichkeit einzurÃ¤umen, seine WÃ¤sche einmal pro Woche gegen ein Entgelt von Fr. 5.- waschen zu lassen. Es ist zwar begrÃ¼ssenswert, dass die FÃ¼rsorgebehÃ¶rde den SozialhilfeempfÃ¤ngern eine relativ gÃ¼nstige WaschmÃ¶glichkeit einrÃ¤umt, doch berechtigt dies nicht zur KÃ¼rzung des Grundbedarfs I. Die EinrÃ¤umung einer gÃ¼nstigen Waschgelegenheit gegen KÃ¼rzung des Grundbedarfs I hat sogar â Ã¤hnlich wie die Ausrichtung von Naturalleistungen â leicht diskriminierenden Charakter (vgl. SKOS-Richtlinien A.7). </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>b) Der Grundbedarf II bezweckt die regional differenzierte ErhÃ¶hung des Grundbedarfs I auf ein Niveau, das eine Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben erleichtert. UnterstÃ¼tzte gewinnen damit an SelbststÃ¤ndigkeit: sie erhalten gewisse WahlmÃ¶glichkeiten im Rahmen von GÃ¼tern und Dienstleistungen, z.B. fÃ¼r sportliche und kulturelle AktivitÃ¤ten, Bildung oder zusÃ¤tzliche Verkehrsauslagen. Der Grundbedarf II steht allen finanziell unterstÃ¼tzten Haushaltungen zu (SKOS-Richtlinien B.2.4). Auch die in der UnterstÃ¼tzungsrichtlinie vorgesehene GewÃ¤hrung von 1/3 der ErwerbseinkÃ¼nfte bis max. Fr. 400.- als Freibetrag, damit die Teilnahme am sozialen Leben ermÃ¶glicht werden kann, berechtigt nicht zur KÃ¼rzung des Grundbedarfs II. Die Teilnahme am sozialen Leben soll gerade eben durch den Grundbedarf II sicher gestellt werden. Die in der UnterstÃ¼tzungsrichtlinie vorgesehene GewÃ¤hrung eines Freibetrags darf nur als zusÃ¤tzlicher Anreiz zur Aufnahme einer ErwerbstÃ¤tigkeit eingesetzt werden, berechtigt aber nicht zu einer Leis­tungskÃ¼rzung.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>4. In Bezug auf den Antrag der FÃ¼rsorgebehÃ¶rde den Beschluss der Vorinstanz aufzuheben, ist die Beschwerde abzuweisen. Soweit die BeschwerdefÃ¼hrerin begehrt, dass das Verwaltungsgericht auf den Bezirksrat Z so Einfluss nehme, dass eine einvernehmliche LÃ¶­sung zu finden sei, damit die neu am 1. August 2003 in Kraft tretende Regelung der FÃ¼r­sorgebehÃ¶rde zur Reintegration von Langzeitarbeitslosen in besonderen Lebensum­stÃ¤n­den fÃ¼r alle Betroffenen GÃ¼ltigkeit habe, ist festzuhalten, dass vor Verwaltungsgericht nur AntrÃ¤ge zulÃ¤ssig sind, mit welchen eine Ãnderung des vorinstanzlichen Dispositivs oder eine RÃ¼ckweisung â unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids zur Durch­fÃ¼h­rung eines rechtmÃ¤ssigen Verfahrens â an die Vorinstanz verlangt wird (KÃ¶lz/Bosshart/­RÃ¶hl, § 54 N. 3). Da das Begehren der BeschwerdefÃ¼hrerin diese Voraussetzung nicht erfÃ¼llt, ist darauf nicht einzutreten.</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>5. Da hiermit schon ein Entscheid in der Sache gefÃ¤llt wird, ist das Begehren des Beschwerdegegners auf Entzug der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos geworden. Aus den vorhergehenden AusfÃ¼hrungen ergibt sich, dass der Beschwerdegegner seit dem 1. Januar 2003 einen Anspruch auf den ungekÃ¼rzten Grundbetrag I in der HÃ¶he von Fr. 1'030.- und den ungekÃ¼rzten Grundbetrag II in der HÃ¶he von Fr. 103.- hat. Die BeschwerdefÃ¼hrerin ist deshalb anzuweisen, die Bedarfsberechnung ab 1. Januar 2003 neu vorzunehmen. </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>6. AusgangsgemÃ¤ss hat die BeschwerdefÃ¼hrerin die Gerichtskosten zu tragen (§ 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 70 VRG),</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span>DemgemÃ¤ss </span><span>entscheidet</span><span> </span><span>der</span><span> </span><span>Einzelrichter</span><span>:</span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug1"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. Die BeschwerdefÃ¼hrerin wird angewiesen, die Bedarfsberechnung ab 1. Januar 2003 im Sinne der ErwÃ¤gungen neu vorzunehmen.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>2. Die GerichtsgebÃ¼hr wird festgesetzt auf <br/> Fr. 600.--; die Ã¼brigen Kosten betragen:<br/> Fr. 60.-- Zustellungskosten,<br/> Fr. 660.-- Total der Kosten.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>3.<span> </span></span><span>Die Gerichtskosten werden der BeschwerdefÃ¼hrerin auferlegt.</span></p> <p class="Einzug2"><span> </span></p> <p class="Einzug2"><span>4.<span> </span></span><span>...</span></p> <p class="MsoNormal"><span> </span></p> </div> <br/><br/> </br></td> <td width="20"> </td> </tr> </table> <!-- /Dokument --> <!-- FOOTER --> <p class="fusszeile"></p> <!-- /FOOTER --> </body> </html>