<h2>SubmittedText<h2><p>Unter "Remailing" versteht man die Aufgabe von Inlandsendungen in einem ausländischen Staat mit niedrigeren Tarifen. Bezweckt wird die Umgehung der geltenden Posttaxen im eigenen Land. PostEurop mit Sitz in Brüssel kämpft gegen diese Praktiken, die sie als unlauteren Wettbewerb bezeichnet.</p><p>Nun ist die schweizerische Post offenbar mit zwei Gesellschaften in der Lombardei präsent: Mondial Transport AG und Mondial Sped GmbH. Die Postsendungen, die sie einsammeln, werden in der Schweiz aufgegeben. Weitere Gesellschaften reissen sich um diesen einträglichen Markt und beteiligen sich am Zerlegen der Beute. Steht unsere Post, die ja Mitglied der PostEurop und des Weltpostvereins ist, tatsächlich unter einem derartigen Druck, dass sie der neuen grossen Maxime des internationalen Austauschs nachleben muss, die da lautet: "Fressen, um nicht gefressen zu werden"?</p><p>Ich stelle dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Trifft das, was ich hier sage, zu?</p><p>2. Versucht der Weltpostverein, diesen unlauteren Wettbewerb zu verhindern?</p><p>3. Lässt sich diese Konkurrenz mit der italienischen Post mit dem Berufskodex der schweizerischen Post als Regiebetrieb des Bundes vereinbaren?</p><p>4. Welche Haltung vertritt der schweizerische Vertreter beim Weltpostverein?</p>